Eckdaten:
Für die 21. Sitzung der 23. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2451 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Dr. Stummvoll: Früherer Fachmann!
Also, geben Sie mir eine theoretische Begründung dafür, warum das sinnvoll ist, was die erste Säule der österreichischen Budgetpolitik ist! Das würde mich als früheren Fachmann interessieren (Abg. Dr. Stummvoll: Früherer Fachmann!), das würde mich als Bürger interessieren, das würde mich als Budgetpolitiker interessieren. Was ist diese erste tragende Säule der österreichischen Budgetpolitik eigentlich?
Heiterkeit
Vorläufig habe ich den Eindruck: Es klingt gut! Vielleicht würde ich das auch hineinschreiben, wenn ich das zweifelhafte Vergnügen hätte, Finanzminister der Republik Österreich zu sein (Heiterkeit) – das will ich ja gar nicht abstreiten –, aber was heißt es denn wirklich? (Abg. Dr. Stummvoll: Wünsche!) Was heißt es denn wirklich?
Abg. Dr. Stummvoll: Wünsche!
Vorläufig habe ich den Eindruck: Es klingt gut! Vielleicht würde ich das auch hineinschreiben, wenn ich das zweifelhafte Vergnügen hätte, Finanzminister der Republik Österreich zu sein (Heiterkeit) – das will ich ja gar nicht abstreiten –, aber was heißt es denn wirklich? (Abg. Dr. Stummvoll: Wünsche!) Was heißt es denn wirklich?
Abg. Dr. Stummvoll: Er weiß noch nicht, was wir tun, aber es ist auf jeden Fall falsch!
Jahr 2010 falsch. Wie falsch, das weiß ich nicht, weil ich ja nicht weiß, welche Steuersenkung Sie vorhaben, aber falsch sind sie sicher! (Abg. Dr. Stummvoll: Er weiß noch nicht, was wir tun, aber es ist auf jeden Fall falsch!) Würden Sie uns nicht das Vergnügen machen, uns einmal zu sagen, in welchem Ausmaß diese Steuersenkung vorgenommen werden soll: 0,1 Prozent, 0,5 Prozent, 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, oder in Milliarden Euro? – Mir ist es egal, welche Zahl Sie mir nennen!
Rufe: „Hugo“?
Ganz abgesehen davon: Wenn diese Steuersenkung kommt, dann ist natürlich das Ziel, die erste Säule, der ausgeglichene Haushalt über den Konjunkturzyklus, „für den Hugo“. Es ist jetzt schon „für den Hugo“, aber dann ist es zwei Mal „für den Hugo“, weil sich das eindeutig widerspricht. (Rufe: „Hugo“?) – Mit „Hugo“ ist niemand persönlich gemeint. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Ganz abgesehen davon: Wenn diese Steuersenkung kommt, dann ist natürlich das Ziel, die erste Säule, der ausgeglichene Haushalt über den Konjunkturzyklus, „für den Hugo“. Es ist jetzt schon „für den Hugo“, aber dann ist es zwei Mal „für den Hugo“, weil sich das eindeutig widerspricht. (Rufe: „Hugo“?) – Mit „Hugo“ ist niemand persönlich gemeint. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Vizekanzler Mag. Molterer: Aber Sie haben gelernt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Dritter, kurzer, Punkt – ich sehe, ich habe meine freiwillige Redezeit schon überschritten –: Können Sie mir bei Gelegenheit sagen, warum Sie Schuldenstand und Schuldenquote immer willkürlich austauschen und verwechseln und warum Sie Ausgaben für Zinsen mit der Zinsenquote gleichsetzen? Wissen Sie, dass mich das ein oder zwei Stunden meiner kostbaren Lebenszeit gekostet hat? (Vizekanzler Mag. Molterer: Aber Sie haben gelernt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) – Ich nehme es ohnehin in Kauf, Herr Kollege Stummvoll!
Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es eine Abschlussprüfung?
Jetzt meint ein Naivling wie ich, niedrigere Zinsausgaben heißt, dass die Ausgaben für Zinsen sinken. Weit gefehlt! Jetzt habe ich nachgerechnet, was da überhaupt behauptet wird. Kollege Stummvoll, Sie sind ja auch langjähriger Budgetpolitiker, vielleicht erklären Sie mir bei Gelegenheit, was die „implizite Verzinsung der Staatsschuld“ ist. Ich habe versucht, das nachzuvollziehen. Das ist nicht so schwierig, das ist ein Bruch, eine Quote, Zinsenausgaben dividiert durch Schuldenstand des Staates. (Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es eine Abschlussprüfung?) Na beruhigen Sie sich nur, Herr Kollege! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich frage, ob es eine Abschlussprüfung gibt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich frage, ob es eine Abschlussprüfung gibt!
Jetzt meint ein Naivling wie ich, niedrigere Zinsausgaben heißt, dass die Ausgaben für Zinsen sinken. Weit gefehlt! Jetzt habe ich nachgerechnet, was da überhaupt behauptet wird. Kollege Stummvoll, Sie sind ja auch langjähriger Budgetpolitiker, vielleicht erklären Sie mir bei Gelegenheit, was die „implizite Verzinsung der Staatsschuld“ ist. Ich habe versucht, das nachzuvollziehen. Das ist nicht so schwierig, das ist ein Bruch, eine Quote, Zinsenausgaben dividiert durch Schuldenstand des Staates. (Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es eine Abschlussprüfung?) Na beruhigen Sie sich nur, Herr Kollege! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich frage, ob es eine Abschlussprüfung gibt!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie sind doch der Ökonomieprofessor!
Wenn die implizite Verzinsung der Staatsschuld konstant bleibt, Herr Kollege Stummvoll – was hier behauptet wird –, wie können dann die Zinsausgaben fallen? Zinsausgaben dividiert durch die Finanzschulden ist die implizite Verzinsung der Staatsschuld. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie sind doch der Ökonomieprofessor!)
Beifall bei den Grünen.
kann ja nur von Ländern und Gemeinden kommen! Der Bund hat aber 92 Prozent der Gesamtverschuldung; Länder, Gemeinden und Sozialversicherung zusammengenommen 8 Prozent – und die können die Differenz ausmachen? Irgendwo ist da ein kleiner, aber für mich nicht irrelevanter Rechenfehler passiert. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Eigentlich könnte ich Ihnen ja stundenlang zuhören, Herr Professor! Vielleicht ist das mit dieser Zinsensenkung deswegen gemacht worden, weil der Verfasser sehen wollte, ob es jemanden gibt, der den Text wirklich ganz genau durchliest. Vielleicht ist das der Hintergrund. Wo die Eurofighter sind, wird uns dann der Herr Finanzminister sagen können, irgendwo werden sie ja sein müssen. Oder es gibt bei den Verfassern bereits so einen Pessimismus, dass sie die Eurofighter gleich prophylaktisch herausgerechnet haben. Das würde mich natürlich freuen, das muss ich schon sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Bis 2010!
und mittleren Unternehmungen? Wie können über eine Steuerreform Schritte gesetzt werden, damit der Staat hier seine Aufgabe wahrnehmen kann und diese Impulse auch setzen kann? Da werden wir aber noch genug Zeit haben, um das zu diskutieren. (Abg. Strache: Bis 2010!) Aber das ist sicher auch eine Nagelprobe. – Sie sind schon ungeduldig, Herr Klubobmann Strache, aber Sie werden noch genügend Zeit haben, um sich hier wirklich einzubringen.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Die Wahrheit ist, es geht um Österreich! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, es geht hier nicht darum, dass sich hier zwei Parteien, die gerade eine Regierung bilden, gegenseitig etwas erzählen. Die Wahrheit ist, es geht um die Frage: Nützt es dem Land oder nützt es dem Land nicht? (Abg. Dr. Brinek: Da haben Sie aber lang gebraucht für diese Erkenntnis!) Und nach diesen Kriterien ist diese Budgetgestaltung zu beurteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich weiß nicht, warum Sie das so nervös macht, wenn einmal einer hier sagt, es geht um Österreich. Worum soll es sonst gehen? Es geht nicht um den „Hugo“, sondern es geht um Österreich! Ich sage Ihnen das nur, weil Sie da jetzt plötzlich ganz nervös reagieren.
Abg. Dr. Brinek: Da haben Sie aber lang gebraucht für diese Erkenntnis!
Die Wahrheit ist, es geht um Österreich! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, es geht hier nicht darum, dass sich hier zwei Parteien, die gerade eine Regierung bilden, gegenseitig etwas erzählen. Die Wahrheit ist, es geht um die Frage: Nützt es dem Land oder nützt es dem Land nicht? (Abg. Dr. Brinek: Da haben Sie aber lang gebraucht für diese Erkenntnis!) Und nach diesen Kriterien ist diese Budgetgestaltung zu beurteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich weiß nicht, warum Sie das so nervös macht, wenn einmal einer hier sagt, es geht um Österreich. Worum soll es sonst gehen? Es geht nicht um den „Hugo“, sondern es geht um Österreich! Ich sage Ihnen das nur, weil Sie da jetzt plötzlich ganz nervös reagieren.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Wahrheit ist, es geht um Österreich! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, es geht hier nicht darum, dass sich hier zwei Parteien, die gerade eine Regierung bilden, gegenseitig etwas erzählen. Die Wahrheit ist, es geht um die Frage: Nützt es dem Land oder nützt es dem Land nicht? (Abg. Dr. Brinek: Da haben Sie aber lang gebraucht für diese Erkenntnis!) Und nach diesen Kriterien ist diese Budgetgestaltung zu beurteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich weiß nicht, warum Sie das so nervös macht, wenn einmal einer hier sagt, es geht um Österreich. Worum soll es sonst gehen? Es geht nicht um den „Hugo“, sondern es geht um Österreich! Ich sage Ihnen das nur, weil Sie da jetzt plötzlich ganz nervös reagieren.
Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie uns jetzt eigentlich gesagt?
Daher ist das, glaube ich, am Beginn der Budgetdebatte eine gute Ausgangssituation; wir haben das ja in den Ausschüssen ausgiebig beraten und werden auch hier die Möglichkeit haben, uns dazu noch detaillierter zu den verschiedenen Bereichen zu äußern. (Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie uns jetzt eigentlich gesagt?) – Herr Klubobmann Westenthaler, Sie sollten an Ihre misslungenen Budgets der Vergangenheit denken, wo wir oft die soziale Schieflage haben kritisieren müssen, wo vieles nicht gestimmt hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie einmal etwas Inhaltliches!) Aber das habe ich schon in meiner Rede nach der Budgetrede des Finanzministers Molterer gesagt, ich will das heute nicht wiederholen.
Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie einmal etwas Inhaltliches!
Daher ist das, glaube ich, am Beginn der Budgetdebatte eine gute Ausgangssituation; wir haben das ja in den Ausschüssen ausgiebig beraten und werden auch hier die Möglichkeit haben, uns dazu noch detaillierter zu den verschiedenen Bereichen zu äußern. (Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie uns jetzt eigentlich gesagt?) – Herr Klubobmann Westenthaler, Sie sollten an Ihre misslungenen Budgets der Vergangenheit denken, wo wir oft die soziale Schieflage haben kritisieren müssen, wo vieles nicht gestimmt hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie einmal etwas Inhaltliches!) Aber das habe ich schon in meiner Rede nach der Budgetrede des Finanzministers Molterer gesagt, ich will das heute nicht wiederholen.
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall der Abg. Sburny.
Wir haben im Vorfeld dieser Debatten oft über die so genannte Barrierefreiheit gesprochen. Ich würde das nicht vom Tisch wischen und meine, dass man hier auch Investitionen in die Barrierefreiheit tätigen sollte, damit behinderte Abgeordnete sich hier herinnen ohne Barrieren bewegen können. Das sind auch symbolische Elemente, die man berücksichtigen sollte und die in der Diskussion ihren Stellenwert haben müssen. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall der Abg. Sburny.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Klubobmann Strache. Sie haben sich, Herr Abgeordneter, die gesamten 20 Minuten als Zeitvorgabe genommen. – Bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Vielleicht ganz kurz noch, bevor ich zum Grundsätzlichen übergehe, nämlich zum Budget: Zum Umbau des Plenarsaales sollte man schon anmerken, dass natürlich hier eine Verbesserung notwendig wäre, aber bitte alles im Rahmen! Es kann doch nicht sein, wenn wir im Sitzungskalender für nächstes Halbjahr insgesamt fünf Sitzungen und einen Reservetag vorfinden, dass wir 1 Milliarde Schilling für den Umbau hier ausgeben! Dafür kann kein Bürger Verständnis haben, wenn er wahrnehmen muss, dass bei ihm gespart wird, wenn er permanente Preissteigerungen erlebt und gar nicht mehr weiß, wie er seine Miete zahlen soll, dass wir uns dann mit 70 Millionen € da herinnen den Plenarsaal herrichten und renovieren! Das kann es mit Sicherheit nicht sein! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Ich frage mich, wie eine mittelfristige Sanierung des österreichischen Haushaltes gelingen kann, wenn die rot-schwarze Bundesregierung in einer konjunkturell guten Phase ein deutliches Defizit zustande bringt. Rechnet man wirklich damit, dass diese Hochkonjunktur bis zum Jahr 2010 anhalten wird?! Damit ist nicht zu rechnen. Und es ist fast aussichtslos, ein ausgeglichenes Budget über den Konjunkturzyklus zustande zu bringen, wenn das nicht einmal jetzt in dieser Phase ohne Neuverschuldung gelingt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Molterer sagt: Seien Sie ein bisschen optimistisch! – Ja, das ist typisch dieser 08/15-Wortschatz des Finanzministers: „Zukunft“, „Optimismus“, „zur Budgetpolitik stehen“, „Mut haben“! Alle diese Schlagworte sind in Wirklichkeit leere Hülsen, wie man bemerkt, wenn man da einmal in die Tiefe geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kößl: Ein Dilettant!
Eine Entlastung der kleineren und mittleren Betriebe, der KMUs, ist nicht zu finden in diesem Budget. In diesem Bereich gibt es weiterhin Belastungen. (Abg. Kößl: Ein Dilettant!) – „Dilettant“. Da redet gerade der Richtige! Gerade der Richtige redet da, der richtige Dilettant! – Der Staat belastet weiterhin den Faktor Arbeit. Es wird Ihnen vielleicht nicht aufgefallen sein, dass wir da 9 Prozent über dem Durchschnitt der Europäischen Union liegen. Und wenn man weiterhin den Faktor Arbeit dermaßen belastet, dann darf man sich nicht wundern, dass die Unternehmen schnaufen. Aber natürlich schnaufen auch die Angestellten unter der Belastung. Da muss man etwas tun, da muss man runter, da muss man unserer Meinung nach – auf Dauer, sukzessive – deutlich unter den Durchschnitt der Europäischen Union kommen.
Abg. Großruck: Ein Dilettant!
Das wird sich bei Ihnen wahrscheinlich noch nicht herumgesprochen haben. Wir setzen damit in Zukunft eine Spirale in Gang, die dafür sorgen wird, dass es dann, wenn es die Hochkonjunktur nicht mehr gibt und wir leider Gottes nicht mehr eine schöne steigende Konjunktur erleben, so sein wird, dass die Firmen wieder Arbeitsplätze streichen werden und dass es eventuell wieder mehr Arbeitslose geben wird, damit man die Gewinne halten kann. Deshalb müssen wir uns jetzt etwas überlegen, und deshalb müssen wir jetzt dafür Sorge tragen, dass wirtschaftspolitisch jetzt in der Phase der Hochkonjunktur etwas gemacht wird. (Abg. Großruck: Ein Dilettant!)
Beifall bei der FPÖ.
Na ja, wie wird es laufen? – Natürlich wird das Produkt wieder teurer werden, natürlich wird der Konsument wieder belastet werden, der Arbeitnehmer wird zusätzlich mit der Erhöhung der Mineralölsteuer belastet. Das ist genau der Kreislauf, den Sie in Gang setzen: alles wieder weiter belasten, von Innovation keine Spur, nur weitere Belastungen! Allein die Verteuerung beim Benzin und Diesel um plus 3 und plus 5 Cent ergibt Mehreinnahmen von über 100 Millionen € – und das nur durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer bei der Mineralölsteuer. Da kann man sich nur wundern und fragen: Warum ist man nicht bereit, in dem Bereich endlich die Mehrwertsteuer von 20 auf 10 Prozent zu senken und damit dem Bürger auch wirklich eine Entlastung zu geben? (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
beziehungsweise gleich gute wie heute war. „Besser“ steht sogar im Wifo-Bericht. Also: 1997 haben die Österreicher mehr Kaufkraft gehabt als heute! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Jetzt kommt wahrscheinlich wieder der dilettantische Zwischenruf, aber das wollen Sie halt nicht zur Kenntnis nehmen: Die Reallöhne 2006 liegen unter denen des Jahres 1997! Wir erleben eine Entwicklung, wo der Mittelstand zerbröselt, ein paar wenige leider immer reicher werden und es immer mehr Arme gibt. Das ist genau der Schritt in Richtung Zwei-Klassen-Gesellschaft, die wir nicht wollen. Wir wollen einen starken Mittelstand haben. Wir haben hier eine sozialpolitische Verantwortung (Beifall bei der FPÖ), und genau diese wollen wir sicherstellen.
Ruf bei der ÖVP: Mehr Beschäftigte!
Man hat ja fast den Eindruck, dass das, was im Österreich-Konvent an Reformmaßnahmen besprochen wurde, Schall und Rauch ist. Der Österreich-Konvent hat einige Vorschläge zu einer tiefgreifenden Staatsreform gemacht und gesagt, da können wir 3 Milliarden € einsparen. – Aber da passiert nichts! Da ist überhaupt nichts aus Ihrem Regierungsprogramm beziehungsweise aus diesem Budget ableitbar. Ich wundere mich darüber, denn da hätten wir viele Potenziale, Einsparungsmaßnahmen zu setzen. Wir haben sogar aktuell Mehreinnahmen der Bundesregierung im Bereich der Lohnsteuer und in anderen Bereichen, wo wir teilweise im Jänner, Februar Mehreinnahmen an Steuern haben in der Höhe von 800 Millionen € aktuell, die nicht einmal budgetiert sind. (Ruf bei der ÖVP: Mehr Beschäftigte!)
Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Da gibt es so viel Potenzial, so viele Möglichkeiten – aber nichts dergleichen wird sichtbar an innovativen Überlegungen für die nächsten Jahre! Da wird weiter verwaltet wie bisher, und das ist ja der Vorwurf, den ich der Sozialdemokratie mache. Am 1. Oktober haben die Bürger den Schüssel-Kurs abgewählt, und die SPÖ sitzt heute zwar mit einem Kanzler in der Bundesregierung, der sich seinen Sandkasten-Traum erfüllt hat, aber nichts anderes macht, als diesen Schüssel-Kurs fortzusetzen. (Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Und das verärgert zu Recht die vielen Wähler, die gehofft haben, dass es eine Änderung geben wird, dass dieser Schüssel-Kurs, den sie abgewählt haben, nicht durch Herrn Gusenbauer seine Fortsetzung findet, sondern dass endlich sozialpolitische Maßnahmen und eine Stärkung des Mittelstandes und vielleicht auch der Familien wieder einmal möglich werden in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da gibt es so viel Potenzial, so viele Möglichkeiten – aber nichts dergleichen wird sichtbar an innovativen Überlegungen für die nächsten Jahre! Da wird weiter verwaltet wie bisher, und das ist ja der Vorwurf, den ich der Sozialdemokratie mache. Am 1. Oktober haben die Bürger den Schüssel-Kurs abgewählt, und die SPÖ sitzt heute zwar mit einem Kanzler in der Bundesregierung, der sich seinen Sandkasten-Traum erfüllt hat, aber nichts anderes macht, als diesen Schüssel-Kurs fortzusetzen. (Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Und das verärgert zu Recht die vielen Wähler, die gehofft haben, dass es eine Änderung geben wird, dass dieser Schüssel-Kurs, den sie abgewählt haben, nicht durch Herrn Gusenbauer seine Fortsetzung findet, sondern dass endlich sozialpolitische Maßnahmen und eine Stärkung des Mittelstandes und vielleicht auch der Familien wieder einmal möglich werden in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Einer der wichtigsten Punkte – ich habe ihn vorhin schon angesprochen – ist natürlich Bürokratieabbau, Vereinfachung der Lohnverrechnung, Abbau statistischer Auflagen für die Unternehmer, Abschaffung der Veröffentlichungspflichten im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“. All das verschlingt Unmengen an Geldern! Im europäischen Vergleich gesehen liegt die Verwaltungsbelastung in Österreich bei 4,6 Prozent im Vergleich zum Bruttonationaleinkommen, der Schnitt in der Europäischen Union beträgt 3,5 Prozent. Das zeigt ja, dass bei uns die Verwaltungskosten, die Bürokratie zu teuer ist und dass es hier ausreichend Möglichkeit gäbe, einzusparen. Die Bürokratie kostet die heimischen Betriebe 8 Milliarden €! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) – Da lacht die ÖVP. Das ist ihr egal.
Abg. Dr. Schüssel: Heute ist Mittwoch!
Sie haben es seit 20 Jahren in der Hand, hier etwas zu ändern. – Wieder sieht man keine Veränderungsvorschläge, wieder soll hier nichts verändert werden, wieder soll es hier keine Entlastung der kleineren und mittleren Gewerbetreibenden geben! Außer politischen Reden, Sonntagsreden, Versprechungen vor der Wahl kann man leider nichts wahrnehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Heute ist Mittwoch!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ja, das alles muss man einfach feststellen! Wenn man alleine die Einsparungsmöglichkeiten hernimmt und die zusätzlichen Steuereinnahmen, die für das Jahr 2007 prognostiziert werden, nämlich bei den Lohn- und Körperschaftsteuereinnahmen – wo wir schon im Jänner/Februar 800 Millionen € an Mehreinnahmen haben, die nicht budgetiert sind; man kann hochrechnen, dass das bei dieser Hochkonjunktur in etwa 1,6 Milliarden € im Jahr 2007 sein werden –, plus Verwaltungseinsparmaßnahmen, die möglich sind, könnten wir in den nächsten vier Jahren ein Steuerentlastungspaket von über 4 Milliarden € schnüren. Das wäre interessant! Denn das letzte Steuersenkungspaket haben die Österreicher nicht gespürt, obwohl Sie es als das „größte der Zweiten Republik“ verkauft haben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schluss: Wie wir bei den Reallöhnen und bei der Kaufkraft sehen, hat es nicht durchgeschlagen. Und genau deshalb braucht es hier auch eine Partei, die sich dieser Dinge offen und ehrlich annimmt – und nicht Schönrederei und letztlich Falschheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Aber im Ton des Sonntags!
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Keine „Sonntagsrede“, sondern eine „Mittwochrede“. (Abg. Strache: Aber im Ton des Sonntags!) Ich darf sehr herzlich gratulieren zu diesem Doppelbudget, das einen guten Weg fortsetzt. Es ist natürlich nicht so, dass jetzt alles anders ist, lieber Josef Cap, weil es geheißen hat, seit die Sozialdemokraten in der Regierung sind, ist alles anders. Wir hatten voriges Jahr, da waren Sie noch nicht in der Regierung, 3,2 Prozent Wachstum, heuer – jetzt sind Sie drinnen – 3 Prozent. Es ist also kein Abstieg, sondern ein Fortsetzen auf hohem, auf gutem Niveau, und so soll es ja auch bleiben in den nächsten Jahren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Keine „Sonntagsrede“, sondern eine „Mittwochrede“. (Abg. Strache: Aber im Ton des Sonntags!) Ich darf sehr herzlich gratulieren zu diesem Doppelbudget, das einen guten Weg fortsetzt. Es ist natürlich nicht so, dass jetzt alles anders ist, lieber Josef Cap, weil es geheißen hat, seit die Sozialdemokraten in der Regierung sind, ist alles anders. Wir hatten voriges Jahr, da waren Sie noch nicht in der Regierung, 3,2 Prozent Wachstum, heuer – jetzt sind Sie drinnen – 3 Prozent. Es ist also kein Abstieg, sondern ein Fortsetzen auf hohem, auf gutem Niveau, und so soll es ja auch bleiben in den nächsten Jahren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auf diesem guten Weg – milde antizyklische Budget- und Konjunkturpolitik – wollen wir einfach weitermachen, mit dem Ziel, 2010 wiederum ein Nulldefizit zu haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Wir haben heute schon in vielen Bereichen echte Probleme, qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen. Man muss sich nur in der Praxis umhören, in Wien beispielsweise. Heute in der Früh habe ich von der Integrationsstadträtin, die der SPÖ nahesteht, einige ganz massive Ansagen in diese Richtung gehört. Und die Frau hat recht. Genauso, wie auch die Wirtschaftskammer und kluge Arbeitnehmervertreter sagen: Wenn wir unseren Standard halten wollen, müssen wir uns behutsam und schrittweise vorbereiten auf die Öffnung des Arbeitsmarktes, damit da nicht ein Big Bang uns alle unvorbereitet trifft. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reheis.
Was wichtig ist bei diesen beiden Budgets: Die Sozialquote bleibt hoch. Die ist ja bekanntlich bis zum Jahr 2000 gesunken, ist dann leicht angestiegen. Sie bleibt hoch, und das ist ganz wichtig. Die Investitionsquote bleibt hoch, über 20 Prozent. Wir sind eines der Länder, die wirklich eine sehr hohe Investitionsquote haben, was die Privatwirtschaft, aber auch die öffentlichen und außerbudgetären Investitionen betrifft. Wir müssen in der Infrastruktur dieses hohe Niveau weiter ausbauen. – Das ist in diesen beiden Budgets drinnen. Wir sollen es allerdings auch intelligent tun. Ich bin gestern wieder auf der Westautobahn gefahren. Mit Verlaub gesagt: Ich möchte nicht haben, dass alle Autobahnen nur mehr im Tunnel befahren werden. Wir haben dort Lärmschutzmaßnahmen, die ein Wahnsinnsgeld kosten, pro Jahr bereits weit über 100 Millionen €, die meiner Meinung nach in dieser Form nicht notwendig sind. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reheis.) Da sollte man das Geld wirklich sinnvoller einsetzen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher: Volle Unterstützung von meiner Seite für die OMV und zugleich auch volle Unterstützung der Linie der Weltgemeinschaft, wenn es um ein gemeinsames Vorgehen im Atomprogramm gegen den Iran geht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir sind wirtschaftlich mit diesen beiden Budgets gut aufgestellt. Die Nationalbank hat ja in diesen Tagen die jüngsten Daten zur Leistungsbilanz vorgelegt. Das muss man sich schon einmal auf der Zunge zergehen lassen: Wir haben im vorigen Jahr mit 8 Milliarden € den bisher größten Leistungsbilanzüberschuss in der Geschichte Österreichs! (Beifall bei der ÖVP.) Das sind 3 Prozent am Bruttoinlandsprodukt – ein Riesenerfolg!
Beifall bei der ÖVP.
Ich persönlich glaube, wir sind hier gut aufgestellt und brauchen uns nicht zu fürchten, die Budgets sind ja auch eine absolute Unterstützung dieses Weges. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
der Volkspartei absolut leben. 97, 98 Prozent sind eine gute Handschrift, die wir eingebracht haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf: Geschichte!
Nun ein Punkt, der mir sehr wichtig ist, weil er auch das Bundeskanzleramt direkt betrifft; das ist eine absolute Erfolgsgeschichte, die meiner Meinung nach fortgeschrieben werden sollte (Ruf: Geschichte!): das Thema Verwaltungsreform und E-Government. In diesem Bereich ist Österreich noch vor vier, fünf, sechs Jahren relativ weit hinten gewesen; da waren wir praktisch auf dem letzten Platz, ich glaube, Platz 13 oder 14. Bei den EU-Gipfeln in Lissabon und in Feira haben wir uns verpflichtet, nationale Programme zu setzen, damit wir alle wesentlichen Verwaltungsleistungen im Internet verfügbar haben.
Zwischenruf des Abg. Strache.
Wir haben vor vier Jahren den IKT-Board geschaffen, die E-Government-Plattform und die „Plattform Digitales Österreich“, wo Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungsträger, Sozialpartner, alle dazugehören. Dieses Modell ist im Vorjahr mit dem „Red Arrow Award“ ausgezeichnet worden, und wir haben in der Zwischenzeit eine ganze Fülle von ... (Zwischenruf des Abg. Strache.) – H. C. Strache, Herr Klubobmann, das ist wirklich wichtig, das ist eine absolute Erfolgsstory!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.
Es ist kein Zufall, dass wir uns im europäischen Vergleich hier vom Platz 13 vor 4 Jahren auf den Platz 4 vor 3 Jahren auf den Platz 2 vor 2 Jahren gesteigert haben und im vorigen Jahr Erster waren – Europameister! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Viel Glück! Wir sind gut aufgestellt, mit diesem Budget können wir jedenfalls durchaus leben – volle Unterstützung dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Das hat man aber nicht gehört, oder?
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung und der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Es war schon interessant, zu beobachten, wie Klubobmann Josef Cap den Ausführungen des Klubobmannes Schüssel zugehört hat und wie es ihm ab und zu den Magen umgestülpt hat. (Abg. Dr. Brinek: Das hat man aber nicht gehört, oder?) – Aber es stimmt schon vieles von dem, was Klubobmann Schüssel hier gesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Vieles von dem, was Sie jetzt als eigenen Erfolg verkaufen, ist eben auch ein Erfolg der vergangenen sechs, sieben Jahre! (Beifall beim BZÖ.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung und der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Es war schon interessant, zu beobachten, wie Klubobmann Josef Cap den Ausführungen des Klubobmannes Schüssel zugehört hat und wie es ihm ab und zu den Magen umgestülpt hat. (Abg. Dr. Brinek: Das hat man aber nicht gehört, oder?) – Aber es stimmt schon vieles von dem, was Klubobmann Schüssel hier gesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Vieles von dem, was Sie jetzt als eigenen Erfolg verkaufen, ist eben auch ein Erfolg der vergangenen sechs, sieben Jahre! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung und der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Es war schon interessant, zu beobachten, wie Klubobmann Josef Cap den Ausführungen des Klubobmannes Schüssel zugehört hat und wie es ihm ab und zu den Magen umgestülpt hat. (Abg. Dr. Brinek: Das hat man aber nicht gehört, oder?) – Aber es stimmt schon vieles von dem, was Klubobmann Schüssel hier gesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Vieles von dem, was Sie jetzt als eigenen Erfolg verkaufen, ist eben auch ein Erfolg der vergangenen sechs, sieben Jahre! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: ... Wurmfortsatz der ÖVP!
Das baut darauf auf. Sie haben ja auch als Eingangsstatement in Ihre Regierungserklärung geschrieben, dass man auf die vergangenen Jahre aufbauen will. (Abg. Strache: ... Wurmfortsatz der ÖVP!)
Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.
So sagte zum Beispiel Staatssekretär Lopatka an Ihre Adresse: „Innerhalb der SPÖ gibt es eine große, nicht unerhebliche Gruppe, die zur Arbeit für Österreich keinen Beitrag leisten will.“ – So Lopatka über die SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Michael Häupl: Die Schwarzen haben nichts anderes „zu Stande gebracht, als zu blockieren“. „Einen Schmarren sind sie federführend.“ (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll
Das ist der Koalitionsjargon, der hier herrscht. Bei diesem Koalitionsjargon, bei dieser Streithansl-Kultur und dieser Kultur des Österreich-Schlechtstreitens kann ja überhaupt nichts Positives geschehen, kann es kein gutes Budget geben (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll), kann es ja nur zu Belastungen kommen, weil Sie nichts zustande bringen außer ständig zu streiten, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist der Koalitionsjargon, der hier herrscht. Bei diesem Koalitionsjargon, bei dieser Streithansl-Kultur und dieser Kultur des Österreich-Schlechtstreitens kann ja überhaupt nichts Positives geschehen, kann es kein gutes Budget geben (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll), kann es ja nur zu Belastungen kommen, weil Sie nichts zustande bringen außer ständig zu streiten, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Was ist denn mit Ihnen?
Das ist eigentlich der Punkt, der nach 100 Tagen Regierung und im Zusammenhang mit diesem Budget festgehalten werden sollte: Belastungen werden gemacht, quer durch die Bank, gleichzeitig Schulden, gleichzeitig sprudeln aber die Einnahmen, gleichzeitig werden keine Steuererleichterungen durchgeführt, sondern nur angekündigt. – Das ist auch ein flächendeckender Wählerverrat, den Sie begangen haben, denn Sie haben den Menschen vor der Wahl wesentlich mehr versprochen, als Sie jetzt einhalten. (Abg. Öllinger: Was ist denn mit Ihnen?)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir haben uns genau angeschaut, welche Belastungen – nicht im Detail, sondern bei den einzelnen Ausgaben – es in den nächsten zwei Jahren geben wird: Einkommensteuer plus 13 Prozent, Lohnsteuer plus 10,5 Prozent, Kapitalertragsteuer plus 10 Prozent, Körperschaftsteuer plus 22 Prozent, Normverbrauchsabgabe plus 8,1 Prozent, Krankenversicherungsbeiträge, Mineralölsteuererhöhung, Gebührenerhöhungen. Insgesamt haben Sie in den nächsten beiden Jahren Mehreinnahmen von rund 10 Prozent, das sind 5,5 Milliarden €, die Sie mehr einnehmen! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist eine Schröpfaktion sondergleichen!
Zwischenruf des Abg. Strache.
Ist es soziale Wärme, wenn Sie in den nächsten drei Jahren das Pflegegeld real kürzen, weil nur eine einzige, vielleicht reale Anpassung drinsteht? – Auf drei Jahre gesehen, ist das eine Kürzung. Sie kürzen das Pflegegeld für die Ärmsten, für die betroffenen Menschen. Ist das Ihre Regierung der sozialen Wärme, Herr Bundeskanzler? (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Wer hat diese 150 000 in den letzten fünf, sechs Jahren vergessen?
Das ist Ihr Programm, das Sie nach 100 Tagen haben! (Abg. Strache: Wer hat diese 150 000 in den letzten fünf, sechs Jahren vergessen?) Das ist nicht soziale Wärme, Herr Bundeskanzler, sondern die Sozialdemokraten sind aus einer verantwortungsvollen Sozialpolitik abgetreten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist Ihr Programm, das Sie nach 100 Tagen haben! (Abg. Strache: Wer hat diese 150 000 in den letzten fünf, sechs Jahren vergessen?) Das ist nicht soziale Wärme, Herr Bundeskanzler, sondern die Sozialdemokraten sind aus einer verantwortungsvollen Sozialpolitik abgetreten! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Na hallo! Vorsicht!
lichsten Formen (Abg. Öllinger: Na hallo! Vorsicht!), ärger als in den neunziger Jahren! Das ist noch ärger als je zuvor. Innerhalb kürzester Zeit: Bei den ÖBB wird umgefärbt, beim Verbund haben Sie statt drei nun vier Vorstände geschaffen, zwei rote, zwei schwarze. (Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Weil Sie sich beim Klimafonds nicht einigen konnten – das dürfte Ihnen eigentlich auch nicht gefallen, Herr Klubobmann Van der Bellen –, machen Sie zwei Geschäftsführer, einen roten und einen schwarzen – kostet „nur“ das Doppelte, aber wir haben damit den rot-schwarzen Postenschacher erledigt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.
lichsten Formen (Abg. Öllinger: Na hallo! Vorsicht!), ärger als in den neunziger Jahren! Das ist noch ärger als je zuvor. Innerhalb kürzester Zeit: Bei den ÖBB wird umgefärbt, beim Verbund haben Sie statt drei nun vier Vorstände geschaffen, zwei rote, zwei schwarze. (Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Weil Sie sich beim Klimafonds nicht einigen konnten – das dürfte Ihnen eigentlich auch nicht gefallen, Herr Klubobmann Van der Bellen –, machen Sie zwei Geschäftsführer, einen roten und einen schwarzen – kostet „nur“ das Doppelte, aber wir haben damit den rot-schwarzen Postenschacher erledigt.
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk. – Abg. Strache: 20 pro Bezirk!
Herr Vizekanzler, noch ein Thema, das wichtig ist: Sie sparen auch am falschen Platz, Sie sparen nämlich bei der Sicherheit des Landes, und das in einer derzeitigen Situation, in der wir 70 Straftaten pro Stunde in Österreich haben – eine Rekordzahl! 8 Prozent mehr Straftaten, allein in Wien 21 Banküberfälle, 20 Wohnungseinbrüche im Schnitt haben wir in Wien täglich. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk. – Abg. Strache: 20 pro Bezirk!) Und was machen Sie? – Sie kürzen die Polizeiausgaben!
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Diese Behauptung ist falsch, Herr Vizekanzler und Finanzminister Molterer! Sie haben das Parlament falsch informiert! Das ging aus den Ausschussberatungen hervor. Nicht einen einzigen Polizisten mehr haben Sie auf der Straße, sondern weniger, weil Sie die, die in Ausbildung sind, auf der Akademie oder in Schulungen, abziehen müssen – da komme ich auf 700. 700 Beamte weniger auf der Straße, und das in einer Zeit, in der die Kriminalität massiv ansteigt und wir 3 000 Beamte mehr bräuchten in Österreich und nicht weniger! (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Das Parlament falsch informiert, bei der Sicherheit gespart, auch das lehnen wir ab. Das ist keine gute Sache, Herr Vizekanzler! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Behauptung ist falsch, Herr Vizekanzler und Finanzminister Molterer! Sie haben das Parlament falsch informiert! Das ging aus den Ausschussberatungen hervor. Nicht einen einzigen Polizisten mehr haben Sie auf der Straße, sondern weniger, weil Sie die, die in Ausbildung sind, auf der Akademie oder in Schulungen, abziehen müssen – da komme ich auf 700. 700 Beamte weniger auf der Straße, und das in einer Zeit, in der die Kriminalität massiv ansteigt und wir 3 000 Beamte mehr bräuchten in Österreich und nicht weniger! (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Das Parlament falsch informiert, bei der Sicherheit gespart, auch das lehnen wir ab. Das ist keine gute Sache, Herr Vizekanzler! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Der kriegt dann die Mindestsicherung!
1. dem Nationalrat bis zum 1. Juni 2007 einen Optionenbericht darüber zu übermitteln, wie ein umfassendes und wirksames Berufsverbot für Sexualstraftäter zum Schutz möglicher künftiger Opfer in allen Gebietskörperschaften, aber auch der Privatwirtschaft umgesetzt werden könnte und“ (Abg. Strache: Der kriegt dann die Mindestsicherung!)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Stimmen Sie zu! Das ist jetzt der Test für die ÖVP. Innerhalb von 24 Stunden nach Ankündigung durch Ihren neuen Parteiobmann haben Sie heute die Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen, und am Ende der Budgetdebatte können Sie diesem Entschließungsantrag, der wichtig ist und zu dem wir uns bekennen, zustimmen. Sexualstraftäter haben in Berufen, wo man mit Kindern zu tun hat, nichts verloren! Das wollen wir haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.) Ich bin gespannt, Herr Vizekanzler, ob Ihre Fraktion diesem Antrag auch zustimmen wird.
Beifall beim BZÖ.
Ich erwarte mir von einer österreichischen Bundesregierung, die auch für eine liberale, offene, freie Wirtschaftspolitik steht, ein deutliches Bekenntnis gegen einen solchen Dirigismus der Amerikaner, gegen einen solchen Druck. Dagegen müssen wir uns wehren im Sinne eines freien Finanzplatzes und Bankenmarktes in Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eine hochinteressante Debatte zum Budget, die bisher am besten so zu charakterisieren ist: Jene Redner von der Opposition, die sich mit dem wirklichen Budget auseinandergesetzt haben, wie zum Beispiel Herr Professor Van der Bellen, haben sich sichtlich schwergetan, wirklich sehr kritisch zu diesem Budget zu sein, und diejenigen, die gesagt haben: Budget ist Budget, aber es interessiert mich überhaupt nicht, ich rede über etwas ganz anderes!, haben sich natürlich bedeutend leichter getan als der Herr Westenthaler. Wenn man gehört hat, was er heute hier präsentiert hat, dann muss man sagen: Herr Westenthaler, lesen Sie bitte das Budget, bevor Sie das nächste Mal dazu Stellung nehmen, denn das, was Sie gesagt haben, hat mit dem Budget überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... Überheblichkeit! Das ist das Einzige, was Sie können, überheblich sein, Oberlehrer spielen! Oberlehrer von der Regierungsbank!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist wahr, dass wir in einer sehr (Abg. Ing. Westenthaler: ... Überheblichkeit! Das ist das Einzige, was Sie können, überheblich sein, Oberlehrer spielen! Oberlehrer von der Regierungsbank!) – Ich weiß, das verträgt er nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Abg. Ing. Westenthaler: Hochmut kommt vor dem Fall!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist wahr, dass wir in einer sehr (Abg. Ing. Westenthaler: ... Überheblichkeit! Das ist das Einzige, was Sie können, überheblich sein, Oberlehrer spielen! Oberlehrer von der Regierungsbank!) – Ich weiß, das verträgt er nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher ist es entscheidend, dass die Menschen in Österreich, die noch keine Beschäftigung haben, über Zusatzqualifikationen, Neuqualifikationen imstande sind, jene Beschäftigungen aufzunehmen, die heute auf dem Arbeitsmarkt angeboten werden. Daher ist nur eine forcierte Qualifizierungspolitik das Mittel dazu, den Wirtschaftsaufschwung für eine Reduktion der Arbeitslosigkeit auszunützen – und das ist genau das, was wir ja bei der ersten Regierungsklausur am Beginn dieses Jahres vereinbart haben –, damit nämlich der Wirtschaftsaufschwung dazu führt, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich nachhaltig sinkt, und zwar vor allem die Jugendarbeitslosigkeit, denn wirtschaftliche Gerechtigkeit beginnt bei der Möglichkeit jedes Einzelnen, eine Arbeit zu finden. Genau dazu wollen wir als Bundesregierung unseren Beitrag leisten! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: 850!
Wir haben daher in einem Gesamtmaßnahmenpaket mit den Sozialpartnern vereinbart, dass es in Österreich einen generalkollektivvertraglichen Mindestlohn von 1 000 € pro Monat für Vollzeitarbeit gibt (Abg. Ing. Westenthaler: 850!), weil wir uns davon erwarten – und das ist der wesentliche Punkt! –, dass die Deregulierung der Löhne nach unten begrenzt wird. Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Der Zusammenhang zwischen diesem Mindestlohn in Österreich und einer gesteigerten Nachfrage nach Arbeit hat den Vorteil, dass das auch wieder zu einem höheren Anteil an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Reichtum führen wird. Das ist eine Art von Gerechtigkeitspolitik, wie wir sie verstehen: dass nämlich die über 3,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, die jeden Tag in der Wirtschaft, mit der Wirtschaft zur Wertschöpfung beitragen, auch ihren gerechten Anteil davon bekommen. Genau das verstehen wir unter Gerechtigkeitspolitik, Herr Westenthaler! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben daher in einem Gesamtmaßnahmenpaket mit den Sozialpartnern vereinbart, dass es in Österreich einen generalkollektivvertraglichen Mindestlohn von 1 000 € pro Monat für Vollzeitarbeit gibt (Abg. Ing. Westenthaler: 850!), weil wir uns davon erwarten – und das ist der wesentliche Punkt! –, dass die Deregulierung der Löhne nach unten begrenzt wird. Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Der Zusammenhang zwischen diesem Mindestlohn in Österreich und einer gesteigerten Nachfrage nach Arbeit hat den Vorteil, dass das auch wieder zu einem höheren Anteil an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Reichtum führen wird. Das ist eine Art von Gerechtigkeitspolitik, wie wir sie verstehen: dass nämlich die über 3,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, die jeden Tag in der Wirtschaft, mit der Wirtschaft zur Wertschöpfung beitragen, auch ihren gerechten Anteil davon bekommen. Genau das verstehen wir unter Gerechtigkeitspolitik, Herr Westenthaler! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, diese Mindestsicherung ist daran geknüpft, dass jemand auch bereit ist, selbst einen Beitrag zu leisten, um aus dieser Situation herauszukommen. Ich bin überzeugt davon, das wird eines der innovativsten Modelle der Armutsbekämpfung in ganz Europa und ein echter Beitrag zur sozialen Wärme sein, die man bei Ihnen leider vermissen muss, Herr Westenthaler. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was die Frage der Gesundheitspolitik betrifft – das ist ganz wichtig! –, so haben wir über verschiedenste Phänomene in der Vergangenheit nachgedacht, und es ist so, dass für Menschen mit gutem Einkommen auch die Rezeptgebühren kein erhebliches Problem darstellen. Aber es gibt Menschen, die eben weniger verdienen. Vor allem unter den Pensionistinnen und Pensionisten gibt es viele, die nur eine kleine Pension haben und somit durch die Medikamentenkosten doch sehr stark betroffen sind. Daher haben wir uns darauf geeinigt, dass die monatlichen Medikamentenkosten, die Selbstbehalte bei den Medikamenten auf 2 Prozent des Nettoeinkommens begrenzt werden. Dazu sage ich Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren: Das ist ein sozialpolitischer Meilenstein! Denn: Das heißt zum Beispiel, dass eine Pensionistin, die 1 000 € Pension pro Monat hat, in Zukunft nicht mehr als 20 € pro Monat für Medikamente wird ausgeben müssen. Das sind aber sehr oft Menschen, die, wenn sie chronisch krank sind, pro Monat 80, 100 oder mehr Euro heute bereits für Selbstbehalte ausgeben. Das bedeutet für diese Menschen eine wirkliche Erleichterung der Situation. Das ist somit ein sozialpolitischer Meilenstein, auf den wir gemeinsam stolz sein sollten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das heißt, die Hauptaufgabe, die wir heute zu erfüllen haben, ist, durch unsere Schwerpunktsetzungen im Budget dazu beizutragen, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich ein nachhaltiges ist. Genau solche Maßnahmen haben daher auch in diesem Budget Priorität. Das ist echte Zukunftsvorsorge, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie selber haben das gesagt!
Ich weiß, dass es so manche gibt, die der Auffassung sind: Könnten wir nicht jetzt bereits eine Steuerreform machen, wo doch die wirtschaftliche Entwicklung ohnehin so gut ist? (Abg. Ing. Westenthaler: Sie selber haben das gesagt!) Also, wenn wir diese Frage analysieren, dann müssen wir sagen: Derzeit ist das Wirtschaftswachstum gut. Wahrscheinlich werden die Lohnerhöhungen, die bei der Herbstlohnrunde erzielt werden, angesichts der guten wirtschaftlichen Situation auch sehr gut sein. Also, zu welchem Zeitpunkt sollten wir einen Beitrag dazu leisten, dass über eine Steigerung der Binnennachfrage und über eine Steigerung der Kaufkraft nicht nur für jeden Einzelnen etwas dabei herauskommt, sondern damit auch ein volkswirtschaftlicher Beitrag geleistet wird? Ich glaube, das ist am sinnvollsten dann, wenn die Wirtschaftskonjunktur etwas flacher ist, das heißt, unter Umständen im Jahr 2010 in etwa.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher ist es gescheit, dann eine Steuerreform zu machen, weil man mit dieser Steuerreform nicht nur jedem Einzelnen etwas Gutes tut, sondern auch das macht, was uns ja das Wirtschaftsforschungsinstitut empfohlen hat, nämlich damit die Binnennachfrage und die Kaufkraft zu stimulieren als zusätzlichen Faktor für das Wirtschaftswachstum in Österreich. Daher sage ich: Eine Steuerreform im Jahr 2010 ist nicht nur für den einzelnen Steuerzahler sinnvoll, sondern auch für die Wirtschaftsentwicklung in Österreich. Daher werden wir sie genau zu diesem Zeitpunkt auch durchführen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Unser Wirtschaftswachstum hingegen ist gekennzeichnet durch einen Leistungsbilanzüberschuss, durch eine enorme Produktivitätsentwicklung in unserem Land und durch ein exportgestütztes Wachstum, das sich in erster Linie im internationalen Wettbewerb bewährt. Daher ist dieses Wirtschaftswachstum nicht nur hoch, sondern es ist auch ein qualitatives Wirtschaftswachstum, das wir hier in Österreich haben. Genau das brauchen wir, wenn wir wollen, dass Österreich auch in Zukunft ein Land ist, wo gute Löhne verdient werden können. Und genau das ist unser Ziel, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das eine ist, die Versorgungssicherheit zu garantieren. Der Schlüssel dazu ist, eine Diversifikation der Zulieferer zu haben, und daher ist es alternativenlos. Der Weg, den zum Beispiel die OMV geht, ist alternativenlos, wenn wir nicht einseitig abhängig sein wollen. Es ist gescheiter, mehrere Lieferanten zu haben als nur einen einzigen. Daher ist sowohl der Versuch, mit dem Iran einen Deal zu bekommen, als auch die Federführung bei Nabucco, als auch die traditionelle Kooperation mit den russischen Energiepartnern positiv zu bewerten. Diese Aufteilung ist wichtig, damit wir in unserer Energieversorgung möglichst unabhängig sind. Das halten wir für den richtigen Weg. Wir werden uns auch durch Einmischungen oder versuchte Einmischungen von außen nicht beirren lassen, diesen Weg fortzusetzen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Der zweite Punkt in der Energiepolitik, der ganz wichtig ist, ist natürlich die Frage: Wie entwickeln wir die Struktur unserer eigenen Energieproduktion? Und da ist klar, dass wir in die erneuerbare Energie und in die nachhaltige Energieproduktion noch stärker investieren müssen als bisher, denn das schafft eine größere Unabhängigkeit. Das ist völlig klar. Und die Zielsetzungen, die hiezu im Regierungsprogramm festgehalten sind, sind auch außerordentlich ambitionierte. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der dritte wichtige Punkt: Die Energie, die wir produzieren, müssen wir auch auf die Leitung bringen. Also wenn wir in Betracht ziehen, dass wir heute – und das ist ein offenes Problem – auch im Bereich der Energieveredelung sehr stark tätig sind, der Steigerung der Energieeffizienz, zum Beispiel durch bessere Auslastung unserer Speicherkraftwerke, dann muss die gewonnene Energie auch auf die Leitung gebracht werden, und ohne ein geschlossenes System einer 380-kV-Leitung in Österreich, meine sehr verehrten Damen und Herren, wird das schwierig sein. Das eine ist, die Energie zu produzieren, aber das andere ist, sie auch nicht dadurch zu vergeuden, dass Leitungskapazitäten nicht zur Verfügung stehen. Es gehört zur Ausstattung eines modernen Industrie- und Dienstleistungsstandortes dazu, dass wir im gesamten Land diese Ringleitung fertigstellen, denn nur so ist der Gesamtzusammenhang von Energieproduktion und -verteilung auch zu ermöglichen. Dazu sollten wir uns gemeinsam bekennen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich finde, eine solche Budgetdebatte, die ja die Möglichkeit gibt, über vieles zu diskutieren und viele Vergleiche anzustellen, könnte im heurigen Jahr durchaus eine kreative Debatte werden. Denn: Wenn ein Land wirtschaftlich relativ wenig aktuelle Sorgen hat, dann sollte das eigentlich eine gute Situation sein, darüber nachzudenken und unterschiedliche Ideen dahingehend auszutauschen, wie wir diesen Wirtschaftsstandort noch besser entwickeln können. Ich verstehe, dass oppositionelles Geschäft natürlich auch erledigt werden muss, das gehört dazu, aber ich würde sagen, wir haben keine Veranlassung ... (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Sie meinen, ich habe es früher besser gemacht als Sie. Das mag sein. Aber diesen Vergleich wollte ich nicht anstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich finde, eine solche Budgetdebatte, die ja die Möglichkeit gibt, über vieles zu diskutieren und viele Vergleiche anzustellen, könnte im heurigen Jahr durchaus eine kreative Debatte werden. Denn: Wenn ein Land wirtschaftlich relativ wenig aktuelle Sorgen hat, dann sollte das eigentlich eine gute Situation sein, darüber nachzudenken und unterschiedliche Ideen dahingehend auszutauschen, wie wir diesen Wirtschaftsstandort noch besser entwickeln können. Ich verstehe, dass oppositionelles Geschäft natürlich auch erledigt werden muss, das gehört dazu, aber ich würde sagen, wir haben keine Veranlassung ... (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Sie meinen, ich habe es früher besser gemacht als Sie. Das mag sein. Aber diesen Vergleich wollte ich nicht anstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafter Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich würde meinen, dass bei dieser Diskussion dann etwas gemeinsam gewonnen werden kann, wenn alle ihre Ideen einbringen, die durchaus unterschiedlich sein können, wo wir andere, stärkere Schwerpunkte setzen können, denn ich bin der Meinung, so eine gute Situation sollte eigentlich nicht dazu benützt werden, zu sagen, sie ist in Wirklichkeit ohnehin viel schlechter, als es ausschaut, sondern man sollte eigentlich gemeinsam mit der österreichischen Bevölkerung, die im heurigen Jahr außerordentlich optimistisch ist, diese gute Situation nützen und heute bereits die Grundlagen für Wachstum und Beschäftigung auch in Zukunft schaffen. Genau das stellt dieses Doppelbudget dar! Und ich lade Sie ein, diesem Doppelbudget dann auch zu folgen. (Lebhafter Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt erzählt er uns wieder, dass es in Wien eh nicht so teuer ist! – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das wissen Sie selber, Herr Kollege, denn Sie wohnen ja in Wien! – Abg. Ing. Westenthaler: Anorak schon ausgezogen?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Krainer. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt erzählt er uns wieder, dass es in Wien eh nicht so teuer ist! – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das wissen Sie selber, Herr Kollege, denn Sie wohnen ja in Wien! – Abg. Ing. Westenthaler: Anorak schon ausgezogen?)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, es gibt gar nicht so wenig Einigkeit über das Doppelbudget 2007/2008, zumindest was die Reden bis jetzt betroffen hat. Es ist nämlich erstmals seit zumindest sieben, wahrscheinlich schon seit zehn Jahren ein antizyklisches Budget. Das heißt, dass nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt werden, eine prozyklische Budgetpolitik zu machen, und das finde ich gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Bewegung alleine ist aber zu wenig!
Worüber wir uns auch einig sind, ist, dass in jenen Politikfeldern, die in den letzten Jahren vernachlässigt wurden, neue Akzente, neue Schwerpunkte gesetzt werden. Das ist im Bereich der Bildung offensichtlich: die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen als erste Maßnahme, auf den Universitäten eine deutliche Erhöhung des Budgets 2007, das Programm „1 000 junge ForscherInnen für die Universitäten“, erste Schritte in Richtung Gesamtschule – das sind sicher nur erste Schritte, und das ist auch nichts, was sich von heute auf morgen zeigen lässt. Die letzten Tage zeigen aber durchaus auch da die deutliche Bewegung. (Abg. Dr. Brinek: Bewegung alleine ist aber zu wenig!)
Beifall bei der SPÖ.
ziemlich dunkle Brille aufhaben und eine ziemlich verklärte parteipolitische Sicht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... klein anfangen!
Wir reden über den Bereich Soziales. Herr Klubobmann Westenthaler, immer, wenn Sie hier reden und uns hier zur Verfügung stehen, verstehe ich, wieso Sie in Wien bei der Nationalratwahl an siebenter Stelle – nach der Liste Martin, nach der KPÖ! – waren. (Abg. Ing. Westenthaler: ... klein anfangen!) Das zeigt sich von selbst. Sie spielen sich hier als ein Vertreter auf und fordern soziale Wärme ein, kritisieren die Regierung für Maßnahmen, die sie im sozialen Bereich setzt, die Sie sieben Jahre lang nicht gesetzt haben. Sie sagen: Die tun das nur einmal!
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns an, was soziale Wärme und soziale Kälte ist! Schauen wir uns an, was wir allein gestern und heute beschließen, nämlich die Erhöhung der Schülerbeihilfe um 15 Prozent! Ist das soziale Kälte? Sie haben das kein einziges Mal gemacht. Ich sage: Das ist soziale Wärme, soziale Gerechtigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was haben Sie gemacht? – Sie haben Rezeptgebühren erhöht, und Sie haben die Selbstbehalte neu eingeführt beziehungsweise erhöht. Was machen wir? – Wir deckeln diese im Medikamentenbereich auf 2 Prozent des Nettoeinkommens. Also, das ist soziale Kälte? – Na, da kann ich nur lachen. Das ist soziale Wärme, wie sie tatsächlich von dieser Bundesregierung – und zwar gemeinsam – gelebt wird! Und das ist ein Kurswechsel, denn da hatten wir in den letzten Jahren nichts in diese Richtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Rossmann: Für den Klimaschutzfonds habe ich gesagt! Genauer zuhören!
Schauen wir uns an, was im Bereich der Umweltpolitik passiert! Die Grünen haben ja immer zu Recht eingefordert, dass es eine Änderung in der Klimapolitik geben muss. Es ist nämlich nicht so, wie der Kollege Rossmann in einer Pressekonferenz am Montag gesagt hat, dass es für 2007 nur 50 Millionen € für Klimaschutz gäbe (Abg. Mag. Rossmann: Für den Klimaschutzfonds habe ich gesagt! Genauer zuhören!), es sind 200 Millionen €, die es gibt! Und es sind nicht 150 Millionen € für das Jahr 2008, sondern es sind fast 300 Millionen € – also in Wahrheit das Doppelte von dem, was Sie hier gesagt haben.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht noch ein Satz zur Steuerreform: Ich glaube, da kann man heute gar nicht sagen, in welchem Ausmaß das sein wird. Es wäre auch falsch, das heute zu sagen, weil das von der Konjunkturlage abhängt, und die kann keiner voraussehen. Wesentlich ist, glaube ich, dass wir auch in der Steuerstruktur einiges verbessern und dass wir nachher dafür sorgen, dass das Steuersystem sozial gerechter wird, als das heute der Fall ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Kommen wir zu den Infrastrukturausgaben: Hier sind 60 und 120 Millionen € in der Pauschalvorsorge zur Verfügung gestellt. Da wird noch nichts gebaut – kein einziges Schienenprojekt! –, sondern dafür bedarf es zusätzlicher Schulden, Herr Bundesminister für Finanzen! Es wäre fein, wenn wir uns in dieser Legislaturperiode vielleicht einmal darauf verständigen könnten, dass die Finanzierung von Infrastrukturausgaben etwas ist, was man im Schuldenwege finanzieren kann und soll und was auch gut begründbar und auch generationengerecht ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister, vielleicht können wir uns einmal darauf verständigen, dass es sinnvoll wäre, sich in Österreich, aber auch auf der europäischen Ebene für die so genannte „golden rule“ zu verständigen und ausgeglichene Haushalte dort anzustreben, wo es um die laufenden Einnahmen und um die laufenden Ausgaben geht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zuwarten sollte man mit diesem Projekt der Steuerstrukturreform – sage ich einmal – jetzt nicht. Wenn wir diese Aufgaben daher nicht anpacken und wenn wir nicht mehr Geld in die Zukunftsausgaben investieren – nämlich auch vor dem Hintergrund, dass diese Zukunftsausgaben entscheidend für Wachstum und Arbeitsplätze sind –, wenn wir da nicht mehr tun, dann werden wir auch nicht die Nummer eins in Europa werden können. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Kommt schon noch!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine sehr verehrten Damen und Herren der Regierung! Wenn man so wie ich 24 Budgetdebatten erlebt hat und ich mich heute so quasi mit dem 25. und 26. Budget, mit den Budgets der Jahre 2007 und 2008 beschäftigen darf, so möchte ich das nicht werten, aber vielleicht doch auch feststellen: Eine derartig moderate Debatte – da kann ich dem Herrn Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen und auch seinem Staatssekretär nur gratulieren – habe ich bisher nicht erlebt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Kommt schon noch!)
Abg. Dr. Haimbuchner: „Nachhaltigkeit“!
Kollege Haimbuchner, Sie werden mir zustimmen! (Abg. Dr. Haimbuchner: „Nachhaltigkeit“!) –, eine vernünftige Umweltpolitik.
Abg. Dr. Lichtenecker: Naturschutz ist wichtig! – Abg. Grillitsch: Naturschutz ist auch wichtig!
Ich bin auch der Meinung des Herrn Bundeskanzlers, dass es notwendig ist, die Ringleitung in Österreich für die 380-kV-Leitung abzusichern, aber ich sage dazu: Solange ein paar Wespenbussarde oder der Wachtelkönig derartig wichtige Projekte verhindern, wäre manches einmal über die Wertigkeit zu hinterfragen. Was ist wichtiger, meine Damen und Herren? Denn da sollte man schon einmal ein bisschen auch nachdenken! Natürlich ist der Naturschutz wichtig – gar keine Frage! –, aber mit Maß und Ziel! (Abg. Dr. Lichtenecker: Naturschutz ist wichtig! – Abg. Grillitsch: Naturschutz ist auch wichtig!) Und zuerst kommt bei mir immer noch der Menschenschutz, Frau Kollegin, damit das klargestellt ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Sburny.
Ich bin auch der Meinung des Herrn Bundeskanzlers, dass es notwendig ist, die Ringleitung in Österreich für die 380-kV-Leitung abzusichern, aber ich sage dazu: Solange ein paar Wespenbussarde oder der Wachtelkönig derartig wichtige Projekte verhindern, wäre manches einmal über die Wertigkeit zu hinterfragen. Was ist wichtiger, meine Damen und Herren? Denn da sollte man schon einmal ein bisschen auch nachdenken! Natürlich ist der Naturschutz wichtig – gar keine Frage! –, aber mit Maß und Ziel! (Abg. Dr. Lichtenecker: Naturschutz ist wichtig! – Abg. Grillitsch: Naturschutz ist auch wichtig!) Und zuerst kommt bei mir immer noch der Menschenschutz, Frau Kollegin, damit das klargestellt ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Na, aber sicher nicht!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist ein stabiler Haushalt, die in Zahlen gegossene Politik. Wenn ich mir die bisherigen Beiträge der Opposition anhöre – vor allem jenen Beitrag des Klubobmannes Van der Bellen –, dann bin ich überzeugt, es werden schärfere Wortmeldungen aus den eigenen Reihen der Regierung kommen. Er könnte einer von uns gewesen sein, so moderat war er. (Abg. Dr. Lichtenecker: Na, aber sicher nicht!) Beim Kollegen Strache habe ich mir gedacht: Stadler, wo bist du? (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Bei seinen Beiträgen war zumindest noch Substanz dahinter. Das habe ich heute vermisst, meine Damen und Herren. Das war politische Pflichtübung, weil es eben offensichtlich so sein musste. Wo kämen wir denn auch hin, würde die Opposition auch etwas loben oder gar herausstreichen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ?! (Abg. Dr. Graf: Das macht ja eh ihr! – Abg. Dr. Haimbuchner: Pflichtverteidigung ist das!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist ein stabiler Haushalt, die in Zahlen gegossene Politik. Wenn ich mir die bisherigen Beiträge der Opposition anhöre – vor allem jenen Beitrag des Klubobmannes Van der Bellen –, dann bin ich überzeugt, es werden schärfere Wortmeldungen aus den eigenen Reihen der Regierung kommen. Er könnte einer von uns gewesen sein, so moderat war er. (Abg. Dr. Lichtenecker: Na, aber sicher nicht!) Beim Kollegen Strache habe ich mir gedacht: Stadler, wo bist du? (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Bei seinen Beiträgen war zumindest noch Substanz dahinter. Das habe ich heute vermisst, meine Damen und Herren. Das war politische Pflichtübung, weil es eben offensichtlich so sein musste. Wo kämen wir denn auch hin, würde die Opposition auch etwas loben oder gar herausstreichen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ?! (Abg. Dr. Graf: Das macht ja eh ihr! – Abg. Dr. Haimbuchner: Pflichtverteidigung ist das!)
Abg. Dr. Graf: Das macht ja eh ihr! – Abg. Dr. Haimbuchner: Pflichtverteidigung ist das!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist ein stabiler Haushalt, die in Zahlen gegossene Politik. Wenn ich mir die bisherigen Beiträge der Opposition anhöre – vor allem jenen Beitrag des Klubobmannes Van der Bellen –, dann bin ich überzeugt, es werden schärfere Wortmeldungen aus den eigenen Reihen der Regierung kommen. Er könnte einer von uns gewesen sein, so moderat war er. (Abg. Dr. Lichtenecker: Na, aber sicher nicht!) Beim Kollegen Strache habe ich mir gedacht: Stadler, wo bist du? (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Bei seinen Beiträgen war zumindest noch Substanz dahinter. Das habe ich heute vermisst, meine Damen und Herren. Das war politische Pflichtübung, weil es eben offensichtlich so sein musste. Wo kämen wir denn auch hin, würde die Opposition auch etwas loben oder gar herausstreichen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ?! (Abg. Dr. Graf: Das macht ja eh ihr! – Abg. Dr. Haimbuchner: Pflichtverteidigung ist das!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wussten es, trotz aller Kritik, auch vonseiten mancher in diesem Haus, die sich heute darüber freuen dürfen – das sei auch festgehalten, meine Damen und Herren! Wie wurde denn die KöSt-Reform kritisch vermerkt, die Privatisierung der Voest gegeißelt? Wie wurden denn andere Bereiche dargestellt und so quasi skandalträchtig gemacht? Heute sagt man, es sei die Dividende der letzten Jahre. Ja, es ist die Dividende. Ein alter Bauer weiß es, meine Damen und Herren! Aus dem landwirtschaftlichen Bereich: Um eine gute Ernte nach Hause fahren zu können, muss man zuerst die Saat ausbringen, dementsprechend vorbereiten! Und da sehen wir heute die politische Ernte der letzten Jahre – das sei auch einmal festgehalten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Die Bauern sind ja serienweise eingegangen in den letzten 20 Jahren!
Eine derartige Standortbetrachtung ist ja nichts anderes als auch eine indirekte Bewertung der politischen Rahmenbedingungen. (Abg. Dr. Graf: Die Bauern sind ja serienweise eingegangen in den letzten 20 Jahren!) Und wie sind denn diese politischen Rahmenbedingungen? – Österreich hat sich im internationalen Wettbewerb hervorragend dargestellt, die Globalisierung sehr gut gemeistert. Unser Land präsentiert sich
Beifall bei der ÖVP.
Die Österreicher seien hier an der Spitze zu sehen. – Mehr Lob brauche ich gar nicht. Das ist hervorragend, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: „Scharfe Pointe“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Neugebauer. – Ruf bei der ÖVP: ... Dreschflegel!
Es gab dann hier den jämmerlichen Versuch der FPÖ – auch des BZÖ-Klubobmannes Westenthaler, dem auch nicht sehr viel eingefallen ist, obwohl er durchaus stolz sein könnte auf die vergangenen Jahre –, hier als Großmeister der scharfen Pointe aufzutreten. (Abg. Neugebauer: „Scharfe Pointe“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Neugebauer. – Ruf bei der ÖVP: ... Dreschflegel!) Aber wer sich dieses Lied genau anhört, weiß ja, worum es geht. Die wirtschaftspolitischen Beiträge sind abzuhaken unter dem Titel: „Konzeptlos, hilflos, erfolglos“. Meine Damen und Herren, offensichtlich ein Garantiebrief für weitere Oppositionsjahre! – Gut, dann soll es auch so bleiben. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Es gab dann hier den jämmerlichen Versuch der FPÖ – auch des BZÖ-Klubobmannes Westenthaler, dem auch nicht sehr viel eingefallen ist, obwohl er durchaus stolz sein könnte auf die vergangenen Jahre –, hier als Großmeister der scharfen Pointe aufzutreten. (Abg. Neugebauer: „Scharfe Pointe“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Neugebauer. – Ruf bei der ÖVP: ... Dreschflegel!) Aber wer sich dieses Lied genau anhört, weiß ja, worum es geht. Die wirtschaftspolitischen Beiträge sind abzuhaken unter dem Titel: „Konzeptlos, hilflos, erfolglos“. Meine Damen und Herren, offensichtlich ein Garantiebrief für weitere Oppositionsjahre! – Gut, dann soll es auch so bleiben. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Seien wir ehrlich und vergleichen wir uns auch im internationalen Bereich, was die wirkliche Bürokratie betrifft: Ja, wir haben bürokratische Bereiche, gar keine Frage, aber die österreichische Bürokratie ist nicht so schlecht, wie sie manchmal dargestellt wird. Es gibt auch manches zu verbessern, aber im Verhältnis zu Deutschland leben wir auf einer Insel der Seligen! Das sei auch einmal festgehalten, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Dr. Haimbuchner: Aber gut gegendert war die Rede!
Dem ist nichts hinzuzufügen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Dr. Haimbuchner: Aber gut gegendert war die Rede!)
Vizekanzler Mag. Molterer: Bei der Arbeitslosigkeit?!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Wenn ich vielleicht kurz auf die Ausführungen meines Vorredners, des Herrn Kollegen Auer, eingehen darf: Das, was Sie hier an Vergleichen geboten haben, zeigt ja genau den Fehler, den Sie schon seit Jahren machen: Sie vergleichen sich mit Deutschland! – Deutschland ist im Wirtschaftswachstum und in wirtschaftlicher Hinsicht einfach weit hinter uns! Sie wollen doch die Nummer eins in Europa werden – und da vergleichen Sie sich mit jemandem, der sich im letzten Drittel befindet, während wir uns bestenfalls im mittleren Drittel befinden?! – Ich muss Sie schon loben: Der Mut, der Sie hier zu dieser Aussage getrieben hat, Herr Vizekanzler und Finanzminister, dass Sie die Nummer eins werden, dieser Mut ist wirklich lobenswert. Wenn Sie davon ausgehen, dass wir uns jetzt bestenfalls im mittleren Drittel der Europäischen Union befinden, was das Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit und etliche andere Zahlen anbelangt, dann haben Sie ... (Vizekanzler Mag. Molterer: Bei der Arbeitslosigkeit?!) – Ja, selbstverständlich! (Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Mag. Molterer.)
Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Mag. Molterer.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Wenn ich vielleicht kurz auf die Ausführungen meines Vorredners, des Herrn Kollegen Auer, eingehen darf: Das, was Sie hier an Vergleichen geboten haben, zeigt ja genau den Fehler, den Sie schon seit Jahren machen: Sie vergleichen sich mit Deutschland! – Deutschland ist im Wirtschaftswachstum und in wirtschaftlicher Hinsicht einfach weit hinter uns! Sie wollen doch die Nummer eins in Europa werden – und da vergleichen Sie sich mit jemandem, der sich im letzten Drittel befindet, während wir uns bestenfalls im mittleren Drittel befinden?! – Ich muss Sie schon loben: Der Mut, der Sie hier zu dieser Aussage getrieben hat, Herr Vizekanzler und Finanzminister, dass Sie die Nummer eins werden, dieser Mut ist wirklich lobenswert. Wenn Sie davon ausgehen, dass wir uns jetzt bestenfalls im mittleren Drittel der Europäischen Union befinden, was das Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit und etliche andere Zahlen anbelangt, dann haben Sie ... (Vizekanzler Mag. Molterer: Bei der Arbeitslosigkeit?!) – Ja, selbstverständlich! (Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Mag. Molterer.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Offensichtlich hat er die geschwärzt!
Das werden Sie mir heute ohnehin noch vorrechnen müssen, wie Sie aufgrund der Statistiken, die im Bundesministerium für Finanzen aufliegen, auf Ihre Daten kommen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Offensichtlich hat er die geschwärzt!) Aber auf diese Frage komme ich später noch zu sprechen.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Herr Finanzminister! Sie haben gestern hier gesagt, alle Experten waren einhellig der Meinung, dass es sich hier um ein sogenanntes Superbudget handelt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.) – Sie dürfen nicht vergessen, da waren 27 Abgeordnete anwesend. Das heißt, die 156 anderen Abgeordneten, die hier im Raum sitzen, müssen ja das Gefühl haben, dass Sie die Wahrheit gesprochen haben und dass wir hier wirklich ein Superbudget haben, das zukunftsweisend für diese Legislaturperiode sein wird. Ich darf Ihre Darstellung hier einmal richtigstellen, denn ich war nämlich im gleichen Ausschuss – ich war mir ursprünglich nicht ganz sicher, ob wir vom selben Ausschuss reden, aber aufgrund der Anwesenheitsliste und des Parlamentsprotokolls musste ich feststellen, dass wir doch im gleichen Ausschuss waren. Wissen Sie, Herr Finanzminister, schon Kaiser Franz Joseph hat es so gehalten, dass er nur das gerne gehört hat, was ihn interessiert hat; bei anderem, was ihn nicht interessiert hat und wo Kritikpunkte vorhanden waren, da war er schwerhörig. Offensichtlich haben Sie das übernommen. Ihr Vorredner, Herr Auer, muss das ebenfalls so gesehen haben, als er gesagt hat, es war eine super Debatte und alle haben das Budget so gelobt. (Abg. Jakob Auer: Ich war länger im Budgetausschuss als Sie!) Da hat er auch nur die Hälfte gehört und nicht alles, was nötig war.
Abg. Jakob Auer: Ich war länger im Budgetausschuss als Sie!
Herr Finanzminister! Sie haben gestern hier gesagt, alle Experten waren einhellig der Meinung, dass es sich hier um ein sogenanntes Superbudget handelt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.) – Sie dürfen nicht vergessen, da waren 27 Abgeordnete anwesend. Das heißt, die 156 anderen Abgeordneten, die hier im Raum sitzen, müssen ja das Gefühl haben, dass Sie die Wahrheit gesprochen haben und dass wir hier wirklich ein Superbudget haben, das zukunftsweisend für diese Legislaturperiode sein wird. Ich darf Ihre Darstellung hier einmal richtigstellen, denn ich war nämlich im gleichen Ausschuss – ich war mir ursprünglich nicht ganz sicher, ob wir vom selben Ausschuss reden, aber aufgrund der Anwesenheitsliste und des Parlamentsprotokolls musste ich feststellen, dass wir doch im gleichen Ausschuss waren. Wissen Sie, Herr Finanzminister, schon Kaiser Franz Joseph hat es so gehalten, dass er nur das gerne gehört hat, was ihn interessiert hat; bei anderem, was ihn nicht interessiert hat und wo Kritikpunkte vorhanden waren, da war er schwerhörig. Offensichtlich haben Sie das übernommen. Ihr Vorredner, Herr Auer, muss das ebenfalls so gesehen haben, als er gesagt hat, es war eine super Debatte und alle haben das Budget so gelobt. (Abg. Jakob Auer: Ich war länger im Budgetausschuss als Sie!) Da hat er auch nur die Hälfte gehört und nicht alles, was nötig war.
Abg. Jakob Auer: Er sagte aber auch, ... besser sind!
„Zur Familienförderung bemerkte Marterbauer, das Geld werde in Österreich falsch ausgegeben.“ (Abg. Jakob Auer: Er sagte aber auch, ... besser sind!)
Vizekanzler Mag. Molterer: Wie Strache es tut!
„Herbert Walther betrachtete das Budget als die Fortschreibung der bisherigen Budgets“ – das wundert mich seitens der SPÖ, die die bisherigen Budgets ja immer stark kritisiert hat – „mit einigen Akzentsetzungen“ – das sieht er positiv – „in wachstumsorientierte Bereiche. Die Spielräume, die sich aus den höheren Einnahmen eröffnen, sollten aber nicht unverzüglich zu neuen Begehrlichkeiten führen,“ (Vizekanzler Mag. Molterer: Wie Strache es tut!) „warnte er.“
Abg. Dr. Mitterlehner: Haben Sie eine eigene Meinung auch?
Und „Oliver Ginthör meinte, das 3-prozentige Wachstum“ – und das haben alle Experten gesagt; die 3 Prozent sind ja nicht schlecht, um das nicht schlechtzureden, aber die Spitze in Europa hat eben ein Wirtschaftswachstum, das zwischen 4 und 5 Prozent liegt – „sollte eine Möglichkeit geben, deutliche Akzente im Bereich Bildung zu setzen, der Spielraum des Budgets reiche dazu allerdings nicht aus. Das Problem liegt seiner Einschätzung nach darin, dass der Panzer der Fixausgaben noch immer zu wenig reduziert wurde,“ – da wurden unter anderem auch die Zinsbelastungen durch den österreichischen Staatshaushalt hervorgehoben und immer wieder angesprochen – „um den durch die gestiegenen Steuereinnahmen entstandenen Rückenwind auszunützen. Ginthör warnte in diesem Zusammenhang aber auch vor der Annahme, dass die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren so weitersprudeln werden ...“ – denn davon gehen Sie ja aus. (Abg. Dr. Mitterlehner: Haben Sie eine eigene Meinung auch?) Und: „Wenn es nicht gelingt, budgetäre Überschüsse zu erwirtschaften, dann werde eine Steuerreform 2010 nicht möglich sein.“
Beifall bei der FPÖ.
Noch eine Anmerkung zu den Arbeitslosenzahlen – und das müssen Sie mir wirklich vorrechnen, denn Sie sind offensichtlich ein Rechengenie –: Ich habe mir die Statistik des Bundesministeriums für Finanzen, Stand Ende März 2007, ausgedruckt. Da ist von einer Gesamtbeschäftigtenzahl der nichtselbständigen Arbeitnehmer von 3,1 Millionen Beschäftigten die Rede. Davon sind 237 000 als arbeitslos gemeldet. – Wenn Sie das hochrechnen, dann liegt die Arbeitslosenrate nicht unter 6 Prozent. Dazu kommt, dass sich nicht ganz 60 000 Leute – also 59 000 und ein paar Zerquetschte – in AMS-Schulungen befinden. Wenn Sie diese dazurechnen, dann liegt die Arbeitslosenrate zwischen 7 und 8 Prozent. Wenn Sie dann die offenen Stellen abziehen – da reden wir von 37 000 –, dann kommen Sie immer noch auf eine Arbeitslosenrate von 6 Prozent. – Und Sie stellen sich jeden Tag oder jeden zweiten Tag oder bei jeder Gelegenheit hin und behaupten, wir haben in Österreich eine Arbeitslosenzahl von 4,3 Prozent. – Na danke! Rechnen Sie mir das vor und schicken Sie es mir zu! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber nur daran erinnern, dass das Gebäude, so wie es heute dasteht, im Jahr 1956 eröffnet wurde, und ich glaube, dass die Budgets der Jahre davor etwas mickriger waren als unsere Budgets heute und dass es höchst an der Zeit wäre, in unserer durchaus als sehr prosperierend zu bezeichnenden Legislaturperiode auch an einen Umbau dieses seit 1956 unveränderten Raumes zu denken und hier nicht Polemik zu betreiben. Ich glaube, man sollte auch das Selbstbewusstsein haben und sich vor Augen halten, dass die obersten Organe dieser Republik und dieses Haus auch eine Außenwirkung haben und auch einer Darstellung Österreichs nach außen dienen und auch gegenüber der Bevölkerung eine gewisse Verpflichtung haben. Ich gehe davon aus, dass man im nächsten Budget, jenem für das Jahr 2009, letztendlich den Umbau fixieren kann und dann nicht Kleingeld wechselt mit derartigen Maßnahmen, weil man glaubt, irgendwo etwas besser dazustehen, wenn man sie nach unten lizitiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der spricht genauso „engagiert“, wie das Budget ist! Dem ist alles völlig wurscht!
Ich glaube, dass alle diese Ansätze im Budget des Bundeskanzleramts zweckdienlich sind, sparsam sind und dass auch dieses Budget unter der Prämisse der Zukunftsorientierung ausgelegt wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Der spricht genauso „engagiert“, wie das Budget ist! Dem ist alles völlig wurscht!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der „glüht vor Begeisterung“, der Kollege Wittmann!
Ein besonderes Anliegen ist mir auch, auf die Vermehrung der Mittel im Bereich des Verwaltungsgerichtshofes hinzuweisen, weil man hier natürlich einen Aufholbedarf hat, um letztendlich dem Verwaltungsgerichtshof die Möglichkeit zu geben, als eines der obersten Gerichte seine Arbeit zu erledigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Der „glüht vor Begeisterung“, der Kollege Wittmann!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie fad Ihnen bei der Rede ist, das hab’ ich auch noch nie gesehen!
Herr Westenthaler! Es kommt nicht darauf an, dass man hier ein Kasperltheater macht, sondern es geht um eine sachliche Diskussion. Nicht so, wie Sie aufgetreten sind – das war ja mehr ein Kaspertheater. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie fad Ihnen bei der Rede ist, das hab’ ich auch noch nie gesehen!) Sie wollten hier Witze reißen, die nicht witzig waren, und Sie haben von etwas gesprochen, von dem Sie nichts verstanden haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Westenthaler! Es kommt nicht darauf an, dass man hier ein Kasperltheater macht, sondern es geht um eine sachliche Diskussion. Nicht so, wie Sie aufgetreten sind – das war ja mehr ein Kaspertheater. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie fad Ihnen bei der Rede ist, das hab’ ich auch noch nie gesehen!) Sie wollten hier Witze reißen, die nicht witzig waren, und Sie haben von etwas gesprochen, von dem Sie nichts verstanden haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der „glüht vor Begeisterung“!
Das heißt also, im Wesentlichen sollte man hier eine sachliche Diskussion dieser (Abg. Ing. Westenthaler: Der „glüht vor Begeisterung“!) gespielten Emotion, die Sie da an den Tag gelegt haben, vorziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Und „gut vorbereitet“!) Da geht es um das Budget und nicht um irgendwelche Showeinlagen, die Sie da von sich geben wollen.
Abg. Ing. Westenthaler: Und „gut vorbereitet“!
Das heißt also, im Wesentlichen sollte man hier eine sachliche Diskussion dieser (Abg. Ing. Westenthaler: Der „glüht vor Begeisterung“!) gespielten Emotion, die Sie da an den Tag gelegt haben, vorziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Und „gut vorbereitet“!) Da geht es um das Budget und nicht um irgendwelche Showeinlagen, die Sie da von sich geben wollen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem handelt es sich in diesen Bereichen um ein Budget, das herzeigbar und zukunftsorientiert ist! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Es haben einige Abgeordnete von Regierungsfraktionen – ich glaube, auch Kollege Auer – die moderate Diskussion hier heute gelobt. – Nun, moderat vonseiten der Opposition selbstverständlich, weil wir ja hier eine konstruktive Oppositionspolitik machen. – Sie grinsen, Herr Bundeskanzler, und Sie wissen, warum: weil Sie das in Ihrer Zeit etwas anders gestaltet haben. – Aber auf der anderen Seite könnte man auch sagen: moderat oder vielleicht auch lustlos, nämlich lustlos geführt vonseiten der Regierungsparteien. Und das schließt sich ja an alle anderen von Regierungsseite geführten Debatten der letzten Zeit an – auch Kollege Wittmann hat ja jetzt bei seinem Beitrag nicht gerade vor Elan und Begeisterung gesprüht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) – Ja, ja, Herr Niederwieser, zum Budget. – Aber das haben wir ohnedies schon oft diskutiert, man merkt es immer wieder: Die große Begeisterung ist da aufseiten der Regierungsvertreter nicht vorhanden.
Heiterkeit. – Bundeskanzler Dr. Gusenbauer telefoniert, bei einem der Saalausgänge neben dem Präsidium stehend, mit seinem Handy.
Und, Herr Bundeskanzler, weil Sie auf einen Zwischenruf von mir gesagt haben, Sie haben es besser gemacht, ... – Wo ist er denn jetzt, der Herr Bundeskanzler? (Heiterkeit. – Bundeskanzler Dr. Gusenbauer telefoniert, bei einem der Saalausgänge neben dem Präsidium stehend, mit seinem Handy.) – Ach so, er telefoniert. Na gut, dann lasse ich das und mache das später, wenn er mir zuhören kann, und spreche jetzt über etwas anderes, zum Beispiel über den öffentlichen Dienst, denn die dafür zuständige Frau Bundesminister ist ja hier.
Abg. Ing. Westenthaler: Er kommt! Er ist schon fertig!
Wir haben darauf gewartet, welche großartigen Initiativen von dieser Bundesregierung gesetzt werden – haben aber wenig gehört. Der Herr Bundeskanzler telefoniert noch immer, daher werde ich mit den Dingen, die ich ihm sagen möchte, noch warten. Es war schon interessant, als er gemeint hat, etwa im Gesundheitsbereich gibt es ... (Abg. Ing. Westenthaler: Er kommt! Er ist schon fertig!)
Abg. Mag. Kogler: Die Überbrückung ist eine Spezialität des BZÖ!
Herr Bundeskanzler, herzlich willkommen, ich habe extra gewartet und versucht, mit einigen anderen Themen die Zeit zu überbrücken, bis Sie wieder hier sind. (Abg. Mag. Kogler: Die Überbrückung ist eine Spezialität des BZÖ!) Sie haben gesagt, Sie haben es besser gemacht in Ihrer Zeit. Die Frage ist: Was haben Sie besser gemacht? – Sie waren damals Oppositionspolitiker, der alles schlechtgemacht hat, der alles kritisiert hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das ist ungerecht!) Das ist nicht ungerecht, das ist die Erfahrung, die wir aus Ihrer Zeit als Opposition haben (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Eine selektive Wahrnehmung!) – nein, nicht selektiv –: das schlechteste Pensionssystem, das schlechteste Gesundheitssystem, die schlechtesten Budgets, kurz: es war alles schlecht. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat gestimmt!)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das ist ungerecht!
Herr Bundeskanzler, herzlich willkommen, ich habe extra gewartet und versucht, mit einigen anderen Themen die Zeit zu überbrücken, bis Sie wieder hier sind. (Abg. Mag. Kogler: Die Überbrückung ist eine Spezialität des BZÖ!) Sie haben gesagt, Sie haben es besser gemacht in Ihrer Zeit. Die Frage ist: Was haben Sie besser gemacht? – Sie waren damals Oppositionspolitiker, der alles schlechtgemacht hat, der alles kritisiert hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das ist ungerecht!) Das ist nicht ungerecht, das ist die Erfahrung, die wir aus Ihrer Zeit als Opposition haben (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Eine selektive Wahrnehmung!) – nein, nicht selektiv –: das schlechteste Pensionssystem, das schlechteste Gesundheitssystem, die schlechtesten Budgets, kurz: es war alles schlecht. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat gestimmt!)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Eine selektive Wahrnehmung!
Herr Bundeskanzler, herzlich willkommen, ich habe extra gewartet und versucht, mit einigen anderen Themen die Zeit zu überbrücken, bis Sie wieder hier sind. (Abg. Mag. Kogler: Die Überbrückung ist eine Spezialität des BZÖ!) Sie haben gesagt, Sie haben es besser gemacht in Ihrer Zeit. Die Frage ist: Was haben Sie besser gemacht? – Sie waren damals Oppositionspolitiker, der alles schlechtgemacht hat, der alles kritisiert hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das ist ungerecht!) Das ist nicht ungerecht, das ist die Erfahrung, die wir aus Ihrer Zeit als Opposition haben (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Eine selektive Wahrnehmung!) – nein, nicht selektiv –: das schlechteste Pensionssystem, das schlechteste Gesundheitssystem, die schlechtesten Budgets, kurz: es war alles schlecht. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat gestimmt!)
Abg. Dr. Jarolim: Das hat gestimmt!
Herr Bundeskanzler, herzlich willkommen, ich habe extra gewartet und versucht, mit einigen anderen Themen die Zeit zu überbrücken, bis Sie wieder hier sind. (Abg. Mag. Kogler: Die Überbrückung ist eine Spezialität des BZÖ!) Sie haben gesagt, Sie haben es besser gemacht in Ihrer Zeit. Die Frage ist: Was haben Sie besser gemacht? – Sie waren damals Oppositionspolitiker, der alles schlechtgemacht hat, der alles kritisiert hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das ist ungerecht!) Das ist nicht ungerecht, das ist die Erfahrung, die wir aus Ihrer Zeit als Opposition haben (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Eine selektive Wahrnehmung!) – nein, nicht selektiv –: das schlechteste Pensionssystem, das schlechteste Gesundheitssystem, die schlechtesten Budgets, kurz: es war alles schlecht. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat gestimmt!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich informieren!
Jetzt plötzlich ist wieder alles gut. Jetzt plötzlich sagen Sie, die Opposition soll sich konstruktiv einbringen. – Ja, Herr Bundeskanzler, wir wollen uns konstruktiv einbringen, die Frage ist nur: Zu welchem Zeitpunkt nennen Sie Ihre Dinge, auf die wir konstruktiv eingehen können? (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich informieren!) – Haben Sie gestern noch gelernt, wie man tatsächliche Berichtigungen macht? (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Eurolimchen!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Eurolimchen!
Jetzt plötzlich ist wieder alles gut. Jetzt plötzlich sagen Sie, die Opposition soll sich konstruktiv einbringen. – Ja, Herr Bundeskanzler, wir wollen uns konstruktiv einbringen, die Frage ist nur: Zu welchem Zeitpunkt nennen Sie Ihre Dinge, auf die wir konstruktiv eingehen können? (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich informieren!) – Haben Sie gestern noch gelernt, wie man tatsächliche Berichtigungen macht? (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Eurolimchen!)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Dafür gibt es aber auch manche, die können keine Zwischenrufe machen!
Dann nämlich können wir auch wieder über Zwischenrufe diskutieren. Sie haben zwei Anläufe gebraucht – es hat nichts geholfen! (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Dafür gibt es aber auch manche, die können keine Zwischenrufe machen!) Ja, das ist richtig, aber besser ist es, wenn man die Geschäftsordnung kennt und sich daran hält, anstatt nur zu zeigen, dass man zwischenrufen kann. Das kann man schon im Kindergarten lernen, das Herausrufen, dazu braucht es nicht weiß Gott viel. Ich weiß ja nicht, wie lange Kollege Jarolim schon im Hohen Haus ist.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Überhaupt nicht!
Herr Bundeskanzler, ich weiß schon, Sie wollen mich ablenken (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Überhaupt nicht!), das wird Ihnen aber nicht gelingen (Abg. Mag. Kogler: Es gelingt ihm aber!), denn ich komme trotzdem noch zu meiner Frage an Sie: Zu welchem Zeitpunkt soll man sich bei Ihren Aussagen denn konstruktiv einbringen? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Zum Beispiel jetzt!)
Abg. Mag. Kogler: Es gelingt ihm aber!
Herr Bundeskanzler, ich weiß schon, Sie wollen mich ablenken (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Überhaupt nicht!), das wird Ihnen aber nicht gelingen (Abg. Mag. Kogler: Es gelingt ihm aber!), denn ich komme trotzdem noch zu meiner Frage an Sie: Zu welchem Zeitpunkt soll man sich bei Ihren Aussagen denn konstruktiv einbringen? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Zum Beispiel jetzt!)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Zum Beispiel jetzt!
Herr Bundeskanzler, ich weiß schon, Sie wollen mich ablenken (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Überhaupt nicht!), das wird Ihnen aber nicht gelingen (Abg. Mag. Kogler: Es gelingt ihm aber!), denn ich komme trotzdem noch zu meiner Frage an Sie: Zu welchem Zeitpunkt soll man sich bei Ihren Aussagen denn konstruktiv einbringen? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Zum Beispiel jetzt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aha!
Wenn es zum Beispiel heißt, und zwar am 26. Dezember 2006, mitten in den Regierungsverhandlungen – ich zitiere die APA –: „Der SPÖ-Vorsitzende und künftige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer will am Beginn der Regierungsarbeit“ – am Beginn der Regierungsarbeit – „eine Steuerreform umsetzen,“ (Abg. Ing. Westenthaler: Aha!), „mit der Wachstum und Beschäftigung in Österreich angekurbelt und der Mittelstand entlastet werden soll.“
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das war eine Falschmeldung!
Das soll ganz zu Beginn der Regierungsarbeit stehen. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das war eine Falschmeldung!) Das war eine Falschmeldung? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Sicher!) Aha, Sie werden da aber zitiert. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ja, ja, falsch zitiert!) Ach so, Sie werden falsch zitiert, das ist interessant. Dementiert haben Sie aber auch nicht. Nur, dann hat es geheißen: Jetzt kommt keine Steuerreform.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Sicher!
Das soll ganz zu Beginn der Regierungsarbeit stehen. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das war eine Falschmeldung!) Das war eine Falschmeldung? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Sicher!) Aha, Sie werden da aber zitiert. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ja, ja, falsch zitiert!) Ach so, Sie werden falsch zitiert, das ist interessant. Dementiert haben Sie aber auch nicht. Nur, dann hat es geheißen: Jetzt kommt keine Steuerreform.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ja, ja, falsch zitiert!
Das soll ganz zu Beginn der Regierungsarbeit stehen. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Das war eine Falschmeldung!) Das war eine Falschmeldung? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Sicher!) Aha, Sie werden da aber zitiert. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ja, ja, falsch zitiert!) Ach so, Sie werden falsch zitiert, das ist interessant. Dementiert haben Sie aber auch nicht. Nur, dann hat es geheißen: Jetzt kommt keine Steuerreform.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Jetzt sind Sie verwirrt!
Deshalb sage ich ja, ich möchte wissen, worauf man reagieren soll – auf Gusenbauer 1, Gusenbauer 2, Gusenbauer 3, Gusenbauer 4? Das ist immer sehr unterschiedlich. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Jetzt sind Sie verwirrt!) Nein, ich bin nicht verwirrt, sondern die Österreicherinnen und Österreicher sind verwirrt, weil Sie vor der Wahl so viel versprochen haben, auch Ihren Wählern, und alles gebrochen haben. Deshalb sind die Österreicherinnen und Österreicher verwirrt. Das zeigt sich auch schon in den Meinungsumfragen.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Die war ja schon teilprivatisiert!
Es wäre notwendig, denn wir sollten jetzt, wo es die Möglichkeiten gibt, wo es Spielräume im Budget gibt, auch die Kaufkraft weiter stärken, die Wirtschaft weiter entlasten. Ich weiß schon, dazu haben Sie ein gestörtes Verhältnis. Ich erinnere nur daran, was Sie damals aufgeführt haben – natürlich auch nur zufällig, weil in Oberösterreich Landtagswahlen stattgefunden haben –, als es darum gegangen ist, die Voest zu privatisieren – die ehemals verstaatlichte Wirtschaft, die so viele Probleme bereitet hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Die war ja schon teilprivatisiert!) – Teilprivatisiert: Herr Bundeskanzler, wieso haben Sie dann so einen Zinnober aufgeführt, wenn sie ohnehin schon privatisiert gewesen ist? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ausverkauf ans Ausland!) „Ausverkauf ans Ausland“. Was war das für ein Ausverkauf ans Ausland? – Das war eines der erfolgreichsten Privatisierungsprojekte, die diese Bundesregierung umgesetzt hat (Beifall bei BZÖ und ÖVP), und Sie rühmen sich heute damit, dass dieses Unternehmen so erfolgreich ist; damals haben Sie Ängste geschürt, Ängste geschürt bei den Bediensteten der Voest. Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen. Sie sagen heute, Sie haben damals eine so tolle Politik gemacht.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ausverkauf ans Ausland!
Es wäre notwendig, denn wir sollten jetzt, wo es die Möglichkeiten gibt, wo es Spielräume im Budget gibt, auch die Kaufkraft weiter stärken, die Wirtschaft weiter entlasten. Ich weiß schon, dazu haben Sie ein gestörtes Verhältnis. Ich erinnere nur daran, was Sie damals aufgeführt haben – natürlich auch nur zufällig, weil in Oberösterreich Landtagswahlen stattgefunden haben –, als es darum gegangen ist, die Voest zu privatisieren – die ehemals verstaatlichte Wirtschaft, die so viele Probleme bereitet hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Die war ja schon teilprivatisiert!) – Teilprivatisiert: Herr Bundeskanzler, wieso haben Sie dann so einen Zinnober aufgeführt, wenn sie ohnehin schon privatisiert gewesen ist? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ausverkauf ans Ausland!) „Ausverkauf ans Ausland“. Was war das für ein Ausverkauf ans Ausland? – Das war eines der erfolgreichsten Privatisierungsprojekte, die diese Bundesregierung umgesetzt hat (Beifall bei BZÖ und ÖVP), und Sie rühmen sich heute damit, dass dieses Unternehmen so erfolgreich ist; damals haben Sie Ängste geschürt, Ängste geschürt bei den Bediensteten der Voest. Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen. Sie sagen heute, Sie haben damals eine so tolle Politik gemacht.
Beifall bei BZÖ und ÖVP
Es wäre notwendig, denn wir sollten jetzt, wo es die Möglichkeiten gibt, wo es Spielräume im Budget gibt, auch die Kaufkraft weiter stärken, die Wirtschaft weiter entlasten. Ich weiß schon, dazu haben Sie ein gestörtes Verhältnis. Ich erinnere nur daran, was Sie damals aufgeführt haben – natürlich auch nur zufällig, weil in Oberösterreich Landtagswahlen stattgefunden haben –, als es darum gegangen ist, die Voest zu privatisieren – die ehemals verstaatlichte Wirtschaft, die so viele Probleme bereitet hat. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Die war ja schon teilprivatisiert!) – Teilprivatisiert: Herr Bundeskanzler, wieso haben Sie dann so einen Zinnober aufgeführt, wenn sie ohnehin schon privatisiert gewesen ist? (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ausverkauf ans Ausland!) „Ausverkauf ans Ausland“. Was war das für ein Ausverkauf ans Ausland? – Das war eines der erfolgreichsten Privatisierungsprojekte, die diese Bundesregierung umgesetzt hat (Beifall bei BZÖ und ÖVP), und Sie rühmen sich heute damit, dass dieses Unternehmen so erfolgreich ist; damals haben Sie Ängste geschürt, Ängste geschürt bei den Bediensteten der Voest. Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen. Sie sagen heute, Sie haben damals eine so tolle Politik gemacht.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.
Oder wenn es um die Gesamtschule geht: Es kommt jetzt die Gesamtschule flächendeckend in Wien beziehungsweise in Österreich. – Großartig! Wir werden aber sehr genau darauf schauen, was da kommt. Einen Versuch zu starten, ein zusätzliches Bildungsangebot zu setzen, das ist in Ordnung, so wie das in Kärnten auch vorgesehen ist, aber die Gesamtschule flächendeckend ... (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.) Als zusätzliches Angebot, Herr Bundeskanzler, aber wir wissen ganz genau, Sie wollen die Einheitsschule als einzige Schulform für unsere Kinder verordnen, und das ist gerade im großstädtischen Bereich mit all den
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.
großen Problemen eine gefährliche Drohung, Herr Bundeskanzler! Das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.) Sie sind so nervös, Sie können sich doch noch einmal zu Wort melden. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ich bin nicht nervös, ich bin ganz entspannt!) Sie sind ganz entspannt? – Sie sollten aber gespannt sein. Sie sollten gespannt und angespannt sein, damit Sie sich für die Österreicherinnen und Österreicher in der Zukunft auch entsprechend einsetzen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ich bin nicht nervös, ich bin ganz entspannt!
großen Problemen eine gefährliche Drohung, Herr Bundeskanzler! Das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.) Sie sind so nervös, Sie können sich doch noch einmal zu Wort melden. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ich bin nicht nervös, ich bin ganz entspannt!) Sie sind ganz entspannt? – Sie sollten aber gespannt sein. Sie sollten gespannt und angespannt sein, damit Sie sich für die Österreicherinnen und Österreicher in der Zukunft auch entsprechend einsetzen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
großen Problemen eine gefährliche Drohung, Herr Bundeskanzler! Das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Gusenbauer.) Sie sind so nervös, Sie können sich doch noch einmal zu Wort melden. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Ich bin nicht nervös, ich bin ganz entspannt!) Sie sind ganz entspannt? – Sie sollten aber gespannt sein. Sie sollten gespannt und angespannt sein, damit Sie sich für die Österreicherinnen und Österreicher in der Zukunft auch entsprechend einsetzen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber bei dieser Rede braucht niemand angespannt zu sein!
Das glaube ich schon, Sie haben sich Ihren Sandkistentraum erfüllt, Sie brauchen jetzt nichts mehr zu machen, Sie brauchen keine Spannung mehr zu erzeugen; das tun Sie ohnehin nicht. Sie sitzen jetzt bequem im Bundeskanzlersessel und freuen sich, dass Sie das erreicht haben und dass auf Ihrer Visitenkarte „Bundeskanzler der Republik Österreich“ steht. (Abg. Dr. Jarolim: Aber bei dieser Rede braucht niemand angespannt zu sein!) – Großartig, das ist geschafft, herrlich – Initiativen und Ideen kommen von Ihnen aber keine, weder jetzt noch beim Budget, noch bei der Debatte! (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ist in Ordnung, Herr Bundeskanzler. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Was sind Ihre Ideen?) Wissen Sie, was? Wir machen uns jetzt einen Termin aus ... (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ich sage Ihnen alle Ideen, die Sie wollen, aber ich werde Ihnen vielleicht auch ein paar Tipps geben, wie Sie in Zukunft dieses Amt offensiver und dynamischer, mit mehr Ideen und mit mehr Initiativen ausfüllen könnten.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!
Das glaube ich schon, Sie haben sich Ihren Sandkistentraum erfüllt, Sie brauchen jetzt nichts mehr zu machen, Sie brauchen keine Spannung mehr zu erzeugen; das tun Sie ohnehin nicht. Sie sitzen jetzt bequem im Bundeskanzlersessel und freuen sich, dass Sie das erreicht haben und dass auf Ihrer Visitenkarte „Bundeskanzler der Republik Österreich“ steht. (Abg. Dr. Jarolim: Aber bei dieser Rede braucht niemand angespannt zu sein!) – Großartig, das ist geschafft, herrlich – Initiativen und Ideen kommen von Ihnen aber keine, weder jetzt noch beim Budget, noch bei der Debatte! (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ist in Ordnung, Herr Bundeskanzler. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Was sind Ihre Ideen?) Wissen Sie, was? Wir machen uns jetzt einen Termin aus ... (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ich sage Ihnen alle Ideen, die Sie wollen, aber ich werde Ihnen vielleicht auch ein paar Tipps geben, wie Sie in Zukunft dieses Amt offensiver und dynamischer, mit mehr Ideen und mit mehr Initiativen ausfüllen könnten.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Was sind Ihre Ideen?
Das glaube ich schon, Sie haben sich Ihren Sandkistentraum erfüllt, Sie brauchen jetzt nichts mehr zu machen, Sie brauchen keine Spannung mehr zu erzeugen; das tun Sie ohnehin nicht. Sie sitzen jetzt bequem im Bundeskanzlersessel und freuen sich, dass Sie das erreicht haben und dass auf Ihrer Visitenkarte „Bundeskanzler der Republik Österreich“ steht. (Abg. Dr. Jarolim: Aber bei dieser Rede braucht niemand angespannt zu sein!) – Großartig, das ist geschafft, herrlich – Initiativen und Ideen kommen von Ihnen aber keine, weder jetzt noch beim Budget, noch bei der Debatte! (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ist in Ordnung, Herr Bundeskanzler. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Was sind Ihre Ideen?) Wissen Sie, was? Wir machen uns jetzt einen Termin aus ... (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ich sage Ihnen alle Ideen, die Sie wollen, aber ich werde Ihnen vielleicht auch ein paar Tipps geben, wie Sie in Zukunft dieses Amt offensiver und dynamischer, mit mehr Ideen und mit mehr Initiativen ausfüllen könnten.
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!
Das glaube ich schon, Sie haben sich Ihren Sandkistentraum erfüllt, Sie brauchen jetzt nichts mehr zu machen, Sie brauchen keine Spannung mehr zu erzeugen; das tun Sie ohnehin nicht. Sie sitzen jetzt bequem im Bundeskanzlersessel und freuen sich, dass Sie das erreicht haben und dass auf Ihrer Visitenkarte „Bundeskanzler der Republik Österreich“ steht. (Abg. Dr. Jarolim: Aber bei dieser Rede braucht niemand angespannt zu sein!) – Großartig, das ist geschafft, herrlich – Initiativen und Ideen kommen von Ihnen aber keine, weder jetzt noch beim Budget, noch bei der Debatte! (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ist in Ordnung, Herr Bundeskanzler. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Was sind Ihre Ideen?) Wissen Sie, was? Wir machen uns jetzt einen Termin aus ... (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer: Und Sie sagen mir Ihre Ideen!) Ich sage Ihnen alle Ideen, die Sie wollen, aber ich werde Ihnen vielleicht auch ein paar Tipps geben, wie Sie in Zukunft dieses Amt offensiver und dynamischer, mit mehr Ideen und mit mehr Initiativen ausfüllen könnten.
Beifall beim BZÖ.
Wir werden Sie mit unseren Ideen, wie etwa bei der Steuerreform, wie etwa im Gesundheitsbereich mit dem Philosophiewechsel in Richtung Prävention statt Finanzierung des Krankensystems, mit Initiativen bei Forschung und Entwicklung, mit Initiativen, auch weiterhin im öffentlichen Dienst Einsparungen zu erzielen, und mit Initiativen, die Sicherheitspolitik auch wirklich ernst zu nehmen und nicht parteipolitisch zu missbrauchen, vor uns hertreiben, Herr Bundeskanzler – dann nämlich, wenn Sie das machen, was Sie bisher machen: sich nur in der Sonne des Bundeskanzleramtes freuen und entspannt sein. Entspannt sein ist für einen Bundeskanzler der Republik Österreich zu wenig. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist richtig, ja!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! In dieser Debatte wurde schon über vieles, aber etwas wenig über das Budget geredet. (Abg. Mag. Kogler: Das ist richtig, ja!) Ich komme daher wieder darauf zurück, denn das ist die eigentliche, wirklich wichtige Frage, mit der sich Österreich beschäftigt, mit der wir uns heute hier beschäftigen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! In dieser Debatte wurde schon über vieles, aber etwas wenig über das Budget geredet. (Abg. Mag. Kogler: Das ist richtig, ja!) Ich komme daher wieder darauf zurück, denn das ist die eigentliche, wirklich wichtige Frage, mit der sich Österreich beschäftigt, mit der wir uns heute hier beschäftigen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Gott sei Dank dürfen die Abgeordneten noch das sagen, was sie wollen, nicht das, was Sie wollen!
Es wurde die Frage gestellt – und das zu Recht –: Vor welchem ökonomischen Hintergrund wurde dieses Budget für die Jahre 2007 und 2008 erstellt? Das ist die eigentliche Fragestellung. (Abg. Dr. Graf: Gott sei Dank dürfen die Abgeordneten noch das sagen, was sie wollen, nicht das, was Sie wollen!) Herr Kollege Graf, dass Sie mit dem ökonomischen Hintergrund wenig anfangen können, das verstehe ich, denn dazu braucht man ökonomische Grundlagen. Ich möchte versuchen, das jetzt auch darzulegen im Sinne dieses permanenten Weiterbildungsprozesses, auf den wir uns ja geeinigt haben – auch in der parlamentarischen Diskussion.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben eine zweite Entwicklung, und darauf sind wir besonders stolz: Wir haben seit mehr als einem Jahr – seit rund 14 Monaten – eine sinkende Arbeitslosenzahl. Wir sind auf dem richtigen Weg in Richtung Vollbeschäftigung. Herr Kollege Themessl, wenn Sie es schon mir nicht glauben – er ist jetzt nicht da, bitte ihm weitersagen –: Diese Fakten basieren auf den Rechnungen von Eurostat und dem Wirtschaftsforschungsinstitut. Wir sind mit der Arbeitslosigkeit bei den drei besten Ländern der Europäischen Union, meine Damen und Herren! Wir sind hervorragend unterwegs in diesem Zusammenhang. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Weil die Frage aufgetaucht ist – Herr Kollege Van der Bellen, auch von Ihnen –: Wir haben beim Budgetvoranschlag des Jahres 2006 mit einem gesamtstaatlichen Defizit von 1,7 Prozent gerechnet, und wir rechnen im Jahr 2008 mit einem gesamtstaatlichen Defizit von 0,7 Prozent. Also immerhin ist es in diesen beiden Jahren möglich, das Defizit von der erwarteten Höhe von 1,7 Prozent auf eine prognostizierte Entwicklung von 0,7 Prozent um einen Prozentpunkt zu reduzieren, die Wirtschaftsentwicklung – diese positive Entwicklung – richtig zu nützen, nämlich nicht neue Ausgaben zu erfinden, die sich bekanntlich nicht an der Konjunktur orientieren, sondern Defizit abzubauen. Das werden wir selbstverständlich auch in den nächsten Jahren so machen. Wir streben diese Entwicklung mit minus 0,2 Prozent und im Jahr 2010 mit plus 0,4 Prozent völlig richtig an. Wir nützen die gute wirtschaftliche Situation, um Defizite abzubauen und die Schuldenquote zu senken. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Ganz genau haben wir es uns angeschaut!
Wie ist jetzt die Zinszahlung? – Es wurden hier diverse Behauptungen in den Raum gestellt, Kollege Strache hat von neun Komma etlichen Milliarden € Aufwand für die Zinszahlung geredet. Sie haben sich das Budget offensichtlich nicht angesehen. (Abg. Strache: Ganz genau haben wir es uns angeschaut!) Es sind 6,9 im heurigen Jahr und 6,3 im nächsten Jahr, Herr Kollege Strache, damit Sie einmal die Fakten kennen.
Abg. Mag. Rossmann: Warum ist er 2006 gestiegen?
Dann fragt Van der Bellen: Wie ist das mit den sinkenden Zinszahlungen und den 0,3 Prozent im Stabilitätspakt? – Sehr einfach, Herr Professor! Das hat zwei Gründe – das haben wir schon im Ausschuss diskutiert –: Erster Grund ist, dass wir einfach höher verzinsliche Anleihen Schritt für Schritt abschichten und durch billigere Anleihen ersetzen. Der Zinsaufwand sinkt. Der Zinsaufwand sinkt, und das ist richtig. (Abg. Mag. Rossmann: Warum ist er 2006 gestiegen?) Und zweitens natürlich auch die Quote, Herr Professor Van der Bellen, weil wir ja gleichzeitig ein steigendes Wirtschaftswachstum haben, das zu einem steigenden Bruttoinlandsprodukt führt. (Abg. Mag. Rossmann: Das ist ein Missverständnis!)
Abg. Mag. Rossmann: Das ist ein Missverständnis!
Dann fragt Van der Bellen: Wie ist das mit den sinkenden Zinszahlungen und den 0,3 Prozent im Stabilitätspakt? – Sehr einfach, Herr Professor! Das hat zwei Gründe – das haben wir schon im Ausschuss diskutiert –: Erster Grund ist, dass wir einfach höher verzinsliche Anleihen Schritt für Schritt abschichten und durch billigere Anleihen ersetzen. Der Zinsaufwand sinkt. Der Zinsaufwand sinkt, und das ist richtig. (Abg. Mag. Rossmann: Warum ist er 2006 gestiegen?) Und zweitens natürlich auch die Quote, Herr Professor Van der Bellen, weil wir ja gleichzeitig ein steigendes Wirtschaftswachstum haben, das zu einem steigenden Bruttoinlandsprodukt führt. (Abg. Mag. Rossmann: Das ist ein Missverständnis!)
Beifall bei der ÖVP.
Ökonomisch, Herr Professor: Wenn der Zinsaufwand sinkt und das BIP steigt, dann ist es logisch, dass die Zinsquote und die Schuldenquote nach unten gehen. Das ist richtig, und das ist gut so. Diesen Prozess, diesen Weg wollen wir auch fortsetzen. Wenn uns das Wirtschaftswachstum diese Perspektive gibt, dann ist mein Zugang – sehr offen gesagt –, dass wir diese allfälligen Mehreinnahmen selbstverständlich nutzen, um weiter Defizite abzubauen und weiter Schulden zu senken. Das sind wir den jungen Menschen in diesem Land einfach schuldig, meine Damen und Herren. Diese Richtung muss beibehalten werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Aber österreichischer Arbeitnehmerschutz ist uns wichtig!
Erstens: Ich trete ganz massiv dafür ein, dass die österreichische Wirtschaft, dass Österreich auch in den nächsten Jahren die Chancen der Marktöffnung nützt. Ich halte überhaupt nichts von Diskussionen, die auch hier im Hohen Haus geführt werden, insbesondere von Ihnen, Herr Strache! Ich trete dafür ein, dass wir gerade in einer Zeit, in der wir die Öffnung der Märkte für Österreich, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land, nutzbar gemacht haben – wo doch jeder zweite Euro bereits im Export verdient wird –, diese Chance auch in Zukunft wahrnehmen. (Abg. Strache: Aber österreichischer Arbeitnehmerschutz ist uns wichtig!) Wenn Sie Ihre Politik, Zäune aufzubauen (Abg. Strache: Nein, nein! Österreichischer Arbeitnehmerschutz!), Mauern zu errichten, weiterführen, dann richten Sie Schaden an der Republik an, dann richten Sie Schaden für die Wirtschaft an, dann richten Sie Schaden für die Arbeitnehmer an. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Abg. Strache: Nein, nein! Österreichischer Arbeitnehmerschutz!
Erstens: Ich trete ganz massiv dafür ein, dass die österreichische Wirtschaft, dass Österreich auch in den nächsten Jahren die Chancen der Marktöffnung nützt. Ich halte überhaupt nichts von Diskussionen, die auch hier im Hohen Haus geführt werden, insbesondere von Ihnen, Herr Strache! Ich trete dafür ein, dass wir gerade in einer Zeit, in der wir die Öffnung der Märkte für Österreich, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land, nutzbar gemacht haben – wo doch jeder zweite Euro bereits im Export verdient wird –, diese Chance auch in Zukunft wahrnehmen. (Abg. Strache: Aber österreichischer Arbeitnehmerschutz ist uns wichtig!) Wenn Sie Ihre Politik, Zäune aufzubauen (Abg. Strache: Nein, nein! Österreichischer Arbeitnehmerschutz!), Mauern zu errichten, weiterführen, dann richten Sie Schaden an der Republik an, dann richten Sie Schaden für die Wirtschaft an, dann richten Sie Schaden für die Arbeitnehmer an. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Erstens: Ich trete ganz massiv dafür ein, dass die österreichische Wirtschaft, dass Österreich auch in den nächsten Jahren die Chancen der Marktöffnung nützt. Ich halte überhaupt nichts von Diskussionen, die auch hier im Hohen Haus geführt werden, insbesondere von Ihnen, Herr Strache! Ich trete dafür ein, dass wir gerade in einer Zeit, in der wir die Öffnung der Märkte für Österreich, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land, nutzbar gemacht haben – wo doch jeder zweite Euro bereits im Export verdient wird –, diese Chance auch in Zukunft wahrnehmen. (Abg. Strache: Aber österreichischer Arbeitnehmerschutz ist uns wichtig!) Wenn Sie Ihre Politik, Zäune aufzubauen (Abg. Strache: Nein, nein! Österreichischer Arbeitnehmerschutz!), Mauern zu errichten, weiterführen, dann richten Sie Schaden an der Republik an, dann richten Sie Schaden für die Wirtschaft an, dann richten Sie Schaden für die Arbeitnehmer an. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir nutzen und werden auch in Zukunft diese Chance der Öffnung der Märkte nutzen. Dazu brauchen wir – zweitens – einen massiven Schub in Innovation, Forschung und Entwicklung. Aber ich fordere Sie auch auf, dass wir dann offener und ehrlicher diskutieren. Auch mit Ihnen, Herr Professor Van der Bellen. Sie können nicht auf der einen Seite sagen: Ja, es ist richtig, dass wir in F & E investieren!, aber gleichzeitig bei einer der wichtigen Fragen der Zukunft, im Bereich Biotechnologie, ständig auf der Bremse stehen und mit sehr emotionalen Argumenten meinen, Österreich dürfe dort nicht dabei sein. Ich sage Ihnen: F&E-Investition bedeutet, dass wir die Chancen der modernen Technologien – nicht nur im Bereich der Kommunikation, sondern selbstverständlich auch in der Biotechnologie – für die österreichischen Unternehmen nutzbar machen wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Bis hin zur Autobahnmaut 2010!
Viertens: In der Infrastruktur geht es nicht ausschließlich um die Investition, sondern auch um neue Formen. Ich rege ganz massiv an, dass wir endlich dem Prinzip Public Private Partnership zum Durchbruch verhelfen (Abg. Strache: Bis hin zur Autobahnmaut 2010!) und dass es nicht auf dem Papier stehen bleibt. Das bedeutet aber auch, dass wir die Bereitschaft haben müssen, diese marktwirtschaftlichen Methoden letztendlich umzusetzen. (Abg. Mag. Rossmann: Die teuerste Form des Bauens!) Die teuerste Form – den Effizienztests, Herr Kollege Rossmann, werden sich selbstverständlich auch Firmen wie ÖBB und Asfinag stellen müssen. (Beifall bei der ÖVP.) Auch dort gibt es Effizienzkriterien, selbstverständlich, wie auch im Bereich der privaten Wirtschaft.
Abg. Mag. Rossmann: Die teuerste Form des Bauens!
Viertens: In der Infrastruktur geht es nicht ausschließlich um die Investition, sondern auch um neue Formen. Ich rege ganz massiv an, dass wir endlich dem Prinzip Public Private Partnership zum Durchbruch verhelfen (Abg. Strache: Bis hin zur Autobahnmaut 2010!) und dass es nicht auf dem Papier stehen bleibt. Das bedeutet aber auch, dass wir die Bereitschaft haben müssen, diese marktwirtschaftlichen Methoden letztendlich umzusetzen. (Abg. Mag. Rossmann: Die teuerste Form des Bauens!) Die teuerste Form – den Effizienztests, Herr Kollege Rossmann, werden sich selbstverständlich auch Firmen wie ÖBB und Asfinag stellen müssen. (Beifall bei der ÖVP.) Auch dort gibt es Effizienzkriterien, selbstverständlich, wie auch im Bereich der privaten Wirtschaft.
Beifall bei der ÖVP.
Viertens: In der Infrastruktur geht es nicht ausschließlich um die Investition, sondern auch um neue Formen. Ich rege ganz massiv an, dass wir endlich dem Prinzip Public Private Partnership zum Durchbruch verhelfen (Abg. Strache: Bis hin zur Autobahnmaut 2010!) und dass es nicht auf dem Papier stehen bleibt. Das bedeutet aber auch, dass wir die Bereitschaft haben müssen, diese marktwirtschaftlichen Methoden letztendlich umzusetzen. (Abg. Mag. Rossmann: Die teuerste Form des Bauens!) Die teuerste Form – den Effizienztests, Herr Kollege Rossmann, werden sich selbstverständlich auch Firmen wie ÖBB und Asfinag stellen müssen. (Beifall bei der ÖVP.) Auch dort gibt es Effizienzkriterien, selbstverständlich, wie auch im Bereich der privaten Wirtschaft.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In der Energiepolitik: Alle sagen ja zum Ausbau der nachhaltigen Energien. – Aber dann, sage ich Ihnen, sagen Sie auch ja, wenn es um konkrete Projekte geht! Sagen Sie auch ja, wenn es um den Ausbau der Wasserkraft geht, sagen Sie auch ja, wenn es um den Ausbau der Leitungen geht! Es genügt nicht, zur Überschrift ja zu sagen, wir müssen zu den Inhalten ja sagen, damit wir auch wirklich vorwärtskommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Eine letzte Frage zur Steuerentlastung. Die Steuerentlastung kommt, und zwar zum richtigen Zeitpunkt! (Zwischenruf des Abg. Strache.) Jeder Ökonom sagt uns Folgendes – und ich folge hier dem Ratschlag der Ökonomen, die sagen, wir haben jetzt eine sehr gute wirtschaftliche Situation, eine starke Konjunktur –: Steuerentlastung für Unternehmen und für die Österreicherinnen und Österreicher zur Stärkung der Kaufkraft brauchen wir dann, wenn wir Anzeichen sehen – und das sagen die Prognosen –, dass sich die Konjunktur verflacht. (Abg. Strache: Hätte man nicht das Wirtschaftswachstum früher ankurbeln müssen?) Dann ist es Aufgabe des Staates, durch Steuerentlastung Kaufkraft und Wirtschaft zu stärken. Das sagen uns der politische Hausverstand und die ökonomische Vernunft. (Abg. Strache: Das Wirtschaftswachstum hätte früher angekurbelt werden müssen! Wenn wir es früher angesetzt hätten, hätten wir ein höheres Wirtschaftswachstum gehabt!)
Abg. Strache: Hätte man nicht das Wirtschaftswachstum früher ankurbeln müssen?
Eine letzte Frage zur Steuerentlastung. Die Steuerentlastung kommt, und zwar zum richtigen Zeitpunkt! (Zwischenruf des Abg. Strache.) Jeder Ökonom sagt uns Folgendes – und ich folge hier dem Ratschlag der Ökonomen, die sagen, wir haben jetzt eine sehr gute wirtschaftliche Situation, eine starke Konjunktur –: Steuerentlastung für Unternehmen und für die Österreicherinnen und Österreicher zur Stärkung der Kaufkraft brauchen wir dann, wenn wir Anzeichen sehen – und das sagen die Prognosen –, dass sich die Konjunktur verflacht. (Abg. Strache: Hätte man nicht das Wirtschaftswachstum früher ankurbeln müssen?) Dann ist es Aufgabe des Staates, durch Steuerentlastung Kaufkraft und Wirtschaft zu stärken. Das sagen uns der politische Hausverstand und die ökonomische Vernunft. (Abg. Strache: Das Wirtschaftswachstum hätte früher angekurbelt werden müssen! Wenn wir es früher angesetzt hätten, hätten wir ein höheres Wirtschaftswachstum gehabt!)
Abg. Strache: Das Wirtschaftswachstum hätte früher angekurbelt werden müssen! Wenn wir es früher angesetzt hätten, hätten wir ein höheres Wirtschaftswachstum gehabt!
Eine letzte Frage zur Steuerentlastung. Die Steuerentlastung kommt, und zwar zum richtigen Zeitpunkt! (Zwischenruf des Abg. Strache.) Jeder Ökonom sagt uns Folgendes – und ich folge hier dem Ratschlag der Ökonomen, die sagen, wir haben jetzt eine sehr gute wirtschaftliche Situation, eine starke Konjunktur –: Steuerentlastung für Unternehmen und für die Österreicherinnen und Österreicher zur Stärkung der Kaufkraft brauchen wir dann, wenn wir Anzeichen sehen – und das sagen die Prognosen –, dass sich die Konjunktur verflacht. (Abg. Strache: Hätte man nicht das Wirtschaftswachstum früher ankurbeln müssen?) Dann ist es Aufgabe des Staates, durch Steuerentlastung Kaufkraft und Wirtschaft zu stärken. Das sagen uns der politische Hausverstand und die ökonomische Vernunft. (Abg. Strache: Das Wirtschaftswachstum hätte früher angekurbelt werden müssen! Wenn wir es früher angesetzt hätten, hätten wir ein höheres Wirtschaftswachstum gehabt!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Strache, bei uns ist daher beides zu Hause: wirtschaftlicher Hausverstand und ökonomische Vernunft. Das ist unser Maßstab, das tut der Republik, das tut unserem Land gut. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich führe weiters Herrn Kollegen Van der Bellen an, der einige Passagen gehabt hat, die erfrischend ehrlich waren. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Sie haben davon gesprochen, Herr Kollege Van der Bellen, dass Sie ein ehemaliger Fachmann sind. – Erfrischend ehrlich, ich habe applaudiert bei dieser Passage. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich führe weiters Herrn Kollegen Van der Bellen an, der einige Passagen gehabt hat, die erfrischend ehrlich waren. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Sie haben davon gesprochen, Herr Kollege Van der Bellen, dass Sie ein ehemaliger Fachmann sind. – Erfrischend ehrlich, ich habe applaudiert bei dieser Passage. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Rossmann: Das hat er nicht gesagt! Er hat gesagt, die Budgetsalden sind falsch!
Sie haben außerdem den schönen Satz in Ihrer Rede gehabt: Ich weiß zwar nicht, wie die Steuerreform der Regierung im Jahr 2010 ausschauen wird, aber ich weiß, sie wird falsch sein. (Abg. Mag. Rossmann: Das hat er nicht gesagt! Er hat gesagt, die Budgetsalden sind falsch!) – Sie haben sich damit auf eine Ebene mit dem legendären Qualtinger gehoben (Abg. Mag. Rossmann: Die Zahlen sind falsch!), der gesagt hat: „Zwar hab ich ka Ahnung, wo ich hinfahr, aber dafür bin i g’schwinder durt!“ – (Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich nicht gesagt!) Kompliment, Herr Kollege Van der Bellen, das waren erfrischend ehrliche Aussagen. Das ist klassisches Oppositionsverhalten: Ich weiß zwar noch nicht, was sie tun werden, aber jedenfalls wird es falsch sein. – Danke für diese Aussage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Nein, das hat er nicht gesagt!)
Abg. Mag. Rossmann: Die Zahlen sind falsch!
Sie haben außerdem den schönen Satz in Ihrer Rede gehabt: Ich weiß zwar nicht, wie die Steuerreform der Regierung im Jahr 2010 ausschauen wird, aber ich weiß, sie wird falsch sein. (Abg. Mag. Rossmann: Das hat er nicht gesagt! Er hat gesagt, die Budgetsalden sind falsch!) – Sie haben sich damit auf eine Ebene mit dem legendären Qualtinger gehoben (Abg. Mag. Rossmann: Die Zahlen sind falsch!), der gesagt hat: „Zwar hab ich ka Ahnung, wo ich hinfahr, aber dafür bin i g’schwinder durt!“ – (Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich nicht gesagt!) Kompliment, Herr Kollege Van der Bellen, das waren erfrischend ehrliche Aussagen. Das ist klassisches Oppositionsverhalten: Ich weiß zwar noch nicht, was sie tun werden, aber jedenfalls wird es falsch sein. – Danke für diese Aussage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Nein, das hat er nicht gesagt!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich nicht gesagt!
Sie haben außerdem den schönen Satz in Ihrer Rede gehabt: Ich weiß zwar nicht, wie die Steuerreform der Regierung im Jahr 2010 ausschauen wird, aber ich weiß, sie wird falsch sein. (Abg. Mag. Rossmann: Das hat er nicht gesagt! Er hat gesagt, die Budgetsalden sind falsch!) – Sie haben sich damit auf eine Ebene mit dem legendären Qualtinger gehoben (Abg. Mag. Rossmann: Die Zahlen sind falsch!), der gesagt hat: „Zwar hab ich ka Ahnung, wo ich hinfahr, aber dafür bin i g’schwinder durt!“ – (Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich nicht gesagt!) Kompliment, Herr Kollege Van der Bellen, das waren erfrischend ehrliche Aussagen. Das ist klassisches Oppositionsverhalten: Ich weiß zwar noch nicht, was sie tun werden, aber jedenfalls wird es falsch sein. – Danke für diese Aussage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Nein, das hat er nicht gesagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Nein, das hat er nicht gesagt!
Sie haben außerdem den schönen Satz in Ihrer Rede gehabt: Ich weiß zwar nicht, wie die Steuerreform der Regierung im Jahr 2010 ausschauen wird, aber ich weiß, sie wird falsch sein. (Abg. Mag. Rossmann: Das hat er nicht gesagt! Er hat gesagt, die Budgetsalden sind falsch!) – Sie haben sich damit auf eine Ebene mit dem legendären Qualtinger gehoben (Abg. Mag. Rossmann: Die Zahlen sind falsch!), der gesagt hat: „Zwar hab ich ka Ahnung, wo ich hinfahr, aber dafür bin i g’schwinder durt!“ – (Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich nicht gesagt!) Kompliment, Herr Kollege Van der Bellen, das waren erfrischend ehrliche Aussagen. Das ist klassisches Oppositionsverhalten: Ich weiß zwar noch nicht, was sie tun werden, aber jedenfalls wird es falsch sein. – Danke für diese Aussage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Nein, das hat er nicht gesagt!)
Abg. Strache: Sie tun sich immer schwer!
Herr Kollege Strache, ich gebe zu, bei Ihnen habe ich mich ein bisschen schwergetan. (Abg. Strache: Sie tun sich immer schwer!) Ich habe Ihren Ausführungen gut zugehört und die ganze Zeit den Eindruck gehabt, Sie würden alles besser machen. – Ich verstehe nur nicht, warum das der Wähler nicht erkennt. Von 27 Prozent im Jahr 2000 auf 10 Prozent im Vorjahr (Abg. Strache: Von 3 Prozent auf 11 Prozent – bleiben Sie bei der Wahrheit! Sie haben minus 8 Prozent bekommen!), von der zweiten Position in diesem Haus auf die vierte, sogar von der grünen Fraktion überholt zu werden! So ganz glaubwürdig scheint es nicht zu sein, dass Sie alles besser machen würden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Von 3 Prozent auf 11 Prozent – bleiben Sie bei der Wahrheit! Sie haben minus 8 Prozent bekommen!
Herr Kollege Strache, ich gebe zu, bei Ihnen habe ich mich ein bisschen schwergetan. (Abg. Strache: Sie tun sich immer schwer!) Ich habe Ihren Ausführungen gut zugehört und die ganze Zeit den Eindruck gehabt, Sie würden alles besser machen. – Ich verstehe nur nicht, warum das der Wähler nicht erkennt. Von 27 Prozent im Jahr 2000 auf 10 Prozent im Vorjahr (Abg. Strache: Von 3 Prozent auf 11 Prozent – bleiben Sie bei der Wahrheit! Sie haben minus 8 Prozent bekommen!), von der zweiten Position in diesem Haus auf die vierte, sogar von der grünen Fraktion überholt zu werden! So ganz glaubwürdig scheint es nicht zu sein, dass Sie alles besser machen würden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Strache, ich gebe zu, bei Ihnen habe ich mich ein bisschen schwergetan. (Abg. Strache: Sie tun sich immer schwer!) Ich habe Ihren Ausführungen gut zugehört und die ganze Zeit den Eindruck gehabt, Sie würden alles besser machen. – Ich verstehe nur nicht, warum das der Wähler nicht erkennt. Von 27 Prozent im Jahr 2000 auf 10 Prozent im Vorjahr (Abg. Strache: Von 3 Prozent auf 11 Prozent – bleiben Sie bei der Wahrheit! Sie haben minus 8 Prozent bekommen!), von der zweiten Position in diesem Haus auf die vierte, sogar von der grünen Fraktion überholt zu werden! So ganz glaubwürdig scheint es nicht zu sein, dass Sie alles besser machen würden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Auch beim Herrn Bundeskanzler habe ich sehr erfreuliche Passagen festgestellt. Der Herr Bundeskanzler hat mehrmals formuliert, wir sind wirtschaftlich in einer glücklichen Lage. – Jawohl, Herr Bundeskanzler, wir sind in einer glücklichen Lage, weil wir von 2000 bis 2006 ein Konjunkturpaket 1, ein Konjunkturpaket 2, eine Wachstums- und Standortsicherung, eine Steuerreform 1, eine Steuerreform 2 gemacht haben – und davon leben wir derzeit, Herr Bundeskanzler! Danke vielmals, eine ehrliche Aussage! Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir dieses Doppelbudget aufbauen können auf einer sehr erfolgreichen Wirtschaftspolitik der letzten sieben Jahre. – Eine sehr ehrliche Aussage. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.)
Abg. Strache: Ohne Steuersenkung – ein Defizit!
Wenn ich mir die sanfte Kritik anschaue, die da durchgekommen ist, die Bandbreite reichte – das hat der Vizekanzler auch schon gesagt –: Bei so einer guten Konjunktur, warum haben wir da ein Defizit? (Abg. Strache: Ohne Steuersenkung – ein Defizit!) – Jeder, der ein bisschen etwas von Budgetpolitik versteht, Herr Kollege Strache, weiß, das Budget ist halt kein schnelles Motorboot, das Budget ist ein großer Tanker. Ich kann einen Schuldenrucksack mit 7 Milliarden € Zinsen für die Staatsschuld nicht von heute auf morgen abbauen. (Abg. Strache: Sie sitzen ja nur seit 20 Jahren in der Bundesregierung!) Aber eines sage ich Ihnen schon: Ich bin gerne bereit, aufgrund von Daten und Fakten zu diskutieren.
Abg. Strache: Sie sitzen ja nur seit 20 Jahren in der Bundesregierung!
Wenn ich mir die sanfte Kritik anschaue, die da durchgekommen ist, die Bandbreite reichte – das hat der Vizekanzler auch schon gesagt –: Bei so einer guten Konjunktur, warum haben wir da ein Defizit? (Abg. Strache: Ohne Steuersenkung – ein Defizit!) – Jeder, der ein bisschen etwas von Budgetpolitik versteht, Herr Kollege Strache, weiß, das Budget ist halt kein schnelles Motorboot, das Budget ist ein großer Tanker. Ich kann einen Schuldenrucksack mit 7 Milliarden € Zinsen für die Staatsschuld nicht von heute auf morgen abbauen. (Abg. Strache: Sie sitzen ja nur seit 20 Jahren in der Bundesregierung!) Aber eines sage ich Ihnen schon: Ich bin gerne bereit, aufgrund von Daten und Fakten zu diskutieren.
Abg. Strache: Seit 20 Jahren!
Nehmen Sie folgende Daten und Fakten zur Kenntnis: Den Staatsfinanzen hat es immer noch gutgetan, wenn die ÖVP in der Regierung ist. Schauen wir uns die Verschuldensquote an, Entwicklung von 1970 bis 1986 (Abg. Strache: Seit 20 Jahren!):
Abg. Strache: Und Sie waren nicht dabei?
Steigerung von 10 Prozent auf 45 Prozent; Schuldenquote von 1986 bis heute: Steigerung von 45 auf 55 Prozent. Im ersten Fall eine Steigerung um 35 Prozentpunkte, im zweiten eine Steigerung um 10 Prozentpunkte. (Abg. Strache: Und Sie waren nicht dabei?) Nur konkrete Daten und Fakten, Herr Kollege Strache.
Abg. Prinz: Erklären Sie ihm das, bitte!
Sie schauen sehr überrascht, das merke ich, denn Sie kennen diese Daten und Fakten nicht. Ich war dabei, als wir die Staatsfinanzen saniert haben. Wir haben jene Budgets gehabt, wo wir in all den Jahren Primärüberschüsse hatten. Klubobmann Schüssel hat es bereits gesagt. Sie wissen schon, was ein Primärüberschuss ist? (Abg. Prinz: Erklären Sie ihm das, bitte!) Einnahmen/Ausgaben ohne Zinsen für die Staatsschuld – das ist ein Primärüberschuss. Und das ist eine erfolgreiche Budgetpolitik! (Abg. Mag. Rossmann: Ein Primärüberschuss allein macht noch keine erfolgreiche Budgetpolitik aus! – Abg. Strache: Welche Staatsschulden haben Sie zurückgezahlt?)
Abg. Mag. Rossmann: Ein Primärüberschuss allein macht noch keine erfolgreiche Budgetpolitik aus! – Abg. Strache: Welche Staatsschulden haben Sie zurückgezahlt?
Sie schauen sehr überrascht, das merke ich, denn Sie kennen diese Daten und Fakten nicht. Ich war dabei, als wir die Staatsfinanzen saniert haben. Wir haben jene Budgets gehabt, wo wir in all den Jahren Primärüberschüsse hatten. Klubobmann Schüssel hat es bereits gesagt. Sie wissen schon, was ein Primärüberschuss ist? (Abg. Prinz: Erklären Sie ihm das, bitte!) Einnahmen/Ausgaben ohne Zinsen für die Staatsschuld – das ist ein Primärüberschuss. Und das ist eine erfolgreiche Budgetpolitik! (Abg. Mag. Rossmann: Ein Primärüberschuss allein macht noch keine erfolgreiche Budgetpolitik aus! – Abg. Strache: Welche Staatsschulden haben Sie zurückgezahlt?)
Beifall bei der ÖVP.
Ihr Problem ist, Herr Kollege Strache, in aller Bescheidenheit, und schauen wir uns die Daten und Fakten an, geben wir nicht nur Phrasen von uns: Sie haben genug Unterlagen bekommen, Budgetbericht, Erläuterungen zum Budget – da steht alles drin, Sie brauchen nur nachzuschauen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Sie vergessen Dänemark, Irland, Holland, die sind besser! Wir sind nicht die besten!
Die andere Kritik, die auch gekommen ist: Eigentlich ist das keine Kunst. Internationale Konjunktur, da ist das eigentlich keine Kunst, das kommt alles von selbst. – Da frage ich mich aber schon – Konjunkturprognose bis 2011 –, warum alle Wirtschaftsforscher der EU sagen, die EU werde bis 2011 ein durchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent haben, Deutschland eines von 1,5 Prozent und Österreich eines von 2,5 Prozent. Warum sind wir besser als die anderen? (Abg. Strache: Sie vergessen Dänemark, Irland, Holland, die sind besser! Wir sind nicht die besten!) – Weil wir eine erfolgreiche Politik gemacht haben, Herr Kollege Strache. Nicht den Kopf schütteln! (Abg. Strache: Die haben 4 bis 5 Prozent Wirtschaftswachstum!)
Abg. Strache: Die haben 4 bis 5 Prozent Wirtschaftswachstum!
Die andere Kritik, die auch gekommen ist: Eigentlich ist das keine Kunst. Internationale Konjunktur, da ist das eigentlich keine Kunst, das kommt alles von selbst. – Da frage ich mich aber schon – Konjunkturprognose bis 2011 –, warum alle Wirtschaftsforscher der EU sagen, die EU werde bis 2011 ein durchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent haben, Deutschland eines von 1,5 Prozent und Österreich eines von 2,5 Prozent. Warum sind wir besser als die anderen? (Abg. Strache: Sie vergessen Dänemark, Irland, Holland, die sind besser! Wir sind nicht die besten!) – Weil wir eine erfolgreiche Politik gemacht haben, Herr Kollege Strache. Nicht den Kopf schütteln! (Abg. Strache: Die haben 4 bis 5 Prozent Wirtschaftswachstum!)
Abg. Strache: 6,7 Prozent!
Was die Beschäftigung anlangt, so haben wir seit April des Vorjahres – und nicht seit 1. Oktober – die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Wir werden heuer 4,2 Prozent Arbeitslosenrate haben, im Vorjahr 4,7. Eine unglaubliche Trendwende! Heuer 56 000 neue Arbeitsplätze, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: 6,7 Prozent!) Das ist erfolgreiche Politik, von der die Menschen auch etwas spüren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die Beschäftigung anlangt, so haben wir seit April des Vorjahres – und nicht seit 1. Oktober – die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Wir werden heuer 4,2 Prozent Arbeitslosenrate haben, im Vorjahr 4,7. Eine unglaubliche Trendwende! Heuer 56 000 neue Arbeitsplätze, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: 6,7 Prozent!) Das ist erfolgreiche Politik, von der die Menschen auch etwas spüren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Kaufkraft zum Beispiel!
Wenn wir sagen: die Wirtschaft, der Wirtschaftsstandort – was heißt denn das? Das heißt Arbeitsplätze, das heißt Einkommenschancen, und das heißt soziale Sicherheit. (Abg. Strache: Kaufkraft zum Beispiel!) Das heißt Wirtschaftsstandort, und daher sind wir so dafür, dass wir den Wirtschaftsstandort verbessern (Abg. Strache: Da sind wir aber schwächer als 97!), natürlich auch unter Stärkung der Kaufkraft mit der Steuerreform 2010.
Abg. Strache: Da sind wir aber schwächer als 97!
Wenn wir sagen: die Wirtschaft, der Wirtschaftsstandort – was heißt denn das? Das heißt Arbeitsplätze, das heißt Einkommenschancen, und das heißt soziale Sicherheit. (Abg. Strache: Kaufkraft zum Beispiel!) Das heißt Wirtschaftsstandort, und daher sind wir so dafür, dass wir den Wirtschaftsstandort verbessern (Abg. Strache: Da sind wir aber schwächer als 97!), natürlich auch unter Stärkung der Kaufkraft mit der Steuerreform 2010.
Abg. Strache: Sie haben nicht zugehört!
Daher: Der Spielraum muss erarbeitet werden. – Ihre Rede war so angelegt: Wir haben eh alles zu verteilen, egal, was es kostet; seien wir lustig, fordern wir alles, was sich in den letzten Jahren in den Schreibtischladen angesammelt hat! (Abg. Strache: Sie haben nicht zugehört!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Strache, Sie haben Ihre Chance bereits gehabt, Sie haben den Eindruck vermittelt, Sie wissen alles besser. Die Wirklichkeit ist leider anders. – Gott sei Dank sitzen diese Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Damen und Herren Volksanwälte! Herr Präsident des Rechnungshofes! Werte Bundesregierungsmitglieder! Der Pflichtverteidiger – der „beste Redner des Parlaments“ – hat vor mir das Rednerpult verlassen. Was auf ihn offensichtlich abgefärbt hat, ist der Zustand der Zensur bei den Aktenschwärzungen. Das erlebt er ja dauernd im Finanzmarktausschuss, und jetzt zensuriert er gleich einmal vorsichtshalber die Oppositionsreden hier mit. (Beifall bei den Grünen.) Das ist immerhin konsistent. Darauf werden wir ganz am Schluss noch kurz kommen. Aber jetzt zu den aufgeworfenen Fragen in der Budgetdebatte. Zuerst einmal ein paar Begriffsklärungen.
Vizekanzler Mag. Molterer: Ich habe auch die Zahlen referiert, wenn Sie aufmerksam gewesen wären!
Ähnliches gilt für die Frage der Quoten. Wir haben vor allem von den Zinsbelastungen in absoluten Zahlen gesprochen, und Sie haben hier die Zinsquote referiert, Herr Vizekanzler. (Vizekanzler Mag. Molterer: Ich habe auch die Zahlen referiert, wenn Sie aufmerksam gewesen wären!) Ja, schon, das ist aber deshalb keine Widerlegung, sondern bloß eine andere Aussage. Das sei nur gesagt, damit wir uns am Anfang auf ein paar Dinge einmal verständigen.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Wir sollten uns darauf konzentrieren, wo die wirtschafts- und budgetpolitischen Spielräume im Inland sind. Und diesbezüglich sind wir eben unterschiedlicher Auffassung. Deshalb wäre es notwendig, dass wir zuvorderst einmal seriös die Begriffe klären. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Ich sage nur zwei Stichworte, weil sie heute so prominent vertreten wurden, und die werden morgen bei der Wirtschaftsdebatte eine noch größere Rolle spielen, nämlich: Zukunftsmärkte, Arbeitsplatzsicherung. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.) Ja, eh! Aber, bitte schön, es ist ja auch schon längst eine Frage, dass man erkennt: Wo sind die modernsten Technologien? Wo müssen wir hinein? Wo haben wir als kleine offene Volkswirtschaft die größten Chancen? Und unserer Meinung nach verschlafen Sie im Umwelt- und Energieeffizienzbereich bei diesen
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Wenn Sie das mit der 380-kV-Leitung als Beitrag dafür verkaufen wollen, dass die heimischen Energieträger besser genutzt werden können (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein), dann muss ich Ihnen sagen: Da übersehen Sie, dass diese Leitungen vor allem deshalb existieren, damit Atomstrom durch Österreich transitiert werden kann. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.) Ohne Atomstromtransit wären diese Leitungen nicht notwendig. Das ist auch im Steiermärkischen Landtag einmal so erkannt worden, bevor Sie dort wieder in großkoalitionärer Eintracht umgefallen sind.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Wenn Sie das mit der 380-kV-Leitung als Beitrag dafür verkaufen wollen, dass die heimischen Energieträger besser genutzt werden können (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein), dann muss ich Ihnen sagen: Da übersehen Sie, dass diese Leitungen vor allem deshalb existieren, damit Atomstrom durch Österreich transitiert werden kann. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.) Ohne Atomstromtransit wären diese Leitungen nicht notwendig. Das ist auch im Steiermärkischen Landtag einmal so erkannt worden, bevor Sie dort wieder in großkoalitionärer Eintracht umgefallen sind.
Beifall bei den Grünen.
In Bezug auf diese Beamten, die nicht einmal in der Lage sind, zu erkennen, dass es massiv widerrechtlich und in Wahrheit Amtsmissbrauch ist, das hier auszulacken, nämlich den Titel einer Diplomarbeit, wollen Sie uns erklären, dass ihnen zu trauen ist, wenn sie nur mehr „schwarze Kisten“ da herliefern? Das können Sie in Ihrem Parteibüro deponieren. Da gehört das auch hin. Aber lassen Sie das Parlament mit diesen Unflätigkeiten in Ruhe! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abschließend sage ich Ihnen noch: Wir werden mit Ihnen, Herr Vizekanzler, und/oder mit den zuständigen Beamten im Ausschuss – und da werden Sie halt dann nachsitzen müssen – Zeile für Zeile durchgehen, bis geklärt ist, welche, letztlich sogar verfassungswidrigen, Schwärzungen da vorgenommen werden mussten. Das werden wir machen, wenn Sie jetzt auf Ihre Beamten nicht einwirken, dass den beiden Ausschüssen sämtliche ihnen zustehenden Informationen zukommen. Das Match wird weitergehen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Werte oberste Organe! Es ist gar nicht so leicht, das erlauchte Gremium hinter mir in seiner Gesamtheit korrekt anzusprechen. (Heiterkeit.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! – Damit liegt man immer richtig. – Die Budgetmittel für das Parlament sind wirklich gut angelegtes Geld, finde ich. Damit meine ich aber nicht nur die Bauvorhaben, die heute schon öfters Thema waren, sondern damit meine ich besonders die Investitionen sozusagen in die Software der Demokratie, jene Mittel, die dafür aufgewendet werden, um das Parlament der Bevölkerung näherzubringen, und zwar besonders den jungen Menschen.
Beifall bei der SPÖ.
Ganz wichtig sind auch die Aktionstage, wo der Parlamentsalltag erfahrbar gemacht werden soll. Erfahrungen in diesem Bereich konnten wir ja schon sammeln. Gemeinsam mit Präsidentin Prammer durfte ich schon mehrere solche Veranstaltungen organisieren, damals unter dem Titel „Rein ins Parlament“, woran sich erfreulicherweise Abgeordnete aller Fraktionen beteiligt haben. In diesem Raum sind einige Abgeordnete, die sich dankenswerterweise auch daran beteiligt haben. Auf eine ähnlich rege Beteiligung hoffe ich auch bei den künftigen Veranstaltungen. Schließlich verbindet uns trotz aller weltanschaulicher Unterschiede das gemeinsame Interesse, dass die Menschen ein positives Verhältnis zur Demokratie haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das habe ich beinahe für eine Freud’sche Geschichte gehalten. Bei der Bezeichnung „Arbeiterbewegung“ haben wir bis vor kurzem immer an den 1. Mai gedacht. Aber das ist jetzt die Arbeiterbewegung. Und das könnte sozusagen nur unsinnig sein, aber es ist eben nicht unsinnig, weil jeder, der aus einem höher entwickelten Land kommt, den Lohn der Arbeiter dort drückt, wo er hingeht. Und das ist auch Sinn und Zweck der Sache. Aber dieses gesteuerte und politisch erwünschte Lohndumping wollen wir nicht, und dagegen verwahren wir uns! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Dieses Budget ist nach Meinung derer, die das vorantreiben, viel zu wenig, aber irgendwie gegendert. Zum Beispiel findet man im Lebensministerium einen Ansatz, der sagt, es gibt ein Projekt, das sich „Untersuchung der Gendereffekte von Zahlungen an die Nationalparks“ nennt. Irgendwie ist das kompliziert, aber es scheint sich darum zu drehen, dass Sexismus auch an den Grenzen von Nationalparks offenbar nicht haltmacht. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich entwickle jetzt mit Ihnen, was es ist.
Abg. Heinisch-Hosek: Was hat das mit „Gender“ zu tun?
Also möglicherweise läuft es darauf hinaus. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat das mit „Gender“ zu tun?) Das haben sie in Nordrhein-Westfalen gemacht. Vielleicht wird es auch anders. Ich werde mit Interesse verfolgen, was unser Umweltministerium aus diesem Posten macht. Aber damit verlasse ich das noch Heitere und komme eigentlich zum Ernsteren.
Abg. Mag. Wurm: Gemacht wird man dazu!
Was ist „Gender“? Der Begriff ist alt, uralt, ein uralter Hut. Das geht weit zurück. Simone de Beauvoir hat schon 1948 gesagt: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es erst!“ Das heißt also schlicht und einfach ... (Abg. Mag. Wurm: Gemacht wird man dazu!) – Man wird zur Frau gemacht! Ja, Sie sind eine gelehrige Schülerin der Frau von Beauvoir. Ich bin es überhaupt nicht, ich bin total gegenteiliger Meinung. Das kann ich gleich am Anfang einmal sagen.
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal: Wenn ich tatsächlich die Auffassung habe – das ist jedem unbenommen –, das Geschlecht ist in keiner Weise biologisch fixiert, sondern lediglich Produkt der Erziehung, dann bin ich natürlich dem politischen Schluss schon sehr nahe: Dann erziehen wir um! Und das ist genau der Punkt, wo es dann nicht mehr allzu lustig ist. Denn: Im Kern will „Gender Mainstreaming“ nicht die Lage des Menschen verändern, sondern den Menschen selbst. Und da hört es sich eigentlich für uns schön langsam auf! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Sonnberger: Ich mache Übungen!
In Ihren Schwesterparteien (in Richtung ÖVP) – ich habe also auf die Bundesrepublik Bezug genommen – regt sich da schon ein bisschen Unmut. Der Klub-Vize Bosbach hat vor kurzem im Hinblick auf Gender Mainstreaming gesagt, er ist sich nicht so ganz sicher, ob die CDU da den richtigen Schwerpunkt setzt. Ich stelle fest – Sie nicken erfreulicherweise –, diese die Erkenntnis voranbringenden Selbstzweifel orte ich hier nicht durchgehend. (Abg. Dr. Sonnberger: Ich mache Übungen!) Es wäre jedoch gut, das zu erkennen. Wenn Sie diese Passage über die Bubenerziehung im Ohr haben, hören Sie aber in diesem Soziologen-Kauderwelsch schon den marxistischen Zungenschlag?! – Das hören Sie aber schon! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Ihren Schwesterparteien (in Richtung ÖVP) – ich habe also auf die Bundesrepublik Bezug genommen – regt sich da schon ein bisschen Unmut. Der Klub-Vize Bosbach hat vor kurzem im Hinblick auf Gender Mainstreaming gesagt, er ist sich nicht so ganz sicher, ob die CDU da den richtigen Schwerpunkt setzt. Ich stelle fest – Sie nicken erfreulicherweise –, diese die Erkenntnis voranbringenden Selbstzweifel orte ich hier nicht durchgehend. (Abg. Dr. Sonnberger: Ich mache Übungen!) Es wäre jedoch gut, das zu erkennen. Wenn Sie diese Passage über die Bubenerziehung im Ohr haben, hören Sie aber in diesem Soziologen-Kauderwelsch schon den marxistischen Zungenschlag?! – Das hören Sie aber schon! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: ... in die Schule gehen!
Ich frage mich, warum Sie sich jetzt – obwohl eigentlich fast alles schon vorbei ist, obwohl sich herausgestellt hat, dass man auf der Grundlage der Frankfurter Schule als Gesellschaft nicht überleben kann (Abg. Mag. Muttonen: ... in die Schule gehen!), obwohl klar geworden ist, dass wir das mit neuen Perspektiven und Ideen überwinden müssen – dort noch einreihen. Wir wollen das auf keinen Fall! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Und wir wollen Sie nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Und wir wollen Sie nicht!
Ich frage mich, warum Sie sich jetzt – obwohl eigentlich fast alles schon vorbei ist, obwohl sich herausgestellt hat, dass man auf der Grundlage der Frankfurter Schule als Gesellschaft nicht überleben kann (Abg. Mag. Muttonen: ... in die Schule gehen!), obwohl klar geworden ist, dass wir das mit neuen Perspektiven und Ideen überwinden müssen – dort noch einreihen. Wir wollen das auf keinen Fall! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Und wir wollen Sie nicht!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.
Der erste Punkt: Viele junge Leute – alle Studien beweisen das – wollen einen Partner, mit dem sie leben können, und Kinder. Dann muss ich dafür sorgen, dass sie nicht dazu gezwungen sind, sich entweder für die Teilnahme am Wohlstand oder für Kinder zu entscheiden! (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage Sie, warum Sie es sich nicht endlich einfallen lassen, die Situation von Familien über das Steuerrecht zu erleichtern. Von einem Familiensplitting ist natürlich weit und breit nichts zu sehen und keine Rede. Aber Sie nehmen nicht einmal die Absetzbeträge her! Die Absetzbeträge sind seit sieben Jahren gleich geblieben; der Regelbedarfssatz, an dem sie bemessen sind, ist in der Zwischenzeit um 16 Prozent gestiegen. Sie riskieren wieder, wenn sich ein engagierter Vater oder eine engagierte Mutter zu einer Klage aufrafft, eine Verurteilung vor dem VfGH wegen Verfassungswidrigkeit. Warum tun Sie nichts? – Das wäre eine die Lebensperspektiven von Frauen, die auch im Beruf reüssieren wollen, fördernde Vorstellung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Warum tun Sie nichts für Frauenpensionen? – Gerade Frauen, die die Pensionen der nächsten Generation sichern, haben im Alter keine Absicherung. Ich habe den Eindruck, Frau Frauenministerin, Ihnen reicht es, wenn 50 Prozent der Männer diese Benachteiligung auch erleiden, indem sie nämlich keine Pension haben. – Wir wollen, dass jene Personen, die Kinder erziehen, auch im Alter abgesichert sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend: Ein Budget, das den Frauen nicht wirklich nützt! Herr Abgeordneter Auer hat sich darüber beschwert, dass wir so heftig kritisieren. Aber da ist nicht viel zu loben! Loben müssen Sie das schon selbst; Sie können es übrigens gut. Wir haben gute Gründe, es nicht zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: BZÖ? Das BZÖ meinen Sie jetzt?
Abgeordnete Maria Rauch-Kallat (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Rosenkranz, ich glaube, man muss auch der historischen Wahrheit Genüge tun. Ich werde nachher noch darauf eingehen. Was alles in der letzten Legislaturperiode mit Ihrer Fraktion, mit Ihrer Zustimmung im Bereich der Pensionsreform geschehen ist, haben Sie offensichtlich vergessen. (Abg. Strache: BZÖ? Das BZÖ meinen Sie jetzt?) Ja. Na Gott sei Dank! (Abg. Strache: Den Wurmfortsatz der ÖVP!) Aber die Ausschussvorsitzende im Gesundheitsausschuss war Frau Rosenkranz, die ja dem BZÖ noch angehört hat oder zumindest vorher angehört hat. (Abg. Dr. Graf: Aber nur im ersten Schritt! Frau Kollegin, nur im ersten Schritt!) Aber ich möchte meine Zeit jetzt nicht damit vertun.
Abg. Strache: Den Wurmfortsatz der ÖVP!
Abgeordnete Maria Rauch-Kallat (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Rosenkranz, ich glaube, man muss auch der historischen Wahrheit Genüge tun. Ich werde nachher noch darauf eingehen. Was alles in der letzten Legislaturperiode mit Ihrer Fraktion, mit Ihrer Zustimmung im Bereich der Pensionsreform geschehen ist, haben Sie offensichtlich vergessen. (Abg. Strache: BZÖ? Das BZÖ meinen Sie jetzt?) Ja. Na Gott sei Dank! (Abg. Strache: Den Wurmfortsatz der ÖVP!) Aber die Ausschussvorsitzende im Gesundheitsausschuss war Frau Rosenkranz, die ja dem BZÖ noch angehört hat oder zumindest vorher angehört hat. (Abg. Dr. Graf: Aber nur im ersten Schritt! Frau Kollegin, nur im ersten Schritt!) Aber ich möchte meine Zeit jetzt nicht damit vertun.
Abg. Dr. Graf: Aber nur im ersten Schritt! Frau Kollegin, nur im ersten Schritt!
Abgeordnete Maria Rauch-Kallat (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Rosenkranz, ich glaube, man muss auch der historischen Wahrheit Genüge tun. Ich werde nachher noch darauf eingehen. Was alles in der letzten Legislaturperiode mit Ihrer Fraktion, mit Ihrer Zustimmung im Bereich der Pensionsreform geschehen ist, haben Sie offensichtlich vergessen. (Abg. Strache: BZÖ? Das BZÖ meinen Sie jetzt?) Ja. Na Gott sei Dank! (Abg. Strache: Den Wurmfortsatz der ÖVP!) Aber die Ausschussvorsitzende im Gesundheitsausschuss war Frau Rosenkranz, die ja dem BZÖ noch angehört hat oder zumindest vorher angehört hat. (Abg. Dr. Graf: Aber nur im ersten Schritt! Frau Kollegin, nur im ersten Schritt!) Aber ich möchte meine Zeit jetzt nicht damit vertun.
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf
Frauenpolitik ist aber nicht nur eine Politik, die im Frauenministerium – oder jetzt im Bundeskanzleramt, weil es ja kein eigenes Frauenministerium gibt – gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf), sondern auch etwas, was in allen Ministerien stattfindet und natürlich Ungleichheiten oder Ungerechtigkeiten abschaffen soll. Ich glaube, die größte Ungerechtigkeit ist die Einkommensschere, die immer noch auseinanderklafft. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Graf und Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Graf und Abgeordneten der ÖVP.
Frauenpolitik ist aber nicht nur eine Politik, die im Frauenministerium – oder jetzt im Bundeskanzleramt, weil es ja kein eigenes Frauenministerium gibt – gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf), sondern auch etwas, was in allen Ministerien stattfindet und natürlich Ungleichheiten oder Ungerechtigkeiten abschaffen soll. Ich glaube, die größte Ungerechtigkeit ist die Einkommensschere, die immer noch auseinanderklafft. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Graf und Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Präsident! Vielleicht könnten Sie schauen, dass die Herren etwas zuhören. Es würde Ihnen nicht schaden, Herr Abgeordneter Graf. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Vielleicht hören Sie auch zu und schreien nicht herum. (Abg. Dr. Graf: Ich höre zu! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Graf: Ich höre zu! – Weitere Zwischenrufe.
Herr Präsident! Vielleicht könnten Sie schauen, dass die Herren etwas zuhören. Es würde Ihnen nicht schaden, Herr Abgeordneter Graf. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Vielleicht hören Sie auch zu und schreien nicht herum. (Abg. Dr. Graf: Ich höre zu! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Hier sollten wir gemeinsam daran arbeiten, dass Rollenstereotype in Zukunft oder schon in der Gegenwart abgebaut werden können, und gemeinsam sollten wir in einem Miteinander von Männern und Frauen für eine bessere Welt tätig werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Hand aufs Herz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich war niemals Mitglied des BZÖ. (Abg. Großruck: Hand aufs Herz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Und bleibe es!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Vertreterinnen und Vertreter der Regierung! Hohes Haus! Ich bin Mitglied des BZÖ (Abg. Mag. Wurm: Und bleibe es!), ich bleibe auch Mitglied des BZÖ (Zwischenrufe bei der ÖVP) und werde in dieser Richtung auch für meine Fraktion Stellung nehmen zu dem Frauenbudget, das uns hier im Parlament vorliegt.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Vertreterinnen und Vertreter der Regierung! Hohes Haus! Ich bin Mitglied des BZÖ (Abg. Mag. Wurm: Und bleibe es!), ich bleibe auch Mitglied des BZÖ (Zwischenrufe bei der ÖVP) und werde in dieser Richtung auch für meine Fraktion Stellung nehmen zu dem Frauenbudget, das uns hier im Parlament vorliegt.
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie sich einmischen, sehr geehrte Frau Bundesministerin, dann würde ich Sie auch bitten: Setzen Sie sich dafür ein, dass das Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt ein beitragsfreies wird, denn dadurch entlasten wir wiederum die Familien, hier im Besonderen die Frauen. Es ist auch eine bessere Integration und Chancengleichheit im ersten Schuljahr und in den weiteren Jahren möglich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie sich einmischen, sehr geehrte Frau Bundesministerin, dann bitte ich auch: Mischen Sie sich ein und sorgen Sie dafür, dass die Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld aufgehoben wird. Signale haben Sie ja in diese Richtung schon gesetzt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gelegenheiten, sich einzumischen, gibt es noch viele. Ich denke, gerade das Schließen der Einkommensschere ist eine große Herausforderung und eine große Aufgabe. Wenn jetzt darüber diskutiert wird und Sie sagen, dass der Mindestlohn von 1 000 € brutto heuer oder im nächsten Jahr umgesetzt werden soll, dann kann ich das nur begrüßen. Nur denke ich, diese Forderung gibt es schon seit längerem, und in der Zwischenzeit hat es ja auch eine Inflation gegeben. Daher sage ich: Jetzt sollten Sie eigentlich nicht einen Mindestlohn von 1 000 € brutto fordern, sondern einen Mindestlohn von mindestens 1 300 € brutto. Sonst ist letztendlich die Differenz zwischen der so genannten Mindestsicherung und dem Einkommen derjenigen, die erwerbstätig sind, eine zu geringe. Hier sollten Sie sich, denke ich, auch noch mehr einmischen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt noch viel zu tun, um im Bereich der Gleichberechtigung im täglichen Leben die Dinge weiterzuentwickeln. Frau Bundesministerin, wenn wir Sie unterstützen können, dann tun wir das gerne, vor allem, wenn es ohne ideologische Scheuklappen und ohne parteipolitisches Hickhack geschieht. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Neugebauer.
Sie haben auch schon darauf hingewiesen, dass ich, was das Budget betrifft, einen politischen Schwerpunkt gesetzt habe, nämlich den, dass der Großteil des Mehrbetrags im Frauenbudget vor allem für die Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie aufgewendet werden soll. Da ist ein Plus von 60 Prozent vorgesehen, und das verdoppelt sich noch einmal, weil ich diese Maßnahme gemeinsam mit dem Innenminister treffen werde und wir die Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie daher noch stärker fördern können. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Neugebauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich werde mit dem Frauenbudget dafür sorgen, dass es diese Hilfseinrichtungen wieder flächendeckend und qualitativ hochwertig in ganz Österreich geben wird. Die Fälle haben sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. In Wien war es überhaupt so, dass die Fälle um 164 Prozent gestiegen sind. Ich möchte mit dieser Budgeterhöhung jetzt wie gesagt wieder in ganz Österreich allen Opfern von Gewalt Hilfestellung anbieten. Ich möchte mit diesem Investitionsschub klar zum Ausdruck bringen, dass diese Bundesregierung den Kampf gegen Gewalt in der Familie aufgenommen hat, dass diese Bundesregierung Gewalt in der Familie nicht als Privatsache sieht, sondern als Menschenrechtsverletzung und dass die Opfer von Gewalt Recht auf Schutz und Hilfe seitens des Staates haben. Das ist das Signal, das wir heute setzen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Das weiß sie ohnehin!
Hierher gehört auch Gender-Mainstreaming, bei dem es darum geht, Frau Abgeordnete Rosenkranz, dass wir Gesetzesvorhaben einer Überprüfung unterziehen. Dabei geht es nicht um Geschlechtslosigkeit, sondern es geht ganz genau darum, dass man sich, wenn Gesetze beschlossen werden, genau ansieht, wie sich diese auf Männer und Frauen auswirken, und es gibt viele Gesetzesvorhaben, die sich auf Grund der unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern auch auf die Geschlechter unterschiedlich auswirken. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das weiß sie ohnehin!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Beim Gender-Budgeting ist es ähnlich. Es geht nicht um Geschlechtslosigkeit, sondern es geht darum, sich anzuschauen: Gibt es eine gerechte Verteilung auch der Budgetmittel? Und ich denke, das sollten wir außer Streit stellen, dass es wichtig ist, dass die besondere Situation von Frauen Berücksichtigung findet, dass es Gender-Mainstreaming, Gender-Budgeting geben muss. Dazu braucht es einen Leitfaden, damit es nicht missverstanden wird, und ich werde daher auch einen Leitfaden für Gender-Mainstreaming herausgeben, und ich werde einen Leitfaden für Gender-Budgeting herausgeben, beide mit einem theoretischen Teil und einer Checkliste für BudgetistInnen, für LegistInnen, damit wir darauf achten, dass die Interessen der Frauen auch tatsächlich berücksichtigt werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich danke für die Unterstützung, die ich in den letzten Tagen schon bekommen habe, die Unterstützung innerhalb der Bundesregierung, durch die ich doch das Gefühl gewonnen habe, dass Frauenanliegen Anliegen der gesamten Bundesregierung sind. Auch hier in der heutigen Diskussion habe ich den Eindruck gewonnen, dass wir eine große Chance haben, gerade in der Frauenpolitik an einem Strang zu ziehen. Worum es uns gehen muss, ist, dass wir als PolitikerInnen für Frauen die Voraussetzungen schaffen, damit sie so leben können, wie sie das wollen, und das ist natürlich ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Dieses Budget steht dafür, und ich werde meine Frauenpolitik darauf abstellen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Zunächst ganz kurz zum Rechnungshof. Herr Präsident Moser hat bei den Verhandlungen gesagt, der Rechnungshof wirtschafte sehr sparsam. – Dem kann man nur zustimmen, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass im Vorjahr nicht alles ausgeschöpft wurde, was veranschlagt war, wiewohl der Arbeitsaufwand immer größer wird, der Druck immer größer wird. Daher auch die Anerkennung von uns und herzlichen Dank auch an die Mitarbeiter des Rechnungshofes. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten uns, wie ich meine, mit der derzeitigen Regelung nicht zufrieden geben, sondern unser Ziel muss es sein, dass die Kontrollbefugnisse des Nationalrates erweitert werden, das heißt, dass auch eine Minderheit Untersuchungsausschüsse einsetzen kann. Es besteht also Verbesserungsbedarf, denn es soll nicht in der Macht der Mehrheit liegen, zu entscheiden, ob ein Untersuchungsausschuss stattfindet oder nicht. In Wien beispielsweise wird das ja schon lange so gehandhabt, dass die Einsetzung einer Untersuchungskommission das Recht der parlamentarischen Minderheit im Gemeinderat ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lutz Weinzinger: Der fürchtet sich vor Ihnen!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Meine Herren Volksanwälte! Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Frau Frauenministerin! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Ich bin schon viele Jahre im Parlament, ich habe aber noch nie das Glück gehabt, dass, wenn ich zum Budget rede, der Herr Bundeskanzler anwesend war, denn er geht immer nach einer gewissen Zeit. (Abg. Lutz Weinzinger: Der fürchtet sich vor Ihnen!) Jetzt muss ich also die Frau Frauenministerin bitten, ihm das, was ihn angeht und nicht unmittelbar sie, denn ich werde, und das ist ja nicht unerwartet, natürlich auch etwas zum Volksgruppenbudget sagen, zu übermitteln, zumal ich wegen
Allgemeiner Beifall.
Als Allererstes aber, meine Damen und Herren, möchte ich mich ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion bedanken, und zwar diesmal auch aus einem sehr spezifischen Grund. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Noch nie, so glaube ich, noch nie in der Geschichte ist es vorgekommen, dass gleichzeitig zwei Untersuchungsausschüsse getagt haben und dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion in dieser Art und Weise gefordert waren wie in den letzten Monaten. Wir haben uns zwar bei den normalen Ausschüssen zurückgehalten – das hat aber nichts mit dem Parlament zu tun gehabt, sondern eher mit der Tatsache, dass die Regierung so lange gebraucht hat, bis sie irgendwie in Gang gekommen ist, und dass es im Parlament daher eigentlich noch nicht wirklich etwas zu tun gegeben hat, außer jetzt eben die Budgetberatungen. Nichtsdestotrotz ist großartig – jetzt fallen mir natürlich die Parlamentsstenographen als Erste ein, weil eben einer direkt vor mir sitzt, aber die ganz besonders –, was hier von allen geleistet wird. Dafür von Seiten und im Namen der grünen Fraktion – und wie ich am Applaus vorhin schon bemerkt habe, auch von allen anderen – meine Hochachtung und herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Ha, „Männerrunde“!
Wir werden ja hoffentlich bald mit dem, was jetzt diskutiert wird – jetzt habe ich ein bisschen auch zum Herrn Volksanwalt Dr. Kostelka geschaut, aber nicht in seiner Eigenschaft als Volksanwalt, sondern als Mitglied jener Männerrunde, die sich jetzt mit den Ergebnissen beschäftigt (Abg. Dr. Haimbuchner: Ha, „Männerrunde“!) –, konfrontiert werden, mit dem, was diese Männerrunde an Succus aus dem, was in 19 Monaten von über 70 Leuten und all diesen Experten erarbeitet wurde, hier dem Nationalrat präsentieren wird, denn jetzt ist alles ziemlich einfach: Die Regierung hat 75 Prozent der Stimmen im Nationalrat. Was die Opposition sagt, tut, macht oder vorschlägt, ist eigentlich relativ irrelevant, denn die Zweidrittelmehrheit ist so satt, wie sie das schon sehr lange nicht mehr war.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mir ist das unangenehm. Mir ist es unangenehm, dass ich als Politikerin ständig Nichtdiskriminierung fordere, während wir unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen selbst diskriminieren – und das dann mit dem Geldargument. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Das sei all jenen ins Stammbuch geschrieben, die sich gegen den Umbau des Plenarsaales und des Parlaments insgesamt in Richtung Barrierefreiheit wehren – 100-prozentige Barrierefreiheit in einem historischen Gebäude zu schaffen, das ist ohnehin ein langer Weg –, die sich hier wehren und die einfach mit auch platten Argumenten dieses Vorhaben unserer Präsidentin Prammer – da schaue ich jetzt besonders auf den Präsidenten hinter mir, Herrn Kollegen Spindelegger – boykottieren und ablehnen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Nicht schreien aus der dritten Reihe (Abg. Amon: Das ist halt einmal mein Platz!), ohne je etwas getan zu haben diesbezüglich, Herr Kollege Amon!
Abg. Amon: Das ist halt einmal mein Platz!
Das sei all jenen ins Stammbuch geschrieben, die sich gegen den Umbau des Plenarsaales und des Parlaments insgesamt in Richtung Barrierefreiheit wehren – 100-prozentige Barrierefreiheit in einem historischen Gebäude zu schaffen, das ist ohnehin ein langer Weg –, die sich hier wehren und die einfach mit auch platten Argumenten dieses Vorhaben unserer Präsidentin Prammer – da schaue ich jetzt besonders auf den Präsidenten hinter mir, Herrn Kollegen Spindelegger – boykottieren und ablehnen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Nicht schreien aus der dritten Reihe (Abg. Amon: Das ist halt einmal mein Platz!), ohne je etwas getan zu haben diesbezüglich, Herr Kollege Amon!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich werde vielleicht noch einmal Gelegenheit haben, im Rahmen der Debatte zu sprechen, aber bitte merken Sie sich die Zahl: 11,74 Prozent reale Kürzung in einem Budgetbereich, bei einem Thema, das der Bundeskanzler, der Vizekanzler, der ehemalige Bundeskanzler und viele von Ihnen ständig im Mund führen. Unsere Minderheiten, unsere Volksgruppen sind Ihnen viel wert. Wir wollen, wie der Herr Bundeskanzler im Ausschuss gesagt hat, ein Herausführen aus der nationalen Polarisierung haben. Aber damit, dass man das Geld streicht, erreicht man das sicher nicht. Und alles andere ist auch nicht ernst gemeint, denn Ortstafeln gibt es in Kärnten immer noch nicht. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Bucher.
Ich glaube, ein klares Signal zu setzen, bedeutet, dass der erfolgreiche Weg der letzten Jahre weitergegangen werden kann. Dieser zeigt sich schlussendlich auch in den Erfolgen der Vergangenheit. Unsere Ehrentafeln aus den letzten Jahren können sich wirklich sehen lassen, und wir sind auch heuer wieder sehr erfolgreich in das neue Jahr gestartet: unsere Schispringer in Japan, Claudia Heil und Sabrina Filzmoser bei der Judo-Europameisterschaft in Belgrad und Markus Rogan bei der Schwimm-WM in Australien. Besonders freut es mich natürlich auch, dass vergangenen Sonntag in Padua unser Thomas Geierspichler bei den behinderten Sportlern mit einem überzeugenden Sieg hier im ersten großen Rennen alle hinter sich gelassen hat – und das gleich zum Saisonstart. Da dürfen wir sehr stolz sein und ganz herzlich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Bucher.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Der dritte Bereich, dem ich mich widmen möchte, ist der Gesundheits- und Breitensport, wo speziell mit der Einführung der Projektgelder für die Vorschulkinder und die Volksschulkinder in allen Dachverbänden intensiv daran gearbeitet wird, mehr Bewegung und mehr Bewusstsein für Bewegung in die Schulen zu bekommen. Es gilt, vor allem auch hier die Kinder für den Sport zu begeistern. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Besonders erfreulich ist das Thema Sport-Großveranstaltungen – da wird der profunde Kenner Hannes Zweytick dann zur Fußball-Euro sprechen (Heiterkeit bei der SPÖ) –, ich möchte hier nur vorwegnehmen, dass es auch ganz wichtig ist, dass wir kleinere Sportveranstaltungen fördern, nämlich kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel die Rhönrad-WM in Salzburg oder die Segelflug-WM in Niederöblarn. Dies ist ein wesentliches Zeichen auch im Hinblick auf unsere Funktionäre, denn ohne den Einsatz unserer Funktionäre wären diese kleineren Veranstaltungen nicht möglich. Ich möchte den Organisatoren der Rhönrad-WM und der Segelkunstflug-WM stellvertretend für alle Funktionäre der Sportverbände in Österreich recht herzlich für ihr Engagement danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Besonders erfreulich ist das Thema Sport-Großveranstaltungen – da wird der profunde Kenner Hannes Zweytick dann zur Fußball-Euro sprechen (Heiterkeit bei der SPÖ) –, ich möchte hier nur vorwegnehmen, dass es auch ganz wichtig ist, dass wir kleinere Sportveranstaltungen fördern, nämlich kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel die Rhönrad-WM in Salzburg oder die Segelflug-WM in Niederöblarn. Dies ist ein wesentliches Zeichen auch im Hinblick auf unsere Funktionäre, denn ohne den Einsatz unserer Funktionäre wären diese kleineren Veranstaltungen nicht möglich. Ich möchte den Organisatoren der Rhönrad-WM und der Segelkunstflug-WM stellvertretend für alle Funktionäre der Sportverbände in Österreich recht herzlich für ihr Engagement danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist nicht nur ein erfolgreiches Sportland, sondern durch die finanzielle Ausstattung auch ein innovatives Sportförderland. In diesem Sinne: Es lebe der Sport! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Grüß Gott! Grüß Sie! Servus!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Grüß Gott, Hohes Haus! (Abg. Faul: Grüß Gott! Grüß Sie! Servus!) Ich freue mich, dass ich noch einmal zum Budget Stellung nehmen kann.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn man mit Familien spricht, so sagen die, dass das Geld immer zu wenig wird. Ich glaube es auch, weil allen, die im Mittelstand beschäftigt sind, alles „weggesteuert“ wird, was sie über Lohn- und Gehaltserhöhungen jedes Jahr zusätzlich an Erhöhung in die Geldtasche bekommen sollten. Deshalb sind wir von den Freiheitlichen dafür – das ist ein ganz, ganz wichtiges Anliegen von uns –, dass wir jetzt eine Steuerreform machen und nicht erst im Jahr 2010, da man nicht weiß, wie sich die Wirtschaft bis dahin entwickeln wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Steuerreform nämlich für den Mittelstand, Steuerreform für die kleinen und mittleren Unternehmungen, denn die haben jetzt schon einige Jahre den Staat finanziert. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Das glauben nicht einmal Ihre eigenen Wähler!
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lieber Kollege Gradauer, es ist wohl immer wieder das Wesen einer Budgetdiskussion, dass man hier heraußen viele Wünsche hat, die man nur an das Christkind schicken kann, gleichzeitig aber das Budgetdefizit kritisiert. Tatsache ist, dass jedes Jahr, seit es diese Republik gibt, der Wohlstand in diesem Land gestiegen ist und die Bevölkerung die Entwicklung für die Zukunft dieses Landes spürbar mitgestaltet hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Das glauben nicht einmal Ihre eigenen Wähler!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Wenn man in diesem Zusammenhang auch Kredite und Darlehen anspricht, muss ich sagen, dass es wohl sonst nicht möglich wäre, dass sich die meisten Menschen ein Auto kaufen, geschweige denn ein Einfamilienhaus errichten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Auch da muss man sparen und fleißig sein, aber es muss auch die Möglichkeit geben, Kredite zu bekommen, um ein Haus zu bauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner) und damit den Wohlstand zu erhöhen. Gott sei Dank sind solche Bremser wie Sie nicht in der Regierung, sondern es ist wichtig, dass es mit der SPÖ in dieser Bundesregierung endlich wieder aufwärtsgeht. Und das spürt man, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! BAWAG!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner
Wenn man in diesem Zusammenhang auch Kredite und Darlehen anspricht, muss ich sagen, dass es wohl sonst nicht möglich wäre, dass sich die meisten Menschen ein Auto kaufen, geschweige denn ein Einfamilienhaus errichten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Auch da muss man sparen und fleißig sein, aber es muss auch die Möglichkeit geben, Kredite zu bekommen, um ein Haus zu bauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner) und damit den Wohlstand zu erhöhen. Gott sei Dank sind solche Bremser wie Sie nicht in der Regierung, sondern es ist wichtig, dass es mit der SPÖ in dieser Bundesregierung endlich wieder aufwärtsgeht. Und das spürt man, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! BAWAG!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! BAWAG!
Wenn man in diesem Zusammenhang auch Kredite und Darlehen anspricht, muss ich sagen, dass es wohl sonst nicht möglich wäre, dass sich die meisten Menschen ein Auto kaufen, geschweige denn ein Einfamilienhaus errichten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Auch da muss man sparen und fleißig sein, aber es muss auch die Möglichkeit geben, Kredite zu bekommen, um ein Haus zu bauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner) und damit den Wohlstand zu erhöhen. Gott sei Dank sind solche Bremser wie Sie nicht in der Regierung, sondern es ist wichtig, dass es mit der SPÖ in dieser Bundesregierung endlich wieder aufwärtsgeht. Und das spürt man, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! BAWAG!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt endlich wieder eine Regierung, die sich um die Menschen kümmert, die für Arbeitsplätze sorgt, die sich vor allem für ein gutes und leistbares Gesundheitssystem einsetzt, die bei der Bildung und Ausbildung der Kinder Vorreiterin ist und sich massiv einbringt, die die Anliegen der Frauen entsprechend groß schreibt und vor allem dafür sorgt, dass in diesen Bereichen in die Zukunft investiert wird. Sie sorgt für die Pensionen und kümmert sich um die Familien. Und, was ganz wichtig ist, meine Damen und Herren, sie sorgt wieder für Anstand in der Politik. Dafür ist die SPÖ Garant! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
1 800 Tonnen an CO2 ersparen. Was könnte dann in diesem Haus passieren? Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, Energie zu sparen, aber der nächste und der wichtigere Schritt ist der Ausbau dieses Hauses. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsident! Vertreter der Bundesregierung! Vertreter der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als vorläufig letzter Redner unserer Fraktion zu diesen wichtigen Budgetkapiteln „Bundeskanzleramt, Frauen und Sport“ sowie „Oberste Organe“ darf ich mich sehr herzlich beim sehr kompetenten Präsidenten des Rechnungshofes und vor allem auch bei all seinen Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit mit uns im Laufe der letzten Monate bedanken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Präsident Moser, Sie haben einmal mehr den Beweis erbracht, dass man, auch wenn man mit Vorbehalten einzelner Mandatare dieses Hauses dieses Amt bekleidet, doch, so glaube ich, 100 Prozent Zustimmung im Laufe seiner Arbeit, wenn man sie seriös macht, wenn man sie ehrlich macht, wenn man sie kompetent macht, ernten kann. Diesen Beweis haben Sie erbracht, und dazu gratulieren wir Ihnen auch sehr herzlich! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Uns können Sie mit gar nichts mehr überraschen! Das BZÖ sicher nicht!
Ich darf aber, bevor ich vielleicht zur Überraschung der grünen Fraktion zwei Abänderungsanträge einbringe (Abg. Öllinger: Uns können Sie mit gar nichts mehr überraschen! Das BZÖ sicher nicht!), ein paar generelle Bemerkungen zum Budget machen, soweit das überhaupt noch von Interesse ist (auf die schütter besetzten Reihen der ÖVP weisend), denn bei der ÖVP ist offenbar eine Klubsitzung im Gange, und die Herren, die heute schon zum Budget Stellung genommen haben, sind leider nicht mehr hier. Aber ich möchte doch noch ein paar Dinge sagen; wir haben zwar schon sehr viel über das Budget diskutiert, aber es kommen ja noch andere Tagesordnungspunkte, bei denen wir das noch tun werden.
Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie auch „Kürzungsreform“ gesagt?
Es ist meiner Meinung nach schon ein kühner Wandel der SPÖ, der da vollzogen wird: Wir haben in den letzten Jahren immer gehört, das sei eine falsche Wirtschaftspolitik, eine falsche Budget- und Finanzpolitik. Wir haben uns hier von diesem Rednerpult aus alles vorwerfen lassen müssen, was nur gangbar war. Sie haben im Grunde genommen alles abgelehnt. So ehrlich muss man sein. Sie haben alles abgelehnt: die Steuerreform abgelehnt, die Pensionssicherungsreform abgelehnt, viele Wirtschafts-, Konjunktur-, Wachstumspakete abgelehnt. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie auch „Kürzungsreform“ gesagt?) – Haben Sie gemacht, haben Sie abgelehnt, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek: Eine Kürzungsreform haben wir abgelehnt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Eine Kürzungsreform haben wir abgelehnt!
Es ist meiner Meinung nach schon ein kühner Wandel der SPÖ, der da vollzogen wird: Wir haben in den letzten Jahren immer gehört, das sei eine falsche Wirtschaftspolitik, eine falsche Budget- und Finanzpolitik. Wir haben uns hier von diesem Rednerpult aus alles vorwerfen lassen müssen, was nur gangbar war. Sie haben im Grunde genommen alles abgelehnt. So ehrlich muss man sein. Sie haben alles abgelehnt: die Steuerreform abgelehnt, die Pensionssicherungsreform abgelehnt, viele Wirtschafts-, Konjunktur-, Wachstumspakete abgelehnt. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie auch „Kürzungsreform“ gesagt?) – Haben Sie gemacht, haben Sie abgelehnt, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek: Eine Kürzungsreform haben wir abgelehnt!)
Abg. Faul: Ein Schuss nach hinten!
Seien wir doch stolz darauf, dass das einer Regierung zuzuschreiben ist, die die Probleme der Zeit rechtzeitig erkannt hat, die die Weichen für die Zukunft richtig gestellt hat, die sehr konstruktiv war. Wenn wir heute das Budget kritisieren – nicht nur heute, sondern wir haben es ja die letzten Tage, die letzten Male auch schon kritisiert ‑, dann müssen wir auch sagen, dass wir – seien wir doch ganz ehrlich! – in der Koalition so ein bisschen der unruhige Geist waren; gebe ich ganz offen zu. Wir waren aber auch derjenige, der ein bisschen das Pulver hineingebracht hat (Abg. Faul: Ein Schuss nach hinten!), der die ganze Partie ein bisschen geschoben hat, wie man so schön sagt, der immer darauf hingewiesen hat, dass wir rechtzeitig die Steuern heruntersetzen, dass wir rechtzeitig reformieren, weil wir wussten, dass der Zeitpunkt der richtige ist. (Abg. Öllinger: Sie waren das Salz in der Suppe!)
Abg. Öllinger: Sie waren das Salz in der Suppe!
Seien wir doch stolz darauf, dass das einer Regierung zuzuschreiben ist, die die Probleme der Zeit rechtzeitig erkannt hat, die die Weichen für die Zukunft richtig gestellt hat, die sehr konstruktiv war. Wenn wir heute das Budget kritisieren – nicht nur heute, sondern wir haben es ja die letzten Tage, die letzten Male auch schon kritisiert ‑, dann müssen wir auch sagen, dass wir – seien wir doch ganz ehrlich! – in der Koalition so ein bisschen der unruhige Geist waren; gebe ich ganz offen zu. Wir waren aber auch derjenige, der ein bisschen das Pulver hineingebracht hat (Abg. Faul: Ein Schuss nach hinten!), der die ganze Partie ein bisschen geschoben hat, wie man so schön sagt, der immer darauf hingewiesen hat, dass wir rechtzeitig die Steuern heruntersetzen, dass wir rechtzeitig reformieren, weil wir wussten, dass der Zeitpunkt der richtige ist. (Abg. Öllinger: Sie waren das Salz in der Suppe!)
Abg. Öllinger: Das geht nicht gut, wenn zwei am Steuer sitzen!
Seien wir ganz offen: Wir haben viele Debatten darüber geführt, wir haben auch intern in der Koalition, in der Steuerreformkommission et cetera mit dem Finanzminister viele Diskussionen darüber gehabt, weil wir immer sozusagen der Drücker waren, immer – ich will nicht sagen, der Motor waren, denn es gehören immer zwei dazu, die am Steuer sitzen – das Wirtschaftsschiff Österreich in die richtige Richtung gelenkt haben (Abg. Öllinger: Das geht nicht gut, wenn zwei am Steuer sitzen!); wir waren schon maßgeblich daran beteiligt. Es freut uns natürlich sehr, dass es gelungen ist, diesen Staatshaushalt einigermaßen zu sanieren, weil es ja 1999/2000 nicht einfach war, ein recht schweres budgetäres Erbe, leere Staatskassen zu übernehmen. (Abg. Faul: ... verschleudern!) Das soll uns erst einmal jemand nachmachen!
Abg. Faul: ... verschleudern!
Seien wir ganz offen: Wir haben viele Debatten darüber geführt, wir haben auch intern in der Koalition, in der Steuerreformkommission et cetera mit dem Finanzminister viele Diskussionen darüber gehabt, weil wir immer sozusagen der Drücker waren, immer – ich will nicht sagen, der Motor waren, denn es gehören immer zwei dazu, die am Steuer sitzen – das Wirtschaftsschiff Österreich in die richtige Richtung gelenkt haben (Abg. Öllinger: Das geht nicht gut, wenn zwei am Steuer sitzen!); wir waren schon maßgeblich daran beteiligt. Es freut uns natürlich sehr, dass es gelungen ist, diesen Staatshaushalt einigermaßen zu sanieren, weil es ja 1999/2000 nicht einfach war, ein recht schweres budgetäres Erbe, leere Staatskassen zu übernehmen. (Abg. Faul: ... verschleudern!) Das soll uns erst einmal jemand nachmachen!
Beifall beim BZÖ.
Wenn heute von einem großen Wurf und so weiter die Rede ist: vorsichtig sein mit dieser Formulierung, liebe Kollegen von der ÖVP, denn wir alle wissen besser, was ein großer Wurf ist. Diese beiden Budgets 2007/2008 sind kein großer Wurf! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Es hat Sie auch niemand eingeladen!
Im Grunde genommen geht es um eine Fortschreibung der letzten Budgets mit minimalen Änderungen: einnahmenseitig verbessert und saniert. Deswegen sind wir ja nicht mit dabei, denn wir wollen keine Steuer- und Abgabenerhöhungen in diesem Land zulassen, wir wollen die Bürger nicht schröpfen, sondern wir sind die Entlastungspartei. (Abg. Öllinger: Es hat Sie auch niemand eingeladen!) Das haben wir in den letzten Jahren ganz gut bewiesen. Wir haben die Steuern in den letzten Jahren in zwei Etappen in der Größenordnung von 3 Milliarden € gesenkt. Das sollten Sie uns einmal nachmachen! (Abg. Heinisch-Hosek: Gott sei Dank nicht!) Nicht nur versprechen, irgendwann einmal im Jahr 2010 eine Steuersenkung zu machen, von der heute noch keiner weiß, wie das Ganze ausschauen soll.
Abg. Heinisch-Hosek: Gott sei Dank nicht!
Im Grunde genommen geht es um eine Fortschreibung der letzten Budgets mit minimalen Änderungen: einnahmenseitig verbessert und saniert. Deswegen sind wir ja nicht mit dabei, denn wir wollen keine Steuer- und Abgabenerhöhungen in diesem Land zulassen, wir wollen die Bürger nicht schröpfen, sondern wir sind die Entlastungspartei. (Abg. Öllinger: Es hat Sie auch niemand eingeladen!) Das haben wir in den letzten Jahren ganz gut bewiesen. Wir haben die Steuern in den letzten Jahren in zwei Etappen in der Größenordnung von 3 Milliarden € gesenkt. Das sollten Sie uns einmal nachmachen! (Abg. Heinisch-Hosek: Gott sei Dank nicht!) Nicht nur versprechen, irgendwann einmal im Jahr 2010 eine Steuersenkung zu machen, von der heute noch keiner weiß, wie das Ganze ausschauen soll.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Bucher –: Sie wollten noch einen zweiten Antrag einbringen! Wo ist der zweite Antrag? – Abg. Bucher: Ich habe ja gesagt: 39 und 40!
Ich habe diesen Abänderungsantrag jetzt eingebracht, er wurde auch verteilt; ich glaube, ich muss ihn in seinen Grundzügen nicht weiter erläutern. Es ist ein guter Vorschlag, treten Sie diesem Vorschlag auch bei! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Bucher –: Sie wollten noch einen zweiten Antrag einbringen! Wo ist der zweite Antrag? – Abg. Bucher: Ich habe ja gesagt: 39 und 40!)
Abg. Neugebauer: Aber nicht verlassen!
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Rosemarie Bauer von der Volksanwaltschaft – zurzeit einsam und allein! (Abg. Neugebauer: Aber nicht verlassen!) Herr Rechnungshofpräsident! Das Budgetkapitel Oberste Organe umfasst auch die Volksanwaltschaft – eine Institution, die jedem Mann und jeder Frau, ganz unabhängig von Alter, Staatsangehörigkeit und Wohnsitz, der oder die von einem Missstand in der Verwaltung betroffen ist, die Möglichkeit gibt, sich zu beschweren, wenn keine Rechtsmittel mehr zur Verfügung stehen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wie meine Vorrednerinnen und Vorredner möchte auch ich diese Gelegenheit heute nützen, den Volksanwälten Rosemarie Bauer, Peter Kostelka und Hilmar Kabas und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Volksanwaltschaft für ihr unverkennbares und dauerndes Engagement öffentlich Danke zu sagen. Dieser persönliche Einsatz jeder und jedes Einzelnen zeichnet die Erfolgsbilanz der österreichischen Volksanwaltschaft aus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind so ...! Das ist unfassbar!
Auf der einen Seite ruft es riesige Empörung hervor, wenn unsere verantwortungsbewusste Familienministerin zum Schutz der Jugendlichen Aufklärung betreibt und Kondome verteilt, auf der anderen Seite scheint man im ORF aber mit einer dealenden Mutter als Heldin einer Serie keine Probleme zu haben. – Sieht so der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag aus, oder ist die übers Knie gebrochene Programmreform ein Beweis für „speed kills“? (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind so ...! Das ist unfassbar!)
Beifall bei der ÖVP.
Verständlicherweise ist jeder Sender – auch ein öffentlich-rechtlicher Sender – bemüht, zu mehr Zuschauern zu kommen. Muss das jedoch um jeden Preis sein? Muss der Zuschauer zwischen faden Eigenproduktionen und ausländischen Serien mit pädagogisch fragwürdigem Hintergrund hin- und hergerissen werden? – Als ÖVP-Abgeordnete erwarte ich mir von einem ORF-Generaldirektor mit öffentlich-rechtlichem Auftrag, diesem Auftrag gerecht zu werden und unserer Bevölkerung, vor allem der österreichischen Jugend, Bilder von positiver Lebensbewältigung zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Sonnberger: Sparsam? Bei 63 Millionen €?!
Das billige Spiel, das um den Umbau des Plenarsaals betrieben wird, ist ja leicht durchschaubar! Wir hatten eine Situation, in der alle Fraktionen des Parlaments die Vorschläge – auch weil sie gut waren, sie stammten nicht von Frau Kollegin Prammer, sondern vom Kollegen Khol – selbstverständlich mitgetragen haben. In dem Moment, als statt Kollegem Präsident Khol Präsidentin Prammer den Vorsitz im zuständigen Baukomitee geführt und auch die Verantwortung für den Umbau hatte, sagte die ÖVP: Da sind wir nicht mehr dabei! Jetzt muss es sparsam werden! (Abg. Dr. Sonnberger: Sparsam? Bei 63 Millionen €?!)
Abg. Dr. Sonnberger: Mit Augenmaß!
Jenseits der Frage, meine sehr geehrten Damen und Herren, der berechtigten Frage, was das alles kostet ... (Abg. Dr. Sonnberger: Mit Augenmaß!) – Das ist nicht leicht zu organisieren, Herr Kollege Sonnberger, das brauchen Sie mir nicht zu erzählen. Aber alle Dinge sind in die Wege geleitet worden. Es ist Geld für Studien ausgegeben worden, die diesen Umbau organisieren oder ihm auf die Sprünge helfen sollten. (Abg. Dr. Sonnberger: Zwischen 20 und 60 Millionen ist ein Unterschied! Das ist drei Mal so viel!)
Abg. Dr. Sonnberger: Zwischen 20 und 60 Millionen ist ein Unterschied! Das ist drei Mal so viel!
Jenseits der Frage, meine sehr geehrten Damen und Herren, der berechtigten Frage, was das alles kostet ... (Abg. Dr. Sonnberger: Mit Augenmaß!) – Das ist nicht leicht zu organisieren, Herr Kollege Sonnberger, das brauchen Sie mir nicht zu erzählen. Aber alle Dinge sind in die Wege geleitet worden. Es ist Geld für Studien ausgegeben worden, die diesen Umbau organisieren oder ihm auf die Sprünge helfen sollten. (Abg. Dr. Sonnberger: Zwischen 20 und 60 Millionen ist ein Unterschied! Das ist drei Mal so viel!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis. –Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.
Und dann kommt ein Klubobmann Schüssel und sagt: Ich war selbst Bautenminister, ich kenne mich eh bei Architektur aus, und daher glaube ich, man kann es billiger machen! – Also das ist ja wohl ein Scherz. Das ist wohl ein Scherz! So kann man an die Dinge nicht herangehen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis. –Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.)
Abg. Dr. Sonnberger: ... Umgang mit Steuergeldern!
Jetzt sage ich Ihnen nur eines, wir müssen dafür auch einstehen ... (Abg. Dr. Sonnberger: ... Umgang mit Steuergeldern!) – Herr Kollege Sonnberger, wenn Sie die Verantwortung übernehmen wollen und sagen, ja, wir sind der Meinung, das soll nicht behindertengerecht werden (Abg. Dr. Sonnberger: Es wird behindertengerecht!), denn wir brauchen eh nicht so viel für die Behinderten zu tun (Abg. Murauer: Darum geht es nicht!), es soll für die Zuschauer nicht einigermaßen adäquat und auch möglich werden, dass auf der Zuschauergalerie behinderte Menschen sitzen können, ohne dass sie sich 48 Stunden vorher anmelden müssen ... (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Kollege!) Selbstverständlich – ja, aber das kostet dann etwas, Herr Kollege Sonnberger!
Abg. Dr. Sonnberger: Es wird behindertengerecht!
Jetzt sage ich Ihnen nur eines, wir müssen dafür auch einstehen ... (Abg. Dr. Sonnberger: ... Umgang mit Steuergeldern!) – Herr Kollege Sonnberger, wenn Sie die Verantwortung übernehmen wollen und sagen, ja, wir sind der Meinung, das soll nicht behindertengerecht werden (Abg. Dr. Sonnberger: Es wird behindertengerecht!), denn wir brauchen eh nicht so viel für die Behinderten zu tun (Abg. Murauer: Darum geht es nicht!), es soll für die Zuschauer nicht einigermaßen adäquat und auch möglich werden, dass auf der Zuschauergalerie behinderte Menschen sitzen können, ohne dass sie sich 48 Stunden vorher anmelden müssen ... (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Kollege!) Selbstverständlich – ja, aber das kostet dann etwas, Herr Kollege Sonnberger!
Abg. Murauer: Darum geht es nicht!
Jetzt sage ich Ihnen nur eines, wir müssen dafür auch einstehen ... (Abg. Dr. Sonnberger: ... Umgang mit Steuergeldern!) – Herr Kollege Sonnberger, wenn Sie die Verantwortung übernehmen wollen und sagen, ja, wir sind der Meinung, das soll nicht behindertengerecht werden (Abg. Dr. Sonnberger: Es wird behindertengerecht!), denn wir brauchen eh nicht so viel für die Behinderten zu tun (Abg. Murauer: Darum geht es nicht!), es soll für die Zuschauer nicht einigermaßen adäquat und auch möglich werden, dass auf der Zuschauergalerie behinderte Menschen sitzen können, ohne dass sie sich 48 Stunden vorher anmelden müssen ... (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Kollege!) Selbstverständlich – ja, aber das kostet dann etwas, Herr Kollege Sonnberger!
Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Kollege!
Jetzt sage ich Ihnen nur eines, wir müssen dafür auch einstehen ... (Abg. Dr. Sonnberger: ... Umgang mit Steuergeldern!) – Herr Kollege Sonnberger, wenn Sie die Verantwortung übernehmen wollen und sagen, ja, wir sind der Meinung, das soll nicht behindertengerecht werden (Abg. Dr. Sonnberger: Es wird behindertengerecht!), denn wir brauchen eh nicht so viel für die Behinderten zu tun (Abg. Murauer: Darum geht es nicht!), es soll für die Zuschauer nicht einigermaßen adäquat und auch möglich werden, dass auf der Zuschauergalerie behinderte Menschen sitzen können, ohne dass sie sich 48 Stunden vorher anmelden müssen ... (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Kollege!) Selbstverständlich – ja, aber das kostet dann etwas, Herr Kollege Sonnberger!
Abg. Murauer: Viel früher hätten wir schon etwas machen sollen!
Dieser Saal hier ist eine Auslage für die Republik, und der sollte auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die oben auf den Tribünen sitzen, adäquat sein, sodass alle, die das wollen, den Debatten folgen können. (Abg. Murauer: Viel früher hätten wir schon etwas machen sollen!) – Ja, aber viel früher, Herr Kollege, hat es einen anderen Präsidenten gegeben, und ich finde, er hat es in Angriff genommen. Also reden Sie sich nicht auf die Situation jetzt aus! Jetzt blockieren Sie! (Abg. Morak: Wir blockieren nicht!) Viel früher haben Sie die Verantwortung gehabt, und wir waren bereit, das zu unterstützen. Jetzt bringen Sie das in eine Schieflage, die meiner Ansicht nach symptomatisch ist nicht nur für den Zustand der Koalition (Abg. Murauer: Ihrer Ansicht nach!), sondern auch dafür, wie Sie mit Steuergeldern, aber auch mit diesem
Abg. Morak: Wir blockieren nicht!
Dieser Saal hier ist eine Auslage für die Republik, und der sollte auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die oben auf den Tribünen sitzen, adäquat sein, sodass alle, die das wollen, den Debatten folgen können. (Abg. Murauer: Viel früher hätten wir schon etwas machen sollen!) – Ja, aber viel früher, Herr Kollege, hat es einen anderen Präsidenten gegeben, und ich finde, er hat es in Angriff genommen. Also reden Sie sich nicht auf die Situation jetzt aus! Jetzt blockieren Sie! (Abg. Morak: Wir blockieren nicht!) Viel früher haben Sie die Verantwortung gehabt, und wir waren bereit, das zu unterstützen. Jetzt bringen Sie das in eine Schieflage, die meiner Ansicht nach symptomatisch ist nicht nur für den Zustand der Koalition (Abg. Murauer: Ihrer Ansicht nach!), sondern auch dafür, wie Sie mit Steuergeldern, aber auch mit diesem
Abg. Murauer: Ihrer Ansicht nach!
Dieser Saal hier ist eine Auslage für die Republik, und der sollte auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die oben auf den Tribünen sitzen, adäquat sein, sodass alle, die das wollen, den Debatten folgen können. (Abg. Murauer: Viel früher hätten wir schon etwas machen sollen!) – Ja, aber viel früher, Herr Kollege, hat es einen anderen Präsidenten gegeben, und ich finde, er hat es in Angriff genommen. Also reden Sie sich nicht auf die Situation jetzt aus! Jetzt blockieren Sie! (Abg. Morak: Wir blockieren nicht!) Viel früher haben Sie die Verantwortung gehabt, und wir waren bereit, das zu unterstützen. Jetzt bringen Sie das in eine Schieflage, die meiner Ansicht nach symptomatisch ist nicht nur für den Zustand der Koalition (Abg. Murauer: Ihrer Ansicht nach!), sondern auch dafür, wie Sie mit Steuergeldern, aber auch mit diesem
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Morak – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger –: Um das Geld der Steuerzahler ist euch nichts zu teuer!
Haus umgehen wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Morak – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger –: Um das Geld der Steuerzahler ist euch nichts zu teuer!)
Allgemeiner Beifall sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Besuchergalerie! Ich möchte mich gleich vorweg, weil mich gerade Fritz Neugebauer anschaut und das bei den Budgetreden Usus ist – und das ist mir persönlich ein Anliegen, das gehört bei der Budgetdebatte dazu –, bei den öffentlich Bediensteten sehr herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf mich stellvertretend für alle bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion sehr herzlich bedanken. Für uns, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist das ja alles oft eine Selbstverständlichkeit, ob es 8 Uhr in der Früh oder Mitternacht ist, alles funktioniert. Ich glaube, dass wir uns von Zeit zu Zeit auch in der Öffentlichkeit bei ihnen bedanken sollen. Herzlichen Dank, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Lieber Vorredner Karl Öllinger, ich kann dir sagen: Um die Koalition braucht ihr euch keine Sorgen zu machen! Ich glaube, das ist ein gutes, ein faires, ein soziales Budget für die nächsten beiden Jahre. Wünschen wir uns das für die Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Küss die Hand, Frau Staatssekretärin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Ich habe mir die Mühe gemacht, nachdem das ja so oft angesprochen worden ist, die rote Handschrift in diesem Budget ein bisschen zu untersuchen. Ich habe mich, ehrlich gesagt, schwer getan, denn bis auf die roten Zahlen ist mir nicht wirklich schnell etwas ins Auge gesprungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Krainer ist jetzt leider nicht da, dem wollte ich nämlich sagen, er kann den Anorak, den er gestern angezogen hat, ruhig wieder ausziehen. Es ist nämlich nicht so kalt. Das Budget bläht ja voll von heißer Luft. Als kleines Beispiel: Er hat gestern behauptet, eine 50prozentige Erhöhung bei den Parkgebühren in Wien sei nichts. Da frage ich mich: Warum stellt er sich dann hier heraus und erzählt uns, dass 10 Prozent Erhöhung bei der Pendlerpauschale und 15 Prozent Erhöhung bei der Schülerbeihilfe so etwas Großartiges und Tolles sind, wenn 50 Prozent nichts sind? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich verstehe das grundsätzlich schon, warum sich die SPÖ da jetzt ein bissel hart tut, ihre Position im Budget darzulegen. Das liegt ja auch daran, dass die ÖVP schon am besten Weg ist, euch links zu überholen. Da gibt es Diskussionen über die Gesamtschule, die mittlerweile von der ÖVP mitgetragen wird. Dann kommt mein Kollege aus der Steiermark – und das trifft mich besonders –, Kollege Missethon, und forciert die Homoehe light. Er hat mir erzählt, er geht in Wien ab und zu fort und horcht da ein bissel in die Stimmung hinein. Ich glaube, das war weniger in Lokalen, das muss eher die Rosa Lila Villa gewesen sein, wo er sich umgehört hat. – Aus steirischer Sicht kann ich nur sagen: Lieber Hannes Missethon, kehr heim in die Steiermark, da bist du in guten Händen! (Beifall und Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Dann gibt es da noch meinen Liebling, die Frau Ministerin Kdolsky, heute in „Österreich“ auf dem Titelbild. (Der Redner hält eine Ausgabe der Zeitung „Österreich“ in die Höhe.) Also ich kann nur sagen: Eine schwarze Ministerin ganz in Rot und Grün, da wundert sich der Blaue! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Peinlich!
Ich habe zur Frau Ministerin Kdolsky ehrlich gesagt ein ambivalentes Verhältnis: Ich mag sie ein bissel, und ein bissel tue ich mich schwer mit ihr. Den Schweinsbraten schätze ich auch sehr (Abg. Heinisch-Hosek: Peinlich!), aber ich würde empfehlen, die Eingliederung der Familienagenden in das Gesundheitsministerium wieder rückgängig zu machen. Keiner spricht ihr die Kompetenz im Gesundheitsbereich ab, aber wir von den Freiheitlichen sehr wohl jene im Bereich der Familien. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe zur Frau Ministerin Kdolsky ehrlich gesagt ein ambivalentes Verhältnis: Ich mag sie ein bissel, und ein bissel tue ich mich schwer mit ihr. Den Schweinsbraten schätze ich auch sehr (Abg. Heinisch-Hosek: Peinlich!), aber ich würde empfehlen, die Eingliederung der Familienagenden in das Gesundheitsministerium wieder rückgängig zu machen. Keiner spricht ihr die Kompetenz im Gesundheitsbereich ab, aber wir von den Freiheitlichen sehr wohl jene im Bereich der Familien. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.
Ein kurzer Ausflug noch in den Bereich Sport. Wir werden im nächsten Jahr die EURO 2008 in Österreich veranstalten, eine Riesenchance für Österreich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Hören Sie mir ein bissel zu! Tun Sie nicht immer dazwischenquatschen!
Heiterkeit
Ein kleiner Ausflug noch, da ich ja auch Frauenexperte bin (Heiterkeit), zum Budgetkapitel Frauen. Ich kenne mich da schon gar nicht mehr aus vor lauter Hin- und Hergendern. (Abg. Faul: Das ist kein Wunder!) Da wird das Dings gegendert, das Bums gegendert, ich bin schon ganz verwirrt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so peinlich! Das ist so primitiv-peinlich! Das ist unfassbar!) Wenn das jetzt die Masche ist, mit der wir Männer verwirrt werden sollen, dann darf ich sagen: Das ginge einfacher auch: mit einem tiefen Blick in unsere wunderschönen Augen; da bräuchten wir nicht 8 Millionen für das Frauenbudget. – Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger –: Und so etwas ist ein Abgeordneter! Wirklich wahr!)
Abg. Faul: Das ist kein Wunder!
Ein kleiner Ausflug noch, da ich ja auch Frauenexperte bin (Heiterkeit), zum Budgetkapitel Frauen. Ich kenne mich da schon gar nicht mehr aus vor lauter Hin- und Hergendern. (Abg. Faul: Das ist kein Wunder!) Da wird das Dings gegendert, das Bums gegendert, ich bin schon ganz verwirrt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so peinlich! Das ist so primitiv-peinlich! Das ist unfassbar!) Wenn das jetzt die Masche ist, mit der wir Männer verwirrt werden sollen, dann darf ich sagen: Das ginge einfacher auch: mit einem tiefen Blick in unsere wunderschönen Augen; da bräuchten wir nicht 8 Millionen für das Frauenbudget. – Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger –: Und so etwas ist ein Abgeordneter! Wirklich wahr!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so peinlich! Das ist so primitiv-peinlich! Das ist unfassbar!
Ein kleiner Ausflug noch, da ich ja auch Frauenexperte bin (Heiterkeit), zum Budgetkapitel Frauen. Ich kenne mich da schon gar nicht mehr aus vor lauter Hin- und Hergendern. (Abg. Faul: Das ist kein Wunder!) Da wird das Dings gegendert, das Bums gegendert, ich bin schon ganz verwirrt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so peinlich! Das ist so primitiv-peinlich! Das ist unfassbar!) Wenn das jetzt die Masche ist, mit der wir Männer verwirrt werden sollen, dann darf ich sagen: Das ginge einfacher auch: mit einem tiefen Blick in unsere wunderschönen Augen; da bräuchten wir nicht 8 Millionen für das Frauenbudget. – Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger –: Und so etwas ist ein Abgeordneter! Wirklich wahr!)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger –: Und so etwas ist ein Abgeordneter! Wirklich wahr!
Ein kleiner Ausflug noch, da ich ja auch Frauenexperte bin (Heiterkeit), zum Budgetkapitel Frauen. Ich kenne mich da schon gar nicht mehr aus vor lauter Hin- und Hergendern. (Abg. Faul: Das ist kein Wunder!) Da wird das Dings gegendert, das Bums gegendert, ich bin schon ganz verwirrt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so peinlich! Das ist so primitiv-peinlich! Das ist unfassbar!) Wenn das jetzt die Masche ist, mit der wir Männer verwirrt werden sollen, dann darf ich sagen: Das ginge einfacher auch: mit einem tiefen Blick in unsere wunderschönen Augen; da bräuchten wir nicht 8 Millionen für das Frauenbudget. – Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger –: Und so etwas ist ein Abgeordneter! Wirklich wahr!)
Abg. Dr. Niederwieser: ... Vielleicht ein Drehteller!
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Geschätzte Kollegen! Liebe Damen und Herren hinter mir auf der erhöhten Bank! Ich wollte an sich im Anschluss an das, was Kollege Öllinger zum notwendigen Umbau des Saales gesagt hat, anmerken: Ich habe mich in diese Dinge nicht vertieft, aber was mich stört, das ist, dass das Parlament eigentlich Kontrolle der Regierung ist und ich eigentlich zu den Regierungsmitgliedern reden sollte, ihnen aber den Rücken zeigen muss. Aber wenn ich zu ihnen rede, kann ich nicht in das Mikrofon sprechen. Vielleicht ist hier eine Lösung schon angedacht worden, aber das ist etwas, was mir ganz einfach (Abg. Dr. Niederwieser: ... Vielleicht ein Drehteller!) – Rotieren? Du rotierst in einer anderen Frage zurzeit, aber das ist überhaupt kein Problem, lieber Freund! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Geschätzte Kollegen! Liebe Damen und Herren hinter mir auf der erhöhten Bank! Ich wollte an sich im Anschluss an das, was Kollege Öllinger zum notwendigen Umbau des Saales gesagt hat, anmerken: Ich habe mich in diese Dinge nicht vertieft, aber was mich stört, das ist, dass das Parlament eigentlich Kontrolle der Regierung ist und ich eigentlich zu den Regierungsmitgliedern reden sollte, ihnen aber den Rücken zeigen muss. Aber wenn ich zu ihnen rede, kann ich nicht in das Mikrofon sprechen. Vielleicht ist hier eine Lösung schon angedacht worden, aber das ist etwas, was mir ganz einfach (Abg. Dr. Niederwieser: ... Vielleicht ein Drehteller!) – Rotieren? Du rotierst in einer anderen Frage zurzeit, aber das ist überhaupt kein Problem, lieber Freund! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage dies deswegen, weil man üblicherweise den öffentlichen Dienst in Sonntagsreden gerne lobt, aber sonst unkritisch kritisch über ihn hinweggeht. Effizienz ist vom öffentlichen Dienst gefordert, mit möglichst wenig Personal. Wir wissen, dass in einem guten sozialpartnerschaftlichen Verhältnis zwischen der Ministerverantwortlichkeit einerseits und den Personalvertretungen vor Ort andererseits auch die Notwendigkeit einer zwischenzeitlichen Adaptierung, wenn etwas einmal schiefläuft, gegeben ist, und wenn das nicht funktioniert, wird die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ein wenig nachhelfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass der öffentliche Dienst oder die öffentlichen Dienste funktionieren, wird von den Bürgerinnen und Bürgern, wird von der Wirtschaft als selbstverständlich angenommen. Die unermüdliche Arbeit und der konsequente und sachorientierte Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, die dahinter stehen, seien an dieser Stelle für alle sehr, sehr herzlich mit Dank bedacht. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
die Verwaltung in Österreich durchaus innovativ ist, dass hier Menschen tätig sind, die wirklich wissen, worüber sie reden und womit sie arbeiten, dass Menschen mit hohem Engagement dabei sind, diese Tätigkeiten auszuführen, und dass die Menschen, die in der Verwaltung tätig sind, Neuerungen gegenüber durchaus aufgeschlossen sind. Also das Bild, das man so gerne noch vor Augen hat: der Beamte, die Beamtin – üblicherweise ist es das Bild des männlichen Beamten mit Ärmelschonern –, entspricht schon lange nicht mehr der Realität in der Verwaltung, gibt es schon lange nicht mehr. Ich denke, wir sollten auch einmal in der Öffentlichkeit darstellen, was denn die Menschen, die hinter dem Begriff „Verwaltung“ stehen, tatsächlich leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben das Thema Verwaltungsreform angesprochen, nicht nur in Zusammenhang mit der Staatsreform; hier werden die Ergebnisse nach dem Sommer diskutiert werden. Aber es geht auch um die kleinen Schritte der Verwaltungsreform. Wir haben derzeit drei größere Projekte im Laufen: Das eine sind die Verwaltungsinnovationsprojekte, die im Auslaufen begriffen sind, dann die Projekte betreffend Services im Bund, die auf die interne Konzentration von Leistungen und auf Effizienzsteigerungen abstellen, und wir haben die Verwaltungsqualitätsoffensive als einen neuen Schub in der Verwaltungsreform gestartet. Eine Qualitätsoffensive gibt es auch deshalb, weil es mir wichtig ist, den Bürgerinnen und Bürgern zu sagen, dass es nicht nur um Einsparungsmaßnahmen geht, sondern auch darum, dass wir wirklich Qualität für Bürgerinnen und Bürger erreichen, indem wir die Verlaufzeiten abkürzen, indem wir Qualität absichern, indem wir aber auch Qualität für den Standort Österreich erzielen. Es soll auch einmal hier offiziell gesagt werden: Eine gut funktionierende Verwaltung ist auch ein wesentlicher Faktor für den österreichischen Standort, und auch darauf können wir stolz sein! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
sprechen von Tausenden von Menschen, die für Österreich, für unser Land, für die Menschen, für die Wirtschaft eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Auch ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, vor allem auch für ihren innovativen und modernen Zugang zu Neuerungen zum Wohle der Bevölkerung und des Standortes Österreich. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Im Gegenteil!
Ich möchte damit beginnen, dass die Frau Bundesministerin ja gemeint hat, für sie ist Frauenpolitik vorrangig Querschnittsmaterie, und sie wird sich einmischen – auch wenn die Kolleginnen und Kollegen das nicht immer gerne sehen –, weil es ja um eine gerechte Verteilung der Budgetmittel geht. – Das sei vielleicht auch dem Herrn Kollegen Zanger ins Stammbuch geschrieben: Es geht nicht um den Augenaufschlag von Frauen, der die Männer dann vielleicht verwirrt. Damit erreichen Frauen weder mehr Budget noch sonstige bessere Stellungen in der Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Im Gegenteil!)
Abg. Mag. Wurm: Wesentlich!
Drittes Beispiel: der Bereich Opferschutz. – Ja, gut und wichtig, dass es jetzt auch hier Erhöhungen gibt. (Abg. Mag. Wurm: Wesentlich!) Ja, das ist eh in Ordnung! Aber wenn man sich die Mittelverwendung für Polizei- und Gewaltschutz anschaut, dann muss man sagen: Man sagt zwar, der Opferschutz käme zu 90 Prozent Frauen zugute, er macht aber im Budget des Bundesministeriums für Inneres nur 0,23 Prozent des Budgets für die Sicherheitsexekutive aus. Auch das ist ein Bereich, der, wenn man tatsächlich Gender-Budgeting machen würde, anders aussehen würde. Da würde auch viel mehr Geld ... (Abg. Mag. Wurm: Auch das Justizministerium hat da einiges ...!) Ja, aber insgesamt betrachtet ist das, wenn man sich das Gesamtbudget des Innenministeriums ansieht, weit weg von gegendert. Und da müssten die Frauenministerin und auch Sie, liebe Kollegin, und andere darauf schauen, dass die Budgets so gemacht werden, dass diese Gelder tatsächlich auch den Frauen so zugute kommen, wie es notwendig wäre.
Abg. Mag. Wurm: Auch das Justizministerium hat da einiges ...!
Drittes Beispiel: der Bereich Opferschutz. – Ja, gut und wichtig, dass es jetzt auch hier Erhöhungen gibt. (Abg. Mag. Wurm: Wesentlich!) Ja, das ist eh in Ordnung! Aber wenn man sich die Mittelverwendung für Polizei- und Gewaltschutz anschaut, dann muss man sagen: Man sagt zwar, der Opferschutz käme zu 90 Prozent Frauen zugute, er macht aber im Budget des Bundesministeriums für Inneres nur 0,23 Prozent des Budgets für die Sicherheitsexekutive aus. Auch das ist ein Bereich, der, wenn man tatsächlich Gender-Budgeting machen würde, anders aussehen würde. Da würde auch viel mehr Geld ... (Abg. Mag. Wurm: Auch das Justizministerium hat da einiges ...!) Ja, aber insgesamt betrachtet ist das, wenn man sich das Gesamtbudget des Innenministeriums ansieht, weit weg von gegendert. Und da müssten die Frauenministerin und auch Sie, liebe Kollegin, und andere darauf schauen, dass die Budgets so gemacht werden, dass diese Gelder tatsächlich auch den Frauen so zugute kommen, wie es notwendig wäre.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, ich finde es bedauerlich, dass eine Frauenministerin, die angetreten ist, tatsächlich Frauenpolitik und Gender-Politik als Querschnittsmaterie zu sehen, in diesem Budget leider nicht in dem Ausmaß dazu beigetragen hat, wie sie das hätte tun können und wie wir uns das vorgestellt haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Als Vorsitzende des BürgerInnen- und Petitionen-Ausschusses möchte ich mich bei Ihnen noch sehr herzlich bedanken dafür, dass Sie unsere sieben Bürgerinitiativen und 19 Petitionen, die wir Ihnen zugemittelt haben, so sorgfältig behandelt haben, und für Ihre Stellungnahmen, die Sie uns übermittelt haben. Das hat uns in unserer Arbeit sehr geholfen, hat uns unsere Arbeit erleichtert und auch zu der einen und anderen Gesetzesänderung geführt. – Herzlichen Dank und viel Erfolg weiterhin! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Sonnberger: Stimmt nicht!
Wenn Kollege Stummvoll in seinen Ausführungen zuvor gemeint hat, man solle nicht in die Schuldenfalle der siebziger und achtziger Jahre fallen, dann hat Kollege Stummvoll hier etwas ganz bewusst ausgelassen: die Schuldenfalle der neunziger Jahre. Da ging es erst ordentlich los! (Abg. Dr. Sonnberger: Stimmt nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Das hat mit dem Budget jetzt nicht zu tun!
Meine Damen und Herren von der ÖVP, tun Sie doch bei den Schulden in Österreich nicht immer so, als wären nur andere daran beteiligt gewesen, in diesem Fall die SPÖ! Das stimmt nicht! Sie von der ÖVP waren beim Schuldenmachen an vorderster Stelle mit dabei! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Das hat mit dem Budget jetzt nicht zu tun!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das hat mit dem Budget sehr wohl etwas zu tun! Auch Herr Kollege Stummvoll hat gemeint, man solle in die Schuldenfalle der siebziger und achtziger Jahre nicht hineinfallen. Und er hat ganz bewusst unterlassen zu erwähnen und vergessen, dass die ÖVP in den neunziger Jahren der ärgste Schuldentreiber war! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das ist falsch! Ganz eindeutig!
Ich komme jetzt zu einem ganz anderen Thema, meine Damen und Herren, und zwar zunächst zur Bundesgesetzgebung. Meine Damen und Herren, wir Freiheitlichen sind für eine umfassende Renovierung dieses Plenarsaales, aber das heißt nicht, dass man anhand von Beispielen, wo anderswo Geld hinausgeschmissen wird, auch bei der Renovierung dieses Plenarsaales das Geld einfach hinausschmeißen soll. So weit unsere Meinung dazu. Zahlen von 70 Millionen € aufwärts (Abg. Großruck: Das ist falsch! Ganz eindeutig!) sind für uns Horrorzahlen und finden nicht unsere Zustimmung!
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lentsch: Die waren nicht da, die Grünen!
Richtig ist vielmehr: Die Regierungsparteien haben gestern einen Abänderungsantrag zum Budgetbegleitgesetz eingebracht, der genau für die Personengruppe, die unter 1 130 € verdient, einen Pendlerzuschlag in der Höhe von 90 € vorsieht. (Abg. Lentsch: Die waren nicht da, die Grünen!) Das wurde gestern auch so beschlossen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Richtig ist vielmehr: Die Regierungsparteien haben gestern einen Abänderungsantrag zum Budgetbegleitgesetz eingebracht, der genau für die Personengruppe, die unter 1 130 € verdient, einen Pendlerzuschlag in der Höhe von 90 € vorsieht. (Abg. Lentsch: Die waren nicht da, die Grünen!) Das wurde gestern auch so beschlossen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Volksanwalt! Hohes Haus! Ich darf auf die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Öllinger und der Frau Kollegin Stoisits eingehen. Natürlich ist die ÖVP-Parlamentsfraktion für eine Modernisierung und Sanierung dieses Saales, aber mit Augenmaß. Hier in diesem Haus besteht Sanierungs- und Modernisierungsbedarf, aber es geht doch auch darum, die Kosten im Auge zu behalten. Der Umbau wird unter Berücksichtigung behindertengerechter Kriterien stattfinden; das ist selbstverständlich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Verlängerung der Gesetzgebungsperiode auf fünf Jahre ist ein weiteres Ziel dieser Bundesregierung. Als Oberösterreicher – wir haben in Oberösterreich sechs Jahre – kann ich sagen, das funktioniert ganz gut. Und für die Wählerinnen und Wähler der Grünen ist es ohnedies egal, wie lange eine Gesetzgebungsperiode dauert, da die Grünen ja immer in Opposition sind; ob sie das vier oder fünf Jahre lang sind, macht auch das Kraut nicht fett. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Ich glaube, dass fünf Jahre ein angemessener Zeitraum sind, wenn man bedenkt, dass es doch den einen oder anderen Monat dauert, bis die Maschinerie hier herinnen startet. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Wenn man dann auch noch bedenkt, dass ein halbes Jahr vor den Wahlen auch nicht mehr weiß Gott wie viel bewegt werden kann, dann, denke ich, ist mit diesen fünf Jahren das richtige Maß gefunden. (Abg. Sburny: Wenn Sie immer ein halbes Jahr brauchen für Regierungsverhandlungen ...!)
Abg. Sburny: Wenn Sie immer ein halbes Jahr brauchen für Regierungsverhandlungen ...!
Ich glaube, dass fünf Jahre ein angemessener Zeitraum sind, wenn man bedenkt, dass es doch den einen oder anderen Monat dauert, bis die Maschinerie hier herinnen startet. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Wenn man dann auch noch bedenkt, dass ein halbes Jahr vor den Wahlen auch nicht mehr weiß Gott wie viel bewegt werden kann, dann, denke ich, ist mit diesen fünf Jahren das richtige Maß gefunden. (Abg. Sburny: Wenn Sie immer ein halbes Jahr brauchen für Regierungsverhandlungen ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich schon darauf, dass diese Wahlrechtsreform durchgeführt werden wird, denn ich sehe hierin viele Verbesserungen und Chancen für die Bürger. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wir wissen ja, was er gemeint hat!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Peter Sonnberger spricht von der oberösterreichischen Landesregierung und vermeint im gleichen Satz, die Grünen seien grundsätzlich in Opposition. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wir wissen ja, was er gemeint hat!) Gewisse Verwirrung scheint offenbar bei der oberösterreichischen ÖVP Platz gegriffen zu haben; es mag ja so sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Peter Sonnberger spricht von der oberösterreichischen Landesregierung und vermeint im gleichen Satz, die Grünen seien grundsätzlich in Opposition. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wir wissen ja, was er gemeint hat!) Gewisse Verwirrung scheint offenbar bei der oberösterreichischen ÖVP Platz gegriffen zu haben; es mag ja so sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Zweytick: Gar nichts, leider!
Wenn ich dann das Desaster sehe, das mittlerweile entstanden ist, frage ich mich schon: Wie viel Geld dieser Nachwuchsförderung ist denn zum Beispiel in die Nachwuchsakademie des GAK geflossen? (Abg. Zweytick: Gar nichts, leider!) – Das würde ich sehr bezweifeln, dass nichts fließt, denn wenn nämlich nirgends etwas hinflösse, dann würde ich mich fragen, wo denn die 22 Millionen bis 24 Millionen € jährlich übrig bleiben, denn sozusagen nur an die Kleinstvereine wird man dieses Geld sicher nicht reichen. Und wer weiß, welche Unsummen im Sport, gerade im Fußball, bis hin zur 2. Gurkerlliga Ost gezahlt werden, kann sich in etwa vorstellen, mit ... (Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Großruck: Wer ist das, die „2. Gurkerlliga Ost“?)
Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Großruck: Wer ist das, die „2. Gurkerlliga Ost“?
Wenn ich dann das Desaster sehe, das mittlerweile entstanden ist, frage ich mich schon: Wie viel Geld dieser Nachwuchsförderung ist denn zum Beispiel in die Nachwuchsakademie des GAK geflossen? (Abg. Zweytick: Gar nichts, leider!) – Das würde ich sehr bezweifeln, dass nichts fließt, denn wenn nämlich nirgends etwas hinflösse, dann würde ich mich fragen, wo denn die 22 Millionen bis 24 Millionen € jährlich übrig bleiben, denn sozusagen nur an die Kleinstvereine wird man dieses Geld sicher nicht reichen. Und wer weiß, welche Unsummen im Sport, gerade im Fußball, bis hin zur 2. Gurkerlliga Ost gezahlt werden, kann sich in etwa vorstellen, mit ... (Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Großruck: Wer ist das, die „2. Gurkerlliga Ost“?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Faul.
Sie sagen jetzt, dass die Zahlungen an die Spieler im Fußball transparent und offen sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Faul.) Wer kriegt denn die Fördermittel? – Die Vereine. Und was machen die Vereine mit diesen Fördermitteln? Und wer garantiert, dass das nicht genau dort hineinfließt, wo es dann doppelte Budgetierungen gibt, wo auf einmal zwei ... (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Grillitsch: ... ! Was machen die Vereine mit den Fördermitteln?) – Ich stelle fest: Kollege Zweytick sagt, von diesen 22 Millionen bis 24 Millionen ... (Abg. Grillitsch: Wiederholen Sie das, was Sie gesagt haben!) – Wenn Sie mir zuhören würden, dann könnte ich etwas sagen. Wenn Sie ständig reden, dann wird es schwierig.
Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Grillitsch: ... ! Was machen die Vereine mit den Fördermitteln?
Sie sagen jetzt, dass die Zahlungen an die Spieler im Fußball transparent und offen sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Faul.) Wer kriegt denn die Fördermittel? – Die Vereine. Und was machen die Vereine mit diesen Fördermitteln? Und wer garantiert, dass das nicht genau dort hineinfließt, wo es dann doppelte Budgetierungen gibt, wo auf einmal zwei ... (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Grillitsch: ... ! Was machen die Vereine mit den Fördermitteln?) – Ich stelle fest: Kollege Zweytick sagt, von diesen 22 Millionen bis 24 Millionen ... (Abg. Grillitsch: Wiederholen Sie das, was Sie gesagt haben!) – Wenn Sie mir zuhören würden, dann könnte ich etwas sagen. Wenn Sie ständig reden, dann wird es schwierig.
Abg. Grillitsch: Wiederholen Sie das, was Sie gesagt haben!
Sie sagen jetzt, dass die Zahlungen an die Spieler im Fußball transparent und offen sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Faul.) Wer kriegt denn die Fördermittel? – Die Vereine. Und was machen die Vereine mit diesen Fördermitteln? Und wer garantiert, dass das nicht genau dort hineinfließt, wo es dann doppelte Budgetierungen gibt, wo auf einmal zwei ... (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Grillitsch: ... ! Was machen die Vereine mit den Fördermitteln?) – Ich stelle fest: Kollege Zweytick sagt, von diesen 22 Millionen bis 24 Millionen ... (Abg. Grillitsch: Wiederholen Sie das, was Sie gesagt haben!) – Wenn Sie mir zuhören würden, dann könnte ich etwas sagen. Wenn Sie ständig reden, dann wird es schwierig.
Abg. Rädler: Sie waren noch nie in einem Verein tätig!
Die 22 Millionen bis 24 Millionen fließen offenbar nicht in die Nachwuchsförderung der Großvereine, sie fließen offenbar auch sehr beschränkt in die Nachwuchsförderung der kleinen Vereine. Daher stellt sich wirklich die Frage: Wohin? Das ist genau der Punkt. Zeigen Sie als Experte des landwirtschaftlichen Raumes mir, wo im Sportbericht steht, was dort für die Förderung ausgegeben wird! Nichts finden wir! Auf einer halben Seite steht: 37,5 Prozent, 22 Millionen bis 24 Millionen für die Förderung. (Abg. Rädler: Sie waren noch nie in einem Verein tätig!) Es steht aber nichts drinnen, was damit gemacht wird.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: ... Kurve!
Ich möchte in Zukunft schon klargestellt haben, dass bei diesen Beträgen Transparenz herrscht. Wer jetzt noch sagt, dass das im Fußball nicht notwendig ist, dem ist wahrscheinlich nicht mehr zu helfen. Das ist dringend notwendig! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: ... Kurve!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn hier Förderungen fließen, gehört die Transparenz aber deutlich erhöht. (Beifall bei den Grünen.) Und wenn das nicht bald passiert, dann wird der österreichische Fußball aus dieser kritischen Situation nicht herauskommen.
Abg. Kopf: Das hat mit der Bundessportförderung aber schon so viel zu tun! Null!
Da gibt es ein richtiges Mauern, und alle, die dann in einem Verein tätig sind, sagen: Bei uns ist es super, und wir reden nicht darüber! Da gibt es Spieler, die auftreten, Herr Mimm von Tirol, der mit doppelten Verträgen als Spielervertreter an die Öffentlichkeit gegangen ist. (Abg. Kopf: Das hat mit der Bundessportförderung aber schon so viel zu tun! Null!) – Aber der ÖFB bekommt 22 Millionen bis 24 Millionen € pro Jahr. (Abg. Kopf: Der ÖFB ist nicht die Bundesliga!) – Ja, aber ich nehme wohl an, dass Gelder, die der ÖFB bekommt, in irgendeiner Form auch mit der Fußball-Bundesliga zu tun haben. Denn wenn das nicht der Fall wäre, würde sich die Frage stellen: Wohin geht denn das Geld? (Abg. Kopf: Nicht in den Profibereich!) – Ja, nicht in den Profibereich. Dann legt als ehemalige ÖFB-Vertreter endlich einmal auf den Tisch, was mit diesem Geld passiert! Seit Jahren wird das eingefordert, aber seit Jahren geschieht es nicht. Es ist höchste Zeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Der ÖFB ist nicht die Bundesliga!
Da gibt es ein richtiges Mauern, und alle, die dann in einem Verein tätig sind, sagen: Bei uns ist es super, und wir reden nicht darüber! Da gibt es Spieler, die auftreten, Herr Mimm von Tirol, der mit doppelten Verträgen als Spielervertreter an die Öffentlichkeit gegangen ist. (Abg. Kopf: Das hat mit der Bundessportförderung aber schon so viel zu tun! Null!) – Aber der ÖFB bekommt 22 Millionen bis 24 Millionen € pro Jahr. (Abg. Kopf: Der ÖFB ist nicht die Bundesliga!) – Ja, aber ich nehme wohl an, dass Gelder, die der ÖFB bekommt, in irgendeiner Form auch mit der Fußball-Bundesliga zu tun haben. Denn wenn das nicht der Fall wäre, würde sich die Frage stellen: Wohin geht denn das Geld? (Abg. Kopf: Nicht in den Profibereich!) – Ja, nicht in den Profibereich. Dann legt als ehemalige ÖFB-Vertreter endlich einmal auf den Tisch, was mit diesem Geld passiert! Seit Jahren wird das eingefordert, aber seit Jahren geschieht es nicht. Es ist höchste Zeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Nicht in den Profibereich!
Da gibt es ein richtiges Mauern, und alle, die dann in einem Verein tätig sind, sagen: Bei uns ist es super, und wir reden nicht darüber! Da gibt es Spieler, die auftreten, Herr Mimm von Tirol, der mit doppelten Verträgen als Spielervertreter an die Öffentlichkeit gegangen ist. (Abg. Kopf: Das hat mit der Bundessportförderung aber schon so viel zu tun! Null!) – Aber der ÖFB bekommt 22 Millionen bis 24 Millionen € pro Jahr. (Abg. Kopf: Der ÖFB ist nicht die Bundesliga!) – Ja, aber ich nehme wohl an, dass Gelder, die der ÖFB bekommt, in irgendeiner Form auch mit der Fußball-Bundesliga zu tun haben. Denn wenn das nicht der Fall wäre, würde sich die Frage stellen: Wohin geht denn das Geld? (Abg. Kopf: Nicht in den Profibereich!) – Ja, nicht in den Profibereich. Dann legt als ehemalige ÖFB-Vertreter endlich einmal auf den Tisch, was mit diesem Geld passiert! Seit Jahren wird das eingefordert, aber seit Jahren geschieht es nicht. Es ist höchste Zeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da gibt es ein richtiges Mauern, und alle, die dann in einem Verein tätig sind, sagen: Bei uns ist es super, und wir reden nicht darüber! Da gibt es Spieler, die auftreten, Herr Mimm von Tirol, der mit doppelten Verträgen als Spielervertreter an die Öffentlichkeit gegangen ist. (Abg. Kopf: Das hat mit der Bundessportförderung aber schon so viel zu tun! Null!) – Aber der ÖFB bekommt 22 Millionen bis 24 Millionen € pro Jahr. (Abg. Kopf: Der ÖFB ist nicht die Bundesliga!) – Ja, aber ich nehme wohl an, dass Gelder, die der ÖFB bekommt, in irgendeiner Form auch mit der Fußball-Bundesliga zu tun haben. Denn wenn das nicht der Fall wäre, würde sich die Frage stellen: Wohin geht denn das Geld? (Abg. Kopf: Nicht in den Profibereich!) – Ja, nicht in den Profibereich. Dann legt als ehemalige ÖFB-Vertreter endlich einmal auf den Tisch, was mit diesem Geld passiert! Seit Jahren wird das eingefordert, aber seit Jahren geschieht es nicht. Es ist höchste Zeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein recht herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, diese Freude, die ich mir selbst gerne gemacht hätte, als ich das gelesen habe, ist mir vergällt geworden. Jetzt verstehe ich schon, das wird Ihnen relativ gleichgültig sein. Aber die vielen, vielen tausenden Sportbegeisterten, Sportfunktionäre und Sportler sollten uns nicht gleichgültig sein. Da wäre mehr möglich gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zweytick.
Ich rede gar nicht von den nur 6 Millionen €, die es zusätzlich für die Bewerbung dieser Veranstaltung gibt. Na da sind uns die Schweizer schon weit voraus! Die sind immerhin Mitveranstalter dieses Projektes, und die haben offensichtlich erkannt, dass es Sinn macht, hier nachhaltig zu investieren, um für die Zukunft auch einen entsprechenden Nutzen herbeizuführen. (Zwischenruf des Abg. Zweytick.) – Das haben Sie sich vielleicht vorgenommen, umgesetzt haben Sie es aber nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn ich das zusammenfasse, was vorliegt: Es ist nicht der schlechteste Teil des Budgets, das muss der Fairness halber gesagt werden. Es muss aber auch der Fairness halber gesagt werden, es wäre viel, viel mehr möglich gewesen, und wir hätten uns gewünscht, dass sich der gesellschaftliche Stellenwert des Sportes auch budgetär entsprechend niederschlägt. Wie in anderen Bereichen haben Sie diese Chance verpasst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch die Qualität eines Budgets ist kein Zufall. Der Finanzminister muss die Steuergelder richtig einsetzen. Was braucht es? – Eine kluge Mischung aus Zukunftsorientierung und Sicherung des heutigen Lebensstandards. Und diese kluge Mischung ist unserem Finanzminister gelungen. Gratulation! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall Bravoruf bei der ÖVP.
Wir wollen Generationengerechtigkeit. Ja was heißt denn das? – Chancen für die Jungen, aber keine Einschnitte für die Älteren. Und genau dieses Kunststück ist Wilhelm Molterer gelungen. Danke. (Beifall Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
aber ein Gebiss im Wasserglas. (Die Rednerin verweist auf die entsprechende Aussendung.) Das lassen wir Senioren uns nicht mehr weiter bieten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Mit Hilfe der Zahnärzte!
Die heutigen Senioren sind aktiv, sind in Freiwilligenarbeit engagiert, sie leisten sehr viel für unsere Gesellschaft, für Enkel, für Kinder, für uns alle. Ein solches Bild in den Medien (Abg. Dr. Brinek: Mit Hilfe der Zahnärzte!), das werden wir bekämpfen.
Beifall bei der ÖVP.
Kurz und gut, das Budget gibt Grund zu Optimismus. Es ist heute auch ein guter Tag für die älteren Menschen. Das Hausbetreuungsgesetz hat den Ministerrat passiert. Wir wollen eine Neuregelung von Betreuung und Pflege noch vor dem Sommer. Herr Finanzminister, ein gutes Budget, generationenfit, Sie haben unser Vertrauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie kriegen mehr!
Leider von Österreich relativ unbedankt, diese Fraueninitiativen. Sie sind sehr schlecht abgesichert, und sie werden auch in Zukunft sehr wenig Geld bekommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie kriegen mehr!) – Ja, es stimmt, 500 € bekommt jede Institution laut einer Anfragebeantwortung. Ich weiß nicht, ob sie damit wirklich große Sprünge machen können. In der Anfragebeantwortung der Ministerin hieß es 500 €.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Super ist, in Österreich wird es in Zukunft eine bessere Förderung für Gewaltinterventionsstellen geben, für Frauenhäuser, für Krisentelefone. Das finden wir hervorragend. Es wäre allerdings schon vor Jahren fällig gewesen. Was wir daran allerdings nicht verstehen, ist, warum das Frauenministerium die Hälfte davon bezahlen muss, nämlich anscheinend die Opferseite, und das Innenministerium bezahlt die andere Hälfte. Bedeutet dies, das Innenministerium ist für die Männer zuständig und für die Frauen nicht? Haben wir nicht ganz herausfinden können. Vielleicht finden wir das noch heraus. Ich halte es jedenfalls für eine interessante Tatsache, dass sich der Herr Innenminister offensichtlich für den männlichen Teil der Bevölkerung budgetbereichsmäßig zuständig erklärt, die Frauenministerin aber den weiblichen Anteil übernehmen muss. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein, nicht darf, sondern muss. Die Frauenministerin hat nämlich zahlreiche andere Agenden, wofür sie dringend das Geld benötigen würde, und sie weiß das sicher auch.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Medien über Wochen vernehmen können, wie sich die verschiedenen Ministerien vorstellen, in welcher Stückzahl und in welchen großen Zahlen sich diese Aufwendungen bewegen werden, damit wir endlich auf die geforderte EU-Quote kommen. Interessant ist es vor allem auch insofern, als die Frauenministerin eine SP-Ministerin ist, denn in der Steiermark hat genau aus der gleichen Partei eine Landesrätin, nämlich die Frau Vollath, beschlossen, dass die Kinderbetreuungsquote geändert wird, das heißt, dass mehr Kinder auf eine Betreuungskraft kommen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Also von Qualitätssicherung keine Rede, sondern ganz im Gegenteil, man versucht, es noch schwieriger zu machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Medien über Wochen vernehmen können, wie sich die verschiedenen Ministerien vorstellen, in welcher Stückzahl und in welchen großen Zahlen sich diese Aufwendungen bewegen werden, damit wir endlich auf die geforderte EU-Quote kommen. Interessant ist es vor allem auch insofern, als die Frauenministerin eine SP-Ministerin ist, denn in der Steiermark hat genau aus der gleichen Partei eine Landesrätin, nämlich die Frau Vollath, beschlossen, dass die Kinderbetreuungsquote geändert wird, das heißt, dass mehr Kinder auf eine Betreuungskraft kommen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Also von Qualitätssicherung keine Rede, sondern ganz im Gegenteil, man versucht, es noch schwieriger zu machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Irgendwie scheint es so wie bei der Klassenschülerhöchstzahl 25 zu sein. Sie wurde irrsinnig groß angekündigt. Aber durch die sinkenden Geburtenzahlen bleiben jetzt im Endeffekt nicht sonderlich viel mehr Angestellte übrig. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Ich vertrete keine ÖVP-Meinung. Sie kommen nachher ohnehin noch dran. Da dürfen Sie mir gerne antworten, wenn Sie meinen.
Beifall bei den Grünen.
Wenn Herr Gusenbauer gemeint hat, wir sollen hier Ideen einbringen, dann muss ich sagen, es tut mir leid, er war lange genug in Opposition, er weiß, dass es zwar möglich ist, in der Budgetdebatte Ideen einzubringen, die allerdings leider größtenteils ungehört verklingen. Denn ich nehme nicht an, dass die SPÖ mit der ÖVP gemeinsam auch nur eine Kommastelle an diesem Budget noch ändern wird, so gut können die Ideen gar nicht sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Leider ist dem Rechnungshof in den letzten Jahren von einigen Akteuren der Politik kein guter Dienst erwiesen worden. Es ist im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Deal immer wieder gesagt worden: viermal geprüft. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Sie waren auch einer von denen, Herr Grillitsch. Viermal geprüft, nichts gefunden, alles in Ordnung.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, im Gegenteil: Unterstützen wir den Rechnungshof, beispielsweise was die Prüfkompetenzen im Zusammenhang mit Gemeinden betrifft! Ich glaube, es ist anachronistisch, dass man sich an einer Einwohnerzahl orientiert. Da sollten Finanzgrößenordnungen die entscheidende Rolle spielen. Ich habe noch niemanden gefunden, der dagegen ein vernünftiges Argument vorgebracht hat. Oder der Rechnungshof sollte auch Beteiligungen von 25 Prozent prüfen. Das ist letztlich auch Steuergeld. Und auch hier sollte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig vorgegangen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Frau Bundesministerin, ich wollte jetzt zur Erhöhung des Budgets gratulieren. Sie muss einen hervorragenden Finanzminister in dieser Bundesregierung haben, der sehr großzügig zu ihr war. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Wahrscheinlich das falsche Parteibuch gehabt!
und das von der neuen Justizministerin. (Abg. Dr. Graf: Wahrscheinlich das falsche Parteibuch gehabt!)
Beifall bei der ÖVP.
Eigenartig finde ich es schon, wenn Frau Bundesministerin Bures für Frauen in Spitzenpositionen mehr Stellen verlangt – und ihre Kollegin im Justizministerium genau das Gegenteil macht. Ich habe an beide Damen eine parlamentarische Anfrage gestellt und bin wirklich schon sehr neugierig darauf, wie sie mir diese Fragen beantworten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
So gesehen war das wirklich ein unvorstellbares Missmanagement – in einem Bereich, von dem man ganz ehrlich sagen muss, dass dort der jetzige SPÖ-Landesrat Lindenberger vormals für diese Brenner-Eisenbahn-Gesellschaft tätig war. Sie haben das richtigerweise aufgezeigt. Dafür gehört Ihnen wirklich ein kräftiges Dankeschön – zumindest von unserer Fraktion, aber – wie ich glaube – auch vom Steuerzahler, der hier offenbar nur durch unsere Fraktion vertreten ist und Ihnen damit indirekt Applaus zukommen lässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gäbe noch vieles zu sagen – ich bin eigentlich noch nicht auf meine Hauptwortmeldung zu sprechen gekommen –, möchte aber die Zeit nicht überstrapazieren und darf mich bei Ihnen recht herzlich bedanken für die wirklich ausgezeichneten Berichte, die es verdienen, hier im Hohen Haus auch diskutiert zu werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen sehr wichtigen Bereich stellen neben allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDV-Abteilung dar, bei denen ich mich speziell bedanken möchte. Sie leisten immer hervorragende Arbeit und helfen uns in sämtlichen Notsituationen bezüglich Internet und Computerauftritten. (Beifall bei der SPÖ.) Den Applaus haben sich die KollegInnen aus der EDV-Abteilung und alle anderen MitarbeiterInnen verdient.
Beifall bei der SPÖ.
Ein Dankeschön gilt auch dem Internetauftritt, denn ins Internet kommt man von Seiten der Öffentlichkeit ganz locker hinein. Man sieht dort sämtliche unserer Tätigkeitsbereiche aufgeteilt. Ich denke, auch hier ist ein wesentlicher Beitrag dafür geleistet worden, dass Demokratie in unserem Land lebbar ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Als Ski-Präsidentin aus Niederösterreich ist es mir heute ein großes Anliegen, unserer verletzten Marlies Schild, die sich heute Vormittag schwer verletzt hat, alles Gute zu wünschen, und ich wünsche damit unserem Sport für die Zukunft alles Gute. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Kurz zur Vorgeschichte, damit alle nachvollziehen können, worum es jetzt überhaupt geht. Es geht in Wahrheit gar nicht um den amtierenden Verteidigungsminister, Gegenstand der Anfrage waren vielmehr seine Vorgänger – aber im selben Amt. Jetzt konzentrieren wir uns nur auf seinen Erstvorgänger, Minister – mittlerweile Innenminister – Günther Platter: jener Günther Platter, der ja – so glaube ich – in den letzten zwei, drei Jahren in seinem Jargon viel öfter als irgendein anderes Wort die Wörter „sauber“, „transparent“ und „korrekt“ gebraucht hat. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Amon: Unerhört!
Ich habe ja heute noch Albträume von diesen Rechnungshofausschusssitzungen – im Untersuchungsausschuss durften wir das wieder nachvollziehen. Man konnte fragen, was man wollte: Der Minister war gebrieft wie ein Papagei – entschuldigen Sie den Ausdruck, aber er war gebrieft, ganz egal welch drängende Frage! (Abg. Amon: Unerhört!) Er hat irgendetwas verlesen, um dann frei sprechend von sich zu geben: Alles sauber, alles korrekt und alles transparent! – Das hält er bis heute durch. Das bekommt ihm auch nicht gut, glaube ich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Amon.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Amon.
Ich habe ja heute noch Albträume von diesen Rechnungshofausschusssitzungen – im Untersuchungsausschuss durften wir das wieder nachvollziehen. Man konnte fragen, was man wollte: Der Minister war gebrieft wie ein Papagei – entschuldigen Sie den Ausdruck, aber er war gebrieft, ganz egal welch drängende Frage! (Abg. Amon: Unerhört!) Er hat irgendetwas verlesen, um dann frei sprechend von sich zu geben: Alles sauber, alles korrekt und alles transparent! – Das hält er bis heute durch. Das bekommt ihm auch nicht gut, glaube ich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Amon.)
Abg. Amon: Wien auch!
Ich habe mir nur eines angesehen, ich habe nur einen von 13 Flügen ausrecherchiert – und der geht von Zeltweg nach Innsbruck. Ich darf jetzt schon die Aufmerksamkeit darauf gerichtet wissen wollen, dass Innsbruck eine gewisse Häufigkeit der Ziel- und Startdestination ist. (Abg. Amon: Wien auch!) Also von Zeltweg nach Innsbruck. Was war in Innsbruck? – Ein Edelweiß-Konzert. (Heiterkeit bei den Grünen.) Das steht in der Anfragebeantwortung. Der Herr Minister wird das dann bestätigen. Ich ersuche Sie
Heiterkeit bei den Grünen.
Ich habe mir nur eines angesehen, ich habe nur einen von 13 Flügen ausrecherchiert – und der geht von Zeltweg nach Innsbruck. Ich darf jetzt schon die Aufmerksamkeit darauf gerichtet wissen wollen, dass Innsbruck eine gewisse Häufigkeit der Ziel- und Startdestination ist. (Abg. Amon: Wien auch!) Also von Zeltweg nach Innsbruck. Was war in Innsbruck? – Ein Edelweiß-Konzert. (Heiterkeit bei den Grünen.) Das steht in der Anfragebeantwortung. Der Herr Minister wird das dann bestätigen. Ich ersuche Sie
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Edelweiß-Konzert 2004 – ja, das findet bei der Militärmusik in Tirol statt. Wissen Sie, was uns als Zieldestination abgeht – es werden nämlich sehr oft Innsbruck und verschiedene Arten solcher Veranstaltungen genannt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Nein, Herr Kollege, wissen Sie, was abgeht? – Die Preiselbeer-Redoute von Allentsteig – die ist sehr gewürdigt beim Bundesheer – findet sich nicht hier. Es gibt keinen Flug vom Aufenthaltsort von Bregenz, wo der Herr Minister ja nachweislich war, er ist nicht von Altenrhein nach Langenlebarn geflogen, um unmittelbar beim Preiselbeer-Erlebnis dabei zu sein. Es ist nichts veraktet. Es irritiert auch die Kärntner Kameraden mittlerweile, dass kein Flug zu dem dort sehr, sehr beliebten, vom Klagenfurter Offizierskasino ausgerichteten Karawanken-Karaoke auftaucht. (Heiterkeit bei den Grünen.) Auch dort ist er nicht aufgetaucht. Es ist nichts da!
Heiterkeit bei den Grünen.
Edelweiß-Konzert 2004 – ja, das findet bei der Militärmusik in Tirol statt. Wissen Sie, was uns als Zieldestination abgeht – es werden nämlich sehr oft Innsbruck und verschiedene Arten solcher Veranstaltungen genannt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Nein, Herr Kollege, wissen Sie, was abgeht? – Die Preiselbeer-Redoute von Allentsteig – die ist sehr gewürdigt beim Bundesheer – findet sich nicht hier. Es gibt keinen Flug vom Aufenthaltsort von Bregenz, wo der Herr Minister ja nachweislich war, er ist nicht von Altenrhein nach Langenlebarn geflogen, um unmittelbar beim Preiselbeer-Erlebnis dabei zu sein. Es ist nichts veraktet. Es irritiert auch die Kärntner Kameraden mittlerweile, dass kein Flug zu dem dort sehr, sehr beliebten, vom Klagenfurter Offizierskasino ausgerichteten Karawanken-Karaoke auftaucht. (Heiterkeit bei den Grünen.) Auch dort ist er nicht aufgetaucht. Es ist nichts da!
Ruf: Musikantenstadl!
Aber beim Edelweiß-Konzert war er. Wir haben das recherchiert: Das Edelweiß-Konzert, das kann man nachlesen im Jahrbuch der Militärdiözese Österreich „Bleibe bei uns, o Herr!“ (Ruf: Musikantenstadl!) – Ja, das gibt es wirklich! (Abg. Murauer: Und was beunruhigt Sie?) Edelweiß-Konzert 2004: Im Rahmen dieses Konzerts wurde dem Ehrengast eine Partitur des eigens für ihn von der Militärkapelle und vom Militärkapellmeister Apfolterer komponierten „Günther Platter Marsches“ übermittelt. – So steht es hier. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Und das beunruhigt Sie?) – Nein, das beunruhigt mich noch überhaupt nicht. Ich bringe Ihnen ja nur die Zusammenhänge zur Kenntnis, damit Sie am Schluss wissen, was alles „sauber, korrekt und transparent“ ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Murauer: Und was beunruhigt Sie?
Aber beim Edelweiß-Konzert war er. Wir haben das recherchiert: Das Edelweiß-Konzert, das kann man nachlesen im Jahrbuch der Militärdiözese Österreich „Bleibe bei uns, o Herr!“ (Ruf: Musikantenstadl!) – Ja, das gibt es wirklich! (Abg. Murauer: Und was beunruhigt Sie?) Edelweiß-Konzert 2004: Im Rahmen dieses Konzerts wurde dem Ehrengast eine Partitur des eigens für ihn von der Militärkapelle und vom Militärkapellmeister Apfolterer komponierten „Günther Platter Marsches“ übermittelt. – So steht es hier. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Und das beunruhigt Sie?) – Nein, das beunruhigt mich noch überhaupt nicht. Ich bringe Ihnen ja nur die Zusammenhänge zur Kenntnis, damit Sie am Schluss wissen, was alles „sauber, korrekt und transparent“ ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Und das beunruhigt Sie?
Aber beim Edelweiß-Konzert war er. Wir haben das recherchiert: Das Edelweiß-Konzert, das kann man nachlesen im Jahrbuch der Militärdiözese Österreich „Bleibe bei uns, o Herr!“ (Ruf: Musikantenstadl!) – Ja, das gibt es wirklich! (Abg. Murauer: Und was beunruhigt Sie?) Edelweiß-Konzert 2004: Im Rahmen dieses Konzerts wurde dem Ehrengast eine Partitur des eigens für ihn von der Militärkapelle und vom Militärkapellmeister Apfolterer komponierten „Günther Platter Marsches“ übermittelt. – So steht es hier. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Und das beunruhigt Sie?) – Nein, das beunruhigt mich noch überhaupt nicht. Ich bringe Ihnen ja nur die Zusammenhänge zur Kenntnis, damit Sie am Schluss wissen, was alles „sauber, korrekt und transparent“ ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Aber beim Edelweiß-Konzert war er. Wir haben das recherchiert: Das Edelweiß-Konzert, das kann man nachlesen im Jahrbuch der Militärdiözese Österreich „Bleibe bei uns, o Herr!“ (Ruf: Musikantenstadl!) – Ja, das gibt es wirklich! (Abg. Murauer: Und was beunruhigt Sie?) Edelweiß-Konzert 2004: Im Rahmen dieses Konzerts wurde dem Ehrengast eine Partitur des eigens für ihn von der Militärkapelle und vom Militärkapellmeister Apfolterer komponierten „Günther Platter Marsches“ übermittelt. – So steht es hier. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Und das beunruhigt Sie?) – Nein, das beunruhigt mich noch überhaupt nicht. Ich bringe Ihnen ja nur die Zusammenhänge zur Kenntnis, damit Sie am Schluss wissen, was alles „sauber, korrekt und transparent“ ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Grillitsch: Wann war es jetzt wirklich?
Das alles hat an einem Samstagabend in Tirol stattgefunden. Sie sehen ja, wie gewissenhaft wir recherchieren! Es hat tatsächlich stattgefunden. Und dort war er – das haben wir hier in dieser Anfragebeantwortung. Ich kann Ihnen das Datum sagen, ich will es Ihnen sogar sagen: Es war der 17.4., ein Samstag, ich korrigiere, es war der 17. April 2004 in Innsbruck. (Abg. Grillitsch: Wann war es jetzt wirklich?) Und da steht aber: 16.! Da sind die Aufmerksamen unter uns. Was ist also der Vorgang? – Das Edelweiß-Konzert von Samstagabend in der Nähe von Innsbruck oder unmittelbar in Innsbruck, jedenfalls nicht so weit weg vom vermuteten Heimatort des nunmehrigen Innenministers, hat so stattgefunden. (Abg. Murauer: Unwahrscheinlich!) Und jetzt besteht natürlich aufgrund des miserablen Zustands der Österreichischen Bundesbahnen – da stimmen Sie sicher zu! – keine Möglichkeit, dorthin zu kommen, aber auch die Autobahnen sind schon so schlecht, dass das Dienstauto in 48 Stunden den Weg von Zeltweg nach Innsbruck nicht mehr findet.
Abg. Murauer: Unwahrscheinlich!
Das alles hat an einem Samstagabend in Tirol stattgefunden. Sie sehen ja, wie gewissenhaft wir recherchieren! Es hat tatsächlich stattgefunden. Und dort war er – das haben wir hier in dieser Anfragebeantwortung. Ich kann Ihnen das Datum sagen, ich will es Ihnen sogar sagen: Es war der 17.4., ein Samstag, ich korrigiere, es war der 17. April 2004 in Innsbruck. (Abg. Grillitsch: Wann war es jetzt wirklich?) Und da steht aber: 16.! Da sind die Aufmerksamen unter uns. Was ist also der Vorgang? – Das Edelweiß-Konzert von Samstagabend in der Nähe von Innsbruck oder unmittelbar in Innsbruck, jedenfalls nicht so weit weg vom vermuteten Heimatort des nunmehrigen Innenministers, hat so stattgefunden. (Abg. Murauer: Unwahrscheinlich!) Und jetzt besteht natürlich aufgrund des miserablen Zustands der Österreichischen Bundesbahnen – da stimmen Sie sicher zu! – keine Möglichkeit, dorthin zu kommen, aber auch die Autobahnen sind schon so schlecht, dass das Dienstauto in 48 Stunden den Weg von Zeltweg nach Innsbruck nicht mehr findet.
Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Großruck.
Sehen Sie, wenn man die anderen Ereignisse ansähe, würde man wahrscheinlich zu ähnlichen Befunden kommen. Wissen Sie, Herr Bundesminister Platter hat diese SAAB 105 und die ganze Infrastruktur dazu herangezogen, um diese Distanz in dieser Zeit zu überbrücken – da fliegt er ja nicht einmal eine Stunde! –, obwohl es mit Sicherheit viele andere Möglichkeiten gegeben hätte, die durchaus billiger gewesen wären. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Großruck.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Einzige, was da sauber und transparent ist, ist vielleicht das Gebirgsbacherl in Tirol, das bei seiner Haustür vorbeirinnt. Und das ist auch des Rätsels Lösung, warum hier immer „Innsbruck“ steht: Weil er nämlich immer heimgeflogen ist – Sie werden doch nicht etwas anderes glauben – oder immer zum Edelweiß-Konzert. Halten Sie Ihre Edelweiß-These aufrecht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Herr Minister, erlösen Sie uns, auch wenn das nicht mehr Ihre Freunde sind, wie wir heute der APA wieder entnehmen dürfen!
Abg. Gaál: Was haben Sie gegen Edelweiß?
Ich sage Ihnen aber: Es muss ja zwischendurch ... (Abg. Gaál: Was haben Sie gegen Edelweiß?) Nun, der Scherz wird ja hier immer verwechselt damit, dass das durchaus einen ernsten Hintergrund hat – aber vielleicht versteht es Kollege Platter so ja auch besser –: Das sind natürlich Flugbewegungen, die etwas kosten! Und in einem Punkt differieren wir wahrscheinlich, Herr Bundesminister: Dass das Flugbewegungen sind, die ohnehin stattgefunden hätten, scheint mir nicht ganz plausibel, denn ein Übungszweck für das Bundesheer „Transportfliegen von Ministern“ ist mir nicht bekannt, insbesondere dann, wenn überhaupt kein militärisches Übungsziel angegeben ist. Sie müssten ja dann im Umkehrschluss behaupten, dass auch das ganz normale Personenfliegen einen umfangreichen Teil der Ausbildung darstellt. – Das können Sie ja noch aufklären!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Faktum ist: Eine Flugstunde kostet mindestens 5 800 €. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und es bleibt ja nicht bei einer Stunde: Um von A nach B zu kommen, muss der Flieger zunächst von seinem Standort nach A, dann zu B – es ist ja meistens nur ein Flug –, dann kommt er zurück. Es geht also um mehrere Stunden und Start- und Landebewegungen.
Beifall bei den Grünen.
Alles „sauber“, alles „transparent“, ganz sicher „korrekt“! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Es geht ja um die Beantwortung, nicht um die Anfrage!
Bundesminister für Landesverteidigung Mag. Norbert Darabos: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kollegin auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie und auch Ironie, möchte ich fast sagen, dass ich hier eine Anfrage beantworten muss, die ich nicht zu verantworten habe, denn es geht hiebei um meinen Amtsvorgänger. (Abg. Dr. Graf: Es geht ja um die Beantwortung, nicht um die Anfrage!) Aber wie es die Verfassung und die parlamentarische Gepflogenheit vorsieht, habe ich diese Anfrage nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet.
Abg. Kopf: Was ist daran eigenartig?
Zu Ihren Fragen 8 und 9 kann ich Ihnen mitteilen, dass diese Flüge unter dem Titel „Personentransport“ durchgeführt wurden. Laut den Experten meines Hauses können die jeweiligen Piloten diese Flugstunden – auch wenn es eigenartig ausschauen sollte oder mag – unter „Übungsstunden“ verbuchen. (Abg. Kopf: Was ist daran eigenartig?) Das heißt, dass durch diese Flüge kein zusätzlicher Flugstundenaufwand erfolgt ist. Das ist richtig. (Abg. Kopf: Was ist da eigenartig?) – Vom Kollegen Kogler als „eigenartig“ angesprochen, von mir nicht als „eigenartig“ tituliert. Ich stehe dazu, dass diese Kolleginnen und Kollegen, diese Pilotinnen und Piloten – Piloten sind es nur; es sind ja nur Männer – den Flugstundenaufwand auch als solchen ausweisen konnten.
Abg. Kopf: Was ist da eigenartig?
Zu Ihren Fragen 8 und 9 kann ich Ihnen mitteilen, dass diese Flüge unter dem Titel „Personentransport“ durchgeführt wurden. Laut den Experten meines Hauses können die jeweiligen Piloten diese Flugstunden – auch wenn es eigenartig ausschauen sollte oder mag – unter „Übungsstunden“ verbuchen. (Abg. Kopf: Was ist daran eigenartig?) Das heißt, dass durch diese Flüge kein zusätzlicher Flugstundenaufwand erfolgt ist. Das ist richtig. (Abg. Kopf: Was ist da eigenartig?) – Vom Kollegen Kogler als „eigenartig“ angesprochen, von mir nicht als „eigenartig“ tituliert. Ich stehe dazu, dass diese Kolleginnen und Kollegen, diese Pilotinnen und Piloten – Piloten sind es nur; es sind ja nur Männer – den Flugstundenaufwand auch als solchen ausweisen konnten.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Da Sie, Herr Kollege Kogler, es mehrfach angesprochen haben und auf diesen Aspekt besonders ausführlich eingegangen sind, betone ich nochmals: Bei den Angaben über den Zweck der Flüge habe ich mich auf die Angaben meiner Amtsvorgänger verlassen. Es ist auch nicht meine Aufgabe, zu überprüfen, ob das tatsächlich so der Fall war. Aber ich gehe davon aus, dass diese Flüge so, wie sie von meinen Amtsvorgängern mir gegenüber deklariert wurden, auch zu werten sind. Ich kann Ihnen versichern, ich würde das zwar nicht machen, aber grundsätzlich ist meine Antwort nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt. Sie haben das auch schriftlich in minutiöser Weise von mir kundgetan bekommen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Da bin ich bei Ihnen, wenn man davon ausgeht, dass Privatflüge auf Kosten von Steuerzahlern nicht zu akzeptieren sind. Sie werden auch von uns entschieden abgelehnt und verurteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen
Zum gegenständlichen Sachverhalt ist jedenfalls festzuhalten, dass es diese Flüge gegeben hat. Die betroffenen Herren Minister haben – wie ja schon den Ausführungen von Minister Darabos zu entnehmen ist – bestätigt, dass sie keineswegs privater Natur waren, sondern ausschließlich im dienstlichen Interesse gelegen sind, haben nochmals gesagt, es waren keine Privatflüge, keine Wochenendflüge, sondern Flüge zu militärischen Veranstaltungen (Zwischenrufe bei den Grünen) – eine wurde heute ja schon ausführlichst hier besprochen –, aber es waren auch Flüge aufgrund dringender Termine, darunter eine Urlaubsunterbrechung, weil es hier eine Parlamentssitzung gegeben hat.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und ich sage, das haben wir zur Kenntnis zu nehmen. Ich gehe auch davon aus, dass die Minister Scheibner und Platter da Kollegen Darabos korrekt informiert haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Riepl: Darabos ist immer korrekt!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Ich bin inhaltlich eigentlich völlig deckungsgleich mit meinem Herrn Kollegen Abgeordneten Gaál, denn selbstverständlich würde auch meine Fraktion ausdrücklich verurteilen, wenn jemand für private Zwecke auf Steuerzahlerkosten militärisches Gerät missbraucht. Selbstverständlich wäre das zu verurteilen. Darum bin ich auch Herrn Bundesminister Darabos für die außerordentlich korrekte Beantwortung dieser Anfrage dankbar (Abg. Riepl: Darabos ist immer korrekt!), denn es heißt ja hier unter den Punkten 8 und 9 auch wörtlich wie folgt – und das geht sogar noch darüber hinaus, dass es sich selbstverständlich um dienstliche Notwendigkeiten gehandelt hat –; ich zitiere aus der Anfragebeantwortung zu den Punkten 8 und 9:
Abg. Dr. Graf: Aber auch der Schleudersitz!
„Die angeführten Flugbewegungen wurden unter dem Titel Personentransport durchgeführt“ – da ist also auch nichts von Vertuschung oder so, sondern das war definiert als Personentransport – „und erfolgten aus dem im regulären Flugbetrieb vorhandenen Flugstundenpotenzial; ...“ – denn wie Sie wissen, muss ja jedes Gerät nicht nur bewegt werden, sondern auch die Piloten brauchen entsprechende Flugstunden, damit sie die Lizenz nicht verlieren (Abg. Dr. Graf: Aber auch der Schleudersitz!) – „ein zusätzlicher Flugstundenaufwand war durch die vorerwähnten Flugbewegungen nicht zu verzeichnen.“
Abg. Mag. Kogler: Dafür können ja wir nichts! Das bedauern wir ja!
Es stellt sich also die Frage: Worum geht es den Grünen heute in dieser Anfragebesprechung – noch dazu mit Herrn Bundesminister Darabos, der gar nicht unmittelbar dafür verantwortlich ist? (Abg. Mag. Kogler: Dafür können ja wir nichts! Das bedauern wir ja!)
Abg. Öllinger: Das Parlament hat einen Vorsitzenden, nicht wir!
Offensichtlich geht es Ihnen von den Grünen hier nur um eines, nämlich darum, von Ihren eigenen Problemen abzulenken, denn es ist schon relativ dramatisch – und Sie sind bisher darauf jede Reaktion schuldig geblieben –: Sie haben mit Herrn Abgeordnetem Dr. Pilz einen Vorsitzenden des Eurofighter-Untersuchungsausschusses (Abg. Öllinger: Das Parlament hat einen Vorsitzenden, nicht wir!), der, bitte, nachweislich von einem Gericht wegen im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss stehenden Vorgangsweisen verurteilt wurde. Und es ist eigentlich unglaublich, Herr Dr. Pilz, dass Sie die Schneid haben, nicht sofort in dieser Funktion zurückzutreten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Offensichtlich geht es Ihnen von den Grünen hier nur um eines, nämlich darum, von Ihren eigenen Problemen abzulenken, denn es ist schon relativ dramatisch – und Sie sind bisher darauf jede Reaktion schuldig geblieben –: Sie haben mit Herrn Abgeordnetem Dr. Pilz einen Vorsitzenden des Eurofighter-Untersuchungsausschusses (Abg. Öllinger: Das Parlament hat einen Vorsitzenden, nicht wir!), der, bitte, nachweislich von einem Gericht wegen im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss stehenden Vorgangsweisen verurteilt wurde. Und es ist eigentlich unglaublich, Herr Dr. Pilz, dass Sie die Schneid haben, nicht sofort in dieser Funktion zurückzutreten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Dort, wo Ihr Zeigefinger ..., dort werden wir nie hinkommen, da haben Sie recht!
Es ist deshalb unglaublich, weil Sie, Herr Dr. Pilz, wenn Sie sich schon als Aufdecker der Nation gerieren und hier anderen den Spiegel vorhalten wollen, sich selbst ab und zu in der Früh in den Spiegel schauen und sich die Frage stellen sollten, ob Sie den hohen moralischen Ansprüchen, die Sie gegen Personen, die im Ausschuss vorgeladen sind, erheben, selbst gerecht werden. (Abg. Mag. Kogler: Dort, wo Ihr Zeigefinger ..., dort werden wir nie hinkommen, da haben Sie recht!) Ich weiß schon,
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das hätten Sie gern!
dass Ihnen das egal ist, weil Sie diese hohen moralischen Ansprüche, die Sie bei anderen stellen, bei sich selbst nicht stellen. Wir legen diese Maßstäbe aber auch bei Ihnen an – und deshalb fordere ich Sie auf, zurückzutreten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das hätten Sie gern!)
Abg. Mag. Kogler: So war es auch!
Abschließend, Frau Präsidentin, würde ich Sie bitten, das Protokoll herbeischaffen zu lassen und sich noch einmal anzuschauen, was Herr Abgeordneter Kogler von sich gegeben hat. Er hat nämlich einleitend gemeint, dass Herr Bundesminister Platter vor seinen Ausführungen im Untersuchungsausschuss gebrieft worden sei „wie ein Papagei“. (Abg. Mag. Kogler: So war es auch!) – Ich meine, früher war es so, dass Vergleiche aus dem Tierreich hier nicht statthaft waren. Ich halte das für verurteilenswert; eigentlich sollten wir die Zeit, wo wir Vergleiche aus dem Tierreich angestellt haben, hinter uns haben.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Das war nichts mit der Anfragebesprechung. – Herr Dr. Pilz, ich glaube, Sie stehen auf der Rednerliste. Ich würde mich freuen, wenn Sie ans Rednerpult treten und hier heute Ihren Rücktritt erklären würden und dann in die nächste Instanz mit Ihrem Verfahren gehen – möglicherweise müssen Sie ja dann das Mandat auch noch abgeben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt der Gesetzesbrecher!
Zum Ersten weisen mich Abgeordnete verschiedener Fraktionen aus Tirol darauf hin, dass auch sie zu Sitzungen des Nationalrates, in denen Dringliche Anfragen stattfinden, anreisen müssen. Mir ist kein Fall eines Abgeordneten bekannt, der sich dazu eines Transportmittels der österreichischen Luftwaffe bedient hat. Abgesehen davon, dass ich das aus anderen Gründen auch nicht für empfehlenswert halte, entspricht es auch nicht den Grundsätzen der Sparsamkeit. Die österreichische Bundesverfassung verpflichtet die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung bekanntlich nicht nur zur Einhaltung der Gesetze – etwas, was seit dem Jahr 2000, seit der Übernahme der Kanzlerschaft durch die Österreichische Volkspartei ja offensichtlich keine praktische Gültigkeit mehr hat (Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt der Gesetzesbrecher!), oder sehr eingeschränkte praktische Gültigkeit hat (Abg. Jakob Auer: Das sagt der Verurteilte!) –, sondern auch zum sparsamen Umgang mit Mitteln.
Abg. Jakob Auer: Das sagt der Verurteilte!
Zum Ersten weisen mich Abgeordnete verschiedener Fraktionen aus Tirol darauf hin, dass auch sie zu Sitzungen des Nationalrates, in denen Dringliche Anfragen stattfinden, anreisen müssen. Mir ist kein Fall eines Abgeordneten bekannt, der sich dazu eines Transportmittels der österreichischen Luftwaffe bedient hat. Abgesehen davon, dass ich das aus anderen Gründen auch nicht für empfehlenswert halte, entspricht es auch nicht den Grundsätzen der Sparsamkeit. Die österreichische Bundesverfassung verpflichtet die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung bekanntlich nicht nur zur Einhaltung der Gesetze – etwas, was seit dem Jahr 2000, seit der Übernahme der Kanzlerschaft durch die Österreichische Volkspartei ja offensichtlich keine praktische Gültigkeit mehr hat (Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt der Gesetzesbrecher!), oder sehr eingeschränkte praktische Gültigkeit hat (Abg. Jakob Auer: Das sagt der Verurteilte!) –, sondern auch zum sparsamen Umgang mit Mitteln.
Abg. Mag. Kukacka – auf den Redner weisend –: Das ist schäbig!
Wenn ein Minister, geplagt vom Wunsch, in Tirol persönlich den Marsch geblasen zu bekommen, einen Tag früher nach Innsbruck fliegen muss, dann ist die Marschblassucht des Ministers eine politische Angelegenheit der eigenen Partei. (Abg. Mag. Kukacka – auf den Redner weisend –: Das ist schäbig!) Die Gelder, die dafür beim Flugzeug hinausgeworfen werden, sind aber sehr wohl Gelder, die uns zu interessieren haben. Sie sind verschwendet worden. – So, das ist der Punkt.
Bundesminister Mag. Darabos: Nein, schon länger! – Ruf: Das ist nichts Unanständiges!
Jetzt übt sich die SPÖ schon seit gestern in Koalitionsdisziplin. (Bundesminister Mag. Darabos: Nein, schon länger! – Ruf: Das ist nichts Unanständiges!) – Das ist überhaupt nichts Unanständiges, es kommt immer auf den Zweck an. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Der Zweck macht den entscheidenden Unterschied! – Wenn die Verschwendungen, die Gesetzesbrüche, die Verfassungsbrüche von führenden Repräsentanten der Österreichischen Volkspartei hier mit parlamentarischer Mehrheit vertuscht werden sollen, dann halte ich es nicht für
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Jetzt übt sich die SPÖ schon seit gestern in Koalitionsdisziplin. (Bundesminister Mag. Darabos: Nein, schon länger! – Ruf: Das ist nichts Unanständiges!) – Das ist überhaupt nichts Unanständiges, es kommt immer auf den Zweck an. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Der Zweck macht den entscheidenden Unterschied! – Wenn die Verschwendungen, die Gesetzesbrüche, die Verfassungsbrüche von führenden Repräsentanten der Österreichischen Volkspartei hier mit parlamentarischer Mehrheit vertuscht werden sollen, dann halte ich es nicht für
Beifall bei den Grünen.
Ich halte es auch für keine gute Idee, dass Klubobmann Schüssel in einer Art „politischer Pate“ der SPÖ die Linie dieser Fraktion immer öfter vorzugeben beginnt. Das tut dem Haus nicht gut, das tut unseren Kontrollaufgaben nicht gut, das ist nicht im Interesse von Rechtsstaat, Demokratie und sauberer militärischer Luftfahrt. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: ... schon gesagt!
Deswegen ersuche ich Herrn Bundesminister Darabos um eine abschließende Feststellung: Sehen Sie persönlich irgendeine Rechtfertigung für sich und gedenken Sie, militärische Düsenluftfahrzeuge der Republik Österreich für Ihre Dienstreisen in Anspruch zu nehmen? (Ruf bei der SPÖ: ... schon gesagt!) Oder erklären Sie noch einmal und deutlich diesem Haus gegenüber, dass Sie durchaus in der Lage sein werden, sich anderer, zivilerer und billigerer Transportmittel zu bedienen? (Ruf bei der SPÖ: Hat er schon gesagt, ...!)
Ruf bei der SPÖ: Hat er schon gesagt, ...!
Deswegen ersuche ich Herrn Bundesminister Darabos um eine abschließende Feststellung: Sehen Sie persönlich irgendeine Rechtfertigung für sich und gedenken Sie, militärische Düsenluftfahrzeuge der Republik Österreich für Ihre Dienstreisen in Anspruch zu nehmen? (Ruf bei der SPÖ: ... schon gesagt!) Oder erklären Sie noch einmal und deutlich diesem Haus gegenüber, dass Sie durchaus in der Lage sein werden, sich anderer, zivilerer und billigerer Transportmittel zu bedienen? (Ruf bei der SPÖ: Hat er schon gesagt, ...!)
Abg. Dr. Fekter: Nein, ... als Ausschussvorsitzender! Das ist unvereinbar: verurteilt sein und ...!
So, und jetzt noch etwas Letztes, weil es gewünscht worden ist, zur Frage Eurofighter. – Ja, Herr Abgeordneter Amon, Sie haben recht: Am Ende der Affäre Eurofighter, noch nicht jetzt, aber am Ende, wird es um die Frage von Rücktritten gehen. (Abg. Dr. Fekter: Nein, ... als Ausschussvorsitzender! Das ist unvereinbar: verurteilt sein und ...!) Da wird es um die Frage gehen, ob ein Kanzler, der beim Frühstück gemeinsam mit seinem Finanzminister beschlossen hat, das sowohl unnötigste als auch teuerste Kampfflugzeug Europas zu beschaffen, endlich in irgendeiner Form persönliche Konsequenzen zu ziehen hat. (Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!)
Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!
So, und jetzt noch etwas Letztes, weil es gewünscht worden ist, zur Frage Eurofighter. – Ja, Herr Abgeordneter Amon, Sie haben recht: Am Ende der Affäre Eurofighter, noch nicht jetzt, aber am Ende, wird es um die Frage von Rücktritten gehen. (Abg. Dr. Fekter: Nein, ... als Ausschussvorsitzender! Das ist unvereinbar: verurteilt sein und ...!) Da wird es um die Frage gehen, ob ein Kanzler, der beim Frühstück gemeinsam mit seinem Finanzminister beschlossen hat, das sowohl unnötigste als auch teuerste Kampfflugzeug Europas zu beschaffen, endlich in irgendeiner Form persönliche Konsequenzen zu ziehen hat. (Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!)
Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!
Es wird zu beantworten sein, ob einem Innenminister (Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!), der als Verteidigungsminister für das alles in höchstem Maße verantwortlich war, langfristig seine politische Flucht ins Innenministerium genehmigt wird oder ob er daran gehindert wird, im Innenministerium Ähnliches anzustellen wie seinerzeit im Verteidigungsministerium. (Abg. Dr. Fekter: Wenn Sie einen Anstand haben, treten Sie zurück! Sie schaden dem Kontrollauftrag!)
Abg. Dr. Fekter: Wenn Sie einen Anstand haben, treten Sie zurück! Sie schaden dem Kontrollauftrag!
Es wird zu beantworten sein, ob einem Innenminister (Abg. Dr. Fekter: Sie sind verurteilt!), der als Verteidigungsminister für das alles in höchstem Maße verantwortlich war, langfristig seine politische Flucht ins Innenministerium genehmigt wird oder ob er daran gehindert wird, im Innenministerium Ähnliches anzustellen wie seinerzeit im Verteidigungsministerium. (Abg. Dr. Fekter: Wenn Sie einen Anstand haben, treten Sie zurück! Sie schaden dem Kontrollauftrag!)
Beifall bei den Grünen.
Ich persönlich rate nach Kräften davon ab. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Das bezieht sich auf die Terminkalender seiner Vorgänger!
Zweite Frage: Wird hier gelogen, wird Privates verhüllend als Dienstliches dargestellt? – Das ist aus der vonseiten des Ministers erwähnten Richtigkeit der Antworten nicht ... (Abg. Mag. Kogler: Das bezieht sich auf die Terminkalender seiner Vorgänger!) Gut, ich habe sie nicht, Sie haben sie auch nicht: Ich gehe einmal davon aus, dass die Ausführungen hier richtig wiedergegeben worden sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Zweite Frage: Wird hier gelogen, wird Privates verhüllend als Dienstliches dargestellt? – Das ist aus der vonseiten des Ministers erwähnten Richtigkeit der Antworten nicht ... (Abg. Mag. Kogler: Das bezieht sich auf die Terminkalender seiner Vorgänger!) Gut, ich habe sie nicht, Sie haben sie auch nicht: Ich gehe einmal davon aus, dass die Ausführungen hier richtig wiedergegeben worden sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.
Wenn durch das Abfliegen zum Erhalt von Fluglizenzen bestimmten Personals – und da kann man jetzt in der Tiefe diskutieren: welches Personal, für welchen Flugzeugtyp, altersmäßig abhängig und, und, und; aber das ist in Wahrheit eine seriöse Debatte, die mit diesem Papier nicht durchführbar ist – kein Zusatzaufwand entsteht, der Aufwand aus dem Sowieso-Potenzial entnommen ist und eben einer mitfliegt, dann wünsche ich für die Republik, dass wir keine anderen Sorgen in der Landesverteidigung haben als nur diese. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Entschuldigen Sie: Edelweiß-Konzerte?
Es wird hier so getan, als ob das so einfach wäre, dass ein Minister das Gerät ... (Abg. Mag. Kogler: Entschuldigen Sie: Edelweiß-Konzerte?) Ich entschuldige alles, aber man erweckt hier den Eindruck, da warten eine SAAB 105 mit laufenden Motoren und daneben gleich drei „Black Hawk“-Hubschrauber. Danach haben Sie übrigens nicht gefragt: Auch mit Hubschraubern wird geflogen, auch der Minister kann fliegen, Bezirksvorsteher, Landeshauptleute fliegen, Abgeordnete fliegen mit diesem Gerät,
Abg. Parnigoni: Alles, was Flügel hat! – Abg. Gaál: Alles, was Flügel hat, fliegt!
Journalisten fliegen. (Abg. Parnigoni: Alles, was Flügel hat! – Abg. Gaál: Alles, was Flügel hat, fliegt!) Dazu ist das Gerät unter anderem auch da, hat auch einen wehrpolitischen Zweck: dass man der Bevölkerung und den politischen Entscheidungsträgern einmal vor Augen führt, was das österreichische Bundesheer leisten kann.
Abg. Mag. Kogler: „Edelweiß-Abteilung“!
Aber jedenfalls ist es nicht so, dass das alles bereitsteht und nur darauf wartet, dass ein Minister es nutzt, sondern das muss vom Kabinett beantragt werden. Das heißt, da gibt es einen Adjutanten, da gibt es einen Kabinettchef, da gibt es einen relativ komplizierten Ablauf, und das wird dann auch genehmigt von den Verantwortlichen in der Fliegerdivision. (Abg. Mag. Kogler: „Edelweiß-Abteilung“!) Sie gehen immer davon aus, dass das dann falsch angegeben worden ist. Aber es muss einen militärischen Zweck haben, Herr Kollege Kogler! (Abg. Mag. Kogler: Es waren zwei Tage!) Es muss ein militärischer Zweck angegeben werden, sonst kann dieser Flug gar nicht genehmigt werden.
Abg. Mag. Kogler: Es waren zwei Tage!
Aber jedenfalls ist es nicht so, dass das alles bereitsteht und nur darauf wartet, dass ein Minister es nutzt, sondern das muss vom Kabinett beantragt werden. Das heißt, da gibt es einen Adjutanten, da gibt es einen Kabinettchef, da gibt es einen relativ komplizierten Ablauf, und das wird dann auch genehmigt von den Verantwortlichen in der Fliegerdivision. (Abg. Mag. Kogler: „Edelweiß-Abteilung“!) Sie gehen immer davon aus, dass das dann falsch angegeben worden ist. Aber es muss einen militärischen Zweck haben, Herr Kollege Kogler! (Abg. Mag. Kogler: Es waren zwei Tage!) Es muss ein militärischer Zweck angegeben werden, sonst kann dieser Flug gar nicht genehmigt werden.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Was mich aber wirklich wundert an der Geschichte ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Auch in Klagenfurt, Herr Kollege, haben wir Garnisonen, Soldaten und auch einen Flugplatz. Da wird man ja hoffentlich kein Einreiseverbot haben in diesem Bereich. Übrigens ist zumeist auch immer ein Adjutant mit dabei, und Privatflüge mit einem Adjutanten, also ich weiß nicht, ob das so hundertprozentig das Wahre ist.
Beifall beim BZÖ.
Das ist wieder ein weiteres Beispiel für das sehr, sehr problematische Klima in einer großen Koalition, die eigentlich angetreten ist, um wichtige Probleme des Landes zu lösen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Landesverteidigung Mag. Norbert Darabos: Keine Angst, nur ein Satz: Herr Kollege Scheibner, Sie sollten nicht versuchen, mich zu provozieren – wir werden die Diskussion heute noch führen können, zumal Sie auch einen Misstrauensantrag gegen mich eingebracht haben, aber ich sage Ihnen schon: Die Zwecke, die Sie angegeben haben, würde ich in dieser Form nicht nutzen, um mit der SAAB 105 zu fliegen, nämlich zu militärischen Feiern am Nationalfeiertag beispielsweise. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das sage ich Ihnen in aller Offenheit. Das ist eine persönliche Meinung meinerseits, zu der ich auch stehe. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
hat, zu reduzieren. Ich weiß, dass das budgettechnisch nicht so einfach ist, aber ich würde mir wünschen, diese Schule könnte auf eine sichere finanzielle Basis gestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Im Budget 2008 sind aufgrund von steigendem Personalaufwand 27,1 Millionen € vorgesehen. Der Rechnungshof steht derzeit vor einem Umzug, es müssen neue Räume adaptiert werden, die Rücklagen werden aufgelöst, und 4 Millionen € werden investiert, um zukünftig zeitgemäße Räumlichkeiten und Infrastruktur nutzen zu können. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier setze ich gerade deshalb an, weil wir im November einen Ausschuss konstituiert haben. Wir schreiben ein halbes Jahr nach der Wahl, aber Ausschussvorsitzender Kogler – der sich nicht im Saal befindet –, findet es nicht der Mühe wert, Rechnungshofausschusssitzungen einzuberufen. Wir haben lediglich Vertagungsausschüsse. Ich denke, es obliegt der Verantwortung eines Ausschussvorsitzenden, nicht solche parlamentarische Anfragen wie heute zu stellen, sondern die permanente Sitzungstätigkeit des Rechnungshofausschusses zu gewährleisten – und nicht nur seinem Lieblingsvergnügen, den Untersuchungsausschüssen, nachzugehen. Wir haben sehr viele Berichte liegen, die diskutiert werden sollten. Meiner Ansicht nach wäre es wichtig, so schnell wie möglich in diese Diskussion einzutreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte keine Unregelmäßigkeiten verteidigen, aber eines scheint ganz klar zu sein: Aus meiner Sicht wird der Rechnungshof durch diese immense Debatte – viele Vorverurteilungen haben schon stattgefunden –, durch diese unsachliche und unfaire Diskussion in den Untersuchungsausschüssen nicht unbedingt in ein positives Licht gehoben. Aus meiner Sicht sollten wir vielmehr die objektiven Kriterien und Aussagen des Rechnungshofes und der Prüfberichte anerkennen und nicht immer mit Vermutungen und Unterstellungen im Untersuchungsausschuss arbeiten und dabei die Nation und Menschen verunglimpfen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, BZÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich ersuche Sie, die Bemühungen in diese Richtung zu verstärken, gleichzeitig auch die Bemühungen in Richtung Schließung von Kontrolllücken als solche in Angriff zu nehmen, denn schlussendlich kann ich nur darauf hinweisen, dass Sie, wenn die diesbezüglichen Kompetenzen vorgesehen werden, dadurch die Möglichkeit haben, die Kontrolle, die Ihnen laut Verfassung zukommt, tatsächlich ausüben zu können. Tun Sie es nicht, verlieren Sie diese Kontrolle, werden Sie es schwer haben, in diesem Bereich Ihre Aufgaben optimal erfüllen zu können. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ, BZÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Natürlich! Das ist doch bei Gericht genauso!
Bei uns ist das noch strittig, denn wenn ein Untersuchungsausschuss Akten vorgelegt haben möchte, dann gibt es dazu verschiedene Meinungen. Ich bin noch ganz geprägt von der gestrigen Aussage des Vizekanzlers Molterer, der gemeint hat, dass wir schon begründen müssen, warum wir diese Akten haben wollen, sonst wird deren Vorlage verweigert. (Abg. Dr. Fekter: Natürlich! Das ist doch bei Gericht genauso!)
Der Redner zeigt mehrere Seiten eines Schriftstücks, auf denen der Text zur Gänze geschwärzt ist. – Abg. Dr. Fekter: Sie dürfen das gar nicht! Das ist vertraulich!
Ähnlich sehe ich das bei der Aktenübermittlung. Ich habe gestern Beispiele gezeigt – Herr Präsident des Rechnungshofes, Ihnen ist das vorenthalten worden –, wie es aussieht, wenn uns Akten schlussendlich widerwillig etwa nach vier Monaten zur Verfügung gestellt werden: Der Text ist von der ersten bis zur letzten Seite, und zwar auch die Grußformel, durchgestrichen. (Der Redner zeigt mehrere Seiten eines Schriftstücks, auf denen der Text zur Gänze geschwärzt ist. – Abg. Dr. Fekter: Sie dürfen das gar nicht! Das ist vertraulich!)
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Diese Akten, Frau Kollegin, sind vertraulich, da haben Sie vollkommen recht. Ich begehe jetzt bewusst einen Vertrauensbruch. Sagen Sie mir, welches Geheimnis ich damit verrate? Helfen Sie mir auf die Sprünge! (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Sie haben andere Seiten auch!
Genau das ist es ja! Man kann schon Schwärzungen vornehmen, wenn personenbezogene Daten und Ähnliches vorliegen (Abg. Dr. Fekter: Sie haben andere Seiten auch!), aber der Verfahrensgang, den wir prüfen wollen, muss ja noch ersichtlich sein. Sonst ist das eine Farce, ein hohles Recht! (Abg. Strache: Eigentlich müsste man dem Finanzminister das Misstrauen aussprechen!)
Abg. Strache: Eigentlich müsste man dem Finanzminister das Misstrauen aussprechen!
Genau das ist es ja! Man kann schon Schwärzungen vornehmen, wenn personenbezogene Daten und Ähnliches vorliegen (Abg. Dr. Fekter: Sie haben andere Seiten auch!), aber der Verfahrensgang, den wir prüfen wollen, muss ja noch ersichtlich sein. Sonst ist das eine Farce, ein hohles Recht! (Abg. Strache: Eigentlich müsste man dem Finanzminister das Misstrauen aussprechen!)
Ruf bei der ÖVP: Natürlich!
Wenn dann der Herr Minister, der Herr Vizekanzler sagt, er vertraut seinen Beamten, dass sie ordnungsgemäß arbeiten, dann bin ich gewillt, ihnen auch zu vertrauen. (Ruf bei der ÖVP: Natürlich!) Aber warum unterschreibt nicht er persönlich als Ressortverantwortlicher und politischer Verantwortungsträger die Vollständigkeitserklärung, die wir von allen Behörden verlangt haben, nämlich dass uns bestätigt wird, dass die Akten vollständig übermittelt wurden?
Beifall bei der FPÖ.
Da kann ich den Herrn Rechnungshofpräsidenten loben, er hat nämlich die gleiche Vollständigkeitserklärung für sein Ressort bekommen und hat sie als Präsident des Rechnungshofes unterschrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Schüssel: Da hat man niemanden vorgeschoben!
Nur bei den drei Ministerien (der Redner spreizt drei Finger) – das darf man nicht mehr so machen, aber egal –, nämlich beim Innenministerium, beim Finanzministerium und beim Justizministerium, hat man Beamte vorgeschoben (Abg. Dr. Schüssel: Da hat man niemanden vorgeschoben!) – nicht einmal Sektionschefs! –, die diese Vollständigkeitserklärung abgegeben haben.
eine zur Gänze geschwärzte Seite eines Schriftstücks in die Höhe haltend – Abg. Dr. Fekter: Dieser Akt betrifft das Bankgeheimnis!
Reibungsverluste, die da letztlich verursacht werden, kosten Geld. Das werden Ihnen der Herr Präsident des Rechnungshofs und die Volksanwaltschaft bestätigen. Wenn man permanent nachfragen muss und wieder nachschauen muss und wieder darum ersuchen muss und die Unterlagen nicht zur bedungenen Zeit kommen, für die wir es beschlossen haben, nämlich dass es unverzüglich geschehen soll, so kostet das Geld. Nach fünf Monaten einen Akt zu schicken, der dann so aussieht (eine zur Gänze geschwärzte Seite eines Schriftstücks in die Höhe haltend – Abg. Dr. Fekter: Dieser Akt betrifft das Bankgeheimnis!), das ist nicht unverzüglich, Frau Kollegin! Da müssen wir Parlamentarier uns auf die Hinterbeine stellen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Reibungsverluste, die da letztlich verursacht werden, kosten Geld. Das werden Ihnen der Herr Präsident des Rechnungshofs und die Volksanwaltschaft bestätigen. Wenn man permanent nachfragen muss und wieder nachschauen muss und wieder darum ersuchen muss und die Unterlagen nicht zur bedungenen Zeit kommen, für die wir es beschlossen haben, nämlich dass es unverzüglich geschehen soll, so kostet das Geld. Nach fünf Monaten einen Akt zu schicken, der dann so aussieht (eine zur Gänze geschwärzte Seite eines Schriftstücks in die Höhe haltend – Abg. Dr. Fekter: Dieser Akt betrifft das Bankgeheimnis!), das ist nicht unverzüglich, Frau Kollegin! Da müssen wir Parlamentarier uns auf die Hinterbeine stellen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?
Ich und meine Fraktion möchten den Beamten weiterhin vertrauen (Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?), aber wir haben eine Bedingung daran geknüpft: dass der Herr Minister jetzt selbst „in die Kanne steigt“, wie man so schön sagt ... (Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?)
Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?
Ich und meine Fraktion möchten den Beamten weiterhin vertrauen (Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?), aber wir haben eine Bedingung daran geknüpft: dass der Herr Minister jetzt selbst „in die Kanne steigt“, wie man so schön sagt ... (Abg. Dr. Fekter: Wollen Sie das Bankgeheimnis kippen?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Seien Sie mir nicht böse, wenn sogar „Mit freundlichen Grüßen“ ausgeschwärzt wird (eine zur Gänze geschwärzte Seite eines Schriftstücks zeigend) – das hat man mit ausgeschwärzt –, dann frage ich Sie: Was ist das für ein Bankgeheimnis? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Sie wissen genau, worum es geht!
Das ist doch lächerlich! Es ist lächerlich, von der ersten bis zur letzten Zeile die Streichung vorzunehmen, weil der Verfahrensgang nicht mehr klar ist. (Abg. Mag. Ikrath: Sie wissen genau, worum es geht!) Dann muss man, Herr Kollege Ikrath, in einem Begleitschreiben glaubhaft machen, warum die gänzliche Schwärzung notwendig war. (Abg. Mag. Ikrath: Es geht um das Vertrauen der Menschen in unseren Staat!)
Abg. Mag. Ikrath: Es geht um das Vertrauen der Menschen in unseren Staat!
Das ist doch lächerlich! Es ist lächerlich, von der ersten bis zur letzten Zeile die Streichung vorzunehmen, weil der Verfahrensgang nicht mehr klar ist. (Abg. Mag. Ikrath: Sie wissen genau, worum es geht!) Dann muss man, Herr Kollege Ikrath, in einem Begleitschreiben glaubhaft machen, warum die gänzliche Schwärzung notwendig war. (Abg. Mag. Ikrath: Es geht um das Vertrauen der Menschen in unseren Staat!)
Abg. Dr. Fekter: Verändern wir die Verfahrensordnung genau in diese Richtung! Wir können die Verfahrensordnung novellieren!
Dann muss uns die Glaubhaftmachung, warum es notwendig war, den Akt komplett zu schwärzen, bestätigt werden, und zwar mit dem Hinweis: Wir haben den kompletten Akt schwärzen müssen, weil hier Bankgeheimnisdatenrelevantes drinsteht!, mit Unterschrift und Siegel, damit wir den Beamten kennen, der letztlich mit seinem Wort dafür einsteht. Dann glaube ich es ihm schon. Aber so nicht! (Abg. Dr. Fekter: Verändern wir die Verfahrensordnung genau in diese Richtung! Wir können die Verfahrensordnung novellieren!)
Beifall bei der FPÖ und den Grünen.
So geht es nicht! Die Abgeordneten müssen beginnen, um ihre Rechte zu kämpfen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Unerhört!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Ich versuche jetzt wieder zur Frauenbudgetdebatte zurückzukehren, die ja heute schon zum Teil stattgefunden hat, und zwar in unterschiedlicher Qualität. Ich habe es als sehr „abenteuerlich“ empfunden und war auch sehr beschämt darüber, dass sich hier ein Kollege herstellt – er sitzt jetzt eh oben – und erstens nicht weiß, wovon er redet – das ist klar gewesen – und zweitens das, was er sagt, dann auch noch verunglimpft. – Sie sollten sich schämen und sollten eigentlich diesem Hohen Haus nicht mehr angehören! Ich schäme mich dafür, dass Sie ein Kollege von mir sind! Das sage ich Ihnen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Unerhört!)
heftige Zwischenrufe bei der FPÖ
Das kann man drehen und wenden, wie man möchte (heftige Zwischenrufe bei der FPÖ), und es mag hier ideologische Unterschiede geben – das ist auch gut, dass es ideologische Unterschiede gibt, Herr Kollege Strache ... (Abg. Strache: Zum Glück entscheidet das der Wähler! Zum Glück gibt es keine Diktatur bei dem Demokratieverständnis!)
Abg. Strache: Zum Glück entscheidet das der Wähler! Zum Glück gibt es keine Diktatur bei dem Demokratieverständnis!
Das kann man drehen und wenden, wie man möchte (heftige Zwischenrufe bei der FPÖ), und es mag hier ideologische Unterschiede geben – das ist auch gut, dass es ideologische Unterschiede gibt, Herr Kollege Strache ... (Abg. Strache: Zum Glück entscheidet das der Wähler! Zum Glück gibt es keine Diktatur bei dem Demokratieverständnis!)
Abg. Strache: Das werden nicht Sie entscheiden, sondern das entscheidet der Wähler!
Demokratieverständnis hin oder her, wenn hier jemand frauenpolitischen Unsinn verzapft, noch dazu wissentlich, dann gehört er nicht hierher! Dann ist das eine Verhöhnung aller Frauen in diesem Land! Das sage ich Ihnen! (Abg. Strache: Das werden nicht Sie entscheiden, sondern das entscheidet der Wähler!) Und Sie machen das auch, jetzt gerade. Schämen Sie sich! (Abg. Strache: Sie würden Andersdenkende einsperren! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Sie würden Andersdenkende einsperren! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.
Demokratieverständnis hin oder her, wenn hier jemand frauenpolitischen Unsinn verzapft, noch dazu wissentlich, dann gehört er nicht hierher! Dann ist das eine Verhöhnung aller Frauen in diesem Land! Das sage ich Ihnen! (Abg. Strache: Das werden nicht Sie entscheiden, sondern das entscheidet der Wähler!) Und Sie machen das auch, jetzt gerade. Schämen Sie sich! (Abg. Strache: Sie würden Andersdenkende einsperren! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Warum herrscht so große Aufregung bei der FPÖ? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Weil Sie ideologisch am Boden sind, was das anbelangt! Das sage ich Ihnen! (Abg. Strache: Das ist unmöglich, was Sie hier zum Besten geben!) – Melden Sie sich zu Wort, jetzt bin ich am Wort! (Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist unmöglich, was Sie hier zum Besten geben!
Warum herrscht so große Aufregung bei der FPÖ? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Weil Sie ideologisch am Boden sind, was das anbelangt! Das sage ich Ihnen! (Abg. Strache: Das ist unmöglich, was Sie hier zum Besten geben!) – Melden Sie sich zu Wort, jetzt bin ich am Wort! (Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Warum herrscht so große Aufregung bei der FPÖ? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Weil Sie ideologisch am Boden sind, was das anbelangt! Das sage ich Ihnen! (Abg. Strache: Das ist unmöglich, was Sie hier zum Besten geben!) – Melden Sie sich zu Wort, jetzt bin ich am Wort! (Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Sie kann sagen, was sie will!
Ich bitte, fortzusetzen. (Abg. Großruck: Sie kann sagen, was sie will!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kehre zurück zur Tatsache, dass die Budgetverhandlungen aus Sicht des Frauenbudgets wirklich erfolgreich waren: Seit dem Jahr 2000 plus 35 Prozent. Das ist die höchste Steigerung seit sieben Jahren. Wir haben insgesamt 2,1 Millionen € mehr für die Frauensektion, was ja nicht heißt, dass das alles ist, was es für die Frauen in diesem Land gibt. Es hat die Frauenministerin ja schon ausgeführt, dass das natürlich nur ein Teil dessen ist, was sie für Frauen in diesem Land tun wird, dass sie sich auch in anderen Bereichen mit ihrer Kompetenz im Bundeskanzleramt einbringen wird, das ist klar. Ich möchte sehr herzlich Danke schön sagen allen Beamtinnen im Frauenministerium – einen Beamten, glaube ich, haben wir –, die ihrer Arbeit nachgehen und so gut im Sinne der Frauen arbeiten. Herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Ich bin sehr zufrieden mit diesem Budget und denke, dass das ein erster guter Schritt dazu ist, dass sich im Sinne der Frauen in diesem Land etwas verändern wird. Und ich glaube, beim nächsten Budget wird es für die Frauen noch besser aussehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte zunächst eine Anmerkung zur Vorrednerin machen. Sehr geehrte Kollegin, die Freiheitliche Partei ist immer für die Meinungs- und Redefreiheit eingetreten, und wir denken nicht daran, uns durch eine Abgeordnete in diesem Recht beschränken zu lassen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Habe ich nicht gesagt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Ich lasse mich von Ihnen nicht belehren!
Wir Freiheitlichen sind – und da möchte ich Ihnen ein bisschen Nachhilfe in Geschichte geben – im Jahr 1848 im Rahmen der bürgerlichen Revolution (Abg. Heinisch-Hosek: Ich lasse mich von Ihnen nicht belehren!) – o ja, das tue ich aber gerne, weil Sie da offensichtlich ein Defizit haben – schon für die Meinungs- und Redefreiheit eingetreten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das waren damals unsere Vorgänger, Herr Kollege, und auf diese Vorgänger sind wir stolz. Das sind nämlich die ideologischen Wurzeln, zu denen wir gerne stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir Freiheitlichen sind – und da möchte ich Ihnen ein bisschen Nachhilfe in Geschichte geben – im Jahr 1848 im Rahmen der bürgerlichen Revolution (Abg. Heinisch-Hosek: Ich lasse mich von Ihnen nicht belehren!) – o ja, das tue ich aber gerne, weil Sie da offensichtlich ein Defizit haben – schon für die Meinungs- und Redefreiheit eingetreten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das waren damals unsere Vorgänger, Herr Kollege, und auf diese Vorgänger sind wir stolz. Das sind nämlich die ideologischen Wurzeln, zu denen wir gerne stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sind – und da möchte ich Ihnen ein bisschen Nachhilfe in Geschichte geben – im Jahr 1848 im Rahmen der bürgerlichen Revolution (Abg. Heinisch-Hosek: Ich lasse mich von Ihnen nicht belehren!) – o ja, das tue ich aber gerne, weil Sie da offensichtlich ein Defizit haben – schon für die Meinungs- und Redefreiheit eingetreten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das waren damals unsere Vorgänger, Herr Kollege, und auf diese Vorgänger sind wir stolz. Das sind nämlich die ideologischen Wurzeln, zu denen wir gerne stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich stelle deshalb die folgenden zwei Anträge, die geschäftsordnungskonform eingebracht werden müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz
Dazu sollten Mittel aus dem Budget, aus der Lotto-Toto allgemeinen Sportförderung an die Bundesligavereine eine bedeutende Summe ausmachen, es müssten aber auch Verbesserungen an die Gewährung dieser Geldmittel geknüpft werden. Ich hätte dazu zwei Vorschläge: Erstens müssten alle T-Mobile- und Red-Zac-Vereine Nachwuchsakademien führen; und zweitens sollte der Einsatz der Spieler auf österreichische Staatsbürger beschränkt werden, mit Ausnahme von maximal drei Nicht-Österreichern. Diese Punkte könnten nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden (Zwischenruf des Abg. Brosz); jene Vereine, die sich nicht daran halten, fallen allerdings um die Lotto-Toto-Mittel um.
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Meine Damen und Herren! Abschließend darf ich noch unserem Staatssekretär Reinhold Lopatka für seine Bemühungen danken. Gerade heute Vormittag habe ich wieder eine Schulklasse aus dem Wahlkreis hier gehabt, und da fällt auch der Begriff Fußball und Sport. Daher begrüße ich gerade in dem Zusammenhang die Initiative von Staatssekretär Lopatka, Bewegung und Sport als anerkannte Säule im Gesundheitssystem zu verankern – Präventivmaßnahmen, die zur Verbesserung des Gesundheitsbereichs führen! 1 € in Bewegung und Sport investiert, erspart 3 € an Gesundheitskosten. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Herr Kollege, es ist ganz wichtig, auch an allen Pflichtschulen diese Säule, Bewegung und Sport, verpflichtend einzuführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Abschließend darf ich noch unserem Staatssekretär Reinhold Lopatka für seine Bemühungen danken. Gerade heute Vormittag habe ich wieder eine Schulklasse aus dem Wahlkreis hier gehabt, und da fällt auch der Begriff Fußball und Sport. Daher begrüße ich gerade in dem Zusammenhang die Initiative von Staatssekretär Lopatka, Bewegung und Sport als anerkannte Säule im Gesundheitssystem zu verankern – Präventivmaßnahmen, die zur Verbesserung des Gesundheitsbereichs führen! 1 € in Bewegung und Sport investiert, erspart 3 € an Gesundheitskosten. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Herr Kollege, es ist ganz wichtig, auch an allen Pflichtschulen diese Säule, Bewegung und Sport, verpflichtend einzuführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir haben ein gutes Budget, wir haben sehr viele wichtige, gemeinsame Vorhaben im Regierungsübereinkommen, und wir haben eine hervorragende Ministerin. Das heißt, wir sind im Sinne der Frauen Österreichs auf gutem Weg. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
2008 wird ein Großereignis für Österreich und für die Schweiz stattfinden. Mit der Austragung der Europameisterschaft werden diese beiden Länder in den Mittelpunkt der Europäischen Union, aber auch weltweit gerückt. Das ist ein klares Signal dafür, dass sich hier ein kleines Land positionieren kann und dies auch dementsprechend gut ausrichten kann. Wir haben aber mit der Austragung dieser Europameisterschaft auch andere Verpflichtungen einzugehen, zum Beispiel für den Bereich der Sicherheit, zum Beispiel für den Bereich Verkehr, für den Bereich Marketing. Letztendlich glaube ich, dass wir hier auch mit der Projektgruppe „Österreich am Ball“ große Vorarbeit geleistet haben. Ich möchte unserem steirischen Staatssekretär Reinhold Lopatka herzlich danken für seine große Initiative, aber auch für seine große Errungenschaft zur Vorbereitung dieses Projekts 2008! (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Wurm. – Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, man muss auch eines hinzufügen: Wenn man aus einer ländlichen Region kommt, kann man sich mit vielen, vielen Hunderten Vereinen darüber freuen – wenn man am Sportplatz ist, bei Tennisvereinen, Turnvereinen oder anderen Vereinen –, wie dort Nachwuchsarbeit im kleinen Bereich gefördert wird und dementsprechend auch die Nachwuchsarbeit gelebt und erlebt wird. Ich möchte hier aber auch einen Dank an die vielen Funktionärinnen und Funktionäre richten, die unentgeltlich Woche für Woche, Sonntag für Sonntag ihren großen Einsatz für diese Vereine leisten. (Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Wurm. – Beifall bei der ÖVP.) Danken möchte ich in dem Zusammenhang auch den vielen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die dies ebenfalls wahrnehmen und sich dafür einsetzen, einen Sportverein in ihrer Gemeinde finanziell zu unterstützen und zu halten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, man muss auch eines hinzufügen: Wenn man aus einer ländlichen Region kommt, kann man sich mit vielen, vielen Hunderten Vereinen darüber freuen – wenn man am Sportplatz ist, bei Tennisvereinen, Turnvereinen oder anderen Vereinen –, wie dort Nachwuchsarbeit im kleinen Bereich gefördert wird und dementsprechend auch die Nachwuchsarbeit gelebt und erlebt wird. Ich möchte hier aber auch einen Dank an die vielen Funktionärinnen und Funktionäre richten, die unentgeltlich Woche für Woche, Sonntag für Sonntag ihren großen Einsatz für diese Vereine leisten. (Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Wurm. – Beifall bei der ÖVP.) Danken möchte ich in dem Zusammenhang auch den vielen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die dies ebenfalls wahrnehmen und sich dafür einsetzen, einen Sportverein in ihrer Gemeinde finanziell zu unterstützen und zu halten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich spreche abschließend noch unserer Nationalmannschaft großen Dank aus. Möge sie sich für das nächste Jahr gut vorbereiten! Ich wünsche ihr in diesem Zusammenhang alles Gute und einen hervorragenden Platz. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, im Sinne des Sportes – denn wir schaden hier einer Sportart – müssen wir diesen Betrug stoppen. Er schadet dem Sport, er schadet dem Ansehen, und er schadet den Sportlerinnen und Sportlern, die sich zuletzt vielleicht sogar aus ihrem Engagement zurückziehen werden. Denn Hunderennen haben mit Hundesport nichts zu tun! Hier wirklich betrügerische Maßnahmen zu setzen, gehört aufs Schärfste verurteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir haben in den nächsten Jahren Großes vor, und damit meine ich nicht nur die Europameisterschaften. Mit diesem Budget bin ich mir gewiss, dass wir unsere Ziele auch erreichen können. Aber gleichzeitig, meine Damen und Herren, müssen wir dafür sorgen, dass Betrüger, die sowohl dem Sport als auch den Konsumenten enormen Schaden zufügen, im Sinne des ehrlichen Sportes rigoros von uns gestoppt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Thomas Einwallner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Zusammenfassend darf ich feststellen, dass dieses Budget für den Bereich Sport ein Erfolg ist. Da diese markante Obergrenze der Sportmilliarde – in Schilling – jetzt mit 78,1 Millionen € überschritten worden ist, ist das ein Erfolg, und ein erfolgreicher Weg wird hier fortgesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt aber auch ein weiteres Projekt. Herr Kollege Kickl, Sie haben sich in Ihrer Rede darüber mokiert, dass alles nur in den Fußball gehe, aber das stimmt ja nicht. Ich würde mich besser informieren und feststellen, dass auch das Programm „Top Sport Austria“ geplant ist! Da sind mehr als 8 Millionen € dafür vorgesehen, dass Nachwuchssportler, aber auch Spitzensportler, Sie würden sagen, aus Randsportgruppen und ‑sportarten, ich sage: aus wesentlichen Sommersportarten mit diesem Programm gefördert werden. Das übersehen Sie nur immer, dass da nicht nur in Fußball investiert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich bin der letzte Redner aus unserer Fraktion zum Thema Oberste Organe, und da möchte ich schon auch die Gelegenheit nutzen, meiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass das Demokratiepaket ja jetzt demnächst im Ministerrat verabschiedet werden soll, und ich appelliere an die SPÖ, nicht nur so wie in der Regierung dazu zu stehen, sondern auch dann in den parlamentarischen Verhandlungen von der Bremse zu steigen und mit uns ein tolles Demokratiepaket für die Jugend dieses Landes, für mehr Mitbestimmung der Jugend dieses Landes mitzutragen. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Bewusstsein zu schaffen für diese Thematik hat in Österreich mit dieser Regierung und dem Frauenministerium wieder an Gewicht gewonnen. Damit hat sich die Hoffnung aufgetan, neben dem städtischen Raum auch den ländlichen Raum für Frauen wieder attraktiv zu gestalten. Dazu die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und ein Budget bereitzustellen, das auch frauenfit ist, ist unsere Aufgabe hier im Parlament. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Danke, Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Jetzt, am Schluss einer solchen Debatte kann man sozusagen nur mehr auf Debattenbeiträge des ganzen Vormittags eingehen, und ich möchte einiges aufgreifen: Frau Abgeordnete Rauch-Kallat und Frau Abgeordnete Lentsch haben in Würdigung dessen, dass das Frauenbudget jetzt wieder um 35 Prozent erhöht worden ist, weil die alte Regierung das Frauenbudget ja bekanntlich gesenkt hat, gesagt, dass das sozusagen ein Zugeständnis des Finanzministers war. –Mit Verlaub, die Entscheidung über das Budget ist eine demokratische Entscheidung, eine politische Entscheidung und kein Goodwill-Akt, denn Goodwill-Akte waren immer schon Totengräber engagierter Frauenpolitik. Das möchte ich hier schon einmal festgehalten haben, dass da also sozusagen nicht Dankbarkeit dem Finanzminister gegenüber angebracht ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz zum Schluss und aus aktuellem Anlass: Ich würde um eine Aufklärung bitten, Frau Frauenministerin, denn Sie haben sich – zu Recht! – für Verhütungsmittel auf Krankenschein, die Hormonspirale ausgesprochen. Die Frau Familienministerin hat in Schulen Kondome verteilt. Das war wahrscheinlich auch ein Zeichen, da etwas zu tun, und ich lese in der Zeitung eine Kritik von Frau Ministerin Kdolsky an Ihnen. Mir ist das unklar! Warum? – Es geht um eine gemeinsame Sache: Verhütungsmittel sollen keine Angelegenheit des Einkommens sein. Vielleicht können Sie mich da noch aufklären. Die Kritik war mir jedenfalls unverständlich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade daher ein und fordere die Fraktionen auf, hier gemeinsam Überzeugungsarbeit, ganz besonders im Finanzministerium, zu leisten. Der Sport in Österreich braucht Finanzierungssicherheit, das sind wir unseren Dach- und Fachverbänden und vor allem den vielen, vielen Sportlerinnen und Sportlern und Funktionären schuldig. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Maier –: Jacky! Und jetzt Olympia! – Abg. Mag. Johann Maier: So ist es!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Johann Maier zu Wort. Freiwillige Redezeitbeschränkung: ebenfalls 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Bundeskanzler Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Maier –: Jacky! Und jetzt Olympia! – Abg. Mag. Johann Maier: So ist es!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, heute wurden in Peking durch das Internationale Olympische Comité sechs Sportler lebenslang für Olympische Spiele gesperrt, weil – und ich betone das – gegen IOC-Regeln verstoßen worden ist. Weitergehende Sanktionen durch die Disziplinarkommission der FIS sind noch möglich. Ich sage das deswegen hier mit aller Deutlichkeit, weil die österreichische Bundesregierung natürlich auch im Budget einige Mittel für das Österreichische Anti-Doping-Comité, für den Anti-Doping-Kampf aufwendet – ich bin selbst Mitglied im Vorstand des Österreichischen Anti-Doping-Comités –, und ich möchte mich dafür recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es zu einer sportlichen Entscheidung am 4. Juli in Guatemala kommt, dann wird Salzburg gewinnen. Kommt es zu einer Entscheidung nach den Kriterien des Geldes, dann wird möglicherweise wer anderer gewinnen. Unterstützen wir Salzburg! Salzburg hat die beste Bewerbung für Österreich abgegeben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung! Frau Staatssekretärinnen! Vertreterin der Volksanwaltschaft! Hohes Haus! Vorerst ein Dankeschön Herrn Abgeordneten Praßl, der auch die Bürgermeister ein wenig ins Spiel gebracht hat, die auch einen sehr wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Sport in Österreich einen ganz besonderen Stellenwert hat. (Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf natürlich ein wenig Eigenwerbung machen. Als Vertreter der Stadt Schwechat darf ich darauf hinweisen, dass das Kindergartenprojekt, das jetzt österreichweit eingeführt wird, nämlich „Kindergarten und Sport“, seinen Ursprung in der Stadt Schwechat hat und dass wir auch, so hoffe ich doch, in zehn Tagen die berühmteste europäische Tischtennismannschaft bei uns, in unserem Bundesland und in Österreich haben werden. Dafür bin ich dankbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz besonders begrüße ich die Anti-Rassismus-Kampagne, die gemeinsam im Rahmen der UEFA durchgeführt werden wird, auch in unserem Land. Und in diesem Zusammenhang habe ich einen ganz besonderen Wunsch, und diese Botschaft richte ich an die Adresse des Klubobmannes des BZÖ – er ist leider nicht da –, denn er ist ein begeisterter Fußballer: Vielleicht kann sich das BZÖ auch dazu hinreißen lassen, diese Anti-Rassismus-Kampagne kräftigst im Sinne des Sports, der völkerverbindend und friedensstiftend ist, zu unterstützen. Und auch die FPÖ bitte ich, hier mitzuarbeiten, auch wenn die Plakatserien im Wahlkampf vielleicht doch etwas anderes vermuten lassen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn die Dachverbände – und es gibt auch ganz, ganz neue Überlegungen, sich dem Jugendsport zu widmen – sich jetzt auch bereit erklären, sich in die Schulen hineinzubegeben, dann werden wir, Herr Bundeskanzler, auch von deinem Ressort zumindest Schulversuchsmittel einfordern wollen, weil wir sehen, dass gerade in den Volksschulen die Überalterung der Lehrerinnen und Lehrer so stark wird. Ich habe sieben Enkelkinder, und deren Lehrerinnen sind alle schon viel älter als ich. Und ich kenne meinen sportlichen Einsatz, den ich im Turnunterricht noch leisten könnte, außer Laufen. Und da muss ich ehrlich sagen: Da werden wir im Interesse der Gesundheit unserer Kinder durch Fachunterricht Abhilfe schaffen müssen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich dennoch Folgendes sagen: Ich denke, wir sollten alle einen Beitrag dazu leisten, dass die Frau Bundesministerin Bures, die Frau Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, die Chance hat, darauf hinzuweisen und wirkungsvoll zu werden, dass Gleichbehandlung eine Aufgabe der Chefs ist. Das ist eine Chefaufgabe, die jeder, ob nun Minister oder privater Unternehmer, wahrnehmen muss, wenn ihm daran gelegen ist, dass faire Verhältnisse in diesem Land herrschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist dies nicht eine lästige Nebenaufgabe, es ist nicht sozusagen eine Nebenpflicht, wo irgendwelche Beamtinnen oder Beamte oder Leute, die darauf hinweisen, dass die Gleichbehandlung, die Gleichstellung von Frauen noch immer nicht erreicht ist, das halt auch einmal sagen dürfen, sondern es ist eine Aufgabe, die der Chef selbst, die Chefin selbst wahrzunehmen hat. Und nur dann, wenn das so wahrgenommen wird, entsteht auch schön langsam eine Kultur, die dazu beiträgt, dass wir endlich Gleichbehandlung schaffen. – Dies in aller Kürze. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Nein, für so naiv müssen Sie uns nicht halten!
Lassen Sie mich abschließend noch ein Wort an jene Redner von der ÖVP richten – es sind natürlich kaum welche da –, die heute noch versucht haben, die Wahl vom 1. Oktober 2006 zu gewinnen. (Abg. Steibl: Nein, für so naiv müssen Sie uns nicht halten!)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Freunde von der ÖVP! Die Wahlen von 2006 sind vorüber, und die Bemühungen, heute die Periode zwischen 2000 und 2006 noch einmal anzuhimmeln, um zu erreichen, dass vielleicht retrospektiv Schüssel wieder gewinnt, sind sinnlos. Ich denke nicht, dass wir damit irgendetwas weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der österreichische Sport, hiermit der ÖSV, hat keine Schlüsse daraus gezogen. Wir sollten das aber tun. Doping sollte für uns in jeder Form und in jeder Weise zu bekämpfen, aufzuzeigen und zu bekritteln sein. Ich halte es für nicht gut, wenn des Dopings überführte Sportler zum Beispiel Fernsehwerbung für den ÖSV machen. Ich halte nichts davon, wenn durch Doping aus dem Sport genommene Sportler beim ORF als Kommentatoren mit dabei sind. Das ist aus meiner Sicht der Jugend nicht zuträglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ansonsten, meine Damen und Herren, glaube ich, dass dieses Budget für den Sport gut, wenn auch noch ausbaufähig ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Darüber hinaus ist es natürlich für unsere international Reputation nicht gut, auch für die Bewerbung für internationale Großveranstaltungen nicht gut. Daher sind wir hier gefordert, glasklare Regeln einzuführen. Das hilft dem gesamten österreichischen Sport. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
schaffen, erfolgreich sein werden. – Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich bedanke mich sehr herzlich dafür, sozusagen nach unserem zuständigen Sportminister und Bundeskanzler diese Debatte schließen zu können, und freue mich sehr, dass das und vieles von den Themenbereichen und Konzeptionen der Vergangenheit jetzt auch tatsächlich in die österreichische Sportpolitik Eingang gefunden hat, und ich freue mich sehr, dass unser Bundeskanzler das auch mit einer derartigen Vehemenz vertritt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Satz noch, eine große Bitte: Die Anhebung der notwendigen Untergrenze von derzeit 40 Millionen € auf 60 Millionen €, die immer noch als Ermächtigung des Finanzministers festgeschrieben ist, sollte endlich dann auch im Glücksspielgesetz verankert werden. Da ersuchen wir als SPÖ auch die ÖVP und alle Fraktionen, mit uns gemeinsam daran zu arbeiten, dass das wird. – Danke schön und herzlichen Dank, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Ja!
Nach wie vor bekennen sich – ich nehme das durchaus ernst – die Vertreter und Vertreterinnen aller Fraktionen dieses Hauses, glaube ich, zu der Reform, wie wir sie in der Bundesheerreformkommission empfohlen haben. Aber das Ganze hat eine Voraussetzung, diese Voraussetzung ist trivial und heißt Geld. Und die Frage, die sich hier stellt, heißt: Ist im Kapitel Landesverteidigung genug Geld für die Durchführung und Umsetzung dieser Reform da? Die Antwort ist einfach und kurz und lautet (Abg. Parnigoni: Ja!): Nein! Sie heißt leider: Nein! (Abg. Mag. Kukacka: Krokodilstränen sind das!)
Abg. Mag. Kukacka: Krokodilstränen sind das!
Nach wie vor bekennen sich – ich nehme das durchaus ernst – die Vertreter und Vertreterinnen aller Fraktionen dieses Hauses, glaube ich, zu der Reform, wie wir sie in der Bundesheerreformkommission empfohlen haben. Aber das Ganze hat eine Voraussetzung, diese Voraussetzung ist trivial und heißt Geld. Und die Frage, die sich hier stellt, heißt: Ist im Kapitel Landesverteidigung genug Geld für die Durchführung und Umsetzung dieser Reform da? Die Antwort ist einfach und kurz und lautet (Abg. Parnigoni: Ja!): Nein! Sie heißt leider: Nein! (Abg. Mag. Kukacka: Krokodilstränen sind das!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Kräuter.
Das einzige Problem, das die Österreichische Volkspartei hat, ist, dass sie damals bestellt hat und jetzt auch bei den Zahlern sein soll, aber nicht weiß, wie das bezahlt werden soll. Aus dieser Verlegenheit kann ihr geholfen werden, der österreichische Nationalrat bietet sich hier zur Hilfestellung an, liefert Ausstiegsgründe, liefert Gründe zum Rücktritt vom Vertrag und hat bereits heute niet- und nagelfeste Gründe für einen vollständigen Rücktritt vom Eurofighter-Kaufvertrag geliefert. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und ich habe auch zur Kenntnis genommen – das war sehr wichtig für den Untersuchungsausschuss –, dass er uns dafür zugesagt hat, in der Zeit bis zum Endbereicht werde es sicherlich nicht hinter dem Rücken des Ausschusses irgendeine Art von Deal, irgendeine Art von Abmachung, irgendeine Art von Kompromiss mit EADS und der Eurofighter GmbH geben. Das ist sehr wichtig, weil wir eine täglich wachsende Chance haben, nicht um ein paar Stück zu reduzieren, nicht einen Rabatt zu bekommen, sondern komplett und kostenlos aus dem Vertrag auszusteigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
mentarisches Lob. Und nichts anderes! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Schüssel: Sie sind rücktrittsreif! Das ist viel gescheiter! Lieber Sie als Molterer! Wenn Sie Anstand haben, treten Sie zurück!
Mag. Wilhelm Molterer ist als Finanzminister und Vizekanzler, wenn es ein rücktrittsreifes Regierungsmitglied gibt, sicherlich die Nummer eins – mit Abstand die Nummer eins – auf dieser Liste. (Abg. Dr. Schüssel: Sie sind rücktrittsreif! Das ist viel gescheiter! Lieber Sie als Molterer! Wenn Sie Anstand haben, treten Sie zurück!) Wir werden noch Molterers Verantwortung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss abwarten, aber dann wird es Zeit sein, über Konsequenzen des Hohen Hauses gegenüber Finanzminister und Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer zu beraten. (Abg. Murauer: Sie sind verurteilt! – Abg. Dr. Schüssel: Einer, der vom Gericht als Rechtsbrecher bezeichnet wird, hat kein Recht, hier zu reden!)
Abg. Murauer: Sie sind verurteilt! – Abg. Dr. Schüssel: Einer, der vom Gericht als Rechtsbrecher bezeichnet wird, hat kein Recht, hier zu reden!
Mag. Wilhelm Molterer ist als Finanzminister und Vizekanzler, wenn es ein rücktrittsreifes Regierungsmitglied gibt, sicherlich die Nummer eins – mit Abstand die Nummer eins – auf dieser Liste. (Abg. Dr. Schüssel: Sie sind rücktrittsreif! Das ist viel gescheiter! Lieber Sie als Molterer! Wenn Sie Anstand haben, treten Sie zurück!) Wir werden noch Molterers Verantwortung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss abwarten, aber dann wird es Zeit sein, über Konsequenzen des Hohen Hauses gegenüber Finanzminister und Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer zu beraten. (Abg. Murauer: Sie sind verurteilt! – Abg. Dr. Schüssel: Einer, der vom Gericht als Rechtsbrecher bezeichnet wird, hat kein Recht, hier zu reden!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Schüssel: Dem das Hirn leer ist, dem ist das ... voll!
Das wird eine sehr, sehr wichtige Entscheidung dieses Hauses im Interesse der österreichischen Sicherheitspolitik, im Interesse des Budgets und im Interesse des Rechtsstaates und des Parlaments sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Schüssel: Dem das Hirn leer ist, dem ist das ... voll!)
Abg. Dr. Schüssel: Endlich ein guter Redner!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Gaál. 4 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Dr. Schüssel: Endlich ein guter Redner!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Es wurde konstruktiv und gut verhandelt, daher Gratulation! Die Gespräche mit Finanzminister Molterer waren sehr erfolgreich. Ich darf Ihnen und Ihrem Team wirklich Lob aussprechen. Sie waren diesbezüglich erfolgreich unterwegs im Gegensatz, wenn ich mich so erinnere, zu Herbert Scheibner, der seinerzeit als Verteidigungsminister gegenüber Grasser gescheitert ist – kläglich gescheitert ist, lieber Herbert Scheibner. Mit dem damaligen Finanzminister war jedes Gespräch erfolglos. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
politisch trennt – eine langjährige Freundschaft verbindet. Umso mehr sage ich: Ich finde es unfassbar, was du hier inhaltlich zu Papier gebracht hast. Das macht man, wenn man physisch und psychisch unter Druck gesetzt wird. Für mich ist das der Ausdruck politischer Hilflosigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das stimmt ja nicht! Das weißt du ganz genau!
Wenn es Bedrohungen in der heutigen Zeit gibt, so sind sie terroristischer Natur. Diesbezüglich sind das Bundesheer und die Exekutive wirklich sehr gut vorbereitet, meine Damen und Herren. (Abg. Scheibner: Das stimmt ja nicht! Das weißt du ganz genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Politik hat – und das bestätigt das Budget – die organisatorischen und die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, damit wir eine effiziente und glaubwürdige Sicherheitspolitik garantieren können. Diesen Weg wollen wir in dieser Bundesregierung gemeinsam gehen – im Interesse der Sicherheit Österreichs und zum Wohle der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Erstens: Wir kündigen an, dass wir dem in Rede stehenden Misstrauensantrag mit Schärfe entgegentreten, weil wir keine gerechtfertigte Begründung erkennen können, soweit uns dies bekannt ist. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist alles in Ordnung!
Zusammenfassend stelle ich fest, dass die Aussage der Umsetzung der Ziele des „ÖBH 2010“ politisch nicht aufrechtzuerhalten ist, weil sie aus dem Budget keineswegs ableitbar ist. Ich stelle ferner fest, dass es geboten wäre, die Realisierung des „ÖBH 2010“ beziehungsweise die Umsetzung der Forderungen der Bundesheerreformkommission zu evaluieren (Abg. Scheibner: Das ist alles in Ordnung!) und erhebe hiemit namens der Freiheitlichen Partei die politische Forderung auf Neueinsetzung und Neuinstallierung der Bundesheerreformkommission – tunlichst unter dem vormaligen Vorsitzenden, soweit es seine Gesundheit erlaubt –, um deren Umsetzungsschritte zu evaluieren. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend stelle ich fest, dass die Aussage der Umsetzung der Ziele des „ÖBH 2010“ politisch nicht aufrechtzuerhalten ist, weil sie aus dem Budget keineswegs ableitbar ist. Ich stelle ferner fest, dass es geboten wäre, die Realisierung des „ÖBH 2010“ beziehungsweise die Umsetzung der Forderungen der Bundesheerreformkommission zu evaluieren (Abg. Scheibner: Das ist alles in Ordnung!) und erhebe hiemit namens der Freiheitlichen Partei die politische Forderung auf Neueinsetzung und Neuinstallierung der Bundesheerreformkommission – tunlichst unter dem vormaligen Vorsitzenden, soweit es seine Gesundheit erlaubt –, um deren Umsetzungsschritte zu evaluieren. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Geh bitte!
Verdächtigungen, mit diesen verbalen Attacken hier immer wieder ans Rednerpult treten, wie dies manche Vertreter der grünen Fraktion tun, insbesondere Kollege Pilz. (Abg. Öllinger: Geh bitte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Pilz, Sie sind dran, treten Sie zurück! Sie haben mittlerweile den Saal verlassen, was mir leid tut, aber man wird es Ihnen ausrichten. Ich fordere Sie auf, dass Sie zurücktreten, anstatt andere aufzufordern, zurückzutreten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Schüssel: Den „roten“ Gripen!
Noch dazu ist mit einem Ausstieg eine neue Ausschreibung verbunden. Sie können ja jetzt nicht irgendwelche Flugzeuge, weil Sie so viele Angebote, wie Sie sagen, haben, nehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Den „roten“ Gripen!) Wahrscheinlich Gripen. Gripen ist Ihr Favorit, Gripen ist der Favorit der sozialistischen Partei. Die Vertreter von SAAB waren des Öfteren im Klub, haben sich vorgestellt und haben interveniert. Aber SAAB Gripen war zu teuer, im Untersuchungsausschuss haben wir das alles gehört – Toni Gaál, du wirst mir das ja bestätigen können. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Noch dazu ist mit einem Ausstieg eine neue Ausschreibung verbunden. Sie können ja jetzt nicht irgendwelche Flugzeuge, weil Sie so viele Angebote, wie Sie sagen, haben, nehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Den „roten“ Gripen!) Wahrscheinlich Gripen. Gripen ist Ihr Favorit, Gripen ist der Favorit der sozialistischen Partei. Die Vertreter von SAAB waren des Öfteren im Klub, haben sich vorgestellt und haben interveniert. Aber SAAB Gripen war zu teuer, im Untersuchungsausschuss haben wir das alles gehört – Toni Gaál, du wirst mir das ja bestätigen können. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Öllinger: Hallo! – Abg. Pfeffer: Na so was!
Vor allem, Herr Bundesminister, ist es Ihre Verantwortung! Sie sind verantwortlich für die Sicherheit Österreichs! Sie sind dafür verantwortlich, den Luftraum zu schützen, zu beobachten und im Ernstfall zu sichern. Sie sind dran, Herr Bundesminister, und Sie wollen mit aller Gewalt etwas anderes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Öllinger: Hallo! – Abg. Pfeffer: Na so was!)
Abg. Öllinger: Gibt es eine Provision für den Antrag?
(Abg. Öllinger: Gibt es eine Provision für den Antrag?) – Ist mir nicht bekannt. Vielleicht bei Ihnen? Bei mir nicht! Oder Sie fragen den Kollegen Einem. In der „Kurier“-Ausgabe von heute ist einiges drinnen gestanden, wie das mit den Schmiergeldern so geht. (Abg. Mag. Kogler: Aber das Meiste bleibt beim Rumpold!) Also laut Abgeordnetem Einem beträgt die Taxe normalerweise 3 Prozent von der ganzen Summe. Ich kenne mich da nicht aus. Ich habe mit so etwas noch nie zu tun gehabt, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Aber der Rumpold! – Abg. Mag. Kogler: Frag den Gernot Rumpold!)
Abg. Mag. Kogler: Aber das Meiste bleibt beim Rumpold!
(Abg. Öllinger: Gibt es eine Provision für den Antrag?) – Ist mir nicht bekannt. Vielleicht bei Ihnen? Bei mir nicht! Oder Sie fragen den Kollegen Einem. In der „Kurier“-Ausgabe von heute ist einiges drinnen gestanden, wie das mit den Schmiergeldern so geht. (Abg. Mag. Kogler: Aber das Meiste bleibt beim Rumpold!) Also laut Abgeordnetem Einem beträgt die Taxe normalerweise 3 Prozent von der ganzen Summe. Ich kenne mich da nicht aus. Ich habe mit so etwas noch nie zu tun gehabt, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Aber der Rumpold! – Abg. Mag. Kogler: Frag den Gernot Rumpold!)
Abg. Öllinger: Aber der Rumpold! – Abg. Mag. Kogler: Frag den Gernot Rumpold!
(Abg. Öllinger: Gibt es eine Provision für den Antrag?) – Ist mir nicht bekannt. Vielleicht bei Ihnen? Bei mir nicht! Oder Sie fragen den Kollegen Einem. In der „Kurier“-Ausgabe von heute ist einiges drinnen gestanden, wie das mit den Schmiergeldern so geht. (Abg. Mag. Kogler: Aber das Meiste bleibt beim Rumpold!) Also laut Abgeordnetem Einem beträgt die Taxe normalerweise 3 Prozent von der ganzen Summe. Ich kenne mich da nicht aus. Ich habe mit so etwas noch nie zu tun gehabt, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Aber der Rumpold! – Abg. Mag. Kogler: Frag den Gernot Rumpold!)
Abg. Parnigoni: Lass dich überraschen! – Abg. Gaál: Mach dir keine Sorgen!
In den Budgets 2007 und 2008 ist dafür kein Ersatz vorgesehen. Deswegen ist es mir ein Rätsel, wie die Luftraumüberwachung in Österreich in Zukunft überhaupt funktionieren soll. (Abg. Parnigoni: Lass dich überraschen! – Abg. Gaál: Mach dir keine Sorgen!) Denn: Wir alle wissen, dass längere Vorbereitungen dazu notwendig sind, dass das nicht von heute auf morgen geht.
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, in Wirklichkeit haben Sie nur eine Möglichkeit: in Verhandlungen mit EADS oder mit der Eurofighter GmbH noch einen geringeren Preis auszuverhandeln; alles andere wird teurer als bisher. Andere Möglichkeiten haben Sie in diesem Fall überhaupt nicht mehr! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann dem Herrn Kollegen Pilz und auch dem Herrn Kollegen Fichtenbauer von der Regierungsbank aus nur zurufen: Ja, wir haben die Mittel gewährleistet, um die ÖBH-Reform 2010 auch umzusetzen! Dazu stehen wir, dazu haben wir uns bekannt, und das ist in den Budgets 2007 und 2008 auch gewährleistet! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bösch: Wer hat gesagt, es sei zu viel?
Es ist sehr viel über das Budget für das Bundesheer in den letzten Wochen und Tagen geschrieben worden. Die einen haben gesagt, es sei zu viel, die anderen haben gesagt, es sei zu wenig. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte, und ich glaube, dass wir auf Grund dieser Diskussionen davon ausgehen können, dass wir den richtigen Mittelweg gefunden haben. (Abg. Dr. Bösch: Wer hat gesagt, es sei zu viel?)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich möchte Sie schon bitten, das Budget genau zu lesen: Wir haben – und ich sage das im vollen Bewusstsein der Zahlen – mehr Geld herausverhandelt, als das Budget 2006 ausgewiesen hat, und ich kann das Zahl für Zahl beweisen; ich kann Ihnen das auch im Rahmen meiner kurzen Wortmeldung noch näherbringen. Es ist genug Geld da, um die ÖBH-Reform 2010 umzusetzen. Es ist genug Geld da, um auch moderne Arbeitsbedingungen für das österreichische Bundesheer zu gewährleisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte es an einigen Zahlen ganz kurz skizzieren: Wir haben im Jahre 2006 873 Millionen € ausgewiesen gehabt, was die Personalausgaben betrifft. Wir haben für das Jahr 2007 894 Millionen € und für das Jahr 2008 897 Millionen € diesbezüglich zur Verfügung. Auch bei den Sachausgaben ergibt sich ein erfreuliches Bild für das Bundesheer: Im Vergleich zu 2006 findet sich hier eine Steigerung um 44 Prozent. Sie werden jetzt sagen: Klar, das liegt an den Eurofighter-Raten! Das ist schon richtig. Herr Kollege Murauer, ich möchte Ihnen nur einen kurzen Sidestep widmen. Das ist schon richtig, aber auch die Kollegin Fekter hat in den letzten Tagen ihre Meinung geändert und hat gesagt, dass auch die ÖVP bereit ist, mit mir um jedwede Einsparung von Steuermillionen zu kämpfen, im Sinne der österreichischen Steuerzahler. Und hier haben wir, glaube ich, ein gemeinsames Ziel vor Augen, und ich hoffe, Sie werden mich auf diesem Weg nicht behindern, sondern unterstützen. Jeder Euro, der bei der Eurofighter-Beschaffung eingespart werden kann, ist ein gewonnener Euro für die österreichischen Steuerzahler und kann für andere, wichtigere Bereiche neu ausgegeben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Umsetzung der Arbeit der Bundesheer-Reformkommission – darauf können Sie sich verlassen, meine Damen und Herren – kann zügig voranschreiten. Diesen Weg gilt es weiterzugehen, und ich darf Sie, meine Damen und Herren des Hohen Hauses, ersuchen, mich dabei tatkräftigst zu unterstützen. Ich werde mich auch durch Misstrauensanträge einer Fraktion von diesem meinem Weg nicht abbringen lassen. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, dass das zeigt, dass mein Weg der richtige ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Pass ja auf, was du sagst!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Zu den beiden Entschließungsanträgen, die vorliegen: Kollege Dr. Fichtenbauer, ich kann dich beruhigen! Ich glaube, es ist völlig klar: Dieses Gutachten von Koziol ist ein Zwischenbericht für den Minister. (Abg. Grillitsch: Pass ja auf, was du sagst!) Ich kann dir versichern: Wenn das fertige Gutachten daliegt, unterschrieben vom Gutachter, dann wird es so, wie der Untersuchungsausschuss es beschlossen hat, auch zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Dr. Graf: Dann können Sie das ja mittragen!)
Abg. Dr. Graf: Dann können Sie das ja mittragen!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Zu den beiden Entschließungsanträgen, die vorliegen: Kollege Dr. Fichtenbauer, ich kann dich beruhigen! Ich glaube, es ist völlig klar: Dieses Gutachten von Koziol ist ein Zwischenbericht für den Minister. (Abg. Grillitsch: Pass ja auf, was du sagst!) Ich kann dir versichern: Wenn das fertige Gutachten daliegt, unterschrieben vom Gutachter, dann wird es so, wie der Untersuchungsausschuss es beschlossen hat, auch zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Dr. Graf: Dann können Sie das ja mittragen!)
Abg. Scheibner: Wie?
Meine Damen und Herren, zum Entschließungsantrag, der vom BZÖ eingebracht wurde, nur einige Punkte: Es ist klargestellt, dass bis zum 30. Juni 2008 die F-5 unseren Luftraum überwachen werden, und wir werden auf alle Fälle die entsprechende Luftraumüberwachung auch danach sicherstellen. (Abg. Scheibner: Wie?) Da brauchen Sie keine Sorge zu haben.
Abg. Scheibner: 109!
Wenn Sie in Ihrem Entschließungsantrag zur M-106, Panzer-Bataillonsgeschütz (Abg. Scheibner: 109!) – M-109, danke! –, Stellung nehmen, dann darf ich Sie schon daran erinnern, lieber Kollege Scheibner, dass die Umrüstsätze, die von Ihnen um viele Millionen Euro beschafft worden sind und heute auf der Halde liegen, nicht notwendig waren. Die Beschaffung ist aber in Ihrer Zeit erfolgt, das kann man Minister Darabos wirklich nicht anhängen. Das muss man entschieden zurückweisen!
Abg. Scheibner: Jetzt rühmt ihr euch für das Eurofighter-Budget!
Zur Frage Budget sei auch deutlich gesagt: Immerhin haben wir, wenn man den Gesamtrahmen betrachtet, gemessen am Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2007 im Budget 0,92 Prozent, im Jahr 2008 werden es 0,81 Prozent sein. Im Jahr 2006 etwa waren es nur 0,71 Prozent, und in Ihrer Zeit war es immer unter 0,7 Prozent. (Abg. Scheibner: Jetzt rühmt ihr euch für das Eurofighter-Budget!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gratuliere Bundesminister Darabos, dass er sich hier auch beim Finanzminister durchgesetzt hat, und ich gratuliere ihm zu seiner Mannschaft, zu seinem Team! Und ich bedanke mich bei den Soldatinnen und Soldaten für ihre Leistung. – Ich glaube, dass nicht nur Norbert Darabos das große Los gezogen hat, sondern dass auch Österreich mit dem Zivildiener Darabos als Verteidigungsminister das große Los gezogen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Parnigoni –: Das hat dem Darabos auch nicht gefallen, was du da jetzt gesagt hast! Das glaubt nicht einmal der Darabos!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. 6 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Parnigoni –: Das hat dem Darabos auch nicht gefallen, was du da jetzt gesagt hast! Das glaubt nicht einmal der Darabos!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
gewesen. Es wären viel mehr gewesen! Das war entweder ein Irrtum oder sonst irgendetwas. Da haben Sie sich gegenseitig schon alle überdribbelt. Offensichtlich hat Sie aber der Finanzminister überdribbelt, der damalige nämlich – aber da sind Sie nicht der Einzige. Es war doch völlig klar, dass diese Finanzierungskonstruktion, wo irgendetwas außerhalb des Verteidigungsbudgets hergezaubert wird, gar nicht existiert – genauso wenig wie die vom Herrn Bundeskanzler ins Spiel gebrachte Wirtschaftsplattform, wo er noch einen ganzen Wahlkampf mit diesem Blödsinn drangsaliert hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das stimmt nicht!
Das ist die ganze Verlogenheit dieser Beschaffung, die sich Zahl für Zahl bis zum heutigen Tag nachvollziehen lässt! Und ich sage Ihnen noch ein paar dazu. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das stimmt nicht!) – Ich verzichte auf Zwischenapplaus. Danke. (Ruf bei der ÖVP: Kommt eh keiner!) Na, die haben gerade angesetzt.
Ruf bei der ÖVP: Kommt eh keiner!
Das ist die ganze Verlogenheit dieser Beschaffung, die sich Zahl für Zahl bis zum heutigen Tag nachvollziehen lässt! Und ich sage Ihnen noch ein paar dazu. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das stimmt nicht!) – Ich verzichte auf Zwischenapplaus. Danke. (Ruf bei der ÖVP: Kommt eh keiner!) Na, die haben gerade angesetzt.
Abg. Ing. Kapeller: Arrogant!
Wir legen ja Wert darauf, dass wir die Zeit jetzt dafür nutzen, einmal zu schauen, was hier budgetär abgegangen ist. Es ist nämlich wunderbar, wie das für sich spricht. Da ist inzwischen ziemlich viel passiert. Jedenfalls ist auch der Budgetausschuss, der die Budgetbegleitgesetze im Mai 2003 zu beschließen gehabt hat, von vorne bis hinten beschwindelt worden, namentlich vom Finanzminister. Der Platter war ja viel zu hilflos dabei, das müssen wir eingestehen. Zur Erinnerung: Zunächst ist eine Vorlage gekommen mit lauter „x“ drinnen – gegen das Gesetz! (Abg. Ing. Kapeller: Arrogant!) – Das ist nicht arrogant! Ihre Vorgangsweise ist gesetzesbrecherisch, ist immer wieder gesetzesbrecherisch gewesen – und jetzt regen Sie sich auf! (Ruf bei der ÖVP: Frechheit!)
Ruf bei der ÖVP: Frechheit!
Wir legen ja Wert darauf, dass wir die Zeit jetzt dafür nutzen, einmal zu schauen, was hier budgetär abgegangen ist. Es ist nämlich wunderbar, wie das für sich spricht. Da ist inzwischen ziemlich viel passiert. Jedenfalls ist auch der Budgetausschuss, der die Budgetbegleitgesetze im Mai 2003 zu beschließen gehabt hat, von vorne bis hinten beschwindelt worden, namentlich vom Finanzminister. Der Platter war ja viel zu hilflos dabei, das müssen wir eingestehen. Zur Erinnerung: Zunächst ist eine Vorlage gekommen mit lauter „x“ drinnen – gegen das Gesetz! (Abg. Ing. Kapeller: Arrogant!) – Das ist nicht arrogant! Ihre Vorgangsweise ist gesetzesbrecherisch, ist immer wieder gesetzesbrecherisch gewesen – und jetzt regen Sie sich auf! (Ruf bei der ÖVP: Frechheit!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.
Ich setze fort: Sie haben entgegen den Bestimmungen des Bundeshaushaltsrechts ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.) Gehen Sie hinaus, lesen Sie nach! Wir haben ja gerade Budgetdebatte, da sollten Sie sich vielleicht weiterbilden: § 23 Bundeshaushaltsrecht! Es wären ganz andere Ziffern vom Nationalrat zu genehmigen gewesen als die, die die damalige Regierung diesem Haus, dem Parlament, auf den Tisch gelegt hat, nicht die 1,9 und irgendwas Milliarden, sondern ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.
Ich setze fort: Sie haben entgegen den Bestimmungen des Bundeshaushaltsrechts ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.) Gehen Sie hinaus, lesen Sie nach! Wir haben ja gerade Budgetdebatte, da sollten Sie sich vielleicht weiterbilden: § 23 Bundeshaushaltsrecht! Es wären ganz andere Ziffern vom Nationalrat zu genehmigen gewesen als die, die die damalige Regierung diesem Haus, dem Parlament, auf den Tisch gelegt hat, nicht die 1,9 und irgendwas Milliarden, sondern ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Missethon.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Kapeller: So etwas von arrogant wie Sie!
Herr Kollege Missethon, Sie kennen sich so wenig aus bei dieser Sache, dass kein Mensch versteht, warum Sie da dauernd zwischenkeppeln! Konzentrieren Sie sich auf Ihre Sekretariatstätigkeiten! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Kapeller: So etwas von arrogant wie Sie!)
Abg. Murauer: Hallo! – Abg. Grillitsch: Herr Präsident!
Also: 2,4 Milliarden hätten mindestens dort stehen müssen, und Sie haben mit 1,9 Milliarden das Parlament an der Nase herumgeführt! Und heute wundern Sie sich, warum hinten und vorne nichts zusammenstimmt. Ich sage aber: Das Ganze hat eine Logik – eine verlogene Logik (Abg. Murauer: Hallo! – Abg. Grillitsch: Herr Präsident!) und eine Logik der Biegung und der Schiebung! Das wissen Sie ganz genau. Und jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, wo wir hier feststellen ... (Abg. Grillitsch: Schon wieder einen Ordnungsruf!?) Das ist mir völlig wurscht, und Ihr Zwischenruf genauso!
Abg. Grillitsch: Schon wieder einen Ordnungsruf!?
Also: 2,4 Milliarden hätten mindestens dort stehen müssen, und Sie haben mit 1,9 Milliarden das Parlament an der Nase herumgeführt! Und heute wundern Sie sich, warum hinten und vorne nichts zusammenstimmt. Ich sage aber: Das Ganze hat eine Logik – eine verlogene Logik (Abg. Murauer: Hallo! – Abg. Grillitsch: Herr Präsident!) und eine Logik der Biegung und der Schiebung! Das wissen Sie ganz genau. Und jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, wo wir hier feststellen ... (Abg. Grillitsch: Schon wieder einen Ordnungsruf!?) Das ist mir völlig wurscht, und Ihr Zwischenruf genauso!
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist ein gutes Verteidigungsbudget, Herr Kollege!
Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, wo alles auf dem Tisch liegt. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist ein gutes Verteidigungsbudget, Herr Kollege!) Und jetzt gehen Sie herum und suchen irgendwelche Millionen, die Sie damals schon zum Fenster hinausgeschmissen haben. Ich sage Ihnen das nur für die Zukunft, weil Sie hier wieder den Minister dafür kritisiert haben, dass er auf den Ausstieg hinarbeiten will. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Gelobt haben wir ihn!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Gelobt haben wir ihn!
Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, wo alles auf dem Tisch liegt. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist ein gutes Verteidigungsbudget, Herr Kollege!) Und jetzt gehen Sie herum und suchen irgendwelche Millionen, die Sie damals schon zum Fenster hinausgeschmissen haben. Ich sage Ihnen das nur für die Zukunft, weil Sie hier wieder den Minister dafür kritisiert haben, dass er auf den Ausstieg hinarbeiten will. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Gelobt haben wir ihn!)
Abg. Murauer: Nach der Entscheidung!
Aber das ist nicht mein Kaffee, das ist nun einmal die Position der Grünen. Nur: Wenn es um Budgetwahrheit geht, ist es eine sinnvolle Position. Lassen Sie sich das gesagt sein! Schlagen Sie zum Abschluss noch das morgige „NEWS“ auf: Der wunderbare Generalmajor Wolf hat, genau als die Vertragsverhandlungen begonnen haben, wieder für EADS geworben in einem Medium, das EADS-Impressum trägt (Abg. Murauer: Nach der Entscheidung!), hat ein paar Wochen und Monate vorher über seine Frau anständig in seine Firma kassiert, wo er Kommanditist ist, aber Sie sagen: Alles sauber, alles korrekt!
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Gratuliere! Gehen Sie heim und genieren Sie sich dort – und behelligen Sie nicht das Plenum hier! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werter Herr Kollege Kogler, Sie haben den Kreis geschlossen, Sie und Peter Pilz! Was Sie jetzt an Schauspiel hier abgeliefert haben, ist dieses Hauses nicht würdig! Sie diffamieren, Sie beschuldigen, Sie beschimpfen, Sie haben keinen Grund, den Sie beweisen können! Das ist dieses Hauses unwürdig! Sie treten die Demokratie mit Füßen! Das ist ein Hohn! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Aber Politik machen wir alle, nicht?
Aber bitte, Sie machen es genauso wie Ihr Kollege Peter Pilz, der den Untersuchungsausschuss bloß dazu nützt, um sich in Szene zu setzen, um Politik zu machen, und nicht, um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher zu gewährleisten. (Abg. Dr. Graf: Aber Politik machen wir alle, nicht?) Der Untersuchungsausschuss soll bei Ihnen auch nicht dazu sein, um Ungereimtheiten, wenn es sie gibt, aufzudecken, sondern Sie haben nur ein politisches Ziel, und das ist der Ausstieg, koste es, was es wolle.
Abg. Brosz: Können Sie das belegen?
Ich möchte nun eine Tageszeitung von heute zitieren: Einbruch bei Grünen. Kein Eurofighter geht. – Im Februar schrien Pilz und Sie, dass in den Klubräumlichkeiten und auch im Büro von Peter Pilz eingebrochen worden sei, weil der Untersuchungsausschuss laufe, weil dort Dokumente gestohlen worden seien. – Wahr ist etwas ganz anderes: Die Polizei hat hervorragende Arbeit geleistet, weil Platters Ministerium funktioniert. Es war ein Österreicher, ein notorischer Einbrecher, nicht politisch motiviert, aber Sie haben damals etwas in die Luft geblasen, nur um Schlagzeilen zu machen. Und so tun Sie es die ganze Zeit im Untersuchungsausschuss und in diesem Fall. (Abg. Brosz: Können Sie das belegen?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber noch schlimmer – und Sie wissen genau, wovon in ganz Europa in Wahrheit schon gesprochen wird –: Sie sind drauf und dran, die Reputation dieser Republik aufs Spiel zu setzen mit diesem ewigen Hin und Her. Sie wissen nicht, was Sie wollen. Wollen Sie erreichen, dass Österreich zu jenen Staaten gehört, die wegen Vertragsbrüchigkeit geächtet werden? Oder wollen Sie hinkünftig auch andere europäische Verpflichtungen in Frage stellen, wenn es Ihnen parteipolitisch gut erscheint? Warum gefährden Sie mit Ihrer parteipolitisch motivierten Handlungsweise die gestern in einer IMAS-Umfrage als wichtigst bestätigten Werte der Österreicherinnen und Österreicher, nämlich die Neutralität und die Sicherheit? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Darabos, bei allem persönlichen Respekt vor Ihnen, bitte ich Sie für die Truppe: Werden Sie nach 100 Tagen endlich Minister und hören Sie auf, Parteisekretär zu sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Von wem hat er die geerbt?
Sie, Herr Bundesminister, waren bisher – dafür habe ich ein bisschen Verständnis – natürlich Eurofighter-Minister, weil das ein wichtiges Thema ist und auch der einzige Punkt, in dem die SPÖ vielleicht zum Teil ihr Wahlversprechen einhalten wird – zum Teil, Herr Kollege Gaál, zur Gänze wird es nicht gelingen! Aber Sie sollten nicht vergessen, lieber Herr Bundesminister, dass Sie mehrere Baustellen haben und dass der Eurofighter nur eine davon ist; ich gebe schon zu: eine sehr große, aber nur eine davon. Sie haben viele Baustellen im österreichischen Bundesheer, um die Sie sich endlich kümmern sollten! (Abg. Faul: Von wem hat er die geerbt?)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Wir waren uns einig darüber, dass diese Reformschritte, die im „Bundesheer 2010“ festgehalten sind, nur funktionieren, wenn man eine Anschubfinanzierung zur Verfügung stellt und wenn man für die laufende Finanzierung des österreichischen Bundesheeres mindestens 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zur Verfügung stellt. – Davon sind Sie jedoch weit entfernt! Und deshalb sollten Sie nicht sagen, dass die Finanzmittel, die für das österreichische Bundesheer zur Verfügung stehen, ausreichend sind, weil das nicht stimmt, Herr Bundesminister, weil das für uns Abgeordnete der Beweis dafür ist, dass Sie sich sachlich nicht ausreichend damit auseinandergesetzt haben. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich frage mich, welche staatspolitische Verantwortung die Leute dazu getrieben hat, hier in diesem Hohen Hause eine Verkürzung des Wehrdienstes und damit auch eine Verkürzung des Zivildienstes durchzuführen. Ich halte das für unverantwortlich, und wir Freiheitlichen werden auch dagegen auftreten (Beifall bei der FPÖ), weil es notwendig ist, dass Sie mit dem österreichischen Bundesheer Prioritäten setzen können.
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Herr Bundesminister, Sie sollten auch klar und deutlich sagen, dass für Sie die Ziele, die in „Bundesheer 2010“ festgeschrieben sind, kein Schritt zu einer Berufsarmee sind; Sie sollten sich klar zur dezentralen, regionalen Dislozierung des österreichischen Bundesheeres bekennen; Sie sollten sich klar zu einer Miliz bekennen – und endlich beginnen, sich in diesen Punkten, die ich jetzt genannt habe, klare Vorstellungen zu machen, und endlich beginnen, Ihr Ressort zu führen! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das ist eine ernste Sache, das Parlament!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Für mich hat ja die heutige Debatte schon leicht kabaretthafte Züge. Auf der einen Seite wird relativ kindisch argumentiert vom BZÖ (Abg. Dr. Graf: Das ist eine ernste Sache, das Parlament!), es geht bis zum Besserwisserischen der FPÖ und zur wehleidigen Argumentation der ÖVP, es wimmelt von Rücktrittsaufforderungen – jeder fordert jeden zum Rücktritt auf –, und die im Misstrauensantrag enthaltenen Beschwerden sind ja teilweise wirklich sehr kindisch. Dort wird dem Minister unterstellt, er hätte zu wenig für Scharfschießen übrig, er würde Angriffe auf Rechtsgüter Österreichs ermöglichen – das hat auch Kollege Dolinschek gesagt – und ohnehin nicht die Zustimmung zu einem Einsatz außerhalb des österreichischen Luftraums geben. – Gott sei Dank, kann ich nur sagen!
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich glaube, je größer die Aufregung um einen Minister ist, desto stärker deutet das darauf hin, dass dieser Minister auf dem Weg ist, zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten in Österreich zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich festhalten, dass es erstens wichtig ist, die Bedingungen für die Frauen, die jetzt beim Bundesheer sind, zu evaluieren und zu verbessern. Zweitens ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Drop-out-Quote massiv gesenkt wird, damit drittens das Bundesheer für mehr Frauen eine attraktive Wahl ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Faul
Ich werfe Ihnen nicht in erster Linie vor, dass Sie sich bei den Budgetverhandlungen nicht ausreichend durchgesetzt haben. Was ich Ihnen vorwerfe (Zwischenruf des Abg. Faul) – ja, das sage ich Ihnen gleich, lieber Kollege –, was ich Ihnen jetzt vorwerfe – und das haben Sie jetzt wieder gemacht –, ist, dass Sie die Notwendigkeiten nicht ausreichend darstellen, dass Sie hier sagen, Sie geben eine Garantie für die Finanzierung der Bundesheerreform ab. Kollege Bösch hat schon gesagt, das können Sie gar nicht, weil die Bundesheerreformkommission selbst einen Budgetrahmen festgelegt hat, den Sie hier nicht nur nicht erreichen, sondern Sie kommen nicht einmal in die Nähe. (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen für die ganzen Beschaffungsvorgänge!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen für die ganzen Beschaffungsvorgänge!
Ich werfe Ihnen nicht in erster Linie vor, dass Sie sich bei den Budgetverhandlungen nicht ausreichend durchgesetzt haben. Was ich Ihnen vorwerfe (Zwischenruf des Abg. Faul) – ja, das sage ich Ihnen gleich, lieber Kollege –, was ich Ihnen jetzt vorwerfe – und das haben Sie jetzt wieder gemacht –, ist, dass Sie die Notwendigkeiten nicht ausreichend darstellen, dass Sie hier sagen, Sie geben eine Garantie für die Finanzierung der Bundesheerreform ab. Kollege Bösch hat schon gesagt, das können Sie gar nicht, weil die Bundesheerreformkommission selbst einen Budgetrahmen festgelegt hat, den Sie hier nicht nur nicht erreichen, sondern Sie kommen nicht einmal in die Nähe. (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen für die ganzen Beschaffungsvorgänge!)
Abg. Reheis: Das ist eine Unterstellung!
Sie hätten ja wirklich Verbündete, ich sage Ihnen das. Denn wir wissen alle ganz genau, wie schwierig das Amt eines Verteidigungsministers und Verteidigungspolitikers ist. Und Sie wissen auch ganz genau, dass auch meine Fraktion Ihnen diese Kooperation angeboten hat. Die Kritik von uns ist nicht, dass Sie Zivildiener gewesen sind. Das war unser Vorbehalt am Anfang, weil wir gesagt haben, jemand, der es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, selbst Dienst mit der Waffe zu versehen, wird wahrscheinlich die Konsequenz, die in diesem Ressort notwendig ist, nicht aufbringen, um gegen alle Widerstände das Ressort erfolgreich zu führen. (Abg. Reheis: Das ist eine Unterstellung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Nicht einen Kontakt, Herr Minister, hat es gegeben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Seien Sie jetzt einmal still, Sie müssen nicht überall dreinreden, wovon Sie keine Ahnung haben! Die Justiz kommt nachher dran, da können Sie dann reden! – Kein Kontakt zu unserem Wehrsprecher Dolinschek, auch nicht zu mir in 100 Tagen Ministeramt. Kollege Gaál weiß es. Er hat zwar immer kritisiert, wir haben uns noch immer zu wenig um ihn gekümmert. Aber das hätten wir uns nicht getraut, dass es 100 Tage Ministerschaft mit einem Oppositionspolitiker Toni Gaál gibt, an dem es nicht einen Kontakt gegeben hat zwischen dem Minister und dem Wehrsprecher der SPÖ in der Opposition. Und das ist es, was wir Ihnen vorwerfen.
Bundesminister Mag. Darabos: Die ist unter Schwarz-Blau eliminiert worden, nicht unter meiner ...!
Die Miliz, es ist angesprochen worden, was ist damit? Jetzt haben wir groß gesagt, neue Situation, neue Aufgaben für die Miliz. Wo sind denn die neuen Aufträge für die Miliz? – Und das wäre sinnvoll. Irgendwer hat es gesagt: Anti-Terror. Natürlich. Da wäre eine Aufgabe für eine Freiwilligenmiliz, für ein Milizkader, das motiviert ist und das sagt, ja, wir wollen einen realistischen Auftrag haben. (Bundesminister Mag. Darabos: Die ist unter Schwarz-Blau eliminiert worden, nicht unter meiner ...!) – Wir haben sie nicht eliminiert, lieber Herr Bundesminister, sondern es geht darum, neue Aufgaben zu definieren. Wenn Sie die truppenübende ... (Bundesminister Mag. Darabos: ... die Miliz eine Bewertung bekommen!) – Na da bin ich aber gespannt, Herr Minister.
Bundesminister Mag. Darabos: ... die Miliz eine Bewertung bekommen!
Die Miliz, es ist angesprochen worden, was ist damit? Jetzt haben wir groß gesagt, neue Situation, neue Aufgaben für die Miliz. Wo sind denn die neuen Aufträge für die Miliz? – Und das wäre sinnvoll. Irgendwer hat es gesagt: Anti-Terror. Natürlich. Da wäre eine Aufgabe für eine Freiwilligenmiliz, für ein Milizkader, das motiviert ist und das sagt, ja, wir wollen einen realistischen Auftrag haben. (Bundesminister Mag. Darabos: Die ist unter Schwarz-Blau eliminiert worden, nicht unter meiner ...!) – Wir haben sie nicht eliminiert, lieber Herr Bundesminister, sondern es geht darum, neue Aufgaben zu definieren. Wenn Sie die truppenübende ... (Bundesminister Mag. Darabos: ... die Miliz eine Bewertung bekommen!) – Na da bin ich aber gespannt, Herr Minister.
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Sie haben bis heute auch noch nicht gesagt, wenn Sie schon aussteigen wollen, welche Alternativen Sie über das Jahr 2008 in dieses Projekt setzen, wie man diese Aufgabe erfüllen soll. Sie sagen, die F-5 sei ausreichend bis 2008. Ich habe immer Kritik an den fotografierenden Draken gehört. Das sei keine Luftraumüberwachung. Die F-5 ist genau so ein Gerät, das ist eine Notlösung, die nur bei schönem Wetter die Aufgaben der Luftraumüberwachung übernehmen kann. Sie als Verteidigungsminister ... (Zwischenruf des Abg. Broukal.) – Nein, das habe ich immer gesagt, auch beim Draken, lieber Freund!
Abg. Broukal: Ich bin kein Gegner der Landesverteidigung! Ich war 20 Jahre vor Ihnen beim Bundesheer!
Wenn das ein Finanzminister sagt, wenn das ein Gegner der Landesverteidigung sagt, ist das in Ordnung. (Abg. Broukal: Ich bin kein Gegner der Landesverteidigung! Ich war 20 Jahre vor Ihnen beim Bundesheer!) Aber der Verteidigungsminister muss doch versuchen, das beste Gerät für die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Landes zu bekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn das ein Finanzminister sagt, wenn das ein Gegner der Landesverteidigung sagt, ist das in Ordnung. (Abg. Broukal: Ich bin kein Gegner der Landesverteidigung! Ich war 20 Jahre vor Ihnen beim Bundesheer!) Aber der Verteidigungsminister muss doch versuchen, das beste Gerät für die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Landes zu bekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß schon, die Ankündigungen sind auch so, dieser Antrag wird keine Mehrheit finden. Aber ich sage Ihnen eines: Jeder von uns hier hat auch dann Mitverantwortung zu tragen, wenn auf Grund Ihrer Amtstätigkeit im Ernstfall nicht die ausreichende Sicherheit für die Republik Österreich und ihre Bevölkerung gewährleistet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: So lernt man halt, Anträge nicht mehr ernst zu nehmen! – Abg. Rädler: Sie können ja mitstimmen, Herr Jarolim!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Höfinger. 4 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: So lernt man halt, Anträge nicht mehr ernst zu nehmen! – Abg. Rädler: Sie können ja mitstimmen, Herr Jarolim!)
Beifall bei der ÖVP.
Gleich vorweg, Herr Kollege Scheibner: Ich finde aber auch den Misstrauensantrag überzogen. Die Ausführungen der Kollegen Pilz und Kogler haben sich sowieso am Rande der Lächerlichkeit befunden und waren dieses Hauses unwürdig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Warum hat die SPÖ massiv versucht, den Gripen zu forcieren, obwohl wir auch aus dem Gutachten des Rechnungshofes wissen, dass dieses Angebot überteuert war, dass es nicht den Qualitätsanforderungen entspricht? (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Wieso gab es dazu eine Präsentation im SPÖ-Klub? Das hat es sonst nirgends gegeben. – Hierauf erwarten wir einmal klipp und klare Antworten.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, Sie haben es heute angesprochen: Eine Verringerung der Stückzahl oder gar eine ersatzlose Abschaffung, das ist keine Senkung und kein Rabatt, das ist kein Einsparen, das ist ein Anschlag auf die Sicherheit dieses Landes, auf die Sicherheit der Menschen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Die Redezeit ist zu Ende!
Ich möchte noch einen Punkt ansprechen: Das ist die Förderung des Spitzensports im österreichischen Bundesheer, der zum einen nach innen wirkt als Motivation für die Angehörigen und die Bediensteten im österreichischen Bundesheer, zum Zweiten aber auch natürlich als Aushängeschild des österreichischen Bundesheeres, als Werbung dient und bei internationalen Großveranstaltungen Österreich immer wieder großes Ansehen verschafft. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Die Redezeit ist zu Ende!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: 2 Minuten zu viel!
Bundesheer und der Sicherheit dieses Landes Genüge tun. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: 2 Minuten zu viel!)
Abg. Scheibner: Der macht das gut!
Abgeordnete Mag. Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, ich mache Ihnen jetzt einmal einen konstruktiven Vorschlag: Vielleicht könnten Sie morgen Vormittag eine Misstrauensantrag einbringen, nämlich gegen den Minister für Wirtschaft und Arbeit. Das würde sozusagen dem täglichen Arbeitsrhythmus Ihrer Fraktion entsprechen. (Abg. Scheibner: Der macht das gut!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie können ihn ja machen!
Dieser Misstrauensantrag hätte unseres Erachtens vielleicht ein bisschen mehr Diskussionswürdigkeit als derjenige, den Sie heute stellen. – Das nur eingangs. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie können ihn ja machen!)
Abg. Scheibner: Das tut wirklich weh, Frau Kollegin!
Deswegen denke ich, wenn ich mir das Budget genauer anschaue – ich habe inzwischen verschiedenste Ausschüsse kennengelernt, der Verteidigungsausschuss ist jetzt in meiner Allgemeinbildung im Parlament der letzte, ich kenne schon alle –, ist es wirklich interessant, vor allem wenn man sich anschaut, was die „F-5 Tiger“-Leasinggeräte aus der Schweiz kosten. Da waren für 2006 17,5 Millionen € budgetiert. Die Lufthoheit, die Sicherheit Österreichs war ja gewährleistet angesichts dessen, dass wir 17,5 Millionen € für die Sicherung des Luftraumes aufgewendet haben. (Abg. Scheibner: Das tut wirklich weh, Frau Kollegin!) – Meine Güte, so ist es ja. Die SAAB sind ja auch noch immer unterwegs. Sie haben schon Recht, die sind alt, die müssen ergänzt werden oder irgendwie ersetzt werden oder es muss eine andere Lösung gefunden werden.
Abg. Scheibner: Notlösung!
Nur ich sage de facto, das war Ihre Regierung noch, Herr Kollege Scheibner, als Sie in der Regierungsfraktion gesessen sind, die das Auslangen mit 17,5 Millionen für die F-5 gefunden hat. (Abg. Scheibner: Notlösung!) – Ja, ist ja gegangen.
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie in Ihr eigenes Budget! Schauen Sie in Ihr eigenes Bundesheer, in die einzelnen Abteilungen, da werden Sie sehen, dass es nicht reicht! Darum sage ich: streichen der Kampfflugzeuge, aussteigen aus den Verträgen und neu beginnen zu einer ordentlichen Zukunft der Landesverteidigung im Sinne des Ergebnisses der Bundesheerreformkommission. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Magen!
Was mich aber bei den Überlegungen dann doch stutzig macht: War es denn nicht vielleicht Frust, Herr Alt-Verteidigungsminister Scheibner, dass Sie auf Grund der Arbeit des Untersuchungsausschusses feststellen mussten, dass in Zeiten, als Sie Minister waren, als die Flieger zu beschaffen waren, Ihr eigener Parteikollege, Ihr eigener Finanzminister, der nicht einmal Zivildiener war – meines Wissens hat er Plattfüße angeführt, um nicht zum Bundesheer zu müssen (Abg. Scheibner: Magen!), oder Magen, das ist genauso tragisch; ich will aber nicht unterstellen, dass es damals nicht wirklich so war –, ohne Ihr Wissen – Sie haben das selber auch zugegeben! –
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Herr Kollege Murauer, der Eurofighter-Ausschuss trägt ja das Seine dazu bei, aber eines wird letztlich doch herauskommen: Wir werden gemeinsam draufkommen, dass die Landesverteidigung nur gemeinsam zu bewerkstelligen ist. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Murauer: Der Herr Bundesminister redet nicht einmal mit dem Koalitionspartner, schon gar nicht mit der Opposition!
Durch gegenseitige Schuldzuweisungen wird man Österreich nicht helfen können. Fehler, die gemacht wurden, werden aufgezeigt, sollte man eingestehen. Zur Zeit auch mit der Opposition zu verhandeln, sie in Überlegungen bei Flugzeugkäufen einzuplanen, wäre gut gewesen. (Abg. Murauer: Der Herr Bundesminister redet nicht einmal mit dem Koalitionspartner, schon gar nicht mit der Opposition!) Das wollten Sie nicht. Heute versuchen Sie, die Flucht daraus zu untermauern, dass Sie uns unterstellen, die SPÖ wäre für Gripen gewesen. Die SPÖ war für überhaupt kein Flugzeug! Man wurde gar nicht gefragt. Man hat ja gar nicht das Wissen in Erwägung gezogen, was die Opposition denkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Durch gegenseitige Schuldzuweisungen wird man Österreich nicht helfen können. Fehler, die gemacht wurden, werden aufgezeigt, sollte man eingestehen. Zur Zeit auch mit der Opposition zu verhandeln, sie in Überlegungen bei Flugzeugkäufen einzuplanen, wäre gut gewesen. (Abg. Murauer: Der Herr Bundesminister redet nicht einmal mit dem Koalitionspartner, schon gar nicht mit der Opposition!) Das wollten Sie nicht. Heute versuchen Sie, die Flucht daraus zu untermauern, dass Sie uns unterstellen, die SPÖ wäre für Gripen gewesen. Die SPÖ war für überhaupt kein Flugzeug! Man wurde gar nicht gefragt. Man hat ja gar nicht das Wissen in Erwägung gezogen, was die Opposition denkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist das heutige Problem, und an dem werden Sie zu kauen haben. Ich werde Ihnen allerdings helfen, den Kloß zu verkleinern. Wir werden die Untersuchung zu Ende führen und dann gemeinsam Entscheidungen treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Da gebe ich dir recht!
Das Militär in Österreich, unser Bundesheer bekommt immer zu viel, um zu sterben, und zu wenig, um zu leben. Das Einzige, was man gemacht hat, ist, dass man das Instrument Bundesheer, das Instrument der Mannschaft dort parteipolitisch verwendet hat. Das war schon unter Prader so, als das Bundesheer die Hochburg des ÖAAB wurde – und das sollte es nicht sein. (Abg. Parnigoni: Da gebe ich dir recht!) Das Bundesheer ist unser aller Anliegen, es ist unsere Landesverteidigung (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schalle), es sind wir, es ist unsere Jugend, die dort Dienst an der Waffe macht! Unsere Jugend – und was hat man der alles zugemutet?
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schalle
Das Militär in Österreich, unser Bundesheer bekommt immer zu viel, um zu sterben, und zu wenig, um zu leben. Das Einzige, was man gemacht hat, ist, dass man das Instrument Bundesheer, das Instrument der Mannschaft dort parteipolitisch verwendet hat. Das war schon unter Prader so, als das Bundesheer die Hochburg des ÖAAB wurde – und das sollte es nicht sein. (Abg. Parnigoni: Da gebe ich dir recht!) Das Bundesheer ist unser aller Anliegen, es ist unsere Landesverteidigung (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schalle), es sind wir, es ist unsere Jugend, die dort Dienst an der Waffe macht! Unsere Jugend – und was hat man der alles zugemutet?
Abg. Riepl: So ist es richtig!
Ich erinnere mich, als ich 1970/71 als Einjährig-Freiwilliger in Glasenbach diente: Was hatten wir an? Wie musste ich mich als Schärdinger schämen, der ich drüben in Neuhaus und in Passau Freunde hatte, die in der Bundeswehr dienten?! Wie waren die ausgerüstet und wie waren wir ausgerüstet? Weil eben das Bundesheer zu wenig zum Sterben ... (Abg. Riepl: So ist es richtig!) – zu viel zum Sterben, aber zu wenig zum Leben hatte!
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dolinschek.
Ganz abschließend: Irgendjemand hat gesagt, die Grünen haben nur ein Ziel, sie wollen den Eurofighter abschaffen. – Nein, meine Damen und Herren! Die Grünen – und ich fürchte auch einige von den Sozialdemokraten – haben nur ein Ziel, sie wollen das Militär abschaffen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dolinschek.)
Abg. Pfeffer: Na bitte!
Herr Bundesminister Darabos, ich bedauere es wirklich, sagen zu müssen: Wir haben leider manchmal den Eindruck, dass Sie noch immer nicht bei Ihrem Amt als Verteidigungsminister der Republik Österreich angekommen sind. (Abg. Pfeffer: Na bitte!) Ich sage das, meine Damen und Herren ... (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!) Ich sage das, weil Sie damit auch die Unterstützung und das Vertrauen des Koalitionspartners durch Ihr Verhalten und auch durch Ihre Aussagen auf eine harte Probe stellen. Und wir bedauern das, meine Damen und Herren! (Abg. Pfeffer: Wir auch!) Ich möchte das ausdrücklich sagen.
Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!
Herr Bundesminister Darabos, ich bedauere es wirklich, sagen zu müssen: Wir haben leider manchmal den Eindruck, dass Sie noch immer nicht bei Ihrem Amt als Verteidigungsminister der Republik Österreich angekommen sind. (Abg. Pfeffer: Na bitte!) Ich sage das, meine Damen und Herren ... (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!) Ich sage das, weil Sie damit auch die Unterstützung und das Vertrauen des Koalitionspartners durch Ihr Verhalten und auch durch Ihre Aussagen auf eine harte Probe stellen. Und wir bedauern das, meine Damen und Herren! (Abg. Pfeffer: Wir auch!) Ich möchte das ausdrücklich sagen.
Abg. Pfeffer: Wir auch!
Herr Bundesminister Darabos, ich bedauere es wirklich, sagen zu müssen: Wir haben leider manchmal den Eindruck, dass Sie noch immer nicht bei Ihrem Amt als Verteidigungsminister der Republik Österreich angekommen sind. (Abg. Pfeffer: Na bitte!) Ich sage das, meine Damen und Herren ... (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!) Ich sage das, weil Sie damit auch die Unterstützung und das Vertrauen des Koalitionspartners durch Ihr Verhalten und auch durch Ihre Aussagen auf eine harte Probe stellen. Und wir bedauern das, meine Damen und Herren! (Abg. Pfeffer: Wir auch!) Ich möchte das ausdrücklich sagen.
Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Grillitsch: Das ist eine ungeheuerliche Arroganz!
Ich finde es nicht in Ordnung, was auch Kollege Scheibner schon beklagt hat, dass zum Beispiel unser Verteidigungssprecher noch immer keinen Termin beim Herrn Verteidigungsminister erhalten hat, um mit ihm über grundsätzliche Probleme zu beraten. (Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Grillitsch: Das ist eine ungeheuerliche Arroganz!) Gott sei Dank ist das nicht in allen Ministerien so. Ich zum Beispiel habe mit dem Herrn Kollegen Faymann ein ganz ausgezeichnetes Verhältnis, und wir sprechen auch über die grundsätzlichen Probleme des Verkehrsressorts. So sollte es auch in dieser Frage und bei diesen wichtigen Bereichen der Landesverteidigung sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es nicht in Ordnung, was auch Kollege Scheibner schon beklagt hat, dass zum Beispiel unser Verteidigungssprecher noch immer keinen Termin beim Herrn Verteidigungsminister erhalten hat, um mit ihm über grundsätzliche Probleme zu beraten. (Zwischenruf des Abg. Faul. – Abg. Grillitsch: Das ist eine ungeheuerliche Arroganz!) Gott sei Dank ist das nicht in allen Ministerien so. Ich zum Beispiel habe mit dem Herrn Kollegen Faymann ein ganz ausgezeichnetes Verhältnis, und wir sprechen auch über die grundsätzlichen Probleme des Verkehrsressorts. So sollte es auch in dieser Frage und bei diesen wichtigen Bereichen der Landesverteidigung sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Sicher – dazu stehen wir auch! –: Dieser Vertrag kann auch unter bestimmten Bedingungen aufgelöst werden, meine Damen und Herren, und das ist auch gut so! Solange aber diese Kriterien und diese Bedingungen nicht zweifelsfrei erfüllt sind, halten wir es für politisch nicht opportun und für sachlich nicht gerechtfertigt und auch nicht dem internationalen Ansehen Österreichs zuträglich, wenn Sie ständig den Eindruck erwecken, Sie wären ein Minister für die Auflösung dieses Vertrages und nicht einer, der loyal zu den Verträgen dieser Republik Österreich steht, solange diese rechtsgültig sind und keine Kriterien, keine Bedingungen, keine Notwendigkeit für die Auflösung solcher Verträge gegeben ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Beifall bei der ÖVP.
gen, aber Ihre erste Aufgabe ist es nun einmal, für die militärische Sicherheit für Österreich zu sorgen – und zwar, diese auch im Luftraum zu gewährleisten und nicht primär an populistische Wahlversprechen in der Vergangenheit zu denken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ich muss Ihnen leider sagen: Die Verantwortung für die Sicherheitspolitik Österreichs zu tragen, ist nun einmal etwas anderes, als Wahlkampfmanager einer Partei zu sein, und verlangt auch andere Prioritäten und Haltungen – und das vermissen wir schmerzlich, aber wir hoffen, dass sich das in den nächsten Monaten ändert. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, was hat er festgestellt? – Abg. Dr. Schüssel – in Richtung des Abg. Mag. Kogler –: Bestbieter!
Meine Damen und Herren, wir wissen, der Ankauf der Eurofighter war eine der bestgeprüften Beschaffungsaktionen der Zweiten Republik. Der Rechnungshof hat das mehrfach festgestellt. (Abg. Mag. Kogler: Ja, was hat er festgestellt? – Abg. Dr. Schüssel – in Richtung des Abg. Mag. Kogler –: Bestbieter!)
Abg. Dr. Fekter: Redezeit!
Meine Damen und Herren! Auf all diese Fragen, auf all diese unvorhergesehenen Risiken sind Sie jedenfalls unserer Meinung nach eine überzeugende Antwort schuldig geblieben. (Abg. Dr. Fekter: Redezeit!) Das bedauern wir sehr, aber diese Verantwortung werden wir einfordern müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Auf all diese Fragen, auf all diese unvorhergesehenen Risiken sind Sie jedenfalls unserer Meinung nach eine überzeugende Antwort schuldig geblieben. (Abg. Dr. Fekter: Redezeit!) Das bedauern wir sehr, aber diese Verantwortung werden wir einfordern müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Aber bitte ermöglichen Sie das doch! – Abg. Grillitsch: Das sollte man dem Herrn Minister sagen!
Abgeordnete Katharina Pfeffer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Kukacka, uns geht es auch um eine gemeinsame Sicherheitspolitik im militärischen Bereich. Ich ersuche Sie alle: Gehen wir gemeinsam diesen Weg! (Abg. Murauer: Aber bitte ermöglichen Sie das doch! – Abg. Grillitsch: Das sollte man dem Herrn Minister sagen!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Bemühungen für einen Vertragsausstieg oder zumindest eine Reduzierung der zu kaufenden Eurofighter müssen weitergeführt werden. Das sind wir unserer Bevölkerung schuldig, und hier vertraue ich auf Sie, Herr Verteidigungsminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! All jenen, die noch immer Kritik an der Person unseres Verteidigungsministers üben, möchte ich mitgeben: Ich bin mit Norbert Darabos schon einige Jahre des politischen Weges gegangen und kenne ihn als jemanden, der ehrlich bemüht ist, Lösungen zu finden, und seien sie noch so verzwickt. Ich glaube, einige von Ihnen unterschätzen ihn noch immer, aber Sie werden eines Besseren belehrt werden – das verspreche ich Ihnen. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Bedanken möchte ich mich zum Schluss aber auch bei den Soldatinnen und Soldaten und ihren Vorgesetzten im nationalen und internationalen Einsatz für ihre Arbeit im Dienste der Sicherheit unserer österreichischen Bevölkerung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Dolinschek.
Herr Abgeordneter Scheibner, ich denke, es ist äußerst unfair, wenn Sie hier Minister Darabos Vorwürfe machen und ihm Ihr Misstrauen ausdrücken. Er ist derjenige, der jetzt Fehler und Versäumnisse ausbügeln muss, die bereits unter Ihrer Verantwortung als Minister begonnen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, unser Herr Minister ist in seinem Amt sehr wohl bereits angekommen und er macht einen guten Job, denn sonst würde es nicht so viel Kritik an ihm geben. – Herr Minister, alle Gute! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: ... der Kräuter!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Irgendwie ist das die Begegnung der sonderbaren Art: Hier werden Verursacher zu Klägern und Richtern; jene, die Baustellen anprangern, sind eigentlich jene, die die Baumeister dieser Baustellen sind; und wenn man den hier und heute vorliegenden Antrag liest, dann hat man – mit den vielen Konjunktiven, Verdächtigungen und Vermutungen, die da drinnen stehen – irgendwie das Gefühl, dass hier jemand am Werk war, der wahrsagerische Fähigkeiten hat. (Abg. Murauer: ... der Kräuter!) Ich habe, zum Beispiel bei der Vermutung, welchen Einsätzen der Herr Bundesminister zustimmen oder eventuell nicht zustimmen wird, schon das Gefühl, dass Herr Kollege Scheibner und sein Kollege Westenthaler in den letzten Tagen, als sie diesen Antrag geschrieben haben, eher das Orakel befragt oder die Glaskugel zu Rate gezogen haben.
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist für mich – und das stelle ich in den persönlichen und direkten Gesprächen mit unseren Soldatinnen und Soldaten immer wieder fest –, dass wir heute in Österreich für unsere Landesverteidigung einen Bundesminister haben, der frischen Wind in das österreichische Bundesheer hineinbringen wird und der hinter den Soldatinnen und Soldaten steht – und das ist den Menschen draußen in den Kasernen wichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: Genau! Das ist eine gescheite ...!
Lassen Sie mich noch einen Satz sagen, da mir das ganz einfach wichtig ist: Herr Kollege Peter Pilz hat in seinem Statement beziehungsweise in seiner Rede gesagt, dass ihm noch viel zu wenige Kasernen in Österreich geschlossen werden sollen, dass noch um 30 zu wenig geschlossen werden. – Ich möchte Herrn Kollegen Pilz in meinen Bezirk einladen, dass er direkt vor Ort mit unseren Soldatinnen und Soldaten spricht, mit den Menschen in unserer Region, denen die Kaserne nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Schutz für unsere Bevölkerung – und das nicht nur in Katastropheneinsätzen – wichtig ist. Da möchte ich Herrn Kollegen Pilz einladen, wenn er es wagt, zu uns in den Bezirk zu kommen (Abg. Jakob Auer: Genau! Das ist eine gescheite ...!) und mit uns die Menschen dort vor Ort zu treffen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich noch einen Satz sagen, da mir das ganz einfach wichtig ist: Herr Kollege Peter Pilz hat in seinem Statement beziehungsweise in seiner Rede gesagt, dass ihm noch viel zu wenige Kasernen in Österreich geschlossen werden sollen, dass noch um 30 zu wenig geschlossen werden. – Ich möchte Herrn Kollegen Pilz in meinen Bezirk einladen, dass er direkt vor Ort mit unseren Soldatinnen und Soldaten spricht, mit den Menschen in unserer Region, denen die Kaserne nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Schutz für unsere Bevölkerung – und das nicht nur in Katastropheneinsätzen – wichtig ist. Da möchte ich Herrn Kollegen Pilz einladen, wenn er es wagt, zu uns in den Bezirk zu kommen (Abg. Jakob Auer: Genau! Das ist eine gescheite ...!) und mit uns die Menschen dort vor Ort zu treffen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Kollege Scheibner, wenn Sie gestern am Abend den „Report“ angeschaut und das Statement von Professor Welser – Gutachter, Sachverständiger – gehört hätten, dann hätten Sie Ihren Misstrauensantrag heute wahrscheinlich gegen sich selbst und gegen diejenigen gerichtet, die damals beim Eurofighter-Ankauf dabei gewesen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Minister, würden Sie einen russischen Kühlschrank kaufen?, haben Sie gesagt: Na gut, dann müssen wir eben etwas Besseres kaufen! – So fängt es an. Das war dubios genug. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ihre Rede!
Herr Bundesminister außer Dienst Scheibner, zu Ihren Aussagen betreffend – dubiose – Fliegerzahlen und Flugstundenzahlen: Sie haben uns damals weismachen wollen, dass wir bei dem neuen Bedrohungsszenario in Europa 365 Tage 24 Stunden in der Luft sein müssen, und danach haben Sie die Flugstunden berechnet! – Na, wenn das nicht dubios ist, was dann? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ihre Rede!)
Abg. Scheibner: Sie sind ja ein richtiger „Experte“! – Vielleicht könnten Sie den Minister machen?
Herr Bundesminister außer Dienst, ich denke an die dubiose Ausschreibung und vor allem an dieses Nachbieterspiel: In dem Moment, wo Entscheidungen schon getroffen waren, sind noch Richtlinien festgelegt worden, die zu dieser Entscheidung geführt haben. (Abg. Scheibner: Sie sind ja ein richtiger „Experte“! – Vielleicht könnten Sie den Minister machen?)
Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“, ... war Bestbieter!
Herr Bundesminister außer Dienst Scheibner: Richtlinien in der Bestbieterermittlung: Haben Sie im normalen Geschäftsleben schon einmal erlebt, dass ein Objekt gegenüber einem anderen Objekt zwar im Ankauf teurer ist, aber nach neun Jahren oder bei 18-Halbjahresraten-Kreditfinanzierung dann plötzlich billiger wird? – Und als ich den Bundeskanzler gefragt habe, wie es das geben kann, hat er gesagt: Ich verstehe es zwar auch nicht, aber der Computer hat es so ausgeworfen! (Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“, ... war Bestbieter!) – Na, das ist dubios, lieber Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“!
Herr Bundesminister außer Dienst Scheibner: Richtlinien in der Bestbieterermittlung: Haben Sie im normalen Geschäftsleben schon einmal erlebt, dass ein Objekt gegenüber einem anderen Objekt zwar im Ankauf teurer ist, aber nach neun Jahren oder bei 18-Halbjahresraten-Kreditfinanzierung dann plötzlich billiger wird? – Und als ich den Bundeskanzler gefragt habe, wie es das geben kann, hat er gesagt: Ich verstehe es zwar auch nicht, aber der Computer hat es so ausgeworfen! (Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“, ... war Bestbieter!) – Na, das ist dubios, lieber Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist ja nicht „billiger geworden“!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Jetzt möchte ich Sie noch an die dubioseste aller Entscheidungen erinnern: Sie gehen mit einem fertigen Gripen-Antrag hinein zum Frühstück, dann gibt es das Semmerl und der Kaffee war ein bisschen heiß – und kommen heraus mit dem Eurofighter! – War das nicht auch dubios, Herr Bundesminister außer Dienst? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Scheibner: Der BAWAG nicht!
Weiters denke ich noch an die Kreditaufnahme: Herr Scheibner, würden Sie in Ihrem Privatleben, wenn Sie für sich oder für Ihre Frau ein Auto kaufen, die Kreditvermittlung demjenigen überlassen, der Ihnen das Auto anbietet? (Abg. Scheibner: Der BAWAG nicht!) – Da denke ich mir schon: Da hätten Sie sich selbst darum gekümmert! (Abg. Scheibner: Da haben Sie schon Recht: Der BAWAG nicht!)
Abg. Scheibner: Da haben Sie schon Recht: Der BAWAG nicht!
Weiters denke ich noch an die Kreditaufnahme: Herr Scheibner, würden Sie in Ihrem Privatleben, wenn Sie für sich oder für Ihre Frau ein Auto kaufen, die Kreditvermittlung demjenigen überlassen, der Ihnen das Auto anbietet? (Abg. Scheibner: Der BAWAG nicht!) – Da denke ich mir schon: Da hätten Sie sich selbst darum gekümmert! (Abg. Scheibner: Da haben Sie schon Recht: Der BAWAG nicht!)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Herr Scheibner, ich habe zum selben Zeitpunkt, wo Sie, und zwar nicht durch die Bundesfinanzierungsagentur – und da steckt auch der Bundeskanzler ganz stark dahinter –, sondern von EADS selbst angeboten, zu 4,48 Prozent finanziert haben, in meiner Stadt, mit einer geringeren Rate als Triple-A, ein Kunsthaus finanziert mit – soll ich es Ihnen sagen? – 3,0 Prozent! – 1,5 Prozent habt ihr verschissen und verschenkt die ganze Zeit! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Diese Rede war nicht zu retten!
Abgeordneter Christian Faul (fortsetzend): Und wenn Sie heute herauskommen, Herr Bundesminister, und hier „herumtaubern“, und Kollege Murauer auch, und dann noch junge Kollegen hier herschicken, dann denke ich mir auch eines, was für mich doch dubios ist: Sie wollen heute nur mehr retten, was noch zu retten ist! – Sie werden wahrscheinlich wissen, was ich meine. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Diese Rede war nicht zu retten!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich warne Sie: Lassen Sie sich nicht in die Irre führen! – Und sonst alles Gute! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Tatsache ist, dass es 2007 nur ein Zwischenhoch gibt, dass aber, wenn man dann die Zahlen von 2008 mit jenen von 2005 vergleicht, nur um 14 Justizwachebeamte mehr vorgesehen sind und 31 Stellen beim nichtrichterlichen Personal weniger. – Also ein Umstand, der bei den steigenden Kriminalitätszahlen beim besten Willen nicht nachvollziehbar ist. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dolinschek: Wir von Ihnen auch nicht!
Der Bereich Bewährungshilfe bekommt mehr. Wir haben auch ein Haftentlastungspaket präsentiert bekommen, das wirklich Sinn macht, das zeigt, dass hier wieder mit Verstand, mit Sachverstand und wissenschaftlich an die Arbeit herangegangen worden ist. Es nutzt nichts, man darf nicht denken, dass man mit der Anhebung eines Strafsatzes – und das musste gestern leider Gottes auch wieder den Herren von der FPÖ kundgetan werden; vom BZÖ erwarte ich mir sowieso nichts (Abg. Dolinschek: Wir von Ihnen auch nicht!) – schon etwas ändert. Ich denke, mit den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ werden wir sicherlich noch eingehend darüber diskutieren, wann hier wirklich etwas wirkt.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Justizminister, noch einmal Gratulation. Wir sind auf dem richtigen Weg – ich danke. Wir sehen in eine gute Zukunft für die Justizpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Dank an die Beamtenschaft von Kollegem Pendl!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Fichtenbauer. Restredezeit Ihrer Fraktion: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Dank an die Beamtenschaft von Kollegem Pendl!)
Beifall bei der FPÖ.
Mangels Zeit schließe ich meine wertvollen Ausführungen und danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brosz: Ist er rechtskräftig verurteilt? Das ist eine einstweilige Verfügung!
Der Staatsanwaltschaft kann dieses Erkenntnis des Straflandesgerichtes nicht verborgen geblieben sein, da ja gestern den ganzen Tag lang in den Medien darüber berichtet worden ist. (Abg. Brosz: Ist er rechtskräftig verurteilt? Das ist eine einstweilige Verfügung!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Der Pilz soll zurücktreten! – Abg. Brosz: Nicht rechtskräftig!
Wenn man dieses Delikt verwirklicht hat oder der Verdacht dahin geht, hat die Staatsanwaltschaft einzuschreiten. Und dass hier ein Verdacht auf Grund der Erstverurteilung – auch wenn sie nicht rechtskräftig ist – begründet ist (Abg. Mag. Donnerbauer: Der Pilz soll zurücktreten! – Abg. Brosz: Nicht rechtskräftig!), ist in Wirklichkeit geeignet, dass die Staatsanwaltschaft einschreitet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man dieses Delikt verwirklicht hat oder der Verdacht dahin geht, hat die Staatsanwaltschaft einzuschreiten. Und dass hier ein Verdacht auf Grund der Erstverurteilung – auch wenn sie nicht rechtskräftig ist – begründet ist (Abg. Mag. Donnerbauer: Der Pilz soll zurücktreten! – Abg. Brosz: Nicht rechtskräftig!), ist in Wirklichkeit geeignet, dass die Staatsanwaltschaft einschreitet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Es wird Zeit, dass etwas getan wird!
Frau Minister Berger, ich frage Sie daher: Ist die Staatsanwaltschaft diesbezüglich schon eingeschritten? Und wenn nicht, was gedenken Sie zu tun, um hier dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen? (Abg. Jakob Auer: Es wird Zeit, dass etwas getan wird!)
Ruf bei der FPÖ: In der Karwoche ist das besonders verwerflich!
Insbesondere Veröffentlichungen auch in der Karwoche begründen den Verdacht, denn am 4. April sind Unterlagen ins Parlament gekommen, und unmittelbar darauf hat es Veröffentlichungen in den Medien gegeben. (Ruf bei der FPÖ: In der Karwoche ist das besonders verwerflich!) Auch hier liegt der begründete Verdacht vor, dass gegen die Bestimmungen des Strafgesetzbuches verstoßen wurde.
Abg. Brosz: Sie dürfen das Wort „Budget“ auch gebrauchen!
Wir Abgeordnete sind angelobt auf die Einhaltung der Gesetze, und insbesondere jene Abgeordneten, die im Untersuchungsausschuss arbeiten (Abg. Brosz: Sie dürfen das Wort „Budget“ auch gebrauchen!), sind angelobt auf Einhaltung der Vertraulichkeit. Dass der Vorsitzende dermaßen unverschämt die Gesetze bricht, ist ein Skandal! Er soll zurücktreten, denn es ist auch unvereinbar, ein derartiges Verfahren am Hals zu haben und den Vorsitz zu führen! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Wir Abgeordnete sind angelobt auf die Einhaltung der Gesetze, und insbesondere jene Abgeordneten, die im Untersuchungsausschuss arbeiten (Abg. Brosz: Sie dürfen das Wort „Budget“ auch gebrauchen!), sind angelobt auf Einhaltung der Vertraulichkeit. Dass der Vorsitzende dermaßen unverschämt die Gesetze bricht, ist ein Skandal! Er soll zurücktreten, denn es ist auch unvereinbar, ein derartiges Verfahren am Hals zu haben und den Vorsitz zu führen! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Diese Zensur durch Sie nehmen wir nicht zur Kenntnis! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Darmann. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten; das entspricht auch der Restredezeit Ihrer Fraktion. Ich bitte Sie, achten Sie auch ein bisschen auf die Sache, weil das war jetzt bei der Vorrednerin nicht ganz so optimal. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter: Diese Zensur durch Sie nehmen wir nicht zur Kenntnis! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wurde leider kein einziges Mal das Wort „Budget“ gesagt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte in aller Kürze zwei Punkte ansprechen (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wurde leider kein einziges Mal das Wort „Budget“ gesagt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen), denn mehr Zeit wird mir nicht bleiben.
Abg. Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf. – Abg. Steibl: Vom Präsidium runterschreien, das geht wirklich nicht!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Ich bitte um Ruhe, und ich bitte Frau Kollegin Fekter kurz zu mir, wenn es möglich ist. (Abg. Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf. – Abg. Steibl: Vom Präsidium runterschreien, das geht wirklich nicht!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (fortsetzend): Ich hoffe, das geht nicht auf meine Redezeit. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Was sollen die Dialoge da mit der ÖVP? Lassen Sie den Herrn Kollegen Darmann sprechen, er ist am Wort! – Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Darf der Kollege jetzt bitte fortsetzen! (Abg. Dolinschek: Was sollen die Dialoge da mit der ÖVP? Lassen Sie den Herrn Kollegen Darmann sprechen, er ist am Wort! – Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.)
Beifall beim BZÖ.
Monat und in den letzten Jahren stetig steigt, zu Rande zu kommen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Steibl: Auf gar keinen Fall! Sie können aber gerne herkommen! – Abg. Brosz: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Ich darf aber trotzdem noch einmal Frau Kollegin Fekter bitten, kurz zu mir zu kommen. – Bitte sehr, Frau Ministerin. (Abg. Steibl: Auf gar keinen Fall! Sie können aber gerne herkommen! – Abg. Brosz: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Frau Ministerin, Sie sind am Wort. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Weitere anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Dolinschek: Ist die Sitzung jetzt unterbrochen oder wie?
Ich darf um Ruhe bitten! Die Frau Ministerin ist am Wort! (Weitere anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Dolinschek: Ist die Sitzung jetzt unterbrochen oder wie?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Thema ist sicher auch, dass die Vereine sich spezialisieren sollen und es eher Vereine geben soll, die in der Opferhilfe tätig sind, und Vereine, die sich mit den Tätern beschäftigen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben da sicherlich keine Einsparungen gehabt. Ich stehe dazu: Wir brauchen wieder einen Jugendgerichtshof. Er bietet uns auch die Möglichkeit, dass wir zusätzliche Vollzugsplätze, die Sie ja einfordern, haben werden. Am Standort in der Baumgasse werden wir mindestens 350 zusätzliche Vollzugsplätze schaffen, und zwar mit dem Schwerpunkt Jugendliche. Aber wahrscheinlich werden wir auch Frauen aus dem Zentrum Wiens auf diesen neuen Standort bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gänze absitzen, sozusagen nicht zurückschieben, weil wir nicht wissen, aus welchen Ländern sie kommen. Wir sind in diesen Fällen darauf angewiesen, dass hier eine gewisse Mitarbeit erfolgt und die Ausreise sozusagen freiwilliger Natur ist, aber natürlich mit einem Aufenthaltsverbot abgesichert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Neu ist auch die Tatsache, dass die Opferschutzeinrichtungen nicht mehr politisch bekämpft werden oder den bestehenden Einrichtungen übergeordnete Stellen vorgesetzt werden, wie das die FPÖ- beziehungsweise BZÖ-Vorgänger/-Vorgängerin praktiziert haben. Ganz im Gegenteil: Es wird eine neue Opferhotline geben, eine Koordinationsstelle für Opferhilfe, und zwar nicht anstatt, sondern mit den bestehenden Einrichtungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wirklich sehr schön zu sehen: Wenn der politische Wille da ist, dann kann das auch umgesetzt werden, und dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ministerin Berger beweist das Gegenteil, und sie beweist: Wenn man will, dann kann man auch im Sinne der Opfer vieles verbessern – im Sinne der Frauen und der Kinder! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Bettina Hradecsni (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin, Ich habe mich jetzt sehr über Ihre Ausführungen gefreut, in denen bestätigt wurde, dass es wieder einen Jugendgerichtshof geben wird. Denn: Eine der größten Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre war aus unserer Sicht die Schließung des Jugendgerichtshofes im Jahre 2003 unter dem damaligen Justizminister Böhmdorfer beziehungsweise unter der damaligen Regierung Schüssel, die das ja mit zu verantworten hat. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Gerade was die Jugendkriminalität betrifft, gibt es ja noch die Möglichkeit der Sozialisierung beziehungsweise Resozialisierung. Und das soll ja letztendlich das Ziel sein: jugendliche Straftäter wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Wir wollen diese nicht für den Rest aller Zeiten weggesperrt sehen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Um es noch einmal zu bekräftigen: Wir freuen uns, dass es wieder einen Jugendgerichtshof geben wird. Es freut uns, dass auch die ÖVP diesmal einer Neugründung positiv gegenübersteht. Wir sehen dem voll Zuversicht entgegen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Geh, bitte!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Bevor ich hier auf das Budget und insbesondere auf das Regierungsprogramm eingehe, möchte ich schon sagen, dass ich sehr betroffen bin davon, mit welcher Leichtfertigkeit vor allem die Grünen mit einem sehr schwerwiegenden Sachverhalt umgehen. (Abg. Öllinger: Geh, bitte!) Dass wir einen Vorsitzenden eines Untersuchungsausschusses haben, der von einem Gericht, bitte – das ist nicht nur irgendein Verdacht, der im Raum steht –, einer strafbaren Handlung für schuldig befunden wurde – auch wenn das Urteil nicht rechtskräftig ist, keine Frage –, das ist
Beifall bei der ÖVP.
Gerade die Grünen haben schon mit viel geringerer Begründung, auch wenn nur irgendein Verdacht irgendwo geäußert wurde, Rücktrittsaufforderungen geäußert. Bitte, machen Sie das jetzt auch in Ihren eigenen Reihen wahr! Zeigen Sie, dass das nicht nur leere Worte sind, wenn Sie andere auffordern und da einen sehr hohen Maßstab anlegen! Tun Sie das auch in Ihren eigenen Reihen! Der Herr Pilz soll die Konsequenzen ziehen. Als Vorsitzender ist er, glaube ich, untragbar geworden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mich hat auch betroffen gemacht – das gebe ich ganz ehrlich zu –, dass Sie, Frau Präsidentin Glawischnig, wenn hier ein konkreter Fall aus dem Bereich der Justiz in der Debatte zum Kapitel Justiz zur Sprache gebracht wird, ebendasselbe verhindern wollen und meinen, das wäre kein Beitrag zur Sache. Ich glaube, es ist eine langjährige Tradition in diesem Haus, dass gerade bei Justizkapiteln auch konkrete Verfahren, aktuelle Verfahren zum Thema gemacht werden. Aber ich habe noch nie gehört, dass dann jemals hier ein Ruf zur Sache erfolgt wäre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Ministerin, wenn Sie diese meine Frage heute aus Zeitgründen nicht mehr beantworten können, würde ich Sie ersuchen, uns die Antwort darauf in den nächsten Wochen schriftlich zukommen zu lassen beziehungsweise uns darüber zu informieren, wie weit die Vorbereitungsarbeit hiezu inhaltlich gediehen ist und was im heurigen Jahr noch geplant ist, um wirklich den Start dieser Vorverfahrensnovelle mit 1. Jänner 2008 sicherzustellen. Das würde mich sehr interessieren. Das wäre, glaube ich, für uns alle sehr interessant. – Damit bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist in Wirklichkeit eine Sache, die man nicht unterstützen kann, wenn man bedenkt, dass eine Studie von Birklbauer und Hinterlehner ergeben hat, dass innerhalb von zehn Jahren 40 Prozent der bedingt entlassenen Sexualstraftäter und 43 Prozent der bedingt entlassenen Raubstraftäter neuerlich straffällig wurden! In Anbetracht dieser Zahlen sollte nicht über eine bedingte Entlassung nachgedacht werden, sondern – im Gegenteil – über eine Verschärfung der Kriterien für eine bedingte Entlassung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin aber trotzdem sehr froh darüber, dass unsere Justizwachebeamten, dass unsere Justiz, größtenteils auch unter sehr schwierigen Bedingungen, gute Arbeit leisten. Wir bedanken uns vor allem bei den Justizwachebeamten, die wirklich unter schwierigsten Bedingungen hervorragende Arbeit leisten. Wir werden unsere Justizwachebeamten nicht im Stich lassen und auch darauf achten, dass in Zukunft die Sicherheit des Landes gewährleistet ist und dass jeder Straftäter hinter Schloss und Riegel kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich denke, da ist ganz sicher Handlungsbedarf gegeben. Rechtssicherheit für beide Parteien ist gefragt, und eine gesetzliche Klarstellung ist aus meiner Sicht notwendig. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil!
Abg. Mag. Donnerbauer), mit einer einstweiligen Verfügung bedacht worden. Mit einer einstweiligen Verfügung! Solche Verfahren führen manche Abgeordnete zuhauf (Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil!), und es würde niemandem einfallen, ihn deswegen eines strafrechtlichen Delikts zu beschuldigen! (Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil! Steht ganz genau drin!)
Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil! Steht ganz genau drin!
Abg. Mag. Donnerbauer), mit einer einstweiligen Verfügung bedacht worden. Mit einer einstweiligen Verfügung! Solche Verfahren führen manche Abgeordnete zuhauf (Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil!), und es würde niemandem einfallen, ihn deswegen eines strafrechtlichen Delikts zu beschuldigen! (Abg. Dr. Fekter: Lesen Sie das Urteil! Steht ganz genau drin!)
Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Das ist unverschämt, Frau Kollegin Fekter! Das sage ich Ihnen an dieser Stelle ganz klar: Das ist unverschämt! (Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.) Das ist Rufmord! Mit dieser Politik können Sie vielleicht leben, aber wir akzeptieren diese Art der Auseinandersetzung mit Sicherheit nicht, Frau Kollegin Fekter! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Prinz: Das Gericht ist unabhängig! Unabhängiges Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Prinz: Das Gericht ist unabhängig! Unabhängiges Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist unverschämt, Frau Kollegin Fekter! Das sage ich Ihnen an dieser Stelle ganz klar: Das ist unverschämt! (Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.) Das ist Rufmord! Mit dieser Politik können Sie vielleicht leben, aber wir akzeptieren diese Art der Auseinandersetzung mit Sicherheit nicht, Frau Kollegin Fekter! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Prinz: Das Gericht ist unabhängig! Unabhängiges Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.
(Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Ja!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Herr Kollege Öllinger hat soeben auszuführen versucht, dass Kollege Pilz gemäß diesem noch nicht rechtskräftigen Urteil kein Strafgesetz verletzt hätte. (Abg. Öllinger: Ja!)
Abg. Brosz: Ist das rechtskräftig oder nicht?
Die Veröffentlichung der Rechnungen auf der Webseite „www.peterpilz.at“ verwirklicht den objektiven Tatbestand (Abg. Brosz: Ist das rechtskräftig oder nicht?) der Verletzung der abgabenrechtlichen Geheimhaltungspflicht im Sinne von § 252 Abs. 1 Finanzstrafgesetz.
„Hört, hört!“-Rufe und Beifall bei der ÖVP.
Wer das Finanzstrafgesetz in diesem Paragraphen verletzt, ist gemäß Verletzung der Berufsgeheimnisse nach § 121 Abs. 1 Strafgesetzbuch zu bestrafen! („Hört, hört!“-Rufe und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist den Grünen egal!
Wir alle, die in Ausschüssen und Untersuchungsausschüssen tätig sind, sind von Frau Präsidentin Prammer ausdrücklich darauf vereidigt worden, die Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitspflichten ganz konsequent zu üben. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist den Grünen egal!)
Abg. Dr. Stummvoll: Provokant!
Evident ist, dass der Ausschussvorsitzende Pilz diese Verschwiegenheitspflichten in einer geradezu (Abg. Dr. Stummvoll: Provokant!) mit Füßen tretenden, provokanten Art verletzt hat. (Abg. Dr. Sonnberger – in Richtung Grüne –: Unerhört!) Damit hat er der Würde und dem Ansehen des Hohes Haus unter anderem massiven Schaden
Abg. Dr. Sonnberger – in Richtung Grüne –: Unerhört!
Evident ist, dass der Ausschussvorsitzende Pilz diese Verschwiegenheitspflichten in einer geradezu (Abg. Dr. Stummvoll: Provokant!) mit Füßen tretenden, provokanten Art verletzt hat. (Abg. Dr. Sonnberger – in Richtung Grüne –: Unerhört!) Damit hat er der Würde und dem Ansehen des Hohes Haus unter anderem massiven Schaden
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Prinz: Bravo! – Abg. Öllinger: Das glauben Sie ja selbst nicht!
zugefügt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Prinz: Bravo! – Abg. Öllinger: Das glauben Sie ja selbst nicht!)
Abg. Öllinger: Reden Sie mit dem Ex-Präsidenten Khol, wie er mit der Geheimhaltung ...!
Da offensichtlich noch keine Maßnahme durch die Frau Präsidentin gesetzt worden ist, fordere ich Frau Präsidentin Prammer auf und erwarte von ihr Maßnahmen gegenüber dem Abgeordneten Pilz und der grünen Fraktion, die darauf abzielen, dass der Eid, den sie abgenommen hat und der evident gebrochen wurde, nun auch Konsequenzen und Maßnahmen im Bruch nach sich zieht. (Abg. Öllinger: Reden Sie mit dem Ex-Präsidenten Khol, wie er mit der Geheimhaltung ...!) Diese Aufforderung richte ich an die Präsidentin und erwarte, dass sie ihr im Sinne des Ansehens des Hohen Hauses auch mit großer Konsequenz nachkommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Fragen Sie den Herrn Khol!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Fragen Sie den Herrn Khol!
Da offensichtlich noch keine Maßnahme durch die Frau Präsidentin gesetzt worden ist, fordere ich Frau Präsidentin Prammer auf und erwarte von ihr Maßnahmen gegenüber dem Abgeordneten Pilz und der grünen Fraktion, die darauf abzielen, dass der Eid, den sie abgenommen hat und der evident gebrochen wurde, nun auch Konsequenzen und Maßnahmen im Bruch nach sich zieht. (Abg. Öllinger: Reden Sie mit dem Ex-Präsidenten Khol, wie er mit der Geheimhaltung ...!) Diese Aufforderung richte ich an die Präsidentin und erwarte, dass sie ihr im Sinne des Ansehens des Hohen Hauses auch mit großer Konsequenz nachkommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Fragen Sie den Herrn Khol!)
Abg. Mag. Kogler: Kollegin Fekter bedrängt regelmäßig Medienvertreter und JournalistInnen!
Jetzt wende ich mich dem Budgetkapitel Justiz zu. Eines der Themen, die ich schlaglichtartig beleuchten möchte, ist die in Vorbereitung befindliche Gruppenklage. (Abg. Mag. Kogler: Kollegin Fekter bedrängt regelmäßig Medienvertreter und JournalistInnen!) Wir haben vor drei Jahren mit Entschließung das Justizministerium dazu aufgefordert, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. (Abg. Mag. Kogler: Wir haben genug Zeugen für diese Vorgänge! Kollegin Fekter hat APA-JournalistInnen bedrängt!)
Abg. Mag. Kogler: Wir haben genug Zeugen für diese Vorgänge! Kollegin Fekter hat APA-JournalistInnen bedrängt!
Jetzt wende ich mich dem Budgetkapitel Justiz zu. Eines der Themen, die ich schlaglichtartig beleuchten möchte, ist die in Vorbereitung befindliche Gruppenklage. (Abg. Mag. Kogler: Kollegin Fekter bedrängt regelmäßig Medienvertreter und JournalistInnen!) Wir haben vor drei Jahren mit Entschließung das Justizministerium dazu aufgefordert, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. (Abg. Mag. Kogler: Wir haben genug Zeugen für diese Vorgänge! Kollegin Fekter hat APA-JournalistInnen bedrängt!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt noch gerne ein paar Anregungen für den weiteren Prozess bis zur Erarbeitung einer begutachtungsfähigen Regierungsvorlage mitgeben, die, glaube ich, wesentlich sind. Und zwar sollte man jedenfalls darauf achten, dass in dem Gesetzentwurf die Zutrittsvoraussetzungen für ein solches Verfahren klar spezifiziert sind und dass auch entsprechende Hürden eingebaut sind, mit denen vermieden wird, dass dieses Gesetz missbräuchlich eingesetzt werden kann: zur Erpressung von Vergleichen dort, wo das nicht angebracht ist. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ein besonders beruhigendes Zeichen für die Regionen, dass die Ministerin gleich zu Beginn ihrer Amtszeit eine Bestandsgarantie für die Bezirksgerichte abgegeben hat. Ein herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe.
Positiv ist auch, dass die Mittel für die Bewährungshilfe aufgestockt werden. Österreich ist ja in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass vergleichsweise wenige bedingte Entlassungen ausgesprochen wurden – was hier zum Teil auch bedauert wurde –, einfach weil es Richterinnen und Richter nicht verantworten konnten, einen Häftling ohne Begleitung und Betreuung in die Freiheit zu entlassen. Da muss man sagen: Bewährungshilfe bewährt sich, genauso wie unsere Ministerin sich bewährt. (Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Änderungsbedarf besteht, müssen Änderungen vorgenommen werden; wenn dieser nicht besteht, soll alles so bleiben, wie es ist. Das möchte ich von dieser Seite aus auch festgehalten haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vorarlberg zum Beispiel hat im mehrgeschossigen Wohnbau schon den Passivhaus-Standard festgelegt. Da muss man vorsichtig sein. Vorarlberg ist ein verhältnismäßig kleines Land, in dem sehr viel im Ein- und Zweifamilienhausbereich gebaut wird und im mehrgeschoßigen Bereich eher nur ein paar Projekte im Jahr errichtet werden. Ich bin immer eher für Anreizfinanzierungen und nicht für den Zwang der Maßnahmen, glaube aber trotzdem, dass Mindeststandards eingefordert werden müssen und dass das von den Ländern zum Teil schon recht erfolgreich gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Ändern wir das Steuersystem
Ein paar Worte noch zum Thema thermische Sanierung: Es soll eine Anhebung der Quote von 2 auf 5 Prozent erfolgen. Ich denke da vor allem an die Ein- und Zweifamilienhäuser. Es gibt über 600 000 Ein- und Zweifamilienhäuser, die bis zum Jahre 1985 errichtet wurden, und zwar mit einem verhältnismäßig hohen Energiebedarf. Da sollten wir uns auch Anreizsysteme überlegen: entweder in Form von Steuerbegünstigungen (Abg. Dr. Lichtenecker: Ändern wir das Steuersystem) oder auch im Bereich von Bausparfinanzierungen mit entsprechenden Annuitätenzuschüssen. Hiezu gibt es durchaus Überlegungen, wie wir letztendlich die Wirtschaft ankurbeln und wie das Kyoto-Ziel durch solche Maßnahmen erreicht werden kann.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Ganz viel Arbeit!
Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, haben aber in den nächsten Jahren noch viel, viel Arbeit vor uns. Gehen wir es gemeinsam an! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Ganz viel Arbeit!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Wir diskutieren die Mindestsicherung für Erwachsene. In dieser Hinsicht sollten wir auch die Mindestsicherung für Kinder diskutieren. Ich glaube, die Vorlage sollte das gewährleisten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Was Menschenhändler und Zuhälter dabei verdienen, ist unglaublich. Die Schätzungen liegen bei zirka 30 Milliarden € jährlich. Hier muss verstärkt gegengesteuert werden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Niemand kann sich dem Thema Opferschutz verschließen, und zwar insbesondere im Bereich Menschenhandel. Hiebei handelt es sich um eine besonders verabscheuungswürdige Form der Ausbeutung und der organisierten Kriminalität – und hier dürfen wir nicht aufhören, weiterzuarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um Opfer ausreichend zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Endlich hat aber nun diese Entpolitisierung der Justizpolitik ein Ende genommen, mit einer Ministerin, die zeigt, dass Recht durchaus auch zu Gerechtigkeit führen kann. Natürlich bin gerade ich sehr glücklich darüber, dass es die Wiedereinrichtung einer Jugendvollzugsanstalt als Teil eines Jugendkompetenzzentrums geben wird, weil das eben unter anderem auch ein gesellschaftspolitisches Signal ist, nämlich dass wir Jugendliche, gerade auch wenn es ihnen nicht gut geht, gerade auch wenn sie einmal etwas „ausgefressen“ haben und in Schwierigkeiten sind, nicht im Stich lassen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne freue ich mich schon aufs neue Jugendkompetenzzentrum. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man schon die Reform der Hauptverhandlung im Strafrecht angeht, dann sollte man auch das Geschworenenverfahren reformieren. Man sollte nicht darüber nachdenken, wie man es abschaffen kann, sondern man soll es verbessern. Es ist eine Art des demokratischen Justizansatzes. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne: ein gutes Budget, und in vielen Ansätzen in die richtige Richtung! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pendl: Bravo!
Umso erfreulicher ist jedoch die aktuell positive Budgetentwicklung unter Frau Justizministerin Berger. Ich möchte mich an dieser Stelle auch sehr herzlich bei allen Justizwachebeamten und -wachebeamtinnen für ihre Tätigkeit in einem ungewöhnlich schwierigen Beruf bedanken. Man kann ihre Situation aber erst dann richtig nachvollziehen, wenn man den Alltag in diesen österreichischen Gefängnissen auch einmal persönlich live miterlebt hat. Ich hatte im Rahmen meiner Ausbildung bei der österreichischen Bundesgendarmerie die Gelegenheit, diese Arbeitsbedingungen kennenzulernen – und bin überzeugt davon, dass das aktuelle Justizbudget eine spürbare Erleichterung für die anspruchsvolle Tätigkeit im Strafvollzug bringen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pendl: Bravo!)
Abg. Dr. Jarolim: Ein schöner Ausklang! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Am Schluss einer langen Budgetdebatte möchte ich doch noch einige Klarstellungen vornehmen. (Abg. Dr. Jarolim: Ein schöner Ausklang! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP, Bravorufe bei der SPÖ.
Zuerst möchte ich mich einmal bei Ihnen, Frau Bundesminister Berger, bei Ihrem Stab, aber auch dem gesamten Justizpersonal sehr herzlich bedanken und gratulieren. Ich glaube, dass wir hier im Haus bereits eine lange Tradition guter Zusammenarbeit mit dem Justizressort haben, und, auch wenn die einen sagen, dort zu wenig, da zu viel: Das Budget ist besser als die letzten Budgets im Justizbereich; das ist ein Faktum. (Beifall bei SPÖ und ÖVP, Bravorufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Frau Ministerin Berger, meinen und unseren Dank für die richtige Analyse über den Zustand der Justiz und vor allem im Vollzug, und danke auch, dass Sie sich die Zeit nehmen, sich die schwierige Situation vor Ort – gestern waren Sie nämlich in der Justizanstalt Wien-Josefstadt – selbst anzuschauen. Sie haben mit der Kollegenschaft diskutiert, und ich bin überzeugt davon, dass Sie dementsprechend auch die richtigen Schlüsse und Eindrücke ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich lade dich einmal ein, ich sage es schon lange: Geht einmal in einen Häf’n, schaut euch das an! Manche kennen das nicht einmal vom Vorbeifahren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von
Unruhe im Saal. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Es nützt nichts, es wird auch nicht besser. Sind wir doch froh, dass wir miteinander ein gutes Budget für die Justiz zusammengebracht haben, ich sage euch das! (Unruhe im Saal. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Murauer: Da hat er recht!
Ich glaube, dass es sehr, sehr ernst ist, dass es sehr schwierig ist in den österreichischen Vollzugsanstalten, und ich habe gestern erst gesagt: Vergessen wir nicht, es sind unsere Kolleginnen und Kollegen, die für uns alle gemeinsam den Kopf hinhalten! Da haben wir eine große Verantwortung, und daher müssen wir sie auch entlasten. (Abg. Murauer: Da hat er recht!)
Abg. Dr. Fekter: Ja!
Das ist überhaupt keine Frage, Frau Vorsitzende, und ich gehe davon aus, dass wir auch etwas zusammenbringen. (Abg. Dr. Fekter: Ja!) So würde ich jedenfalls einmal meinen am heutigen Abend. In diesem Sinne wünsche ich uns gemeinsam die Kraft, dass wir in den heurigen Justizausschuss-Sitzungen auch die notwendigen Maßnahmen beschließen werden und schlussendlich auch hier beschließen werden.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne lade ich alle ein, für uns gemeinsam, für unsere Justiz, aber natürlich auch für den Vollzug zu arbeiten und zu kämpfen. Für heute bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit, wünsche einen sicheren Heimweg, einen schönen Abend und eine gute Nachtruhe! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Stoisits und Dr. Pirklhuber. – Abg. Pendl: Bravo!
Apropos Dank: Ich danke Ihnen für die gute Debatte – und meinen Beamtinnen und Beamten aus dem Justizministerium, die meine „Bewährungshelferinnen und –helfer“ sind, möchte ich an dieser Stelle nochmals danken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Stoisits und Dr. Pirklhuber. – Abg. Pendl: Bravo!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
vergangenen Jahres. Ich bin der Meinung, dass wir das im Haus noch viel zu wenig diskutiert oder gewürdigt haben. Diese Art von Diskussion oder Auseinandersetzung würde es auch ermöglichen, diesen doch eher konstruktiven wirtschaftspolitischen Dialog zu führen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir werden das im Wirtschaftsausschuss tun.
Beifall bei den Grünen.
Ich bin gespannt, ob die Initiative aufgegriffen wird, dass wir hier im Herbst eine Wirtschaftsenquete über die Agenda des Wifo-Weißbuchs abhalten. Das wäre schon ein großer Fortschritt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s den Menschen gut“, haben Sie sicherlich schon öfter gehört. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nein!
Ich entnehme Ihrer Reaktion, meine Damen und Herren, dass Sie den Slogan nicht wirklich nachvollzogen, geschweige denn verstanden haben, denn – um jetzt dem intellektuellen Anspruch gerecht zu werden – Sie brauchen es nur umzudrehen: Gibt es irgendwo auf dieser Welt ein Land, wo es den Menschen gut geht, wenn die Wirtschaft nicht funktioniert? (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!) – Bitte beantworten Sie mir die Frage, und dann sind wir uns einigermaßen einig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: ... die Einkommensschere ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: ... die Einkommensschere ...!
Ich entnehme Ihrer Reaktion, meine Damen und Herren, dass Sie den Slogan nicht wirklich nachvollzogen, geschweige denn verstanden haben, denn – um jetzt dem intellektuellen Anspruch gerecht zu werden – Sie brauchen es nur umzudrehen: Gibt es irgendwo auf dieser Welt ein Land, wo es den Menschen gut geht, wenn die Wirtschaft nicht funktioniert? (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!) – Bitte beantworten Sie mir die Frage, und dann sind wir uns einigermaßen einig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: ... die Einkommensschere ...!)
Zwischenruf des Abg. Reheis
Auf der einen Seite spricht das auch dafür, dass der Slogan richtig ist und dass wir die Globalisierung nicht zu fürchten brauchen (Zwischenruf des Abg. Reheis), auf der anderen Seite muss man natürlich, wenn man diesen Gedanken fortführt, schon eines sehen: dass die Wirtschaft kein Selbstläufer ist. Ich habe den Eindruck, wenn man heute von Wirtschaft und Wirtschaftswachstum spricht, dann sagt jeder: Ja, ja, schon in Ordnung!, möchte aber nichts dafür tun.
Beifall bei der ÖVP.
Daraus folgt – so wie es heute im „Panorama“ der „Presse“ steht –: Handwerk ist ein guter Boden, aber der Markt liegt nicht nur in Österreich, nicht nur im Inlandsbereich, der Markt liegt in der Zukunft, und der Markt liegt vor allem auch darin, dass wir die kreativen Mechanismen nutzen. In diesem Zusammenhang finde ich, dass wir im Budgetbereich die richtige Aufstellung haben, die richtigen Strukturen haben, und dafür danke ich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Dritte ist: Wirtschaft arbeitet immer mit Menschen, daher finde ich es sehr richtig, dass gerade der Bereich Wirtschaft und Arbeit nach wie vor ein Bereich ist und dass das nicht getrennt wurde. (Beifall bei der ÖVP.) Ja, meine Damen und Herren, wir haben sinkende Arbeitslosenzahlen, und das spricht neuerlich für den Slogan „Wirtschaft und Arbeit gehören zusammen“ und dafür, dass gerade dem Lehrlingsbereich auch ein entsprechender Stellenwert gewidmet wird. (Abg. Riepl: ... Ihre Logik nicht! ... Arbeitslosenzahlen!)
Abg. Riepl: ... Ihre Logik nicht! ... Arbeitslosenzahlen!
Das Dritte ist: Wirtschaft arbeitet immer mit Menschen, daher finde ich es sehr richtig, dass gerade der Bereich Wirtschaft und Arbeit nach wie vor ein Bereich ist und dass das nicht getrennt wurde. (Beifall bei der ÖVP.) Ja, meine Damen und Herren, wir haben sinkende Arbeitslosenzahlen, und das spricht neuerlich für den Slogan „Wirtschaft und Arbeit gehören zusammen“ und dafür, dass gerade dem Lehrlingsbereich auch ein entsprechender Stellenwert gewidmet wird. (Abg. Riepl: ... Ihre Logik nicht! ... Arbeitslosenzahlen!)
Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?
Herr Kollege, ich weiß nicht, warum Sie sich da jetzt so aufregen, das ist ja ein Erfolgsprogramm und nichts Defensives! (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Bitte? (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Die letzten sieben Jahre haben wir eine internationale Konjunkturkrise gehabt, während der sich Österreich erstaunlich gehalten und die besten Zahlen im internationalen Umfeld geliefert hat. Das ist eine gute Leistung der heimischen Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?
Herr Kollege, ich weiß nicht, warum Sie sich da jetzt so aufregen, das ist ja ein Erfolgsprogramm und nichts Defensives! (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Bitte? (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Die letzten sieben Jahre haben wir eine internationale Konjunkturkrise gehabt, während der sich Österreich erstaunlich gehalten und die besten Zahlen im internationalen Umfeld geliefert hat. Das ist eine gute Leistung der heimischen Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege, ich weiß nicht, warum Sie sich da jetzt so aufregen, das ist ja ein Erfolgsprogramm und nichts Defensives! (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Bitte? (Abg. Riepl: Was war in den letzten sieben Jahren?) – Die letzten sieben Jahre haben wir eine internationale Konjunkturkrise gehabt, während der sich Österreich erstaunlich gehalten und die besten Zahlen im internationalen Umfeld geliefert hat. Das ist eine gute Leistung der heimischen Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zusammenfassend: Es ist eigentlich ein schmaler Bereich, der hier budgetiert wird, aber es ist ein Bereich, der die richtigen Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft setzt, und zwar sowohl im Bereich Export und Internationalisierung als auch im Bereich Arbeitsplätze und Innovation. Das heißt, wir sind mit den budgetären Möglichkeiten, die wir haben, sehr gut aufgestellt. – Die heimische Wirtschaft wird das nutzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
gut geht, geht es auch den Leuten gut. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Großruck: Wer denn? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr Kollege Mitterlehner, haben auch gefragt: Kennen Sie irgendwo ein Land, in dem es nicht so ist? – Ich kann Ihnen sagen, es gibt in der EU etliche Länder, denen es wesentlich besser geht, weil sie aus sehr guten Rahmenbedingungen im Laufe der letzten zwei, drei Jahre eben wesentlich mehr gemacht haben. Sie kommen einfach nicht darum herum ... (Abg. Großruck: Wer denn? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, ich weiß schon: Wissen Sie, wenn sich zehn ÖVPler aufregen, wenn ich hier eine Rede zur Wirtschaftspolitik halte, dann weiß ich, dass ich mit 100-prozentiger Sicherheit richtig liege. (Beifall bei der FPÖ.) Und es müsste Ihnen eigentlich zu denken geben, wenn in der Zwischenzeit die Grünen als Frauen-, Umwelt- und Asylantenpartei die Wirtschaftspolitik der ÖVP kritisieren: Dann liegen Sie wirklich falsch, das können Sie mir glauben! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Das ist so ein Humbug!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Das ist so ein Humbug!
Ja, ich weiß schon: Wissen Sie, wenn sich zehn ÖVPler aufregen, wenn ich hier eine Rede zur Wirtschaftspolitik halte, dann weiß ich, dass ich mit 100-prozentiger Sicherheit richtig liege. (Beifall bei der FPÖ.) Und es müsste Ihnen eigentlich zu denken geben, wenn in der Zwischenzeit die Grünen als Frauen-, Umwelt- und Asylantenpartei die Wirtschaftspolitik der ÖVP kritisieren: Dann liegen Sie wirklich falsch, das können Sie mir glauben! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Das ist so ein Humbug!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie rumänisches Niveau? Rumänien und Bulgarien?
Meine Damen und Herren! Tatsache ist, dass in Österreich das Wirtschaftswachstum bei zirka 3 Prozent liegt, in Spitzenländern der EU liegt es zwischen 4 und 5 Prozent. Die Arbeitslosenrate – wie Sie die berechnen, darauf komme ich dann noch zu sprechen – liegt bei uns bei zirka 4,5 bis 5 Prozent, in Spitzenländern der EU liegt sie weit unter 4 Prozent – das ist nachzulesen. (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie rumänisches Niveau? Rumänien und Bulgarien?)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister Bartenstein, vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, dass voriges Jahr bei der Eröffnung der Dornbirner Messe ein Sketch aufgeführt wurde: Da hat man gefragt: Wer ist der Mann, der eben gesprochen hat? Darauf kam die Antwort: Das ist der Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft. Da hat der Kabarettist gefragt: Wie macht man das? Ich kann entweder arbeiten, oder ich bin in der Wirtschaft. – Ich sage Ihnen: Offensichtlich geht das bei Ihnen auch nicht zusammen! Sie können nicht arbeiten und gleichzeitig in der Wirtschaft sein. Deswegen wäre es wahrscheinlich besser, Sie würden das Ressort teilen! Aber Ihre Freunde von der SPÖ waren ja nicht bereit, Ihnen den Bereich Arbeit abzunehmen, also werden Sie darauf sitzen bleiben! Machen Sie daher etwas daraus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Glauben Sie, dass das so weitergeht? Ich kann es mir nicht vorstellen! Bei der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik ist es ein Ding der Unmöglichkeit, eine Steuerreform beziehungsweise eine Steuerentlastung für die Klein- und Mittelbetriebe in einer Größenordnung von 3 bis 4 Milliarden € im Jahr 2010 anzusetzen! Nehmen Sie das doch jetzt in Angriff, damit eine Steuerreform bereits im nächsten Jahr greift und vor allen Dingen die Klein- und Mittelbetriebe entlastet! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das ist unglaublich!
In Anbetracht dessen habe ich mich gefragt: Wie kommen Sie bei einem Beschäftigungspotenzial von 3,5 Millionen und einer effektiven Arbeitslosenzahl von fast 300 000 auf eine Berechnung von 4,5 oder 4,7 Prozent? – Ich habe mich gefragt, wie Sie das errechnen. In der Zwischenzeit weiß ich es, und ich bedanke mich für Ihre Anfragebeantwortung! Es ist sensationell, wie Sie die Arbeitslosenzahlen berechnen! Und wenn ich auch noch davon ausgehe, dass das EU-weit der Fall sein muss, dann muss ich Ihnen sagen: Mir graut! Sie ermitteln und berechnen die Arbeitslosenzahl durch Umfragen und Stichproben! (Abg. Dr. Graf: Das ist unglaublich!)
Abg. Strache: Da wird ja getrickst! Das ist eine Verhöhnung der Arbeitslosen!
Im Fragenkatalog gibt es eine Definition der Arbeitslosigkeit mit folgenden Kriterien: „Ohne Arbeit“, „aktive Arbeitsuche“ und „sofortige Verfügbarkeit“. Und jetzt kommt der Hammer: Die Berechnung der Arbeitslosenquote erfolgt auf Basis des erwähnten Potenzials von 3,5 Millionen Arbeitsplätzen für unselbstständig und selbstständig Beschäftigte, wobei Personen, die in der Woche vor der Befragung mindestens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet haben, sowie mithelfende Familienangehörige als Beschäftigte zu zählen sind! Im Hinblick darauf ist mir schon klar, warum Sie bei 300 000 Arbeitslosen und einem Gesamtbeschäftigtenpotenzial von 3,5 Millionen auf eine Arbeitslosenzahl von 4,7 Prozent kommen! (Abg. Strache: Da wird ja getrickst! Das ist eine Verhöhnung der Arbeitslosen!) Wenn Sie ehrlich wären, würden Sie hier sagen, dass die Arbeitslosenquote definitiv zwischen 7 und 8 Prozent liegt und es schleunigst an der Zeit ist, etwas zu tun! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Fragenkatalog gibt es eine Definition der Arbeitslosigkeit mit folgenden Kriterien: „Ohne Arbeit“, „aktive Arbeitsuche“ und „sofortige Verfügbarkeit“. Und jetzt kommt der Hammer: Die Berechnung der Arbeitslosenquote erfolgt auf Basis des erwähnten Potenzials von 3,5 Millionen Arbeitsplätzen für unselbstständig und selbstständig Beschäftigte, wobei Personen, die in der Woche vor der Befragung mindestens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet haben, sowie mithelfende Familienangehörige als Beschäftigte zu zählen sind! Im Hinblick darauf ist mir schon klar, warum Sie bei 300 000 Arbeitslosen und einem Gesamtbeschäftigtenpotenzial von 3,5 Millionen auf eine Arbeitslosenzahl von 4,7 Prozent kommen! (Abg. Strache: Da wird ja getrickst! Das ist eine Verhöhnung der Arbeitslosen!) Wenn Sie ehrlich wären, würden Sie hier sagen, dass die Arbeitslosenquote definitiv zwischen 7 und 8 Prozent liegt und es schleunigst an der Zeit ist, etwas zu tun! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Fassen Sie sich ein Herz, und haben Sie ein bisschen Mut! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Ich hoffe, dass auch der Wirtschaftsbund seitens der ÖVP, den es offensichtlich nicht mehr gibt, irgendwann wieder aktiv wird. Dann wäre den Klein‑ und Mittelbetrieben geholfen, und Sie könnten den Mittelstand entlasten. Jetzt aber machen Sie einen Angriff auf den Mittelstand. Sie betreiben einen Vernichtungsfeldzug gegen die Klein- und Mittelbetriebe und damit gegen den Mittelstand, der unsere Wirtschaft maßgeblich stützt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Fassen Sie sich ein Herz, und haben Sie ein bisschen Mut! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Ich hoffe, dass auch der Wirtschaftsbund seitens der ÖVP, den es offensichtlich nicht mehr gibt, irgendwann wieder aktiv wird. Dann wäre den Klein‑ und Mittelbetrieben geholfen, und Sie könnten den Mittelstand entlasten. Jetzt aber machen Sie einen Angriff auf den Mittelstand. Sie betreiben einen Vernichtungsfeldzug gegen die Klein- und Mittelbetriebe und damit gegen den Mittelstand, der unsere Wirtschaft maßgeblich stützt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist doch nicht sozial! Das ist asozial!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich komme zuerst unmittelbar zu meinem Vorredner: Es ist natürlich ein Erlebnis, wenn man sozusagen die Eurostat-Statistik entdeckt. (Abg. Strache: Das ist doch nicht sozial! Das ist asozial!) Es ist aber einfach eine Tatsache, dass man auch in Österreich nach Eurostat vorzugehen hat, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. (Abg. Strache: Mit sozialpolitischer Verantwortung hat die Statistik nichts zu tun!) Wir wissen aber, dass es auch eine österreichische Statistik gibt, die davon etwas abweicht. Darauf möchte ich aber hier jetzt nicht eingehen.
Abg. Strache: Mit sozialpolitischer Verantwortung hat die Statistik nichts zu tun!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich komme zuerst unmittelbar zu meinem Vorredner: Es ist natürlich ein Erlebnis, wenn man sozusagen die Eurostat-Statistik entdeckt. (Abg. Strache: Das ist doch nicht sozial! Das ist asozial!) Es ist aber einfach eine Tatsache, dass man auch in Österreich nach Eurostat vorzugehen hat, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. (Abg. Strache: Mit sozialpolitischer Verantwortung hat die Statistik nichts zu tun!) Wir wissen aber, dass es auch eine österreichische Statistik gibt, die davon etwas abweicht. Darauf möchte ich aber hier jetzt nicht eingehen.
Beifall bei der SPÖ.
es sich bei dieser Neuordnung der Außenwirtschaft um eine Exportförderung handelt, die letztlich ausschließlich von der WKO verteilt und bewirtschaftet wird, und letztlich unter Umständen keine Information an das Parlament geht. In diesem Sinne sollte man die Diskussion offen führen und eine entsprechende Transparenz, Herr Bundesminister, auch sicherstellen. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Er darf auch aufs Dach steigen!
Meine Damen und Herren! Wenn jemand zum Beispiel ein guter Spengler, Maurer, Tischler oder Elektriker sein will, dann erfordert das handwerkliches Geschick, aber nicht unbedingt ein Vorzugszeugnis. Man muss den Lehrlingen die Möglichkeit geben, etwas zu lernen, man muss hier auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen überarbeiten, denn es kann nicht sein, dass ein Spenglerlehrling nicht aufs Dach steigen darf, um ein Blech zu montieren. (Abg. Riepl: Er darf auch aufs Dach steigen!) Nein, laut Gesetz darf er das nicht! Sie müssen es erst einmal sinnvoll anwenden!
Abg. Parnigoni: Was Sie alles verstecken! Etwa unterm Kopfpolster?
Was aber machen Sie? – Das ist bemerkenswert: Sie geben das Geld nächstes Jahr den Kammern der gewerblichen Wirtschaft, und noch dazu ohne Zweckbindung. Ich weiß nicht: Sind das versteckte Subventionen? (Abg. Parnigoni: Was Sie alles verstecken! Etwa unterm Kopfpolster?) Sind das versteckte Gelder, die Sie nicht offenlegen wollen? Bekommt die Arbeiterkammer auch Geld davon?
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister! Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Geld erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn es an der richtigen Stelle eingesetzt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Schalle! Selbstverständlich hat jeder junge Mensch in Österreich, der einen Lehrplatz sucht, auch die Möglichkeit, einen solchen Lehrplatz zu bekommen. Unter anderem ist der Blum-Bonus ein Hintergrund dafür gewesen, dass wiederum mehr Lehrplätze angeboten werden. Nach Jahren des Rückganges steigt die Zahl der Lehrplätze, der Lehrverträge sowohl im ersten Lehrjahr als auch insgesamt. Aber das ist noch nicht alles. Wir haben, im Übrigen immer im Konsens mit den Sozialpartnern, über viele bewährte Jahre Lehrgangsmöglichkeiten aufgebaut, die dann, wenn es doch keinen regulären Lehrplatz gibt, die Lehrausbildung für junge Menschen gewährleisten. Also niemand steht auf der Straße, das wollen wir nicht, das ist völlig klar. Junge Menschen, die ein Interesse haben und auch den notwendigen Hintergrund dafür mitbekommen, können und werden in Österreich auch in Zukunft eine Lehrausbildung absolvieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Muss nicht sein! Kann es den Menschen gut gehen, muss aber nicht sein!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! „Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut!“; das ist ja mehrfach zitiert worden, und da ist schon etwas dran. (Abg. Strache: Muss nicht sein! Kann es den Menschen gut gehen, muss aber nicht sein!) Und es gibt auch den Umkehrschluss: Dort, wo es der Wirtschaft nicht gut geht, geht es den Menschen leider auch nicht gut. Es ist nicht so, dass man da nicht auch steuern sollte; ich komme dann später bei der Mitarbeiterbeteiligung noch darauf zu sprechen.
Beifall bei der ÖVP.
Die Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion haben in der Vergangenheit auch viel Kritik an der Steuerreform geübt, an der Unternehmenssteuerreform, an der Senkung der Körperschaftsteuer, der klassischen Unternehmenssteuer – die im Übrigen, Herr Schalle, Herr Themessl, auch der Mittelstand bezahlt. Das sind ja meistens Kapitalunternehmen, GesmbHs bewährter Form. Gerade weil da Kritik geübt wurde, sage ich, der Wirtschaft geht es so gut, dass trotz eines abgesenkten Satzes auf 25 Prozent – Sie wissen, Herr Abgeordneter Riepl, mit 1. Jänner 2005 – seither die Körperschaftsteuer um nicht weniger als 25 Prozent gestiegen ist. Also wir haben sie um etwa 25 Prozent gesenkt, von 34 Prozent auf 25 Prozent, und das Aufkommen ist in diesen zwei Jahren um 25 Prozent gestiegen. Und das erste Quartal dieses Jahres zeigt eine Steigerung dieser Einnahmen um gerade 70 Prozent, also eine besonders schöne Steigerung. Das heißt also, der Wirtschaft geht es gut, aber sie zahlt dafür auch gute Steuern. Das ist gut für den Finanzminister, für das Budget, für sinnvolle Investitionen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben die Schweiz überholt, wir haben die Finnen überholt, wir haben die Schweden überholt – und das mit einem Anteil unserer Außenwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt von mittlerweile fast 60 Prozent. Und da rechne ich jetzt nicht nur die Güterexporte, sondern auch die Dienstleistungsexporte dazu. Denken Sie an österreichische Architekten, die den Renommierbau Europas errichten, nämlich das EZB-Gebäude in Frankfurt; und viele andere Beispiele erfolgreicher Dienstleistungsexporte gibt es, im Übrigen auch unseren Tourismus, der auch dazugehört. Also wie gesagt, da liegen wir mittlerweile bei fast 60 Prozent BIP-Anteil. Also mehr als jeder zweite Job, mehr als jeder zweite Euro wird über unsere Außenwirtschaft verdient, sehr geehrter Herr Abgeordneter Stummvoll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Zweite: Wie viel investieren Ausländer in Österreich? Wie viel investieren Österreicher im Ausland? Über Jahrzehnte mussten wir uns mit dem Vorwurf auseinandersetzen, Österreich wird aufgekauft, Deutsche und andere kaufen sich hier ein; mittlerweile sind es die Russen, auch schön. Was aber entscheidend ist: Wir haben diese Foreign Direct Investment-Bilanz gedreht, Österreichs Unternehmer investieren deutlich mehr im Ausland, als bei uns investiert wird, vor allem in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa. Das ist ein zweiter Beweis dafür, wie bärenstark unsere Wirtschaft in den letzten fünf, zehn, 15 Jahren geworden ist. Und das ist letztlich der gemeinsame Erfolg der Politik der Regierungen, aber vor allem auch der Sozialpartner, denen ich im Übrigen an dieser Stelle für heute einen guten Abschluss in Sachen Arbeitszeitflexibilisierung wünsche. Es schaut ja recht gut aus. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Wir waren damals nicht dafür! Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Da gibt es einen direkten Konnex, das wissen wir. Wachstum ist für den Arbeitsmarkt von essenzieller Bedeutung. Die Qualifizierungsoffensive, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsmarktmittel sind auch wichtig, aber ich meine, dass ein Wachstum von zurzeit 3 Prozent natürlich die beste Voraussetzung dafür ist und war, dass ich ziemlich genau vor einem Jahr, es war zum 1. Mai hin – im Übrigen damals auch noch von Ihnen, Frau Csörgits, und anderen nicht ganz wohlwollend zur Kenntnis genommen –, die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt verkünden durfte, weil ich wusste, der Arbeitsmarkt dreht derzeit. Im Jänner des Jahres 2006 hat er gedreht, und er dreht weiter; wir sind mittlerweile bei einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent, sehr geehrter Herr Themessl. Und nicht böse sein, Herr Strache, ich habe Ihre Zwischenrufe wohl vernommen: Wir sind nun einmal Mitgliedsland der Europäischen Union, das seit 1995! Damals waren Sie ja auch noch dafür. (Abg. Strache: Wir waren damals nicht dafür! Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Eine Stunde Arbeit in der Woche kann man nicht als Arbeit bezeichnen!
Ihnen garantieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Eine Stunde Arbeit in der Woche kann man nicht als Arbeit bezeichnen!)
Abg. Strache: Das ist genau die soziale Kälte, die da durchkommt!
Da sind es 4,4 Prozent, und da sind wir mittlerweile wieder Europaspitze. Wir sind das Land mit der drittniedrigsten Arbeitslosenquote; es sollten heuer 4,1 bis 4,2 Prozent werden, sagen die Wirtschaftsforscher. (Abg. Strache: Das ist genau die soziale Kälte, die da durchkommt!) Also wir sind gut unterwegs in Richtung Vollbeschäftigung. Unser Ziel für 2010, einen Dreier vorne zu haben, das zu erreichen ist nicht garantiert, aber möglich, wenn das Wachstum passt; die Regierung arbeitet jedenfalls sehr, sehr engagiert dafür.
Abg. Strache: Das war jetzt die richtige Formulierung! Dann kann es allen gut gehen!
Arbeitsmarkt ist aber nicht nur Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsmarkt ist auch Arbeitswelt. Und da stehen wir vor sehr spannenden und wichtigen Entwicklungen, und ich glaube – in diesem Zusammenhang komme ich jetzt dazu: Geht es der Wirtschaft gut, dann kann es uns allen gut gehen –, dass Justierungen da durchaus zweckmäßig sind. (Abg. Strache: Das war jetzt die richtige Formulierung! Dann kann es allen gut gehen!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist ja nicht nur in Österreich so gewesen, sondern auch in allen anderen Ländern, dass die Kapitaleinkommen und die Lohneinkommen scherenmäßig auseinander gedriftet sind: Rekordstände an den Börsen, auch in Wien – wunderbar, es gibt ja auch immer mehr Aktionäre –, aber die Lohneinkommen konnten da nicht ganz mithalten. Da waren nicht die Sozialpartner, keinesfalls die Gewerkschaften, die hier einen Fehler gemacht haben, sondern ihr habt auf die Lohnstückkosten geschaut, auf die Wettbewerbsfähigkeit, und die verantwortungsvolle Lohnpolitik unserer Sozialpartner war, ist und wird ein Garant für die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes sein. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) – So viel Lob für die Sozialpartner und nur so schütterer Applaus von der Arbeitgeberseite! (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist ja nicht nur in Österreich so gewesen, sondern auch in allen anderen Ländern, dass die Kapitaleinkommen und die Lohneinkommen scherenmäßig auseinander gedriftet sind: Rekordstände an den Börsen, auch in Wien – wunderbar, es gibt ja auch immer mehr Aktionäre –, aber die Lohneinkommen konnten da nicht ganz mithalten. Da waren nicht die Sozialpartner, keinesfalls die Gewerkschaften, die hier einen Fehler gemacht haben, sondern ihr habt auf die Lohnstückkosten geschaut, auf die Wettbewerbsfähigkeit, und die verantwortungsvolle Lohnpolitik unserer Sozialpartner war, ist und wird ein Garant für die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes sein. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) – So viel Lob für die Sozialpartner und nur so schütterer Applaus von der Arbeitgeberseite! (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es geht aber nicht nur um Gewinnbeteiligungen, es geht auch insgesamt um eine Arbeitswelt, die ich mit dem Terminus – ausgeliehen von unseren deutschen Freunden – „gute Arbeit“ beschreiben möchte. Es geht darum, dass wir uns bei der Neukodifizierung des Arbeitsrechts wieder stärker daran orientieren, dass das Vollzeitarbeitsverhältnis, das unbefristete Arbeitsverhältnis Standard werden sollen. Es ist eine europäische Entwicklung, von der wir uns nicht ausnehmen wollen, dass nur mehr 60 Prozent der Menschen in Vollzeitarbeitsverhältnissen tätig sind, und 40 Prozent sind Teilzeit beschäftigt, befristet angestellt, machen Praktika, sind Selbstständige und, und, und. Keine Kritik an diesen Verhältnissen, überhaupt nicht, aber ich meine, dass gerade für junge Menschen das Signal vorhanden sein soll: Wir sind keine „Generation Praktikum“, sondern auch wir haben die Perspektive eines unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnisses. Das soll der Standard sein, und dafür möchte ich mich engagieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Endlich! Zeit wird’s!
Wir werden in den nächsten Wochen darüber diskutieren, wie wir den Menschen, die in Sachen Sozialversicherung ein bisschen nachhinken, ein Mehr an sozialer Sicherheit geben können. Das sind zum Teil Arbeitnehmer, freie Dienstnehmer, das sind aber auch Selbständige. Was unterscheidet denn hinsichtlich des Risikofaktors kleine Selbstständige, Gewerbetreibende von Arbeitnehmern? – Überhaupt nichts! Die sind gleich exponiert. Deswegen: Ja zu einer besseren sozialen Absicherung auch von Selbstständigen, Stichwort zum Beispiel: Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Endlich! Zeit wird’s!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf etwas werden wir als Regierungsfraktion uns nicht legen – sehr geehrter Herr Abgeordneter Strache, bei Ihnen bin ich mir da nicht so sicher –, nämlich auf die faule Haut, denn das wäre schlecht für Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Also, wie ist das jetzt mit der Zuverdienstgrenze? Vielleicht hören wir das jetzt einmal! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das Thema diskutieren wir morgen! – Abg. Ing. Westenthaler: Heute wäre es besser!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Amon zu Wort. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ing. Westenthaler: Also, wie ist das jetzt mit der Zuverdienstgrenze? Vielleicht hören wir das jetzt einmal! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das Thema diskutieren wir morgen! – Abg. Ing. Westenthaler: Heute wäre es besser!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Ich möchte einleitend Ihnen, Herr Bundesminister, zum gestern vorgelegten Hausbetreuungsgesetz sehr herzlich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... Pflegestufe 5!
Ich glaube, dass damit künftig ein sehr wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Thema Pflege, Betreuung zu Hause bis zu 24 Stunden gewährleistet werden kann, nämlich Rechtssicherheit, auch im arbeitsrechtlichen Sinn. Das ist ein schöner, ein guter Erfolg. (Abg. Ing. Westenthaler: ... Pflegestufe 5!) Wir wünschen Herrn Bundesminister Buchinger bei der Finanzierung ebenso alles Gute, dass das gelingen möge in den Verhandlungen mit den Bundesländern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Beim Asyl zahlen die Bundesländer sofort, bei der Altenpflege sind die Bundesländer nicht bereit, zu zahlen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Beim Asyl zahlen die Bundesländer sofort, bei der Altenpflege sind die Bundesländer nicht bereit, zu zahlen!
Ich glaube, dass damit künftig ein sehr wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Thema Pflege, Betreuung zu Hause bis zu 24 Stunden gewährleistet werden kann, nämlich Rechtssicherheit, auch im arbeitsrechtlichen Sinn. Das ist ein schöner, ein guter Erfolg. (Abg. Ing. Westenthaler: ... Pflegestufe 5!) Wir wünschen Herrn Bundesminister Buchinger bei der Finanzierung ebenso alles Gute, dass das gelingen möge in den Verhandlungen mit den Bundesländern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Beim Asyl zahlen die Bundesländer sofort, bei der Altenpflege sind die Bundesländer nicht bereit, zu zahlen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Herr Amon, da sind Sie nicht sehr genau!
Wie immer man die vergangene Legislaturperiode auch bewerten mag, darf man eines doch feststellen, und zwar auch weit über die letzte Legislaturperiode hinaus: Ich glaube, dass es österreichische Bundesregierungen in enger Kooperation mit den Sozialpartnern immer geschafft haben, eine relativ – ich sage immer: relativ – niedrige Arbeitslosenquote zu erreichen. Das ist ein schöner Erfolg der letzten Bundesregierung, aber selbstverständlich auch der amtierenden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Herr Amon, da sind Sie nicht sehr genau!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber vorher habt ihr es ansteigen lassen!
letzten und der amtierenden Bundesregierung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber vorher habt ihr es ansteigen lassen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich nicht zu sehr auf die Diskussion einlassen, dass das ja getürkte Zahlen wären, wie mancher sagt, weil sich viele in Schulung befinden. Erstens haben wir natürlich auch Nettorückgänge bei den Arbeitslosenzahlen, aber selbst wenn sich jemand in Schulung befindet, ist das jedenfalls ein Fortschritt gegenüber der Arbeitslosigkeit. Selbstverständlich macht es Sinn, Menschen, die sich in der schwierigen Situation der Arbeitslosigkeit befinden, weiter zu qualifizieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde hoffen, dass das eine Gleichung ist, und bei Gleichungen ist es ja bekanntlich so: Wenn A gleich B ist, ist B auch gleich A. Und das heißt dann natürlich: Geht es uns allen gut, dann geht es der Wirtschaft ganz sicher gut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Was ist, wenn B nicht A ist?
Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, der gerade im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit wichtig ist. (Abg. Riepl: Was ist, wenn B nicht A ist?) Darum wünsche ich auch den Sozialpartnern, die sich sehr darum bemühen, etwa den Mindestlohn von 1000 € bei Vollbeschäftigung Realität werden zu lassen, alles Gute, denn das ist ein wichtiger, ein sozialer Beitrag für unser Land. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, der gerade im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit wichtig ist. (Abg. Riepl: Was ist, wenn B nicht A ist?) Darum wünsche ich auch den Sozialpartnern, die sich sehr darum bemühen, etwa den Mindestlohn von 1000 € bei Vollbeschäftigung Realität werden zu lassen, alles Gute, denn das ist ein wichtiger, ein sozialer Beitrag für unser Land. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Grüne –: Applaus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Minister Bartenstein, ich möchte nur auf eine Ihrer Aussagen unmittelbar eingehen. Sie sagen, irgendwann soll der ganztägige Vollerwerbsarbeitsplatz die Regel sein. – Irgendwann soll das sein! Aber ich frage mich schon: Welche Politik in den letzten Jahren hat denn dazu geführt – Stichwort: Flexibilisierung –, dass das eben nicht die Realität ist? (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Grüne –: Applaus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, Sie verstehen es nicht, okay, gut, wundert mich nicht, denn Sie machen ja diese Politik.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Riepl. – Abg. Dr. Mitterlehner: Zu dem haben wir auch die Sozialpolitik und die ...!
Wirtschaft gut geht, aber das reicht nicht aus. Eine prosperierende Wirtschaft allein führt nicht dazu, dass es der Mehrheit der Menschen gut geht. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Riepl. – Abg. Dr. Mitterlehner: Zu dem haben wir auch die Sozialpolitik und die ...!) – Ja, genau.
Abg. Dr. Mitterlehner: Weil Ihr ihnen das einredet!
Aber Stichwort: Flexibilisierung, neoliberale Globalisierung – und da geht es dann weiter bei Ihnen. Wir haben von der Globalisierungspolitik nichts zu befürchten, sagen Sie, sagt auch der Herr Minister. Dieses „Wir“ kann da wohl nur als Pluralis Majestatis in Ihrer gewohnten solidarischen Art und Weise gemeint sein, denn wenn Sie mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesem Land sprechen, dann sehen Sie, die fürchten sich (Abg. Dr. Mitterlehner: Weil Ihr ihnen das einredet!) – die fürchten um ihren Arbeitsplatz (Abg. Kopf: Wenn Sie ihnen ständig Angst machen!), und eben genau deshalb, weil es nicht genug ist, wenn es der Wirtschaft gut geht, damit es allen Menschen mit Zuversicht gut gehen kann. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Vorschläge!)
Abg. Kopf: Wenn Sie ihnen ständig Angst machen!
Aber Stichwort: Flexibilisierung, neoliberale Globalisierung – und da geht es dann weiter bei Ihnen. Wir haben von der Globalisierungspolitik nichts zu befürchten, sagen Sie, sagt auch der Herr Minister. Dieses „Wir“ kann da wohl nur als Pluralis Majestatis in Ihrer gewohnten solidarischen Art und Weise gemeint sein, denn wenn Sie mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesem Land sprechen, dann sehen Sie, die fürchten sich (Abg. Dr. Mitterlehner: Weil Ihr ihnen das einredet!) – die fürchten um ihren Arbeitsplatz (Abg. Kopf: Wenn Sie ihnen ständig Angst machen!), und eben genau deshalb, weil es nicht genug ist, wenn es der Wirtschaft gut geht, damit es allen Menschen mit Zuversicht gut gehen kann. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Vorschläge!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Vorschläge!
Aber Stichwort: Flexibilisierung, neoliberale Globalisierung – und da geht es dann weiter bei Ihnen. Wir haben von der Globalisierungspolitik nichts zu befürchten, sagen Sie, sagt auch der Herr Minister. Dieses „Wir“ kann da wohl nur als Pluralis Majestatis in Ihrer gewohnten solidarischen Art und Weise gemeint sein, denn wenn Sie mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesem Land sprechen, dann sehen Sie, die fürchten sich (Abg. Dr. Mitterlehner: Weil Ihr ihnen das einredet!) – die fürchten um ihren Arbeitsplatz (Abg. Kopf: Wenn Sie ihnen ständig Angst machen!), und eben genau deshalb, weil es nicht genug ist, wenn es der Wirtschaft gut geht, damit es allen Menschen mit Zuversicht gut gehen kann. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Vorschläge!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Mittel dafür betrugen beziehungsweise betragen 2006 938 Millionen, 2007 934 Millionen und 2008 933 Millionen. Das heißt ganz klar: Die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik gehen zurück. Wir haben also weniger Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Genau.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Das ist Ihre Logik: weniger Arbeitslose – weniger Mittel! Oberflächlich betrachtet könnte man das ja auch so verstehen, doch schauen wir uns bitte den Kern der Sache an. Die Gleichung: weniger Arbeitslose ist gleich weniger Mittel, impliziert eine Konstante, und diese sind die Qualität und das Niveau der Leistungen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Bleibt alles beim Alten, bleibt alles gleich, dann könnte das stimmen: sinkende Arbeitslosenzahlen – sinkende Ausgaben für die Maßnahmen.
Beifall bei den Grünen.
Doch wer hier im Saal möchte, dass das Niveau und die Qualität der Leistungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gleich bleiben? – Wir sicher nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Ein ehemaliger Trainer für Job-Coaching, der arbeitslos wurde, kam zu dieser AMS-Betreuerin. Ein Trainer für Job-Coaching des AMS wurde arbeitslos und kam zur AMS-Beraterin, und das Einzige, das sie ihm anbieten konnte – und das ist jetzt kein Witz! – war ein Job-Coaching! – Das ist kein Einzelfall! (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Das war ein Leserbrief ...!
Und die schreibt am 16. April: „Ausser Spesen nichts gewesen“, „Vernichtendes Urteil über Österreichs aktive Arbeitsmarktpolitik“. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das war ein Leserbrief ...!)
Abg. Rädler: Was sind die Vorschläge?
Kurz, der Punkt ist: Wir brauchen mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik. (Abg. Rädler: Was sind die Vorschläge?) – Vorschläge? Wir sind ja hier nicht im Ausschuss.
Beifall bei den Grünen.
Mein Punkt war: Aus der Sicht der Grünen wäre mehr Geld auch jetzt – gerade jetzt! – für aktive Arbeitsmarktpolitik notwendig. Ich weiß schon: antizyklische Budgetpolitik. Aber trotzdem, der Budgetvoranschlag hat uns in diesem Posten leider enttäuscht, und diese Enttäuschung ist bei uns leider zyklisch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin schon auf das AMS eingegangen und möchte mich bei dieser Gelegenheit einmal bei den Kolleginnen und Kollegen des AMS ganz, ganz herzlich für die von ihnen geleistete Arbeit bedanken; die war und die ist nicht immer leicht, aber sie leisten immer Hervorragendes. Herzlichen Dank, liebe Kollegen und Kolleginnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zum Schluss möchte ich auf eine Maßnahme eingehen, die schon in Redebeiträgen angedeutet wurde, nämlich die Blum-Förderung. Das ist zweifellos eine gute Sache, aber sie könnte meiner Meinung nach in vielen Bereichen noch verbessert werden. Man sollte im Zusammenhang mit der Blum-Förderung vielleicht auch darüber nachdenken, ob es ein Erreichen der Lehrziele nicht nur für den Lehrling, sondern auch für den Arbeitgeber, den Lehrherren, gibt. Man sollte hier den Schwerpunkt vielleicht ein bisschen stärker darauf legen, dass eine Lehrausbildung in dem Betrieb gut abgeschlossen wird und dass Mädchen die Möglichkeit haben, noch stärker in zukunftsorientierte Berufe zu gehen. Wir sollten gemeinsam daran gehen, diese gute Maßnahme noch zu verbessern. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Herr Bundesminister, haben uns hier allerdings den Versuch vorgegaukelt beziehungsweise Sie haben so getan, als wären Sie dafür verantwortlich. Und das ist etwas, was sich bei Ihnen durchzieht: Sie ernten etwas, was Sie selbst nicht gesät haben! Genau so schaut das insgesamt in Ihrer Budgetgestaltung aus. Wenn man es salopp formulieren würde: Meine Damen und Herren, Sie sind Trittbrettfahrer der Weltkonjunktur! (Beifall bei der FPÖ.) Und Sie hätten wahrscheinlich gute Gründe, nach Mariazell zu pilgern und dort Dank zu sagen, anstatt dauernd irgendwelche Maßnahmen zu loben, die dafür verantwortlich waren.
Demonstrativer Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Es ist schon erstaunlich, wenn die eine Hälfte hier in dem Saal sagt: Dass es uns jetzt wirtschaftlich ganz gut geht, dass sich die Zahlen positiv entwickeln, das ist ein Verdienst der so tollen Arbeit der vorigen Regierung! (Demonstrativer Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist genauso falsch, wie wenn die andere Hälfte hier herinnen sagt, in einer schon fast penetranten Verkrampfung in Richtung Kanzlerschaft auf der Suche nach dieser verschollenen roten Handschrift, dass die SPÖ jetzt das Ruder herumgerissen hätte. Es gibt diese rote Handschrift nicht! Beim Kapitel Arbeit und Wirtschaft wird das besonders deutlich. Es gibt etwas anderes, es gibt einen roten Faden, und das ist diese Trittbrettfahrerschaft bei der Weltkonjunktur, die Sie zwar nutzen könnten, die Sie aber nicht ausnützen – und das ist der Vorwurf, den man Ihnen mit aller Härte machen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner
Meine Damen und Herren, leider schaut es genauso im Kapitel „Wirtschaft und Arbeit“ aus. Heute ist ja schon darüber geredet worden, man muss die grundsätzliche Frage stellen: Wer schafft und wer sichert denn eigentlich Arbeit? Und offenbar gehört es zu einer Art geheimen oder selbständigen Regierungsprogrammierung, dass man sich immer das Verdienst zuschreibt, Arbeit zu schaffen und Arbeit zu sichern, dass man sich wieder einmal ein Federl an den Hut steckt, das einem gar nicht zusteht (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner), so wie vorher die großartigen Initiativen im Bereich der Exportwirtschaft.
Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.
Ich darf Sie nur daran erinnern, Herr Arbeitsminister, dass es sozusagen ein großkoalitionärer Knebelanschlag auf die Unternehmen in diesem Land war, wo man in Wahrheit jeden mit einem Orden ausstatten müsste, der sich über diese bürokratischen Hürden hinweggesetzt hat und trotzdem im Export offensiv geworden ist. (Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Das ist Ihre Methode: Sie stecken sich Federl an den Hut, die Ihnen nicht zustehen! In Wirklichkeit, meine Damen und Herren – da haben Sie recht –, ist es die Wirtschaft, die die Arbeitsplätze sichert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie nur daran erinnern, Herr Arbeitsminister, dass es sozusagen ein großkoalitionärer Knebelanschlag auf die Unternehmen in diesem Land war, wo man in Wahrheit jeden mit einem Orden ausstatten müsste, der sich über diese bürokratischen Hürden hinweggesetzt hat und trotzdem im Export offensiv geworden ist. (Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Das ist Ihre Methode: Sie stecken sich Federl an den Hut, die Ihnen nicht zustehen! In Wirklichkeit, meine Damen und Herren – da haben Sie recht –, ist es die Wirtschaft, die die Arbeitsplätze sichert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Stimmt ja nicht!
Aber da muss man jetzt noch einmal etwas genauer nachfragen, es sind nämlich in erster Linie die kleinen und die mittleren Unternehmen, denen dieses Verdienst zukommt. Und das sind ja genau die, die vor allem Sie von der ÖVP bei jeder Sonntagsrede ganz salbungsvoll erwähnen. Und Sie haben jetzt wieder nichts getan, um genau diese kleinen und mittleren Unternehmen zu entlasten. Es gibt keine Senkung der Lohnnebenkosten! Das Gegenteil ist der Fall, Sie geben ihnen eine drauf. (Abg. Dr. Mitterlehner: Stimmt ja nicht!) Sie treiben zahlreiche Wirte in eine Existenzkrise, weil Sie schon fast hysterisch besessen – sage ich einmal – einen Antiraucherfeldzug führen, der letzten Endes ein großes wirtschaftliches Problem für viele werden wird. (Zwischenruf der Abg. Mikesch.) – Ja, eine Raucherhatz ist das, was Sie betreiben!
Zwischenruf der Abg. Mikesch.
Aber da muss man jetzt noch einmal etwas genauer nachfragen, es sind nämlich in erster Linie die kleinen und die mittleren Unternehmen, denen dieses Verdienst zukommt. Und das sind ja genau die, die vor allem Sie von der ÖVP bei jeder Sonntagsrede ganz salbungsvoll erwähnen. Und Sie haben jetzt wieder nichts getan, um genau diese kleinen und mittleren Unternehmen zu entlasten. Es gibt keine Senkung der Lohnnebenkosten! Das Gegenteil ist der Fall, Sie geben ihnen eine drauf. (Abg. Dr. Mitterlehner: Stimmt ja nicht!) Sie treiben zahlreiche Wirte in eine Existenzkrise, weil Sie schon fast hysterisch besessen – sage ich einmal – einen Antiraucherfeldzug führen, der letzten Endes ein großes wirtschaftliches Problem für viele werden wird. (Zwischenruf der Abg. Mikesch.) – Ja, eine Raucherhatz ist das, was Sie betreiben!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Sie erhöhen die Benzin- und die Dieselpreise. Glauben Sie, dass das ein Wirtschaftsimpuls ist, den Sie damit setzen, und dass Sie damit den kleinen und mittleren Unternehmen auch nur irgendetwas Gutes tun? Was Sie in Wirklichkeit damit machen, meine Damen und Herren, ist: Sie geben offen zu, dass Sie sich für eine Politik entschieden haben, die im Grunde genommen ihre Rolle darin sieht, sich selbst zum Steigbügelhalter der Großkonzerne zu machen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Zwischenruf der Abg. Mikesch.
Vorschub zu leisten, Sie öffnen dem Lohndumping Tür und Tor, und Sie betreiben eine Politik, die in Wirklichkeit nur der Profitmaximierung dient. (Zwischenruf der Abg. Mikesch.) Das muss man Ihnen einmal so sagen.
Abg. Dr. Mitterlehner: Das sind auch Steigbügelhalter, wahrscheinlich!
Leider ist die SPÖ – das ist der Vorwurf in Ihre Richtung! – offenbar so geblendet und so beeindruckt von der wiedererlangten Kanzlerschaft, dass man gleich im Vorhinein in diesem Bereich die weiße Flagge gehisst hat. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das sind auch Steigbügelhalter, wahrscheinlich!)
Abg. Rädler: Ist das alles?
Türen auf, meine Damen und Herren, hereinspaziert – je früher desto besser! – Das ist offensichtlich der Kurs Bartenstein/Buchinger. Ich sage Ihnen aber ganz deutlich, dass das ein Kurs in die Sackgasse ist. (Abg. Rädler: Ist das alles?)
Abg. Grillitsch: Ich glaube, Sie haben das schlecht gelesen!
Meine Damen und Herren! Wir vermissen sehr, sehr schmerzlich in diesem Budget Strategien und Mittel, um aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. (Abg. Grillitsch: Ich glaube, Sie haben das schlecht gelesen!) Vielleicht haben Sie diese deshalb vergessen, weil Sie ja in Wirklichkeit schon einem anderen Gedanken nachhängen, nämlich dem der Mindestsicherung, wo man dann dafür etwas bekommt, dass man gar nichts mehr tut. Wir vermissen eine Arbeitsmarktoffensive, die diesen Namen auch verdient. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo ist denn der Stadler?) Es stimmt schon, meine Damen und Herren, es hat schon einmal mehr Menschen ohne Arbeit gegeben, aber es sind immerhin noch 297 000 Menschen. (Abg. Grillitsch: Wo ist denn der Herr Stadler?) Sie selbst sagen ja immer, dass der Verweis auf die schlechten Zeiten nicht der Maßstab sein soll, sondern Sie wollen ja die Nummer eins werden und sollten sich am Guten orientieren. (Abg. Grillitsch: Sagen Sie uns, wo der Herr Stadler ist! Der fehlt schon seit drei Tagen!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wo ist denn der Stadler?
Meine Damen und Herren! Wir vermissen sehr, sehr schmerzlich in diesem Budget Strategien und Mittel, um aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. (Abg. Grillitsch: Ich glaube, Sie haben das schlecht gelesen!) Vielleicht haben Sie diese deshalb vergessen, weil Sie ja in Wirklichkeit schon einem anderen Gedanken nachhängen, nämlich dem der Mindestsicherung, wo man dann dafür etwas bekommt, dass man gar nichts mehr tut. Wir vermissen eine Arbeitsmarktoffensive, die diesen Namen auch verdient. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo ist denn der Stadler?) Es stimmt schon, meine Damen und Herren, es hat schon einmal mehr Menschen ohne Arbeit gegeben, aber es sind immerhin noch 297 000 Menschen. (Abg. Grillitsch: Wo ist denn der Herr Stadler?) Sie selbst sagen ja immer, dass der Verweis auf die schlechten Zeiten nicht der Maßstab sein soll, sondern Sie wollen ja die Nummer eins werden und sollten sich am Guten orientieren. (Abg. Grillitsch: Sagen Sie uns, wo der Herr Stadler ist! Der fehlt schon seit drei Tagen!)
Abg. Grillitsch: Wo ist denn der Herr Stadler?
Meine Damen und Herren! Wir vermissen sehr, sehr schmerzlich in diesem Budget Strategien und Mittel, um aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. (Abg. Grillitsch: Ich glaube, Sie haben das schlecht gelesen!) Vielleicht haben Sie diese deshalb vergessen, weil Sie ja in Wirklichkeit schon einem anderen Gedanken nachhängen, nämlich dem der Mindestsicherung, wo man dann dafür etwas bekommt, dass man gar nichts mehr tut. Wir vermissen eine Arbeitsmarktoffensive, die diesen Namen auch verdient. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo ist denn der Stadler?) Es stimmt schon, meine Damen und Herren, es hat schon einmal mehr Menschen ohne Arbeit gegeben, aber es sind immerhin noch 297 000 Menschen. (Abg. Grillitsch: Wo ist denn der Herr Stadler?) Sie selbst sagen ja immer, dass der Verweis auf die schlechten Zeiten nicht der Maßstab sein soll, sondern Sie wollen ja die Nummer eins werden und sollten sich am Guten orientieren. (Abg. Grillitsch: Sagen Sie uns, wo der Herr Stadler ist! Der fehlt schon seit drei Tagen!)
Abg. Grillitsch: Sagen Sie uns, wo der Herr Stadler ist! Der fehlt schon seit drei Tagen!
Meine Damen und Herren! Wir vermissen sehr, sehr schmerzlich in diesem Budget Strategien und Mittel, um aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. (Abg. Grillitsch: Ich glaube, Sie haben das schlecht gelesen!) Vielleicht haben Sie diese deshalb vergessen, weil Sie ja in Wirklichkeit schon einem anderen Gedanken nachhängen, nämlich dem der Mindestsicherung, wo man dann dafür etwas bekommt, dass man gar nichts mehr tut. Wir vermissen eine Arbeitsmarktoffensive, die diesen Namen auch verdient. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo ist denn der Stadler?) Es stimmt schon, meine Damen und Herren, es hat schon einmal mehr Menschen ohne Arbeit gegeben, aber es sind immerhin noch 297 000 Menschen. (Abg. Grillitsch: Wo ist denn der Herr Stadler?) Sie selbst sagen ja immer, dass der Verweis auf die schlechten Zeiten nicht der Maßstab sein soll, sondern Sie wollen ja die Nummer eins werden und sollten sich am Guten orientieren. (Abg. Grillitsch: Sagen Sie uns, wo der Herr Stadler ist! Der fehlt schon seit drei Tagen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie da mit irgendwelchen Statistiken, mit Eurostat und Ähnlichem, daherkommen, so mag das schon relativ logisch klingen, nur, mit der Wirklichkeit hat das nichts zu tun. Es erinnert in vielen Bereichen an dieses Spiel mit der Mengenlehre – Sie werden das kennen –, wo zwei Leute in einem Raum sind und drei hinausgehen. Dann muss einer wieder reingehen, damit keiner mehr drinnen ist. Das ist sehr, sehr logisch, aber mit der Wirklichkeit hat es nichts zu tun. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Da fließen Unsummen an Mitteln hinein, und die Einzigen, die wirklich profitieren, sind offenbar Leute, die Kurse anbieten, über deren Sinnhaftigkeit man sich wirklich unterhalten muss. Wenn man sieht, dass es Kurse zu Entspannungstechniken gibt, wo man gemeinsame Spaziergänge macht – offensichtlich gruppenbildend –, damit man sich vielleicht leichter tut, wenn man länger in der Arbeitslosigkeit bleibt, wenn Kartenspiele organisiert werden, oder wenn man Jogakurse und Trommeleinheiten macht, so ist das, glaube ich, nicht etwas, was dazu angetan ist, den Menschen den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Meine Damen und Herren! Das AMS böte viele Möglichkeiten, wenn man sie nutzt. Wenn aber ein Betroffener erzählt, dass er beim AMS acht Mal denselben Kurs besuchen muss, und in diesem Kurs sitzen dann die Ingenieure gleich neben den Sonderschülern und beantworten irgendwelche sinnlosen Fragen, so verstehen wir das nicht unter einer effizienten Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Das verstehen wir nicht darunter. Das sind leider keine Einzelfälle, sondern das hat im Bereich des AMS System. Da haben Sie, Herr Bundesminister, in Ihrer Kontrollfunktion versagt. Das sagt auch der Rechnungshof, das sagen interne Berichte des AMS selbst. Da hätten Sie also genug zu tun.
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Meine Damen und Herren! Folgendes möchte ich Ihnen nicht vorenthalten – ich weiß, das wird jetzt die Gutmenschen-Fraktion ärgern –: Das, was hier überhaupt nicht zur Sprache kommt, ist die Arbeitslosigkeit unter den Ausländern. Das ist ja etwas, was es offiziell nicht gibt, denn die Ausländer sind ja alle deshalb da, damit sie uns den sozialen Standard absichern. (Zwischenruf der Abg. Bayr.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, unser Konzept von der Freiheitlichen Partei ist ein anderes. Wir wollen den Aufenthalt an die Beschäftigung koppeln, und die Beschäftigung überhaupt nur dann erlauben, wenn es mittelfristig in Österreich nicht zu beheben ist. (Beifall bei der FPÖ.) – Ich sage Ihnen, in den seltensten Fällen ist das der Fall.
Beifall bei der FPÖ.
Der Weg, den Sie eingeschlagen haben, ist ein Holzweg! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Murauer: Richtig!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie verstehen, dass ich mich um das Thema Tourismus kümmere, denn ich glaube, dass der Tourismus nach wie vor einer der wichtigsten und wachstumsstärksten Wirtschaftszweige unseres Landes ist. Stark zukunftsorientiert sichert er einen breiten Wohlstand für die Gesamtbevölkerung bis zu den entlegensten Alpentälern und Randregionen hin. Er erhält und schafft ständig neue Arbeitsplätze und hebt mit seiner Infrastruktur die Lebensqualität der Österreicher. Die Gastfreundschaft Österreichs, die Schönheit unserer Heimat wurde durch den Tourismus in der ganzen Welt bekannt. (Abg. Murauer: Richtig!) Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es eben dieser Wirtschaftszweig ist, der mit der Kultur und mit der Musik dieses Land in der ganzen Welt bekannt gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es! Bravo!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es! Bravo!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie verstehen, dass ich mich um das Thema Tourismus kümmere, denn ich glaube, dass der Tourismus nach wie vor einer der wichtigsten und wachstumsstärksten Wirtschaftszweige unseres Landes ist. Stark zukunftsorientiert sichert er einen breiten Wohlstand für die Gesamtbevölkerung bis zu den entlegensten Alpentälern und Randregionen hin. Er erhält und schafft ständig neue Arbeitsplätze und hebt mit seiner Infrastruktur die Lebensqualität der Österreicher. Die Gastfreundschaft Österreichs, die Schönheit unserer Heimat wurde durch den Tourismus in der ganzen Welt bekannt. (Abg. Murauer: Richtig!) Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es eben dieser Wirtschaftszweig ist, der mit der Kultur und mit der Musik dieses Land in der ganzen Welt bekannt gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es! Bravo!)
Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war ...!
Der Tourismus (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war ...!), Herr Kollege Hauser, ist auch die Wirtschaftsform ... (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war der Vorbereiter für ...!) – Können Sie auch zuhören, Herr Kollege?! – Bitte. Der Tourismus ist auch die Wirtschaftsform mit der größten Wohlstandsverteilung. Sie bringt Wohlstand sogar auch nach Osttirol, Herr Kollege Hauser, und das dürfte Sie ganz besonders freuen, denn Sie kommen aus Osttirol, oder? – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Da müsste man ein bisschen mehr tun!)
Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war der Vorbereiter für ...!
Der Tourismus (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war ...!), Herr Kollege Hauser, ist auch die Wirtschaftsform ... (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war der Vorbereiter für ...!) – Können Sie auch zuhören, Herr Kollege?! – Bitte. Der Tourismus ist auch die Wirtschaftsform mit der größten Wohlstandsverteilung. Sie bringt Wohlstand sogar auch nach Osttirol, Herr Kollege Hauser, und das dürfte Sie ganz besonders freuen, denn Sie kommen aus Osttirol, oder? – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Da müsste man ein bisschen mehr tun!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Da müsste man ein bisschen mehr tun!
Der Tourismus (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war ...!), Herr Kollege Hauser, ist auch die Wirtschaftsform ... (Abg. Mag. Hauser: Der Tourismus war der Vorbereiter für ...!) – Können Sie auch zuhören, Herr Kollege?! – Bitte. Der Tourismus ist auch die Wirtschaftsform mit der größten Wohlstandsverteilung. Sie bringt Wohlstand sogar auch nach Osttirol, Herr Kollege Hauser, und das dürfte Sie ganz besonders freuen, denn Sie kommen aus Osttirol, oder? – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Da müsste man ein bisschen mehr tun!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Lieber Herr Kollege Veit Schalle, es ist christlich-soziale Politik, dass wir uns gerade um diese Klientel kümmern. Wenn ich mir anschaue, dass wir im Arbeitsministerium nunmehr mit einer charmanten und sehr kompetenten Staatssekretärin verstärkt sind, dann können Sie davon ausgehen, dass es christlich-soziale Politik ist, dass wir uns um Lehrlinge, um Ausbildung kümmern. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Reheis: Habt ihr die Direktive, auf Wien hinzuhauen?
In der gestrigen Ausgabe der Zeitung „Die Presse“ stand zu lesen, dass unser Bundeskanzler die Ostöffnung des Arbeitsmarktes bremst. Dabei ist die Not an Facharbeitern vor allem im Westen besonders bei Klein- und Mittelbetrieben sehr groß. Letztes Jahr betrug die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in Tirol beispielsweise 2,9 Prozent. Wir haben also Vollbeschäftigung. Wir in Tirol waren die besten. Die anderen Bundesländer liegen knapp dahinter, nur Wien fällt wieder einmal als negativer Spitzenreiter schlecht auf – mit 8,8 Prozent. Frau Kollegin Csörgits, vielleicht sollte man im AMS-Wien die Motivation und auch die Leistungswilligkeit erhöhen. (Abg. Reheis: Habt ihr die Direktive, auf Wien hinzuhauen?)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Trunk.
Drittens: Öffnen wir endlich den Arbeitsmarkt, bringen wir die Arbeitskräfte zu den Unternehmungen, und verhindern wir damit, dass Betriebe zu billigen Arbeitsmärkten abwandern und wir auf leeren Hallen sitzen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Trunk.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren! Weil es zum Thema passt und Sie ja über den Arbeitsmarkt diskutieren, möchte ich – ich denke, auch in Ihrem Namen – zumindest einen Teil jener Mädchen hier oben auf der Galerie begrüßen, die heute am Internationalen Töchtertag teilnehmen und einen ganzen Tag lang die Arbeitsplätze des Parlaments erkunden: Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
Dass die Lage am Arbeitsmarkt erfreulich ist, dass die Arbeitslosenrate zurückgeht, dass wir einen hohen Beschäftigungsstand haben – besonders bei den Frauen – und dass wir ein gutes Wirtschaftswachstum haben, ist in erster Linie ein Ergebnis des Fleißes und der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, aber auch der Innovation und des Mutes der Unternehmerinnen und Unternehmer. Natürlich spielen auch Rahmenbedingungen für beschäftigungspolitische und sozialpolitische Maßnahmen eine wichtige Rolle. Da haben wir gerade im Bereich der sozialpolitischen Maßnahmen in den letzten Jahren wirklich nachhaltige Weichen gestellt. Ich denke an die größte Steuerentlastung der Zweiten Republik, wo gerade wir seitens des BZÖ sehr starken Druck gemacht haben, dass es zu dieser Steuerentlastung kommt, um die Kaufkraft der Menschen in Österreich zu stärken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Wirtschaft – und das haben wir ja schon gehört – hat einen großen Bedarf an qualifizierten Facharbeitern, und es wird immer gesagt, dass man auf der Suche nach geeigneten Lehrstellenbewerbern nicht immer fündig werde und dass dies immer schwieriger werde. Ich denke, hier kommt einerseits der Schule im letzten Jahr eine große Aufgabe zu, aber auch Konzepte, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, müssen optimiert und weiterentwickelt werden. Ein Konzept, das – so denke ich – in den letzten Jahren sehr gut war, war das Konzept „Lehre und Matura“. Ich denke, man sollte jetzt weitergehen und sagen: „Lehre mit Matura“. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, dass innerhalb der Ausbildungszeit bereits die Berufsreifeprüfung gemacht werden kann. Der große Vorteil ist eben, dass es zwei Abschlüsse gibt, dass es eine Ausbildung mit einem sehr hohen Praxisanteil und auch verschiedene Module im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung gibt. Ein Modell dieser Art wird derzeit in Kärnten durchgeführt, und ich denke, es könnten beispielgebend auch für das gesamte Bundesgebiet sein und zusätzlich auch einen Beitrag zur Imageaufwertung der Lehre leisten. Ich ersuche Sie daher, Herr Bundesminister, noch mehr in diese Modelle wie das eben angeführte zu investieren und vor allem nicht die Energien auf die Frage zu verwenden: Wie können wir den Kündigungsschutz bei jungen Menschen aufweichen? Wenn wir einerseits sagen, kein Jugendlicher darf und soll auf der Straße stehen, und sich andererseits diese Regierung damit beschäftigt, wie man den Kündigungsschutz lockern kann, dann passt das einfach nicht zusammen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein aktuelles Problem möchte ich zum Schluss noch anschneiden, es hat auch mit Tagesbetreuung von Kindern zu tun. Es gibt seit dem Jahr 2005 ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes, dass Au-pair-Verhältnisse wie reguläre Arbeitsverhältnisse zu behandeln sind, was bisher nicht der Fall gewesen ist. Bisher gibt es keine Lösung, und ich bitte Sie, Herr Bundesminister, das jetzt nicht zwischen Sozialministerium und Wirtschafts- und Arbeitsministerium hin- und herzuschieben, sondern eine rasche Lösung zu treffen im Sinne der Familien und auch in dem Sinne, dass der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht weitere Steine in den Weg gelegt werden. –Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit 1,8 Millionen € in den Budgets 2007/2008 ist jetzt keine wesentliche Steigerung vorgesehen, aber ich möchte darauf aufmerksam machen, dass diese Wohnbauförderung mittelfristig erhöht werden sollte, da wir wissen – etwa auch aus einer aktuellen Studie des Wifo –, dass die Bevölkerungszahl steigen wird, dass mehr Wohnraum benötigt werden wird, und es daher auch wichtig ist, dass kostengünstiger Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister Bartenstein, Sie haben ja ziemlich breit ausgeholt in Ihrer Stellungnahme (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – ja, es kommt schon die „Neue Zürcher Zeitung“ –, und ein Thema war natürlich und ist auch für mich die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?) Sie sind Justizsprecher. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!) – Sie sind nicht Justizsprecher, aber Sie sollten sich in rechtlichen Fragen als Anwalt auskennen und Sie sollten, genauso gut wie die Kollegin Fekter, wissen, dass er nicht in einer strafrechtlichen Frage verurteilt wurde. (Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?) – Ein Strafgericht hat das festgestellt? Sitzen Sie nicht gemeinsam mit mir im Immunitätsausschuss und wissen, dass er strafrechtlich gar nicht verurteilt werden könnte, dass ein Strafgericht gar keine Ermittlungen einleiten könnte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister Bartenstein, Sie haben ja ziemlich breit ausgeholt in Ihrer Stellungnahme (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – ja, es kommt schon die „Neue Zürcher Zeitung“ –, und ein Thema war natürlich und ist auch für mich die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?) Sie sind Justizsprecher. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!) – Sie sind nicht Justizsprecher, aber Sie sollten sich in rechtlichen Fragen als Anwalt auskennen und Sie sollten, genauso gut wie die Kollegin Fekter, wissen, dass er nicht in einer strafrechtlichen Frage verurteilt wurde. (Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?) – Ein Strafgericht hat das festgestellt? Sitzen Sie nicht gemeinsam mit mir im Immunitätsausschuss und wissen, dass er strafrechtlich gar nicht verurteilt werden könnte, dass ein Strafgericht gar keine Ermittlungen einleiten könnte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister Bartenstein, Sie haben ja ziemlich breit ausgeholt in Ihrer Stellungnahme (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – ja, es kommt schon die „Neue Zürcher Zeitung“ –, und ein Thema war natürlich und ist auch für mich die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?) Sie sind Justizsprecher. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!) – Sie sind nicht Justizsprecher, aber Sie sollten sich in rechtlichen Fragen als Anwalt auskennen und Sie sollten, genauso gut wie die Kollegin Fekter, wissen, dass er nicht in einer strafrechtlichen Frage verurteilt wurde. (Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?) – Ein Strafgericht hat das festgestellt? Sitzen Sie nicht gemeinsam mit mir im Immunitätsausschuss und wissen, dass er strafrechtlich gar nicht verurteilt werden könnte, dass ein Strafgericht gar keine Ermittlungen einleiten könnte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister Bartenstein, Sie haben ja ziemlich breit ausgeholt in Ihrer Stellungnahme (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – ja, es kommt schon die „Neue Zürcher Zeitung“ –, und ein Thema war natürlich und ist auch für mich die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?) Sie sind Justizsprecher. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!) – Sie sind nicht Justizsprecher, aber Sie sollten sich in rechtlichen Fragen als Anwalt auskennen und Sie sollten, genauso gut wie die Kollegin Fekter, wissen, dass er nicht in einer strafrechtlichen Frage verurteilt wurde. (Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?) – Ein Strafgericht hat das festgestellt? Sitzen Sie nicht gemeinsam mit mir im Immunitätsausschuss und wissen, dass er strafrechtlich gar nicht verurteilt werden könnte, dass ein Strafgericht gar keine Ermittlungen einleiten könnte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister Bartenstein, Sie haben ja ziemlich breit ausgeholt in Ihrer Stellungnahme (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – ja, es kommt schon die „Neue Zürcher Zeitung“ –, und ein Thema war natürlich und ist auch für mich die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Brosz: Sind Sie Justizsprecher?) Sie sind Justizsprecher. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein!) – Sie sind nicht Justizsprecher, aber Sie sollten sich in rechtlichen Fragen als Anwalt auskennen und Sie sollten, genauso gut wie die Kollegin Fekter, wissen, dass er nicht in einer strafrechtlichen Frage verurteilt wurde. (Abg. Mag. Donnerbauer: Hat ein Strafgericht das festgestellt oder nicht?) – Ein Strafgericht hat das festgestellt? Sitzen Sie nicht gemeinsam mit mir im Immunitätsausschuss und wissen, dass er strafrechtlich gar nicht verurteilt werden könnte, dass ein Strafgericht gar keine Ermittlungen einleiten könnte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege von der ÖVP und werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, Sie haben hier im Haus nicht nur mich, sondern auch den Kollegen Pilz – jetzt, gestern, so oft, so häufig – diffamiert. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Sie das draußen machen, draußen vor dem Haus machen, dann wissen Sie genau, dass Sie verurteilt werden. Lassen Sie es darauf ankommen! Sagen Sie das außerhalb des Hauses, aber versuchen Sie nicht, eine Debatte, die mit dem überhaupt nichts zu tun hat, durch Ihre wirklich völlig unpassenden Einwürfe zu stören. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Das hat sehr wohl was damit zu tun!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Das hat sehr wohl was damit zu tun!
Herr Kollege von der ÖVP und werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, Sie haben hier im Haus nicht nur mich, sondern auch den Kollegen Pilz – jetzt, gestern, so oft, so häufig – diffamiert. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Sie das draußen machen, draußen vor dem Haus machen, dann wissen Sie genau, dass Sie verurteilt werden. Lassen Sie es darauf ankommen! Sagen Sie das außerhalb des Hauses, aber versuchen Sie nicht, eine Debatte, die mit dem überhaupt nichts zu tun hat, durch Ihre wirklich völlig unpassenden Einwürfe zu stören. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Das hat sehr wohl was damit zu tun!)
Abg. Dr. Ferdinand Maier: Das ist ein Gesetzesbruch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte zurückkommen, Herr Bundesminister, auf die aktive Arbeitsmarktpolitik, über die die ÖVP offensichtlich nicht diskutieren will. Das ist ja das Erstaunliche. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Das ist ein Gesetzesbruch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Frau Präsidentin! Ich würde Sie wirklich ersuchen: Kann man die ÖVP-Abgeordneten nicht ein bisschen einbremsen? Das ist ja unerträglich! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Sache hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun! Haben Sie das nicht verstanden? (Abg. Morak: Man muss Ihnen das erklären! Sie haben das nicht verstanden! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte zurückkommen, Herr Bundesminister, auf die aktive Arbeitsmarktpolitik, über die die ÖVP offensichtlich nicht diskutieren will. Das ist ja das Erstaunliche. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Das ist ein Gesetzesbruch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Frau Präsidentin! Ich würde Sie wirklich ersuchen: Kann man die ÖVP-Abgeordneten nicht ein bisschen einbremsen? Das ist ja unerträglich! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Sache hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun! Haben Sie das nicht verstanden? (Abg. Morak: Man muss Ihnen das erklären! Sie haben das nicht verstanden! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Morak: Man muss Ihnen das erklären! Sie haben das nicht verstanden! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ich möchte zurückkommen, Herr Bundesminister, auf die aktive Arbeitsmarktpolitik, über die die ÖVP offensichtlich nicht diskutieren will. Das ist ja das Erstaunliche. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Das ist ein Gesetzesbruch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Frau Präsidentin! Ich würde Sie wirklich ersuchen: Kann man die ÖVP-Abgeordneten nicht ein bisschen einbremsen? Das ist ja unerträglich! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Sache hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun! Haben Sie das nicht verstanden? (Abg. Morak: Man muss Ihnen das erklären! Sie haben das nicht verstanden! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ich stehe jetzt nicht hier heraußen, um zu sagen, alles war schlecht, was Sie, Herr Bundesminister, in der aktiven Arbeitsmarktpolitik gemacht haben, aber man sollte nach Jahren intensiver Debatte – nicht nur in Österreich, wo die Debatte nicht so besonders intensiv war, das gebe ich schon zu, aber innerhalb Europas – über bestimmte Instrumente aktiver Arbeitsmarktpolitik schon einmal nachdenken, ob die Maßnahmen, die die österreichische aktive Arbeitsmarktpolitik in den letzten Jahren gesetzt hat, die richtigen waren, denn – und das betrifft jetzt den Herrn Kollegen Mitterlehner, da wird wahrscheinlich ein Zwischenruf fällig, darum bitte aufpassen – diese sehr unternehmensbezogenen aktiven Arbeitsmarktförderungsinstrumente, die haben es überhaupt nicht gebracht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Ich habe ja gewusst, dass da ein Zwischenruf kommt. Zeitgerecht. Danke! Ich bin ja froh darüber.
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es hat sich in den letzten Jahren – auch wenn Sie sagen, Herr Bundesminister, das sei sehr alt – an den Instrumenten nichts geändert. Und darum meine ich, dass man jenseits der Debatte über Job-Coaching beziehungsweise das, was die Kollegin Schatz schon angedeutet hat, einmal nachdenken sollte, ob man nicht wieder bestimmte Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die ich für sinnvoll halte, schärfen und erneuern sollte. Es gibt keine innovative Arbeitsmarktpolitik in den letzten Jahren von Ihrer Seite. Die letzte innovative Arbeitsmarktpolitik, die es in Österreich gegeben hat, wurde unter Bundesminister Dallinger entwickelt und gefördert. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seither hat sich im Wesentlichen nichts getan, außer dass Sie genau im gemeinnützigen Bereich, wo durch aktive Arbeitsmarktpolitik tatsächlich Beschäftigung stattfinden kann und stattgefunden hat, eher stark reduziert haben. Und ich stelle einfach nur die Frage: Muss das so sein? – Ich glaube nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es hat sich in den letzten Jahren – auch wenn Sie sagen, Herr Bundesminister, das sei sehr alt – an den Instrumenten nichts geändert. Und darum meine ich, dass man jenseits der Debatte über Job-Coaching beziehungsweise das, was die Kollegin Schatz schon angedeutet hat, einmal nachdenken sollte, ob man nicht wieder bestimmte Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die ich für sinnvoll halte, schärfen und erneuern sollte. Es gibt keine innovative Arbeitsmarktpolitik in den letzten Jahren von Ihrer Seite. Die letzte innovative Arbeitsmarktpolitik, die es in Österreich gegeben hat, wurde unter Bundesminister Dallinger entwickelt und gefördert. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seither hat sich im Wesentlichen nichts getan, außer dass Sie genau im gemeinnützigen Bereich, wo durch aktive Arbeitsmarktpolitik tatsächlich Beschäftigung stattfinden kann und stattgefunden hat, eher stark reduziert haben. Und ich stelle einfach nur die Frage: Muss das so sein? – Ich glaube nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber eines sollten Sie nicht tun, Herr Bundesminister: nicht zur Kenntnis nehmen, dass es ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs gibt, das zumindest legale Au-pair-Beschäftigung ab dem Mai 2007 unmöglich macht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese wenigen Beispiele zeigen bereits, dass es neben arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auch einer Reform des geltenden Arbeitsrechts bedarf. Das Budget, um das es heute geht, bietet die Möglichkeit, die erforderlichen Maßnahmen auch tatsächlich zu setzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das sind nicht Ihre „jungen Freunde“!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Liebe junge Freunde auf der Galerie! (Abg. Großruck: Das sind nicht Ihre „jungen Freunde“!) – Für mich sind sie junge Freunde. (Ruf: Und Freundinnen!) – Und Freundinnen. Natürlich, selbstverständlich; danke schön für die Korrektur! (Abg. Großruck: Jung sind sie, aber nicht Ihre Freunde! – Abg. Dr. Stummvoll: Vielleicht sind es unsere Freunde!) Ich möchte jetzt zu meinen Ausführungen kommen.
Ruf: Und Freundinnen!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Liebe junge Freunde auf der Galerie! (Abg. Großruck: Das sind nicht Ihre „jungen Freunde“!) – Für mich sind sie junge Freunde. (Ruf: Und Freundinnen!) – Und Freundinnen. Natürlich, selbstverständlich; danke schön für die Korrektur! (Abg. Großruck: Jung sind sie, aber nicht Ihre Freunde! – Abg. Dr. Stummvoll: Vielleicht sind es unsere Freunde!) Ich möchte jetzt zu meinen Ausführungen kommen.
Abg. Großruck: Jung sind sie, aber nicht Ihre Freunde! – Abg. Dr. Stummvoll: Vielleicht sind es unsere Freunde!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Liebe junge Freunde auf der Galerie! (Abg. Großruck: Das sind nicht Ihre „jungen Freunde“!) – Für mich sind sie junge Freunde. (Ruf: Und Freundinnen!) – Und Freundinnen. Natürlich, selbstverständlich; danke schön für die Korrektur! (Abg. Großruck: Jung sind sie, aber nicht Ihre Freunde! – Abg. Dr. Stummvoll: Vielleicht sind es unsere Freunde!) Ich möchte jetzt zu meinen Ausführungen kommen.
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Herr Minister, wenn Sie sagen, Sie rechnen die Arbeitslosenrate wie die EU, so möchte ich schon feststellen, dass man bei der EU erst einmal die Grundrechnungsarten beherrschen müsste, denn richtig kann das nicht sein. Bei 3,5 Millionen Beschäftigten und fast 300 000 Arbeitslosen können nicht 4,4 Prozent herauskommen. Das wissen alle, die da oben auf der Galerie sitzen. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich werde Ihnen das nachher erklären unter vier Augen!
Was die ÖVP anlangt: Herr Dr. Stummvoll, Sie haben mich gestern schon gewaltig aufgeregt, muss ich sagen, als Sie so getan haben, als hätten Sie mit den Schulden, die unser Staat hat, diesen 190 Milliarden, überhaupt nichts zu schaffen. Ich möchte noch einmal sagen: Die ÖVP war fast immer dabei, als Schulden gemacht wurden in diesem Staat! Sie können sich hier nicht ... (Abg. Dr. Stummvoll: Ich werde Ihnen das nachher erklären unter vier Augen!) – Gut, Herr Stummvoll. Dann bin ich aber gespannt, wie Ihnen das gelingt! (Abg. Dr. Bösch: Nur faule Ausreden!)
Abg. Dr. Bösch: Nur faule Ausreden!
Was die ÖVP anlangt: Herr Dr. Stummvoll, Sie haben mich gestern schon gewaltig aufgeregt, muss ich sagen, als Sie so getan haben, als hätten Sie mit den Schulden, die unser Staat hat, diesen 190 Milliarden, überhaupt nichts zu schaffen. Ich möchte noch einmal sagen: Die ÖVP war fast immer dabei, als Schulden gemacht wurden in diesem Staat! Sie können sich hier nicht ... (Abg. Dr. Stummvoll: Ich werde Ihnen das nachher erklären unter vier Augen!) – Gut, Herr Stummvoll. Dann bin ich aber gespannt, wie Ihnen das gelingt! (Abg. Dr. Bösch: Nur faule Ausreden!)
Beifall bei der FPÖ.
Zur „Wirtschaftskompetenz“ der ÖVP möchte ich sagen, Sie haben diese in dem Augenblick verloren, als – nachdem Sie in Ihren Sonntagsreden immer erklärt haben, die Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden – eine Ihrer ersten Amtshandlungen war, die Lohnnebenkosten zu erhöhen, indem Sie die Krankenkassenbeiträge um 0,15 Prozent erhöht haben. Das ist ein Sündenfall für die Wirtschaft! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Da hätten wir also schon etwas, um die Lohnnebenkosten ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ja, 0,3 Prozent dort und 0,14 Prozent da. Das wäre der erste Ansatz dazu.
Beifall bei der FPÖ.
Dazu der Vergleich mit anderen Ländern in Europa: 76 Stunden brauchen die Iren, 87 Stunden die Norweger, die Engländer 106 Stunden – also alle liegen wesentlich darunter. Und das müsste man anzapfen. Der Herr Bundeskanzler hat gestern gemeint, er würde gerne einen Informationsaustausch oder Ähnliches machen. Ich glaube, man müsste für diesen Bereich einen eigenen Arbeitskreis einführen, und bei diesem Arbeitskreis würde ich gerne mitarbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Kooperation verbindet uns, und ich wünsche dem Tourismus-Ausschuss im Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und der Betriebsinhaber und Betriebsinhaberinnen das Beibehalten dieses Klimas der Kooperation. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Das ist euch in der Opposition wieder eingefallen, gell? – Heiterkeit.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut – wenn die Schere zwischen den Unternehmensgewinnen und den Löhnen nicht zu weit auseinanderklafft. (Beifall beim BZÖ sowie Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Das ist euch in der Opposition wieder eingefallen, gell? – Heiterkeit.)
Abg. Riepl: Die 160-km/h-Rennstrecke ist auch abgeschafft worden!
In Kärnten hat man – gestern hat das ein Kollege der ÖVP angeschnitten – die Pendlerpauschale abgeschafft und durch eine kilometerabhängige Pendlerbeihilfe ersetzt. (Abg. Riepl: Die 160-km/h-Rennstrecke ist auch abgeschafft worden!) – Ja, die ist auch abgeschafft worden. Schade, dass sie abgeschafft worden ist, denn ich bin sehr viel auf der Autobahn unterwegs und muss sagen: Jeder Kleinwagen fährt schneller als 140 km/h. Das ist ein Hohn! Wenn man auf der Autobahn fährt und die Gendarmerie –
Abg. Sburny: Ist das ein Aufruf zum Gesetzesbruch oder was?
oder jetzt die Polizei – neben einem fährt, kann man mit 140 km/h vorbeifahren. Da muss man woanders ansetzen, um den Straßenverkehr und die Dinge rundherum zeitgemäß zu gestalten und in den Griff zu kriegen. (Abg. Sburny: Ist das ein Aufruf zum Gesetzesbruch oder was?)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, die Bundesregierung diskutiert über die Mobilitätsprämie. Sie haben gesagt, wenn jemand von einem Bundesland ins andere umsiedelt: 2 000 €, Ihr Kollege Buchinger hat gesagt: 10 000 €. Da gehen die Meinungen weit auseinander! Und auf der anderen Seite fordern auch Sie die EU-Osterweiterung, dass man diese siebenjährige Übergangsfrist früher aufhebt, dass Fachkräfte aus den osteuropäischen Ländern zu uns kommen. Ich muss sagen, diese Länder haben selbst zu wenige Fachkräfte. Das Verschulden, dass wir zu wenige Fachkräfte haben, liegt in Österreich, denn wenn die Wirtschaft keine Fachkräfte ausbildet, dann haben wir einfach zu wenige! Das ist das Manko. Die Wirtschaft schreibt hohe Gewinne und gibt nichts für die Ausbildung aus. Das ist das Dilemma. – Wo bleibt der Applaus bei der Sozialdemokratie? (Beifall beim BZÖ.) – Na also!
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Wenn die Schere bei den Unternehmensgewinnen und den Löhnen weiter auseinandergeht, so wird es beim arbeitslosen Einkommen und beim Mindestlohn immer enger. Die Regierung geht jetzt her und sagt: Wir machen eine Mindestsicherung von 726 €, ob jemand arbeitet oder nicht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) 726 € brutto für netto, Frau Kollegin, und ein Mindestlohn von 1 000 €: Da sind Sie ja um ein halbes Jahrzehnt hinten nach! Sie müssen den Mindestlohn ein bisschen höher anheben. Ich schlage vor 1 300 € (Beifall beim BZÖ), weil der Unterschied ist nicht 1 000 zu 726, der Unterschied ist 850 zu 726, denn netto kriegen die Betreffenden nur 850 € heraus; sie haben ja noch die Sozialversicherungsbeiträge abzuliefern. So geht das nicht!
Beifall beim BZÖ
Wenn die Schere bei den Unternehmensgewinnen und den Löhnen weiter auseinandergeht, so wird es beim arbeitslosen Einkommen und beim Mindestlohn immer enger. Die Regierung geht jetzt her und sagt: Wir machen eine Mindestsicherung von 726 €, ob jemand arbeitet oder nicht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) 726 € brutto für netto, Frau Kollegin, und ein Mindestlohn von 1 000 €: Da sind Sie ja um ein halbes Jahrzehnt hinten nach! Sie müssen den Mindestlohn ein bisschen höher anheben. Ich schlage vor 1 300 € (Beifall beim BZÖ), weil der Unterschied ist nicht 1 000 zu 726, der Unterschied ist 850 zu 726, denn netto kriegen die Betreffenden nur 850 € heraus; sie haben ja noch die Sozialversicherungsbeiträge abzuliefern. So geht das nicht!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dolinschek –: Bravo, Sigisbert! Bravo!
Sehr geehrte Damen und Herren, abschließend: Arbeit muss sich wieder lohnen, und diese Schieflage gehört ganz einfach beseitigt. Das hat schon Henry Ford erkannt, denn er hat gesagt: Autos kaufen keine Autos. Meine Mitarbeiter müssen so viel verdienen, dass sie sich die Autos auch leisten können. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dolinschek –: Bravo, Sigisbert! Bravo!)
Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier –: Nicht vergessen, auf Wien zu schimpfen! Wenigstens ein bisschen!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dr. Maier zu Wort. 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier –: Nicht vergessen, auf Wien zu schimpfen! Wenigstens ein bisschen!)
Abg. Riepl: Die Gewerkschaften haben es als Erste gefordert!
Ich kann mich noch erinnern – ich glaube, es muss 1998 gewesen sein (Abg. Riepl: Die Gewerkschaften haben es als Erste gefordert!) –: Da gab es eine Grundsatzeinigung zwischen dem damaligen Präsidenten der Wirtschaftskammer Maderthaner und Wolfgang Schüssel, und in der Folge haben die Sozialpartner begonnen zu verhandeln. Es ist dann irgendwann auch ein Gesetz daraus geworden. Das hat der Herr Dolinschek zum Glück nicht verhindert. Also, in dem Sinn ist ihm schon zu danken, aber wie gesagt, die Diskussion ist natürlich schon etwas länger her. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann mich noch erinnern – ich glaube, es muss 1998 gewesen sein (Abg. Riepl: Die Gewerkschaften haben es als Erste gefordert!) –: Da gab es eine Grundsatzeinigung zwischen dem damaligen Präsidenten der Wirtschaftskammer Maderthaner und Wolfgang Schüssel, und in der Folge haben die Sozialpartner begonnen zu verhandeln. Es ist dann irgendwann auch ein Gesetz daraus geworden. Das hat der Herr Dolinschek zum Glück nicht verhindert. Also, in dem Sinn ist ihm schon zu danken, aber wie gesagt, die Diskussion ist natürlich schon etwas länger her. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber es gibt auch Siege, wo es nur einen Vater oder einen Verantwortlichen gibt, und wenn ich mir so die Statistik der Betriebsansiedlungen anschaue und hier die Leistung der Austrian Business Agency in Österreich, muss ich sagen, das ist wirklich eine Erfolgsstory. Ich habe mir einige Jahre herausgesucht, und wenn ich mir 2004 anschaue, wo die Austrian Business Agency 107 Betriebe nach Österreich gebracht hat, davon 48 nach Wien, und ein Jahr später 123 Betriebe nach Österreich gebracht hat und 60 nach Wien, kann ich nur sagen, das ist unglaublich erfreulich. Als Wiener sollte man sich nicht nur darüber freuen, sondern auch den Schluss ziehen, dass der Druck der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung so groß war, dass es sogar in Wien möglich war, Betriebe anzusiedeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Man sieht also, das sind Maßnahmen, die seitens der Bundesregierung gesetzt wurden, wovon Wien sehr profitiert, und ich hoffe, dass die Abgeordneten aus Wien das diesmal so positiv sehen, wie wir das sehen, und dass eine Diskussion, das allenfalls zu verändern, hintangehalten werden wird. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Die Exportoffensive und die Kooperation mit der Wirtschaftskammer ist mit Sicherheit ein richtiger und ein wichtiger Schritt. Die Außenhandelsstellen, die wir haben, leisten ausgezeichnete Arbeit. Die Exportoffensive funktioniert sehr gut. – Herr Kopf! Sie müssen sich das Klatschen nicht unbedingt verkneifen. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Wir sind stolz darauf, keine Frage!
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Gartlehner.
punkt in der Exportwirtschaft. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Gartlehner.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben also diesen Vorschlag gemacht, aber wir sind sicher nicht dafür – und ich glaube, andere auch nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als zu sagen: Irgendwie habe ich den Eindruck, Herr Bundesminister, Sie hungern die Arbeitsinspektorate ein bisschen aus. Und ich denke, da könnte man vielleicht darüber nachdenken, ob man da nicht raschest Korrekturen machen sollte. Natürlich müssen wir sparen, das wissen wir schon, aber auf dem falschen Platz sparen ist immer falsches Sparen. Und sparen auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmer ist, glaube ich, überhaupt das Falsche. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Danke für die Zustimmung seitens der ÖVP. (Abg. Sieber nickt zustimmend.) Ich sehe, Sie nicken. Also Sie unterstützen mich dabei.
Abg. Sieber nickt zustimmend.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als zu sagen: Irgendwie habe ich den Eindruck, Herr Bundesminister, Sie hungern die Arbeitsinspektorate ein bisschen aus. Und ich denke, da könnte man vielleicht darüber nachdenken, ob man da nicht raschest Korrekturen machen sollte. Natürlich müssen wir sparen, das wissen wir schon, aber auf dem falschen Platz sparen ist immer falsches Sparen. Und sparen auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmer ist, glaube ich, überhaupt das Falsche. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Danke für die Zustimmung seitens der ÖVP. (Abg. Sieber nickt zustimmend.) Ich sehe, Sie nicken. Also Sie unterstützen mich dabei.
Beifall bei der SPÖ.
Aufgaben, mehr Arbeitsstätten, mehr Kontrollen, mehr Arbeitsverhältnisse dies eigentlich rechtfertigen sollten? In diesem Sinne bitte ich Sie, sich dieses Themas anzunehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber – jetzt kommt das große „Aber“ –: Was diesen Ausspruch „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Arbeitnehmern gut“ betrifft, so ist es da in der Realität weit gefehlt, und es gibt objektive Tatsachen, die das belegen. (Beifall bei der FPÖ.) Ich habe hier einen Artikel aus der „Kleinen Zeitung“ aus dem Sommer 2006 mit der bezeichnenden Überschrift: „Manager konnten Gagen in 5 Jahren verdoppeln“. – In fünf Jahren verdoppeln!
Abg. Reheis: ... dafür verantwortlich? – Die Verantwortung hat die schwarz-blaue ...!
Es gibt auch Statistiken, die diesbezüglich noch in die Tiefe gehen. Was die Vorstände größerer österreichischer Firmen betrifft, so sieht es zum Beispiel so aus, dass innerhalb des Zeitraumes von 2000 bis 2006 die Vorstände bei der OMV im Durchschnitt eine Erhöhung der Vorstandsentlohnung im Ausmaß von 367 Prozent genossen haben, Andritz: plus 309 Prozent, Die Erste Bank: plus 230 Prozent, RHI: plus 249 Prozent, bis hin zur voestalpine: plus 140 Prozent. In diesen Bereichen gab es also ganz gewaltige Zuwächse, während auf der anderen Seite – und auch das beweist ja die Statistik der Arbeiterkammer, und auch das hat eine relativ unverdächtige Tageszeitung auch mit einer großen Headline im Sommer des letzten Jahres betitelt – die Situation bei den Arbeitnehmern genau umgekehrt ist, nämlich: die „Geldtaschen“ sind „leer wie noch nie: Jeder Zweite jammert“, mit der bezeichnenden Unterschrift, dass 51 Prozent der Österreicher sagen, sie kommen mit dem Einkommen kaum über die Runden. – Das sagen also jetzt nicht wir, sondern das ist die Situation (Abg. Reheis: ... dafür verantwortlich? – Die Verantwortung hat die schwarz-blaue ...!), die derzeit berührt, bewegt.
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Kainz sowie weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ein Liter Vollmilch ist um 13 Prozent teurer geworden – bereits nach Abzug der inflationsbedingten Verteuerung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Kainz sowie weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Also, liebe Freunde, die Aussage: „Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es den Arbeitnehmern gut“, stimmt leider nicht! Uns wäre es ja recht und billig, wenn es so wäre. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte schreien Sie doch nicht immer dazwischen! Es muss doch Aufgabe dieses Parlaments und dieses Hohen Hauses sein, gerade diese Situation zu verbessern.
Beifall bei der FPÖ.
Also, unter dem Strich ist es so: Ich glaube, es gibt niemanden, der hier in diesem Hohen Haus bestreitet, dass es der Wirtschaft gut gehen soll – jeder will das, wir wollen das! –, dass wir Exporterfolge haben sollen, aber wir müssen doch schauen, dass wir diese Erfolge auch zum durchschnittlichen Arbeitnehmer sozusagen hinunterbringen, dass auch dieser wirklich einmal ein Mehr in der Brieftasche spürt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne ersuche ich den Tourismusausschuss um Unterstützung dieser Intention. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und Bravoruf bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Passend zum Thema Arbeit möchte ich ganz herzlich auf der Galerie meinen Arbeitgeber, eine Abordnung des Oberösterreichischen Roten Kreuzes mit Präsident Pallwein-Prettner an der Spitze, begrüßen. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vor allem im Bereich der Jugendbeschäftigung – und das ist mir ein besonderes Anliegen, meine Damen und Herren – wird mit diesem Budget ein Schwerpunkt gesetzt. Die Verlängerung des Blum-Bonus für die Lehrlinge, die Weiterentwicklung im Rahmen des Jugendausbildungs-Sicherungsgesetzes und auch eine Garantie für einen Lehr- oder Ausbildungsplatz bis zum 18. Lebensjahr: Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind wichtige Maßnahmen, die hier für unsere jungen Menschen gesetzt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend das Thema Mitarbeiterbeteiligung, das heute schon einige Male hier angesprochen worden ist: Ja, wir gehen diesen Weg – und gehen wir ihn auch gemeinsam! –, damit die Schere zwischen Gewinnen von Unternehmen und Löhnen kleiner wird. Ich halte es für eine ganz wichtige Maßnahme – aber Hand in Hand zwischen Unternehmen und Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern –, da eine gute, verträgliche Lösung zu finden. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Budget ist die Grundlage dafür, dass wir diese Maßnahmen auch umsetzen können. Wir als Abgeordnete werden darauf achten, dass sie auch umgesetzt werden! (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Keine Polemik, Frau Kollegin!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Minister ist schon wieder gegangen. Die Arbeitslosenproblematik, die wir in Österreich haben, interessiert ihn nicht (Abg. Dr. Stummvoll: Keine Polemik, Frau Kollegin!), speziell dann nicht, wenn er damit rechnen muss, dass er mit harten Daten und Fakten, dass es auf dem Arbeitsmarkt nichts zu jubeln und nichts zu lachen gibt, konfrontiert wird. Nach dem Motto: Ich bin super; alles, was ich mache, ist super, und alle, die etwas anderes sagen, die höre ich mir nicht an!, ist die Anwesenheit beziehungsweise die Nichtanwesenheit des Ministers hiermit klar dokumentierbar. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Fängt man eine Rede so an? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Fängt man eine Rede so an? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Minister ist schon wieder gegangen. Die Arbeitslosenproblematik, die wir in Österreich haben, interessiert ihn nicht (Abg. Dr. Stummvoll: Keine Polemik, Frau Kollegin!), speziell dann nicht, wenn er damit rechnen muss, dass er mit harten Daten und Fakten, dass es auf dem Arbeitsmarkt nichts zu jubeln und nichts zu lachen gibt, konfrontiert wird. Nach dem Motto: Ich bin super; alles, was ich mache, ist super, und alle, die etwas anderes sagen, die höre ich mir nicht an!, ist die Anwesenheit beziehungsweise die Nichtanwesenheit des Ministers hiermit klar dokumentierbar. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Fängt man eine Rede so an? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Das wissen wir nicht, oder was?
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP – die offenbar immer irgendwo in einem verdunkelten Kammerl sitzen müssen –, Sie haben es absolut geschafft, sich von jeder Realität fernzuhalten, auch von der Realität, dass es viele und viel zu viele Menschen gibt, die arbeitsuchend sind (Abg. Rädler: Das wissen wir nicht, oder was?) und keine Arbeit finden. Die sind nicht faul, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie Sie ihnen das immer wieder unterstellen! (Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Prinz: Reißen Sie sich ein bisschen zusammen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die haben auch keine Lust auf Ihre soziale Hängematte, was Sie ihnen immer wieder unterstellen und was Ihrerseits auch dokumentiert ist! (Abg. Murauer: Hoffentlich glauben Sie das nicht selber, was Sie da reden! – Abg. Kainz: ... Frustrede!)
Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Prinz: Reißen Sie sich ein bisschen zusammen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP – die offenbar immer irgendwo in einem verdunkelten Kammerl sitzen müssen –, Sie haben es absolut geschafft, sich von jeder Realität fernzuhalten, auch von der Realität, dass es viele und viel zu viele Menschen gibt, die arbeitsuchend sind (Abg. Rädler: Das wissen wir nicht, oder was?) und keine Arbeit finden. Die sind nicht faul, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie Sie ihnen das immer wieder unterstellen! (Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Prinz: Reißen Sie sich ein bisschen zusammen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die haben auch keine Lust auf Ihre soziale Hängematte, was Sie ihnen immer wieder unterstellen und was Ihrerseits auch dokumentiert ist! (Abg. Murauer: Hoffentlich glauben Sie das nicht selber, was Sie da reden! – Abg. Kainz: ... Frustrede!)
Abg. Murauer: Hoffentlich glauben Sie das nicht selber, was Sie da reden! – Abg. Kainz: ... Frustrede!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP – die offenbar immer irgendwo in einem verdunkelten Kammerl sitzen müssen –, Sie haben es absolut geschafft, sich von jeder Realität fernzuhalten, auch von der Realität, dass es viele und viel zu viele Menschen gibt, die arbeitsuchend sind (Abg. Rädler: Das wissen wir nicht, oder was?) und keine Arbeit finden. Die sind nicht faul, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie Sie ihnen das immer wieder unterstellen! (Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Prinz: Reißen Sie sich ein bisschen zusammen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die haben auch keine Lust auf Ihre soziale Hängematte, was Sie ihnen immer wieder unterstellen und was Ihrerseits auch dokumentiert ist! (Abg. Murauer: Hoffentlich glauben Sie das nicht selber, was Sie da reden! – Abg. Kainz: ... Frustrede!)
Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?
Diese Menschen finden schlicht und einfach keine Arbeit, weil der Arbeitsmarkt sie nicht will, und zwar deshalb nicht will, weil es sich um Menschen mit Behinderung handelt. Jede Forderung der Grünen, dass man die Ausgleichstaxe endlich so erhöhen muss, dass es wirklich eine „Strafe“ – unter Anführungszeichen – für das Unternehmen ist, wenn es niemanden beschäftigt, der behindert ist, wurde von Ihnen abgelehnt. Sie kaufen sich viel lieber auch in Zukunft zu Dumpingpreisen, nämlich um 200 € im Monat, die Sie dann sogar noch steuerlich gewinnmindernd absetzen können, von der Einstellungspflicht für Menschen mit Behinderung frei. Das ist Ihnen viel lieber. (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb können Sie auch gut und unbeschwert in Ihrem schwarzen Glashaus leben und müssen sich nicht mit den Realitäten, die wir auf dem Arbeitsmarkt haben, beschäftigen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
33 Prozent arbeitslose Menschen mit Behinderung – das sind im Vergleich zur Arbeitslosigkeit bei nichtbehinderten Menschen um 29 Prozent zu viel! Für diese 29 Prozent haben Sie keine Antwort, und zwar deshalb nicht, weil diese Gruppe von Menschen Sie gar nicht interessiert. Diese Menschen interessieren Sie nicht – und der Gesichtsausdruck des Herrn Abgeordneten Kopf sagt uns den Rest, da ist nicht mehr viel hinzuzufügen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Es sind 800 €!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Geschätzte BesucherInnen auf der Galerie! Ein paar Worte zu meinem Vorredner von den Freiheitlichen, zum Kollegen Hauser: Dass man die Situation der ArbeitnehmerInnen in Bezug auf das Einkommen verbessern muss, bin ich ganz Ihrer Meinung, aber ich denke, die derzeitige Bundesregierung hat einige sehr gute Schritte in diese Richtung gesetzt, zum Beispiel mit dem Abkommen betreffend 1 000 € Grundeinkommen. (Abg. Strache: Es sind 800 €!) Das ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt in Richtung Schließen der Schere zwischen Unternehmensgewinn und Löhnen von ArbeitnehmerInnen.
Beifall bei der SPÖ.
All das sind Maßnahmen, wo speziell auch die sozialdemokratische Handschrift zu spüren und eindeutig zu lesen ist, und darauf bin ich als Sozialdemokratin sehr stolz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte aber, weil immer wieder die Rede von schlechten Kursen und schlechten Schulungen ist, auch einmal eine Lanze für die MitarbeiterInnen des AMS brechen. Ich kann aus meinem Heimatbezirk sagen, dass die dortige regionale AMS-Stelle eine ausgezeichnete, gut funktionierende AMS-Regionalstelle ist. Wir haben dort im Vorjahr im Bereich von Jugendlichen-Maßnahmen eine Integrationsquote zwischen 71 und 84 Prozent gehabt – das ist beachtlich! –, und dafür gebührt den AMS-MitarbeiterInnen und vor allem auch den MitarbeiterInnen in den Schulungs- und Kursmaßnahmen großer Dank. Es gibt nicht nur schlechte – es gibt auch gute, nur wird über diese leider viel zu wenig gesprochen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich noch auf eine Maßnahme hinweisen, die mir ganz besonders wichtig ist und bezüglich der ich auch die Staatssekretärin bitte, sich dafür einzusetzen, und zwar auf die sogenannten gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte und sozialökonomischen Betriebe. In diesen Betrieben wird vorzügliche Arbeit geleistet. Langzeitarbeitslose Menschen, langzeitbeschäftigungslose Menschen erhalten dort Arbeit, Umschulung und Qualifizierung. Das sind meiner Meinung nach arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die nicht nur nach deren Kosten bewertet werden dürfen, sondern vor allem nach derem Nutzen für die Menschen bewertet werden müssen, und dafür ersuche ich Sie um Ihre Unterstützung, Frau Staatssekretärin Marek. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich! – Abg. Strache: Cerberus! BAWAG!
Nächster Punkt: Wenn ein Großkonzern einen österreichischen Betrieb aufkauft, dann leidet nur einer, und das ist der Arbeitnehmer. Auf ihm lastet ein Riesendruck; ich konnte das im Zuge einer großen Fusion selbst erleben. Ich frage mich schon: Wo bleibt da die Gewerkschaft? Wo bleiben die Betriebsräte? Gut, die Gewerkschaft hat genug mit sich selbst zu tun, und die Betriebsräte werden dann anscheinend – darauf zielt zumindest meine Vermutung ab – von den großen Firmenchefs gekauft, damit sie schön ruhig sind. Sie beschränken sich nämlich nur mehr darauf, Ausflüge zu organisieren, an denen gar keiner mehr teilnimmt, weil die Leute ausgebrannt sind. (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich! – Abg. Strache: Cerberus! BAWAG!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Aber ein bisschen Eigenverantwortung gibt es schon!
Ich lade die ÖVP daher ein: Führen wir eine Diskussion über eine Veränderung der Jungunternehmerförderung! Viel wichtiger wäre es hier meines Erachtens, da anzusetzen, dass der Jungunternehmer von sich aus am Anfang überlegt: Was brauche ich dazu? Wie viel Geld muss mir am Ende des Tages übrig bleiben, damit ich ein Jahr lang oder eben länger gut davon leben kann? – Das wissen die meisten nicht, das kann ich Ihnen aus meiner beruflichen Erfahrung sagen. Da müssen wir ansetzen, und nicht die Jungunternehmer von Haus aus in eine Schuldenfalle treiben, der sie ohnehin nur sehr schwer entkommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Aber ein bisschen Eigenverantwortung gibt es schon!)
Abg. Strache: In Wien nicht, da erhöht der Bürgermeister!
Erster Punkt: Die Liberalisierung des Strommarktes, die wir gemäß einer EU-Richtlinie vorgenommen haben und die wir in Österreich vorbildlich und weit besser als viele andere Länder umgesetzt haben – und zwar gemeinsam hier im Hohen Haus nahezu einstimmig umgesetzt haben –, ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben den Stromkonsumenten unseres Landes durch diese Liberalisierung etwa 500 Millionen € an Stromkosten ersparen können. 500 Millionen €, das sind in der alten Währung 7 Milliarden Schilling. (Abg. Strache: In Wien nicht, da erhöht der Bürgermeister!) Das hat aber andere Gründe, Herr Kollege!
Abg. Dr. Graf: Wer hält euch auf?
Vorarlberg macht es uns vor, dort werden ab heuer beispielsweise im gemeinnützigen Wohnbau nur noch Wohnbauten gefördert, die Passivenergiehaus-Standard haben. Das ist ein sehr hoher Anspruch. Wenn wir zumindest dem Niedrigenergiehaus-Standard über die Wohnbauförderung überall zum Durchbruch verhelfen könnten, wäre schon viel gewonnen. Nur dann, wenn wir auch in diesem Bereich erfolgreich sein werden, werden wir unsere hochgesteckten Klimaziele erreichen können. (Abg. Dr. Graf: Wer hält euch auf?) Ich bitte auch das BMWA um Mitwirkung bei den Finanz-
Beifall bei der ÖVP.
ausgleichsverhandlungen, damit wir dieses Ziel bei der Wohnbauförderung erreichen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Wo waren Sie die letzten Jahre?
Sie haben auch die Arbeitnehmer im Stich gelassen, etwa die Facharbeiter. Es stimmt, wir sind überhaupt nicht einer Meinung mit dem Herrn Wirtschaftsminister, dass man jetzt den Ostmarkt für ausländische Facharbeiter öffnet und gleichzeitig noch immer 7 000 Facharbeiter in Österreich in der Arbeitslose hat. Wo ist denn da die Sozialdemokratie? Wo ist da Ihr Aufschrei? (Abg. Riepl: Wo waren Sie die letzten Jahre?) Wo ist da der Herr Bundeskanzler, der versprochen hat, dass er das nicht zulassen wird, und umgefallen ist? – Sie wissen, Breitbildfernsehen, nur mehr im Liegen darstellbar. Das versteht niemand mehr. Wo ist Ihr Einsatz für die Facharbeiter? – Der geht uns ab.
Beifall beim BZÖ.
Der Grund, warum ich mich heute noch zu Wort gemeldet habe, ist – ich bleibe dabei – auch die Entwicklung bei der BAWAG. Da, geschätzte Damen und Herren von der Sozialdemokratie, fehlt mir jedes Verständnis dafür, dass Sie da in Deckung gehen. Wo sind denn die Menschenrechtsexperten aus Ihren Reihen? Ist es nicht eine unglaubliche Gemeinheit, was da passiert: dass man Bankkunden auf Grund ihrer Herkunft diskriminiert, diskreditiert und vom Bankverkehr ausschließt, wie das bei der roten BAWAG geschehen ist, unter dem roten Generaldirektor Nowotny, der in vollem Bewusstsein dieser Tatsache den Verkauf an Cerberus abgeschlossen hat? Das ist ihm völlig egal, und er ist sofort bereit, alle Menschenrechtsgrundsätze über Bord zu werfen. Das ist völlig egal, wenn es darum geht, Menschen zu schützen, die anderer Herkunft sind. Sie haben sich da wirklich demaskiert, und das verstehen wir nicht. Es ist nicht akzeptabel, dass uns die Amerikaner vorschreiben, wer in einer österreichischen Bank Kunde sein darf und wer nicht. – Das können wir nicht akzeptieren, das lehnen wir ab! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Da seid ihr auf unseren Zug aufgesprungen! Trittbrettfahrer!
Das könnte beispielsweise durch die Finanzmarktaufsicht passieren, die wir in dieser Causa bereits eingeschaltet haben. In diesem Zusammenhang sind wir sehr gespannt, ob das österreichische Bankgeheimnis da gehütet wird. Das ist uns wichtig, denn das betrifft die ureigensten Daten der Bankkunden. (Abg. Dr. Graf: Da seid ihr auf unseren Zug aufgesprungen! Trittbrettfahrer!)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen das nicht akzeptieren! Wir wollen, dass Sie hier harte Maßnahmen treffen. Wir wollen nicht, dass Bankkunden diskreditiert werden und dass Bankkunden, egal, woher sie kommen – unbescholtene Menschen, unbescholtene Bürger –, nicht die Möglichkeit haben, ihre Bankgeschäfte in einer österreichischen Bank zu erledigen. Wenn die Bank das nicht ändert und wenn es hier keine Verbesserung gibt, dann sollte sich die Republik Österreich überlegen, ihren Bankverkehr – und das ist ja einiges an Bankverkehr – von dieser Bank abzuziehen, neu auszuschreiben und einer wirklich österreichischen Bank mit ordentlichen Spielregeln zu übergeben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Aber an der Spitze steht der Ruttenstorfer!
bank mit Claus Raidl eine Enquete über Umverteilung und Steuerpolitik stattgefunden hat, und Herr Claus Raidl – er war einmal Chefberater von unseren Kollegen auf der rechten Seite – hat selbst gemeint, dass die Manager heute das 50- bis 100-Fache verdienen, ohne die Stock Options und ohne die zusätzlichen Dinge, dass das schon beinahe unchristlich ist. Ich will ihn jetzt allerdings nicht weiter zitieren, sonst gibt es wieder Streit in der Koalition. (Abg. Dr. Graf: Aber an der Spitze steht der Ruttenstorfer!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne, meine sehr geschätzten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, lade ich Sie ein, dass wir bei den Themen Facharbeitermangel und überbetriebliche Ausbildungsstätten über alle Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit mehr Personen in den Genuss dieser Förderungen kommen, sind nicht nur Personen mit Behinderung, die nach den Richtlinien des Bundessozialamtes eingestuft sind, berücksichtigt worden. Es konnten vielmehr bereits 2 500 Menschen unterstützt werden, und zusätzliche 500 werden von diesem Programm weiterhin gefördert werden. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, wenn es darum geht, sich gerade um die Schwächeren und die ganz Schwachen am Arbeitsmarkt zu kümmern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Replizierend auf Ihre Aussage zu den Betriebsrätinnen und Betriebsräten: Gestatten Sie mir, meine Damen und Herren, an dieser Stelle, den sehr engagierten, aktiven Betriebsrätinnen und Betriebsräten in allen Unternehmen Österreichs meinen Dank und meine Anerkennung für ihr oft unbedanktes Engagement auszusprechen. Ich glaube, die Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind wichtige Partner für die Wirtschaft in schwierigen Zeiten ebenso wie in erfolgreichen Zeiten, wie es auch jetzt aktuell der Fall ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Abgeordneter Lichtenecker sei zu ihrer Kritik an den Umwelttechnologien und an der internationalen Wirtschaft gesagt: Gerade beim Staatsbesuch in Südkorea zu Ostern, bei dem ich den Herrn Bundespräsidenten begleiten durfte, stand als ein ganz wichtiger Punkt die Umwelttechnologie im Mittelpunkt der Gespräche der Wirtschaftsdelegation. Der Präsident der Wirtschaftskammer Leitl hat da einen wichtigen Schwerpunkt gesetzt. Das war sozusagen eines der Highlights bei dieser Reise der Wirtschaftsdelegation. Also auch das ist ein wichtiger Aspekt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wichtig sind auch Initiativen, um Frauen und Mädchen – das sei gerade am heutigen „Töchtertag“ betont – in nicht traditionelle Berufe zu bringen. Hier seien die Initiative „FIT – Frauen in die Technik“ und das Programm „MIT – Mädchen in die Technik“, die es von Seiten des AMS gibt, erwähnt. Auch hier gibt es für Unternehmen sehr zielorientiert Förderungen, von denen die Betriebe ebenso wie die Mädchen, die hier für nicht traditionelle Berufe ausgebildet und dazu motiviert werden, profitieren. Hier haben wir schon entsprechende Erfolge zu verzeichnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für den Bereich der Jugendlichen – das ist der zweite große Bereich, für den ich zuständig bin; auch darauf wurde schon in mehreren Debattenbeiträgen hingewiesen – nahmen und nehmen wir sehr viel Geld in die Hand, denn die Jugendlichen von heute, die Lehrlinge von heute sind die Facharbeiter von morgen. Das wissen wir, und das sagen auch die Betriebe. Ich glaube, hier ist jeder Euro ein doppelt und vielfach verdienter und investierter, der sich rechnet und zurückkommt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch eine kurze Anmerkung zum Blum-Bonus. Ich glaube, es ist wichtig, zu sehen, wie viele Lehrplätze verlorengegangen wären, wenn wir den Blum-Bonus in den Unternehmen nicht eingeführt hätten, wenn wir diese Initiative nicht gesetzt hätten. Es sind viele Lehrbetriebe von Konkurs beziehungsweise von Betriebsschließungen bedroht gewesen. All diese Plätze konnten auch durch den Blum-Bonus aufgefangen werden, und das Niveau konnte ausgebaut beziehungsweise gehalten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend sei den Beamtinnen und Beamten des Hauses, die mich im Rahmen der Budgetverhandlungen beziehungsweise bei der Vorbereitung sehr unterstützt haben, Dank und Anerkennung ausgesprochen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Stichwort: Arbeitsinspektorat. – Ich sage Ihnen als eine Frau aus der Praxis: Ich bin sehr, sehr froh, dass es jetzt diese neue Regelung der Arbeitsinspektion gibt, die uns der Herr Minister sozusagen beschert hat, denn in der letzten Zeit ist es schon so gewesen, dass Methoden eingerissen sind, die uns fast an Zweite-Weltkriegs-Geschichterl erinnert haben. Und das brauchen wir in der Wirtschaft als Praktiker überhaupt nicht. Keine Aufstockung – das können wir nicht brauchen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: 100 000 Arbeitsunfälle im Jahr! Kein Rückgang!
Wir wollen arbeiten. Wir tragen Sorge, dass unsere Mitarbeiter geschützt werden. Man braucht sich nur die Statistik über die Unfälle anzuschauen, die in den Betrieben passieren. Diese weist einen Rückgang auf. (Abg. Riepl: 100 000 Arbeitsunfälle im Jahr! Kein Rückgang!) Die Zahl der Unfälle ist eindeutig rückgängig.
Beifall bei der ÖVP.
Zweites Stichwort: Behinderte. – Leider ist Frau Abgeordnete Haidlmayr im Moment nicht da. Ich muss sagen: Ich bin sehr froh darüber, dass Frau Staatssekretärin Marek auch dazu Stellung genommen hat. Ich bin betroffen, wie aggressiv der Ton herüberkommt. Gerade wir in den kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigen Behinderte. Und wir haben mit ihnen gute Erfahrungen gemacht. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir mit behinderten Menschen arbeiten. Und wir arbeiten gut mit ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
demonstrativer Beifall des Abg. Dolinschek
Ich bedanke mich bei Herrn Minister Bartenstein und bei Frau Staatssekretärin Marek. Ich glaube, dass wir mit ihnen zwei Personen haben, die visionär an die Arbeit gehen, die kompetent sind und die auch das nötige Durchhaltevermögen haben. Dass die Regierung nach der Wende seit 2000 sehr gut gearbeitet hat (demonstrativer Beifall des Abg. Dolinschek) und die ÖVP Kompetenz bewiesen hat, das wird sich auch weiterhin zeigen, denn wir haben noch nie so viele Neugründungen gehabt, wir haben noch nie so viele Frauen gehabt, die Unternehmen gegründet haben. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist die Steiermark. In der Steiermark wurden 37 Prozent der Neugründungen von Frauen auf die Beine gestellt, und das finde ich großartig. – Herr Minister, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.
Ich bedanke mich bei Herrn Minister Bartenstein und bei Frau Staatssekretärin Marek. Ich glaube, dass wir mit ihnen zwei Personen haben, die visionär an die Arbeit gehen, die kompetent sind und die auch das nötige Durchhaltevermögen haben. Dass die Regierung nach der Wende seit 2000 sehr gut gearbeitet hat (demonstrativer Beifall des Abg. Dolinschek) und die ÖVP Kompetenz bewiesen hat, das wird sich auch weiterhin zeigen, denn wir haben noch nie so viele Neugründungen gehabt, wir haben noch nie so viele Frauen gehabt, die Unternehmen gegründet haben. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist die Steiermark. In der Steiermark wurden 37 Prozent der Neugründungen von Frauen auf die Beine gestellt, und das finde ich großartig. – Herr Minister, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, brauchen wir dringend eine Evaluierung des Ökostromgesetzes und eine Umgestaltung, bevor sprichwörtlich der Ofen aus ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte einige Fakten anführen, was sich seit 2000 verändert hat. – Wir haben im Vergleich zu 2000 jetzt um 191 000 mehr Beschäftigte und Arbeitsplätze. 165 000 neue Unternehmen in Österreich konnten gegründet werden. 15 Milliarden € an Infrastrukturinvestitionen wurden getätigt. 165 000 Kinderbetreuungsgeldbezieher gibt es insgesamt, um 89 000 mehr als 2000. Die Exportumsätze konnten von 40 Milliarden € auf 107 Milliarden € gesteigert werden. Die Leistungsbilanz konnte von minus 6,3 Milliarden € im Jahr 1999 auf 8 Milliarden € im Jahr 2006 erhöht werden. Das, glaube ich, spricht für sich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Innovation und Qualifizierung sind wichtige Grundlagen für nachhaltigen und wirtschaftlichen Erfolg. Im Doppelbudget 2007/2008 werden die entsprechenden budgetären Maßnahmen getroffen. Einige Schwerpunkte noch dazu: 378 Millionen € für Forschungs- und Technologieförderung. Wir werden damit bis 2010 die geplante 3-Prozent-Quote am BIP erreichen. Zusätzlich gibt es 204 Millionen € für die Qualifizierungsoffensive. Und 930 Millionen € gibt es als zusätzlichen Beitrag zur aktiven Arbeitsmarktpolitik. Mit diesen Maßnahmen werden wir bis 2010 die Vollbeschäftigung erreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich bin überzeugt davon: Der Wirtschafts- und Arbeitsmarktstandort Österreich wird 2010 besser dastehen als in den letzten Jahren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Huainigg – auf dem Weg zum Rednerpult –: Die freiwillige Anreisezeit ist bei mir auch zwei Minuten!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Huainigg. Freiwillige Redezeitbeschränkung: ebenfalls 2 Minuten. (Abg. Dr. Huainigg – auf dem Weg zum Rednerpult –: Die freiwillige Anreisezeit ist bei mir auch zwei Minuten!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Geht es der Wirtschaft gut, geht es auch den behinderten Menschen gut! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) Behinderte Menschen sind nicht nur KundInnen, sondern auch ArbeitnehmerInnen oder selbst UnternehmerInnen. Es wurde heute schon gesagt, dass die Arbeitslosigkeit behinderter Menschen im letzten Jahr leicht gestiegen ist; das ist aber, wie Staatssekretärin Marek bereits erläuterte, auf
Allgemeiner Beifall.
Der zweite Regelungsbedarf betrifft an Demenz erkrankte Menschen, die zumeist in der Pflegestufe 1 oder 2 eingestuft sind. Finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand ist aber erst ab der Pflegestufe 5 vorgesehen. Gerade an Demenz erkrankte Menschen benötigen aber eine 24-Stunden-Betreuung, und ich denke, hier wäre eine Ausnahmeregelung sehr sinnvoll. Hier ist Minister Buchinger gefordert. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Hinblick darauf meine ich jedoch, dass es in den Überschneidungsbereichen Wirtschaftsministerium – BMVIT – Forschung und Wissenschaft bereits sehr gute Bedingungen gibt. Hier entwickelt sich ein sehr gutes System der abgestimmten Innovationsarbeit, und ich bin sehr optimistisch, dass wir hier in den nächsten Jahren sehr viel weiterbringen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Bösch: Der Beifall war jetzt aber nicht sehr intensiv!
diese Ausbildung voll nützen können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Bösch: Der Beifall war jetzt aber nicht sehr intensiv!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein zusätzliches Projekt, das es in Niederösterreich gibt, ist die kostenlose Nachhilfe für Lehrlinge, und in diesen eineinhalb Jahren haben zirka 550 Jugendliche dieses Angebot wahrgenommen. Deutsch, Mathematik und branchenspezifische Themen sind jene Bereiche, wo es wirklich Probleme gibt bei den Teilnehmern. Man sieht ganz einfach, es ist viel Engagement notwendig, um der Jugend tatsächlich die Ausbildung zu sichern. Derzeit werden in Österreich 126 000 Lehrlinge ausgebildet. Einen herzlichen Dank an all unsere Ausbildnerinnen und Ausbildner! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade die Mädchen müssen uns sehr am Herzen liegen. In Niederösterreich werden derzeit 765 Lehrlinge in einer Friseurlehre ausgebildet, aber leider nur sieben Kraftfahrzeugtechnikerinnen und sechs Elektroinstallationstechnikerinnen. Da besteht meiner Meinung nach wirklich ein großer Nachholbedarf, und ich bedanke mich bei dir, Frau Staatssekretärin, für deinen großartigen Einsatz, um das Berufsbild der Mädchen zu verändern, und für deinen Einsatz für die Jugend insgesamt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Unternehmungen, die bereit sind, für die Zukunft zu investieren, sollen auch dementsprechend gefördert werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schalle: Immer schon gewesen! – Abg. Zanger: Lasst es lieber!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Mit großer Freude habe ich heute hier in der Debatte mitbekommen, dass der Kleingewerbebereich und der Mittelstand auch das große Liebkind von den Oppositionsparteien sind und dass wir für diesen Bereich mehr kämpfen sollen. (Abg. Schalle: Immer schon gewesen! – Abg. Zanger: Lasst es lieber!) Nicht zur Kenntnis nehme ich aber den Vorwurf, dass die ÖVP für diesen Berufsstand zu wenig macht. Ich möchte ganz klar hier deponieren und klarstellen, dass in der Zweiten Republik noch nie so viel für den Kleingewerbestand getan wurde wie von der Regierung Schüssel und von unserem Wirtschaftsminister Bartenstein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Mit großer Freude habe ich heute hier in der Debatte mitbekommen, dass der Kleingewerbebereich und der Mittelstand auch das große Liebkind von den Oppositionsparteien sind und dass wir für diesen Bereich mehr kämpfen sollen. (Abg. Schalle: Immer schon gewesen! – Abg. Zanger: Lasst es lieber!) Nicht zur Kenntnis nehme ich aber den Vorwurf, dass die ÖVP für diesen Berufsstand zu wenig macht. Ich möchte ganz klar hier deponieren und klarstellen, dass in der Zweiten Republik noch nie so viel für den Kleingewerbestand getan wurde wie von der Regierung Schüssel und von unserem Wirtschaftsminister Bartenstein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe auch, dass bei der nächsten Steuerreform diese Liebe dann nicht vorbei ist, sondern dass weiterhin die Unterstützung für den Kleingewerbebereich gegeben ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz kurz und schnell noch zur Fußballeuropameisterschaft: Herr Minister! Diese 6 Millionen € Sonderbudget für die Bewerbung und die Million € für die Standortbestimmung – ich denke, dieses Geld ist gut angelegt. Eine Studie besagt, in dieser Zeit soll es 196 Millionen € mehr an Wertschöpfung geben. Es soll in dieser Zeit auf Grund der Europameisterschaft zirka 4 000 Jobs mehr geben, und wir sollten in Österreich im Jahr 2008 auf Grund dieses Ereignisses zirka eine Million Nächtigungen mehr haben. Wir sollten alle dahinter stehen, dass diese Europameisterschaft ein großer Erfolg wird. Ob Österreich Europameister wird, bezweifle ich vielleicht, aber wir können ja hoffen. Was ich jedoch glaube, ist, dass Österreich als Tourismusland Europameister sein wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke also, man sollte in diese Richtung auch ein bisschen den Druck erhöhen, denn nur das Loben und das Helfen und das Suchen und das „Tu doch endlich und mach doch auch!“, das reicht leider nicht, wie wir gesehen haben. Im Interesse der Jugend sollten wir, glaube ich, ein bisschen stärker in diese Richtung gehen und einmal Nägel mit Köpfen machen. Wir wären mit Ihnen gerne dabei beim Hineinschlagen dieser Nägel oder beim Köpfe-Machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Als ÖVP-Arbeitnehmerpolitikerin freut es mich, dass die ÖVP in diese Richtung geht. Ich bin zuversichtlich, dass sich in Zukunft, in den nächsten zwei Jahren, vieles bewegen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bösch: Recht hat er!
Ich darf auch darauf hinweisen, dass es mit diesem Budget 2007 und 2008 gelingt, die Staatsschuldenquote erstmals seit 1993 wieder unter 60 Prozent des BIP zu senken. Da fällt mir natürlich auf, dass ein Redner von Seiten der Freiheitlichen Partei die Schuldenpolitik der ÖVP beklagt hat. (Abg. Dr. Bösch: Recht hat er!) Daraufhin habe ich mir das einmal angesehen.
Zwischenrufe bei der FPÖ
In den letzten Jahren, als die ÖVP in der Regierung war, ist es gelungen, seit 2000 einen Primärüberschuss von 19 Milliarden € zu erwirtschaften. Im Gegensatz dazu hat sich, als in den Jahren 1983 bis 1986 die Freiheitlichen in der Regierung waren, der Schuldenstand um 20 Milliarden erhöht und damit gegenüber der Ausgangsposition fast verdoppelt (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es wurde ein Primärdefizit von 10 Milliarden € erwirtschaftet. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In den letzten Jahren, als die ÖVP in der Regierung war, ist es gelungen, seit 2000 einen Primärüberschuss von 19 Milliarden € zu erwirtschaften. Im Gegensatz dazu hat sich, als in den Jahren 1983 bis 1986 die Freiheitlichen in der Regierung waren, der Schuldenstand um 20 Milliarden erhöht und damit gegenüber der Ausgangsposition fast verdoppelt (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es wurde ein Primärdefizit von 10 Milliarden € erwirtschaftet. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Wer hat denn den Finanzminister damals gehabt? Nicht wir!
Mit diesem Budget 2007 und 2008 können wir in eine gute Zukunft blicken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hauser: Wer hat denn den Finanzminister damals gehabt? Nicht wir!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister, ein herzliches Dankeschön an Ihre Mitarbeiter, vor allem auch in Ihrem Kabinett! Die Information und die Zusammenarbeit ist wirklich um Qualitätssprünge besser als früher. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Oje! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
So, das war die Freundlichkeit, Herr Minister (Abg. Parnigoni: Oje! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – und jetzt kommen wir zu den beinharten Fakten. (Abg. Dr. Stummvoll: Jetzt kommt das Aber!) Ja, natürlich.
Abg. Dr. Stummvoll: Jetzt kommt das Aber!
So, das war die Freundlichkeit, Herr Minister (Abg. Parnigoni: Oje! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – und jetzt kommen wir zu den beinharten Fakten. (Abg. Dr. Stummvoll: Jetzt kommt das Aber!) Ja, natürlich.
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Da muss ich schon sagen, Herr Minister Faymann, dieses Verkehrsbudget mit diesen Dimensionen – ich nenne jetzt einmal ASFINAG oder ungedeckte ÖBB-Verschuldung –, ich meine, Sie haften schon mit der Republik im Hintergrund, aber im Budget steht das derzeit nirgends! Das wird uns dann 2010 et cetera einholen. Herr Kollege Haberzettl sitzt ohnehin schon dumpf brütend in der vorletzten Reihe und weiß davon ein Lied zu singen. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Die Rednerin hält einen blauen Radfahrerhelm in die Höhe. – Abg. Mag. Kukacka: Einen blauen! – Abg. Dr. Bösch: Blau, das ist immer schön! – Weitere Zwischenrufe.
Herr Minister, weil wir ja heute positiv reden sollen – angesichts erstens der Mittagsstimmung, zweitens der Frühlingsstimmung –, habe ich Ihnen auch ein positives Signal mitgebracht, und zwar etwas, was Sie verstärkt verwenden sollten, und etwas, worauf Sie verzichten sollten. Verstärkt verwenden sollten Sie den Fahrradhelm, Herr Minister! (Die Rednerin hält einen blauen Radfahrerhelm in die Höhe. – Abg. Mag. Kukacka: Einen blauen! – Abg. Dr. Bösch: Blau, das ist immer schön! – Weitere Zwischenrufe.) Ihnen zuliebe habe ich den blauen gewählt; man muss ja in der Opposition einer Meinung sein. Und es passt auch zu Grün, nicht?
Abg. Broukal: Könnte man einen roten Helm nehmen?
Herr Minister, der Fahrradhelm steht für effizientes Verkehrswesen. (Abg. Broukal: Könnte man einen roten Helm nehmen?) – Ja, gern. Wir können auch bunte Helme machen, ein paar rote Flecken darauf. Nur nehmen müssen Sie ihn dann, Herr Kollege!
Abg. Mag. Hauser: Aber jetzt müssen Sie den Helm übergeben! Sonst kann er nicht heimfahren!
Herr Minister, Fahrten unter fünf Kilometern sind leicht mit dem Fahrrad zu bewältigen. Wie sind Sie vom Stubenring hierher gefahren? – Ich fürchte, mit dem Auto. Vielleicht könnten Sie nächstes Mal wirklich den Helm nehmen und mit dem Fahrrad kommen. (Abg. Mag. Hauser: Aber jetzt müssen Sie den Helm übergeben! Sonst kann er nicht heimfahren!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Hauser: Frau Moser, übergeben Sie doch bitte den Helm! – Weitere Zwischenrufe.
Herr Minister Faymann, wechseln Sie den gelben Helm der Tunnelbauer gegen den bunten Helm der Fahrradfahrer! Das wäre meine positive Anregung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Hauser: Frau Moser, übergeben Sie doch bitte den Helm! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten darf ich nur kurz eine Replik auf das, was gesagt wurde, vorbringen. Wenn ich mir überlege, dass in Wien das Radwegenetz für eine Großstadt fast komplett und fertig ausgebaut ist – bis auf einige kleinere Stücke noch –, dann haben wir in Summe, glaube ich, als Sozialdemokraten schon sehr viel auch für Radfahrer getan. Ich glaube, das kann man durchaus einmal sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne sind wir, glaube ich, gut unterwegs. Ich darf vielleicht noch dazusagen, dass wir in dieser Legislaturperiode eine ganze Reihe von Schwerpunkten, auch was die Verkehrssicherheit anlangt, legen werden. Es werden sicherlich auch jene Teile, für die wir Evaluierung versprochen haben – wie Licht am Tag oder andere Verkehrssicherheitsmaßnahmen –, überarbeitet, und es wird versucht, dies in eine wirklich gute und neue Form zu bringen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sburny: Dann setzt er sich damit ins Auto! Das bringt ja nichts!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Frau Staatssekretär! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen, im Speziellen Frau Abgeordnete Moser, ich würde sagen: Geben Sie sich einen Ruck, nehmen Sie den Fahrradhelm, und geben Sie diesen Herrn Minister Faymann! Er hat schon so gestrahlt, als Sie ihm das angekündigt haben. Sonst setzen Sie sich dem Verdacht aus, es wäre nur billiger grüner Populismus, wenn Sie zwar mit dem Fahrradhelm winken, aber nicht den zweiten Schritt machen und den Fahrradhelm auch tatsächlich dem Herrn Minister geben (Abg. Sburny: Dann setzt er sich damit ins Auto! Das bringt ja nichts!), damit er sich darüber freuen kann, in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sein zu dürfen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Das sagst du eh nur ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Das sagst du eh nur ...! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Frau Staatssekretär! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen, im Speziellen Frau Abgeordnete Moser, ich würde sagen: Geben Sie sich einen Ruck, nehmen Sie den Fahrradhelm, und geben Sie diesen Herrn Minister Faymann! Er hat schon so gestrahlt, als Sie ihm das angekündigt haben. Sonst setzen Sie sich dem Verdacht aus, es wäre nur billiger grüner Populismus, wenn Sie zwar mit dem Fahrradhelm winken, aber nicht den zweiten Schritt machen und den Fahrradhelm auch tatsächlich dem Herrn Minister geben (Abg. Sburny: Dann setzt er sich damit ins Auto! Das bringt ja nichts!), damit er sich darüber freuen kann, in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sein zu dürfen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Das sagst du eh nur ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gibt von allen politischen Fraktionen Vorschläge, gute oder schlechte Vorschläge, das ist natürlich jeweils vom Blickpunkt des Betrachters abhängig. Aber warum ist es nicht möglich, dass das Hohe Haus selbst freie Mehrheitsbildungen abseits eines starren Koalitionsgerüstes zulässt und gute Initiativen auch in das Budget einfließen lässt? – Denn sonst sparen wir uns den ganzen Zauber, nehmen das von der Ministerialbürokratie, gleichen es mit den Parteisekretariaten und den Spitzen der Koalitionsparteien ab, und das ist dann das Budget. Aber so, wie es hier abläuft – wo sich überhaupt nichts ändert und das Ganze derart starr ist –, sehe ich wenig Sinn in dem Ganzen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
zuzuleiten.“ (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine richtige Analyse der Belastungen, die schier unerträglich geworden sind. Ich meine, Mobilität muss ein Grundrecht sein und nicht ein „Verbrechen“, wo man die Menschen auspressen kann. Es ist nun einmal so, dass viele Menschen Autos brauchen – nicht deswegen, weil sie aus Jux und Tollerei herumfahren, sondern von ihrem Wohnort zur Arbeitstätte fahren müssen oder am Wochenende mit der Familie irgendwohin ins Grüne fahren wollen. Da ist es einfach unanständig, diese Menschen auspressen und ihnen ohne soziale Symmetrie das Geld aus der Tasche ziehen zu wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie beide – Sie (in Richtung ÖVP) im Interesse der Wirtschaft und Sie (in Richtung SPÖ) im Interesse der Arbeitnehmer – sollten einmal darüber nachdenken, endlich die Kosten zu senken! – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Sie in der Regierung jeweils waren, haben Sie genau dieselbe Politik betrieben wie jetzt. Offensichtlich ist es so, dass Ihr Standort jeweils Ihren Standpunkt bestimmt. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Sie in der Bevölkerung so unglaubwürdig geworden sind (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), dass Sie immer wieder zu jedem Punkt eine andere Position einnehmen, je nachdem, ob Sie glauben, dass Ihnen das politisch nützt oder nicht.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Sie in der Regierung jeweils waren, haben Sie genau dieselbe Politik betrieben wie jetzt. Offensichtlich ist es so, dass Ihr Standort jeweils Ihren Standpunkt bestimmt. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Sie in der Bevölkerung so unglaubwürdig geworden sind (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), dass Sie immer wieder zu jedem Punkt eine andere Position einnehmen, je nachdem, ob Sie glauben, dass Ihnen das politisch nützt oder nicht.
Abg. Hörl: Das stimmt!
Meine Damen und Herren, die Verkehrs- und Infrastrukturpolitik ist aus unserer Sicht sehr positiv zu beurteilen. (Abg. Hörl: Das stimmt!) Mit diesem Budget forcieren wir den Ausbau der Schiene. (Abg. Dr. Moser: Warum ist das nicht in Zahlen? Tabelle 21!) – Sie hat Vorrang, Frau Kollegin Moser, wir schaffen so die Voraussetzungen für die Zukunft des Standortes und für Wachstum und Beschäftigung in Österreich.
Abg. Dr. Moser: Warum ist das nicht in Zahlen? Tabelle 21!
Meine Damen und Herren, die Verkehrs- und Infrastrukturpolitik ist aus unserer Sicht sehr positiv zu beurteilen. (Abg. Hörl: Das stimmt!) Mit diesem Budget forcieren wir den Ausbau der Schiene. (Abg. Dr. Moser: Warum ist das nicht in Zahlen? Tabelle 21!) – Sie hat Vorrang, Frau Kollegin Moser, wir schaffen so die Voraussetzungen für die Zukunft des Standortes und für Wachstum und Beschäftigung in Österreich.
Abg. Dr. Moser: Ja, bis 2020, aber nicht ...!
Ich brauche Ihnen doch nicht zu erklären, Frau Kollegin, dass ein Großteil der Verkehrs- und Infrastrukturbudgets außerbudgetär finanziert wird, also nicht im Budget enthalten ist, sondern der Bahnbau, dessen Neu- und Ausbau, und auch der Straßenneubau und -ausbau wird außerbudgetär finanziert. Der Bund haftet dafür. Aus diesen Budgets erkennen Sie doch eindeutig, dass wir heuer insgesamt 11 Milliarden ausgeben (Abg. Dr. Moser: Ja, bis 2020, aber nicht ...!), und zwar 6,4 Milliarden für den Schienenausbau, Frau Kollegin, und 4,6 Milliarden für die ASFINAG. Daraus erkennt man, dass es einen klaren und eindeutigen Vorrang für den Schienenausbau gibt.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das haben Sie aber nicht gelesen ...!
Daraus lässt sich auch klar erkennen, dass in keiner anderen bisherigen Legislaturperiode so viel Geld für Investitionen in die Infrastruktur ausgegeben wurde. Wenn man das mit anderen Ländern vergleicht, sieht man: Das ist das Dreifache des Wertes, auf die Größe des Landes bezogen, wie das in Deutschland der Fall ist und das 2,5-Fache des Wertes aus Frankreich. Das heißt, wir zeigen, dass wir weiterhin, so wie auch in den letzten Jahren, der Standortverbesserung und damit auch unseren Chancen als Wirtschaftsstandort großen Vorrang einräumen. Das Wifo hat ja errechnet, dass es durch diese Investition zu einer BIP-Erhöhung von rund 1 Prozent kommt und 20 000 Arbeitsplätze in Österreich durch diese Investitionen langfristig gesichert werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das haben Sie aber nicht gelesen ...!)
Abg. Dr. Moser: Das ist ja das Problem, gerade bei der Straße!
Ja, meine Damen und Herren, dem ist nichts hinzuzufügen! Das tun wir von dieser Bundesregierung gerade bei der Straße und bei der Schiene. (Abg. Dr. Moser: Das ist ja das Problem, gerade bei der Straße!)
Abg. Dr. Graf: Das ist jetzt nicht gut rübergekommen! Da haben Sie sich jetzt schwer getan! Ist nicht leicht zu erklären!
Meine Damen und Herren, natürlich ist die Erhöhung der MöSt in diesem Zusammenhang auch ein gewisser Wermutstropfen für viele Pendler und Autofahrer. Trotzdem, wir glauben, Herr Kollege Vilimsky, diese MöSt-Erhöhung ist verkehrspolitisch durchaus vertretbar. Sie ist auch klimapolitisch vernünftig, denn durch diese Erhöhung der MöSt haben wir ja auch einen entsprechenden Lenkungseffekt erzielt. (Abg. Dr. Graf: Das ist jetzt nicht gut rübergekommen! Da haben Sie sich jetzt schwer getan! Ist nicht leicht zu erklären!) Sie bleibt auch deshalb sozial verträglich, weil trotz der MöSt-Erhöhung in Österreich etwa die Kraftstoffpreise in allen Nachbarländern – in Deutschland, in Italien, in Tschechien, in Slowenien – höher sind als in Österreich, meine Damen und Herren. Trotz dieser MöSt-Erhöhung! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, natürlich ist die Erhöhung der MöSt in diesem Zusammenhang auch ein gewisser Wermutstropfen für viele Pendler und Autofahrer. Trotzdem, wir glauben, Herr Kollege Vilimsky, diese MöSt-Erhöhung ist verkehrspolitisch durchaus vertretbar. Sie ist auch klimapolitisch vernünftig, denn durch diese Erhöhung der MöSt haben wir ja auch einen entsprechenden Lenkungseffekt erzielt. (Abg. Dr. Graf: Das ist jetzt nicht gut rübergekommen! Da haben Sie sich jetzt schwer getan! Ist nicht leicht zu erklären!) Sie bleibt auch deshalb sozial verträglich, weil trotz der MöSt-Erhöhung in Österreich etwa die Kraftstoffpreise in allen Nachbarländern – in Deutschland, in Italien, in Tschechien, in Slowenien – höher sind als in Österreich, meine Damen und Herren. Trotz dieser MöSt-Erhöhung! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Wo ist das rechtlich verankert? Wo ist das rechtlich verankert?
Ganz besonders begrüße ich – noch einmal mein Appell an Frau Kollegin Moser –, dass der Ertragsanteil der Länder aus der Erhöhung der MöSt für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs verwendet werden soll. (Abg. Dr. Moser: Wo ist das rechtlich verankert? Wo ist das rechtlich verankert?) Da, meine Damen und Herren, sagen wir ganz klar: Liebe Länder, euer Drittel-Anteil der MöSt-Erhöhung soll in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investiert werden, damit wir eine sozial- und umweltverträgliche Mobilität forcieren können!
Abg. Dr. Stummvoll – auf die Uhr zeigend –: Zeit! Zeit!
Wir wollen in den nächsten Jahren auch eine Nahverkehrsoffensive forcieren (Abg. Dr. Stummvoll – auf die Uhr zeigend –: Zeit! Zeit!): Es soll zu einem systematischen Ausbau des Taktverkehrs kommen, es soll ein Österreich-Ticket kommen, weil eben wir alle der Meinung sind, dass der öffentliche Verkehr eine ganz wichtige Alternative ist, um umweltfreundliche Mobilität in unserem Lande zu forcieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir wollen in den nächsten Jahren auch eine Nahverkehrsoffensive forcieren (Abg. Dr. Stummvoll – auf die Uhr zeigend –: Zeit! Zeit!): Es soll zu einem systematischen Ausbau des Taktverkehrs kommen, es soll ein Österreich-Ticket kommen, weil eben wir alle der Meinung sind, dass der öffentliche Verkehr eine ganz wichtige Alternative ist, um umweltfreundliche Mobilität in unserem Lande zu forcieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Kurt Eder: Wie geht es der Forstinger? – Abg. Krainer – in Richtung FPÖ –: Hat der Minister damals Schmid geheißen?
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dolinschek. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Kurt Eder: Wie geht es der Forstinger? – Abg. Krainer – in Richtung FPÖ –: Hat der Minister damals Schmid geheißen?)
Abg. Krainer: Was macht ... Reichhold jetzt?
6,4 Milliarden für die Schiene, 4,6 Milliarden für den Straßenverkehr – sind außerordentlich, aber sie sind auch notwendig. Nur, wie sich das Ganze zusammensetzt und wie es finanziert wird? (Abg. Krainer: Was macht ... Reichhold jetzt?) – Im Prinzip passiert das Ganze, dieses größte Autofahrer-Belastungsprogramm, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes.
Abg. Krainer: ... Tempo 160?
Im Prinzip ist es egal, ob das jetzt CO2-Emission, Feinstaub oder anderes heißt: Es ist ein großer „Klimapflanz“, und der dient sozusagen nur zum Melken der praktisch wehrlosen Autofahrer in unserem Land. Das ist eine Tatsache. Die Pendler im ländlichen Raum werden zur Kasse gebeten, um das Ganze zu finanzieren. (Abg. Krainer: ... Tempo 160?)
Abg. Kurt Eder: 6 Cent!
Ich gebe Kollegem Kukacka schon Recht, dass das Geld durch die Benützung der Schiene oder der Straße und so weiter wieder zurückfließt. Es kommen Einnahmen herein, aber: Wer finanziert das jetzt vor? – Es sind im Prinzip in großem Maße die Pendler. Und wir in Österreich haben eben 1,5 Millionen davon; 600 000 sind auf ein Auto angewiesen, das sind mehr als 60 Prozent: das ist schon einiges! Durch die Mineralölsteuer, die ja jetzt angehoben wird: der Sprit, das Benzin, um 36 Cent inklusive Mehrwertsteuer und Diesel um 60 Cent inklusive Mehrwertsteuer. (Abg. Kurt Eder: 6 Cent!)
Abg. Kurt Eder: 6 Cent!
Da wir wissen, dass in Österreich mehr als 50 Prozent der Autofahrer Dieselfahrzeuge fahren, wird hier immer etwas erfunden, wo einmal das eine schadhafter ist und dann das andere, und auf jeden Fall werden die Leute ... (Abg. Kurt Eder: 6 Cent!) – 60 Cent! (Abg. Kurt Eder: Nein, 6 Cent!) – Ja, okay, 66, Null komma ... also, ist ja egal! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Also, auf jeden Fall nicht 5 Cent, sondern 6 Cent inklusive der Mehrwertsteuer von 20 Prozent. Da hast du Recht, danke für die Korrektur! – Okay. (Abg. Krainer: Wie ist das bei Benzin?)
Abg. Kurt Eder: Nein, 6 Cent!
Da wir wissen, dass in Österreich mehr als 50 Prozent der Autofahrer Dieselfahrzeuge fahren, wird hier immer etwas erfunden, wo einmal das eine schadhafter ist und dann das andere, und auf jeden Fall werden die Leute ... (Abg. Kurt Eder: 6 Cent!) – 60 Cent! (Abg. Kurt Eder: Nein, 6 Cent!) – Ja, okay, 66, Null komma ... also, ist ja egal! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Also, auf jeden Fall nicht 5 Cent, sondern 6 Cent inklusive der Mehrwertsteuer von 20 Prozent. Da hast du Recht, danke für die Korrektur! – Okay. (Abg. Krainer: Wie ist das bei Benzin?)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Da wir wissen, dass in Österreich mehr als 50 Prozent der Autofahrer Dieselfahrzeuge fahren, wird hier immer etwas erfunden, wo einmal das eine schadhafter ist und dann das andere, und auf jeden Fall werden die Leute ... (Abg. Kurt Eder: 6 Cent!) – 60 Cent! (Abg. Kurt Eder: Nein, 6 Cent!) – Ja, okay, 66, Null komma ... also, ist ja egal! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Also, auf jeden Fall nicht 5 Cent, sondern 6 Cent inklusive der Mehrwertsteuer von 20 Prozent. Da hast du Recht, danke für die Korrektur! – Okay. (Abg. Krainer: Wie ist das bei Benzin?)
Abg. Krainer: Wie ist das bei Benzin?
Da wir wissen, dass in Österreich mehr als 50 Prozent der Autofahrer Dieselfahrzeuge fahren, wird hier immer etwas erfunden, wo einmal das eine schadhafter ist und dann das andere, und auf jeden Fall werden die Leute ... (Abg. Kurt Eder: 6 Cent!) – 60 Cent! (Abg. Kurt Eder: Nein, 6 Cent!) – Ja, okay, 66, Null komma ... also, ist ja egal! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Also, auf jeden Fall nicht 5 Cent, sondern 6 Cent inklusive der Mehrwertsteuer von 20 Prozent. Da hast du Recht, danke für die Korrektur! – Okay. (Abg. Krainer: Wie ist das bei Benzin?)
Abg. Krainer: So ein Auto habe ich auch einmal gehabt!
Tatsache ist, dass bei einer Tankfüllung von 50 Liter die Leute schon enorm belastet werden, und wer 30 000 Kilometer im Jahr zurücklegt – bei den Pendlern ist das keine Seltenheit –, so verteuert sich jetzt das Fahren durch diese rot-schwarze Regierung um 250 € pro Jahr. (Abg. Krainer: So ein Auto habe ich auch einmal gehabt!) Das ist ja nicht irgendetwas!
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Ein Beispiel dafür gibt es ja in Kärnten, wo wir das mit einem kilometerabhängigen Fahrtkostenzuschuss für die einzelnen Pendler gemacht haben – angefangen bei einer Entfernung von 5 Kilometern –, der auch für Wochenpendler und für Mautpendler gültig ist. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Ja, Kollege Obernosterer, gut zuhören, was alles in Kärnten geschieht! Nicht aufgehoben, sondern umgestellt – auf jeden Fall eine wesentliche Verbesserung zur Pendlerpauschale. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein Beispiel dafür gibt es ja in Kärnten, wo wir das mit einem kilometerabhängigen Fahrtkostenzuschuss für die einzelnen Pendler gemacht haben – angefangen bei einer Entfernung von 5 Kilometern –, der auch für Wochenpendler und für Mautpendler gültig ist. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Ja, Kollege Obernosterer, gut zuhören, was alles in Kärnten geschieht! Nicht aufgehoben, sondern umgestellt – auf jeden Fall eine wesentliche Verbesserung zur Pendlerpauschale. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Sie haben das Pickerl 2000 verdoppelt!
Herr Bundesminister, die Vignette ist eine zeitabhängige Maut, und Sie haben im Zuge der Budgetverhandlungen angekündigt, Sie wollen den Preis dafür nächstes Jahr geringfügig anheben – „geringfügig“ heißt bei Ihnen nach dem Verbraucherpreisindex. Also wenn der Preis nach dem Verbraucherpreisindex angehoben wird, dann ist das in diesem Fall sozusagen eine Valorisierung, aber dann würde ich es auch gerecht finden, wenn man die anderen Dinge auch anhebt, wo die Leute etwas zurückbekommen. Das sollte man ebenfalls bedenken! (Abg. Krainer: Sie haben das Pickerl 2000 verdoppelt!)
Abg. Krainer: Sie haben ja verdoppelt! Sie haben ja den Preis verdoppelt!
Eines geht mir noch ab: Es gibt in Österreich nach Schätzung der ASFINAG zwischen 200 000 und 250 000 ... (Abg. Krainer: Sie haben ja verdoppelt! Sie haben ja den Preis verdoppelt!) – Wie bitte? (Ruf bei der SPÖ: ... Pickerl ...!) Aber geh, red keinen Blödsinn! Schau, wir sind ...
Ruf bei der SPÖ: ... Pickerl ...!
Eines geht mir noch ab: Es gibt in Österreich nach Schätzung der ASFINAG zwischen 200 000 und 250 000 ... (Abg. Krainer: Sie haben ja verdoppelt! Sie haben ja den Preis verdoppelt!) – Wie bitte? (Ruf bei der SPÖ: ... Pickerl ...!) Aber geh, red keinen Blödsinn! Schau, wir sind ...
Abg. Kurt Eder: War eh kein Blödsinn, oder?
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (fortsetzend): Frau Präsidentin, wenn ich das Wort „Blödsinn“ gesagt habe, dann ist mir das herausgerutscht. (Abg. Kurt Eder: War eh kein Blödsinn, oder?) Ich nehme es mit Bedauern zurück, ja. (Abg. Dr. Graf – in Richtung des Redners –: Sigi, du musst „Unsinn“ sagen, nicht „Blödsinn“!)
Abg. Dr. Graf – in Richtung des Redners –: Sigi, du musst „Unsinn“ sagen, nicht „Blödsinn“!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (fortsetzend): Frau Präsidentin, wenn ich das Wort „Blödsinn“ gesagt habe, dann ist mir das herausgerutscht. (Abg. Kurt Eder: War eh kein Blödsinn, oder?) Ich nehme es mit Bedauern zurück, ja. (Abg. Dr. Graf – in Richtung des Redners –: Sigi, du musst „Unsinn“ sagen, nicht „Blödsinn“!)
Abg. Krainer: Wieso habt ihr das die letzten sieben Jahre nicht eingebracht? – Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie geschlafen!
(Abg. Krainer: Wieso habt ihr das die letzten sieben Jahre nicht eingebracht? – Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie geschlafen!) – Na ja, das können ja Sie jetzt machen! Unser Partner hat nicht mitgehen wollen! Man hat einen Partner, und der Partner hat nicht mitgehen wollen. Wir wollten das ja sowieso! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
(Abg. Krainer: Wieso habt ihr das die letzten sieben Jahre nicht eingebracht? – Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie geschlafen!) – Na ja, das können ja Sie jetzt machen! Unser Partner hat nicht mitgehen wollen! Man hat einen Partner, und der Partner hat nicht mitgehen wollen. Wir wollten das ja sowieso! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Parnigoni: Ins Rosental!
Verlängerung zum Koralm-Projekt im Rahmen der Baltisch-Adriatischen-Verkehrsachse große Bedeutung. (Abg. Parnigoni: Ins Rosental!)
Beifall beim BZÖ.
Im Sinne einer positiven Erledigung ersuche ich Sie alle, diesen beiden Entschließungsanträgen Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Dolinschek –: Kollege, jetzt heißt es gut aufpassen! – Abg. Dolinschek: Behalt dir deine Weisheiten!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Reheis. 3 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Krainer – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Dolinschek –: Kollege, jetzt heißt es gut aufpassen! – Abg. Dolinschek: Behalt dir deine Weisheiten!)
Abg. Dr. Graf: Luschin ist ein Roter! Das ist kein Freiheitlicher!
Erinnern Sie sich zurück an die blau-schwarze Bundesregierung, bevor es noch Blau-Orange gegeben hat: 2003 hat der Bundesminister Reichhold Herrn Lindenberger aus seinem Amt bei der Brenner Eisenbahngesellschaft hinausgemobbt und ihm einen der FPÖ nahestehenden Co-Geschäftsführer in der Person von Alexander Luschin zur Seite gestellt. Ohne das Ja von Luschin hat der bisher acht Jahre allein amtierende Lindenberger nicht mehr entscheiden können. Es war damals ein Polit-Mobbing erster Klasse. (Abg. Dr. Graf: Luschin ist ein Roter! Das ist kein Freiheitlicher!) Es war ein Blauer.
Abg. Dr. Graf: Das ist ein Roter!
Meine Damen und Herren, außer der Nähe zur FPÖ hat Alexander Luschin (Abg. Dr. Graf: Das ist ein Roter!) mehrere Tätigkeiten ausgeübt: mehrere Aufsichtsratsposten, Wirtschaftsuni Wien, Eisenbahncluster ÖBB, Softwareunternehmer, Investmentbanking, und die „Tiroler Tageszeitung“ hat damals berichtet, dass seine Anwesenheit dort überall sehr lückenhaft gewesen sei.
Abg. Dr. Graf: Lauter Rote! Lauter SPÖ-Mitglieder!
Meine Damen und Herren, das gehört untersucht, Herr Minister, das können wir uns ganz genau anschauen: Unter der Zeit des Alleinverantwortlichen Lindenberger sind zehn Baulose exakt nach den Prognosen vergeben worden, und die Explosion der Kosten und der Gehälter ist erst nach Installierung von blau-orangen MitarbeiterInnen und Prokuristen in der Direktion – und wer da aller danach noch eingestellt worden ist – passiert. (Abg. Dr. Graf: Lauter Rote! Lauter SPÖ-Mitglieder!) Die Mitarbeiterflut kam ab 2001. Unter Lindenberger waren 52 Mitarbeiter bei der BEG, und voriges Jahr waren es über 100. Die Kosten des Personalaufwandes sind von 3,79 Millionen € im Jahre 2001 auf 7,53 Millionen € im vorigen Jahr explodiert.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, dafür tragen Sie die Verantwortung! Dem Sozialdemokraten Lindenberger, der stets korrekt die Geschäfte geführt hat, können Sie das nicht unterstellen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir finden, dass diese Erhöhung im Prinzip positiv ist. Die Grünen waren immer dafür, dass höhere Mittel in Forschung und Entwicklung gehen sollen, und das hat unterschiedliche Gründe. Es hat vor allem aber auch den Grund, der heute hier zur Debatte steht, nämlich dass höhere Mittel im Forschungs- und Entwicklungsbereich für das Wirtschaftswachstum einen sehr großen Beitrag leisten und auch für die Beschäftigung einen guten Beitrag leisten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da komme ich noch einmal auf diese Wifo-Modellrechnung zurück, denn dort wird nämlich gesagt, dass kontinuierliche Investitionen wichtig sind und nicht einmalige, kurzfristige Investitionen, die man dann wieder zurückfährt. Ich kann nur feststellen, dass das offensichtlich bis zu den Regierungspartnern ÖVP und SPÖ nicht vorgedrungen ist, dass es Sinn machen würde, eine längerfristige Investition zu planen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das ist nur ein Beispiel. Ich will jetzt Ihnen das gar nicht vorwerfen, denn, wie gesagt, selbst die Fachleute kennen sich nicht aus. Es ist nur ein Beleg dafür, dass über diese 2 Milliarden € in dem Bereich nicht seriös diskutiert werden kann, weil wir nicht wissen, um wie viel es wirklich geht. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Nein, nein! Sie erklären mir das dann, ja?
Beifall bei den Grünen.
Der zweite Punkt ist, dass von den zumindest 200 Millionen €, die da überbleiben, kein einziger Cent im Budget zu finden ist. Vielleicht können Sie zumindest zu dem Punkt – zur TA haben Sie ausführlich geantwortet, das lasse ich jetzt einmal so stehen –, also zum Punkt der Finanzierung der Breitbandoffensive insgesamt noch etwas sagen, denn uns erscheint diese doch einigermaßen wichtig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke auch dafür, dass den Brenner-Basistunnel betreffend, der gleichfalls im Budget nicht veranschlagt ist und für den von Seiten des Bundesministeriums eine Extradotierung erst später erfolgen wird, grundsätzlich weiterhin das Einverständnis aufrecht bleibt, dass diese wichtigste Infrastrukturachse in Europa tatsächlich gebaut wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Von Minister Molterer wissen wir, dass er eher farb- und ideenlos ist, auf den brauche ich nicht einzugehen, aber Sie, Herr Minister Faymann, haben wenigstens einen gewissen Ideenreichtum und auch gewisse Vermarktungskünste. Und wenn Sie nun von einer großen Prioritätenliste statt von einem Gesamtverkehrsplan für Österreich reden, dann sind Sie ein guter Verpackungskünstler, denn dieses Paket stammt aus der freiheitlichen Feder, ist sozusagen ein blaues Paket. Wenn Sie nun eine rote Masche drüberbinden oder es in ein rotes Tuch wickeln, dann sind Sie ein guter Verpackungskünstler; vielleicht werden Sie einmal der Christo der Innenpolitik, kann ja sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich knüpfe an die Ausführungen des Kollegen Vilimsky an, der gesagt hat, dass es auch bei dieser etwas zu starren Budgetdebatte ohne Weiteres möglich sein müsste, auf gute Ideen der Opposition einzugehen. Ich fordere vor allem die SPÖ auf, diesen Entschließungsantrag zu unterstützen. Es gibt auch viele Leute aus ihren Reihen, die mit diesen Ideen schon hier im Hause tätig waren. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kukacka.
Der Herr Verkehrsminister hat sein Amt angetreten mit einer Verpflichtung, mit Verbindlichkeiten im Schieneninfrastrukturbereich von 7,9 Milliarden €, in der ASFINAG, im Straßenbereich Verbindlichkeiten von 9,7 Milliarden € – ersparen Sie es mir, noch näher auf Seibersdorf einzugehen. Das waren die Rahmenbedingungen, unter denen dieser Verkehrsminister sein Amt angetreten hat. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kukacka.) – Herr Kukacka, Sie werden heute noch einen historischen Augenblick erleben, bitte schweigen Sie jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Verkehrsminister hat sein Amt angetreten mit einer Verpflichtung, mit Verbindlichkeiten im Schieneninfrastrukturbereich von 7,9 Milliarden €, in der ASFINAG, im Straßenbereich Verbindlichkeiten von 9,7 Milliarden € – ersparen Sie es mir, noch näher auf Seibersdorf einzugehen. Das waren die Rahmenbedingungen, unter denen dieser Verkehrsminister sein Amt angetreten hat. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kukacka.) – Herr Kukacka, Sie werden heute noch einen historischen Augenblick erleben, bitte schweigen Sie jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Und jetzt zum historischen Augenblick, Herr Kukacka: Ich muss Ihnen einmal in meinem Leben beipflichten: Auch ich glaube, dass das Budget im Verkehrsbereich im Ansatz richtig ist, innovativ ist – es ist halt leider ein bisschen zu wenig, es sollte ein bisschen mehr sein! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim BZÖ
Daher, meine Damen und Herren, kann ich nicht umhin, darauf zu verweisen, dass gerade in den beiden letzten Legislaturperioden unter BZÖ- beziehungsweise vormals FPÖ-Regierungsbeteiligung bei Forschung und Entwicklung wirklich etwas weitergegangen ist (Beifall beim BZÖ) und jene Meilensteine gesetzt wurden, die Österreich im EU-Ranking weit nach vorne gebracht haben.
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie dieses Doppelbudget schon primär über Einnahmen finanzieren, dann geben Sie davon doch auch den Menschen wieder etwas zurück – aber nicht erst 2010, wenn Wahlen sind! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte nur noch sagen: Es liegen noch viele Aufgaben vor uns. Wir haben eine Verdoppelung des Transitverkehrs, wir haben eine Verdoppelung bei den CO2-Emissionen, wir haben aber nur 50 Prozent einnahmenseitig bei der Lkw-Bemautung. Da ist noch einiges zu tun. Da ist der Bund gefordert, und die Länder sind gefordert bei der Verkehrsplanung. Ich als Bürgermeister sage aber auch: Auch wir als Gemeinden sind gefordert, im Rahmen der Raumplanung heute schon die verkehrsstrategischen Maßnahmen zu setzen, die für die nächsten Jahre notwendig sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, da wäre die Idee, kleine und mittlere Betriebe doch branchenspezifisch zusammenzuführen oder zu vermitteln, um gemeinsam diese Investitionen zu tätigen, ganz toll. (Das rote Licht am Rednerpult beginnt zu leuchten.) Wie ich sehe, wird es nicht finster, aber rot – und daher verabschiede ich mich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch immer verunglücken durchschnittlich neun Kinder pro Tag auf Österreichs Straßen. Deshalb ist jede zusätzliche Maßnahme wichtig, notwendig, um Unfälle zu verhindern, Gefahren einzudämmen und Kinder zu schützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Und der Semmering!
Ein zweites wichtiges Projekt für die Steiermark ist der Koralmtunnel. (Abg. Grillitsch: Und der Semmering!) Sie selbst, Herr Bundesminister, waren ja vor wenigen Wochen in Graz. Sie haben an einem Gipfeltreffen teilgenommen, wo auch der Herr Bundeskanzler anwesend war und wo Ihnen unser Landeshauptmann die Bedeutung dieses wichtigen Projektes vor Augen geführt hat. Der Koralmtunnel ist wirklich das Herzstück der geplanten Koralmbahn, die den Großraum von Graz und Klagenfurt verbindet. Er ist ein wichtiger Basistunnel und auch ein Projekt, das von internationaler Bedeutung ist, denn die Verbindung zwischen dem oberitalienischen Raum und Warschau können wir nur durch diese Verbindung sicherstellen. Vor allem aber bringt er für uns Steirer den Nutzen, dass sich die Fahrzeit von Graz nach Klagenfurt von derzeit drei auf eine Stunde verkürzen würde. Welches andere Bauprojekt macht so viel Sinn?
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie und appelliere an Sie, in Ihrer Verantwortung als Bundesminister auch dieses Projekt so rasch wie möglich in Angriff nehmen zu lassen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Da liegen wir mit dem Bartenstein im toten Rennen! Der vertritt ja auch die Klein- und Mittelbetriebe!
Abgeordneter Franz Morak (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Eine Vorbemerkung: Man sollte ein bisschen mit dem Abgeordneten Veit Schalle reden! Ich schätze ihn außergewöhnlich. Er ist der Mann, der im Grunde „Billa“ verkörpert. Und wenn er hier immer das Lob der Klein- und Mittelbetriebe singt, dann sollte er einmal mit seinem Klubobmann reden, ob das tatsächlich die richtige Besetzung dafür ist. Denn wie wir wissen, ist das das Gegenteil von dem, was wir Klein- und Mittelbetriebe nennen. (Abg. Dr. Graf: Da liegen wir mit dem Bartenstein im toten Rennen! Der vertritt ja auch die Klein- und Mittelbetriebe!) – Ja, ja, ist schon in Ordnung.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, Herr Bundesminister, glaube ich, dass der Staat Österreich seine Hausaufgaben in dem Bereich gemacht hat. Wir haben auch schon darüber gehört, dass wir im Bereich der IKTs, der Informationstechnologien des Staates gut unterwegs sind, dass wir allerdings in dem Bereich, wo wir sagen: Wie schaut die Anwendung bei den Bürgerinnen und Bürgern aus?, durchaus Tempo machen können, dass wir hier durchaus Aufholbedarf haben. – In diesem Sinne: Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein zweiter Punkt, Herr Bundesminister: Ich hätte eine große Bitte. Es gibt in Niederösterreich – im Osten vor allem – rund 30 bis 40 Prozent Lkw-Zunahme. Wenn man sich die Lkws ansieht, dann sieht man, dass das meist schrottreife Lkws und teilweise auch gefährliche Busse sind. Man sollte wirklich gemeinsam mit dem Innenminister hier ein Projekt starten – gerade jetzt in der Woche der Verkehrssicherheit –, um in der nächsten Zeit ein Augenmerk vor allem auf diese ausländischen Busse und Lkws zu legen, denn von dort her kommt natürlich eine wesentliche Beeinträchtigung unserer Verkehrssicherheit und natürlich auch der CO2-Situation. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Summa summarum kann man sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren, das Doppelbudget 2007/2008 bringt Standortsicherung, Wachstumsunterstützung und vor allem die Verbesserung der Infrastruktur Österreichs. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Meine Bitte und mein Hinweis gehen aber in eine andere Richtung: Ich glaube, dass wir noch immer zu stark in unterschiedlichen Verkehrssystemen getrennt denken. Wir denken noch immer an Straße, an Schiene, und wir haben manchmal bei den Übergängen für den Kunden, also für den Verkehrsteilnehmer noch Schnittstellenprobleme. Das heißt, ich würde mir vorstellen, ich würde mir wünschen, dass es beispielsweise keinen Bahnhofsneubau ohne Tiefgarage gibt, wo ich mein Auto abstellen kann. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Haben wir schon gesagt, aber gut!
Ich würde mir wünschen, dass es so etwas wie eine österreichische Mobilitätskarte gibt, wo ich einmal im Jahr zahle und alle öffentlichen Verkehrsmittel benützen kann. (Abg. Öllinger: Haben wir schon gesagt, aber gut!) Das würde ich mir wünschen. (Abg. Dr. Moser: Sie sitzen eh in der Regierung!) Ich würde mir wünschen, dass es an den Autobahnauffahrten so etwas wie Parkplätze gibt, wo Menschen Fahrgemeinschaften gründen können. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Die sind jetzt schon da. Wir sehen das: An Autobahnauffahrten sind oft Autos abgestellt, aber sehr unkoordiniert, sage ich jetzt einmal. (Ruf bei der ÖVP: Niederösterreich – versprochen, gehalten!) Ich würde
Abg. Dr. Moser: Sie sitzen eh in der Regierung!
Ich würde mir wünschen, dass es so etwas wie eine österreichische Mobilitätskarte gibt, wo ich einmal im Jahr zahle und alle öffentlichen Verkehrsmittel benützen kann. (Abg. Öllinger: Haben wir schon gesagt, aber gut!) Das würde ich mir wünschen. (Abg. Dr. Moser: Sie sitzen eh in der Regierung!) Ich würde mir wünschen, dass es an den Autobahnauffahrten so etwas wie Parkplätze gibt, wo Menschen Fahrgemeinschaften gründen können. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Die sind jetzt schon da. Wir sehen das: An Autobahnauffahrten sind oft Autos abgestellt, aber sehr unkoordiniert, sage ich jetzt einmal. (Ruf bei der ÖVP: Niederösterreich – versprochen, gehalten!) Ich würde
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ich würde mir wünschen, dass es so etwas wie eine österreichische Mobilitätskarte gibt, wo ich einmal im Jahr zahle und alle öffentlichen Verkehrsmittel benützen kann. (Abg. Öllinger: Haben wir schon gesagt, aber gut!) Das würde ich mir wünschen. (Abg. Dr. Moser: Sie sitzen eh in der Regierung!) Ich würde mir wünschen, dass es an den Autobahnauffahrten so etwas wie Parkplätze gibt, wo Menschen Fahrgemeinschaften gründen können. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Die sind jetzt schon da. Wir sehen das: An Autobahnauffahrten sind oft Autos abgestellt, aber sehr unkoordiniert, sage ich jetzt einmal. (Ruf bei der ÖVP: Niederösterreich – versprochen, gehalten!) Ich würde
Ruf bei der ÖVP: Niederösterreich – versprochen, gehalten!
Ich würde mir wünschen, dass es so etwas wie eine österreichische Mobilitätskarte gibt, wo ich einmal im Jahr zahle und alle öffentlichen Verkehrsmittel benützen kann. (Abg. Öllinger: Haben wir schon gesagt, aber gut!) Das würde ich mir wünschen. (Abg. Dr. Moser: Sie sitzen eh in der Regierung!) Ich würde mir wünschen, dass es an den Autobahnauffahrten so etwas wie Parkplätze gibt, wo Menschen Fahrgemeinschaften gründen können. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Die sind jetzt schon da. Wir sehen das: An Autobahnauffahrten sind oft Autos abgestellt, aber sehr unkoordiniert, sage ich jetzt einmal. (Ruf bei der ÖVP: Niederösterreich – versprochen, gehalten!) Ich würde
Abg. Öllinger: Sie sind ja in der Regierung!
mir wünschen, dass wir diese Situationen für die Verkehrsteilnehmer noch ein bisschen leichter machen. Das würde ich mir wünschen. (Abg. Öllinger: Sie sind ja in der Regierung!)
Rufe bei der FPÖ: Na, na, geh! – Abg. Strache: Was ist das wieder?
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, abschließend noch ganz kurz zu Herrn Klement, weil er gar so die deutschen Bauarbeiter gelobt hat und die österreichischen Bauarbeiter quasi fast der Faulheit geziehen hat. (Rufe bei der FPÖ: Na, na, geh! – Abg. Strache: Was ist das wieder?) Ja, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der „sozialen Heimatpartei“, wir sollten definieren, was Sie als Heimat sehen! Für mich ist es Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Mit Ihren linken Gesellschaftsbildern ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Mit Ihren linken Gesellschaftsbildern ...!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, abschließend noch ganz kurz zu Herrn Klement, weil er gar so die deutschen Bauarbeiter gelobt hat und die österreichischen Bauarbeiter quasi fast der Faulheit geziehen hat. (Rufe bei der FPÖ: Na, na, geh! – Abg. Strache: Was ist das wieder?) Ja, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der „sozialen Heimatpartei“, wir sollten definieren, was Sie als Heimat sehen! Für mich ist es Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Mit Ihren linken Gesellschaftsbildern ...!)
Abg. Strache: 60 Milliarden € Schulden bei der ÖBB! Zahlt dann einmal der Bund!
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Das Budgetkapitel „Verkehr“ – das haben wir heute schon öfter gehört, ich wiederhole es – sieht die notwendigen Mittel für das Rekordinvestitionsprogramm von 11 Milliarden € bis zum Jahr 2010 vor. Davon werden 4,6 Milliarden € für den Straßenbau und 6,4 Milliarden € für den Ausbau der Schiene ausgegeben. (Abg. Strache: 60 Milliarden € Schulden bei der ÖBB! Zahlt dann einmal der Bund!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, herzlichen Dank auch von mir persönlich, dass Sie entschieden haben, dass die Güterzug-Umfahrung St. Pölten endlich fertig gebaut wird! (Beifall bei der SPÖ.) Dieses wichtige Schienenprojekt ist für die Umsetzung einer Hochleistungsstrecke der Westbahn einfach notwendig.
Zwischenruf des Abg. Rädler
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte aber auch einen ebenso wichtigen Teil kurz ansprechen, der auch die gesamte Verkehrsinfrastruktur betrifft, und zwar die Regionalbahnen. Die Regionalstrecken (Zwischenruf des Abg. Rädler) – ganz genau! – als Zubringer für die Hauptbahnen bilden aus meiner Sicht das Fundament eines gut funktionierenden Schienennetzes.
Abg. Strache: Der Papst fährt mit dem Zug?
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Wir wissen von der Bedeutung der Regionalbahnen auch bei Großereignissen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass beim geplanten Papst-Besuch heuer im Herbst in Mariazell ein wesentlicher Teil der Besucher mit der Mariazellerbahn anreisen wird. (Abg. Strache: Der Papst fährt mit dem Zug?) Die Regionalbahnen, die Mariazellerbahn, sehr geehrte Damen und Herren, brauchen Investitionen dringender denn je! (Abg. Rädler: Hauptbahnhof!) Herr Minister, ich bitte hier auch um Ihre Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Hauptbahnhof!
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Wir wissen von der Bedeutung der Regionalbahnen auch bei Großereignissen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass beim geplanten Papst-Besuch heuer im Herbst in Mariazell ein wesentlicher Teil der Besucher mit der Mariazellerbahn anreisen wird. (Abg. Strache: Der Papst fährt mit dem Zug?) Die Regionalbahnen, die Mariazellerbahn, sehr geehrte Damen und Herren, brauchen Investitionen dringender denn je! (Abg. Rädler: Hauptbahnhof!) Herr Minister, ich bitte hier auch um Ihre Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Wir wissen von der Bedeutung der Regionalbahnen auch bei Großereignissen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass beim geplanten Papst-Besuch heuer im Herbst in Mariazell ein wesentlicher Teil der Besucher mit der Mariazellerbahn anreisen wird. (Abg. Strache: Der Papst fährt mit dem Zug?) Die Regionalbahnen, die Mariazellerbahn, sehr geehrte Damen und Herren, brauchen Investitionen dringender denn je! (Abg. Rädler: Hauptbahnhof!) Herr Minister, ich bitte hier auch um Ihre Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bitte ich Sie darum. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben von der Frau Staatssekretärin und vom Herrn Minister sehr viel gehört über das, was sie sich in der Forschungspolitik vorgenommen haben. – Ich setze da sehr stark auf Sie, ich nehme Sie da beim Wort, und ich werde das beobachten und darauf achten, dass gerade diese kleinen Einheiten, wie diese Forschungslabs, gefördert werden und dass hier etwas entsteht und uns vorwärtsbringt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johann Georg Schelling (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Kollege Haberzettl, Sie erleben jetzt einen wirklich historischen Augenblick in diesem Hause: Erstmals in meinem Leben stimme ich meinem Vorredner Anton Heinzl, was die Projekte in St. Pölten anbelangt, zu – gebe aber meiner Enttäuschung darüber Ausdruck, dass er den Hauptbahnhof vergessen hat! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es ist daher legitim, uns darüber zu freuen, dass mehr Mittel im Budget vorhanden sind, aber, Frau Staatssekretärin, Herr Bundesminister: Messen werden wir Sie daran, was Sie daraus gemacht haben! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das zur Berichtigung meines Vorredners Bürgermeister Reheis. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie Bravoruf bei der SPÖ.
Tatsache ist aber, dass wir uns in der Entwicklung, in den Investitionen auf einem ausgesprochen guten Weg befinden, dass hier Österreich, wie gesagt, zu den führenden Nationen zählt; dass wir mit vielen „Big Playern“ zusammenspielen, dass wir aber eine Stärke haben, nämlich ein Bekenntnis zu einem sehr qualitätvollen, hohen Niveau, uns auszeichnen durch ein riesiges Know-how und dass wir vor allem in der Nutzung von Nischen ausgesprochen gut unterwegs sind. Dieses Kompliment muss ich an die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer weitergeben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie Bravoruf bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das kann man sagen!
Die Kontrolle hat in den letzten Jahren in diesem Bereich de facto versagt. Wenn ich nur daran denke, der Herr Minister hat sich nur um sein Ausgedinge gekümmert und sitzt heute in einem Liegestuhl am Bodensee. (Abg. Dr. Jarolim: Das kann man sagen!) Oder die Aufsichtsräte, da hat es geradezu gestrotzt vor Unvereinbarkeiten. Im Parlament haben es die Regierungsparteien zustande gebracht, die Ladung eines Konzernchefs der ÖBB – einem 100-prozentigen Staatsunternehmen – abzulehnen! Das muss man sich einmal vorstellen.
Beifall bei der SPÖ.
So kann das natürlich nicht weitergehen, und so wird es nicht weitergehen. Wir verlassen uns 100-prozentig auf Herrn Bundesminister Faymann. Er wird seine Eigentümervertretungsfunktion im besten Maße wahrnehmen. Und wir setzen auf neu eingesetzte Aufsichtsräte, die ihre Funktion, die ihnen laut Gesetz zukommt, entsprechend ausüben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wer? Wen meinen Sie jetzt? Sagen Sie den Namen! Das wäre interessant!
Ich kann versichern – und dafür stehe ich –, dass es das im Parlament nicht geben wird – das wird die Oppositionsparteien interessieren –, dass ein Konzernchef eines staatlichen Unternehmens hier nicht Rede und Antwort steht, wenn der Rechnungshofausschuss Berichte des Rechnungshofes zur Verkehrspolitik behandelt. (Abg. Grillitsch: Wer? Wen meinen Sie jetzt? Sagen Sie den Namen! Das wäre interessant!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Letztes noch, Kollege Grillitsch, das sehr wichtig ist – das ist auch für Sie wichtig –: Ich denke – das war auch ein Versäumnis der letzten Jahre –, es wird vergessen, was für eine positive Verkehrspolitik besonders wichtig ist, nämlich der Respekt und die Wertschätzung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber. Das ist sträflich vernachlässigt worden. Das waren in der Vergangenheit Kostenfaktoren, und das wird es mit der Sozialdemokratie nicht geben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Viele Projekte gibt es auch im öffentlichen Verkehr, beispielsweise der VOR, Verkehrsverbund Ost-Region, von dem auch viel zum Klimaschutz beigetragen wird. – Ein gutes Budget, ich gratuliere, alles Gute. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Ich weiß daher die österreichische Forschungs- und Innovationspolitik in den besten Händen. Ich wünsche Ihnen, Herr Bundesminister, Frau Staatssekretärin, bei der Umsetzung der großen Vorhaben viel Erfolg und ein herzliches Glückauf. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich freue mich, Herr Bundesminister, dass es mit Ihnen möglich ist, den erfolgreichen Weg der letzten sieben Jahre im Bereich Infrastruktur entsprechend fortzusetzen. Ich danke dafür, weil das wirklich sehr wichtig ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Herr Kräuter, zu Ihnen komme ich noch. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich freue mich, Herr Bundesminister, dass es mit Ihnen möglich ist, den erfolgreichen Weg der letzten sieben Jahre im Bereich Infrastruktur entsprechend fortzusetzen. Ich danke dafür, weil das wirklich sehr wichtig ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Herr Kräuter, zu Ihnen komme ich noch. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie das Pröll!
Semmeringtunnel in den Mund nehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie das Pröll!) Was hat Herr Voves gesagt? Haben Sie keinen Auftrag von Herrn Voves gehabt, das heute hier zu fordern, Herr Kräuter? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da wird sich der Herr Landeshauptmann in der Steiermark schön freuen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Semmeringtunnel in den Mund nehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie das Pröll!) Was hat Herr Voves gesagt? Haben Sie keinen Auftrag von Herrn Voves gehabt, das heute hier zu fordern, Herr Kräuter? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da wird sich der Herr Landeshauptmann in der Steiermark schön freuen.
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Rosenkranz: Erwin Pröll!
Herr Bundesminister – bevor Sie wieder bei Herrn Voves vorgeladen werden –, meine Bitte: Der Semmeringtunnel ist genauso wichtig wie der Koralmtunnel (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Rosenkranz: Erwin Pröll!), und genauso wichtig ist es, dass wir auch die Lücke zwischen Judenburg und Klagenfurt schließen – das sage ich für die Obersteiermark –, damit der Wirtschaftsstandort Obersteiermark entsprechend gesichert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister – bevor Sie wieder bei Herrn Voves vorgeladen werden –, meine Bitte: Der Semmeringtunnel ist genauso wichtig wie der Koralmtunnel (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Rosenkranz: Erwin Pröll!), und genauso wichtig ist es, dass wir auch die Lücke zwischen Judenburg und Klagenfurt schließen – das sage ich für die Obersteiermark –, damit der Wirtschaftsstandort Obersteiermark entsprechend gesichert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin froh, dass Sie sich mit Willi Molterer sowohl über die Breitbandinitiative, die gerade für den ländlichen Raum als attraktiven Wirtschaftsstandort wichtig ist, als auch über den – was ebenfalls ganz besonders wichtig ist – Klima- und Energiefonds, durch den vor allem die Land- und Forstwirtschaft die Chance hat, entsprechend unabhängig Energie für Sie alle zu liefern, geeinigt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber man merkt schon, dass die Rede der Herr Kukacka geschrieben hat! Jedes Wort habe ich gehört!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Kirchgatterer. 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Aber man merkt schon, dass die Rede der Herr Kukacka geschrieben hat! Jedes Wort habe ich gehört!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Anhebung der Forschungsquote auf 3 Prozent bis 2010 ist ein ehrgeiziges Ziel und zeigt die Zukunftsorientierung der neuen Bundesregierung für Wirtschaftswachstum, für Arbeitsplätze und für Wohlstand in unserem Land. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
minister, ein ganz ungewohntes Lob, das wir heute von fast allen Fraktionen für Sie gehört haben. – Mein Lob müssen Sie sich erst verdienen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Ich komme nämlich aus der Region östlich von Wien, und alles, was in dieser Region an Ausbauten notwendig ist, ist so weit verschoben worden, dass das Ergebnis für uns alle wenig Freude bringen kann, und zwar aus einem einfachen Grund: die Bauarbeiten, die am Lobau-Tunnel geschehen werden, die Bauarbeiten, die an der S 1 geschehen werden, und die Bauarbeiten, die am Ausbau des Marchegger Astes der Ostbahn sowie an der Marchfelder Schnellstraße geschehen werden, werden alle zur selben Zeit geschehen, in derselben Region. – Es ist unvorstellbar, dass so viel Material zur selben Zeit bewegt wird, ohne dass das zu einem furchtbaren Chaos führt. Deswegen ersuche ich Sie wirklich dringend, all die Kreativität einzusetzen, die Sie und andere haben, um ein Vorziehen der Projekte zu ermöglichen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
minister, ein ganz ungewohntes Lob, das wir heute von fast allen Fraktionen für Sie gehört haben. – Mein Lob müssen Sie sich erst verdienen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Ich komme nämlich aus der Region östlich von Wien, und alles, was in dieser Region an Ausbauten notwendig ist, ist so weit verschoben worden, dass das Ergebnis für uns alle wenig Freude bringen kann, und zwar aus einem einfachen Grund: die Bauarbeiten, die am Lobau-Tunnel geschehen werden, die Bauarbeiten, die an der S 1 geschehen werden, und die Bauarbeiten, die am Ausbau des Marchegger Astes der Ostbahn sowie an der Marchfelder Schnellstraße geschehen werden, werden alle zur selben Zeit geschehen, in derselben Region. – Es ist unvorstellbar, dass so viel Material zur selben Zeit bewegt wird, ohne dass das zu einem furchtbaren Chaos führt. Deswegen ersuche ich Sie wirklich dringend, all die Kreativität einzusetzen, die Sie und andere haben, um ein Vorziehen der Projekte zu ermöglichen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Parnigoni: Die letzte Regierung hat da viel verjankert!
Ich verstehe, dass der Naturschutz so viel kosten darf, aber ich verstehe nicht, warum unsere Pendler, die Betriebe, die Menschen in der Region trotz der Notwendigkeit der Betriebsansiedlung das aushalten sollen, was sich momentan an Problemen aufstaut. (Abg. Parnigoni: Die letzte Regierung hat da viel verjankert!) Ich glaube, es ist lösbar, und ich denke, dass wir da sehr leicht weiterkommen können, wenn wir uns die Angelegenheit wirklich anschauen und miteinander eine Lösung für die Region erarbeiten. (Abg. Parnigoni: Das Projekt war schlecht vorbereitet! – Abg. Steibl: Ich bin gespannt, was Sie zusammenbringen werden!)
Abg. Parnigoni: Das Projekt war schlecht vorbereitet! – Abg. Steibl: Ich bin gespannt, was Sie zusammenbringen werden!
Ich verstehe, dass der Naturschutz so viel kosten darf, aber ich verstehe nicht, warum unsere Pendler, die Betriebe, die Menschen in der Region trotz der Notwendigkeit der Betriebsansiedlung das aushalten sollen, was sich momentan an Problemen aufstaut. (Abg. Parnigoni: Die letzte Regierung hat da viel verjankert!) Ich glaube, es ist lösbar, und ich denke, dass wir da sehr leicht weiterkommen können, wenn wir uns die Angelegenheit wirklich anschauen und miteinander eine Lösung für die Region erarbeiten. (Abg. Parnigoni: Das Projekt war schlecht vorbereitet! – Abg. Steibl: Ich bin gespannt, was Sie zusammenbringen werden!)
Abg. Parnigoni: Die letzten sieben Jahre wurden versäumt!
Es ist ganz klar, dass das ein unzumutbarer Zustand ist. 1947 hat der Eisstoß die Brücken über die March zerstört – und zwar alle. Seither konnte kein Lkw eine Brücke über die March überqueren, weil es keine gibt. (Abg. Parnigoni: Die letzten sieben Jahre wurden versäumt!) Und die vorliegenden Pläne würden bedeuten, dass der erste Lkw 2018 über die March fährt. Das kann nicht in unserem Interesse sein, das kann auch nicht im Interesse einer guten Nachbarschaftspolitik zur Slowakei sein, und daher erwarte ich, dass wir da gemeinsam rasch gute Lösungen zustande bringen. (Abg. Parnigoni: Das hat der Kukacka versäumt!) – Ich freue mich schon darauf, wenn ich Sie auch einmal loben darf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wie oft haben wir das dem Kukacka gesagt die letzten Jahre?)
Abg. Parnigoni: Das hat der Kukacka versäumt!
Es ist ganz klar, dass das ein unzumutbarer Zustand ist. 1947 hat der Eisstoß die Brücken über die March zerstört – und zwar alle. Seither konnte kein Lkw eine Brücke über die March überqueren, weil es keine gibt. (Abg. Parnigoni: Die letzten sieben Jahre wurden versäumt!) Und die vorliegenden Pläne würden bedeuten, dass der erste Lkw 2018 über die March fährt. Das kann nicht in unserem Interesse sein, das kann auch nicht im Interesse einer guten Nachbarschaftspolitik zur Slowakei sein, und daher erwarte ich, dass wir da gemeinsam rasch gute Lösungen zustande bringen. (Abg. Parnigoni: Das hat der Kukacka versäumt!) – Ich freue mich schon darauf, wenn ich Sie auch einmal loben darf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wie oft haben wir das dem Kukacka gesagt die letzten Jahre?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wie oft haben wir das dem Kukacka gesagt die letzten Jahre?
Es ist ganz klar, dass das ein unzumutbarer Zustand ist. 1947 hat der Eisstoß die Brücken über die March zerstört – und zwar alle. Seither konnte kein Lkw eine Brücke über die March überqueren, weil es keine gibt. (Abg. Parnigoni: Die letzten sieben Jahre wurden versäumt!) Und die vorliegenden Pläne würden bedeuten, dass der erste Lkw 2018 über die March fährt. Das kann nicht in unserem Interesse sein, das kann auch nicht im Interesse einer guten Nachbarschaftspolitik zur Slowakei sein, und daher erwarte ich, dass wir da gemeinsam rasch gute Lösungen zustande bringen. (Abg. Parnigoni: Das hat der Kukacka versäumt!) – Ich freue mich schon darauf, wenn ich Sie auch einmal loben darf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wie oft haben wir das dem Kukacka gesagt die letzten Jahre?)
Rufe bei der ÖVP: Bravo!
Abgeordnete Mag. Rosa Lohfeyer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Innovation, Forschung und Entwicklung sind wesentliche Gestaltungsfaktoren für die Zukunft Österreichs. Dass diesem Bereich mehr Geld zur Verfügung gestellt wird, ist ein klares Bekenntnis des Bundesministeriums zum Fortschritt, der letztendlich ja auch der Bevölkerung zugute kommen wird. (Rufe bei der ÖVP: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Punkt noch: Forschung und Entwicklung sind ein bedeutender Erfolgsfaktor für Wachstum, Beschäftigung und für den internationalen Wettbewerb. Ich hoffe und möchte appellieren, dass sich viele österreichische Entwicklungsprojekte, die in diesem Bereich tätig sind, in den nächsten fünf Jahren auch Gelder aus dem 7. Rahmenprogramm der EU, wo ein Budget von 50 Milliarden € vorhanden ist, abholen. Ich bin optimistisch und zuversichtlich, dass wir bis 2010 die Forschungsquote von 3 Prozent erreichen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neugebauer: Er war ja einmal Vizekanzler!
Seibersdorf, Frau Staatssekretärin – die von Ihnen eingeleitete Entwicklung gefällt mir sehr gut. Ich gratuliere zu dem Durchgriff, mit dem Sie das begonnen haben. Hannes Androsch ist akzeptiert, auch von der Industrie – völlig zu Recht. Wenn man ihn als SPÖ-nahe bezeichnet, dann ist das fast schon eine Verdächtigung, aber davon können wir mehr Lieder singen als Sie. (Abg. Neugebauer: Er war ja einmal Vizekanzler!) Er war einmal Vizekanzler, aber das ist so lange her, da können sich kaum die Lebenden noch daran erinnern; ich bin einer der wenigen.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch zwei Sätze. Wenn Sie die Eisenbahnreformen so loben, Herr Abgeordneter Grillitsch, dann muss ich schon sagen: Ich erinnere mich an den unseligen Plan des damaligen Staatssekretärs Kukacka, unkündbare Eisenbahner kündbar zu machen – was ich als Schande für eine Regierung empfunden habe. (Beifall bei der SPÖ.) Und ich erinnere Sie beide daran, dass die damals gewählte Konstruktion von neun Gesellschaften, die so wenig wie nichts miteinander zu tun haben sollten, jetzt Ihrem Generaldirektor Huber schon mehr als einmal auf den Kopf gefallen ist. Also die hat sich auch nicht bewährt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kukacka: Keine Ahnung! – Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kukacka: Keine Ahnung! – Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht!
Zum Schluss noch zwei Sätze. Wenn Sie die Eisenbahnreformen so loben, Herr Abgeordneter Grillitsch, dann muss ich schon sagen: Ich erinnere mich an den unseligen Plan des damaligen Staatssekretärs Kukacka, unkündbare Eisenbahner kündbar zu machen – was ich als Schande für eine Regierung empfunden habe. (Beifall bei der SPÖ.) Und ich erinnere Sie beide daran, dass die damals gewählte Konstruktion von neun Gesellschaften, die so wenig wie nichts miteinander zu tun haben sollten, jetzt Ihrem Generaldirektor Huber schon mehr als einmal auf den Kopf gefallen ist. Also die hat sich auch nicht bewährt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kukacka: Keine Ahnung! – Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Werner Faymann: Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es gibt eine große Zahl an Punkten, über die wir schon öfter diskutiert haben – im Ausschuss, im Budgetausschuss, persönlich bei den verschiedensten Gelegenheiten – und die wir auch in schriftlichen Anfragebeantwortungen erläutert haben. Daher werden Sie mir wahrscheinlich verzeihen, wenn ich jetzt nicht all die Zahlen, die ich schon so oft aufgezählt habe, noch einmal aufzähle, sondern unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einmal dafür danke, dass sie das alles so aufbereiten, dass wir tatsächlich immer Rede und Antwort stehen können und auf alle Fragen rasch und nach bestem Wissen und Gewissen auch in dieser Diskussion Auskunft gegeben haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und bei der ÖVP
Ich würde es eher als steirische Besonderheit werten, dass der Semmeringtunnel extra zur Sprache gekommen ist. Ich kann nur sagen, dass der Bau des Koralmtunnels unbestritten ist, der Baubeginn mit 2008 fixiert ist (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und bei der ÖVP) und dass der Semmeringtunnel mit einer Baurate 2012 eingestellt ist. Allerdings gibt es – und daraus habe ich nie ein Hehl gemacht – diesen Sommer dazu den ersten Teil der Planungen. Wenn man 2012 zu bauen beginnen will, muss man sich schon vorher darauf einigen, aber es ist nicht so, dass es da um ein paar Wochen auf oder ab geht. Bis zum Sommer muss man sich aber einmal auf einige Varianten, die vorgelegt werden, einigen, um nicht alle Varianten weiterzuverfolgen.
Abg. Dr. Bauer: Ein Projekt gehört dazu!
Die Prioritätensetzung bei der Straße oder die Rahmenplanung bei der Schiene ist nichts, wo ich Wert darauf legen würde, zu sagen, wir erfinden etwas. Es ist nicht ums Erfinden gegangen, sondern es ist darum gegangen, Projekte, die dringend notwendig sind – weil wir internationale Verkehrsverbindungen als wichtige Lebensadern in unserem Land brauchen –, Projekte, die in vielen Bereichen sehr gut vorbereitete Projekte waren und sind, auch zu verwirklichen, und zwar in einer sehr realistischen Reihenfolge, wobei wir das eine oder andere Projekt gestrichen haben. (Abg. Dr. Bauer: Ein Projekt gehört dazu!) – Viele Projekte gehören dazu, Herr Abgeordneter.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Wer wirklich die Verlagerung von der Straße auf die Schiene möchte, der muss zwei Dinge berücksichtigen, nämlich auf der einen Seite tatsächliche Investitionen leisten – dazu gehört auch der Brenner-Basistunnel – und auf der anderen Seite dafür sorgen, dass wir in der Europäischen Union mehr Gehör finden, die groteske Wegekostenrichtlinie abzuändern (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), die dem Lkw-Verkehr sogar eine Rabattregelung ermöglicht und uns derzeit nicht einmal die Chance gibt, unsere 4 Cent da durchzusetzen – sogar um diese müssen wir kämpfen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich abschließend für die sehr engagierte Diskussion und freue mich auf die zukünftigen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Ich würde Sie daher bitten, das auch einmal im Ministerrat en passant zu erwähnen, dass wir nämlich diese Art des neuen Parlamentarismus nicht wirklich schätzen (Beifall bei der FPÖ) und wünschen, dass man das wieder rückgängig macht, damit wir mit den Ministern in den Diskurs treten können. Damit Sie, Herr Minister, nicht das letzte Wort haben, habe ich mich nun nach Ihnen zu Wort gemeldet.
Abg. Öllinger: Da wart ihr nicht schlecht!
Das, was mich etwas schmerzt, ist, dass jetzt mit diesem Klimafonds, der zu einem Gutteil letztlich Wirtschaftsförderung verteilen wird und nicht Technologieförderung sein wird – aber das ist egal –, für Initiativen, die durchaus begrüßenswert sind, neue Organisationen geschaffen werden, die die alten – ob dies AWS oder FFG oder was auch immer ist – durchaus hätten miterledigen können. Aber ich sehe schon ein, es gibt auch den Wunsch, Posten zu besetzen, und dem muss man natürlich auch Rechnung tragen, keine Frage. (Abg. Öllinger: Da wart ihr nicht schlecht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir werden es in den nächsten Wochen und Monaten sehen, wie viele Posten umgefärbt wurden. Aber es werden auch noch viele neue geschaffen – offensichtlich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist vielleicht die eine Sache. Aber das ist eine neue Diskussion, die wir auch gerne führen können. Vielleicht kommen Sie bei nächster Gelegenheit in den Ausschuss für Forschung und Technologieentwicklung, und dann reden wir darüber. (Abg. Öllinger: Ja!)
Abg. Öllinger: Ja!
Wir werden es in den nächsten Wochen und Monaten sehen, wie viele Posten umgefärbt wurden. Aber es werden auch noch viele neue geschaffen – offensichtlich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist vielleicht die eine Sache. Aber das ist eine neue Diskussion, die wir auch gerne führen können. Vielleicht kommen Sie bei nächster Gelegenheit in den Ausschuss für Forschung und Technologieentwicklung, und dann reden wir darüber. (Abg. Öllinger: Ja!)
Abg. Öllinger: Das ist ein bisschen differenzierter!
verloren haben. (Abg. Öllinger: Das ist ein bisschen differenzierter!) Und das setzt sich halt auch fort. Diese Meinung teile ich nicht – das werden Sie mir zugestehen –, weil ich glaube, dass es durchaus auch in unserem Lager sehr, sehr viele tüchtige, anständige und gute Leute gibt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sehr viele nicht! Einige!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sehr viele nicht! Einige!
verloren haben. (Abg. Öllinger: Das ist ein bisschen differenzierter!) Und das setzt sich halt auch fort. Diese Meinung teile ich nicht – das werden Sie mir zugestehen –, weil ich glaube, dass es durchaus auch in unserem Lager sehr, sehr viele tüchtige, anständige und gute Leute gibt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sehr viele nicht! Einige!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte darum, über die gesamte Forschungsförderlandschaft nicht nur eine Evaluierung, sondern auch eine Rechnungshofprüfung durchführen zu lassen. Wenn Sie das in den nächsten Tagen nicht ohnehin machen – und Sie könnten das ja machen –, dann können das auch wir machen. Wir werden dieses Ersuchen sicher einbringen. Ich kündige an, dass die Freiheitliche Partei – mit 20 Abgeordneten ist das möglich – eine derartige Rechnungshofprüfung veranlassen wird, damit wir endlich über Ergebnisse und nicht über parteipolitische Propaganda reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Bund sagt: Managementversagen! – Das ist kein Managementversagen, das ist meiner Meinung nach Politikversagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Landeshauptmann-Stellvertreterin!
Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen. Um noch etwas Skurriles zu bringen: Die Gesundheitsreform hat im Prinzip gute Ansätze, aber wenn ich in Tirol eine Anfrage durch Kollegen im Landtag initiiere, was die Frau Landesrätin für Gesundheit, stellvertretende Parteivorsitzende (Abg. Kopf: Landeshauptmann-Stellvertreterin!) und
Beifall bei den Grünen.
Landeshauptmann-Stellvertreterin dann als Antwort gibt, wenn ich frage: Was passiert mit dem Reformpool, was passiert mit dem Steuerungsbereich der Gesundheitsplattform, bekomme ich schriftlich zur Antwort: Der Steuerungsbereich ist rein virtuell, der Bund hat da nichts zu sagen! Wenn sich die Leute nicht einigen, dann gibt es keine Projekte! – Glück auf!, sage ich hier wie meine Vorgänger. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt!
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Grünewald, ich möchte gleich auf Ihre Ausführungen eingehen: Jawohl, jede Gesundheitsreform ist vor der nächsten Reform, hat schon Seehofer gesagt. (Abg. Kopf: Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt!) Und zweitens: Jede Gesundheitsreform ist Bohren härtester Bretter, das gilt nicht nur für Österreich, das ist international so.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Herr Professor Rasinger, die Bretter in der ÖVP sind da die dicksten!
Wenn ich mir das Regierungsprogramm anschaue, dann finde ich einen Satz bemerkenswert, den wir beide als Ärzte und auch die Frau Ministerin ja gar nicht hoch genug halten können, nämlich: eine hochstehende Versorgung, unabhängig von Alter und Einkommen! Ich denke, das ist der entscheidende Punkt in dem ganzen Kontext, und wenn man sich das ... (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Herr Professor Rasinger, die Bretter in der ÖVP sind da die dicksten!)
Abg. Öllinger: Die SchülerInnen sind aber nicht die, die Syphilis haben!
Wenn man zum Beispiel kritisiert, dass man bei der sexuellen Aufklärung etwas tut, dann muss ich sagen: Jawohl, es ist ein Problem, dass es mehr Syphilisfälle gibt, und ich denke, es ist richtig, dass man darauf hinweist! Natürlich kann die Ministerin nicht bei jeder Schule sein und aufklären. (Abg. Öllinger: Die SchülerInnen sind aber nicht die, die Syphilis haben!) Natürlich wird es auch Eltern geben, die dagegen sind. Aber seien Sie mir nicht böse, es ist einfach wichtig: Vorsorge ist besser als heilen!
Abg. Öllinger: Bush ist aber ein schlechtes Vorbild!
Und wenn wir vom Handeln sprechen, so darf ich sagen: Natürlich, Gesundheitspolitik heißt, ständig zu versuchen, gute Lösungen zu bringen. Wir bringen jetzt zum Beispiel eine neue Lösung bei der Beschränkungen der Medikamentenkosten. Es mag für jeden ja vielleicht so sein, dass das spät ist oder dass man das früher hätte machen können. Ich sage Ihnen: George Bush hat vor acht Jahren versprochen, amerikanischen Rentnern eine Erleichterung bei den Medikamentenkosten zu bringen. (Abg. Öllinger: Bush ist aber ein schlechtes Vorbild!) In Amerika müssen 80-Jährige im Supermarkt arbeiten, damit sie sich die Medikamentenkosten leisten können. Das
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Dr. Oberhauser.
Es ist wirklich ein Problem, wenn wir die Patienten in gute und schlechte einteilen. Für mich gibt es nur einen Patienten, nämlich den bedürftigen. Und da komme ich noch einmal auf das Prinzip der ÖVP in der Gesundheitspolitik zurück, und das ist ganz klar: Wir wollen eine hochstehende Versorgung aller, unabhängig von Alter und Einkommen! Dieses Prinzip können wir nur dann umsetzen, wenn wir Politiker mit Herz haben, die hinschauen und nicht wegschauen, und ich glaube, da sind wir derzeit gut aufgehoben. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Dr. Oberhauser.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Ich möchte gleich zu Beginn ein bisschen auf die Ausführungen meines Vorredners eingehen. Ein Motto der ÖVP lautet: Hochstehende Versorgung unabhängig von Alter und Einkommen. – Ja, no na net, Gott sei Dank wollen wir das alle hier, aber offensichtlich ist der Weg dahin ein bisschen ein anderer, denn was sich derzeit in der Gesundheitspolitik ein bisschen zeigt, ist genau das Gegenteil. Wenn ich mir anschaue, dass für die Steuerung des Gesundheitswesens im Jahr 2007 sage und schreibe 233 Millionen € zur Verfügung stehen – auch Kollege Grünewald hat das schon gesagt –, dann muss ich sagen: Das ist zwar eine schöne Zahl, aber bewegen kann man damit im Gesundheitssystem nicht wirklich etwas. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verstehe das schon: Wir haben jetzt kein Geld, und das ist auch evident, darüber brauchen wir jetzt nicht zu diskutieren. Aber, Frau Minister, dann stellen Sie sich doch her und sagen Sie: Das Geld ist nicht vorhanden, wir haben es nicht!, oder: Ich habe zu schlecht verhandelt! – auch das ist eine Möglichkeit! –, der Finanzminister hat es mir nicht gegeben! Das wäre ehrlich, und das wäre gut, aber das, was Sie hier betreiben, ist, sich zwar herzustellen und zu sagen: Wir wollen die hochstehende optimale Versorgung!, aber in Wirklichkeit anders zu handeln. Das ist ein Eintreten für eine Zweiklassenmedizin, auf die wir zusteuern, und dafür sind wir von der FPÖ sicherlich nicht zu haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Thema Prävention fällt mir jetzt noch Ihre Kondom-Aktion ein. Ich meine, es ist viel darüber gesagt und geschrieben worden. Ganz ehrlich, den präventiven Charakter Ihrer Aktion kann ich nicht wirklich erkennen, wenn 25 Schüler von Ihnen ein Kondom bekommen. Nicht einmal die 25 Schüler haben jetzt wirklich etwas davon. Denn: Wenn Sie das wirklich hätten machen wollen, wenn Sie wirkliche Präventivmaßnahmen hätten setzen wollen, dann wäre es gescheiter gewesen, Sie wären ohne Medienbegleitung von Schule zu Schule marschiert, von Klasse zu Klasse marschiert und hätten so wirklich viele Schüler erreicht. So aber geben Sie groß über OTS, über die APA eine Meldung hinaus: Dann und dann sind alle Medien herzlich eingeladen: Ich verteile Kondome! – Das geht am Sinn vorbei, das ist keine Prävention! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Da gibt es ohnehin schon Westenthaler!
Frau Minister Kdolsky, Sie laufen wirklich Gefahr, dass Sie sich zu einer politischen Plaudertasche entwickeln. (Abg. Steibl: Da gibt es ohnehin schon Westenthaler!) Sie kündigen große Reformen an. An und für sich haben wir wirklich große Hoffnungen in Sie gesetzt, und wenn Sie jetzt Maßnahmen ankündigen, wie etwa 24 Stunden Bereitschaft für Ärzte, Zusammenlegung der Krankenkassen, Harmonisierung der Ärztehonorare, dann sind wir da mit Ihnen ganz einer Meinung, denn das sind an und für sich alles gute Vorschläge, Frau Minister, aber leider Gottes relativieren Sie das kaum 24 Stunden später, und weitere 24 Stunden später ist das alles in der ministeriellen Schublade verschwunden.
Beifall bei der FPÖ.
Genau das ist es: Sie geben Ankündigungen raus, so nach dem Motto: Wenn ich schon sonst nichts bewegen kann, komme ich wenigstens wieder einmal auf das Titelblatt einer Zeitung! Doch das kann wohl nicht das sein, was wir uns von einer Ministerin erwarten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau das, weswegen die ÖVP am 1. Oktober abgewählt worden ist: weil sie unsozial ist und weil sie nicht an die kleinen und mittleren Einkommensschichten in diesem Land denkt! Genau das führen Sie jetzt weiter – mit Hilfe der SPÖ, wobei ich nicht verstehen kann, warum die SPÖ hier sitzt und schweigt! (Beifall bei der FPÖ.) Aber gut, das muss sich die SPÖ mit sich selbst und mit ihrer Klientel ausmachen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist genau das, weswegen die ÖVP am 1. Oktober abgewählt worden ist: weil sie unsozial ist und weil sie nicht an die kleinen und mittleren Einkommensschichten in diesem Land denkt! Genau das führen Sie jetzt weiter – mit Hilfe der SPÖ, wobei ich nicht verstehen kann, warum die SPÖ hier sitzt und schweigt! (Beifall bei der FPÖ.) Aber gut, das muss sich die SPÖ mit sich selbst und mit ihrer Klientel ausmachen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Beispiele dafür sind: keine Zuschüsse für Lehrlinge, keine Abschaffung der Studiengebühren. Das alles sind Themen, die junge Menschen heute bewegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das alles sind Themen, die Sie vollkommen unter den Tisch kehren und die in Ihrer Jugendpolitik nicht aufscheinen.
Beifall bei der FPÖ.
Daher: Freuen Sie sich nicht zu früh darüber, dass Sie das Wahlalter gesenkt haben, denn die verschlossenen Herzen der Koalitionsparteien werden von den jungen Menschen ganz genau wahrgenommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Aber Sie wissen auch, was Julius Tandler darüber hinaus noch alles gesagt hat?
investieren. (Abg. Dr. Graf: Aber Sie wissen auch, was Julius Tandler darüber hinaus noch alles gesagt hat?)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiteres Umdenken – im Vergleich zu den letzten Jahren – hat es in der Frage nach dem Umgang mit Selbstbehalten gegeben. Es war lange Zeit üblich, die Medizin zum Großteil über Selbstbehalte zu finanzieren. Uns ist es nun mit der ÖVP erstmalig gelungen, eine Deckelung des Selbstbehaltes auf 2 Prozent des Netto-Monatseinkommens zu fixieren. Glauben Sie mir, wir werden darauf beharren, dass es 2 Prozent für jeden Österreicher und jede Österreicherin sind, nicht nur für eine ganz begrenzte Gruppe von Menschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Aber geh!
Wenn das keine Kurskorrektur ist, dann frage ich: Was ist sonst eine Kurskorrektur? Auch die Bundesarbeitskammer attestiert in der Bewertung des Regierungsprogramms, dass positiv anzumerken ist, dass die in den letzten Regierungsübereinkommen enthaltenen Perspektiven einer Privatisierung in diesem Regierungsübereinkommen fehlen. – Das ist vor allem an die Adresse des BZÖ und auch an jene der FPÖ gerichtet, die jetzt den effizienten Mitteleinsatz kritisieren, aber damals keinerlei Hemmungen hatten, in die privaten Geldbörsen der Österreicherinnen und Österreicher deutlich hineinzugreifen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Aber geh!)
Abg. Dolinschek: Höhere Krankenversicherungsbeiträge!
Es ist kein Geheimnis, dass wir – wäre es nach der Sozialdemokratie gegangen – uns gewünscht hätten, die Finanzierung des Gesundheitswesens auf deutlich breitere Beine zu stellen und nicht allein auf die Lohnabhängigkeit abzustellen. (Abg. Dolinschek: Höhere Krankenversicherungsbeiträge!) Dass uns das in diesen Regierungsverhandlungen nicht gelungen ist, ist auch evident.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Rasinger.
Unser Ziel ist ganz klar: Alle Menschen, die in diesem Land leben, müssen unabhängig von Alter, Einkommen und Herkunft einen Zugang zum österreichischen Gesundheitswesen haben. Darin sehen wir unsere Aufgabe, und darauf werden wir auch dringen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Rasinger.)
Beifall beim BZÖ.
Es gab keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge, wie sie jetzt vereinbart worden ist. Wir waren in der Zeit, die wir in der Regierung verbracht haben, der Garant dafür, dass es keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge gegeben hat. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt gibt es eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge um 0,15 Prozent. (Abg. Öllinger: Hat es bei euch auch gegeben!) Nein, bei uns hat es keine gegeben. (Abg. Dr. Grünewald: Ambulanzgebühr!)
Abg. Öllinger: Hat es bei euch auch gegeben!
Es gab keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge, wie sie jetzt vereinbart worden ist. Wir waren in der Zeit, die wir in der Regierung verbracht haben, der Garant dafür, dass es keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge gegeben hat. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt gibt es eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge um 0,15 Prozent. (Abg. Öllinger: Hat es bei euch auch gegeben!) Nein, bei uns hat es keine gegeben. (Abg. Dr. Grünewald: Ambulanzgebühr!)
Abg. Dr. Grünewald: Ambulanzgebühr!
Es gab keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge, wie sie jetzt vereinbart worden ist. Wir waren in der Zeit, die wir in der Regierung verbracht haben, der Garant dafür, dass es keine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge gegeben hat. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt gibt es eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge um 0,15 Prozent. (Abg. Öllinger: Hat es bei euch auch gegeben!) Nein, bei uns hat es keine gegeben. (Abg. Dr. Grünewald: Ambulanzgebühr!)
Abg. Dr. Grünewald: Das geht ja gar nicht!
Aber mir ist es noch ein Rätsel, wie das Ganze administriert wird und welchen Aufwand das erfordern wird. Frau Bundesminister, ich bin schon sehr gespannt, wer das auch kontrolliert. Wird das die Krankenkasse machen? Wird das der niedergelassene Arzt machen? – Da haben wir dann auch gewisse Probleme mit dem Datenschutz, wenn es beim niedergelassenen Arzt über die e-card läuft: Dann schaut der niedergelassene Arzt natürlich auch in das jeweilige Einkommen hinein. Da ist es wiederum sehr interessant, wie das ausgeführt wird, weil der Datenschutz in Österreich ein sehr sensibles Thema ist. (Abg. Dr. Grünewald: Das geht ja gar nicht!)
Beifall beim BZÖ.
viel wert. Es gibt einen großen administrativen Aufwand, der damit zu kompensieren ist. Die Aufhebung dieser Zuverdienstgrenze wäre ein deutliches familienpolitisches Signal in Richtung mehr Wahlfreiheit. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Beim Karenzgeld, das es vor 2000 gab, gab es ebenfalls einen Kinderzuschuss. Das war in der Zeit der rot-schwarzen Regierung, und da wurde das auch nie kontrolliert. Im Jahr 2004 ist das per Regierungsbeschluss und im Parlament praktisch aufgehoben worden. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Das hat Herr Bundesminister Haupt noch angeregt; das war eben ein Politiker mit dem Herz auf dem richtigen Fleck, Frau Kollegin! Er hat das da gemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Beim Karenzgeld, das es vor 2000 gab, gab es ebenfalls einen Kinderzuschuss. Das war in der Zeit der rot-schwarzen Regierung, und da wurde das auch nie kontrolliert. Im Jahr 2004 ist das per Regierungsbeschluss und im Parlament praktisch aufgehoben worden. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Das hat Herr Bundesminister Haupt noch angeregt; das war eben ein Politiker mit dem Herz auf dem richtigen Fleck, Frau Kollegin! Er hat das da gemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein Modell zur steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten beziehungsweise zur Einführung eines Betreuungschecks zu erstellen und dieses dem Nationalrat rechtzeitig zuzuleiten, sodass die Umsetzung mit 1. 1. 2008 erfolgen kann. Darüber hinaus wird die Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend ersucht, bei der von ihr angekündigten Novelle zur Reformierung des Kinderbetreuungsgeldes die Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld vorzusehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Eingangs ein Kompliment, Frau Bundesministerin, bezüglich der erfolgreichen Budgetverhandlungen zum Wohle der österreichischen Familien! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammengefasst: 2007 sind für den Bereich Familie und Jugend 5,96 Milliarden € und 2008 über 6 Milliarden € vorgesehen. Österreichs Familienförderung hat im internationalen Vergleich ihren Spitzenplatz mit diesem Budget weiter gefestigt. Ich gratuliere noch einmal unserer Frau Bundesministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Auch das Recht auf Bildung vermissen wir. Die Wahlaltersenkung ist leider kein besonders offensichtlicher Schwerpunkt geworden. In außerschulische Bildung wird weniger investiert als in musische Bildung. Ich weiß, ich habe als Antwort bekommen, man kann in diesen Bereichen verschieben, und die Jugendorganisationen werden nach Anträgen das Geld zugeteilt bekommen. Ich denke aber, in Zeiten der Wahlaltersenkung und vor allem bei dieser hochgradigen Bewerbung, wie sie ständig betrieben wird, wo eigentlich die ganze Zeit diese Ankündigungspolitik betrieben wird, dass das ganz sicher kommt, dass es eigentlich schon längst da ist, und dass wir es plötzlich alle wollen, sollte man auch in diesem Bereich unbedingt einen Schwerpunkt setzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
(Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich fordere alle Abgeordneten dieses Hauses herzlichst dazu auf, genau diesen Antrag zu unterstützen und sich anzusehen, ob es in Österreich wirklich tolerabel ist, dass ständig Grenzen überschritten werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dolinschek: Über eine Verbesserung kann man immer reden!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass die neue Bundesregierung aus unserer Sicht dringend notwendige Reformen beim Kinderbetreuungsgeld in Angriff nehmen wird und bereits vorbereitet. Und ich kann mich eigentlich nur wundern, wenn Herr Abgeordneter Dolinschek davon spricht, dass sich das Kindergeld so bewährt hätte. Natürlich nimmt jeder gerne das Geld; das ist unbestreitbar, es sei auch jedem vergönnt. Aber ich würde Ihnen empfehlen, in dem noch von Ihnen in Auftrag gegebenen Evaluierungsbericht nachzusehen. Dort wird nämlich nachgewiesen, dass es großen Korrekturbedarf gibt und dass das Kinderbetreuungsgeld in der derzeitigen Form alle damals selbst gesteckten Ziele klar verfehlt hat. (Abg. Dolinschek: Über eine Verbesserung kann man immer reden!)
Abg. Dr. Schüssel: Na wirklich nicht!
Was die Zuverdienstgrenze und auch den vom Kollegen Dolinschek eingebrachten Antrag betrifft, so ist eine Anhebung der Zuverdienstgrenze vorgesehen. Ich denke aber, dass wir das Chaos, das Sie, Frau Bundesministerin, von Ihrer Vorgängerin übernehmen mussten (Abg. Dr. Schüssel: Na wirklich nicht!), was die Administration der Rückforderung der betreffenden Zuverdienstgrenze betrifft, dazu nutzen sollten, gleich eine grundlegendere, größere Reform in Angriff zu nehmen. Die Erhöhung der Zuverdienstgrenze ist ein Punkt. Ich denke, wir sollten sie auch anders konstruieren und durchschaubarer machen, also leichter fassbar für die Betroffenen. Und ich glaube, dass es auch günstig wäre, hier eine größere Wahlmöglichkeit für die Eltern zu schaffen, indem wir sie wählen lassen zwischen einer Geldgrenze oder eine Zeit-
Beifall bei der SPÖ.
Ich verstehe auch nicht Ihr Argument, dass ein sechsmonatiger Bezug von Kindergeld bei den Vätern dazu führen würde, dass das ein größerer Anreiz für Väter wäre, in Karenz zu gehen, sprich: zu Hause zu bleiben. Im Gegenteil! Die könnten ganz normal weiterarbeiten und sich keine Minute mehr um die Kinder kümmern – und würden trotzdem das Geld beziehen. Sehr viel Geld ohne einen familienpolitischen Effekt scheint mir wirklich eine sinnlose Variante zu sein. Da würde ich sagen: Wenn das Geld da sein sollte, sollte man es lieber in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen stecken. Das bräuchten wir aus vielen, vielen Gründen, unter anderem als flankierende Maßnahme zu diesem Flexibilisierungsmodell. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! Es ist uns ja nicht unbekannt, dass Sie auch mit dem ideologischen Hintergrund, der Sie kennzeichnet, ein gewisses Problem mit Toleranz und Meinungsfreiheit haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich kann Ihnen das nur noch einmal sagen. Für uns, die wir uns Freiheitliche nennen, steht das im Vordergrund.
Beifall bei der FPÖ.
Soll ich Ihnen jetzt die Rosa Luxemburg zitieren, dass Freiheit immer die „Freiheit des anderen“ ist? (Beifall bei der FPÖ.) Oder Voltaire – was ich lieber mache –: dass Meinungsfreiheit gewähren, natürlich nur heißen kann, die abstoßende, die verwerfliche Meinung zuzulassen, weil die Meinung, die ich selber teile, der werde ich mich anschließen. Da brauche ich ja nicht großzügig zu sein.
Beifall bei der FPÖ.
Ich weise im Namen der Freiheitlichen diese Diffamierung des RFJ, der übrigens Ring Freiheitlicher Jugend heißt – man sollte wenigstens den richtigen Namen kennen –, zurück und verweise auch darauf, dass man Grüne Parteijugend am Staatsfeiertag mit Transparenten gesehen hat, auf denen stand – entschuldigen Sie; ich zitiere –: Heimat im Herzen – Scheiße im Hirn. – Ist auch nicht ganz ideal, würde ich meinen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Die Liebe gibt’s in vielfacher Form!
Darum ist es umso wichtiger, dass wir hier für uns ganz klare Positionen formulieren. Die so genannte klassische Familie als die durch die Liebe entstandene Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und die gemeinsame Sorge für die gemeinsamen Kinder ist nicht irgendein Auslaufmodell, meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist ein anthropologisches Erfolgsmodell! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Die Liebe gibt’s in vielfacher Form!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Zum Thema eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Beziehungen haben wir auch schon unsere Position dargelegt: Das kommt für uns nicht in Frage! (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Und was machen Sie? (Beifall bei der FPÖ.) Ich kann nicht glauben, dass Sie nicht verstehen, was jeder Vereinsobmann kapiert: Wenn ihm die alten Mitglieder heraussterben und er gewinnt keine neuen, dann soll er es bleiben lassen! Dann ist uninteressant, ob er sich eine neue Küche anschafft oder ob man zwei Veranstaltungen mehr im Jahr X plant, denn es wird diesen Verein nicht mehr geben. So weit muss ein Politiker doch denken! (Abg. Öllinger: Wir sterben schon nicht aus!) Doch, absolut, mit Sicherheit, wenn es nicht zu einer Trendwende kommt!
Abg. Öllinger: Wir sterben schon nicht aus!
Und was machen Sie? (Beifall bei der FPÖ.) Ich kann nicht glauben, dass Sie nicht verstehen, was jeder Vereinsobmann kapiert: Wenn ihm die alten Mitglieder heraussterben und er gewinnt keine neuen, dann soll er es bleiben lassen! Dann ist uninteressant, ob er sich eine neue Küche anschafft oder ob man zwei Veranstaltungen mehr im Jahr X plant, denn es wird diesen Verein nicht mehr geben. So weit muss ein Politiker doch denken! (Abg. Öllinger: Wir sterben schon nicht aus!) Doch, absolut, mit Sicherheit, wenn es nicht zu einer Trendwende kommt!
Beifall bei der FPÖ.
Wir geben nicht auf, wir appellieren erneut und sind zuversichtlich, dass irgendwann einmal der Ruck durch Ihre Reihen gehen wird, Sie die Realität zur Kenntnis nehmen – ja, die Realität zur Kenntnis nehmen werden – und versuchen werden, diesem Land tatsächlich eine Zukunft zu schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Ist auch eine Schauergeschichte!
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Kollegin Rosenkranz, eines muss ich Ihnen schon bei Ihrer Darstellung der Realität sagen: Auch wenn die Probleme da sind und wir diese auch ernst nehmen, dann hört sich das vielmehr an wie eine Schauergeschichte (Abg. Rosenkranz: Ist auch eine Schauergeschichte!) von einer Politikerin, einer Mutter, die lieber den Kindern und Jugendlichen in diesem Land Mut machen sollte. Wenn Sie die Perspektive haben, dass wir ohnehin alle aussterben, dann können wir jetzt alle nach Hause gehen und die Anarchie ausrufen. (Abg. Dr. Pilz: Wie soll man die Anarchie ausrufen, wenn wir ausgestorben sind?) Dann ist alles, was wir jetzt tun, in 50, 100 oder 500 Jahren völlig umsonst. Und dafür stehe ich als junger Mensch heute hier nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pilz: Wie soll man die Anarchie ausrufen, wenn wir ausgestorben sind?
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Kollegin Rosenkranz, eines muss ich Ihnen schon bei Ihrer Darstellung der Realität sagen: Auch wenn die Probleme da sind und wir diese auch ernst nehmen, dann hört sich das vielmehr an wie eine Schauergeschichte (Abg. Rosenkranz: Ist auch eine Schauergeschichte!) von einer Politikerin, einer Mutter, die lieber den Kindern und Jugendlichen in diesem Land Mut machen sollte. Wenn Sie die Perspektive haben, dass wir ohnehin alle aussterben, dann können wir jetzt alle nach Hause gehen und die Anarchie ausrufen. (Abg. Dr. Pilz: Wie soll man die Anarchie ausrufen, wenn wir ausgestorben sind?) Dann ist alles, was wir jetzt tun, in 50, 100 oder 500 Jahren völlig umsonst. Und dafür stehe ich als junger Mensch heute hier nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Kollegin Rosenkranz, eines muss ich Ihnen schon bei Ihrer Darstellung der Realität sagen: Auch wenn die Probleme da sind und wir diese auch ernst nehmen, dann hört sich das vielmehr an wie eine Schauergeschichte (Abg. Rosenkranz: Ist auch eine Schauergeschichte!) von einer Politikerin, einer Mutter, die lieber den Kindern und Jugendlichen in diesem Land Mut machen sollte. Wenn Sie die Perspektive haben, dass wir ohnehin alle aussterben, dann können wir jetzt alle nach Hause gehen und die Anarchie ausrufen. (Abg. Dr. Pilz: Wie soll man die Anarchie ausrufen, wenn wir ausgestorben sind?) Dann ist alles, was wir jetzt tun, in 50, 100 oder 500 Jahren völlig umsonst. Und dafür stehe ich als junger Mensch heute hier nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lutz Weinzinger: Das war doch ein Aufruf!
Ich würde auch Sie einladen: Gehen Sie optimistisch in diese Welt! Wir leben in einer schönen Welt, junge Menschen haben es verdient, dass ihnen Mut gemacht wird, dass sie Chancen bekommen und dass sie auch von Erwachsenen, gerade von Politikern, dabei unterstützt werden. Das, was Sie machen, ist, Mutlosigkeit in die Welt zu setzen. Damit unterstützt man Kinder und Jugendliche in keinem Fall. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lutz Weinzinger: Das war doch ein Aufruf!)
Abg. Öllinger: Warum sind Sie die ganze Zeit dagegen? Sie waren immer dagegen!
Frau Kollegin Zwerschitz hat vorhin gesagt, für Jugendliche sei in Österreich kein Platz. – Gerade das, was diese Bundesregierung gemeinsam auf die Beine gestellt hat, was auch nächste Woche noch einmal Thema sein wird, nämlich Jugendliche in den Prozess der Mitbestimmung, in den Prozess der Partizipation einzugliedern, nämlich jetzt schon, in einem früheren Alter – was ist denn das sonst, als jungen Menschen in diesem Lande Platz zu geben? (Abg. Öllinger: Warum sind Sie die ganze Zeit dagegen? Sie waren immer dagegen!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben uns darauf geeinigt, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken, und zwar aus mehreren Gründen. Und Sie stellen sich hier her und sagen: Für Jugendliche ist kein Platz? – Ich frage Sie vielmehr: Wo sind denn Ihre Jugendvertreter bei den Grünen? Wo sind denn die Jungen, die hier Jugendpolitik machen? – Ich sehe sie nicht. Und ich glaube, das ist auch der Punkt, nämlich jungen Menschen Verantwortung zu geben. Da hinken Sie der ÖVP jedenfalls hinterher. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Zwerschitz.
Sie haben vorhin auch gesagt, Sie vermissen das Recht auf Bildung. Dann würde ich Ihnen empfehlen, den Artikel 2 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention nachzulesen. (Zwischenruf der Abg. Zwerschitz.) Dort heißt es – ich zitiere –:
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß, Sie sind eine neue Abgeordnete, aber vielleicht werfen Sie einmal einen Blick in die Verfassung. Dort werden Sie nämlich das Recht auf Bildung sehr wohl finden. Ich glaube, das sollte eine Grundvoraussetzung sein, die man zu wissen hat, bevor man hier Politik macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zwerschitz: Ja, aber er hat ...!
Vieles, was wir uns inhaltlich im Jugendkapitel vorgenommen haben, ist nicht eine Frage des Geldes. Man kann nicht immer argumentieren, das und das gehe nicht, denn es sei kein Geld dafür vorgesehen. Erstens ist Jugend eine Querschnittmaterie, das heißt, auch viele andere Ressorts sind davon betroffen. Wir geben viel Geld für Jugendbeschäftigung aus. Sie haben gesagt, der Blum-Bonus scheint geholfen zu haben. – Da täuschen Sie sich. Schauen Sie noch einmal hin: Er hat geholfen. (Abg. Zwerschitz: Ja, aber er hat ...!) Deshalb wird er auch weitergeführt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Vieles, was wir uns inhaltlich im Jugendkapitel vorgenommen haben, ist nicht eine Frage des Geldes. Man kann nicht immer argumentieren, das und das gehe nicht, denn es sei kein Geld dafür vorgesehen. Erstens ist Jugend eine Querschnittmaterie, das heißt, auch viele andere Ressorts sind davon betroffen. Wir geben viel Geld für Jugendbeschäftigung aus. Sie haben gesagt, der Blum-Bonus scheint geholfen zu haben. – Da täuschen Sie sich. Schauen Sie noch einmal hin: Er hat geholfen. (Abg. Zwerschitz: Ja, aber er hat ...!) Deshalb wird er auch weitergeführt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zwerschitz: Die Kinderrechtskonvention ...!
Zweitens. Wenn wir den Jugendschutz in Angriff nehmen möchten, die Kinderrechte in der Verfassung verankern möchten, dann ist das auch keine Geldfrage, sondern es ist eine sinnvolle Maßnahme, die gar nichts mit Geld zu tun hat. (Abg. Zwerschitz: Die Kinderrechtskonvention ...!) – Was heißt, wir machen es nicht? – Es steht im Regierungsprogramm! Die Ministerin hat es angekündigt. Ich würde vielmehr Sie einladen, Frau Kollegin Zwerschitz, auch wenn Sie von der Opposition sind: Trauen Sie sich mitzuarbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens. Wenn wir den Jugendschutz in Angriff nehmen möchten, die Kinderrechte in der Verfassung verankern möchten, dann ist das auch keine Geldfrage, sondern es ist eine sinnvolle Maßnahme, die gar nichts mit Geld zu tun hat. (Abg. Zwerschitz: Die Kinderrechtskonvention ...!) – Was heißt, wir machen es nicht? – Es steht im Regierungsprogramm! Die Ministerin hat es angekündigt. Ich würde vielmehr Sie einladen, Frau Kollegin Zwerschitz, auch wenn Sie von der Opposition sind: Trauen Sie sich mitzuarbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das hätten Sie jetzt nicht bringen sollen!
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren auf der Besuchergalerie! Schönen guten Tag! Zu Beginn meiner Rede möchte ich auf einen Punkt eingehen, der eigentlich schon gestern bei der Budgetdebatte zum Thema Justiz angesprochen wurde, wozu auch ein Mehrparteienantrag eingebracht wurde, der sehr wohl auch einen Bezug zur Jugendpolitik hat, nämlich das Berufsverbot für Sexualstraftäter betreffend eben deren berufliche Tätigkeit im Umfeld von Kindern und Jugendlichen. (Abg. Öllinger: Das hätten Sie jetzt nicht bringen sollen!) – Herr Öllinger, bitte ein bisschen um Zurückhaltung! Ich bin jetzt am Wort! Danke schön.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Wir kennen nicht Ihre ganzen ...!
Ein Thema, welches das BZÖ seit seiner Gründung einer Umsetzung zuführen will – das ist nach unserem gestrigen Vorstoß tatsächlich auch gelungen. Wir konnten mit der ÖVP, FPÖ und SPÖ bezüglich der Prüfung von rechtlichen Möglichkeiten einen Antrag einbringen. Das begrüße ich sehr, möchte von dieser Seite auch meinen Dank aussprechen. Es tut uns sehr leid, dass die Grünen nicht einmal zu diesem Thema, nämlich einer Überprüfung der rechtlichen Möglichkeiten bereit waren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Wir kennen nicht Ihre ganzen ...!) – Na ja, bitte. Hätten Sie das gestern durchgelesen! Ihr habt ja nicht einmal den Antrag durchgelesen und habt schon nein gesagt. (Abg. Öllinger: Wir haben bestimmte Vorfälle bei Ihnen im Auge!)
Abg. Öllinger: Wir haben bestimmte Vorfälle bei Ihnen im Auge!
Ein Thema, welches das BZÖ seit seiner Gründung einer Umsetzung zuführen will – das ist nach unserem gestrigen Vorstoß tatsächlich auch gelungen. Wir konnten mit der ÖVP, FPÖ und SPÖ bezüglich der Prüfung von rechtlichen Möglichkeiten einen Antrag einbringen. Das begrüße ich sehr, möchte von dieser Seite auch meinen Dank aussprechen. Es tut uns sehr leid, dass die Grünen nicht einmal zu diesem Thema, nämlich einer Überprüfung der rechtlichen Möglichkeiten bereit waren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Wir kennen nicht Ihre ganzen ...!) – Na ja, bitte. Hätten Sie das gestern durchgelesen! Ihr habt ja nicht einmal den Antrag durchgelesen und habt schon nein gesagt. (Abg. Öllinger: Wir haben bestimmte Vorfälle bei Ihnen im Auge!)
Beifall beim BZÖ.
Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber darauf hinweisen, dass sich auf Grund des Steueraufkommens die Voranschlagszahlen in diesem Bereich im Vergleich zum Jahr 2006 von 421 Millionen € auf 431 Millionen € im Jahr 2007, und auf 442 Millionen € im Jahr 2008 steigern, und das ist doch eine deutliche Steigerung! Wenn wir es noch einmal vom Euro auf die alte Währung umrechnen, dann sieht man, welche Dimensionen diese Steigerungen beinhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich aber das Augenmerk auf eine Aktivität auch meiner Vorgängerin lenken: Sie hat im Bereich der Gesundheitsprävention durch die Neuausrichtung der Vorsorgeuntersuchungen und die Einführung von altersspezifischen Gesundheitspässen unverzichtbare Maßstäbe gesetzt. Ich will diese Maßnahmen fortsetzen und zusätzliche Schwerpunkte vor allem im Bereich Schulgesundheit setzen. Exemplarisch dafür steht das bereits aus der Taufe gehobene und gemeinsam mit dem Bildungsministerium veranstaltete Projekt „Gesunde Schule“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden für die finanzielle Absicherung der Familien die Anhebung der Familienbeihilfe für das dritte Kind auf 35 € pro Monat und jedes weitere Kind auf 50 € pro Monat anstreben und umsetzen. Und ich denke, neben den anderen familienpolitischen Regulativen ist auch das ein ganz wesentliches Signal in Richtung Familie und Kinder in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die Verstärkung der Mitbestimmung von Jugendlichen ist ein Thema, das ein Querschnittsthema darstellt, das wir hier – gemeinsam mit dem Hohen Haus, aber auch gemeinsam mit dem Bildungsministerium und mit anderen Strukturen – bearbeiten werden, und wir werden hier auch in den kommenden Wochen und Monaten erste Schritte setzen. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lutz Weinzinger: Was nicht Ihre Meinung ist, ist falsch!
Ich denke, die demokratischen Werte sind das höchste Gut, das wir hier zu vertreten haben, und ich hoffe da wirklich auf Ihr Einsehen und auf Ihre Mithilfe. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lutz Weinzinger: Was nicht Ihre Meinung ist, ist falsch!)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Ich kann mir nämlich nicht aussuchen, zu welchem Zahnarzt/zu welcher Zahnärztin ich gehe, sondern ich muss meine gesamte medizinische Versorgung nach dem Kriterium auswählen, wo ich denn überhaupt hineinkann – und nicht nur ich, sondern so geht es uns allen Menschen mit Behinderungen. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ersuche ich Sie, Frau Ministerin Kdolsky, ein Gesundheitssystem für alle anzubieten, das für alle leistbar ist und in dem für jeden – unabhängig von seiner Muttersprache, seiner Herkunft oder seinem sozialen Status – ein gleichwertiges Angebot zur Verfügung steht, sodass es nicht weiter zu einer Zwei-Klassen-Medizin kommt, die wir ja leider schon haben. Diese Zwei-Klassen-Medizin müssen wir wieder reduzieren und ein Gesundheitssystem anbieten, das für alle gleichwertig ist und uns allen etwas bringt und nicht schadet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich auch bei unserer Ministerin, die sich im Gesundheitsbereich sehr engagiert und auch sehr viel Fachwissen einbringen kann, und wünsche ihr für die kommende Zeit sehr viel Elan und sehr viel Kraft dafür. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neugebauer.
Ich spare mir also jetzt das Thema Gesundheit, obwohl es mich reizen würde, weil unser Angebot an und für sich steht: Sie haben unsere Kooperationsbereitschaft, auch was das sicher nicht einfache Thema Zusammenlegung von Kassen betrifft. Allerdings bitte ich Sie, das nicht unter dem Primat, die Gebietskrankenkassen müssen zusammengelegt werden, zu forcieren, denn: Im Wesentlichen ginge es darum, dass wir endlich auch mit den berufständischen Kassen ans Ende kommen. (Zwischenruf des Abg. Neugebauer.) – Ja, ich weiß, Kollege Neugebauer.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neugebauer: Es ist eine Frage, wie Verantwortung ...!
Ich glaube, dass das auch ganz vernünftig auszuhandeln wäre. Das kann ohnehin nicht von heute auf morgen gehen, aber ich glaube, wir kommen in der Gesundheitspolitik nicht mehr weiter, wenn wir dieses Denken der Vergangenheit, dass ein jeder seine schwarze, rote oder sonst wie gestrickte Einheit irgendwie als „Territorium“ aufrechterhält, für die Zukunft weiterbauen. – Das nur als Anmerkung dazu. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neugebauer: Es ist eine Frage, wie Verantwortung ...!)
Abg. Dr. Schüssel: Nicht nur, auch wir!
Ich sage nur ganz klar: Es ist das eine ganz schwierige und höchst sensible Materie. Mit der sollte man nicht öffentlich spielen. – Gerade das BZÖ hat das aber getan: keine Gnade für Kinderschänder! – Das war der Slogan, mit dem das BZÖ bei den letzten Wahlen angetreten ist. (Abg. Dr. Schüssel: Nicht nur, auch wir!) – Das finden Sie auch gut? Gut, Herr Dr. Schüssel. Ich hätte mir von Ihnen etwas Differenzierteres erwartet.
Abg. Ing. Westenthaler: Aufpassen!
Jetzt lesen wir in den Zeitungen, dass ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo das BZÖ diese Kampagne öffentlich dargestellt hat, das BZÖ eine Person als Moderator – noch dazu in einer Jugendtour! – beschäftigt hat, die offensichtlich wegen mehrerer Sexualdelikte untersucht wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Aufpassen!)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich wurde er weiterbeschäftigt, sonst hätte es ja ein Aufsehen gegeben! Ihnen ist es überhaupt nicht um die Sache gegangen, sondern nur darum, Aufsehen zu vermeiden. Und das, Herr Westenthaler, ist wirklich verwerflich! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Schüssel: Mit Kindern! Mit Jugendlichen! Das ist doch der Punkt!
Ich glaube, dass die Sache sehr viel an intensiver Debatte erfordern würde, aber eines ist ganz klar: So, wie Sie es gefordert haben, nämlich als umfassendes und wirksames Berufsverbot für Sexualstraftäter, ist es mit Sicherheit verfassungswidrig. Wir können nicht jemanden, egal, wen das betrifft – da muss uns etwas Besseres einfallen, Herr Westenthaler –, vom Zugang zu beruflicher Tätigkeit ausschließen, auch wenn der Herr Schüssel findet, es ist eine Superidee. (Abg. Dr. Schüssel: Mit Kindern! Mit Jugendlichen! Das ist doch der Punkt!) Nein, ein umfassendes und wirksames Berufsverbot hat das BZÖ gestern gefordert, und so wurde es auch dargestellt! Und da sage ich: Nein, das kann es nicht sein!
Abg. Dr. Graf: Das tun auch nicht alle Grünen!
Ich sage Ihnen eines, Herr Kollege Graf: Ich glaube – vielleicht zu wenig –, einen Unterschied machen zu können zwischen Positionen, in denen es darum geht, rassistische, fremdenfeindliche, neonazistische Äußerungen wiederzugeben – und das tun nicht alle Freiheitlichen, das ist mir auch bewusst –, und Positionen, wo das geschieht. (Abg. Dr. Graf: Das tun auch nicht alle Grünen!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das sagen Sie zum Herrn Kollegen Pilz, der auch datenschutzrechtlich ...!
Und ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Wenn ein Funktionär der Freiheitlichen in Tirol durch die Innsbrucker Straßen pöbelt und „Heil, Hitler!“ und andere Rufe von sich gibt und deswegen eine Anzeige wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung eingeleitet wird, dann schreie ich genauso Feuer. Das kann es nicht sein, dass Sie diese Haltung auch noch decken und sagen: Das ist Gesinnungsterror, wenn man dagegen vorgeht! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das sagen Sie zum Herrn Kollegen Pilz, der auch datenschutzrechtlich ...!) – Gesinnungsterror? Na, Entschuldigung, Herr Kollege Missethon, jetzt wende ich mich gleich ab, denn durch solche Äußerungen lasse ich mich sicher nicht irritieren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist auch Gesinnungsterror, Herr Kollege!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist auch Gesinnungsterror, Herr Kollege!
Und ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Wenn ein Funktionär der Freiheitlichen in Tirol durch die Innsbrucker Straßen pöbelt und „Heil, Hitler!“ und andere Rufe von sich gibt und deswegen eine Anzeige wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung eingeleitet wird, dann schreie ich genauso Feuer. Das kann es nicht sein, dass Sie diese Haltung auch noch decken und sagen: Das ist Gesinnungsterror, wenn man dagegen vorgeht! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das sagen Sie zum Herrn Kollegen Pilz, der auch datenschutzrechtlich ...!) – Gesinnungsterror? Na, Entschuldigung, Herr Kollege Missethon, jetzt wende ich mich gleich ab, denn durch solche Äußerungen lasse ich mich sicher nicht irritieren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist auch Gesinnungsterror, Herr Kollege!)
Abg. Lutz Weinzinger: Wer sagt das? Woher haben Sie das?
Wenn in Oberösterreich Funktionäre des RFJ gleichzeitig beim Bund Freier Jugend tätig sind (Abg. Lutz Weinzinger: Wer sagt das? Woher haben Sie das?) und Sie, Herr Kollege Missethon, da offensichtlich auch noch die Mauer machen wollen, wenn in Wien Funktionäre des RFJ gleichzeitig bei anderen Organisationen, gleichzeitig als Besteller von neonazistischer Literatur bei neonazistischen Verlagen aufgefallen sind (Abg. Lutz Weinzinger: Das ist falsch!), dann sage ich, da möchte ich als Mandatar der Grünen – und da bin ich der Kollegin Zwerschitz sehr dankbar – von Ihnen, Frau Bundesministerin, nur eines: Ich möchte vermeiden, dass ein Euro oder ein Cent von Förderungsmitteln für irgendwelche geartete neonazistische Betätigung verlorengeht. Das möchte ich mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ein klares Wort zu Herrn Dr. Pilz, das hätte ich mir von Ihnen erwartet! – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.)
Abg. Lutz Weinzinger: Das ist falsch!
Wenn in Oberösterreich Funktionäre des RFJ gleichzeitig beim Bund Freier Jugend tätig sind (Abg. Lutz Weinzinger: Wer sagt das? Woher haben Sie das?) und Sie, Herr Kollege Missethon, da offensichtlich auch noch die Mauer machen wollen, wenn in Wien Funktionäre des RFJ gleichzeitig bei anderen Organisationen, gleichzeitig als Besteller von neonazistischer Literatur bei neonazistischen Verlagen aufgefallen sind (Abg. Lutz Weinzinger: Das ist falsch!), dann sage ich, da möchte ich als Mandatar der Grünen – und da bin ich der Kollegin Zwerschitz sehr dankbar – von Ihnen, Frau Bundesministerin, nur eines: Ich möchte vermeiden, dass ein Euro oder ein Cent von Förderungsmitteln für irgendwelche geartete neonazistische Betätigung verlorengeht. Das möchte ich mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ein klares Wort zu Herrn Dr. Pilz, das hätte ich mir von Ihnen erwartet! – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ein klares Wort zu Herrn Dr. Pilz, das hätte ich mir von Ihnen erwartet! – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.
Wenn in Oberösterreich Funktionäre des RFJ gleichzeitig beim Bund Freier Jugend tätig sind (Abg. Lutz Weinzinger: Wer sagt das? Woher haben Sie das?) und Sie, Herr Kollege Missethon, da offensichtlich auch noch die Mauer machen wollen, wenn in Wien Funktionäre des RFJ gleichzeitig bei anderen Organisationen, gleichzeitig als Besteller von neonazistischer Literatur bei neonazistischen Verlagen aufgefallen sind (Abg. Lutz Weinzinger: Das ist falsch!), dann sage ich, da möchte ich als Mandatar der Grünen – und da bin ich der Kollegin Zwerschitz sehr dankbar – von Ihnen, Frau Bundesministerin, nur eines: Ich möchte vermeiden, dass ein Euro oder ein Cent von Förderungsmitteln für irgendwelche geartete neonazistische Betätigung verlorengeht. Das möchte ich mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ein klares Wort zu Herrn Dr. Pilz, das hätte ich mir von Ihnen erwartet! – Zwischenruf des Abg. Lutz Weinzinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie daher, geschätzte Frau Bundesministerin, üben Sie massiven Druck aus, dieses Geld zu bekommen, beziehungsweise setzen Sie sich für eine Ersatzlösung ein, damit wir einen zusätzlichen Beitrag zur Finanzierung unseres Gesundheitssystems leisten können! – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Also was das „anthropologische Erfolgsmodell“ traditionelle Ehe und Familie betrifft, da habe ich schon meine Zweifel, ob dieses tatsächlich als solches zu betrachten ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein anderer Punkt war, dass Frau Rosenkranz – wie auch andere – große Befürchtungen hat, dass Österreich sozusagen ausstirbt und es keine Österreicherinnen und Österreicher mehr gibt. Ganz Österreich und die Menschen, die hier leben, sind im Laufe der Jahrhunderte aus Zuwanderung und Abwanderung und wieder Zuwanderung entstanden – und so ist das auch heute. Wir sterben nicht aus. Es gibt sehr wohl Menschen in diesem Land, die Kinder bekommen und die auch haben wollen. Aber darauf zu pochen, dass man Kinder haben soll und muss quasi als Pensionsversicherung und nicht deshalb, weil Mann oder Frau ein Kind haben will, das halte ich schon für den falschen Ansatz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Wir müssen schon sehen, dass jene Kinder, die nicht gewollt sind, weil zum Beispiel die Mutter noch ganz jung war, das Mädchen vielleicht mit 15 oder 16 schwanger geworden ist oder die Frau schon älter war und schwanger wurde, ohne es zu wollen, diese Kinder haben es oft ziemlich schwer im Leben, und da wäre doch das Modell von Verhütung auf Krankenschein sehr wohl etwas, was durchsetzbar wäre (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ), dass Frau und Mann tatsächlich nur die Kinder bekommen, die sie wirklich wollen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Wir müssen schon sehen, dass jene Kinder, die nicht gewollt sind, weil zum Beispiel die Mutter noch ganz jung war, das Mädchen vielleicht mit 15 oder 16 schwanger geworden ist oder die Frau schon älter war und schwanger wurde, ohne es zu wollen, diese Kinder haben es oft ziemlich schwer im Leben, und da wäre doch das Modell von Verhütung auf Krankenschein sehr wohl etwas, was durchsetzbar wäre (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ), dass Frau und Mann tatsächlich nur die Kinder bekommen, die sie wirklich wollen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Das muss ein Irrtum sein!
ich mir gedacht, das ist aber schnell gegangen. (Abg. Murauer: Das muss ein Irrtum sein!) Offensichtlich war es dann tatsächlich ein Irrtum. Das, was Ministerin Berger und Kdolsky heute vorgestellt haben, waren Arbeitsgruppen, die der Ministerrat beschließen soll. Na ja, Arbeitsgruppen hat es in dieser Republik und auch in der ÖVP schon viele gegeben. Ich wünsche den Patchwork-Familien, aber auch den lesbischen und schwulen Paaren in diesem Land, dass diese Arbeitsgruppen tatsächlich auch etwas Substanzielles produzieren – und es nicht so ist wie vor drei Jahren, als die ÖVP-Arbeitsgruppe ein Mini-Lebensgemeinschaftspaket ausgearbeitet hat, das nie das Licht des Nationalrates erblickt hat.
Abg. Amon: Nein, nein!
Ich hoffe auch, dass jene in der ÖVP wie Herr Nationalratspräsident Spindelegger, Herr Klubobmann Schüssel und auch der Sozialsprecher Amon, die sich vehement gegen eine rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren wehren, in diesen Arbeitsgruppen ... (Abg. Amon: Nein, nein!) – So habe ich das von Ihnen immer gehört. (Abg. Amon: Nein, da zitieren Sie mich falsch! Ich habe gesagt, ...!) Dann klären Sie mich auf, und erklären Sie, dass Sie sehr wohl für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen sind! Wenn das so ist, dann hoffe ich, dass tatsächlich aus diesen Arbeitsgruppen Gesetze herauskommen, über die sich die Lesben und Schwulen in diesem Land freuen können und wo sie nicht wieder sagen müssen, es war zwar ein Versuch, aber es ist wieder nichts daraus geworden. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amon: Nein, da zitieren Sie mich falsch! Ich habe gesagt, ...!
Ich hoffe auch, dass jene in der ÖVP wie Herr Nationalratspräsident Spindelegger, Herr Klubobmann Schüssel und auch der Sozialsprecher Amon, die sich vehement gegen eine rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren wehren, in diesen Arbeitsgruppen ... (Abg. Amon: Nein, nein!) – So habe ich das von Ihnen immer gehört. (Abg. Amon: Nein, da zitieren Sie mich falsch! Ich habe gesagt, ...!) Dann klären Sie mich auf, und erklären Sie, dass Sie sehr wohl für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen sind! Wenn das so ist, dann hoffe ich, dass tatsächlich aus diesen Arbeitsgruppen Gesetze herauskommen, über die sich die Lesben und Schwulen in diesem Land freuen können und wo sie nicht wieder sagen müssen, es war zwar ein Versuch, aber es ist wieder nichts daraus geworden. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe auch, dass jene in der ÖVP wie Herr Nationalratspräsident Spindelegger, Herr Klubobmann Schüssel und auch der Sozialsprecher Amon, die sich vehement gegen eine rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren wehren, in diesen Arbeitsgruppen ... (Abg. Amon: Nein, nein!) – So habe ich das von Ihnen immer gehört. (Abg. Amon: Nein, da zitieren Sie mich falsch! Ich habe gesagt, ...!) Dann klären Sie mich auf, und erklären Sie, dass Sie sehr wohl für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen sind! Wenn das so ist, dann hoffe ich, dass tatsächlich aus diesen Arbeitsgruppen Gesetze herauskommen, über die sich die Lesben und Schwulen in diesem Land freuen können und wo sie nicht wieder sagen müssen, es war zwar ein Versuch, aber es ist wieder nichts daraus geworden. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Barbara Rosenkranz, wenn Sie an der Ernsthaftigkeit unserer Frau Bundesministerin Kdolsky zweifeln, dann kann ich Ihnen nur eines sagen: Ich glaube an ihre Stärke, ich glaube an ihre Kraft, und ich glaube an ihre Intelligenz, wenn ich sehe, wie unsere Frau Bundesministerin an die Arbeit herangeht, Familien- und Gesundheitspolitik zu gestalten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Vielleicht noch eines zur Frau Kollegin Barbara Rosenkranz: Ein altes Sprichwort sagt: Wer ewig jammert, muss einmal sterben! – Ich hoffe nicht, dass das zutrifft, und kann nur appellieren: Nicht jammern, sondern einen positiven Eindruck vermitteln! Die Familie ist es wert! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, unser Zugang zum Thema Familie und Familienpolitik ist es nämlich nicht, darüber nachzudenken, wie man Abtreibungen noch unbürokratischer, noch billiger und noch schneller ermöglicht, sondern die Österreichische Volkspartei ist eine Familienpartei – und wir haben andere Vorstellungen und andere Wege, die Familie zu stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
gemeistert und bin sehr stolz darauf und sehr froh darüber. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abschließend: Frau Bundesminister Kdolsky, ich bin sehr froh, dass wir Sie haben, als eine Ministerin, die einen guten Weg geht und dementsprechend auch für unsere Familien in unserem Land da ist. Herzlichen Dank und alles Gute! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Vielleicht doch auch ein, zwei Worte zum Begriff Familie, der hier strapaziert wird. Ich denke, eines sollten wir alle nicht vergessen: Es ist so, dass sich diese sozialen Lebensformen über die Jahrzehnte, über die Jahrhunderte in der Geschichte – schauen Sie es sich an! – einfach verändert haben. Und so ist es heute auch ganz normal, dass auch in bäuerlichen Familien Scheidungen vorkommen. Es ist sehr schwierig, das abzuwickeln, es gibt da genauso die ganz normalen Probleme, die alle haben. Also Sie sollten Ihre Augen öffnen, denn auch im bäuerlichen Bereich hat sich die Welt verändert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gesunde Lebensmittel sind die beste Medizin, meine Damen und Herren. Im Sinne der Vorsorgepolitik wären diese Maßnahmen ein Gebot der Stunde. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Aber grundsätzlich: Am Schwangerschaftsabbruch ist nicht zu rütteln! Ich glaube, darin sind wir uns alle einig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Kdolsky: Männerberufe!
Zum Abschluss: sehr erfolgreich der heutige Töchtertag, der österreichweit stattgefunden hat; zum ersten Mal auch im Parlament, leider aber in einem Ministerium nicht, in allen anderen schon – Frau Ministerin, warum nicht im Familienministerium? (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Kdolsky: Männerberufe!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Hohes Haus! Ich möchte kurz auf eine Beobachtung von heute Mittag eingehen, als ich Frau Präsidentin Glawischnig mit ihrem Kind in der Cafeteria beobachtet habe. Das war ein sehr nettes, sehr harmonisches Bild. Ich habe mich sehr gefreut, dass es doch auch Grüne gibt, die wissen, was Mutterglück ist. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.
Frau Präsidentin Glawischnig muss man – Sie ist leider nicht im Saal – wirklich mitteilen: Ein Kind zu bekommen, ist keine Krankheit! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.) Die Abtreibung muss das allerletzte Mittel sein. Wir müssen auch wirklich darüber nachdenken, vernünftige Beratungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen, nicht nur diese Möglichkeit in den Raum stellen, dass es ... (Abg. Heinisch-Hosek: Jede Frau wird beraten!) – Das ist ein großer Irrtum, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren sicher noch nie bei einer Beratung!) – Sie wissen nicht, wo ich war, Frau Kollegin, wir können gerne persönlich darüber reden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Jede Frau wird beraten!
Frau Präsidentin Glawischnig muss man – Sie ist leider nicht im Saal – wirklich mitteilen: Ein Kind zu bekommen, ist keine Krankheit! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.) Die Abtreibung muss das allerletzte Mittel sein. Wir müssen auch wirklich darüber nachdenken, vernünftige Beratungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen, nicht nur diese Möglichkeit in den Raum stellen, dass es ... (Abg. Heinisch-Hosek: Jede Frau wird beraten!) – Das ist ein großer Irrtum, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren sicher noch nie bei einer Beratung!) – Sie wissen nicht, wo ich war, Frau Kollegin, wir können gerne persönlich darüber reden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren sicher noch nie bei einer Beratung!
Frau Präsidentin Glawischnig muss man – Sie ist leider nicht im Saal – wirklich mitteilen: Ein Kind zu bekommen, ist keine Krankheit! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.) Die Abtreibung muss das allerletzte Mittel sein. Wir müssen auch wirklich darüber nachdenken, vernünftige Beratungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen, nicht nur diese Möglichkeit in den Raum stellen, dass es ... (Abg. Heinisch-Hosek: Jede Frau wird beraten!) – Das ist ein großer Irrtum, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren sicher noch nie bei einer Beratung!) – Sie wissen nicht, wo ich war, Frau Kollegin, wir können gerne persönlich darüber reden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Frau Präsidentin Glawischnig muss man – Sie ist leider nicht im Saal – wirklich mitteilen: Ein Kind zu bekommen, ist keine Krankheit! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.) Die Abtreibung muss das allerletzte Mittel sein. Wir müssen auch wirklich darüber nachdenken, vernünftige Beratungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen, nicht nur diese Möglichkeit in den Raum stellen, dass es ... (Abg. Heinisch-Hosek: Jede Frau wird beraten!) – Das ist ein großer Irrtum, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren sicher noch nie bei einer Beratung!) – Sie wissen nicht, wo ich war, Frau Kollegin, wir können gerne persönlich darüber reden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die gibt es doch!
Schon bei der Einführung der Fristenlösung im Strafgesetzbuch 1975, Frau Kollegin, wurde von Bruno Kreisky die Forderung erhoben – vielleicht kennen Sie diese Forderung noch –, begleitende Rahmenbedingungen zu schaffen; das wurde aber bis heute nicht umgesetzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Die gibt es doch!)
Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung!
Es gibt keine ausreichende Information für Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung!), die Hilfe brauchen in einer oft unerwünschten Schwangerschaft. Bis heute sind es ausschließlich Ärzte, die eben auf Abtreibung spezialisiert sind, die Beratungen durchführen – und das kann’s ja wohl nicht sein. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ärzte, die wirtschaftliches Interesse daran haben, Abtreibungen durchzuführen, können doch nicht Frauen beraten! Das ist sicher der falsche Weg. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Ärzte leisten einen Eid! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es gibt keine ausreichende Information für Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung!), die Hilfe brauchen in einer oft unerwünschten Schwangerschaft. Bis heute sind es ausschließlich Ärzte, die eben auf Abtreibung spezialisiert sind, die Beratungen durchführen – und das kann’s ja wohl nicht sein. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ärzte, die wirtschaftliches Interesse daran haben, Abtreibungen durchzuführen, können doch nicht Frauen beraten! Das ist sicher der falsche Weg. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Ärzte leisten einen Eid! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Ärzte leisten einen Eid! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!
Es gibt keine ausreichende Information für Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung!), die Hilfe brauchen in einer oft unerwünschten Schwangerschaft. Bis heute sind es ausschließlich Ärzte, die eben auf Abtreibung spezialisiert sind, die Beratungen durchführen – und das kann’s ja wohl nicht sein. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ärzte, die wirtschaftliches Interesse daran haben, Abtreibungen durchzuführen, können doch nicht Frauen beraten! Das ist sicher der falsche Weg. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Ärzte leisten einen Eid! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Noch ein anderer Gedanke, der sehr interessant ist: Die Grünen setzen sich ja für alle möglichen Bereiche sehr ein oder geben vor, sich einzusetzen: für Tierschutz, für Klimaschutz. Wofür sie sich aber wirklich einsetzen, das sind die Homosexuellen und die Asylanten, also Randgruppen dieser Gesellschaft. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Ich hoffe nur, dass auch die Grünen sehr bald zu einer Randgruppe in dieser Gesellschaft verkommen werden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die FPÖ ist auch eine Randgruppe!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die FPÖ ist auch eine Randgruppe!
Noch ein anderer Gedanke, der sehr interessant ist: Die Grünen setzen sich ja für alle möglichen Bereiche sehr ein oder geben vor, sich einzusetzen: für Tierschutz, für Klimaschutz. Wofür sie sich aber wirklich einsetzen, das sind die Homosexuellen und die Asylanten, also Randgruppen dieser Gesellschaft. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Ich hoffe nur, dass auch die Grünen sehr bald zu einer Randgruppe in dieser Gesellschaft verkommen werden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die FPÖ ist auch eine Randgruppe!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber dann verschließen Sie nicht die Augen vor der Realität! Machen Sie die Augen nicht zu!
Wir Freiheitlichen lassen uns nicht unterstellen, dass Frau Rosenkranz oder andere Freiheitliche ein Negativszenario zeichnen wollen. Wir wollen natürlich auf die Gefahren hinweisen, aber doch eine positive Entwicklung bewirken. Das, was Sie hier bieten, ist ein wirklich trauriges Schauspiel und hat nichts damit zu tun, dass wir als Politiker Verantwortung für dieses Österreich übernehmen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber dann verschließen Sie nicht die Augen vor der Realität! Machen Sie die Augen nicht zu!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Wahnsinn!
Dem stelle ich gegenüber: Angesichts der hohen Zahl der Jahr für Jahr getöteten Embryonen kann langfristig der Erhalt unserer heimischen Bevölkerung nicht gewährleistet werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Wahnsinn!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Ich glaube, dass wir hier im Hohen Haus in nächster Zeit sehr dringenden Bedarf haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), über das Thema Abtreibung und über echte Familienpolitik zu reden – und nicht das, was Sie hier aufführen!
Beifall bei der FPÖ.
Gott sei Dank gibt es die Freiheitliche Partei, die ein Garant für die Familien und für die Zukunft dieses Landes ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was tue ich?
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Zunächst eine Feststellung zur Kollegin Heinisch-Hosek: Sie wollen doch eine gute Sozialpolitikerin sein, dann hören Sie doch auf, billige Neidkomplexe zu schüren! (Abg. Heinisch-Hosek: Was tue ich?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: FLAF!
Die Bauern zahlen genauso wie jeder andere 7,5 Prozent Krankenversicherungsbeitrag, die Pensionisten 4,85 Prozent KV-Beitrag. Wir haben Selbstbehalte in Form von Kostenanteilen. Wir haben alle Normen und Regelmechanismen in unserem System beinhaltet. Und wenn Sie uns heute hier vielleicht einen höheren Staatszuschuss vorhalten, dann denken Sie daran, dass wir einen starken Strukturprozess haben, den wir gemeinsam finanzieren sollten. Sie werden doch nicht haben wollen, dass die Bauern letztlich in die Armut fallen. Das kann doch nicht Ihre Politik sein! Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Ministerin, die macht eine tolle Politik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: FLAF!)
Beifall bei der ÖVP.
der Tarifsysteme bei den Sozialversicherungen – nicht als Programm ab sofort, sondern als visionäres Projekt – das Wort zu reden. Wir werden Sie dabei, so, wie bei Ihrer Politik insgesamt, natürlich gerne unterstützen, weil Sie sehr gute Ansätze für eine vernünftige Entwicklung haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher werden wir aus den genannten Gründen dieses Thema auch nicht verfolgen – auch deshalb nicht, weil im Regierungsübereinkommen das auch nicht als Vorgabe vorgesehen ist. Daher werden sich die Sozialdemokraten sicher ganz stark dafür einsetzen, dass es weniger Selbstbehalte gibt, dass es eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems geben kann und dass es eine bessere Versorgung gibt. Ich denke, dass das vorliegende Doppelbudget doch gute Beiträge in diese Richtung leistet. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Kaipel.
oder Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage?! Da würden wir den Mittelstand doch nur noch mehr schröpfen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Kaipel.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich denke, das Kinderbetreuungsgeld im Großen und Ganzen ist ein Erfolgsmodell. Wir sollten immer wieder daran denken, wenn wir unsere ganzen Forderungen zur Änderung und zur Verbesserung und zur Neuerung des Kinderbetreuungsgeldes formulieren, dass das Kind im Mittelpunkt steht! Wir von der ÖVP stehen dazu, denn wir sind die Familienpartei. Wir haben es gezeigt und wir werden es weiter zeigen, wenn wir eine Steuerreform machen, wie wir die Familien dabei entlasten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Klement, zuallerletzt: Bei der Fristenlösung mögen sich die Geister auch hier scheiden, aber: Was für uns nicht in Frage kommt, ist eine Kriminalisierung und damit Frauen wieder in die Illegalität und in den Untergrund zu drängen und dadurch wieder viel Leid hervorzurufen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Abschließend ist zu sagen: Ein solides Budget für eine solide Gesundheitspolitik – dafür steht die Österreichische Volkspartei und dafür steht auch diese Koalition. – Herzlichen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Selbstbehalte!
Ich glaube, da wäre es sinnvoller, sich noch einmal zusammenzusetzen und über andere verteilungspolitische Maßnahmen, wie eben die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage, zu reden, aber auch – warum nicht? – die Rücklagen der Beamtenversicherung ins Auge zu fassen, denn da gibt es Geld genug, das für dieses System verwendet werden kann. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Selbstbehalte!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Höllerer dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesministerin Dr. Kdolsky die Hand.
In dem Sinne meine ich, dass unsere Frau Bundesministerin sehr modern und fortschrittlich denkt und vor allem als Gesundheitsökonomin das hohe Einsparungspotential erkennt und eine wirtschaftliche Gestaltung unseres Gesundheitssystems in Angriff nimmt und dabei gleichzeitig auch die Qualitätsstandards für unsere Patienten noch zu erhöhen gedenkt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Höllerer dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesministerin Dr. Kdolsky die Hand.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Frau Bundesministerin Kdolsky, erlauben Sie mir eine persönliche Bemerkung am Beginn: Ich weiß zwar nicht, wie meine ganze Fraktion und die anderen Mitglieder meiner Fraktion darüber denken, aber ich habe kein Problem, wenn Sie Kondome verteilen und sich damit für eine Sache einsetzen. Ich habe auch kein Problem, wenn Sie eine Tanzeinlage im Sinne einer guten Sache abliefern. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Sieber: Es war aber auch nicht alles schlecht!
weisen müssen. So ist es nicht, dass alles gut war, was da immer wieder gesagt wurde. (Abg. Sieber: Es war aber auch nicht alles schlecht!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist mir ein Bedürfnis, das einmal deutlich auszusprechen. Versprochen: weniger neue Schulden – Tatsache: neue Schulden. Das sollte man einmal festhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Man könnte das zusammenfassen mit einem Satz, und ich will das auch tun: Nach Haupt, Haubner und dem Grasser, überall gibt’s eine leere Kassa. – Viel Erfolg beim Sanieren, Frau Familienministerin! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin sehr froh darüber, dass unser Finanzminister Willi Molterer und unsere Familienministerin Andrea Kdolsky für diese Institutionen auch weiterhin Mittel im vorliegenden Doppelbudget zur Verfügung stellen, und ich darf mich herzlich dafür bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einen kurzen Gedanken zu einer mir persönlich sehr wichtigen Frage von reproduktiver und sexueller Gesundheit, nämlich der Frage von weiblicher Genitalverstümmelung, auch ein österreichisches wie internationales Thema, wo es viele Fortschritte gibt, die wirklich bemerkenswert sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir es schaffen, als Österreichische Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium da auch etwas zu initiieren. Wir wissen aus einer Befragung des medizinischen Personals aus dem Jahre 2005, dass da ein großer Informationsbedarf besteht. Vielleicht können wir da gemeinsam helfen, Information zu geben, zu Courage aufzurufen, auch Ärzte und Ärztinnen, Hebammen und KinderärztInnen und GynäkologInnen zu empowern und damit zu helfen, vielen Mädchen hier und auch international diese furchtbare Menschenrechtsverletzung zu ersparen. Das ist wirklich sehr gut investiertes Geld. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Prähauser.
Abgeordneter Thomas Einwallner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Dieses Budget ist Basis für eine gute Jugendpolitik in den nächsten zwei Jahren, und das muss man hier einmal festhalten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Prähauser.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Meine wenigen Damen und Herren von der grünen Fraktion hier: Beenden Sie Ihre Märchengeschichte von der Jugendlichkeit der Grünen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Die alt ausschaut!
Warum? – Sie von den Grünen sind die einzige Fraktion hier im Hohen Haus (Ruf bei der ÖVP: Die alt ausschaut!), die keinen Abgeordneten unter 30 Jahren stellt. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich schließe daraus, dass Sie den Jugendlichen am wenigsten zutrauen, meine Damen und Herren von den Grünen – denn sonst hätten Sie welche hier sitzen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits sowie Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum? – Sie von den Grünen sind die einzige Fraktion hier im Hohen Haus (Ruf bei der ÖVP: Die alt ausschaut!), die keinen Abgeordneten unter 30 Jahren stellt. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich schließe daraus, dass Sie den Jugendlichen am wenigsten zutrauen, meine Damen und Herren von den Grünen – denn sonst hätten Sie welche hier sitzen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits sowie Gegenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits sowie Gegenrufe bei der ÖVP.
Warum? – Sie von den Grünen sind die einzige Fraktion hier im Hohen Haus (Ruf bei der ÖVP: Die alt ausschaut!), die keinen Abgeordneten unter 30 Jahren stellt. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich schließe daraus, dass Sie den Jugendlichen am wenigsten zutrauen, meine Damen und Herren von den Grünen – denn sonst hätten Sie welche hier sitzen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits sowie Gegenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stoisits: Das ist der Punkt!
Aber ich weiß, dass Jugendlichkeit nicht nur mit jung im Alter zu tun hat, sondern auch mit jung im Denken. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist der Punkt!) Aber auch das vermisse
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits.
ich bei Ihnen! Das muss einmal festgehalten werden. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch noch zu einem kleinen, mir zu wenig beachteten Teil im Budget Stellung nehmen, nämlich zu den Schüler- und Lehrlingsfreifahrten sowie zur Schulbuchaktion: 750 000 Millionen € für die Freifahrt und 200 Millionen € für die Schulbuchaktion! – Danke dem Herrn Finanzminister, danke der Frau Ministerin für weiteres Geld für die Ausbildung der jungen Menschen! – Danke. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit dem Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen können wir Frauen wieder in die Vollbeschäftigung holen. Das ist nicht nur aus der Sicht der Betroffenen sehr wünschenswert und positiv, sondern hat auch aus volkswirtschaftlicher Sicht große Vorteile, denn das Sozialsystem profitiert schließlich und endlich von einer höheren Frauenbeschäftigung, und die Leistungen und die Fähigkeiten der Frauen gehen nicht verloren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Versicherung, die gut wirtschaftet. Die Beamten zahlen einen Selbstbehalt – und darum schaut die finanzielle Situation dort etwas anders aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister, alles Gute für Ihre Vorhaben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, an und für sich ist es sehr gut, dass es Prävention gibt. Ich glaube nur, Sie müssen mehr mit den jungen Menschen reden, sie in Entscheidungen, Aktionen und Kampagnen einbinden, und dann werden wir einen guten Weg finden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Anmerkung von Kollegin Rudas von vorhin noch Folgendes: Für Jugendliche Veranstaltungen zu machen, ist richtig, dass man sich an die Gesetze hält, auch – und vielleicht auch, dass man sich ein bisschen bildet: Es gibt auch alkoholfreie Cocktails! – Vielleicht kann man das in den Wortschatz mit einbauen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“
Es ist uns allen ein großes Anliegen – ich habe schon gemerkt, Frau Bundesministerin, es ist auch Ihnen ein großes Anliegen –, besonders bei den Kindern und Jugendlichen anzusetzen. Ich finde es vor allem auch wichtig, gerade in sehr frühem Alter Kinder zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung zu erziehen, denn das, was man sozusagen Hans ... – nein ... (Rufe bei der ÖVP: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“) – Danke! Genau: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ Und was Gretchen nicht lernt, kann Grete auch nicht. Und daher ist es wichtig, dass Kinder schon im frühen Alter zur richtigen Ernährung und zu täglicher gesunder Bewegung erzogen werden, sodass sie später auch wirklich Spaß an der Bewegung haben, dabei bleiben und so ein gesünderes Leben führen.
Beifall bei der SPÖ.
Letzter Satz, Frau Bundesministerin Kdolsky – eine Bemerkung sei mir erlaubt –: Sie verteilen Kondome in Schulen, und wir von der SPÖ haben diese grundsätzliche Idee auch unterstützt. Wir finden auch, dass das prinzipiell gescheit ist, dass man Jugendliche aufklärt und anhält dazu – wobei es immer sehr sensibel ist, im Umfeld von Schule oder in der Schule Aktionen zu setzen. Aber meine Frage an Sie: Warum unterstützen Sie nicht Frau Bundesministerin Bures, wenn sie für leistbare Verhütung eintritt, sondern kritisieren das als mühsam? – Frau Bundesministerin, von Frau zu Frau: Das wäre fair, und dafür würde ich plädieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Elternbildung zahlt sich aus für eine gestärkte Zukunft unserer Gesellschaft, die auch weiterhin auf die Resonanz dieser Regierung setzt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Dieses Gespenst der Zwei-Klassen-Medizin, das es noch vor einigen Monaten vom Bodensee bis zum Neusiedlersee gegeben hat, dieses Gespenst muss irgendwo untergetaucht sein oder vielleicht auch untergegangen sein (Beifall bei der ÖVP), denn solange die ÖVP das Sagen hat, meine Damen und Herren, wird es diese Zwei-Klassen-Medizin nicht geben! Solange wir Verantwortung in diesem Land tragen, wird es dazu nicht kommen! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jawohl!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jawohl!
Dieses Gespenst der Zwei-Klassen-Medizin, das es noch vor einigen Monaten vom Bodensee bis zum Neusiedlersee gegeben hat, dieses Gespenst muss irgendwo untergetaucht sein oder vielleicht auch untergegangen sein (Beifall bei der ÖVP), denn solange die ÖVP das Sagen hat, meine Damen und Herren, wird es diese Zwei-Klassen-Medizin nicht geben! Solange wir Verantwortung in diesem Land tragen, wird es dazu nicht kommen! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jawohl!)
Abg. Riepl: Na ja!
Klar ist, geschätzte Damen und Herren: Wir haben viel zu tun. Wir können gut auf der Arbeit unserer Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat aufbauen. Sie hat die Weichen gestellt – europaweit – für einen kostenlosen Gesundheitscheck (Abg. Riepl: Na ja!) – seien Sie stolz darauf, dass es so ist in Österreich –, für die Voruntersuchung-neu und – was mir ganz besonders am Herzen liegt – für die Frauengesundheit, die Männergesundheit und für einen Ausbau der geschlechtssensiblen Medizin speziell für Frauen. Seien wir stolz darauf, dass wir Vorreiter waren in der Europäischen Union!
Beifall bei der ÖVP.
Das Highlight in dieser Europäischen Union – belächelt, beschimpft, nicht ernst genommen –: die Einführung der e-card. Heute nicht mehr wegzudenken. Jede Österreicherin/jeder Österreicher geht ganz locker mit der e-card zum Arzt und braucht nicht mehr diesen bürokratischen Kram. – Gratulation, liebe Maria Rauch-Kallat! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen aber auch ein Mehr an privatwirtschaftlichem Know-how, meine sehr geehrten Damen und Herren, so wie es die Managerin der Landeskliniken-Holding in Niederösterreich vorgezeigt hat. Diese Managerin sitzt als Gesundheitsministerin der Republik Österreich heute hier oben, und sie wird es auch auf Bundesebene schaffen, dass wir mehr Effizienz, mehr Kraft in die Medizin für die Bürgerinnen und Bürger bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vordergrund zu stellen und nicht das Negative. Wenn wir Österreicher wollen, dass unsere Kinder stolze Österreicher werden, dann müssen wir das Positive und nicht das Negative dieser Republik in den Vordergrund stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben aber auch die Pflicht, unsere Jugend aufzuklären über die negativen Folgen des Missbrauchs von Alkohol, Drogen und Nikotin. Wir haben aber auch die Pflicht, unsere Jugend zu schützen vor Kindesmissbrauch, vor Sexualtätern und vor Drogendealern. Da darf es kein Pardon geben, da müssen wir sogar für verstärkte Strafen eintreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn heute von einer Kollegin hier die traditionelle Familienform als „verstaubt“ bezeichnet wurde, so sage ich: Die traditionelle Familienform ist für die ÖVP nicht verstaubt; diese steht im Mittelpunkt der Förderung. Es gibt kein besseres System als die traditionelle Familie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber etwas möchte ich noch zu den Menschen sagen, die mit anderen Talenten auf die Welt gekommen sind: Es ist nicht unser Recht, diese Menschen in das Abseits der Gesellschaft zu stellen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen Ministerinnen! Ich möchte meine Ausführungen beginnen mit einem Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums, des jetzigen Ministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten, denn ich denke, sie haben in den letzten Jahren, vor allem seit wir das letzte Budget beschlossen haben, viel geleistet, auch in schwierigen Situationen. Ich erinnere an Zeiten der Visa-Affäre und Ähnliches, in denen sie unter ziemlichem Druck gestanden sind – manche auch zu Recht abgezogen wurden, aber nur einige wenige. Vor allem angesichts der Personalkürzungen in den letzten Jahren, die auch nur zum Teil gestoppt werden konnten, möchte ich von Seiten der Grünen den Dank aussprechen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem.)
Beifall bei den Grünen.
In einem Punkt sind wir uns anscheinend tatsächlich alle einig, nämlich dass Gesetze der Vereinigten Staaten, wie der Iran Sanctions Act oder auch der Helms-Burton Act gegenüber Kuba, in der Europäischen Union keine Rechtswirkung haben und hier nicht angewendet werden sollen, weder durch eine BAWAG noch durch irgendjemanden anderen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein, nein!
Botschafter Schweisgut etwas kritisiert – was ich schon durchaus problematisch gefunden habe. (Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein, nein!) Aber bezüglich der Frage, die er aufgeworfen hat, dass man nämlich durchaus überlegen könnte, die bilateralen Botschaften in der EU abzuschaffen, würde mich interessieren, was Sie dazu meinen. Denn da wird von einigen die Frage gestellt, ob diese denn in Zeiten der Europäischen Union wirklich noch Sinn machen.
Abg. Dr. Schüssel: Schauen Sie in das Budget 07/08!
Frau Ministerin, ich denke, diese Kritik wird auch weiterhin kommen, so lange, bis es so etwas wie einen Stufenplan und konkrete Vorstellungen gibt, wie das zu erreichen ist. (Abg. Dr. Schüssel: Schauen Sie in das Budget 07/08!) Entschuldungen allein sind einfach zu wenig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich denke, diese Kritik wird auch weiterhin kommen, so lange, bis es so etwas wie einen Stufenplan und konkrete Vorstellungen gibt, wie das zu erreichen ist. (Abg. Dr. Schüssel: Schauen Sie in das Budget 07/08!) Entschuldungen allein sind einfach zu wenig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweiter Bereich: Gratulation zum Budget. 50 Dienstposten, die Hälfte Österreicher, die Hälfte sur place für Visa-Angelegenheiten. Das bringt mehr Sicherheit, mehr Kundennähe – absolut in Ordnung. Sie haben hier gut verhandelt. Sie haben praktisch das Präsidentschaftsbudget hinüber gerettet in die normale Wirklichkeit. (Beifall bei der ÖVP.) – Applaus kostet Zeit.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es sei als Appell, und zwar gut gemeinter Appell, hier erwähnt – alle Betroffenen wissen ohnehin, worum es geht: Budget in Ordnung, die Außenpolitik und Europapolitik Österreichs wohl auch. – Ich gratuliere und wünsche gute Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Schüssel hat schon angekündigt, dass die neue EU-Verfassung jetzt in Diskussion steht und dass es notwendig sein wird, dass wir auch aus österreichischer Sicht, auch von österreichischer Seite hier ein Konzept entwickeln. Wir müssen uns im Klaren sein darüber, dass der von diesem Parlament ratifizierte Vertragsentwurf nicht in Geltung treten wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Wichtigste für uns ist aber – weil dieser neue Ratifizierungsvorgang beginnt –, dass man klar ankündigt, dass es nach einem neuen Verfassungsvertragsentwurf – wie auch immer er zustande kommt – eine Volksabstimmung auf österreichischer nationaler Ebene geben wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Schüssel: Keine Verlegenheit!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie haben ja in der Verlegenheit, zu wissen, dass ein Großteil der österreichischen Bevölkerung gegen einen Beitritt der Türkei ist, in Ihr Regierungsprogramm sozusagen eine „Verlegenheitsklausel“ hineingenommen, die besagt, dass es, wenn die Türkei einmal beigetreten sein wird, selbstverständlich in Österreich eine Volksabstimmung darüber geben wird. (Abg. Dr. Schüssel: Keine Verlegenheit!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das hat dieselbe Qualität, wie wenn Sie in Ihr Regierungsprogramm hineingeschrieben hätten: Am 1. Mai 2010 wird die Sonne lachen! (Beifall bei der FPÖ.) Das ist genau dieselbe Ankündigung, die politisch nichts wert ist. Deshalb, meine Damen und Herren, wollen wir Freiheitlichen, dass man jetzt die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beendet.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erlauben Sie mir noch eine kleine Anmerkung zur Europäischen Politik überhaupt. Dadurch, dass der Verfassungsvertragsentwurf gescheitert ist, ist nach unserer Auffassung die Notwendigkeit gegeben, dass sich die Europäische Politik grundlegend ändert. Die Europäische Politik muss klar zum Ausdruck bringen, dass sie die Interessen der Bürger der Mitgliedstaaten vertritt – und nicht die Interessen irgendwelcher Wirtschaftslobbys, irgendwelcher Großfirmen, und nicht die Interessen irgendwelcher Großmächte, die irgendwo auf diesem Kontinent Kriege führen im Sinne von wirtschaftlichen Interessen. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Die Europäische Union muss klarmachen, dass sie für einen endgültigen Stopp der Massenzuwanderung ist. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Entwicklungszusammenarbeit und die Entwicklungshilfe, die in den letzten Jahrzehnten geleistet worden ist, erfolgten im Wesentlichen auch unter dem Ziel, dass man dort – vor allem in den afrikanischen Staaten – Verhältnisse schafft, die es den Menschen dort ermöglichen sollen, wirtschaftlich und menschenwürdig zu leben. Aber genau dieses Ziel wurde in den letzten Jahrzehnten durch die gesamten Mechanismen der Entwicklungspolitik nicht erreicht, sonst könnte es nicht sein, dass Hunderte von Flüchtlingen in den Sommermonaten beinahe täglich an den Küsten Europas stranden, um den Versuch zu machen, illegal in das Gebiet der Europäischen Union einzutreten. Deshalb sind wir der Ansicht, dass diese Entwicklungspolitik gerade in Bezug auf den afrikanischen Kontinent vollkommen neu geordnet werden muss, weil wir erkennen müssen, dass die Entwicklungspolitik in den letzten Jahrzehnten gescheitert ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, deshalb sind wir Freiheitlichen der Ansicht, dass es in Bezug auf die Entwicklungszusammenarbeit, Frau Kollegin Lunacek, nicht darauf ankommt, wie viel Geld man bezahlt, sondern darauf, welche Verhältnisse dort herrschen und wie dieses Geld von der dort ansässigen Bevölkerung eingesetzt werden kann (Beifall bei der FPÖ), dass nicht unter einer falschen Zielsetzung und
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wir sollten aber auch unsere Teilnahme an internationalen Konflikten und deren Bereinigung immer wieder neu überlegen und neu beurteilen. Es muss aus unserer Sicht klar sein, dass die Republik Österreich sich nicht an internationalen Kriegen beteiligt, die vor allem von den Vereinigten Staaten von Amerika vom Zaun gebrochen worden sind. (Beifall bei der FPÖ.) Es handelt sich dabei vor allem um den Krieg im Irak, aber auch um den Krieg in Afghanistan. Wir müssen diese Beteiligungen und auch dieses Engagement in diese Richtung nach unserer Auffassung immer wieder überprüfen und klar erkennen, wo österreichische Interessen sind und wo sie es nicht sind.
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne: Meine Damen und Herren, wir Freiheitlichen werden die Europäische Politik, aber auch die Außenpolitik dieser neuen großen Koalition auch weiterhin kritisch begleiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Schüssel.
Zweitens. Wir sollten unsere Politik auch an bestimmten Grundsätzen orientieren. Der eine ist natürlich, dass die Außenpolitik den Interessen Österreichs beziehungsweise den Interessen der Menschen in Österreich zu dienen hat. Der andere ist, dass sie bestimmten Prinzipien folgt, nämlich Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte sowie wirtschaftlichen und sozialen Ausgleich zu unterstützen. Warum das? – Weil das Voraussetzungen dafür sind, friedliches Zusammenleben in den Gesellschaften in unserer Nachbarschaft oder generell auf der Welt und zwischen den Gesellschaften zu gewährleisten. Und dazu sollten wir in unserem eigenen Interesse einen Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Schüssel.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei dem, worum es jetzt geht, ist mit großer Flexibilität, die wir auch bisher in diesen Fragen bewiesen haben, darauf zu achten, dass die wesentlichen Grundprinzipien zum Tragen kommen, nämlich Stärkung der Rechte der Bürgerinnen und Bürger, Grundrechtscharta, Stärkung der Rechte der Bürgerinnen und Bürger, auch was die Stärkung des Europäischen Parlaments betrifft, aber auch zugleich Handlungsfähigkeit der Europäischen Union durch Beibehaltung oder allenfalls Erweiterung von Mehrheitsentscheidungsmöglichkeiten, insbesondere dort, wo nicht nur der Rat, sondern auch das Parlament zu entscheiden hat, sodass eine demokratische Legitimität der Entscheidungen gewährleistet ist. Dafür sollten wir uns einsetzen, und dafür wünschen wir Ihnen auch Erfolg. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Soll ich oder nicht? Ich richte mich da durchaus nach der Frage, ob wir die Redezeit ausnutzen sollen. – Meine Damen und Herren! Frau Außenministerin, das Budget beim Außenamt ist ja nur das Korsett. Wie in kaum einem anderen Ressort ist die Politik, die dahintersteht, das eigentlich Essentielle.
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei der Außenpolitik sollte man doch versuchen, einen nationalen Konsens herbeizuführen, bei allen Differenzen im Inneren. Man sollte danach trachten – auch der österreichische Nationalrat –, dass man nach außen mit einer Sprache spricht. Deshalb werden wir auch als Signal diesem Budgetkapitel unsere Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit beim BZÖ.
Union sind. Wir haben in den letzten sieben Jahren von der damaligen Opposition auch oft gehört, was denn alles an Bedeutung stärker sein würde, wenn eine andere Regierung am Werk wäre. Wir sehen jetzt, dass sich da nichts geändert hat, sondern im Gegenteil: dass unter früheren Bundeskanzlern die Wertigkeit Österreichs eine größere gewesen ist. Denn: Auch wenn man mit einem Kommissionspräsidenten Wein trinkt, heißt das noch lange nicht, dass man dann gleich zu allen Gipfelgesprächen eingeladen wird. (Heiterkeit beim BZÖ.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Ich sehe das durchaus auch kritisch und sage das hier jetzt auch im Sinne eines einheitlichen Auftretens. So kann es in der Europäischen Union nämlich auch nicht gehen, dass sich da plötzlich kleine Zirkel bilden, in welchen man über wichtige Fragen, etwa die der Europäischen Verfassung oder die der Umweltpolitik, diskutiert, und dass andere Länder aus welchen Gründen auch immer draußen zu stehen und darauf zu warten haben, was die wenigen unter sich ausgemacht haben. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist sicherlich Zukunftsmusik, aber das wäre eine interessante Variante, auch von Österreich vertreten, dass man zeigt, dass wir vorausdenken und nicht versuchen, da in kleinen Zirkeln an etwas herumzudoktern, was nicht mehr reparierbar ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend sei noch einmal gesagt: Wir bekennen uns dazu, den nationalen Konsens in der Außenpolitik zu suchen. Das kann keine Einbahnstraße sein, und ich hoffe hier auf eine zweiseitige oder mehrseitige Kooperation. Ich glaube, dass der österreichische Nationalrat das Seine dazu beigetragen hat. Wir müssen der österreichischen Politik in der Europäischen Union entsprechend zum Durchbruch verhelfen, wissend, dass wir zwar begrenzte Möglichkeiten haben, aber offensiv und mit Mut und Durchsetzungskraft zumindest versuchen, österreichische Positionen auch in der Europäischen Union durchzusetzen. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Ursula Plassnik: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Für die Damen und Herren, die heute als Besucher im Parlament sind: Das Außenministerium, jetzt Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, ist das kleinste Ressort, das kleinste Ministerium. Wir sind aber ein spannendes Ministerium: Wir haben 1 261 Mitarbeiter an 107 Standorten in der Welt. Die zu vernetzen, hier ein Optimum für Österreich zu erreichen, für die Durchsetzung österreichischer Standpunkte, für die Beiträge, die wir auch zur Friedensentwicklungsarbeit global und durch die Europäische Union und mit der Europäischen Union leisten, ist eine enorme Herausforderung. Ich freue mich jeden Tag, das mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tun zu können, und ich möchte ihnen auch an dieser Stelle ganz herzlich danken – sie leisten tolle Arbeit! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Das trifft auch für den heiklen Bereich der Visa zu. Und ich möchte die Gelegenheit nützen, festzuhalten – es wurde ja darauf hingewiesen, dass das immer wieder eine besonders schwierige Situation ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Hauses –, dass es zur Zurücklegung der vier so genannten Edelmayr-Anzeigen gekommen ist, die gegen Frau Bundesministerin Ferrero-Waldner, jetzt EU-Kommissarin für Außenangelegenheiten, gegen Botschafter Loibl, gegen Botschafter Porias und Botschafter Ortner erhoben wurden. Diese Strafanzeigen sind jetzt zurückgelegt, und ich möchte das hier erwähnen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Thema Balkan wurde bereits erwähnt. Ich bin überzeugt davon, dass das Thema Südosteuropa, speziell der Balkan, für jeden österreichischen Außenminister, für jede österreichische Außenministerin ganz einfach ein prioritäres Thema sein muss. Es ist ein Sicherheitsthema, es ist ein Thema der wirtschaftlichen Entwicklung. Die kleinen Tiger-Staaten dort, wie man sie schon nennt, sind für uns, für unsere Arbeitsplätze, aber auch für unseren Wohlstand ganz wichtige Elemente. Und – und das ist das Wichtigste –: Wir haben enorm viele menschliche Verbindungslinien, wir haben hier auch von der Zivilgesellschaft große Unterstützung in vielen Projekten, die laufen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich glaube, dieses Projekt dient zwei Zielen: Das eine ist die Erhöhung der Sicherheit im Bereich Visa-Erteilung für uns, für die Europäer, und auf der anderen Seite dem Ziel, die Türen für diejenigen aus Moldawien, die dazu berechtigt sind, zu öffnen. Auch sie sind Teil der europäischen Familie. Wir sollten und dürfen das nicht vergessen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und des BZÖ.
Keinen Zweifel gibt es aber auch daran, dass wir nicht der 51. Bundesstaat der USA sind, dass wir nicht Recht anwenden, das nicht das unsere ist. Das ist eine sehr klare Position, und auch das ist eine Position der Europäischen Union. Mein Haus – es wurde angesprochen im Zusammenhang mit dem Thema BAWAG – ist dafür zuständig, in Österreich die Umsetzung dieser Verordnung der Europäischen Union zu gewährleisten. Ich habe daher selbstverständlich die notwendigen Schritte ergriffen und habe mich mit der BAWAG in Verbindung gesetzt, sobald Verdachtsmomente aufgetaucht sind, und ich habe sehr konkrete, sehr spezifische Fragen gestellt. Hier ist ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet worden, ganz genau so, wie es vom Gesetz her vorgeschrieben worden ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und des BZÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Lassen Sie mich auch einen Punkt klarstellen: Wir haben es dem Iran gegenüber nie an klaren Botschaften, zum Thema Menschenrechte etwa, mangeln lassen. Wir haben uns nicht in jedem Fall, aber in sehr vielen Einzelfällen eingesetzt; das wissen Sie hier im Hohen Haus auch. Wir haben auch mit aller Klarheit die empörenden und unakzeptablen Äußerungen zurückgewiesen, die der iranische Präsident Ahmadinedschad etwa zum Thema Holocaust, etwa zum Thema Existenzrecht Israels getätigt hat. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
am Ende der deutschen Präsidentschaft den entscheidenden Schritt weiterkommen im zweiten Halbjahr dieses Jahres. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, erstens möchte ich Ihnen einmal herzlich gratulieren für die Courage, die Sie beweisen, Ihre Courage in der ganzen Diskussion um die Causa Kuba – BAWAG – USA, wo Sie eine ganz eindeutige und klare Stellungnahme bezogen haben, wo Sie sich sofort, als das Thema bekannt geworden ist, mit dem Generaldirektor der BAWAG in Verbindung gesetzt und eindeutig die europäische rechtliche Situation und auch die österreichische Sicht vertreten haben, nämlich, dass in Europa europäisches Recht und in Österreich österreichisches Recht gilt – und nicht amerikanisches! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Ich war tatsächlich beunruhigt, weil von Ihrem Ministerium keine öffentliche Stellungnahme gekommen ist, wie es das Ministerium mit der Umsetzung der EU-Verordnung 2271 hält, die sehr klar regelt, wie mit derartigen Pressionen umzugehen ist. Ich habe mir dann sagen lassen, das ist immer üblich für Ihr Ressort. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Plassnik.
Gut. Wir haben nur ein Problem, Frau Bundesministerin! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Plassnik.) – Nein. Das ist auch okay. Wir haben nur ein Problem, und das will ich Ihnen jetzt ganz kurz schildern. Ich kann es mir ersparen, die Vorgeschichte noch einmal zu erzählen, die darin besteht, dass der Generaldirektor der BAWAG sagt, er musste so handeln, weil er entsprechend dem Office of Foreign Assets Control diese Auflagen erfüllen musste.
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Dann buchstabiert er quasi zurück, und dann sagt er wieder, wir bemühen uns um die Ausnahmegenehmigung. Das zeigt – jetzt könnte ich noch einfügen, auch der Herr Androsch empfiehlt das der BAWAG jetzt –, dass alle diese Herren noch immer nicht dort angekommen sind, wo wir uns eigentlich aufhalten und diskutieren müssten: dass selbstverständlich und Gott sei Dank – muss ich sagen – eine EU-Verordnung sehr klar den Weg regelt, den jedes österreichische Unternehmen zu gehen hat, das mit entsprechenden Interventionen, Vorschriften, Gesetzesbeschlüssen von amerikanischer Seite konfrontiert ist. Jedes österreichische Unternehmen und jede österreichische Person muss zur Kommission gehen. Sie muss! Und das Außenministerium, was ich gut finde, hat zu verfolgen, wenn das nicht passiert. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Diesen Weg zur Kommission finde ich deshalb spannend, weil damit die Europäische Union die Verantwortung auch für das Unternehmen übernimmt. Das ist ein guter Weg, und den sollten wir nicht verlassen. Dazu gehört nicht Courage, sondern dazu gehört die Bereitschaft, österreichisches Recht einzuhalten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine kohärente – eine wirklich kohärente – Entwicklungspolitik ist ein ganz wichtiger Schlüssel dafür. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Meine Damen und Herren! Das ist aus meiner Sicht das offene Eingeständnis der Nachlässigkeit und der Gleichgültigkeit, die die österreichische Außenpolitik unseren Minderheiten außerhalb der Staatsgrenzen Österreichs entgegenbringt, denn Sie können doch nicht ernsthaft behaupten, dass 19 000 oder 20 000 € von einer besonderen Wertschätzung für diese Menschen zeugen. Das ist in Wirklichkeit ein Bettel, den Sie unseren Landsleuten als Brosamen vorwerfen und um den die dann auch noch projektbezogen ansuchen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der FPÖ.
Die steirischen Slowenen – das ist eine kleine Gruppe von einigen hundert Personen – erhalten immerhin 40 000 € an Förderung aus dem Bundeskanzleramt. Und welche Summe stellen Sie im Vergleich zur Verfügung? – 20 000 €! Da darf man sich wirklich nicht wundern, wenn sich die Vertreter unserer Minderheiten in den Nachfolgestaaten der k.u.k. Monarchie im Stich gelassen fühlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, diese Stellungnahme spricht Bände, und sie wirft kein gutes Licht auf Österreich und auf den Umgang mit unseren Minderheiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Die Budgets 2007 und 2008 haben im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit beinahe jenen Wert erreicht, den wir für 2010 anstreben, nämlich 0,51 Prozent des BIP. Ich glaube, das ist durchaus ein Erfolg, und ich gehe davon aus, dass wir auch im Jahr 2010 diesen Wert erreichen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Erreichen der finanziellen Ziele – die 0,51 Prozent – ist ein Bereich. Entwicklungszusammenarbeit ist aber gerade auch bei uns in der österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik mehr. Es geht um gerechte Handelsbedingungen, es geht um gute Regierungsführung, es geht um gute partnerschaftliche Beziehungen, und das ist das, was die österreichische Außen- und Entwicklungszusammenarbeitspolitik prinzipiell ausmacht. – In diesem Sinne danken wir der Frau Außenministerin für ihre Bemühungen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kurz eingehen möchte ich auch noch auf den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit: Das Budget wurde zwar ebenfalls leicht erhöht, aber es ist nach wie vor zu gering, um die Verpflichtungen wirklich einhalten zu können, die wir international und in der EU eingegangen sind. Ein konkreter Stufenplan zur Erreichung des vereinbarten Ziels bis 2015 fehlt. Diese geringe Anhebung des Bereichs Entwicklungszusammenarbeit ist aber auch auffällig, weil für die Verdoppelung der Repräsentationskosten auf 900 000 € für die Jahre 2007/2008 und auch für die Kosten der Umbenennung des Ressorts anscheinend doch ausreichend Mittel zur Verfügung gestanden sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Drittens: Sie haben für die Visa-Erteilung einen besonderen Ansatz für Finanzen und Personal: 50 Personen mehr, 25 davon sur place. Aber nicht nur mehr Finanzen und Personal, sondern auch neue Zusammenarbeitsmodelle zeichnen Sie im Visa-Engagement aus. Ich bedanke mich dafür und wünsche weiterhin viele Erfolge Ihrer Außenpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend, sehr geehrte Frau Bundesminister, darf ich Ihnen sagen, dass es mich wirklich sehr freut, dass Sie gestern in Moldawien eine gemeinsame Visa-Stelle eröffnet haben, und ich wünsche Ihnen im Übrigen für Ihre zukünftige Arbeit für unser Österreich viel Erfolg. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundesministerin, Sie haben heute schon gesagt, und ich habe es auch gelesen: Ihr Ziel ist es, das Außenministerium als Service-Stelle für Bürger und Wirtschaft noch weiter voranzubringen. Ich kann Sie dabei oder will Sie dabei nur unterstützen, weil ich denke, dieser Weg, den Sie da einschlagen, ist ein ganz, ganz richtiger, ebenso der Weg, den Sie auch gehen, nämlich der beharrliche Dialog in Menschenrechtsfragen. Das ist ein ganz wichtiger, ein ständig notwendiger Dialog, und man sieht das ja gerade jetzt wieder an Russland; Sie haben versprochen, das anzusprechen. Ich möchte auch sagen: Wir waren kürzlich in China und konnten dort von Regierungsmitgliedern erfahren, dass von Österreich auch in China – speziell von Ihnen, aber auch vom ehemaligen Bundeskanzler – die Menschenrechte sehr wohl angesprochen wurden, und dafür möchte ich mich als Menschenrechtssprecherin der Sozialdemokraten ganz herzlich bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Frau Ministerin, genau in diesem Bereich würde ich Sie bitten Lobbying zu betreiben, damit wir vielleicht einen Round Table durchführen können, bei dem wir diese Studie zur Grundlage nehmen, um die Unternehmen in Zukunft dafür zu sensibilisieren, welch wichtige Aufgabe auch sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Ausland im Interesse der Menschenrechte erfüllen könnten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Wo sind die Wurzeln der Menschen? – Es ist ja so, wenn man in einem Land geboren wird, speziell in einem Entwicklungsland, dass man nicht grundsätzlich das Bedürfnis hat, aus seinem eigenen Land fortzugehen; die Menschen werden aber oft dazu gezwungen. Tatsache ist, dass es eben viele Menschen gibt, die aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen, politischen und umweltpolitischen Gründen nicht mehr in ihrer Heimat verbleiben können. Ein Beispiel dazu: Die UNO schätzt zum Beispiel, dass es bis zum Jahr 2010 weltweit 50 Millionen Menschen geben wird, die ihr Land auf Grund veränderter Umweltbedingungen verlassen. Alle Beiträge und Maßnahmen, damit Menschen nicht flüchten und beim Verlassen ihrer Heimat ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, sind in jeder Form zu begrüßen und selbstverständlich zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend hoffe ich auf die eingerichtete Arbeitsgruppe im Finanzministerium, die bald einen Stufenplan wird vorlegen können, wie wir bis zum Jahr 2015 den auf Grund des EU-Beschlusses gewünschten Prozentsatz von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit erreichen können. – Danke für die Aufmerksamkeit. Ich wünsche einen schönen Abend. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Unterrichtsministerin! Die SPÖ erzählt uns jetzt seit einiger Zeit, dass die Bildungspolitik oder das Bildungsbudget der Kern der sozialdemokratischen Handschrift im Regierungsübereinkommen ist. Man kann ja versuchen, einmal näher zu beleuchten, ob das stimmt oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) – Genau! Kollege Broukal ist schon wieder aktiv in aller Früh. Er hat uns über mehrere Zeitungen erklärt, dass das Budget um 10 Prozent gestiegen wäre. (Abg. Broukal: Ich habe vom Uni-Budget geredet!) – Nein, nein, vom Bildungsbudget.
Abg. Broukal: Ich habe vom Uni-Budget geredet!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Unterrichtsministerin! Die SPÖ erzählt uns jetzt seit einiger Zeit, dass die Bildungspolitik oder das Bildungsbudget der Kern der sozialdemokratischen Handschrift im Regierungsübereinkommen ist. Man kann ja versuchen, einmal näher zu beleuchten, ob das stimmt oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) – Genau! Kollege Broukal ist schon wieder aktiv in aller Früh. Er hat uns über mehrere Zeitungen erklärt, dass das Budget um 10 Prozent gestiegen wäre. (Abg. Broukal: Ich habe vom Uni-Budget geredet!) – Nein, nein, vom Bildungsbudget.
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Donnerbauer.
600 Millionen € mehr wären das gewesen; de facto sagen das Finanzminister Molterer und die zuständige Ministerin auch. Es gibt jedoch nur ein Budget von 50 Millionen € an zusätzlichen, reell verfügbaren Möglichkeiten im Jahre 2007 und von 145 Millionen € im Jahre 2008. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Donnerbauer.) – Großer Applaus, ja wunderbar!
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Wenn man dann in den Stellenplan hineinschaut, dann sieht man: Da wird es relativ abenteuerlich, weil von den 400 AHS-Posten dort nur 150 enthalten sind. Mag sein, dass dann mehr kommt. Wir werden es wissen, wenn das nächste oder übernächste Schuljahr vorbei ist. Dann werden wir es sehen. Aber ich vermute ja, dass man den Stellenplan so angepasst hat, wie eigentlich die reale Entwicklung sein sollte. Das ist offenbar nicht der Fall. Und somit bestehen irgendwie Unklarheiten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) – Ob es passiert oder nicht, Kollege Niederwieser, werden wir ja sehen.
Abg. Mag. Hakl: Das braucht aber bessere Schulen!
Nur eines soll es nicht werden ... (Abg. Mag. Hakl: Das braucht aber bessere Schulen!) – Es braucht bessere Schulen, genau. Sagen Sie das Frau Kollegin Gehrer, wenn Sie sie einmal auf den Ausflügen treffen, die Sie vielleicht gemeinsam machen, dass die ÖVP bessere Schulen fordert. (Beifall bei den Grünen.) Diese gemeinsamen Schulen müssen aber auch gemeinsam geführt werden, das ist das Um und Auf dabei. (Abg. Mag. Hakl: ... zentralistische Scheuklappen!)
Beifall bei den Grünen.
Nur eines soll es nicht werden ... (Abg. Mag. Hakl: Das braucht aber bessere Schulen!) – Es braucht bessere Schulen, genau. Sagen Sie das Frau Kollegin Gehrer, wenn Sie sie einmal auf den Ausflügen treffen, die Sie vielleicht gemeinsam machen, dass die ÖVP bessere Schulen fordert. (Beifall bei den Grünen.) Diese gemeinsamen Schulen müssen aber auch gemeinsam geführt werden, das ist das Um und Auf dabei. (Abg. Mag. Hakl: ... zentralistische Scheuklappen!)
Abg. Mag. Hakl: ... zentralistische Scheuklappen!
Nur eines soll es nicht werden ... (Abg. Mag. Hakl: Das braucht aber bessere Schulen!) – Es braucht bessere Schulen, genau. Sagen Sie das Frau Kollegin Gehrer, wenn Sie sie einmal auf den Ausflügen treffen, die Sie vielleicht gemeinsam machen, dass die ÖVP bessere Schulen fordert. (Beifall bei den Grünen.) Diese gemeinsamen Schulen müssen aber auch gemeinsam geführt werden, das ist das Um und Auf dabei. (Abg. Mag. Hakl: ... zentralistische Scheuklappen!)
Abg. Lutz Weinzinger: ... Vergewaltigung der deutschen Sprache!
Ich halte nichts davon, hier Projekte zu machen, die das Kernkriterium, nämlich dass de facto alle SchülerInnen einer Region – bei unterschiedlicher Förderung, bei individueller Förderung – in diese Schule gehen, nicht erfüllen (Abg. Lutz Weinzinger: ... Vergewaltigung der deutschen Sprache!), weil, wie das aus Kärnten verlautet worden ist, einzelne Schulen einzelne Klassen als gemeinsame Schulen führen. Ich würde fast sagen, das sind ja dann nicht gemeinsame Schulen, sondern gemeinsame Klassen. Das kann es nicht sein! Auf dieser Basis wird sich auch das Modell einer gemeinsamen Schule nicht evaluieren lassen: Ich weiß nicht, was ich evaluieren soll, wenn ich an einer Schule nur das Türschild austausche. Deswegen ist das noch keine gemeinsame Schule!
Abg. Parnigoni: Keine Sorge, wir wissen, was ...!
Wir werden am nächsten Donnerstag bei der Abstimmung sehen, ob das bei der SPÖ-Fraktion auf Zustimmung stößt. (Abg. Parnigoni: Keine Sorge, wir wissen, was ...!) – Ja, ich weiß schon, Sie machen immer alles, ohne dass Sie im Parlament etwas beschließen, und dann passiert danach genau das Gegenteil!
Beifall bei den Grünen.
Die „Koalitionsräson“ sitzt dort drüben. (Der Redner zeigt in Richtung ÖVP.) Da können Sie sich überlegen, ob Sie in diesen Fällen auch sagen: Die ÖVP lässt uns nicht!, oder ob Sie das, was Sie jahrelang versprochen haben, auch im Parlament sagen: Machen wir! – Ich werde sehr genau aufpassen, wer über seinen Schatten springt und ob das, was wir gemeinsam seit Jahren wollten, hier auch von der sozialdemokratischen Fraktion unterstützt wird. – Ich hoffe sehr darauf. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Da hat noch gar keiner geredet, und er berichtigt schon! Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Guten Morgen! Kurz, aber es muss sein: Herr Abgeordneter Brosz hat behauptet, ich hätte immer von einer 10-prozentigen Steigerung des Bildungsbudgets gesprochen – damit meint er wohl jene Budgetkapitel, die Frau Bundesministerin Schmied zu verantworten hat. (Abg. Dr. Graf: Da hat noch gar keiner geredet, und er berichtigt schon! Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stelle richtig: Ich habe immer von einer 10-prozentigen Steigerung des Universitätsbudgets gesprochen – das ist ein Budget, das Minister Hahn verantwortet. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Applaus für den Herrn Professor!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Niederwieser. Wunschredezeit: 7 Minuten. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Applaus für den Herrn Professor!)
Abg. Neugebauer: Na, na, „eindrucksvoll“ kann man streichen!
Die Erwartungen sind sehr hoch; Kollege Brosz hat uns das ja gerade eindrucksvoll vorgeführt. (Abg. Neugebauer: Na, na, „eindrucksvoll“ kann man streichen!) – Kollege Brosz war ja bescheiden, denn die Liste von dem, was wir alles noch erledigen wollen, ist noch etwas länger, als er das dargestellt hat, aber es geht nicht alles bereits im ersten halben Jahr der Gesetzgebungsperiode, die bekanntlich ja vier Jahre dauert! Und dann wird alles von dem, was heute aufgezählt wurde und was jetzt noch nicht drinnen steht, auch erledigt werden. Ein bisschen Zeit muss man sich da schon lassen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Erwartungen sind sehr hoch; Kollege Brosz hat uns das ja gerade eindrucksvoll vorgeführt. (Abg. Neugebauer: Na, na, „eindrucksvoll“ kann man streichen!) – Kollege Brosz war ja bescheiden, denn die Liste von dem, was wir alles noch erledigen wollen, ist noch etwas länger, als er das dargestellt hat, aber es geht nicht alles bereits im ersten halben Jahr der Gesetzgebungsperiode, die bekanntlich ja vier Jahre dauert! Und dann wird alles von dem, was heute aufgezählt wurde und was jetzt noch nicht drinnen steht, auch erledigt werden. Ein bisschen Zeit muss man sich da schon lassen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Neugebauer: Das ist richtig!
Das Wichtigste, Kollege Brosz, ist nicht mehr Geld, sondern das Wichtigste, das Kinder und Jugendliche brauchen, ist mehr Zeit (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Neugebauer: Das ist richtig!): mehr Zeit, mehr Zuwendung für den einzelnen Schüler, für die einzelne Schülerin. Und das geschieht dadurch, dass es in den Klassen weniger Kinder gibt pro einzelnen Lehrer, pro einzelne Lehrerin, dass die Klassen verkleinert werden und dass, wenn es um Teilungszahlen geht, auch die Gruppen mit verkleinert werden.
Abg. Brosz: Budget! Budget!
Wir beginnen hier mit den ersten Klassen in den Pflichtschulen. Wir haben die Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen noch nicht auf der Liste, und da würde ich dir schon viel Glück wünschen, das heuer im Herbst zu machen! Angesichts der Raumkapazitäten zu sagen: Wir senken auf 25 (Abg. Brosz: Budget! Budget!), und dann können ... (Abg. Brosz: ... Ressourcen!) – Na ja, bitte, bis Herbst kann man diese Raumkapazitäten wohl schwer erhöhen, das wäre ja illusorisch! (Abg. Brosz: ... aber Geld ...!) Und das hast du selbst gewusst, weil du in deinem Antrag diese Dinge auch so differenziert siehst – und heute kommst du heraus und verlangst das völlige Gegenteil davon.
Abg. Brosz: ... Ressourcen!
Wir beginnen hier mit den ersten Klassen in den Pflichtschulen. Wir haben die Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen noch nicht auf der Liste, und da würde ich dir schon viel Glück wünschen, das heuer im Herbst zu machen! Angesichts der Raumkapazitäten zu sagen: Wir senken auf 25 (Abg. Brosz: Budget! Budget!), und dann können ... (Abg. Brosz: ... Ressourcen!) – Na ja, bitte, bis Herbst kann man diese Raumkapazitäten wohl schwer erhöhen, das wäre ja illusorisch! (Abg. Brosz: ... aber Geld ...!) Und das hast du selbst gewusst, weil du in deinem Antrag diese Dinge auch so differenziert siehst – und heute kommst du heraus und verlangst das völlige Gegenteil davon.
Abg. Brosz: ... aber Geld ...!
Wir beginnen hier mit den ersten Klassen in den Pflichtschulen. Wir haben die Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen noch nicht auf der Liste, und da würde ich dir schon viel Glück wünschen, das heuer im Herbst zu machen! Angesichts der Raumkapazitäten zu sagen: Wir senken auf 25 (Abg. Brosz: Budget! Budget!), und dann können ... (Abg. Brosz: ... Ressourcen!) – Na ja, bitte, bis Herbst kann man diese Raumkapazitäten wohl schwer erhöhen, das wäre ja illusorisch! (Abg. Brosz: ... aber Geld ...!) Und das hast du selbst gewusst, weil du in deinem Antrag diese Dinge auch so differenziert siehst – und heute kommst du heraus und verlangst das völlige Gegenteil davon.
Abg. Ing. Westenthaler: Welches?
Wir lösen damit eines unserer Versprechen ein, das Alfred Gusenbauer immer wieder gegeben hat (Abg. Ing. Westenthaler: Welches?): Wir werden den Rückgang bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler dazu nützen, die Qualität in den Schulen zu steigern. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es gar nicht!) – Ich betone: Um die Qualität in den Schulen zu steigern! (Abg. Neugebauer: Die ist schon so hoch! Eine Steigerung ist nicht möglich!) Ja, wenn ich Sie anschaue, Kollege Westenthaler, dann würde ich beinahe der Meinung zuneigen, dass Sie recht haben, aber es gibt auch hoffnungsvollere Fälle. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Neugebauer.) – Ganz deutlich wurde diese Steigerung bei den Schülerbeihilfen, wo erstmals seit 1999 eine deutliche Anhebung erfolgt.
Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es gar nicht!
Wir lösen damit eines unserer Versprechen ein, das Alfred Gusenbauer immer wieder gegeben hat (Abg. Ing. Westenthaler: Welches?): Wir werden den Rückgang bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler dazu nützen, die Qualität in den Schulen zu steigern. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es gar nicht!) – Ich betone: Um die Qualität in den Schulen zu steigern! (Abg. Neugebauer: Die ist schon so hoch! Eine Steigerung ist nicht möglich!) Ja, wenn ich Sie anschaue, Kollege Westenthaler, dann würde ich beinahe der Meinung zuneigen, dass Sie recht haben, aber es gibt auch hoffnungsvollere Fälle. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Neugebauer.) – Ganz deutlich wurde diese Steigerung bei den Schülerbeihilfen, wo erstmals seit 1999 eine deutliche Anhebung erfolgt.
Abg. Neugebauer: Die ist schon so hoch! Eine Steigerung ist nicht möglich!
Wir lösen damit eines unserer Versprechen ein, das Alfred Gusenbauer immer wieder gegeben hat (Abg. Ing. Westenthaler: Welches?): Wir werden den Rückgang bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler dazu nützen, die Qualität in den Schulen zu steigern. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es gar nicht!) – Ich betone: Um die Qualität in den Schulen zu steigern! (Abg. Neugebauer: Die ist schon so hoch! Eine Steigerung ist nicht möglich!) Ja, wenn ich Sie anschaue, Kollege Westenthaler, dann würde ich beinahe der Meinung zuneigen, dass Sie recht haben, aber es gibt auch hoffnungsvollere Fälle. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Neugebauer.) – Ganz deutlich wurde diese Steigerung bei den Schülerbeihilfen, wo erstmals seit 1999 eine deutliche Anhebung erfolgt.
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Neugebauer.
Wir lösen damit eines unserer Versprechen ein, das Alfred Gusenbauer immer wieder gegeben hat (Abg. Ing. Westenthaler: Welches?): Wir werden den Rückgang bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler dazu nützen, die Qualität in den Schulen zu steigern. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es gar nicht!) – Ich betone: Um die Qualität in den Schulen zu steigern! (Abg. Neugebauer: Die ist schon so hoch! Eine Steigerung ist nicht möglich!) Ja, wenn ich Sie anschaue, Kollege Westenthaler, dann würde ich beinahe der Meinung zuneigen, dass Sie recht haben, aber es gibt auch hoffnungsvollere Fälle. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Neugebauer.) – Ganz deutlich wurde diese Steigerung bei den Schülerbeihilfen, wo erstmals seit 1999 eine deutliche Anhebung erfolgt.
Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.
Wir sind aber auf einem guten Weg. Es ist Aufbruchstimmung da, es wird wieder in die Hände gespuckt. (Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Sie kennen dieses Lied. (Abg. Dr. Stummvoll: Vorsingen!) Ich möchte es ein wenig abwandeln: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bildungssozialprodukt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Vorsingen!
Wir sind aber auf einem guten Weg. Es ist Aufbruchstimmung da, es wird wieder in die Hände gespuckt. (Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Sie kennen dieses Lied. (Abg. Dr. Stummvoll: Vorsingen!) Ich möchte es ein wenig abwandeln: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bildungssozialprodukt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind aber auf einem guten Weg. Es ist Aufbruchstimmung da, es wird wieder in die Hände gespuckt. (Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Sie kennen dieses Lied. (Abg. Dr. Stummvoll: Vorsingen!) Ich möchte es ein wenig abwandeln: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bildungssozialprodukt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.
These eins: So schlecht, wie immer geredet wird, ist unser differenziertes Schulsystem nicht. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und BZÖ.) – Zusatz dazu: Es gibt eindeutig Problemzonen und Problembereiche, keine Frage. Genau dort müssen wir ansetzen.
Abg. Gaál: Nur in die Volksschule!
These zwei: Unsere Kinder gehen gerne in die Schule. – Zusatz: Zumindest am Anfang, als Kinder. (Abg. Gaál: Nur in die Volksschule!)
Abg. Strache: Versuchsobjekt Mensch!
Vielleicht liegt die Ursache ja auch darin, dass in den vergangenen Jahrzehnten am Schulsystem – ideologisch motiviert – viel zu viel provisorisch herumgedoktert wurde! (Abg. Strache: Versuchsobjekt Mensch!) Ein Schulversuch hier, ein zweiter Schulversuch dort, ein dritter Schulversuch, da kann man sich wieder entscheiden – schon für die Fünfjährigen!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sprachprobleme sind in Österreich nicht nur bei Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache gegeben – speziell in den Ballungsbereichen gibt es da gesonderte Probleme –, sondern oftmals auch bei Kindern mit deutscher Muttersprache zu bemerken. Die Kinder werden sehr oft alleine gelassen, was oft mit der Einkommenssituation der Eltern zu tun hat. Die Kinder sitzen vor den Computern, spielen nicht mehr, haben spielen nicht gelernt und sind im Wesentlichen keine Kinder mehr, wie wir sie uns idealtypisch vorstellen. Da müssen wir ansetzen! Unsere Debatte um eine Gesamtschule oder um eine gemeinsame Schule oder um eine Ganztagsschule oder Ähnliches wird an diesen Problemen nichts ändern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind ganz wesentliche Momente, die nicht kurzfristig über einen Leisten geschlagen werden können, sondern wir müssen uns tatsächlich zum Wohle unserer Kinder künftighin ein ordentliches Konzept überlegen. Und da geht es nicht um die Gesamtschule, denn wenn wir die Gesamtschule einführen, was ist dann, was haben Sie damit verbessert – außer dass Sie mit Zwang, so wie vielleicht im ehemaligen Kommunismus, die Kinder noch mehr den Eltern entfremden? Das ist nicht unsere Bildungspolitik! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen am differenzierten Schulwesen, verbessert mit Rechtssicherheit und mit angereicherten Wertestrukturen, festhalten! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind ganz wesentliche Momente, die nicht kurzfristig über einen Leisten geschlagen werden können, sondern wir müssen uns tatsächlich zum Wohle unserer Kinder künftighin ein ordentliches Konzept überlegen. Und da geht es nicht um die Gesamtschule, denn wenn wir die Gesamtschule einführen, was ist dann, was haben Sie damit verbessert – außer dass Sie mit Zwang, so wie vielleicht im ehemaligen Kommunismus, die Kinder noch mehr den Eltern entfremden? Das ist nicht unsere Bildungspolitik! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen am differenzierten Schulwesen, verbessert mit Rechtssicherheit und mit angereicherten Wertestrukturen, festhalten! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! – Herr Dr. Niederwieser, wir haben nach einigen Anlaufschwierigkeiten bei unseren Gesprächen zur Abfassung eines Bildungsprogrammes eigentlich sehr konstruktiv, sehr zweckorientiert und ergebnisorientiert gearbeitet. Und wir haben eigentlich in die Präambel etwas hineingeschrieben, zu dem der gelernte Wiener „no na!“ sagen würde, nämlich: Kinder und Jugendliche müssen im Mittelpunkt aller zukunftsorientierten Maßnahmen stehen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Angesichts der jetzigen Debatte bezweifle ich, ob das manche verstanden haben.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gratuliere der Frau Bundesministerin, dass es ihr gelungen ist, das, was wir aus der pädagogischen Sicht postuliert haben, gemeinsam mit dem Finanzminister Mag. Molterer auch entsprechend umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir gehen aus von einem Schulsystem, das eine starke äußere und innere Differenzierung kennt: die äußere Differenzierung im Angebot verschiedener Schularten und die Binnendifferenzierung in Gruppengrößen, in Teilungszahlen und in Leistungsdifferenzierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie diesem Ratgeber folgen, Frau Bundesministerin, dann schaffen Sie die gute Hauptschule des ländlichen Raumes ab, dann schaffen Sie die Langform des Gymnasiums ab, dann schaffen Sie die sonderpädagogische Betreuung ab, dann schaffen Sie alle Privatschulen ab und dann schaffen Sie die Alternativschulen – Steiner-Schulen, Montessori-Schulen – ab! Ich möchte Sie davor bewahren, dass Sie als Abschaffungs-Ministerin in die Geschichte des Unterrichtsministeriums eingehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Schulpartner sind wichtig! Ich bin da von zwei Aussagen geprägt. Paul Zulehner sagt – vielleicht überzogen, aber da ist etwas Wahres dran –: Wir dürfen die Eltern nicht dazu bringen, dass sie die Kinder in der Früh geschneuzt und gekampelt dem Staat übergeben und am Abend bettfertig abholen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Wer pädagogisch tätig war, der weiß, warum wir kleinere Klassen machen, warum wir kleinere Gruppen machen. Weil die Förderung der Schüler in Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit in einer homogeneren Gruppe – das ist wissenschaftlich hundertfach nachgewiesen – wesentlich besser funktioniert als in einer ganz großen Bandbreite einer undifferenzierten Gesamtschule, wo die Leistungsfähigen hoffnungslos unter- und die Leistungsschwächeren hoffnungslos überfordert werden. Dieses differenzierte Angebot im äußeren und im inneren Schulbetrieb sichert uns davor ab. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es wird ja der Herr Bundeskanzler nicht aus irgendwelchen Prestigegründen sein Kind in eine Eliteschule in Wien geben oder der Herr Dr. Cap – verstehe ich alles, ist auch niemandem vorzuwerfen, das Angebot und diese Wahlfreiheit gibt es Gott sei Dank. Nur: Wenn Frau Vizebürgermeisterin Laska die flächendeckende Einführung der Gesamtschule verlangt und ihr Kind erfolgreich ein Spitzengymnasium besucht, dann ist das schon wenig konsistent. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt blüht die Natur auf, vielfältig und bunt. Und die Bildungslandschaft in Österreich ist nicht grau, sondern sie wird auch in Zukunft bunt sein. Hier haben Sie, Frau Bundesministerin, unsere Unterstützung. – Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Abschluss noch ein paar Worte zum aktuellen Thema, zu der Diskussion der gemeinsamen Schule. Ich glaube, ein zukunftssicheres Schulsystem muss ideologisch festgefahrene Schienen verlassen und dadurch entstandene Barrieren überwinden. Ich finde, die Diskussion über die gemeinsame Schule ist, wenn sie fachlich intensiv geführt wird, eine gute. Man muss und soll darüber reden und man soll handeln, aber bewusst handeln: in Modellregionen, in gut vorbereiteten Regionen ohne Hektik und Chaos. Vieles ist noch abzuklären: Wie gehen wir mit der Schulpartnerschaft um? Diese ist derzeit in keiner Weise einbezogen. Wie werden die Eltern bei diesen Modellen einbezogen? Daher halte ich und hält das BZÖ nichts vom Vorschlag der SPÖ Wien, ab 2009 flächendeckend eine sogenannte Gesamtschule einzuführen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für uns ist es auch wichtig, dass nicht für alle das Gleiche angeboten wird, sondern für unsere Jugend das Beste, und das ist die große Herausforderung. Das braucht Vielfalt, das braucht Weitsicht, das braucht Kompetenz, das braucht motivierte Lehrer, aber vor allem auch Eltern, die sich ihrer Verantwortung weiter bewusst sind und die auch ihre Rechte wahrnehmen können. Und vor allem: Nehmen wir alle dabei die ideologische Brille ab! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Zentrum meiner bildungspolitischen Arbeit, im Zentrum meiner Motivation liegt die Förderung von Begabungen und Talenten, weil ich von dem Bewusstsein getragen bin, dass Spitzenleistung eine breite Basis braucht. Wir können es uns ökonomisch und gesellschaftlich nicht leisten, auf Begabungen und Talente zu verzichten, und wir haben den gesellschaftspolitischen Auftrag, achtsam mit Benachteiligungen und Schwächen umzugehen. Das sind die Parameter für die österreichische Bildungspolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In enger Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium ist es gelungen, das große Projekt der Senkung der Klassenschülerzahl anzugehen. Es geht um mehr Zuwendung, die Förderung der Kinder, der Schüler, der Schülerinnen. Dieses Projekt haben wir am 2. Februar begonnen. Wir haben uns entschlossen, es über das Instrument der Bedarfszuweisung umzusetzen. Das ist der Schlüssel, damit wir schon zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 mit dieser Wende in der Bildungspolitik beginnen können. Das heißt Investition in das Bildungssystem, das heißt neue Lehrer und Lehrerinnen. Ein System, eine Gesellschaft, eine Institution, in die Energie fließt, ist mit Leidenschaft und Motivation im Inneren ausgestattet. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Graf, Sie haben den Themenbereich Werte gezielt angesprochen. Das ist mit ein Schlüssel in der Bildung, der Ausbildung der Schüler und Schülerinnen. Gerade in der Sozialkompetenz, der Didaktik, aber auch der Politischen Bildung, in der Vermittlung von Demokratieverständnis liegt ein Schlüssel für die Zukunftsentwicklung unserer Gesellschaft. Daher haben wir neben vielen anderen Projekten das Projekt „Politische Bildung und Demokratieentwicklung“ als gemeinsames Vorhaben gestartet und legen besonders viel Wert darauf. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie der Abg. Ursula Haubner.
Ein Punkt scheint jedenfalls klar, und das haben wir gerade in den letzten Wochen beim Übergang von der Volksschule zur Hauptschule, zur AHS erlebt: Die Entscheidung mit neuneinhalb Jahren, abhängig vielleicht von einem Dreier im Zeugnis, eine Entscheidung, die richtungweisend für die Entwicklung der Schüler und Schülerinnen ist, diese Entscheidung kommt eindeutig zu früh! Wir können es uns nicht leisten, auf Begabungen und Talente zu verzichten! (Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei der SPÖ, den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz klar ist meiner Überzeugung nach: Wenn diese Schule ein Erfolg wird, wenn es uns gelingt, mehr Kindern Chancen zu geben, so dann, wenn es uns gelingt, möglichst viele Menschen von diesem Projekt zu überzeugen. Das heißt, Kommunikation und Information sind ein ganz zentrales Element. Vor allem aber muss dieses Projekt den Bildungsstandards gerecht werden und eine gute Ausbildung sichern. Dann brauchen wir nichts zu verordnen, die Schüler und Schülerinnen werden in diese neue Schule strömen, und die Eltern werden froh sein, wenn es diese gibt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Frau Ministerin, es ist eine Erleichterung und es gibt Hoffnung, Ihre Bedenken gegen eine frühe schulische Auslese im Alter von neuneinhalb Jahren zu hören, denn wie wir alle hier herinnen wissen, handelt es sich in Wirklichkeit um eine soziale Auslese. Da freue ich mich sehr, dass hier wirklich Schritte angedacht werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe auf die Unterstützung von Ihnen allen, meine Damen und Herren, denn ich denke, Kunst und Kultur sollte Ihnen allen ein Anliegen sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum dazu?
Da wir schon beim Völkerkundemuseum sind: Es findet sich im Kulturbericht noch ein lustiges Detail: Das Völkerkundemuseum gibt 40 000 Besucher für das Jahr 2004 an. Jetzt muss man wissen, dass im Jahr 2004 – ich habe es vorhin schon erwähnt – das Völkerkundemuseum wegen Umbaus komplett geschlossen war. Wie können 40 000 Besucher in ein geschlossenes Museum gehen? Und das ist genau das, was ich unter Verschwendungssucht und mangelnder Kontrolle gegenüber den Museen seit Jahren kritisiere. Es setzt sich alles fort, wie es war, es gibt überhaupt keine Änderung. Das fällt überhaupt niemandem auf! Niemandem außer uns fällt auf, dass da ganz eigenartige Zahlen drinstehen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum dazu?)
Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum eigentlich dazu?
Ich könnte noch viele Beispiele bringen, Kollege Cap, es fehlt mir die Zeit. (Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum eigentlich dazu?) Bitte, wenn ich eine schriftliche Anfrage stelle und solche Antworten bekomme, dann ist das eine Fortsetzung ... (Abg. Dr. Cap: Was ist die Begründung? Wo sind die 40 000 hingegangen?) Das weiß ja ich nicht! Ich habe ja keine Antwort dazu bekommen! Ich muss jetzt begründen, wo die 40 000 hingegangen sind?! Ich weiß nicht einmal, ob sie beim Hintereingang hineingegangen sind oder vorne. Es sind ja beide geschlossen. Also ich kenne mich überhaupt nicht aus. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Sburny: Vielleicht sind sie noch drinnen!)
Abg. Dr. Cap: Was ist die Begründung? Wo sind die 40 000 hingegangen?
Ich könnte noch viele Beispiele bringen, Kollege Cap, es fehlt mir die Zeit. (Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum eigentlich dazu?) Bitte, wenn ich eine schriftliche Anfrage stelle und solche Antworten bekomme, dann ist das eine Fortsetzung ... (Abg. Dr. Cap: Was ist die Begründung? Wo sind die 40 000 hingegangen?) Das weiß ja ich nicht! Ich habe ja keine Antwort dazu bekommen! Ich muss jetzt begründen, wo die 40 000 hingegangen sind?! Ich weiß nicht einmal, ob sie beim Hintereingang hineingegangen sind oder vorne. Es sind ja beide geschlossen. Also ich kenne mich überhaupt nicht aus. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Sburny: Vielleicht sind sie noch drinnen!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Sburny: Vielleicht sind sie noch drinnen!
Ich könnte noch viele Beispiele bringen, Kollege Cap, es fehlt mir die Zeit. (Abg. Dr. Cap: Was sagt das Museum eigentlich dazu?) Bitte, wenn ich eine schriftliche Anfrage stelle und solche Antworten bekomme, dann ist das eine Fortsetzung ... (Abg. Dr. Cap: Was ist die Begründung? Wo sind die 40 000 hingegangen?) Das weiß ja ich nicht! Ich habe ja keine Antwort dazu bekommen! Ich muss jetzt begründen, wo die 40 000 hingegangen sind?! Ich weiß nicht einmal, ob sie beim Hintereingang hineingegangen sind oder vorne. Es sind ja beide geschlossen. Also ich kenne mich überhaupt nicht aus. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Sburny: Vielleicht sind sie noch drinnen!)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Sie auch bitten, im Zusammenhang mit der Bespielung des Augartens irgendwann einmal öffentlich Position zu beziehen. Da gibt es eben die Differenz zwischen einem Bauprojekt der Sängerknaben und einem Bauprojekt der Filmkultur. Wir alle wissen, dass Sie hier viel Entscheidungskompetenz haben. Sie wissen es, ich weiß es, die Kulturszene weiß es. Wann werden Sie dazu klar Position beziehen und eine sozialdemokratische ... – was heißt „sozialdemokratische“ Handschrift? – Dass ich nicht lache! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Morak (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Lieber Kollege Zinggl, ihr seid doch normalerweise immer für das Unangepasste, das Moderne, das Sperrige, das Wilde und so weiter – und Sie reden hier ausschließlich von Museen und von Seipel. Gratulation! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Beeindruckend!
Meine Damen und Herren! Ich verfolge jetzt schon den vierten Tag die gesamte Budgetdebatte (Abg. Dr. Cap: Beeindruckend!), und ich habe das Gefühl, das Temperament des Klubobmanns der Grünen legt sich über das ganze Haus: „Schlafes Bruder“! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich verfolge jetzt schon den vierten Tag die gesamte Budgetdebatte (Abg. Dr. Cap: Beeindruckend!), und ich habe das Gefühl, das Temperament des Klubobmanns der Grünen legt sich über das ganze Haus: „Schlafes Bruder“! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen
Wo bleibt denn bitte die Opposition? – Ich weiß schon, dass Cap und ich das besser können (Zwischenrufe bei den Grünen), aber bitte ein bisschen Mut: Tretet vor und sagt, was euch am Herzen liegt! Bitte! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wo bleibt denn bitte die Opposition? – Ich weiß schon, dass Cap und ich das besser können (Zwischenrufe bei den Grünen), aber bitte ein bisschen Mut: Tretet vor und sagt, was euch am Herzen liegt! Bitte! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen
Meine Damen und Herren! Manchmal habe ich das Gefühl, es geht doch ein bisschen, wenn Öllinger an das Rednerpult tritt und diese Rostra da mit einer Barrikade verwechselt (Zwischenruf bei den Grünen) – das ist schon in Ordnung, ja – und für die Erniedrigten, Beleidigten, Belasteten und die Beladenen eintritt, aber ich weiß auch – ich kenne doch den Öllinger schon sehr, sehr lange –, es ist ihm auch möglich, aus Roman Abramowitsch einen Sozialfall zu machen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Manchmal habe ich das Gefühl, es geht doch ein bisschen, wenn Öllinger an das Rednerpult tritt und diese Rostra da mit einer Barrikade verwechselt (Zwischenruf bei den Grünen) – das ist schon in Ordnung, ja – und für die Erniedrigten, Beleidigten, Belasteten und die Beladenen eintritt, aber ich weiß auch – ich kenne doch den Öllinger schon sehr, sehr lange –, es ist ihm auch möglich, aus Roman Abramowitsch einen Sozialfall zu machen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Frau Bundesminister, in Abwandlung eines Zitats des wunderbaren Finanzministers Karl-Heinz Grasser sage ich jetzt: Der Tag beginnt mit einem guten Budget! – Und das ist natürlich das Kulturbudget. (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Abg. Mag. Muttonen: Ich weiß nicht, welche Zeitungen Sie gelesen haben!
Der Tag beginnt mit einem guten Budget – natürlich nicht, ich sage auch das, wenn man dem folgt, was die Abgeordnete Muttonen während der Wahlbewegung gesagt hat, dass wir das Budget verdreifachen, vervierfachen, verfünffachen. (Abg. Mag. Muttonen: Ich weiß nicht, welche Zeitungen Sie gelesen haben!) Milch und Honig werden fließen. – All diese Sachen sind doch gefallen, Frau Muttonen! Natürlich nicht, wenn man das an den Forderungen der Grünen misst.
Zwischenruf des Abg. Brosz
Unter dem Ansatz 1/13016, Nummer 7679, ab 900 lese ich zum Beispiel eine Halbierung des Budgets (Zwischenruf des Abg. Brosz) beim Theater der Jugend, bei der Wiener Konzerthausgesellschaft, bei der Arnold Schönberg Gesellschaft und so weiter, sogar auch bei der IG Freie Theaterarbeit.
Abg. Dr. Rada: Na fürchterlich!
Treten Sie ein Stück zurück von sich selbst und stellen Sie sich vor, Westenthaler wäre Kulturminister geworden oder Stadler oder irgendein anderer. (Abg. Dr. Rada: Na fürchterlich!) Glauben Sie mir, so viele Donnerstage im Jahr gäbe es gar nicht, an denen man da dagegen protestieren müsste! Deswegen meine ich: Es ist ein Dokument des Fiaskos! Und ich würde Sie bitten, einmal bei Ihren Beamten, aber auch in Ihrem Kabinett nachzuschauen, was dort los ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Das beginnt natürlich mit dem elektronischen Akt, also gewöhnen Sie Ihre Beamten daran, dass sie das tun.
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Treten Sie ein Stück zurück von sich selbst und stellen Sie sich vor, Westenthaler wäre Kulturminister geworden oder Stadler oder irgendein anderer. (Abg. Dr. Rada: Na fürchterlich!) Glauben Sie mir, so viele Donnerstage im Jahr gäbe es gar nicht, an denen man da dagegen protestieren müsste! Deswegen meine ich: Es ist ein Dokument des Fiaskos! Und ich würde Sie bitten, einmal bei Ihren Beamten, aber auch in Ihrem Kabinett nachzuschauen, was dort los ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Das beginnt natürlich mit dem elektronischen Akt, also gewöhnen Sie Ihre Beamten daran, dass sie das tun.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich war bei der Eröffnung der Art Fair, Viennafair. Da kommen mir die Galeristen entgegen und sagen, dass die Galerienförderung gekürzt werden wird. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich möchte das ein bisschen ernst nehmen, einfach deswegen, weil ich glaube, dass das große Tradition hat. Es hat damit begonnen, dass Rudolf Scholten das eingeführt hat; ich glaube, das war etwas Gutes, was er da gemacht hat. Wie immer in Österreich ist es so, dass man zuerst die Galeristen auszeichnet, und dann wird es plötzlich eine allgemeine Förderung – und dann ist es plötzlich die Gießkanne.
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde Sie ersuchen, dass wir genauso sorgfältig mit der Messeförderung umgehen, aber auch – das sage ich auch, denn das ist im Grunde eine sehr entscheidende Frage – mit den Bundestheatern, und hier ganz besonders auch mit der Wiener Staatsoper. Ich sage das ganz bewusst, denn ganz gleichgültig, an welchen Punkt dieses Planeten Sie kommen, wenn man etwas weiß und kennt von uns, dann sind es die Philharmoniker, die Wiener Staatsoper und dass man hier Ski fahren kann. Meine Damen und Herren! Bei dieser Schneelage werden wir bald nicht mehr Ski fahren, sondern wir werden nur noch die Staatsoper und die Philharmoniker haben. Und deswegen meine ich, dass man sorgfältig mit ihnen umgehen sollte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Sonnberger: Ein guter Mann!
Lassen Sie mich abschließend noch einen Punkt sagen, einfach deswegen, weil ich einmal aus einer Landeskulturreferententagung herausgegangen bin und der damalige Vorsitzende, Herr Landeshauptmann Pühringer (Abg. Dr. Sonnberger: Ein guter Mann!), gesagt hat: Schauen Sie, Herr Staatssekretär, es kann ja nicht so sein, dass Sie in Wien 300 Millionen, 400 Millionen, 500 Millionen Schilling – damals noch Schil-
Ruf bei der ÖVP: Genau! – Beifall bei der ÖVP.
ling – abladen und in Oberösterreich 27 Millionen. Das kann es doch nicht wirklich sein! (Ruf bei der ÖVP: Genau! – Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! In diesem Sinne glaube ich: Es ist jeder Kulturschaffende, es ist jeder Musiker, es ist jeder Filmschaffende in diesem Land, ob er in Wien, in Neusiedl, in St. Pölten oder in Bregenz ist, der Republik und diesem Land gleich viel wert. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Sie haben nicht aufgepasst!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Staatssekretär außer Dienst Morak, der das noch nicht ganz verwunden hat. (Abg. Dr. Brinek: Sie haben nicht aufgepasst!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wir sind da in einer glücklicheren Position, denn für uns gibt es einen Maßstab, und der Maßstab ist das, was sich die Bürger erwartet haben, was sich die Bevölkerung von diesem Hohen Haus hier erwartet und auch von denen, die mit vollmundigen Ankündigungen in Regierungsverhandlungen gehen. Das ist das Kriterium! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Schauen wir unglücklich aus?
Da sind wir halt nicht in der unglücklichen Situation wie Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und von der SPÖ (Abg. Großruck: Schauen wir unglücklich aus?), dass Sie alles schönreden müssen; manchmal platzt es halt trotz des Stillhalteabkommens, das Sie offensichtlich vereinbart haben, dann durch und die Unzufriedenheit bricht so richtig heraus, wie das auch jetzt beim Vorredner der Fall war. Wir sind also nicht in dieser unangenehmen Situation, etwas schönreden zu müssen, wovon wir in Wirklichkeit nicht überzeugt sind. Wir können sagen, was wir uns denken, und das ist auch der Grund dafür – das wird Sie nicht überraschen –, dass wir auch beim Kulturbudget zu anderen Ansichten kommen.
Abg. Dr. Niederwieser: Wo haben Sie den Herrn Stadler ...?
Meine Damen und Herren, das eine ist der Anspruch, den man an sich selbst stellt – und das andere ist das, was in den Verhandlungen herauskommt, wo man dann sein ganzes Gewicht hineinwirft – oder auch nicht; es wäre vielleicht treffender, das zu sagen. (Abg. Dr. Niederwieser: Wo haben Sie den Herrn Stadler ...?)
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt ja nicht!
Deswegen hat es mich umso mehr verwundert – jetzt wundere ich mich schön langsam nicht mehr –, als Herr Staatssekretär außer Dienst Morak im Unterausschuss gesagt hat, dass dieses Budget das beste Budget des Planeten ist. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt ja nicht!) Das ist eine einigermaßen kühne Behauptung, kann man da nur sagen. Das beste Budget des Planeten, hat er gesagt.
Abg. Riepl: Welche Welt wollen Sie? Sagen Sie das doch einmal!
Gerade, meine Damen und Herren, weil wir in einer zunehmend globalisierten Welt leben, was manche als Errungenschaft interpretieren – wir gehören nicht dazu –, in einer Welt leben, wo alles austauschbar wird, in einer Welt leben, wo alles verwechselbar wird, in einer Welt leben, wo wir in Richtung einer Einheitskultur gehen (Abg. Riepl: Welche Welt wollen Sie? Sagen Sie das doch einmal!) – das werde ich Ihnen gleich sagen –, sind Kunst und Kultur für uns so etwas wie ein geistiger Fels in der Brandung, den wir heute dringender brauchen denn je zuvor.
Beifall bei der FPÖ.
Es zeigt sich ja auch in anderen Bereichen, dass manche da ganz andere Vorstellungen haben. Man muss immer wieder feststellen, dass so manche hier herinnen trotz aller Bekenntnisse zu Österreich – und die ziehen sich ja auch wie ein roter Faden durch all die Reden – ihre liebe Not oder zumindest ein ziemlich unentspanntes Verhältnis mit Werten wie Heimat, wie Tradition oder dem Stolz auf die eigene Geschichte haben. Darin sehen wir eine riesige Gefahr, meine Damen und Herren, weil nämlich zentrale Elemente unserer Kultur durch Dinge, die so gerne im Mantel des Fortschritts daherkommen, massiv bedroht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
(Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Es gibt noch ein zweites Stiefkind in diesem Kulturbudget – das werden Sie sich jetzt noch anhören –, etwas, was uns sehr, sehr abgeht – das passt aber genau in diese kulturpolitische Linie, die Sie fahren –, und das ist nämlich eine ordentliche Unterstützung für die Volkskultur, die eigene Volkskultur, die meine ich da jetzt nämlich. Zum einen – das können Sie ja nicht bestreiten – kommen die Länder, die ja für die Volkskultur zuständig sind, sozusagen ihren Verpflichtungen in diesem Bereich beim Kulturbudget nicht richtig nach, aber es ist niemandem damit geholfen, wenn man das jetzt zwischen Bund und Ländern hin und her schiebt, und zum anderen ist die Volkskultur ja durch eine Schwächung des ländlichen Raumes insgesamt bedroht. Und das ist brandgefährlich, weil die Volkskultur über die identitätsstiftende Funktion hinaus, von der wir schon gesprochen haben, in den diversen Vereinen, in den Gruppen, in den Kapellen eine ganz, ganz wichtige gesellschaftspolitische Funktion hat, auch wenn Sie das nicht anerkennen wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich finde, das ist schade für die österreichischen Künstlerinnen und Künstler, für die österreichische Kulturlandschaft, für die Volkskultur und damit für unser Land insgesamt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schasching dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand.
Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich und wünsche Ihnen auf Ihrem Weg alles Gute! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schasching dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin nicht unglücklich, dass für dieses Ressort Sie, Frau Bundesministerin, nominiert wurden, denn ich habe mir gesagt: Da kommt jemand aus der Privatwirtschaft, der erstens im Verhandeln erprobt und zweitens eine Frau ist, der wirtschaftliches Denken nicht fremd ist – ja, Ihnen wurden sogar besondere Fähigkeiten beim sparsamen Wirtschaften nachgesagt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich denke, Frau Minister, dass Sie Ihre Arbeit ambitioniert angehen, und ich wünsche Ihnen trotz schmaler Kassa alles Gute, denn: Kunst ausüben kann nur der Erkorene, Kunst lieben jeder Erdgeborene. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Abgeordnete! Ein paar Worte zur Kunst- und Kulturpolitik, die mir ganz, ganz wichtig sind und die ich vor allem auch zu Ihnen, Herr Abgeordneter Zinggl, sagen möchte: Mir geht es um die Bewahrung der Schätze der Vergangenheit, um die Pflege der Tradition. Mir geht es aber genauso um die zeitgenössische Kunst und Kultur. Ich weiß um die prekäre Situation von vielen Kunstschaffenden auch persönlich Bescheid. In dem Sinn ist meine Kunst- und Kulturpolitik, die Politik, für die ich stehen will, niemals eine Entweder-oder-Kunst-und-Kulturpolitik, sondern eine Sowohl-als-auch-Kunst-und-Kulturpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Herr Abgeordneter Schalle, Sie haben von dem unglaublichen Schatz der Kunst und Kultur gesprochen. Die Kunstschaffenden verdienen unsere höchste Wertschätzung. Alles, was ich dazu beitragen kann, werde ich als Kunst- und Kulturministerin tun. – Vielen Dank! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Geld für die Kleinschulen. Wir haben in den letzten Jahren 12 Millionen € jährlich für die Kleinschulen zur Verfügung gestellt. Diese 12 Millionen € finden sich auch im heurigen Budget und auch im nächstjährigen – also diese 12 Millionen € sind für die Zukunft gesichert (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Das ist aber Sache des Landesschulrates! – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Frau Bundesministerin, da darf ich Sie ersuchen: Passen Sie auch genau darauf auf, wie dieses Geld verwendet wird! Im Jahr 2006 wurde es in Kärnten leider nicht für die Kleinschulen verwendet, sondern man hat dort Kleinschulen geschlossen. (Abg. Faul: Das ist aber Sache des Landesschulrates! – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.) Insgesamt wurden 15 Kleinschulen geschlossen. Daraufhin haben sich immerhin drei dieser Kleinschulen, in diesem Fall also die Eltern mit der Gemeinde dazu bereiterklärt, diese drei Schulen als Privatschulen weiterzuführen. Das muss man ja hoch anrechnen. Ein Jahr haben sie das mit unserer Unterstützung durchgehalten – das sage ich auch dazu. Wir, die ÖVP, haben vehement gefordert, dass dann im nächsten Jahr wieder aufgesperrt wird. Jetzt mit Schulbeginn Ende 2006 sind diese drei Privatschulen wieder in eine öffentliche Schule übergeführt worden. Das ist auch ein Novum. Daher bitte ich Sie, Frau Bundesministerin: Passen Sie ganz genau darauf auf, schauen Sie darauf, dass das Geld auch zweckentsprechend verwendet wird!
Abg. Faul: Das ist Sache des Landesschulrates! – Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Abg. Faul –: Aber wenn das Bundesmittel sind, ist es schon nicht unentscheidend!
Ich sage das mit den Kleinschulen und mit dieser Verwendung auch deshalb, weil hier der Zusammenhang zwischen SPÖ und BZÖ auch gegeben war. Das ist unter Duldung der SPÖ in Kärnten damals bei dieser eher unseligen Allianz passiert. Und daher, Frau Bildungsministerin: Passen Sie bei einer weiteren unseligen Allianz mit dem BZÖ auf, denn es geht denen tatsächlich um weitere Schulschließungen, auch heuer stehen in Kärnten wieder Kleinschulschließungen an. (Abg. Faul: Das ist Sache des Landesschulrates! – Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Abg. Faul –: Aber wenn das Bundesmittel sind, ist es schon nicht unentscheidend!) Der neue Bildungssprecher beziehungsweise Bildungsreferent in Kärnten hat das bereits angekündigt.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schalle.
Daher würde ich sagen, was die Gesamtschule anbelangt: Wir sind gegen Schulschließungen, wir sind gegen die Abschaffung von Hauptschulen, Gymnasien und Privatschulen – das möchte ich hier ganz dezidiert festhalten! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schalle.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Was sind Sie? Wirklich? Danke! Der erste Freud’sche Versprecher! Danke! – Abg. Neugebauer: Durchatmen! – Abg. Broukal: Bitte eine gerahmte Fassung des Stenographischen Protokolls! Bitte!
Daher noch einmal: Sorgen Sie nicht für Chaos im Schulbereich! Wir, die ÖVP, sind ganz klar für die Abschaffung von Hauptschule, Gymnasium und Privatschule. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Was sind Sie? Wirklich? Danke! Der erste Freud’sche Versprecher! Danke! – Abg. Neugebauer: Durchatmen! – Abg. Broukal: Bitte eine gerahmte Fassung des Stenographischen Protokolls! Bitte!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Barbara Zwerschitz (fortsetzend): Zu meinem Vorredner: Den Luxus, den Kinder in Kleinschulen haben, nämlich diese tolle Betreuung, weil der Personalschlüssel so ist, dass relativ wenige Schüler ziemlich viel Personalressourcen bekommen: Genau das ist es, was wir uns für alle wünschen, und nicht nur für die Schulen auf dem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Wenn Sie sagen, das Wichtigste wäre nicht mehr Geld, sondern mehr Zeit, dann tut es mir leid, ich verstehe das nicht. Bedeutet das jetzt Gratis-Sozialarbeit für LehrerInnen, die dann die Mehrstunden, die wir nicht bezahlen können, „so“ machen, weil sie ja ohnehin neben dem Unterricht kaum was zu tun haben? Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen. Ich bin lange selbst Lehrerin gewesen, ich kenne irrsinnig viele Lehrkräfte. Ich kenne kaum jemanden, der da nicht ohnehin schon Tausende Gratisstunden reinsteckt – mit allem Möglichen –, denn wenn man engagiert unterrichtet, ergibt sich das von selbst. Das aber als Prämisse vorzuschreiben und zu sagen: Wir brauchen nicht mehr Geld, sondern mehr Zeit!, ist ein relativ seltsames Unterfangen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Abg. Dr. Brinek: Nein! Das waren auch Schulversuche, Frau Kollegin!
Wenn Herr Graf heute gesagt hat, in den Schulen wurde viel herumimprovisiert und viel herumgedoktert, dann muss ich ihm recht geben. Das waren aber nicht die Schulversuche, sondern das war diese große Baustelle Schulpolitik, so wie sie hinterlassen wurde. (Abg. Dr. Brinek: Nein! Das waren auch Schulversuche, Frau Kollegin!) Wenn Krankenstände über Wochen und Monate dauern und es in manchen Regionen einfach unmöglich ist, jemanden aufzutreiben, der diese Klasse übernimmt, und man sich darauf verlassen muss, dass jede Stunde jemand anderer in der Klasse steht, wenn Schulen hinten und vorne mit dem Personal nicht mehr zusammenkommen, dann ist es kein Wunder, wenn vom Lehrkörper herumgedoktert wird. Wir müssen allen Lehrkräften dankbar sein, dass sie das über Jahre gemacht haben, denn eigentlich hätte unser Schulsystem bei diesen Rahmenbedingungen schon längst zusammenbrechen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Herr Graf heute gesagt hat, in den Schulen wurde viel herumimprovisiert und viel herumgedoktert, dann muss ich ihm recht geben. Das waren aber nicht die Schulversuche, sondern das war diese große Baustelle Schulpolitik, so wie sie hinterlassen wurde. (Abg. Dr. Brinek: Nein! Das waren auch Schulversuche, Frau Kollegin!) Wenn Krankenstände über Wochen und Monate dauern und es in manchen Regionen einfach unmöglich ist, jemanden aufzutreiben, der diese Klasse übernimmt, und man sich darauf verlassen muss, dass jede Stunde jemand anderer in der Klasse steht, wenn Schulen hinten und vorne mit dem Personal nicht mehr zusammenkommen, dann ist es kein Wunder, wenn vom Lehrkörper herumgedoktert wird. Wir müssen allen Lehrkräften dankbar sein, dass sie das über Jahre gemacht haben, denn eigentlich hätte unser Schulsystem bei diesen Rahmenbedingungen schon längst zusammenbrechen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Ich kann es ihm sagen!
Was ich auch nicht auslassen möchte, ist, Herrn Neugebauer eine Antwort zu geben, der jetzt leider nicht mehr da ist. (Abg. Dr. Brinek: Ich kann es ihm sagen!) Er hat gesagt, die Frau Ministerin hat die Gesamtschule in die Diskussion eingeworfen. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass Herr Neugebauer damit ein Problem hat, weil die ÖVP oft ein Problem damit hat, etwas in eine Diskussion zu werfen, ohne ein Konzept dahinter zu haben, das sie allen aufs Auge drückt. (Abg. Dr. Brinek: Nein, nein, nein!) Das kennen wir von der ÖVP. Ich bin sehr dankbar dafür, dass hier ein anderer Weg gegangen wird, dass es eine breite Diskussion darüber gibt und dass wir die Möglichkeit haben, gemeinsam etwas zu gestalten.
Abg. Dr. Brinek: Nein, nein, nein!
Was ich auch nicht auslassen möchte, ist, Herrn Neugebauer eine Antwort zu geben, der jetzt leider nicht mehr da ist. (Abg. Dr. Brinek: Ich kann es ihm sagen!) Er hat gesagt, die Frau Ministerin hat die Gesamtschule in die Diskussion eingeworfen. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass Herr Neugebauer damit ein Problem hat, weil die ÖVP oft ein Problem damit hat, etwas in eine Diskussion zu werfen, ohne ein Konzept dahinter zu haben, das sie allen aufs Auge drückt. (Abg. Dr. Brinek: Nein, nein, nein!) Das kennen wir von der ÖVP. Ich bin sehr dankbar dafür, dass hier ein anderer Weg gegangen wird, dass es eine breite Diskussion darüber gibt und dass wir die Möglichkeit haben, gemeinsam etwas zu gestalten.
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt überhaupt nicht!
Was wollen Eltern für ihre Kinder? Was wollen Eltern für sich? – Sie wollen die Möglichkeit haben, ihre Kinder so beschulen zu lassen, dass sich ihre Kinder wohlfühlen, dass diese Kinder die Möglichkeit haben, zu lernen, dass sie selbstständig arbeiten können – etwas, was mit einem guten Gesamtschulsystem sicher möglich ist. Wir haben das auch schon mehrfach gehört: Wer sich zu jung entscheiden muss, hat oft die Schwierigkeiten damit, was es dann wird. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt überhaupt nicht!) Es ist eine rein soziale Entscheidung, was dann passiert, und es hat nichts damit zu tun, dass wir wollen, dass alles nivelliert wird. Selbstverständlich funktioniert eine Gesamtschule nur dann gut, wenn es die entsprechenden Fördermöglichkeiten gibt. Klassenunterschiede sollten nicht dadurch gefördert werden, dass wir ständig verschiedene Schulsysteme unterstützen!
Beifall bei den Grünen.
Vielleicht kann sich die SPÖ mit der ÖVP darauf einigen, dass sie das unterstützen darf. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Da sind aber die Gehaltserhöhungen ...!
Herr Kollege Brosz, ich habe mich auf eine offizielle Darstellung des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst bezogen, nach der es eine Budgetsteigerung von 10,15 Prozent zwischen den Jahren 2006 und 2007 gibt. Sie haben recht, wenn Sie sagen, das vergleicht Voranschlag mit Voranschlag. Letztes Jahr hat Frau Ministerin Gehrer dann wesentlich mehr Geld ausgegeben – wogegen wir gar nichts haben! –, sodass, wenn man sieht, was ausgegeben wurde und was jetzt im Voranschlag steht, die Steigerung eine geringere ist. Das Finanzministerium ist sich in seinen Unterlagen auch nicht ganz im Klaren, wie viel das ist. Es sind etwa 4 bis 5 Prozent heuer, und nächstes Jahr noch einmal 1,5 Prozent. Wobei man dann ganz fairerweise dazusagen müsste: Noch wissen Sie ja gar nicht, was die Frau Ministerin Schmied dem neuen Finanzminister heuer alles zusätzlich „hinausreißen“ wird, sodass wir dann die volle Klarheit über die Steigerung nach Ihrer Rechnung doch erst haben werden, wenn wir in einem Jahr Erfolg 2006 mit Erfolg 2007 vergleichen werden. – Also, ich entschuldige mich zum Teil, habe aber auch ein „Papierl“, das meine Lesart stützt. (Abg. Brosz: Da sind aber die Gehaltserhöhungen ...!)
Abg. Dr. Brinek: Da braucht man therapeutische Hilfe!
vor einem Direktor, der sagt: Der ist zu blöd für die AHS – mit neuneinhalb! Ich steh immer noch davor! (Abg. Dr. Brinek: Da braucht man therapeutische Hilfe!) Und ich will das einfach nicht mehr, dass es das in diesem Land gibt, dass Direktoren aus irgendeinem Grund über Neuneinhalbjährige solche Urteile treffen können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
vor einem Direktor, der sagt: Der ist zu blöd für die AHS – mit neuneinhalb! Ich steh immer noch davor! (Abg. Dr. Brinek: Da braucht man therapeutische Hilfe!) Und ich will das einfach nicht mehr, dass es das in diesem Land gibt, dass Direktoren aus irgendeinem Grund über Neuneinhalbjährige solche Urteile treffen können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir wollen über das aber nicht streiten. Das ist nur eines meiner Motive. Deswegen gebe ich meinen Verstand auch nicht an der Kassa ab. Ich weiß, das Ziel ist, dass wir von der SPÖ Sie überzeugen wollen, dass wir gemeinsam ein Modell erarbeiten, von dem auch für Sie außer Streit steht, dass diese neue Schule besser ist als Hauptschule und AHS. Sie muss auch besser sein als die heutige AHS! Und in der AHS gibt es Verbesserungspotenzial ohne Ende – da sind wir uns alle einig –: undifferenziert, wenig Förderunterricht, wenn einer schlecht ist, wird er „hinausgehaut“, wenn einer nicht passt, schieben wir ihn in die Hauptschule ab. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Also, es gibt ja in der AHS doch anerkannterweise – Kollegin Brinek im Gegensatz zu Ihnen nickt, weil sie weiß, wovon ich spreche! – noch Potenzial.
Abg. Rädler: Es geht ums Geld! Den Gemeinden geht’s ums Geld!
Wir sind auf diesem Weg gegangen, er wird sicher lange dauern. Wir wissen, dass wir Ihnen gegenüber sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, dass wir Sie an Bord holen müssen und dass es uns und den Fachleuten gelingen muss, auch Sie davon zu überzeugen, dass das Neue nicht der Eintopf, nicht das Schlechtere, nicht das Gut-und-schlecht-Zusammenspannen ist, sondern etwas ganz Neues, das für alle Kinder mehr bedeutet, als Schulen heute bedeuten können. (Abg. Rädler: Es geht ums Geld! Den Gemeinden geht’s ums Geld!)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Und dann werden wir im Unterrichtsausschuss sicher intensiv und nicht nur einen Nachmittag lang darüber sprechen, aber wir werden uns doch auch nicht ganz den Erfahrungen und Wohlmeinungen dieser Experten verschließen können. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!
Aber dort wird mit neuneinhalb Jahren niemandem gesagt: Du hast einen Dreier in der vierten Klasse Volksschule und gehst in die Hauptschule! – Dort wird jeder mitgenommen ins Gymnasium (Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!), und wenn jemand schlecht ist, dann repetiert er, aber er wird nicht hinausgeworfen. So ist es. (Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!)
Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!
Aber dort wird mit neuneinhalb Jahren niemandem gesagt: Du hast einen Dreier in der vierten Klasse Volksschule und gehst in die Hauptschule! – Dort wird jeder mitgenommen ins Gymnasium (Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!), und wenn jemand schlecht ist, dann repetiert er, aber er wird nicht hinausgeworfen. So ist es. (Abg. Dr. Brinek: Über diese Klippe können wir ja reden!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Wenn Sie daher das Beispiel des Lycée anführen, dann sage ich: Willkommen in der Realität! Ja, genau solche Schulen wollen wir, wo man mit neuneinhalb Jahren nicht weggeschickt wird und einem der weitere Bildungsweg verbaut wird, weil man einen Dreier im Zeugnis hat. Wir wollen eine Schule, in die man weitergehen kann bis vierzehn, auch wenn man mit neuneinhalb einen Dreier hat. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Zinggl. – Abg. Dr. Brinek: Wir müssen das überhaupt reformieren!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Ich hätte zuerst eine Anregung und eine Bitte: Wir diskutieren jetzt unter einem, wie wir immer so schön zu sagen pflegen, die Kapitel Unterricht, Kunst und Kultur, und das mischt sich ja laufend in den Wortmeldungen. Ich würde einmal anregen, das vielleicht für die kommende Budgetdebatte zu trennen, sodass wir zuerst möglicherweise alle zum Kapitel Unterricht sprechen und dann alle zum Kapitel Kunst und Kultur, weil es ja viel angenehmer ist, auf die Vorredner, die zur Schule sprechen, zu replizieren, und weil es, so glaube ich, damit dann auch für die Zuhörer viel einfacher ist, der Debatte zu folgen. Ich persönlich würde das als sehr angenehm empfinden, dass man sagt: Diskutieren wir einmal die Schule fertig, und dann gehen wir zu Kunst und Kultur weiter! – Dies nur als eine Anregung und eine Bitte für das nächste Jahr, weil es dann, glaube ich, auch für die Kollegen hier im Saal viel einfacher ist, der Debatte zu folgen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Zinggl. – Abg. Dr. Brinek: Wir müssen das überhaupt reformieren!)
Abg. Dr. Brinek: Ja!
Da ist zunächst einmal das Problem der nicht vorhandenen Integration und der nicht vorhandenen Deutschsprachkenntnisse in weiten Bereichen der Volksschüler zu nennen. Man muss einmal klipp und klar feststellen, dass mittlerweile zu viele Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schule einsteigen! (Abg. Dr. Brinek: Ja!) Da gibt es Schulen, mittlerweile sogar in Tirol, in Innsbruck, wo der Ausländeranteil oder der Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache bei 80 Prozent liegt. Und da gibt es natürlich Probleme! (Abg. Dr. Brinek: Absolut richtig!)
Abg. Dr. Brinek: Absolut richtig!
Da ist zunächst einmal das Problem der nicht vorhandenen Integration und der nicht vorhandenen Deutschsprachkenntnisse in weiten Bereichen der Volksschüler zu nennen. Man muss einmal klipp und klar feststellen, dass mittlerweile zu viele Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schule einsteigen! (Abg. Dr. Brinek: Ja!) Da gibt es Schulen, mittlerweile sogar in Tirol, in Innsbruck, wo der Ausländeranteil oder der Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache bei 80 Prozent liegt. Und da gibt es natürlich Probleme! (Abg. Dr. Brinek: Absolut richtig!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist also ein großer Teilbereich, wo in der Vergangenheit – wo Sie also nichts dafür können, Frau Minister – Probleme gemacht wurden, weil man auf die Warnungen der Freiheitlichen Partei nicht gehört hat. Wir sind immer als die sogenannten Ausländerhetzer verschrien worden, weil wir gefordert haben, dass Leute, die zu uns kommen, natürlich Deutsch können müssen – und dass sie natürlich Deutsch können müssen, wenn sie in die Schule eintreten! (Beifall bei der FPÖ.) Das ist doch eine Grundvoraussetzung, die jedoch in den vergangenen Jahren nicht ansatzweise erfüllt wurde.
Beifall bei der FPÖ
Ich finde es vermessen – und das muss man hier einmal sagen –, was man hier macht: Wir diskutieren hier doch permanent nur darüber, wie früh wir Kinder aus dem Schoße der Eltern weggeben können und möglicherweise ganztägig in ein Schulsystem, in ein Ausbildungssystem hineingeben können. Lassen wir doch zumindest den Eltern die Wahlfreiheit (Beifall bei der FPÖ) – die Wahlfreiheit darüber, selbstständig zu entscheiden (Zwischenruf der Abg. Hradecsni), ob sie bei ihren Kindern bleiben wollen!
Zwischenruf der Abg. Hradecsni
Ich finde es vermessen – und das muss man hier einmal sagen –, was man hier macht: Wir diskutieren hier doch permanent nur darüber, wie früh wir Kinder aus dem Schoße der Eltern weggeben können und möglicherweise ganztägig in ein Schulsystem, in ein Ausbildungssystem hineingeben können. Lassen wir doch zumindest den Eltern die Wahlfreiheit (Beifall bei der FPÖ) – die Wahlfreiheit darüber, selbstständig zu entscheiden (Zwischenruf der Abg. Hradecsni), ob sie bei ihren Kindern bleiben wollen!
Abg. Dr. Brinek: ... Rahmenlehrplan!
Der nächste Punkt, der mich als Lehrer wirklich irritiert: Man hat phasenweise zu wenig Zeit, in der Schule mit den Kindern zu üben, weil die Lehrpläne so voll sind. (Abg. Dr. Brinek: ... Rahmenlehrplan!) Nun, was passiert? – Gute Schüler kommen natürlich mit, das ist schon klar, aber schlechtere Schüler tun sich schwerer. Und was passiert? – Die Eltern müssen tief in die Tasche greifen und Milliarden ausgeben, damit sie ihren Kindern über den Nachhilfeunterricht das beibringen und nachliefern, was wir eigentlich in der Schule weitertransportieren müssten.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was bedeutet das? – Dass das differenzierte Schulsystem per se nicht schlechter ist, sondern es kommt darauf an, welche Voraussetzungen, welche Einstellung, o ob Verhaltensauffälligkeiten und so weiter vorliegen – ich brauche das nicht zu wiederholen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Werden Sie auch dem Entschließungsantrag zustimmen?
Ich sage Ihnen auf jeden Fall: Gehen wir das, wenn überhaupt, strategisch an! Schauen wir, wo die Probleme sind! Diskutieren wir das gemeinsam durch, und dann werden wir schon sehen, was herauskommt! Aus derzeitiger freiheitlicher Sicht sind wir klipp und klar für die Erhaltung – möglicherweise auch in Ansätzen für die Verbesserung – des differenzierten Schulsystems mit den vielen, vielen Begleitmaßnahmen, die erforderlich sind, um die Schüler tatsächlich fit für die Zukunft zu machen. Frau Minister, wir werden da sicherlich mit Ihnen mitarbeiten! – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Werden Sie auch dem Entschließungsantrag zustimmen?)
Demonstrativer Beifall der Abg. Zwerschitz.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Zum geschätzten Vorredner: Ich freue mich, wenn es viele gibt, die mitarbeiten, mitmachen, mitdiskutieren, aber eines sei zur Frühförderung schon gesagt: Es darf, glaube ich, angenommen werden, dass uns ein Gedanke verbindet, nämlich dass eine Benachteiligung, die aus dem Start in einer ganz bestimmten herkunftsfamiliären Situation erwächst, uns nicht auf unserem ganzen Lebensweg zum Verhängnis werden sollte. (Demonstrativer Beifall der Abg. Zwerschitz.) Und Frühförderung im Kindergarten ist da ein wesentlicher Ansatzpunkt. Ich glaube, da haben wir auch noch nicht alle Chancen ausgelotet. – Danke für die Zustimmung.
Beifall bei der ÖVP
Ich möchte an dieser Stelle auch eine Richtigstellung anbringen und im Sinne des Kollegen Auer – der das ja ausgeführt hat; dem ganzen Sinn seiner Rede nach war es erkenntlich – hier nochmals klarstellen: Wir sind für die Beibehaltung des differenzierten Systems (Beifall bei der ÖVP) – um die Hauptschulen zu erhalten, die Gymnasien zu erhalten, die HAKs zu erhalten, die HBLAs zu erhalten (Abg. Broukal: Das hat beim Auer aber anders geklungen!), die HTLs zu erhalten und sie dennoch qualitativ zu verbessern.
Abg. Broukal: Das hat beim Auer aber anders geklungen!
Ich möchte an dieser Stelle auch eine Richtigstellung anbringen und im Sinne des Kollegen Auer – der das ja ausgeführt hat; dem ganzen Sinn seiner Rede nach war es erkenntlich – hier nochmals klarstellen: Wir sind für die Beibehaltung des differenzierten Systems (Beifall bei der ÖVP) – um die Hauptschulen zu erhalten, die Gymnasien zu erhalten, die HAKs zu erhalten, die HBLAs zu erhalten (Abg. Broukal: Das hat beim Auer aber anders geklungen!), die HTLs zu erhalten und sie dennoch qualitativ zu verbessern.
Abg. Broukal: ... so seit Blair!
Was machen denn Länder, was entscheiden denn Länder, die auf Gesamtschulsysteme umgestellt haben? – Ich habe gerade erst einen Bericht gelesen, dass in Großbritannien nach der Beseitigung der Gymnasien nicht nur der Aufstieg von benachteiligten Kindern nicht gefördert wurde, sondern dass sie in Wirklichkeit noch stärker benachteiligt werden. Die Überschrift lautete: Wo früher Leistung entscheidend war, sind es jetzt die Wohngegend und die Immobilienmaklerpreise. – Das heißt, das Boomen der elitären, hoch bezahlten Schulen ... (Abg. Broukal: ... so seit Blair!)
Abg. Brosz: Nein!
Korea liegt im Problemlösen auf Platz Nummer eins. – Haben Sie in den letzten Tagen die „Furche“ gelesen und auch den Bericht, den der Bundespräsident mit seiner Delegation aus Korea gebracht hat? – Es kann jeder in Asien ein Schulsystem haben, wie er möchte, aber: hoher Einsatz privater Mittel für Nachhilfe, Büffeln bis 20 Uhr am Abend, Auswendiglernen. Eine Schweizer Lehrerin mit den Erfahrungen eines differenzierten Systems, die von dort berichtet hat, sagt: Ich habe zu Hause denken gelernt – hier lernt man auswendiglernen. – Wollen Sie so ein Gesamtschulsystem (Abg. Brosz: Nein!) aus Platz eins im Ergebnis von PISA ableiten? – Nein. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Sie werden es nie lernen! – ... vergleicht uns mit Korea! Nächstes Mal reden wir über Djibouti!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Sie werden es nie lernen! – ... vergleicht uns mit Korea! Nächstes Mal reden wir über Djibouti!
Korea liegt im Problemlösen auf Platz Nummer eins. – Haben Sie in den letzten Tagen die „Furche“ gelesen und auch den Bericht, den der Bundespräsident mit seiner Delegation aus Korea gebracht hat? – Es kann jeder in Asien ein Schulsystem haben, wie er möchte, aber: hoher Einsatz privater Mittel für Nachhilfe, Büffeln bis 20 Uhr am Abend, Auswendiglernen. Eine Schweizer Lehrerin mit den Erfahrungen eines differenzierten Systems, die von dort berichtet hat, sagt: Ich habe zu Hause denken gelernt – hier lernt man auswendiglernen. – Wollen Sie so ein Gesamtschulsystem (Abg. Brosz: Nein!) aus Platz eins im Ergebnis von PISA ableiten? – Nein. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Sie werden es nie lernen! – ... vergleicht uns mit Korea! Nächstes Mal reden wir über Djibouti!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich auf die Diskussion. Das Regierungsprogramm gilt! Wir haben gute Studien. Werten wir sie aus, und machen wir allenfalls neue! – Danke. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Niederwieser –: Also es war kein Elitegymnasium?
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser zu Wort gemeldet. Sie kennen die Bestimmungen des § 58 der Geschäftsordnung. 2 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Brinek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Niederwieser –: Also es war kein Elitegymnasium?)
Abg. Dr. Brinek: Stimmt das nicht?
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Kollegin Brinek hat gesagt, Abgeordneter Niederwieser hat ein Elitegymnasium in Niederösterreich besucht. (Abg. Dr. Brinek: Stimmt das nicht?)
Abg. Dr. Brinek: Warum? Was ist so Schlechtes daran?
Von einem „Elitegymnasium“ war da nie die Rede, und man würde sich dort auch wirklich dagegen verwahren (Abg. Dr. Brinek: Warum? Was ist so Schlechtes daran?), das als „Elitegymnasium“ zu bezeichnen – wo es darum gegangen ist, Kindern aus armen Familien die Möglichkeit zu einem Studium zu geben, die ihnen damals das öffentliche Bildungssystem nicht geboten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Von einem „Elitegymnasium“ war da nie die Rede, und man würde sich dort auch wirklich dagegen verwahren (Abg. Dr. Brinek: Warum? Was ist so Schlechtes daran?), das als „Elitegymnasium“ zu bezeichnen – wo es darum gegangen ist, Kindern aus armen Familien die Möglichkeit zu einem Studium zu geben, die ihnen damals das öffentliche Bildungssystem nicht geboten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: „Elitegymnasium“ hat einen bestimmten Begriff ..., wirklich!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für mich klingt das schon irgendwie ganz eigenartig, wenn man diskutiert: Welches der Gymnasien, in denen jemand war, war das bessere, und was war ein „Elitegymnasium“ und was nicht? (Abg. Dr. Niederwieser: „Elitegymnasium“ hat einen bestimmten Begriff ..., wirklich!)
Beifall bei den Grünen.
Ja, wo sind wir denn! – Frau Ministerin, das gehört geändert! Jedes Kind hat das Recht auf Integration, und zwar nicht abhängig davon, ob andere das wollen oder nicht, sondern das ist ein legitimes Recht, und da braucht niemand gefragt zu werden! Und das, Frau Ministerin, ist endlich auch einmal sicherzustellen, denn das ist auch ein Teil des Behindertengleichstellungsgesetzes, obwohl der Bildungsbereich ausgenommen worden ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ein österreichischer Sozialpaß oder Ähnliches, womit Menschen mit einem geringen Einkommen dann gratis diese Veranstaltungen besuchen können, sollte, so glaube ich, eine Selbstverständlichkeit werden, und nicht ein Sozialakt sein. (Beifall bei den Grünen.) Deshalb bitte ich Sie, Frau Ministerin, mit den Ländern darüber zu diskutieren, damit das auch endlich umgesetzt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ein österreichischer Sozialpaß oder Ähnliches, womit Menschen mit einem geringen Einkommen dann gratis diese Veranstaltungen besuchen können, sollte, so glaube ich, eine Selbstverständlichkeit werden, und nicht ein Sozialakt sein. (Beifall bei den Grünen.) Deshalb bitte ich Sie, Frau Ministerin, mit den Ländern darüber zu diskutieren, damit das auch endlich umgesetzt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist ein ganzes Bündel an wichtigen Maßnahmen, das verhindern soll, dass Jugendliche auf der Straße landen und ihre Chancen im weiteren Leben dann sehr eingeschränkt bleiben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bösch: Das ist eine unkorrekte Mitteilung! Wie heißt der Herr Minister?
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Ich teile mit, dass Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied wegen eines Auslandsaufenthaltes innerhalb der Europäischen Union ab 12.15 Uhr von Herrn Bundesminister Gio Hahn vertreten wird. (Abg. Dr. Bösch: Das ist eine unkorrekte Mitteilung! Wie heißt der Herr Minister?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Kurzmann dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Bundesministerin Dr. Schmied den erwähnten Bericht.
Frau Bundesministerin, bitte sorgen Sie dafür, dass es einen sorgfältigen und effizienten Mitteleinsatz für das wichtige Kulturprojekt in Linz geben wird! Ich weiß, dass Sie als Bundesministerin sehr viel mehr zu tun haben, als Kontrollberichte zu lesen, ich möchte aber trotzdem diesen Versuch unternehmen – es wird jemanden in Ihrem Haus geben, der sich auf das Controlling versteht – und Ihnen den Bericht überreichen. Ich darf Sie bitten, dafür zu sorgen, dass auch von Bundesseite her darauf geachtet wird, dass die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Kurzmann dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Bundesministerin Dr. Schmied den erwähnten Bericht.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Peter Eisenschenk (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wieder zurück zum Thema Schule. – In diesen Tagen startet in Österreich die schriftliche Matura, und Ende Juni, wenn auch die mündlichen Prüfungen abgeschlossen sein werden, werden knapp 60 Prozent der Reifeprüfungszeugnisse von berufsbildenden höheren Schulen stammen. Aus eigener beruflicher Erfahrung weiß ich, dass wir auf diese Absolventen stolz sein können, denn sie repräsentieren ein sehr erfolgreiches Schulsystem und sind mit Recht als zukünftige Mitarbeiter in einem Betrieb sehr gefragt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Von den höheren Schulen hat niemand geredet!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht optimal hingegen ist, dass im kommenden Schuljahr in den ersten Jahrgängen und Klassen eine Überschreitung der Klassenschülerhöchstzahl um 20 Prozent möglich sein wird. Das bedeutet, dass es zu einer Anzahl von bis zu 36 Schülern in einer Klasse kommen kann. Dazu ein konkretes Beispiel aus Niederösterreich: An der Hälfte aller Handelsakademien und Handelsschulen wird es Klassen geben mit mehr als 30 Schülern – leider keine Spur von 25! (Abg. Faul: Von den höheren Schulen hat niemand geredet!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Richtig! Die Diagnose ist richtig!
Die hohen Schülerzahlen sind insbesondere in den ersten Klassen der Fachschulen aus pädagogischen Gründen sehr herausfordernd, und zwar auf Grund der Tatsache, dass sehr viele Schüler mit nicht optimalen Einstiegsvoraussetzungen gar nicht vorhaben, über die neunte Schulstufe hinaus die Schule zu besuchen. Das führt zu einer Störung des Systems für alle Beteiligten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Richtig! Die Diagnose ist richtig!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang stelle ich die derzeitige Praxis zur Feststellung der Befähigung von Schülern zur Aufnahme an einer BMHS in Frage. Für mich sind daher, zusammenfassend, folgende Maßnahmen unbedingt erforderlich: Bereits im kommenden Schuljahr ist – wo es räumlich möglich ist – auf die 20-prozentige Überschreitung der Klassenschülerhöchstzahl zu verzichten. Die Senkung der Klassenschülerzahl auf 25 im BMHS-Bereich ist rasch durchzuführen. Weiters sind neue Methoden zu entwickeln, um die Aufnahmevoraussetzungen für Ausbildungswerber festzulegen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nur auf diese Weise erhalten wir unser effizientes berufsbildendes
Beifall bei der ÖVP.
Schulsystem, und so halten Sie es am Puls der Zeit! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin, leider gehst du hinaus, ich wollte dir den hochachtungsvollen Dank der Pflichtschullehrer aus der Steiermark überbringen, weil die sich das erste Mal auch mit angesprochen gefühlt haben, wenn eine Bundesministerin von Schule gesprochen hat. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Es ist so!
Abg. Neugebauer: Das ist falsch! Ein bisschen zuhören! Ich schreibe nichts fest!
Kollege Neugebauer, wenn du heute hergehst und sagst, du willst von vornherein die Richtlinien für die Schulversuche festschreiben, dann weiß ich, dass das wieder Dinge sind, die zurückhaltend wirken. (Abg. Neugebauer: Das ist falsch! Ein bisschen zuhören! Ich schreibe nichts fest!) Das habe ich dir angesehen. In Wirklichkeit geht es ja nicht um die Organisationsform, sondern um die Änderung des Systems.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neugebauer
Lieber Kollege Neugebauer, du warst damals bereits im Dienst (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neugebauer), als ich in den siebziger Jahren bei den Schulversuchen bezüglich der integrierten Gesamtschule dabei war. Lieber Kollege Neugebauer, du hast diese Berichte gelesen: Sie waren sehr erfolgreich! Das hat man immer unter den Tisch gekehrt, weil es aus der Ideologie heraus nicht gepasst hat, diese Schule in das Regelschulwesen überzuführen. Das war es in Wirklichkeit!
Abg. Neugebauer: Bitte!
Kollege Neugebauer, ich muss dir das sagen (Abg. Neugebauer: Bitte!), weil sowohl die Frau Bundesministerin als auch du von der Wirtschaft und von den Eliten gesprochen habt. Es ist richtig – auch ich bekenne mich dazu –, dass die Wirtschaft gut ausgebildete Leute braucht. Aber ich nenne dir ein Beispiel aus der Wirtschaft, nämlich: Wenn heute der Präsident der Deutschen Bank sagt, dass er 13 000 Leute entlassen muss, und man ihn fragt, warum, dann sagt er, dass er seinen Gewinn für die Börsen-Marge von 18 Prozent auf 25 Prozent steigern muss. Fragt man ihn, warum, dann sagt er, dass er das tun muss, damit die Leute mehr anlegen. – Das ist sein betriebswirtschaftlicher Ansatz. Fragt man ihn dann, was er mit den Menschen im volkswirtschaftlichen Bereich tut, dann sagt er: Du, das interessiert mich eigentlich nicht, das soll die Politik für uns regeln, das ist ein volkswirtschaftlicher Ansatz!
Abg. Neugebauer: Das habe ich überhaupt nicht gesagt!.
Lieber Kollege Neugebauer, ich glaube nicht, dass dieser betriebs- und volkswirtschaftliche Ansatz auch für die Schulen gelten muss. Ich glaube nicht, dass es unsere Aufgabe ist, uns nur um die besseren Schüler zu kümmern, uns nur um die zu kümmern, die fortkommen können, die man nach oben bringen kann, und nach unten den Satz liegen zu lassen. Ich glaube, dass wir Verantwortung, auch volkswirtschaftliche Verantwortung haben für die Schülerinnen und Schüler, die von Haus aus nicht so begabt sind wie die anderen, und dass man die auch mitfördern muss. (Abg. Neugebauer: Das habe ich überhaupt nicht gesagt!.) Wie immer du das nennen möchtest, es bringt die gemeinsame Schule einfach die besseren Voraussetzungen dafür, dass auch jene Schülerinnen und Schüler gefördert werden, die uns bis jetzt durch den Rost gefallen sind. Es kann nicht sein, dass im so hoch entwickelten Staat
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zweytick: Na, na, na!
Österreich 20 Prozent nicht lesen können, und wenn ihr das weiterhin betreibt, werden bald 50 Prozent nicht lesen und rechnen können. – Freunde, denkt einmal darüber nach! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zweytick: Na, na, na!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Johann Georg Schelling (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte mit einer Bemerkung in Richtung der Herren Niederwieser und Brosz beginnen: Wir haben uns hier nicht gegen eine Ministerin oder gegen eine Koalition zu entscheiden, sondern wir haben uns hier damit zu befassen, für die Schülerinnen und Schüler und für die Jugendlichen das Beste zu machen. Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine zweite Bemerkung: Das Füllhorn, das jetzt sozusagen über das Bildungssystem ausgegossen wurde, ist sicher kein unendlich volles. Daher ist dringend zu fordern, dass die Frau Bundesminister umgehend die synergetischen Potentiale lotet und diese auch hebt. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich würde daher vorschlagen, neben der PISA-Studie, die jetzt gemacht wird, auch ein PISA für Unterrichtsministerinnen einzuführen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) „P“ steht dabei für: Projekte zur Qualitätssicherung starten, „I“ steht für: Institutionen reformieren, „S“ steht für: Schulsystem mit den Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt optimieren,
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte das zitieren, was Sie im Ausschuss gesagt haben. Sie haben gesagt, eines Ihrer großen Ziele ist: Schule muss wieder Spaß machen. – Frau Ministerin, wenn Sie mit diesen Alleingängen weitermachen, werden Sie der größte Spaßverderber werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: Das ist kein sekundäres Problem!
Wenn es um eine gemeinsame Schule geht und die Besoldungsfrage andiskutiert wird, dann ist das ein sekundäres Problem. Zunächst brauchen wir die gesetzliche Regelung für diese Gesamtschule. (Abg. Neugebauer: Das ist kein sekundäres Problem!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber weniger Schüler allein bewirken noch keinen besseren Unterricht. Es muss in diesem Bereich sehr viel Spielraum geschaffen werden, um der Individualisierung des Unterrichts möglichst entgegenzukommen. Wir haben das in unseren Lehrplänen festgeschrieben. Aber es gab immer zu viele Schüler, um zu individualisieren. – Jetzt haben wir weniger Schüler und jetzt erwarten wir auch, dass diese Individualisierung für die Schüler durchgeführt wird, so wie es das Gesetz und der Lehrplan vorschreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Andrea Eder-Gitschthaler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Liebe Besucherinnen und Besucher auf der Galerie! Hohes Haus! Kunst und Kultur haben in Österreich einen hohen Stellenwert – und ich meine wirklich, in ganz Österreich. Bei aller Wertschätzung für die Kultureinrichtungen in Wien dürfen wir die zahlreichen Institutionen in den Bundesländern nicht vergessen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mein Kollege Morak hat schon ausgeführt, dass rund 85 Prozent des Kultur- und Kunstbudgets für Kultureinrichtungen in Wien reserviert sind. Aber auch wir in der Provinz haben hervorragende Kultureinrichtungen, die zumindest auch noch billiger und effizienter arbeiten – und die müssen vom Bund entsprechend unterstützt und gefördert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Dazu habe ich bereits bei den Beratungen zum Kulturbudget im Ausschuss eine Anfrage an die Frau Ministerin gestellt. In dieser ging es mir speziell um die Förderung der Salzburger Festspiele und um allfällige Budgetkürzungen für 2008. Glücklicherweise wurde mir versichert, dass da keinerlei Kürzungen vorgenommen werden und dass damit die 5,2 Millionen für 2007 und – davon gehe ich natürlich aus, Frau Ministerin – auch für 2008 zur Verfügung stehen. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Sie müssen wissen, die Salzburger Festspiele sind ein wichtiger Motor für unser Bundesland. Sie beschäftigen im Sommer rund 5 000 Personen. Das bedeutet neben dem wirtschaftlichen Faktor natürlich auch viele Arbeitsplätze und damit die Existenzsicherung für viele Menschen.
Beifall bei der ÖVP.
Aber nicht nur die Hochkultur liegt mir am Herzen, auch die Arbeit der vielen kleinen Kultureinrichtungen in unseren Bundesländern muss entsprechend und rechtzeitig unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP.) Damit gab es leider auch bei uns in Salzburg massive Probleme. Aber auch hier, Frau Ministerin, haben Sie mir schriftlich zugesichert, dass ein Großteil der beantragten Subventionen auf Basis der aktuell greifenden Budgetprovisorien als Überbrückungssubvention bewilligt wurde – und diese wurden hoffentlich auch schon angewiesen.
Beifall bei der ÖVP.
auf höchstem Niveau für uns alle erlebbar machen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ich sage euch, liebe Kolleginnen und Kollegen: Das Bild dort draußen ist ein ganz anderes, als es hier zum Teil gezeichnet wird. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Ich freue mich, dass endlich wieder einmal an den Schulen – und das ist das Entscheidende: Wie stehen die Lehrer, wie stehen die Schulleiter, schlussendlich dann auch die Eltern zu dieser Schule? Wie entgegnen sie? – eine vollkommen neue Stimmung ist. Keine Gehrer-Depressionen mehr, dass alle sagen: Schon wieder ein Hin und Her! Wie geht es mit den Bezügen vorwärts? Und so weiter. Es ist erstmals – und für mich, der ich auch noch die Ära Sinowatz als junger Lehrer erlebt hat – wieder eine echte Aufbruchsstimmung an den Schulen. Die Lehrer freuen sich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage euch, liebe Kolleginnen und Kollegen: Das Bild dort draußen ist ein ganz anderes, als es hier zum Teil gezeichnet wird. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Ich freue mich, dass endlich wieder einmal an den Schulen – und das ist das Entscheidende: Wie stehen die Lehrer, wie stehen die Schulleiter, schlussendlich dann auch die Eltern zu dieser Schule? Wie entgegnen sie? – eine vollkommen neue Stimmung ist. Keine Gehrer-Depressionen mehr, dass alle sagen: Schon wieder ein Hin und Her! Wie geht es mit den Bezügen vorwärts? Und so weiter. Es ist erstmals – und für mich, der ich auch noch die Ära Sinowatz als junger Lehrer erlebt hat – wieder eine echte Aufbruchsstimmung an den Schulen. Die Lehrer freuen sich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Es geht nicht so sehr darum, einen Euro mehr zu bekommen. Es geht vielmehr darum, zu wissen: Wir haben eine Ministerin, wir haben eine Regierung, die zur Schule steht, die hinter der Schule steht, die für die Schule kämpft. – Das wird auch das sein, was wir brauchen, wenn es heißt: Fit machen für die Schule, motivieren für die Schule! Dann müssen wir bei uns beginnen, nämlich damit, den Weg dorthin auch geistig zu ebnen. Da tut es mir weh, wenn ich weiß, dass Kollegin Franz, die anschließend noch zu Wort kommen wird, an alle Hauptschullehrer einen Brief verschickt, in dem sie bittet: Helft mit, dass wir unser äußerlich differenziertes Schulsystem erhalten können! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Sollen sich doch die Gewerkschaftsfunktionäre anstrengen!
Frau Kollegin Franz, ich sage Ihnen: Es ist die tägliche Praxis, wie ich sie an den Schulen erlebe, dass die Lehrer ganz anders reagieren. Der erste Hauptschullehrer hat gefragt: Du, was soll das, was die mir da schreibt? Wissen Sie, was der Befragte geantwortet hat? – Ich darf kurz zitieren: Was bringt die frühe Selektion? (Abg. Mag. Donnerbauer: Sollen sich doch die Gewerkschaftsfunktionäre anstrengen!) – Volksschullehrer, die fast allen Kindern zu 100 Prozent „Sehr gut“ ins Zeugnis schreiben, um dem riesigen Elterndruck auszuweichen; überforderte Kinder, die von pädagogisch ahnungslosen Professoren im Stich gelassen werden; Millionen an Nachhilfegeldern, die bezahlt werden, um den Sprössling durchzubringen; städtische Restschulen, die als soziales Biotop Sozialhilfeempfänger produzieren. Und so weiter.
Ironische Heiterkeit des Abg. Neugebauer.
Liebe Frau Franz, steht in dieser Antwort weiter, ich kann das Gerede von der Bildungsvielfalt nicht mehr hören. Ein Bildungssystem, von adeligen und neureichen Bürgern zur Absicherung ihrer Vormachtstellung erfunden, wird mit Zähnen und Klauen verteidigt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Neugebauer.) Warum eigentlich?
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
beim Übergang Volksschule, Hauptschule, Gymnasium. Alle Welt sagt – da braucht man kein Studium, und alle Studien bestätigen das übrigens –: Dieser Zeitpunkt ist zu früh! Auch die Ergebnisse zeigen es. Die Probleme, die wir haben, wurden genau mit diesem Schulsystem produziert. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Warum ist man nicht offen und sagt: Wir gehen diesen neuen Weg, diese frühe Selektion werden wir weglassen, um in Zukunft eine neue, moderne Schule zu erhalten, die uns dann auch ermöglicht, die Ziele, die wir alle – und das unterstelle ich jetzt – wollen, nämlich dass alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, die beste Förderung bekommen, zu erreichen!? Die Guten sollen stärker gefordert werden und die Schwächeren entsprechend gefördert. Das kann man nur in einer innerlich gut differenzierten gemeinsamen Schule. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Abg. Broukal: Eindeutige Nivellierung nach oben!
Und wo bleibt die Qualität? Geht es in der Debatte über die Gesamtschule um eine Nivellierung nach unten oder nach oben? (Abg. Broukal: Eindeutige Nivellierung nach oben!) Was wollen wir für wen erleichtern? Ich denke, in der Bildungsdebatte muss es um beides gehen: um den Bedarf, der sich nach den Bedürfnissen richtet, und um die Qualität der Ausbildung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und wo bleibt die Qualität? Geht es in der Debatte über die Gesamtschule um eine Nivellierung nach unten oder nach oben? (Abg. Broukal: Eindeutige Nivellierung nach oben!) Was wollen wir für wen erleichtern? Ich denke, in der Bildungsdebatte muss es um beides gehen: um den Bedarf, der sich nach den Bedürfnissen richtet, und um die Qualität der Ausbildung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Bürgermeister und damit Standorterhalter und Schulerhalter einer kleinen Landschule ist mir natürlich die Standortsicherung im ländlichen Raum sehr, sehr wichtig. Gerade Kleinschulen zeugen von der Vielfalt, von der regionalen Vielfalt und von der Wahrung von persönlichen Bedürfnissen. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass gerade in Kleinschulen die Qualität der Ausbildung besonders hoch ist, und diese darf nicht leiden, sondern muss immer weiter verbessert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Broukal.
Daher ist es wichtig, in den regionalen Bedarf zu investieren und zusätzlich dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur so weit verbessert wird, dass diese Schulen auch in Zukunft erhalten bleiben. Die kleinen Gemeinden allein können das nicht schaffen, dazu brauchen sie auch die Unterstützung des Bundes, also unsere gemeinsame Unterstützung. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Broukal.)
Abg. Dr. Brinek: Auch Kinder mit deutscher Muttersprache!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Prinz, erlauben Sie mir nur die Seitenbemerkung, dass nicht nur Kinder nichtdeutscher Muttersprache Probleme mit Deutsch haben können. (Abg. Dr. Brinek: Auch Kinder mit deutscher Muttersprache!) Ich kann Ihnen als Mutter eines legasthenischen Kindes hier mit Leidgeschichten dienen. – Aber das war nur eine Seitenbemerkung.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, man spürt nach den wenigen Wochen, seitdem Sie im Amt sind, dass in der Kunst- und Kulturpolitik ein frischer Wind weht. Es ist Ihnen gelungen, das Kunstbudget zu erhöhen, ein höheres Kunstbudget herauszuverhandeln, und ich finde es äußerst sympathisch, wenn Sie sich hier nicht in Selbstbeweihräucherung ergehen, sondern sagen: Habe ich zwar geschafft, ist mir aber zu wenig, ich möchte hier in den nächsten Jahren noch mehr herausholen! – Ich möchte Ihnen hier versichern, dass Sie dafür in den nächsten Jahren auch unsere Unterstützung haben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geld ist viel, Geld ist eine wichtige Basis, selbstverständlich überall, auch im Kultur- und Kunstbetrieb, aber es geht dabei auch um mehr: Es geht um das Klima, das sich ändert, und hier spürt man ja auch schon Veränderung. Es geht um Wertschätzung, es geht um Offenheit, es geht um Interesse, und auch da hat es in den letzten Jahren ein großes Bedürfnis nach mehr Luft und Freiraum zum Atmen gegeben, und ich denke, auch da sind Sie auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
zwar auch in nicht von der SPÖ geführten Bundesländern. Ich sehe hier überhaupt nicht die geringste Art von Chaos vorherrschen. Im Gegenteil: Nach dem beklemmenden Stillstand der letzten Jahre herrscht endlich eine erfreuliche Aufbruchstimmung. Und auf diesem Weg, Frau Bundesministerin, möchte ich Ihnen auch weiterhin alles Gute wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Wieso haben wir dann so viele schlechte Schüler!
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Zunächst zum Herrn Kollegen Faul: Sie stellen den Lehrerinnen und Lehren ein schlechtes Zeugnis aus, wenn Sie hier sagen: Schlechte Schüler werden nicht entsprechend gefördert! Ich glaube, dass unsere Lehrer, gerade die in den Hauptschulen, sich sehr bemühen und sehr engagiert sind, um auch die schlechten, die schwachen Schüler an der Hand zu nehmen und sie zu fördern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Wieso haben wir dann so viele schlechte Schüler!)
Zwischenruf des Abg. Mayer.
Zum Herrn Kollegen Mayer möchte ich sagen: Sie tun so, als ob die Gesamtschule das alleinige Allheilmittel für all die Probleme, die wir haben, wäre. (Zwischenruf des Abg. Mayer.) Ich glaube nicht, dass das die Probleme löst, und zwar im Speziellen die Sprachprobleme, die es hier gibt, denn es ist gerade die sprachliche Frühförderung, die wir intensivieren müssen. Es ist nicht so, dass das alles mit der Gesamtschule gelöst werden kann. Ich glaube auch, dass es ein modernes Dienstrecht braucht, um motivierte, engagierte Lehrer zu haben – ein modernes Dienstrecht mit einem Gehaltssystem, das die Lebensverdienstkurve verändert, das einen leistungsbetonten Anteil hat. Ich glaube, in diese Richtung muss zunächst etwas getan werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Zum Herrn Kollegen Mayer möchte ich sagen: Sie tun so, als ob die Gesamtschule das alleinige Allheilmittel für all die Probleme, die wir haben, wäre. (Zwischenruf des Abg. Mayer.) Ich glaube nicht, dass das die Probleme löst, und zwar im Speziellen die Sprachprobleme, die es hier gibt, denn es ist gerade die sprachliche Frühförderung, die wir intensivieren müssen. Es ist nicht so, dass das alles mit der Gesamtschule gelöst werden kann. Ich glaube auch, dass es ein modernes Dienstrecht braucht, um motivierte, engagierte Lehrer zu haben – ein modernes Dienstrecht mit einem Gehaltssystem, das die Lebensverdienstkurve verändert, das einen leistungsbetonten Anteil hat. Ich glaube, in diese Richtung muss zunächst etwas getan werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind auf einem guten Weg, und auch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl ist ein wichtiger und erfreulicher Schritt. Es gilt daher, diesen Weg konsequent fortzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Ein Bild in der Sprache wird doch noch wohl erlaubt sein!
Sehr geehrte Frau Kollegin, es ist mir sehr wichtig – und ich sehe jetzt, dass die richtigen Schritte im Bildungssystem gesetzt werden –, dass schwache Schüler gefördert werden, dass zusätzliche Lehrer eingestellt werden können, denn nur an der Hand nehmen allein ist zu wenig, um den Jugendlichen das beizubringen, was sie in unserer Gesellschaft brauchen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Ein Bild in der Sprache wird doch noch wohl erlaubt sein!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie hier von Regionalisierung sprechen, Frau Kollegin Eder-Gitschthaler, und dabei auf die Salzburger Festspiele zu sprechen kommen, dann denke ich mir, dass Sie sicherlich noch weiter darüber hinausgehen wollen, denn es ist auch wichtig, dass die Menschen kulturschaffend werden, dass sie sich in kulturelle Projekte einbringen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Projekt ist, Kultur in die Schule zu bringen, nämlich: „Kultur macht Schule“. Dafür gibt es zusätzliches Geld, und zwar zusätzlich 17 Millionen €. Das ist sehr wichtig, um Kunsterlebnisse niederschwellig erlebbar zu machen bei einer Zielgruppe, die für morgen als Kunst- und Kulturkundinnen und -kunden in das System einsteigt. Und da ist es wichtig, Kunst erlebbar und begreifbar zu machen, die Menschen für Kunst und Kultur vor allem begeisterungsfähig zu machen. Und da sind Sie, Frau Ministerin, die beste Garantin dafür, dass das so weitergehen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sozusagen die Frischluftzufuhr gewährleistet bleiben, damit die „Querflöten-Kulturpolitik“ endlich ein Ende hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lutz Weinzinger: Nur die Redezeit!
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Da meine Redezeit kurz und beschränkt ist (Abg. Lutz Weinzinger: Nur die Redezeit!) – nicht ich, sondern nur die Redezeit, meine Damen und Herren, die mich kennen, nehme ich zumindest an –, möchte ich beginnen mit einer Karikatur. Es heißt ja: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.
Heute ist eine Karikatur in der „Wiener Zeitung“ – Sie werden sie wahrscheinlich gesehen haben –, und die ist übertitelt mit den Worten „Wiener Pädagogik!“. Da wird die Frau Vizebürgermeisterin Laska als Akteurin eines Kasperltheaters gezeigt, und da gibt es eine Sprechblase, wo es heißt: „Kinder, wollt ihr alle die Gesamtschule?! – Sonst kommt der böse Nikolo!!“ (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Das stimmt ja nicht!
Ich glaube, diese Karikatur sagt vieles über die Diskussion aus, die wir jetzt führen. Es ist keine Kultur- und Bildungspolitik, meine Damen und Herren, wenn ich in Wien verbiete, dass der Nikolo in die Kindergärten kommt. (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt ja nicht!) Es ist keine kultur- und bildungspolitische Weichenstellung, wenn ich ausschließlich über die Gesamtschule: ja oder nein? diskutiere, sondern ich glaube, wir sind alle auf dem richtigen Weg: Diskussion ist notwendig!
demonstrativer Beifall bei der SPÖ
Die Schule darf kein Experimentierfeld für theoretische Erziehungswissenschafter sein, sondern die Schule muss die Ausbildungsstätte für unsere Kinder sein und für das Lernen, für ein lebenslanges Lernen. Und das ist, glaube ich, das Wichtigste, was wir haben, Frau Bundesministerin. Und da freut es mich, dass eine Kontinuität in der Erziehungspolitik, in der Bildungspolitik da ist, auch wenn es in einer Zeitschrift heißt: „Die Wende in der Bildungspolitik ist da“. Dabei handelt es sich übrigens um ein Interview von Ihnen. Ich habe mir das durchgelesen und kann sagen: Besonders wichtig sind die zehn Punkte, die da angeführt sind. Ich stimme mit allem überein, was Sie gesagt haben (demonstrativer Beifall bei der SPÖ), denn das ist die Fortsetzung dessen, was auch die leider Gottes so oft geschmähte Bundesministerin Gehrer gemacht hat. Sie werden noch draufkommen, dass sie eine hervorragende Politik gemacht hat.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Broukal.
Dasselbe gilt auf der Ebene der Bildnerischen Erziehung. Ich glaube, auch da gehören in der Schule Schwerpunkte gesetzt, um die Menschen für die Freuden der Kultur und Kunst heranzubilden. Und das soll in der Schule geschehen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Broukal.) Es ist einer arm dran, der diesen Zugang nicht hat; das möchte ich sagen. Er weiß nur nicht, was ihm fehlt. Das ist ja das Tragische! Ich glaube, da sind wir alle einer Meinung.
Abg. Broukal: Bitte einen Vierzeiler!
Meine Damen und Herren, ich habe meine Redezeit ein bisschen überzogen. (Abg. Broukal: Bitte einen Vierzeiler!) – Also die zehn Punkte unterstreiche ich voll, und dafür haben Sie auch unsere Unterstützung, denn das ist eine Fortschreibung der von uns eingeleiteten Bildungspolitik.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
(Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Eigene Nikolos!
Ich stelle tatsächlich richtig: Es gibt selbstverständlich kein Nikolo-Verbot in den Wiener Kindergärten. In den Wiener Kindergärten gibt es Nikolofeiern. Allerdings werden keine hausfremden Nikolos geholt, sondern den Kinder bekannte Personen verkleiden sich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Eigene Nikolos!)
Ruf bei der ÖVP: Abtreibung!
Abgeordnete Barbara Zwerschitz (Grüne): Ich habe mich zwar vorhin schon zu Wort gemeldet, aber jetzt passt es hervorragend hinein. Abgeordnete Glawischnig, Dritte Nationalratspräsidentin, hat gefordert: Verhütung auf Krankenschein (Ruf bei der ÖVP: Abtreibung!) und Abtreibung auf Krankenschein, weil Abtreibung auf Krankenschein notwendig ist für all diejenigen Frauen, denen es anders nicht möglich ist und die in Notsituationen sind.
Beifall bei den Grünen.
Es gibt in diesem Land Frauen, die leider darauf angewiesen sind, und es gibt auch Notsituationen, wo es nicht anders geht, und von denen haben wir gesprochen, und von sonst gar nichts. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweitens: Gesamtschulen gibt es schon in Österreich. Schauen Sie sich diejenigen Hauptschulen an, wo die nächste Mittelschule sehr weit entfernt ist. Zum Beispiel ist in Mariazell eine Gesamtschule, die eine hervorragende Schule ist, in der alle Kinder zur Schule gehen. Also bitte nicht zu behaupten, dass mit einer Gesamtschule grundsätzlich nur nach unten nivelliert wird! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den Finanzen: Es ist natürlich keine Frage, dass man sich immer mehr wünschen kann. Und auch die Frau Bundesministerin selbst hat ja gesagt, dass sie gerne noch mehr Geld für Kunst und Kultur hätte. Es ist aber ganz eindeutig: Es gibt einen positiven Trend. Höher dotiert sind unter anderem die Bereiche Film, Medienkunst und Fotographie. Das ist, glaube ich, sehr bedeutend für den jungen österreichischen Film. Für Literatur und Verlagswesen, Kulturinitiativen, Denkmalschutz, Büchereiwesen und Erwachsenenbildung gilt dasselbe. Das heißt also: Es gibt in weiten Bereichen doch mehr Geld, als es bisher gegeben hat, und das ist sehr erfreulich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass wir jetzt einen guten Weg in der Kunstpolitik gehen, dass wir eine Ministerin haben, die mit viel Liebe zur Kunst und mit viel Fachwissen am Werk ist, und sehe daher eine sehr positive Entwicklung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu ein paar anderen Vorrednern, die immer von „neuem Wind“, „frischem Wind“ – bei mir sind diese Ausdrücke hängengeblieben – und von einer Wandlung und davon, dass alles so toll und so gut sei, gesprochen haben, darf ich sagen: In der Steiermark gibt es auch einen, der immer gesagt hat, es wird vieles anders, vieles besser. Im Endeffekt ist gar nichts besser geworden, sondern vieles nur schlechter. Das sieht man zum Beispiel im Bildungsbereich in der Steiermark. Da muss der Landesschulratspräsident trotz der vielen Aufgaben, die er als solcher hat, noch zusätzlich als SPÖ-Vertreter im Bundesrat sitzen – anscheinend hat er zu wenige Aufgaben in der Schulpolitik –, damit er sein Gehalt dementsprechend auffetten kann. Ich halte das im Sinne der Bildungspolitik in der Steiermark für nicht richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Das hat er ja heute gesagt!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen des Nationalrates! Es ist schon lange her, da hat Herr Kollege Zinggl hier gesagt, wie enttäuscht er über das Kunst- und Kulturbudget ist und dass er keine Innovation sieht und dass all die Kulturinitiativen sterben werden. (Ruf bei den Grünen: Das hat er ja heute gesagt!) – Heute in der Debatte vor geraumer Zeit, habe ich gemeint.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Kickl wiederum hat davon gesprochen, dass die österreichische Volkskultur untergehen wird. Dazu muss ich sagen: Ich kann beide Kollegen beruhigen, denn nichts davon entspricht der Wahrheit. Ich lade Sie ein – auch den Kollegen Pack –: Schauen Sie sich das Budget ernsthaft an, schauen Sie sich tatsächlich an, wofür die sehr engagierte Frau Bundesministerin steht! Dann werden Sie erkennen, dass einer der Schwerpunkte von Frau Bundesministerin Schmied eindeutig die Förderung von junger zeitgenössischer Kunst ist, dass ihr aber auch die Regionalförderung sehr, sehr wichtig ist – das sieht man auch am Budgetposten – und dass ihr auch der Erhalt des kulturellen Erbes ein sehr wichtiges Anliegen ist. Ich denke mir, das alles ist eine verantwortungsvolle Kulturpolitik, denn verantwortungsvolle Kulturpolitik ist, vor allem die Vielfalt zu erhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich denke, auch das soll Kunst und Kultur sein, sich auseinanderzusetzen mit der eigenen Lebenswelt, mit den unterschiedlichsten Arten der Kunst, mit den unterschiedlichsten Medien. Und genau das ist es auch, was Frau Bundesministerin Schmied gemeint hat, als sie gesagt hat „sowohl als auch“. Denn Kunst ist Vielfalt – und nicht Einfalt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, dass diese Wahlmöglichkeit ausgeweitet werden sollte, auch in mittleren und höheren Schulen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Was heißt „Mutterpartei“? – Abg. Parnigoni: Sie glauben, das war eine gute und witzige Bemerkung?
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf die Ausführungen des Abgeordneten der Grünen, Zinggl, eingehen, der hier seine Enttäuschung über die Erstellung des Kulturbudgets kundgetan und gemeint hat, die SPÖ habe sich nicht durchgesetzt, et cetera. – Dazu kann ich nur sagen, Herr Abgeordneter Zinggl: Wenn Sie die Wahlversprechen Ihrer Mutterpartei SPÖ geglaubt haben, sind Sie selber schuld. – Das nur vorweg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Was heißt „Mutterpartei“? – Abg. Parnigoni: Sie glauben, das war eine gute und witzige Bemerkung?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich könnte hier provokant fragen: Wo bleiben denn die anderen Bundesländer? Ich könnte auch fragen: Wo bleiben die über 400 Kulturinitiativen, allein 100 aus Niederösterreich? Und ich könnte auch die Frage stellen: Wo bleibt die Förderung der regionalen Kultur? – Ich tue das aber nicht, und zwar deshalb nicht, weil ich als Bürgermeisterin und als langjährige Landtagsabgeordnete weiß, welch kulturpolitische Verantwortung sowohl die Gemeinden als auch die Bundesländer einbringen. Gott sei Dank! Und es ist auch richtig so, es ist auch in Ordnung so. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Parnigoni: Das war ein richtiger Satz! Der einzige!
In diesem Sinne meine ich, dass dieses Budget, von Frau Bundesminister Schmied verhandelt, ein gutes Budget ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Parnigoni: Das war ein richtiger Satz! Der einzige!)
Abg. Dr. Brinek: Es geht nicht um Gnade, es geht ums Budget!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Mit einem gewissen Gruseln erinnere ich mich an den gestrigen Zwischenruf des ehemaligen Bundeskanzlers Schüssel: „Keine Gnade für ...“! – So möchte ich eine Contra-Rede nicht beginnen und würde das jetzt etwas differenzierter anlegen. (Abg. Dr. Brinek: Es geht nicht um Gnade, es geht ums Budget!) – Bei Gnade geht es immer um Menschen, Frau Kollegin Brinek, und Menschen sind, wie Sie wissen, alle. (Abg. Dr. Brinek: Nicht beim Budget!) Auch ein Budget wird von Menschen geschrieben, und auch ein Budget fällt den Menschen entweder in den Schoß oder auf den Kopf. Bitte berücksichtigen Sie das.
Abg. Dr. Brinek: Nicht beim Budget!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Mit einem gewissen Gruseln erinnere ich mich an den gestrigen Zwischenruf des ehemaligen Bundeskanzlers Schüssel: „Keine Gnade für ...“! – So möchte ich eine Contra-Rede nicht beginnen und würde das jetzt etwas differenzierter anlegen. (Abg. Dr. Brinek: Es geht nicht um Gnade, es geht ums Budget!) – Bei Gnade geht es immer um Menschen, Frau Kollegin Brinek, und Menschen sind, wie Sie wissen, alle. (Abg. Dr. Brinek: Nicht beim Budget!) Auch ein Budget wird von Menschen geschrieben, und auch ein Budget fällt den Menschen entweder in den Schoß oder auf den Kopf. Bitte berücksichtigen Sie das.
Zwischenruf des Abg. Neugebauer
Ich glaube, wenn man es differenziert betrachtet (Zwischenruf des Abg. Neugebauer), Herr Kollege Neugebauer, wird es einem nicht erspart bleiben, ein bisschen in die Vergangenheit zurückzuschauen und Vergleiche anzustellen, was jetzt der Fortschritt ist.
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Ja, jetzt haben wir mehr Geld bekommen, die Frage ist aber nur: Macht dieses Geld diese aufgerissenen Lücken wieder wett – oder kann es darüber hinaus etwas? (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Die Universitäten sagen, nachdem sie teilweise 5 bis 10 Prozent der Personalkosten einsparen mussten, um diese Löcher zu stopfen, um Bibliotheken wieder aufzurüsten, um notwendige Reparaturen an Apparaten und Gerätschaften vornehmen zu können und ausgesetzte Investitionen und Innovationen nachzuholen, werden sie mit diesem Geld gerade auskommen, um diese Löcher zu schließen. Das heißt, wir sind auf dem Status quo von vor einigen Jahren – besser als nichts. Ich bin auch dankbar, ist auch gut, aber den Aufholprozess österreichischer Universitäten international wird das im Prinzip nicht beschleunigen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Das war der Edlinger mit der Knackwurst!
Ich spreche da ganz zum Schluss den notwendigen Kollektivvertrag an. Es geht nicht an, dem Nachwuchs sozusagen eine Knackwurst vor die Nase zu halten, sondern man muss ihm Perspektiven bieten. (Abg. Dr. Brinek: Das war der Edlinger mit der Knackwurst!) Und die Finanzierung eines Kollektivvertrages, sage ich jetzt warnend, kann nicht auf das Jahr 2009 verschoben werden. (Abg. Mag. Donnerbauer: Besser eine Knackwurst als eine Karotte!) – Karotten und Knackwürste, Herr Kollege, spielen in der Wissenschaft keine zentrale Rolle. Wenn Ihnen das nicht bewusst ist, sage ich es Ihnen jetzt. – Vielen Dank. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Besser eine Knackwurst als eine Karotte!
Ich spreche da ganz zum Schluss den notwendigen Kollektivvertrag an. Es geht nicht an, dem Nachwuchs sozusagen eine Knackwurst vor die Nase zu halten, sondern man muss ihm Perspektiven bieten. (Abg. Dr. Brinek: Das war der Edlinger mit der Knackwurst!) Und die Finanzierung eines Kollektivvertrages, sage ich jetzt warnend, kann nicht auf das Jahr 2009 verschoben werden. (Abg. Mag. Donnerbauer: Besser eine Knackwurst als eine Karotte!) – Karotten und Knackwürste, Herr Kollege, spielen in der Wissenschaft keine zentrale Rolle. Wenn Ihnen das nicht bewusst ist, sage ich es Ihnen jetzt. – Vielen Dank. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Ich spreche da ganz zum Schluss den notwendigen Kollektivvertrag an. Es geht nicht an, dem Nachwuchs sozusagen eine Knackwurst vor die Nase zu halten, sondern man muss ihm Perspektiven bieten. (Abg. Dr. Brinek: Das war der Edlinger mit der Knackwurst!) Und die Finanzierung eines Kollektivvertrages, sage ich jetzt warnend, kann nicht auf das Jahr 2009 verschoben werden. (Abg. Mag. Donnerbauer: Besser eine Knackwurst als eine Karotte!) – Karotten und Knackwürste, Herr Kollege, spielen in der Wissenschaft keine zentrale Rolle. Wenn Ihnen das nicht bewusst ist, sage ich es Ihnen jetzt. – Vielen Dank. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Grünewald: Habe ich nie geleugnet!
Sie, Herr Kollege Grünewald, haben gefragt: Was ist der Fortschritt? – Mehr Geld für die Universitäten! Ich meine, man kann das Budgetheft zur Hand nehmen, man kann andere Unterlagen studieren: Die Mittel für Wissenschaft und Forschung steigen 2007 um 8,1 Prozent, 2008 um 10,1 Prozent. (Abg. Dr. Grünewald: Habe ich nie geleugnet!)
Abg. Dr. Grünewald: Forschung findet nicht in Arkadengängen statt, Frau Kollegin!
Also bitte: Wenn das kein Fortschritt ist, dann weiß ich nicht. Wir können weiter über den Fortschritt philosophieren, Herr Kollege (Abg. Dr. Grünewald: Forschung findet nicht in Arkadengängen statt, Frau Kollegin!): Auch die Zahl der Studierenden und die Studierendenentwicklung insgesamt ist eine Erfolgsgeschichte: die höchste je erreichte Zahl an Studierenden, sowohl an beginnenden als auch an abschließenden. (Abg. Dr. Grünewald: Wie viele haben wir?) 250 000. Herr Kollege, das sollten Sie auch im Schlaf wissen, oder? (Abg. Dr. Grünewald: Ich glaube, Sie haben geschlafen bei den Zahlen!) Nein, nein! Das sollten Sie wissen, sogar im Schlaf: 250 000 Studierende.
Abg. Dr. Grünewald: Wie viele haben wir?
Also bitte: Wenn das kein Fortschritt ist, dann weiß ich nicht. Wir können weiter über den Fortschritt philosophieren, Herr Kollege (Abg. Dr. Grünewald: Forschung findet nicht in Arkadengängen statt, Frau Kollegin!): Auch die Zahl der Studierenden und die Studierendenentwicklung insgesamt ist eine Erfolgsgeschichte: die höchste je erreichte Zahl an Studierenden, sowohl an beginnenden als auch an abschließenden. (Abg. Dr. Grünewald: Wie viele haben wir?) 250 000. Herr Kollege, das sollten Sie auch im Schlaf wissen, oder? (Abg. Dr. Grünewald: Ich glaube, Sie haben geschlafen bei den Zahlen!) Nein, nein! Das sollten Sie wissen, sogar im Schlaf: 250 000 Studierende.
Abg. Dr. Grünewald: Ich glaube, Sie haben geschlafen bei den Zahlen!
Also bitte: Wenn das kein Fortschritt ist, dann weiß ich nicht. Wir können weiter über den Fortschritt philosophieren, Herr Kollege (Abg. Dr. Grünewald: Forschung findet nicht in Arkadengängen statt, Frau Kollegin!): Auch die Zahl der Studierenden und die Studierendenentwicklung insgesamt ist eine Erfolgsgeschichte: die höchste je erreichte Zahl an Studierenden, sowohl an beginnenden als auch an abschließenden. (Abg. Dr. Grünewald: Wie viele haben wir?) 250 000. Herr Kollege, das sollten Sie auch im Schlaf wissen, oder? (Abg. Dr. Grünewald: Ich glaube, Sie haben geschlafen bei den Zahlen!) Nein, nein! Das sollten Sie wissen, sogar im Schlaf: 250 000 Studierende.
Abg. Dr. Grünewald: Karteileichen!
Es gibt auch eine Steigerung der Studierenden an den Fachhochschulen. Und Sie haben gesagt: ein Einbruch! – Sie wissen genau, Herr Kollege Grünewald, dass der „Einbruch“ in Verbindung stand (Abg. Dr. Grünewald: Karteileichen!) – nein, „Karteileichen“ haben Sie gesagt! – mit einer statistischen Bereinigung um die Personen, die selbst nicht mehr an den Universitäten waren. Und wer je an der Universität war nach Einführung der Studienbeiträge, hat gewusst, dass im Hörsaal in den Seminaren mehr Studierende sitzen, weil sie aktiver Lehrangebote und Studienangebote nachgefragt haben.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Grünewald, da Sie gesagt haben, bei den Berufungen gibt es Probleme an den Universitäten: Das stimmt auch wieder nur zum Teil. – Stichwort: differenziertes Urteil. – Wenn sich eine Universität entschließt, das Volumen, die Ressource eines Ordinariats zu teilen und zwei jungen Wissenschaftern dafür die Chance zu geben, da ist nicht nur Kollege Broukal eines Sinnes mit mir, da müssten auch Sie auf meiner Seite sein. Das heißt, von Fall zu Fall darf die Universität umschichten, umwandeln und darf dafür auch jungen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern eine Chance geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Verdreifacht?!
In Wirklichkeit sind wir damit auf dem richtigen Weg. Die Akademikerquote hat sich in der letzten Zeit verdreifacht. (Abg. Dr. Grünewald: Verdreifacht?!) Ja! – Das ist eine gute Rate, und ich kann daher bestimmte Klagelieder auch der Studierenden nicht verstehen, weil sie auch manchmal Äpfel mit Birnen vergleichen, weil sie nicht Länder, Nationen vergleichen dürfen, die ein beziehungsweise kein duales Ausbildungssystem haben, die eine andere Art der Berufsausbildung haben, eine andere Art der Berufsschularrangements.
Beifall bei der ÖVP.
Gehen wir an die Arbeit, dann wird der Fortschritt auf alle Fälle erkennbar und erlebbar sein! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, das ist der falsche Weg, denn es wird nur dort Exzellentes, Elitäres passieren, wo es ein Biotop an Breite gibt und wo man auch erkennt, wo die Spitze ist, wo das ist, von dem man sich abheben kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Broukal: Worauf spielen Sie an?
Ich verstehe das etwas anders. Auf der anderen Seite ... (Abg. Broukal: Worauf spielen Sie an?) – Na ja, auf das Projekt Eliteuniversität zum Beispiel. Ist ein großer Brocken der nächsten Jahre, das muss auch so gesagt werden.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Broukal: Das ist jetzt aber schon deutschnationale Paranoia!
wesentlich leiser in dieser Sache. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Broukal: Das ist jetzt aber schon deutschnationale Paranoia!) Aber weil es sich um deutsche Studierende handelt – und das ist die Doppelbödigkeit Ihrer Politik –, nehmen Sie damit sogar die Aufgabe des freien Hochschulzugangs in Kauf. De facto geben Sie ihn auf.
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sagen: freier Hochschulzugang an allen Universitäten, keine Quoten, kein Numerus clausus, keine Aufnahmeprüfungen! (Beifall bei der FPÖ.) Matura oder Studienberechtigungsprüfung müssen die einzige Studienvoraussetzung sein! Ausnahmen: dort, wo sie sachlich gerechtfertigt sind, wo man körperliche Voraussetzungen braucht, wie zum Beispiel beim Sport, oder wo man kreative Fähigkeiten nachweisen sollte, wie zum Beispiel im Kunstbereich. – Aber das ist es schon.
Abg. Broukal: Gefragter Beruf!
Wir geben auch bei der Wahl von Studienrichtungen an den Universitäten viel zu freie Hand. Kann mir irgendjemand erklären, warum es einen Studienzweig gibt, der an der Universität für Bodenkultur in Wien öffentlich finanziert wird, der sich „Pferdewissenschaften“ nennt, wo 130, 140 Studierende – meistens Frauen – mehr oder weniger den Beruf des Pferdeflüsterers ergreifen? (Abg. Broukal: Gefragter Beruf!)
Abg. Broukal: Dort gibt es auch Pferdewissenschaften!
Ja. Ist ein gefragter Beruf. Für wie viele Leute ist er aber gefragt? Warum kann man das nicht dort machen, wo es hingehört, und zwar an der Veterinärmedizinischen Universität, um dort auch Synergien wahrzunehmen? (Abg. Broukal: Dort gibt es auch Pferdewissenschaften!) – Und das nächste Mal kommt Hundewissenschaften, Katzenwissenschaften, Mäusewissenschaften – alles werden gefragte Berufe sein. Man kann manchmal auch einen Bedarf künstlich wecken.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage an dieser Stelle schon, eine Universität ist in erster Linie – auch eine Medizinische Universität – eine Bildungseinrichtung und keine Berufsausbildungseinrichtung. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn dem nämlich so wäre, dann müsste man ja eine Medizinische Universität in eine Fachhochschule umbenennen. (Abg. Broukal: Medical School heißt es in den USA! Genau!)
Abg. Broukal: Medical School heißt es in den USA! Genau!
Ich sage an dieser Stelle schon, eine Universität ist in erster Linie – auch eine Medizinische Universität – eine Bildungseinrichtung und keine Berufsausbildungseinrichtung. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn dem nämlich so wäre, dann müsste man ja eine Medizinische Universität in eine Fachhochschule umbenennen. (Abg. Broukal: Medical School heißt es in den USA! Genau!)
Abg. Broukal: Wirklich?
Folgendes möchte ich nicht: Auch die EMS-Tests sind keine Tests, die rein auf Leistung basieren – nachher gibt es die Kommission, wo dann ein bisschen umgereiht wird. Dort kann man das, das ist schon so. (Abg. Broukal: Wirklich?) – Schauen Sie sich das einmal an! Es steht auch überall verklausuliert – auf der Homepage nach-
Abg. Broukal: Die Matura zum Beispiel!
lesbar –: Das ist eines der Zulassungskriterien. Welche sind die anderen? (Abg. Broukal: Die Matura zum Beispiel!) – Ja, ja, die Matura! – Nein, nein, auch die Kommission, die nachher Umreihungen macht!
Beifall bei der FPÖ.
Ich gehe einmal davon aus, dass die Tochter oder der Sohn des Herrn Professors immer Medizin wird studieren können, weil sie alle die Voraussetzungen haben werden – und genau in solch eine Welt möchte ich nicht hineingeraten! Ich möchte, dass jeder Österreicher und jede Österreicherin die gleiche Chance hat, an einer Universität zu studieren, wie die, die es sich richten können. Das ist uns ein Anliegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne: Sie, Herr Bundesminister, haben ein Budget zur Verfügung, das immer größer sein könnte, das aber, so glaube ich, ausreichend ist, wo Sie sehr sorgsam mit den Ihnen zur Verwaltung überlassenen, zur Verfügung stehenden Mitteln in Wirklichkeit jetzt die Schwerpunkte im Sinne der Nachhaltigkeit setzen können. Nützen Sie diese Chance – vergeuden Sie sie nicht – zum Wohle der österreichischen Jugend, der Studierenden sowie auch Lehrenden! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: ... Zeit lang ...!
Ich korrigiere: Dafür gibt es keinen einzigen statistischen Beleg, auch wenn man unterschiedliche Abschlüsse bei unterschiedlichen Berufen berücksichtigt. (Abg. Dr. Brinek: ... Zeit lang ...!) Stimmen könnte das nur, wenn man das mit dem Gründungsjahr der Universität Wien vor 300 Jahren vergleicht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist auch falsch!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist auch falsch!
Ich korrigiere: Dafür gibt es keinen einzigen statistischen Beleg, auch wenn man unterschiedliche Abschlüsse bei unterschiedlichen Berufen berücksichtigt. (Abg. Dr. Brinek: ... Zeit lang ...!) Stimmen könnte das nur, wenn man das mit dem Gründungsjahr der Universität Wien vor 300 Jahren vergleicht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist auch falsch!)
Abg. Dr. Graf: Keine Vorkriegsgeschichten, bitte!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich glaube, ich kann das ein bisschen aufklären: Als ich 1965 an die Uni ging, gab es 40 000 Studierende in Österreich; da hätten wir jetzt das Sechsfache – aber in 40 Jahren. (Abg. Dr. Graf: Keine Vorkriegsgeschichten, bitte!)
Ruf: Mein Gott, das haben Sie aber nicht notwendig!
Apropos Vorkriegsgeschichte: Ich habe immer gewusst, dass es deutschnationale Ansichten gibt – mit denen habe ich an und für sich schon ein Problem –, aber deutschnationale Paranoia, das ist mir ganz neu (Ruf: Mein Gott, das haben Sie aber nicht notwendig!): Die SPÖ ist für den EMS-Test, weil sie keine deutschen Studierenden an der Universität haben will?! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also, das zur Mittagszeit hier gesagt, das ist aber ganz merkwürdig, oder? – Das ist ja schon jenseits dessen, was man noch ernst nehmen darf und ernst nehmen sollte! – So. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Apropos Vorkriegsgeschichte: Ich habe immer gewusst, dass es deutschnationale Ansichten gibt – mit denen habe ich an und für sich schon ein Problem –, aber deutschnationale Paranoia, das ist mir ganz neu (Ruf: Mein Gott, das haben Sie aber nicht notwendig!): Die SPÖ ist für den EMS-Test, weil sie keine deutschen Studierenden an der Universität haben will?! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also, das zur Mittagszeit hier gesagt, das ist aber ganz merkwürdig, oder? – Das ist ja schon jenseits dessen, was man noch ernst nehmen darf und ernst nehmen sollte! – So. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Vorkriegsgeschichte: Ich habe immer gewusst, dass es deutschnationale Ansichten gibt – mit denen habe ich an und für sich schon ein Problem –, aber deutschnationale Paranoia, das ist mir ganz neu (Ruf: Mein Gott, das haben Sie aber nicht notwendig!): Die SPÖ ist für den EMS-Test, weil sie keine deutschen Studierenden an der Universität haben will?! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also, das zur Mittagszeit hier gesagt, das ist aber ganz merkwürdig, oder? – Das ist ja schon jenseits dessen, was man noch ernst nehmen darf und ernst nehmen sollte! – So. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: 290!
Eine sachliche Korrektur, Herr Abgeordneter Graf: Es ist mitnichten richtig, dass für die sogenannte Elite-Universität vulgo Forschungsinstitut Maria Gugging 280 Millionen € ausgegeben werden. Ich darf Sie informieren (Abg. Dr. Graf: 290!) – 290 Millionen € –, dass im heurigen Budget 12 Millionen € (Abg. Dr. Graf: In den nächsten vier Jahren!)
Abg. Dr. Graf: In den nächsten vier Jahren!
Eine sachliche Korrektur, Herr Abgeordneter Graf: Es ist mitnichten richtig, dass für die sogenannte Elite-Universität vulgo Forschungsinstitut Maria Gugging 280 Millionen € ausgegeben werden. Ich darf Sie informieren (Abg. Dr. Graf: 290!) – 290 Millionen € –, dass im heurigen Budget 12 Millionen € (Abg. Dr. Graf: In den nächsten vier Jahren!)
Abg. Dr. Graf: Echte Wissenschaftler!
als Maximalsumme genannt sind, die aber nur abgerufen werden, wenn dort der Baufortschritt auch inzwischen weitergeht. (Abg. Dr. Graf: Echte Wissenschaftler!)
Abg. Dr. Graf: 400 Millionen Schilling!
Wenn Sie von 290 Millionen € reden, dann sprechen Sie von den nächsten zehn Jahren. Und wenn Sie das wieder durch zehn dividieren, dann sind es eben 28 oder 29 Millionen € – Geld genug, Geld, das auch die anderen Universitäten brauchen könnten. (Abg. Dr. Graf: 400 Millionen Schilling!)
Abg. Dr. Graf: Ich hätte lieber 60 Millionen!
Irgendein Zyniker hat damals ohnehin gesagt, jetzt kostet Gugging 60 Millionen € im Jahr. Aber 30 Millionen davon gehen, Ihre Forderung vorwegnehmend, an die bestehenden Universitäten. (Abg. Dr. Graf: Ich hätte lieber 60 Millionen!) – Ja! Ich hätte lieber 120 Millionen €! Wenn Sie mir nur noch sagen, woher ich sie nehme, machen wir das sofort, Herr Graf! (Abg. Dr. Graf: Von Gugging! – Ruf: Von den Steuerzahlern!)
Abg. Dr. Graf: Von Gugging! – Ruf: Von den Steuerzahlern!
Irgendein Zyniker hat damals ohnehin gesagt, jetzt kostet Gugging 60 Millionen € im Jahr. Aber 30 Millionen davon gehen, Ihre Forderung vorwegnehmend, an die bestehenden Universitäten. (Abg. Dr. Graf: Ich hätte lieber 60 Millionen!) – Ja! Ich hätte lieber 120 Millionen €! Wenn Sie mir nur noch sagen, woher ich sie nehme, machen wir das sofort, Herr Graf! (Abg. Dr. Graf: Von Gugging! – Ruf: Von den Steuerzahlern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Ordnungsruf!
Ich hätte sogar einen Vorschlag, aber der konnte leider deswegen nicht verwirklicht werden, weil Ihre Vorgänger einmal mit beschlossen haben, dass es diese depperten „Vögel“ gibt, die uns 500 Millionen € kosten, um die wir uns alles leisten könnten, worum wir jetzt kämpfen müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Ordnungsruf!) – Na bitte, jetzt bekomme ich einen „Eurofighter-Ordnungsruf“: Achtung, man darf den Eurofighter nicht „depperter Vogel“ nennen! Ich nenne ihn so. Mir hat noch niemand ...
Heiterkeit. – Abg. Broukal: Das kann noch werden!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Herr Präsident! (Heiterkeit. – Abg. Broukal: Das kann noch werden!) – Stimmt, das kann noch werden.
Abg. Dr. Graf: Ohne FPÖ kein Untersuchungsausschuss!
Herr Abgeordneter Broukal! „Depperte Vögel“ ist am Rande eines Ordnungsrufes. Ich glaube, das haben Sie nicht so gemeint?! (Abg. Dr. Graf: Ohne FPÖ kein Untersuchungsausschuss!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Ich sage: Maßlos überteuerte, überqualifizierte Vögel, wo wir auch einfachere Modelle – also statt des Papageis den Sperling – hätten kaufen können, die genauso gut in der Landschaft herumfliegen, um das halbe Geld jedes Jahr. Dann würden wir uns mit ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die schreien so sehr, die wissen nicht, dass ich schwerhörig bin: Ich höre das gar nicht! (Weitere Zwischenrufe.) Wir würden uns mit vielem leichter tun. Nehmen Sie mir bitte nicht meine Redezeit weg! – Vielen Dank. (Abg. Dr. Graf: Wir sind sogenannte Vogel-Wissenschaftler! – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Ich sage: Maßlos überteuerte, überqualifizierte Vögel, wo wir auch einfachere Modelle – also statt des Papageis den Sperling – hätten kaufen können, die genauso gut in der Landschaft herumfliegen, um das halbe Geld jedes Jahr. Dann würden wir uns mit ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die schreien so sehr, die wissen nicht, dass ich schwerhörig bin: Ich höre das gar nicht! (Weitere Zwischenrufe.) Wir würden uns mit vielem leichter tun. Nehmen Sie mir bitte nicht meine Redezeit weg! – Vielen Dank. (Abg. Dr. Graf: Wir sind sogenannte Vogel-Wissenschaftler! – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Dr. Graf: Wir sind sogenannte Vogel-Wissenschaftler! – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Ich sage: Maßlos überteuerte, überqualifizierte Vögel, wo wir auch einfachere Modelle – also statt des Papageis den Sperling – hätten kaufen können, die genauso gut in der Landschaft herumfliegen, um das halbe Geld jedes Jahr. Dann würden wir uns mit ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die schreien so sehr, die wissen nicht, dass ich schwerhörig bin: Ich höre das gar nicht! (Weitere Zwischenrufe.) Wir würden uns mit vielem leichter tun. Nehmen Sie mir bitte nicht meine Redezeit weg! – Vielen Dank. (Abg. Dr. Graf: Wir sind sogenannte Vogel-Wissenschaftler! – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist seit Firnberg so!
Ich stimme mit Ihnen, Herr Bundesminister, überein, ich stimme auch mit Kollegem Grünewald überein, und auch Kollegin Brinek sagt es – zwar immer in negierender Form, weil sie auf die Besserung abstellt, aber sie kann ja doch nicht daran vorbei, auch die gegenwärtigen Verhältnisse in ihrer Rede zumindest am Rande zu streifen, auch wenn sie immer den optimistischen Ansatz wählt –: Ja, die Rektoren haben ein großes Gutachten in Auftrag gegeben, mit der deprimierenden Erkenntnis, dass 120 000 Studierende in Österreich unter schlechten und 80 000 von ihnen unter sehr schlechten Bedingungen an den Universitäten studieren. (Abg. Dr. Brinek: Das ist seit Firnberg so!) Das ist eine so große Baustelle, dass wir viele, viele Jahre noch daran arbeiten werden müssen!
Abg. Dr. Brinek: Das werden wir herausfinden!
Auch wir finden die Zugangsbeschränkungen – mit Ausnahme jener bei der Medizin – nicht akzeptabel. Wir sind sehr unzufrieden mit der im Februar oder März vorgelegten Studie, wo völlig vergessen wurde, die sozialen Implikationen der Zugangsbeschränkungen zu untersuchen. Also, wir haben keine Antwort auf die Frage: Trifft es wirklich die, die schlechter lernen, oder trifft es die, die berufstätig sind? (Abg. Dr. Brinek: Das werden wir herausfinden!) – Wir haben keine Antwort auf die Frage! Jeder kann jetzt erzählen, was er glaubt – ich würde es gerne wissen.
Abg. Dr. Graf: Deswegen führen wir Quoten ein!
Würde sich nämlich herausstellen, dass besonders die Zugangsbeschränkungen, die erst nach einem halben oder nach einem Studienjahr greifen, jene besonders treffen, die nicht in so guten materiellen Verhältnissen leben, dass sie daneben arbeiten gehen müssen und einen Teil ihrer Zeit nicht dem Studium widmen können, dann hätte ich ein großes Problem mit diesen Zugangsbeschränkungen. Soziale Numeri clausi wollen wir ja doch nicht haben! (Abg. Dr. Graf: Deswegen führen wir Quoten ein!)
Abg. Dr. Graf: Dass er endlich eine Quote einführt!
Ja, die Medizin-Quote: Schauen Sie, wir können darüber diskutieren, solange wir wollen – wir sind da die falschen Ansprechpartner. Ich wünsche Minister Hahn alles Gute: dass es ihm gelingen möge (Abg. Dr. Graf: Dass er endlich eine Quote einführt!), die Europäische Union davon zu überzeugen, dass wir nicht mit österreichischem Steuerzahler-Geld Medizin-Universitäten für Deutschland bauen können! Ich hoffe, dass ihm das gelingt! Und vielleicht können Sie (in Richtung FPÖ) auch etwas dazu tun? Ganz deutschnational gesehen: Nützen Sie Ihre grenzüberschreitenden Kontakte, tun Sie es doch auch für uns, bitte!
Abg. Dr. Graf: Was?!
Ich bin aber bei Ihnen (Abg. Dr. Graf: Was?!): Wir haben eine große Unbekannte, und das ist die folgende: Was machen diese 20 oder 25 Prozent ausländischen Studierenden, wenn sie die Doktorrolle unter dem Arm haben? – In dem Augenblick, wo sie in zehn Jahren wieder nach Hause fahren – und das ist bei den Deutschen anzunehmen, weil es dort einen Ärztemangel gibt: einen absichtlich mittels zu geringer Ausbildung herbeigeführten Ärztemangel –, dann werden wir in Österreich ein Problem haben.
Abg. Dr. Graf: Na, deswegen müssen wir ja viele ausbilden!
Leider Gottes können weder Sie noch ich das voraussagen, aber ich denke, es wäre klug (Abg. Dr. Graf: Na, deswegen müssen wir ja viele ausbilden!), mit dem Schlechtesten (Abg. Dr. Graf: Das ist ja kein Problem!) – ich bin noch nicht fertig! – zu rechnen und mehr MedizinerInnen auszubilden.
Abg. Dr. Graf: Das ist ja kein Problem!
Leider Gottes können weder Sie noch ich das voraussagen, aber ich denke, es wäre klug (Abg. Dr. Graf: Na, deswegen müssen wir ja viele ausbilden!), mit dem Schlechtesten (Abg. Dr. Graf: Das ist ja kein Problem!) – ich bin noch nicht fertig! – zu rechnen und mehr MedizinerInnen auszubilden.
Abg. Dr. Graf: Mit der Politik ändern Sie es nicht!
Ich bin bei Ihnen: Für diesen Fall müssen wir vorsorgen. – Denn das Ärgste, das uns passieren kann, wenn wir zu viele Ärzte haben, ist dann vielleicht, dass es endlich im Spital nicht die 72-, sondern die 48-Stunden-Woche gibt, dass man nicht zwei Monate lang auf einen Termin beim Augen- oder Zahnarzt warten muss, dass die durchschnittliche Verweildauer in einer Ordination eines Kassenarztes laut Statistik 3 oder 5 Minuten ist. (Abg. Dr. Graf: Mit der Politik ändern Sie es nicht!) – Wir haben so viel Beschäftigung für zusätzliche Ärzte, ich habe da keine Angst!
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen, es gilt: Ich bin schwerhörig! Ich höre nicht, was Sie mir zurufen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Damen und Herren! Hohes Haus! Vorweg möchte ich doch kurz zu den Ausführungen von Herrn Broukal Stellung nehmen. Mich wundert es immer wieder, dass gerade von der sozialdemokratischen Fraktion der Eurofighter als Ausrede für die vielen versprochenen Projekte herangezogen wird, für die vielen Versprechen, die ihr nicht gehalten habt. Wenn die SPÖ dauernd sagt, der Eurofighter kostet 500 Millionen – was ja gar nicht stimmt, denn im Jahr sind es etwas über 300 Millionen –, und ihr versprecht auf der anderen Seite mehrere Milliardenprojekte und sagt immer, alle Projekte (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Jährlich, die Rückzahlung! Bitte bleiben wir korrekt! Hören Sie mir zu, Herr Kollege, und agieren Sie da jetzt nicht nervös! Sie wissen genau, Sie haben Milliarden jährlich versprochen und sagen bei jedem einzelnen Projekt: Wenn der Eurofighter nicht wäre, würden wir das machen! – Diese Rechnung geht sich nicht aus! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Damen und Herren! Hohes Haus! Vorweg möchte ich doch kurz zu den Ausführungen von Herrn Broukal Stellung nehmen. Mich wundert es immer wieder, dass gerade von der sozialdemokratischen Fraktion der Eurofighter als Ausrede für die vielen versprochenen Projekte herangezogen wird, für die vielen Versprechen, die ihr nicht gehalten habt. Wenn die SPÖ dauernd sagt, der Eurofighter kostet 500 Millionen – was ja gar nicht stimmt, denn im Jahr sind es etwas über 300 Millionen –, und ihr versprecht auf der anderen Seite mehrere Milliardenprojekte und sagt immer, alle Projekte (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Jährlich, die Rückzahlung! Bitte bleiben wir korrekt! Hören Sie mir zu, Herr Kollege, und agieren Sie da jetzt nicht nervös! Sie wissen genau, Sie haben Milliarden jährlich versprochen und sagen bei jedem einzelnen Projekt: Wenn der Eurofighter nicht wäre, würden wir das machen! – Diese Rechnung geht sich nicht aus! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es müssen in den nächsten Monaten und Jahren wirklich alle Bemühungen darauf gerichtet werden, Universitäten zu verpflichten, dass sie ihre Studien so zu organisieren haben, dass genügend Praktikums- und Laborplätze für jeden Studenten vorhanden sind, sodass jedem Studierenden ein schnelles und zügiges Durchschreiten seines Studiums ermöglicht wird. Unter dieser Voraussetzung eines durchgängigen Studiensystems ist es dann möglich, leistungsbezogene Studienbeiträge einzuführen, nämlich in der Hinsicht, dass man sagt, man hat eine gewisse Stundenanzahl, einen Studienfortschritt in einem Semester zu erbringen. Wenn man diesen Studienfortschritt nicht erbringt, hat man seinen Studienbeitrag in diesem Semester zu leisten. Wenn man jedoch besser ist und mehr als die vorgeschriebenen Stunden erfüllt beziehungsweise die vorgeschriebenen Stunden und vielleicht auch noch einen besseren Notenschnitt hat als die Übrigen, dann entfällt dieser Studienbeitrag. Und man könnte für diese Studenten, die da wirklich einen großen Fleiß an den Tag legen, sogar eine Art Bonus einführen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aus unseren persönlichen Gesprächen, Herr Bundesminister, haben Sie sicherlich herausgehört, dass mehrere Projekte und auch Konzepte von uns bereits auf dem Tisch liegen, um gemeinsam an der Zukunft für die Universitäten zu arbeiten, und ich kann Ihnen versprechen, dass es von uns nicht nur Kritik geben wird, sondern auch ständig konstruktive Mitarbeit. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte, sich diese Zahlen auch zu merken, zumal wir jetzt gerade auch diese Budgets debattieren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Daher muss es unser Ziel sein, zumindest beim Bakkalaureat den freien Hochschulzugang zu gewährleisten. Maßnahmen der Einschränkung sind immer zweitbeste Lösungen. Da habe ich auch eine ganz klare Prioritätenskala: Ich halte absolut nichts von einem Numerus clausus, weil er keinen wie immer gearteten Hinweis auf die spezielle Studierfähigkeit eines künftigen Studenten in einem bestimmten Fach gibt, wenn Gegenstand der Analyse die Durchschnittsnote des Maturazeugnisses ist, unbeschadet davon, welchen Mittelschultyp er absolviert hat. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich darf Sie wirklich noch einmal um Ihre Unterstützung ersuchen, in diesem Bereich nicht zu erlahmen. Dass wir da und dort die einen oder anderen Auffassungsunterschiede haben, ist okay, aber wir sind dazu da, dass wir das diskutieren. Am Ende des Tages sollten wir an einem Strang ziehen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Grünewald: Habe ich das heute gesagt?
Wenn Herr Dr. Grünewald gemeint hat, er hätte gerne mehr Ärzte, denn dann müsste er weniger lange auf seinen Augenarzt warten, kann ich ihm sagen, dass es heute schon oft sehr, sehr schwierig ist ... (Abg. Dr. Grünewald: Habe ich das heute gesagt?) – Wenn Sie das nicht waren, entschuldige ich mich (Abg. Dr. Grünewald: Nein, ...!), aber ich habe das in Erinnerung.
Abg. Dr. Grünewald: Nein, ...!
Wenn Herr Dr. Grünewald gemeint hat, er hätte gerne mehr Ärzte, denn dann müsste er weniger lange auf seinen Augenarzt warten, kann ich ihm sagen, dass es heute schon oft sehr, sehr schwierig ist ... (Abg. Dr. Grünewald: Habe ich das heute gesagt?) – Wenn Sie das nicht waren, entschuldige ich mich (Abg. Dr. Grünewald: Nein, ...!), aber ich habe das in Erinnerung.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Wir haben heute schon das Problem, dass wir zum Teil für die Ausbildung der Augenärzte, ein Beispiel, zu wenig Fallzahlen für den grauen Star haben. Es können längst nicht mehr alle auch diese Operation lernen. So ist es in allen Bereichen. Insbesondere auch im Bereich der Wissenschaft, wo wir Dinge erforschen müssen, auch an und mit den kranken Patienten, sind diese Krankenzahlen einfach nicht beliebig zu vervielfältigen, im Gegenteil, nach Möglichkeit eigentlich von vornherein zu vermeiden. Mit anderen Worten: Diese Quote sichert auch die Qualität der Ausbildung der Mediziner. Unabhängig davon, ob Deutsche oder Österreicher oder Studierende von anderswo hier studieren, sehr viel mehr Menschen können wir bei der Zahl an Erkrankten in Österreich einfach nicht in der gebotenen Qualität ausbilden. Dazu müssen wir uns auch eindeutig bekennen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.) – Ein ausdrücklicher Dank an meine Kollegen.
Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftsbund! IV!
Das heißt, wir haben hier anzusetzen, wo der Hebel für Forschung und Entwicklung am idealsten und am größten ist. Das bedeutet aber, ... (Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftsbund! IV!) – Unsere Wirtschaft ist nicht faul, sondern es ist auch in Finnland ... (Abg. Dr. Grünewald: IV!) – Bitte? (Abg. Dr. Grünewald: IV!)
Abg. Dr. Grünewald: IV!
Das heißt, wir haben hier anzusetzen, wo der Hebel für Forschung und Entwicklung am idealsten und am größten ist. Das bedeutet aber, ... (Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftsbund! IV!) – Unsere Wirtschaft ist nicht faul, sondern es ist auch in Finnland ... (Abg. Dr. Grünewald: IV!) – Bitte? (Abg. Dr. Grünewald: IV!)
Abg. Dr. Grünewald: IV!
Das heißt, wir haben hier anzusetzen, wo der Hebel für Forschung und Entwicklung am idealsten und am größten ist. Das bedeutet aber, ... (Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftsbund! IV!) – Unsere Wirtschaft ist nicht faul, sondern es ist auch in Finnland ... (Abg. Dr. Grünewald: IV!) – Bitte? (Abg. Dr. Grünewald: IV!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, auch im Rahmen der Globalbudgets dafür zu sorgen, dass wir nicht 15-mal mittelmäßig in Österreich in einigen Bereichen forschend tätig sind, sondern dass auch eine Koordinierung zwischen den Schwerpunkten der einzelnen Universitäten stattfindet. Ich weiß diese hohe Verantwortung bei Ihnen in guten Händen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf die Frage der Akademikerinnenquote zurückkommen, die Frau Kollegin Brinek angesprochen hat. Wenn sie gemeint hat, die Abschlussrate habe sich bei den Akademikerinnen verdreifacht, kann ich das irgendwie nachvollziehen, obwohl ich jetzt die aktuellen Daten nicht hier habe. Aber sie hat gesagt, Akademikerrate – und eine Verdreifachung der Akademikerrate ist, wie Kollege Grünewald schon gesagt hat, völlig unmöglich. 2003 hatten wir 15 Prozent, 2005 17,8 Prozent, da war der OECD-Schnitt 24 Prozent. Allein wenn wir den erreichen wollen, gibt es noch eine ganze Menge zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe bin ich sehr froh, dass durch die Erhöhung der Studienbeihilfe und auch der Schülerbeihilfe die soziale Lage der Lernenden und Studierenden wieder ein Thema ist – das hat in den letzten Jahren auch sehr gefehlt – und dass es ein gemeinsames Anliegen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wenn wir es schon nicht schaffen, einen Lehrstuhl für Solarenergie oder für erneuerbare Energien zu schaffen, dann wäre es doch wenigstens sinnvoll, hier eine Vernetzung zu schaffen, eine Wissensdatenbank, auf die auch die Forscher und Wissenschafter zurückgreifen können. Vielleicht können Sie mir auch da ein paar Informationen geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister! Das Ziel ist zwar schön und nett niedergeschrieben, aber ob es wirklich eine Möglichkeit gibt, es zu erreichen, weiß ich nicht. Ich bin schon gespannt, wie Sie auf diese Frage antworten werden. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich bei Herrn Bundesminister Hahn sehr herzlich bedanken, denn ich glaube, er hat es geschafft, den Studierenden und jungen Menschen in Österreich eine Perspektive zu geben. Ich möchte ihm dafür danken, dass er sich mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, in Europa einsetzt und auch dafür Sorge tragen wird, dass in Österreich alles erdenklich Mögliche unternommen wird, um zu gewährleisten, dass jeder junge Mensch, der in Österreich Medizin studieren möchte, dies tun kann – mit der Perspektive, eine ausreichende Ärzteversorgung in Österreich zu haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb ist es sehr erfreulich, verkünden zu können, dass die Studienförderungsmittel erhöht werden, nämlich ab Herbst um 12 Prozent. Damit wird die Höchstbeihilfe auf 697 € pro Monat erhöht. Im Durchschnitt bedeutet das für jeden Studierenden 308 € im Monat, und das sind unter dem Strich um 33 € mehr. Ich glaube, dass das eine wichtige und richtige Sache ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine, dass für den Wissenschaftsstandort und Wirtschaftsstandort Österreich damit die besten Voraussetzungen geschaffen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sollten das für die Privatwirtschaft tun. Damit sie diesen Anteil erreichen kann, wie das in den skandinavischen Ländern der Fall ist, braucht es den staatlichen Anreiz. Wir sollten da investieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich manchmal, wieso wir nicht auch noch einmal überlegen, wenn die Europäische Verfassung ohnedies in dieser Form, so wünschenswert es wäre, nicht realisiert werden kann, sondern wegen des Vetos in einigen Ländern noch einmal überdacht werden muss: Wieso nützen wir das nicht auch, um im Primärrecht solche existenziellen Ausnahmemöglichkeiten festzuschreiben, damit tatsächlich eine hundertprozentige Absicherung erfolgen kann? – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Muttonen und Marizzi.
zum Beispiel die Kreisky’sche Schuldenpolitik der siebziger und achtziger Jahre. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Muttonen und Marizzi.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Reden Sie von den Schulden der letzten sechs Jahre!
Wenn wir das wegmachen könnten, dann würden wir nicht nur 300 Millionen € oder 400 Millionen €, wie zuerst im Zusammenhang mit den Eurofightern genannt wurden, nein, dann würden wir uns 7 Milliarden € allein an Zinszahlungen jedes Jahr sparen können und dann in vielen Bereichen natürlich viel mehr finanzielle Spielräume besitzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Reden Sie von den Schulden der letzten sechs Jahre!)
Zwischenruf des Abg. Marizzi.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unabhängig davon, dass die Vergangenheit eben die Vergangenheit ist, ist es, so denke ich, heute schon ein Tag der Freude, wenn wir heute das Budget „Wissenschaft und Forschung“ diskutieren können und in der nächsten Woche auch dieses Budgetkapitel mit einem Beschluss des Nationalrates sozusagen auf die Reise schicken und für die nächsten zwei Jahre absichern werden. (Zwischenruf des Abg. Marizzi.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber insgesamt können wir, so glaube ich, durch dieses Universitätsgesetz 2002 auf einem sehr guten, auf einem modernen, auf einem zukunftsträchtigen Fundament aufbauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer: 7 Milliarden ... zum Beispiel!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann meinem Vorredner nur ganz kurz als einer, der aus einer Vorarlberger Arbeiterfamilie entstammt, eines dazu sagen: Hätte es Bruno Kreisky mit seinem engagierten Reformprogramm nicht gegeben, gäbe es mich nicht hier (Abg. Mag. Donnerbauer: 7 Milliarden ... zum Beispiel!) und gäbe es Tausenden von jungen Menschen nicht, die die Chance gehabt haben, eine gute Ausbildung zu machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Wir zahlen jetzt dafür!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Wir zahlen jetzt dafür!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann meinem Vorredner nur ganz kurz als einer, der aus einer Vorarlberger Arbeiterfamilie entstammt, eines dazu sagen: Hätte es Bruno Kreisky mit seinem engagierten Reformprogramm nicht gegeben, gäbe es mich nicht hier (Abg. Mag. Donnerbauer: 7 Milliarden ... zum Beispiel!) und gäbe es Tausenden von jungen Menschen nicht, die die Chance gehabt haben, eine gute Ausbildung zu machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Wir zahlen jetzt dafür!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es ist das beste Beispiel, wenn sich zumindest die neue Generation der ÖVP-Abgeordneten an den sozialen Richtlinien eines Bruno Kreisky und wenn sich der neue Wissenschaftsminister an einer Hertha Firnberg beispielsweise orientiert, die, so meine ich, über Parteigrenzen hinweg Meilensteine geschaffen hat. Also, sich mit denen zu vergleichen, das, glaube ich, werden wir weglassen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Eßl: 6,6 Milliarden € Zinsen! Das sind jedes Jahr ...! – Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist ja nicht einmal ...!
Abgesehen vom Finanziellen möchte ich ebenso ... (Abg. Eßl: 6,6 Milliarden € Zinsen! Das sind jedes Jahr ...! – Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist ja nicht einmal ...!) – Ich bin selbst ein Hinterbänkler, ich weiß, wie schwierig das ist, sich von hinten zum Wort zu melden, also daher: Melden Sie sich zu Wort und bringen Sie Argumente vor! Das ist ja viel besser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgesehen vom Finanziellen möchte ich ebenso ... (Abg. Eßl: 6,6 Milliarden € Zinsen! Das sind jedes Jahr ...! – Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist ja nicht einmal ...!) – Ich bin selbst ein Hinterbänkler, ich weiß, wie schwierig das ist, sich von hinten zum Wort zu melden, also daher: Melden Sie sich zu Wort und bringen Sie Argumente vor! Das ist ja viel besser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es freut mich, wenn man auch im Bereich der ÖVP – für uns ist es ja klar, und auch bei den Grünen ist es klar, und auch bei einzelnen anderen Abgeordneten ist es klar – bereit ist, die Situation mit den Studiengebühren zu überdenken. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber es ist mir wichtig, wenn jetzt heute ... (Abg. Grillitsch: ... von Hinterbänklern sprechen! – Abg. Steibl: Wir sind keine Hinterbänkler, wir sind Regionalabgeordnete!)
Abg. Grillitsch: ... von Hinterbänklern sprechen! – Abg. Steibl: Wir sind keine Hinterbänkler, wir sind Regionalabgeordnete!
Es freut mich, wenn man auch im Bereich der ÖVP – für uns ist es ja klar, und auch bei den Grünen ist es klar, und auch bei einzelnen anderen Abgeordneten ist es klar – bereit ist, die Situation mit den Studiengebühren zu überdenken. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber es ist mir wichtig, wenn jetzt heute ... (Abg. Grillitsch: ... von Hinterbänklern sprechen! – Abg. Steibl: Wir sind keine Hinterbänkler, wir sind Regionalabgeordnete!)
Abg. Steibl: Dann soll er etwas Gescheites sagen! – Abg. Grillitsch: Oberhinterbänkler!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (das Glockenzeichen gebend): Bitte ein bisschen Ruhe! Lassen Sie den Herrn Abgeordneten fortsetzen! – Bitte. (Abg. Steibl: Dann soll er etwas Gescheites sagen! – Abg. Grillitsch: Oberhinterbänkler!)
Beifall bei der SPÖ.
Daran sollten wir alle gemeinsam arbeiten. Es würde sich da auch für die ÖVP-Fraktion lohnen, den Wissenschaftsminister zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Dr. Beatrix Karl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte als Erstes als steirische Abgeordnete die Schüler und Schülerinnen der Landwirtschafsschule Haidegg ganz herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.) Herzlich willkommen, und ich hoffe, Sie gewinnen einen guten Eindruck von unserer Debatte hier!
Beifall bei der ÖVP.
Der Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz und Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien, Christoph Badelt, wird in der Wochenendausgabe des „Standard“ vom 31. März und 1. April 2007 mit der Aussage zitiert, dass es „signifikant mehr Geld für die Universitäten gibt – die Regierung hat ihr Wort eingelöst, und das sollte man anerkennen“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist wirklich erfreulich, dass diese Budgeterhöhung auch hier im Haus auf breite Zustimmung stößt. Ich würde mir aber auch wünschen, dass man auch anerkennt, dass unsere Universitäten nicht dieses Notstandsgebiet sind, als das sie hier oft ausgegeben werden. Ich stimme hier vielmehr Herrn Dr. Graf zu, der heute gesagt hat, dass wir exzellente Universitäten haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
dischen Forschungseinrichtungen für die wissenschaftliche Karriere sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Morak.
Herr Minister, Sie haben, was die Frauenförderung betrifft, starke Mitstreiterinnen bei den SPÖ-Frauen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Morak.)
allgemeine Heiterkeit
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Auch Ärzte träumen mal, nicht nur vom Geld, sondern auch generell (allgemeine Heiterkeit) – und ich habe heute einen Albtraum gehabt, nämlich dass einer meiner älteren Meidlinger Patienten von irgendeinem ukrainischen oder polnischen Arzt, der kaum Deutsch kann, behandelt werden müsste. Und da habe ich mir gedacht: Eigentlich kann ich mir das nicht so richtig vorstellen.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man einen Funken Verantwortung hat und eben nicht will, dass Chaos herrscht – nicht nur in meinem Bezirk Meidling, sondern auch in den Operationssälen, in der Forschung et cetera –, dann muss man schauen, dass dieser Traum von mir nicht zum Albtraum wird, dass nämlich in zehn oder 15 Jahren Ärzte aus irgendwelchen Teilen der Welt, kaum der deutschen Sprache mächtig, mit Österreicherinnen und Österreichern, die vielleicht schlecht hören oder sich schlecht ausdrücken können, aneinander vorbeireden. Medizin ist allemal noch Kommunikation, die wir einfordern – und die wird dann sicher nicht möglich sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich darf Sie dann demnächst mit zwei Projekten betreffend Studienlehrgänge an einer bestehenden Fachhochschule konfrontieren – das wird wahrscheinlich das Gescheiteste sein –: Das eine ist ein Konzept, ausgearbeitet vom Bürgermeister aus Wolfsberg, eine Kooperation mit Schweden. Und das Zweite ist – weil das das zweite Herz in Kärnten ist und eigentlich für Kärnten sehr typisch ist und Sinn machen würde – ein Studienlehrgang, der auch bereits fertig konzeptioniert ist, aber durch die Kärntner Nicht-Kooperation einfach nicht das Tageslicht erblickt, ein Studienlehrgang betreffend Freizeit- und Tourismuswirtschaft im Alpen-Adria-Raum. – Danke schön, und wir wünschen Ihnen viel Kraft und Erfolg in Ihrer Tätigkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Hörl: Aber vorher war der Sinowatz da!
1990 – da kam dann die ÖVP – waren die Staatsschulden 76,5 Prozent und die Schuldenquote 56 Prozent. (Abg. Hörl: Aber vorher war der Sinowatz da!) – Passen Sie ein bisschen auf! – 2006, am Ende der Schüssel-Ära, waren die Staatsschulden 155 Milliarden € (Abg. Steibl: Das ist eine Rede!) und die Schuldenquote 63 Prozent. Das heißt, das, was Herr Donnerbauer behauptet hat, war falsch. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine Rede!)
Abg. Steibl: Das ist eine Rede!
1990 – da kam dann die ÖVP – waren die Staatsschulden 76,5 Prozent und die Schuldenquote 56 Prozent. (Abg. Hörl: Aber vorher war der Sinowatz da!) – Passen Sie ein bisschen auf! – 2006, am Ende der Schüssel-Ära, waren die Staatsschulden 155 Milliarden € (Abg. Steibl: Das ist eine Rede!) und die Schuldenquote 63 Prozent. Das heißt, das, was Herr Donnerbauer behauptet hat, war falsch. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine Rede!
1990 – da kam dann die ÖVP – waren die Staatsschulden 76,5 Prozent und die Schuldenquote 56 Prozent. (Abg. Hörl: Aber vorher war der Sinowatz da!) – Passen Sie ein bisschen auf! – 2006, am Ende der Schüssel-Ära, waren die Staatsschulden 155 Milliarden € (Abg. Steibl: Das ist eine Rede!) und die Schuldenquote 63 Prozent. Das heißt, das, was Herr Donnerbauer behauptet hat, war falsch. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine Rede!)
Abg. Eßl: 19,6 Milliarden € Überschuss in sechs Jahren!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Rada. – Bitte. (Abg. Eßl: 19,6 Milliarden € Überschuss in sechs Jahren!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Am Ende dieser Wissenschaftsdebatte und am Ende der Bildungsdebatte insgesamt, nach Unterricht und Wissenschaft ist es wohltuend, festzustellen, dass wirklich nicht nur ein hervorragendes Budget mit weiteren Ausbaumöglichkeiten geschaffen wurde, sondern auch wohltuend zu sehen, wie andere Minister anders agieren und wir uns nicht mehr über Liederbücher und Hausmusik unterhalten, sondern tatsächlich über das, worauf es ankommt. Das vorweg als wohlgemeinte Feststellung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, dieses lebenslange Lernen und dieses auch damit verbundene höhere Pensionsantrittsalter wird bewirken, dass wir zwischendurch verschiedene neue Ausbildungsmöglichkeiten brauchen. Es ist schön, dass es das Bildungs-Karenzjahr gibt. Das wird aber vielleicht zu wenig sein, und wir müssen in dieser Richtung innovativ weitergehen. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Wissenschaft und Forschung sind unbedingt notwendig für einen Staat wie Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Nein, das ist nicht wahr!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Womit sollen wir beginnen? – Vielleicht mit dem, was ich bei dieser Gelegenheit schon des Öfteren gemacht habe: mit dem Hinweis darauf, dass man auch an den Budgetmitteln, die insgesamt für das Sozialministerium mittlerweile nur mehr zur Verfügung stehen, erkennen kann, wie dieses Sozialministerium innerhalb der letzten sechs oder sieben Jahre organisatorisch heruntergewirtschaftet wurde. Es ist ja nur mehr ein „Sozialministeriumsnachlassverwaltungs-Ministerium“ (Abg. Parnigoni: Nein, das ist nicht wahr!), das die Pensionen zu verwalten hat, das den Bereich Pflege und Behindertenwesen (Abg. Parnigoni: Nein, ...!) – doch, doch, das stimmt schon! – zu betreuen hat, aber dafür eigentlich kaum Kompetenzen hat, weil da, wie wir ja wissen, auch die Länder zuständig sind und im Fall eines Gesetzes, über das ich dann noch kurz sprechen möchte, auch ein anderes Ministerium die wesentlich größere Zuständigkeit hat.
Abg. Parnigoni: Nein, ...!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Womit sollen wir beginnen? – Vielleicht mit dem, was ich bei dieser Gelegenheit schon des Öfteren gemacht habe: mit dem Hinweis darauf, dass man auch an den Budgetmitteln, die insgesamt für das Sozialministerium mittlerweile nur mehr zur Verfügung stehen, erkennen kann, wie dieses Sozialministerium innerhalb der letzten sechs oder sieben Jahre organisatorisch heruntergewirtschaftet wurde. Es ist ja nur mehr ein „Sozialministeriumsnachlassverwaltungs-Ministerium“ (Abg. Parnigoni: Nein, das ist nicht wahr!), das die Pensionen zu verwalten hat, das den Bereich Pflege und Behindertenwesen (Abg. Parnigoni: Nein, ...!) – doch, doch, das stimmt schon! – zu betreuen hat, aber dafür eigentlich kaum Kompetenzen hat, weil da, wie wir ja wissen, auch die Länder zuständig sind und im Fall eines Gesetzes, über das ich dann noch kurz sprechen möchte, auch ein anderes Ministerium die wesentlich größere Zuständigkeit hat.
Abg. Parnigoni: Ich kann mich erinnern!
Ende der neunziger Jahre – und da sollten Sie aufpassen, Kollege (Abg. Parnigoni: Ich kann mich erinnern!) – hat das Sozialministerium noch zirka ein Viertel der gesamten Budgetmittel verwaltet, betreut, ausgeschüttet. Das waren Zeiten, wo das Sozialministerium ein mächtiges Ministerium war. Vielleicht – darüber könnte man auch diskutieren – waren das auch Zeiten, in denen das Sozialministerium durch den Bereich Soziales inklusive Pensions-, Kranken-, Unfallversicherung, den Bereich Gesundheit und den Bereich Arbeit vielleicht zu viele Kompetenzen hatte. Möglich!
Ruf: Mit Haus!
Herr Kollege Rasinger – er ist gerade nicht im Saal –, schauen wir uns das bei dem Gesetz an, über das ich jetzt sprechen werde. Das Gesetz heißt „Hausbetreuungsgesetz“, obwohl es nicht um Häuser geht, die betreut werden, sondern um Personen mit (Ruf: Mit Haus!) deutlichen körperlichen oder sonstigen Einschränkungen, Personen, die pflegebedürftig sind, in einem sehr hohen Ausmaß pflegebedürftig sind, weil mindestens Pflegestufe 3 notwendig ist, um überhaupt unter dieses Gesetz zu
Beifall bei den Grünen
Ich sage Ihnen, ich möchte nicht in diesem Haus mit Ihnen zu jenem Zeitpunkt diskutieren müssen – das werden wir vermutlich erleben –, wenn die ersten Fälle auftreten, in denen diese Personen an der Überforderung, die ja im Pflegeberuf ohnehin latent vorhanden ist, leiden (Beifall bei den Grünen), und zwar insofern leiden, als es da zu Konfliktsituationen kommen kann und kommen wird, an denen die Leute zerbrechen, beziehungsweise wo Konflikte dadurch gelöst werden, dass die eine Gruppe auf die andere in irgendeiner Form „losgeht“.
Abg. Grillitsch: Heute ist er lieb!
So einfach, Kollege Grillitsch, wie Sie sich das machen, dass Sie sagen: Machen wir das einfach so weiter; in den nächsten zehn Jahren wird uns schon irgendetwas einfallen!, ist es nicht. Alle gemeinnützigen Vereine – spitzen Sie bitte die Ohren, Kollege Grillitsch – wie die Caritas, die Diakonie, das Rote Kreuz sagen: Wenn das so kommt, wie es jetzt geplant ist, dann haben wir nicht die Möglichkeit, unsere Tagesbetreuungsangebote auszubauen – vermutlich nicht –, dann haben wir nicht die Möglichkeit, das, was notwendig wäre, auszubauen, wie etwa betreubares Wohnen. – Ja, Sie nicken, aber verstanden haben Sie es offensichtlich nicht, und das ist traurig genug, Herr Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Heute ist er lieb!) Das, was ich von Ihnen einzufordern versuche, ist eine ernsthafte Auseinandersetzung.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich hätte mir gewünscht, dass man von der Möglichkeit, die bestanden hat, Gebrauch gemacht hätte, nämlich auch Druck auf alle Verantwortlichen dadurch zu machen, dass man jetzt die Zeitspanne, in der noch die Verlängerung der Amnestieregelung ansteht, die auch Landeshauptmann Pühringer vorgeschlagen hat – die Sie ursprünglich abgelehnt haben, die Sie aber dann wieder befürwortet haben –, genutzt hätte, eine umfassende Debatte über die Verbesserung von Pflegeangeboten in Österreich zu führen und tatsächlich gemeinsam mit den Ländern und den Gemeinden aus diesem unseligen Kreislauf, den es gibt – dass die Gemeinden und die Länder für ihre Pflegeheime zuständig sind und auf der anderen Seite über die Sozialhilfe natürlich die Leute eher in die Pflegeheime, die gefüllt werden müssen, einweisen –, auszubrechen und zu neuen Formen der Pflege und Betreuung von älteren Menschen zu kommen, weil es dringend notwendig wäre, damit zu beginnen: auf Bundesebene, vom Bund organisiert und gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Unterstützung vermutlich auch von den politischen Parteien in diesem Haus. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber da erleben wir vielleicht unsere Überraschungen.
Abg. Tamandl: Sie verstehen das immer noch nicht!
Kollege Amon, Sie können ohnehin gleich sagen, warum Sie gegen eine Regelung und eine Verbesserung der Erbschafts- und der Schenkungssteuer sind (Abg. Tamandl: Sie verstehen das immer noch nicht!), die man dafür nützen könnte, daraus Pflege und Betreuung mitzufinanzieren. Sie können erklären, warum es gescheiter ist, dass man den Leuten dann, wenn sie auf Pflege und Betreuung angewiesen sind, die letzten Groschen aus dem Börsel nimmt, mit denen sie sich dann Pflege und Betreuung über die Sozialhilfe ... (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na selbstverständlich: Über das sogenannte Schonvermögen hinausgehendes Vermögen wird bis zu minimalen Grenzen herunter gepfändet! Es werden auch Angehörige eingespannt, um die Pflege und Betreuung zu organisieren. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Warum keine solidarische Organisierung von allen durch eine bessere Vermögensteuer? – Das frage ich Sie wirklich! (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.
Kollege Amon, Sie können ohnehin gleich sagen, warum Sie gegen eine Regelung und eine Verbesserung der Erbschafts- und der Schenkungssteuer sind (Abg. Tamandl: Sie verstehen das immer noch nicht!), die man dafür nützen könnte, daraus Pflege und Betreuung mitzufinanzieren. Sie können erklären, warum es gescheiter ist, dass man den Leuten dann, wenn sie auf Pflege und Betreuung angewiesen sind, die letzten Groschen aus dem Börsel nimmt, mit denen sie sich dann Pflege und Betreuung über die Sozialhilfe ... (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na selbstverständlich: Über das sogenannte Schonvermögen hinausgehendes Vermögen wird bis zu minimalen Grenzen herunter gepfändet! Es werden auch Angehörige eingespannt, um die Pflege und Betreuung zu organisieren. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Warum keine solidarische Organisierung von allen durch eine bessere Vermögensteuer? – Das frage ich Sie wirklich! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Kollege Amon, Sie können ohnehin gleich sagen, warum Sie gegen eine Regelung und eine Verbesserung der Erbschafts- und der Schenkungssteuer sind (Abg. Tamandl: Sie verstehen das immer noch nicht!), die man dafür nützen könnte, daraus Pflege und Betreuung mitzufinanzieren. Sie können erklären, warum es gescheiter ist, dass man den Leuten dann, wenn sie auf Pflege und Betreuung angewiesen sind, die letzten Groschen aus dem Börsel nimmt, mit denen sie sich dann Pflege und Betreuung über die Sozialhilfe ... (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na selbstverständlich: Über das sogenannte Schonvermögen hinausgehendes Vermögen wird bis zu minimalen Grenzen herunter gepfändet! Es werden auch Angehörige eingespannt, um die Pflege und Betreuung zu organisieren. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Warum keine solidarische Organisierung von allen durch eine bessere Vermögensteuer? – Das frage ich Sie wirklich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Amon, Sie können ohnehin gleich sagen, warum Sie gegen eine Regelung und eine Verbesserung der Erbschafts- und der Schenkungssteuer sind (Abg. Tamandl: Sie verstehen das immer noch nicht!), die man dafür nützen könnte, daraus Pflege und Betreuung mitzufinanzieren. Sie können erklären, warum es gescheiter ist, dass man den Leuten dann, wenn sie auf Pflege und Betreuung angewiesen sind, die letzten Groschen aus dem Börsel nimmt, mit denen sie sich dann Pflege und Betreuung über die Sozialhilfe ... (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na selbstverständlich: Über das sogenannte Schonvermögen hinausgehendes Vermögen wird bis zu minimalen Grenzen herunter gepfändet! Es werden auch Angehörige eingespannt, um die Pflege und Betreuung zu organisieren. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Warum keine solidarische Organisierung von allen durch eine bessere Vermögensteuer? – Das frage ich Sie wirklich! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Das muss ja wieder der Bartenstein machen! Das ist ja die Tragik!
Auf der anderen Seite möchte ich auch ganz klar sagen, dass gerade auch das Budget zum Thema Soziales sehr deutlich die Handschrift unseres Bundesministers Buchinger trägt und gerade Herr Bundesminister Buchinger, glaube ich, ein Garant dafür ist, dass insbesondere auch für jene Menschen in dieser Republik, die vom Glück nicht gerade besonders bevorzugt werden und die vielleicht aufgrund von vielen schwierigen Situationen im Laufe der letzten Jahre ihren Arbeitsplatz verloren haben oder der Armut preisgegeben wurden, Maßnahmen gesetzt werden, um diesen Menschen punktgenau zu helfen. Das, glaube ich, ist ganz wichtig und entscheidend. (Abg. Öllinger: Das muss ja wieder der Bartenstein machen! Das ist ja die Tragik!)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Bestreben muss es aber sein, genau bei dieser Pensionsregelung und bei der Regelung von Langzeitversicherungen auch in Richtung Versicherungszeiten zu kommen. Und was mir da besonders am Herzen liegt, ist, dass ein ganz wichtiger erster Schritt zu setzen wäre, nämlich dass Zeiten des Krankengeldbezuges angerechnet werden müssen, denn damit würden wir als Erstes einmal kranken Menschen helfen und damit auch eine Besserstellung dieser vom Schicksal nicht sehr gut behandelten Menschen herbeiführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Die ist ja nicht einmal drinnen im Budget!
Meine Damen und Herren! Die Leistung von Hilfe zur Selbsthilfe und eine punktgenaue Unterstützung jener Menschen, die es im Leben nicht leicht haben, sind, glaube ich, ganz wichtige sozialpolitische Maßnahmen. Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist zweifellos die Einführung einer bedarfsorientierten Mindestsicherung. (Abg. Öllinger: Die ist ja nicht einmal drinnen im Budget!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin davon überzeugt, dass wir in Zukunft eine sozialere Politik haben werden, bei der Menschen wieder mehr im Mittelpunkt stehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Die haben wir!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es wundert mich ja fast, dass ich in manchen Bereichen der Debatte schon näher an der Position von Kollegem Öllinger bin als an den Ausführungen der Sozialdemokraten. Aber wir werden schon noch unsere Unterscheidungspunkte finden (Abg. Öllinger: Die haben wir!), da bin ich mir ganz sicher, und Sie werden schon noch die Gelegenheit bekommen, heute hier Ihre antifaschistische Pflichtübung zu absolvieren. Aber bitte. (Abg. Parnigoni: Sind Sie kein Antifaschist?)
Abg. Parnigoni: Sind Sie kein Antifaschist?
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es wundert mich ja fast, dass ich in manchen Bereichen der Debatte schon näher an der Position von Kollegem Öllinger bin als an den Ausführungen der Sozialdemokraten. Aber wir werden schon noch unsere Unterscheidungspunkte finden (Abg. Öllinger: Die haben wir!), da bin ich mir ganz sicher, und Sie werden schon noch die Gelegenheit bekommen, heute hier Ihre antifaschistische Pflichtübung zu absolvieren. Aber bitte. (Abg. Parnigoni: Sind Sie kein Antifaschist?)
Abg. Dr. Mitterlehner: ... bei Ihnen vergangenheitsorientiert?
Wenn Sie die bisherige Budgetdebatte verfolgt haben, meine Damen und Herren, dann werden Sie alle mir sicherlich in einem Punkt recht geben: Da wuselt es nur so vom Begriff „Zukunft“, „Zukunft“, „Zukunft“! „Zukunftsfit“ habe ich gehört, „zukunftstauglich“, „zukunftsbewusst“, „zukunftsorientiert“. (Abg. Dr. Mitterlehner: ... bei Ihnen vergangenheitsorientiert?) Nein, das ist schon sehr wichtig, denn Sie haben das wahrscheinlich deshalb hineingeschrieben, um die besondere Bedeutung, das besondere Gewicht hervorzuheben, das Sie einzelnen Kapiteln geben wollen. (Abg. Riepl: Wollen Sie in der Vergangenheit leben?) Das ist sozusagen der Tarnanstrich, der über eine be-
Abg. Riepl: Wollen Sie in der Vergangenheit leben?
Wenn Sie die bisherige Budgetdebatte verfolgt haben, meine Damen und Herren, dann werden Sie alle mir sicherlich in einem Punkt recht geben: Da wuselt es nur so vom Begriff „Zukunft“, „Zukunft“, „Zukunft“! „Zukunftsfit“ habe ich gehört, „zukunftstauglich“, „zukunftsbewusst“, „zukunftsorientiert“. (Abg. Dr. Mitterlehner: ... bei Ihnen vergangenheitsorientiert?) Nein, das ist schon sehr wichtig, denn Sie haben das wahrscheinlich deshalb hineingeschrieben, um die besondere Bedeutung, das besondere Gewicht hervorzuheben, das Sie einzelnen Kapiteln geben wollen. (Abg. Riepl: Wollen Sie in der Vergangenheit leben?) Das ist sozusagen der Tarnanstrich, der über eine be-
Beifall bei der FPÖ.
Ich übersetze Ihnen das aber gerne und sage Ihnen, was das in Wirklichkeit bedeutet. Sie kennen ja wahrscheinlich das Sprichwort: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ – Wenn ich Ihre Zukunftsorientierung übersetze und in die richtigen Worte kleide, dann haben Sie daraus gemacht: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe doch auf morgen, auf übermorgen, auf 2010 oder in manchen Bereichen vielleicht überhaupt bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag! – Das ist „zukunftsorientiert“ in Ihrem Sinne! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Parnigoni: Haben Sie ein Wirtschaftsstudium, damit Sie überhaupt wissen, was „antizyklisch“ heißt?
Wissen Sie, was „antizyklisch“ heißt? „Antizyklisch“ heißt: antivernünftig – wenn man nämlich unter „vernünftig“ das versteht, meine Damen und Herren, und das tun wir Freiheitlichen, was sich die Menschen auch im Sozialbereich von dieser Regierung erwartet haben. Und das zu tun, dafür sind Sie – da muss ich vor allem Sie von der SPÖ anschauen; ich glaube schon, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben – gewählt worden! (Abg. Parnigoni: Haben Sie ein Wirtschaftsstudium, damit Sie überhaupt wissen, was „antizyklisch“ heißt?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Wofür sind Sie gewählt worden?
Sie haben einen Kurswechsel in der Sozialpolitik versprochen, Sie wollten einen Kurswechsel herbeiführen. – Sie haben keinen Kurswechsel gemacht, sondern Sie haben den Kurs gewechselt, Ihren Kurs nämlich, damit Sie möglichst gut ÖVP-kompatibel sind und in einer neuen sozialistischen Bescheidenheit an die Dinge herangehen – anstatt ordentlich aufs Gas zu drücken und das zu erledigen, wofür Sie gewählt worden sind! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Wofür sind Sie gewählt worden?)
Beifall bei der FPÖ.
Anstatt den Menschen in diesem Land soziale Wärme zu bringen, haben Sie sich selbst kaltgestellt. Das ist eine Meisterleistung, das als stärkere Partei zustande zu bringen! Das muss ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Parnigoni: Er ist schon berühmt!
Herr Sozialminister, Sie hätten im Grunde genommen im Pflegebereich etwa durch eine jährliche Wertanpassung oder durch eine Bindung des Pflegeaufwandes an einen bestimmten Prozentsatz des Bruttoinlandsproduktes, mit einer Verankerung des Rechtes auf Pflege in der Verfassung, wie wir Freiheitlichen das vorgeschlagen haben, regelrecht berühmt werden können! Das wäre ein Meilenstein gewesen, ein großer Wurf! (Abg. Parnigoni: Er ist schon berühmt!) – Das aber nicht wegen seiner sozialpolitischen Maßnahmen, sondern wegen seiner Friseurbesuche. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was auch nicht immer was nützt!) – Ja, genau so ist es.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was auch nicht immer was nützt!
Herr Sozialminister, Sie hätten im Grunde genommen im Pflegebereich etwa durch eine jährliche Wertanpassung oder durch eine Bindung des Pflegeaufwandes an einen bestimmten Prozentsatz des Bruttoinlandsproduktes, mit einer Verankerung des Rechtes auf Pflege in der Verfassung, wie wir Freiheitlichen das vorgeschlagen haben, regelrecht berühmt werden können! Das wäre ein Meilenstein gewesen, ein großer Wurf! (Abg. Parnigoni: Er ist schon berühmt!) – Das aber nicht wegen seiner sozialpolitischen Maßnahmen, sondern wegen seiner Friseurbesuche. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was auch nicht immer was nützt!) – Ja, genau so ist es.
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Es ist abenteuerlich, was Sie in diesem Bereich aufführen, genauso abenteuerlich wie das eine oder andere, was für den Pensionsbereich schon von dieser Regierungsbank gekommen ist. Eine Verlängerung der Hacklerregelung bis 2010 ist einmal recht schön, versprochen haben Sie vor der Wahl aber etwas anderes: Sie haben einen Übergang der Hacklerregelung in den Regelbetrieb versprochen! – Aber Sie werden schon Ihre Gründe haben, warum wieder das ominöse Jahr 2010 auftaucht, denn wahrscheinlich werden Sie sich nicht nach den Interessen der Bevölkerung, sondern nach Ihren Interessen im Hinblick auf den kommenden Wahlkampf richten. Genau darum geht es ja! Deswegen taucht dieses Datum 2010 auf. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Die FPÖ hat diese schlechten Pensionsregelungen beschlossen!
mehr möglich gewesen! Das hätten wir noch zu einem Zeitpunkt machen können, zu dem Sie sozusagen noch nicht die Handschellen der ÖVP angelegt hatten. Da wäre mehreres möglich gewesen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Die FPÖ hat diese schlechten Pensionsregelungen beschlossen!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ja, ja, da wäre mehreres möglich gewesen, aber wir haben schon gesehen: Die Pensionisten haben schon damals nur halb – und jetzt gar nicht mehr – zu Ihren Liebkindern gehört. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich sage es Ihnen nur. Vielleicht sollten Sie einmal ein bisschen zuhören, in sich gehen und Einschau halten (Abg. Parnigoni: Das wäre Ihnen auch einmal zu empfehlen!), bevor Sie hier immer dazwischen maulen. (Abg. Parnigoni – in Richtung FPÖ –: Ihr habt das mitbeschlossen, das schlechte Pensionsrecht! 2003 habt ihr das mitbeschlossen!)
Abg. Parnigoni: Das wäre Ihnen auch einmal zu empfehlen!
Ja, ja, da wäre mehreres möglich gewesen, aber wir haben schon gesehen: Die Pensionisten haben schon damals nur halb – und jetzt gar nicht mehr – zu Ihren Liebkindern gehört. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich sage es Ihnen nur. Vielleicht sollten Sie einmal ein bisschen zuhören, in sich gehen und Einschau halten (Abg. Parnigoni: Das wäre Ihnen auch einmal zu empfehlen!), bevor Sie hier immer dazwischen maulen. (Abg. Parnigoni – in Richtung FPÖ –: Ihr habt das mitbeschlossen, das schlechte Pensionsrecht! 2003 habt ihr das mitbeschlossen!)
Abg. Parnigoni – in Richtung FPÖ –: Ihr habt das mitbeschlossen, das schlechte Pensionsrecht! 2003 habt ihr das mitbeschlossen!
Ja, ja, da wäre mehreres möglich gewesen, aber wir haben schon gesehen: Die Pensionisten haben schon damals nur halb – und jetzt gar nicht mehr – zu Ihren Liebkindern gehört. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich sage es Ihnen nur. Vielleicht sollten Sie einmal ein bisschen zuhören, in sich gehen und Einschau halten (Abg. Parnigoni: Das wäre Ihnen auch einmal zu empfehlen!), bevor Sie hier immer dazwischen maulen. (Abg. Parnigoni – in Richtung FPÖ –: Ihr habt das mitbeschlossen, das schlechte Pensionsrecht! 2003 habt ihr das mitbeschlossen!)
Abg. Parnigoni: Die FPÖ hat das mitbeschlossen, das Pensionsrecht! Das vergessen Sie!
Aber der Herr Sozialminister hat ein neues Steckenpferd entdeckt. Er hat ja etwas anderes, den großen sozialpolitischen Wurf des Jahrhunderts – vielleicht sogar des Jahrtausends, wir werden sehen –, nämlich die Mindestsicherung. (Abg. Parnigoni: Die FPÖ hat das mitbeschlossen, das Pensionsrecht! Das vergessen Sie!) Ich meine, eines muss man ihm ja zugute halten: Er hat zumindest erkannt – und da hat er recht, und dieser Vorwurf trifft ja Sie –, dass natürlich Armut ein brennendes Problem ist, dass es in diesem Land eben so ist, dass man sich, wenn man sich für Kinder und Familie entscheidet, damit automatisch einen Schritt in Richtung Armut oder direkt in die Armut hinein bewegt. Das ist schon richtig! (Abg. Parnigoni: Die Pensionsreform 2003 haben Sie beschlossen, mit der ÖVP!) Und wir wissen ja, dass die Einkommensschere immer weiter auseinanderklafft und dass die Unternehmensgewinne und die Löhne in einer ganz, ganz wilden Diskrepanz zueinander stehen und diese Kluft sich erweitert und nicht schließt. Das ist richtig!
Abg. Parnigoni: Die Pensionsreform 2003 haben Sie beschlossen, mit der ÖVP!
Aber der Herr Sozialminister hat ein neues Steckenpferd entdeckt. Er hat ja etwas anderes, den großen sozialpolitischen Wurf des Jahrhunderts – vielleicht sogar des Jahrtausends, wir werden sehen –, nämlich die Mindestsicherung. (Abg. Parnigoni: Die FPÖ hat das mitbeschlossen, das Pensionsrecht! Das vergessen Sie!) Ich meine, eines muss man ihm ja zugute halten: Er hat zumindest erkannt – und da hat er recht, und dieser Vorwurf trifft ja Sie –, dass natürlich Armut ein brennendes Problem ist, dass es in diesem Land eben so ist, dass man sich, wenn man sich für Kinder und Familie entscheidet, damit automatisch einen Schritt in Richtung Armut oder direkt in die Armut hinein bewegt. Das ist schon richtig! (Abg. Parnigoni: Die Pensionsreform 2003 haben Sie beschlossen, mit der ÖVP!) Und wir wissen ja, dass die Einkommensschere immer weiter auseinanderklafft und dass die Unternehmensgewinne und die Löhne in einer ganz, ganz wilden Diskrepanz zueinander stehen und diese Kluft sich erweitert und nicht schließt. Das ist richtig!
Abg. Parnigoni: Das ist sehr ausgeprägt – im Gegensatz zu Ihrem!
Aber das, was dagegen gemacht wird, ist ein Schritt in die völlig falsche Richtung, denn zum einen ist eine Mindestsicherung, die sich von der Höhe her nicht allzu sehr unterscheidet von den Gehältern, die Menschen bekommen, die einer Beschäftigung nachgehen, der völlig falsche Anreiz. Wenn man es etwas weniger vornehm formuliert, dann sagt man: Das ist eine Pflanzerei für jene, die um dieses Geld arbeiten gehen! Ich weiß nicht, wie Sie das überhaupt verantworten können. – Das ist einmal das eine: Es ist eine Pflanzerei für jene Leute, die dieses Land in der Vergangenheit aufgebaut haben, die Kinder erzogen haben und jetzt mit einer Mindestrente leben müssen. Ich weiß nicht, wo Ihr sozialdemokratisches soziales Gewissen da überhaupt geblieben ist. (Abg. Parnigoni: Das ist sehr ausgeprägt – im Gegensatz zu Ihrem!)
Beifall bei der FPÖ
„Sozialstaat“ und „Zuwanderung“ – das wird jetzt Herrn Öllinger weniger freuen – sind zwei Begriffe, die für uns nur mit der Kombination „statt“ zusammengehen. Sozialstaat statt Zuwanderung heißt die Devise (Beifall bei der FPÖ) – und nicht, wie Sie von den Grünen und von der SPÖ und von allen anderen vielleicht meinen, dass sozusagen die Zuwanderung den Sozialstaat sichert. Da muss man sich nur einmal die Zahlen anschauen. Ein paar kann ich Ihnen jetzt nicht vorenthalten, obwohl es ziemlich müh-
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Ich glaube, Sie verstehen das nicht richtig! Da kennen Sie sich nicht aus!
Ich vermute, meine Damen und Herren, die Behauptung, dass die Zuwanderung den Sozialstaat absichert, ist ideologisches Wunschdenken und die Erfüllung eines gesellschaftspolitischen Kampfauftrages, aber das hat überhaupt nichts damit zu tun, was sich die Österreicherinnen und Österreicher wünschen. Und der Vorwurf wiegt umso schwerer, weil das auf Kosten der künftigen Generationen geht! Wenn wir nicht bald handeln, dann ist der Schaden nicht mehr gutzumachen. – Die Verantwortung dafür werden Sie tragen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Parnigoni: Ich glaube, Sie verstehen das nicht richtig! Da kennen Sie sich nicht aus!)
Abg. Öllinger: Jetzt kommt die Erklärung zur Vermögensteuer!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Jetzt kommt die Erklärung zur Vermögensteuer!) Herr Kollege Kickl hat in seinen Ausführungen bekrittelt, dass im Regierungsübereinkommen so viel und so oft Zukunft beschrieben ist. – Sie sind ja das beste Beispiel dafür, dass eine zu starke Vergangenheitsorientierung auch nicht gerade zuträglich ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Jetzt kommt die Erklärung zur Vermögensteuer!) Herr Kollege Kickl hat in seinen Ausführungen bekrittelt, dass im Regierungsübereinkommen so viel und so oft Zukunft beschrieben ist. – Sie sind ja das beste Beispiel dafür, dass eine zu starke Vergangenheitsorientierung auch nicht gerade zuträglich ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Parnigoni: 15!
Diese Kritik geht wirklich ins Leere, Herr Kollege Kickl! Ich bin eigentlich überrascht gewesen, dass es Ihnen gelungen ist – ich weiß nicht, wie lange Sie jetzt gesprochen haben, aber so etwa 10 Minuten werden es schon gewesen sein (Abg. Parnigoni: 15!) –, die ganze Zeit über zwar viel an Kritik anzubringen, aber keinen einzigen Vorschlag gemacht haben – nicht einen einzigen Vorschlag haben Sie gemacht! –, wie man irgendetwas verbessern könnte. – Das ist nicht unser Anspruch an Politik, das möchte ich Ihnen schon sehr deutlich sagen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Dann haben Sie nicht zugehört, Herr Kollege!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Dann haben Sie nicht zugehört, Herr Kollege!
Diese Kritik geht wirklich ins Leere, Herr Kollege Kickl! Ich bin eigentlich überrascht gewesen, dass es Ihnen gelungen ist – ich weiß nicht, wie lange Sie jetzt gesprochen haben, aber so etwa 10 Minuten werden es schon gewesen sein (Abg. Parnigoni: 15!) –, die ganze Zeit über zwar viel an Kritik anzubringen, aber keinen einzigen Vorschlag gemacht haben – nicht einen einzigen Vorschlag haben Sie gemacht! –, wie man irgendetwas verbessern könnte. – Das ist nicht unser Anspruch an Politik, das möchte ich Ihnen schon sehr deutlich sagen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Dann haben Sie nicht zugehört, Herr Kollege!)
Abg. Öllinger: Was ist da rechtlich einwandfrei?
Ansprechen möchte ich jetzt, weil Sie, Herr Kollege Kickl, das sehr heftig kritisiert haben, die Pflegemisere. Ich glaube, dass das Hausbetreuungsgesetz, das Herr Bundesminister Bartenstein gemeinsam mit Herrn Bundesminister Buchinger verhandelt hat und das seit gestern bekannt ist, und zwar in allen Details, ein ganz wesentlicher und guter Schritt ist, denn es führt zur Legalität, es führt zu Rechtssicherheit in arbeitsrechtlicher Hinsicht. Es gibt zwei Optionen, eine solche Tätigkeit auszuüben: eben einerseits als Selbständiger oder andererseits im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses. Ich glaube, das ist der richtige Weg: dass man Dinge auch auf rechtlich einwandfreie Beine stellt. (Abg. Öllinger: Was ist da rechtlich einwandfrei?) Kritisieren Sie das nicht, denn Vorschläge haben Sie keine gebracht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ansprechen möchte ich jetzt, weil Sie, Herr Kollege Kickl, das sehr heftig kritisiert haben, die Pflegemisere. Ich glaube, dass das Hausbetreuungsgesetz, das Herr Bundesminister Bartenstein gemeinsam mit Herrn Bundesminister Buchinger verhandelt hat und das seit gestern bekannt ist, und zwar in allen Details, ein ganz wesentlicher und guter Schritt ist, denn es führt zur Legalität, es führt zu Rechtssicherheit in arbeitsrechtlicher Hinsicht. Es gibt zwei Optionen, eine solche Tätigkeit auszuüben: eben einerseits als Selbständiger oder andererseits im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses. Ich glaube, das ist der richtige Weg: dass man Dinge auch auf rechtlich einwandfreie Beine stellt. (Abg. Öllinger: Was ist da rechtlich einwandfrei?) Kritisieren Sie das nicht, denn Vorschläge haben Sie keine gebracht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Lassen Sie mich in die Regierung! Tauschen wir!
Der zweite Punkt, Kollege Öllinger, ist richtig: Es sind auch noch Verhandlungen mit den Ländern im Zusammenhang mit der Pflege ausständig oder nicht abgeschlossen. Natürlich ist das der zweite Bereich, wo Herr Bundesminister Buchinger außerordentlich bemüht ist, mit den Bundesländern übereinzukommen, Lösungen zustande zu bringen, damit auch die Finanzierbarkeit der ganzen Sache gewährleistet ist. So schaut eben Regierungsarbeit aus, Kollege Öllinger, in die Sie sich ja nicht hineintrauen, wie wir alle wissen. (Abg. Öllinger: Lassen Sie mich in die Regierung! Tauschen wir!) Ihnen ist lieber, Sie sitzen in Opposition – und dort passen Sie auch hin, weil Sie nur kritisieren und keine Vorschläge einbringen, wie man es besser macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Punkt, Kollege Öllinger, ist richtig: Es sind auch noch Verhandlungen mit den Ländern im Zusammenhang mit der Pflege ausständig oder nicht abgeschlossen. Natürlich ist das der zweite Bereich, wo Herr Bundesminister Buchinger außerordentlich bemüht ist, mit den Bundesländern übereinzukommen, Lösungen zustande zu bringen, damit auch die Finanzierbarkeit der ganzen Sache gewährleistet ist. So schaut eben Regierungsarbeit aus, Kollege Öllinger, in die Sie sich ja nicht hineintrauen, wie wir alle wissen. (Abg. Öllinger: Lassen Sie mich in die Regierung! Tauschen wir!) Ihnen ist lieber, Sie sitzen in Opposition – und dort passen Sie auch hin, weil Sie nur kritisieren und keine Vorschläge einbringen, wie man es besser macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
haben! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP.
Besonders wichtig für uns ist – und das soll man, bitte, nicht unterschätzen; deshalb, Herr Bundesminister, haben wir uns auch immer gegen eine Grundsicherung ohne Arbeit gewandt, weil das nicht unser Zugang ist –, dass der grundsätzliche Zugang zur Armutsbekämpfung schon die Erwerbsarbeit sein muss. Es muss einen Anreiz dafür geben, dass die Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgehen; abgeleitet auch aus der christlichen Soziallehre, die sich durchaus so liest, dass man sagen kann, ein Einkommen ohne Arbeit – abgesehen jetzt nach einem arbeitsreichen Leben in Form der Pension – hat auf Dauer auch etwas Würdeloses an sich. Erwerbsarbeit steht schon im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit, und deshalb bin ich außerordentlich froh darüber, dass die Sozialpartner bemüht sind, eine Lösung zustande zu bringen, die einen Mindestlohn von 1 000 € bei Vollbeschäftigung sicherstellt. – Ich halte das für einen richtigen Ansatz, auch für jene Bereiche, die nicht kollektivvertragsfähig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Deshalb möchte ich sehr herzlich – er ist gerade anwesend, aber ich hätte es sonst auch gemacht – Wolfgang Schüssel für den massiven Vorstoß in der vergangenen Legislaturperiode danken, ein allgemeines Pensionsgesetz zu schaffen, das mehr Gerechtigkeit für alle bringt und mit dem künftig sichergestellt ist, dass jemand, der 1 € einzahlt, dafür auch die gleiche Leistung herausbekommt – ganz unabhängig davon, in welchem Bereich er versichert ist. Damit ist eine beispielgebende Maßnahme gesetzt worden, an der man nur eines kritisieren kann, nämlich: dass sie nicht schon vor 30 Jahren gesetzt worden ist. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie wollten auch noch etwas zur Vermögensteuer sagen!
Herr Bundesminister! Wir haben im Sozialbereich sehr viel vor uns liegen. Ich denke, dass wir mit den Punkten, die wir auf die Reise gebracht haben, einen guten Start hatten. – In diesem Sinne auf eine gute Zusammenarbeit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie wollten auch noch etwas zur Vermögensteuer sagen!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
In dieser neuen Regierung haben Sie, Herr Bundesminister – wenn ich Sie richtig verstanden habe –, drei Bereiche fixiert, über die Sie gesagt haben, das seien Ihre wichtigsten Aufgaben; diese ergeben sich auch aus der Größe Ihres Ministeriums. Meine Vorredner haben schon gesagt, dass es sehr abgespeckt worden ist, daher möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es bis 2002 ein zusätzliches Gesundheits- und Frauenministerium unter Herbert Haupt gab. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Ob es Ihnen jetzt gefallen hat oder nicht, es war so. (Abg. Öllinger: Mir nicht so!) Von 2002 bis 2006 war der große Generationenbereich dabei, und das war sehr wichtig, denn Sozialpolitik kann immer nur im Sinne der Balance zwischen den Generationen und im Sinne der Generationensolidarität gemacht werden.
Abg. Öllinger: Mir nicht so!
In dieser neuen Regierung haben Sie, Herr Bundesminister – wenn ich Sie richtig verstanden habe –, drei Bereiche fixiert, über die Sie gesagt haben, das seien Ihre wichtigsten Aufgaben; diese ergeben sich auch aus der Größe Ihres Ministeriums. Meine Vorredner haben schon gesagt, dass es sehr abgespeckt worden ist, daher möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es bis 2002 ein zusätzliches Gesundheits- und Frauenministerium unter Herbert Haupt gab. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Ob es Ihnen jetzt gefallen hat oder nicht, es war so. (Abg. Öllinger: Mir nicht so!) Von 2002 bis 2006 war der große Generationenbereich dabei, und das war sehr wichtig, denn Sozialpolitik kann immer nur im Sinne der Balance zwischen den Generationen und im Sinne der Generationensolidarität gemacht werden.
Beifall beim BZÖ.
Kurz zur Mindestsicherung Stellung nehmend möchte ich sagen, es fällt sehr schwer, sie zu bewerten, weil noch nichts auf dem Tisch liegt. Aber ich darf für uns, für das BZÖ, feststellen: Für uns kommt eine Mindestsicherung nur dann in Frage, wenn sie Menschen betrifft, die vorübergehend in sozialen Notlagen, in schwierigen Lebenssituationen sind. Wir stehen nicht für arbeitsloses Einkommen für alle, die es wollen, ein. (Beifall beim BZÖ.) Wir wollen eine Sicherung für die, die sie brauchen, aber nicht für alle, die sie wollen.
Abg. Riepl: Wer hat denn die Abschläge eingeführt?
Und wenn Sie sich jetzt rühmen, dass Sie die „Hacklerregelung“ – die Langzeitversichertenregelung – verlängern, dann muss ich schon eines feststellen: Diese Langzeitversichertenregelung geht bis 2017, da haben Sie nichts geändert! Das Einzige, das Sie gemacht haben, ist, dass Sie bis zum Wahljahr 2010 zwei zusätzliche Jahre abschlagsfrei gestalten. Soll so sein, aber seien wir ehrlich: Ist das der große Wurf? (Abg. Riepl: Wer hat denn die Abschläge eingeführt?)
Abg. Schopf: Wer hat denn das eingeführt?
Wenn Sie sagen, Sie wertsichern jetzt die Beitragsgrundlage in der Höhe von 1 350 € für Kindererziehungszeiten, für Präsenzdienst, für Zivildienst, dann ist das positiv, da kann ich Sie unterstützen. Aber ich frage: Warum (Abg. Schopf: Wer hat denn das eingeführt?) – Ich glaube, das war noch die letzte Regierung, die diese 1 350 € eingeführt hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dolinschek und Riepl.) Ich verstehe nicht, wieso Sie so aufgeregt sind! – Warum vergessen Sie bei dieser Regelung jene Familien, jene Eltern, die schwerstbehinderte Kinder zu pflegen haben? Hier haben wir immer noch die Beitragsgrundlage von 995 €, hier wird nichts angepasst, hier wird nichts wertgesichert.
Zwischenrufe der Abgeordneten Dolinschek und Riepl.
Wenn Sie sagen, Sie wertsichern jetzt die Beitragsgrundlage in der Höhe von 1 350 € für Kindererziehungszeiten, für Präsenzdienst, für Zivildienst, dann ist das positiv, da kann ich Sie unterstützen. Aber ich frage: Warum (Abg. Schopf: Wer hat denn das eingeführt?) – Ich glaube, das war noch die letzte Regierung, die diese 1 350 € eingeführt hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dolinschek und Riepl.) Ich verstehe nicht, wieso Sie so aufgeregt sind! – Warum vergessen Sie bei dieser Regelung jene Familien, jene Eltern, die schwerstbehinderte Kinder zu pflegen haben? Hier haben wir immer noch die Beitragsgrundlage von 995 €, hier wird nichts angepasst, hier wird nichts wertgesichert.
Beifall beim BZÖ.
Praktisch bei all dem Lärm, der jetzt um die Pflege erzeugt wird, geht es um dieses 24-Stunden-Pflege- und Betreuungsprojekt, von dem in etwa 2 bis 5 Prozent der Pflegenden betroffen sind. Jetzt liegt ein Vorhabensbericht vor, von der Regierung vergangene oder diese Woche im Ministerrat beschlossen, und dem entnehme ich – was positiv ist; ich kritisiere ja nicht nur, sondern ich möchte auch das Positive hervorheben – Neuregelungen, die sich auf Personen ab der Pflegestufe 3 beziehen. Das ist okay, das, finde ich, ist richtig. Aber was machen Sie, Herr Minister? – Wenn ich das richtig interpretiere, haben Sie gesagt: Förderungen für die pflegenden Angehörigen gibt es erst ab der Pflegestufe 5. Jetzt frage ich mich: Was tun jene zwischen Pflegestufe 3 und Pflegestufe 5? Wie passt das zusammen? – Das ist nicht fair, das ist unsozial! Sie sind nicht der Finanzminister, sondern Sie sind der Sozialminister. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Aber die Familienbeihilfe wäre wichtiger gewesen!
Ich vermisse überhaupt im Rahmen der ganzen Pflegediskussion eine Diskussion über neue Berufsangebote, die kurzfristig und mittelfristig einsetzbar sind, Jobchancen für junge Leute, ich denke an den Lehrberuf für Pflege, ich denke aber auch an ältere Frauen, die sehr viel Erfahrung im sozialen Bereich haben und hier eingesetzt werden könnten. Mir persönlich ist es ein sehr großes Anliegen – Sie wissen es schon aus dem Ausschuss, Herr Bundesminister –, dass jene jungen Menschen, die jährlich einen freiwilligen Einsatz im Sozialbereich leisten – und das sind einige in Österreich – diese Zeit auch entsprechend angerechnet bekommen: eine Zeit als Teil ihrer Berufsausbildung beziehungsweise als Anrechnung für Praktika und Ähnliches, für eine nachfolgende Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich. (Abg. Öllinger: Aber die Familienbeihilfe wäre wichtiger gewesen!) Das würde natürlich bedeuten – da gebe ich Ihnen recht, und das ist auch in unserem Antrag enthalten –, dass automatisch, wenn dieses Jahr angerechnet wird, auch die Familienbeihilfe entsprechend ausbezahlt wird. (Abg. Öllinger: Dafür waren Sie verantwortlich!)
Abg. Öllinger: Dafür waren Sie verantwortlich!
Ich vermisse überhaupt im Rahmen der ganzen Pflegediskussion eine Diskussion über neue Berufsangebote, die kurzfristig und mittelfristig einsetzbar sind, Jobchancen für junge Leute, ich denke an den Lehrberuf für Pflege, ich denke aber auch an ältere Frauen, die sehr viel Erfahrung im sozialen Bereich haben und hier eingesetzt werden könnten. Mir persönlich ist es ein sehr großes Anliegen – Sie wissen es schon aus dem Ausschuss, Herr Bundesminister –, dass jene jungen Menschen, die jährlich einen freiwilligen Einsatz im Sozialbereich leisten – und das sind einige in Österreich – diese Zeit auch entsprechend angerechnet bekommen: eine Zeit als Teil ihrer Berufsausbildung beziehungsweise als Anrechnung für Praktika und Ähnliches, für eine nachfolgende Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich. (Abg. Öllinger: Aber die Familienbeihilfe wäre wichtiger gewesen!) Das würde natürlich bedeuten – da gebe ich Ihnen recht, und das ist auch in unserem Antrag enthalten –, dass automatisch, wenn dieses Jahr angerechnet wird, auch die Familienbeihilfe entsprechend ausbezahlt wird. (Abg. Öllinger: Dafür waren Sie verantwortlich!)
Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt und nichts zustande gebracht!
Sie wissen ganz genau, dass ich für das vorige und heurige Jahr einen so genannten Bonus für all diese sozialen Dienste gegeben habe. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt und nichts zustande gebracht!) Wir möchten jetzt, dass das im Rahmen dieser Pflegediskussion auf eine ordentliche Basis gestellt wird. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt!)
Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt!
Sie wissen ganz genau, dass ich für das vorige und heurige Jahr einen so genannten Bonus für all diese sozialen Dienste gegeben habe. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt und nichts zustande gebracht!) Wir möchten jetzt, dass das im Rahmen dieser Pflegediskussion auf eine ordentliche Basis gestellt wird. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre haben Sie Zeit gehabt!)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Sieben Jahre haben Sie geschlafen – und jetzt werden Sie munter!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Abschließend darf ich feststellen, dass es für uns vom BZÖ vier Handlungsfelder in der Pflege gibt, in denen es Lösungen geben muss, damit die Pflege legal, qualitätsvoll und leistbar ist. (Abg. Riepl: Sieben Jahre haben Sie geschlafen – und jetzt werden Sie munter!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Führen wir eine ehrliche und intensive Diskussion über die Pflege, ohne Verunsicherungen, ohne Widersprüche, denn die Menschen haben es sich nicht verdient, dass das tagtäglich auf ihrem Rücken in den Medien ausgetragen wird. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Nein, nein, nein!
Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz Dr. Erwin Buchinger: Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Kickl hat – wenn ich ihn richtig verstanden habe – kritisiert, dass bei der Budgetdiskussion in die Zukunft geblickt wird. (Abg. Kickl: Nein, nein, nein!) Ich kann Ihre Überlegungen hier nicht nachvollziehen, denn das Budget für die Jahre 2007 und 2008 hatte die Aufgabe, in
Abg. Kickl: Sie haben schnell vergessen, was Sie versprochen haben!
diesen beiden Jahren die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die Zukunft 2007 und 2008 gestaltet werden kann. (Abg. Kickl: Sie haben schnell vergessen, was Sie versprochen haben!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Schon vergessen, was Sie versprochen haben?
Ich möchte mich auch wenig mit der Vergangenheit beschäftigen und der Frage nachgehen: Ist das jetzt ein radikaler Kurswechsel im neuen Sozialkapitel, ist das ein leichter Kurswechsel? Wichtig ist, in die Zukunft zu schauen, um für die Zukunft die Sozialpolitik neu, sozial und gerecht zu gestalten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Schon vergessen, was Sie versprochen haben?)
Zwischenruf beim BZÖ.
Wenn Sie, meine geschätzten Damen und Herren Abgeordneten von der Opposition, das fair und vorurteilslos tun und sich die Zahlen anschauen, dann werden Sie sehen, dass im Kapitel 15 der Voranschlag 2007 gemessen am Voranschlag 2006 um 6,6 Prozent steigt, für das Jahr 2008 gemessen am Voranschlag 2006 um 9,8 Prozent. Im Kapitel 16 sind die Beträge auch beachtlich, wenngleich prozentuell geringer. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie sagen, Kollege Öllinger – und auch Kollege Kickl und auch die Frau Abgeordnete Haubner haben das gesagt –, dass das nicht die Gesamtlösung des Pflegeproblems ist, dann haben Sie recht. Das ist tatsächlich nicht die Gesamtlösung. Die Pflegeproblematik insgesamt ist vielschichtiger und mächtiger. Da geht es darum, Wichtiges und Dringliches auseinanderzuhalten. Die 24-Stunden-Betreuung ist bei weitem nicht die wichtigste Frage im Feld der Pflegesicherung – ich komme noch auf die wichtigsten Fragen zu sprechen –, aber es ist die dringlichste Frage, und zwar deshalb, weil eine Lösung gefunden werden muss. Denn: Bis jetzt – und diesen Vorwurf kann man der Vorgängerregierung und auch Ihnen, Frau Abgeordnete Haubner, nicht ersparen – wurden diese Formen der 24-Stunden-Betreuung in einer Art von Wegschauen gehandelt, sie sind in der Illegalität verblieben, was unzumutbar ist, und zwar sowohl für die betreuten Personen als auch für die Beschäftigten in diesem Bereich. Wir schauen jetzt nicht mehr weg, wir regeln bis zum 30.6. die arbeitsrechtliche Seite mit sehr großer Wahrscheinlichkeit und auch die Förderseite mit großer Wahrscheinlichkeit, soweit es in unserer Kraft steht. In den Verhandlungen mit den Ländern tun wir alles dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Variante 4 beziehungsweise die von mir bevorzugte Variante, die ich in die Diskussion eingebracht habe – und da treffe ich mich mit dem Kollegen Öllinger –, ist es, eine Vermögenssteuer einzuführen, die für Fragen der Pflegesicherung und der Armutsbekämpfung zweckgewidmet wird. Das muss nicht heute sein, auch nicht nächstes Jahr, aber um das zukunftsfähig zu gestalten, sollte das in den nächsten Jahren ernsthaft erwogen und dann umgesetzt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir verkürzen den Zeitraum der Valorisierung des Pflegegeldes von zehn Jahren auf vier Jahre – und das ist ein nicht unerheblicher Fortschritt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Kollege Kickl, was Sie zur bedarfsorientierten Mindestsicherung und zur Armutsbekämpfung gesagt haben – und ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten –, das bestärkt mich in meiner Vermutung, dass diesbezüglich noch Informationsmängel bei Ihnen vorhanden sind. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich würde mich gern anbieten, diese Informationsmängel beseitigen zu helfen. Ich lade Sie gerne zu einem Gespräch ein, um darzustellen, dass das stimmt, was Kollege Amon gesagt hat: dass unser Modell der bedarfsorientierten Mindestsicherung ein Sprungbrett ist in den ersten Arbeitsmarkt. Das sehen Sie auch daran, dass die Betreuung im Modell, dass die Betreuung dieser Mindestsicherungsbezieher und -bezieherinnen durch das Arbeitsmarktservice erfolgen soll. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
Kollege Kickl, was Sie zur bedarfsorientierten Mindestsicherung und zur Armutsbekämpfung gesagt haben – und ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten –, das bestärkt mich in meiner Vermutung, dass diesbezüglich noch Informationsmängel bei Ihnen vorhanden sind. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich würde mich gern anbieten, diese Informationsmängel beseitigen zu helfen. Ich lade Sie gerne zu einem Gespräch ein, um darzustellen, dass das stimmt, was Kollege Amon gesagt hat: dass unser Modell der bedarfsorientierten Mindestsicherung ein Sprungbrett ist in den ersten Arbeitsmarkt. Das sehen Sie auch daran, dass die Betreuung im Modell, dass die Betreuung dieser Mindestsicherungsbezieher und -bezieherinnen durch das Arbeitsmarktservice erfolgen soll. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja welche Idee, glauben Sie denn, Kollege Kickl, steht hinter diesem Ansatz? – Dahinter steht doch nicht die bloße Verwaltung – das kann man im Sozialamt auch machen –, sondern hinter diesem Ansatz steht die Motivation, dass diese Mindestsicherungsbezieher und -bezieherinnen im Arbeitsmarktservice von ExpertInnen für Arbeit wieder, wenngleich mit Zwischenschritten, in Arbeit gebracht werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist für diese betroffenen Personen – es sind fast 50 000 Menschen – laut Ihrer Meinung das Einzige, was für sie geschieht. Für mich sind das ganz, ganz wesentliche Schritte in deren Lebensplanung. Und wir freuen uns in der Regierung, dass wir mit der Umsetzung des Regierungsprogramms so schnell – so schnell!, nämlich nach 100 Tagen – dieses Ziehen der Giftzähne der letzten Pensionsgesetze am Mittwoch gemeinsam im Ministerrat beschlossen haben und dass wir Ihnen das im Parlament zur raschen Beschlussfassung am 1. Juli 2007 auch übermitteln können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Satz zum Kollegen Kickl: Sie haben recht – Sie haben hier wirklich recht –, ich bin als Sozialminister nicht bereit, darüber nachzudenken, wie man einen Teil jener Menschen in Österreich, die durch ihre Arbeit, durch ihre Wertschöpfung dazu beitragen, dass in Österreich Wohlstand herrscht, dass die Sozialkassen in Österreich auch mit Einzahlungen gefüllt sind, nur deshalb, weil sie nicht österreichische Staatsbürger oder Staatsbürgerinnen sind, aus dem sozialen Sicherungssystem ausschließen kann. Dazu bin ich nicht bereit – und werde ich auch in den nächsten Jahren nicht bereit sein, und ich hoffe, auch meine Nachfolger oder Nachfolgerinnen in dieser Funktion werden dazu nicht bereit sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Herr Bundesminister, ein Konsumentenschutzsprecher hat sich immer dann einzumischen, wenn Konsumentenbelange betroffen sind. Sie machen das hervorragend. Ich möchte mich bei Ihnen, dem sogenannten frischgefangten Konsumentenschutzminister, recht herzlich bedanken! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Budgets 2007 und 2008 sichern auch die Finanzierung des Vereins für Konsumenteninformation ab. Ohne die Förderung durch den Bund wäre der Verein für Konsumenteninformation in der derzeitigen Form nicht zu führen. Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, mich bei den Kolleginnen und Kollegen, die dort tagtäglich österreichische Konsumentinnen und Konsumenten beraten, sie vor Gericht vertreten, die Tests durchführen und in der Zeitschrift „Konsument“ schreiben, recht herzlich zu bedanken. Sie leisten eine hervorragende Arbeit in unserer Zivilgesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Gestern fand eine hervorragende Veranstaltung der Sektion Konsumentenschutz am Wilhelminenberg statt. Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, mich beim Herrn Sektionschef und bei den Mitarbeitern für die Ausrichtung dieser Veranstaltung zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben hier eine sehr große Herausforderung vor uns. Wir von der sozialdemokratischen Fraktion dürfen Ihnen versichern, Herr Bundesminister: Wir werden die Vorschläge aus Ihrem Ressort sowie die Vorschläge aus dem Justizressort gerne aufnehmen, um den Menschen, die verschuldet sind, wieder eine Chance zu geben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Minister, so möchte ich das in Zukunft – und ich sage es Ihnen ganz persönlich – nicht mehr haben, das werde ich in Zukunft nicht mehr akzeptieren, denn das sind konkrete Fragen, und damit wollen wir niemanden ärgern, und deshalb erwarte ich mir von Ihnen zumindest ein Mindestmaß an Qualität bei der Beantwortung. Aber bei dem, was Sie mir da geliefert haben, kann von einen Mindestmaß an Qualität nicht die Rede sein, sondern bei dem fühle ich mich – ich sage es Ihnen ganz ehrlich, aber ich darf den Begriff nicht verwenden, aber Sie wissen schon, was ich meine. Es ist tatsächlich so, Herr Minister! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Buchinger: Ja! – Abg. Mag. Lapp: Das ist immer schon so gewesen!
Dazu, dass die Ausgleichstaxe von den Einnahmen nicht mehr im Budget stehen, schreiben Sie mir zurück: Das ist so, denn das ist jetzt eine eigene Rechtspersönlichkeit! (Bundesminister Dr. Buchinger: Ja! – Abg. Mag. Lapp: Das ist immer schon so gewesen!) Die ist immer im Budget gestanden. Warum diesmal nicht? Es hat sich an der Rechtsform des Bundessozialamtes gegenüber 2006 nichts verändert. Warum ist es das letzte Mal dringestanden, und warum steht es diesmal nicht mehr drin? Das war meine Frage! Und wie hoch die Einnahmen sein werden, habe ich bis heute nicht erfahren. Das steht auch nicht drin.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, da bekomme ich geradezu eine Gänsehaut, denn die Betroffenen sind jetzt gezwungen, unter diesen miserablen Bedingungen, wenn sie zu Hause bleiben möchten, diese Leute mehr oder weniger auszunehmen oder – ich meine das wirklich so – auszubeuten, weil auf Grund dieses Gesetzes nicht mehr drinnen ist. Herr Minister, das ist ein totaler Umfaller, zu dem man nichts mehr sagen kann. Das können Sie nicht machen, Herr Minister! Ich sage es Ihnen, wie es ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich weiß es nicht, was Ihr Kollege Bartenstein mit Ihnen gemacht hat oder was Sie als Preis dafür bekommen haben, aber ich ersuche Sie, ändern Sie das, denn auch Menschen, die im Pflegebereich tätig sind, haben ein legitimes Recht auf anständige Behandlung, auf ordentliche Entlohnung und auf Freizeit, so wie es in allen anderen Berufsgruppen inzwischen durchgesetzt ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber jetzt, Herr Minister, auch mit diesem Hausbetreuungsgesetz, bleibt genau das stehen, und das wollen wir nicht. Und deshalb, Herr Minister: Tun Sie etwas, auch wenn Sie es im ersten Schritt übersehen haben, weil mit Bartenstein ich weiß nicht was gelaufen ist, aber lassen Sie nicht zu, dass Menschen noch mehr ausgebeutet werden, speziell im Sozialbereich, als sie es jetzt schon werden! Denn: Das ist eine Ausbeutung, die nicht mehr zu überbieten ist. Eine derartige Ausbeutung darf es einfach nicht geben! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte mich heute mit vier Punkten des Konsumentenschutzes beschäftigen. – Im Großen und Ganzen ist zu begrüßen, dass in dieser Periode ein Konsumentenschutzausschuss eingerichtet wurde. Das ist, glaube ich, im Interesse aller Konsumenten. Es wird immer davon gesprochen, dass dies eine Querschnittsmaterie sei. Eigentlich ist jedes Thema Konsumentenschutz. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Die muss da hinten herum fahren!
Die Frau Kollegin Haidlmayr – sie ist jetzt nicht da (Abg. Öllinger: Die muss da hinten herum fahren!) – ist privilegiert in dem Sinne, Herr Bundesminister, dass sie wenigstens eine Antwort bekommen hat aus den letzten Beratungen im Rahmen des Budgets über die Mittelzuteilung für den Konsumentenschutz. Ich habe bis heute keine Antwort bekommen; das meine ich mit „privilegiert“ zu sein. Ich weiß nicht, warum. Ich habe nur verlangt, dass Sie uns sagen, wie diese Mittelaufteilung stattfinden soll.
Rufe bei der ÖVP: Was? Wie?
Ein Thema, das ich noch ansprechen möchte, ist Corporate Social Responsibility. Da müssen wir noch vieles in Angriff nehmen. (Rufe bei der ÖVP: Was? Wie?) – Jetzt wäre ein Applaus angebracht. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ein Thema, das ich noch ansprechen möchte, ist Corporate Social Responsibility. Da müssen wir noch vieles in Angriff nehmen. (Rufe bei der ÖVP: Was? Wie?) – Jetzt wäre ein Applaus angebracht. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, manche wissen wahrscheinlich nicht, worum es da geht. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.) Da geht es darum, dass wir uns in sozialer Hinsicht damit auseinandersetzen müssen, wie die Produktion heute in den Betrieben abläuft. Ich spreche nicht von Kinderarbeit in unseren Breiten, sondern gemeint ist damit, ob auch alle sozialrechtlichen Aspekte in der Produktion eingehalten werden, ob die Produktion nach ökologischen Ausrichtungen erfolgt und ob auch die Ökonomie in Form der heimischen Ressourcen, der regionalen Produkte hier einfließt.
Abg. Haidlmayr: Nicht nur!
haben: Ich bin in diesem Fall nicht persönlich betroffen, sondern ich bin als Bürgermeister betroffen, weil ich tagtäglich mit solchen Fällen konfrontiert werde. Ich glaube, wir alle sind als politische Vertreter hier aufgerufen, denn dieses Thema ist ab 30, glaube ich, für jeden indirekt und direkt ein Thema, ob er jetzt betroffen ist oder nicht, sondern es ist ein Generationsproblem. (Abg. Haidlmayr: Nicht nur!) Ja, Sie haben vollkommen recht!
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, daran werden auch wir politische Vertreter quer durch alle Parteien beurteilt. Was Gesetz ist, was wir beschlossen haben, sollte jetzt auch einmal für eine Einführungsphase – so lange haben wir es ja noch nicht – Gesetz bleiben. Dazu möchte ich Sie alle aufrufen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Donabauer: Einem Umbau stimmen wir eh zu!
Ich stelle richtig: Frau Abgeordnete Haidlmayr war heute immer da. Sie muss nur, um den Weg zu ihrem Sitzplatz bewältigen zu können, den Plenarsaal verlassen und außen zu ihrem Sitzplatz zurückkehren. Würde die ÖVP einem Umbau des Plenarsaales zustimmen, hätten wir auch dieses Problem schon erledigt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Donabauer: Einem Umbau stimmen wir eh zu!)
Abg. Mag. Lapp: Wie soll sich das ausgehen?
Das ist einmal das Erste. (Abg. Mag. Lapp: Wie soll sich das ausgehen?)
Demonstrativer Beifall des Abg. Freund.
Ich möchte aber betonen, dass die österreichischen Bundes-, Landes- und Gemeindebeamten hervorragende Arbeit leisten und ihnen dafür großer Dank ausgesprochen werden soll. (Demonstrativer Beifall des Abg. Freund.)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, das sehen die Steuerzahler nicht ein, denn das ist unfair und ungerecht! Und vor allen Dingen fragen sich die ASVG-Bediensteten und die Bundesbeamten: Warum stimmen die Länder-Regelungen – das betrifft auch Kärnten, betrifft auch Tirol, betrifft auch Oberösterreich, es betrifft fast alle (Beifall bei der FPÖ) – mit der Bundesregelung nicht zusammen?
Beifall bei der FPÖ.
Was die Ruhensbestimmungen betrifft, so kann ich nur mitteilen: Im letzten Jahr sind laut Rechnungshof 1 752 Beamte in Pension gegangen; 143 davon sind mit 65 gegangen; 92 Prozent in die vorzeitige Pension. Das Unrecht dabei ist, dass die Beamten, die in die vorzeitige Pension gehen können, jede Menge dazuverdienen können – sofern sie es wollen –, die ASVG-Pensionisten aber, die in die Frühpension gehen, nur bis zum Betrag einer geringfügigen Beschäftigung – das sind 341 € – dazuverdienen dürfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Wir stehen deshalb auf dem Standpunkt, dass dieser Unfug abgeschafft gehört. Die FPÖ fordert daher, die Zuverdienstgrenze generell abzuschaffen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Das würde wahrscheinlich auch dem Facharbeitermangel ab dem Jahre 2015 bestimmt sehr gut tun.
Heiterkeit.
Zweites Beispiel: Taucher im Innen- und Verteidigungsministerium können nicht nur eine Unterwasserzulage bekommen, nein, auch die Möglichkeit einer Strömungs-, Erschütterungs-, Kälte- oder Kreislauftauchzulage ist seit 1948 gegeben. (Heiterkeit.) Wie komplex die Geschichte ist, sieht man erst dann, wenn man sich das Berechnungssystem anschaut, denn es gibt 17 Kategorien und Bewertungsmaßstäbe, die je nach Tauchtiefe, Temperatur und Strömung Einfluss auf die Höhe der Zahlungen haben. (Neuerliche Heiterkeit.)
Neuerliche Heiterkeit.
Zweites Beispiel: Taucher im Innen- und Verteidigungsministerium können nicht nur eine Unterwasserzulage bekommen, nein, auch die Möglichkeit einer Strömungs-, Erschütterungs-, Kälte- oder Kreislauftauchzulage ist seit 1948 gegeben. (Heiterkeit.) Wie komplex die Geschichte ist, sieht man erst dann, wenn man sich das Berechnungssystem anschaut, denn es gibt 17 Kategorien und Bewertungsmaßstäbe, die je nach Tauchtiefe, Temperatur und Strömung Einfluss auf die Höhe der Zahlungen haben. (Neuerliche Heiterkeit.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Wie hoch die Verwaltungskosten sind, die durch diese Vergütung der jährlich anfallenden 1,1 Milliarden € Nebengebühren entstehen, das kann der Rechnungshof nicht feststellen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Beifall bei der FPÖ.
Und Österreich wundert sich, warum der Verwaltungsaufwand in diesem öffentlichen Bereich teuer ist! – Ich wundere mich nicht. Da ist großer Handlungsbedarf gegeben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Dr. Mitterlehner.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Kollege Gradauer, mit dieser Rede haben Sie sich wirklich das Wochenende verdient. Vor allem haben Sie sie am falschen Tag gehalten. Das hätte zu den Obersten Organen gehört, als wir über den Rechnungshof gesprochen haben. Aber ich denke mir, Sie haben sich redlich bemüht. (Beifall des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Haidlmayr: 22 € ...!
Der jetzige Entwurf schaut so aus, dass es eine Qualitätssicherung gibt, dass es einen beruflichen Standard gibt für die Menschen, die in den Wohnungen arbeiten, nämlich bei der Heimhelferin, beim Heimhelfer, und dass man nicht nur selbständig arbeiten kann, sondern auch über Trägerorganisationen beschäftigt sein kann. (Abg. Haidlmayr: 22 € ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Donabauer: Das nehmen wir für uns auch in Anspruch, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe der Abg. Haidlmayr und bei der FPÖ.
Das ist meines Erachtens ein klares Beispiel dafür, dass Sozialdemokraten ordentliche Politik machen und dass das Leben der Menschen im Mittelpunkt unserer Politik steht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Donabauer: Das nehmen wir für uns auch in Anspruch, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe der Abg. Haidlmayr und bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist auch – denn Politik kann man nur machen, wenn man die Daten und Fakten auf dem Tisch liegen hat –, dass es eine Studie zur Situation von behinderten Menschen gibt. Ich denke, auch hier zeigen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, dass wir ordentliche Politik machen, in deren Mittelpunkt das Leben der Menschen steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Der kann doch nicht in drei Monaten alles erledigen! Das geht doch nicht!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Mehr Fairness und Sicherheit im Sozialsystem garantieren. – Herr Bundesminister, alles, was vor der Wahl angekündigt war, ist im Prinzip jetzt nicht in diesem Ausmaß eingetreten. Wenn es das ist, was Sie unter Garantie verstehen, dann können wir uns auf einiges gefasst machen. (Abg. Riepl: Der kann doch nicht in drei Monaten alles erledigen! Das geht doch nicht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da hast du vollkommen Recht, Herr Kollege Riepl: In drei Monaten kann man nicht alles erledigen. Man hat vor allem gesehen, dass man ja sehr viel übernommen hat. Der Herr Bundesminister hat das ja auch gesagt. Das Haus ist sehr gut bestellt gewesen im Sozialministerium. Man braucht es nur zu übernehmen und weiterzuführen. Verbesserungen sind immer notwendig, Herr Kollege Riepl. Das ist ganz etwas Wichtiges. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
„Giftzähne“ der Pensionsreform wurden sozusagen gezogen laut Auskunft des Herrn Bundesministers für Soziales und Konsumentenschutz. Ich muss sagen: „Hackler-Regelung“ hin oder „Hackler-Regelung“ her, ob einem dieser Ausdruck gefällt oder nicht – es geht um Langzeitversicherte, die Zeit ihres Lebens beschäftigt waren und lange Beitragszeiten erreicht haben. Und für jene haben wir in unserer Verantwortung – Jacky Maier weiß das – dafür gesorgt, dass die auch in einer Übergangsphase früher ohne Abschläge in Pension gehen können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
müssen reagieren. Wir haben verantwortungsbewusst reagiert darauf, damit dieses System auch erhalten bleibt für die späteren Generationen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Csörgits.
Von der Korridorpension habe ich eigentlich nicht viel gehört, außer dass die Abschläge halbiert werden sollen. – Da bin ich auch einverstanden, keine Frage. Wir waren eigentlich immer dafür, dass die Entwicklung dahin geht, dass man, wenn man 62 Jahre alt ist, mit geringeren Bezügen in Pension geht. (Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Nur der Koalitionspartner wollte das einfach nicht, und da haben Sie ja auch Ihr Handicap. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Von der Korridorpension habe ich eigentlich nicht viel gehört, außer dass die Abschläge halbiert werden sollen. – Da bin ich auch einverstanden, keine Frage. Wir waren eigentlich immer dafür, dass die Entwicklung dahin geht, dass man, wenn man 62 Jahre alt ist, mit geringeren Bezügen in Pension geht. (Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Nur der Koalitionspartner wollte das einfach nicht, und da haben Sie ja auch Ihr Handicap. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Abg. Keck: Kollege Dolinschek!
Herr Kollege, zur Schwerarbeiterregelung: Wo ist die Frau Kollegin Csörgits? – Da ist sie. Frau Kollegin! Sie haben immer gesagt, das ist ein Murksgesetz. (Abg. Keck: Kollege Dolinschek!) Das ist nach wie vor ganz gleich geblieben, wie wir es eingeführt haben. – Nicht ein Beistrich ist geändert worden! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege, zur Schwerarbeiterregelung: Wo ist die Frau Kollegin Csörgits? – Da ist sie. Frau Kollegin! Sie haben immer gesagt, das ist ein Murksgesetz. (Abg. Keck: Kollege Dolinschek!) Das ist nach wie vor ganz gleich geblieben, wie wir es eingeführt haben. – Nicht ein Beistrich ist geändert worden! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Buchinger nimmt seine Brille ab, deutet darauf und hält sie Abg. Dolinschek entgegen.
Herr Bundesminister, jetzt einmal zu den Menschen, die es im Leben nicht so leicht haben – zu den Menschen mit Behinderung. Da haben Sie gesagt, es gebe eine Verbesserung. Ich habe diese Verbesserung auch gemerkt: dass Sie die ATF-Mittel, weil ja weniger ESF-Mittel da sind, kompensieren. (Bundesminister Dr. Buchinger: Budgetmittel!) – Von Budgetmitteln habe ich nicht viel gefunden! (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Buchinger nimmt seine Brille ab, deutet darauf und hält sie Abg. Dolinschek entgegen.)
Abg. Riepl: Siehst du, hat er doch etwas durchgesetzt, der Minister! Ihr habt gekämpft, und wir setzen es durch!
Zur Schwarzarbeit und zu der Regelung, Mitarbeiter vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anzumelden: Ich bedanke mich dafür. Dafür haben wir ewig gekämpft, dafür haben wir uns eingesetzt. (Abg. Riepl: Siehst du, hat er doch etwas durchgesetzt, der Minister! Ihr habt gekämpft, und wir setzen es durch!) Im Burgenland ist mit 31. Dezember von der Frau Bundesministerin ein Pilotprojekt eingerichtet worden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zur Schwarzarbeit und zu der Regelung, Mitarbeiter vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anzumelden: Ich bedanke mich dafür. Dafür haben wir ewig gekämpft, dafür haben wir uns eingesetzt. (Abg. Riepl: Siehst du, hat er doch etwas durchgesetzt, der Minister! Ihr habt gekämpft, und wir setzen es durch!) Im Burgenland ist mit 31. Dezember von der Frau Bundesministerin ein Pilotprojekt eingerichtet worden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Wir werden es durchsetzen, wieder einmal!
Es hat sich bewährt. Jetzt wird das in Gesetzesform gebracht. Das freut mich außerordentlich, dass die Leute vor Arbeitsantritt angemeldet werden müssen, damit der Schwarzarbeit etwas entgegengesetzt wird. Auch dass die Generalunternehmer für Subunternehmer im Sozialversicherungsrecht haften, finde ich ausgezeichnet. Dafür habe ich immer gekämpft. Das sind Dinge, die mir einfach gefallen. (Abg. Riepl: Wir werden es durchsetzen, wieder einmal!) Ich habe ja nicht nur Kritik für diese Bereiche übrig, sondern auch Lob, wenn man das umsetzt, was wir immer wieder gefordert haben. (Abg. Riepl: Gott sei Dank!) Für uns ist es sich eben zeitlich nicht mehr ausgegangen, aber so ist das halt einmal. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Buchinger. – Zwischenruf des Abg. Keck.)
Abg. Riepl: Gott sei Dank!
Es hat sich bewährt. Jetzt wird das in Gesetzesform gebracht. Das freut mich außerordentlich, dass die Leute vor Arbeitsantritt angemeldet werden müssen, damit der Schwarzarbeit etwas entgegengesetzt wird. Auch dass die Generalunternehmer für Subunternehmer im Sozialversicherungsrecht haften, finde ich ausgezeichnet. Dafür habe ich immer gekämpft. Das sind Dinge, die mir einfach gefallen. (Abg. Riepl: Wir werden es durchsetzen, wieder einmal!) Ich habe ja nicht nur Kritik für diese Bereiche übrig, sondern auch Lob, wenn man das umsetzt, was wir immer wieder gefordert haben. (Abg. Riepl: Gott sei Dank!) Für uns ist es sich eben zeitlich nicht mehr ausgegangen, aber so ist das halt einmal. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Buchinger. – Zwischenruf des Abg. Keck.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Buchinger. – Zwischenruf des Abg. Keck.
Es hat sich bewährt. Jetzt wird das in Gesetzesform gebracht. Das freut mich außerordentlich, dass die Leute vor Arbeitsantritt angemeldet werden müssen, damit der Schwarzarbeit etwas entgegengesetzt wird. Auch dass die Generalunternehmer für Subunternehmer im Sozialversicherungsrecht haften, finde ich ausgezeichnet. Dafür habe ich immer gekämpft. Das sind Dinge, die mir einfach gefallen. (Abg. Riepl: Wir werden es durchsetzen, wieder einmal!) Ich habe ja nicht nur Kritik für diese Bereiche übrig, sondern auch Lob, wenn man das umsetzt, was wir immer wieder gefordert haben. (Abg. Riepl: Gott sei Dank!) Für uns ist es sich eben zeitlich nicht mehr ausgegangen, aber so ist das halt einmal. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Buchinger. – Zwischenruf des Abg. Keck.)
Abg. Csörgits – in Richtung ÖVP deutend –: Besprechen Sie das mit ihnen!
Herr Bundesminister! Mindestsicherung 726 €: alles okay, aber die Differenz zum Mindestlohn ist ja traurig! Frau Kollegin Csörgits, für einen Mindestlohn mit 1 000 € sind Sie ja um fünf Jahre zu spät! (Abg. Csörgits – in Richtung ÖVP deutend –: Besprechen Sie das mit ihnen!) 1 300 € brutto sind nötig, weil 1 000 € brutto heißt 850 € netto. – Die Differenz ist zu gering! (Abg. Dr. Pirklhuber: Lauter bitte, ich versteh’ nichts!) Geben Sie sich einen Stoß! Die Löhne verhandeln Sie in der Gewerkschaft, aber das muss man einfach anheben. Die Wirtschaft hat ja auch Freude damit, weil die Kaufkraft steigt. Wenn die Leute mehr verdienen, geben sie mehr aus. Das ist nun einmal so. – So sollte man arbeiten.
Abg. Dr. Pirklhuber: Lauter bitte, ich versteh’ nichts!
Herr Bundesminister! Mindestsicherung 726 €: alles okay, aber die Differenz zum Mindestlohn ist ja traurig! Frau Kollegin Csörgits, für einen Mindestlohn mit 1 000 € sind Sie ja um fünf Jahre zu spät! (Abg. Csörgits – in Richtung ÖVP deutend –: Besprechen Sie das mit ihnen!) 1 300 € brutto sind nötig, weil 1 000 € brutto heißt 850 € netto. – Die Differenz ist zu gering! (Abg. Dr. Pirklhuber: Lauter bitte, ich versteh’ nichts!) Geben Sie sich einen Stoß! Die Löhne verhandeln Sie in der Gewerkschaft, aber das muss man einfach anheben. Die Wirtschaft hat ja auch Freude damit, weil die Kaufkraft steigt. Wenn die Leute mehr verdienen, geben sie mehr aus. Das ist nun einmal so. – So sollte man arbeiten.
Abg. Schopf: Danke!
Auf der anderen Seite ist es so, dass Pflegegeldbezieher ab der dritten Pflegestufe diese Hilfskräfte anstellen dürfen. – Das finde ich okay. (Abg. Schopf: Danke!) De-
Abg. Dr. Lichtenecker: Sie können ja die große Koalition unterstützen!
menzkranke ab der ersten Pflegestufe ebenfalls. (Abg. Dr. Lichtenecker: Sie können ja die große Koalition unterstützen!) Man sollte sich nur noch überlegen, ob man da nicht Behinderte, die taxativ aufgezählt sind, auch noch mit hineinnimmt – ab der ersten Pflegestufe. Da müsste man sich noch einiges überlegen.
Abg. Öllinger: Mit 55 geht niemand mehr in Pension, außer ein Politiker!
Der Bund sollte ab der Pflegestufe 3 sowohl den Dienstgeber- als auch den Dienstnehmerbeitrag übernehmen. Das muss man sich einmal überlegen, weil es in dem Bereich sehr viele Personen ab dem 55. Lebensjahr gibt, die sich in der Endphase ihres Erwerbslebens vor der Pension befinden (Abg. Öllinger: Mit 55 geht niemand mehr in Pension, außer ein Politiker!), und die zu Pflegenden sind meist knapp unter 80. Da sollte man sich die Möglichkeit überlegen, diese Beiträge zu übernehmen, bei der Pflege von Demenzkranken natürlich ab der Pflegestufe 1, und dass man die Förderungen in diesem Bereich ebenfalls etwas umstellt.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Den Konsumentenschutz habe ich noch ausgelassen. Dazu muss ich natürlich auch noch etwas sagen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) – Zeit haben wir ja noch genug. Der Konsumentenschutz ist natürlich eine Querschnittsmaterie, und er gewinnt natürlich in der globalisierten Welt, in der wir uns jetzt befinden, eine immer größere Bedeutung. Es freut mich, dass Sie jetzt diesen Vorschlag aus der Konsumentenschutzstudie, die wir 2005 in Auftrag gegeben haben, dieses konsumentenpolitische Forum einrichten. Das ist super! Es soll im Juni die erste Sitzung stattfinden.
Abg. Riepl: Das stimmt nicht!
Landwirtschaftskammer ist sukzessive gesunken und sozusagen fast weggefallen, und auffällig ist jetzt, dass die Bundesarbeiterkammer für 2007 entgegen den prognostizierten 407 000 € nun 600 000 € bezahlt und damit sozusagen den Wegfall des Beitrages des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, der praktisch pleite ist und kein Geld mehr hat (Abg. Riepl: Das stimmt nicht!), ausgleicht.
Demonstrativer Beifall und Ende-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Übers Hausbesorgergesetz hast du noch nicht geredet!
Bericht zur Lage der Verbraucher, den es von 1992 bis 2000 gegeben hat, wieder gibt. Er war früher eigentlich ein Sammelsurium von sämtlichen Klagsführungen. Mehr war da nicht, da stand immer dasselbe drinnen. Man wollte ihn neu gestalten und erweitern. – Das passiert jetzt, und das freut mich. Das ist in diesem Bereich sehr wichtig. (Demonstrativer Beifall und Ende-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Übers Hausbesorgergesetz hast du noch nicht geredet!) – Ein Schlusssatz noch.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Vor allem bei den Orangen!
Zum Abschluss noch eine kurze Anregung im Bereich des Lebensmittelrechts, Herr Bundesminister! Bei den Lebensmitteln gibt es ja überall Verpackungsdaten und Verbrauchsdaten – nur nicht beim Obst und beim Gemüse. Setzen Sie sich dafür ein, dass auch beim Obst und Gemüse Verpackungsdaten und Ablaufdatum mit auf der Verpackung gekennzeichnet sind, so wie beim Fleisch und bei anderen Lebensmitteln auch. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Vor allem bei den Orangen!)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dolinschek, Sie haben zwar Ihren Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht; er ist nur leider nicht ausreichend unterstützt. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Er ist nicht unterschrieben, aber das lässt sich geschäftsordnungsmäßig einfach regeln, indem ich Sie nun frage:
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Frau Kollegin Haidlmayr, die jetzt, glaube ich, nicht da ist – Herr Kollege Öllinger, vielleicht können Sie es ihr ausrichten –, hat kritisiert, dass die Anfragebeantwortungen vom Sozialminister aus ihrer Sicht ihre Qualitätsansprüche nicht erfüllt haben. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dolinschek: Wer nichts einzahlt, soll auch nichts mitreden!
Zum VKI hat Kollege Dolinschek den Vorschlag gemacht, wenn ich es richtig verstanden habe, dass das Konsumentenschutzministerium dort ein stärkeres Mitspracherecht haben sollte. Das ist EU-politisch sehr bedenklich, weil – wie Sie aus Ihrer Tätigkeit als Staatssekretär wissen – auf EU-Ebene auf die Unabhängigkeit der Verbraucherschutzeinrichtungen höchster Wert gelegt wird und hier keine Regierungsorganisationen, sondern Nicht-Regierungsorganisationen EU-politisch gefragt sind. (Abg. Dolinschek: Wer nichts einzahlt, soll auch nichts mitreden!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen sagen: Was die Menschen viel mehr interessiert hat, weil es viel wichtiger und dringlicher war, ist, was nach dem 31. Dezember 2007 passiert, denn Ihre Regelung ist mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen. Unsere Verantwortung war es – und in Verhandlungen mit dem Regierungspartner haben wir es erreicht –, die Verlängerung der Langzeitversichertenregelung für die gesamte Dauer der Legislaturperiode des Kabinetts Gusenbauer I sicherzustellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Sieben Jahre!
Sie haben gesagt, Kollege Dolinschek, dass Sie sehr damit einverstanden sind, dass diese Strafabschläge bei der Korridorpension von 4,2 Prozent auf 2,1 Prozent halbiert worden sind. Kollege Dolinschek! Sie hätten die Möglichkeit gehabt, das in den Jahren 2003 bis 2006 bereits zu tun. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre!) In dieser Frage haben Sie sich – Sie verweisen auf die Kollegen von der ÖVP – nicht durchgesetzt. Wir, Herr Kollege, haben uns durchgesetzt. – Freuen wir uns gemeinsam darüber! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Sie haben gesagt, Kollege Dolinschek, dass Sie sehr damit einverstanden sind, dass diese Strafabschläge bei der Korridorpension von 4,2 Prozent auf 2,1 Prozent halbiert worden sind. Kollege Dolinschek! Sie hätten die Möglichkeit gehabt, das in den Jahren 2003 bis 2006 bereits zu tun. (Abg. Parnigoni: Sieben Jahre!) In dieser Frage haben Sie sich – Sie verweisen auf die Kollegen von der ÖVP – nicht durchgesetzt. Wir, Herr Kollege, haben uns durchgesetzt. – Freuen wir uns gemeinsam darüber! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Dolinschek, Sie haben noch gesagt, vom Minister Hesoun, den ich sehr geschätzt habe, haben Sie erfahren, dass es drei Schrauben gibt, an denen man drehen kann, um das Pensionssystem sicher zu gestalten. Kollege Hesoun hat aber immer von vier Schrauben gesprochen. Sie haben – wahrscheinlich nicht ohne Grund – die vierte vergessen, denn die vierte Schraube ist die wichtigste, die ganz große: Vollbeschäftigung und gute Löhne bei hoher Beschäftigung. – Das ist das wesentlichste Mittel, die wichtigste Schraube! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: O ja! – Abg. Dolinschek: Die besten Wirtschaftsdaten!
Kollege Dolinschek, in der Regierung, der Sie angehört haben, wurde an dieser wesentlichen Schraube leider nicht nach oben gedreht (Abg. Ursula Haubner: O ja! – Abg. Dolinschek: Die besten Wirtschaftsdaten!), sondern nach unten, denn einerseits hat die Arbeitslosigkeit zugenommen, andererseits haben die Löhne abgenommen.
Abg. Neugebauer: Da kann man sehr gut aufbauen!
Zum Konsumentenschutz möchte ich vieles, was der Kollege Dolinschek inhaltlich gesagt hat, bestätigen. Es ist tatsächlich so, dass ich in vielen Bereichen Initiativen übernehmen kann, die bereits gesetzt wurden. (Abg. Neugebauer: Da kann man sehr gut aufbauen!) Freilich werden die Initiativen ein bisschen nachdrücklicher, ein bisschen weiter gehend und vielleicht auch politisch besser abgestimmt, etwa beim Konsumentenpolitischen Forum, das noch vor dem Sommer tagen wird – am 4. Juni. Die Abgeordneten des Konsumentenschutz-Ausschusses werden dazu auch von meinem Ministerium eingeladen werden.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie in den Jahren 1992 bis 2000 planen wir auch wieder, den Bericht zur Lage der Verbraucher zu erstellen. Ich konnte auch darüber bereits berichten und würde mich freuen, wenn das Hohe Haus und insbesondere der Konsumentenschutzausschuss mich in diesen Vorhaben mit einem offiziellen Antrag unterstützen könnte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Das ist aber ein schwerer Vorwurf!
Da die Beantragung und die Einbringung des Antrages von unserer Seite her völlig korrekt war, ersuche ich, im Nachhinein noch zu prüfen, wie aus unverständlichen Gründen offensichtlich der Antrag am Präsidium irgendwo verschwunden ist. Wir haben ihn aber korrekt eingebracht – das fürs Protokoll. (Abg. Parnigoni: Das ist aber ein schwerer Vorwurf!)
Abg. Öllinger – aus den Reihen der ÖVP –: Da bin ich!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Öllinger ist leider nicht da, aber die Kolleginnen und Kollegen von den Grünen werden es ihm ausrichten. (Abg. Öllinger – aus den Reihen der ÖVP –: Da bin ich!) – Entschuldigung, ich habe Sie übersehen. Selbstverständlich, Herr Öllinger, ist die ÖVP für einen Umbau dieses in die Jahre gekommenen Saales, aber wir sind auch dafür, dass hier ein Umbau entsprechend den gegebenen Notwendigkeiten stattfindet, durchaus auch behindertengerecht und auch repräsentativ – ja, selbstverständlich –, aber wenn davon gesprochen wird, dass dieser Umbau 70 Millionen € – also eine Milliarde Schilling – kosten soll, dann, kann ich Ihnen sagen, wird das die Zustimmung der ÖVP nicht finden. Das können und werden wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nicht zumuten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Öllinger ist leider nicht da, aber die Kolleginnen und Kollegen von den Grünen werden es ihm ausrichten. (Abg. Öllinger – aus den Reihen der ÖVP –: Da bin ich!) – Entschuldigung, ich habe Sie übersehen. Selbstverständlich, Herr Öllinger, ist die ÖVP für einen Umbau dieses in die Jahre gekommenen Saales, aber wir sind auch dafür, dass hier ein Umbau entsprechend den gegebenen Notwendigkeiten stattfindet, durchaus auch behindertengerecht und auch repräsentativ – ja, selbstverständlich –, aber wenn davon gesprochen wird, dass dieser Umbau 70 Millionen € – also eine Milliarde Schilling – kosten soll, dann, kann ich Ihnen sagen, wird das die Zustimmung der ÖVP nicht finden. Das können und werden wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nicht zumuten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte aber auch meiner Freude Ausdruck verleihen, dass es in dieser Legislaturperiode einen Konsumentenschutz-Ausschuss gibt, und ich bin überzeugt, dass wir mit unserem Sprecher Johann Rädler und auch dem Vorsitzenden Jacky Maier und allen anderen Mitgliedern des Konsumentenschutz-Ausschusses durchaus einiges bewegen werden, das den Konsumenten auch die entsprechende Sicherheit in ihrem Leben bringen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Schalle.
Meine Damen und Herren! Wir alle sind der Meinung, dass Kontrollen wichtig sind. Gerade auch wir von der Landwirtschaft stehen zu diesen Kontrollen, damit unsere Produkte für den Konsumenten und die Konsumentin wirklich nachvollziehbar und sicher sind. Selbstverständlich! Aber es wäre, glaube ich, durchaus angebracht, dass wir einmal überprüfen und uns anschauen, ob es Doppelgleisigkeiten gibt, ob hier nicht im Sinne von Sparsamkeit die eine oder andere Kontrolle von der einen oder anderen Stelle mit erledigt werden und durchaus etwas eingespart werden kann. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Schalle.)
Abg. Parnigoni – auf Bundesminister Dr. Buchinger weisend, der neben Abg. Neugebauer Platz genommen hat –: Ist da! Sitzt in der ersten Reihe!
Abgeordnete Bettina Hradecsni (Grüne): Herr Präsident! Der Herr Bundesminister ist schon weg (Abg. Parnigoni – auf Bundesminister Dr. Buchinger weisend, der neben Abg. Neugebauer Platz genommen hat –: Ist da! Sitzt in der ersten Reihe!) – ah ja, er plaudert gerade. Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es wurde jetzt schon sehr viel über den Konsumentenschutz gesprochen. Sehr viele Fragen, die ich gehabt hätte, wurden bereits beantwortet. Was aber von meinen VorrednerInnen noch in keinster Weise erwähnt wurde, ist Folgendes: 2007/2008 wird es empfindliche Kürzungen im Bereich des Konsumentenschutzes geben, und zwar (Abg. Parnigoni: Das glaube ich nicht!) – doch, es gibt empfindliche Kürzungen im Bereich des Konsumentenschutzes, das kann ich nachweisen – beläuft sich das in Summe in etwa auf 1 Million €. Da wir wissen, dass gerade diese Finanzierung der genannten Informationsmaßnahmen und so weiter sehr kostenintensiv ist, hoffe ich, dass sie trotzdem gewährleistet sein werden.
Abg. Parnigoni: Das glaube ich nicht!
Abgeordnete Bettina Hradecsni (Grüne): Herr Präsident! Der Herr Bundesminister ist schon weg (Abg. Parnigoni – auf Bundesminister Dr. Buchinger weisend, der neben Abg. Neugebauer Platz genommen hat –: Ist da! Sitzt in der ersten Reihe!) – ah ja, er plaudert gerade. Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es wurde jetzt schon sehr viel über den Konsumentenschutz gesprochen. Sehr viele Fragen, die ich gehabt hätte, wurden bereits beantwortet. Was aber von meinen VorrednerInnen noch in keinster Weise erwähnt wurde, ist Folgendes: 2007/2008 wird es empfindliche Kürzungen im Bereich des Konsumentenschutzes geben, und zwar (Abg. Parnigoni: Das glaube ich nicht!) – doch, es gibt empfindliche Kürzungen im Bereich des Konsumentenschutzes, das kann ich nachweisen – beläuft sich das in Summe in etwa auf 1 Million €. Da wir wissen, dass gerade diese Finanzierung der genannten Informationsmaßnahmen und so weiter sehr kostenintensiv ist, hoffe ich, dass sie trotzdem gewährleistet sein werden.
Beifall bei den Grünen.
der Entschuldung einzuräumen. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, den wir für äußerst sinnvoll erachten und sehr begrüßen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Tatsache ist – abschließend möchte ich das sagen –, dass der Konsumentenschutz dringend verbesserte Rahmenbedingungen braucht. Dafür wäre es eigentlich nötig gewesen, dass die Mittel aufgestockt werden, anstatt dass sie gekürzt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Großruck.
Ich möchte noch ganz kurz erwähnen: Ich freue mich sehr, dass die ÖVP an der Corporate Social Responsibility so interessiert ist und in diese Richtung Maßnahmen setzen möchte. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ.
In den letzten sieben Jahren ist unter blauen und orangen Sozialministern im Sozialbereich viel passiert, meine Damen und Herren. Aber traurig ist, dass das nur zum Nachteil der Menschen war, was unter diesen Sozialministern und Sozialministerinnen passiert ist. Es wurde abgebaut, es wurde abgeschafft, es wurde reduziert. Was übrig geblieben ist, ist eine Bevölkerung, in der die Armen immer ärmer wurden, in der viele Armutsgefährdete durch die Maßnahmen dieser Sozialminister endgültig unter die Armutsschwelle gerutscht sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wieso ist das eine schwierige politische Konstellation?
Meine Damen und Herren! Das Budget ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, denn trotz schwieriger politischer Konstellationen haben wir es geschafft, die soziale Wende in Österreich einzuläuten! (Abg. Scheibner: Wieso ist das eine schwierige politische Konstellation?) Und mit ein bisschen mehr Mut und ein bisschen mehr Willen können wir noch sehr viel mehr erreichen, nämlich durch eine gerechte und für die wirklichen „Hackler“ akzeptable „Hackler-Regelung“.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Bravo!
Das ist mein Appell an Sie, meine Damen und Herren, aber im Speziellen an unseren Koalitionspartner – und da im Besonderen an Kollegen Amon und an Kollegen Neugebauer –: Gehen wir es an! Schaffen wir auch für die Arbeiterinnen und Arbeiter Fairness, Gerechtigkeit und soziale Wärme! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Bravo!)
Abg. Parnigoni: Was hat er gewaschen?
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister – wenn er noch hier im Saal ist; er ist, glaube ich, kurz draußen! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen! Unser Sozialsprecher, Herbert Kickl, hat ja dem Herrn Sozialminister argumentativ schon ordentlich die gekürzte Haartracht gewaschen (Abg. Parnigoni: Was hat er gewaschen?), und das war richtig interessant zu beobachten. Und man hat richtig gemerkt, mit welchen argumentativen Verdrehungen und Verwindungen der Herr Sozialminister versucht hat zu argumentieren, dass dieses Budget doch noch irgendwie ein soziales ist.
Abg. Parnigoni: Ist ja auch geschehen!
Ich verstehe das schon: Da macht man einen unglaublichen Wahlkampf, man „drückt an“, man verspricht die soziale Wende unter dem Motto „Alles wird besser!“. (Abg. Parnigoni: Ist ja auch geschehen!), und dann passiert dieser Unglücksfall für die SPÖ: Man wird wirklich stärkste Partei, geht mit der Motivation nach Wien, man möchte etwas verändern (Abg. Parnigoni: Die SPÖ hat sich hervorragend gewappnet!) – und das Erste, das dann in Wien passiert: Man wird zum Haare-Schneiden geschickt, und das Zweite, das passiert: Man bekommt das Parteiprogramm der ÖVP als Regierungsübereinkommen aufs Auge gedrückt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Parnigoni: Die SPÖ hat sich hervorragend gewappnet!
Ich verstehe das schon: Da macht man einen unglaublichen Wahlkampf, man „drückt an“, man verspricht die soziale Wende unter dem Motto „Alles wird besser!“. (Abg. Parnigoni: Ist ja auch geschehen!), und dann passiert dieser Unglücksfall für die SPÖ: Man wird wirklich stärkste Partei, geht mit der Motivation nach Wien, man möchte etwas verändern (Abg. Parnigoni: Die SPÖ hat sich hervorragend gewappnet!) – und das Erste, das dann in Wien passiert: Man wird zum Haare-Schneiden geschickt, und das Zweite, das passiert: Man bekommt das Parteiprogramm der ÖVP als Regierungsübereinkommen aufs Auge gedrückt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verstehe das schon: Da macht man einen unglaublichen Wahlkampf, man „drückt an“, man verspricht die soziale Wende unter dem Motto „Alles wird besser!“. (Abg. Parnigoni: Ist ja auch geschehen!), und dann passiert dieser Unglücksfall für die SPÖ: Man wird wirklich stärkste Partei, geht mit der Motivation nach Wien, man möchte etwas verändern (Abg. Parnigoni: Die SPÖ hat sich hervorragend gewappnet!) – und das Erste, das dann in Wien passiert: Man wird zum Haare-Schneiden geschickt, und das Zweite, das passiert: Man bekommt das Parteiprogramm der ÖVP als Regierungsübereinkommen aufs Auge gedrückt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Heilslehre habe ich nicht gesagt!
Jetzt komme ich zur ÖVP – das darf man nämlich nicht vergessen; ich habe Kollegen Amon in Erinnerung, der da in seinen Ausführungen zum Sozialkapitel die christliche Heilslehre strapaziert hat (Abg. Amon: Heilslehre habe ich nicht gesagt!) –: Also irgendwie, denke ich, haben Sie da etwas falsch verstanden! Weil wenn ich das Prinzip „Geben statt Nehmen“ heranziehe, ist es nicht so, dass man den Menschen das Geld aus der Tasche nimmt und in Richtung multinationale Großkonzerne und Richtung Superreiche verschiebt (Abg. Parnigoni: „Geld aus der Tasche ziehen“ ist ein Ordnungsruf!), sondern eher umgekehrt: dass man eine Sozialpolitik betreibt, wo die Ärmsten der Armen im Land wieder ordentlich das Auslangen finden und wir nicht von einer Rekordarmut in die nächste stolpern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Parnigoni: „Geld aus der Tasche ziehen“ ist ein Ordnungsruf!
Jetzt komme ich zur ÖVP – das darf man nämlich nicht vergessen; ich habe Kollegen Amon in Erinnerung, der da in seinen Ausführungen zum Sozialkapitel die christliche Heilslehre strapaziert hat (Abg. Amon: Heilslehre habe ich nicht gesagt!) –: Also irgendwie, denke ich, haben Sie da etwas falsch verstanden! Weil wenn ich das Prinzip „Geben statt Nehmen“ heranziehe, ist es nicht so, dass man den Menschen das Geld aus der Tasche nimmt und in Richtung multinationale Großkonzerne und Richtung Superreiche verschiebt (Abg. Parnigoni: „Geld aus der Tasche ziehen“ ist ein Ordnungsruf!), sondern eher umgekehrt: dass man eine Sozialpolitik betreibt, wo die Ärmsten der Armen im Land wieder ordentlich das Auslangen finden und wir nicht von einer Rekordarmut in die nächste stolpern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt komme ich zur ÖVP – das darf man nämlich nicht vergessen; ich habe Kollegen Amon in Erinnerung, der da in seinen Ausführungen zum Sozialkapitel die christliche Heilslehre strapaziert hat (Abg. Amon: Heilslehre habe ich nicht gesagt!) –: Also irgendwie, denke ich, haben Sie da etwas falsch verstanden! Weil wenn ich das Prinzip „Geben statt Nehmen“ heranziehe, ist es nicht so, dass man den Menschen das Geld aus der Tasche nimmt und in Richtung multinationale Großkonzerne und Richtung Superreiche verschiebt (Abg. Parnigoni: „Geld aus der Tasche ziehen“ ist ein Ordnungsruf!), sondern eher umgekehrt: dass man eine Sozialpolitik betreibt, wo die Ärmsten der Armen im Land wieder ordentlich das Auslangen finden und wir nicht von einer Rekordarmut in die nächste stolpern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Parnigoni: Bravo, Jacky!
Begriff, aber mit sehr viel Elan und Motivation angeht (Abg. Parnigoni: Bravo, Jacky!), der auch erlaubt, dass heiße Eisen angepackt werden. – Ich weiß ja nicht, ob ich jetzt etwas mache, was dem Obmann des Ausschusses für Konsumentenschutz in Ihren Reihen schadet (Abg. Parnigoni: Nein, nein, überhaupt nicht!), aber ich habe den Eindruck, dass das wirklich in eine gute Richtung geht.
Abg. Parnigoni: Nein, nein, überhaupt nicht!
Begriff, aber mit sehr viel Elan und Motivation angeht (Abg. Parnigoni: Bravo, Jacky!), der auch erlaubt, dass heiße Eisen angepackt werden. – Ich weiß ja nicht, ob ich jetzt etwas mache, was dem Obmann des Ausschusses für Konsumentenschutz in Ihren Reihen schadet (Abg. Parnigoni: Nein, nein, überhaupt nicht!), aber ich habe den Eindruck, dass das wirklich in eine gute Richtung geht.
Abg. Parnigoni: Das gelingt uns immer!
Es wird an uns liegen, dem Obmann des Ausschusses für Konsumentenschutz, den Herrn Sozial- und Konsumentenschutzminister zu überzeugen. Wenn das gelingt, ist es gut – das heißt aber noch lange nicht, dass etwas passiert, weil nämlich die SPÖ auch den Regierungspartner überzeugen muss. (Abg. Parnigoni: Das gelingt uns immer!) Und da merken wir eben anhand vieler Beispiele, die ich Ihnen jetzt nicht noch einmal im Einzelnen vorhalten möchte, dass das doch eher eine schwache Angelegenheit ist.
Abg. Parnigoni: Das ist richtig!
Man darf aber nicht vergessen, dass im Konsumentenschutzbereich auch hier in Österreich vieles noch im Argen liegt: Was mir seit Jahren ein Dorn im Auge ist, ist im Bereich der Banken die Frage des Valutadatums von Zahlungen, die entweder einlangen oder die hinausgehen. (Abg. Parnigoni: Das ist richtig!) Wenn man heute etwas überweist und der Kontostand sinkt, ist es so, dass in derselben Sekunde das Geld vom Konto weg ist, auch valutarisch weg ist. Auf der anderen Seite dauert es, wenn Geld auf das Konto kommt, drei, vier, fünf Tage lang, bis sich die Bank endlich bequemt, das anzuerkennen. (Abg. Parnigoni: Das ändern wir jetzt! Das kommt ja! Das machen wir!) – Und das wäre doch ein schönes Betätigungsfeld, Herr Konsumentenschutzminister, diese Sache einmal ordentlich ins Auge zu fassen. Sie machen es? – Ich nehme Sie beim Wort! Nächstes Jahr werde ich Sie daran erinnern, wenn es noch immer nicht gemacht ist. (Abg. Parnigoni: Können Sie!)
Abg. Parnigoni: Das ändern wir jetzt! Das kommt ja! Das machen wir!
Man darf aber nicht vergessen, dass im Konsumentenschutzbereich auch hier in Österreich vieles noch im Argen liegt: Was mir seit Jahren ein Dorn im Auge ist, ist im Bereich der Banken die Frage des Valutadatums von Zahlungen, die entweder einlangen oder die hinausgehen. (Abg. Parnigoni: Das ist richtig!) Wenn man heute etwas überweist und der Kontostand sinkt, ist es so, dass in derselben Sekunde das Geld vom Konto weg ist, auch valutarisch weg ist. Auf der anderen Seite dauert es, wenn Geld auf das Konto kommt, drei, vier, fünf Tage lang, bis sich die Bank endlich bequemt, das anzuerkennen. (Abg. Parnigoni: Das ändern wir jetzt! Das kommt ja! Das machen wir!) – Und das wäre doch ein schönes Betätigungsfeld, Herr Konsumentenschutzminister, diese Sache einmal ordentlich ins Auge zu fassen. Sie machen es? – Ich nehme Sie beim Wort! Nächstes Jahr werde ich Sie daran erinnern, wenn es noch immer nicht gemacht ist. (Abg. Parnigoni: Können Sie!)
Abg. Parnigoni: Können Sie!
Man darf aber nicht vergessen, dass im Konsumentenschutzbereich auch hier in Österreich vieles noch im Argen liegt: Was mir seit Jahren ein Dorn im Auge ist, ist im Bereich der Banken die Frage des Valutadatums von Zahlungen, die entweder einlangen oder die hinausgehen. (Abg. Parnigoni: Das ist richtig!) Wenn man heute etwas überweist und der Kontostand sinkt, ist es so, dass in derselben Sekunde das Geld vom Konto weg ist, auch valutarisch weg ist. Auf der anderen Seite dauert es, wenn Geld auf das Konto kommt, drei, vier, fünf Tage lang, bis sich die Bank endlich bequemt, das anzuerkennen. (Abg. Parnigoni: Das ändern wir jetzt! Das kommt ja! Das machen wir!) – Und das wäre doch ein schönes Betätigungsfeld, Herr Konsumentenschutzminister, diese Sache einmal ordentlich ins Auge zu fassen. Sie machen es? – Ich nehme Sie beim Wort! Nächstes Jahr werde ich Sie daran erinnern, wenn es noch immer nicht gemacht ist. (Abg. Parnigoni: Können Sie!)
Beifall bei der FPÖ.
Mit dem kleinen Budget, das es dafür gibt, bin ich nicht ganz zufrieden. Ich würde mir wünschen, dass es dann in weiterer Konsequenz Zug um Zug aufgestockt wird, um vor allem im Bereich der Aufklärung für den heimischen Konsumenten in einem internationalen Markt wirklich Gutes leisten zu können. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zahlen und Daten sind selbstverständlich das A und O bei einem Budget, aber hinter diesen Zahlen steht etwas noch viel Wichtigeres, nämlich die Arbeit an einer weiteren Verbesserung im sozialen Bereich und für noch mehr soziale Sicherheit für die Österreicherinnen und Österreicher – angefangen bei einem Mindestlohn bis hin zur Betreuung und Pflege. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein wichtiges Thema, Herr Bundesminister, möchte ich ganz konkret ansprechen, und zwar das Thema Besuchsbegleitung und Besuchscafé. Es ist ja leider der ÖVP nicht gelungen, die Männerabteilung mit der Besuchsbegleitung ins Familienministerium zu transferieren. Sie haben diese Agenden bei Ihnen, und ich bitte Sie, dass Sie die Besuchsbegleitung, die sehr, sehr wichtig ist, zumal Kinder bei einer Scheidung oft auf der Strecke bleiben, weiter finanzieren. Ich danke, dass Sie jetzt 600 000 € pro Jahr sicherstellen, und ich bitte und ersuche Sie, diese Förderung oder diese Subvention nie aus dem FLAF herausnehmen zu wollen; den Ansatz hatten Sie ja schon. Ich denke, das soll im Regelbudget bleiben, und wenn das der Fall ist, würde ich Ihnen sehr dankbar sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Zu wem sagt er „Deppen“?
Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Nun zu einem weiteren Punkt: Im steirischen Landtag wurde ebenfalls ein Doppelbudget debattiert und auch beschlossen, nur: In der Diskussionskultur gab es einen haushohen Unterschied: Hier im Haus haben wir ziemlich positiv diskutiert und verhandelt, Landeshauptmann Voves spricht aber von Deppen und meint die Abgeordneten, die vor ihm sitzen. – Nachzulesen in der „Kleinen Zeitung“ heute. (Abg. Amon: Zu wem sagt er „Deppen“?) Zu den Abgeordneten, auch zu seinen, auch zu den sozialistischen, nicht nur zu den schwarzen!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Außerdem spricht Herr Landeshauptmann Voves von einer Quatschbude. Er spricht vom steirischen Landtag als einer Quatschbude und meint damit auch die Sozialisten, nicht nur die ÖVPler. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, was das ist? Eine nie da gewesene Verrohung der Sprache! Es zeigt meiner Meinung nach, dass die Schuhe eines Landeshauptmannes für Franz Voves eindeutig zu groß sind. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wir sind aber hier nicht im steirischen Landtag!
Herr Bundesminister, da Sie jetzt der Ranghöchste in diesem Saale sind, bitte und ersuche ich Sie: Sprechen Sie mit Landeshauptmann Voves! Sie als Sozialminister wissen ja, dass man behutsam, sozial denkend mit den Menschen umgehen muss. Sagen Sie ihm, dass er auch mit den Abgeordneten, die auch Menschen sind, behutsam und charaktervoll umgeht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wir sind aber hier nicht im steirischen Landtag!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich fordere von dieser Stelle, dass der Herr Landeshauptmann Voves eine Ehrenerklärung abgibt, ob seine Abgeordneten und wir Abgeordneten Deppen sind. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ein Wort vielleicht zur Kollegin Steibl: Frau Kollegin, es wäre schön gewesen, wenn Sie Ihren Protest damals erhoben hätten, als Finanzminister Grasser auch vom Parlament als Quatschbude gesprochen hat. Damals ist mir Ihr Wort aber abgegangen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt auch Abgeordnete, die vom „Saustall Österreich“ sprechen – so wie Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Außerdem sind wir hier nicht im steirischen Landtag, sondern im Parlament, und ich meine, wir sollten uns mit unseren Themen, die hier auf der Tagesordnung sind, befassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt auch Abgeordnete, die vom „Saustall Österreich“ sprechen – so wie Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: Das ist ja die nächste Frechheit! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Grünen sind schon alle im Wochenende!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (fortsetzend): Mir ist klar, dass die Nerven schon blank liegen, alle vielleicht schon mit der halben Hälfte des Kopfes im Wochenende sind. (Abg. Neugebauer: Das ist ja die nächste Frechheit! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Grünen sind schon alle im Wochenende!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, setzen Sie sich für dieses VerbraucherInneninformationsgesetz ein! Sie hätten unsere Unterstützung, wir sind bereit, mit Ihnen im Ausschuss darüber weiterzudiskutieren. Und ein Punkt, der mir auch ganz besonders am Herzen liegt: Sehen Sie genug Finanzmittel für die entsprechenden jährlichen Berichte vor! Ein jährlicher Konsumentenschutzbericht wäre ganz wichtig, damit eine solide Evaluierung, ein ordentlicher Diskurs sowohl im Ausschuss als auch hier im Haus möglich ist. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Leider hat auch ein Abgeordneter der ÖVP gesagt – ich zitiere –: Die SPÖ sind Sozialisten, aber keine Demokraten! – und sich dafür nicht entschuldigt. Ich würde auch dafür eine Entschuldigung erwarten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Danke auch Herrn Bundesminister Buchinger, vor allem für seine letzten Worte. Gestatten Sie mir, bevor ich zum Thema komme, als neue Abgeordnete hier zu sagen, dass ich schon den Eindruck habe, dass wir von den Österreicherinnen und Österreichern gewählt wurden, um unsere Differenzen und unterschiedlichen Meinungen, die wir hier haben, auf einem doch halbwegs sachlichen Niveau abzuführen – bei aller Pointiertheit und bei aller Schärfe. Ich glaube, dass es sich unsere Wählerinnen und Wähler verdienen, dass wir uns hier so unterhalten, dass wir uns dann auch noch in die Augen schauen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die voestalpine hat sich mit dem Programm LIFE das Ziel gesetzt – weil sie genau gewusst haben, dass es um die Erfahrung der älteren ArbeitnehmerInnen geht –, die Produktion und Qualität im Betrieb zu sichern. So ist es auch keine Frage, dass sich unser Sozialminister Buchinger dieses Themas angenommen hat: Er wird in seinem Ressort eine Projektgruppe mit genau diesem Thema beschäftigen, sodass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Hinkunft ganz tolle Arbeit leisten können: mit hoher Qualität und Effizienz, wofür wir ihnen Dank sagen sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher: Wir müssen versuchen, mit vereinter Kraft solche unsinnigen und skurrilen Vorschläge seitens der Europäischen Union abzuwehren und ins Reich der Märchen zu schicken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Letztendlich würde ich mir eine bundesweite Regelung für einen Kostenrückersatz wünschen, denn es ist eine Ungleichbehandlung, wenn es für Pflegegeldbezieher, vor allem für Angehörige, in der Steiermark einen Kostenrückersatz gibt, während andere Bundesländer überhaupt keinen Kostenrückersatz haben. Also da würde ich schon ein faires System bevorzugen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dies bedeutet aber, dass wir nachdenken müssen über eine Rahmengesetzgebung auf Bundesebene und eine Durchführungsgesetzgebung auf Landesebene, um die Feinheiten dann abzustimmen. – Herr Bundesminister, ich hoffe, man kann mit Ihnen über diese Dinge gut reden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der eine Teil, die Präparate für den Menschen, und daneben gibt es natürlich auch Produkte für die Tiere. Wenn Kollege Sieber von der ÖVP es heute so kritisiert hat, dass die Fleischhauer so stark kontrolliert werden, muss ich ihm entgegenhalten: Gott sei Dank gibt es hier starke Kontrollen, scharfe Kontrollen, denn es gibt auch hier immer wieder schwarze Schafe. Es werden an Tiere illegale, schwarze, geraubte Hormone verabreicht, es werden Antibiotika verabreicht, Substanzen, die letztendlich der Konsument dann zu sich nimmt. Und das löst wiederum bei den Menschen fürchterliche Erkrankungen aus beziehungsweise zieht Spätfolgen nach sich: Es kommt zu einem Anstieg an Allergien, zu einem Anstieg an diversen Stoffwechselerkrankungen, aber es kann natürlich auch dazu kommen, dass der Patient auf diverse Antibiotika nicht mehr anspricht. Und genau dem soll ein Riegel vorgeschoben werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne sind wir sehr froh, dass wir zumindest jetzt den Konsumentenschutzausschuss bekommen haben, wenn auch mit einem etwas mageren Budget, von dem wir hoffen, dass es in den nächsten Jahren aufgestockt wird, damit hier wirklich effektiv und sinnvoll gearbeitet werden kann. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber ich habe auch noch Redefreiheit! Aber es muss euch ziemlich aufregen!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Steibl, mir wäre es lieber gewesen, Probleme dort zu diskutieren, wo sie hingehören, und Sie hätten sich nicht so sehr des Themas des steiermärkischen Landtags, sondern viel mehr des Themas der Sozialpolitik angenommen, denn unbestritten gibt es in diesem Bereich noch vieles zu verändern, zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber ich habe auch noch Redefreiheit! Aber es muss euch ziemlich aufregen!)
Abg. Steibl: Was ist passiert? – Nichts ist passiert! Aber das ist eh gut so!
Aber ich kann Sie beruhigen, eines ist festzustellen: Nach den wenigen Wochen, in denen Sozialminister Buchinger Sozialpolitik macht, kann man sagen, es ist eine neue Ära angebrochen. (Abg. Steibl: Was ist passiert? – Nichts ist passiert! Aber das ist eh gut so!) Auch beim Sozialbudget ist klar erkennbar, dass sich die nunmehrige Regierung – ich glaube, Sie gehören auch dieser Regierung an; wenn Sie sagen, nichts ist passiert, dann reden Sie mit den eigenen Leuten! –, dass sich diese Regierung unter Sozialminister Buchinger endlich wieder sozialpolitischer Vorhaben annimmt.
Abg. Dolinschek: Wissen Sie eigentlich, wovon Sie reden?
Aber was mich gewundert hat, ist, dass sich gerade die Abgeordneten des BZÖ jetzt herausstellen und sagen, im Sozialbereich passiert eigentlich zu wenig. Dazu muss ich einmal sagen, Herr ehemaliger Staatssekretär Dolinschek, es hat am Anfang gar nicht mehr passieren können, denn Minister Buchinger hat die ersten Wochen damit verbringen müssen, alles, was Sie verbockt und verbraten haben, wieder so halbwegs zurechtzubiegen, und jetzt gehen wir an die Arbeit. (Abg. Dolinschek: Wissen Sie eigentlich, wovon Sie reden?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Blinde von der Farbe!) Jetzt kritisieren Sie das, weil wir das abschaffen, was Sie eingeführt haben. Wissen Sie nicht mehr, wer die letzten Jahre die Sozialminister gestellt hat? Sie waren doch diejenigen, die trotz massivster Proteste unsererseits diese unglückseligen Pensionsreformen eingeführt haben, denen wir jetzt die Giftzähne ziehen müssen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie sich das Budget anschauen – nehmen Sie sich einmal die Zeit! –, dann werden Sie auch sehen, dass nicht mehr Unsummen für unnötige PR-Maßnahmen wie unter Ihnen verbraten werden, sondern dass jetzt das Geld genau zu jenen Menschen fließt, die es benötigen. Und es wird jetzt mit der 67. ASVG-Novelle wieder zu massiven Verbesserungen im Pensionsrecht kommen und endlich einmal auch die organisierte Schwarzarbeit bekämpft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Sie kennen sich nicht aus!
Alle Menschen, die die Politik unseres Landes verfolgen, können eindeutig feststellen, dass in den 100 Tagen unter Sozialminister Buchinger bereits mehr positive soziale Aspekte gesetzt wurden als unter den Vorgängern des BZÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Sie kennen sich nicht aus!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Es reicht leider meine Redezeit nicht aus, um all die bereits beschlossenen Vorhaben anzuführen, wie etwa die Anhebung der Mindestpension. Aber eines ist für alle Österreicherinnen und Österreicher ganz klar ersichtlich: dass es unter einer SPÖ-geführten Regierung neue Markierungen und wieder mehr soziale Verantwortung in unserem Land gibt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Abgeordnete Maria Grander (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Kollege Spindelberger, es ist nicht so, dass unter der vorhergehenden Regierung keine sozialen Leistungen passiert sind; ich zähle einige auf: Erhöhung des Pflegegeldes, Bausparen als Pflegevorsorge, Anspruch auf das Pflegegeld bei behinderten Kindern ab der Geburt, begünstigte Selbstversicherung für pflegende Angehörige. Hier haben wir bereits die ersten Ansätze gemacht, um auch die Wertschätzung diesen Leuten gegenüber kundzutun. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Dolinschek: Die Beschäftigungsoffensive für Menschen mit Behinderungen haben Sie vergessen!
Weiters: die Familienhospizkarenz, ein ganz wichtiger Schritt – hier haben wir uns wirklich nach den Bedürfnissen der Betreuenden und zu Betreuenden gerichtet –, das Patientenverfügungsgesetz zur Stärkung der Patientenrechte, um nur abrisshaft einiges hier anzuführen. (Abg. Dolinschek: Die Beschäftigungsoffensive für Menschen mit Behinderungen haben Sie vergessen!) Kommt noch dazu. Aber ich lege meinen Schwerpunkt mehr auf den pflegerischen Bereich. Entschuldigen Sie, Herr Kollege!
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal: Bundesminister Bartenstein hat jetzt den arbeits- und gewerberechtlichen Rahmen geschaffen und ermöglicht eine legale Ausübung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Abgeordnete Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Dass gerade ich als 26-Jährige über Pensionen rede, wirkt vielleicht ein bisschen strange, hat aber einen sehr ernsthaften Hintergrund. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Gerade meiner Generation wurde ja in den letzten Jahren eingehämmert, dass wir nicht mehr auf eine gesicherte Pension vertrauen können, und das gehört ... (Abg. Steibl: Das ist ein totaler Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ein bisschen ruhiger! Es ist total ungesund, immer dazwischenzurufen!
Abg. Steibl: Das ist ein totaler Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Dass gerade ich als 26-Jährige über Pensionen rede, wirkt vielleicht ein bisschen strange, hat aber einen sehr ernsthaften Hintergrund. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Gerade meiner Generation wurde ja in den letzten Jahren eingehämmert, dass wir nicht mehr auf eine gesicherte Pension vertrauen können, und das gehört ... (Abg. Steibl: Das ist ein totaler Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ein bisschen ruhiger! Es ist total ungesund, immer dazwischenzurufen!
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wurde uns ja eingeredet, wir können nicht mehr auf eine gesicherte Pension vertrauen. Das gehört in meinen Augen zu den schlimmsten Dingen, die man Menschen antun kann, dass man sich nämlich als Staat aus der Verantwortung für soziale Sicherheit stiehlt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
In der öffentlichen Diskussion – leider auch heute – wurde es von manchen Seiten immer so dargestellt, dass die gesicherte Pension ausschließlich eine Frage der Demographie ist und dass der Anstieg des Anteils der älteren Bevölkerung dann gleich der Anstieg der Pensionsquote ist. Es wurde kaum erwähnt, dass dabei der wechselseitige Einfluss zwischen den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und der Pensionsquote sehr wichtig ist und dass, je mehr Beschäftigte es gibt, je höher die Einkommen sind, desto zukunftsfähiger das Pensionssystem ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Endlich haben wir einen Minister, der rechnen kann, der weiß, dass höhere Beschäftigung, höhere Kaufkraft, mehr Geld im Umlauf und niedrigere Arbeitslosigkeit auch zu sicheren Pensionen führen. Und damit geben Sie, Herr Minister, nicht nur meiner Generation Vertrauen, höhere Sicherheit und Vertrauen in den Staat, sondern Sie machen auch endlich mit diesem Neoliberalismus Schluss oder zumindest mit der versuchten Neoliberalismuskampagne. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wieder an der Zeit, ein zukunftstaugliches, gerechtes, sicheres Pensionssystem aufzubauen. Gerade an der Prioritätensetzung des Sozialbudgets erkennt man ja die Richtung: nicht mehr kürzen, einschränken und reduzieren, sondern ausbauen und verbessern! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
geholfen wird, vor allem jenen in dieser Kette, die das schwächste Glied darstellen, den Kindern, den älteren Menschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne freue ich mich darüber. – Und Herrn Kollegen Vilimsky kann ich beruhigen: Auch wir von der Österreichischen Volkspartei werden uns da sehr intensiv einbringen, denn Konsumentenschutz ist eine gemeinsame Sache, an der wir in Zukunft sehr intensiv arbeiten werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! In der Politik brauchen wir einen streitbaren, einen sachlichen Dialog, wir brauchen aber niemanden, der sagt, dass das eine „Quatschbude“ ist – das ist immer falsch! Das ist falsch, wenn es Abgeordneter Strassberger sagt, das ist falsch, wenn es ein ehemaliger Finanzminister sagt, und das ist falsch, wenn es Abgeordneter Stöhrmann sagt. Nur das eine zu erwähnen und das andere nicht, ist aber genauso falsch. – Zur Klarstellung. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.) – Ich glaube, Sie waren nicht herinnen, Herr Abgeordneter Schüssel, als das klargestellt wurde.
Beifall bei der SPÖ.
Soziale Gerechtigkeit ist eine Bildungsfrage, und damit ist das also auch eine Frage des Zugangs zu dieser Bildung. So gesehen ist vielleicht verpflichtende Verbraucherbildung/Verbraucherinnenbildung in Schulen auch ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit. Unsere Unterstützung haben Sie. Wir hoffen, dass wir das vielleicht schon im nächsten Jahr in den Schulen begrüßen können. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Ich möchte hier ganz klar feststellen: Nach solch einer Aussage haben der Herr Bundespräsident und der Herr Bundeskanzler akuten Handlungsbedarf! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ablinger.
So etwas können wir uns nicht bieten lassen – egal, in welcher Fraktion wir sitzen! Da geht es um das Ansehen der gewählten Vertreter unserer Republik. (Zwischenruf der Abg. Ablinger.) – Verzeihen Sie, würden Sie da applaudieren? Frau Kollegin, bitte, bringen Sie das in Ordnung, wir hören uns die Ergebnisse oder die Berichte an.
Beifall bei der ÖVP.
Das Thema Soziales ist natürlich sehr vielschichtig, und eines ist klar: All diese Sozialleistungen sind nur dann möglich, wenn die Wirtschaft in Ordnung ist, die Beschäftigung läuft, die Leute einen Job haben, die Landwirte aktiv sind, wir eine intakte Volkswirtschaft haben – das ist gegeben, und deshalb, glaube ich, ist es gut, dass wir uns in diese Richtung entwickeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Jahren die Sozialquote bei steigender Volkswirtschaft von 28,4 auf 29,5 Prozent erhöht hat! Das ist doch eine großartige Leistung, für diese braucht sich überhaupt niemand zu entschuldigen, sondern diese ist herzeigbar! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, die Pflegefrage werden wir nur dann lösen, wenn wir auch eine Bewusstseinsfrage mit diskutieren, nämlich: Älterwerden ist etwas Großartiges. Die Lastenverteilung innerhalb der Generationen ist etwas Wichtiges, und es ist die Pflicht der Politik, diese in allen Zeiten, auch bei schwierigen Themen, entsprechend ausgewogen zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Abgeordneter Donabauer, es fällt mir nicht mehr viel ein zu Ihrer Rede, nur: Der, der frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein! – Nur soviel dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der ist schon weg!
Mit „Umsonst gibt’s nix!“, der Initiative gegen unlautere Geschäftspraktiken wie Versprechungen, Verlockungen oder bewusste Täuschung, wird ein Zeichen gesetzt, dass in die Sicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten investiert wird – durch Sie, sehr geehrter Herr Bundesminister. (Abg. Ing. Westenthaler: Der ist schon weg!)
Beifall bei der SPÖ.
Klar ist: Aufklärung und Bewusstseinsbildung sind hier äußerst wichtig, und ich bin froh darüber, dass dieser Schritt nun getan wird; auch für Sie, Herr Kollege Westenthaler. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Eines vorweg: Mir ist die Wertschätzung der parlamentarischen Demokratie ein besonderes Anliegen. (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP.
Für ältere Menschen ist das besonders schwierig. Die elektronischen Amtswege sollten seniorenfreundlicher werden; wir brauchen leichter verständliche Texte, gut lesbare Informationen; Barrierefreiheit; die Bürgerkarte sollte wirklich für alle verständlich gestaltet werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Broukal.
Herr Minister, wir Senioren wollen ins Internet – aber nicht als Loser, sondern als User! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Broukal.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich freue mich auf Ihr Engagement, Herr Minister, und auf gute Zusammenarbeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Sie sollten in einen Dialog mit Voves treten!
Ein weiteres Thema, wo wir zunehmend mit Problemen konfrontiert sind, ist im Bereich des Jugendschutzes die Zunahme von Gewaltverherrlichung und pornographischen Inhalten in den neuen Medien und Kommunikationsdiensten. Da die Jugendschutzagenden Ländersache sind, bitte ich Sie, mit den Ländern diesbezüglich in einen Dialog einzutreten. (Abg. Steibl: Sie sollten in einen Dialog mit Voves treten!)
Beifall bei der SPÖ.
Mit der verstärkten Aufklärungsarbeit in diesen Bereichen – ich konnte auf Grund der Kürze der Redezeit nur zwei davon ansprechen –, wie sie jetzt durch Sie als Konsumentenschutzminister geschieht, ist ein Schritt in die richtige Richtung getan. Nach sieben Jahren des Stillstands in der Konsumentinnen- und Konsumentenschutzpolitik werden auch in diesem Bereich Gott sei Dank wieder sozialdemokratische Akzente spürbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Na endlich!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Als letzter Redner meiner Fraktion möchte ich noch auf ein paar Punkte hinweisen, die mittlerweile heftig diskutiert und angesprochen wurden. Eines möchte ich klarstellen: Wir bekennen uns zu den Verbesserungen, die im Sozialbereich budgetär vorgesehen (Abg. Dr. Cap: Na endlich!) und auch im Regierungsprogramm verankert sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Als letzter Redner meiner Fraktion möchte ich noch auf ein paar Punkte hinweisen, die mittlerweile heftig diskutiert und angesprochen wurden. Eines möchte ich klarstellen: Wir bekennen uns zu den Verbesserungen, die im Sozialbereich budgetär vorgesehen (Abg. Dr. Cap: Na endlich!) und auch im Regierungsprogramm verankert sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Uns fällt kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch einmal sagen: Gut, das wird jetzt mit diesen Regelungen besser gemacht! – Aber eines möchte ich vor allem den Jungabgeordneten der SPÖ und auch allen anderen, die in diesem Haus vertreten sind, mitgeben: Die Pensionssicherungsreform 2003 und die -harmonisierung 2004 waren wichtige und notwendige Schritte im Sinne unserer Jugend! (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Rudas.
Die Bundesbeiträge wären angestiegen, und irgendwann wäre dieser Bumerang genau auf die jungen Menschen zurückgekommen. Das darf man nicht einfach unter den Teppich kehren, sondern das muss man sagen und das muss den jungen Menschen auch bewusst sein. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Rudas.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Rudas, genau darum geht es, das müssen wir als junge Mandatare sehen. Wir sind auch den jungen Menschen in diesem Lande verpflichtet, für die sind wir gewählt worden und für die sitzen wir hier herinnen! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, eine Bitte hätte ich schon: Bei der Langzeitversichertenregelung, Sie wissen, sollten wir den Begriff – zwischen Anführungszeichen – „Hackler“ im Rahmen dieser 67. Novelle ändern. Es folgt ja auch eine 68. ASVG-Novelle. Wir begrüßen diesen Schritt, dass die abschlagsfreie Pension mit 45 Beitragsjahren nach wie vor möglich ist. Das ist ein wichtiger Punkt im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Als Betriebsrat bin ich fast täglich auch mit diesen Pensionsangelegenheiten konfrontiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
In diesem Zusammenhang möchte ich Kollegin Haubner erwähnen, die sich im Dezember mit der Liste der Berufsgruppen wirklich redlich bemüht hat, die Schwerarbeiterregelung für viele Menschen sinnvoll zu gestalten. Das muss man auch erwähnen und das gehört dazu gesagt! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
aufgreifen im Sinne dieser betroffenen Personen und eine Nachkaufmöglichkeit zu günstigen Konditionen schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Zum Schluss – mein Klubdirektor hat mir gesagt, ich habe 12 Minuten Restredezeit, so viel habe ich überhaupt noch nie gehabt, seit ich in diesem Haus bin, aber ich werde sie nicht zur Gänze ausnützen –: Mein Lieblingsthema, Herr Bundesminister, ist das freiwillige soziale Jahr – Sie wissen es aus dem Ausschuss. Ich bitte hier wirklich um Zusammenarbeit, auch auf der Ebene der Koalitionsparteien, im Sinne der österreichischen Jugend, die dieses freiwillige soziale Jahr beanspruchen möchte. Wir haben hier eine gute Institution, einen Verein, der in Oberösterreich, in Linz, situiert ist, und wir müssen einen gesetzlichen Rahmen schaffen, um diesen jungen Menschen bessere Rahmenbedingungen zu ermöglichen, damit dieses freiwillige soziale Jahr in Anspruch genommen werden kann, das wichtig ist im Sinne der Förderung der Sozialberufe und auch der Berufsfindung von jungen Menschen im Sozialbereich. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Ich wünsche allen noch eine gute Heimfahrt und ein schönes Wochenende! (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ehmann –: Jetzt liegt die Latte hoch!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ehmann. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ehmann –: Jetzt liegt die Latte hoch!)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.
Da fällt mir ein gutes Beispiel ein: Denken Sie an einen Föhn. In Österreich rechnet ja nun wirklich niemand mehr damit, dass man bei der Verwendung eines Föhns damit rechnen sollte, dass einem entweder die Haare abbrennen oder dass man lediglich einen Elektroschock erhält. Man kann es sich dann aussuchen. Das kann es ja wohl wirklich nicht sein. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Graf: Die wollten das Breitbandinternet wahrscheinlich! – Abg. Strache: Ist Ihnen das wirklich passiert?
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ich wurde schon öfters im Supermarkt von älteren Menschen angesprochen, die mich baten, das eine oder andere auf einer Verpackung vorzulesen. (Abg. Dr. Graf: Die wollten das Breitbandinternet wahrscheinlich! – Abg. Strache: Ist Ihnen das wirklich passiert?) Und glauben Sie mir, wenn ich es deutlicher gesehen hätte, hätte ich es gemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Aufgrund dessen sage ich Folgendes: Sowohl bei der Vereinfachung der bestehenden Gesetzgebung als auch durch eine bessere Klassifizierung bestimmter Sicherheitsanforderungen sollte im Sinne von Klarheit und Effizienz unser Produktsicherheitsgesetz evaluiert und selbstverständlich noch weiterentwickelt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In meinem Namen bedanke ich mich besonders bei den sehr engagierten Mitarbeitern im Bereich der Produktsicherheit, die im Ministerium für Soziales und Konsumentenschutz tätig sind. (Beifall bei der SPÖ.) Sie leisten hervorragende Arbeit in diesem Bereich.
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich danke auch Ihnen, Herr Bundesminister, für Ihren Einsatz in diesem und nicht nur in diesem Bereich. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Da Geräte im Stand-by-Modus unnötig Energie verbrauchen, schlagen wir vor, dass es ab Ende 2007 für alle Geräte eine Stromverbrauchskennzeichnung geben soll – vom Computer begonnen über DVD-Player, die Kaffeemaschine bis zur elektrischen Zitruspresse. Die Kennzeichnung sollte im Handel erfolgen, damit der Stromverbrauch im Betrieb und im Stand-by-Modus für die KonsumentInnen beim Kauf von Geräten schon sichtbar wird. Das wäre ein wichtiger Beitrag – und da dürften wir uns einig sein – zum Konsumentenschutz, und gleichzeitig würde Österreich auf dem Weg zur Erreichung des Klimaschutzzieles auch eine Hilfe haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich hoffe, dass wir uns über alle Fraktionsgrenzen hinweg hier zur Unterstützung aufraffen können. In der Hoffnung, dass Sie die Zustimmung geben werden, gebe ich dem Dank an alle Ausdruck, die heute und in den letzten drei Tagen mitgewirkt haben, diese Budgetverhandlungen in dieser Form vorzubereiten, und gleichzeitig möchte ich auch der Hoffnung Ausdruck geben, dass wir nach einem schönen Wochenende den vierten Tag – nämlich am Donnerstag – noch gemeinsam in aller Frische erleben werden. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Bravo!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! An diesem so wunderschönen Frühlingstag kann ich den Tag mit einer guten Botschaft beginnen, und das ist jene, dass es eine Erhöhung des Umweltbudgets gibt (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Bravo!), und das ist gut so! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Broukal: Danke! Wenn Sie das sagen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Broukal: Danke! Wenn Sie das sagen!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! An diesem so wunderschönen Frühlingstag kann ich den Tag mit einer guten Botschaft beginnen, und das ist jene, dass es eine Erhöhung des Umweltbudgets gibt (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Bravo!), und das ist gut so! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Broukal: Danke! Wenn Sie das sagen!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!
Wenn wir von Wasserschutz und Bodenschutz sprechen, kommen wir gleich zur nächsten „Baustelle“, und das ist die Altlastensanierung. Die Altlasten – aufgelassene Mülldeponien, verschmutzte Industrie- und Gewerbeflächen – haben einen besonders negativen Effekt einerseits auf das Wasser, andererseits auf den Boden. Wenn man die Berechnungen des Umweltbundesamtes heranzieht, dann sieht man: Es sind über 2 000 Altlasten und Altlastenverdachtsflächen, die zur Sanierung anstehen. Und der bescheidene Betrag, der hiefür im Budget vorgesehen ist, Herr Minister, ist halt wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nach Berechnungen des Umweltbundesamtes wird die Sanierung und Sicherung dieser Altlasten 4,4 Milliarden € kosten. Wenn Sie das hochrechnen, dann sind wir da bei 88 Jahren! – Herr Minister, ich wünsche Ihnen von Herzen ein langes Leben (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!), aber wenn man diesen Betrag hochrechnet, dann brauchen Sie wirklich einen sehr gesunden Lebensstil, denn dann werden auch Sie an die 130 Jahre alt sein. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ eh schon abgenommen!) – Das ist gut so. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ eh schon abgenommen!
Wenn wir von Wasserschutz und Bodenschutz sprechen, kommen wir gleich zur nächsten „Baustelle“, und das ist die Altlastensanierung. Die Altlasten – aufgelassene Mülldeponien, verschmutzte Industrie- und Gewerbeflächen – haben einen besonders negativen Effekt einerseits auf das Wasser, andererseits auf den Boden. Wenn man die Berechnungen des Umweltbundesamtes heranzieht, dann sieht man: Es sind über 2 000 Altlasten und Altlastenverdachtsflächen, die zur Sanierung anstehen. Und der bescheidene Betrag, der hiefür im Budget vorgesehen ist, Herr Minister, ist halt wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nach Berechnungen des Umweltbundesamtes wird die Sanierung und Sicherung dieser Altlasten 4,4 Milliarden € kosten. Wenn Sie das hochrechnen, dann sind wir da bei 88 Jahren! – Herr Minister, ich wünsche Ihnen von Herzen ein langes Leben (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!), aber wenn man diesen Betrag hochrechnet, dann brauchen Sie wirklich einen sehr gesunden Lebensstil, denn dann werden auch Sie an die 130 Jahre alt sein. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ eh schon abgenommen!) – Das ist gut so. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir von Wasserschutz und Bodenschutz sprechen, kommen wir gleich zur nächsten „Baustelle“, und das ist die Altlastensanierung. Die Altlasten – aufgelassene Mülldeponien, verschmutzte Industrie- und Gewerbeflächen – haben einen besonders negativen Effekt einerseits auf das Wasser, andererseits auf den Boden. Wenn man die Berechnungen des Umweltbundesamtes heranzieht, dann sieht man: Es sind über 2 000 Altlasten und Altlastenverdachtsflächen, die zur Sanierung anstehen. Und der bescheidene Betrag, der hiefür im Budget vorgesehen ist, Herr Minister, ist halt wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nach Berechnungen des Umweltbundesamtes wird die Sanierung und Sicherung dieser Altlasten 4,4 Milliarden € kosten. Wenn Sie das hochrechnen, dann sind wir da bei 88 Jahren! – Herr Minister, ich wünsche Ihnen von Herzen ein langes Leben (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!), aber wenn man diesen Betrag hochrechnet, dann brauchen Sie wirklich einen sehr gesunden Lebensstil, denn dann werden auch Sie an die 130 Jahre alt sein. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ eh schon abgenommen!) – Das ist gut so. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Schauen Sie sich’s an! Das funktioniert schon!
Nun zu Regierungsprogramm und Naturschutz: Es wird so freundlich hineingeschrieben, die Nationalparks sind wichtige Leitprojekte für den Natur- und Umweltschutz – gut so; es wird Ihnen da niemand widersprechen –, und die Nationalparkregionen sollen zu Modellregionen für den sanften Tourismus ausgebaut werden. – Beides löblich! Unsere Nationalparks sind vorbildhaft! Unsere Nationalparks haben ein großes Erweiterungspotential. In diese Richtung sollen wir weiterarbeiten – aber auch hier fehlen die Mittel. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dort ausgezeichnet im Sinne des Natur- und Artenschutzes, aber auch im Sinne dessen, den Menschen die Natur und die Wichtigkeit von unberührter Natur nahezubringen. Aber wenn Sie es genau betrachten, dann merken Sie, dass hier die Mittel fehlen! Diese unglaublich minimale Erhöhung, Herr Minister, ist nicht etwas, womit man Leitprojekte, Entwicklungen, Modellregionen vorantreiben kann. (Abg. Mag. Donnerbauer: Schauen Sie sich’s an! Das funktioniert schon!) Das ist einfach zu wenig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viele Millionen sind es denn?) Wir hätten uns in dieser Kategorie bei Gott etwas anderes vorgestellt.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viele Millionen sind es denn?
Nun zu Regierungsprogramm und Naturschutz: Es wird so freundlich hineingeschrieben, die Nationalparks sind wichtige Leitprojekte für den Natur- und Umweltschutz – gut so; es wird Ihnen da niemand widersprechen –, und die Nationalparkregionen sollen zu Modellregionen für den sanften Tourismus ausgebaut werden. – Beides löblich! Unsere Nationalparks sind vorbildhaft! Unsere Nationalparks haben ein großes Erweiterungspotential. In diese Richtung sollen wir weiterarbeiten – aber auch hier fehlen die Mittel. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dort ausgezeichnet im Sinne des Natur- und Artenschutzes, aber auch im Sinne dessen, den Menschen die Natur und die Wichtigkeit von unberührter Natur nahezubringen. Aber wenn Sie es genau betrachten, dann merken Sie, dass hier die Mittel fehlen! Diese unglaublich minimale Erhöhung, Herr Minister, ist nicht etwas, womit man Leitprojekte, Entwicklungen, Modellregionen vorantreiben kann. (Abg. Mag. Donnerbauer: Schauen Sie sich’s an! Das funktioniert schon!) Das ist einfach zu wenig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viele Millionen sind es denn?) Wir hätten uns in dieser Kategorie bei Gott etwas anderes vorgestellt.
Abg. Grillitsch: Sie sind für 180?!
Herr Minister, dazu braucht es eine rasche und mutige Vorgangsweise! Einerseits stellt man sich natürlich die Frage: Wo ist hier das Tempo? – hier könnten Sie ruhig mit 180 unterwegs sein! –, und: Wo ist der Mut? – Wir vermissen in diesem Budget beides. (Abg. Grillitsch: Sie sind für 180?!)
Beifall bei den Grünen.
Summa summarum: Eine düstere Entwicklung für den Umwelt- und Klimaschutz, ein düsteres Budget dieser schwarz-roten Regierung! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Du musst doch jammern!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich ist es recht erfreulich, als Bauernvertreter hier zu stehen und zu sehen (Abg. Scheibner: Du musst doch jammern!), dass Sie sich wohl fühlen, dass Sie gesund sind und dass dafür die Bauern einen wesentlichen Beitrag leisten (Beifall bei der ÖVP), nämlich dass Sie täglich mit sicheren Lebensmitteln versorgt werden, dass Sie in einem Österreich leben, wo es schön ist, wo Sie sich wohl fühlen. Daher glaube ich auch, sagen zu dürfen: Das sind auch wir, die dafür die Grundlage schaffen – mit den Rahmenbedingungen, mit dem Budget, mit einem Budget der Nachhaltigkeit für zwei Jahre wiederum, für 2007 und 2008, womit sichergestellt ist, dass Sie, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, und vor allem die Österreicherinnen und Österreicher das auch weiterhin genießen können.
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich ist es recht erfreulich, als Bauernvertreter hier zu stehen und zu sehen (Abg. Scheibner: Du musst doch jammern!), dass Sie sich wohl fühlen, dass Sie gesund sind und dass dafür die Bauern einen wesentlichen Beitrag leisten (Beifall bei der ÖVP), nämlich dass Sie täglich mit sicheren Lebensmitteln versorgt werden, dass Sie in einem Österreich leben, wo es schön ist, wo Sie sich wohl fühlen. Daher glaube ich auch, sagen zu dürfen: Das sind auch wir, die dafür die Grundlage schaffen – mit den Rahmenbedingungen, mit dem Budget, mit einem Budget der Nachhaltigkeit für zwei Jahre wiederum, für 2007 und 2008, womit sichergestellt ist, dass Sie, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, und vor allem die Österreicherinnen und Österreicher das auch weiterhin genießen können.
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget für Landwirtschaft und Umwelt ist ein gutes Budget. Für die Landwirtschaft und Umwelt stehen 2,9 Milliarden € im Jahr 2007 und 2,9 Milliarden € und ein bisschen mehr im Jahr 2008 zur Verfügung. Das ist eine Steigerung von 8,8 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent gegenüber dem Budgetvorschlag. Das ist genau jene Sicherheit und jene Planbarkeit, die unsere Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft brauchen, um auf ihren Betrieben entsprechend wirtschaften zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Vor zwei Jahren hieß der Bundeskanzler Schüssel!
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, Sie kennen alle die Diskussionen um den Grünen Pakt – emotionale Diskussionen auch hier in diesem Haus. Während die einen noch vor einem Jahr oder vor zwei Jahren mit Bundeskanzler Gusenbauer an der Spitze gemeint haben, man sollte 50 Prozent dieser Agrarförderungen kürzen (Abg. Mag. Gaßner: Vor zwei Jahren hieß der Bundeskanzler Schüssel!), war es die Österreichische Volkspartei unter Wolfgang Schüssel, Sepp Pröll und Willi Molterer, die sichergestellt hat, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern in Zukunft mehr von Brüssel erhalten als je zuvor – ein großartiger Erfolg (Beifall bei der ÖVP), der nun auch mit diesem Budget sichergestellt wird, weil es möglich ist, diesen Grünen Pakt voll auszufinanzieren.
Beifall bei der ÖVP
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, Sie kennen alle die Diskussionen um den Grünen Pakt – emotionale Diskussionen auch hier in diesem Haus. Während die einen noch vor einem Jahr oder vor zwei Jahren mit Bundeskanzler Gusenbauer an der Spitze gemeint haben, man sollte 50 Prozent dieser Agrarförderungen kürzen (Abg. Mag. Gaßner: Vor zwei Jahren hieß der Bundeskanzler Schüssel!), war es die Österreichische Volkspartei unter Wolfgang Schüssel, Sepp Pröll und Willi Molterer, die sichergestellt hat, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern in Zukunft mehr von Brüssel erhalten als je zuvor – ein großartiger Erfolg (Beifall bei der ÖVP), der nun auch mit diesem Budget sichergestellt wird, weil es möglich ist, diesen Grünen Pakt voll auszufinanzieren.
Beifall bei der ÖVP.
Der nächste Punkt, über den ich mich sehr freue, weil es den Bauern dadurch ermöglicht wird, in Zukunft nicht nur Landwirt, sondern auch „Energiewirt“ zu sein, ist die Errichtung beziehungsweise Einsetzung des Klimafonds, durch den wir die Möglichkeit haben, heimische Potentiale, die uns buchstäblich beim Fenster hereinwachsen, mit neuen Technologien zu nutzen, Arbeitsplätze zu schaffen, gleichzeitig aber auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu liefern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Das heißt, es kommt zu einer Trendumkehr in der Wertschöpfung, die wir dringend brauchen, damit unsere ländlichen Räume in Zukunft auch attraktive Wirtschaftsräume sind. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Donabauer: Wenn Sie uns kritisieren, dann bitte die richtigen Zahlen, Herr Kollege!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Die Regierung hat in großen Worten ihr Doppelbudget 2007/2008 angekündigt und so getan, als wäre es ein großer Wurf. Tatsache ist, dass wir eine noch nie dagewesene Gesamtverschuldung des Staates haben, und Tatsache ist auch, dass wir in diesen Zeiten der Hochkonjunktur und des Aufschwunges jedes Jahr 9 Milliarden € an Zinsendienst leisten müssen – das ist so viel wie der viel gerühmte Klimafonds mal 20, sehr geehrte Damen und Herren! – Und das ist kontinuierliche Politik der ÖVP. Liebe Herrschaften von der ÖVP, es ist Ihre Politik (Abg. Donabauer: Wenn Sie uns kritisieren, dann bitte die richtigen Zahlen, Herr Kollege!), die zu dieser Staatsverschuldung geführt hat und die für diese Situation Österreichs verantwortlich ist! Und Sie loben das als einen „großen Wurf“! Das ist ja wohl wirklich ein Hohn. Damit kann man wirklich nicht leben und nicht zufrieden sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Die Regierung hat in großen Worten ihr Doppelbudget 2007/2008 angekündigt und so getan, als wäre es ein großer Wurf. Tatsache ist, dass wir eine noch nie dagewesene Gesamtverschuldung des Staates haben, und Tatsache ist auch, dass wir in diesen Zeiten der Hochkonjunktur und des Aufschwunges jedes Jahr 9 Milliarden € an Zinsendienst leisten müssen – das ist so viel wie der viel gerühmte Klimafonds mal 20, sehr geehrte Damen und Herren! – Und das ist kontinuierliche Politik der ÖVP. Liebe Herrschaften von der ÖVP, es ist Ihre Politik (Abg. Donabauer: Wenn Sie uns kritisieren, dann bitte die richtigen Zahlen, Herr Kollege!), die zu dieser Staatsverschuldung geführt hat und die für diese Situation Österreichs verantwortlich ist! Und Sie loben das als einen „großen Wurf“! Das ist ja wohl wirklich ein Hohn. Damit kann man wirklich nicht leben und nicht zufrieden sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Macht, was er will!
Nun, es gibt einen Minister, der besonders resistent gegen Vorschläge ist – egal, ob im Ausschuss oder im Plenum. Er sitzt hier, nickt verständnisvoll, schmunzelt, ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Macht, was er will!) Herr Minister Pröll, wenigstens sind Sie ein fröhlicher Mensch (Heiterkeit) – das ist schon etwas Positives –, aber, Herr Minister, ist es Ihnen egal, was in der Landwirtschaft passiert? Ist es Ihnen wirklich egal, was die Bauern erleiden müssen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Denken Sie sich einfach: Machen Sie, was Sie wollen, reden Sie, was Sie wollen, es ist mir eh alles egal, es ist ohnehin alles beschlossen!? – Machen Sie es in der Perspektivengruppe der ÖVP auch so? Sind Ihnen die Vorschläge, die dort kommen, auch einfach so egal – oder ist Ihnen das wichtiger als das, was in der österreichischen Landwirtschaft passiert? (Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Redners –: Wenn man keine Perspektive hat, kann man ...!)
Heiterkeit
Nun, es gibt einen Minister, der besonders resistent gegen Vorschläge ist – egal, ob im Ausschuss oder im Plenum. Er sitzt hier, nickt verständnisvoll, schmunzelt, ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Macht, was er will!) Herr Minister Pröll, wenigstens sind Sie ein fröhlicher Mensch (Heiterkeit) – das ist schon etwas Positives –, aber, Herr Minister, ist es Ihnen egal, was in der Landwirtschaft passiert? Ist es Ihnen wirklich egal, was die Bauern erleiden müssen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Denken Sie sich einfach: Machen Sie, was Sie wollen, reden Sie, was Sie wollen, es ist mir eh alles egal, es ist ohnehin alles beschlossen!? – Machen Sie es in der Perspektivengruppe der ÖVP auch so? Sind Ihnen die Vorschläge, die dort kommen, auch einfach so egal – oder ist Ihnen das wichtiger als das, was in der österreichischen Landwirtschaft passiert? (Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Redners –: Wenn man keine Perspektive hat, kann man ...!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Nun, es gibt einen Minister, der besonders resistent gegen Vorschläge ist – egal, ob im Ausschuss oder im Plenum. Er sitzt hier, nickt verständnisvoll, schmunzelt, ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Macht, was er will!) Herr Minister Pröll, wenigstens sind Sie ein fröhlicher Mensch (Heiterkeit) – das ist schon etwas Positives –, aber, Herr Minister, ist es Ihnen egal, was in der Landwirtschaft passiert? Ist es Ihnen wirklich egal, was die Bauern erleiden müssen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Denken Sie sich einfach: Machen Sie, was Sie wollen, reden Sie, was Sie wollen, es ist mir eh alles egal, es ist ohnehin alles beschlossen!? – Machen Sie es in der Perspektivengruppe der ÖVP auch so? Sind Ihnen die Vorschläge, die dort kommen, auch einfach so egal – oder ist Ihnen das wichtiger als das, was in der österreichischen Landwirtschaft passiert? (Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Redners –: Wenn man keine Perspektive hat, kann man ...!)
Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Redners –: Wenn man keine Perspektive hat, kann man ...!
Nun, es gibt einen Minister, der besonders resistent gegen Vorschläge ist – egal, ob im Ausschuss oder im Plenum. Er sitzt hier, nickt verständnisvoll, schmunzelt, ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Macht, was er will!) Herr Minister Pröll, wenigstens sind Sie ein fröhlicher Mensch (Heiterkeit) – das ist schon etwas Positives –, aber, Herr Minister, ist es Ihnen egal, was in der Landwirtschaft passiert? Ist es Ihnen wirklich egal, was die Bauern erleiden müssen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Denken Sie sich einfach: Machen Sie, was Sie wollen, reden Sie, was Sie wollen, es ist mir eh alles egal, es ist ohnehin alles beschlossen!? – Machen Sie es in der Perspektivengruppe der ÖVP auch so? Sind Ihnen die Vorschläge, die dort kommen, auch einfach so egal – oder ist Ihnen das wichtiger als das, was in der österreichischen Landwirtschaft passiert? (Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Redners –: Wenn man keine Perspektive hat, kann man ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer hat Ihnen den Blödsinn aufgeschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Minister! Liebe Kollegen von der ÖVP! Damit Sie schwarz auf weiß sehen, wie es in dieser Republik wirklich aussieht (der Redner hält eine Tafel mit der Aufschrift „ÖVP-Bauernsterben: seit 1995: –47.392 Bauern; –13 Bauern/Tag“ in die Höhe und platziert diese sodann vor sich auf dem Rednerpult): Seit die ÖVP Verantwortung für die Bauern hat, gibt es in Österreich ein dramatisches Bauernsterben. Seit 1995, seit dem Beitritt zur EU, haben wir 47 000 bäuerliche Betriebe weniger. 47 000 bäuerliche Betriebe – ein Minus von 150 000 Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft. Minus 150 000 Arbeitsplätze – das ist Ihr „Verdienst“, sehr geehrte Damen und Herren in Schwarz! Ihre Farbe ist nicht zu Unrecht Schwarz, Sie sind der Tod für diese Bauern in Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer hat Ihnen den Blödsinn aufgeschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!
Jeden Tag minus 13 Arbeitsplätze in Österreich – jeden Tag! Das sind keine leichten statistischen Änderungen mehr, das sind keine Strukturänderungen mehr, von denen Sie reden, sondern das ist ein dramatischer Zusammenbruch der gesamten landwirtschaftlichen Struktur! – Wie oft lachen Sie, Herr Minister? 13 Mal am Tag? Schmunzeln Sie jeden Tag 13 Mal? – Das heißt, bei jedem Schmunzeln, das über Ihre Lippen kommt, stirbt ein Bauernhof in Österreich! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!) Das heißt, jeden Tag sterben 13 Familien auf Ihren Bauernhöfen. (Abg. Murauer: Könnt ihr es ein bisschen heben, das Niveau? – Eine Spur, wenn ihr es hebt! – So tief!)
Abg. Murauer: Könnt ihr es ein bisschen heben, das Niveau? – Eine Spur, wenn ihr es hebt! – So tief!
Jeden Tag minus 13 Arbeitsplätze in Österreich – jeden Tag! Das sind keine leichten statistischen Änderungen mehr, das sind keine Strukturänderungen mehr, von denen Sie reden, sondern das ist ein dramatischer Zusammenbruch der gesamten landwirtschaftlichen Struktur! – Wie oft lachen Sie, Herr Minister? 13 Mal am Tag? Schmunzeln Sie jeden Tag 13 Mal? – Das heißt, bei jedem Schmunzeln, das über Ihre Lippen kommt, stirbt ein Bauernhof in Österreich! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!) Das heißt, jeden Tag sterben 13 Familien auf Ihren Bauernhöfen. (Abg. Murauer: Könnt ihr es ein bisschen heben, das Niveau? – Eine Spur, wenn ihr es hebt! – So tief!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es müssen jeden Tag 13 Bauernhöfe aufgegeben werden, die diesem Land Tradition und Identität gebracht haben – jeden Tag stirbt ein Teil der österreichischen Geschichte! Jeden Tag sterben 13 Einheiten von Naturverbundenheit und gesunder Lebensmittelproduktion. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und Sie wissen es ja, Herr Minister: Ein Bauernhof, einmal stillgelegt, ist stillgelegt! Der ist nicht mehr reanimierbar, auch nicht mit Ihren Regierungsprogrammen, der ist verloren! (Abg. Murauer: Wo haben Sie Ihren Hof? Wo haben Sie Ihren Bauernhof?) Und diese Entwicklung wird dazu führen, dass Österreich die Selbstversorgungsfähigkeit, die Selbstversorgungskapazität verlieren wird.
Abg. Murauer: Wo haben Sie Ihren Hof? Wo haben Sie Ihren Bauernhof?
Es müssen jeden Tag 13 Bauernhöfe aufgegeben werden, die diesem Land Tradition und Identität gebracht haben – jeden Tag stirbt ein Teil der österreichischen Geschichte! Jeden Tag sterben 13 Einheiten von Naturverbundenheit und gesunder Lebensmittelproduktion. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und Sie wissen es ja, Herr Minister: Ein Bauernhof, einmal stillgelegt, ist stillgelegt! Der ist nicht mehr reanimierbar, auch nicht mit Ihren Regierungsprogrammen, der ist verloren! (Abg. Murauer: Wo haben Sie Ihren Hof? Wo haben Sie Ihren Bauernhof?) Und diese Entwicklung wird dazu führen, dass Österreich die Selbstversorgungsfähigkeit, die Selbstversorgungskapazität verlieren wird.
Abg. Grillitsch: ... beschämend!
Noch ein paar Eckpunkte, damit Sie auch das wissen: Tausende Bauern müssen heute einem Zweitberuf nachgehen, um ihre landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt aufrechterhalten zu können. (Abg. Grillitsch: ... beschämend!) Und Sie kämpfen unter Verzicht, Herr Grillitsch (Abg. Grillitsch: Beschämend, Ihr Auftritt! Das ist beschämend, was Sie da sagen!), und zwar unter Verzicht auf einen gerechten Lohn und unter Verzicht auf ein geregeltes Leben, um die Möglichkeit, ihren Hof weiterzuführen, ihre Tradition weiterzuführen – und das auf Kosten ihrer eigenen Familien! (Abg. Grillitsch: Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, dass Sie hier so eine beschämende Rede halten! Das hätte ich Ihnen nicht zugetraut! Es ist wirklich beschämend, muss ich Ihnen sagen, was Sie hier ...!)
Abg. Grillitsch: Beschämend, Ihr Auftritt! Das ist beschämend, was Sie da sagen!
Noch ein paar Eckpunkte, damit Sie auch das wissen: Tausende Bauern müssen heute einem Zweitberuf nachgehen, um ihre landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt aufrechterhalten zu können. (Abg. Grillitsch: ... beschämend!) Und Sie kämpfen unter Verzicht, Herr Grillitsch (Abg. Grillitsch: Beschämend, Ihr Auftritt! Das ist beschämend, was Sie da sagen!), und zwar unter Verzicht auf einen gerechten Lohn und unter Verzicht auf ein geregeltes Leben, um die Möglichkeit, ihren Hof weiterzuführen, ihre Tradition weiterzuführen – und das auf Kosten ihrer eigenen Familien! (Abg. Grillitsch: Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, dass Sie hier so eine beschämende Rede halten! Das hätte ich Ihnen nicht zugetraut! Es ist wirklich beschämend, muss ich Ihnen sagen, was Sie hier ...!)
Abg. Grillitsch: Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, dass Sie hier so eine beschämende Rede halten! Das hätte ich Ihnen nicht zugetraut! Es ist wirklich beschämend, muss ich Ihnen sagen, was Sie hier ...!
Noch ein paar Eckpunkte, damit Sie auch das wissen: Tausende Bauern müssen heute einem Zweitberuf nachgehen, um ihre landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt aufrechterhalten zu können. (Abg. Grillitsch: ... beschämend!) Und Sie kämpfen unter Verzicht, Herr Grillitsch (Abg. Grillitsch: Beschämend, Ihr Auftritt! Das ist beschämend, was Sie da sagen!), und zwar unter Verzicht auf einen gerechten Lohn und unter Verzicht auf ein geregeltes Leben, um die Möglichkeit, ihren Hof weiterzuführen, ihre Tradition weiterzuführen – und das auf Kosten ihrer eigenen Familien! (Abg. Grillitsch: Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, dass Sie hier so eine beschämende Rede halten! Das hätte ich Ihnen nicht zugetraut! Es ist wirklich beschämend, muss ich Ihnen sagen, was Sie hier ...!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben ja keine Ahnung!
Oft sind es die Bäuerinnen, Herr Grillitsch, die die schwere Last der Betriebsführung alleine tragen müssen, weil ihre Männer eben dem Nebenerwerb nachgehen müssen. Und was fällt Ihnen als Lösungsvorschlag dazu ein? Ich sehe Probleme, die Sie lösen wollen: Genderung der Landwirtschaft! – Das sind Ihre Lösungsansätze! Das ist doch lächerlich: „Genderung“! Das ist eine Verhöhnung der österreichischen Bauern: ein Programm zur Genderung der Landwirtschaft! – Ich muss sagen: Unglaublich! (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben ja keine Ahnung!)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wer gibt denn Preise?
Wissen Sie, wie Sie den Bauern wirklich helfen könnten, wo die gerechten Ansätze wären? – Liebe Herrschaften von der ÖVP, geben Sie den Bauern gerechte Preise für ihre Produkte! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wer gibt denn Preise?)
Abg. Grillitsch: Erklären Sie uns, wer den Preis macht!
Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die unsere Landwirte frei und ehrlich arbeiten lassen! (Abg. Grillitsch: Erklären Sie uns, wer den Preis macht!) Und geben Sie Ihnen die Möglichkeit, die Verantwortung zu übernehmen für gesunde Lebensmittel, Umweltschutz, Erhaltung (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Voll daneben!) und Ausbau unserer Kulturlandschaft!
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Voll daneben!
Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die unsere Landwirte frei und ehrlich arbeiten lassen! (Abg. Grillitsch: Erklären Sie uns, wer den Preis macht!) Und geben Sie Ihnen die Möglichkeit, die Verantwortung zu übernehmen für gesunde Lebensmittel, Umweltschutz, Erhaltung (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Voll daneben!) und Ausbau unserer Kulturlandschaft!
Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!
Weil Sie sagen „voll daneben!“, Herr Minister: Vielleicht kennen Sie die Erzeugerpreisentwicklung (Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) bei Getreide, Milch und Kartoffeln nicht. Schauen Sie sich, bitte, diese Zahl an (der Redner hält ein Blatt mit einer Grafik in die Höhe) – Herr Grillitsch, ich gebe es Ihnen dann (Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) –, schauen Sie sich das an: Seit 1994, seit dem Beitritt zur EU, bei der Milch von 0,42 Cent pro Liter auf 29 Cent! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?) Und das konstant niedrig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?) Der Weizenpreis von 22 Cent auf 8 Cent! Das sind die Preise (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?), die wir heute in der Landwirtschaft erleben müssen – und das ist Ihre Politik! (Abg. Grillitsch: Nein,
Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!
Weil Sie sagen „voll daneben!“, Herr Minister: Vielleicht kennen Sie die Erzeugerpreisentwicklung (Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) bei Getreide, Milch und Kartoffeln nicht. Schauen Sie sich, bitte, diese Zahl an (der Redner hält ein Blatt mit einer Grafik in die Höhe) – Herr Grillitsch, ich gebe es Ihnen dann (Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) –, schauen Sie sich das an: Seit 1994, seit dem Beitritt zur EU, bei der Milch von 0,42 Cent pro Liter auf 29 Cent! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?) Und das konstant niedrig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?) Der Weizenpreis von 22 Cent auf 8 Cent! Das sind die Preise (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?), die wir heute in der Landwirtschaft erleben müssen – und das ist Ihre Politik! (Abg. Grillitsch: Nein,
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?
Weil Sie sagen „voll daneben!“, Herr Minister: Vielleicht kennen Sie die Erzeugerpreisentwicklung (Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) bei Getreide, Milch und Kartoffeln nicht. Schauen Sie sich, bitte, diese Zahl an (der Redner hält ein Blatt mit einer Grafik in die Höhe) – Herr Grillitsch, ich gebe es Ihnen dann (Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) –, schauen Sie sich das an: Seit 1994, seit dem Beitritt zur EU, bei der Milch von 0,42 Cent pro Liter auf 29 Cent! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?) Und das konstant niedrig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?) Der Weizenpreis von 22 Cent auf 8 Cent! Das sind die Preise (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?), die wir heute in der Landwirtschaft erleben müssen – und das ist Ihre Politik! (Abg. Grillitsch: Nein,
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?
Weil Sie sagen „voll daneben!“, Herr Minister: Vielleicht kennen Sie die Erzeugerpreisentwicklung (Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) bei Getreide, Milch und Kartoffeln nicht. Schauen Sie sich, bitte, diese Zahl an (der Redner hält ein Blatt mit einer Grafik in die Höhe) – Herr Grillitsch, ich gebe es Ihnen dann (Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) –, schauen Sie sich das an: Seit 1994, seit dem Beitritt zur EU, bei der Milch von 0,42 Cent pro Liter auf 29 Cent! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?) Und das konstant niedrig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?) Der Weizenpreis von 22 Cent auf 8 Cent! Das sind die Preise (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?), die wir heute in der Landwirtschaft erleben müssen – und das ist Ihre Politik! (Abg. Grillitsch: Nein,
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?
Weil Sie sagen „voll daneben!“, Herr Minister: Vielleicht kennen Sie die Erzeugerpreisentwicklung (Abg. Grillitsch: Jetzt wissen wir, wer den Preis macht: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) bei Getreide, Milch und Kartoffeln nicht. Schauen Sie sich, bitte, diese Zahl an (der Redner hält ein Blatt mit einer Grafik in die Höhe) – Herr Grillitsch, ich gebe es Ihnen dann (Abg. Grillitsch: Der Herr Klement auf Knopfdruck!) –, schauen Sie sich das an: Seit 1994, seit dem Beitritt zur EU, bei der Milch von 0,42 Cent pro Liter auf 29 Cent! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, und wie viel Ausgleichszahlungen?) Und das konstant niedrig! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel Ausgleichszahlungen ...?) Der Weizenpreis von 22 Cent auf 8 Cent! Das sind die Preise (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja, wie viel Ausgleichszahlungen?), die wir heute in der Landwirtschaft erleben müssen – und das ist Ihre Politik! (Abg. Grillitsch: Nein,
Beifall bei der FPÖ.
das ist eine halbe Darstellung!) Dafür sind Sie verantwortlich, liebe Herrschaften in Schwarz! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Ist das nicht so, dass wir ...?
Zeigen Sie mir einen einzigen Wirtschaftszweig in Österreich, der unter diesen Rahmenbedingungen leben muss! – Es gibt keinen zweiten, der so etwas hinnehmen muss. Und Sie versuchen, das schönzureden, stellen sich hierher, Herr Grillitsch, und sagen, alles sei schön, wir leben von guten Produkten (Abg. Grillitsch: Ist das nicht so, dass wir ...?) und schönen Märkten in Österreich. – Das ist nicht wahr, Herr Grillitsch! Sie müssen die Augen öffnen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Deswegen haben wir mehr ...!
Noch etwas, Herr Minister und Herr Grillitsch: Sie haben nicht die EU-Interessen in Österreich zu vertreten, sondern Sie haben Österreichs Interessen in der EU zu vertreten! Das ist Ihre Aufgabe! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Deswegen haben wir mehr ...!)
Abg. Öllinger: Nein! Das kann ich bestätigen!
Doch der Teufel schläft nicht, Herr Minister (Abg. Öllinger: Nein! Das kann ich bestätigen!), und ich frage Sie, was Sie machen, wenn der nächste Angriff der Gentechnik-Lobby kommt. Mir haben Sie im Ausschuss gesagt: Wenn die EU dieses Gentechnik-Nein Österreichs kippen würde, müssten wir es hinnehmen. – Herr Minister, da liegen Sie falsch! Wenn Österreich von der EU überfahren werden sollte, dann müssen wir Widerstand leisten! Es ist unsere Pflicht, gegen diesen Wahnsinn der Gentechnik aufzutreten, und ich fordere hier Ihre Verantwortung als Politiker ein (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll) und fordere Sie auf, auch das zu machen, was wir tun werden: Wir werden mit aller Gewalt nein sagen zu dieser Gentechnik, zu diesem Wahnsinn! – Und ich fordere Sie auf, dass auch weiterhin in der Europäischen Union zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll
Doch der Teufel schläft nicht, Herr Minister (Abg. Öllinger: Nein! Das kann ich bestätigen!), und ich frage Sie, was Sie machen, wenn der nächste Angriff der Gentechnik-Lobby kommt. Mir haben Sie im Ausschuss gesagt: Wenn die EU dieses Gentechnik-Nein Österreichs kippen würde, müssten wir es hinnehmen. – Herr Minister, da liegen Sie falsch! Wenn Österreich von der EU überfahren werden sollte, dann müssen wir Widerstand leisten! Es ist unsere Pflicht, gegen diesen Wahnsinn der Gentechnik aufzutreten, und ich fordere hier Ihre Verantwortung als Politiker ein (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll) und fordere Sie auf, auch das zu machen, was wir tun werden: Wir werden mit aller Gewalt nein sagen zu dieser Gentechnik, zu diesem Wahnsinn! – Und ich fordere Sie auf, dass auch weiterhin in der Europäischen Union zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Doch der Teufel schläft nicht, Herr Minister (Abg. Öllinger: Nein! Das kann ich bestätigen!), und ich frage Sie, was Sie machen, wenn der nächste Angriff der Gentechnik-Lobby kommt. Mir haben Sie im Ausschuss gesagt: Wenn die EU dieses Gentechnik-Nein Österreichs kippen würde, müssten wir es hinnehmen. – Herr Minister, da liegen Sie falsch! Wenn Österreich von der EU überfahren werden sollte, dann müssen wir Widerstand leisten! Es ist unsere Pflicht, gegen diesen Wahnsinn der Gentechnik aufzutreten, und ich fordere hier Ihre Verantwortung als Politiker ein (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll) und fordere Sie auf, auch das zu machen, was wir tun werden: Wir werden mit aller Gewalt nein sagen zu dieser Gentechnik, zu diesem Wahnsinn! – Und ich fordere Sie auf, dass auch weiterhin in der Europäischen Union zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, werte Herrschaften von der ÖVP, sind die Vorschläge, die von uns kommen. Wenn Sie diese aufnehmen, waren diese vier Budgettage vielleicht doch nicht umsonst. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ ihn interpretiert!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Wenn ich mich nicht verhört habe: Der Herr Bundesminister macht, was er will. – Habe ich das richtig gehört, Ihr Zitat? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich hab’ ihn interpretiert!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Lichtenecker hat ihre Ausführungen damit begonnen, dass sie gemeint hat: Das Umweltbudget ist gestiegen. Beim Land- und Forstwirtschaftsbudget bin ich schon etwas unsicherer, denn da gibt es zwei Ansätze. Wenn ich den Budgetansatz 2006 mit 2007/2008 vergleiche, dann, muss ich sagen, steigt das Budget (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), Herr Grillitsch hat das schon betont, aber es fällt eine kleine Ungereimtheit dabei auf. Wenn man nämlich mit dem Budgetabschluss, also mit der Summe der Ausgaben 2006, das neue Budget vergleicht, dann sinkt das Budget um genau 3,1 Prozent. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Lichtenecker hat ihre Ausführungen damit begonnen, dass sie gemeint hat: Das Umweltbudget ist gestiegen. Beim Land- und Forstwirtschaftsbudget bin ich schon etwas unsicherer, denn da gibt es zwei Ansätze. Wenn ich den Budgetansatz 2006 mit 2007/2008 vergleiche, dann, muss ich sagen, steigt das Budget (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), Herr Grillitsch hat das schon betont, aber es fällt eine kleine Ungereimtheit dabei auf. Wenn man nämlich mit dem Budgetabschluss, also mit der Summe der Ausgaben 2006, das neue Budget vergleicht, dann sinkt das Budget um genau 3,1 Prozent. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: So wie der Verteidigungsminister mit dem Rechtsgutachten!
Da frage ich mich, Herr Bundesminister: Warum bekommen wir als Ihr Koalitionspartner diesen Brief nicht, diese 189 Fragen? Warum bekommt das Parlament diesen Brief nicht? Ich meine, es ist höchst an der Zeit, dass wir uns über diese Fragen, die von der EU an Sie gerichtet werden, an Österreich gerichtet werden, unterhalten, denn sonst ist nichts mit Sicherheit, mit Rechtssicherheit bei Förderungen! Ich würde Sie schon ersuchen, Herr Minister, dass Sie offener mit uns umgehen und uns diese Unterlagen ganz einfach zur Verfügung stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: So wie der Verteidigungsminister mit dem Rechtsgutachten!)
Abg. Grillitsch: Wir passen auf, dass das nicht ungerechter wird!
Das Zweite, das von uns auch immer wieder bekrittelt wurde, ist die ungleiche, die ungerechte Verteilung der Förderungen. Das wurde nicht nur von uns gesagt, sondern in der letzten Zeit, in den letzten Wochen auch vom Verfassungsgerichtshof bestätigt, der die Marktordnungsgesetze mehr oder weniger aufgehoben hat. Nunmehr sollten wir uns wirklich schleunigst daran machen, uns über eine neue Verteilung, über eine gerechtere Verteilung zu unterhalten (Abg. Grillitsch: Wir passen auf, dass das nicht ungerechter wird!) – und wir tun das auch!
Abg. Grillitsch: Ungerechtigkeit!
Da Herr Grillitsch hier auf mich einredet, muss ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, noch ein Zitat zum Besten geben, das am 29. April in der „Kleinen Zeitung“ abgedruckt worden ist. Da heißt es, und jetzt, bitte ganz genau aufpassen: „Sein Ziel, ,bestehende Ungerechtigkeiten‘ zu beseitigen, würde laut Grillitsch aber nur neue Ungleichheiten schaffen.“ (Abg. Grillitsch: Ungerechtigkeit!) – So steht es da in der Zeitung.
Abg. Grillitsch: Nein, nein, nein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man diesen Satz genau überlegt, dann hat Herr Abgeordneter Grillitsch laut und deutlich klargestellt und zugegeben, dass die bisherige Förderung ungerecht ist. (Abg. Grillitsch: Nein, nein, nein!) Ganz klar! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.) Und das ist ein sehr guter Ausgangspunkt für unsere Verhandlungen in der Marktordnung, die wir in Bälde beginnen werden.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man diesen Satz genau überlegt, dann hat Herr Abgeordneter Grillitsch laut und deutlich klargestellt und zugegeben, dass die bisherige Förderung ungerecht ist. (Abg. Grillitsch: Nein, nein, nein!) Ganz klar! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.) Und das ist ein sehr guter Ausgangspunkt für unsere Verhandlungen in der Marktordnung, die wir in Bälde beginnen werden.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind keine guten Voraussetzungen! Ich fühle mich zwar in keiner Weise angegriffen, möchte aber abschließend bemerken: Gerechtigkeit und Fairness in der Förderverteilung, das ist nicht etwas, das man mit einem Parteimascherl schmücken kann. Gerechtigkeit und Fairness in der Verteilung für alle Landwirte – darum sollten wir uns gemeinsam bemühen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das stimmt nicht, weil Sie haben gesagt: Marktordnung! Das sind Marktordnung und ländlicher Raum!
Der Agrarhaushalt ist mit Abstand einer der förderintensivsten Bereiche des Bundeshaushaltes. Allein der Titel „Marktordnungsausgaben“ ist mit 1,697 Milliarden für 2007 und mit 1,698 Milliarden für 2008 veranschlagt. Das sind 75 Prozent des gesamten Budgets für Land- und Forstwirtschaft. (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das stimmt nicht, weil Sie haben gesagt: Marktordnung! Das sind Marktordnung und ländlicher Raum!) Richtig, beides zusammen, Herr Kollege Pirklhuber! Du darfst mich ergänzen, wir sind da ja irgendwo einer Meinung.
Beifall beim BZÖ.
werden muss; konkret bei der Vergabe von Milchquoten, Tierprämien, Betriebsprämien und so weiter. Mir ist schon klar, dass in Österreich – der Herr Bundesminister hat das auch im Budgetausschuss gesagt – wesentlich weniger Betriebe als in anderen Staaten zusperren, aber jeder Betrieb, der zusperrt, ist um einen zu viel, Herr Bundesminister! In den letzten zehn Jahren haben 32 Prozent der Nebenerwerbslandwirte aufgegeben, und jährlich geben 4 300 Bauern auf. Jeder Einzelne ist zu viel! Das hängt natürlich nicht alles nur von Prämien und Quoten ab, wenn irgendjemand seinen Betrieb schließt, sondern auch von anderen Faktoren. Man sollte sich auch nicht am Negativen orientieren, sondern immer am Positiven, denn es soll ja was weitergehen! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Jetzt hatten wir den trockenen April – es ist zwar für die nächste Zukunft etwas Regenwetter angesagt, aber der Boden ist sehr ausgetrocknet; es war der trockenste April seit 100 Jahren. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Herr Kollege Grillitsch, vielleicht kannst du einmal zum Wettergott beten, am Sonntag gleich zur ersten Messe die Kirche besuchen und ein Stoßgebet zum Himmel richten, dass etwas Feuchte kommt, damit die Pflanzen nicht verdörren! Durch die Dürre gibt es weniger Ertrag und auch eine schlechtere Qualität.
Beifall beim BZÖ.
Auf jeden Fall werden die zu erwartenden Ernteausfälle zu Umsatzeinbußen in der Landwirtschaft führen. Es muss Vorsorge getroffen werden, dass zumindest ein großer Teil davon abgefangen werden kann und abgegolten wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es müssen also Überlegungen angestellt werden, Herr Bundesminister, welche Schritte man bei anhaltenden Trockenphasen, wie sie derzeit herrschen, setzt. Eine Bewässerungsanlage, wie sie zum Beispiel schon beim Weinbau existiert, sollte man auch überlegen. Es ist zu überlegen, wie man die Landwirtschaft fördern kann, damit die Ausfälle dann nicht kompensiert werden müssen. Man sollte langfristig über Bewässerungssysteme nachdenken, die über längere Strecken führen und dadurch in den Trockenphasen den Grundwasserspiegel nicht negativ beeinflussen. In einigen Bereichen – im Weinbau – geschieht das ja schon. Wir sollten unser heimisches Wasser – es ist eines unserer größten Naturschätze und wird auch als „weißes Gold“ bezeichnet – vor allem für die Landwirtschaft in Zukunft besser nutzen, Herr Bundesminister! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kopf –: Jetzt bin ich neugierig!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Kopf. Wunschredezeit: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kopf –: Jetzt bin ich neugierig!)
Zwischenrufe bei der SPÖ, den Grünen und beim BZÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Dolinschek, lieber Herr Staatsekretär a.D., Sozial-Staatssekretär, Landwirtschaft war bisher nicht dein Spezialgebiet, das konntest du jetzt bei deiner Rede auch nicht ganz verbergen. (Zwischenrufe bei der SPÖ, den Grünen und beim BZÖ.) Ich gebe zu, es ist auch nicht mein Spezialgebiet, aber wir haben – Gott sei Dank – bei uns im Klub eine Vielzahl solcher Experten, die dazu auch Stellung nehmen werden. (Abg. Scheibner: Wo sind die alle?) Kollege Grillitsch hat es bereits getan.
Abg. Scheibner: Wo sind die alle?
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Dolinschek, lieber Herr Staatsekretär a.D., Sozial-Staatssekretär, Landwirtschaft war bisher nicht dein Spezialgebiet, das konntest du jetzt bei deiner Rede auch nicht ganz verbergen. (Zwischenrufe bei der SPÖ, den Grünen und beim BZÖ.) Ich gebe zu, es ist auch nicht mein Spezialgebiet, aber wir haben – Gott sei Dank – bei uns im Klub eine Vielzahl solcher Experten, die dazu auch Stellung nehmen werden. (Abg. Scheibner: Wo sind die alle?) Kollege Grillitsch hat es bereits getan.
Abg. Scheibner: Der eigene Koalitionspartner sagt das!
Aber ich kann lesen. Wenn ich mir die Budgetzahlen anschaue, dann weiß ich nicht, wo du ein Sinken des Agrarbudgets ablesen kannst. (Abg. Scheibner: Der eigene Koalitionspartner sagt das!) Wenn ich mir meine Zahlen oder die aus den gedruckten Budgetvoranschlägen ansehe, dann, kann ich sagen, hatten wir von 2006 auf 2007 im Landwirtschaftsbereich sogar eine Steigerung um 10 Prozent und auf 2008 noch einmal eine Steigerung um 9 Prozent. Ich bitte dich, bei den Fakten zu bleiben, wenn du hier Budgetzahlen vorträgst und sie dann auch noch kommentierst, vor allem negativ kommentierst. (Ruf beim BZÖ: Das musst du der SPÖ sagen!) Du hast es getan, ich bin nicht beim Kollegen Gaßner. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Das musst du der SPÖ sagen!
Aber ich kann lesen. Wenn ich mir die Budgetzahlen anschaue, dann weiß ich nicht, wo du ein Sinken des Agrarbudgets ablesen kannst. (Abg. Scheibner: Der eigene Koalitionspartner sagt das!) Wenn ich mir meine Zahlen oder die aus den gedruckten Budgetvoranschlägen ansehe, dann, kann ich sagen, hatten wir von 2006 auf 2007 im Landwirtschaftsbereich sogar eine Steigerung um 10 Prozent und auf 2008 noch einmal eine Steigerung um 9 Prozent. Ich bitte dich, bei den Fakten zu bleiben, wenn du hier Budgetzahlen vorträgst und sie dann auch noch kommentierst, vor allem negativ kommentierst. (Ruf beim BZÖ: Das musst du der SPÖ sagen!) Du hast es getan, ich bin nicht beim Kollegen Gaßner. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ich kann lesen. Wenn ich mir die Budgetzahlen anschaue, dann weiß ich nicht, wo du ein Sinken des Agrarbudgets ablesen kannst. (Abg. Scheibner: Der eigene Koalitionspartner sagt das!) Wenn ich mir meine Zahlen oder die aus den gedruckten Budgetvoranschlägen ansehe, dann, kann ich sagen, hatten wir von 2006 auf 2007 im Landwirtschaftsbereich sogar eine Steigerung um 10 Prozent und auf 2008 noch einmal eine Steigerung um 9 Prozent. Ich bitte dich, bei den Fakten zu bleiben, wenn du hier Budgetzahlen vorträgst und sie dann auch noch kommentierst, vor allem negativ kommentierst. (Ruf beim BZÖ: Das musst du der SPÖ sagen!) Du hast es getan, ich bin nicht beim Kollegen Gaßner. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Faul.
eine Riesenchance. Die Wohnbauförderung ist ein Schlüssel, wie wir zu Effizienzsteigerungen im Bereich Wohnen – vor allem Raumwärme – kommen können. In Vorarlberg wird bereits ab heuer im großvolumigen Bereich – also bei den gemeinnützigen Wohnbauträgern – nur noch Passivenergiehausstandard gefördert. Es muss – nachdem diese Technologie inzwischen Stand der Technik ist – doch möglich sein, das auf ganz Österreich zu übertragen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Faul.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist wohl eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten Monate, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen – und wir in der ÖVP nehmen ihn ernst. Herr Bundesminister, ich glaube, das ist genau die richtige Antwort auf diese Herausforderung, vor der wir alle stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das tun wir sowieso!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Kollege Kopf, Klimaschutz ist ein ganz zentrales Anliegen, keine Frage, aber leider sind Ihre Vorschläge bisher weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch – und jetzt komme ich auf mein Kapitel zu sprechen – was den Bereich Landwirtschaft betrifft, hätte ich mir ambitionierte Elemente im neuen Programm für die ländliche Entwicklung erwartet, zum Beispiel eine Offensive für das Umrüsten von Traktoren auf den Betrieb mit Pflanzentreibstoffen. Das wäre eine Innovation im Agrarressort gewesen. (Abg. Grillitsch: Das tun wir sowieso!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zum Erfolg? Wolfgang!
Zu Ihrer Belehrung des Kollegen Dolinschek muss ich schon anmerken: Natürlich ist es eine Budgetkürzung im Vergleich zum tatsächlichen Erfolg von 2006. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zum Erfolg? Wolfgang!) Zum Budget-Ergebnis 2006.
Abg. Grillitsch: Daher sollen wir in Brüssel gut über dieses Budget reden! Gut reden, nicht schlechtmachen!
Das Agrarbudget ist das am meisten vergemeinschaftete Budgetkapitel; knapp über 1,4 Milliarden € davon sind EU-Mittel. (Abg. Grillitsch: Daher sollen wir in Brüssel gut über dieses Budget reden! Gut reden, nicht schlechtmachen!) Das heißt, 60 Prozent des gesamten Agrarbudgets sind schon jetzt EU-Mittel. 60 Prozent, Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Deshalb: gut reden und nicht schlechtmachen!) Gut, auf diese Wortmeldung werde ich eingehen, Kollege Grillitsch, Sie bekommen eine Replik. (Abg. Grillitsch: Ich bitte!)
Abg. Grillitsch: Deshalb: gut reden und nicht schlechtmachen!
Das Agrarbudget ist das am meisten vergemeinschaftete Budgetkapitel; knapp über 1,4 Milliarden € davon sind EU-Mittel. (Abg. Grillitsch: Daher sollen wir in Brüssel gut über dieses Budget reden! Gut reden, nicht schlechtmachen!) Das heißt, 60 Prozent des gesamten Agrarbudgets sind schon jetzt EU-Mittel. 60 Prozent, Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Deshalb: gut reden und nicht schlechtmachen!) Gut, auf diese Wortmeldung werde ich eingehen, Kollege Grillitsch, Sie bekommen eine Replik. (Abg. Grillitsch: Ich bitte!)
Abg. Grillitsch: Ich bitte!
Das Agrarbudget ist das am meisten vergemeinschaftete Budgetkapitel; knapp über 1,4 Milliarden € davon sind EU-Mittel. (Abg. Grillitsch: Daher sollen wir in Brüssel gut über dieses Budget reden! Gut reden, nicht schlechtmachen!) Das heißt, 60 Prozent des gesamten Agrarbudgets sind schon jetzt EU-Mittel. 60 Prozent, Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Deshalb: gut reden und nicht schlechtmachen!) Gut, auf diese Wortmeldung werde ich eingehen, Kollege Grillitsch, Sie bekommen eine Replik. (Abg. Grillitsch: Ich bitte!)
Abg. Grillitsch: Zu Brüssel hast du noch nichts gesagt!
Aber nun zu unserem Problembereich in der Agrarpolitik, zur Umsetzung im Detail. (Abg. Grillitsch: Zu Brüssel hast du noch nichts gesagt!) Das kommt schon, Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Nein!)
Abg. Grillitsch: Nein!
Aber nun zu unserem Problembereich in der Agrarpolitik, zur Umsetzung im Detail. (Abg. Grillitsch: Zu Brüssel hast du noch nichts gesagt!) Das kommt schon, Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Nein!)
Abg. Grillitsch: Wir machen das! Verlass dich drauf, Pirklhuber, wir machen das!
Die Umsetzung im Detail – Punkt eins: die gesamte Marktordnung. Diese gesamte Marktordnung betrifft ein Volumen von 670 Millionen € im Jahr 2007. Meine Damen und Herren, diese Marktordnung ist bisher am Parlament vorbei beschlossen worden, vorbei am Parlament durch die Agrarpolitik der ÖVP. Das ist nicht verfassungskonform, und das ist faktisch auch schon bewiesen. Der Verfassungsgerichtshof hat bereits mehrere Prämienverordnungen – nämlich die Tierprämienverordnung und die Milchgarantiemengenverordnung – aufgehoben. Sie wissen, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Bis 30. Juni 2007 muss das Marktordnungsgesetz neu umgesetzt werden. (Abg. Grillitsch: Wir machen das! Verlass dich drauf, Pirklhuber, wir machen das!)
Abg. Grillitsch: Sag einmal etwas zu Brüssel!
Ich erinnere auch daran, dass die Kritik an diesen Marktordnungsprämien nicht nur von grüner Seite gekommen ist, sondern auch ganz massiv aus Ihrem eigenen Lager. (Abg. Grillitsch: Sag einmal etwas zu Brüssel!) Der damalige burgenländische Landesrat Rittsteuer – ÖVP – zum Beispiel hat klar gesagt, wer innovativ ist, verliert mit diesem Programm, das Sie umgesetzt haben. Landesrat Stockinger in Oberösterreich hat vor zwei Tagen gemeint, es sei insgesamt ein belastendes Programm. Er sei unglücklich über dieses Programm, hat er klar zu den Marktordnungsprämien gemeint. (Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!)
Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!
Ich erinnere auch daran, dass die Kritik an diesen Marktordnungsprämien nicht nur von grüner Seite gekommen ist, sondern auch ganz massiv aus Ihrem eigenen Lager. (Abg. Grillitsch: Sag einmal etwas zu Brüssel!) Der damalige burgenländische Landesrat Rittsteuer – ÖVP – zum Beispiel hat klar gesagt, wer innovativ ist, verliert mit diesem Programm, das Sie umgesetzt haben. Landesrat Stockinger in Oberösterreich hat vor zwei Tagen gemeint, es sei insgesamt ein belastendes Programm. Er sei unglücklich über dieses Programm, hat er klar zu den Marktordnungsprämien gemeint. (Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!)
Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage!
Es gibt auch eine Studie, die das klar nachweist, und ich zitiere aus dieser Studie: „In Österreich hat die Agrarreform in allen analysierten Betriebsgruppen einen stärker negativen beziehungsweise weniger positiven Effekt in den ökologischen als in den vergleichbaren konventionellen Betrieben.“ (Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage!)
Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!
Und weiters: „Dies kann zum einen auf die Implementierung der Betriebsprämien () zurückgeführt werden.“ (Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!)
Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!
Sie sehen also, dass es Studien gibt, die deutlich nachweisen, dass die Betriebsprämienregelung Nachteile für ökologisch wirtschaftende Betriebe hat. Ich zitiere aus einer Europa-Studie, Kollege Auer. (Abg. Grillitsch: Beantworte die Frage, warum wir von Brüssel noch keine Genehmigung haben!)
Abg. Grillitsch: Die Redezeit ist bald zu Ende, beantworte meine Frage! Was machst du in Brüssel?
Weiters ist auch klar, dass die überparteiliche Initiative für eine gerechte Agrarreform diese Marktordnung in den letzten Jahren massiv und auch erfolgreich bekämpft hat, meine Damen und Herren! Über 2 000 Bäuerinnen und Bauern haben gegen die AMA-Bescheide geklagt, haben berufen und sind vor den Verfassungsgerichtshof gegangen. Heuer im März, werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, hat der Verfassungsgerichtshof beschlossen, diese Betriebsprämienverordnung auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen. (Abg. Grillitsch: Die Redezeit ist bald zu Ende, beantworte meine Frage! Was machst du in Brüssel?)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Nun zur zweiten Säule der Agrarpolitik, dem derzeit in Verhandlung befindlichen Programm zur ländlichen Entwicklung. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, in diesem Bereich gibt es intensive Verhandlungen mit Brüssel. (Abg. Grillitsch: Genau!) Zu Ihrer Frage, Kollege Grillitsch: Wenn der Bauernbund in seinen Medien eine Hetze gegen Kritiker der österreichischen Agrarpolitik veranstaltet (Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!), eine Hetze mit falschen Argumenten, ohne jede Ahnung davon, was diese Agrarpolitikerinnen und Agrarpolitiker, was diese Menschen wirklich machen und was sie fordern, ohne sich mit einem einzigen Wort damit auseinanderzusetzen (Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!), dann stelle ich schon die Frage: Wieso bekommt dieser Bauernbund öffentliche Fördermittel für solche Publikationen? – Das ist doch ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Genau!
Nun zur zweiten Säule der Agrarpolitik, dem derzeit in Verhandlung befindlichen Programm zur ländlichen Entwicklung. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, in diesem Bereich gibt es intensive Verhandlungen mit Brüssel. (Abg. Grillitsch: Genau!) Zu Ihrer Frage, Kollege Grillitsch: Wenn der Bauernbund in seinen Medien eine Hetze gegen Kritiker der österreichischen Agrarpolitik veranstaltet (Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!), eine Hetze mit falschen Argumenten, ohne jede Ahnung davon, was diese Agrarpolitikerinnen und Agrarpolitiker, was diese Menschen wirklich machen und was sie fordern, ohne sich mit einem einzigen Wort damit auseinanderzusetzen (Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!), dann stelle ich schon die Frage: Wieso bekommt dieser Bauernbund öffentliche Fördermittel für solche Publikationen? – Das ist doch ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!
Nun zur zweiten Säule der Agrarpolitik, dem derzeit in Verhandlung befindlichen Programm zur ländlichen Entwicklung. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, in diesem Bereich gibt es intensive Verhandlungen mit Brüssel. (Abg. Grillitsch: Genau!) Zu Ihrer Frage, Kollege Grillitsch: Wenn der Bauernbund in seinen Medien eine Hetze gegen Kritiker der österreichischen Agrarpolitik veranstaltet (Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!), eine Hetze mit falschen Argumenten, ohne jede Ahnung davon, was diese Agrarpolitikerinnen und Agrarpolitiker, was diese Menschen wirklich machen und was sie fordern, ohne sich mit einem einzigen Wort damit auseinanderzusetzen (Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!), dann stelle ich schon die Frage: Wieso bekommt dieser Bauernbund öffentliche Fördermittel für solche Publikationen? – Das ist doch ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!
Nun zur zweiten Säule der Agrarpolitik, dem derzeit in Verhandlung befindlichen Programm zur ländlichen Entwicklung. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, in diesem Bereich gibt es intensive Verhandlungen mit Brüssel. (Abg. Grillitsch: Genau!) Zu Ihrer Frage, Kollege Grillitsch: Wenn der Bauernbund in seinen Medien eine Hetze gegen Kritiker der österreichischen Agrarpolitik veranstaltet (Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!), eine Hetze mit falschen Argumenten, ohne jede Ahnung davon, was diese Agrarpolitikerinnen und Agrarpolitiker, was diese Menschen wirklich machen und was sie fordern, ohne sich mit einem einzigen Wort damit auseinanderzusetzen (Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!), dann stelle ich schon die Frage: Wieso bekommt dieser Bauernbund öffentliche Fördermittel für solche Publikationen? – Das ist doch ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nun zur zweiten Säule der Agrarpolitik, dem derzeit in Verhandlung befindlichen Programm zur ländlichen Entwicklung. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, in diesem Bereich gibt es intensive Verhandlungen mit Brüssel. (Abg. Grillitsch: Genau!) Zu Ihrer Frage, Kollege Grillitsch: Wenn der Bauernbund in seinen Medien eine Hetze gegen Kritiker der österreichischen Agrarpolitik veranstaltet (Abg. Grillitsch: Hör auf! Nein, nein, nein!), eine Hetze mit falschen Argumenten, ohne jede Ahnung davon, was diese Agrarpolitikerinnen und Agrarpolitiker, was diese Menschen wirklich machen und was sie fordern, ohne sich mit einem einzigen Wort damit auseinanderzusetzen (Abg. Grillitsch: Österreich in Brüssel schlechtreden!), dann stelle ich schon die Frage: Wieso bekommt dieser Bauernbund öffentliche Fördermittel für solche Publikationen? – Das ist doch ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Skandal, dass eine politische Teilorganisation der ÖVP immer noch Presseförderung bekommt und damit nichts anderes als politische Hetze betreibt, denn nicht anders kann man das bezeichnen, was Sie in den letzten Monaten aufgeführt haben! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Europäischen Kommission. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Strache: Die Europäische Kommission sitzt doch auf dem hohen Ross!
Nun komme ich zu den Ausführungen des Kollegen Gaßner. (Abg. Strache: Die Europäische Kommission sitzt doch auf dem hohen Ross!) – Das ist ein Irrtum, Kollege Strache! Die EU-Kommission vertritt die Interessen einer einheitlichen europäischen Agrarpolitik. Sie verlangt, dass Umweltmaßnahmen – wenn sie Umweltmaßnahmen sind – auch begründet, argumentiert und vorgerechnet werden müssen. Dieser ländliche Pakt, den Herr Bundesminister Pröll zu verantworten hat, ist ein Intensivierungspakt. Er fördert nicht die ökologischen Betriebe, er schwächt den biologischen Landbau in Österreich, er reduziert die Prämien bei Grünlandbauern und bei Bio-Betrieben. Das ist ein Faktum, meine Damen und Herren, das ist nachweisbar!
Abg. Freund: Das ist aber umweltverträglich!
Es werden neue Förderungen vergeben, zum Beispiel für intensive Gülleverschlauchung, ohne die Kompostierung zu berücksichtigen. (Abg. Freund: Das ist aber umweltverträglich!) Es werden Gelder ausgegeben für Rübenbauern, die bisher keine Umweltförderungen bekommen haben, und vieles mehr.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, dieser Entschließungsantrag dient dazu, dass endlich auch das Parlament vom Landwirtschaftsminister ausreichend informiert wird. Die Nagelprobe für dieses Budgetkapitel werden die konkreten Umsetzungen sein. Da haben Sie Ihre Hausaufgaben, Herr Bundesminister, allerdings noch nicht gemacht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Klimaschutz ist eine gemeinsame Maßnahme. Gemeinsam heißt, über alle Ländergrenzen hinweg. Gemeinsam heißt, über alle Ressorts hinweg. Und gemeinsam heißt auch, dass wir alle politischen Kräfte bündeln müssen. Und genauso, wie ich wirklich und ehrlich alle Vorschläge der Oppositionsparteien zu diesem Thema sehr, sehr ernst nehme und finde, dass wir uns mit allen auseinandersetzen müssen und alles umsetzen müssen, was nur irgendwie geht, erwarte ich mir im Gegenzug auch eine konsensuale Politik in Sachen Klima. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich über das Ergebnis der Budgetverhandlungen im Bereich Umwelt und Landwirtschaft, weil damit für die Lebensgrundlagen dieses Landes 2007 und 2008 ausreichend zukunftsweisend Vorsorge getroffen ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Na, na! – Abg. Dr. Lichtenecker: Na hallo!
Ich bin etwas überrascht über die Debattenbeiträge seitens der Opposition, obwohl ich es schon verstehe, dass man Landwirtschaftspolitik oftmals zu „Kraut-und-Rüben-Diskussionen“ verwendet. (Abg. Öllinger: Na, na! – Abg. Dr. Lichtenecker: Na hallo!) Deswegen möchte ich nun die Eckpunkte noch einmal skizzieren.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir die Eckdaten der Budgets vergleichen, meine sehr geehrten Damen und Herren, so können wir sehen: Es sind für beide Budgets, Landwirtschaft und Umwelt, 2006 2,6 Milliarden € budgetiert gewesen, 2007 sind es 2,8 Milliarden €, und 2008 sind es 2,85 Milliarden €. Das ist eine deutliche Steigerung in den Eckdaten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Teilweise!
Herabgebrochen auf die Umweltpolitik heißt das, dass wir bei der Umweltförderung im Inland, dass wir bei der Bekämpfung des Klimawandels Akzente setzen können mit folgender Steigerung: 2006 hatten wir 560 Millionen € eingesetzt. Wir steigern das um 2,5 Prozent für 2007 und um 7,3 Prozent für 2008. Und wir stocken in allen zentralen Umweltbereichen die Budgets auf, wobei das Hauptaugenmerk auf Investitionen im Inland gelegt wird. Die Mittel für die Umweltförderung im Inland werden von 80 Millionen € auf über 90 Millionen € ausgeweitet. Dieses Geld fließt in klimarelevante Investitionen (Abg. Dr. Lichtenecker: Teilweise!), hilft der Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und verbessert die Umweltqualität. 10 Millionen € mehr – ein wichtiger und klarer Impuls! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herabgebrochen auf die Umweltpolitik heißt das, dass wir bei der Umweltförderung im Inland, dass wir bei der Bekämpfung des Klimawandels Akzente setzen können mit folgender Steigerung: 2006 hatten wir 560 Millionen € eingesetzt. Wir steigern das um 2,5 Prozent für 2007 und um 7,3 Prozent für 2008. Und wir stocken in allen zentralen Umweltbereichen die Budgets auf, wobei das Hauptaugenmerk auf Investitionen im Inland gelegt wird. Die Mittel für die Umweltförderung im Inland werden von 80 Millionen € auf über 90 Millionen € ausgeweitet. Dieses Geld fließt in klimarelevante Investitionen (Abg. Dr. Lichtenecker: Teilweise!), hilft der Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und verbessert die Umweltqualität. 10 Millionen € mehr – ein wichtiger und klarer Impuls! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweiter Punkt: Bleiben wir scharf in dieser Diskussion. Wir schauen in der JI/CDM-Kommission immer darauf, dass bei diesen Projekten vor allem auch österreichische Firmen investiv betroffen sind. Dann schaffen wir hier den entsprechenden Input und die entsprechende Wertschöpfung. Und wir werden in diesem Bereich daher die Mittel von 46 Millionen € auf 56 Millionen € aufstocken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Ist auch zu wenig!
500 Millionen €, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und dazu sagen Sie, Frau Abgeordnete Lichtenecker: Das ist dünne Suppe!, wie ich in der Zeitung lesen konnte. (Abg. Dr. Lichtenecker: Ist auch zu wenig!) 500 Millionen € sind knapp 7 Milliarden Schilling bis 2010 – neues, „frisches“ Geld für die Umweltpolitik und für den Klimaschutz! Wenn das eine dünne Suppe ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann weiß ich nicht mehr, was die Diskussion noch bringen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
500 Millionen €, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und dazu sagen Sie, Frau Abgeordnete Lichtenecker: Das ist dünne Suppe!, wie ich in der Zeitung lesen konnte. (Abg. Dr. Lichtenecker: Ist auch zu wenig!) 500 Millionen € sind knapp 7 Milliarden Schilling bis 2010 – neues, „frisches“ Geld für die Umweltpolitik und für den Klimaschutz! Wenn das eine dünne Suppe ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann weiß ich nicht mehr, was die Diskussion noch bringen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zur Landwirtschaftspolitik. – Aber vorerst ein Wort zu den Ausführungen des Herrn Abgeordneten Klement: Die Komplexität der Agrarpolitik beweist, dass man sich, bevor man hier an das Rednerpult tritt, mit ihr beschäftigen sollte, ganz ehrlich gemeint. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: 13!
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Klement, wenn Sie vom „Bauernsterben“ reden, so muss ich Ihnen sagen: Ich habe mir die Zahlen angeschaut. Sie haben, glaube ich, gesagt, pro Tag würden sozusagen 45 Betriebe sterben. (Rufe bei der FPÖ: 13!) 13 Betriebe. Immer noch viel zu viele. (Ruf bei der FPÖ: 47 000!) 47 000, ja genau!
Ruf bei der FPÖ: 47 000!
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Klement, wenn Sie vom „Bauernsterben“ reden, so muss ich Ihnen sagen: Ich habe mir die Zahlen angeschaut. Sie haben, glaube ich, gesagt, pro Tag würden sozusagen 45 Betriebe sterben. (Rufe bei der FPÖ: 13!) 13 Betriebe. Immer noch viel zu viele. (Ruf bei der FPÖ: 47 000!) 47 000, ja genau!
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, bleiben Sie bei den Fakten! Das sind die realen Zahlen! Wir haben die Kurve beim „Bauernsterben“ Gott sei Dank verflacht, ja wir haben mit einer klugen Agrarpolitik und mit einer guten Politik für den ländlichen Raum das „Bauernsterben“ gemeinsam gestoppt. Wir haben – und das ist auch ein Punkt, der wichtig ist! – wesentlich mehr Geld in Brüssel abgeholt, damit wir diesen Trend auch stoppen konnten, als alle anderen Länder der Europäischen Union. Und das ist ein großer agrarpolitischer Erfolg, auf den wir gemeinsam stolz sein können. (Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei den Grünen
Aber Ihnen dürfte eines entgangen sein: dass in den letzten Wochen und Monaten, genauso wie das auch im Jahr 2006 der Fall war, in fast allen Produktionsbereichen – ich habe gestern die Gemüsesaison eröffnet (ironische Heiterkeit bei den Grünen); die Gemüsesaison ist offiziell in Wien eröffnet: „Wiener Gemüse“; nehmen Sie es zu sich, es ist gesund, und man nimmt ab dabei! (Beifall bei der ÖVP) – die Preisentwicklung, zum Beispiel beim Getreide oder beim Rindfleisch, eine positive ist. Ich wiederhole: Es war im Jahr 2006 und auch im ersten Quartal 2007 eine positive Entwicklung der Preissituation zu verzeichnen. Das ist eine Entwicklung, auf die wir stolz sein können!
Beifall bei der ÖVP
Aber Ihnen dürfte eines entgangen sein: dass in den letzten Wochen und Monaten, genauso wie das auch im Jahr 2006 der Fall war, in fast allen Produktionsbereichen – ich habe gestern die Gemüsesaison eröffnet (ironische Heiterkeit bei den Grünen); die Gemüsesaison ist offiziell in Wien eröffnet: „Wiener Gemüse“; nehmen Sie es zu sich, es ist gesund, und man nimmt ab dabei! (Beifall bei der ÖVP) – die Preisentwicklung, zum Beispiel beim Getreide oder beim Rindfleisch, eine positive ist. Ich wiederhole: Es war im Jahr 2006 und auch im ersten Quartal 2007 eine positive Entwicklung der Preissituation zu verzeichnen. Das ist eine Entwicklung, auf die wir stolz sein können!
Abg. Lutz Weinzinger: 189 Fragen! Zuerst lesen, dann reden!
Die 180 Fragen beziehen sich auf verschiedene Details in der Programmatik. (Abg. Lutz Weinzinger: 189 Fragen! Zuerst lesen, dann reden!) Wir liegen hier im guten Schnitt im Vergleich mit anderen Ländern. Manche Länder haben die Programme von 2007 überhaupt verschoben und werden sie heuer nicht anbieten. Wir aber kämpfen darum! Ich verhandle mit der Europäischen Union, dass der „Grüne Pakt“ schon 2007 Wirklichkeit werden kann.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden wir auch abseits der Landwirtschafts- und Umweltpolitik Akzente setzen. Zum einen werden wir – und das ist heute überhaupt noch nicht erwähnt worden, aber gerade für ein Land wie Österreich von entscheidender Bedeutung – die Mittel im Katastrophenfonds erstmals seit 1995 deutlich erhöhen, und zwar um 37 Millionen € jährlich auf 160 Millionen €, weil wir die Menschen vor allem im alpinen Raum vor Lawinen und Hochwasser schützen wollen. Dafür werden wir in Zukunft mehr Geld einsetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wir werden so viel wie nie zuvor, meine sehr geehrten Damen und Herren, in das agrarische Bildungswesen investieren. Und auch das liegt mir – gemeinsam mit der Forschung – ganz speziell am Herzen. Es gibt 3,5 Millionen € jährlich mehr für die Schulen, für die Stärkung der Standorte, für die Stärkung des Wissens, für die Stärkung der Forschung und der Lehre. Das ist wichtig für die jungen Menschen, und das ist auch eine Zukunftsinvestition, auf die wir gemeinsam nach der Beschlussfassung des Budgets entsprechend stolz sein können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
sam das Beste daraus machen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Wir von den Freiheitlichen haben immer auf die einfachen Bauern geschaut, weil wir der Ansicht sind, dass nur der Weiterbestand des freien und des leistungsfähigen Bauerntums die Garantie dafür ist, dass unsere Existenzgrundlagen Luft, Wasser, Böden, Pflanzen und Tiere in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: He, he, he! – Rufe bei der ÖVP: He, he, he! – Abg. Grillitsch: Dafür einen Ordnungsruf!
Was dies zu bedeuten hat, zeigt das kleine Beispiel eines Direktvermarkters. Es gibt noch einige kleine Betriebe, die Sie, Herr Bundesminister, noch nicht umgebracht haben. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: He, he, he! – Rufe bei der ÖVP: He, he, he! – Abg. Grillitsch: Dafür einen Ordnungsruf!) Es gibt sie noch, diese Betriebe! – Wenn man auf einen Bauernmarkt geht und diese Produkte kostet, dann weiß man schon, was im Vergleich dazu etwas wert ist, das man aus dem Großhandel erhält.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Und? Was ist mit dem?
Bedingt durch die vielen Förderungsmaßnahmen sind die landwirtschaftlichen Betriebe unter Druck beziehungsweise in Abhängigkeit geraten. Dieses komplizierte Förderungssystem spießt sich von Anfang an. Ich habe mir das ein bisschen angeschaut. Da gibt es massenhaft Formulare auszufüllen – Sie werden das vielleicht kennen (der Redner hält Schriftstücke in die Höhe) –, und zwar noch viel mehr als diese wenigen, die ich in der Hand habe. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Und? Was ist mit dem?) Man sollte in dieser Hinsicht schon überdenken, dass es für einen Landwirt nicht einfach ist, diese Mengen auszufüllen, denn es ist ein sehr kompliziertes System.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das ist es ja!
Warum geht man erstens einmal nicht her und macht das, wenn man schon von der Breitbandoffensive spricht, online möglich (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das ist es ja!), und warum muss das zweitens alle Jahre wieder gestellt werden? Warum wäre nicht eine Antragstellung bei veränderten Rahmenbedingungen, bei veränderten Grundbedingungen möglich? Das ist natürlich wieder eine EU-Geschichte. Vor allem sehen sich meines Erachtens die Landwirte nicht als verlängerter Arm oder Ersatz eines Statistischen Zentralamtes oder einer EU-Behörde, sondern sie sind für die Erzeugung von gesunden, essbaren Lebensmitteln verantwortlich.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was?
„Wie wenn eine Maus eine Faust macht“, haben Sie sehr treffend verglichen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was?) Das war Ihre Aussage zum Klimaschutz: „Wie wenn eine Maus eine Faust macht.“ (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe das noch nie gesagt!) Dann habe ich das vielleicht falsch aufgefasst. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe das noch nie gesagt!
„Wie wenn eine Maus eine Faust macht“, haben Sie sehr treffend verglichen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was?) Das war Ihre Aussage zum Klimaschutz: „Wie wenn eine Maus eine Faust macht.“ (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe das noch nie gesagt!) Dann habe ich das vielleicht falsch aufgefasst. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
„Wie wenn eine Maus eine Faust macht“, haben Sie sehr treffend verglichen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was?) Das war Ihre Aussage zum Klimaschutz: „Wie wenn eine Maus eine Faust macht.“ (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe das noch nie gesagt!) Dann habe ich das vielleicht falsch aufgefasst. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein, bis 1986 nicht!
„Wie wenn eine Maus eine Faust macht“ wäre es aber, wenn all jene Bauern aufstehen würden, die in den letzten zehn Jahren ihren Betrieb zugesperrt haben. Eine großartige Leistung ist das meines Erachtens wirklich nicht, Herr Bundesminister. Es mag schon sein, dass es seit Ihrer Amtszeit deutlich weniger sind, aber das Ganze hat schon vor Ihrer Zeit begonnen, und das Agrarministerium war meines Wissens immer in ÖVP-Hand. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein, bis 1986 nicht!)
Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin! „Totengräber“ hat er gesagt!
Für uns steht fest, dass die kleinbäuerliche Struktur und Kultur ganz einfach zerstört wird. Sie, meine Herren Bauernvertreter von der ÖVP, sind die Totengräber der Kleinbauern (Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin! „Totengräber“ hat er gesagt!) und haben sich zu Mäzenen der großflächigen Agrarindustrie entwickelt. Für uns ist in diesem Budget kein Ansatz zu erkennen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, aber das war ja auch nicht wirklich zu erwarten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für uns steht fest, dass die kleinbäuerliche Struktur und Kultur ganz einfach zerstört wird. Sie, meine Herren Bauernvertreter von der ÖVP, sind die Totengräber der Kleinbauern (Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin! „Totengräber“ hat er gesagt!) und haben sich zu Mäzenen der großflächigen Agrarindustrie entwickelt. Für uns ist in diesem Budget kein Ansatz zu erkennen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, aber das war ja auch nicht wirklich zu erwarten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Ich habe das „Bauernsterben“ gemeint! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Zanger, ich gehe davon aus, dass es sich um eine unglückliche Formulierung gehandelt hat, als Sie an den Herrn Bundesminister den Vorwurf gerichtet haben: „Es gibt noch einige kleine Betriebe, die Sie noch nicht umgebracht haben.“ (Abg. Zanger: Ich habe das „Bauernsterben“ gemeint! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann nehme ich das so zur Kenntnis und gehe davon aus, dass Sie diesen Ausdruck auch zurücknehmen.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Anna Höllerer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich darf von dieser Stelle aus unserem Landwirtschaftsminister Josef Pröll dazu gratulieren, dass es ihm gelungen ist, das Agrarbudget für 2007 und 2008 in den Eckdaten aufzustocken. Das schafft sichere politische Rahmenbedingungen für unsere Bäuerinnen und Bauern und ist auch ein deutliches Bekenntnis zu einer flächendeckenden österreichischen Landwirtschaft und natürlich auch zu einer positiven Entwicklung des ländlichen Raumes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Abgeordneter Klement hat in seinem Debattenbeitrag heftig kritisiert, dass in diesem Budget auch ein Gender-Ansatz vorhanden ist. Aber gerade im Hinblick darauf, dass 50 Prozent der Wertschöpfung, die in der Landwirtschaft erzielt wird – immerhin betrug der Wert der Erzeugung im landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereich in Österreich im letzten Jahr 5,7 Milliarden € –, von den Frauen erwirtschaftet wird, ist natürlich der Gender-Ansatz hier ganz besonders wichtig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP.
Ich kann dazu nur sagen: Ohne Frauen ist kein Staat zu machen! Das ist allen bekannt. Ohne Frauen funktioniert auch die österreichische Landwirtschaft nicht. (Beifall bei ÖVP.) Daher ist es auch zu begrüßen, dass der Gender-Ansatz im Agrarbudget so deutlich zu erkennen ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann dazu nur sagen: Ohne Frauen ist kein Staat zu machen! Das ist allen bekannt. Ohne Frauen funktioniert auch die österreichische Landwirtschaft nicht. (Beifall bei ÖVP.) Daher ist es auch zu begrüßen, dass der Gender-Ansatz im Agrarbudget so deutlich zu erkennen ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, was aber nicht sein darf, ist, dass wie im Jahr 2006 das Gesamtbudget nicht ausgeschöpft wird. Da haben Sie 64 Millionen der Umwelt zuliebe oder nicht der Umwelt zuliebe im Budget gelassen. Ein Vorschlag von mir, der nichts kostet: Es gibt ja laut Medienberichten einen Überschuss an Biodiesel. Diesbezüglich wäre es doch angebracht, die nötigen Schritte einzuleiten, nämlich eine Umstellung auf Biodiesel bei der Binnenschifffahrt und bei den Schneeraupen – das käme ganz sicher dem Fremdenverkehr durch eine bessere Luftqualität zugute –, aber auch bei den landwirtschaftlichen Geräten und im öffentlichen Verkehr bei den Autobussen. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass die Landwirte mit normalem Diesel gefördert werden, wo es doch genug Biodiesel gibt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abschließend darf ich noch bemerken, dass ich es besonders beachtenswert finde, dass die OMV einen Fonds von 100 Millionen € für Projekte für erneuerbare Energien eingerichtet hat, was eigentlich 500 Millionen € an Investitionen auslösen soll. Hier wären doch auch die Stromkonzerne gefordert, vom Verbund bis zu den Landesgesellschaften, in diese Richtung zu investieren – schon zu ihrem eigenen Nutzen, denn die Gletscher schmelzen und das Wasser wird auch für die Speicherkraftwerke einmal ausgehen; noch dazu, wo sie im Jahr 2006 ganz kräftig durch die Preiserhöhungen für Strom verdient haben. Es wäre höchste Zeit, dass sich auch die großen Energiekonzerne, vom Verbund bis zu den Landesgesellschaften, an der OMV ein Beispiel nehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Herr Bundesminister, Sie sagen, dass Österreich, was die Umwelt und Lebensqualität betrifft, auf dem richtigen Weg sei. Verlieren Sie jedoch bitte das Ziel nicht aus den Augen und handeln Sie endlich! Ich bitte Sie vielmals: Handeln Sie endlich! Vom Reden allein wird die Umwelt nicht besser. – Danke. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Zuallererst vollste Unterstützung der Aussagen von Kollegin Höllerer. Zum Zweiten an die Adresse des Kollegen Klement gerichtet: Ihr Frauenbild wird immer verworrener. Nehmen Sie zur Kenntnis, es ist Realität, dass mehr als 50 Prozent der Frauen Betriebsleiterinnen auf österreichischen Höfen sind und dass sie dort hervorragende Arbeit leisten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen schließe ich mich meinem Kollegen Gaßner an: Wir sind der Meinung, dass durch dieses Landwirtschaftsbudget mehr Gerechtigkeit in der Förderung der Landwirtschaft und der Bäuerinnen und Bauern erreicht und auch umgesetzt werden muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!
Zum Zweiten: Herr Umweltminister, Ihr Ministerium nennt sich ja schon seit den Zeiten von Landwirtschafts- und Umweltminister Molterer „Lebensministerium“. Ich hätte am liebsten meine Ausführungen unter den Titel „Wie werden die Lebensgrundlagen wirklich erhalten?“ gestellt, angesichts dieser Terminologie, dass das Lebensministerium dafür teilweise auch die Verantwortung trägt. Ich meine, es war immer ein Euphemismus, dass Sie sich „Lebensministerium“ nennen, noch dazu, wo verschiedene Aktionen durchaus nicht gerade lebensfreundlich vonseiten der Landwirtschaft betrieben wurden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!) Bitte, ich verwende das Perfekt, sogar das Imperfekt – „wurden“.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sie wissen: Wetterereignisse! Schlagregen!
Denken Sie an die Frage der Grundwasserverseuchung, Herr Minister, denken Sie an die Nitratbelastungen! Ich habe da extra eine kurze Anfrage an Sie gerichtet betreffend Überschreitungen des Nitratschwellengrenzwertes. Im Jahr 2000 waren wir schon bei 11,9 Prozent, sind wir von 15,5 auf 11,9 Prozent abgesunken. Im Jahr 2005 sind wir wieder bei 13,1 Prozent. Warum gibt es da eine Steigerung in Ihrer Amtsperiode, statt dass es weiter hinuntergeht? Von 11 Prozent geht es wieder hinauf auf 13 Prozent. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sie wissen: Wetterereignisse! Schlagregen!) – Vielleicht können Sie mir das ein bisschen detaillierter erklären. – Das ist das eine.
Beifall bei den Grünen.
Darum unsere Grundkritik: Sie haben zu wenig Rückgrat in den entscheidenden finanziellen Infrastrukturfragen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich beginne mit der Frage: In welchem Land der Welt möchten Sie gerne leben, wohnen, arbeiten oder Urlaub machen? – Ich sage Ihnen: in Österreich! Und es hat einen guten Grund, warum das so ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Ist das schlecht?
Damit komme ich jetzt schon zum Budget und auf den Kollegen Gaßner zu sprechen, der immer wieder versucht, die Direktzahlungen der Bauern ins soziale Eck zu stellen: Gerechtigkeit und Fairness in der Verteilung der Fördermittel. (Abg. Mag. Gaßner: Ist das schlecht?) – Selbstverständlich gehören Gerechtigkeit und Fairness her. Aber nur ein kleiner Teil dieser Direktzahlungen, die die Bauern bekommen, sind tatsächlich
Beifall bei der ÖVP.
Förderungen und fallen zu Recht unter diesen Terminus. Der Hauptteil der Direktzahlungen, die an die Bauern gehen, beruht auf dem Prinzip Leistung und Gegenleistung. Die Bauern brauchen keine Geschenke, die Bauern wollen keine Sozialhilfeempfänger sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nein, wenn sie am Umweltprogramm teilnehmen, dann erbringen sie eine Leistung. Sie haben Mindererträge und haben einen Mehraufwand. Und die Zahlungen, die sie dafür erhalten, sind wahrlich keine Sozialleistungen. Oder wollen Sie behaupten, dass alle Mitarbeiter des Bundes in Summe in Österreich mit 9 Milliarden € pro Jahr gefördert werden? – Nein, auch diese Menschen erbringen Leistungen und bekommen dadurch ihr Geld. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Teil dieser Leistungen sind Umweltleistungen. Diese müssen eben über die öffentlichen Haushalte gehen, und dafür haben wir Sorge zu tragen. Ich glaube, das ist mit diesem Budget ganz gut gelungen. Wenn man nur die ländliche Entwicklung hernimmt, so sieht man, dass im Budget 2007 345 Millionen € dafür vorgesehen sind. Wir lösen damit aus, dass inklusive der Länderleistungen und der Leistungen der EU 1 142 Millionen € zu den Bauern kommen. Das ist, glaube ich, eine gute Sache. Herr Bundesminister, ich darf mich bei dir recht herzlich dafür bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt ist das ein gutes Budget für Österreich, für die Bauern in Österreich und für die Menschen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wo gibt es diesbezüglich einen Aufschrei der Bauernbündler? Das würde ich mir hier einmal in den hinteren Reihen bei der ÖVP erwarten. Sie sitzen hier im Parlament und haben diese katastrophale Entwicklung mitzuverantworten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
stehen und sich darüber freuen, dass Sie Bauernbundpolitik betreiben, aber Sie betreiben keine Landwirtschaftspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aus dem vorliegenden Doppelbudget ist überhaupt nicht erkennbar, wo Sie dem Bauernsterben wirklich entgegentreten. Schauen Sie, meine lieben Bauernbündler von der ÖVP, Sie treten dem Bauernsterben dadurch entgegen, dass viele von Ihnen Ihren eigenen Hof verpachten und dann hauptberuflich Kammerfunktionäre oder hier Parlamentarier sind. So treten Sie dem Bauernsterben entgegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann möchte ich Ihnen noch etwas sagen: Es kann nicht jeder eine Industriellentochter heiraten. So kann man das Problem auch nicht bewältigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Das Ergebnis dieser verfehlten Politik ist erschreckend: Mehr als 90 000 Bauern – ich habe es schon mehrmals erwähnt – haben in den letzten 15 Jahren ihren Hof verlassen. Und das Bauernsterben geht munter weiter. Wir sind bereits bei nur noch zirka 181 000 Betrieben, davon sind bereits rund 60 Prozent Nebenerwerbsbauern. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das einzige Konzept, das die Regierung hier anzubieten hat, ist eine konsequente Förderung der Großbetriebe; und zum anderen die sogenannte Erwerbskombination, sprich die Abwanderung in den Nebenerwerb – und nicht der familienstrukturierte bäuerliche Betrieb, so wie wir von der Freiheitlichen Partei das fordern.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nebenerwerb heißt aber, zwei Berufe auszuüben, um überhaupt überleben zu können, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das bringt eine gewaltige Mehrbelastung für die Betriebsführer, die weder Sonn- und Feiertage haben, aber noch viel größer ist die Belastung für die Frauen, für die Bäuerinnen. Der Gesundheitszustand dieser Frauen spricht eine ganz klare Sprache. Da frage ich mich: Wo ist in diesem Budget der Genderansatz? Das müssen Sie mir auch einmal erklären! Wo tun Sie etwas für die Bäuerinnen, meine Damen und Herren von der ÖVP? Das möchte ich einmal wissen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
die Kammerfunktionäre ihre Funktionen überhaupt behalten dürfen und eine Daseinsberechtigung haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Buh-Rufe bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, Sie werden immer gerne als Lebensminister bezeichnet. Das mag vielleicht für Ihre persönliche Einstellung gelten, das mag vielleicht für Ihren Lebensstil gelten, aber im Zusammenhang mit dem Bauernsterben wäre wohl eher der Begriff „Sterbensminister“ gerechtfertigt. (Beifall bei der FPÖ. – Buh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eine hochinteressante Debatte zum Thema Landwirtschaft und Umwelt, wobei ich glaube, man sollte sachliche Kriterien walten lassen und hier nicht in den Kategorien Leben und Tod sprechen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher wird es ein großer Schritt vorwärts für die österreichische Klimapolitik sein, wenn es uns gelingt, die EU-Kommission im nächsten Jahr davon zu überzeugen, dass es zu einer Einbeziehung der Umweltkosten kommen muss, denn damit wird der Transit durch Österreich einen anderen Preis haben und wird sich automatisch auch die CO2-Belastung in Österreich verringern. Das wird ein großer Schritt vorwärts sein. Zumindest auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs gibt es eine erste Einigung in diese Richtung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben eines der engagiertesten Ziele, was die erneuerbare Energie betrifft. Österreich gehört heute bereits zu den Spitzenreitern mit 22,9 Prozent, aber unsere Ambition ist, dies bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Das wird enormer Anstrengungen in allen Bereichen bedürfen. Aber wir stellen uns dieser Verantwortung, weil wir der Meinung sind, dass mit neuen technologischen Mitteln der frühere Widerspruch zwischen Umwelt und Wirtschaft auflösbar ist und es zu einer Versöhnung von Ökologie und Ökonomie kommen kann, die am Ende dazu führt, dass wir nicht weniger Wachstum, sondern mehr Wachstum, und nicht weniger Arbeitsplätze, sondern mehr Arbeitsplätze in Österreich haben werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Damit das Ganze völlig transparent verläuft und auch die Abgeordneten alle Möglichkeiten zur Einsicht und zur Teilnahme haben, sind das österreichische und das tschechische Parlament übereingekommen, dass es hier eine interparlamentarische Kommission geben soll, wo sich auch die Abgeordneten selbst ein Bild darüber machen können, ob die erforderlichen sicherheitspolitischen Nachweise erbracht werden oder nicht. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Umweltminister mehrfach mitgeteilt worden. Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass die Regierung hier die österreichischen Interessen und die Wünsche des Parlaments zu 100 Prozent erfüllt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Kollege Eßl, ich gestehe dir in deiner Funktion, die du hast, zu, hier eine Sichtweise an den Tag zu legen, die natürlich ideologisch aus deiner Erlebniswelt geprägt ist. Ich halte es aber hier eher mit unserem Kollegen Gaßner, der so wie ich der Meinung ist, dass die Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel für die Landwirtschaft noch nicht so gerecht ist, wie sie hätte sein können und in der Zukunft auch sein soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu noch eine Anmerkung, und das ist auch ein Beispiel dafür, dass es mit der so genannten Nachbarschaftshilfe noch nicht so gut funktioniert. Es war den Bauern nicht möglich, auf normalem Wege dafür zu sorgen, Erdbeerplantagen von 60 Hektaren so zu bewässern, dass sie über die Runden kommen. Es hat ein Verbot der Behörde, der Bezirksbehörde gegeben, der Referent hat sogar gedroht: Sollte aus den angrenzenden Flüssen Wasser entnommen werden – nachweislich war genug vorhanden –, würde man sie auf dem Feld verhaften lassen. Der wirklich gute Einsatz des Kollegen Faul hat dann dazu geführt, dass die Bauern jetzt dort zwar Wasser entnehmen dürfen und nicht abgeführt werden, aber gestraft werden. Das ist in Aussicht gestellt, und das sollte die Politik nicht zulassen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, so etwas in Zukunft zu verhindern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Die Strategie, weiter Straßen zu bauen, wie mir das der junge Kollege aus der Steiermark das letzte Mal erklärt hat, kann ich absolut nicht unterstützen, sondern ich würde heftigst dafür plädieren, im Programm „Ländliche Entwicklung“ sehr stark mit dem Verkehrsressort zusammenzuarbeiten, um Jugendlichen und Frauen auch die Möglichkeit zu bieten, ihr Leben zu gestalten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Welche speziellen Anforderungen haben Jugendliche im ländlichen Raum? – Auch Jugendliche im ländlichen Raum wollen selbstverständlich Freizeit genießen, wollen selbstverständlich am Abend fortgehen, wollen Freunde treffen, wollen in Diskotheken fahren, haben aber das Problem, dass sie dort nicht hinkommen. Wir verzeichnen eine verstärkte Landflucht, vor allem bei jungen Frauen, bei gebildeten Frauen, die dort keine Perspektiven mehr für Arbeit sehen, weil leider in dem Förderkonzept des Landwirtschaftsressorts, so wie es momentan ist, Klein- und Mittelbetriebe, nämlich diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen, im Verhältnis weniger gefördert werden als Großbetriebe. Angesichts dessen sehe ich es als keine gute Entwicklung an, dass es noch immer keine Deckelung bei den Fördermaßnahmen gibt und wir nicht versuchen, gerade die klein- und mittelstrukturierten Betriebe zu stärken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Gender-Maßnahme, dass es eine Gleichstellungsbeauftragte im Begleitausschuss geben wird, halte ich für einen ganz tollen Erfolg. Ich freue mich für meine Kollegin Heidi Rest-Hinterseer, die das gemeinsam mit anderen interessierten und engagierten Parlamentariern erreicht hat. Wir werden uns aber selbstverständlich sehr genau anschauen, wie das dann ablaufen wird, wie diese Einbeziehung der Frauen stattfinden wird, ob die Frauen wirklich beteiligt werden. Es stand ja in der Beantwortung meiner Anfrage, dass besonders Frauenprojekte gefördert werden sollen. Das halte ich für sehr gut. Ich bin allerdings sehr neugierig, ob die Frauen jetzt endlich auch in den Landwirtschaftskammern Einzug halten werden; dort ist die Frauenquote nämlich noch immer dürftigst. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich werde mir auf alle Fälle mit meinen Kolleginnen genau anschauen, wie der Gender-Aspekt, wie der Frauenaspekt umgesetzt wird, inwieweit Frauen und auch Jugendliche in die zukünftigen Entscheidungen einbezogen werden, und würde mich sehr darüber freuen, wenn ich mich beim nächsten Budget eher positiv überrascht äußern könnte. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall des Abg. Hörl.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Nachdem Kollege Haimbuchner sein Wissen zur Landwirtschaft hier am Rednerpult kundgetan hat, hat er sofort fluchtartig den Plenarsaal verlassen. Angesichts des Inhaltes wundert mich das wenig. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich wünsche ihm, dass er als Rechtsanwalt ein besseres und fundierteres Wissen hat, sonst müsste ich mir Sorgen um seine Zukunft machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Der ist auf Nachschulung gegangen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Der ist auf Nachschulung gegangen!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Nachdem Kollege Haimbuchner sein Wissen zur Landwirtschaft hier am Rednerpult kundgetan hat, hat er sofort fluchtartig den Plenarsaal verlassen. Angesichts des Inhaltes wundert mich das wenig. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich wünsche ihm, dass er als Rechtsanwalt ein besseres und fundierteres Wissen hat, sonst müsste ich mir Sorgen um seine Zukunft machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Der ist auf Nachschulung gegangen!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Pirklhuber, dem Bauernbund geht es nicht um politische Hetze. Die Wahrheit wird man aber wohl noch sagen und schreiben dürfen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister Pröll, abschließend noch eine große Bitte: Die Trockenheit bringt zum Teil bereits jetzt erhebliche und große Schwierigkeiten für die Bauern. Die Erträge beim ersten Schnitt – und ich rede aus persönlicher Erfahrung – machen nur ein Viertel bis ein Drittel des durchschnittlichen normalen Ertrages aus. Eine rasche Freigabe der Stilllegungsflächen zur Futternutzung würde da eine gewisse Abhilfe schaffen. Ich ersuche im Sinne der betroffenen Bauern um eine rasche und positive Erledigung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Prinz: Das ist ein Debattenbeitrag! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe meine Pflicht als österreichischer Staatsbürger und Abgeordneter wahrgenommen, weil Herr Bundesminister Pröll uns in diesem Hause bisher über den Stand der Verhandlungen mit der EU-Kommission nicht informiert hat. Und das habe ich sehr wohl in Brüssel durchgeführt. (Abg. Prinz: Das ist ein Debattenbeitrag! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist doch so, dass die Verhandlungsleiter, die Österreich in die EU getrieben haben, in sehr vielen Punkten offenbar schlecht verhandelt haben. Zwei Beispiele zum Vergleich: Das Kernkraftwerk Ignalina in Litauen und das Kernkraftwerk Bohunice sollen bis 2009 geschlossen werden, dies mit einer Finanzhilfe der EU in der Höhe von 285 Millionen € und einer solchen in der Höhe von 90 Millionen €. Und was ist mit Österreich? Wie reagiert Österreich? – Österreich kann sich jetzt auf Grund einer ganz schlechten Verhandlungsleistung mit den tschechischen Politikern herumschlagen. Die Frechheit dabei ist, dass Tschechien uns sozusagen eine Bombe vor die Tür gelegt hat und jetzt noch die Frechheit besitzt, uns zu drohen. Das ist eine Unverschämtheit, und das ist eigentlich ein Skandal, meine sehr geehrten Damen und Herren, den wir uns nicht länger bieten lassen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
international wirklich lächerlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Österreich zahlt gleichzeitig in den Euratom-Topf ein, und zwar 40 Millionen jährlich. Das heißt, einerseits wird gegen Temelίn aus diplomatischer Sicht wenig getan, andererseits wird im Budget keine Vorsorge getroffen, und gleichzeitig wird der Atomstrom aus Temelίn mit dem Euratom-Betrag in Höhe von 40 Millionen gefördert. Wenn das kein Paradoxon ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann weiß ich nicht, was ein Paradoxon ist! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Der wird nicht auf Deutsch gewesen sein!
Ich darf auch an Folgendes erinnern, weil wir von der Europäischen Union gesprochen haben: Am 14. Jänner 2002 haben freiheitliche Mitglieder des Europäischen Parlaments einen Antrag auf den langfristigen europaweiten Ausstieg aus der Kernenergie eingebracht. Und allen, die heute hier so gegen Temelίn agieren, sei ins Stammbuch geschrieben: ÖVP, SPÖ, aber auch die Grünen haben diesen unseren Antrag nicht unterstützt! (Abg. Dr. Niederwieser: Der wird nicht auf Deutsch gewesen sein!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
In diesem Sinne fordere ich die Bundesregierung und die verantwortlichen Minister auf, ihrer Verantwortung für die Republik Österreich und für seine Bevölkerung endlich nachzukommen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich darf hier mit Freude mitteilen, dass meine Gemeinde, die Stadt Imst, heute zur Solargemeinde 2007 in der Kategorie über 5 000 Einwohner gekürt wurde. Wir liegen im Spitzenfeld, was die Anzahl der installierten Solarzellen angeht. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Also in diesem Sinne eine durchaus positive Mitteilung, und ich freue mich sehr darüber.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister, das klingt nach Frankensteins Labor. Wir haben die große Verantwortung und die Aufgabe, zu prüfen, welche Welt und welchen Globus wir hinterlassen. Beginnen wir vor der eigenen Haustür! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich gehe sehr selten auf Kollegen ein, die in diesem Hause Worte wählen, die einfach unpassend sind. Der Kollege Haimbuchner ist jetzt zwar nicht da, aber ich sage es trotzdem, Herr Kollege Klement: Ich habe von Ihnen und vom Kollegen Hofer kürzlich sehr tolle Debattenbeiträge zum Thema Klimaschutz und zum Thema Energie gehört, aber das, was heute der Kollege Haimbuchner dargeboten hat, entbehrt jeder Grundlage, und zwar erstens einmal vom Inhalt und zweitens von den gewählten Vergleichen her. Ich glaube, wir sollten alle daran arbeiten, dass man sich inhaltlich interessiert und sich so weit fit macht, dass man hier die Wahrheit spricht und nicht mit Unterstellungen und Polemiken arbeitet. Also eine große Bitte an ihn. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Insgesamt glaube ich, dass das Agrarbudget ein Budget ist, das sehr stabil ist und das uns Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Österreichs Landwirtschaft steht ja im internationalen Wettbewerb, und wir müssen auch einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir international gefordert sind, national gefordert sind, und auf der anderen Seite brauchen wir natürlich regionale Ausrichtungen. Ich bin dankbar, Herr Minister, dass wir in der österreichischen Agrarpolitik seit vielen Jahren der Regionalität eine große Chance geben und damit Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern. Es gibt da sehr viele Beiträge vom Tourismus, von Dienstleistungen, von Direktvermarktung und natürlich auch das Thema „Genussregion“, wo wir wieder in der regionalen Produktschiene punkten können. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist ein Impulsbudget, und ich bin dankbar dafür – es liegt daran, wie wir es umsetzen, wie wir es gestalten und mit Leben erfüllen. Alles Gute und viel Erfolg! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen sind wir ja dabei!
Bei dieser Gelegenheit darf ich daran erinnern, dass der Bauernbund vor den Nationalratswahlen meinte: Wenn die SPÖ an der Regierung ist, dann haben die heimischen Bauern nichts zu lachen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen sind wir ja dabei!) Unter einem Kanzler Gusenbauer werden die Förderungen halbiert! (Abg. Grillitsch: Das hat er gefordert!) – Ich denke, das war nicht korrekt, Herr Grillitsch, und Sie dürften sich bei Gelegenheit ruhig einmal entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Grillitsch.)
Abg. Grillitsch: Das hat er gefordert!
Bei dieser Gelegenheit darf ich daran erinnern, dass der Bauernbund vor den Nationalratswahlen meinte: Wenn die SPÖ an der Regierung ist, dann haben die heimischen Bauern nichts zu lachen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen sind wir ja dabei!) Unter einem Kanzler Gusenbauer werden die Förderungen halbiert! (Abg. Grillitsch: Das hat er gefordert!) – Ich denke, das war nicht korrekt, Herr Grillitsch, und Sie dürften sich bei Gelegenheit ruhig einmal entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Grillitsch.
Bei dieser Gelegenheit darf ich daran erinnern, dass der Bauernbund vor den Nationalratswahlen meinte: Wenn die SPÖ an der Regierung ist, dann haben die heimischen Bauern nichts zu lachen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen sind wir ja dabei!) Unter einem Kanzler Gusenbauer werden die Förderungen halbiert! (Abg. Grillitsch: Das hat er gefordert!) – Ich denke, das war nicht korrekt, Herr Grillitsch, und Sie dürften sich bei Gelegenheit ruhig einmal entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Grillitsch.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Landwirtschaft ist in Österreich traditionell schwarz orientiert, dennoch waren es gerade die SPÖ-Landwirtschaftsminister, die tatsächlich Fortschritte für die Bäuerinnen und Bauern gebracht haben; ich erinnere an Landwirtschaftsminister Haiden. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Frau Kollegin, das haben Sie jetzt nicht ernst gemeint!
Als einer Bürgermeisterin sind mir natürlich die Entwicklung und damit die Lebensqualität im ländlichen Raum ein Herzensanliegen. Deshalb freue ich mich, dass es Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Pröll, gelungen ist, dass für Gemeinschaftsprojekte im Rahmen des EU-Leader-Programms wesentlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Und das ist sehr erfreulich. (Abg. Grillitsch: Frau Kollegin, das haben Sie jetzt nicht ernst gemeint!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine das sehr wohl ernst, Herr Grillitsch! Sie haben die Bauern nicht so ernst genommen, sonst hätten Sie die Wahlniederlage nicht erlitten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Minister Pröll! Die Förderbedingungen sind auf dem Tisch. Die Aktionsgruppen sowie die Bäuerinnen und Bauern unserer Region warten jetzt nur noch auf die Genehmigung des Grünen Paktes, damit die Rechtssicherheit endlich gegeben ist. Herr Minister, Sie sind gefordert, handeln Sie rasch! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Frau Kollegin Schönpass und einige andere haben heute hier den Bauernbund kritisiert. An diese Adresse darf ich richten: Der Bauernbund ist Anker und Halt für die österreichischen Bauern! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Die Wahlergebnisse beweisen es immer wieder: Bei den Kammerwahlen und auch bei der letzten Nationalratswahl haben über 80 Prozent der Bauern der ÖVP das Vertrauen gegeben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Frau Kollegin Schönpass und einige andere haben heute hier den Bauernbund kritisiert. An diese Adresse darf ich richten: Der Bauernbund ist Anker und Halt für die österreichischen Bauern! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Die Wahlergebnisse beweisen es immer wieder: Bei den Kammerwahlen und auch bei der letzten Nationalratswahl haben über 80 Prozent der Bauern der ÖVP das Vertrauen gegeben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Mit den vorliegenden Budgets wird der Land- und Forstwirtschaft der nötige Rahmen gegeben, und dem gebe ich daher gerne meine Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich mache das sehr bewusst, insbesondere auch als Mühlviertler Abgeordneter, an dieser Stelle: Ich schicke quasi einen Hilferuf, einen Ruf an die Verantwortlichen der Republik Tschechien. Sie müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Bevölkerung in Österreich, insbesondere die Bevölkerung im Mühlviertel, in der Grenzregion, tatsächlich Ängste hat, beunruhigt ist. Ich bitte daher, dies zu akzeptieren, sodass wir in den nächsten Monaten noch gemeinsam eine Lösung zustande bringen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Als Bürgermeister einer kleinen Tiroler Berggemeinde freue ich mich darüber, dass Sie, Herr Bundesminister Pröll, die Wildbach- und Lawinenverbauung für die nächsten beiden Jahre ausreichend ausgestattet haben. Sie haben diese Mittel erhöht, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch gut so, dass die Diskussion um Personaleinsparung in diesem Bereich derzeit auf Eis gelegt wurde. Es gibt keine mir bekannte effizientere Dienststelle unseres Staates als die Wildbach- und Lawinenverbauung – vielleicht die Regierung ausgenommen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Hauser: Langsamer!
Für den Schutzwasserbau stellen Sie für die nächsten Jahre noch einmal Sondermittel von 32 Millionen € zur Verfügung. (Abg. Mag. Hauser: Langsamer!) Damit wird auf die Hochwasserkatastrophe der letzten Jahre – danke, Herr Kollege Hauser – effizient
Beifall bei der ÖVP.
Für die Nationalparks geben Sie, Herr Bundesminister, in diesem Budget an die 11 Millionen € aus. Diese Summe dient aber ausschließlich der Systemerhaltung – für Wissenschaft, Forschung, gemeinsam mit den Ländern auch für die Verwaltung, für überhöhte Jagdpachtungen und so weiter. Auch für diese Summe ist Ihnen zu danken, Herr Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Frau Abgeordnete Schönpass, da Sie Herrn Grillitsch aufgefordert haben, er solle sich entschuldigen, habe ich auch noch eine Bitte: Richten Sie bitte unserem Bundeskanzler aus, dass er für die derzeitige wirtschaftliche Situation nicht zuständig ist und er sich bei der Wirtschaft in Österreich bedanken soll (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), die unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen genügend Arbeitsplätze geschaffen hat. Ich glaube, das wäre auch ein gutes Zeichen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Schönpass, da Sie Herrn Grillitsch aufgefordert haben, er solle sich entschuldigen, habe ich auch noch eine Bitte: Richten Sie bitte unserem Bundeskanzler aus, dass er für die derzeitige wirtschaftliche Situation nicht zuständig ist und er sich bei der Wirtschaft in Österreich bedanken soll (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), die unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen genügend Arbeitsplätze geschaffen hat. Ich glaube, das wäre auch ein gutes Zeichen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Bundesminister, ich darf Ihnen, nachdem Sie ja nicht immer gelobt werden, doch ein Kompliment aussprechen. Ich war einer jener, die sich sehr kritisch zum Walddialog verhalten haben, denn wir haben ja schon sehr viel diskutiert und geredet, aber ich meine, hier werden wirklich Nägel mit Köpfen gemacht, und das ist gut so! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wildbach- und Lawinenverbauung sind angesprochen worden. Wenn wir von Wildbach- und Lawinenverbauung sprechen, lacht das Herz unseres Kollegen Abgeordneten Gahr, der ja Geschäftsführer beim Maschinenring ist, ganz besonders. Wir wissen, dass sehr viele Menschen vom Maschinenring bei der Lawinen- und Wildbachverbauung helfen, Spitzen abzudecken. Ich sage das hier ganz bewusst: Wir müssen nur aufpassen, dass nicht irgendwann einmal mehr „Maschinenringler“ als Wildbachverbauer bei der Wildbachverbauung beschäftigt sind. Aber ich glaube, da kann ein ausgewogener Weg gegangen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es uns gelingt – das hat man sich ja vorgenommen –, dass diese Agentur ins Leben gerufen wird, wo Bund und Länder sozusagen in einer Einheit agieren und wo dann Projekte schneller vonstatten gehen können, dann haben wir die Möglichkeit, dass die Projekte schneller und besser umgesetzt werden können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Keine Fernreisen!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn wir Österreicher unser Heimatland verlassen und andere Länder bereisen, wird uns schnell bewusst, dass Österreich ein Umweltmusterland ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Keine Fernreisen!) – Keine Fernreisen! Ich rede von zu Fuß, Herr Bundesminister.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, um diese hohen Ziele umsetzen zu können bedarf es eines beachtlichen Teamgeistes. Das ist nicht nur eine Herausforderung der Menschheit insgesamt, sondern auch aller Österreicher! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Budget, Klimastrategie und Klimaschutzfonds werden die Basis bilden, um klimafreundliches Verhalten zur gesellschaftlichen Norm zu entwickeln und unser Kyoto-Ziel erreichen zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Dass das Budget für Land- und Forstwirtschaft so wie jenes für die Umwelt ein steigendes ist, möchte ich noch einmal unterstreichen und die Ausführungen des Herrn Bundesministers noch einmal kurz in Erinnerung rufen. Wenn man nämlich die Eckpunkte vergleicht, und nur das ist zulässig, dann gibt es diese 10-prozentige beziehungsweise 9-prozentige Steigerung für die nächsten Jahre. Und das ist gut so (Beifall bei der ÖVP), denn wenn ich mich auf den Bereich Land- und Forstwirtschaft beziehe und hier speziell die Forstwirtschaft noch einmal herausgreife, dann kann festgestellt werden, dass gerade die Forstwirtschaft mit Nutznießer ist, obwohl die Forstwirtschaft insgesamt mit wenig Budget und wenig Förderungen auskommt.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Klement.
Von manchen aus der Opposition wird ein Vergleich mit der Landwirtschaft hergestellt und gesagt, man sei für gerechtere Preise. Diese Einstellung stammt noch aus dem Mittelalter, denn jeder weiß – da darf ich gerade das Beispiel der Forstwirtschaft herausgreifen –, wer einen gerechten Preis macht: letztendlich der freie Markt. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Klement.) Und am freien Markt schaut es dann zum Beispiel so aus, Herr Kollege Klement, dass der Holzpreis derzeit in etwa bei 80 € und darunter liegt, vor einem halben Jahr war er noch bei 90 € und darüber, vor einem Jahr wiederum war er bei etwa 75 €. Das heißt, hier gibt es starke Schwankungen, denen die Waldbesitzer unterlegen sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: „Unterlegen“ ist das richtige Wort! Ganz genau!) Da können gerade die kleineren Waldbesitzer reagieren, indem sie hier eben antizyklisch agieren. Die größeren Waldbesitzer sind ohnehin gezwungen, diese Preisschwankungen hinzunehmen, denn sie müssen trotzdem ihre Fixkosten abdecken.
Abg. Dr. Pirklhuber: „Unterlegen“ ist das richtige Wort! Ganz genau!
Von manchen aus der Opposition wird ein Vergleich mit der Landwirtschaft hergestellt und gesagt, man sei für gerechtere Preise. Diese Einstellung stammt noch aus dem Mittelalter, denn jeder weiß – da darf ich gerade das Beispiel der Forstwirtschaft herausgreifen –, wer einen gerechten Preis macht: letztendlich der freie Markt. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Klement.) Und am freien Markt schaut es dann zum Beispiel so aus, Herr Kollege Klement, dass der Holzpreis derzeit in etwa bei 80 € und darunter liegt, vor einem halben Jahr war er noch bei 90 € und darüber, vor einem Jahr wiederum war er bei etwa 75 €. Das heißt, hier gibt es starke Schwankungen, denen die Waldbesitzer unterlegen sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: „Unterlegen“ ist das richtige Wort! Ganz genau!) Da können gerade die kleineren Waldbesitzer reagieren, indem sie hier eben antizyklisch agieren. Die größeren Waldbesitzer sind ohnehin gezwungen, diese Preisschwankungen hinzunehmen, denn sie müssen trotzdem ihre Fixkosten abdecken.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie das daher nach wie vor für die Landwirtschaft fordern, sind Sie wirklich auf dem falschen Dampfer. Denn hier geht es ganz einfach darum, einen Ausgleich über die Zyklen hinweg zu schaffen, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Es gibt auch Märkte, die nicht funktionieren!
Dass das Geld für die Forstwirtschaft aber trotzdem bestens eingesetzt ist (Abg. Krainer: Es gibt auch Märkte, die nicht funktionieren!), zeigt – Herr Minister, ich glaube, Sie haben das gestern oder in den letzten Tagen verlautbart –, dass mit diesem Geld gerade die Holzmobilisierung im letzten Jahr ganz stark gelungen ist. Wir haben einen Rekordwert von über 19 Millionen Festmeter Holz erreicht, die geschlägert wurden; das ist ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2005 und gar von 27 Prozent gegenüber 2005 für den Kleinwald. Das heißt, gerade diese bäuerlichen Waldbesitzer haben enorm profitiert.
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, die ÖVP macht Forstpolitik mit Augenmaß und Perspektiven. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber wenn immer wieder neue Forderungen aufgestellt werden, vor allem vonseiten der Grünen, dass wir noch höhere Standards haben müssen und so weiter, so ist darauf zu achten, dass deren Umsetzung auch für die Bürgerinnen und Bürger leistbar sein muss. Es gibt heute in unseren Gemeinden schon viele Hausbesitzer, die bald ihre Gebühren, die sie zu entrichten haben, nicht mehr leisten können. Und ich glaube, auch darauf sollten wir Rücksicht nehmen in all unseren Gesetzen, die wir in Zukunft beschließen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es steht ja wieder eine Änderung des Altlastensanierungsgesetzes an. Herr Bundesminister! Man sollte auch dort diese Prämisse beachten, sodass wir auch diese Änderung mit Augenmaß beschließen und nicht zusätzlich wieder Müllgebührenerhöhungen in unseren Gemeinden herbeiführen. – Danke schön, und beachten wir das gemeinsam! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Richtig verstandene Regionalpolitik stärkt den ländlichen Raum. Und nirgends wird die EU-Förderung bei den Akteuren und in der Bevölkerung so positiv spürbar wie in einer Leader-Region. Es ist gut so, dass die nationale Kofinanzierung für die Programme zur Entwicklung des ländlichen Raumes im Budget auch weiterhin außer Streit steht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unsere Umwelt ist auch ein Wirtschaftsfaktor, und gerade Österreich als Tourismusland muss großes Interesse haben, die Natur zu bewahren und schonend für den Tourismus zu nützen. Umweltfreundlicher, sanfter, naturnaher Tourismus wird auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Vor allem mit der Einbindung von erneuerbarer Energie muss es uns gelingen, im Umweltbereich vieles zu erreichen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
auch für uns vom Bauernbund ist das Bauernsterben der vergangenen Jahrzehnte natürlich ein Stich ins Herz, aber sagen Sie fairerweise auch dazu, dass es unsere Minister Molterer und jetzt Sepp Pröll sind, die dieses Bauernsterben eingegrenzt und beinahe zum Erliegen gebracht haben! Das ist ein Erfolg unserer Minister! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Geschätzte Kollegen von der FPÖ! Auch wenn Sie die Antragsflut bei den Bauern bemängeln, mache ich mir um die Zukunft des Juristen Haimbuchner schon Sorge, denn die Bauern, die ich kenne, erfüllen ihre Antragspflicht so genau, dass lediglich nur ein Tausendstel der beantragten Gelder wieder zurückbezahlt werden müssen, weil die Anträge so fehlerlos ausgefüllt werden. Das ist auch ein Erfolg der Beratung und ein Erfolg unserer Landwirte. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Jetzt hören Sie auf zu streiten! Wir sind die Opposition!
Geschätzte Kollegin Schönpass! Die einzige Erinnerung, die ich an den Bundesminister Haiden habe, ist die, dass ich mit Tausenden Berufskollegen damals als junger Bursch auf der Straße gewesen bin und gegen ungerechte, unsoziale Regelungen von Minister Haiden gekämpft habe. Es war damals auch ein Erfolg des Bauernbundes, dass er diese ungerechten Regelungen verhindert hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Jetzt hören Sie auf zu streiten! Wir sind die Opposition!)
in Richtung des Abg. Grillitsch
Ich möchte nur noch dazusagen, dass auch im Sozialbereich gerade innerhalb der Landwirtschaft von den größeren Betrieben zu den benachteiligten Betrieben – (in Richtung des Abg. Grillitsch) ich komme gleich zum Ende, Herr Präsident! – ein entsprechender Ausgleich stattfindet. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte nur noch dazusagen, dass auch im Sozialbereich gerade innerhalb der Landwirtschaft von den größeren Betrieben zu den benachteiligten Betrieben – (in Richtung des Abg. Grillitsch) ich komme gleich zum Ende, Herr Präsident! – ein entsprechender Ausgleich stattfindet. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann auch nicht sein, dass alle Dienstnehmer und alle Dienstgeber schön brav monatlich ihren Wohnbauförderungsbeitrag abliefern und dieser Wohnbauförderungsbeitrag dann für andere Zwecke verwendet wird. Es kann auch nicht sein, dass einem privaten Wohnungsvermieter die Betriebskosten seiner Mieter egal sind – Hauptsache, er bekommt pünktlich die Miete auf sein Konto überwiesen, und oben beim Kamin raucht es schön kräftig weiter. Da dürfen wir nicht wegschauen, da müssen wir hinschauen! Da dürfen wir nicht reagieren, da müssen wir agieren! Deshalb muss es wieder unser gemeinsames Ziel sein, die Sanierungsrate, welche seit 1996 bei einem Prozent und derzeit sogar bei 0,8 Prozent liegt, tatsächlich wieder auf 3 Prozent zu steigern. – Ein großes Ziel, das wir uns da setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Muchitsch dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die Hand.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, bitte beenden Sie ehest das Ausräumen der Wohnbauförderungsmittel durch die Bundesländer! Verwenden wir diese Mittel wieder zweckmäßig – zum Wohle der Konsumenten, zum Wohle der Wohnungsinhaber, zum Wohle der Umwelt und zum Wohle des Klimaschutzes! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Muchitsch dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die Hand.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Muchitsch! Wenn Sie ein Modell einer ökologischen Wohnbauförderung suchen, dann kann ich Sie nur herzlichst nach Niederösterreich einladen. Da haben wir ein neues Wohnbauförderungsmodell, das beispielhaft für alle Bundesländer ist. Ich lade Sie wirklich gerne ein: Schauen wir uns das an! Ich bin selbst auch Bürgermeister und weiß daher auch, wie im verdichteten Wohnbau ganz, ganz tolle Fortschritte gemacht werden. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte nun einen Punkt anschneiden, der noch nicht angesprochen worden ist: das Thema Wein. Ich bin selbst Bürgermeister einer Weinbaugemeinde und denke, wir können stolz darauf sein, welche Qualität auch exportiert wird. Der Wein ist in Österreich zum Exportschlager geworden, und unsere Weinwirte und Weinbauern produzieren beste Qualität. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss noch zum Thema Klimaschutz: Ich glaube, es ist nicht nur der Bund gefordert, der seiner Aufgabe zweifellos gerecht wird, es sind auch die Länder gefordert, es sind aber auch die Gemeinden gefordert. Auch da gibt es ein niederösterreichisches Erfolgsmodell: „Verkehrssparen Wienerwald“ – all die Verkehrssparprojekte, die in Niederösterreich gestartet werden, werden von den Gemeinden mitgetragen. Wir starten gerade in Niederösterreich ein neues Projekt, nämlich ein Alltags-Radwegenetz. Wir können sehr viele Fahrten – vor allem kurze Distanzen – mit dem Fahrrad bewältigen. Ich denke, jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, und mit diesem Budget leistet der Bund zweifellos einen großen Beitrag dazu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, vom jungen Pröll könnte ...! – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das verstehe ich nicht!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mayer. Ebenfalls 2 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, vom jungen Pröll könnte ...! – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das verstehe ich nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Hört auf zu streiten, arbeitet was!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Ich hätte zunächst gerne auf meinen Vorarlberger Jungbauern-Kollegen reagiert, und zwar zum Thema Haiden, und vor allem auch erwähnt, was Bruno Kreisky für die Bauern als Erster gemacht hat: Ich denke nur an den Bereich Bauernpensionen et cetera. Das wäre ein eigenes langes Thema. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Hört auf zu streiten, arbeitet was!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich stelle mich aber nicht ans Rednerpult, um mich in dieses Bauern-Hickhack einzumischen, sondern um mich zum Bereich Energie zu äußern. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Meine Damen und Herren, wir müssen Energiefressern im Allgemeinen und Energiefressern im Wohnbau im Besonderen endgültig den Kampf ansagen. Die Gebäudehüllen der überwältigenden Mehrheit der Häuser entsprechen eher einem Sieb als einer guten Dämmung. Ökologisches Bauen ist im Vergleich zu Regelförderungsbauten zwar etwas teurer, aber auf Dauer erwiesenermaßen billiger, also es hilft, Geld zu sparen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Umweltminister, ich lasse in Zukunft die Artikel 15a-Ausrede nicht mehr gelten. Es dürfen in Zukunft nur noch Wohnbauförderungsgelder des Bundes in die Bundesländer fließen, wenn diese Gelder dort ausschließlich für sozialen und ökologischen Wohnbau verwendet werden. Es wird unter anderem Ihre Aufgabe sein, dem Finanzminister und auch dem Bundeskanzler bei diesen Verhandlungen den Rücken zu stärken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Klima zwischen Schutz und Wandel – die große Herausforderung: Wir haben mit diesem Budget schon darauf geantwortet. Der Klimafonds und Energiefonds – ich möchte das gerne in der alten Währung sagen – von fast 7 Milliarden Schilling in der kommenden Legislaturperiode ist weltweit fast einzigartig. Das hat noch kein Staat zusammengebracht, und ich möchte dafür einmal ein recht herzliches Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was wir hier tun können, ist – so glaube ich –, diesen Menschen auch für die Zukunft die Perspektiven zu sichern, dass es auch eine Zukunft für den Erhalt der österreichischen Landwirtschaft und damit auch für die bäuerlichen Familien und natürlich auch den ländlichen Raum geben wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zweytick. – Abg. Scheibner: Jetzt hört einmal zu streiten auf!
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zunächst einmal zum Kollegen Zweytick: Der ARBÖ ist eine selbständige Organisation. Er darf sagen, was er will. (Zwischenruf des Abg. Zweytick. – Abg. Scheibner: Jetzt hört einmal zu streiten auf!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Wir sind aufgefordert, den öffentlichen Personennahverkehr kostengünstig und sicher darzustellen. Mit den Einnahmen aus der Mineralölsteuer werden in etwa 65 bis 70 Millionen € für den öffentlichen Personennahverkehr zweckgebunden. Hier müssen wir vor allem die Bundesländer in die Pflicht nehmen, dass die Mittel auch tatsächlich zweckgebunden eingesetzt werden. Herr Bundesminister, sagen Sie es auch Ihrem Onkel Erwin, dass das zweckgebunden eingesetzt werden muss, damit auch die Menschen in Niederösterreich schnell und sicher zur Arbeit kommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall der SPÖ.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass wir alle Umweltschutz als zentrales Element unserer politischen Anstrengungen sehen müssen und dementsprechend in unserem Handeln wiederfinden sollen. – Danke. (Beifall der SPÖ.)
Abg. Mag. Stoisits begibt sich zunächst zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll sowie Bundesminister Platter die Hand.
Erste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Stoisits. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 9 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Stoisits begibt sich zunächst zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll sowie Bundesminister Platter die Hand.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Dobar dan! Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister, während der Beratungen im Budgetausschuss Kapitel Inneres hatten wir einen interessanten Disput – aber ganz positiv, eigentlich fast freundschaftlich – über die Frage des Anteils weiblicher Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in Ihrem Ressort. Sie haben uns in der Budgetdebatte, die für mich nicht neue, aber für manche vielleicht auch neue, erfreuliche Mitteilung gemacht, dass der Anteil weiblicher Polizistinnen – ich sage es jetzt so, obwohl es technisch nicht ganz stimmt – von 1995 mit 4,9 Prozent auf 10,1 Prozent im Jahr 2007 gestiegen ist. Das ist sehr beachtlich. Das ist zwar nicht Ihr Verdienst, denn Sie sind ja erst seit drei Monaten Minister, aber das ist ein Ansporn, um hier weiterzutun. Da möchten wir Sie sehr gerne unterstützen, denn nach der alten Regel „Frauen entkrampfen“ ist gerade in einem so schwierigen Beruf wie der eines Polizisten/einer Polizistin dieser weibliche Zugang sehr nützlich und hat sich auch als positiv herausgestellt. Bitte machen Sie hier weiter so! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Wurm und Dr. Cap.
Nichtsdestotrotz, auch bei aller Kritik an dem Fehlen von weiblichen Führungskräften innerhalb der Polizei: Wir als grüne Fraktion unterstützen jede Maßnahme, die Sie hier setzen, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen. Es ist nicht einfach, aber man muss einmal beginnen. Man könnte einmal beginnen, indem es einen weiblichen Sektionsleiter im Ressort, in Ihrem direkten Bereich gäbe. Das wäre vielleicht – so glaube ich – auch ein guter Ansporn und ein gutes Beispiel für alle nachgeordneten Dienststellen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Wurm und Dr. Cap.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Wo Sie ganz bestimmt kein Experte sind, Herr Minister – also so weit weg vom Expertentum! –, ist die Frage der Migration, Zuwanderung und letztendlich auch die Frage der Politik des Zugangs zum Asylrecht in Österreich. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Da, Herr Minister, bekomme ich eine „Ganslhaut“, wenn ich an einige Aussagen von Ihnen von letzter Woche – jetzt sekundiert vom Bundesgeschäftsführer Missethon dieser Tage – denke und daran, was sich in diesen letzten Tagen mit Aussagen in Österreich ereignet hat.
Beifall bei den Grünen.
Und warum es mir kalt hinten herunterläuft, ist nicht nur, weil Platter und Missethon so sprechen – darf ich das so verknappt und verkürzt sagen? –, sondern, weil diese Partei, nämlich die ÖVP, auch einen Koalitionspartner hat, nämlich die SPÖ, sie ja bekanntlich den Bundeskanzler stellt und ich von dem Bundeskanzler in den letzten Tagen nichts gehört habe, wo er zumindest den sanften Versuch einer Korrektur dieser Aussagen gemacht hätte. (Beifall bei den Grünen.) Das schmerzt mich mindestens genauso, Herr Minister, wie das, was Sie in den letzten Tagen gemacht haben.
Beifall bei den Grünen.
Immerhin gibt es – und das muss hier auch nicht anerkennend, sondern einfach festgestellt werden – Minister innerhalb der Regierungsgruppe der SPÖ und auch zarte Ansätze von kritischem Dissidententum innerhalb der Wiener ÖVP: Vom Steirer Missethon lassen wir uns über Wien nichts erzählen! – Und Recht haben sie, die Kollegen der ÖVP Wien! Denn, meine Damen und Herren, so viel Unglaublichkeiten, wie hier Platter und Missethon gemeinsam in die Bevölkerung streuen können und damit auch erstens Fehlinformation und zweitens Verunsicherung streuen, ist schon lange nicht da gewesen – lang heißt, seit Westenthaler voriges Jahr mit seinen Deportationsansagen, -phantasien und -wünschen in Erscheinung getreten ist. Dann war eine Zeit lang Ruhe, und jetzt brauchen wir keinen Westenthaler mehr, denn jetzt haben wir ja Platter und Missethon. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Parnigoni: Vor dem Sommer!
Herr Bundesminister Platter, das war eine Feststellung der letzten Tage von Ihnen: Österreich hat ein Problem im Zusammenhang mit der Länge der Asylverfahren. Das haben Sie anerkannt – und Sie haben ja auch gleich Lösungen der Öffentlichkeit präsentiert, nämlich die Lösung, die da heißt: Asylgerichtshof. Herr Bundesminister, nichts Neues! Auch ich habe im Jahr 2005 hier im Parlament dem Entschließungsantrag, dem alle Parteien beigetreten sind, nach Einrichtung eines Asylgerichtshofes zugestimmt. Das war, wenn ich mich erinnere, im Juni oder Juli 2005. (Abg. Parnigoni: Vor dem Sommer!) – Vor dem Sommer! Genau! – Heute ist der 3. Mai 2007, seither ist Funkstille! Nichts habe ich mehr gehört, weder von Ihrer Vorgängerin, der Frau Ministerin Prokop, noch jetzt von Ihnen. Was heißt das konkret? Was planen Sie, wie soll es sein? – Da wird ein Schlüsselwort in die Diskussion geworfen: Asylgerichtshof, und Sie wollen die Menschen glauben machen, damit wäre ein Problem gelöst. Das ist sicher nicht so! Denn wenn es zur Einrichtung eines Asylgerichtshofs kommt, dann kann das nur pro futuro eine Minderung des Problems darstellen, pro futuro, aber nicht für die heutige Situation.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Wir Grüne haben deshalb auch die öffentliche Initiative „Daham is daham“ gestartet. Herr Bundesminister, schauen Sie sich das an: „www.dahamisdaham“; Sie könnten einer der ersten prominenten Unterstützer sein, wenn Sie der Forderung zustimmen, die dort aufgestellt wird, die geteilt wird von zivilgesellschaftlichen Organisationen, von kirchlichen Organisationen, von Einzelpersonen und die da lautet: Bleiberecht für Langzeit-AsylwerberInnen, die länger als fünf Jahre in Österreich sind (Zwischenrufe bei der FPÖ); Bleiberecht für Menschen, die irregularisiert sind und irregularisiert wurden durch die zahlreichen fremdengesetzlichen Änderungen, Verschärfungen und unterschiedlichen Auslegungen der letzten fünfzehn Jahre.
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Und das hervorragend!
Herr Minister Platter, Sie haben eine große Aufgabe, und es wäre von uns vermessen zu sagen, dass Sie an dieser Aufgabe gescheitert sind, weil Sie erst seit drei Monaten Minister sind, Herr Bundesminister. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Und das hervorragend!) Aber Sie drohen zu scheitern, wenn Sie mit Bundesgeschäftsführern wie Missethon und seinen Kommentaren oder mit Stellungnahmen in der Öffentlichkeit wie letzte Woche in diversen Zeitungen auf diesem Weg beharren und diesen Weg fortsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Platter, Sie haben eine große Aufgabe, und es wäre von uns vermessen zu sagen, dass Sie an dieser Aufgabe gescheitert sind, weil Sie erst seit drei Monaten Minister sind, Herr Bundesminister. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Und das hervorragend!) Aber Sie drohen zu scheitern, wenn Sie mit Bundesgeschäftsführern wie Missethon und seinen Kommentaren oder mit Stellungnahmen in der Öffentlichkeit wie letzte Woche in diversen Zeitungen auf diesem Weg beharren und diesen Weg fortsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie haben die Chance, Österreich zu einem Rechtsstaat für alle zu machen. Sie haben die Chance, als Integrationsminister Österreich auf europäisches Niveau zu bringen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen etwas: Ich möchte nicht dastehen und mir denken, dass es in Deutschland besser ist, sondern ich möchte, dass es in Österreich in jeder Beziehung besser ist! Denken Sie manchmal an den Alt-Bundeskanzler Schüssel; der hat uns hier fünf Jahre gepredigt: Wir sind besser als Deutschland. – Ich möchte das auch im Bleiberechtssystem haben. Alles Gute, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Chance, Österreich zu einem Rechtsstaat für alle zu machen. Sie haben die Chance, als Integrationsminister Österreich auf europäisches Niveau zu bringen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen etwas: Ich möchte nicht dastehen und mir denken, dass es in Deutschland besser ist, sondern ich möchte, dass es in Österreich in jeder Beziehung besser ist! Denken Sie manchmal an den Alt-Bundeskanzler Schüssel; der hat uns hier fünf Jahre gepredigt: Wir sind besser als Deutschland. – Ich möchte das auch im Bleiberechtssystem haben. Alles Gute, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, ich glaube auch, dass Österreich nach wie vor dazu steht, dass jeder, der zu uns kommt und einen tatsächlichen Asylgrund hat, auch Asyl bekommt, Hilfe und Unterstützung bekommt. Aber wir müssen natürlich die Situation sehen, dass nur rund 10 oder 15 Prozent derjenigen, die jährlich zu uns kommen, einen tatsächlichen Asylgrund vorweisen. Es ist ganz, ganz wichtig und richtig gewesen, dass die neue gesetzliche Grundlage keine Toleranz für Missbrauch bietet und dass gegen Kriminelle auch entsprechend agiert werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn ich noch ganz kurz die personelle Situation ansprechen darf: Wir haben heute um 1 000 Beamte mehr als im Jahr 2000 im Außendienst. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Mehr kann es immer noch sein; ja, Herr Kollege, es ist so. (Abg. Strache: Das sind wieder die Geschichten aus dem Märchenwald!) 260 Beamte mehr – gegenüber dem Stellenplan 2006 – haben wir im Jahr 2007 zur Verfügung. Wie gesagt, mehr kann es immer sein, und jede Unterstützung nehmen wir gerne auf, um zu mehr Personal zu kommen. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass es nicht nur heißt: mehr Personal!, sondern es müssen auch beide Ebenen, auf der einen Seite die Modernisierung und auf der anderen Seite die personelle Situation, in Einklang gebracht werden, um den großen Herausforderungen der Zukunft entsprechend entgegentreten zu können.
Abg. Strache: Das sind wieder die Geschichten aus dem Märchenwald!
Wenn ich noch ganz kurz die personelle Situation ansprechen darf: Wir haben heute um 1 000 Beamte mehr als im Jahr 2000 im Außendienst. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Mehr kann es immer noch sein; ja, Herr Kollege, es ist so. (Abg. Strache: Das sind wieder die Geschichten aus dem Märchenwald!) 260 Beamte mehr – gegenüber dem Stellenplan 2006 – haben wir im Jahr 2007 zur Verfügung. Wie gesagt, mehr kann es immer sein, und jede Unterstützung nehmen wir gerne auf, um zu mehr Personal zu kommen. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass es nicht nur heißt: mehr Personal!, sondern es müssen auch beide Ebenen, auf der einen Seite die Modernisierung und auf der anderen Seite die personelle Situation, in Einklang gebracht werden, um den großen Herausforderungen der Zukunft entsprechend entgegentreten zu können.
Beifall bei der ÖVP.
Eines ist klar: Wir haben durch verschiedene Strukturveränderungen in den letzten Jahren vieles bewerkstelligt, sodass wir nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt sind. Das werden wir mit diesem Budget auch bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Wir haben soeben die Geschichten aus dem Märchenwald gehört. Ich denke, es ist gerade in dem Bereich an der Zeit, die Fakten auf den Tisch zu legen. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn Sie negieren wollen, dass Österreich ein nicht zu verleugnendes Sicherheitsproblem hat, dann sind Sie wirklich in der falschen Welt! (Abg. Großruck: Wir negieren nichts! Wir verleugnen nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Fakten sprechen für sich, die Zahlen zeigen das auf.
Abg. Großruck: Wir negieren nichts! Wir verleugnen nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Wir haben soeben die Geschichten aus dem Märchenwald gehört. Ich denke, es ist gerade in dem Bereich an der Zeit, die Fakten auf den Tisch zu legen. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn Sie negieren wollen, dass Österreich ein nicht zu verleugnendes Sicherheitsproblem hat, dann sind Sie wirklich in der falschen Welt! (Abg. Großruck: Wir negieren nichts! Wir verleugnen nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Fakten sprechen für sich, die Zahlen zeigen das auf.
Abg. Großruck: ... auch richtig gewesen!
Da muss man einfach Folgendes festhalten: Die beiden Parteien ÖVP und SPÖ haben es gewusst, ja sie sind damals sogar mit Hurra-Geschrei in die europäische Osterweiterung hineingegangen. (Abg. Großruck: ... auch richtig gewesen!) Ja, richtig – aber bei der Exekutive haben Sie abgebaut! Von 1997 bis heute fehlen über 3 000 Planstellen, die nicht besetzt sind! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind die Fakten. Sie haben die Bürger vor steigender Kriminalität unverantwortlich im Stich gelassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da muss man einfach Folgendes festhalten: Die beiden Parteien ÖVP und SPÖ haben es gewusst, ja sie sind damals sogar mit Hurra-Geschrei in die europäische Osterweiterung hineingegangen. (Abg. Großruck: ... auch richtig gewesen!) Ja, richtig – aber bei der Exekutive haben Sie abgebaut! Von 1997 bis heute fehlen über 3 000 Planstellen, die nicht besetzt sind! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind die Fakten. Sie haben die Bürger vor steigender Kriminalität unverantwortlich im Stich gelassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da muss man einfach Folgendes festhalten: Die beiden Parteien ÖVP und SPÖ haben es gewusst, ja sie sind damals sogar mit Hurra-Geschrei in die europäische Osterweiterung hineingegangen. (Abg. Großruck: ... auch richtig gewesen!) Ja, richtig – aber bei der Exekutive haben Sie abgebaut! Von 1997 bis heute fehlen über 3 000 Planstellen, die nicht besetzt sind! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind die Fakten. Sie haben die Bürger vor steigender Kriminalität unverantwortlich im Stich gelassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kößl: Wir sind in einer Koalition ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir in manchen Regionen Österreichs Steigerungsraten bei Verbrechensbereichen wie dem Straßenraub vorfinden – nämlich plus 30 Prozent beim Straßenraub in Wien, plus 30 Prozent bei Bank- und Postüberfällen in Wien –, wenn wir in Wien eine Situation haben, dass tagtäglich 450 Wohnungseinbrüche stattfinden – pro Tag, bitte! –, dann müssten doch eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Da kann man doch nicht einfach so weiterwursteln wie bisher, sondern man hat Prioritäten zu setzen. Genau das ist es ... (Abg. Kößl: Wir sind in einer Koalition ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, Sie stellen den Innenminister! Weil Sie sagen „nicht wir“: na, wer sonst? Die Jetti-Tant’ soll es besser machen? – Sie sind verantwortlich, Sie haben hier eine konkrete Verantwortung! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir in manchen Regionen Österreichs Steigerungsraten bei Verbrechensbereichen wie dem Straßenraub vorfinden – nämlich plus 30 Prozent beim Straßenraub in Wien, plus 30 Prozent bei Bank- und Postüberfällen in Wien –, wenn wir in Wien eine Situation haben, dass tagtäglich 450 Wohnungseinbrüche stattfinden – pro Tag, bitte! –, dann müssten doch eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Da kann man doch nicht einfach so weiterwursteln wie bisher, sondern man hat Prioritäten zu setzen. Genau das ist es ... (Abg. Kößl: Wir sind in einer Koalition ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, Sie stellen den Innenminister! Weil Sie sagen „nicht wir“: na, wer sonst? Die Jetti-Tant’ soll es besser machen? – Sie sind verantwortlich, Sie haben hier eine konkrete Verantwortung! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Haftanstalten sind überfüllt, und was hören wir? – Das betrifft zwar nicht das Ressort, es ist aber trotzdem überschneidend: Wir nehmen zwar in Kauf, dass es mehr Verbrecher denn je gibt und weniger Aufklärung denn je gibt, aber unsere Losung ist: vorzeitige Entlassung von Häftlingen! Dabei wissen wir, dass 6 000 aller heute in den Haftanstalten einsitzenden Häftlinge mehrfach vorbestrafte Häftlinge sind. Die wollen Sie dann freilassen! Was ist denn das für ein Sicherheitskonzept? (Beifall bei der FPÖ.) – Da kann man sich über Ihr Sicherheitskonzept nur wundern.
Beifall bei der FPÖ.
Genau darum geht es, und deshalb wollen wir in diesem Bereich endlich schnellere Verfahren haben. Wir wollen, dass Asylwerber, wenn sie versuchen, das Asylrecht zu missbrauchen, endlich abgeschoben werden und nicht, so wie bis jetzt, einfach weiter im Land bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie reagiert die Regierung? – Na ja, praktisch gar nicht. Beim Budget ist es erkennbar: Im Vergleich zum Jahr 2006 hat man für das Innenressort ein Plus von 20 Millionen € möglich gemacht und klopft sich stolz auf die Brust. 20 Millionen € mehr sind es, eine größere Erhöhung gibt es im Vergleich zum Jahr 2006 nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn man das Jahr 2008 gegenüberstellt, für das wir Ausgaben in Höhe von 2 142 Millionen € im Budget geplant sehen, dann kommt man drauf, dass das weniger als im Jahr 2007 sein wird. Es wird dann nämlich gegenüber dem Jahr 2007 wieder um 8,7 Millionen € reduziert.
Beifall bei der FPÖ.
aufgaben, die sie überrollen; immer weniger Exekutivbeamte, die draußen auf der Straße unterwegs sein können! (Beifall bei der FPÖ.) Da muss man einfach festhalten, dass die Exekutive in Wirklichkeit zu Tode gespart wird.
Abg. Kößl: Wo?
Das ist eben genau der Bereich, wenn wir feststellen, dass von 2005 bis 2006 über 950 Planstellen abgebaut worden sind und wir im Vergleichzeitraum 1997 und 2007 über 3 000 Beamte weniger haben. Das ist ja festzumachen: Es hat im Jahr 1999 noch 31 504 Planstellen gegeben, und heute gibt es ... (Abg. Kößl: Wo?) Im gesamten Exekutiv-, Bundespolizei- und Bundesgendarmerie-Bereich! Heute haben wir um 3 000 Planstellen weniger. (Abg. Kößl: Das muss man auseinanderhalten!) Sie negieren das und versuchen permanent, das als falsch darzustellen. Es ist richtig! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kößl: Das muss man auseinanderhalten!
Das ist eben genau der Bereich, wenn wir feststellen, dass von 2005 bis 2006 über 950 Planstellen abgebaut worden sind und wir im Vergleichzeitraum 1997 und 2007 über 3 000 Beamte weniger haben. Das ist ja festzumachen: Es hat im Jahr 1999 noch 31 504 Planstellen gegeben, und heute gibt es ... (Abg. Kößl: Wo?) Im gesamten Exekutiv-, Bundespolizei- und Bundesgendarmerie-Bereich! Heute haben wir um 3 000 Planstellen weniger. (Abg. Kößl: Das muss man auseinanderhalten!) Sie negieren das und versuchen permanent, das als falsch darzustellen. Es ist richtig! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist eben genau der Bereich, wenn wir feststellen, dass von 2005 bis 2006 über 950 Planstellen abgebaut worden sind und wir im Vergleichzeitraum 1997 und 2007 über 3 000 Beamte weniger haben. Das ist ja festzumachen: Es hat im Jahr 1999 noch 31 504 Planstellen gegeben, und heute gibt es ... (Abg. Kößl: Wo?) Im gesamten Exekutiv-, Bundespolizei- und Bundesgendarmerie-Bereich! Heute haben wir um 3 000 Planstellen weniger. (Abg. Kößl: Das muss man auseinanderhalten!) Sie negieren das und versuchen permanent, das als falsch darzustellen. Es ist richtig! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Genau das ist es, und die U-Bahn-Zeitung „Heute“ schreibt, dass wir genau in dem Bereich Vergleichszahlen aus den letzten Jahrzehnten für den Bereich Wien haben. Da ist die Kriminalitätssteigerung überhaupt eine eklatante! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber von der Bundesregierung, die dafür verantwortlich ist, vom Innenminister wurde in den letzten Jahrzehnten – wohlgemerkt, das stand in der U-Bahn-Zeitung – die Anzahl der Exekutivbeamten um bis zu 40 Prozent reduziert, über Jahrzehnte. Wir haben im Vergleichszeitraum von vor 50 Jahren in Wien heute fast 40 Prozent weniger Exekutivbeamte, obwohl es damals nur halb so viele angezeigte Straftaten gab. Da muss man sich über Ihr Sicherheitskonzept wundern. Und dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn wir in Richtung amerikanische Verhältnisse gehen und wenn die Bürger zu Recht Angst bekommen, weil sie im Stich gelassen werden. Genau das gilt es abzustellen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kößl: ... falsche Darstellung, was Sie da machen!
Aber ich sage Ihnen schon auch eines, weil hier der Vorschlag der ÖVP zur Europameisterschaft 2008 gekommen ist, der Innenminister den „grandiosen“ Vorschlag gemacht hat, wir sollten doch präventiv Bürger einsperren, damit nichts passiert: Das ist eines Rechtsstaats mit Sicherheit nicht würdig, irgendwelche Bürger präventiv einzusperren, bevor sie eine Tat begangen haben! Dagegen werden wir Freiheitliche uns aussprechen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kößl: ... falsche Darstellung, was Sie da machen!)
Bundesminister Platter: Stimmt ja nicht!
Da gibt es leider Gottes viele Entwicklungen, die man sehr, sehr kritisch bemerken kann und die wir heute auch sehr kritisch darlegen, bis hin zu einem Rohrbombenanschlag vor einer FPÖ-Geschäftsstelle, vor einem FPÖ-Büro in Vöcklabruck in Oberösterreich. Dort wurde ein Entschärfungskommando gerufen; ein Entschärfungskommando hat die dortige Rohrbombe in Gewahrsam genommen und nach Wien geführt, um sie zu entschärfen. Und eine Woche lang findet es von Seiten des Innenministeriums niemand der Mühe wert (Bundesminister Platter: Stimmt ja nicht!), die offiziellen freiheitlichen Stellen zu informieren, Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen und letztlich auch für Sicherheit zu sorgen. Das ist ein skandalöser Akt, der im Grunde genommen den Innenminister rücktrittsreif macht! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Platter: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Platter: Das stimmt ja nicht!
Da gibt es leider Gottes viele Entwicklungen, die man sehr, sehr kritisch bemerken kann und die wir heute auch sehr kritisch darlegen, bis hin zu einem Rohrbombenanschlag vor einer FPÖ-Geschäftsstelle, vor einem FPÖ-Büro in Vöcklabruck in Oberösterreich. Dort wurde ein Entschärfungskommando gerufen; ein Entschärfungskommando hat die dortige Rohrbombe in Gewahrsam genommen und nach Wien geführt, um sie zu entschärfen. Und eine Woche lang findet es von Seiten des Innenministeriums niemand der Mühe wert (Bundesminister Platter: Stimmt ja nicht!), die offiziellen freiheitlichen Stellen zu informieren, Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen und letztlich auch für Sicherheit zu sorgen. Das ist ein skandalöser Akt, der im Grunde genommen den Innenminister rücktrittsreif macht! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Platter: Das stimmt ja nicht!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage das in dieser Deutlichkeit: So kann es, bitte, nicht gehen, dass man vor FPÖ-Bundesgeschäftsstellen oder vor FPÖ-Lokalen Rohrbomben legen kann, und niemand interessiert sich in dieser Republik dafür. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Stimmt es, dass diese beiden Personen, die jetzt in U-Haft sitzen, in der Nacht auf 1. Jänner 2007 in der SCS vor dem Waffengeschäft Kettner eine Rohrbombe positioniert haben, wobei zum Glück keine Sprengung erfolgt ist und sie nicht zu illegalen Waffen kommen konnten, um ihre politisch motivierten – wie Gerüchte sagen – Aktionen setzen zu können? (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir versagen Ihnen das Vertrauen, weil Sie sicherheitspolitische Defizite nicht erkennen, weil Sie nicht bereit sind, endlich für die Ausbildung von mehr Polizeischülern zu sorgen und für die Besetzung der Planstellen zu sorgen. Sie machen jetzt vielmehr sogar eine Kürzung bei den Überstunden, Sie verschlafen diese Problematik, und Sie sind auch bei Rohrbombenanschlägen mit der Information eindeutig skandalös untätig gewesen. All das sind Dinge, die man so einfach nicht durchgehen lassen kann, und deshalb haben wir heute auch diesen Misstrauensantrag eingebracht. Wir wollen hier einfach auch zur Kenntnis bringen: So kann man Sicherheitspolitik in Österreich als verantwortlicher Innenminister mit Sicherheit nicht machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Zu wenig! Schlichtweg zu wenig! Um ein Vielfaches zu wenig!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Klubobmann Strache hat heute unter anderem auch gemeint, dass nicht genügend Ausbildung bei der Polizei erfolgt. Ich kann Ihnen berichten, dass derzeit über 800 junge Menschen bei der Polizei in Ausbildung stehen und daher auch laufend dafür gesorgt wird, dass ein Pensionsersatz geschaffen wird. (Abg. Dr. Graf: Zu wenig! Schlichtweg zu wenig! Um ein Vielfaches zu wenig!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Sie haben auch angesprochen, dass etwa die Zahl der Delikte, die Ausländer begehen, im Steigen begriffen ist. Ich kann Ihnen auch da berichten, dass die Zahl der Delikte durch Ausländer von 28,9 Prozent auf 28 Prozent zurückgegangen ist. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Es ist gering, aber es zeigt eine Tendenz. Und dann darf ich Ihnen auch dazu sagen, Kollege Mayerhofer, dass zum Beispiel Bürger aus Deutschland in dieser Statistik ziemlich weit vorne sind, weil da unter anderem auch die Verkehrsdelikte mit berücksichtigt werden. (Abg. Dr. Graf: Dann ist die Welt ja in Ordnung!)
Abg. Dr. Graf: Dann ist die Welt ja in Ordnung!
Sie haben auch angesprochen, dass etwa die Zahl der Delikte, die Ausländer begehen, im Steigen begriffen ist. Ich kann Ihnen auch da berichten, dass die Zahl der Delikte durch Ausländer von 28,9 Prozent auf 28 Prozent zurückgegangen ist. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Es ist gering, aber es zeigt eine Tendenz. Und dann darf ich Ihnen auch dazu sagen, Kollege Mayerhofer, dass zum Beispiel Bürger aus Deutschland in dieser Statistik ziemlich weit vorne sind, weil da unter anderem auch die Verkehrsdelikte mit berücksichtigt werden. (Abg. Dr. Graf: Dann ist die Welt ja in Ordnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Herr Minister, haben bei den von mir aufgezählten Projekten mit Sicherheit unsere Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ganz kurz zum Herrn Kollegen Parnigoni: Wenn Sie hier herauskommen und den Wunsch des Wiener Bürgermeisters nach mehr Polizei übermitteln, dann frage ich Sie: Warum machen Sie es nicht? Sie sind in der Regierung, Sie stellen den Bundeskanzler, den Regierungschef – dann tun Sie es endlich! Wir brauchen in Wien mehr Polizei. (Beifall beim BZÖ.) Aber nicht unterstützen – machen! Ärmel aufkrempeln und machen! Da sind wir alle einer Meinung, dass wir das brauchen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Wie können Sie solche Behauptungen aufstellen?
Auf der anderen Seite ist das für uns aber kein Anlass, dem Innenminister das Misstrauen auszusprechen, weil wir der Meinung sind, dass das eben genau auch der Sinn und Zweck ist, das, was die wollen. Wissen Sie, wer als Erster applaudiert, wenn ein Misstrauensantrag gegen den Innenminister eingebracht wird? – Genau der Absender dieses Packerls, genau der linke Absender dieser Rohrbomben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wie können Sie solche Behauptungen aufstellen?)
Beifall beim BZÖ.
Daher ist das nicht geeignet und ist es überzogen, dem Minister deshalb das Misstrauen auszusprechen. Wir werden daher gegen diesen Misstrauensantrag stimmen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Pro Bezirk sind es 20! Pro Bezirk werden 20 Wohnungen pro Tag ausgeraubt!
Daher muss man das Sicherheitsproblem, das wir haben, akzeptieren – und es ist im Moment ein evidentes. 70 Straftaten pro Stunde und – nicht 450 – 20 Wohnungseinbrüche pro Tag im Durchschnitt, das ist eindeutig zu viel. (Abg. Strache: Pro Bezirk sind es 20! Pro Bezirk werden 20 Wohnungen pro Tag ausgeraubt!) Dagegen muss man etwas tun. Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsquote.
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister Platter, da immer aus diesen Bankreihen (in Richtung ÖVP), als Kollege Strache richtigerweise die vorzeitigen Haftentlassungen kritisiert hat, ebenfalls die Kritik gekommen ist und gesagt worden ist, da sei man ohnehin nicht dafür, würde ich Sie wirklich bitten: Stehen Sie heute hier im Nationalrat auf, und distanzieren Sie sich von diesem Programm der roten Justizministerin zur vorzeitigen Haftentlassung, zur Umwandlung von Haftstrafen in Geldstrafen, zur Generalamnestie! Es kann nicht die Antwort Ihres Ressorts und auch nicht die des Justizressorts sein, dass Sie bei mehr Kriminalität mehr Haftentlassungen, mehr Entlassungen vorsehen und damit mehr Täter auf die Straße lassen. Da sind wir dagegen, und da werden wir jeden Widerstand leisten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn sich das wirklich durchsetzt – ich habe nichts dagegen, mehr Sicherheit durch mehr privaten Wachdienst, durchaus –, wäre das ja eine Bankrotterklärung der eigenen Sicherheitspolitik und damit auch ein Eingeständnis dafür, dass wir eben zu wenig Polizisten haben und mehr auf der Straße brauchen. Und wir ersuchen Sie, das sicherzustellen, Herr Minister Platter. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist leider Gottes ein Unsinn!
Zum Thema Asyl: Jawohl – alles schon gesagt –, wir haben zu viele Anträge in der Pipeline, es dauert zu lange, bis die Asylanträge abgearbeitet werden, aber wir haben auch eines erreicht, und das ist schon auch ein Verdienst der früheren Regierung: Wir haben mit dem heutigen Tag die schärfsten Fremden- und Asylgesetze, die es jemals in diesem Land gab. Das hat dazu geführt, dass wir wesentlich weniger Asylwerber haben, wesentlich weniger neue Asylanträge und auch wesentlich weniger Zuwanderung. Und das ist ein Verdienst der BZÖ/ÖVP-Regierung, das wir gemeinsam erreicht haben, und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist leider Gottes ein Unsinn!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Warum habt ihr das nicht gemacht? Habt ihr die letzten Jahre verschlafen?
Das heißt, wir stehen dazu, dass man das auch verkürzen muss. Dieser Asylgerichtshof – eine langjährige Forderung auch des BZÖ – ist richtig. Herr Kollege Strache und Frau Kollegin Stoisits vertreten hier zwei polarisierende Positionen. Die einen sagen, alle abschieben, die anderen sagen, keinen abschieben. Wir sagen, es ist beides falsch. Wir sind für ein scharfes Fremdenrecht, für ein scharfes Asylrecht, und wir sagen, man muss die Richtigen abschieben. Ich glaube, das hat auch der Herr Minister gemeint: Man muss die Richtigen abschieben. Jene, die bei uns straffällig werden, jene, die das Land nicht achten, nicht schätzen, die sich gar nicht integrieren wollen, jene, die Sozialmissbrauch betreiben, die haben hier nichts verloren! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Warum habt ihr das nicht gemacht? Habt ihr die letzten Jahre verschlafen?)
Beifall beim BZÖ.
Da haben wir auch einen neuen Ansatzpunkt, denn wir sagen: Das ist eine Härte, die nicht gerechtfertigt ist! Da gibt es in Oberösterreich die Fälle in Grein, da gibt es die Fälle von Sharifi in Leoben – und da sagen wir: Nein, es kann kein automatisches Bleiberecht geben, aber für diese Härtefälle soll es unter gewissen Bedingungen ein Bleiberecht geben, weil auch musterhafte Integration als Beispiel dienen soll, wie es gehen kann, als Beispielwirkung für gute Integration in diesem Land. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Ein Punkt, den ich noch bringen will, Herr Minister: Es ist mir immer ein Anliegen, und deswegen werde ich das auch heute wieder bringen, der Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch. Wir haben 2 500 angezeigte Fälle. Sie kennen die Dunkelziffer von rund 10 000 Fällen. Ich bin sehr, sehr froh, dass wir jetzt in eine Diskussion kommen, bei der es endlich wirklich einmal auch eine härtere Gangart gegen solche Verbrecher gibt. Deswegen freut es mich auch sehr, dass aus unserem Entschließungsantrag für ein Berufsverbot von Sexualstraftätern, den wir vorige Woche eingebracht haben, plötzlich – siehe da! – ein Antrag aller Parteien wurde, der heute angenommen werden wird. Das freut uns sehr. Das ist eine erfolgreiche Initiative des BZÖ. Dafür bedanken wir uns auch bei den anderen Parteien. Das ist in Ordnung, weil es richtig ist. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ.
einen anderen, auch einen schärferen Ansatz laut amerikanischem Beispiel; dort gibt es das in manchen Bundesstaaten. Wir glauben nicht, dass nur die Polizei und nur die Behörden Einsicht nehmen dürfen in diese Straftäterdatei, nein, wir gehen hier einen Schritt weiter. Wir sagen, es muss die Möglichkeit geben, über das Internet unter gewissen Voraussetzungen auch als normaler Bürger Einsicht zu nehmen, damit ich weiß, ob in meinem unmittelbaren Umfeld eine Gefahr besteht. Das ist Schutz der Familien, Schutz der Kinder, und auch das sollte man überlegen im Sinne eines wirklichen Schutzes vor Kindesmissbrauch. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das ist die Aushebelung des Rechtsstaates!
Letzter Punkt: die Präventivhaft für Hooligans, die auch Herr Kollege Strache angesprochen hat. Da sind wir diametral anderer Meinung. Hier haben Sie unsere vollste Unterstützung, Herr Minister Platter, weil wir auch diese Idee eingebracht haben. Hier rufen wir Ihnen zu: Markgraf, bleib hart! (Abg. Strache: Das ist die Aushebelung des Rechtsstaates!)
Abg. Strache: Das ist die Aushebelung des freien Rechtsstaates, wenn Sie hier fordern, jemanden präventiv einzusperren!
Herr Kollege Strache, das sei Ihnen schon gesagt: Sie haben sich hier – für mich erstaunlicherweise – heute dafür ausgesprochen, dass diese schweren Jungs, diese vorbestraften Hooligans, nicht in Präventivhaft genommen werden dürfen. (Abg. Strache: Das ist die Aushebelung des freien Rechtsstaates, wenn Sie hier fordern, jemanden präventiv einzusperren!) In Deutschland bei der Fußball-WM hat das hervorragend funktioniert. Da sind, glaube ich, 500 oder 600 schwere Jungs, vorbestrafte Hooligans, präventiv festgehalten worden. Sie sind gar nicht zum Match hineingekommen, und es hat funktioniert. Es gab keine Ausschreitungen. (Abg. Strache: Sie sollen nicht ins Stadion dürfen, aber doch nicht einsperren!)
Abg. Strache: Sie sollen nicht ins Stadion dürfen, aber doch nicht einsperren!
Herr Kollege Strache, das sei Ihnen schon gesagt: Sie haben sich hier – für mich erstaunlicherweise – heute dafür ausgesprochen, dass diese schweren Jungs, diese vorbestraften Hooligans, nicht in Präventivhaft genommen werden dürfen. (Abg. Strache: Das ist die Aushebelung des freien Rechtsstaates, wenn Sie hier fordern, jemanden präventiv einzusperren!) In Deutschland bei der Fußball-WM hat das hervorragend funktioniert. Da sind, glaube ich, 500 oder 600 schwere Jungs, vorbestrafte Hooligans, präventiv festgehalten worden. Sie sind gar nicht zum Match hineingekommen, und es hat funktioniert. Es gab keine Ausschreitungen. (Abg. Strache: Sie sollen nicht ins Stadion dürfen, aber doch nicht einsperren!)
Abg. Strache: Das betrifft dann wahrscheinlich Sie auch! Das betrifft dann alle Schläger!
Wissen Sie, Herr Kollege Strache, da wundert mich Ihr Ansatz zu Sicherheit, Recht und Ordnung, Law and Order, schon. Denn die vorübergehende Anhaltung, diese sogenannte Präventivhaft von Hooligans, von schweren Gewalttätern ist dazu da, Familien und Kinder in den Stadien zu schützen. (Abg. Strache: Das betrifft dann wahrscheinlich Sie auch! Das betrifft dann alle Schläger!)
Beifall beim BZÖ.
Daher haben Sie unsere Unterstützung, Herr Minister. Dafür treten wir ein, dass diese Präventivhaft in Österreich auch kommt und dass diese schweren Jungs und diese Hooligans von vornherein weggeschafft werden. Das gehört nämlich in Wirklichkeit gemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte an die Ausführungen der Kollegen Parnigoni und Kößl anschließen. Ich glaube, was das Budget betrifft, haben wir im Bereich Inneres durchaus einen sehr engagierten Schritt getan, und mit diesem Budget können wir in den nächsten zwei Jahren gut weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Ich hoffe, Sie hören allen Abgeordneten genau zu!
Ich habe Herrn Kollegem Strache natürlich sehr genau zugehört (Abg. Dr. Graf: Ich hoffe, Sie hören allen Abgeordneten genau zu!) und muss sagen: Es war nichts Neues, ein Rundumschlag quasi gegen alles, was gerade hier steht und sitzt. Ich sage Ihnen, Herr Kollege Strache, wenn Sie die Kriminalitätsstatistik genau ansehen – Sie haben das verbunden und gemeint, die Zahlen der Kriminalitätsstatistik seien deshalb gestiegen, weil die EU-Osterweiterung stattgefunden hat (Abg. Strache: Und in der Prävention versagt haben!) –, dann werden Sie sehr genau sehen: Je länger die neuen EU-Mitgliedsländer dabei sind, desto stärker gehen die Straftaten zurück.
Abg. Strache: Und in der Prävention versagt haben!
Ich habe Herrn Kollegem Strache natürlich sehr genau zugehört (Abg. Dr. Graf: Ich hoffe, Sie hören allen Abgeordneten genau zu!) und muss sagen: Es war nichts Neues, ein Rundumschlag quasi gegen alles, was gerade hier steht und sitzt. Ich sage Ihnen, Herr Kollege Strache, wenn Sie die Kriminalitätsstatistik genau ansehen – Sie haben das verbunden und gemeint, die Zahlen der Kriminalitätsstatistik seien deshalb gestiegen, weil die EU-Osterweiterung stattgefunden hat (Abg. Strache: Und in der Prävention versagt haben!) –, dann werden Sie sehr genau sehen: Je länger die neuen EU-Mitgliedsländer dabei sind, desto stärker gehen die Straftaten zurück.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Und Sie sollten sie ernst nehmen! Ich habe sie vorgelesen! Das sind die richtigen statistischen Zahlen gewesen!
Die Täter kommen aus den Nicht-EU-Ländern – das ist der entscheidende Punkt –, und die Europäische Union ist natürlich eine Sicherheitszone geworden. Sie sollten sich die Statistiken in diesem Zusammenhang einmal genauer anschauen, weil Sie sonst die falschen Schlüsse daraus ziehen, wie man gesehen hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Und Sie sollten sie ernst nehmen! Ich habe sie vorgelesen! Das sind die richtigen statistischen Zahlen gewesen!)
Abg. Strache: Aber das passiert nicht!
Ist aber ein Asylverfahren negativ, bedeutet das Ausreise – ganz einfach Ausreise. (Abg. Strache: Aber das passiert nicht!) Freilich passiert es! (Abg. Rosenkranz: Aber das ist doch nicht so!)
Abg. Rosenkranz: Aber das ist doch nicht so!
Ist aber ein Asylverfahren negativ, bedeutet das Ausreise – ganz einfach Ausreise. (Abg. Strache: Aber das passiert nicht!) Freilich passiert es! (Abg. Rosenkranz: Aber das ist doch nicht so!)
Abg. Dr. Graf: Das steht nicht einmal in den „NÖN“!
Geschätzte Damen und Herren! Geregelte Zuwanderung (Abg. Dr. Graf: Das steht nicht einmal in den „NÖN“!), das heißt aus meiner Sicht – und das gilt so wie für alle anderen Bereiche auch –, Österreich hat wie jeder andere Staat auf dieser Welt wohl das Recht, selbst zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen man sich jeweils niederlassen darf.
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen auch, was nicht geht: Es geht nicht – es wäre absurd, wenn es einen negativen Asylbescheid gibt, und die Leute können hier bleiben –, aus einem negativen Asylverfahren das Recht auf Niederlassung abzuleiten. Ich meine, dann können wir aufhören mit der Gesetzgebung, sondern da bringen wir Unordnung in das Staatssystem. Österreich – ich sage das auch sehr offen dazu – hat keinen Platz für U-Boote. Wenn sich jemand in Österreich aufhält, aber nicht gemeldet ist, so ist das illegal. Und was illegal ist, das darf nicht Recht werden – ich sage das sehr deutlich. (Beifall bei der ÖVP.) – Wer zuwandern will, der muss einen entsprechenden Antrag im Ausland stellen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Als wir das gesagt haben, sind wir noch angegriffen worden von euch!
Ich sage auch noch etwas zur Zuwanderung, denn mir ist es schon wichtig, dass hier gewisse Prinzipien klargestellt werden: Integration heißt für mich das Lernen unserer Spielregeln, und das ist prioritär eine Leistung, die diejenigen erbringen müssen, die zu uns kommen, und nicht umgekehrt. – Erster Punkt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Als wir das gesagt haben, sind wir noch angegriffen worden von euch!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: ..., die ÖVP hat damals geschimpft! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Strache und Kößl.
Zweiter Punkt: Wenn jemand zuwandert, dann hat er neben den Rechten vor allem auch drei Pflichten zu erledigen: erstens, Deutsch zu lernen; zweitens, arbeiten zu wollen; drittens, sich bei uns einzuordnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: ..., die ÖVP hat damals geschimpft! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Strache und Kößl.)
Abg. Mag. Lapp: ... hervorragend!
Geschätzte Damen und Herren! Ich sage das deshalb sehr deutlich, weil ich auch hier ab und zu das Gefühl habe, dass „Integration“ oft anders verstanden wird. Ich habe mir die Integrationsstellen der Stadt Wien angeschaut: Was wird bei den Integrationsstellen der Stadt Wien vermittelt? (Abg. Mag. Lapp: ... hervorragend!) Ich sage Ihnen, es werden dort zu 99 Prozent die Rechte vermittelt, und es wird nicht unsere Erwartungshaltung an die möglicherweise neuen Bürger vermittelt. (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt überhaupt nicht! Sie phantasieren!) Das halte ich für eine völlige Schieflage – ich sage das sehr offen dazu. (Abg. Mag. Lapp: Sie phantasieren! – Abg. Dr. Graf – in Richtung ÖVP –: In der Volksanwaltschaft, ab 1. Juli, wenn ihr nicht aufpasst, wird es dann auch so sein!)
Abg. Mag. Lapp: Das stimmt überhaupt nicht! Sie phantasieren!
Geschätzte Damen und Herren! Ich sage das deshalb sehr deutlich, weil ich auch hier ab und zu das Gefühl habe, dass „Integration“ oft anders verstanden wird. Ich habe mir die Integrationsstellen der Stadt Wien angeschaut: Was wird bei den Integrationsstellen der Stadt Wien vermittelt? (Abg. Mag. Lapp: ... hervorragend!) Ich sage Ihnen, es werden dort zu 99 Prozent die Rechte vermittelt, und es wird nicht unsere Erwartungshaltung an die möglicherweise neuen Bürger vermittelt. (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt überhaupt nicht! Sie phantasieren!) Das halte ich für eine völlige Schieflage – ich sage das sehr offen dazu. (Abg. Mag. Lapp: Sie phantasieren! – Abg. Dr. Graf – in Richtung ÖVP –: In der Volksanwaltschaft, ab 1. Juli, wenn ihr nicht aufpasst, wird es dann auch so sein!)
Abg. Mag. Lapp: Sie phantasieren! – Abg. Dr. Graf – in Richtung ÖVP –: In der Volksanwaltschaft, ab 1. Juli, wenn ihr nicht aufpasst, wird es dann auch so sein!
Geschätzte Damen und Herren! Ich sage das deshalb sehr deutlich, weil ich auch hier ab und zu das Gefühl habe, dass „Integration“ oft anders verstanden wird. Ich habe mir die Integrationsstellen der Stadt Wien angeschaut: Was wird bei den Integrationsstellen der Stadt Wien vermittelt? (Abg. Mag. Lapp: ... hervorragend!) Ich sage Ihnen, es werden dort zu 99 Prozent die Rechte vermittelt, und es wird nicht unsere Erwartungshaltung an die möglicherweise neuen Bürger vermittelt. (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt überhaupt nicht! Sie phantasieren!) Das halte ich für eine völlige Schieflage – ich sage das sehr offen dazu. (Abg. Mag. Lapp: Sie phantasieren! – Abg. Dr. Graf – in Richtung ÖVP –: In der Volksanwaltschaft, ab 1. Juli, wenn ihr nicht aufpasst, wird es dann auch so sein!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das war eine schwache Leistung!
Wenn wir den Zuwanderern Orientierung bieten wollen – ich glaube, das muss so sein –, dann müssen wir beides in Balance halten: die Pflichten und die Rechte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das war eine schwache Leistung!)
Abg. Dr. Graf: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Neugebauer: Jeder hört das, was er hören will!
Fremdenrecht ausführen wollte oder konnte. Aber spannend ist es schon, was er unter Ordnung oder Unordnung versteht. Herr Abgeordneter Missethon findet, wenn ein Staat gesetzliche Regelungen erlassen hat und diese dann ändern möchte, wäre das schon Unordnung, als würde man damit schon die Grundordnung in Frage stellen. (Abg. Dr. Graf: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Neugebauer: Jeder hört das, was er hören will!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Missethon, wenn wir als Staat ein Bleiberecht einführen, dann ist das weder fremdbestimmt noch unordentlich, sondern eine neue Überlegung, die diese Regierung vornehmen kann, die dieses Parlament vornehmen sollte, und damit genauso rechtsstaatliches Grundprinzip. Es ist vielleicht Ihre Meinung, dass das irgendwie nicht sein sollte, aber das ist deswegen noch nicht rechtsstaatliche Unordnung. So viel Seriosität der Debatte möchte ich Ihnen schon zutrauen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Abgeordneter, das kann wirklich nicht Ihr Ernst sein! Wir sind uns, glaube ich, schon einig darüber, dass es Sache des Parlaments ist, Gesetze zu beschließen mit den Mehrheiten, die sich finden. Ich hoffe, dass sich für humanitäre, an christlichen Grundwerten orientierte Entscheidungen eine Mehrheit in diesem Haus findet – und damit für eine humanitäre Reparatur in jenen Fällen, wo Menschen sonst ins Nichts gedrängt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Das sind Einzelfälle!
Dazu sagen wir als Grüne: Das ist unmenschlich! (Ruf bei der FPÖ: Das sind Einzelfälle!) Das ist unchristlich, wenn Sie wollen – an die Adresse der christlichen Partei. Da brauchen wir ein Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dazu sagen wir als Grüne: Das ist unmenschlich! (Ruf bei der FPÖ: Das sind Einzelfälle!) Das ist unchristlich, wenn Sie wollen – an die Adresse der christlichen Partei. Da brauchen wir ein Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Wollen Sie jetzt beitreten, oder was ...?
Das heißt, es sind zwei Gruppen, einerseits Langzeitasylwerberinnen und -werber, die längst integriert sind – und Sie haben ja gesagt, wer sich integrieren will, sollte dies auch tun können –, und andererseits Menschen, die auf Grund der vielen Änderungen, die in den letzten Jahren im Fremdenrecht dauernd passiert sind, plötzlich unverschuldet keinen Aufenthaltstitel mehr hätten, wo wir sagen: Mit einem Stichtag diese Altlasten beseitigen und familienpolitisch aus einer christlichen, sozialen, humanitären Welthaltung heraus (Abg. Rädler: Wollen Sie jetzt beitreten, oder was ...?) für die Herstellung eines Zustandes, der als menschenwürdig bezeichnet werden kann, sorgen!
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Für alle anderen gilt es, ein Verfahren zu entwickeln, das Härten des Gesetzes ... (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Ich weiß, das Thema ist Ihnen unangenehm, aber Sie werden es aushalten. Was glauben Sie, was die Menschen, die von Ihren Gesetzen betroffen sind, alles aushalten müssen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Hauser: Was glauben Sie, was die Österreicher aushalten müssen, ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Hauser: Was glauben Sie, was die Österreicher aushalten müssen, ...!
Für alle anderen gilt es, ein Verfahren zu entwickeln, das Härten des Gesetzes ... (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Ich weiß, das Thema ist Ihnen unangenehm, aber Sie werden es aushalten. Was glauben Sie, was die Menschen, die von Ihren Gesetzen betroffen sind, alles aushalten müssen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Hauser: Was glauben Sie, was die Österreicher aushalten müssen, ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ihre Familienpolitik ist Abtreibung auf Krankenschein!
Das, was wir brauchen, ist ein Verfahren, wo das Bleiberecht danach auch weiterhin geregelt werden kann. Und was das Mindeste sein sollte, ist, dass man in jenen Fällen, wo Ehepaare oder Familien binational zustande kommen, das Mindestmaß an Menschlichkeit herstellt. Es ist ja wirklich absurd, dass ein Österreicher, eine Österreicherin jemanden aus einem anderen Herkunftsland heiratet, und dann sollte die Person wieder zurück ins Herkunftsland und dort einen Antrag auf Niederlassung stellen müssen, um überhaupt wieder einreisen zu können, zurück nach China und dort jahrelang warten! – Das ist Ihre Familienpolitik?! Genieren Sie sich dafür nicht wirklich, zumindest heimlich ein bissel? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ihre Familienpolitik ist Abtreibung auf Krankenschein!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Frau Kollegin, Ihre Familienpolitik ist Abtreibung auf Krankenschein, oder?
Das heißt, für binationale Ehen wäre es ebenfalls notwendig, hier eine Verbesserung zu fordern. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Frau Kollegin, Ihre Familienpolitik ist Abtreibung auf Krankenschein, oder?)
Bundesminister Platter führt, neben dem Präsidium stehend, ein Gespräch.
Auf das Thema Frauen komme ich aber auch ganz gern im Zusammenhang mit dem Fremdenrecht und dem Asyl zu sprechen. Herr Minister Platter!, Sie sind ... (Bundesminister Platter führt, neben dem Präsidium stehend, ein Gespräch.) – Aha, doch. Er ist zumindest physisch noch anwesend. – Sie sind noch nicht so lange im Amt, sodass ich nicht weiß, ob Sie die Debatte damals mitverfolgt haben, aber wir haben im Asylverfahren zwei grobe Schwierigkeiten, von denen besonders Frauen betroffen sind. (Bundesminister Platter reicht einigen auf den Plätzen für Ministerialbeamte, nahe dem Saalausgang neben dem Präsidium, sitzenden Personen die Hand.) – Daraufhin geht er nun ganz weg. Okay. Ich erzähle es Ihnen; vielleicht hört es der Herr Minister dann auch irgendwann.
Bundesminister Platter reicht einigen auf den Plätzen für Ministerialbeamte, nahe dem Saalausgang neben dem Präsidium, sitzenden Personen die Hand.
Auf das Thema Frauen komme ich aber auch ganz gern im Zusammenhang mit dem Fremdenrecht und dem Asyl zu sprechen. Herr Minister Platter!, Sie sind ... (Bundesminister Platter führt, neben dem Präsidium stehend, ein Gespräch.) – Aha, doch. Er ist zumindest physisch noch anwesend. – Sie sind noch nicht so lange im Amt, sodass ich nicht weiß, ob Sie die Debatte damals mitverfolgt haben, aber wir haben im Asylverfahren zwei grobe Schwierigkeiten, von denen besonders Frauen betroffen sind. (Bundesminister Platter reicht einigen auf den Plätzen für Ministerialbeamte, nahe dem Saalausgang neben dem Präsidium, sitzenden Personen die Hand.) – Daraufhin geht er nun ganz weg. Okay. Ich erzähle es Ihnen; vielleicht hört es der Herr Minister dann auch irgendwann.
Bundesminister Platter nimmt wieder auf der Regierungsbank Platz.
Es gibt erstens geschlechtsspezifische Verfolgung als Tatsache. Das ist international anerkannt, in Österreich in der Spruchpraxis der Asylverfahren allerdings völlig unterentwickelt. Wenn Frauen vor Zwangsverheiratung, Witwenverbrennung, Genitalverstümmelung oder einfach vor politischer Verfolgung flüchten, haben sie in Österreich als Opfer von geschlechtsspezifischer Verfolgung keinen ausreichenden Schutz. (Bundesminister Platter nimmt wieder auf der Regierungsbank Platz.) Ich nenne Ihnen nur eine Zahl: Bei der Genitalverstümmelung gibt es genau vier Fälle, wo aus humanitären
Beifall bei den Grünen.
Wie die Einvernahme von Frauen aussieht, die oft traumatisiert als Opfer von sexueller Gewalt oder von geschlechtsspezifischer Gewalt im Erstverfahren sitzen, brauche ich Ihnen nicht zu schildern. Da sollte es selbstverständlich sein, dass diese Frauen von Frauen einvernommen und von Frauen gedolmetscht werden können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Wen vertreten Sie?
Ein letzter Punkt noch zum Thema Gewalt gegen Frauen generell: Wir haben seit zehn Jahren das Gewaltschutzgesetz, das in Österreich als Gesetz vorbildlich ausgefallen ist; in der Praxis hinkt es an vielen Stellen weiterhin dem realen Bedarf hinterher. Es gibt eine ganz banale Geschichte, Herr Minister, wo Sie noch nicht einmal Gender Budgeting seriös umsetzen könnten – abgesehen davon, dass Ihr Kapitel, was den geschlechtsspezifischen Aspekt betrifft, wieder erbärmlich ausgefallen ist –: Sie haben in der Kriminalitätsstatistik ja noch nicht einmal eine Statistik, die Täter und Täterinnen und Opfer weiblichen oder männlichen Geschlechts ausweist. (Abg. Rädler: Wen vertreten Sie?)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre doch einmal spannend, so eine Studie zu machen, wie es sie in den Niederlanden gibt: Wie hoch sind die Kosten, die männliche Gewalt verursacht? Wie hoch sind die Kosten, die weibliche Gewalt verursacht? – Das würde ich mir gerne einmal anschauen, aber dazu wäre als Minimum erforderlich, dass Sie die Grundlagen schaffen und endlich eine geschlechtsspezifische Statistik erheben lassen und damit zeigen, dass Sie anfangen, in Ihrem Bereich allmählich die unterschiedliche Betroffenheit von Männern und Frauen ernst zu nehmen, damit Sie vielleicht auch einmal ein gendersensibles Budget vorlegen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, häng das Bild wieder gerade!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Gaál zu Wort. Er hat sich eine Redezeit von 3 Minuten vorgenommen. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Murauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, häng das Bild wieder gerade!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP
Uns geht es da auch darum, das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken und, wo immer die Chance und die Möglichkeit sich bieten, auch objektiv mehr Sicherheit zu schaffen. Die letzten Umfragen, Herr Kollege Westenthaler, die wir, auch vom Zivilschutzverband her, gemacht haben, waren überraschend positiv: Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung fühlen sich sehr oder eher sicher. – Also, die Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich sicher in diesem Land (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP), und das ist natürlich schon ein großes Verdienst der Exekutivbeamten in Stadt und Land.
Abg. Ing. Westenthaler: Ich würde es Ihnen vergönnen, wenn es so wäre!
Die Österreicher haben ein Recht auf Sicherheit, auf (Abg. Ing. Westenthaler: Ich würde es Ihnen vergönnen, wenn es so wäre!) – Ich kann Ihnen die Statistik zukommen lassen! Die haben wir vom Zivilschutzverband gemacht, und nicht das Innenministerium. Da ist sehr objektiv und sachlich vorgegangen worden. Und das ist ein erfreuliches Ergebnis. Denn: Die Österreicher haben ein Recht auf umfassende Sicherheit – und dazu zählt auch, Herr Bundesminister, der Katastrophen- und der Zivilschutz.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zum Zivilschutz ein paar kurze Bemerkungen, Herr Bundesminister: Zunächst soll man auch danke sagen, nämlich den Hunderten freiwilligen Mitarbeitern in den Landesorganisationen, in den Zivilschutzverbänden, aber auch den Tausenden von Mitarbeitern in den Rettungsorganisationen – Feuerwehr, Arbeiter-Samariter-Bund, Rotes Kreuz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das sind ja die Säulen des Zivilschutzes, wo Tausende von Menschen rund um die Uhr im Dienste des Nächsten unterwegs sind. Wir wissen auch, dass ein wirksamer Zivilschutz nur dann möglich ist, wenn auch die Bevölkerung, der aktive Bürger hier mittut.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP.
Daher möchte ich mich bei Ihnen, Herr Bundesminister, bedanken für die sehr konstruktive, gute Zusammenarbeit in diesem Bereich mit Ihnen persönlich, aber auch mit den Beamten des Innenressorts, und ich darf mich auch dafür bedanken, dass Sie die Schirmherrschaft über die Kindersicherheitsolympiade „Safety-Tour 2007“ übernommen haben. Zum achten Mal veranstalten wir diese, es werden mehr als 60 000 Kinder österreichweit mit dabei sein bei diesem sehr spannenden, lehrreichen und begehrten Sicherheitsbewerb. Das ist ein nachhaltiges Kindersicherheitsprojekt, das sich zu einem Europaprojekt mausert. Wir sind hier unterwegs Richtung Europa – mit Ihrer Unterstützung, Herr Bundesminister. Einige europäische Staaten wollen die „Safety-Tour“ in ihr Zivil- und Selbstschutzprogramm aufnehmen beziehungsweise haben das bereits getan. Seit Jahren nehmen bereits Schulklassen aus unseren Nachbarländern daran teil. Kindersicherheit macht Europa sicherer – wir gehen gemeinsam diesen Weg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Wo war die ÖVP in den letzten zwei Jahrzehnten? Wo war die ÖVP? Nicht in der Regierung?
Aber Sie haben natürlich recht, wenn Sie, wie in der heutigen Ausgabe des „Kurier“ drinnen steht, sagen, dass, wie aus einer Erhebung Ihrerseits hervorgeht, in Wiens Volksschulen 43,3 Prozent der Schüler nicht die deutsche Muttersprache sprechen. Als der „Kurier“ Sie fragt: Was hätten wir anders machen sollen?, sagen Sie darauf, man hätte sich zuerst einmal überlegen sollen, ob man überhaupt so viele hereinlassen soll. (Abg. Strache: Wo war die ÖVP in den letzten zwei Jahrzehnten? Wo war die ÖVP? Nicht in der Regierung?)
Abg. Strache: Telfs, Reutte – überall ÖVP-Bürgermeister!
Das ist alles richtig, aber Sie machen da zwei Fehler, nämlich: Erstens einmal reduziert sich das leider überhaupt nicht auf Wien – Sie werden es also nicht zusammenbringen, das nur den Sozialdemokraten in die Schuhe zu schieben –, sondern dieselbe Situation findet man in Innsbruck (Abg. Strache: Telfs, Reutte – überall ÖVP-Bürgermeister!), dieselbe Situation in Graz. Das ist auch dort, wo Sie regieren, so. In Graz und Innsbruck beispielsweise – schauen Sie sich dafür die Zahlen an! – ist es genau dasselbe! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nicht „aber“, sondern schauen Sie sich die Zah-
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das ist alles richtig, aber Sie machen da zwei Fehler, nämlich: Erstens einmal reduziert sich das leider überhaupt nicht auf Wien – Sie werden es also nicht zusammenbringen, das nur den Sozialdemokraten in die Schuhe zu schieben –, sondern dieselbe Situation findet man in Innsbruck (Abg. Strache: Telfs, Reutte – überall ÖVP-Bürgermeister!), dieselbe Situation in Graz. Das ist auch dort, wo Sie regieren, so. In Graz und Innsbruck beispielsweise – schauen Sie sich dafür die Zahlen an! – ist es genau dasselbe! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nicht „aber“, sondern schauen Sie sich die Zah-
Beifall bei der FPÖ.
len an! Sie spielen das in der Debatte nach wie vor herunter. Sie üben sich zwar darin, nach draußen jetzt den starken Mann zu spielen, aber Sie nehmen diese Dinge immer noch nicht ernst. Und das ist das, wogegen wir uns verwahren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der dritte Punkt ist – und das ist Ihnen, Herr Innenminister, schon anzurechnen, dass Sie das ausgesprochen haben –, dass natürlich die Asylwerber das nicht alleine zustande bringen, sondern dass sie auf eine rege Mithilfe aus unserem Land selbst zählen können, dass es gesellschaftliche und politische Gruppen gibt, die das vorantreiben. Sonst ginge es ja gar nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich, was Sie da ...!
Fein, da stehen wir jetzt. Das wissen wir jetzt. Es ist in den letzten Tagen und auch Wochen auch schon von Vertretern beinahe aller Parteien ausgesprochen worden. Nur: Was machen wir jetzt? Was passiert jetzt? Welche Taten werden dieser Einsicht folgen? – Das ist jetzt das wirklich Interessante. (Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich, was Sie da ...!)
Abg. Öllinger: Das ist ganz was anderes!
Wir wissen, welche Sogwirkung so ein Vorgehen haben würde. Wir kennen das aus Spanien. Dort distanzieren sich übrigens auch die Parteien, die das gemacht haben, mittlerweile davon, denn sie haben nicht einen Missstand sozusagen durch eine, nun ja, nicht ganz gesetzesübliche Maßnahme bereinigt, sondern sie haben bewirkt, dass dieses Vorgehen einen Rattenschwanz von Missbrauch erst nach sich gezogen hat. (Abg. Öllinger: Das ist ganz was anderes!) Natürlich ist das so! (Abg. Öllinger: Sie vergleichen Äpfel mit Birnen! – Gegenruf des Abg. Strache.) Lesen Sie das, was die Spanier mittlerweile sagen! – Es tut ihnen leid, dass sie das gemacht haben!
Abg. Öllinger: Sie vergleichen Äpfel mit Birnen! – Gegenruf des Abg. Strache.
Wir wissen, welche Sogwirkung so ein Vorgehen haben würde. Wir kennen das aus Spanien. Dort distanzieren sich übrigens auch die Parteien, die das gemacht haben, mittlerweile davon, denn sie haben nicht einen Missstand sozusagen durch eine, nun ja, nicht ganz gesetzesübliche Maßnahme bereinigt, sondern sie haben bewirkt, dass dieses Vorgehen einen Rattenschwanz von Missbrauch erst nach sich gezogen hat. (Abg. Öllinger: Das ist ganz was anderes!) Natürlich ist das so! (Abg. Öllinger: Sie vergleichen Äpfel mit Birnen! – Gegenruf des Abg. Strache.) Lesen Sie das, was die Spanier mittlerweile sagen! – Es tut ihnen leid, dass sie das gemacht haben!
Beifall bei der FPÖ.
Es war ja klar, dass das wie ein Blasbalg ins Feuer wirken muss! Was kann denn sonst sein? – Dagegen verwahren wir uns aufs Alleräußerste! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Was ist für Sie eine Verbesserung?
Aber, Herr Innenminister, nur diese Attacke – bezüglich des Bleiberechts – jetzt abzuwehren, ist zu wenig. Es muss auch bei dem Zustand, der jetzt herrscht, zu einer massiven Verbesserung kommen. (Abg. Öllinger: Was ist für Sie eine Verbesserung?) Und dazu braucht es wirklich noch einmal die ganz klare Einsicht: Es handelt sich da nicht um eine Verschleppung, die irgendwie so passiert, auf Seiten der Beamten oder des Gerichtshofes oder des UBAS, sondern das ist eine ganz bewusst inszenierte Verschleppung, die natürlich nur dann einen Sinn hat, wenn man damit rechnen kann, dass Weiteres passiert. – Und das ist auch passiert!
Abg. Prinz: Das ist auch richtig! – Das ist schon verständlich, oder?
Herr Abgeordneter Westenthaler, auch zu dem, was Sie sagen, sei angemerkt: Es ist natürlich verlockend, zu sagen – und Sie machen das auch –: Na ja, dort, wo jemand gut integriert ist, da werden wir das natürlich akzeptieren, aber auf der anderen Seite eben nicht! – Sie tappen in die Falle! Schauen Sie sich noch einmal die Situation oder die politische Propaganda in Frankreich an! Genau so passiert es: Da wird ein Einzelbeispiel herausgehoben, eine gut integrierte Familie, in aller Regel christlich, wenn es leicht geht, der Familienvater bei der Feuerwehr, die Tochter die beste Schülerin, der Bub spielt links außen beim Verein XY. Dann kommt der Bürgermeister, der Feuerwehrhauptmann, und alle sagen: Die müssen bleiben! – So ganz einfach geht das. (Abg. Prinz: Das ist auch richtig! – Das ist schon verständlich, oder?) – Ja, natürlich. Sie merken aber schon, dass das Propaganda ist?
Abg. Strache: Das Schweizer Asylgesetz ist da vorbildhaft!
Es wird außerdem auch notwendig sein, im Gesetz selbst noch einiges zu ändern (Abg. Strache: Das Schweizer Asylgesetz ist da vorbildhaft!), weil eben, wie gesagt, das Gesetz 2005 nach wie vor eine Reihe von Missbrauchsversuchen zulässt. Zum Beispiel ist überhaupt nicht ausgeschlossen, dass zuerst ein Antrag unter einem bestimmten Alias-Namen gestellt wird, und dann kommt man Gott sei Dank durch EURODAC drauf, dass derjenige – ich kann Ihnen jede Menge ganz konkreter solcher Fälle bringen! – schon in der Bundesrepublik Deutschland unter einem anderen Namen um Asyl angesucht hat und dort abgelehnt wurde. Dann macht er es bei uns unter einem zweiten Alias-Namen. Wir wissen das. Dann kehrt er zu seinem ursprünglichen Namen zurück, und wir nehmen wieder ein Asylverfahren auf! – Das ist schon unglaublich! Wenn man solche Möglichkeiten eröffnet, dann darf man sich nicht wundern. (Abg. Dr. Graf: Die werden ja von der Stoisits vertreten!) Und es wäre vernünftig, jene Beamten, die ernsthaft und mutig darauf hingewiesen haben, wie zum Beispiel der Salzburger Hofrat Winkler, nicht nur zu versetzen und zu schikanieren, sondern ihre Kritik ernst zu nehmen.
Abg. Dr. Graf: Die werden ja von der Stoisits vertreten!
Es wird außerdem auch notwendig sein, im Gesetz selbst noch einiges zu ändern (Abg. Strache: Das Schweizer Asylgesetz ist da vorbildhaft!), weil eben, wie gesagt, das Gesetz 2005 nach wie vor eine Reihe von Missbrauchsversuchen zulässt. Zum Beispiel ist überhaupt nicht ausgeschlossen, dass zuerst ein Antrag unter einem bestimmten Alias-Namen gestellt wird, und dann kommt man Gott sei Dank durch EURODAC drauf, dass derjenige – ich kann Ihnen jede Menge ganz konkreter solcher Fälle bringen! – schon in der Bundesrepublik Deutschland unter einem anderen Namen um Asyl angesucht hat und dort abgelehnt wurde. Dann macht er es bei uns unter einem zweiten Alias-Namen. Wir wissen das. Dann kehrt er zu seinem ursprünglichen Namen zurück, und wir nehmen wieder ein Asylverfahren auf! – Das ist schon unglaublich! Wenn man solche Möglichkeiten eröffnet, dann darf man sich nicht wundern. (Abg. Dr. Graf: Die werden ja von der Stoisits vertreten!) Und es wäre vernünftig, jene Beamten, die ernsthaft und mutig darauf hingewiesen haben, wie zum Beispiel der Salzburger Hofrat Winkler, nicht nur zu versetzen und zu schikanieren, sondern ihre Kritik ernst zu nehmen.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das ist das Mindestmaß, was man machen muss!
Herr Innenminister, es ist das möglicherweise eine der schwierigsten Aufgaben dieser Regierung. (Abg. Dr. Graf: Das ist das Mindestmaß, was man machen muss!) Es sind gewaltige Widerstände zu erwarten. Sie werden es nicht leicht haben. Aber ich sage Ihnen, und immer wieder werde ich es Ihnen von hier aus sagen: Entweder Sie bringen das zusammen und halten auch die Feindschaften aus, die auf Sie dann zukommen – oder Sie werden als Innenminister scheitern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Innenminister, es ist das möglicherweise eine der schwierigsten Aufgaben dieser Regierung. (Abg. Dr. Graf: Das ist das Mindestmaß, was man machen muss!) Es sind gewaltige Widerstände zu erwarten. Sie werden es nicht leicht haben. Aber ich sage Ihnen, und immer wieder werde ich es Ihnen von hier aus sagen: Entweder Sie bringen das zusammen und halten auch die Feindschaften aus, die auf Sie dann zukommen – oder Sie werden als Innenminister scheitern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Inneres Günther Platter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Zuerst einmal zum Budget: Das Budget für die innere Sicherheit ist zufriedenstellend, denn wenn man einen Vergleich zum Voranschlag des Jahres 2006 zieht, so sieht man, dass wir in den Jahren 2007 und 2008 über 500 Millionen € mehr Budget zur Verfügung haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Was die Planstellensituation betrifft, so haben wir um 260 Planstellen mehr, als das im Voranschlag des Jahres 2006 der Fall war. Ich darf Sie aktuell informieren, dass wir derzeit 860 junge Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung haben. Und wenn ich hier diese Diskussion höre, so möchte ich dazu festhalten: Selbstverständlich ist es notwendig, dass unsere Polizistinnen und Polizisten gut ausgebildet werden – zwei Jahre lang –, und es werden diese 890 neuen Polizisten in den nächsten beiden Jahren für den exekutiven Außendienst zur Verfügung stehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man dieses Gesamtpaket sieht, kann man ganz klar feststellen, dass wir eindeutig einen offensiven Schritt gehen, was die Präsenz der Polizei in Wien und in Gesamtösterreich betrifft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zum Thema Kriminalitätsentwicklung. – Die Kriminalitätsentwicklung wurde hier breit diskutiert, und es ist gut so, dass wir diesem Themenbereich besondere Aufmerksamkeit schenken. Man darf nie vergessen, geschätzte Damen und Herren, dass wir einen Rückgang bei der Kriminalitätsentwicklung zu verzeichnen haben – im Jahr 2005 um 6 Prozent, im Jahr 2006 wiederum um 2,6 Prozent – und dass wir eines der sichersten Länder der Welt sind. Diesen Standard werden wir auch weiterhin erhalten. Ich möchte an dieser Stelle sagen: Im ersten Quartal 2007 haben wir es – in absoluten Zahlen – geschafft, dass 3,8 Prozent mehr Verbrechen und Vergehen aufgeklärt wurden. – Herzlichen Dank den Polizisten für all das, was sie geleistet haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Sind die rechtskräftig verurteilt, Herr Minister?
Nur damit die Kirche im Dorf bleibt: Ich habe mir die Dinge erklären lassen beziehungsweise mir die Information geben lassen, was die Entwicklung Jänner bis März 2007 betrifft. Es wurden im ersten Quartal 2007 60 000 Täter von der Polizei ausgeforscht. Davon waren 16 000 Fremde und 2 695 Asylwerber. Es ist ganz klar, dass ein Asylwerber nicht mit unserer Gastfreundschaft zu rechnen braucht, wenn er sich nicht an unser Recht und unsere Ordnung hält, deshalb möchte ich auch die Verhältnismäßigkeit herstellen: 60 000 Täter ausgeforscht, 16 000 Fremde und 2 695 Asylwerber. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Sind die rechtskräftig verurteilt, Herr Minister?) Von diesen 50 Prozent, die hier erwähnt wurden, also keine Rede.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
nahmen in den verschiedenen Regionen umsetzen, um die Verbrechensbekämpfung perfekt durchführen zu können. Unsere Polizistinnen und Polizisten sind Europameister, sind Weltmeister in der Aufklärung. – Nochmals herzlichen Dank dafür! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Aber nochmals: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Deshalb ist es natürlich Aufgabe unserer Exekutive, präventiv tätig zu sein, und anhand dieser Statistik sehen Sie, wie gut hier gearbeitet wird. – Eine gute Bilanz für das Jahr 2006, was die Verkehrssicherheit betrifft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich schaue mir die Ursachen für Verkehrsunfälle immer wieder genauer an. An erster Stelle steht die nicht angepasste Geschwindigkeit; insbesondere das Auffahren ist ein unglaubliches Problem. Der zweite Punkt sind Vorrang-Verletzungen. Der dritte Punkt ist, dass man beim Fahren nicht konzentriert ist. Der vierte Punkt ist das Überholen, und der fünfte Punkt ist Alkohol. Wir werden in diesem Jahr zusätzlich 250 Vortestgeräte anschaffen, womit innerhalb von 2 Minuten festgestellt werden kann, ob jemand alkoholisiert ist oder nicht; wenn ja, folgt der Alkotest. Das geschieht deshalb, damit wir auch hier präventiv tätig sein können. Diese Vortestgeräte – ich habe Verständnis dafür – sind nicht gerade besonders beliebt, aber ich sehe es als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass man sich nichtalkoholisiert ans Steuer setzt. Durch diese zusätzlichen 250 Vortestgeräte in diesem Jahr werden wir einen weiteren positiven Schritt in Richtung Verkehrsunfallsbekämpfung setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir sind aber unabhängig davon in Vorbereitung, um neben dem neuen EU-Außengurt, dem Sicherheitsgurt, der gemacht wird, Ausgleichsmaßnahmen im grenznahen Raum durchzuführen, um einen weiteren Sicherheitsgurt zu haben, um noch mehr Sicherheit gewährleisten zu können. Durch Schwerpunktdienststellen, durch Schleierfahndung, durch Kontrollen im Bereich der Transitrouten wollen wir perfekte Sicherheit auch in Zukunft gewährleisten können. Das ist unser Weg, und ich bin der Überzeugung, dass es ein guter Weg sein wird. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Dort haben sie aber niemanden eingesperrt!
Deshalb, geschätzter Herr Klubobmann, gibt es in Deutschland ganz eindeutige Gesetze. Das heißt, die haben die Möglichkeit, die Gewalttäter daran zu hindern, dass sie nach Österreich kommen. (Abg. Strache: Dort haben sie aber niemanden eingesperrt!) Selbstverständlich haben sie das gemacht. Erkundigen Sie sich bei Beckstein, der wird Ihnen die Information geben! Selbstverständlich wurden präventive Maßnahmen gesetzt, sonst würde es nicht funktionieren. (Abg. Strache: Man hat sie aber nicht in die Stadien gelassen!)
Abg. Strache: Man hat sie aber nicht in die Stadien gelassen!
Deshalb, geschätzter Herr Klubobmann, gibt es in Deutschland ganz eindeutige Gesetze. Das heißt, die haben die Möglichkeit, die Gewalttäter daran zu hindern, dass sie nach Österreich kommen. (Abg. Strache: Dort haben sie aber niemanden eingesperrt!) Selbstverständlich haben sie das gemacht. Erkundigen Sie sich bei Beckstein, der wird Ihnen die Information geben! Selbstverständlich wurden präventive Maßnahmen gesetzt, sonst würde es nicht funktionieren. (Abg. Strache: Man hat sie aber nicht in die Stadien gelassen!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.
Herr Klubobmann Strache, Folgendes möchte ich sagen: Wenn Sie diese präventiven Maßnahmen für nicht gut halten, dann werden sich die Gewalttäter freuen – aber mit Sicherheit nicht die Fans, die ein Recht darauf haben, dass es gewaltfreie Europameisterschaften im Fußball gibt. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.)
Abg. Strache: Stadionverbot!
Deshalb werde ich eine Gesetzesinitiative einbringen, dass die Möglichkeit gegeben wird, für all jene – nicht für unbescholtene Leute, bitte schön – Gewalttäter, die in Stadien schon gewalttätig waren, eine Meldeauflage zu machen. (Abg. Strache: Stadionverbot!) Das heißt, dass sich jene bei der Exekutive melden müssen, sodass die Exekutive die Information bekommt und Gewalttäter zum Zeitpunkt des Spieles nicht in das Fußballstadion hinein können. Wenn sie trotzdem gehen wollen, dann muss man die Möglichkeit der Festnahme haben, und selbstverständlich muss die Möglichkeit einer präventiven Anhaltung gegeben werden. (Abg. Strache: Na endlich!) Das ist der Weg, den die Deutschen gehen, das ist der Weg, den die Schweiz geht – und das, was in Deutschland und in der Schweiz machbar ist, muss in Österreich auch
Abg. Strache: Na endlich!
Deshalb werde ich eine Gesetzesinitiative einbringen, dass die Möglichkeit gegeben wird, für all jene – nicht für unbescholtene Leute, bitte schön – Gewalttäter, die in Stadien schon gewalttätig waren, eine Meldeauflage zu machen. (Abg. Strache: Stadionverbot!) Das heißt, dass sich jene bei der Exekutive melden müssen, sodass die Exekutive die Information bekommt und Gewalttäter zum Zeitpunkt des Spieles nicht in das Fußballstadion hinein können. Wenn sie trotzdem gehen wollen, dann muss man die Möglichkeit der Festnahme haben, und selbstverständlich muss die Möglichkeit einer präventiven Anhaltung gegeben werden. (Abg. Strache: Na endlich!) Das ist der Weg, den die Deutschen gehen, das ist der Weg, den die Schweiz geht – und das, was in Deutschland und in der Schweiz machbar ist, muss in Österreich auch
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist eine No-na-net-Geschichte!
machbar sein! (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist eine No-na-net-Geschichte!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Herr Minister, das sind ja Selbstverständlichkeiten! – Abg. Strache: Herr Minister, das sind Selbstverständlichkeiten, die Sie zum Besten geben! Genau darum geht es nämlich nicht!
Denn letztlich, meine Damen und Herren, wenn etwas passiert, hat nicht Herr Strache Schuld – er ist dann sofort wieder auf der anderen Seite –, sondern der Innenminister hat Schuld. Deshalb werde ich diese Maßnahmen punktgenau einbringen, und ich würde mich freuen, wenn wir eine breite Zustimmung bekämen. Wenn Sie nicht zustimmen, dann stehen Sie auf der Seite der Gewalttäter! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Herr Minister, das sind ja Selbstverständlichkeiten! – Abg. Strache: Herr Minister, das sind Selbstverständlichkeiten, die Sie zum Besten geben! Genau darum geht es nämlich nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Herr Minister, das ist eine Unwahrheit, die Sie hier zum Besten geben! Es hat eine Anzeige gegeben!
Herr Abgeordneter Strache, zu dem, was Sie da erzählt haben im Zusammenhang mit dieser Rohrbombe: Fragen Sie Ihren Sekretär von dieser Bezirksparteileitung! Ihr Sekretär ist von Anfang an mit eingebunden gewesen, er hat jede Information bekommen, er ist sogar bei den Ermittlungen mit dabei gewesen. – Das ist eine Unwahrheit, die Sie hier behauptet haben! Ich weise das ganz eindeutig und klar zurück! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Herr Minister, das ist eine Unwahrheit, die Sie hier zum Besten geben! Es hat eine Anzeige gegeben!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Herr Bundesminister, die Aussage: „Wenn Sie nicht zustimmen, dann stehen Sie auf der Seite der Gewalttäter!“, ist an der Grenze zu einem Ordnungsruf. Ich möchte Sie bitten, das anders zu formulieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist Tradition im Haus. Ich möchte Sie bitten, das anders zu formulieren. – Danke.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Bundesminister für Inneres Günther Platter (fortsetzend): Gut. – Um noch einmal darauf zurückzukommen: Ich würde gerne den Namen nennen, aber er hat darum gebeten, dass der Name nicht bekannt gegeben wird. Es ist einfach nicht korrekt, wenn man solche Dinge sagt. Wenn dieser Sekretär von Ihnen in dieser Bezirksparteileitung voll mit eingebunden wurde ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist völlig falsch. (Abg. Strache: Der hat die Anzeige gemacht und nichts mehr gehört! Er hat die Anzeige gemacht und ist nicht mehr informiert worden! Sie haben sogar verheimlicht, dass ...! – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.) Ihre Aussagen sind völlig inakzeptabel. Es wurde korrekt gehandelt. – Hier wird nur eine Show aufgeführt, und das ist gerade in diesem Bereich nicht notwendig. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist inakzeptabel, was hier passiert! Da haben Sie sich von Ihren Beamten falsch informieren lassen!)
Abg. Strache: Der hat die Anzeige gemacht und nichts mehr gehört! Er hat die Anzeige gemacht und ist nicht mehr informiert worden! Sie haben sogar verheimlicht, dass ...! – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Bundesminister für Inneres Günther Platter (fortsetzend): Gut. – Um noch einmal darauf zurückzukommen: Ich würde gerne den Namen nennen, aber er hat darum gebeten, dass der Name nicht bekannt gegeben wird. Es ist einfach nicht korrekt, wenn man solche Dinge sagt. Wenn dieser Sekretär von Ihnen in dieser Bezirksparteileitung voll mit eingebunden wurde ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist völlig falsch. (Abg. Strache: Der hat die Anzeige gemacht und nichts mehr gehört! Er hat die Anzeige gemacht und ist nicht mehr informiert worden! Sie haben sogar verheimlicht, dass ...! – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.) Ihre Aussagen sind völlig inakzeptabel. Es wurde korrekt gehandelt. – Hier wird nur eine Show aufgeführt, und das ist gerade in diesem Bereich nicht notwendig. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist inakzeptabel, was hier passiert! Da haben Sie sich von Ihren Beamten falsch informieren lassen!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist inakzeptabel, was hier passiert! Da haben Sie sich von Ihren Beamten falsch informieren lassen!
Bundesminister für Inneres Günther Platter (fortsetzend): Gut. – Um noch einmal darauf zurückzukommen: Ich würde gerne den Namen nennen, aber er hat darum gebeten, dass der Name nicht bekannt gegeben wird. Es ist einfach nicht korrekt, wenn man solche Dinge sagt. Wenn dieser Sekretär von Ihnen in dieser Bezirksparteileitung voll mit eingebunden wurde ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist völlig falsch. (Abg. Strache: Der hat die Anzeige gemacht und nichts mehr gehört! Er hat die Anzeige gemacht und ist nicht mehr informiert worden! Sie haben sogar verheimlicht, dass ...! – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.) Ihre Aussagen sind völlig inakzeptabel. Es wurde korrekt gehandelt. – Hier wird nur eine Show aufgeführt, und das ist gerade in diesem Bereich nicht notwendig. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist inakzeptabel, was hier passiert! Da haben Sie sich von Ihren Beamten falsch informieren lassen!)
Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Punkt ist, dass wir selbstverständlich all jenen Hilfe und Unterstützung geben, die zu Recht Asyl in Anspruch nehmen. Wir wollen diesen Menschen Hilfe geben, wir wollen diesen Menschen Unterstützung geben, aber andererseits muss man auch scharfe Maßnahmen setzen, wenn es um Asylmissbrauch geht. Es gibt einen Asylmissbrauch, und diesbezüglich wird es bei mir auch keine Toleranz geben. All jene, die Asyl brauchen, werden es bekommen, aber gegen all jene, die unser System missbrauchen, werden wir scharfe Maßnahmen durchführen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Letzter Punkt: Es ist über die Zufriedenheit mit der Polizei in Österreich debattiert worden. Was glauben Sie, wie hoch der Zufriedenheitsgrad ist? – Der Zufriedenheitsgrad liegt bei exakt 83 Prozent! Deshalb zum Abschluss: Herzlichen Dank für die großartigen Leistungen unserer Polizistinnen und Polizisten! Wir bleiben nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neugebauer: Das ist ja ein Redebeitrag!
Ich sage Ihnen (Abg. Neugebauer: Das ist ja ein Redebeitrag!): Das ist eine unwahre Aussage, und die muss richtig gestellt werden, ansonsten wird das auch strafrechtliche Relevanz haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich sage Ihnen (Abg. Neugebauer: Das ist ja ein Redebeitrag!): Das ist eine unwahre Aussage, und die muss richtig gestellt werden, ansonsten wird das auch strafrechtliche Relevanz haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Gestatten Sie mir vorerst Ihnen, geschätzter Herr Bundesminister Platter, zur großartigen Darstellung der Maßnahmen zur österreichischen Sicherheitspolitik zu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
reicherin/eines Österreichers steckt. – Dem möchte ich zustimmen. Diese Aussage macht deutlich, wie wichtig es ist, dass wir verantwortungsvoll mit den Steuergeldern umgehen. Ich denke, das ist Finanzminister Molterer mit diesem Doppelbudget sicherlich gelungen. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg. – Ihnen alles Gute, Herr Innenminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Ich finde, Debatten über die Verkehrssicherheit sind bedeutend wichtiger als Debatten über Menschen, die hier bei uns um Asyl ansuchen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Wir müssen dort mehr debattieren, wo es wirklich um Leben und Tod geht – um Leben und Tod von ÖsterreicherInnen und NichtösterreicherInnen! Mein Plädoyer ist damit, Herr Minister, gerechtfertigt, dass wir in erster Linie europaweit, aber auch weltweit, was Verkehrssicherheit anlangt, leider noch Schlusslicht sind – trotz dieser Zahlen, die Sie genannt haben –, denn noch immer gibt es 5,4 Unfälle pro 1 000 Einwohner, noch immer gibt es 10,3 Verunglückte pro 1 000 Kfz.
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Appell an Sie als Tiroler und an Sie als Innenminister: Lassen Sie bei der Verkehrssicherheit bitte endlich Vollgas geben! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ich glaube schon!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Moser, Sie haben ein wichtiges Problem angesprochen: die Zahl der Verkehrstoten. Das letzte Wochenende war ja ein sehr blutiges auf Österreichs Straßen. Nur: dass man das jetzt aufwiegt gegenüber anderen wichtigen sicherheitspolitischen Maßnahmen, das, glaube ich, ist nicht korrekt. Das kann man so nicht aufwiegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ich glaube schon!)
Beifall bei der SPÖ.
ders kontrolliert wird, dass darauf besonderes Augenmerk gerichtet wird. Es wurde viel gemacht in den letzten Jahren, wie Sie selbst ja auch gesagt haben, und dass weiterhin entsprechend kontrolliert werden muss, steht außer Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber zum Budget, sehr geehrte Damen und Herren: Dieses Budget 2007 und auch das Budget 2008 bringen eine sicherheitspolitische Wende in diesem Land. Es erfolgt nämlich kein Stellenabbau mehr im Exekutivbereich – und das ist gut so, löblich und auch wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Großen und Ganzen: mehr Geld für die Sicherheit in unserem Land. – Das ist eine sicherheitspolitische Wende unter einem SPÖ-Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Gott sei Dank!
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Minister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Wir hören es, wir haben es alle in den Ohren, wir, die aufmerksamen Betrachter der Situation: Dieses Budget dient dem Wohle und der Sicherheit der Bürger. Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt. (Abg. Murauer: Gott sei Dank!) So etwas – ich werde das gleich etwas näher erklären – und Ähnliches hören wir immer wieder von Seiten der Regierung. Die Regierung aber betreibt mit diesem Budget eine sicherheitspolitische Realitätsverweigerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Minister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Wir hören es, wir haben es alle in den Ohren, wir, die aufmerksamen Betrachter der Situation: Dieses Budget dient dem Wohle und der Sicherheit der Bürger. Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt. (Abg. Murauer: Gott sei Dank!) So etwas – ich werde das gleich etwas näher erklären – und Ähnliches hören wir immer wieder von Seiten der Regierung. Die Regierung aber betreibt mit diesem Budget eine sicherheitspolitische Realitätsverweigerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinzl: Aber nur der Karner!
Aktuell wären die eben erwähnten Aussagen viel treffender als Potemkinsche Sicherheitsdörfer zu deklarieren: Man gaukelt Sicherheit dort vor, wo keine oder viel zu wenig gegeben ist. Großmeister im Positiv-Darstellen sind die Sicherheitssprecher Ihrer Fraktionen, und zwar auch in den Ländern draußen, beispielsweise Herr Gerhard Karner aus Niederösterreich, der sogar noch eine Besserung der Situation erblickt, wenn die Kurve nicht mehr so steil nach oben geht. Das ist interessant! (Abg. Heinzl: Aber nur der Karner!) – Nicht nur!
Beifall bei der FPÖ.
Da muss ich sagen: Der Bürger darf sich, wie ich das schon einmal gesagt habe, für die hohe Steuerleistung, die er in Österreich erbringt, sehr wohl eine Gegenleistung erwarten. Das Sicherheitsbedürfnis ist eines der wichtigsten Dinge, die dabei zu befriedigen wären. (Beifall bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der FPÖ.
Private Sicherheitsdienste sind heute schon angesprochen worden. Ich habe es auch schon einmal erwähnt, und ich wiederhole es: Ihre eigenen Gemeinderäte in den Gemeinden vertrauen Ihrer Sicherheitspolitik nicht mehr restlos, denn sonst käme es nicht dazu, dass in Pressbaum neun ÖVP-Gemeinderäte für die Einrichtung eines privaten Sicherheitsdienstes auf Grund der hohen Zahl der Dämmerungseinbrüche dort sind. (Oh-Rufe bei der FPÖ.)
Abg. Murauer: Im Gegenteil!
Sehr geehrter Herr Minister Platter, Sie sind öfters in den Dienststellen, denke ich, und ich auch, und ich kann Ihnen sagen: Die Unzufriedenheit ist groß, in besonderem Maße ist die Bevölkerung unzufrieden. (Abg. Murauer: Im Gegenteil!) Ich mache auch noch Dienst. Ich werde doch von den Kollegen informiert. Einmal in der Woche mache ich noch zwölf Stunden Dienst. Und das ist für mich der verlässliche Anzeiger: dass es die Zufriedenheit, von der Sie im Ressort behaupten, dass es sie gibt, in den Wachzimmern nicht gibt! Das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Herr Kollege Murauer, wir können dann ein kleines Fachgespräch führen, damit auch du weißt, wovon du sprichst.
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer.
Sehr geehrter Herr Minister Platter, Sie sind öfters in den Dienststellen, denke ich, und ich auch, und ich kann Ihnen sagen: Die Unzufriedenheit ist groß, in besonderem Maße ist die Bevölkerung unzufrieden. (Abg. Murauer: Im Gegenteil!) Ich mache auch noch Dienst. Ich werde doch von den Kollegen informiert. Einmal in der Woche mache ich noch zwölf Stunden Dienst. Und das ist für mich der verlässliche Anzeiger: dass es die Zufriedenheit, von der Sie im Ressort behaupten, dass es sie gibt, in den Wachzimmern nicht gibt! Das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Herr Kollege Murauer, wir können dann ein kleines Fachgespräch führen, damit auch du weißt, wovon du sprichst.
Beifall bei der FPÖ.
Ich spreche nochmals die Kriminalitätsstatistik an: weniger Show, mehr Effekt! Dann sind wir auf einem guten Weg – sonst nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich hervorragende Arbeit leistet und den immer höheren Anforderungen auch gerecht wird. Es ist mir deshalb ein großes Anliegen, den Beamtinnen und Beamten für die hervorragende Arbeit ein Danke zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist eines der sichersten Länder Europas. Und unter der Führung eines Bundesministers Platter wird es auch so bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Maßnahmen hat man vor zwei Jahren durch- und umgesetzt. Geholfen hat es leider bei diesem Teil der Kriminellen überhaupt nicht. Deswegen abschließend die Forderung: Geben wir doch unseren Exekutivbeamten endlich einmal das Instrumentarium in die Hand, mit dem sie gegen diese kriminellen Asylwerber vorgehen können! Schaffen wir diese Personen in dem Moment, wo sie straffällig geworden sind, sofort außer Landes! Und lassen wir niemanden, wenn er seine Identität nicht nachweisen kann, in das Asylverfahren auf Kosten der Republik hineinkommen! Dann werden wir das erreichen, von dem heute hier und immer wieder gesprochen wird: dass unser Land eines der sichersten Länder Europas ist. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich begrüße das Budget, weil es ja wieder bergauf geht, schreibe das aber auch der nicht unwesentlichen großen sozialdemokratischen Regierungsbeteiligung zu (Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), muss aber dem Kollegen Hornek ein wenig widersprechen, weil er einen Innenminister gelobt hat, der eigentlich dafür verantwortlich ist, dass wir heute das Dilemma haben, dass wir jede neue Polizeischülerin und jeden neuen Polizeischüler feiern dürfen, weil unter seiner Ära 3 000 abgebaut worden sind.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich frage Sie: Warum sprechen die Zahlen der Kriminalitätsentwicklung im Großstadtbereich Bände? Warum steigt die Kriminalität dort an? – Der Grund dafür ist eigentlich die Situation der Reform vom „team04“. Nun gilt es, da endlich umzudenken. Es ist noch nicht zu spät, es ist eine Minute vor zwölf. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ich glaube, die Bevölkerung möchte eine Exekutive, die sich um die Menschen kümmert und die nicht nur sozusagen die Menschen und ihre Probleme administriert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir von der sozialdemokratischen Fraktion, Herr Mitterlehner, sind bereit, unseren Beitrag hier zu leisten und gemeinsam für die Sicherheit in unserem Lande zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, die Bevölkerung möchte eine Exekutive, die sich um die Menschen kümmert und die nicht nur sozusagen die Menschen und ihre Probleme administriert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir von der sozialdemokratischen Fraktion, Herr Mitterlehner, sind bereit, unseren Beitrag hier zu leisten und gemeinsam für die Sicherheit in unserem Lande zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ich muss sagen: Von einer Regierung würde ich mir etwas anderes erwarten. Aber vielleicht bin ich schon zu lange in diesem Hohen Haus und habe diese Mechanismen zu sehr verinnerlicht. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Kollege Parnigoni, ich glaube, du bist noch länger hier. (Abg. Parnigoni: Na sicher!) Na eben! „Quo usque tandem ...“ haben die Lateiner gesagt, und das muss ich auch sagen, wenn du weiter Zwischenrufe machst.
Abg. Parnigoni: Na sicher!
Ich muss sagen: Von einer Regierung würde ich mir etwas anderes erwarten. Aber vielleicht bin ich schon zu lange in diesem Hohen Haus und habe diese Mechanismen zu sehr verinnerlicht. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Kollege Parnigoni, ich glaube, du bist noch länger hier. (Abg. Parnigoni: Na sicher!) Na eben! „Quo usque tandem ...“ haben die Lateiner gesagt, und das muss ich auch sagen, wenn du weiter Zwischenrufe machst.
Abg. Reheis: Wir sind nicht gleichgeschaltet!
Ich habe das so verinnerlicht: Regierung, das sind bei uns eben immer zwei Parteien, die gemeinsam irgendwo in Sitzungen und bei Besprechungen ihre Konzepte ausarbeiten und dann diese gemeinsam präsentieren. (Abg. Reheis: Wir sind nicht gleichgeschaltet!) So habe ich Sie in den neunziger Jahren auch noch erlebt. Ich sage, leider, weil Sie viel falsch gemacht haben, aber wenigstens haben Sie untereinander nicht nur gestritten.
Abg. Parnigoni: Das ist eine Fehleinschätzung!
Wir haben in den letzten sieben Jahren sehr konstruktiv und gut im Interesse Österreichs zusammengearbeitet, und zwar gerade im Innenbereich. (Abg. Parnigoni: Das ist eine Fehleinschätzung!) Wenn der Herr Bundeskanzler auch jetzt wieder gesagt hat, Österreich ist das sicherste Land Europas, dann wird das nicht auf die 100 Tage Ihrer
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Bis 1999 war es noch sicherer!
Regierung zurückzuführen sein, sondern vielmehr auf die sieben Jahre der letzten, sehr erfolgreichen Bundesregierung, wo nicht gestritten worden ist, sondern gearbeitet wurde. Und das würden wir uns auch jetzt erwarten! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Bis 1999 war es noch sicherer!)
Abg. Reheis: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Fazekas, wenn Sie den Personalabbau kritisieren, dann möchte ich Ihnen schon sagen, dass wir dafür gesorgt haben, dass der Personalabbau in den Verwaltungsbereichen und nicht auf der Straße erfolgt. (Abg. Reheis: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wenn Sie schon so vorlaut jetzt hier Zwischenrufe machen, dann frage ich Sie: Wo sind denn die 1 000 Beamten mehr, die Sie den Wählerinnen und Wählern versprochen haben? Denn: Wenn Sie schon sagen, wir hätten so schlecht gearbeitet, dann hätte ich mir erwartet, dass es jetzt um diese versprochenen 1 000 Polizisten mehr auf der Straße gibt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Wann ? Wo? Ich merke aber gar nichts davon! Wo finden sich die denn?
Abg. Mag. Wurm: Der Strasser hat das immer ganz anders gemacht! Aber das haben Sie immer gedeckt!
Der Herr Finanzminister hat angekündigt, dass es 200 mehr sein werden. Da haben wir uns gefreut und haben gesagt: Wunderbar, um 200 mehr, da hat sich die SPÖ vielleicht sogar zu einem Fünftel durchgesetzt! Aber nein, im Innenausschuss war der Herr Innenminister wirklich sehr ehrlich und sehr offen – das muss ich anerkennen, denn er hätte ja dort wie andere auch, etwa sein Nachfolger, ein Brimborium aufführen können, indem er aufgezählt hätte, was alles so toll ist, obwohl es in Wirklichkeit Reduzierungen gibt – und hat gesagt: Es stimmt nicht, dass es mehr Polizisten gibt, sondern diese 200 sind nur eine formale Angleichung der Vollbeschäftigungsäquivalente an die Dienstposten! Das ist sehr ehrlich gewesen. (Abg. Mag. Wurm: Der Strasser hat das immer ganz anders gemacht! Aber das haben Sie immer gedeckt!) Aber wo sind dann diese 1 000, muss ich Sie fragen, wenn Sie schon die letzten sieben Jahre kritisieren? (Abg. Mag. Wurm: Planstellen!)
Abg. Mag. Wurm: Planstellen!
Der Herr Finanzminister hat angekündigt, dass es 200 mehr sein werden. Da haben wir uns gefreut und haben gesagt: Wunderbar, um 200 mehr, da hat sich die SPÖ vielleicht sogar zu einem Fünftel durchgesetzt! Aber nein, im Innenausschuss war der Herr Innenminister wirklich sehr ehrlich und sehr offen – das muss ich anerkennen, denn er hätte ja dort wie andere auch, etwa sein Nachfolger, ein Brimborium aufführen können, indem er aufgezählt hätte, was alles so toll ist, obwohl es in Wirklichkeit Reduzierungen gibt – und hat gesagt: Es stimmt nicht, dass es mehr Polizisten gibt, sondern diese 200 sind nur eine formale Angleichung der Vollbeschäftigungsäquivalente an die Dienstposten! Das ist sehr ehrlich gewesen. (Abg. Mag. Wurm: Der Strasser hat das immer ganz anders gemacht! Aber das haben Sie immer gedeckt!) Aber wo sind dann diese 1 000, muss ich Sie fragen, wenn Sie schon die letzten sieben Jahre kritisieren? (Abg. Mag. Wurm: Planstellen!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Selbstverständlich muss der Verbrechensbekämpfung absoluter Vorrang und den Polizisten auf der Straße volle Unterstützung gegeben werden. Da reicht es aber nicht – und ich sage das immer bei solchen Debatten hier, aber es hilft leider nichts –, wenn man hier nur sagt: Die Unterstützung für die Polizisten, die tagtäglich ihren Dienst versehen, ist gegeben!, aber dann, wenn es zu einem Einsatz kommt, wo vielleicht einmal etwas passiert, wo man zum Beispiel von der Schusswaffe Gebrauch machen muss – wenn etwas rechtswidrig geschieht, dann muss selbstverständlich aufgeklärt werden –, den Polizisten von vornherein an den Pranger stellt, medial und politisch, anstatt ihm den Rücken zu stärken und zu sagen: Im Zweifel und in erster Linie gilt auch für den Polizisten die Unschuldsvermutung! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), damit er sich nicht dann das nächste Mal denkt, in einer zweifelhaften Situation: Da schaue ich lieber weg und mache das nicht! (Abg. Parnigoni: Das brauchen Sie nicht nur in unsere Richtung zu sagen!) – Nicht nur, aber auch, Herr Kollege.
Abg. Parnigoni: Das brauchen Sie nicht nur in unsere Richtung zu sagen!
Selbstverständlich muss der Verbrechensbekämpfung absoluter Vorrang und den Polizisten auf der Straße volle Unterstützung gegeben werden. Da reicht es aber nicht – und ich sage das immer bei solchen Debatten hier, aber es hilft leider nichts –, wenn man hier nur sagt: Die Unterstützung für die Polizisten, die tagtäglich ihren Dienst versehen, ist gegeben!, aber dann, wenn es zu einem Einsatz kommt, wo vielleicht einmal etwas passiert, wo man zum Beispiel von der Schusswaffe Gebrauch machen muss – wenn etwas rechtswidrig geschieht, dann muss selbstverständlich aufgeklärt werden –, den Polizisten von vornherein an den Pranger stellt, medial und politisch, anstatt ihm den Rücken zu stärken und zu sagen: Im Zweifel und in erster Linie gilt auch für den Polizisten die Unschuldsvermutung! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), damit er sich nicht dann das nächste Mal denkt, in einer zweifelhaften Situation: Da schaue ich lieber weg und mache das nicht! (Abg. Parnigoni: Das brauchen Sie nicht nur in unsere Richtung zu sagen!) – Nicht nur, aber auch, Herr Kollege.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
werden können und nicht abgebaut werden, denn ich glaube, dass wir auch nach Ende der Grenzüberwachung genug Bedarf für zusätzliche Polizistinnen und Polizisten im Inland haben werden, um für die Sicherheit zu sorgen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Parnigoni: Man muss da unterscheiden!
Nächster Punkt: flexibles Dienstrecht. – Frau Kollegin, das wurde von Ihrer Ministerin im Bundeskanzleramt jetzt wieder auf die lange Bank geschoben. Da braucht es auch eine sinnvolle Maßnahme. Es hat mein Vorredner Fazekas zu Recht in vielen Bereichen die schlechten Rahmenbedingungen des Dienstes kritisiert, aber da muss man auch sagen, dass ein starres Beamtendienstrechtsschema für einen Exekutivkörper, für die Polizei nicht geeignet ist, aber auch für das Bundesheer nicht. (Abg. Parnigoni: Man muss da unterscheiden!) Deshalb wollen wir eine Änderung im Beamtendienstrecht, um die Polizistinnen und Polizisten flexibler einsetzen zu können und bessere Gehaltsverläufe und auch flexiblere Lebensplanungen zu ermöglichen.
Beifall beim BZÖ.
Weiterer Punkt: Hubschrauberbeschaffung. – Herr Bundesminister, Sie haben gesagt, dass es neue Hubschrauber für das Innenministerium geben wird. Da kann ich nur sagen: Wunderbar! Ich erinnere daran, dass auch das Bundesheer einen Bedarf hat und dass man das in der letzten Legislaturperiode gekoppelt hat. Also gehe ich davon aus, dass Sie Ihrem Nachfolger, der das, glaube ich, nicht so dringend sieht – der möchte ein Gesetz, das schon besteht, noch einmal beschließen, und zwar mit den sechs Monaten Grundwehrdienst –, sozusagen einen Schubser geben und ihm sagen: Das Innenministerium kriegt neue Hubschrauber, das Bundesheer wird jetzt auch die drei Black Hawk, für die wir jahrelang gekämpft haben, was aber leider damals am Finanzminister gescheitert ist, bekommen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Die Schlepper sind immer einen Schritt voraus!
Es ist vor allem so – und das war ja auch das Ziel –, dass diese Eintrittskarte, das Offert sozusagen, das durch die Schlepper, nicht durch die Flüchtlinge, gesetzt worden ist, jetzt weniger attraktiv ist, weil sie ganz genau wissen, dass bei uns eben keine offenen Grenzen herrschen und dass es nach jahrelangen Asylverfahren kein so leichtes Abtauchen in die Illegalität mehr gibt. (Abg. Öllinger: Die Schlepper sind immer einen Schritt voraus!)
Abg. Neubauer: Das ist eine Unterstellung!
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf am Beginn eine Stellungnahme beziehungsweise Berichtigung zum Redebeitrag des Klubobmanns Strache abgeben. Er ist jetzt nicht hier, aber ich bitte seine Abgeordneten, es ihm auszurichten. Er hat einen fürchterlichen Wutausbruch in der ersten Bank bekommen, nachdem unser Bundesminister die Zahl der straffälligen Asylwerber angegeben hat, und er hat die fünffache Zahl genannt. Ich berichtige: Unser Bundesminister hat die aktuelle Zahl 2007 genannt – und Klubobmann Strache hat ganz bewusst die Gesamtzahl von 2005 genannt. (Abg. Neubauer: Das ist eine Unterstellung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Das war kein Wutausbruch! Er hat nur Fakten genannt!
Warum bewusst? – Weil diese Zahl vor der Beschlussfassung des neuen strengen Fremdenrechts war. Ich möchte hier diese Richtigstellung machen und Klubobmann Strache beruhigen. Der Wutausbruch war eine gute Show! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Das war kein Wutausbruch! Er hat nur Fakten genannt!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir haben dieses strenge Fremdenrecht beschlossen. Es werden immer wieder Stimmen laut, gerade von den Grünen, von der Opposition, dass wir hier entschärfen sollten. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Platter hat es heute erwähnt: Die Entwicklung der Zahl der Asylanträge in der Europäischen Union ist bedenklich, ist dergestalt, dass sie sehr ungleich ist. Dass in diesem Zusammenhang ein Ausgleich notwendig ist, dass die Lasten der Immigration in der Europäischen Union verteilt werden müssen, ist wichtig für den sozialen Frieden, den wir weiterhin brauchen. Es kann nicht sein, dass Österreich das attraktivste Asylland in der Europäischen Union ist. Das heißt aber nicht, dass wir jenen Menschen, die unseren Schutz und unsere Hilfe brauchen, deren Leben aus den verschiedensten Gründen bedroht ist, nicht Asyl gewähren. Ganz im Gegenteil. Österreich hat hier eine sehr lange Tradition, und diese Tradition werden wir fortführen. Das wird auch so bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber es ist richtig, dass die Verfahren beschleunigt und innerhalb eines Jahres großteils abgeschlossen werden. Es darf jedoch keine Toleranz gegenüber kriminellen Asylwerbern geben, die unseren Rechtsstaat ausnützen und missbrauchen. Hier mit einer Verkürzung des Verfahrens zu drohen ist nichts Verwerfliches, weil man Gastfreundschaft nicht mit Kriminalität beantworten darf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Zuwanderung unter dem Titel Asyl wird uns in den nächsten Jahren noch mehr beschäftigen. Wichtig ist dabei, dass wir weiterhin klar die Linie halten: Hilfe für jene, die unseren Schutz brauchen – keine Toleranz bei allen, die unser System missbrauchen wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Otto! Den Mitarbeitern gratulieren!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Pendl zu Wort gemeldet. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Neugebauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Otto! Den Mitarbeitern gratulieren!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich denke, dass wir gemeinsam unserer Exekutive, den Kolleginnen und Kollegen herzlich danken sollen, auch hier im Rahmen dieser Budgetdebatte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Keiner Fraktion fällt eine Perle aus der Krone, wenn wir das in aller Deutlichkeit sagen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte eine Bitte auch an den Herrn Minister richten – ich habe das bei der Diskussion über das Asyl- und Fremdenrecht schon gesagt –: Ohne zusätzliches Personal in diesem Bereich werden wir diesen ganzen Berg, der sich hier aufgebaut hat, nicht abarbeiten können! Wir haben uns das angeschaut. Wir haben uns das in Europa angeschaut, wir haben uns das international angeschaut. Da bedarf es nicht nur – wozu wir uns alle bekennen – des Asylgerichtshofes, sondern wir brauchen dort auch eine entsprechende Personalausstattung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich wünsche diesem Budget, ich wünsche dieser Bundesregierung, dass wir das gemeinsam umsetzen können, denn den Österreicherinnen und Österreichern steht es zu! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Das Zweite war: Gender Budgeting. – Aber ich sage Ihnen hier: Das kann es wirklich nicht sein! Den Österreicherinnen und Österreichern ist es nämlich völlig egal, ob ein Mann oder eine Frau eine Führungsposition oder den Exekutivberuf ausübt. Die wollen Sicherheit haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Und dass Sicherheit gegeben ist, das hat gerade die Regierung in den letzten Jahren gezeigt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.
Das Zweite war: Gender Budgeting. – Aber ich sage Ihnen hier: Das kann es wirklich nicht sein! Den Österreicherinnen und Österreichern ist es nämlich völlig egal, ob ein Mann oder eine Frau eine Führungsposition oder den Exekutivberuf ausübt. Die wollen Sicherheit haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Und dass Sicherheit gegeben ist, das hat gerade die Regierung in den letzten Jahren gezeigt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es ist notwendig, jetzt erst einmal die Evaluierung vorzunehmen, aber auch die Integrationsplattform einzurichten. Sie haben angekündigt, dass es diese Plattform geben wird. Ich glaube, dass das eine zentrale und wichtige Forderung ist. Es kann nicht sein, dass die Integration nur von den Gemeinden, vor allem in Wien, aktiv gefördert wird. Es handelt sich hier um eine Querschnittmaterie. Die Schaffung dieser Integrationsplattform ist eine ganz vordringliche Aufgabe, und ich ersuche sehr, diese Aufgabe endlich in Angriff zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Minister, herzliche Gratulation zum heutigen Ergebnis der internationalen Kommission! Es ist erfreulich, wenn Experten feststellen, dass wir in Österreich für die Fußball-Europameisterschaft 2008 jetzt schon bestens gerüstet sind. (Beifall bei der ÖVP.) Das bedeutet, dass das Konzept, die dahinter stehenden Menschen und der Minister passen. Und das ist sehr wichtig. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Minister, herzliche Gratulation zum heutigen Ergebnis der internationalen Kommission! Es ist erfreulich, wenn Experten feststellen, dass wir in Österreich für die Fußball-Europameisterschaft 2008 jetzt schon bestens gerüstet sind. (Beifall bei der ÖVP.) Das bedeutet, dass das Konzept, die dahinter stehenden Menschen und der Minister passen. Und das ist sehr wichtig. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Herr Minister, herzliche Gratulation zu Ihren Maßnahmen! Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und zum Zweiten ersuche ich Sie ganz persönlich, darauf zu achten, welche Auswirkungen die Überstundeneinsparungen, -umschichtungen, wie immer Sie das nennen möchten, auf die PolizistInnen hatten. Ich denke, neben der Sicherheit der Österreicher und Österreicherinnen sollte für Sie auch die Sicherheit der PolizistInnen ein großes Anliegen sein, und auch, dass diese ihre Arbeit ordentlich verrichten können, auch in den ländlichen Regionen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe noch ein paar Anmerkungen zur heutigen Debatte über das Asylrecht und über die Diskussion in den Medien der letzten Tage. Ich möchte uns alle, die wir hier im Hohen Haus sind und Verantwortung tragen, dazu aufrufen, nicht nur von Fällen zu sprechen, sondern uns dessen bewusst zu sein, dass hinter diesen Zahlen Menschen stehen. Dann würde diese Debatte vielleicht ein bisschen menschlicher verlaufen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lutz Weinzinger: Irgendwer muss es sagen!
Frau Kollegin Rosenkranz, wenn Sie von „Propaganda“ sprechen, von einzelnen Fällen, die wir und auch die Grünen ansprechen, dann frage ich mich, was denn Ihre Asyldebatte ist. Ihre Asyldebatte ist meiner Meinung nach seit Jahren eine einzige Propaganda, und zwar ganz schlechte Propaganda, die nichts zu einem guten und friedlichen Zusammenleben in Österreich beiträgt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lutz Weinzinger: Irgendwer muss es sagen!)
Beifall bei der SPÖ.
Zu meiner großen Freude steht im Regierungsprogramm auch, dass das Fremdenrechtspaket evaluiert werden soll. Herr Bundesminister! Ich hoffe nur, dass Sie Ihren momentanen Standpunkt, wonach es für eine Evaluierung zu früh sei und das Fremdenpaket nicht aufgeschnürt werden soll, überdenken. Ich wünsche mir, dass Sie sich die vielen Probleme, die im Asyl- und Fremdenrecht aufgetreten sind, vor allem auch im Zusammenhang mit der Schubhaft, anschauen, dass Maßnahmen gesetzt werden, die das Asyl- und Fremdenrecht menschlicher machen und dass endlich eine andere Debatte geführt wird, nämlich wie man wirklich sinnvolle Integrationsmaßnahmen zum Wohle aller Menschen – der AsylwerberInnen und der ÖsterreicherInnen – leben kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lutz Weinzinger: Wie heißt der schnell?
Diese Zufriedenheit der Beamten, diese Sicherheit in Österreich hat jetzt auch einen neuen Namen (Abg. Lutz Weinzinger: Wie heißt der schnell?), nämlich den Namen unseres Ministers Günther Platter. Ich möchte mich ganz herzlich – auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen – dafür bedanken, dass jetzt jemand dieses Ressort führt, der sozusagen einer von uns ist, der Gendarm war, der Polizist ist, der die Aufgaben kennt, denn das ist nicht in jedem Ressort selbstverständlich. Herzlichen Dank und alles, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Zufriedenheit der Beamten, diese Sicherheit in Österreich hat jetzt auch einen neuen Namen (Abg. Lutz Weinzinger: Wie heißt der schnell?), nämlich den Namen unseres Ministers Günther Platter. Ich möchte mich ganz herzlich – auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen – dafür bedanken, dass jetzt jemand dieses Ressort führt, der sozusagen einer von uns ist, der Gendarm war, der Polizist ist, der die Aufgaben kennt, denn das ist nicht in jedem Ressort selbstverständlich. Herzlichen Dank und alles, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Innenminister Platter, ich ersuche Sie darum – die Zahlen der Kriminalstatistik zeigen dies ja genau –, in Niederösterreich massive Personalaufstockungen bei der Sicherheitswache und bei der Kriminalpolizei vorzunehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte jetzt natürlich auch diese Gelegenheit dazu wahrnehmen, mich bei den Beamtinnen und Beamten der Exekutive sehr herzlich für ihren großartigen Einsatz und für ihre Leistungen zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das gebührt ihnen auch.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Platter, ich ersuche Sie daher, zum Wohle der obersteirischen Bevölkerung zu handeln, damit auch in dieser Region das Sicherheitsgefühl der Menschen entsprechend erhöht wird. Wir von Seiten der SPÖ werden Sie dabei natürlich zu 100 Prozent unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Mag. Molterer: „Zur Rede gestellt“? Gefragt!
Ich komme nun auf einen Teil der Finanzverwaltung zu sprechen, der das Ressort selbst betrifft, nämlich die Zentralleitung. Wenn ich mir im Budget des Kapitels 50 anschaue, wie stark die Ausweitungen des Personal- und Sachaufwandes in diesem Bereich sind, so kann ich feststellen, dass sie von 2006 auf 2007 um 15 Prozent ausgeweitet werden sollen. In absoluten Zahlen ist das etwa doppelt so viel wie das Frauenbudget. Und wenn ich mich nur dem Personalaufwand zuwende, so kann ich feststellen, dass von 2006 bis 2007 der Personalaufwand nur für die Zentralleitung, das heißt nur für das Ressort, nicht für die Finanzverwaltung, nicht für die Abgabenverwaltung, nicht für die Steuerfahndung, um 18 Prozent ausgeweitet werden soll. Ja um Himmels willen, was ist denn da los?, habe ich mir gedacht und habe den Herrn Finanzminister in der Budgetdebatte im Ausschuss bereits zur Rede gestellt, aber wenig Antworten dazu erhalten. (Vizekanzler Mag. Molterer: „Zur Rede gestellt“? Gefragt!)
Abg. Öllinger: Für die Funktion der Aktenschwärzer! – Abg. Dr. Stummvoll: Sehr „originell“!
Diese Frage stelle ich deshalb, weil der Herr Vizekanzler und Finanzminister alle anderen Ressorts angehalten hat, sehr sparsam zu budgetieren. In seinem Bereich hat er aber offensichtlich ganz darauf vergessen. Hat er sich hier ein Körberlgeld geschafft? Und wenn ja, wofür wird das zur Verfügung gestellt werden? (Abg. Öllinger: Für die Funktion der Aktenschwärzer! – Abg. Dr. Stummvoll: Sehr „originell“!)
Vizekanzler Mag. Molterer: Das ist ein klassischer Öllinger-Zwischenruf! So, wie der Öllinger ist! – Abg. Dr. Stummvoll: So würde das der Öllinger machen!
Ah ja, möglicherweise musste im Zusammenhang mit den beiden Untersuchungsausschüssen eine Reihe von Aktenschwärzern angestellt werden. Ja, das kann schon sein. Das wäre eine Erklärung dafür. (Vizekanzler Mag. Molterer: Das ist ein klassischer Öllinger-Zwischenruf! So, wie der Öllinger ist! – Abg. Dr. Stummvoll: So würde das der Öllinger machen!)
Vizekanzler Mag. Molterer: ... gerne erhöhen? Steuererhöhung!
Was wäre zu tun? Was sind die Schwächen der österreichischen Steuerstruktur? – Die Schwächen der österreichischen Steuerstruktur liegen darin, dass trotz der Erhöhung der Mineralölsteuer der Anteil an Ökosteuern nach wie vor zu gering ist angesichts der großen Aufgaben, die im Klimaschutzbereich vor uns stehen. (Vizekanzler Mag. Molterer: ... gerne erhöhen? Steuererhöhung!) – Herr Minister, ich werde Ihnen gleich eine Antwort darauf geben.
Beifall bei den Grünen.
Sie wollen in diesem Zusammenhang erst eine Kommission einsetzen, die prüfen soll, was hier zu geschehen hat. – Ja, wie lange wollen wir denn noch darauf warten, bis es tatsächlich zu einer Entlastung des Faktors Arbeit kommt?! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Ganze muss nicht passieren im Rahmen einer großen Steuersenkung, wie Sie sie für das Jahr 2010 planen, nein, eine Steuerstrukturreform ist hier gefragt, die aufkommensneutral oder zumindest über weite Teile aufkommensneutral sein kann. Und da, Herr Bundesminister für Finanzen, sind Sie gefragt, da müssen Sie tätig werden; Konzepte liegen auf dem Tisch – setzen Sie sie um! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst nur ein Wort zu meinem Vorredner: Herr Kollege Rossmann, Sie sind erst kurze Zeit im Parlament, haben aber offensichtlich die annehmlichen Seiten der Oppositionsrolle schon erkannt: Man kann alles kritisieren, alles besser wissen, aber man muss konkret gar nichts tun, nur alles besser wissen. Das praktizieren Sie hervorragend! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Denn: Wenn Sie konkret etwas zu verbessern hätten und nicht nur alles besser wissen würden, hätten Sie wahrscheinlich im Budgetausschuss konkrete Abänderungsanträge eingebracht – aber kein einziger Antrag wurde von Ihnen eingebracht!
Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Also noch einmal: Ihr Motto ist: Ich weiß alles besser, ich bin das Oberg’scheiterl, ich kritisiere alles, aber selber mache ich eigentlich nichts! (Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich glaube, das sind doch Auswirkungen einer erfolgreichen Wirtschafts- und Finanzpolitik, von denen der Einzelne etwas spürt, die zeigen, dass es einen Sinn hat, diese Politik zu betreiben. Ich gebe gerne zu, von den Budgetkennzahlen hat der Einzelne natürlich nicht sehr viel, das ist eher etwas für Insider und ökonomische Feinschmecker. Aber dass wir 23 000 Arbeitslose weniger haben, dass wir 56 000 Beschäftigte mehr haben werden, ich glaube, das zeigt, dass sich der Trend auf dem Arbeitsmarkt seit der Trendwende im April 2006 – und nicht seit dem 1. Oktober 2006! – fortsetzt und verstärkt. Und wir erkennen von Monat zu Monat mehr: Wir sind auf dem richtigen Weg, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne herzlichen Dank, Herr Finanzminister! Ich bedanke mich als Obmann des Finanzausschusses aber auch bei meinem Freund Jakob Auer, dem Obmann des Budgetausschusses, der unglaublich souverän, mit sehr viel Sachkompetenz, mit sehr viel Routine, aber auch mit sehr viel Ausdauer und sehr viel Fairness diese Budgetverhandlungen im Parlament geführt hat. Jakob, herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe: Weniger! Weniger!
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Geschätzte Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Soll ich schneller reden, oder soll ich weniger reden? (Rufe: Weniger! Weniger!) Das ist die Frage. Ich weiß um die 14 Minuten. – Also, auf geht’s!
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Zum letzten Mal in dieser Budgetdebatte, Herr Finanzminister: Das Budget ist das in Zahlen gegossene Programm der Regierung. Wir hörten es schon einmal, wir hörten es von verschiedenen Seiten. Und wenn das stimmt – und es muss stimmen, denn ich hörte das auch im oberösterreichischen Landtag von den dortigen Finanzreferenten, und das waren gescheite Leute: Leitl, Ratzenböck, Pühringer; also die haben das auch immer gesagt, also stimmt das, nicht wahr? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) –, wenn es also so ist, dann ist das aber kein Kompliment für Ihren Koalitionspartner, Herr Vizekanzler, denn wenn man es genau anschaut, dann wird einem klar, dieses Budget ist nichts anderes als die Fortschreibung der Budgets der bisherigen schwarz-orangen Regierung, mit einigen wenigen Zugeständnissen an die linke Reichshälfte beziehungsweise an die SPÖ.
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden – ich mache es kurz –, wir von der FPÖ werden diesem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir werden nicht zustimmen, das ist ja kein Geheimnis, weil wir gewisse Schwerpunktbildungen, Schwergewichtsbildungen einfach vermissen; diese sind zum Beispiel nicht vorhanden im Bereich der Familienpolitik! Wir sind der festen Überzeugung, dass es zu wenig ist, in Aussicht zu stellen, dass wir den einen oder anderen Betreuungsplatz für Kinder in dieser Republik schaffen werden. Das ist zu wenig! Familienpolitik bedeutet, dass wir den Familien die Möglichkeit geben müssen, auch auf steuerlicher Ebene, sich Kinder leisten zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden – ich mache es kurz –, wir von der FPÖ werden diesem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir werden nicht zustimmen, das ist ja kein Geheimnis, weil wir gewisse Schwerpunktbildungen, Schwergewichtsbildungen einfach vermissen; diese sind zum Beispiel nicht vorhanden im Bereich der Familienpolitik! Wir sind der festen Überzeugung, dass es zu wenig ist, in Aussicht zu stellen, dass wir den einen oder anderen Betreuungsplatz für Kinder in dieser Republik schaffen werden. Das ist zu wenig! Familienpolitik bedeutet, dass wir den Familien die Möglichkeit geben müssen, auch auf steuerlicher Ebene, sich Kinder leisten zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was auch immer in diesem Budget an Strukturmaßnahmen, an Infrastrukturmaßnahmen geplant ist – für wen planen wir das? Für unsere Nachkommen, für unsere Kinder, für unsere Enkelkinder – und nicht nur für die Kinder und Enkelkinder der Zugewanderten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rossmann: Das stimmt ja so nicht!
Wir haben vorgeschlagen, und das schon seit längerer Zeit, die Bagatellsteuern zu überprüfen. Es gibt Bagatellsteuern in unserem Steuersystem – und ich weiß, wovon ich spreche; vielleicht weiß der eine oder andere, was ich von Beruf bin –, die weniger bringen, als sie tatsächlich in der Verwaltung und in der Eintreibung kosten. Das kann es doch nicht sein! Da muss man doch sagen: Das brauchen wir nicht!, und diese Sache angehen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rossmann: Das stimmt ja so nicht!)
Abg. Murauer: Na, na, na, na, na!
Wir haben heute über die innere Sicherheit sehr viel gesprochen, und das war gut, wichtig und richtig. Aber wir haben erkannt, dass in diesem Budget für die innere Sicherheit wieder nicht die richtigen Wege gegangen werden. (Abg. Murauer: Na, na, na, na, na!)
Beifall bei der FPÖ.
Auch wenn Sie zehnmal „na, na, na“ sagen, steht fest: Gegen die steigende Kriminalität, die vorhanden ist, und gegen die sinkende Aufklärungsrate, die ebenfalls gegeben ist, gibt es doch nichts anderes, als den Personalstand im Bereich der inneren Sicherheit zu vergrößern! Das ist doch ganz klar und eindeutig! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Was ist denn ein richtig verstandenes Asylwesen?
Auch im Hinblick auf die Problematik des Scheinasylantentums finde ich zu wenig Ansätze, denn was habe ich am Anfang gesagt und was haben Sie mir gesagt? – Das Budget ist das in Zahlen gegossene Programm einer Regierung. Wo finde ich hier Maßnahmen im Hinblick auf die ungeheuerlichen Kosten, die das Asylwesen, und zwar dieses falsch verstandene Asylwesen, unserem Lande zufügt? (Abg. Öllinger: Was ist denn ein richtig verstandenes Asylwesen?)
Abg. Mandak: Und wie weiß man das?
Die Frage: Was ist ein richtig verstandenes Asylwesen? ist ganz klar und einfach zu beantworten, nämlich: Das ist der Asylant, der tatsächlich verfolgt wird. Das ist nicht der Wirtschaftsflüchtling! (Abg. Mandak: Und wie weiß man das?) Das ist der Asylant,
Beifall bei der FPÖ.
der zu uns kommt, weil er in seiner Heimat an Leib und Leben bedroht wird auf Grund seiner Rasse, seiner Religion und seiner Gesinnung, und der von seiner Heimat bis zu uns keinen anderen sicheren Platz findet! Das ist ein richtiger Asylant! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was mir auch große Sorgen bereitet, ist der Umstand, dass in diesem Budget bezüglich der Kosten der EU nicht einmal ansatzweise etwas geändert werden soll. Im Jahre 2006 zahlte die Republik Österreich an die EU 2,470 Milliarden €. Sie bekam in Form verschiedener Mitfinanzierungen und Kofinanzierungen 1,742 Milliarden € zurück. Nettozahlung: 728 000 000 €; das sind in altem Geld, in unserem schönen alten österreichischen Schilling 10 Milliarden Schilling! Und wir machen 1,6 Prozent der EU-Bevölkerung aus! Meine Damen und Herren, da stimmt etwas nicht, da haben Sie nicht richtig verhandelt, und auch aus diesem Grund lehnen wir dieses Budget ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Morak: Das kann sein!
Wenn das dasselbe ist wie in den letzten sieben Jahren, wenn das jemand sieht, ist mir das auch recht, dann habe ich es halt in den letzten sieben Jahren falsch verstanden (Abg. Morak: Das kann sein!), aber das ist eine Politik, die wir auf jeden Fall mittragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn das dasselbe ist wie in den letzten sieben Jahren, wenn das jemand sieht, ist mir das auch recht, dann habe ich es halt in den letzten sieben Jahren falsch verstanden (Abg. Morak: Das kann sein!), aber das ist eine Politik, die wir auf jeden Fall mittragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Letztes noch, Herr Bundesminister, zu dieser bereits angesprochenen Frage der Aktenvorlage und Schwärzungen oder Weißungen, wie ich heute gelesen habe. Ich glaube, Sie haben überhaupt nichts zu verbergen, und Sie tun auch sich selber nichts Gutes, wenn Sie hier Akten nicht im vollen Umfang, sage ich einmal, vorlegen. Ich würde Sie höflich ersuchen, doch der Argumentation der Nationalratspräsidentin hier zu folgen und den Untersuchungsausschüssen die Unterlagen so vorzulegen, dass diese ihrer Arbeit auch nachkommen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Die SPÖ ist eher die Partei der Belastungen, die Partei der Steuererhöhungen und der Umverteilung. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) – Man kann ja getrost dazu stehen, wenn man so etwas fordert. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist eine politische Forderung, wie es andere Standpunkte auch gibt. Die SPÖ will halt eine höhere Steuerquote und mehr verteilen – ist ja legitim. Das ist nicht unsere Ansicht und auch nicht die Ansicht der anderen Parteien, aber die Ansicht der SPÖ.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die SPÖ ist eher die Partei der Belastungen, die Partei der Steuererhöhungen und der Umverteilung. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) – Man kann ja getrost dazu stehen, wenn man so etwas fordert. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist eine politische Forderung, wie es andere Standpunkte auch gibt. Die SPÖ will halt eine höhere Steuerquote und mehr verteilen – ist ja legitim. Das ist nicht unsere Ansicht und auch nicht die Ansicht der anderen Parteien, aber die Ansicht der SPÖ.
Abg. Murauer: Der Ausgeglichenheit!
Die ÖVP ist eher eine Partei, die brav budgetiert (Abg. Murauer: Der Ausgeglichenheit!), brav konservativ (Abg. Jakob Auer: Nachhaltig!), wie auch der Finanzminister konservativ und vorsichtig, aber zu wenig mutig für die Zeit, in der wir leben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Nachhaltig!
Die ÖVP ist eher eine Partei, die brav budgetiert (Abg. Murauer: Der Ausgeglichenheit!), brav konservativ (Abg. Jakob Auer: Nachhaltig!), wie auch der Finanzminister konservativ und vorsichtig, aber zu wenig mutig für die Zeit, in der wir leben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ÖVP ist eher eine Partei, die brav budgetiert (Abg. Murauer: Der Ausgeglichenheit!), brav konservativ (Abg. Jakob Auer: Nachhaltig!), wie auch der Finanzminister konservativ und vorsichtig, aber zu wenig mutig für die Zeit, in der wir leben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Vor allem angesichts des internationalen Wettbewerbs wäre es durchaus angebracht, ein wenig mehr Ideenreichtum in die Budgetpolitik unseres Landes einfließen zu lassen und die Steuern und Abgaben so zu gestalten, dass sie wirklich zukunftsorientiert sind, nicht aus Österreich ein Hochsteuerland zu machen – und das werden wir, wenn wir nicht rechtzeitig die Steuern senken. Was das bedeuten würde, sehen wir in Deutschland. Wenn in Deutschland die Steuern gesenkt werden, wie das die Bundesrepublik Deutschland vorhat, dann werden wir in eine wirklich problematische Situation geraten. Die Zielsetzungen sind ja sehr ambitioniert, unter 40 Prozent, auf 38 Prozent Steuer- und Abgabenquote zu kommen. Das unterstützen wir auch. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, der Weg kann nur lauten: Entlasten wir die österreichische Bevölkerung, die Bürgerinnen und Bürger, das führt zu mehr Wachstum, zu mehr Beschäftigung und mehr sozialem Wohlstand in unserem Land! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dolinschek: Wegen dem Proporz!
Herr Finanzminister und Vizekanzler Molterer, erklären Sie mir jetzt bitte, wofür wir dort zwei Geschäftsführer brauchen, die nur eine Tätigkeit verrichten (Abg. Dolinschek: Wegen dem Proporz!), nämlich einmal im Jahr jeweils ein Drittel an die drei Ministerien zu überweisen! – Das mache ich Ihnen auch, und ich verlange nichts dafür, das sage ich Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Finanzminister und Vizekanzler Molterer, erklären Sie mir jetzt bitte, wofür wir dort zwei Geschäftsführer brauchen, die nur eine Tätigkeit verrichten (Abg. Dolinschek: Wegen dem Proporz!), nämlich einmal im Jahr jeweils ein Drittel an die drei Ministerien zu überweisen! – Das mache ich Ihnen auch, und ich verlange nichts dafür, das sage ich Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Was verlangen Sie für eine Beratung? – Ruf bei der ÖVP: Nichts!
Zum Schluss: Wir sind eine konstruktive Oppositionspartei. Wir sind nicht generell gegen alle Budgetkapitel, wir werden in den Bereichen Äußeres und Kunst und Kultur dieses Budget unterstützen. (Abg. Öllinger: Was verlangen Sie für eine Beratung? – Ruf bei der ÖVP: Nichts!) Bei allen anderen Budgetkapiteln können wir nicht mitgehen, weil sie uns weder inhaltlich noch hinsichtlich der budgetären Rahmenbedingungen passen. Daher ein grundsätzlicher Wunsch von unserer Seite: mehr Budgetdisziplin im Bereich der Verwaltung und Senkung der Steuern, dann werden Sie auch unsere Stimmen auf Ihrer Seite haben. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Schluss: Wir sind eine konstruktive Oppositionspartei. Wir sind nicht generell gegen alle Budgetkapitel, wir werden in den Bereichen Äußeres und Kunst und Kultur dieses Budget unterstützen. (Abg. Öllinger: Was verlangen Sie für eine Beratung? – Ruf bei der ÖVP: Nichts!) Bei allen anderen Budgetkapiteln können wir nicht mitgehen, weil sie uns weder inhaltlich noch hinsichtlich der budgetären Rahmenbedingungen passen. Daher ein grundsätzlicher Wunsch von unserer Seite: mehr Budgetdisziplin im Bereich der Verwaltung und Senkung der Steuern, dann werden Sie auch unsere Stimmen auf Ihrer Seite haben. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Frau Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Bucher, ich schätze Sie als Fachmann und als sehr konstruktiven Kollegen sehr. Da Sie aber die Freundlichkeit hatten, so quasi eine Bewertung vorzunehmen, welche Fraktion wofür steht, muss ich sagen: Wofür Sie stehen, weiß ich noch nicht so genau, eines habe ich aber festgestellt – und diese Bewertung erlaube ich mir –: Ihr Mut ist auch erst größer geworden, seit Sie in der Opposition sind! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und den Grünen.
Wenn schon Kritik geübt wird an einer vermeintlichen Besetzung von Geschäftsführern, muss ich sagen, ich erinnere mich daran, dass gerade das BZÖ einen großen Erfahrungswert hat, wie das vor sich gehen kann. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Weinzinger hat die Schwerpunktsetzung vermisst. Es sei ihm nur kurz in Erinnerung gerufen – zum Nachlesen, da er momentan nicht anwesend ist –: Es gibt einige deutliche Schwerpunkte durchaus in Fortsetzung dessen, was vor Jahren begonnen wurde. Ich darf nur erwähnen: Klimaschutz, Sozialbereich, Pflegebereich, Forschung, Entwicklung, Infrastruktur, Bildung und andere Bereiche. Vielleicht hat er das übersehen, kann ja sein, aber Nachhilfeunterricht schadet ja niemandem. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir wären auf Bundesebene auch manchmal gefordert, für die Gemeinden nicht derartige Belastungen und Notwendigkeiten zu beschließen, zu verordnen, dann wäre das eine oder andere auf Ebene der Gemeinden etwas leichter. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: 30 Jahre!
Bürgermeister einer Gemeinde. Stimmt das? (Abg. Jakob Auer: 30 Jahre!) – 30 Jahre, ich gratuliere! Es gibt noch andere Bürgermeister hier im Raum, zum Beispiel den Kollegen Zweytick von der ÖVP.
Abg. Jakob Auer: Richtig! Meine Gemeinde nicht! Ich gleiche aus!
Es wird Sie interessieren, zu hören, dass das Finanzministerium nach den vorliegenden Daten davon ausgeht, dass eine Reihe von österreichischen Gemeinden und Bundesländern knapp vor dem Bankrott steht. (Abg. Jakob Auer: Richtig! Meine Gemeinde nicht! Ich gleiche aus!) – Viele, ganz viele. Ihre Gemeinde nicht, die vom Kollegen Zweytick auch nicht, aber ganz viele.
Beifall bei den Grünen.
Sie haben jetzt die Wahl, entweder den Ländern und Gemeinden zu erklären, dass sie binnen Jahresfrist doppelt so hohe Zinsen zu zahlen haben wie der Bund – viel Vergnügen, kann ich nur sagen –, oder vereinzelte Zahlen, die Sie zur Verfügung gestellt haben, stimmen nicht. Das betrifft namentlich die Zinsausgaben des Bundes oder die Zinsausgaben des Gesamtstaates. Sie haben die Wahl, ich warte auf Ihre Antwort, spätestens bei der Beantwortung dieser schriftlichen Anfrage. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher, geschätzte Damen und Herren, ist es notwendig, in Europa diese Steuerharmonisierung deutlicher anzusprechen. Ich möchte die Bundesregierung ersuchen, das, wo immer sich Gelegenheit bietet, auch einzufordern! Wenn wir eine Rahmenordnung für die Kernbereiche der europäischen Unternehmensbesteuerung zum Beispiel erreichen wollen, ist es notwendig, viele Verbündete in Europa zu finden. – Ich danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die österreichische Wirtschaft hat diese Chance der Öffnung, der Globalisierung, der Europäisierung genutzt. Das hat uns gutgetan, das macht uns auch im wirtschaftlichen Zusammenhang stark, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir haben auf dieser Basis eine Arbeitsmarktentwicklung, und trotz aller Kritik, die ich verstehe, die die Opposition auch durchaus äußert, denke ich doch, dass wir einen Grundkonsens haben, dass wir diese absolut positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, wo wir zu den drei, vier besten Ländern der Europäischen Union gehören, in Zukunft ganz offensiv fortsetzen wollen. Mit knapp 4 Prozent – oder etwas über 4 Prozent – Arbeitslosenrate sind wir eigentlich ganz konkret am Weg, das Ziel der Vollbeschäftigung zu erreichen, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns in der Bundesregierung vorgenommen, mit diesem Doppelbudget genau diese positiven Entwicklungen zu unterstützen und massiv zu stärken, meine Damen und Herren! Das ist die eigentliche Aufgabe von Budgetpolitik. Jetzt kann man durchaus diskutieren, ob das eine oder andere Detail so oder anders gemacht wird. Das ist legitim, dass es diese Unterschiede gibt. Die Grundrichtung dieses Doppelbudgets aber – und das nehme ich auch aus dieser Diskussion mit – ist eigentlich grosso modo im Konsens nicht nur der Regierungsparteien, sondern auch im Konsens mit der Opposition richtig gesetzt: das Wachstum stärken, das Ziel der Vollbeschäftigung unterstützen und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft ausbauen. Das ist das Ziel unserer Budgetpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir investieren selbstverständlich in die Zukunftsaufgaben, wie etwa den Klimafonds. Es ist schon interessant, was auch hier kritisch geäußert wurde. Bei allem Respekt vor Kritik der Opposition, aber eines nehmen wir schon auf unsere Kappe: Wir sind das erste europäische Land, das nach der neuen europäischen Klimastrategie mit dem Klimafonds richtig in die Zukunft investiert, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die Frage des sozialen Zusammenhalts ist angesprochen worden. Jeder, der das Budget gelesen hat, weiß: Wir haben bereits konkret, etwa mit der Ausgleichszulage, Schritte umgesetzt. Wir haben im Bereich Familie massiv Veränderungen vorgenommen, etwa die bessere Berücksichtigung der Mehrkinderfamilie. Das ist mir wichtig, das ist uns wichtig, weil es eine richtige Perspektive, auch für die soziale Dimension und den Zusammenhalt einer Gesellschaft gibt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Zu einigen angesprochenen Zukunftsfragen, meine Damen und Herren. Wieder werden wir die Debatte führen, mit Ihnen auch, Herr Van der Bellen: Ja, wir sind in einer Situation, in der wir wahrscheinlich durchaus einen etwas besseren Budgetvollzug erwarten können, weil wir vorsichtig budgetiert haben – im Übrigen, in diesem Sinne ist konservative Budgetierung durchaus ein Kompliment (Beifall bei der ÖVP); ich
Beifall bei der ÖVP
Meine Überzeugung ist: Wir müssen zusätzliche Mittel, die wir durch den besseren Budgetvollzug haben, in Defizitabbau und damit Schuldenabbau investieren, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), weil wir nur dadurch den Spielraum für die Zukunft bekommen. Wir sind gerade in der Euro-Gruppe intensiv beisammen gesessen und haben dort die massive Unterstützung für diesen Kurs bekommen. Warum? – Nochmals, auch Herr Kollege Krainer: Sie sind auch hier ans Rednerpult getreten und haben gesagt: Dann könnten wir ja durchaus neue Ausgaben erfinden. (Abg. Krainer: Im Regierungsprogramm erfüllen!)
Abg. Krainer: Im Regierungsprogramm erfüllen!
Meine Überzeugung ist: Wir müssen zusätzliche Mittel, die wir durch den besseren Budgetvollzug haben, in Defizitabbau und damit Schuldenabbau investieren, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), weil wir nur dadurch den Spielraum für die Zukunft bekommen. Wir sind gerade in der Euro-Gruppe intensiv beisammen gesessen und haben dort die massive Unterstützung für diesen Kurs bekommen. Warum? – Nochmals, auch Herr Kollege Krainer: Sie sind auch hier ans Rednerpult getreten und haben gesagt: Dann könnten wir ja durchaus neue Ausgaben erfinden. (Abg. Krainer: Im Regierungsprogramm erfüllen!)
Abg. Rädler: Der Schulden-Krainer!
Ich sage Ihnen, warum ich hier auf der Bremse stehe: Ausgaben orientieren sich im Gegensatz zu den Einnahmen nie an der Konjunkturentwicklung, sondern wenn sie einmal durch ein Bundesgesetz zugrunde gelegt sind, dann sind sie gegeben. (Abg. Rädler: Der Schulden-Krainer!) Und daher sage ich Ihnen: Es ist im Sinne dieses Hausverstandes vernünftig, positive Budgetentwicklung zum Schuldenabbau zu verwenden, weil wir damit in Zukunft den Spielraum erwirtschaften, den wir für das brauchen, was wir uns vorgenommen haben.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend, meine Damen und Herren – wenige Minuten kann man nicht sagen, aber wenige Viertelstunden vor der Beschlussfassung –, möchte ich mich vor allem bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
liegt, verpflichtet sind, aber auch in jeder anderen Aufgabe einem Prinzip – so viel auch zur aktuellen Diskussion –, das heißt: Einhaltung und Achtung des Rechtsstaates. Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich dafür, dass sie dem Rechtsstaat und sonst nichts verpflichtet sind. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: He!
Herr Kollege Auer, bei einem gebe ich Ihnen vollkommen Recht: Es wird zu überdenken sein, wie wir die viertägige Budgetdebatte in diesem Hohen Haus in Zukunft abhalten wollen, denn was hier an vier Tagen an Lobhudelei, ja, an Scheinheiligkeiten von Seiten der Regierungsparteien geboten wurde (Rufe bei der ÖVP: He!) – so möchte ich es einmal nennen – und natürlich auch, was ich nicht vergessen darf, an Falschauslegung oder differenzierten Auslegungen in eigenen Statistiken, das schreit zum Himmel.
Beifall bei der FPÖ.
Da gebe ich Ihnen Recht. Ich bin gerne in einer Arbeitsgruppe dabei, um darüber zu diskutieren, wie man in einer Woche Verhandlungen im Budgetunterausschuss, die ja sehr gut sind, wo ich nur erwarten würde, dass wir in Zukunft auf gezielte Fragen auch klare Antworten bekommen – das kann man beibehalten –, vorgeht, aber dann müssen die Antworten klarer und präziser ausfallen, als das in der Ausschusswoche des Budgetunterausschusses der Fall war. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann. – Abg. Lentsch: Wir haben zugehört!
Aber hier in diesem Hause vier Tage lang quasi heiße Luft zu diskutieren, damit überhaupt nichts zu erreichen – und es ist ja wirklich sehr lobenswert, wenn mein Kollege von den Grünen, Herr Mag. Rossmann, sich hier mit allen Details befasst –, das ist so etwas von unsinnig in diesem Hohen Hause, weil Sie sich a) nicht die Mühe nehmen, das anzuhören, und b) selbst wenn Sie der Überzeugung wären, dass es gut wäre, dann ließe es Ihre Abgehobenheit nicht zu, dass Sie dem zustimmen. Das ist Tatsache. – So. (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann. – Abg. Lentsch: Wir haben zugehört!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Jetzt gehe ich auf den Herrn Vizekanzler ein, weil er mein unmittelbarer Vorredner war. Man hat mich schon gefragt, ob ich mich traue, nach so einer blendenden und blühenden und glühenden Rede hier im Parlament überhaupt noch an das Rednerpult zu treten. Ich kann Ihnen garantieren, ich traue mich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Lentsch: 5,6 Prozent weniger!
Ich sage Ihnen auch noch: Ich habe vorhin angedeutet, dass so viele Fehlauslegungen von diversen Informationen beziehungsweise auch Statistiken hier in diesem Haus stattfinden. Ein Beispiel dafür hat ja der Herr Vizekanzler soeben wieder geliefert. Wir haben vor zwei Tagen die allerneuesten Arbeitslosenzahlen geliefert bekommen. Diese betragen in Österreich laut AMS – das sind vorgemerkte Arbeitslosenzahlen, also das sind keine Hirngespinste oder irgendwelche Schätzungen, wie es Eurostat immer macht, sondern das sind Zahlen aus dem Bundesministerium für Finanzen –: Wir haben in Österreich per vorgestern 217 000 Arbeitslose. Dazu sind 59 000 Menschen in diversen AMS-Kursen erfasst, das heißt, summa summarum sind 275 000 Österreicherinnen und Österreicher arbeitslos gemeldet. (Abg. Lentsch: 5,6 Prozent weniger!) Sie müssen mir das einmal vorrechnen. Dann sind Sie ein Finanzgenie! Das müssen Sie ja offensichtlich als Finanzminister sein. Wenn Sie bei einem Arbeitskräftepotential von 3,2 Millionen Arbeitern in Österreich bei 275 000, die definitiv nicht in einem Arbeitsverhältnis sind, auf 4 Prozent Arbeitslosenrate kommen, dann rechnen Sie mir das gerne einmal vor, wenn heute die Sitzung vorbei ist! Sie werden nämlich zu lange dazu brauchen.
Vizekanzler Mag. Molterer: Genau!
Dann werde ich Sie noch in einigen Dingen zitieren. Sie haben am 29. März in Ihrer Budgetrede auf gewisse Sachen aufmerksam gemacht und haben erklärt, was Ihnen in Zukunft wichtig ist, auch für unsere Zukunft und für unsere Jugend. Sie haben hier ganz klar gesagt: Das wichtigste Anliegen in der Politik ist: Es geht um die Zukunftsaussichten der jungen Menschen in diesem Land. Wir dürfen die Zukunftsaussichten der jungen Menschen in diesem Land nicht durch Schuldenberge verstellen. (Vizekanzler Mag. Molterer: Genau!)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Dann haben Sie weiter gesagt (Ruf bei der ÖVP: Genau!) – ja, richtig! –: Der Schulden-Rucksack der vergangenen Jahrzehnte – Sie waren zwar immer dabei – hängt immer noch schwer an unseren Schultern. Immerhin sind es über 3 000 €, meine Damen und Herren, die jeder Österreicher für diese Schulden pro Jahr zu bezahlen hat.
Beifall bei der FPÖ.
Und Sie machen trotz sensationell guter Wirtschaftspolitik und Konjunktur neue zusätzliche Schulden: im heurigen Jahr 4 Milliarden € und im nächsten Jahr noch einmal 3 Milliarden €. Ich habe Ihnen schon einmal erklärt: Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik wäre eine, wie sie die Nummer-eins-Länder machen. Das haben Sie in der Zwischenzeit – so glaube ich – indirekt zugegeben. Wir sind laut Ihrer Aussage nur noch Nummer drei oder vier. Die Schweden haben im letzten Jahr einen Überschuss von 4,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bei den gleichen Rahmenbedingungen geschafft, haben im heurigen Jahr eine Steuerreform eingeleitet und haben beim heurigen Budget einen Überschuss von 12,2 Milliarden €. Das ist verantwortungsvolle Finanzpolitik für die Zukunft, um unserer Jugend irgendwann einen kleineren Schuldenberg zu hinterlassen als den, den Sie uns jetzt hinterlassen werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nicht böse sein, Herr Kollege Themessl, aber zusammengefasst würde ich sagen: Wenn Ahnungslosigkeit schmerzen würde, müssten Sie pausenlos schreien. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Themessl: Das sind Ihre Statistiken!
Wenn Sie behaupten, dass die Statistiken der Arbeitsmarktzahlen aus dem Finanzministerium kommen (Abg. Themessl: Das sind Ihre Statistiken!), zeigt das Ihre
Abg. Marizzi: Das stimmt nicht!
Ahnungslosigkeit, denn diese Statistik kommt aus dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. Also, Sie wissen nicht einmal, woher sie kommt, und dann versuchen Sie noch zu interpretieren. Wenn Sie dem Herrn Vizekanzler genau gefolgt wären, wäre Ihnen aufgefallen, dass er auch erklärt hat, dass der Schuldendienst, den Sie angesprochen haben, aus den Jahren 1970 bis 1986 resultiert. (Abg. Marizzi: Das stimmt nicht!) Aus dem Grund zahlen wir jetzt auch zurück, und das macht etwa 7 Milliarden Schilling aus. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Ahnungslosigkeit, denn diese Statistik kommt aus dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. Also, Sie wissen nicht einmal, woher sie kommt, und dann versuchen Sie noch zu interpretieren. Wenn Sie dem Herrn Vizekanzler genau gefolgt wären, wäre Ihnen aufgefallen, dass er auch erklärt hat, dass der Schuldendienst, den Sie angesprochen haben, aus den Jahren 1970 bis 1986 resultiert. (Abg. Marizzi: Das stimmt nicht!) Aus dem Grund zahlen wir jetzt auch zurück, und das macht etwa 7 Milliarden Schilling aus. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Themessl.
Aber gut, das ist offensichtlich auch der Auftrag Ihrer Fraktion, halt irgendetwas zu sagen – das nehmen wir zur Kenntnis. Ich bleibe aber dabei, eigentlich müssten Sie relativ große Schmerzen haben. (Ironische Heiterkeit des Abg. Themessl.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Vergleich zu allen anderen Mitgliedstaaten Europas – das wissen wir – haben wir, was die Frage der Inflation, die Frage des Exports, die Frage der Arbeitsmarktsituation, der Arbeitslosigkeit et cetera betrifft, immer einen Stockerlplatz gehabt. Mit diesem Doppelbudget ist sichergestellt, dass wir weiterhin Spitze in Europa sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Marizzi (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Bundeskanzler! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Macht auch nichts!
Abg. Eßl: das stimmt nicht!
Ich berichtige tatsächlich: In den achtziger Jahren, also Ende der Kreisky-Periode, waren die Schulden 27 Milliarden € (Abg. Eßl: das stimmt nicht!), das sind 35,4 Prozent der Staatsquote; im Jahr 2006 waren sie 155 Milliarden €, das sind 63,2 Prozent der Staatsquote – und da war die ÖVP dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: ... war federführend dabei! – Vizekanzler Mag. Molterer: Das war spannend! „Prozent der Staatsquote“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: ... war federführend dabei! – Vizekanzler Mag. Molterer: Das war spannend! „Prozent der Staatsquote“!
Ich berichtige tatsächlich: In den achtziger Jahren, also Ende der Kreisky-Periode, waren die Schulden 27 Milliarden € (Abg. Eßl: das stimmt nicht!), das sind 35,4 Prozent der Staatsquote; im Jahr 2006 waren sie 155 Milliarden €, das sind 63,2 Prozent der Staatsquote – und da war die ÖVP dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: ... war federführend dabei! – Vizekanzler Mag. Molterer: Das war spannend! „Prozent der Staatsquote“!)
Abg. Rädler: Oje!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Es war ja, meine ich, nicht so, dass in diesen Budgetausschüssen durchgehend die Antworten nicht konkret waren, es war sehr unterschiedlich. Insbesondere im Unterrichtsausschuss haben wir uns über die konkreten Antworten der neuen Unterrichtsministerin Schmied durchaus gefreut, nämlich was die Anzahl der neuen Dienstposten im Lehrerbereich betrifft. Das Problem ist nur: Wenn man versucht, das Ganze nachzuvollziehen, ob es in den Budgetdaten und insbesondere im Stellenplan – und deshalb habe ich mich ja noch einmal gemeldet – drinsteht, dann erlebt man durchaus größere Überraschungen. (Abg. Rädler: Oje!)
Abg. Dr. Graf: Lohnnebenkosten nicht vergessen!
Gleichzeitig bekommen wir die besonders pikante Antwort auf die Frage, wie viel denn ein Dienstposten kostet – denn dann könnten wir ja auch noch rückrechnen –: Ein Dienstposten – man höre und staune! – ist im Bundeslehrerbereich mit 66 000 € veranschlagt. 66 000 € für einen neu geschaffenen Dienstposten. Das finde ich bemerkenswert, denn das wäre ein Bruttobezug von über 4 000 €! (Abg. Dr. Graf: Lohnnebenkosten nicht vergessen!) Ich finde, die jungen Lehrer haben sich das auch verdient. Wenn man dann allerdings wieder in den Tabellen nachschaut, was sie verdienen würden, kommt man auf die Hälfte.
Beifall bei den Grünen.
Irgendwie wäre es schön langsam erfreulich, wenn die Zahlen des Budgets – die Stückwerke – so weit zusammenpassen, dass wir uns zumindest auf die Fakten einigen können. Gibt es jetzt 630 Lehrer laut Schmied oder gibt es laut Stellenplan nächstes Jahr 150 minus 28, macht in Summe 122 Lehrer mehr? Sind es 630 Posten oder sind es 122 Posten? Auf Dauer gesehen, so meine ich, ist es extrem unseriös – wenn Sie immer von Seriosität reden –, solche Budgetzahlen im Parlament vorzulegen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Jetzt wird die Diskrepanz erklärt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun kommt Herr Abgeordneter Mag. Maier zu Wort. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Graf: Jetzt wird die Diskrepanz erklärt!)
Abg. Rädler: Ja!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Für den Finanzplatz Österreich, aber auch für die Bankkunden, Konsumenten wie Unternehmen sind Datenschutz und das Bankgeheimnis von ganz wesentlicher Bedeutung. Daher ist es, Hohes Haus, nicht zu akzeptieren, dass über den belgischen Finanzdienstleister SWIFT amerikanische Geheimdienste unmittelbaren Zugriff auf die Transaktionsdaten insbesondere europäischer Unternehmer bekommen. (Abg. Rädler: Ja!)
Abg. Rädler: Genau!
Es ist für mich nicht zu akzeptieren, dass diese Daten möglicherweise missbräuchlich verwendet werden. Das Europäische Parlament hat in diesem Zusammenhang auch von Industriespionage gesprochen. Und ich gebe Ihnen Recht. Es ist auch für mich nicht zu akzeptieren, wenn auf Grund amerikanischer Rechtsvorschriften (Abg. Rädler: Genau!) eine Nationalität, eine Personengruppe von bestimmten Bankdienstleistungen
Abg. Rädler: ... keinen Einfluss mehr!
ausgeschlossen wird, wie es bei der BAWAG der Fall war. (Abg. Rädler: ... keinen Einfluss mehr!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben uns im österreichischen Datenschutzrat ausführlich mit der Problematik von SWIFT auseinandergesetzt, und im gleichen Zusammenhang auch mit dem Zugriff der Vereinigten Staaten auf die Flugpassagierdaten. – Es war ein einstimmiger Beschluss; alle Fraktionen haben zugestimmt. Ich möchte mich bei allen Mitgliedern des Datenschutzrates, insbesondere beim Vorsitzenden, Dr. Wögerbauer, für die sachliche Zusammenarbeit recht herzlich bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es gilt in Europa nicht amerikanisches, sondern europäisches und nationales österreichisches Recht. Es ist unsere Aufgabe, da den entscheidenden Riegel vorzuschieben. Mit diesem Entschließungsantrag, dem Sie alle zustimmen werden, hat das österreichische Parlament, so glaube ich, den entscheidenden Schritt gesetzt. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Da hast du lange studieren müssen! Wochenlang daran gearbeitet!
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Als letzter Redner meiner Fraktion im Zuge dieser Budgetdebatte sei mir eine kleine Zusammenfassung erlaubt, und dazu passend eine wunderschöne alte Bauernregel aus der Steiermark: Gibt es im Mai ein schwarz-rotes Budget, tut es zwei Jahre dem Bürger weh! – Unter diesem Titel lässt sich das, glaube ich, hervorragend zusammenfassen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Da hast du lange studieren müssen! Wochenlang daran gearbeitet!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Danke!
Lassen Sie mich noch eine kleine Rückschau darauf halten, wie Sie selbst dieses Budget benannt haben! Es ist: gut, toll, verantwortungsbewusst, umsichtig, zukunftsfit, europafit, generationenfit, super, nachhaltig, antizyklisch, ökonomisch, gegendert, zufriedenstellend, hervorragend, erfreulich, begrüßenswert, ein Budget der Vernunft, ein Budget mit schwarzer Handschrift, mit roter Handschrift, ein Budget mit Zukunftsorientierung auf hohem Niveau, eine kluge Mischung, begegnet den Herausforderungen, stelle sogar mit frischem Wind eine Trendwende dar. (Abg. Dr. Mitterlehner: Danke!)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Es ist: bedeutungsvoll, positiv, gelungen, transparent, qualitativ hochwertig, prosperierend, gesund, zeitgemäß, sozial ausgewogen, sicher, akzeptabel, lobenswert, zuversichtlich, nachvollziehbar, ein extremer Erfolg, wirkungsvoll, optimistisch couragiert. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Auswendig lernen, dann passt’s! – Abg. Eßl: Maibaum aufstellen ...!
Ich gratuliere Ihnen zu diesem Budget! Dieses Budget aufzustellen war eine Kunst – und das haben Sie geschafft, denn das Aufstellen eines Budgets ist zwar eine Kunst, aber nur jene, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen. Das ist die Conclusio der Freiheitlichen Partei zu diesem Budget! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Auswendig lernen, dann passt’s! – Abg. Eßl: Maibaum aufstellen ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Aber so lange vergleichbare BIP-Zeitreihen gibt es gar nicht, Frau Kollegin, so fängt es schon einmal an!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Finanzminister! Herr Kollege Marizzi, Sie hatten sich zu einer tatsächlichen Berichtigung auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Maier zu Wort gemeldet. Wenn Sie das schon tun, dann sollten Sie auch bei der Wahrheit bleiben: Im Jahr 1982 betrug die Verschuldung nur im Bundessektor 27 Milliarden, aber die gesamtstaatliche Verschuldung betrug 34 Milliarden. – Und das waren damals schon 40 Prozent des BIP. Also wenn Sie sich schon zu Wort melden, dann bleiben Sie bitte auch bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Aber so lange vergleichbare BIP-Zeitreihen gibt es gar nicht, Frau Kollegin, so fängt es schon einmal an!) – Dann lesen Sie das bitte nach! (Abg. Mag. Rossmann: Die Statistik Austria rechnet so lange BIP-Zeitreihen gar nicht! So ist es!) – Herr Kollege Rossmann! Regen Sie sich nicht so auf! Sie haben mir früher als Experte beim Budgethearing fast besser gefallen als hier im Plenum, denn hier haben Sie nämlich alles nur schlechtgemacht.
Abg. Mag. Rossmann: Die Statistik Austria rechnet so lange BIP-Zeitreihen gar nicht! So ist es!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Finanzminister! Herr Kollege Marizzi, Sie hatten sich zu einer tatsächlichen Berichtigung auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Maier zu Wort gemeldet. Wenn Sie das schon tun, dann sollten Sie auch bei der Wahrheit bleiben: Im Jahr 1982 betrug die Verschuldung nur im Bundessektor 27 Milliarden, aber die gesamtstaatliche Verschuldung betrug 34 Milliarden. – Und das waren damals schon 40 Prozent des BIP. Also wenn Sie sich schon zu Wort melden, dann bleiben Sie bitte auch bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Aber so lange vergleichbare BIP-Zeitreihen gibt es gar nicht, Frau Kollegin, so fängt es schon einmal an!) – Dann lesen Sie das bitte nach! (Abg. Mag. Rossmann: Die Statistik Austria rechnet so lange BIP-Zeitreihen gar nicht! So ist es!) – Herr Kollege Rossmann! Regen Sie sich nicht so auf! Sie haben mir früher als Experte beim Budgethearing fast besser gefallen als hier im Plenum, denn hier haben Sie nämlich alles nur schlechtgemacht.
Abg. Dr. Graf: Regierungsgeschrei ist das!
Ich meine, wenn wir die Voraussetzungen dafür schaffen und wir eine Steuerreform Mitte 2009 hier beschließen – und ich denke und habe es auch das letzte Mal schon gesagt, wir sollten manche Dinge wirklich konstruktiver debattieren und nicht immer nur irgendein Oppositionsgeschrei loslassen –, werden wir 2010 eine Steuerentlastung durchführen, eine Steuerreform mit einem ordentlichen Volumen, eine Strukturreform, wie wir sie auch schon 2004/2005 mit unserer Steuerreform begonnen haben. (Abg. Dr. Graf: Regierungsgeschrei ist das!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Hören Sie doch auf mit dem Regierungsgeschrei! Schluss mit dem ...!
weitergehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Hören Sie doch auf mit dem Regierungsgeschrei! Schluss mit dem ...!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Vizekanzler, ich wünsche Ihnen bei der Umsetzung der Budgets sehr viel Erfolg. Sie wissen natürlich, einige kleine Dinge hätte ich lieber höher bewertet gehabt, aber trotzdem glaube ich, es ist ein Budget, das wir beide gemeinsam erfolgreich umsetzen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
haben selbst einiges verkaufen müssen, aber gut, ordentlich besetzt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Da steht viel! Da steht ganz viel drinnen!
Abschließend: Herr Vizekanzler! Ich habe mit Freude gesehen, dass im Budgetbericht auf Seite 47 schon steht, dass die Kfz-Steuer entsprechend gesenkt wird, um unsere Wettbewerbsposition nicht zu schmälern. (Abg. Sburny: Da steht viel! Da steht ganz viel drinnen!) Wir haben es im Budgetbegleitgesetz noch nicht beschlossen, aber was mich positiv stimmt: Im Budget ist im Jahr 2008 eine Reduktion der Einnahmen in diesem Bereich von 140 auf 90 Millionen de facto schon vorgesehen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Es waren auch schon bessere Reden von Ihnen zu hören!
Daher ist das meiner Meinung nach insgesamt ein seriöses Budget, ein knapp kalkuliertes Budget, das aber trotzdem die richtigen Impulse setzt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Es waren auch schon bessere Reden von Ihnen zu hören!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Investitionen, geschätzte Damen und Herren, werden bei gleichzeitiger Konsolidierung des Budgets dazu führen, dass Österreich sozialer, fairer und wettbewerbsfähiger sein wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Nur die Männer?
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Herren Staatssekretäre! Geschätztes Hohes Haus! Erlauben Sie mir zuerst einmal eine Vorbemerkung an die Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion. (Ruf bei der SPÖ: Nur die Männer?) – An die Kolleginnen gerne auch.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Mir ist es persönlich sehr angenehm, dass wir jetzt gemeinsam konstruktiv an einer guten Zukunft für Österreich arbeiten, und die Redebeiträge, die sich im Konstruktiven bewegen, tun uns allen miteinander gut. – Mir gefällt das jetzt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es auch ein Beitrittsformular?
Der Unterschied zu früher überzeugt. Wir beschließen jetzt gemeinsam ein Budget, das konsequent umgesetzt wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es auch ein Beitrittsformular?) – Herr Kollege Westenthaler! Sie werden es auch noch einmal erleben, dass Sie wieder wo dazugehören. Das wird schon passen.
Abg. Dr. Graf: Deswegen Ihre grüne Krawatte!
Nicht nur, dass gemeinsam die Wohlstandsentwicklung, die Bildung, die Forschung und der soziale Bereich gestärkt werden sollen, es ist auch gelungen, so etwas wie ein grünes Band durch alle Ressorts durchzuflechten, die sich mit den Maßnahmen von Umwelt und Klimaschutz beschäftigen. (Abg. Dr. Graf: Deswegen Ihre grüne Krawatte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Querschnittmaterie Klimaschutz zeigt mir, dass wir bei konsequenter Umsetzung – und dieses Budget zeigt das! – in diesem Bereich einen Wachstumsschub, einen Kompetenzschub und letztendlich auch einen Wohlstandsschub zustande bringen werden und gleichzeitig die Klimaschutzziele erreichen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lutz Weinzinger: Danke, Herr „Finanzminister“! – Abg. Ing. Westenthaler: Freundschaft!
Ich bin daher sehr froh darüber, dass wir dieses Budget so vorgelegt bekommen haben und so diskutiert haben und werde es gerne mit Ihnen beschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lutz Weinzinger: Danke, Herr „Finanzminister“! – Abg. Ing. Westenthaler: Freundschaft!)
Abg. Dr. Graf: 95 Prozent vom Grasser!
genügend neue Mittel zur Verfügung stellen können, sodass sich dieses Land weiterhin gut entwickeln kann. (Abg. Dr. Graf: 95 Prozent vom Grasser!)
Abg. Mag. Schieder: Zahlen ist noch unangenehmer! – Abg. Ing. Westenthaler: Unangenehmer ist, sie zu zahlen!
Anmerken möchte ich an dieser Stelle meinen Dank für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Finanzressort. Es ist keine angenehme Tätigkeit, Steuern einzuheben. (Abg. Mag. Schieder: Zahlen ist noch unangenehmer! – Abg. Ing. Westenthaler: Unangenehmer ist, sie zu zahlen!) Es ist nicht die angenehmste Tätigkeit, im Bereich Budget verantwortlich zu sein.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die österreichische Finanzverwaltung funktioniert gut, wickelt ihre Tätigkeit ordentlich ab und hat es sich verdient, dass – bei allen Einsparungen – auch Rücksicht auf die Arbeitsverhältnisse genommen wird. In diesem Sinne gratuliere ich diesem Haus ebenfalls zu diesem Budget und denke, diese Regierung ist mit diesem Doppelbudget auf einem sehr guten Weg. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher darf ich den Herrn Finanzminister und den Herrn Staatssekretär im Interesse stabiler Finanzmärkte ersuchen, sich um diesen Gleichklang zu bemühen. Ich bedanke mich dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Herren Staatssekretäre! Der Herr Finanzminister wird gleich kommen, und ich möchte mich bei ihm für das Doppelbudget, das er so schnell erstellt hat und das wir im Anschluss gleich auch beschließen werden, nicht nur bedanken, sondern ich möchte ihm vor allem recht herzlich dazu gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Na!
Natürlich hilft uns auch die gute Konjunktur; das ist eine Tatsache, die uns allen bewusst ist. Die Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenrate weiterhin sinken wird. Aber auch hier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und die notwendigen Reformen umgesetzt. Wir haben Österreich als Firmenstandort attraktiver gemacht, wirtschaftlich und natürlich auch steuerlich, wir haben die Staatsfirmen privatisiert – oder zumindest den größten Teil davon –, wir haben viele Kleinverdiener bei der letzten Steuerreform völlig steuerfrei gestellt, das kurbelt natürlich den Konsum an (Abg. Öllinger: Na!), und wir haben die Infrastruktur stark ausgebaut. – Was ist da falsch daran, Herr Öllinger? (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Natürlich hilft uns auch die gute Konjunktur; das ist eine Tatsache, die uns allen bewusst ist. Die Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenrate weiterhin sinken wird. Aber auch hier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und die notwendigen Reformen umgesetzt. Wir haben Österreich als Firmenstandort attraktiver gemacht, wirtschaftlich und natürlich auch steuerlich, wir haben die Staatsfirmen privatisiert – oder zumindest den größten Teil davon –, wir haben viele Kleinverdiener bei der letzten Steuerreform völlig steuerfrei gestellt, das kurbelt natürlich den Konsum an (Abg. Öllinger: Na!), und wir haben die Infrastruktur stark ausgebaut. – Was ist da falsch daran, Herr Öllinger? (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was mich eigentlich ein bisschen befremdet, sind die permanenten Aussagen der SPÖ – auf Landesebene, wie etwa bei Pressekonferenzen im Burgenland, hier im Hohen Haus oder auch auf Bundesebene –, dass das Wirtschaftswachstum deswegen gestiegen ist, weil Sie jetzt mit in der Regierung sind, und dass die Arbeitslosenrate deswegen gesunken ist, weil Sie jetzt in der Regierung sind. Wir haben hier sehr viel Vorarbeit geleistet, geschätzte Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das
Beifall bei der ÖVP.
ist ein Wunschdenken von Ihnen. Sie gehen hier völlig an der Realität vorbei, glauben Sie mir das, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein herzliches Danke an alle Kolleginnen und Kollegen in der Finanzverwaltung, die durch ihre Einsatzbereitschaft tagtäglich für eine zeitnahe Bearbeitung und eine Gleichmäßigkeit der Besteuerung sorgen! Nur motivierte Bedienstete und eine gut funktionierende, konfliktfreie Finanzverwaltung werden auch in Zukunft dafür sorgen können, dass die Einhebung der Abgaben optimal im Sinne der Maximierung der Einnahmen erfolgt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, nein!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort. Sie nehmen sich die Gesamtrestredezeit von 18 Minuten, habe ich gesehen. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, nein!) Wie lang soll ich einstellen? (Abg. Öllinger: 5 Minuten!) 5 Minuten. – Bitte.
Abg. Öllinger: 5 Minuten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort. Sie nehmen sich die Gesamtrestredezeit von 18 Minuten, habe ich gesehen. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, nein!) Wie lang soll ich einstellen? (Abg. Öllinger: 5 Minuten!) 5 Minuten. – Bitte.
Vizekanzler Mag. Molterer: Der Herr Staatssekretär hat das ...!
dass er diese Frage auch schon im Ausschuss gestellt hat. – Und er erhält von Ihnen keine Antwort. (Vizekanzler Mag. Molterer: Der Herr Staatssekretär hat das ...!) Ich habe genau aufgepasst: Was die Zentralleitung betrifft ... (Abg. Mag. Rossmann: Die gesamte Finanzverwaltung war das! Nicht die Zentralleitung!) In Bezug auf die gesamte Finanzverwaltung wurde geantwortet, aber was die Zentralleitung betrifft, gab es keine Antwort.
Abg. Mag. Rossmann: Die gesamte Finanzverwaltung war das! Nicht die Zentralleitung!
dass er diese Frage auch schon im Ausschuss gestellt hat. – Und er erhält von Ihnen keine Antwort. (Vizekanzler Mag. Molterer: Der Herr Staatssekretär hat das ...!) Ich habe genau aufgepasst: Was die Zentralleitung betrifft ... (Abg. Mag. Rossmann: Die gesamte Finanzverwaltung war das! Nicht die Zentralleitung!) In Bezug auf die gesamte Finanzverwaltung wurde geantwortet, aber was die Zentralleitung betrifft, gab es keine Antwort.
Abg. Dr. Schüssel: Sicher!
Dem Kollegen Rossmann geben Sie keine Antwort auf die Frage nach den Kostensteigerungen in der Zentralleitung. Wenn ich danach frage: Welche Personen, geordnet nach Namen, wurden im Ministerbüro beschäftigt, und auf welcher Grundlage, nämlich Beamtendienstgesetz, Vertragsbedienstetengesetz, basierte dieses Dienstverhältnis?, dann erklären Sie mir in einer Anfragebeantwortung: Das fällt unter den Datenschutz! Sie sind damit der einzige Minister dieser Bundesregierung, der behauptet, dass die Nennung der Namen von KabinettsmitarbeiterInnen inklusive der Art ihres Arbeitsverhältnisses unter den Datenschutz fällt! (Abg. Dr. Schüssel: Sicher!)
Abg. Dr. Schüssel: Ja!
Ach so: „sicher“, sagen Sie. (Abg. Dr. Schüssel: Ja!) Darf ich Sie daran erinnern – Sie haben da offensichtlich auch ein Problem mit Ihrer eigenen Erinnerung, Herr Klubobmann –, dass Sie mir das in Ihrer Zeit als Bundeskanzler ganz korrekt beantwortet haben. Selbstverständlich! Alle Ministerien nennen den Namen und die Art der Beschäftigung, das ist so üblich (Abg. Dr. Stummvoll: ... Geheimnisse!), und diesbezüglich gibt es überhaupt keinen Datenschutz. (Abg. Dr. Schüssel: ... keine Ahnung!)
Abg. Dr. Stummvoll: ... Geheimnisse!
Ach so: „sicher“, sagen Sie. (Abg. Dr. Schüssel: Ja!) Darf ich Sie daran erinnern – Sie haben da offensichtlich auch ein Problem mit Ihrer eigenen Erinnerung, Herr Klubobmann –, dass Sie mir das in Ihrer Zeit als Bundeskanzler ganz korrekt beantwortet haben. Selbstverständlich! Alle Ministerien nennen den Namen und die Art der Beschäftigung, das ist so üblich (Abg. Dr. Stummvoll: ... Geheimnisse!), und diesbezüglich gibt es überhaupt keinen Datenschutz. (Abg. Dr. Schüssel: ... keine Ahnung!)
Abg. Dr. Schüssel: ... keine Ahnung!
Ach so: „sicher“, sagen Sie. (Abg. Dr. Schüssel: Ja!) Darf ich Sie daran erinnern – Sie haben da offensichtlich auch ein Problem mit Ihrer eigenen Erinnerung, Herr Klubobmann –, dass Sie mir das in Ihrer Zeit als Bundeskanzler ganz korrekt beantwortet haben. Selbstverständlich! Alle Ministerien nennen den Namen und die Art der Beschäftigung, das ist so üblich (Abg. Dr. Stummvoll: ... Geheimnisse!), und diesbezüglich gibt es überhaupt keinen Datenschutz. (Abg. Dr. Schüssel: ... keine Ahnung!)
Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen die Gehälter wissen! Das ist alles!
Herr Klubobmann Schüssel, es ist ja ehrenwert, dass Sie jetzt ausrücken, um dem Herrn Vizekanzler zu Hilfe zu eilen. (Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen die Gehälter wissen! Das ist alles!) Es ehrt Sie, aber es hilft in der Sache nicht weiter. Die Sache ist hinlänglich gegessen. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen den gläsernen Menschen haben!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen den gläsernen Menschen haben!
Herr Klubobmann Schüssel, es ist ja ehrenwert, dass Sie jetzt ausrücken, um dem Herrn Vizekanzler zu Hilfe zu eilen. (Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen die Gehälter wissen! Das ist alles!) Es ehrt Sie, aber es hilft in der Sache nicht weiter. Die Sache ist hinlänglich gegessen. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen den gläsernen Menschen haben!)
Vizekanzler Mag. Molterer: Eh, ja!
Herr Vizekanzler! Auch Ihr Amtsvorgänger Herr Finanzminister Grasser hat in seinen Anfängen selbstverständlich die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen genannt. Was ist denn das Problem dabei, die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen zu nennen, wenn sie auf Ihrer Homepage zu finden sind? (Vizekanzler Mag. Molterer: Eh, ja!) Was ist das Problem? (Vizekanzler Mag. Molterer: Genau! Was ist das Problem?) Da herinnen, wenn es um Parlamentarier geht, nennen Sie ... (Abg. Dr. Stummvoll: Homepage lesen! – Abg. Dr. Schüssel: Homepage lesen!)
Vizekanzler Mag. Molterer: Genau! Was ist das Problem?
Herr Vizekanzler! Auch Ihr Amtsvorgänger Herr Finanzminister Grasser hat in seinen Anfängen selbstverständlich die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen genannt. Was ist denn das Problem dabei, die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen zu nennen, wenn sie auf Ihrer Homepage zu finden sind? (Vizekanzler Mag. Molterer: Eh, ja!) Was ist das Problem? (Vizekanzler Mag. Molterer: Genau! Was ist das Problem?) Da herinnen, wenn es um Parlamentarier geht, nennen Sie ... (Abg. Dr. Stummvoll: Homepage lesen! – Abg. Dr. Schüssel: Homepage lesen!)
Abg. Dr. Stummvoll: Homepage lesen! – Abg. Dr. Schüssel: Homepage lesen!
Herr Vizekanzler! Auch Ihr Amtsvorgänger Herr Finanzminister Grasser hat in seinen Anfängen selbstverständlich die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen genannt. Was ist denn das Problem dabei, die Namen der KabinettsmitarbeiterInnen zu nennen, wenn sie auf Ihrer Homepage zu finden sind? (Vizekanzler Mag. Molterer: Eh, ja!) Was ist das Problem? (Vizekanzler Mag. Molterer: Genau! Was ist das Problem?) Da herinnen, wenn es um Parlamentarier geht, nennen Sie ... (Abg. Dr. Stummvoll: Homepage lesen! – Abg. Dr. Schüssel: Homepage lesen!)
Abg. Dr. Schüssel: Scheinheilige Aufregung!
Das ist interessant: Wenn es auf der Homepage steht – sagen die Abgeordneten der ÖVP –, dürfen wir es lesen, aber wenn das ein Abgeordneter da herinnen fragt, dann erhält er keine Antwort. Sind wir schon so weit, dass die Abgeordneten weniger wissen dürfen und in Ausübung ihrer Kontrollrechte weniger von Ihnen erfahren dürfen als jeder/jede normale Bürger/Bürgerin? Sind wir schon so weit, Herr Vizekanzler? (Abg. Dr. Schüssel: Scheinheilige Aufregung!) Ist das Ihre Antwort auf das Problem?
Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget hat er nichts zu sagen!
Gehen wir hin zum Untersuchungsausschuss. (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget hat er nichts zu sagen!) Das ist ja unglaublich, was Sie da in der Konsequenz dieser Ihrer Linie weiterverfolgen: Hier beantworten Sie nicht die Fragen, auf parlamentarische Anfragen geben Sie keine Antwort, und im Untersuchungsausschuss schwärzen Sie! Herr Vizekanzler, dürfen wir in Zukunft auch damit rechnen, dass wir geschwärzte oder geweißte Anfragebeantwortungen erhalten? Ist das die Konsequenz? (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gehen wir hin zum Untersuchungsausschuss. (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget hat er nichts zu sagen!) Das ist ja unglaublich, was Sie da in der Konsequenz dieser Ihrer Linie weiterverfolgen: Hier beantworten Sie nicht die Fragen, auf parlamentarische Anfragen geben Sie keine Antwort, und im Untersuchungsausschuss schwärzen Sie! Herr Vizekanzler, dürfen wir in Zukunft auch damit rechnen, dass wir geschwärzte oder geweißte Anfragebeantwortungen erhalten? Ist das die Konsequenz? (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.
Ich sage es Ihnen noch einmal zum Thema Anfragebeantwortung: Alle Ministerien haben kein Problem, die Fragen so zu beantworten, wie sie gefragt wurden. (Abg. Dr. Schüssel: Haben Sie zum Budget nichts zu sagen?) Alle Ministerien! (Abg. Dr. Schüssel: Zum Budget fällt Ihnen nichts ein?) Der einzige Vizekanzler hat das Problem und erklärt, das kann ich nicht sagen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie etwas zum Budget!) Bitte? (Abg. Dr. Schüssel: Sie wissen aber schon, dass wir übers Budget reden?) Ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Beamte in der Zentralleitung sind (Abg. Dr. Stummvoll: Das gehört zum Budget, was die Mitarbeiter verdienen?) und warum es eine Kostensteigerung in der Zentralleitung gibt. Ich finde, das gehört zum Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein!
Herr Klubobmann, Sie bemühen sich, meine Redezeit in Beschlag zu nehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein!) Das ist schön und gut, aber ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Leute mit welchen Namen mit welchen Dienstverhältnissen (Abg. Dr. Stummvoll: Mit welchen Bezügen!) in einem Kabinett beschäftigt werden. (Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen nur die Bezüge wissen! Neidhammel!)
Abg. Dr. Stummvoll: Mit welchen Bezügen!
Herr Klubobmann, Sie bemühen sich, meine Redezeit in Beschlag zu nehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein!) Das ist schön und gut, aber ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Leute mit welchen Namen mit welchen Dienstverhältnissen (Abg. Dr. Stummvoll: Mit welchen Bezügen!) in einem Kabinett beschäftigt werden. (Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen nur die Bezüge wissen! Neidhammel!)
Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen nur die Bezüge wissen! Neidhammel!
Herr Klubobmann, Sie bemühen sich, meine Redezeit in Beschlag zu nehmen. (Abg. Dr. Schüssel: Nein, nein!) Das ist schön und gut, aber ich finde, es gehört zum Budget, zu wissen, wie viele Leute mit welchen Namen mit welchen Dienstverhältnissen (Abg. Dr. Stummvoll: Mit welchen Bezügen!) in einem Kabinett beschäftigt werden. (Abg. Dr. Schüssel: Sie wollen nur die Bezüge wissen! Neidhammel!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn die Sache so weitergeht, Herr Klubobmann beziehungsweise Herr Vizekanzler, wie Sie es in Ihrer Anfragebeantwortung angedeutet haben – dass die Abgeordneten kein Recht haben! –, dann werden wir uns auch etwas überlegen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Ich möchte ganz kurz zu dem Entschließungsantrag, den Kollege „Jacky“ Maier eingebracht hat, Stellung nehmen. Wir stimmen völlig darin überein, dass der Datenschutz gerade im Geldleben der Menschen einen enorm hohen Stellenwert besitzt. Deswegen haben wir das Bankgeheimnis in den Verfassungsrang gehoben, deswegen den Datenschutz, und deswegen nehmen wir das Steuergeheimnis ernst. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Abg. Brosz: Wenn Sie nicht einmal wissen ...!
Die grüne Fraktion hat in den letzten Wochen das Recht auf Steuergeheimnis, das Recht auf Datenschutz – na, ich sage es einmal salopp – massiv verletzt, man kann auch sagen: mit Füßen getreten. Das ist gerichtlich festgestellt, jedenfalls im Fall des Kollegen Pilz. Und bis heute haben wir keine Klarstellung erhalten von Seiten der grünen Fraktion, von Seiten Professor Van der Bellens: Wie hält es diese Fraktion künftig mit Bürgerrechten? (Abg. Brosz: Wenn Sie nicht einmal wissen ...!) Wie hält sie es mit dem Anspruch auf Datenschutz? Und wie hält sie es eigentlich mit der Frage des Steuergeheimnisses?
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Es ist eben schwer nachvollziehbar und nicht sehr glaubwürdig, dass man heute einem Entschließungsantrag auf Datenschutz zustimmt, aber gleichzeitig bei diesem Anspruch der Menschen mit zweierlei Maß misst! (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Und ich sage noch etwas: Bürgerrechte sind unteilbare Rechte, und wir fordern auch die Grünen auf, wieder dorthin zurückzukehren, wo hierüber einst Konsens bestanden hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist eben schwer nachvollziehbar und nicht sehr glaubwürdig, dass man heute einem Entschließungsantrag auf Datenschutz zustimmt, aber gleichzeitig bei diesem Anspruch der Menschen mit zweierlei Maß misst! (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Und ich sage noch etwas: Bürgerrechte sind unteilbare Rechte, und wir fordern auch die Grünen auf, wieder dorthin zurückzukehren, wo hierüber einst Konsens bestanden hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Abgaben!
Eine abschließende Anmerkung zu Kollegen Bucher: Er weiß, ich schätze ihn sowohl menschlich als auch fachlich. Aber wenn Kollege Bucher heute hier von Steuersenkung spricht, sollte er vorher einmal mit seinem Landeshauptmann reden, denn der hat mit 1. Jänner 2006 die Fremdenverkehrsabgabe um 40 bis 60 Prozent erhöht (Abg. Bucher: Abgaben!), die Nächtigungstaxe um satte 100 Prozent in die Höhe geschnalzt, die Zweitwohnsitzabgabe deutlich erhöht et cetera, et cetera.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ein Appell an die Kollegen vom BZÖ und an Herrn Landeshauptmann Haider: Sie sollten sich an der Wiener SPÖ, was Steuer- und Abgabenerhöhungen betrifft, ebenso wenig ein Vorbild nehmen wie an der Schulpolitik der Wiener SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister und Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Weil mein Vorredner davon gesprochen hat, ob man sich an der Wiener SPÖ ein Beispiel nehmen soll oder nicht, so glaube ich, das lässt sich für einen ÖVPler relativ einfach beantworten: An der Wiener ÖVP sollte man sich keinesfalls ein Beispiel nehmen, denn eine so schwache Landespartei wie die Wiener ÖVP habt ihr ja wohl nirgends! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es war, glaube ich, wichtig, auch einmal zu betonen, wie schwach die Wiener ÖVP in Summe ist. Daher ist es relativ lächerlich, die Wiener SPÖ zu kritisieren. (Abg. Grillitsch: Geht es jetzt ums Budget oder um die ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Geht es jetzt ums Budget oder um die ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister und Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Weil mein Vorredner davon gesprochen hat, ob man sich an der Wiener SPÖ ein Beispiel nehmen soll oder nicht, so glaube ich, das lässt sich für einen ÖVPler relativ einfach beantworten: An der Wiener ÖVP sollte man sich keinesfalls ein Beispiel nehmen, denn eine so schwache Landespartei wie die Wiener ÖVP habt ihr ja wohl nirgends! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es war, glaube ich, wichtig, auch einmal zu betonen, wie schwach die Wiener ÖVP in Summe ist. Daher ist es relativ lächerlich, die Wiener SPÖ zu kritisieren. (Abg. Grillitsch: Geht es jetzt ums Budget oder um die ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher werden wir Sozialdemokraten diesem Budget auch zustimmen, weil es rote Handschrift trägt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Herr Pilz soll als Ausschuss-Vorsitzender zurücktreten!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Es ist vorhin bei Kollegem Öllinger moniert worden, dass er zum Budget sprechen soll. Genau das hat er natürlich getan, weil er auf die Sparsamkeitsaspekte aufmerksam gemacht hat. Das werden wir jetzt auch kurz machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Herr Pilz soll als Ausschuss-Vorsitzender zurücktreten!)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt gibt es einen Auftrag des Parlaments, diesen Vorgang genau zu prüfen – und zu retten, was zu retten ist. Es gibt noch genügend zu retten, nämlich alles. Das Ganze! Das ist auch ein kleiner Tipp an die SPÖ: Es geht noch ums Ganze, und nicht um 12 oder 18 Eurofighter! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Herr Pilz soll zurücktreten!
Der Nationalrat gibt einen Untersuchungsauftrag, und der Untersuchungsausschuss arbeitet. Im Zuge der Untersuchungen kommen wir drauf – auf Grund von Zeugenbefragung, nicht von vornherein (Abg. Mag. Donnerbauer: Herr Pilz soll zurücktreten!) –, dass es eigentlich sehr sinnvoll und der Untersuchung dienlich wäre, von den Behörden, so, wie sie in der Geschäftsordnung, im Gesetz und in der Verfassung benannt sind, Akte zu verlangen, in dem Fall auch Steuerakte (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer), weil Frau Rumpold selbst einen Hinweis darauf gegeben hat, dass schon seit eineinhalb Jahren die Finanz im Haus ist und dass quasi ohnehin alles paletti sei.
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Der Nationalrat gibt einen Untersuchungsauftrag, und der Untersuchungsausschuss arbeitet. Im Zuge der Untersuchungen kommen wir drauf – auf Grund von Zeugenbefragung, nicht von vornherein (Abg. Mag. Donnerbauer: Herr Pilz soll zurücktreten!) –, dass es eigentlich sehr sinnvoll und der Untersuchung dienlich wäre, von den Behörden, so, wie sie in der Geschäftsordnung, im Gesetz und in der Verfassung benannt sind, Akte zu verlangen, in dem Fall auch Steuerakte (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer), weil Frau Rumpold selbst einen Hinweis darauf gegeben hat, dass schon seit eineinhalb Jahren die Finanz im Haus ist und dass quasi ohnehin alles paletti sei.
Abg. Mag. Donnerbauer: Nach dem Gesetz ...!
Das ist ein sehr hilfreicher Hinweis gewesen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nach dem Gesetz ...!) Die Akte Rumpold, zumindest hinsichtlich der einen Firma von den mehreren der Rumpolds, war uns dann auch erkennbar einsichtig. Was hier zutage gekommen ist, ist selbst für die ÖVP zu viel gewesen – geben Sie es doch zu! –: Zwei Drittel der Einnahmen von Eurofighter/EADS über Steininger können nicht nachgewiesen werden!
Abg. Mag. Donnerbauer: Aber dass Pilz ...!
Oder wollen Sie behaupten, dass es branchenüblich ist (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber dass Pilz ...!), dass es Marketinghonorare von 200 bis 250 Prozent gibt? Genau dann, wenn Abfangjäger gekauft werden? Genau dann, wenn orange und schwarze Minister am Werken sind, eine orange Agentur einen Auftrag bekommt und dann irgendwelche Geheimhaltungsklauseln den daran hindern sollen, auszusagen? – Aber wir haben uns geholfen: mit diesem Steuerakt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Und weil das so ins Schwarze getroffen hat, sind Sie jetzt nervös! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Oder wollen Sie behaupten, dass es branchenüblich ist (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber dass Pilz ...!), dass es Marketinghonorare von 200 bis 250 Prozent gibt? Genau dann, wenn Abfangjäger gekauft werden? Genau dann, wenn orange und schwarze Minister am Werken sind, eine orange Agentur einen Auftrag bekommt und dann irgendwelche Geheimhaltungsklauseln den daran hindern sollen, auszusagen? – Aber wir haben uns geholfen: mit diesem Steuerakt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Und weil das so ins Schwarze getroffen hat, sind Sie jetzt nervös! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Oder wollen Sie behaupten, dass es branchenüblich ist (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber dass Pilz ...!), dass es Marketinghonorare von 200 bis 250 Prozent gibt? Genau dann, wenn Abfangjäger gekauft werden? Genau dann, wenn orange und schwarze Minister am Werken sind, eine orange Agentur einen Auftrag bekommt und dann irgendwelche Geheimhaltungsklauseln den daran hindern sollen, auszusagen? – Aber wir haben uns geholfen: mit diesem Steuerakt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Und weil das so ins Schwarze getroffen hat, sind Sie jetzt nervös! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ganze noch für einen Sinn hat, außer möglicherweise schwarze Kassen in Parteien ebensolcher Farbe zu verdecken. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erklären Sie das jetzt hier einmal, Herr Vizekanzler! Das ist aufklärungsbedürftig. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Schüssel: Nehmen Sie das zurück! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Schüssel: Nehmen Sie das zurück! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.
Ganze noch für einen Sinn hat, außer möglicherweise schwarze Kassen in Parteien ebensolcher Farbe zu verdecken. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erklären Sie das jetzt hier einmal, Herr Vizekanzler! Das ist aufklärungsbedürftig. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Schüssel: Nehmen Sie das zurück! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mag. Molterer.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Schüssel: Sehr schwache Rede!
Dass dann allfällige Geheimhaltungsregeln auf den Ausschuss übergehen, ist eine zweite Frage. Das wird im Übrigen in allen zivilisierten Demokratien so gehalten, wie man auch an der Praxis in der Bundesrepublik Deutschland erkennen kann, die in dem Fall auch wieder einmal Vorbild ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Schüssel: Sehr schwache Rede!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Aber bleiben wir bei der hiesigen Praxis. Mittlerweile sind weitere Steuerakten auf Grund klarer Beschlüsse des Ausschusses mit Mehrheit angefordert worden und eingetroffen. Aber ob man das Ganze noch als Akte bezeichnen kann, ist eine andere Frage, Herr Vizekanzler: Es fehlen Seiten zu Hunderten, und dann kommen Seiten, auf denen mittlerweile gar nicht mehr die Schwärzung dominiert, sondern die Weißung, weil Sie alles Mögliche abdecken. Und die wenigen Zeilen, die herausschauen, sind in Ihrer Parteifarbe übermalt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dr. Schüssel: ... zum Budget nichts zu sagen!
Nur: In mindestens einem Fall ist der Versuch, zu verschleiern, grässlich missglückt. Sie haben sich heute selbst davon überzeugen können. (Abg. Dr. Schüssel: ... zum Budget nichts zu sagen!) Es ist eine Zeile – und das muss der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden –, in der ganz klar erkennbar ist, dass es sich um Transfers/Geldüberweisungen handelt, bei denen EADS/Steininger eine Rolle spielen, geschwärzt worden! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nur: In mindestens einem Fall ist der Versuch, zu verschleiern, grässlich missglückt. Sie haben sich heute selbst davon überzeugen können. (Abg. Dr. Schüssel: ... zum Budget nichts zu sagen!) Es ist eine Zeile – und das muss der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden –, in der ganz klar erkennbar ist, dass es sich um Transfers/Geldüberweisungen handelt, bei denen EADS/Steininger eine Rolle spielen, geschwärzt worden! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Mag. Molterer: Was heißt „auf der Stelle“?
Jetzt fordere ich Sie auf, Herr Bundesminister, Herr Vizekanzler Molterer, nehmen Sie dazu Stellung: Welche Aufträge haben Sie an Ihre Beamten gegeben? Wer ist noch dafür verantwortlich? – Halten Sie nicht immer dieses simple Palaver „Wir halten das Steuergeheimnis ein“, wenn das hier explizit nicht der Fall ist: EADS/Steininger sind Untersuchungsgegenstand! Erklären Sie uns hier sonst das Gegenteil, und zwar auf der Stelle! Sie haben jede Möglichkeit dazu. (Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Mag. Molterer: Was heißt „auf der Stelle“?)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren hier im Hohen Haus! Herr Abgeordneter Kogler, Sie haben die Bühne des Untersuchungsausschusses heute mit der Budgetdebatte verwechselt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wir wollen ja sparen! – weitere Zwischenrufe
Ich komme zurück zur Budgetdebatte. Es ist schon erstaunlich, dass heute manche Abgeordnete gemeint haben (Abg. Öllinger: Wir wollen ja sparen! – weitere Zwischenrufe), wir schreiben das Budget fort. (Abg. Öllinger: Herr Abgeordneter Steindl, wir wollen ja sparen!) Manche sagen, wir schreiben das Budget nicht fort. Ich sage Ihnen, wir schreiben eine Erfolgsgeschichte fort (Bravorufe bei der ÖVP), und werde Ihnen begründen, warum. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Herr Abgeordneter Steindl, wir wollen ja sparen!
Ich komme zurück zur Budgetdebatte. Es ist schon erstaunlich, dass heute manche Abgeordnete gemeint haben (Abg. Öllinger: Wir wollen ja sparen! – weitere Zwischenrufe), wir schreiben das Budget fort. (Abg. Öllinger: Herr Abgeordneter Steindl, wir wollen ja sparen!) Manche sagen, wir schreiben das Budget nicht fort. Ich sage Ihnen, wir schreiben eine Erfolgsgeschichte fort (Bravorufe bei der ÖVP), und werde Ihnen begründen, warum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme zurück zur Budgetdebatte. Es ist schon erstaunlich, dass heute manche Abgeordnete gemeint haben (Abg. Öllinger: Wir wollen ja sparen! – weitere Zwischenrufe), wir schreiben das Budget fort. (Abg. Öllinger: Herr Abgeordneter Steindl, wir wollen ja sparen!) Manche sagen, wir schreiben das Budget nicht fort. Ich sage Ihnen, wir schreiben eine Erfolgsgeschichte fort (Bravorufe bei der ÖVP), und werde Ihnen begründen, warum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich die Zahlen aus dem Jahr 2002 mit denen von heute vergleiche, dann ist das wirklich eine Erfolgsgeschichte der Sonderklasse! Wir hatten im Jahr 2002 Einnahmen von in etwa 54,9 Milliarden €; jetzt haben wir laut Budgetvoranschlag 2007 Einnahmen von 63,2 Milliarden €. Das ist letztlich eine nominelle Steigerung von ungefähr 15 Prozent – und das bei einer Senkung der Abgabenquote von 45 auf 41 Prozent! Das soll einmal einer nachmachen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Meine Damen und Herren, ich habe die Panikmache der Oppositionsparteien noch im Ohr, als es geheißen hat: Auf Grund dieser Steuerreform werde der Finanznotstand dieser Republik ausbrechen, es würden die Länder nicht mehr finanzieren können. – Genau das Gegenteil ist eingetreten, meine Damen und Herren: Wir haben an die Gemeinden und Länder im Jahr 2002 13,4 Milliarden € überweisen können, und 2007 können wir 15,1 Milliarden € überweisen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin sehr, sehr froh darüber, dass die Regierung Schüssel den Mut hatte, die Steuerreform in dieser Größenordnung anzugehen und durchzuführen. Letztlich ist es volkswirtschaftlich allen klar, dass eine geringe Abgabenquote den Wirtschaftsstandort massiv verbessert. Ich bin froh darüber, dass der Herr Finanzminister diesen Weg und diesen Kurs fortsetzt. Die Wirtschaft, Herr Finanzminister, wird Ihnen das mit neuen Rekord-Beschäftigungszahlen danken, und die Arbeitnehmer werden viel Freude haben und letztlich sehr davon profitieren. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja unglaublich!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Satz zum Herrn Kollegen Kogler. Wir sind für völlige Transparenz, für Aufklärung. Alles, was im Zusammenhang mit dem Prüfungsauftrag des Untersuchungsausschusses steht, soll auf den Tisch, soll aufgeklärt werden. Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Kogler, an die Adresse Ihrer Fraktion und vor allem des Herrn Ausschussvorsitzenden Pilz: Solange es nämlich einen Herrn Abgeordneten Pilz gibt in diesem Hause, der bereits mehrfach verurteilt ist wegen Weitergabe von Geheimnissen an Medien (Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja unglaublich!), solange es einen solchen Abgeordneten hier gibt, der Ausschussvorsitzender ist, solange bin ich wirklich froh, dass es verantwortungsvolle Politiker und auch verantwortungsvolle Beamte im Finanzministerium gibt (Abg. Strache: Der Pflichtverteidiger des Finanzministers!), die Sie nicht in jeden Steuerakt hineinschnüffeln lassen, Herr Dr. Pilz! Ich bin sehr, sehr froh, dass das der Fall ist. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Der Pflichtverteidiger des Finanzministers!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Satz zum Herrn Kollegen Kogler. Wir sind für völlige Transparenz, für Aufklärung. Alles, was im Zusammenhang mit dem Prüfungsauftrag des Untersuchungsausschusses steht, soll auf den Tisch, soll aufgeklärt werden. Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Kogler, an die Adresse Ihrer Fraktion und vor allem des Herrn Ausschussvorsitzenden Pilz: Solange es nämlich einen Herrn Abgeordneten Pilz gibt in diesem Hause, der bereits mehrfach verurteilt ist wegen Weitergabe von Geheimnissen an Medien (Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja unglaublich!), solange es einen solchen Abgeordneten hier gibt, der Ausschussvorsitzender ist, solange bin ich wirklich froh, dass es verantwortungsvolle Politiker und auch verantwortungsvolle Beamte im Finanzministerium gibt (Abg. Strache: Der Pflichtverteidiger des Finanzministers!), die Sie nicht in jeden Steuerakt hineinschnüffeln lassen, Herr Dr. Pilz! Ich bin sehr, sehr froh, dass das der Fall ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Satz zum Herrn Kollegen Kogler. Wir sind für völlige Transparenz, für Aufklärung. Alles, was im Zusammenhang mit dem Prüfungsauftrag des Untersuchungsausschusses steht, soll auf den Tisch, soll aufgeklärt werden. Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Kogler, an die Adresse Ihrer Fraktion und vor allem des Herrn Ausschussvorsitzenden Pilz: Solange es nämlich einen Herrn Abgeordneten Pilz gibt in diesem Hause, der bereits mehrfach verurteilt ist wegen Weitergabe von Geheimnissen an Medien (Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja unglaublich!), solange es einen solchen Abgeordneten hier gibt, der Ausschussvorsitzender ist, solange bin ich wirklich froh, dass es verantwortungsvolle Politiker und auch verantwortungsvolle Beamte im Finanzministerium gibt (Abg. Strache: Der Pflichtverteidiger des Finanzministers!), die Sie nicht in jeden Steuerakt hineinschnüffeln lassen, Herr Dr. Pilz! Ich bin sehr, sehr froh, dass das der Fall ist. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf: Genau!
Sie haben nicht das Recht, sich als Instanz aufzuspielen, die darüber entscheidet (Ruf: Genau!), in welche private Akte Einsicht genommen wird und in welche nicht. Sie haben nicht das Recht, Einsicht zu nehmen in Akte von unbescholtenen Bürgern. Und Sie legen nicht die Grenzen fest, sondern die Grenzen legt das Gesetz fest. Und das Gesetz ist völlig klar auszulegen, Herr Abgeordneter Pilz. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben nicht das Recht, sich als Instanz aufzuspielen, die darüber entscheidet (Ruf: Genau!), in welche private Akte Einsicht genommen wird und in welche nicht. Sie haben nicht das Recht, Einsicht zu nehmen in Akte von unbescholtenen Bürgern. Und Sie legen nicht die Grenzen fest, sondern die Grenzen legt das Gesetz fest. Und das Gesetz ist völlig klar auszulegen, Herr Abgeordneter Pilz. (Beifall beim BZÖ.)
Staatssekretär Dr. Matznetter: Die haben es nicht leicht!
Zum Budget selbst. Herr Kollege Matznetter, Sie haben einen Satz gesagt, der mich fast ein bisschen amüsiert hat: Es ist eigentlich etwas Unangenehmes, Steuern einzuheben. Sie haben damit natürlich die Beamten Ihres Hauses gemeint. Jawohl, das stimmt (Staatssekretär Dr. Matznetter: Die haben es nicht leicht!), und ich stehe auch als Angehöriger einer Oppositionspartei nicht an, diesen fleißigen Beamten Ihres Hauses Respekt zu zollen und für die Arbeit ein Dankeschön zu sagen. Auch das gehört sich am Ende einer solchen Budgetdebatte. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Budget selbst. Herr Kollege Matznetter, Sie haben einen Satz gesagt, der mich fast ein bisschen amüsiert hat: Es ist eigentlich etwas Unangenehmes, Steuern einzuheben. Sie haben damit natürlich die Beamten Ihres Hauses gemeint. Jawohl, das stimmt (Staatssekretär Dr. Matznetter: Die haben es nicht leicht!), und ich stehe auch als Angehöriger einer Oppositionspartei nicht an, diesen fleißigen Beamten Ihres Hauses Respekt zu zollen und für die Arbeit ein Dankeschön zu sagen. Auch das gehört sich am Ende einer solchen Budgetdebatte. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Matznetter.
Nur eine Korrektur auch zur Frau Kollegin Hagenhofer von der SPÖ, die hier wortreich – ich habe fast schmunzeln müssen – erklärt hat, wie sehr ihre Partei gegen diesen Nulldefizit-Fetisch sei. – Frau Abgeordnete, ich darf Sie erinnern, Ihr Parteivorsitzender war es, Herr Dr. Gusenbauer, der öffentlich eine verfassungsmäßige Verankerung eines Nulldefizits verlangt hat. Das war Ihr Abgeordneter. Das Gedächtnis ist offensichtlich relativ kurz, was die letzten Wochen und Monate anlangt. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Matznetter.) Der hat das gefordert, so ist es.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Cap, am Ende dieser Debatte auch Ihnen ins Stammbuch geschrieben: Wir werden jetzt wahrscheinlich an die 50 Entschließungsanträge, Initiativen der Opposition abstimmen, und ich gehe mit Ihnen eine Wette ein: Sie werden bei allen diesen Initiativen sitzen bleiben und nicht mitstimmen. Jetzt können Sie sagen, es ist alles so schlecht, um Gottes willen, gegen jeden Antrag gibt es ein Argument. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber ich kann mich noch an die Worte des Klubobmannes Cap am Beginn dieser Legislaturperiode, vor laufender Fernsehkamera, bei Fernsehdiskussionen erinnern: Der neue Parlamentarismus bricht aus. Wir werden uns ganz genau anschauen, was die Opposition einbringt, und wir werden auch gute Initiativen übernehmen.
Abg. Parnigoni: Na, Sie haben es notwendig! Gerade Sie haben es notwendig!
Aber das ist nicht nur irgendein Streit, wo man eine ganze Parlamentspartei, eine ganze Fraktion als verlogen darstellt, sondern ich sage Ihnen etwas: Das ist eine Abwertung der gesamten politischen Auseinandersetzung – und die wollen wir nicht haben. (Abg. Parnigoni: Na, Sie haben es notwendig! Gerade Sie haben es notwendig!) Das haben Sie mit diesen Sätzen, mit denen Sie Pauschalverurteilungen durchführen, geleistet. Das ist nicht schön, das ist auch kein guter Stil. Eine gesamte Partei als verlogen darzustellen, das ist kein Stil, schon gar nicht in einer Koalition, aber auch nicht in einer politischen Auseinandersetzung. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Aber das ist nicht nur irgendein Streit, wo man eine ganze Parlamentspartei, eine ganze Fraktion als verlogen darstellt, sondern ich sage Ihnen etwas: Das ist eine Abwertung der gesamten politischen Auseinandersetzung – und die wollen wir nicht haben. (Abg. Parnigoni: Na, Sie haben es notwendig! Gerade Sie haben es notwendig!) Das haben Sie mit diesen Sätzen, mit denen Sie Pauschalverurteilungen durchführen, geleistet. Das ist nicht schön, das ist auch kein guter Stil. Eine gesamte Partei als verlogen darzustellen, das ist kein Stil, schon gar nicht in einer Koalition, aber auch nicht in einer politischen Auseinandersetzung. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Cap, kommen Sie heraus und sagen Sie: Kalina, das war ein Blödsinn! Das ist kein Diskussionsbeitrag, und dieses Niveau lassen wir auch nicht einreißen! – Das wäre vielleicht ein guter Abschluss dieser Budgetdebatte. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es ist schon ein Urteil ergangen! Das wissen Sie! Wenn auch noch nicht rechtskräftig!
Ich berichtige tatsächlich: Das ist die Unwahrheit, Herr Abgeordneter Westenthaler, und zwar mehrfach. Herr Abgeordneter Peter Pilz ist in keinem Fall verurteilt worden! Es gibt daher auch keine „mehrfache Verurteilung“, und es hat in keinem einzigen Fall bisher eine Hauptverhandlung gegeben, aber in Österreich und in einem Rechtsstaat ist es üblich, dass in einer Hauptverhandlung ein Urteil ergeht. (Abg. Ing. Westenthaler: Es ist schon ein Urteil ergangen! Das wissen Sie! Wenn auch noch nicht rechtskräftig!) Bei Ihnen ist das vielleicht auch so möglich, nämlich durch Sprechen. Aber Gott sei Dank haben wir einen Rechtsstaat, Herr Westenthaler – und nicht nur Sie! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich berichtige tatsächlich: Das ist die Unwahrheit, Herr Abgeordneter Westenthaler, und zwar mehrfach. Herr Abgeordneter Peter Pilz ist in keinem Fall verurteilt worden! Es gibt daher auch keine „mehrfache Verurteilung“, und es hat in keinem einzigen Fall bisher eine Hauptverhandlung gegeben, aber in Österreich und in einem Rechtsstaat ist es üblich, dass in einer Hauptverhandlung ein Urteil ergeht. (Abg. Ing. Westenthaler: Es ist schon ein Urteil ergangen! Das wissen Sie! Wenn auch noch nicht rechtskräftig!) Bei Ihnen ist das vielleicht auch so möglich, nämlich durch Sprechen. Aber Gott sei Dank haben wir einen Rechtsstaat, Herr Westenthaler – und nicht nur Sie! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Wenn ich an die Geschichte Ihrer Partei denke, die mitverantwortlich war, dass einmal die Regierung gleich nach ein oder zwei Jahren in die „Luft“ gegangen ist, wenn ich daran denke, dass es bei Ihnen Massenaustritte gegeben hat, wenn dann am Schluss überhaupt die Parteiführung die Partei verlassen hat, und dann kommen Sie da heraus und halten einen Vortrag über Parteiaustritte – das ist ja unfassbar. Gehen Sie zur Tschauner Bühne, da werden Sie dafür noch ein Publikum finden, aber hier herinnen nimmermehr. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hören Sie bitte auf damit! Versuchen Sie wenigsten am Schluss, wenn Sie schon versuchen, sich das Schlusswort zu arrogieren, sich ein gewisses Mindestmaß an Ernsthaftigkeit anzueignen. Das war es nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Aber es gibt schon Steuergesetze!
Sie waren massiv dabei beim Aussackeln der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Dr. Stummvoll: Aber es gibt schon Steuergesetze!) Kommen Sie heraus und streuen sich Asche über das Haupt, üben Sie Selbstkritik – aber versuchen Sie nicht, irgendwie den Spieß umzudrehen, was Ihnen sowieso nicht ganz gelungen ist, denn da waren Sie plötzlich wieder im Reflex, Seite an Seite mit der ÖVP vorzugehen und zu argumentieren.
Oje-Rufe bei der ÖVP.
Nicht unreizend auch die Frage über Parlament neu. Das ist für mich eine sehr ernste Frage, denn ich möchte wirklich daran mitwirken, dass das verwirklicht werden kann. (Oje-Rufe bei der ÖVP.) Was heißt da oje? Ein bisschen mehr Demokratie, Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte. Vielleicht sind Sie das in Ihrem Bundesland nicht gewohnt, Sie von der vorletzten Reihe dort oben (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ), aber ich sage Ihnen, ich halte das für wichtig, dass es hier einen Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte gibt, auch wenn Ihnen das nicht gefällt. Da wären Sie gut beraten, das Parlament und den Parlamentarismus zu stärken. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ
Nicht unreizend auch die Frage über Parlament neu. Das ist für mich eine sehr ernste Frage, denn ich möchte wirklich daran mitwirken, dass das verwirklicht werden kann. (Oje-Rufe bei der ÖVP.) Was heißt da oje? Ein bisschen mehr Demokratie, Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte. Vielleicht sind Sie das in Ihrem Bundesland nicht gewohnt, Sie von der vorletzten Reihe dort oben (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ), aber ich sage Ihnen, ich halte das für wichtig, dass es hier einen Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte gibt, auch wenn Ihnen das nicht gefällt. Da wären Sie gut beraten, das Parlament und den Parlamentarismus zu stärken. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nicht unreizend auch die Frage über Parlament neu. Das ist für mich eine sehr ernste Frage, denn ich möchte wirklich daran mitwirken, dass das verwirklicht werden kann. (Oje-Rufe bei der ÖVP.) Was heißt da oje? Ein bisschen mehr Demokratie, Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte. Vielleicht sind Sie das in Ihrem Bundesland nicht gewohnt, Sie von der vorletzten Reihe dort oben (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ), aber ich sage Ihnen, ich halte das für wichtig, dass es hier einen Ausbau der Minderheits- und Kontrollrechte gibt, auch wenn Ihnen das nicht gefällt. Da wären Sie gut beraten, das Parlament und den Parlamentarismus zu stärken. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
mich einsetzen, und wir alle wollen uns dafür einsetzen, weil das eine neue Form von Parlament sein soll. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber wirklich nur Spuren!
Als Letztes noch zum Budget selbst: Mit Stolz können wir vermerken, dass wir darin wirklich sozialdemokratische Spuren erkennen können, und nicht nur Spuren. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber wirklich nur Spuren!) Ja, Spuren von beiden. Die ÖVP hat Spuren drinnen, wir haben Spuren drinnen (Abg. Dr. Graf: Die Breite Ihrer Spuren ist sehr gering!), und wir sind beide darauf erpicht gewesen, dass das größtmöglich ausgewichtet und balanciert ist, so, wie es in einer Regierungskoalition halt ist, beide gleichgewichtig und balanciert.
Abg. Dr. Graf: Die Breite Ihrer Spuren ist sehr gering!
Als Letztes noch zum Budget selbst: Mit Stolz können wir vermerken, dass wir darin wirklich sozialdemokratische Spuren erkennen können, und nicht nur Spuren. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber wirklich nur Spuren!) Ja, Spuren von beiden. Die ÖVP hat Spuren drinnen, wir haben Spuren drinnen (Abg. Dr. Graf: Die Breite Ihrer Spuren ist sehr gering!), und wir sind beide darauf erpicht gewesen, dass das größtmöglich ausgewichtet und balanciert ist, so, wie es in einer Regierungskoalition halt ist, beide gleichgewichtig und balanciert.
Beifall bei der SPÖ.
Also darauf legen wir Wert, und das werden wir auch in Zukunft erreichen. Dann können Sie das Modell studieren und bewundernd zu uns herüberblicken, wie man es nämlich wirklich macht. So, wie Sie es jedenfalls nicht zusammengebracht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Ing. Schultes – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pilz –: Sie legen jetzt den Ausschussvorsitz zurück?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordnete Dr. Pilz zu Wort. Gesamtrestredezeit: 7 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Ing. Schultes – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pilz –: Sie legen jetzt den Ausschussvorsitz zurück?)
Heiterkeit bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zahlreiche Rufe der Österreichischen Volkspartei bewegen mich dazu, doch noch das Wort an Sie zu richten (Heiterkeit bei den Grünen.) Ihre bange Frage lautet: Besteht ein sachlicher Zusammenhang zwischen Eurofighter und dem Budget? Und ich sage Ihnen: Ja, es gibt deutliche Hinweise darauf. Diese Hinweise bewegen sich von den Investitionen her in einer Größenordnung von 2 Milliarden €, von den Folgekosten her um etwa 2,5 Milliarden €. (Abg. Mag. Donnerbauer: Und Gegengeschäfte von 4 Milliarden €!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Und Gegengeschäfte von 4 Milliarden €!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zahlreiche Rufe der Österreichischen Volkspartei bewegen mich dazu, doch noch das Wort an Sie zu richten (Heiterkeit bei den Grünen.) Ihre bange Frage lautet: Besteht ein sachlicher Zusammenhang zwischen Eurofighter und dem Budget? Und ich sage Ihnen: Ja, es gibt deutliche Hinweise darauf. Diese Hinweise bewegen sich von den Investitionen her in einer Größenordnung von 2 Milliarden €, von den Folgekosten her um etwa 2,5 Milliarden €. (Abg. Mag. Donnerbauer: Und Gegengeschäfte von 4 Milliarden €!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Blödsinn, Herr Pilz!
Was passiert jetzt im Regierungsbereich eines Finanzministers, der sich ein Recht, das er nicht hat, einfach nimmt? – Er hat einen Generalsekretär namens Quantschnigg, der für die Zensur verantwortlich ist und der sich ausbedungen hat, dass über seinen Schreibtisch jeder einzelne geschwärzte Akt geht. Generalsekretär Quantschnigg weist die Beamten der Wohnfinanzämter an, zu schwärzen und zu zensurieren. Diese werden darauf hingewiesen, alles zu zensurieren, alles zu schwärzen und seit neuestem alles zu weißen – auch das gibt es jetzt –, wo nicht EADS oder Eurofighter vorkommt. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Blödsinn, Herr Pilz!)
Abg. Dr. Fekter: Es gibt auch keinen Zusammenhang mit dem Untersuchungsgegenstand!
Ich sage ihnen ein Beispiel: Der Akt des Lobbyisten Fred Plattner, der immer wichtiger wird, wäre geschwärzt worden. (Abg. Dr. Fekter: Es gibt auch keinen Zusammenhang mit dem Untersuchungsgegenstand!) Es hätte keinen Hinweis gegeben. Und wäre nicht „fliegen“ und „Flug“ und einiges mehr in den Wolf-Akten gestanden: Der Ausschuss hätte keine Kenntnis von diesen Akten und von diesen Zahlungen erhalten.
Abg. Dr. Fekter: Ja, Herr Pilz!
So, und jetzt habe ich heute im Finanzministerium nachgefragt: Haben Sie den Beamten eine Liste von Suchbegriffen zur Verfügung gestellt, damit die wissen, welche Begriffe in der Arbeit des Untersuchungsausschusses wesentlich sind und wonach sie die Akten beurteilen können? – Der Beamte sagt mir: Nein. – Dann sage ich: Ja, wie sollen sich die Beamten in den Finanzämtern überhaupt eine Meinung bilden, was dem Ausschuss zuzuleiten ist? – Und er sagt mir: Na ja, EADS und Eurofighter kennen sie, und den Rest können sie ja in der Zeitung lesen. (Abg. Dr. Fekter: Ja, Herr Pilz!) In der Zeitung lesen! Das ist die Stellungnahme vom Finanzministerium. So wird die Arbeit des Untersuchungsausschusses – unter Anführungszeichen – „unterstützt“.
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister Molterer, diese Art der Unterstützung kann man nur mit einem Wort charakterisieren: Das ist der letzte große und, ich hoffe, vergebliche Versuch, im Interesse von EADS und ÖVP die Arbeit des Untersuchungsausschusses des österreichischen Nationalrates zu behindern! Ich hoffe, dass das der letzte Versuch war! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Sie sind ja nicht allein der Untersuchungsausschuss!
Noch etwas, Herr Finanzminister Molterer, und ich verrate hier kein Geheimnis: Es wird noch einen letzten Versuch geben vom Untersuchungsausschuss, Ihnen ein Angebot zu machen (Abg. Dr. Fekter: Sie sind ja nicht allein der Untersuchungsausschuss!), das Sie eigentlich auch rechtlichen und praktischen Erwägungen nicht ablehnen können. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Noch etwas, Herr Finanzminister Molterer, und ich verrate hier kein Geheimnis: Es wird noch einen letzten Versuch geben vom Untersuchungsausschuss, Ihnen ein Angebot zu machen (Abg. Dr. Fekter: Sie sind ja nicht allein der Untersuchungsausschuss!), das Sie eigentlich auch rechtlichen und praktischen Erwägungen nicht ablehnen können. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sind, wenn Sie alle Akten, wie es im Gesetz und in der Verfassung steht, uns vollständig und unzensuriert hier im Nationalrat zur Verfügung stellen, bereit, dem Vorschlag der Frau Präsidentin zu folgen und Steuerakten einer besondern Vertraulichkeit im Ausschuss zuzuführen. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Hier hat es einen sehr, sehr vernünftigen Vorschlag von Seiten der Präsidentin gegeben.
Beifall bei den Grünen.
Wir können als österreichisches Parlament nicht akzeptieren, dass sich – gegen alle herrschenden Rechtsmeinungen – ein Mitglied der österreichischen Bundesregierung über Verfassung und über Gesetze stellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Aber nicht Sie!
Sie haben kein Recht, Herr Mag. Molterer, sich über die Meinung des Verfassungsgesetzgebers zu stellen. Hier, dieses Haus, ist der Verfassungsgesetzgeber, die Präsidentin ist die Sprecherin des Verfassungsgesetzgebers. (Abg. Dr. Fekter: Aber nicht Sie!) Und ich kenne keinen Fall, wo mit einer derart politischen Unverfrorenheit mit dem dicken schwarzen Filzstift in der Hand die Verfassung, die Rechte und die Würde des Verfassungsgesetzgebers ignoriert worden sind.
Beifall bei den Grünen.
Herr Mag. Molterer, ich fordere Sie auf, dieses Verhalten zu ändern und zu Rechtsstaat und Kooperation mit dem Parlament zurückzukehren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Pilz, nur der Korrektheit halber zu Ihren Zitaten, die Sie gebracht haben bezüglich eines Vorschlages der Präsidentin. Das ist bereits seit vergangener Woche eine Weisung der Präsidentin. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens einmal: Die Würde dieses Hauses ist sehr wichtig und muss von allen gewahrt werden, aber, Herr Abgeordneter Pilz: Sie sind nicht das Haus, und Sie sind nicht der Verfassungsgeber. – Das sind wir alle. Und daher: Sie sind nicht mehr als jeder andere hier in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Deswegen müssen wir mit EADS einen Vertrag abschließen?
Und ich sage Ihnen noch etwas dazu: Sie haben hier eine Sprache – übrigens meiner Meinung nach völlig unnötig am Ende einer an sich recht interessanten und sachlichen Budgetdebatte – gewählt, die nach meiner Meinung nach nicht notwendig ist. Und warum ist das so? Sind Ihre Argumente wirklich so schwach, dass Sie die Stimme heben müssen und von „Filz“, „Verfassungsbruch“ und so weiter reden müssen? – Ich sage Ihnen ganz offen: In der Verfassung – auf die sind wir alle vereidigt, und Sie waren recht verräterisch in Ihren Ansagen – steht drinnen, dass wir etwa den Luftraum schützen müssen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Deswegen müssen wir mit EADS einen Vertrag abschließen?) Ist das unsere Verpflichtung – ja oder nein? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und ich sage Ihnen noch etwas dazu: Sie haben hier eine Sprache – übrigens meiner Meinung nach völlig unnötig am Ende einer an sich recht interessanten und sachlichen Budgetdebatte – gewählt, die nach meiner Meinung nach nicht notwendig ist. Und warum ist das so? Sind Ihre Argumente wirklich so schwach, dass Sie die Stimme heben müssen und von „Filz“, „Verfassungsbruch“ und so weiter reden müssen? – Ich sage Ihnen ganz offen: In der Verfassung – auf die sind wir alle vereidigt, und Sie waren recht verräterisch in Ihren Ansagen – steht drinnen, dass wir etwa den Luftraum schützen müssen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Deswegen müssen wir mit EADS einen Vertrag abschließen?) Ist das unsere Verpflichtung – ja oder nein? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Wenn das unsere Verpflichtung ist, Herr Professor Van der Bellen, dann können Sie nicht mit einem Filz, welcher Farbe auch immer, einfach mit einem Federstrich die Luftraumüberwachung streichen, einsparen und Österreich, das Land, seine Bürger und den Luftraum schutzlos stehen lassen. Dann sind wir alle verpflichtet, dies einzuhalten. Da gibt es nichts einzusparen. Da muss man klug im Rahmen der Gesetze, im Rahmen von Ausschreibungen agieren. Und das haben wir gemacht. Nichts anderes! Und dazu stehe ich auch hundertprozentig. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Aha, jetzt sind die Beamten schuld! – Abg. Sburny: Das ist absurd! – Abg. Öllinger: Das ist peinlich!
Genauso verhält es sich mit dem absurden Vorwurf „Zensur“. Jetzt sage ich Ihnen wirklich ganz offen: Glauben Sie denn ernstlich, dass sich Vizekanzler und Finanzminister Mag. Molterer auch nur einen dieser Akten persönlich angesehen hat, um zu sagen, das streichen wir, das decken wir ab, das weißen wir oder schwärzen wir ein, damit der Untersuchungsausschuss irgendetwas nicht erfährt? – Das ist doch absurd! Es sind die Beamten, die im Rahmen ihrer Befugnisse, ihrer Verpflichtungen jetzt überprüfen müssen, welche Akten weiterzugeben sind. (Abg. Dr. Van der Bellen: Aha, jetzt sind die Beamten schuld! – Abg. Sburny: Das ist absurd! – Abg. Öllinger: Das ist peinlich!) Sie können sicher sein, dass jedenfalls vom Vizekanzler und Finanzminister nichts unternommen wird, um den Untersuchungsauftrag in irgendeiner Weise zu
Beifall bei der ÖVP.
erschweren. Und ich unterstütze ihn auch hundertprozentig dabei, denn wir haben nichts zu verbergen. Das sei ein für allemal festgehalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ungeheuerlich!
Noch ein Punkt: Herr Abgeordneter Cap, Herr Klubobmann-Kollege: Sie sind nicht darauf eingegangen, was Abgeordneter Westenthaler zu Recht, glaube ich, gesagt hat. Eigentlich ist es ein merkwürdiger Stil – und ich möchte das schon hier sagen –, wenn uns der Geschäftsführer des Koalitionspartners in der morgigen Ausgabe einer Zeitung ausrichtet, unsere Partei sei „verlogen“. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ungeheuerlich!) Dass Ihnen dazu gar nichts eingefallen ist, ist eigentlich ein Merkmal von Sprachlosigkeit, die wir beim ansonsten ach so eloquenten und wortgewandten Klubobmann Josef Cap nicht unbedingt gewohnt waren. Ich hoffe, es hat Ihnen aus einer gewissen Scham heraus hier die Rede verschlagen. Partnerschaftlich ist dieses Verhalten von Ihrem Parteifreund Kalina jedenfalls nicht.
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen auch sehr offen: Wir werden uns das nicht gefallen lassen. (Beifall bei der ÖVP.) Ich lebe Partnerschaft – aber ich erwarte auch Partnerschaft von einem Partner, denn alles andere, meine Damen und Herren, sind Floskeln, alles andere sind Machtinteressen.
Lebhafter Beifall bei der ÖVP.
Daher Gratulation an den Partner Willi Molterer in der Regierung, der einen ganz anderen Stil lebt, der ein Doppelbudget vorgelegt hat, das nicht nur Spurenelemente eurer oder unserer Ideen enthält, sondern ein ordentliches Budget für die Zukunft dieses Landes und seiner Bürger ist. Dafür danken wir ihm. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Meine Damen und Herren, wir kommen nun zu einer Abstimmung, die sehr umfangreich ist, wie ja schon angekündigt wurde, und daher ersuche ich um entsprechende Aufmerksamkeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Herr Abgeordneter Jarolim, das gilt auch für Sie!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bitte jene Damen und Herren, die auch in dritter Lesung für den vorliegenden Gesetzentwurf sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Mehrheit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)