Eckdaten:
Für die 20. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2137 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Uwe Scheuch
Petition betreffend „Wer ist Eigentümer des Staatswaldes“ (Ordnungsnummer 8) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Uwe Scheuch)
Abg. Dr. Gusenbauer begibt sich mit einem Paket an Petitionen an den Nationalrat betreffend Pensionsreform, das mit einem rot-weiß-roten Band verschnürt ist, zum Rednerpult. – Abg. Großruck: Spargelrezepte sind da drinnen!
Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer. Seine Redezeit beträgt vereinbarungsgemäß 15 Minuten. – Herr Abgeordneter, Sie haben das Wort. (Abg. Dr. Gusenbauer begibt sich mit einem Paket an Petitionen an den Nationalrat betreffend Pensionsreform, das mit einem rot-weiß-roten Band verschnürt ist, zum Rednerpult. – Abg. Großruck: Spargelrezepte sind da drinnen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die aktuelle Debatte zeigt, dass das, was auf Jahrzehnte gelten sollte, für den Herrn Bundeskanzler offensichtlich nicht einmal drei Jahre gehalten hat! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Bundesministerin Rauch-Kallat hat noch in der Wahlauseinandersetzung im vergangenen Herbst gesagt, es stehe in dieser Legislaturperiode keine Erhöhung des Pensionsalters nach langer Versicherungszeit an. – Was die Regierung nun vorlegt, ist jedoch eine ganz massive Erhöhung des Pensionsalters nach langer Versicherungszeit. Die Versprechungen der Frau Rauch-Kallat haben keine drei Jahre, ja nicht einmal wenige Monate gehalten! Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Das Problem ist nur: Die von der Bundesregierung vorgelegte Pensionsreform ist keine Pensionsreform, sondern eine höchst einseitige Pensionskürzung – und daher wird sie von der österreichischen Bevölkerung auch abgelehnt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Falsch!
Die so genannten Eckpunkte dieser Pensionskürzungsreform bedeuten, dass die Pensionen nach langer Versicherungsdauer abgeschafft werden, dass Menschen, die in den nächsten Jahren in Pension gehen, damit rechnen müssen, dass ihre Pensionen um 10 bis 12 Prozent gekürzt werden (Abg. Großruck: Falsch!), dass jene Menschen, die heute unter 40 sind, damit rechnen müssen, dass sie irgendwann einmal nur Pensionen erhalten, die um 30 Prozent geringer sein werden als das bisherige Pensionsniveau. (Abg. Großruck: Auch falsch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Auch falsch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die so genannten Eckpunkte dieser Pensionskürzungsreform bedeuten, dass die Pensionen nach langer Versicherungsdauer abgeschafft werden, dass Menschen, die in den nächsten Jahren in Pension gehen, damit rechnen müssen, dass ihre Pensionen um 10 bis 12 Prozent gekürzt werden (Abg. Großruck: Falsch!), dass jene Menschen, die heute unter 40 sind, damit rechnen müssen, dass sie irgendwann einmal nur Pensionen erhalten, die um 30 Prozent geringer sein werden als das bisherige Pensionsniveau. (Abg. Großruck: Auch falsch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Auch falsch!
Entgegen den Ankündigungen greift die Regierung auch in bestehende Pensionen ein (Abg. Großruck: Auch falsch!), denn für alle Menschen, die eine Pension von über 650 € pro Monat haben – das ist noch immer weniger als 10 000 S –, wird es im nächsten Jahr keinen Wertausgleich mehr geben, sondern ausschließlich eine Abschlagszahlung, und damit werden, und zwar ab den kleinsten Pensionen, die Pensionen der Österreicherinnen und Österreicher entwertet, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Auch falsch!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Auch falsch!
Entgegen den Ankündigungen greift die Regierung auch in bestehende Pensionen ein (Abg. Großruck: Auch falsch!), denn für alle Menschen, die eine Pension von über 650 € pro Monat haben – das ist noch immer weniger als 10 000 S –, wird es im nächsten Jahr keinen Wertausgleich mehr geben, sondern ausschließlich eine Abschlagszahlung, und damit werden, und zwar ab den kleinsten Pensionen, die Pensionen der Österreicherinnen und Österreicher entwertet, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Auch falsch!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Entgegen den öfters getroffenen Ankündigungen gibt es auch keine Dauerregelung für Nachtschicht- und Schwerarbeiter, und – eines Ihrer Lieblingsthemen – all das, was die Menschen durch die staatliche Pensionsversicherung verlieren, soll durch die zweite und dritte Säule ausgeglichen werden. Auch da gibt es einen ganz massiven Eingriff: Durch Ihre Veränderung bei den Pensionskassen und den Mindestverzinsungsgarantien erfahren zwischen 350 000 und 400 000 Österreicherinnen und Österreicher, die Pensionen aus der zweiten Säule – sprich: aus Pensionskassen – erhalten würden, eine Kürzung ihres Pensionseinkommens! Damit schwächen Sie – entgegen Ihren Ankündigungen! – die zweite Säule! Das heißt, die erste Säule wird gekürzt und die zweite Säule geschwächt. – Das ist kein Pensionsreformmodell, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Sie von ÖVP und FPÖ haben bei Ihrem Eingriff in bestehende Pensionen angefangen bei Pensionisten mit 650 € pro Monat, haben aber gleichzeitig einen Solidarbeitrag für diejenigen abgelehnt, die heute hohe und höchste Pensionen beziehen. – Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn man sozial gerecht und fair vorgegangen wäre, dann hätte man die Pensionen von Klein- und Kleinstpensionsbeziehern auch in den künftigen Jahren mit einem Wertausgleich erhöht und hätte anstatt dessen diejenigen, die über hohe und höchste Pensionen verfügen, zu einem 10-prozentigen Solidaritätsbeitrag herangezogen. Das wäre bedeutend fairer gewesen als Ihre jetzige Vorgangsweise, meine sehr verehrten Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei ÖVP und Freiheitlichen: Falsch!
Sie von den Koalitionsparteien haben bei den Politikerpensionen am Anfang mit einer so genannten Trägerrakete operiert, die nichts anderes als die Neueinführung von Frühpensionierungsregelungen für Politiker bedeutet hätte. (Rufe bei ÖVP und Freiheitlichen: Falsch!) Erst nach massivem öffentlichem Druck und einer massiven öffentlichen Debatte waren Sie bereit, auch bei den Politikern Solidarbeiträge einzuführen. Hätte es diesen massiven Widerstand nicht gegeben, wären Sie wahrscheinlich die Privilegierten dieser Pensionsreform gewesen (Abg. Scheibner: Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen!), während die Menschen eben Pensionskürzungen zu gewärtigen hätten! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das zeichnet den Charakter Ihrer Pensionskürzungsreform aus, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das sagen gerade Sie, der ...!)
Abg. Scheibner: Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen!
Sie von den Koalitionsparteien haben bei den Politikerpensionen am Anfang mit einer so genannten Trägerrakete operiert, die nichts anderes als die Neueinführung von Frühpensionierungsregelungen für Politiker bedeutet hätte. (Rufe bei ÖVP und Freiheitlichen: Falsch!) Erst nach massivem öffentlichem Druck und einer massiven öffentlichen Debatte waren Sie bereit, auch bei den Politikern Solidarbeiträge einzuführen. Hätte es diesen massiven Widerstand nicht gegeben, wären Sie wahrscheinlich die Privilegierten dieser Pensionsreform gewesen (Abg. Scheibner: Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen!), während die Menschen eben Pensionskürzungen zu gewärtigen hätten! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das zeichnet den Charakter Ihrer Pensionskürzungsreform aus, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das sagen gerade Sie, der ...!)
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie von den Koalitionsparteien haben bei den Politikerpensionen am Anfang mit einer so genannten Trägerrakete operiert, die nichts anderes als die Neueinführung von Frühpensionierungsregelungen für Politiker bedeutet hätte. (Rufe bei ÖVP und Freiheitlichen: Falsch!) Erst nach massivem öffentlichem Druck und einer massiven öffentlichen Debatte waren Sie bereit, auch bei den Politikern Solidarbeiträge einzuführen. Hätte es diesen massiven Widerstand nicht gegeben, wären Sie wahrscheinlich die Privilegierten dieser Pensionsreform gewesen (Abg. Scheibner: Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen!), während die Menschen eben Pensionskürzungen zu gewärtigen hätten! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das zeichnet den Charakter Ihrer Pensionskürzungsreform aus, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das sagen gerade Sie, der ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das sagen gerade Sie, der ...!
Sie von den Koalitionsparteien haben bei den Politikerpensionen am Anfang mit einer so genannten Trägerrakete operiert, die nichts anderes als die Neueinführung von Frühpensionierungsregelungen für Politiker bedeutet hätte. (Rufe bei ÖVP und Freiheitlichen: Falsch!) Erst nach massivem öffentlichem Druck und einer massiven öffentlichen Debatte waren Sie bereit, auch bei den Politikern Solidarbeiträge einzuführen. Hätte es diesen massiven Widerstand nicht gegeben, wären Sie wahrscheinlich die Privilegierten dieser Pensionsreform gewesen (Abg. Scheibner: Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen!), während die Menschen eben Pensionskürzungen zu gewärtigen hätten! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das zeichnet den Charakter Ihrer Pensionskürzungsreform aus, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das sagen gerade Sie, der ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
So lange die österreichischen Pensionssysteme nicht harmonisiert sind, wird es auch keine Pensionsgerechtigkeit geben – und darüber sind die Menschen in Österreich zu Recht erbost, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Hakl: Für die Universitäten!
Ganz offensichtlich ist das wesentlichste Ziel dieser Pensionskürzungen, dass im Jahre 2006 eine ganz massive Menge Geldes ins Budget kommt. Jeder stellt sich daher die Frage: Wofür wird so dringend so viel Geld gebraucht?, denn der Beitrag des Bundes im Verhältnis zum Volkseinkommen wird bis zum Jahre 2006 für Pensionen nicht steigen. Das heißt, das Geld wird offensichtlich für etwas anderes verwendet. (Abg. Mag. Hakl: Für die Universitäten!) – Die Universitäten bekommen leider keinen einzigen Euro mehr, Frau Kollegin Hakl! Auch das ist ein Punkt, den man bei diesem Budgetbegleitgesetz betonen sollte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Ganz offensichtlich ist das wesentlichste Ziel dieser Pensionskürzungen, dass im Jahre 2006 eine ganz massive Menge Geldes ins Budget kommt. Jeder stellt sich daher die Frage: Wofür wird so dringend so viel Geld gebraucht?, denn der Beitrag des Bundes im Verhältnis zum Volkseinkommen wird bis zum Jahre 2006 für Pensionen nicht steigen. Das heißt, das Geld wird offensichtlich für etwas anderes verwendet. (Abg. Mag. Hakl: Für die Universitäten!) – Die Universitäten bekommen leider keinen einzigen Euro mehr, Frau Kollegin Hakl! Auch das ist ein Punkt, den man bei diesem Budgetbegleitgesetz betonen sollte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Murauer: No na!
Vergangenen Herbst sagten Sie von den Koalitionsparteien, dass der Ankauf von Abfangjägern nicht aus dem Budget finanziert werden wird. – Es hat sich jedoch herausgestellt: Das gesamte Geld kommt aus dem Budget! (Abg. Murauer: No na!) Sie haben gesagt, der Abfangjägerkauf werde durch eine Wirtschaftsplattform finanziert. – Von einer solchen ist heute nichts zu sehen!
Abg. Scheibner: Das sind lediglich zwei Jahre! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Weiters haben Sie gesagt, dass man die Luftraumüberwachung nicht mit geleasten oder geborgten Flugzeugen durchführen könne. – Nun aber sehen Sie das selbst für die Zeit von 2005 bis 2007 vor! (Abg. Scheibner: Das sind lediglich zwei Jahre! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Sie wollten noch teurer kaufen!
Während in Deutschland bereits eine Diskussion darüber beginnt, ob wegen strategischer Überalterung dieses Eurofighter-Projekt gestoppt werden soll, kauft die österreichische Bundesregierung die teuersten und noch nicht ausgereiften Kampfflugzeuge für das österreichische Bundesheer. (Abg. Scheibner: Sie wollten noch teurer kaufen!) Genau mit diesem Ankauf werden jene Budgetlöcher aufgerissen, die dann durch die Kürzung der Pensionen geschlossen werden sollen! Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, das ist bezeichnend für Ihre Politik! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Eine Frechheit ist das, was Sie da sagen! Die unterste Schublade, in die Sie da greifen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Eine Frechheit ist das, was Sie da sagen! Die unterste Schublade, in die Sie da greifen!
Während in Deutschland bereits eine Diskussion darüber beginnt, ob wegen strategischer Überalterung dieses Eurofighter-Projekt gestoppt werden soll, kauft die österreichische Bundesregierung die teuersten und noch nicht ausgereiften Kampfflugzeuge für das österreichische Bundesheer. (Abg. Scheibner: Sie wollten noch teurer kaufen!) Genau mit diesem Ankauf werden jene Budgetlöcher aufgerissen, die dann durch die Kürzung der Pensionen geschlossen werden sollen! Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, das ist bezeichnend für Ihre Politik! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Eine Frechheit ist das, was Sie da sagen! Die unterste Schublade, in die Sie da greifen!)
Abg. Scheibner: Ich habe das gesagt? – Wirklich nicht!
Der ehemalige Verteidigungsminister Scheibner gehört ja einer Partei an, die im vergangenen Herbst noch plakatiert hat: Abfangjägerankauf gestoppt! (Abg. Scheibner: Ich habe das gesagt? – Wirklich nicht!) Herr Abgeordneter Scheibner, was ist aus diesem Stopp geworden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Wie treu sind Sie von der FPÖ Ihren Wahlversprechungen geblieben? Wie viel Wert legen Sie überhaupt darauf, dass in den gesamten Beschaffungsvorgang für die Abfangjäger Licht kommt, wenn Sie nicht einmal bereit sind, einen Prüfungsbericht des Rechnungshofes abzuwarten?! Hier wird Schlimmes vermutet – und offensichtlich geht es Ihnen um das Vertuschen und das Verschweigen von unter Umständen vermuteten Unregelmäßigkeiten in diesem Zusammenhang! Bei einem ordentlichen Beschaffungsvorgang – wenn Sie schon die Abfangjäger wollen – hätte man zumindest auf den Prüfungsbericht des Rechnungshofes gewartet, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Der ehemalige Verteidigungsminister Scheibner gehört ja einer Partei an, die im vergangenen Herbst noch plakatiert hat: Abfangjägerankauf gestoppt! (Abg. Scheibner: Ich habe das gesagt? – Wirklich nicht!) Herr Abgeordneter Scheibner, was ist aus diesem Stopp geworden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Wie treu sind Sie von der FPÖ Ihren Wahlversprechungen geblieben? Wie viel Wert legen Sie überhaupt darauf, dass in den gesamten Beschaffungsvorgang für die Abfangjäger Licht kommt, wenn Sie nicht einmal bereit sind, einen Prüfungsbericht des Rechnungshofes abzuwarten?! Hier wird Schlimmes vermutet – und offensichtlich geht es Ihnen um das Vertuschen und das Verschweigen von unter Umständen vermuteten Unregelmäßigkeiten in diesem Zusammenhang! Bei einem ordentlichen Beschaffungsvorgang – wenn Sie schon die Abfangjäger wollen – hätte man zumindest auf den Prüfungsbericht des Rechnungshofes gewartet, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Der ehemalige Verteidigungsminister Scheibner gehört ja einer Partei an, die im vergangenen Herbst noch plakatiert hat: Abfangjägerankauf gestoppt! (Abg. Scheibner: Ich habe das gesagt? – Wirklich nicht!) Herr Abgeordneter Scheibner, was ist aus diesem Stopp geworden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Wie treu sind Sie von der FPÖ Ihren Wahlversprechungen geblieben? Wie viel Wert legen Sie überhaupt darauf, dass in den gesamten Beschaffungsvorgang für die Abfangjäger Licht kommt, wenn Sie nicht einmal bereit sind, einen Prüfungsbericht des Rechnungshofes abzuwarten?! Hier wird Schlimmes vermutet – und offensichtlich geht es Ihnen um das Vertuschen und das Verschweigen von unter Umständen vermuteten Unregelmäßigkeiten in diesem Zusammenhang! Bei einem ordentlichen Beschaffungsvorgang – wenn Sie schon die Abfangjäger wollen – hätte man zumindest auf den Prüfungsbericht des Rechnungshofes gewartet, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Bei den Pensionen ist es so wie bei den Abfangjägern: All das, was vor der Wahlauseinandersetzung gesagt wurde, zählt am Tag der Wahl nichts mehr! Und dasselbe ist auch gültig für andere Teile des Budgetbegleitgesetzes: wie zum Beispiel die Gesundheitsreform. Erst vor kurzem wurde die Tabaksteuer erhöht, mit dem richtigen Hinweis: Das soll zweckgewidmet werden für das Gesundheitssystem! – Nun aber, mit diesem Budgetbegleitgesetz, schaffen Sie die Zweckbindung der Tabaksteuer für das Gesundheitssystem wieder ab. Das heißt, diese Bundesregierung vergrößert sogar noch die Finanzierungslöcher im Krankenversicherungssystem, verkleinert sie also keinesfalls, und damit führen Sie die österreichischen Krankenversicherungen und damit die Garantien für das Gesundheitssystem in eine schwere Finanzkrise! Das ist genau der falsche Schritt, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was in diesem Gesetz noch diplomatisch formuliert ist, nämlich dass Selbstbehalte im Gesundheitssystem ab dem Jahre 2005 eingeführt werden sollen, heißt doch in der Praxis nichts anderes als das – wenn man Ihren Ankündigungen glauben darf, dass es in Zukunft in unserem Gesundheitssystem einen Selbstbehalt von 20 Prozent geben soll –, dass genau jene Menschen, die jetzt schon durch massive Kürzungen ihrer Pensionen getroffen werden, im Jahre 2005 ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden, wenn Sie von den Koalitionsparteien Selbstbehalte im Gesundheitssystem einführen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Mehrere SPÖ-Abgeordnete begeben sich Richtung Rednerpult und deponieren neben diesem zahlreiche Pakete, alle mit einem rot-weiß-roten Band verschnürt, beinhaltend Petitionen an den Nationalrat betreffend Pensionsreform. – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das wird dort gleich umfallen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit findet ein ganz dramatischer Einschnitt in unseren Sozialstaat statt, ein Anschlag auf das, was Österreich wirklich groß gemacht hat, nämlich die solidarische Versicherungsgemeinschaft, in der alle Menschen dafür aufkommen, dass wir Gesundheit und Arbeitslosigkeit sowie Unfälle solidarisch finanzieren. – Sie von ÖVP und FPÖ individualisieren mit diesen Maßnahmen das Risiko, und das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Mehrere SPÖ-Abgeordnete begeben sich Richtung Rednerpult und deponieren neben diesem zahlreiche Pakete, alle mit einem rot-weiß-roten Band verschnürt, beinhaltend Petitionen an den Nationalrat betreffend Pensionsreform. – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das wird dort gleich umfallen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich mache Ihnen, Herr Bundeskanzler, einen solidarischen Vorschlag: Wenn Sie sich so sicher sind, dass Ihre Pensionsreform eine sozial gerechte ist, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Pensionsreform dazu führt, dass die österreichische Bevölkerung dem zustimmen kann, wieso unterziehen wir dann diese Pensionsreform nicht einer Volksabstimmung?! Über 400 000 Menschen fordern in einer Bürgerinitiative, in einer Petition an den Nationalrat, dass das letzte Wort über die Pensionskürzungen nicht durch den Nationalrat gesprochen wird, sondern dass das letzte Wort die österreichische Bevölkerung in einer Volksabstimmung hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich verstehe die Aufregung vor allem in den Reihen der FPÖ, Frau Abgeordnete Partik-Pablé, waren es doch Sie von der FPÖ, die Sie monatelang gesagt haben: Am Ende soll es eine Volksabstimmung über die Pensionskürzungsreform geben! – Über 400 000 Menschen fordern nun diese Volksabstimmung, und morgen – eine Stunde der Wahrheit! – werden die Abgeordneten der FPÖ die Möglichkeit haben, zu zeigen, ob sie auf der Seite des Volkes, ob sie zu ihren eigenen Vorschlägen der letzten Monate stehen – oder ob sie wieder liegend umfallen und ihrem Regierungspartner ÖVP folgen. Diese Entscheidung wird Ihnen niemand ersparen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Unter lang anhaltendem Beifall der SPÖ überreicht Abg. Dr. Gusenbauer dem den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Khol ein Paket mit Unterschriftslisten, an den Nationalrat gerichtet.
†Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer| (fortsetzend): Lassen wir daher in einer Volksabstimmung die Qualität der Argumente sprechen! Zeigen Sie, dass Sie bereit sind, sich der Bevölkerung zu stellen! (Unter lang anhaltendem Beifall der SPÖ überreicht Abg. Dr. Gusenbauer dem den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Khol ein Paket mit Unterschriftslisten, an den Nationalrat gerichtet.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die SPÖ-Abgeordneten sollen das wegräumen!
Ich erteile Herrn Abgeordnetem Dr. Stummvoll das Wort. Redezeit: 15 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die SPÖ-Abgeordneten sollen das wegräumen!)
Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Sie verhöhnen das Volk! 400 000 Menschen! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Posch, Eder, Mag. Wurm und Reheis.
†Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Gusenbauer, ich kann Sie verstehen. Sie sind seit vielen Wochen mit dem Wunsch Ihres Klubs konfrontiert, Ihre Mandatare wollen auch einmal eine „tragende Rolle“ haben. Sie haben ihnen diese „tragende Rolle“ heute verpasst. (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Sie verhöhnen das Volk! 400 000 Menschen! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Posch, Eder, Mag. Wurm und Reheis.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Präsident, ich darf allerdings um Folgendes bitten: Ich würde dafür plädieren, dass die Abgeordneten der SPÖ diese „tragende Rolle“ fortsetzen und die Pakete selbst wieder hinaustragen, damit nicht die Mitarbeiter des Hauses damit belastet werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Eine kleine Anregung von mir. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Präsident, ich darf allerdings um Folgendes bitten: Ich würde dafür plädieren, dass die Abgeordneten der SPÖ diese „tragende Rolle“ fortsetzen und die Pakete selbst wieder hinaustragen, damit nicht die Mitarbeiter des Hauses damit belastet werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Eine kleine Anregung von mir. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was die Glaubwürdigkeit des Kollegen Gusenbauer betrifft, darf ich nur auf Folgendes verweisen – diese Zitate wurden ja hier im Hohen Haus schon mehrmals verlesen –: Noch im Jänner dieses Jahres hat sich Kollege Gusenbauer dazu bekannt, dass die Frühpensionen auslaufen sollen; ebenso hat er sich zu Einsparungen von 1 Milliarde Schilling beim Pensionsbeitrag bekannt. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Gusenbauer, Sie haben sich auch zu Eingriffen in bestehende Pensionen ab der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage bekannt. Herr Kollege Gusenbauer! Für mich haben Sie in diesen Fragen keine Glaubwürdigkeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn wir dieses Budgetbegleitgesetz 2003 mit insgesamt 90 Gesetzesvorlagen heute und morgen hier im Hohen Haus sehr intensiv diskutieren und debattieren, dann steht über diesem gesamten Paket eine große Überschrift: Verantwortung für die Zukunft. – Meine Damen und Herren! Das ist die Politik dieser Bundesregierung: Verantwortung für die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren! Ich möchte auch eines sehr deutlich sagen: Es hätten diese Regierung und wir von den Regierungsfraktionen ein viel schöneres Leben, ein viel leichteres Leben, wenn wir all das nicht umsetzen würden, wenn wir es etwa so machen würden wie die Bundeskanzler Vranitzky und Klima (Zwischenrufe bei der SPÖ), die den Menschen Sand in die Augen gestreut und die wahre Problematik nicht aufgezeigt haben, die die warnenden Rufe von Klubobleuten wie Sepp Wille im Jahre 1986 oder von Alfred Dallinger von der Gewerkschaftsseite, ebenfalls in den achtziger Jahren, die all diese dringenden Appelle nach einer Pensionsreform einfach zur Seite geschoben haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Genau! Ehrlichkeit beim Stummvoll – die kennen wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich rechne es diesem Bundeskanzler, Dr. Wolfgang Schüssel, und auch Vizekanzler Haupt sehr hoch an, dass sie bewusst gesagt haben: Wir wollen nicht die Strategie von Vranitzky und Klima fortsetzen und den Menschen Sand in die Augen streuen, sondern wir bekennen uns zu einer Politik der Ehrlichkeit, wir haben den Mut zur Wahrheit, und wir haben Vertrauen in den gesunden Menschenverstand unserer Bürgerinnen und Bürger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Genau! Ehrlichkeit beim Stummvoll – die kennen wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und noch so laute Zwischenrufe können eine Pensionssicherungsreform nicht ersetzen, meine Damen und Herren. (Abg. Reheis – auf die Pakete mit den Unterschriftenlisten neben dem Rednerpult weisend –: Das sind die „Zwischenrufe“! 400 000 Menschen!)
Abg. Reheis – auf die Pakete mit den Unterschriftenlisten neben dem Rednerpult weisend –: Das sind die „Zwischenrufe“! 400 000 Menschen!
Ich rechne es diesem Bundeskanzler, Dr. Wolfgang Schüssel, und auch Vizekanzler Haupt sehr hoch an, dass sie bewusst gesagt haben: Wir wollen nicht die Strategie von Vranitzky und Klima fortsetzen und den Menschen Sand in die Augen streuen, sondern wir bekennen uns zu einer Politik der Ehrlichkeit, wir haben den Mut zur Wahrheit, und wir haben Vertrauen in den gesunden Menschenverstand unserer Bürgerinnen und Bürger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Genau! Ehrlichkeit beim Stummvoll – die kennen wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und noch so laute Zwischenrufe können eine Pensionssicherungsreform nicht ersetzen, meine Damen und Herren. (Abg. Reheis – auf die Pakete mit den Unterschriftenlisten neben dem Rednerpult weisend –: Das sind die „Zwischenrufe“! 400 000 Menschen!)
Abg. Eder: Schönrednerei!
Was sind die Fakten? – Punkt 1: Die berühmte Formel 3 – 6 – 12. Was heißt das? – Im Vergleich zu 1970 tritt der Durchschnittsösterreicher drei Jahre später ins Erwerbsleben ein, das heißt ein drei Jahre späterer Beginn von Beitrags- und Steuerzahlungen. Mit sechs ist gemeint, er arbeitet insgesamt um sechs Jahre weniger als 1970. Und zwölf heißt: Auf Grund einer erfreulicherweise gestiegenen Lebenserwartung bezieht er die Pension zwölf Jahre länger. (Abg. Eder: Schönrednerei!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Gaál und Eder
Meine Damen und Herren! Wer hier glaubt oder vorgibt, mit einer „Pensionsreform light“ diese Probleme lösen zu können – ich nenne keine Namen, aber egal, wer das tut, den bezeichne ich als Scharlatan (Zwischenrufe der Abgeordneten Gaál und Eder), denn hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben. In diesem Bereich muss die Regierung handeln, wenn sie Verantwortung trägt, und diese Regierung übernimmt die Verantwortung.
Abg. Eder: Genau diese Kinder kriegen keine Pension mehr!
Wollen Sie diese Politik fortsetzen? Wollen Sie, dass unsere Kinder in 20, 30, 40 Jahren ihr halbes Arbeitseinkommen nur für die Finanzierung der Pensionen aufwenden müssen? (Abg. Eder: Genau diese Kinder kriegen keine Pension mehr!) Das ist verantwortungslos, Herr Kollege! Sie verspielen die Zukunft unserer Kinder! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das ist ein Pensionskürzungsprogramm!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das ist ein Pensionskürzungsprogramm!
Wollen Sie diese Politik fortsetzen? Wollen Sie, dass unsere Kinder in 20, 30, 40 Jahren ihr halbes Arbeitseinkommen nur für die Finanzierung der Pensionen aufwenden müssen? (Abg. Eder: Genau diese Kinder kriegen keine Pension mehr!) Das ist verantwortungslos, Herr Kollege! Sie verspielen die Zukunft unserer Kinder! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das ist ein Pensionskürzungsprogramm!)
Abg. Mag. Posch: Vier Säulen! Vier! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer, Eder, Mag. Wurm und Gaál.
Lassen Sie mich einen dritten Punkt anführen. Diese Regierung bekennt sich auch zum Drei-Säulen-Prinzip. (Abg. Mag. Posch: Vier Säulen! Vier! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer, Eder, Mag. Wurm und Gaál.) – Sie von der SPÖ haben diesen Konsens nicht nur verlassen, im Budgetausschuss und im Finanzausschuss haben Sie das Drei-Säulen-Prinzip sogar massivst attackiert. Sie haben dieses System massivst attackiert.
Widerspruch bei der SPÖ.
Sie streuen den Menschen Sand in die Augen! (Widerspruch bei der SPÖ.) Sie geben vor, die staatliche Altersversorgung sei allein selig machend. Sie geben den alten Slogan vor: Du brauchst dich um nichts zu kümmern, der Staat sorgt für dich vor. – Ich halte auch das für verantwortungslos, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie streuen den Menschen Sand in die Augen! (Widerspruch bei der SPÖ.) Sie geben vor, die staatliche Altersversorgung sei allein selig machend. Sie geben den alten Slogan vor: Du brauchst dich um nichts zu kümmern, der Staat sorgt für dich vor. – Ich halte auch das für verantwortungslos, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Gaál: Schwache Argumentation! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer, Dr. Matznetter, Mag. Posch und Eder.
Sie können hier mit noch so klassenkämpferischen Argumenten das nicht widerlegen, was die große Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen spürt. Sie spüren, sie sind gut beraten, sie sind klug beraten, wenn sie im Rahmen dieses Drei-Säulen-Prinzips selbst etwas für ihre Eigenvorsorge tun. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Gaál: Schwache Argumentation! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer, Dr. Matznetter, Mag. Posch und Eder.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege, Sie wissen es: Je schwächer Ihre Argumente, desto lauter Ihre Zwischenrufe. Das ist leider zu wenig für eine verantwortungsvolle Politik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Sie von der Opposition sagen, diese Reform ist ein brutaler Pensionsraub, sie erfolgt überfallsartig, obwohl Übergangsfristen von bis zu 25 Jahren enthalten sind. – Wenn einerseits der „brutale Pensionsraub“ behauptet wird und andererseits die Experten sagen, die Reform sei zu stark verwässert, dann muss ich sagen, es ist offensichtlich gelungen, einen gesunden, richtigen Mittelweg zu gehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Posch: Der Stummvoll hat es auch leicht!
Ich gebe gerne zu: Die Experten haben es natürlich ein bisschen leichter. (Abg. Mag. Posch: Der Stummvoll hat es auch leicht!) Sie fragen: Was ist langfristig notwendig? Und es ist die Staatskunst dieser Bundesregierung: Das, was langfristig notwendig ist, müssen wir kurzfristig mehrheitsfähig machen. Das ist die Aufgabenstellung, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Glawischnig: Ist das Ganze ein Missverständnis?
Ich gebe zu, und ich habe das schon einmal gesagt: Wenn ein Fehler gemacht wurde, dann ist das nicht der Inhalt der Reform, dann sind es nicht die Maßnahmen, die darin enthalten sind, sondern vielleicht haben wir ein bisschen zu wenig kommuniziert. (Abg. Dr. Glawischnig: Ist das Ganze ein Missverständnis?)
ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Öllinger: Bitte!
Ich habe in den letzten Wochen in meinem Wahlkreis viele Diskussionen erlebt, und am Schluss haben sehr oft Teilnehmer gefragt: Ja, wieso sagt uns das niemand? – Das heißt, die Menschen sind bereit, diese Argumente anzunehmen (ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Öllinger: Bitte!), und wir werden diese Kommunikation auch nach der Beschlussfassung fortsetzen, um Ihnen zu beweisen, Herr Kollege Öllinger, dass die Menschen viel vernünftiger sind, als Sie glauben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Glauben Sie mir das: Die Menschen sind viel vernünftiger, als Sie glauben!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe in den letzten Wochen in meinem Wahlkreis viele Diskussionen erlebt, und am Schluss haben sehr oft Teilnehmer gefragt: Ja, wieso sagt uns das niemand? – Das heißt, die Menschen sind bereit, diese Argumente anzunehmen (ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Öllinger: Bitte!), und wir werden diese Kommunikation auch nach der Beschlussfassung fortsetzen, um Ihnen zu beweisen, Herr Kollege Öllinger, dass die Menschen viel vernünftiger sind, als Sie glauben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Glauben Sie mir das: Die Menschen sind viel vernünftiger, als Sie glauben!
Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Mag. Wurm.
Meine Damen und Herren! Das ist zutiefst unglaubwürdig und zeigt, dass Sie keine Verantwortung übernehmen wollen, dass Sie Oppositionspolitik betreiben, um der Opposition willen, dass Sie den Menschen Angst machen und ihnen nach wie vor Sand in die Augen streuen wollen. Das ist nicht unsere Politik – und kann es nicht sein! (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Mag. Wurm.)
Abg. Öllinger – die Hände bittend in die Höhe haltend –: Nein! Nein!
Meine Damen und Herren! Uns sind natürlich auch die kleinen Pensionen ein großes Anliegen. (Abg. Öllinger – die Hände bittend in die Höhe haltend –: Nein! Nein!) Deshalb haben wir auch im Zuge der Steuerreform hier verankert, dass alle Einkommen bis zu 1 000 € brutto monatlich steuerbefreit sind. Das wird in hohem Ausmaß kleine Pensionsempfänger betreffen. 200 000 Menschen fallen mit dieser Maßnahme aus der Steuerpflicht heraus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Uns sind natürlich auch die kleinen Pensionen ein großes Anliegen. (Abg. Öllinger – die Hände bittend in die Höhe haltend –: Nein! Nein!) Deshalb haben wir auch im Zuge der Steuerreform hier verankert, dass alle Einkommen bis zu 1 000 € brutto monatlich steuerbefreit sind. Das wird in hohem Ausmaß kleine Pensionsempfänger betreffen. 200 000 Menschen fallen mit dieser Maßnahme aus der Steuerpflicht heraus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Auch dem Mittelstand alles wegnehmen!
Aber natürlich sind wir nicht nur dazu da, den Kleinen zu helfen, sondern wir von der ÖVP als Partei der Mitte bekennen uns dazu, dass wir auch den Mittelstand (Abg. Dr. Matznetter: Auch dem Mittelstand alles wegnehmen!) entlasten müssen. Wir müssen auch jenen eine Chance geben, die dafür sorgen, dass in unserem Land Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit bestehen. Dafür sorgt die große Zahl unserer Klein- und Mittelbetriebe. (Abg. Parnigoni: Klein- und Mittelbetriebe! Das wird spannend!)
Abg. Parnigoni: Klein- und Mittelbetriebe! Das wird spannend!
Aber natürlich sind wir nicht nur dazu da, den Kleinen zu helfen, sondern wir von der ÖVP als Partei der Mitte bekennen uns dazu, dass wir auch den Mittelstand (Abg. Dr. Matznetter: Auch dem Mittelstand alles wegnehmen!) entlasten müssen. Wir müssen auch jenen eine Chance geben, die dafür sorgen, dass in unserem Land Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit bestehen. Dafür sorgt die große Zahl unserer Klein- und Mittelbetriebe. (Abg. Parnigoni: Klein- und Mittelbetriebe! Das wird spannend!)
Abg. Parnigoni: Womit?
Bei unserer Struktur der Wirtschaft – über 90 Prozent unserer Betriebe haben weniger als 20 Mitarbeiter! – ist die zweite Maßnahme dieser Steuerreform, Teil 1, die Eigenkapitalstärkung der Klein- und Mittelbetriebe durch die Halbierung des Steuersatzes für jenen Gewinn, der im Betrieb bleibt und in Arbeitsplätze investiert wird, ein erster Schritt in die richtige Richtung. (Abg. Parnigoni: Womit?)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Ich gebe gerne zu, das kann nur ein erster Schritt sein. Ich gebe zu, wir konnten mangels Finanzierbarkeit die Freiberufler nicht erfassen. Ich gebe zu, wir haben auch die Kapitalgesellschaften nicht erfasst. Aber wir wissen – der Herr Finanzminister hat es wiederholt gesagt, und wir stehen dazu –: Es wird noch in dieser Legislaturperiode die größte Steuerreform in der Geschichte der Zweiten Republik geben (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und da werden diese Maßnahmen gesetzt! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Da klatscht nicht einmal die eigene Partei!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Da klatscht nicht einmal die eigene Partei!
Ich gebe gerne zu, das kann nur ein erster Schritt sein. Ich gebe zu, wir konnten mangels Finanzierbarkeit die Freiberufler nicht erfassen. Ich gebe zu, wir haben auch die Kapitalgesellschaften nicht erfasst. Aber wir wissen – der Herr Finanzminister hat es wiederholt gesagt, und wir stehen dazu –: Es wird noch in dieser Legislaturperiode die größte Steuerreform in der Geschichte der Zweiten Republik geben (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und da werden diese Maßnahmen gesetzt! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Da klatscht nicht einmal die eigene Partei!)
Abg. Dr. Matznetter: Auf die Menschen!
Es wird eine Steuerreform geben mit der strategischen Zielsetzung: Wir wollen Stabilität im Staatshaushalt, wir wollen eine Entlastung der Bürger und der Betriebe, und wir wollen Investitionen in die Zukunft, und wir werden genau dieser Strategie folgen. Diese Regierung ist bereit, auf Grund dieser programmatischen, strategischen Ausrichtungen konkrete Politik zu betreiben, Herr Kollege Cap. Das ist für Sie natürlich etwas Unverständliches, denn Sie sind ein Populist und schauen immer nur (Abg. Dr. Matznetter: Auf die Menschen!) auf den nächsten Wahltermin.
Beifall bei der ÖVP.
Auch dass die 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung wegfällt, meine Damen und Herren, war eine jahrelange Forderung jener kleinen und mittleren Betriebe, die bei uns den Arbeitsmarkt gehalten haben. Es ist ja an sich eine völlige Absurdität gewesen – das Jahr hat nur zwölf Kalendermonate! –, eine 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung einzuführen. Ich bin sehr froh darüber, dass es in der Amtszeit dieser Bundesregierung gelungen ist, auch diesen Unfug wegzubringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ich bin sehr froh, dass Sie damit das zur Kenntnis nehmen, was der legendäre ÖGB-Präsident Franz Olah vor kurzem in einem Aufsehen erregenden Interview der „Kleinen Zeitung“ gegenüber gesagt hat: „Streiks sichern keine Pensionen.“ – Ich bin froh, dass es diese Einsicht gibt, denn das Zwischenspiel, das es gegeben hat – Herr Präsident Verzetnitsch, Sie wissen es –, waren rein politische Streiks. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP.
Es waren politische Streiks gegen Regierung und Parlament. Es waren Streiks mit der Zielsetzung, einen erfolgreichen Regierungskurs, einen erfolgreichen Bundeskanzler aus dem Sattel zu heben. Dieser Versuch ist gescheitert, Herr Kollege Parnigoni! (Beifall bei der ÖVP.) Aber im Interesse der demokratischen Kultur in unserem Lande bin ich froh darüber, dass dieser Versuch gescheitert ist. (Abg. Parnigoni: Wieso? Wieso haben die Schwarzen mitgestreikt? Die wollen auch den Schüssel nicht! Auch Neugebauer will den Schüssel nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Wieso? Wieso haben die Schwarzen mitgestreikt? Die wollen auch den Schüssel nicht! Auch Neugebauer will den Schüssel nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es waren politische Streiks gegen Regierung und Parlament. Es waren Streiks mit der Zielsetzung, einen erfolgreichen Regierungskurs, einen erfolgreichen Bundeskanzler aus dem Sattel zu heben. Dieser Versuch ist gescheitert, Herr Kollege Parnigoni! (Beifall bei der ÖVP.) Aber im Interesse der demokratischen Kultur in unserem Lande bin ich froh darüber, dass dieser Versuch gescheitert ist. (Abg. Parnigoni: Wieso? Wieso haben die Schwarzen mitgestreikt? Die wollen auch den Schüssel nicht! Auch Neugebauer will den Schüssel nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte das nicht überbewerten, aber für die Zukunft festhalten: Einzelne Aktionen sind so weit gegangen, dass sie sehr in die Nähe des § 251 Strafgesetzbuch geraten sind. Das ist jener Paragraph, der besagt: Wer Abgeordnete mit gefährlichen Drohungen und Gewalt zu einem bestimmten Stimmverhalten zwingt, begeht eine Straftat mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Sie schaden der Politik!
Hier sitzt Kollegin Maria Fekter – ihr wurde wirtschaftlicher Schaden zugefügt. Hier sitzt Kollegin Susanne Wegscheider – ihr wurde wirtschaftlicher Schaden zugefügt, um ein bestimmtes Stimmverhalten zu erzeugen. (Abg. Gaál: Sie schaden der Politik!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich wäre dankbar, wenn ein Vertreter Ihrer Fraktion herauskäme und sich für die Zukunft von diesen Aktionen im Interesse der demokratischen Kultur unseres Landes distanzieren würde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Das musste noch gesagt werden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt halte ich fest: Diese Phase ist vorbei. Ich bin froh, dass wir heute und morgen die politische Kultur in unserem Lande wieder hier im Hohen Haus, wo sie hingehört, praktizieren können! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen| (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Stummvoll, bei Ihrer Rede stellt man sich schon einige Fragen, wie zum Beispiel: Kein Mensch bestreitet, dass sich die Alterspyramide verändert, aber wenn die Schlussfolgerungen daraus so eindeutig wären, dann frage ich mich wirklich: Was ist in den letzten Wochen alles passiert? Warum wird angeblich immer noch – heute! – zwischen FPÖ und ÖVP verhandelt, um irgendetwas herauszuverhandeln? Warum rätselt die Öffentlichkeit seit Wochen, ob die Regierungskoalition überhaupt hält, wenn das alles so eindeutig ist?! Geh, bitte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Aha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Ja, Kollege Stummvoll!
Berufen Sie sich doch nicht auf die Einkommensteuerreform, die angeblich gerade diese Personengruppe begünstigt! Sie wissen doch ganz genau, dass die Einkommensteuerreform Einkommen zwischen 900 und 1 100 € besonders begünstigt – das finden wir gut und richtig –, dass aber Einkommen unter dieser Grenze überhaupt nicht davon betroffen sind, weil die schon jetzt keine Lohnsteuer und keine Einkommenssteuer zahlen. (Beifall bei den Grünen. – Aha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Ja, Kollege Stummvoll!)
Abg. Dr. Stummvoll: 200 000 Menschen werden entlastet!
Wie stehen Sie dazu? Diese Gruppe der Pensionsbezieher unter 900 € – und das betrifft natürlich Arbeitnehmer in diesem Einkommensbereich genauso, und das haben Sie auch hinzuzufügen vergessen, Herr Kollege Stummvoll von der ÖVP – wird natürlich zum Beispiel von der Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge genauso betroffen sein. (Abg. Dr. Stummvoll: 200 000 Menschen werden entlastet!)
Abg. Mag. Wurm: Sollen sie doch gesund bleiben!
In Ihrem Regierungsprogramm war allein zu diesem Punkt für das nächste Jahr ein fiskalisches Zusatzaufkommen von 100 Millionen € eingeplant. Sind diese Bezieher niedriger Pensionen von den Krankenversicherungsbeiträgen ausgenommen? – Nein! Sollen sie halt zahlen von ihren Pensionen unter 1 000 €! (Abg. Mag. Wurm: Sollen sie doch gesund bleiben!) Ganz zu schweigen von den anderen Abgaben und Steuern, die eingeführt werden, wie zum Beispiel die Energieabgaben, wo Sie von den Koalitionsparteien auch keine Vorsorge dafür getroffen haben, dass die untersten Einkommen und die Bezieher der geringsten Pensionen nicht davon betroffen sind. So ist es, Herr Kollege Stummvoll: Drei Viertel der Wahrheit haben Sie hier am Rednerpult verschwiegen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
In Ihrem Regierungsprogramm war allein zu diesem Punkt für das nächste Jahr ein fiskalisches Zusatzaufkommen von 100 Millionen € eingeplant. Sind diese Bezieher niedriger Pensionen von den Krankenversicherungsbeiträgen ausgenommen? – Nein! Sollen sie halt zahlen von ihren Pensionen unter 1 000 €! (Abg. Mag. Wurm: Sollen sie doch gesund bleiben!) Ganz zu schweigen von den anderen Abgaben und Steuern, die eingeführt werden, wie zum Beispiel die Energieabgaben, wo Sie von den Koalitionsparteien auch keine Vorsorge dafür getroffen haben, dass die untersten Einkommen und die Bezieher der geringsten Pensionen nicht davon betroffen sind. So ist es, Herr Kollege Stummvoll: Drei Viertel der Wahrheit haben Sie hier am Rednerpult verschwiegen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Einen Punkt ganz kurz. Wir debattieren heute das so genannte Budgetbegleitgesetz, dieses Konvolut (der Redner hält einige Schriftstücke in die Höhe), ich habe es nicht nachgezählt, aber 200 Seiten wird es schon haben. Ich möchte bei dieser Gelegenheit den Bediensteten der Parlamentsdirektion ausdrücklich meinen Dank aussprechen, die es im Wesentlichen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche geschafft haben, die verschiedenen Abänderungsanträge im Laufe von Wochen zu kombinieren und in die seinerzeitige Regierungsvorlage einzuarbeiten. Das muss eine schreckliche Aufgabe gewesen sein, die sie mit Bravour gemeistert haben! (Beifall bei den Grünen.) Allerdings: Der Inhalt des Budgetbegleitgesetzes mit seinen rund 100 Gesetzen bleibt trotz dieser bravourösen Arbeit der Parlamentsmitarbeiter natürlich unverändert.
Abg. Scheibner: Das war aber anders!
Am Rande möchte ich anmerken, dass sich seinerzeit – 1996/97, wenn ich mich recht erinnere – auch die FPÖ, damals in Opposition, vehement gewehrt hat gegen die Vorgangsweise der damals rot-schwarzen Bundesregierung, die ein ähnliches Budgetbegleitgesetz mit ähnlich vielen Gesetzen vorgelegt und das in einem ähnlichen Schnellzugsverfahren durchgezogen hat. (Abg. Scheibner: Das war aber anders!) Jetzt, wo Sie in der Regierung sind (Abg. Scheibner: Nein, nein! In der zweiten Lesung sind die Abänderungsanträge gekommen!), ist das natürlich alles ganz anders – wie mir Kollege Scheibner in einem Zwischenruf gerade mitteilt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nein, nein! In der zweiten Lesung sind die Abänderungsanträge gekommen!
Am Rande möchte ich anmerken, dass sich seinerzeit – 1996/97, wenn ich mich recht erinnere – auch die FPÖ, damals in Opposition, vehement gewehrt hat gegen die Vorgangsweise der damals rot-schwarzen Bundesregierung, die ein ähnliches Budgetbegleitgesetz mit ähnlich vielen Gesetzen vorgelegt und das in einem ähnlichen Schnellzugsverfahren durchgezogen hat. (Abg. Scheibner: Das war aber anders!) Jetzt, wo Sie in der Regierung sind (Abg. Scheibner: Nein, nein! In der zweiten Lesung sind die Abänderungsanträge gekommen!), ist das natürlich alles ganz anders – wie mir Kollege Scheibner in einem Zwischenruf gerade mitteilt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Am Rande möchte ich anmerken, dass sich seinerzeit – 1996/97, wenn ich mich recht erinnere – auch die FPÖ, damals in Opposition, vehement gewehrt hat gegen die Vorgangsweise der damals rot-schwarzen Bundesregierung, die ein ähnliches Budgetbegleitgesetz mit ähnlich vielen Gesetzen vorgelegt und das in einem ähnlichen Schnellzugsverfahren durchgezogen hat. (Abg. Scheibner: Das war aber anders!) Jetzt, wo Sie in der Regierung sind (Abg. Scheibner: Nein, nein! In der zweiten Lesung sind die Abänderungsanträge gekommen!), ist das natürlich alles ganz anders – wie mir Kollege Scheibner in einem Zwischenruf gerade mitteilt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Der das hervorragend gemacht hat!
Das reiht sich würdig ein in das Chaos der letzten Wochen und Monate, wo sich Termine täglich geändert haben. – Mein Beileid dem Vorsitzenden des Budgetausschusses, der (Abg. Mag. Molterer: Der das hervorragend gemacht hat!) immer noch versucht hat, das Beste daraus zu machen, aber natürlich der Willkür der Regierungsparteien ausgeliefert war. Danke, Herr Kollege Auer, Sie trifft noch die geringste Schuld! (Beifall bei den Grünen sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das reiht sich würdig ein in das Chaos der letzten Wochen und Monate, wo sich Termine täglich geändert haben. – Mein Beileid dem Vorsitzenden des Budgetausschusses, der (Abg. Mag. Molterer: Der das hervorragend gemacht hat!) immer noch versucht hat, das Beste daraus zu machen, aber natürlich der Willkür der Regierungsparteien ausgeliefert war. Danke, Herr Kollege Auer, Sie trifft noch die geringste Schuld! (Beifall bei den Grünen sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das habe ich nicht gesagt!
Nur zur Erinnerung: Das Budgetbegleitgesetz sollte schon am 4. Juni beschlossen werden, doch dieser Termin ist geplatzt. Jetzt laufen angeblich immer noch Verhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ über irgendwelche Korrekturen. – Herr Kollege Stummvoll! Das kollidiert aber wirklich mit Ihrer Vorstellung hier am Rednerpult, dass ohnehin alles leiwand ist und jeder vernünftige Mensch einsehen muss, warum dieses Konvolut so hier und jetzt beschlossen werden muss. – Das ist natürlich Unsinn. (Abg. Dr. Stummvoll: Das habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist interessant, wie das geht. Mein Beileid für die Kollegen von der ÖVP, wenn man so will, aber von der FPÖ kann man noch etwas lernen – ich meine das natürlich ironisch, damit kein Missverständnis entsteht; das ist wichtig, denn sonst kommt irgendein humorloser Kollege und sagt: Sie haben gesagt, dass man von der FPÖ etwas lernen kann! Unterschriften werden geleistet, verhandelt wird ein gemeinsames Programm, ein Minister von der FPÖ ist zuständig, aber zu tun hat er nichts mit dieser Art von Pensionskürzungen. Diese Art der Vorgehensweise ist wirklich bemerkenswert. Kindesweglegung Tag für Tag. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Kollege Stummvoll! Ich finde, diesem so genannten Druck der Straße, dem, was Sie als politischen Streik bezeichnen, diesen Hunderttausenden von Leuten, die sich eingesetzt haben, ist es zu verdanken, dass zumindest einige Punkte, die besonders brisant waren, aus diesem Pensionskürzungsprogramm herausgestrichen wurden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich persönlich bin diesen Leuten dankbar, und ich sehe keinen Grund, diese Menschen hier im Parlament zu diskreditieren in der Art, wie Sie das gerade vorhin versucht haben.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deswegen ist unsere Position: Weg mit den Altpolitiker-Pensionen! Es tut mir wirklich Leid, dass sich die FPÖ, namentlich Herr Kollege Scheibner, der auch immer dafür eingetreten ist, in diesem Punkt offensichtlich nicht durchgesetzt hat oder, wie man so schön sagt, schlicht und ergreifend umgefallen ist, Herr Kollege Scheibner! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt auch!
Etwas wurmt mich schon auch ein wenig, Herr Kollege Molterer und Herr Kollege Stummvoll: Sie betonen immer: die Veränderung der Alterspyramide, die Herausforderung, die hier vor uns steht. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt auch!) – Das stimmt. Aber die Antwort darauf kann nicht allein diese Art von Pensionskürzungsmaßnahmen oder irgendeine Art von Pensionskürzungsmaßnahmen sein. Sie sollten – das hätte ich mir auch beim Budgetbegleitgesetz erwartet – doch darüber nachdenken, wie denn die begleitenden Parallelmaßnahmen, die absolut notwendig sein werden, jetzt schon angegangen werden. (Abg. Mag. Molterer: Lohnnebenkostensenkung!)
Abg. Mag. Molterer: Lohnnebenkostensenkung!
Etwas wurmt mich schon auch ein wenig, Herr Kollege Molterer und Herr Kollege Stummvoll: Sie betonen immer: die Veränderung der Alterspyramide, die Herausforderung, die hier vor uns steht. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt auch!) – Das stimmt. Aber die Antwort darauf kann nicht allein diese Art von Pensionskürzungsmaßnahmen oder irgendeine Art von Pensionskürzungsmaßnahmen sein. Sie sollten – das hätte ich mir auch beim Budgetbegleitgesetz erwartet – doch darüber nachdenken, wie denn die begleitenden Parallelmaßnahmen, die absolut notwendig sein werden, jetzt schon angegangen werden. (Abg. Mag. Molterer: Lohnnebenkostensenkung!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zum Beispiel: die Erhöhung der Erwerbsquote für Frauen. Wo sind die Maßnahmen in diesem Bereich? – Sie haben ein Kindergeld durchgesetzt. Gut und schön. Aber wir wissen alle, dass das die Frauen zu einem erheblichen Teil dazu gebracht hat, zu lange nicht im Erwerbsleben zu stehen. Wir wissen, dass die Erwerbsquote der Frauen, ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt erhöht werden muss. Wo sind die entsprechenden Maßnahmen? Wir können nicht zehn oder 20 Jahre warten, bis sich die Alterspyramide ändert, das muss jetzt gemacht werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Oder: die Maßnahmen im Bereich der so genannten Zukunftsaufgaben, die zu beschwören Sie nicht müde werden. Wo sind die Maßnahmen im Bereich der Forschung und Entwicklung? Ich hätte mir erwartet, dass diese im Budgetbegleitgesetz vorkommen – nichts davon steht drinnen! Zuerst haben Sie uns einzureden versucht, dass 800 Millionen € mehr für Forschung und Entwicklung, Bildung und Wissenschaft ausgegeben werden. Das war ein Schmäh, sonst nichts! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
In beiden Berichten wird ausführlich dazu Stellung genommen, wie auch die öffentlichen Ausgaben, nicht nur die Unternehmensausgaben, bis 2005 – von mir aus 2006, wenn Sie es schon stillschweigend verschoben haben – erhöht werden müssen. Wie spiegelt sich das im Budget für 2003/2004 wider? – Gar nicht! So nehmen Sie Zukunftsaufgaben wahr, so nehmen Sie die Aufgaben wahr, von denen wir alle hier im Saal, alle vier Parteien, zu betonen, wie wichtig diese sind, nicht müde werden: Bildung, Ausbildung, Forschung, Entwicklung, Innovation! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Scheibner: Stimmt aber!
Sie treffen keine entsprechenden Maßnahmen dafür, Sie quälen uns vielmehr mit der Abfangjäger-Geschichte. Dafür haben Sie Geld! Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Aussage, dass sie in dieser Legislaturperiode nicht bezahlt werden müssen! (Abg. Scheibner: Stimmt aber!) Bezahlt werden muss, Herr Kollege Scheibner, ob in den kommenden oder in den Jahren darauf! 2 Milliarden € sofort, mit den Betriebs- und Systemkosten vielleicht 4, vielleicht 6 Milliarden €.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Finanzminister Grasser wird heute Nachmittag Gelegenheit haben, zu erklären, weshalb er letztes Jahr plötzlich für die teuerste Variante bei den Abfangjägern eingetreten ist, weshalb nicht die billigere Variante, seien es die schwedischen SAAB, sei es eine andere Marke, gereicht hätte, um die Aufgaben, die Sie für notwendig halten, zu erfüllen, weshalb es dieser teure Flieger sein musste. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Dafür haben Sie Geld, dafür wird im Budgetbegleitgesetz mit einem Ermächtigungsgesetz vorgesorgt, aber für Forschung und Entwicklung, für Bildung und Wissenschaft, für die Zukunft der jungen Leute und damit aber auch der älteren, die diese Pensionen ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Mein Schlusssatz, Herr Präsident, an den Sie mich zweifellos erinnern wollen, lautet: Diese Woche bitte das Greenpeace-Volksbegehren für ein AKW-freies Europa unterschreiben! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé| (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Als langjährige Oppositionspolitikerin habe ich natürlich schon ein gewisses Verständnis dafür, dass die Opposition eine so große Reform dazu benützt, alles zu zerpflücken, alles mies zu machen und überhaupt keine inhaltlich guten Gründe gelten zu lassen. Wir waren lange Zeit selbst in Opposition, nur: Wir haben, als wir in Opposition waren, immer Gegenkonzepte vorgelegt! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Reheis: Zuhören!
Wir haben immer eine bessere Lösung als die der Regierung vorgelegt. Wir haben niemals die Sachlichkeit außer Acht gelassen, aber von Ihnen hört man nicht ein einziges sachliches Argument, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Reheis: Zuhören!) Für eine so große Fraktion wie die Sozialdemokratie ist es eigentlich wirklich eine Schande, dass sie sich nur darauf beschränkt, zu zerpflücken, anstatt etwas Konstruktives auf den Tisch zu legen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben immer eine bessere Lösung als die der Regierung vorgelegt. Wir haben niemals die Sachlichkeit außer Acht gelassen, aber von Ihnen hört man nicht ein einziges sachliches Argument, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Reheis: Zuhören!) Für eine so große Fraktion wie die Sozialdemokratie ist es eigentlich wirklich eine Schande, dass sie sich nur darauf beschränkt, zu zerpflücken, anstatt etwas Konstruktives auf den Tisch zu legen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Das Allergemeinste – ich weiß nicht, ob dieses Wort schon einen Ordnungsruf hervorruft; wenn ja, dann nehme ich es zurück, wenn nicht, dann möchte ich es Ihnen sagen (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP) –, das wirklich Gemeinste ist es, die Leute so zu verunsichern. Weil Ihnen das noch zu wenig Verunsicherung ist, behaupten Sie, Herr Klubobmann Gusenbauer, heute, dass auch in bestehende Pensionen eingegriffen wird. – Eine völlig falsche Information geben Sie hier weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren, und dafür, finde ich, müssten Sie sich schämen. Stellen Sie doch endlich die Verunsicherungen ein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Allergemeinste – ich weiß nicht, ob dieses Wort schon einen Ordnungsruf hervorruft; wenn ja, dann nehme ich es zurück, wenn nicht, dann möchte ich es Ihnen sagen (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP) –, das wirklich Gemeinste ist es, die Leute so zu verunsichern. Weil Ihnen das noch zu wenig Verunsicherung ist, behaupten Sie, Herr Klubobmann Gusenbauer, heute, dass auch in bestehende Pensionen eingegriffen wird. – Eine völlig falsche Information geben Sie hier weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren, und dafür, finde ich, müssten Sie sich schämen. Stellen Sie doch endlich die Verunsicherungen ein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Erinnern Sie sich an Ihre Pensionistenbriefe! – Abg. Scheibner: Die waren von Vranitzky! – Abg. Öllinger: Nein, Sie hat auch einen geschrieben!
Gerade Sie von der SPÖ sollten wirklich leise treten, denn Sie trifft die Hauptverantwortung dafür, dass es jetzt notwendig ist, eine so tief greifende Reform mit so einschneidenden Eingriffen zu machen. Sie haben mehr als 20 Jahre lang die verantwortlichen Minister gestellt (Abg. Öllinger: Erinnern Sie sich an Ihre Pensionistenbriefe! – Abg. Scheibner: Die waren von Vranitzky! – Abg. Öllinger: Nein, Sie hat auch einen geschrieben!) und haben niemals wirklich entscheidende Reformschritte unternommen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gerade Sie von der SPÖ sollten wirklich leise treten, denn Sie trifft die Hauptverantwortung dafür, dass es jetzt notwendig ist, eine so tief greifende Reform mit so einschneidenden Eingriffen zu machen. Sie haben mehr als 20 Jahre lang die verantwortlichen Minister gestellt (Abg. Öllinger: Erinnern Sie sich an Ihre Pensionistenbriefe! – Abg. Scheibner: Die waren von Vranitzky! – Abg. Öllinger: Nein, Sie hat auch einen geschrieben!) und haben niemals wirklich entscheidende Reformschritte unternommen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie auch nicht!
Als sich schon herausgestellt hat, dass das Pensionssystem nicht mehr langfristig finanzierbar ist, haben Sie noch weitergewurschtelt. Sie haben niemals gesagt: Herrschaften, wir müssen endlich etwas tun! (Abg. Öllinger: Sie auch nicht!) Wir waren in Opposition, Herr Abgeordneter Öllinger! Wir haben Konzepte vorgelegt, wir haben immer gesagt, die Pensionen müssen auch für die Zukunft gesichert sein.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dass Sie jetzt nicht an einer Reform mitwirken, das finde ich ganz einfach nicht seriös. Dass Sie verunsichern, das führe ich wirklich darauf zurück, dass es Ihnen nicht darum geht, die österreichischen Pensionen zu sichern, sondern darum, parteipolitisches Kleingeld zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Trunk: Das ist unerhört!
Sie glauben, dass Sie politisch profitieren werden, und die müden und angeschlagenen Gewerkschaften, der ÖGB (Abg. Mag. Trunk: Das ist unerhört!), der in den letzten Jahren nur noch dahinvegetiert ist, haben jetzt die Chance gesehen, endlich einmal eine Aktion zu starten und gegen die Regierung etwas zu machen. Sie waren fast 50 Jahre lang fast ununterbrochen in der Regierung – und von der Gewerkschaft hat man nichts gehört. (Abg. Eder: Weil es nicht notwendig war!) Mich haben ununterbrochen Leute gefragt, weshalb sie überhaupt einen Gewerkschaftsbeitrag zahlen sollen, wenn die Gewerkschaft ohnehin nichts für sie tut.
Abg. Eder: Weil es nicht notwendig war!
Sie glauben, dass Sie politisch profitieren werden, und die müden und angeschlagenen Gewerkschaften, der ÖGB (Abg. Mag. Trunk: Das ist unerhört!), der in den letzten Jahren nur noch dahinvegetiert ist, haben jetzt die Chance gesehen, endlich einmal eine Aktion zu starten und gegen die Regierung etwas zu machen. Sie waren fast 50 Jahre lang fast ununterbrochen in der Regierung – und von der Gewerkschaft hat man nichts gehört. (Abg. Eder: Weil es nicht notwendig war!) Mich haben ununterbrochen Leute gefragt, weshalb sie überhaupt einen Gewerkschaftsbeitrag zahlen sollen, wenn die Gewerkschaft ohnehin nichts für sie tut.
Rufe bei der SPÖ: Neugebauer!
Jetzt, weil Sie – die SPÖ, und die Gewerkschaft ist ja eine Vorfeldorganisation der SPÖ – nicht in der Regierung sind, haben Sie sozusagen endlich einmal Licht am Horizont gesehen (Rufe bei der SPÖ: Neugebauer!) und sich gedacht: Jetzt können wir endlich einmal etwas gegen die Regierung tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt, weil Sie – die SPÖ, und die Gewerkschaft ist ja eine Vorfeldorganisation der SPÖ – nicht in der Regierung sind, haben Sie sozusagen endlich einmal Licht am Horizont gesehen (Rufe bei der SPÖ: Neugebauer!) und sich gedacht: Jetzt können wir endlich einmal etwas gegen die Regierung tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Bitte, sagen Sie irgendetwas! Mehr Inhalt!
1986 – Herr Abgeordneter Stummvoll und letzte Woche der Herr Bundeskanzler haben es schon angeschnitten – hat der ehemalige Klubobmann Wille eine Harmonisierung der Pensionsrechte gefordert. 1986! Seither sind fast 20 Jahre vergangen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und jetzt stellt sich Herr Klubobmann Gusenbauer hierher und sagt, wir hätten nur einen müden Entschließungsantrag, in dem die Harmonisierung als Programm dieser Bundesregierung festgelegt worden sei. Da frage ich Sie wirklich: Weshalb haben Sie nicht schon vor 20 Jahren die Worte Ihres Klubobmannes Wille aufgenommen und eine Harmonisierung in die Wege geleitet? Sie hätten damals die politische Macht dazu gehabt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Bitte, sagen Sie irgendetwas! Mehr Inhalt!)
Abg. Öllinger macht eine wegwerfende Handbewegung.
Wir haben uns schon in unserer ersten Regierungserklärung mit der ÖVP, also im Jahr 2000, zu wichtigen Reformschritten bekannt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben die Steuerreform mitinitiiert, wonach monatliche Einkommen unter 1 000 € nicht mehr der Steuerpflicht unterliegen werden. (Abg. Öllinger macht eine wegwerfende Handbewegung.) Die Klein- und Mittelbetriebe werden heuer ... Wischen Sie das nicht alles mit so einer Handbewegung weg, machen Sie das einmal, Herr Abgeordneter Öllinger! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben uns schon in unserer ersten Regierungserklärung mit der ÖVP, also im Jahr 2000, zu wichtigen Reformschritten bekannt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben die Steuerreform mitinitiiert, wonach monatliche Einkommen unter 1 000 € nicht mehr der Steuerpflicht unterliegen werden. (Abg. Öllinger macht eine wegwerfende Handbewegung.) Die Klein- und Mittelbetriebe werden heuer ... Wischen Sie das nicht alles mit so einer Handbewegung weg, machen Sie das einmal, Herr Abgeordneter Öllinger! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Das bringt aber nichts!
Es wird auch eine Erleichterung für Betriebe, die Gewinne machen, geben. (Abg. Mag. Wurm: Das bringt aber nichts!) Das wollen wir ja, dass die Betriebe Gewinne machen. Durch den halben Steuersatz, den es ab dem Jahr 2004 geben wird, wird es möglich sein, Eigenkapital in einem größeren Ausmaß zu bilden.
Abg. Öllinger: Wie schaut es mit Ihrer Pension aus?
Das alles sind Maßnahmen, die diese blau-schwarze Regierung getroffen hat – Sie haben mehr Inhalt eingefordert, jetzt haben Sie einen ganzen Brocken an Inhaltlichem, Herr Abgeordneter Öllinger! –, die die österreichische Bevölkerung goutieren und positiv zur Kenntnis nehmen wird. (Abg. Öllinger: Wie schaut es mit Ihrer Pension aus?) Also bitte nicht immer nur verunsichern, mies machen und jede Reformbereitschaft ablehnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das alles sind Maßnahmen, die diese blau-schwarze Regierung getroffen hat – Sie haben mehr Inhalt eingefordert, jetzt haben Sie einen ganzen Brocken an Inhaltlichem, Herr Abgeordneter Öllinger! –, die die österreichische Bevölkerung goutieren und positiv zur Kenntnis nehmen wird. (Abg. Öllinger: Wie schaut es mit Ihrer Pension aus?) Also bitte nicht immer nur verunsichern, mies machen und jede Reformbereitschaft ablehnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Aber wie!
Wir haben schließlich die Pensionsreform in Angriff genommen. (Abg. Öllinger: Aber wie!) Kernpunkte dieser Pensionsreform waren die langfristige Absicherung und die langfristigen Übergänge, sodass niemand überrascht wird vom Ende der bisherigen Durchrechnungszeit, niemand überrascht wird von der 40-jährigen Durchrechnungszeit, vom Pensionskonto, von dem einheitlichen Pensionsantrittsalter. (Abg. Öllinger: Wo gibt es denn das?) Es gibt wirklich ganz lange Übergangsfristen, sodass sich niemand fürchten muss.
Abg. Öllinger: Wo gibt es denn das?
Wir haben schließlich die Pensionsreform in Angriff genommen. (Abg. Öllinger: Aber wie!) Kernpunkte dieser Pensionsreform waren die langfristige Absicherung und die langfristigen Übergänge, sodass niemand überrascht wird vom Ende der bisherigen Durchrechnungszeit, niemand überrascht wird von der 40-jährigen Durchrechnungszeit, vom Pensionskonto, von dem einheitlichen Pensionsantrittsalter. (Abg. Öllinger: Wo gibt es denn das?) Es gibt wirklich ganz lange Übergangsfristen, sodass sich niemand fürchten muss.
Abg. Mag. Wurm: Er ist erst 44!
Herr Klubobmann Gusenbauer hat heute wieder den Vorwurf erhoben – es ist wirklich unwahrscheinlich, was da alles an Vorwürfen erhoben wird, wenn man selbst einmal 50 Jahre lang an der Macht war; das wundert mich immer wieder. (Abg. Mag. Wurm: Er ist erst 44!) Schon, aber es war Ihre Partei; er hält ja jetzt auch nicht im Namen von Gusenbauer seine Reden, sondern im Namen der Sozialdemokratie.
Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!
Jetzt hören wir wieder, dass in der vorigen Legislaturperiode Gesetze geschaffen wurden, die nur drei Jahre gehalten haben. Ich erinnere Sie daran: In sozialdemokratisch geführten Regierungen, unter sozialdemokratischen Sozialministern hat es immer geheißen: Jetzt haben wir ein Jahrhundertgesetz! (Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!) Die Pensionen werden bis weit über das Jahr 2000 hinaus gesichert sein! (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!) Selbst im Jahr 2010 werden wir noch nicht reformieren müssen! (Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!) – Tatsächlich musste es dann ununterbrochen wieder neue kleine Reformschritte geben, weil Sie nicht in der Lage waren oder sich auch nicht getraut haben – man sieht ja, welche Brisanz im Thema „Pensionsreform“ liegt, Sie haben sich daher nie getraut (Abg. Öllinger: Wir?) –, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!
Jetzt hören wir wieder, dass in der vorigen Legislaturperiode Gesetze geschaffen wurden, die nur drei Jahre gehalten haben. Ich erinnere Sie daran: In sozialdemokratisch geführten Regierungen, unter sozialdemokratischen Sozialministern hat es immer geheißen: Jetzt haben wir ein Jahrhundertgesetz! (Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!) Die Pensionen werden bis weit über das Jahr 2000 hinaus gesichert sein! (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!) Selbst im Jahr 2010 werden wir noch nicht reformieren müssen! (Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!) – Tatsächlich musste es dann ununterbrochen wieder neue kleine Reformschritte geben, weil Sie nicht in der Lage waren oder sich auch nicht getraut haben – man sieht ja, welche Brisanz im Thema „Pensionsreform“ liegt, Sie haben sich daher nie getraut (Abg. Öllinger: Wir?) –, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!
Jetzt hören wir wieder, dass in der vorigen Legislaturperiode Gesetze geschaffen wurden, die nur drei Jahre gehalten haben. Ich erinnere Sie daran: In sozialdemokratisch geführten Regierungen, unter sozialdemokratischen Sozialministern hat es immer geheißen: Jetzt haben wir ein Jahrhundertgesetz! (Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!) Die Pensionen werden bis weit über das Jahr 2000 hinaus gesichert sein! (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!) Selbst im Jahr 2010 werden wir noch nicht reformieren müssen! (Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!) – Tatsächlich musste es dann ununterbrochen wieder neue kleine Reformschritte geben, weil Sie nicht in der Lage waren oder sich auch nicht getraut haben – man sieht ja, welche Brisanz im Thema „Pensionsreform“ liegt, Sie haben sich daher nie getraut (Abg. Öllinger: Wir?) –, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Wir?
Jetzt hören wir wieder, dass in der vorigen Legislaturperiode Gesetze geschaffen wurden, die nur drei Jahre gehalten haben. Ich erinnere Sie daran: In sozialdemokratisch geführten Regierungen, unter sozialdemokratischen Sozialministern hat es immer geheißen: Jetzt haben wir ein Jahrhundertgesetz! (Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!) Die Pensionen werden bis weit über das Jahr 2000 hinaus gesichert sein! (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!) Selbst im Jahr 2010 werden wir noch nicht reformieren müssen! (Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!) – Tatsächlich musste es dann ununterbrochen wieder neue kleine Reformschritte geben, weil Sie nicht in der Lage waren oder sich auch nicht getraut haben – man sieht ja, welche Brisanz im Thema „Pensionsreform“ liegt, Sie haben sich daher nie getraut (Abg. Öllinger: Wir?) –, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Jetzt hören wir wieder, dass in der vorigen Legislaturperiode Gesetze geschaffen wurden, die nur drei Jahre gehalten haben. Ich erinnere Sie daran: In sozialdemokratisch geführten Regierungen, unter sozialdemokratischen Sozialministern hat es immer geheißen: Jetzt haben wir ein Jahrhundertgesetz! (Abg. Mag. Wurm: Das war der Schüssel!) Die Pensionen werden bis weit über das Jahr 2000 hinaus gesichert sein! (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel hat das gesagt!) Selbst im Jahr 2010 werden wir noch nicht reformieren müssen! (Abg. Mag. Wurm: Schüssel! – Abg. Öllinger: Das haben Sie Ihren Pensionisten gesagt!) – Tatsächlich musste es dann ununterbrochen wieder neue kleine Reformschritte geben, weil Sie nicht in der Lage waren oder sich auch nicht getraut haben – man sieht ja, welche Brisanz im Thema „Pensionsreform“ liegt, Sie haben sich daher nie getraut (Abg. Öllinger: Wir?) –, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben uns getraut – ich bekenne mich dazu, weil ich auch für die heute ins Arbeitsleben Eintretenden und für die jungen Menschen, die heute im Arbeitsprozess stehen, eine Pensionsabsicherung haben möchte. Als Politiker sind wir dafür verantwortlich, dass auch diese Menschen noch eine Pension bekommen, von der sie leben können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: ... für die ASVG-Pensionisten?
Ich meine, es ist uns doch klar, dass Österreich das teuerste Pensionssystem in der gesamten EU hat. 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – das sind nicht weniger als 32 Milliarden €! – müssen für die Sicherung der Pensionen ausgegeben werden. (Abg. Mag. Wurm: ... für die ASVG-Pensionisten?) In der EU werden 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegeben, bei uns 15 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Mag. Wurm: Und bei den ASVG-Pensionisten, wie schaut es da aus?) Österreich hat die ältesten Studenten und die jüngsten Pensionisten – das muss man zur Kenntnis nehmen. (Abg. Öllinger: Und wie hängt das zusammen?)
Abg. Mag. Wurm: Und bei den ASVG-Pensionisten, wie schaut es da aus?
Ich meine, es ist uns doch klar, dass Österreich das teuerste Pensionssystem in der gesamten EU hat. 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – das sind nicht weniger als 32 Milliarden €! – müssen für die Sicherung der Pensionen ausgegeben werden. (Abg. Mag. Wurm: ... für die ASVG-Pensionisten?) In der EU werden 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegeben, bei uns 15 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Mag. Wurm: Und bei den ASVG-Pensionisten, wie schaut es da aus?) Österreich hat die ältesten Studenten und die jüngsten Pensionisten – das muss man zur Kenntnis nehmen. (Abg. Öllinger: Und wie hängt das zusammen?)
Abg. Öllinger: Und wie hängt das zusammen?
Ich meine, es ist uns doch klar, dass Österreich das teuerste Pensionssystem in der gesamten EU hat. 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – das sind nicht weniger als 32 Milliarden €! – müssen für die Sicherung der Pensionen ausgegeben werden. (Abg. Mag. Wurm: ... für die ASVG-Pensionisten?) In der EU werden 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegeben, bei uns 15 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Mag. Wurm: Und bei den ASVG-Pensionisten, wie schaut es da aus?) Österreich hat die ältesten Studenten und die jüngsten Pensionisten – das muss man zur Kenntnis nehmen. (Abg. Öllinger: Und wie hängt das zusammen?)
Abg. Öllinger: Das ist ja lächerlich!
Es hängt deshalb zusammen (Abg. Öllinger: Das ist ja lächerlich!), weil damit ungeheuer viel Geld verbunden ist, Herr Abgeordneter Öllinger, und das muss ja aus dem Budget bestritten werden!
Abg. Öllinger: Nein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie wollen es hier im Plenum nicht hören, aber ich möchte es Ihnen noch einmal vor Augen führen: Die Arbeiterkammer Vorarlberg hat errechnet (Abg. Öllinger: Nein!), dass ohne Reform entweder von zukünftigen Generationen 53 Prozent an Beiträgen bezahlt werden müssten, oder die Menschen müssten um zehn Jahre länger arbeiten und die Pensionen müssten um 45 Prozent gekürzt werden. – Das wollen wir nicht, sondern wir wollen, dass der Generationenvertrag weiterhin aufrecht bleibt (Abg. Öllinger: Ihr persönlicher Generationenvertrag!), dass nicht im Jahr 2020 die Jugendlichen sagen: Ich bin doch nicht verrückt und erhalte mit meinem Gehalt einen Pensionisten! – So wird es nämlich ausschauen, wenn es keine Reform gibt! Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Sie wissen das ganz genau, auch wenn Sie noch so laut schreien, auch wenn Sie noch so sehr Verunsicherung betreiben und noch so stark kritisieren. Es hat keine andere Alternative gegeben, als diese große Pensionsreform in Angriff zu nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ihr persönlicher Generationenvertrag!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie wollen es hier im Plenum nicht hören, aber ich möchte es Ihnen noch einmal vor Augen führen: Die Arbeiterkammer Vorarlberg hat errechnet (Abg. Öllinger: Nein!), dass ohne Reform entweder von zukünftigen Generationen 53 Prozent an Beiträgen bezahlt werden müssten, oder die Menschen müssten um zehn Jahre länger arbeiten und die Pensionen müssten um 45 Prozent gekürzt werden. – Das wollen wir nicht, sondern wir wollen, dass der Generationenvertrag weiterhin aufrecht bleibt (Abg. Öllinger: Ihr persönlicher Generationenvertrag!), dass nicht im Jahr 2020 die Jugendlichen sagen: Ich bin doch nicht verrückt und erhalte mit meinem Gehalt einen Pensionisten! – So wird es nämlich ausschauen, wenn es keine Reform gibt! Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Sie wissen das ganz genau, auch wenn Sie noch so laut schreien, auch wenn Sie noch so sehr Verunsicherung betreiben und noch so stark kritisieren. Es hat keine andere Alternative gegeben, als diese große Pensionsreform in Angriff zu nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie wollen es hier im Plenum nicht hören, aber ich möchte es Ihnen noch einmal vor Augen führen: Die Arbeiterkammer Vorarlberg hat errechnet (Abg. Öllinger: Nein!), dass ohne Reform entweder von zukünftigen Generationen 53 Prozent an Beiträgen bezahlt werden müssten, oder die Menschen müssten um zehn Jahre länger arbeiten und die Pensionen müssten um 45 Prozent gekürzt werden. – Das wollen wir nicht, sondern wir wollen, dass der Generationenvertrag weiterhin aufrecht bleibt (Abg. Öllinger: Ihr persönlicher Generationenvertrag!), dass nicht im Jahr 2020 die Jugendlichen sagen: Ich bin doch nicht verrückt und erhalte mit meinem Gehalt einen Pensionisten! – So wird es nämlich ausschauen, wenn es keine Reform gibt! Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Sie wissen das ganz genau, auch wenn Sie noch so laut schreien, auch wenn Sie noch so sehr Verunsicherung betreiben und noch so stark kritisieren. Es hat keine andere Alternative gegeben, als diese große Pensionsreform in Angriff zu nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: O ja!
Herr Abgeordneter Van der Bellen ist derzeit nicht im Saal. (Abg. Dr. Van der Bellen: O ja!) – Ach ja, doch! Entschuldigen Sie, Sie haben mir den Rücken zugekehrt (Abg. Neudeck: Das ist kein Nachteil!) – ich mache Ihnen aber deshalb keinen Vorwurf. Herr Abgeordneter, Sie haben die Frage – ich würde sagen: die hämische Frage – aufgeworfen: Wenn alles so gut ist, warum wird dann noch verhandelt?
Abg. Neudeck: Das ist kein Nachteil!
Herr Abgeordneter Van der Bellen ist derzeit nicht im Saal. (Abg. Dr. Van der Bellen: O ja!) – Ach ja, doch! Entschuldigen Sie, Sie haben mir den Rücken zugekehrt (Abg. Neudeck: Das ist kein Nachteil!) – ich mache Ihnen aber deshalb keinen Vorwurf. Herr Abgeordneter, Sie haben die Frage – ich würde sagen: die hämische Frage – aufgeworfen: Wenn alles so gut ist, warum wird dann noch verhandelt?
Abg. Dr. Cap: Alles ist schwierig! Alles ist kompliziert und schwierig!
Herr Abgeordneter Van der Bellen! Gerade Sie als Wirtschaftsprofessor wissen doch ganz genau, dass das sehr, sehr schwierig ist: Die Materie ist schwierig, die Verhandlungen sind schwierig (Abg. Dr. Cap: Alles ist schwierig! Alles ist kompliziert und schwierig!), auch jene mit den Sozialpartnern, und es ist schwierig, weil sozial verträgliche Bestimmungen geschaffen werden müssen. Daher ist es auch unsere Pflicht, bis zur letzten Minute zu verhandeln, und das haben unsere Abgeordneten auch getan! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Van der Bellen! Gerade Sie als Wirtschaftsprofessor wissen doch ganz genau, dass das sehr, sehr schwierig ist: Die Materie ist schwierig, die Verhandlungen sind schwierig (Abg. Dr. Cap: Alles ist schwierig! Alles ist kompliziert und schwierig!), auch jene mit den Sozialpartnern, und es ist schwierig, weil sozial verträgliche Bestimmungen geschaffen werden müssen. Daher ist es auch unsere Pflicht, bis zur letzten Minute zu verhandeln, und das haben unsere Abgeordneten auch getan! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung, oder?
Ein ganz kühner Vorwurf des Herrn Abgeordneten Gusenbauer war auch, wir hätten nicht genügend getan, um die Politikerpensionen zu vereinheitlichen. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung, oder?) – Herr Abgeordneter Gusenbauer, jetzt habe ich zwar gerade gehört, Sie seien noch nicht so alt, aber unter Ihrer Partei haben sich all jene Privilegien herausgebildet, die es jetzt gibt und bis zum Jahr 1997 gegeben hat! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung! – Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung! – Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie!
Ein ganz kühner Vorwurf des Herrn Abgeordneten Gusenbauer war auch, wir hätten nicht genügend getan, um die Politikerpensionen zu vereinheitlichen. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung, oder?) – Herr Abgeordneter Gusenbauer, jetzt habe ich zwar gerade gehört, Sie seien noch nicht so alt, aber unter Ihrer Partei haben sich all jene Privilegien herausgebildet, die es jetzt gibt und bis zum Jahr 1997 gegeben hat! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Uralt-Regelung! – Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie!)
Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie! – Abg. Mag. Wurm: Sie und der Herr Stummvoll!
Welche Privilegien, welcher Dschungel an Privilegien sich da unter Ihrer Regierung gebildet hat (Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie! – Abg. Mag. Wurm: Sie und der Herr Stummvoll!), das sieht man jetzt, wenn wir diese Privilegien abschaffen, wie beispielsweise den Bezug einer Ministerpension neben einer Abgeordnetenpension. Das gibt es ganz einfach nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie profitieren ...! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Es gibt jetzt eine Angleichung des Pensionsantrittsalters an den ASVG-Bereich, es gibt keine Doppelpensionen zwischen Ministern und Abgeordneten mehr. (Abg. Öllinger: Stimmt nicht! Stimmt nicht!) Nein, das gibt es jetzt nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt keine doppelte Anrechnung mehr!
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie profitieren ...! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!
Welche Privilegien, welcher Dschungel an Privilegien sich da unter Ihrer Regierung gebildet hat (Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie! – Abg. Mag. Wurm: Sie und der Herr Stummvoll!), das sieht man jetzt, wenn wir diese Privilegien abschaffen, wie beispielsweise den Bezug einer Ministerpension neben einer Abgeordnetenpension. Das gibt es ganz einfach nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie profitieren ...! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Es gibt jetzt eine Angleichung des Pensionsantrittsalters an den ASVG-Bereich, es gibt keine Doppelpensionen zwischen Ministern und Abgeordneten mehr. (Abg. Öllinger: Stimmt nicht! Stimmt nicht!) Nein, das gibt es jetzt nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt keine doppelte Anrechnung mehr!
Abg. Öllinger: Stimmt nicht! Stimmt nicht!
Welche Privilegien, welcher Dschungel an Privilegien sich da unter Ihrer Regierung gebildet hat (Abg. Öllinger: Sie beanspruchen sie! – Abg. Mag. Wurm: Sie und der Herr Stummvoll!), das sieht man jetzt, wenn wir diese Privilegien abschaffen, wie beispielsweise den Bezug einer Ministerpension neben einer Abgeordnetenpension. Das gibt es ganz einfach nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie profitieren ...! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Es gibt jetzt eine Angleichung des Pensionsantrittsalters an den ASVG-Bereich, es gibt keine Doppelpensionen zwischen Ministern und Abgeordneten mehr. (Abg. Öllinger: Stimmt nicht! Stimmt nicht!) Nein, das gibt es jetzt nicht mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt keine doppelte Anrechnung mehr!
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!
Das Pensionsantrittsalter, auch jenes für Politiker, wird mit dem Jahr 2017 auf 65 Jahre angehoben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) – Reden Sie nicht ununterbrochen drein, sondern schauen Sie sich endlich einmal an, was ausgehandelt worden ist, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind doch eine Doppelpensionsbezieherin!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind doch eine Doppelpensionsbezieherin!
Das Pensionsantrittsalter, auch jenes für Politiker, wird mit dem Jahr 2017 auf 65 Jahre angehoben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) – Reden Sie nicht ununterbrochen drein, sondern schauen Sie sich endlich einmal an, was ausgehandelt worden ist, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind doch eine Doppelpensionsbezieherin!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ein weiterer Vorwurf ... (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ich kann auf Ihre Argumente nicht eingehen, ich muss mich mit den Hauptrednern beschäftigen, Frau Abgeordnete Silhavy! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Ihnen unangenehm, weil Sie eine Doppelpensionsbezieherin sind! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin, eine der wenigen!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Ihnen unangenehm, weil Sie eine Doppelpensionsbezieherin sind! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin, eine der wenigen!
Ein weiterer Vorwurf ... (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ich kann auf Ihre Argumente nicht eingehen, ich muss mich mit den Hauptrednern beschäftigen, Frau Abgeordnete Silhavy! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Ihnen unangenehm, weil Sie eine Doppelpensionsbezieherin sind! Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin, eine der wenigen!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ein weiterer Vorwurf: Herr Van der Bellen hat gesagt, es wäre für die Opposition zu wenig Zeit gewesen, zu verhandeln. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer von Ihnen war im Sozialausschuss? (Abg. Silhavy: Dort ist das gar nicht behandelt worden!) Am Donnerstag ist verhandelt worden, am Freitag wurden die Verhandlungen für diesen Tag gestrichen, weil die Opposition ...
Abg. Silhavy: Dort ist das gar nicht behandelt worden!
Ein weiterer Vorwurf: Herr Van der Bellen hat gesagt, es wäre für die Opposition zu wenig Zeit gewesen, zu verhandeln. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer von Ihnen war im Sozialausschuss? (Abg. Silhavy: Dort ist das gar nicht behandelt worden!) Am Donnerstag ist verhandelt worden, am Freitag wurden die Verhandlungen für diesen Tag gestrichen, weil die Opposition ...
Abg. Silhavy: Im Sozialausschuss ist das gar nicht behandelt worden!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Ich bitte um den Schlusssatz! (Abg. Silhavy: Im Sozialausschuss ist das gar nicht behandelt worden!)
Abg. Öllinger: Der Sozialausschuss hat gar nicht getagt! Sie haben ja keine Ahnung!
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé| (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Der Sozialausschuss hat gar nicht getagt! Sie haben ja keine Ahnung!) Hören Sie auf zu verunsichern und legen Sie konstruktive Vorschläge auf den Tisch, wenn Sie noch welche haben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Und wenn nicht, dann nehmen Sie zur Kenntnis, dass diese Regierung Verantwortung für die Zukunft trägt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé| (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Der Sozialausschuss hat gar nicht getagt! Sie haben ja keine Ahnung!) Hören Sie auf zu verunsichern und legen Sie konstruktive Vorschläge auf den Tisch, wenn Sie noch welche haben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Und wenn nicht, dann nehmen Sie zur Kenntnis, dass diese Regierung Verantwortung für die Zukunft trägt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé| (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Der Sozialausschuss hat gar nicht getagt! Sie haben ja keine Ahnung!) Hören Sie auf zu verunsichern und legen Sie konstruktive Vorschläge auf den Tisch, wenn Sie noch welche haben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Doppelpensionsbezieherin!) Und wenn nicht, dann nehmen Sie zur Kenntnis, dass diese Regierung Verantwortung für die Zukunft trägt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte an dieser Stelle diesen Nachbarländern, aber auch allen anderen Ländern unter den zehn Beitrittskandidaten herzlich gratulieren zu diesem großartigen Erfolg für einen europäischen Weg, für all die Arbeit, die dahinter steckt, um diese Länder überhaupt beitrittsfähig zu machen. Ich bin stolz darauf und glücklich darüber, dass wir als Bundesregierung daran mitwirken konnten und damit auch innerhalb Österreichs die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass dieser Beitritt wirklich ein Erfolg für uns und für die Kandidatenländer sein wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese europäische Destination gibt erstmals die Chance, diese Fragen in Freiheit, in friedlicher Zusammenarbeit gemeinsam zu lösen – und auf diese gemeinsame Zukunft freue ich mich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben zweitens für die Familien und für die Kinder einen ganz großen Schwerpunkt gesetzt. Ab 1. Jänner 2003 haben wir rund 340 Millionen € an zusätzlichem Einkommen geschaffen und haben damit gerade die Familien-, die Kindersituation deutlich entschärft. Das soll in dieser Diskussion nicht untergehen. Ich glaube, dass es in diesem Bereich einen großen Konsens aller politischen Parteien gibt, dass die Themen Kinder, Familien, Konsumstärkung bei aller wirtschaftlichen Betrachtung des Standortes und der Wettbewerbsfähigkeit für uns alle hoffentlich große Bedeutung und Priorität haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Angesichts dessen werden Sie verstehen, dass ein junger Forscher, der aus Kanada zurückgekommen ist, nämlich Professor Penninger, der jetzt gerade eines der spannendsten Biomedizinprojekte in Wien gegründet hat – er hat sein ganzes Team, zehn internationale Forscher, mitgenommen –, öffentlich gesagt hat, dass derzeit der Platz, wo sich am meisten in der Forschung, vor allem in der Bio- und in der Medizinforschung abspielt, Wien ist. Auch das sollte an einem solchen Tag nicht in Vergessenheit geraten: dass hier sehr viel mehr in Bewegung ist, als bisher gesagt wurde! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Überhaupt nicht!
Auch für die Ökologisierung möchte ich eine Lanze brechen – es ist interessant, dass Sie dazu kein Wort gesagt haben –: Wir haben erstmals im Bereich der Mineralölbesteuerung für Diesel und Benzin einen ganz klaren ökologischen Schwerpunkt gesetzt. (Abg. Eder: Überhaupt nicht!) Ich halte das in der heutigen Zeit für sehr wichtig. (Abg. Eder: Das ist eine reine Belastung der Leute!) – Natürlich ist es eine Belastung. Glauben Sie, dass es Energiesteuern gibt, die irgendjemand anderer zahlt, außer den Konsumenten?
Abg. Eder: Das ist eine reine Belastung der Leute!
Auch für die Ökologisierung möchte ich eine Lanze brechen – es ist interessant, dass Sie dazu kein Wort gesagt haben –: Wir haben erstmals im Bereich der Mineralölbesteuerung für Diesel und Benzin einen ganz klaren ökologischen Schwerpunkt gesetzt. (Abg. Eder: Überhaupt nicht!) Ich halte das in der heutigen Zeit für sehr wichtig. (Abg. Eder: Das ist eine reine Belastung der Leute!) – Natürlich ist es eine Belastung. Glauben Sie, dass es Energiesteuern gibt, die irgendjemand anderer zahlt, außer den Konsumenten?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist wichtig, dass damit auch die Ökologisierung im Klimaschutz, im Klimapaket, im Kyoto-Ziel außer Streit gestellt wird und sich bitte auch, liebe Kolleginnen und Kollegen von der grünen Fraktion, im Budget widerspiegelt. Darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: ... die teuersten Abfangjäger kaufen wollen! Natürlich!
Nun zum Thema Abfangjäger. Ich will mich dazu überhaupt nicht verschweigen. Natürlich ist der Schutz des österreichischen Luftraums absolut notwendig. Jeder, der es mit der österreichischen Landesverteidigung, die ja eine umfassende sein soll und daher auch eine materielle, aber hoffentlich auch eine geistige Landesverteidigungskomponente beinhaltet, ernst meint, wird den Standpunkt vertreten: Es ist wichtig, dass wir zu unserem Heer und zur Exekutive in allen Facetten stehen! – Ich sage das nicht nur, weil der oberste Chef der Truppen hier im Saal anwesend ist, sondern ich würde es auch sagen, wenn er nicht hier wäre. Ich würde es auch bei einer Angelobungsfeier unserer Jungmänner sagen. Ich würde es in jeder öffentlichen Diskussion vertreten und bin mir sicher, dass die absolute Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Mag. Wurm: ... die teuersten Abfangjäger kaufen wollen! Natürlich!) ein glaubhaftes, von uns allen unterstütztes Bundesheer haben möchte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun zum Thema Abfangjäger. Ich will mich dazu überhaupt nicht verschweigen. Natürlich ist der Schutz des österreichischen Luftraums absolut notwendig. Jeder, der es mit der österreichischen Landesverteidigung, die ja eine umfassende sein soll und daher auch eine materielle, aber hoffentlich auch eine geistige Landesverteidigungskomponente beinhaltet, ernst meint, wird den Standpunkt vertreten: Es ist wichtig, dass wir zu unserem Heer und zur Exekutive in allen Facetten stehen! – Ich sage das nicht nur, weil der oberste Chef der Truppen hier im Saal anwesend ist, sondern ich würde es auch sagen, wenn er nicht hier wäre. Ich würde es auch bei einer Angelobungsfeier unserer Jungmänner sagen. Ich würde es in jeder öffentlichen Diskussion vertreten und bin mir sicher, dass die absolute Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Mag. Wurm: ... die teuersten Abfangjäger kaufen wollen! Natürlich!) ein glaubhaftes, von uns allen unterstütztes Bundesheer haben möchte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: ... schützen die Amerikaner!
Dazu gehört nun auch einmal eine österreichische Luftwaffe, und das sind natürlich Flugzeuge, die in einem Krisenfall eingesetzt werden können und müssen. Das sind Flugzeuge, die, wie erst unlängst im Irakkrieg, den souveränen österreichischen Luftraum bewachen müssen (Abg. Mag. Wurm: ... schützen die Amerikaner!), und sie müssen dazu auch bewaffnet sein – das ist gar keine Frage.
Abg. Mag. Wurm: ... Die Neutralität wird ausgehöhlt!
Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Bruno Kreisky. (Abg. Mag. Wurm: ... Die Neutralität wird ausgehöhlt!) Und er hat absolut Recht! Er hat in einer schwierigen Zeit, in der es uns schlechter gegangen ist als heute, den Mut gehabt, für die Landesverteidigung in allen Facetten einzutreten. Nichts anderes tun wir alle in dieser österreichischen Bundesregierung, und wir halten dies für absolut notwendig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Bruno Kreisky. (Abg. Mag. Wurm: ... Die Neutralität wird ausgehöhlt!) Und er hat absolut Recht! Er hat in einer schwierigen Zeit, in der es uns schlechter gegangen ist als heute, den Mut gehabt, für die Landesverteidigung in allen Facetten einzutreten. Nichts anderes tun wir alle in dieser österreichischen Bundesregierung, und wir halten dies für absolut notwendig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... Lehrplätze?
Wir haben in den Budgets und in den Budgetbegleitgesetzen Ernst gemacht mit den Ansagen, dass wir die Lohnnebenkosten reduzieren wollen. Wir haben gerade für ältere Mitarbeiter und für die jungen, für die Lehrlinge, praktisch die Lohnnebenkosten auf ein minimales Maß reduziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Lehrplätze?) Wir haben zum Beispiel für über 60-Jährige die Lohnnebenkosten jetzt um 12 Prozent reduziert. (Ruf bei der SPÖ: Was nützt es?) Damit fällt aber auch jede Ausrede von Unternehmensführern, wenn sie jetzt sagen, ältere Mitarbeiter seien zu teuer. Ich glaube, dass jetzt auch überprüft werden muss – evaluiert werden muss, wie es auf Neudeutsch heißt –, ob diese Maßnahme greift. Ich stehe dazu. Herbert Haupt und ich haben sie gemeinsam mit den Sozialpartnern ausverhandelt, und ich stehe absolut dafür ein, dass wir mit den Sozialpartnern am Verhandlungstisch – nicht über Demonstrationen und Streiks – zu vielen gemeinsamen Wegen fähig und in der Lage sind. Gerade die Lohnnebenkostenreduktion gehört dazu.
Ruf bei der SPÖ: Was nützt es?
Wir haben in den Budgets und in den Budgetbegleitgesetzen Ernst gemacht mit den Ansagen, dass wir die Lohnnebenkosten reduzieren wollen. Wir haben gerade für ältere Mitarbeiter und für die jungen, für die Lehrlinge, praktisch die Lohnnebenkosten auf ein minimales Maß reduziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Lehrplätze?) Wir haben zum Beispiel für über 60-Jährige die Lohnnebenkosten jetzt um 12 Prozent reduziert. (Ruf bei der SPÖ: Was nützt es?) Damit fällt aber auch jede Ausrede von Unternehmensführern, wenn sie jetzt sagen, ältere Mitarbeiter seien zu teuer. Ich glaube, dass jetzt auch überprüft werden muss – evaluiert werden muss, wie es auf Neudeutsch heißt –, ob diese Maßnahme greift. Ich stehe dazu. Herbert Haupt und ich haben sie gemeinsam mit den Sozialpartnern ausverhandelt, und ich stehe absolut dafür ein, dass wir mit den Sozialpartnern am Verhandlungstisch – nicht über Demonstrationen und Streiks – zu vielen gemeinsamen Wegen fähig und in der Lage sind. Gerade die Lohnnebenkostenreduktion gehört dazu.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erstens: Es wird in keine bestehende Pension eingegriffen. Dies gilt für Arbeiter, für Angestellte, für Bauern, für Selbständige – der Beamten-Pensionssicherungsbeitrag und der Politiker-Solidarbeitrag sind ein anderes Thema. Alle anderen Pensionen bleiben unangetastet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Viertens: Wir haben für die Kinder, für die Familien einen weiteren Durchbruch geschaffen: zwei Jahre Kindererziehungszeit werden pensionsbegründend wirken, drei Jahre werden pro Kind aus der Durchrechnung herausgenommen werden; vier Jahre Ersatzzeit pro Kind wird es geben. Ich glaube, das ist ein großzügiges Programm. Dazu kommt auch noch die Aufwertung der pensionsbegründenden Ersatzzeit, ein Punkt, der hoffentlich viele Frauenpolitikerinnen und Familienpolitiker aus allen Fraktionen einigen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben – das war auch ein Ergebnis der Gespräche mit den Sozialpartnern, vor allem aber auch mit den Sozialpolitikern unserer Fraktionen – den Übergangszeitraum, in dem die Frühpensionen auslaufen sollen, auf 14 Jahre gestreckt. Der Übergangszeitraum für die Durchrechnung auf das lebenslange Arbeiten dauert 25 Jahre. Wer heute noch von „Überfall“ oder von „Pensionsraub“ spricht, meint es mit der Pensionsreform überhaupt nicht ernst. Das sage ich auch einmal ganz, ganz deutlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: „Aktion 55“ haben Sie gemacht!
Erlauben Sie mir, Ihnen eine Zahl zu nennen, die die Dramatik der Situation vielleicht ein bisschen besser beschreibt: Die Kosten der heutigen Frühpensionen sind gewaltig. Professor Marin hat einmal ausgerechnet, dass die Kosten der Frühpensionierung – also für Frauen vor dem 60. und Männer vor dem 65. Lebensjahr (Abg. Mag. Wurm: „Aktion 55“ haben Sie gemacht!) – insgesamt ein Volumen haben, das jeden Versicherten im Monat 150 € kostet, grob gesagt also etwa 1 500 bis 1 800 €.
Abg. Mag. Wurm: Mit 55 in die Pension ..., das machen Sie für die Bundesbeamten!
Jetzt überlegen Sie einmal: Sie werden draufkommen, dass bei einem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers der ganze Dienstnehmerbeitrag beziehungsweise der Dienstgeberbeitrag – wie immer Sie es wollen, jedenfalls die Hälfte der Sozialversicherung eines aktiv Beschäftigten – nur für die Frühpensionskosten draufgeht. Ich frage Sie, ob das gerechtfertigt ist. Herr Dr. Gusenbauer, ich frage Sie, ob Ihr Modell, zehn Jahre zu warten (Abg. Mag. Wurm: Mit 55 in die Pension ..., das machen Sie für die Bundesbeamten!) und erst dann anzufangen, korrekt, fair und gerecht ist. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Jetzt überlegen Sie einmal: Sie werden draufkommen, dass bei einem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers der ganze Dienstnehmerbeitrag beziehungsweise der Dienstgeberbeitrag – wie immer Sie es wollen, jedenfalls die Hälfte der Sozialversicherung eines aktiv Beschäftigten – nur für die Frühpensionskosten draufgeht. Ich frage Sie, ob das gerechtfertigt ist. Herr Dr. Gusenbauer, ich frage Sie, ob Ihr Modell, zehn Jahre zu warten (Abg. Mag. Wurm: Mit 55 in die Pension ..., das machen Sie für die Bundesbeamten!) und erst dann anzufangen, korrekt, fair und gerecht ist. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren Ich glaube daher, dass Österreich so wie vor der Reform auch nach der Reform das beste Pensions- und Gesundheitssystem haben wird. Aber ich schließe mich dem Wunsch des Abgeordneten Stummvoll an: Lassen Sie bitte freie Abgeordnete auch frei entscheiden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es darf nicht sein, dass Druck ausgeübt wird auf Unternehmerinnen, dass ihnen ...
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel| (fortsetzend): Das halte ich nicht für richtig, meine Damen und Herren! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Also: Was sagt die „Kronen Zeitung“?
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Cap. Die durch Beschluss des Nationalrats festgelegte Redezeit der nächsten vier Redner beträgt jeweils 8 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Also: Was sagt die „Kronen Zeitung“?)
Abg. Scheibner: Jetzt werden Sie philosophisch!
†Abgeordneter Dr. Josef Cap| (SPÖ): Und wieder haben wir eine Darstellung selektiver Wirklichkeitswahrnehmung bei der heutigen Stellungnahme des Herrn Bundeskanzlers unter dem Motto: Was die Wirklichkeit ist, bestimmt er und nicht, was wirklich wirklich ist! erleben können. (Abg. Scheibner: Jetzt werden Sie philosophisch!) Das, glaube ich, ist deutlich geworden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Josef Cap| (SPÖ): Und wieder haben wir eine Darstellung selektiver Wirklichkeitswahrnehmung bei der heutigen Stellungnahme des Herrn Bundeskanzlers unter dem Motto: Was die Wirklichkeit ist, bestimmt er und nicht, was wirklich wirklich ist! erleben können. (Abg. Scheibner: Jetzt werden Sie philosophisch!) Das, glaube ich, ist deutlich geworden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Wie war denn das bei euch bei der Post?
Er hat sich halt zu einer gewissen Form von politischer Vergesslichkeit entschlossen. Natürlich sind Beamte mit 55 Jahren in Frühpension geschickt worden, Herr Bundeskanzler! Können Sie sich an diese sündteure Aktion noch erinnern, mit der Sie dann endlich Posten frei hatten, um dort Schwarze hinsetzen zu können? Vergessen Sie das nicht! Das war Ihre Frühpensionsaktion, die wir so kritisieren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Wie war denn das bei euch bei der Post?)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Umstand, dass es für alle Pensionen über 650 € keinen Wertausgleich mehr gibt: Ist das eine reale Kürzung, oder ist das keine reale Kürzung, Herr Bundeskanzler? Diesen Teil der Wirklichkeit sollten Sie auch sehen und sich vor den Bürgerinnen und Bürgern auch dafür verantworten! Wir werden dafür sorgen, dass Sie sich noch zu verantworten haben, spätestens am nächsten Wahltag. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Herr Bundeskanzler, der andere Teil der Wirklichkeit, den Sie hier nicht dargestellt haben: Wer sind die Verlierer? – Die unter 35-Jährigen! Wo greifen Sie ein? – Bei den zukünftigen Pensionen! Wer sind die Verlierer? – Die Frauen natürlich! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Stellen Sie sich der Wirklichkeit und geben Sie endlich zu, dass Sie damit Pensionskürzungen und eine negative Umverteilung beabsichtigen! Sie stürzen damit künftig viele in die Armut, und dafür müssen Sie sich verantworten, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal falsch beobachtet, weil die haben ja gesagt, ... noch Änderungen ...!
Welche acht Abgeordneten sind das? Bucher, Dolinschek, Lichtenegger, Mainoni, Rosenkranz, Rossmann, Scheuch, Wittauer? Die wollen wir morgen bei der namentlichen Abstimmung genau beobachten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal falsch beobachtet, weil die haben ja gesagt, ... noch Änderungen ...!) Was machen diese acht dann bei der Abstimmung? Auch Kollegen Neugebauer werden wir genau beobachten. Wir wollen uns genau ansehen, wie sie morgen bei der namentlichen Abstimmung über die Durchführung einer Volksabstimmung über dieses Gesetz abstimmen werden. Da werden wir es dann sehen! Das ist die Stunde der Wahrheit!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Bei der namentlichen Abstimmung morgen über dieses Budgetbegleitgesetz, namentlich ins Protokoll: Da ist dann Schluss mit dem blauen Wasserdampf! Da zählt dann nur mehr, welche Karte hier in den Schlitz geworfen wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Wie es ihm eben passt, dem Herrn Bundeskanzler, so wählt er dann jeweils die Zitate. Nur: Manchmal kommt er mir wirklich bereits wie ein Kapitän vor, dessen Schiff schon längst an den blauen Klippen zerschellt ist, der nur mehr auf einer Holzplanke sitzt, aber immer noch Kommandos verteilt. Keiner hört mehr die Kommandos, nur die Fische schauen verwundert hinauf, und einer fragt: Was will der da oben? (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Darauf sagt ein anderer Fisch: Der kommt ohnehin irgendwann herunter, reg dich nicht auf! (Abg. Neudeck: ... So schwach waren Sie überhaupt noch nie!)
Abg. Neudeck: ... So schwach waren Sie überhaupt noch nie!
Wie es ihm eben passt, dem Herrn Bundeskanzler, so wählt er dann jeweils die Zitate. Nur: Manchmal kommt er mir wirklich bereits wie ein Kapitän vor, dessen Schiff schon längst an den blauen Klippen zerschellt ist, der nur mehr auf einer Holzplanke sitzt, aber immer noch Kommandos verteilt. Keiner hört mehr die Kommandos, nur die Fische schauen verwundert hinauf, und einer fragt: Was will der da oben? (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Darauf sagt ein anderer Fisch: Der kommt ohnehin irgendwann herunter, reg dich nicht auf! (Abg. Neudeck: ... So schwach waren Sie überhaupt noch nie!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Für diese Opposition reicht es noch immer!
Das ist im Endeffekt die Situation! Und diese Situation entstand – deswegen habe ich die acht Abgeordneten hier zitiert – auf Grund der Unkalkulierbarkeit, der Instabilität dieser Bundesregierung, sofern man überhaupt von einer Bundesregierung sprechen kann in dem Zustand, in dem sie sich zurzeit befindet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Für diese Opposition reicht es noch immer!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon Bruno Kreisky zitieren – Sie sollten versuchen, Ihre politische Vergesslichkeit zu überwinden und einmal an diese Zeit zu denken –: Das war halt die Zeit, als es noch eine Außenpolitik gab. Das war die Zeit, als Außenpolitik und Sicherheitspolitik noch eng verflochten waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das war die Zeit, als man es zum Beispiel auch als einen Teil der Außen- und Sicherheitspolitik begriffen hat, Wien zu einem Zentrum der UNO zu machen, während Sie mit Ihren provinziellen Initiativen damals versucht haben, selbst den Bau der UNO-City zu verhindern! (Abg. Mag. Wurm – in Richtung ÖVP –: Das ist halt der Unterschied!) Das war halt die Zeit, als noch Beschäftigungspolitik gemacht wurde (Abg. Amon: Schulden haben Sie gemacht!), als es noch eine hohe Beschäftigungsrate und eine äußerst niedrige Arbeitslosenrate gab. Das war die Zeit, als es noch Chancengleichheit gab, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Abg. Mag. Wurm – in Richtung ÖVP –: Das ist halt der Unterschied!
Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon Bruno Kreisky zitieren – Sie sollten versuchen, Ihre politische Vergesslichkeit zu überwinden und einmal an diese Zeit zu denken –: Das war halt die Zeit, als es noch eine Außenpolitik gab. Das war die Zeit, als Außenpolitik und Sicherheitspolitik noch eng verflochten waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das war die Zeit, als man es zum Beispiel auch als einen Teil der Außen- und Sicherheitspolitik begriffen hat, Wien zu einem Zentrum der UNO zu machen, während Sie mit Ihren provinziellen Initiativen damals versucht haben, selbst den Bau der UNO-City zu verhindern! (Abg. Mag. Wurm – in Richtung ÖVP –: Das ist halt der Unterschied!) Das war halt die Zeit, als noch Beschäftigungspolitik gemacht wurde (Abg. Amon: Schulden haben Sie gemacht!), als es noch eine hohe Beschäftigungsrate und eine äußerst niedrige Arbeitslosenrate gab. Das war die Zeit, als es noch Chancengleichheit gab, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Abg. Amon: Schulden haben Sie gemacht!
Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon Bruno Kreisky zitieren – Sie sollten versuchen, Ihre politische Vergesslichkeit zu überwinden und einmal an diese Zeit zu denken –: Das war halt die Zeit, als es noch eine Außenpolitik gab. Das war die Zeit, als Außenpolitik und Sicherheitspolitik noch eng verflochten waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das war die Zeit, als man es zum Beispiel auch als einen Teil der Außen- und Sicherheitspolitik begriffen hat, Wien zu einem Zentrum der UNO zu machen, während Sie mit Ihren provinziellen Initiativen damals versucht haben, selbst den Bau der UNO-City zu verhindern! (Abg. Mag. Wurm – in Richtung ÖVP –: Das ist halt der Unterschied!) Das war halt die Zeit, als noch Beschäftigungspolitik gemacht wurde (Abg. Amon: Schulden haben Sie gemacht!), als es noch eine hohe Beschäftigungsrate und eine äußerst niedrige Arbeitslosenrate gab. Das war die Zeit, als es noch Chancengleichheit gab, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon Bruno Kreisky zitieren – Sie sollten versuchen, Ihre politische Vergesslichkeit zu überwinden und einmal an diese Zeit zu denken –: Das war halt die Zeit, als es noch eine Außenpolitik gab. Das war die Zeit, als Außenpolitik und Sicherheitspolitik noch eng verflochten waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das war die Zeit, als man es zum Beispiel auch als einen Teil der Außen- und Sicherheitspolitik begriffen hat, Wien zu einem Zentrum der UNO zu machen, während Sie mit Ihren provinziellen Initiativen damals versucht haben, selbst den Bau der UNO-City zu verhindern! (Abg. Mag. Wurm – in Richtung ÖVP –: Das ist halt der Unterschied!) Das war halt die Zeit, als noch Beschäftigungspolitik gemacht wurde (Abg. Amon: Schulden haben Sie gemacht!), als es noch eine hohe Beschäftigungsrate und eine äußerst niedrige Arbeitslosenrate gab. Das war die Zeit, als es noch Chancengleichheit gab, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Trinkl: Ist reparieren!
Das, was Sie jetzt machen (Abg. Dr. Trinkl: Ist reparieren!) mit Ihrer Umverteilungspolitik, mit den Bildungsbarrieren, die Sie einführen, ist: keine Steuerreform (Zwischenruf des Abg. Scheibner), nicht den Konsum ankurbeln, nicht die Wirtschaft beleben – denn auf die Steuerreform warten wir auch schon ewig –, keine Beschäftigungspolitik.
Zwischenruf des Abg. Scheibner
Das, was Sie jetzt machen (Abg. Dr. Trinkl: Ist reparieren!) mit Ihrer Umverteilungspolitik, mit den Bildungsbarrieren, die Sie einführen, ist: keine Steuerreform (Zwischenruf des Abg. Scheibner), nicht den Konsum ankurbeln, nicht die Wirtschaft beleben – denn auf die Steuerreform warten wir auch schon ewig –, keine Beschäftigungspolitik.
Beifall bei der SPÖ.
Das, was Sie jetzt machen, bedeutet auch, dass Sie das Prinzip der Chancengleichheit beseitigen: Oben soll wieder oben bleiben, unten soll wieder unten bleiben! Keine Durchlässigkeit! Keine offene Gesellschaft! Keine Chancengleichheit! Das ist die Schüssel-Republik, die wir ablehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: So ist es!
Aber der „beste“ Witz des Tages ist folgender: Jeder, der gegen die Beschaffung der Eurofighter ist, ist nach Meinung des Bundeskanzlers gegen das Bundesheer. (Abg. Großruck: So ist es!) – Dann müssten 90 Prozent derer, die im Bundesheer tätig sind, gegen das Bundesheer sein, weil sie eben nicht verstehen, dass so viel Geld in den Ankauf dieser sündteuren Kriegsflugzeuge fließt, während es für die anderen Bereiche – die Instandhaltung der Kasernen, die Artillerie (Abg. Murauer: Die ÖBB!), die Transportfahrzeuge und die Kommunikation – kein Geld gibt. (Abg. Amon: ÖBB!) Der Unmut im Bundesheer wächst von Stunde zu Stunde, weil nur Geld für diese sündteuren Kriegsflugzeuge vorhanden ist. (Abg. Dr. Fekter: ÖBB!)
Abg. Murauer: Die ÖBB!
Aber der „beste“ Witz des Tages ist folgender: Jeder, der gegen die Beschaffung der Eurofighter ist, ist nach Meinung des Bundeskanzlers gegen das Bundesheer. (Abg. Großruck: So ist es!) – Dann müssten 90 Prozent derer, die im Bundesheer tätig sind, gegen das Bundesheer sein, weil sie eben nicht verstehen, dass so viel Geld in den Ankauf dieser sündteuren Kriegsflugzeuge fließt, während es für die anderen Bereiche – die Instandhaltung der Kasernen, die Artillerie (Abg. Murauer: Die ÖBB!), die Transportfahrzeuge und die Kommunikation – kein Geld gibt. (Abg. Amon: ÖBB!) Der Unmut im Bundesheer wächst von Stunde zu Stunde, weil nur Geld für diese sündteuren Kriegsflugzeuge vorhanden ist. (Abg. Dr. Fekter: ÖBB!)
Abg. Amon: ÖBB!
Aber der „beste“ Witz des Tages ist folgender: Jeder, der gegen die Beschaffung der Eurofighter ist, ist nach Meinung des Bundeskanzlers gegen das Bundesheer. (Abg. Großruck: So ist es!) – Dann müssten 90 Prozent derer, die im Bundesheer tätig sind, gegen das Bundesheer sein, weil sie eben nicht verstehen, dass so viel Geld in den Ankauf dieser sündteuren Kriegsflugzeuge fließt, während es für die anderen Bereiche – die Instandhaltung der Kasernen, die Artillerie (Abg. Murauer: Die ÖBB!), die Transportfahrzeuge und die Kommunikation – kein Geld gibt. (Abg. Amon: ÖBB!) Der Unmut im Bundesheer wächst von Stunde zu Stunde, weil nur Geld für diese sündteuren Kriegsflugzeuge vorhanden ist. (Abg. Dr. Fekter: ÖBB!)
Abg. Dr. Fekter: ÖBB!
Aber der „beste“ Witz des Tages ist folgender: Jeder, der gegen die Beschaffung der Eurofighter ist, ist nach Meinung des Bundeskanzlers gegen das Bundesheer. (Abg. Großruck: So ist es!) – Dann müssten 90 Prozent derer, die im Bundesheer tätig sind, gegen das Bundesheer sein, weil sie eben nicht verstehen, dass so viel Geld in den Ankauf dieser sündteuren Kriegsflugzeuge fließt, während es für die anderen Bereiche – die Instandhaltung der Kasernen, die Artillerie (Abg. Murauer: Die ÖBB!), die Transportfahrzeuge und die Kommunikation – kein Geld gibt. (Abg. Amon: ÖBB!) Der Unmut im Bundesheer wächst von Stunde zu Stunde, weil nur Geld für diese sündteuren Kriegsflugzeuge vorhanden ist. (Abg. Dr. Fekter: ÖBB!)
Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie mehr?
Weiters sagt der Herr Bundeskanzler: Die Eurofighter müssen auch mit Bewaffnung ausgestattet sein. – Das ist wiederum ein Teil der Schüsselschen Wirklichkeit – nur ein Teil! –, denn nur 4 Flugzeuge sind tatsächlich bewaffnet (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie mehr?), 14 sind nicht bewaffnet, diese werden als sündteure Fotoapparate durch die Gegend fliegen, wenn sie einmal fliegen können, sofern sie überhaupt fertig gestellt sind und geliefert werden können, obwohl das ohnehin schon nicht mehr sinnvoll ist, wie „Die Zeit“ in ihrer Ausgabe von vergangenem Samstag geschrieben hat, da diese Flugzeuge bereits überholt, vor allem strategisch überholt sind.
Abg. Scheibner: Wo ist „keine Steuerreform“?
Also: Das ist ein Unsinn, ein sündteurer Unsinn! Ich sage Ihnen, dass die Österreicherinnen und Österreicher Ihnen das nicht vergessen werden: keine Steuerreform (Abg. Scheibner: Wo ist „keine Steuerreform“?), Griff in ihre Taschen und Pensionskürzungen, nur damit man diese sündteuren Eurofighter ankaufen kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Diese Vorgangsweise lehnen wir von der SPÖ total ab; das sage ich Ihnen hier noch einmal eindeutig! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Also: Das ist ein Unsinn, ein sündteurer Unsinn! Ich sage Ihnen, dass die Österreicherinnen und Österreicher Ihnen das nicht vergessen werden: keine Steuerreform (Abg. Scheibner: Wo ist „keine Steuerreform“?), Griff in ihre Taschen und Pensionskürzungen, nur damit man diese sündteuren Eurofighter ankaufen kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Diese Vorgangsweise lehnen wir von der SPÖ total ab; das sage ich Ihnen hier noch einmal eindeutig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also: Das ist ein Unsinn, ein sündteurer Unsinn! Ich sage Ihnen, dass die Österreicherinnen und Österreicher Ihnen das nicht vergessen werden: keine Steuerreform (Abg. Scheibner: Wo ist „keine Steuerreform“?), Griff in ihre Taschen und Pensionskürzungen, nur damit man diese sündteuren Eurofighter ankaufen kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Diese Vorgangsweise lehnen wir von der SPÖ total ab; das sage ich Ihnen hier noch einmal eindeutig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Trinkl: Lies nach bei Kreisky!
Das werden noch Generationen abzahlen müssen! (Abg. Dr. Trinkl: Lies nach bei Kreisky!) Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Der nächste Wahltag ist der Zahltag. – Ich freue mich schon darauf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das werden noch Generationen abzahlen müssen! (Abg. Dr. Trinkl: Lies nach bei Kreisky!) Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Der nächste Wahltag ist der Zahltag. – Ich freue mich schon darauf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Prammer: Wo würden wir denn stehen ...? – Abg. Dr. Gusenbauer: Aus Ihrem Wort spricht die ...!
†Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Wir haben vom Kollegen Cap gerade wieder etwas über die rühmliche Zeit von Bruno Kreisky und dessen Arbeitsmarktpolitik gelernt. Diese ist uns wirklich in Erinnerung, denn die Schulden, die damals aufgenommen wurden, müssen wir heute noch mühsam zurückzahlen, Herr Kollege Cap. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Prammer: Wo würden wir denn stehen ...? – Abg. Dr. Gusenbauer: Aus Ihrem Wort spricht die ...!)
Abg. Mag. Gaßner: Ja wo wart denn ihr damals?
Nebenbei haben Sie auch noch die nach Kreisky regierenden sozialdemokratischen Bundeskanzler – Sinowatz, Vranitzky, Klima – ein wenig ins Eck gestellt. Sie wollen offenbar nicht mehr gerne daran erinnert werden, was in deren Regierungszeit alles geschehen ist. (Abg. Mag. Gaßner: Ja wo wart denn ihr damals?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Kollege Cap, einen Vorwurf darf ich Ihnen allerdings nicht ersparen: Es zieht sich in Ihren Debattenbeiträgen wirklich wie ein roter Faden durch: keine Ernsthaftigkeit der Diskussion, sondern müde Scherze, kein einziger sachlicher, kritischer Alternativvorschlag, den Sie vorbringen. Und insgesamt repräsentieren Sie eine Fraktion, die auch heute wieder versucht, hier auf dieses Parlament Druck auszuüben. – Ich werde darauf noch später eingehen und das auch schärfstens verurteilen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Glawischnig: Gar nicht ...!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Erstens: Die steuerlichen Maßnahmen, die in diesem Budgetbegleitgesetz enthalten sind, haben Sie offenbar ganz vom Tisch gewischt. (Abg. Dr. Glawischnig: Gar nicht ...!) Ich halte fest: Wir von der ÖVP wollen für die Bezieher kleinster Einkommen – bis 1 000 € Bruttoeinkommen pro Monat – künftig keine Steuerleistung. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist aber unrichtig!) Wir sagen das deshalb, weil uns diese Menschen wirklich am Herzen liegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist aber unrichtig!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Erstens: Die steuerlichen Maßnahmen, die in diesem Budgetbegleitgesetz enthalten sind, haben Sie offenbar ganz vom Tisch gewischt. (Abg. Dr. Glawischnig: Gar nicht ...!) Ich halte fest: Wir von der ÖVP wollen für die Bezieher kleinster Einkommen – bis 1 000 € Bruttoeinkommen pro Monat – künftig keine Steuerleistung. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist aber unrichtig!) Wir sagen das deshalb, weil uns diese Menschen wirklich am Herzen liegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Erstens: Die steuerlichen Maßnahmen, die in diesem Budgetbegleitgesetz enthalten sind, haben Sie offenbar ganz vom Tisch gewischt. (Abg. Dr. Glawischnig: Gar nicht ...!) Ich halte fest: Wir von der ÖVP wollen für die Bezieher kleinster Einkommen – bis 1 000 € Bruttoeinkommen pro Monat – künftig keine Steuerleistung. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist aber unrichtig!) Wir sagen das deshalb, weil uns diese Menschen wirklich am Herzen liegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ein Rechtsanspruch, der keiner ist!
Zweitens: Sie haben kein Wort darüber verloren, was wir für ältere Arbeitnehmer tun wollen. Wir haben im Budgetbegleitgesetz vorgesehen, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden, dass sie ein Recht auf Weiterbildung haben, und zwar deshalb, weil es uns ganz wichtig ist, dass die älteren Arbeitnehmer im Erwerbsleben bleiben. (Abg. Heinisch-Hosek: Ein Rechtsanspruch, der keiner ist!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Drittens: Gesundheitspolitik. Nichts erwähnen Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, über dieses Thema. Die künftige Politik im Gesundheitsbereich soll sein, viel stärker auf die Vorsorge zu achten, viel stärker die Prophylaxe ins Zentrum der Bemühungen zu stellen, damit man nicht die Krankheit bekämpfen muss, sondern bereits deren Entstehung verhindert. Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Es gibt auch weniger Bauern und trotzdem ...!
Jeder Bürger in Österreich kennt das und weiß, dass in seiner Umgebung viel weniger Kinder existieren als früher. (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt auch weniger Bauern und trotzdem ...!) Das bedeutet: weniger Einzahler in das System. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Wiederholen Sie das mit den Bauern!) Und jeder weiß doch ganz genau, dass auch in seiner Familie die Familienmitglieder eine höhere Lebenserwartung haben. Also, ein doppeltes Altern: nicht nur jener, die heute schon älter sind, sondern auch der zukünftigen Generationen, und unterm Strich viel mehr „Herausnehmer“ aus dem System. (Abg. Dr. Glawischnig: Aber was ist Ihre Antwort?) – Die Antwort ist, dass wir natürlich jetzt eine Pensionssicherungsreform machen müssen, damit in vielen Jahren die Pensionen sicher sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Wiederholen Sie das mit den Bauern!
Jeder Bürger in Österreich kennt das und weiß, dass in seiner Umgebung viel weniger Kinder existieren als früher. (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt auch weniger Bauern und trotzdem ...!) Das bedeutet: weniger Einzahler in das System. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Wiederholen Sie das mit den Bauern!) Und jeder weiß doch ganz genau, dass auch in seiner Familie die Familienmitglieder eine höhere Lebenserwartung haben. Also, ein doppeltes Altern: nicht nur jener, die heute schon älter sind, sondern auch der zukünftigen Generationen, und unterm Strich viel mehr „Herausnehmer“ aus dem System. (Abg. Dr. Glawischnig: Aber was ist Ihre Antwort?) – Die Antwort ist, dass wir natürlich jetzt eine Pensionssicherungsreform machen müssen, damit in vielen Jahren die Pensionen sicher sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Aber was ist Ihre Antwort?
Jeder Bürger in Österreich kennt das und weiß, dass in seiner Umgebung viel weniger Kinder existieren als früher. (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt auch weniger Bauern und trotzdem ...!) Das bedeutet: weniger Einzahler in das System. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Wiederholen Sie das mit den Bauern!) Und jeder weiß doch ganz genau, dass auch in seiner Familie die Familienmitglieder eine höhere Lebenserwartung haben. Also, ein doppeltes Altern: nicht nur jener, die heute schon älter sind, sondern auch der zukünftigen Generationen, und unterm Strich viel mehr „Herausnehmer“ aus dem System. (Abg. Dr. Glawischnig: Aber was ist Ihre Antwort?) – Die Antwort ist, dass wir natürlich jetzt eine Pensionssicherungsreform machen müssen, damit in vielen Jahren die Pensionen sicher sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jeder Bürger in Österreich kennt das und weiß, dass in seiner Umgebung viel weniger Kinder existieren als früher. (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt auch weniger Bauern und trotzdem ...!) Das bedeutet: weniger Einzahler in das System. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Wiederholen Sie das mit den Bauern!) Und jeder weiß doch ganz genau, dass auch in seiner Familie die Familienmitglieder eine höhere Lebenserwartung haben. Also, ein doppeltes Altern: nicht nur jener, die heute schon älter sind, sondern auch der zukünftigen Generationen, und unterm Strich viel mehr „Herausnehmer“ aus dem System. (Abg. Dr. Glawischnig: Aber was ist Ihre Antwort?) – Die Antwort ist, dass wir natürlich jetzt eine Pensionssicherungsreform machen müssen, damit in vielen Jahren die Pensionen sicher sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir muten dabei den Österreichern auch einiges zu, selbstverständlich. Es ist für niemanden lustig, wenn er zukünftig weniger Pension hat als heute, aber die Alternativen sind Sie uns schuldig geblieben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Was würden denn Sie sagen? (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Wachstum, mehr BIP, mehr ...! Das ist die Lösung! Aber darauf sind Sie noch nicht gekommen!)
Abg. Dr. Matznetter: Mehr Wachstum, mehr BIP, mehr ...! Das ist die Lösung! Aber darauf sind Sie noch nicht gekommen!
Wir muten dabei den Österreichern auch einiges zu, selbstverständlich. Es ist für niemanden lustig, wenn er zukünftig weniger Pension hat als heute, aber die Alternativen sind Sie uns schuldig geblieben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Was würden denn Sie sagen? (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Wachstum, mehr BIP, mehr ...! Das ist die Lösung! Aber darauf sind Sie noch nicht gekommen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Einmal haben wir einen Vorschlag des ÖGB-Präsidenten Verzetnitsch gehört, der hieß: Wir wollen einfach die Beiträge erhöhen. – Meine Damen und Herren! Herr Präsident Verzetnitsch! Sie sollten eigentlich alle Arbeitnehmer in diesem Land vertreten, vor allem jene, die jetzt im Erwerbsleben stehen und durch ihre Pensionssicherungsbeiträge, die sie Monat für Monat leisten, den Pensionisten eine Pension ermöglichen. An diese sollten Sie auch einmal denken und nicht nur an die über 55-Jährigen, die jetzt kurz vor der Pension stehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ohne Aufwertung!
Wir verändern auch die Berechnung der Steigerungsbeträge in einem Übergangszeitraum von fünf Jahren. (Abg. Heinisch-Hosek: Ohne Aufwertung!) Das soll überfallsartig sein?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das sind langfristige Maßnahmen, die langfristig wirken sollen, die auf die vorliegenden Budgets fast keine Auswirkung haben, die aber wichtig sind, damit längerfristig Pensionen auch Pensionen bleiben können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Aha! Ein neuer Abänderungsantrag!
Wir haben uns, was die soziale Dimension anlagt, nach sehr vielen Diskussionsprozessen in der eigenen Fraktion und zwischen den Regierungsparteien, an den Tisch gesetzt und versucht, etwas für die Bürger, auch in Richtung sozialer Verantwortung, so in den Gesetzesprozess einzubringen, wie wir das heute und spätestens morgen mit einem weiteren Abänderungsantrag auch verantwortungsvoll tun können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Aha! Ein neuer Abänderungsantrag!)
Abg. Verzetnitsch: ... die 700 € weniger!
Wir werden eine 10-Prozent-Deckelung von allen möglichen Verlusten verankern. Meine Damen und Herren! Wenn ich nicht mehr als 10 Prozent einer Pension von 2003 verlieren kann, dann, glaube ich, kann niemand mehr sagen, wir müssen auf die Straße gehen, streiken und sagen: Pensionsraub! (Abg. Verzetnitsch: ... die 700 € weniger!) Das, was Sie hier geliefert haben, ist völlig überzogen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden eine 10-Prozent-Deckelung von allen möglichen Verlusten verankern. Meine Damen und Herren! Wenn ich nicht mehr als 10 Prozent einer Pension von 2003 verlieren kann, dann, glaube ich, kann niemand mehr sagen, wir müssen auf die Straße gehen, streiken und sagen: Pensionsraub! (Abg. Verzetnitsch: ... die 700 € weniger!) Das, was Sie hier geliefert haben, ist völlig überzogen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Warum haben Sie den ... Vorschlag nicht genommen?
Das ist eine soziale Dimension, die diesen Namen verdient, meine Damen und Herren! Es war schwierig genug, zu dieser Lösung zu kommen, aber ich halte sie im Interesse der Österreicher für sehr verantwortungsvoll und zukunftsreich. (Abg. Dr. Matznetter: Warum haben Sie den ... Vorschlag nicht genommen?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben es nicht gelesen!
Lassen Sie mich noch zu den Alternativen kommen, die Sie von der Opposition auf den Tisch gelegt haben. Bei der SPÖ sind wir da schnell fertig: Ein Konzept, ja, aber erst nächste Woche, und dann ein wenig später und in ein paar Ansätzen, aber nicht mehr. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben es nicht gelesen!)
Abg. Gradwohl: Der Neugebauer wird sich bedanken, dass er sozialdemokratischer Gewerkschafter ist!
Vom ÖGB habe ich bereits erwähnt, dass Herr Präsident Verzetnitsch mit seinen sozialdemokratischen Gewerkschaftern von Beitragserhöhungen gesprochen habe. Dies ist nicht der richtige Weg! (Abg. Gradwohl: Der Neugebauer wird sich bedanken, dass er sozialdemokratischer Gewerkschafter ist!) Aber dass Sie jetzt auch noch versuchen, auf uns Druck auszuüben! Dazu darf ich Ihnen ein Schreiben vorlesen – ich zitiere –:
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Das wird offensichtlich mit den Beiträgen, welche die ÖGB-Mitglieder zahlen, von Ihnen, Herr Präsident, vorgesehen. Ich frage mich: Wo bleiben die soziale Dimension und die Verantwortung des ÖGBs? Welche soziale Kompetenz hat er heute noch, wenn mit solchen Maßnahmen, die wir hier herinnen nicht einmal hören – Herr Präsident, das können Sie Ihren Leuten erzählen: Hier im Plenarsaal hören wir gar nichts davon! –, vorgegangen wird? Wenn das seine soziale Kompetenz ist, meine Damen und Herren, dann gute Nacht ÖGB! Mit unseren Mitgliedsbeiträgen, auch mit meinen, sollten Sie das wirklich nicht finanzieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf meinen Schlusssatz sagen: Meine Damen und Herren! Diese Pensionssicherungsreform war schwierig, aber sie ist sozial gerecht und verantwortungsvoll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Geh! Geh!
Ich glaube, die Bevölkerung und auch die politischen Kommentatoren haben das durchschaut. Die Bilanz, die Sie in den letzten Tagen ausgewiesen bekommen haben, war verheerend: So schnell hat noch keine Bundesregierung das Vertrauen der Bevölkerung verspielt – minus 10 Prozent in den Umfragen. Die Arroganz der Macht wird hier herausgestellt. Seit dem Wahlsieg glaubt die ÖVP auf die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern verzichten zu können. (Abg. Dr. Trinkl: Geh! Geh!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Bevölkerung hat Sie durchschaut: Sie haben einen massiven Vertrauensverlust gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern zu verantworten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber es geht nicht nur um die Missachtung der Bevölkerung, sondern auch um die Missachtung des Parlaments. Es muss hier noch einmal vor Augen geführt werden, was in den letzten Monaten, in denen angeblich so viel verhandelt worden ist, soviel diskutiert worden ist im Budgetausschuss, geschehen ist: Es waren ursprünglich acht Stunden, und es sind auch nicht mehr geworden als die acht Stunden, denn die letztgültigen Abänderungsanträge sind erst ganz zum Schluss vorgelegen, und zwar abgesichert mit einem entsprechenden Fristsetzungsantrag, sodass im Budgetausschuss ja nichts mehr schief gehen kann. Ein Antrag, der die Regierungsvorlage sofort ins Plenum „zieht“; angeblich wird ja jetzt noch verhandelt. Es ist das, was dieses Budgetbegleitgesetz betrifft, letztendlich eine beispiellose Missachtung und ein Tiefpunkt parlamentarischer Kultur! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Beim Pensionskonto! Beim eigenen Pensionskonto!
Was sind denn die Eckpfeiler Ihrer zukünftigen Reform? Wo ist denn die Harmonisierung? – Außer einem müden Abänderungsantrag, der vom Kollegen Dolinschek angekündigt worden ist, weiß ich von nichts. Wo ist denn die ausreichende Mindestpension? Wo ist denn die eigenständige Frauenpension? Wo ist denn die Zukunftsplanungssicherheit für Menschen unter 35 Jahren (Abg. Dr. Fekter: Beim Pensionskonto! Beim eigenen Pensionskonto!), außer jetzt im ASVG-System einfach nur zu kürzen? Wo ist denn die Rechtssicherheit? Wo ist denn die Verfassungsgesetzmäßigkeit? Wo sind denn all diese wichtigen Punkte, die Grundpfeiler und Fundamente einer Reform darstellen sollten? Wo bleibt denn insgesamt Ihr Modell für Menschen unter 35 Jahren? (Abg. Dr. Fekter: Pensionskonto, Frau Kollegin!) Worauf können sie sich denn in Zukunft verlassen? – Auf gesetzliche Pensionskassen, die Sie jetzt aus der Misere holen wollen, indem Sie den gesetzlichen Mindestzinssatz senken – ist das Ihre Antwort für die jungen Leute? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Pensionskonto, Frau Kollegin!
Was sind denn die Eckpfeiler Ihrer zukünftigen Reform? Wo ist denn die Harmonisierung? – Außer einem müden Abänderungsantrag, der vom Kollegen Dolinschek angekündigt worden ist, weiß ich von nichts. Wo ist denn die ausreichende Mindestpension? Wo ist denn die eigenständige Frauenpension? Wo ist denn die Zukunftsplanungssicherheit für Menschen unter 35 Jahren (Abg. Dr. Fekter: Beim Pensionskonto! Beim eigenen Pensionskonto!), außer jetzt im ASVG-System einfach nur zu kürzen? Wo ist denn die Rechtssicherheit? Wo ist denn die Verfassungsgesetzmäßigkeit? Wo sind denn all diese wichtigen Punkte, die Grundpfeiler und Fundamente einer Reform darstellen sollten? Wo bleibt denn insgesamt Ihr Modell für Menschen unter 35 Jahren? (Abg. Dr. Fekter: Pensionskonto, Frau Kollegin!) Worauf können sie sich denn in Zukunft verlassen? – Auf gesetzliche Pensionskassen, die Sie jetzt aus der Misere holen wollen, indem Sie den gesetzlichen Mindestzinssatz senken – ist das Ihre Antwort für die jungen Leute? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was sind denn die Eckpfeiler Ihrer zukünftigen Reform? Wo ist denn die Harmonisierung? – Außer einem müden Abänderungsantrag, der vom Kollegen Dolinschek angekündigt worden ist, weiß ich von nichts. Wo ist denn die ausreichende Mindestpension? Wo ist denn die eigenständige Frauenpension? Wo ist denn die Zukunftsplanungssicherheit für Menschen unter 35 Jahren (Abg. Dr. Fekter: Beim Pensionskonto! Beim eigenen Pensionskonto!), außer jetzt im ASVG-System einfach nur zu kürzen? Wo ist denn die Rechtssicherheit? Wo ist denn die Verfassungsgesetzmäßigkeit? Wo sind denn all diese wichtigen Punkte, die Grundpfeiler und Fundamente einer Reform darstellen sollten? Wo bleibt denn insgesamt Ihr Modell für Menschen unter 35 Jahren? (Abg. Dr. Fekter: Pensionskonto, Frau Kollegin!) Worauf können sie sich denn in Zukunft verlassen? – Auf gesetzliche Pensionskassen, die Sie jetzt aus der Misere holen wollen, indem Sie den gesetzlichen Mindestzinssatz senken – ist das Ihre Antwort für die jungen Leute? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt keine nachvollziehbaren Argumente, und es gibt keine Argumente, warum diese Pensionsreform in dieser Form über die Bühne gehen muss. Nachhaltig ist nur die Verschlechterung, die Verschlechterung für junge Menschen und auch für Frauen, die in unvergleichbarer Weise zusätzlich zu ihrer bestehenden Lebenssituation noch einmal diskriminiert werden. Es ist ein unglaublicher Hohn, Herr Bundeskanzler, wenn Sie davon sprechen, dass sich mit dieser Pensionsreform die Situation für Frauen verbessern wird. Das Gegenteil ist der Fall. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Abg. Mag. Molterer: Glawischnig verteidigt!
Der zweite Eckpunkt: die Abfangjäger, die so genannten Kampfjets. Sie haben ein Kreisky-Zitat gebracht, nur, denke ich, etwas zeitgeschichtliche Aufarbeitung inklusive Umfeldanalyse wäre ganz gut. Das Zitat, das Sie gebracht haben, stammt aus einer Zeit, als die Tschechoslowakei und Ungarn noch Mitglieder des Warschauer Paktes waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Abg. Mag. Molterer: Glawischnig verteidigt!) Ich denke, es empfiehlt sich ein anderes zeitgeschichtliches Interpretationsmuster, das Kreisky angeboten hat für Journalisten; allerdings ist es auch für Politiker ganz hilfreich, Geschichte zu lernen und sie auf aktuelle Situationen anzuwenden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der zweite Eckpunkt: die Abfangjäger, die so genannten Kampfjets. Sie haben ein Kreisky-Zitat gebracht, nur, denke ich, etwas zeitgeschichtliche Aufarbeitung inklusive Umfeldanalyse wäre ganz gut. Das Zitat, das Sie gebracht haben, stammt aus einer Zeit, als die Tschechoslowakei und Ungarn noch Mitglieder des Warschauer Paktes waren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Abg. Mag. Molterer: Glawischnig verteidigt!) Ich denke, es empfiehlt sich ein anderes zeitgeschichtliches Interpretationsmuster, das Kreisky angeboten hat für Journalisten; allerdings ist es auch für Politiker ganz hilfreich, Geschichte zu lernen und sie auf aktuelle Situationen anzuwenden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Höhe der Gesamtkosten sind Sie uns nach wie vor schuldig geblieben, die Hunderten Fragen, die unsere Abgeordneten im Budgetausschuss gestellt haben, sind unbeantwortet geblieben. Die Frage nach den wahren Kosten der Kampfjets ist unbeantwortet. Auch in diesem Zusammenhang frage ich mich, wo die Kärntner Rebellen bleiben, die letztes Jahr den Kärntner Wahlkampf damit geführt haben, dass die Abfangjäger verhindert sind. Gibt es hier keinen Entschließungsantrag, erstens die wahren Kosten auf den Tisch zu legen und zweitens die Abfangjäger tatsächlich zu verhindern? Herr Kollege Dolinschek, Herr Kollege Scheuch, die Abgeordneten aus Kärnten, gibt es hier keinen Widerstand gegen die Abfangjäger? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) 6,8 Milliarden € an Belastungen für die zukünftigen Generationen. (Abg. Scheibner: Es wird immer mehr! Jetzt sind wir bald bei 10 Milliarden!)
Abg. Scheibner: Es wird immer mehr! Jetzt sind wir bald bei 10 Milliarden!
Die Höhe der Gesamtkosten sind Sie uns nach wie vor schuldig geblieben, die Hunderten Fragen, die unsere Abgeordneten im Budgetausschuss gestellt haben, sind unbeantwortet geblieben. Die Frage nach den wahren Kosten der Kampfjets ist unbeantwortet. Auch in diesem Zusammenhang frage ich mich, wo die Kärntner Rebellen bleiben, die letztes Jahr den Kärntner Wahlkampf damit geführt haben, dass die Abfangjäger verhindert sind. Gibt es hier keinen Entschließungsantrag, erstens die wahren Kosten auf den Tisch zu legen und zweitens die Abfangjäger tatsächlich zu verhindern? Herr Kollege Dolinschek, Herr Kollege Scheuch, die Abgeordneten aus Kärnten, gibt es hier keinen Widerstand gegen die Abfangjäger? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) 6,8 Milliarden € an Belastungen für die zukünftigen Generationen. (Abg. Scheibner: Es wird immer mehr! Jetzt sind wir bald bei 10 Milliarden!)
Abg. Scheibner: Lesen Sie die Sicherheitsdoktrin!
Auch das wieder, ohne eine Systemfrage zu beantworten, nämlich: Was ist unsere Rolle in einem künftigen EU-Sicherheitssystem? – Außer Kampfflugzeuge zu kaufen, haben Sie keine Antwort darauf gegeben, Herr Bundeskanzler. (Abg. Scheibner: Lesen Sie die Sicherheitsdoktrin!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Weil meine Redezeit jetzt schon zu Ende geht, nur noch Folgendes: Herr Bundeskanzler, Sie haben am Anfang sehr, sehr ausführlich zur Erweiterung gesprochen, und ich bin sehr verwundert, dass Sie zu einer wesentlichen Frage, die jetzt auf europäischer Ebene ansteht, keinen einzigen Satz verloren haben, nämlich zum Konvent, zur europäischen Verfassung und zu einer dramatischen Entscheidung, die in diesen Tagen dort ansteht: nämlich EURATOM, die milliardenschweren Atomsubventionen weiterhin in der europäischen Verfassung zu verankern. – Kein österreichischer Widerstand, keine österreichische Initiative, kein Wort unseres Bundeskanzlers? (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dieser Bundesregierung ist nicht zu trauen, was die Entscheidungen auf europäischer Ebene betrifft. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Außer für die Abfangjäger!
†Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann| (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Um es mit den Worten des Abgeordneten Van der Bellen zu sagen: Es ist nicht „leiwand“ oder „leinwand“ – oder wie er gesagt hat. – Das ist richtig: Heute Politik zu machen, das ist nicht mehr leiwand, nicht mehr einfach, denn die Zeit des Geldausgebens ist vorbei! (Abg. Mag. Wurm: Außer für die Abfangjäger!) Jetzt ist die Zeit der seriösen, verantwortungsvollen Politik angebrochen. Das ist richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Sie nicken, danke.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann| (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Um es mit den Worten des Abgeordneten Van der Bellen zu sagen: Es ist nicht „leiwand“ oder „leinwand“ – oder wie er gesagt hat. – Das ist richtig: Heute Politik zu machen, das ist nicht mehr leiwand, nicht mehr einfach, denn die Zeit des Geldausgebens ist vorbei! (Abg. Mag. Wurm: Außer für die Abfangjäger!) Jetzt ist die Zeit der seriösen, verantwortungsvollen Politik angebrochen. Das ist richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Sie nicken, danke.
Abg. Dr. Fekter: 10 Prozent!
Gleich zu Ihnen, ich verstehe Sie nämlich jetzt wirklich nicht mehr, Kollegen von der SPÖ: In den ersten Wortmeldungen, Kollege Cap, haben Sie davon gesprochen, dass die Älteren zu schützen sind, dass deren Pensionen zu sichern sind. Dann sind Sie draufgekommen, dass mit dieser Pensionsreform in bestehende Pensionen nicht eingegriffen wird – nur in Politikerpensionen, aber in andere bestehende Pensionen wird nicht eingegriffen –, und jetzt fällt Ihnen dazu nichts mehr ein. Dann haben Sie gesagt, es müsse all jenen geholfen werden, die angeblich so enorme Verluste haben. Ihr Experte im Budgetausschuss hat gesagt, 15 Prozent seien in Ordnung – jetzt setzt die Regierung 15 Prozent Deckelung der Verluste (Abg. Dr. Fekter: 10 Prozent!) – Entschuldigung, 10 Prozent! –, 10 Prozent Deckelung der Verluste fest, und auch dazu fällt Ihnen nichts mehr ein.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das letzte Argument, das Ihnen noch bleibt: Man muss die unter 35-Jährigen schützen! – Die unter 35-Jährigen, die Ihnen jahrzehntelang egal waren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Fragen Sie einmal die unter 35-Jährigen, ich gehöre nämlich auch dazu – die waren Ihnen egal! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Das letzte Argument, das Ihnen noch bleibt: Man muss die unter 35-Jährigen schützen! – Die unter 35-Jährigen, die Ihnen jahrzehntelang egal waren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Fragen Sie einmal die unter 35-Jährigen, ich gehöre nämlich auch dazu – die waren Ihnen egal! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Fragen Sie einmal Leute in meinem Alter, die sagen: Bei der Regierung, die es früher gegeben hat, ist uns klar, dass die Pensionen nicht gesichert sind, denn die hat das Geld in hohem Bogen, in Bausch und Bogen hinausgeworfen, sodass der Generationenvertrag nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Und deshalb gibt es die Probleme, vor denen wir heute stehen. – Das ist das, worum es eigentlich geht: Die Probleme, die Sie in die Welt gesetzt haben, indem Sie nicht verantwortungsvoll gehandelt haben, müssen jetzt beseitigt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir Freiheitliche wollen reformieren statt zu blockieren, wir wollen reformieren statt zu demonstrieren, und wir wollen ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ja, genau, Sie wissen es schon: Wir wollen reformieren statt abzukassieren, wie es Teile von Ihnen tun. Denn wir Freiheitliche verhandeln bis zum Schluss. Statt zu jammern und zu beklagen, was es alles nicht gibt, verhandeln wir bis zum Schluss! Wir verlassen nicht den Verhandlungstisch, sondern unsere Abgeordneten verhandeln bis zum Schluss, um das Beste für die Bevölkerung herauszuholen. Das ist verantwortungsvolle Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Wir Freiheitliche wollen reformieren statt zu blockieren, wir wollen reformieren statt zu demonstrieren, und wir wollen ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ja, genau, Sie wissen es schon: Wir wollen reformieren statt abzukassieren, wie es Teile von Ihnen tun. Denn wir Freiheitliche verhandeln bis zum Schluss. Statt zu jammern und zu beklagen, was es alles nicht gibt, verhandeln wir bis zum Schluss! Wir verlassen nicht den Verhandlungstisch, sondern unsere Abgeordneten verhandeln bis zum Schluss, um das Beste für die Bevölkerung herauszuholen. Das ist verantwortungsvolle Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Ja wo ist denn die Harmonisierung?
Sehr geehrte Damen und Herren! Es sind drei Punkte, die uns wichtig sind: erstens die Harmonisierung (Abg. Dr. Glawischnig: Ja wo ist denn die Harmonisierung?), zweitens der Schutz der kleinen Einkommen – warten Sie ein bisschen (Abg. Dr. Glawischnig: Wo ist sie, wo denn?) – und drittens die Politikerpensionen.
Abg. Dr. Glawischnig: Wo ist sie, wo denn?
Sehr geehrte Damen und Herren! Es sind drei Punkte, die uns wichtig sind: erstens die Harmonisierung (Abg. Dr. Glawischnig: Ja wo ist denn die Harmonisierung?), zweitens der Schutz der kleinen Einkommen – warten Sie ein bisschen (Abg. Dr. Glawischnig: Wo ist sie, wo denn?) – und drittens die Politikerpensionen.
Abg. Mandak: Wo ist die Harmonisierung?
Der erste Punkt: die Harmonisierung. Dazu gibt es ein Zitat: Mit der Harmonisierung werden die bestehenden Ungerechtigkeiten zwischen den einzelnen Berufsgruppen auf unbestimmte Zeit einzementiert. Nur wenn es ein einheitliches System mit gleichen Beiträgen und gleichen Leistungen gibt, haben wir ein gerechtes System, das auch finanzierbar ist. (Abg. Mandak: Wo ist die Harmonisierung?) Jeder Euro, der eingezahlt wird, muss gleich viel wert sein. – Stimmen Sie dem zu? Ich frage Sie, vor allem die Kollegen der SPÖ, es ist das nämlich ein Zitat von Ihnen, von Ihrem Parteiobmann, aus dem offenen Brief.
Abg. Dr. Matznetter: Sie machen es schlechter!
Er hat ja vollkommen Recht: bestehende Ungerechtigkeiten. – Frage eins an Sie: Wo kommen die bestehenden Ungerechtigkeiten denn her? – Das ist das System, das Sie mit Ihrer jahrzehntelangen Sozialpolitik geschaffen haben! (Abg. Dr. Matznetter: Sie machen es schlechter!) Sie lamentieren hier über bestehende Ungerechtigkeiten, die Sie in die Welt gesetzt haben! – Warum haben Sie denn das nicht verändert, warum haben Sie das nicht anders gemacht? Für uns ist es jetzt schwierig, da haben Sie Recht, aber warum haben Sie es nicht verändert, denn wir sind noch nicht so lange in der Regierung?! Das, was Sie jahrzehntelang aufgebaut haben, können wir leider nicht von heute auf morgen ändern. Es braucht ein bisschen Zeit, Ihre Ungerechtigkeiten zu beseitigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Er hat ja vollkommen Recht: bestehende Ungerechtigkeiten. – Frage eins an Sie: Wo kommen die bestehenden Ungerechtigkeiten denn her? – Das ist das System, das Sie mit Ihrer jahrzehntelangen Sozialpolitik geschaffen haben! (Abg. Dr. Matznetter: Sie machen es schlechter!) Sie lamentieren hier über bestehende Ungerechtigkeiten, die Sie in die Welt gesetzt haben! – Warum haben Sie denn das nicht verändert, warum haben Sie das nicht anders gemacht? Für uns ist es jetzt schwierig, da haben Sie Recht, aber warum haben Sie es nicht verändert, denn wir sind noch nicht so lange in der Regierung?! Das, was Sie jahrzehntelang aufgebaut haben, können wir leider nicht von heute auf morgen ändern. Es braucht ein bisschen Zeit, Ihre Ungerechtigkeiten zu beseitigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sehr müde!
Frage zwei: Werden Sie der Harmonisierung zustimmen? – Sie werden sich wundern: Es wird die Harmonisierung festgeschrieben in einem Entschließungsantrag. Und jetzt sagen Sie: Der ist nichts wert, der ist müde! (Abg. Dr. Matznetter: Sehr müde!) – Ein Entschließungsantrag, in dem die Regierungsparteien sagen, sie bekennen sich zur Harmonisierung, sie bekennen sich dazu, dass die Harmonisierung der Beitragssätze und Beitragsgrundlagen bei gleichzeitiger Vereinheitlichung der Leistung stattfindet, dass es zu einer Verbesserung der Aufwertung kommt, dass es zur Einbindung aller kommt – der Sozialversicherungen und Sozialversicherungsträger, eben auch Ihrer Klientel, was Sie auch nicht gerne hören –, dass es dazu kommt, dass alle in ein einheitliches System kommen – Beamte, ASVG-ler, Gewerbetreibende, Bauern und alle anderen, auch Selbständige. (Abg. Silhavy – ein Konvolut an schriftlichen Unterlagen zeigend –: Und wo steht das da drinnen?) All das wird festgeschrieben werden. Das neue einheitliche Pensionssystem für alle Erwerbstätigen soll jedenfalls im Jahre 2004 in Kraft treten.
Abg. Silhavy – ein Konvolut an schriftlichen Unterlagen zeigend –: Und wo steht das da drinnen?
Frage zwei: Werden Sie der Harmonisierung zustimmen? – Sie werden sich wundern: Es wird die Harmonisierung festgeschrieben in einem Entschließungsantrag. Und jetzt sagen Sie: Der ist nichts wert, der ist müde! (Abg. Dr. Matznetter: Sehr müde!) – Ein Entschließungsantrag, in dem die Regierungsparteien sagen, sie bekennen sich zur Harmonisierung, sie bekennen sich dazu, dass die Harmonisierung der Beitragssätze und Beitragsgrundlagen bei gleichzeitiger Vereinheitlichung der Leistung stattfindet, dass es zu einer Verbesserung der Aufwertung kommt, dass es zur Einbindung aller kommt – der Sozialversicherungen und Sozialversicherungsträger, eben auch Ihrer Klientel, was Sie auch nicht gerne hören –, dass es dazu kommt, dass alle in ein einheitliches System kommen – Beamte, ASVG-ler, Gewerbetreibende, Bauern und alle anderen, auch Selbständige. (Abg. Silhavy – ein Konvolut an schriftlichen Unterlagen zeigend –: Und wo steht das da drinnen?) All das wird festgeschrieben werden. Das neue einheitliche Pensionssystem für alle Erwerbstätigen soll jedenfalls im Jahre 2004 in Kraft treten.
Abg. Silhavy: Ach so!
Das wird ein Entschließungsantrag sein (Abg. Silhavy: Ach so!), und ich bin gespannt, ob Sie dem zustimmen werden, Kollegin Silhavy! Sie reden ja davon, dass Sie das haben wollen, daher wird das die Nagelprobe auch für Sie werden. Wir werden sehen, ob Sie dem dann zustimmen werden.
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Ihre Sozialpartner haben sich ja geweigert, an den Verhandlungen weiter teilzunehmen, vielleicht wäre ja mehr drinnen gewesen, wenn sie weiterverhandelt hätten, vielleicht hätte man noch mehr festschreiben können. Aber wir versichern Ihnen: Wir werden es für die Zukunft auch festschreiben, jetzt als erstem Schritt in einem Entschließungsantrag, aber vielleicht werden wir auch speziell für Sie noch einen Extra-Antrag machen, wodurch auch Sie die Möglichkeit haben (Zwischenruf der Abg. Silhavy), dem zuzustimmen, einen Antrag, in dem nämlich steht, dass auch in den Ländern und Gemeinden harmonisiert werden soll – das braucht nun einmal eine Zweidrittelmehrheit, eine Verfassungsmehrheit, die wir nur mit der SPÖ gemeinsam erreichen können; dem haben Sie sich ja bisher auch verweigert. Wir sind daher schon sehr gespannt auf Ihr Abstimmungsverhalten, denn es wird zeigen, ob Sie wirklich für die Harmonisierung sind.
Abg. Öllinger: Ja, da passe ich jetzt auf!
Der nächste Punkt sind die Politikerbezüge. (Abg. Öllinger: Ja, da passe ich jetzt auf!) Wir haben immer gesagt: Hier muss das Pensionsantrittsalter auf 65 Jahre angehoben werden, wie im ASVG auch, es soll keine Doppelbezüge geben, und die Solidaritätsabgabe wird kommen. – Wir werden sehen, wie sich die Kollegen von der SPÖ verhalten werden, wenn wir die Solidaritätsabgabe dann für die Politiker festschreiben werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Bleckmann überreicht Abgeordnetem Dr. Gusenbauer einen weißen Luftballon, an dem ein Taferl mit einer Aufschrift angebracht ist. – Nach kurzer Zeit steigt der Luftballon bis zur Saaldecke.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Bleckmann überreicht Abgeordnetem Dr. Gusenbauer einen weißen Luftballon, an dem ein Taferl mit einer Aufschrift angebracht ist. – Nach kurzer Zeit steigt der Luftballon bis zur Saaldecke.
Der nächste Punkt sind die Politikerbezüge. (Abg. Öllinger: Ja, da passe ich jetzt auf!) Wir haben immer gesagt: Hier muss das Pensionsantrittsalter auf 65 Jahre angehoben werden, wie im ASVG auch, es soll keine Doppelbezüge geben, und die Solidaritätsabgabe wird kommen. – Wir werden sehen, wie sich die Kollegen von der SPÖ verhalten werden, wenn wir die Solidaritätsabgabe dann für die Politiker festschreiben werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Bleckmann überreicht Abgeordnetem Dr. Gusenbauer einen weißen Luftballon, an dem ein Taferl mit einer Aufschrift angebracht ist. – Nach kurzer Zeit steigt der Luftballon bis zur Saaldecke.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe.
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Genau das wollte ich eigentlich vermeiden. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich als Sozialminister möchte klar sagen: Beides ist notwendig, die Pensionsreform und die Abfangjäger. Ich halte nichts davon, dass man Tag für Tag unsinnige Vergleiche tätigt, was jeder ad libitum abschaffen möchte, um auf der anderen Seite anderen Bereichen Geld zuzuführen. Ich halte überhaupt nichts davon, das Burgtheater zuzusperren, Olympische Spiele nicht zu veranstalten, die Fußfall-EM nicht zu veranstalten, und ich halte auch nichts davon, die Abfangjäger nicht anzuschaffen, denn es gibt keine Aufrechnung zwischen den einzelnen Budgetbereichen, sondern nur eine gesamtstaatliche Notwendigkeit, und dafür muss man den Österreicherinnen und Österreichern gegenüber die Verantwortung wahrnehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig
Ich finde es müßig: Der derzeitige Klubobmann Scheibner hat in der Zeit, als er Verteidigungsminister war, die Hubschrauber besorgt, von denen heute noch immer die Rede ist. Er hat Lenkwaffen besorgt, um die Lufthoheit bis 3,5 Kilometer zu sichern, neue Tarnanzüge und neue Kampfanzüge in Auftrag gegeben, die Mannsicherung verbessert, gehärtete Fahrzeuge für das Bundesheer zur Verfügung gestellt, sodass wir heute bei Auslandseinsätzen nicht mehr wie eine bessere Schweizergarde ausgerüstet sind, und auch noch die Herkules-Flugzeuge angeschafft, um Truppentransporte selbst und damit billiger als mittels Leasingflügen durchzuführen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig) – Vielleicht ist all das nicht ins Bewusstsein der österreichischen Bevölkerung eingedrungen, dass die Sozialdemokraten mit diesen Dingen, die bereits umgesetzt sind, immer noch Werbung machen wollen. Wir jedenfalls wollen darauf aufbauend auch den Schlussstein setzen und die Neutralität auch dort sichern können, wo uns in Zukunft auf Grund der Bedrohungslage auch im internationalen Terrorismus als dritter UNO-Stadt unter Umständen einiges an Aufgaben beschert sein kann; auch Aufgaben, die wir heute und morgen noch gar nicht sehen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nein, wir haben ein Begutachtungsverfahren gehabt und haben das Begutachtungsverfahren berücksichtigt. Dazu hat es der Straße nicht bedurft, sondern dazu hat es nur des Lesens bedurft, einer Technik, die die österreichischen Schülerinnen und Schüler in den Schulen ohnehin lernen. Wir hätten uns sehr viel Geld ersparen können, wenn wir am Verhandlungstisch verhandelt hätten, anstatt die österreichische Wirtschaft über Stunden oder vielleicht Tage lahm zu legen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hier strebe ich nicht den Termin 1. Jänner 2007 an, sondern den 1. Jänner 2004 oder zumindest einen knapp danach, damit wir möglichst schnell mit den Experten zu einem Ergebnis kommen. Die Sozialpartner sind eingeladen, ihre Experten gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sozialministerium über den Sommer arbeiten zu lassen, damit auch dieses Problem positiv für die Bevölkerung gelöst wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber keinesfalls kann es sein, jenen, die drei und vier Pensionen bekommen, entgegenzukommen, sondern das gilt nur für jene, die ausschließlich kleine Pensionen auf Grund ihrer langjährigen Tätigkeit haben. Hier gibt es sehr viele im Bereich der Gewerbetreibenden und auch sehr viele im Bereich der Mitarbeiter, die ohne Berufsschutz sind, denen wir mit diesem Härtefonds entgegenkommen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP
Sehr geehrte Damen und Herren! In den nächsten 48 Stunden wird es ja die Nagelprobe geben, und es wird sich zeigen wird, wer für die Harmonisierung ist (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP): entweder jene Abgeordneten von Seiten der Bundesregierung, die diesen Initiativantrag ausgearbeitet haben, oder das ganze Haus, das diesen Initiativantrag zur Harmonisierung im Hohen Hause mitträgt.
Abg. Dr. Glawischnig: Welchen Antrag? Welchen Antrag? – Abg. Öllinger: Wo ist Ihr Antrag?
Ich glaube daher, es lohnt sich, dem Antrag der Bundesregierung zuzustimmen. (Abg. Dr. Glawischnig: Welchen Antrag? Welchen Antrag? – Abg. Öllinger: Wo ist Ihr Antrag?) Wer nicht mitstimmt, muss es sich gefallen lassen, wenn man ihm dann sagt, dass er in den Diskussionen seit 1986, als Sepp Wille hier im Hohen Haus schon die Harmonisierung verlangt hat, und 1991, als die Sozialpartner insgesamt in ihrem Bericht zur sozialen Lage in Österreich und zu den Vorstellungen eines Pensionssystems die Harmonisierung verlangt haben, nichts dazugelernt hat, dass er keine Verantwortung übernehmen will und nur politisches Kleingeld schlagen will.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wo ist der Antrag? – Abg. Dr. Lichtenberger: Der ist noch nicht fertig!
Wir von der Bundesregierung wollen den Menschen Sicherheit geben im wichtigen Sozialbereich, im wichtigen Bereich der Pensionen. Ich lade Sie ein, mitzustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wo ist der Antrag? – Abg. Dr. Lichtenberger: Der ist noch nicht fertig!)
Abg. Öllinger: Der Antrag, Herr Vizekanzler, von dem Sie gesprochen haben! Der Antrag!
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Bures. – Bitte. (Abg. Öllinger: Der Antrag, Herr Vizekanzler, von dem Sie gesprochen haben! Der Antrag!)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Doris Bures| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Sie haben jetzt mit vielen Worthülsen versucht, die Wendungen, den Richtungswechsel und die Richtungsänderung der FPÖ hier wegzureden. Ich möchte aber in Erinnerung rufen, was Sie alles versprochen haben. Auch Sie, Frau Bleckmann, haben viel versprochen. Der Luftballon passt zu Ihnen: Sie agieren so abgehoben und haben die Bodenhaftung längst verloren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bleckmann: Bei Politikern, ja! Das tut Ihnen weh!
Sie haben davon gesprochen, dass Pensionen unter 1 000 € nicht betroffen sein sollen. Was ist wahr? Wahr ist, dass sie massiv von Pensionskürzungen betroffen sind; Kleinstpensionen, Frauenpensionen sind davon betroffen. Und natürlich greifen Sie auch in bestehende Pensionen ein (Abg. Dr. Bleckmann: Bei Politikern, ja! Das tut Ihnen weh!), wenn Sie Pensionisten, die nicht einmal 650 € im Monat haben und damit das Auslangen finden müssen, nicht einmal den Wertausgleich zukommen lassen. Das ist sehr wohl ein Eingriff in bestehende Pensionen! Sie haben es, kaum versprochen, schon gebrochen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben davon gesprochen, dass Pensionen unter 1 000 € nicht betroffen sein sollen. Was ist wahr? Wahr ist, dass sie massiv von Pensionskürzungen betroffen sind; Kleinstpensionen, Frauenpensionen sind davon betroffen. Und natürlich greifen Sie auch in bestehende Pensionen ein (Abg. Dr. Bleckmann: Bei Politikern, ja! Das tut Ihnen weh!), wenn Sie Pensionisten, die nicht einmal 650 € im Monat haben und damit das Auslangen finden müssen, nicht einmal den Wertausgleich zukommen lassen. Das ist sehr wohl ein Eingriff in bestehende Pensionen! Sie haben es, kaum versprochen, schon gebrochen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Vizekanzler, Sie haben jetzt davon gesprochen, dass die Harmonisierung eine Ihrer zentralen Bedingungen ist. In der Vorlage finden wir von dieser Harmonisierung nichts. Es ist nichts davon zu finden! Und selbst den zitierten Antrag, von dem Sie hier sprechen, gibt es im Hause nicht. Das sind alles leere Worthülsen, hinter denen nichts steht. Von Harmonisierung ist im Gesetz keine Rede, und einen diesbezüglichen Entschließungsantrag gibt es im Hohen Haus auch nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wahr ist vielmehr, dass sich trotz aller Retuschen, trotz aller Versuche am unsozialen Charakter Ihres Pensionsreformmodells nichts geändert hat. Das Einzige, was in den letzten Tagen neu dazugekommen ist, ist der von Ihnen erwähnte Härtefonds. Aber was ist denn ein Härtefonds? Ein Härtefonds soll Pensionen zum Gnadenakt machen? Herr Vizekanzler! Ein Härtefonds ist doch der beste Beweis dafür, dass Sie diesem Haus eine Regelung vorlegen und den Menschen in Zukunft eine Pension zumuten, die zu Härtefällen führt! Das ist der Grund für diesen Härtefonds. Sie machen ganz bewusst ein Gesetz, das zu sozialen Härten führt und massive Pensionskürzungen zur Folge haben wird. Und das ist der Vorwurf, den man Ihnen machen muss! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Bundesregierung regiert gegen die Interessen und Anliegen der österreichischen Bevölkerung. Sie macht eine unsoziale Politik, die ausschließlich auf dem Rücken der Angestellten und Arbeitnehmer ausgetragen wird. Sie setzt den sozialen Frieden in Österreich aufs Spiel. Und, Herr Vizekanzler und Herr Bundeskanzler, Sie haben das Vertrauen der Wähler missbraucht, und Sie haben Ihre politische Glaubwürdigkeit völlig verloren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben alle Ihre Versprechungen über Bord geworfen. Ich fordere jetzt die Abgeordneten der FPÖ auf, wenigstens ihrer Ankündigung nachzukommen und einer Volksabstimmung zuzustimmen. 400 000 Menschen haben die Abhaltung dieser Volksabstimmung in nur vier Wochen unterstützt; ich glaube, das ist ein klares Zeichen. Haben Sie den Mut dazu, dieser Volksabstimmung zuzustimmen! Wenn es so ist, wie Frau Partik-Pablé gesagt hat, nämlich dass die Bevölkerung diesen Vorschlag goutiert, dann haben Sie den Mut und stimmen Sie dieser Volksabstimmung zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Österreich hat sich ein besseres Pensionsmodell als den Regierungsvorschlag verdient! Österreich hat sich eine bessere Regierung verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Noch mehr Geld für die Landwirtschaft!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Grillitsch. Gleiche Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Noch mehr Geld für die Landwirtschaft!)
Abg. Öllinger: Sind Sie gestört? – Abg. Mag. Wurm: Haben Sie etwas gehört?
†Abgeordneter Fritz Grillitsch| (ÖVP): Verehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir erleben tatsächlich eine enorme Veränderungsdynamik und, wenn ich so sagen darf, auch eine umfassende Klimaveränderung. Draußen organisiert der ÖGB mit 60 Autos ein Hupkonzert, um unsere Arbeit hier zu stören, während wir hier versuchen sollten, langfristige Pensionssicherungsmaßnahmen für die Österreicherinnen und Österreicher zu setzen. (Abg. Öllinger: Sind Sie gestört? – Abg. Mag. Wurm: Haben Sie etwas gehört?) Das ist der Unterschied, meine Damen und Herren, zwischen uns und Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
†Abgeordneter Fritz Grillitsch| (ÖVP): Verehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir erleben tatsächlich eine enorme Veränderungsdynamik und, wenn ich so sagen darf, auch eine umfassende Klimaveränderung. Draußen organisiert der ÖGB mit 60 Autos ein Hupkonzert, um unsere Arbeit hier zu stören, während wir hier versuchen sollten, langfristige Pensionssicherungsmaßnahmen für die Österreicherinnen und Österreicher zu setzen. (Abg. Öllinger: Sind Sie gestört? – Abg. Mag. Wurm: Haben Sie etwas gehört?) Das ist der Unterschied, meine Damen und Herren, zwischen uns und Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.
Die Zuseher, die ich hier besonders ansprechen möchte, sollen sich ein Bild machen über dieses Hohe Haus: auf der einen Seite eine reformwillige Bundesregierung, ausgestattet mit Unternehmungsgeist, die ganz im Sinne der Nachhaltigkeit für die Menschen in diesem Lande Berechenbarkeit, Kalkulierbarkeit und Planbarkeit bieten will, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.) Auf der anderen Seite erleben Sie, liebe Zuseher, eine Opposition, die im Schmollwinkel sitzt und trotzig wie kleine Kinder ist: Weil wir nicht in der Regierung sind, stimmen wir nicht zu! Das ist Ihre wahre Motivation, warum Sie nicht bereit sind, bei dieser Sache mit dabei zu sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ist das Ihre erste Rede? Sind Sie neu? Der redet ja wie der Blinde von der Farbe!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ist das Ihre erste Rede? Sind Sie neu? Der redet ja wie der Blinde von der Farbe!
Die Zuseher, die ich hier besonders ansprechen möchte, sollen sich ein Bild machen über dieses Hohe Haus: auf der einen Seite eine reformwillige Bundesregierung, ausgestattet mit Unternehmungsgeist, die ganz im Sinne der Nachhaltigkeit für die Menschen in diesem Lande Berechenbarkeit, Kalkulierbarkeit und Planbarkeit bieten will, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.) Auf der anderen Seite erleben Sie, liebe Zuseher, eine Opposition, die im Schmollwinkel sitzt und trotzig wie kleine Kinder ist: Weil wir nicht in der Regierung sind, stimmen wir nicht zu! Das ist Ihre wahre Motivation, warum Sie nicht bereit sind, bei dieser Sache mit dabei zu sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ist das Ihre erste Rede? Sind Sie neu? Der redet ja wie der Blinde von der Farbe!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
An dieser Stelle auch ein Wort zu den Bauern, Herr Kollege Matznetter, und das meine ich sehr ernst. 60 Prozent der Nebenerwerbsbauern zahlen heute in andere Pensionssysteme ein. Sie wissen, dass die Bauern meist sehr kinderreiche Familien haben und dass diese Kinder in Zukunft auch in andere Pensionssysteme einbezahlen. Und Sie halten uns ständig diesen hohen Bundeszuschuss vor. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie sagen und auch der ÖGB sagt, die Bauern wären die großen Gewinner und die großen Profiteure dieser Pensionssicherungsreform. (Rufe bei der SPÖ: Genau! Genau!)
Rufe bei der SPÖ: Genau! Genau!
An dieser Stelle auch ein Wort zu den Bauern, Herr Kollege Matznetter, und das meine ich sehr ernst. 60 Prozent der Nebenerwerbsbauern zahlen heute in andere Pensionssysteme ein. Sie wissen, dass die Bauern meist sehr kinderreiche Familien haben und dass diese Kinder in Zukunft auch in andere Pensionssysteme einbezahlen. Und Sie halten uns ständig diesen hohen Bundeszuschuss vor. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie sagen und auch der ÖGB sagt, die Bauern wären die großen Gewinner und die großen Profiteure dieser Pensionssicherungsreform. (Rufe bei der SPÖ: Genau! Genau!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie angesichts dessen sagen, die Bauern seien die Profiteure und Gewinner, dann sollten Sie sich eigentlich schämen! Das muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Fritz Grillitsch| (fortsetzend): Wir stehen zur Harmonisierung. Wir wollen uns nicht abkoppeln. Wir wollen keine Schulden bei unseren Kindern machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Das eigene Kapital wird gestärkt! Nehmen Sie Nachhilfe beim Herrn Professor!
Ansonsten beinhaltet diese Steuerreform nichts wirklich Brauchbares. Investitionsanreize bleiben aus, stattdessen wird ein Unternehmersparfördermodell gestartet. Nach sieben Jahren kann man den nicht entnommenen Gewinn de facto steuerfrei entnehmen. Ich möchte wissen, Herr Finanzminister – Sie werden sich ja hoffentlich bald zu Wort melden –, was das mit Investitionsanreizen zu tun hat. (Abg. Dr. Fekter: Das eigene Kapital wird gestärkt! Nehmen Sie Nachhilfe beim Herrn Professor!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bleiben wir dabei: Diese Steuerreform verdient den Namen nicht, es bleibt im Wesentlichen Stückwerk, wenn überhaupt. Möglicherweise kann man sogar „Gemurks“ dazu sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das wird immer unglaubwürdiger. Faktum ist, dass wir Handlungsbedarf haben, aber handeln müssen wir mit Rücksicht auf die Probleme auf dem Arbeitsmarkt, so, dass wir später für alle Einkommensschichten entsprechende Absicherungen haben und nicht ein Modell, das Hunderttausende in die Armut treiben wird. Letzteres geschieht nämlich mit Ihrem Projekt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da bejammern Sie dann, dass irgendwelche Säulen nicht mehr tragen. Ja, es ist richtig: Sie demolieren die staatliche Säule und reden den Leuten ein, sie müssen alle privat vorsorgen, und dafür haben Sie dann Steuerzuckerln parat. Das ist eine Umverteilung, und das ist das Problem an dieser Angelegenheit! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Bleiben Sie sachlich! Nicht so polemisch!
Und jetzt gehen Sie her und sagen: Luftraumüberwachung! In Wirklichkeit kaufen Sie Kampfflugzeuge, die ganz anderen Zwecken dienen. Aber auch dazu wollen Sie sich nicht bekennen. Und, was das Sträflichste ist, Sie kaufen die teuersten, die überhaupt verfügbar sind! (Abg. Ellmauer: Bleiben Sie sachlich! Nicht so polemisch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und das geht eben nicht zusammen. Das ist in Wirklichkeit keine Argumentation, sondern ein Jammerbild! Es ist ein Jammerbild, das Sie hier darstellen, und das – und das ist das traurigste an dieser Sache – unter heftiger Beteiligung des Finanzministers. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Eines Finanzministers, der ausgezogen ist, um zunächst überhaupt den Ankauf von so genannten Kampf- oder Kriegsflugzeugen, wie er sich auszudrücken pflegt, zu verhindern, um dann mit einer mehr oder weniger raffinierten Finte die Bundesregierung so in die Falle zu treiben, dass am Schluss nur mehr die teuersten gekauft werden.
Heiterkeit bei den Grünen
Offen bleibt die Explosion der Anschaffungskosten. Da können Sie noch tagelang hausieren gehen mit Ihren „Billa-Preisen“ – 1,969 und sonst etwas (Heiterkeit bei den Grünen) –, wenn Sie nicht einbekennen, dass Sie hier die meisten Kosten herausgeschwindelt haben. Das bleibt ein Problem, und Sie müssen verantworten, dass hier viele Legislaturperioden lang mit einem einzigen Akt der größte Schuldenberg aufgehäuft wird, den es jemals gegeben hat in der Zweiten Republik! Und Sie wollen sich dafür feiern lassen mit der Parole: keine neuen Schulden mehr!?
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Etwas Unglaubwürdigeres ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen! Nehmen Sie dazu Stellung, Herr Finanzminister! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Die sind aber nicht richtig!
Jeden Tag, an dem wir recherchieren, kommen da ein paar 100 Millionen dazu oder dort noch 50, und insgesamt explodiert Ihnen das Ganze auf 6 Milliarden € oder mehr. Sie kennen unsere Zahlen, aber Sie haben sich dazu im Budgetausschuss verschwiegen. (Abg. Mag. Molterer: Die sind aber nicht richtig!) – Die sind sehr wohl richtig!
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Nehmen Sie heute dazu Stellung – oder stimmen Sie unserem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit bin ich am Ende. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Herr Bundesminister, klären Sie vor der Schlussabstimmung hier die Abgeordneten auf! Sie binden die Republik auf zig Jahre. Es ist unverantwortlich, was Sie machen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Damit bin ich am Ende. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Herr Bundesminister, klären Sie vor der Schlussabstimmung hier die Abgeordneten auf! Sie binden die Republik auf zig Jahre. Es ist unverantwortlich, was Sie machen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Oje, der liegt schon flach, der Dolinschek!
†Abgeordneter Sigisbert Dolinschek| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Aus allen Ausführungen wird deutlich, dass bei den Pensionen Handlungsbedarf gegeben ist. Und ich billige natürlich auch den Oppositionsparteien zu, dass sie sich Sorgen machen, wie die Pensionen in Zukunft ausschauen. (Abg. Öllinger: Oje, der liegt schon flach, der Dolinschek!) Auch ich mache mir Sorgen, nur haben wir, im Unterschied zu Ihnen, bis zur letzten Minute gearbeitet, um Verbesserungen durchzuführen, und Sie haben gestreikt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Sie haben gestreikt und nichts dazu beigetragen, dass das Pensionssystem in Österreich für die jüngere Generation nachhaltig gesichert wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Und es wird nachhaltig für die nachfolgende Generation gesichert, Frau Kollegin!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Sigisbert Dolinschek| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Aus allen Ausführungen wird deutlich, dass bei den Pensionen Handlungsbedarf gegeben ist. Und ich billige natürlich auch den Oppositionsparteien zu, dass sie sich Sorgen machen, wie die Pensionen in Zukunft ausschauen. (Abg. Öllinger: Oje, der liegt schon flach, der Dolinschek!) Auch ich mache mir Sorgen, nur haben wir, im Unterschied zu Ihnen, bis zur letzten Minute gearbeitet, um Verbesserungen durchzuführen, und Sie haben gestreikt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Sie haben gestreikt und nichts dazu beigetragen, dass das Pensionssystem in Österreich für die jüngere Generation nachhaltig gesichert wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Und es wird nachhaltig für die nachfolgende Generation gesichert, Frau Kollegin!
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
†Abgeordneter Sigisbert Dolinschek| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Aus allen Ausführungen wird deutlich, dass bei den Pensionen Handlungsbedarf gegeben ist. Und ich billige natürlich auch den Oppositionsparteien zu, dass sie sich Sorgen machen, wie die Pensionen in Zukunft ausschauen. (Abg. Öllinger: Oje, der liegt schon flach, der Dolinschek!) Auch ich mache mir Sorgen, nur haben wir, im Unterschied zu Ihnen, bis zur letzten Minute gearbeitet, um Verbesserungen durchzuführen, und Sie haben gestreikt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Sie haben gestreikt und nichts dazu beigetragen, dass das Pensionssystem in Österreich für die jüngere Generation nachhaltig gesichert wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Und es wird nachhaltig für die nachfolgende Generation gesichert, Frau Kollegin!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Mir war es wirklich ein Bedürfnis, für jene Menschen einzutreten, die lange Beitragszeiten haben, die schwer gearbeitet haben, für jene, die ein geringes Einkommen haben, und auch für jene, die eine geringe Pension haben. Es ist uns gelungen, die Hackler-Regelung fortzuführen. Unser Bestreben ist es, dass nicht, so wie bisher, die Abschläge vom Regelpensionsalter, also 60 Jahre bei Frauen und 65 Jahre bei Männern, abgerechnet werden, sondern vom jeweils geltenden frühzeitigen Pensionsalter, und dass diese Verluste möglichst gering gehalten werden. Am liebsten wäre mir, die Verluste lägen dort bei null, und so wird es auch in etwa sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ab wann?
Die Ausbildungszeit in Österreich, sehr geehrte Damen und Herren – das ist bereits erwähnt worden – wird immer länger. Die Leute sind länger in Ausbildung, und daher ist es auch notwendig, dass wir eine Reform machen. Diese muss aber sozial ausgewogen sein. Wenn ich mir etwa eine Schwerarbeiterregelung ansehe: In der Zeit, als Sie Verantwortung getragen haben, hat es kaum pensionsrechtliche Begünstigungen für Menschen gegeben, die erschwerte Arbeitsbedingungen gehabt haben. Das gab es bisher kaum. In Zukunft werden Zeiten körperlicher, physischer, gesundheitlicher Belastung in besonderer Weise berücksichtigt. (Abg. Öllinger: Ab wann?) Ab 1. Jänner 2004, Herr Kollege! (Abg. Mag. Wurm: Und wie lange? – Abg. Verzetnitsch: Wie lange?)
Abg. Mag. Wurm: Und wie lange? – Abg. Verzetnitsch: Wie lange?
Die Ausbildungszeit in Österreich, sehr geehrte Damen und Herren – das ist bereits erwähnt worden – wird immer länger. Die Leute sind länger in Ausbildung, und daher ist es auch notwendig, dass wir eine Reform machen. Diese muss aber sozial ausgewogen sein. Wenn ich mir etwa eine Schwerarbeiterregelung ansehe: In der Zeit, als Sie Verantwortung getragen haben, hat es kaum pensionsrechtliche Begünstigungen für Menschen gegeben, die erschwerte Arbeitsbedingungen gehabt haben. Das gab es bisher kaum. In Zukunft werden Zeiten körperlicher, physischer, gesundheitlicher Belastung in besonderer Weise berücksichtigt. (Abg. Öllinger: Ab wann?) Ab 1. Jänner 2004, Herr Kollege! (Abg. Mag. Wurm: Und wie lange? – Abg. Verzetnitsch: Wie lange?)
Abg. Mag. Wurm: Wer zahlt ein in diesen Fonds?
Herr Kollege Verzetnitsch, ich habe eigentlich erwartet, dass Sie als Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes hier konstruktive Vorschläge einbringen, vor allem für die schwer arbeitenden Menschen. Aber wenn ich mir das so anschaue: Es gibt heute noch in sämtlichen Berufssparten, beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft, bei den Mühlen, bei den Handelsangestellten, in den Bäckereibetrieben, ganz geringe Kollektivlöhne, und diese Menschen haben, weil sie so geringe Löhne haben, natürlich auch ganz geringe Pensionen. Und für die richten wir jetzt einen Härtefonds ein (Abg. Mag. Wurm: Wer zahlt ein in diesen Fonds?), einen Härtefonds, aus dem gewisse Verluste, sollten sie eintreten, abgegolten werden, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Verzetnitsch, ich habe eigentlich erwartet, dass Sie als Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes hier konstruktive Vorschläge einbringen, vor allem für die schwer arbeitenden Menschen. Aber wenn ich mir das so anschaue: Es gibt heute noch in sämtlichen Berufssparten, beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft, bei den Mühlen, bei den Handelsangestellten, in den Bäckereibetrieben, ganz geringe Kollektivlöhne, und diese Menschen haben, weil sie so geringe Löhne haben, natürlich auch ganz geringe Pensionen. Und für die richten wir jetzt einen Härtefonds ein (Abg. Mag. Wurm: Wer zahlt ein in diesen Fonds?), einen Härtefonds, aus dem gewisse Verluste, sollten sie eintreten, abgegolten werden, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und vor allem: Es wird eine Deckelung von 10 Prozent geben. Der Verlust darf maximal 10 Prozent ausmachen – das ist doch eine Errungenschaft, und darauf bin ich stolz! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Unsinn!
Der Gewerkschaftsbund wäre mit 12 Prozent zufrieden gewesen; die SPÖ hat plakatiert: bis zu 15 Prozent. Wir haben zehn Prozent geschafft, sehr geehrte Damen und Herren, und damit können wir sehr zufrieden sein. (Abg. Dr. Gusenbauer: Unsinn!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Umgefallen! – Abg. Dr. Cap: Und wieder einer umgefallen!
Natürlich muss man immer darauf achten, dass das auch alles so funktioniert. Daher soll bis zur letzten Minute an einer entsprechenden Regelung gearbeitet werden, denn es ist sicherlich vernünftiger, für die österreichische Bevölkerung auch bei den Pensionen zu arbeiten, zu kämpfen – und nicht zu streiken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Umgefallen! – Abg. Dr. Cap: Und wieder einer umgefallen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und genau deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt gestalten, jetzt reformieren. Wir haben Ihnen genau für diese Herausforderungen mit den Budgetbegleitgesetzen entsprechende, klar nachvollziehbare Strategien vorgelegt – für mehr Wachstum und für mehr Beschäftigung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Nichts!
Meine Damen und Herren! Was tun wir für Wachstum und Beschäftigung? (Ruf bei der SPÖ: Nichts!) – Wir lassen die automatischen Stabilisatoren voll wirken. Das heißt, wir stabilisieren die Kaufkraft, wir unterstützen den privaten Konsum und die Investitionen unserer Unternehmen. Wir stimulieren die private Nachfrage, indem wir zum Beispiel viel mehr Geld für familienpolitische Maßnahmen zur Verfügung stellen: allein in diesem Jahr und im nächsten Jahr pro Jahr mehr als 400 Millionen € zusätzlich für das Kinderbetreuungsgeld, für eine Erhöhung der Familienbeihilfen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, wir geben mehr Geld den Familien und sind Europameister in der Familienförderung, weil uns unsere Kinder wichtig sind – und das stärkt auch die private Nachfrage. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Trunk: Ein Plus bei der Arbeitslosigkeit!
Meine Damen und Herren! Die Pensionsanpassung im Jahr 2003 ist wesentlich stärker ausgefallen als die Inflationsrate. Das stärkt natürlich die Kaufkraft unserer Bevölkerung. Die Konjunkturbelebungspakete 2001 und 2002 wirken jetzt in Form einer Verbesserung der Beschäftigung vor allem im Bereich Jugendlicher und natürlich auch der Förderung von Investitionen in unseren Unternehmen und der bisherigen Schwerpunkte (Abg. Mag. Trunk: Ein Plus bei der Arbeitslosigkeit!), die wir weiter verstärken, Bereiche, in denen es um Forschung, technologieorientierte Förderung und um Bildung und Ausbildung geht.
Rufe bei der SPÖ: Arbeitslose!
Wir können Ihnen versichern, meine Damen und Herren: Das ist der richtige Weg! Wir nutzen den Spielraum, den eine kleine offene Volkswirtschaft verfügbar hat, und wir richten unsere Politik auf mehr Wachstum und mehr Beschäftigung aus. Ich möchte den Unternehmern in unserem Land und dem Wirtschafts- und Arbeitsminister gratulieren: Die Beschäftigungswerte in Österreich belaufen sich im Mai auf 3 186 611 Beschäftigte in Österreich – ein Rekord in der Geschichte der Zweiten Republik! (Rufe bei der SPÖ: Arbeitslose!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, in einer schwierigen konjunkturellen Phase ein Rekord in der Beschäftigung – das lässt sich sehen, und darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Abfangjäger!
Meine Damen und Herren! Unsere offensive, gestaltende Politik ist in den Budgetbegleitgesetzen verankert, und ich möchte Ihre Aufmerksamkeit hier vor allem auf die erste Etappe der Steuerreform lenken. (Abg. Öllinger: Abfangjäger!) Ich bin froh und glücklich darüber, dass es uns gelingt, diese erste Etappe vorzulegen, denn wir reden nicht nur von der Entlastung, sondern wir setzen sie um, und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. (Abg. Dr. Cap: Abfangjäger!)
Abg. Dr. Cap: Abfangjäger!
Meine Damen und Herren! Unsere offensive, gestaltende Politik ist in den Budgetbegleitgesetzen verankert, und ich möchte Ihre Aufmerksamkeit hier vor allem auf die erste Etappe der Steuerreform lenken. (Abg. Öllinger: Abfangjäger!) Ich bin froh und glücklich darüber, dass es uns gelingt, diese erste Etappe vorzulegen, denn wir reden nicht nur von der Entlastung, sondern wir setzen sie um, und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. (Abg. Dr. Cap: Abfangjäger!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist also ein sehr, sehr wichtiges Programm für eine Stärkung der kleineren und mittleren Einkommen, und es ist auch wichtig für die Kaufkraft und damit wichtig für eine entsprechende Abstützung der Konjunktur in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Stichwort Abfangjäger!
Wir sind stolz auf dieses Programm, das in fünf Jahren bis zu 10 Prozent mehr Eigenkapital in unsere Unternehmen bringen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Stichwort Abfangjäger!)
Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Abfangjäger!
Herr Professor Van der Bellen hat Forschung und Entwicklung und Bildung angesprochen. (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Abfangjäger!) – Es wird mir eine große Freude sein, Ihnen die Antworten zu den Abfangjägern um 15 Uhr zu geben. Ich habe auf diese Anfrage gewartet, und ich bin glücklich, dass ich Ihre Fragen voll und ganz – vielleicht nicht zu Ihrer Zufriedenheit, aber so, wie es der Wahrheit entspricht – beantworten kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Professor Van der Bellen hat Forschung und Entwicklung und Bildung angesprochen. (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Abfangjäger!) – Es wird mir eine große Freude sein, Ihnen die Antworten zu den Abfangjägern um 15 Uhr zu geben. Ich habe auf diese Anfrage gewartet, und ich bin glücklich, dass ich Ihre Fragen voll und ganz – vielleicht nicht zu Ihrer Zufriedenheit, aber so, wie es der Wahrheit entspricht – beantworten kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es wurde also heute auch Forschung und Entwicklung angesprochen. Ein Beispiel dafür, dass wir für Forschung und Entwicklung eintreten: Studiengebühren für ein ordentliches Universitätsstudium – das war Bundesministerin Gehrer ein wichtiges Anliegen – werden in Zukunft steuerlich absetzbar sein. Eine wichtige Maßnahme für unsere Studenten in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Die kann nicht arbeiten gehen, weil sie keinen Kindergartenplatz hat! – Und was muss sie für die zweite Säule auf die Seite legen?
Da ist eine Alleinerzieherin, eine Arbeitnehmerin mit 1 200 € monatlichem Bruttoeinkommen. Die wird, und zwar gegengerechnet, was sie durch höhere Heizkosten, durch höhere Treibstoffkosten hier auch an Verteuerungen durch die Ökologisierung im europäischen Gleichklang hinnehmen muss –pro Jahr einen Vorteil von 282 € durch diese erste Etappe der Steuerreform haben. – Eine Arbeitnehmerin mit kleinem Einkommen von 1 200 €. (Abg. Mag. Wurm: Die kann nicht arbeiten gehen, weil sie keinen Kindergartenplatz hat! – Und was muss sie für die zweite Säule auf die Seite legen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das heißt, die Belastungen werden bei weitem überkompensiert. Sie sehen: Nettoentlastung auch für die kleinen Pensionisten. Das ist die Handschrift dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Verteilungswirkung, frei verfügbares Einkommen. Wir haben uns die Verteilungswirkung angesehen. Alle Bezieher von Einkommen bis etwa 1 200 € pro Monat sind besser gestellt als im Jahr 2002, Arbeiter profitieren bis zu einem Einkommen von knapp 1 500 € pro Monat. Daher eine klare Handschrift: für soziale Gerechtigkeit, für die Wiederherstellung des Generationenvertrags, für eine Verbesserung des Standorts und der Beschäftigung in Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Oh weh!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Matznetter. Während er zum Rednerpult geht, sage ich, dass wir vereinbart haben: restliche Redezeit bis 13 Uhr zu gleichen Teilen, macht 5 Minuten pro Redner. Bitte exakt einhalten! – Kollege Matznetter, bitte. (Ruf bei der ÖVP: Oh weh!)
Rufe bei der ÖVP: Geh!
†Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Den Topfen, der uns jetzt hier erzählt wurde, muss man ein bisschen korrigieren. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Bei einer Pension in Höhe von 770 € zahlt derzeit ein Pensionist keine Steuer. (Abg. Neudeck: Sie schauen eh aus wie ein Fernsehkoch! – Abg. Dr. Lopatka: Was ist das für eine Wortwahl?) Er erfährt daher keine Entlastung. Er zahlt mehr für Energie, er zahlt mehr in die Krankenversicherung ein. Sie schneiden gerade in einen Bereich ein, wo wir eher schauen müssten, was wir für die Leute dort tun könnten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Neudeck: Sie schauen eh aus wie ein Fernsehkoch! – Abg. Dr. Lopatka: Was ist das für eine Wortwahl?
†Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Den Topfen, der uns jetzt hier erzählt wurde, muss man ein bisschen korrigieren. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Bei einer Pension in Höhe von 770 € zahlt derzeit ein Pensionist keine Steuer. (Abg. Neudeck: Sie schauen eh aus wie ein Fernsehkoch! – Abg. Dr. Lopatka: Was ist das für eine Wortwahl?) Er erfährt daher keine Entlastung. Er zahlt mehr für Energie, er zahlt mehr in die Krankenversicherung ein. Sie schneiden gerade in einen Bereich ein, wo wir eher schauen müssten, was wir für die Leute dort tun könnten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
†Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Den Topfen, der uns jetzt hier erzählt wurde, muss man ein bisschen korrigieren. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Bei einer Pension in Höhe von 770 € zahlt derzeit ein Pensionist keine Steuer. (Abg. Neudeck: Sie schauen eh aus wie ein Fernsehkoch! – Abg. Dr. Lopatka: Was ist das für eine Wortwahl?) Er erfährt daher keine Entlastung. Er zahlt mehr für Energie, er zahlt mehr in die Krankenversicherung ein. Sie schneiden gerade in einen Bereich ein, wo wir eher schauen müssten, was wir für die Leute dort tun könnten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es ist ja erstaunlich, dass der Herr Finanzminister soeben eine Reihe von Maßnahmen besonders hervorhob, beispielsweise die erstaunlich tolle Absetzbarkeit der Studienbeiträge. Das hilft wahrscheinlich jetzt ihm, da er eine Dissertation schreibt, aber nicht jenen Studenten, die davon leben müssen und denen das Geld weggenommen wird! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Eine Pensionssicherung!
Meine Damen und Herren! Ich möchte nun zum Hauptpunkt kommen, nämlich zur Frage: Ist das eine Pensionssicherungsreform oder eine Geldbeschaffung? (Abg. Dr. Fekter: Eine Pensionssicherung!) Ich möchte es ganz nüchtern machen. Minister Bartenstein hat uns ein Blatt in die Hand gedrückt, bei dem unter dem Punkt Maßnahmen, die gekürzt werden, 438 Millionen im Jahr 2006 ausgeworfen sind – 438 Millionen, die nur die halbe Wahrheit sind, denn er hat gleichzeitig 230 – genauer gesagt: 232 Millionen – vergessen, die man den Pensionistinnen und Pensionisten, die jenseits von 660 € verdienen, als Geldwertanpassung 2004 und 2005 wegnehmen wird. In Summe wird nach Ihren großartigen Verhandlungen mit der FPÖ mehr weggenommen, als in der Regierungsvorlage vorgeschlagen wurde. In Summe 780 Millionen € oder mehr als 10 Milliarden Schiling! – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich möchte nun zum Hauptpunkt kommen, nämlich zur Frage: Ist das eine Pensionssicherungsreform oder eine Geldbeschaffung? (Abg. Dr. Fekter: Eine Pensionssicherung!) Ich möchte es ganz nüchtern machen. Minister Bartenstein hat uns ein Blatt in die Hand gedrückt, bei dem unter dem Punkt Maßnahmen, die gekürzt werden, 438 Millionen im Jahr 2006 ausgeworfen sind – 438 Millionen, die nur die halbe Wahrheit sind, denn er hat gleichzeitig 230 – genauer gesagt: 232 Millionen – vergessen, die man den Pensionistinnen und Pensionisten, die jenseits von 660 € verdienen, als Geldwertanpassung 2004 und 2005 wegnehmen wird. In Summe wird nach Ihren großartigen Verhandlungen mit der FPÖ mehr weggenommen, als in der Regierungsvorlage vorgeschlagen wurde. In Summe 780 Millionen € oder mehr als 10 Milliarden Schiling! – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Ihr wolltet 15 Prozent!
Nun zu den Herren, die sich am Freitag großmächtig hingestellt und Bedenken geäußert haben. Kollege Dolinschek hat im Budgetausschuss bei der namentlichen Abstimmung noch brav genau das mit beschlossen, was angeblich sozial ungerecht ist. Hätten Sie lieber den Antrag der Kollegin Haubner eingebracht, wo ich Ihnen gerne geholfen hätte, nämlich dass unter 1 000 € nichts passieren soll. Das wollten Sie aber nicht. (Abg. Neudeck: Ihr wolltet 15 Prozent!) Ich persönlich empfinde eine Politik, bei der Menschen, die ein Leben lang fleißig gearbeitet haben, die sich ihren Anspruch also erarbeitet haben, heute 10 Prozent weggenommen wird – bleiben wir bei dem „Deckel“, denn 770 € heißt 70 €, also 1 000 S, pro Monat –, als widerlich, und ich glaube nicht, dass dies Österreich würdig ist. Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das ist ein schöner Topfen, was Sie da reden! – Abg. Wittauer: Da wird die ganze Übertragung missbraucht für Halbwahrheiten! Als Steuerberater sollte man nachrechnen können!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das ist ein schöner Topfen, was Sie da reden! – Abg. Wittauer: Da wird die ganze Übertragung missbraucht für Halbwahrheiten! Als Steuerberater sollte man nachrechnen können!
Nun zu den Herren, die sich am Freitag großmächtig hingestellt und Bedenken geäußert haben. Kollege Dolinschek hat im Budgetausschuss bei der namentlichen Abstimmung noch brav genau das mit beschlossen, was angeblich sozial ungerecht ist. Hätten Sie lieber den Antrag der Kollegin Haubner eingebracht, wo ich Ihnen gerne geholfen hätte, nämlich dass unter 1 000 € nichts passieren soll. Das wollten Sie aber nicht. (Abg. Neudeck: Ihr wolltet 15 Prozent!) Ich persönlich empfinde eine Politik, bei der Menschen, die ein Leben lang fleißig gearbeitet haben, die sich ihren Anspruch also erarbeitet haben, heute 10 Prozent weggenommen wird – bleiben wir bei dem „Deckel“, denn 770 € heißt 70 €, also 1 000 S, pro Monat –, als widerlich, und ich glaube nicht, dass dies Österreich würdig ist. Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das ist ein schöner Topfen, was Sie da reden! – Abg. Wittauer: Da wird die ganze Übertragung missbraucht für Halbwahrheiten! Als Steuerberater sollte man nachrechnen können!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber die Gelegenheit auch nützen, um noch ein paar Worte zur Frage der „großartigen Steuerreform“ – erste Etappe – zu verlieren. Die 200 000 Betroffenen sind nur jener Teil, die bisher in diesem Bereich lange Zeit darauf gewartet haben, dass der Inflationsausgleich bei der Steuerfreigrenze passiert. Die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher bekommt aus dieser so genannten Steuerreform nur Belastungen. Es wird der Diesel teurer, es wird das Heizen teurer. – Das sind die Realitäten, und das ist eine rezessive Politik, keine, die dafür sorgt, dass wir in Zukunft Wirtschaftswachstum haben werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das ist und bleibt ein Topfen, was Sie sagen!
Interessant waren die Aussagen des Herrn Finanzministers, der sich selbst gelobt hat, was er doch dafür tut, dass das Wirtschaftswachstum weitergeht. Die Realität ist – und das haben uns eigentlich alle drei Experten im Budgethearing bestätigt –: Diese Budgetpolitik ist kein Beitrag dazu, dass es mehr Wachstum geben wird. 2003 passiert gar nichts – das gibt er ja zu, wir lassen nur Stabilisatoren wirken –, und 2004 wirkt dieses Budget rezessiv. Kombiniert mit der Geldbeschaffungsaktion im Rahmen dieser Pensionskürzungen (Abg. Neudeck: Das ist und bleibt ein Topfen, was Sie sagen!) bedeutet dies – und ich sage es in Schilling, damit auch jeder weiß, welchen Wert dies darstellt –: 10 Milliarden Schilling bei den Pensionisten abkassieren (Zwischenruf des Abg. Wittauer), und das ist eine Politik, die genau jenes Wirtschaftswachstum verhindert, das wir zur Sicherung der Pensionen bräuchten. Hätten wir ein dynamisches Wirtschaftswachstum, meine Damen und Herren, dann bräuchten wir uns um die Sicherung der Pensionen keinerlei Gedanken zu machen. Das ist die Wahrheit! Solange allerdings diese Regierung im Amt ist, wird in diesem Land nichts in diese Richtung passieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer
Interessant waren die Aussagen des Herrn Finanzministers, der sich selbst gelobt hat, was er doch dafür tut, dass das Wirtschaftswachstum weitergeht. Die Realität ist – und das haben uns eigentlich alle drei Experten im Budgethearing bestätigt –: Diese Budgetpolitik ist kein Beitrag dazu, dass es mehr Wachstum geben wird. 2003 passiert gar nichts – das gibt er ja zu, wir lassen nur Stabilisatoren wirken –, und 2004 wirkt dieses Budget rezessiv. Kombiniert mit der Geldbeschaffungsaktion im Rahmen dieser Pensionskürzungen (Abg. Neudeck: Das ist und bleibt ein Topfen, was Sie sagen!) bedeutet dies – und ich sage es in Schilling, damit auch jeder weiß, welchen Wert dies darstellt –: 10 Milliarden Schilling bei den Pensionisten abkassieren (Zwischenruf des Abg. Wittauer), und das ist eine Politik, die genau jenes Wirtschaftswachstum verhindert, das wir zur Sicherung der Pensionen bräuchten. Hätten wir ein dynamisches Wirtschaftswachstum, meine Damen und Herren, dann bräuchten wir uns um die Sicherung der Pensionen keinerlei Gedanken zu machen. Das ist die Wahrheit! Solange allerdings diese Regierung im Amt ist, wird in diesem Land nichts in diese Richtung passieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Interessant waren die Aussagen des Herrn Finanzministers, der sich selbst gelobt hat, was er doch dafür tut, dass das Wirtschaftswachstum weitergeht. Die Realität ist – und das haben uns eigentlich alle drei Experten im Budgethearing bestätigt –: Diese Budgetpolitik ist kein Beitrag dazu, dass es mehr Wachstum geben wird. 2003 passiert gar nichts – das gibt er ja zu, wir lassen nur Stabilisatoren wirken –, und 2004 wirkt dieses Budget rezessiv. Kombiniert mit der Geldbeschaffungsaktion im Rahmen dieser Pensionskürzungen (Abg. Neudeck: Das ist und bleibt ein Topfen, was Sie sagen!) bedeutet dies – und ich sage es in Schilling, damit auch jeder weiß, welchen Wert dies darstellt –: 10 Milliarden Schilling bei den Pensionisten abkassieren (Zwischenruf des Abg. Wittauer), und das ist eine Politik, die genau jenes Wirtschaftswachstum verhindert, das wir zur Sicherung der Pensionen bräuchten. Hätten wir ein dynamisches Wirtschaftswachstum, meine Damen und Herren, dann bräuchten wir uns um die Sicherung der Pensionen keinerlei Gedanken zu machen. Das ist die Wahrheit! Solange allerdings diese Regierung im Amt ist, wird in diesem Land nichts in diese Richtung passieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Wittauer: Das ist widerlich! – Widerspruch bei der ÖVP.
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Als Kollege Matznetter einen Ausdruck aus dem Kochbuch verwendete, wollte er, wie ich ihn kenne, von einer nicht ganz exakt erscheinenden Argumentation des Herrn Finanzministers sprechen, nehme ich an. (Abg. Wittauer: Das ist widerlich! – Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: Die Bundesregierung orientiert sich, auch wenn Sie es offensichtlich nicht begreifen wollen, Herr Kollege Kogler, an der Verfassung, an der Souveränität, also Eigenständigkeit unseres Staates und am Völkerrecht. Daraus ist abzuleiten, dass wir unseren Luftraum zu schützen, im Ernstfall sogar zu verteidigen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf Sie daran erinnern, dass es einer Katastrophe bedurft hat, einer Katastrophe wie Galtür, dass die Hubschrauber Black Hawk beschafft werden durften. Ich wünsche uns und unserer Bevölkerung keine ähnliche Katastrophe, die Sie im Parlament veranlassen würde zu sagen, wir hätten rechtzeitig dafür sorgen sollen, dass unser Luftraum kontrolliert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
†Abgeordneter Walter Murauer| (fortsetzend): Ich möchte nur sagen, dass Sicherheit im Luftraum auch die Sicherung der Demokratie, der Wirtschaftsentwicklung, der Freiheit und der Stabilität unseres Landes ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Es sind nur mehr 7 Minuten!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Pilz. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Es sind nur mehr 7 Minuten!) Wenn ich jetzt einen Appell an Ihre Fairness richten darf: Ich teile auf zweimal 4 Minuten auf. – Bitte.
Abg. Dr. Fekter: Sinnvolle Beschaffung!
†Abgeordneter Dr. Peter Pilz| (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Finanzminister hat das getan, was er seit Wochen tut, auf alle Fragen der Opposition, die den Eurofighter, das heißt die größte Geldverschwendung der Zweiten Republik betreffen, nichts geantwortet, schlicht und einfach nichts geantwortet. (Abg. Dr. Fekter: Sinnvolle Beschaffung!) Das unterscheidet sich nur deshalb positiv von seinem Verhalten im Budgetausschuss, weil er dort nur zum Teil nicht geantwortet hat und dort, wo er geantwortet hat, in der Regel die Unwahrheit gesagt hat. (Abg. Neudeck: Schwerhörig!)
Abg. Neudeck: Schwerhörig!
†Abgeordneter Dr. Peter Pilz| (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Finanzminister hat das getan, was er seit Wochen tut, auf alle Fragen der Opposition, die den Eurofighter, das heißt die größte Geldverschwendung der Zweiten Republik betreffen, nichts geantwortet, schlicht und einfach nichts geantwortet. (Abg. Dr. Fekter: Sinnvolle Beschaffung!) Das unterscheidet sich nur deshalb positiv von seinem Verhalten im Budgetausschuss, weil er dort nur zum Teil nicht geantwortet hat und dort, wo er geantwortet hat, in der Regel die Unwahrheit gesagt hat. (Abg. Neudeck: Schwerhörig!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deswegen, meine Damen und Herren, richten wir heute eine Dringliche Anfrage an den Finanzminister, um ihn erstmals nach der Geschäftsordnung dieses Hauses zu zwingen, dem Nationalrat und der Öffentlichkeit die Antworten zu geben, die bis jetzt verweigert worden sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das tut schon weh!
Herr Finanzminister! Wie viel dürfen’s denn kosten – die fliegenden Kleinbildkameras? Sie fotografieren mit Fotoapparaten, mit denen normalerweise die Österreicherinnen und Österreicher nach Lignano auf Urlaub fahren (Abg. Neudeck: Das tut schon weh!), die auf den teuersten Jets Europas angebracht sind, Nato-Flugzeuge, von denen Ihnen jeder, der auch nicht im System Goldhaube sitzt, eines sagen könnte: Es sind Flugzeuge aus einem befreundeten Nato-Staat. (Abg. Murauer: Wieso wissen Sie das, Herr Pilz?) Dafür über 6 Milliarden € angesichts einer so genannten Pensionsreform auszugeben, das ist, meine Damen und Herren, verantwortungslos und in allerhöchstem Maße unfair. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Murauer: Wieso wissen Sie das, Herr Pilz?
Herr Finanzminister! Wie viel dürfen’s denn kosten – die fliegenden Kleinbildkameras? Sie fotografieren mit Fotoapparaten, mit denen normalerweise die Österreicherinnen und Österreicher nach Lignano auf Urlaub fahren (Abg. Neudeck: Das tut schon weh!), die auf den teuersten Jets Europas angebracht sind, Nato-Flugzeuge, von denen Ihnen jeder, der auch nicht im System Goldhaube sitzt, eines sagen könnte: Es sind Flugzeuge aus einem befreundeten Nato-Staat. (Abg. Murauer: Wieso wissen Sie das, Herr Pilz?) Dafür über 6 Milliarden € angesichts einer so genannten Pensionsreform auszugeben, das ist, meine Damen und Herren, verantwortungslos und in allerhöchstem Maße unfair. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Finanzminister! Wie viel dürfen’s denn kosten – die fliegenden Kleinbildkameras? Sie fotografieren mit Fotoapparaten, mit denen normalerweise die Österreicherinnen und Österreicher nach Lignano auf Urlaub fahren (Abg. Neudeck: Das tut schon weh!), die auf den teuersten Jets Europas angebracht sind, Nato-Flugzeuge, von denen Ihnen jeder, der auch nicht im System Goldhaube sitzt, eines sagen könnte: Es sind Flugzeuge aus einem befreundeten Nato-Staat. (Abg. Murauer: Wieso wissen Sie das, Herr Pilz?) Dafür über 6 Milliarden € angesichts einer so genannten Pensionsreform auszugeben, das ist, meine Damen und Herren, verantwortungslos und in allerhöchstem Maße unfair. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger – auf den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Grasser weisend –: Er rechnet schon wieder!
Herr Finanzminister! Wann bekommen wir die richtigen Zahlen? Zu Beginn der Budgetberatungen hat es geheißen: 1,3 Milliarden €. Dann sind Sie darauf hingewiesen worden, dass das nicht stimmt. (Abg. Öllinger – auf den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Grasser weisend –: Er rechnet schon wieder!) Dann haben Sie auf 1,9 Milliarden € erhöht. Jetzt tauchen fast täglich Akten auf. Wir haben einen Akt aus dem Verteidigungsministerium vorgelegt: Wieder 233 Milliarden aufgetaucht. Wir haben nach den Betriebskosten gefragt: Wieder 1,2 Milliarden € aufgetaucht. (Abg. Neudeck: Welche Währung?) Und wir fragen: Was kostet die Übergangslösung, die Sie mit verursacht haben? – Und ich sage Ihnen heute schon : jenseits der 200 Millionen €. Das werden insgesamt samt Nachbeschaffungen über 6 Milliarden € sein!
Abg. Neudeck: Welche Währung?
Herr Finanzminister! Wann bekommen wir die richtigen Zahlen? Zu Beginn der Budgetberatungen hat es geheißen: 1,3 Milliarden €. Dann sind Sie darauf hingewiesen worden, dass das nicht stimmt. (Abg. Öllinger – auf den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Grasser weisend –: Er rechnet schon wieder!) Dann haben Sie auf 1,9 Milliarden € erhöht. Jetzt tauchen fast täglich Akten auf. Wir haben einen Akt aus dem Verteidigungsministerium vorgelegt: Wieder 233 Milliarden aufgetaucht. Wir haben nach den Betriebskosten gefragt: Wieder 1,2 Milliarden € aufgetaucht. (Abg. Neudeck: Welche Währung?) Und wir fragen: Was kostet die Übergangslösung, die Sie mit verursacht haben? – Und ich sage Ihnen heute schon : jenseits der 200 Millionen €. Das werden insgesamt samt Nachbeschaffungen über 6 Milliarden € sein!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und ich frage Sie, Herr Finanzminister: Warum haben Sie persönlich es verhindert, dass billigeres Kriegsgerät, gegen das wir auch Einwände gehabt hätten, gekauft wird? Warum waren Sie als Finanzminister persönlich der Verantwortliche dafür, dass die allerteuerste Lösung, die sich dieses Land nicht leisten kann, durchgesetzt wird? – Das ist die große Frage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Sie sind ein Verleumder! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
†Abgeordneter Dr. Peter Pilz| (fortsetzend): Herr Präsident! Wie soll ich das tun? Das Wort ist nicht das Schlimme, sondern der Vorgang ist das Problem. Helfen Sie mir, einen anderen Ausdruck für diesen Vorgang zu finden, und ich werde mit Freuden einen anderen Begriff verwenden, Herr Präsident. Mit Freuden! (Abg. Dr. Fekter: Sie sind ein Verleumder! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Noch ein letztes Wort in Richtung freiheitliche Abgeordnete. Können Sie sich eigentlich noch erinnern, dass es da einen Jörg Haider gegeben hat, der vorigen Herbst erklärt hat: Danke, Jörg! – Er hat sich bei sich selbst bedankt. Danke, Jörg, Abfangjäger gestoppt. Welcher Jörg? Und wir haben uns daran gewöhnt ... (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Für den Ausdruck „Bundesministerium für Verschwendung und Schiebung“ rufe ich Sie zur Ordnung, Herr Abgeordneter Pilz! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz verweist auf einige schriftliche Unterlagen.
†Abgeordneter Maximilian Walch| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Zum Kollegen Pilz möchte ich ein für allemal sagen: Wenn Sie Beweise dafür haben, dass da irgendwas passiert ist, dann legen Sie sie gefälligst einmal auf den Tisch und kommen Sie nicht immer mit Unterstellungen! Es ist doch unerhört, wie Sie die Bevölkerung mit unwahren Aussagen verunsichern! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz verweist auf einige schriftliche Unterlagen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und zur SPÖ-Pensionsargumentation möchte ich sagen: Es ist heute nicht nur draußen so heiß, sondern das ist die heiße Luft, die in eurer Pensionsreform enthalten ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Cap kritisiert, dass die Beamten unter der FP/VP-Regierung mit 55 in Pension geschickt worden sind. Kollege Cap, ich möchte nur sagen: Unter eurer Regierung sind in Linz, in der VÖEST, in der Verstaatlichten die Leute mit 48 und 50 zu Tausenden in Pension geschickt worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege von der VOEST, dir habe ich ohnehin noch mehrere Dinge zu sagen.
Rufe bei der SPÖ.
Ich möchte nur wissen, wie es morgen bei der Abstimmung über die Pensionsreform ausschauen wird. (Rufe bei der SPÖ.) Ich bin neugierig, wie sich die SPÖ, die Grünen und speziell die Kolleginnen und Kollegen von der Gewerkschaft verhalten werden, wenn es um die Harmonisierung geht, wenn es um gewisse privilegierte Leute in Österreich geht, ob sie Ja sagen. Ich werde jeden Einzelnen ganz genau beobachten. Wir werden auch ein System machen, damit wir wissen, wer es war, und das werden wir der Bevölkerung draußen sagen, wie ehrlich oder unehrlich ihr mit gewissen Sachen in Österreich umgeht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte nur wissen, wie es morgen bei der Abstimmung über die Pensionsreform ausschauen wird. (Rufe bei der SPÖ.) Ich bin neugierig, wie sich die SPÖ, die Grünen und speziell die Kolleginnen und Kollegen von der Gewerkschaft verhalten werden, wenn es um die Harmonisierung geht, wenn es um gewisse privilegierte Leute in Österreich geht, ob sie Ja sagen. Ich werde jeden Einzelnen ganz genau beobachten. Wir werden auch ein System machen, damit wir wissen, wer es war, und das werden wir der Bevölkerung draußen sagen, wie ehrlich oder unehrlich ihr mit gewissen Sachen in Österreich umgeht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Wo ist die Harmonisierung?
Beweist morgen, dass ihr Demokraten seid! (Abg. Mandak: Wo ist die Harmonisierung?) Wenn etwas nicht von euch erfunden worden ist, dann wollt ihr dem nicht zustimmen, das ist das Ganze. Hört endlich einmal auf, die Bevölkerung zu beunruhigen und Unwahrheiten zu verbreiten! Kein einziger Pensionist, der bereits in Pension ist, keiner der zwei Millionen wird von dieser Pensionsreform belastet! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Zwischenrufe bei der SPÖ.
Beweist morgen, dass ihr Demokraten seid! (Abg. Mandak: Wo ist die Harmonisierung?) Wenn etwas nicht von euch erfunden worden ist, dann wollt ihr dem nicht zustimmen, das ist das Ganze. Hört endlich einmal auf, die Bevölkerung zu beunruhigen und Unwahrheiten zu verbreiten! Kein einziger Pensionist, der bereits in Pension ist, keiner der zwei Millionen wird von dieser Pensionsreform belastet! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Vorschläge der SPÖ für Abschläge gingen in Richtung 15 Prozent. Ich habe sogar gehört, dass Dr. Gusenbauer gesagt hat, man sollte allen 10 Prozent wegnehmen. Das wäre Pensionsraub, wenn das so gekommen wäre. Aber 10 Prozent und die Kleinen nicht angreifen, das ist Zukunftsmusik für alle Österreicherinnen und Österreicher, das ist Gerechtigkeit. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Heidrun Silhavy| (SPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Wie ehrlich Politik gemeint ist, Herr Kollege Walch, erkennt man an Ihren Handlungen. Statt dem Hohen Haus eine Regierungsvorlage über die Harmonisierung der Pensionen zuzuleiten, flüchten Sie sich in einen Entschließungsantrag. Das ist keine ehrliche Politik, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Sie entziehen sich mit dieser Maßnahme auch weitgehend einer anderen Verpflichtung, nämlich der Verpflichtung, eine aktive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik zu machen. Herr Kollege Walch, Sie werden sicherlich die Pensionssicherungsreform und auch den Vorschlag der Pensionsreformkommission gelesen haben, die sagt: Der Beschäftigungsaspekt ist wichtiger als die demographische Entwicklung. – Das heißt, es ist wichtiger, Vollbeschäftigung zu schaffen, und es ist im Hinblick auf die Sicherung der Pension weitaus weniger wichtig, dass die Menschen immer älter werden. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Partik-Pablé steht an der Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Schweitzer.
Haben Sie daran auch schon einmal gedacht? – Wie ich sehe, eher nicht, sonst könnten Sie dieser Reform nicht Ihre Zustimmung geben. Sie sagen: 10 Prozent ist die maximale Deckelung. (Abg. Dr. Partik-Pablé steht an der Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, vielleicht könnten Sie das Gespräch nachher fortsetzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung!) Vielleicht würde es Frau Kollegin Partik-Pablé nicht schaden, zuzuhören, denn wenn sie das täte, dann hätte sie gemerkt, dass sie heute in ihren Ausführungen einige Tatsachen behauptet hat, die nicht der Realität entsprechen, also nicht wahr sind. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Warum?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung!
Haben Sie daran auch schon einmal gedacht? – Wie ich sehe, eher nicht, sonst könnten Sie dieser Reform nicht Ihre Zustimmung geben. Sie sagen: 10 Prozent ist die maximale Deckelung. (Abg. Dr. Partik-Pablé steht an der Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, vielleicht könnten Sie das Gespräch nachher fortsetzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung!) Vielleicht würde es Frau Kollegin Partik-Pablé nicht schaden, zuzuhören, denn wenn sie das täte, dann hätte sie gemerkt, dass sie heute in ihren Ausführungen einige Tatsachen behauptet hat, die nicht der Realität entsprechen, also nicht wahr sind. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Warum?)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Warum?
Haben Sie daran auch schon einmal gedacht? – Wie ich sehe, eher nicht, sonst könnten Sie dieser Reform nicht Ihre Zustimmung geben. Sie sagen: 10 Prozent ist die maximale Deckelung. (Abg. Dr. Partik-Pablé steht an der Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, vielleicht könnten Sie das Gespräch nachher fortsetzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung!) Vielleicht würde es Frau Kollegin Partik-Pablé nicht schaden, zuzuhören, denn wenn sie das täte, dann hätte sie gemerkt, dass sie heute in ihren Ausführungen einige Tatsachen behauptet hat, die nicht der Realität entsprechen, also nicht wahr sind. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Warum?)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist aber keine Politik, die wir teilen können. Das ist eine Politik, die menschenverachtend ist, und diese Politik lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Prinz
Da Sie immer großartig von der zweiten und dritten Säule reden – ich glaube, Herr Dr. Stummvoll verfügt sogar über vier solcher Säulen, die wahrscheinlich gar nicht so schlecht sein werden wie die übliche zweite und dritte Säule –, erinnere ich Sie daran (Zwischenruf des Abg. Prinz), dass ein Großteil der österreichischen Betriebe 20 MitarbeiterInnen hat; das haben wir heute gehört. Da schaue ich mir an, welche Betriebspensionskassen diesen zur Verfügung gestellt wird. Dazu kommt noch, dass Sie mit demselben Gesetz auch noch die Situation der Versicherten der Betriebspensionskassen verschlechtern, indem Sie die Mindestverzinsungsgarantie wegnehmen. Das ist eine Politik, die wir ablehnen.
Beifall bei der SPÖ.
Das sind keine Säulen, meine Damen und Herren, das sind höchstens Stangerln, die bei jedem Windstoß umfallen, und dafür wollen Sie die erste, die wichtigste, die Grundsäule zerstören beziehungsweise so schwächen, dass die Menschen ausweichen müssen auf diese zweiten und dritten Stangerln, die, wie man sieht, nicht haltbar sind. Das ist keine faire Politik, das ist keine Politik mit Verantwortung, das ist keine Politik der Zukunft! Diese Politik lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In unserem Vorschlag wird mit 10 Prozent – ich unterstreiche das noch einmal – die absolute Obergrenze aller möglichen Verluste erreicht. Das heißt, dass die durchschnittliche Kürzung wesentlich geringer ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das schafft keine Frau!
Was meine ich mit „gerechter machen“? – Darunter verstehe ich, dass jene, die besonders lange arbeiten, auch etwas davon haben sollen. So wird zum Beispiel eine Frau, die unter die so genannte Hackler-Regelung fällt, mit 41 Beitragsjahren im Jahr 2006 bereits eine geringfügige Erhöhung gegenüber dem heutigen Recht haben. Das ist gerecht! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das schafft keine Frau!)
Beifall bei der ÖVP.
Das verschweigen Sie uns, aber das verstehe ich unter nachhaltiger Sanierung, nämlich dass man auf die geringen Einkommen entsprechend Rücksicht nimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Trunk: Gebühr!
Dritter und letzter Punkt: Steuerreform. Ab 1. Jänner werden weitere 200 000 Österreicherinnen und Österreicher keine Steuer mehr zahlen. Das ist mit ein Schritt in Richtung soziale Ausgewogenheit in diesem Land (Abg. Mag. Trunk: Gebühr!), denn diese ist für uns die Leitlinie bei der notwendigen und nachhaltigen Sanierung der öffentlichen Haushalte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dritter und letzter Punkt: Steuerreform. Ab 1. Jänner werden weitere 200 000 Österreicherinnen und Österreicher keine Steuer mehr zahlen. Das ist mit ein Schritt in Richtung soziale Ausgewogenheit in diesem Land (Abg. Mag. Trunk: Gebühr!), denn diese ist für uns die Leitlinie bei der notwendigen und nachhaltigen Sanierung der öffentlichen Haushalte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Sie haben schließlich diesen Ballon aufgeblasen, der jetzt so friedlich dort oben hängt. Sie waren es, die immer wieder Leerfloskeln in die Debatte eingebracht haben. Wenn sich Herr Kollege Walch vorher so sehr ereifert hat, dann muss ich ihm schon eines sagen: Hätte er doch einfach den Abänderungsantrag und dessen Inhalt vorgelesen, dann hätte seine Rede wenigstens Ansätze von Informationswert gehabt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie beschließen eine Beschaffung, müssen dazu – ganz anders, als das vorher behauptet wurde – Übergangslösungen machen, müssen diese einleiten und verhandeln jetzt darüber. Und ohne dass wir überhaupt nur in Ansätzen Klarheit darüber haben können – aus Ihrer Sicht haben können –, was das Ganze kosten wird, sollen wir Ihnen auf Grund unserer Erfahrungen einen Blankoscheck für diese Abfangjäger ausstellen? – Meine Damen und Herren! Daran kann eine verantwortungsvolle Opposition natürlich keinesfalls denken. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Murkspolitik ist das!
Lassen Sie mich kurz auf die europäische Dimension dieser Frage eingehen. (Abg. Mag. Kogler: Murkspolitik ist das!) Wir diskutieren nun im Europäischen Konvent über eine zukünftige Verfassung, natürlich auch über das Kapitel Verteidigung und gemeinsame Verteidigung. In dieser Debatte gibt es Militärs, die sich vehement zu Wort melden und von völlig neuen Bedrohungsbildern sprechen, bei denen man mit konventionellen Antworten keine Chance mehr hat. Und diese Kampffliegerbeschaffung ist eine Beschaffung von konventionellem Kriegsgerät, das überhaupt nicht mehr in neue europäische Szenarien passt, meine Damen und Herren!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Stoppen Sie das, machen Sie einen Schritt ins neue Jahrtausend und hören Sie auf mit dieser Beschaffung! Stoppen Sie diesen Beschaffungsvorgang! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein weiterer Schritt – darum bitte ich Sie – ist: Es liegt jetzt das Volksbegehren für das Ende der Atompolitik in Europa auf. Meine Damen und Herren! Gehen Sie hin, unterschreiben Sie es, dann tun Sie für die Sicherheit dieses Landes viel mehr, als alle Abfangjäger, die hier angeschafft werden sollen, es jemals im Stande wären. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein grober Unfug, der in diesen Ihren Budgetvorhaben enthalten ist. Bitte, stoppen Sie das, wenn Sie den Rest an Glaubwürdigkeit auf europäischer Ebene in der Verkehrspolitik noch retten wollen! Denn mit dem gleichen Geld, das Sie da hinauswerfen, kann man mittels eines Programmes zur Althaussanierung dreimal so viele Arbeitsplätze schaffen, der Umwelt etwas Gutes tun und die Geldtaschen der Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses auch noch entlasten, weil sie in Zukunft weniger an Heizkosten zu gewärtigen hätten. Das wären moderne, zukunftsweisende Konzepte, von denen Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, allerdings Lichtjahre entfernt sind. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Minister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap ist jetzt leider nicht mehr da. Wenn die Fernsehübertragung vorbei ist, dann verschwinden die Herren meistens. Er meinte: blauer Wasserdampf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da gebe ich ihm Recht, aber wir Freiheitlichen verhandeln mit blauem Volldampf, um eine bessere Zukunft sicher zu stellen, im Gegensatz zu Ihnen. (Abg. Eder: Wo ist Scheibner?) Sie werden es nicht verhindern können, dass wir uns bis zur letzten Minute für diese Gerechtigkeit einsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wo ist Scheibner?
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Minister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap ist jetzt leider nicht mehr da. Wenn die Fernsehübertragung vorbei ist, dann verschwinden die Herren meistens. Er meinte: blauer Wasserdampf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da gebe ich ihm Recht, aber wir Freiheitlichen verhandeln mit blauem Volldampf, um eine bessere Zukunft sicher zu stellen, im Gegensatz zu Ihnen. (Abg. Eder: Wo ist Scheibner?) Sie werden es nicht verhindern können, dass wir uns bis zur letzten Minute für diese Gerechtigkeit einsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Minister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap ist jetzt leider nicht mehr da. Wenn die Fernsehübertragung vorbei ist, dann verschwinden die Herren meistens. Er meinte: blauer Wasserdampf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da gebe ich ihm Recht, aber wir Freiheitlichen verhandeln mit blauem Volldampf, um eine bessere Zukunft sicher zu stellen, im Gegensatz zu Ihnen. (Abg. Eder: Wo ist Scheibner?) Sie werden es nicht verhindern können, dass wir uns bis zur letzten Minute für diese Gerechtigkeit einsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wissen Sie überhaupt, was drinnen steht?
Im Gegensatz zu uns kommt aus dem Kollegen Cap nur leere Luft beziehungsweise nur Luft mit viel Geräusch heraus. Und das ist mir zu wenig bei dieser Debatte um die Pensionsreform, das muss ich Ihnen auch sagen. (Abg. Eder: Wissen Sie überhaupt, was drinnen steht?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und wenn Herr Kollege Pilz immer Wörter wie „Schiebung“, „Betrug“ und Sonstiges hier beim Rednerpult in den Mund nimmt, dann muss ich ihm eines sagen – da sage ich das Gleiche wie mein Kollege von der freiheitlichen Fraktion –: Legen Sie die Beweise auf den Tisch! Eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, nur weil die Anonymität Sie, Kollege Pilz, schützt, wenn Sie hier heraußen Dinge, die nicht wahr sind, sagen, das ist eine Gemeinheit! Ich fordere Sie auf, das endlich einmal einzustellen und mit dem herauszukommen, was tatsächlich die Wahrheit ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Na ja! Da fallen mir noch andere ein!
Wir Freiheitliche stehen für eine Politik der Zukunft – im Gegensatz zu den Sozialdemokraten, die nie Reformer waren, sondern immer auf ihre eigenen Privilegien geschaut haben. (Abg. Öllinger: Na ja! Da fallen mir noch andere ein!) Sorgen Sie mit uns gemeinsam dafür, dass eine zukunftsorientierte, verantwortungsvolle Politik für die nächsten Generationen umgesetzt wird und seien Sie nicht immer dagegen!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Nein, leider nicht! Wo denn? Ein Beispiel!
Wenn ich Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten und von den Gewerkschaften, mit den in den letzten Wochen und Monaten unterschriebenen Petitionen im Plenarsaal sehe, dann weiß ich, warum in den letzten dreißig Jahren in Österreich nichts weitergegangen ist. Gerade in den letzten Tagen und Wochen wurden im Vergleich zur ersten Vorlage durch die Verhandlungen der Freiheitlichen fast in jedem Bereich der Pensionsreform Verbesserungen erzielt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Nein, leider nicht! Wo denn? Ein Beispiel!)
Abg. Eder: Zehn Beispiele!
Die Unterschriften und die Vielzahl an Petitionen, die von den Menschen abgegeben worden sind, sind eben zum ersten Entwurf, gegen den wir Freiheitliche auch waren, abgegeben worden. (Abg. Eder: Zehn Beispiele!) Heute gibt es ein Verhandlungsergebnis – schauen Sie einmal, ob die Menschen diesbezüglich noch dagegen sind! –, das ausgewogen und gerecht ist. Und die letzten Dinge werden unsere Abgeordneten noch so regeln, dass Gerechtigkeit auch Gerechtigkeit ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Unterschriften und die Vielzahl an Petitionen, die von den Menschen abgegeben worden sind, sind eben zum ersten Entwurf, gegen den wir Freiheitliche auch waren, abgegeben worden. (Abg. Eder: Zehn Beispiele!) Heute gibt es ein Verhandlungsergebnis – schauen Sie einmal, ob die Menschen diesbezüglich noch dagegen sind! –, das ausgewogen und gerecht ist. Und die letzten Dinge werden unsere Abgeordneten noch so regeln, dass Gerechtigkeit auch Gerechtigkeit ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: „Danke, Jörg!“
Das Einzige, was die Gewerkschaften tun können, ist, mit ihrem Folder quasi einen Vorschlag für die ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten zu bringen. Das sind die Vorschläge der Gewerkschaften zur Pensionsreform, und das ist das Einzige, was sie anscheinend zusammenbringen. Und das noch mit Geldern von Gewerkschaftsmitgliedern! – Danke dafür! (Abg. Eder: „Danke, Jörg!“)
Abg. Öllinger: Das glauben Sie selbst nicht!
Dazu muss man noch Folgendes sagen: Die Gewerkschaften haben ja resigniert, das haben alle gehört. Wir Freiheitliche haben über Pfingsten weitergearbeitet, um die letzten Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Die Wähler werden beurteilen müssen, ob sie die Sozialdemokraten oder die Freiheitlichen für diesen Kampf wählen (Abg. Öllinger: Das glauben Sie selbst nicht!), und nicht einzelne Redner hier im Saal. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dazu muss man noch Folgendes sagen: Die Gewerkschaften haben ja resigniert, das haben alle gehört. Wir Freiheitliche haben über Pfingsten weitergearbeitet, um die letzten Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Die Wähler werden beurteilen müssen, ob sie die Sozialdemokraten oder die Freiheitlichen für diesen Kampf wählen (Abg. Öllinger: Das glauben Sie selbst nicht!), und nicht einzelne Redner hier im Saal. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wo steht das? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Im Entschließungsantrag!
Die entsprechende Dotierung des Härtefonds für Pensionen unter 1 000 € muss umgesetzt werden, die Harmonisierung der Pensionssysteme muss umgesetzt werden (Abg. Eder: Wo steht das? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Im Entschließungsantrag!), der Abbau der Privilegien in den Sozialversicherungen und in anderen privilegierten Bereichen muss umgesetzt werden. Für diese Politik kämpfen wir Freiheitliche. Wir sind vor allem den Bürgern gegenüber verantwortlich und nicht einzelnen Klientelen verpflichtet, die vom Leben immer bevorzugt wurden. (Abg. Öllinger: Was ist mit der Volksabstimmung?)
Abg. Öllinger: Was ist mit der Volksabstimmung?
Die entsprechende Dotierung des Härtefonds für Pensionen unter 1 000 € muss umgesetzt werden, die Harmonisierung der Pensionssysteme muss umgesetzt werden (Abg. Eder: Wo steht das? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Im Entschließungsantrag!), der Abbau der Privilegien in den Sozialversicherungen und in anderen privilegierten Bereichen muss umgesetzt werden. Für diese Politik kämpfen wir Freiheitliche. Wir sind vor allem den Bürgern gegenüber verantwortlich und nicht einzelnen Klientelen verpflichtet, die vom Leben immer bevorzugt wurden. (Abg. Öllinger: Was ist mit der Volksabstimmung?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Auch wenn diese Regierung einige Turbulenzen hinter sich hat, so hat sie weitaus mehr erreicht als eine dreißigjährige sozialdemokratische Fehlpolitik. Ich möchte dieser Regierung ausdrücklich danken, auch wenn sie es nicht leicht hat. Ich danke ihr für ihre Arbeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: Es ist nichts geschehen!
Viele Bereiche in diesen Begleitgesetzen sind positiv (Abg. Eder: Es ist nichts geschehen!): etwa die Umsetzung des Generalverkehrsplanes durch unseren Hubert Gorbach oder das 3-Milliarden-€-Paket für die Landwirtschaft, das auch den Konsumenten zu Gute kommt. Qualität vor Masse wird unser Ziel bleiben, und ein umweltbewusster Umgang mit der Natur bleibt in der Landwirtschaft erhalten.
Ruf bei der SPÖ: Bitte nicht!
Ich könnte mit dieser Liste noch lange fortfahren (Ruf bei der SPÖ: Bitte nicht!), aber die Zeit würde dafür nicht reichen. Ich fordere Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, heute auf, für die Sicherstellung der Harmonisierung der Pensionssysteme auch einen entsprechenden Antrag zu unterstützen. (Ruf bei den Grünen: Wo ist der denn?) Wir werden das auch namentlich machen. Dann wird man ja sehen, wer für die Harmonisierung ist, und wer nicht, oder ob Sie weiterhin den Privilegiendschungel in den eigenen Reihen schützen wollen. Damit würden Sie zumindest in dieser Frage glaubwürdig werden.
Ruf bei den Grünen: Wo ist der denn?
Ich könnte mit dieser Liste noch lange fortfahren (Ruf bei der SPÖ: Bitte nicht!), aber die Zeit würde dafür nicht reichen. Ich fordere Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, heute auf, für die Sicherstellung der Harmonisierung der Pensionssysteme auch einen entsprechenden Antrag zu unterstützen. (Ruf bei den Grünen: Wo ist der denn?) Wir werden das auch namentlich machen. Dann wird man ja sehen, wer für die Harmonisierung ist, und wer nicht, oder ob Sie weiterhin den Privilegiendschungel in den eigenen Reihen schützen wollen. Damit würden Sie zumindest in dieser Frage glaubwürdig werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Arbeiten Sie konstruktiv mit uns für eine bessere Zukunft im Sinne Österreichs und hören Sie auf, Ängste zu erzeugen und die Menschen zu verunsichern! Helfen Sie mit, den sozialen Frieden auch weiterhin sicherzustellen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Bundeskanzler hat in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Bundesregierung gerühmt. Das ist legitim, aber es ist einseitig – wie vieles in diesen Tagen von der Regierungsbank –, nur dies zu tun und alle anderen unter den Tisch fallen zu lassen. Auch das Parlament mit allen in ihm vertretenen Fraktionen, die Parteien, ihre Stiftungen, die Gewerkschaften, die NGOs, die Presse und viele andere haben ihren Beitrag geleistet. Wir möchten deshalb allen danken, die dazu beigetragen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss noch ein Wort zum Solidaritätsbeitrag für Politiker. Ich hätte gerne gehabt, dass dieser Solidaritätsbeitrag auf andere gut Verdienende ausgedehnt wird, aber ich bin froh darüber, dass es ihn für Politiker gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Richtig!
†Abgeordneter Johann Kurzbauer| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Bevor ich mit meinen Ausführungen beginne, kurz ein Wort zu Herrn Kollegen Matznetter. Er hat in seinem Schlusssatz sinngemäß gesagt: Solange diese Regierung agiert, wird in diesem Land nichts weitergehen. (Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Abg. Silhavy: ...! Das ist unglaublich!
Wenn wir die letzten Wochen und Monate Revue passieren lassen, dann stellen wir fest, es stand naturgemäß die Pensionssicherungsreform im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Aber die Diskussion um diese Reform wurde nicht immer fair geführt, geschätzte Damen und Herren! Vor allem die Opposition, aber auch die Hardliner in der Gewerkschaft haben oftmals mit Unwahrheiten agiert und Szenarien dargestellt, die nicht der Realität entsprechen. So wurde beispielsweise plakatiert, dass künftige Pensionsbezieher in Einzelfällen Kürzungen von bis zu 30, 40 Prozent hinnehmen müssen, und das noch zu einem Zeitpunkt, geschätzte Damen und Herren, da längst bekannt war, dass es zu einer Deckelung der Pensionsverluste von maximal 10 Prozent kommen wird. Mit dieser negativen Propaganda wird versucht, die Bürgerinnen und Bürger zu verunsichern. (Abg. Silhavy: ...! Das ist unglaublich!)
Abg. Silhavy: Am 4. Juni ...!
Zwei SPÖ-Abgeordnete aus meinem Wahlkreis haben noch in einer Presseaussendung vom 4. Juni behauptet, dass die Pensionen der Österreicherinnen und Österreicher um bis zu 40 Prozent gekürzt werden. (Abg. Silhavy: Am 4. Juni ...!) – Ja, da haben wir aber schon gewusst, dass diese Deckelung kommen wird!
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Geschätzte Damen und Herren, vorwiegend von der SPÖ! Ich frage Sie: Ist das notwendig? Haben Sie es nötig, mit derartigen Unwahrheiten an die Öffentlichkeit zu gehen? Ist Ihnen jedes Mittel recht, um wieder an die Macht zu kommen? (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk
Faktum ist: Eine Pensionsreform ist notwendig und unaufschiebbar! Wenn diese Reform nicht jetzt umgesetzt wird (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk), dann wird uns dieser Reformbedarf sehr, sehr schnell einholen, geschätzte Damen und Herren – nur mit dem Unterschied: je später, umso schmerzlicher. (Abg. Silhavy: Was halten Sie von gleichen Beiträgen und ...?)
Abg. Silhavy: Was halten Sie von gleichen Beiträgen und ...?
Faktum ist: Eine Pensionsreform ist notwendig und unaufschiebbar! Wenn diese Reform nicht jetzt umgesetzt wird (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk), dann wird uns dieser Reformbedarf sehr, sehr schnell einholen, geschätzte Damen und Herren – nur mit dem Unterschied: je später, umso schmerzlicher. (Abg. Silhavy: Was halten Sie von gleichen Beiträgen und ...?)
Beifall bei der ÖVP.
Daher lade ich Sie, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, ein – nein, ich fordere Sie auf! –, nicht nur nach parteipolitischen Überlegungen zu handeln, sondern zum Wohle Österreichs und unserer Bürgerinnen und Bürger dieser dringend notwendigen Pensionssicherungsreform, die sachlich und inhaltlich ausgewogen ist, Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Wir reden über das heutige Ergebnis, nicht über die Vergangenheit!
Ich kann mir vorstellen, dass das für Sie nicht angenehm ist, aber es war tatsächlich so. Es war tatsächlich so, dass Ihr erster Entwurf der Pensionsreform zu Pensionskürzungen von bis zu 40 Prozent geführt hätte. Ich erinnere daran, dass diese erste Version sowohl vom Bundeskanzler als auch von Ministerin Gehrer – sie sitzt gerade hinter mir auf der Regierungsbank – als die Pensionsreform schlechthin dargestellt und damals schon mit Zähnen und Klauen verteidigt worden ist. (Abg. Wittauer: Wir reden über das heutige Ergebnis, nicht über die Vergangenheit!) Und wehe, es hat irgendjemand etwas dagegen gesagt! Schon damals wurde uns vorgeworfen, Negativpropaganda zu machen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Dann müsst ihr Vorschläge machen!
Die Ist-Situation gibt uns aber Recht. Sie selbst mussten einen Teil Ihrer Pensionsreform zurückziehen! Das Ergebnis ist aber noch immer nicht so, dass man sagen könnte: Das ist eine Pensionsreform, die zukunftweisend ist, eine Pensionsreform, die diesen Namen verdient. – Und deswegen werden wir Grüne dranbleiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Dann müsst ihr Vorschläge machen!) Deswegen werden wir Grüne dranbleiben, diese Pensionsreform weiter bekämpfen und das tun, was auch immer nötig ist, um sie zu verhindern.
Abg. Wittauer: Ich wäre froh, wenn ich Ihre Inhalte hören würde und nicht ...!
Ich möchte gerne näher auf das Verhalten der freiheitlichen Abgeordneten eingehen (Abg. Wittauer: Ich wäre froh, wenn ich Ihre Inhalte hören würde und nicht ...!), weil mich das sehr verwirrt, beziehungsweise frage ich mich: Wo sind wir eigentlich?
Ruf: Geh!
In der Sitzung vom ... (Ruf: Geh!) – Ja, ich bin das noch nicht so gewöhnt. Sie sind das wahrscheinlich schon eher gewöhnt, mich verblüfft jedoch so ein Verhalten noch immer. Wenn Sie sich das anhören, dann werden Sie vielleicht auch denken: Öha! (Abg. Dr. Mitterlehner: Öha?! – Abg. Wittauer: Ich glaube, es wäre besser, sich mit dem eigenen Abgeordneten Pilz zu beschäftigen, der Dinge sagt, die zu verurteilen sind und sich hinter dem Nationalratsmandat versteckt!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Öha?! – Abg. Wittauer: Ich glaube, es wäre besser, sich mit dem eigenen Abgeordneten Pilz zu beschäftigen, der Dinge sagt, die zu verurteilen sind und sich hinter dem Nationalratsmandat versteckt!
In der Sitzung vom ... (Ruf: Geh!) – Ja, ich bin das noch nicht so gewöhnt. Sie sind das wahrscheinlich schon eher gewöhnt, mich verblüfft jedoch so ein Verhalten noch immer. Wenn Sie sich das anhören, dann werden Sie vielleicht auch denken: Öha! (Abg. Dr. Mitterlehner: Öha?! – Abg. Wittauer: Ich glaube, es wäre besser, sich mit dem eigenen Abgeordneten Pilz zu beschäftigen, der Dinge sagt, die zu verurteilen sind und sich hinter dem Nationalratsmandat versteckt!)
Abg. Wittauer: Ist ja zurückgelegt worden! Morgen werden wir es beschließen!
Am 22. April haben die freiheitlichen Abgeordneten Dipl.-Ing. Scheuch, Bucher, Dolinschek und Lichtenegger eine Petition hier im Parlament mit dem Titel „Sichere Pensionen“ eingebracht. In derselben Sitzung gab es einen Antrag, der fast die gleichen Ziele zum Inhalt hatte – einen Antrag, der vorgesehen hat (Abg. Wittauer: Ist ja zurückgelegt worden! Morgen werden wir es beschließen!), die Beschlussfassung der Pensionsreform zurückzustellen und in dem gleichzeitig verlangt wurde, dass die Pensionen harmonisiert werden müssen und diese ganze Arbeit in einem einzigen Vorgang durchzuführen ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Silhavy: ... Luftballone aufblasen!
Und was haben diese freiheitlichen Abgeordneten getan? – Dieselben Abgeordneten, die eine Petition mit diesem Inhalt eingebracht haben, lehnen in dieser Sitzung den genannten Antrag ab! Das heißt, nach außen hin gehen Sie von den Freiheitlichen zu den Leuten und sagen: Super, was wir alles für euch tun! Wir bringen das ein!, und in derselben Sitzung fahren Sie selbst über die Inhalte drüber und verraten das, was Sie nach außen hin propagieren. – Das ist das, was bei Ihnen wirklich sehr ärgerlich und äußerst unehrlich ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Silhavy: ... Luftballone aufblasen!)
Abg. Wittauer: Euch geht es nicht um die Pensionsreform, sondern um die Zerstörung dieser Reform!
Sie hätten in dieser Sitzung die Möglichkeit gehabt, mit uns und den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gemeinsam zu beschließen, dass die Pensionsreform erst dann beschlossen wird, wenn auch die Harmonisierung geklärt ist. Sie haben das nicht getan! Sie haben das damals nicht getan! (Abg. Wittauer: Euch geht es nicht um die Pensionsreform, sondern um die Zerstörung dieser Reform!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass er Ihnen nicht die richtige Auskunft gibt, das werden Sie ihm doch nicht verübeln!
Das Zweite, was Sie sich erlaubt haben, ist Folgendes: Sie haben im Budgetausschuss am letzten Donnerstag den Budgetbegleitgesetzen zugestimmt. Kollege Öllinger und ich sind neben den freiheitlichen Abgeordneten gesessen und haben sie gefragt: Wisst ihr, wozu ihr da zustimmt? Ihr stimmt der Pensionsreform, so wie sie vorliegt, zu! – Kollege Dolinschek hat darauf gesagt: Ja, das weiß ich, ich stimme zu! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass er Ihnen nicht die richtige Auskunft gibt, das werden Sie ihm doch nicht verübeln!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Am Vormittag des nächsten Tages gab er eine Pressekonferenz in Kärnten – wieder der „starke Mann“ – und erklärte, dass die freiheitlichen Nationalratsabgeordneten zur Pensionsreform eine Erklärung abgeben werden, in der sie niederschreiben, was alles zu erfolgen hat, damit diese Pensionsreform angenommen werden kann. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sie wissen am nächsten Tag nicht mehr, was Sie am Vortag getan haben, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen! (Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Wer kämpft denn für den Härtefonds?
Die Forderungen, die Sie in dieser Erklärung stellen, sind zum Großteil nebensächlich, aber zwei Forderungen davon sind sehr wichtig. Die eine betrifft den Härtefonds. Da hat Kollegin Bures schon sehr gut argumentiert, indem sie meinte, dass Sie allein mit der Einsetzung des Härtefonds als solchem schon zugeben, dass es Härtefälle geben wird. Aber was Sie überhaupt nicht bedenken, ist, dass dieser Härtefonds derzeit keine finanzielle Bedeckung hat. (Abg. Wittauer: Wer kämpft denn für den Härtefonds?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was Sie tun, ist, dass Sie Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter zu Bittstellerinnen und Bittstellern machen, anstatt ihnen ein Recht auf eine Pension zu geben, mit der sie auch leben können. – So schaut Ihr Einsatz für die kleinen Leute aus! Das ist leider die Wahrheit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Weil Ihr nichts anderes tun könnt als abschreiben! Macht einmal eigenständige Anträge!
Der zweite Punkt, der in Ihrer Erklärung gefordert wird, ist, dass Pensionistinnen und Pensionisten mit einer Pension bis 1 000 € einen Ausgleich erhalten sollen. Das heißt, Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass diese Pensionistinnen und Pensionisten durch die Pensionsreform verlieren werden. Doch was haben Sie gleichzeitig gemacht? – Sie haben einen von uns im letzten Plenum gestellten Antrag, der mit dem, was Frau Haubner immer wieder fordert, gleichlautend war, abgelehnt. (Abg. Wittauer: Weil Ihr nichts anderes tun könnt als abschreiben! Macht einmal eigenständige Anträge!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man zu etwas steht, dann kann man natürlich politisch unterschiedlicher Ansicht sein, aber dann kann man es ausdiskutieren und soll draußen genauso dahinterstehen wie hier herinnen und nicht das Doppelspiel betreiben, das Sie hier die ganze Zeit aufführen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Bei der Harmonisierung seid Ihr auf einmal nicht dabei! Das ist eigenartig!
Heute kündigen Sie einen Entschließungsantrag an, in dem Sie die Harmonisierung der Pensionssysteme fordern. Ich habe den Antrag noch nicht gesehen, aber ich sage Ihnen eines: Ich lasse mich von Ihnen nicht papierln, und ich werde diesem Antrag nicht zustimmen! (Abg. Wittauer: Bei der Harmonisierung seid Ihr auf einmal nicht dabei! Das ist eigenartig!) Sie hätten wiederholt die Möglichkeit gehabt, einem derartigen Antrag zuzustimmen, aber Sie haben es nicht gemacht. Da hätten Sie ganz klar Farbe bekennen können! Diesem Antrag, so wie er jetzt vorliegt, werden wir nicht zustimmen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Heute kündigen Sie einen Entschließungsantrag an, in dem Sie die Harmonisierung der Pensionssysteme fordern. Ich habe den Antrag noch nicht gesehen, aber ich sage Ihnen eines: Ich lasse mich von Ihnen nicht papierln, und ich werde diesem Antrag nicht zustimmen! (Abg. Wittauer: Bei der Harmonisierung seid Ihr auf einmal nicht dabei! Das ist eigenartig!) Sie hätten wiederholt die Möglichkeit gehabt, einem derartigen Antrag zuzustimmen, aber Sie haben es nicht gemacht. Da hätten Sie ganz klar Farbe bekennen können! Diesem Antrag, so wie er jetzt vorliegt, werden wir nicht zustimmen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wer kämpft da gegen wen?
†Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Zuerst möchte ich die Verwirrung der Kollegin Mandak etwas entwirren und Ihnen ganz klar sagen, dass uns Freiheitlichen bei dieser Pensionssicherungsreform die soziale Ausgewogenheit ein großes Anliegen ist. Das ist der Grund dafür, dass wir bis zum Schluss, bis zur Abstimmung darum kämpfen werden, dass größte Gerechtigkeit in dieser Pensionsreform beinhaltet ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wer kämpft da gegen wen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Pflege von Angehörigen wird in erster Linie von Frauen bewerkstelligt. Die Möglichkeit, einen Zuschuss für professionelle oder private Ersatzpflege anzufordern und zu bekommen, wenn die Hauptpflegeperson verhindert ist, erleichtert die mühevolle Pflegearbeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch für die Bäuerinnen gibt es Positives beziehungsweise Verbesserungen, da das Ausgedinge geringer bewertet wird und die Gewährung der Ausgleichszulage ab dem Jahre 2009 um über 647 € höher sein wird als derzeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Alle Abgeordneten haben von Herrn Dr. Gusenbauer heute einen Brief bekommen, in welchem er uns bittet, Gerechtigkeit und Verantwortung über parteipolitisches Kalkül zu stellen. – Genau an diese Verantwortung appelliere ich, werte Kollegen von der SPÖ und von den Grünen, wenn ich Sie ersuche, einer zumutbaren Lösung nicht aus parteipolitischen Beweggründen die Zustimmung zu verweigern, denn so verlagern Sie die Probleme in die Zukunft und belasten damit kommende Generationen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist Parlamentarismus!
Frau Kollegin, wissen Sie, wer Sozialminister ist und wer diesen Vorschlag eingebracht hat, den Sie jetzt die ganze Zeit bekämpfen müssen, damit er besser wird? Können Sie sich noch daran erinnern, dass das Ihr Kollege Haupt war? Oder war es irgendjemand von unserer Seite? (Abg. Neudeck: Das ist Parlamentarismus!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Kollegin! Sie sollten endlich aufwachen und zur Kenntnis nehmen, dass die Reform, die Sie bis jetzt zu Recht bekämpft haben, von Ihrer Seite gekommen ist, von Ihrem Parteivorsitzenden und nicht von irgendwelchen bösen Sozialdemokraten, wie Sie es vielleicht vermuten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie bewirken mit dieser Reform, dass die Nachfrage, die wir brauchen würden, damit Österreichs Wirtschaft mehr produziert und verkauft, nicht entsteht, und Sie bewirken damit, dass es zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit kommt. Das ist keine Pensionsreform, die diesen Namen verdient! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck
In Wahrheit haben wir ein sehr schwaches Wachstum, weil die entsprechenden Nachfrageimpulse ausbleiben – sowohl staatliche als auch private – und weil darüber hinaus auch die österreichische Bundesregierung nichts dazu beiträgt (Zwischenruf des Abg. Großruck) – Herr Kollege Großruck, würden Sie vielleicht auch einmal zuhören und nicht dauernd nur hineinschreien! –, dass auf europäischer Ebene Schritte dahin gehend gesetzt werden, dass es zu einer gemeinsamen europäischen, auf Wachstum und Vollbeschäftigung und Nachhaltigkeit gerichteten Politik kommt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ihre Politik geht in die falsche Richtung! Wir werden sie daher in der Form, wie sie gemacht wird, nur ablehnen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Eder: Es kommt auch auf die Produktivität an!
Ich kann Ihnen das mit dem Bundeszuschuss vorrechnen. Sie können es aber noch einfacher haben: Sie brauchen nur zu vergleichen, wie viele Generationen, die derzeit leben, arbeiten und produktiv sind und wie viele in Ausbildung oder in Pension sind. In etwa ist es so, dass wir bei fünf Generationen derzeit folgendes Verhältnis haben: drei arbeiten nicht, und zwei sind in Produktion. Das kann sich rechnerisch nicht ausgehen, wenn die Volkswirtschaft nicht nach oben geht. Jetzt erklären Sie mir einmal: Wie wollen Sie die Pensionen sichern, wenn Sie nicht umverteilen? (Abg. Eder: Es kommt auch auf die Produktivität an!)
Abg. Eder: Da muss man etwas tun!
Die Produktivität ist eine eigene Sache: Es wird schwierig, wenn sie nicht steigt. Wir haben jetzt schon drei Jahre lang eher eine Wirtschaftskrise, also wird es wahrscheinlich schwierig werden. (Abg. Eder: Da muss man etwas tun!)
Abg. Broukal: Ich hole ihn!
Ich muss sagen, da verstehe ich Herrn Kollegen Einem nicht, der jetzt anscheinend Essen gegangen ist ... (Abg. Broukal: Ich hole ihn!) Ja, holen Sie ihn bitte, ich habe aber nicht mehr sehr lange Zeit. (Abg. Broukal holt den sich gerade im Couloir befindlichen Abgeordneten Dr. Einem.) Wie gesagt: Ich verstehe den Kollegen Einem nicht, wenn er sagt, dass die falschen steuerpolitischen Maßnahmen gesetzt werden und dass für die Wachstumspolitik nichts gemacht wird.
Abg. Broukal holt den sich gerade im Couloir befindlichen Abgeordneten Dr. Einem.
Ich muss sagen, da verstehe ich Herrn Kollegen Einem nicht, der jetzt anscheinend Essen gegangen ist ... (Abg. Broukal: Ich hole ihn!) Ja, holen Sie ihn bitte, ich habe aber nicht mehr sehr lange Zeit. (Abg. Broukal holt den sich gerade im Couloir befindlichen Abgeordneten Dr. Einem.) Wie gesagt: Ich verstehe den Kollegen Einem nicht, wenn er sagt, dass die falschen steuerpolitischen Maßnahmen gesetzt werden und dass für die Wachstumspolitik nichts gemacht wird.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Ich kann Ihnen sagen: Es ist falsch!
Ganz im Gegenteil: Die Einkommensfreistellung bis zu 14 500 €, Herr Kollege Einem, ist eine durchaus richtige Wirtschaftsbelebung. Die Maßnahmen, die hier gesetzt werden, sind sehr wohl richtig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Ich kann Ihnen sagen: Es ist falsch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was man bei Ihnen antrifft, das ist eigentlich eine mangelnde Kultur der Auseinandersetzung. Wenn man von der Gewerkschaft HTV einen Gutschein bekommt, auf dem man aufgefordert wird, man soll sich, wenn man zustimmt, einen Einlauf verpassen lassen, dann muss ich Ihnen ehrlich sagen: Ich weiß nicht, wo Sie hingehen, Sie sind wahrscheinlich falsch hier, denn im Parlament ist das nicht das Richtige! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.).
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher, meine Damen und Herren: Mehr Kultur, mehr Auseinandersetzung mit Sachargumenten wäre wünschenswert – im Interesse der Sache! Das Notwendige ist nicht immer erfreulich, aber das Notwendige nicht zu tun, das ist ganz einfach verantwortungslos. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Lentsch: Das sagt ausgerechnet ein Grüner!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Wolfgang Pirklhuber| (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Bevor ich auf die Ausführungen des Kollegen Mitterlehner eingehe, noch etwas Grundsätzliches: Kollege Mitterlehner, Sprechblasen allein machen noch keine erfolgreiche Politik! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lentsch: Das sagt ausgerechnet ein Grüner!) Wenn wir uns das wochenlang anhören müssen, wie etwa: „Wir reden nicht nur!“, „mehr Wachstum“, „mehr Beschäftigung“, „Europameister“, „Zukunftsvisionen“, „Nachhaltigkeit“ et cetera, dann muss man sich natürlich ernsthaft fragen: Was ist dann, wenn das auf den Prüfstand kommt, sprich hier im Parlament in den Ausschüssen zur Diskussion steht? Dann sehen wir, dass es nicht hält, was oben auf dem Mascherl draufsteht, sondern drinnen sind eben Konzepte, die aus unserer Sicht zu kurz greifen. Der Reformbedarf, den wir ja alle, glaube ich, zu Recht anerkennen, wird damit wirklich nicht gedeckt, sodass die nächsten Reformschritte sicher ins Haus stehen.
Abg. Ellmauer: Warum?
Was kann man, Kollege Mitterlehner, der ÖVP sicher nicht vorwerfen? – Dass sie ein Interesse an einem breiten öffentlichen Diskurs hätte. Das sicher nicht! In diesem Fall wäre es nämlich notwendig gewesen, die Pensionsreform in den Herbst zu verschieben, eine Gesamtreform anzustreben und ein harmonisiertes Gesamtkonvolut hier in das Haus zu bringen. Auch hätte man es nicht so vermischen dürfen, wie Sie es tun: zwei Budgets plus Pensionsreform. Das ist einfach unseriös, meine Damen und Herren! (Abg. Ellmauer: Warum?) Das ist weder transparent noch nachvollziehbar. (Abg. Ellmauer: Warum?)
Abg. Ellmauer: Warum?
Was kann man, Kollege Mitterlehner, der ÖVP sicher nicht vorwerfen? – Dass sie ein Interesse an einem breiten öffentlichen Diskurs hätte. Das sicher nicht! In diesem Fall wäre es nämlich notwendig gewesen, die Pensionsreform in den Herbst zu verschieben, eine Gesamtreform anzustreben und ein harmonisiertes Gesamtkonvolut hier in das Haus zu bringen. Auch hätte man es nicht so vermischen dürfen, wie Sie es tun: zwei Budgets plus Pensionsreform. Das ist einfach unseriös, meine Damen und Herren! (Abg. Ellmauer: Warum?) Das ist weder transparent noch nachvollziehbar. (Abg. Ellmauer: Warum?)
Abg. Großruck: „Ausgewogen“ heißt das!
Eines kann man Ihnen auch nicht vorwerfen: dass Sie ein Interesse an einer sozial ausgerichteten Pensionsreform haben. (Abg. Großruck: „Ausgewogen“ heißt das!) Sozial ausgerichtet würde bedeuten (Abg. Großruck: Ausgewogen!) – da wäre das Wort „umverteilen“ sehr wohl richtig angewendet –, dass die Bezieher der niedrigsten Pensionen in Zukunft besser gestellt werden. Wenn ein Pensionssystem nachhaltig gesichert werden soll, dann muss es auch seine soziale Ausgewogenheit behalten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Ausgewogen!
Eines kann man Ihnen auch nicht vorwerfen: dass Sie ein Interesse an einer sozial ausgerichteten Pensionsreform haben. (Abg. Großruck: „Ausgewogen“ heißt das!) Sozial ausgerichtet würde bedeuten (Abg. Großruck: Ausgewogen!) – da wäre das Wort „umverteilen“ sehr wohl richtig angewendet –, dass die Bezieher der niedrigsten Pensionen in Zukunft besser gestellt werden. Wenn ein Pensionssystem nachhaltig gesichert werden soll, dann muss es auch seine soziale Ausgewogenheit behalten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eines kann man Ihnen auch nicht vorwerfen: dass Sie ein Interesse an einer sozial ausgerichteten Pensionsreform haben. (Abg. Großruck: „Ausgewogen“ heißt das!) Sozial ausgerichtet würde bedeuten (Abg. Großruck: Ausgewogen!) – da wäre das Wort „umverteilen“ sehr wohl richtig angewendet –, dass die Bezieher der niedrigsten Pensionen in Zukunft besser gestellt werden. Wenn ein Pensionssystem nachhaltig gesichert werden soll, dann muss es auch seine soziale Ausgewogenheit behalten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Ihnen hätte ja gar keines gefallen! Sie hätten es auch abgelehnt!
Meine Damen und Herren! Zur FPÖ fällt einem ja nicht mehr wirklich viel ein. Sie agiert nach dem Motto: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ Sie können davon ausgehen, dass dieser Hase, je nachdem, zwischen Vizekanzler, Walch und Dolinschek immer hin und her gereicht wird. Es ist ja unglaublich, dass eine Fraktion, die die Regierung stellt beziehungsweise die einen Minister stellt, der die soziale Kompetenz und Verantwortung hat, nicht fähig ist, wirklich ein konsistentes eigenes Modell in die Debatte einzubringen. (Abg. Großruck: Ihnen hätte ja gar keines gefallen! Sie hätten es auch abgelehnt!) Sie haben sich nicht akkordiert, Sie haben gezeigt, dass Sie wirklich alles zu wünschen übriglassen, was Regierungsverantwortung betrifft. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Pirklhuber sei ehrlich! Ihr hättet alles abgelehnt, was gekommen wäre!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Pirklhuber sei ehrlich! Ihr hättet alles abgelehnt, was gekommen wäre!
Meine Damen und Herren! Zur FPÖ fällt einem ja nicht mehr wirklich viel ein. Sie agiert nach dem Motto: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ Sie können davon ausgehen, dass dieser Hase, je nachdem, zwischen Vizekanzler, Walch und Dolinschek immer hin und her gereicht wird. Es ist ja unglaublich, dass eine Fraktion, die die Regierung stellt beziehungsweise die einen Minister stellt, der die soziale Kompetenz und Verantwortung hat, nicht fähig ist, wirklich ein konsistentes eigenes Modell in die Debatte einzubringen. (Abg. Großruck: Ihnen hätte ja gar keines gefallen! Sie hätten es auch abgelehnt!) Sie haben sich nicht akkordiert, Sie haben gezeigt, dass Sie wirklich alles zu wünschen übriglassen, was Regierungsverantwortung betrifft. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Pirklhuber sei ehrlich! Ihr hättet alles abgelehnt, was gekommen wäre!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es ist bezeichnend, dass nur so wenig FPÖler da sind, aber die werden alle ihre wunden Knie nach den vielen Umfallern pflegen müssen, die sie in den letzten Tagen und Wochen vollzogen haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Die Jugend profitiert davon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber nun zur Sache selbst, meine Damen und Herren: Worin besteht die Nachhaltigkeit, worin besteht die Zukunftsvision, die Sie vorgeben, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP? Sie sprechen immer wieder von der zweiten und dritten Säule. Wer profitiert denn schlussendlich von Ihrem Pensionsmodell? Sagen wir es doch deutlich, sagen wir es der österreichischen Bevölkerung! Sagen Sie das auch bitte! (Abg. Neudeck: Die Jugend profitiert davon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Verunsichert habt ihr, nicht die Regierung!
Nach den letzten Nationalratswahlen war das Erste, was Bundeskanzler Schüssel gemacht hat, eine Pensionsreform vom Zaun zu brechen mit Vorschlägen, die unausgewogen sind und die die Bevölkerung verunsichert haben, meine Damen und Herren (Abg. Großruck: Verunsichert habt ihr, nicht die Regierung!), womit offensichtlich die zweite und dritte Säule, von der Sie immer reden, gestärkt werden soll.
Abg. Murauer: Ausgebrochen nicht eingebrochen!
Wer steht denn hinter dieser zweiten und dritter Säule? – Die Betriebe und die Banken und Versicherungen! Die profitieren davon, und wir alle hier wissen, dass im Jahr 2002 der Anteil der Lebensversicherungen im Versicherungs- und Bankensektor drastisch eingebrochen ist. (Abg. Murauer: Ausgebrochen nicht eingebrochen!) Das müssen wir auch einmal zur Kenntnis nehmen, dass offensichtlich reine Klientelfragen eine ganz zentrale Rolle in Ihren Überlegungen spielen. (Abg. Murauer: Der Versicherungssektor ist nicht eingebrochen!)
Abg. Murauer: Der Versicherungssektor ist nicht eingebrochen!
Wer steht denn hinter dieser zweiten und dritter Säule? – Die Betriebe und die Banken und Versicherungen! Die profitieren davon, und wir alle hier wissen, dass im Jahr 2002 der Anteil der Lebensversicherungen im Versicherungs- und Bankensektor drastisch eingebrochen ist. (Abg. Murauer: Ausgebrochen nicht eingebrochen!) Das müssen wir auch einmal zur Kenntnis nehmen, dass offensichtlich reine Klientelfragen eine ganz zentrale Rolle in Ihren Überlegungen spielen. (Abg. Murauer: Der Versicherungssektor ist nicht eingebrochen!)
Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Durchschnittspensionen?
Eines zum Kollegen Grillitsch in Bezug auf soziale Ausgewogenheit und bezüglich der Konsequenzen für die Bäuerinnen und Bauern. Sie haben vollkommen Recht, dass die Absenkung des fiktiven Ausgedinges für die Mindestpensionisten im bäuerlichen Bereich etwas bringt. (Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Durchschnittspensionen?) Aber wo bleibt Ihre soziale Verantwortung, meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie das nicht mindestens genauso für die Mindestpensionistinnen und Mindestpensionisten im ASVG-Bereich sicherstellen wollen? Kann das nicht und muss das nicht die Herausforderung sein, vor der gerade Sie als Bauernvertreter stehen? (Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Mindestpensionen im bäuerlichen Bereich?)
Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Mindestpensionen im bäuerlichen Bereich?
Eines zum Kollegen Grillitsch in Bezug auf soziale Ausgewogenheit und bezüglich der Konsequenzen für die Bäuerinnen und Bauern. Sie haben vollkommen Recht, dass die Absenkung des fiktiven Ausgedinges für die Mindestpensionisten im bäuerlichen Bereich etwas bringt. (Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Durchschnittspensionen?) Aber wo bleibt Ihre soziale Verantwortung, meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie das nicht mindestens genauso für die Mindestpensionistinnen und Mindestpensionisten im ASVG-Bereich sicherstellen wollen? Kann das nicht und muss das nicht die Herausforderung sein, vor der gerade Sie als Bauernvertreter stehen? (Abg. Grillitsch: Kennen Sie die Mindestpensionen im bäuerlichen Bereich?)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie schon davon reden, dass es hier um die Sicherung der bäuerlichen Betriebe geht, dann müssten Sie eines endlich einmal umsetzen, nämlich die Agrarförderungen am bäuerlichen Arbeitsplatz ausrichten und nicht an der Größe der Betriebe und nicht an der Zahl der Tiere. Das ist die Herausforderung! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Da haben wir heute etwas anderes gehört!
Kollege Grillitsch! Das ist die Herausforderung, vor der Sie kneifen, nämlich die Herausforderung einer ökologisch und sozial ausgewogenen Agrarreform. (Abg. Grillitsch: Da haben wir heute etwas anderes gehört!) Stattdessen gehen Sie populistisch mit dem „Agrardiesel“ um und holen sich damit die Stimmen bei den Bauern. Das wird nachhaltig keinen bäuerlichen Arbeitsplatz sichern, das wird keine zukünftigen Einkommenschancen für die Bäuerinnen und Bauern sichern. (Abg. Grillitsch: Ihre Kollegen haben sich heute gegen eine ökologische Steuerreform ausgesprochen!)
Abg. Grillitsch: Ihre Kollegen haben sich heute gegen eine ökologische Steuerreform ausgesprochen!
Kollege Grillitsch! Das ist die Herausforderung, vor der Sie kneifen, nämlich die Herausforderung einer ökologisch und sozial ausgewogenen Agrarreform. (Abg. Grillitsch: Da haben wir heute etwas anderes gehört!) Stattdessen gehen Sie populistisch mit dem „Agrardiesel“ um und holen sich damit die Stimmen bei den Bauern. Das wird nachhaltig keinen bäuerlichen Arbeitsplatz sichern, das wird keine zukünftigen Einkommenschancen für die Bäuerinnen und Bauern sichern. (Abg. Grillitsch: Ihre Kollegen haben sich heute gegen eine ökologische Steuerreform ausgesprochen!)
Abg. Murauer: Na welche? Sagen Sie es!
Abschließend: Ihre Politik investiert statt in Bildung, Forschung und Entwicklung in Kampfjets. In Kampfjets! Wieder stellt sich die Frage: Welche Interessen stehen hinter diesen Kampfjets? (Abg. Murauer: Na welche? Sagen Sie es!) Das ist nicht der Schutz der Demokratie, wie es Kollege Murauer hier absurderweise behauptet und anspricht. (Abg. Murauer: Sondern?) Es geht nicht um den Schutz der Demokratie, sondern offensichtlich auch wieder um die Interessenlagen bestimmter Unternehmen in Österreich. Sagen wir es, wie es ist! Warum ist der Herr Finanzminister Grasser umgefallen? Wir werden das am Nachmittag noch ausführlich diskutieren. (Abg. Murauer: Glauben Sie wirklich, Herr Kollege, wir kaufen Flieger für die Wirtschaftstreibenden?)
Abg. Murauer: Sondern?
Abschließend: Ihre Politik investiert statt in Bildung, Forschung und Entwicklung in Kampfjets. In Kampfjets! Wieder stellt sich die Frage: Welche Interessen stehen hinter diesen Kampfjets? (Abg. Murauer: Na welche? Sagen Sie es!) Das ist nicht der Schutz der Demokratie, wie es Kollege Murauer hier absurderweise behauptet und anspricht. (Abg. Murauer: Sondern?) Es geht nicht um den Schutz der Demokratie, sondern offensichtlich auch wieder um die Interessenlagen bestimmter Unternehmen in Österreich. Sagen wir es, wie es ist! Warum ist der Herr Finanzminister Grasser umgefallen? Wir werden das am Nachmittag noch ausführlich diskutieren. (Abg. Murauer: Glauben Sie wirklich, Herr Kollege, wir kaufen Flieger für die Wirtschaftstreibenden?)
Abg. Murauer: Glauben Sie wirklich, Herr Kollege, wir kaufen Flieger für die Wirtschaftstreibenden?
Abschließend: Ihre Politik investiert statt in Bildung, Forschung und Entwicklung in Kampfjets. In Kampfjets! Wieder stellt sich die Frage: Welche Interessen stehen hinter diesen Kampfjets? (Abg. Murauer: Na welche? Sagen Sie es!) Das ist nicht der Schutz der Demokratie, wie es Kollege Murauer hier absurderweise behauptet und anspricht. (Abg. Murauer: Sondern?) Es geht nicht um den Schutz der Demokratie, sondern offensichtlich auch wieder um die Interessenlagen bestimmter Unternehmen in Österreich. Sagen wir es, wie es ist! Warum ist der Herr Finanzminister Grasser umgefallen? Wir werden das am Nachmittag noch ausführlich diskutieren. (Abg. Murauer: Glauben Sie wirklich, Herr Kollege, wir kaufen Flieger für die Wirtschaftstreibenden?)
Abg. Grillitsch: Da haben Sie es nicht gelesen!
Dagegen stehen wir Grüne. Wir wollen die Sicherung der Lebensqualität für die Österreicherinnen und die Österreicher, und das bedeutet aus meiner Sicht eine soziale und ökologische Neuausrichtung der Budgetpolitik. Doch die steht aus, die findet sich nicht in Ihrem Papier, Herr Kollege Grillitsch. (Abg. Grillitsch: Da haben Sie es nicht gelesen!)
Heiterkeit – Abg. Großruck: Ceterum censeo! Das hat nichts mit der Zenzi zu tun!
Und – ceterum censeo (Heiterkeit – Abg. Großruck: Ceterum censeo! Das hat nichts mit der Zenzi zu tun!) –: Ich bin der Meinung, dass Sie und wir alle das Anti-AKW-Volksbegehren von Greenpeace unterstützen sollten, und ich fordere Sie auf, das auch zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und – ceterum censeo (Heiterkeit – Abg. Großruck: Ceterum censeo! Das hat nichts mit der Zenzi zu tun!) –: Ich bin der Meinung, dass Sie und wir alle das Anti-AKW-Volksbegehren von Greenpeace unterstützen sollten, und ich fordere Sie auf, das auch zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Trunk: Das ist nicht sonderbar! Sie wissen, warum wir nicht zustimmen!
†Abgeordnete Mares Rossmann| (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Ministerin! Meine Herren Minister auf der Regierungsbank! Es ist schon sonderbar, wenn die Opposition hier herausgeht und sagt, sie könne dem Harmonisierungsantrag nicht zustimmen. (Abg. Mag. Trunk: Das ist nicht sonderbar! Sie wissen, warum wir nicht zustimmen!)
Abg. Eder: Götz!
Ich sage das aus der Sicht der Stadt Graz. Dort gibt es nach wie vor ein Beamtendienstrecht und Privilegien, die mit nichts mehr zu erklären sind. Ich sage nur ein Beispiel: Ein Altpolitiker der Stadt Graz hat heute auch ... (Abg. Eder: Götz!) Auch Götz, selbstverständlich, aber es gibt auch den Herrn Stoiser von der SPÖ, der Kollege von Herrn Götz und zu Zeiten des Herrn Götz Finanzstadtrat in Graz war. (Abg. Eder: Welche Pension hat der Herr Götz?) Aber ich sage auch, dass es wichtig ist, in diese Privilegien einzugreifen, und zwar rasch.
Abg. Eder: Welche Pension hat der Herr Götz?
Ich sage das aus der Sicht der Stadt Graz. Dort gibt es nach wie vor ein Beamtendienstrecht und Privilegien, die mit nichts mehr zu erklären sind. Ich sage nur ein Beispiel: Ein Altpolitiker der Stadt Graz hat heute auch ... (Abg. Eder: Götz!) Auch Götz, selbstverständlich, aber es gibt auch den Herrn Stoiser von der SPÖ, der Kollege von Herrn Götz und zu Zeiten des Herrn Götz Finanzstadtrat in Graz war. (Abg. Eder: Welche Pension hat der Herr Götz?) Aber ich sage auch, dass es wichtig ist, in diese Privilegien einzugreifen, und zwar rasch.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich sage Ihnen ein Beispiel – und das ist noch viel markanter als jenes von Götz –: Wenn ein Altpolitiker einen Antrag auf Begräbniszuschuss stellt und ihm rechtlich, also nach geltendem Recht, ein Begräbniszuschuss von 20 000 € zusteht (Zwischenrufe bei der SPÖ), dann ist das heute nicht mehr erklärbar, vor allem nicht erklärbar im Lichte dieser Diskussion, die wir hier führen.
Abg. Hagenhofer: Das ist ein Wahnsinn!
Da bin ich auch ganz der Meinung des Kollegen Einem, wenn er sagt, es dürfe keine Kaufkraftschwächung bei den Pensionisten geben. Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten, in den letzten 15 Jahren, kann man durchaus sagen, die Kaufkraft der Pensionisten wirklich geschwächt? (Abg. Hagenhofer: Das ist ein Wahnsinn!) Das waren Sie mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und mit einem sozialdemokratischen Finanzminister. (Abg. Hagenhofer: Das sagen gerade Sie!) Ja sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir waren die Ersten, diese Bundesregierung hat erstmals seit acht Jahren den Ausgleichszulagenrichtsatz wieder erhöht. (Abg. Dr. Glawischnig: Um 40 €!) Das ist jetzt geschehen. Diese Bundesregierung hat das gemacht. Wo waren Sie die letzten Jahre?
Abg. Hagenhofer: Das sagen gerade Sie!
Da bin ich auch ganz der Meinung des Kollegen Einem, wenn er sagt, es dürfe keine Kaufkraftschwächung bei den Pensionisten geben. Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten, in den letzten 15 Jahren, kann man durchaus sagen, die Kaufkraft der Pensionisten wirklich geschwächt? (Abg. Hagenhofer: Das ist ein Wahnsinn!) Das waren Sie mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und mit einem sozialdemokratischen Finanzminister. (Abg. Hagenhofer: Das sagen gerade Sie!) Ja sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir waren die Ersten, diese Bundesregierung hat erstmals seit acht Jahren den Ausgleichszulagenrichtsatz wieder erhöht. (Abg. Dr. Glawischnig: Um 40 €!) Das ist jetzt geschehen. Diese Bundesregierung hat das gemacht. Wo waren Sie die letzten Jahre?
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da bin ich auch ganz der Meinung des Kollegen Einem, wenn er sagt, es dürfe keine Kaufkraftschwächung bei den Pensionisten geben. Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten, in den letzten 15 Jahren, kann man durchaus sagen, die Kaufkraft der Pensionisten wirklich geschwächt? (Abg. Hagenhofer: Das ist ein Wahnsinn!) Das waren Sie mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und mit einem sozialdemokratischen Finanzminister. (Abg. Hagenhofer: Das sagen gerade Sie!) Ja sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir waren die Ersten, diese Bundesregierung hat erstmals seit acht Jahren den Ausgleichszulagenrichtsatz wieder erhöht. (Abg. Dr. Glawischnig: Um 40 €!) Das ist jetzt geschehen. Diese Bundesregierung hat das gemacht. Wo waren Sie die letzten Jahre?
Abg. Dr. Glawischnig: Um 40 €!
Da bin ich auch ganz der Meinung des Kollegen Einem, wenn er sagt, es dürfe keine Kaufkraftschwächung bei den Pensionisten geben. Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten, in den letzten 15 Jahren, kann man durchaus sagen, die Kaufkraft der Pensionisten wirklich geschwächt? (Abg. Hagenhofer: Das ist ein Wahnsinn!) Das waren Sie mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und mit einem sozialdemokratischen Finanzminister. (Abg. Hagenhofer: Das sagen gerade Sie!) Ja sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir waren die Ersten, diese Bundesregierung hat erstmals seit acht Jahren den Ausgleichszulagenrichtsatz wieder erhöht. (Abg. Dr. Glawischnig: Um 40 €!) Das ist jetzt geschehen. Diese Bundesregierung hat das gemacht. Wo waren Sie die letzten Jahre?
Abg. Hagenhofer: Auf was haben Sie verzichtet?
Ich sage Ihnen auch etwas zu den Politikerregelungen, die wir jetzt vollziehen. Ich bin auch eine derjenigen, die es wirklich satt haben, immer mit Altpolitikern in einen Topf geworfen zu werden. Wir haben mittlerweile drei Kategorien von Politikern, auch in diesem Hohen Haus. Die Altpolitiker, die nicht optieren konnten, die sind in der alten Regelung, die Politiker, die zwischen der alten oder neuen Regelung optieren konnten, und die Politiker, die auch nicht optieren konnten und die nur in der neuen Regelung sind. Darüber gibt es – das sage ich auch – eine Darstellung in der Öffentlichkeit, bei der alles vermischt wird, denn auch dann, wenn man freiwillig auf etwas verzichtet, so wie ich, hat man durchaus immer wieder Erklärungsbedarf, dass man nicht zu jenen gehört, die unter diese Altregelungen fallen und die gar nicht einmal verzichten konnten. (Abg. Hagenhofer: Auf was haben Sie verzichtet?) Deshalb haben wir den Mut und greifen in bestehende Politikerprivilegien ein, und zwar bis zu 15 Prozent.
Abg. Oberhaidinger: Man muss einen Antrag stellen, falls Sie das nicht wissen sollten!
Ich bin froh darüber, dass es wenigsten gelungen ist, dass man jetzt freiwillig darauf verzichten kann (Abg. Oberhaidinger: Man muss einen Antrag stellen, falls Sie das nicht wissen sollten!), dass man zumindest einen Antrag stellen muss und das nicht automatisch bekommt, dass die Zeiten gekürzt wurden und dass auch der Prozentsatz vom Aktivbezug auf 75 Prozent gesenkt wurde.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Damit komme ich jetzt zum nächsten Punkt, nämlich zu den Verhandlungen, die noch stattfinden. Da sage ich durchaus – auch wenn ich von einem christlichen Blatt als Rebellin und in kriegerischer Wortwahl als Heckenschütze bezeichnet wurde, was mich von einem christlichen Blatt eigentlich sehr verwundert –: Es muss legitim sein, dass man als freie Abgeordnete bis zur letzten Minute noch versucht, hineinzuverhandeln, was hineinzuverhandeln ist. Das ist unser gutes Recht, das machen wir, und das hat, während Sie auf Urlaub waren, über Pfingsten stattgefunden und findet weiterhin statt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Mit den Details werden Sie dann morgen konfrontiert sein, und wir werden ganz genau beobachten, wie Sie sich verhalten, vor allem, wenn es um die Harmonisierung geht, vor allem, wenn es um einen Solidarbeitrag geht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Damit komme ich jetzt zum nächsten Punkt, nämlich zu den Verhandlungen, die noch stattfinden. Da sage ich durchaus – auch wenn ich von einem christlichen Blatt als Rebellin und in kriegerischer Wortwahl als Heckenschütze bezeichnet wurde, was mich von einem christlichen Blatt eigentlich sehr verwundert –: Es muss legitim sein, dass man als freie Abgeordnete bis zur letzten Minute noch versucht, hineinzuverhandeln, was hineinzuverhandeln ist. Das ist unser gutes Recht, das machen wir, und das hat, während Sie auf Urlaub waren, über Pfingsten stattgefunden und findet weiterhin statt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Mit den Details werden Sie dann morgen konfrontiert sein, und wir werden ganz genau beobachten, wie Sie sich verhalten, vor allem, wenn es um die Harmonisierung geht, vor allem, wenn es um einen Solidarbeitrag geht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Rossmann.
†Abgeordneter Josef Broukal| (SPÖ): Frau Staatssekretärin! Ja, das ist immer gut, aber Sie kennen dieses alte christliche Zitat – die Gefahr ist nur, dass ich es in jeder Rede verwende –, das vom Balken und vom Splitter. Ich sage nur Götz Alexander. Oder? Wenn ich mich recht erinnere, hat er drei Pensionen: die eines Grazer Bürgermeister, die eines Grazer Messedirektors und die eines Grazer Magistratsbeamten im A-Schema. Das sei ihm alles gegönnt. (Zwischenruf der Abg. Rossmann.) Der hat auch eine Pension, soweit ich mich erinnern kann, eine von der Länderbank.
Beifall bei der SPÖ. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also ich würde einmal sagen: Beginnen Sie dort mit dem Schuttaufräumen, und wenn Sie damit fertig sind, kommen Sie zu uns! Dann schauen wir, ob es bei uns solche Fälle gibt. Meiner Erinnerung nach keinen einzigen. (Beifall bei der SPÖ. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gahr: Na hallo! Hallo, wo sind wir denn? – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Nächste ist: Wenn Sie davon reden, dass in den letzten eineinhalb Jahrzehnten die Kaufkraft der Pensionen in Österreich geschwächt worden wäre und sozialdemokratische Sozialminister dafür verantwortlich seien, dann frage ich: Wo waren Sie in den letzten 15 Jahren – ausgenommen an einem Tresen in Ihrem Lokal in Graz, wo man wahrscheinlich am späten Abend die Dinge nicht mehr ganz nüchtern sieht? (Abg. Gahr: Na hallo! Hallo, wo sind wir denn? – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Die Kaufkraft der Pensionen in Österreich ist durch die Jahre und Jahrzehnte gestiegen. Sie sinkt seit dem Jahr 2000, wenn Sie es genau wissen wollen. So ist es! (Beifall bei der SPÖ.) – Aber ich muss auch aufpassen, dass ich mich nicht ins Beliebige verliere, je länger der Tag wird.
Beifall bei der SPÖ.
Das Nächste ist: Wenn Sie davon reden, dass in den letzten eineinhalb Jahrzehnten die Kaufkraft der Pensionen in Österreich geschwächt worden wäre und sozialdemokratische Sozialminister dafür verantwortlich seien, dann frage ich: Wo waren Sie in den letzten 15 Jahren – ausgenommen an einem Tresen in Ihrem Lokal in Graz, wo man wahrscheinlich am späten Abend die Dinge nicht mehr ganz nüchtern sieht? (Abg. Gahr: Na hallo! Hallo, wo sind wir denn? – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Die Kaufkraft der Pensionen in Österreich ist durch die Jahre und Jahrzehnte gestiegen. Sie sinkt seit dem Jahr 2000, wenn Sie es genau wissen wollen. So ist es! (Beifall bei der SPÖ.) – Aber ich muss auch aufpassen, dass ich mich nicht ins Beliebige verliere, je länger der Tag wird.
Abg. Hornek: Was haben Sie die ganze Zeit getan?
Vergleichen Sie das, was Sie in den letzten Monaten gemacht haben, beginnend mit dem 31. März, wo Sie den Leuten zuerst einmal gesagt haben: Wir kürzen, und zwar sofort und in Höhe von unwidersprochen 30 bis 40 Prozent!, mit dem, was später kam. Dann kamen Sie einen Monat später her und sagten: Eh alles nicht so arg! Nach einem zweiten Monat kamen Sie wieder und sagten: Ätsch, gilt eh nicht, wir haben es abgefedert! (Abg. Hornek: Was haben Sie die ganze Zeit getan?) Das war die Vorgangsweise, die Sie gewählt haben, statt der, von der der Herr Bundeskanzler noch im Wahlkampf der Meinung war, sie wäre die richtige. Die Wirtschaftskammer ist, sofern mich nicht alles täuscht, auch ziemlich lange der Meinung gewesen, dass man in Ruhe und gemeinsam hätte verhandeln sollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vergleichen Sie das, was Sie in den letzten Monaten gemacht haben, beginnend mit dem 31. März, wo Sie den Leuten zuerst einmal gesagt haben: Wir kürzen, und zwar sofort und in Höhe von unwidersprochen 30 bis 40 Prozent!, mit dem, was später kam. Dann kamen Sie einen Monat später her und sagten: Eh alles nicht so arg! Nach einem zweiten Monat kamen Sie wieder und sagten: Ätsch, gilt eh nicht, wir haben es abgefedert! (Abg. Hornek: Was haben Sie die ganze Zeit getan?) Das war die Vorgangsweise, die Sie gewählt haben, statt der, von der der Herr Bundeskanzler noch im Wahlkampf der Meinung war, sie wäre die richtige. Die Wirtschaftskammer ist, sofern mich nicht alles täuscht, auch ziemlich lange der Meinung gewesen, dass man in Ruhe und gemeinsam hätte verhandeln sollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das machen wir ja!
Was hätte man noch machen können, Herr Abgeordneter Mitterlehner? – Nun, man hätte die Kürzungen sozial gerecht vornehmen können. Da stimmen Sie mir zu. Sozial gerecht heißt in der Regel: Die, die weniger haben, zahlen weniger drauf als die, die mehr haben. Oder? (Abg. Neudeck: Das machen wir ja!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Okay, das machen Sie bis maximal 1 000 € im Monat – oder? – bei den gemeinsamen Pensionen, und darüber hinaus ist die 10-Prozent-Sense. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: 10 Prozent von 1 000 € spare ich schwerer als 10 Prozent von 2 000 oder 3 000 €. Das liegt für jeden Menschen auf der Hand, ausgenommen für Sie, die sich alle nicht vorstellen können, von 1 000 € im Monat leben zu müssen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich werde Ihnen etwas erzählen: Ich komme aus einer Zimmer-Küche-Wohnung mit 23 Quadratmetern und Wasser am Gang. Meine Eltern waren lange Zeit Arbeiter. Mein Vater hat eine Pension von, ich schätze, weniger als 2 000 €, von der auch die Mutter leben muss. Ich weiß, was es heißt, mit wenig Geld zu leben, mit so wenig Geld, wie Sie sich gar nie vorstellen können, dass man leben muss über Jahre und Jahrzehnte. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das ist doch eine Forderung von euch auch! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe.
Das Dritte ist: Sie hätten bei dieser ganzen Pensionsreformdebatte einfach bei der Wahrheit bleiben können. Sie hätten das sagen können, was die Wahrheit ist. Sie sparen bei den Pensionen hier und jetzt und heute und in diesem Umfang, weil Sie, erstens Budgetlöcher stopfen müssen, weil Sie zweitens Steuerzuckerl für Unternehmer beschließen. Das haben Sie vor einer Stunde noch gelobt. Unerhört! Wissen Sie von der FPÖ eigentlich, welcher Regelung Sie da zugestimmt haben? Ein Unternehmer, der so gut verdient, dass er sein Geld nicht jedes Jahr braucht, sondern es auf dem Firmenkonto liegen lassen kann, der bezahlt zunächst einmal die halbe Steuer, und nach sieben Jahren gehört es ihm ganz. Das haben Sie heute mitbeschlossen. (Abg. Neudeck: Das ist doch eine Forderung von euch auch! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe.) Das beschließen Sie zur gleichen Zeit, zu der Sie Leuten, die 1 000 € Pension haben, von der Pension noch was wegnehmen. Das ist doch unglaublich! Oder? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das Dritte ist: Sie hätten bei dieser ganzen Pensionsreformdebatte einfach bei der Wahrheit bleiben können. Sie hätten das sagen können, was die Wahrheit ist. Sie sparen bei den Pensionen hier und jetzt und heute und in diesem Umfang, weil Sie, erstens Budgetlöcher stopfen müssen, weil Sie zweitens Steuerzuckerl für Unternehmer beschließen. Das haben Sie vor einer Stunde noch gelobt. Unerhört! Wissen Sie von der FPÖ eigentlich, welcher Regelung Sie da zugestimmt haben? Ein Unternehmer, der so gut verdient, dass er sein Geld nicht jedes Jahr braucht, sondern es auf dem Firmenkonto liegen lassen kann, der bezahlt zunächst einmal die halbe Steuer, und nach sieben Jahren gehört es ihm ganz. Das haben Sie heute mitbeschlossen. (Abg. Neudeck: Das ist doch eine Forderung von euch auch! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe.) Das beschließen Sie zur gleichen Zeit, zu der Sie Leuten, die 1 000 € Pension haben, von der Pension noch was wegnehmen. Das ist doch unglaublich! Oder? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines zum Abschluss – und damit werde ich wieder versöhnlich –: Wir werden nicht imstande sein, das zu verhindern, was im nächsten Jahr schon wirksam wird, und es tut uns Leid, dass Sie diese Kürzungen schon fürs nächste Jahr beschließen. Das, was Sie sich mittel- und langfristig vorgenommen haben, ist, so hoffe ich sehr, nur das Papier wert, auf dem es derzeit steht, weil wir es ändern werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordnete Edeltraud Lentsch| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Broukal, Ihre Polemik verdient es nicht, dass man darauf eingeht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Genauso ist es bei den Pensionen, geschätzte Damen und Herren! Dass unsere Pensionen nur dann sicher sind, wenn wir sie auch finanzieren können, weiß in der Zwischenzeit jedes Kind. Nur in der Opposition und vor allem in der Gewerkschaft geht man da an der Realität vorbei, aber alle anderen Österreicherinnen und Österreicher haben das längst registriert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Na so was!
Natürlich ist es für die Oppositionsparteien sehr verlockend, diese Pensionssicherungsreform schlecht zu reden. Auch das liegt in der Natur der Sache. Ich habe mich erst in der vorigen Woche mit einem Kollegen aus einer Oppositionspartei unterhalten, und er hat gemeint: Sehen Sie, liebe Frau Kollegin, es ist ja die Aufgabe der Opposition, dagegen zu sein! (Abg. Steibl: Na so was!) – Aber ich ersuche Sie dringend, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ und von den Grünen, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unseres Staates geht, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unserer Bevölkerung geht, denn Sie machen den Menschen draußen Angst, und Menschen, die Angst haben, sind nicht glücklich. (Abg. Reheis: Ihre Politik macht den Menschen Angst!) Nein, das sind Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Ihre Politik macht den Menschen Angst!
Natürlich ist es für die Oppositionsparteien sehr verlockend, diese Pensionssicherungsreform schlecht zu reden. Auch das liegt in der Natur der Sache. Ich habe mich erst in der vorigen Woche mit einem Kollegen aus einer Oppositionspartei unterhalten, und er hat gemeint: Sehen Sie, liebe Frau Kollegin, es ist ja die Aufgabe der Opposition, dagegen zu sein! (Abg. Steibl: Na so was!) – Aber ich ersuche Sie dringend, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ und von den Grünen, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unseres Staates geht, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unserer Bevölkerung geht, denn Sie machen den Menschen draußen Angst, und Menschen, die Angst haben, sind nicht glücklich. (Abg. Reheis: Ihre Politik macht den Menschen Angst!) Nein, das sind Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Natürlich ist es für die Oppositionsparteien sehr verlockend, diese Pensionssicherungsreform schlecht zu reden. Auch das liegt in der Natur der Sache. Ich habe mich erst in der vorigen Woche mit einem Kollegen aus einer Oppositionspartei unterhalten, und er hat gemeint: Sehen Sie, liebe Frau Kollegin, es ist ja die Aufgabe der Opposition, dagegen zu sein! (Abg. Steibl: Na so was!) – Aber ich ersuche Sie dringend, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ und von den Grünen, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unseres Staates geht, mit Ihrer Polemik dort Halt zu machen, wo es um das Wohl unserer Bevölkerung geht, denn Sie machen den Menschen draußen Angst, und Menschen, die Angst haben, sind nicht glücklich. (Abg. Reheis: Ihre Politik macht den Menschen Angst!) Nein, das sind Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Geschätzte Damen und Herren! Tatsache ist, dass wir keinen Spielraum mehr haben. Wir müssen jetzt handeln, um dieses gute System in 15, in 20 Jahren noch erhalten zu können. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Alles, was wir an finanziellem Spielraum hatten, haben Sie, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, und Ihre Finanzminister in den letzten Jahrzehnten „vergeigt“. Auch das wissen alle Österreicherinnen und Österreicher! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Tatsache ist, dass wir keinen Spielraum mehr haben. Wir müssen jetzt handeln, um dieses gute System in 15, in 20 Jahren noch erhalten zu können. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Alles, was wir an finanziellem Spielraum hatten, haben Sie, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, und Ihre Finanzminister in den letzten Jahrzehnten „vergeigt“. Auch das wissen alle Österreicherinnen und Österreicher! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Geschätzten Damen und Herren! In Wirklichkeit ist es ja so, dass die ganzen Streiks und Krampf-, nein, Kampfmaßnahmen – fast hätte ich jetzt „Krampfmaßnahmen“ gesagt (Zwischenrufe bei der SPÖ) – des ÖGB draußen nur Kopfschütteln auslösen. Sie wissen ganz genau, dass die Stimmung draußen längst gekippt ist, daher haben Sie auch Ihre großen Streiks zurückgezogen und auf den Herbst verschoben.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Wo wohnen Sie eigentlich?
In der Zwischenzeit kommen wir Abgeordnete dran – alle, die dieser Pensionssicherungsreform zustimmen werden –, und zwar in Form von Plakaten. Ich möchte mich jetzt schon dafür bedanken, wir hatten das schon einmal: Im Jahr 2000, bei der letzten Pensionsreform, als wir das Frühpensionsalter um eineinhalb Jahre hinaufgesetzt hatten, gab es auch Plakate. Ein Dankeschön dafür! Meine Popularität in meinem Wahlkreis ist dadurch enorm gestiegen, und ich habe – möglicherweise auch durch diese Plakate – so viele Vorzugsstimmen bekommen, wie vor mir keiner in unserer Partei hatte. Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Wo wohnen Sie eigentlich?) Im Burgenland, im Wahlkreis Nord 1.
Beifall bei der ÖVP.
Ich sehe, dass meine Redezeit zu Ende ist; daher ein Schlusssatz: Ich möchte dem ÖGB nahe legen, nicht die Muskeln auf der Straße spielen zu lassen, sondern den Kopf einzusetzen. Dann werden Sie auch registrieren, dass man gegen eine allgemeine Demographie nicht streiken kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesministerin Gehrer: Das ist kein Gesetz!
Es freut mich auch, dass Bundesministerin Gehrer hinter mir auf der Regierungsbank sitzt. Es ist schon bemerkenswert, was alles in den Budgetbegleitgesetzen drinnen ist, mit 91 Gesetzen! Dann gibt es eine Debatte, die ja die letzten Wochen in nicht geringem Maße geprägt hat, nämlich jene um die Kürzung der Zahl der Unterrichtsstunden im Schulsystem. Siehe da, davon findet sich nichts drinnen. Kein Wunder ... (Bundesministerin Gehrer: Das ist kein Gesetz!) Eben, weil es kein Gesetz ist! Das wollte ich gerade sagen, dass kein Gesetz notwendig ist für eine Maßnahme wie eine Stundenzahlkürzung. Theoretisch könnte man also in Österreich die Hälfte der Stunden abschaffen und bräuchte dafür kein Gesetz, aber wenn man Leibesübungen in „Bewegung und Sport“ umbenennen will, dann braucht man nicht nur ein Gesetz, sondern sogar eine Zweidrittelmehrheit. – So viel zu den Wertigkeiten in der Gesetzgebung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es freut mich auch, dass Bundesministerin Gehrer hinter mir auf der Regierungsbank sitzt. Es ist schon bemerkenswert, was alles in den Budgetbegleitgesetzen drinnen ist, mit 91 Gesetzen! Dann gibt es eine Debatte, die ja die letzten Wochen in nicht geringem Maße geprägt hat, nämlich jene um die Kürzung der Zahl der Unterrichtsstunden im Schulsystem. Siehe da, davon findet sich nichts drinnen. Kein Wunder ... (Bundesministerin Gehrer: Das ist kein Gesetz!) Eben, weil es kein Gesetz ist! Das wollte ich gerade sagen, dass kein Gesetz notwendig ist für eine Maßnahme wie eine Stundenzahlkürzung. Theoretisch könnte man also in Österreich die Hälfte der Stunden abschaffen und bräuchte dafür kein Gesetz, aber wenn man Leibesübungen in „Bewegung und Sport“ umbenennen will, dann braucht man nicht nur ein Gesetz, sondern sogar eine Zweidrittelmehrheit. – So viel zu den Wertigkeiten in der Gesetzgebung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule gibt es Gesamtunterricht!
Jetzt möchte ich gar nicht sagen, dass man dabei nicht über die Reformen diskutieren kann. Aber es genügt nicht, herzugehen und eine Stundenzahlkürzung auszurufen, die de facto eine reine Streichung ist, ohne genau die Maßnahmen zu ergreifen, die schon lange notwendig wären. Dafür nämlich, im Fördersystem endlich weitere Schritte zu setzen und lernschwächere Kinder zu fördern, geschieht nichts. Sie haben in einem „profil“-Interview vor zwei Wochen gesagt, dass es dringend notwendig sei, die Anzahl derjenigen, die in Österreich am Ende der Schulpflicht große Lernschwierigkeiten und Leseverständnisschwierigkeiten haben – das sind in etwa 14 Prozent –, zu halbieren. Ich frage mich: Wo geschieht das? – Nirgends geschieht es, und dass es allein dadurch, dass Stunden gekürzt werden, zu einer Besserung kommen wird, kann man wohl nicht behaupten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule gibt es Gesamtunterricht!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht eine Frage von Kürzungen ...!
Aber damit Kollegin Brinek nicht so viel zwischenrufen muss, kommen wir zur Pensionsreform. (Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht eine Frage von Kürzungen ...!) – Ein qualifizierter Zwischenruf, wie meistens. (Abg. Dr. Brinek: Ja, weil in der Volksschule Gesamtunterricht ...!)
Abg. Dr. Brinek: Ja, weil in der Volksschule Gesamtunterricht ...!
Aber damit Kollegin Brinek nicht so viel zwischenrufen muss, kommen wir zur Pensionsreform. (Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht eine Frage von Kürzungen ...!) – Ein qualifizierter Zwischenruf, wie meistens. (Abg. Dr. Brinek: Ja, weil in der Volksschule Gesamtunterricht ...!)
Abg. Dr. Brinek: Wann gehen denn die in Pension?
Kommen wir zur Pensionsreform! – Die Pensionsreform verkaufen Sie immer so, dass es die Reform ist, die den Jüngeren nützen und helfen soll. Ich finde, es ist die größte Verdrehung an der ganzen Geschichte der Pensionsreform, zu behaupten, dass die nach wie vor bestehenden Kürzungen – Kollege Kurzbauer hat sich, glaube ich, vorhin wieder darüber aufgeregt – von 30 bis 40 Prozent nicht gegeben wären. Selbstverständlich gibt es sie: Bei allen, die unter 35 Jahren sind, hat sich ja nichts verändert, warum also sollten dort die Kürzungen geringer sein! (Abg. Dr. Brinek: Wann gehen denn die in Pension?) – Sie wollen also bei den Ausführungen über die Pension auch zwischenrufen? – Okay.
Abg. Dr. Brinek: 30-Jährige ...!
Dass Sie um 30 bis 40 Prozent kürzen, ist ein Faktum. Dass Sie dann immer behaupten, die Jüngeren können sich ihr Leben gestalten und sich darauf einstellen, ist schon bis zu einem gewissen Grad originell. 33-Jährige, 34-Jährige haben wohl nicht mehr die Möglichkeit, sich das komplette Leben neu zu gestalten. Wenn man 45 Jahre gearbeitet haben muss, um auf den Höchstsatz zu kommen, dann muss man dafür relativ früh angefangen haben. Alle, die studiert haben, alle, die später angefangen haben, haben dazu schlicht und einfach nicht mehr die Möglichkeit. Alle, die während ihres Studiums in Teilzeit gearbeitet haben, haben nicht mehr die Möglichkeit, diese Verluste auszugleichen. (Abg. Dr. Brinek: 30-Jährige ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie kriegen noch weniger, wenn es keine Reform ...!
Hier nun herzugehen und immer davon zu sprechen, dass die Jungen diejenigen sind, die diese Pensionsreform brauchen, und dass sie die Nutznießer sind – ich weiß nicht! Sie sollten einmal mit den Jungen darüber reden, wie sie das sehen. Die haben andere Probleme bei der Pension, nämlich dass sie wesentlich weniger bekommen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie kriegen noch weniger, wenn es keine Reform ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich verstehe nach wie vor nicht, warum wir jetzt nicht über den Bereich von hohen Pensionen haben reden können, dass man auch dort etwas zur Pensionssicherung beiträgt. Das ist die Klientelpolitik, die Sie zu verantworten haben, und das verstehe ich im Übrigen bei der FPÖ am wenigsten, denn ich finde, dass es einen Unterschied macht, ob man eine Mindestpension hat – ob jemand eine Pension von 600 € oder 700 € bekommt, und ein großer Teil liegt ja unter 1 000 € – oder ob es wirklich Pensionen betrifft, die weit über der ASVG-Höchstbeitragsbemessungsgrundlage und über der Höchstpension liegen. Man sagt bei beiden gleichermaßen: Hier wird nicht eingegriffen! Aber wenn man das Pensionssystem fair gestalten will, dann wird man wohl nicht gleichmäßig drübermähen können und alle gleich betroffen machen können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, dass diese Pensionsreform sowohl, was die demographische Entwicklung – und somit auch das Problem der Generationen – betrifft, nicht fair und nicht ausgewogen ist, als auch und vor allem, was die soziale Ausgewogenheit betrifft, nicht fair ist, weil Menschen mit Mindestpensionen und Menschen, die Pensionen von weniger als 1 000 € bekommen, einfach nicht von einer Pensionsreform erfasst werden dürften – wie Sie das machen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir wissen, dass in der Debatte zu den Budgetbegleitgesetzen – es werden ja 91 Gesetze geändert – derzeit die Pensionsreform alles überdeckt, auch die Anschaffung der uns immer wieder als so gut geschilderten Kampfflugzeuge. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien und vor allem von der Freiheitlichen Partei, Ihren Kampf, über den Sie uns heute hier erzählt haben und den Sie seit Tagen und Wochen führen, hätten Sie sich wirklich leichter machen können oder ersparen können! Ihr Parteichef hat diesen Antrag eingebracht, und das hätte, wie wir alle wissen, seinerzeit schon der Ministerrat nicht beschließen müssen. Wenn das schon ein Kampf ist, dann ist es vielleicht eine Debatte im eigenen Klub oder in der eigenen Partei. Aber ich glaube, die Österreicherinnen und Österreicher haben sich in einer so wichtigen, sensiblen Frage mehr verdient als eine Diskussion in einem Parlamentsklub oder in einer Partei, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP
Hätte es nicht den Aufschrei von Hunderttausenden, ja Millionen Österreicherinnen und Österreichern gegeben (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP) – den hat es gegeben! –, wäre heute wahrscheinlich ein ganz anderer Entwurf hier im Saale als der, über den morgen debattiert und dann abgestimmt wird. Kollege Brosz hat es richtig gesagt: Ichre so genannten Deckelungsregelungen laufen aus, und die junge Generation in unserer Heimat wird eine um ein Drittel niedrigere Pension haben! Da können Sie diskutieren, was Sie wollen.
Abg. Mag. Mainoni: Nein!
Geschätzte Damen und Herren! Wenn Sie schon Flieger kaufen – ich will dieses Thema wirklich nicht strapazieren, glaube aber schon, dass man, wie im Ministerrat und in den Budgetbegleitgesetzen beschlossen, die teuersten Kampfflieger anschafft (Abg. Mag. Mainoni: Nein!) –, während gleichzeitig eine Pensionsreform stattfindet, obwohl noch niemand in diesem Saale weiß, ob es die Flieger überhaupt einmal geben wird, dann sollten Sie vorher alle Fragen geklärt haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich jemand ein Auto gekauft hat, obwohl er nicht einmal gewusst hat, ob es einmal produziert werden wird. Aber wir sind hier gerade auf dem Weg, Flieger zu kaufen, die von der Ausstattung her keiner braucht und von denen außerdem keiner weiß, ob sie jemals angeschafft werden können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.
Geschätzte Damen und Herren! Wenn Sie schon Flieger kaufen – ich will dieses Thema wirklich nicht strapazieren, glaube aber schon, dass man, wie im Ministerrat und in den Budgetbegleitgesetzen beschlossen, die teuersten Kampfflieger anschafft (Abg. Mag. Mainoni: Nein!) –, während gleichzeitig eine Pensionsreform stattfindet, obwohl noch niemand in diesem Saale weiß, ob es die Flieger überhaupt einmal geben wird, dann sollten Sie vorher alle Fragen geklärt haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich jemand ein Auto gekauft hat, obwohl er nicht einmal gewusst hat, ob es einmal produziert werden wird. Aber wir sind hier gerade auf dem Weg, Flieger zu kaufen, die von der Ausstattung her keiner braucht und von denen außerdem keiner weiß, ob sie jemals angeschafft werden können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind keine Reformen für die Menschen in unserer Heimat, und so stellen wir uns auch einen Budgetvollzug nicht vor, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Bei Ihnen bezahlen die Armen, dass die Reichen ...!
Es interessiert mich, von Ihnen einmal zu wissen: Welche Visionen haben Sie eigentlich? Welches Niveau wollen Sie in diesem Staat in der Gesundheitsversorgung? Und natürlich: Wer soll es bezahlen? – Fordern ist die eine Seite, aber Bezahlen ist die andere Seite! Im Gegenteil: Sie polemisieren genauso wie bei der Pensionsreform. (Abg. Mag. Wurm: Bei Ihnen bezahlen die Armen, dass die Reichen ...!) Da leugnen Sie permanent, dass die Leute älter werden. Heute beziehen die Leute 21 Jahre Pension statt, wie 1970, acht Jahre. Wir wollen das, wir freuen uns darüber! Die Leute werden heute, im Vergleich zu 1970, im Durchschnitt acht Jahre älter (Abg. Mag. Wurm: Ein Arbeiter am Hochofen nicht!), und dieser Trend zu einem höheren Lebensalter wird weiter zunehmen. Das heißt, wir müssen ... (Das Mobiltelefon des Redners beginnt eine Melodie zu spielen.)
Abg. Mag. Wurm: Ein Arbeiter am Hochofen nicht!
Es interessiert mich, von Ihnen einmal zu wissen: Welche Visionen haben Sie eigentlich? Welches Niveau wollen Sie in diesem Staat in der Gesundheitsversorgung? Und natürlich: Wer soll es bezahlen? – Fordern ist die eine Seite, aber Bezahlen ist die andere Seite! Im Gegenteil: Sie polemisieren genauso wie bei der Pensionsreform. (Abg. Mag. Wurm: Bei Ihnen bezahlen die Armen, dass die Reichen ...!) Da leugnen Sie permanent, dass die Leute älter werden. Heute beziehen die Leute 21 Jahre Pension statt, wie 1970, acht Jahre. Wir wollen das, wir freuen uns darüber! Die Leute werden heute, im Vergleich zu 1970, im Durchschnitt acht Jahre älter (Abg. Mag. Wurm: Ein Arbeiter am Hochofen nicht!), und dieser Trend zu einem höheren Lebensalter wird weiter zunehmen. Das heißt, wir müssen ... (Das Mobiltelefon des Redners beginnt eine Melodie zu spielen.)
Abg. Dr. Rasinger schaltet sein Mobiltelefon aus. – Heiterkeit.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Herr Abgeordneter, ist das Ihr Handy? (Abg. Dr. Rasinger schaltet sein Mobiltelefon aus. – Heiterkeit.) Ich bin absolut sprachlos; das nächste Mal erteile ich einen Ordnungsruf!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie reden ständig vom Bestrafen und betreiben Greuelpropaganda. Kein Mensch in Österreich will Patienten von Gesundheitsleistungen ausschließen. Moderate Selbstbehalte, die noch dazu erstmalig auf das wirtschaftliche Leistungsniveau Rücksicht nehmen, sind vertretbar und helfen, unser Weltklassesystem abzusichern. Sie haben keine Visionen, Sie verleugnen die Realität und gefährden damit die Solidarität, denn Ihr Weg führt in die schleichende Rationierung. Wir hingegen wollen das beste Gesundheitswesen in der EU erhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Es hat doch gerade geläutet! – Abg. Dr. Brinek: Er würde schon so gerne zurückrufen!
†Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer| (Grüne): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Das gibt mir jetzt einen guten Anknüpfungspunkt, hier weiterzureden. Herr Rasinger, vielleicht bleiben Sie noch kurz da, denn ich möchte mich gerne auf Ihre Ausführungen beziehen. (Ruf bei der SPÖ: Es hat doch gerade geläutet! – Abg. Dr. Brinek: Er würde schon so gerne zurückrufen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Tatsächlich habe ich wirklich oft den Eindruck, dass viele Menschen meinen, dass diese Leistungen gratis sind, insbesondere bei Ärzten habe ich oft diesen Eindruck. Ich habe aber immer dafür bezahlt, und zwar monatlich und nicht wenig. In der Diskussion über Selbstbehalte wäre also anzuerkennen, dass wir die ganze Zeit über Selbstbehalte zahlen. Wir finanzieren unser System ja selbst! Von den Ärzten wird das System nicht finanziert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Dr. Rasinger
Ich möchte Sie (in Richtung des Abg. Dr. Rasinger) jetzt nicht mehr aufhalten. Das war alles, was ich zu diesem Thema zu sagen hatte. (Abg. Brosz: Sie dürfen jetzt telefonieren!)
Abg. Brosz: Sie dürfen jetzt telefonieren!
Ich möchte Sie (in Richtung des Abg. Dr. Rasinger) jetzt nicht mehr aufhalten. Das war alles, was ich zu diesem Thema zu sagen hatte. (Abg. Brosz: Sie dürfen jetzt telefonieren!)
Abg. Dr. Brinek: Eine Erfolgsgeschichte!
1992 hat Herr Dr. Schüssel als Wirtschaftsminister die Privatisierung von Schloss Schönbrunn veranlasst. (Abg. Dr. Brinek: Eine Erfolgsgeschichte!) 1993 hat er die Umwandlung der sechs Straßensondergesellschaften veranlasst und auch die Reform der Gewerbeordnung. Weiter steht nichts in seinem Lebenslauf über die Periode als Wirtschaftsminister, was sehr überrascht, weil Österreich in dieser Zeit immerhin WTO-Mitglied geworden ist und der Wirtschaftsminister natürlich auch an der Umwandlung des GATT zur Welthandelsorganisation mitgewirkt hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Seit wann ist Österreich WTO-Mitglied, bitte?) Am 1. Jänner 1995. Die Verhandlungen führte Minister Schüssel als Wirtschaftsminister. Am 12. April 1994 wurden diese Verträge ratifiziert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein! – Abg. Mag. Wurm: Da waren Sie noch Familienminister! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!) Gut, wir können dann gerne nachschauen. – So steht es jedenfalls im Internet. (Neuerliche Zwischenrufe des Bundesministers Dr. Bartenstein sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Seit wann ist Österreich WTO-Mitglied, bitte?
1992 hat Herr Dr. Schüssel als Wirtschaftsminister die Privatisierung von Schloss Schönbrunn veranlasst. (Abg. Dr. Brinek: Eine Erfolgsgeschichte!) 1993 hat er die Umwandlung der sechs Straßensondergesellschaften veranlasst und auch die Reform der Gewerbeordnung. Weiter steht nichts in seinem Lebenslauf über die Periode als Wirtschaftsminister, was sehr überrascht, weil Österreich in dieser Zeit immerhin WTO-Mitglied geworden ist und der Wirtschaftsminister natürlich auch an der Umwandlung des GATT zur Welthandelsorganisation mitgewirkt hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Seit wann ist Österreich WTO-Mitglied, bitte?) Am 1. Jänner 1995. Die Verhandlungen führte Minister Schüssel als Wirtschaftsminister. Am 12. April 1994 wurden diese Verträge ratifiziert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein! – Abg. Mag. Wurm: Da waren Sie noch Familienminister! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!) Gut, wir können dann gerne nachschauen. – So steht es jedenfalls im Internet. (Neuerliche Zwischenrufe des Bundesministers Dr. Bartenstein sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein! – Abg. Mag. Wurm: Da waren Sie noch Familienminister! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!
1992 hat Herr Dr. Schüssel als Wirtschaftsminister die Privatisierung von Schloss Schönbrunn veranlasst. (Abg. Dr. Brinek: Eine Erfolgsgeschichte!) 1993 hat er die Umwandlung der sechs Straßensondergesellschaften veranlasst und auch die Reform der Gewerbeordnung. Weiter steht nichts in seinem Lebenslauf über die Periode als Wirtschaftsminister, was sehr überrascht, weil Österreich in dieser Zeit immerhin WTO-Mitglied geworden ist und der Wirtschaftsminister natürlich auch an der Umwandlung des GATT zur Welthandelsorganisation mitgewirkt hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Seit wann ist Österreich WTO-Mitglied, bitte?) Am 1. Jänner 1995. Die Verhandlungen führte Minister Schüssel als Wirtschaftsminister. Am 12. April 1994 wurden diese Verträge ratifiziert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein! – Abg. Mag. Wurm: Da waren Sie noch Familienminister! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!) Gut, wir können dann gerne nachschauen. – So steht es jedenfalls im Internet. (Neuerliche Zwischenrufe des Bundesministers Dr. Bartenstein sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Neuerliche Zwischenrufe des Bundesministers Dr. Bartenstein sowie der Abg. Mag. Wurm.
1992 hat Herr Dr. Schüssel als Wirtschaftsminister die Privatisierung von Schloss Schönbrunn veranlasst. (Abg. Dr. Brinek: Eine Erfolgsgeschichte!) 1993 hat er die Umwandlung der sechs Straßensondergesellschaften veranlasst und auch die Reform der Gewerbeordnung. Weiter steht nichts in seinem Lebenslauf über die Periode als Wirtschaftsminister, was sehr überrascht, weil Österreich in dieser Zeit immerhin WTO-Mitglied geworden ist und der Wirtschaftsminister natürlich auch an der Umwandlung des GATT zur Welthandelsorganisation mitgewirkt hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Seit wann ist Österreich WTO-Mitglied, bitte?) Am 1. Jänner 1995. Die Verhandlungen führte Minister Schüssel als Wirtschaftsminister. Am 12. April 1994 wurden diese Verträge ratifiziert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein! – Abg. Mag. Wurm: Da waren Sie noch Familienminister! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!) Gut, wir können dann gerne nachschauen. – So steht es jedenfalls im Internet. (Neuerliche Zwischenrufe des Bundesministers Dr. Bartenstein sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Meine Herren auf der Regierungsbank! Die Rednerin empfindet es als absolut lästig, wenn ihr hinten in das Genick hineingeredet wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Präsident dieses Hauses beliebt zu sagen, er wolle sich eigentlich aussuchen, welche Arme er unterstütze. Er möchte also wieder das Almosenwesen einführen, weil man nur dann die Guten von den Bösen unterscheiden kann und immer nur diejenigen zu unterstützen braucht, die eben der eigenen Auffassung nach die Guten sind. Wir haben große Probleme mit diesem neuen Gnade-vor-Recht-System. Wir sind überzeugt, dass die Menschen Rechtsansprüche entwickeln, weil sie auch einzahlen. Wir alle, alle, die hier sitzen, zahlen ein und auch alle, die Sie hier immer wieder als Verhinderer und Bremser beschimpfen. Wir alle zahlen also ein in dieses große System, und wir alle profitieren auch davon, wenn es gerecht und sorgsam verwaltet wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Eigentlich ist das heute auch eine Rede an meine Kinder, weil nämlich immer die Kinder angeführt werden, für die wir hier zu sorgen hätten. Ich habe noch nie den Eindruck gehabt, dass irgendjemand dafür zuständig sein sollte, für mich oder später auch für meine Kinder aufzukommen. All diese Menschen, auch meine Kinder, werden später für sich selbst sorgen, und trotzdem werden sie womöglich manchmal Unterstützung von einem Gemeinwesen brauchen. Ich bin überzeugt davon, dass so ein Gemeinwesen durchaus organisierbar ist. Es gibt eine gerechte Welt, aber wir müssen daran bauen, sie ist nicht fertig! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Wurm: Die ist immer ein Problem!
Unbestritten ist, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, dass beim Ankauf der Draken die Luftraumüberwachung noch kein Problem war. (Abg. Mag. Wurm: Die ist immer ein Problem!) Ich denke, darüber sind wir uns einig. Ich zitiere Ihnen jetzt etwas, das Sie eigentlich auch kennen sollten. Zum Thema Landesverteidigung steht hier – ich zitiere –:
Abg. Gradwohl: Und wer war dann in der Regierung?
Die Regierung ist dann nicht zustande gekommen, aber darüber, dass Luftraumüberwachungsflugzeuge angeschafft werden, konnte sich die SPÖ sehr wohl mit der ÖVP einigen. (Abg. Gradwohl: Und wer war dann in der Regierung?) Nur jetzt ist es plötzlich anders. Das ist doch wohl bemerkenswert!
Abg. Mag. Wurm: Der Bundeskanzler hat doch gesagt, die Neutralität ist ein Produkt der Geschichte!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wer die Neutralität versteht – und es gibt nur eine Interpretation darüber –, der muss zur Kenntnis nehmen, dass Neutralität laut Neutralitätsgesetz erfordert, eben die Neutralität mit allen zu Gebote stehenden Mitteln aufrechtzuerhalten und zu verteidigen. (Abg. Mag. Wurm: Der Bundeskanzler hat doch gesagt, die Neutralität ist ein Produkt der Geschichte!) Es ist doch unstrittig, dass das nicht nur zu Lande gilt, sondern auch in der Luft.
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Lunacek.
Neutralität bedeutet weiters: keine Teilnahme an Kriegen. Das wird wohl auch unstrittig sein. Das bedeutet, dass ein Neutraler im Kriegsfall keiner der beiden Streitparteien einen Vorteil einräumen darf, zum Beispiel durch Überflüge. Deshalb haben wir den Luftraum auch zu verteidigen. Selbst eine Neuinterpretation der Neutralität, wie ich es jetzt in einem Zwischenruf gehört habe, durch den Zusammenbruch des Ostblocks zum Beispiel oder den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ändert überhaupt nichts an dem Faktum, dass Österreich neutral ist und das Neutralitätsgesetz gilt. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Lunacek.)
Abg. Mag. Wurm: Es muss aber nicht der Eurofighter sein!
Ludwig Adamovich: „Neutralitätsgesetz lässt keine Wahl, einen Ersatz zu beschaffen. Wer die Beschaffung verhindern will, muss vorher die Neutralität aufheben.“ (Abg. Mag. Wurm: Es muss aber nicht der Eurofighter sein!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
„Sollten Verfassungsrechtler zu der Auffassung gelangen, Flugzeuge seien aus Neutralitätsgründen als“ ... „Luftraumüberwachung nötig, so muss man in den sauren Apfel beißen.“ – Originalaussage Klubobmann Van der Bellen. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Mag. Wurm: Warum sagen Sie nichts zur Pensionsreform? – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wie chaotisch die Zustände bei den Grünen sind, zeigt, was danach passiert ist, dass nämlich Glawischnig, Kogler und Pilz sofort erklärten, dass Klubobmann Van der Bellens Äußerungen nicht so ganz ernst zu nehmen seien. Sie verstiegen sich dann sogar noch weiter – Sie werden sich sicher erinnern können – zu der Behauptung, Herr Klubobmann Van der Bellen sei oft von „dialektischen Fragestellungen“ geprägt und deshalb sei das Ganze nicht so ernst zu nehmen. (Abg. Mag. Wurm: Warum sagen Sie nichts zur Pensionsreform? – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) – Das waren Ihre Aussagen dazu; ich zitiere das alles nur.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Das steht aber nicht in der Verfassung!
Sehr geehrte Damen und Herren! Zum Schluss kommend: Ob Dringliche Anfrage, ob diese widersprüchlichen Aussagen der SPÖ oder auch die Haltung der Grünen: Wer die österreichische Verfassung achtet – und wir Nationalratsabgeordnete sind darauf vereidigt –, der muss unter Wahrung dieses Neutralitätsgesetzes dem Ankauf von Abfangjägern zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Das steht aber nicht in der Verfassung!)
Abg. Mag. Mainoni: Dazu werde ich morgen eine Rede halten!
†Abgeordnete Mag. Christine Lapp| (SPÖ): Herr Präsident! Herren Minister! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Mainoni hat jetzt die Kurve gekratzt, denn er ist ja in den letzten Tagen als einer der Rebellen dargestellt worden, der gegen die Pensionsreform stimmen wird und in seiner eigenen Partei alles unternehmen wird, damit noch möglichst viele Änderungen kommen. (Abg. Mag. Mainoni: Dazu werde ich morgen eine Rede halten!) Jetzt hat er aber zu den Abfangjägern gesprochen. Wahrscheinlich hat Sie Ihr Klub für 15 Uhr nicht eingeteilt. Das tut mir Leid. (Abg. Neudeck: Bei euch müssen ja Zucht und Ordnung herrschen!)
Abg. Neudeck: Bei euch müssen ja Zucht und Ordnung herrschen!
†Abgeordnete Mag. Christine Lapp| (SPÖ): Herr Präsident! Herren Minister! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Mainoni hat jetzt die Kurve gekratzt, denn er ist ja in den letzten Tagen als einer der Rebellen dargestellt worden, der gegen die Pensionsreform stimmen wird und in seiner eigenen Partei alles unternehmen wird, damit noch möglichst viele Änderungen kommen. (Abg. Mag. Mainoni: Dazu werde ich morgen eine Rede halten!) Jetzt hat er aber zu den Abfangjägern gesprochen. Wahrscheinlich hat Sie Ihr Klub für 15 Uhr nicht eingeteilt. Das tut mir Leid. (Abg. Neudeck: Bei euch müssen ja Zucht und Ordnung herrschen!)
Abg. Neudeck: Auch so vergeht die Redezeit!
Ich bin im 33. Lebensjahr, habe Architektur studiert und mich nachher drei Jahre lang mit 7 500 S im Monat als Kleinunternehmer durchgekämpft. – Zitatende. (Abg. Neudeck: Auch so vergeht die Redezeit!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Saison der Radrundfahrten beginnt ja jetzt wieder, und bei der Regierung können wir nur erkennen, dass es eine Kurvenfahrt gibt, wie normalerweise sonst nur bei Bergetappen von Radrundfahrten üblich. Der FPÖ-Vizekanzler hat eine Vorlage gebracht, die sehr einschneidend war, von der dann immer wieder wegverhandelt wurde, abverhandelt wurde. Die Kärntner FPÖ-Abgeordneten haben gemeint, dass sie dagegen stimmen würden und ichren Klub noch eindringlich warnen würden. Es hat Verhandlungen gegeben, ein Hin und Her. Eine Forderung der FPÖ war auch, dass dieses Paket einer Volksabstimmung unterzogen werden soll. Wenn Ihre kurvenreichen Taktiken so weitergehen, dann zeigt sich auch hier, dass die Menschen in Österreich einer Regierungspartei wie der FPÖ keinerlei Vertrauen schenken können und dass die Maßnahmen, die von dieser Regierung gesetzt werden, eher Negatives in den Lebensläufen von Menschen bewirken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Nur weil sie das am Freitag abgelehnt haben!
Es hat sehr viele Diskussionen im Budgetausschuss, in anderen Ausschüssen et cetera zu den unterschiedlichsten Abänderungsanträgen gegeben. Sie verhandeln jetzt anscheinend noch bis zur letzten Minute, weil Sie finden, dass das dann seriöse Arbeit ist. Der Ausschussbericht – am Donnerstag hat der Ausschuss sozusagen die Erledigung gebracht – wurde erst heute vorgelegt. (Abg. Murauer: Nur weil sie das am Freitag abgelehnt haben!) Auch das ist wieder ein Zeichen dafür, dass Sie das Parlament nicht ernst nehmen und dass Sie den Abläufen des Parlaments eher sehr schludrig gegenüberstehen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
†Abgeordnete Mag. Christine Lapp| (fortsetzend): ... dass bei dieser Radrundfahrt die Menschen in Österreich wegen der Regierung einen Patschen bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Broukal: Nein, Herr Präsident!
Herr Abgeordneter Broukal, wollen Sie diesen Satz wirklich gesagt haben? (Abg. Broukal: Nein, Herr Präsident!) – Danke vielmals.
Abg. Neudeck: Eine grüne G’schicht!
Wie sollen wir in Zukunft die Unwahrheit bezeichnen, wenn nicht als Unwahrheit? Wie sollen wir in Zukunft etwa ein illegales Baukartell bezeichnen, wenn nicht als illegales Baukartell? (Abg. Neudeck: Eine grüne G’schicht!) Wie sollen wir in Zukunft den Amtsmissbrauch bezeichnen, wenn nicht als Amtsmissbrauch? Und, Herr Präsident: Wie sollen wir in Zukunft eine Schiebung bezeichnen, wenn nicht als Schiebung? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie sollen wir in Zukunft die Unwahrheit bezeichnen, wenn nicht als Unwahrheit? Wie sollen wir in Zukunft etwa ein illegales Baukartell bezeichnen, wenn nicht als illegales Baukartell? (Abg. Neudeck: Eine grüne G’schicht!) Wie sollen wir in Zukunft den Amtsmissbrauch bezeichnen, wenn nicht als Amtsmissbrauch? Und, Herr Präsident: Wie sollen wir in Zukunft eine Schiebung bezeichnen, wenn nicht als Schiebung? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Freund: Das glaubt’s nur ihr, dass ...!
Herr Präsident! Ich würde an die Sache etwas anders herangehen. (Abg. Freund: Das glaubt’s nur ihr, dass ...!) Ich würde sagen, es wäre doch viel sinnvoller und würde uns das Leben viel einfacher machen, wenn es – wie soll ich jetzt sagen? – Schiebungen oder schiebungsartige Zustände in dieser Republik gar nicht gäbe.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich kann eine lange Geschichte erzählen, wie man versucht hat – und das waren nicht nur die Generaldirektoren einer Wiener Baufirma –, Abgeordneten, die noch nicht einmal illegale Zustände angeprangert haben, das Wort zu verbieten und die Verwendung des Begriffes zu verbieten. Herr Präsident! Deswegen würde ich gerade im Plenum des Nationalrates mit solchen Akten der Beschneidung von Redemöglichkeiten sehr, sehr vorsichtig umgehen und das freie Wort letzten Endes doch über den Schutz von Mitgliedern dieser Bundesregierung und deren Interessen stellen. (Beifall bei den Grünen.) – Das ist das Erste.
Abg. Nürnberger: Das ist aber schwer! – Ruf bei der ÖVP: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Der Finanzminister!
Wer war das? (Abg. Nürnberger: Das ist aber schwer! – Ruf bei der ÖVP: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Der Finanzminister!) – Brav, Abgeordneter Öllinger hat das richtig beantwortet.
Rufe bei den Grünen: Der Finanzminister!
Wer war das? (Rufe bei den Grünen: Der Finanzminister!) – Richtig, der Finanzminister!
Abg. Nürnberger: Noch schwerer! – Ruf bei der ÖVP: Der Öllinger!
Wer hat das gesagt? (Abg. Nürnberger: Noch schwerer! – Ruf bei der ÖVP: Der Öllinger!) – Der Finanzminister! (Abg. Lentsch: Das glaub ich nicht!)
Abg. Lentsch: Das glaub ich nicht!
Wer hat das gesagt? (Abg. Nürnberger: Noch schwerer! – Ruf bei der ÖVP: Der Öllinger!) – Der Finanzminister! (Abg. Lentsch: Das glaub ich nicht!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Umgedreht! – Abg. Scheibner: Warum bin ich umgedreht? – Ruf bei der ÖVP: Das ist glatt die Unwahrheit!
Die Frage – und diese wird uns der Finanzminister heute sicherlich in aller Ausführlichkeit und korrekt ein erstes Mal beantworten – lautet: Warum hat sich der Finanzminister quergelegt? Was hat ihm an der Type nicht gepasst? Was begründet die Gripen-Feindlichkeit des Finanzministers? Warum ist der Finanzminister gegen das billigere von den zwei verbliebenen Systemen? Warum wird dann eine Woche lang verhandelt? Und warum setzt sich am 2. Juli 2002 in der Ministerratsvorbesprechung der Finanzminister durch und kann dann gemeinsam mit dem umgedrehten Verteidigungsminister erklären, es ist nicht SAAB-Gripen, es ist nicht die Empfehlung der Militärs, sondern die Teuersten kommen zum Zug: 24 Stück Eurofighter sollen gekauft werden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Umgedreht! – Abg. Scheibner: Warum bin ich umgedreht? – Ruf bei der ÖVP: Das ist glatt die Unwahrheit!)
Abg. Neudeck: Das ist ja ein Filmdrehbuch!
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was ist mit dem Verteidigungsminister passiert? – Der Verteidigungsminister war in einer seltsamen Situation, in der sich Regierungsmitglieder sehr selten befinden. Der Finanzminister kommt eine Woche lang immer wieder zu ihm und sagt: Warum müssen Sie das Billigere kaufen? Ich würde alles an Mehrkosten finanzieren. Bitte schön, nehmen Sie das Teurere! (Abg. Neudeck: Das ist ja ein Filmdrehbuch!) Nehmen Sie die Eurofighter!
Abg. Dr. Fasslabend: Preis-Leistungs-Verhältnis!
Warum tut der Finanzminister etwas, was nicht einmal der Verteidigungsminister will, nämlich um jeden Preis das Teuerste beschaffen? (Abg. Dr. Fasslabend: Preis-Leistungs-Verhältnis!) Das haben wir Sie im Nationalen Sicherheitsrat, im Landesverteidigungsrat, im Budgetausschuss gefragt, überall, wo wir Sie angetroffen haben. – Wir haben bis heute keine Antwort bekommen.
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja wie ein Leidensweg!
Die zweite Station war, was danach passiert ist. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja wie ein Leidensweg!) Da hat es immer eine Frage gegeben, für die auch Sie, Herr Finanzminister, der Hauptzuständige waren, nämlich: Was kostet das Ganze jetzt wirklich?
Abg. Murauer: Jetzt haben wir den Schlimmen!
Sie haben gemeinsam mit dem Verteidigungsminister im Herbst vorigen Jahres erklärt, ein Hochwasser zwinge uns, statt 24 Abfangjägern nur noch 18 zu kaufen. – Sie wussten aber ganz genau, dass die ersten Zahlungen 2007 – und da erst zum Teil – fällig werden. (Abg. Murauer: Jetzt haben wir den Schlimmen!)
Abg. Neudeck: Das gilt nur bei der Pensionsreform!
Was ist denn das für eine Hochwasser-Bekämpfungspolitik, die sagt, wir lassen die Hochwasseropfer bis zur ersten Abfangjäger-Rate, die dann geringer ausfällt, warten? (Abg. Neudeck: Das gilt nur bei der Pensionsreform!) Wenn Sie heute in die Wachau und in andere Schadensgebiete fahren, dann merken Sie, dass wie bei den Pensionen, wie bei den Universitäten, wie bei Forschung und Entwicklung auch dort das Geld fehlt. (Abg. Scheibner: Da habt ihr aber anders argumentiert! – Abg. Murauer: Wo sind Sie da gewesen, Herr Pilz!) Dort ist zu wenig angekommen, weil schlicht und einfach zu wenig da ist, weil Sie in Ihrem Budget schlicht und einfach andere und noch immer unverständliche Prioritäten gesetzt haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da habt ihr aber anders argumentiert! – Abg. Murauer: Wo sind Sie da gewesen, Herr Pilz!
Was ist denn das für eine Hochwasser-Bekämpfungspolitik, die sagt, wir lassen die Hochwasseropfer bis zur ersten Abfangjäger-Rate, die dann geringer ausfällt, warten? (Abg. Neudeck: Das gilt nur bei der Pensionsreform!) Wenn Sie heute in die Wachau und in andere Schadensgebiete fahren, dann merken Sie, dass wie bei den Pensionen, wie bei den Universitäten, wie bei Forschung und Entwicklung auch dort das Geld fehlt. (Abg. Scheibner: Da habt ihr aber anders argumentiert! – Abg. Murauer: Wo sind Sie da gewesen, Herr Pilz!) Dort ist zu wenig angekommen, weil schlicht und einfach zu wenig da ist, weil Sie in Ihrem Budget schlicht und einfach andere und noch immer unverständliche Prioritäten gesetzt haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was ist denn das für eine Hochwasser-Bekämpfungspolitik, die sagt, wir lassen die Hochwasseropfer bis zur ersten Abfangjäger-Rate, die dann geringer ausfällt, warten? (Abg. Neudeck: Das gilt nur bei der Pensionsreform!) Wenn Sie heute in die Wachau und in andere Schadensgebiete fahren, dann merken Sie, dass wie bei den Pensionen, wie bei den Universitäten, wie bei Forschung und Entwicklung auch dort das Geld fehlt. (Abg. Scheibner: Da habt ihr aber anders argumentiert! – Abg. Murauer: Wo sind Sie da gewesen, Herr Pilz!) Dort ist zu wenig angekommen, weil schlicht und einfach zu wenig da ist, weil Sie in Ihrem Budget schlicht und einfach andere und noch immer unverständliche Prioritäten gesetzt haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Der Redner hält die Unterlagen, aus denen er vorgelesen hat, in die Höhe. – Abg. Neudeck: Das kann ich nicht lesen von da! Kann man das durchgehen lassen? Kann man das kopieren?
Es ist Beamten des Verteidigungsministeriums zu verdanken, dass auch hier für Aufklärung gesorgt wurde und auch hier die Opposition trotz Finanzminister und trotz Verteidigungsminister in Unterlagen Einsicht nehmen konnte, in denen steht, der Systemaufwand – nur Eurofighter betreffend – beträgt 1,9 Milliarden €. Aber da gibt es noch sonstige Vertragspartner und den sonstigen Systemaufwand, und der beträgt 233 Millionen €. (Der Redner hält die Unterlagen, aus denen er vorgelesen hat, in die Höhe. – Abg. Neudeck: Das kann ich nicht lesen von da! Kann man das durchgehen lassen? Kann man das kopieren?)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Wie ist es möglich, dass Sie trotz Vorliegen dieses Briefes Ihres Ministeriums – mit offiziellem Briefkopf und der Unterschrift des Beamten – im Budgetausschuss erklärt haben – das gilt insbesondere für Sie, Herr Verteidigungsminister –, es handle sich dabei um keine Eurofighter-Systemkosten? Herr Verteidigungsminister! Dieser Brief des Finanzministeriums beweist: Sie haben wider besseres Wissen dem Budgetausschuss die Unwahrheit gesagt. Sie haben den Budgetausschuss vorsätzlich getäuscht, und wir können das schwarz auf weiß beweisen, auch in diesem Fall! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Dr. Fasslabend: Das kennen wir seit zwölf Jahren! Immer genau das Gleiche!
Dann haben wir Sie nach den Betriebskosten gefragt, und Sie haben uns im Verteidigungsausschuss, im Sicherheitsrat, im Budgetausschuss gesagt, Sie kennen sie nicht genau, Sie wissen nicht, wie es genau ausschaut, das werden Sie erst in Zukunft verhandeln. (Abg. Dr. Fasslabend: Das kennen wir seit zwölf Jahren! Immer genau das Gleiche!) Dann bekommen wir die Unterlagen des Verteidigungsministeriums aus der Rüstungsdirektion, wo detailliert aufgezählt wird, wie hoch die Betriebskosten Jahr für Jahr sein werden. (Abg. Murauer: Immer dieselbe Masche! Wachelt mit Zahlen und glaubt, wir sind beeindruckt!)
Abg. Murauer: Immer dieselbe Masche! Wachelt mit Zahlen und glaubt, wir sind beeindruckt!
Dann haben wir Sie nach den Betriebskosten gefragt, und Sie haben uns im Verteidigungsausschuss, im Sicherheitsrat, im Budgetausschuss gesagt, Sie kennen sie nicht genau, Sie wissen nicht, wie es genau ausschaut, das werden Sie erst in Zukunft verhandeln. (Abg. Dr. Fasslabend: Das kennen wir seit zwölf Jahren! Immer genau das Gleiche!) Dann bekommen wir die Unterlagen des Verteidigungsministeriums aus der Rüstungsdirektion, wo detailliert aufgezählt wird, wie hoch die Betriebskosten Jahr für Jahr sein werden. (Abg. Murauer: Immer dieselbe Masche! Wachelt mit Zahlen und glaubt, wir sind beeindruckt!)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja wirklich unglaublich! Seit zwölf Jahren das Gleiche!
Herr Finanzminister, ich fasse daher zusammen: Sie haben die Typenentscheidung persönlich manipuliert. Sie haben die Öffentlichkeit und den österreichischen Nationalrat getäuscht. Sie haben das Parlament unrichtig und – gemeinsam mit dem Verteidigungsminister – nicht der Wahrheit entsprechend informiert. Sie haben dem Vorgänger des Verteidigungsministers suggeriert, er könne das ruhig annehmen, Sie übernehmen alle Mehrkosten. (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja wirklich unglaublich! Seit zwölf Jahren das Gleiche!) Jetzt befindet sich das Verteidigungsministerium in der Eurofighter-Falle, weil Sie und Ihre Beamten nun erklären, alles darüber hinaus habe das Verteidigungsministerium zu zahlen. (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist widerlich! Seit zwölf Jahren das gleiche Spiel!)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist widerlich! Seit zwölf Jahren das gleiche Spiel!
Herr Finanzminister, ich fasse daher zusammen: Sie haben die Typenentscheidung persönlich manipuliert. Sie haben die Öffentlichkeit und den österreichischen Nationalrat getäuscht. Sie haben das Parlament unrichtig und – gemeinsam mit dem Verteidigungsminister – nicht der Wahrheit entsprechend informiert. Sie haben dem Vorgänger des Verteidigungsministers suggeriert, er könne das ruhig annehmen, Sie übernehmen alle Mehrkosten. (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja wirklich unglaublich! Seit zwölf Jahren das Gleiche!) Jetzt befindet sich das Verteidigungsministerium in der Eurofighter-Falle, weil Sie und Ihre Beamten nun erklären, alles darüber hinaus habe das Verteidigungsministerium zu zahlen. (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist widerlich! Seit zwölf Jahren das gleiche Spiel!)
Abg. Dr. Fasslabend: Sie missbrauchen die Demokratie!
Wir fragen Sie nur Folgendes – das ist die einzige Frage, auf die Sie mit Sicherheit keine ausreichende Antwort geben werden –: In wessen Interesse tun Sie das alles? (Abg. Dr. Fasslabend: Sie missbrauchen die Demokratie!) Im Interesse des österreichischen Budgets kann es nicht sein, weil Sie das Teuerste gewählt haben. (Abg. Dr. Fasslabend: Ein Missbrauch der Demokratie und des Parlaments!) Im Interesse der Landesverteidigung kann es nicht sein, weil der Verteidigungsminister und seine führenden Offiziere Ihnen einen anderen Vorschlag gemacht haben. – Was bleibt übrig? Welches Interesse, Herr Finanzminister, vertreten Sie? (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja unerhört!)
Abg. Dr. Fasslabend: Ein Missbrauch der Demokratie und des Parlaments!
Wir fragen Sie nur Folgendes – das ist die einzige Frage, auf die Sie mit Sicherheit keine ausreichende Antwort geben werden –: In wessen Interesse tun Sie das alles? (Abg. Dr. Fasslabend: Sie missbrauchen die Demokratie!) Im Interesse des österreichischen Budgets kann es nicht sein, weil Sie das Teuerste gewählt haben. (Abg. Dr. Fasslabend: Ein Missbrauch der Demokratie und des Parlaments!) Im Interesse der Landesverteidigung kann es nicht sein, weil der Verteidigungsminister und seine führenden Offiziere Ihnen einen anderen Vorschlag gemacht haben. – Was bleibt übrig? Welches Interesse, Herr Finanzminister, vertreten Sie? (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja unerhört!)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja unerhört!
Wir fragen Sie nur Folgendes – das ist die einzige Frage, auf die Sie mit Sicherheit keine ausreichende Antwort geben werden –: In wessen Interesse tun Sie das alles? (Abg. Dr. Fasslabend: Sie missbrauchen die Demokratie!) Im Interesse des österreichischen Budgets kann es nicht sein, weil Sie das Teuerste gewählt haben. (Abg. Dr. Fasslabend: Ein Missbrauch der Demokratie und des Parlaments!) Im Interesse der Landesverteidigung kann es nicht sein, weil der Verteidigungsminister und seine führenden Offiziere Ihnen einen anderen Vorschlag gemacht haben. – Was bleibt übrig? Welches Interesse, Herr Finanzminister, vertreten Sie? (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja unerhört!)
Abg. Murauer: Sie wissen es auch, Herr Pilz!
Deshalb haben wir eine dritte Gruppe von Fragen gestellt: Welche Beziehungen haben Sie? Wem sind Sie verpflichtet, und wessen Interesse vertreten Sie? Ist das Magna, ist das EADS, wer ist es? (Abg. Murauer: Sie wissen es auch, Herr Pilz!) Was steckt da dahinter? – Der Nationalrat hat schlicht und einfach das Recht, zu erfahren, wie es zu diesen seltsamen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen gekommen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb haben wir eine dritte Gruppe von Fragen gestellt: Welche Beziehungen haben Sie? Wem sind Sie verpflichtet, und wessen Interesse vertreten Sie? Ist das Magna, ist das EADS, wer ist es? (Abg. Murauer: Sie wissen es auch, Herr Pilz!) Was steckt da dahinter? – Der Nationalrat hat schlicht und einfach das Recht, zu erfahren, wie es zu diesen seltsamen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen gekommen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Da sitzen ein paar!
Zuletzt nur ein kleiner Appell an die Rebellinnen und Rebellen aus der Freiheitlichen Partei (Abg. Mag. Kogler: Da sitzen ein paar!): Liebe Rebellinnen und Rebellen! Nehmen Sie sich nicht Ihren Vizekanzler zum Vorbild, der als einzige politische Fortbewegungsart das Umfallen gewählt hat und immer öfter quasi als blauer Fleck vor dieses Plenum tritt ...
Abg. Eder: Er redet eh mäßig! Er redet eh schön! – Abg. Großruck: Eine Schande, so eine Rede! Eine Schande fürs Parlament!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Herr Abgeordneter, bitte eine etwas mäßigere Sprache! (Abg. Eder: Er redet eh mäßig! Er redet eh schön! – Abg. Großruck: Eine Schande, so eine Rede! Eine Schande fürs Parlament!)
Abg. Neudeck: Rehe bellen nicht!
Meine Damen und Herren und Rebellinnen und Rebellen aus der Freiheitlichen Partei! (Abg. Neudeck: Rehe bellen nicht!) Sie haben morgen Abend – nicht heute, morgen Abend! – die Entscheidung zu treffen, ob Sie die Verantwortung für diese Manipulationen rund um die Eurofighter-Beschaffung offiziell mit übernehmen (Abg. Scheibner: Für die Sicherheit des Landes habt ihr morgen die Entscheidung zu tragen!), ob Sie Finanzminister Grasser, Ihrem ehemaligen Parteifreund, weiter die Stange halten oder ob Sie im Sinne eines kontrollierenden und sauberen österreichischen Nationalrates die Möglichkeit geben, einen Abänderungsantrag so einzubringen, dass die Eurofighter von der Tagesordnung der morgigen Sitzung des Nationalrates kommen.
Abg. Scheibner: Für die Sicherheit des Landes habt ihr morgen die Entscheidung zu tragen!
Meine Damen und Herren und Rebellinnen und Rebellen aus der Freiheitlichen Partei! (Abg. Neudeck: Rehe bellen nicht!) Sie haben morgen Abend – nicht heute, morgen Abend! – die Entscheidung zu treffen, ob Sie die Verantwortung für diese Manipulationen rund um die Eurofighter-Beschaffung offiziell mit übernehmen (Abg. Scheibner: Für die Sicherheit des Landes habt ihr morgen die Entscheidung zu tragen!), ob Sie Finanzminister Grasser, Ihrem ehemaligen Parteifreund, weiter die Stange halten oder ob Sie im Sinne eines kontrollierenden und sauberen österreichischen Nationalrates die Möglichkeit geben, einen Abänderungsantrag so einzubringen, dass die Eurofighter von der Tagesordnung der morgigen Sitzung des Nationalrates kommen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Versuchen Sie einmal zu handeln wie dem Gesetz und den Wählerinnen und den Wählern verpflichtete ganz normale Abgeordnete der Republik Österreich! Kündigen Sie dem Finanzminister und dieser Bundesregierung die bedingungslose Gefolgschaft auf, und schauen Sie, dass der österreichische Nationalrat, solange es noch möglich ist, diese völlig unsinnige und unvertretbare Entscheidung stoppen kann! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Bundeskanzler hat heute den Bundeskanzler a.D. Bruno Kreisky entsprechend zitiert, und auch ich kann Ihnen nur sagen: Ein sicheres Österreich braucht eine umfassende Landesverteidigung und braucht auch eine aktive Luftraumüberwachung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Zu den Fragen!
Und auch ganz interessant: Präsident Fischer hat am 1. März 1987 gesagt, dass das Bundesheer ein Minimum an Abfangjägermaschinen brauche und Österreich zu einem Vertrag entsprechend stehen müsse. (Abg. Mag. Wurm: Zu den Fragen!)
Abg. Mag. Lunacek: Dringliche Anfrage!
Das heißt, es hat eine Zeit gegeben, in der man sich offensichtlich der staatspolitischen Verantwortung bewusst war. Heute ist das nicht mehr der Fall, heute wechselt man staatspolitische Verantwortung gegen parteipolitisches Hickhack. Ich kann nur festhalten: Diese Bundesregierung ist bereit, auch wenn es um unangenehme Entscheidungen geht, die Verantwortung zu tragen, und deswegen tun wir es auch in dieser Frage, was diesen Beschaffungsvorgang betrifft. (Abg. Mag. Lunacek: Dringliche Anfrage!)
Abg. Dr. Pilz und Abg. Öllinger: Nein!
Der Duden übersetzt „Schiebung“ mit betrügerischem Handel beziehungsweise mit Betrug. Sie reden davon, dass man irgendjemandem verpflichtet sei, dass man persönlich manipuliert hätte, dass die Unwahrheit gesagt worden sei, im Ausschuss oder hier im Hohen Haus. – Ich möchte das auf das Allerschärfste zurückweisen und betonen, dieser Beschaffungsvorgang ist transparent abgewickelt worden. (Abg. Dr. Pilz und Abg. Öllinger: Nein!) Er ist sauber, er ist einwandfrei, und dazu stehen wir! Es war uns ein großes Anliegen, dass das völlig korrekt abgewickelt wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Der Duden übersetzt „Schiebung“ mit betrügerischem Handel beziehungsweise mit Betrug. Sie reden davon, dass man irgendjemandem verpflichtet sei, dass man persönlich manipuliert hätte, dass die Unwahrheit gesagt worden sei, im Ausschuss oder hier im Hohen Haus. – Ich möchte das auf das Allerschärfste zurückweisen und betonen, dieser Beschaffungsvorgang ist transparent abgewickelt worden. (Abg. Dr. Pilz und Abg. Öllinger: Nein!) Er ist sauber, er ist einwandfrei, und dazu stehen wir! Es war uns ein großes Anliegen, dass das völlig korrekt abgewickelt wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Pilz, ich sage Ihnen zum Zweiten: Ich bedauere, dass Sie hier einen derartigen Stil einer zynischen und mit völlig unhaltbaren Unterstellungen arbeitenden Argumentation wählen. Ich bin enttäuscht davon, dass man solche Vorwürfe in den Raum stellt, weil ich persönlich der Überzeugung bin, dass ein Abgeordneter mit Verantwortung, ein Abgeordneter mit Seriosität, ein Abgeordneter mit Anstand das nicht tun würde. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Da Sie das offensichtlich nicht erst bei dieser Beschaffung gemacht haben, sondern in den letzten zwölf Jahren regelmäßig, egal, ob es um Uniformen, um Flieger, um Raketen oder worum auch immer gegangen ist – bei diesem Thema kennen Sie sich vielleicht besser aus als ich –, habe ich den Eindruck, dass Sie offensichtlich persönlich eine etwas verkrampfte Position zur umfassenden Landesverteidigung haben. Vielleicht versuchen Sie hier ein paar Lockerungsübungen und entkrampfen sich, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben ein Verhandlungsergebnis – vergleichbar, also ohne Abgaben, ohne Finanzierungskosten – von 1,132 Milliarden € erreicht. Das heißt, es ist gelungen, die Stückzahl um sechs zu reduzieren und gleichzeitig einen deutlichen Abschlag auf den Kaufpreis zu erreichen. In Summe, meine Damen und Herren, waren das um 650 Millionen € weniger, die wir gemeinsam ausverhandeln konnten. Ich denke, das steht für sich selbst, das spricht für sich selbst und ist ein hervorragendes Verhandlungsergebnis, was den Kaufpreis betrifft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und wenn Sie sich das Gegengeschäft ansehen, das dem Wirtschafts- und Arbeitsminister auszuverhandeln gelungen ist, dann verweise ich auf Folgendes: Bei den Draken zum Beispiel hat man damals eine Kompensation von 130 Prozent des Kaufpreises erreicht. – Jetzt ist es gelungen, ein Gegengeschäftsvolumen in der Höhe von 4 Milliarden €, also 4 000 Millionen € zu vereinbaren! Das sind 204 Prozent des Nettoanschaffungspreises, und das bietet uns ein riesiges Potential für die heimische Wertschöpfung, für unsere Beschäftigten, für unsere Klein- und Mittelbetriebe. Auf dieses Verhandlungsergebnis kann man stolz sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, das ist eine klare Sprache. Da hat Hannes Androsch Recht: Das Gegengeschäft ist wichtig, das Paket ist gut ausverhandelt, es ist ein wichtiger Türöffner für Österreich, und es wird uns nützen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mehr als 7 Prozent der Gesamtausgaben der Republik geben wir jedes Jahr für die Österreichischen Bundesbahnen aus! Daran sehen Sie die Relation. Der Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, abschließend: Die Sicherheit Österreichs sollte nicht Spielball der Politik und Gegenstand von parteipolitischem Hickhack sein. Sicherheit braucht Verantwortung – wir sind bereit, sie zu tragen, sowohl im Bereich der sozialen Sicherheit als auch im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
†Abgeordneter Mag. Werner Kogler| (fortsetzend): Wenn Sie mir mit etwaigen Vokabeln weiterhelfen, wenn wir die Vorgänge beschreiben, bin ich sehr dankbar. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Es gibt aber interessanterweise eine neue Erkenntnis, die man gar nicht hinreichend würdigen kann, Herr Kollege. (Abg. Amon: Was für eine?)
Abg. Amon: Was für eine?
†Abgeordneter Mag. Werner Kogler| (fortsetzend): Wenn Sie mir mit etwaigen Vokabeln weiterhelfen, wenn wir die Vorgänge beschreiben, bin ich sehr dankbar. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Es gibt aber interessanterweise eine neue Erkenntnis, die man gar nicht hinreichend würdigen kann, Herr Kollege. (Abg. Amon: Was für eine?)
Abg. Neudeck: „Regelmäßig“ hat er nicht gesagt!
Der Finanzminister gibt zu, angesichts dieser Vorwurfslage, dass er, bevor eine Typenentscheidung gefallen ist, mit Firmenvertretern von EADS regelmäßig Kontakt hatte. (Abg. Neudeck: „Regelmäßig“ hat er nicht gesagt!) Nicht so der Verteidigungsminister. Dieser sagt, er habe sich daran gehalten, nicht vor der Typenentscheidung mit den Firmenvertretern zu sprechen; er nickt jetzt auch noch. – Das ist eine gute Übung, und das haben Sie hier und heute das erste Mal zugegeben, Herr Finanzminister. Bis jetzt ist immer etwas anderes behauptet worden.
Beifall bei den Grünen.
Sie selbst haben in Ihrer Phaseneinteilung zu Recht davon gesprochen, dass die Verhandlungen vor der Typenentscheidung und die Nachverhandlungen, wo es dann darum geht, bei einem entsprechenden Zuschlag günstige Konditionen für die Republik auszuverhandeln, unterschiedlich sind. Bei Ihnen war es genau umgekehrt. (Beifall bei den Grünen.) Sie haben vorher mit den Firmenvertretern verhandelt, offensichtlich um nicht das günstigste Angebot für die Republik auszuverhandeln, wie sich jetzt herausstellt, und was Sie nachher gemacht haben, wird ohnehin noch einer eigenen Überprüfung bedürfen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie haben davon gesprochen, dass jeder Euro zweimal umgedreht wird. – Ich sage Ihnen, wenn das Ergebnis daraus, dass Sie jeden Euro zweimal umdrehen, dazu führt, dass Sie ihn dann doppelt ausgeben, dann verschonen Sie uns in Zukunft mit diesen Umdrehungsübungen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Lassen Sie auch im Verteidigungsressort einmal eine gescheite Budgetplanung walten, denn das, was sich hier abspielt, ist ein Chaos, das man, so glaube ich, überhaupt noch nirgends vorgefunden hat!
Zwischenruf des Abg. Amon.
Sie mit Ihrem Briefverkehr, womit Sie sich jetzt herausreden wollen, wer etwa welche Kosten trägt und dass das gar nicht mehr zum System gehört – Systemkosten, die nicht mehr zum System gehören, da weiß man zum Schluss nicht, wer das zahlen soll. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Eines ist aber sicher – Herr Kollege Amon, merken Sie sich das für Ihren Wahlkreis –: Zum Schluss wird das der Steuerzahler zahlen, das ist sicher! Alle Briefverkehre und Ministerratsvorträge, die Sie hier mittlerweile mit widersprechenden Inhalten zu Hauf präsentieren, werden über diesen Umstand nicht hinwegtäuschen können. Sie haben sich in immer mehr Widersprüche verwickelt, weigern sich aber nach wie vor, die Tatsachen aufzuklären. Sie haben 95 Prozent Ihrer Redezeit dafür verwendet, auf Fragen zu antworten, die gar nicht gestellt wurden.
Rufe bei der ÖVP: 4 : 1!
Auf die Frage betreffend die Bewertungskommission, unter anderem und indirekt, haben Sie geantwortet, eine 33-köpfige Bewertungskommission habe ein eindeutiges Ergebnis erzielt. (Rufe bei der ÖVP: 4 : 1!) Wie 4 plus 1 33 ergibt, ist Ihr Problem. – Damit ist ein interessanter Hinweis gegeben, denn diese 33-köpfige Bewertungskommission hat durchaus Dinge zu Tage gefördert, die in Wahrheit zum Schluss der Etappe Folgendes zu erkennen gegeben haben – ich zitiere die Einsichtsbemerkung des Leiters der Gruppe Feld- und Luftzeugwesen –:
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie da hinten (in Richtung ÖVP) auch noch so viel herumnuscheln, es wird nichts helfen. Wir werden diese Dinge morgen für Sie, die Sie jetzt noch lachen – schauen wir, ob Sie noch länger lachen –, kopieren und Ihnen übermitteln, damit Sie zum Schluss nicht sagen können, Sie hätten nie etwas gewusst. Hören wollen Sie offensichtlich nicht, vielleicht sind Sie noch des Lesens fähig. Sie sollten Ihre Verantwortung als Abgeordnete ernst nehmen und nicht nur das nachbeten, was hier (in Richtung Regierungsbank) herunterkommt! Das ist das Wesentliche. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das ist ja falsch!
Wenn Sie behaupten, die ganze Sache sei billiger geworden, dann genügt ein einfaches Rechenbeispiel: Am Ende sind 18 Abfangjäger teurer als zunächst 24. – Und da wollen Sie uns immer noch vorhupfen, dass das billiger wird. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das ist ja falsch!) – Das ist nicht falsch!
Bundeskanzler Dr. Schüssel: ... dass Sie nicht rechnen können! Das ist der Unterschied!
Sie rekurrieren auf die Stückkosten. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Das hat einen guten Grund. Damit sind wir ganz genau bei diesem schwerwiegenden Vorwurf des Verdachts auf Schiebung. Ich sage ganz bewusst „Verdacht“, aber es ist ein schwerwiegender Vorwurf, das ist richtig. Wenn es nämlich so ist, dass Sie die einzige Ausflucht darin suchen ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: ... dass Sie nicht rechnen können! Das ist der Unterschied!) – Herr Bundeskanzler! Sie haben schon genug Gelegenheit gehabt, sich hier intervenierend zu betätigen, vielleicht erklären Sie sich auch einmal, aber lassen Sie mich das jetzt einmal zu Ende führen! (Abg. Dr. Fasslabend: Sie erzählen seit zwölf Jahren immer das Gleiche!)
Abg. Dr. Fasslabend: Sie erzählen seit zwölf Jahren immer das Gleiche!
Sie rekurrieren auf die Stückkosten. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Das hat einen guten Grund. Damit sind wir ganz genau bei diesem schwerwiegenden Vorwurf des Verdachts auf Schiebung. Ich sage ganz bewusst „Verdacht“, aber es ist ein schwerwiegender Vorwurf, das ist richtig. Wenn es nämlich so ist, dass Sie die einzige Ausflucht darin suchen ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: ... dass Sie nicht rechnen können! Das ist der Unterschied!) – Herr Bundeskanzler! Sie haben schon genug Gelegenheit gehabt, sich hier intervenierend zu betätigen, vielleicht erklären Sie sich auch einmal, aber lassen Sie mich das jetzt einmal zu Ende führen! (Abg. Dr. Fasslabend: Sie erzählen seit zwölf Jahren immer das Gleiche!)
Abg. Dr. Fasslabend: Das müssen Sie aber selbst erfinden!
Jetzt wollen Sie diese Argumente mehr oder weniger frech, wie ich meine, vom Tisch wischen und sich dieser Auseinandersetzung nicht stellen. Sie werden damit nicht durchkommen. Der Tag des Wahrheitsbeweises wird kommen, auch wenn Sie glauben, sich im Windschatten eines Budgetbegleitgesetzes noch einmal drüberschwindeln zu können. Bis zur Vertragsunterzeichnung wird es eine glaubwürdige Aufklärungsarbeit unsererseits geben (Abg. Dr. Fasslabend: Das müssen Sie aber selbst erfinden!), und wir werden Sie auch dann nicht in Frieden lassen. Sie werden aus diesem Schlamassel nicht mehr herauskommen, wenn Sie sich jetzt darauf einlassen. Das sei Ihnen rechtzeitig gesagt, und es würde Ihnen gut tun, wenn Sie sich an diese meine Empfehlung halten würden: Stimmen Sie morgen einem Abänderungsantrag zu, der den Artikel 69 und damit die Beschaffung der Abfangjäger aus diesem auch sonst unsinnigen Budgetbegleitgesetz herausnimmt! Nutzen Sie eine Ihrer letzten Chancen, darauf mache ich Sie aufmerksam!
Beifall bei den Grünen – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wir werden jedenfalls in dieser Sache weiterkämpfen, damit es nicht zur größten Verschwendung kommt (Beifall bei den Grünen – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) und damit nicht, Herr Bundesminister, ...
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
†Abgeordneter Mag. Werner Kogler| (fortsetzend): ... ich muss es leider sagen, Verrat am Steuerzahler begangen wird. Diese Vorgangsweise und eigentlich Sie selbst sind damit untragbar geworden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Werner Amon, MBA| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wir haben es eben gehört: Es besteht ein schwerer Verdacht, nämlich der schwere Verdacht, dass die Grünen, insbesondere Herr Kollege Kogler, den Rechnungen des Herrn Bundesministers für Finanzen nicht folgen können. – Das ist der ganze Verdacht, der besteht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum einen ist es relativ problematisch, allein jemanden ins Kreuzverhör zu nehmen, das ist physisch nur sehr schwer möglich, zum anderen aber geht es hier um etwas ganz anderes. Da wird von „Kreuzverhör“ gesprochen, da wird von „Schiebung“ gesprochen – das ist eine Sprache, mit der Sie versuchen, von vornherein zu kriminalisieren. Alles, was Sie – oder andere, ich weiß es nicht – an Vorwürfen der Staatsanwaltschaft übermittelt haben, wurde innerhalb von wenigen Tagen als völlig haltlose Unterstellung niedergelegt. Es ist überhaupt nichts dran an Ihren Vorwürfen. Sie als Oppositioneller sollten sich endlich einmal inhaltlich mit der Frage auseinander setzen und nicht ständig versuchen, zu kriminalisieren und Malversationen und Ähnliches zu unterstellen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie werfen Herrn Bundesminister Grasser vor, dass er zu Beginn der Eurofighter-Debatte, zu Beginn der Debatte um die Abfangjäger-Nachbeschaffung der Meinung war, dass man vielleicht davon Abstand nehmen könnte. Das mag aus der Sorge um das Budget entstanden sein, aus anderen politischen Gründen, es mag viele Gründe geben, weshalb er dieser Meinung war – seine Meinung zu ändern ist aber sicherlich nicht kriminell, und es ist keine Schiebung. Nehmen Sie das endgültig zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte hier auch einen sehr unverdächtigen Zeugen – viele sind heute schon genannt worden – zitieren, der gesagt hat: Wir haben natürlich, das darf nicht vergessen werden, aus dem Staatsvertrag, aus der Neutralität und durch die Verteidigungsdoktrin ganz eindeutige Verpflichtungen. Das sind Flugzeuge für die Luftkontrolle. Sie haben die Aufgabe, Flugkörper zu identifizieren, sie zu warnen und dazu zu bringen, wieder das österreichische Luftgebiet zu verlassen. – Dieses Zitat stammt von niemand Geringerem als von Herrn Nationalratspräsidenten Dr. Heinz Fischer, bestimmt ein unabhängiger Zeuge in diesem Zusammenhang und auch unverdächtig. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Kogler: Das war damals auch der Stand! ...!
Sie haben im Dezember des Jahres 2001 parlamentarische Anfragen an den Herrn Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit ebenso wie an den Herrn Bundesminister für Finanzen und an den Herrn Bundesminister für Landesverteidigung eingebracht. Was war denn der Inhalt dieser parlamentarischen Anfragen? – Sie haben darin aufgeworfen, dass angeblich SAAB und damit British Aerospace das Industriewissenschaftliche Institut beauftragt haben, in Österreich eine Studie im Zusammenhang mit der Nachbeschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen durchzuführen. Und das, was Sie in dieser parlamentarischen Anfrage unterstellen, ist, dass in der Ausschreibung für die Nachbeschaffung alles so formuliert wäre, dass die Bundesregierung eigentlich nur eine Entscheidung für den SAAB-Gripen treffen kann. – Das haben Sie zu unterstellen versucht. Hätte die Bundesregierung dann eine Entscheidung für den SAAB-Gripen getroffen, wäre es für Sie natürlich ein Leichtes gewesen, auf diese parlamentarische Anfrage zu verweisen, in der Sie der Bundesregierung von vornherein zu unterstellen versucht haben (Abg. Mag. Kogler: Das war damals auch der Stand! ...!), die Entscheidung für den SAAB-Gripen sei ohnehin bereits gefallen.
Abg. Mag. Kogler: Da ist von einem Gegengeschäft überhaupt keine Rede!
Blöde Geschichte: Die Beschaffungskommission des Bundesheeres trifft eine andere Entscheidung! Diese Beschaffungskommission ist 33-köpfig und umfasst 5 Spezialgruppen, daher dann das Ergebnis 4 : 1. Auch der Verdacht liegt nahe, dass Sie sich deshalb nicht erklären konnten, warum das Ergebnis 4 : 1 ausgefallen ist: Es gab fünf Bereiche, die eben die Entscheidung im Verhältnis 4 : 1 getroffen haben, Herr Kollege Kogler! Und diese Beschaffungskommission hat sich eben für den Eurofighter Typhoon entschieden. (Abg. Mag. Kogler: Da ist von einem Gegengeschäft überhaupt keine Rede!) Es ist sowohl Herrn Bundesminister außer Dienst Werner Fasslabend zu danken, dass er maßgeblich dazu beigetragen hat, dass diese Beschaffungen aus politischen Entscheidungen herausgehalten werden konnten, als auch Herrn Klubobmann Scheibner, der diese Beschaffung vorbereitet hat, und Herrn Bundesminister Platter, der sie in eindrucksvoller Weise umgesetzt hat.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Genau deshalb ist die Entscheidung, die die Beschaffungskommission getroffen hat, eine sehr gute Entscheidung. Nehmen Sie das zur Kenntnis und beenden Sie Ihre Kriminalisierungsversuche! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mainoni: Du musst den neuen Kurs mittragen jetzt!
†Abgeordneter Anton Gaál| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Mag. Mainoni: Du musst den neuen Kurs mittragen jetzt!) Herr Kollege Amon, es ist natürlich keine gute Entscheidung, diese Kampfflugzeuge zu kaufen. Ich kenne auch keinen Verfassungsrechtler, der sagen würde, dass man aus Neutralitätsgründen solche Kampfflugzeuge anzuschaffen hätte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Mag. Donnerbauer.) Das ist sicher nicht wahr. Sie wissen sehr wohl auch, dass dieser Kauf von Kampfflugzeugen nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Mag. Donnerbauer.
†Abgeordneter Anton Gaál| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Mag. Mainoni: Du musst den neuen Kurs mittragen jetzt!) Herr Kollege Amon, es ist natürlich keine gute Entscheidung, diese Kampfflugzeuge zu kaufen. Ich kenne auch keinen Verfassungsrechtler, der sagen würde, dass man aus Neutralitätsgründen solche Kampfflugzeuge anzuschaffen hätte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Mag. Donnerbauer.) Das ist sicher nicht wahr. Sie wissen sehr wohl auch, dass dieser Kauf von Kampfflugzeugen nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
†Abgeordneter Anton Gaál| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Mag. Mainoni: Du musst den neuen Kurs mittragen jetzt!) Herr Kollege Amon, es ist natürlich keine gute Entscheidung, diese Kampfflugzeuge zu kaufen. Ich kenne auch keinen Verfassungsrechtler, der sagen würde, dass man aus Neutralitätsgründen solche Kampfflugzeuge anzuschaffen hätte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Mag. Donnerbauer.) Das ist sicher nicht wahr. Sie wissen sehr wohl auch, dass dieser Kauf von Kampfflugzeugen nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Ist das der Wehrsprecher?
Meine Damen und Herren! Es ist wirklich unglaublich, mit welchem Trick Sie, Herr Finanzminister, beziehungsweise die Bundesregierung hier versuchen, diese milliardenschwere Beschaffung noch vor Erscheinen des Rechnungshofberichtes unter Dach und Fach zu bringen. (Abg. Mag. Molterer: Ist das der Wehrsprecher?)
Abg. Mag. Donnerbauer: Wieso haben Sie sie dann verlangt? – Abg. Mag. Molterer: Sie sind ja dafür gewesen!
Aus Sorge um die Zukunft des österreichischen Bundesheeres lehnen wir diese sündteure Beschaffung ab! Sie ist nicht erklärbar, sie ist nicht begründbar, und es ist Ihnen heute auch nicht gelungen, Herr Finanzminister, sie zu begründen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Wieso haben Sie sie dann verlangt? – Abg. Mag. Molterer: Sie sind ja dafür gewesen!) Dieser Kauf von Kampfflugzeugen, Herr Finanzminister, hat ja nichts mit luftpolizeilichen Aufgaben zu tun. Sie selbst haben richtigerweise gesagt, es sei hier die Beschaffung von Kriegsgerät für den Luftkampf, für den Luftkrieg vorgesehen, und daher ist diese Beschaffung für die Luftraumüberwachung nicht erforderlich!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Weil der Herr Vizekanzler – er ist jetzt nicht im Saal – immer wieder davon spricht, dass man keine unsinnigen Vergleiche anstellen dürfe, sage ich Ihnen: Wenn etwas Unsinn ist, dann ist es die milliardenteure Beschaffung dieser Luxus-Kampfjets, die niemand braucht – nicht in Europa und auch nicht bei uns in Österreich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Murauer: In welchem Ausschuss?
Sie sind im Ausschuss sämtliche Antworten schuldig geblieben (Abg. Murauer: In welchem Ausschuss?), da kann ich den Kollegen Pilz nur beschäftigen. (Abg. Neudeck: „Bestätigen“, nicht „beschäftigen“!) Auch heute haben Sie viele wichtige Fragen nicht konkret beantwortet und daran vorbeigeredet, indem Sie sehr allgemein formuliert haben.
Abg. Neudeck: „Bestätigen“, nicht „beschäftigen“!
Sie sind im Ausschuss sämtliche Antworten schuldig geblieben (Abg. Murauer: In welchem Ausschuss?), da kann ich den Kollegen Pilz nur beschäftigen. (Abg. Neudeck: „Bestätigen“, nicht „beschäftigen“!) Auch heute haben Sie viele wichtige Fragen nicht konkret beantwortet und daran vorbeigeredet, indem Sie sehr allgemein formuliert haben.
Rufe von der Regierungsbank: Was? Was?
Warum, Herr Finanzminister – das haben Sie bis heute nicht beantwortet – gibt es keine Angebotsgarantie, die international üblich ist? Eine solche wurde nicht verlangt! Es gibt nur Absichtserklärungen, keine Verpflichtungen zur Erfüllung der Kompensationsgeschäfte. Nichts ist hier verpflichtend vorgeschrieben. Selbst der Rechnungshof findet die Gegengeschäfte problematisch (Rufe von der Regierungsbank: Was? Was?), sehr problematisch, und er schreibt auch, Herr Bundeskanzler, dass inhaltliche Abweichungen zwischen Plandokumenten, also etwa Pflichtenheften und Leistungsbestimmungen, nachvollziehbar zu dokumentieren wären. – Das ist in keiner Weise geschehen! Er verlangt eine budgetäre Bedeckung des Kaufes – bis heute gibt es kein schlüssiges Finanzierungskonzept, keine finanziellen Vorsorgen! Der Rechnungshof bestätigt also vollinhaltlich die Kritikpunkte der Sozialdemokraten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum, Herr Finanzminister – das haben Sie bis heute nicht beantwortet – gibt es keine Angebotsgarantie, die international üblich ist? Eine solche wurde nicht verlangt! Es gibt nur Absichtserklärungen, keine Verpflichtungen zur Erfüllung der Kompensationsgeschäfte. Nichts ist hier verpflichtend vorgeschrieben. Selbst der Rechnungshof findet die Gegengeschäfte problematisch (Rufe von der Regierungsbank: Was? Was?), sehr problematisch, und er schreibt auch, Herr Bundeskanzler, dass inhaltliche Abweichungen zwischen Plandokumenten, also etwa Pflichtenheften und Leistungsbestimmungen, nachvollziehbar zu dokumentieren wären. – Das ist in keiner Weise geschehen! Er verlangt eine budgetäre Bedeckung des Kaufes – bis heute gibt es kein schlüssiges Finanzierungskonzept, keine finanziellen Vorsorgen! Der Rechnungshof bestätigt also vollinhaltlich die Kritikpunkte der Sozialdemokraten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber nicht als Pilot!
Herr Finanzminister! Ihr Veto vom 2. Juli 2002, an dem die besagte Ministerratssitzung stattfand, ist schon angesprochen worden. Da haben Sie sich wirklich durchgesetzt! Ihr Veto war entscheidend dafür, dass nicht die kostengünstigen SAAB-Gripen gekauft werden, sondern dass man nunmehr darangeht, die sündteuren Eurofighter zu beschaffen. Sicherheitspolitik, Herr Finanzminister, besteht bei Ihnen also nur in der Beschaffung dieser sündteuren Kampfflugzeuge! Und wenn man Sie darauf konkret anspricht, dann sagen Sie wiederum, dass Sie sich in militärischen Fragen nicht so gut auskennen. Ich kann Ihnen sagen, Herr Finanzminister, Sie können Ihr Wissen ein bisschen verbessern, wenn Sie endlich darangehen, Ihren Grundwehrdienst zu leisten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber nicht als Pilot!) Dort können Sie einiges noch selbst erfahren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister! Ihr Veto vom 2. Juli 2002, an dem die besagte Ministerratssitzung stattfand, ist schon angesprochen worden. Da haben Sie sich wirklich durchgesetzt! Ihr Veto war entscheidend dafür, dass nicht die kostengünstigen SAAB-Gripen gekauft werden, sondern dass man nunmehr darangeht, die sündteuren Eurofighter zu beschaffen. Sicherheitspolitik, Herr Finanzminister, besteht bei Ihnen also nur in der Beschaffung dieser sündteuren Kampfflugzeuge! Und wenn man Sie darauf konkret anspricht, dann sagen Sie wiederum, dass Sie sich in militärischen Fragen nicht so gut auskennen. Ich kann Ihnen sagen, Herr Finanzminister, Sie können Ihr Wissen ein bisschen verbessern, wenn Sie endlich darangehen, Ihren Grundwehrdienst zu leisten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber nicht als Pilot!) Dort können Sie einiges noch selbst erfahren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie sich länger verpflichten, dann können Sie vielleicht sogar Kampfflieger mit diesen Eurofightern werden! Das ist auch möglich, wenn Sie technisch begabt sind. Aber das überlasse ich Ihnen; ich kenne Sie da zu wenig. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Kollege Gaál, waren Sie beim Bundesheer?
Herr Finanzminister, ich frage Sie ganz konkret: Warum haben Sie sich so vehement für die teuerste Variante ausgesprochen, für ein Kriegsgerät, das Sie selbst immer wieder abgelehnt haben? Was war der Grund Ihres plötzlichen Sinneswandels, Herr Finanzminister? Sicherheitspolitische Argumente können es nicht gewesen sein (Ruf bei der ÖVP: Kollege Gaál, waren Sie beim Bundesheer?), denn Sie wissen so gut wie ich, dass man diese Luxus-Kampfjets für eine Luftraumüberwachung nicht braucht. Was war also der Grund dafür, dass es zu dieser kostenintensiven Vergabeentscheidung zu Gunsten von EADS gekommen ist? – Diese Frage haben Sie bis heute nicht beantwortet. Nicht finanzierbar!, nicht leistbar!, haben Sie immer wieder gesagt und haben die Finanzierung auf 2007 hinausgeschoben.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Dazu kann ich Ihnen nur eines sagen, Herr Finanzminister: Diese Einkaufspolitik ist unverantwortlich! Sie findet nicht unsere Zustimmung. Wenn Sie ein reines Gewissen haben, dann stimmen Sie doch nachträglich noch der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu, sodass man diese Abfangjägerbeschaffung umfassend klären kann! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Wurm: Nein! Nein, ...!
†Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch| (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Ich habe mir gerade überlegt, wie die SPÖ heute hier am Rednerpult argumentieren würde, wäre sie in der Bundesregierung. Herr Kollege Gaál, ich glaube, Sie hätten dafür argumentiert, so wie in all den Jahrzehnten, die hinter uns liegen (Abg. Mag. Wurm: Nein! Nein, ...!), und so, wie das auch SPÖler tun, die irgendwo Verantwortung innehaben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch| (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Ich habe mir gerade überlegt, wie die SPÖ heute hier am Rednerpult argumentieren würde, wäre sie in der Bundesregierung. Herr Kollege Gaál, ich glaube, Sie hätten dafür argumentiert, so wie in all den Jahrzehnten, die hinter uns liegen (Abg. Mag. Wurm: Nein! Nein, ...!), und so, wie das auch SPÖler tun, die irgendwo Verantwortung innehaben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.
Meine Damen und Herren! Dort, wo die SPÖ noch in der Regierung ist, hat sie noch einen Rest an staatspolitischer Verantwortung – so zum Beispiel in der Steiermark. Dort stimmen Ihre Genossen auch einer Präsentation des Eurofighters im Rahmen der Flugshow von Zeltweg zu. (Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.) Die Flugshow von Zeltweg mit ungefähr 250 000 Besuchern ist ein wirtschaftlicher Impuls für die Region – Herr Kollege, Sie werden das besser wissen als ich! Auf alle Fälle sollte die SPÖ hier ihre Unglaubwürdigkeit nicht noch mehr zelebrieren.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Oder allein der Gedanke, die Bundesregierung hätte sich für den F-16 entschieden und damit sozusagen eine Maschine vom imperialistischen Klassenfeind des Herrn Dr. Pilz ausgewählt: Er wäre heute hier zur Höchstform aufgelaufen und hätte keine so billige Figur gemacht, wie das der Fall war. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!
Meine Damen und Herren! Ihre unwahren Behauptungen und Ihre kryptischen Andeutungen werden dadurch, dass Sie sie hier am Rednerpult oder auch in den Ausschüssen und in der Öffentlichkeit immer öfter wiederholen, nicht wahrer. Der von der Bewertungskommission im BMLV in einem nachvollziehbaren Verfahren als eindeutig Bestqualifizierter ermittelte Eurofighter Typhoon wurde von der Bundesregierung als Nachfolgetype für die auslaufenden Draken ausgewählt. Sowohl zwei in jüngster Zeit in Auftrag gegebene Rechtsgutachten als auch der Rechnungshof, der bis zum Ende des Wettbewerbes involviert war, haben die Richtigkeit des Vorgehens beim Beschaffungsvorgang bis jetzt bestätigt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) In einem Bericht über die Ausschreibungsmodalitäten liegt das auch vor, und das haben Sie auch nie bestritten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Doch! Jetzt wieder!)
Abg. Mag. Kogler: Doch! Jetzt wieder!
Meine Damen und Herren! Ihre unwahren Behauptungen und Ihre kryptischen Andeutungen werden dadurch, dass Sie sie hier am Rednerpult oder auch in den Ausschüssen und in der Öffentlichkeit immer öfter wiederholen, nicht wahrer. Der von der Bewertungskommission im BMLV in einem nachvollziehbaren Verfahren als eindeutig Bestqualifizierter ermittelte Eurofighter Typhoon wurde von der Bundesregierung als Nachfolgetype für die auslaufenden Draken ausgewählt. Sowohl zwei in jüngster Zeit in Auftrag gegebene Rechtsgutachten als auch der Rechnungshof, der bis zum Ende des Wettbewerbes involviert war, haben die Richtigkeit des Vorgehens beim Beschaffungsvorgang bis jetzt bestätigt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) In einem Bericht über die Ausschreibungsmodalitäten liegt das auch vor, und das haben Sie auch nie bestritten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Doch! Jetzt wieder!)
Abg. Mag. Kogler: Die sind eh alle von der F gekommen! ...!
Die Staatsanwaltschaft Wien hat alle Verdachtsmomente, die Sie hier wieder erneuert haben, einschließlich der Korruptionsvorwürfe genauestens geprüft und sämtliche Anzeigen – das sollten Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! – zurückgelegt. (Abg. Mag. Kogler: Die sind eh alle von der F gekommen! ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Regierung wird hinter diesen Entscheidungen, die sie getroffen hat, stehen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Ersten, meine Damen und Herren: Worum geht es eigentlich? – Es geht um die Überwachung und Sicherung unseres Luftraumes zum Schutze der Bevölkerung, zum Schutze der Österreicherinnen und Österreicher und zur Sicherung der Souveränität unserer Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Beschaffung der Luftraumüberwachungsflugzeuge ist kein Selbstzweck der Bundesregierung, ist kein Selbstzweck für das Bundesheer, sondern diese Beschaffung für die Luftraumüberwachung ist notwendig für die Sicherung und die Sicherheit der Republik Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Zum Zweiten: Gerade in der heutigen Debatte – das habe ich am Vormittag gehört – wurde die Bedrohungslage strapaziert. Wie werden wir bedroht? – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man sich die derzeitige Situation anschaut, dann muss man feststellen, dass neben den Massenvernichtungswaffen natürlich der internationale Terrorismus eine große Bedrohung für Europa und darüber hinaus darstellt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) Halten wir uns doch einmal die Situation vor Augen, der wir uns am 11. September 2001 gegenübersahen! Und da wollen Sie die Sicherung des Luftraumes aufgeben, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Eder: Was nützen denn da die Abfangjäger?)
Abg. Eder: Was nützen denn da die Abfangjäger?
Zum Zweiten: Gerade in der heutigen Debatte – das habe ich am Vormittag gehört – wurde die Bedrohungslage strapaziert. Wie werden wir bedroht? – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man sich die derzeitige Situation anschaut, dann muss man feststellen, dass neben den Massenvernichtungswaffen natürlich der internationale Terrorismus eine große Bedrohung für Europa und darüber hinaus darstellt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) Halten wir uns doch einmal die Situation vor Augen, der wir uns am 11. September 2001 gegenübersahen! Und da wollen Sie die Sicherung des Luftraumes aufgeben, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Eder: Was nützen denn da die Abfangjäger?)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Gegen wen? – Abg. Dr. Pilz: Gegen die irakische Luftwaffe?
Schauen wir uns auch die Situation im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg an. Wie froh waren wir, dass Sicherheit gegeben wurde! Hier wurde eine perfekte Arbeit zur Sicherung unseres Luftraumes geleistet! (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Gegen wen? – Abg. Dr. Pilz: Gegen die irakische Luftwaffe?) Und all das wollen Sie aufgeben, meine Damen und Herren? – Dazu ein klares Nein! Wir wollen die Sicherung des Luftraumes weiterhin gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schauen wir uns auch die Situation im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg an. Wie froh waren wir, dass Sicherheit gegeben wurde! Hier wurde eine perfekte Arbeit zur Sicherung unseres Luftraumes geleistet! (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Gegen wen? – Abg. Dr. Pilz: Gegen die irakische Luftwaffe?) Und all das wollen Sie aufgeben, meine Damen und Herren? – Dazu ein klares Nein! Wir wollen die Sicherung des Luftraumes weiterhin gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pilz: Es besteht der Verdacht der Schiebung!
Zum Dritten: Herr Abgeordneter Pilz! Es können manche Abgeordneten nicht glauben, dass ein solch großer, solch wichtiger Beschaffungsakt ohne Skandal, ohne Korruption und ohne Schiebung über die Bühne gebracht werden wird. (Abg. Dr. Pilz: Es besteht der Verdacht der Schiebung!) Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen aus einem ehrlichen Gewissen heraus: Dieser Beschaffungsvorgang wird korrekt, sauber und einwandfrei durchgeführt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Dritten: Herr Abgeordneter Pilz! Es können manche Abgeordneten nicht glauben, dass ein solch großer, solch wichtiger Beschaffungsakt ohne Skandal, ohne Korruption und ohne Schiebung über die Bühne gebracht werden wird. (Abg. Dr. Pilz: Es besteht der Verdacht der Schiebung!) Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen aus einem ehrlichen Gewissen heraus: Dieser Beschaffungsvorgang wird korrekt, sauber und einwandfrei durchgeführt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Zum Vierten: Es wurden heute viele Fragen an den Herrn Finanzminister gestellt, die äußerst seriös beantwortet wurden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Als Verteidigungsminister schließe ich mich all diesen Argumenten an. Nun können Sie, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, diese Anschuldigungen zwar immer wieder wiederholen, unsere Antwort aber wird immer eine klare, eine eindeutige sein: Dieser Beschaffungsvorgang wird einwandfrei, korrekt und sauber über die Bühne gebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Vierten: Es wurden heute viele Fragen an den Herrn Finanzminister gestellt, die äußerst seriös beantwortet wurden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Als Verteidigungsminister schließe ich mich all diesen Argumenten an. Nun können Sie, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, diese Anschuldigungen zwar immer wieder wiederholen, unsere Antwort aber wird immer eine klare, eine eindeutige sein: Dieser Beschaffungsvorgang wird einwandfrei, korrekt und sauber über die Bühne gebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: 1984?!
Präsident Fischer hat am 11. Oktober 1984 im „Kurier“ ein Ja zu den Abfangjägern gesagt. (Abg. Mag. Kogler: 1984?!) Das Bundesheer werde nicht demontiert, aber auch nicht aufgerüstet, er sage ein klares Ja zu Abfangjägern! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo, Fischer!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo, Fischer!
Präsident Fischer hat am 11. Oktober 1984 im „Kurier“ ein Ja zu den Abfangjägern gesagt. (Abg. Mag. Kogler: 1984?!) Das Bundesheer werde nicht demontiert, aber auch nicht aufgerüstet, er sage ein klares Ja zu Abfangjägern! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo, Fischer!)
Abg. Dr. Pilz: Die Wahrheit ist eine Tochter von EADS!
Bundeskanzler Vranitzky hat am 7. Juni 1988 im ORF-„Abendjournal“ zum Thema Abfangjäger Folgendes gesagt (Abg. Dr. Pilz: Die Wahrheit ist eine Tochter von EADS!) – ich zitiere –:
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Also eine klare Pro-Abfangjäger-Aussage von Bundeskanzler Vranitzky! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Puswald: ... 2003 haben wir, nicht 1984!
Herr Bundeskanzler Sinowatz am 28. Juni 1984 zum Thema Abfangjäger – ich zitiere (Abg. Dr. Puswald: ... 2003 haben wir, nicht 1984!) –:
Abg. Öllinger: Und alle waren für den Eurofighter?! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Liste kann man fortsetzen. Neben Fischer, Sinowatz und Vranitzky finden sich auf der Liste der Befürworter von Abfangjägern auch Kreisky, Benya, Gratz, Kirchschläger, Schieder und dergleichen mehr. (Abg. Öllinger: Und alle waren für den Eurofighter?! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Absurdes Theater!
Meine Damen und Herren! Zum Schluss kommend: Ich muss leider feststellen und zur Kenntnis nehmen, dass die umfassende Landesverteidigung – und dazu gehört natürlich auch die Sicherung des Luftraumes – als parteipolitischer Spielball verwendet wird. (Abg. Öllinger: Absurdes Theater!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Eine sehr schöne Zitatensammlung war das! – Abg. Eder: ... total für die Katz’!
Meine Damen und Herren! Sicherheit braucht Verantwortung! Und wir nehmen diese Verantwortung wahr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Eine sehr schöne Zitatensammlung war das! – Abg. Eder: ... total für die Katz’!)
Abg. Scheibner: Aber sind Sie jetzt dafür oder gegen die Luftraumüberwachung?
†Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger| (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Minister! Herr Minister, wir diskutieren heute nicht über die Frage der Luftraumüberwachung insgesamt, sondern über eine Typenentscheidung – und das ist ein gravierender Unterschied (Abg. Scheibner: Aber sind Sie jetzt dafür oder gegen die Luftraumüberwachung?), wenngleich ich gerne anmerke, dass diese Debatte über die Luftraumüberwachung und darüber, in welcher Art und Weise sie stattfinden soll, in diesem Haus geführt werden muss. Dazu bin ich auch gerne bereit. (Abg. Scheibner: ... schon seit vielen Jahren!)
Abg. Scheibner: ... schon seit vielen Jahren!
†Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger| (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Minister! Herr Minister, wir diskutieren heute nicht über die Frage der Luftraumüberwachung insgesamt, sondern über eine Typenentscheidung – und das ist ein gravierender Unterschied (Abg. Scheibner: Aber sind Sie jetzt dafür oder gegen die Luftraumüberwachung?), wenngleich ich gerne anmerke, dass diese Debatte über die Luftraumüberwachung und darüber, in welcher Art und Weise sie stattfinden soll, in diesem Haus geführt werden muss. Dazu bin ich auch gerne bereit. (Abg. Scheibner: ... schon seit vielen Jahren!)
Abg. Scheibner: Das haben Sie schon wieder nicht verstanden, Frau Kollegin!
Wenn Sie aber dieses Thema andiskutieren, Herr Minister, dann erwarte ich mir von Ihnen eine gewisse Trennschärfe zwischen dem Vorwurf der Massenvernichtungswaffen, die der Irak besessen haben soll – es wird gerade im britischen Parlament darüber diskutiert –, und der österreichischen Aufgabe der Luftraumüberwachung. (Abg. Scheibner: Das haben Sie schon wieder nicht verstanden, Frau Kollegin!) Diese unzulässigerweise zu vermischen lässt schon den Verdacht aufkeimen (Abg. Amon: Das hat keiner vermischt!), dass man hier mit der Keule droht, um irgendetwas zu verdecken, was sonst mehr als undurchsichtig ausschaut, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Das hat keiner vermischt!
Wenn Sie aber dieses Thema andiskutieren, Herr Minister, dann erwarte ich mir von Ihnen eine gewisse Trennschärfe zwischen dem Vorwurf der Massenvernichtungswaffen, die der Irak besessen haben soll – es wird gerade im britischen Parlament darüber diskutiert –, und der österreichischen Aufgabe der Luftraumüberwachung. (Abg. Scheibner: Das haben Sie schon wieder nicht verstanden, Frau Kollegin!) Diese unzulässigerweise zu vermischen lässt schon den Verdacht aufkeimen (Abg. Amon: Das hat keiner vermischt!), dass man hier mit der Keule droht, um irgendetwas zu verdecken, was sonst mehr als undurchsichtig ausschaut, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie aber dieses Thema andiskutieren, Herr Minister, dann erwarte ich mir von Ihnen eine gewisse Trennschärfe zwischen dem Vorwurf der Massenvernichtungswaffen, die der Irak besessen haben soll – es wird gerade im britischen Parlament darüber diskutiert –, und der österreichischen Aufgabe der Luftraumüberwachung. (Abg. Scheibner: Das haben Sie schon wieder nicht verstanden, Frau Kollegin!) Diese unzulässigerweise zu vermischen lässt schon den Verdacht aufkeimen (Abg. Amon: Das hat keiner vermischt!), dass man hier mit der Keule droht, um irgendetwas zu verdecken, was sonst mehr als undurchsichtig ausschaut, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Jawohl!
Es war mein Hobby im Verteidigungsausschuss, Sie immer wieder darum zu ersuchen, endlich die Liste der Kompensationsgeschäfte für die schon getätigten Anschaffungen vorzulegen. Sie ist nie aufgetaucht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Zu Ihrem jetzigen Versprechen, das werde irgendwann im Internet stehen, muss ich sagen: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein bei Ihnen, Herr Finanzminister, fehlt mir noch mehr wie bei allen Ihren Vorgängern der Glaube! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es war mein Hobby im Verteidigungsausschuss, Sie immer wieder darum zu ersuchen, endlich die Liste der Kompensationsgeschäfte für die schon getätigten Anschaffungen vorzulegen. Sie ist nie aufgetaucht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Zu Ihrem jetzigen Versprechen, das werde irgendwann im Internet stehen, muss ich sagen: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein bei Ihnen, Herr Finanzminister, fehlt mir noch mehr wie bei allen Ihren Vorgängern der Glaube! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Ja, aber so einfach ist das nicht bei den Flugzeugen wie beim Kaffee! Das ist ein bisschen ein ...!
Nun kenne ich das aus dem Supermarkt, dass man manchmal 10 Kilo Kaffee in der Relation billiger bekommt, als wenn man nur ein Paket kauft. (Abg. Scheibner: Ja, aber so einfach ist das nicht bei den Flugzeugen wie beim Kaffee! Das ist ein bisschen ein ...!) Aber in dieser Kategorie von Beschaffungen würde ich solche Milchmädchenrechnungen nicht unterstellen, denn auch die Verhandlungspartner – und das sind ja erfolgreiche große Konzerne – sind nicht auf der Milch- respektive Nudelsuppe dahergeschwommen (Abg. Scheibner: Nein! Aber auch nicht im Kaffee!) und kennen sich aus, vielleicht ein bisschen besser als einige der Herren, die hier darüber gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nein! Aber auch nicht im Kaffee!
Nun kenne ich das aus dem Supermarkt, dass man manchmal 10 Kilo Kaffee in der Relation billiger bekommt, als wenn man nur ein Paket kauft. (Abg. Scheibner: Ja, aber so einfach ist das nicht bei den Flugzeugen wie beim Kaffee! Das ist ein bisschen ein ...!) Aber in dieser Kategorie von Beschaffungen würde ich solche Milchmädchenrechnungen nicht unterstellen, denn auch die Verhandlungspartner – und das sind ja erfolgreiche große Konzerne – sind nicht auf der Milch- respektive Nudelsuppe dahergeschwommen (Abg. Scheibner: Nein! Aber auch nicht im Kaffee!) und kennen sich aus, vielleicht ein bisschen besser als einige der Herren, die hier darüber gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nun kenne ich das aus dem Supermarkt, dass man manchmal 10 Kilo Kaffee in der Relation billiger bekommt, als wenn man nur ein Paket kauft. (Abg. Scheibner: Ja, aber so einfach ist das nicht bei den Flugzeugen wie beim Kaffee! Das ist ein bisschen ein ...!) Aber in dieser Kategorie von Beschaffungen würde ich solche Milchmädchenrechnungen nicht unterstellen, denn auch die Verhandlungspartner – und das sind ja erfolgreiche große Konzerne – sind nicht auf der Milch- respektive Nudelsuppe dahergeschwommen (Abg. Scheibner: Nein! Aber auch nicht im Kaffee!) und kennen sich aus, vielleicht ein bisschen besser als einige der Herren, die hier darüber gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Solche Rechnungen sind für Menschen, die über Budgets entscheiden und entscheiden müssen, nicht akzeptabel und nicht hinzunehmen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Interessehalber!
Zum zweiten Punkt, der mir besonders aufgefallen ist: Der Herr Finanzminister hat heute etwas klar und deutlich erzählt – was sonst unüblich war –, nämlich dass er sich als Einziger und noch dazu als unzuständiger Minister mit etlichen Firmenvertretern getroffen hat. (Abg. Öllinger: Interessehalber!) Die Namen, die er aufgezählt hat, waren nicht auf die gesamte Palette der Anbieter verteilt, sondern das waren EADS-Namen, und zwar ausschließlich! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Auch wenn Sie mir jetzt ins Genick reden, ich muss mich auf das beziehen, was Sie vorher in Ihrer Anfragebeantwortung gesagt haben, und das war erstens mehr als dürftig und zweitens in dem, was Sie gesagt haben, sehr aufschlussreich. (Abg. Gaál: Aufklärungsbedürftig!)
Abg. Gaál: Aufklärungsbedürftig!
Zum zweiten Punkt, der mir besonders aufgefallen ist: Der Herr Finanzminister hat heute etwas klar und deutlich erzählt – was sonst unüblich war –, nämlich dass er sich als Einziger und noch dazu als unzuständiger Minister mit etlichen Firmenvertretern getroffen hat. (Abg. Öllinger: Interessehalber!) Die Namen, die er aufgezählt hat, waren nicht auf die gesamte Palette der Anbieter verteilt, sondern das waren EADS-Namen, und zwar ausschließlich! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Auch wenn Sie mir jetzt ins Genick reden, ich muss mich auf das beziehen, was Sie vorher in Ihrer Anfragebeantwortung gesagt haben, und das war erstens mehr als dürftig und zweitens in dem, was Sie gesagt haben, sehr aufschlussreich. (Abg. Gaál: Aufklärungsbedürftig!)
Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer –: Redezeit! – Präsident Dr. Fischer: Freiwillig!
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer –: Redezeit! – Präsident Dr. Fischer: Freiwillig!) Ein Untersuchungsausschuss in dieser Sache ist unausweichlich! (Ah-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP.) Er steht Ihnen ins Haus, früher oder später, es wird so weit kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ah-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer –: Redezeit! – Präsident Dr. Fischer: Freiwillig!) Ein Untersuchungsausschuss in dieser Sache ist unausweichlich! (Ah-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP.) Er steht Ihnen ins Haus, früher oder später, es wird so weit kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer –: Redezeit! – Präsident Dr. Fischer: Freiwillig!) Ein Untersuchungsausschuss in dieser Sache ist unausweichlich! (Ah-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP.) Er steht Ihnen ins Haus, früher oder später, es wird so weit kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Sie hat gepasst!
Es ist mir schon in der Begründung des Herrn Kollegen Pilz aufgefallen: Er stellt eine Dringliche Anfrage, und noch bevor diese Dringliche Anfrage vom Minister in allen Details beantwortet wird, gibt er schon eine entsprechende Bewertung ab. (Abg. Dr. Kräuter: Sie hat gepasst!) Das ist meiner Meinung nach eine unzulässige Vorgangsweise. Er sollte eine Begründung abgeben – und keine Bewertung!
Abg. Dr. Pilz: Kommt schon noch!
Das Zweite ist aber eigentlich noch schlimmer, nämlich die Diktion des Ganzen, das als Schiebung oder als Korruption zu bezeichnen, denn im Endeffekt ist das ein strafrechtlicher Tatbestand. Wenn aber die Staatsanwaltschaft weder Vorerhebungen noch Voruntersuchungen einleitet (Abg. Dr. Pilz: Kommt schon noch!), dann ist dieses Wort kein Ausdruck der politischen Bewertung, sondern hat hier im Parlament absolut nichts verloren, Herr Pilz! Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Warum stimmen Sie dauernd gegen einen Untersuchungsausschuss?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Warum stimmen Sie dauernd gegen einen Untersuchungsausschuss?!
Das Zweite ist aber eigentlich noch schlimmer, nämlich die Diktion des Ganzen, das als Schiebung oder als Korruption zu bezeichnen, denn im Endeffekt ist das ein strafrechtlicher Tatbestand. Wenn aber die Staatsanwaltschaft weder Vorerhebungen noch Voruntersuchungen einleitet (Abg. Dr. Pilz: Kommt schon noch!), dann ist dieses Wort kein Ausdruck der politischen Bewertung, sondern hat hier im Parlament absolut nichts verloren, Herr Pilz! Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Warum stimmen Sie dauernd gegen einen Untersuchungsausschuss?!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Peinlich!
Verfolgt man die ganze Angelegenheit weiter, so kommt immer als einer der ersten Redner der Sozialisten Herr Abgeordneter Gaál heraus. Es ist überhaupt eigenartig zu beobachten, was er früher gesagt hat und was er jetzt sagt. – Herr Gaál, Sie sprechen ständig von sündteuren Flugzeugen, Luxusflugzeugen und so weiter. Ich glaube, der einzige Luxus ist, dass sich die SPÖ noch einen Wehrsprecher leistet, denn sonst bieten Sie nicht sehr viel in dieser Richtung. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Peinlich!)
Abg. Mag. Kogler: Habe ich auch gesagt!
Zweitens: Es sind heute unter anderem schon Zitate von Kreisky und welchen Personen auch immer genannt worden, die gesagt haben, sie seien für eine entsprechende Verteidigung und so weiter. Dagegen ist eingewendet worden – nicht von Ihnen, Herr Kogler, das war das letzte Mal, sondern von Herrn Cap –, dass sich das Bedrohungsszenario gewandelt habe. (Abg. Mag. Kogler: Habe ich auch gesagt!)
Abg. Reheis: Machen Sie auch eine Volksabstimmung wie in der Schweiz!
Eine wunderbare Geschichte, aber das, was mich bei dem Ganzen interessiert, sind gar nicht so sehr die Verfassungsgutachten, sondern die Frage: Sind denn die Schweizer blöd? Haben die ein anderes Bedrohungsszenario, sodass sie eigentlich nicht davon Abstand nehmen, 163 Flugzeuge entsprechend zu warten und in der Luft zu halten? (Abg. Reheis: Machen Sie auch eine Volksabstimmung wie in der Schweiz!) Gibt es dort irgendeinen regionalen Unterschied zu uns? Sind die nicht neutral?
Abg. Reheis: Die Schweizer machen eine Volksabstimmung!
Daher hätte ich ganz gerne gehört, wie die Verteidigungstheorie lautet! Wie macht man denn die Luftraumüberwachung, wenn sie nicht in der Form stattfindet, wie sie zurzeit bei uns läuft? (Abg. Reheis: Die Schweizer machen eine Volksabstimmung!) – Das ist ja ganz egal! Im Endeffekt haben sie sich dafür entschieden, und alle anderen Länder in diesem Zusammenhang auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher hätte ich ganz gerne gehört, wie die Verteidigungstheorie lautet! Wie macht man denn die Luftraumüberwachung, wenn sie nicht in der Form stattfindet, wie sie zurzeit bei uns läuft? (Abg. Reheis: Die Schweizer machen eine Volksabstimmung!) – Das ist ja ganz egal! Im Endeffekt haben sie sich dafür entschieden, und alle anderen Länder in diesem Zusammenhang auch. (Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Lichtenberger
In diesem Zusammenhang kommen dann immer die Gegengeschäfte in Diskussion. Frau Lichtenberger sagte gerade: Was heißt Gegengeschäfte? Wird alles transparent abgewickelt? Aber es sei nicht im Internet, und man wisse ja nicht, wann das überhaupt hineinkomme. – Frau Lichtenberger! Meines Erachtens ist nicht entscheidend, wann das hineinkommt (ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Lichtenberger), sondern die Tatsache, dass es hineinkommt! (Abg. Dr. Lichtenberger: ... 2010!) Wenn das geschieht, so ist das der Beweis dafür, dass die Gegengeschäfte tatsächlich abgewickelt worden sind.
Abg. Dr. Lichtenberger: ... 2010!
In diesem Zusammenhang kommen dann immer die Gegengeschäfte in Diskussion. Frau Lichtenberger sagte gerade: Was heißt Gegengeschäfte? Wird alles transparent abgewickelt? Aber es sei nicht im Internet, und man wisse ja nicht, wann das überhaupt hineinkomme. – Frau Lichtenberger! Meines Erachtens ist nicht entscheidend, wann das hineinkommt (ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Lichtenberger), sondern die Tatsache, dass es hineinkommt! (Abg. Dr. Lichtenberger: ... 2010!) Wenn das geschieht, so ist das der Beweis dafür, dass die Gegengeschäfte tatsächlich abgewickelt worden sind.
Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber auch weitergelesen!
Ich verfolge in den Zeitungen die Argumentation und die Gutachten, wonach das EU-mäßig eigentlich nicht erlaubt sei und gegen irgendwelche Verträge verstoße. Da geht es nur um Rüstung, und Gegengeschäfte werden nicht erlaubt. Es ist aber an sich eine übliche Vorgangsweise. Es ist nach Artikel 296 des Amsterdamer Vertrages möglich, dass hier Geschäfte und Gegengeschäfte entsprechend abgewickelt werden. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber auch weitergelesen!) Und dass das so ist und in der gesamten EU so gehandhabt wird, geht daraus hervor, dass es bei einem gemeinsamen, britisch-deutschen wehrindustriellen Symposium genau diese Auseinandersetzung mit der Thematik Geschäfte im Rüstungsbereich und Gegengeschäfte gegeben hat, da natürlich nicht jedes Land Rüstungsgüter allein erzeugen kann. Daher: eine ganz normale, eine ganz seriöse Vorgangsweise! (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber schon weitergelesen! Da steht nämlich ganz etwas anderes!) – Wo steht das? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) – Das schenke ich Ihnen gerne, ich brauche es an sich nicht mehr.
Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber schon weitergelesen! Da steht nämlich ganz etwas anderes!
Ich verfolge in den Zeitungen die Argumentation und die Gutachten, wonach das EU-mäßig eigentlich nicht erlaubt sei und gegen irgendwelche Verträge verstoße. Da geht es nur um Rüstung, und Gegengeschäfte werden nicht erlaubt. Es ist aber an sich eine übliche Vorgangsweise. Es ist nach Artikel 296 des Amsterdamer Vertrages möglich, dass hier Geschäfte und Gegengeschäfte entsprechend abgewickelt werden. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber auch weitergelesen!) Und dass das so ist und in der gesamten EU so gehandhabt wird, geht daraus hervor, dass es bei einem gemeinsamen, britisch-deutschen wehrindustriellen Symposium genau diese Auseinandersetzung mit der Thematik Geschäfte im Rüstungsbereich und Gegengeschäfte gegeben hat, da natürlich nicht jedes Land Rüstungsgüter allein erzeugen kann. Daher: eine ganz normale, eine ganz seriöse Vorgangsweise! (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber schon weitergelesen! Da steht nämlich ganz etwas anderes!) – Wo steht das? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) – Das schenke ich Ihnen gerne, ich brauche es an sich nicht mehr.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Ich verfolge in den Zeitungen die Argumentation und die Gutachten, wonach das EU-mäßig eigentlich nicht erlaubt sei und gegen irgendwelche Verträge verstoße. Da geht es nur um Rüstung, und Gegengeschäfte werden nicht erlaubt. Es ist aber an sich eine übliche Vorgangsweise. Es ist nach Artikel 296 des Amsterdamer Vertrages möglich, dass hier Geschäfte und Gegengeschäfte entsprechend abgewickelt werden. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber auch weitergelesen!) Und dass das so ist und in der gesamten EU so gehandhabt wird, geht daraus hervor, dass es bei einem gemeinsamen, britisch-deutschen wehrindustriellen Symposium genau diese Auseinandersetzung mit der Thematik Geschäfte im Rüstungsbereich und Gegengeschäfte gegeben hat, da natürlich nicht jedes Land Rüstungsgüter allein erzeugen kann. Daher: eine ganz normale, eine ganz seriöse Vorgangsweise! (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben aber schon weitergelesen! Da steht nämlich ganz etwas anderes!) – Wo steht das? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) – Das schenke ich Ihnen gerne, ich brauche es an sich nicht mehr.
Abg. Mag. Kogler: Das glauben Sie doch selber nicht!
Damit kommen wir zu der Frage: Ist das, was an Gegengeschäften vereinbart wurde, international nicht nur von der Vorgangsweise her akzeptabel, sondern auch vom Volumen her in Ordnung? – Dazu muss ich sagen: Ja, das ist es! (Abg. Mag. Kogler: Das glauben Sie doch selber nicht!) Über 200 Prozent – 240 Prozent, wenn ich die Finanzierung weglasse –, das kann sich sehen lassen! Und 5 Prozent Pönale liegen durchaus im internationalen Rahmen, wie eigentlich die gesamte Vollziehung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bundesminister Platter: Sehr gut!
Daher, meine Damen und Herren insbesondere von den Grünen: Bringen Sie Fakten vor! Legen Sie endlich Beweise auf den Tisch oder unterlassen Sie diese Skandalisierung, sie ist reine Zeitverschwendung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bundesminister Platter: Sehr gut!)
Beifall bei der SPÖ.
Normalerweise ist es ein legitimes Mittel, in einer demokratischen Diskussion zu zitieren, aber – und diesen Vorwurf müssen Sie sich einfach gefallen lassen! – Sie zitieren nicht, meine lieben Herren von der ÖVP, sondern Sie manipulieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Aber 1996 bis 2000 haben Sie nicht so dramatisch ...!
Zeit und geopolitischer Raum, vor allem aber politische Entwicklungen interessieren Sie überhaupt nicht und spielen in Ihrer Argumentation und in Ihrer Zitatensammlung absolut keine Rolle. (Abg. Amon: Aber 1996 bis 2000 haben Sie nicht so dramatisch ...!) Wenn Sie schon unbedingt Kreisky zitieren müssen, dann lege ich Ihnen noch ein Zitat von Kreisky ans Herz. Kreisky sagte nämlich – ich zitiere –:
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wir hören also: Da war das Zauberwort schon enthalten, nämlich: „wenn wir uns das leisten können“! Das ist genau der Unterschied! Wenn die SPÖ in der Regierung wäre und wir sähen, dass wir uns das nicht leisten können, würden wir diesem unsinnigen Deal niemals zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie sollten das genau durchlesen und nicht nur die Zitate herausholen, die Ihnen genehm sind! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Amon: Wer war da in der Regierung?
1986 wurde noch einmal am einstimmigen Beschluss festgehalten. (Abg. Amon: Wer war da in der Regierung?) So, und was war dann? Wie hat damals die weltpolitische Lage ausgesehen, und wie hat sie sich seither verändert? – Ungarn und die Tschechoslowakei waren noch Teil des Warschauer Paktes, es gab die so genannten Ostblockstaaten, die Jugoslawienkrise begann. Danach folgte die deutsche Wiedervereinigung, und der Eiserne Vorhang fiel. 1991/1992 spitzte sich die Jugoslawienkrise zu, Balkanauseinandersetzung.
Abg. Amon: 1996 dafür! 1998 dafür!
Und wie schaut es heute, 2003, aus? – Tschechien, Slowakei und Slowenien sind Mitglieder der NATO, werden demnächst Partnerländer innerhalb der EU. (Abg. Amon: 1996 dafür! 1998 dafür!) Bleibt die Schweiz als einziges Land, das keinem Bündnis angehört, aber selbst die Schweiz ist seit einiger Zeit UNO-Mitglied. Ich denke, Sie sollten uns jetzt wirklich einmal erklären – vor allem Sie, lieber Kollege Amon –, welche Bedrohung es notwendig macht, Abfangjäger, und zwar das teuerste Modell, das es gibt, anzuschaffen. Das ist der springende Punkt: Welche militärische Strategie wird verfolgt, und wo ist die militärische Sinnhaftigkeit?
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ein Unsinn! In der Frage sollten Sie sich beim Abgeordneten Gaál informieren, der kennt sich besser aus!
Das bedeutet, wir investieren in Kriegsgerät, das wir nicht anwenden müssen, wie Sie selbst feststellen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ein Unsinn! In der Frage sollten Sie sich beim Abgeordneten Gaál informieren, der kennt sich besser aus!)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Scheibner: Aber Sie haben nicht auf ihn gehört! Sie hören nicht auf ihn! Der Mann kennt sich aus!
Was auch so absurd ist und heute wieder sichtbar geworden ist: Sie reduzieren die Sicherheitspolitik auf den Ankauf von Abfangjägern. Und, Kollege Mitterlehner, unser Kollege Gaál ist der beste Wehrsprecher, den man sich vorstellen kann, weil er Sicherheitspolitik nicht auf den Ankauf von Abfangjägern reduziert (Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Scheibner: Aber Sie haben nicht auf ihn gehört! Sie hören nicht auf ihn! Der Mann kennt sich aus!), sondern so wie die gesamte SPÖ einen umfassenden Sicherheitspolitik-Begriff hat.
Abg. Scheibner: Der Gaál kann Ihnen da ein Privatissimum geben!
Uns geht es um die Sicherung der Pensionen, uns geht es um die Sicherung der Gesundheit, uns geht es darum, die Arbeitsplätze zu sichern, uns geht es darum, die Sicherheit für die jungen Menschen in diesem Land zu sichern (Abg. Scheibner: Der Gaál kann Ihnen da ein Privatissimum geben!), und uns geht es darum, die Chancengerechtigkeit für Frauen in unserem Land zu sichern. All das sind Themen, für die Sie kein Geld übrig haben, die Ihnen völlig egal sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns geht es um die Sicherung der Pensionen, uns geht es um die Sicherung der Gesundheit, uns geht es darum, die Arbeitsplätze zu sichern, uns geht es darum, die Sicherheit für die jungen Menschen in diesem Land zu sichern (Abg. Scheibner: Der Gaál kann Ihnen da ein Privatissimum geben!), und uns geht es darum, die Chancengerechtigkeit für Frauen in unserem Land zu sichern. All das sind Themen, für die Sie kein Geld übrig haben, die Ihnen völlig egal sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Minister Platters Strategie ist: Worthülsen zum Besten geben, Augen zu und durch. – Seien Sie mir nicht böse, Herr Minister Platter, aber es fällt schon auf, dass Sie sich immer nicht wirklich wohl in Ihrer Haut fühlen, wenn es um den Ankauf der Abfangjäger geht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Natürlich! Das habe ich schon gesagt!
„Ein Hinweis von Jörg Haider, dass es beim Eurofighter-Kauf ,strafrechtlich verfolgbare Tatbestände‘ gebe“ – ja was meint er denn damit? Wie sehen denn das die Damen und Herren, vor allem die tapferen Acht von der FPÖ? Fordert in diesem Zusammenhang Abgeordneter Walch auch so laut und wortreich ein, dass Haider die Fakten auf den Tisch legt? (Abg. Scheibner: Natürlich! Das habe ich schon gesagt!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich bin schon sehr gespannt darauf, meine Damen und Herren von der FPÖ, wie Sie entscheiden werden, denn wenn man das Geschichtsverständnis der ÖVP berücksichtigt, dann werden Sie wieder diejenigen sein, die übrig bleiben, denn die ÖVP wird wieder nicht dabei gewesen sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Wo?
†Abgeordneter Dr. Günther Kräuter| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Verteidigungsminister! Der Herr Finanzminister ist nicht mehr hier. Herr Staatssekretär! Es ist so: Woche für Woche, meine Damen und Herren, gibt es neue Fakten, neue Tatsachen, neue Ereignisse. (Rufe bei der ÖVP: Wo?) Kollege Tancsits, ich werde Ihnen mindestens drei erläutern, denn heute – tagesaktuell! – hat der Finanzminister hier im Nationalrat, und das ist besonders interessant, unzuständigerweise geführte Vorgespräche mit EADS zugegeben. Darüber werden sich die Kommentatoren die entsprechende Meinung bilden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Günther Kräuter| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Verteidigungsminister! Der Herr Finanzminister ist nicht mehr hier. Herr Staatssekretär! Es ist so: Woche für Woche, meine Damen und Herren, gibt es neue Fakten, neue Tatsachen, neue Ereignisse. (Rufe bei der ÖVP: Wo?) Kollege Tancsits, ich werde Ihnen mindestens drei erläutern, denn heute – tagesaktuell! – hat der Finanzminister hier im Nationalrat, und das ist besonders interessant, unzuständigerweise geführte Vorgespräche mit EADS zugegeben. Darüber werden sich die Kommentatoren die entsprechende Meinung bilden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist so, dass die Luft von Woche zu Woche dünner wird, meine Damen und Herren, und die Suppe dicker. Wir können Sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können Sie zwingen, immer offensichtlicher die Unwahrheit zu sagen. Und am heutigen Tag ist das wieder einmal sehr gut gelungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Herr Verteidigungsminister! Der einzige Strohhalm, an den Sie sich noch geklammert haben, nämlich diese beiden Gutachten, ist geknickt, ist abgebrochen, und Ihre Glaubwürdigkeit ist endgültig den Bach hinuntergegangen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Verteidigungsminister, Sie haben drei Mal die Unwahrheit gesagt – das ist dokumentiert. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Im Rechnungshofausschuss haben Sie gesagt: rechtlich keine Probleme. Im Budgetausschuss haben Sie gesagt: rechtlich keine Probleme. Und in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Herrn Wirtschaftsminister, dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Verteidigungsminister außer Dienst haben Sie auch gesagt: vergaberechtlich unbedenklich. Aber Ihre eigenen Gutachten, die Sie selbst bestellt haben, sagen genau das Gegenteil, dass das Ganze zu einer Umkehr der Bieterreihung führen würde.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich kann jetzt nur Folgendes sagen: Heraus mit den Gutachten! Herr Minister, wo sind sie denn? Halten Sie sich doch an die Anweisung des Herrn Bundeskanzlers, der am 21. Mai im „Kurier“, wo er das Eurofighter-Geschäft gelobt hat, gesagt hat, die Regierung habe hier einen „glasklaren, transparenten Weg“ gewählt. – Da muss ich schon die Frage stellen: Warum sind die Gutachten unter Verschluss, Herr Verteidigungsminister? Geben Sie endlich einmal die Gutachten heraus, damit man diesen „glasklaren, transparenten Weg“, den der Bundeskanzler in diesem Zusammenhang versichert hat, wirklich nachvollziehen kann! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Amon: Pietätlos ist das!
Eurofighter selbst sagt – ich zitiere –: „Nirgends werde so gelogen“ – nachzulesen in den „Salzburger Nachrichten vom 30. Mai 2003“ – „wie bei Grabreden und bei Gegengeschäften ...“ dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Amon: Pietätlos ist das!)
Abg. Scheibner: Sie erzählen immer denselben Unsinn!
Jammerschade ist, dass uns der Herr Finanzminister bei dieser Debatte bereits abhanden gekommen ist, wäre doch an ihn eine ganz wichtige Frage zu stellen. – Herr Minister Platter, Sie haben ja gesagt, es werde zwei Stützpunkte geben, zwei Abflugbasen für die Eurofighter. – Wahr ist, dass es nur einen Reparaturansatz gibt, und es wird erzählt (Abg. Scheibner: Sie erzählen immer denselben Unsinn!), dass sich vor allem der Finanzminister dafür stark gemacht hat, dass es eben nur einen Reparaturansatz geben wird. – Leider können wir den Herrn Finanzminister dazu nicht fragen; ich gehe jedoch davon aus, dass Sie, Herr Staatssekretär – wie in so vielen Fällen –, dazu überhaupt keine Informationen haben.
Abg. Scheibner: Was denn?
Zum ehemaligen Verteidigungsminister Scheibner: Binnen einer Woche hat er das, was die Bewertungskommission festgestellt hat, umgedeutet: Zuerst waren es die Gripen, eine Woche später waren es die Eurofighter. – Herr Minister außer Dienst und jetziger Klubobmann Scheibner, Sie sind uns ja schon letztes Mal in der Debatte betreffend Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu diesem Thema eine wichtige Information schuldig geblieben (Abg. Scheibner: Was denn?), eben im Zusammenhang mit Rechnungshofberichten.
Abg. Scheibner: Na endlich! Das ist einmal etwas Neues, dass Sie etwas zugeben!
Dass es einen Bericht über das Erstellen der Ausschreibungsunterlagen gibt, dass dieser Bericht in Ordnung ist, ist unbestritten. (Abg. Scheibner: Na endlich! Das ist einmal etwas Neues, dass Sie etwas zugeben!) Dann sagen Sie aber, Herr Klubobmann Scheibner, immer dazu, Sie hätten den Rechnungshof beauftragt, auch die Vergabe zu untersuchen – und daher sei alles in Ordnung. Nein, so einfach kann man es sich nicht machen! Mit dem Auftrag ist es nicht getan, Herr Kollege Scheibner! Wir wollen diesen Bericht auf den Tisch haben, bevor die Entscheidungen hier getroffen werden und womöglich dann noch dieser Vertrag unterschrieben wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und stimmen Sie dann zu, wenn der in Ordnung ist?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und stimmen Sie dann zu, wenn der in Ordnung ist?
Dass es einen Bericht über das Erstellen der Ausschreibungsunterlagen gibt, dass dieser Bericht in Ordnung ist, ist unbestritten. (Abg. Scheibner: Na endlich! Das ist einmal etwas Neues, dass Sie etwas zugeben!) Dann sagen Sie aber, Herr Klubobmann Scheibner, immer dazu, Sie hätten den Rechnungshof beauftragt, auch die Vergabe zu untersuchen – und daher sei alles in Ordnung. Nein, so einfach kann man es sich nicht machen! Mit dem Auftrag ist es nicht getan, Herr Kollege Scheibner! Wir wollen diesen Bericht auf den Tisch haben, bevor die Entscheidungen hier getroffen werden und womöglich dann noch dieser Vertrag unterschrieben wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und stimmen Sie dann zu, wenn der in Ordnung ist?)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Wetten würde ich nach Dolinscheks heutiger Rede zum Thema Pensionsreform darauf nicht, aber immerhin: Irgendetwas muss Dolinschek ja dazu veranlasst haben, zu sagen, er könne sich einen Untersuchungsausschuss vorstellen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Warum können Sie nicht einige Tage zuwarten, bis dieser Bericht kommt?! Warum wollen Sie unbedingt morgen diesen Beschluss über die Bühne bringen?! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Frau Kollegin, da erhebt sich eben dann die Frage: Cui bono? Wem nützt das Ganze? (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Warum können Sie nicht einige Tage zuwarten, bis dieser Bericht kommt?! Warum wollen Sie unbedingt morgen diesen Beschluss über die Bühne bringen?! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Frau Kollegin, da erhebt sich eben dann die Frage: Cui bono? Wem nützt das Ganze? (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie richten hier die Tafel an – und der Steuerzahler hat die Rechnung zu begleichen! Jetzt geht es dann darum, zu wissen: Wer wird da bewirtet? (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien, ich versichere Ihnen: Dieser Bissen wird Ihnen im Halse stecken bleiben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie richten hier die Tafel an – und der Steuerzahler hat die Rechnung zu begleichen! Jetzt geht es dann darum, zu wissen: Wer wird da bewirtet? (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien, ich versichere Ihnen: Dieser Bissen wird Ihnen im Halse stecken bleiben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich stelle daher den Antrag auf Beiziehung des Herrn Finanzministers Grasser, weil es sich bei der in der Dringlichen Anfrage genannten Thematik um eine persönliche Verantwortung des Herrn Finanzministers handelt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Mein Gott, das hören wir jetzt wieder hundert Mal!
Finanzminister Grasser hat auf unsere Fragen hin zugegeben, dass er sich mit zwei führenden Vertretern der Firma EADS mehrere Male getroffen hat – und einer dieser beiden führenden Vertreter war und ist der Geschäftsführer von EADS, Herr Manfred Bischoff. (Abg. Dr. Mitterlehner: Mein Gott, das hören wir jetzt wieder hundert Mal!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Mach eine Anzeige!
Dieses Eingeständnis von Finanzminister Grasser verstärkt weiter den Verdacht auf Schiebung durch den Finanzminister, den Verdacht auf Manipulation der Vergabe durch den Finanzminister sowie den Verdacht des Amtsmissbrauchs durch den Finanzminister. (Abg. Dr. Mitterlehner: Mach eine Anzeige!)
Beifall bei den Grünen.
Nur eine einzige Frage ist nicht mehr als Verdacht zu diskutieren, weil wir hierüber bereits Klarheit haben: die mehrfach erfolgte, nicht der Wahrheit gemäße Information des österreichischen Nationalrates, seiner Ausschüsse, des Nationalen Sicherheitsrates und der österreichischen Öffentlichkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Das Bundesheer hat damit etwas zu tun!
Jetzt noch konkret zu einem Faktum – und das werden wir noch so oft wiederholen, bis das vom Verteidigungsminister und vom Finanzminister eingestanden wird, weil Sie zu Ihren eigenen Dokumenten und Unterlagen stehen müssen –: Die geleugneten 233 Millionen € Systemkosten sind Eurofighter-Systemkosten! Herr Verteidigungsminister! Bitte erklären Sie einmal, auch dem wohlwollenden Teil dieses Hohen Hauses, dass die Einsatzausbildung der Eurofighter-Piloten nichts mit dem System Eurofighter zu tun hat (Bundesminister Platter: Stimmt nicht!), dass das Flugfunknetz des Eurofighter nichts mit den Systemkosten Eurofighter zu tun hat, dass das Freund/Feind-Erkennungssystem des Eurofighter nichts mit dem System Eurofighter zu tun hat, dass der Datalink, also die Datenübermittlung zwischen Eurofighter und Bodenstation, keine Systemkosten des Eurofighter sind! (Abg. Dr. Fekter: Das Bundesheer hat damit etwas zu tun!) Erklären Sie bitte, Herr Verteidigungsminister, nachdem der Herr Finanzminister schon seit einiger Zeit abgängig ist, warum Ihre Beamten dann immer wieder Systemkosten in die Akte hineinschreiben und warum das Finanzministerium antwortet: die Systemkosten in der Höhe von 233 Millionen €! Erklären Sie, warum Systemkosten nach der Neusprache von Grasser und Platter nicht mehr Systemkosten sind!
Beifall und Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Am Mexikoplatz vielleicht! – Abg. Neudeck: Und Sie bauen es dann zusammen? – Abg. Scheibner: Was haben Sie für einen Umgang? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie das erklärt haben, wenn Sie der Meinung sind, dass man das irgendwo kaufen kann, dass man irgendwas nehmen kann, dann ersuche ich Sie, wirklich das Billigste zu nehmen, wenn das alles nichts mit dem Eurofighter zu tun hat! Wenn Sie also der Meinung sind, dass man irgendetwas kaufen kann, zeige ich Ihnen morgen, wo man in Wien die Russen findet, die ganz billig MiG-Bestandteile, MiG-Funkgeräte, MiG-Datalinks und so weiter verkaufen wollen. (Beifall und Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Am Mexikoplatz vielleicht! – Abg. Neudeck: Und Sie bauen es dann zusammen? – Abg. Scheibner: Was haben Sie für einen Umgang? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Damit aber nicht die MiG, sondern die Vernunft eine Chance bekommt, haben Sie, meine Damen und Herren, speziell jene vom rebellischen Teil der FPÖ, bis morgen noch eine Überlegungsfrist. Bedenken Sie dabei immer mit, dass diese Überlegungsfrist, wenn es schief läuft und wenn noch mehr Fragen so beantwortet werden müssen, wie das heute der Finanzminister tun musste, vielleicht eine politische Galgenfrist ist. Mit morgen Abend ist das mit Sicherheit nicht vorbei! Wir sehen uns mit Sicherheit – und da hat Eva Lichtenberger Recht – zumindest, wenn sich politisch ein bisschen etwas in dieser Republik ändert, vor einem Untersuchungsausschuss. Sein wichtigster Zeuge heißt nach heutigem Wissensstand Karl-Heinz Grasser, und ich freue mich auf diese künftige Begegnung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Bei solchen Debatten ... (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!) – Wohin? (Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!) Na glauben Sie, dass ich mich davor fürchte, Herr Abgeordneter Kogler? (Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!) Ich fürchte mich vor gar nichts, vor Ihnen schon gar nicht, auch nicht vor irgendwelchen Ausschüssen. Wovor ich mich allerdings fürchte (Abg. Eder: Vor Wahlen!), sind Politiker, die mit wichtigen Angelegenheiten so schleißig umgehen wie Sie anscheinend, Herr Abgeordneter Kogler, und Ihre Fraktion. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Bei solchen Debatten ... (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!) – Wohin? (Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!) Na glauben Sie, dass ich mich davor fürchte, Herr Abgeordneter Kogler? (Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!) Ich fürchte mich vor gar nichts, vor Ihnen schon gar nicht, auch nicht vor irgendwelchen Ausschüssen. Wovor ich mich allerdings fürchte (Abg. Eder: Vor Wahlen!), sind Politiker, die mit wichtigen Angelegenheiten so schleißig umgehen wie Sie anscheinend, Herr Abgeordneter Kogler, und Ihre Fraktion. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Bei solchen Debatten ... (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!) – Wohin? (Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!) Na glauben Sie, dass ich mich davor fürchte, Herr Abgeordneter Kogler? (Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!) Ich fürchte mich vor gar nichts, vor Ihnen schon gar nicht, auch nicht vor irgendwelchen Ausschüssen. Wovor ich mich allerdings fürchte (Abg. Eder: Vor Wahlen!), sind Politiker, die mit wichtigen Angelegenheiten so schleißig umgehen wie Sie anscheinend, Herr Abgeordneter Kogler, und Ihre Fraktion. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Vor Wahlen!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Bei solchen Debatten ... (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!) – Wohin? (Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!) Na glauben Sie, dass ich mich davor fürchte, Herr Abgeordneter Kogler? (Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!) Ich fürchte mich vor gar nichts, vor Ihnen schon gar nicht, auch nicht vor irgendwelchen Ausschüssen. Wovor ich mich allerdings fürchte (Abg. Eder: Vor Wahlen!), sind Politiker, die mit wichtigen Angelegenheiten so schleißig umgehen wie Sie anscheinend, Herr Abgeordneter Kogler, und Ihre Fraktion. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Bei solchen Debatten ... (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen! Sie könnten auch geladen werden!) – Wohin? (Abg. Mag. Kogler: Vor den Untersuchungsausschuss!) Na glauben Sie, dass ich mich davor fürchte, Herr Abgeordneter Kogler? (Abg. Dr. Gusenbauer: Dann stimmen Sie doch zu!) Ich fürchte mich vor gar nichts, vor Ihnen schon gar nicht, auch nicht vor irgendwelchen Ausschüssen. Wovor ich mich allerdings fürchte (Abg. Eder: Vor Wahlen!), sind Politiker, die mit wichtigen Angelegenheiten so schleißig umgehen wie Sie anscheinend, Herr Abgeordneter Kogler, und Ihre Fraktion. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Flüchtigkeitsfehler!
Eine Dringliche Anfrage zu diesem Thema haben wir jetzt schon mehrmals gehabt, von den verschiedensten Fraktionen eingebracht. Das ist natürlich auch das Recht von Abgeordneten. Wir haben zum Teil auch die gleichen Fragen, Fragen mit demselben Inhalt gehabt, und es hat auch immer wieder die gleichen Antworten darauf gegeben. Wir haben aber noch nie eine Frage gehabt wie die folgende – auf die zu antworten hätte ich auch ein Problem gehabt, vielleicht können Sie mir sagen, was das heißt, was da steht –: „Finanziell stellt die die größtmögliche Verschwedung dar.“ (Abg. Mag. Mainoni: Flüchtigkeitsfehler!) – Ein bisschen sorgfältiger sollte man schon sein. Aber die „Verschwedung“ ist schon interessant.
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Es ist immer die Frage bei solchen Debatten: Ist man grundsätzlich gegen die Luftraumüberwachung, oder passt nur die Type nicht? Wenn die Type nicht passt, dann frage ich mich: Wo sind die Experten hier in diesem Hohen Haus, die genau wissen, welche Type technisch die für das österreichische Bundesheer geeignete ist und welche nicht? Ich habe mir, selbst als ehemaliger Verteidigungsminister, nie angemaßt, das zu wissen, und werde das auch in Zukunft nicht tun. Dafür sind die Experten da, die das zu entscheiden haben, und dafür gibt es dann auch Berichte, und die liegen ja vor, auch Ihnen. Die Bundesregierung hat dann eine Gesamtschau in wirtschaftlicher, technischer und finanzieller Hinsicht zu machen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie sind wirklich lustig! Gerade bei meinen Reden machen Sie immer die lautesten Zwischenrufe. Besser wäre es, wenn Sie nach vorne kommen würden. Schauen Sie, in der zweiten Reihe ist Platz. Kommen Sie herunter, denn dann verstehe ich auch Ihre Zwischenrufe, weil ich mich grundsätzlich ganz gerne auf einen Diskurs einlassen würde! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Pilz: Kollege Scheibner! Haben Sie sich mit Firmenvertretern getroffen?
Aber mir geht es da um das Grundsätzliche, gerade bei den Sozialdemokraten. Weil eine der Vorrednerinnen ... (Abg. Dr. Pilz: Kollege Scheibner! Haben Sie sich mit Firmenvertretern getroffen?) – Ich habe mich vor der Typenentscheidung nicht mit Firmenvertretern getroffen, nach der Typenentscheidung mit Vertretern jener Firma, mit der wir verhandeln mussten. Das ist ja keine Frage. Aber, Herr Kollege Pilz, ich bin auch der Verteidigungsminister und deshalb näher am Projekt gewesen als andere Minister. (Abg. Dr. Pilz: Eben, das ist der Unterschied!)
Abg. Dr. Pilz: Eben, das ist der Unterschied!
Aber mir geht es da um das Grundsätzliche, gerade bei den Sozialdemokraten. Weil eine der Vorrednerinnen ... (Abg. Dr. Pilz: Kollege Scheibner! Haben Sie sich mit Firmenvertretern getroffen?) – Ich habe mich vor der Typenentscheidung nicht mit Firmenvertretern getroffen, nach der Typenentscheidung mit Vertretern jener Firma, mit der wir verhandeln mussten. Das ist ja keine Frage. Aber, Herr Kollege Pilz, ich bin auch der Verteidigungsminister und deshalb näher am Projekt gewesen als andere Minister. (Abg. Dr. Pilz: Eben, das ist der Unterschied!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! Weil eine meiner Vorrednerinnen gesagt hat, sicherheitspolitisch sei ja das alles nicht mehr begründbar gewesen, und wir das auch schon so oft gehört haben, möchte ich auf dieses Argument noch einmal eingehen. Ich habe ihr schon als Zwischenruf gesagt: Nehmen Sie einmal ein Privatissimum, Frau Kollegin, beim Abgeordneten Gaál, der kennt sich in der Sicherheitspolitik aus! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Ja, das kann ich durchaus sagen: Gaál kennt sich aus in der Sicherheitspolitik, er darf nur nicht immer alles das sagen, was er weiß! Intern wird er aber sicherlich Auskunft geben dürfen, und er wird Ihnen sagen, dass es natürlich eine Veränderung im Bedrohungsbild gegeben hat. Gott sei Dank hat es die gegeben, denn mit 24 Draken, die Sie damals in der Zeit des Kalten Krieges beschafft haben, als Abwehr gegen die Armada zu Land und in der Luft des Warschauer Pakts, nur mit Bordkanonen ausgestattet, hätten wir wirklich nicht viel ausrichten können. Das war wirklich nur eine Beruhigungsaktion für die Bevölkerung und vielleicht für einen Fall von Luftraumüberwachung, den wir heute haben.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Meine Damen und Herren! Sind Sie sich Ihrer Verantwortung nicht stärker bewusst, die Sie als große Fraktion hier im Parlament haben, dass Sie zumindest diese sicherheitspolitischen Anforderungen außer Streit stellen? Ob eine Typenentscheidung richtig oder falsch war, darüber kann man immer diskutieren. Ob in einem Verfahren alles richtig gewesen ist oder nicht, darüber kann man diskutieren. Aber dass Sie nicht bereit sind, einmal auf eine tagesaktuelle Botschaft, auf eine „gute Meldung“, wie man so sagt, zu verzichten, wenn es darum geht, diesen sicherheitspolitischen Konsens über alles zu stellen, das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Ihnen ist die soziale Sicherheit egal! Das ist das Problem!
Meine Damen und Herren! Das werden Sie dann auch dieser Bevölkerung, Frau Abgeordnete, wo Sie jetzt sagen ... (Abg. Mag. Wurm: Ihnen ist die soziale Sicherheit egal! Das ist das Problem!) – Die ist mir nicht egal, meine Damen und Herren! Die ist mir nicht egal, und genau gegen diese Unterstellung verwahre ich mich: dass es dieser Bundesregierung nicht auch um die soziale Sicherheit geht – es geht ihr aber auch um die Sicherheit der Staatsbürger in einem Konfliktfall. Auch darum geht es ihr! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das werden Sie dann auch dieser Bevölkerung, Frau Abgeordnete, wo Sie jetzt sagen ... (Abg. Mag. Wurm: Ihnen ist die soziale Sicherheit egal! Das ist das Problem!) – Die ist mir nicht egal, meine Damen und Herren! Die ist mir nicht egal, und genau gegen diese Unterstellung verwahre ich mich: dass es dieser Bundesregierung nicht auch um die soziale Sicherheit geht – es geht ihr aber auch um die Sicherheit der Staatsbürger in einem Konfliktfall. Auch darum geht es ihr! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr genau!
Frau Kollegin Lichtenberger war es, glaube ich, die gesagt hat, man kann doch jetzt die Abfangjägerfrage nicht mit den Massenvernichtungswaffen des Irak in Beziehung setzen. Da haben Sie nicht zugehört, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr genau!) Da geht es nicht um die Massenvernichtungswaffen. Es geht auch gar nicht um den Irak, sondern es geht darum, dass während des Irak-Krieges wir alle – da haben wir einen Konsens gehabt – gesagt haben: Unser Luftraum wird für Flugzeuge und Transporte, die für den Aufmarsch, für die Vorbereitungen des Irak-Krieges verwendet werden, gesperrt! Da haben wir einen Konsens gehabt.
Abg. Dr. Puswald: Das ist ein völliger Unsinn!
Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren von der Opposition: Wie überwachen wir diese Sperre, wie überwachen wir dieses Überflugsverbot, wenn wir keine Möglichkeit haben, das auch in der Luft zu tun? Das ist die Widersprüchlichkeit, die Sie hier nicht aufklären können! Es geht ganz einfach darum, dem verfassungsrechtlichen Gebot, unsere Souveränität in der Luft aufrechtzuerhalten und zu überwachen, auch in Zukunft nachkommen zu können. (Abg. Dr. Puswald: Das ist ein völliger Unsinn!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Ich bin davon überzeugt – der Rechnungshof, der nachvollziehend prüft, Herr Abgeordneter Kräuter, wird auch zu dieser Erkenntnis kommen, so wie die Staatsanwaltschaft bei vielen anderen Anzeigen auch –, dass das alles in Ordnung gewesen ist, und bin der Meinung, dass es notwendig ist, diese Beschaffung so rasch wie möglich durchzuführen – im Interesse der Sicherheit unseres Landes! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das, meine Damen und Herren, ist ein neuer Sachverhalt, das ist ganz unglaublich, und ich bedanke mich, auch im Namen der österreichischen Bevölkerung, dass Sie uns heute hier diesen neuen Sachverhalt geliefert haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, wenn Sie unter diesen Umständen morgen einen milliardenschweren Beschluss zur Beschaffung dieser Eurofighter fassen wollen, dann ist das nicht mehr fahrlässig, sondern vorsätzlich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Das können Sie im Kindergarten erzählen, diese Geschichte!
Zweitens: Versuchen Sie sich einen Moment vorzustellen, was Menschen, die gerade die Sicherheit ihrer zukünftigen Pension verlieren, empfinden, wenn sie hören, dass beiläufig der Finanzminister sagt, die 233 Millionen sind irgendwas, und genauso beiläufig sagt, 1,5 Milliarden € Betriebskosten für den Eurofighter, die bisher noch nicht in dieser Summe auf dem Tisch gelegen sind! 1,5 Milliarden € so ganz nebenbei, und das in Tagen, wo den Menschen die Sicherheit ihrer Zukunft in der Pension zumindest für die nächste Zeit genommen wird. (Abg. Großruck: Das können Sie im Kindergarten erzählen, diese Geschichte!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Vielleicht denken Sie bis morgen noch einmal darüber nach, wo die Grenze des Zumutbaren für die österreichische Bevölkerung liegt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie sich für den Grasser verbürgen?
†Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka| (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nachdem wir hier jetzt schon zu wiederholtem Male das Stück „Viel Lärm um Nichts“ aufgeführt bekommen haben, können wir wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Denn: Herausgekommen ist nichts, meine Damen und Herren, null und nichts! Oder? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie sich für den Grasser verbürgen?) Selbstverständlich! Gerne! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie machen das leichtfertig! Sehr leichtfertig!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie machen das leichtfertig! Sehr leichtfertig!
†Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka| (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nachdem wir hier jetzt schon zu wiederholtem Male das Stück „Viel Lärm um Nichts“ aufgeführt bekommen haben, können wir wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Denn: Herausgekommen ist nichts, meine Damen und Herren, null und nichts! Oder? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie sich für den Grasser verbürgen?) Selbstverständlich! Gerne! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie machen das leichtfertig! Sehr leichtfertig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Leichtfertig machen Sie immer eines, Herr Klubobmann und Parteivorsitzender Gusenbauer, nämlich ständig frei von Fakten und auch von persönlicher Verantwortung einfach Behauptungen aufzustellen. Sie machen es sich da sehr leicht, manchmal zu leicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das habe ich befürchtet!
Wenn ich nur Ihren Offenen Brief hernehme, den ich dankenswerterweise von Ihnen erhalten habe, und lese, dass Sie da an unser politisches Gewissen appellieren, dann muss ich Ihnen sagen: Da brauchen wir wirklich von niemandem eine Aufforderung, denn bei der Abstimmung morgen werden wir genau unserem Gewissen folgen! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das habe ich befürchtet!) Dazu brauchen wir, brauche ich keine Aufforderung von Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn ich nur Ihren Offenen Brief hernehme, den ich dankenswerterweise von Ihnen erhalten habe, und lese, dass Sie da an unser politisches Gewissen appellieren, dann muss ich Ihnen sagen: Da brauchen wir wirklich von niemandem eine Aufforderung, denn bei der Abstimmung morgen werden wir genau unserem Gewissen folgen! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das habe ich befürchtet!) Dazu brauchen wir, brauche ich keine Aufforderung von Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da Sie hier davon sprechen, dass wir um Gerechtigkeit und Glaubwürdigkeit bemüht sein sollen: Es ist es nichts anderes, wenn wir morgen die Pensionssicherungsreform hier beschließen werden, als ein Beitrag zur Gerechtigkeit, zur Generationengerechtigkeit! Ich sage Ihnen: Nichts tun wäre ungerecht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abg. Mag. Wurm.
Sie gehen ja noch weiter: Heute heißt es auf der Homepage der SPÖ – entweder sind Ihre Leute noch im Pfingsturlaub, oder Sie setzen bewusst diese Falschmeldungen fort –: Angestellte, 30 Jahre: – 40 Prozent. – Ist das verantwortungsbewusste Politik? Ist das, wie Sie es in Ihrem Brief nennen, glaubwürdig? (Zwischenrufe der Abg. Mag. Wurm.) Das ist äußerst unglaubwürdig! Sie wissen es: Es gibt diesen Deckel mit den 10 Prozent, der selbstverständlich gilt, und wir lassen uns von Ihnen nicht davon abbringen, bei der Wahrheit zu bleiben! Es ist schlichtweg falsch, hier zu sagen: mindestens 12 Prozent! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie lange hält der Deckel?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wie lange hält der Deckel?
Sie gehen ja noch weiter: Heute heißt es auf der Homepage der SPÖ – entweder sind Ihre Leute noch im Pfingsturlaub, oder Sie setzen bewusst diese Falschmeldungen fort –: Angestellte, 30 Jahre: – 40 Prozent. – Ist das verantwortungsbewusste Politik? Ist das, wie Sie es in Ihrem Brief nennen, glaubwürdig? (Zwischenrufe der Abg. Mag. Wurm.) Das ist äußerst unglaubwürdig! Sie wissen es: Es gibt diesen Deckel mit den 10 Prozent, der selbstverständlich gilt, und wir lassen uns von Ihnen nicht davon abbringen, bei der Wahrheit zu bleiben! Es ist schlichtweg falsch, hier zu sagen: mindestens 12 Prozent! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie lange hält der Deckel?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Falsch!
Der Deckel hält so lange, solange dieses Pensionssicherungssystem, das wir morgen beschließen, in Kraft ist; das ist relativ einfach. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Falsch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Falsch ist, was Sie sagen! Und falsch ist auch, wenn hier steht: „Die im Sinne von mehr Gerechtigkeit so dringend notwendige Harmonisierung ist von der Regierung nicht vorgesehen.“ – Das ist unrichtig! Das Gegenteil ist der Fall! Sie können morgen mitstimmen, wenn es um die Harmonisierung geht. Wir laden Sie herzlich ein, mitzustimmen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Regierungsfraktionen bringen morgen den entsprechenden Antrag ein. (Abg. Silhavy: Warum gibt es dazu keine Regierungsvorlage?)
Abg. Silhavy: Warum gibt es dazu keine Regierungsvorlage?
Falsch ist, was Sie sagen! Und falsch ist auch, wenn hier steht: „Die im Sinne von mehr Gerechtigkeit so dringend notwendige Harmonisierung ist von der Regierung nicht vorgesehen.“ – Das ist unrichtig! Das Gegenteil ist der Fall! Sie können morgen mitstimmen, wenn es um die Harmonisierung geht. Wir laden Sie herzlich ein, mitzustimmen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Regierungsfraktionen bringen morgen den entsprechenden Antrag ein. (Abg. Silhavy: Warum gibt es dazu keine Regierungsvorlage?)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der SPÖ-Vorsitzende hat sich in diesem Bereich persönlich ins Abseits gespielt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer.) Zweifach sind Sie ins Abseits geraten, Herr Dr. Gusenbauer: erstens inhaltlich, denn seit dem Jänner, seit den Regierungsverhandlungen, wo Sie noch konstruktiv bei der Sache waren, ist inhaltlich nichts mehr von Ihnen gekommen, und – zweitens – Sie haben sich auch strategisch ins Abseits gespielt. Wenn Sie nämlich geglaubt haben, dass Sie als großer „Sprengmeister“ der Regierung auftreten können, haben Sie sich gewaltig geirrt! Ein Spargelessen reicht dafür nicht aus. Sie sind kläglich gescheitert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der SPÖ-Vorsitzende hat sich in diesem Bereich persönlich ins Abseits gespielt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer.) Zweifach sind Sie ins Abseits geraten, Herr Dr. Gusenbauer: erstens inhaltlich, denn seit dem Jänner, seit den Regierungsverhandlungen, wo Sie noch konstruktiv bei der Sache waren, ist inhaltlich nichts mehr von Ihnen gekommen, und – zweitens – Sie haben sich auch strategisch ins Abseits gespielt. Wenn Sie nämlich geglaubt haben, dass Sie als großer „Sprengmeister“ der Regierung auftreten können, haben Sie sich gewaltig geirrt! Ein Spargelessen reicht dafür nicht aus. Sie sind kläglich gescheitert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Sind Sie für eine Volksabstimmung? Haben Sie den Mut?
Ich sage Ihnen abschließend Folgendes: Nicht nur, dass Sie persönlich gescheitert sind, es wird auch die SPÖ mit ihrer Verunsicherungskampagne nicht erfolgreich sein. (Abg. Bures: Sind Sie für eine Volksabstimmung? Haben Sie den Mut?) Es wird in den nächsten Wochen unsere Aufgabe sein, deutlich zu machen, wie sorglos Sie mit der Wahrheit umgehen, wie sorglos, Kollegin Bures, Sie mit der Wahrheit umgehen. (Abg. Bures: Haben Sie Mut oder haben Sie Angst?)
Abg. Bures: Haben Sie Mut oder haben Sie Angst?
Ich sage Ihnen abschließend Folgendes: Nicht nur, dass Sie persönlich gescheitert sind, es wird auch die SPÖ mit ihrer Verunsicherungskampagne nicht erfolgreich sein. (Abg. Bures: Sind Sie für eine Volksabstimmung? Haben Sie den Mut?) Es wird in den nächsten Wochen unsere Aufgabe sein, deutlich zu machen, wie sorglos Sie mit der Wahrheit umgehen, wie sorglos, Kollegin Bures, Sie mit der Wahrheit umgehen. (Abg. Bures: Haben Sie Mut oder haben Sie Angst?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nein, wir haben keine Angst. Wir sind mutig, wir wagen Reformen – Sie sind ängstlich und bleiben stehen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
†Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek| (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Zunächst kurz zu meinem Vorredner. Wenn der Chef-Stratege des Dirty Campaigning gegen die Grünen im letzten Nationalratswahlkampf vom seltsamen Umgang einer Oppositionspartei mit der Wahrheit redet, dann frage ich mich schon, wovon Sie sprechen, Herr Ex-Generalsekretär. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Warum sprechen Sie von „Ex-Generalsekretär“?
Ihr Umgang mit der Wahrheit im Nationalratswahlkampf war nämlich gekennzeichnet von größter Seltsamkeit und Merkwürdigkeit. (Abg. Dr. Lopatka: Warum sprechen Sie von „Ex-Generalsekretär“?) Bitte um Entschuldigung! Sie sind es immer noch, aber Sie waren damals Wahlkampfleiter. Tut mir Leid! Bitte um Entschuldigung! Also: Immer noch Generalsekretär oder neuerlich Generalsekretär der ÖVP und damals Wahlkampfleiter der ÖVP. (Abg. Dr. Khol: Noch lange Generalsekretär!)
Abg. Dr. Khol: Noch lange Generalsekretär!
Ihr Umgang mit der Wahrheit im Nationalratswahlkampf war nämlich gekennzeichnet von größter Seltsamkeit und Merkwürdigkeit. (Abg. Dr. Lopatka: Warum sprechen Sie von „Ex-Generalsekretär“?) Bitte um Entschuldigung! Sie sind es immer noch, aber Sie waren damals Wahlkampfleiter. Tut mir Leid! Bitte um Entschuldigung! Also: Immer noch Generalsekretär oder neuerlich Generalsekretär der ÖVP und damals Wahlkampfleiter der ÖVP. (Abg. Dr. Khol: Noch lange Generalsekretär!)
Abg. Mag. Wurm: Das ist Autorität und nicht Demokratie!
Wenn Sie sagen, dass die SPÖ nur bei den Regierungsverhandlungen, die ja angeblich gar keine waren, „konstruktiv bei der Sache“ gewesen sei, dann klingt das für mich so – und das haben wir ja in den letzen Wochen des Umgangs mit dieser so genannten Pensionssicherungsreform gemerkt –, als ob Sie von der ÖVP meinten, andere seien nur dann konstruktiv, wenn sie Ihrer Meinung sind, und nicht, wenn sie versuchen, andere Meinungen einzubringen. Das ist auf einmal nicht mehr konstruktiv. – Na gut. (Abg. Mag. Wurm: Das ist Autorität und nicht Demokratie!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das nennt man eine „gute“ Zusammenarbeit mit den Nachbarn, meine Damen und Herren von der ÖVP?! – Es ist schändlich, dass dieses Gesetz immer noch nicht durch den Ministerrat ist! Es würde mich interessieren, warum, und ob es wieder die Freiheitlichen sind, die das verhindern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jedenfalls: Unsere Zustimmung erhalten Sie zu diesem Gesetzespfusch nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Kollegin Lunacek! Dann ist mir gerade beim Lesen der „Kronen Zeitung“ unter „profile pointen“ etwas aufgefallen. Es haben heute ja alle Sekretariate auf Grund einer Einschaltung des ÖGB heftige Anrufe gehabt. Das ist interessant, unsere Mitarbeiter haben das durchgestanden. Aber da steht – ich zitiere –: „Ausgerechnet SPÖ-Abgeordnete ersuchten die Hauszentrale, gewerkschaftlich motivierte Anrufer nicht mehr weiterzuleiten, erzählte man zumindest schmunzelnd im Klub der ÖVP.“ (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Verzetnitsch! Gutschein an die ÖVP und FPÖ-Abgeordneten, „Gutschein für einen besonders deftigen Einlauf“. – Ohne Argumente, muss ich sagen, können Sie sich das wo hinschieben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Ich heiße Neudeck! – Für Ihre Phantasie kann ich nichts!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Herr Kollege Detlev, bitte! (Abg. Neudeck: Ich heiße Neudeck! – Für Ihre Phantasie kann ich nichts!) Kollege Neudeck, so geht es nicht! Nein, so geht es wirklich nicht! (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Skandal!) Darf ich Sie noch einmal bitten, diesen Ausdruck als nicht parlamentarisch zurückzunehmen. (Abg. Neudeck: Nein, ich kann nichts für Ihre Phantasie!) – Gut, dann erteile ich Ihnen für diese Formulierung einen Ordnungsruf.
Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Skandal!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Herr Kollege Detlev, bitte! (Abg. Neudeck: Ich heiße Neudeck! – Für Ihre Phantasie kann ich nichts!) Kollege Neudeck, so geht es nicht! Nein, so geht es wirklich nicht! (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Skandal!) Darf ich Sie noch einmal bitten, diesen Ausdruck als nicht parlamentarisch zurückzunehmen. (Abg. Neudeck: Nein, ich kann nichts für Ihre Phantasie!) – Gut, dann erteile ich Ihnen für diese Formulierung einen Ordnungsruf.
Abg. Neudeck: Nein, ich kann nichts für Ihre Phantasie!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Herr Kollege Detlev, bitte! (Abg. Neudeck: Ich heiße Neudeck! – Für Ihre Phantasie kann ich nichts!) Kollege Neudeck, so geht es nicht! Nein, so geht es wirklich nicht! (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Skandal!) Darf ich Sie noch einmal bitten, diesen Ausdruck als nicht parlamentarisch zurückzunehmen. (Abg. Neudeck: Nein, ich kann nichts für Ihre Phantasie!) – Gut, dann erteile ich Ihnen für diese Formulierung einen Ordnungsruf.
Beifall bei der SPÖ.
Viele ältere Menschen sagen immer wieder: Wir haben nach dem Krieg wenig bis gar nichts gehabt, haben unser Österreich miteinander und gemeinsam aufgebaut und viele soziale Errungenschaften erreicht! – Ihnen von ÖVP und FPÖ ist es aber vorbildlich gelungen, innerhalb kurzer Zeit dieses soziale Netz zu durchlöchern und den sozialen Frieden in unserem Lande zu gefährden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Viele Eltern und Lehrer quer durch alle Parteien zeigen sich bei den Diskussionen über die fast täglich erfolgenden negativen Aussagen von Frau Bundesminister Gehrer gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern empört, und das mit Recht. Diese Aussagen treffen diese Berufsgruppe in einer Art und Weise, welche sich diese erstens nicht verdient hat. Zweitens tritt man zusätzlich auf eine Berufsgruppe, welche unsere Jugend auf die Zukunft und ihr berufliches Wirken bestens vorbereiten soll. Ihre negativen und demotivierenden Aussagen kann sich Frau Bundesminister Gehrer ersparen, sie sind auch sehr entbehrlich. (Beifall bei der SPÖ.) Dafür wäre es ratsamer, sich vor Ort in den Schulen Diskussionen mit den Lehrern, Eltern und Schülern zu stellen. Auch da wäre eine bürgernahe Politik und kein Drüberfahren gefragt.
Beifall bei der SPÖ
Doch damit nicht genug. Es wird auch noch ein 20-prozentiger Selbstbehalt eingeführt. Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Hohes Haus! Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten haben es sich nicht verdient, als Melkkühe der Nation missbraucht zu werden (Beifall bei der SPÖ), haben wir doch alle – ich betone: alle – von ihrem großartigen Einsatz und ihrer Aufopferung profitiert und hat sich diese ältere Generation deshalb unsere vollste Wertschätzung und Unterstützung für einen sorgenfreien und finanziell abgesicherten Lebensabend verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Doch damit nicht genug. Es wird auch noch ein 20-prozentiger Selbstbehalt eingeführt. Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Hohes Haus! Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten haben es sich nicht verdient, als Melkkühe der Nation missbraucht zu werden (Beifall bei der SPÖ), haben wir doch alle – ich betone: alle – von ihrem großartigen Einsatz und ihrer Aufopferung profitiert und hat sich diese ältere Generation deshalb unsere vollste Wertschätzung und Unterstützung für einen sorgenfreien und finanziell abgesicherten Lebensabend verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Beifall bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen jedenfalls für faire, sichere und gerechte Pensionen, und wir stehen zu hundert Prozent zu unserer älteren Generation. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Oje! – Abg. Steibl: So ist es!
†Abgeordneter Karlheinz Kopf| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die österreichische Wirtschaft vollbringt Jahr für Jahr großartige Leistungen und behauptet sich im internationalen Wettbewerb wirklich großartig, und das, obwohl sie mit einigen beträchtlichen Handicaps zu kämpfen hat, Handicaps, die von der Politik, und das vor allem von der Politik zurückliegender Jahrzehnte, also sprich sozialdemokratischer Politik im Finanzressort, im Sozialressort geprägt sind, Handicaps, die von dort herrühren. (Rufe bei der SPÖ: Oje! – Abg. Steibl: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir tun etwas dagegen, diese Koalition tut etwas dagegen, meine Damen und Herren! Wir haben mit der Sparpolitik der letzten drei Jahre den Spielraum dafür geschaffen, dass wir jetzt einen Entlastungsschritt genau an diesem wunden Punkt setzen können, dass wir nämlich jene Gewinne, die die Unternehmen Gott sei Dank machen, künftig nur noch mit dem halben Steuersatz besteuern werden. Das heißt, nicht entnommene Gewinne werden künftig bis zu einer Summe von 100 000 € nur mit der Hälfte belastet werden, was den Betrieben eins zu eins die Möglichkeit bietet, verstärkt Eigenkapital zu bilden und damit ihre Existenz und die Arbeitsplätze in diesen Betrieben abzusichern – etwas, was die Wirtschaft seit langem fordert. Diese Koalition setzt es jetzt um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Meine Damen und Herren! Zweites Handycap Österreichs: Wir haben eine Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen, die gerade einmal bei knapp unter 30 Prozent, nämlich bei 29,8 Prozent liegt. Wir sind damit ebenfalls nahezu Schlusslicht in Europa. Die EU liegt bei 42 Prozent. – Das ist unter anderem ein Produkt einer völlig falschen Arbeitsmarktpolitik sozialistischer Sozialminister. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Wir haben den Sozialminister in dieser Zeit nie gestellt, liebe Frau Kollegin. (Abg. Sburny: Jetzt!) Das ist Produkt dieser verfehlten Arbeitsmarktpolitik, die nichts anderes zu tun gewusst hat, als bei jedem kleinsten Arbeitsmarktproblem die Menschen noch früher in Pension zu drängen, als es ohnedies schon der Fall war. Das Resultat heute: Die Menschen gehen noch weit vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter in die vorzeitige Alterspension; ich rede gar nicht von der gesetzlichen Alterspension. – Das ist ein Resultat der verfehlten Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahrzehnte.
Abg. Sburny: Jetzt!
Meine Damen und Herren! Zweites Handycap Österreichs: Wir haben eine Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen, die gerade einmal bei knapp unter 30 Prozent, nämlich bei 29,8 Prozent liegt. Wir sind damit ebenfalls nahezu Schlusslicht in Europa. Die EU liegt bei 42 Prozent. – Das ist unter anderem ein Produkt einer völlig falschen Arbeitsmarktpolitik sozialistischer Sozialminister. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Wir haben den Sozialminister in dieser Zeit nie gestellt, liebe Frau Kollegin. (Abg. Sburny: Jetzt!) Das ist Produkt dieser verfehlten Arbeitsmarktpolitik, die nichts anderes zu tun gewusst hat, als bei jedem kleinsten Arbeitsmarktproblem die Menschen noch früher in Pension zu drängen, als es ohnedies schon der Fall war. Das Resultat heute: Die Menschen gehen noch weit vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter in die vorzeitige Alterspension; ich rede gar nicht von der gesetzlichen Alterspension. – Das ist ein Resultat der verfehlten Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahrzehnte.
Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!
„Zur Pensionsreform sag nein, dann kaufen wir wieder bei dir ein.“ (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Meine Damen und Herren! Das ist eine solche Ungeheuerlichkeit einer frei gewählten Abgeordneten dieses Hohen Hauses gegenüber, was die Ausübung ihres freien Mandates betrifft. Das schreit zum Himmel! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Wahl des Jahres 2002 hat es gezeigt: Die Menschen können mit diesem Kurs etwas anfangen. Sie sind damit einverstanden, dass wir sagen: Wir geben nicht mehr aus, als wir haben, um den Menschen dann auch nicht mehr nehmen zu müssen, als unbedingt notwendig ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
†Abgeordnete Theresia Haidlmayr| (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Folgendes ist schon recht bezeichnend: Es ist jetzt fünf Minuten vor 18 Uhr, und die Bundesregierung hat heute und auch in den letzten Wochen immer wieder versucht, uns klar zu machen, was für ein tolles Budgetbegleitgesetz sie eigentlich gemacht hat und dass das das Überdrüber ist. Jetzt sitzen wir da seit 10 Uhr, und acht Stunden später glaubt die eigene Bundesregierung nicht mehr an ihren Murks, den wir schon so genannt haben, denn sonst würden noch mehr Vertreter der Regierung auf der Regierungsbank sitzen als der Herr Staatssekretär, der wahrscheinlich am wenigsten dafür kann. Aber so ist es halt eben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht die Demokratie, die wir uns vorstellen und die sich die Bevölkerung vorstellt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie haben die Untergrenze schon lange überschritten. Ich fordere Sie auf, ich weiß, Sie alleine werden es nicht machen können, aber Sie sind Teil dieser Regierung: Valorisieren Sie das Pflegegeld! Das Geld ist da, es ist genug Geld da! Das Problem, das Sie mit Ihrer Regierung haben, ist die Umverteilung. Sie verteilen einfach in die falsche Richtung um. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie von der ÖVP immer sagen, Sie seien eine christliche Partei, die auch die Menschenwerte in den Vordergrund rückt, dann ist es höchst an der Zeit, nicht irgendwann die Valorisierung zu machen, sondern sofort. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Noch eine Bemerkung zu den ÖBB: Die Kosten bei den ÖBB – damit wir das nicht vergessen – belaufen sich im Jahr auf 4 Milliarden € oder umgerechnet auf 55 Milliarden Schilling. Da, glaube ich, haben wir schon ein sehr großes Rationalisierungspotenzial. Wenn man von Verschwendung spricht, dann muss man sich einmal anschauen, was in der Vergangenheit – ich sage jetzt einmal, in den letzten drei Jahrzehnten – bei den ÖBB alles passiert ist und wie viel Geld im wahrsten Sinne des Wortes durch den Rauchfang hinausgegangen ist. Das muss man schon einmal sagen, meine Herren! (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Pfeffer: Abfangjäger!
Damit komme ich auch gleich zur SPÖ. Die SPÖ sagt immer wieder, die Pensionsreform sei unsozial. Wissen Sie, was unsozial ist? – Es ist unsozial, wenn man Schulden macht und diese Schulden dann die nächste Generation, sprich die Erben, bezahlen muss. Das ist unsozial! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Pfeffer: Abfangjäger!)
Abg. Eder: Das glaubt Ihnen niemand mehr!
Ich kann Ihnen sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Wir denken an unsere Erben. (Abg. Eder: Das glaubt Ihnen niemand mehr!) – Ja, das weiß ich schon, weil ihr glaubt, dass ihr mit eurer Rhetorik die Bevölkerung verunsichern könnt. Das kann ich euch garantieren: Die Bevölkerung wird das erkennen, sie wird sehen, wer in Wahrheit die richtige Politik macht. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass wir angesichts dieser Pensionsreform am Ende des Tages Recht bekommen werden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Wir denken an unsere Erben. (Abg. Eder: Das glaubt Ihnen niemand mehr!) – Ja, das weiß ich schon, weil ihr glaubt, dass ihr mit eurer Rhetorik die Bevölkerung verunsichern könnt. Das kann ich euch garantieren: Die Bevölkerung wird das erkennen, sie wird sehen, wer in Wahrheit die richtige Politik macht. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass wir angesichts dieser Pensionsreform am Ende des Tages Recht bekommen werden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte nochmals Stellung zu den Abwehrmaßnahmen beziehen, weil einige gemeint haben, die gewerkschaftlichen Maßnahmen, die in den letzten Wochen und Tagen gesetzt worden sind, seien Maßnahmen, die der Republik Österreich und der österreichischen Wirtschaft nicht dienlich waren und sind. Ich möchte daran erinnern, dass jene Menschen, die an diesen Maßnahmen, egal, ob am 6. Mai, ob bei der riesigen Demonstration mit über 150 000 Menschen am 13. Mai in Wien, teilgenommen haben, aber auch jene über eine Million Menschen in dieser Republik, die sich am 3. Juni am so genannten Abwehrstreik und an ähnlichen Aktivitäten beteiligt haben, damit Kritik an der Regierungsvorlage bezüglich Pensionsreform geübt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Das ist ein völliger Blödsinn, was Sie da erzählen!
Liebe Damen und Herren! Es war und ist dies eine Politik, die aus rein kurzsichtiger Geldbeschaffungsabsicht massiv und unzumutbar in die Lebensplanung der Menschen eingreift. (Abg. Ellmauer: Das ist ein völliger Blödsinn, was Sie da erzählen!) Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis!
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist menschenverachtend, unzulässig, und ich bitte daher, davon Abstand zu nehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren von der SPÖ und von den Grünen! Denken Sie nachhaltig beim Beschluss der Pensionsreform, damit auch die heutige Jugend noch eine staatliche Pension beziehen kann! Die ÖVP nimmt Verantwortung für die Zukunft wahr. Wir stehen für eine Politik der Ehrlichkeit und der Sachlichkeit, wir nehmen die Landesverteidigung sehr ernst. Sie von der Opposition tun das mit Ihrer Haltung leider nicht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Die Dringliche hat er gemeint!
†Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald| (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich möchte mich notgedrungen etwas allgemein halten, denn 200 Seiten an Budgetbegleitgesetzen sind, was Sie verstehen werden, in 8 Minuten Redezeit nicht zu bewältigen. Ich möchte aber auf Kollegen Lopatka zurückkommen, der in seiner Rede gesagt hat, dieser Tag stünde unter dem Motto, so scheine es ihm zumindest, „Viel Lärm um Nichts“. (Abg. Dr. Trinkl: Die Dringliche hat er gemeint!) – Ich glaube, für das, was in den nächsten Tagen hier beschlossen oder abgestimmt werden soll, ist es mir sogar zu leise im Parlament. Das würde auch mehr Lärm vertragen. (Abg. Dr. Mitterlehner: „Lärm“ ist das falsche Wort!)
Abg. Dr. Mitterlehner: „Lärm“ ist das falsche Wort!
†Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald| (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich möchte mich notgedrungen etwas allgemein halten, denn 200 Seiten an Budgetbegleitgesetzen sind, was Sie verstehen werden, in 8 Minuten Redezeit nicht zu bewältigen. Ich möchte aber auf Kollegen Lopatka zurückkommen, der in seiner Rede gesagt hat, dieser Tag stünde unter dem Motto, so scheine es ihm zumindest, „Viel Lärm um Nichts“. (Abg. Dr. Trinkl: Die Dringliche hat er gemeint!) – Ich glaube, für das, was in den nächsten Tagen hier beschlossen oder abgestimmt werden soll, ist es mir sogar zu leise im Parlament. Das würde auch mehr Lärm vertragen. (Abg. Dr. Mitterlehner: „Lärm“ ist das falsche Wort!)
Beifall bei den Grünen.
Aber kommen wir zu den Methoden der Selbstdarstellung der Bundesregierung, zur Methode – ich würde fast sagen – einer manischen Gigantomanie. Da purzeln Ausdrücke wie „Meilensteine“ und „Quantensprünge“ nur so herum, sodass man nicht weiß, ob man sich in einem römischen Steinbruch oder in einem Physiklabor befindet. Jemandem, der noch nicht in einem Physiklabor war, sei gesagt, dass ein Quantensprung weniger als ein Milliardstel eines Flohhüpfers ist. Ich wäre daher vielleicht mit solchen gigantomanischen Ausdrücken in Zukunft etwas vorsichtiger. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Spindelegger: Drei!
Stummvoll hat das aber in eine ganz schöne Formel gebracht, die, wenn ich mich recht erinnere, lautet: 2 – 6 – 12. (Abg. Dr. Spindelegger: Drei!) – Oder: 3 – 6 – 12. Er hat sich selbst die tolle Frage gestellt: Was heißt denn „sechs“? Und er hat geantwortet: „Sechs“ heißt sechs Jahre weniger arbeiten. – Das ist eine wirklich interessante Bedeutungswandlung von sechs. Aber bitte verwechseln Sie den Tiroler Dialekt nicht mit Anzüglichkeiten! (Abg. Dr. Mitterlehner: Sechs mit „ch“!) – Khol hätte mich verstanden. Sechs mit „ch“, wenn Ihnen das lieber ist, bitte.
Abg. Dr. Mitterlehner: Sechs mit „ch“!
Stummvoll hat das aber in eine ganz schöne Formel gebracht, die, wenn ich mich recht erinnere, lautet: 2 – 6 – 12. (Abg. Dr. Spindelegger: Drei!) – Oder: 3 – 6 – 12. Er hat sich selbst die tolle Frage gestellt: Was heißt denn „sechs“? Und er hat geantwortet: „Sechs“ heißt sechs Jahre weniger arbeiten. – Das ist eine wirklich interessante Bedeutungswandlung von sechs. Aber bitte verwechseln Sie den Tiroler Dialekt nicht mit Anzüglichkeiten! (Abg. Dr. Mitterlehner: Sechs mit „ch“!) – Khol hätte mich verstanden. Sechs mit „ch“, wenn Ihnen das lieber ist, bitte.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mir fällt die Symbolik auf: Khol hat mit einer rot-weiß-roten Krawatte als Symbol des gelebten Schulterschlusses und des Patriotismus begonnen. Ich habe nur noch darauf gewartet, bis er in das Kostüm des Wappenadlers schlüpft. Jetzt gibt es aber noch Steigerungen bei der ÖVP: Schüssel reckt seine Hand nach dem Kardinalspurpur. Und das, finde ich, ist kein überzeugendes Argument in der Pensionsreform – zumindest dort nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Da hätte ich lieber die Caritas erwähnt, aber das ist Ihnen wahrscheinlich unangenehm, weil die nicht das sagt, was Sie sagen.
Abg. Dr. Mitterlehner: Aber einen Eindruck haben Sie schon! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das unterscheidet uns! Die habe ich nie gelesen!
Das, was ich noch an Symbolik und an Schlagworten heraushöre, sind „durchstehen“, „durchhalten“, „durchtragen“. Das erinnert mich an Landserhefteln, die ich – Gott sei Dank – nicht in großer Fülle gelesen habe. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber einen Eindruck haben Sie schon! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das unterscheidet uns! Die habe ich nie gelesen!) – Das unterscheidet uns! Ich glaube, ich auch nicht, ich habe sie nur gesehen, aber man hört ja darüber, was da drinnen steht. Und schließlich sind Sie mit einer Partei in einer Regierung, die vielleicht mehr Landserhefteln liest als Sie und ich zusammen. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Glauben Sie?) – Ja, das glaube ich schon. (Abg. Dr. Trinkl: Wir haben sie nicht mitgebracht!)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Glauben Sie?
Das, was ich noch an Symbolik und an Schlagworten heraushöre, sind „durchstehen“, „durchhalten“, „durchtragen“. Das erinnert mich an Landserhefteln, die ich – Gott sei Dank – nicht in großer Fülle gelesen habe. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber einen Eindruck haben Sie schon! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das unterscheidet uns! Die habe ich nie gelesen!) – Das unterscheidet uns! Ich glaube, ich auch nicht, ich habe sie nur gesehen, aber man hört ja darüber, was da drinnen steht. Und schließlich sind Sie mit einer Partei in einer Regierung, die vielleicht mehr Landserhefteln liest als Sie und ich zusammen. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Glauben Sie?) – Ja, das glaube ich schon. (Abg. Dr. Trinkl: Wir haben sie nicht mitgebracht!)
Abg. Dr. Trinkl: Wir haben sie nicht mitgebracht!
Das, was ich noch an Symbolik und an Schlagworten heraushöre, sind „durchstehen“, „durchhalten“, „durchtragen“. Das erinnert mich an Landserhefteln, die ich – Gott sei Dank – nicht in großer Fülle gelesen habe. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber einen Eindruck haben Sie schon! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das unterscheidet uns! Die habe ich nie gelesen!) – Das unterscheidet uns! Ich glaube, ich auch nicht, ich habe sie nur gesehen, aber man hört ja darüber, was da drinnen steht. Und schließlich sind Sie mit einer Partei in einer Regierung, die vielleicht mehr Landserhefteln liest als Sie und ich zusammen. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Glauben Sie?) – Ja, das glaube ich schon. (Abg. Dr. Trinkl: Wir haben sie nicht mitgebracht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie mich schon so fragen, Herr Bundeskanzler, muss ich auch Folgendes sagen: Das Bundesministerium Gehrer hat ein tolles Symposion einberufen: Die Vertreibung der jüdischen Intelligenz aus Österreich und ihre Auswirkungen. – Ich muss dazu sagen: Nach den Kriterien, wie Ministerin Gehrer ihre Universitätsräte ausgewählt hat, empfinde ich das als einen PR-Gag und nicht mehr – und dazu stehe ich. Sie hat nationale, rechte Burschenschafter – „-innen“ gibt es nicht – trotz Protesten, trotz Wissens, was diese in der Öffentlichkeit publiziert haben, zu Universitätsräten ernannt. Wenn Ihnen das gefällt, dann können Sie weiterlächeln, ich lächle dabei nicht mehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Lentsch: Wirres Zeug!
Das, was mir aber wirklich etwas auf die Nerven geht, ist, dass Sie dauernd über Forschung und Entwicklung und die Steigerung des Budgets für diese Bereiche reden. (Abg. Lentsch: Wirres Zeug!) Bitte nehmen Sie zur Kenntnis – und Sie sind so intelligent, dass Sie das wissen –, dass Grasser 800 Millionen € an Personalkosten, die zum Bundeskanzleramt ressortieren, als Zuwächse bei den Universitäten in das Budget geschrieben hat! Das ist ein Nullsummenspiel! (Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon drei Mal gehört, Herr Grünewald!) Wenn Sie das als Zuwachs verkaufen, ist das unseriös – und das ist noch ein lieblicher Ausdruck für jenen Ausdruck, den man hier eigentlich gebrauchen sollte: Das ist Täuschung, das ist massive Täuschung!
Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon drei Mal gehört, Herr Grünewald!
Das, was mir aber wirklich etwas auf die Nerven geht, ist, dass Sie dauernd über Forschung und Entwicklung und die Steigerung des Budgets für diese Bereiche reden. (Abg. Lentsch: Wirres Zeug!) Bitte nehmen Sie zur Kenntnis – und Sie sind so intelligent, dass Sie das wissen –, dass Grasser 800 Millionen € an Personalkosten, die zum Bundeskanzleramt ressortieren, als Zuwächse bei den Universitäten in das Budget geschrieben hat! Das ist ein Nullsummenspiel! (Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon drei Mal gehört, Herr Grünewald!) Wenn Sie das als Zuwachs verkaufen, ist das unseriös – und das ist noch ein lieblicher Ausdruck für jenen Ausdruck, den man hier eigentlich gebrauchen sollte: Das ist Täuschung, das ist massive Täuschung!
Abg. Dr. Mitterlehner: Dürfen jetzt nur Verwandte zitieren?
Kollege Bartenstein! Ich meine, ich bin nicht der Bruder oder der Sohn Van der Bellens, aber ich traue mich auch, den „Economist“ zu zitieren. (Abg. Dr. Mitterlehner: Dürfen jetzt nur Verwandte zitieren?) – Nein, das habe ich nur gesagt, damit Sie mich nicht als befangen erklären, Herr Mitterlehner. – Im „Economist“ steht, dass 110 Millionen € weniger für Forschung und Universitäten ausgegeben werden, als es Ihr Programm zum Erreichen der 2,5-Prozent-Quote des BIP bedeuten würde.
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass Sie in Zukunft Zahlen ehrlicher und nachvollziehbarer gebrauchen und dass es keine Regierungssprecher und Regierungsabgeordnete gibt, die das, was schwarz auf weiß nachzuweisen ist, immer noch bezweifeln. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Wieso „unerfreulich“?
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der SPÖ! Seien Sie doch ehrlich: Sie machen seit 30 Jahren – jedenfalls bis 2000 – in diesem Lande Sozialpolitik! Die Notwendigkeit, die demographischen Veränderungen – die unerfreulichen demographischen Veränderungen (Abg. Dr. Niederwieser: Wieso „unerfreulich“?) – in der Politik zu berücksichtigen, gibt es nicht erst seit Jahren, sondern seit Jahrzehnten. Sie haben überhaupt nichts gemacht – nicht einmal das, dass Sie den Umbau des Sozialstaates irgendwie auf diese Veränderungen eingestellt hätten, geschweige denn, dass Sie versucht hätten – was zum Beispiel Frankreich macht, und zwar durchgehend, egal, ob eine linke oder eine rechte Regierung im Amt ist –, die demographischen Grundlagen des Staates so zu halten, dass dabei auch eine wirtschaftliche und soziale Sicherheit bestehen kann. Das bedeutet nämlich, Familienpolitik zu machen.
Abg. Mag. Prammer: ...! Das müssen Sie schon sagen!
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch diesbezüglich einiges passiert ist. So wird nun etwa der Durchrechnungszeitraum pro Kind um drei Jahre gekürzt (Abg. Mag. Prammer: ...! Das müssen Sie schon sagen!) – das ist schon etwas! –, auch die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten kam unter Schwarz-Blau, etwas, gegen das Sie sich immer gewehrt haben, weil Sie absolut nicht wollten, dass es eine Möglichkeit gibt, etwas länger bei den Kindern zu sein: Sie wollten nicht, dass man das sozusagen sanktionsfrei machen kann. – All das sind Dinge, die vernünftig sind!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie haben zum Thema „Pension und Frauen“ lediglich immer wieder betont, dass die Angleichung des Pensionsantrittsalters für Männer und Frauen bis zu diesem Zeitpunkt eben nicht passieren dürfe. Und das ist zum Beispiel etwas, das, wenn man mit einem ein wenig realistischen Blick auf das Leben vorgeht, ganz sinnlos ist, weil genau jene Frauen, die mehrere Kinder haben und unter dieser Doppelbelastung leiden, nicht früher in Pension gehen können, weil sie die notwendigen Beitragsjahre nicht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und wir brauchen Sie auch nicht, um uns zu entscheiden, wie wir zu guter Letzt morgen Abend abstimmen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin absolut dafür gewesen und stehe auch dazu, dass man mit harten Verhandlungen jetzt schon viel herausgeholt hat und dass man diese Spannung bis zum letzten Moment aufrechterhält, um wirklich auszuloten, was drinnen ist. Und genau das werden wir machen. Wenn es dann morgen Abend so weit ist, wird man es beurteilen: Kann man es verantworten, so wird man zustimmen, kann man es nicht, so wird man das nicht tun! Aber wir brauchen sicher nicht Sie dazu, wir können das sehr wohl mit uns selbst und unserem eigenen Gewissen ausmachen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Er hat die Rede verloren!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Niederwieser. – Herr Kollege, Sie haben Papier verloren! (Ruf bei der ÖVP: Er hat die Rede verloren!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
†Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser| (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Frau Kollegin Rosenkranz, Sie müssen mir, Sie müssen uns erklären, was Sie damit gemeint haben, als Sie sagten, dass die SPÖ nicht imstande gewesen sei, auf die unerfreuliche demographische Entwicklung rechtzeitig zu reagieren. Meinen Sie damit, dass es unerfreulich ist, dass die Menschen gesünder sind, dass sie älter werden? Ist das für Sie unerfreulich? – Für uns ist das eine erfreuliche Tatsache, aber natürlich muss man darauf reagieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Wattaul: Eine Katastrophe! Das waren sie!
Und Sie müssen sich auch einmal darüber klar werden, wie diese 30 Jahre sozialdemokratischer Regierungen gewesen sind. (Abg. Wattaul: Eine Katastrophe! Das waren sie!) – Ja, genau! Kollege Wattaul hat davon gesprochen, die guten Jahre sind ... (Abg. Wattaul: Das war eine Katastrophe für Österreich! Ihr habt so viel Geld vernichtet ...!) – Kollege Wattaul! Sie haben gesagt: Die guten Jahre sind leider vorbei, und ihr – gemeint waren wir – habt versäumt, in diesen guten Jahren vorzusorgen! – Kollegin Rosenkranz aber hat gemeint, es wären unerfreuliche Jahre gewesen.
Abg. Wattaul: Das war eine Katastrophe für Österreich! Ihr habt so viel Geld vernichtet ...!
Und Sie müssen sich auch einmal darüber klar werden, wie diese 30 Jahre sozialdemokratischer Regierungen gewesen sind. (Abg. Wattaul: Eine Katastrophe! Das waren sie!) – Ja, genau! Kollege Wattaul hat davon gesprochen, die guten Jahre sind ... (Abg. Wattaul: Das war eine Katastrophe für Österreich! Ihr habt so viel Geld vernichtet ...!) – Kollege Wattaul! Sie haben gesagt: Die guten Jahre sind leider vorbei, und ihr – gemeint waren wir – habt versäumt, in diesen guten Jahren vorzusorgen! – Kollegin Rosenkranz aber hat gemeint, es wären unerfreuliche Jahre gewesen.
Abg. Wattaul: Ihr könnt nicht wirtschaften! Das wissen wir schon!
Es waren – Kollege Wattaul, da schließe ich mich Ihnen durchaus an – tatsächlich sehr gute Jahre. Diese 30 Jahre waren eine Erfolgsgeschichte für Österreich! Und es hat sehr wohl auch mit der jeweiligen Regierung zu tun, ob es gute oder schlechte Jahre für die Bevölkerung sind, ja nachdem, ob die Regierung eine gute oder eine schlechte ist. (Abg. Wattaul: Ihr könnt nicht wirtschaften! Das wissen wir schon!) Und wenn Sie selbst sagen: Jetzt sind schlechte Zeiten!, dann sagen Sie damit auch: Jetzt gibt es eine schlechte Regierung! Und genau das erkennen auch immer mehr Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es waren – Kollege Wattaul, da schließe ich mich Ihnen durchaus an – tatsächlich sehr gute Jahre. Diese 30 Jahre waren eine Erfolgsgeschichte für Österreich! Und es hat sehr wohl auch mit der jeweiligen Regierung zu tun, ob es gute oder schlechte Jahre für die Bevölkerung sind, ja nachdem, ob die Regierung eine gute oder eine schlechte ist. (Abg. Wattaul: Ihr könnt nicht wirtschaften! Das wissen wir schon!) Und wenn Sie selbst sagen: Jetzt sind schlechte Zeiten!, dann sagen Sie damit auch: Jetzt gibt es eine schlechte Regierung! Und genau das erkennen auch immer mehr Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: „Durch den Rost fallen“ ...! – Abg. Wattaul: Das ist antisemitisch, Herr Kollege!
Aber lassen Sie mich kurz zu den bildungspolitischen Akzenten, die mit diesen Budgetbegleitgesetzen gesetzt werden, kommen. Es gibt solche bildungspolitischen Akzente – nicht nur die Pensionsreform, nicht nur die Abfangjäger, sondern auch organisatorische Vereinfachungen beim Schülerbeihilfengesetz. Es gibt jedoch nach wie vor keine Anpassung der Einkommensgrenzen – seit 1997 nicht! –, und immer mehr Kinder aus Familien mit unterdurchschnittlichem Einkommen fallen daher durch den Rost – da tun Sie bildungspolitisch gar nichts! (Abg. Mag. Mainoni: „Durch den Rost fallen“ ...! – Abg. Wattaul: Das ist antisemitisch, Herr Kollege!)
Abg. Wattaul: Herr Präsident! Tiervergleich!
Womit ich mich nun speziell beschäftigen möchte, das ist die Verabschiedung der Regierung von der Weiterbildung, die ebenfalls im Budgetbegleitgesetz enthalten ist. Der Geier kreist ja schon seit geraumer Zeit über dem Minoritenplatz und versetzt die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen dauernden Bedrohungszustand. Der Geier hat einen Namen, er hört auf den schönen Namen Karl-Heinz. (Abg. Wattaul: Herr Präsident! Tiervergleich!) Er ist aus der nahen Himmelpfortgasse ausgeflogen, und sein Auftrag ist es, möglichst viele Posten und Positionen ausfindig zu machen, die eingespart werden können. 10 000 sollen es insgesamt sein.
Abg. Wattaul: Schon wieder in Frühpension!
All das, was versprochen wurde, all das, was da mit den Ländern angeblich vereinbart wurde, hat nicht gehalten. Von diesen 76 Stellen gibt es eine halbe Stelle jetzt in Salzburg, die vom Land geschaffen worden ist. Alle anderen Beschäftigten gehen in Frühpension (Abg. Wattaul: Schon wieder in Frühpension!) oder machen Tätigkeiten, für die sie nicht ausgebildet sind.
Beifall bei der SPÖ.
Inhaltlich lautet der Befund: Alle und auch Sie von der Regierung und von den Regierungsparteien reden von lebensbegleitendem Lernen, aber gleichzeitig verzichtet das Ministerium auf jegliche Einflussmöglichkeit mit der Streichung dieser Förderungsstellen. Sie haben dadurch diese Einrichtungen zerstört. Wir sehen da nur mehr Ruinen und demotivierte Menschen. Es hätte wenig Sinn, zu versuchen, das irgendwann wieder in der ursprünglichen Form wiederherzustellen. Wenn wir aber die Gelegenheit haben, dann werden wir einen anderen Weg gehen und an den neuen pädagogischen Hochschulen Kompetenzzentren für Weiterbildung schaffen, weil wir der Überzeugung sind, dass die permanente Weiterbildung den Schlüssel zum Erfolg jedes Staates, jeder Gesellschaft und jedes Einzelnen darstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Schon!
Allen voran ist die Errungenschaft der Steuerfreistellung von 14 500 € jährlich zu stellen. Ich finde es wirklich bedauerlich, dass die Opposition dieser höchsten Steuerfreistellung, die es bisher je gegeben hat, nichts Positives abgewinnen kann. (Abg. Dr. Van der Bellen: Schon!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Aber nicht aus diesem Titel!
Herr Professor Van der Bellen! Das Einzige, was Sie dazu bemerkt hatten, war, dass viel zu wenige in diesen Genuss kämen, wiewohl im Jahre 2004 320 Millionen € und im Jahre 2005 380 Millionen € an Steuermindereinnahmen zu verzeichnen sein werden. (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber nicht aus diesem Titel!) Doch! (Abg. Dr. Van der Bellen: Nein!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Nein!
Herr Professor Van der Bellen! Das Einzige, was Sie dazu bemerkt hatten, war, dass viel zu wenige in diesen Genuss kämen, wiewohl im Jahre 2004 320 Millionen € und im Jahre 2005 380 Millionen € an Steuermindereinnahmen zu verzeichnen sein werden. (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber nicht aus diesem Titel!) Doch! (Abg. Dr. Van der Bellen: Nein!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Darf ich Sie jetzt fragen, meine Damen und Herren von der Opposition: Wer von Ihnen ist Unternehmerin oder Unternehmer? (Zwischenruf bei der SPÖ.) Tragen Sie, Herr Kollege, ein persönliches materielles Risiko? Sind Sie verantwortlich für Dienstnehmer? Ganz sicher nicht! Sie sind Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, aber Sie sind sicher nicht persönlich haftender Gesellschafter irgendeiner Gesellschaft, und Sie sind auch sicher nicht Alleinunternehmer.
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Ich sage Ihnen eines: Ich kenne kein einziges Steuergesetz, kein Gesetz im Sozialversicherungsbereich, kein Gesetz im Angestelltenbereich, das ein Geschenk für Unternehmer darstellt. Auch die steuerliche Begünstigung für nicht entnommene Gewinne ist kein Geschenk an die Unternehmer. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) Es ist eine berechtigte alte Forderung der Wirtschaft, eine Freistellung für nicht entnommene Gewinne zu erwirken, und zwar deshalb, Frau Lichtenberger, weil sehr viele Unternehmen eine viel zu dünne Kapitaldecke haben. Diese Regelung, die wir jetzt beschließen und die im Zuge der parlamentarischen Diskussion verbessert wurde, kommt gerade den kleinen und mittleren Unternehmen zugute. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Das hilft ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Das hilft ja nicht!
Ich sage Ihnen eines: Ich kenne kein einziges Steuergesetz, kein Gesetz im Sozialversicherungsbereich, kein Gesetz im Angestelltenbereich, das ein Geschenk für Unternehmer darstellt. Auch die steuerliche Begünstigung für nicht entnommene Gewinne ist kein Geschenk an die Unternehmer. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.) Es ist eine berechtigte alte Forderung der Wirtschaft, eine Freistellung für nicht entnommene Gewinne zu erwirken, und zwar deshalb, Frau Lichtenberger, weil sehr viele Unternehmen eine viel zu dünne Kapitaldecke haben. Diese Regelung, die wir jetzt beschließen und die im Zuge der parlamentarischen Diskussion verbessert wurde, kommt gerade den kleinen und mittleren Unternehmen zugute. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Das hilft ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Es war eine große Leistung dieser Regierung, in Anbetracht der Knappheit des Budgets all diese Regelungen durchzubringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das heißt: Es wird für Leute, die fern von Bildungszentren leben, auch keinen Zugang zur Erwachsenenbildung mehr geben. Das, meine Damen und Herren und Herr Bundeskanzler – jetzt ist er gerade nicht hier, aber seine diversen Vertreter von der Regierung können es ihm sagen –, soll Ihnen bewusst sein. Ich habe nämlich manchmal – und das ist jetzt ein kleiner Punkt, den ich aus dem ganzen Budgetbegleitgesetz herausgenommen habe – den Eindruck, dass Sie wirklich sozusagen im Ganzen nicht recht wissen, was Sie tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das hättet ihr einen Tag lang diskutieren können!
Es ist manchmal der pure Ärger darüber, wie über die Opposition drübergefahren wird, der einen ergreift. Denken Sie etwa an die letzte Woche, an das makabre Schauspiel, wie mittels eines Fristsetzungsantrags beschlossen wurde, dass innerhalb von zwei Tagen all diese Materien beschlossen werden können. (Abg. Scheibner: Das hättet ihr einen Tag lang diskutieren können!) Manchmal denke ich mir: Ach Gott, warum ärgern wir uns so, das ist ja den Leuten nicht einmal bewusst, und wir machen hier viel Aufhebens davon? Aber in der Sache ist es bei dieser Pensionsreform gelungen. (Abg. Scheibner: Einen Tag hättet ihr noch Zeit zum Diskutieren gehabt!)
Abg. Scheibner: Einen Tag hättet ihr noch Zeit zum Diskutieren gehabt!
Es ist manchmal der pure Ärger darüber, wie über die Opposition drübergefahren wird, der einen ergreift. Denken Sie etwa an die letzte Woche, an das makabre Schauspiel, wie mittels eines Fristsetzungsantrags beschlossen wurde, dass innerhalb von zwei Tagen all diese Materien beschlossen werden können. (Abg. Scheibner: Das hättet ihr einen Tag lang diskutieren können!) Manchmal denke ich mir: Ach Gott, warum ärgern wir uns so, das ist ja den Leuten nicht einmal bewusst, und wir machen hier viel Aufhebens davon? Aber in der Sache ist es bei dieser Pensionsreform gelungen. (Abg. Scheibner: Einen Tag hättet ihr noch Zeit zum Diskutieren gehabt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist ein Verdienst jener, die auf die Straße gegangen sind, die gestreikt haben, die ihre Solidarität ausgedrückt haben, dass wirklich jeder in Österreich begriffen hat, dass es da um substanzielle Dinge geht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Da haben Sie Recht! Das haben Sie sich gemerkt! Es freut mich, dass Sie sich das gemerkt haben!
Doch hier stellen sich dann Kolleginnen und Kollegen her und reden davon, dass das Ganze zum Schutz der Jungen ist. Kollege Wattaul hat gesagt: Wissen Sie, was unsozial ist? Unsozial ist, wenn man Schulden macht, denn die muss die nächste Generation zurückzahlen! (Abg. Wattaul: Da haben Sie Recht! Das haben Sie sich gemerkt! Es freut mich, dass Sie sich das gemerkt haben!) Solche Sprüche werden an einem Tag geklopft, an dem der Beschluss zur Anschaffung von Anfangjägern diskutiert wird, wo die Leute von der Regierung sagen: Mein Gott, liebe Leute, tut euch nichts an, wir schließen das Geschäft jetzt ab, aber zahlen wird es der österreichische Steuerzahler möglicherweise erst dann, wenn die nächste Regierung am Werk ist! (Abg. Öllinger: „Nachhaltig“ heißt das!)
Abg. Öllinger: „Nachhaltig“ heißt das!
Doch hier stellen sich dann Kolleginnen und Kollegen her und reden davon, dass das Ganze zum Schutz der Jungen ist. Kollege Wattaul hat gesagt: Wissen Sie, was unsozial ist? Unsozial ist, wenn man Schulden macht, denn die muss die nächste Generation zurückzahlen! (Abg. Wattaul: Da haben Sie Recht! Das haben Sie sich gemerkt! Es freut mich, dass Sie sich das gemerkt haben!) Solche Sprüche werden an einem Tag geklopft, an dem der Beschluss zur Anschaffung von Anfangjägern diskutiert wird, wo die Leute von der Regierung sagen: Mein Gott, liebe Leute, tut euch nichts an, wir schließen das Geschäft jetzt ab, aber zahlen wird es der österreichische Steuerzahler möglicherweise erst dann, wenn die nächste Regierung am Werk ist! (Abg. Öllinger: „Nachhaltig“ heißt das!)
Rufe bei der ÖVP: Bei Großveranstaltungen!
Also es ist heute so vieles gesagt worden, was von einer Unglaublichkeit ist. – Ein letztes Detail für diejenigen, die es nicht gehört haben: Der Kollege Freund hat doch allen Ernstes vor 20 Minuten hier gesagt, dass die Abfangjäger – ich sage Kampfjets – zum Schutz vor Großveranstaltungen in Österreich notwendig sind. (Rufe bei der ÖVP: Bei Großveranstaltungen!) Ja, zum Schutz bei Großveranstaltungen notwendig sind.
Abg. Wattaul: Das schreibt das Comité vor!
Ich weiß nicht, welche Phantasie Herr Kollege Freund hat, aber dass ein vernunftbegabter Mensch ehrlich glaubt, dass eine mögliche Austragung der Fußball-Europameisterschaft – das ist eine Großveranstaltung –, dass das Gelingen dieser Großveranstaltung in Österreich in zwei Jahren davon abhängt (Abg. Wattaul: Das schreibt das Comité vor!), ob Österreich Kampfjets hat oder nicht, das ist wirklich nicht zu fassen. Das ist nur ein kleines Detail aus dieser Diskussion am Rande, damit Sie sehen, dass auch ein hohes Einkommen nicht ganz vor Blödheit schützt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich weiß nicht, welche Phantasie Herr Kollege Freund hat, aber dass ein vernunftbegabter Mensch ehrlich glaubt, dass eine mögliche Austragung der Fußball-Europameisterschaft – das ist eine Großveranstaltung –, dass das Gelingen dieser Großveranstaltung in Österreich in zwei Jahren davon abhängt (Abg. Wattaul: Das schreibt das Comité vor!), ob Österreich Kampfjets hat oder nicht, das ist wirklich nicht zu fassen. Das ist nur ein kleines Detail aus dieser Diskussion am Rande, damit Sie sehen, dass auch ein hohes Einkommen nicht ganz vor Blödheit schützt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stoisits: „Dass hohes Einkommen nicht vor Blödheit schützt“?
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Frau Kollegin, der letzte Satz geht nicht! (Abg. Mag. Stoisits: „Dass hohes Einkommen nicht vor Blödheit schützt“?) Ja. (Abg. Mag. Stoisits: Was ist an diesem Satz nicht richtig? Stört Sie das Wort „Blödheit“?)
Abg. Mag. Stoisits: Was ist an diesem Satz nicht richtig? Stört Sie das Wort „Blödheit“?
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Frau Kollegin, der letzte Satz geht nicht! (Abg. Mag. Stoisits: „Dass hohes Einkommen nicht vor Blödheit schützt“?) Ja. (Abg. Mag. Stoisits: Was ist an diesem Satz nicht richtig? Stört Sie das Wort „Blödheit“?)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Es braucht ein Zeichen in großer Verantwortung, diese Weichen hier zu stellen, um den jungen Menschen auch Zukunft zu geben. Oder glauben Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, dass es verantwortungsvoll ist, alles so beizubehalten und weiterlaufen zu lassen? Dass 2015 1 000 Beitragszahlern 800 Pensionisten gegenüberstehen werden oder 2030 1 000 Beitragszahlern gar 1 000 Pensionisten, das muss Ihnen doch zu denken geben. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer fordert uns in einem Schreiben auf, große Verantwortung zu übernehmen. Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Ist dies die Verantwortung, die Sie wirklich übernehmen wollen: die jungen Menschen in eine Situation zu bringen, in der 1 000 Beitragszahler 1 000 Pensionisten gegenüberstehen? Ist das Ihre Verantwortung für die Menschen in Österreich, oder ist das eher das Motto „Hinter mir die Sintflut!“? Es ist das Ihre Verabschiedung von der Verantwortung für unser Land! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun ein Wort zur ständigen Kritik der SPÖ-Frauenpolitikerinnen daran, dass die ÖVP/FPÖ-Regierung eine frauen- und familienfeindliche Politik mache. Ich verstehe es auch, liebe Kolleginnen von der SPÖ, dass das Kinderbetreuungsgeld für alle oder die pensionsbegründende Anrechnung von 24 Monaten pro Kind bei Ihnen sehr große Wehmut hervorruft. Sie haben diese Prioritäten nie in Ihrer SPÖ umsetzen können. Das sind Errungenschaften dieser Regierung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Richtig ist: Investitionen in unsere Jugend sind Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft. Die Pensionssicherungsreform ist eine solche Investition von uns allen in unsere Jugend und somit in unsere gemeinsame Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Zweitens: Stellen Sie sich vor, wir hätten am 4. Juni den ersten Entwurf dieser Pen-sionsreform durchgezogen und beschlossen! Ich glaube, das würde Ihnen heute schon Leid tun, weil es in Österreich bereits einen Aufruhr geben würde, und zwar ganz berechtigt! Ich bin froh darüber, dass wir zumindest das erreicht haben, was jetzt zur Debatte steht, aber auch das ist natürlich viel zu wenig, denn für die Menschen in diesem Land sind verschiedene Kürzungen ja noch gar nicht absehbar. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Noch etwas möchte ich erwähnen: Wenn Sie hier ein verbrieftes Recht, nämlich das Streikrecht, verunglimpfen, dann sprechen Sie gegen eine Wohltat auch für Ihre Politik, denn erst diese Streiks haben dazu geführt, dass es zu Nachbesserungen und zu Abfederungen gekommen ist! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wattaul.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Ansonsten hättet ihr euch das gewiss nicht überlegt! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sehe, dass Lamperl leuchtet schon. Ich schließe somit meine Rede und möchte nur noch darauf hinweisen: Das wird Sie in arge Bedrängnis bringen! Vor allem die Länder und Gemeinden werden darunter leiden, und dort ist die Heimat des Großteils der Menschen in Österreich. Wenn die Länder und Gemeinden mit höheren Ausgaben für die Wasserversorgung, für Abwasser oder für die Müllabfuhr belastet werden müssen, weil ja kostendeckend gearbeitet werden muss, dann kann man erkennen, dass diese Steuerreform auch andere Kreise und immer größere Kreise zieht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese heutige Debatte ist – und das ist nicht verwunderlich – sehr stark vom Themenbereiche Pensionsreform und natürlich auch vom Thema Abfangjäger geprägt. Pensionsreform bedeutet für diese Regierungskoalition und für diese Bundesregierung eine Pensionssicherungsreform. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dieser Verteidigungsminister hat nämlich davon gesprochen, dass die nächste Bundesregierung diese Entscheidung zu treffen haben wird. – Das ist das vollständige Zitat, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte! Und tatsächlich hat diese Bundesregierung diese Entscheidung getroffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Und er war sehr erfolgreich damit!
Im Zusammenhang mit der Pensionsreform ist es bei der SPÖ offensichtlich üblich, Briefe zu schreiben. Vranitzky hat das bereits getan. (Ruf bei der SPÖ: Und er war sehr erfolgreich damit!) Und auch Parteivorsitzender Gusenbauer übt sich jetzt im Briefeschreiben. – Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich, wie sicherlich viele meiner Kollegen, einen Brief erhalten habe, der allerdings inhaltlich nicht das wiedergibt, was die Pensionsreform ist, und wieder zur Verunsicherung beiträgt. Er ist aber diesmal nur an Abgeordnete dieses Hauses gerichtet, und ich gehe davon aus, dass sich keine besonders intensiven Brieffreundschaften daraus entwickeln werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind, wie ich meine, auf einem guten Weg, und ich bin glücklich darüber, dass es endlich eine Bundesregierung gibt, die bereit ist, auch Reformen, die längst überfällig sind, anzugehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
†Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger| (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Abgeordnete! Insbesondere jenen, die ihrer Freude über meinen Redebeitrag schon bevor ich zu reden begonnen habe, wie ich am Weg hierher vernommen habe, Ausdruck verliehen haben, widme ich meine Rede ganz besonders. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Sie fühlen sich offensichtlich angesprochen, aber ich habe nichts davon gesagt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Als relativ neue Abgeordnete dieses Hauses verfolge ich mit großem Interesse, wie Debatten im Prinzip ablaufen, und ich habe heute wieder eine Lektion in Sachen Parlamentarismus erhalten. Ich rede jetzt gar nicht unbedingt davon, dass eine Dringliche Anfrage an einen Minister gestellt wird und sich dieser nach kürzester Pflichtanwesenheit wieder verabschiedet. Und ich rede auch nicht davon ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Neudeck: Also bitte! Der Minister hat sich nur die letzten beiden Reden nicht angehört!
Wenn man sogar einen Geschäftsordnungsantrag machen muss, weil man der Meinung ist, der Minister wäre vielleicht gut beraten, anwesend zu sein, und Sie diesen ablehnen müssen, dann spricht das für sich selbst! (Abg. Neudeck: Also bitte! Der Minister hat sich nur die letzten beiden Reden nicht angehört!)
Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Ich war ehrlich gestanden einigermaßen überrascht, als ich den Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers heute zugehört habe. (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Er hat doch tatsächlich die Frage gestellt: Was hat denn die Opposition? Und dann hat er gemeint: All das ist doch gar nicht neu! Warum regt man sich denn so sehr darüber auf, dass es in den Ausschüssen ein völliges Schlamassel – dieser Ausdruck ist hoffentlich nicht ordnungsrufwürdig – gegeben hat? (Zwischenruf des Abg. Schweisgut.) Und dann hat der Kanzler noch hinzugefügt, dass all das nicht neu gewesen sei, weil man ohnehin im Laufe der Regierungsverhandlungen drei Monate lang darüber gesprochen habe.
Zwischenruf des Abg. Schweisgut.
Ich war ehrlich gestanden einigermaßen überrascht, als ich den Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers heute zugehört habe. (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Er hat doch tatsächlich die Frage gestellt: Was hat denn die Opposition? Und dann hat er gemeint: All das ist doch gar nicht neu! Warum regt man sich denn so sehr darüber auf, dass es in den Ausschüssen ein völliges Schlamassel – dieser Ausdruck ist hoffentlich nicht ordnungsrufwürdig – gegeben hat? (Zwischenruf des Abg. Schweisgut.) Und dann hat der Kanzler noch hinzugefügt, dass all das nicht neu gewesen sei, weil man ohnehin im Laufe der Regierungsverhandlungen drei Monate lang darüber gesprochen habe.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Warum wollten Sie vorige Woche im Ausschuss nicht verhandeln?
Herr Bundeskanzler, der Sie jetzt nicht anwesend sind! Meine Herren Minister und Staatssekretäre, die anwesend sind! Sie werden doch hoffentlich nicht annehmen, dass eine parlamentarische Debatte beziehungsweise eine ordnungsgemäße parlamentarische Behandlung eines Gesetzes dadurch ersetzt werden kann, dass ein paar Parteienvertreter irgendwann zusammengesessen sind und überlegt haben, ob sie miteinander eine Regierung machen können und wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Warum wollten Sie vorige Woche im Ausschuss nicht verhandeln?)
Abg. Zweytick: Warum waren Sie nicht dabei?
Ganz abgesehen davon, dass sich allein zwischen der Präsentation dieses Gesetzeswerkes durch den zuständigen freiheitlichen Minister bis heute schon so viel geändert hat und vermutlich bis morgen noch einmal so viel ändern wird, dass man auf die Inhalte der Regierungsgespräche, Sondierungen und Verhandlungen gar nicht mehr rekurrieren sollte. (Abg. Zweytick: Warum waren Sie nicht dabei?) – Sie waren auch nicht dabei und waren auch nicht unbedingt ein besonders einprägendes Erlebnis für die Verhandlungsführung selbst!
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Was ich, ehrlich gestanden, ebenfalls für sehr bedenklich halte, ist, wenn man in der Empörung darüber, dass Kritik an der Regierungspolitik laut wird – und sie ist in den letzten Wochen und Monaten sehr laut geworden –, zu Vergleichen greift, die wirklich jeglicher Grundlage entbehren, wenn man nämlich beispielsweise ein Instrument, wie es im englischsprachigen Raum gang und gäbe ist, nämlich das An-Lobbyieren einzelner Abgeordneter, das eigentlich gerade die ÖVP mit ihrem Modell der Personalisierung des politischen Mandates befürworten müsste, ganz gezielt mit einer der dunkelsten Episoden des letzten Jahrhunderts vergleicht, weil doch tatsächlich eine Abgeordnete von der Klientel ihres Wahlkreises, wie ich annehme, nachdrücklich aufgefordert wurde, bei der Abstimmung hier mit Nein zu stimmen. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Das ist wirklich unglaublich!
Haben Sie doch ein bisschen mehr Gelassenheit! Schauen Sie sich an, wie Demokratie dort, wo sie lebendig gelebt wird, funktioniert – und fürchten Sie sich doch nicht vor jedem bisschen Kritik gleich zu Tode! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Das ist wirklich unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist mehr als bekannt, dass sich im Regelfall unterschiedliche Regierungsformen –entweder eine sehr stark sozialstaatlich orientierte Absicherung oder eine, wie wir es ja jetzt auch in anderen konservativ regierten Staaten sehen, Orientierung in Richtung Law-and-Order-Politik – im Budget des Staates im Gesamtvolumen relativ gleich auswirken. Beides ist gleich teuer, der Unterschied ist nur, wofür das Geld ausgegeben wird. Das eine Mal gibt man es für die Sicherung des Sozialsystems, des Gesundheitswesens, des Bildungswesens und so weiter aus, das andere Mal gibt man es für Abfangjäger, Bekämpfung von Kriminalität, Gefängnisse et cetera aus. Ich glaube, man müsste sehr gründlich darüber nachdenken, ob man Österreich wirklich so radikal zu einem Law-and-Order-Staat umbauen will, denn eines wird es sicher nicht bringen, eine Budgetsanierung, die man als vordergründiges Motiv nennt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Zweytick: Nur Kinder kriegen können sie nicht!
Jetzt noch eine Anmerkung zu den Ausführungen der Frau Abgeordneten Stadler. Ich hatte eigentlich angenommen, dass es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass Frauenpolitik und Familienpolitik zwei getrennte Politikfelder sind. Von Frauenpolitik immer nur im Zusammenhang mit Kindern, Kinderbetreuung, Kinderaufziehen zu reden, halte ich – gelinde gesagt! – für eine gröbste Verkürzung, bei der automatisch praktischerweise für diesen Strang der konservativen Diskussion die Männer ausgeblendet bleiben, die als Väter genauso mit Kinderbetreuung, Kinderaufziehen et cetera beschäftigt wären. (Abg. Zweytick: Nur Kinder kriegen können sie nicht!) In Sachen Frauenpolitik bleibt die Regierung wirklich alles schuldig. Darüber werden wir noch ausführlich diskutieren können.
Beifall bei den Grünen.
Was Sie auch schuldig bleiben – und das hätte ich mir doch erwartet, wenn man schon fast hundert Budgetbegleitgesetze vorlegt –: dass man auch wirklich substanzielle Gesetze und Vorschläge drinnen hat, wie man Zukunft und Nachhaltigkeit sichert. Zum Beispiel sollte ein Paket zur Steigerung der Erwerbsquote von Frauen enthalten sein, wenn man Frauenpolitik ernst nehmen möchte. Drinnen sein muss auch eine Bildungsoffensive, die ihren Namen verdient, und nicht eine Stundenkürzung im Unterrichtsbereich zur Budgetsanierung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Sparen ist bei Ihnen etwas Schlechtes!
Enthalten sein müsste weiters ein Maßnahmenpaket, wie Kinderbetreuungseinrichtungen wirklich flächendeckend und bedarfsorientiert ausgebaut werden. Wo ist denn eine Kinderbetreuungsmilliarde zum Beispiel? (Abg. Kopf: Sparen ist bei Ihnen etwas Schlechtes!) Sparen tun Sie offensichtlich immer nur an einer Stelle, aber nicht bei den Abfangjägern. (Abg. Kopf: Sparen ist was Schlechtes! Sparen ist bei Ihnen einfach schlecht!) Herr Abgeordneter Kopf, ich würde mir gerne die Abfangjäger ersparen, in jedem Fall. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Sparen ist was Schlechtes! Sparen ist bei Ihnen einfach schlecht!
Enthalten sein müsste weiters ein Maßnahmenpaket, wie Kinderbetreuungseinrichtungen wirklich flächendeckend und bedarfsorientiert ausgebaut werden. Wo ist denn eine Kinderbetreuungsmilliarde zum Beispiel? (Abg. Kopf: Sparen ist bei Ihnen etwas Schlechtes!) Sparen tun Sie offensichtlich immer nur an einer Stelle, aber nicht bei den Abfangjägern. (Abg. Kopf: Sparen ist was Schlechtes! Sparen ist bei Ihnen einfach schlecht!) Herr Abgeordneter Kopf, ich würde mir gerne die Abfangjäger ersparen, in jedem Fall. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Enthalten sein müsste weiters ein Maßnahmenpaket, wie Kinderbetreuungseinrichtungen wirklich flächendeckend und bedarfsorientiert ausgebaut werden. Wo ist denn eine Kinderbetreuungsmilliarde zum Beispiel? (Abg. Kopf: Sparen ist bei Ihnen etwas Schlechtes!) Sparen tun Sie offensichtlich immer nur an einer Stelle, aber nicht bei den Abfangjägern. (Abg. Kopf: Sparen ist was Schlechtes! Sparen ist bei Ihnen einfach schlecht!) Herr Abgeordneter Kopf, ich würde mir gerne die Abfangjäger ersparen, in jedem Fall. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Und im Übrigen, wenn wir bei Sicherung der Zukunft und Nachhaltigkeit sind, lade ich Sie herzlich ein: Diese Woche läuft das Anti-Atom-Volksbegehren von Greenpeace. Gehen Sie hin, und unterschreiben Sie! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Gaßner: Noch nicht ganz!
In wenigen Wochen hat die Koalition ein umfangreiches Budgetbegleitgesetz vorgelegt, das heute beschlussfertig und beschlussreif auf dem Tisch liegt. (Abg. Mag. Gaßner: Noch nicht ganz!) Dazu war es notwendig, tage- und nächtelang zu verhandeln, nachzudenken und vorzudenken, Herr Kollege Gaßner, um zu überlegen, ob und wie die Regelungen verbessert werden können. Der Beitrag des Herrn Kollegen Öllinger, Frau Kollegin Weinzinger, war kontraproduktiv. In sieben Stunden hätten wir wesentlich mehr leisten können, als uns seinen Monolog anzuhören und zu warten, bis Herrn Kollegem Öllinger im wahrsten Sinne des Wortes die Luft und die Argumente ausgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In wenigen Wochen hat die Koalition ein umfangreiches Budgetbegleitgesetz vorgelegt, das heute beschlussfertig und beschlussreif auf dem Tisch liegt. (Abg. Mag. Gaßner: Noch nicht ganz!) Dazu war es notwendig, tage- und nächtelang zu verhandeln, nachzudenken und vorzudenken, Herr Kollege Gaßner, um zu überlegen, ob und wie die Regelungen verbessert werden können. Der Beitrag des Herrn Kollegen Öllinger, Frau Kollegin Weinzinger, war kontraproduktiv. In sieben Stunden hätten wir wesentlich mehr leisten können, als uns seinen Monolog anzuhören und zu warten, bis Herrn Kollegem Öllinger im wahrsten Sinne des Wortes die Luft und die Argumente ausgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Gusenbauer hat heute gemeint, der Druck der Straße habe die Verbesserungen dieses Reformpaketes zuwege gebracht. – Da irrt Herr Kollege Gusenbauer massiv, meine sehr geehrten Damen und Herren. Während Sie Angst machen, während Sie die Menschen verwirren, wird hier im Hohen Haus gearbeitet, in guter Partnerschaft zwischen Koalition und Regierung, zwischen Regierung und Sozialpartnerschaft. Die Vorschläge sind nunmehr konsensfähig, und wir können mit Recht auf dieses Ergebnis, das heute hier vorliegt, stolz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Sie sollten es auch sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Er kennt sich nicht aus!
Herr Kollege Matznetter hat heute am Morgen hier über die Zubereitung von Topfen philosophiert, aber den wirklichen „Spitzenbeitrag“ in diesem Zusammenhang hat Herr Broukal geleistet. Er hat gesagt: Die zukünftige Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne sei ein Steuerzuckerl für Unternehmer, die so viel haben, dass sie es gar nicht mehr brauchen. (Abg. Steibl: Er kennt sich nicht aus!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich zitiere Stephanus: Herr, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Bravo, Josef!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Bravo, Josef!
Herr Kollege Matznetter hat heute am Morgen hier über die Zubereitung von Topfen philosophiert, aber den wirklichen „Spitzenbeitrag“ in diesem Zusammenhang hat Herr Broukal geleistet. Er hat gesagt: Die zukünftige Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne sei ein Steuerzuckerl für Unternehmer, die so viel haben, dass sie es gar nicht mehr brauchen. (Abg. Steibl: Er kennt sich nicht aus!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich zitiere Stephanus: Herr, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Bravo, Josef!)
Beifall bei der ÖVP.
Und eines darf ich Ihnen noch sagen: Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, wer diese Zusammenhänge nicht sieht, der sollte auch in „modernen Zeiten“ seinen Platz nicht in der Politik suchen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zweytick – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Dr. Trinkl –: Josef, ist das ein Heimspiel?
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Faul zu Wort. Redezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Zweytick – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Dr. Trinkl –: Josef, ist das ein Heimspiel?)
Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!
†Abgeordneter Christian Faul| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Herren auf der Regierungsbank! Lieber Kollege Trinkl, es ist wahrscheinlich ein Zufall der Klubsekretäre, dass zwei Weizer hintereinander reden müssen, aber ich wollte ohnedies ein bisschen ein Stimmungsbild von der letzten Kundgebung am 3. Juni hereinbringen. (Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!) Ich glaube, wenn sich die Wirtschaftskammer, dein Institut, nicht so abgeschottet hätte, wenn ihr ab und zu einmal die Fenster aufgemacht hättet, dann hättest du auch ein bisschen etwas mitnehmen können von dem großartigen Stimmungsbildung, das die Leute mitgetragen haben, als sie sich dort zu Tausenden vorbeibewegt haben. Ich glaube, das müsste man auch einmal sehen, lieber Freund. Da solltest du einmal hinausschauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!
†Abgeordneter Christian Faul| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Herren auf der Regierungsbank! Lieber Kollege Trinkl, es ist wahrscheinlich ein Zufall der Klubsekretäre, dass zwei Weizer hintereinander reden müssen, aber ich wollte ohnedies ein bisschen ein Stimmungsbild von der letzten Kundgebung am 3. Juni hereinbringen. (Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!) Ich glaube, wenn sich die Wirtschaftskammer, dein Institut, nicht so abgeschottet hätte, wenn ihr ab und zu einmal die Fenster aufgemacht hättet, dann hättest du auch ein bisschen etwas mitnehmen können von dem großartigen Stimmungsbildung, das die Leute mitgetragen haben, als sie sich dort zu Tausenden vorbeibewegt haben. Ich glaube, das müsste man auch einmal sehen, lieber Freund. Da solltest du einmal hinausschauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Ich habe es gehört!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man die Teilnehmerinnen und die Teilnehmer, die bei dieser Kundgebung dabei waren und die den Aufbau des österreichischen Sozialstaates, wie ich ihn geschildert habe, miterlebt haben, gesehen hat, dann hat man die Leute verstehen müssen, dass sie einfach protestieren müssen. Sie können nicht hinnehmen, dass ein Bundeskanzler Wolfgang Schüssel diesen großartigen Wohlfahrtsstaat mit einem Federstrich abschaffen möchte. Das war letztlich die Grundstimmung dieser ÖGB-Kundgebung in Weiz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wer? Wer war das?
Wenn ich heute in der Früh die Statements der Vertreter der Landwirtschaftskammern gehört habe, wenn ich die Vertreter der Pensionsversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gehört habe, wie sie mit schwersten Geschützen gegen diese Harmonisierung aufgefahren sind, liebe Freunde, dann besteht doch wirklich ... (Abg. Grillitsch: Wer? Wer war das?) – der Ledermüller ist aufgefahren, er hat sich ganz strikt gegen diese Harmonisierung ausgesprochen –, dann verstehe ich, dass die Leute die Befürchtung haben (Abg. Grillitsch: Wer ist gegen die Harmonisierung? Sag mir, wer ist gegen die Harmonisierung?), dass die ASVG-Pensionisten, lieber Kollege Grillitsch, die einzigen Bauernopfer in Österreich sein werden. Das können wir nicht hinnehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Du hast überhaupt keine Ahnung!)
Abg. Grillitsch: Wer ist gegen die Harmonisierung? Sag mir, wer ist gegen die Harmonisierung?
Wenn ich heute in der Früh die Statements der Vertreter der Landwirtschaftskammern gehört habe, wenn ich die Vertreter der Pensionsversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gehört habe, wie sie mit schwersten Geschützen gegen diese Harmonisierung aufgefahren sind, liebe Freunde, dann besteht doch wirklich ... (Abg. Grillitsch: Wer? Wer war das?) – der Ledermüller ist aufgefahren, er hat sich ganz strikt gegen diese Harmonisierung ausgesprochen –, dann verstehe ich, dass die Leute die Befürchtung haben (Abg. Grillitsch: Wer ist gegen die Harmonisierung? Sag mir, wer ist gegen die Harmonisierung?), dass die ASVG-Pensionisten, lieber Kollege Grillitsch, die einzigen Bauernopfer in Österreich sein werden. Das können wir nicht hinnehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Du hast überhaupt keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Du hast überhaupt keine Ahnung!
Wenn ich heute in der Früh die Statements der Vertreter der Landwirtschaftskammern gehört habe, wenn ich die Vertreter der Pensionsversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gehört habe, wie sie mit schwersten Geschützen gegen diese Harmonisierung aufgefahren sind, liebe Freunde, dann besteht doch wirklich ... (Abg. Grillitsch: Wer? Wer war das?) – der Ledermüller ist aufgefahren, er hat sich ganz strikt gegen diese Harmonisierung ausgesprochen –, dann verstehe ich, dass die Leute die Befürchtung haben (Abg. Grillitsch: Wer ist gegen die Harmonisierung? Sag mir, wer ist gegen die Harmonisierung?), dass die ASVG-Pensionisten, lieber Kollege Grillitsch, die einzigen Bauernopfer in Österreich sein werden. Das können wir nicht hinnehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Du hast überhaupt keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: 14 500 € sind steuerfrei! Wer 1 000 € hat, dem wird gar nichts weggenommen!
Liebe Freunde! Das, was Sie immer als „Druck der Straße“ und als „politischen Druck“ gegen diese Regierung empfinden, ist, meine ich, die Gegenwehr der „kleinen“ Leute, der Mittelständler gegen dieses Vorhaben, ihnen von dem Wenigen, das sie bekommen, auch noch das Letzte wegzunehmen, während sich Menschen vom Schlage eines Kollegen Stummvoll Pfründe mit Drei- und Vierfachpensionen sichern. Das können die Menschen in Österreich nicht verstehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: 14 500 € sind steuerfrei! Wer 1 000 € hat, dem wird gar nichts weggenommen!)
Abg. Wittauer: Weil ihr nicht vorgesorgt habt, darum ist das jetzt notwendig!
Ich sage Ihnen, Kollege Wittauer, nur ein paar Schlagworte von den Transparenten, die sehr wohl die Meinung der Menschen widerspiegeln. Ich sage sie Ihnen in kurzen Worten. Die Menschen glauben, diese Reform ist ungerecht, weil sie nur einseitig wirkt. Das haben wir heute gesehen. (Abg. Wittauer: Weil ihr nicht vorgesorgt habt, darum ist das jetzt notwendig!) Diese Reform ist unmenschlich, weil sie die arbeitenden Menschen bei einem vorzeitigen Austritt aus dem Erwerbsprozess in die Sozialhilfe und damit in die Altersarmut schickt. Diese Pensionsreform ist unausgegoren – Ihre Vertreter sind ja alle draußen – ...
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Christian Faul| (fortsetzend): ... und sie ist unannehmbar – mein Schlusswort, Herr Präsident! –, sie ist unannehmbar für alle Abgeordneten – das sei auch Ihnen gesagt –, die den Begriff „sozial“ in ihrem Parteinamen haben. Und deshalb werden wir sie auch ablehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Dem können wir zustimmen!
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Zur den Ausführungen der Abgeordneten Weinzinger – sie ist jetzt, glaube ich, nicht da – muss ich schon sagen: Die Qualität der Debatten, die sie beschrieben hat, betrifft vor allem die Grünen. Die Grünen haben die meisten Ordnungsrufe bekommen, und wenn ich mir vorstelle, dass Abgeordneter Öllinger in einer Rede zwei Ordnungsrufe bekommen hat, dann wissen wir, wo diese „Qualität“ ist. Sicher nicht bei uns. (Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Dem können wir zustimmen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie können da mit applaudieren!
Von diesem Budget sind ja andere Bereiche auch betroffen. Gerade im Zuge der EU-Osterweiterung ist es wichtig, mehr in das Straßennetz zu investieren. Im Jahr 2003 werden 1 194 Millionen € dafür ausgegeben. Im Jahr 2004 werden es 1 319 Millionen € sein. Im Vergleich dazu 1999: 618 Millionen €. Da merkt man, wo wir Qualität hinbringen und wo wir probieren, Dinge für die Zukunft umzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie können da mit applaudieren!)
Abg. Mag. Gaßner: Diese Regierung?
Es kommt auch zu einer Steuerreform, die für uns Freiheitliche besonders wichtig ist, denn dort zeigt sich freiheitliche Handschlagqualität. Wir haben das dem Wähler versprochen, und wir werden das auch durchführen. Die Abgabenquote bis 2010 auf 40 Prozent zu senken wird ein Hauptziel dieser Regierung sein (Abg. Mag. Gaßner: Diese Regierung?), ebenso die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen. Ein Jahreseinkommen bis zu 14 500 € wird in Zukunft steuerfrei sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und ich sage Ihnen heute schon: Diese 200 000 Österreicherinnen und Österreicher werden sich bei uns bedanken und nicht bei Ihnen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es kommt auch zu einer Steuerreform, die für uns Freiheitliche besonders wichtig ist, denn dort zeigt sich freiheitliche Handschlagqualität. Wir haben das dem Wähler versprochen, und wir werden das auch durchführen. Die Abgabenquote bis 2010 auf 40 Prozent zu senken wird ein Hauptziel dieser Regierung sein (Abg. Mag. Gaßner: Diese Regierung?), ebenso die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen. Ein Jahreseinkommen bis zu 14 500 € wird in Zukunft steuerfrei sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und ich sage Ihnen heute schon: Diese 200 000 Österreicherinnen und Österreicher werden sich bei uns bedanken und nicht bei Ihnen.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Auch 1 000 € Mindestlohn wird umgesetzt. Eine langjährige Forderung der Freiheitlichen – im Wahlkampf haben wir es plakatiert – wird mit diesem Budgetbegleitgesetz umgesetzt. Wir schützen die Bezieher kleiner Einkommen, denn diese haben es nicht verdient, durch den Rost zu fallen. Wir werden das absichern. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Senkung der Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer, um Anreize für ihre Beschäftigung zu schaffen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ziel muss es sein, in der Verwaltung zu sparen, Privilegien abzubauen, damit auch künftig die soziale Sicherheit gewährleistet ist. Wir stehen für Aufbau und nicht für Abbau! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Na bitte! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ordnungsrufverdächtig!
Meine Damen und Herren! Ein Randthema hier und heute, weil sehr schwerwiegende Beschlüsse in diesen Tagen gefasst werden, aber doch ein symbolisches Thema für die Politik dieser Bundesregierung: Sie liquidieren mehr oder weniger den Glauben an die Pensionskasse, an dieses zweite Modell, das Sie immer so großartig propagiert haben. Sie gehen her und schaffen die Mindestkapitalgarantie von 1,5 Prozent ab. Das ist nicht mehr als ein schlechtes Sparbuch, aber auch diese Mindestkapitalgarantie wird abgeschafft, und das ist wirklich ein letztklassiger Akt gegenüber allen, die bisher in dieses System Vertrauen hatten. (Abg. Scheibner: Na bitte! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ordnungsrufverdächtig!) – Liebe Frau Kollegin Partik-Pablé, Sie sind eine wohlbestallte Pensionistin und gleichzeitig Abgeordnete, Sie haben dieses Problem sicherlich nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jemandem den Zivilberuf vorzuwerfen, das ist ja wirklich merkwürdig! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe mit 16 Jahren angefangen, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen! Ich habe immer gearbeitet! Ich habe mein Studium im zweiten Bildungsweg gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jemandem den Zivilberuf vorzuwerfen, das ist ja wirklich merkwürdig! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe mit 16 Jahren angefangen, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen! Ich habe immer gearbeitet! Ich habe mein Studium im zweiten Bildungsweg gemacht!
Meine Damen und Herren! Ein Randthema hier und heute, weil sehr schwerwiegende Beschlüsse in diesen Tagen gefasst werden, aber doch ein symbolisches Thema für die Politik dieser Bundesregierung: Sie liquidieren mehr oder weniger den Glauben an die Pensionskasse, an dieses zweite Modell, das Sie immer so großartig propagiert haben. Sie gehen her und schaffen die Mindestkapitalgarantie von 1,5 Prozent ab. Das ist nicht mehr als ein schlechtes Sparbuch, aber auch diese Mindestkapitalgarantie wird abgeschafft, und das ist wirklich ein letztklassiger Akt gegenüber allen, die bisher in dieses System Vertrauen hatten. (Abg. Scheibner: Na bitte! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ordnungsrufverdächtig!) – Liebe Frau Kollegin Partik-Pablé, Sie sind eine wohlbestallte Pensionistin und gleichzeitig Abgeordnete, Sie haben dieses Problem sicherlich nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jemandem den Zivilberuf vorzuwerfen, das ist ja wirklich merkwürdig! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe mit 16 Jahren angefangen, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen! Ich habe immer gearbeitet! Ich habe mein Studium im zweiten Bildungsweg gemacht!)
Abg. Scheibner: Entschuldigen Sie sich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich!
Aber sehr viele Menschen sehen das als kalte Enteignung, Herr Kollege Scheibner. (Abg. Scheibner: Entschuldigen Sie sich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich!) Das ist ja wirklich eine politisch letztklassige Aktion, und ich bin sicher, dass auch diese Maßnahme vor dem Verwaltungsgerichtshof nicht halten wird, weil Sie davon ausgehen müssen, dass es zivilrechtliche Klagen dieser Damen und Herren geben wird. Ich würde mir das auch nicht gefallen lassen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich viel nicht vorstellen!
Ganz zum Schluss noch ein Punkt: Wir hatten heute wirklich eine sehr denkwürdige Sitzung, weil der Finanzminister heute während der Dringlichen mehr oder weniger zugeben musste, dass er während des Ausschreibungsverfahrens gesetzeswidrig gehandelt hat. Ich kann mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen, dass man diesem Budgetbegleitgesetz unter diesem Aspekt zustimmt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich viel nicht vorstellen!), wenn man weiß, dass der Bundesfinanzminister höchstwahrscheinlich genau zu diesen Bundesgesetzen verbotene Gespräche geführt hat, die zu diesen Ergebnissen, wie wir sie kennen, geführt haben. (Abg. Scheibner: Wo steht das?)
Abg. Scheibner: Wo steht das?
Ganz zum Schluss noch ein Punkt: Wir hatten heute wirklich eine sehr denkwürdige Sitzung, weil der Finanzminister heute während der Dringlichen mehr oder weniger zugeben musste, dass er während des Ausschreibungsverfahrens gesetzeswidrig gehandelt hat. Ich kann mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen, dass man diesem Budgetbegleitgesetz unter diesem Aspekt zustimmt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich viel nicht vorstellen!), wenn man weiß, dass der Bundesfinanzminister höchstwahrscheinlich genau zu diesen Bundesgesetzen verbotene Gespräche geführt hat, die zu diesen Ergebnissen, wie wir sie kennen, geführt haben. (Abg. Scheibner: Wo steht das?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, meine Damen und Herren, Sie sollten sich das noch sehr gut überlegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen das tatsächliche Pensionsantrittsalter deutlich heben. Das ist, glaube ich, absolut unbestritten. Dazu müssen wir diesen Menschen aber auch dabei helfen, länger im Erwerbsleben stehen zu können. Mit den hier vorgesehenen Maßnahmen tun wir das. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: So gut ist er nicht!
†Abgeordneter Mag. Hans Moser| (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben heute Finanzminister Grasser als wirklichen Künstler der Selbstdarstellung erlebt. Man muss ihm schon zugestehen, dass er wirklich alle Marketing-Tricks perfekt beherrscht und auch anwendet. (Abg. Eder: So gut ist er nicht!) Aber es nützt das beste Marketing nichts, wenn das Produkt nicht stimmt. Das ist ein wichtiger Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Mag. Hans Moser| (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben heute Finanzminister Grasser als wirklichen Künstler der Selbstdarstellung erlebt. Man muss ihm schon zugestehen, dass er wirklich alle Marketing-Tricks perfekt beherrscht und auch anwendet. (Abg. Eder: So gut ist er nicht!) Aber es nützt das beste Marketing nichts, wenn das Produkt nicht stimmt. Das ist ein wichtiger Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zweytick: Das Produkt stimmt, aber die Marketing-Maßnahmen reichen nicht!
Was meine ich damit? (Abg. Zweytick: Das Produkt stimmt, aber die Marketing-Maßnahmen reichen nicht!) – Finanzminister Grasser hat in der letzten Legislaturperiode an die Andersen Group für die Beratung zur Erreichung des Nulldefizits 4,3 Millionen € ausgegeben – 4,3 Millionen €! Ich habe mir das angeschaut: Das wären zwei Drittel des Jahresbudgets des Instituts für Höhere Studien oder etwa die Hälfte des Jahresbudgets des Wirtschaftsforschungsinstitutes. Man muss sich das vorstellen: die Hälfte des Jahresbudgets des Wirtschaftsforschungsinstitutes! Das heißt, das Geld ist weg, die österreichische Forschungs- und Entwicklungsquote ist vielleicht marginal gestiegen – wenn es eine österreichische Tochter der Andersen Group war –, und das Budgetdefizit ist eigentlich fixer Bestandteil der Jahre 2003 und 2004. Das ist also wirklich ein Verschleudern von österreichischem Steuergeld und ein Misstrauen gegenüber der österreichischen Intelligenz, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was meine ich damit? (Abg. Zweytick: Das Produkt stimmt, aber die Marketing-Maßnahmen reichen nicht!) – Finanzminister Grasser hat in der letzten Legislaturperiode an die Andersen Group für die Beratung zur Erreichung des Nulldefizits 4,3 Millionen € ausgegeben – 4,3 Millionen €! Ich habe mir das angeschaut: Das wären zwei Drittel des Jahresbudgets des Instituts für Höhere Studien oder etwa die Hälfte des Jahresbudgets des Wirtschaftsforschungsinstitutes. Man muss sich das vorstellen: die Hälfte des Jahresbudgets des Wirtschaftsforschungsinstitutes! Das heißt, das Geld ist weg, die österreichische Forschungs- und Entwicklungsquote ist vielleicht marginal gestiegen – wenn es eine österreichische Tochter der Andersen Group war –, und das Budgetdefizit ist eigentlich fixer Bestandteil der Jahre 2003 und 2004. Das ist also wirklich ein Verschleudern von österreichischem Steuergeld und ein Misstrauen gegenüber der österreichischen Intelligenz, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Wahrheit, und davor müssen wir Österreicherinnen und Österreicher uns schützen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Noch keine Regierung hat den Menschen so umfassend in seiner Gesamtheit der Person ernst genommen wie die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das haben die Menschen auch in der Wahlauseinandersetzung gespürt, und das ist unser Wahlauftrag. Wir setzen das konsequent um, wir haben Verschiedenes vorgesehen: die Weiterbildung für die älteren Menschen; die Chance, länger produktiv zu sein; eine redliche Pensionsreform, die nicht mehr verspricht, als sie halten kann, aber hält, was sie verspricht (Abg. Eder: Das stimmt ja nicht!); eine Steuerbefreiung für die kleinen Einkommen; mit der „Abfertigung neu“ werden ältere Menschen Erspartes haben, Geld haben; mit der Änderung der Bankenaufsicht haben wir dafür gesorgt, dass das Ersparte auch sicher ist; wir ändern das Pensionskassengesetz, die erwarteten Leistungen sollen auch unter ungünstigen Aktienmärkten möglich sein; Reformen im Gesundheitsbereich sichern den Zugang zur modernen Medizin; die Pflegekarenz haben wir eingeführt, und für Pflegepersonal wird auch gesorgt. (Abg. Eder: Glaubt ihr das wirklich selber alles, Kollege, oder hat dir das nur einer aufgeschrieben?)
Abg. Eder: Das stimmt ja nicht!
Noch keine Regierung hat den Menschen so umfassend in seiner Gesamtheit der Person ernst genommen wie die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das haben die Menschen auch in der Wahlauseinandersetzung gespürt, und das ist unser Wahlauftrag. Wir setzen das konsequent um, wir haben Verschiedenes vorgesehen: die Weiterbildung für die älteren Menschen; die Chance, länger produktiv zu sein; eine redliche Pensionsreform, die nicht mehr verspricht, als sie halten kann, aber hält, was sie verspricht (Abg. Eder: Das stimmt ja nicht!); eine Steuerbefreiung für die kleinen Einkommen; mit der „Abfertigung neu“ werden ältere Menschen Erspartes haben, Geld haben; mit der Änderung der Bankenaufsicht haben wir dafür gesorgt, dass das Ersparte auch sicher ist; wir ändern das Pensionskassengesetz, die erwarteten Leistungen sollen auch unter ungünstigen Aktienmärkten möglich sein; Reformen im Gesundheitsbereich sichern den Zugang zur modernen Medizin; die Pflegekarenz haben wir eingeführt, und für Pflegepersonal wird auch gesorgt. (Abg. Eder: Glaubt ihr das wirklich selber alles, Kollege, oder hat dir das nur einer aufgeschrieben?)
Abg. Eder: Glaubt ihr das wirklich selber alles, Kollege, oder hat dir das nur einer aufgeschrieben?
Noch keine Regierung hat den Menschen so umfassend in seiner Gesamtheit der Person ernst genommen wie die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das haben die Menschen auch in der Wahlauseinandersetzung gespürt, und das ist unser Wahlauftrag. Wir setzen das konsequent um, wir haben Verschiedenes vorgesehen: die Weiterbildung für die älteren Menschen; die Chance, länger produktiv zu sein; eine redliche Pensionsreform, die nicht mehr verspricht, als sie halten kann, aber hält, was sie verspricht (Abg. Eder: Das stimmt ja nicht!); eine Steuerbefreiung für die kleinen Einkommen; mit der „Abfertigung neu“ werden ältere Menschen Erspartes haben, Geld haben; mit der Änderung der Bankenaufsicht haben wir dafür gesorgt, dass das Ersparte auch sicher ist; wir ändern das Pensionskassengesetz, die erwarteten Leistungen sollen auch unter ungünstigen Aktienmärkten möglich sein; Reformen im Gesundheitsbereich sichern den Zugang zur modernen Medizin; die Pflegekarenz haben wir eingeführt, und für Pflegepersonal wird auch gesorgt. (Abg. Eder: Glaubt ihr das wirklich selber alles, Kollege, oder hat dir das nur einer aufgeschrieben?)
Abg. Eder: Brauchen wir ein Gesetz dazu?
In den unterschiedlichsten Gesetzesmaterien zeigt sich die Reformkraft dieser Regierung. Aber das Wichtigste ist die Menschlichkeit. Es geht darum, die Senioren immer stärker und immer besser in das gesellschaftliche Leben unserer Zeit zu integrieren. Es geht darum, dass Kindergartenkinder Seniorenheime besuchen, dass Senioren sich im Ehrenamt für die Gemeinschaft engagieren. (Abg. Eder: Brauchen wir ein Gesetz dazu?) Es geht darum, die Menschen zu ermutigen, die neuen Lebensformen, die möglich werden, auch wirklich anzunehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In den unterschiedlichsten Gesetzesmaterien zeigt sich die Reformkraft dieser Regierung. Aber das Wichtigste ist die Menschlichkeit. Es geht darum, die Senioren immer stärker und immer besser in das gesellschaftliche Leben unserer Zeit zu integrieren. Es geht darum, dass Kindergartenkinder Seniorenheime besuchen, dass Senioren sich im Ehrenamt für die Gemeinschaft engagieren. (Abg. Eder: Brauchen wir ein Gesetz dazu?) Es geht darum, die Menschen zu ermutigen, die neuen Lebensformen, die möglich werden, auch wirklich anzunehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Mit wem?
Wir ÖVP-Abgeordnete haben viele E-Mails mit demselben Text bekommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, einige der Absender anzurufen, und habe viele schöne Gespräche, gute Gespräche gehabt. (Abg. Eder: Mit wem?) Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Funktionäre sehr genau Bescheid wissen, worum es geht. Ich kann Ihnen versichern, der vorliegende Entwurf ist gut und findet – wenn man länger redet, verstehen es die meisten und geben es zu – auch die Zustimmung Ihrer Funktionäre. (Abg. Eder: Kennt nicht einmal selber den Entwurf! Redet wie der Blinde von der Farbe!)
Abg. Eder: Kennt nicht einmal selber den Entwurf! Redet wie der Blinde von der Farbe!
Wir ÖVP-Abgeordnete haben viele E-Mails mit demselben Text bekommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, einige der Absender anzurufen, und habe viele schöne Gespräche, gute Gespräche gehabt. (Abg. Eder: Mit wem?) Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Funktionäre sehr genau Bescheid wissen, worum es geht. Ich kann Ihnen versichern, der vorliegende Entwurf ist gut und findet – wenn man länger redet, verstehen es die meisten und geben es zu – auch die Zustimmung Ihrer Funktionäre. (Abg. Eder: Kennt nicht einmal selber den Entwurf! Redet wie der Blinde von der Farbe!)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade die Gewerkschafter möchte ich ersuchen: Wenn es Ihnen um die Menschen geht, dann stimmen Sie unserem Entwurf zu! Geht es Ihnen nur darum, eine Regierung stürzen zu wollen, die gut arbeitet, dann bleiben Sie in Ihrer peinlichen Oppositionsrolle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen, was wirklich zählt, wir haben den Mut zur Veränderung, und wir haben auch die Kraft zur Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Trinkl stellt sich her und sagt: Das Paket ist fertig. – Was verhandeln Sie denn dann? Es wäre wirklich fair und schön, zu wissen, was Sie zu diesem Grausamkeiten-Paket noch verhandeln, damit wir uns im Parlament wirklich darüber unterhalten und darüber reden könnten. Aber uns, dem zweiten Teil dieses Hauses, sagt man das nicht. Das möchte ich jedoch stark einfordern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.
Nichts ist passiert, die Leute warten heute noch darauf, dass sie mehr Geld dafür bekommen! Heute wissen wir, warum sie aus diesem Weniger-Kauf nichts bekommen werden: weil ja die 18 Stück jetzt schon genauso teuer wie die 24 sind. Bitte verhöhnen Sie nicht Leute, die voriges Jahr unter einer Katastrophe schwerstens gelitten haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ist auch geändert worden!
Bei dieser Vorfinanzierung ist mir etwas eingefallen, was auch in diesem Budgetbegleitgesetz versteckt ist, nämlich die Bundesfinanzierungsagentur, die nicht herausgenommen ist, Herr Kollege Stummvoll. (Abg. Dr. Stummvoll: Ist auch geändert worden!) Sie haben damals gesagt: Es ist wirklich so, dass das geändert gehört. Aber es steht nach wie vor genauso drinnen, dass diese Agentur die Finanzierungen mit Auswirkungen auf öffentliche Haushalte über Aufforderung des Bundesministers für Finanzen zu begutachten hat und auch – wie heißt es noch? – zu beraten hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Nächster Satz!) Bitte, wer sagt denn jetzt, wo geschrieben steht, wann der Herr Finanzminister die Gemeindebudgets überprüfen lassen kann? (Abg. Dr. Stummvoll: Nächsten Satz vorlesen!) – Das steht nämlich nirgends, Herr Kollege Stummvoll. Ich hätte mir schon erwartet, dass Sie zu dem, was Sie im Budgetausschuss gesagt haben, auch stehen.
Abg. Dr. Stummvoll: Nächster Satz!
Bei dieser Vorfinanzierung ist mir etwas eingefallen, was auch in diesem Budgetbegleitgesetz versteckt ist, nämlich die Bundesfinanzierungsagentur, die nicht herausgenommen ist, Herr Kollege Stummvoll. (Abg. Dr. Stummvoll: Ist auch geändert worden!) Sie haben damals gesagt: Es ist wirklich so, dass das geändert gehört. Aber es steht nach wie vor genauso drinnen, dass diese Agentur die Finanzierungen mit Auswirkungen auf öffentliche Haushalte über Aufforderung des Bundesministers für Finanzen zu begutachten hat und auch – wie heißt es noch? – zu beraten hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Nächster Satz!) Bitte, wer sagt denn jetzt, wo geschrieben steht, wann der Herr Finanzminister die Gemeindebudgets überprüfen lassen kann? (Abg. Dr. Stummvoll: Nächsten Satz vorlesen!) – Das steht nämlich nirgends, Herr Kollege Stummvoll. Ich hätte mir schon erwartet, dass Sie zu dem, was Sie im Budgetausschuss gesagt haben, auch stehen.
Abg. Dr. Stummvoll: Nächsten Satz vorlesen!
Bei dieser Vorfinanzierung ist mir etwas eingefallen, was auch in diesem Budgetbegleitgesetz versteckt ist, nämlich die Bundesfinanzierungsagentur, die nicht herausgenommen ist, Herr Kollege Stummvoll. (Abg. Dr. Stummvoll: Ist auch geändert worden!) Sie haben damals gesagt: Es ist wirklich so, dass das geändert gehört. Aber es steht nach wie vor genauso drinnen, dass diese Agentur die Finanzierungen mit Auswirkungen auf öffentliche Haushalte über Aufforderung des Bundesministers für Finanzen zu begutachten hat und auch – wie heißt es noch? – zu beraten hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Nächster Satz!) Bitte, wer sagt denn jetzt, wo geschrieben steht, wann der Herr Finanzminister die Gemeindebudgets überprüfen lassen kann? (Abg. Dr. Stummvoll: Nächsten Satz vorlesen!) – Das steht nämlich nirgends, Herr Kollege Stummvoll. Ich hätte mir schon erwartet, dass Sie zu dem, was Sie im Budgetausschuss gesagt haben, auch stehen.
Abg. Dr. Stummvoll: Horrorszenario!
Aber ich weiß schon, Sie wollen die Gemeinden absolut unter Kontrolle bringen. Die Gemeinden müssen Ihnen laut Regierungsprogramm jetzt auch noch ein Vermögensverzeichnis geben, damit man wirklich weiß, was dort noch zu holen ist, und um sie finanziell auszuhungern. Ich hoffe, ich habe in dieser Debatte noch die Gelegenheit, Ihnen das nachzuweisen. (Abg. Dr. Stummvoll: Horrorszenario!) Die finanzielle Aushungerung der Gemeinden ist offensichtlich Ihr erklärtes Ziel, und Grasser spielt blendend mit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zweytick: Bitte, Herr Bürgermeister!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zweytick: Bitte, Herr Bürgermeister!
Aber ich weiß schon, Sie wollen die Gemeinden absolut unter Kontrolle bringen. Die Gemeinden müssen Ihnen laut Regierungsprogramm jetzt auch noch ein Vermögensverzeichnis geben, damit man wirklich weiß, was dort noch zu holen ist, und um sie finanziell auszuhungern. Ich hoffe, ich habe in dieser Debatte noch die Gelegenheit, Ihnen das nachzuweisen. (Abg. Dr. Stummvoll: Horrorszenario!) Die finanzielle Aushungerung der Gemeinden ist offensichtlich Ihr erklärtes Ziel, und Grasser spielt blendend mit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zweytick: Bitte, Herr Bürgermeister!)
Beifall bei der ÖVP.
Inhalt unserer Pensionsreform und bereits geltendes Recht für alle Neuen ab 1. Jänner 2003 ist Folgendes: Durchrechnung von 25 Jahren; Höchstbemessungsgrundlage wie im ASVG, also weniger Pension; das Drei-Säulen-System wird ernst genommen mit Pensionskasse und Abfertigung. Im Grunde haben wir in der Steiermark die Harmonisierung verwirklicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Was sind Sie? Beamtin?
Für all jene, die sich bislang im alten System bewegen, gibt es Übergangsbestimmungen wie Anhebung des Durchrechnungszeitraums und eine Solidaritätsabgabe für jene, die über der ASVG-Bemessungsgrundlage liegen. Ich selbst, wie ich hier stehe, habe zurzeit laut geltendem Recht eine Durchrechnung von rund 20 Jahren und einen Abschlag von 16 Prozent. Es gab bei uns aber keinen Aufschrei, keine Streikaufrufe und keine Machtdemonstrationen. (Abg. Eder: Was sind Sie? Beamtin?) Wir von der Landespersonalvertretung in der Steiermark haben der Pensionsreform – ja, Beamtin! – einstimmig, nach intensiven Verhandlungen mit unserem Personallandesrat Hermann Schützenhöfer zugestimmt. Jawohl, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, das Einvernehmen kam auch mit den Stimmen der FSG-Kolleginnen und -Kollegen zustande!
Abg. Eder: Das „kleinere Übel zu vermeiden“!
Weiters: Ein Schlüsselsatz bestimmt seit Jahren meine Arbeit mit den Menschen: Es ist meist nicht möglich, das Optimum für alle Beteiligten zu erreichen, es gilt daher oft, das kleinere Übel zu vermeiden – pardon: das kleinere Übel zu wählen. Pardon! (Abg. Eder: Das „kleinere Übel zu vermeiden“!) Mit dieser Haltung können viel häufiger Kompromisse, ja auch ein echter Konsens erzielt werden.
Abg. Eder: Was hat das mit der dritten Säule zu tun?
Ich möchte nicht verschweigen, dass wir auch ein Besoldungssystem eingeführt haben, und Kollegin Silvia Fuhrmann wird sich freuen, weil das eine Umverteilung der Aktivverdienstsumme bedeutet: höhere Einstiegsgehälter und eine abgeflachte Gehaltskurve. Auch die dritte Säule ist also in der Steiermark verwirklicht. (Abg. Eder: Was hat das mit der dritten Säule zu tun?)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht also, wenn man will! Deshalb mein Aufruf an die Sozialpartner: Setzen Sie sich zusammen – Kollege Verzetnitsch ist jetzt leider auch nicht da –, und vereinbaren Sie die Umverteilung der Lohnsumme zugunsten der ersten Arbeitsjahre! Hiemit könnten Sie Verantwortung beweisen. Die Jugend wird es Ihnen danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Frag sie, ob es wahr ist, was sie gesagt hat!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Gradwohl für 3 Minuten zu Wort. – Bitte. (Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Frag sie, ob es wahr ist, was sie gesagt hat!)
Abg. Murauer: Die sind dort nicht weggegangen!
†Abgeordneter Heinz Gradwohl| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Vorrednerin hat das Beispiel der Steiermark gebracht. – Hervorragend, wunderbar toll!, nur, Frau Kollegin: Im Unterschied zu hier, Herr Kollege Murauer, hat es dort Verhandlungen gegeben. (Abg. Murauer: Die sind dort nicht weggegangen!) Hier ist es ja so, dass es ein Diktat der einen Seite gibt, und die anderen sollen nach dem Prinzip: „Friss Vogel oder stirb!“ das Ganze einfach annehmen. Das ist der kleine, aber feine Unterschied, und das ist Demokratieverständnis, Kollege Murauer! Vielleicht könnten Sie einmal in die Steiermark auf ein Seminar fahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Heinz Gradwohl| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Vorrednerin hat das Beispiel der Steiermark gebracht. – Hervorragend, wunderbar toll!, nur, Frau Kollegin: Im Unterschied zu hier, Herr Kollege Murauer, hat es dort Verhandlungen gegeben. (Abg. Murauer: Die sind dort nicht weggegangen!) Hier ist es ja so, dass es ein Diktat der einen Seite gibt, und die anderen sollen nach dem Prinzip: „Friss Vogel oder stirb!“ das Ganze einfach annehmen. Das ist der kleine, aber feine Unterschied, und das ist Demokratieverständnis, Kollege Murauer! Vielleicht könnten Sie einmal in die Steiermark auf ein Seminar fahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Der macht es jetzt schon!
Ich komme jetzt nicht zum Vier-Säulen-Modell, sondern ich bin noch immer beim Drei-Säulen-Modell, und diese dritte Säule, meine sehr geehrten Damen und Herren, speziell von der Österreichischen Volkspartei, wird ja in der Zwischenzeit im Fernsehen und in der Werbung schon bebildert, und die Bildersprache ist eine ganz besondere. Eine Versicherungsgesellschaft hat sie Ihnen entweder vorgegeben –und da muss ich eigentlich in diese Richtung schauen (der Redner wendet sich der Regierungsbank zu), denn Herr Bundesminister Bartenstein hat sich da besonders hervorgetan – oder Sie haben der Versicherung die ideologischen Scheuklappen vorgegeben, denn die Bilder sehen so aus: Man sieht, wie jemandem ein bunter Schal überreicht wird. – Man muss dazu sagen: Dieser Schal wird von einer Dienstbotin überreicht. – Nächstes Bild: Man sieht ein wunderschönes großes Haus, also eine richtig schmucke „Arbeiterwohnstätte“, so mit 28 Zimmern und Bediensteten. Vor dem Haus steht eine Riesenlimousine, der Chauffeur hält den Wagenschlag auf und lässt die betroffene Person einsteigen. Dann sieht man den Chauffeur freundlich lächelnd fahren. Und was sieht man dann? – Einen wunderbaren, neuen, modernen Hörsaal, der nur sehr schütter besetzt ist, in dem die Studentinnen und Studenten genügend Platz haben, und dann kommt eine Dame, eine gut gekleidete, gepflegte ältere Dame, bestimmt schon im Pensionsalter, mit einer Aktenmappe, die ihr zuvor der Chauffeur gereicht hat, herein, setzt sich hin und wohnt der Vorlesung bei. Und was soll das Ganze? Der Spruch heißt: „Das schöne am Reichsein ist, man kann tun, was man will!“ Und genau das ist Ihr Drei-Säulen-Modell, denn diese Dame kann sich die dritte Säule leisten. – Der „Hackler“ in der Stahlbude kann es sich nicht leisten, der Hilfsarbeiter am Bau kann es sich nicht leisten, nicht einmal der kleine Angestellte kann es sich leisten. (Abg. Murauer: Der macht es jetzt schon!) Aber das, Herr Kollege, ist Ihre Alternative, indem Sie die erste Säule, die in Österreich so wunderbar funktioniert, abbauen und ruinieren.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!
Dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden sich auch Ihre Wählerinnen und Wähler herzlichst bedanken, beispielsweise die Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft. Ich hätte gerne Herrn Präsidenten Winkler um seine Positionierung gefragt, denn er ist ja immerhin Präsident des Österreichischen Landarbeiterkammertages, wie er denn seinen Kolleginnen und Kollegen vorrechnet, wie sie 45 Beitragsjahre zusammenbringen können. Auf Grund der saisonellen Beschäftigung, auch auf Grund der witterungsbedingten Nicht-Beschäftigung können diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gar nie in den Genuss der vollen Pension kommen. Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, läuft bei Ihnen alles unter dem Titel „soziale Gerechtigkeit“. – Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Brader –: Widerlegen Sie das!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Mag. Dr. Brader 4 Minuten zu uns. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Brader –: Widerlegen Sie das!)
Ruf bei der SPÖ: Heute noch?
†Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine sehr geehrten Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Die bisher vorgebrachten Beiträge haben exakt jene Meinungen wiedergegeben, die bereits in den letzten Wochen und Monaten hier vertreten wurden. Das heißt, es wurden auch keine neuen Ideen zur Pensionssicherung eingebracht, überhaupt keine Vorschläge, vor allem nicht (in Richtung Opposition) von Ihrer Seite. Für mich ist das der klare Beweis dafür, dass jetzt abgestimmt werden kann, ja abgestimmt werden muss. (Ruf bei der SPÖ: Heute noch?)
Abg. Mag. Kogler: Wenn Sie diese Politik verfolgen, dann missbrauchen Sie das!
Wenn ich so den Stand der Diskussion, auch der öffentlichen Diskussion betrachte: Mit gutem Gewissen läßt sich sagen, dass sich viele Menschen an dieser Diskussion beteiligt haben – und das ist auch gut so. Ich finde, es ist wichtig, dass viele Menschen daran Anteil nehmen, wie Politik gemacht wird und ihre Sorgen und Bedenken artikulieren. So sehr ich die Sorge der Menschen um die Pensionen verstehe, so sehr wissen diese Menschen auch, dass etwas geschehen muss. Glaubt man den Meinungsforschern, dann sind es 80 Prozent. (Abg. Mag. Kogler: Wenn Sie diese Politik verfolgen, dann missbrauchen Sie das!) Das heißt, es ist nicht die Frage, ob entschieden werden soll, sondern wie.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn man mit den Menschen spricht, hört man vor allem einen Aspekt heraus, der ihnen besonders wichtig ist, und das ist jener der Nachhaltigkeit. Die Frage ist tatsächlich: Reichen die Maßnahmen aus, die hier beschlossen werden sollen, um nachhaltig die Pensionen zu sichern? – Meiner Meinung nach schon, aber recht viele Nachbesserungen sollte es nicht mehr geben, denn nachhaltig sichern kann nur, wer mit Mut Zukunft gestalten will. Wer mit Angst Vergangenheit verwalten will, wird keinen Beitrag für eine stabile Zukunft leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hier möchte ich eine Kritik an den Äußerungen von Kollegin Weinzinger anbringen, die von „Kinderaufzucht“ gesprochen hat. – Geschätzte Damen und Herren, so weit kann das nicht gehen! Kinder werden erzogen, Kinder werden geführt und verantwortungsvoll an das Leben herangeführt, aber nicht „aufgezüchtet“. Das möchte ich schon klarstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das konkrete Abstimmungsverhalten ist dem Gewissen jedes Einzelnen überlassen. Diese Entscheidung vollzieht sich aber meines Erachtens nicht im luftleeren Raum, sondern politisch Handeln heißt auch, gemeinschaftlich handeln und gemeinschaftlich denken. Und gerade deswegen werde ich nach reiflicher Überlegung diesen Budgetbegleitgesetzen zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn etwa Kollege Kopf die Eigenkapitalschwäche der heimischen Wirtschaft beklagt und versucht hat, die Schuld sozusagen ins Eck der Sozialdemokraten zu schieben, dann stellt sich schon die Frage: Kollege Kopf, sagt Ihnen die Wortfolge „Einstimmigkeit im Ministerrat“ etwas? Sagen Ihnen die Namen von Staatssekretär Stummvoll oder Staatssekretär Ditz etwas? Sagt Ihnen die Tatsache etwas, dass wir die eklatanteste Eigenkapitalschwäche im Bereich des Tourismus vorfinden, und zwar mit einem durchschnittlichen negativen Eigenkapital? – Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten sagen wir einmal 15 bis 20 Jahren der Wirtschafts- und Tourismusminister jemals Sozialdemokrat gewesen wäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich nenne hier zum Beispiel die angebliche Aufstockung des Härtefonds. Wenn man in Betracht zieht, dass jährlich rund 33 000 Personen mit Pensionen unter 1 000 € im Monat dazukommen, dann ergibt diese vorgebliche Aufstockung derzeit, soweit wir wissen, den „sagenhaften“ Betrag von 20 € pro Jahr und Pensionist im ersten Jahr, im zweiten Jahr 10 €. Es ist klar, dass der Betrag in den Folgejahren immer geringer wird, weil zusätzliche Pensionisten dazukommen. In Wien gibt es für eine derartige Vorgangsweise einen Begriff – der Landesparteiobmann der ÖVP ist ja hier anwesend, er wird diesen Begriff auch kennen –: Das ist schlichtweg ein Pflanz! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Das stimmt überhaupt nicht, was er da sagt!
Ein ebensolcher Pflanz ist – und das in aller Kürze, denn Kollege Gartlehner ist bereits darauf eingegangen – die angebliche zweite Säule, wo der bisher garantierte Mindestzinssatz nicht mehr eingehalten werden muss. Nur zur Illustration: Das trifft rund 320 000 Anwartschaftsberechtigte, das trifft rund 20 000 Pensionisten, und das entspricht auf die Gesamtdauer gerechnet einer Gesamtkürzung von 360 Millionen € gegenüber der ursprünglichen Nachschussverpflichtung, die rund 400 Millionen € betragen hätte. Das sind rund 1 000 € pro Betroffenem, wenn man das über die gesamte Laufzeit mit den Zinseszinsen berechnen. (Abg. Mag. Ikrath: Das stimmt überhaupt nicht, was er da sagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, dass das eine Maßnahme wäre, um eben zusätzliche Alternativen zu schaffen und die Abhängigkeit von Kapitalmarktschwankungen etwas zu verringern: etwas, was beispielsweise auch die Notenbank heute – und diese ist ja nicht im sozialdemokratischen Eck anzusiedeln – festgestellt hat. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Es ist ein bisschen schwierig: Man muss hier nicht nur Abgeordnete der Opposition korrigieren, die nicht lesen können, auch welche, die nicht rechnen können und so weiter. Daher wird die Zeit knapp. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Ein ganz ein gescheiter Bursche das!
Zweitens: Die Rechnung meines Vorredners ist überhaupt nicht nachvollziehbar, und ich möchte ihn nur korrigieren, um die Fragwürdigkeit seiner Zahlen gleich einmal deutlich zu machen: Es sind nicht 320 000 Anwartschafts- und Leistungsberechtigte in der Pensionskasse, sondern 344 000. Und wenn alles – auch alles weitere – so zuverlässig ist, dann zeigt das das Dilemma der Opposition, das wir heute den ganzen Tag schon erleben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Ein ganz ein gescheiter Bursche das!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Marizzi: Zum Schaden der Menschen in diesem Lande! – Abg. Eder: Zum Schaden der öffentlichen Wirtschaft!
Ich möchte Ihnen jetzt einmal etwas Grundsätzliches sagen – und gestehen Sie mir zu, dass hier noch ein bisschen Gewöhnungsbedarf eines Menschen aus der wirtschaftlichen Praxis besteht –: Wissen Sie, was der Eindruck ist, den ich nach einem Tag Ihrer Statements und Ihrer Kritik habe? – Dass Sie eines stört, dass Sie eines nicht verkraften können, nämlich dass es diese Regierung geschafft hat, einen nachhaltigen und grundsätzlichen Paradigmenwechsel zu gestalten, wie Österreich zu managen und wie Österreich zu regieren ist. Das können Sie nicht verkraften! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Marizzi: Zum Schaden der Menschen in diesem Lande! – Abg. Eder: Zum Schaden der öffentlichen Wirtschaft!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Wovon redet der eigentlich? – Abg. Dr. Matznetter: Sagen Sie etwas zur zweiten Säule!
Und das – jetzt hören Sie bitte genau zu; hören Sie zu, Sie können jetzt möglicherweise nützliche Denkanstöße mitnehmen – weg von einer Politik des Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-Nass, weg von einer Politik der kosmetischen Maßnahmen, mit welchen über Jahre sozialdemokratische Regierungen vorgegeben haben, Probleme zu lösen, und weg von einer Politik der Placebos, der Beschwichtigungen, der Täuschungen über Tatsachen sowie des politischen Wunschdenkens und Verdrängens, meine lieben Kollegen von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Wovon redet der eigentlich? – Abg. Dr. Matznetter: Sagen Sie etwas zur zweiten Säule!) – Kollege Matznetter, wir kommen schon noch zur zweiten Säule, keine Sorge!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und jetzt? – Das ist der Paradigmenwechsel – noch einmal ersuche ich darum, dass Sie mir kurz zuhören – hin zu einer Politik der Wahrheit und Klarheit, meine Damen und Herren, hin zu einer Politik des mutigen und konsequenten Anpackens von Problemen und – das ist fast das Entscheidendste! – einer Politik der nachhaltigen Gestaltung und Sicherung der Grundlagen unseres Gemeinwesens, und zwar über unsere Generation hinaus, und zwar in allen Feldern: von der Sicherheitspolitik, der inneren und äußeren, bis zur Sozialpolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Und Sie haben das alles zusammen! Ein wahrer Weltmeister!
Das ist etwas, wofür Sie entweder nicht die Phantasie haben, deswegen lieber falsche Rechnungen und falsche Behauptungen aufstellen, oder nicht die Originalität besitzen oder vor allem nicht die Courage besitzen – oder vielleicht alles gemeinsam nicht. (Abg. Eder: Und Sie haben das alles zusammen! Ein wahrer Weltmeister!) Das kennzeichnet Ihre Politik und Ihre Haltung, die den heutigen Tag geprägt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist etwas, wofür Sie entweder nicht die Phantasie haben, deswegen lieber falsche Rechnungen und falsche Behauptungen aufstellen, oder nicht die Originalität besitzen oder vor allem nicht die Courage besitzen – oder vielleicht alles gemeinsam nicht. (Abg. Eder: Und Sie haben das alles zusammen! Ein wahrer Weltmeister!) Das kennzeichnet Ihre Politik und Ihre Haltung, die den heutigen Tag geprägt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir stellen jedenfalls sicher, dass selbst unter Kapitalmarktbedingungen, die einer Krise gleichen, in der Pensionskasse die zweite Säule nachhaltig gesichert wird. Kein Leistungsberechtigter wird einen Euro weniger daraus erhalten; die Anwartschaftsberechtigten werden über die lange Zeit unter den Marktbedingungen abgesichert sein, und wir werden den Durchrechnungszeitraum nicht verändern! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kommen Sie mit uns in die moderne Zeit der modernen Politik und verharren Sie nicht bei den Rezepten der siebziger Jahre, die damals schon überholt waren! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Mag. Melitta Trunk| (SPÖ): Anwesende Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Ein Gesicht sagt mehr als viele Worte. Offensichtlich – und das war sichtbar für uns – hatte Kollege Ikrath größte Mühe, sich selbst den Schein von Ernsthaftigkeit zu geben, denn an das, was er gesagt hat, scheint er selbst nicht zu glauben! (Beifall bei der SPÖ.) Ich denke, man muss auch auf das Gesicht aufpassen; auch Mimik sagt sehr viel aus.
Ruf bei der ÖVP: Der SPÖ!
Kollege Ikrath und viele andere haben mich zu Überlegungen verleitet, wiewohl der Titel lauten würde, wenn das zu einem Buch zusammengefasst würde, was in den letzten Wochen an Worten, Phrasen und Formulierungen (Ruf bei der ÖVP: Der SPÖ!) von Seiten der Kollegen und Kolleginnen der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ artikuliert wurde, sowohl im Budgetausschuss als auch hier im Plenum. – Ich hätte dafür drei Vorschläge:
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Der zweite Vorschlag: Lügen haben kurze Beine. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Abg. Großruck: Alles hat er gesagt! Alles!
Partiell geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Das hat sich nicht nur heute in der Nichtbeantwortung der Frage nach dem Ankauf des Kriegsgerätes durch den Finanzminister gezeigt. (Abg. Großruck: Alles hat er gesagt! Alles!) Der Finanzminister hat sich hinter Phrasen versteckt und dann vor Beendigung der Debatte fluchtartig das Plenum verlassen. (Ruf bei den Freiheitlichen: Er hat etwas Besseres zu tun!) Gemeinsam mit anderen Regierungskollegen verstecken Sie sich hinter dem Slogan „Sicherheit braucht Verantwortung“. – Es fällt übrigens auch das lange Schweigen des Wirtschafts- und Arbeitsministers heute auf. (Abg. Großruck: Lauter Angsthasen! Das wissen wir, alle haben Angst!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Er hat etwas Besseres zu tun!
Partiell geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Das hat sich nicht nur heute in der Nichtbeantwortung der Frage nach dem Ankauf des Kriegsgerätes durch den Finanzminister gezeigt. (Abg. Großruck: Alles hat er gesagt! Alles!) Der Finanzminister hat sich hinter Phrasen versteckt und dann vor Beendigung der Debatte fluchtartig das Plenum verlassen. (Ruf bei den Freiheitlichen: Er hat etwas Besseres zu tun!) Gemeinsam mit anderen Regierungskollegen verstecken Sie sich hinter dem Slogan „Sicherheit braucht Verantwortung“. – Es fällt übrigens auch das lange Schweigen des Wirtschafts- und Arbeitsministers heute auf. (Abg. Großruck: Lauter Angsthasen! Das wissen wir, alle haben Angst!)
Abg. Großruck: Lauter Angsthasen! Das wissen wir, alle haben Angst!
Partiell geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Das hat sich nicht nur heute in der Nichtbeantwortung der Frage nach dem Ankauf des Kriegsgerätes durch den Finanzminister gezeigt. (Abg. Großruck: Alles hat er gesagt! Alles!) Der Finanzminister hat sich hinter Phrasen versteckt und dann vor Beendigung der Debatte fluchtartig das Plenum verlassen. (Ruf bei den Freiheitlichen: Er hat etwas Besseres zu tun!) Gemeinsam mit anderen Regierungskollegen verstecken Sie sich hinter dem Slogan „Sicherheit braucht Verantwortung“. – Es fällt übrigens auch das lange Schweigen des Wirtschafts- und Arbeitsministers heute auf. (Abg. Großruck: Lauter Angsthasen! Das wissen wir, alle haben Angst!)
Abg. Murauer: Welche Infrastrukturmaßnahmen kürzen wir? Was kürzen wir?
Was tun Sie? Punkt eins: Sie kürzen beim Bundesheer bei den Maßnahmen für die Infrastruktur, beim Personal und „natürlich“ auch bei den Grundwehrdienern. (Abg. Murauer: Welche Infrastrukturmaßnahmen kürzen wir? Was kürzen wir?) Dasselbe tun Sie bei Gendarmerie und Polizei und auch im Bereich der weiteren Sicherheit, aber es läuft alles nach dem Motto: Koste es, was es wolle, auch wenn es eine Milliardenverschuldung für künftige Generationen bedeutet! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was tun Sie? Punkt eins: Sie kürzen beim Bundesheer bei den Maßnahmen für die Infrastruktur, beim Personal und „natürlich“ auch bei den Grundwehrdienern. (Abg. Murauer: Welche Infrastrukturmaßnahmen kürzen wir? Was kürzen wir?) Dasselbe tun Sie bei Gendarmerie und Polizei und auch im Bereich der weiteren Sicherheit, aber es läuft alles nach dem Motto: Koste es, was es wolle, auch wenn es eine Milliardenverschuldung für künftige Generationen bedeutet! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Weil wir so feige sind! Wir trauen uns nicht!
Punkt zwei: Die größte Phrase dieser Debatte ist die vom Finanzminister angekündigte „größte Steuerreform aller Zeiten“. Auch da verstecken Sie sich hinter Ankündigungen, weil Sie flüchten (Abg. Großruck: Weil wir so feige sind! Wir trauen uns nicht!) und sich der Auseinandersetzung und der Diskussion mit den Ländern und den Gemeinden nicht stellen, die den Konsultationsmechanismus in Kraft gesetzt haben.
Abg. Großruck: Sie entdecken da auf einmal das Herz für die Gemeinden! – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Die gesamte Bundesregierung und die Anhängerschaft in den Reihen der Abgeordneten betreibt Gesprächsverweigerung. Sie wissen natürlich ganz genau, warum Sie dieses Gespräch verweigern. Ich möchte nur in aller Kürze ein Beispiel nennen: Was bedeutet diese so genannte größte Steuerreform für die Kommunen in Österreich? – Täglich 1 Million € weniger für die österreichischen Gemeinden! Das ist das, was diese Bundesregierung unter „Steuerreform“ versteht. (Abg. Großruck: Sie entdecken da auf einmal das Herz für die Gemeinden! – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.)
Abg. Eder: Bitte nicht den Finz angreifen, den brauchen wir!
Herr Parteiobmann der ÖVP-Wien Finz, ich denke, Sie werden sich anderswo artikulieren, denn in Ihrer Brust wohnen ja zwei Herzen und vier Seelen. Wie Sie sich als Landespolitiker der Stadt Wien zu Ihrer eigenen Malaise artikulieren, das wird die Wähler und Wählerinnen interessieren. – Sparen Sie sich, Herr Finz, diese Zwischenrufe aus dem Hinterhalt! (Abg. Eder: Bitte nicht den Finz angreifen, den brauchen wir!)
Abg. Großruck – in Richtung SPÖ –: Denn sie wissen nicht, was sie tun!
Am Ende, morgen Abend, wenn Sie Ihren Namen dafür hergegeben haben werden – Kollege Scheuch und der Rest der „acht Aufrechten“! –, werden Sie Folgendes verloren haben (Abg. Großruck – in Richtung SPÖ –: Denn sie wissen nicht, was sie tun!): erstens – wenn überhaupt vorhanden – Rückgrat, zweitens Glaubwürdigkeit und in jedem Fall nicht nur Kollege Scheuch, sondern die „acht Aufrechten“ und mehr das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler.
Beifall bei der SPÖ für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Trunk. – Abg. Großruck: Statt Gusenbauer hätte sie Parteiobfrau werden sollen! – Ruf bei der ÖVP: Na das wäre was gewesen!
(Beifall bei der SPÖ für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Trunk. – Abg. Großruck: Statt Gusenbauer hätte sie Parteiobfrau werden sollen! – Ruf bei der ÖVP: Na das wäre was gewesen!)
Abg. Mag. Trunk: Das war ein Buchtitel des Nationalratspräsidenten: „Wüste Gobi“!
†Abgeordneter Franz Glaser| (ÖVP): Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollegin Trunk, die Buchtitel, die Sie hier meinten, verleihen zu können, sind ein bisschen altbacken und passen nicht ganz zum Paradigmenwechsel, von dem Kollege Ikrath sehr treffend gesprochen hat. (Abg. Mag. Trunk: Das war ein Buchtitel des Nationalratspräsidenten: „Wüste Gobi“!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Das haben Sie selbst verhindert, weil Sie sich nicht geeinigt haben in der Koalition! Sie haben sich nicht geeinigt in der Koalition!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden in wenigen Stunden – morgen – jene Budgetbegleitgesetze beschließen, wobei Sie verhindert haben, dass wir diese bereits am 4. Juni beschließen hätten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Das haben Sie selbst verhindert, weil Sie sich nicht geeinigt haben in der Koalition! Sie haben sich nicht geeinigt in der Koalition!) – Nein, nein! Sie wissen schon, wie das Ganze gelaufen ist. (Abg. Krainer: Ich habe mir das Schauspiel angeschaut!)
Abg. Krainer: Ich habe mir das Schauspiel angeschaut!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden in wenigen Stunden – morgen – jene Budgetbegleitgesetze beschließen, wobei Sie verhindert haben, dass wir diese bereits am 4. Juni beschließen hätten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Das haben Sie selbst verhindert, weil Sie sich nicht geeinigt haben in der Koalition! Sie haben sich nicht geeinigt in der Koalition!) – Nein, nein! Sie wissen schon, wie das Ganze gelaufen ist. (Abg. Krainer: Ich habe mir das Schauspiel angeschaut!)
Abg. Mag. Trunk: Nicht am 4. beschlossen haben!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich meine, dass es vollkommen selbstverständlich und logisch ist, dass mit einem Gesetzentwurf, der sich über zwei Jahre erstreckt, dass mit einem Gesetz, das in Zeiten wirklich schwieriger konjunktureller Bedingungen – relativ schlechter Konjunktur – und in Zeiten, in denen viele Strukturmaßnahmen notwendig sind, entsteht, viele Änderungen verbunden sind. Deswegen ist es nur logisch, dass wir dieses umfangreiche Budgetbegleitgesetz (Abg. Mag. Trunk: Nicht am 4. beschlossen haben!), das Sie sehr heftig kritisiert haben und noch immer kritisieren, beschließen müssen.
Abg. Mag. Trunk: Wo waren Sie denn die letzten drei Wochen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Ich glaube, dass Sie Ihre Diskussionsbeiträge zu diesem Gesetz manchmal wider besseres Wissen geliefert haben und dass Sie teilweise selbst einsehen, dass das sehr wohl notwendig ist. (Abg. Mag. Trunk: Wo waren Sie denn die letzten drei Wochen?)
Abg. Krainer: Also doch? Hört, hört!
Natürlich hat es den einen oder anderen Kritikpunkt gegeben. Es ist ja durchaus auch festzuhalten, dass es nicht nur bei Ihnen Diskussionen gegeben hat. (Abg. Krainer: Also doch? Hört, hört!) Es hat auch in unseren Klubs Diskussionen gegeben, aber das schließt ja nicht aus, dass wir diese Gesetze dennoch beschließen müssen. (Rufe bei der SPÖ: „Müssen“! – Abg. Dr. Kräuter: Sie haben ein freies Mandat!) Das schließt nicht aus, dass nach entsprechenden Diskussionen und einem entsprechenden Abänderungsantrag, der ja jetzt vorliegt ... (Abg. Eder: Wo? Die verhandeln ja noch!) – Ich glaube, diesen umfangreichen Abänderungsantrag haben Sie ja schon bekommen. Das schließt also nicht aus, dass wir diesen Abänderungsantrag letztlich morgen beschließen werden.
Rufe bei der SPÖ: „Müssen“! – Abg. Dr. Kräuter: Sie haben ein freies Mandat!
Natürlich hat es den einen oder anderen Kritikpunkt gegeben. Es ist ja durchaus auch festzuhalten, dass es nicht nur bei Ihnen Diskussionen gegeben hat. (Abg. Krainer: Also doch? Hört, hört!) Es hat auch in unseren Klubs Diskussionen gegeben, aber das schließt ja nicht aus, dass wir diese Gesetze dennoch beschließen müssen. (Rufe bei der SPÖ: „Müssen“! – Abg. Dr. Kräuter: Sie haben ein freies Mandat!) Das schließt nicht aus, dass nach entsprechenden Diskussionen und einem entsprechenden Abänderungsantrag, der ja jetzt vorliegt ... (Abg. Eder: Wo? Die verhandeln ja noch!) – Ich glaube, diesen umfangreichen Abänderungsantrag haben Sie ja schon bekommen. Das schließt also nicht aus, dass wir diesen Abänderungsantrag letztlich morgen beschließen werden.
Abg. Eder: Wo? Die verhandeln ja noch!
Natürlich hat es den einen oder anderen Kritikpunkt gegeben. Es ist ja durchaus auch festzuhalten, dass es nicht nur bei Ihnen Diskussionen gegeben hat. (Abg. Krainer: Also doch? Hört, hört!) Es hat auch in unseren Klubs Diskussionen gegeben, aber das schließt ja nicht aus, dass wir diese Gesetze dennoch beschließen müssen. (Rufe bei der SPÖ: „Müssen“! – Abg. Dr. Kräuter: Sie haben ein freies Mandat!) Das schließt nicht aus, dass nach entsprechenden Diskussionen und einem entsprechenden Abänderungsantrag, der ja jetzt vorliegt ... (Abg. Eder: Wo? Die verhandeln ja noch!) – Ich glaube, diesen umfangreichen Abänderungsantrag haben Sie ja schon bekommen. Das schließt also nicht aus, dass wir diesen Abänderungsantrag letztlich morgen beschließen werden.
Abg. Eder: Wir nicht! Der Walch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Ich sehe schon ein, dass Sie verhindern und verzögern wollen (Abg. Eder: Wir nicht! Der Walch!), aber es kann doch nicht die primäre und vornehmste Aufgabe des Parlaments sein, zu verzögern und zu verhindern. (Abg. Krainer: Wer verzögert hier?)
Abg. Krainer: Wer verzögert hier?
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Ich sehe schon ein, dass Sie verhindern und verzögern wollen (Abg. Eder: Wir nicht! Der Walch!), aber es kann doch nicht die primäre und vornehmste Aufgabe des Parlaments sein, zu verzögern und zu verhindern. (Abg. Krainer: Wer verzögert hier?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es ist zwar einerseits sehr wohl die primäre Aufgabe des Parlaments, die Regierung zu kontrollieren, aber es ist die vornehmste Aufgabe, dass dieses Parlament der Regierung die notwendigen Entscheidungsgrundlagen liefert. – Das werden wir mit dem Budgetbegleitgesetz und dem Beschluss morgen auch tun! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Eder: Die Regierung muss sich ändern! – Abg. Mag. Trunk: Umverteilung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung hat – frei nach Ikrath – erkannt, dass sich vieles ändern muss. (Abg. Eder: Die Regierung muss sich ändern! – Abg. Mag. Trunk: Umverteilung!) Diese Regierung hat ein klares Ziel vor Augen, und genau mit diesem klaren Ziel vor Augen sind diese verschiedenen Reformen notwendig: egal, ob das jetzt die Pensionssicherungsreform ist, ob es die Anschaffung der Luftraumüberwachungsfahrzeuge ist, ob es das Pensionskassengesetz ist oder das Einkommensteuergesetz – um nur die wichtigsten zu nennen –, die intensivst in den Ausschüssen diskutiert wurden; teilweise bis zum Überdruss, und das von Ihnen verursacht. (Abg. Eder: Gesundheitsabkassieren!)
Abg. Eder: Gesundheitsabkassieren!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung hat – frei nach Ikrath – erkannt, dass sich vieles ändern muss. (Abg. Eder: Die Regierung muss sich ändern! – Abg. Mag. Trunk: Umverteilung!) Diese Regierung hat ein klares Ziel vor Augen, und genau mit diesem klaren Ziel vor Augen sind diese verschiedenen Reformen notwendig: egal, ob das jetzt die Pensionssicherungsreform ist, ob es die Anschaffung der Luftraumüberwachungsfahrzeuge ist, ob es das Pensionskassengesetz ist oder das Einkommensteuergesetz – um nur die wichtigsten zu nennen –, die intensivst in den Ausschüssen diskutiert wurden; teilweise bis zum Überdruss, und das von Ihnen verursacht. (Abg. Eder: Gesundheitsabkassieren!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Die Zeit ist leider viel zu kurz, um darauf einzugehen. – Abschließend möchte ich nur noch als Vertreter einer Region feststellen, einer Region, die es nicht leicht gehabt hat und nicht leicht hat, dass mir einige Maßnahmen besonders wichtig erscheinen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Franz Glaser| (fortsetzend): Herr Präsident! Ich glaube, dass wir insgesamt mit diesen Budgetbegleitgesetzen eine gute Basis für eine Politik in den nächsten Jahren legen. Wir werden dem daher gerne zustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: In Wien!
†Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst einmal zu Kollegem Ikrath, der gemeint hat, es sei ein Paradigmenwechsel eingetreten. – In der Tat: Ein solcher ist eingetreten! Aber nicht so, wie sich das die Bevölkerung wünschen würde, sondern er stellt sich so dar, dass wir ein sehr geringes Wirtschaftswachstum und die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik haben – und die soziale Ungerechtigkeit nimmt zu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: In Wien!)
Abg. Dr. Ferdinand Maier: So wie die Bank Austria in München! – Abg. Dr. Brinek: Bank Austria!
Man muss sich ganz klar vor Augen führen, dass dort, wo die Headquarters sind, wo die Entscheidungen fallen, die höchste Wertschöpfung und viele Dienstleistungen entstehen. Dort fühlt man sich auch verbunden und verpflichtet, mehr für diesen Standort zu tun. Daher versuchen auch alle Länder, genau diese Headquarter-Funktionen zu erhalten. – Das ist nicht falsch verstandener Nationalismus, sondern das bedeutet in Wirklichkeit eine wohlüberlegte Standortpolitik, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Dr. Ferdinand Maier: So wie die Bank Austria in München! – Abg. Dr. Brinek: Bank Austria!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wirklich unverständlich, dass in Österreich immer diese Groß- und Kleinbetrieb-Diskussion geführt wird und diese gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen große, kleine und mittlere Betriebe für eine vernünftige Betriebsstruktur! Wir brauchen aber keinesfalls einen Ausverkauf österreichischer Unternehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wer hat die Bank Austria verscherbelt?
Die CSU ist ja keine Partei, der der Vorwurf anhaftet, sie stehe links der Mitte, sondern einer der Vorsitzenden der CSU hat einmal gesagt: Rechts von uns ist kein Platz mehr! Und so ist diese Partei auch in der politischen Landschaft anzusiedeln. (Abg. Großruck: Wer hat die Bank Austria verscherbelt?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage euch, stimmt eure Entscheidungen nicht nur darauf ab, wo gerade politisches Kleingeld zu machen ist, sondern schaut über die Grenzen zu euren eigenen befreundeten Organisationen! Die haben eine ganz andere Einstellung dazu! Dieses Budget und die Budgetbegleitgesetze tragen weiterhin dazu bei, die Spaltung unserer Gesellschaft voranzutreiben! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
†Abgeordnete Carina Felzmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Dr. Bauer, es war jetzt richtig wohltuend, aus Ihrem Munde zu hören, wie sehr Ihnen das Wohl der heimischen Klein- und Mittelbetriebe am Herzen liegt. – Und das nach den Ausführungen des Kollegen Broukal, der wirklich einiges gesagt hat, was bei einer Unternehmerin zu Emotionen führt. (Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Broukal.
Herr Kollege Broukal, ich lade Sie herzlich ein, einmal in einem Klein- und Mittelbetrieb das Tagesgeschehen selbst, am eigenen Leib zu erfahren. – Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck – in Richtung des sich zum Präsidium begebenden Abg. Broukal –: Jetzt macht er eine tatsächliche Berichtigung, der Herr Broukal! Mein Gott!
Liebe Kolleginnen und Kollegen: Wenn Sie sagen, die 2,5 Prozent des BIP an Forschungsquote reichen Ihnen nicht, dann versichere ich Ihnen: uns auch nicht! Selbstverständlich wünschen wir uns auch noch mehr und das Ganze noch schneller, damit wir binnen dreier Jahre zu den Top drei der EU zählen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck – in Richtung des sich zum Präsidium begebenden Abg. Broukal –: Jetzt macht er eine tatsächliche Berichtigung, der Herr Broukal! Mein Gott!)
Abg. Eder: Um genau das auszubezahlen! Das haben Sie noch immer nicht kapiert!
Was uns jedoch von Ihnen unterscheidet, ist, dass wir nicht darüber philosophieren oder diskutieren, sondern wir handeln, wir arbeiten daran – und das, ohne dass unsere Generation danach die Rechnung zu bezahlen hat! (Abg. Eder: Um genau das auszubezahlen! Das haben Sie noch immer nicht kapiert!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Faktum ist, dass Österreich eine Standortqualität der kreativen Köpfe haben kann, und daran arbeiten wir.(Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Wir sind kreativ, wir sind innovativ, und wir wollen uns auch gerade jetzt, wo es um die EU-Erweiterung geht, neu positionieren. Wir werden über den Faktor Wissen und über einen Technologievorsprung punkten.
Abg. Mag. Wurm: Alles 2006! Das ist ein eigenartiges Datum! Das ist ein magisches Datum!
Ganz kurz noch einmal zu den Eckpfeilern, Stichwort „Technologie und Innovation“. Faktum ist: Die ÖVP legt ein ganz klares Bekenntnis ab, dass 2006 eine Forschungs- und Entwicklungsquote von 2,5 Prozent des BIP erreicht sein wird. (Abg. Mag. Wurm: Alles 2006! Das ist ein eigenartiges Datum! Das ist ein magisches Datum!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Trotz des notwendigen Sparkurses der Bundesregierung haben wir vor allem im Bereich von Technologie und Innovation wichtige Verbesserungen erreicht. Es sind im Doppelbudget 600 Millionen € mehr für Forschung und Innovation vorgesehen. – Das sind 20 Prozent mehr als im Jahre 2000. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Breitbandtechnologie, eine Innovationsförderung, wurde auch erwähnt. Sie sehen also: Wir sind aktiv – und tragen dazu bei, dass Österreich ein interessanter Standort für die Forschung auch in Zukunft sein wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Minute ist schon vorbei! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Broukal zu Wort gemeldet. Herr Abgeordneter: 2 Minuten. Zuerst der zu berichtigende Sachverhalt und dann der berichtigte. – Bitte, Sie sind am Wort. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Minute ist schon vorbei! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Josef Broukal| (SPÖ): Ich denke mir nur, manche Sachen sind einfach zu wild. – Also wenn Frau Abgeordnete Felzmann sagt, es wäre fein, wenn ich mich für Klein- und Mittelbetriebe interessieren würde, dann darf ich tatsächlich berichtigen: Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Klein- und Mittelbetriebe – und im Übrigen ich habe einen solchen, wie Sie jederzeit im Firmenbuch nachlesen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das weiß sie nicht!
†Abgeordneter Kai Jan Krainer| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Bei dieser Diskussion stelle ich mir öfters die Frage: Was will eigentlich die ÖVP? (Ruf bei der SPÖ: Das weiß sie nicht!) – Was die FPÖ will, das frage ich mich gar nicht mehr, weil ich glaube, das wissen Sie von der FPÖ selbst nicht. Das läuft irgendwie nur noch unter dem Motto: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Fuhrmann, Sie sind zwar jetzt nicht da, aber: Es ist relativ leicht, wenn Sie das wollen, eigentlich ganz leicht, denn Sie können morgen das, was Sie für richtig halten, machen, indem Sie nämlich gegen die Budgetbegleitgesetze und mit uns für Solidarbeiträge für Pensionisten stimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Pensionskassenkonzept. Herr Kollege Ikrath hat zwar versucht, die Rechnung aufzustellen, es erspart sich jemand 360 Millionen €, aber die gehen niemandem ab, denn es verliere keiner etwas! – Wie das bei der Bank geht – Kollege Ikrath kommt ja aus einer Bank –, wäre interessant, ob das dort nämlich auch so funktioniert, wenn die mir 360 Millionen € gibt – und die niemandem abgehen; na, das weiß ich nicht. Jedenfalls ist diese seine Rechnung höchst eigenartig. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Erklären Sie mir bitte, wieso wir das dürfen – die Menschen in den Betrieben jedoch nicht! Herr Kollege Stummvoll hat dazu im Budgetausschuss nur gemeint: Ich bin auch der Meinung, man sollte wechseln können dürfen – aber irgendeine „anonyme“ Mehrheit hindert die ÖVP offensichtlich daran, dem zuzustimmen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) – Sie haben gesagt, Sie sind auch der Meinung, aber die „Mehrheit ist dagegen“. – Es hat sich diese Mehrheit noch nicht gezeigt, die ist noch sehr anonym. Vielleicht kommt die „Mehrheit“ hier einmal heraus und erklärt, wieso ein Abgeordneter als Person sehr wohl das Recht hat, zu wechseln, die Menschen in den Betrieben dieses Recht jedoch nicht haben.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sie können also noch eine Nacht darüber schlafen, werte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und FPÖ! Wenn Sie wissen, was getan werden muss, dann können Sie ja morgen einfach dagegen stimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Haben wir noch nicht! Haben Sie sie schon? Dann geben Sie es uns! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Heute liegt uns – nach langen und intensiven Diskussionen – eine sozial gerechte und zukunftsorientierte Pensionssicherungsreform von ÖVP und FPÖ vor. (Abg. Eder: Haben wir noch nicht! Haben Sie sie schon? Dann geben Sie es uns! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nichts jedoch liegt dazu von der SPÖ vor, und die Grünen haben sich auch sehr in dieser Diskussion zurückgehalten!
Zwischenruf des Abg. Eder.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dieses Thema ist für die Zukunft der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu wichtig, um eine Lösung auf die lange Bank zu schieben. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Jetzt nichts zu tun, wäre verantwortungslos!
Die Abgeordneten Eder und Dr. Rada: Wo bitte? Wo?!
Durchaus selbstkritisch gebe ich jedoch zu, dass die erste Regierungsvorlage durchaus noch diskussionswürdig war, aber nach zahlreichen Gespräche und Diskussionen konnte eine deutliche Verbesserung erzielt werden. (Die Abgeordneten Eder und Dr. Rada: Wo bitte? Wo?!)
Abg. Eder: Nennen Sie die Veränderungen!
In dieser Diskussion habe ich auch gesagt, dass es noch zu Veränderungen kommen muss – und diese Veränderungen, diese notwendigen Veränderungen sind eben gekommen. (Abg. Eder: Nennen Sie die Veränderungen!) Ich glaube, dass diese Pensionssicherungsreform zwei große Gewinner hat: als ersten großen Gewinner die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zu Recht auf eine gesicherte Pension auch in Zukunft hoffen. (Abg. Eder: Nennen Sie bitte drei Änderungen!)
Abg. Eder: Nennen Sie bitte drei Änderungen!
In dieser Diskussion habe ich auch gesagt, dass es noch zu Veränderungen kommen muss – und diese Veränderungen, diese notwendigen Veränderungen sind eben gekommen. (Abg. Eder: Nennen Sie die Veränderungen!) Ich glaube, dass diese Pensionssicherungsreform zwei große Gewinner hat: als ersten großen Gewinner die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zu Recht auf eine gesicherte Pension auch in Zukunft hoffen. (Abg. Eder: Nennen Sie bitte drei Änderungen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und einen zweiten großen Gewinner gibt es meiner Meinung nach – so sehe ich das jedenfalls als junger Parlamentarier –, nämlich den Parlamentarismus. Hier im Hohen Hause werden die Gesetze gemacht, und hier muss die Diskussion in konstruktiver Art und Weise über die Bühne gehen – nicht durch Protestaktionen auf der Straße, nicht durch Protestaktionen der Oppositionsparteien und auch nicht durch Protestaktionen des Österreichischen Gewerkschaftsbundes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Parlamentarismus hat sich bewährt, und auf Grund dieser konstruktiven Zusammenarbeit hier im Hohen Hause und auch zwischen den Regierungsparteien, zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher, können wir dieser Gesetzesvorlage morgen unsere Zustimmung geben – und so ein zukunftsorientiertes und gesichertes Pensionssystem für die Zukunft beschließen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Zweiter Aufruf!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Als nächster Redner spricht Herr Abgeordneter Mag. Posch. Selbstgewählte 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Neudeck: Zweiter Aufruf!)
Zwischenruf bei den Freiheitlichen
†Abgeordneter Mag. Walter Posch| (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Selbst nach langer Diskussion habe ich bis heute nicht begriffen (Zwischenruf bei den Freiheitlichen), wie man in einem umlagefinanzierten System längerfristig mit diesen Maßnahmen, wie sie hier vorgelegt wurden, Pensionen sichern können soll – und natürlich weiß das auch der Kanzler, dass es nicht um Pensionssicherung geht. In Wirklichkeit geht es doch darum: Die Pensionisten leben länger – und daher sollen sie ihre „Kalorienzufuhr“ gefälligst drosseln! – Das ist jedoch keine ökonomische, sondern eine politische Frage.
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie von ÖVP und FPÖ scheuen nicht davor zurück, teure Abfangjäger um 2 Milliarden € zu kaufen! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Dafür ist Ihnen doch auch das Nicht-Einhalten des Nulldefizits völlig egal. Ihnen von den Koalitionsparteien geht es nämlich in Wirklichkeit nicht um Einsparungen, sondern um eine andere politische Prioritätensetzung. Und daher muss man ganz einfach sagen: Man kann diesem Kanzler nicht vertrauen! Das ist der entscheidende Punkt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ist das eine Drohung, oder was ist das? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher werden wir uns natürlich das Abstimmungsverhalten des Kollegen Neugebauer sehr genau anschauen, wie er sich eben von der Gewerkschaft öffentlicher Dienst morgen hier verhalten wird. – Und wie sich die so genannten Rebellen, die „mutigen Rebellen“ in der FPÖ verhalten werden, werden wir uns auch ganz genau anschauen, wenn es morgen an die Abstimmungen geht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ist das eine Drohung, oder was ist das? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
†Abgeordneter Peter Haubner| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich möchte kurz zu einem Thema im Budgetbegleitgesetz sprechen, welches sowohl die Wirtschaft als auch die Gesundheit betrifft. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Herr Kollege, vielleicht könnten Sie mir jene geschätzte Aufmerksamkeit widmen, wie ich das bei Ihren Ausführungen auch getan habe. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
†Abgeordneter Peter Haubner| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich möchte kurz zu einem Thema im Budgetbegleitgesetz sprechen, welches sowohl die Wirtschaft als auch die Gesundheit betrifft. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Herr Kollege, vielleicht könnten Sie mir jene geschätzte Aufmerksamkeit widmen, wie ich das bei Ihren Ausführungen auch getan habe. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Rahmen der Verhandlungen für die Budget 2003 und 2004 konnten wir für das Jahr 2003 60,7 Millionen € und für das Jahr 2004 62 Millionen € hiefür bereit stellen. Das ist ein richtiges Signal und trägt der Stellung des Sports als wichtiger Gesundheitsfaktor, als wichtige Gesundheitsvorsorge und als wichtiger Wirtschaftsfaktor Rechnung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Es lebe der Sport! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Wimmer für 3 Minuten zu Wort. – Bitte. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Rainer Wimmer| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Die Redner der Regierungsfraktionen haben in dieser heutigen Debatte ein sehr eigenartiges Bild geboten. Es wurde ständig versucht, die massiven sozialen Einschnitte, die diese Pensionsreform bringen wird – das steht ja außer Streit –, als etwas Positives zu verkaufen, es wurde ständig versucht, diese Maßnahmen positiv darzustellen. Ich sage Ihnen von dieser Stelle aus: Das wird Ihnen nicht gelingen. Die Menschen nehmen Ihnen das nicht mehr ab, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das ist gut so! (Beifall bei der SPÖ.) Das ist gut so. Die Menschen spüren es, und die Menschen merken es.
Abg. Wattaul: Frag einmal den Herrn Edlinger, weshalb er Schulden gemacht hat, was er sich dabei gedacht hat, oder den Herrn Vranitzky!
Für mich ein bisschen befremdend, ja fast traurig war bei dieser Diskussion die Art, in der hier über Schicksale von Menschen gesprochen wird. Kollege Stummvoll – er ist jetzt nicht im Saal – etwa hat von notwendigen schmerzhaften Einschnitten gesprochen. Das ist zwar schön gesagt, locker vom Hocker gesagt, aber klar ist, Herr Stummvoll braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen, wie man hört, wie man sieht und wie man liest. (Abg. Wattaul: Frag einmal den Herrn Edlinger, weshalb er Schulden gemacht hat, was er sich dabei gedacht hat, oder den Herrn Vranitzky!)
Abg. Wittauer: Das ist typische Angstmacherei!
Aber viele Tausende künftige Pensionistinnen und Pensionisten, meine sehr geschätzten Damen und Herren, sind von Ihren Maßnahmen betroffen und werden wirklich an den Rand ihrer Existenz gedrängt; und dafür müssen all jene, die dem vorliegenden Gesetzentwurf morgen zustimmen werden, die Verantwortung übernehmen. (Abg. Wittauer: Das ist typische Angstmacherei!) Sie werden die Verantwortung übernehmen müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Aber viele Tausende künftige Pensionistinnen und Pensionisten, meine sehr geschätzten Damen und Herren, sind von Ihren Maßnahmen betroffen und werden wirklich an den Rand ihrer Existenz gedrängt; und dafür müssen all jene, die dem vorliegenden Gesetzentwurf morgen zustimmen werden, die Verantwortung übernehmen. (Abg. Wittauer: Das ist typische Angstmacherei!) Sie werden die Verantwortung übernehmen müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer
Am 1. Mai hat mir ein pensionierter Bauarbeiter seine Geschichte erzählt. 44 Jahre (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer) – hör einmal zu! –, 44 Jahre lang hat er am Bau gearbeitet, bei Hitze, Regen und Sturm, teilweise war er freigesetzt, arbeitslos im Winter, wenn keine Arbeit möglich war. Mit 59 Jahren war er ausgebrannt, konnte nicht mehr, war krank und hat Gott sei Dank eine Invaliditätspension bekommen – 800 € netto Invaliditätspension; das sind 11 000 S, um ein bisschen nachzuhelfen. Nach 44 Jahren harter Arbeit 800 € Invaliditätspension! (Abg. Wittauer: Dafür gibt es den Härtefonds! 1 000 € Mindestpension! Bleib bei der Wahrheit!) – Das Thema ist sehr ernst, hör einmal zu!
Abg. Wittauer: Dafür gibt es den Härtefonds! 1 000 € Mindestpension! Bleib bei der Wahrheit!
Am 1. Mai hat mir ein pensionierter Bauarbeiter seine Geschichte erzählt. 44 Jahre (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer) – hör einmal zu! –, 44 Jahre lang hat er am Bau gearbeitet, bei Hitze, Regen und Sturm, teilweise war er freigesetzt, arbeitslos im Winter, wenn keine Arbeit möglich war. Mit 59 Jahren war er ausgebrannt, konnte nicht mehr, war krank und hat Gott sei Dank eine Invaliditätspension bekommen – 800 € netto Invaliditätspension; das sind 11 000 S, um ein bisschen nachzuhelfen. Nach 44 Jahren harter Arbeit 800 € Invaliditätspension! (Abg. Wittauer: Dafür gibt es den Härtefonds! 1 000 € Mindestpension! Bleib bei der Wahrheit!) – Das Thema ist sehr ernst, hör einmal zu!
Abg. Wittauer: Wir haben eine 10-prozentige Deckelung!
Dieser Bauarbeiter ist, wie wir heute schon gehört haben, kein Einzelfall. Die durchschnittliche Pension für Arbeiter beträgt 900 €, das wissen sogar Sie. Würde dieser Mann nicht schon vor drei Jahren in Pension gegangen sein, so würden ihm nächstes Jahr noch einmal 10 bis 12 Prozent abgezogen. (Abg. Wittauer: Wir haben eine 10-prozentige Deckelung!) Das ist nicht nur unsozial und unfair, sondern das ist beschämend, sage ich Ihnen. Das ist beschämend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Bauarbeiter ist, wie wir heute schon gehört haben, kein Einzelfall. Die durchschnittliche Pension für Arbeiter beträgt 900 €, das wissen sogar Sie. Würde dieser Mann nicht schon vor drei Jahren in Pension gegangen sein, so würden ihm nächstes Jahr noch einmal 10 bis 12 Prozent abgezogen. (Abg. Wittauer: Wir haben eine 10-prozentige Deckelung!) Das ist nicht nur unsozial und unfair, sondern das ist beschämend, sage ich Ihnen. Das ist beschämend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen abschließend Folgendes: Sie haben mit dieser „Pensionssicherungsreform“, wie Sie sie nennen, die Schwächsten der Gesellschaft im Visier; das wissen Sie ganz genau. Sie schaffen damit viel Unrecht, Sie schaffen viel Leid, und ich sage Ihnen, Sie werden dafür noch die Rechnung präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Geheimnis eines florierenden Unternehmens war und ist, dass die Unternehmensführung mit den Mitarbeitern ein gutes Gesprächsklima aufrechterhält, Probleme ausdiskutiert und nicht alles blockiert – ein gutes Rezept, das eins zu eins auch auf die Arbeitnehmervertreter in der Sozialpartnerschaft übertragbar ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es trägt nicht zum sozialen Frieden bei, wenn im Unternehmen die Arbeit niedergelegt wird, während das Parlament noch diskutiert, und Kolleginnen von mir wegen ihrer Parteizugehörigkeit bestreikt werden. Solche Vorgangsweisen gehören in den Geschichtsunterricht und nicht in die moderne Gegenwart! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist ein klares und deutliches Signal einerseits für den Wirtschaftsstandort Österreich – die Klein- und Mittelbetriebe sind nun einmal das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft und sichern Tausende Arbeitsplätze –, andererseits dafür, dass der Parlamentarismus funktioniert und Verhandeln immer noch besser ist als Streiken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich, dass es gerade unserer Fraktion ein Anliegen ist, genau diese Personen sozial gerecht zu behandeln, auch für die Zukunft. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Wir sind beim Bürger. Es gibt in meiner eigenen Familie ältere Menschen (Abg. Dr. Glawischnig: Lassen Sie sich vom Präsidenten erklären, wie das geht!), die eine Mindestpension beziehen. Ich lasse mir von Ihnen, die unser Sozialsystem an den Rand der Finanzierbarkeit gebracht haben, nicht sagen, dass wir keine Ahnung haben. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Vielmehr haben Sie keine Ahnung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Wittauer: Das war ein Grenzfall! – Ruf bei der SPÖ: Das war eine Showeinlage!)
Abg. Dr. Glawischnig: Lassen Sie sich vom Präsidenten erklären, wie das geht!
Ich berichtige tatsächlich, dass es gerade unserer Fraktion ein Anliegen ist, genau diese Personen sozial gerecht zu behandeln, auch für die Zukunft. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Wir sind beim Bürger. Es gibt in meiner eigenen Familie ältere Menschen (Abg. Dr. Glawischnig: Lassen Sie sich vom Präsidenten erklären, wie das geht!), die eine Mindestpension beziehen. Ich lasse mir von Ihnen, die unser Sozialsystem an den Rand der Finanzierbarkeit gebracht haben, nicht sagen, dass wir keine Ahnung haben. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Vielmehr haben Sie keine Ahnung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Wittauer: Das war ein Grenzfall! – Ruf bei der SPÖ: Das war eine Showeinlage!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich berichtige tatsächlich, dass es gerade unserer Fraktion ein Anliegen ist, genau diese Personen sozial gerecht zu behandeln, auch für die Zukunft. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Wir sind beim Bürger. Es gibt in meiner eigenen Familie ältere Menschen (Abg. Dr. Glawischnig: Lassen Sie sich vom Präsidenten erklären, wie das geht!), die eine Mindestpension beziehen. Ich lasse mir von Ihnen, die unser Sozialsystem an den Rand der Finanzierbarkeit gebracht haben, nicht sagen, dass wir keine Ahnung haben. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Vielmehr haben Sie keine Ahnung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Wittauer: Das war ein Grenzfall! – Ruf bei der SPÖ: Das war eine Showeinlage!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Wittauer: Das war ein Grenzfall! – Ruf bei der SPÖ: Das war eine Showeinlage!
Ich berichtige tatsächlich, dass es gerade unserer Fraktion ein Anliegen ist, genau diese Personen sozial gerecht zu behandeln, auch für die Zukunft. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Wir sind beim Bürger. Es gibt in meiner eigenen Familie ältere Menschen (Abg. Dr. Glawischnig: Lassen Sie sich vom Präsidenten erklären, wie das geht!), die eine Mindestpension beziehen. Ich lasse mir von Ihnen, die unser Sozialsystem an den Rand der Finanzierbarkeit gebracht haben, nicht sagen, dass wir keine Ahnung haben. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Vielmehr haben Sie keine Ahnung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Wittauer: Das war ein Grenzfall! – Ruf bei der SPÖ: Das war eine Showeinlage!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
†Abgeordneter Kurt Eder| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin direkt froh darüber, dass Sie, Herr Kollege Wattaul, heute noch einmal bestätigt hat, dass Sie eine Ahnung davon haben, wie manche Menschen, manche Familien mit wenig Geld leben können. Sie haben morgen die Gelegenheit, diesen Menschen zu helfen, indem Sie mit uns gegen diese Pensionsreform stimmen. Wenn Sie das tun, dann haben Sie schon sehr viel für diese Menschen getan. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Man hätte sich vielleicht vorher überlegen müssen, ob man mit den arbeitenden Menschen rechtzeitig informativ und konstruktiv verhandelt und spricht. Das hätte sich auch Herr Präsident Leitl gewünscht. Dann wäre der Wirtschaftsstandort Österreich nicht in dieser Form beschädigt worden, wie das derzeit der Fall ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie behaupten immer, dass in bestehende Pensionen nicht eingegriffen wird. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Ja, in Ordnung. Vor den Wahlen, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben die jetzigen Regierungsparteien Folgendes plakatiert: Die Mieten werden gesenkt, die Strompreise werden auf Grund der Stromliberalisierung sinken, die Gaspreise werden sinken, es wird keine Pensionskürzungen geben, es wird keine Abfangjäger geben. (Abg. Wattaul: Das ist im Vranitzky-Brief gestanden!) – Darüber können wir gleich reden, Kollege Wattaul.
Abg. Wattaul: Das ist im Vranitzky-Brief gestanden!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie behaupten immer, dass in bestehende Pensionen nicht eingegriffen wird. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Ja, in Ordnung. Vor den Wahlen, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben die jetzigen Regierungsparteien Folgendes plakatiert: Die Mieten werden gesenkt, die Strompreise werden auf Grund der Stromliberalisierung sinken, die Gaspreise werden sinken, es wird keine Pensionskürzungen geben, es wird keine Abfangjäger geben. (Abg. Wattaul: Das ist im Vranitzky-Brief gestanden!) – Darüber können wir gleich reden, Kollege Wattaul.
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Der Kollege aus Kärnten hat in Kärnten wörtlich plakatiert: Abfangjäger-Ankauf gestoppt! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Worüber stimmt ihr morgen ab, Kollege Wittauer? – Für die Abfangjäger werdet ihr morgen stimmen, nicht dafür, was ihr den Leuten vor den Wahlen gesagt habt. (Abg. Wattaul: Aber das mit den Pensionen ist im Vranitzky-Brief gestanden!)
Abg. Wattaul: Aber das mit den Pensionen ist im Vranitzky-Brief gestanden!
Der Kollege aus Kärnten hat in Kärnten wörtlich plakatiert: Abfangjäger-Ankauf gestoppt! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Worüber stimmt ihr morgen ab, Kollege Wittauer? – Für die Abfangjäger werdet ihr morgen stimmen, nicht dafür, was ihr den Leuten vor den Wahlen gesagt habt. (Abg. Wattaul: Aber das mit den Pensionen ist im Vranitzky-Brief gestanden!)
Abg. Neudeck: Wenn ihr die Kanalgebühren erhöht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss immer bei der Wahrheit bleiben; das Wort „Wahrheit“ ist heute ja schon sehr oft strapaziert worden. Bleiben wir bei Punkt 1, beim Senken der Mieten! Plakatiert von der FPÖ. An große Plakate „Mieten senken!“ kann ich mich erinnern, als es noch die alte Regierung in der SP/VP-Koalition gab. (Abg. Neudeck: Wenn ihr die Kanalgebühren erhöht!) Was liest man heute, Herr Immobilienmakler, in Immobilienzeitungen? Man liest: Aufwärtstrend der Mieten reißt nicht ab.
Abg. Wittauer: In Wien!
Man liest weiter, von Experten ausgeführt, die Wohnungsmieten seien im März 2003 um 7 Prozent teurer geworden. (Abg. Wittauer: In Wien!) Die Inflationsrate lag bei 1,8 Prozent, aber steigende Mieten treiben die Inflationsrate natürlich exorbitant in die Höhe. – Das heißt, ein zentrales Wahlversprechen wurde eindeutig gebrochen, meine Damen und Herren! (Abg. Wittauer: In Wien! Bei uns in Tirol ist das Gegenteil der Fall!)
Abg. Wittauer: In Wien! Bei uns in Tirol ist das Gegenteil der Fall!
Man liest weiter, von Experten ausgeführt, die Wohnungsmieten seien im März 2003 um 7 Prozent teurer geworden. (Abg. Wittauer: In Wien!) Die Inflationsrate lag bei 1,8 Prozent, aber steigende Mieten treiben die Inflationsrate natürlich exorbitant in die Höhe. – Das heißt, ein zentrales Wahlversprechen wurde eindeutig gebrochen, meine Damen und Herren! (Abg. Wittauer: In Wien! Bei uns in Tirol ist das Gegenteil der Fall!)
Abg. Wattaul: Aber von den Wienern!
Nächster Punkt: Strompreise senken! Die Strompreise werden gesenkt, wenn die Liberalisierung kommt, hat Herr Minister Bartenstein, der in letzter Zeit mit Humanic etwas Probleme hatte, gesagt. Was ist die Realität? – Es wird noch eine Energieabgabe auf die Strompreise draufgesetzt! (Abg. Wattaul: Aber von den Wienern!) Eine Energieabgabe österreichweit, Kollege Wattaul, da hat man dich wieder schlecht aufgeklärt. Du müsstest ein bisschen besser zuhören, wenn euch die ÖVP am Schmäh hält. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nächster Punkt: Strompreise senken! Die Strompreise werden gesenkt, wenn die Liberalisierung kommt, hat Herr Minister Bartenstein, der in letzter Zeit mit Humanic etwas Probleme hatte, gesagt. Was ist die Realität? – Es wird noch eine Energieabgabe auf die Strompreise draufgesetzt! (Abg. Wattaul: Aber von den Wienern!) Eine Energieabgabe österreichweit, Kollege Wattaul, da hat man dich wieder schlecht aufgeklärt. Du müsstest ein bisschen besser zuhören, wenn euch die ÖVP am Schmäh hält. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Freunde, seid stark, gebt nicht nach, es wird schon gut gehen! – So ungefähr läuft das alles. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind wirklich bemüht, euch in diesen heiklen Fragen zu unterstützen, damit die Menschen auch in Zukunft ihre Mieten, ihre Strompreise, auch die anderen teuren Dinge, die auf sie zukommen – jetzt rede ich noch gar nicht vom Gesundheitssystem, das auch in Frage gestellt wird –, weiterhin bezahlen können. Bleibt bei eurer Linie, tretet ein für den „kleinen Mann“, haltet euch an das, was euer alter Parteiobmann hier von diesem Pult aus jahrelang gepredigt hat! Wenn ihr euch morgen nur ein bisschen daran haltet, dann könnt ihr dem allem nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wieso zweite?
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. Zweite Wortmeldung in dieser Debatte. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wieso zweite?)
Abg. Neudeck: Nein, die ist zurückgezogen worden!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch| (Freiheitliche): Die erste habe ich versäumt, glaube ich. (Abg. Neudeck: Nein, die ist zurückgezogen worden!)
Abg. Mag. Trunk: Ich bin eben glaubwürdig!
Dritte im Reigen ist Frau Kollegin Trunk – sie ist jetzt wieder da. Frau Kollegin Trunk, ich muss Ihnen ehrlich sagen, Sie sind Ihrem Ruf, den Sie in Kärnten haben, heute wieder einmal voll gerecht worden. (Abg. Mag. Trunk: Ich bin eben glaubwürdig!) Sie brauchen die Finger zum Zählen, und wenn Sie nicht die FPÖ, namentlich unseren Landeshauptmann oder meine Wenigkeit, erwähnen würden, dann würden Ihre Aussagen in dem Nirwana der Bedeutungslosigkeit verschwinden, ohne dass das jemand merken würde. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dritte im Reigen ist Frau Kollegin Trunk – sie ist jetzt wieder da. Frau Kollegin Trunk, ich muss Ihnen ehrlich sagen, Sie sind Ihrem Ruf, den Sie in Kärnten haben, heute wieder einmal voll gerecht worden. (Abg. Mag. Trunk: Ich bin eben glaubwürdig!) Sie brauchen die Finger zum Zählen, und wenn Sie nicht die FPÖ, namentlich unseren Landeshauptmann oder meine Wenigkeit, erwähnen würden, dann würden Ihre Aussagen in dem Nirwana der Bedeutungslosigkeit verschwinden, ohne dass das jemand merken würde. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Aber immer noch vor Ihnen, Herr Scheuch!
Frau Kollegin! Ich bin wirklich froh darüber, dass Ihr Herr Klubobmann Sie immer erst so spät zu Wort kommen lässt, denn es ist für Kärnten gut, wenn nicht mehr so viele Leute hören, was Sie sagen. (Abg. Broukal: Aber immer noch vor Ihnen, Herr Scheuch!) – Herr Broukal, wer schreit, hat nicht unbedingt Recht, deswegen sind Sie schon beim Fernsehen nicht weiter gekommen. (Abg. Broukal: Sie reden immer so laut!)
Abg. Broukal: Sie reden immer so laut!
Frau Kollegin! Ich bin wirklich froh darüber, dass Ihr Herr Klubobmann Sie immer erst so spät zu Wort kommen lässt, denn es ist für Kärnten gut, wenn nicht mehr so viele Leute hören, was Sie sagen. (Abg. Broukal: Aber immer noch vor Ihnen, Herr Scheuch!) – Herr Broukal, wer schreit, hat nicht unbedingt Recht, deswegen sind Sie schon beim Fernsehen nicht weiter gekommen. (Abg. Broukal: Sie reden immer so laut!)
Abg. Dr. Glawischnig: Ja, bitte!
Als 83. Redner tut man sich schon schwer. Ich bin heute hierher ans Rednerpult getreten, um noch einmal meine Meinung – und jetzt komme ich auch auf einen sachlichen Teil zu sprechen, denn man sollte auch eine Botschaft rüberbringen (Abg. Dr. Glawischnig: Ja, bitte!); natürlich, Frau Kollegin Glawischnig, extra für Sie zurückbehalten – zu den Politikerprivilegien kundzutun.
Abg. Dr. Glawischnig: Stimmt!
Ich hatte schon vor ein paar Tagen die Ehre, zu diesem Thema zu reden, geschätzte Damen und Herren, und ich möchte heute noch einmal über dieses Thema reden, weil es mir – und darauf lege ich echt Wert – ein Anliegen ist, dass sich da etwas verändert. Ich muss an dieser Stelle Kritik nach links und nach rechts aussprechen. Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP haben jahrzehntelang keine Bewegung vonstatten gebracht. (Abg. Dr. Glawischnig: Stimmt!) Jahrzehntelang haben sie sich auf Kosten des Staates bereichert. Aber das hat ein Ende, denn es gibt die FPÖ! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Ich hatte schon vor ein paar Tagen die Ehre, zu diesem Thema zu reden, geschätzte Damen und Herren, und ich möchte heute noch einmal über dieses Thema reden, weil es mir – und darauf lege ich echt Wert – ein Anliegen ist, dass sich da etwas verändert. Ich muss an dieser Stelle Kritik nach links und nach rechts aussprechen. Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP haben jahrzehntelang keine Bewegung vonstatten gebracht. (Abg. Dr. Glawischnig: Stimmt!) Jahrzehntelang haben sie sich auf Kosten des Staates bereichert. Aber das hat ein Ende, denn es gibt die FPÖ! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Auch wir hätten gerne noch mehr erreicht, keine Frage. Sie müssten halt einmal mitgehen mit uns. Auch wir haben über eine Nulllösung verhandelt, auch wir sind der Meinung, dass man hier noch mehr machen kann. Aber wir als Freiheitliche Partei mit 10 Prozent Wählerbeteiligung, mit der wir ausgestattet wurden, haben es zumindest geschafft, beinahe 100 Prozent jener Themen durchzusetzen, die uns ein Anliegen sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: ... wenn es um die Frauenpensionen geht!
Daher richte ich noch einmal meine inständige Bitte an Sie: Stimmen Sie zu (Abg. Mag. Wurm: ... wenn es um die Frauenpensionen geht!) – und Sie werden ruhig schlafen!
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Abschließend sei es mir noch erlaubt, einige Worte zu diesen „acht Rebellen“ zu sprechen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) – Ich warte, bis Sie sich niedergesetzt haben, Frau Kollegin, dann geht es los. (Abg. Dr. Glawischnig: Wie ist das? Stimmen sie jetzt dagegen oder nicht?)
Abg. Dr. Glawischnig: Wie ist das? Stimmen sie jetzt dagegen oder nicht?
Abschließend sei es mir noch erlaubt, einige Worte zu diesen „acht Rebellen“ zu sprechen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) – Ich warte, bis Sie sich niedergesetzt haben, Frau Kollegin, dann geht es los. (Abg. Dr. Glawischnig: Wie ist das? Stimmen sie jetzt dagegen oder nicht?)
Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, so geht das nicht!
„Acht Rebellen in der FPÖ ...“, so titelten diverse Zeitungen. – Also ich muss ehrlich sagen, wir könnten uns nur wünschen, dass es viele solcher Rebellen auch bei der ÖVP und bei der SPÖ gäbe, denn eines ist klar: Diese acht Rebellen und Rebellinnen – damit wir auch den Anforderungen der Grünen in Bezug auf die Frauen gerecht werden –, aber auch alle anderen freiheitlichen Abgeordneten und Abgeordnetinnen – ich hoffe, das hat jetzt gestimmt (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, so geht das nicht!) – sind ein Garant dafür, dass wir ganz genau darauf achten werden, was hier passiert.
ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig
Wir werden im Gegensatz zur SPÖ mit ihrer Polemik und im Gegensatz zu den Grünen mit ihrer Gleichgültigkeit (ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig) am Ende die Zustimmung zu dieser Reform geben, wenn sie in Ordnung ist. Und wenn nicht, dann werden wir uns in den nächsten Wochen bei weiteren Verhandlungen wieder sehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir werden im Gegensatz zur SPÖ mit ihrer Polemik und im Gegensatz zu den Grünen mit ihrer Gleichgültigkeit (ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig) am Ende die Zustimmung zu dieser Reform geben, wenn sie in Ordnung ist. Und wenn nicht, dann werden wir uns in den nächsten Wochen bei weiteren Verhandlungen wieder sehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Es fährt eh keiner drüber!
†Abgeordneter Peter Marizzi| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich will jetzt nicht sehr auf die Ausführungen des Kollegen Scheuch eingehen, aber anscheinend hat er die morgige „Kronen Zeitung“ noch nicht gelesen. Darin heißt es nämlich: „Donnergrollen aus dem Bärental“, und da sagt sein Landeshauptmann: Man soll über die Abgeordneten nicht drüberfahren. (Abg. Wittauer: Es fährt eh keiner drüber!) – Punkt eins.
Abg. Wittauer: Dann müsst ihr zustimmen!
Zweitens sagt er: Ohne Harmonisierung zählt diese Pensionsreform nichts. – Also das, was auch wir immer sagen. (Abg. Wittauer: Dann müsst ihr zustimmen!)
Abg. Wittauer: Dann müsst ihr zustimmen bei der Harmonisierung!
Und drittens sagt er: Was mir besonders wichtig ist (Abg. Wittauer: Dann müsst ihr zustimmen bei der Harmonisierung!) – Sie können sich ja dann selbst zu Wort melden! (Abg. Wittauer: Nein, ich hab’ keine Redezeit mehr! Ich kann nur da ein bisschen plaudern!) –, ist, dass die Hackler-Regelung durchgeführt wird.
Abg. Wittauer: Nein, ich hab’ keine Redezeit mehr! Ich kann nur da ein bisschen plaudern!
Und drittens sagt er: Was mir besonders wichtig ist (Abg. Wittauer: Dann müsst ihr zustimmen bei der Harmonisierung!) – Sie können sich ja dann selbst zu Wort melden! (Abg. Wittauer: Nein, ich hab’ keine Redezeit mehr! Ich kann nur da ein bisschen plaudern!) –, ist, dass die Hackler-Regelung durchgeführt wird.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht reden wir über Waffengeschäfte, ein bisschen! – Ruf bei den Freiheitlichen: Über das könnten wir reden!
Aber jetzt zu etwas anderem (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht reden wir über Waffengeschäfte, ein bisschen! – Ruf bei den Freiheitlichen: Über das könnten wir reden!):
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz – Staatssekretär Morak: Wie viele Befragte?
Herr Staatssekretär! Sie haben doch bestimmt am Samstag den „Standard“ gelesen. Darin hieß es: „Pensionsangst: ‚Größtes Konjunkturrisiko’“. Das Gallup-Institut hat eine Umfrage gemacht, die ergab, dass ungefähr 38 Prozent der Menschen – weil sich diese Pensionsreform natürlich monetär auswirkt, und ich werde dann die Zahlen nennen – „angstsparen“ werden. Sie werden also jetzt sparen, und daher wird es so sein (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz – Staatssekretär Morak: Wie viele Befragte?) – und das Gallup-Institut und auch die Wirtschaftsforscher beschreiben das (Abg. Wattaul – zu dem den auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretären Dr. Finz und Morak zugewandten Redner –: Geh, Herr Marizzi, red’ mit uns!) –, dass die Auswirkung der Pensionsangst auf das Wirtschaftswachstum das größte Konjunkturrisiko ist.
Abg. Wattaul – zu dem den auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretären Dr. Finz und Morak zugewandten Redner –: Geh, Herr Marizzi, red’ mit uns!
Herr Staatssekretär! Sie haben doch bestimmt am Samstag den „Standard“ gelesen. Darin hieß es: „Pensionsangst: ‚Größtes Konjunkturrisiko’“. Das Gallup-Institut hat eine Umfrage gemacht, die ergab, dass ungefähr 38 Prozent der Menschen – weil sich diese Pensionsreform natürlich monetär auswirkt, und ich werde dann die Zahlen nennen – „angstsparen“ werden. Sie werden also jetzt sparen, und daher wird es so sein (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz – Staatssekretär Morak: Wie viele Befragte?) – und das Gallup-Institut und auch die Wirtschaftsforscher beschreiben das (Abg. Wattaul – zu dem den auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretären Dr. Finz und Morak zugewandten Redner –: Geh, Herr Marizzi, red’ mit uns!) –, dass die Auswirkung der Pensionsangst auf das Wirtschaftswachstum das größte Konjunkturrisiko ist.
Abg. Wittauer: Von der Landwirtschaft!
Wenn man schon nicht gerne von den Menschen redet, von denen Kollege Wimmer gesprochen hat, vom Bauarbeiter, vom Stahlarbeiter, vom Schlosser, von der Friseurin (Abg. Wittauer: Von der Landwirtschaft!), so muss man doch sagen, dass mit dieser Pensionsreform bis zum Jahr 2006 in dieser Legislaturperiode 777 Millionen € eingespart werden!
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss das mit aller Deutlichkeit sagen: Das sind zwar 777 Millionen € (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), aber dieses Geld wird den Menschen weggenommen! Hinter den 777 Millionen € stehen Menschen, die diese Euro nicht mehr bekommen! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Das hat die Regierung verheimlicht, sehr geehrter Herr Staatssekretär! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Das ist nicht falsch, Herr Staatssekretär! Das sind Ihre Zahlen, nämlich jene von Bundesminister Bartenstein! Ich gebe sie Ihnen, dann können Sie es nachlesen. (Der Redner überreicht Staatssekretär Dr. Finz ein Schriftstück.)
Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss das mit aller Deutlichkeit sagen: Das sind zwar 777 Millionen € (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), aber dieses Geld wird den Menschen weggenommen! Hinter den 777 Millionen € stehen Menschen, die diese Euro nicht mehr bekommen! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Das hat die Regierung verheimlicht, sehr geehrter Herr Staatssekretär! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Das ist nicht falsch, Herr Staatssekretär! Das sind Ihre Zahlen, nämlich jene von Bundesminister Bartenstein! Ich gebe sie Ihnen, dann können Sie es nachlesen. (Der Redner überreicht Staatssekretär Dr. Finz ein Schriftstück.)
Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss das mit aller Deutlichkeit sagen: Das sind zwar 777 Millionen € (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), aber dieses Geld wird den Menschen weggenommen! Hinter den 777 Millionen € stehen Menschen, die diese Euro nicht mehr bekommen! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Das hat die Regierung verheimlicht, sehr geehrter Herr Staatssekretär! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Das ist nicht falsch, Herr Staatssekretär! Das sind Ihre Zahlen, nämlich jene von Bundesminister Bartenstein! Ich gebe sie Ihnen, dann können Sie es nachlesen. (Der Redner überreicht Staatssekretär Dr. Finz ein Schriftstück.)
Der Redner überreicht Staatssekretär Dr. Finz ein Schriftstück.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss das mit aller Deutlichkeit sagen: Das sind zwar 777 Millionen € (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), aber dieses Geld wird den Menschen weggenommen! Hinter den 777 Millionen € stehen Menschen, die diese Euro nicht mehr bekommen! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Das hat die Regierung verheimlicht, sehr geehrter Herr Staatssekretär! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Das ist nicht falsch, Herr Staatssekretär! Das sind Ihre Zahlen, nämlich jene von Bundesminister Bartenstein! Ich gebe sie Ihnen, dann können Sie es nachlesen. (Der Redner überreicht Staatssekretär Dr. Finz ein Schriftstück.)
Abg. Wattaul: Ist der Charly Blecha der Bonze, der ...?
Und was die „nette“ zweite Säule betrifft, von der Charly Blecha gesagt hat, sie ist in Wirklichkeit nur ein Staberl (Abg. Wattaul: Ist der Charly Blecha der Bonze, der ...?), so schauen Sie sich das doch bitte an, Herr Kollege Wattaul, wenn Sie rechnen können: Ein Mindestzinssatz von 1,5 Prozent jährlich ist innerhalb von fünf Jahren nicht mehr gewährleistet! Das ist ja ein Scherz! (Abg. Wattaul: Wie viel Pension hat der Charly Blecha?) Jedes Sparbuch hat mehr Zinsertrag!
Abg. Wattaul: Wie viel Pension hat der Charly Blecha?
Und was die „nette“ zweite Säule betrifft, von der Charly Blecha gesagt hat, sie ist in Wirklichkeit nur ein Staberl (Abg. Wattaul: Ist der Charly Blecha der Bonze, der ...?), so schauen Sie sich das doch bitte an, Herr Kollege Wattaul, wenn Sie rechnen können: Ein Mindestzinssatz von 1,5 Prozent jährlich ist innerhalb von fünf Jahren nicht mehr gewährleistet! Das ist ja ein Scherz! (Abg. Wattaul: Wie viel Pension hat der Charly Blecha?) Jedes Sparbuch hat mehr Zinsertrag!
Abg. Wittauer: Wo denn?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie werden sich noch wundern (Abg. Wittauer: Wo denn?), wenn Sie von der FPÖ dieses Pensionssystem mitbeschließen! Dann werden Sie sehen, dass Sie nicht mehr 8 Prozent, sondern nur mehr 5 Prozent haben und in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr hier herinnen sitzen werden! (Abg. Wattaul: ...! Du kannst nicht rechnen! 8 Prozent stimmt sicher nicht! Du kennst dich nicht aus bei Zahlen! 8 Prozent stimmt nicht!) Der Einzige, der das bei euch erkennt, ist der Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider.
Abg. Wattaul: ...! Du kannst nicht rechnen! 8 Prozent stimmt sicher nicht! Du kennst dich nicht aus bei Zahlen! 8 Prozent stimmt nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie werden sich noch wundern (Abg. Wittauer: Wo denn?), wenn Sie von der FPÖ dieses Pensionssystem mitbeschließen! Dann werden Sie sehen, dass Sie nicht mehr 8 Prozent, sondern nur mehr 5 Prozent haben und in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr hier herinnen sitzen werden! (Abg. Wattaul: ...! Du kannst nicht rechnen! 8 Prozent stimmt sicher nicht! Du kennst dich nicht aus bei Zahlen! 8 Prozent stimmt nicht!) Der Einzige, der das bei euch erkennt, ist der Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin neugierig, wie sich morgen Ihr Stimmverhalten darstellt! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Der „Abfangjäger-Toni“! – „Abfangjäger, die Vierte“!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Gaál. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Der „Abfangjäger-Toni“! – „Abfangjäger, die Vierte“!)
Abg. Murauer: Öha!
†Abgeordneter Anton Gaál| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Geschätzte Damen und Herren! Sie haben heute sehr viel über die Luftraumüberwachung gesprochen. Sie haben sie eingefordert, meine Damen und Herren von der ÖVP. In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen aber schon eines vorhalten: Sie waren zu keinem Zeitpunkt der vergangenen Monate bereit, ausführlich und umfassend über die Luftraumüberwachung zu diskutieren. (Abg. Murauer: Öha!) Für Sie stand von Anfang an fest, Kollege Murauer, dass es ausschließlich diesen Eurofighter-Kauf geben muss. Dieser Eurofighter-Deal stand auf der politischen Tagesordnung. Das bestätigt die Chronologie der Ereignisse der vergangenen Monate und Jahre. (Abg. Wittauer: Da haben Sie mitgestimmt! ... mitbeschlossen!)
Abg. Wittauer: Da haben Sie mitgestimmt! ... mitbeschlossen!
†Abgeordneter Anton Gaál| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Geschätzte Damen und Herren! Sie haben heute sehr viel über die Luftraumüberwachung gesprochen. Sie haben sie eingefordert, meine Damen und Herren von der ÖVP. In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen aber schon eines vorhalten: Sie waren zu keinem Zeitpunkt der vergangenen Monate bereit, ausführlich und umfassend über die Luftraumüberwachung zu diskutieren. (Abg. Murauer: Öha!) Für Sie stand von Anfang an fest, Kollege Murauer, dass es ausschließlich diesen Eurofighter-Kauf geben muss. Dieser Eurofighter-Deal stand auf der politischen Tagesordnung. Das bestätigt die Chronologie der Ereignisse der vergangenen Monate und Jahre. (Abg. Wittauer: Da haben Sie mitgestimmt! ... mitbeschlossen!)
Abg. Wittauer: Die anderen in Europa ..., und wir bringen überhaupt keinen Beitrag?
Ich darf daran erinnern, Kollege Murauer: Unser Vorschlag war es immer, zunächst über die sicherheitspolitischen Veränderungen in diesem Europa zu diskutieren. Wir beraten ja eine Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Uns geht es um eine neue europäische Sicherheitsarchitektur. Wir sind dabei, eine Sicherheits- und Friedensunion aufzubauen. Wir haben daher gesagt, man sollte abklären: Wie geht es konkret sicherheitspolitisch in diesem Europa weiter? (Abg. Wittauer: Die anderen in Europa ..., und wir bringen überhaupt keinen Beitrag?)
Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Gaál! In dieser Sache haben Sie so was von die Meinung geändert!
Der ehemalige deutsche CDU-Verteidigungsminister Rühespricht von einer ungeordneten Luftraumüberwachung. Er fordert mehr Miteinander, er fordert die Gemeinsamkeiten ein, es wird die Aufgabenteilung diskutiert. Aber Sie haben sich ohne Wenn und Aber, ohne die Entwicklung in Europa abzuwarten, für diesen Eurofighter-Deal entschieden. (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Gaál! In dieser Sache haben Sie so was von die Meinung geändert!)
Beifall bei der SPÖ.
Drüberfahren und Abkassieren!, das ist auch hier Ihre Devise. Aber das bitte nicht mit uns, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Was war da jetzt neu von den Eurofightern, Gaál?
Es wird also leichtfertig und fahrlässig mit Steuergeldern umgegangen. Diese Einkaufspolitik ist unverantwortlich und findet nicht unsere Zustimmung! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Was war da jetzt neu von den Eurofightern, Gaál?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist der Paradigmenwechsel!
†Abgeordnete Marianne Hagenhofer| (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Ikrath hat gemeint: Wir stellen sicher, dass in der kapitalgedeckten Pensionsvorsorge kein Verlust eintritt. – Ich möchte Kollegem Ikrath die Kritik der Nationalbank im Zusammenhang mit der geförderten Pensionsvorsorge entgegenhalten. Die Nationalbank sagt in ihrem Finanzmarktstabilitätsbericht, dass der Absturz der Aktien und die daraus resultierende schlechte Performance von Pensionskassen et cetera die privaten Haushalte in den vergangenen drei Jahren 7 Milliarden € gekostet hat. – So weit, so gut und so schlecht, Herr Kollege Ikrath, wenn Sie sich als Banker hier herstellen und sagen, es gebe keine Verluste in der kapitalgedeckten Pensionsvorsorge! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist der Paradigmenwechsel!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Diesen Mut werden sie nicht haben!
Es ist der Paradigmenwechsel, ganz genau. Den wollten Sie, und den werden Sie auch zusammenbringen – außer die FPÖ, die da sozusagen rebelliert, besinnt sich morgen ihrer Rebellion und stimmt gegen dieses Budgetbegleitgesetz und gegen diesen Paradigmenwechsel, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Diesen Mut werden sie nicht haben!)
Staatssekretär Dr. Finz: Das stimmt nicht!
Eine Zeitung titelt morgen: „Dieser Mittwoch kommt uns teuer.“ – Ich sage: Nicht nur wegen der Pensionsreform, die, gedeckelt, gedämpft und abgefedert, trotzdem pro Pensionisten, der ab 2004 in Pension geht, minus 10 bis minus 12 Prozent bei der Pension im Monat kostet. Dieser Mittwoch kommt uns auch insofern teuer, als 18 Abfangjäger jetzt mehr kosten als vorher 24. (Staatssekretär Dr. Finz: Das stimmt nicht!) – Das stimmt genau, Herr Staatssekretär!
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das wäre von der ÖVP mit uns in einem eigenen Gesetz auszudiskutieren, und wir würden dem zustimmen. Sie machen das aber nicht, sondern Sie verpacken das im Budgetbegleitgesetz – eine wesentliche Maßnahme, die 60 Prozent der Haushalte trifft, wobei keiner noch weiß, wo es langgeht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Na, hör auf! Das ist ja fad!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Auch ich möchte mich mit diesem unseligen Artikel 69 des vorliegenden Gesetzes beschäftigen, mit dem – wie es so schön heißt – „Nachkauf von Luftraumüberwachungsflugzeugen“. (Abg. Dr. Mitterlehner: Na, hör auf! Das ist ja fad!)
Abg. Neudeck: Das hat eh der Rechnungshof schon getan! Das hat der Rechnungshof schon geprüft!
Was weiß Kollege Wattaul – jetzt ist er mir leider abhanden gekommen –, der hier sagt, er müsse sich das Ausschreibungsverfahren nochmals genau anschauen, es einer Prüfung unterziehen (Abg. Neudeck: Das hat eh der Rechnungshof schon getan! Das hat der Rechnungshof schon geprüft!), und er gehe davon aus, dass sich alles aufklären wird? Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Was muss sich alles aufklären? Was weiß Herr Wattaul da? – Das soll er gefälligst auch uns sagen.
Abg. Dr. Mitterlehner: Nein, nicht! Eines nur!
Es ist sehr viel über die Beschaffungen der letzten Zeit diskutiert worden. Drei Beispiele (Abg. Dr. Mitterlehner: Nein, nicht! Eines nur!): Thomson, Black Hawk und jetzt der Eurofighter. Eines haben diese drei Beispiele gemeinsam: Ihnen, meine Damen und Herren von der ÖVP – Sie waren hiebei federführend –, ist es bei drei Systemen gelungen, immer das teuerste zu kaufen. Bei Thomson hat Schüssel entschieden. Bei Black Hawk hat Fasslabend nach langer, langer Zeit entschieden. Edlinger hat 500 Millionen sofort zur Verfügung gestellt; diese wurden nicht abgeholt, bis die Entscheidung für das teuerste Modell, den Black Hawk, getroffen wurde. Jetzt geschieht im Zusammenhang mit dem Eurofighter wieder das Gleiche.
Beifall bei der SPÖ.
Wir können uns diesen Luxus nicht leisten – Sie wollen ihn sich leisten. Und damit sind wir bei der Pensionsreform: bei der Pensionsreform, die wir uns sehr wohl leisten können. Diese hingegen wollen Sie sich nicht leisten, sondern Sie kürzen bis zum Unerträglichen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Jetzt kommt Pfeffer in die Sache!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Pfeffer. Alle angegebenen Redezeiten sind freiwillige Redezeitbeschränkungen. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Neudeck: Jetzt kommt Pfeffer in die Sache!)
Beifall bei der SPÖ.
Bei dieser Pensionsverunsicherungsreform, wie wir sie nennen, wird die Bevölkerung zur Kasse gebeten, und so ist die Finanzierung dieser teuren Kampfjets gesichert! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie wollen auch einen kaufen!
In der Debatte im Budgetausschuss habe ich den Finanzminister höflich darum ersucht, mir eine Aufstellung über den Anschaffungspreis und die Betriebskosten des Eurofighter-Typhoon, des Gripen und der F 16 zukommen zu lassen. Ich hätte nämlich gerne einen Preisvergleich zwischen diesen drei Fluggeräten. (Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie wollen auch einen kaufen!) Der Finanzminister hat mein Ersuchen völlig ignoriert, von einer Beantwortung war schon überhaupt keine Rede mehr. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Und noch bevor ich meine Anfrage wiederholen konnte, hat der Finanzminister den Ausschuss verlassen. Das dürfte eine Krankheit von ihm sein, denn auch heute hat er fluchtartig den Plenarsaal verlassen.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
In der Debatte im Budgetausschuss habe ich den Finanzminister höflich darum ersucht, mir eine Aufstellung über den Anschaffungspreis und die Betriebskosten des Eurofighter-Typhoon, des Gripen und der F 16 zukommen zu lassen. Ich hätte nämlich gerne einen Preisvergleich zwischen diesen drei Fluggeräten. (Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie wollen auch einen kaufen!) Der Finanzminister hat mein Ersuchen völlig ignoriert, von einer Beantwortung war schon überhaupt keine Rede mehr. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Und noch bevor ich meine Anfrage wiederholen konnte, hat der Finanzminister den Ausschuss verlassen. Das dürfte eine Krankheit von ihm sein, denn auch heute hat er fluchtartig den Plenarsaal verlassen.
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Staatsekretär Finz, der die Stellung halten musste – und auch heute wieder ausharrt – (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), meinte, im Ministerium gäbe es keine derartige Aufstellung. – Herr Staatssekretär, natürlich hätte man sich einer kleinen Fleißaufgabe unterziehen müssen, aber leider waren Sie entweder nicht dazu imstande, oder, wie ich glaube, es war Ihnen mein Ersuchen egal. (Abg. Neudeck: Nein, das glaube ich nicht! Sie machen das so nett!)
Abg. Neudeck: Nein, das glaube ich nicht! Sie machen das so nett!
Staatsekretär Finz, der die Stellung halten musste – und auch heute wieder ausharrt – (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), meinte, im Ministerium gäbe es keine derartige Aufstellung. – Herr Staatssekretär, natürlich hätte man sich einer kleinen Fleißaufgabe unterziehen müssen, aber leider waren Sie entweder nicht dazu imstande, oder, wie ich glaube, es war Ihnen mein Ersuchen egal. (Abg. Neudeck: Nein, das glaube ich nicht! Sie machen das so nett!)
Beifall bei der SPÖ.
Vieles sind Sie uns schuldig geblieben! Und Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass Sie beim Ankauf dieser teuren Kampfjets nicht an einer kostengünstigen Lösung interessiert waren. Wichtig war Ihnen vielmehr, dass EADS den Zuschlag erhält. Meine Damen und Herren! Man wird den Eindruck nicht los, dass mit unseren Steuergeldern fahrlässig umgegangen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Mehrheit unserer Bevölkerung steht dem Ankauf dieser sündteuren Kampfflugzeuge ablehnend gegenüber. 413 984 Menschen haben die SPÖ-Bürgerinitiative für eine gerechte Pensionsreform und zur Abhaltung einer Volksabstimmung unterschrieben. Auch das ist ein sichtbares Zeichen und sollte uns zum Nachdenken und zum Handeln anregen. Wir von der SPÖ bedanken uns für diese Unterschriften! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lentsch: Wir wissen es!
Meine Damen und Herren! In vier Punkten ist das auch ganz einfach erklärt. Wenn Kindermann schreibt: „Das Budgetbegleitgesetz ist eine Art Trojanisches Pferd“ mit „massiven Belastungen“, dann hat er Recht. Denn: Was ist das Trojanische Pferd? (Abg. Lentsch: Wir wissen es!) – Das war etwas, mit dem man durch List, durch Kriegslist die Betroffenen getäuscht hat. (Abg. Großruck: Wessen Idee war das?) Und genauso gehen Sie bei dieser Pensionsreform, bei diesen Budgetbegleitgesetzen, bei diesen Belastungen vor: Sie täuschen die Menschen! Sie gehen mit List vor und wollen die Menschen in Wirklichkeit nur täuschen, ihnen Sand in die Augen streuen und sie davon ablenken, welche Belastungen auf sie zukommen. Und diese Belastungswelle wird bis zum Jahr 2007 über 2 Milliarden € ausmachen.
Abg. Großruck: Wessen Idee war das?
Meine Damen und Herren! In vier Punkten ist das auch ganz einfach erklärt. Wenn Kindermann schreibt: „Das Budgetbegleitgesetz ist eine Art Trojanisches Pferd“ mit „massiven Belastungen“, dann hat er Recht. Denn: Was ist das Trojanische Pferd? (Abg. Lentsch: Wir wissen es!) – Das war etwas, mit dem man durch List, durch Kriegslist die Betroffenen getäuscht hat. (Abg. Großruck: Wessen Idee war das?) Und genauso gehen Sie bei dieser Pensionsreform, bei diesen Budgetbegleitgesetzen, bei diesen Belastungen vor: Sie täuschen die Menschen! Sie gehen mit List vor und wollen die Menschen in Wirklichkeit nur täuschen, ihnen Sand in die Augen streuen und sie davon ablenken, welche Belastungen auf sie zukommen. Und diese Belastungswelle wird bis zum Jahr 2007 über 2 Milliarden € ausmachen.
Abg. Mag. Molterer: Was würden Sie reden, wenn der Kindermann nicht schreiben würde!?
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, zum Dritten: Sie beschließen morgen den Kauf von 18 Abfangjägern um etwa 2 Milliarden €. In der „Kronen Zeitung“ schreibt Kindermann dazu, dass Sie damit einen Beschaffungsvorgang auslösen, „obwohl der Rechnungshofbericht darüber noch gar nicht vorliegt“. (Abg. Mag. Molterer: Was würden Sie reden, wenn der Kindermann nicht schreiben würde!?)
Abg. Neudeck: Mehrmals!
Herr Klubobmann Molterer! Es ist ja so, dass es viele in der Koalition gibt, die das auch so sehen, Prinzhorn ist ja heute schon zitiert worden. (Abg. Neudeck: Mehrmals!) Wenn Prinzhorn sagt, der Entscheidungsprozess müsse jedenfalls transparent gestaltet werden, anstatt die Typenwahl durch politischen Druck herbeizuführen, dann, meine Damen und Herren, muss man sich schon fragen: Was geht in dieser Koalition eigentlich vor? – Da wird politischer Druck ausgeübt, sagt der Dritte Nationalratspräsident. Wie ist das zu interpretieren?
Abg. Neudeck: Ist das Ihr Mitarbeiter, der Kindermann?
Wenn ich dann, viertens lese, dass, um wieder Kindermann zu zitieren, „hinter den Kulissen“ (Abg. Neudeck: Ist das Ihr Mitarbeiter, der Kindermann?) – ja, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Mag. Molterer: Das werden wir ihm sagen, der wird keine Freude haben!) –, dass „hinter den Kulissen“ „die koalitionsinternen Rebellen massiert, geknetet und geködert“ werden (Abg. Neudeck: Ist das Ihr parlamentarischer Mitarbeiter, der Kindermann?), dann, meine Damen und Herren, Hohes Haus, stellt sich die Frage: Was bedeutet das? (Abg. Dr. Stummvoll: Das müssen Sie den Kindermann fragen!) Was geht in dieser Koalition vor?
Abg. Mag. Molterer: Das werden wir ihm sagen, der wird keine Freude haben!
Wenn ich dann, viertens lese, dass, um wieder Kindermann zu zitieren, „hinter den Kulissen“ (Abg. Neudeck: Ist das Ihr Mitarbeiter, der Kindermann?) – ja, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Mag. Molterer: Das werden wir ihm sagen, der wird keine Freude haben!) –, dass „hinter den Kulissen“ „die koalitionsinternen Rebellen massiert, geknetet und geködert“ werden (Abg. Neudeck: Ist das Ihr parlamentarischer Mitarbeiter, der Kindermann?), dann, meine Damen und Herren, Hohes Haus, stellt sich die Frage: Was bedeutet das? (Abg. Dr. Stummvoll: Das müssen Sie den Kindermann fragen!) Was geht in dieser Koalition vor?
Abg. Neudeck: Ist das Ihr parlamentarischer Mitarbeiter, der Kindermann?
Wenn ich dann, viertens lese, dass, um wieder Kindermann zu zitieren, „hinter den Kulissen“ (Abg. Neudeck: Ist das Ihr Mitarbeiter, der Kindermann?) – ja, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Mag. Molterer: Das werden wir ihm sagen, der wird keine Freude haben!) –, dass „hinter den Kulissen“ „die koalitionsinternen Rebellen massiert, geknetet und geködert“ werden (Abg. Neudeck: Ist das Ihr parlamentarischer Mitarbeiter, der Kindermann?), dann, meine Damen und Herren, Hohes Haus, stellt sich die Frage: Was bedeutet das? (Abg. Dr. Stummvoll: Das müssen Sie den Kindermann fragen!) Was geht in dieser Koalition vor?
Abg. Dr. Stummvoll: Das müssen Sie den Kindermann fragen!
Wenn ich dann, viertens lese, dass, um wieder Kindermann zu zitieren, „hinter den Kulissen“ (Abg. Neudeck: Ist das Ihr Mitarbeiter, der Kindermann?) – ja, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Mag. Molterer: Das werden wir ihm sagen, der wird keine Freude haben!) –, dass „hinter den Kulissen“ „die koalitionsinternen Rebellen massiert, geknetet und geködert“ werden (Abg. Neudeck: Ist das Ihr parlamentarischer Mitarbeiter, der Kindermann?), dann, meine Damen und Herren, Hohes Haus, stellt sich die Frage: Was bedeutet das? (Abg. Dr. Stummvoll: Das müssen Sie den Kindermann fragen!) Was geht in dieser Koalition vor?
Abg. Neudeck: Ich bin immer vorsichtig!
Aber eines ist eindeutig und klar, und daher, Kollege Neudeck, sollten die Abgeordneten der FPÖ wirklich sehr vorsichtig sein und aufpassen, denn ... (Abg. Neudeck: Ich bin immer vorsichtig!) – Nein, Kollege Neudeck! Lesen Sie zur Abwechslung auch den morgigen „Kurier“, dort heißt es unter anderem ... (Abg. Neudeck: Da wird aber der Kindermann jetzt böse sein!) – Nein, nein! Glauben Sie mir, hören Sie kurz zu!
Abg. Neudeck: Da wird aber der Kindermann jetzt böse sein!
Aber eines ist eindeutig und klar, und daher, Kollege Neudeck, sollten die Abgeordneten der FPÖ wirklich sehr vorsichtig sein und aufpassen, denn ... (Abg. Neudeck: Ich bin immer vorsichtig!) – Nein, Kollege Neudeck! Lesen Sie zur Abwechslung auch den morgigen „Kurier“, dort heißt es unter anderem ... (Abg. Neudeck: Da wird aber der Kindermann jetzt böse sein!) – Nein, nein! Glauben Sie mir, hören Sie kurz zu!
Abg. Lentsch: Das ist erstunken und erlogen!
Ich zitiere: „Es zeichnete sich aber ab, dass die Änderungen nicht der große Wurf werden“, nämlich die Änderungen, die die so genannten Rebellen glauben, durchsetzen zu können. „,Das wird marginal, damit sich die FPÖ ein Federl auf den Hut stecken kann‘, berichtete ein VP-Mandatar.“ – Zitatende. (Abg. Lentsch: Das ist erstunken und erlogen!)
Beifall bei der SPÖ.
Genau das ist es, was Sie von der FPÖ sind: ein Federl am Hut der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!
†Abgeordneter Stefan Prähauser| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Ich möchte mich zu Beginn meiner Ausführungen bei der freiheitlichen Fraktion entschuldigen. (Abg. Neudeck: Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir eine Gruppe innerhalb ihrer Fraktion bisher – so wie die Medien auch – fälschlicherweise als „Rebellen“ bezeichnet haben. Das möchte ich für meine Fraktion zurücknehmen. (Abg. Neudeck: Brauchen Sie dazu einen Mehrheitsbeschluss?) Ich halte sie eher für zahnlose Papiertiger. Anders kann man dieses Schauspiel, das hier geboten wird, nicht bezeichnen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Brauchen Sie dazu einen Mehrheitsbeschluss?
†Abgeordneter Stefan Prähauser| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Ich möchte mich zu Beginn meiner Ausführungen bei der freiheitlichen Fraktion entschuldigen. (Abg. Neudeck: Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir eine Gruppe innerhalb ihrer Fraktion bisher – so wie die Medien auch – fälschlicherweise als „Rebellen“ bezeichnet haben. Das möchte ich für meine Fraktion zurücknehmen. (Abg. Neudeck: Brauchen Sie dazu einen Mehrheitsbeschluss?) Ich halte sie eher für zahnlose Papiertiger. Anders kann man dieses Schauspiel, das hier geboten wird, nicht bezeichnen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Stefan Prähauser| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Ich möchte mich zu Beginn meiner Ausführungen bei der freiheitlichen Fraktion entschuldigen. (Abg. Neudeck: Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir eine Gruppe innerhalb ihrer Fraktion bisher – so wie die Medien auch – fälschlicherweise als „Rebellen“ bezeichnet haben. Das möchte ich für meine Fraktion zurücknehmen. (Abg. Neudeck: Brauchen Sie dazu einen Mehrheitsbeschluss?) Ich halte sie eher für zahnlose Papiertiger. Anders kann man dieses Schauspiel, das hier geboten wird, nicht bezeichnen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Ich möchte hier noch einmal betonen, dass ich nur einen Wunsch hatte: Ich wollte von ihm hören, ob er, wenn er die Entwicklung der Vergangenheit Revue passieren lässt, bei seinem ersten Vorschlag, bei den F-16-Jägern zu bleiben, nicht Wehmut verspürt, vor allem, wenn man um den Dollarverfall weiß, wenn man weiß ... (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Staatssekretär! Man kann Ware auch bar bezahlen. Wenn man Ware bar bezahlt, dann kann man den Wechselkurs sehr wohl nützen. Würden Sie einmal genau nachrechnen, würden Sie sehen, das jenes Geld, das man sich durch den Fall des US-Dollars spart, die Finanzierungskosten, die dann anstehen werden, gedeckt hätten. Daher wäre es ohne weiteres möglich gewesen, frei gewordenes Geld wirklich in die Wirtschaft zu stecken! (Abg. Wittauer: Das ist ja komplizierter als die Pensionsreform, was Sie da reden!)
Abg. Wittauer: Das ist ja komplizierter als die Pensionsreform, was Sie da reden!
Ich möchte hier noch einmal betonen, dass ich nur einen Wunsch hatte: Ich wollte von ihm hören, ob er, wenn er die Entwicklung der Vergangenheit Revue passieren lässt, bei seinem ersten Vorschlag, bei den F-16-Jägern zu bleiben, nicht Wehmut verspürt, vor allem, wenn man um den Dollarverfall weiß, wenn man weiß ... (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Staatssekretär! Man kann Ware auch bar bezahlen. Wenn man Ware bar bezahlt, dann kann man den Wechselkurs sehr wohl nützen. Würden Sie einmal genau nachrechnen, würden Sie sehen, das jenes Geld, das man sich durch den Fall des US-Dollars spart, die Finanzierungskosten, die dann anstehen werden, gedeckt hätten. Daher wäre es ohne weiteres möglich gewesen, frei gewordenes Geld wirklich in die Wirtschaft zu stecken! (Abg. Wittauer: Das ist ja komplizierter als die Pensionsreform, was Sie da reden!)
Abg. Neudeck: ... gebühren! Alles reformiert!
Übrigens: Frau Kollegin Felzmann möchte offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen, dass es auch unter den Sozialdemokraten Wirtschaftstreibende gibt – ich gehöre ja auch dazu und bin stolz darauf –: Wir können sehr wohl einschätzen, was das heißt, wenn hier immer wieder gesagt wird, der Jungunternehmer werde gefördert. – Ich sage Ihnen, was der Jungunternehmer erlebt, wenn er Jungunternehmer werden will: Das Erste ist die Zuschrift der Wirtschaftskammer, in der der Beitrag eingefordert wird, das Zweite ist, dass die Bank sagt: Ich hätte gerne Bilanzen!, und ... (Abg. Neudeck: ... gebühren! Alles reformiert!) – Herr Kollege Neudeck! Ich habe gesagt: Als ich meine Firma gegründet habe, hat es sie gegeben, und damit stößt man die jungen Leute vor den Kopf.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Wenn die jungen Unternehmer heute keine finanzkräftigen Eltern haben – Ihre Nachkommen werden kein Problem damit haben; mein Nachwuchs hat auch keines, Gott sei Dank, wir stehen dazu –, der Staat stützt seine jungen Unternehmerinnen und Unternehmer letztendlich nicht. Und das wollen wir geändert haben. Diese Koalition will es nicht! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Sie sprechen nur von Seifenblasen – Gott sei Dank ist diese laue Luft hier entfernt –, wir können Sie hier nicht verstehen und Ihnen nicht folgen.
Beifall bei der SPÖ.
Wir bitten, in Zukunft maßvoll mit dem Wählerauftrag umzugehen, den Sie unter falschen Voraussetzungen eingefahren haben. Sie haben Dinge versprochen, die Sie nicht bereit sind zu halten. Unsere Aufgabe als Opposition wird es sein, die Bevölkerung täglich daran zu erinnern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: 14, weil vier sind bewaffnet!
†Abgeordneter Hermann Krist| (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Umzingelt von 838 Kampfflugzeugen – nachzulesen in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ –, bedroht vom Rest der Welt, stellen wir Österreicherinnen und Österreicher uns mit mutigen 18 hochtechnischen Fotoapparaten diesem enormen Bedrohungspotential entgegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: 14, weil vier sind bewaffnet!)
Abg. Neudeck: Die Piloten auch manchmal!
Ich bin mir ziemlich sicher: Das einzig Scharfe an diesen Gerätschaften sind die Objektive auf den Fotoapparaten. (Abg. Neudeck: Die Piloten auch manchmal!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer
Waterloo oder Knittelfeld, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen – suchen Sie sich den Begriff aus: Beide stehen für strategische Fehlleistung, logistische Geisterfahrt und völliges Chaos (Zwischenruf des Abg. Wittauer), ähnlich wie bei diesem Beschaffungsvorgang! Er ist daher von uns abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Waterloo oder Knittelfeld, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen – suchen Sie sich den Begriff aus: Beide stehen für strategische Fehlleistung, logistische Geisterfahrt und völliges Chaos (Zwischenruf des Abg. Wittauer), ähnlich wie bei diesem Beschaffungsvorgang! Er ist daher von uns abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Es ist ja kein Wunder, dass Sie sich vehement gegen den Untersuchungsausschuss stellen, denn wäre alles in Ordnung, könnten Sie die Gelegenheit ja dazu nützen, gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen – aber Sie haben es ja offensichtlich nicht notwendig! Wir werden noch sehen, was rauskommt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Einzige über diese fliegenden Luftraumablichtungsgeräte erfreut dürfte die Frau Außenministerin sein, denn diese darf dann wieder Protestnoten mit den dazugehörigen Fotos verteilen. Meiner Meinung nach ist das eine sehr teure Arbeitsbeschaffungsaktion für die eher glücklos agierende Frau Ministerin. – Dieses Anreichern von Arbeitsinhalten lehnen wir ebenfalls ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Neudeck und Wittauer. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Übrigens gibt es von Hobbyastrologen, die ein bisschen etwas in ihre Ausrüstung investieren, tatsächlich Aufnahmen von B 52-Bombern, die Österreich überfliegen. Und auf diesen Fotos ist kein österreichischer Fotograf, schon gar kein fliegender und schon gar kein Abfangjäger zu entdecken. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Neudeck und Wittauer. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Hören Sie bitte auf, den Menschen Sicherheit vorzugaukeln, wenn Sie doch in Wirklichkeit nur Bilder für das Familienalbum schießen wollen! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Er ist in Verhandlungen!
Der liebe Kollege Max Walch ist momentan – was heißt eigentlich momentan? seit Stunden! – nicht anwesend (Abg. Wittauer: Er ist in Verhandlungen!), ich gehe davon aus, dass er wieder ein paar Bauarbeiter – erfolglos, wie wir wissen – missioniert. Der liebe Freund verteidigt ja in seiner glücklicherweise unnachahmlichen rustikalen Art all diese Maßnahmen (Abg. Wittauer: Das ist aber eine Beleidigung, wenn ihr ihn „Freund“ nennt!), und dabei ist es ziemlich Wurscht, ob wir von Pensionen von Hacklern oder von Fliegern reden, es ist alles nett, was er macht. Aber die Performance eines Rumpelstilzchens hebt in Wirklichkeit nicht den Wahrheitsgehalt dieser vorgetragenen Märchen. (Abg. Wittauer: Ihr habt nur Angst um eure eigenen Privilegien!) Kollege Walch hat jedoch einen kongenialen Partner in diesem Haus, da Herr Dipl.-Ing. Scheuch wieder einmal unter Beweis gestellt hat, dass nicht jeder Diplom-Ingenieur auch geistreiche Wortspenden abgibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das ist aber eine Beleidigung, wenn ihr ihn „Freund“ nennt!
Der liebe Kollege Max Walch ist momentan – was heißt eigentlich momentan? seit Stunden! – nicht anwesend (Abg. Wittauer: Er ist in Verhandlungen!), ich gehe davon aus, dass er wieder ein paar Bauarbeiter – erfolglos, wie wir wissen – missioniert. Der liebe Freund verteidigt ja in seiner glücklicherweise unnachahmlichen rustikalen Art all diese Maßnahmen (Abg. Wittauer: Das ist aber eine Beleidigung, wenn ihr ihn „Freund“ nennt!), und dabei ist es ziemlich Wurscht, ob wir von Pensionen von Hacklern oder von Fliegern reden, es ist alles nett, was er macht. Aber die Performance eines Rumpelstilzchens hebt in Wirklichkeit nicht den Wahrheitsgehalt dieser vorgetragenen Märchen. (Abg. Wittauer: Ihr habt nur Angst um eure eigenen Privilegien!) Kollege Walch hat jedoch einen kongenialen Partner in diesem Haus, da Herr Dipl.-Ing. Scheuch wieder einmal unter Beweis gestellt hat, dass nicht jeder Diplom-Ingenieur auch geistreiche Wortspenden abgibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ihr habt nur Angst um eure eigenen Privilegien!
Der liebe Kollege Max Walch ist momentan – was heißt eigentlich momentan? seit Stunden! – nicht anwesend (Abg. Wittauer: Er ist in Verhandlungen!), ich gehe davon aus, dass er wieder ein paar Bauarbeiter – erfolglos, wie wir wissen – missioniert. Der liebe Freund verteidigt ja in seiner glücklicherweise unnachahmlichen rustikalen Art all diese Maßnahmen (Abg. Wittauer: Das ist aber eine Beleidigung, wenn ihr ihn „Freund“ nennt!), und dabei ist es ziemlich Wurscht, ob wir von Pensionen von Hacklern oder von Fliegern reden, es ist alles nett, was er macht. Aber die Performance eines Rumpelstilzchens hebt in Wirklichkeit nicht den Wahrheitsgehalt dieser vorgetragenen Märchen. (Abg. Wittauer: Ihr habt nur Angst um eure eigenen Privilegien!) Kollege Walch hat jedoch einen kongenialen Partner in diesem Haus, da Herr Dipl.-Ing. Scheuch wieder einmal unter Beweis gestellt hat, dass nicht jeder Diplom-Ingenieur auch geistreiche Wortspenden abgibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der liebe Kollege Max Walch ist momentan – was heißt eigentlich momentan? seit Stunden! – nicht anwesend (Abg. Wittauer: Er ist in Verhandlungen!), ich gehe davon aus, dass er wieder ein paar Bauarbeiter – erfolglos, wie wir wissen – missioniert. Der liebe Freund verteidigt ja in seiner glücklicherweise unnachahmlichen rustikalen Art all diese Maßnahmen (Abg. Wittauer: Das ist aber eine Beleidigung, wenn ihr ihn „Freund“ nennt!), und dabei ist es ziemlich Wurscht, ob wir von Pensionen von Hacklern oder von Fliegern reden, es ist alles nett, was er macht. Aber die Performance eines Rumpelstilzchens hebt in Wirklichkeit nicht den Wahrheitsgehalt dieser vorgetragenen Märchen. (Abg. Wittauer: Ihr habt nur Angst um eure eigenen Privilegien!) Kollege Walch hat jedoch einen kongenialen Partner in diesem Haus, da Herr Dipl.-Ing. Scheuch wieder einmal unter Beweis gestellt hat, dass nicht jeder Diplom-Ingenieur auch geistreiche Wortspenden abgibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Krist ... Christ!
Was bleibt, ist: unsoziales Abcashen bei den ASVG-Versicherten; keine Zukunft für die Jungen; Schutz für Reiche und die „guten“ Unternehmer; Ausverkauf von Staatseigentum, ohne den Besitzer, nämlich das Volk, zu fragen; Harmonisierung der Pensionensionssysteme nur, wenn es Schwarz-Blau passt; der Ankauf von völlig sinnlosem Kriegsgerät, ohne das Volk zu fragen; bewusstes Zerschlagen der Sozialpartnerschaft und äußerst unsoziale Attacken auf den überparteilichen ÖGB. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Krist ... Christ!) – Freut mich, dass Sie in der ersten Reihe Platz nehmen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine gute Performance!) Wahrscheinlich werden Sie ja bald Ihren Klubobmann ablösen, hört man, aber schauen wir einmal, was da herauskommt.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine gute Performance!
Was bleibt, ist: unsoziales Abcashen bei den ASVG-Versicherten; keine Zukunft für die Jungen; Schutz für Reiche und die „guten“ Unternehmer; Ausverkauf von Staatseigentum, ohne den Besitzer, nämlich das Volk, zu fragen; Harmonisierung der Pensionensionssysteme nur, wenn es Schwarz-Blau passt; der Ankauf von völlig sinnlosem Kriegsgerät, ohne das Volk zu fragen; bewusstes Zerschlagen der Sozialpartnerschaft und äußerst unsoziale Attacken auf den überparteilichen ÖGB. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Krist ... Christ!) – Freut mich, dass Sie in der ersten Reihe Platz nehmen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine gute Performance!) Wahrscheinlich werden Sie ja bald Ihren Klubobmann ablösen, hört man, aber schauen wir einmal, was da herauskommt.
Beifall bei der SPÖ.
Auf jeden Fall dürfen Sie mit dem entschiedenen Widerstand und einem klaren Nein der Sozialdemokraten rechnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das habt ihr aber gemacht!
„Angefangen hat es mit Herrn Kollegem Krainer. Er hat hier am Rednerpult massive Pensionskürzungen bei den bestehenden Pensionen eingefordert. – Gratuliere!“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das habt ihr aber gemacht!) – Das ist nicht richtig!
Rufe bei der ÖVP: Eingeladen!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe Kollegin Fuhrmann zitiert – ich hätte es nicht so formuliert! – und habe sie (Rufe bei der ÖVP: Eingeladen!) eingeladen, mit uns gemeinsam unseren Solidarbeitrag, einen solidarischen Solidarbeitrag für Menschen, die sehr hohe Pensionen haben, zu beschließen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: 15 Prozent!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: 15 Prozent!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe Kollegin Fuhrmann zitiert – ich hätte es nicht so formuliert! – und habe sie (Rufe bei der ÖVP: Eingeladen!) eingeladen, mit uns gemeinsam unseren Solidarbeitrag, einen solidarischen Solidarbeitrag für Menschen, die sehr hohe Pensionen haben, zu beschließen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: 15 Prozent!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Anton Heinzl| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Der vorliegende Entwurf zu den Budgetbegleitgesetzen zeigt einmal mehr, dass es der Regierung Schüssel II nicht gelingt, das Budget zu konsolidieren, dass es der Regierung Schüssel II nicht gelingt, die Wirtschaft in Österreich anzukurbeln, und dass es ihr auch nicht gelingt, das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in ihre eigene Zukunft und in die Zukunft des Landes zu steigern. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Rede von 2001!
Ich darf vor allem Sie, meine Herren der „Bärentaler-Fraktion“, die Sie heute hier so wortreich und laut Ihre Zwischenrufe von sich geben, daran erinnern, dass ich schon als Abgeordneter hier in diesem Haus gesessen bin, als es noch 52 von Ihrer Bärentaler-Fraktion hier im Haus gegeben hat, und die haben noch mehr geschrieen als Sie. Jetzt ist es sicher um vieles leiser geworden – und wissen Sie, weshalb? – Weil Sie gar nicht mehr so viele sind! Und ich bin fest davon überzeugt, dass ich auch dann noch hier in diesem Hohen Haus sitzen werde, wenn es niemanden mehr von der Bärentaler-Fraktion hier geben wird – ganz einfach deshalb, weil sich die Österreicherinnen und Österreicher von Ihnen nicht auf Dauer für dumm verkaufen lassen, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Rede von 2001!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin davon überzeugt, der nächste Wahltag wird für Sie der Zahltag sein – für Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der schwarz-blauen Abkassiererpartie! – Danke schön (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben wir von euch gelernt!
†Abgeordnete Petra Bayr| (SPÖ): Mit dem morgigen Beschluss über den „Abfalljägerkauf“ nimmt diese Regierung eine 2 Milliarden €-Hypothek auf die Zukunft unseres Landes auf. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben wir von euch gelernt!) Dies ist gewiss ein Meilenstein in der Verantwortungslosigkeit gegenüber der jungen Generation. So wie das ein Meilenstein ist, wird ganz speziell das Kabinett Schüssel II mit sehr vielen solcher Meilen- oder auch Mühlsteine ganz sicher in die Annalen eingehen (Beifall bei der SPÖ), beispielsweise mit seiner drüberfahrerischen Pensionsraubpolitik, die größte Verunsicherung in der Bevölkerung hervorgerufen hat, und beispielsweise auch damit, dass die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Streikbereitschaft bislang in Sekunden zu messen gewesen ist, die größte Arbeitsniederlegung der Zweiten Republik begangen haben, einfach um gegen Ihre „Pensionsdeform“ zu protestieren. Recht haben sie damit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
†Abgeordnete Petra Bayr| (SPÖ): Mit dem morgigen Beschluss über den „Abfalljägerkauf“ nimmt diese Regierung eine 2 Milliarden €-Hypothek auf die Zukunft unseres Landes auf. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben wir von euch gelernt!) Dies ist gewiss ein Meilenstein in der Verantwortungslosigkeit gegenüber der jungen Generation. So wie das ein Meilenstein ist, wird ganz speziell das Kabinett Schüssel II mit sehr vielen solcher Meilen- oder auch Mühlsteine ganz sicher in die Annalen eingehen (Beifall bei der SPÖ), beispielsweise mit seiner drüberfahrerischen Pensionsraubpolitik, die größte Verunsicherung in der Bevölkerung hervorgerufen hat, und beispielsweise auch damit, dass die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Streikbereitschaft bislang in Sekunden zu messen gewesen ist, die größte Arbeitsniederlegung der Zweiten Republik begangen haben, einfach um gegen Ihre „Pensionsdeform“ zu protestieren. Recht haben sie damit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Petra Bayr| (SPÖ): Mit dem morgigen Beschluss über den „Abfalljägerkauf“ nimmt diese Regierung eine 2 Milliarden €-Hypothek auf die Zukunft unseres Landes auf. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben wir von euch gelernt!) Dies ist gewiss ein Meilenstein in der Verantwortungslosigkeit gegenüber der jungen Generation. So wie das ein Meilenstein ist, wird ganz speziell das Kabinett Schüssel II mit sehr vielen solcher Meilen- oder auch Mühlsteine ganz sicher in die Annalen eingehen (Beifall bei der SPÖ), beispielsweise mit seiner drüberfahrerischen Pensionsraubpolitik, die größte Verunsicherung in der Bevölkerung hervorgerufen hat, und beispielsweise auch damit, dass die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Streikbereitschaft bislang in Sekunden zu messen gewesen ist, die größte Arbeitsniederlegung der Zweiten Republik begangen haben, einfach um gegen Ihre „Pensionsdeform“ zu protestieren. Recht haben sie damit! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr habt es gut, dass es keinen Spargel mehr gibt!
Was Ihnen jetzt noch überbliebe, um nämlich nicht das Gesicht vor Ihren nur mehr wenigen Wählern zu verlieren, wäre, ganz einfach morgen gegen diese soziale Unreform zu stimmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr habt es gut, dass es keinen Spargel mehr gibt!) Ansonsten können Sie sich ganz sicher bei der nächsten Wahl die Atomisierung Ihrer Partei abholen. Unser Schaden soll es ganz sicher nicht sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was Ihnen jetzt noch überbliebe, um nämlich nicht das Gesicht vor Ihren nur mehr wenigen Wählern zu verlieren, wäre, ganz einfach morgen gegen diese soziale Unreform zu stimmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr habt es gut, dass es keinen Spargel mehr gibt!) Ansonsten können Sie sich ganz sicher bei der nächsten Wahl die Atomisierung Ihrer Partei abholen. Unser Schaden soll es ganz sicher nicht sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Diese Regierung hat Pensionsüberlegungen angestellt, die dazu geführt haben – lesen Sie nach in der Focus-Studie, die im April veröffentlicht worden ist! –, dass nur noch 4 Prozent der jungen Menschen unter 30 in diesem Land daran glauben, dass es in Zukunft noch gesicherte Pensionen geben wird. 4 Prozent – das sind vier, aber ich traue Ihnen ohnehin nicht zu, dass Sie bis vier zählen können, das macht aber nichts. Sie haben es damit wirklich geschafft, den Generationenvertrag nachhaltig ad absurdum zu führen. Aber jetzt weiß ich wenigstens, warum Sie das Wort „nachhaltig“ in Ihrer Regierungserklärung haben. Daraus lässt es sich wohl ableiten. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was von dieser Regierung Schüssel II bleibt, ist außer Schall und Rauch der Beginn der Demontage dieses angesehenen Sozialsystems. Sie haben aber auch dem Ansehen der Politik in der Bevölkerung mit Ihrem ewigen Hin und Her, mit Ihrem Zwist und Ihrer Zwietracht, mit Ihrer Art, wie Sie über alle Kritik und alle Kritiker drüberfahren, und mit Ihrem Hochmut, wie Sie mit den Sorgen der Bevölkerung umgehen, ganz nachhaltig Schaden zugefügt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: „Geisterfahrer“! – Was soll das? – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordnete Petra Bayr| (fortsetzend): Dieser Schaden wird ebenso wenig wieder gutzumachen sein wie der, den diese politischen Geisterfahrer auf der Regierungsbank sonst noch anrichten werden. (Abg. Scheibner: „Geisterfahrer“! – Was soll das? – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Aber die Österreicherinnen und Österreicher werden Ihnen bei der nächsten Gelegenheit ihre Rechnung präsentieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Petra Bayr| (fortsetzend): Dieser Schaden wird ebenso wenig wieder gutzumachen sein wie der, den diese politischen Geisterfahrer auf der Regierungsbank sonst noch anrichten werden. (Abg. Scheibner: „Geisterfahrer“! – Was soll das? – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Aber die Österreicherinnen und Österreicher werden Ihnen bei der nächsten Gelegenheit ihre Rechnung präsentieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn hier eine Reform unter dem Titel „Pensionssicherungsgesetz“ beschlossen wird, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hier um ein Gesetz handelt, das viele Menschen und nicht nur eine Generation umfassen wird, und ich gehe nach wie vor davon aus, dass die soziale Alterssicherung zweifellos auch in der Zukunft zur allgemeinen staatlichen Aufgabe gehört. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Die Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer: Unsere auch nicht!
Meine Damen und Herren! Das ist nicht unsere Zielsetzung, wenn wir von Sicherung der Pensionen sprechen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Die Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer: Unsere auch nicht!)
Abg. Scheibner: Das ist Parlamentarismus!
Der Ministerentwurf ist ein weiteres Zeichen Ihres Zickzackkurses in der öffentlichen Argumentation, denn hier haben viele Vertreter dieser Bundesregierung erklärt, an den Ecken und Kanten dürfe überhaupt nicht gerüttelt werden, und die Freiheitliche Partei rühmt sich jeden Tag, dass sie diesen Entwurf, den sie selbst eingebracht hat, jeden Tag verändern möchte. (Abg. Scheibner: Das ist Parlamentarismus!) Wir sind ja gespannt, was heute letztendlich herauskommen wird. Sie sollten sich in Ihren Parteien einmal darüber klar werden, was Sie einbringen, und nicht dauernd von Veränderungen reden, die wir überhaupt nicht kennen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Der Ministerentwurf ist ein weiteres Zeichen Ihres Zickzackkurses in der öffentlichen Argumentation, denn hier haben viele Vertreter dieser Bundesregierung erklärt, an den Ecken und Kanten dürfe überhaupt nicht gerüttelt werden, und die Freiheitliche Partei rühmt sich jeden Tag, dass sie diesen Entwurf, den sie selbst eingebracht hat, jeden Tag verändern möchte. (Abg. Scheibner: Das ist Parlamentarismus!) Wir sind ja gespannt, was heute letztendlich herauskommen wird. Sie sollten sich in Ihren Parteien einmal darüber klar werden, was Sie einbringen, und nicht dauernd von Veränderungen reden, die wir überhaupt nicht kennen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Aber wirklich nicht! Aber sicher nicht!
Die Regierungsvorlage vom 29. April: kein Hinweis, wie es mit den Pensionen in Wirklichkeit weitergehen soll. Erst durch den Druck sowohl vom Herrn Bundespräsidenten als auch der Demonstrationen am 6. und am 13. Mai und der Streiks am 3. Juni haben Sie sich überhaupt bewegt! (Abg. Scheibner: Aber wirklich nicht! Aber sicher nicht!) Hätte es das alles nicht gegeben, hätten Sie immer wieder gesagt: Das ist unverrückbar, da rühren wir uns nicht von der Stelle! Die Bevölkerung hat Ihnen gesagt, es muss anders gehen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das glauben Sie ja selber nicht! – Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dann vom Verhandlungstisch aufgestanden?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das glauben Sie ja selber nicht! – Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dann vom Verhandlungstisch aufgestanden?
Die Regierungsvorlage vom 29. April: kein Hinweis, wie es mit den Pensionen in Wirklichkeit weitergehen soll. Erst durch den Druck sowohl vom Herrn Bundespräsidenten als auch der Demonstrationen am 6. und am 13. Mai und der Streiks am 3. Juni haben Sie sich überhaupt bewegt! (Abg. Scheibner: Aber wirklich nicht! Aber sicher nicht!) Hätte es das alles nicht gegeben, hätten Sie immer wieder gesagt: Das ist unverrückbar, da rühren wir uns nicht von der Stelle! Die Bevölkerung hat Ihnen gesagt, es muss anders gehen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das glauben Sie ja selber nicht! – Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dann vom Verhandlungstisch aufgestanden?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ist Ihre Antwort auf die Anliegen der Bevölkerung? Einen Fristsetzungsantrag letzte Woche zu beschließen, im Budgetausschuss um 16.32 Uhr 120 Seiten Abänderungsanträge einzubringen und um 17.45 Uhr abzustimmen: Das ist Ihre Form der Vorgangsweise, die wir ja schon kennen: „speed kills“ – aber keine echten Lösungen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Einige Abgeordneten der SPÖ entrollen ein großes Transparent, auf dem zu lesen steht: „Kein Pensionsraub – Volksabstimmung jetzt!“ – Der Redner spricht während des Beifalls weiter.
Wir haben ein „Fairness-Modell“ und werben dafür. Das ist, glaube ich, noch immer der bessere Weg als Ihre Zukunftsaussichten! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Einige Abgeordneten der SPÖ entrollen ein großes Transparent, auf dem zu lesen steht: „Kein Pensionsraub – Volksabstimmung jetzt!“ – Der Redner spricht während des Beifalls weiter.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Meine Damen und Herren von der sozialdemokratischen Fraktion! Parlament kommt von „parlare“, sprechen. Das bedeutet aber auch hören. Ich kann Ihrem Redner nicht folgen, wenn Sie ihn durch Applaus unterbrechen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Streiken und klatschen, das könnt ihr! Aber keine Argumente!
†Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch| (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme Ihre Anregung gerne auf. Es geht uns nicht um den „Pensionsraub“, uns geht es um die „Volksabstimmung jetzt“, und Sie können hier mit zustimmen. (Abg. Neudeck: Streiken und klatschen, das könnt ihr! Aber keine Argumente!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie bestreiten die Zahlen!
Herr Abgeordneter Stummvoll! Da Sie gestern wieder Ihre Formel präzisiert haben: 3 – 6 – 12: Vergessen Sie nicht, dass das nur die halbe Wahrheit ist! Faktum ist nach wie vor, dass die Hälfte eines Schulabgängerjahrganges mit 15 Jahren in das Arbeitsleben eintritt und nicht länger in der Ausbildung bleibt. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie bestreiten die Zahlen!) Wenn Sie „sechs Jahre früher in Pension gehen“ ansprechen, Herr Abgeordneter, dann nehmen Sie sich, wenn ich das so sagen darf, selbst bei der Nase: Wer schickt denn die Leute mit 55 Jahren in Pension, wie wir das im Vorjahr im Beamtenbereich erlebt haben? Ist es nicht diese Koalitionsregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Stummvoll! Da Sie gestern wieder Ihre Formel präzisiert haben: 3 – 6 – 12: Vergessen Sie nicht, dass das nur die halbe Wahrheit ist! Faktum ist nach wie vor, dass die Hälfte eines Schulabgängerjahrganges mit 15 Jahren in das Arbeitsleben eintritt und nicht länger in der Ausbildung bleibt. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie bestreiten die Zahlen!) Wenn Sie „sechs Jahre früher in Pension gehen“ ansprechen, Herr Abgeordneter, dann nehmen Sie sich, wenn ich das so sagen darf, selbst bei der Nase: Wer schickt denn die Leute mit 55 Jahren in Pension, wie wir das im Vorjahr im Beamtenbereich erlebt haben? Ist es nicht diese Koalitionsregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Sie wollten die Beiträge erhöhen!
Wir brauchen Würde im Alter und keinen Härtefonds, meine sehr geehrten Damen und Herren. Für uns ist die Pension ein Rechtsanspruch und nicht ein Gnadenakt! (Abg. Scheibner: Sie wollten die Beiträge erhöhen!) Das ist unsere Linie, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen Würde im Alter und keinen Härtefonds, meine sehr geehrten Damen und Herren. Für uns ist die Pension ein Rechtsanspruch und nicht ein Gnadenakt! (Abg. Scheibner: Sie wollten die Beiträge erhöhen!) Das ist unsere Linie, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Aber mit 30 und 40 Prozent Abschlag!
Ich bin davon überzeugt, dass die Bevölkerung mir zustimmen wird, wenn ich sage: Nicht überall, wo Reform draufsteht, ist tatsächlich eine Zukunftsreform drinnen! Wir brauchen keine Verpackungskünstler. Was wir brauchen, sind Zukunftslösungen. Der Infogehalt der Inserate der Bundesregierung ist wirklich stark in Zweifel zu ziehen. Wir werben nicht mit berstenden Staumauern um die Zukunft der Pensionen, wie Sie das in Fernsehspots tun. (Abg. Scheibner: Aber mit 30 und 40 Prozent Abschlag!) Wir halten Fakten und Daten noch immer für das bessere Argument. Unsere Zahlen sind tagesaktuell, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Viele sind allerdings falsch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Viele sind allerdings falsch!
Ich bin davon überzeugt, dass die Bevölkerung mir zustimmen wird, wenn ich sage: Nicht überall, wo Reform draufsteht, ist tatsächlich eine Zukunftsreform drinnen! Wir brauchen keine Verpackungskünstler. Was wir brauchen, sind Zukunftslösungen. Der Infogehalt der Inserate der Bundesregierung ist wirklich stark in Zweifel zu ziehen. Wir werben nicht mit berstenden Staumauern um die Zukunft der Pensionen, wie Sie das in Fernsehspots tun. (Abg. Scheibner: Aber mit 30 und 40 Prozent Abschlag!) Wir halten Fakten und Daten noch immer für das bessere Argument. Unsere Zahlen sind tagesaktuell, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Viele sind allerdings falsch!)
Abg. Scheibner: Das ist falsch!
Wir stellen fest: Nach wie vor ist es so, dass zukünftige Pensionen um 12 Prozent gekürzt werden. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Da können Sie reden, was Sie wollen, es ist so! Sie können den Beweis liefern, dass unsere Zahlen stimmen, indem Sie Ihre Fakten auf den Tisch legen, und dann rechnen wir nach. (Abg. Scheibner: Das hat der Vizekanzler das letzte Mal gemacht!) 10 Prozent sind es in jedem Fall, und durch die spätere Anpassung kommen weitere 2 Prozent dazu. Das sind 12 Prozent, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Scheibner: Höchstens 10 Prozent!) Das werden Ihnen jene Leute beweisen, die den Pensionsbescheid, basierend auf Ihren Reformmaßnahmen, in Zukunft bekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Das hat der Vizekanzler das letzte Mal gemacht!
Wir stellen fest: Nach wie vor ist es so, dass zukünftige Pensionen um 12 Prozent gekürzt werden. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Da können Sie reden, was Sie wollen, es ist so! Sie können den Beweis liefern, dass unsere Zahlen stimmen, indem Sie Ihre Fakten auf den Tisch legen, und dann rechnen wir nach. (Abg. Scheibner: Das hat der Vizekanzler das letzte Mal gemacht!) 10 Prozent sind es in jedem Fall, und durch die spätere Anpassung kommen weitere 2 Prozent dazu. Das sind 12 Prozent, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Scheibner: Höchstens 10 Prozent!) Das werden Ihnen jene Leute beweisen, die den Pensionsbescheid, basierend auf Ihren Reformmaßnahmen, in Zukunft bekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Höchstens 10 Prozent!
Wir stellen fest: Nach wie vor ist es so, dass zukünftige Pensionen um 12 Prozent gekürzt werden. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Da können Sie reden, was Sie wollen, es ist so! Sie können den Beweis liefern, dass unsere Zahlen stimmen, indem Sie Ihre Fakten auf den Tisch legen, und dann rechnen wir nach. (Abg. Scheibner: Das hat der Vizekanzler das letzte Mal gemacht!) 10 Prozent sind es in jedem Fall, und durch die spätere Anpassung kommen weitere 2 Prozent dazu. Das sind 12 Prozent, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Scheibner: Höchstens 10 Prozent!) Das werden Ihnen jene Leute beweisen, die den Pensionsbescheid, basierend auf Ihren Reformmaßnahmen, in Zukunft bekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir stellen fest: Nach wie vor ist es so, dass zukünftige Pensionen um 12 Prozent gekürzt werden. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Da können Sie reden, was Sie wollen, es ist so! Sie können den Beweis liefern, dass unsere Zahlen stimmen, indem Sie Ihre Fakten auf den Tisch legen, und dann rechnen wir nach. (Abg. Scheibner: Das hat der Vizekanzler das letzte Mal gemacht!) 10 Prozent sind es in jedem Fall, und durch die spätere Anpassung kommen weitere 2 Prozent dazu. Das sind 12 Prozent, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Scheibner: Höchstens 10 Prozent!) Das werden Ihnen jene Leute beweisen, die den Pensionsbescheid, basierend auf Ihren Reformmaßnahmen, in Zukunft bekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ist jetzt mit Ihrer Schwerarbeiterregelung? – Schall und Rauch, meine sehr geehrten Damen und Herren, aber keine Lösung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Können Sie uns sagen, wo dieser Rechtsanspruch auf Bildung dezidiert im Gesetz angeführt ist? Sie beauftragen das AMS, ohne die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, aber der Rechtsanspruch, den Sie in Ihrer eigenen Regierungserklärung festgeschrieben haben, findet sich in diesen Gesetzen nicht wieder. Wie ernst meinen Sie es denn mit der Ausbildung der Menschen, die länger arbeiten wollen, oder mit der Ausbildung der Jungen, die in das Arbeitsleben eintreten wollen? – Alles Ankündigungen, kein Wahrheitsbeweis! Zwischen Dichtung und Wahrheit ist ein großer Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor allem für die Jungen haben Sie überhaupt keine Zielsetzung in diesem Gesetzentwurf drinnen. Ich halte es daher mit dem Tiroler Kammerpräsidenten Dinkhauser, der alle Tiroler Abgeordneten nach dem Motto: Mander, ’s ischt Zeit! – ich nehme an, er meint auch die Kolleginnen damit –, aufruft, dieser Pensionsreform nicht die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Abschließend lasse Sie mich sagen: Sie werden heute mit uns gemeinsam darüber zu entscheiden haben, welche Zukunft Sie den Menschen in Österreich, die mit Pensionen rechnen oder sich in der Zukunft eine Pension aus dem Umlagesystem erwarten, bieten. Stimmen Sie dieser Vorlage nicht zu! Geben Sie Raum für eine umfassende Pensionsreform! Unterziehen wir das einer Volksabstimmung! Dann haben wir eine Lösung für die Zukunft – und nicht eine Geldbeschaffungsaktion für Abfangjäger oder anderes. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich den Präsidenten des Bundesrates Herwig Hösele freundschaftlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zugegeben: Dazu braucht man Kraft und politischen Mut. Meine Damen und Herren! Die Regierung Schüssel/Haupt hat die Weichen in die richtige Richtung gestellt; sie hat diesen politischen Mut. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen
Letztlich auch ein Danke an die Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen hier im Hohen Haus (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen), denn trotz gegenteiliger Standpunkte wurde fair diskutiert, zumindest im Wesentlichen. Dafür sage ich als Ausschussobmann danke.
Abg. Scheibner: Das war wirklich überraschend!
Dann, als alle Abänderungsanträge vorlagen, wäre es möglich gewesen, Herr Präsident Verzetnitsch, am Donnerstagabend noch länger zu diskutieren. Es wäre auch möglich gewesen, noch den gesamten Freitag über, zehn Stunden, zu diskutieren. Aber vielleicht, meine Damen und Herren von der Opposition, waren Sie bereits mit den Pfingstvorbereitungen – was immer Sie darunter verstehen mögen – beschäftigt, denn am Donnerstagabend war – und das lag nicht an den Regierungsfraktionen! – plötzlich dieser Anfangsschwung erlahmt. (Abg. Scheibner: Das war wirklich überraschend!) Es wurde nicht abgestimmt sozusagen der Abstimmung wegen, sondern es gab keine Wortmeldungen mehr. – Verehrte Damen und Herren des Hohen Hauses, das sei auch hier einmal klar und deutlich festgestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dann, als alle Abänderungsanträge vorlagen, wäre es möglich gewesen, Herr Präsident Verzetnitsch, am Donnerstagabend noch länger zu diskutieren. Es wäre auch möglich gewesen, noch den gesamten Freitag über, zehn Stunden, zu diskutieren. Aber vielleicht, meine Damen und Herren von der Opposition, waren Sie bereits mit den Pfingstvorbereitungen – was immer Sie darunter verstehen mögen – beschäftigt, denn am Donnerstagabend war – und das lag nicht an den Regierungsfraktionen! – plötzlich dieser Anfangsschwung erlahmt. (Abg. Scheibner: Das war wirklich überraschend!) Es wurde nicht abgestimmt sozusagen der Abstimmung wegen, sondern es gab keine Wortmeldungen mehr. – Verehrte Damen und Herren des Hohen Hauses, das sei auch hier einmal klar und deutlich festgestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Manchmal hat ein Beobachter der politischen Rituale zwischen Regierung und Opposition ja den Eindruck, man streitet um des Streites willen, aber nicht um die wirklichen Themen – offensichtlich, um den wichtigen Themen nicht ins Auge sehen zu müssen. Aber niemand – und da hilft kein Streik! – kann demographische Veränderungen durch Streik beheben! Das sollte auch einmal klar festgestellt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese kurze Skizzierung erfolgte deshalb, damit Sie sehen, dass es dieser Regierung Ernst ist mit der Harmonisierung der Pensionssysteme. Ich bitte Sie: Setzen Sie sich damit auseinander! Sie werden Gelegenheit haben – und wir laden Sie zur Mitarbeit ein! –, hier zu beweisen, ob dem, was Sie immer verkünden, was Sie immer sagen, dann auch die Tat der Mitarbeit folgt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Regierung kann, so wie im Jahr 2000 die Budgetsanierung, die Meilensteine in der Familien- und Sozialpolitik: Kindergeld für alle Mütter, Familienhospizkarenz, nun auch den ersten Schritt einer steuerlichen Entlastung 2004 vorweisen. Immerhin werden all jene mit einem Jahreseinkommen bis 14 500 € steuerfrei gestellt – 200 000 Menschen, die in Hinkunft keine Steuer mehr bezahlen werden. Das ist doch bemerkenswert, das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Ja, bei Ihnen!
Ja, ich verstehe, politische Show muss manchmal sein (Ruf bei der SPÖ: Ja, bei Ihnen!), aber wichtiger – und das sei gerade Ihnen, verehrte Damen und Herren von der Opposition, gesagt – ist Lösungskompetenz, ist Mitarbeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ja, ich verstehe, politische Show muss manchmal sein (Ruf bei der SPÖ: Ja, bei Ihnen!), aber wichtiger – und das sei gerade Ihnen, verehrte Damen und Herren von der Opposition, gesagt – ist Lösungskompetenz, ist Mitarbeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vorschläge auf den Verhandlungstisch! – Bis heute ist der Tisch leer, denn bis heute ist nichts von Ihnen gekommen. Man kann auf Dauer den Staat nicht überfordern. Die bitteren Folgen – das wissen wir – sind Steuererhöhungen und/oder eine schmerzhafte Budgetsanierung. Es kann doch nicht derjenige als clever gelten, der die meisten Sozialleistungen beansprucht, oder der, der es am besten versteht, Subventionen abzuzocken. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Gerade von Ihnen wird sehr oft – und manchmal auch zu Recht – Solidarität eingefordert. Ja, sage ich, Solidarität ist anzustreben, aber Solidarität heißt auch, Rücksicht auf kommende Generationen zu nehmen, heißt auch, Rücksicht auf die Jungen zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Solidarität heißt auch Lastenverteilung und nicht nur: uns die Wohltaten und den Enkeln die Rechnung. Das ist keine Zukunftspolitik!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin stolz darauf, was etwa die VOEST in Oberösterreich als österreichischer Leitbetrieb fertig bringt. Hervorragende Zahlen, auch hervorragende Beschäftigungszahlen – aber erst, seit die politischen Einflüsse nicht mehr gegeben sind. Oder soll ich Sie an das Jahr 1985 erinnern? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es gibt da ein sehr interessantes Büchlein, das „Wirtschafts- und sozialstatistische Taschenbuch“ der Arbeiterkammer Österreich, also sicher nicht eine Einrichtung der ÖVP. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist interessant, sich ein bisschen die Daten, die Fakten anzusehen, zu schauen, wie es denn mit den Beschäftigtenzahlen, mit den Arbeitslosenzahlen in Österreich, in den Bundesländern aussieht. Es ist schon bemerkenswert, und das sei klar gesagt: Österreich ist im internationalen Konzert durchaus herzeigbar, aber wir wären noch besser – wesentlich besser! –, wenn es da nicht das Schlusslicht Wien gäbe.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Interessant ist, dass es gerade in Wien im Verhältnis zu Oberösterreich, obwohl die Einwohnerzahl nur um etwa 300 000 differiert, eine fast dreimal so hohe Zahl an Arbeitslosen gibt, meine Damen und Herren. Eine fast dreimal so hohe Zahl an Arbeitslosen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist hier nachzulesen. Ich behaupte das nicht; ich zitiere nur. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Interessant ist, dass es gerade in Wien im Verhältnis zu Oberösterreich, obwohl die Einwohnerzahl nur um etwa 300 000 differiert, eine fast dreimal so hohe Zahl an Arbeitslosen gibt, meine Damen und Herren. Eine fast dreimal so hohe Zahl an Arbeitslosen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist hier nachzulesen. Ich behaupte das nicht; ich zitiere nur. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es ist auch bemerkenswert, dass gerade Oberösterreich ein schuldenfreies Bundesland ist und dank einer hervorragenden Wirtschaftspolitik auch hervorragende Beschäftigungszahlen und eine sehr niedrige Jugendarbeitslosigkeit aufweist. Das ist bemerkenswert! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Etwas möchte ich an dieser Stelle doch noch ansprechen: Gestern meinte die Kollegin Glawischnig, man möge doch jetzt unbedingt das Volksbegehren für ein atomkraftfreies Europa unterschreiben. Ja, durchaus, aber Sie wären wesentlich glaubwürdiger, meine sehr verehrten Damen und Herren, gerade Ihre Fraktion, wenn Sie, als es um die Wasserkraftnutzung Lambach ging, als es darum ging, erneuerbarer Energie den Vorzug vor der Atomkraft zu geben, auch dort gewesen wären und für dieses Kraftwerk gekämpft hätten. Dann wären Sie wesentlich glaubwürdiger, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Budgetbegleitgesetz, welches einen Meilenstein in der österreichischen Politik darstellt, diese Budgetreform, vor allem aber diese Pensionssicherungsreform sichert im Interesse der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, vor allem im Interesse der Jugend, die Zukunft Österreichs. Wir von der ÖVP und auch die freiheitliche Fraktion werden diesen Vorlagen daher die Zustimmung geben. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Meinung ist klar: Das ist kein Jahrhundertwerk, sondern da geht es schlicht und einfach darum, dass Sie in den nächsten Jahren durch das Abräumen im Pensionssystem schnell eine Steuerreform finanzieren wollen. Seien Sie doch ehrlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wo sind Ihre Zahlen?
Ich frage Sie noch einmal: Warum finden sich keine Zahlen in den Erläuterungen? Warum haben Sie auf diese Zahlen vergessen? – Ich gebe Ihnen gleich auch die Antwort darauf: Sie haben aus gutem Grund vergessen, diese Zahlen hineinzuschreiben. Ursprünglich waren als Einsparungen in der gesetzlichen Pensionsversicherung für das Jahr 2004 110 Millionen €, für 2005 372 Millionen € und für 2006 665 Millionen € vorgesehen. Mit den Maßnahmen, die die „großartigen Kämpfer“ der Freiheitlichen Partei, diese „Rebellen“ erarbeitet und durchgesetzt haben, spielen Sie dem Finanzminister mehr, als im ursprünglichen Entwurf enthalten war, bis 2006 in die Kasse. Sie haben zusätzliche Verschlechterungen erreicht. (Abg. Neudeck: Wo sind Ihre Zahlen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Natürlich, Herr Klubobmann Molterer, Sie wissen es ja: Durch den Verzicht auf die Wertanpassung beziehungsweise die geminderte Wertanpassung in den Jahren 2004 und 2005 kommen Hunderte Millionen Schilling zusätzlich in die Kasse des Finanzministers, um die Steuerreform zu finanzieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich nenne Ihnen die Zahlen: 2004: ursprünglich geplant: Einsparung 110 Millionen €, jetzt: 196 Millionen €. 2005: ursprünglich, am Ausgangspunkt, als Ihr Konzept am brutalsten war: 372 Millionen €, jetzt: 496 Millionen €. Man kann sich dann schon ein paar kleine Geschenke an die freiheitlichen Abgeordneten, zum Beispiel die Aufstockung des Härtefonds von 10 Millionen € auf 20 Millionen € leisten, wenn die Kolleginnen und Kollegen von der Freiheitlichen Partei so brav waren und selbst noch dafür gesorgt haben, dass zusätzliche Hunderte Millionen fürs Budget reinkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Was selbst bei der Bestimmung nicht gestimmt hat!
Wir fangen bei uns an! – Das wäre ein Zeichen, ein Signal gewesen. Aber was haben Sie gemacht? – Mit einer unseligen „Trägerrakete“, die Sie, Herr Klubobmann Scheibner, unterschrieben haben, für die Sie gestanden sind, haben Sie die Debatte über die Politikerbezüge eröffnet: Frühpension für Politiker. (Abg. Scheibner: Was selbst bei der Bestimmung nicht gestimmt hat!) Gleichzeitig wären die Frühpensionen im ASVG, im GSVG, bei den Gewerblichen und den Bauern abgeschafft worden. (Abg. Scheibner: Hat auch nicht gestimmt!) Das war der Beginn und der Startschuss Ihrer „Bereitschaft“, Privilegien abzubauen. Ausgerechnet von Seiten der Freiheitlichen, und das auch erst nach Wochen intensiver Debatte über Politikerbezüge. Sie waren nicht bereit, hier auch nur ein zusätzliches Quäntchen an Gerechtigkeit zu schaffen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Stimmen Sie mit! Wir schaffen es ab!)
Abg. Scheibner: Hat auch nicht gestimmt!
Wir fangen bei uns an! – Das wäre ein Zeichen, ein Signal gewesen. Aber was haben Sie gemacht? – Mit einer unseligen „Trägerrakete“, die Sie, Herr Klubobmann Scheibner, unterschrieben haben, für die Sie gestanden sind, haben Sie die Debatte über die Politikerbezüge eröffnet: Frühpension für Politiker. (Abg. Scheibner: Was selbst bei der Bestimmung nicht gestimmt hat!) Gleichzeitig wären die Frühpensionen im ASVG, im GSVG, bei den Gewerblichen und den Bauern abgeschafft worden. (Abg. Scheibner: Hat auch nicht gestimmt!) Das war der Beginn und der Startschuss Ihrer „Bereitschaft“, Privilegien abzubauen. Ausgerechnet von Seiten der Freiheitlichen, und das auch erst nach Wochen intensiver Debatte über Politikerbezüge. Sie waren nicht bereit, hier auch nur ein zusätzliches Quäntchen an Gerechtigkeit zu schaffen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Stimmen Sie mit! Wir schaffen es ab!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Stimmen Sie mit! Wir schaffen es ab!
Wir fangen bei uns an! – Das wäre ein Zeichen, ein Signal gewesen. Aber was haben Sie gemacht? – Mit einer unseligen „Trägerrakete“, die Sie, Herr Klubobmann Scheibner, unterschrieben haben, für die Sie gestanden sind, haben Sie die Debatte über die Politikerbezüge eröffnet: Frühpension für Politiker. (Abg. Scheibner: Was selbst bei der Bestimmung nicht gestimmt hat!) Gleichzeitig wären die Frühpensionen im ASVG, im GSVG, bei den Gewerblichen und den Bauern abgeschafft worden. (Abg. Scheibner: Hat auch nicht gestimmt!) Das war der Beginn und der Startschuss Ihrer „Bereitschaft“, Privilegien abzubauen. Ausgerechnet von Seiten der Freiheitlichen, und das auch erst nach Wochen intensiver Debatte über Politikerbezüge. Sie waren nicht bereit, hier auch nur ein zusätzliches Quäntchen an Gerechtigkeit zu schaffen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Stimmen Sie mit! Wir schaffen es ab!)
Abg. Dr. Fasslabend: Frankreich!
In anderen Ländern – und das wissen Sie auch, Herr Bundeskanzler – werden Pensionsreformen anders angegangen. (Abg. Dr. Fasslabend: Frankreich!) Ich meine jetzt nicht Frankreich, Herr Kollege Fasslabend, es gibt auch noch andere Länder (Abg. Dr. Fasslabend: Deutschland!), in Schweden, in der Schweiz beispielsweise, auch in der Bundesrepublik Deutschland, indem man versucht, alle Parteien, die Sozialpartner mit einzubeziehen, sie aufzufordern, indem man die Pensionsreform gründlich vorbereitet, sich Zeit nimmt dafür, eine Debatte über ein oder eineinhalb Jahre führt. (Abg. Scheibner: Sie haben bald keine Themen im Ausschuss mehr zum Diskutieren gehabt!)
Abg. Dr. Fasslabend: Deutschland!
In anderen Ländern – und das wissen Sie auch, Herr Bundeskanzler – werden Pensionsreformen anders angegangen. (Abg. Dr. Fasslabend: Frankreich!) Ich meine jetzt nicht Frankreich, Herr Kollege Fasslabend, es gibt auch noch andere Länder (Abg. Dr. Fasslabend: Deutschland!), in Schweden, in der Schweiz beispielsweise, auch in der Bundesrepublik Deutschland, indem man versucht, alle Parteien, die Sozialpartner mit einzubeziehen, sie aufzufordern, indem man die Pensionsreform gründlich vorbereitet, sich Zeit nimmt dafür, eine Debatte über ein oder eineinhalb Jahre führt. (Abg. Scheibner: Sie haben bald keine Themen im Ausschuss mehr zum Diskutieren gehabt!)
Abg. Scheibner: Sie haben bald keine Themen im Ausschuss mehr zum Diskutieren gehabt!
In anderen Ländern – und das wissen Sie auch, Herr Bundeskanzler – werden Pensionsreformen anders angegangen. (Abg. Dr. Fasslabend: Frankreich!) Ich meine jetzt nicht Frankreich, Herr Kollege Fasslabend, es gibt auch noch andere Länder (Abg. Dr. Fasslabend: Deutschland!), in Schweden, in der Schweiz beispielsweise, auch in der Bundesrepublik Deutschland, indem man versucht, alle Parteien, die Sozialpartner mit einzubeziehen, sie aufzufordern, indem man die Pensionsreform gründlich vorbereitet, sich Zeit nimmt dafür, eine Debatte über ein oder eineinhalb Jahre führt. (Abg. Scheibner: Sie haben bald keine Themen im Ausschuss mehr zum Diskutieren gehabt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Hat es gar keine Änderungen gegeben? Nur Sie haben das letzte Monat verschlafen! Sie haben die letzten vier Wochen völlig verschlafen!
Nein, Sie, Herr Bundeskanzler, haben das abgelehnt, Sie sind nach dem autoritären Konzept, das Sie gut kennen, vorgegangen: eine Pensionsreform vorstellen, aufschreien lassen, und dann ist Ruhe, wenn abgestimmt wird, vorbei ist die Debatte! – Solch ein Politikverständnis, solch ein Demokratieverständnis haben Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Hat es gar keine Änderungen gegeben? Nur Sie haben das letzte Monat verschlafen! Sie haben die letzten vier Wochen völlig verschlafen!) Ganau das ist das Unselige an der Pensionsdebatte, auch an dieser Pensionsdebatte!
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Herr Bundeskanzler, Sie hätten eine Chance gehabt, wenn Sie diese Pensionsreform mit dem Vorsatz, etwas mehr Gerechtigkeit in die Pensionssysteme zu bringen, angegangen wären. Sie haben gestern gesagt, Herr Bundeskanzler, das österreichische Pensionssystem sei das beste der Welt. – Nein, das ist es nicht, mit Sicherheit nicht! In Anbetracht dessen, das 60 Prozent ... (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Herr Minister Bartenstein, ich glaube, ich habe Ihnen die Zahlen schon vor Monaten gesagt (Abg. Scheibner: So lange diskutieren wir schon! Sehen Sie, jetzt geben Sie es zu!)
Abg. Scheibner: So lange diskutieren wir schon! Sehen Sie, jetzt geben Sie es zu!
Herr Bundeskanzler, Sie hätten eine Chance gehabt, wenn Sie diese Pensionsreform mit dem Vorsatz, etwas mehr Gerechtigkeit in die Pensionssysteme zu bringen, angegangen wären. Sie haben gestern gesagt, Herr Bundeskanzler, das österreichische Pensionssystem sei das beste der Welt. – Nein, das ist es nicht, mit Sicherheit nicht! In Anbetracht dessen, das 60 Prozent ... (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Herr Minister Bartenstein, ich glaube, ich habe Ihnen die Zahlen schon vor Monaten gesagt (Abg. Scheibner: So lange diskutieren wir schon! Sehen Sie, jetzt geben Sie es zu!)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Wo ist es besser?
In Anbetracht dessen, dass 60 Prozent der ASVG-Pensionisten, der GSVG-Pensionisten, also der Gewerblichen, der Bauern eine Pension unter 1 000 € erhalten, und in Anbetracht dessen, dass die durchschnittliche Frauenpension knapp über der Armutsgrenze liegt, stellen Sie sich hier her und sagen, das sei das beste Pensionssystem der Welt (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Wo ist es besser?), obwohl die Mehrheit nur ein bisschen mehr Pension bezieht, als dem Existenzminimum entspricht?! Das glauben Sie doch selbst nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In Anbetracht dessen, dass 60 Prozent der ASVG-Pensionisten, der GSVG-Pensionisten, also der Gewerblichen, der Bauern eine Pension unter 1 000 € erhalten, und in Anbetracht dessen, dass die durchschnittliche Frauenpension knapp über der Armutsgrenze liegt, stellen Sie sich hier her und sagen, das sei das beste Pensionssystem der Welt (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Wo ist es besser?), obwohl die Mehrheit nur ein bisschen mehr Pension bezieht, als dem Existenzminimum entspricht?! Das glauben Sie doch selbst nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Euer System ist eine Schande! Das finde ich lustig!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben ein teures Pensionssystem, es ist aber nicht nur eines, sondern es sind viele Pensionssysteme, und wir haben große Ungerechtigkeiten innerhalb dieser Pensionssysteme. (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Euer System ist eine Schande! Das finde ich lustig!) Nach wie vor gibt es diese Ungerechtigkeiten, und Sie haben mit Ihrer Pensionsreform nichts dazu beigetragen, dass diese Ungerechtigkeiten abgebaut werden. Im Gegenteil: Bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, zahlen die Frauen, die die durchschnittliche Alterspension von 680 € erhalten, dieselben Abschläge, die jemand mit 2 300 € zahlt, und das ist die höchste ASVG-Pension. Das nennen Sie gerecht? Aber Bezieher von Pensionen, die wesentlich höher sind, wie zum Beispiel Politikerpensionen, kommen, wenn sie 3 300 € nicht überschreiten, mit einem Prozent zusätzlichen Abschlag davon? Das nennen Sie gerecht?! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja nicht!) Selbstverständlich stimmt das!
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben ein teures Pensionssystem, es ist aber nicht nur eines, sondern es sind viele Pensionssysteme, und wir haben große Ungerechtigkeiten innerhalb dieser Pensionssysteme. (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Euer System ist eine Schande! Das finde ich lustig!) Nach wie vor gibt es diese Ungerechtigkeiten, und Sie haben mit Ihrer Pensionsreform nichts dazu beigetragen, dass diese Ungerechtigkeiten abgebaut werden. Im Gegenteil: Bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, zahlen die Frauen, die die durchschnittliche Alterspension von 680 € erhalten, dieselben Abschläge, die jemand mit 2 300 € zahlt, und das ist die höchste ASVG-Pension. Das nennen Sie gerecht? Aber Bezieher von Pensionen, die wesentlich höher sind, wie zum Beispiel Politikerpensionen, kommen, wenn sie 3 300 € nicht überschreiten, mit einem Prozent zusätzlichen Abschlag davon? Das nennen Sie gerecht?! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja nicht!) Selbstverständlich stimmt das!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe.
Herr Bundeskanzler, erzählen Sie mir nichts über das Bezügegesetz! Eines würde ich Ihnen raten: mir nichts über das Bezügegesetz zu erzählen, denn da kenne ich mich aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe.) – Ich erkläre es Ihnen gerne. (Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal etwas zur Entgeltfortzahlung! Warum sind die Grünen so dagegen, dass man das ändert! Ist das nicht ein Privileg?) Herr Kollege Scheibner, es wird nicht besser, wenn Sie lauter werden.
Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal etwas zur Entgeltfortzahlung! Warum sind die Grünen so dagegen, dass man das ändert! Ist das nicht ein Privileg?
Herr Bundeskanzler, erzählen Sie mir nichts über das Bezügegesetz! Eines würde ich Ihnen raten: mir nichts über das Bezügegesetz zu erzählen, denn da kenne ich mich aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe.) – Ich erkläre es Ihnen gerne. (Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal etwas zur Entgeltfortzahlung! Warum sind die Grünen so dagegen, dass man das ändert! Ist das nicht ein Privileg?) Herr Kollege Scheibner, es wird nicht besser, wenn Sie lauter werden.
Abg. Scheibner: 15 Prozent Abschläge! Was ist mit der Entgeltfortzahlung?
Der bisherige Pensionssicherungsbeitrag für Politiker lag bei 7 Prozent. Sind wir uns da einig, Herr Bundeskanzler? Jetzt wird der Pensionssicherungsbeitrag für Politikerpensionen bis 3 300 € um ein Prozent erhöht. (Abg. Scheibner: 15 Prozent Abschläge! Was ist mit der Entgeltfortzahlung?) Das ist eine Schande und kennzeichnend dafür, wie Sie mit dieser Pensionsreform die Österreicherinnen und Österreicher hinters Licht führen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der bisherige Pensionssicherungsbeitrag für Politiker lag bei 7 Prozent. Sind wir uns da einig, Herr Bundeskanzler? Jetzt wird der Pensionssicherungsbeitrag für Politikerpensionen bis 3 300 € um ein Prozent erhöht. (Abg. Scheibner: 15 Prozent Abschläge! Was ist mit der Entgeltfortzahlung?) Das ist eine Schande und kennzeichnend dafür, wie Sie mit dieser Pensionsreform die Österreicherinnen und Österreicher hinters Licht führen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich!
†Abgeordneter Karl Öllinger| (fortsetzend): Sie betrügen die Jugend Österreichs. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich!)
Rufe bei den Grünen: Nein!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Wollen Sie diesen Vorwurf zurücknehmen? (Rufe bei den Grünen: Nein!) – Wenn dies nicht der Fall ist, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Wollen Sie diesen Vorwurf zurücknehmen? (Rufe bei den Grünen: Nein!) – Wenn dies nicht der Fall ist, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch| (Freiheitliche): Herr Bundeskanzler! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, ich danke Ihnen für die Ausführungen, die Sie in den vergangenen 15 Minuten gemacht haben, weil sie im Wesentlichen ein weiterer Beweis dafür sind, dass man heute diesem Budgetbegleitgesetz zustimmen muss. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie werden auch sehen – und darüber werden wir heute Abend debattieren –, dass wir im Rahmen dieser Pensionsreform bei den Politikerprivilegien zuerst beginnen. Meine Damen und Herren! Dieses Thema war uns ein wichtiges, gerade uns Freiheitlichen und gerade auch unserem Klubobmann Herbert Scheibner, der dieses Thema unter den Klubobleuten vorangetrieben hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Das glaubt doch niemand, nicht einmal Sie selbst!
Sie, meine Damen und Herren der Grünen, werden erklären müssen, warum Sie aus diesen Verhandlungen ausgestiegen sind, warum Ihnen der Abbau von Politikerprivilegien offensichtlich nicht am Herzen liegt. (Abg. Mandak: Das glaubt doch niemand, nicht einmal Sie selbst!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Niemand von uns Freiheitlichen – und ich denke, auch niemand von der ÖVP – zweifelt das Umlageverfahren an. Es ist ein wichtiges systemimmanentes Prinzip, das wir in der ersten Säule der Pensionsvorsorge erhalten wollen. Weil das erhalten bleiben soll, ist diese Reform notwendig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Schlechter!
Diese staatliche Aufgabe soll ergänzt werden im Rahmen des Dreisäulenmodells bei verschiedenen Einkommensgruppierungen, die das leisten können – da gebe ich Ihnen Recht –, durch eine betriebliche Vorsorge, die wir durch die Abfertigung für alle breit gestreut haben (Abg. Öllinger: Schlechter!), und durch eine private Vorsorge, Herr Kollege Öllinger. Im Rahmen dieser drei Säulen wird es gelingen, das Pensionssystem auch für die kommenden Generationen zu sichern.
Abg. Eder: Das stimmt nicht! Das ist falsch!
Unbestritten ist, dass wir in Österreich ein gutes, aber auch ein teures Pensionssystem haben. Damit wir die Pensionen vor allem für die Jugend von heute auch in Zukunft absichern können, müssen jetzt diese notwendigen Schritte eingeleitet werden. (Abg. Eder: Das stimmt nicht! Das ist falsch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: So ist es! Haben sie auch keine!
Herr Kollege, ich warte auf die Vorschläge der SPÖ, wie man dieses Problem künftig finanzieren soll. Bisher war davon nichts zu hören. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: So ist es! Haben sie auch keine!)
Abg. Scheibner: Das will die SPÖ! – Abg. Eder: Das ist ein Unsinn! Wer erzählt Ihnen diesen Unsinn?
Erstens: Wir können die Beitragssätze um 53 Prozent erhöhen. (Abg. Scheibner: Das will die SPÖ! – Abg. Eder: Das ist ein Unsinn! Wer erzählt Ihnen diesen Unsinn?) – Ich nehme nicht an, dass die Oppositionsparteien die Beitragssätze um 53 Prozent erhöhen wollen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Für uns Freiheitliche sind alle diese Varianten unsinnig, unsozial und politisch nicht durchsetzbar. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Besser wäre es gewesen, wären Sie in den Verhandlungen aufgetreten. Hätten Sie die klaren sozialdemokratischen Vorstellungen auf den Tisch gelegt, dann hätten wir von Seiten der Regierungsparteien auch darauf reagieren können. So war es die Aufgabe der FPÖ und auch vieler Abgeordneter der ÖVP, diese wichtigsten Punkte durchzudebattieren und immer wieder Verhandlungen zu führen – verhandelt wurde bis zum heutigen Tag –, die schlussendlich dazu beigetragen haben, dass wir heute ein abgerundetes Paket zur Abstimmung vorlegen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Als Einziger!
Deshalb ist es nicht hoch genug anzurechnen, dass sich unsere Klubobleute, aber auch die Kollegen Dolinschek, Walch, Tancsits und andere in den letzten Tagen und Wochen vehement bemüht haben, die Interessen der arbeitenden Menschen auch im Rahmen dieser Gesetzwerdung zu berücksichtigen und in diese Gesetze hineinzuverhandeln. Darüber bin ich froh, und dazu gratuliere ich auch! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Als Einziger!)
Abg. Verzetnitsch: Was?
Es ist uns gelungen, im Bereich der Schwerarbeiter-Regelung wesentliche Verbesserungen durchzusetzen (Abg. Verzetnitsch: Was?), sodass in Zukunft Zeiten unter schwerer körperlicher, psychischer oder gesundheitlicher Belastung in besonderer Weise berücksichtigt werden. (Abg. Eder: Das sind lauter Floskeln, was Sie da erzählen!)
Abg. Eder: Das sind lauter Floskeln, was Sie da erzählen!
Es ist uns gelungen, im Bereich der Schwerarbeiter-Regelung wesentliche Verbesserungen durchzusetzen (Abg. Verzetnitsch: Was?), sodass in Zukunft Zeiten unter schwerer körperlicher, psychischer oder gesundheitlicher Belastung in besonderer Weise berücksichtigt werden. (Abg. Eder: Das sind lauter Floskeln, was Sie da erzählen!)
Abg. Öllinger: Da ist ja der Skandal!
Es ist uns auch gelungen, wesentliche Maßnahmen für kleine Pensionsbezieher einzurichten, meine Damen und Herren von der SPÖ! Gerade wir Freiheitlichen haben durchgesetzt, dass es für kleine Pensionen sozial gerechte Pensionserhöhungen geben wird. Der Ausgleichszulagen-Richtsatz wird mit der Inflationsrate voll valorisiert. Alle Pensionen bis zur durchschnittlichen ASVG-Pension werden ebenfalls mit der Inflationsrate valorisiert, und alle über der ASVG-Pension liegenden Pensionen werden mit einem Fixbetrag valorisiert. (Abg. Öllinger: Da ist ja der Skandal!)
Abg. Eder: Wer wird das entscheiden?
Auch ein Härteausgleichsfond wird eingerichtet. Kollege Dolinschek wird Ihnen die Details im Rahmen eines Antrages noch vorlegen. Ein Härteausgleichsfond wird eingerichtet, dotiert mit mindestens 10 Millionen € und mit mehr in den kommenden Jahren, und zwar mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit einzurichten und soziale Gerechtigkeit auch sicherzustellen: gerade in Bezug auf Menschen, die niedere Pensionen haben. (Abg. Eder: Wer wird das entscheiden?) Das ist ein Schritt, den auch Sie anerkennen sollten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Auch ein Härteausgleichsfond wird eingerichtet. Kollege Dolinschek wird Ihnen die Details im Rahmen eines Antrages noch vorlegen. Ein Härteausgleichsfond wird eingerichtet, dotiert mit mindestens 10 Millionen € und mit mehr in den kommenden Jahren, und zwar mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit einzurichten und soziale Gerechtigkeit auch sicherzustellen: gerade in Bezug auf Menschen, die niedere Pensionen haben. (Abg. Eder: Wer wird das entscheiden?) Das ist ein Schritt, den auch Sie anerkennen sollten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Mehr Pensionen für längeres Arbeiten konnte durchgesetzt werden. In jenen Fällen, in denen mehr als 45 Versicherungsjahre zu Buche stehen und der Steigerungsbeitrag 1,78 Prozent beträgt, kann diese 80-prozentige Grenze aufgehoben werden. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Das betrifft nicht Wenige, Herr Kollege Öllinger! Sie machen das lächerlich, das verstehe ich schon! (Abg. Öllinger: Wir wissen auch, warum!)
Abg. Öllinger: Wir wissen auch, warum!
Mehr Pensionen für längeres Arbeiten konnte durchgesetzt werden. In jenen Fällen, in denen mehr als 45 Versicherungsjahre zu Buche stehen und der Steigerungsbeitrag 1,78 Prozent beträgt, kann diese 80-prozentige Grenze aufgehoben werden. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Das betrifft nicht Wenige, Herr Kollege Öllinger! Sie machen das lächerlich, das verstehe ich schon! (Abg. Öllinger: Wir wissen auch, warum!)
Abg. Heinzl: Blablabla!
Nun zu den Verbesserungen für die Frauen, meine Damen von der SPÖ: Haben Sie sich einmal angeschaut, welche Verbesserungen es im Rahmen dieses Pensionsreformgesetzes geben wird? – Wir Freiheitlichen konnten durchsetzen, dass der pensionsbegründende Anteil der Kindererziehungszeiten von derzeit 18 auf 24 Monate erhöht wird. Ist das nichts? (Abg. Heinzl: Blablabla!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ihr habt überhaupt nichts eingebracht!
Der Durchrechnungszeitraum pro Kind wird um drei Jahre verkürzt. – Ist das nichts?! Die Bemessungsgrundlage für pensionserhöhende Kindererziehungszeiten wird in 25-Jahres-Schritten von derzeit 100 Prozent des Ausgleichszulagen-Richtsatzes auf 150 Prozent erhöht. – Ist das nichts?! – Ich denke doch, meine Damen von der SPÖ, dass gerade Sie diesem Gesetz auch heute zustimmen werden, weil es auch in Ihrem Interesse sein muss, dass man gerade dieser Bevölkerungsgruppe in wesentlichen Schritten entgegenkommt. Wir Freiheitlichen werden das tun! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ihr habt überhaupt nichts eingebracht!)
Abg. Eder: Ich glaube, Sie verstehen das gar nicht, was Sie da vortragen! Herr Bösch! Hören Sie auf, ich kann nicht mehr zuhören!
Die Maßnahmenpakete für die älteren Arbeitnehmer – das haben Sie im Rahmen der Gesetzestexte offensichtlich auch überlesen, Herr Kollege – konnten wir auch heute noch im Rahmen von Entschließungsanträgen präzisieren. Wir konnten durchsetzen, dass zusätzlich umfassende Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer eingeführt werden. Das Maßnahmenpaket beinhaltet im Wesentlichen die deutliche Senkung der Lohnnebenkosten für diese Personengruppe und auch einen Anspruch auf eine Aus- und Weiterbildungsmaßnahme. All das sind richtige Schritte in die richtige Richtung, Herr Kollege, auch wenn Sie noch so sehr dagegen polemisieren. (Abg. Eder: Ich glaube, Sie verstehen das gar nicht, was Sie da vortragen! Herr Bösch! Hören Sie auf, ich kann nicht mehr zuhören!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch der Abbau von Privilegien im geschützten Bereich der Sozialversicherungen ist zu erwähnen. Das, glaube ich, regt Sie zu Recht auf, da habe ich Verständnis für Sie, meine Damen und Herren gerade von der SPÖ, dass der Abbau dieser Privilegien nicht in Ihrem Sinne ist; das verstehe ich. Dennoch werden wir ihn umsetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: So ist es aber!
Es kann nicht so sein, dass nur im ASVG-Bereich eine Harmonisierung angestrebt wird. Auch im Bereich der Politiker-Privilegien, auch im Bereich der Privilegien (Abg. Öllinger: So ist es aber!) in diesen geschützten Bereichen kann es nicht ohne eine Reform bleiben, meine Damen und Herren! Dafür sind wir Freiheitlichen Garant! (Abg. Öllinger: Da sind Sie schuld daran!)
Abg. Öllinger: Da sind Sie schuld daran!
Es kann nicht so sein, dass nur im ASVG-Bereich eine Harmonisierung angestrebt wird. Auch im Bereich der Politiker-Privilegien, auch im Bereich der Privilegien (Abg. Öllinger: So ist es aber!) in diesen geschützten Bereichen kann es nicht ohne eine Reform bleiben, meine Damen und Herren! Dafür sind wir Freiheitlichen Garant! (Abg. Öllinger: Da sind Sie schuld daran!)
Abg. Öllinger: Bei den Politikern!
Wir konnten auch durchsetzen, dass es längere Übergangszeiten gibt, Herr Öllinger! (Abg. Öllinger: Bei den Politikern!) Ja, die FPÖ hat durchgesetzt, dass für das Heranführen an das Regelpensionsalter nunmehr längere Übergangsfristen zur Geltung kommen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Es wird einen gleitenden Anstieg für alle an das Regelpensionsalter geben. Ich denke, dass das ein wesentlicher Schritt ist in Richtung mehr Vertrauen zu dieser Pensionssicherungsreform – und nicht in Richtung dieser Gräuelmärchen (Abg. Eder: Haben Sie das bei Ihrem Sozialminister durchgesetzt?), die Sie während der letzten Wochen verbreitet haben.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Wir konnten auch durchsetzen, dass es längere Übergangszeiten gibt, Herr Öllinger! (Abg. Öllinger: Bei den Politikern!) Ja, die FPÖ hat durchgesetzt, dass für das Heranführen an das Regelpensionsalter nunmehr längere Übergangsfristen zur Geltung kommen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Es wird einen gleitenden Anstieg für alle an das Regelpensionsalter geben. Ich denke, dass das ein wesentlicher Schritt ist in Richtung mehr Vertrauen zu dieser Pensionssicherungsreform – und nicht in Richtung dieser Gräuelmärchen (Abg. Eder: Haben Sie das bei Ihrem Sozialminister durchgesetzt?), die Sie während der letzten Wochen verbreitet haben.
Abg. Eder: Haben Sie das bei Ihrem Sozialminister durchgesetzt?
Wir konnten auch durchsetzen, dass es längere Übergangszeiten gibt, Herr Öllinger! (Abg. Öllinger: Bei den Politikern!) Ja, die FPÖ hat durchgesetzt, dass für das Heranführen an das Regelpensionsalter nunmehr längere Übergangsfristen zur Geltung kommen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Es wird einen gleitenden Anstieg für alle an das Regelpensionsalter geben. Ich denke, dass das ein wesentlicher Schritt ist in Richtung mehr Vertrauen zu dieser Pensionssicherungsreform – und nicht in Richtung dieser Gräuelmärchen (Abg. Eder: Haben Sie das bei Ihrem Sozialminister durchgesetzt?), die Sie während der letzten Wochen verbreitet haben.
Abg. Mandak: Kommen Sie erst heute auf die Gerechtigkeit drauf?
Bezüglich Harmonisierung sind wir gespannt, meine Damen und Herren von der Opposition, wie Sie diesem Entschließungsantrag heute begegnen werden. Dieser Entschließungsantrag, der die Harmonisierung aller Pensionssysteme zum Ziel hat – das ist eine umfassende Gerechtigkeit, Herr Öllinger –, liegt heute zur Abstimmung auf, und wir sind gespannt, wie Sie diesem Antrag begegnen werden. (Abg. Mandak: Kommen Sie erst heute auf die Gerechtigkeit drauf?) Ich denke, dass jeder Abgeordnete hier im Hohen Haus die Harmonisierung, die Gerechtigkeit aller Pensionssysteme haben will, und ich nehme auch an, dass Sie alle hier Ihre Zustimmung geben werden. (Abg. Eder: Hättet ihr es doch gemacht!)
Abg. Eder: Hättet ihr es doch gemacht!
Bezüglich Harmonisierung sind wir gespannt, meine Damen und Herren von der Opposition, wie Sie diesem Entschließungsantrag heute begegnen werden. Dieser Entschließungsantrag, der die Harmonisierung aller Pensionssysteme zum Ziel hat – das ist eine umfassende Gerechtigkeit, Herr Öllinger –, liegt heute zur Abstimmung auf, und wir sind gespannt, wie Sie diesem Antrag begegnen werden. (Abg. Mandak: Kommen Sie erst heute auf die Gerechtigkeit drauf?) Ich denke, dass jeder Abgeordnete hier im Hohen Haus die Harmonisierung, die Gerechtigkeit aller Pensionssysteme haben will, und ich nehme auch an, dass Sie alle hier Ihre Zustimmung geben werden. (Abg. Eder: Hättet ihr es doch gemacht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich fasse zusammen: Diese Pensionsreform ist notwendig und auch gerecht. Wir Freiheitlichen konnten uns in wesentlichen Positionen durchsetzen, und wir werden deshalb – das kann ich Ihnen sagen – auch geschlossen dieser Gesetzesvorlage zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Gehabt hat!
Sie von der Opposition sind uns auch die Antwort darauf schuldig geblieben, wo denn das beste Pensionssystem der Welt sei, denn in der Tat sind wir, der Herr Bundeskanzler, die Bundesregierung, die Regierungsfraktionen, der Meinung, dass Österreich das beste Pensionssystem der Welt hat (Abg. Eder: Gehabt hat!), wenngleich es auch das teuerste oder zumindest eines der teuersten ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Präsident Verzetnitsch ist jetzt nicht mehr im Saal, aber er hat hier seinem Gefühl Ausdruck verliehen, dass ein Paradigmenwechsel angestrebt würde. Wir wollen weg vom Umlagesystem. – Herr Präsident Verzetnitsch, Ihr Gefühl ist falsch! Wir verbleiben beim Umlagesystem, was die gesetzliche Pensionsversicherung in diesem Land anlangt, was ASVG und andere verwandte Systeme anlangt. Es denkt niemand daran, auf ein kapitalgedecktes System umzustellen, aber ich darf Sie daran erinnern, dass die Sozialdemokraten und auch Sie, Herr Präsident Verzetnitsch, zugestimmt haben, als wir vor weniger als einem Jahr die Mitarbeitervorsorge für alle, also das zweite Pensionsbein, etabliert haben – selbstverständlich auf kapitalgedeckter Basis. So weit ich weiß, haben Sie zugestimmt, Herr Präsident Verzetnitsch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie, Herr Präsident Verzetnitsch, haben auch der Zukunftsvorsorge für alle, dieser ganz wichtigen innovativen Schaffung einer dritten Pensionssäule zugestimmt. An sein Abstimmungsverhalten sollte man sich gelegentlich erinnern. Sie, Herr Kollege Öllinger, sollten auch an Ihres im Jahre 1997 zum damaligen Politikerpensionsrecht denken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So gesehen ist also diese Pensionssicherungsreform kein Überfall. Wir haben lange diskutiert in der Pensionsreformkommission der Bundesregierung und mit den Mitarbeitern, für deren Beteiligung ich mich hier bedanke. Diese Reform ist überfällig, wie es Professor Rürup einmal gesagt hat; also kein Überfall, sondern längst überfällig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich stelle das Streikrecht nicht in Frage. Es ist zwar nicht definiert, aber es ist in diesem und in anderen EU-Ländern etwas, was geltendes Gebrauchsrecht sozusagen ist. Ich bin zwar der Auffassung, dass diese Streiks nicht notwendig waren, aber vor allem bin ich der Auffassung, dass Sie sich an die Falschen gewendet haben, weil sich ein Streik immer an die Arbeitgeber zur Erzielung bestimmter Ziele richten sollte. Aber Sie haben hier politische Zielvorstellungen verfolgt, wobei ich sage: Mehr haben Sie, Herr Präsident Verzetnitsch, und Sie, Herr Präsident Tumpel, am Runden Tisch des Bundeskanzlers erreicht. Dort ist verhandelt worden, dort haben wir gute Ergebnisse, fast Ergebnisse erzielt, leider gingen Sie dann telefonieren, und der in Griffweite scheinende Konsens war nicht möglich. Dort haben Sie uns von verschiedenen Dingen überzeugt – und nicht auf der Straße, dort sicherlich nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Präsident Verzetnitsch, bei aller Zustimmung zu manchen Fakten, die Sie hier präsentiert haben – ich bin jemand, der gerne mit Zahlen und Fakten argumentiert, manchmal ein wenig zu viel –, bleiben doch zwei Fragen offen: Warum sind Sie nach dieser legendären Verhandlungsnacht aufgestanden und haben den Tisch des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers verlassen? Wo sind Ihre Alternativkonzepte zur Pensionssicherungsreform? – Beide Fragen haben Sie nicht beantwortet, auch heute nicht, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So gesehen kann man sagen: Wer jetzt handelt, handelt im Interesse der Menschen dieses Landes und handelt im Interesse der Nachhaltigkeit unseres Pensionssystems, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Frauenministerin und die Staatssekretärin werden im Anschluss an mich wesentlich kompetenter zur Sache der Frauen Stellung nehmen. Aber auch für mich als Arbeitsminister war es ganz wesentlich, an einigen Zahlen zu sehen, dass diese Pensionssicherungsreform Frauen jedenfalls weniger stark trifft als Männer. Wenn wir unter Einbeziehung Ihrer Experten errechnet haben – Ihre Experten haben diese Berechnungen mitgetragen –, dass die durchschnittlichen Verluste des Jahres 2004 für dann in Pension Gehende 3 Prozent für Frauen und 5,7 Prozent für Männer betragen werden, Herr Präsident Verzetnitsch, dann ist das meiner Ansicht nach ein klarer Beweis dafür, dass Frauen durch diese Pensionssicherungsreform – und ich halte das für richtig und wichtig – weniger stark betroffen sind als Männer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir diese 80 000 Arbeitnehmer jetzt auf die 14-jährige Übergangsfrist umrechnen, dann sind das pro Jahr, Herr Präsident Verzetnitsch und meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, gerade einmal 5 000 bis 6 000 zusätzliche Arbeitskräfte. Selbst in einem äußerst schwierigen Jahr wie dem Jahre 2002 halten wir bei einem Plus von netto 8 000 Arbeitsplätzen in unserem Lande, das heißt wir sollten bei einem durchschnittlich guten Wirtschaftswachstum 15 000 bis 20 000 Jobs pro Jahr schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Damit zum Stichwort „Harmonisierung“. Der Entschließungsantrag ist von Abgeordnetem Auer, dem ich auch für die Ausschuss-Vorsitzführung herzlich danke – es war großartig, wie du das gemacht hast (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) –, eingebracht worden. Diese Harmonisierung ist eine wichtige, ja die wichtigste Aufgabe. Wenn das Hohe Haus heute die Pensionssicherungsreform beschlossen haben wird, dann werden wir ab morgen mit Volldampf an dieser Harmonisierung, an einem einheitlichen Pensionsrecht arbeiten.
Abg. Öllinger: Das glaube ich Ihnen! Aber nur nach Ihren Vorstellungen! Das ist das Problem!
In Sachen Harmonisierung ist jedoch klar: Die Weichen sind gestellt, der Zug ist aus dem Bahnhof gefahren. Die Einladung an die Sozialpartner, insbesondere an die Gewerkschaften, steht. Der Herr Bundeskanzler, der Herr Vizekanzler und natürlich auch ich freuen uns über Ihre Mitarbeit an einer Harmonisierung des Pensionssystems (Abg. Öllinger: Das glaube ich Ihnen! Aber nur nach Ihren Vorstellungen! Das ist das Problem!), die den Österreichern langfristig das zusichern soll, was wir wollen, nämlich dass sie nach 45 harten Arbeitsjahren mit 65 Jahren mit 80 Prozent Nettoersatzrate in Pension gehen können. Ab 2004 kann dieses großartige Projekt stehen, wenn Sie mitarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das soll großartig sein?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das soll großartig sein?
In Sachen Harmonisierung ist jedoch klar: Die Weichen sind gestellt, der Zug ist aus dem Bahnhof gefahren. Die Einladung an die Sozialpartner, insbesondere an die Gewerkschaften, steht. Der Herr Bundeskanzler, der Herr Vizekanzler und natürlich auch ich freuen uns über Ihre Mitarbeit an einer Harmonisierung des Pensionssystems (Abg. Öllinger: Das glaube ich Ihnen! Aber nur nach Ihren Vorstellungen! Das ist das Problem!), die den Österreichern langfristig das zusichern soll, was wir wollen, nämlich dass sie nach 45 harten Arbeitsjahren mit 65 Jahren mit 80 Prozent Nettoersatzrate in Pension gehen können. Ab 2004 kann dieses großartige Projekt stehen, wenn Sie mitarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das soll großartig sein?)
Abg. Dr. Fekter: Nein! Fakten
†Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Auer, auch ich möchte Sie in guter Erinnerung behalten, Sie haben nämlich seinerzeit bei Ihrer Vorsitzführung selbst gesagt: Ich habe mich inhaltlich nicht einzumischen! – Da waren Sie seriös, das war gut. – Heute, Herr Kollege Auer, sind Sie etwas unseriös geworden (Abg. Dr. Fekter: Nein! Fakten), denn Sie – Ihre Regierungskolleginnen und -kollegen – haben die Fristsetzung beschlossen. Wir von der SPÖ wollten weiterdiskutieren, es war aber nicht mehr möglich weiterzudiskutieren. (Widerspruch bei der ÖVP.) – Nein, natürlich nicht! Nein, nein, nein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Steibl. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
†Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Auer, auch ich möchte Sie in guter Erinnerung behalten, Sie haben nämlich seinerzeit bei Ihrer Vorsitzführung selbst gesagt: Ich habe mich inhaltlich nicht einzumischen! – Da waren Sie seriös, das war gut. – Heute, Herr Kollege Auer, sind Sie etwas unseriös geworden (Abg. Dr. Fekter: Nein! Fakten), denn Sie – Ihre Regierungskolleginnen und -kollegen – haben die Fristsetzung beschlossen. Wir von der SPÖ wollten weiterdiskutieren, es war aber nicht mehr möglich weiterzudiskutieren. (Widerspruch bei der ÖVP.) – Nein, natürlich nicht! Nein, nein, nein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Steibl. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Steibl. – Gegenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek| (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Auer, auch ich möchte Sie in guter Erinnerung behalten, Sie haben nämlich seinerzeit bei Ihrer Vorsitzführung selbst gesagt: Ich habe mich inhaltlich nicht einzumischen! – Da waren Sie seriös, das war gut. – Heute, Herr Kollege Auer, sind Sie etwas unseriös geworden (Abg. Dr. Fekter: Nein! Fakten), denn Sie – Ihre Regierungskolleginnen und -kollegen – haben die Fristsetzung beschlossen. Wir von der SPÖ wollten weiterdiskutieren, es war aber nicht mehr möglich weiterzudiskutieren. (Widerspruch bei der ÖVP.) – Nein, natürlich nicht! Nein, nein, nein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Steibl. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: AK! Hier! Ist das falsch, was hier steht?
Die Arbeitsmarktsituation in Wien ist viel besser, als Sie sie hier schlechtreden wollen. Jeder vierte Beschäftigte Österreichs ist in Wien beschäftigt, nie hat es in Wien in letzter Zeit so viele Betriebsansiedelungen gegeben wie jetzt. (Abg. Jakob Auer: AK! Hier! Ist das falsch, was hier steht?) Auch die Investitionen gegen Jugendarbeitslosigkeit waren in Wien am massivsten. Also: Reden Sie nicht unseriöses Zeug daher, sondern bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wien ist Schlusslicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wien ist Schlusslicht!
Die Arbeitsmarktsituation in Wien ist viel besser, als Sie sie hier schlechtreden wollen. Jeder vierte Beschäftigte Österreichs ist in Wien beschäftigt, nie hat es in Wien in letzter Zeit so viele Betriebsansiedelungen gegeben wie jetzt. (Abg. Jakob Auer: AK! Hier! Ist das falsch, was hier steht?) Auch die Investitionen gegen Jugendarbeitslosigkeit waren in Wien am massivsten. Also: Reden Sie nicht unseriöses Zeug daher, sondern bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wien ist Schlusslicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wer sich da in einen Wirbel redet, ...!
Herr Kollege Bösch hat sich 15 Minuten lang in einen Pensionswirbel hineingeredet; ich glaube, dass er in Wirklichkeit vom Ankauf der Eurofighter, der Kampfflugzeuge, Abstand nehmen und ablenken wollte. (Abg. Dr. Stummvoll: Wer sich da in einen Wirbel redet, ...!) Ich möchte Ihnen nur Folgendes in Erinnerung rufen: Der freiheitliche Bundesrat Gudenus hat Sie, meine Damen und Herren von den Freiheitlichen, per Brief aufgefordert, den Ankauf dieser Kampfmaschinen, dieser „Fotoapparate in der Luft“ heute nicht zu beschließen und das Geld lieber für sozialpolitische Zwecke auszugeben. Das sollten Sie sich merken für die Abstimmung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Kollege Bösch hat sich 15 Minuten lang in einen Pensionswirbel hineingeredet; ich glaube, dass er in Wirklichkeit vom Ankauf der Eurofighter, der Kampfflugzeuge, Abstand nehmen und ablenken wollte. (Abg. Dr. Stummvoll: Wer sich da in einen Wirbel redet, ...!) Ich möchte Ihnen nur Folgendes in Erinnerung rufen: Der freiheitliche Bundesrat Gudenus hat Sie, meine Damen und Herren von den Freiheitlichen, per Brief aufgefordert, den Ankauf dieser Kampfmaschinen, dieser „Fotoapparate in der Luft“ heute nicht zu beschließen und das Geld lieber für sozialpolitische Zwecke auszugeben. Das sollten Sie sich merken für die Abstimmung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Dieser Bundesregierung!
Herr Bundesminister Bartenstein, auf Sie möchte ich mich heute ganz besonders konzentrieren, da ich denke, dass Arbeitsmarktpolitik eines der wichtigsten Anliegen (Abg. Mag. Molterer: Dieser Bundesregierung!) ist, damit wir erstens Beschäftigung schaffen, zweitens die Pensionen langfristig sichern und drittens den Wirtschaftsstandort Österreich sichern können. Aber Sie machen keine aktive Arbeitsmarktpolitik, Herr Bundesminister Bartenstein, und Sie sind uns auch jetzt sehr viele Antworten schuldig geblieben, wie schon in den stundenlangen Beratungen in den Ausschüssen, in denen wir miteinander diskutieren konnten.
Abg. Dr. Trinkl: Welches?
Sie haben immer lange, aber nie ernsthaft mit uns diskutiert, Herr Bundesminister, denn wir haben unser Pensionsmodell in den Ausschüssen präsentiert, das Pensionsmodell der SPÖ. (Abg. Dr. Trinkl: Welches?) Herr Kollege Bösch, Sie haben das heute eingefordert: Lesen Sie es! Ich habe es mit, ich zeige es Ihnen nachher.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Aber all das, was Herr Bundesminister Bartenstein heute gesagt hat, ist immer nur ein Teil der Fakten. Der Herr Bundesminister vergisst nämlich immer auf das Kleingedruckte – das tut er sehr gerne. Wenn ihm das nicht angenehm ist, lässt er es weg, aber genau darauf kommt es an, meine Damen und Herren. Wir müssen bei diesen Budgetbegleitgesetzen auch und vor allem auf das Kleingedruckte schauen und achten, damit wir der Bevölkerung gegenüber maximale Transparenz zeigen. Es ist unser Auftrag, unser politischer Auftrag, dass wir das der Bevölkerung auch sagen. Erst wenn wir das tun, kommt die volle Wahrheit heraus; und dieser sollten wir uns jetzt mit all unserer Aufmerksamkeit widmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da haben Sie Recht!
Ich denke, es ist an der Zeit, dass die Verunsicherung endlich ein Ende hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da haben Sie Recht!) Natürlich interessiert die Österreicherinnen und Österreicher das, was Sie sagen, aber genauso interessiert die Österreicherinnen und Österreicher, was Herr Arbeitsminister Bartenstein nicht sagt. Ich glaube, wir sollten es vermeiden, das zu verschweigen – gerade heute, wenn diese Pensionsreform am Abend beschlossen werden soll.
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Herr Bundesminister, Sie sind der größte „Arbeitnehmerminister“ dieser Republik: Sie nehmen Arbeit, sie nehmen den Jungen und den Älteren nämlich durch Ihre Politik Arbeit weg. Das kann ich natürlich mit mehreren Fakten belegen, weil auch ich eine Freundin der Zahlen und Fakten bin, Herr Bundesminister. (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.) Vor allem über die Jugend sollten wir heute reden. Sie führen immer gerne die Jugend an, wenn Sie über die Zukunft sprechen, aber über die gegenwärtige Situation unserer Jugend sprechen Sie nicht, denn diese sieht viel schlechter aus, als Sie sie darzustellen versuchen.
Abg. Steibl: Sie haben falsche Zahlen!
Seit drei Jahren ist ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 44,4 Prozent zu verzeichnen, meine Damen und Herren! Seit Sie in der Bundesregierung sind, gibt es keine Maßnahmen mehr gegen Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Steibl: Sie haben falsche Zahlen!) – Ich habe richtige Zahlen, denn ich habe Fakten auf dem Tisch liegen, Frau Kollegin Steibl! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Seit drei Jahren ist ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 44,4 Prozent zu verzeichnen, meine Damen und Herren! Seit Sie in der Bundesregierung sind, gibt es keine Maßnahmen mehr gegen Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Steibl: Sie haben falsche Zahlen!) – Ich habe richtige Zahlen, denn ich habe Fakten auf dem Tisch liegen, Frau Kollegin Steibl! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: „Euroteam“!
Tatsache ist weiters, dass es ein Gesetz – dieses gibt es noch – zur Sicherung der Ausbildung der Jugendlichen gab, aber dieses Gesetz wird seit dem Jahr 2000 scheibchenweise beschnitten. Sie haben die Lehrlingsstiftungen auslaufen lassen, Sie haben die Zahl der Lehrgangsplätze jetzt zwar um 1 000 erhöht, aber es gibt keine Budgetmittel mehr von Ihnen, Herr Bundesminister! Die Mittel aus der Arbeitslosenversicherung müssen dafür herhalten, die ersparten Rücklagen des AMS müssen dafür herhalten! (Abg. Hornek: „Euroteam“!) Zahlt euch eure jungen Arbeitslosen selbst, ihr Versicherten!, das heißt es doch – und nichts anderes! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Tatsache ist weiters, dass es ein Gesetz – dieses gibt es noch – zur Sicherung der Ausbildung der Jugendlichen gab, aber dieses Gesetz wird seit dem Jahr 2000 scheibchenweise beschnitten. Sie haben die Lehrlingsstiftungen auslaufen lassen, Sie haben die Zahl der Lehrgangsplätze jetzt zwar um 1 000 erhöht, aber es gibt keine Budgetmittel mehr von Ihnen, Herr Bundesminister! Die Mittel aus der Arbeitslosenversicherung müssen dafür herhalten, die ersparten Rücklagen des AMS müssen dafür herhalten! (Abg. Hornek: „Euroteam“!) Zahlt euch eure jungen Arbeitslosen selbst, ihr Versicherten!, das heißt es doch – und nichts anderes! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Neudeck: Das haben aber Sie erfunden!
Herr Bundesminister! Mich würde sehr interessieren, wie viele Lehrplätze geschaffen wurden, seit Sie diese Prämie von 1 000 € an die Unternehmen eingeführt haben, wenn von Monat zu Monat die Zahl der Lehrstellensuchenden steigt. Auch das sind Zahlen und Fakten: Es gibt 6 602 Lehrstellen suchende Jugendliche; ich zähle im Gegensatz zum Herrn Bundesminister auch jene dazu, die jetzt in Kursen und in kurzfristigen Maßnahmen sind. (Abg. Neudeck: Das haben aber Sie erfunden!) Diese scheinen wohl in der einen Statistik nicht auf, aber gesamt gesehen sind es doppelt so viele gegenüber nur 3 000 offenen Lehrstellen, wie uns der Herr Bundesminister immer weiszumachen versucht. – Das hat es noch nie gegeben, und dass es kein Geld mehr vom Bund dafür gibt, ist einzigartig negativ in Europa! Sie werden kein zweites Beispiel dazu finden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Mich würde sehr interessieren, wie viele Lehrplätze geschaffen wurden, seit Sie diese Prämie von 1 000 € an die Unternehmen eingeführt haben, wenn von Monat zu Monat die Zahl der Lehrstellensuchenden steigt. Auch das sind Zahlen und Fakten: Es gibt 6 602 Lehrstellen suchende Jugendliche; ich zähle im Gegensatz zum Herrn Bundesminister auch jene dazu, die jetzt in Kursen und in kurzfristigen Maßnahmen sind. (Abg. Neudeck: Das haben aber Sie erfunden!) Diese scheinen wohl in der einen Statistik nicht auf, aber gesamt gesehen sind es doppelt so viele gegenüber nur 3 000 offenen Lehrstellen, wie uns der Herr Bundesminister immer weiszumachen versucht. – Das hat es noch nie gegeben, und dass es kein Geld mehr vom Bund dafür gibt, ist einzigartig negativ in Europa! Sie werden kein zweites Beispiel dazu finden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber diese Zahl von 10 000 in Summe ist ja nur die Spitze des Eisberges, meine Damen und Herren, denn es sind ja über 30 000 zwischen 15- und 25-jährige junge Menschen, die keine Arbeit haben und denen Sie natürlich auch die Hoffnung genommen haben: die Hoffnung auf eine Zukunft. Und da wollen Sie die dritte Säule forcieren und sagen: Zahl selbst ein, damit du selbst vorsorgst!? Die erste Säule zurücknehmen, das ist Ihre Politik!? Wenn man keine Arbeit hat, kann man in keine dritte Säule einzahlen, Herr Klubobmann Molterer! Das sollten Sie aber genau wissen! (Beifall bei der SPÖ.) Ich weiß nicht, ob Sie junge Leute kennen und mit ihnen reden. Ich wäre gespannt, zu erfahren, was Sie ihnen erzählen.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Und apropos Prozente, Herr Bundesminister: Wie viele Prozente haben Sie eigentlich in diesem Schuhgeschäft bekommen? (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das muss man sich einmal vorstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und apropos Prozente, Herr Bundesminister: Wie viele Prozente haben Sie eigentlich in diesem Schuhgeschäft bekommen? (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das muss man sich einmal vorstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Und Millionär!
Ein Bundesminister dieser Republik, der 15 000 € im Monat verdient, ein Schloss und eine Pharmafirma besitzt, geht in ein Schuhgeschäft, sieht ein Paar Schuhe und – nimmt sie, kauft, bezahlt und geht wieder. Nein! Dieser Bundesminister, Schlossbesitzer, Pharmakonzernbesitzer (Abg. Mag. Wurm: Und Millionär!) will einen Preisnachlass! Er will einen Rabatt für ein Paar Schuhe! Ja, kann er sich denn diese Schuhe nicht leisten?! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Neid spricht aus Ihnen!) Die Schamesröte müsste es Ihnen ins Gesicht treiben, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wie oft haben Sie schon einen Rabatt bekommen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Neid spricht aus Ihnen!
Ein Bundesminister dieser Republik, der 15 000 € im Monat verdient, ein Schloss und eine Pharmafirma besitzt, geht in ein Schuhgeschäft, sieht ein Paar Schuhe und – nimmt sie, kauft, bezahlt und geht wieder. Nein! Dieser Bundesminister, Schlossbesitzer, Pharmakonzernbesitzer (Abg. Mag. Wurm: Und Millionär!) will einen Preisnachlass! Er will einen Rabatt für ein Paar Schuhe! Ja, kann er sich denn diese Schuhe nicht leisten?! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Neid spricht aus Ihnen!) Die Schamesröte müsste es Ihnen ins Gesicht treiben, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wie oft haben Sie schon einen Rabatt bekommen?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wie oft haben Sie schon einen Rabatt bekommen?
Ein Bundesminister dieser Republik, der 15 000 € im Monat verdient, ein Schloss und eine Pharmafirma besitzt, geht in ein Schuhgeschäft, sieht ein Paar Schuhe und – nimmt sie, kauft, bezahlt und geht wieder. Nein! Dieser Bundesminister, Schlossbesitzer, Pharmakonzernbesitzer (Abg. Mag. Wurm: Und Millionär!) will einen Preisnachlass! Er will einen Rabatt für ein Paar Schuhe! Ja, kann er sich denn diese Schuhe nicht leisten?! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Neid spricht aus Ihnen!) Die Schamesröte müsste es Ihnen ins Gesicht treiben, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wie oft haben Sie schon einen Rabatt bekommen?)
Abg. Neudeck: Die SPÖ lässt es sich überhaupt schenken! Sie sind der Meinung, er soll gar nichts zahlen, so wie bei Ihnen?
Meine Damen und Herren! Das nächste sehr unangenehme Faktum ist (Abg. Neudeck: Die SPÖ lässt es sich überhaupt schenken! Sie sind der Meinung, er soll gar nichts zahlen, so wie bei Ihnen?): Die Arbeitslosigkeit bei den über 60-jährigen Männern und bei den über 50-jährigen Frauen ist überhaupt explodiert. Es gibt um 204 Prozent mehr Arbeitslose bei den über 60-jährigen Männern, um 88 Prozent mehr Arbeitslose bei den über 50-jährigen Frauen! Das sind die Folgen Ihrer letzten Pensionsreform! – Wenn ich mir die Folgen der jetzigen Pensionsreform anschaue, dann wird mir ganz gruselig im Kopf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das nächste sehr unangenehme Faktum ist (Abg. Neudeck: Die SPÖ lässt es sich überhaupt schenken! Sie sind der Meinung, er soll gar nichts zahlen, so wie bei Ihnen?): Die Arbeitslosigkeit bei den über 60-jährigen Männern und bei den über 50-jährigen Frauen ist überhaupt explodiert. Es gibt um 204 Prozent mehr Arbeitslose bei den über 60-jährigen Männern, um 88 Prozent mehr Arbeitslose bei den über 50-jährigen Frauen! Das sind die Folgen Ihrer letzten Pensionsreform! – Wenn ich mir die Folgen der jetzigen Pensionsreform anschaue, dann wird mir ganz gruselig im Kopf. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Was Ihre „großartigen“ arbeitspolitischen Maßnahmen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrifft, muss ich wohl nicht dazusagen, dass Wirtschafsexpertinnen und -experten sagen, dass diese nicht den gewünschten Effekt haben werden, denn die Leute werden schon vorher arbeitslos werden. Beim Kündigungsschutz, den Sie ein bisschen für ältere ArbeitnehmerInnen und Arbeiter ausweiten (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schlusssatz! –, wird es in Wirklichkeit so sein, dass die Leute schon vorher arbeitslos werden.
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Das mit den Schuhen mag heute vielleicht Ihr kleiner Skandal, Ihre persönliche Affäre sein, aber der große politische Skandal ist, wenn Sie heute diese Pensionsreform beschließen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Fakten!
Frau Kollegin, das, was Sie jetzt in Ihrer Rede geliefert haben (Abg. Heinisch-Hosek: Fakten!), war unterste Schublade. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Ich kann Ihnen garantieren, dass das, was Sie gesagt haben, die Österreicherinnen und Österreicher nicht interessiert. (Beifall bei der ÖVP. – Empörter Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Frau Kollegin, das, was Sie jetzt in Ihrer Rede geliefert haben (Abg. Heinisch-Hosek: Fakten!), war unterste Schublade. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Ich kann Ihnen garantieren, dass das, was Sie gesagt haben, die Österreicherinnen und Österreicher nicht interessiert. (Beifall bei der ÖVP. – Empörter Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Empörter Widerspruch bei der SPÖ.
Frau Kollegin, das, was Sie jetzt in Ihrer Rede geliefert haben (Abg. Heinisch-Hosek: Fakten!), war unterste Schublade. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Ich kann Ihnen garantieren, dass das, was Sie gesagt haben, die Österreicherinnen und Österreicher nicht interessiert. (Beifall bei der ÖVP. – Empörter Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte Sie nur bitten: Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! Wo wohnt der ÖGB-Präsident? Ist das nicht ein Penthouse? Wie viele KollegInnen von Ihnen wohnen in Gemeindewohnungen? Sagen Sie uns das – und bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wenn Sie sagen, diese Regierung mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Herbert Haupt tue nichts für Jugendliche, so möchte ich festhalten, wir haben festgeschrieben, dass für über 5 000 Jugendliche ein verpflichtendes Qualifizierungsprogramm eingeführt wird. Aber leider wollen Sie das nicht hören. Lesen – denken – zuhören! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Mag. Wurm: Sie machen es kaputt!
Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, hören Sie bitte zu! Österreich hat eines der besten Sozialsysteme der Welt. (Abg. Mag. Wurm: Sie machen es kaputt!) Nun heißt es, Verantwortung übernehmen, um unser hervorragendes Pensions-, Gesundheits- und Arbeitsmarktsystem zu erhalten. Wie heißt es so schön? Zukunft braucht Verantwortung! Die Verschleierungs- und Verwässerungspolitik der SPÖ bringt uns jetzt jedoch ebenso wenig weiter wie die frühere Schuldenpolitik der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, hören Sie bitte zu! Österreich hat eines der besten Sozialsysteme der Welt. (Abg. Mag. Wurm: Sie machen es kaputt!) Nun heißt es, Verantwortung übernehmen, um unser hervorragendes Pensions-, Gesundheits- und Arbeitsmarktsystem zu erhalten. Wie heißt es so schön? Zukunft braucht Verantwortung! Die Verschleierungs- und Verwässerungspolitik der SPÖ bringt uns jetzt jedoch ebenso wenig weiter wie die frühere Schuldenpolitik der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Wer zahlt es?
Die Familienhospizkarenz ist einzigartig in ganz Europa. (Abg. Mag. Wurm: Wer zahlt es?) Zurzeit haben bereits an die 70 Personen diese angenommen oder annehmen müssen, weil dies auch immer wieder eine schwierige Situation für die Familien ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Kindererziehung und die Pflege naher Angehöriger sind unumstritten wichtige Beiträge zur Generationensolidarität. Genau da haken wir mit weiteren familienpolitischen Maßnahmen ein. Ich möchte nur anführen: Zwei Jahre Kindererziehung werden in Zukunft pensionsbegründend angerechnet. Volle drei Jahre werden aus der Durchrechnungszeit für jedes Kinder herausgenommen. Es wird also keine Nachteile für Frauen, für Mütter und auch für Väter in Österreich geben. Die SPÖ behauptet natürlich etwas anderes und ist somit nicht ganz bei der Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Immer noch mehr für Präsenzdiener!
Auch die Bemessungsgrundlage für die Zeiten der Kindererziehung wird bis 2028 in jährlichen 2 Prozentschritten auf 150 Prozent erhöht. Das bedeutet im Endeffekt eine Verdoppelung der derzeitigen Bemessungsgrundlage von 643 € auf circa 1 600 € bis zum Jahre 2028. (Abg. Mag. Wurm: Immer noch mehr für Präsenzdiener!) Frau Kollegin, bitte zuhören! (Abg. Mag. Wurm: Das sind 150 Prozent! Das ist keine Verdopplung, Frau Steibl!)
Abg. Mag. Wurm: Das sind 150 Prozent! Das ist keine Verdopplung, Frau Steibl!
Auch die Bemessungsgrundlage für die Zeiten der Kindererziehung wird bis 2028 in jährlichen 2 Prozentschritten auf 150 Prozent erhöht. Das bedeutet im Endeffekt eine Verdoppelung der derzeitigen Bemessungsgrundlage von 643 € auf circa 1 600 € bis zum Jahre 2028. (Abg. Mag. Wurm: Immer noch mehr für Präsenzdiener!) Frau Kollegin, bitte zuhören! (Abg. Mag. Wurm: Das sind 150 Prozent! Das ist keine Verdopplung, Frau Steibl!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das heißt, Österreich ist unter dieser Bundesregierung mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Herbert Haupt auf dem besten Weg, zum kinder- und familienfreundlichsten Land der Welt zu werden. Bitte nehmen Sie das mit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Verzetnitsch: Selektive Wahrnehmung!
Nun noch kurz zur Pensionssicherungsreform im Gesamten. Alle Arbeits- und Sozialrechtsexperten haben bestätigt, dass eine Pensionssicherungsreform dringend notwendig geworden ist. Bereits im Jahre 1991 haben die Sozialpartner in einer Beiratsstudie – und ich glaube, das trifft auch die SPÖ – genau das empfohlen, was jetzt von der Regierung vorgeschlagen wurde. (Abg. Verzetnitsch: Selektive Wahrnehmung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Keine Abschaffung der Frühpensionen!
Nur noch einmal in drei Punkten: Anrechnung der Kindererziehungszeiten, längere Durchrechnung und ein langsames Auslaufen der Frühpensionen. – Jawohl, Herr Präsident Verzetnitsch! Drei Jahre lang wurde in der Pensionsreformkommission unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Tomandl unter Einbindung aller Sozialpartner beraten. Ich glaube, da gehört der ÖGB dazu, soweit ich weiß. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Keine Abschaffung der Frühpensionen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich frage Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Warum wollen Sie das nicht mittragen? Warum sind Sie nicht bereit, die Zukunft unserer Generation sowie der kommenden Generation zu sichern? Ich frage Sie: Wo ist Ihre Verantwortung? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ich als Familiensprecherin der ÖVP – ich bin stolz darauf, Familiensprecherin der ÖVP sein zu dürfen – werde dieser Pensionssicherungsreform zustimmen, weil ich Verantwortung übernehme: für unsere Familien, für unsere Jugend. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie von der Opposition sind aufgerufen beziehungsweise eingeladen, für unsere Zukunft in Österreich diese Pensionssicherungsreform sowie das gesamte positive Maßnahmenpaket mitzutragen. Wir laden sie ein, dem zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Seit der gestrigen Dringlichen Anfrage der Grünen und deren Beantwortung durch Bundesminister Grasser ergibt sich ein völlig neuer Wissenstand im Hinblick auf die Beschaffung der Abfangjäger, im Hinblick auf den Beschaffungsvorgang. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist nicht unbedingt eine Frage der Sicherheitsexpertinnen und Experten, sondern eine Frage der politischen Bewertung, und die werden sie alle hier vornehmen müssen, nicht nur die Sicherheitsexperten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Seit der gestrigen Dringlichen Anfrage der Grünen und deren Beantwortung durch Bundesminister Grasser ergibt sich ein völlig neuer Wissenstand im Hinblick auf die Beschaffung der Abfangjäger, im Hinblick auf den Beschaffungsvorgang. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist nicht unbedingt eine Frage der Sicherheitsexpertinnen und Experten, sondern eine Frage der politischen Bewertung, und die werden sie alle hier vornehmen müssen, nicht nur die Sicherheitsexperten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Wo? Welcher Verdacht? Präzisieren Sie den Verdacht!
Es hat bisher schon den begründeten Verdacht auf Schiebung bei dieser Beschaffung der Abfangjäger gegeben (Abg. Großruck: Wo? Welcher Verdacht? Präzisieren Sie den Verdacht!), und dieser Verdacht hat sich seit dem gestrigen Tag erhärtet. (Abg. Großruck: Bitte, konkrete Tatsachen! – Abg. Dr. Fasslabend: Es ist unverschämt, jahrelang das gleiche Spiel aufzuführen, bei jeder Beschaffung! Hören Sie endlich damit auf!)
Abg. Großruck: Bitte, konkrete Tatsachen! – Abg. Dr. Fasslabend: Es ist unverschämt, jahrelang das gleiche Spiel aufzuführen, bei jeder Beschaffung! Hören Sie endlich damit auf!
Es hat bisher schon den begründeten Verdacht auf Schiebung bei dieser Beschaffung der Abfangjäger gegeben (Abg. Großruck: Wo? Welcher Verdacht? Präzisieren Sie den Verdacht!), und dieser Verdacht hat sich seit dem gestrigen Tag erhärtet. (Abg. Großruck: Bitte, konkrete Tatsachen! – Abg. Dr. Fasslabend: Es ist unverschämt, jahrelang das gleiche Spiel aufzuführen, bei jeder Beschaffung! Hören Sie endlich damit auf!)
Abg. Großruck: Sagen Sie Ihren Verdacht!
Wir haben uns schon bisher gefragt, warum Minister Grasser die Finanzierung des teuersten Fluggerätes beschlossen hat, obwohl er doch selber sagt – und gestern hat er es wieder getan –, dass er jeden Cent zweimal umdrehe. (Abg. Großruck: Sagen Sie Ihren Verdacht!) Noch im Februar 2002 wird er im „NEWS“ mit den Worten zitiert: Abfangjäger sind aus finanzieller Sicht nicht leistbar! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben uns schon bisher gefragt, warum Minister Grasser die Finanzierung des teuersten Fluggerätes beschlossen hat, obwohl er doch selber sagt – und gestern hat er es wieder getan –, dass er jeden Cent zweimal umdrehe. (Abg. Großruck: Sagen Sie Ihren Verdacht!) Noch im Februar 2002 wird er im „NEWS“ mit den Worten zitiert: Abfangjäger sind aus finanzieller Sicht nicht leistbar! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Des Weiteren ... (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Warten Sie ein bisschen, ich lese es Ihnen schon noch fertig vor! – Das Interessante ist, dass es offensichtlich keine Gespräche mit den Vertretern der F-16-Anbieter und der SAAB-Gripen-Anbieter gegeben hat, sehr wohl aber Gespräche mit der Firma EADS, mit Vertretern der Firma EADS. Grasser sagte nämlich Folgendes – ich zitiere –:
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie: Wieso wurden Gespräche geführt ausgerechnet und ausschließlich mit Vertretern von EADS und sonst nur mit den offiziellen Vertretern, mit den Botschaftern, so wie das im Vorfeld solcher wirtschaftlicher Abwicklungen üblich ist? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist nicht verboten!
Minister Grasser hat das getan, was aus guten Gründen verboten ist. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist nicht verboten!) Ob das strafrechtliche Konsequenzen hat, das wird man sehen. Faktum ist, dass es politisch untragbar ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Minister Grasser hat das getan, was aus guten Gründen verboten ist. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist nicht verboten!) Ob das strafrechtliche Konsequenzen hat, das wird man sehen. Faktum ist, dass es politisch untragbar ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es kann das letztendlich auch nicht im Interesse einer Partei sein, da ja Karl-Heinz Grasser einer solchen nicht angehört, sondern seine einzige „Partei“ Karl-Heinz Grasser heißt. Das heißt, es bleibt als logische Folge eigentlich nur eine Möglichkeit, und zwar die Möglichkeit der persönlichen Interessen. Genau das wäre in einem Untersuchungsausschuss zu klären, und ich fordere Sie daher noch einmal auf: Nehmen Sie diesen Teil aus dem Budgetbegleitgesetz heraus! Stimmen Sie einer Untersuchung zu und lassen Sie diesen Beschaffungsvorgang einmal genau durchleuchten! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Gusenbauer, uns ist es gelungen, eine Verlustdeckelung von 10 Prozent einzubauen. – Diese 12 Prozent stimmen also nicht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Was den Vorwurf betrifft, dass es einen „überfallsartigen Eingriff“ in Pensionssysteme gebe, muss ich sagen: Es ist uns gelungen – und alle haben daran konstruktiv gearbeitet –, durchzusetzen, dass die Fristen verlängert und die Verluste verringert werden. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Gusenbauer, uns ist es gelungen, eine Verlustdeckelung von 10 Prozent einzubauen. – Diese 12 Prozent stimmen also nicht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Was den Vorwurf betrifft, dass es einen „überfallsartigen Eingriff“ in Pensionssysteme gebe, muss ich sagen: Es ist uns gelungen – und alle haben daran konstruktiv gearbeitet –, durchzusetzen, dass die Fristen verlängert und die Verluste verringert werden. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Abkassierer!
Nur so ist es möglich, die Pensionen für die Zukunft und auch für die künftigen Generationen in der Weise zu sichern, dass es jeder akzeptieren kann. Wenn wir das derzeitige System beibehalten hätten, wäre das nicht möglich gewesen. (Abg. Heinzl: Abkassierer!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg.Silhavy.
In diesem Schreiben Gusenbauers wird auch die notwendige Harmonisierung angesprochen. – Dazu möchte ich nur eines sagen: Die Harmonisierung kommt, und wir werden ja heute bei der Abstimmung sehen, ob die sozialdemokratische Fraktion dieser Harmonisierung, der sie immer das Wort redet, aber zu welcher sie bisher nichts beigetragen hat, auch zustimmt. Vorgesehen ist, dass ab dem Jahre 2004 alle unter 35-Jährigen in das neue System eingebaut und dass in Zukunft alle Erwerbstätigen den Leistungen und Beiträgen gemäß gleich behandelt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg.Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin Silhavy, die Vorschläge der Sozialdemokraten in diesem Zusammenhang werden wahrscheinlich nicht besonders gut sein, was folgendes Beispiel annehmen lässt: Ich habe hier einen Kontoauszug von einem Pensionisten aus dem Jahre 1995, aus dem Jahre 1999 und aus dem Jahre 2001. 1995 hat die sozialdemokratische Fraktion hier die Verantwortung getragen, und damals hat dieser Pensionist 12 954,30 S an Pension erhalten. Dann hat es eine Reform gegeben, dann sind vier Jahre verstrichen, und im Jahre 1999 hat derselbe Pensionist 12 950 S Pension bekommen, also um 4,30 S weniger. Das haben Sie seinerzeit beschlossen. Im Jahre 2001, als es eine ÖVP/FPÖ-Koalition gegeben hat, hat derselbe Pensionist plötzlich 13 457,40 S Pension bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie schröpfen sie jetzt!
Die österreichische Bevölkerung kann jetzt vergleichen, welche Maßnahmen wo greifen, welche Maßnahmen die Leute mehr treffen. Sie haben die Leute geschröpft! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schröpfen sie jetzt!) Wir werden mit den Leuten human umgehen (Abg. Reheis: Sie werden sie schröpfen!), und zwar so, dass jeder kalkulieren kann, und wir werden die Verluste möglichst gering halten und das Ganze in ein neues System überführen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Sie sind die Schröpfpartie! Sie sind die Schröpfer!)
Abg. Reheis: Sie werden sie schröpfen!
Die österreichische Bevölkerung kann jetzt vergleichen, welche Maßnahmen wo greifen, welche Maßnahmen die Leute mehr treffen. Sie haben die Leute geschröpft! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schröpfen sie jetzt!) Wir werden mit den Leuten human umgehen (Abg. Reheis: Sie werden sie schröpfen!), und zwar so, dass jeder kalkulieren kann, und wir werden die Verluste möglichst gering halten und das Ganze in ein neues System überführen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Sie sind die Schröpfpartie! Sie sind die Schröpfer!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Sie sind die Schröpfpartie! Sie sind die Schröpfer!
Die österreichische Bevölkerung kann jetzt vergleichen, welche Maßnahmen wo greifen, welche Maßnahmen die Leute mehr treffen. Sie haben die Leute geschröpft! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schröpfen sie jetzt!) Wir werden mit den Leuten human umgehen (Abg. Reheis: Sie werden sie schröpfen!), und zwar so, dass jeder kalkulieren kann, und wir werden die Verluste möglichst gering halten und das Ganze in ein neues System überführen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Sie sind die Schröpfpartie! Sie sind die Schröpfer!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abg. Silhavy.
Nur keine Aufregung, Herr Kollege! Ich versichere Ihnen jetzt, dass die Verluste nicht mehr als maximal 10 Prozent ausmachen werden. Ich sage Ihnen: Wir haben für diejenigen, die Verluste erleiden, gestern Abend noch lange mit den Kollegen von der ÖVP verhandelt und sind dabei zu folgendem Kompromiss gekommen: Der Härteausgleichsfonds, den wir eingerichtet haben, wird jetzt mit insgesamt 44 Millionen € dotiert. Ursprünglich waren es zwischen 10 bis 20 Millionen €. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abg. Silhavy.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Frau Kollegin, das kommt im Abänderungsantrag, den ich jetzt einbringen werde. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Nein, den bringe ich jetzt ein, Frau Kollegin Silhavy. Sie müssen Verständnis dafür haben, dass es erst jetzt geschieht, denn ich darf Ihnen sagen: In der Zeit, in der Sie gestreikt haben, haben wir verhandelt. Wir haben über Pfingsten verhandelt. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin, das kommt im Abänderungsantrag, den ich jetzt einbringen werde. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Nein, den bringe ich jetzt ein, Frau Kollegin Silhavy. Sie müssen Verständnis dafür haben, dass es erst jetzt geschieht, denn ich darf Ihnen sagen: In der Zeit, in der Sie gestreikt haben, haben wir verhandelt. Wir haben über Pfingsten verhandelt. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Vorgesehen ist, die Dotierung in Dreijahresschritten vorzunehmen, und zwar 10 Millionen € für 2004, 16 Millionen € für 2005 und 18 Millionen € für 2006 zu dotieren. Lukrieren von diesem Härteausgleichsfonds können jene Leute, die Verluste erleiden und die eine Pension unter 1 000 € beziehen. Diese Leute können Anträge stellen, und die Verluste können bis zu 100 Prozent ausgeglichen werden, wenn sich bei der Prüfung herausstellt, dass das notwendig ist. Auch die „Hackler“, die Schwerarbeit leisten, können, sollten sie Verluste erleiden, ab 45 Beitragsjahren aus diesem Härtefonds einen Ausgleich in bestimmter prozentueller Höhe, und zwar geht das bis zu 100 Prozent, erhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Nur Schall und Rauch! Der Schüssel hat das ausgepokert!
Ich glaube, das ist eine wesentliche Verbesserung, auf die wir stolz sein können, weil diejenigen, die schwer gearbeitet und lange Versicherungszeiten haben, und diejenigen, die auf Grund ihrer Erwerbstätigkeit einen relativ geringen Verdienst und daher eine niedrige Pension haben, keine Verluste erleiden müssen – im Gegensatz zu jenem Pensionisten, von dem ich Ihnen vorhin die Entwicklung seiner Pension dargestellt habe. (Abg. Parnigoni: Nur Schall und Rauch! Der Schüssel hat das ausgepokert!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bei den Sozialversicherungsfunktionären, die schon jetzt eine Pension erhalten oder eine erwarten können, haben wir einen Pensionssicherungsbeitrag analog den Beamten mit 3,3 Prozent beschlossen, und wir haben den Pensionsbeitrag, der bisher 2 Prozent betragen hat, um das Vierfache, nämlich auf 8 Prozent angehoben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Das sind Privilegien, die wir abgebaut haben. Aber es werden natürlich auch die Politikerprivilegien abgebaut. Bisher konnten Abgeordnete, EU-Abgeordnete und Bundesräte sowohl für die Abgeordnetenpension als auch für eine allfällige Ministerpension ihre Beiträge in Anrechnung bringen. – In Zukunft gibt es solche Doppelanrechnungen nicht mehr! Es ist nicht mehr möglich, Doppelanrechnungen vorzunehmen. Des Weiteren wird bei den Politikerpensionen in Zukunft bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage ein Solidarbeitrag von 8 Prozent und darüber hinaus ein Betrag von 15 Prozent abgezogen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ich kriege keine!
Herr Kollege Öllinger, ich lade dich ein, dort zuzustimmen, sonst bist du nicht glaubwürdig mit deiner Argumentation, dass bei den Privilegien zu wenig getan wird. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ich kriege keine!)
Abg. Scheibner: Schlusssatz!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Herr Abgeordneter, Sie haben die wesentlichen Teile des Antrages bereits in Ihrer Rede erläutert, und Ihre Redezeit ist zu Ende. (Abg. Scheibner: Schlusssatz!)
Rufe: Redezeit!
†Abgeordneter Sigisbert Dolinschek| (fortsetzend): Herr Präsident! Ich komme zum Schlusssatz: Ich möchte noch darauf verweisen, dass der Beitragssatz für Funktionäre der Versicherungsträger ebenfalls von 2 auf 8 Prozent der Funktionsgebühr angehoben worden ist und in diesem Abänderungsantrag auch eine Regelung über die Verlustdeckelung für Beamte, aufbauend auf ... (Rufe: Redezeit!)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dolinschek.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Ich muss Sie leider unterbrechen, Herr Abgeordneter! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dolinschek.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu Wort gemeldet ist nunmehr Frau Staatssekretärin Haubner. – Frau Staatssekretärin, Sie kennen die Redezeitbeschränkung: 12 Minuten. – Bitte. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bedauere es sehr, meine Damen und Herren von der Opposition, aber auch von den Sozialpartnern, dass Sie der Mut verlassen hat, mit uns gemeinsam diesen Weg zu gehen. Denn wenn wir diesen Weg nicht beschreiten, dann mindern wir die Zukunftschancen der Jugend, dann mindern wir die realistischen Chancen der jungen Menschen auf eine gesicherte Altersvorsorge. Wir sichern mit diesem Schritt, mit diesem Weg, dass junge Menschen auch ihren gerechten Anteil am Einkommen im Alter haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Zweite, was mir besonders wichtig erscheint, ist der Schutz und die Besserstellung von Beziehern kleiner Pensionen und kleiner Renten. Für diesen Bereich, denke ich, haben wir ein gutes Paket geschnürt. Wir haben ein Paket geschnürt, mit dem für die Bezieherinnen und Bezieher von Pensionen beziehungsweise Ausgleichszulagen unter 1 000 € der so genannte Familienausgleichszulagenrichtsatz auf 1 000 € erhöht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Stimmt ja nicht! Stimmt nicht!
Ich denke, es ist einmalig positiv in der Geschichte dieser Republik, dass es für kleine Pensionen keine Abschläge geben darf und geben kann (Abg. Dr. Van der Bellen: Stimmt ja nicht! Stimmt nicht!) und dass der Ausgleich durch diesen Härteausgleichsfonds gegeben ist, vor allem für jene, die lange und fleißig gearbeitet haben und trotzdem mit einer kleinen Pension auskommen müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich denke, es ist einmalig positiv in der Geschichte dieser Republik, dass es für kleine Pensionen keine Abschläge geben darf und geben kann (Abg. Dr. Van der Bellen: Stimmt ja nicht! Stimmt nicht!) und dass der Ausgleich durch diesen Härteausgleichsfonds gegeben ist, vor allem für jene, die lange und fleißig gearbeitet haben und trotzdem mit einer kleinen Pension auskommen müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte hier auch einmal feststellen: Es wird ständig Trauer geäußert sowie die Frage, warum Frauen so kleine Pensionen haben. Das muss man schon ein bisschen zurückverfolgen. Was ist die Ursache dafür, dass Frauen so kleine Pensionen haben? – Nicht die Maßnahmen dieser Bundesregierung sind schuld daran, sondern die Ursachen dafür liegen schon etwas weiter zurück. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Gerade im Bereich der Einkommensverhandlungen für Frauen im frauenspezifischen Bereich gab es eine große Nachlässigkeit auch seitens der Sozialpartner zu verzeichnen, bessere Bedingungen für Frauen auszuverhandeln, damit sie letztendlich auch Pensionen haben, von denen sie im Alter leben können. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Pensionsreform ist durch eine Deckelung sozial abgefedert. Deswegen, weil wir nicht akzeptieren können, dass Personen, die niedrige Pensionen bekommen, nochmals Abzüge wegen des Durchrechnungszeitraumes haben, weil der Durchrechnungszeitraum dann schon zu wirken beginnt, haben wir die Abfederung mit der Deckelung eingeführt. Das ist sozial notwendig, sozial gerecht und sozial unbedingt verträglich. – Zitatende. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die vierte Maßnahme, um kleine Pensionen zu schützen, ist die Pensionsanpassung für 2004 und 2005, die vorsieht, dass kleine Pensionen die volle Inflationsabgeltung erhalten und darüber liegende Pensionen zweimal mit einem Fixbetrag angepasst werden. – Ich denke, auch das ist ein Solidarbeitrag der Bezieher höherer Pensionen an die Kleinen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Hohes Haus! Für uns beginnt eine gute Pensionspolitik bei den Kindern, denn Kinder spielen die wichtigste Rolle im Generationenvertrag. Daher haben wir uns auch einer sehr nachhaltigen Familienpolitik verschrieben. Neben der monetären Unterstützung, die heute schon in verschiedenen Reden angesprochen wurde – sei es in den Bereichen des Kinderbetreuungsgeldes, der Familienbeihilfe, der Schüler- und Lehrlingsfreifahrten, der Familienhospizkarenz, der Erhöhung des Mehrkinderzuschlages und einigen mehr –, haben wir auch gezielte Förderungen, was den Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft. Ich denke, das ist die Grundlage schlechthin, um über eine Pensionsreform nicht nur zu diskutieren, sondern sie auch entsprechend umzusetzen, wenn wir in diesem Bereich die wichtigen und notwendigen Schritte tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Von Ihnen sicher nicht!
Die Anerkennung der Familienleistungen auch in der Pension ist ein großes Anliegen dieser Regierung und der Regierungsfraktionen gewesen. Daher freue ich mich, dass gerade die SPÖ auch bei ihrem Pensionsmodell, der Fairnesspension, unter anderem schreibt: Leistungen von Frauen für die Familien und für die gesamte Gesellschaft sind in besonderer Weise zu würdigen. – Zitatende. (Abg. Mag. Wurm: Von Ihnen sicher nicht!)
die Abgeordneten Mag. Wurm und Stadlbauer: Wo? Wo? Wo?
Meine Damen und Herren von der Opposition! Wir würdigen diese Leistungen in besonderer Weise (die Abgeordneten Mag. Wurm und Stadlbauer: Wo? Wo? Wo?), nicht nur in der Familienpolitik, sondern auch in den pensionssichernden Maßnahmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Wir würdigen diese Leistungen in besonderer Weise (die Abgeordneten Mag. Wurm und Stadlbauer: Wo? Wo? Wo?), nicht nur in der Familienpolitik, sondern auch in den pensionssichernden Maßnahmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir würdigen diese Leistungen! Wir würdigen sie besonders, was die pensionsbegründenden Zeiten anlangt, wir würdigen sie besonders im Zusammenhang mit der Reduzierung des Durchrechnungszeitraumes, und wir würdigen sie im Besonderen durch die Anhebung der Kindererziehungszeiten. Daher ist für uns die eigenständige Alterssicherung nicht wie bisher oft nur ein Schlagwort in Parteiprogrammen und vor Wahlen, sondern wir setzen den ersten und wichtigen Schritt, um eine eigenständige Alterssicherung für Frauen zu erreichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Dahinvegetieren können!
Ich lade daher alle, die ernsthaft daran interessiert sind, bei denen der Wille dazu ernsthaft vorhanden ist, herzlich ein, das Vorhaben der Harmonisierung gemeinsam mitzutragen und ihre Leistungen mit einzubringen. Zeigen Sie damit, meine Damen und Herren speziell auch von der Opposition, dass Sie den Menschen verpflichtet sind und niemandem sonst, denn wir müssen es schaffen, dass die Menschen in Österreich weiterhin gesund, selbstbestimmt und vor allem abgesichert im Alter (Abg. Parnigoni: Dahinvegetieren können!) ihren Lebensabend verbringen können. – Ich danke Ihnen. (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich lade daher alle, die ernsthaft daran interessiert sind, bei denen der Wille dazu ernsthaft vorhanden ist, herzlich ein, das Vorhaben der Harmonisierung gemeinsam mitzutragen und ihre Leistungen mit einzubringen. Zeigen Sie damit, meine Damen und Herren speziell auch von der Opposition, dass Sie den Menschen verpflichtet sind und niemandem sonst, denn wir müssen es schaffen, dass die Menschen in Österreich weiterhin gesund, selbstbestimmt und vor allem abgesichert im Alter (Abg. Parnigoni: Dahinvegetieren können!) ihren Lebensabend verbringen können. – Ich danke Ihnen. (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Staatssekretärin Haubner: Es kommt eh nichts weg!
†Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl| (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Frau Staatssekretärin, darf ich Sie beim Wort nehmen? Bei dem, was Sie heute gesagt haben, und auch bei dem, was Sie vor sieben Tagen gesagt haben? – Vor ganz wenigen Tagen haben Sie gesagt: Bei einer 1 000 €-Pension darf nichts wegkommen, da sind auch drei Prozentpunkte zu viel. (Staatssekretärin Haubner: Es kommt eh nichts weg!)
Beifall bei der SPÖ.
Heute, Frau Staatssekretärin, haben Sie ganz anders geklungen. Da haben Sie über eine Pensionsreform gesprochen, bei der den kleinsten Pensionen, also auch jenen unter 1 000 €, 12 Prozent weggenommen werden. Und das haben Sie zu meiner großen Verwunderung als „sozial gerecht“ und als „Schutz für die kleinen Pensionen“ bezeichnet. – Frau Staatssekretärin, was werden Sie in den nächsten sieben Tagen sagen? Und welche Regelungen werden uns in einem Jahr erwarten? – Aber dazu später. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: 30 Jahre lang waren Sie verantwortlich! Wer war denn verantwortlich für dieses System? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Stecken Sie den Zettel wieder ein! Stecken Sie den Zettel weg! – Abg. Scheibner: Sie haben die Pensionen gekürzt in den neunziger Jahren! Das ist Ihre verkehrte Politik! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Vor sieben Tagen hatten Sie Recht, Frau Staatssekretärin! 1 000 € ist herzlich wenig. 1 000 € im Monat, das bedeutet in unserem Land: armutsgefährdet zu leben. Sehen Sie sich an, wie niedrig die Pensionen heute sind! (Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe.) Die Hälfte der Pensionisten und Pensionistinnen erhält schon heute, also schon vor dieser Pensionskürzungsreform, weniger als 1 000 €. (Abg. Scheibner: 30 Jahre lang waren Sie verantwortlich! Wer war denn verantwortlich für dieses System? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Stecken Sie den Zettel wieder ein! Stecken Sie den Zettel weg! – Abg. Scheibner: Sie haben die Pensionen gekürzt in den neunziger Jahren! Das ist Ihre verkehrte Politik! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das ist das Ergebnis Ihrer verkehrten Politik!
Für 70 Prozent der Frauen setzen Sie jetzt einen Schritt in die Richtung, dass sie noch weniger Einkommen haben. Genau den Menschen, die täglich jeden Euro umdrehen müssen, nehmen Sie jetzt Geld weg! (Abg. Scheibner: Das ist das Ergebnis Ihrer verkehrten Politik!) – Das ist Ihre Verantwortung, das können Sie nicht irgendjemand anderem umhängen, Herr Klubobmann Scheibner. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Für 70 Prozent der Frauen setzen Sie jetzt einen Schritt in die Richtung, dass sie noch weniger Einkommen haben. Genau den Menschen, die täglich jeden Euro umdrehen müssen, nehmen Sie jetzt Geld weg! (Abg. Scheibner: Das ist das Ergebnis Ihrer verkehrten Politik!) – Das ist Ihre Verantwortung, das können Sie nicht irgendjemand anderem umhängen, Herr Klubobmann Scheibner. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn Sie die Unwahrheit sagen, dann darf man sich doch aufregen!
Auch wenn Ihre Nerven blank liegen (Abg. Scheibner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn Sie die Unwahrheit sagen, dann darf man sich doch aufregen!), möchte ich Sie doch bitten, sich manchmal die Menschen hinter diesen Zahlen vor Augen zu halten. Überlegen Sie sich einmal, wie es ist, mit 1 000 € im Monat auszukommen, mit 1 000 € im Monat die Miete zu bezahlen, mit 1 000 € im Monat (Abg. Mag. Wurm: Weniger im Durchschnitt!) – oder viel weniger – am Wochenende einzukaufen, im Supermarkt zu zahlen, mit 1 000 € oder weniger den Enkelkindern ein Spielzeug kaufen zu wollen und jeden Euro, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor vier Jahren war das ausreichend, als Sie noch den Sozialminister gestellt haben? – Abg. Scheibner: 1996! Was sagen Sie dazu? Haben Sie das schon vergessen?)
Abg. Mag. Wurm: Weniger im Durchschnitt!
Auch wenn Ihre Nerven blank liegen (Abg. Scheibner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn Sie die Unwahrheit sagen, dann darf man sich doch aufregen!), möchte ich Sie doch bitten, sich manchmal die Menschen hinter diesen Zahlen vor Augen zu halten. Überlegen Sie sich einmal, wie es ist, mit 1 000 € im Monat auszukommen, mit 1 000 € im Monat die Miete zu bezahlen, mit 1 000 € im Monat (Abg. Mag. Wurm: Weniger im Durchschnitt!) – oder viel weniger – am Wochenende einzukaufen, im Supermarkt zu zahlen, mit 1 000 € oder weniger den Enkelkindern ein Spielzeug kaufen zu wollen und jeden Euro, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor vier Jahren war das ausreichend, als Sie noch den Sozialminister gestellt haben? – Abg. Scheibner: 1996! Was sagen Sie dazu? Haben Sie das schon vergessen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor vier Jahren war das ausreichend, als Sie noch den Sozialminister gestellt haben? – Abg. Scheibner: 1996! Was sagen Sie dazu? Haben Sie das schon vergessen?
Auch wenn Ihre Nerven blank liegen (Abg. Scheibner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn Sie die Unwahrheit sagen, dann darf man sich doch aufregen!), möchte ich Sie doch bitten, sich manchmal die Menschen hinter diesen Zahlen vor Augen zu halten. Überlegen Sie sich einmal, wie es ist, mit 1 000 € im Monat auszukommen, mit 1 000 € im Monat die Miete zu bezahlen, mit 1 000 € im Monat (Abg. Mag. Wurm: Weniger im Durchschnitt!) – oder viel weniger – am Wochenende einzukaufen, im Supermarkt zu zahlen, mit 1 000 € oder weniger den Enkelkindern ein Spielzeug kaufen zu wollen und jeden Euro, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor vier Jahren war das ausreichend, als Sie noch den Sozialminister gestellt haben? – Abg. Scheibner: 1996! Was sagen Sie dazu? Haben Sie das schon vergessen?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Sie nehmen diesen kleinen Einkommensbeziehern ja noch eine dicke Scheibe weg, Herr Klubobmann Scheibner! Diese Schuld nimmt Ihnen niemand! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Aber Sie können es sich heute noch überlegen, der eigenen Reform nicht zuzustimmen. Sie sind ja die letzten Wochen gegen die eigene Reform angelaufen, vielleicht überlegen Sie es sich heute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie nehmen diesen kleinen Einkommensbeziehern ja noch eine dicke Scheibe weg, Herr Klubobmann Scheibner! Diese Schuld nimmt Ihnen niemand! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Aber Sie können es sich heute noch überlegen, der eigenen Reform nicht zuzustimmen. Sie sind ja die letzten Wochen gegen die eigene Reform angelaufen, vielleicht überlegen Sie es sich heute. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist wirklich ein Wahnsinn! Das sind keine Bittsteller!
Diese Leute, Frau Staatssekretärin, dürfen jetzt beim Fonds ansuchen. Sie haben sie zu Bittstellern gemacht. (Abg. Scheibner: Das ist wirklich ein Wahnsinn! Das sind keine Bittsteller!) Leute, die ihr Leben lang schwer gearbeitet haben, haben wir nicht zu Bittstellern zu machen, sie haben einen Rechtsanspruch auf eine existenzsichernde Pension. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das heißt, jeder, der irgendwo einen Antrag stellt, ist ein Bittsteller für Sie!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das heißt, jeder, der irgendwo einen Antrag stellt, ist ein Bittsteller für Sie!
Diese Leute, Frau Staatssekretärin, dürfen jetzt beim Fonds ansuchen. Sie haben sie zu Bittstellern gemacht. (Abg. Scheibner: Das ist wirklich ein Wahnsinn! Das sind keine Bittsteller!) Leute, die ihr Leben lang schwer gearbeitet haben, haben wir nicht zu Bittstellern zu machen, sie haben einen Rechtsanspruch auf eine existenzsichernde Pension. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das heißt, jeder, der irgendwo einen Antrag stellt, ist ein Bittsteller für Sie!)
Abg. Scheibner: Sie haben gesagt, 15 Prozent wären in Ordnung!
Der Deckel von 10 Prozent – ich bin neugierig, was der wert ist, Herr Klubobmann Scheibner! (Abg. Scheibner: Sie haben gesagt, 15 Prozent wären in Ordnung!) Für diesen 10-Prozent-Deckel – und ich habe mich da wirklich genau erkundigt – gilt bis zum heutigen Tag der schöne österreichische Spruch: Nichts Genaues weiß man nicht! Man weiß nicht, für wen er wirklich gelten wird (Abg. Scheibner: Für alle!), man weiß nicht, wie lange er wirklich gelten wird. Was man jedenfalls weiß, ist, dass für diejenigen, für die Sie nächstes Jahr das Pensionskonto einführen wollen, also für die heute unter 35-Jährigen, dieser Deckel nicht mehr gelten wird, weil diese beiden Maßnahmen, Pensionskonto und Deckelung, einfach nicht vereinbar sind.
Abg. Scheibner: Für alle!
Der Deckel von 10 Prozent – ich bin neugierig, was der wert ist, Herr Klubobmann Scheibner! (Abg. Scheibner: Sie haben gesagt, 15 Prozent wären in Ordnung!) Für diesen 10-Prozent-Deckel – und ich habe mich da wirklich genau erkundigt – gilt bis zum heutigen Tag der schöne österreichische Spruch: Nichts Genaues weiß man nicht! Man weiß nicht, für wen er wirklich gelten wird (Abg. Scheibner: Für alle!), man weiß nicht, wie lange er wirklich gelten wird. Was man jedenfalls weiß, ist, dass für diejenigen, für die Sie nächstes Jahr das Pensionskonto einführen wollen, also für die heute unter 35-Jährigen, dieser Deckel nicht mehr gelten wird, weil diese beiden Maßnahmen, Pensionskonto und Deckelung, einfach nicht vereinbar sind.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Das ist falsch!
So viel zum Thema: Reform für die Jungen. Die heute unter 35-Jährigen, besonders die Frauen, sind die großen Verlierer und Verliererinnen Ihrer Reform, meine Damen und Herren! So sieht das nämlich aus. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Das ist falsch!)
Abg. Scheibner: Warum ist das so? Sagen Sie das einmal!
Natürlich tun 10, 12 Prozent allen weh, aber es gibt Leute, denen es besonders wehtut, wenn man ihnen 10 bis 12 Prozent nimmt, nämlich die Bezieher niedriger Pensionen; diese spüren die 10 Prozent viel stärker. Bedenken Sie, dass die Hälfte der Arbeiterinnen heute eine Pension unter 515 € bezieht (Abg. Scheibner: Warum ist das so? Sagen Sie das einmal!), die Hälfte der weiblichen Angestellten eine Pension unter 850 €! Das ist herzlich wenig, und Sie nehmen ihnen noch 10 Prozent weg. – Das ist keine soziale Reform, Frau Staatssekretärin Haubner! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich tun 10, 12 Prozent allen weh, aber es gibt Leute, denen es besonders wehtut, wenn man ihnen 10 bis 12 Prozent nimmt, nämlich die Bezieher niedriger Pensionen; diese spüren die 10 Prozent viel stärker. Bedenken Sie, dass die Hälfte der Arbeiterinnen heute eine Pension unter 515 € bezieht (Abg. Scheibner: Warum ist das so? Sagen Sie das einmal!), die Hälfte der weiblichen Angestellten eine Pension unter 850 €! Das ist herzlich wenig, und Sie nehmen ihnen noch 10 Prozent weg. – Das ist keine soziale Reform, Frau Staatssekretärin Haubner! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Alle! Alle!
Jetzt zu den familienpolitischen Maßnahmen. Plus sechs Monate pensionsbegründend – das stellen Sie als wunderbare Maßnahme dar. Sagen Sie bitte dazu, wie viele Frauen in diesem Land davon wirklich profitieren werden! – Herzlich wenige (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Alle! Alle!), nämlich nur diejenigen, die ihre Kinder nicht vor Einführung des Kindergeldes bekommen haben, und nur diejenigen, denen sechs Monate auf den Pensionsanspruch fehlen, und das erst in 30 Jahren. Die Kürzungen, Herr Klubobmann Scheibner, gelten allerdings unmittelbar. (Abg. Scheibner: Jetzt sagen Sie einmal, was Sie wollen!) So schaut es aus für die Frauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist alles schlecht! Das eine gilt nur für die Älteren, das andere nur für die Jüngeren! Alles ist schlecht – aber keine eigenen Vorschläge!)
Abg. Scheibner: Jetzt sagen Sie einmal, was Sie wollen!
Jetzt zu den familienpolitischen Maßnahmen. Plus sechs Monate pensionsbegründend – das stellen Sie als wunderbare Maßnahme dar. Sagen Sie bitte dazu, wie viele Frauen in diesem Land davon wirklich profitieren werden! – Herzlich wenige (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Alle! Alle!), nämlich nur diejenigen, die ihre Kinder nicht vor Einführung des Kindergeldes bekommen haben, und nur diejenigen, denen sechs Monate auf den Pensionsanspruch fehlen, und das erst in 30 Jahren. Die Kürzungen, Herr Klubobmann Scheibner, gelten allerdings unmittelbar. (Abg. Scheibner: Jetzt sagen Sie einmal, was Sie wollen!) So schaut es aus für die Frauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist alles schlecht! Das eine gilt nur für die Älteren, das andere nur für die Jüngeren! Alles ist schlecht – aber keine eigenen Vorschläge!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist alles schlecht! Das eine gilt nur für die Älteren, das andere nur für die Jüngeren! Alles ist schlecht – aber keine eigenen Vorschläge!
Jetzt zu den familienpolitischen Maßnahmen. Plus sechs Monate pensionsbegründend – das stellen Sie als wunderbare Maßnahme dar. Sagen Sie bitte dazu, wie viele Frauen in diesem Land davon wirklich profitieren werden! – Herzlich wenige (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Alle! Alle!), nämlich nur diejenigen, die ihre Kinder nicht vor Einführung des Kindergeldes bekommen haben, und nur diejenigen, denen sechs Monate auf den Pensionsanspruch fehlen, und das erst in 30 Jahren. Die Kürzungen, Herr Klubobmann Scheibner, gelten allerdings unmittelbar. (Abg. Scheibner: Jetzt sagen Sie einmal, was Sie wollen!) So schaut es aus für die Frauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Es ist alles schlecht! Das eine gilt nur für die Älteren, das andere nur für die Jüngeren! Alles ist schlecht – aber keine eigenen Vorschläge!)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Die Ersatzzeiten haben Sie sehr, sehr niedrig bewertet und die Aufwertungen erfolgen in ganz kleinen Schritten und im Schneckentempo. Frau Kollegin Steibl! 150 Prozent, worauf Sie aufstocken wollen, sind immer noch das Eineinhalbfache und nicht das Doppelte. Stellen Sie die Dinge wenigstens so dar, wie sie sind! Zu dieser Maßnahme sagt im Übrigen sogar der Katholische Familienverband, der Ihnen gegenüber wahrscheinlich nicht grundsätzlich negativ eingestellt ist, dass das ein reines Almosen für die Frauen ist, die viel Zeit damit verbringen, ihre Kinder großzuziehen. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Sehr geehrte Damen und Herren! Von Ihrer Pensionskürzungsreform bleiben werden – und das müssen Sie mit Ihrem politischen Gewissen ausmachen – vor allem zwei Effekte: Zum einen werden wir künftig Jahr für Jahr mehr Menschen in unserem Land haben, die arm sind im Alter (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), und zum anderen haben Sie nachhaltig das Vertrauen der Leute zerstört, das Vertrauen darauf, dass es Eckpunkte in der Lebensplanung gibt, auf die man sich verlassen kann. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Von Ihrer Pensionskürzungsreform bleiben werden – und das müssen Sie mit Ihrem politischen Gewissen ausmachen – vor allem zwei Effekte: Zum einen werden wir künftig Jahr für Jahr mehr Menschen in unserem Land haben, die arm sind im Alter (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), und zum anderen haben Sie nachhaltig das Vertrauen der Leute zerstört, das Vertrauen darauf, dass es Eckpunkte in der Lebensplanung gibt, auf die man sich verlassen kann. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bitte, Herr Ellmauer!
†Abgeordneter Matthias Ellmauer| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Sburny, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Grünen wieder einmal durch ihre Skandalisierungspolitik die Landesverteidigung insgesamt treffen wollen. Es wäre doch besser, wenn Sie gleich sagen, dass Sie gegen die österreichische Landesverteidigung, dass Sie gegen das Bundesheer sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bitte, Herr Ellmauer!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Lassen Sie doch einen Untersuchungsausschuss zu!
Nehmen Sie zur Kenntnis: Der Ausschreibungsvorgang für die Luftraumüberwachungsflugzeuge ist vom Rechungshof überprüft und für in Ordnung befunden worden. Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen eingestellt. Der Staatsanwalt hat gesagt, da sei nichts dran. – Das sind die Fakten. Unterlassen Sie bitte in Zukunft diese Skandalisierungen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Lassen Sie doch einen Untersuchungsausschuss zu!)
Abg. Öllinger: Das glaube ich nicht!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kommen wir zum Budgetbegleitgesetz! Die Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft war für uns die wichtigste Prämisse in den Beratungen über das Doppelbudget 2003/04 und das Budgetbegleitgesetz. (Abg. Öllinger: Das glaube ich nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Verantwortung für die Zukunft und damit für die kommenden Generationen war der Hauptbewegungsgrund für die vorliegende Pensionsreform. Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Ich habe leider den Eindruck, dass Sie sich in diesem Zusammenhang von Ihrer ehemals staatstragenden Rolle verabschiedet haben. Mit Populismus, Streiks und unrichtigen Behauptungen kann niemand Pensionen sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bildung und Forschung sind für die Entwicklung unseres Landes und vor allem auch für die Chancen der jungen Menschen am Arbeitsmarkt besonders wichtig. Es sind das Investitionen in die Zukunft Österreichs. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Chancen, die sich für uns durch die EU-Erweiterung ergeben – und diese sind, sieht man sich die Exportbilanz an, beträchtlich –, rechtfertigen jeden Cent. Österreich wickelt bereits 17,5 Prozent seiner gesamten Exporte mit den Staaten Mittel- und Osteuropas ab. Gerade die Tatsache, dass Osteuropa einer der wenigen Wachstumsmärkte in einem wirtschaftlich momentan schwierigen Umfeld ist, zeigt deutlich die Chancen, die sich uns bieten. Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Schüssel nützt diese Chancen für Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auf Grund dieser Tatsachen geben ich und meine Fraktion diesem Budgetbegleitgesetz gerne unsere Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Die Zahlungen kommen erst 2007!
Herr Kollege Ellmauer, das, bitte, ist keine skandalöse Behauptung von Seiten der Grünen, sondern das können Sie nachlesen in so seriösen Tageszeitungen wie dem „Kurier“, in dessen gestriger Ausgabe Kommentator Alfred Payrleitner eben diese Rechnung anstellte. 1 Milliarde € wäre locker drin, wenn wir günstigeres Kriegsgerät kaufen würden, und diese 1 Milliarde € würden wir sehr wohl brauchen, um gerade denjenigen bessere Pensionen zuzugestehen, die unter dieser 1 000-€-Marke liegen. – Das ist mein großer Vorwurf. Sie kapieren das einfach nicht, Sie begreifen das nicht, Sie reden einfach darüber hinweg! (Abg. Wittauer: Die Zahlungen kommen erst 2007!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Für mich geht es darum, noch einmal deutlich zu machen, dass gerade Sie – nicht nur Kollege Ellmauer, sondern auch andere KollegInnen – von der ÖVP selbst völlig hinters Licht geführt wurden. Sie haben erst vor etwa 14 Tagen, drei Wochen an einem Mittwoch nicht von Ihrem Klubobmann, sondern über die Presseaussendung der APA, also über die Medien erfahren, dass gemeinsam mit dem Budgetbegleitgesetz auch die Anschaffung der sündteuren Kampfflugzeuge beschlossen werden soll. Ich finde, das ist eine Zumutung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie wissen genauso wenig wie wir über Details Bescheid und wollen es heute mit Ihrem Gewissen vereinbaren, mit der Beschlussfassung dieses Budgetbegleitgesetzes besonders eine Entscheidung mitzutragen, nämlich jene, dass Sie das sündteure, das teuerste Abfangjägergerät, Kampfflugzeuggerät, das es überhaupt auf dem Weltmarkt gibt, kaufen, und das noch dazu entgegen den Ausschreibungsmodalitäten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Also ihr leidet unter Verfolgungswahn!
Gestern hat Finanzminister Grasser ja ganz klar eingestanden, dass er während des Verlaufes der Ausschreibung, während dieser Monate bereits Gespräche mit Vertretern der Eurofighter GmbH geführt hat. – Das ist schlicht rechtswidrig! Man kann doch nicht während eines laufenden Verfahrens mit einem Anbieter Verhandlungen führen. Rechtswidrig ist das, und das werden wir noch aufzeigen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Also ihr leidet unter Verfolgungswahn!)
Beifall bei den Grünen.
Ganz konkret: Ihr Ansatzpunkt, Frau Staatssekretärin, war ja, dass Pensionen bis zu 1 000 € keiner Kürzung unterzogen werden. Auch Sie sind umgefallen, nicht nur Minister Haupt! Es war überhaupt ein Kuriosum schlechthin, dass der Entwurf der Pensionsreform, die ursprüngliche Fassung, die in diesem großen Konvolut des Budgetbegleitgesetzes noch vertreten ist, aus Ihrem Haus stammt. Aus dem Hause Haupt und Haubner ist uns der größte Pensionsflop dieser Republik, die größte Pensionsraub-Aktion dieser Republik auf den Tisch gelegt worden. Das muss man sich auch vor Augen führen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das stimmt ja gar nicht!
Wenn Sie behaupten, das sei zu Gunsten der Ärmeren, dann verstehen Sie Ihre eigene Politik nicht mehr. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das stimmt ja gar nicht!) Diesen Ausgleichsfonds, Herr Kollege, sollte man schlichtweg als Armenkassa bezeichnen. Es ist Bittstellerei! Wenn man mit seiner Pension unterhalb der Mindestgrenze liegt, kann man einmal einen Ausgleich bekommen. Man muss ansuchen, man muss zum Bundessozialamt pilgern, man muss Kriterien erfüllen. Es gibt aber noch gar keine Kriterien, diese werden erst per Verordnung festgelegt. dann können Sie das einmal bekommen.
Abg. Öllinger: Das ist ein schlechter Witz!
Jetzt glauben Sie, das sind zusätzliche Tätigkeiten. Es gibt aber keine zusätzlichen Menschen, die diese Tätigkeiten abwickeln! Das wird eine über den Daumen gepeilte Ausgleich-Aktion sein, die wirklich mehr oder weniger nur einen Notgroschen für die Allerärmsten vorsieht – und das nur ein Mal! (Abg. Öllinger: Das ist ein schlechter Witz!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das sind Maßnahmen, die Wirkung haben, Frau Abgeordnete!
Bitte, das ist eine Irreführung sowohl der Bevölkerung als auch von uns Abgeordneten hier im Saal, als auch vor allem Ihrer eigenen Kollegen, die das heute beschließen sollen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das sind Maßnahmen, die Wirkung haben, Frau Abgeordnete!)
Abg. Öllinger: Das ist nicht mehr so wichtig!
Genauso ergeht es den Schwerarbeitern: Es gibt keine Verbesserungen für die Schwerarbeiter. (Abg. Öllinger: Das ist nicht mehr so wichtig!) Diese stehen nach wie vor aus, es gibt nur Bekundungen, dass das einmal kommen soll. Sie werfen sich da groß in die Bresche, vor allem Sie, Herr Kollege Walch. Da muss ich Sie schon fragen: Wo bleibt denn das? Ich lese heute in keiner Ihrer Unterlagen, in keinem der uns vorliegenden Dokumente etwas von Ausgleichszahlungen an die Schwerarbeiter, von einer gewissen Gerechtigkeit gegenüber Menschen, die Tag und Nacht schwerst gearbeitet haben und die daher, was ihre Pension betrifft, einfach höhere Ansprüche haben.
Abg. Scheibner: In bestehende Pensionen?
Zum Schluss noch eine Bemerkung zu Ihnen, Herr Bundeskanzler: Das, was Ihnen in der Öffentlichkeit und auch von uns immer wieder vorgehalten wird und vorgehalten werden wird, ist der grobe Vertrauensbruch, der gröbste Vertrauensbruch insofern, als Sie während des Wahlkampfes, noch im vergangenen Herbst, nie davon sprachen, dass Ihr erster großer politischer Einschnitt, Ihr erster großer politischer Kraftakt eine Pensionsreform sein soll. Es ist so, dass Sie in bestehende Ansprüche eingreifen – es werden ja die Aufwertungsfaktoren reduziert (Abg. Scheibner: In bestehende Pensionen?) –, und es ist so, dass vor allem die Menschen, die jetzt unter 34 Jahre alt sind, überhaupt nicht wissen, in welcher Form, in welcher Art und Weise sie überhaupt eine Pension beziehen werden. Das ist Vertrauensbruch gegenüber den Beziehern von bestehenden und von zukünftigen Pensionen! (Abg. Wittauer: Das ist halt eine Reformregierung! Wir bringen halt etwas zustande!)
Abg. Wittauer: Das ist halt eine Reformregierung! Wir bringen halt etwas zustande!
Zum Schluss noch eine Bemerkung zu Ihnen, Herr Bundeskanzler: Das, was Ihnen in der Öffentlichkeit und auch von uns immer wieder vorgehalten wird und vorgehalten werden wird, ist der grobe Vertrauensbruch, der gröbste Vertrauensbruch insofern, als Sie während des Wahlkampfes, noch im vergangenen Herbst, nie davon sprachen, dass Ihr erster großer politischer Einschnitt, Ihr erster großer politischer Kraftakt eine Pensionsreform sein soll. Es ist so, dass Sie in bestehende Ansprüche eingreifen – es werden ja die Aufwertungsfaktoren reduziert (Abg. Scheibner: In bestehende Pensionen?) –, und es ist so, dass vor allem die Menschen, die jetzt unter 34 Jahre alt sind, überhaupt nicht wissen, in welcher Form, in welcher Art und Weise sie überhaupt eine Pension beziehen werden. Das ist Vertrauensbruch gegenüber den Beziehern von bestehenden und von zukünftigen Pensionen! (Abg. Wittauer: Das ist halt eine Reformregierung! Wir bringen halt etwas zustande!)
Abg. Scheibner: Wie lange geht denn das dann?
Daher abschließend: Ich habe gehört, Herr Klubobmann Molterer, Sie sagen immer wieder, es gehe darum, das Notwendige und das Richtige zu tun. Die Antwort heißt: Das Notwendige ist der Verzicht auf den Kauf von Abfangjägern (Abg. Scheibner: Wie lange geht denn das dann?), und das Richtige ist, endlich die kleinen Pensionen zu stärken und sie nicht weiter schlechter zu stellen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete, es ist unzulässig, diesen Vergleich zu ziehen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete, es ist unzulässig, diesen Vergleich zu ziehen!
Daher abschließend: Ich habe gehört, Herr Klubobmann Molterer, Sie sagen immer wieder, es gehe darum, das Notwendige und das Richtige zu tun. Die Antwort heißt: Das Notwendige ist der Verzicht auf den Kauf von Abfangjägern (Abg. Scheibner: Wie lange geht denn das dann?), und das Richtige ist, endlich die kleinen Pensionen zu stärken und sie nicht weiter schlechter zu stellen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete, es ist unzulässig, diesen Vergleich zu ziehen!)
Ruf bei den Grünen – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Walch –: Aber schrei nicht so!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Walch. – Bitte. (Ruf bei den Grünen – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Walch –: Aber schrei nicht so!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Mal!
†Abgeordneter Maximilian Walch| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren! Ein Wort zur Kollegin Moser: Bitte das Gesetz genau zu lesen! Es steht nicht drinnen, dass es nur im Jahr 2004 einen Härteausgleichsfond gibt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Mal!) Bitte nachlesen! Da steht: 2004: 10 Millionen €, 2005: 16 Millionen €, 2006: 18 Millionen €. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Lesen, denken, sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen.
†Abgeordneter Maximilian Walch| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren! Ein Wort zur Kollegin Moser: Bitte das Gesetz genau zu lesen! Es steht nicht drinnen, dass es nur im Jahr 2004 einen Härteausgleichsfond gibt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Mal!) Bitte nachlesen! Da steht: 2004: 10 Millionen €, 2005: 16 Millionen €, 2006: 18 Millionen €. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Lesen, denken, sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Maximilian Walch| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren! Ein Wort zur Kollegin Moser: Bitte das Gesetz genau zu lesen! Es steht nicht drinnen, dass es nur im Jahr 2004 einen Härteausgleichsfond gibt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Mal!) Bitte nachlesen! Da steht: 2004: 10 Millionen €, 2005: 16 Millionen €, 2006: 18 Millionen €. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Lesen, denken, sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Stadlbauer: Der Walch spricht über Frauen!
Wenn an diesem Rednerpult behauptet wird, dass nichts für die Frauen geschieht (Abg. Stadlbauer: Der Walch spricht über Frauen!), dann möchte ich an die Adresse der SPÖ einmal die Frage richten: Bitte was habt ihr, als ihr in der Regierung wart und die Frauenministerin gestellt habt, gemacht außer Kürzungen? – Jetzt erst, unter dieser Regierung von ÖVP und FPÖ, wird für die Frauen Entsprechendes gemacht: Härten werden abgefedert, es gibt Familiengelder, speziell bei den Pensionen gibt es Verbesserungen beim Aufwertungsfaktor, die Anrechnung von Kindererziehungszeiten wird verbessert und vieles andere mehr. Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Wenn an diesem Rednerpult behauptet wird, dass nichts für die Frauen geschieht (Abg. Stadlbauer: Der Walch spricht über Frauen!), dann möchte ich an die Adresse der SPÖ einmal die Frage richten: Bitte was habt ihr, als ihr in der Regierung wart und die Frauenministerin gestellt habt, gemacht außer Kürzungen? – Jetzt erst, unter dieser Regierung von ÖVP und FPÖ, wird für die Frauen Entsprechendes gemacht: Härten werden abgefedert, es gibt Familiengelder, speziell bei den Pensionen gibt es Verbesserungen beim Aufwertungsfaktor, die Anrechnung von Kindererziehungszeiten wird verbessert und vieles andere mehr. Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Abg. Öllinger: Du kannst einpacken und heimgehen! So wenig, wie du erreicht hast!
Es wird natürlich jetzt für die Oppositionsparteien schon schwierig. Ihr könnt eigentlich alle euren Urlaub absagen und müsst jetzt viele Schriftstücke produzieren, Telefonate führen und Mails ausschicken, um euch bei der Bevölkerung für die Unwahrheiten und Polemisierungen zu entschuldigen, mit denen ihr in der Öffentlichkeit die Pensionsreform dargestellt habt. Es ist ja klar: Wenn ich nicht mitarbeite, kann ich auch keine Erfolge verzeichnen! (Abg. Öllinger: Du kannst einpacken und heimgehen! So wenig, wie du erreicht hast!) Schaut bitte das vorliegende Papier genau durch! Bis gestern Mitternacht wurde verhandelt, bis zur letzten Stunde: Jetzt liegt ein Papier vor, sozial ausgewogen und gerecht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird natürlich jetzt für die Oppositionsparteien schon schwierig. Ihr könnt eigentlich alle euren Urlaub absagen und müsst jetzt viele Schriftstücke produzieren, Telefonate führen und Mails ausschicken, um euch bei der Bevölkerung für die Unwahrheiten und Polemisierungen zu entschuldigen, mit denen ihr in der Öffentlichkeit die Pensionsreform dargestellt habt. Es ist ja klar: Wenn ich nicht mitarbeite, kann ich auch keine Erfolge verzeichnen! (Abg. Öllinger: Du kannst einpacken und heimgehen! So wenig, wie du erreicht hast!) Schaut bitte das vorliegende Papier genau durch! Bis gestern Mitternacht wurde verhandelt, bis zur letzten Stunde: Jetzt liegt ein Papier vor, sozial ausgewogen und gerecht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Aber geh! ... ja gar nicht gelesen!
Ich verstehe schon, dass manche, die vor 1997 als Abgeordnete in die Politik eingetreten sind, besonders sauer sind, weil die Abschläge nicht so, wie es Kollege Öllinger sagt, nur von 7 Prozent auf 8 Prozent erhöht werden. Kollege Öllinger: 15 Prozent! (Abg. Öllinger: Aber geh! ... ja gar nicht gelesen!) So schaut die Wahrheit aus! – Immer bei der Wahrheit bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich verstehe schon, dass manche, die vor 1997 als Abgeordnete in die Politik eingetreten sind, besonders sauer sind, weil die Abschläge nicht so, wie es Kollege Öllinger sagt, nur von 7 Prozent auf 8 Prozent erhöht werden. Kollege Öllinger: 15 Prozent! (Abg. Öllinger: Aber geh! ... ja gar nicht gelesen!) So schaut die Wahrheit aus! – Immer bei der Wahrheit bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Umfaller!
Monatelang öffentliche Diskussion, Oppositions-Pensionsverunsicherungspolitik, FPÖ/ÖVP-Pensionssicherungspolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Umfaller!)
Abg. Öllinger: Umfaller! Umfaller!
Es wurde hart und gerecht verhandelt (Abg. Öllinger: Umfaller! Umfaller!), und jetzt haben wir ein Papier, das wirklich herzeigbar ist. Es ist schon interessant: Kollege Verzetnitsch! Ich glaube, du hast zuerst gestrahlt, als du zu uns gekommen bist, als du gehört hast, dass jetzt auch eine Schwerarbeiter-Regelung kommt. Du glaubst es bis heute noch nicht, dass sie früher kommt, als ihr sie gerne haben wollt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Keck.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Keck.
Es wurde hart und gerecht verhandelt (Abg. Öllinger: Umfaller! Umfaller!), und jetzt haben wir ein Papier, das wirklich herzeigbar ist. Es ist schon interessant: Kollege Verzetnitsch! Ich glaube, du hast zuerst gestrahlt, als du zu uns gekommen bist, als du gehört hast, dass jetzt auch eine Schwerarbeiter-Regelung kommt. Du glaubst es bis heute noch nicht, dass sie früher kommt, als ihr sie gerne haben wollt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Keck.)
Abg. Öllinger – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wo steht es denn drinnen?
Diese Regelung wird 2004 kommen, wenn ihr bereit seid, uns diese Berufsgruppen zu melden. Ich werde dir als Betriebsrat einer Baufirma helfen, damit speziell die Bauarbeiter in Zukunft nicht mit 61,5, sondern mit 60 Jahren in Pension gehen können. (Abg. Öllinger – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wo steht es denn drinnen?) Das werden wir machen, und ich ersuche da um rege Mitarbeit. Aber ich glaube, Kollege Verzetnitsch hat das schon verstanden: Viele in seiner Fraktion oder im ÖGB, die dementsprechend SPÖ-angehaucht sind, dürfen oder wollen das nicht (Abg. Scheibner: Die streiken!), die wollen lieber streiken als arbeiten.
Abg. Scheibner: Die streiken!
Diese Regelung wird 2004 kommen, wenn ihr bereit seid, uns diese Berufsgruppen zu melden. Ich werde dir als Betriebsrat einer Baufirma helfen, damit speziell die Bauarbeiter in Zukunft nicht mit 61,5, sondern mit 60 Jahren in Pension gehen können. (Abg. Öllinger – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wo steht es denn drinnen?) Das werden wir machen, und ich ersuche da um rege Mitarbeit. Aber ich glaube, Kollege Verzetnitsch hat das schon verstanden: Viele in seiner Fraktion oder im ÖGB, die dementsprechend SPÖ-angehaucht sind, dürfen oder wollen das nicht (Abg. Scheibner: Die streiken!), die wollen lieber streiken als arbeiten.
Abg. Parnigoni: ...! Du raubst ihnen die Pension!
Fragt die Bevölkerung, was ihr lieber ist! Ihr seid gewählt worden, und gegenüber den Zahlern von Mitgliedsbeiträgen habt ihr die Verantwortung, euch für diese Menschen einzusetzen – nicht zu polemisieren, sondern Gerechtigkeit zu schaffen! (Abg. Parnigoni: ...! Du raubst ihnen die Pension!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck.
Was mich ganz besonders freut – wie erklärt ihr das jetzt der Bevölkerung? –: Bei der Hackler-Regelung: 45 Beitragsjahre – 80 Prozent gesichert bis 31. Dezember 2006! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Bitte sich zu Wort zu melden! Nur in der VOEST zu polemisieren, das ist zu wenig! Es geht um Leistungen, Herr Kollege von der VOEST, das ist das Wichtigste! (Abg. Öllinger: Walch! Zuerst lesen, dann denken, dann sprechen!) Deshalb wird für jemanden, der Abschläge hat, ein dementsprechender Differenzbetrag aus diesem Fonds gezahlt (Abg. Parnigoni: ... Pensionsraub!), der im Jahr 2004 mit 10 Millionen, 2005 mit 16 Millionen und 2006 mit 18 Millionen € gespeist wird. (Abg. Öllinger: Lesen, denken, sprechen!)
Abg. Öllinger: Walch! Zuerst lesen, dann denken, dann sprechen!
Was mich ganz besonders freut – wie erklärt ihr das jetzt der Bevölkerung? –: Bei der Hackler-Regelung: 45 Beitragsjahre – 80 Prozent gesichert bis 31. Dezember 2006! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Bitte sich zu Wort zu melden! Nur in der VOEST zu polemisieren, das ist zu wenig! Es geht um Leistungen, Herr Kollege von der VOEST, das ist das Wichtigste! (Abg. Öllinger: Walch! Zuerst lesen, dann denken, dann sprechen!) Deshalb wird für jemanden, der Abschläge hat, ein dementsprechender Differenzbetrag aus diesem Fonds gezahlt (Abg. Parnigoni: ... Pensionsraub!), der im Jahr 2004 mit 10 Millionen, 2005 mit 16 Millionen und 2006 mit 18 Millionen € gespeist wird. (Abg. Öllinger: Lesen, denken, sprechen!)
Abg. Parnigoni: ... Pensionsraub!
Was mich ganz besonders freut – wie erklärt ihr das jetzt der Bevölkerung? –: Bei der Hackler-Regelung: 45 Beitragsjahre – 80 Prozent gesichert bis 31. Dezember 2006! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Bitte sich zu Wort zu melden! Nur in der VOEST zu polemisieren, das ist zu wenig! Es geht um Leistungen, Herr Kollege von der VOEST, das ist das Wichtigste! (Abg. Öllinger: Walch! Zuerst lesen, dann denken, dann sprechen!) Deshalb wird für jemanden, der Abschläge hat, ein dementsprechender Differenzbetrag aus diesem Fonds gezahlt (Abg. Parnigoni: ... Pensionsraub!), der im Jahr 2004 mit 10 Millionen, 2005 mit 16 Millionen und 2006 mit 18 Millionen € gespeist wird. (Abg. Öllinger: Lesen, denken, sprechen!)
Abg. Öllinger: Lesen, denken, sprechen!
Was mich ganz besonders freut – wie erklärt ihr das jetzt der Bevölkerung? –: Bei der Hackler-Regelung: 45 Beitragsjahre – 80 Prozent gesichert bis 31. Dezember 2006! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Bitte sich zu Wort zu melden! Nur in der VOEST zu polemisieren, das ist zu wenig! Es geht um Leistungen, Herr Kollege von der VOEST, das ist das Wichtigste! (Abg. Öllinger: Walch! Zuerst lesen, dann denken, dann sprechen!) Deshalb wird für jemanden, der Abschläge hat, ein dementsprechender Differenzbetrag aus diesem Fonds gezahlt (Abg. Parnigoni: ... Pensionsraub!), der im Jahr 2004 mit 10 Millionen, 2005 mit 16 Millionen und 2006 mit 18 Millionen € gespeist wird. (Abg. Öllinger: Lesen, denken, sprechen!)
Abg. Öllinger: Geh zur ÖVP! Dort bist du ein echter Verstärker!
Was auch ganz wichtig ist, ist die unbegrenzte Fortführung der Altersteilzeit-Regelung. Ihr hättet sie abgeschafft! Ich weiß ja, was damals mit der ÖVP verhandelt worden ist: mehr Beiträge, höhere Beiträge, mehr Abschläge – mit 15 Prozent wärt ihr an und für sich einverstanden gewesen! Wir von den Freiheitlichen und von der ÖVP sagen hingegen: Die Obergrenze ist 10 Prozent! – Das ist schwierig zu verstehen, und es ist natürlich auch schwierig, das von eurer Seite aus der Bevölkerung zu erklären. Es ist aber gut für uns und gut für die Bevölkerung in Österreich! (Abg. Öllinger: Geh zur ÖVP! Dort bist du ein echter Verstärker!) Das ist ein Pensionssicherungspaket, wie man es sich vorstellt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: ...! Das ist eine echte Härte!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: ...! Das ist eine echte Härte!
Was auch ganz wichtig ist, ist die unbegrenzte Fortführung der Altersteilzeit-Regelung. Ihr hättet sie abgeschafft! Ich weiß ja, was damals mit der ÖVP verhandelt worden ist: mehr Beiträge, höhere Beiträge, mehr Abschläge – mit 15 Prozent wärt ihr an und für sich einverstanden gewesen! Wir von den Freiheitlichen und von der ÖVP sagen hingegen: Die Obergrenze ist 10 Prozent! – Das ist schwierig zu verstehen, und es ist natürlich auch schwierig, das von eurer Seite aus der Bevölkerung zu erklären. Es ist aber gut für uns und gut für die Bevölkerung in Österreich! (Abg. Öllinger: Geh zur ÖVP! Dort bist du ein echter Verstärker!) Das ist ein Pensionssicherungspaket, wie man es sich vorstellt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: ...! Das ist eine echte Härte!)
Abg. Dr. Cap: Lesen, denken, sprechen!
Noch etwas kommt dazu: Erstens – und das kommt uneingeschränkt – kriegen jene Personen, die dann womöglich in die Arbeitslosigkeit kommen sollten, ein Arbeitslosengeld plus 25 Prozent. Das hat die Opposition auch nicht zusammengebracht! (Abg. Dr. Cap: Lesen, denken, sprechen!) Da hat es früher über 100 Regelungen gegeben, jetzt gibt es ein System, das den Leuten zugute kommt. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Noch etwas kommt dazu: Erstens – und das kommt uneingeschränkt – kriegen jene Personen, die dann womöglich in die Arbeitslosigkeit kommen sollten, ein Arbeitslosengeld plus 25 Prozent. Das hat die Opposition auch nicht zusammengebracht! (Abg. Dr. Cap: Lesen, denken, sprechen!) Da hat es früher über 100 Regelungen gegeben, jetzt gibt es ein System, das den Leuten zugute kommt. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Was mich natürlich ganz besonders freut – und da lade ich euch ein –: Jetzt im Herbst soll die ... (Zwischenruf des Abg. Keck.) – Hast du zu Hause nichts zu reden, weil du ständig dazwischenrufst? Bitte melde dich doch selbst zu Wort! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.
Was mich natürlich ganz besonders freut – und da lade ich euch ein –: Jetzt im Herbst soll die ... (Zwischenruf des Abg. Keck.) – Hast du zu Hause nichts zu reden, weil du ständig dazwischenrufst? Bitte melde dich doch selbst zu Wort! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
†Abgeordneter Maximilian Walch| (fortsetzend): Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich richte hier einen Aufruf an die Opposition: Im Herbst soll die Harmonisierung der Pensionssysteme kommen; wir haben diesbezüglich einen Antrag eingebracht. Ich bin neugierig, wie ernst ihr zu nehmen seid. Wer diesem Antrag nicht zustimmt, ist auch nicht bereit, in Österreich gemeinsam eine Harmonisierung durchzuführen. Wir werden genau aufpassen, wer zustimmt und wer nicht. Wer in Österreich Gerechtigkeit will, muss unserem Antrag die Zustimmung geben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Oje! Oje!
†Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat|: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Liebe Kollegin und liebe Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Für mich als Frauenministerin (Abg. Parnigoni: Oje! Oje!) war es nicht nur meine Pflicht und meine Verantwortung, sondern auch mein vordringlichstes Ziel, bei dieser Pensionsreform die Interessen der Frauen zu vertreten. (Ruf bei der SPÖ: Ha! – Abg. Parnigoni: Das glaubt ja keiner!)
Ruf bei der SPÖ: Ha! – Abg. Parnigoni: Das glaubt ja keiner!
†Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat|: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Liebe Kollegin und liebe Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Für mich als Frauenministerin (Abg. Parnigoni: Oje! Oje!) war es nicht nur meine Pflicht und meine Verantwortung, sondern auch mein vordringlichstes Ziel, bei dieser Pensionsreform die Interessen der Frauen zu vertreten. (Ruf bei der SPÖ: Ha! – Abg. Parnigoni: Das glaubt ja keiner!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Stadlbauer.
Es ging darum, die Einkommensschere, die zwischen Männern und Frauen, vor allem im Alter, besteht und die in den letzten 30 Jahren leider nicht kleiner, sondern größer geworden ist, mit dieser Pensionsreform zu verkleinern. Und das, meine Damen und Herren, ist uns gelungen: Alle Frauen gewinnen mit dieser Pensionsreform! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Stadlbauer.)
Abg. Parnigoni: Das sind aber die wenigsten! – Abg. Marizzi: Das ist ja eine virtuelle Realität!
Erstens: Für all jene Frauen, die mit 31. Dezember 2003 56,5 Jahre alt oder älter sind und weiter arbeiten möchten, wird sich überhaupt nichts verändern. (Abg. Parnigoni: Das sind aber die wenigsten! – Abg. Marizzi: Das ist ja eine virtuelle Realität!) Sie können weiter im Berufsleben bleiben, können Ansprüche zusätzlich erwerben und werden mit der bisherigen Regelung in Pension gehen.
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Für alle Frauen, die Kinder haben, die Kinder geboren haben – hier ging es mir vor allem darum, Frauen, die über 50 sind, besonders zu schützen, wenn sie in den nächsten Jahren in Pension gehen, weil sie ja an ihrem Erwerbsverlauf nicht mehr sehr viel verändern können –, wird der Durchrechnungszeitraum pro Kind um drei Jahre verringert. Das heißt, dass sich für Frauen, die zwei Kinder haben, in den nächsten sechs Jahren an den Durchrechnungszeiträumen überhaupt nichts verändern wird. Das heißt, dass sich für diese Frauen erst im Jahr 2010 – für Frauen, die drei Kinder haben, erst im Jahr 2014 – auf Grund der Durchrechnungszeiträume etwas verändern wird, denn auch überlappende Kindererziehungszeiten werden voll angerechnet: pro Kind drei Jahre. Auch die Familienhospizkarenz, die bisher noch keine große Rolle gespielt hat, aber in Zukunft eine Rolle spielen wird, wird vom Durchrechnungszeitraum abgerechnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
Drittens: eine höhere Bewertung von Kindererziehungszeiten. Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Kuntzl – sie ist jetzt nicht im Saal – hat vorhin gesagt, das sei an der Armutsgrenze. Ich darf Sie daran erinnern: Bisher, während dreißig Jahren unter sozialistischen Bundeskanzlern, war die Bemessungsgrundlage der Ausgleichszulagenrichtsatz. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.) Diese Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erhöht diese Bemessungsgrundlage auf 150 Prozent des Ausgleichszulagenrichtsatzes! Das ist nämlich ganz, ganz wichtig, und das hören Sie nicht gerne, weil es natürlich besser ist als bisher. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Drittens: eine höhere Bewertung von Kindererziehungszeiten. Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Kuntzl – sie ist jetzt nicht im Saal – hat vorhin gesagt, das sei an der Armutsgrenze. Ich darf Sie daran erinnern: Bisher, während dreißig Jahren unter sozialistischen Bundeskanzlern, war die Bemessungsgrundlage der Ausgleichszulagenrichtsatz. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.) Diese Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erhöht diese Bemessungsgrundlage auf 150 Prozent des Ausgleichszulagenrichtsatzes! Das ist nämlich ganz, ganz wichtig, und das hören Sie nicht gerne, weil es natürlich besser ist als bisher. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP.
Das bedeutet ganz konkret mit der Valorisierung dieses Ausgleichszulagenrichtsatzes, dass sich die jetzige Bemessungsgrundlage bis zum Jahr 2028 von derzeit 643 € auf insgesamt rund 1 600 € erhöhen wird, also mehr als das Zweifache. Das ist gelebte Sozialpolitik, und das ist gelebte Frauenpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch.
Meine Damen und Herren! Die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten wird von 18 Monaten auf 24 Monate erhöht. Auch da muss ich sagen: In 30 Jahren Frauenpolitik unter sozialistischen Bundeskanzlern gab es keine pensionsbegründende Anrechnung der Kindererziehungszeiten. Nach drei Jahren Frauenpolitik unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gibt es die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten, und es gibt ein Kinderbetreuungsgeld nicht nur für berufstätige, sondern für alle Frauen in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch.
Eine weitere Maßnahme trifft Jungunternehmerinnen und Bäuerinnen. Ich denke, auch da ist es wichtig, dass wir diesen Frauen helfen, dass es bei ihrer Pension, die sich ja gerade bei Unternehmerinnen und bei Bäuerinnen sehr oft im untersten Bereich hält, besser wird. Auch das haben wir mit dieser Pensionsreform, mit dieser Pensionssicherungsreform I geschafft. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Walch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Unser Ziel ist es, ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, das wir in Österreich haben, auch in Zukunft für jeden in Österreich sicherzustellen, unabhängig von seinem Einkommen und unabhängig von seinem Alter. Es wird hier in Österreich sicher keine englischen Verhältnisse geben! Das sei hier noch einmal gesagt; ich habe es hier immer wieder erwähnt. Es wird in Österreich sicher nicht der Fall sein, dass jemand, der medizinische Hilfe braucht, wie zum Beispiel ein neues Hüftgelenk, dieses nicht mehr bekommt, nur weil er über 70 Jahre alt ist, so wie das in England der Fall ist. In Österreich wird jeder, der medizinische Hilfe braucht, diese auch bekommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Maier: Welche?
Wir haben – das ist auch nicht beachtet worden, meine Damen und Herren – in diesem Budgetbegleitgesetz auch eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Rezepten von sechs auf zwölf Monate verankert. Das ist deshalb ganz besonders wichtig, weil es vor allem für chronisch Kranke wesentliche Verbesserungen bringt. (Abg. Mag. Johann Maier: Welche?) Ich denke, dass es uns damit gelungen ist, auch Erleichterungen vor allem für Diabetiker, aber auch für Rheumatiker und ähnlich chronisch kranke Menschen zu erreichen.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Mit diesem Budgetbegleitgesetz werden wir einen Teil der Probleme lösen. Den weiteren Teil, die Strukturmaßnahmen, werden wir sofort danach angehen. Ich lade jetzt schon die Sozialpartner sehr herzlich ein, sich an die, die selbst ...
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
†Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat| (fortsetzend): Ich lade alle herzlich ein, sich daran zu beteiligen! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Das ist eine fiktive Rechnung!
Nach Ihrem Abänderungsantrag soll diese Frau eine Pension von 469 € bekommen; das entspricht einem jährlichen Verlust von 676 € beziehungsweise einem Verlust von 49 € monatlich. (Abg. Großruck: Das ist eine fiktive Rechnung!) Und das nennen Sie „gerecht“, Frau Ministerin Rauch-Kallat?! Das nennen Sie gerecht, wenn zu diesem Minus von 49 € monatlich auch noch 2 Prozent minus herauskommen, weil die Pensionsanpassung in den nächsten Jahren auch entfällt? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Nach Ihrem Abänderungsantrag soll diese Frau eine Pension von 469 € bekommen; das entspricht einem jährlichen Verlust von 676 € beziehungsweise einem Verlust von 49 € monatlich. (Abg. Großruck: Das ist eine fiktive Rechnung!) Und das nennen Sie „gerecht“, Frau Ministerin Rauch-Kallat?! Das nennen Sie gerecht, wenn zu diesem Minus von 49 € monatlich auch noch 2 Prozent minus herauskommen, weil die Pensionsanpassung in den nächsten Jahren auch entfällt? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Jetzt können Sie sagen: Hervorragenderweise haben wir doch einen Härtefonds eingeführt! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.) – Nun, dann schauen wir doch nach in Ihrem Abänderungsantrag zum Härtefonds. Und was lesen wir da? – Härtefonds: „nach Maßgabe der Fondsmittel“.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist, wenn diese Frau genau eine Unterstützung bräuchte, wenn es aber keine Maßgabe bei den Fondsmitteln gibt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Richtlinien hiezu kennen wir nicht, denn Richtlinien erlässt der Herr Minister himself! Nähere Bestimmungen über die Voraussetzungen sollen genau in diesen Richtlinien enthalten sein. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist, wenn diese Frau genau eine Unterstützung bräuchte, wenn es aber keine Maßgabe bei den Fondsmitteln gibt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Richtlinien hiezu kennen wir nicht, denn Richtlinien erlässt der Herr Minister himself! Nähere Bestimmungen über die Voraussetzungen sollen genau in diesen Richtlinien enthalten sein. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gehen Sie doch einmal von Positivem aus – und nicht nur immer vom Negativen!
Vor allen Dingen aber – und das ist das Schändlichste! –: Es besteht kein Rechtsanspruch! Dieser Frau nehmen Sie 49 € monatlich – und bieten ihr im Gegenzug einen Härteausgleichsfonds, auf den sie keinen Rechtsanspruch hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gehen Sie doch einmal von Positivem aus – und nicht nur immer vom Negativen!)
Abg. Großruck: Das ist ein Rechenbeispiel wie das, dass in Russland die Rechenmaschinen ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In Ihren Presseaussendungen heißt es, Frau Ministerin: Frauen müssen wie Männer für ihr eigenes Lebenseinkommen vorsorgen. – Ja, richtig! Indem man Frauen von Anfang an, und zwar schon in der Schule, sagt die Frau Ministerin, und in der Berufsausbildung, bewusst macht, dass sie genauso wie die Männer für ihr Lebenseinkommen vorsorgen müssen. (Abg. Großruck: Das ist ein Rechenbeispiel wie das, dass in Russland die Rechenmaschinen ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Ministerin, wo bleiben die Kinderbetreuungseinrichtungen? Wo bleiben die Rahmenbedingungen? Wo bleiben die Bundesmittel, die früher für diese Kindereinrichtungen zur Verfügung gestanden sind? Das, Frau Ministerin, ist keine Frauenpolitik! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das ist eine Deckelung – und kein Abschlag!
Sie, Frau Ministerin, preisen ja immer wieder Ihre gut verpackten Maßnahmen, so etwa die Verkürzung des Bemessungszeitraumes bei der Durchrechnung. – Frau Ministerin: 10 Prozent minus sind auch diesen Frauen gewiss, da nützen ihnen die drei Jahre Ausnahme nichts! 10 Prozent minus ist 10 Prozent minus – gerade auch bei den niedrigeren Frauenpensionen! (Abg. Wittauer: Das ist eine Deckelung – und kein Abschlag!) Das können Sie den Frauen nicht einreden! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie, Frau Ministerin, preisen ja immer wieder Ihre gut verpackten Maßnahmen, so etwa die Verkürzung des Bemessungszeitraumes bei der Durchrechnung. – Frau Ministerin: 10 Prozent minus sind auch diesen Frauen gewiss, da nützen ihnen die drei Jahre Ausnahme nichts! 10 Prozent minus ist 10 Prozent minus – gerade auch bei den niedrigeren Frauenpensionen! (Abg. Wittauer: Das ist eine Deckelung – und kein Abschlag!) Das können Sie den Frauen nicht einreden! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wittauer: Härteausgleichsfonds ...!
Zu den Kindererziehungszeiten: Sie wollen, sagen Sie, in 25 Jahren auf das Eineinhalbfache der Ausgleichzulage erhöhen. – Frau Ministerin, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Nehmen Sie doch den Vorschlag von Frau Staatssekretärin Haubner auf: 1 000 € Mindestpension – das wäre dann die Ausgleichszulage –, und dann wären wir auf einen Schlag dort, wo wir hinwollten. Und dazu könnten Sie vielleicht von uns auch die Zustimmung erhalten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wittauer: Härteausgleichsfonds ...!) – Sie denken offensichtlich in langfristigen Perspektiven – und setzen ganz offensichtlich auf die Vergesslichkeit der Frauen! Die Frauen sind aber ganz bestimmt nicht vergesslich! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Großruck: Wieso hat es nicht unter Ihrer Regierungszeit 1 000 € Mindestpension gegeben?)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Großruck: Wieso hat es nicht unter Ihrer Regierungszeit 1 000 € Mindestpension gegeben?
Zu den Kindererziehungszeiten: Sie wollen, sagen Sie, in 25 Jahren auf das Eineinhalbfache der Ausgleichzulage erhöhen. – Frau Ministerin, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Nehmen Sie doch den Vorschlag von Frau Staatssekretärin Haubner auf: 1 000 € Mindestpension – das wäre dann die Ausgleichszulage –, und dann wären wir auf einen Schlag dort, wo wir hinwollten. Und dazu könnten Sie vielleicht von uns auch die Zustimmung erhalten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wittauer: Härteausgleichsfonds ...!) – Sie denken offensichtlich in langfristigen Perspektiven – und setzen ganz offensichtlich auf die Vergesslichkeit der Frauen! Die Frauen sind aber ganz bestimmt nicht vergesslich! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Großruck: Wieso hat es nicht unter Ihrer Regierungszeit 1 000 € Mindestpension gegeben?)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck
Sie von den Koalitionsparteien reden von „Harmonisierung“ – und bringen jetzt auch einen Entschließungsantrag ein. Dieser Entschließungsantrag hat es in sich, denn nun wissen wir, was Sie unter „Harmonisierung“ verstehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck), und wir sollten das auch den Menschen zu Hause sagen, was Sie von ÖVP und FPÖ unter Harmonisierung verstehen: das Umlagesystem weiter schwächen, hin zur zweiten und dritten Säule, die sich niemand leisten kann! Das ist Ihre „Harmonisierung“! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Wo steht denn das?) – Lesen Sie doch Ihren eigenen Entschließungsantrag! Dort steht es schwarz auf weiß und fett gedruckt! (Abg. Wittauer: Das steht dort nicht! Frau Abgeordnete, Sie schreiben unseren Antrag nicht um! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Wo steht denn das?
Sie von den Koalitionsparteien reden von „Harmonisierung“ – und bringen jetzt auch einen Entschließungsantrag ein. Dieser Entschließungsantrag hat es in sich, denn nun wissen wir, was Sie unter „Harmonisierung“ verstehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck), und wir sollten das auch den Menschen zu Hause sagen, was Sie von ÖVP und FPÖ unter Harmonisierung verstehen: das Umlagesystem weiter schwächen, hin zur zweiten und dritten Säule, die sich niemand leisten kann! Das ist Ihre „Harmonisierung“! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Wo steht denn das?) – Lesen Sie doch Ihren eigenen Entschließungsantrag! Dort steht es schwarz auf weiß und fett gedruckt! (Abg. Wittauer: Das steht dort nicht! Frau Abgeordnete, Sie schreiben unseren Antrag nicht um! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das steht dort nicht! Frau Abgeordnete, Sie schreiben unseren Antrag nicht um! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie von den Koalitionsparteien reden von „Harmonisierung“ – und bringen jetzt auch einen Entschließungsantrag ein. Dieser Entschließungsantrag hat es in sich, denn nun wissen wir, was Sie unter „Harmonisierung“ verstehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck), und wir sollten das auch den Menschen zu Hause sagen, was Sie von ÖVP und FPÖ unter Harmonisierung verstehen: das Umlagesystem weiter schwächen, hin zur zweiten und dritten Säule, die sich niemand leisten kann! Das ist Ihre „Harmonisierung“! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Wo steht denn das?) – Lesen Sie doch Ihren eigenen Entschließungsantrag! Dort steht es schwarz auf weiß und fett gedruckt! (Abg. Wittauer: Das steht dort nicht! Frau Abgeordnete, Sie schreiben unseren Antrag nicht um! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was Sie nicht unter Harmonisierung verstehen, kann ich Ihnen auch sagen, denn auch das steht in diesem Entschließungsantrag, nämlich die gleichen Beiträge – genau das, was wir brauchen, dass ASVG-Versicherte, sprich: Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer, genauso viel zahlen wie Bauern und Selbständige. Da wird „überlegt“, maximal überlegt! – Das ist nicht das Harmonisierungssystem, das wir Ihnen schon vor längerer Zeit präsentiert haben! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Sie schauen jetzt nur, dass Sie irgendwie die Kurve kratzen, denn das frage ich mich schon, wie Sie dem Bürger erklären wollen ...!
Sie von ÖVP und FPÖ wären gut beraten – gut beraten! –, Abstand zu nehmen von diesem Entschließungsantrag. Sie werden auch noch rechtzeitig von uns einen erhalten, und dem können Sie dann Ihre Zustimmung geben. (Abg. Wittauer: Sie schauen jetzt nur, dass Sie irgendwie die Kurve kratzen, denn das frage ich mich schon, wie Sie dem Bürger erklären wollen ...!)
Abg. Mag. Wurm: Verrat an den Frauen! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was die Frauen betrifft, fällt Ihnen ohnedies nur das ein, was Sie jetzt schon beschließen! Kein einziger neuer Punkt! (Abg. Mag. Wurm: Verrat an den Frauen! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das, was jetzt in diesen Stunden beschlossen werden soll, wollen Sie noch einmal „harmonisieren“! Das kann doch auch nur als gefährliche Drohung verstanden werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ.
Was die Frauen betrifft, fällt Ihnen ohnedies nur das ein, was Sie jetzt schon beschließen! Kein einziger neuer Punkt! (Abg. Mag. Wurm: Verrat an den Frauen! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das, was jetzt in diesen Stunden beschlossen werden soll, wollen Sie noch einmal „harmonisieren“! Das kann doch auch nur als gefährliche Drohung verstanden werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedauere Ihre jetzige Vorgangsweise zutiefst – und lade Sie nach wie vor ein, diesem Budgetbegleitgesetz, diesem Pensionskürzungsmodell nicht die Zustimmung zu geben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Verzeihen Sie mir folgenden Vergleich – weil ein paar von Ihnen von der SPÖ gerade lächeln –, aber dieser drängt sich förmlich auf. Mir kommt Ihr Verhalten so vor, wie das bei Menschen der Fall ist, die zum Zahnarzt gehen: Es gibt unglaublich viele, die sehr große Angst haben. Und Sie von den Oppositionsparteien gehören offensichtlich irgendwie in diese Kategorie. Und es gibt sogar Menschen, die so sehr Angst vor dem Zahnarzt haben, dass sie gar nie hingehen. – Das ist ungefähr das, wie Sie von SPÖ und Grünen mit dieser wichtigen Pensionsreform umgehen: Sie wissen, das ist wichtig, sagen aber: Wir gehen nicht hin! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Den Mut, das Notwendige zum richtigen Zeitpunkt zu tun, haben wir: die Frauen und die Männer von ÖVP und FPÖ. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Kindergarten!
Mit den Pensionen ist es wie mit einer Maschine: Wenn ein kleines, kleines Rad aus einem System von lauter Zahnrädern (Ruf bei der SPÖ: Kindergarten!) irgendwo heraushüpft, dann gehört die Maschine überholt, gehört geölt. Wir haben ein Pensionssystem, das aus der Idee heraus entstanden ist, dass Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Allgemeinheit zu ungefähr gleichen Teilen, auf der Grundlage eines gesetzlichen Pensionsalters, das seinerzeit eingeführt wurde und von uns nicht geändert wird, für die Pensionen aufkommen. Dieses gesetzliche Pensionsalter, das wir nicht ändern, lag all diesen Annahmen und Berechnungen zugrunde.
Beifall bei der ÖVP
Die Menschen in Österreich verstehen sehr wohl, dass wir diese Reform brauchen, und sie tragen diese Reform mit (Beifall bei der ÖVP), eine Reform, die ausgewogen ist und von den Grundsätzen her genau das Richtige tut (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), angesichts einer Situation, dass wir in Österreich zu wenig Kinder haben. Diejenigen, die sich der Erziehung der Kinder widmen und mit Mut an diese Aufgabe herangehen, sollen bevorzugt werden gegenüber anderen Teilen der Bevölkerung.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Die Menschen in Österreich verstehen sehr wohl, dass wir diese Reform brauchen, und sie tragen diese Reform mit (Beifall bei der ÖVP), eine Reform, die ausgewogen ist und von den Grundsätzen her genau das Richtige tut (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), angesichts einer Situation, dass wir in Österreich zu wenig Kinder haben. Diejenigen, die sich der Erziehung der Kinder widmen und mit Mut an diese Aufgabe herangehen, sollen bevorzugt werden gegenüber anderen Teilen der Bevölkerung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das, Frau Abgeordnete Prammer, ist der Mut, den wir für die Frauen, insbesondere aber für die Familien brauchen, damit man es sich in Österreich wieder mehr trauen kann, Kinder zu bekommen. Diesen Mut haben wir – und wir setzen diese Politik auch um! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei den Grünen: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Politik darf sich aber nicht nur in einer Pensionsreform erschöpfen. Wir haben viele Aufgaben zu lösen, und besonders wichtig ist, dass wir mit diesem Budgetbegleitgesetz einen riesigen Schritt in Richtung Ökologisierung unseres Steuersystems tun. (Ruf bei den Grünen: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir besteuern nicht erneuerbare Energien als Anreiz für erneuerbare Energie: für Solarenergie, für all die Energien, die unsere Umwelt, die unsere Luft nicht verschmutzen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Die Tirolerinnen und die Tiroler, die vielleicht noch etwas naturverbundener leben als andere, wissen, wie wichtig das für uns und unsere Kinder ist. (Ruf: Märchenstunde!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Politik darf sich aber nicht nur in einer Pensionsreform erschöpfen. Wir haben viele Aufgaben zu lösen, und besonders wichtig ist, dass wir mit diesem Budgetbegleitgesetz einen riesigen Schritt in Richtung Ökologisierung unseres Steuersystems tun. (Ruf bei den Grünen: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir besteuern nicht erneuerbare Energien als Anreiz für erneuerbare Energie: für Solarenergie, für all die Energien, die unsere Umwelt, die unsere Luft nicht verschmutzen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Die Tirolerinnen und die Tiroler, die vielleicht noch etwas naturverbundener leben als andere, wissen, wie wichtig das für uns und unsere Kinder ist. (Ruf: Märchenstunde!)
Ruf: Märchenstunde!
Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Politik darf sich aber nicht nur in einer Pensionsreform erschöpfen. Wir haben viele Aufgaben zu lösen, und besonders wichtig ist, dass wir mit diesem Budgetbegleitgesetz einen riesigen Schritt in Richtung Ökologisierung unseres Steuersystems tun. (Ruf bei den Grünen: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir besteuern nicht erneuerbare Energien als Anreiz für erneuerbare Energie: für Solarenergie, für all die Energien, die unsere Umwelt, die unsere Luft nicht verschmutzen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Die Tirolerinnen und die Tiroler, die vielleicht noch etwas naturverbundener leben als andere, wissen, wie wichtig das für uns und unsere Kinder ist. (Ruf: Märchenstunde!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Unsere nachhaltige und verantwortungsvolle Politik macht mit diesem Geld, mit dem zu Recht nicht erneuerbare Energien belastet werden, wieder das Richtige, indem wir dieses Geld jenen Menschen geben, die es am allernötigsten haben. In einer Steuerreform werden die Einkommen bis zu 1 000 € völlig steuerbefreit. Wer hat Einkommen bis zu 1 000 €? – Das sind doch gerade Alleinverdienerinnen mit Teilzeitarbeit, Alleinverdienerinnen, die Kinderbetreuungsaufgaben haben – und dann keine Steuern mehr zahlen müssen; das sind eben auch Frauen mit Familie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich bin stolz darauf und finde, wir beweisen Mut und Verantwortung!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Eine gefährliche Drohung!
Auch wenn man das System der Durchrechnungszeiträume, Abschläge, Aufschläge et cetera nicht immer ganz versteht, kann ich nur daran appellieren: Politik ist auch Vertrauenssache, und die Menschen können darauf vertrauen, dass wir in diesem Sinne weiter arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Eine gefährliche Drohung!)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Unsere Politik ist eine nachhaltige, eine, der man vertrauen kann (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), eine Politik, die jenen hilft, die es am dringendsten benötigen. In einem weiteren Schritt dieser – zugegeben: überfälligen – Steuerreform werden Personengesellschaften besser gestellt, indem der nicht entnommene Gewinn mit dem halben Durchschnittssteuersatz besteuert wird. Das klingt wieder alles kompliziert, heißt aber nur, dass derjenige, der Gewinn macht, diesen im Unternehmen belassen kann – und so einen Anreiz hat, das Geld nicht herauszunehmen, sondern zu investieren. Wir haben das gedeckelt mit 100 000 €, damit das eben gerade Kleinbetrieben zugute kommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Das ist so lächerlich, was Sie da erzählen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Das ist so lächerlich, was Sie da erzählen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Unsere Politik ist eine nachhaltige, eine, der man vertrauen kann (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), eine Politik, die jenen hilft, die es am dringendsten benötigen. In einem weiteren Schritt dieser – zugegeben: überfälligen – Steuerreform werden Personengesellschaften besser gestellt, indem der nicht entnommene Gewinn mit dem halben Durchschnittssteuersatz besteuert wird. Das klingt wieder alles kompliziert, heißt aber nur, dass derjenige, der Gewinn macht, diesen im Unternehmen belassen kann – und so einen Anreiz hat, das Geld nicht herauszunehmen, sondern zu investieren. Wir haben das gedeckelt mit 100 000 €, damit das eben gerade Kleinbetrieben zugute kommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Das ist so lächerlich, was Sie da erzählen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer sind denn diese Personengesellschaften, von denen wir jetzt reden? – Das sind die kleinen Gewerbetreibenden, die kleinen Touristiker, nicht die großen Restaurantketten, vielleicht auch nicht die ganz großen Hotels, denen ich das jedoch selbstverständlich auch gönnen würde: gerade in einem Land wie eben Tirol, das so sehr auf den Tourismus angewiesen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es geht also um die kleinen Pensionsbesitzer, solche mit kleinen Hotels, kleinen Betrieben, die mehr tun für die Wirtschaft Österreichs, als nur ihr Gewerbe zu betreiben, sondern die auch den Ruf Österreichs als Tourismus- und Wirtschaftsland wahren und Arbeitsplätze schaffen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Mit dieser vertrauensvollen, mit dieser nachhaltigen und verantwortungsbewussten Politik werden wir auch in Zukunft weitermachen – und bitten hiefür um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
†Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger| (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Frau Abgeordnete Hakl, jemand, der wegen einer lockeren Plombe zum Zahnarzt geht und weiß, dass der Zahnarzt in jedem Fall zehn oder 15 Zähne ziehen wird, ist nicht mutig und nicht vertrauensvoll, sondern in meinen Augen schlicht dumm! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall und Zwischenrufe bei den Grünen.
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Kleinen Moment! – Gleiches Recht für alle: erste Fraktion kurz herzeigen, zweite Fraktion kurz herzeigen. – Danke. Eine dritte Fraktion lässt sich sicherlich noch etwas einfallen. (Beifall und Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
†Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger| (fortsetzend): Bei einer Frauenministerin, die in ihren Ausführungen, wenn ich das richtig gehört habe, eine Steigerung auf 200 Prozent verwechselt mit einer Steigerung auf das 200-Fache, wundert es mich nicht, wenn Sie, Frau Ministerin, tatsächlich glauben, diese Pensionsreform bringe eine Besserstellung für Frauen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Abg. Wittauer: Ihre männerfeindlichen Äußerungen sind unerhört! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Unter dem Druck von Streiks und Protesten wurde nachverhandelt, und zwar im Wesentlichen zwischen Kärnten und Wien. Wieder: lauter Männer! Dass es übrigens in der FPÖ Rebellen und Rebellinnen geben soll, halte ich für eine Zeitungsente. (Abg. Wittauer: Ihre männerfeindlichen Äußerungen sind unerhört! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.) Jetzt haben wir im Parlament dieses Reformwerk vorliegen. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Meine Herren: Ganz ruhig bleiben!
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Unter dem Druck von Streiks und Protesten wurde nachverhandelt, und zwar im Wesentlichen zwischen Kärnten und Wien. Wieder: lauter Männer! Dass es übrigens in der FPÖ Rebellen und Rebellinnen geben soll, halte ich für eine Zeitungsente. (Abg. Wittauer: Ihre männerfeindlichen Äußerungen sind unerhört! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.) Jetzt haben wir im Parlament dieses Reformwerk vorliegen. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Meine Herren: Ganz ruhig bleiben!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine Handschrift von jemandem, der tatsächlich Fraueninteressen vertreten hätte, ist in dieser Pensionsreform eindeutig nicht erkennbar! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Nun haben wir eine Pensionsreform vorliegen, mit der Frauen besonders stark belastet werden – und bei der die großen Verliererinnen Frauen unter 35 sind! So schaut es aus, meine Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Karenzgeld ...!
Wie viel sind Ihnen von den Koalitionsparteien denn Familienarbeit und Kinderbetreuung wert? Das kann ich Ihnen auf den Euro genau sagen. – 643 € als Bemessungsgrundlage, die Armutsgrenze also! Sehr im Unterschied zum Präsenzdienst, der nach dem Einkommen berechnet wird! Erzählen Sie uns also hier bitte nicht, dass Frauen durch diese Reform nicht deutlich schlechter gestellt würden! Das Gegenteil ist der Fall: Es gibt massive Einbussen und Schlechterstellungen für die Frauen! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Karenzgeld ...!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Abgeordneter Stummvoll ist zwar gerade nicht hier, aber: Nicht einmal die eloquenteste Rhetorik wird einer Frau zu einer Pension von 12 000 € verhelfen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
die Abgeordneten Wattaul und Mag. Molterer: Sicherheit!
Die Abfangjäger sind es jedenfalls nicht – das kann ich schon einmal ausschließen, dass diese den Frauen etwas bringen (die Abgeordneten Wattaul und Mag. Molterer: Sicherheit!), im Gegenteil: Sie kosten alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehrere Milliarden Euro.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Gibt es eine staatlich garantierte Mindestpension? – Nein, gibt es nicht! Wird ein Maßnahmenpaket geschnürt, damit Frauen mit guter Ausbildung gleich gute Jobs wie Männer bekommen? – Nein, gibt es nicht! Gibt es ein Paket von Maßnahmen, um die Erwerbsquote von Frauen zu steigern, was im Übrigen auch für die Sicherung des Pensionssystems nicht uninteressant wäre? – Nein, gibt es nicht! (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) Gibt es eine soziale, eine arbeitsrechtliche Absicherung von Nichtangestelltenverhältnissen, den so genannten atypischen Beschäftigungen, damit sich diese nicht total negativ auf die Pensionen auswirken? – Nein, gibt es nicht! Gibt es ein Paket zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, wie dazumal unter vergangenen Regierungen, als es, in Schilling gerechnet, die Kindergartenmilliarde gab? – Nein, gibt es nicht! Wir haben ein Milliarden-Euro-Paket für Abfangjäger, nicht für Kinderbetreuung! Gibt es Modelle dafür, die Väterkarenz stärker zu fördern und sicherzustellen, dass sich die Familienarbeit nicht nur negativ auf die Pensionen von vor allem Frauen auswirkt? – Nein, all das gibt es nicht!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
†Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger| (fortsetzend): Ich komme zum Schlusssatz. Was die OeNB den Frauen rät, ist, jedenfalls nicht auf eine private Pensionsvorsorge zu vertrauen. Ich kann nur alle Frauen und alle an Fraueninteressen und -belangen interessierten, vernünftigen Männer einladen, dieser Reform und den anderen Budgetbegleitgesetzen nicht zuzustimmen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das ist auch einer von diesen Rebellen! – Abg. Dr. Cap – in Richtung des bereits beim Rednerpult stehenden Abg. Bucher –: Wie kann man im Liegen reden? Gibt es ein Bodenmikrophon? – Abg. Bucher: Das werde ich Ihnen gleich erklären!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Als Nächster steht Herr Abgeordneter Josef Bucher auf der Rednerliste. Sie haben 7 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Mag. Wurm: Das ist auch einer von diesen Rebellen! – Abg. Dr. Cap – in Richtung des bereits beim Rednerpult stehenden Abg. Bucher –: Wie kann man im Liegen reden? Gibt es ein Bodenmikrophon? – Abg. Bucher: Das werde ich Ihnen gleich erklären!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Erwarten würde ich es mir schon!
†Abgeordneter Josef Bucher| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Oppositionsparteien! Wir erwarten natürlich nicht, dass Sie eine positive Stellungnahme zu den Gesetzentwürfen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erwarten würde ich es mir schon!), die wir heute und in den nächsten Tagen diskutieren werden, abgeben. Sehr wohl aber erwarten wir uns – und vor allem erwarte ich mir das als junger Abgeordneter –, dass Sie konstruktive Beiträge einbringen (Abg. Mag. Wurm: Das haben wir gesehen beim Entschließungsantrag!), dass Sie Konzepte auf den Tisch legen, über die wir verhandeln können.
Abg. Mag. Wurm: Das haben wir gesehen beim Entschließungsantrag!
†Abgeordneter Josef Bucher| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Oppositionsparteien! Wir erwarten natürlich nicht, dass Sie eine positive Stellungnahme zu den Gesetzentwürfen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erwarten würde ich es mir schon!), die wir heute und in den nächsten Tagen diskutieren werden, abgeben. Sehr wohl aber erwarten wir uns – und vor allem erwarte ich mir das als junger Abgeordneter –, dass Sie konstruktive Beiträge einbringen (Abg. Mag. Wurm: Das haben wir gesehen beim Entschließungsantrag!), dass Sie Konzepte auf den Tisch legen, über die wir verhandeln können.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All das ist in den letzten Tagen und Wochen nicht geschehen. Sie haben keine wirklich konstruktiven Vorschläge gemacht, weder zur Pensionssicherungsreform noch zur Steuerreform. Sie machen nur alles madig und schlecht. Das ist aber nicht der Stil, das ist auch nicht die Vorgehensweise, die sich die österreichische Bevölkerung von ihren Mandataren hier im Hohen Haus erwartet. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hagenhofer: Ihr habt kapituliert!
Die Damen und Herren der Sozialdemokratischen Partei haben kapituliert, wir nehmen das zur Kenntnis. (Abg. Hagenhofer: Ihr habt kapituliert!) Sie haben aufgehört, darüber nachzudenken. (Abg. Mag. Trunk: Worüber?) Wir haben bis zur letzten Minute, noch bis in die Nachtstunden hinein verhandelt! Sie hingegen haben aus dieser Überlegung heraus auch den ÖGB als Vehikel, als Kriseninterventionszentrum für Ihre politischen Anliegen missbraucht.
Abg. Mag. Trunk: Worüber?
Die Damen und Herren der Sozialdemokratischen Partei haben kapituliert, wir nehmen das zur Kenntnis. (Abg. Hagenhofer: Ihr habt kapituliert!) Sie haben aufgehört, darüber nachzudenken. (Abg. Mag. Trunk: Worüber?) Wir haben bis zur letzten Minute, noch bis in die Nachtstunden hinein verhandelt! Sie hingegen haben aus dieser Überlegung heraus auch den ÖGB als Vehikel, als Kriseninterventionszentrum für Ihre politischen Anliegen missbraucht.
Abg. Mag. Trunk: Welche?
All das hat aber nichts genützt, all diese Maßnahmen sind fehlgeschlagen und haben im Grunde keine Verbesserungen erwirkt. Wir haben konstruktive Beiträge geleistet (Abg. Mag. Trunk: Welche?), und das war und ist im Interesse der österreichischen Bevölkerung, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All das hat aber nichts genützt, all diese Maßnahmen sind fehlgeschlagen und haben im Grunde keine Verbesserungen erwirkt. Wir haben konstruktive Beiträge geleistet (Abg. Mag. Trunk: Welche?), und das war und ist im Interesse der österreichischen Bevölkerung, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die FPÖ hat sich dem Grundsatz verschrieben, auch in dieser ersten Etappe der Steuerreform zuerst zu sanieren und dann die Einkommen, vor allem die kleinen und mittleren Einkommen, zu entlasten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul: So ist es!
Eine Investitionsfreibetragslösung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, ginge völlig ins Leere, wenn wir die Eigenkapitalquote der Betriebe nicht stärken. Sie wissen, dass für Investitionen Eigenkapital erforderlich ist. Wenn Sie heute in eine Bank gehen und einen Kredit aufnehmen, dann wird von Ihnen eine Eigenkapitalerfordernis von 25 Prozent verlangt. Das ist also entscheidend für zukünftige Investitionen! (Abg. Wattaul: So ist es!) Die Eigenkapitalbildung wird dazu beitragen, dass die Wirtschaft belebend wirkt sowie dass der Wirtschaftsstandort Österreich und somit auch der Kapitalmarkt Österreich positiv beeinflusst wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine Investitionsfreibetragslösung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, ginge völlig ins Leere, wenn wir die Eigenkapitalquote der Betriebe nicht stärken. Sie wissen, dass für Investitionen Eigenkapital erforderlich ist. Wenn Sie heute in eine Bank gehen und einen Kredit aufnehmen, dann wird von Ihnen eine Eigenkapitalerfordernis von 25 Prozent verlangt. Das ist also entscheidend für zukünftige Investitionen! (Abg. Wattaul: So ist es!) Die Eigenkapitalbildung wird dazu beitragen, dass die Wirtschaft belebend wirkt sowie dass der Wirtschaftsstandort Österreich und somit auch der Kapitalmarkt Österreich positiv beeinflusst wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Liegen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Steuerreform, diese erste Etappe der Steuerreform, wird für Wachstum, Beschäftigung und mehr Einkommen sorgen, unter dem Strich für alle unselbständig und selbständig Erwerbstätigen in unserem Land. Daher wird unsere Fraktion voll und ganz hinter dieser Maßnahme der Bundesregierung (Abg. Mag. Wurm: Liegen!) stehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Steuerreform, diese erste Etappe der Steuerreform, wird für Wachstum, Beschäftigung und mehr Einkommen sorgen, unter dem Strich für alle unselbständig und selbständig Erwerbstätigen in unserem Land. Daher wird unsere Fraktion voll und ganz hinter dieser Maßnahme der Bundesregierung (Abg. Mag. Wurm: Liegen!) stehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Nürnberger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bitte um ein entsprechendes Zeichen, Herr Präsident!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Nürnberger mit exakt 7 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Nürnberger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bitte um ein entsprechendes Zeichen, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Khol: Stimmt aber nicht!
„Als weiteres Problem auch der abgefederten Pensionspläne sieht Guger, dass ,die Relation bei Kürzungen zwischen Beamten und ASVG-Versicherten nicht stimmt‘. Bei Beamten sei zwar der Reformbedarf in ihrem Pensionsrecht groß – die Kürzungen aber weniger stark als bei ASVG-Versicherten: ,Ein Beamter, der heute 35 Dienstjahre hat, hat durch die Pensionsreform überhaupt keine Einbußen. Ein ASVG-Versicherter mit 35 Arbeitsjahren aber sehr wohl!‘“ – Zitatende. (Abg. Dr. Khol: Stimmt aber nicht!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt wissen wir auch, warum Herr Abgeordneter Neugebauer zustimmen wird: Er hat nämlich seine Schäfchen ins Trockene gebracht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Wäre der Herr Bundesminister anwesend, hätte ich ihm gerne die Frage gestellt: Was stimmt jetzt? 80 000 Arbeitslose mehr oder doch Arbeitsknappheit? Wo ist seine Politik? (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Aber von einem Arbeitsminister, der gleichzeitig Wirtschaftsminister und einer der reichsten Unternehmer dieses Landes ist – er wird mir zwar wieder erklären, die Firma gehöre nicht ihm, sondern seiner Frau –, kann man sich wohl keine andere Politik für den Arbeitsmarkt erwarten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wäre der Herr Bundesminister anwesend, hätte ich ihm gerne die Frage gestellt: Was stimmt jetzt? 80 000 Arbeitslose mehr oder doch Arbeitsknappheit? Wo ist seine Politik? (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Aber von einem Arbeitsminister, der gleichzeitig Wirtschaftsminister und einer der reichsten Unternehmer dieses Landes ist – er wird mir zwar wieder erklären, die Firma gehöre nicht ihm, sondern seiner Frau –, kann man sich wohl keine andere Politik für den Arbeitsmarkt erwarten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun zum Chaos bei der Pensionsreform. Ich erlaube mir, mit einem Satz auf die gestrigen Ausführungen des Bauernvertreters Herrn Grillitsch einzugehen, schade, dass er jetzt nicht anwesend ist. Er hat nämlich gestern die Demo und die Streiks der Arbeitnehmer in diesem Lande verurteilt. Ich rufe ihm in Erinnerung: Wir als Gewerkschafter haben nie daran Kritik geübt, wenn Bauern mit ihren Traktoren auf der Ringstraße aufgefahren sind! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Und die Bauern sind öfter – öfter! – als die Arbeitnehmer in diesem Lande auf die Ringstraße gegangen.
Zwischenruf der Abg. Höllerer
Ich wiederhole, was ich vor einigen Tagen gesagt habe: Es wird niemand (Zwischenruf der Abg. Höllerer), auch Sie nicht, Frau Abgeordnete, und Herr Grillitsch schon gar nicht, uns Arbeitnehmer in diesem Lande daran hindern, auf die Straße zu gehen und uns Gehör zu verschaffen! Wenn wir glauben, dass das notwendig ist, dann werden wir es auch in Zukunft tun, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wiederhole, was ich vor einigen Tagen gesagt habe: Es wird niemand (Zwischenruf der Abg. Höllerer), auch Sie nicht, Frau Abgeordnete, und Herr Grillitsch schon gar nicht, uns Arbeitnehmer in diesem Lande daran hindern, auf die Straße zu gehen und uns Gehör zu verschaffen! Wenn wir glauben, dass das notwendig ist, dann werden wir es auch in Zukunft tun, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Weil er die Wahrheit sagt!
Jetzt noch einige Bemerkungen zu den „acht Rebellen“ und zu Herrn Abgeordneten Walch. Ich kann – und so geht es wahrscheinlich vielen in diesem Hause – bei seinen Ausführungen nicht einmal mehr lachen (Abg. Wattaul: Weil er die Wahrheit sagt!), weil es nicht einmal mehr kabarettreif ist. Er hat in unsere Richtung gemeint, na der Präsident ginge ja noch, aber die anderen Gewerkschafter, die SPÖ-angehaucht sind – dazu sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit:
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin Gewerkschaftsfunktionär! Ich bin stolz darauf! Und noch etwas ganz Wichtiges: Ich bin nicht SPÖ-angehaucht, ich bin Sozialdemokrat durch und durch, und darauf bin ich ebenfalls stolz, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Herr Abgeordneter Walch hat auch recht abfällig zu „dem aus der VOEST“ hinüber geredet, weil der Name gar so schwierig ist. Aber er will ihn sich nur nicht merken, es ist nämlich mein Kollege, der Metaller-Betriebsrat und Abgeordnete Keck. Und ich kann Ihnen auch sagen, warum Herr Abgeordneter Walch mit dem Abgeordneten Keck ein Problem hat. Es hat nämlich in jener Abteilung, in der Kollege Keck seit einigen Jahren als Betriebsrat tätig ist, früher einmal eine starke FPÖ-Gruppe gegeben, ich glaube, sie lag ein bisschen über 40 Prozent. Aber seit „der aus der VOEST“ dort tätig ist, hat die FPÖ nur mehr 1,1 Prozent. Und dieses 1 Prozent werden sie bei der nächsten Wahl auch noch verlieren. Das ist „der aus der VOEST“: der Kollege Keck! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Meine „acht Rebellen“, die ihr so groß getan habt mit Abänderungsanträgen, Entschließungsanträgen! Dass ihr umgefallen seid, kann man wirklich nicht mehr behaupten, denn mehr als liegen ist nicht möglich. Aber erklärt mir bitte, wo da in diesem Abänderungsantrag irgendein Satz oder ein Wort über die „Hackler-Regelung“ zu finden ist! Da ist überhaupt nichts davon drinnen! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Und von dem großartigen Versprechen, wonach niemand mit einem Bezug unter 1 000 € etwas passieren wird, findet sich nur: Der Fonds wird langsam aufgestockt!
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dolinschek: Aber hör auf!
†Abgeordneter Rudolf Nürnberger| (fortsetzend): ... arbeiten mussten, durch diese eure Regelung zu Almosenempfängern und zu Bittstellern werden! Das ist eure Regelung! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dolinschek: Aber hör auf!)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja!
†Abgeordneter Georg Keuschnigg| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek hat vor gut einer Stunde gesagt, ihr werde gruselig, wenn sie an diese Pensionsreform denke. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) – Das ist Ihre Sache, Frau Kollegin, das ist kein Problem. Ich darf Sie aber schon fragen: Was wird Ihnen denn, wenn Sie an Deutschland denken, wenn Sie sehen, dass dort (Abg. Gaál: Dort leben wir ja auch nicht! – Abg. Mag. Prammer: ... Erbe vom Kohl!) ein Pensionsantrittsalter von 67 Jahren diskutiert wird, wenn, Herr Kollege Nürnberger, 5 Millionen Arbeitslose in Aussicht sind? Was wird Ihnen denn dann? (Abg. Schieder: Auch gruselig!)
Abg. Gaál: Dort leben wir ja auch nicht! – Abg. Mag. Prammer: ... Erbe vom Kohl!
†Abgeordneter Georg Keuschnigg| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek hat vor gut einer Stunde gesagt, ihr werde gruselig, wenn sie an diese Pensionsreform denke. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) – Das ist Ihre Sache, Frau Kollegin, das ist kein Problem. Ich darf Sie aber schon fragen: Was wird Ihnen denn, wenn Sie an Deutschland denken, wenn Sie sehen, dass dort (Abg. Gaál: Dort leben wir ja auch nicht! – Abg. Mag. Prammer: ... Erbe vom Kohl!) ein Pensionsantrittsalter von 67 Jahren diskutiert wird, wenn, Herr Kollege Nürnberger, 5 Millionen Arbeitslose in Aussicht sind? Was wird Ihnen denn dann? (Abg. Schieder: Auch gruselig!)
Abg. Schieder: Auch gruselig!
†Abgeordneter Georg Keuschnigg| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek hat vor gut einer Stunde gesagt, ihr werde gruselig, wenn sie an diese Pensionsreform denke. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) – Das ist Ihre Sache, Frau Kollegin, das ist kein Problem. Ich darf Sie aber schon fragen: Was wird Ihnen denn, wenn Sie an Deutschland denken, wenn Sie sehen, dass dort (Abg. Gaál: Dort leben wir ja auch nicht! – Abg. Mag. Prammer: ... Erbe vom Kohl!) ein Pensionsantrittsalter von 67 Jahren diskutiert wird, wenn, Herr Kollege Nürnberger, 5 Millionen Arbeitslose in Aussicht sind? Was wird Ihnen denn dann? (Abg. Schieder: Auch gruselig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Der Helmut Kohl hat das verursacht!
Ich würde glauben, da wird einem nicht nur „grusig“, da wird einem angst und bange – und all das unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Der Helmut Kohl hat das verursacht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wohin die Politik des Nichtentscheidens führt, sehen wir auch an den Staatsschulden: ein spätes Erbe unseres Bruno Kreisky, der Sozialdemokratie. Wir tragen einen schweren Rucksack mit uns. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben hohe Schulden und haben 100 Milliarden Schilling jährlich an Zinsen zu bezahlen – 7 Milliarden € jährlich! Das wären drei bis vier große Steuerreformen; das wären fünf bis sechs Familienpakete; das wären zig Bildungs- und Forschungsmilliarden Jahr für Jahr, die wir zur Verfügung hätten, hätte man die Reformen rechtzeitig und richtig gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wohin die Politik des Nichtentscheidens führt, sehen wir auch an den Staatsschulden: ein spätes Erbe unseres Bruno Kreisky, der Sozialdemokratie. Wir tragen einen schweren Rucksack mit uns. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben hohe Schulden und haben 100 Milliarden Schilling jährlich an Zinsen zu bezahlen – 7 Milliarden € jährlich! Das wären drei bis vier große Steuerreformen; das wären fünf bis sechs Familienpakete; das wären zig Bildungs- und Forschungsmilliarden Jahr für Jahr, die wir zur Verfügung hätten, hätte man die Reformen rechtzeitig und richtig gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Die Abfangjäger, das ist sozial, die Abfangjäger!
Es ist eine Binsenweisheit, dass niemand sozialer sein kann als der, der wenig Schulden, aber Geld hat. (Abg. Reheis: Die Abfangjäger, das ist sozial, die Abfangjäger!) Es kann niemand sozialer sein als der, der die Reformen rechtzeitig macht und dann über Spielräume verfügt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist eine Binsenweisheit, dass niemand sozialer sein kann als der, der wenig Schulden, aber Geld hat. (Abg. Reheis: Die Abfangjäger, das ist sozial, die Abfangjäger!) Es kann niemand sozialer sein als der, der die Reformen rechtzeitig macht und dann über Spielräume verfügt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Morgen starten wir mit der Budgetdebatte. Ich bin schon neugierig darauf, wie Sie uns mit beredten Worten verkünden werden, wo überall viel zu wenig Geld zur Verfügung steht, wo die Politik versagt hat und so weiter. Aber Kollegin Hakl hat es bereits gesagt: Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun, das ist politischer Mut! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Wo denn?
Ich darf auch ganz bewusst als Tiroler Abgeordneter sagen: Wir brauchen und wollen einen investitionsfreudigen, einen vitalen sozialen Staat, der in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen (Abg. Öllinger: Wo denn?), der rechtzeitig Spielräume schafft (Abg. Öllinger: Forschungsquote!), um diese Politik der Zukunft zu machen. (Abg. Öllinger: Armut schaffen Sie!)
Abg. Öllinger: Forschungsquote!
Ich darf auch ganz bewusst als Tiroler Abgeordneter sagen: Wir brauchen und wollen einen investitionsfreudigen, einen vitalen sozialen Staat, der in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen (Abg. Öllinger: Wo denn?), der rechtzeitig Spielräume schafft (Abg. Öllinger: Forschungsquote!), um diese Politik der Zukunft zu machen. (Abg. Öllinger: Armut schaffen Sie!)
Abg. Öllinger: Armut schaffen Sie!
Ich darf auch ganz bewusst als Tiroler Abgeordneter sagen: Wir brauchen und wollen einen investitionsfreudigen, einen vitalen sozialen Staat, der in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen (Abg. Öllinger: Wo denn?), der rechtzeitig Spielräume schafft (Abg. Öllinger: Forschungsquote!), um diese Politik der Zukunft zu machen. (Abg. Öllinger: Armut schaffen Sie!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wir brauchen für die Universität Innsbruck neue Lehrstühle. Wir brauchen und wünschen uns dauerhafte Engagements im gesamten Bildungsbereich. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Wir brauchen zusätzliches Geld für den Personennahverkehr in den Städten, aber auch auf dem Land; da kommt eine riesige Aufgabe auf uns zu. Wir brauchen auch viel Geld für eine moderne Altenpflege, für ein modernes Gesundheitssystem. Wir wünschen uns aber vor allem – das muss ich als Tiroler immer wieder sagen – einen Staat, der das Geld und das politische Vermögen hat, in Zukunftsinfrastrukturen zu investieren. Wir brauchen die Inntal-Eisenbahn und den Brenner-Basistunnel – und dafür brauchen wir jetzt Reformen, sehr geehrte Damen und Herren!
Abg. Gaál: Das hat sich Tirol nicht verdient!
Wir werden mit dieser Reform natürlich nicht am Ende angelangt sein, mit der Harmonisierung befinden wir uns schon direkt im nächsten Block (Abg. Gaál: Das hat sich Tirol nicht verdient!), aber warum macht man sie überhaupt? – Wir machen sie, um Spielraum für neue Vorhaben zu bekommen, um in Zukunft sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze zu haben und die Sozialsysteme abzusichern. – Machen Sie mit, es ist für Österreich und die Menschen in Österreich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Falsche Rede zum falschen Budget!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Falsche Rede zum falschen Budget!
Wir werden mit dieser Reform natürlich nicht am Ende angelangt sein, mit der Harmonisierung befinden wir uns schon direkt im nächsten Block (Abg. Gaál: Das hat sich Tirol nicht verdient!), aber warum macht man sie überhaupt? – Wir machen sie, um Spielraum für neue Vorhaben zu bekommen, um in Zukunft sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze zu haben und die Sozialsysteme abzusichern. – Machen Sie mit, es ist für Österreich und die Menschen in Österreich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Falsche Rede zum falschen Budget!)
Abg. Mandak: Von den Abfangjägern!
†Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald| (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Was vielleicht die ZuhörerInnen auf der Galerie interessieren wird: Abgeordneter Keuschnigg hat es uns jetzt vorgemacht: Er sagt, dass die Bundesregierung Geld braucht, um in Gesundheit, Forschung und Bildung zu investieren – und macht es so. (Der Redner reibt den Daumen und den Zeigefinger der rechten Hand aneinander.) Haben Sie schon einmal erlebt, dass beim Reiben von Daumen und Zeigefinger Geld entsteht? – Ich nicht! (Abg. Mandak: Von den Abfangjägern!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Aber das, was wirklich interessant ist, ist, mit welcher Ideologie man an die Gesundheitspolitik herangegangen ist. Die Gesundheitspolitik wird von der Bundesregierung vorwiegend über die Kostenfrage – natürlich über die Kostenfrage – debattiert, und man versteht als Kunst des Regierens das, was die Gelder für die Krankenversorgung und deren Steigerungen einbremst. Das ist aber höchst unwissenschaftlich, falsch und auch kontraproduktiv, weil, wie das Programm zeigt, für wichtige Investitionen kein müder Euro – oder vielleicht einige müde Euro, aber die sind zu wenig, um eine vitale Bundesregierung zu präsentieren – übrig bleibt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Ich weiß, durch Ihre gesunde Ernährung werden Sie wahrscheinlich vital sein; das ist auch ein wichtiger Punkt der Gesundheitspolitik.
Abg. Dr. Brinek: Da haben die Ärzte Freude!
Gehen wir noch einmal zu den Kosten zurück. Was gewünscht ist – das interessiert vielleicht auch das Publikum –, sind junge, gesunde, dynamische, wohlhabende Menschen, die sind der Regierung natürlich willkommen, weil sie kaum Kosten verursachen. Aber was ist, wenn Sie dieser Gruppe nicht angehören, wenn Sie zu den Alten, chronisch Kranken gehören? (Abg. Dr. Brinek: Da haben die Ärzte Freude!)
Abg. Mag. Hakl: Die größte Steigerung aller Zeiten!
Was ist aber mit dem Geld für Gesundheitsstärkung, Gesundheitsvorsorge? – Da liegen wir prozentuell schlechter, gemessen am gesamten Gesundheitsbudget, als in der Entwicklungspolitik, obwohl wir da schon peinlich weit hinten liegen. (Abg. Mag. Hakl: Die größte Steigerung aller Zeiten!) – Ja, „größte Steigerung“! Frau Hakl, was bei Ihnen groß ist, muss bei mir noch nicht groß sein. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Kann sein!) Kann sein, ja.
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Kann sein!
Was ist aber mit dem Geld für Gesundheitsstärkung, Gesundheitsvorsorge? – Da liegen wir prozentuell schlechter, gemessen am gesamten Gesundheitsbudget, als in der Entwicklungspolitik, obwohl wir da schon peinlich weit hinten liegen. (Abg. Mag. Hakl: Die größte Steigerung aller Zeiten!) – Ja, „größte Steigerung“! Frau Hakl, was bei Ihnen groß ist, muss bei mir noch nicht groß sein. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Kann sein!) Kann sein, ja.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich habe gesehen, wie 90-jährige Frauen auf meiner Station in Innsbruck nicht in ein Heim zu bekommen waren, wie verwirrt sie eingeliefert worden sind, durch die Technik der Medizin eigentlich immer verwirrter wurden – es hat sich nicht gebessert –, weil die Versorgungsstrukturen in den Pflegeheimen so schlecht sind, weil man an qualitativ gut ausgebildetem Personal spart. Gleichzeitig reden Sie davon, dass 30 000 Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich möglich sind, aber die Bundesregierung und die Landeshauptleute zahlen sie nicht! Das heißt, da fehlt es hinten und vorne. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wer ist denn das?
Es ist auch die Ideologie, dass der, der krank ist, selbst schuld ist, dass die, die krank ist, schauen soll, wer ihres Glückes Schmied ist – sie nämlich und nicht die Bundesregierung. Das ist schon eine eigenartige Betrachtung von Krankheit, denn Sie sollten wissen – ich sage das jetzt schon zum 100. Mal –, dass vorwiegend Einkommen, Bildung, Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Umwelt darüber entscheiden, ob jemand und wie häufig krank wird, wie lange er lebt. Und was ist diesbezüglich in der Gesundheitspolitik geschehen? – Nichts! Ich mache nicht Rauch-Kallat einen Vorwurf, denn sie hat das Programm nicht geschrieben, sondern dem, der das Programm schreibt, und der sitzt auch hinter mir. (Ruf bei der ÖVP: Wer ist denn das?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie sollten wissen, dass 5 Prozent der Versicherten 60 Prozent der Kosten und Leistungen beanspruchen – 60 Prozent! Wenn man sparen möchte, müsste man es dort tun, aber das wäre ein Wahnsinn, denn diese Menschen sind ja, wenn sie diese Kosten verursachen, schwer krank. Die gehen ja nicht aus Jux zum Arzt, und das ist nicht der Zahnarzt, das sind andere Ärztinnen und Ärzte, zu denen sie müssen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Zahnarzt-Vergleiche sind aus der „Am dam des“-Stunde, davon möchte ich bitte nichts hören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sollten wissen, dass 5 Prozent der Versicherten 60 Prozent der Kosten und Leistungen beanspruchen – 60 Prozent! Wenn man sparen möchte, müsste man es dort tun, aber das wäre ein Wahnsinn, denn diese Menschen sind ja, wenn sie diese Kosten verursachen, schwer krank. Die gehen ja nicht aus Jux zum Arzt, und das ist nicht der Zahnarzt, das sind andere Ärztinnen und Ärzte, zu denen sie müssen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Zahnarzt-Vergleiche sind aus der „Am dam des“-Stunde, davon möchte ich bitte nichts hören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber kommen wir jetzt zur „Republik der Härtefonds“. Überall gibt es Härtefonds – welche Politik ist das? –: Härtefonds für Pensionisten, Härtefonds für Studierende, die über wenig Geld verfügen, Härtefonds für Kranke, Härtefonds für Alleinerzieher. – Wirst du von der Straßenbahn überfahren, geh zum Härtefonds! Brauchst du ein Paar Schuhe, geh zum Härtefonds! Und so weiter. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das kann es nicht sein.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich glaube, wenn man das alles damit begründet: Wir machen harte und scharfe Schnitte, weil sie notwendig sind, damit diese harten und scharfen Schnitte aber nicht zu große Kanten haben, richten wir einen Härtefonds ein!, muss man wirklich nach einer Stephansdom-Predigt mit allen Weihwassern gewaschen sein, um seine Hände noch in Unschuld waschen zu können. Das geht, meine ich, wirklich nicht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald| (fortsetzend): Ich bitte wirklich, Gesundheitspolitik nicht mit den Augen von Lohnbuchhaltern zu betreiben, sondern mit den Augen der Betroffenen! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Für die „tollen“ Erfolge!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch| (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine geschätzten Damen und Herren! 7 Minuten Redezeit sind wahrscheinlich zu wenig (Abg. Öllinger: Für die „tollen“ Erfolge!), um über die vielen Details, Probleme und Schwierigkeiten, die bei diesem Budgetbegleitgesetz zu diskutieren sind, ausführlich zu sprechen. 7 Minuten Redezeit sind wahrscheinlich auch zu wenig, um all die guten Veränderungen, um all die tollen Details, die die Freiheitlichen hineinverhandelt haben, hier aufzuzählen und der Bevölkerung zu Hause näherzubringen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch| (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine geschätzten Damen und Herren! 7 Minuten Redezeit sind wahrscheinlich zu wenig (Abg. Öllinger: Für die „tollen“ Erfolge!), um über die vielen Details, Probleme und Schwierigkeiten, die bei diesem Budgetbegleitgesetz zu diskutieren sind, ausführlich zu sprechen. 7 Minuten Redezeit sind wahrscheinlich auch zu wenig, um all die guten Veränderungen, um all die tollen Details, die die Freiheitlichen hineinverhandelt haben, hier aufzuzählen und der Bevölkerung zu Hause näherzubringen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol.
Meine geschätzten Damen und Herren! 7 Minuten Redezeit sind ganz sicher zu wenig, um den staatspolitischen Schwachsinn und die jahrzehntelange Schuldenpolitik, die die SPÖ gemacht hat, hier darzustellen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Meine geschätzten Damen und Herren! Seien wir doch ehrlich: Mein Kollege von der ÖVP hat es vorhin schon gesagt: Hunderte Milliarden, ja Billionen Schilling Schulden – allein mit den Zinsen dieses Geldes könnten wir die Pensionen verdoppeln, die Wirtschaft ankurbeln und nebenbei wahrscheinlich noch 30 Flugzeuge kaufen, nicht nur 18. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Abg. Öllinger: Bitte kommen Sie endlich zu den „Erfolgen“!
Das zur Vergangenheit. Kommen wir nun zur Gegenwart, reden wir von den tatsächlichen Problemen. (Abg. Öllinger: Bitte kommen Sie endlich zu den „Erfolgen“!) Ich gebe Ihnen Recht: Die Diskussion über diese Pensionsreform ist sicher sehr schwierig (Abg. Öllinger: Ja, für Sie schwierig!), und es ist auch in Ordnung, dass im ersten Entwurf viele Probleme enthalten waren, die gelöst werden mussten; und zu diesen Änderungen ist es auch gekommen. Meine geschätzten Damen und Herren! All diese Änderungen, Verbesserungen, Abfederungen und Entschärfungen haben meine Freunde von der FPÖ ausverhandelt, haben meine Freunde von der FPÖ ausgearbeitet und in die Entwürfe eingebracht! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Umgefallen seid ihr! Umgefallen! Groß reden und dann umfallen!)
Abg. Öllinger: Ja, für Sie schwierig!
Das zur Vergangenheit. Kommen wir nun zur Gegenwart, reden wir von den tatsächlichen Problemen. (Abg. Öllinger: Bitte kommen Sie endlich zu den „Erfolgen“!) Ich gebe Ihnen Recht: Die Diskussion über diese Pensionsreform ist sicher sehr schwierig (Abg. Öllinger: Ja, für Sie schwierig!), und es ist auch in Ordnung, dass im ersten Entwurf viele Probleme enthalten waren, die gelöst werden mussten; und zu diesen Änderungen ist es auch gekommen. Meine geschätzten Damen und Herren! All diese Änderungen, Verbesserungen, Abfederungen und Entschärfungen haben meine Freunde von der FPÖ ausverhandelt, haben meine Freunde von der FPÖ ausgearbeitet und in die Entwürfe eingebracht! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Umgefallen seid ihr! Umgefallen! Groß reden und dann umfallen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Umgefallen seid ihr! Umgefallen! Groß reden und dann umfallen!
Das zur Vergangenheit. Kommen wir nun zur Gegenwart, reden wir von den tatsächlichen Problemen. (Abg. Öllinger: Bitte kommen Sie endlich zu den „Erfolgen“!) Ich gebe Ihnen Recht: Die Diskussion über diese Pensionsreform ist sicher sehr schwierig (Abg. Öllinger: Ja, für Sie schwierig!), und es ist auch in Ordnung, dass im ersten Entwurf viele Probleme enthalten waren, die gelöst werden mussten; und zu diesen Änderungen ist es auch gekommen. Meine geschätzten Damen und Herren! All diese Änderungen, Verbesserungen, Abfederungen und Entschärfungen haben meine Freunde von der FPÖ ausverhandelt, haben meine Freunde von der FPÖ ausgearbeitet und in die Entwürfe eingebracht! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Umgefallen seid ihr! Umgefallen! Groß reden und dann umfallen!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol
Die geschätzten Damen und Herren an den Bildschirmen hatten ja die Möglichkeit, sich am Vormittag ein Bild über die „intensive“ Arbeit der Opposition zu machen. Ich darf ein bisschen darstellen, was hier passiert ist: Die Grünen haben sich an die alte Regel „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ gehalten; keine Vorschläge, keine Ideen, ja nicht einmal Kritik ist aufgekommen. Die Grünen haben sich in diesem Punkt von der Tagespolitik verabschiedet, möchte ich sagen (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol) – bis auf eine kleine Ausnahme. (Abg. Dr. Glawischnig: Wo waren Sie denn? Im Kaffeehaus, oder?)
Abg. Dr. Glawischnig: Wo waren Sie denn? Im Kaffeehaus, oder?
Die geschätzten Damen und Herren an den Bildschirmen hatten ja die Möglichkeit, sich am Vormittag ein Bild über die „intensive“ Arbeit der Opposition zu machen. Ich darf ein bisschen darstellen, was hier passiert ist: Die Grünen haben sich an die alte Regel „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ gehalten; keine Vorschläge, keine Ideen, ja nicht einmal Kritik ist aufgekommen. Die Grünen haben sich in diesem Punkt von der Tagespolitik verabschiedet, möchte ich sagen (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol) – bis auf eine kleine Ausnahme. (Abg. Dr. Glawischnig: Wo waren Sie denn? Im Kaffeehaus, oder?)
Abg. Öllinger: Sie sind wirklich „lustig“!
Diese kleine Ausnahme ist die tägliche Diskussion, ob es nur Männlein oder auch Männlein und Frauen geben darf. (Abg. Öllinger: Sie sind wirklich „lustig“!) Frau Kollegin Weinzinger, es wundert mich, dass Sie nicht fordern, dass es nicht mehr das Budget heißt, sondern die Budget. Das wäre eine typische Forderung von Ihnen. (Abg. Mag. Wurm: Die Armut, heißt es! – Abg. Reheis: Die Überheblichkeit!)
Abg. Mag. Wurm: Die Armut, heißt es! – Abg. Reheis: Die Überheblichkeit!
Diese kleine Ausnahme ist die tägliche Diskussion, ob es nur Männlein oder auch Männlein und Frauen geben darf. (Abg. Öllinger: Sie sind wirklich „lustig“!) Frau Kollegin Weinzinger, es wundert mich, dass Sie nicht fordern, dass es nicht mehr das Budget heißt, sondern die Budget. Das wäre eine typische Forderung von Ihnen. (Abg. Mag. Wurm: Die Armut, heißt es! – Abg. Reheis: Die Überheblichkeit!)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Wurm: Versteigen Sie sich nicht in die Frauenpolitik, da verstehen Sie nichts! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, Frau Kollegin Weinzinger, Sie sind für mich wirklich der lebende Beweis dafür, dass es einen Unterschied zwischen einer emanzipierten Frau und einer Emanze gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Wurm: Versteigen Sie sich nicht in die Frauenpolitik, da verstehen Sie nichts! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bevor Sie noch lauter werden, meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, kommen wir zur SPÖ: In den Verhandlungen destruktiv, in der Debatte einfallslos, letztendlich herrschte Resignation, aber: Straßenkampf, Streik, Chaos, Generalmobilmachung – na bravo! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich respektiere Streik, keine Frage, ich respektiere auch die Sorgen der Bevölkerung, ich respektiere die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber ich denke, es ist nicht okay und nicht gerechtfertigt, dass diese Streiks auf dem Rücken dieser Sorgen ausgetragen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Nürnberger, ein Wort muss ich zu Ihrer Rede noch loswerden, und zwar bezüglich der Bauern: Ich bin selbst Bauer, und eines kann ich Ihnen sagen: Im Gegensatz zur Gewerkschaft zahlen wir Bauern uns unsere Streiks immer noch selbst! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das glaube ich, von der eigenen Debatte!
Abschließend – vielleicht können Sie mir doch noch eine halbe Minute lang zuhören, denn das ist speziell für die jungen Abgeordneten hier im Haus interessant –: Ob der Diskussion der letzten Tage bin ich eigentlich ein bisschen enttäuscht (Abg. Öllinger: Das glaube ich, von der eigenen Debatte!), denn es ist eigentlich schade, dass es schier unmöglich ist, hier auf einer konstruktiven Ebene zu diskutieren. (Abg. Sburny: Wo sind Sie konstruktiv?)
Abg. Sburny: Wo sind Sie konstruktiv?
Abschließend – vielleicht können Sie mir doch noch eine halbe Minute lang zuhören, denn das ist speziell für die jungen Abgeordneten hier im Haus interessant –: Ob der Diskussion der letzten Tage bin ich eigentlich ein bisschen enttäuscht (Abg. Öllinger: Das glaube ich, von der eigenen Debatte!), denn es ist eigentlich schade, dass es schier unmöglich ist, hier auf einer konstruktiven Ebene zu diskutieren. (Abg. Sburny: Wo sind Sie konstruktiv?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir alle, speziell die jungen Mandatare, unseren Wählerinnen und Wählern draußen in den Wahlkreisen verantwortlich sind dafür, dass wir eine konstruktive Politik für die Bürgerinnen und Bürger machen, eine konstruktive Politik fernab aller Parteigrenzen, fernab aller Couleurs und des Sammelns von politischem Kleingeld. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Renate Csörgits| (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Dieses Pensionsverunsicherungsprojekt der Bundesregierung ist und bleibt ein Husch-Pfusch-Projekt. Auch der nachgereichte Abänderungsantrag ist eine Mogelpackung, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Es fehlt diesem Vorhaben jeder soziale Gedanke. Es enthält keine Zukunftsperspektiven, vor allem keine Zukunftsperspektiven für die Jugend, und es bringt massive Kürzungen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Ruf: Wo denn?
Frau Staatssekretärin Haubner, da Sie heute bedauert haben, dass die Opposition den Mut verloren habe, darf ich Ihnen sagen: Die Einzigen, die hier Mut beweisen, sind die Oppositionsparteien. Wir bekennen uns zu den Menschen hier im Lande, wir sind diesen Menschen gegenüber verantwortlich. (Ruf: Wo denn?) Umgefallen ist die FPÖ, und zwar schon im Liegen ist sie umgefallen. – Sehr bedauerlich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Haben Sie keine anderen Vergleiche?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Haben Sie keine anderen Vergleiche?
Frau Staatssekretärin Haubner, da Sie heute bedauert haben, dass die Opposition den Mut verloren habe, darf ich Ihnen sagen: Die Einzigen, die hier Mut beweisen, sind die Oppositionsparteien. Wir bekennen uns zu den Menschen hier im Lande, wir sind diesen Menschen gegenüber verantwortlich. (Ruf: Wo denn?) Umgefallen ist die FPÖ, und zwar schon im Liegen ist sie umgefallen. – Sehr bedauerlich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Haben Sie keine anderen Vergleiche?)
Abg. Scheibner: Stimmt nicht!
Lassen Sie mich auf ein paar besondere Grausamkeiten hinweisen. Ohnehin schon niedrige Pensionen werden nach wie vor gekürzt. Es wird ein Fonds geschaffen, damit macht man die Menschen zu Bittstellern. Trotz eines Pensionsantrittsalters von 60 Jahren bei den Frauen verlieren Frauen spätestens im Jahr 2008 12 Prozent ihrer Pension, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und Frauen mit einem Kind oder mit gar keinem Kind haben schon viel früher um 12 Prozent weniger auf dem Konto. (Abg. Scheibner: Stimmt nicht! ) So schaut es aus! So ist die „frauenfreundliche“ Politik dieser Bundesregierung zu verstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich auf ein paar besondere Grausamkeiten hinweisen. Ohnehin schon niedrige Pensionen werden nach wie vor gekürzt. Es wird ein Fonds geschaffen, damit macht man die Menschen zu Bittstellern. Trotz eines Pensionsantrittsalters von 60 Jahren bei den Frauen verlieren Frauen spätestens im Jahr 2008 12 Prozent ihrer Pension, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und Frauen mit einem Kind oder mit gar keinem Kind haben schon viel früher um 12 Prozent weniger auf dem Konto. (Abg. Scheibner: Stimmt nicht! ) So schaut es aus! So ist die „frauenfreundliche“ Politik dieser Bundesregierung zu verstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Falsch!
Die Abschaffung der vorzeitigen Alterspension ist auch ein sehr intensiver negativer Eingriff in die Lebensplanung der Menschen. Menschen können erst später in Pension gehen, haben aber auf dem Arbeitsmarkt keine reelle Chance. (Abg. Wittauer: Falsch!) Es gibt keine Wahlfreiheit wie im übrigen Europa, wo man früher in Pension gehen kann, zwar Abschläge in Kauf nehmen muss, aber trotzdem früher in Pension gehen kann. Diese Möglichkeit wird bei uns beseitigt, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Großruck: In Wien vielleicht! In Österreich nicht, nur in Wien!
Die Abschaffung der vorzeitigen Alterspension fällt überdies noch in eine Zeit, in der die Situation auf dem Arbeitsmarkt sehr prekär ist, in der wir es mit sehr vielen Arbeitslosen zu tun haben. Das fällt genau in diese Zeit. (Abg. Großruck: In Wien vielleicht! In Österreich nicht, nur in Wien!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Altersteilzeit ist weiter entschärft worden. Das Altersübergangsgeld gilt für einen vorübergehenden Zeitraum. Was nachher passiert, steht nicht fest, das obliegt dann dem Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft. Aber die Österreicher und Österreicherinnen haben gelernt: Wenn man sich auf den Herrn Bundesminister für Arbeit verlässt, dann ist man verlassen! Ich möchte hier ganz einfach konkrete Maßnahmen sehen, damit die Menschen nicht der Willkür eines Ministers ausgesetzt sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Das AMS ist in den Klauen der SPÖ!
Den angekündigten Rechtsanspruch auf Qualifizierung für ältere und für junge arbeitslose Menschen in diesem Land findet man in diesem Gesetzesvorschlag auch nicht. Der Auftrag an das AMS zu Weiterbildungsmaßnahmen ist nicht gekoppelt an Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Budget. Ich habe gelernt: Ohne Geld keine Musi! Ich schaue mir an, wie das AMS dies dann schaffen wird, wenn keine Mittel vorhanden sind! (Abg. Großruck: Das AMS ist in den Klauen der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann Sie nur auffordern, dieser Pensionsunreform nicht die Zustimmung zu geben. Die Österreicher und Österreicherinnen haben sich das nicht verdient! Ich fordere Sie auf, im Sinne einer fairen, sozialen und ausgewogenen Pensionsreform neue Schritte zu setzen und nicht einer eigenartigen Geldbeschaffungsaktion, wie sie dieses Gesetzeswerk beinhaltet, die Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Selbstverständlich!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort gemeldet. 2 Minuten. Sie kennen die Geschäftsordnung. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Selbstverständlich!) – Bitte, Herr Abgeordneter.
Abg. Ellmauer: Was dann ist, haben Sie verschwiegen!
Das war der Inhalt meiner Rede, und so habe ich es auch gesagt. Es wurde allerdings von beiden nicht so verstanden. (Abg. Ellmauer: Was dann ist, haben Sie verschwiegen!) Ich habe auch darauf hingewiesen, dass bei Pensionsteilen über 3 300 € um 8 Prozent zusätzlich angehoben wird. (Abg. Ellmauer: Nein, das haben Sie nicht! Davon ist kein Wort gefallen!) Dies ist weit entfernt von einer zweistelligen Erhöhung des Pensionssicherungsbeitrages! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Falsch!)
Abg. Ellmauer: Nein, das haben Sie nicht! Davon ist kein Wort gefallen!
Das war der Inhalt meiner Rede, und so habe ich es auch gesagt. Es wurde allerdings von beiden nicht so verstanden. (Abg. Ellmauer: Was dann ist, haben Sie verschwiegen!) Ich habe auch darauf hingewiesen, dass bei Pensionsteilen über 3 300 € um 8 Prozent zusätzlich angehoben wird. (Abg. Ellmauer: Nein, das haben Sie nicht! Davon ist kein Wort gefallen!) Dies ist weit entfernt von einer zweistelligen Erhöhung des Pensionssicherungsbeitrages! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Falsch!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Falsch!
Das war der Inhalt meiner Rede, und so habe ich es auch gesagt. Es wurde allerdings von beiden nicht so verstanden. (Abg. Ellmauer: Was dann ist, haben Sie verschwiegen!) Ich habe auch darauf hingewiesen, dass bei Pensionsteilen über 3 300 € um 8 Prozent zusätzlich angehoben wird. (Abg. Ellmauer: Nein, das haben Sie nicht! Davon ist kein Wort gefallen!) Dies ist weit entfernt von einer zweistelligen Erhöhung des Pensionssicherungsbeitrages! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Falsch!)
Beifall bei der ÖVP.
†Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler| (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Die Auswirkungen der heute zu beschließenden – es sind immerhin 91 – Budgetbegleitgesetze gehen in eine Richtung – da sind wir uns in der Diskussion einig –: Sicherung der Pensionen, Sicherung des Sozial- und Gesundheitssystems, Sicherung der Arbeitsplatzsituation, Konjunkturaufschwung, Kaufkraft, Wohlstandssicherung. Und da sprechen Sie von der Opposition von einem Husch-Pfusch-Verfahren? Das sind ernste Themen. Hier geht es um die Zukunft und um die Sicherheit der Menschen in unserem Land, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Es ist müßig, weil es nichts Neues gibt!
Ich nehme den Frauenbereich, das Frauenpaket her, meine Damen und Herren, aber ich gehe gar nicht mehr darauf ein, denn es ist müßig. (Abg. Silhavy: Es ist müßig, weil es nichts Neues gibt!) Ich habe es bereits bei meinem letzten Debattenbeitrag versucht, doch Sie nehmen es einfach nicht zur Kenntnis, dass diese Regierung mehr für Frauen und Familien erreicht hat als je eine Regierung zuvor. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich nehme den Frauenbereich, das Frauenpaket her, meine Damen und Herren, aber ich gehe gar nicht mehr darauf ein, denn es ist müßig. (Abg. Silhavy: Es ist müßig, weil es nichts Neues gibt!) Ich habe es bereits bei meinem letzten Debattenbeitrag versucht, doch Sie nehmen es einfach nicht zur Kenntnis, dass diese Regierung mehr für Frauen und Familien erreicht hat als je eine Regierung zuvor. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Wir sind für eine sozial gerechte Reform!
Zum Thema Härtefonds an meine Vorrednerinnen und Vorredner: Sie philosophieren hier herum. Sind Sie jetzt für einen Härtefonds oder sind Sie gegen einen Härtefonds? Sagen Sie es bitte! (Abg. Silhavy: Wir sind für eine sozial gerechte Reform!) Wir von der ÖVP-Fraktion sind für einen Härtefonds, wir stehen dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Thema Härtefonds an meine Vorrednerinnen und Vorredner: Sie philosophieren hier herum. Sind Sie jetzt für einen Härtefonds oder sind Sie gegen einen Härtefonds? Sagen Sie es bitte! (Abg. Silhavy: Wir sind für eine sozial gerechte Reform!) Wir von der ÖVP-Fraktion sind für einen Härtefonds, wir stehen dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin, Sie werden dann die Möglichkeit haben, zu zeigen, dass Ihre Ansagen stimmen. Sie haben sich für die Harmonisierung ausgesprochen. Sie haben sich für Korrekturen im Bereich der Politikerpensionen ausgesprochen. Stimmen Sie unserem Abänderungsantrag zu, dann können Sie zeigen, dass Sie das ernst meinen! Stimmen Sie dem zu, dann werden wir sehen, wie viel Ihre Ansagen wert sind! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Richtig!
Meine Damen und Herren! Kollege Verzetnitsch – er ist noch hier – hat heute zu Beginn der Debatte gemeint, er findet in diesem Reformprogramm keine Antworten auf die Zukunftsfragen. (Abg. Verzetnitsch: Richtig!) Das ist doch genau das Problem, Herr Kollege! Sie stellen ständig Fragen, und Sie finden keine Antworten. (Abg. Verzetnitsch: Sie geben keine Antworten!) Das ist genau das Problem! Sie stellen ständig Fragen, aber finden keine Antworten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Wo sind die Antworten?)
Abg. Verzetnitsch: Sie geben keine Antworten!
Meine Damen und Herren! Kollege Verzetnitsch – er ist noch hier – hat heute zu Beginn der Debatte gemeint, er findet in diesem Reformprogramm keine Antworten auf die Zukunftsfragen. (Abg. Verzetnitsch: Richtig!) Das ist doch genau das Problem, Herr Kollege! Sie stellen ständig Fragen, und Sie finden keine Antworten. (Abg. Verzetnitsch: Sie geben keine Antworten!) Das ist genau das Problem! Sie stellen ständig Fragen, aber finden keine Antworten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Wo sind die Antworten?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Wo sind die Antworten?
Meine Damen und Herren! Kollege Verzetnitsch – er ist noch hier – hat heute zu Beginn der Debatte gemeint, er findet in diesem Reformprogramm keine Antworten auf die Zukunftsfragen. (Abg. Verzetnitsch: Richtig!) Das ist doch genau das Problem, Herr Kollege! Sie stellen ständig Fragen, und Sie finden keine Antworten. (Abg. Verzetnitsch: Sie geben keine Antworten!) Das ist genau das Problem! Sie stellen ständig Fragen, aber finden keine Antworten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Wo sind die Antworten?)
Abg. Silhavy: Wenn Sie einen Härtefonds schaffen müssen, dann kann es nicht gut sein!
Schließen Sie sich unserem Reformprogramm an! Das ist ein gutes Reformprogramm! Schließen Sie sich unserem Reformprogramm an! Das spricht für sich. (Abg. Silhavy: Wenn Sie einen Härtefonds schaffen müssen, dann kann es nicht gut sein!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr nächstes Problem ist, dass Sie nicht verstehen, dass wirtschaftliche Effizienz und soziale Kriterien ineinander übergehen müssen. Sie verstehen das ganz einfach nicht, und das ist der Punkt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Verzetnitsch: Sie setzen aber keine!
Wir müssen unser soziales System erhalten. Aber das können wir nur, wenn wir auch entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen setzen (Abg. Verzetnitsch: Sie setzen aber keine!), wenn wir wirtschaftliche Effizienz und wirtschaftliches Denken einsetzen. (Abg. Silhavy: Sie tun es nicht!) Das verstehen Sie nicht, und dazu sind Sie auch nicht bereit. (Abg. Verzetnitsch: Was Sie tun, ist ganz im Widerspruch dazu!) Das ist eben der Widerspruch, dass Sie das nicht akzeptieren.
Abg. Silhavy: Sie tun es nicht!
Wir müssen unser soziales System erhalten. Aber das können wir nur, wenn wir auch entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen setzen (Abg. Verzetnitsch: Sie setzen aber keine!), wenn wir wirtschaftliche Effizienz und wirtschaftliches Denken einsetzen. (Abg. Silhavy: Sie tun es nicht!) Das verstehen Sie nicht, und dazu sind Sie auch nicht bereit. (Abg. Verzetnitsch: Was Sie tun, ist ganz im Widerspruch dazu!) Das ist eben der Widerspruch, dass Sie das nicht akzeptieren.
Abg. Verzetnitsch: Was Sie tun, ist ganz im Widerspruch dazu!
Wir müssen unser soziales System erhalten. Aber das können wir nur, wenn wir auch entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen setzen (Abg. Verzetnitsch: Sie setzen aber keine!), wenn wir wirtschaftliche Effizienz und wirtschaftliches Denken einsetzen. (Abg. Silhavy: Sie tun es nicht!) Das verstehen Sie nicht, und dazu sind Sie auch nicht bereit. (Abg. Verzetnitsch: Was Sie tun, ist ganz im Widerspruch dazu!) Das ist eben der Widerspruch, dass Sie das nicht akzeptieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Im Bereich der Steuerreform gibt es wichtige Maßnahmen. – Sie tun jedoch so, als wäre das nichts. Kollege Öllinger hat heute Vormittag von „Hohn“ gesprochen. 500 Millionen € Entlastung in der ersten Etappe, 500 Millionen € netto Entlastung in der zweiten Etappe, 3 Milliarden € für Einkommensbezieher und für Unternehmer, meine Damen und Herren, das bezeichnen Sie als „Hohn“? Ich denke, das spricht für sich! – Das ist eine Steuerreform, die sich sehen lassen kann! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich sage das vor allem und ganz bewusst auch als Vertreterin der klein- und mittelständischen Wirtschaft. Ich sage das auch als Frau in der Wirtschaft. Auch für die Wirtschaft, für die klein- und mittelständische Wirtschaft bringt diese Steuerreform ganz, ganz wichtige Entlastungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die begünstigte Besteuerung der nichtentnommenen Gewinne ist heute schon mehrmals erwähnt worden. Ich sage das auch als Kärntnerin ganz bewusst: Wir brauchen das ganz, ganz dringend, speziell für die kleinen Betriebe. Es gibt viele, viele Frauen, die in diesem Bereich unternehmerisch tätig sind, im Einzelhandel, im Gewerbe, im Tourismus. Wir brauchen diese Entlastung gerade in Kärnten sehr dringend, und wir stehen dazu. Sie fördert die Bildung von Eigenkapital. Das ist es, was wir brauchen, und davon werden bereits jetzt an die hunderttausend Betriebe profitieren. In diesen Betrieben, meine Damen und Herren, gibt es sichere und vor allem frauen- und familienfreundliche Arbeitsplätze. Nehmen Sie das bitte auch einmal mit! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung dazu?
Sie haben heute behauptet, Herr Kollege Verzetnitsch, es würde nichts getan werden in Richtung Beschäftigung. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung dazu?) Wir haben ein Jugendbeschäftigungspaket geschnürt. Wir haben ein Lehrlingspaket geschnürt. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung? Nehmen Sie Ihr eigenes Regierungsprogramm zur Hand!) Wir sind jetzt dabei, die Lohnnebenkosten zu senken für die älteren Menschen, für ältere Arbeitnehmer. Entschuldigen Sie, das sind Lohnnebenkostensenkungen von 6 Prozent, für über 60-Jährige von 12 Prozent! Das kommt der Wirtschaft zugute, das kommt aber genauso auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugute. Das sind konkrete Ansagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung? Nehmen Sie Ihr eigenes Regierungsprogramm zur Hand!
Sie haben heute behauptet, Herr Kollege Verzetnitsch, es würde nichts getan werden in Richtung Beschäftigung. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung dazu?) Wir haben ein Jugendbeschäftigungspaket geschnürt. Wir haben ein Lehrlingspaket geschnürt. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung? Nehmen Sie Ihr eigenes Regierungsprogramm zur Hand!) Wir sind jetzt dabei, die Lohnnebenkosten zu senken für die älteren Menschen, für ältere Arbeitnehmer. Entschuldigen Sie, das sind Lohnnebenkostensenkungen von 6 Prozent, für über 60-Jährige von 12 Prozent! Das kommt der Wirtschaft zugute, das kommt aber genauso auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugute. Das sind konkrete Ansagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben heute behauptet, Herr Kollege Verzetnitsch, es würde nichts getan werden in Richtung Beschäftigung. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung dazu?) Wir haben ein Jugendbeschäftigungspaket geschnürt. Wir haben ein Lehrlingspaket geschnürt. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die Verpflichtung? Nehmen Sie Ihr eigenes Regierungsprogramm zur Hand!) Wir sind jetzt dabei, die Lohnnebenkosten zu senken für die älteren Menschen, für ältere Arbeitnehmer. Entschuldigen Sie, das sind Lohnnebenkostensenkungen von 6 Prozent, für über 60-Jährige von 12 Prozent! Das kommt der Wirtschaft zugute, das kommt aber genauso auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugute. Das sind konkrete Ansagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Stimmen Sie unserer Politik zu! Das ist eine Politik, die die Zukunft dieses Landes sichert, das ist eine Politik im Interesse gerade jener, die leider in den unteren Einkommensschichten liegen. Das betrifft gerade auch Frauen, das betrifft vor allem aber auch die Jugend. Gehen Sie mit uns den Weg in eine sichere Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Was heißt das? Noch einmal! – Abg. Dr. Fekter: Was ist das?
†Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits| (Grüne): Dobar dan! Poštovane dame i gospodo! (Abg. Großruck: Was heißt das? Noch einmal! – Abg. Dr. Fekter: Was ist das?) Frau Bundesministerin Gehrer! Frau Bundesministerin Ferrero-Waldner! Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Ich habe gestern auch nach der Fernsehübertragungszeit gesprochen (Abg. Scheibner: So ein Pech! Der Klubobmann schaut nicht drauf, dass die Frau Abgeordnete im Fernsehen ist!) und habe mich an Frau Bundesministerin Gehrer gewandt in Bezug auf – und das möchte ich heute auch tun, aber exemplarisch an einen anderen Minister – die Förderungsstellen für Erwachsenenbildung, die klammheimlich mit dem Budgetbegleitgesetz aus der Wirklichkeit verschwinden werden. Ich werde es ihr nachher noch einmal sagen; ich möchte Sie nicht langweilen mit der Wiederholung.
Abg. Scheibner: So ein Pech! Der Klubobmann schaut nicht drauf, dass die Frau Abgeordnete im Fernsehen ist!
†Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits| (Grüne): Dobar dan! Poštovane dame i gospodo! (Abg. Großruck: Was heißt das? Noch einmal! – Abg. Dr. Fekter: Was ist das?) Frau Bundesministerin Gehrer! Frau Bundesministerin Ferrero-Waldner! Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Ich habe gestern auch nach der Fernsehübertragungszeit gesprochen (Abg. Scheibner: So ein Pech! Der Klubobmann schaut nicht drauf, dass die Frau Abgeordnete im Fernsehen ist!) und habe mich an Frau Bundesministerin Gehrer gewandt in Bezug auf – und das möchte ich heute auch tun, aber exemplarisch an einen anderen Minister – die Förderungsstellen für Erwachsenenbildung, die klammheimlich mit dem Budgetbegleitgesetz aus der Wirklichkeit verschwinden werden. Ich werde es ihr nachher noch einmal sagen; ich möchte Sie nicht langweilen mit der Wiederholung.
Abg. Scheibner: Ist es auch!
Das klingt eigentlich alles ziemlich vernünftig (Abg. Scheibner: Ist es auch!): Maßnahmen im Bereich des Strafaufschubs. Es ist auch so, dass ich nicht verhehle, dass es eine Tatsache ist, dass es auf diesem Gebiet bei der sehr rigiden Möglichkeit des Strafaufschubs auch so etwas wie politischen Handlungsbedarf gibt. Dass dieser politische Handlungsbedarf allerdings jetzt, in dieser Minute oder in dieser Phase gesehen wird, in der es ausschließlich darum geht, gesetzliche Maßnahmen mit budgetären Auswirkungen zu erlassen, um nämlich dem Budget mehr Geld zuzuführen, das deutet wieder darauf hin, in welcher Art und Weise dieses durchaus legitime Anliegen – ich würde nicht sagen, missbraucht, sondern – fehlverwendet wird.
Abg. Scheibner: Ist das schlecht?
Was wird denn mit diesem Bundesgesetz passieren? – Es wird – das ist der fatale Irrtum, dem der Herr Bundesminister bei diesem Bundesgesetz sozusagen erliegt – mit diesem Gesetz möglich sein, Strafaufschub für Verurteilungen bis zu 18 Monaten bis zum Jahr 2005 hinauszuschieben. Also jemand, der jetzt eine kurze Strafe im Gefängnis zu verbüßen hätte, wird durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen die Möglichkeit erhalten – es ist kein Recht, sondern eine Möglichkeit –, diese Strafe bis zum Jahre 2005 hinausschieben zu lassen. (Abg. Scheibner: Ist das schlecht?) Nein, das ist nicht schlecht, Herr Klubobmann Scheibner, sondern der Hintergrund, das, was sich dahinter verbirgt, ist das Negative.
Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit!
Welchen Hintergrund hat das Ganze? – Österreichs Gefängnisse sind überfüllt. Wir hatten in den letzten Jahren eine durchschnittliche Belagszahl in den österreichischen Justizanstalten von rund 7 000 Häftlingen. Jetzt haben wir eine Belagszahl, die im Schnitt über 8 000 Häftlinge und mehr ist (Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit!), das heißt, 1 000 Strafhäftlinge mehr, als dem langjährigen Schnitt entspricht. (Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit in Österreich!)
Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit in Österreich!
Welchen Hintergrund hat das Ganze? – Österreichs Gefängnisse sind überfüllt. Wir hatten in den letzten Jahren eine durchschnittliche Belagszahl in den österreichischen Justizanstalten von rund 7 000 Häftlingen. Jetzt haben wir eine Belagszahl, die im Schnitt über 8 000 Häftlinge und mehr ist (Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit!), das heißt, 1 000 Strafhäftlinge mehr, als dem langjährigen Schnitt entspricht. (Abg. Scheibner: Dafür steigt die Sicherheit in Österreich!)
Abg. Scheibner: Bis dorthin gibt es ein neues Gefängnis!
Um Österreichs Gefängnisse kurzfristig zu leeren, weil es wirklich keinen Platz gibt und weil das eine extreme Situation ist, der jetzt vor allem die Strafvollzugsbeamtinnen und -beamten ausgesetzt sind, ganz zu schweigen von den Strafhäftlingen, macht der Bundesminister dieses Gesetz und sagt: So, jetzt verschieben wir das in einer Feuerwehraktion auf 2005! Und im Jahr 2005 erwürgt euch – um es auf Österreichisch zu sagen –, denn dann läuft dieses Gesetz aus. (Abg. Scheibner: Bis dorthin gibt es ein neues Gefängnis!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gibt es weniger Kriminalität, Frau Abgeordnete!
Diese Verschiebung wirkt sich im Jahr 2005 aus (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gibt es weniger Kriminalität, Frau Abgeordnete!), und das ist es, was ich auch gestern schon angeprangert habe: dieser kurze Horizont, den diese Bundesregierung mit solchen Maßnahmen immer zeigt. Da geht es nur darum, Maßnahmen zu treffen, die jetzt und hier irgendeine Auswirkung haben: Entweder kommt direkt Geld ins Budget, oder wir verschieben es auf zwei Jahre, oder wir kaufen jetzt Kampfjets, die nächste Regierungs- und Politikergeneration soll die Verantwortung tragen. – Genau das passiert jetzt.
Abg. Scheibner: Was wäre dein Konzept? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen nicht entkriminalisieren! Oder wollen Sie die alle freilassen?
Meine Damen und Herren! Dabei gäbe es genug Möglichkeiten – und deshalb wollte ich Herrn Minister Böhmdorfer ansprechen –, die gerade er mit seinen Kompetenzen und mit seinen Möglichkeiten hätte, um den Effekt, den er sich von diesem Bundesgesetz kurzfristig erwartet, ganz ohne jedes Bundesgesetz zu erzielen, indem er nämlich das tut, was er kann, nämlich sein Weisungsrecht als Bundesminister in Bezug auf die Staatsanwaltschaften auszuüben und zu sagen: Ja, liebe Staatsanwälte – um es jetzt ein bisschen blumig zu sagen –, verhängt doch weniger U-Haft! Macht weniger Einsprüche bei bedingten Entlassungen! – Das hätte den identischen Effekt. Genau das passiert aber nicht, sondern mit dieser Feuerwehraktion wird das Problem in das Jahr 2005 transferiert oder in die Zukunft transferiert. (Abg. Scheibner: Was wäre dein Konzept? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen nicht entkriminalisieren! Oder wollen Sie die alle freilassen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein! Ein Taschendieb muss natürlich festgenommen werden!
Ein Beispiel, meine Damen und Herren: die Gewerbsmäßigkeit. Die Gewerbsmäßigkeit bei Delikten führt immer dazu, dass sofort U-Haft verhängt wird, sie wirkt sofort sanktionsverschärfend. Dass diese Gewerbsmäßigkeit reformbedürftig ist, ist evident. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein! Ein Taschendieb muss natürlich festgenommen werden!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wollen Sie einen Taschendieb laufen lassen, der in der Straßenbahn permanent Geldbörsen stiehlt?
Aber, meine Damen und Herren, die kurze Periode, die man in die Zukunft schaut, hat auf der anderen Seite das Synonym des kurzen Gedächtnisses. Das ist alles vergessen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wollen Sie einen Taschendieb laufen lassen, der in der Straßenbahn permanent Geldbörsen stiehlt?) Jetzt wird ein Gesetz vorgelegt, das einen Effekt hat, nämlich dass wir dieses Problem auf 2005 verschieben. Aber offensichtlich geht diese Bundesregierung davon aus, dass sie selbstverständlich 2005 keinerlei Verantwortung mehr haben wird und will, sonst könnte sie nicht sehenden Auges in eine abzusehende Katastrophe auf dem Gebiet der Belegung der österreichischen Justizanstalten laufen. (Abg. Scheibner: Schade, dass das nicht mehr im Fernsehen ist! Das wären 2 Prozent weniger für die Grünen!)
Abg. Scheibner: Schade, dass das nicht mehr im Fernsehen ist! Das wären 2 Prozent weniger für die Grünen!
Aber, meine Damen und Herren, die kurze Periode, die man in die Zukunft schaut, hat auf der anderen Seite das Synonym des kurzen Gedächtnisses. Das ist alles vergessen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wollen Sie einen Taschendieb laufen lassen, der in der Straßenbahn permanent Geldbörsen stiehlt?) Jetzt wird ein Gesetz vorgelegt, das einen Effekt hat, nämlich dass wir dieses Problem auf 2005 verschieben. Aber offensichtlich geht diese Bundesregierung davon aus, dass sie selbstverständlich 2005 keinerlei Verantwortung mehr haben wird und will, sonst könnte sie nicht sehenden Auges in eine abzusehende Katastrophe auf dem Gebiet der Belegung der österreichischen Justizanstalten laufen. (Abg. Scheibner: Schade, dass das nicht mehr im Fernsehen ist! Das wären 2 Prozent weniger für die Grünen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: ... Reglementierung!
Das halte ich für unverantwortlich, nachdem in den letzten Jahren auch inhaltliche Maßnahmen gesetzt wurden, die jetzt die österreichischen Gefängnisse füllen. Die Drogengrenzmengen-Verordnung wurde geändert. Jugendliche und junge Erwachsene sitzen jetzt massiv häufiger hinter Gittern (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... Reglementierung!) – versuchen Sie einmal, sich zu überlegen, was das für ihr Leben bedeutet! –, und die Politik, die diese Gefängnisse füllt, ist eine, die auch das materielle Strafrecht angegangen ist. (Abg. Donabauer: Gibt es einen Grund dafür ...? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wollen nicht alle Kriminellen laufen lassen, Frau Abgeordnete!)
Abg. Donabauer: Gibt es einen Grund dafür ...? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wollen nicht alle Kriminellen laufen lassen, Frau Abgeordnete!
Das halte ich für unverantwortlich, nachdem in den letzten Jahren auch inhaltliche Maßnahmen gesetzt wurden, die jetzt die österreichischen Gefängnisse füllen. Die Drogengrenzmengen-Verordnung wurde geändert. Jugendliche und junge Erwachsene sitzen jetzt massiv häufiger hinter Gittern (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... Reglementierung!) – versuchen Sie einmal, sich zu überlegen, was das für ihr Leben bedeutet! –, und die Politik, die diese Gefängnisse füllt, ist eine, die auch das materielle Strafrecht angegangen ist. (Abg. Donabauer: Gibt es einen Grund dafür ...? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wollen nicht alle Kriminellen laufen lassen, Frau Abgeordnete!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wundert uns aber nicht!
Es ist nun einmal so – das hat Frau Kollegin Moser heute schon einmal gesagt –, dass Herr Klubobmann Molterer davon spricht: Jetzt ist es Zeit, das Notwendige und das Richtige zu tun. – Ich weiß nicht, worauf er das bezieht. Denn hier, auf diesen 700 Seiten, habe ich nichts Richtiges und schon gar nichts Notwendiges gefunden, das heute beschlossen werden soll. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wundert uns aber nicht!)
Abg. Silhavy: Ein Rohentwurf als Gesetzesvorlage – „hervorragend“!
†Abgeordnete Mares Rossmann| (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich glaube, man kann heute durchaus von einer Sternstunde des Parlamentarismus sprechen. Der ursprüngliche Gesetzentwurf war, wie gestern auch unser Vizekanzler Herbert Haupt gesagt hat, nur ein Rohentwurf. Ich sage auch: Man sieht, Hartnäckigkeit zahlt sich aus! (Abg. Silhavy: Ein Rohentwurf als Gesetzesvorlage – „hervorragend“!) – Es war ein Rohentwurf des Ministerrates.
Abg. Silhavy: Das ist gut! Das wird man den Menschen sagen: Das ist eine freiheitliche Pensionsreform! Gerne!
So ist es uns gelungen, eine freiheitliche Pensionsreform vorzulegen, die wirklich freiheitliche ... (Abg. Silhavy: Das ist gut! Das wird man den Menschen sagen: Das ist eine freiheitliche Pensionsreform! Gerne!) Es ist uns gelungen, eine Pensionsreform vorzulegen, die selbstverständlich die freiheitliche Handschrift trägt, nämlich deshalb, weil sie sozial gerecht ist (Abg. Silhavy: Danke, Frau Kollegin Rossmann!) und die kleinsten Pensionen schützt. Das ist das Um und Auf! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Danke, Frau Kollegin Rossmann!
So ist es uns gelungen, eine freiheitliche Pensionsreform vorzulegen, die wirklich freiheitliche ... (Abg. Silhavy: Das ist gut! Das wird man den Menschen sagen: Das ist eine freiheitliche Pensionsreform! Gerne!) Es ist uns gelungen, eine Pensionsreform vorzulegen, die selbstverständlich die freiheitliche Handschrift trägt, nämlich deshalb, weil sie sozial gerecht ist (Abg. Silhavy: Danke, Frau Kollegin Rossmann!) und die kleinsten Pensionen schützt. Das ist das Um und Auf! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
So ist es uns gelungen, eine freiheitliche Pensionsreform vorzulegen, die wirklich freiheitliche ... (Abg. Silhavy: Das ist gut! Das wird man den Menschen sagen: Das ist eine freiheitliche Pensionsreform! Gerne!) Es ist uns gelungen, eine Pensionsreform vorzulegen, die selbstverständlich die freiheitliche Handschrift trägt, nämlich deshalb, weil sie sozial gerecht ist (Abg. Silhavy: Danke, Frau Kollegin Rossmann!) und die kleinsten Pensionen schützt. Das ist das Um und Auf! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Verzetnitsch: Wir sind ja nicht zuständig!
Unser Sozialminister wird sicherlich der Garant dafür sein, dass niemand zum Bittsteller wird. Auch Ihre Sozialversicherungsanstalten werden gefordert sein, die Vorlage des Herrn Ministers so zu vollziehen, dass niemand zum Bittsteller wird (Abg. Verzetnitsch: Wir sind ja nicht zuständig!) und dass eine rasche und vor allem unbürokratische Abwicklung ermöglicht wird. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Und es wird sicher so sein, dass damit Gott sei Dank auch bei den Kleinstpensionisten die Grenzbereiche bis 1 000 € erfasst sind.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Unser Sozialminister wird sicherlich der Garant dafür sein, dass niemand zum Bittsteller wird. Auch Ihre Sozialversicherungsanstalten werden gefordert sein, die Vorlage des Herrn Ministers so zu vollziehen, dass niemand zum Bittsteller wird (Abg. Verzetnitsch: Wir sind ja nicht zuständig!) und dass eine rasche und vor allem unbürokratische Abwicklung ermöglicht wird. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Und es wird sicher so sein, dass damit Gott sei Dank auch bei den Kleinstpensionisten die Grenzbereiche bis 1 000 € erfasst sind.
Abg. Silhavy: Wie lange?
Ich glaube, das ist wirklich ein großer Erfolg! Aber ich füge Folgendes hinzu, auch wenn Sie es nicht hören wollen – entweder wollen Sie es nicht verstehen, dürfen Sie es nicht verstehen oder können Sie es nicht verstehen –: Wir haben eine Deckelung von 10 Prozent eingezogen. (Abg. Silhavy: Wie lange?)
Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: 25 Jahre! Dann kommt das neue System, das wir ja erst erarbeiten müssen! – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Scheibner: 25 Jahre, so weit in die Zukunft könnt ihr gar nicht denken!
Was hindert uns daran, diese Grenze jederzeit wieder zu verlängern? Was hindert uns daran? Vorläufig ist diese Grenze mit 25 Jahren eingezogen. (Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: 25 Jahre! Dann kommt das neue System, das wir ja erst erarbeiten müssen! – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Scheibner: 25 Jahre, so weit in die Zukunft könnt ihr gar nicht denken!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich muss auch sagen, wenn Sie von der SPÖ in dieser ganzen Diskussion nur ein bisschen fair wären, dann hätten Sie sich Ihre Pensionsreform 1997 noch einmal genauer angesehen. Darin gab es keine Abfederungen für Kleinstpensionisten! Die Pensionsarmut, die wir jetzt haben – auch in der Steiermark; 18 Prozent der Pensionsempfänger sind Ausgleichszulagenempfänger –, haben Sie sich zuzuschreiben, die trägt noch Ihre Handschrift! Das ist der Unterschied. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Gestern hat Dolinschek gesagt, er stimmt nicht zu, wenn ...!
Wir haben unsere Forderungen immer klar formuliert: Wir werden dann zustimmen, wenn es Eingriffe in bestehende Politikerpensionen gibt, wenn es Eingriffe in bestehende Politikerprivilegien gibt, wenn die Kleinstpensionisten geschützt sind, wenn der Schutz der Schwerarbeiter gewährleistet ist – da sind Sie noch gefordert –, und wenn die Harmonisierung kommt; auch da sind Sie gefordert mit dem gesamten Harmonisierungs... (Abg. Silhavy: Gestern hat Dolinschek gesagt, er stimmt nicht zu, wenn ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Letzten Endes ist es uns auch gelungen, eine Pensionsreform zu präsentieren, die die Zukunft auch für die nächste und die übernächste Generation sichert. Ich glaube, das ist ein rundes Paket, das die freiheitliche Handschrift trägt. Unsere Forderungen wurden erfüllt, und so können wir heute am Abend mit gutem Gewissen zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe schon Ihre gemeint!
†Abgeordneter Franz Riepl| (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte mich am Beginn mit einer Bemerkung der Frau Abgeordneten Partik-Pablé aus ihrer gestrigen Rede auseinander setzen. Sie hat gemeint, der ÖGB sei eine Organisation, die nur noch dahinvegetiert. – Ich denke, da sind Sie offenbar einem Irrtum erlegen. Gemeint kann damit wohl nur die freiheitliche Gewerkschaftsorganisation gewesen sein, seinerzeit unter Reinhart Gaugg gegründet, der da irgendwo dahinvegetiert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe schon Ihre gemeint!) Ich möchte Sie nur auf diesen Irrtum aufmerksam machen, damit das auch im Protokoll seine Ordnung hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, das war kein Irrtum! – Abg. Mag. Posch: Der ist jetzt Fremdenführer, der Herr Gaugg!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, das war kein Irrtum! – Abg. Mag. Posch: Der ist jetzt Fremdenführer, der Herr Gaugg!
†Abgeordneter Franz Riepl| (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte mich am Beginn mit einer Bemerkung der Frau Abgeordneten Partik-Pablé aus ihrer gestrigen Rede auseinander setzen. Sie hat gemeint, der ÖGB sei eine Organisation, die nur noch dahinvegetiert. – Ich denke, da sind Sie offenbar einem Irrtum erlegen. Gemeint kann damit wohl nur die freiheitliche Gewerkschaftsorganisation gewesen sein, seinerzeit unter Reinhart Gaugg gegründet, der da irgendwo dahinvegetiert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe schon Ihre gemeint!) Ich möchte Sie nur auf diesen Irrtum aufmerksam machen, damit das auch im Protokoll seine Ordnung hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, das war kein Irrtum! – Abg. Mag. Posch: Der ist jetzt Fremdenführer, der Herr Gaugg!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Sehr verehrte Damen und Herren! Dieses Budgetbegleitgesetz, das wir heute diskutieren und das heute womöglich auch beschlossen wird, ist ein klassisches Umverteilungsgesetz im Sinne konservativer Wertvorstellungen. Mit dem Beschluss wird unser im gesellschaftlichen Konsens entwickelte Sozialstaat zurück- und abgebaut. Das ist von der Regierung und von den Regierungsparteien politisch gewollt, und die Freiheitlichen haben daran mit ganzer Kraft mitgearbeitet. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Den Kleinen kommt es zugute ...!
Umverteilung, lieber Herr Kollege, bedeutet eine Neuverteilung der Mittel, und es bedeutet, neue Prioritäten zu setzen: Wem wird etwas weggenommen? Wer soll etwas bekommen? (Abg. Wittauer: Den Kleinen kommt es zugute ...!) Das ist Ihre Politik, und die Frage, die sich daraus ergibt, ist: Wie erfolgt eigentlich in Zukunft die Finanzierung unserer Sozialsysteme? Sollen die Sozialsysteme ausschließlich durch Beiträge finanziert werden? Sollen sie auch einen gesellschaftlichen Zuschuss, einen Bundeszuschuss erhalten? Wenn ja, in welcher Höhe? Ist es die Politik der derzeitigen Bundesregierung, die Bundeszuschüsse insbesondere im Alterssicherungssystem herabzusetzen, zu senken, auf null zu bringen? Oder ist das nur für den Bereich des ASVG gedacht und für andere Systeme vielleicht nicht?
Abg. Wittauer: Wem machen wir denn Geschenke? Sie müssen das handfest machen! Nur pauschale Vorwürfe sind zu wenig!
Ich vermute – und das ist meine Sorge –, dass die Politik, die Sie hier auch mit diesem Gesetz vorlegen, darauf aus ist, die Bundeszuschüsse im ASVG-Bereich mittel- und langfristig auf null zu reduzieren, gleichzeitig von Harmonisierung zu sprechen und gleichzeitig in anderen Bereichen, natürlich legitim, umzuverteilen und Geschenke zu machen. (Abg. Wittauer: Wem machen wir denn Geschenke? Sie müssen das handfest machen! Nur pauschale Vorwürfe sind zu wenig!)
Abg. Wittauer: Wo? Wobei?
Sehr verehrte Damen und Herren! In Ihrem Harmonisierungsantrag werden die verschiedenen Bereiche schon jetzt und wieder ungleich behandelt! Ich denke, von Gerechtigkeit sind wir hier weit entfernt. Das ist natürlich schwierig. (Abg. Wittauer: Wo? Wobei?)
Abg. Hagenhofer: ... Härtefonds!
Sehr verehrte Damen und Herren! Ich darf das Hohe Haus darauf hinweisen, dass es seit wenigen Tagen eine Verordnung der Bundesregierung gibt – unterschrieben natürlich von Schüssel, Haupt und allen Mitgliedern der Bundesregierung –, die eine Änderung bei den Sitzungsgeldern des Bundeskommunikationssenates vorsieht. (Abg. Hagenhofer: ... Härtefonds!)
Abg. Hagenhofer: Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer sich all diese Dinge genau anschaut, der merkt – und ich schaue jetzt vor allem in die Richtung der Freiheitlichen, weil ich denke, das hat niemand von Ihnen mitbekommen –, dass diese Erhöhung der Sitzungsgelder für die Mitglieder des Bundeskommunikationssenates in einem Ausmaß erfolgt, das atemberaubend ist. Derzeit bekommt zum Beispiel der Vorsitzende dieses Senates ein Sitzungsgeld von 400 € für vier Stunden. Diese 400 € sind jetzt um 100 Prozent erhöht worden, nämlich auf 800 €! (Abg. Hagenhofer: Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – 800 € für vier Stunden Arbeit, sehr verehrte Damen und Herren, das verordnet die Bundesregierung! Und wenn die Sitzung länger als vier Stunden dauert, dann kommen noch einmal 90 € pro halbe Stunde dazu.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Ich drehe mich jetzt ein bisschen in Richtung der Regierungsmitglieder um. Herr Bundeskanzler! Herr Finanzminister, Sie sind ja keiner Partei verpflichtet. Da schauen Sie zu, und das unterschreiben Sie – eine 100prozentige Erhöhung von Sitzungsgeldern in einer Zeit, in der Sie gleichzeitig den Pensionisten, auch den kleinen Pensionisten, sagen: „So viel geht sich für dich nicht mehr aus, du wirst mit maximal 10 Prozent beziehungsweise 12 Prozent weniger an Pension rechnen müssen!“? – Da schauen Sie zu?! Genieren Sie sich nicht, Herr Bundesminister, Herr Bundeskanzler, für so eine Politik?! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Stimmen Sie unserem Antrag zu, dann passt es!
Ich bringe deshalb einen Entschließungsantrag meiner Fraktion ein, einen Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Gusenbauer, Verzetnitsch, Csörgits, Mag. Prammer, Silhavy, Riepl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Pensionen, die harmonisiert, fair, sicher und gerecht sind. (Abg. Großruck: Stimmen Sie unserem Antrag zu, dann passt es!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade Sie ein, diesem Entschließungsantrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Diskussion war deshalb sehr spannend, weil auf der einen Seite versucht wurde, durch Horrormeldungen, durch kritische Betrachtungen und durch unsachliche Darstellungen den Menschen Angst zu machen. Seien wir bitte ehrlich: Eine Pensionsberechnung für eine 29-jährige Frau, die möglicherweise in 30 Jahren in Pension gehen soll, heute so darzustellen, dass sie dann um 40, 45 oder 50 Prozent weniger haben wird, ist nicht anständig. So eine Berechnung ist nicht anständig! Nehmen Sie zur Kenntnis: So kann man mit dem sensiblen Thema Pensionen nicht umgehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Kollege Donabauer ...!
Ich kann mir schon vorstellen, warum das so ist. (Abg. Silhavy: Kollege Donabauer ...!) Auf Ihren Zwischenruf habe ich gewartet. Ich kann mir schon vorstellen, warum Sie das gemacht haben: Weil Sie selbst eigentlich „no concept“, kein Programm haben! Lesen Sie sich das durch, das ist Ihr Programm: Das sind, glaube ich, acht Seiten beste Literatur, aber es ist damit nichts anzufangen. Da steht nichts darüber drinnen, wie man die Probleme löst. Aber wissen Sie, darauf kommt es an! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Es kommt nicht darauf an, wie schön Sie Ihre Worte verpackt haben, sondern es kommt darauf an, wie Sie an das Thema herangehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich kann mir schon vorstellen, warum das so ist. (Abg. Silhavy: Kollege Donabauer ...!) Auf Ihren Zwischenruf habe ich gewartet. Ich kann mir schon vorstellen, warum Sie das gemacht haben: Weil Sie selbst eigentlich „no concept“, kein Programm haben! Lesen Sie sich das durch, das ist Ihr Programm: Das sind, glaube ich, acht Seiten beste Literatur, aber es ist damit nichts anzufangen. Da steht nichts darüber drinnen, wie man die Probleme löst. Aber wissen Sie, darauf kommt es an! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Es kommt nicht darauf an, wie schön Sie Ihre Worte verpackt haben, sondern es kommt darauf an, wie Sie an das Thema herangehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Zu den Grünen – Kollege Öllinger ist hier – darf ich heute, am Schluss dieser Diskussion, sagen: Ihre Ernsthaftigkeit habe ich manchmal auch hinterfragen müssen. Es hat uns nicht gequält, aber es war sonderbar: In Ihrem sieben Stunden langen Vortrag im Ausschuss haben Sie nichts anderes gemacht, als uns Geschichten von der lieben Welt zu erzählen, aber es gab keine einzige sachliche Betrachtung zu dem wichtigen Thema Pensionen, soziale Sicherheit und Pensionsreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist nicht Politik, Herr Kollege Öllinger. Das können Sie sehen, wie Sie wollen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das muss einmal ganz klar gesagt werden: Kurzum, es geht uns erstens darum – und das hat der Herr Bundeskanzler mehrmals eindrucksvoll erklärt –, dass wir für Beschäftigung sorgen und dass wir schauen, dass Arbeit im Land ist. Denn nur dann, wenn die Menschen Arbeit haben, gibt es Beiträge, nur dann gibt es Steuern, und dann sind auch die Sozialsysteme und vieles andere haltbar, finanzierbar und nachhaltig funktionstüchtig. Das ist einmal das Erste! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Was sagen Sie den Menschen ...?
Wissen Sie, wenn man diese wichtige Frage nicht zeitgerecht angeht, dann geht es einem so, wie es derzeit unserem lieben Nachbarn geht. Es ist bei Gott keine erbauliche Situation, die man jetzt in Deutschland vorfindet. (Abg. Öllinger: Was sagen Sie den Menschen ...?) Sehen Sie, wir steuern schon heute dagegen! Wir bemühen uns schon heute darum, dass wir, wenn Sie so wollen, dieser Konjunkturflaute engagiert entgegentreten, dass wir Maßnahmen setzen und darauf schauen, dass wir unsere Volkswirtschaft in Ordnung halten.
Abg. Dr. Matznetter: Nein, ist es nicht ...!
Wenn uns heute zum Beispiel im „Kurier“ mitgeteilt wird, dass Wirtschaftsforscher uns im kommenden Jahr 1,1 Prozent Wirtschaftswachstum zubilligen, dann ist das Gott sei Dank mehr als in anderen Ländern Europas (Abg. Dr. Matznetter: Nein, ist es nicht ...!), aber insgesamt zu wenig. Wir müssen schauen, dass wir diese Dinge voranbringen. Da bleibt kein Auge trocken, das ist die Herausforderung!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nachdenken ...! – Abg. Reheis: ... das Geld aus der Tasche! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mich hat nur gestört, dass hier zum Beispiel steht, dass der Pfusch enorm stark wächst. Da haben wir, glaube ich, alle nachzudenken – nicht Zwischenrufe zu machen, sondern nachzudenken, Herr Kollege! –, wie wir diese Dinge besser lösen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nachdenken ...! – Abg. Reheis: ... das Geld aus der Tasche! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist auch Ihre Aufgabe, davon können Sie sich nicht absetzen. Sozialpolitik, Beschäftigungspolitik, Staatspolitik ist nicht von der Farbe her zu beurteilen, sondern von der Sache her – von der Sache her! –, das ist ganz entscheidend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich kann mir schon vorstellen, warum Sie so großen Ärger haben: Weil die Reform des Jahres 1995 gut angedacht, aber schlecht durchgebracht wurde, weil die Reform 1997 wohl überlegt begonnen wurde, aber leider im Finale nicht verwirklicht werden konnte. – Ich werfe es Ihnen nicht vor, ich sage ja nur, das ist die Situation. Und deshalb mussten wir 2000 und heute nacharbeiten, weil das einfach notwendig ist, um die Zukunft zu sichern. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nehmen Sie einmal das Positive heraus, Frau Kollegin! In dieser Pensionssicherungsreform ist zum Beispiel erstmals eine wirkliche Berücksichtigung und Bewertung der Familienarbeit enthalten. Es werden sowohl die Kindererziehung – schon oft genug ausgeführt, Sie kennen genau die Mechanismen – als auch die Hospizarbeit, was neu ist, berücksichtigt und anerkannt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Für die Bauern haben Sie etwas gemacht!
Nicht zuletzt haben wir auch mit dieser Vorlage ... (Abg. Silhavy: Für die Bauern haben Sie etwas gemacht!) – Schauen Sie, die Bauern arbeiten in diesem Land, glaube ich, sehr anständig. (Abg. Silhavy: Die anderen auch!) Und dass dieses Land ein schönes Land ist, sollte auch Sie freuen! Und wenn das Einkommen der Landwirtschaft nicht ein entsprechendes Ausmaß aufweist und deshalb diese Gruppe auch öffentliche Gelder braucht, dann, meine ich, sollte es Ihr soziales Gewissen sein, das Sie veranlasst, diese Entwicklung zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Silhavy: Die anderen auch!
Nicht zuletzt haben wir auch mit dieser Vorlage ... (Abg. Silhavy: Für die Bauern haben Sie etwas gemacht!) – Schauen Sie, die Bauern arbeiten in diesem Land, glaube ich, sehr anständig. (Abg. Silhavy: Die anderen auch!) Und dass dieses Land ein schönes Land ist, sollte auch Sie freuen! Und wenn das Einkommen der Landwirtschaft nicht ein entsprechendes Ausmaß aufweist und deshalb diese Gruppe auch öffentliche Gelder braucht, dann, meine ich, sollte es Ihr soziales Gewissen sein, das Sie veranlasst, diese Entwicklung zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Nicht zuletzt haben wir auch mit dieser Vorlage ... (Abg. Silhavy: Für die Bauern haben Sie etwas gemacht!) – Schauen Sie, die Bauern arbeiten in diesem Land, glaube ich, sehr anständig. (Abg. Silhavy: Die anderen auch!) Und dass dieses Land ein schönes Land ist, sollte auch Sie freuen! Und wenn das Einkommen der Landwirtschaft nicht ein entsprechendes Ausmaß aufweist und deshalb diese Gruppe auch öffentliche Gelder braucht, dann, meine ich, sollte es Ihr soziales Gewissen sein, das Sie veranlasst, diese Entwicklung zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie glauben, dass ein Strukturwandel einer ganzen Bevölkerungsgruppe nur von dieser alleine getragen werden kann, wenn Sie kein Herz haben, einen so massiven Strukturwandel auch mitzufinanzieren, dann sind Sie kein Sozialpolitiker, sondern ein Zwischenrufer – und das ist zu wenig für das Parlament, das sage ich Ihnen auch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schlussendlich ist es eine gute Bilanz nach etwas mehr als 100 Tagen, Herr Bundeskanzler. Danke, Gratulation, Kompliment und vieles mehr! Die Pensionssicherung liegt vor, viele andere Dinge sind nicht nur angedacht, sondern bereits vorgelegt worden und werden heute wirkungsvoll umgesetzt. Ich denke auch, dass die Vorlage des Budgets für 2003 und für 2004 nach so kurzer Zeit eine grandiose Leistung dieser Bundesregierung war. Ich glaube, dass wir uns alle miteinander dessen bewusst sein sollten und uns darüber freuen dürfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Ihr habt nie etwas Inhaltliches gebracht!
†Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer| (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Wir haben jetzt sehr oft gehört – als Zwischenrufe insbesondere –: „Lesen, denken, sprechen!“ – Das kommt immer aus dieser (in Richtung Freiheitliche) Reihe. Meistens wird „zuhören“ nicht dazugesagt – und „rechnen“ fehlt gänzlich. Auch beim geschätzten Vorredner muss ich das vermissen, nämlich das Zuhören, weil es für mich schwer verständlich ist, wie jemand sechs, sieben Stunden lang zuhören und keinen Inhalt heraushören konnte, der ja zweifellos enthalten war. Das ist ziemlich dramatisch. (Abg. Wittauer: Ihr habt nie etwas Inhaltliches gebracht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin immer ganz besonders erbost, wenn das als tolle Leistung herausgestellt wird, dass es jetzt eine pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten gibt. Damit soll den Frauen Sand in die Augen gestreut werden. Man kann nicht mit reiner Kindererziehungszeit Pensionszeiten erwerben – bitte das einmal dazuzusagen! –, außer man wählt das Rauch-Kallat-Modell und lässt sich später freiwillig weiterversichern mit den Beiträgen eines gut verdienenden Mannes! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Maria Rauch-Kallat hat dann später auch erkannt – nachdem sie früher immer gegen die Frauenquoten aufgetreten ist –, dass es auch in ihrer Partei kein Weiterkommen gibt, und sie hat irgendwann durchgesetzt, dass es auch in der ÖVP Quoten geben muss, damit die Frauen auch einmal einen Platz bekommen und später auch einmal – ich hoffe, es kommt noch in diesem Jahrhundert dazu – für soziale Errungenschaften für Frauen verstärkt eintreten können. Ich vermisse völlig die frauenpolitische Handschrift in der ÖVP, die ja mit einem sehr gewagten Spruch angetreten ist, und ich frage mich, wie Sie diese absolute Verschlechterung durch diese so genannte Pensionssicherungsreform gegenüber den Frauen in Ihren Wahlkreisen vertreten werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor 30 Jahren! Sie sind nicht sehr aktuell!
Auf der anderen Seite verstehe ich das, denn auch Frau Partik-Pablé hat schon früher gesagt: FPÖ-Frauen beschränkten sich auf Handarbeits- und Bastelarbeiten, und vor Weihnachten haben wir Nikolos und Krampusse gebastelt und am Muttertag Manner-Schnitten verteilt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vor 30 Jahren! Sie sind nicht sehr aktuell!) – Sie zitieren ja auch immer Kreisky, das war auch vor 30 Jahren!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Märchen!
Aber es gibt ein neueres Zitat von Ihrem Landeshauptmann in Kärnten: Das mit den Frauen in der Politik wird sich nicht halten, das geht zurück, Sie werden sehen! – Das hat er vor kurzem einer Journalistin diktiert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Märchen!)
Abg. Großruck: Aber mitfliegen wollt ihr schon!
Insgesamt müssen wir sagen: Gnade vor Recht in der Sozialpolitik, wie es die ÖVP bevorzugt, und das teuerste Kriegsgerät für das neutrale Österreich – das wird nicht unsere Zustimmung finden! (Abg. Großruck: Aber mitfliegen wollt ihr schon!) Diese Politik der Regierung hat keine neuen interessanten Inhalte. Eine 76-jährige Frau hat mir gesagt, sie fühlt sich in die dreißiger Jahre zurückgeworfen: Die Frauen werden wieder zum Objekt, das behandelt werden muss, und zum Opfer. Und wir Grünen werden uns das nicht gefallen lassen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Insgesamt müssen wir sagen: Gnade vor Recht in der Sozialpolitik, wie es die ÖVP bevorzugt, und das teuerste Kriegsgerät für das neutrale Österreich – das wird nicht unsere Zustimmung finden! (Abg. Großruck: Aber mitfliegen wollt ihr schon!) Diese Politik der Regierung hat keine neuen interessanten Inhalte. Eine 76-jährige Frau hat mir gesagt, sie fühlt sich in die dreißiger Jahre zurückgeworfen: Die Frauen werden wieder zum Objekt, das behandelt werden muss, und zum Opfer. Und wir Grünen werden uns das nicht gefallen lassen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Partik-Pablé –: Sagen Sie etwas zu Ihren Pensionsversprechen!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé 8 Minuten zu uns. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Partik-Pablé –: Sagen Sie etwas zu Ihren Pensionsversprechen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das habe ich nicht gesagt, ich wollte etwas zu Ihren Pensionsversprechen wissen!
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé| (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Öllinger, ich würde Ihnen wirklich einmal sehr gerne meinen persönlichen Lebenslauf sagen, dann würden Sie sicher meine berufliche Pension nicht in Frage stellen. Außerdem bin ich 63 Jahre alt, werde im Sommer 64 Jahre alt, also ich wollte, es würden alle Österreicher so lange arbeiten wie ich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das habe ich nicht gesagt, ich wollte etwas zu Ihren Pensionsversprechen wissen!)
Abg. Öllinger: Es war ja nichts Positives!
Zum Beispiel werfen Sie unseren Abgeordneten, die bis zuletzt verhandelt haben, vor, sie sind Umfaller. Mit welchem Recht machen Sie das? Warum bestreiten Sie die Möglichkeit, bis zuletzt, bis zur Beschlussfassung noch etwas Positives herauszuverhandeln? (Abg. Öllinger: Es war ja nichts Positives!)
Abg. Riepl: Die ist nicht umgefallen, die hat etwas durchgesetzt!
Frau Reitsamer, seinerzeit Vorsitzende des Sozialausschusses, hat bei der Pensionsreform 1997 gesagt: Ein Feilschen um bestmögliche Lösungen bis zum Schluss, dazu stehe ich! – Also in Ihrer eigenen Partei war das damals erlaubt, aber heute wollen Sie das bei uns in Frage stellen. (Abg. Riepl: Die ist nicht umgefallen, die hat etwas durchgesetzt!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Großruck – in Richtung SPÖ –: Zuhören und nicht so viel Blödsinn reden!
Oder: Frau Abgeordnete Kuntzl hat heute weinerlich dargestellt, wie sich Pensionisten mit einer 1 000-€-Pension beim Einkaufen und so weiter fühlen müssen. Natürlich wissen wir alle, dass das kein angenehmes Leben ist mit so wenig Pension. Aber hören Sie doch bitte einmal zu! Im Jahr 1998/99, in der XXI. GP, hat es eine Pensionsreform gegeben. Damals hat Frau Prammer gesagt: Für Personen mit einem geringen Pensionseinkommen gilt das bewährte Instrument der bedarfsorientierten Mindestsicherung, nämlich die Ausgleichszulage anzuwenden. – Also keine Rede davon, dass diese Mindestpension angehoben wird! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Großruck – in Richtung SPÖ –: Zuhören und nicht so viel Blödsinn reden!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen jetzt bei denen!
Prammer sagte weiters: Personen mit einem Gesamtpensionseinkommen über 10 400 S – das sind 750 € – erhalten einen Sockelbetrag von 135 S. (Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen jetzt bei denen!) – Das würde umgelegt bedeuten: 880 €. Sie haben damals überhaupt nichts dabei gefunden, dass es in Österreich Pensionisten mit einem Pensionseinkommen von unter 1 000 € gibt. Wir sind jetzt drei Jahre lang in der Regierung, und Sie verlangen von uns, dass es da noch Erhöhungen gibt! (Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen, Sie kassieren ab!) Das ist ganz einfach nicht fair von Ihnen, Herr Abgeordneter! Und wenn Sie noch so laut schreien, es wird nicht fairer!
Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen, Sie kassieren ab!
Prammer sagte weiters: Personen mit einem Gesamtpensionseinkommen über 10 400 S – das sind 750 € – erhalten einen Sockelbetrag von 135 S. (Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen jetzt bei denen!) – Das würde umgelegt bedeuten: 880 €. Sie haben damals überhaupt nichts dabei gefunden, dass es in Österreich Pensionisten mit einem Pensionseinkommen von unter 1 000 € gibt. Wir sind jetzt drei Jahre lang in der Regierung, und Sie verlangen von uns, dass es da noch Erhöhungen gibt! (Abg. Dr. Matznetter: Sie kürzen, Sie kassieren ab!) Das ist ganz einfach nicht fair von Ihnen, Herr Abgeordneter! Und wenn Sie noch so laut schreien, es wird nicht fairer!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich setze mich wirklich sachlich mit Ihnen auseinander. Herr Abgeordneter Bauer von der SPÖ hat gestern behauptet, diese Gesetze dienen dazu, die Gesellschaft zu spalten, die Spaltung voranzutreiben. – Nein, ganz im Gegenteil: Der Generationenvertrag soll erhalten bleiben. Der Generationenvertrag würde von den jungen Menschen, von den arbeitenden Menschen nicht mehr eingehalten werden können, wenn ein Arbeitender für zwei Pensionisten Sorge tragen müsste. Auch die Steuerreform dient dazu, die Spaltung zu verhindern, indem beispielsweise 200 000 Menschen ab dem Jahr 2004 keine Steuern mehr bezahlen werden. Das müssen Sie doch positiv zur Kenntnis nehmen, anstatt ununterbrochen nur zu kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nur für Heimatliteratur!
Frau Trunk hat gestern behauptet, die FPÖ habe nichts für Literatur übrig (Abg. Öllinger: Nur für Heimatliteratur!), und deshalb könne sie auch nichts damit anfangen, dass sie mit Goldonis „Diener zweier Herren“ verglichen wird. – Frau Trunk ist jetzt leider nicht da. (Abg. Mag. Trunk: Ich sitze auf meinem Platz!) – Gut.
Abg. Mag. Trunk: Ich sitze auf meinem Platz!
Frau Trunk hat gestern behauptet, die FPÖ habe nichts für Literatur übrig (Abg. Öllinger: Nur für Heimatliteratur!), und deshalb könne sie auch nichts damit anfangen, dass sie mit Goldonis „Diener zweier Herren“ verglichen wird. – Frau Trunk ist jetzt leider nicht da. (Abg. Mag. Trunk: Ich sitze auf meinem Platz!) – Gut.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Abgeordnete, ich möchte Ihnen sagen: Wir haben sehr viele Abgeordnete, Menschen in der Freiheitlichen Partei, die sich sehr wohl mit Literatur auskennen, und es ist überhaupt nicht gerechtfertigt, dass Sie mit solchen Untergriffen arbeiten, dass Sie uns sogar in die Schuhe schieben, wir könnten nicht einmal Werke der Weltliteratur einordnen. Frau Abgeordnete, wir wissen auch, dass Goldoni beispielsweise „Der Lügner“ oder „Die vier Grobiane“ geschrieben hat. Vielleicht lesen Sie einmal diese Werke von Goldoni nach. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber ich habe noch einen Literaturvorschlag für die SPÖ: Lesen Sie einmal die „Syllogismen der Bitterkeit“. Vielleicht werden Sie mit Hilfe dieser besser fertig mit den Frustrationen, die Sie haben, seit Sie in der Opposition und nicht mehr in der Regierung sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Das war nicht der Sozialausschuss! Das war der Budgetausschuss! – Abg. Riepl: Der Sozialausschuss hat ja gar nicht getagt!
Herr Abgeordneter Schieder hat gestern gesagt, es habe keine wirkliche Debatte mit den gesellschaftlichen Gruppierungen gegeben. – Das ist ganz einfach falsch! Es hat unzählige Runde Tische mit Vertretern der Sozialpartner gegeben. Der Sozialausschuss beispielsweise ist am Donnerstag beendet worden – Sie haben darauf verzichtet, am Freitag weiterzudiskutieren. (Abg. Silhavy: Das war nicht der Sozialausschuss! Das war der Budgetausschuss! – Abg. Riepl: Der Sozialausschuss hat ja gar nicht getagt!) Sie haben jedenfalls auf die Notwendigkeit verzichtet, weiterzudebattieren.
Abg. Riepl: Welche Wähler?
Gerührt war ich auch über die Sorge einzelner Abgeordneter, wie diese Pensionsreform bei den FPÖ-Wählern ankommen würde. (Abg. Riepl: Welche Wähler?) Wir sind von Ihnen gefragt worden, ob wir denn nicht wüssten, wozu wir hier zustimmen. – Sie können beruhigt sein, wir wissen ganz genau, welcher Reform wir da zustimmen. Und wir wissen auch ganz genau, dass diese Reform dazu da ist, die Pensionen für die Zukunft zu sichern, um damit vielen Österreichern und insbesondere auch jungen Österreichern einen sicheren Lebensabend zu garantieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gerührt war ich auch über die Sorge einzelner Abgeordneter, wie diese Pensionsreform bei den FPÖ-Wählern ankommen würde. (Abg. Riepl: Welche Wähler?) Wir sind von Ihnen gefragt worden, ob wir denn nicht wüssten, wozu wir hier zustimmen. – Sie können beruhigt sein, wir wissen ganz genau, welcher Reform wir da zustimmen. Und wir wissen auch ganz genau, dass diese Reform dazu da ist, die Pensionen für die Zukunft zu sichern, um damit vielen Österreichern und insbesondere auch jungen Österreichern einen sicheren Lebensabend zu garantieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Sorgen möchte ich haben! – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ein Riesenunterschied!
Frau Dr. Partik-Pablé, ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass das leider nicht der Fall war. Wir wollten das ja. Die Materie ist im Budgetausschuss behandelt worden, weil sie Teil des Budgetbegleitgesetzes und unter anderem Teil von 91 Gesetzen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Sorgen möchte ich haben! – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ein Riesenunterschied!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu Wort gelangt nunmehr Frau Abgeordnete Scharer. Wunschgemäße Redezeit: 4 Minuten. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Frau Abgeordnete Silhavy, am Wort ist jetzt Ihre Kollegin! Ich bitte Sie, das zu respektieren!
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der ÖVP: Ja, 34 Grad!
†Abgeordnete Erika Scharer| (SPÖ): Werter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist kalt geworden in unserem Land. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der ÖVP: Ja, 34 Grad!) Dass es Reformen braucht, ist unbestritten. Aber, meine Damen und Herren, ist es nicht so, wenn man Reformen macht, dass man sich fragen muss, in welcher Art und Weise man Reformen macht, in welcher Zeitfolge man Reformen macht und welche Fakten, die auf dem Tisch liegen, man miteinbezieht?
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Ignoranz gegenüber 1 Million Menschen, die bereit sind, auf die Straße zu gehen, die Ihnen damit beweisen wollen, welche Zukunftssorgen sie haben, ist unglaublich. Sie wären gut beraten gewesen, wenn Sie sich nur mit einem oder ein paar dieser Menschen auf der Straße unterhalten hätten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie nehmen die Wirklichkeit nicht mehr wahr. Sie können nicht mehr nachvollziehen, wie es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatsächlich geht. Ihre Wirklichkeit ist eine andere. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Hakl ist leider nicht da, aber es ehrt uns natürlich, dass sie meine Kollegin Barbara Prammer noch als „Ministerin“ bezeichnet hat. Auch das zeigt die Nachhaltigkeit der Programme der SPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend, Herr Präsident: Die Lösung kann doch nicht die Schaffung von Härtefonds sein! Sie werden sehen, dass wir, wenn das für Sie die einzige Lösung ist, einige Härtefonds brauchen werden – den nächsten bei Ihrer Gesundheitsreform! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Seite 2 des Abänderungsantrages beschäftigt sich mit dem Härteausgleichsfonds des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen, Konsumentenschutz in der Pensionsversicherung und enthält keinen einzigen Absatz über die „Hackler-Regelung“. Offensichtlich hat Kollegin Partik-Pablé einen anderen Abänderungsantrag als wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Eine Schätzung!
Es entfällt weiters die Straßenbenützungsabgabe – auch etwas, was von Arbeiterkammer und von grünen Politikern sehr beklagt wird. Allerdings wird dabei übersehen, dass die Straßenbenützungsabgabe ja etwas Ähnliches wie das Road-Pricing ist. Und daran, dass die Einnahmen aus dem Road-Pricing etwa das Sechsfache von dem betragen, was bisher die Straßenbenützungsabgabe hereingebracht hat (Abg. Parnigoni: Eine Schätzung!) – ungefähr das Sechsfache! –, sieht man, dass dies auch keinerlei Steuergeschenk an die Frächter ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit. – Den zweiten Teil der Mediengesetze werden wir morgen besprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich das Wort „Härteausgleich“ oder „Unterstützungsfonds“ höre, werde ich sehr hellhörig, denn wir Menschen mit Behinderung sind da wirklich gebrannte Kinder, was solche Fonds betrifft. Das ist immer mehr oder weniger das Nichts vom Nichts – nur hat es einen Namen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dann lese ich weiter und sehe: Anspruch auf diesen Härteausgleichsfonds gibt es nur dann, wenn, nach Maßgabe, die Fördermittel vorhanden sind. Das heißt, wenn der Topf leer ist, dann möchte ich auf die „Federn“ nicht fallen, denn da wird es wahrscheinlich hart werden. Das ist so, als wenn Sie einen Köpfler in ein Schwimmbad ohne Wasser machen. Das ist genau dasselbe. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Streicheln!
Und dann – und da habe ich persönlich gedacht, das halte ich nicht mehr aus! – wird geschildert, wie dieser Fonds gespeist wird. Da steht drinnen, dass der Bund etwas in den Fonds hineinzahlt, und dann steht: Die Mittel des Fonds werden weiters aufgebracht durch – erstens – Zuwendungen ... (Abg. Öllinger: Streicheln!) – Ich weiß nicht: Sind das Streicheleinheiten? Oder sind das Liebkosungen? Oder sind das nette Worte des Bedauerns? – Das weiß man nicht.
Abg. Wittauer: Androsch, ...! – Abg. Amon: Sie glauben gar nicht, wie viele es da gibt!
Weiter heißt es – und man würde nicht glauben, dass man so etwas überhaupt hineinschreibt! –: durch Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnisse. – Ich frage mich: Ist es möglich, dass man sich traut, so etwas niederzuschreiben? Es wird doch nicht irgendwer da herinnen glauben, dass es einen Menschen in Österreich gibt, der so deppert ist, dass er dem Staat eine Erbschaft zukommen lässt, ein Vermächtnis, oder dass er jemandem etwas schenkt! (Abg. Wittauer: Androsch, ...! – Abg. Amon: Sie glauben gar nicht, wie viele es da gibt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist ja nur eine Definition, Frau Abgeordnete!
Wenn Sie jetzt meinen, dass die Bartensteins, Prinzhorns, Stummvolls et cetera jetzt plötzlich ihr Geld da einzahlen, hätten Sie sie namentlich erwähnen müssen, weil dann wäre das fix, dann würden wir es wissen. Aber wenn man glaubt, man kann Härtefälle dadurch ausgleichen, dass man jemanden findet, der einem etwas schenkt oder etwas vererbt – meine sehr geehrten Damen und Herren, wo leben Sie denn überhaupt?! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist ja nur eine Definition, Frau Abgeordnete!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn das Ihre Politik ist, dann sollten Sie mit Ihrer Politik aufhören! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Zu Herrn Abgeordnetem Matznetter, der sich vorher so über die Landwirte aufgeregt hat: Ich habe schon einmal gesagt, sozialdemokratische Schrebergärtner sollen nicht über Landwirtschaft reden, denn sie verstehen nichts davon! Die Landwirte bringen einen wesentlichen Teil in die Allgemeinheit ein und werden auch ihren Teil zur Harmonisierung beitragen. – Das verspreche ich Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Binder: Wie denn? Wie erwarten Sie es sich?
Frau Abgeordnete Scharer hat das AMS in die Diskussion eingebracht. Das erinnert mich daran, dass wir in unserem Wahlprogramm angekündigt haben, das AMS gehört reformiert. Wir werden uns auch die Zeit nehmen, beim AMS ganz genau zu schauen, ob es wirklich so arbeitet, wie wir es erwarten. (Abg. Binder: Wie denn? Wie erwarten Sie es sich?)
Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das ist ein Meteorit, keine Sternstunde!
Meine Damen und Herren! Ich kann mich nur der Abgeordneten Mares Rossmann anschließen: Heute ist eine Sternstunde des Parlamentarismus! (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das ist ein Meteorit, keine Sternstunde!) Durch den Kampf und die Ausdauer unserer freiheitlichen Abgeordneten, die die Verhandlungen geführt haben, wird heute eine Pensionsreform beschlossen, die die Bezeichnung „soziale Pensionsreform“ verdient (Abg. Mandak: Nicht verdient!) und der sie auch gerecht wird.
Abg. Mandak: Nicht verdient!
Meine Damen und Herren! Ich kann mich nur der Abgeordneten Mares Rossmann anschließen: Heute ist eine Sternstunde des Parlamentarismus! (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das ist ein Meteorit, keine Sternstunde!) Durch den Kampf und die Ausdauer unserer freiheitlichen Abgeordneten, die die Verhandlungen geführt haben, wird heute eine Pensionsreform beschlossen, die die Bezeichnung „soziale Pensionsreform“ verdient (Abg. Mandak: Nicht verdient!) und der sie auch gerecht wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sigi Dolinschek und Max Walch haben sich in den Verhandlungen in entscheidenden Bereichen durchgesetzt. Nicht der ÖGB und nicht die Opposition haben sich in ihrer Verweigerung, mitzuverhandeln und mitzugestalten, durchgesetzt, sondern verantwortungsvolle Abgeordnete auf Seiten der Freiheitlichen und auch auf Seiten der ÖVP, um ein Ergebnis zu erzielen, auf das sie stolz sein können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!
Um der Opposition ein bisschen Nachhilfeunterricht zu geben, denn lesen kann sie scheinbar nicht besonders gut: Der Verlust für „Hackler“ und für Pensionisten mit 45 Beitragsjahren wird durch einen Härteausgleichfonds 2004 mit 10 Millionen € ausgeglichen, 2005 mit 15 Millionen € und 2006 mit 18 Millionen €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!) Das betrifft alle, die unter 1 000 € Pensionsanspruch liegen, auch die, die knapp nicht die 45 Beitragsjahre erreichen, und auch jene, die mit 45 Beitragsjahren die Höchstbemessung knapp verfehlt haben. Damit ist der Gerechtigkeit allen gegenüber wirklich zum Durchbruch verholfen worden! (Rufe bei der SPÖ: Mittelalter! Feudalherrschaft! – Abg. Eder: Großgrundbesitzer!)
Rufe bei der SPÖ: Mittelalter! Feudalherrschaft! – Abg. Eder: Großgrundbesitzer!
Um der Opposition ein bisschen Nachhilfeunterricht zu geben, denn lesen kann sie scheinbar nicht besonders gut: Der Verlust für „Hackler“ und für Pensionisten mit 45 Beitragsjahren wird durch einen Härteausgleichfonds 2004 mit 10 Millionen € ausgeglichen, 2005 mit 15 Millionen € und 2006 mit 18 Millionen €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!) Das betrifft alle, die unter 1 000 € Pensionsanspruch liegen, auch die, die knapp nicht die 45 Beitragsjahre erreichen, und auch jene, die mit 45 Beitragsjahren die Höchstbemessung knapp verfehlt haben. Damit ist der Gerechtigkeit allen gegenüber wirklich zum Durchbruch verholfen worden! (Rufe bei der SPÖ: Mittelalter! Feudalherrschaft! – Abg. Eder: Großgrundbesitzer!)
Abg. Eder: Wer hat denn das aufgeschrieben? Das stimmt ja gar nicht!
Bei den Beamten wurde eine 10-prozentige Verlustdeckelung eingeführt, das bedeutet mit der letzteingeführten Deckelung von 17 Prozent, dass die Beamten einen Ausgleich mit einer Gesamtdeckelung von 27 Prozent tragen müssen. (Abg. Eder: Wer hat denn das aufgeschrieben? Das stimmt ja gar nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Solidarbeitrag von Funktionspensionen in den Sozialversicherungen wird von 2 Prozent auf 8 Prozent erhöht, und die Funktionäre, die sich bereits in Pension befinden – das sind vor allem (in Richtung SPÖ) eure –, werden auch ihren Teil beitragen müssen und gleich wie die Beamten 3,3 Prozent Solidarausgleich mittragen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Wirklich? Es kriegen offensichtlich alle mehr! – Sie kriegen aber weniger!
Die Harmonisierung der Pensionssysteme wird mit 1. Jänner 2004 sichergestellt. Ich habe das gestern schon gesagt. Abfangjäger und Pensionsreform interessieren Sie, da muss ich Ihnen offensichtlich auch wieder ein bisschen Unterricht darin geben, was in der Pensionsreform alles drinnen steht: die Deckelung – das habe ich Ihnen vorher gesagt –, mehr Pension für längeres Arbeiten – das haben Sie offensichtlich auch nicht gesehen – und Verbesserungen für Frauen. (Abg. Reheis: Wirklich? Es kriegen offensichtlich alle mehr! – Sie kriegen aber weniger!)
Abg. Reheis: Die FPÖ ist der Vertreter der Großen geworden, der Kapitalisten!
Über die Lage der Frauen regen Sie sich hier im Hohen Haus ja auf: Im derzeitigen Pensionssystem wirken sich die Zeiten ohne Erwerbstätigkeiten und Zeiten von Teilzeitarbeiten bezüglich der Höhe der zukünftigen Pensionen nicht nachteilig aus. (Abg. Reheis: Die FPÖ ist der Vertreter der Großen geworden, der Kapitalisten!) – Sie müssen zuhören! Nur schreien nützt nichts! Lesen können Sie auch nicht, jetzt probiere ich, es Ihnen vorzulesen, aber nicht einmal da können Sie zuhören. (Abg. Reheis: Kollege Scheuch hat auch den Kopf geschüttelt!)
Abg. Reheis: Kollege Scheuch hat auch den Kopf geschüttelt!
Über die Lage der Frauen regen Sie sich hier im Hohen Haus ja auf: Im derzeitigen Pensionssystem wirken sich die Zeiten ohne Erwerbstätigkeiten und Zeiten von Teilzeitarbeiten bezüglich der Höhe der zukünftigen Pensionen nicht nachteilig aus. (Abg. Reheis: Die FPÖ ist der Vertreter der Großen geworden, der Kapitalisten!) – Sie müssen zuhören! Nur schreien nützt nichts! Lesen können Sie auch nicht, jetzt probiere ich, es Ihnen vorzulesen, aber nicht einmal da können Sie zuhören. (Abg. Reheis: Kollege Scheuch hat auch den Kopf geschüttelt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Reheis –: Ein ganzes Paket!
Es gibt auch ein Maßnahmenpaket für ältere Arbeitnehmer. – Bitte sehen Sie sich das an, das ist wirklich interessant! Es gibt weiters Verbesserungen bei der Erhöhung des Altersübergangsgeldes und Verbesserungen bei der Anrechnung von Ersatzzeiten und dem Nachkauf von Studienzeiten. – Ein ganzes Paket an positiven Bereichen wird in 91 Gesetzen verabschiedet. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Reheis –: Ein ganzes Paket!) Wir werden es auf alle Fälle mittragen, und ich hoffe, dass Sie das auch können.
Abg. Öllinger: Was? Super!
Das nunmehr vorliegende Paket zur Pensionsreform ist und bleibt ein freiheitlicher Erfolg. Das FPÖ-Verhandlungsteam mit Bundesparteiobmann Herbert Haupt hat sich in allen wesentlichen Dingen und Bereichen durchgesetzt. (Abg. Öllinger: Was? Super!) Ihm gilt besonderer Dank, denn er ist das soziale Gewissen dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das nunmehr vorliegende Paket zur Pensionsreform ist und bleibt ein freiheitlicher Erfolg. Das FPÖ-Verhandlungsteam mit Bundesparteiobmann Herbert Haupt hat sich in allen wesentlichen Dingen und Bereichen durchgesetzt. (Abg. Öllinger: Was? Super!) Ihm gilt besonderer Dank, denn er ist das soziale Gewissen dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Blau hat ausgelöst! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir Freiheitlichen können stolz auf unsere Abgeordneten sein, die unter Federführung von Sigi Dolinschek und Max Walch bis zuletzt um die soziale Ausgewogenheit und Fairness dieser Pensionsreform gekämpft haben. Früher stand für soziale Ausgewogenheit – ich erinnere mich gut daran, in meinem Haus waren sehr viele Sozialdemokraten gewesen – immer die Farbe Rot. Die Ausgeglichenheit der Sozialdemokraten – natürlich ist das schon lange her. Heute trage ich letztmalig eine rote Krawatte in diesem Parlament, da Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, keinerlei soziale Kompetenz mehr besitzen. Blau hat Sie in dieser Frage abgelöst, und ich bin stolz, ein Teil dieser Partei zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Blau hat ausgelöst! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das inhaltliche Schweigen der Grünen ist erträglich, denn vernünftige Vorschläge wurden von Ihnen in der Frage der Pensionsreform nicht eingebracht. Ich bin jetzt schon neugierig, wie sich die Damen und Herren der Opposition bei der namentlichen Abstimmung zur Harmonisierung der Pensionssysteme und zum Abbau der Politikerprivilegien verhalten werden. Stimmen Sie zu, zeigen Sie Charakter, dann ist auch Ihnen die Anerkennung der Menschen sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was ist jetzt mit Schwindel? Nehmen Sie das zurück!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Herr Abgeordneter! Sie fangen gleich mit einem „Schwindel“ an. – Würden Sie das bitte zurücknehmen? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was ist jetzt mit Schwindel? Nehmen Sie das zurück!) Herr Abgeordneter Keck, nehmen Sie den Ausdruck „Schwindel“ zurück?
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn es zwei sind, dürfen Sie nicht mehr reden!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn es zwei sind, dürfen Sie nicht mehr reden!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dieser Ton ist nicht gewünscht!
†Abgeordneter Dietmar Keck| (fortsetzend): Ich möchte daran erinnern, dass die FPÖ bei der Beschlussfassung beziehungsweise Novellierung des Nachtschwerarbeitergesetzes gegen diese Gesetze gestimmt hat. Nur diese laut Gesetz offiziellen Schwerarbeiter von diesem „Pensionsraub“ auszunehmen, ist zu wenig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dieser Ton ist nicht gewünscht!) Zumindest allen Schichtarbeitern und allen echten Arbeitern, die seit der Lehre als klassische Arbeiter „gehackelt“ haben – nur hier ist der Begriff „Hackler“ wirklich richtig verwendet –, müssen Ausnahmen bei der Frühpension zugestanden werden.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schön lesen!
Ihr Abänderungsantrag berücksichtigt das nicht. Er enthält nichts für „Hackler“, er enthält nichts für Schwerarbeiter, und der Ausgleichsfonds ist nur eine Einmalzahlung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schön lesen!) Meine Damen und Herren! Dieser Abänderungsantrag ist nicht das Papier wert, auf dem er steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr Papier!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr Papier!
Ihr Abänderungsantrag berücksichtigt das nicht. Er enthält nichts für „Hackler“, er enthält nichts für Schwerarbeiter, und der Ausgleichsfonds ist nur eine Einmalzahlung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schön lesen!) Meine Damen und Herren! Dieser Abänderungsantrag ist nicht das Papier wert, auf dem er steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr Papier!)
Abg. Silhavy: Aber wir haben es verstanden!
Eine solche Vorgangsweise führt in Hunderttausenden Einzelfällen zu unakzeptablen, extrem ungerechten Ergebnissen. Besonders für die Arbeiterinnen und Arbeiter stimmt diese Stummvoll-Formel überhaupt nicht. Es zeugt von einer unglaublichen Verhöhnung jener Menschen, die mit 15 Jahren eine Lehre beginnen und so am längsten und am härtesten arbeiten, wenn man ihnen nun mit dem Argument, sie würden ohnehin um drei Jahre später zu arbeiten beginnen, die Pension kürzt und sie zwingt, 50 Jahre zu arbeiten – nämlich vom 15. bis zum 65. Lebensjahr. Das ist, gelinde gesagt, ... – Das Wort darf ich nicht mehr sagen, sonst bekomme ich einen zweiten Ordnungsruf. (Abg. Silhavy: Aber wir haben es verstanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Dass man 1970 drei Jahre früher zu arbeiten begonnen hätte, trifft auf Arbeiter, die mit 15 eine Lehre beginnen, nicht zu. Nach der Logik des Kollegen Stummvoll hätten diese vor 30 Jahren mit zwölf Jahren eine Lehre beginnen müssen. Aber auch damals, meine Damen und Herren, hat man die Lehre nicht um drei Jahre früher begonnen. – Das hätten vielleicht so manche in ÖVP und FPÖ gerne, doch so weit haben Sie Österreich – Gott sei Dank! –noch nicht gebracht, auch wenn es sich manche von Ihnen noch so herzlich wünschen würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da steht er!
Meine Damen und Herren! Ich habe es von diesem Pult aus schon mehrmals gesagt und muss es leider heute wiederholen: Kollege Max Walch! – Er ist wieder einmal nicht da. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da steht er!) – Ah, da ist er eh. (Abg. Walch: Ich horche dir bei deiner vorgeschriebenen Rede zu!) – Wie willst du das den Arbeitern in deinen Betrieben erklären, was du hier und heute sagst? Kollege Walch, du kannst das schlicht und einfach nicht! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wahrscheinlich steht in der Rede drin, dass Max Walch fehlt!)
Abg. Walch: Ich horche dir bei deiner vorgeschriebenen Rede zu!
Meine Damen und Herren! Ich habe es von diesem Pult aus schon mehrmals gesagt und muss es leider heute wiederholen: Kollege Max Walch! – Er ist wieder einmal nicht da. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da steht er!) – Ah, da ist er eh. (Abg. Walch: Ich horche dir bei deiner vorgeschriebenen Rede zu!) – Wie willst du das den Arbeitern in deinen Betrieben erklären, was du hier und heute sagst? Kollege Walch, du kannst das schlicht und einfach nicht! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wahrscheinlich steht in der Rede drin, dass Max Walch fehlt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wahrscheinlich steht in der Rede drin, dass Max Walch fehlt!
Meine Damen und Herren! Ich habe es von diesem Pult aus schon mehrmals gesagt und muss es leider heute wiederholen: Kollege Max Walch! – Er ist wieder einmal nicht da. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da steht er!) – Ah, da ist er eh. (Abg. Walch: Ich horche dir bei deiner vorgeschriebenen Rede zu!) – Wie willst du das den Arbeitern in deinen Betrieben erklären, was du hier und heute sagst? Kollege Walch, du kannst das schlicht und einfach nicht! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wahrscheinlich steht in der Rede drin, dass Max Walch fehlt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind alle Arbeiter, Herr Kollege!
Darum habe heute den Mut und stelle dich auf die Seite derjenigen, die du vertreten willst! Verlass die Reihen rund um die Herren Stummvoll, Schüssel, Grasser und Bartenstein und kehre zurück in die Reihen, aus denen auch du kommst, nämlich aus den Reihen der Arbeiter, falls du das inzwischen vergessen hast, Kollege Walch! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind alle Arbeiter, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walch: Kannst du frei auch reden oder nur lesen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer hat dir denn die Rede geschrieben?
Ich richte dir einen Gruß von deinen Bauarbeitern aus und teile dir den O-Ton dessen mit, was am Wochenende knapp 600 Bauarbeiter gesagt haben: Wenn der Walch für diese Pensionsreform stimmt, verjagen wir ihn mit einem nassen Fetzen! – Präge dir das ein, Kollege Walch! Wir werden in ganz Oberösterreich die Arbeiter über dein Abstimmungsverhalten informieren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walch: Kannst du frei auch reden oder nur lesen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer hat dir denn die Rede geschrieben?)
Abg. Haidlmayr: Aber mit so etwas spekulieren auf Kosten der Menschen, das ist eine harte Geschichte!
Selbstverständlich ist es möglich, dass es Menschen in Österreich gibt, die für einen Sozialfonds oder auch für eine Gemeinde Spenden und auch Erbschaften zur Verfügung stellen. (Abg. Haidlmayr: Aber mit so etwas spekulieren auf Kosten der Menschen, das ist eine harte Geschichte!) – Das ist keine Spekulation, aber ich darf vielleicht noch anführen, dass die Stadtgemeinde Lienz zum Beispiel sehr wohl ein Haus geerbt und auch Spenden bekommen hat. – Das nur zu Ihren Ausführungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haidlmayr: Aber nicht dem Bund!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haidlmayr: Aber nicht dem Bund!
Selbstverständlich ist es möglich, dass es Menschen in Österreich gibt, die für einen Sozialfonds oder auch für eine Gemeinde Spenden und auch Erbschaften zur Verfügung stellen. (Abg. Haidlmayr: Aber mit so etwas spekulieren auf Kosten der Menschen, das ist eine harte Geschichte!) – Das ist keine Spekulation, aber ich darf vielleicht noch anführen, dass die Stadtgemeinde Lienz zum Beispiel sehr wohl ein Haus geerbt und auch Spenden bekommen hat. – Das nur zu Ihren Ausführungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haidlmayr: Aber nicht dem Bund!)
Abg. Reheis: Spendenrepublik! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Das ist jedenfalls Tatsache, und ich denke, dass es in Österreich sehr viele Menschen gibt, die für einen Härtefonds auch eine Spende zur Verfügung stellen werden, auch für den Staat, davon bin ich ganz überzeugt. (Abg. Reheis: Spendenrepublik! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist aber eigentlich nicht mein Thema, sondern die Luftraumüberwachung – an und für sich ein sehr abgedroschenes Thema, aber die Ausführungen im Budgetausschuss, und zwar die der Kollegen Pilz und Kogler – leider sind sie nicht da, aber ich denke, Sie werden es ihnen erzählen –, haben mich doch dazu veranlasst, dazu etwas zu sagen. Bei diesen meines Erachtens sehr unqualifizierten Äußerungen gegenüber unseren Ministern Grasser, Bartenstein und auch Platter ist mir ein Sprichwort eingefallen: „Wie der Schelm denkt, so ist er!“ (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Oberhaidinger: Herr Präsident! Die Worte „Schwindler“ und „Schelm“ haben einen Ordnungsruf verdient!
Ich glaube, Sie alle wissen, was das bedeutet: Wenn jemand einen anderen als Schwindler bezeichnet, dann ist er selbst ein Schwindler. (Abg. Oberhaidinger: Herr Präsident! Die Worte „Schwindler“ und „Schelm“ haben einen Ordnungsruf verdient!) Herr Präsident, das Wort „Schwindel“ ist heute schon sehr oft zu Ihrem Missfallen verwendet worden, aber es ist tatsächlich im Budgetausschuss und auch bei den gestrigen Reden noch sehr oft gefallen: „Schwindel“, „Schmäh“ und „Schiebung“; das waren die Worte der Abgeordneten der grünen Fraktion, und dem kann ich absolut nicht zustimmen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Tatsache ist, dass wir eine Luftraumüberwachung brauchen. Wir alle wissen das, und die Anschaffung der Abfangjäger ist eine Notwendigkeit. Ich selbst kenne mich da – das gebe ich zu – nicht sehr gut aus, ich habe aber einen Kommandanten des Bundesheeres in Lienz zu diesem Thema befragt, und dieser hat mir eine sehr einleuchtende Erklärung gegeben. Er meinte, das sei ganz einfach: Ein Luftraum, der nicht überwacht wird, ist wie eine Autobahn mit vielen Radarstationen, auf der es aber keine Polizei gibt. – Das ist etwas, was sicher nicht sinnvoll ist. Daher brauchen wir diese Flugzeuge. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich richte an Herrn Minister Bartenstein, der jetzt leider nicht da ist – aber ich werde es ihm persönlich sagen – die Bitte, dass er bei der Ansiedelung von neuen Betrieben auch an unser Osttirol denkt. Wir haben sehr gut ausgebildete junge Menschen, die das sicher verdienen würden. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer – den Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber ein Stück zum Rednerpult begleitend –: Hoffentlich einmal ein bisschen etwas zum Schutz für die Landwirtschaft! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Präsident, der schüchtert die Leut’ ein!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Pirklhuber, der 6 Minuten zu uns sprechen möchte. – Bitte. (Abg. Wittauer – den Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber ein Stück zum Rednerpult begleitend –: Hoffentlich einmal ein bisschen etwas zum Schutz für die Landwirtschaft! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Präsident, der schüchtert die Leut’ ein!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, das stimmt!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Wolfgang Pirklhuber| (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte KollegInnen! Wir führen hier eine wirklich schon langatmige Debatte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, das stimmt!) Es kommen von den Regierungsfraktionen immer dieselben rhetorischen Worthülsen, es kommt ein Einheitsbrei von Argumentation, so nach dem Motto: Beides ist notwendig, wir machen das Richtige und das Notwendige und so weiter. – Die Kollegin hat das vorexerziert. (Abg. Murauer: Jetzt kommen die Pointen von Pirklhuber!)
Abg. Murauer: Jetzt kommen die Pointen von Pirklhuber!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Wolfgang Pirklhuber| (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte KollegInnen! Wir führen hier eine wirklich schon langatmige Debatte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, das stimmt!) Es kommen von den Regierungsfraktionen immer dieselben rhetorischen Worthülsen, es kommt ein Einheitsbrei von Argumentation, so nach dem Motto: Beides ist notwendig, wir machen das Richtige und das Notwendige und so weiter. – Die Kollegin hat das vorexerziert. (Abg. Murauer: Jetzt kommen die Pointen von Pirklhuber!)
Beifall bei den Grünen.– Abg. Murauer: Wo waren Sie nicht eingebunden, Herr Kollege?
Ich möchte auch an die gestrige Rede von Vizekanzler Haupt anknüpfen, in der er als Sozialminister gemeint hat, beides sei notwendig: die Pensionsreform und die Abfangjäger. – Das ist also Ihre Meinung. Und das aus dem Mund eines Sozialministers! Überlegen Sie einmal, was Einsicht in die Notwendigkeit erfordern würde: jenen politischen Diskurs, der nicht stattgefunden hat, der von Ihnen verweigert wurde, und jenes Maß an Freiheit, das notwendig ist, um wirklich die Argumente abzuwägen, um die Bevölkerung ordentlich zu informieren und um wirklich alle interessierten Kreise einzubinden! Meine Damen und Herren! Diese Chance haben Sie ganz einfach vertan, und das ist einfach schade und ein Schaden für Österreich! (Beifall bei den Grünen.– Abg. Murauer: Wo waren Sie nicht eingebunden, Herr Kollege?)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aus unserer Sicht sind weder die Abfangjäger notwendig, noch die Pensionsreform in dieser vorgelegten Form. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Der erste Punkt – Herr Kollege Wittauer! – ist die Eliminierung aller pensionsrechtlich relevanten Paragraphen aus den Budgetbegleitgesetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Bitte eine Lösung des Pensionsproblems!
Meine Damen und Herren! Das ist notwendig und richtig, und zwar deshalb, weil es im gesamtstaatlichen Interesse ist, einen wirklich breiten öffentlichen Diskurs zu führen und die Fragen, die jetzt noch ungeklärt sind – und das ist eine ganze Fülle –, wirklich seriös im Gesamtzusammenhang mit der angestrebten Harmonisierung des Pensionssystems im Herbst zu diskutieren. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Bitte eine Lösung des Pensionsproblems!)
Abg. Wittauer: Wir haben ja einen eigenen Entschließungsantrag eingebracht!
Herr Kollege Molterer, das wäre die Chance gewesen; Sie haben sie leider verspielt. Ich hoffe, dass Sie mit diesem Antrag mitgehen werden, zumindest einige Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. (Abg. Wittauer: Wir haben ja einen eigenen Entschließungsantrag eingebracht!)
Beifall bei den Grünen.
Wir fordern auch, dass das Übergangsgeld für Menschen in der Altersarbeitslosigkeit über 2009 hinaus gewährleistet sein muss, denn es kann doch nicht sein, dass ältere Menschen in unserem Land einem Gnadenakt per Verordnung des Wirtschaftsministeriums ausgesetzt sind. Es geht also auch um eine Absicherung für ältere Menschen, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Wo ist jetzt der Vorschlag?
Ich will Ihnen auch noch zu Gemüte führen, was im Bereich der Härtefondsregelung völlig inakzeptabel ist. Völlig inakzeptabel ist die Frist drei Jahre. (Abg. Murauer: Wo ist jetzt der Vorschlag?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer.
Meine Damen und Herren! Sie sehen für die Jahre 2004, 2005 und 2006 Mittel in Höhe von10, 16 ,18 Millionen vor, allerdings nur für diese drei Jahre. Was ist dann? – Das ist einmal eine Frage, die völlig unbeantwortet bleibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei den Grünen.
Haben Sie sich einmal überlegt, was das für die Frauen in Österreich bedeutet, die von dieser Maßnahme betroffen wären?! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend: Kollege Wittauer, Sie haben hier von „Sternstunden“, von „Stolz“ und allem Möglichen gesprochen. Ich würde an Sie, an die KollegInnen der FPÖ appellieren: Wenn Sie nicht als die Umfaller des Jahres 2003 in die Parlamentsgeschichte eingehen wollen, dann stimmen Sie gegen Ihre eigene Vorlage und sorgen Sie für eine umfassende Diskussion zu einer sozial ausgerichteten Pensionsreform im Herbst 2003! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Blickt man zurück, sehr geehrte Damen und Herren, dann ist tatsächlich spürbar soziale Kälte festzustellen. Ich erinnere Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der Sozialdemokratie, daran: Sie, die Sie immer quasi versuchen, jetzt soziale Kälte darzustellen, haben seinerzeit bei den Behinderten in Heimen das Taschengeld, das in einer Größenordnung von 1 000 S lag, auf 500 S gekürzt. Um Ihnen nur ein Beispiel Ihrer „sozialen Wärme“ klar und plastisch vor Augen zu führen. Da war es wirklich kalt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das ist lächerlich!
Ich nehme an, Sie haben eben die Bezeichnung „Hackler“ nicht gefunden. Jedenfalls ist die hiefür notwendige Regelung sehr wohl in diesem Abänderungsantrag enthalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das ist lächerlich!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Dann „natürlich“ der weitere Schwenk über Kinderbetreuungsplätze, die in unzureichendem Maße vorhanden wären, bis zu den Abfangjägern (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), „Kriegsgerät“, wie Sie es genannt haben. – Ich halte es für unzulässig, sicherheitspolitische und sozialpolitische Notwendigkeiten einander gegenüberzustellen und gegeneinander auszuspielen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben jetzt den ersten Schritt der Pensionsreform sozusagen hinter uns gebracht. Dieser wird heute zur Beschlussfassung kommen. Aber Sie haben die Möglichkeit, im Zuge der noch bevorstehenden Harmonisierung der Pensionssysteme Ihren, wie ich meine, wünschenswerten Beitrag zu leisten. Ich darf Sie zur Mitarbeit hiezu auffordern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie von ÖVP und FPÖ schicken die Menschen, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet haben, lieber auf das Arbeitsamt oder künftig eher Sozialamt. – Und das haben sich die arbeitenden Menschen in unserem Land nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, die Sie auf der rechten Seite des Hauses sitzen oder sitzen sollten, haben sich sehr wohl etwas verdient, nämlich abgewählt zu werden – und das so rasch wie möglich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Moment! Moment! Wer hat in den Kollektivverträgen die steigende Gehaltspyramide gemacht?
Glauben Sie wirklich, dass Sie das mit Ihren läppischen Pseudo-Reförmchen, die letztendlich nur Zuckerl für die Unternehmen sind, wirklich stoppen können? (Abg. Scheibner: Moment! Moment! Wer hat in den Kollektivverträgen die steigende Gehaltspyramide gemacht?) Von nachhaltigen beschäftigungspolitischen Maßnahmen nach wie vor keine Spur. Im Gegenteil, mein sehr geehrter Kollege: Das AMS und mit ihm viele Träger arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen werden finanziell ausgehungert und systematisch außerstande gesetzt, sogar das Pflichtprogramm zu erfüllen!
Abg. Scheibner: Was wollen Sie jetzt?
Selbst wenn es gelingen sollte, Ältere länger in Beschäftigung zu halten, dann haben wir das Problem auf der anderen Seite des Generationenspektrums. (Abg. Scheibner: Was wollen Sie jetzt?) Jungen Menschen wird der Eintritt in das Berufsleben verwehrt. Junge Menschen haben immer öfters nicht einmal die Chance, in das System der sozialen Sicherheit hineinzukommen. Wenn nicht Eltern und Großeltern in der Lage sind, arbeitslosen Jugendlichen Unterhalt zu gewähren, machen Sie schon aus jungen Menschen Sozialfälle, was gerade am Beginn einer Berufslaufbahn nach einer oft anspruchsvollen Ausbildung besonders bitter ist. (Abg. Scheibner: Dafür gibt es die Gewerkschaftsmaßnahmen! Eine aktive Wirtschaft schafft auch Arbeitsplätze, nicht der Staat, Frau Kollegin!)
Abg. Scheibner: Dafür gibt es die Gewerkschaftsmaßnahmen! Eine aktive Wirtschaft schafft auch Arbeitsplätze, nicht der Staat, Frau Kollegin!
Selbst wenn es gelingen sollte, Ältere länger in Beschäftigung zu halten, dann haben wir das Problem auf der anderen Seite des Generationenspektrums. (Abg. Scheibner: Was wollen Sie jetzt?) Jungen Menschen wird der Eintritt in das Berufsleben verwehrt. Junge Menschen haben immer öfters nicht einmal die Chance, in das System der sozialen Sicherheit hineinzukommen. Wenn nicht Eltern und Großeltern in der Lage sind, arbeitslosen Jugendlichen Unterhalt zu gewähren, machen Sie schon aus jungen Menschen Sozialfälle, was gerade am Beginn einer Berufslaufbahn nach einer oft anspruchsvollen Ausbildung besonders bitter ist. (Abg. Scheibner: Dafür gibt es die Gewerkschaftsmaßnahmen! Eine aktive Wirtschaft schafft auch Arbeitsplätze, nicht der Staat, Frau Kollegin!)
Abg. Murauer: Frau Kollegin! Die ist noch nicht gestrichen?
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten vor allem jene Abgeordneten bedenken, die sich rühmen, die Jüngsten des Hauses zu sein. Das führt mich zur nächsten Untat, die von dieser Bundesregierung geplant wird und mit den Maßnahmen des Budgetbegleitgesetzes in engem Zusammenhang steht. Die Streichung der Notstandshilfe und das damit einhergehende Abdrängen der NotstandshilfeempfängerInnen in die Sozialhilfe programmiert soziales Elend in unserem Land. (Abg. Murauer: Frau Kollegin! Die ist noch nicht gestrichen?) – Noch nicht, aber es ist im Regierungsprogramm drinnen!
Abg. Wittauer: Die Bezieher gibt es auch noch, die männlichen!
Es darf auch nicht sein, dass die Bezieherinnen und Bezieher kranken- und pensionsversichert sind. Und es darf auch nicht sein, dass die BezieherInnen einen Anspruch auf die Vermittlungs- und Qualifizierungsleistungen des AMS haben. (Abg. Wittauer: Die Bezieher gibt es auch noch, die männlichen!) – Hören Sie vielleicht ein bisschen zu, ein bisschen etwas habe ich Ihnen noch zu sagen, Herr Kollege! Sie mag das vielleicht amüsieren, Sie mögen das vielleicht witzig finden, wenn der Betrag der Notstandshilfe, der Sozialhilfe unter das Existenzminimum sinkt. Gerade in Ihrer Position, der Sie einer Partei angehören, die sich schon bald dem parlamentarischen Existenzminimum annähert, würde mir das Lachen an Ihrer Stelle vergehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sind aber sehr witzig! Sie haben 15 Jahre die Wähler verloren, da haben wir noch lange Zeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sind aber sehr witzig! Sie haben 15 Jahre die Wähler verloren, da haben wir noch lange Zeit!
Es darf auch nicht sein, dass die Bezieherinnen und Bezieher kranken- und pensionsversichert sind. Und es darf auch nicht sein, dass die BezieherInnen einen Anspruch auf die Vermittlungs- und Qualifizierungsleistungen des AMS haben. (Abg. Wittauer: Die Bezieher gibt es auch noch, die männlichen!) – Hören Sie vielleicht ein bisschen zu, ein bisschen etwas habe ich Ihnen noch zu sagen, Herr Kollege! Sie mag das vielleicht amüsieren, Sie mögen das vielleicht witzig finden, wenn der Betrag der Notstandshilfe, der Sozialhilfe unter das Existenzminimum sinkt. Gerade in Ihrer Position, der Sie einer Partei angehören, die sich schon bald dem parlamentarischen Existenzminimum annähert, würde mir das Lachen an Ihrer Stelle vergehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sind aber sehr witzig! Sie haben 15 Jahre die Wähler verloren, da haben wir noch lange Zeit!)
Beifall bei der SPÖ.
Also man muss künftig nicht nur für die eigene Pension Vorsorge treffen, sondern auch für die Existenz naher Angehöriger, um vielleicht letztendlich selbst zum Sozialfall zu werden. – Wenn das Familienverständnis der selbst ernannten Familienparteien so aussieht, dann können die Österreicherinnen und Österreicher gut und gerne darauf verzichten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die ÖVP jedenfalls verliert bei dieser Politik jede Berechtigung, sich christlich-sozial zu nennen, und die FPÖ verliert jede Glaubwürdigkeit, wenn sie diesem Gesetzeskonvolut zustimmt, nur um ein paar Monate länger in dieser verhängnisvollen Affäre mit der ÖVP weiterpfuschen und abkassieren zu können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, begrüße ich die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck, Frau Hilde Zach, ebenso den Herrn Vizebürgermeister, die unseren Beratungen in der Bundesratsloge folgen. (Allgemeiner Beifall.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Dies haben mir die stundenlangen Pensionsdebatten genauso aufgezeigt wie die ständigen Anschuldigungen rund um die Luftraumüberwachung. Diesen zwei Themenbereichen will ich mich auch inhaltlich nicht mehr widmen. Aber die Art und Weise der Diskussion, die Wortwahl, die Diktion seitens der Opposition beschäftigen mich. Sie lassen einen schon aufhorchen und hellhörig werden. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Grundeinstellung mancher Abgeordneter lässt aber sogar Angst bei mir aufkommen, denn ich denke, nicht alles, was andere tun oder sagen, ist ipso eo korrupt, Schiebung oder sogar betrügerisches Handeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Mandak.
Aber gerade bei der Luftraumüberwachung werden den handelnden Ministern, Beamten und sonstigen Verantwortlichen Unredlichkeit, Schiebung, ja selbst betrügerisches Handeln vorgeworfen. (Zwischenruf der Abg. Mandak.) Bei der Pensionssicherungsreform lasten Sie der Regierung sogar „Raub“ an; das hat man auf Transparenten auch gesehen. Jedem ist klar, dass dies schwer wiegende Anschuldigungen sind.
Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.
So wird der interessierten Bevölkerung Falsches vermittelt, es werden redliche Minister diskreditiert und in den Bereich des Kriminals gebracht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Nein, nein, mit unrichtigen Rechenbeispielen verunsichern Sie bewusst die Bevölkerung, wobei es Ihnen nicht um die Zukunft geht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ –: Erstredner, gratuliere!), sondern um eine Momentaufnahme, in der Sie versuchen, das Geschehene, die Wahl vom 24. November, rückgängig zu machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ –: Erstredner, gratuliere!
So wird der interessierten Bevölkerung Falsches vermittelt, es werden redliche Minister diskreditiert und in den Bereich des Kriminals gebracht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Nein, nein, mit unrichtigen Rechenbeispielen verunsichern Sie bewusst die Bevölkerung, wobei es Ihnen nicht um die Zukunft geht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ –: Erstredner, gratuliere!), sondern um eine Momentaufnahme, in der Sie versuchen, das Geschehene, die Wahl vom 24. November, rückgängig zu machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So wird der interessierten Bevölkerung Falsches vermittelt, es werden redliche Minister diskreditiert und in den Bereich des Kriminals gebracht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Nein, nein, mit unrichtigen Rechenbeispielen verunsichern Sie bewusst die Bevölkerung, wobei es Ihnen nicht um die Zukunft geht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ –: Erstredner, gratuliere!), sondern um eine Momentaufnahme, in der Sie versuchen, das Geschehene, die Wahl vom 24. November, rückgängig zu machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Unerhört!
Sie erwähnen dies auch bei all Ihren Reden, wenn Sie sich immer den Wahltag als Zahltag herbeiwünschen. Sie betreiben ausschließlich Verunsicherung, Panikmache und schüren Ängste in unserer Gesellschaft. Heute wurde sogar der Vergleich mit den dreißiger Jahren hergestellt. (Abg. Murauer: Unerhört!) Es gibt für Sie als Opposition keine Grenzen mehr. Aber – und das ist für mich gewiss – die Rechnung wird hier ohne den Wirt gemacht. Die Menschen in diesem Land unterstellen nicht jedem, der regiert, Korruption, lassen sich nicht verängstigen und wissen um die Notwendigkeit einer sozialen Grundabsicherung für die Zukunft. Und das ist diese Pensionssicherungsreform allemal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie erwähnen dies auch bei all Ihren Reden, wenn Sie sich immer den Wahltag als Zahltag herbeiwünschen. Sie betreiben ausschließlich Verunsicherung, Panikmache und schüren Ängste in unserer Gesellschaft. Heute wurde sogar der Vergleich mit den dreißiger Jahren hergestellt. (Abg. Murauer: Unerhört!) Es gibt für Sie als Opposition keine Grenzen mehr. Aber – und das ist für mich gewiss – die Rechnung wird hier ohne den Wirt gemacht. Die Menschen in diesem Land unterstellen nicht jedem, der regiert, Korruption, lassen sich nicht verängstigen und wissen um die Notwendigkeit einer sozialen Grundabsicherung für die Zukunft. Und das ist diese Pensionssicherungsreform allemal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Pensionssicherungsreform ist sozial ausgewogen, sozial verträglich, gerecht und zukunftsorientiert. Natürlich sind damit auch Abstriche verbunden, aber es geht um mehr: Es geht um unsere Zukunft, um eine soziale Grundabsicherung von uns selbst und vor allem von unseren Kindern. Geben wir ein bisschen von unserem Wohlstand ab, und sichern wir so den unserer eigenen Kinder! Ich schlage vor, gehen auch Sie den Solidarpakt mit Ihren Kindern ein, und stimmen Sie diesem Budgetbegleitgesetz zu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wie die Grünen der ersten Generation – das sei hier unbestritten – einst den Umweltschutzgedanken zum Allgemeingut gemacht haben, so ist es unsere Aufgabe, Aufgabe der ÖVP, ihnen das budgetäre Haushalten zum Wohle nachfolgender Generationen zu lehren. Sparen wir beizeiten, geben wir ein wenig von unserem Wohlstand ab, und sichern wir so den unserer Kinder! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Oberhaidinger. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Murauer: Gute Rede!
†Abgeordneter Georg Oberhaidinger| (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Es war dies die erste Rede des Kollegen Norbert Kapeller, so habe ich gehört (Abg. Murauer: Gute Rede!), aber die Kinder, die er angesprochen hat, werden dennoch keine Freude haben, wenn sie sich ausrechnen, wie sicher ihre Pension auf Grund eurer Maßnahme wird, und wenn sie erfahren, dass sie um fünf Jahre länger arbeiten dürfen, aber um ein Drittel weniger Pension erhalten. Wie gesagt, ob sie darüber so glücklich sind, das wird sich tatsächlich am Wahltag beweisen, meine Damen und Herren!
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Die Pensionen werden gekürzt, die Einkommen verringert, die Grundbedürfnisse werden entsprechend verteuert, die Kaufkraft wird abgeschöpft, und die Konjunktur, die ohnehin lahmt, kommt noch mehr ins Stolpern. Die Zahl der Arbeitslosen wird mehr, vor allem ältere und junge Menschen werden immer mehr zu Langzeitarbeitslosen. Und diese werden es als reinen Hohn empfinden, wenn der Finanzminister im Zusammenhang mit dem Ankauf der wirklich teuersten Fotoapparate der Welt von einem Gegengeschäft in der Größenordnung von 4 Milliarden € spricht. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur sagen: Die Perspektive aus all dem, was Sie hier vorstellen und was wir hier diskutieren, ist: 40 Jahre und mehr arbeiten, dann ein gutes Jahr oder länger in die Arbeitslosigkeit, dann vielleicht noch in die Notstandshilfe oder bereits in die Sozialhilfe und dann bettelarm in die Pension. Das ist die Perspektive, die aus Ihren Budgetbegleitgesetzen sichtbar wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bringe ich einen Abänderungsantrag der Abgeordneten Dr. Cap und Heidrun Silhavy ein, in dem es im Kern darum geht, dass alle pensionsrelevanten Regelungen und Bestimmungen in den Budgetbegleitgesetzen ersatzlos gestrichen werden sollten. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht da nicht um das Schüren von Neidkomplexen, sondern es geht wirklich nur um soziale Gerechtigkeit, für die wir hier eintreten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehen wir uns einmal die offensichtlichen Praktiken an, wie sie im öffentlichen Bereich, bei der Post, der Telekom oder auch der ÖBB, betrieben werden, indem Personen, die im Unternehmen nicht mehr gebraucht werden, unter Anwendung des „richtigen“ Arztes mit 42, 43 Jahren in Pension geschickt werden. Diese Affären sind ohnehin bei der Staatsanwaltschaft anhängig. Das sind aber offensichtliche Praktiken. Das ist kein soziales Gleichgewicht. Umgekehrt muss jemand, der wirklich gesundheitlich schwer angeschlagen ist, von Pontius zu Pilatus gehen, von Sozialinstitution zu Sozialinstitution gehen und schließlich von Sozialgericht zu Sozialgericht pilgern, nur damit er in Pension, in Frühpension gehen kann, und möglicherweise wird er dann nicht einmal in Pension gehen können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen also, sehr geehrte Damen und Herren, insbesondere auch der Opposition, wie dringend notwendig es ist, dass soziale Gerechtigkeit hergestellt wird – soziale Gerechtigkeit im konkreten Fall in der Pensionsregelung. Mit dieser heutigen Beschlussfassung sind wir auf gutem Wege, und ich bin zuversichtlich, dass auch die Umsetzung der weiteren Entschließungsanträge, die heute beschlossen werden, zu dieser sozialen Gerechtigkeit führen werden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Schauen Rebellen so aus?
†Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Nationalrates! Heute wird also das Budgetbegleitgesetz beschlossen. Trotz aller Donnergrollen wird es sicher mit den Stimmen der freiheitlichen Rebellen beschlossen werden. (Abg. Mag. Mainoni: Schauen Rebellen so aus?) Im Liegen umgefallen, liebe Kolleginnen und Kollegen, kann ich dazu nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Nationalrates! Heute wird also das Budgetbegleitgesetz beschlossen. Trotz aller Donnergrollen wird es sicher mit den Stimmen der freiheitlichen Rebellen beschlossen werden. (Abg. Mag. Mainoni: Schauen Rebellen so aus?) Im Liegen umgefallen, liebe Kolleginnen und Kollegen, kann ich dazu nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
91 Gesetze umfasst das Budgetbegleitgesetz, und es sind darin weit reichende Änderungen enthalten, wie zum Beispiel die Pensionsreform, die Gesundheitsreform und auch der Ankauf der Abfangjäger. Trotzdem wurden sie in einem Eilzugstempo beraten, obwohl ich denke, dass es sich zumindest die drei Genannten verdient hätten, in den zuständigen Ausschüssen beraten zu werden. Aber das war nicht die Absicht. Die Absicht war vielmehr, möglichst viel und möglichst intransparent in einer möglichst kurzen Zeit durchzupauken. Das schaffte in den letzten Wochen viel Verwirrung und auch viel Verunsicherung bei den Menschen. Zumindest das ist Ihnen gelungen, dafür haben Sie gesorgt, sehr geehrte Damen und Herren der Regierungsparteien! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage Sie: Wo bleiben die zusätzlichen Mittel und echten Strukturreformen bei der Bildung? Ich frage Sie: Wo bleiben die zusätzlichen Mittel für das Arbeitsmarktservice, und vor allem wo bleiben die arbeitsmarktpolitischen Konzepte, um der stark angestiegenen Arbeitslosigkeit der älteren ArbeitnehmerInnen, aber auch vor allem der Jugend – immerhin 44 Prozent Steigerung in den letzten drei Jahren – entgegenwirken zu können? – All diese Antworten und noch viel mehr bleiben uns die Regierungsparteien in den 91 Budgetbegleitgesetzen schuldig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielmehr geben die Budgetbegleitgesetze aber durchwegs Einblick in die Richtung, die diese Bundesregierung gehen will. Ich finde nicht, dass es die Richtung ist, die Frau Kollegin Scheucher-Pichler angesprochen hat, sondern es geht vielmehr in jene Richtung: weniger Staat, mehr Eigenverantwortung, Umverteilung zu Gunsten von besser verdienenden Menschen und zu Ungunsten von Menschen mit weniger Einkommen, Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in vielen Bereichen, um damit die größte Steuerreform der Zweiten Republik finanzieren zu können, und Kürzungen in vielen Bereichen, um damit den Ankauf der Kampfflugzeuge zu finanzieren. Das ist nicht die Richtung, in die wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mitgehen möchten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem stelle ich fest, dass meiner Ansicht nach Politik gemacht wird für jene, die es sich richten können, für jene, die es sich leisten können, und für jene, die dem Bild der Leistungsträger, wie es Herr Stummvoll so gerne formuliert, entsprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Seit über 30 Jahren arbeite ich als selbständige Unternehmerin am Linzer Südbahnhof-Markt, womit ich die Tradition meiner Familie fortführe. Im Jahre 1898 fuhr meine Großmutter erstmals zum Markt. Wir haben uns vom Marktstand zum mittelständischen Unternehmen weiterentwickelt, sind unseren Wurzeln aber immer treu geblieben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So ein Markt ist eine Gesellschaft in der Gesellschaft. Diese Gemeinschaft von fleißigen Menschen bietet nicht nur ihre Waren an, nein, sie bietet auch viele Arbeitsplätze und sorgt für die Lebensqualität der Bevölkerung. Weiters haben die Menschen auf dem Markt auch eine große soziale Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie sind nämlich Familie für jene Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, und haben Verständnis, wenn Frau Charlotte Fernwärme braucht, Herr Hubert psychische Probleme hat, und sie begleiten Herrn Martin ins Armengrab.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Standeskollegen schätzen mein Engagement für die Gemeinschaft und haben mich deshalb zu ihrer Sprecherin gemacht. An meinem Marktstand spreche ich täglich mit Arbeitern, Angestellten und Vorstandsdirektoren. Diese Menschen mit ihren unterschiedlichen Geschichten fordern vor allem eines: dass wir als Politiker Reformen machen, die ihnen und ihren Kindern auch in Zukunft das beste Pensionssystem Europas sichern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unser Pensionssystem ist zu verbessern; die heutige Situation unterscheidet sich grundlegend von jener der Entstehungszeit. Wir im Jahre 2003 leben länger, wir sind länger in Pension, wir haben weniger Kinder. Die Vorschläge der Österreichischen Volkspartei sind auf die Dringlichkeit der Lage und die Schwere des Problems abgestimmt. Von der Regierungsmannschaft wurde hervorragende Arbeit geleistet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Als selbständige Unternehmerin habe ich mein Geschäft durch viele Veränderungen geführt. Die Anzahl der weiblichen Unternehmer ist im Steigen begriffen: Es gibt über 90 000 Unternehmerinnen und mit Mitunternehmerinnen in Österreich, die ihre eigenen Ideen erfolgreich umsetzen, vor allem im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen aller Branchen. Bei den Betriebsgründungen liegt der Anteil der Frauen bei 38,5 Prozent. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kleine und mittlere Unternehmen tun viel für unser Land. Sie sichern die Vielfalt von Waren und erhöhen damit die Lebensqualität der Bürger, sie fördern auch die Vielfalt von Meinungen und Ideen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Schweinerei! Unerhört! Pfui! – Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Das ist beschämend!
Ein Thema liegt mir noch am Herzen, weil ich damit ein Kapitel abschließen möchte, das mich persönlich sehr betroffen hat. Letzten Freitag hat eine Abordnung der Gewerkschaft vor meinem Geschäft demonstriert. Auf Flugzetteln rief der Österreichische Gewerkschaftsbund zum Boykott meines Lokals auf, weil ich als Nationalrätin die Pensionsreform unterstützen würde. (Rufe bei der ÖVP: Schweinerei! Unerhört! Pfui! – Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Das ist beschämend!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordnete Susanne Wegscheider| (fortsetzend): Ich war betroffen, aber, Frau Kollegin Weinzinger, ich habe mich nicht zu Tode gefürchtet, wie gestern vermutet wurde. Ich werde trotz meiner ersten Erfahrungen weiterhin Unternehmerinnen motivieren, sich in der Politik zu engagieren. Ich hoffe, dass Einsicht und Ruhe im politischen Umgang miteinander einkehren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Dass das Thema der Pensionsreform bewegt, ist klar, lassen Sie uns aber gemeinsam im Dialog eine Lösung suchen und nicht im Streit!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass der Vorschlag der Regierung zur Sicherung der Pensionen der gesamten österreichischen Bevölkerung zugute kommt. Die von dieser Regierung verhandelten Maßnahmen sichern die Pensionen und den Staatshaushalt langfristig ab. Jetzt liegt es an uns, die mutigen Schritte gemeinsam weiterzugehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stadlbauer –: Der ÖGB hat nicht demonstriert!
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Stadlbauer zu Wort gemeldet. 2 Minuten Redezeit. Zuerst die zu berichtigenden Fakten, dann die tatsächlichen Fakten. – Bitte. (Abg. Grillitsch – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stadlbauer –: Der ÖGB hat nicht demonstriert!)
Abg. Großruck: Und was steht auf den Plakaten?
Wahr ist vielmehr, dass VertreterInnen des ÖGB zwar demonstriert haben – das stimmt –, aber es gab keinen Boykottaufruf, sondern es wurde dort mit Passanten und Passantinnen diskutiert. (Abg. Großruck: Und was steht auf den Plakaten?) – Nein, das steht nicht auf dem Plakat! Nein! (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört ist das! Das ist eine Frechheit sondergleichen!) Auf dem Plakat ...
Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört ist das! Das ist eine Frechheit sondergleichen!
Wahr ist vielmehr, dass VertreterInnen des ÖGB zwar demonstriert haben – das stimmt –, aber es gab keinen Boykottaufruf, sondern es wurde dort mit Passanten und Passantinnen diskutiert. (Abg. Großruck: Und was steht auf den Plakaten?) – Nein, das steht nicht auf dem Plakat! Nein! (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört ist das! Das ist eine Frechheit sondergleichen!) Auf dem Plakat ...
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Gerhard Steier. – Bitte. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die geringeren Einnahmen werden direkte Auswirkungen auf die Länder und Gemeinden haben. Deren Ertragsanteile verringern sich entsprechend den Anteilen an den betroffenen gemeinschaftlichen Bundesabgaben; für die österreichischen Gemeinden bedeutet das einnahmenseitig Verluste: für 2004 ein Minus von 32 Millionen €, für 2005 ein Minus von 66 Millionen € und für 2006 ein Minus von 90 Millionen €. Dies wird meiner Einschätzung nach zu einer massiven Verschärfung der jetzt schon gegebenen Finanzierungsprobleme in den Gemeinden führen. Gleichzeitig müssen aber die Länder und Gemeinden, wie schon in den letzten Jahren, das gesamtstaatliche Defizit verbessern. Wie dieser Widerspruch jemandem erklärt werden kann, das müssen Sie uns erst vorhüpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Nur wenn die Gemeinden ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Gemeinden werden aber künftig doppelt unter Druck kommen: Nicht genug, dass sie massive Geldeinbußen verkraften müssen, könnten sie finanziell zusätzlich auch noch vom Bund quasi entmündigt werden. Durch die geplanten Änderungen des Bundesfinanzierungsgesetzes wird die österreichische Bundesfinanzierungsagentur nämlich ermächtigt, sich zu Finanzierungen mit Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte über Aufforderung des Bundesministers für Finanzen gutachtlich zu äußern. Ein Resultat dieser Beratungsfunktion könnte auch sein, dass auf die Gemeinden Druck ausgeübt wird (Abg. Ellmauer: Nur wenn die Gemeinden ...!), Vermögen zu veräußern oder mit ihren Verbindlichkeiten zu anderen Kreditinstituten zu wechseln, die vielleicht Billigst-, aber im Interesse der Gemeinden und der Bürger nicht Bestbieter sind. Das könnte zu problematischen Entwicklungen führen. (Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Abänderungsantrag, Herr Kollege!)
Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Abänderungsantrag, Herr Kollege!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Gemeinden werden aber künftig doppelt unter Druck kommen: Nicht genug, dass sie massive Geldeinbußen verkraften müssen, könnten sie finanziell zusätzlich auch noch vom Bund quasi entmündigt werden. Durch die geplanten Änderungen des Bundesfinanzierungsgesetzes wird die österreichische Bundesfinanzierungsagentur nämlich ermächtigt, sich zu Finanzierungen mit Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte über Aufforderung des Bundesministers für Finanzen gutachtlich zu äußern. Ein Resultat dieser Beratungsfunktion könnte auch sein, dass auf die Gemeinden Druck ausgeübt wird (Abg. Ellmauer: Nur wenn die Gemeinden ...!), Vermögen zu veräußern oder mit ihren Verbindlichkeiten zu anderen Kreditinstituten zu wechseln, die vielleicht Billigst-, aber im Interesse der Gemeinden und der Bürger nicht Bestbieter sind. Das könnte zu problematischen Entwicklungen führen. (Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Abänderungsantrag, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es entsteht der Eindruck, als ob der Finanzminister mögliche Resultate des bevorstehenden Österreich-Konvents präjudizieren wollte: weniger Mittel für die Gemeinden und für die Länder sowie eine Reduktion der Kompetenzen gegen Null. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der rundum positiv besetzte Österreich-Konvent derartige Prämissen, nämlich eine Entmündigung der Länder und Gemeinden, als Vorgaben brauchen kann. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Die werden lange erhalten bleiben!
†Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann| (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Zuerst zu meinem nicht unbedingten Lieblingsthema, den Abfangjägern, weil das immer wieder angesprochen wurde. Das ist tatsächlich nicht mein Lieblingsthema, ich sage es ehrlich, wie es ist. (Abg. Dr. Wittmann: Die werden lange erhalten bleiben!)
Abg. Dr. Wittmann: Nein!
Sie stellen immer die Frage nach der Verantwortung. Da frage ich schon zurück: Bekennen Sie sich zur Sicherstellung der Luftraumüberwachung, Kollegen von der SPÖ? (Abg. Dr. Wittmann: Nein!) Ich höre ein „nein“. Dann verstehe ich auch Ihre Polemik, wenn Sie sagen, Sie brauchen das alles nicht und Sie wollen das nicht. Aber dann muss ich Sie sehr wohl an Ihre Verantwortung erinnern. Ich weiß, Sie erinnern sich nicht gerne. Manche träumen vielleicht heute noch davon, wie Sie auf der Regierungsbank gesessen sind. Damals gab es einen Beschluss – sogar federführend unter der SPÖ-Regierung –, die Luftraumüberwachung sicherzustellen. Sie haben Ihre Verantwortung nicht zu Ende getragen, nicht zu Ende gebracht und haben diesen Beschluss schließlich und endlich nicht vollzogen – also sind Sie Ihrer Verantwortung nicht nachgekommen. Daran können Sie sich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Ich denke mir nichts zusammen, das kann man nachlesen, Herr Kollege! Nachlesen kann man das! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Sie stellen immer die Frage nach der Verantwortung. Da frage ich schon zurück: Bekennen Sie sich zur Sicherstellung der Luftraumüberwachung, Kollegen von der SPÖ? (Abg. Dr. Wittmann: Nein!) Ich höre ein „nein“. Dann verstehe ich auch Ihre Polemik, wenn Sie sagen, Sie brauchen das alles nicht und Sie wollen das nicht. Aber dann muss ich Sie sehr wohl an Ihre Verantwortung erinnern. Ich weiß, Sie erinnern sich nicht gerne. Manche träumen vielleicht heute noch davon, wie Sie auf der Regierungsbank gesessen sind. Damals gab es einen Beschluss – sogar federführend unter der SPÖ-Regierung –, die Luftraumüberwachung sicherzustellen. Sie haben Ihre Verantwortung nicht zu Ende getragen, nicht zu Ende gebracht und haben diesen Beschluss schließlich und endlich nicht vollzogen – also sind Sie Ihrer Verantwortung nicht nachgekommen. Daran können Sie sich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Ich denke mir nichts zusammen, das kann man nachlesen, Herr Kollege! Nachlesen kann man das! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie stellen immer die Frage nach der Verantwortung. Da frage ich schon zurück: Bekennen Sie sich zur Sicherstellung der Luftraumüberwachung, Kollegen von der SPÖ? (Abg. Dr. Wittmann: Nein!) Ich höre ein „nein“. Dann verstehe ich auch Ihre Polemik, wenn Sie sagen, Sie brauchen das alles nicht und Sie wollen das nicht. Aber dann muss ich Sie sehr wohl an Ihre Verantwortung erinnern. Ich weiß, Sie erinnern sich nicht gerne. Manche träumen vielleicht heute noch davon, wie Sie auf der Regierungsbank gesessen sind. Damals gab es einen Beschluss – sogar federführend unter der SPÖ-Regierung –, die Luftraumüberwachung sicherzustellen. Sie haben Ihre Verantwortung nicht zu Ende getragen, nicht zu Ende gebracht und haben diesen Beschluss schließlich und endlich nicht vollzogen – also sind Sie Ihrer Verantwortung nicht nachgekommen. Daran können Sie sich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Ich denke mir nichts zusammen, das kann man nachlesen, Herr Kollege! Nachlesen kann man das! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie plakatieren vor den Wahlen: keine Abfangjäger!
Sie waren damals vielleicht sogar Staatssekretär. Dem, was Sie beschlossen haben, nämlich Abfangjäger anzuschaffen, sind Sie nicht nachgekommen. Deshalb stehen wir heute vor dem Problem, dass es eine Übergangszeit von zwei, drei Jahren gibt, bis es zur Beschaffung der Abfangjäger kommt. Wir Freiheitliche stellen uns dieser Verantwortung und sagen: Jawohl, das muss gemacht werden, denn wir bekennen uns zur Luftraumüberwachung (Abg. Eder: Sie plakatieren vor den Wahlen: keine Abfangjäger!), Sie sich anscheinend nicht mehr. Das werden wir auch dem einen oder anderen mitteilen, wenn Sie hier sagen, Sie bekennen sich nicht zur Luftraumüberwachung. (Unruhe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Sie waren damals vielleicht sogar Staatssekretär. Dem, was Sie beschlossen haben, nämlich Abfangjäger anzuschaffen, sind Sie nicht nachgekommen. Deshalb stehen wir heute vor dem Problem, dass es eine Übergangszeit von zwei, drei Jahren gibt, bis es zur Beschaffung der Abfangjäger kommt. Wir Freiheitliche stellen uns dieser Verantwortung und sagen: Jawohl, das muss gemacht werden, denn wir bekennen uns zur Luftraumüberwachung (Abg. Eder: Sie plakatieren vor den Wahlen: keine Abfangjäger!), Sie sich anscheinend nicht mehr. Das werden wir auch dem einen oder anderen mitteilen, wenn Sie hier sagen, Sie bekennen sich nicht zur Luftraumüberwachung. (Unruhe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Während der Wahlen ist die Beschaffung gestoppt worden. So ist es, Kollegen von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Zu dieser Zeit hat es einen Stopp gegeben. Fragen Sie den damaligen Verteidigungsminister!
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Plakat stimmt: Der Kauf wurde in dieser Zeit gestoppt und wird jetzt weitergeführt, denn wenn man sich zur Luftraumüberwachung bekennt, dann muss man das auch tun. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist ja peinlich!
Sie werden es nicht glauben, denn Sie wollen es nicht wahrhaben, aber es gibt nun einmal Gegengeschäfte, die an Land gezogen wurden und Aufträge nach Österreich bringen. Damit werden hier in Österreich viele Arbeitsplätze gesichert werden – das, wovon Sie immer sprechen. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ja peinlich!) Das ist das, wovon Sie immer reden. Den vielen Jugendlichen, die arbeitslos sind, von denen eine Kollegin gesprochen hat, können wir damit Arbeitsplätze geben. Das heißt Verantwortung für Österreich wahrnehmen – und wir tun das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Warum kauft ihr ...?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Warum kauft ihr ...?
Sie werden es nicht glauben, denn Sie wollen es nicht wahrhaben, aber es gibt nun einmal Gegengeschäfte, die an Land gezogen wurden und Aufträge nach Österreich bringen. Damit werden hier in Österreich viele Arbeitsplätze gesichert werden – das, wovon Sie immer sprechen. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ja peinlich!) Das ist das, wovon Sie immer reden. Den vielen Jugendlichen, die arbeitslos sind, von denen eine Kollegin gesprochen hat, können wir damit Arbeitsplätze geben. Das heißt Verantwortung für Österreich wahrnehmen – und wir tun das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Warum kauft ihr ...?)
Abg. Parnigoni: Sie werden abstimmen! Sie werden abstimmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und wissen Sie, was uns auch noch teuer kommt? – Dass in staatsnahen Bereichen, wo Ihre Gewerkschaften federführend sind, Sie federführend die Vorstände besetzt haben: bei der Post, bei den ÖBB und bei der Telekom. Das brauche nicht ich zu verantworten, denn das haben Sie damals mit initiiert, nämlich eine Frühpensionierungswelle, die Ihre Gewerkschaften auch mit initiiert haben, die gesagt haben, es ist gut, dass diese Menschen in Frühpension gehen. (Abg. Parnigoni: Sie werden abstimmen! Sie werden abstimmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Riess-Passer war das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann| (fortsetzend): Es geht um die Frühpensionierungswelle, die Sie mit Ihren Gewerkschaften auch mit unterstützt haben, wobei derzeit mehr als 4 000 Fälle bei der Staatsanwaltschaft liegen. Das sind Dinge, die unter Ihrer Regierungszeit über die Bühne gegangen sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Riess-Passer war das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie können es selber nicht glauben, aber es ist so, und wir werden Ihnen das vorhalten, auch wenn Sie es nicht mehr hören können. Das ist nämlich das, was unser Land teuer zu stehen kommt. Da ist es Ihnen recht, dass alle in Frühpension gehen. (Abg. Dr. Wittmann: Dann fallen Sie wieder um!) Wenn wir aber sagen, das muss abgeschafft werden, das darf in einem Staat wie Österreich nicht sein, dann passt Ihnen das nicht.
Abg. Dr. Wittmann: Dann fallen Sie wieder um!
†Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann| (fortsetzend): Es geht um die Frühpensionierungswelle, die Sie mit Ihren Gewerkschaften auch mit unterstützt haben, wobei derzeit mehr als 4 000 Fälle bei der Staatsanwaltschaft liegen. Das sind Dinge, die unter Ihrer Regierungszeit über die Bühne gegangen sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Riess-Passer war das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie können es selber nicht glauben, aber es ist so, und wir werden Ihnen das vorhalten, auch wenn Sie es nicht mehr hören können. Das ist nämlich das, was unser Land teuer zu stehen kommt. Da ist es Ihnen recht, dass alle in Frühpension gehen. (Abg. Dr. Wittmann: Dann fallen Sie wieder um!) Wenn wir aber sagen, das muss abgeschafft werden, das darf in einem Staat wie Österreich nicht sein, dann passt Ihnen das nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Noch ein Punkt, zum Härteausgleichsfonds. Zuerst regen Sie sich furchtbar auf, dass nichts für die Mindestpensionisten getan wird. Wenn wir sagen, wir tun etwas, wir unternehmen etwas, wir richten einen Fonds ein, dann ist Ihnen das auch wieder nicht genug und passt Ihnen das auch nicht. Wissen Sie, was? – Man kann es Ihnen überhaupt nicht recht machen. Das ist nun einmal Oppositionshandwerk. Die Regierung kann nichts recht machen, es wird Ihnen nie passen, aber Sie werden sehen: Der Bevölkerung wird es passen! Sie werden sehen: Wir haben diesbezüglich große Zustimmung! Am Ende des Tages werden wir sehen: Es ist eine gute Reform, und wir werden Sie freiheitlich mit der ÖVP gemeinsam beschließen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Puswald –: Jetzt werden wir sehen, ob Sie so laut reden, wie Sie zwischenrufen! – Ruf: Wo ist die Krawatte?
†Präsident Dr. Heinz Fischer|: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Puswald. Er hat das Wort. (Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Puswald –: Jetzt werden wir sehen, ob Sie so laut reden, wie Sie zwischenrufen! – Ruf: Wo ist die Krawatte?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wissen Sie nicht, dass es Kleidervorschriften gibt?
†Abgeordneter Dr. Christian Puswald| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wissen Sie nicht, dass es Kleidervorschriften gibt?) Liebe Freunde der schwarz-blauen Umfallerfraktion, als die ich Sie jetzt legitim bezeichnen darf (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!), da Sie in der Früh – zunächst Kollege Jakob Auer, dann mein lieber Freund Uwe Scheuch – den Offenbarungseid geleistet und erklärt haben, Sie werden zustimmen! Ich gratuliere Ihnen herzlich. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!
†Abgeordneter Dr. Christian Puswald| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wissen Sie nicht, dass es Kleidervorschriften gibt?) Liebe Freunde der schwarz-blauen Umfallerfraktion, als die ich Sie jetzt legitim bezeichnen darf (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!), da Sie in der Früh – zunächst Kollege Jakob Auer, dann mein lieber Freund Uwe Scheuch – den Offenbarungseid geleistet und erklärt haben, Sie werden zustimmen! Ich gratuliere Ihnen herzlich. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!
†Abgeordneter Dr. Christian Puswald| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wissen Sie nicht, dass es Kleidervorschriften gibt?) Liebe Freunde der schwarz-blauen Umfallerfraktion, als die ich Sie jetzt legitim bezeichnen darf (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!), da Sie in der Früh – zunächst Kollege Jakob Auer, dann mein lieber Freund Uwe Scheuch – den Offenbarungseid geleistet und erklärt haben, Sie werden zustimmen! Ich gratuliere Ihnen herzlich. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Krawatte! Krawatte!)
Abg. Scheibner: Der Knopf vom Sakko! – Abg. Neudeck: Aufsteiger schauen auch anders aus!
Es freut mich, dass Sie sich an meiner Krawatte, die ich nicht trage, stoßen. Da haben Sie wenigstens eine Möglichkeit, sich über ein unverfängliches Thema zu unterhalten. (Abg. Scheibner: Der Knopf vom Sakko! – Abg. Neudeck: Aufsteiger schauen auch anders aus!)
Abg. Scheibner: Sie bringen das wie in einer Predigt! Sie sind in der falschen Partei!
Ich bin Ihnen übrigens sehr dankbar für die letzten beiden Tage, in denen ich sehr viel an Dichtung und Wahrheit lernen durfte – ich gebe schon zu: mehr Dichtung als Wahrheit. Allerdings durfte ich auch wirklich sehr viel über neue Wörter beziehungsweise den neuen Sinn von Worten, die mir bekannt schienen, wie zum Beispiel das Wort „Mut“, lernen. Fasziniert nahm ich zur Kenntnis, dass sich der Herr Bundeskanzler, den der Mut inzwischen verlassen hat, uns hier Rede und Antwort zu stehen, herstellt und sagt: Ja, es bedarf eines gewissen Mutes, diese Reform durchzuführen. (Abg. Scheibner: Sie bringen das wie in einer Predigt! Sie sind in der falschen Partei!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann schon sagen, was nach dem Verständnis des Herrn Bundeskanzlers Mut ist! Schon bei seinem ersten Amtsantritt hat er den „Mut“ gehabt, sich der Bevölkerung und deren Willen zu entziehen – und ist unterirdisch aus dem Kanzleramt entschwunden! Und ich prophezeie Ihnen: Wenn die Bevölkerung die Auswirkungen dieser Pseudoreform erfährt, wird er diesen Weg wieder wählen, denn er hat sich bisher ja auch nicht getraut, sich der Straße und dem Druck zu stellen. Ich zitiere jetzt Ihre Worte! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie waren schon bei der FPÖ, und jetzt sind Sie bei der SPÖ, nicht wahr? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Der Herr Bundeskanzler hat es nicht gewagt, sich dem berechtigten Druck der Straße und den berechtigen Sorgen der Bürger zu stellen, und er wird wieder unterirdisch verschwinden! Und ich prophezeie Ihnen: Das wird schneller der Fall sein, als Sie alle es erwarten! Die neuesten Umfragen, die „NEWS“ zitiert, tragen schon Ihre Totengräber-Merkmale, die Sie sich jetzt an die Brust heften können! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie waren schon bei der FPÖ, und jetzt sind Sie bei der SPÖ, nicht wahr? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Für dieses Stichwort danke ich, das führt mich zum Stichwort Wendehals: „Wendehals“ ist ein Wort, das wir aus der Geschichte kennen. Es ist 13 Jahre alt. Und wir haben bei der FPÖ gesehen, dass auch in diesem Zusammenhang ein neuer Begriff geschaffen beziehungsweise ein neuer Sinn gefunden wurde. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Im Gegensatz zu Ihnen bleibt er aber bei einer Partei!
Wenn wir schon von Positionen reden, Frau Dr. Partik-Pablé, dann darf ich Sie daran erinnern, was Wendehals auf Blau heißt: Wendehals heißt, dass wir in Kärnten heute noch mit „Danke, Jörg! Du hast die Abfangjäger verhindert!“-Plakaten belästigt werden, während uns Herr Kollege Dr. Bösch im Fernsehen vollmundig erklärt: Wir Freiheitlichen waren schon immer für die Abfangjäger! – Ich weiß nicht, ob das Jörg Haider auch weiß oder ob er kein Freiheitlicher ist! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Im Gegensatz zu Ihnen bleibt er aber bei einer Partei!)
Abg. Neudeck: Er ist Klubobmann! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Herr Verteidigungsminister außer Dienst! Ihr Zwischenruf gefällt mir, ich glaube ihn aber nicht! (Abg. Neudeck: Er ist Klubobmann! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das rote Licht leuchtet schon!
Aber bleiben wir beim Thema Mut. Ich sage Ihnen als Jurist, was ich für mutig halte: Wenn Sie sich hierher stellen, ein Paket von 91 Gesetzen mit 700 Seiten in drei Monaten durchpeitschen und dann erklären, dass das eine wohl ausgewogene Reform ist, dann frage ich Sie nur mehr, ob Sie mir einen einzigen Ihrer blau-schwarzen Umfallerkollegen nennen können, der in der Lage ist, mir diese 91 Gesetze auch nur zu benennen, geschweige denn deren Sinn zu erkennen. Aber Sie werden dafür stimmen! Gratuliere! Oder, frei nach Uwe Scheuch: Na bravo! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das rote Licht leuchtet schon!)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders fasziniert mich das Wort „Mut“ auch im Zusammenhang damit, dass Sie, Herr Klubobmann Scheibner, uns voller Stolz vorige Woche mitgeteilt haben, dass es Ihr wunderbares Verdienst war, den Beschaffungsvorgang für die Abfangjäger begleitend vom Rechnungshof kontrollieren zu lassen. Und ich nehme auch gerne zur Kenntnis, dass Mut etwas zeitlich Begrenztes ist. Jetzt hat er Sie nämlich verlassen! Bevor der Rechnungshofbericht am 2. Juli vorliegen wird, beschließen wir das heute noch schnell, damit keiner darauf kommt, was wirklich wahr ist! Gratuliere! Oder: Na bravo!, frei nach Uwe Scheuch. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Meine Damen und Herren! Und vor allem: Liebe Freunde von der blauen Umfallerfraktion! (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Thema Mut: Beweisen Sie heute am Abend Mut! Retten Sie Ihre eigenen Köpfe! Bleiben Sie bei der Abstimmung sitzen, denn dann können Sie nicht umfallen, und Ihre Wähler können vielleicht noch einmal zu Ihnen stehen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Und vor allem: Liebe Freunde von der blauen Umfallerfraktion! (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Thema Mut: Beweisen Sie heute am Abend Mut! Retten Sie Ihre eigenen Köpfe! Bleiben Sie bei der Abstimmung sitzen, denn dann können Sie nicht umfallen, und Ihre Wähler können vielleicht noch einmal zu Ihnen stehen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Nein! Das ist bitterer Ernst!
In einer tatsächlichen Berichtigung wurde behauptet, es habe keine Gewerkschaftsaktionen gegeben. – Das ist nicht so! Wenn ich mir zum Beispiel dieses Flugblatt ansehe, dann möchte ich sagen, dass das wirklich keine Sache ist, über die man lachen sollte. (Abg. Steibl: Nein! Das ist bitterer Ernst!) Hier heißt es: „Susanne Wegscheider, Abgeordnete zum Nationalrat der ÖVP! Zur Pensionsreform sag Nein, dann kaufen wir wieder bei dir ein!“ (Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP.
In einer tatsächlichen Berichtigung wurde behauptet, es habe keine Gewerkschaftsaktionen gegeben. – Das ist nicht so! Wenn ich mir zum Beispiel dieses Flugblatt ansehe, dann möchte ich sagen, dass das wirklich keine Sache ist, über die man lachen sollte. (Abg. Steibl: Nein! Das ist bitterer Ernst!) Hier heißt es: „Susanne Wegscheider, Abgeordnete zum Nationalrat der ÖVP! Zur Pensionsreform sag Nein, dann kaufen wir wieder bei dir ein!“ (Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bin selbst seit mehr als 20 Jahren ein mittelständischer Unternehmer, und ich kann Ihnen sagen: Ich pflege mit meinen Mitarbeitern eine Art der Zusammenarbeit, bei welcher gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Arbeit dazu geführt haben, dass es uns – und vor allem meine Mitarbeiter – auch in den nächsten Jahren noch geben wird. Wir haben uns gemeinsam eine Basis erarbeitet, auf die wir stolz sein können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich meine, dass ein gewisser politischer Stil nicht dazu führen sollte, dass wir die Gemeinsamkeiten und vor allem die Grundlagen, die wir Unternehmer gemeinsam mit unseren Mitarbeitern aufbauen, hier fahrlässig zunichte machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Dieser Vergleich ist unsinnig! In den USA gibt es doch eine ganz andere Finanzlandschaft!
Sehr geehrte Damen und Herren! Nachdem ich – wie gesagt – schon länger als 20 Jahre selbständiger Unternehmer bin, weiß ich, wie schwierig es ist, betriebliches Eigenkapital zu bilden. Ein internationaler Vergleich zeigt die Defizite der Eigenkapitalentwicklung in den österreichischen Unternehmen ganz deutlich auf. Die Fremdfinanzierungsquote bei den österreichischen Unternehmen liegt im EU‑Durchschnitt bei etwa 50 Prozent, in den USA bei 20 Prozent und hier in Österreich bei 60 Prozent. (Abg. Eder: Dieser Vergleich ist unsinnig! In den USA gibt es doch eine ganz andere Finanzlandschaft!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang sollten wir nicht übersehen, dass die KMUs rund 60 Prozent aller unselbständig Erwerbstätigen beschäftigen und daher die Sicherung dieser Betriebe von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich appelliere daher an alle Entscheidungsträger, diese positive Stimmung nicht durch eine überzogene Pensionsreformdebatte wieder zunichte zu machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordnete Bettina Stadlbauer| (SPÖ): Auch wenn mein Vorredner ein Flugblatt noch so eindrucksvoll in der Hand gehalten und dieses geschwenkt hat: Er konnte im Anschluss daran trotzdem nicht beweisen, dass etwas von Boykott darauf gestanden ist! Das Wort „Boykott“ ist nicht vorgekommen! (Abg. Prinz: Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Menschen wurden nicht aufgefordert, in diesem Geschäft nicht einzukaufen, sondern es ging darum, auf das Abstimmungsverhalten von verschiedenen Abgeordneten, und zwar in diesem Fall von ÖVP-Abgeordneten, hinzuweisen. Dass es Ihnen weh tut, dass Sie für diese schäbige Pensionsreform zuständig sind, und das Geschrei deshalb so groß ist, das ist verständlich! (Abg. Steibl: Was heißt schäbig? Sie hatten ja keine besseren Vorschläge!) Aber hören Sie endlich auf, den ÖGB an den Rand der Legalität zu treiben! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Frau Kollegin! Sie können doch lesen, oder?) Ich kann lesen, und ich finde das Wort „Boykott“ nicht. Finden Sie es vielleicht? Auch nicht! Wir können es ja dann gemeinsam durchgehen, wenn ich mit meiner Rede fertig bin!
Abg. Steibl: Was heißt schäbig? Sie hatten ja keine besseren Vorschläge!
†Abgeordnete Bettina Stadlbauer| (SPÖ): Auch wenn mein Vorredner ein Flugblatt noch so eindrucksvoll in der Hand gehalten und dieses geschwenkt hat: Er konnte im Anschluss daran trotzdem nicht beweisen, dass etwas von Boykott darauf gestanden ist! Das Wort „Boykott“ ist nicht vorgekommen! (Abg. Prinz: Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Menschen wurden nicht aufgefordert, in diesem Geschäft nicht einzukaufen, sondern es ging darum, auf das Abstimmungsverhalten von verschiedenen Abgeordneten, und zwar in diesem Fall von ÖVP-Abgeordneten, hinzuweisen. Dass es Ihnen weh tut, dass Sie für diese schäbige Pensionsreform zuständig sind, und das Geschrei deshalb so groß ist, das ist verständlich! (Abg. Steibl: Was heißt schäbig? Sie hatten ja keine besseren Vorschläge!) Aber hören Sie endlich auf, den ÖGB an den Rand der Legalität zu treiben! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Frau Kollegin! Sie können doch lesen, oder?) Ich kann lesen, und ich finde das Wort „Boykott“ nicht. Finden Sie es vielleicht? Auch nicht! Wir können es ja dann gemeinsam durchgehen, wenn ich mit meiner Rede fertig bin!
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Frau Kollegin! Sie können doch lesen, oder?
†Abgeordnete Bettina Stadlbauer| (SPÖ): Auch wenn mein Vorredner ein Flugblatt noch so eindrucksvoll in der Hand gehalten und dieses geschwenkt hat: Er konnte im Anschluss daran trotzdem nicht beweisen, dass etwas von Boykott darauf gestanden ist! Das Wort „Boykott“ ist nicht vorgekommen! (Abg. Prinz: Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Menschen wurden nicht aufgefordert, in diesem Geschäft nicht einzukaufen, sondern es ging darum, auf das Abstimmungsverhalten von verschiedenen Abgeordneten, und zwar in diesem Fall von ÖVP-Abgeordneten, hinzuweisen. Dass es Ihnen weh tut, dass Sie für diese schäbige Pensionsreform zuständig sind, und das Geschrei deshalb so groß ist, das ist verständlich! (Abg. Steibl: Was heißt schäbig? Sie hatten ja keine besseren Vorschläge!) Aber hören Sie endlich auf, den ÖGB an den Rand der Legalität zu treiben! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe bei der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Frau Kollegin! Sie können doch lesen, oder?) Ich kann lesen, und ich finde das Wort „Boykott“ nicht. Finden Sie es vielleicht? Auch nicht! Wir können es ja dann gemeinsam durchgehen, wenn ich mit meiner Rede fertig bin!
Zwischenruf der Abg. Lentsch.
Kolleginnen und Kollegen! Seit Beginn dieser schwarz-blauen Regierung ist es für Frauen, die ein eigenständiges Leben führen und selbständig leben wollen, schwieriger geworden. Der Wind ist ein kalter geworden, und er bläst den Frauen ins Gesicht. Und warum ist das so? – Ein Grund dafür ist, dass die Maßnahmen des Ministers, der unter anderem für Frauenangelegenheiten zuständig war, nur nach hinten losgegangen sind. Jetzt haben wir eine Frauenministerin, der diese Anliegen eigentlich egal sind. Sie hat noch 14 Tage bevor sie Frauenministerin wurde, in einem Interview festgestellt, dass sie es nicht für notwendig halte, ein eigenes Frauenministerium zu installieren. (Zwischenruf der Abg. Lentsch.) Mit einem solchen Selbstverständnis agiert jetzt die Frauenministerin! Nach ihrem Selbstverständnis macht sie jetzt einen Job, von dem sie glaubt, dass man ihn eigentlich gar nicht braucht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kolleginnen und Kollegen! Seit Beginn dieser schwarz-blauen Regierung ist es für Frauen, die ein eigenständiges Leben führen und selbständig leben wollen, schwieriger geworden. Der Wind ist ein kalter geworden, und er bläst den Frauen ins Gesicht. Und warum ist das so? – Ein Grund dafür ist, dass die Maßnahmen des Ministers, der unter anderem für Frauenangelegenheiten zuständig war, nur nach hinten losgegangen sind. Jetzt haben wir eine Frauenministerin, der diese Anliegen eigentlich egal sind. Sie hat noch 14 Tage bevor sie Frauenministerin wurde, in einem Interview festgestellt, dass sie es nicht für notwendig halte, ein eigenes Frauenministerium zu installieren. (Zwischenruf der Abg. Lentsch.) Mit einem solchen Selbstverständnis agiert jetzt die Frauenministerin! Nach ihrem Selbstverständnis macht sie jetzt einen Job, von dem sie glaubt, dass man ihn eigentlich gar nicht braucht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Was könnte nun die Frauenministerin alles tun? – Sie könnte sich einmischen, sie könnte aufzeigen, sie könnte Verbündete suchen! Das war im Übrigen das Erfolgsrezept der SPÖ-Frauenministerinnen: Die haben mit den Frauen in diesem Land gearbeitet und nicht gegen die Frauen, so wie Sie es heute tun! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Wir haben Frauenministerin Rauch-Kallat zu Beginn angeboten, mit ihr zu arbeiten und mit ihr die Stimme für die Frauen zu erheben. Aber ich frage mich immer öfter: Wo ist diese ihre Stimme für die Frauen? Und was tut sie in Anbetracht dieser zutiefst frauenfeindlichen Pensionsreform? – Sie erhebt nicht ihre Stimme und sagt: Wir müssen da etwas ändern! Nein! Sie verteidigt das noch. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Steibl: Und wie sieht das in Deutschland aus?
Ich möchte Ihnen noch einmal sagen, warum diese Reform frauenfeindlich ist: Eine Begründung dafür ist, weil Sie die vorzeitige Alterspension wegen langer Versicherungsdauer abschaffen. Das betrifft zu 80 bis 90 Prozent Frauen, die diese Alterspension wählen. (Abg. Steibl: Und wie sieht das in Deutschland aus?) Damit verlängern Sie die Arbeitslosigkeit der Frauen um 3,5 Jahre. Und nicht nur das! Diese Frauen werden, weil sie wahrscheinlich keinen Job mehr finden werden, irgendwann einmal von der Arbeitslosenunterstützung in den Notstand fallen und keine finanzielle Unterstützung bekommen, wenn das Partnereinkommen zu hoch ist. Damit drängen Sie sie einfach in die Armut! Was immer mit diesen Frauen jedoch passiert, ist Ihnen völlig egal! Es kommen einfach keine Vorschläge!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus Ihnen sprudelt wirklich lauter Unsinn hervor!
Zu den 18 bis 24 Monaten als pensionsbegründende Zeiten für die Kinderbetreuung: Ich sage es Ihnen noch einmal: Das nützt nur einer Handvoll Frauen, nämlich jenen Frauen, die ab 2002 nicht mehr als 15 Erwerbsjahre aufweisen werden. Diese Frauen werden in diesen Genuss kommen. Das nützt also wirklich nur einer Handvoll Frauen, denn der Großteil der Frauen wird mehr Erwerbsjahre haben, und für diese wirkt sich das geringer aus, weil die Bemessungsgrundlage eine niedrigere sein wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus Ihnen sprudelt wirklich lauter Unsinn hervor!)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen meine ich, dass es doch sehr bezeichnend ist, wenn sehr viele Männer hier sagen, was sie alles für Frauen getan haben. – Das halte ich nämlich immer für ein gefährliches Signal. Frau Rauch-Kallat! Frau Haubner! Ich frage Sie wirklich: Wie leben Sie damit, dass Sie als Feigenblatt für die fehlende Frauenpolitik von Schwarz und Blau herhalten müssen? – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
†Abgeordneter Michael Praßl| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich kann und darf hier in diesem Parlament eine sehr schöne Region vertreten, nämlich die Region Süd- und Oststeiermark. Sie ist gekennzeichnet von hervorragender Schönheit, sie ist gekennzeichnet von wunderbaren, heilenden Thermalquellen, und sie ist auch gekennzeichnet von einer hervorragenden wirtschaftlichen Betätigung und von einem wirtschaftlichen Aufschwung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass wir für die Zukunft arbeiten müssen und dass wir unsere Kraft als Parlamentarier zur Verfügung stellen müssen, für diese Zukunft etwas zu erreichen. Und das will ich auch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe aber mit Besorgnis festgestellt, dass wir Parlamentarier in den Regionen von unserem politischen Visavis sozusagen als Sündenböcke benützt beziehungsweise als diejenigen hingestellt werden, die letztendlich für alles – und in diesem Fall wird von einem „Pensionsraub“ gesprochen – verantwortlich gemacht werden. Ich nehme in meiner Region niemandem etwas weg und ich raube auch nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute Vormittag wurde ich mehrmals aus meinem Wahlkreis angerufen und gebeten: Herr Abgeordneter, stimmen Sie nicht zu! Können Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Dazu muss ich sagen: Ich stimme zu, und ich kann das mit meinem Gewissen vereinbaren! Ich will nämlich, dass wir für die Zukunft etwas weiterbringen, dass wir für die Zukunft etwas tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Das haben Sie schon gesagt!
Ich bin auch davon überzeugt, dass es wichtig ist, zum jetzigen Zeitpunkt diese Reform durchzuführen. (Abg. Eder: Das haben Sie schon gesagt!) Wir Parlamentarier dürfen ganz einfach solche Reformen nicht vor uns herschieben, sondern wir müssen den Mut haben, diese anzupacken und zum Wohle unserer Bevölkerung durchzuführen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich stimme heute zu, und ich will für meine Region keinen Raub betreiben. Ganz im Gegenteil: Ich stimme deshalb zu, weil ich an die Zukunft glaube. Die Zukunft werden wir mit einer gut organisierten Pensionsreform, wie diese Regierung sie zustande gebracht hat, besser bestreiten können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es war wahrlich heute das Hoppala des Tages, wie es einer meiner Kollegen formuliert hat, nämlich mit welcher Ehrlichkeit und Offenheit Kollegin Bleckmann gesagt hat, dass die Abfangjäger-Debatte während des Wahlkampfes gestoppt wurde, denn es stand schließlich und endlich die Wahl bevor, und dass es jetzt zu anderen Entscheidungen kommt. Das heißt, die Wählerinnen und Wähler wurden im wahrsten Sinne des Wortes getäuscht. – So viel dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sieglinde Rosenberger meinte einmal: Wenn Menschen gehört werden müssen und wollen, brauchen sie Räume und Stimme! Deshalb bin ich sehr froh gewesen, dass wir wieder eine Frau als Frauenministerin in der Regierung haben. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Das Motto dieser Frauenministerin ist: Mehr Lust statt Frust! Aber die vorliegenden Budgetbegleitgesetze lassen jegliches Lustgefühl erlöschen. Im Gegenteil: Verunsicherung und Verärgerung machen sich breit und vor allen Dingen Zukunftsängste überkommen die Menschen in unserem Land, und große Teile der Bevölkerung sind fast fassungslos.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist an der Zeit, so meine ich, die Stimme vor allem für die Frauen zu erheben, und ich denke, es wäre die Aufgabe der Frauenministerin, diese Stimme zu erheben, denn gerade die Frauen sind maßgeblich und einschneidend von diesen Veränderungen betroffen, und zwar durch Kürzungen und durch Streichungen; und die Frauen werden von dieser Regierung zu Verliererinnen gemacht, sie werden zu Verliererinnen durch Ihre heutige Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die so genannte Pensionsreform ist, meine Damen und Herren, eine „mittelbare Diskriminierung“, wie Bernd Marin es sagt, oder „modernes Raubrittertum“, wie Kollegin Gubitzer von der GÖD es formuliert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, sie hätte die Unterstützung von uns Sozialdemokratinnen, sie müsste sie nur ergreifen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Geh! – Abg. Parnigoni: Das stimmt ja!
†Abgeordnete Gabriele Tamandl| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich habe in dieser Debatte die letzten Tage wirklich sehr aufmerksam zugehört, und eigentlich habe ich von der Opposition immer nur eines gehört: Es ist alles schlecht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Geh! – Abg. Parnigoni: Das stimmt ja!)
Abg. Eder: Angekündigt schon!
Die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel hat in ihrem Programm die wohl größte Steuerreform der Zweiten Republik angekündigt. (Abg. Eder: Angekündigt schon!) Die erste Etappe, die mit 1. Jänner 2004 wirksam wird, führt zu einer Nettoentlastung von über einer halben Milliarde Euro, ab dem Jahr 2005 sogar zu 2,5 Milliarden € Nettoentlastung. Gerade durch die Anhebung der Steuerfreigrenze auf 14 500 € werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kleinem Einkommen vollständig steuerfrei gestellt. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel hat in ihrem Programm die wohl größte Steuerreform der Zweiten Republik angekündigt. (Abg. Eder: Angekündigt schon!) Die erste Etappe, die mit 1. Jänner 2004 wirksam wird, führt zu einer Nettoentlastung von über einer halben Milliarde Euro, ab dem Jahr 2005 sogar zu 2,5 Milliarden € Nettoentlastung. Gerade durch die Anhebung der Steuerfreigrenze auf 14 500 € werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kleinem Einkommen vollständig steuerfrei gestellt. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch wenn Sie es nicht glauben, Herr Kollege, es ist so: Für 30 Prozent der männlichen Arbeitnehmer und für nahezu die Hälfte der weiblichen Arbeitnehmerinnen in Österreich trifft das zu, deren Bezüge liegen unter dieser Steuerfreigrenze und werden daher die Gewinner dieser Steuerreform sein. Es wird ihnen mehr Geld zur Verfügung stehen, und die Kaufkraft wird ihnen auch bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Das ist ein Wahnsinn! Das ist unglaublich! Sehr „sozial“!
Das ist wohl wirklich eine Entlastung und hilft den Frauen (Abg. Eder: Das ist ein Wahnsinn! Das ist unglaublich! Sehr „sozial“!), die sich hauptsächlich um die Kinderbetreuung kümmern, dass sie teilweise im Beruf bleiben können oder dass sie nach der Zeit, in welcher sie bei den Kindern zu Hause waren und die Kindererziehung gemacht haben, wieder in den Beruf einsteigen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist wohl wirklich eine Entlastung und hilft den Frauen (Abg. Eder: Das ist ein Wahnsinn! Das ist unglaublich! Sehr „sozial“!), die sich hauptsächlich um die Kinderbetreuung kümmern, dass sie teilweise im Beruf bleiben können oder dass sie nach der Zeit, in welcher sie bei den Kindern zu Hause waren und die Kindererziehung gemacht haben, wieder in den Beruf einsteigen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Früher konnten Bezieherinnen von Karenzgeld nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen, und damals war es ihnen nicht einmal möglich, in ihrem eigenen Unternehmen eine Urlaubsvertretung zu machen, weil sich die Verdienstsumme oft über die Geringfügigkeitsgrenze hinaus bewegt hätte. Jetzt ist der Wiedereinstieg durch diese Maßnahme wesentlich verbessert, und die Frauen können immer wieder den roten Faden finden, wenn sie in ihren Beruf zurückkehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend sei aber eine mir sehr wichtige und wesentliche Maßnahme, und zwar sowohl für die Arbeitnehmer- als auch für die Arbeitgeberseite, erwähnt. Gerade für ältere Arbeitnehmer ist es wichtig, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden, um im Arbeitsprozess behalten zu werden und nicht als teuer zu gelten. Wir alle wissen, dass die Lebensverdienstkurve immer noch ungerecht ist, dass die Jüngeren gerade bei der Hausstandsgründung, wenn sie mehr Geld brauchen würden, weniger verdienen und dass die Älteren knapp vor der Pensionierung mehr verdienen und dadurch für den Unternehmer zu teuer sind und deshalb meistens abgebaut werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da wird ein Umdenkprozess stattfinden müssen, und die Senkung der Lohnnebenkosten ist daher ein wichtiger Wurf, und es wird so sichergestellt, dass die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden, so wie Sie von der Opposition das immer machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Eder: Soll ich wegschauen?
Ich darf heute auch aus meiner beruflichen Praxis erzählen. – Ich halte heute übrigens meine Erstlingsrede, Herr Kollege, weil Sie gar so herunterschauen. (Beifall bei der ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Eder: Soll ich wegschauen?) – Ich bin in einer Steuerberatungskanzlei beschäftigt, und ich kann Ihnen aus meiner Praxis berichten und brauche keine Statistiken. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Darf ich noch schauen?) Ich kann Ihnen sagen, dass die 200 000 Menschen in Österreich, die von dieser Steuerreform profitieren werden, die keine Lohn- und Einkommensteuer ab dem 1. Jänner 2004 zahlen werden, uns dies danken werden. – Ich danke Ihnen trotzdem für Ihre Aufmerksamkeit, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Darf ich noch schauen?
Ich darf heute auch aus meiner beruflichen Praxis erzählen. – Ich halte heute übrigens meine Erstlingsrede, Herr Kollege, weil Sie gar so herunterschauen. (Beifall bei der ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Eder: Soll ich wegschauen?) – Ich bin in einer Steuerberatungskanzlei beschäftigt, und ich kann Ihnen aus meiner Praxis berichten und brauche keine Statistiken. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Darf ich noch schauen?) Ich kann Ihnen sagen, dass die 200 000 Menschen in Österreich, die von dieser Steuerreform profitieren werden, die keine Lohn- und Einkommensteuer ab dem 1. Jänner 2004 zahlen werden, uns dies danken werden. – Ich danke Ihnen trotzdem für Ihre Aufmerksamkeit, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf heute auch aus meiner beruflichen Praxis erzählen. – Ich halte heute übrigens meine Erstlingsrede, Herr Kollege, weil Sie gar so herunterschauen. (Beifall bei der ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Eder: Soll ich wegschauen?) – Ich bin in einer Steuerberatungskanzlei beschäftigt, und ich kann Ihnen aus meiner Praxis berichten und brauche keine Statistiken. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Darf ich noch schauen?) Ich kann Ihnen sagen, dass die 200 000 Menschen in Österreich, die von dieser Steuerreform profitieren werden, die keine Lohn- und Einkommensteuer ab dem 1. Jänner 2004 zahlen werden, uns dies danken werden. – Ich danke Ihnen trotzdem für Ihre Aufmerksamkeit, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Liebscher, der ja nicht dafür bekannt ist, dass er dieser Regierung besonders kritisch gegenübersteht oder dem Pensionsmodell oder den Finanzmärkten kritisch gegenübersteht, macht da schon klar, dass das, was Sie hier immer vermitteln wollen, man könne es sich ja selbst richten, man müsse lediglich über Jahrzehnte einzahlen und dann hätte man nachher eine gesicherte Pension, schlicht und einfach nicht stimmt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wer ernsthaft Altersversorgung machen oder Armut im Alter verhindern will, der kann sich nicht auf die so genannte dritte Säule verlassen. Das hat immer sehr viel mit Glückspiel, mit Zufälligkeit zu tun. Die groß angepriesene Sicherheit mit dem Hinweis, man könne es berechnen und man könne es sich selbst richten, gibt es einfach nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Zeitlich unbegrenzt?
†Abgeordneter Fritz Neugebauer| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Vergleich der Ausgangslage von vor wenigen Wochen, nämlich dem, was die Bundesregierung uns damals vorgelegt hat, mit dem jetzt vorliegenden Papier ergibt unter „Erreichtes“ Folgendes: Die Deckelung der Gesamtverluste ist nun grundsätzlich und unbegrenzt mit 10 Prozent vorgesehen. Der heutige Antrag hat das auch für den öffentlichen Dienst untermauert. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Zeitlich unbegrenzt?)
Ruf bei der SPÖ: Nur Luftblasen!
Unter „Erreichtes“ kann auch festgehalten werden, dass für jedes Kind – nicht überschneidend, wie ursprünglich angedacht, sondern für jedes Kind tatsächlich – drei Jahre aus der Durchrechnung herausgenommen werden. – Das ist keine Jubelpostille der Österreichischen Volkspartei, sondern das ist die nüchterne Analyse, die wir im Österreichischen Gewerkschaftsbund gemeinsam angestellt haben. (Ruf bei der SPÖ: Nur Luftblasen!)
Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!
Ich bekenne mich zu den gemeinsamen Beschlüssen, wonach gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen eingesetzt werden, wenn wir meinen, dass Dinge massiv gegen unseren Willen gestartet werden. (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!) Und ich betone auch, dass ich persönlich vom Einsatz der Menschen begeistert war und dass es mir nahe geht, wenn bei schlechtestem Wetter 160 000 Menschen auf dem Heldenplatz für eine Sache demonstrieren. Aber ich sage im gleichen Atemzug, dass ich alles ablehne, was einer Einschränkung von Abgeordneten gleichkommt oder was den korrekten Stil der Auseinandersetzung untergräbt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bekenne mich zu den gemeinsamen Beschlüssen, wonach gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen eingesetzt werden, wenn wir meinen, dass Dinge massiv gegen unseren Willen gestartet werden. (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!) Und ich betone auch, dass ich persönlich vom Einsatz der Menschen begeistert war und dass es mir nahe geht, wenn bei schlechtestem Wetter 160 000 Menschen auf dem Heldenplatz für eine Sache demonstrieren. Aber ich sage im gleichen Atemzug, dass ich alles ablehne, was einer Einschränkung von Abgeordneten gleichkommt oder was den korrekten Stil der Auseinandersetzung untergräbt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Der Ausdruck „Gräuelpropaganda“ war auch nicht sanft!
Dazu gehört auch – und das muss ich loswerden! –, wenn höchste Verantwortungsträger in unserem Lande mit einer Fäkalsprache bedacht werden, die für unsere Jugend in der politischen Diskussion beileibe kein Vorbild sein darf. (Abg. Mandak: Der Ausdruck „Gräuelpropaganda“ war auch nicht sanft!) – Das waren aber zum Glück nur Einzelfälle, Frau Kollegin. (Abg. Mandak: Es war aber der Bundeskanzler, der das gesagt hat!)
Abg. Mandak: Es war aber der Bundeskanzler, der das gesagt hat!
Dazu gehört auch – und das muss ich loswerden! –, wenn höchste Verantwortungsträger in unserem Lande mit einer Fäkalsprache bedacht werden, die für unsere Jugend in der politischen Diskussion beileibe kein Vorbild sein darf. (Abg. Mandak: Der Ausdruck „Gräuelpropaganda“ war auch nicht sanft!) – Das waren aber zum Glück nur Einzelfälle, Frau Kollegin. (Abg. Mandak: Es war aber der Bundeskanzler, der das gesagt hat!)
Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!
Ich glaube, dass insgesamt in der Gesamtbegrenzung der Verluste – Kindererziehungszeiten und dergleichen mehr – im Bekenntnis ... (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!) – Deswegen habe ich mich auch in den Entschließungsantrag eingeklinkt. (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“!) Deswegen habe ich mich eingeklinkt, lieber Kollege, weil mir wichtig ist, dass hier kein Deut daran hängen bleibt, dass man dem öffentlichen Dienst nicht den Vorwurf machen kann, dass er sich auf die Harmonisierung nicht einlässt. Bitte das auch entsprechend zu lesen; ich höre gerne zu.
Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“!
Ich glaube, dass insgesamt in der Gesamtbegrenzung der Verluste – Kindererziehungszeiten und dergleichen mehr – im Bekenntnis ... (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!) – Deswegen habe ich mich auch in den Entschließungsantrag eingeklinkt. (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“!) Deswegen habe ich mich eingeklinkt, lieber Kollege, weil mir wichtig ist, dass hier kein Deut daran hängen bleibt, dass man dem öffentlichen Dienst nicht den Vorwurf machen kann, dass er sich auf die Harmonisierung nicht einlässt. Bitte das auch entsprechend zu lesen; ich höre gerne zu.
Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!
Was die psychischen und physischen Belastungen von Nacht-, Schwer- und Schichtarbeitern betrifft, haben wir einen hervorragenden Vorschlag gemacht. Der Herr Vizekanzler hat bereits darauf reagiert. Wir als Gewerkschaft Öffentlicher Dienst haben ein Lebensarbeitszeitmodell zunächst auf die Exekutive abgestellt, das in seiner Grundstruktur ... (Abg. Mag. Posch: „Menschenverachtend“, haben Sie gesagt!) – Herr Kollege, singen Sie mit den anderen, dann verstehe ich Sie besser! Nicht nur dazwischen reden, ich höre Ihnen gerne zu und sage Ihnen auch dazu, dass ich enttäuscht bin, was gestern und heute an müden Kopien hier geboten worden ist; nicht von allen. Ich gestehe allen zu, dass sie sich tatsächlich ordentlich vorbereiten.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Posch schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. – Abg. Nürnberger: Das war ein Umfaller! – Abg. Dr. Cap hält in Richtung des Abg. Neugebauer einen Arm senkrecht in die Höhe und lässt ihn dann demonstrativ in die Horizontale fallen. – Abg. Nürnberger: Ein Umfaller!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Paket, am Anfang nicht zustimmungsfähig, ist heute erträglich geworden. Wir werden noch viele Stunden neuerlich verhandeln müssen, um das eine oder andere nachzubessern. Die Grundstruktur steht. Ich werde heute dieser Vorlage zustimmen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Posch schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. – Abg. Nürnberger: Das war ein Umfaller! – Abg. Dr. Cap hält in Richtung des Abg. Neugebauer einen Arm senkrecht in die Höhe und lässt ihn dann demonstrativ in die Horizontale fallen. – Abg. Nürnberger: Ein Umfaller!)
Beifall bei der SPÖ.
Es hat geheißen, Dinkhauser mobilisiert die VP-Abgeordneten, und er werde alles tun, damit dieses – ich zitiere wieder den Arbeiterkammerpräsidenten von Tirol – schreiende Pensionsunrecht so nicht beschlossen wird. – Das ist die Stimme des ÖAAB und des Arbeiterkammerpräsidenten von Tirol. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Wo denn? Alte Leier!
Wer aber die ganz großen Verliererinnen dieses schreienden Pensionsunrechts sind, das sind die Frauen. Sie von den Regierungsparteien können das nicht schönreden, Sie können es nicht gesundbeten. Die Frauen sind die großen Verliererinnen dieser Reform! (Abg. Steibl: Wo denn? Alte Leier!) – Wissen Sie, warum? Sie reden immer vom Kindergeld, Frau Steibl. (Abg. Steibl: Weil es gut ist!) Das ist löblich, aber: Wen trifft es denn? Sagen Sie mir doch, ab wann das schlagend wird für diejenigen, die Kindergeld bekommen!
Abg. Steibl: Weil es gut ist!
Wer aber die ganz großen Verliererinnen dieses schreienden Pensionsunrechts sind, das sind die Frauen. Sie von den Regierungsparteien können das nicht schönreden, Sie können es nicht gesundbeten. Die Frauen sind die großen Verliererinnen dieser Reform! (Abg. Steibl: Wo denn? Alte Leier!) – Wissen Sie, warum? Sie reden immer vom Kindergeld, Frau Steibl. (Abg. Steibl: Weil es gut ist!) Das ist löblich, aber: Wen trifft es denn? Sagen Sie mir doch, ab wann das schlagend wird für diejenigen, die Kindergeld bekommen!
Beifall bei der SPÖ.
Das Kindergeld, das wissen Sie doch, bekommt man seit 1. Jänner 2002. Und wie alt sind da die Frauen? Wann wird denn das schlagend? In 35, in 40 Jahren?! Geben Sie es doch zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frauen sind die großen Verliererinnen dieser Reform, die Frauen, bei denen Herr Minister Bartenstein immer wieder vom Median spricht, und ab 700 € ist man schon „wohlhabend“ in diesem Land. – Sie wissen wohl nicht, Herr Minister, wie es ist, wenn man Miete für eine Mietwohnung bezahlen muss, wenn man für den Unterhalt aufkommen muss, wenn man keinen Ehemann hat, der sich das leisten kann. Genau das sind doch jene Menschen, die du, Klaus Wittauer, vorgibst, zu vertreten! Du bist doch auch einer von jenen der „Marke Rebell“ – Held für einen Tag! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur erwerbstätigen Frau, Frau Kollegin Brinek. Der Herr Bundeskanzler sitzt hinter mir. Er macht ja gerne Urlaub im Zillertal. Zwischen ein paar Wedelschwüngen sollte er sich vielleicht einmal erkundigen, wie das zum Beispiel mit den Kinderbetreuungseinrichtungen dort funktioniert. Nicht selten kann ein Kind erst mit viereinhalb Jahren in den Kindergarten gehen. Was ist denn dann mit diesen drei Jahren, die man den Frauen verspricht? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das war zum Glück nur ein kurzer Schrecken!
Zum Abschluss: die Hackler-Regelung. Sie wissen ganz genau, es ist gestern in der Zeitung nachzulesen gewesen: Im Jahre 2002 hatten nur 6,9 Prozent derjenigen Frauen, die in Pension gegangen sind, 40 Dienstjahre oder mehr vorzuweisen. Jene Frauen – das sage ich besonders an Ihre Adresse, Herr Donabauer –, die sich auf Ihr Familienmodell verlassen haben, sind die größten Verliererinnen dieser Reform, und das ist das Verwerfliche! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das war zum Glück nur ein kurzer Schrecken!)
Beifall bei der ÖVP.
†Abgeordneter Martin Preineder| (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Als Newcomer in diesem Haus wundern mich oft der Stil und die Emotion mancher Debattenbeiträge. Ich möchte versuchen, einen sachlichen Beitrag zur Diskussion zu leisten, einen Beitrag zum Thema Umweltpolitik im Rahmen der Budgetbegleitgesetze. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Es freut mich, dass in diesem Doppelbudget 2003/2004 erste Ansätze in diese Richtung zu erkennen sind. Mit der zusätzlichen Besteuerung von Benzin, Diesel und Heizöl wird auch ein Schritt in diese Richtung gesetzt, vor allem deswegen, weil damit auch eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit einhergeht, nämlich eine steuerliche Entlastung von Lohnkosten bis 14 500 €, die steuerbefreit sein werden, und vor allem eine Entlastung der Kosten für ältere Arbeitnehmer, die durch die Senkung der Lohnnebenkosten höhere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Nur wer die Lohnnebenkosten senkt, wird langfristig Arbeitsplätze sichern und schaffen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Warum deckelt ihr dann die erneuerbaren Energieträger?
Geschätzte Damen und Herren! Eine höhere Mineralölbesteuerung stärkt nicht nur die Chancen auf Arbeitsplätze, sondern schafft auch verbesserte Chancen für erneuerbare Energieträger. (Abg. Mandak: Warum deckelt ihr dann die erneuerbaren Energieträger?) – Die werden nicht gedeckelt. (Abg. Mandak: Doch, selbstverständlich!)
Abg. Mandak: Doch, selbstverständlich!
Geschätzte Damen und Herren! Eine höhere Mineralölbesteuerung stärkt nicht nur die Chancen auf Arbeitsplätze, sondern schafft auch verbesserte Chancen für erneuerbare Energieträger. (Abg. Mandak: Warum deckelt ihr dann die erneuerbaren Energieträger?) – Die werden nicht gedeckelt. (Abg. Mandak: Doch, selbstverständlich!)
Abg. Eder: Wer zahlt das?
Wie beim Öko-Stromgesetz, das im Jänner beschlossen wurde und die Stromproduktion aus Windenergie, Biomasse und Biogas ermöglicht, so könnten auch im Bereich der Treibstoffe neue Wege eröffnet werden. (Abg. Eder: Wer zahlt das?) Gerade im Bereich der Landwirtschaft – ich bin selbst aktiver Bauer – kommt hier eine Chance auf uns zu, nämlich durch die Produktion von Bio-Diesel aus Raps und Sonnenblumen sowie von Äthanol aus Getreide. (Abg. Eder: Mit Förderungen! Wer zahlt das?)
Abg. Eder: Mit Förderungen! Wer zahlt das?
Wie beim Öko-Stromgesetz, das im Jänner beschlossen wurde und die Stromproduktion aus Windenergie, Biomasse und Biogas ermöglicht, so könnten auch im Bereich der Treibstoffe neue Wege eröffnet werden. (Abg. Eder: Wer zahlt das?) Gerade im Bereich der Landwirtschaft – ich bin selbst aktiver Bauer – kommt hier eine Chance auf uns zu, nämlich durch die Produktion von Bio-Diesel aus Raps und Sonnenblumen sowie von Äthanol aus Getreide. (Abg. Eder: Mit Förderungen! Wer zahlt das?)
Abg. Eder: Wer zahlt das?
Geschätzte Damen und Herren! Wir könnten hier (Abg. Eder: Wer zahlt das?) – hören Sie mir bitte zu! – eine so genannte Win-win-Situation erreichen, nämlich erstens eine Entlastung der Umwelt von CO2-Anreicherungen, zweitens eine verstärkte Unabhängigkeit von Ölimporten und drittens eine zusätzliche Wertschöpfung für heimische Betriebe. (Abg. Nürnberger: Win-win!)
Abg. Nürnberger: Win-win!
Geschätzte Damen und Herren! Wir könnten hier (Abg. Eder: Wer zahlt das?) – hören Sie mir bitte zu! – eine so genannte Win-win-Situation erreichen, nämlich erstens eine Entlastung der Umwelt von CO2-Anreicherungen, zweitens eine verstärkte Unabhängigkeit von Ölimporten und drittens eine zusätzliche Wertschöpfung für heimische Betriebe. (Abg. Nürnberger: Win-win!)
Abg. Eder: Die kann man auch importieren, das wissen Sie!
Die EU hat im Herbst 2001 eine Biokraftstoffrichtlinie erlassen, die eine Beimengung von Biotreibstoffen von 2 Prozent ab dem Jahr 2005 steigend bis 5,75 Prozent vorsieht. (Abg. Eder: Die kann man auch importieren, das wissen Sie!) – Das ist mir klar!
Abg. Mandak: Ja eben!
Geschätzte Damen und Herren! Ich lade Sie ein, diese Richtlinie auch in Österreich umzusetzen, denn Umweltschutz lebt nicht von Worten, sondern von Taten. (Abg. Mandak: Ja eben!) Und Zukunft braucht Verantwortung. Unsere Verantwortung hat Zukunft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Ich lade Sie ein, diese Richtlinie auch in Österreich umzusetzen, denn Umweltschutz lebt nicht von Worten, sondern von Taten. (Abg. Mandak: Ja eben!) Und Zukunft braucht Verantwortung. Unsere Verantwortung hat Zukunft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie allerdings in einer Koalition mit der – das kann man sicherlich sagen – unsachlichsten Regierung der Zweiten Republik sind, dann wird wahrscheinlich auch dieser Versuch Ihrer Rede untergehen. Das muss man Ihnen auch zu Ihrer ersten Rede sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Neugebauer, ich bin ein bisschen bedrückt über Ihre Rede im Liegen. Was mich besonders entsetzt: Ich habe Sie hier in vielen Diskussionen, gerade im Rahmen der Debatte um die Pensionsreform, doch als einen aufrechten Kämpfer, der die offenen Worte schätzt, kennen gelernt. Dass Sie hier – und ich kann das nicht anders bezeichnen – diesem Verhöhnungsprogramm einer Bundesregierung beitreten, das betrachte ich wirklich als extrem bedrückend. Lassen Sie mich das sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Trinkl und Murauer.
Sie wissen, dass die Stückpreise der Flugzeuge gestiegen sind, weil wir eine Erhöhung des Gesamtpreises gegenüber dem Bericht um 15 Prozent haben. Es ist völlig evident ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Trinkl und Murauer.) – Herr Kollege Preineder, vielleicht können Sie ein Mindestmaß an Sachlichkeit in diese originellen Reihen bringen!
Beifall bei der SPÖ.
Das ist doch kein Mindestmaß an Redlichkeit, wenn man hergeht und sagt: Meine Damen und Herren, überhaupt keine Probleme, wir werden das schaffen mit dem Budget, wir werden es in fünf, in zehn, in 18, in 20 Jahren zahlen! – Gehen Sie doch hinaus und erzählen Sie das der Bevölkerung, die Sie hier eigentlich kübelweise mit Hohn übergießen, meine Damen und Herren! Wie würden Sie das sonst bezeichnen? Das möchte ich doch gerne wissen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich kann Ihnen nur eines sagen: Sie sollten sich für ein derartiges Programm wirklich schämen! Das muss ich Ihnen sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, die Hypothek, die Sie dem Lande aufbürden, ist wirklich unerträglich. Ich denke, dass es Ihnen nicht gelingen wird, im Rahmen des nächsten Wahlkampfes das, was Sie sich hier und heute leisten, tatsächlich noch als Qualität zu verkaufen, und das stimmt mich sehr hoffnungsvoll. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
†Abgeordneter August Wöginger| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es wird immer wieder die Jugend in Zusammenhang mit der Pensionssicherung angesprochen. Ja es hat fast den Anschein, als würden alle Fraktionen in diesem Haus der Jugend in diesem Land eine gute Zukunft bieten wollen. Wenn man aber in die Abgeordnetenreihen schaut, bietet sich uns ein anderes Bild. Von den insgesamt 183 Abgeordneten gibt es nur vier, die unter 30 Jahre alt sind. Und wissen Sie, wo Sie diese finden? – Drei bei der ÖVP und einen bei der FPÖ. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ und den Grünen! Bei Ihnen gibt es keine Abgeordneten, die unter 30 Jahre alt sind. Bei uns wird die Jugend groß geschrieben, Sie reden nur davon. Dieser Vergleich macht uns sicher. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, meinen es nicht wirklich ernst mit den nachkommenden Generationen. Sie wollen keine Reform bei den Pensionen durchführen, obwohl Sie genau wissen, dass das derzeitige System in absehbarer Zeit zum Scheitern verurteilt ist. Die Zahl der Beitragszahler wird weniger, die Zahl der Pensionisten wird mehr, und auf Grund unseres hochwertigen Gesundheitssystems steigt die Lebenserwartung. Jeder kennt die Schere, die auseinander klafft. Man muss kein Experte sein, um die Folgen zu erkennen, sondern – bei uns im Innviertel würde man das so sagen – das bringt der Hausverstand mit sich, dass sich dieses System auf Dauer finanziell nicht ausgehen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Das ist der größte Unsinn, den Sie erzählen! Reden Sie einmal mit den jungen Leuten draußen!
Deshalb, meine Damen und Herren, muss jetzt die Pensionssicherungsreform gemacht werden, um vor allem den jungen Menschen in diesem Land eine gute Perspektive für die Zukunft zu bieten. (Abg. Eder: Das ist der größte Unsinn, den Sie erzählen! Reden Sie einmal mit den jungen Leuten draußen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ und den Grünen, wollen nichts tun, zumindest gibt es von Ihrer Seite keine konkreten Vorschläge, auch keine Alternativen zur langfristigen Absicherung der Pensionen. Was bedeutet aber dieses Nichtstun, meine sehr geehrten Damen und Herren? Entweder wir erhöhen die Beitragssätze um 53 Prozent oder wir kürzen die Pensionen um 45 Prozent oder wir heben das Antrittsalter um mindestens zehn Jahre an. – Das ist das rot-grüne Angebot an die jungen Menschen in diesem Lande! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Die Rede hat die Gehrer geschrieben!
Weiters sind die Absenkung des Steigerungsbetrages im Zeitraum von fünf Jahren, das Auslaufen der vorzeitigen Alterspension bis zum Jahr 2017 und die Anhebung des Durchrechnungszeitraumes innerhalb der nächsten 25 Jahre alles andere als überfallsartig, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Die Rede hat die Gehrer geschrieben!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute, in den letzten Tagen und Wochen wurden von den Abgeordneten der Regierungsfraktionen noch Änderungen eingebracht, die sicherlich ihre Berechtigung haben und auch notwendig sind. Jetzt ist es aber an der Zeit, dieses Paket zur Abstimmung zu bringen. Denn wenn man immer wieder ein Stück herunterschneidet, bleibt am Ende nicht mehr viel übrig von einer Reform, und Reförmchen haben wir in diesem Bereich schon zur Genüge gehabt, meine Damen und Herren von der SPÖ! Man sollte aus der Vergangenheit auch etwas lernen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jede weitere Abfederung, jedes weitere Stück, das heruntergeschnitten wird, geht voll zu Lasten der jungen Menschen in diesem Land. Die erste Säule würde dadurch für die heute unter 35-Jährigen deutlich geschwächt und nicht gestärkt, meine Damen und Herren! Ja, wir bekennen uns zur zweiten und dritten Säule. Die Mitarbeitervorsorge und die private Vorsorge gehören für uns zum neuen Pensionssystem, dennoch fordern wir, dass die erste Säule, also das persönliche, beitragsorientierte Pensionskonto, für die heutige Jugend die tragende und somit betragsmäßig größte Säule bleiben muss. Dafür werden wir uns, und damit meine ich die jungen Schwarzen, einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Genug der Worte – die Daten und Fakten liegen auf dem Tisch. Tage- und nächtelange Verhandlungen, stundenlange Ausführungen sowie intensive Debatten müssten eigentlich alle Abgeordneten von der Notwendigkeit dieser Reform überzeugt haben. Über 80 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu dieser Reform (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!), seien Sie Demokraten und sagen Sie im Sinne unserer Jugend ja zu diesem Vorschlag – ich bitte Sie darum! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Genug der Worte – die Daten und Fakten liegen auf dem Tisch. Tage- und nächtelange Verhandlungen, stundenlange Ausführungen sowie intensive Debatten müssten eigentlich alle Abgeordneten von der Notwendigkeit dieser Reform überzeugt haben. Über 80 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu dieser Reform (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!), seien Sie Demokraten und sagen Sie im Sinne unserer Jugend ja zu diesem Vorschlag – ich bitte Sie darum! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Im Verlaufe dieser Debatte musste ich mit Entsetzen feststellen, dass ein führender Funktionär der ÖVP überlegt, ob nicht vielleicht strafrechtliche Bestimmungen gegen Streikende anzuwenden wären. Der Herr Bundeskanzler hat im Hintergrund genickt und von der Frauenministerin hat es Applaus dazu gegeben. – Ich denke, das zeigt sehr gut Ihr Verständnis für die berechtigten Sorgen der Menschen und das spricht auch für Ihr Verständnis für Demokratie. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, in dem Budgetbegleitgesetz finden sich keine zusätzlichen Maßnahmen, um die Frauenerwerbsquote zu erhöhen. – Das ist ein Armutszeugnis für diese Regierung, ganz besonders für die Frauenministerin! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Pensionsreform ist unsozial, und wir werden daher dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Haben Sie den Mut zu einer Volksabstimmung, denn es geht um soziale Gerechtigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Matznetter.
†Abgeordneter Johann Ledolter| (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren von der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eine kurze Replik auf die Ausführungen der Frau Kollegin Becher: Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht gewesen, hätte sich Bundeskanzler Kreisky damals an sein Versprechen gehalten. Wir hätten heute vielleicht ein paar hundert Millionen oder vielleicht sogar Milliarden Schilling Schulden weniger, und wir hätten zweifelsohne etwas weniger Druck, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen unseres Haushaltes und damit natürlich auch Maßnahmen wie Budgetsanierung sowie Steuer- und Pensionsreform umzusetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich erinnere auch an das Schönreden, wie es Frau Kollegin Stadlbauer versucht hat, an das Schönreden von Maßnahmen, die in ihrer Wirkung und in ihrer Bedrohlichkeit eine frei gewählte Abgeordnete dieses Hauses in ihren Erwerbsmöglichkeiten einschränken sollten. – Ein Vorgang, meine Damen und Herren, der wirklich Seinesgleichen sucht und der mit einer tatsächlichen Berichtigung, die trotzdem nicht dem entsprochen hat, was Sache ist, aus der Welt zu schaffen versucht wurde. Das wird nicht so leicht gelingen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Methoden dieser Art sollten längst nur mehr in den Geschichtsbüchern zu finden sein.
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Was ist wirklich Sache, meine Damen und Herren? Rund hundert Tage ist dieses Kabinett Wolfgang Schüssel im Amt, hundert Tage, in denen ein gewaltiges Arbeitspensum vorgelegt wurde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Puswald, Sie haben ja schon einiges zum Besten gegeben, manche erinnern sich mit geteilter Begeisterung daran. (Beifall bei der ÖVP.) Hören Sie zu! Vielleicht bleibt dann etwas hängen, wenn Sie mit den Augen und Ohren der Bevölkerung das nachvollziehen, was diese Bundesregierung in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat unter dem Motto: Zukunft braucht Verantwortung. Und diese Verantwortung zu übernehmen scheut sich diese Bundesregierung nicht – Gott sei Dank! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Kollege Puswald, Sie haben ja schon einiges zum Besten gegeben, manche erinnern sich mit geteilter Begeisterung daran. (Beifall bei der ÖVP.) Hören Sie zu! Vielleicht bleibt dann etwas hängen, wenn Sie mit den Augen und Ohren der Bevölkerung das nachvollziehen, was diese Bundesregierung in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat unter dem Motto: Zukunft braucht Verantwortung. Und diese Verantwortung zu übernehmen scheut sich diese Bundesregierung nicht – Gott sei Dank! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Im Hinblick auf die Chancen der Jugend, wie mein Vorredner schon ausgeführt hat, ist es notwendig, Verantwortung zu übernehmen und politischen Gestaltungswillen einzubringen. So, wie bisher frühere Bundeskanzler mit diesen Wahrheiten umgegangen sind, kann es nicht weitergehen. Wolfgang Schüssel beweist die Courage, auch unangenehme Wahrheiten zu sagen, und versucht nicht, so wie frühere Bundeskanzler, sich mit angenehmen Unwahrheiten brieflicher Art über diese Klippen hinwegzuturnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Der „Rentenklau“ ist ein altes Modell!
Es ist schade, dass Sie nicht gewillt oder imstande sind, dieses Arbeitstempo mitzuhalten, meine Damen und Herren! Diese Schauspiele, die Sie geboten haben, haben an Peinlichkeit wirklich nichts zu wünschen übrig gelassen. Anscheinend hat die Gewerkschaft das Motto ausgegeben: Vorwärts, Genossen, wir gehen zurück!, denn zeitgemäße Konzepte vermisse ich, eigene Vorschläge sind rar und Mangelware. (Abg. Dr. Matznetter: Der „Rentenklau“ ist ein altes Modell!) Aber für Standort gefährdende Streiks und die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in Frage stellende Maßnahmen reicht es, so scheint es, noch allemal.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich meine, dass es, wenn hier und heute diese Diskussion, diese doch in weiten Teilen inszenierte Empörung zu Ende gehen wird, hoch an der Zeit sein wird, wieder zu normalen Verhältnissen zurückzukehren. Ich glaube, dass es auch für die Opposition dringend notwendig wäre, sich wieder einmal in die konstruktive Arbeit einzubringen – zum Wohle dieses Landes. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Die Steuerreform entlastet nicht?
Jener Gesetzentwurf, der hier zur Abstimmung vorliegt, sichert weder die Zukunft, noch ist er eine echte Reform, noch entlastet er die Bürgerinnen und Bürger in Österreich und am allerwenigsten die Frauen. (Abg. Scheibner: Die Steuerreform entlastet nicht?) Vielmehr blickt die österreichische Bevölkerung in eine Zukunft, die nur wenigen Menschen jenen Lebensstandard sichern wird, den sie wirklich benötigen, um nicht ins soziale Abseits gedrängt zu werden.
Beifall bei der SPÖ.
Glauben Sie, dass man das Auskommen eines Menschen sichert, indem man seine Pension um 30 oder gar 40 Prozent kürzt? Wie sollen sich jene Menschen eine dritte Säule leisten können, deren Einkommen gerade einmal 1 000 € oder viel weniger beträgt? Eine allein erziehende Mutter kann sich das nicht leisten. Diese Mutter – bitte verzeihen Sie mir meine saloppe Ausdrucksweise – pfeift auf Ihre Reform, sie ist einfach reformmüde geworden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit Ihrer so genannten Reform und beinahe mit jeder Novelle im Budgetbegleitgesetz werden Sie ihr und vielen Frauen und Männern in Österreich ein entscheidendes Stück an Lebensqualität wegnehmen. (Beifall bei der SPÖ.) Selbst die Steuerreform, die angeblich größte in der Zweiten Republik, wie Sie immer wieder betonen, wird dieser Mutter letztendlich nichts Gutes bringen, wenn sie dafür im Bereich Bildung, Gesundheit und Lebenshaltungskosten mehr belastet als entlastet wird. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Mit Ihrer so genannten Reform und beinahe mit jeder Novelle im Budgetbegleitgesetz werden Sie ihr und vielen Frauen und Männern in Österreich ein entscheidendes Stück an Lebensqualität wegnehmen. (Beifall bei der SPÖ.) Selbst die Steuerreform, die angeblich größte in der Zweiten Republik, wie Sie immer wieder betonen, wird dieser Mutter letztendlich nichts Gutes bringen, wenn sie dafür im Bereich Bildung, Gesundheit und Lebenshaltungskosten mehr belastet als entlastet wird. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Der geplante Härteausgleichsfonds macht die Bezieherinnen von Kleinstpensionen zu Bittstellerinnen. Pensionsanspruch wird zum Gnadenakt, durch den frau hoffen darf, dass ihr ein Teil des Verlustes, den Sie ihr vorher bereitet haben, ein Teil dessen, was Sie ihr weggenommen haben, ausgeglichen wird. Mit einer eigenständigen Alterssicherung hat das nichts mehr zu tun! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin Rauch-Kallat – sie ist jetzt leider nicht hier; man möge es ihr ausrichten –, handeln Sie endlich wirklich im Interesse der Frauen in Österreich, und vertreten Sie endlich deren Interessen, wie es eigentlich Ihre Pflicht wäre! Machen Sie endlich Politik für Frauen und nicht gegen sie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen zum Abschluss nur: Auch Ihr Tag wird eines Tages kommen! Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Eines Tages werden Sie an meine Worte denken! (Beifall bei der SPÖ.)
Die Abgeordneten Pack und Wöginger tragen ein großes Vogel-Strauß-Modell in den Saal und platzieren es neben dem Rednerpult. – Beifall bei der ÖVP.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu Wort gelangt nun Frau Abgeordnete Fuhrmann. Redezeit: 6 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Die Abgeordneten Pack und Wöginger tragen ein großes Vogel-Strauß-Modell in den Saal und platzieren es neben dem Rednerpult. – Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!
†Abgeordnete Silvia Fuhrmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man der SPÖ zuhört, so kann man feststellen, dass sie von Österreich ein Bild zeichnet, in dem es dargestellt wird als ein Land, in dem ausschließlich arme, kranke und alte Menschen leben. (Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!) Aber ich frage Sie: Wer erwirtschaftet das österreichische Sozialprodukt? (Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!) Wer sorgt dafür, dass wir eines der besten Pensionssysteme haben (Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!), eines der weltweit führenden Gesundheitssysteme und ein international wettbewerbsfähiges Bildungssystem, das wir uns leisten können? (Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Dies sind nicht die Raunzer, und dies sind auch nicht die Jammerer, die immer nur Schlechtes sehen und von chronischem Pessimismus geplagt sind. Es sind auch nicht jene, die wie dieser Vogel Strauß hier (die Rednerin weist auf das Modell) ständig den Kopf in den Sand stecken und in jeder kleinen Veränderung ein Problem, eine Gefahr oder gar eine große Krise sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!
†Abgeordnete Silvia Fuhrmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man der SPÖ zuhört, so kann man feststellen, dass sie von Österreich ein Bild zeichnet, in dem es dargestellt wird als ein Land, in dem ausschließlich arme, kranke und alte Menschen leben. (Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!) Aber ich frage Sie: Wer erwirtschaftet das österreichische Sozialprodukt? (Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!) Wer sorgt dafür, dass wir eines der besten Pensionssysteme haben (Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!), eines der weltweit führenden Gesundheitssysteme und ein international wettbewerbsfähiges Bildungssystem, das wir uns leisten können? (Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Dies sind nicht die Raunzer, und dies sind auch nicht die Jammerer, die immer nur Schlechtes sehen und von chronischem Pessimismus geplagt sind. Es sind auch nicht jene, die wie dieser Vogel Strauß hier (die Rednerin weist auf das Modell) ständig den Kopf in den Sand stecken und in jeder kleinen Veränderung ein Problem, eine Gefahr oder gar eine große Krise sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!
†Abgeordnete Silvia Fuhrmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man der SPÖ zuhört, so kann man feststellen, dass sie von Österreich ein Bild zeichnet, in dem es dargestellt wird als ein Land, in dem ausschließlich arme, kranke und alte Menschen leben. (Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!) Aber ich frage Sie: Wer erwirtschaftet das österreichische Sozialprodukt? (Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!) Wer sorgt dafür, dass wir eines der besten Pensionssysteme haben (Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!), eines der weltweit führenden Gesundheitssysteme und ein international wettbewerbsfähiges Bildungssystem, das wir uns leisten können? (Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Dies sind nicht die Raunzer, und dies sind auch nicht die Jammerer, die immer nur Schlechtes sehen und von chronischem Pessimismus geplagt sind. Es sind auch nicht jene, die wie dieser Vogel Strauß hier (die Rednerin weist auf das Modell) ständig den Kopf in den Sand stecken und in jeder kleinen Veränderung ein Problem, eine Gefahr oder gar eine große Krise sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
†Abgeordnete Silvia Fuhrmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man der SPÖ zuhört, so kann man feststellen, dass sie von Österreich ein Bild zeichnet, in dem es dargestellt wird als ein Land, in dem ausschließlich arme, kranke und alte Menschen leben. (Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!) Aber ich frage Sie: Wer erwirtschaftet das österreichische Sozialprodukt? (Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!) Wer sorgt dafür, dass wir eines der besten Pensionssysteme haben (Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!), eines der weltweit führenden Gesundheitssysteme und ein international wettbewerbsfähiges Bildungssystem, das wir uns leisten können? (Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Dies sind nicht die Raunzer, und dies sind auch nicht die Jammerer, die immer nur Schlechtes sehen und von chronischem Pessimismus geplagt sind. Es sind auch nicht jene, die wie dieser Vogel Strauß hier (die Rednerin weist auf das Modell) ständig den Kopf in den Sand stecken und in jeder kleinen Veränderung ein Problem, eine Gefahr oder gar eine große Krise sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
†Abgeordnete Silvia Fuhrmann| (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man der SPÖ zuhört, so kann man feststellen, dass sie von Österreich ein Bild zeichnet, in dem es dargestellt wird als ein Land, in dem ausschließlich arme, kranke und alte Menschen leben. (Abg. Reheis: Es gibt nur Reiche, und die sind alle von der ÖVP!) Aber ich frage Sie: Wer erwirtschaftet das österreichische Sozialprodukt? (Ruf bei der SPÖ: Sie nicht!) Wer sorgt dafür, dass wir eines der besten Pensionssysteme haben (Ruf bei der SPÖ: Sie sicher nicht!), eines der weltweit führenden Gesundheitssysteme und ein international wettbewerbsfähiges Bildungssystem, das wir uns leisten können? (Abg. Heinisch-Hosek: 30 Jahre Sozialdemokratie! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Dies sind nicht die Raunzer, und dies sind auch nicht die Jammerer, die immer nur Schlechtes sehen und von chronischem Pessimismus geplagt sind. Es sind auch nicht jene, die wie dieser Vogel Strauß hier (die Rednerin weist auf das Modell) ständig den Kopf in den Sand stecken und in jeder kleinen Veränderung ein Problem, eine Gefahr oder gar eine große Krise sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Dr. Matznetter
Ich weiß schon, es ist schwierig, aber bitte verabschieden Sie sich von dieser Vogel-Strauß-Politik, denn ich kann mir schon vorstellen, dass man, wenn man den Kopf in der Erde stecken hat, nichts sieht (Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Dr. Matznetter), weil es dunkel ist, und dass möglicherweise der Sand in den Ohren drückt und vielleicht sogar wehtut! Aber bitte sehen Sie nicht die ganze Zeit ein dunkles Weltbild von sich, das manchmal sogar schmerzhaft erscheint (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Marizzi), sondern trauen Sie sich, den Kopf aus dem Sand zu ziehen, denn dann werden auch Sie die helle Sonne erkennen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Marizzi
Ich weiß schon, es ist schwierig, aber bitte verabschieden Sie sich von dieser Vogel-Strauß-Politik, denn ich kann mir schon vorstellen, dass man, wenn man den Kopf in der Erde stecken hat, nichts sieht (Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Dr. Matznetter), weil es dunkel ist, und dass möglicherweise der Sand in den Ohren drückt und vielleicht sogar wehtut! Aber bitte sehen Sie nicht die ganze Zeit ein dunkles Weltbild von sich, das manchmal sogar schmerzhaft erscheint (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Marizzi), sondern trauen Sie sich, den Kopf aus dem Sand zu ziehen, denn dann werden auch Sie die helle Sonne erkennen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich weiß schon, es ist schwierig, aber bitte verabschieden Sie sich von dieser Vogel-Strauß-Politik, denn ich kann mir schon vorstellen, dass man, wenn man den Kopf in der Erde stecken hat, nichts sieht (Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Dr. Matznetter), weil es dunkel ist, und dass möglicherweise der Sand in den Ohren drückt und vielleicht sogar wehtut! Aber bitte sehen Sie nicht die ganze Zeit ein dunkles Weltbild von sich, das manchmal sogar schmerzhaft erscheint (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Marizzi), sondern trauen Sie sich, den Kopf aus dem Sand zu ziehen, denn dann werden auch Sie die helle Sonne erkennen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Bei uns machen das die Abgeordneten! Die machen das selbst! – Die Abgeordneten Pack und Wöginger tragen das Vogel-Strauß-Modell wieder aus dem Saal.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Ich bitte die Beamten der Parlamentsdirektion oder die Abgeordneten, den Vogel Strauß zu entfernen. (Rufe bei der ÖVP: Bei uns machen das die Abgeordneten! Die machen das selbst! – Die Abgeordneten Pack und Wöginger tragen das Vogel-Strauß-Modell wieder aus dem Saal.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen, um die Ruhe wieder herzustellen.
Zu Wort gelangt nun Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen, um die Ruhe wieder herzustellen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe der Missbilligung bei der ÖVP.
†Abgeordnete Mag. Christine Muttonen| (SPÖ): Frau Fuhrmann steckt offensichtlich selbst den Kopf in den Sand, und das wundert mich auch nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe der Missbilligung bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Sie haben in der Debatte immer wieder von sozialen Anliegen und von sozialer Gerechtigkeit gesprochen. Ich frage mich wirklich: Wo ist diese soziale Gerechtigkeit? – Man muss schon sehr tief graben, wie dieser Vogel Strauß, den Sie da mitgebracht haben, wenn man sie finden will. Doch man findet sie letztlich nicht – wir haben uns sehr bemüht, aber die soziale Dimension ist in Ihren Budgetbegleitgesetzen nicht vorhanden! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Besonders auffällig ist die Schieflage Ihrer Politik im Bereich Frauen und Beschäftigung. Faktum ist: Ihre Politik führt zu Verschlechterungen für Frauen im Pensionsrecht, in der Arbeitsmarktpolitik und auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Faktum ist weiters: Eine eigenständige Frauenpolitik ist bei Ihnen unerwünscht und findet daher nicht statt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Zusammenfassend kann man nur sagen: Weder Ihre Sozialpolitik noch Ihre Frauenpolitik und schon gar nicht Ihre Kunstpolitik erfüllen mehr als nur kosmetische Zwecke. Gerechtigkeit und soziale Verantwortung haben in Ihrem Weltbild keinen Platz. Deshalb haben auch so viele Menschen demonstriert, deswegen haben auch so viele Menschen ihrem Ärger und auch ihrer Verzweiflung bei Kundgebungen Ausdruck verliehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Meine Damen und Herren! Wir haben unsere Vorstellungen zur Gesundheitspolitik bei den Sondierungsgesprächen mit der ÖVP präsentiert. Sie haben Ihre Antworten auf die Sorgen und die Fragen der Menschen nun auch auf den Tisch gelegt, und es ist klar: Sie stehen für Selbstbehalte, die ich für unsozial halte, da sie meiner Meinung nach kranke und sozial schwache Menschen von der solidarischen Teilhabe am Gesundheitswesen ausschließen. – Das lehnen wir ab, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Ich meine daher, meine Damen und Herren, dass Selbstbehalte ein ungeeignetes Instrument sind, um zu den Zielen der Gerechtigkeit und Effizienz in der Gesundheitspolitik zu gelangen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kopf: „Absolut“!
†Abgeordnete Beate Schasching| (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! So wie mein Vorredner, unser Gesundheitssprecher Manfred Lackner, möchte auch ich mich mit einer weiteren „Trägerrakete“ dieses Budgetbegleitgesetzes beschäftigen. Wir haben die „Trägerrakete 1“, die Abfangjäger, heute schon ausführlich debattiert. Wir haben die „Trägerrakete 2“ mit der Pensionssicherungsreform – ich meine: der Pensionskürzungsreform –, und nun haben wir es unter anderem auch mit meiner Meinung nach gewaltigen Einschnitten im Gesundheitssystem zu tun, was, wie ich meine, ein weiterer Skandal dieses heute zu beschließenden Budgetbegleitgesetzes ist! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kopf: „Absolut“!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich rufe in Erinnerung, dass – so wie vor den Wahlen – auch von der damaligen Generalsekretärin und jetzigen Gesundheitsministerin versprochen wurde, dass Einschnitte in bestehende Pensionen auf keinen Fall stattfinden werden. – Das Gegenteil ist jetzt der Fall: Wir haben es jetzt damit zu tun, dass gerade bei den Pensionisten die Krankenversicherungsbeiträge zweimal um 0,5 Prozent erhöht werden. Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist meiner Meinung nach sehr wohl ein Einschnitt in bestehende Pensionen, denn das sind höhere Beiträge, als Aktive sie leisten. Das, meine Damen und Herren, ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Weiters haben wir es im Gesundheitswesen auch damit zu tun, dass sich die Regierung 400 Millionen € aus der Harmonisierung bei den Sozialversicherungsbeiträgen herausholt und mit 0,1 Prozent eine Freizeitunfallversicherung beschlossen hat, die wieder nur zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht. – Ein weiterer Skandal im Gesundheitswesen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Eine Bemerkung zur Frau Gesundheitsministerin sei mir noch erlaubt. Frau Ministerin Rauch-Kallat hat nämlich letzte Woche das Pensionistenheim St. Pölten besucht und – man höre und staune! – dort der lauschenden Belegschaft Folgendes gesagt: Die Einkommensschere bei Männern und Frauen schließt sich! – Ich würde sie gerne hier und heute fragen, wie sie uns das erklären will, weshalb sie der Meinung ist, dass sich diese Einkommensschere schließt, denn, wie wir wissen, ist genau das Gegenteil der Fall: Frauen verdienen immer noch um ein Drittel weniger als Männer. – Das ist der nächste Skandal, gegen den diese Frauenministerin nichts unternimmt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Sehr verehrte Damen und Herren! Nicht nur aus diesem Grund, aber auch aus diesem Grund können wir diesem Budgetbegleitgesetz unsere Zustimmung auf keinen Fall geben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Wöginger! Frau Kollegin Fuhrmann! Sie beide sind wirklich die ältesten unter 30-Jährigen, die ich seit langem hier in diesem Hohen Haus reden gehört habe! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe der Missbilligung bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie beide bezeichnen sich als Jugendvertreter, vertreten aber, wie ich meine, die Interessen der Jugend wirklich überhaupt nicht! Sie wissen ganz genau, dass die unter 35-Jährigen von dieser so genannten Pensionsreform – ich nenne sie Pensionskürzungsreform – am allermassivsten betroffen sein werden. Trotzdem stellen Sie sich hierher und sagen, das sei ein unglaublicher Fortschritt! – Ich kann das überhaupt nicht glauben, und ich bin wirklich fassungslos, mit welcher Präpotenz Sie hier einfach vom Rednerpult ... (Rufe der Missbilligung bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Nürnberger.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Frau Abgeordnete! „Präpotenz“ ist kein Wort, das wir verwenden! (Zwischenruf des Abg. Nürnberger.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordnete Mag. Ulrike Sima| (fortsetzend): Okay. – Ich bin fassungslos darüber, mit welcher Abgehobenheit Sie sich hier herstellen und das auch noch als Fortschritt verkaufen wollen! Ich bin wirklich fassungslos! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich möchte Sie auch fragen: Wo ist denn die ÖVP-Jugendlobby? Wo ist sie denn? Was haben Sie gemacht, um diese „Pensionskürzungsreform“ für die Jugendlichen auch nur ein ganz klein wenig abzufedern? Wo sind Ihre Abänderungsanträge? Wo sind Ihre Änderungsvorschläge? – Es gibt sie nicht! Sie wissen es ganz genau. Die unter 35-Jährigen haben mit dem Pensionskonto mit Kürzungen bis zu 30 Prozent zu rechnen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Doch dem stimmen Sie nicht nur zu, nein: Sie stellen sich auch noch hierher und verteidigen das mit vielen Worten! – Das ist, finde ich, wirklich eine Schande! Sie sollten sich dafür schämen, meine liebe Kolleginnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Sie auch fragen: Wo ist denn die ÖVP-Jugendlobby? Wo ist sie denn? Was haben Sie gemacht, um diese „Pensionskürzungsreform“ für die Jugendlichen auch nur ein ganz klein wenig abzufedern? Wo sind Ihre Abänderungsanträge? Wo sind Ihre Änderungsvorschläge? – Es gibt sie nicht! Sie wissen es ganz genau. Die unter 35-Jährigen haben mit dem Pensionskonto mit Kürzungen bis zu 30 Prozent zu rechnen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Doch dem stimmen Sie nicht nur zu, nein: Sie stellen sich auch noch hierher und verteidigen das mit vielen Worten! – Das ist, finde ich, wirklich eine Schande! Sie sollten sich dafür schämen, meine liebe Kolleginnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Amon, ich bin auch betroffen, da ich auch noch unter 35 Jahre alt bin, deshalb habe ich mir das ganz genau angeschaut. Ich kann Herrn Kollegem Wöginger nur ins Stammbuch schreiben: Es mag sein, dass Sie die meisten Abgeordneten unter 30 Jahren im Parlament haben, aber wenn ich mir Ihre Politik anschaue, dann meine ich: Es ist vielleicht auch gut so, dass die anderen Abgeordneten schon etwas älter sind und hier eine andere Politik vertreten, als sie von Ihnen und von Ihren so genannten Jugendvertretern kommt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall. – Dr. Henry Kissinger erhebt sich von seinem Platz und dankt mit einer Verbeugung.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich Herrn Professor Henry Kissinger, der mit dem Bundeskanzler unseren Debatten auf der Galerie folgt, sehr herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall. – Dr. Henry Kissinger erhebt sich von seinem Platz und dankt mit einer Verbeugung.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
†Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel| (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es haben heute einige Redner von ÖVP und Freiheitlichen, nämlich Steibl, Keuschnigg und Scheuch, einmal mehr die frühere Schuldenpolitik strapaziert. Ich frage Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Wo leben Sie? Haben Sie nicht mitbekommen, dass Sie es waren, die in den letzten drei Jahren die Staatsschulden um 170 Milliarden Schilling erhöht haben und dafür gesorgt haben, dass wir den höchsten Schuldenstand in der Zweiten Republik haben? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es regt mich eigentlich nicht auf, was hier passiert; es ist eigentlich normal: Es wird einfach bürgerliche Politik umgesetzt! Das ist auch nicht neu: Wenn wir in der Geschichte blättern, sehen wir, dass es das alles schon einmal gegeben hat. Neu sind vielleicht die Unredlichkeit, das Tempo und die Brutalität, wie ich meine, also die Art und Weise, in der das geschieht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Bundeskanzler hat gestern gemeint, die Regierung habe viel gearbeitet. – Ja, aber nur wenn es darum geht, den ihren zu geben und den anderen zu nehmen, und wenn es darum geht, Österreich umzufärben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie geben vor, eine Reform für Junge zu machen, während Sie gerade diesen einen gut Teil ihrer künftigen Pension wegnehmen. Sie zwingen sie zur Eigenvorsorge, sorgen aber nicht dafür, dass sie auch eine Arbeit haben, sodass sie sich diese Eigenvorsorge leisten können! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Die ÖVP will das, und das wundert mich nicht. Sie wollen die Menschen in Abhängigkeit bringen und zu Bittstellern machen, um sie gefügig zu machen. Aber dass die Freiheitlichen dabei mittun, wundert mich schon. – Sie wollen doch immer Anwalt des „kleinen Mannes“ sein, liefern aber neuerlich einen Beweis dafür, dass sich Ihre Botschafter auf dem Weg vom Bierzelt ins Parlament um 180 Grad drehen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich denke, dass der Prozess der letzten drei Jahre durchaus notwendig ist. Er wird die Unterschiede zwischen Ihnen und der Sozialdemokratie sichtbar machen, und er wird am Ende zeigen, dass es zur Sozialdemokratie keine Alternative gibt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wieder ein Gewerkschaftssekretär! – Abg. Spindelberger – auf dem Weg zum Rednerpult –: So ist es! – Abg. Mandak: Das ist aber auch nichts Anstößiges!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr ergreift Herr Abgeordneter Spindelberger für 3 Minuten das Wort. – Herr Abgeordneter, ich erteile Ihnen das Wort. (Abg. Großruck: Wieder ein Gewerkschaftssekretär! – Abg. Spindelberger – auf dem Weg zum Rednerpult –: So ist es! – Abg. Mandak: Das ist aber auch nichts Anstößiges!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
†Abgeordneter Erwin Spindelberger| (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, es werden mir alle zustimmen, wenn ich sage: Die Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen! Aber, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Ihr Verhalten in dieser Materie verursacht mir wirklich Magengeschwüre (Zwischenrufe bei der ÖVP), wenn ich daran denke, dass die Österreicherinnen und Österreicher beim Thema „Gesundheit“ anstelle von Reformen wieder massivst belastet werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Erwin Spindelberger| (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, es werden mir alle zustimmen, wenn ich sage: Die Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen! Aber, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Ihr Verhalten in dieser Materie verursacht mir wirklich Magengeschwüre (Zwischenrufe bei der ÖVP), wenn ich daran denke, dass die Österreicherinnen und Österreicher beim Thema „Gesundheit“ anstelle von Reformen wieder massivst belastet werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Trinkl: Aber geh!
In Anbetracht dessen stellen Sie sich auch noch hin und wollen das den Österreicherinnen und Österreichern als soziale Maßnahme verkaufen! Genau das Gegenteil ist der Fall: Ihre Belastungspakete, das, was Sie mit Ihrer brutalen Politik verursachen, geht schon weit über die Grenze des Zumutbaren hinaus. Nicht nur, dass den künftigen Pensionistinnen und Pensionisten noch gewaltige Einbußen ins Haus stehen, wird darüber hinaus auch daran gedacht, unser bewährtes Gesundheitssystem zu zerschlagen. (Abg. Dr. Trinkl: Aber geh!) Was sonst steckt dahinter, wenn Sie den Krankenkassen in zwei Jahren 226 Millionen € wegnehmen und dann, zusätzlich zu allen anderen Grauslichkeiten, die Pensionistinnen und Pensionisten sowie die Kranken schröpfen?
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang kann ich auch den gestrigen Redebeitrag des Arztes und Abgeordneten Rasinger überhaupt nicht mehr verstehen! Einerseits behauptete er: Wir wollen das beste Gesundheitssystem aufrechterhalten!, aber im selben Atemzug sagte er auch: Wir führen Selbstbehalte ein, wir führen massive Beitragserhöhungen ein! – Sie belasten so mir nichts, dir nichts die Kranken und die Pensionisten. Es ist unverzeihlich, wie Sie mit diesen Menschen umgehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie von ÖVP und FPÖ tun nichts, Sie tun überhaupt nichts gegen die hohen Medikamentenkosten, sie tun überhaupt nichts gegen die Schwarzarbeit, sie tun nichts gegen die Beitragsschulden der Arbeitgeber! Statt mutiger Reformen schröpfen Sie die Österreicherinnen und Österreicher bis 2007 um 29 Milliarden Schilling – und da sind die Selbstbehalte noch gar nicht mit eingerechnet! Bei Ihrer Politik habe ich Zweifel – und das macht mir Angst –, dass ich mir Kranksein in Österreich noch leisten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Reheis –: Du Gerhard, kannst du nicht um 2 Minuten verkürzen?
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nun spricht Herr Abgeordneter Reheis 3 Minuten lang zu uns. – Herr Abgeordneter, ich erteile Ihnen das Wort. (Abg. Wittauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Reheis –: Du Gerhard, kannst du nicht um 2 Minuten verkürzen?)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine Damen und Herren! Schauen Sie sich bitte einmal diese Karikatur an, der gezeichnete Befund ist eindeutig! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) „FPÖ“ – Klaus Wittauer – „Umgefallen?? – Fragezeichen, Fragezeichen – Wir? – Fragezeichen – Lächerlich!“ Das Auto steht auf dem Kopf, also der Zustand ist bestens getroffen.
Beifall bei der SPÖ.
Was die heutige Abstimmung, die in wenigen Minuten stattfinden wird, betrifft, sehen wir dann zum Schluss ÖVP und FPÖ einträchtig nebeneinander stehen. Die ÖVP hält der FPÖ die Hand in die Höhe, und der FPÖ-Mann beziehungsweise die FPÖ-Frau sagt: „Innerlich bin ich dagegen“. – Aber er stimmt auf jeden Fall zu und dokumentiert damit einmal mehr, dass der Tisch nicht lange genug sein kann, dass Sie nicht immer wieder drübergezogen werden können, Sie merken es nur nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Brüten tut man das Ei!
Meine Damen und Herren! Sie haben heute hier einen Vogel Strauß aufgestellt, das ist zwar ein schöner Vogel, aber Sie sind auch tatsächlich „auf einen Vogel gekommen“ und haben ein Nest ausgebrütet, ein Nest mit Belastungen, das die Bevölkerung in Zukunft massiv spüren wird. (Abg. Neudeck: Brüten tut man das Ei!) Doch wer macht das, meine Damen und Herren? – Das macht eine überhebliche ÖVP, sie fährt über die Menschen in diesem Land drüber. Die FPÖ ihrerseits hat sich als Vertreter des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“ abgemeldet und präsentiert sich einmal mehr als unselbständiges Anhängsel der ÖVP. (Abg. Neudeck: Jetzt weiß ich, warum in der SPÖ nichts rauskommt! Die wollen das Nest brüten!)
Abg. Neudeck: Jetzt weiß ich, warum in der SPÖ nichts rauskommt! Die wollen das Nest brüten!
Meine Damen und Herren! Sie haben heute hier einen Vogel Strauß aufgestellt, das ist zwar ein schöner Vogel, aber Sie sind auch tatsächlich „auf einen Vogel gekommen“ und haben ein Nest ausgebrütet, ein Nest mit Belastungen, das die Bevölkerung in Zukunft massiv spüren wird. (Abg. Neudeck: Brüten tut man das Ei!) Doch wer macht das, meine Damen und Herren? – Das macht eine überhebliche ÖVP, sie fährt über die Menschen in diesem Land drüber. Die FPÖ ihrerseits hat sich als Vertreter des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“ abgemeldet und präsentiert sich einmal mehr als unselbständiges Anhängsel der ÖVP. (Abg. Neudeck: Jetzt weiß ich, warum in der SPÖ nichts rauskommt! Die wollen das Nest brüten!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Gehen Sie als einer der Bünde der ÖVP zum ÖVP-Klub. Vor allem – und das wäre ganz wichtig –: Lassen Sie das Volk entscheiden und beurteilen, was es von Ihren Maßnahmen hält! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Besonders deutlich wird das am Beispiel der geplanten Selbstbehalte. Genau wie bei der Pensionsreform handelt es sich dabei unserer Meinung nach um eine Geldbeschaffungsaktion – ohne soziale Gerechtigkeit. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Belastet werden sollen ASVG-Versicherte – das kommt einem doch bekannt vor! Die Regierung agiert da offenbar wider besseres eigenes Wissen. Zahlreiche Experten, sogar der von der Regierung beauftragte Professor Mazal, haben inzwischen bestätigt, dass die Einführung von generellen Selbstbehalten keinerlei Lenkungseffekt und nur bescheidene Finanzierungseffekte hat.
Abg. Ellmauer: Wie die Eisenbahner!
In den Niederlanden wurden derartige Selbstbehalte wegen Erfolglosigkeit sogar wieder zurückgenommen. Bei uns will man aber Kranke massiv belasten. (Abg. Ellmauer: Wie die Eisenbahner!) Was mir persönlich besonders wehtut, ist, dass diese Selbstbehalte besonders Frauen treffen. Die Gesundheitsökonomin Maria Hofmarcher hat festgestellt, dass Frauen zu 35 bis 40 Prozent mehr betroffen wären als Männer. (Abg. Wittauer: Die werden halt öfter krank ...!) Allein durch diese Selbstbehalte würde sich die Gesamtbenachteiligung der Frauen verdoppeln, und dabei sind die negativen Folgen der so genannten Pensionsreform für die Frauen noch gar nicht eingerechnet.
Abg. Wittauer: Die werden halt öfter krank ...!
In den Niederlanden wurden derartige Selbstbehalte wegen Erfolglosigkeit sogar wieder zurückgenommen. Bei uns will man aber Kranke massiv belasten. (Abg. Ellmauer: Wie die Eisenbahner!) Was mir persönlich besonders wehtut, ist, dass diese Selbstbehalte besonders Frauen treffen. Die Gesundheitsökonomin Maria Hofmarcher hat festgestellt, dass Frauen zu 35 bis 40 Prozent mehr betroffen wären als Männer. (Abg. Wittauer: Die werden halt öfter krank ...!) Allein durch diese Selbstbehalte würde sich die Gesamtbenachteiligung der Frauen verdoppeln, und dabei sind die negativen Folgen der so genannten Pensionsreform für die Frauen noch gar nicht eingerechnet.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, Rauch-Kallat: Wo bleibt da Ihr Protest?! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Selbstbehalte sind kein geeignetes Mittel zur Finanzierung oder Lenkung des Gesundheitssystems. Ihre diesbezüglichen Vorhaben reihen sich in die Belastungspolitik gegenüber den ASVG-Versicherten ein. Kranksein wird damit in Österreich zum finanziellen Risiko, dies führt dazu, dass schlechter Verdienende notwendige Leistungen nicht mehr in Anspruch nehmen beziehungsweise dass sie sich Arztbesuche nicht mehr leisten können. – Die SPÖ lehnt dies entschieden ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Erlagscheine sind nicht so teuer!
Aber das Erschütternde an dem Ganzen ist, dass die Regierung es nicht der Mühe wert findet, diese Selbstbehalte festzulegen, sondern dies ganz einfach den Krankenversicherungsanstalten überträgt, die dann quasi das Bummerl haben und die Bösen sind, die den Kranken Selbstbehalte auferlegen. Jeder von Ihnen, der schon derzeit in einem Gesundheitssystem ist, in dem es Selbstbehalte gibt, weiß, was sich, wenn man älter wird und auch gelegentlich zum Arzt gehen muss, Monat für Monat an Erlagscheinkosten ansammelt. (Abg. Neudeck: Erlagscheine sind nicht so teuer!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche all jenen von Ihnen, die in wenigen Minuten all diesen Budgetbegleitgesetzen zustimmen werden, sehr, sehr viel Gesundheit, denn sonst wird es teuer für Sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Erstens: Sie kürzen die Zahl der Schulstunden und treffen damit die unteren Einkommensschichten, weil Sie dadurch Kinder in Privatschulen treiben, die sich aber deren Eltern aus eben diesen Einkommensschichten nicht leisten können. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap war jetzt genau so überrascht wie ich, dass nicht er drankommt, sondern ich. Ich hätte nämlich gemeint, dass das letzte Zitat des Abgeordneten Wittmann, nämlich „Sieger sehen anders aus!“, eine gute Einleitung für den Auftritt des Abgeordneten Cap gewesen wäre (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie und von der Opposition insgesamt: Sieger sehen wirklich anders aus!
Abg. Dr. Matznetter: Der Rentenklau!
Sieger in dieser Pensionsreformdebatte wird einer sein (Abg. Dr. Matznetter: Der Rentenklau!), Sieger wird die Republik Österreich, werden die Pensionisten und die gesamte Bevölkerung dieser Republik sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sieger in dieser Pensionsreformdebatte wird einer sein (Abg. Dr. Matznetter: Der Rentenklau!), Sieger wird die Republik Österreich, werden die Pensionisten und die gesamte Bevölkerung dieser Republik sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Mit Sicherheit nicht!
Mit dieser Pensionsreform, die wir mit diesen Budgetbegleitgesetzen heute hier verabschieden, wird es nämlich erstmals seit vielen Jahren, ja seit Jahrzehnten, eine nachhaltige, zukunftsweisende Reform der Altersvorsorge geben! (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Mit Sicherheit nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Das, was Sie jahrelang immer wieder diskutiert haben, aber über das Sie sich nie drübergetraut haben, weil es eben viel angenehmer ist, den Wählerinnen und Wählern zu sagen, es sei ohnehin alles in Ordnung, es gäbe gar keinen Bedarf, man müsse vielleicht ein bisschen reparieren, machen wir jetzt. Die Geldbeschaffungsaktionen haben Sie in den neunziger Jahren gemacht, als Sie die Pensionen nicht erhöht haben (Beifall bei den Freiheitlichen), als Sie auch bei den sozial Schwachen in die Tasche gegriffen haben. Das waren die Geldbeschaffungsaktionen – ohne Durchführung einer Strukturreform. Das ist nicht unser Weg.
Abg. Wittauer: So ist das!
Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, haben in den letzten Wochen viel Kritik geübt – es war eine sehr umfassende Debatte –, ich hätte mir jedoch gewünscht, dass Sie auch konkrete Abänderungsvorschläge vorlegen. Wir haben heute Abänderungsanträge von Ihnen bekommen – ich habe mir gedacht: Endlich, jetzt kommen Abänderungsvorschläge! –, aber die Abänderungen lauten nur: streichen, streichen, streichen, streichen! (Abg. Wittauer: So ist das!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Das Nichtbeschließen von Reformen mag eine Methode der Opposition sein, aber es ist keine Methode einer guten Opposition. Die Methode einer Regierung und von Regierungsparteien ist die Beschlussfassung (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – abändern dort, wo wir der Meinung sind, dass etwas abzuändern ist, aber dann letztlich beschließen, denn die Republik lebt nicht von abgesagten Reformen, von Zurückziehungen, sondern die Republik und die Bevölkerung verlangen Beschlüsse, und diese werden die Regierungsparteien heute hier unter Beweis stellen.
Abg. Mag. Wurm: Das war der Haider!
Meine Damen und Herren! Es wurde sehr oft von „Rebellen“ in der FPÖ gesprochen und heute hier auch vom „Umfallen“, man hat versucht, alles daranzusetzen, mit allen möglichen Methoden aus den Reihen der Regierungsparteien Abgeordnete „herauszubrechen“ (Abg. Mag. Wurm: Das war der Haider!), und zwar mit lauteren und unlauteren Methoden, und dazu sage ich Folgendes: All das ist sinnlos gewesen, denn unsere Abgeordneten, die Abgeordneten der Regierungsparteien, also von der ÖVP und den Freiheitlichen, bekennen sich zu der Verantwortung, die sie heute hier im Parlament haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Meine Damen und Herren! Es wurde sehr oft von „Rebellen“ in der FPÖ gesprochen und heute hier auch vom „Umfallen“, man hat versucht, alles daranzusetzen, mit allen möglichen Methoden aus den Reihen der Regierungsparteien Abgeordnete „herauszubrechen“ (Abg. Mag. Wurm: Das war der Haider!), und zwar mit lauteren und unlauteren Methoden, und dazu sage ich Folgendes: All das ist sinnlos gewesen, denn unsere Abgeordneten, die Abgeordneten der Regierungsparteien, also von der ÖVP und den Freiheitlichen, bekennen sich zu der Verantwortung, die sie heute hier im Parlament haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben es uns nicht leicht gemacht, und ich glaube, dass das ein gutes Beispiel für lebendigen Parlamentarismus ist, nämlich dafür, dass man dann, wenn man eine Regierungsvorlage bekommt, die der eigenen Meinung nicht nach Punkt und Beistrich entspricht, nicht zähneknirschend und vielleicht noch mit der geballten Faust im Hosensack zustimmt, wie das früher vielleicht der Fall gewesen ist, sondern – ganz im Gegenteil – offensiv und aktiv, im Sinne einer wirklichen Volksvertretung eine Regierungsvorlage diskutiert, kritisiert, abändert, verbessert, bis man wirklich der Meinung ist, mit gutem Gewissen der Reform zustimmen zu können. Genau das haben wir gemacht, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Ein Mühlstein!
Wir haben nicht alles erreicht, was wir vielleicht erreichen wollten, aber wir können sagen: Es ist dies ein guter Kompromiss, ein tauglicher Kompromiss, der die Prinzipien, die wir an diese Pensionsreform gestellt haben, auch erfüllen kann! Neben den wichtigen anderen Bereichen der Budgetbegleitgesetze, etwa der Steuerreform, der Entlastung für die Wirtschaft, ist die Pensionsreform ein Meilenstein dieser Regierungsarbeit, ein Meilenstein des Parlamentarismus für eine gute Zukunft unserer Pensionsvorsorge. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Ein Mühlstein!)
Abg. Scheibner: Wir wissen aber, wie das geht!
†Abgeordneter Dr. Josef Cap| (SPÖ): Herr Klubobmann Scheibner! Geben Sie keine Ratschläge, was eine gute Opposition ist (Abg. Scheibner: Wir wissen aber, wie das geht!), sondern seien Sie einmal eine gute Regierung und Regierungspartei, denn das haben Sie bis jetzt noch nicht zusammengebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
†Abgeordneter Dr. Josef Cap| (SPÖ): Herr Klubobmann Scheibner! Geben Sie keine Ratschläge, was eine gute Opposition ist (Abg. Scheibner: Wir wissen aber, wie das geht!), sondern seien Sie einmal eine gute Regierung und Regierungspartei, denn das haben Sie bis jetzt noch nicht zusammengebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Im Übrigen plädiere ich dafür, dass man hier auf dem Boden eine Mikrophonanlage anbringt, damit all jene FPÖ-Abgeordneten, die in den letzten Wochen schon im Liegen Politik gemacht haben, gleich liegend weitersprechen können, denn sie lieferten permanent Umfaller. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie Zwischenrufe und demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir nehmen zur Kenntnis, dass Ihnen Machterhalt wichtiger ist als soziale Gerechtigkeit. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Ihnen Machterhalt wichtiger ist, als sich einer Abstimmung durch die Bevölkerung zu stellen. Ihnen sind die Posten, Ihnen ist die Regierungsbeteiligung wichtiger. Wir nehmen das zur Kenntnis und werden das der Bevölkerung auch in den Wahlkreisen mitteilen. Ebenso werden wir der Bevölkerung mitteilen, wer sich heute bei den namentlichen Abstimmungen hinter diese ungerechten Reformen gestellt hat. Das werden wir der Bevölkerung mitteilen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie Zwischenrufe und demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Vielleicht war es auch nur ein PR-Gag, dass Herr Dolinschek, der ja im Budgetausschuss dafür gestimmt hat, dann plötzlich mit sieben anderen bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt gesagt hat: Nein, wir wollen doch nicht zustimmen! Vielleicht war es einfach ein PR-Gag, mit dem Sie zeigen wollten, dass Sie bis zum Schluss kämpfen. – Einen Schmarren haben Sie bis zum Schluss gekämpft! Schauen Sie sich doch an, was herausgekommen ist: Noch unsozialer ist es geworden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Neugebauer hat sein Solidaritätsbewusstsein heute an der Tür, beim Eingang abgegeben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Wittauer: Wir sind ja nicht bei „Wünsch dir was“! – und für diese werden wir sorgen, dafür, dass Sie für den heutigen Tag bezahlen werden! (Abg. Wittauer: Wir haben dafür gesorgt, dass Sie auf der Oppositionsbank sitzen!
Wenn Sie heute gewinnen sollten, wird es ein Pyrrhussieg sein. Die, die sich in der Geschichte auskennen, wissen, was ein Pyrrhussieg ist: ein Sieg auf dem Weg zur endgültigen Niederlage (Abg. Wittauer: Wir sind ja nicht bei „Wünsch dir was“! – und für diese werden wir sorgen, dafür, dass Sie für den heutigen Tag bezahlen werden! (Abg. Wittauer: Wir haben dafür gesorgt, dass Sie auf der Oppositionsbank sitzen!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Schreien Sie nicht so! Wer schreit, hat Unrecht!
Solch eine unsoziale Reform, ein Budgetbegleitgesetz in dieser Art und Weise hier durchzuziehen, das ist unfassbar, undemokratisch. Sie sind dann der Sieger gegen die österreichische Bevölkerung, der Sieger gegen die Frauen, gegen die unter 35-Jährigen und, Herr Abgeordneter Neugebauer, auch gegen die ASVG-Pensionisten, denen gegenüber Sie Solidarität haben vermissen lassen. Da sind Sie der Sieger! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Schreien Sie nicht so! Wer schreit, hat Unrecht!)
Abg. Wittauer: Die Mehrheit beschließt ein Gesetz, das ist ganz einfach!
Was kümmern Sie Demonstrationen? Was kümmert Sie die direkte Demokratie? Was kümmert Sie das Parlament? Sie wollten das durchpeitschen und haben zum Schluss auch noch Fristsetzungsanträge gestellt, damit es ja möglichst rasch geht (Abg. Wittauer: Die Mehrheit beschließt ein Gesetz, das ist ganz einfach!), zack, zack, schnell durchs Haus, damit die Regierung dann hier damit weiterarbeiten kann. Was kümmert Sie das? – Nichts!
Abg. Wittauer: Ein Schauspiel!
Wir werden der Bevölkerung mitteilen, wie Sie mit diesem Hohen Haus umgehen, wie Sie sich hier dem – Sie haben noch die Chance, ich werde den Antrag auf Volksabstimmung in wenigen Minuten einbringen – aus Angst nicht gestellt haben. (Abg. Wittauer: Ein Schauspiel!) Aus Angst vor der Bevölkerung, aus Angst vor den Österreicherinnen und Österreichern! (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden der Bevölkerung mitteilen, wie Sie mit diesem Hohen Haus umgehen, wie Sie sich hier dem – Sie haben noch die Chance, ich werde den Antrag auf Volksabstimmung in wenigen Minuten einbringen – aus Angst nicht gestellt haben. (Abg. Wittauer: Ein Schauspiel!) Aus Angst vor der Bevölkerung, aus Angst vor den Österreicherinnen und Österreichern! (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das ist ein schlechtes Theaterspiel, das Sie hier aufführen! Das ist ein Kabarett!
Ich frage Sie: Warum haben Sie Angst? – Sie werden ja einen Grund dafür haben. (Abg. Wittauer: Das ist ein schlechtes Theaterspiel, das Sie hier aufführen! Das ist ein Kabarett!) Ein schlechtes Gewissen haben Sie, weil Sie den Österreichern in die Taschen greifen, weil in Wirklichkeit das, was Sie heute beschließen, zu mehr Armut führen wird. Das sollte Ihnen endlich einmal ins Stammbuch geschrieben werden. Es ist auch noch nicht der letzte Tag, an dem die Auseinandersetzung geführt wird! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich frage Sie: Warum haben Sie Angst? – Sie werden ja einen Grund dafür haben. (Abg. Wittauer: Das ist ein schlechtes Theaterspiel, das Sie hier aufführen! Das ist ein Kabarett!) Ein schlechtes Gewissen haben Sie, weil Sie den Österreichern in die Taschen greifen, weil in Wirklichkeit das, was Sie heute beschließen, zu mehr Armut führen wird. Das sollte Ihnen endlich einmal ins Stammbuch geschrieben werden. Es ist auch noch nicht der letzte Tag, an dem die Auseinandersetzung geführt wird! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Richtig: Sieger sehen anders aus! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) So wie Sie auf der Regierungsbank ausschauen, so wie Sie, die Abgeordneten von den beiden Koalitionsparteien, aussehen, dieses aufgesetzte Lachen, dieses Hochheben der Gesichtsfalten, das gerade noch irgendwie geht, damit der Eindruck entstehen soll, Sie seien entspannt und die letzten Wochen ohnehin nichts gewesen wären, all das ist gespielt.
Abg. Scheibner: Jetzt zitiert er schon Jörg Haider!
Ich sage Ihnen: Sie sind hier leichtfertig mit dem Schicksal, mit der Lebensplanung vieler Menschen in Österreich umgegangen – wir haben viele Einzelschicksale hier aufgezählt. – Es war Ihnen gleichgültig! Gefühllosigkeit oder, wie Jörg Haider einmal gesagt hat: Herzlosigkeit ist das Markenzeichen dieser Regierung! (Abg. Scheibner: Jetzt zitiert er schon Jörg Haider!) Herzlosigkeit! Dafür werden Sie sich noch verantworten müssen, das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich sage Ihnen: Sie sind hier leichtfertig mit dem Schicksal, mit der Lebensplanung vieler Menschen in Österreich umgegangen – wir haben viele Einzelschicksale hier aufgezählt. – Es war Ihnen gleichgültig! Gefühllosigkeit oder, wie Jörg Haider einmal gesagt hat: Herzlosigkeit ist das Markenzeichen dieser Regierung! (Abg. Scheibner: Jetzt zitiert er schon Jörg Haider!) Herzlosigkeit! Dafür werden Sie sich noch verantworten müssen, das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Im Übrigen haben Sie dann auch noch die Gelegenheit, dass wir, wenn Sie hier zustimmen, gleich auch über die unnötigen Eurofighter, dieses unnötige Kriegsgerät, abstimmen können, die die Mehrheit in Österreich ebenfalls nicht will und weswegen Sie den Pensionisten in die Taschen greifen, damit Sie diesen Unsinn auch noch finanzieren können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: ... Nicht einmal bei der Schilling-Abschaffung haben Sie eine Volksabstimmung gemacht!
Überlegen Sie sich das gut. Die ÖVP wollte nie eine Volksabstimmung darüber, aber bei der FPÖ hat es nicht wenige gegeben, die gesagt haben: Da muss eine Volksabstimmung stattfinden! (Abg. Scheibner: ... Nicht einmal bei der Schilling-Abschaffung haben Sie eine Volksabstimmung gemacht!) Es wurde plakatiert, dass die Abfangjäger verhindert wurden. Da hat es geheißen: Die Koalition wird scheitern! Da sind acht Abgeordnete, deren Namen wir alle kennen – wir werden ja ihr Abstimmungsverhalten im Rahmen der namentlichen Abstimmung sehen! –, in die Öffentlichkeit gegangen und haben gesagt: Das und das und das wollen wir nicht! – Was wird da jetzt sein?
Abg. Kopf: Was ist an einem Parlamentsbeschluss undemokratisch?!
Sie haben noch eine letzte Chance, nämlich hier mit uns mitzustimmen. Wenn Sie diese nicht nutzen, dann haben Sie politisch abgedankt – Sie mehr als die ÖVP (Abg. Kopf: Was ist an einem Parlamentsbeschluss undemokratisch?!), denn die wollte das ohnehin nicht, die hat ein ganz anderes Politikverständnis; das ist ein anderes Thema, mit dem man sich auseinander setzen sollte. Sie haben jetzt die letzte Chance! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie haben noch eine letzte Chance, nämlich hier mit uns mitzustimmen. Wenn Sie diese nicht nutzen, dann haben Sie politisch abgedankt – Sie mehr als die ÖVP (Abg. Kopf: Was ist an einem Parlamentsbeschluss undemokratisch?!), denn die wollte das ohnehin nicht, die hat ein ganz anderes Politikverständnis; das ist ein anderes Thema, mit dem man sich auseinander setzen sollte. Sie haben jetzt die letzte Chance! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Sollen!
†Abgeordneter Karl Öllinger| (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem jene von den Regierungsparteien! Sie werden schon Ihre Gründe dafür haben oder gesucht haben oder gefunden haben, dass Sie dieser Vorlage zustimmen wollen, müssen (Ruf bei der ÖVP: Sollen!), können. (Abg. Scheibner: Dürfen!) – Das ist die eine Sache.
Abg. Scheibner: Dürfen!
†Abgeordneter Karl Öllinger| (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem jene von den Regierungsparteien! Sie werden schon Ihre Gründe dafür haben oder gesucht haben oder gefunden haben, dass Sie dieser Vorlage zustimmen wollen, müssen (Ruf bei der ÖVP: Sollen!), können. (Abg. Scheibner: Dürfen!) – Das ist die eine Sache.
Abg. Wittauer: Ist umgesetzt!
Die andere ist die, dass wir Sie bei dieser Gelegenheit schon auch an das erinnern wollen, was Sie in den letzten zwei Monaten – zwei Monate waren es ungefähr – alles versprochen haben, was sich ändern wird, was stattfinden wird: ein nachhaltiges Pensionssystem (Abg. Wittauer: Ist umgesetzt!) – das wurde nicht erfüllt, das können wir schon als nicht erledigt abhaken. Diese Pensionsreform – das garantiere ich Ihnen – hält nicht länger als vier Jahre, denn entweder wird sie von anderen Parteien durch eine neue abgelöst werden (Abg. Scheibner: Das ist eine gute Reform!) oder Sie selbst werden diejenigen sein, die das nächste „Pensionsverschlechterungspaket“ einbringen werden. So wird es sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist eine gute Reform!
Die andere ist die, dass wir Sie bei dieser Gelegenheit schon auch an das erinnern wollen, was Sie in den letzten zwei Monaten – zwei Monate waren es ungefähr – alles versprochen haben, was sich ändern wird, was stattfinden wird: ein nachhaltiges Pensionssystem (Abg. Wittauer: Ist umgesetzt!) – das wurde nicht erfüllt, das können wir schon als nicht erledigt abhaken. Diese Pensionsreform – das garantiere ich Ihnen – hält nicht länger als vier Jahre, denn entweder wird sie von anderen Parteien durch eine neue abgelöst werden (Abg. Scheibner: Das ist eine gute Reform!) oder Sie selbst werden diejenigen sein, die das nächste „Pensionsverschlechterungspaket“ einbringen werden. So wird es sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die andere ist die, dass wir Sie bei dieser Gelegenheit schon auch an das erinnern wollen, was Sie in den letzten zwei Monaten – zwei Monate waren es ungefähr – alles versprochen haben, was sich ändern wird, was stattfinden wird: ein nachhaltiges Pensionssystem (Abg. Wittauer: Ist umgesetzt!) – das wurde nicht erfüllt, das können wir schon als nicht erledigt abhaken. Diese Pensionsreform – das garantiere ich Ihnen – hält nicht länger als vier Jahre, denn entweder wird sie von anderen Parteien durch eine neue abgelöst werden (Abg. Scheibner: Das ist eine gute Reform!) oder Sie selbst werden diejenigen sein, die das nächste „Pensionsverschlechterungspaket“ einbringen werden. So wird es sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Überlegt!
Eine Volksabstimmung. – Haben Sie von der Freiheitlichen Partei es nicht versprochen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Überlegt!) – Umgefallen! Wo ist die Volksabstimmung über die Pensionsreform, die Sie über Monate gefordert haben? (Abg. Neudeck: „Besprochen“, nicht „versprochen“!)
Abg. Neudeck: „Besprochen“, nicht „versprochen“!
Eine Volksabstimmung. – Haben Sie von der Freiheitlichen Partei es nicht versprochen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Überlegt!) – Umgefallen! Wo ist die Volksabstimmung über die Pensionsreform, die Sie über Monate gefordert haben? (Abg. Neudeck: „Besprochen“, nicht „versprochen“!)
Abg. Wittauer: Wir haben ja schon ja gesagt! Wir sind ja für die Luftraumüberwachung! Nicht einmal so und ein anderes Mal so!
Wenn man darüber nachdenkt, muss man sich schon fragen: Warum wird die Freiheitliche Partei zunächst einem Gesetz zustimmen, um es dann einer Volksabstimmung zu unterziehen? Wie wird sie das argumentieren können? – Jetzt wissen wir: Sie werden ihm zustimmen, Sie erhalten aber auch die Möglichkeit, zu einer Volksabstimmung ja zu sagen, zu den Abfangjägern ja zu sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei (Abg. Wittauer: Wir haben ja schon ja gesagt! Wir sind ja für die Luftraumüberwachung! Nicht einmal so und ein anderes Mal so!), und zur Pensionsreform noch einmal ja zu sagen oder das zu tun, was die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher von Ihnen erwartet, und zwar 80 Prozent: nämlich nein zu sagen zu den Abfangjägern und auch zur Pensionsreform, denn diese Pensionsreform – das wissen Sie ganz genau – wird von den Österreicherinnen und Österreichern nicht unterstützt. Das wissen Sie sehr wohl! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn man darüber nachdenkt, muss man sich schon fragen: Warum wird die Freiheitliche Partei zunächst einem Gesetz zustimmen, um es dann einer Volksabstimmung zu unterziehen? Wie wird sie das argumentieren können? – Jetzt wissen wir: Sie werden ihm zustimmen, Sie erhalten aber auch die Möglichkeit, zu einer Volksabstimmung ja zu sagen, zu den Abfangjägern ja zu sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei (Abg. Wittauer: Wir haben ja schon ja gesagt! Wir sind ja für die Luftraumüberwachung! Nicht einmal so und ein anderes Mal so!), und zur Pensionsreform noch einmal ja zu sagen oder das zu tun, was die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher von Ihnen erwartet, und zwar 80 Prozent: nämlich nein zu sagen zu den Abfangjägern und auch zur Pensionsreform, denn diese Pensionsreform – das wissen Sie ganz genau – wird von den Österreicherinnen und Österreichern nicht unterstützt. Das wissen Sie sehr wohl! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Haben wir!
Wo, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, sind Sie mit Ihrem Versprechen geblieben, bei Politikerpensionen zu harmonisieren? (Abg. Wittauer: Haben wir!) Nein, nein, nicht „Haben wir!“ – Das, was Sie haben, ist die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 65 Jahre und für Politikerpensionen bis 45 000 S oder 3 300 € die Erhöhung um 1 Prozent. (Abg. Scheibner: 15 Prozent!) Um 1 Prozent, das ist Ihr „schwerwiegender“ Solidarbeitrag!
Abg. Scheibner: 15 Prozent!
Wo, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, sind Sie mit Ihrem Versprechen geblieben, bei Politikerpensionen zu harmonisieren? (Abg. Wittauer: Haben wir!) Nein, nein, nicht „Haben wir!“ – Das, was Sie haben, ist die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 65 Jahre und für Politikerpensionen bis 45 000 S oder 3 300 € die Erhöhung um 1 Prozent. (Abg. Scheibner: 15 Prozent!) Um 1 Prozent, das ist Ihr „schwerwiegender“ Solidarbeitrag!
Abg. Scheibner: 15 Prozent!
Sie wissen genau, Herr Abgeordneter Scheibner, dass sich durch dieses eine Prozent für die Teile bis 3 300, bis 3 400 € auch der Solidarbeitrag, der darüber hinaus zusätzlich eingehoben wird in der Höhe von 8 Prozent ... (Abg. Scheibner: 15 Prozent!) – 1 Prozent und 8 Prozent machen selbst bei den maximalen Pensionen von 12 800 € nur 5 bis 6 Prozent aus. Das ist der „schwerwiegende Solidarbeitrag“ (Abg. Scheibner: Ein Blödsinn!), den Politiker, Politikerinnen nach dem alten Bezügesystem leisten, während Sie den Leuten im ASVG, im GSVG und im BSVG einen Deckel von 10 Prozent zumuten?! Das ist der Unterschied! (Abg. Scheibner: Abschläge gibt es ja auch dazu! Das haben Sie noch nicht begriffen!)
Abg. Scheibner: Ein Blödsinn!
Sie wissen genau, Herr Abgeordneter Scheibner, dass sich durch dieses eine Prozent für die Teile bis 3 300, bis 3 400 € auch der Solidarbeitrag, der darüber hinaus zusätzlich eingehoben wird in der Höhe von 8 Prozent ... (Abg. Scheibner: 15 Prozent!) – 1 Prozent und 8 Prozent machen selbst bei den maximalen Pensionen von 12 800 € nur 5 bis 6 Prozent aus. Das ist der „schwerwiegende Solidarbeitrag“ (Abg. Scheibner: Ein Blödsinn!), den Politiker, Politikerinnen nach dem alten Bezügesystem leisten, während Sie den Leuten im ASVG, im GSVG und im BSVG einen Deckel von 10 Prozent zumuten?! Das ist der Unterschied! (Abg. Scheibner: Abschläge gibt es ja auch dazu! Das haben Sie noch nicht begriffen!)
Abg. Scheibner: Abschläge gibt es ja auch dazu! Das haben Sie noch nicht begriffen!
Sie wissen genau, Herr Abgeordneter Scheibner, dass sich durch dieses eine Prozent für die Teile bis 3 300, bis 3 400 € auch der Solidarbeitrag, der darüber hinaus zusätzlich eingehoben wird in der Höhe von 8 Prozent ... (Abg. Scheibner: 15 Prozent!) – 1 Prozent und 8 Prozent machen selbst bei den maximalen Pensionen von 12 800 € nur 5 bis 6 Prozent aus. Das ist der „schwerwiegende Solidarbeitrag“ (Abg. Scheibner: Ein Blödsinn!), den Politiker, Politikerinnen nach dem alten Bezügesystem leisten, während Sie den Leuten im ASVG, im GSVG und im BSVG einen Deckel von 10 Prozent zumuten?! Das ist der Unterschied! (Abg. Scheibner: Abschläge gibt es ja auch dazu! Das haben Sie noch nicht begriffen!)
Abg. Wittauer: Bei der Privilegienfrage waren immer die Freiheitlichen glaubwürdig!
Da wird klar, worauf Sie hinauswollen: Privilegien für die einen nach wie vor sichern (Abg. Wittauer: Bei der Privilegienfrage waren immer die Freiheitlichen glaubwürdig!), während den anderen tatsächliche Opfer zugemutet werden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da wird klar, worauf Sie hinauswollen: Privilegien für die einen nach wie vor sichern (Abg. Wittauer: Bei der Privilegienfrage waren immer die Freiheitlichen glaubwürdig!), während den anderen tatsächliche Opfer zugemutet werden! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Wenigstens das hat er mitgekriegt!
Was machen Sie jetzt? – Sie schaffen einen Härteausgleichsfonds in der Höhe von 10 Millionen € im ersten Jahr, von 16 Millionen € im zweiten Jahr und von 18 Millionen € im dritten Jahr. (Abg. Scheibner: Wenigstens das hat er mitgekriegt!) Sie wissen doch genau, was dieser Härteausgleichsfonds bedeutet, wenn Sie ihn mit der in den Erläuterungen genannten Auflage versehen: dass man ihn erst dann beanspruchen kann, wenn man entweder 30 Beitragsjahre oder 40 Versicherungsjahre geleistet hat. Sie wissen wohl genauso gut wie ich, dass wahrscheinlich keine Frau diesen Härteausgleichsfonds wird beanspruchen können, weil die Frauen Schwierigkeiten haben werden, die von Ihnen gesetzten Voraussetzungen zu erfüllen.
Abg. Scheibner: Es gibt einen Entschließungsantrag! Da werden Sie ja hoffentlich mitstimmen bei diesem Entschließungsantrag!
Wo bleibt das Versprechen des Herrn Dolinschek, einen Initiativantrag zur Harmonisierung der Pensionssysteme einzubringen? – Nichts vorhanden! Umgefallen! (Abg. Scheibner: Es gibt einen Entschließungsantrag! Da werden Sie ja hoffentlich mitstimmen bei diesem Entschließungsantrag!) Eine Entschließung ist es geworden, eine Entschließung zur Harmonisierung, die schon in der Begründung, aber auch im Text gleichzeitig verspricht, dass die Harmonisierung begonnen wird mit der Nichtharmonisierung (Abg. Scheibner: Wo steht das?), nämlich mit dem Festhalten an unterschiedlichen Pensionssystemen. – Umgefallen! Ein Rohrkrepierer! Für die Rohrkrepierer sind Sie ja der Spezialist, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo steht das?) – Ich lese es Ihnen gerne vor. (Abg. Scheibner: Ja!)
Abg. Scheibner: Wo steht das?
Wo bleibt das Versprechen des Herrn Dolinschek, einen Initiativantrag zur Harmonisierung der Pensionssysteme einzubringen? – Nichts vorhanden! Umgefallen! (Abg. Scheibner: Es gibt einen Entschließungsantrag! Da werden Sie ja hoffentlich mitstimmen bei diesem Entschließungsantrag!) Eine Entschließung ist es geworden, eine Entschließung zur Harmonisierung, die schon in der Begründung, aber auch im Text gleichzeitig verspricht, dass die Harmonisierung begonnen wird mit der Nichtharmonisierung (Abg. Scheibner: Wo steht das?), nämlich mit dem Festhalten an unterschiedlichen Pensionssystemen. – Umgefallen! Ein Rohrkrepierer! Für die Rohrkrepierer sind Sie ja der Spezialist, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo steht das?) – Ich lese es Ihnen gerne vor. (Abg. Scheibner: Ja!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo steht das?
Wo bleibt das Versprechen des Herrn Dolinschek, einen Initiativantrag zur Harmonisierung der Pensionssysteme einzubringen? – Nichts vorhanden! Umgefallen! (Abg. Scheibner: Es gibt einen Entschließungsantrag! Da werden Sie ja hoffentlich mitstimmen bei diesem Entschließungsantrag!) Eine Entschließung ist es geworden, eine Entschließung zur Harmonisierung, die schon in der Begründung, aber auch im Text gleichzeitig verspricht, dass die Harmonisierung begonnen wird mit der Nichtharmonisierung (Abg. Scheibner: Wo steht das?), nämlich mit dem Festhalten an unterschiedlichen Pensionssystemen. – Umgefallen! Ein Rohrkrepierer! Für die Rohrkrepierer sind Sie ja der Spezialist, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo steht das?) – Ich lese es Ihnen gerne vor. (Abg. Scheibner: Ja!)
Abg. Scheibner: Ja!
Wo bleibt das Versprechen des Herrn Dolinschek, einen Initiativantrag zur Harmonisierung der Pensionssysteme einzubringen? – Nichts vorhanden! Umgefallen! (Abg. Scheibner: Es gibt einen Entschließungsantrag! Da werden Sie ja hoffentlich mitstimmen bei diesem Entschließungsantrag!) Eine Entschließung ist es geworden, eine Entschließung zur Harmonisierung, die schon in der Begründung, aber auch im Text gleichzeitig verspricht, dass die Harmonisierung begonnen wird mit der Nichtharmonisierung (Abg. Scheibner: Wo steht das?), nämlich mit dem Festhalten an unterschiedlichen Pensionssystemen. – Umgefallen! Ein Rohrkrepierer! Für die Rohrkrepierer sind Sie ja der Spezialist, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo steht das?) – Ich lese es Ihnen gerne vor. (Abg. Scheibner: Ja!)
Abg. Scheibner: Was hören Sie?
Die berufsständischen Spezifika und Anforderungen im öffentlichen Dienst sollen erforderlichenfalls auch durch Übergangsregelungen festgeschrieben werden. Auch im GSVG und im BSVG soll unter besonderer Berücksichtigung berufsständischer Notwendigkeiten vorgegangen werden. – Na, da höre ich ja schon, was da herauskommt (Abg. Scheibner: Was hören Sie?): Keine Harmonisierung, sondern die Festschreibung unterschiedlicher Pensionsinstitute, unterschiedlicher Leistungen, unterschiedlicher Beiträge (Abg. Scheibner: Das ist eine Übergangsregelung!) bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Abg. Scheibner: Das ist eine Übergangsregelung!
Die berufsständischen Spezifika und Anforderungen im öffentlichen Dienst sollen erforderlichenfalls auch durch Übergangsregelungen festgeschrieben werden. Auch im GSVG und im BSVG soll unter besonderer Berücksichtigung berufsständischer Notwendigkeiten vorgegangen werden. – Na, da höre ich ja schon, was da herauskommt (Abg. Scheibner: Was hören Sie?): Keine Harmonisierung, sondern die Festschreibung unterschiedlicher Pensionsinstitute, unterschiedlicher Leistungen, unterschiedlicher Beiträge (Abg. Scheibner: Das ist eine Übergangsregelung!) bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sagen Sie das? Wie kommen Sie auf diese Idee? – Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, man kann alles lächerlich machen!
Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, haben es nie und nimmer ernst genommen mit der Harmonisierung der Pensionssysteme. Sie haben nicht die Absicht, die Pensionssysteme zu harmonisieren (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sagen Sie das? Wie kommen Sie auf diese Idee? – Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, man kann alles lächerlich machen!), denn dann müsste dieser Antrag anders aussehen. (Abg. Wittauer: Sie reden drauflos und glauben, dass das die Wahrheit ist!)
Abg. Wittauer: Sie reden drauflos und glauben, dass das die Wahrheit ist!
Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, haben es nie und nimmer ernst genommen mit der Harmonisierung der Pensionssysteme. Sie haben nicht die Absicht, die Pensionssysteme zu harmonisieren (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sagen Sie das? Wie kommen Sie auf diese Idee? – Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, man kann alles lächerlich machen!), denn dann müsste dieser Antrag anders aussehen. (Abg. Wittauer: Sie reden drauflos und glauben, dass das die Wahrheit ist!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, Herr Neugebauer, haben Sie mitunterschrieben. Da stehen Sie drauf. Überdurchschnittlich sei Österreich. Das stimmt nicht. Das ist die Unwahrheit, Herr Kollege Neugebauer, und Sie als Gewerkschafter sollten das eigentlich wissen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Sonst wäre es noch schlechter!
Wo bleiben denn Ihre Versprechungen für die Jungen und die Frauen? Wo schaffen Sie denn diesen Gruppen die Sicherheit und die Nachhaltigkeit, das Vertrauen in ein Pensionssystem? – Mit diesem Antrag zur Pensionsreform haben Sie das nirgends geschafft und geschaffen. Da geht es nur ums billige Abkassieren. Deshalb bin ich froh, dass die Freiheitlichen nicht noch länger verhandeln (Ruf bei der SPÖ: Sonst wäre es noch schlechter!), denn eines ist klar: Die Freiheitlichen haben in der einen Woche des Verhandelns außer einigen kleinen Verbesserungen, die alle gegenfinanziert sind, nur eines erreicht: neue Belastungen (Abg. Silhavy: Genau!) in der Höhe von Hunderten Millionen Euro. Finanzminister Grasser wird sich bei ihnen bedanken. (Abg. Silhavy: Vielleicht wurde es deshalb gemacht!)
Abg. Silhavy: Genau!
Wo bleiben denn Ihre Versprechungen für die Jungen und die Frauen? Wo schaffen Sie denn diesen Gruppen die Sicherheit und die Nachhaltigkeit, das Vertrauen in ein Pensionssystem? – Mit diesem Antrag zur Pensionsreform haben Sie das nirgends geschafft und geschaffen. Da geht es nur ums billige Abkassieren. Deshalb bin ich froh, dass die Freiheitlichen nicht noch länger verhandeln (Ruf bei der SPÖ: Sonst wäre es noch schlechter!), denn eines ist klar: Die Freiheitlichen haben in der einen Woche des Verhandelns außer einigen kleinen Verbesserungen, die alle gegenfinanziert sind, nur eines erreicht: neue Belastungen (Abg. Silhavy: Genau!) in der Höhe von Hunderten Millionen Euro. Finanzminister Grasser wird sich bei ihnen bedanken. (Abg. Silhavy: Vielleicht wurde es deshalb gemacht!)
Abg. Silhavy: Vielleicht wurde es deshalb gemacht!
Wo bleiben denn Ihre Versprechungen für die Jungen und die Frauen? Wo schaffen Sie denn diesen Gruppen die Sicherheit und die Nachhaltigkeit, das Vertrauen in ein Pensionssystem? – Mit diesem Antrag zur Pensionsreform haben Sie das nirgends geschafft und geschaffen. Da geht es nur ums billige Abkassieren. Deshalb bin ich froh, dass die Freiheitlichen nicht noch länger verhandeln (Ruf bei der SPÖ: Sonst wäre es noch schlechter!), denn eines ist klar: Die Freiheitlichen haben in der einen Woche des Verhandelns außer einigen kleinen Verbesserungen, die alle gegenfinanziert sind, nur eines erreicht: neue Belastungen (Abg. Silhavy: Genau!) in der Höhe von Hunderten Millionen Euro. Finanzminister Grasser wird sich bei ihnen bedanken. (Abg. Silhavy: Vielleicht wurde es deshalb gemacht!)
Abg. Sieber: Spät, würde ich sagen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist keine gerechte Pensionsreform. Da hätten Sie sich etwas anderes, eine andere Art und Weise, einen besseren Weg, auch bessere Vorschläge und bessere Konzepte einfallen lassen müssen. Das hätte länger gedauert, möglicherweise ein halbes, dreiviertel Jahr. Weil Sie das nicht vorhaben, weil Sie aber so sehr darauf erpicht sind, auch Vorschläge von anderen Parteien kennen zu lernen, lese ich Ihnen auch noch den Entschließungsantrag der Abgeordneten Öllinger, Freundinnen und Freunde betreffend ein gerechtes Pensionssystem in den Grundzügen vor. (Abg. Sieber: Spät, würde ich sagen!)
Abg. Wittauer: Die 15 Minuten gehen auch einmal vorbei!
Es geht im Wesentlichen nur darum, dass wir eines klar festhalten, was Sie sich weigern so klar festzuhalten: Gleicher Beitrag ergibt gleiche Leistung. Das wäre schon etwas. (Abg. Wittauer: Die 15 Minuten gehen auch einmal vorbei!)
Abg. Scheibner: Sie sollten den Antrag vorlesen, nicht argumentieren!
Zweiter Punkt, den wir festhalten wollen: Jedem und jeder soll im Alter ein Anspruch auf eine Mindestpension garantiert werden, weil die Zahl jener Personen – egal ob Selbständige, Gewerbetreibende, Bauern –, die nicht mehr über kontinuierliche Erwerbsverläufe verfügen, die nicht kontinuierlich versichert sind, immer mehr zunimmt. Das wissen Sie genauso gut wie wir. Deshalb fordern wir eine Grundsicherung im Alter und zusätzlich – zweite Säule – eine Sozialversicherungspension, weil wir mit Sicherheit Ihren Weg nicht mitgehen, dass Sie die zweite und dritte Säule zusätzlich stärken wollen. Das ist ja der Widerspruch in sich in Ihrem Pensionskonzept. (Abg. Scheibner: Sie sollten den Antrag vorlesen, nicht argumentieren!) – Herr Kollege Scheibner, der Antrag liegt Ihnen schriftlich vor, ich kann ihn in wesentlichen Punkten erläutern.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann hat das endlich ein Ende!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Sie haben noch 50 Sekunden Redezeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann hat das endlich ein Ende!)
Abg. Wittauer: 15 Minuten Halbwahrheiten! Nichts Inhaltliches!
†Abgeordneter Karl Öllinger| (fortsetzend): Was wir zusätzlich haben wollen, ist die Sicherung des Bundesanteils am Pensionssystem, denn ohne die solidarische Mitwirkung des Bundes wird es auch in Zukunft kein solidarisches Pensionssystem geben. (Abg. Wittauer: 15 Minuten Halbwahrheiten! Nichts Inhaltliches!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Rechnung für diese Pensionsreform wird später beglichen. Die werden Sie mit Sicherheit zahlen müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
†Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer| (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist tatsächlich eine wichtige Entscheidung, die wir treffen, und wir sollten uns durchaus der Dimension dieser Entscheidung bewusst sein. Es ist eine wichtige Entscheidung über ganz wesentliche Zukunftsfragen für unser Land. Es ist aber auch, meine Damen und Herren – die Diskussion der vergangenen zwei Tage hat das deutlich gemacht – eine Entscheidung darüber, wie in Österreich Politik gestaltet wird. Ich denke und bin überzeugt davon, dass wir dabei eine hundertprozentige Rückendeckung der Bevölkerung haben. Es muss in diesem Land eine Politik gemacht werden, die die Realitäten nicht verneint. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn wir etwa in der Frage der Altersversorgung halbe Sachen machen würden – wir wissen das aus der Vergangenheit, und ich sage das durchaus auch etwas selbstkritisch –, dann würden uns, das weiß ich, diese halben Sachen in wenigen Jahren einholen und in Wahrheit doppelte Maßnahmen verlangen. – Nein, wir handeln jetzt, und wir handeln konsequent! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich finde es schade und bedauerlich, dass in diesen Diskussionen diese so wichtige Zukunftsvorsorge, die in diesem Haus teilweise auch einstimmig beschlossen wurde – etwa Abfertigung-neu, etwa die allgemeine Zukunftsvorsorge –, dass diese wichtigen Perspektiven in Frage stehen. – Nein, sie dürfen nicht in Frage gestellt werden, weil sie die Zukunft sichern. Und daher, meine Damen und Herren, haben wir ein Pensionssystem und eine Novelle vorgelegt, eine Pensionssicherungsreform, die nachhaltig, sozial und gerecht ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Wie denn?
Meine Damen und Herren! Wir bleiben jedoch bei diesen kurz- und mittelfristigen Maßnahmen nicht stehen. Gehen Sie davon aus, dass die Harmonisierung in Österreich umgesetzt wird, dass wir ab dem nächsten Jahr ein einheitliches Pensionsrecht für alle haben werden. (Abg. Mag. Kogler: Wie denn?) Auch das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Ich bin überzeugt davon, dass dieses harmonisierte Pensionsrecht eine wesentliche Zukunftsentscheidung ist (Abg. Öllinger: Mit Ihrem Antrag nicht!), und Sie haben heute die Chance, bei der Abstimmung über diesen Antrag Ihre Zustimmung zum Ausdruck zu bringen.
Abg. Öllinger: Mit Ihrem Antrag nicht!
Meine Damen und Herren! Wir bleiben jedoch bei diesen kurz- und mittelfristigen Maßnahmen nicht stehen. Gehen Sie davon aus, dass die Harmonisierung in Österreich umgesetzt wird, dass wir ab dem nächsten Jahr ein einheitliches Pensionsrecht für alle haben werden. (Abg. Mag. Kogler: Wie denn?) Auch das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Ich bin überzeugt davon, dass dieses harmonisierte Pensionsrecht eine wesentliche Zukunftsentscheidung ist (Abg. Öllinger: Mit Ihrem Antrag nicht!), und Sie haben heute die Chance, bei der Abstimmung über diesen Antrag Ihre Zustimmung zum Ausdruck zu bringen.
Abg. Öllinger: Wo denn?
Meine Damen und Herren! Zum Schluss dieser Diskussion: Ich meine, dass es in der Demokratie legitim und notwendig ist, Auseinandersetzungen auch emotional zu führen. Ich bitte Sie aber, bei aller Emotionalität die Grenzen nicht zu überschreiten. Ich denke mir, dass da oder dort Grenzen zumindest erreicht, wenn nicht überschritten wurden. Wenn Abgeordnete in ihrem Stimmverhalten unter Druck gesetzt werden (Abg. Öllinger: Wo denn?), so ist meiner Meinung nach in Wahrheit die Grenze überschritten.
Ruf: Stimmt!
Abschließend: In den letzten Tagen habe ich relativ häufig das Wort gehört, Wahltag sei Zahltag. (Ruf: Stimmt!) An den 24. November als Zahltag erinnere ich mich sehr, sehr gerne! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend: In den letzten Tagen habe ich relativ häufig das Wort gehört, Wahltag sei Zahltag. (Ruf: Stimmt!) An den 24. November als Zahltag erinnere ich mich sehr, sehr gerne! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das wird genügen!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Nunmehr hat sich Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer zu Wort gemeldet. Seine Gesamtredezeit in dieser Debatte beträgt noch 12 Minuten. Er selbst hat sich 5 Minuten vorgenommen. (Abg. Neudeck: Das wird genügen!) – Herr Abgeordneter, Sie sind am Wort.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
†Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer| (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Einen Satz des Herrn Abgeordneten Molterer kann man nicht unwidersprochen stehen lassen. Er hat gemeint, diese Pensionsreform sei beispielhaft dafür, wie in Österreich Politik gemacht werden solle. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bei aller Notwendigkeit einer Zukunftssicherung der Pensionen, aber dieser Prozess der Pensionsreform war mit Sicherheit nicht beispielhaft. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Am Ausschusstag haben Sie gar nicht mehr verhandeln wollen!
Die Bevölkerung zu verunsichern mit mehreren Vorschlägen, die ab dem 31. März dieses Jahres an die Öffentlichkeit gelangt sind, dann in den Ausschüssen mit so genannten Trägerraketen zu operieren, in denen anscheinend etwas ganz anderes steht, als gewollt war, sachliche Diskussionen in den Ausschüssen des Parlaments mit Fristsetzungen abzukürzen (Abg. Scheibner: Am Ausschusstag haben Sie gar nicht mehr verhandeln wollen!) und dann noch herzugehen und zu versuchen, im Ruck-Zuck-Verfahren das Ganze durchzuziehen, das, Herr Abgeordnete Molterer, hat mit parlamentarischer und demokratischer Kultur nichts zu tun. Ich würde Sie ersuchen, bei künftigen Gesetzgebungsvorhaben dieser Dimension eine andere Qualität an den Tag zu legen, als das in den letzten Wochen der Fall war. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Bevölkerung zu verunsichern mit mehreren Vorschlägen, die ab dem 31. März dieses Jahres an die Öffentlichkeit gelangt sind, dann in den Ausschüssen mit so genannten Trägerraketen zu operieren, in denen anscheinend etwas ganz anderes steht, als gewollt war, sachliche Diskussionen in den Ausschüssen des Parlaments mit Fristsetzungen abzukürzen (Abg. Scheibner: Am Ausschusstag haben Sie gar nicht mehr verhandeln wollen!) und dann noch herzugehen und zu versuchen, im Ruck-Zuck-Verfahren das Ganze durchzuziehen, das, Herr Abgeordnete Molterer, hat mit parlamentarischer und demokratischer Kultur nichts zu tun. Ich würde Sie ersuchen, bei künftigen Gesetzgebungsvorhaben dieser Dimension eine andere Qualität an den Tag zu legen, als das in den letzten Wochen der Fall war. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Zweiten fällt ein gewisser Unterschied zwischen Schein und Sein auf. Sie erzählen uns hier von der Festigung der ersten Säule, aber es ist keine Festigung der ersten Säule, wenn Menschen, die ohnehin mit geringen Pensionen zu rechnen haben – das ist schlimm genug – in Zukunft um 10 bis 12 Prozent weniger haben werden. Es ist auch keine Festigung der Pensionen, wenn die heute Jungen nach der Einführung Ihres so genannten beitragsorientierten Kontos mit mehr als 30 Prozent Pensionskürzungen rechnen müssen. Das ist keine Festigung der Pensionsperspektive, das ist eine ganz klare Pensionskürzung, die noch dazu sozial unfair und ungerecht ist. Und zu diesen Fakten sollten Sie stehen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie von der Koalition sprechen von der Stärkung der zweiten Säule. Ich stimme Ihnen zu, und ich habe auch die Beschlüsse im Parlament zur Einführung der zweiten Säule mitgetragen. Aber dann erklären Sie uns doch bitte, wieso gerade Sie im Zuge dieses Budgetbegleitgesetzes die Verzinsungsgarantien der zweiten Säule, sprich der Pensionskassen, abschwächen, womit der Pensionsertrag für mehr als 300 000 Anspruchsberechtigte in Österreich in Zukunft geringer sein wird. Sie sprechen von der Stärkung der zweiten Säule, doch das, was Sie heute hier beschließen, ist eine Schwächung der zweiten Säule. Und das ist der falsche Weg, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich kann Ihnen schon sagen: Eine Harmonisierung nach dem Muster, wie es dort drinnen steht, ist bestenfalls eine Scheinharmonisierung, aber kein einheitliches Pensionssystem für alle Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Sie waren nicht im Saal! – Abg. Neudeck: Sie werden das nicht verhindern!
Ich kündige Ihnen schon heute an: Das, was in diesem Entschließungsantrag steht, ist keine Harmonisierung – und nach den heutigen Aussagen, die wir auch vom Kollegen Neugebauer gehört haben, wird die ÖVP am Ende des Tages zu keiner Harmonisierung bereit sein. Daher sollten Sie sich ganz genau an den heutigen Tag erinnern, sehr geehrte Abgeordnete von der FPÖ. Sie werden diese Harmonisierung nicht bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Sie waren nicht im Saal! – Abg. Neudeck: Sie werden das nicht verhindern!) Wir werden auf diesen Tag zurückkommen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Ihr müsst vorher zustimmen! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Ich nehme den Vorschlag auf, den viele aus Ihren Reihen gemacht haben, als sie gesagt haben: Die Volksabstimmung über die Pensionsreform ist dringend notwendig, anders kann sie nicht kommen. – Soll ich Ihnen etwas sagen? – Wenn Sie keine Angst vor der österreichischen Bevölkerung haben, wenn Sie wirklich glauben, dass Ihre Argumente gut sind, dann stellen Sie sich dem demokratischen Wettbewerb und stimmen Sie dem Antrag auf Abhaltung einer Volksabstimmung zu. Das wäre der einzig faire Weg, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Ihr müsst vorher zustimmen! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Heiterkeit und anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich weiß, dass die Selbstverleugnung der Abgeordneten der FPÖ sehr weit gehen kann, aber da sie so weit geht, dass bei der Abschlussbemerkung des Kollegen Molterer – als er gesagt hat, er erinnere sich freudig an den Wahltag ist gleich Zahltag 24. November – der Klubobmann der FPÖ frenetisch applaudiert, muss ich sagen: Es ist Zeit zur Umkehr, meine sehr verehrten Damen und Herren, weil Sie viele solche Zahltage nicht mehr aushalten! (Heiterkeit und anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Haben wir ja gesehen! – Abg. Eder: Jawohl, haben wir gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Klubobmann Gusenbauer hat die Behauptung aufgestellt, ich hätte nach der Rede des Herrn Klubobmanns Molterer, vor allem nach der Passage, in der er gesagt hat, er erinnere sich gerne an den 24. November, frenetisch applaudiert. (Abg. Dr. Niederwieser: Haben wir ja gesehen! – Abg. Eder: Jawohl, haben wir gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist nicht richtig, Herr Abgeordneter Gusenbauer!
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Ich habe ausdrücklich zur Kenntnis gebracht – und auch hier nicht applaudiert –, dass ich mich nicht gerne an den 24. November vorigen Jahres zurückerinnere. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Das sage ich in aller Offenheit und Ehrlichkeit. Ich bin aber davon überzeugt (anhaltende Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass wir uns an den nächsten Wahltag lieber zurückerinnern werden (Abg. Schieder: Herr Präsident!), als Sie es tun werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
anhaltende Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Ich habe ausdrücklich zur Kenntnis gebracht – und auch hier nicht applaudiert –, dass ich mich nicht gerne an den 24. November vorigen Jahres zurückerinnere. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Das sage ich in aller Offenheit und Ehrlichkeit. Ich bin aber davon überzeugt (anhaltende Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass wir uns an den nächsten Wahltag lieber zurückerinnern werden (Abg. Schieder: Herr Präsident!), als Sie es tun werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schieder: Herr Präsident!
Ich habe ausdrücklich zur Kenntnis gebracht – und auch hier nicht applaudiert –, dass ich mich nicht gerne an den 24. November vorigen Jahres zurückerinnere. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Das sage ich in aller Offenheit und Ehrlichkeit. Ich bin aber davon überzeugt (anhaltende Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass wir uns an den nächsten Wahltag lieber zurückerinnern werden (Abg. Schieder: Herr Präsident!), als Sie es tun werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe ausdrücklich zur Kenntnis gebracht – und auch hier nicht applaudiert –, dass ich mich nicht gerne an den 24. November vorigen Jahres zurückerinnere. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Das sage ich in aller Offenheit und Ehrlichkeit. Ich bin aber davon überzeugt (anhaltende Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass wir uns an den nächsten Wahltag lieber zurückerinnern werden (Abg. Schieder: Herr Präsident!), als Sie es tun werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Scheibner –: Kennt nicht einmal die Geschäftsordnung!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Scheibner –: Kennt nicht einmal die Geschäftsordnung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Die Schriftführerin hat auf ein Schlusswort verzichtet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne. – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Schriftführer Wimmer –: Lies schneller, Genosse!
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne. – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Schriftführer Wimmer –: Lies schneller, Genosse!)
Abg. Dipl.-Ing. Hütl: Erledigt, ja!
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Bevor ich die Stimmabgabe für beendet erkläre, möchte ich fragen, ob Herr Abgeordneter Huainigg in der Lage war, seinen Stimmzettel abzugeben. Ist das erledigt? (Abg. Dipl.-Ing. Hütl: Erledigt, ja!) – Danke.
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Die Abgeordneten Öllinger, Kolleginnen und Kollegen haben ferner die Streichung folgender Bestimmungen beantragt: Art. 10 Z 7a, 7b ... (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne. – Präsident Dr. Khol – zu Schriftführer Jakob Auer, der im Begriff ist, Schriftführer Wimmer abzulösen –: Jakob Auer, schneller – gehen und dann lesen! – Heiterkeit. – Schriftführer Jakob Auer, vor dem Namensaufruf: Der Herr Präsident wird es erwarten können! – Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne. – Präsident Dr. Khol – zu Schriftführer Jakob Auer, der im Begriff ist, Schriftführer Wimmer abzulösen –: Jakob Auer, schneller – gehen und dann lesen! – Heiterkeit. – Schriftführer Jakob Auer, vor dem Namensaufruf: Der Herr Präsident wird es erwarten können! – Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Die Urne ist nicht bereitgestellt. – Rufe: Urne! Urne! – Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht nimmt der Herr Präsident die Zettel entgegen!
Ich bitte nunmehr den Herrn Schriftführer Wimmer, mit dem Namensaufruf zu beginnen; er wird von Jakob Auer abgelöst. – Bitte, Herr Kollege. (Die Urne ist nicht bereitgestellt. – Rufe: Urne! Urne! – Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht nimmt der Herr Präsident die Zettel entgegen!) Wenn Sie es wünschen, Herr Dr. Jarolim – für Sie tue ich alles! (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Ich bitte nunmehr den Herrn Schriftführer Wimmer, mit dem Namensaufruf zu beginnen; er wird von Jakob Auer abgelöst. – Bitte, Herr Kollege. (Die Urne ist nicht bereitgestellt. – Rufe: Urne! Urne! – Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht nimmt der Herr Präsident die Zettel entgegen!) Wenn Sie es wünschen, Herr Dr. Jarolim – für Sie tue ich alles! (Heiterkeit.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Heiterkeit.
†Präsident Dr. Andreas Khol|: Ich bitte, Platz zu nehmen, jetzt kommt wieder eine Abstimmung, die mit „auf und nieder“ geht. (Heiterkeit.) Ich bitte die Mitarbeiter, den Saal zu verlassen.
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Ah!-Rufe bei der SPÖ.
Der Antrag der Abgeordneten Dr. Gusenbauer, Kolleginnen und Kollegen, den gegenständlichen Gesetzentwurf einer Volksabstimmung zu unterziehen, ist somit abgelehnt. (Ah!-Rufe bei der SPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Der Beifall hält sich in Grenzen, wie man sieht!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Der Beifall hält sich in Grenzen, wie man sieht!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Zu diesen drei konkreten Punkten stehen wir politisch, wir werden sie auch in der Öffentlichkeit vertreten. Der vierte Punkt ist uns zu unpräzise, da wollen wir einmal sehen, wie das in der konkreten Umsetzung aussieht. Die Begründung dafür, warum wir dann in der dritten Lesung ablehnen, ist vor allem, dass wir die Vorgangsweise und die Fristsetzung nicht verstehen, kritisieren, ablehnen. Daher werden wir auch in der dritten Lesung dieser Vorlage nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch nicht verhehlen, dass mich manche Dinge in der Diskussion über die Frage Politikerprivilegien, auch wie sie hier im Hohen Haus geführt wird, insofern irritieren, als ich den Eindruck habe, dass viele dieser Diskussionen unserem eigenen Ansehen Schaden zufügen. Ich meine daher, dass bei aller berechtigten Diskussion über die Frage der Veränderungen, wo sie notwendig sind, nie außer Acht gelassen werden darf, dass wir auch die Verpflichtung im Sinne der Demokratie haben, im eigenen Interesse jetzt nicht für uns persönlich gesprochen, sondern der Wählerinnen und Wähler und im Interesse der Demokratie unsere Arbeit nicht schlecht zu reden, sondern ganz im Gegenteil selbstbewusst auf unsere Arbeit, auch auf die Qualität unserer Arbeit hinzuweisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bei der Diskussion über die Frage Bezügegesetz und Politikerregelungen habe ich den Eindruck gehabt, dass in diesem Haus eigentlich ein Konsens besteht, dass wir uns nach Abschluss dieser gesetzlichen Veränderungen, die wir heute beschließen werden, mit den vier Klubs zusammensetzen und die Frage erörtern müssen, wie wir die Arbeitsbedingungen für die Abgeordneten hier im Hohen Haus im Sinne der Qualität unserer Arbeit tatsächlich noch effizienter gestalten und verbessern können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte daher appellieren, dass wir heute hier einen Beschluss über diese notwendigen und richtigen Veränderungen im Bereich der Politikerbezüge fassen und dass wir im Anschluss daran diese Vier-Parteien-Gespräche führen, mit dem Ziel einer konstruktiven Lösung für unsere Arbeit und damit im Interesse der Demokratie. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Sind Sie für oder gegen die Entgeltfortzahlung?
Der zweite betrifft jetzt ganz konkret das Bezügegesetz beziehungsweise, was ja auch geändert wird, das Bundesbezügegesetz, also eigentlich den modernen Teil. Ein Tropfen Wehmut schwingt dabei mit. Wir ändern das Bundesbezügegesetz auch in Punkten, wo ich eine Änderung für sinnvoll halte. Was die Entgeltfortzahlung betrifft, haben uns ja einige Fällen in den letzten Wochen und Monaten gelehrt, gerade in den Reihen der Freiheitlichen Partei ... (Abg. Scheibner: Sind Sie für oder gegen die Entgeltfortzahlung?) – Entschuldigung, Kollege Scheibner, aber es waren wirklich in erster Linie die ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen Partei, die das Institut der Entgeltfortzahlung konsumiert haben, obwohl sie Einkünfte aus Kapitalvermögen gehabt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Der zweite betrifft jetzt ganz konkret das Bezügegesetz beziehungsweise, was ja auch geändert wird, das Bundesbezügegesetz, also eigentlich den modernen Teil. Ein Tropfen Wehmut schwingt dabei mit. Wir ändern das Bundesbezügegesetz auch in Punkten, wo ich eine Änderung für sinnvoll halte. Was die Entgeltfortzahlung betrifft, haben uns ja einige Fällen in den letzten Wochen und Monaten gelehrt, gerade in den Reihen der Freiheitlichen Partei ... (Abg. Scheibner: Sind Sie für oder gegen die Entgeltfortzahlung?) – Entschuldigung, Kollege Scheibner, aber es waren wirklich in erster Linie die ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen Partei, die das Institut der Entgeltfortzahlung konsumiert haben, obwohl sie Einkünfte aus Kapitalvermögen gehabt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Abg. Scheibner: Aber Sie haben zugestimmt! Oder?
Ich gebe zu, dass damals, als 1997 das Bundesbezügegesetz beschlossen wurde, dieser Punkt der Entgeltfortzahlung wohl nicht genau genug geprüft wurde. Das tut mir deshalb Leid, weil ... (Abg. Scheibner: Aber Sie haben zugestimmt! Oder?) – Ja, selbstverständlich, nach wie vor stehe ich dazu.
Abg. Scheibner: Auch ein Privileg!
Um es Ihnen noch einmal zu erklären, Herr Kollege Scheibner: Das Bundesbezügegesetz und auch das Bezügebegrenzungsgesetz in seinen wesentlichen Teilen, wenn ich einmal von § 11 des Bezügebegrenzungsgesetzes und einigen Absätzen darin absehe – Übergangsbestimmungen, sage ich nur –, sind in Ordnung, waren ein Fortschritt, ein absoluter Fortschritt. (Abg. Scheibner: Auch ein Privileg!)
Abg. Scheibner: Nein, sicher nicht!
Ich stehe im Gegensatz zu Ihnen, Herr Kollege Scheibner, möglicherweise im Unterschied zu Ihnen, ich will Ihnen da nicht Unrecht tun (Abg. Scheibner: Nein, sicher nicht!), aber die Haltung der Freiheitlichen Partei war bisher, die Politikereinkommen, die Einkommen sind zu hoch.
Abg. Scheibner: Nein, nein, nein!
Ich erinnere daran, was die Freiheitliche Partei in den letzten Jahren für ein Spektakel aufgeführt hat, um zu demonstrieren, die Einkommen sind zu hoch und deshalb zahlen wir freiwillig in die berühmte Kasse der Freiheitlichen Partei ein, in die dann eigentlich nichts eingezahlt wurde. Wenn Sie das entsorgt haben, soll mir das recht sein. (Abg. Scheibner: Nein, nein, nein!) Ich stehe dazu (Beifall bei den Grünen), Herr Kollege Scheibner, dass die Bestimmungen des Bundesbezügegesetzes und auch die wesentlichen des Bezügebegrenzungsgesetzes in Ordnung waren und deshalb im Jahr 1997 unsere Zustimmung gefunden haben.
Beifall bei den Grünen
Ich erinnere daran, was die Freiheitliche Partei in den letzten Jahren für ein Spektakel aufgeführt hat, um zu demonstrieren, die Einkommen sind zu hoch und deshalb zahlen wir freiwillig in die berühmte Kasse der Freiheitlichen Partei ein, in die dann eigentlich nichts eingezahlt wurde. Wenn Sie das entsorgt haben, soll mir das recht sein. (Abg. Scheibner: Nein, nein, nein!) Ich stehe dazu (Beifall bei den Grünen), Herr Kollege Scheibner, dass die Bestimmungen des Bundesbezügegesetzes und auch die wesentlichen des Bezügebegrenzungsgesetzes in Ordnung waren und deshalb im Jahr 1997 unsere Zustimmung gefunden haben.
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt einfach nicht!
In der politischen Debatte in den vergangenen Wochen wurde von allen Parteien – Sie können es nachrechnen – der Regierung versprochen, es wird einen spürbaren zusätzlichen Solidarabschlag geben, einen zweistelligen Solidarabschlag, und herausgekommen ist für Pensionen von 12 800 € ein zusätzlicher Solidarabschlag von etwas über 6 Prozent! Bei 10 000 € sind es zwischen 5 und 6 Prozent, rechnen Sie es nach, weil jene Teile unter 3 300 € nur ein zusätzliches Prozent haben. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt einfach nicht!) Ich betone: zusätzlich! Wir diskutieren aber über Zusätzliches, nicht über Altes.
Beifall bei den Grünen.
Beim vorigen Tagesordnungspunkt haben wir auch nicht darüber diskutiert, welche Verluste die ASVG-, GSVG- und BSVG-Pensionisten seit 1997 schon erlitten haben. Da haben wir das auch nicht aufsummiert. Die haben das auch schon schlucken müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren, was insgesamt an Pensionsverschlechterung gekommen ist. (Beifall bei den Grünen.) Daher kann ich einen Solidarabschlag nicht zweimal anrechnen. Und was Sie jetzt beschließen, ist ein zusätzlicher Solidarabschlag von einem Prozent beziehungsweise maximal 8 Prozent für die restlichen Teile. Das ist eindeutig zu wenig.
Beifall bei den Grünen.
Es gäbe noch genügend Bestimmungen, etwa jene unsinnige Bestimmung, die Sie jetzt zum Prinzip erheben, dass jemand, der hier herinnen sitzt und einen Ruhebezug erhält, in der Regel eine Minister- oder Staatssekretärspension erhält, in Zukunft nur mehr als Politpensionist hier sitzt, nämlich mit dem Ruhebezug. Dass der Aktivbezug gekappt wird, das versteht doch niemand. Wenn ich hier herinnen sitze und als aktiver Politiker tätig bin, dann hat der Ruhebezug zu ruhen, das ist doch selbstverständlich! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das finde ich gut! Und darüber sollen wir jetzt diskutieren?
„14a. § 44c Abs. 2 lautet:“ (Abg. Scheibner: Das finde ich gut! Und darüber sollen wir jetzt diskutieren?)
Beifall bei den Grünen.
Zweitens – darauf mache ich Sie nur aufmerksam –: Sie belassen im System der Ruhebezüge die Mindestpensionen und schaffen gleichzeitig Abschläge, wenn jemand vorzeitig vor dem 65. Lebensjahr in Pension geht. Sie schaffen damit eine Kollisionsnorm. Wer schlägt wen? Die Abschläge den Mindestbezug? – Ich denke nicht. Der Mindest-Ruhebezug bleibt. Und darum war auch das nicht ganz korrekt und sauber, und Sie werden sicher demnächst wieder eine Debatte um Politikerpensionen haben – aber Sie haben es leider nicht besser verdient! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Im Ausschuss! In der Dringlichen!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatsse-kretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger! Eines ist interessant: Sie unterstellen, dass wir irgendwelche Anträge nicht kennen oder die Reform nicht verstanden haben – und Ihre konstruktive Mitarbeit an der Reform besteht darin, dass Sie hier einige Paragraphen und Ziffern vorlesen, ohne dass Sie diese Abänderungen mit uns vorher diskutiert hätten. (Abg. Öllinger: Im Ausschuss! In der Dringlichen!) Was heißt im Ausschuss? – Sie und Ihre Fraktion haben das Gespräch verweigert, Herr Kollege Öllinger! Wir hatten die Intention, eine Vier-Parteien-Einigung in diesem Bereich zu schaffen, das wollten Sie nicht. Ich glaube, Klubobmann Van der Bellen wollte es, ich glaube, wir haben bis zu einem gewissen Punkt ganz gute Gespräche geführt (Abg. Öllinger: Nein, so nicht!), aber Sie, Herr Kollege Öllinger, wollten es nicht.
Abg. Öllinger: Nein, so nicht!
†Abgeordneter Herbert Scheibner| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatsse-kretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger! Eines ist interessant: Sie unterstellen, dass wir irgendwelche Anträge nicht kennen oder die Reform nicht verstanden haben – und Ihre konstruktive Mitarbeit an der Reform besteht darin, dass Sie hier einige Paragraphen und Ziffern vorlesen, ohne dass Sie diese Abänderungen mit uns vorher diskutiert hätten. (Abg. Öllinger: Im Ausschuss! In der Dringlichen!) Was heißt im Ausschuss? – Sie und Ihre Fraktion haben das Gespräch verweigert, Herr Kollege Öllinger! Wir hatten die Intention, eine Vier-Parteien-Einigung in diesem Bereich zu schaffen, das wollten Sie nicht. Ich glaube, Klubobmann Van der Bellen wollte es, ich glaube, wir haben bis zu einem gewissen Punkt ganz gute Gespräche geführt (Abg. Öllinger: Nein, so nicht!), aber Sie, Herr Kollege Öllinger, wollten es nicht.
Abg. Öllinger: Sie haben einen großen Fehler gemacht!
Was wollten Sie? – Sie wollten in der Öffentlichkeit Ihr Schauspiel aufführen, das haben Sie sicherlich gut gemacht, aber ich sage Ihnen, in der Sache war das natürlich nicht zielführend. (Abg. Öllinger: Sie haben einen großen Fehler gemacht!) Wenn Sie in diesem sensiblen Bereich eine gescheite Reform haben wollten, dann wären Sie bei den Verhandlungen geblieben, dann hätten wir vielleicht gemeinsam etwas zusammengebracht. Das ist der konstruktive Weg, den wir bei Ihnen vermisst haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Was wollten Sie? – Sie wollten in der Öffentlichkeit Ihr Schauspiel aufführen, das haben Sie sicherlich gut gemacht, aber ich sage Ihnen, in der Sache war das natürlich nicht zielführend. (Abg. Öllinger: Sie haben einen großen Fehler gemacht!) Wenn Sie in diesem sensiblen Bereich eine gescheite Reform haben wollten, dann wären Sie bei den Verhandlungen geblieben, dann hätten wir vielleicht gemeinsam etwas zusammengebracht. Das ist der konstruktive Weg, den wir bei Ihnen vermisst haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Nein, nein, nein!
Den Widerspruch können Sie nicht aufklären, dass Sie jetzt Punkte kritisieren, die wir gegenüber der Reform 1997 geändert haben. Wir haben die Pensionsprivilegien der Politiker, bestehend in der Reform 1997, abgeschafft. All das ist Ihnen zu wenig, aber der Reform 1997 mit all diesen Privilegien, die Sie jetzt kritisieren (Abg. Öllinger: Nein, nein, nein!), haben Sie damals in dritter Lesung zugestimmt, also der Gesamtreform.
Abg. Öllinger: Was überwiegt!
Herr Kollege Öllinger, ich war auch Oppositionspolitiker und weiß daher, dass man einem Antrag von Regierungsparteien in Teilbereichen in zweiter Lesung zustimmen kann, aber wenn man nicht dem gesamten Werk zustimmen kann, dann stimmt man im Zweifel in dritter Lesung dagegen. (Abg. Öllinger: Was überwiegt!) Warum haben Sie im Zweifel dafür gestimmt? – Weil Sie unter dem Strich für diese Politiker-Privilegienreform auch 1997 gewesen sind. Das ist Ihr Widerspruch. Ich weiß schon, das ist in der Öffentlichkeit nicht so interessant, weil Sie da andere Zugänge haben, aber das sind die Tatsachen. Das war und ist Ihre Widersprüchlichkeit bei den Politikerpensionen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Öllinger, ich war auch Oppositionspolitiker und weiß daher, dass man einem Antrag von Regierungsparteien in Teilbereichen in zweiter Lesung zustimmen kann, aber wenn man nicht dem gesamten Werk zustimmen kann, dann stimmt man im Zweifel in dritter Lesung dagegen. (Abg. Öllinger: Was überwiegt!) Warum haben Sie im Zweifel dafür gestimmt? – Weil Sie unter dem Strich für diese Politiker-Privilegienreform auch 1997 gewesen sind. Das ist Ihr Widerspruch. Ich weiß schon, das ist in der Öffentlichkeit nicht so interessant, weil Sie da andere Zugänge haben, aber das sind die Tatsachen. Das war und ist Ihre Widersprüchlichkeit bei den Politikerpensionen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Haben Sie es abgeschafft?
Zweite Widersprüchlichkeit: Sie sagen, Sie seien gegen alle Privilegien in diesem Bereich. Aber die Entgeltfortzahlung, Herr Kollege Öllinger, ist auch ein Privileg für Politiker. Es versteht niemand, dass es bis jetzt so gewesen ist, dass ein Minister, auch ein Klubobmann, egal, wie lange er im Amt war, ein Jahr lang die vollen Bezüge bezahlt bekommen hat. (Abg. Öllinger: Haben Sie es abgeschafft?) Ein Abgeordneter hat sie für sechs Monate bekommen. Erklären Sie das doch Ihrer Klientel, die Sie hier zu vertreten vorgeben! Das ist ein absolutes Privileg für Politiker, das niemand versteht.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Warum regen Sie sich da nicht auf? Warum bringen Sie da keine Abänderungsanträge ein, damit wir das gänzlich abschaffen? (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) – Ich sage Ihnen, warum: Das sind Privilegien, an denen Sie angesichts der Altersklasse Ihrer Abgeordneten ein Interesse haben, damit Sie das weiter genießen können. Das ist die Wahrheit, und das ist unseriös, Herr Kollege Öllinger! Bei den Privilegien, die Sie nicht mehr betreffen, weil Sie, so wie ich, was die Pensionen betrifft, im neuen System sind, geht man mit voller Härte hinein, egal, was rundherum passiert, aber dort, wo man selbst noch ein Interesse hat, weil man es selbst noch in Anspruch nehmen will, ist man ganz leise und ruhig, da ist man froh, wenn all das nicht ganz abgeschafft wird, wenn zumindest ein Teil dieses Privilegs bestehen bleibt. Angesichts dessen sollte man nicht 150 Prozent fordern, wenn man andererseits froh ist, dass in einigen Bereichen doch ein bisschen etwas von diesen Politikerprivilegien erhalten bleibt. Man sollte es hier zumindest einmal ausgesprochen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum regen Sie sich da nicht auf? Warum bringen Sie da keine Abänderungsanträge ein, damit wir das gänzlich abschaffen? (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) – Ich sage Ihnen, warum: Das sind Privilegien, an denen Sie angesichts der Altersklasse Ihrer Abgeordneten ein Interesse haben, damit Sie das weiter genießen können. Das ist die Wahrheit, und das ist unseriös, Herr Kollege Öllinger! Bei den Privilegien, die Sie nicht mehr betreffen, weil Sie, so wie ich, was die Pensionen betrifft, im neuen System sind, geht man mit voller Härte hinein, egal, was rundherum passiert, aber dort, wo man selbst noch ein Interesse hat, weil man es selbst noch in Anspruch nehmen will, ist man ganz leise und ruhig, da ist man froh, wenn all das nicht ganz abgeschafft wird, wenn zumindest ein Teil dieses Privilegs bestehen bleibt. Angesichts dessen sollte man nicht 150 Prozent fordern, wenn man andererseits froh ist, dass in einigen Bereichen doch ein bisschen etwas von diesen Politikerprivilegien erhalten bleibt. Man sollte es hier zumindest einmal ausgesprochen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Jawohl!
Ich sage Ihnen eines, Herr Kollege Öllinger, meine Damen und Herren: Ich wäre bei dieser Reform noch viel weiter gegangen. Politiker sollen ordentlich entlohnt werden, sie sollen ordentliche Arbeitsbedingungen haben (Abg. Öllinger: Jawohl!), da gebe ich auch Kollegem Cap Recht, da haben wir viel zu überlegen. Man sollte schauen: Wie sind die Arbeitsbedingungen, wie ist die Arbeitsmethodik von Politikern? Was bringen wir selbst an positiven und negativen Aspekten ein für das Bild, das der Politiker in der Öffentlichkeit abgibt? Überlegen wir uns, ob wir in Zukunft noch ausreichend engagierte junge Menschen finden werden, angefangen bei der Jugendorganisation bis zu diesen Funktionen, die wir hier ansprechen, die sich dafür breitschlagen lassen, solche Funktionen anzunehmen. Darüber bin ich gerne zu diskutieren bereit.
Abg. Öllinger: Im ASVG gilt er nicht?
Aber ich sage Ihnen, alle anderen Dinge, die man vor und nach der politischen Tätigkeit besser entlohnt erhält als ein anderer Bediensteter, sind nicht verständlich. Deshalb wäre ich sehr dafür gewesen, die Reform 1997, der Sie noch zugestimmt haben, rückgängig zu machen und zu sagen: Alle Politikerpensionen gehören – auch rückwirkend – abgeschafft. Dafür wäre ich durchaus gewesen, aber, Herr Kollege Öllinger, Sie wissen genauso wie ich, dass der Rechtsstaat auch für Politiker gilt, und das ist, glaube ich, nicht einmal schlecht. Deshalb kann man in erworbene Ansprüche (Abg. Öllinger: Im ASVG gilt er nicht?), wenn überhaupt, nur mittels Verfassungsbestimmung eingreifen und wahrscheinlich nicht einmal damit.
Abg. Öllinger: Na selbstverständlich!
Nein, im ASVG greift man auch nicht in den Anspruch selbst ein, das wissen Sie, sondern man kann ... (Abg. Öllinger: Na selbstverständlich!) – Natürlich nicht! Wenn ein Politiker so wie ein Beamter einen Anspruch bereits erworben hat, dann können Sie ihn reduzieren, Sie können die Anforderungen entsprechend ändern, aber Sie können den Anspruch selbst nicht aufheben. (Abg. Öllinger: Über die Steigerungsbeträge, Aufwertungsfaktoren!) Das ist die Problematik, um die es sich hier dreht.
Abg. Öllinger: Über die Steigerungsbeträge, Aufwertungsfaktoren!
Nein, im ASVG greift man auch nicht in den Anspruch selbst ein, das wissen Sie, sondern man kann ... (Abg. Öllinger: Na selbstverständlich!) – Natürlich nicht! Wenn ein Politiker so wie ein Beamter einen Anspruch bereits erworben hat, dann können Sie ihn reduzieren, Sie können die Anforderungen entsprechend ändern, aber Sie können den Anspruch selbst nicht aufheben. (Abg. Öllinger: Über die Steigerungsbeträge, Aufwertungsfaktoren!) Das ist die Problematik, um die es sich hier dreht.
Abg. Öllinger: Sie haben es schlechter gemacht!
Betonen möchte ich aber auch – das sollte immer wieder vorangestellt werden, weil wir alle in einen Topf geworfen werden –, dass die überwiegende Zahl der Abgeordneten hier im Hohen Haus so wie alle anderen Bediensteten nur mehr nach dem ASVG eine Pension bekommen werden und auf freiwilliger Basis in eine Pensionskassa einbezahlen. Da gibt es einmal eine bessere Verzinsung und einmal eine schlechtere, so wie das eben am Kapitalmarkt ist. (Abg. Öllinger: Sie haben es schlechter gemacht!) Das betrifft mich genauso, Herr Kollege Öllinger, das ärgert mich auch. Aber das ist so, wie wenn man sein Geld auf ein Sparbuch legt, denn da kann man auch nicht prognostizieren, wie sich die Zinsen in der Zukunft entwickeln werden. (Abg. Öllinger: Nein, nein!) Aber ich glaube, das ist ein gutes System, weil die Politiker mit diesem Projekt des Drei-Säulen-Modells ausnahmsweise einmal mit gutem Beispiel vorangehen.
Abg. Öllinger: Nein, nein!
Betonen möchte ich aber auch – das sollte immer wieder vorangestellt werden, weil wir alle in einen Topf geworfen werden –, dass die überwiegende Zahl der Abgeordneten hier im Hohen Haus so wie alle anderen Bediensteten nur mehr nach dem ASVG eine Pension bekommen werden und auf freiwilliger Basis in eine Pensionskassa einbezahlen. Da gibt es einmal eine bessere Verzinsung und einmal eine schlechtere, so wie das eben am Kapitalmarkt ist. (Abg. Öllinger: Sie haben es schlechter gemacht!) Das betrifft mich genauso, Herr Kollege Öllinger, das ärgert mich auch. Aber das ist so, wie wenn man sein Geld auf ein Sparbuch legt, denn da kann man auch nicht prognostizieren, wie sich die Zinsen in der Zukunft entwickeln werden. (Abg. Öllinger: Nein, nein!) Aber ich glaube, das ist ein gutes System, weil die Politiker mit diesem Projekt des Drei-Säulen-Modells ausnahmsweise einmal mit gutem Beispiel vorangehen.
Abg. Öllinger: Sie stimmen jetzt zu!
Meine Damen und Herren, Sie sollten es sich überlegen, ob Sie zumindest in Teilbereichen dieser sinnvollen Reform zustimmen – oder ob Sie jetzt negativ konditioniert sind auf Grund Ihres falschen Abstimmungsverhaltens im Jahre 1997. (Abg. Öllinger: Sie stimmen jetzt zu!) Das würde ich noch einsehen, dass Sie sagen, jetzt wollen Sie nicht zustimmen, weil Sie diesen Fehler korrigieren wollen. Aber ich sage Ihnen: Da können Sie zustimmen, das ist ein tauglicher, kein idealer, aber ein tauglicher Kompromiss. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, Sie sollten es sich überlegen, ob Sie zumindest in Teilbereichen dieser sinnvollen Reform zustimmen – oder ob Sie jetzt negativ konditioniert sind auf Grund Ihres falschen Abstimmungsverhaltens im Jahre 1997. (Abg. Öllinger: Sie stimmen jetzt zu!) Das würde ich noch einsehen, dass Sie sagen, jetzt wollen Sie nicht zustimmen, weil Sie diesen Fehler korrigieren wollen. Aber ich sage Ihnen: Da können Sie zustimmen, das ist ein tauglicher, kein idealer, aber ein tauglicher Kompromiss. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Bereich sind wir uns aber sicherlich im Großen und Ganzen über alle Fraktionen hinweg einig, und ich wünsche mir im Sinne unserer Wählerinnen und Wähler, dass es hier in der nächsten Zeit doch auch zu deutlichen Verbesserungen kommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Sie sind ja auch aus Graz! Sagen Sie ...!
†Abgeordnete Mares Rossmann| (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für uns Freiheitliche war die Zustimmung zur Pensionsreform eng mit einem weiteren Abbau der Politikerprivilegien verbunden. Dass die Politikerprivilegien, die heute wirklich niemand mehr versteht, noch aus der Zeit der großen rot-schwarzen Koalition stammen, ist bekannt. Ich glaube, das brauche ich hier nicht extra zu betonen. Gerade wir Freiheitliche waren immer diejenigen, die die Politikerprivilegien wirklich mit Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit bekämpft haben. (Abg. Dr. Kräuter: Sie sind ja auch aus Graz! Sagen Sie ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie uns, was mit Götz ist!
Aber auch das Regelpensionsalter wird hier in Österreich, sage ich dazu, im Vergleich mit dem ASVG auf 65 Jahre angehoben. Da frage ich Sie schon, vor allem in Richtung auch der SPÖ-Abgeordneten, Folgendes: Was haben Ihre Abgeordneten im Europäischen Parlament gemacht? Aber auch die Abgeordneten der ÖVP zum Europäischen Parlament haben wahrscheinlich aus Österreich nicht diese Anweisung erhalten. Was haben die gemacht? – Sie haben mitgestimmt, dass jetzt nach wie vor bei einer neuen Regelung, mit der sich die Abgeordneten zum Europäischen Parlament eine neue Politikerprivilegien-Regelung schaffen, diese Abgeordneten mit 60 in Pension gehen können. Erklären Sie das den Österreichern! Wir Freiheitliche werden bei der EU-Wahl den Österreichern sehr wohl erklären, dass auch die Abgeordneten der sozialistischen Fraktion bereits für eine Pension ab 60 gestimmt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie uns, was mit Götz ist!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Sie auch, Frau Kollegin!
Wenn Sie Herrn Dr. Götz ansprechen, so kann ich ruhig sagen: Er hatte einen Kollegen im Stadtsenat, den sozialistischen Finanzstadtrat Stoiser. Es gab auch einen ÖVP-Stadtrat Stoiser, aber der sozialistische Finanzstadtrat Stoiser war sozusagen im selben Paket wie Götz vor dem Verfassungsgerichtshof. Also: Kehren Sie von der SPÖ zuerst vor Ihrer eigenen Türe, und dann werfen Sie uns Götz vor! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Sie auch, Frau Kollegin!)
Abg. Silhavy: Ihr Ehrenvorsitzender!
Aber es ist wichtig ... (Abg. Silhavy: Ihr Ehrenvorsitzender!) – Ich will den Herrn ehrwürdigen Grazer Ex-Bürgermeister hier nicht nennen, aber dieser ist auch in der Altpolitiker-Regelung; darin sind wir uns wohl einig.
Abg. Öllinger: Der schaut unterschiedlich aus!
Unser Klubobmann hat es schon ausgeführt: Wenn es nach uns Freiheitlichen gegangen wäre – wir wären bereit gewesen, das generell abzuschaffen. Wenn jemand in die Politik geht, weiß er vorher, was ihn erwartet, das ist nichts Unvorhergesehenes. Jeder, der hier im Parlament sitzt, sitzt freiwillig hier. Jeder hat sich freiwillig entschieden, in die Politik zu gehen – so hoffe ich jedenfalls –, das heißt, das Mitleid hält sich sozusagen in Grenzen. Und jeder weiß, dass er nachher keinen Anspruch auf etwas hat und wieder zurück in einen Alltag außerhalb des politischen Lebens muss. (Abg. Öllinger: Der schaut unterschiedlich aus!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb sind wir durchaus dazu bereit, auch die Bezugsfortzahlung abzuschaffen, aber dazu waren Sie nicht bereit. Aber es ist ja noch Zeit, und Sie sind herzlich eingeladen, hier mitzustimmen, dass auch die Bezugsfortzahlung in diesem Fall auf drei Monate, für Politiker mit Berufsverbot auf sechs Monate reduziert wird. Die Diskussion und der Prozess sind ja etwas Permanentes, und das ist einmal ein erster großer Schritt. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kopf: Die Altpensionen stammen aus der Zeit!
Ich stelle richtig: Das Bezügegesetz stammt aus dem Jahr 1972 (Abg. Kopf: Die Altpensionen stammen aus der Zeit!), das war die Zeit der SPÖ-Alleinregierung, aber die FPÖ hat damals genauso wie die ÖVP diesem Bezügegesetz zugestimmt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich stelle richtig: Das Bezügegesetz stammt aus dem Jahr 1972 (Abg. Kopf: Die Altpensionen stammen aus der Zeit!), das war die Zeit der SPÖ-Alleinregierung, aber die FPÖ hat damals genauso wie die ÖVP diesem Bezügegesetz zugestimmt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: 15 000 Kärntner Unterschriften!
†Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch| (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren! Eine kleine Berichtigung zur Berichtigung (Abg. Dr. Glawischnig: 15 000 Kärntner Unterschriften!): Wenn ich meine Kollegin Rossmann richtig verstanden habe, so ist sie von den letzten Änderungen aus dem Jahre 1997 ausgegangen, und der Sachverhalt aus diesem Jahr, den sie dargestellt hat, war, so glaube ich, auch der richtige.
Abg. Dr. Glawischnig: Geh! Sie brauchen gar nichts mehr sagen! 15 000 Unterschriften!
Ich möchte aber am Anfang meines Diskussionsbeitrages meinem Klubobmann danken, der es wirklich einmal mehr geschafft hat, der grünen Fraktion in sehr klaren Worten zu zeigen, dass sie doch sehr oft Wasser predigt und Wein trinkt. Und ich muss ehrlich sagen: Ich bin aber wirklich sehr ... (Abg. Dr. Glawischnig: Geh! Sie brauchen gar nichts mehr sagen! 15 000 Unterschriften!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Dr. Glawischnig, lassen Sie mich ausreden! Ich bin wirklich hier an das Rednerpult getreten, um einmal zu versuchen, fünf Minuten lang in Ruhe zu reden, ohne dass ich von euch unterbrochen werde. Vielleicht lässt sich das einmal einrichten. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Falls Sie das nicht schaffen, können wir das Zwiegespräch auch gerne fortführen. Ich bin in meinen Reden so flexibel, dass ich mich auch ohne diese Zettelwirtschaft mit euch fünf Minuten unterhalten kann. (Abg. Silhavy: Ja, das merkt man bei der Qualität Ihrer Reden!)
Abg. Silhavy: Ja, das merkt man bei der Qualität Ihrer Reden!
Frau Dr. Glawischnig, lassen Sie mich ausreden! Ich bin wirklich hier an das Rednerpult getreten, um einmal zu versuchen, fünf Minuten lang in Ruhe zu reden, ohne dass ich von euch unterbrochen werde. Vielleicht lässt sich das einmal einrichten. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Falls Sie das nicht schaffen, können wir das Zwiegespräch auch gerne fortführen. Ich bin in meinen Reden so flexibel, dass ich mich auch ohne diese Zettelwirtschaft mit euch fünf Minuten unterhalten kann. (Abg. Silhavy: Ja, das merkt man bei der Qualität Ihrer Reden!)
Abg. Öllinger: Die werden nicht abgeschafft!
Was wollen wir erreichen? – Es kann doch kein Fehler sein, die Doppelbezüge abzuschaffen (Abg. Öllinger: Die werden nicht abgeschafft!) oder sie zumindest zu verändern, Herr Kollege Öllinger, sie zumindest einzudämmen. Auch das sollte doch ein erreichbares Ziel sein! (Abg. Öllinger: Nein! Sie haben es nicht gelesen!) Es kann doch nicht schlecht sein, 15 Prozent Solidarbeitrag von Politikereinkommen in Pensionen über der ASVG-Höchstbemessungsgrundlage einzufordern. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) – Dann müssen Sie den Antrag besser lesen.
Abg. Öllinger: Nein! Sie haben es nicht gelesen!
Was wollen wir erreichen? – Es kann doch kein Fehler sein, die Doppelbezüge abzuschaffen (Abg. Öllinger: Die werden nicht abgeschafft!) oder sie zumindest zu verändern, Herr Kollege Öllinger, sie zumindest einzudämmen. Auch das sollte doch ein erreichbares Ziel sein! (Abg. Öllinger: Nein! Sie haben es nicht gelesen!) Es kann doch nicht schlecht sein, 15 Prozent Solidarbeitrag von Politikereinkommen in Pensionen über der ASVG-Höchstbemessungsgrundlage einzufordern. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) – Dann müssen Sie den Antrag besser lesen.
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!
Was wollen wir erreichen? – Es kann doch kein Fehler sein, die Doppelbezüge abzuschaffen (Abg. Öllinger: Die werden nicht abgeschafft!) oder sie zumindest zu verändern, Herr Kollege Öllinger, sie zumindest einzudämmen. Auch das sollte doch ein erreichbares Ziel sein! (Abg. Öllinger: Nein! Sie haben es nicht gelesen!) Es kann doch nicht schlecht sein, 15 Prozent Solidarbeitrag von Politikereinkommen in Pensionen über der ASVG-Höchstbemessungsgrundlage einzufordern. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) – Dann müssen Sie den Antrag besser lesen.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Sie sind der Richtige! Das glauben Sie selbst nicht!
Ich fordere Sie daher auf: Gehen Sie in dieser Frage mit uns mit! Setzen Sie dieses Zeichen! Beweisen Sie doch wenigstens einmal, dass es Ihnen um die Sache geht und nicht um die Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Sie sind der Richtige! Das glauben Sie selbst nicht!)
Abg. Öllinger: Sie müssen vorher den Antrag lesen!
Herr Kollege Öllinger, ich würde Sie wirklich recht herzlich einladen – wenn ich so die Stenographischen Protokolle meiner Reden durchlese, merke ich, dass Sie sich bei meinen Ausführungen recht häufig melden –: Machen wir zwei doch einmal ein Privatissimum! Tauschen wir unsere Meinungen aus! Vielleicht finden wir eine Basis, auf der wir etwas produktiv weiterbringen, ohne hier immer nur Polemik zu betreiben. (Abg. Öllinger: Sie müssen vorher den Antrag lesen!)
Abg. Öllinger: Das merkt man!
Das könnte auch der Anfang einer neuen Politik sein – als junger Mandatar wird man sich das ja noch wünschen dürfen. Herr Kollege Öllinger! Ihre Abgebrühtheit habe ich leider noch nicht. Ich bin wirklich noch ein junger Idealist (Abg. Öllinger: Das merkt man!), der glaubt, hier zu stehen, um etwas zum Besseren zu verändern.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wo haben Sie Ihre Petition versenkt?
Und ich sage Ihnen Folgendes: Ich halte das leicht aus, aber den kommenden jungen Generationen – wie ich Sie kenne, werden Sie noch ewig und drei Tage in diesem Hause sitzen – werfen Sie bitte nicht solche Prügel vor die Beine, sondern versuchen Sie mitzuhelfen, damit eine neue, gute und wirklich produktive Qualität der Politik entsteht! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wo haben Sie Ihre Petition versenkt?)
Ruf bei der SPÖ: Stimmt!
†Abgeordneter Klaus Wittauer| (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Zum ersten Mal muss ich meinem Kollegen Scheuch widersprechen, und zwar was eine positive Politik der SPÖ in der Zukunft anbelangt. Wenn ich den Artikel im „Spiegel“ lese, dann sehe ich, wie „glaubwürdig“ Herr Abgeordneter Gusenbauer ist. Auf der einen Seite redet er von Zusammenarbeit in Sachfragen, aber dann wendet er sich wieder – ich würde nicht „Wendehals“ sagen, denn das ist nicht erlaubt –, lehnt eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen ab und bezeichnet uns als „dilettantisch und unzuverlässig“. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt!) Weiters meint er in Bezug auf unsere Partei – ich zitiere –:
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie sind in Ihren Äußerungen äußerst unglaubwürdig. Angesichts des Schadens, den Sie mit dieser Ausgrenzungspolitik anrichten, wird diese Politik auch der Bevölkerung sicher nicht gut tun. Gott bewahre uns vor Ihnen, und bleiben Sie noch lange in der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie sehen, auch in dieser Frage ist die freiheitliche Handschrift sichtbar. Unser Kampf gegen Privilegien hat sich gelohnt, er wird weitergehen, wir werden nicht aufhören! Gerechtigkeit und Solidarität mit allen muss auch für Politiker gelten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Dann haben Sie den ganzen Privilegien zugestimmt! Allen Privilegien zugestimmt!
Kollege Scheibner, irgendetwas wird Ihnen eben recht sein müssen! Da Sie dauernd die Konstruktivität der Opposition einfordern, werden Sie uns nicht umgekehrt einen Vorhalt machen können, dass man dann, wenn man meint, dass das Positive überwiegt, in dritter Lesung, wie Sie richtig zitiert haben, zustimmt. So war es und so soll es bleiben! (Abg. Scheibner: Dann haben Sie den ganzen Privilegien zugestimmt! Allen Privilegien zugestimmt!)
Abg. Scheibner: Das war euer System! Das war die Pensionsregelung der Grünen!
Rüstigste Abgeordnete, „beste Redner“ im Haus, werden mit einem Ruhebezug ausgestattet. Ist das sinnvoll? Ist das gerecht? Ist das gescheit? Urteilen Sie selbst! Der „beste Redner“ im Haus bekommt einen Ruhebezug. (Abg. Scheibner: Das war euer System! Das war die Pensionsregelung der Grünen!) Halten Sie in Zukunft hier „Ruhe-Reden“? Oder halten Sie aktive Reden und nehmen Sie den Aktivbezug? – Er wird es wahrscheinlich nicht machen, weil es ihm das Gesetz womöglich verbietet, weil er das nehmen muss. So haben Sie Ihre „Reform“ hingeschwindelt. – Es wird eben einfach nicht besser!
Abg. Scheibner: Warum wollt ihr die Gehaltsfortzahlung weiter haben?
Kollege Öllinger hat in der Frage Politikerpensionen – so wie ich in der Frage Gehaltsfortzahlungen im Rechnungshofausschuss – darauf hingewiesen, was da droht. (Abg. Scheibner: Warum wollt ihr die Gehaltsfortzahlung weiter haben?) Da haben Sie noch davon gesprochen, im Clinch liegend mit Ihrem Regierungspartner, dass man das Ganze dem Verfassungskonvent übertragen möge. Wissen Sie was? Seien Sie relativ bescheiden! (Abg. Scheibner: Wofür? Wo?) Die FPÖ hat mit der ÖVP am Anfang der neu aufkeimenden Debatte um die Politikerprivilegien, als wir diese wieder festgestellt haben, gesagt, das möge der Verfassungskonvent behandeln. Das haben Sie wochenlang vor sich hergetragen, weil Sie sich nicht einig geworden sind.
Abg. Scheibner: Wofür? Wo?
Kollege Öllinger hat in der Frage Politikerpensionen – so wie ich in der Frage Gehaltsfortzahlungen im Rechnungshofausschuss – darauf hingewiesen, was da droht. (Abg. Scheibner: Warum wollt ihr die Gehaltsfortzahlung weiter haben?) Da haben Sie noch davon gesprochen, im Clinch liegend mit Ihrem Regierungspartner, dass man das Ganze dem Verfassungskonvent übertragen möge. Wissen Sie was? Seien Sie relativ bescheiden! (Abg. Scheibner: Wofür? Wo?) Die FPÖ hat mit der ÖVP am Anfang der neu aufkeimenden Debatte um die Politikerprivilegien, als wir diese wieder festgestellt haben, gesagt, das möge der Verfassungskonvent behandeln. Das haben Sie wochenlang vor sich hergetragen, weil Sie sich nicht einig geworden sind.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb: Seien Sie lieber dankbar für unsere Interventionen und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf uns! Seien Sie dankbar dafür, dass wir Österreich diese Peinlichkeit erspart haben, dass Sie, weil Sie sich mit dem Regierungspartner in Sachen Privilegienabbau nicht einigen konnten, einen Verfassungskonvent damit belasten wollten! So war die Geschichte. Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Überdenken Sie lieber Ihr Abstimmungsverhalten in dritter Lesung! (Beifall bei den Grünen.)