Eckdaten:
Für die 183. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2384 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht, dazwischen war ja der Ausschuss! Wir haben ja Ausschüsse gehabt! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Guten Morgen, Herr Präsident! Herr Bundeskanzler, Vizekanzler! Sehr geehrte Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Es sind fast fünf Wochen vergangen, seitdem wir das letzte Mal in diesem Hohen Haus über das Budget diskutiert haben (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht, dazwischen war ja der Ausschuss! Wir haben ja Ausschüsse gehabt! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller) – fünf Wochen, in denen sich dieses Parlament sehr intensiv in ganz vielen Ausschüssen mit Ihren Budgetplänen befasst hat, sie diskutiert hat. Allein in diesen fünf Wochen sehen wir
Abg. Pfurtscheller: Also!
aber vor allem auch eines: Wir sehen, dass keine Ihrer Antiteuerungsmaßnahmen gegen diese Teuerung greifen. (Abg. Pfurtscheller: Also!) Wir sehen, dass die Preise alleine in dieser Zeit weiter gestiegen sind. Wir sehen, dass die Inflation in Österreich weit vor anderen Ländern weiter steigt. Wir sehen, dass der Klimabonus, den Sie quasi mit einer Gießkanne über diesem Land verteilt haben, schon längst ausgegeben wurde. Wir sehen vor allem auch Menschen, die jetzt schon in ihren kalten Wohnungen sitzen – nicht, weil sie nicht heizen können, sondern weil sie Angst vor der nächsten Gasrechnung, die im Winter oder spätestens im Jänner oder Februar per Post kommt, haben. Wir sehen, dass die Energiekosten für die heimische Wirtschaft bald zwei- bis dreimal so hoch sein werden wie jene Kosten für die Wirtschaft in Deutschland. Das ist ein Riesenproblem, rein wirtschaftlich, wie Sie hoffentlich wissen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das glauben die Roten selber nicht!
All das sehen wir, obwohl Sie, meine Damen und Herren der Bundesregierung, viele, viele Milliarden ausgegeben haben – Milliarden, die in den letzten Wochen und Monaten keinen einzigen Preis in diesem Land gesenkt haben, weil: Geld alleine löst einfach keine Krisen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das glauben die Roten selber nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Was es hingegen wirklich braucht, sind nachhaltige, kluge und wirksame Maßnahmen, damit die Preise in diesem Land endlich zu sinken beginnen. Kurzfristig – weil es rasch Hilfe braucht – braucht es vor allem angesichts der explodierenden Energiepreise und des bevorstehenden harten Winters – so wie gerade letzte Woche für Deutschland im Bundestag beschlossen – endlich einen Gaspreisdeckel für Österreich, sehr geehrte Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.) Es braucht einen Gaspreisdeckel, um endlich schnell die Preise zu senken, um soziale Verwerfungen, die drohen, wenn das nicht passiert, zu verhindern, um zu verhindern, dass aus einer Energiekrise eine soziale Krise in Österreich wird, und auch um zu verhindern, dass es in Österreich Deindustrialisierung gibt, wenn die Industrie nicht mehr mithalten kann und nicht mehr wettbewerbsfähig ist. (Abg. Belakowitsch: ... Sanktionen!)
Abg. Belakowitsch: ... Sanktionen!
Was es hingegen wirklich braucht, sind nachhaltige, kluge und wirksame Maßnahmen, damit die Preise in diesem Land endlich zu sinken beginnen. Kurzfristig – weil es rasch Hilfe braucht – braucht es vor allem angesichts der explodierenden Energiepreise und des bevorstehenden harten Winters – so wie gerade letzte Woche für Deutschland im Bundestag beschlossen – endlich einen Gaspreisdeckel für Österreich, sehr geehrte Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.) Es braucht einen Gaspreisdeckel, um endlich schnell die Preise zu senken, um soziale Verwerfungen, die drohen, wenn das nicht passiert, zu verhindern, um zu verhindern, dass aus einer Energiekrise eine soziale Krise in Österreich wird, und auch um zu verhindern, dass es in Österreich Deindustrialisierung gibt, wenn die Industrie nicht mehr mithalten kann und nicht mehr wettbewerbsfähig ist. (Abg. Belakowitsch: ... Sanktionen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich schon – und das fragen sich schon viele seit Monaten –: Worauf warten Sie eigentlich noch? Bis ein Gaspreisdeckel allerdings wirkt – das wissen auch die Deutschen –, dauert es ein paar Wochen, meist zwei bis drei Monate. Daher braucht es zusätzlich als Überbrückung für diesen Winter, analog zum deutschen Modell – und die werden sich doch etwas dabei überlegt haben –, eine sofortige Hilfe für die Haushalte, für die Unternehmen im Dezember, damit die Gasrechnung im Dezember – und das ist machbar – für Haushalte und Unternehmen komplett erlassen wird. Das ist machbar, das wäre wirksam und das ist auch rasch machbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Maurer: Na, wo ist denn die hergekommen?!
Das ist der kurzfristige Aspekt. Kommen wir aber zu den notwendigen mittel- und langfristigen Maßnahmen in der Energiefrage! Auch diese langfristigen und mittelfristigen Investitionen sollten – sollten! – ja eigentlich in einem Budget bereits ablesbar sein, denn es geht ja unter anderem um Investitionen für die Zukunft. Wenn wir seit Monaten alle sehr schmerzhaft unsere große Abhängigkeit von fossiler Energie feststellen (Abg. Maurer: Na, wo ist denn die hergekommen?!), mit den damit verbundenen exorbitanten Energiepreisen, ja, dann braucht es natürlich einen Plan. Dann braucht es einen Plan, wie man in Zukunft mehr Unabhängigkeit für Österreich, mehr Versorgungssicherheit, mehr Leistbarkeit durch erneuerbarer Energie schafft. Das wäre das Ziel.
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Dann müssen Sie es besser lesen, noch einmal lesen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dazu braucht es natürlich einen Plan. Ja, genau das wäre die zentrale Aufgabe für die Politik und für eine Regierung der nächsten Jahre. Der Staat muss in dieser wichtigen Frage nämlich nicht nur Taktgeber sein, er muss Impulsgeber, er muss der Motor einer solchen wirklich zukunftsorientierten Strategie sein. Lese ich das in Ihrem Budget, Herr Bundesminister? – Nein, das lese ich leider so nicht heraus. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Dann müssen Sie es besser lesen, noch einmal lesen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wir haben Ihr Budget sehr gut gelesen und deswegen kommen wir auch zu diesem Schluss. Da ist leider so gut wie nichts dazu herauszulesen, und wenn Sie jetzt – und Sie werden das im Anschluss machen – von ein paar Hundert Millionen sprechen, die Sie im Bereich Transformation investieren, dann kann ich nur sagen: Ja, das ist viel Geld, da
Beifall bei der SPÖ.
haben Sie recht, aber die Energiewende in unserem Land werden Sie damit alleine nicht schaffen, vor allem wenn Sie keinen Plan haben, wie Sie das umsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Maurer: A bissl was - -!
Es ist immer wieder dasselbe Muster und es ist auch hier dasselbe Muster: Wenn es um diese wesentliche Zukunftsinvestition in Transformation geht, wird planlos Geld rausgeworfen. Es wird planlos Geld rausgeworfen, damit Sie dann sagen können: Wir machen eh a bissl was. (Abg. Maurer: A bissl was - -!) Sie erzählen uns von Milliarden und Millionen, die Sie ausgeben, aber wenn man genauer hinsieht, dann muss man ja vor dem, was Sie eh a bissl machen, fast Angst haben, sehr geehrte Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist immer wieder dasselbe Muster und es ist auch hier dasselbe Muster: Wenn es um diese wesentliche Zukunftsinvestition in Transformation geht, wird planlos Geld rausgeworfen. Es wird planlos Geld rausgeworfen, damit Sie dann sagen können: Wir machen eh a bissl was. (Abg. Maurer: A bissl was - -!) Sie erzählen uns von Milliarden und Millionen, die Sie ausgeben, aber wenn man genauer hinsieht, dann muss man ja vor dem, was Sie eh a bissl machen, fast Angst haben, sehr geehrte Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Budget ist eigentlich nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Sie, meine Damen und Herren der ÖVP und der Grünen, keinen gemeinsamen Plan für die Zukunft unseres Landes haben. (Beifall bei der SPÖ.) Das liest sich aus Ihrem Budget heraus und das überrascht nicht, weil Sie nämlich eines wissen: Ihre Regierung ist schon heute Geschichte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Budget ist eigentlich nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Sie, meine Damen und Herren der ÖVP und der Grünen, keinen gemeinsamen Plan für die Zukunft unseres Landes haben. (Beifall bei der SPÖ.) Das liest sich aus Ihrem Budget heraus und das überrascht nicht, weil Sie nämlich eines wissen: Ihre Regierung ist schon heute Geschichte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Aber es gibt schon noch Mehrheiten in diesem Haus!
Fast drei Viertel – und da sind wir nicht allein – der österreichischen Bevölkerung – und das zieht sich jetzt über Monate – vertrauen Ihnen nicht mehr. (Abg. Ottenschläger: Aber es gibt schon noch Mehrheiten in diesem Haus!) Sie vertrauen Ihnen als Bundesregierung nicht mehr, sie trauen Ihnen nichts mehr zu (Abg. Michael Hammer: Aber Ihnen auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und deswegen kann ich nur noch einmal sagen: Machen Sie den Weg endlich frei für eine handlungsfähige, starke Bundesregierung (Abg. Michael Hammer: Da sind Sie aber nicht dabei!), die fähig ist, die Zukunftsaufgaben dieses Landes nachhaltig zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist ein Rücktrittsangebot!)
Abg. Michael Hammer: Aber Ihnen auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Fast drei Viertel – und da sind wir nicht allein – der österreichischen Bevölkerung – und das zieht sich jetzt über Monate – vertrauen Ihnen nicht mehr. (Abg. Ottenschläger: Aber es gibt schon noch Mehrheiten in diesem Haus!) Sie vertrauen Ihnen als Bundesregierung nicht mehr, sie trauen Ihnen nichts mehr zu (Abg. Michael Hammer: Aber Ihnen auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und deswegen kann ich nur noch einmal sagen: Machen Sie den Weg endlich frei für eine handlungsfähige, starke Bundesregierung (Abg. Michael Hammer: Da sind Sie aber nicht dabei!), die fähig ist, die Zukunftsaufgaben dieses Landes nachhaltig zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist ein Rücktrittsangebot!)
Abg. Michael Hammer: Da sind Sie aber nicht dabei!
Fast drei Viertel – und da sind wir nicht allein – der österreichischen Bevölkerung – und das zieht sich jetzt über Monate – vertrauen Ihnen nicht mehr. (Abg. Ottenschläger: Aber es gibt schon noch Mehrheiten in diesem Haus!) Sie vertrauen Ihnen als Bundesregierung nicht mehr, sie trauen Ihnen nichts mehr zu (Abg. Michael Hammer: Aber Ihnen auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und deswegen kann ich nur noch einmal sagen: Machen Sie den Weg endlich frei für eine handlungsfähige, starke Bundesregierung (Abg. Michael Hammer: Da sind Sie aber nicht dabei!), die fähig ist, die Zukunftsaufgaben dieses Landes nachhaltig zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist ein Rücktrittsangebot!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist ein Rücktrittsangebot!
Fast drei Viertel – und da sind wir nicht allein – der österreichischen Bevölkerung – und das zieht sich jetzt über Monate – vertrauen Ihnen nicht mehr. (Abg. Ottenschläger: Aber es gibt schon noch Mehrheiten in diesem Haus!) Sie vertrauen Ihnen als Bundesregierung nicht mehr, sie trauen Ihnen nichts mehr zu (Abg. Michael Hammer: Aber Ihnen auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und deswegen kann ich nur noch einmal sagen: Machen Sie den Weg endlich frei für eine handlungsfähige, starke Bundesregierung (Abg. Michael Hammer: Da sind Sie aber nicht dabei!), die fähig ist, die Zukunftsaufgaben dieses Landes nachhaltig zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist ein Rücktrittsangebot!)
Abg. Michael Hammer: Wie lange dauert die Langweilerei noch?!
Ich möchte zum Schluss kommen und ich möchte zum Abschluss noch einmal auf einen wesentlichen Punkt zu sprechen kommen: Für die Energiewende braucht es unter anderem eine sehr gute, eine enge, eine vertrauensvolle Kooperation mit der Industrie, mit der Wirtschaft, aber nicht nur, denn es braucht vor allem auch eine Zusammenarbeit mit der heimischen Forschung und der Wissenschaft. Wir haben exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in unserem Land, und einer von ihnen wurde kürzlich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Darauf können wir wirklich alle sehr stolz sein. Nur, sehr geehrte Bundesregierung (Abg. Michael Hammer: Wie lange dauert die Langweilerei noch?!): Nobelpreisträgern zu gratulieren alleine reicht nicht, denn Forschung und Entwicklung kosten Geld.
Beifall bei der SPÖ.
Und auch da muss der Staat vorangehen, auch da muss der Staat der Motor sein, Forschung ermöglichen und Forschung fördern, den Weg ebnen. Aber was machen Sie? – Sie stellen gerade einmal die Hälfte der zusätzlich notwendigen Mittel für die Forschung, für die Wissenschaft und die Universitäten zur Verfügung. Sehr geehrte Bundesregierung, das ist fahrlässig! (Beifall bei der SPÖ.) Sie vergehen sich an der Zukunft des Forschungs- und Industriestandortes Österreich.
Beifall bei der SPÖ.
Das Einzige, das Sie als Bundesregierung für die Zukunft dieses Landes wirklich hinterlassen, ist ein riesiger Schuldenberg. Den hinterlassen Sie wahrhaftig und den werden Generationen in unserem Land in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch bezahlen müssen. Wofür? – Für nichts: Schulden ohne Nutzen und Wirksamkeit – für nichts! Und wenn ein Budget die in Zahlen gegossene Politik ist, dann kann man über Ihre Politik einfach nur sagen: planlos, hilflos und auch sinnlos, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren der ÖVP und der Grünen, falls Sie es selbst noch nicht wissen, sage ich es Ihnen gerne: Ihre Regierung ist am Ende. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe eigentlich gehofft, dass eine Budgetdebatte ein bisschen mehr Fakten mit sich bringt, aber nachdem Frau Kollegin Rendi-Wagner hier das Eröffnungsstatement gehalten hat, kann man nur sagen: Frau Kollegin, das, was Sie da jetzt abgeliefert haben, das ist planlos, das ist hilflos und das ist völlig faktenbefreit, weil das in keiner Weise stimmt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Sie schaffen es sogar, dass Sie sich in einer Rede widersprechen, wie Sie das die ganze Zeit tun. Sie sagen zuerst, zu wenig wird ausgegeben, man muss mehr ausgeben, aber halt anders, und am Schluss werfen Sie uns Schuldenpolitik vor. Das ist so ähnlich wie bei der Asylfrage, wo Sie im August gesagt haben, wir haben kein Problem bei Asyl und Migration (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und die Nummer zwei der Roten hat in Kindberg gegen die Flüchtlinge demonstriert. Das ist die SPÖ, meine Damen und Herren: Hü und hott! Man kennt sich nicht aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie schaffen es sogar, dass Sie sich in einer Rede widersprechen, wie Sie das die ganze Zeit tun. Sie sagen zuerst, zu wenig wird ausgegeben, man muss mehr ausgeben, aber halt anders, und am Schluss werfen Sie uns Schuldenpolitik vor. Das ist so ähnlich wie bei der Asylfrage, wo Sie im August gesagt haben, wir haben kein Problem bei Asyl und Migration (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und die Nummer zwei der Roten hat in Kindberg gegen die Flüchtlinge demonstriert. Das ist die SPÖ, meine Damen und Herren: Hü und hott! Man kennt sich nicht aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: Sie haben ein Problem!
Ich verstehe das aber auch, weil das Problem, das Sie haben, ist das, dass diese Bundesregierung die Menschen seit drei Jahren unterstützt. (Abg. Matznetter: Sie haben ein Problem!) Sei es bei der Pandemie (Abg. Belakowitsch: Kinder wegsperren!), sei es bei der Teuerung, der hohen Inflation, auch bei der Energiesituation: Die Menschen werden unterstützt – nicht nur die Menschen, auch die Betriebe, die Wirtschaft bis hin zur Landwirtschaft. Wir unterstützen die Österreicherinnen und Österreicher und begleiten sie bestmöglich in dieser herausfordernden Zeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Kinder wegsperren!
Ich verstehe das aber auch, weil das Problem, das Sie haben, ist das, dass diese Bundesregierung die Menschen seit drei Jahren unterstützt. (Abg. Matznetter: Sie haben ein Problem!) Sei es bei der Pandemie (Abg. Belakowitsch: Kinder wegsperren!), sei es bei der Teuerung, der hohen Inflation, auch bei der Energiesituation: Die Menschen werden unterstützt – nicht nur die Menschen, auch die Betriebe, die Wirtschaft bis hin zur Landwirtschaft. Wir unterstützen die Österreicherinnen und Österreicher und begleiten sie bestmöglich in dieser herausfordernden Zeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich verstehe das aber auch, weil das Problem, das Sie haben, ist das, dass diese Bundesregierung die Menschen seit drei Jahren unterstützt. (Abg. Matznetter: Sie haben ein Problem!) Sei es bei der Pandemie (Abg. Belakowitsch: Kinder wegsperren!), sei es bei der Teuerung, der hohen Inflation, auch bei der Energiesituation: Die Menschen werden unterstützt – nicht nur die Menschen, auch die Betriebe, die Wirtschaft bis hin zur Landwirtschaft. Wir unterstützen die Österreicherinnen und Österreicher und begleiten sie bestmöglich in dieser herausfordernden Zeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
das der Finanzminister vorgelegt hat, mit! Das sollten Sie eigentlich einmal tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich nehme drei Aspekte heraus. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Matznetter, du schreist schon 15 Jahre in diesem Haus herum. Es ist aber nichts dadurch besser geworden, dass du hier herumschreist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Du warst selber Staatssekretär, erinnere dich an deine Zeit: Nichts hast du weitergebracht!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich nehme drei Aspekte heraus. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Matznetter, du schreist schon 15 Jahre in diesem Haus herum. Es ist aber nichts dadurch besser geworden, dass du hier herumschreist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Du warst selber Staatssekretär, erinnere dich an deine Zeit: Nichts hast du weitergebracht!
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Drei Aspekte möchte ich herausgreifen: Das sind die soziale Sicherheit, die wirtschaftliche Sicherheit und die militärische Sicherheit. Sie sind in diesem Budget abgebildet, einem Budget, das knapp 100 Milliarden Euro Einnahmen und 115 Milliarden Euro Ausgaben vorsieht. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Warum sind es mehr Ausgaben? – Weil wir uns in einer schwierigen Situation befinden und der Staat in diese Krisensituation auch hineininvestieren muss.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie haben das Budget nicht gelesen. Das haben Sie gerade bewiesen, wenn Sie von einigen 100 Millionen Euro bei dem großen Transformationsfonds reden, der mithelfen soll, raus aus russischem Gas zu kommen und die Wirtschaft zu unterstützen. Ich sage Ihnen, da sind 4,9 Milliarden Euro abgebildet. Das sind 4 900 Millionen Euro. Gehen Sie also vielleicht zu Kollegen Krainer und lassen Sie sich den Faktor ausrechnen! Das sind nicht einige 100 Millionen Euro, das sind 4,9 Milliarden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was tun wir noch? – Wir schaffen die kalte Progression ab. Das ist zwar ein Unwort, aber die Abschaffung bedeutet, dass diese schleichende Steuererhöhung bei den Gehaltsanpassungen nicht mehr stattfindet. Sie findet nicht mehr statt! Vier Jahrzehnte wurde diskutiert, diese Bundesregierung und wir hier im Parlament schaffen das ab, und das ist im Budget abgebildet, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir valorisieren auch die Familien- und die Sozialleistungen, zum Beispiel Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld ab 1. Jänner 2023. Wir unterstützen natürlich auch die Betriebe, die Wirtschaft und die Landwirtschaft mit eigenen Paketen, mit einem Energiekostenzuschuss für die Unternehmerinnen und Unternehmer, weil die Energiepreise derartige Höhen haben, dass wir unterstützend eingreifen müssen – und das tun wir auch. Wir haben auch zwei Pakete für unsere Landwirtschaft abgesegnet, der wir dankbar sind, weil wir durch sie hochqualitative Lebensmittel tagtäglich auf unseren Tischen haben. Das gehört auch in der Budgetdebatte einmal gesagt. Diese hohe Qualität, die wir hier in Österreich in diesem Bereich haben, ist keine Selbstverständlichkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das sind die Unternehmen, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen!
Heute ändern wir noch das Kommunalinvestitionsgesetz ab, denn es sind die Kommunen, es sind die Gemeinden und die Städte, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen. Und wir haben ein Paket mit 1 Milliarde Euro auch im Bereich dieser - - (Abg. Meinl-Reisinger: Das sind die Unternehmen, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen!) – Ja, von der Gemeindepolitik haben die NEOS keine Ahnung, ist eh klar, in Wien habt ihr nichts zu reden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das ist also logisch, dass ihr euch da nicht auskennt. (Abg. Loacker: Unglaublich arrogant!) Jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin unterstützt die regionale Wirtschaft, denn in den Gemeinden wird saniert, wird gebaut, aber das ist den NEOS fremd, weil Sie ja in
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Heute ändern wir noch das Kommunalinvestitionsgesetz ab, denn es sind die Kommunen, es sind die Gemeinden und die Städte, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen. Und wir haben ein Paket mit 1 Milliarde Euro auch im Bereich dieser - - (Abg. Meinl-Reisinger: Das sind die Unternehmen, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen!) – Ja, von der Gemeindepolitik haben die NEOS keine Ahnung, ist eh klar, in Wien habt ihr nichts zu reden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das ist also logisch, dass ihr euch da nicht auskennt. (Abg. Loacker: Unglaublich arrogant!) Jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin unterstützt die regionale Wirtschaft, denn in den Gemeinden wird saniert, wird gebaut, aber das ist den NEOS fremd, weil Sie ja in
Abg. Loacker: Unglaublich arrogant!
Heute ändern wir noch das Kommunalinvestitionsgesetz ab, denn es sind die Kommunen, es sind die Gemeinden und die Städte, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen. Und wir haben ein Paket mit 1 Milliarde Euro auch im Bereich dieser - - (Abg. Meinl-Reisinger: Das sind die Unternehmen, die die regionale Wirtschaft am stärksten unterstützen!) – Ja, von der Gemeindepolitik haben die NEOS keine Ahnung, ist eh klar, in Wien habt ihr nichts zu reden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das ist also logisch, dass ihr euch da nicht auskennt. (Abg. Loacker: Unglaublich arrogant!) Jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin unterstützt die regionale Wirtschaft, denn in den Gemeinden wird saniert, wird gebaut, aber das ist den NEOS fremd, weil Sie ja in
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: Diese ÖVP-Überheblichkeit ...! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
den Gemeinden Gott sei Dank wenig vertreten sind. Das ist die Antwort, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: Diese ÖVP-Überheblichkeit ...! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.)
Abg. Kickl: Das sind die, die keine Ahnung haben! Das hast du ja gerade gesagt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung arbeitet für die Menschen in diesem Land. Was macht die Opposition? – Viel Kritik, aber eigentlich wenige brauchbare Vorschläge. Ich sage das noch einmal, Frau Kollegin Rendi-Wagner, und das geht auch in Richtung FPÖ – die NEOS sind ja ab und zu bereit, auch Dinge mitzutragen, von denen sie der Meinung sind, das ist gut und richtig; da muss man die NEOS herausnehmen (Abg. Kickl: Das sind die, die keine Ahnung haben! Das hast du ja gerade gesagt!) –, also vor allem an Rot und Blau gerichtet: Verlassen Sie Ihre Schaukelstuhlpolitik und stimmen Sie diesem Budget zu! Es ist gut für die Menschen und für das Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das war jetzt aber wirklich faktenbasiert!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das war jetzt aber wirklich faktenbasiert!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung arbeitet für die Menschen in diesem Land. Was macht die Opposition? – Viel Kritik, aber eigentlich wenige brauchbare Vorschläge. Ich sage das noch einmal, Frau Kollegin Rendi-Wagner, und das geht auch in Richtung FPÖ – die NEOS sind ja ab und zu bereit, auch Dinge mitzutragen, von denen sie der Meinung sind, das ist gut und richtig; da muss man die NEOS herausnehmen (Abg. Kickl: Das sind die, die keine Ahnung haben! Das hast du ja gerade gesagt!) –, also vor allem an Rot und Blau gerichtet: Verlassen Sie Ihre Schaukelstuhlpolitik und stimmen Sie diesem Budget zu! Es ist gut für die Menschen und für das Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das war jetzt aber wirklich faktenbasiert!)
Abg. Steinacker: Das hat sie ja nie gesagt! So ein Blödsinn! Das hat sie nie gesagt!
Meine Damen und Herren, jetzt sage ich einmal eines dazu: Die Frau Verfassungsministerin – herzlich willkommen übrigens am Jahrestag der Einführung des Lockdowns für Ungeimpfte in diesem Land! – war diejenige Verfassungsministerin, die die Ungeimpften in diesem Land zu Menschen zweiter Klasse degradiert hat. Das war genau diese Dame. Ja, sie war es nicht alleine, Sie vonseiten der Grünen waren auch dabei. Keine Angst, Ihnen gebührt auch die „Anerkennung“ – unter Anführungszeichen – in diese Richtung. Das war doch diejenige Dame, die alle, die nicht voll immunisiert gewesen sind, de facto zu Illegalen im eigenen Land erklärt hat, die gesagt hat, eigentlich haben die gar kein Aufenthaltsrecht – die Österreicher! – im eigenen Land und die sollten auch ihre Arbeitsplätze verlieren. (Abg. Steinacker: Das hat sie ja nie gesagt! So ein Blödsinn! Das hat sie nie gesagt!)
Ruf bei der ÖVP: Frau Bundesministerin!
Das ist die Eislady, die dich jetzt einen Kopf kürzer gemacht hat, lieber Kollege Wöginger. (Ruf bei der ÖVP: Frau Bundesministerin!) Das ist die Verfassungsministerin der Republik Österreich, und – jetzt kommt’s – heute macht sich diese Dame Sorgen über die Menschenrechte, die in dieser Menschenrechtskonvention aufgeführt werden, über die Grund- und Freiheitsrechte, die sie im eigenen Land beschnitten hat. Sie macht sich Sorgen über die Grund- und Freiheitsrechte von Hunderttausenden Illegalen, die ins Land kommen – alle miteinander nicht voll immunisiert. – Das kannst du ja alles nicht erfinden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die Eislady, die dich jetzt einen Kopf kürzer gemacht hat, lieber Kollege Wöginger. (Ruf bei der ÖVP: Frau Bundesministerin!) Das ist die Verfassungsministerin der Republik Österreich, und – jetzt kommt’s – heute macht sich diese Dame Sorgen über die Menschenrechte, die in dieser Menschenrechtskonvention aufgeführt werden, über die Grund- und Freiheitsrechte, die sie im eigenen Land beschnitten hat. Sie macht sich Sorgen über die Grund- und Freiheitsrechte von Hunderttausenden Illegalen, die ins Land kommen – alle miteinander nicht voll immunisiert. – Das kannst du ja alles nicht erfinden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei Kollegen Wöginger kenne ich mich auch nicht aus! Jetzt musst du dich dann irgendwann einmal entscheiden: Jetzt stellst du die Menschenrechtskonvention infrage und willst das Ganze weiterentwickeln; es ist noch nicht so lange her, da bist du hier an diesem Rednerpult gestanden und hast in meine Richtung Folgendes gesagt – ich darf zitieren –: „Was uns“ – also dich und mich – „trennt, Herr Kollege Kickl, das ist, dass wir“ – also die Österreichische Volkspartei – „die Menschenrechtskonvention anerkennen“. Also hört, hört! Was jetzt? Das ist das Problem der Österreichischen Volkspartei: null Glaubwürdigkeit. Sie nehmen sich ja selbst nicht mehr ernst, also wundern Sie sich nicht, dass die Bevölkerung Sie nicht ernst nimmt! – So. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Wöginger und Zarits.
und auf freiheitliche Vorschläge zurückgreift. (Heiterkeit der Abgeordneten Wöginger und Zarits.) Bei der Autorenschaft der Senkung der Steuerstufen steht riesengroß Hubert Fuchs drauf. Ihr Beitrag zur Steuerreform ist nur dieses ökokommunistische Herumgemurkse mit neuen Belastungen, das ist ja Ihre Eigenproduktion. Sie sollten öfters auf die Vorschläge der Freiheitlichen Partei hören, Sie sollten auch öfters die Dinge umsetzen, die wir Ihnen anbieten, dann hätten Sie der eigenen Bevölkerung in der Vergangenheit viel Leid und viel Not erspart, dann hätten Sie nicht sinnlos Milliarden hinausgeschmissen und dann müssten wir nicht jetzt 25 Milliarden Euro neue Schulden machen – 25 000 Millionen Euro, lieber August Wöginger, damit auch du es in der Dimension verstehst. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schwarz.
und auf freiheitliche Vorschläge zurückgreift. (Heiterkeit der Abgeordneten Wöginger und Zarits.) Bei der Autorenschaft der Senkung der Steuerstufen steht riesengroß Hubert Fuchs drauf. Ihr Beitrag zur Steuerreform ist nur dieses ökokommunistische Herumgemurkse mit neuen Belastungen, das ist ja Ihre Eigenproduktion. Sie sollten öfters auf die Vorschläge der Freiheitlichen Partei hören, Sie sollten auch öfters die Dinge umsetzen, die wir Ihnen anbieten, dann hätten Sie der eigenen Bevölkerung in der Vergangenheit viel Leid und viel Not erspart, dann hätten Sie nicht sinnlos Milliarden hinausgeschmissen und dann müssten wir nicht jetzt 25 Milliarden Euro neue Schulden machen – 25 000 Millionen Euro, lieber August Wöginger, damit auch du es in der Dimension verstehst. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kenne schon die Argumentation, die dann kommen wird, auch vom Finanzminister: Ja, es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig! Was sollen wir denn tun? Es sind die äußeren Umstände, es ist alles so schwierig, eine Krise jagt die nächste. Uns sind ja de facto die Hände gebunden, wir sind ja nur ein Spielball von Dingen, die sich international um uns herum abspielen, und deshalb müssen wir Geld in die Hand nehmen, um da gegenzusteuern, und deshalb schaut das Budget so aus, wie es ausschaut. – Ich sage Ihnen eines dazu: Einem Faktencheck hält diese Argumentation nicht stand. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Die Freiheitlichen in Kärnten haben so gehandelt, aber nur die!
Ideologie; heute hat es ein bisschen anders geklungen. (Abg. Krainer: Die Freiheitlichen in Kärnten haben so gehandelt, aber nur die!)
Abg. Wöginger: Wer hat denn den ersten Lockdown gefordert?
So viele Lockdowns wie in Österreich hat es ja nirgendwo gegeben, mit dem Gipfel des Lockdowns für Ungeimpfte – das ist ja unglaublich! –, oder wollen Sie sich jetzt an chinesischen Maßstäben messen? (Abg. Wöginger: Wer hat denn den ersten Lockdown gefordert?) Wollen Sie sich an chinesischen Maßstäben messen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So viele Lockdowns wie in Österreich hat es ja nirgendwo gegeben, mit dem Gipfel des Lockdowns für Ungeimpfte – das ist ja unglaublich! –, oder wollen Sie sich jetzt an chinesischen Maßstäben messen? (Abg. Wöginger: Wer hat denn den ersten Lockdown gefordert?) Wollen Sie sich an chinesischen Maßstäben messen? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Ja, ja!
Wir haben das immer kritisiert. Wir haben Sie darauf hingewiesen, dass das nicht alternativlos ist (Abg. Wöginger: Ja, ja!), so wie Sie es behauptet haben, dass es andere Länder gibt und dass die internationalen Studien Ihnen und Ihren Ausführungen widersprechen. Sie haben uns dafür kritisiert, Sie haben gesagt, wir hätten „Blut an den Händen“, Sie haben gesagt, wir sind verantwortungslos. Die Wahrheit ist für Sie eine brutale: Wir hatten recht und Sie haben unrecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben das immer kritisiert. Wir haben Sie darauf hingewiesen, dass das nicht alternativlos ist (Abg. Wöginger: Ja, ja!), so wie Sie es behauptet haben, dass es andere Länder gibt und dass die internationalen Studien Ihnen und Ihren Ausführungen widersprechen. Sie haben uns dafür kritisiert, Sie haben gesagt, wir hätten „Blut an den Händen“, Sie haben gesagt, wir sind verantwortungslos. Die Wahrheit ist für Sie eine brutale: Wir hatten recht und Sie haben unrecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und jetzt frage ich Sie: Wer übernimmt denn die politische Verantwortung dafür? Sie, Herr Bundeskanzler? Sie, Herr Finanzminister? Wer übernimmt die Verantwortung für diese 46,5 Milliarden Euro, die da beim Fenster hinausgeschmissen worden sind? Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass Sie die Bevölkerung um das Geld der Steuerzahler über die Wirksamkeit der Coronaimpfung in beide Richtungen belogen haben, sowohl was die Effizienz als auch was die Nebenwirkungen betrifft? Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass Sie daraus die Impfpflicht abgeleitet haben? Und wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass Sie genau aus dieser Argumentation heraus die Gesellschaft gespalten haben und den Begriff einer „Pandemie der Umgeimpften“ – die ultimative Spaltung, eigentlich eine Kriegserklärung an Teile der eigenen Bevölkerung – in die Welt gesetzt haben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wer übernimmt die Verantwortung jetzt, da im Europäischen Parlament die Managerin von Pfizer gestanden hat, dass dieses Unternehmen zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Tests dahin gehend unternommen hat, ob diese Impfung irgendeine Ansteckung verhindern kann? Das war aber doch das, was Sie monatelang den Menschen einzutrichtern versucht haben, ja verdammt noch einmal! Da sehen wir die Arbeitsteilung in der Pandemie: Die einen lügen wie gedruckt – das war der Beitrag der Regierung und aller, die sie unterstützen – und die anderen drucken das Gelogene – das war der Beitrag der sogenannten etablierten Medien, und ich vermisse bis heute eine Entschuldigung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bürstmayr: ... Budgetdebatte!
das, was damit in Zusammenhang steht – und ich abstrahiere von dem Faktum, dass Österreich trauriger Testweltmeister ist und so weiter und so weiter? – Niemand von Ihnen übernimmt die Verantwortung. (Abg. Bürstmayr: ... Budgetdebatte!)
Zwischenruf bei den Grünen.
Im Gegenteil: Sie machen weiter wie bisher, und das zeigt ein Blick auf das Budget 2023, wo sich schon wieder 1,2 Milliarden Euro unter Coronamaßnahmen verbucht finden. – 1,2 Milliarden Euro! Das Spiel geht weiter, statt dass Sie damit aufhören, und wieder hauen Sie 300 Millionen Euro für die Impfstoffbeschaffung hinaus – 300 Millionen Euro! –, obwohl Sie immer noch auf 20 Millionen alten Impfdosen sitzen. Ich weiß nicht, was Sie mit dem Impfstoff in diesen Mengen machen wollen. Wenn Sie es verschenken, nimmt es Ihnen ja niemand mehr ab! In Summe hat das schon 850 Millionen Euro gekostet. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur zum Vergleich, meine Damen und Herren: Das gesamte Gesundheitsbudget in den Spitälern ist dem Bund gerade einmal 900 Millionen Euro wert – für alle anderen Bereiche. Dann sehen Sie, warum es in den Spitälern keinen Spielraum gibt, dann sehen Sie, warum Ihnen die Leute dort in Scharen davonlaufen, und dann sehen Sie, warum es auch keine vernünftige Versorgung mehr im niedergelassenen Bereich gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
der Leyen, die ja schon mit mehr als einem Fuß im Kriminal steht (Zwischenruf bei der SPÖ) und die ihrerseits wiederum am Gängelband der Amerikaner hängt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
der Leyen, die ja schon mit mehr als einem Fuß im Kriminal steht (Zwischenruf bei der SPÖ) und die ihrerseits wiederum am Gängelband der Amerikaner hängt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Ruf: Kriegsverbrecher Kickl!
Es ist die Verantwortung der Regierung und aller, die da mitmachen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Ruf: Kriegsverbrecher Kickl!) – Ja, da kommen auch Sie in Wallungen, weil Sie sich betroffen fühlen (Zwischenruf des Abg. Schwarz), dass Sie diese Teuerung durch die Sanktionen im Energiebereich insbesondere anheizen, dass Sie die Bevölkerung dazu zwingen, dass viele, anstatt ein normales Leben führen zu können, einen Überlebenskampf führen, dass Unternehmen, denen bis zu Beginn all dieser Sanktionsoperationen nie etwas gefehlt hat, jetzt zusperren müssen, dass wir unseren Wirtschaftsstandort gefährden, dass wir Arbeitsplätze gefährden, dass das Geld immer weniger wert wird und dass die Sparguthaben zusammenschrumpfen wie der Schnee in der Frühlingssonne. Das geht alles auf Ihre Kappe.
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Es ist die Verantwortung der Regierung und aller, die da mitmachen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Ruf: Kriegsverbrecher Kickl!) – Ja, da kommen auch Sie in Wallungen, weil Sie sich betroffen fühlen (Zwischenruf des Abg. Schwarz), dass Sie diese Teuerung durch die Sanktionen im Energiebereich insbesondere anheizen, dass Sie die Bevölkerung dazu zwingen, dass viele, anstatt ein normales Leben führen zu können, einen Überlebenskampf führen, dass Unternehmen, denen bis zu Beginn all dieser Sanktionsoperationen nie etwas gefehlt hat, jetzt zusperren müssen, dass wir unseren Wirtschaftsstandort gefährden, dass wir Arbeitsplätze gefährden, dass das Geld immer weniger wert wird und dass die Sparguthaben zusammenschrumpfen wie der Schnee in der Frühlingssonne. Das geht alles auf Ihre Kappe.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Da sage ich nur Klimabonus, denn der ist das Paradebeispiel dafür: 500 Euro für die Häfenbrüder und für die Asylwerber, und dann stellen Sie sich her und sagen, Sie wollen keine falschen Anreize in diesem Land! (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das passt doch alles hinten und vorne nicht mehr zusammen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sage ich nur Klimabonus, denn der ist das Paradebeispiel dafür: 500 Euro für die Häfenbrüder und für die Asylwerber, und dann stellen Sie sich her und sagen, Sie wollen keine falschen Anreize in diesem Land! (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das passt doch alles hinten und vorne nicht mehr zusammen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Sie hätten ein einziges Interesse – ein einziges! –, und das wäre unser nationalstaatliches Interesse (Zwischenruf des Abg. Matznetter), aus diesem Sanktionswahnsinn auszutreten und sich Verbündete auf europäischer Ebene zu suchen. Anstatt das zu machen, machen Sie aber bei jedem Wahnsinn mit.
Zwischenruf bei den Grünen.
Jetzt sind Sie auch mit dabei, wenn die Europäische Union wieder 18 Milliarden Euro in die Ukraine buttert. (Zwischenruf bei den Grünen.) Und wozu, Kollege Wöginger? – Um dann die Raten für die amerikanischen Waffenlieferungen zu bezahlen. Na, das ist eine interessante Politik, die Sie hiermit unterstützen.
Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.
Das ist Wahnsinn, was Sie da machen, genauso wie die Klimaministerin Hand in Hand mit dem Herrn Bundespräsidenten Millionen, Hunderte Millionen rund um den Globus verschenkt. (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) 340 Millionen Euro werden da für Klimaförderung aufgebracht – weltweit –, um den CO2-Ausstoß zu verringern, während gleichzeitig die Kohlekraftwerke in China und in Indien wie die Schwammerl aus dem Boden schießen. Das ist doch alles verrückt.
Beifall bei der FPÖ.
Dann fahren Sie einmal nach Kärnten, dann fahren Sie einmal ins Gegendtal und fragen Sie dort einmal die Bürgermeister und die Betroffenen, denen bei Vermurungen und bei einem Hochwasser ihr Haus weggeschwemmt wurde, welches unwürdige Bittstellertum diese Leute im eigenen Land erleben müssen! Da geht nämlich nichts über Nacht, da wird nichts verdoppelt. Die bleiben auf ihren Kosten sitzen, und das ist die fatale Politik. (Beifall bei der FPÖ.) Ich glaube, Sie sind schon fast mit einem Fluch belegt, mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung regieren zu müssen.
Abg. Deimek: ... will das nicht hören! Das sind lauter Ärzte!
Dann noch ein letztes Wort zum Thema Asylchaos – eigentlich muss man angesichts der Dimension, die sich da abspielt, von einer Völkerwanderung sprechen –, das ist nämlich auch in Zahlen gegossene Politik: 120 000 Asylanträge heuer – das Jahr 2015 verblasst im Vergleich mit diesen Zahlen –, der Großteil von diesen Leuten unter 25, lauter junge Männer aus Syrien und Afghanistan – klingelt’s, Kollege Wöginger? (Abg. Deimek: ... will das nicht hören! Das sind lauter Ärzte!)
Zwischenruf des Abg. Schwarz
80 000 Ukrainer kommen noch dazu. Seitdem die ÖVP und die Grünen regieren (Zwischenruf des Abg. Schwarz) waren es alleine 200 000 – ich rede da noch gar nicht von den offenen Verfahren. Das ist Ihre in Zahlen gegossene Politik des Scheiterns im gesamten Asylbereich, und das ist ein riesiger Kostenfaktor, von dem wir hier sprechen.
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Ein riesiger Kostenfaktor: Allein im Bereich Fremdenwesen – das ist nur ein Teilausschnitt aus dem Bereich des Innenministeriums – kommen wir heuer auf Kosten von 1,1 Milliarden Euro. Das fließt nur in diese Völkerwanderungsbürokratie (Zwischenruf des Abg. Schwarz), die nichts verhindert, sondern die bei allem nur irgendwie drüberverwaltet und die Dinge jeden Tag schlimmer macht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ein riesiger Kostenfaktor: Allein im Bereich Fremdenwesen – das ist nur ein Teilausschnitt aus dem Bereich des Innenministeriums – kommen wir heuer auf Kosten von 1,1 Milliarden Euro. Das fließt nur in diese Völkerwanderungsbürokratie (Zwischenruf des Abg. Schwarz), die nichts verhindert, sondern die bei allem nur irgendwie drüberverwaltet und die Dinge jeden Tag schlimmer macht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Yılmaz: Das ist eine Schande! Das ist eine Schande!
Da rede ich noch nicht von den Kosten im Gesundheitsbereich, da rede ich noch nicht von den Kosten im Bildungsbereich, da rede ich noch nicht von den Kosten im Justizbereich, wo, wie du wissen wirst, Kollege Wöginger – und der Bundeskanzler wird es auch wissen –, in der Zwischenzeit mehr als 50 Prozent der Häftlinge in österreichischen Gefängnissen keine Österreicher mehr sind. Was das alles kostet: Es ist ein Irrsinn! (Abg. Yılmaz: Das ist eine Schande! Das ist eine Schande!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Dann rede ich auch noch nicht vom Sozialsystem und den Kosten für die Mindestsicherung. Es wurde in der Zwischenzeit ein Punkt erreicht, wo 38 Prozent der Ausgaben für die Mindestsicherung in den Bereich Asyl und in den Bereich subsidiärer Schutz gehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ja ist die Mindestsicherung dafür gemacht worden oder ist die für die österreichische Bevölkerung gemacht worden? Ich habe immer Zweiteres geglaubt, aber euer Projekt ist der erste Weg – und das ist ein Holzweg, auf dem ihr unterwegs seid. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann rede ich auch noch nicht vom Sozialsystem und den Kosten für die Mindestsicherung. Es wurde in der Zwischenzeit ein Punkt erreicht, wo 38 Prozent der Ausgaben für die Mindestsicherung in den Bereich Asyl und in den Bereich subsidiärer Schutz gehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ja ist die Mindestsicherung dafür gemacht worden oder ist die für die österreichische Bevölkerung gemacht worden? Ich habe immer Zweiteres geglaubt, aber euer Projekt ist der erste Weg – und das ist ein Holzweg, auf dem ihr unterwegs seid. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Wir haben es miteinander beschlossen!
Ihr hättet auch da auf die FPÖ hören sollen, ihr hättet nicht die restriktiven Maßnahmen rückgängig machen sollen. (Abg. Wöginger: Wir haben es miteinander beschlossen!) Wir brauchen Ausreisezentren – das brauchen wir –, wir brauchen
Zwischenruf bei der ÖVP
Das Problem ist nur, dass das der ÖVP kein Mensch mehr glaubt. Ihnen glaubt das niemand. Ich aber glaube (Zwischenruf bei der ÖVP), dass es notwendig ist, diese Dinge wirklich anzupacken. Sie haben nicht den Mumm dazu, das haben Sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Dass die SPÖ in einer Rede über das Budget kein Wort zum Thema Asyl verliert, wundert mich auch nicht, wenn man der Meinung ist, dass Österreich kein Asylproblem hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Aber, Frau Kollegin Rendi-Wagner, spätestens das ist ja ein Punkt, bei dem der österreichischen Bevölkerung klar ist, dass das mit der Kanzlerschaft nichts wird. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Mit dieser Aussage haben Sie den Kanzleranspruch verwirkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Dass die SPÖ in einer Rede über das Budget kein Wort zum Thema Asyl verliert, wundert mich auch nicht, wenn man der Meinung ist, dass Österreich kein Asylproblem hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Aber, Frau Kollegin Rendi-Wagner, spätestens das ist ja ein Punkt, bei dem der österreichischen Bevölkerung klar ist, dass das mit der Kanzlerschaft nichts wird. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Mit dieser Aussage haben Sie den Kanzleranspruch verwirkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass die SPÖ in einer Rede über das Budget kein Wort zum Thema Asyl verliert, wundert mich auch nicht, wenn man der Meinung ist, dass Österreich kein Asylproblem hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Aber, Frau Kollegin Rendi-Wagner, spätestens das ist ja ein Punkt, bei dem der österreichischen Bevölkerung klar ist, dass das mit der Kanzlerschaft nichts wird. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Mit dieser Aussage haben Sie den Kanzleranspruch verwirkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Sie sollten uns weniger beschimpfen, Sie sollten öfters auf uns hören. Sie sollten öfters auf uns hören, dann würden Sie Freiheit und Gesundheit schützen, dann würden Sie Wohlstand, Wirtschaft, Arbeitsplätze und nebenher die Neutralität schützen, dann würden Sie die Sicherheit unserer Frauen und unserer Töchter erhöhen (Zwischenruf des Abg. Matznetter) und nebenher unsere Identität erhalten und Sie würden nebenher auch einen Haufen Steuergeld sparen. Das ist das, was sich die Bevölkerung erwartet. So geht
Beifall bei der FPÖ.
verantwortungsbewusste Politik. Sie können es nicht, also machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei der FPÖ.) Und - -
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Bei Neuwahlen bekämen wir dann auch einen neuen Nationalratspräsidenten. Das wäre dann einer, der der Wahnsinnsidee des amtierenden, das renovierte Parlament mit einem goldenen Flügel als Ausdruck der Bescheidenheit der Politik zu verzieren, auch gleich eine Absage erteilen würde. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Was für andere? Wieso? Sie haben das inhaltlich nicht zu bewerten, Herr Präsident! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Man müsste Ihnen ja für alle anderen Ausdrücke viele Ordnungsrufe erteilen, aber für den Ausdruck Sie „lügen wie gedruckt“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Rufe bei der FPÖ: Was für andere? Wieso? Sie haben das inhaltlich nicht zu bewerten, Herr Präsident! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist ja, weil Sie die Zusammenhänge nicht verstehen!), obwohl das eigentlich der Gegenstand dieser Debatte sein soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Stattdessen haben wir von Klubobmann Kickl (Zwischenruf des Abg. Kassegger), der in der vergangenen Zeit für die Profite der Pferdeentwurmungsmittelhersteller gesorgt hat, die übliche Putin-Propaganda gehört (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!), haben wir die Klimawandelleugnung des Herrn Kickl gehört. Es zeigt sich einfach jedes Mal, bei jeder Rede von Ihnen, Herr Kickl, wieder, Sie haben null, absolut null Interesse daran, die Probleme, mit denen wir und mit denen die österreichische Bevölkerung in diesem Land konfrontiert sind, zu lösen. (Abg. Amesbauer: Sicher! Wir wollen Neuwahlen!) Sie haben ausschließlich Interesse daran (Abg. Kickl: Was für eine Überheblichkeit!), zu hetzen, Lügen zu verbreiten und mit Angst Propaganda zu machen, um Stimmen zu heischen.
Abg. Hauser: So ein Blödsinn!
Stattdessen haben wir von Klubobmann Kickl (Zwischenruf des Abg. Kassegger), der in der vergangenen Zeit für die Profite der Pferdeentwurmungsmittelhersteller gesorgt hat, die übliche Putin-Propaganda gehört (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!), haben wir die Klimawandelleugnung des Herrn Kickl gehört. Es zeigt sich einfach jedes Mal, bei jeder Rede von Ihnen, Herr Kickl, wieder, Sie haben null, absolut null Interesse daran, die Probleme, mit denen wir und mit denen die österreichische Bevölkerung in diesem Land konfrontiert sind, zu lösen. (Abg. Amesbauer: Sicher! Wir wollen Neuwahlen!) Sie haben ausschließlich Interesse daran (Abg. Kickl: Was für eine Überheblichkeit!), zu hetzen, Lügen zu verbreiten und mit Angst Propaganda zu machen, um Stimmen zu heischen.
Abg. Amesbauer: Sicher! Wir wollen Neuwahlen!
Stattdessen haben wir von Klubobmann Kickl (Zwischenruf des Abg. Kassegger), der in der vergangenen Zeit für die Profite der Pferdeentwurmungsmittelhersteller gesorgt hat, die übliche Putin-Propaganda gehört (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!), haben wir die Klimawandelleugnung des Herrn Kickl gehört. Es zeigt sich einfach jedes Mal, bei jeder Rede von Ihnen, Herr Kickl, wieder, Sie haben null, absolut null Interesse daran, die Probleme, mit denen wir und mit denen die österreichische Bevölkerung in diesem Land konfrontiert sind, zu lösen. (Abg. Amesbauer: Sicher! Wir wollen Neuwahlen!) Sie haben ausschließlich Interesse daran (Abg. Kickl: Was für eine Überheblichkeit!), zu hetzen, Lügen zu verbreiten und mit Angst Propaganda zu machen, um Stimmen zu heischen.
Abg. Kickl: Was für eine Überheblichkeit!
Stattdessen haben wir von Klubobmann Kickl (Zwischenruf des Abg. Kassegger), der in der vergangenen Zeit für die Profite der Pferdeentwurmungsmittelhersteller gesorgt hat, die übliche Putin-Propaganda gehört (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!), haben wir die Klimawandelleugnung des Herrn Kickl gehört. Es zeigt sich einfach jedes Mal, bei jeder Rede von Ihnen, Herr Kickl, wieder, Sie haben null, absolut null Interesse daran, die Probleme, mit denen wir und mit denen die österreichische Bevölkerung in diesem Land konfrontiert sind, zu lösen. (Abg. Amesbauer: Sicher! Wir wollen Neuwahlen!) Sie haben ausschließlich Interesse daran (Abg. Kickl: Was für eine Überheblichkeit!), zu hetzen, Lügen zu verbreiten und mit Angst Propaganda zu machen, um Stimmen zu heischen.
Abg. Wurm: Österreich!
Ich sage Ihnen eines, Herr Kickl, ich glaube, da weiß ich vier Parteien in diesem Parlament hinter mir, bei der Frage: Für wen entscheiden wir uns, auf wessen Seite stehen wir (Abg. Wurm: Österreich!) – auf der Seite des brutalen Diktators und Kriegstreibers Putin oder auf der Seite der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen? (Abg. Kickl: Wir stehen auf der österreichischen Seite! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Da stehen wir doch eindeutig auf der Seite von Frau von der Leyen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Das war sehr entlarvend! Österreich ist ...!)
Abg. Kickl: Wir stehen auf der österreichischen Seite! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Ich sage Ihnen eines, Herr Kickl, ich glaube, da weiß ich vier Parteien in diesem Parlament hinter mir, bei der Frage: Für wen entscheiden wir uns, auf wessen Seite stehen wir (Abg. Wurm: Österreich!) – auf der Seite des brutalen Diktators und Kriegstreibers Putin oder auf der Seite der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen? (Abg. Kickl: Wir stehen auf der österreichischen Seite! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Da stehen wir doch eindeutig auf der Seite von Frau von der Leyen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Das war sehr entlarvend! Österreich ist ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Das war sehr entlarvend! Österreich ist ...!
Ich sage Ihnen eines, Herr Kickl, ich glaube, da weiß ich vier Parteien in diesem Parlament hinter mir, bei der Frage: Für wen entscheiden wir uns, auf wessen Seite stehen wir (Abg. Wurm: Österreich!) – auf der Seite des brutalen Diktators und Kriegstreibers Putin oder auf der Seite der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen? (Abg. Kickl: Wir stehen auf der österreichischen Seite! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Da stehen wir doch eindeutig auf der Seite von Frau von der Leyen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Das war sehr entlarvend! Österreich ist ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und das in der Europäischen Union, die gemeinsam versucht, die schwierigen Herausforderungen zu lösen und den Ukrainerinnen und Ukrainern, die unter diesem brutalen Angriffskrieg leiden, zu helfen und sie zu unterstützen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
zukäme, ein bisschen fassungslos und ein bisschen traurig. Sie kennen es vielleicht aus Ihrem eigenen Alltag: Solange alles in geordneten Bahnen läuft, gibt es einen gewissen Automatismus, Dinge fallen wenig auf, außer es gibt einen Störfaktor. Wer seine Augen vor dem Offensichtlichen nicht verschließt, der kennt dieses Prinzip auch hinter der Situation, in der wir aktuell leben. Der brutale russische Angriffskrieg und die Klimakrise zeigen uns täglich, was in den letzten Jahrzehnten verabsäumt worden ist. Wir stehen hier an einem Scheideweg. Entweder wir stecken den Kopf in den Sand und verschließen weiterhin vor den offensichtlichen Herausforderungen die Augen oder wir legen den Schalter um, wir krempeln die Ärmel hoch, wir greifen dort in die Maschine, wo es so richtig quietscht. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Wir kitten nicht ein paar Lecks, kleben ein paar Pflaster drüber, sondern wir reparieren gescheit. Wir bauen um, und wir errichten sogar einen eigenen Zubau unter dem Motto: Was repariert gehört, gehört auch tatsächlich repariert. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Haubner und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Haubner und Wöginger.
zukäme, ein bisschen fassungslos und ein bisschen traurig. Sie kennen es vielleicht aus Ihrem eigenen Alltag: Solange alles in geordneten Bahnen läuft, gibt es einen gewissen Automatismus, Dinge fallen wenig auf, außer es gibt einen Störfaktor. Wer seine Augen vor dem Offensichtlichen nicht verschließt, der kennt dieses Prinzip auch hinter der Situation, in der wir aktuell leben. Der brutale russische Angriffskrieg und die Klimakrise zeigen uns täglich, was in den letzten Jahrzehnten verabsäumt worden ist. Wir stehen hier an einem Scheideweg. Entweder wir stecken den Kopf in den Sand und verschließen weiterhin vor den offensichtlichen Herausforderungen die Augen oder wir legen den Schalter um, wir krempeln die Ärmel hoch, wir greifen dort in die Maschine, wo es so richtig quietscht. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Wir kitten nicht ein paar Lecks, kleben ein paar Pflaster drüber, sondern wir reparieren gescheit. Wir bauen um, und wir errichten sogar einen eigenen Zubau unter dem Motto: Was repariert gehört, gehört auch tatsächlich repariert. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Haubner und Wöginger.)
Abg. Kickl: Wir erinnern uns an den Bundespräsidenten!
Auch da zeigt sich das wahre Gesicht der Sozialdemokratie. Wir erinnern uns an Kanzler Kern, der noch während der Annexion der Krim zu Putin gefahren ist, in einem Aufsichtsrat gesessen ist (Abg. Kickl: Wir erinnern uns an den Bundespräsidenten!), und daran, dass auch noch Waffen mit dessen Staatsbahn geliefert worden sind. Wir erinnern uns aber auch an die Aussagen von Frau Rendi-Wagner in den letzten Tagen, als sie versuchte, sich dem Fracking anzunähern,
Beifall bei den Grünen.
einem sehr problematischen Verfahren, statt an Lösungen für eine tatsächliche Energiewende zu arbeiten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass die Preise jährlich steigen, die Sozialleistungen aber nicht – das richten wir mit der automatischen Valorisierung der Sozialleistungen. Dass die kalte Progression Teile der Gehaltserhöhung wegfrisst – das richten wir mit der Abschaffung der kalten Progression. Vor allem bei den letzten beiden Punkten gilt: Jahrzehntelang haben Bundesregierung um Bundesregierung versprochen: Wir schaffen die kalte Progression ab, wir wollen die Valorisierung der Sozialleistungen!, aber es ist nicht passiert. Es ist nicht unter roten Kanzlern passiert, es ist sowieso nicht mit einer blauen Regierungsbeteiligung passiert – wir machen es jetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Wen?
Wir alle hier wissen auch, dass vergangene Bundesregierungen in Sachen Klimaschutz gelinde gesagt geschlafen haben, bis Kinder und Jugendliche deswegen auf die Straße gegangen sind. Wir lassen sie nicht alleine. (Abg. Kickl: Wen?)
Abg. Kassegger: Wer ist „wir“?
Wir investieren in eine grüne Transformation der österreichischen Industrie. 5,7 Milliarden Euro stellen wir dafür bereit. Wir tauschen dreckige Öl- und Gaskessel aus und fördern die Mobilitätswende. (Abg. Kassegger: Wer ist „wir“?) Und wir stärken auch unsere Gemeinden. Auch sie haben ein massives Problem mit der Teuerung und mit den Herausforderungen, die diese Situation mit sich bringt. Wir investieren 1 Milliarde Euro, 500 Millionen davon für die Energieeffizienz, 500 Millionen für weitere Investitionen, um unsere Gemeinden zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir investieren in eine grüne Transformation der österreichischen Industrie. 5,7 Milliarden Euro stellen wir dafür bereit. Wir tauschen dreckige Öl- und Gaskessel aus und fördern die Mobilitätswende. (Abg. Kassegger: Wer ist „wir“?) Und wir stärken auch unsere Gemeinden. Auch sie haben ein massives Problem mit der Teuerung und mit den Herausforderungen, die diese Situation mit sich bringt. Wir investieren 1 Milliarde Euro, 500 Millionen davon für die Energieeffizienz, 500 Millionen für weitere Investitionen, um unsere Gemeinden zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
machen wir unser Land noch lebenswerter für die Menschen. Wir bauen unser Land nicht nur in Sachen Klimaschutz um, sondern wir stehen auch zu unserem Versprechen saubere Politik. Das Justizbudget wird weiter erhöht. Wir erinnern uns alle an die Ankündigung betreffend den stillen Tod der Justiz. Dieser ist dank Justizministerin Alma Zadić abgewendet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ebenso in diesem Budget enthalten ist eine weitere Errungenschaft in dieser Regierungsbeteiligung: Sie erinnern sich an das Parteiengesetz. Der Rechnungshof kann in Zukunft die Parteien direkt kontrollieren, und dieser Rechnungshof wird für diese zusätzlichen Aufgaben auch deutlich besser ausgestattet. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Schwache Rede!
Besonders am Herzen liegt mir auch die Pflegereform; jahrzehntelang angekündigt, jahrzehntelang ist nichts passiert. Von uns wird sie jetzt umgesetzt. (Abg. Wurm: Schwache Rede!) Es gibt seit Langem viele Missstände in diesem Bereich. Wir haben einen Pflegenotstand. Insbesondere auch was die Gehälter betrifft, greifen wir jetzt mit über 0,5 Milliarden Euro unter die Arme, was höhere Löhne garantiert und dafür sorgen soll, dass wir die notwendigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Branche auch bekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Besonders am Herzen liegt mir auch die Pflegereform; jahrzehntelang angekündigt, jahrzehntelang ist nichts passiert. Von uns wird sie jetzt umgesetzt. (Abg. Wurm: Schwache Rede!) Es gibt seit Langem viele Missstände in diesem Bereich. Wir haben einen Pflegenotstand. Insbesondere auch was die Gehälter betrifft, greifen wir jetzt mit über 0,5 Milliarden Euro unter die Arme, was höhere Löhne garantiert und dafür sorgen soll, dass wir die notwendigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Branche auch bekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle auch noch sagen: Die Personen, die in der Pflege arbeiten, sind vornehmlich Frauen. Insofern ist es selbstverständlich auch eine große Unterstützung der Frauen in diesem Land, dass wir das tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu guter Letzt, meine sehr geehrten Damen und Herren: Auch das Kunst- und Kulturbudget des Bundes erreicht nach 2021 und 2022 zum dritten Mal in Folge einen historischen Höchststand. Wir steigern das Kulturbudget um über 63 Millionen Euro. Ich glaube, auch das ist eine gute Nachricht für die Kulturnation Österreich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen also, sehr geehrte Damen und Herren: Wir packen an, wir krempeln die Ärmel hoch und wir greifen hin, wir reparieren Dinge, die umzusetzen seit Jahrzehnten verabsäumt worden ist. Viel zu lange sind diese Dinge nur in Sonntagsreden vorgekommen. Wir packen sie an – für ein sozial gerechtes Österreich und für ein klimagerechtes Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Können wir den Wöginger noch mal hören?!
Zu Wort gemeldet ist Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Können wir den Wöginger noch mal hören?!)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Kanzler! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Und vor allem liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! An dieser Stelle einen herzlichen Dank im Namen meiner Fraktion an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler für die Möglichkeit, hier überhaupt ein Budget zu diskutieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt eine Zukunftsquote, die man errechnen kann. Es gibt ein deutsches Institut, das ein Modell vorgelegt hat, und wir haben uns dieses angeschaut: Selbst wenn man den weitesten Begriff dieses Modells zugrunde legt, so muss man konstatieren, dass von 5 Euro, die Sie ausgeben, nur 1 Euro in diese Zukunftsinvestitionen fließt. Das ist tatsächlich eine Zukunftsvergessenheit. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Zarits: Wer ist überheblich? Ihr seid die Überheblichsten da in dem Haus!
Herr Klubobmann Wöginger, weil Sie hier in einer schon bemerkenswerten Überheblichkeit (Abg. Zarits: Wer ist überheblich? Ihr seid die Überheblichsten da in dem Haus!) der Opposition vorwerfen, sich nicht mit dem Budget auseinandergesetzt zu haben, und auch immer wieder meinen, nur Sie wären am Puls der Zeit, bei den Menschen da draußen und nur Sie wüssten, was diese bewegt: Wie erklären Sie, insbesondere die Grünen, denn eigentlich den jungen Menschen, dass Sie – mit grüner Regierungsbeteiligung – die Klimaziele 2040 katastrophal verfehlen werden? (Zwischenruf der Abg. Disoski.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Herr Klubobmann Wöginger, weil Sie hier in einer schon bemerkenswerten Überheblichkeit (Abg. Zarits: Wer ist überheblich? Ihr seid die Überheblichsten da in dem Haus!) der Opposition vorwerfen, sich nicht mit dem Budget auseinandergesetzt zu haben, und auch immer wieder meinen, nur Sie wären am Puls der Zeit, bei den Menschen da draußen und nur Sie wüssten, was diese bewegt: Wie erklären Sie, insbesondere die Grünen, denn eigentlich den jungen Menschen, dass Sie – mit grüner Regierungsbeteiligung – die Klimaziele 2040 katastrophal verfehlen werden? (Zwischenruf der Abg. Disoski.)
Beifall bei den NEOS.
Stellen Sie sich hin und sagen Sie das ehrlich: Wir werden die Klimaziele verfehlen, und zwar mit grüner Regierungsbeteiligung! – Das ist Zukunftsvergessenheit. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Disoski: ... Stadtautobahn! – Abg. Zarits: In Wien! ... in Wien!
Wie erklären Sie denn den Menschen in Österreich, die sich angesichts der Klimakrise Sorgen machen, dass in Österreich weiterhin tagtäglich 13 Fußballfelder zubetoniert werden? (Abg. Disoski: ... Stadtautobahn! – Abg. Zarits: In Wien! ... in Wien!) 13 Fußballfelder werden weiterhin zubetoniert, und diese Bundesregierung hat nichts auf den Tisch gelegt, um das zu ändern.
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Welche Gemeinde ist das?
Dabei geht es nicht um irgendwelche abstrakten Zahlen, sondern da geht es um Frauen in Oberösterreich, die nicht arbeiten gehen können, weil sie um 12.30 Uhr – ohne Mittagessen – immer noch ihre Kinder abholen müssen, weil es in der Gemeinde kein Angebot gibt. Es sind übrigens vorwiegend ÖVP-Bürgermeister, von denen dann solche Aussagen kommen wie – das hat mir eine Dame letzten Donnerstag erzählt –: Bei uns in der Gemeinde brauchen wir keine Nachmittagsbetreuung, denn wir haben funktionierende Familien! – Das ist Zukunftsvergessenheit, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Welche Gemeinde ist das?)
Abg. Wöginger: Ein wichtiger!
Und, Herr Klubobmann Wöginger, wenn Sie sich hier herausstellen und sagen, die Gemeinden sind sozusagen der wichtigste Motor für die Betriebe (Abg. Wöginger: Ein wichtiger!) – nein, das haben Sie nicht gesagt –: Wie erklären Sie eigentlich den Betrieben, die durch Bürokratie geknüppelt und geknechtet sind, durch Ihre Gesetze, durch immer mehr Bürokratie und immer mehr Gesetze, die sich von früh bis abends nur noch mit irgendwelchen teilweise Fantasiegesetzen, die Sie sich ausgedacht haben, und gleichzeitig mit Abgaben, wie zum Beispiel auch Lohnnebenkosten, beschäftigen müssen und einfach ihrem Job, nämlich gemeinsam mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wirklich zu wirtschaften, gar nicht mehr nachkommen können, dass Sie sagen, das Wichtigste sind die Gemeinden?
Beifall bei den NEOS.
Ich habe das Gefühl, die ÖVP ist ein riesengroßer niederösterreichischer ÖAAB geworden. Ansonsten gibt es da drinnen keine Vertretung der Wirtschaft mehr. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Haubner: Eine große Nähe!
Ich zitiere ein weiteres Mal die SPÖ-Vorsitzende (Abg. Haubner: Eine große Nähe!), weil ich es auch so spannend finde, dass sie das gesagt hat (Abg. Haubner: Eine große Nähe, oder? Wiener Modell: SPÖ, NEOS!): Geld auszugeben alleine ist zu wenig. – Das ist ein bemerkenswerter Satz für die Sozialdemokratie, aber ein sehr richtiger Satz.
Abg. Haubner: Eine große Nähe, oder? Wiener Modell: SPÖ, NEOS!
Ich zitiere ein weiteres Mal die SPÖ-Vorsitzende (Abg. Haubner: Eine große Nähe!), weil ich es auch so spannend finde, dass sie das gesagt hat (Abg. Haubner: Eine große Nähe, oder? Wiener Modell: SPÖ, NEOS!): Geld auszugeben alleine ist zu wenig. – Das ist ein bemerkenswerter Satz für die Sozialdemokratie, aber ein sehr richtiger Satz.
Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Zarits: Mein Gott na! – Abg. Haubner schlägt die Hände zusammen.
Zunehmend sagen die Menschen, nicht nur die jungen: Ich kann mir durch meine eigene Arbeitskraft nichts mehr aufbauen. – Und ja, ich freue mich über die teilweise Abschaffung der kalten Progression – ganz wäre es uns lieber gewesen –, aber das ist noch keine Steuerentlastung, sondern das ist ein Verzicht auf eine Steuererhöhung. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Zarits: Mein Gott na! – Abg. Haubner schlägt die Hände zusammen.)
Abg. Zarits: Das ist unvorstellbar!
Das heißt, wir befinden uns in einer Situation, in der man sagt: Wir gehen jetzt wieder in ein Budget der Superlative, borgen uns Milliarden vom Steuerzahler, entlasten aber weder Steuerzahlerinnen und Steuerzahler noch Betriebe! – Damit wird ein für alle Mal klargestellt, dass diese Bundesregierung, Grün wie ÖVP, nicht für dieses Aufstiegsversprechen stehen, sondern nur für eines: für weitere Belastungen und vor allem für einen Abstiegsbeschleuniger. (Abg. Zarits: Das ist unvorstellbar!) – Das ist Zukunftsvergessenheit par excellence! (Abg. Wöginger: Die Körperschaftsteuer wird gesenkt, Frau Kollegin! – Abg. Steinacker: ... schon schauen, was die steuerlichen Maßnahmen sind!)
Abg. Wöginger: Die Körperschaftsteuer wird gesenkt, Frau Kollegin! – Abg. Steinacker: ... schon schauen, was die steuerlichen Maßnahmen sind!
Das heißt, wir befinden uns in einer Situation, in der man sagt: Wir gehen jetzt wieder in ein Budget der Superlative, borgen uns Milliarden vom Steuerzahler, entlasten aber weder Steuerzahlerinnen und Steuerzahler noch Betriebe! – Damit wird ein für alle Mal klargestellt, dass diese Bundesregierung, Grün wie ÖVP, nicht für dieses Aufstiegsversprechen stehen, sondern nur für eines: für weitere Belastungen und vor allem für einen Abstiegsbeschleuniger. (Abg. Zarits: Das ist unvorstellbar!) – Das ist Zukunftsvergessenheit par excellence! (Abg. Wöginger: Die Körperschaftsteuer wird gesenkt, Frau Kollegin! – Abg. Steinacker: ... schon schauen, was die steuerlichen Maßnahmen sind!)
Abg. Steinacker: Geh bitte: Eine Senkung der Steuerstufen, was ist das?
Was müsste getan werden, um wirklich zu entlasten? – Es bräuchte den mutigen Schritt, tatsächlich die Steuer- und Abgabequote zu senken. Es geht nicht bloß um die kalte Progression, sondern um steuerliche Entlastungen. (Abg. Steinacker: Geh bitte: Eine Senkung der Steuerstufen, was ist das?)
Abg. Steinacker: Also Unterstellung über Unterstellung!
gibt es dann wieder eine Fastlane für manche, möglicherweise auch Spender der ÖVP (Abg. Steinacker: Also Unterstellung über Unterstellung!), und das wollen wir nicht, das ist nicht das Land, das wir uns vorstellen –, wir werden dann dort nicht mehr vertreten sein, also bewerfen wir jetzt die Unzufriedenheit mit Geld; und mit den Problemen und den Reformen soll sich dann die nächste Regierung erwürgen, wir wollen damit nichts mehr zu tun haben. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
gibt es dann wieder eine Fastlane für manche, möglicherweise auch Spender der ÖVP (Abg. Steinacker: Also Unterstellung über Unterstellung!), und das wollen wir nicht, das ist nicht das Land, das wir uns vorstellen –, wir werden dann dort nicht mehr vertreten sein, also bewerfen wir jetzt die Unzufriedenheit mit Geld; und mit den Problemen und den Reformen soll sich dann die nächste Regierung erwürgen, wir wollen damit nichts mehr zu tun haben. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kassegger: Was ist 16?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch darauf hinweisen, dass im Foyer derzeit die SDG-Ziele 16 ausgestellt werden. (Abg. Kassegger: Was ist 16?) Alle Abgeordneten sind eingeladen, sich auch mit der Gruppe auseinanderzusetzen. – Dies zur Information. (Abg. Kickl: Darf da jeder ausstellen?)
Abg. Kickl: Darf da jeder ausstellen?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch darauf hinweisen, dass im Foyer derzeit die SDG-Ziele 16 ausgestellt werden. (Abg. Kassegger: Was ist 16?) Alle Abgeordneten sind eingeladen, sich auch mit der Gruppe auseinanderzusetzen. – Dies zur Information. (Abg. Kickl: Darf da jeder ausstellen?)
Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Gäste! Ganz kurz: Ich stelle eine große Nähe zwischen SPÖ und NEOS in der unsachlichen Bewertung des Budgets fest. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Also das ist hier eindeutig zu erkennen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Gäste! Ganz kurz: Ich stelle eine große Nähe zwischen SPÖ und NEOS in der unsachlichen Bewertung des Budgets fest. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Also das ist hier eindeutig zu erkennen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Das ist schon eine Kunst, dass man 90 Prozent falsch macht!
Das Einzige, worin ich Frau Meinl-Reisinger recht gebe, ist, dass wir uns in einer Zeit befinden, die uns alle – von den Familien über die Pensionisten bis hin zu den Unternehmern und Arbeitnehmern – mehr fordert, als wir es in den letzten Jahrzehnten gewohnt waren. (Abg. Kickl: Das ist schon eine Kunst, dass man 90 Prozent falsch macht!) Die Pandemie, der Krieg in Europa und damit verbunden die Energieknappheit und die Teuerung fordern uns. Österreich ist mit dieser Herausforderung ja nicht allein, was wir sehen, egal wohin wir schauen: Alle Regierungen in Europa sind unter Druck, unter schwerem Druck, und es wird immer schwieriger, alle diese Forderungen, die von vielen Seiten kommen,
Abg. Kassegger: 17 Milliarden Defizit! 17 Milliarden Defizit, das ist nicht Balance!
Wir müssen darauf achten – der Herr Finanzminister hat das getan –, dass wir das Budget in Balance halten (Abg. Kassegger: 17 Milliarden Defizit! 17 Milliarden Defizit, das ist nicht Balance!) und auch für unsere zukünftigen Generationen das Leben leistbar und auch lebenswert machen, meine Damen und Herren. Dieser Verantwortung sind wir uns voll bewusst und diese bilden wir auch mit diesem Budget ab.
Zwischenruf des Abg. Krainer
Frau Meinl-Reisinger, wir investieren in die Zukunft, 4,9 Milliarden Euro in einen Transformationsfonds (Zwischenruf des Abg. Krainer), womit wir umbauen, womit wir die Wirtschaft auf Nachhaltigkeit umbauen, weil es uns wichtig ist, dass wir den Wirtschafts- und Industriestandort erhalten, damit nicht, wie die SPÖ es möchte, einmal in den Geschichtsbüchern steht: Die Industrie stand dort. – Wir kämpfen um den Wirtschafts- und Industriestandort, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Frau Meinl-Reisinger, wir investieren in die Zukunft, 4,9 Milliarden Euro in einen Transformationsfonds (Zwischenruf des Abg. Krainer), womit wir umbauen, womit wir die Wirtschaft auf Nachhaltigkeit umbauen, weil es uns wichtig ist, dass wir den Wirtschafts- und Industriestandort erhalten, damit nicht, wie die SPÖ es möchte, einmal in den Geschichtsbüchern steht: Die Industrie stand dort. – Wir kämpfen um den Wirtschafts- und Industriestandort, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP.
Weil die Opposition auch immer kritisiert, dass wir in der Pandemie Geld in die Hand genommen haben: Ja, wir haben es getan, damit wir die Unternehmer und die Arbeitnehmer durch diese Krise begleiten. Und wenn wir heute Rekordbeschäftigung haben und die niedrigste Arbeitslosigkeit seit eineinhalb Jahrzehnten, dann haben wir vieles richtig gemacht, meine Damen und Herren, das möchte ich hier auch noch einmal betonen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Kampf gegen die Teuerung steht ganz oben, aber wir haben auch vorher schon Maßnahmen gesetzt: mit der Steuerreform. Mit der ökosozialen Steuerreform haben wir die Steuerstufen eins und zwei bereits abgesenkt, jetzt senken wir auch die dritte Steuerstufe ab und, das ist schon gesagt worden, wir schaffen die kalte Progression ab und wir staffeln und valorisieren die Sozialleistungen – ebenfalls eine Forderung, die seit Jahren erhoben wurde, und jetzt wird sie umgesetzt, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!
Was mir als Wirtschaftssprecher auch ganz wichtig ist: Wir senken die Körperschaftsteuer für Unternehmen. Auch wenn Sie von der Sozialdemokratie es nicht gerne hören (Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!): Wir machen das für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft (Abg. Leichtfried: Bravo!) und damit für den Erhalt von Arbeitskräften (Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!) und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, dann können wir auch die Menschen in Beschäftigung halten (Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!), und das ist unser oberstes Ziel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Leichtfried: Bravo!
Was mir als Wirtschaftssprecher auch ganz wichtig ist: Wir senken die Körperschaftsteuer für Unternehmen. Auch wenn Sie von der Sozialdemokratie es nicht gerne hören (Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!): Wir machen das für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft (Abg. Leichtfried: Bravo!) und damit für den Erhalt von Arbeitskräften (Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!) und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, dann können wir auch die Menschen in Beschäftigung halten (Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!), und das ist unser oberstes Ziel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!
Was mir als Wirtschaftssprecher auch ganz wichtig ist: Wir senken die Körperschaftsteuer für Unternehmen. Auch wenn Sie von der Sozialdemokratie es nicht gerne hören (Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!): Wir machen das für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft (Abg. Leichtfried: Bravo!) und damit für den Erhalt von Arbeitskräften (Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!) und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, dann können wir auch die Menschen in Beschäftigung halten (Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!), und das ist unser oberstes Ziel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!
Was mir als Wirtschaftssprecher auch ganz wichtig ist: Wir senken die Körperschaftsteuer für Unternehmen. Auch wenn Sie von der Sozialdemokratie es nicht gerne hören (Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!): Wir machen das für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft (Abg. Leichtfried: Bravo!) und damit für den Erhalt von Arbeitskräften (Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!) und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, dann können wir auch die Menschen in Beschäftigung halten (Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!), und das ist unser oberstes Ziel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Was mir als Wirtschaftssprecher auch ganz wichtig ist: Wir senken die Körperschaftsteuer für Unternehmen. Auch wenn Sie von der Sozialdemokratie es nicht gerne hören (Abg. Leichtfried: Sehr gescheit ist das, ja!): Wir machen das für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft (Abg. Leichtfried: Bravo!) und damit für den Erhalt von Arbeitskräften (Abg. Matznetter: Das ist doch keine Betriebsausgabe!) und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, dann können wir auch die Menschen in Beschäftigung halten (Abg. Leichtfried: Tosender Applaus bei den Grünen!), und das ist unser oberstes Ziel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Hanger: Könntest du das deiner Parteivorsitzenden ...?
Man muss sagen, es ist nicht alles schlecht an diesem Budget, gar nicht, es sind manche Sachen sogar sehr gut. Die automatische Erhöhung von wichtigen Familien- und Sozialleistungen ist sehr gut. Es ist eine Menge Geld, die in den Kampf gegen die Klimakrise hineinläuft – ob das dann immer effizient ausgegeben wird, ist eine andere Frage, aber da merkt man, da tut man etwas. Und ja, es werden auch Steuern auf Arbeit gesenkt, was auch gut und richtig ist. Man kann das also sagen: Es ist nicht alles schlecht am Budget, manche Sachen sind sogar sehr gut. (Abg. Hanger: Könntest du das deiner Parteivorsitzenden ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Am Ende des Tages muss man halt sagen, dass natürlich das Budget in Zahlen gegossene Politik ist. Die wesentliche Frage, vor der wir stehen, ist die Frage der Teuerung – und da sieht man ja, was die Regierung macht. Das Beste ist natürlich, einfach direkt in den Markt einzugreifen, denn wenn der Markt verrücktspielt und Mondpreise für Energie verlangt werden, dann ist es eigentlich die Aufgabe der Politik, da in die Preisbildung am Markt einzugreifen und zu schauen, dass nicht irgendwelche Mondpreise, sondern leistbare Preise für die Haushalte, für die Menschen und für die Wirtschaft herauskommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Das Zweitbeste ist, dass man von dort, wo diese Übergewinne, Zufallsgewinne – es gibt Leute, für die ist es ganz wichtig, dass das nur Zufallsgewinne und nicht Übergewinne sind; es ist mir egal, wie man das nennt – gemacht werden – Stromkonzerne, Energiekonzerne machen Megagewinne, es regnet ihnen, wenn sie die Tür aufmachen, Geld hinein; die bauen, wie gesagt, keine Gasspeicher mehr, sondern nur noch Geldspeicher, weil sie gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld (Beifall bei der SPÖ) –, dieses Geld nimmt und es denen zurückgibt, die ihnen das Geld gegeben haben, nämlich den Haushalten, den Menschen, die in diesem Land leben, und den Firmen in diesem Land, die diese unnötig hohen Rechnungen bezahlen.
Beifall bei der SPÖ.
gemeinsam – geschätzt – so um die 6 Milliarden Euro Übergewinne, Extragewinne, Zufallsgewinne – nennen Sie es, wie Sie wollen –, einfach Geld, das ihnen nicht gehört, bekommen werden, senken Sie die Steuern. Für die schaffen Sie nicht mehr Steuern, sondern weniger Steuern. Und das soll die Politik sein, die die Sozialdemokratie unterstützen soll? Sie wollen, dass wir dem zustimmen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber was ist denn das für eine Idee? Wir werden doch niemals einer derartigen Politik zustimmen, durch die Stromkonzerne, die jetzt Übergewinne in Milliardenhöhe machen, weniger Steuern zahlen. Das ist Ihre Politik, das ist die Politik der ÖVP, die kann Politik für Millionäre, für Konzerne und für sich selbst. Das ist das Einzige, was die ÖVP kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage, die sich stellt, ist natürlich: Was können die Grünen, außer der ÖVP hier die Räuberleiter und die Mauer für eine derartige Politik zu machen? Die Grünen müssen sich langsam überlegen, wie lange sie diese Politik noch mittragen wollen, denn diese Politik ist nicht zum Wohl der Menschen, die in diesem Land leben, die ist auch nicht einmal zum Wohl der meisten Betriebe, die hier sind, sondern das schadet uns allen. Und jeder Tag, den die ÖVP hier länger auf der Regierungsbank sitzt, ist ein verlorener Tag für dieses Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stöger: Nicht ankündigen, tun!
„Sommergespräch“ angekündigt, der Herr Bundeskanzler noch früher, dass sie kommen wird (Abg. Stöger: Nicht ankündigen, tun!), und sie wird kommen und es ist auch richtig, dass sie kommt. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Aber im Budget steht ...! – Abg. Leichtfried: Gibt es auch den ersten Arbeitskreis dazu? – Bundesminister Brunner: Ja!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Aber im Budget steht ...! – Abg. Leichtfried: Gibt es auch den ersten Arbeitskreis dazu? – Bundesminister Brunner: Ja!
„Sommergespräch“ angekündigt, der Herr Bundeskanzler noch früher, dass sie kommen wird (Abg. Stöger: Nicht ankündigen, tun!), und sie wird kommen und es ist auch richtig, dass sie kommt. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Aber im Budget steht ...! – Abg. Leichtfried: Gibt es auch den ersten Arbeitskreis dazu? – Bundesminister Brunner: Ja!)
Beifall bei den Grünen.
Wo Sie auch recht haben, ist, dass die Teuerungskrise Österreich sehr hart und sehr heftig trifft, ich glaube, sogar heftiger, als es sein müsste; allerdings nicht, wie Sie angedeutet haben, weil die Entlastungsmaßnahmen zu wenig wären oder nicht treffsicher oder nicht richtig gemacht worden wären, sondern weil wir über Jahrzehnte von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in diesem Land tiefer und tiefer in eine Abhängigkeit geritten worden sind, nämlich in die Abhängigkeit von billigem Öl und Gas. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Leichtfried: Und was ist mit der ÖVP, war die nicht dabei? Wer war immer Energieminister? Und ihr wart bei der Senkung der Körperschaftsteuer dabei!
Da waren Sie von der Sozialdemokratie auch dabei und auch die Freiheitlichen. (Abg. Leichtfried: Und was ist mit der ÖVP, war die nicht dabei? Wer war immer Energieminister? Und ihr wart bei der Senkung der Körperschaftsteuer dabei!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass mit den Einnahmen, die diese Staaten gemacht haben, die Zerstörung von Grosny und von Aleppo finanziert worden ist, dass die Klimakrise weiter angetrieben worden ist, dass wir uns einem massiven Sicherheitsrisiko ausgesetzt haben, wenn 80 Prozent unserer Gasimporte – von dem Gas ist die Industrie sehr stark abhängig – aus einem Land kommen, all das hat man akzeptieren müssen, denn solange das Gas billig war, hat man keine Fragen gestellt, sondern hat den roten Teppich ausgerollt, und das ist das Problem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die notwendigen Reformen, die Veränderungen, die sich aus all diesen Problemen abgeleitet hätten, hat man noch irgendwie zur Seite schieben können – das allerdings die längste Zeit, diese Zeit ist jetzt vorbei. Wir wollen und wir können diese Dinge nicht mehr zur Seite schieben, sondern wir müssen sie jetzt anpacken, und das tun wir mit diesem Budget von Grund auf. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Neben Pflegereform, Valorisierung der Sozialleistungen, Abschaffung der kalten Progression ist es insbesondere der Umbau der österreichischen Wirtschaft in eine klimaneutrale Volkswirtschaft, was gleichzeitig dazu führt, dass wir auch die Unabhängigkeit gegenüber Despoten stärken werden. Um das zu schaffen legt die Regierung ein Budget vor, das einerseits auf die Rekordausbauprogramme bei der Bahn noch einmal etwas drauflegt. Wir sind jetzt bei 19,2 Milliarden Euro für den ÖBB-Rahmenplan – das größte Ausbauprogramm in der Geschichte der Bahn und ein großer Erfolg unserer Klimaministerin. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der zweitgrößte Emittent neben dem Verkehr ist die Industrie, die energieintensive Industrie, und wenn man es schafft, die zu dekarbonisieren, ist das einer der größten Hebel überhaupt dafür, die Emissionen in Österreich runterzubringen, gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhöhen und die Abhängigkeit von Despoten zu reduzieren, unsere Abhängigkeit von Wladimir Putin zu reduzieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich möchte das noch an einem an sich bekannten Beispiel demonstrieren oder verdeutlichen: Die Voest, ein österreichischer Vorzeigebetrieb, beschäftigt 20 000 Menschen und stößt allein am Standort in Linz jährlich 9 Millionen Tonnen CO2 aus. Das ist dreimal so viel, wie die gesamte Stadt Graz im Jahr ausstößt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Jetzt stünde man bald vor der schwierigen Entscheidung, dass man sagt, entweder man verfehlt die Klimaziele weit, weil man diese Emissionen nicht wegbekommt, oder aber man muss Stahlproduktion, Arbeitsplätze und Wertschöpfung, die damit zusammenhängen, aufgeben. Die 5 Milliarden Euro, die wir für die Transformation der Industrie, für
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
den Umbau der Produktion hin zu klimafreundlichen Prozessen im Budget veranschlagt haben, werden sicherstellen, dass wir sowohl die Emissionen reduzieren als auch die Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft erhalten, ohne dabei Gas von Despoten zu importieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Wie heißt die?
Ich möchte das auch an einem Beispiel konkretisieren, damit das irgendwie nachvollziehbar ist, nämlich am Beispiel einer Pensionistin, die eine durchschnittliche Pension von 1 100 Euro im Monat bezieht. Das ist übrigens das gleiche Beispiel, das Klubobfrau Rendi-Wagner bei einem Parteitag herangezogen hat, um zu zeigen und zu kritisieren, dass die Regierung nichts gegen die Teuerung unternimmt. (Abg. Leichtfried: Wie heißt die?)
Abg. Leichtfried: Ich glaube nicht, dass das die gleiche Person ist!
Die Pensionistin hat wie alle anderen in Österreich lebenden Menschen 500 Euro Klimabonus bekommen. Zweitens hat sie eine Unterstützung für Menschen mit geringen und mittleren Pensionen von 300 Euro bekommen. (Abg. Leichtfried: Ich glaube nicht, dass das die gleiche Person ist!) Sie hat einen erhöhten Pensionistenabsetzbetrag von 225 Euro bekommen, viertens einen Schnitt bei den Energieabgaben und einen Energiekostenzuschuss, der ungefähr 200 Euro ausmacht. Das sind in Summe 1 200 Euro Unterstützung, die sie bekommen hat, und das heißt quasi eine gesamte Monatspension oben drauf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Pensionistin hat wie alle anderen in Österreich lebenden Menschen 500 Euro Klimabonus bekommen. Zweitens hat sie eine Unterstützung für Menschen mit geringen und mittleren Pensionen von 300 Euro bekommen. (Abg. Leichtfried: Ich glaube nicht, dass das die gleiche Person ist!) Sie hat einen erhöhten Pensionistenabsetzbetrag von 225 Euro bekommen, viertens einen Schnitt bei den Energieabgaben und einen Energiekostenzuschuss, der ungefähr 200 Euro ausmacht. Das sind in Summe 1 200 Euro Unterstützung, die sie bekommen hat, und das heißt quasi eine gesamte Monatspension oben drauf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube also, die Entlastung in Bezug auf die Teuerung ist mit diesem Budget auf jeden Fall in der richtigen Art und Weise garantiert. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Also ich glaube, diese Frau war frei erfunden!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Fuchs. – Bitte sehr. (Abg. Leichtfried: Also ich glaube, diese Frau war frei erfunden!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Bundesvoranschlag für 2023 weist ein Budgetdefizit von 17 Milliarden Euro aus. Sicherheitshalber lässt sich der Finanzminister aber mit dem Bundesfinanzgesetz 2023 auch einen Blankoscheck ausstellen: Er kann in Zukunft mehr oder weniger über 9 Milliarden Euro freihändig verfügen, ohne dass das Hohe Haus hier befasst werden muss. Das ist eine massive Einschränkung der Transparenz und auch der Budgethoheit des Hohen Hauses. (Beifall bei der FPÖ.) Wir hätten, wenn die Ermächtigungen ausgenutzt werden – und davon kann man, glaube ich,
Beifall bei der FPÖ.
Es werden ja auch weiterhin munter Covid-19-Krisenbewältigungsmaßnahmen budgetiert. Ich denke da nur an den Gesundheitsbereich, den unser Gesundheitsminister heruntergewirtschaftet hat und wo er immer noch 1,2 Milliarden Euro für Covid-19-Krisenbewältigungsmaßnahmen vorsieht, obwohl es gar keine Coronakrise mehr gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das multiple Versagen dieser Bundesregierung bei der Coronapolitik, bei der Sanktionspolitik, aber auch bei der Asylpolitik kostet die Steuerzahler viele Milliarden Euro. Neuwahlen 2024 sind sehr spät – je früher desto besser, den Steuerzahlern würde das sehr viel Geld ersparen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und so wie sich der Finanzminister das Defizit und die Schulden schönrechnet, so rechnet sich die Verteidigungsministerin auch das Budget der Landesverteidigung schön. Das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz ist zwar haushaltsrechtlich ein Schritt in die richtige Richtung, weil nunmehr Vorbelastungen auch über den Bundesfinanzrahmen hinaus möglich sind; dieses Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz ist aber auch eine Mogelpackung und ein legistischer Murks. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es Frau Bundesminister Tanner heute vorgezogen hat, dem Hohen Haus fernzubleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Verteidigungsministerin rechnet sich den Prozentwert schön, indem sie als Basis für diesen Prozentwert, sprich für die Ausgaben bei den militärischen Angelegenheiten, nicht das jeweils aktuelle BIP heranzieht, sondern stets das BIP aus dem Jahr 2021, das heißt 2023, 2024, 2025, 2026 setzt die Verteidigungsministerin die Landesverteidigungsausgaben stets in Relation zum BIP 2021. Das wäre eine Empfehlung an die Mitglieder dieser Bundesregierung: Setzen Sie Ihr Budget im Ministerium für das Jahr 2023 in Relation zum BIP 2021! Sie können sich dann abfeiern lassen, Sie werden das höchste Budget für Ihr Ministerium herausgeschlagen haben! So schaut das aus – eine Peinlichkeit! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Ministertreffen in Brüssel! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Frau Bundesminister Tanner, ich verstehe, dass Sie heute nicht hier sind. Sie wurden beim Budget vom Finanzminister über den Tisch gezogen (Abg. Steinacker: Ministertreffen in Brüssel! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!), und das Bedauerliche ist, die Frau Verteidigungsministerin hat das offenbar erst heute begriffen. (Ruf bei der ÖVP: ... Bösch ...!) – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... Bösch ...!
Frau Bundesminister Tanner, ich verstehe, dass Sie heute nicht hier sind. Sie wurden beim Budget vom Finanzminister über den Tisch gezogen (Abg. Steinacker: Ministertreffen in Brüssel! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!), und das Bedauerliche ist, die Frau Verteidigungsministerin hat das offenbar erst heute begriffen. (Ruf bei der ÖVP: ... Bösch ...!) – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister Tanner, ich verstehe, dass Sie heute nicht hier sind. Sie wurden beim Budget vom Finanzminister über den Tisch gezogen (Abg. Steinacker: Ministertreffen in Brüssel! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!), und das Bedauerliche ist, die Frau Verteidigungsministerin hat das offenbar erst heute begriffen. (Ruf bei der ÖVP: ... Bösch ...!) – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Den Wahrheitsgehalt Ihrer Ausführungen, Herr Kollege Fuchs, kann man derart prüfen: Die Frau Bundesministerin ist nicht deshalb nicht da, weil sie sich irgendwo schrauft, sondern weil sie am Verteidigungsministerrat in Brüssel zugegen ist – so viel zum Wahrheitsgehalt Ihrer Ausführungen. (Beifall bei der ÖVP.) Das hätten Sie schon recherchieren können, also sparen Sie sich den billigen Schmäh! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Also bitte! Was war dann falsch? Was war dann falsch? – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Also bitte! Was war dann falsch? Was war dann falsch? – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Den Wahrheitsgehalt Ihrer Ausführungen, Herr Kollege Fuchs, kann man derart prüfen: Die Frau Bundesministerin ist nicht deshalb nicht da, weil sie sich irgendwo schrauft, sondern weil sie am Verteidigungsministerrat in Brüssel zugegen ist – so viel zum Wahrheitsgehalt Ihrer Ausführungen. (Beifall bei der ÖVP.) Das hätten Sie schon recherchieren können, also sparen Sie sich den billigen Schmäh! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Also bitte! Was war dann falsch? Was war dann falsch? – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.
Gestern wurde ein Paket für unsere Gemeinden präsentiert: 500 Millionen Euro für die Energieeffizienz und auch für die Energieautarkie. Da investieren unsere Gemeinden ins Energiesparen und in die Energieproduktion, und dieses Projekt, diese 500 Millionen Euro, sind in Wahrheit auch ein kleines Dankeschön für die vielen Pionierinnen und Pioniere, die zum Beispiel am Biomassesektor, in der Energieproduktion in den Gemeinden auf der einen Seite einiges an Lehrgeld gezahlt haben, aber ohne die Österreich in der nachhaltigen Energieproduktion nicht so gut dastehen würde. Vielen Dank an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die da oft Pioniere waren! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Arbeit machen! Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Matznetter: ... schaut nicht so gut aus! – Zwischenruf der Abg. Greiner.
Ein herzliches Dankeschön an unseren Herrn Bundesminister für dieses Projekt und danke noch einmal auch an den Herrn Finanzminister! Dieses Budget gibt Sicherheit und Perspektive. Herzlichen Dank dafür! Wir schauen positiv in die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Matznetter: ... schaut nicht so gut aus! – Zwischenruf der Abg. Greiner.)
Beifall bei den NEOS.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, das ist ein Budgetentwurf, den wir als NEOS nicht mittragen können. Es ist ein Budgetentwurf, der wieder rückwärtsgewandt ist, der viel von dem Geld ausgibt, das wir ehrlich gesagt nicht haben, der bei den Investitionen nicht die richtigen Anreize setzt und der vor allem kein Zukunftsbudget abbildet. Es ist mutlos, es ist uninspiriert und es ist tatsächlich eines: Es ist feige. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Warum sage ich so deutlich, dass es feige ist? – Weil Sie Geld ausgeben, das Sie nicht haben, und Sie machen sich keine Sekunde darüber Gedanken, wo Sie es herbekommen! Gegenfinanzierung: Das ist tatsächlich etwas, das in dieser Budgetdebatte überhaupt nicht vorkommt. Es wird einfach ausgeborgt, als ob es auf den Bäumen wachsen würde. Liebe ÖVP, das geht so nicht mehr! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der zweite Bereich: Wir reden alle darüber, dass die Firmen händeringend Facharbeiter brauchen, Mitarbeiter brauchen. Alle stellen sich hin und sagen: Ja, das ist ein Riesenproblem! Aber schaffen wir es irgendwie, Geld für die Kinderbetreuung auszugeben? Schaffen wir es irgendwie, dass tatsächlich eine flächendeckende Kinderbetreuung in Österreich möglich gemacht wird? – Auch das ist etwas, was in Ihrem Budget vollkommen zu kurz kommt. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Rednerin.
Und reden wir vielleicht kurz über das Klima! Ich sage es noch einmal: Man würde sich doch tatsächlich wünschen, dass die Grünen in dieser Bundesregierung vertreten wären. Warum sage ich das? (Heiterkeit der Rednerin.) – Der CO2-Ausstoß ist genau gleich hoch wie noch vor der Krise, wir haben hier nichts geschafft. Tatsächlich ist es so, dass die Klimaziele in Österreich nicht erreicht werden können. Wir haben nicht einmal den Hauch einer Chance, sie zu erreichen, und wir sehen auch tatsächlich null Motivation, Engagement und Passion von den Grünen, da auch wirklich hinzukommen.
Abg. Haubner: Geh bitte! – Abg. Zarits: Bitte! Keine Ahnung! ... Gemeinden in Österreich ...!
Man kann sagen: Ausbau der Erneuerbaren – ja, da passiert etwas, da werden tatsächlich Schritte gesetzt! – Dazu muss man sagen: versucht, zu setzen, denn was ist denn da los? – Die Länder führen Sie am Nasenring durch die Manege. Die Grünen wissen das, die sagen dazu auch nicht mehr ganz so viel, außer dass sie hinter vorgehaltener Hand sagen: Ja eh, da müsste man etwas tun! Und die ÖVP – Kollege Strasser hat es ja gerade gesagt – hätte 1 500 Bürgermeister – 1 500 Bürgermeister! –, die das ermöglichen könnten. Und was ist da los? – Na, die lassen Sie genauso ang’lehnt, liebe ÖVP, auch da passiert überhaupt nichts. (Abg. Haubner: Geh bitte! – Abg. Zarits: Bitte! Keine Ahnung! ... Gemeinden in Österreich ...!)
Abg. Deimek: ÖVP ...!
Noch einmal: Das Bild, das Sie hier abgeben, ist ein wirklich jämmerliches. Tatsächlich gäbe es Möglichkeiten. Man könnte ja etwas über den Finanzausgleich gestalten. Auch da gibt es ja jetzt eine Diskussion, die Verhandlungen beginnen ja gerade, bis Ende 2023 soll er fertiggestellt sein – ein Riesenhebel für den Herrn Finanzminister. Da traut er sich aber offenbar nicht wirklich drüber. (Abg. Deimek: ÖVP ...!)
Beifall bei den NEOS.
Wir müssen ganz, ganz dringend tatsächlich daran arbeiten, dass weniger Steuern gezahlt werden müssen, die Abgabenquote gesamt senken – auch die Unternehmen zahlen zu viel, denn es braucht nicht nur die prosperierenden Möglichkeiten für die Jungen. Diese Möglichkeiten werden ja auch über die innovativen Unternehmen geschaffen, die wir auch in Zukunft hier in Österreich brauchen. Das heißt, ein innovativer, ein starker, ein selbstbewusster Unternehmerstand mit großartigen Jobs für die nächste Generation ist etwas, was in diesem Budget tatsächlich auch nicht zu finden ist. (Beifall bei den NEOS.)
die Abgeordneten Haubner, Ottenschläger und Steinacker: Das ist ja unglaublich!
Was wäre möglich und was wäre zu tun? – Das Gegenteil von dem, was Sie bei der Cofag gemacht haben. Die Cofag war Freunderlwirtschaft und Intransparenz (die Abgeordneten Haubner, Ottenschläger und Steinacker: Das ist ja unglaublich!), in einen rechtlichen Rahmen gegossen. (Abg. Steinacker: Also wirklich! Jetzt reicht’s aber echt!) 17 Milliarden Euro! Na, schauen Sie sich das an! Jeder Ökonom und jeder Rechnungshofbericht sagt doch das Gleiche. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Ich meine, das ist wirklich Kindesweglegung, was sie da in der türkisen Ecke betreiben. Das ist wirklich furchtbar. (Abg. Ottenschläger: Das ist schon wieder das Anpatzen!) – Ja,
Abg. Steinacker: Also wirklich! Jetzt reicht’s aber echt!
Was wäre möglich und was wäre zu tun? – Das Gegenteil von dem, was Sie bei der Cofag gemacht haben. Die Cofag war Freunderlwirtschaft und Intransparenz (die Abgeordneten Haubner, Ottenschläger und Steinacker: Das ist ja unglaublich!), in einen rechtlichen Rahmen gegossen. (Abg. Steinacker: Also wirklich! Jetzt reicht’s aber echt!) 17 Milliarden Euro! Na, schauen Sie sich das an! Jeder Ökonom und jeder Rechnungshofbericht sagt doch das Gleiche. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Ich meine, das ist wirklich Kindesweglegung, was sie da in der türkisen Ecke betreiben. Das ist wirklich furchtbar. (Abg. Ottenschläger: Das ist schon wieder das Anpatzen!) – Ja,
Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Was wäre möglich und was wäre zu tun? – Das Gegenteil von dem, was Sie bei der Cofag gemacht haben. Die Cofag war Freunderlwirtschaft und Intransparenz (die Abgeordneten Haubner, Ottenschläger und Steinacker: Das ist ja unglaublich!), in einen rechtlichen Rahmen gegossen. (Abg. Steinacker: Also wirklich! Jetzt reicht’s aber echt!) 17 Milliarden Euro! Na, schauen Sie sich das an! Jeder Ökonom und jeder Rechnungshofbericht sagt doch das Gleiche. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Ich meine, das ist wirklich Kindesweglegung, was sie da in der türkisen Ecke betreiben. Das ist wirklich furchtbar. (Abg. Ottenschläger: Das ist schon wieder das Anpatzen!) – Ja,
Abg. Ottenschläger: Das ist schon wieder das Anpatzen!
Was wäre möglich und was wäre zu tun? – Das Gegenteil von dem, was Sie bei der Cofag gemacht haben. Die Cofag war Freunderlwirtschaft und Intransparenz (die Abgeordneten Haubner, Ottenschläger und Steinacker: Das ist ja unglaublich!), in einen rechtlichen Rahmen gegossen. (Abg. Steinacker: Also wirklich! Jetzt reicht’s aber echt!) 17 Milliarden Euro! Na, schauen Sie sich das an! Jeder Ökonom und jeder Rechnungshofbericht sagt doch das Gleiche. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Ich meine, das ist wirklich Kindesweglegung, was sie da in der türkisen Ecke betreiben. Das ist wirklich furchtbar. (Abg. Ottenschläger: Das ist schon wieder das Anpatzen!) – Ja,
Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Was ist denn das für ein ...?
wenn Sie sich schon darüber aufregen, dann machen wir doch ein Informationsfreiheitsgesetz! Wo ist es denn? (Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Was ist denn das für ein ...?) Das wollten Sie doch schon lange vorlegen, oder, liebe Kollegen von der ÖVP? Das fehlt natürlich! (Abg. Ottenschläger: Unseriös ist das! – Abg. Weidinger: Nehmen Sie das zurück!) Schärfere Antikorruptionsrechte, das ist mit Ihnen nicht möglich.
Abg. Ottenschläger: Unseriös ist das! – Abg. Weidinger: Nehmen Sie das zurück!
wenn Sie sich schon darüber aufregen, dann machen wir doch ein Informationsfreiheitsgesetz! Wo ist es denn? (Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Was ist denn das für ein ...?) Das wollten Sie doch schon lange vorlegen, oder, liebe Kollegen von der ÖVP? Das fehlt natürlich! (Abg. Ottenschläger: Unseriös ist das! – Abg. Weidinger: Nehmen Sie das zurück!) Schärfere Antikorruptionsrechte, das ist mit Ihnen nicht möglich.
Abg. Ottenschläger: Entschuldigen Sie sich dafür!
Ganz im Ernst, meine Damen und Herren: Wir NEOS werden in den nächsten Tagen versuchen, die gröbsten Fehler, die in diesem Budgetprozess gemacht worden sind, ein wenig auszubessern. (Abg. Ottenschläger: Entschuldigen Sie sich dafür!) Es wir uns nicht viel gelingen, aber eines muss ich ganz klar sagen: Dieses Budget ist eine Abstiegsbeschleunigung für die nächste Generation und findet tatsächlich nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Unqualifiziert! FPÖ-Stil ist das! Hauptsache, wieder anpatzen, gell? – Ruf bei der ÖVP: Das könnt ihr, ja! – Abg. Weidinger: Das war unwürdig! – Abg. Steinacker: Unqualifiziert bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Unqualifiziert! FPÖ-Stil ist das! Hauptsache, wieder anpatzen, gell? – Ruf bei der ÖVP: Das könnt ihr, ja! – Abg. Weidinger: Das war unwürdig! – Abg. Steinacker: Unqualifiziert bis zum Gehtnichtmehr!
Ganz im Ernst, meine Damen und Herren: Wir NEOS werden in den nächsten Tagen versuchen, die gröbsten Fehler, die in diesem Budgetprozess gemacht worden sind, ein wenig auszubessern. (Abg. Ottenschläger: Entschuldigen Sie sich dafür!) Es wir uns nicht viel gelingen, aber eines muss ich ganz klar sagen: Dieses Budget ist eine Abstiegsbeschleunigung für die nächste Generation und findet tatsächlich nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Unqualifiziert! FPÖ-Stil ist das! Hauptsache, wieder anpatzen, gell? – Ruf bei der ÖVP: Das könnt ihr, ja! – Abg. Weidinger: Das war unwürdig! – Abg. Steinacker: Unqualifiziert bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
In den ersten beiden Quartalen hatten wir Wachstumszahlen, Herr Kollege Krainer, von 7,3 Prozent! 7,3 Prozent in den ersten beiden Quartalen: Das zeigt, dass wir nach der Pandemie vielleicht nicht alles, aber doch sehr viel richtig gemacht haben. Das bestätigen uns ja auch die Wirtschaftsexpert:innen, nicht nur national, sondern auch international. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir müssen das mit Fingerspitzengefühl tun, weil die notwendigen Unterstützungen die importierte Inflation ja nicht weiter anheizen sollen. Deswegen, sehr geehrte Damen und Herren: Nicht alles, was populär klingt, ist in diesem Zusammenhang auch sinnvoll! (In Richtung SPÖ:) Das muss man auch in diese Richtung, wenn zugehört werden sollte, einmal klar festhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Krainer: ... in Deutschland nur ein Drittel zahlt, die Industrie ...!
Ein Deckel auf eh fast alles auf nationaler Ebene macht natürlich keinen Sinn, das bestätigen auch alle Wirtschaftsexperten und -expertinnen nicht nur dieser Republik, sondern auch international. (Abg. Krainer: ... in Deutschland nur ein Drittel zahlt, die Industrie ...!) Auch der Städtebund mit Präsident Michael Ludwig fordert ja deswegen zu Recht, solche Maßnahmen auf internationaler, auf europäischer Ebene durchzuführen und nicht auf nationaler Ebene.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Steuersystems auf der Arbeitnehmerseite mit der Senkung der dritten Einkommensteuerstufe ab. Das bringt jedem Arbeitnehmer, jeder Arbeitnehmerin, jedem Angestellten mit durchschnittlichem Einkommen noch einmal zusätzlich bis zu 580 Euro pro Jahr an Entlastung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, wir senken auch die Körperschaftsteuer. Ja, wir machen das bewusst, weil es für die Unternehmen im internationalen Vergleich ein Wettbewerbsvorteil ist. Wir hören das ja auch, wenn wir beispielsweise mit unseren deutschen Nachbarn und mit anderen Staaten in Europa reden: Das ist ein Wettbewerbsvorteil für unsere Wirtschaft. Wir senken sie ja nicht, um in Europa auf ein niedriges Niveau zu kommen: Wir befinden uns mit dieser Senkung dann im Durchschnitt der Europäischen Union. Das ist aber ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, auch im Kampf um die besten Voraussetzungen innerhalb Europas. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir uns die Steuerreform, die eben dann 2023 weitergeht, auch volkswirtschaftlich anschauen, dann sehen wir, dass wir mit dieser ökosozialen Steuerreform dafür sorgen, dass das Bruttoinlandsprodukt alleine durch diese Maßnahmen mittelfristig um rund 1 Prozent erhöht wird und gleichzeitig auch 30 000 zusätzliche Arbeitsplätze alleine mit der ökosozialen Steuerreform geschaffen werden. Und wir setzen Anreize für umweltfreundliches Verhalten und auch für nachhaltige Investitionen. Das ist auf dem Weg in die Zukunft natürlich ganz entscheidend, das sind die richtigen Investitionen in die Zukunft, die wir damit setzen, weil wir auch die grüne Transformation umsetzen möchten und natürlich auch die Klimaziele erreichen möchten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
die Kaufkraft der Österreicherinnen und Österreicher. Einzelmaßnahmen sind wichtig, aber reichen insgesamt auf Dauer natürlich nicht aus. Die hohe Inflation wird uns – anders als noch vor ein paar Monaten von vielen in Europa prognostiziert – natürlich auch noch länger begleiten, und daher ist dieser steuerpolitische Meilenstein – die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent, wie wir sie umsetzen – so entscheidend: Bis 2026 beträgt die Gesamtersparnis für die Menschen in Österreich aufgrund dieser Maßnahme rund 20 Milliarden Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch die sozialpolitischen Maßnahmen, mit der Valorisierung, also der Inflationsanpassung der Sozialleistungen, sind ein steuerpolitischer Meilenstein, den wir auch in diesem Bereich setzen, und davon profitieren natürlich vor allem die Familien. Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag, Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus: Das alles wird in Zukunft automatisch valorisiert, je nach Inflation, und das ist auch ein Meilenstein, den wir da nach 40 Jahren setzen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Klar ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir trotz dieser ganzen Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben, auch in die Zukunft blicken müssen. Wir haben daher natürlich die steigenden Staatsschulden im Auge, und wir müssen diese Schulden mittel- bis langfristig auch wieder abbauen. Das ist natürlich die internationale Vorgehensweise – Kollege Fuchs ist jetzt leider nicht da; ah doch, da ist er –, und du, lieber Herr Staatssekretär außer Dienst, weißt natürlich ganz genau, dass das immer relativ zum BIP dargestellt wird. Das sind die Ziele, die die Europäische Union hat und die wir mit Maastricht auch dargelegt haben. Wir werden – diese Maastrichtkriterien betreffend – das Maastrichtdefizit von aktuell 3,5 auf 1,6 Prozent im Jahr 2026 runterbringen, das ist gut so. Wir werden die Schuldenquote auch nach unten bringen, obwohl natürlich – da hast du recht – die Schulden in absoluten Zahlen steigen werden. Wir werden die Schuldenquote von jetzt gut 78 Prozent auf dann 72,5 Prozent im Jahr 2026 runterbringen. Das ist der richtige Weg, auf dem wir uns befinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Doppelbauer: Das ist Ablenkung!
Natürlich fordern wir diese nachhaltige Budgetpolitik auch auf europäischer Ebene ein, vor allem natürlich bei Mitgliedstaaten, die hoch verschuldet sind. (Abg. Doppelbauer: Das ist Ablenkung!) – Das ist wichtig, das ist keine Ablenkung, sondern das ist auch auf europäischer Ebene ein wichtiger Punkt, liebe Frau
Abg. Doppelbauer: ... vor der eigenen Haustüre kehren!
Kollegin Doppelbauer. Es ist wichtig, sich auf europäischer Ebene auch dafür einzusetzen, um eben die Spielräume zu schaffen. (Abg. Doppelbauer: ... vor der eigenen Haustüre kehren!) – Ja, national, habe ich vorhin gesagt, aber auch: sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen. Das tun wir, weil insbesondere auf der europäischen Ebene davon natürlich abhängt, ob dann die Zentralbank auch die gewissen Möglichkeiten, Spielräume hat, um schnell, um konkret, um rasch unterstützen und einschreiten zu können.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir setzen im vorliegenden Budget aber auch ganz gezielt Schwerpunkte: 1,4 Milliarden Euro investieren wir beispielsweise in den öffentlichen Verkehr und in die Transformation des Verkehrs. Wir investieren 336 Millionen Euro in die Digitalisierung. Wir investieren 1,7 Milliarden Euro in die Pflege und in die Umsetzung der Pflegereform, die heute schon angesprochen worden ist, und wir geben 3,6 Milliarden Euro mehr – zusätzlich also – für unsere Bildungslandschaft aus. Die Universitäten alleine bekommen bis 2026 zusätzlich zur Leistungsvereinbarung 1 Milliarde Euro. Das ist notwendig, das ist uns bewusst, und deswegen tun wir das auch, deswegen setzen wir mit diesem Budget diese Schritte. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Zwei ganz wesentliche Schwerpunkte, die wir in diesem Budget setzen, betreffen Sicherheit und Transformation. Mit dem russischen Angriffskrieg auf Europa ist unser Kontinent natürlich eine Spur unsicherer geworden. Wir müssen wieder mehr in unsere Sicherheit investieren; das macht ganz Europa so, das tun wir auch. Deswegen gibt es bis 2026 zusätzlich 5,3 Milliarden Euro für das österreichische Bundesheer, so viel wie noch nie zuvor. Wir statten unsere Soldatinnen und Soldaten mit moderner Kampfausrüstung, mit moderner Schutzausrüstung aus, damit sie unser Land auch bestmöglich schützen können. Gleichzeitig investieren wir in die Infrastruktur in diesem Bereich, beispielsweise wenn es um Blackouts, um Cybersecurity oder um elektronische Kampfführung geht. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der SPÖ: A. D.!
Lieber Herr Staatssekretär Fuchs (Ruf bei der SPÖ: A. D.!), es sind 1 Prozent nächstes Jahr. Das ist im internationalen Vergleich auch klar darstellbar. Es gibt Nato-Zahlen, die Vergleiche zulassen. Es wird 1 Prozent im nächsten Jahr sein, es werden 1,5 Prozent im Jahr 2027 sein; es werden in absoluten Zahlen 680 Millionen Euro zusätzlich im nächsten Jahr sein. Wir stärken aber nicht nur die äußere Sicherheit, sondern wir stärken auch die innere Sicherheit, etwa mit zusätzlichen Transporthubschraubern. Wir treffen auch Maßnahmen zur Krisenvorsorge bei der Polizei.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die heute bereits angesprochene Transformation: die Transformation der Wirtschaft, die Transformation der Gesellschaft insgesamt. Neben der Digitalisierung werden wir vor allem den ökologischen Wandel und die noch rascher notwendige Abkehr von fossilen Energieträgern umsetzen. Das ist die große Herausforderung, der wir uns in Zukunft zu stellen haben, und das gehen wir auch entsprechend an. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dieses Programm setzen wir jetzt quasi noch einmal neu auf. 500 Millionen Euro sind für Investitionen im Bereich der Energieeffizienz, der erneuerbaren Energien und des Umstiegs auf erneuerbare Energien vorgesehen, und weitere 500 Millionen Euro können wie schon bisher nach sehr offenen, nach sehr breit gehaltenen Kriterien investiert werden: von Straßensanierungen über Kinderbetreuungsplätze über den Ausbau von Schulen beispielsweise, für Maßnahmen im Bereich der Abwasserentsorgung und der Wasserversorgung und vieles mehr. Insgesamt gibt es also für die nächsten beiden Jahre eine weitere Milliarde Euro für Österreichs Gemeinden und Städte. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! All diese Maßnahmen finanzieren wir – wie wir wissen – nicht gerade in Zeiten der Hochkonjunktur, sondern mitten in einer Krise, mitten in einer Krise, die unsere Art, zu leben, unsere Art des Wirtschaftens nachhaltig infrage gestellt hat. Wir stemmen uns mit diesem Budget nicht nur gegen die Krise, sondern wir investieren auch aus dieser Krise heraus in die Zukunftsthemen, indem wir gezielt Schwerpunkte setzen, die uns auf lange Sicht auch insgesamt stärken, die den Wirtschaftsstandort und dadurch die Arbeitsplätze stärken. Die Menschen erwarten das von uns nicht nur in schwierigen Zeiten, aber in diesen schwierigen Zeiten mehr denn je. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Unter Berücksichtigung der Pensionen, bezogen auf das aktuelle BIP im jeweiligen Jahr wird es 2023 0,83 Prozent, 2024 0,87 Prozent, 2025 0,93 Prozent und 2026 0,99 Prozent betragen. Das sind die Zahlen, die der Budgetdienst berechnet hat. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Fraktion kann ich festhalten: Dieses Budget bringt Österreich frauenpolitisch um einige wichtige und längst überfällige Schritte voran. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Viel zu viele! Eine Elfjährige ...! – Abg. Belakowitsch: Wer sind eigentlich die Tätergruppen?
Ich beginne beim Offensichtlichen, nämlich beim Budget des Frauenministeriums. Zehn Jahre lang, unter sozialdemokratischen Kanzlern, ist dieses Budget bei circa 10 Millionen Euro stagniert, dann kam die – wie soll ich sagen? – frauenpolitische Geisterbahnfahrt von Türkis-Blau, Kürzungen beim Frauenbudget inklusive. Mit grüner Regierungsbeteiligung gibt es nach einer langen, langen Durststrecke endlich wieder mehr Geld für Frauenpolitik. Wir haben das Frauenbudget konkret um 140 Prozent auf mittlerweile 24,3 Millionen Euro erhöht. Ein Großteil davon fließt in den Gewaltschutz, in die Gewaltprävention und in den Opferschutz. Das ist deshalb besonders wichtig, weil es in diesem Land leider traurige Realität ist, dass nach wie vor jede fünfte Frau von Gewalt betroffen ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Viel zu viele! Eine Elfjährige ...! – Abg. Belakowitsch: Wer sind eigentlich die Tätergruppen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Darum haben wir auch in anderen Ministerien – im Justizministerium, im Innenministerium, auch im Gesundheits- und Sozialministerium – die Mittel für Gewaltschutz und für Gewaltprävention erhöht. Bis 2026 stellen wir dafür jährlich zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung. Endlich hat der Gewaltschutz die Priorität, die er braucht, nämlich die höchste, und endlich ist er auch eigens im Budget ausgewiesen – ein absolutes Novum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Warum müssen den bei der HPV-Impfung über 21-Jährige noch immer zahlen?
Frauenpolitisch wichtig ist auch ein Blick ins Budget des Gesundheits- und Sozialministeriums. Mit den insgesamt 21,9 Milliarden Euro, die budgetiert worden sind, setzen wir gezielt dort Akzente, wo es in der aktuellen Situation am wichtigsten ist: bei der Armutsbekämpfung und der Pflegereform, um die Folgen der Coronakrise abzufedern und die Frauengesundheit zu stärken und zu verbessern. (Abg. Deimek: Warum müssen den bei der HPV-Impfung über 21-Jährige noch immer zahlen?) Das machen wir mit einem Mix aus direkten Zahlungen und strukturellen Änderungen, die mit diesem Budget nachhaltig wirksam werden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Vizekanzler Kogler: Bravo!
Wir haben uns mit der Abschaffung der kalten Progression einen Spielraum erarbeitet, um auch die Verteilungsgerechtigkeit in unserem Land zu erhöhen. Wie machen wir das? – Das machen wir, indem wir ab 1. Jänner 2023 wichtige Sozial- und auch Familienleistungen wie zum Beispiel das Kinderbetreuungsgeld, die Familienbeihilfe oder die Studienbeihilfe dauerhaft automatisch an die Inflation anpassen. Sie werden automatisch und dauerhaft an die Inflation angepasst: Das ist von vergangenen Regierungen immer wieder versprochen worden, es ist Jahrzehnte in Regierungsprogrammen gestanden – umsetzen tun es wir jetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Vizekanzler Kogler: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Werte Kolleginnen und Kollegen, wieso ist das frauenpolitisch besonders wichtig? – Weil wir wissen, dass insbesondere bei den Alleinerziehenden, die von Armut betroffen sind, den größten Anteil Frauen ausmachen. Für eine alleinerziehende Mutter mit einem achtjährigen Kind bedeutet diese automatische Inflationsanpassung künftig 304 Euro mehr. Wenn ich die drei Antiteuerungspakete dazuzähle, die wir in den vergangenen Monaten geschnürt haben, ist das eine Entlastung von 1 200 Euro für diese alleinerziehende Mutter. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hervorheben möchte ich frauenpolitisch auch nochmals die Pflegereform, die mit 1,7 Milliarden Euro im Budget verankert ist. Ich glaube, die Coronakrise hat uns sehr schmerzlich vor Augen geführt, unter welchen Bedingungen, auch unter welch schlechten Gehältern in der Pflege Tätige ihre Arbeit leisten. Wir wissen, dass der Großteil jener, die in der Pflege arbeiten, Frauen sind. Deshalb ist diese Pflegereform auch eine feministische Reform und das freut mich als Frauensprecherin natürlich besonders. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
haben, auch Schritt für Schritt näher kommen, damit er endlich Realität wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie sehen, werte Kolleginnen und Kollegen, da, wo andere weggeschaut haben, schauen wir hin, da greifen wir hin. Wir reparieren das, was andere Regierungen einfach fahrlässig unter den Teppich gekehrt haben, und ich verspreche Ihnen, dass wir das auch weiterhin machen werden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Taschner: Es bleibt nicht so! Es ist verbessert worden!
reichen nicht aus, werden zu drastischen Maßnahmen führen müssen, wenn dies so bleibt, und das ist keinesfalls durch Einsparungen bewältigbar. (Abg. Taschner: Es bleibt nicht so! Es ist verbessert worden!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Herr Bundesminister, wir haben Sie im Wissenschaftsausschuss Ende Juni bereits auf das angesprochen, was wir aus den Universitäten hören: dass wieder überlegt wird, die Studenten in Distancelearning zu schicken, dass die Studierenden also wieder zu Hause vor dem Computer sitzen und nicht im Hörsaal, weil man an den Universitäten nicht weiß, wie man mit diesen Kosten, Energiekosten umgehen soll. Sie haben damals gesagt, das hören Sie nicht, das wissen Sie nicht. Wir haben Sie im Herbst noch einmal darauf angesprochen, und wieder haben Sie gesagt, das werde nicht der Fall sein. Das Budget liegt jetzt vor uns und die Universitäten sagen, sie werden temporär schließen müssen, sie werden Ausschreibungen stoppen müssen, sie werden auf Distancelearning umstellen müssen und sie befürchten sogar, in manchen Bereichen insolvent zu werden – und das, sehr geehrte Damen und Herren, in einer Zeit, in einer Umbruchszeit, in der wir auf die Ergebnisse der Wissenschaft so dringend angewiesen sind. Das können wir uns nicht leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Abg. Belakowitsch: ... keiner!
Sehr geehrte Damen und Herren, es gibt viele, die sagen, Herr Bundesminister Polaschek ist der Verlierer in diesem Budgetprozess. (Abg. Belakowitsch: ... keiner!) Ich sage, die Schulen bekommen de facto weniger Geld, die Unis befürchten Insolvenz, die Fachhochschulen bekommen die Fördersätze nicht in der Höhe, in der sie sie brauchen würden: Die Verlierer sind also – auch wenn Sie begonnen haben, sich zu bewegen, Herr Bundesminister, aber das ist nicht genug, das kann nur ein Anfang sein —, sehr geehrte Damen und Herren, die jungen Menschen und die Wissenschafter in unserem Land. Und das ist ein trauriges Kapitel in Ihrem zukunftsvergessenden Budget. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre. – Abg. Salzmann: 1 Milliarde ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre. – Abg. Salzmann: 1 Milliarde ...!
Sehr geehrte Damen und Herren, es gibt viele, die sagen, Herr Bundesminister Polaschek ist der Verlierer in diesem Budgetprozess. (Abg. Belakowitsch: ... keiner!) Ich sage, die Schulen bekommen de facto weniger Geld, die Unis befürchten Insolvenz, die Fachhochschulen bekommen die Fördersätze nicht in der Höhe, in der sie sie brauchen würden: Die Verlierer sind also – auch wenn Sie begonnen haben, sich zu bewegen, Herr Bundesminister, aber das ist nicht genug, das kann nur ein Anfang sein —, sehr geehrte Damen und Herren, die jungen Menschen und die Wissenschafter in unserem Land. Und das ist ein trauriges Kapitel in Ihrem zukunftsvergessenden Budget. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre. – Abg. Salzmann: 1 Milliarde ...!)
Abg. Belakowitsch: Es ist alles super!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Belakowitsch: Es ist alles super!) Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Wir debattieren jetzt die Tagesordnungspunkte 1 bis 9 und wir werden uns die nächsten drei Tage, also bis Donnerstagabend, mit jedem einzelnen Kapitel, sprich mit jedem einzelnen Ministerium, tiefgreifend auseinandersetzen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf mich als Budgetausschussvorsitzender jetzt dafür wirklich recht herzlich bedanken, auch bei meinen Kollegen – bei Herrn Kollegen Schwarz, Herrn Kollegen Krainer, Herrn Kollegen Fuchs, Frau Kollegin Doppelbauer. Wisst ihr, warum ich mich dafür bedanke? – Weil wir in den letzten zehn Tagen, auch mit den Abgeordneten von den Oppositionsparteien, eine gute Gesprächskultur gehabt haben; weil wir in die Tiefe gehend diskutiert haben; weil wir gefragt haben: Warum ist das so oder warum ist das nicht so? Dafür gibt es Oppositionsparteien, und das ist auch wichtig und richtig so. Ich würde mir diese Kultur, die in den Ausschüssen, bei den Hearings geherrscht hat, auch in den nächsten drei Tagen hier im Plenum wünschen, wenn Fernsehen, Medienvertreter und Zuschauer hier sind, dass wir gleich miteinander umgehen. Ich glaube, in Summe tut uns das allen nur gut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Alles falsch!
Wir kennen das von der Coronakrise. Zuerst hat es geheißen, alles zu langsam, alles zu wenig. Dann waren wir schnell. (Abg. Belakowitsch: Alles falsch!) – Was andere alles falsch machen, habt ihr auch noch gesagt. (Abg. Belakowitsch: War es auch! – Ruf bei der FPÖ: Ist es ja auch!) In Summe ist aber herausgekommen, dass diese Hilfen in der Coronazeit Österreich sehr gut, und zwar als eines der besten Länder europaweit, aus der Krise herausgeführt haben (Abg. Belakowitsch: Können Sie keine Statistiken lesen? ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und nur deswegen war es möglich, dass wir jetzt auch so stark helfen können, und zwar denjenigen, die es am meisten brauchen. (Abg. Belakowitsch: ... Kollege Hörl!)
Abg. Belakowitsch: War es auch! – Ruf bei der FPÖ: Ist es ja auch!
Wir kennen das von der Coronakrise. Zuerst hat es geheißen, alles zu langsam, alles zu wenig. Dann waren wir schnell. (Abg. Belakowitsch: Alles falsch!) – Was andere alles falsch machen, habt ihr auch noch gesagt. (Abg. Belakowitsch: War es auch! – Ruf bei der FPÖ: Ist es ja auch!) In Summe ist aber herausgekommen, dass diese Hilfen in der Coronazeit Österreich sehr gut, und zwar als eines der besten Länder europaweit, aus der Krise herausgeführt haben (Abg. Belakowitsch: Können Sie keine Statistiken lesen? ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und nur deswegen war es möglich, dass wir jetzt auch so stark helfen können, und zwar denjenigen, die es am meisten brauchen. (Abg. Belakowitsch: ... Kollege Hörl!)
Abg. Belakowitsch: Können Sie keine Statistiken lesen? ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Wir kennen das von der Coronakrise. Zuerst hat es geheißen, alles zu langsam, alles zu wenig. Dann waren wir schnell. (Abg. Belakowitsch: Alles falsch!) – Was andere alles falsch machen, habt ihr auch noch gesagt. (Abg. Belakowitsch: War es auch! – Ruf bei der FPÖ: Ist es ja auch!) In Summe ist aber herausgekommen, dass diese Hilfen in der Coronazeit Österreich sehr gut, und zwar als eines der besten Länder europaweit, aus der Krise herausgeführt haben (Abg. Belakowitsch: Können Sie keine Statistiken lesen? ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und nur deswegen war es möglich, dass wir jetzt auch so stark helfen können, und zwar denjenigen, die es am meisten brauchen. (Abg. Belakowitsch: ... Kollege Hörl!)
Abg. Belakowitsch: ... Kollege Hörl!
Wir kennen das von der Coronakrise. Zuerst hat es geheißen, alles zu langsam, alles zu wenig. Dann waren wir schnell. (Abg. Belakowitsch: Alles falsch!) – Was andere alles falsch machen, habt ihr auch noch gesagt. (Abg. Belakowitsch: War es auch! – Ruf bei der FPÖ: Ist es ja auch!) In Summe ist aber herausgekommen, dass diese Hilfen in der Coronazeit Österreich sehr gut, und zwar als eines der besten Länder europaweit, aus der Krise herausgeführt haben (Abg. Belakowitsch: Können Sie keine Statistiken lesen? ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und nur deswegen war es möglich, dass wir jetzt auch so stark helfen können, und zwar denjenigen, die es am meisten brauchen. (Abg. Belakowitsch: ... Kollege Hörl!)
Abg. Loacker: Das ist ja die Frage!
Hier herinnen ist alles zu wenig, das weiß ich, aber wenn man draußen zuhört, dann sagen die Leute: Ja, wo nehmt ihr denn überhaupt das Geld her? (Abg. Loacker: Das ist ja die Frage!) – Leute, das ist das Geld des Steuerzahlers! (Abg. Rauch: Die Rede ist schon skurril!)
Abg. Rauch: Die Rede ist schon skurril!
Hier herinnen ist alles zu wenig, das weiß ich, aber wenn man draußen zuhört, dann sagen die Leute: Ja, wo nehmt ihr denn überhaupt das Geld her? (Abg. Loacker: Das ist ja die Frage!) – Leute, das ist das Geld des Steuerzahlers! (Abg. Rauch: Die Rede ist schon skurril!)
Abg. Wurm: Schlecht! – Abg. Belakowitsch: Katastrophal! – Zwischenruf des Abg. Loacker, der sich mit den Händen an den Kopf greift.
Wie schaut es denn mit unserer Schuldenpolitik aus? (Abg. Wurm: Schlecht! – Abg. Belakowitsch: Katastrophal! – Zwischenruf des Abg. Loacker, der sich mit den Händen an den Kopf greift.) – Ich sage euch jetzt eines dazu: Ein Würstelstand wird weniger Schulden haben als ein großer Industriebetrieb. (Abg. Hafenecker: Ich habe immer gesagt ...!) Jetzt sage ich euch, wie wir mit den Schulden europaweit dastehen: Wir stehen nicht als die Besten da, das weiß ich (Zwischenruf des Abg. Rauch), aber wir können aufgrund der großen Hilfen stolz darauf sein (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass wir besser dastehen als Spanien, Italien, Griechenland?), dass wir noch so finanzstark sind.
Abg. Hafenecker: Ich habe immer gesagt ...!
Wie schaut es denn mit unserer Schuldenpolitik aus? (Abg. Wurm: Schlecht! – Abg. Belakowitsch: Katastrophal! – Zwischenruf des Abg. Loacker, der sich mit den Händen an den Kopf greift.) – Ich sage euch jetzt eines dazu: Ein Würstelstand wird weniger Schulden haben als ein großer Industriebetrieb. (Abg. Hafenecker: Ich habe immer gesagt ...!) Jetzt sage ich euch, wie wir mit den Schulden europaweit dastehen: Wir stehen nicht als die Besten da, das weiß ich (Zwischenruf des Abg. Rauch), aber wir können aufgrund der großen Hilfen stolz darauf sein (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass wir besser dastehen als Spanien, Italien, Griechenland?), dass wir noch so finanzstark sind.
Zwischenruf des Abg. Rauch
Wie schaut es denn mit unserer Schuldenpolitik aus? (Abg. Wurm: Schlecht! – Abg. Belakowitsch: Katastrophal! – Zwischenruf des Abg. Loacker, der sich mit den Händen an den Kopf greift.) – Ich sage euch jetzt eines dazu: Ein Würstelstand wird weniger Schulden haben als ein großer Industriebetrieb. (Abg. Hafenecker: Ich habe immer gesagt ...!) Jetzt sage ich euch, wie wir mit den Schulden europaweit dastehen: Wir stehen nicht als die Besten da, das weiß ich (Zwischenruf des Abg. Rauch), aber wir können aufgrund der großen Hilfen stolz darauf sein (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass wir besser dastehen als Spanien, Italien, Griechenland?), dass wir noch so finanzstark sind.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass wir besser dastehen als Spanien, Italien, Griechenland?
Wie schaut es denn mit unserer Schuldenpolitik aus? (Abg. Wurm: Schlecht! – Abg. Belakowitsch: Katastrophal! – Zwischenruf des Abg. Loacker, der sich mit den Händen an den Kopf greift.) – Ich sage euch jetzt eines dazu: Ein Würstelstand wird weniger Schulden haben als ein großer Industriebetrieb. (Abg. Hafenecker: Ich habe immer gesagt ...!) Jetzt sage ich euch, wie wir mit den Schulden europaweit dastehen: Wir stehen nicht als die Besten da, das weiß ich (Zwischenruf des Abg. Rauch), aber wir können aufgrund der großen Hilfen stolz darauf sein (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass wir besser dastehen als Spanien, Italien, Griechenland?), dass wir noch so finanzstark sind.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Herr Obernosterer bereitet sich mit seiner Rede auf ... vor! – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Belakowitsch.
Die 27 EU-Staaten haben eine durchschnittliche Verschuldung von 87 Prozent des BIP. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Herr Obernosterer bereitet sich mit seiner Rede auf ... vor! – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Belakowitsch.) In der Eurozone haben die 19 Staaten, die den Euro haben, eine durchschnittliche Verschuldungsquote von 93 bis 94 Prozent, und Österreich hat trotz dieser vie-
Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Stefan.
len Hilfen eine Verschuldungsquote von 78 Prozent. Das heißt, wir sind halbwegs gut aufgestellt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Stefan.) Natürlich müssen wir in Zukunft darauf schauen, dass wir die Schulden wieder wegbringen, weil wir nicht alles vertun können, was im Grunde genommen unsere Kinder und Enkelkinder wieder brauchen. (Abg. Scherak: ... aber machen seit 35 Jahren Schulden!)
Abg. Scherak: ... aber machen seit 35 Jahren Schulden!
len Hilfen eine Verschuldungsquote von 78 Prozent. Das heißt, wir sind halbwegs gut aufgestellt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Stefan.) Natürlich müssen wir in Zukunft darauf schauen, dass wir die Schulden wieder wegbringen, weil wir nicht alles vertun können, was im Grunde genommen unsere Kinder und Enkelkinder wieder brauchen. (Abg. Scherak: ... aber machen seit 35 Jahren Schulden!)
Abg. Belakowitsch: Warum tragen Sie eine rote Krawatte?
Herr Finanzminister, ich gratuliere Ihnen und allen Ministerinnen und Ministern zu diesem Budget. (Abg. Belakowitsch: Warum tragen Sie eine rote Krawatte?) Wir können wirklich positiv in die Zukunft schauen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Hat Ihnen das gefallen, Herr Finanzminister? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Mäßig!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Hat Ihnen das gefallen, Herr Finanzminister? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Mäßig!
Herr Finanzminister, ich gratuliere Ihnen und allen Ministerinnen und Ministern zu diesem Budget. (Abg. Belakowitsch: Warum tragen Sie eine rote Krawatte?) Wir können wirklich positiv in die Zukunft schauen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Hat Ihnen das gefallen, Herr Finanzminister? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Mäßig!)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Kollege Obernosterer von der ÖVP, das passt ja genau in das Sich-die-Welt-Schönreden und Den-Menschen-Geschichten-Erzählen. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Abg. Hörl: Russland!
Ihr Schuldenquotenbeispiel: Es ist natürlich klar, wenn man sich mit Italien, Spanien, Griechenland und ähnlichen Musterstaaten vergleicht, dann hält dieser Vergleich. Wir Freiheitliche wollen uns nach unserem Selbstverständnis eher mit solchen Staaten wie Schweiz, Norwegen, Benelux et cetera (Abg. Hörl: Russland!) vergleichen, und da schaut es mit der Schuldenquote schon ganz anders aus. (Abg. Obernosterer: Das haben wir in Kärnten erlebt, was ihr für Schulden gemacht habt!)
Abg. Obernosterer: Das haben wir in Kärnten erlebt, was ihr für Schulden gemacht habt!
Ihr Schuldenquotenbeispiel: Es ist natürlich klar, wenn man sich mit Italien, Spanien, Griechenland und ähnlichen Musterstaaten vergleicht, dann hält dieser Vergleich. Wir Freiheitliche wollen uns nach unserem Selbstverständnis eher mit solchen Staaten wie Schweiz, Norwegen, Benelux et cetera (Abg. Hörl: Russland!) vergleichen, und da schaut es mit der Schuldenquote schon ganz anders aus. (Abg. Obernosterer: Das haben wir in Kärnten erlebt, was ihr für Schulden gemacht habt!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist natürlich enorm teuer, enorm teuer! Wer bezahlt das Ganze? Ich höre immer von Ihnen: Wir investieren dort und dort und dort! Wir! (Bundesminister Brunner: Der Steuerzahler!) – Genau, der Steuerzahler zahlt das, die Menschen, die sozusagen den Esel für Ihr Spiel darstellen, denen Sie in Wahrheit nicht nur 50 Prozent Einkommensteuer – wenn sie recht gut verdienen, und da brauchen sie jetzt nicht Millionen zu verdienen –, sondern zusätzlich noch einmal 20 Prozent Umsatzsteuer wegnehmen, 70 Prozent ihrer Wertschöpfung wegnehmen. Das ist eine enorme Quote, und trotzdem kommen Sie mit dem vielen Geld nicht aus. 115 Milliarden Euro nehmen Sie den Menschen weg, um dann zu sagen: Wir machen dieses und jenes! – Und trotzdem produzieren Sie Defizite: 20 Milliarden Euro vor zwei Jahren, 20 Milliarden Euro voriges Jahr, jetzt wieder 17 Milliarden Euro. Das ist eine Politik, die sich am Ende nicht ausgeht und für die wir bezahlen müssen, wir und unsere Kinder und unsere Enkel. Das ist keine verantwortungsvolle Politik, sondern das genaue Gegenteil davon. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Obernosterer: Das sind Fakten!
Sie reden sich die Welt schön. Sie erzählen den Menschen Geschichten – die Geschichte von: Wir kommen selbstverständlich ohne russisches Öl und Gas aus!, Selbstverständlich können alle Fossilen durch Erneuerbare ersetzt werden!, die Geschichte: Die EU ist keine Schuldenunion!, die Geschichte: Wir sind am besten durch die Coronakrise gekommen, wir haben vieles richtig gemacht!, die Geschichte: Die Grenzen sind sicher! – Das sind alles Geschichten. Sie erzählen den Menschen Geschichten (Abg. Obernosterer: Das sind Fakten!), und ich erzähle jetzt den Menschen die Wahrheit und die Fakten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Sie reden sich die Welt schön. Sie erzählen den Menschen Geschichten – die Geschichte von: Wir kommen selbstverständlich ohne russisches Öl und Gas aus!, Selbstverständlich können alle Fossilen durch Erneuerbare ersetzt werden!, die Geschichte: Die EU ist keine Schuldenunion!, die Geschichte: Wir sind am besten durch die Coronakrise gekommen, wir haben vieles richtig gemacht!, die Geschichte: Die Grenzen sind sicher! – Das sind alles Geschichten. Sie erzählen den Menschen Geschichten (Abg. Obernosterer: Das sind Fakten!), und ich erzähle jetzt den Menschen die Wahrheit und die Fakten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei der FPÖ.
nativlos! – Wir haben immer gesagt, dass Ihre Coronapolitik bei Gott nicht alternativlos ist. Im Übrigen ist das kein gutes Zeichen für eine Führungskraft, sich hinzustellen und zu sagen: Das ist alternativlos und wir machen das so! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die dritte Geschichte, die für Sie alternativlos ist, ist die Klimapolitik: vollkommen unausgegoren. Wir jagen da Klimazielen nach. China, Indien, USA – die machen alle nicht mit. Die lachen sich einen Holzfuß, indem sie zuschauen, wie wir jetzt unsere europäische Wirtschaft zerstören und Arbeitsplätze vernichten. Natürlich ist das nicht alternativlos, man muss nur über Alternativen nachdenken! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr Ziel wird möglicherweise sein, dass Sie sagen: Jetzt haben wir so viele Länder in der EU, das Einstimmigkeitsprinzip ist nicht mehr praktikabel, weg damit, weg mit dem Vetorecht! – Nicht mit uns Freiheitlichen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme jetzt zum Schluss: Sie alle sind nicht die Lösung aller Probleme, Sie sind das Problem! Sie dilettieren seit drei Jahren herum, Sie können es einfach nicht. Ich ersuche Sie: Stellen Sie sich vor den Spiegel, kommen Sie zu dieser Erkenntnis: Wir können das nicht! – Drücken Sie die Stopptaste, die Resettaste, treten Sie zurück und machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Fotovoltaikanlagen zu errichten, sogar Kinderbetreuung haben wir damit finanziert, und das ist gelungen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es waren also echte Investitionen in die Zukunft, wie Kollegin Rendi-Wagner sie gefordert hat, und sie haben Investitionen vor Ort in den Regionen im Volumen von 3,5 Milliarden Euro ausgelöst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wir wissen, die Gemeinden sind verantwortlich für unsere Lebensqualität vor Ort, damit wir uns dort wohlfühlen, damit das Service vor Ort passt, und das ist jetzt wieder ein Thema. Die Gemeinden spüren die Teuerung (Zwischenruf bei der SPÖ), die Gemeinden klagen über erhöhte Baukosten, Personalkosten – es besteht Handlungsbedarf, und daher gibt es ein neuerliches Investitionspaket. 1 Milliarde Euro wird den Gemeinden in den kommenden zwei Jahren zur Verfügung gestellt. Ich habe gestern mit dem Bürgermeister von Wien Michael Ludwig gesprochen. Er sagt, für Wien bedeutet das 240 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rauch: Was bleibt dann ...?! – Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Rauch: Besser kann es gar nicht ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rauch: Was bleibt dann ...?! – Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Rauch: Besser kann es gar nicht ...!
Wir wissen, die Gemeinden sind verantwortlich für unsere Lebensqualität vor Ort, damit wir uns dort wohlfühlen, damit das Service vor Ort passt, und das ist jetzt wieder ein Thema. Die Gemeinden spüren die Teuerung (Zwischenruf bei der SPÖ), die Gemeinden klagen über erhöhte Baukosten, Personalkosten – es besteht Handlungsbedarf, und daher gibt es ein neuerliches Investitionspaket. 1 Milliarde Euro wird den Gemeinden in den kommenden zwei Jahren zur Verfügung gestellt. Ich habe gestern mit dem Bürgermeister von Wien Michael Ludwig gesprochen. Er sagt, für Wien bedeutet das 240 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rauch: Was bleibt dann ...?! – Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Rauch: Besser kann es gar nicht ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Hälfte des Geldes wird zielgerichtet investiert. Zielgerichtet heißt: in das, was das Problem ist, nämlich die hohen Energiekosten. Die müssen runter, indem die Gemeinden energieeffizienter werden, in erneuerbare Energien investieren, resilienter werden, unabhängiger werden. Es sind 500 Millionen Euro allein in diesem Bereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rauch: ... 10 Minuten Redezeit!
Was nicht gefördert wird, sind Investitionen in veraltete Technologien, zum Beispiel in fossile Autos oder sonstige Fahrzeuge. (Abg. Rauch: ... 10 Minuten Redezeit!) Wir wollen sicherstellen, dass die Gemeinden wichtige Akteure in dieser Transformation werden. Mit diesem KIP stellen wir das sicher, und übrigens: 5 Prozent der Gelder können auch den Vereinen zur Verfügung gestellt werden, damit sie ihre Energiekosten stemmen können.
Ruf bei der SPÖ: Nein, zu wenig!
Noch einmal zur Frage: Ist das zu viel Geld? (Ruf bei der SPÖ: Nein, zu wenig!) Übrigens: Noch einmal 75 Millionen Euro gibt es als echte liquide Mittel, aber: Ist das zu viel Geld? – Nein, ist es nicht. Wir sind davon überzeugt: Das ist die richtige Investition für die Gemeinden, damit sie die Transformation schaffen und diese harten Zeiten überstehen und weiterhin wichtige Player vor Ort bleiben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einmal zur Frage: Ist das zu viel Geld? (Ruf bei der SPÖ: Nein, zu wenig!) Übrigens: Noch einmal 75 Millionen Euro gibt es als echte liquide Mittel, aber: Ist das zu viel Geld? – Nein, ist es nicht. Wir sind davon überzeugt: Das ist die richtige Investition für die Gemeinden, damit sie die Transformation schaffen und diese harten Zeiten überstehen und weiterhin wichtige Player vor Ort bleiben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS
nur ein bisschen: sechs Personen hier und zehn da und 32 dort; aber das Ding wächst, und zwar jedes Jahr. Dann hat Vizekanzler Kogler zu mir gesagt: Sie sind hier der Einzige, der sich nicht freut, dass wir mehr Planstellen haben! – Ja, weil meine Fraktion auch die einzige ist, die auf das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schaut (Beifall bei den NEOS), das diese Regierung, so wie ihre Vorgängerregierungen, mit beiden Händen ausgibt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
nur ein bisschen: sechs Personen hier und zehn da und 32 dort; aber das Ding wächst, und zwar jedes Jahr. Dann hat Vizekanzler Kogler zu mir gesagt: Sie sind hier der Einzige, der sich nicht freut, dass wir mehr Planstellen haben! – Ja, weil meine Fraktion auch die einzige ist, die auf das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schaut (Beifall bei den NEOS), das diese Regierung, so wie ihre Vorgängerregierungen, mit beiden Händen ausgibt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den NEOS. – Bundesminister Brunner: Krise! Wir haben Krise!
Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 14 Jahren, wir haben quasi Vollbeschäftigung. Glauben Sie, wir hätten jetzt auch beim AMS den niedrigsten Mitarbeiterstand seit 14 Jahren? Weit gefehlt, wir haben im AMS 1 000 Mitarbeiter mehr als vor 14 Jahren, als wir die niedrigste Arbeitslosigkeit hatten. Das Ding bläst sich laufend auf – auf Kosten der Erwerbstätigen, die das alles finanzieren müssen. Wir haben de facto Vollbeschäftigung – also wer einen Arbeitsplatz sucht, hat sehr, sehr gute Chancen, einen zu finden, vielleicht nicht seinen Traumjob, aber es werden überall Mitarbeiter gesucht, in allen Qualifikationsstufen, Vollbeschäftigung – und gleichzeitig Rekordsteuereinnahmen. Die Einnahmen steigen von im heurigen Jahr 56 Milliarden Euro auf im nächsten Jahr 65 Milliarden; und in dieser Situation schafft es diese Regierung, 17 Milliarden Euro Defizit zu schreiben. Das muss man einmal zusammenkriegen, unter Optimalbedingungen so ein Minus zu schreiben. Wie schauen wir denn aus, wenn wir wirklich Probleme haben? (Beifall bei den NEOS. – Bundesminister Brunner: Krise! Wir haben Krise!)
Heiterkeit des Abg. Scherak. – Abg. Taschner: Das ist ein schönes Ritual!
Dass ich das hier vorlesen muss, zeigt Ihnen, geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer, auch, wie super wir in der Digitalisierung sind. Wir lesen noch vor, wie es in der Zeit vor dem Buchdruck war. Das mache ich ja gerne. (Heiterkeit des Abg. Scherak. – Abg. Taschner: Das ist ein schönes Ritual!)
Beifall bei den NEOS.
Schulden spielen sehr wohl eine Rolle, denn die jungen Menschen, die ich da oben sehe, werden das alles einmal zahlen müssen. Daher dürfen wir dem so nicht zuschauen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Sie hat zum Beispiel gesagt: Das Budget 2023 ist erneut ein Krisenbudget, aber die beschlossenen Maßnahmen sind richtig und notwendig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Sie hat sogar noch eins draufgelegt, indem sie gesagt hat: Trotz der angespannten Lage ist es gelungen, eine strukturelle Reform durchzuführen. – Alles stellen Sie in Abrede. (Abg. Scherak: Alles?) Wer versteht da jetzt mehr von Wirtschaft? – Ich setze eher auf Frau Köppl-Turyna. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Na, die ist ja eine Expertin!)
Abg. Scherak: Alles?
Sie hat zum Beispiel gesagt: Das Budget 2023 ist erneut ein Krisenbudget, aber die beschlossenen Maßnahmen sind richtig und notwendig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Sie hat sogar noch eins draufgelegt, indem sie gesagt hat: Trotz der angespannten Lage ist es gelungen, eine strukturelle Reform durchzuführen. – Alles stellen Sie in Abrede. (Abg. Scherak: Alles?) Wer versteht da jetzt mehr von Wirtschaft? – Ich setze eher auf Frau Köppl-Turyna. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Na, die ist ja eine Expertin!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Na, die ist ja eine Expertin!
Sie hat zum Beispiel gesagt: Das Budget 2023 ist erneut ein Krisenbudget, aber die beschlossenen Maßnahmen sind richtig und notwendig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Sie hat sogar noch eins draufgelegt, indem sie gesagt hat: Trotz der angespannten Lage ist es gelungen, eine strukturelle Reform durchzuführen. – Alles stellen Sie in Abrede. (Abg. Scherak: Alles?) Wer versteht da jetzt mehr von Wirtschaft? – Ich setze eher auf Frau Köppl-Turyna. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Na, die ist ja eine Expertin!)
Vizekanzler Kogler: So ist es!
Es ist aber richtig, meine Damen und Herren: Wir haben aktuell im heurigen Jahr – aber nicht mehr in diesem Quartal – durchgerechnet im Durchschnitt eine 4,8-prozentige Wachstumsrate bei unserer Wirtschaft. Wir haben auch den niedrigsten Arbeitslosenstand seit 15 Jahren. (Vizekanzler Kogler: So ist es!) Das ist beachtlich im dritten Jahr einer weltweiten Pandemie und bei – was auch noch dazukommt – weltweiten Lieferkettenproblemen. Es ist dieser Koalitionsregierung durch eine Reihe von notwendigen, sinnvollen, wirkungsvollen Maßnahmen tatsächlich gelungen, die unverschuldeten Belastungen und auch die Ausfälle, die vorhanden waren, mit zielgerichteten Zuschüssen abzufedern. (Abg. Kassegger: Umsatzersatz! Zielgerichteter Torschuss!)
Abg. Kassegger: Umsatzersatz! Zielgerichteter Torschuss!
Es ist aber richtig, meine Damen und Herren: Wir haben aktuell im heurigen Jahr – aber nicht mehr in diesem Quartal – durchgerechnet im Durchschnitt eine 4,8-prozentige Wachstumsrate bei unserer Wirtschaft. Wir haben auch den niedrigsten Arbeitslosenstand seit 15 Jahren. (Vizekanzler Kogler: So ist es!) Das ist beachtlich im dritten Jahr einer weltweiten Pandemie und bei – was auch noch dazukommt – weltweiten Lieferkettenproblemen. Es ist dieser Koalitionsregierung durch eine Reihe von notwendigen, sinnvollen, wirkungsvollen Maßnahmen tatsächlich gelungen, die unverschuldeten Belastungen und auch die Ausfälle, die vorhanden waren, mit zielgerichteten Zuschüssen abzufedern. (Abg. Kassegger: Umsatzersatz! Zielgerichteter Torschuss!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich darf Sie nur an ein paar davon erinnern: die Senkung der Steuersätze bei der Lohn- und Einkommensteuer – dauerhaft nachhaltige Wirkung –, die Beseitigung der Einkommensentwertung durch die Abschaffung der kalten Progression – dauerhaft nachhaltig, strukturell wirksam (Zwischenruf bei der SPÖ) –, die automatische Valorisierung vieler Familien- und Sozialleistungen – nachhaltig, automatisch strukturell wirksam –, die Senkung der Unternehmenssteuern und der Lohnnebenkosten – nachhaltig, strukturell dauerhaft wirksam.
Abg. Kassegger: Das ist ja auch so eine Schildbürgerregelung!
Deswegen gibt es bereits ab Dezember für die Haushalte die Strompreisbremse. (Abg. Kassegger: Das ist ja auch so eine Schildbürgerregelung!) Das sichert den Haushalten bis ins Jahr 2024 hinein leistbare Energiepreise.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir lassen die Menschen in der Krise nicht im Stich. Dieses Budget ist der Beweis dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Dieses Budget ist tatsächlich bemerkenswert – weil es von einer Bundesregierung erstellt worden ist, die das Vertrauen der Bevölkerung eigentlich verloren hat. (Beifall bei der SPÖ.) Diese Bundesregierung hat das Vertrauen der Bevölkerung deshalb verloren, weil sie einfach nicht darauf reagiert, dass wir in Österreich die höchste Inflationsrate seit 70 Jahren haben. Das sind zweistellige Inflationsraten.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Jetzt bin ich durchaus bereit, zuzuerkennen, dass es ein paar positive Beispiele in dem Budget gibt: Die Valorisierung von Sozialleistungen ist super, aber: Warum habt ihr auf das Arbeitslosengeld vergessen? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das verstehe ich nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage auch sehr trocken, was die Bevölkerung erlebt hat: Wenn es eine Bundesregierung nicht schafft, einen Mobilitätsbonus, einen Klimabonus fehlerfrei auszuzahlen, dann fehlt das Vertrauen in die Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Die haben eh noch einen Arbeitsplatz!
Dann gibt es ein paar bei der ÖVP, die hergehen und sagen: Das ist „das Beste“! – Ja, für wen ist es das Beste? – Für die Hoteliers war es nicht schlecht, für die Seilbahnunternehmer war es nicht schlecht. War es aber auch für die Arbeitnehmer in diesem Land das Beste? Diese Frage muss man stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Die haben eh noch einen Arbeitsplatz!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, machen Sie den Weg frei für eine gute österreichische Regierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Inferior, die SPÖ!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Martin Litschauer. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Inferior, die SPÖ!)
Beifall bei den Grünen.
Abhängigkeit vom Erdgas zu stürzen? (Beifall bei den Grünen.) Hätten Sie damals Mut bewiesen und uns nicht zu 80 Prozent von Russland abhängig gemacht, hätten wir die Probleme in dieser Art und Weise gar nicht – so viel zum Thema Mut. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abhängigkeit vom Erdgas zu stürzen? (Beifall bei den Grünen.) Hätten Sie damals Mut bewiesen und uns nicht zu 80 Prozent von Russland abhängig gemacht, hätten wir die Probleme in dieser Art und Weise gar nicht – so viel zum Thema Mut. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch beim Ökostrompauschale und so weiter wurden Entlastungen gesetzt – das wird alles schon wieder vergessen –, und auch beim Stromkostenzuschuss wurden bereits Entlastungen auf Schiene gebracht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf noch einmal daran erinnern: Die reichsten 10 Prozent der Haushalte verbrauchen sechsmal so viel Treibstoff wie die ärmsten 10 Prozent der Haushalte. Genau da setzt das Umsteuern ein: über den CO2-Preis hin und über den Klimabonus pro Kopf zurück. Das entlastet die kleinen Einkommen. (Beifall bei den Grünen.) Das sind ganz wichtige Klimamaßnahmen, und das ist auch Teil der Gegenfinanzierung.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Stöger: CO2-Bepreisung nützt nichts!
nicht mitzutragen, wenn wir die CO2-Bepreisung machen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Stöger: CO2-Bepreisung nützt nichts!)
Beifall bei den Grünen.
Auch bei der Windkraft werden wir heuer ein Rekordausbaujahr haben. Weil wir noch einmal den Turbo zünden, wird auch der Klien noch einmal um 118 Millionen Euro aufgestockt, damit bei der Fotovoltaik etwas weitergeht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schroll und Amesbauer.
Auch im Bereich der Raumwärme gilt (ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ in die Höhe haltend): Transformation umgesetzt. Das Ergebnis der grünen Regierungsbeteiligung lautet: Heizkesseltausch und thermische Sanierung. Seit wir in der Regierung sind, geht das exponentiell in die Höhe. Es tut sich etwas beim Heizungstausch. Raus aus Gas! Raus aus Öl!, ist die Devise, und nicht: Nachdenken über Fracking!, liebe Kollegen von der SPÖ. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schroll und Amesbauer.) Biofracking bedeutet fossiles Erdgas, ist klimaschädlich. Das kann nicht das Ziel sein. Da investieren wir lieber in die Sanierung und in den Heizkesseltausch. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Erasim: Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff, die die Kunstwerke zerstören, ja! Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Erasim: Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff, die die Kunstwerke zerstören, ja! Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff!
Auch im Bereich der Raumwärme gilt (ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ in die Höhe haltend): Transformation umgesetzt. Das Ergebnis der grünen Regierungsbeteiligung lautet: Heizkesseltausch und thermische Sanierung. Seit wir in der Regierung sind, geht das exponentiell in die Höhe. Es tut sich etwas beim Heizungstausch. Raus aus Gas! Raus aus Öl!, ist die Devise, und nicht: Nachdenken über Fracking!, liebe Kollegen von der SPÖ. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schroll und Amesbauer.) Biofracking bedeutet fossiles Erdgas, ist klimaschädlich. Das kann nicht das Ziel sein. Da investieren wir lieber in die Sanierung und in den Heizkesseltausch. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Erasim: Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff, die die Kunstwerke zerstören, ja! Kriegt lieber eure Klimaaktivisten in den Griff!)
Beifall bei den Grünen. – Ruf: Klimaterroristen!
der Transformation beteiligen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Ruf: Klimaterroristen!)
Beifall bei der FPÖ.
Wie unser Budgetsprecher, Kollege Fuchs, in seiner Rede bereits dargelegt hat, erreichen wir entgegen den Erläuterungen zur Regierungsvorlage bis ins Jahr 2026 1 Prozent des BIPs nicht. Obwohl durch einen weiteren Budgettrick die Pensionen der Soldaten hinzugerechnet werden, um dem Zielwert etwas näher zu kommen, erreichen wir bis ins Jahr 2026 dieses 1 Prozent des BIPs nicht. Ihr unlauterer Schmäh ist nämlich, das Budget im Jahr 2026 dem alten BIP aus dem Jahr 2021 gegenüberzustellen und nicht dem vom Wifo prognostizierten BIP 2026. Das ist von Haus aus schon unredlich, aber in Zeiten einer hohen Inflation eine bewusste, massive Wählertäuschung. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn wir 1 Prozent des jeweils aktuellen BIPs wollen und Ihnen sogar Ihren Pensionstrick durchgehen lassen, dann brauchen wir für den Zeitraum 2023 bis 2026 nicht 5,25 Milliarden Euro, sondern 7,15 Milliarden Euro, und das stellen wir mit unserem Antrag richtig. Mit unserem Antrag ergänzen wir aber auch die Zielsetzung dieses Gesetzes, indem wir ausdrücklich von der militärischen Landesverteidigung sprechen, um damit zu verhindern, dass das Budget des Bundesheeres für andere staatliche Aufgaben zweckentfremdet werden kann, nämlich zum Beispiel auch für die geistige, die wirtschaftliche oder die zivile Landesverteidigung.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir meinen es wirklich ehrlich und gut mit unserem österreichischen Bundesheer und lehnen daher diese falschen Zahlenspiele und Budgettricksereien ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben in den Budgetberatungen mit den einzelnen Fachministern und mit den Experten aus den Ressorts in den letzten Wochen in vielen, vielen Stunden des Diskurses eines ganz deutlich gesehen: Dieses Budget hat als oberste Priorität, das zu tun, was wirklich notwendig ist, um das Leben der Menschen leistbar zu machen und das Überleben von Betrieben und Arbeitsplätzen zu sichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
wirtschaftliche und – darüber müssen wir uns auch im Klaren sein – die militärische Sicherheit in Österreich stärken. Wir wollen eben stärker, sicherer und unabhängiger werden. Das Budget bildet die Grundlage dafür und schlägt die richtigen Pflöcke ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Wort Versorgungssicherheit ist keine leichtfertig gesagte Floskel, nein, es ist ein zentraler Begriff. Das gilt sowohl für die Energie als auch für unsere Lebensmittel. Eine kluge Schwerpunktsetzung war notwendig und ist gelungen. Unser Herr Finanzminister hat einen guten Mix aus kurzfristig notwendigen Maßnahmen auf der einen Seite und dem langfristigen Schuldenabbau auf der anderen Seite gefunden. Wir haben Maßnahmen wie zum Beispiel das Antiteuerungspaket gegen Inflation und Energiekrise, die Entlastungsmaßnahmen im steuerlichen Bereich, die ökosoziale Steuerreform gesetzt. Für alle, die beim Budgethearing dabei waren – ich glaube, es haben viele vergessen, was die Experten gesagt haben, unter anderen unser Experte Professor Badelt –: Die ökosoziale Steuerreform ist sehr standortfördernd, sie entlastet den Faktor Arbeit und senkt die Produktionskosten. In wirtschaftlicher Not – das hat er auch gesagt – ist es notwendig, Maßnahmen zu setzen, die das Budget belasten, weil wir eben helfen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Wo ist gespart worden?
Und warum können wir uns das leisten? – Weil wir vor den Krisen fleißig gespart haben und deswegen das Budget ein besseres war. (Abg. Wurm: Wo ist gespart worden?)
Abg. Michael Hammer: Oder gar nicht verstanden haben!
deutlich. Kollege Stöger dürfte das wahrscheinlich missverstanden haben. (Abg. Michael Hammer: Oder gar nicht verstanden haben!)
Beifall bei der ÖVP.
Noch etwas hat Herr Kollege Badelt gesagt: Die Leute haben das Gefühl, dass sie sich gewisse Sachen nicht mehr leisten können, dass sie sich den Alltag nicht mehr leisten können. Ich verstehe dieses Gefühl, weil wir von einem hohen Wohlstandsniveau ausgehen. Warum haben wir aber dieses Gefühl, dass wir uns bestimmte Sachen nicht leisten können? – Dank Ihnen, liebe Opposition, weil Sie nur Hetze betreiben und nur ungute Stimmung verbreiten, und das ist wirklich sehr demokratiegefährdend. Das muss ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
All diese Maßnahmen, die das Budget enthält, setzt die Bundesregierung aus Verantwortung für Österreich, aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier und vor den Bildschirmen! Man kann es drehen und wenden, wie man will, und Sie können uns noch so viel Sand in die Augen streuen: Dieses Budget ist zukunftsvergessen, ganz bestimmt nicht generationengerecht und mit Sicherheit keine Investition in die Zukunft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
All das bleibt bei Ihnen unbeantwortet, weil Sie einfach nichts tun. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Zu den weiteren!
Zu den Hochschulen: Was Sie in den letzten Wochen aufgeführt haben, ist peinlich und jämmerlich. Wo sind denn all die ÖVPler, die sonst immer von Innovation und Fortschritt durch Wissenschaft und Forschung sprechen, die über Digitalisierung sprechen, über Mint und andere Zukunftsbereiche? Die sind in den letzten Wochen alle ganz, ganz leise gewesen, haben überhaupt nichts zum Unibudget gesagt. Jetzt gibt es 150 Millionen Euro mehr, wie wir heute im „Morgenjournal“ erfahren durften. (Abg. Taschner: Zu den weiteren!) Warum auf einmal 150? Wie kommen Sie auf diese Zahl, Herr Minister? Wie wird das
Beifall bei den NEOS.
Vielleicht hätten die Elementarpädagoginnen und -pädagogen und die Eltern auch öfter auf die Straße gehen sollen, vielleicht wäre dann auch noch etwas gegangen. Das weiß man nicht. Die Unis bekommen jetzt mehr, und das finden wir gut, aber es wird nicht ausreichen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Blimlinger: ... ist schon mehr!
Einerseits sagen Sie – wie Klubobfrau Maurer – nichts zu den Universitäten, und die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, hat vor zwei Tagen medienwirksam gemeint, es sei zu wenig Budget vorhanden. – Was soll das eigentlich? Wieso? (Abg. Blimlinger: ... ist schon mehr!) Sie sind in einer Regierung und Sie müssen das ausverhandeln und etwas zusammenbringen. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) Offensichtlich ist es Ihnen wichtiger, diese Regierung fortzuführen, still zu sein und der ÖVP immer zuzustimmen. (Vizekanzler Kogler: Wie der Wiederkehr in Wien!)
Weiterer Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Einerseits sagen Sie – wie Klubobfrau Maurer – nichts zu den Universitäten, und die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, hat vor zwei Tagen medienwirksam gemeint, es sei zu wenig Budget vorhanden. – Was soll das eigentlich? Wieso? (Abg. Blimlinger: ... ist schon mehr!) Sie sind in einer Regierung und Sie müssen das ausverhandeln und etwas zusammenbringen. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) Offensichtlich ist es Ihnen wichtiger, diese Regierung fortzuführen, still zu sein und der ÖVP immer zuzustimmen. (Vizekanzler Kogler: Wie der Wiederkehr in Wien!)
Vizekanzler Kogler: Wie der Wiederkehr in Wien!
Einerseits sagen Sie – wie Klubobfrau Maurer – nichts zu den Universitäten, und die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, hat vor zwei Tagen medienwirksam gemeint, es sei zu wenig Budget vorhanden. – Was soll das eigentlich? Wieso? (Abg. Blimlinger: ... ist schon mehr!) Sie sind in einer Regierung und Sie müssen das ausverhandeln und etwas zusammenbringen. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) Offensichtlich ist es Ihnen wichtiger, diese Regierung fortzuführen, still zu sein und der ÖVP immer zuzustimmen. (Vizekanzler Kogler: Wie der Wiederkehr in Wien!)
Beifall bei den NEOS. – Bundesminister Brunner: Jetzt warst du aber grantig! – Vizekanzler Kogler: Die sollen alle so viel herausholen wie Stadtrat Wiederkehr in Wien?
Ein zukunftsfähiges und generationengerechtes Budget ist das jedenfalls nicht. (Beifall bei den NEOS. – Bundesminister Brunner: Jetzt warst du aber grantig! – Vizekanzler Kogler: Die sollen alle so viel herausholen wie Stadtrat Wiederkehr in Wien?)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Künsberg Sarre: Ja!
Hause – ich hoffe, dass noch sehr viele zuschauen bei einer so sachlichen, ruhigen, im positiven Sinne langweiligen Debatte! Als Regierungsabgeordneter muss man sich sehr freuen, wenn es so wenig Aufregung über ein Budget gibt, da muss man es eigentlich ganz praktisch und gut gemacht haben. Das ist doch eine schöne Sache. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Künsberg Sarre: Ja!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Was machen wir? – Wir schaffen das ab. Wir machen jedes Jahr eine Anpassung, die Leute behalten ihr Geld sofort, und es wird nie wieder so eine Fakesteuerreform als größte Steuerreform der Zweiten Republik geben. Es ist ein Pech, wenn man das, was 30 Jahre verkauft, 30 Jahre versprochen wurde, nie wieder verkaufen kann. Wir machen es jetzt, und darauf bin ich wirklich stolz. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ist jetzt notwendig, denn gerade in den Gemeinden werden wir diese Teuerungswelle und diese Wirtschaftskrise bekämpfen: 1 000 Millionen Euro, 1 Milliarde Euro. 250 Millionen – ein Viertel – davon gehen an Wien, wo ein Viertel der Einwohner:innen lebt. Das rot-pinke Wien kriegt ganz klar ein Viertel des Geldes, 250 Millionen Euro, von einer türkis-grünen Regierung. Das hätte, glaube ich, sonst auch niemand so gemacht – verständlich, dass es darüber wenig Aufregung gibt. Wir sind stolz darauf, dass wir so fair sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Dass ihr euch im Kleinen auch wenig aufzuregen habt, verstehe ich auch. Wie Kollege Schwarz detailliert vorgerechnet hat, bekommt ein:e Durchschnittspensionist:in jetzt 1 200 Euro über diverse Mittel netto als Teuerungsausgleich. 1 200 Euro hat in den letzten 30 Jahren kein roter Kanzler, kein roter Finanzminister zusammengebracht. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist doch schön, dass wir das jetzt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dass ihr euch im Kleinen auch wenig aufzuregen habt, verstehe ich auch. Wie Kollege Schwarz detailliert vorgerechnet hat, bekommt ein:e Durchschnittspensionist:in jetzt 1 200 Euro über diverse Mittel netto als Teuerungsausgleich. 1 200 Euro hat in den letzten 30 Jahren kein roter Kanzler, kein roter Finanzminister zusammengebracht. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist doch schön, dass wir das jetzt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ein bisschen mehr Vision wäre in den letzten 30 Jahren wünschenswert gewesen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Statt so etwas zusammenzubringen, habt ihr immer nur auf Gas gesetzt und ins Gas investiert. Jetzt tut ihr euch natürlich schwer, euch über die Teuerungswelle aufzuregen (weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer), wenn ihr das Gas ausgebaut habt und jetzt in Wahrheit schuld an dieser Teuerungswelle seid. Ich verstehe, dass man da ein bisschen ruhig ist.
weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer
Ein bisschen mehr Vision wäre in den letzten 30 Jahren wünschenswert gewesen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Statt so etwas zusammenzubringen, habt ihr immer nur auf Gas gesetzt und ins Gas investiert. Jetzt tut ihr euch natürlich schwer, euch über die Teuerungswelle aufzuregen (weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer), wenn ihr das Gas ausgebaut habt und jetzt in Wahrheit schuld an dieser Teuerungswelle seid. Ich verstehe, dass man da ein bisschen ruhig ist.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Unterm Strich: Es ist ein wenig aufregendes Paket. Damit übergebe ich gerne an den nächsten Redner, Kollegen Kucher von der SPÖ, der wird sich als Gesundheitssprecher auch nicht viel aufregen können, denn der Gesundheitsminister hat erst gestern veranlasst, dass die HPV-Impfung gegen Krebs frei und gratis für alle bis 21 wird. Das ist doch eine großartige Geschichte! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist auch gut so, Frau Präsidentin!
Präsidentin Doris Bures: Wobei der Vorsitz den Abgeordneten das Wort erteilt. (Ruf bei der FPÖ: Das ist auch gut so, Frau Präsidentin!) Daher erteile ich Herrn Abgeordneten Philip Kucher das Wort. – Bitte.
Beifall bei der SPÖ
Wenn sich heute in der Früh alleinerziehende Mütter das Jausenbrot für die Kinder im Kindergarten nicht mehr leisten können, sich zeitgleich der Nationalratspräsident für das neue Parlament aber einen goldenen Flügel bestellt, damit er wunderbar Klavier spielen kann, dann, glaube ich, zeigt das, dass wir in Österreich nicht nur eine Budgetkrise haben, sondern längst auch eine Krise des Mitgefühls (Beifall bei der SPÖ) und dass die Regierungsparteien das Gespür für die ganz normalen Menschen verloren haben.
Abg. Zorba: Warum habt ihr es nicht gemacht?
Während sich August Wöginger heute allen Ernstes hierherstellt und sagt, was für eine tolle Pflegereform die Regierung auf die Reise gebracht hat, sind die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, am Limit. Die sind fertig! In Salzburg werden im Unfallkrankenhaus Stationen gesperrt, weil an allen Ecken und Enden das Personal fehlt. (Abg. Zorba: Warum habt ihr es nicht gemacht?) Heute stellen sich August Wöginger und die ganze ÖVP-Truppe hin und sagen: Eine ganz, ganz tolle Pflegereform! – Das ist eine Politik, die meilenweit von der Lebensrealität entfernt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Während sich August Wöginger heute allen Ernstes hierherstellt und sagt, was für eine tolle Pflegereform die Regierung auf die Reise gebracht hat, sind die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, am Limit. Die sind fertig! In Salzburg werden im Unfallkrankenhaus Stationen gesperrt, weil an allen Ecken und Enden das Personal fehlt. (Abg. Zorba: Warum habt ihr es nicht gemacht?) Heute stellen sich August Wöginger und die ganze ÖVP-Truppe hin und sagen: Eine ganz, ganz tolle Pflegereform! – Das ist eine Politik, die meilenweit von der Lebensrealität entfernt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Krainer hat heute gesagt, dass Strom- und Gaskonzerne in Österreich, die Milliardengewinne haben, nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. Anstatt dass die Regierung es den Menschen in Österreich – die jeden Tag beim Tanken, mit der Stromrechnung dafür sorgen, dass die Konzerne die Milliardengewinne haben – zurückgibt, kommt die schwarz-grüne Regierung allen Ernstes auf die Idee, zu sagen: Die Milliardengewinne, die reichen nicht, machen wir noch mehr, senken wir die Körperschaftsteuer, schauen wir, dass die Konzerne noch mehr haben!, während die breite Masse der Bevölkerung nicht mehr weiß, wie sie sich das Leben leisten soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Während heute allen Ernstes in Österreich Universitäten zusperren müssen, weil sie sich die Heizung nicht mehr leisten können, haben wir da einen Wissenschaftsminister, der sich feiert und sagt, was für ein toller Wissenschaftsminister er ist. Schaut euch quer um: In Wahrheit zeigt doch die heutige Debatte, dass die Regierung beim Coronakrisenmanagement bewiesen hat, dass sie es nicht kann. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Heute zeigt ihr ja, dass ihr keinen Mut und keine Kraft habt und dass es in Wahrheit vorbei ist.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ
In dieser Krisenzeit hat es sich die Bevölkerung doch verdient, dass die Politik endlich munter wird, dass ihr euren Job macht, aber nicht tragisch auf der Regierungsbank sitzt. Der Bundeskanzler hat sich eh schon verabschiedet. Das ist doch ein trauriges Schauspiel, das hier heute in Österreich abgeht (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ): dass eine Regierung in dieser Krise kraftlos agiert, der Bundeskanzler schon nach Hause gegangen ist und die Menschen sich in Wahrheit danach sehnen, dass es in Österreich endlich Neuwahlen gibt und die Bundesregierung die Heimreise antritt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zanger. – Ruf bei der ÖVP: Der Fasching ist eröffnet!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zanger. – Ruf bei der ÖVP: Der Fasching ist eröffnet!
In dieser Krisenzeit hat es sich die Bevölkerung doch verdient, dass die Politik endlich munter wird, dass ihr euren Job macht, aber nicht tragisch auf der Regierungsbank sitzt. Der Bundeskanzler hat sich eh schon verabschiedet. Das ist doch ein trauriges Schauspiel, das hier heute in Österreich abgeht (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ): dass eine Regierung in dieser Krise kraftlos agiert, der Bundeskanzler schon nach Hause gegangen ist und die Menschen sich in Wahrheit danach sehnen, dass es in Österreich endlich Neuwahlen gibt und die Bundesregierung die Heimreise antritt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zanger. – Ruf bei der ÖVP: Der Fasching ist eröffnet!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Er ist nicht in der Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Liebe Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Philip Kucher, eines fällt mir bei dir auf: Wenn du oder die gesamte SPÖ nur die Hälfte eurer Energie für die Bekämpfung der Krisen einsetzen würdet, würde es, glaube ich, den Menschen in Österreich am meisten helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Er ist nicht in der Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herausforderungen der Zukunft begegnen und den hohen Stromkosten entgegenwirken können. Herzlichen Dank an Herrn Bundesminister Magnus Brunner und an Bundeskanzler Nehammer und natürlich auch der Fraktion der Grünen für diese Bemühungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte abschließend nochmals darauf verweisen, dass wir mit den letzten Gemeindepaketen die Gemeinden mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro unterstützt haben. Ich glaube, jede Investition in die Gemeinden ist eine Investition in die Zukunft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Schauen wir uns einmal an: Wie spürt denn die OMV die Krise? – Nämlich mit 3,3 Milliarden Euro Gewinn (Beifall bei der SPÖ), nicht dieses Jahr, sondern dieses
Beifall bei der SPÖ.
Während also arbeitende Menschen diese Krise tatsächlich am eigenen Leib verspüren, wenn die Butter und die Milch um 50 Prozent teurer werden, spüren sich manche Konzerne offensichtlich gar nicht mehr. Jetzt kommt aber die an Sie gerichtete Kritik: Nicht nur, dass Sie diese Übergewinne nicht abschöpfen – dazu findet sich nichts in dem Budget, das wir heute beschließen –, es ist auch noch so, dass für diese Unternehmen und Konzerne jetzt die Steuer gesenkt wird. Das geht sich nicht aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sagt: Das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik, dann sage ich Ihnen: Dieses Budget ist eine Ungerechtigkeit, die damit niedergeschrieben wird. Das, was Sie hier machen, ist Politik für das Top-1-Prozent, und das ist nicht nur so dahingesagt, sondern auch beweisbar. Schauen wir es uns an: Wie viele Milliarden wird uns diese Senkung der Gewinnsteuer kosten, wohin fließen denn diese Gelder? – Zwei Drittel der gesamten Summe fließen an das Top-1-Prozent der Unternehmen! Da gibt es nichts für die kleinen Betriebe, da gibt es nichts für die Einpersonenunternehmen. Das ist Klientelpolitik, die wir uns in dieser Krise nicht leisten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns dieses Budget jetzt anschauen, dann stellen wir fest, dass da einige Förderschienen – für die Industrie, für die Energieeffizienz in der Industrie – bis 2030 laufen. Die Förderung für die Haushalte und vor allem für die einkommensschwachen Haushalte, für die es eine Förderung von bis zu 100 Prozent brauchen wird, wenn man sie nicht alleinlassen will, läuft aber nur bis 2026. Warum? Werden dann in drei Jahren keine Heizungen mehr getauscht werden müssen? – Ich glaube schon. Die Umweltministerin argumentiert: Bei der Industrie braucht es eine langfristige Sicherheit, aber ich sage Ihnen, für die Haushalte braucht es die auch, das ist ganz klar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen. Sichern Sie den Haushalten die Förderung zu, die sie dringend brauchen, um die Energiekrise wirklich zu meistern! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Klubobmann Kickl, ich habe Ihrer Rede sehr interessiert zugehört – wie immer brillant gehalten, sehr eingängig. Ich dachte da ein bisschen an Albert Einsteins Worte: Man soll alles so einfach sagen, wie es möglich ist, aber nicht zu einfach. – Es ist vielleicht einiges, was Sie gesagt haben, zu einfach gesagt, und zwar in dem Sinne, dass es, wenn zu einfach gesagt, dann einfach falsch wird. Darüber würde ich ganz gerne vielleicht auch mit Ihnen persönlich sprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Denen sollte man mehr zuhören, Sinn und Köppel!
Ich beziehe mich jetzt auf ein Interview, das der große Wirtschaftswissenschafter Hans-Werner Sinn vor Kurzem Roger Köppel und Beat Gygi gegeben hat, in dem er gesagt hat (Abg. Kassegger: Denen sollte man mehr zuhören, Sinn und Köppel!): Wir haben im Wesentlichen drei Probleme. Das eine Problem ist die Demografie – das wird hier wenig angesprochen, aber so viele Alte stehen so wenigen Jungen gegenüber. Das gab es in Europa noch nie. Das wird dann sicherlich irgendwann einmal betrachtet werden müssen. Die Pensionserhöhung, die jetzt gemacht worden ist, ist ganz in Ordnung, aber wir müssen da noch weit in die Zukunft denken. Wir haben noch nie so viele Einwanderer gehabt, im Vergleich zu denen, die hier sind. Auch diesem Problem müssen wir entgegensehen. Das zweite Problem ist die Energietechnologie, und die wird, glaube ich, noch nicht so gut in Angriff genommen, wie man es tun könnte. Da gebe ich wirklich zu bedenken, dass da noch sehr viel zu arbeiten ist.
Abg. Rauch: Das ist ein guter Satz!
Das dritte Problem ist die europäische Politik, die zum Teil aus dem Ruder läuft, vielleicht sogar stark aus dem Ruder läuft. (Abg. Rauch: Das ist ein guter Satz!) Hier dagegenzuagieren, das wäre von großer Bedeutung. Ich glaube, Herr
Abg. Kickl: Auch eine Interpretationsfrage!
Bundesminister, wir werden auf dem Weg sein, das dann auch in den Budgets, die noch nachkommen, wieder zu berücksichtigen, mit einer Politik, die das auch berücksichtigt. Ich glaube, das ist eine sehr wichtige Sache, die wir hier in Angriff nehmen sollten, aber in der Weise, dass wir es wirklich ernsthaft betrachten und nicht zu sehr vereinfachen. (Abg. Kickl: Auch eine Interpretationsfrage!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Herr Professor! Wenn ...!
Das ist ein wichtiger Punkt: nicht zu einfach machen. Wenn wir es uns nicht zu einfach machen, sondern wenn wir es ehrlich und richtig machen, dann können wir auch beruhigt in die Zukunft schauen. Bei diesem Budget können wir auch mit einer gewissen Gelassenheit in die Zukunft schauen, dass wir im nächsten Jahr, auch was zum Beispiel die Universitäten anbelangt, doch auf einem guten Weg sind. All diese Unkenrufe von der anderen Seite, die wollen wir eigentlich nur als Beiwerk betrachten. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Herr Professor! Wenn ...!)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Geschätzte Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Ich werde mich in meiner Rede mit dem Umweltförderungsgesetz auseinandersetzen. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Die Regierung, vor allem die Grünen, feiert ja das Klima- und Umweltbudget ab, weil in absoluten Zahlen mehr Geld vorhanden ist. Das klingt zwar gut, hat aber weniger mit der Stärke der Grünen als mit den Schwächen der ÖVP zu tun. So kann man seinen Partner auch bei Laune halten, oder man könnte es sogar als modernen Ablasshandel bezeichnen: Die Grünen halten die ÖVP weiter bei der Stange, zum Schaden dieser Republik, und bekommen dafür mehr Geld für ihre Ministerinnen und deren teilweise sehr weltfremde Vorhaben. (Abg. Rössler: Extrem spannend, aber nicht haltbar! – Abg.
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und Grünen, lasst es euch ein bisschen auf der Zunge zergehen: Heute haben wir seit 683 Tagen kein neues Klimaschutzgesetz beschlossen – mit einer grünen Klimaschutzministerin, mit dieser Bundesregierung! War in 2,5 Jahren, in 683 Tagen keine Zeit, ein neues Gesetz zu beschließen? – Offenbar nicht, und das, obwohl wir mitten im EU-Vertragsverletzungsverfahren sind. Ständig heißt es nur wie beim Klimaschutzgesetz, das auch seit 683 Tagen nicht beschlossen ist: Wir sind in einer politischen Abstimmung innerhalb der Regierung! – Es kommt aber einfach nichts zustande, obwohl es zur Erreichung unserer Klimaziele, aber auch zur Erreichung unserer Ökoenergieziele so wichtig wäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Litschauer, ganz kurz noch: Ihr habt relativ schnell von der Kurz-Politik angenommen, wie man die Leute täuschen kann. Es gibt nämlich bis heute keinen Transformationsfonds. Ihr habt euch da, glaube ich, wirklich ein bisschen überschätzt, denn ihr behauptet Sachen, die einfach nicht stimmen. Ihr könnt es einfach nicht, und das müsst ihr akzeptieren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
beim Bundesheer, bis zum Start der Pflegereformen, um nur einige wenige zu erwähnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weil der Kollege vor mir sagte, es gibt kein Budget für die Transformation, muss ich dem entgegnen: Es gibt sehr wohl ein Budget für die Transformation der Wirtschaft, um diese noch klimagerechter und umweltgerechter zu machen, und vor allem eines: um die Wettbewerbsfähigkeit und den Produktionsstandort und somit auch die Arbeitsplätze in Österreich zu sichern. Das ist das Budget für die Transformation, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
geehrten Damen und Herren, das ist historisch, das ist eine Steigerung um 50 Prozent, und das lassen wir uns sicherlich nicht schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist ein Budget für die Krisenbewältigung, es ist ein stabiles und sicheres Budget, und es ist vor allem ein Budget, das Österreich jetzt benötigt. Es entlastet die Menschen, es unterstützt die Unternehmen, es unterstützt auch die Bäuerinnen und Bauern und stabilisiert gleichzeitig nachhaltig das Budget. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Tanzler (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier und vor den Bildschirmen! Ich habe in den letzten dreieinhalb Stunden sehr aufmerksam zugehört. Was ÖVP und Grüne wirklich gut können, ist, ein Budget, das nichts kann, schönzureden. Die Zahlen sprechen für sich und sie sprechen für die Politik, die Sie machen, und diese Politik hat für Bildung wirklich nichts übrig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Das ist doch nicht wahr!
Bildung und Wissenschaft, haben wir heute schon gehört, sind die Verliererressorts in diesem Budget, und somit leider auch alle jungen Menschen. (Abg. Taschner: Das ist doch nicht wahr!) – Ja, ja. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bildung und Wissenschaft, haben wir heute schon gehört, sind die Verliererressorts in diesem Budget, und somit leider auch alle jungen Menschen. (Abg. Taschner: Das ist doch nicht wahr!) – Ja, ja. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: In Wien! In Wien ist das so, oder?
Es wird kein einziges Problem im Bildungsbereich gelöst. Es wird nichts gegen den Pädagoginnen- und Pädagogenmangel (Abg. Zarits: In Wien! In Wien ist das so, oder?), nichts für den Ausbau ganztägiger Bildungseinrichtungen getan. Es gibt keine Aufstockung im psychischen Support und es gibt keine Chancengleichheit. Von diesen Dingen sind wir so weit weg wie schon lange nicht mehr, und Sie stellen sich hin und klopfen sich auf die Schulter.
Beifall bei der SPÖ.
An der Bildung zu sparen ist das Teuerste, das sich ein Land leisten kann, es bedeutet nämlich wirklich Rückschritt – in wenigen Jahren werden wir in Österreich weniger wettbewerbsfähig sein –, es bedeutet, dass unsere Kinder nicht die Bildung bekommen, die ihnen zusteht und die jene Bildung wäre, die unser Land in eine sichere Zukunft führen könnte. Es gibt keine Investitionen, keine Visionen und keine Innovationen. Es wäre aber genug Geld da, es wird nur nicht richtig und verantwortungsvoll verteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
ist nicht gut für unser Land, und das hat sie einmal mehr bewiesen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was macht die Regierung? – Die Bundesregierung hat bis dato leider keinerlei Aktivität gesetzt, dass, wenn die Menschen einkaufen gehen, auch nur ein einziges Produkt billiger würde. Die Leute haben Probleme, ihren Einkaufskorb zu füllen: Da ist immer weniger drinnen und sie bezahlen immer mehr. Da haben Sie bis jetzt nichts getan! (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Kogler: Ja wollen Sie den Superreichen die Gasrechnung fördern?
Sie weigern sich, den Gaspreisdeckel einzuführen. (Bundesminister Brunner: Weil es keinen Sinn macht!) Da sind Sie tatenlos, das ist gelinde gesagt nicht weitsichtig, das ist ohne Ziel und das ist auch planlos. (Vizekanzler Kogler: Ja wollen Sie den Superreichen die Gasrechnung fördern?) – Ja genau, Sie haben schon recht, Herr Vizekanzler: Ganz ziellos ist nicht alles. Es gibt schon zielgerichtete Politik, nämlich die Klientelpolitik, die wird hochgehalten: große Konzerne, wohlgesonnene Großspender. Warum wird die Körperschaftsteuer gesenkt? (Abg. Haubner: Na, für die Arbeitsplätze! Arbeitsplätze, Frau Kollegin! SPÖ-Logik!) Ja, profitiert davon eine Familie, die die Rechnung nicht mehr bezahlen kann? – Nein, sie wird nicht entlastet! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Um Gottes willen!) – Herr
Abg. Haubner: Na, für die Arbeitsplätze! Arbeitsplätze, Frau Kollegin! SPÖ-Logik!
Sie weigern sich, den Gaspreisdeckel einzuführen. (Bundesminister Brunner: Weil es keinen Sinn macht!) Da sind Sie tatenlos, das ist gelinde gesagt nicht weitsichtig, das ist ohne Ziel und das ist auch planlos. (Vizekanzler Kogler: Ja wollen Sie den Superreichen die Gasrechnung fördern?) – Ja genau, Sie haben schon recht, Herr Vizekanzler: Ganz ziellos ist nicht alles. Es gibt schon zielgerichtete Politik, nämlich die Klientelpolitik, die wird hochgehalten: große Konzerne, wohlgesonnene Großspender. Warum wird die Körperschaftsteuer gesenkt? (Abg. Haubner: Na, für die Arbeitsplätze! Arbeitsplätze, Frau Kollegin! SPÖ-Logik!) Ja, profitiert davon eine Familie, die die Rechnung nicht mehr bezahlen kann? – Nein, sie wird nicht entlastet! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Um Gottes willen!) – Herr
Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Um Gottes willen!
Sie weigern sich, den Gaspreisdeckel einzuführen. (Bundesminister Brunner: Weil es keinen Sinn macht!) Da sind Sie tatenlos, das ist gelinde gesagt nicht weitsichtig, das ist ohne Ziel und das ist auch planlos. (Vizekanzler Kogler: Ja wollen Sie den Superreichen die Gasrechnung fördern?) – Ja genau, Sie haben schon recht, Herr Vizekanzler: Ganz ziellos ist nicht alles. Es gibt schon zielgerichtete Politik, nämlich die Klientelpolitik, die wird hochgehalten: große Konzerne, wohlgesonnene Großspender. Warum wird die Körperschaftsteuer gesenkt? (Abg. Haubner: Na, für die Arbeitsplätze! Arbeitsplätze, Frau Kollegin! SPÖ-Logik!) Ja, profitiert davon eine Familie, die die Rechnung nicht mehr bezahlen kann? – Nein, sie wird nicht entlastet! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Um Gottes willen!) – Herr
Bundesminister Brunner: ... eine EU-Verordnung! – Abg. Schwarz: Die ist umzusetzen!
Finanzminister! „Um Gottes willen“, das retourniere ich voller Inbrunst an Sie. Warum besteuern Sie nicht die Übergewinne? (Bundesminister Brunner: Das tun wir eh! Das tun wir ja!) – Wir sprechen von 6 Milliarden, die Ihnen egal sind. Die bleiben liegen (Bundesminister Brunner: ... EU-Verordnung, Frau Kollegin!), anstatt dass Sie sie den Familien geben, die das Geld benötigen würden. (Bundesminister Brunner: ... eine EU-Verordnung! – Abg. Schwarz: Die ist umzusetzen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister, schauen wir uns noch ein Thema an: Wie halten Sie es mit der Transparenz? Die ist im Übrigen vertrauensfördernd: Transparenz ist vertrauensfördernd. Darf der Steuerzahler wissen, was mit seinem Geld passiert, wenn er vielleicht schon zu wenig retour bekommt? Was passiert mit seinem Geld? – Schauen wir uns die Cofag an: 15 Milliarden Euro an Steuergeldern werden über diese Cofag an Unternehmen ausgeschüttet. Ja dürfen wir im Parlament fragen und dem Steuerzahler sagen, wer wie viel bekommen hat? – Nein, dürfen wir nicht. Sie wollen die Kontrolle nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Ganz ehrlich: Es wäre besser, Sie ebneten den Weg für Neuwahlen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Vizekanzler Kogler: Bitte wieder eine freie Rede halten!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! (Vizekanzler Kogler: Bitte wieder eine freie Rede halten!) Sehr geehrter Herr
Abg. Michael Hammer: Der hört sich das nicht an, was ihr so preisgebt!
Vizekanzler! Sehr geehrter abwesender Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Der hört sich das nicht an, was ihr so preisgebt!) Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Sie haben jetzt dreieinhalb Stunden eine Generaldebatte gehört mit sehr viel Beschönigung seitens der Regierungsparteien und harter Kritik aus den Oppositionsreihen, und viele von Ihnen vor den Bildschirmen werden sich die Frage stellen: Wie kann ich denn feststellen, was stimmt?
Zwischenruf des Abg. Zarits
Ein paar Tipps dazu: Wenn eine Regierung ein großes Vorhaben hat, wird sie alles darauf konzentrieren, das unter die Leute zu bringen – bei der deutschen Regierung den sogenannten Doppelwumms. In Österreich sind die Regierungsparteien mit anderen Dingen beschäftigt. Herr Karner lenkt ab, indem er Zelte wo hinstellt, die keiner will (Zwischenruf des Abg. Zarits), einfach um das Thema woanders hinzubringen (Zwischenruf des Abg. Hanger), Herr August Wöginger geht her und behauptet, man müsse die Menschenrechtskonvention abschwächen. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er ja nicht gesagt so! – Abg. Scherak: Eigentlich hat er die Flüchtlingskonvention gemeint! – Abg. Steinacker: Nein! Weiterentwickeln hat er gesagt! Einmal zuhören!)
Zwischenruf des Abg. Hanger
Ein paar Tipps dazu: Wenn eine Regierung ein großes Vorhaben hat, wird sie alles darauf konzentrieren, das unter die Leute zu bringen – bei der deutschen Regierung den sogenannten Doppelwumms. In Österreich sind die Regierungsparteien mit anderen Dingen beschäftigt. Herr Karner lenkt ab, indem er Zelte wo hinstellt, die keiner will (Zwischenruf des Abg. Zarits), einfach um das Thema woanders hinzubringen (Zwischenruf des Abg. Hanger), Herr August Wöginger geht her und behauptet, man müsse die Menschenrechtskonvention abschwächen. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er ja nicht gesagt so! – Abg. Scherak: Eigentlich hat er die Flüchtlingskonvention gemeint! – Abg. Steinacker: Nein! Weiterentwickeln hat er gesagt! Einmal zuhören!)
Abg. Schmuckenschlager: Das hat er ja nicht gesagt so! – Abg. Scherak: Eigentlich hat er die Flüchtlingskonvention gemeint! – Abg. Steinacker: Nein! Weiterentwickeln hat er gesagt! Einmal zuhören!
Ein paar Tipps dazu: Wenn eine Regierung ein großes Vorhaben hat, wird sie alles darauf konzentrieren, das unter die Leute zu bringen – bei der deutschen Regierung den sogenannten Doppelwumms. In Österreich sind die Regierungsparteien mit anderen Dingen beschäftigt. Herr Karner lenkt ab, indem er Zelte wo hinstellt, die keiner will (Zwischenruf des Abg. Zarits), einfach um das Thema woanders hinzubringen (Zwischenruf des Abg. Hanger), Herr August Wöginger geht her und behauptet, man müsse die Menschenrechtskonvention abschwächen. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er ja nicht gesagt so! – Abg. Scherak: Eigentlich hat er die Flüchtlingskonvention gemeint! – Abg. Steinacker: Nein! Weiterentwickeln hat er gesagt! Einmal zuhören!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn das passiert, wissen Sie: Da mangelt es ein bisschen an Ehrlichkeit bei der Schönfärberei. – Die Punkte wurden hier klargelegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Sie haben nichts gegen die Teuerung unternommen, und das ist volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Wenn Sie den Vorschlägen – auch heute wieder von uns eingebracht – folgen würden und dafür sorgen würden, dass es im Dezember keine Strom- und Gasrechnung gibt, dafür sorgen würden, dass die Privathaushalte Strom und Gas für 14 Cent bekommen, dass die Wirtschaft ihre Energielieferungen um 7 Cent bekäme, dann würde die Inflation sinken. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) Sie machen es aber nicht, Sie geben Zuschüsse. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben nichts gegen die Teuerung unternommen, und das ist volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Wenn Sie den Vorschlägen – auch heute wieder von uns eingebracht – folgen würden und dafür sorgen würden, dass es im Dezember keine Strom- und Gasrechnung gibt, dafür sorgen würden, dass die Privathaushalte Strom und Gas für 14 Cent bekommen, dass die Wirtschaft ihre Energielieferungen um 7 Cent bekäme, dann würde die Inflation sinken. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) Sie machen es aber nicht, Sie geben Zuschüsse. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Das stimmt ja nicht!
Wissen Sie, was das heißt, Herr Kollege? Wissen Sie, was das heißt? – Dass unsere Unternehmen in einem Binnenmarkt, in einer Währungsunion mit deutschen Mitbewerbern konkurrieren müssen, die deutlich billigere Energiekosten haben. (Abg. Schmuckenschlager: Das stimmt ja nicht!) Es ist eine Deindustrialisierung des Landes, die droht, wenn das erfolgt, weil Sie es nicht können! (Beifall bei der SPÖ.) Schämen Sie sich doch einmal dafür, statt den Zwischenruf zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was das heißt, Herr Kollege? Wissen Sie, was das heißt? – Dass unsere Unternehmen in einem Binnenmarkt, in einer Währungsunion mit deutschen Mitbewerbern konkurrieren müssen, die deutlich billigere Energiekosten haben. (Abg. Schmuckenschlager: Das stimmt ja nicht!) Es ist eine Deindustrialisierung des Landes, die droht, wenn das erfolgt, weil Sie es nicht können! (Beifall bei der SPÖ.) Schämen Sie sich doch einmal dafür, statt den Zwischenruf zu machen.
Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den Grünen, auch wenn die Frau Maurer im Moment gerade nicht da ist (Abg. Litschauer: Sie ist eh da! – Abg. Disoski: Die Maurer! Die Maurer!): Frau Klubobfrau! Als grüne Klubobfrau kuscheln Sie mit August Wöginger, der die Europäische Menschenrechtskonvention infrage stellt, politisch weiter. (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Hörl: ... der Moralapostel!) Wann begreifen Sie, dass der politische Kredit aus ist? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder einfache Flipperautomat ohne künstliche Intelligenz weiß: Wenn der Kredit null ist, leuchtet eine Lampe auf. (Abg. Michael Hammer: Die leuchtet bei dir auch schon!) Game over, Herr Kollege! (Abg. Michael Hammer: Ja, Game over!) Das „Game over“ wäre schon lange eure Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwarz: ... ihr das könnt!
Mit denen macht ihr weiter, statt dass ihr Schluss macht, einen Neuanfang macht, denn: Das Volk hat euch 2019, ein bisschen der Schönfärberei des Sebastian Kurz folgend, mit einer Mehrheit ausgestattet (Abg. Schwarz: ... ihr das könnt!), aber das Vertrauen ist weg, ihr habt keine Mehrheit mehr. Macht den Weg frei für einen Neustart im Land (Zwischenruf bei der ÖVP), denn der geht nicht mit dieser Regierung! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch sowieso nicht!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Mit denen macht ihr weiter, statt dass ihr Schluss macht, einen Neuanfang macht, denn: Das Volk hat euch 2019, ein bisschen der Schönfärberei des Sebastian Kurz folgend, mit einer Mehrheit ausgestattet (Abg. Schwarz: ... ihr das könnt!), aber das Vertrauen ist weg, ihr habt keine Mehrheit mehr. Macht den Weg frei für einen Neustart im Land (Zwischenruf bei der ÖVP), denn der geht nicht mit dieser Regierung! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch sowieso nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch sowieso nicht!
Mit denen macht ihr weiter, statt dass ihr Schluss macht, einen Neuanfang macht, denn: Das Volk hat euch 2019, ein bisschen der Schönfärberei des Sebastian Kurz folgend, mit einer Mehrheit ausgestattet (Abg. Schwarz: ... ihr das könnt!), aber das Vertrauen ist weg, ihr habt keine Mehrheit mehr. Macht den Weg frei für einen Neustart im Land (Zwischenruf bei der ÖVP), denn der geht nicht mit dieser Regierung! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch sowieso nicht!)
Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Ich berichtige tatsächlich, dass wir 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung haben. (Abg. Kucharowits: Falsch! – Abg. Kollross: Das ist falsch!) Wir haben eine Ausbildungsoffensive Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen. (Ruf bei der SPÖ: Das geht über wie viele Jahre?) Das Budget für Rat-auf-Draht wird erhöht (Abg. Kollross: 200 Millionen! – Ruf bei der SPÖ: Wo steht das im Budget?), und es gibt das Projekt Gesund aus der Krise, das auf 20 Millionen Euro erhöht wird (Zwischenrufe bei der SPÖ) und bei dem wirklich jeder und jede eine Psychotherapie bekommt (Rufe bei der SPÖ: Das ist keine Tatsächliche! Bleiben Sie bei der Wahrheit! Das ist eine Verdrehung von Tatsachen!), unabhängig vom Geldbörsl. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen (in Richtung ÖVP), wenn Sie in sich reinhören und ganz ehrlich – so ganz ehrlich – sind, wer von Ihnen würde dann mit voller Überzeugung sagen, das Budget 2023 ist ein Budget für die Zukunft? (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – So vereinzelt, ein paar; ein paar gibt es. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) In der PR- und
Abg. Matznetter: ... Hörl!
Marketingstrategie kommt das ja die ganze Zeit vor: Das ist das beste Budget! Das ist das Budget für die Zukunft! (Abg. Matznetter: ... Hörl!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich verstehe nicht, wie Sie auf diese Idee kommen – jetzt eh sehr zaghaft –, zu sagen (Zwischenruf bei der ÖVP), dass das ein Budget für die Zukunft sein könnte. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) In der Bildung: ein echtes Armutszeugnis. Im Klimaschutz: eine Katastrophe. (Ruf bei der SPÖ: Das ist wahr!) Psychische Gesundheit kommt überhaupt nicht vor, ebenso nicht leistbares Wohnen, wie wir den Zugang zu Eigentum ermöglichen können. Überhaupt keine Innovation in diesem Budget: Das ist kein Budget für die Zukunft. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Ich verstehe nicht, wie Sie auf diese Idee kommen – jetzt eh sehr zaghaft –, zu sagen (Zwischenruf bei der ÖVP), dass das ein Budget für die Zukunft sein könnte. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) In der Bildung: ein echtes Armutszeugnis. Im Klimaschutz: eine Katastrophe. (Ruf bei der SPÖ: Das ist wahr!) Psychische Gesundheit kommt überhaupt nicht vor, ebenso nicht leistbares Wohnen, wie wir den Zugang zu Eigentum ermöglichen können. Überhaupt keine Innovation in diesem Budget: Das ist kein Budget für die Zukunft. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist wahr!
Ich verstehe nicht, wie Sie auf diese Idee kommen – jetzt eh sehr zaghaft –, zu sagen (Zwischenruf bei der ÖVP), dass das ein Budget für die Zukunft sein könnte. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) In der Bildung: ein echtes Armutszeugnis. Im Klimaschutz: eine Katastrophe. (Ruf bei der SPÖ: Das ist wahr!) Psychische Gesundheit kommt überhaupt nicht vor, ebenso nicht leistbares Wohnen, wie wir den Zugang zu Eigentum ermöglichen können. Überhaupt keine Innovation in diesem Budget: Das ist kein Budget für die Zukunft. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich verstehe nicht, wie Sie auf diese Idee kommen – jetzt eh sehr zaghaft –, zu sagen (Zwischenruf bei der ÖVP), dass das ein Budget für die Zukunft sein könnte. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) In der Bildung: ein echtes Armutszeugnis. Im Klimaschutz: eine Katastrophe. (Ruf bei der SPÖ: Das ist wahr!) Psychische Gesundheit kommt überhaupt nicht vor, ebenso nicht leistbares Wohnen, wie wir den Zugang zu Eigentum ermöglichen können. Überhaupt keine Innovation in diesem Budget: Das ist kein Budget für die Zukunft. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das? Das sagst ja eh nur du!
Dabei hat der Staat noch nie so tief in die Tasche gegriffen. Noch nie hat der Staat so viel Geld ausgegeben wie diese Bundesregierung. Aber nur jeder fünfte Euro – nur jeder fünfte Euro! – wird in Zukunftsprojekte investiert. Dieses Budget ist nicht nur unambitioniert, sondern es ist eine echte Kampfansage an die jungen Menschen in diesem Land. Sie, insbesondere Abgeordnete, die schon seit Jahrzehnten im Parlament sitzen, jammern doch immer, die Jugend sei so politikverdrossen, die würde sich nicht für Politik interessieren. Das ist ein Blödsinn! (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das? Das sagst ja eh nur du!) Die Jugend ist nicht politikverdrossen, sondern wenn, dann regierungsverdrossen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und dass sie das ist, wundert doch niemanden – bei dieser Performance, die Sie abliefern. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Dabei hat der Staat noch nie so tief in die Tasche gegriffen. Noch nie hat der Staat so viel Geld ausgegeben wie diese Bundesregierung. Aber nur jeder fünfte Euro – nur jeder fünfte Euro! – wird in Zukunftsprojekte investiert. Dieses Budget ist nicht nur unambitioniert, sondern es ist eine echte Kampfansage an die jungen Menschen in diesem Land. Sie, insbesondere Abgeordnete, die schon seit Jahrzehnten im Parlament sitzen, jammern doch immer, die Jugend sei so politikverdrossen, die würde sich nicht für Politik interessieren. Das ist ein Blödsinn! (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das? Das sagst ja eh nur du!) Die Jugend ist nicht politikverdrossen, sondern wenn, dann regierungsverdrossen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und dass sie das ist, wundert doch niemanden – bei dieser Performance, die Sie abliefern. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.
Dabei hat der Staat noch nie so tief in die Tasche gegriffen. Noch nie hat der Staat so viel Geld ausgegeben wie diese Bundesregierung. Aber nur jeder fünfte Euro – nur jeder fünfte Euro! – wird in Zukunftsprojekte investiert. Dieses Budget ist nicht nur unambitioniert, sondern es ist eine echte Kampfansage an die jungen Menschen in diesem Land. Sie, insbesondere Abgeordnete, die schon seit Jahrzehnten im Parlament sitzen, jammern doch immer, die Jugend sei so politikverdrossen, die würde sich nicht für Politik interessieren. Das ist ein Blödsinn! (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das? Das sagst ja eh nur du!) Die Jugend ist nicht politikverdrossen, sondern wenn, dann regierungsverdrossen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und dass sie das ist, wundert doch niemanden – bei dieser Performance, die Sie abliefern. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Kannst du mal eine neue Rede schreiben, das ist jedes Mal das Gleiche?!
Sie machen, und das zieht sich durchs ganze Budget durch, Politik für Ihre Klientel – Sie schauen, dass es denen gut geht (Abg. Michael Hammer: Kannst du mal eine neue Rede schreiben, das ist jedes Mal das Gleiche?!) –, Politik an den jungen Menschen vorbei. Da ist es nur verständlich, dass sich diese von Ihnen als Regierungsfraktionen abwenden.
Beifall bei den NEOS.
Elementarpädagogik; in den Klimaschutz – echten Klimaschutz statt grünes Greenwashing –; mit konkreten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass in einem Jahr die Sanierungsrate von 1 auf 4 Prozent steigt; dafür zu sorgen – ja, da müsste man Gesetze ändern –, dass in einem Jahr 25 000 zusätzliche Fachkräfte im Bereich der erneuerbaren Energie ins Land kommen; dafür zu sorgen, dass in zwei Jahren – ein Wahnsinn, dass das noch nicht der Fall ist! – in jedem Bundesland in Österreich ein Windrad steht. – Dafür müsste man die Weichen stellen, aber dieses Budget enthält dafür nicht die Weichenstellungen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es wurde heute schon viel schöngefärbt. Ich möchte es zum Schluss der Debatte hier auch noch einmal glasklar aussprechen: Die jungen Menschen in Österreich bräuchten nach dieser harten Zeit endlich ein neues Aufstiegsversprechen, ein Versprechen, dass Aufstieg wieder möglich ist. Stattdessen liefern Sie mit diesem Budget einen echten Abstiegsbeschleuniger. Deswegen – das kann ich für meine Fraktion sagen; wir haben es ja heute schon mehrfach gesagt – werden wir diesem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zuschüsse, die man notwendigerweise gibt, weil es vor allem auf der europäischen Ebene aufgrund der sehr unterschiedlichen Interessenlage bis dato nicht gelungen ist, ein taugliches Instrument zur Preisdämpfung bei Energie zustande zu bringen, natürlich keine Preise senken – unterschrieben, stimmt. Dann ist aber schon ein Ende mit dem, was stimmt, Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Ständig auf die deutschen Ankündigungen zu verweisen, was die denn schon alles Tolles hätten: Ich höre immer wieder einmal, was die deutschen Unternehmen schon alles im Laufe des Jahres bekommen hätten. In der Zwischenzeit wurden für dieses Energiekostendämpfungsprogramm in Deutschland – das ist nur für große energieintensive Unternehmen – 7 400 Anträge eingereicht – in dem riesen Deutschland. Davon sind 270 abgearbeitet. Ausbezahlt sind gerade einmal 43 Millionen Euro. – So viel zu diesem hochgelobten Programm. Ich will Deutschland nicht kritisieren (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), aber ich will es mir auch nicht ständig vorhalten lassen, wenn es nicht stimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Yildirim: In Deutschland funktioniert der Rechtsstaat!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Yildirim: In Deutschland funktioniert der Rechtsstaat!
Ständig auf die deutschen Ankündigungen zu verweisen, was die denn schon alles Tolles hätten: Ich höre immer wieder einmal, was die deutschen Unternehmen schon alles im Laufe des Jahres bekommen hätten. In der Zwischenzeit wurden für dieses Energiekostendämpfungsprogramm in Deutschland – das ist nur für große energieintensive Unternehmen – 7 400 Anträge eingereicht – in dem riesen Deutschland. Davon sind 270 abgearbeitet. Ausbezahlt sind gerade einmal 43 Millionen Euro. – So viel zu diesem hochgelobten Programm. Ich will Deutschland nicht kritisieren (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), aber ich will es mir auch nicht ständig vorhalten lassen, wenn es nicht stimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Yildirim: In Deutschland funktioniert der Rechtsstaat!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe es in meiner ersten Rede schon gesagt: Na selbstverständlich muss bei uns nach dem Energiekostenzuschuss eins in der Folge jetzt ab Oktober ein kräftiges zweites Programm kommen, und das wird kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Ich habe Angst vor dem ...!
Die Deutschen kämpfen aber auch bei der angekündigten Strompreisbremse und Gaspreisbremse mit ordentlichen Schwierigkeiten. (Abg. Loacker: Ich habe Angst vor dem ...!) Jetzt liegt dort gerade einmal ein Vorentwurf eines Gesetzes vor (Abg. Leichtfried: Das ist leider beschlossen worden und nicht nur angekündigt!), das diese Zuschüsse regeln soll, das Ganze ab März nächsten Jahres. Die Energieunternehmen haben der deutschen Regierung gestern schon ausgerichtet, dass sie den Termin März gar nicht schaffen werden (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht!) – also so viel zu dem Thema Deutschland ist uns weit voraus. (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt ja gar nicht!)
Abg. Leichtfried: Das ist leider beschlossen worden und nicht nur angekündigt!
Die Deutschen kämpfen aber auch bei der angekündigten Strompreisbremse und Gaspreisbremse mit ordentlichen Schwierigkeiten. (Abg. Loacker: Ich habe Angst vor dem ...!) Jetzt liegt dort gerade einmal ein Vorentwurf eines Gesetzes vor (Abg. Leichtfried: Das ist leider beschlossen worden und nicht nur angekündigt!), das diese Zuschüsse regeln soll, das Ganze ab März nächsten Jahres. Die Energieunternehmen haben der deutschen Regierung gestern schon ausgerichtet, dass sie den Termin März gar nicht schaffen werden (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht!) – also so viel zu dem Thema Deutschland ist uns weit voraus. (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt ja gar nicht!)
Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht!
Die Deutschen kämpfen aber auch bei der angekündigten Strompreisbremse und Gaspreisbremse mit ordentlichen Schwierigkeiten. (Abg. Loacker: Ich habe Angst vor dem ...!) Jetzt liegt dort gerade einmal ein Vorentwurf eines Gesetzes vor (Abg. Leichtfried: Das ist leider beschlossen worden und nicht nur angekündigt!), das diese Zuschüsse regeln soll, das Ganze ab März nächsten Jahres. Die Energieunternehmen haben der deutschen Regierung gestern schon ausgerichtet, dass sie den Termin März gar nicht schaffen werden (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht!) – also so viel zu dem Thema Deutschland ist uns weit voraus. (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt ja gar nicht!)
Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt ja gar nicht!
Die Deutschen kämpfen aber auch bei der angekündigten Strompreisbremse und Gaspreisbremse mit ordentlichen Schwierigkeiten. (Abg. Loacker: Ich habe Angst vor dem ...!) Jetzt liegt dort gerade einmal ein Vorentwurf eines Gesetzes vor (Abg. Leichtfried: Das ist leider beschlossen worden und nicht nur angekündigt!), das diese Zuschüsse regeln soll, das Ganze ab März nächsten Jahres. Die Energieunternehmen haben der deutschen Regierung gestern schon ausgerichtet, dass sie den Termin März gar nicht schaffen werden (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht!) – also so viel zu dem Thema Deutschland ist uns weit voraus. (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt ja gar nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin überzeugt, das, was wir in den nächsten Wochen für die zweite Phase des Energiekostenzuschusses erarbeiten werden, wird mit Sicherheit nicht hinter dem, was Deutschland zu bieten hat, zurückbleiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Nun: Was erwarten sich die Österreicherinnen und Österreicher von der Politik? – Die Antwort ist ganz einfach: Das, was auch wir fordern, nämlich dass die Politiker – das wollen sie – ein gutes Beispiel auch nach außen abgeben und das vorleben. Das Gleiche gilt natürlich für sparsames Wirtschaften. Das ist die Grundlage, das ist die Vorbildwirkung der Politik, die gefordert und erwartet wird. Gerade in Zeiten, in denen die Menschen mit dem Rücken zur Wand stehen, ist es wichtig, dies vorzuleben. Die obersten Organe, die heute im Budget behandelt werden, sind die Ersten, auf die wir zeigen müssen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben – es ist heute schon angesprochen worden – eine Mitgefühlkrise. Wir haben eine Empathiekrise, und wir haben im Endeffekt nur eine Möglichkeit, da rauszukommen: Lassen Sie das Volk entscheiden, Herr Bundeskanzler! Lassen Sie das Volk darüber entscheiden, ob es sich das gefallen lässt, und treten Sie zur Seite! – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Haus sozusagen wieder zurückbekommen. Es ist nämlich nicht das Haus der Abgeordneten, es ist das Haus der Österreicherinnen und Österreicher. Diesem Haus können Sie ab Jänner wieder innewohnen, Sie können Sitzungen beiwohnen und die Vorzüge dieses Hauses genießen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scherak: Für einen goldenen Flügel!
Ich sage das, weil in den letzten Jahren die Demokratie weltweit abgenommen hat, weil es immer weniger Länder gibt, in denen es Demokratien gibt, und immer mehr Länder, in denen es Diktaturen gibt. Daher ist es mir so wichtig, dass wir in unserem Land die Demokratie erhalten. Daher möchte ich auch unserem Präsidenten ganz besonders dafür danken, dass er, obwohl er die großen baulichen Planungen bereits von seiner Vorgängerin übernommen hat, danach diesem Parlament auch noch besonderes Leben eingehaucht hat – besonderes Leben nämlich dahin gehend, wofür das Parlament steht. Das Parlament steht aus meiner Sicht (Abg. Scherak: Für einen goldenen Flügel!) in erster Linie für Transparenz. Transparenz ist das Wichtigste für die Demokratie. Von dieser Kuppel, die wir über dem Plenarsaal alle bewundern werden können und die Sie, liebe Österreicherinnen und Österreicher, auch besichtigen können, können Sie direkt in den Plenarsaal sehen, weil es wichtig ist, dass Sie miterleben, was Ihre Vertreter in diesem Parlament für Sie tun. Dies immer auch gekoppelt damit, was Sie dann für Rückmeldungen dazu geben, ist für uns Abgeordnete auch wichtig, damit wir dieses Haus als ein öffentliches Haus sehen. Wie Günter Wallraff einmal gesagt hat: „Öffentlichkeit ist der Sauerstoff der Demokratie.“ Das ist, glaube ich, das, was wir in den nächsten Jahren leben wollen und leben können.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Schallmeiner.
Deswegen geht das Parlament in Zukunft den Weg, dass es sich nicht nur selbst mehr öffnet, sondern dass es mit Parlament on Tour auch zu den Bürgerinnen und Bürgern hinausgeht. Dafür auch ein großes Danke an den Parlamentspräsidenten, der das nun ermöglicht, und an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die daran teilnehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP.
Für uns alle ist es aber auch eine neue Chance: Wenn wir in ein neues Haus ziehen, gibt es auch die neuen Wege des Zusammenkommens, und gerade mir als Verfassungssprecher ist es wichtig, in Zeiten der Zusammenarbeit dafür mehr Möglichkeiten zu geben. Das alte Parlament gibt mehr Raum für das Miteinander, weniger für das Auseinander und dafür, in eigenen Räumen zu sein und sich danach wechselseitig zu beflegeln. Nein, das Parlament ist ein Ort des Diskurses, an dem wir gemeinsam das Beste für die Republik erreichen wollen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer – in Richtung FPÖ –: Applaus? – Rufe bei der ÖVP: Nicht einmal die Eigenen klatschen! – Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Eine sehr lange Leitung! Die FPÖ hat abgedankt, ja!
Parlamentspräsidenten! – Ich muss sagen, das Einzige, wofür ich dem Herrn Parlamentspräsidenten – dem Ersten nämlich – danken würde, wäre, wenn er endlich abdanken würde. (Abg. Michael Hammer – in Richtung FPÖ –: Applaus? – Rufe bei der ÖVP: Nicht einmal die Eigenen klatschen! – Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Eine sehr lange Leitung! Die FPÖ hat abgedankt, ja!)
Abg. Michael Hammer: Was willst du jetzt damit sagen?
Ein sehr bekannter Soziale-Medien-Kanal ist Facebook. Da gibt es das österreichische Parlament seit elf Jahren, es hat weniger als 30 000 Follower. Dann gibt es einen Twitter-Kanal, der hat rund 36 000 Follower, und auf Instagram gibt es rund 7 000. (Abg. Michael Hammer: Was willst du jetzt damit sagen?)
Abg. Michael Hammer: Aha, haben wir 30 000?
Da gewinnt man den Eindruck, dass eigentlich die gesamten Mitarbeiter, die in all diesen Projekten mitarbeiten, die Einzigen sind, die sich das anschauen. (Abg. Michael Hammer: Aha, haben wir 30 000?)
Abg. Michael Hammer: Brauchst keine Pausen machen, es applaudiert eh niemand!
war alles andere als professionell. Ich bin neugierig, was jetzt auf uns zukommt. (Abg. Michael Hammer: Brauchst keine Pausen machen, es applaudiert eh niemand!)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker
All das sollten wir jetzt unter den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit beurteilen. Da frage ich mich: Was ist denn los? – Herr Kollege Hammer, warte, du kriegst gleich noch dein Fett weg! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker) –, denn der aktuelle Höhepunkt – Kollege Drobits hat es kurz angesprochen – ist ja dieses goldene Protzklavier für den Herrn Präsidenten, den Prunk-und-Protz-Präsidenten, in seinem neuen Parlament. Dieses will ich aber nicht als Prunk-und-Protz-Parlament verstanden wissen, aber ihr macht es dazu! (Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Ofenauer: ...! Das ist ja unwürdig!)
Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Ofenauer: ...! Das ist ja unwürdig!
All das sollten wir jetzt unter den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit beurteilen. Da frage ich mich: Was ist denn los? – Herr Kollege Hammer, warte, du kriegst gleich noch dein Fett weg! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker) –, denn der aktuelle Höhepunkt – Kollege Drobits hat es kurz angesprochen – ist ja dieses goldene Protzklavier für den Herrn Präsidenten, den Prunk-und-Protz-Präsidenten, in seinem neuen Parlament. Dieses will ich aber nicht als Prunk-und-Protz-Parlament verstanden wissen, aber ihr macht es dazu! (Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Ofenauer: ...! Das ist ja unwürdig!)
Beifall bei der FPÖ.
So geht es nicht! Deswegen sage ich: Den Prunk-und-Protz-Präsidenten Sobotka aus seinem Amt abwählen! Neuwahlen jetzt und sofort! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, für die Bezeichnung „Protz-Präsident“ habe ich einen Ordnungsruf zu erteilen. (Zwischenruf des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Zanger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Man könnte eigentlich meinen – das hier sind die direkt vom Volk gewählten Abgeordneten und auf der anderen Seite ist die Verwaltung, die Regierung –, dass hier der Schwanz ein wenig mit dem Hund wedelt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Nationalratspräsident. In anderen Ländern mit selbstbewussten Parlamenten, wie zum Beispiel in Deutschland, können die Abgeordneten direkt beim Rechts- und Legislativdienst Gutachten beauftragen. Also auch dort könnte man Personal aufbauen. – Man kann sich aber auch um 36 000 Euro ein goldenes Klavier kaufen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie sehen also, es gibt sehr viele Möglichkeiten, um ein starkes und selbstbewusstes Parlament in Österreich zu schaffen, um den Abgeordneten mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um ein besseres Parlament zu haben, das bessere Gesetze macht und besser informiert ist. – Man kann sich aber halt auch um 36 000 Euro ein goldenes Klavier anschaffen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir stehen zum Rechnungshof. Der Rechnungshof darf nicht zum Spielball der Politik werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Rechnungshof leistet gute und wichtige Arbeit für Österreich. Mit dem Budget 2023 können die gestellten und notwendigen Aufgaben, Frau Präsident, erfüllt werden. Wir stehen zur Zusammenarbeit, wir stehen für den österreichischen Rechnungshof. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Frau Rechnungshofpräsidentin! Liebe Volksanwältin und Volksanwälte! Sehr geehrte Damen und Herren! Haben Sie gewusst, dass die „Wiener Zeitung“ tatsächlich die älteste Zeitung weltweit ist? 1703 erstmals erschienen hat sie in den letzten 320 Jahren unzählige Kriege, unzählige Krisen überstanden – und scheitert offenbar jetzt an der türkis-grünen Bundesregierung, die zu ihrer Totengräberin wird. Und das, sehr geehrte Damen und Herren, wäre wirklich ein herber Verlust für den Qualitätsjournalismus in Österreich, den wir so nicht mittragen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin Raab – sie ist jetzt leider nicht hier –, sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, bitte werden Sie auch tatsächlich im Sinne des Qualitätsjournalismus für die „Wiener Zeitung“ entsprechend aktiv und legen Sie eine entsprechende Gesetzesvorlage vor! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang habe ich einen konkreten Vorschlag an Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Bundesminister und ‑ministerinnen: Machen Sie Politik, die bei den Menschen ankommt! Machen Sie Politik, die spürbare Entlastungen in dieser Zeit der hohen Inflation bringt, die die Menschen auch tatsächlich in ihren Geldbörsen spüren, dann brauchen Sie auch nicht diese Medienmaschinerie, diese PR-Maschinerie, um für Eigenvermarktung zu sorgen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines noch: Wir alle wollen ein Happy End für unsere Kinder, wir alle wollen ein Happy End für die Personen, die gepflegt werden, wir wollen ein Happy End für die Personen, die nicht selber für sich sorgen können. Dafür braucht es ausreichend Kontrolle im Vollzug, und den gibt es durch die Volksanwaltschaft. – Vielen Dank an dieser Stelle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wir haben da schon eine wesentliche Aufgabe zu erfüllen, daher danke noch einmal für die Zurverfügungstellung dieser zusätzlichen Planposten, für das Budget, Herr Finanzminister, und für eine gute Zusammenarbeit mit der Volksanwaltschaft. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne möchte ich mich bei der Frau Volksanwältin und den Herren Volksanwälten wirklich noch einmal ganz herzlich für das, was sie täglich leisten, und natürlich auch bei den Mitarbeitern, die da wirklich Großes machen, bedanken und möchte für die Zukunft alles Gute wünschen – im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, damit viele Anliegen weiterhin in guten Händen liegen und erfüllt werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Loacker: Der Goldfuß!
Wer steht hier auf der Bremse? Warum passiert denn all das, was man in diesem Hohen Haus eigentlich beschlossen hat – mehr Unterstützung für die Parlamentarier, wenn es um die Budgetdebatten geht –, nicht? – Ein ganz, ganz mächtiger Fuß in diesem Haus steht hier auf der Bremse, und dieser mächtige Fuß gehört zu Kollegen Sobotka. Der steht hier auf der Bremse. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Loacker: Der Goldfuß!) Warum ist das so? – Weil er weisungsfreie Institutionen, weisungsfreie Mitarbeiter offenbar nicht goutiert. Das ist offenbar nicht toll, das ist nicht so super. Und ja, auch die FPÖ spielt hier eine Rolle, aber ehrlich gesagt, mit ein wenig gutem Willen würde man das schon hinbekommen. Daran fehlt es aber. Es gibt diesen guten Willen nicht.
Beifall bei den NEOS.
Meine Damen und Herren, ich muss es Ihnen wirklich sagen: Diese kleingeistige politische Diskussion, die wir hier seit Jahren wegen des Budgetdienstes führen, ist nicht mehr auszuhalten! Es ist auch nicht mehr auszuhalten, dass wir Abgeordnete seit zwei Jahren hier im Kreis herumgetrieben werden, im Kreis werden wir geführt, damit wir nicht mehr Unterstützung kriegen. Und Sie alle, meine Damen und Herren, lassen sich das vom mächtigsten Fuß im Hause, von Herrn Sobotka, bieten. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Ich bin seit 25 Jahren in der Wirtschaft, ich habe noch nie so viel Kleingeistigkeit gesehen, nicht in österreichischen Unternehmen, nicht in internationalen. Es ist wirklich einzigartig, und ich kann Ihnen sagen, ich habe es tatsächlich satt! (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Ich habe es satt, dass man hier im Kreis herumgeschickt wird, nur damit wir Abgeordneten die Unterstützung bekommen, die wir brauchen. Es geht um sechs Mitarbeiter, die es gibt, es geht um sechs mehr, die wir brauchen. Das kann doch nicht so schwierig sein!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir befinden uns hier in einer UG, in der nicht nur das Budget für den Budgetdienst verhandelt wird, hier wird zum Beispiel auch verhandelt, wie das neue Haus auszusehen hat und wie es eingerichtet wird. 36 000 Euro an Miete für einen goldenen Flügel ist überhaupt kein Problem, aber sechs Mitarbeiter, die inhaltlich für uns, für uns Abgeordnete, arbeiten, ist nicht darstellbar! Da sind wir dann wieder ganz leise, da rührt sich dann überhaupt nichts mehr. Ich kann es Ihnen sagen: Ich habe es satt! Ich finde es zutiefst beschämend, wie Präsident Sobotka diesem Komödienstadel vorsteht. Ich erwarte mir, dass hier endlich etwas gemacht wird, ich erwarte mir, dass die Abgeordneten hier auch endlich einmal ihre Stimmen erheben und sagen: Das ist es, was wir wollen!, und ich erwarte mir, dass Herr Präsident Sobotka endlich aufsteht und dem, was wir hier für das Parlament auch brauchen, nachkommt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich muss mich bei Ihnen (in Richtung Rechnungshofpräsidentin Kraker), Frau Präsidentin, und bei Ihrem gesamten Team bedanken, das da großartige Arbeit leistet, immer genau und unabhängig darauf schaut und genau kontrolliert. Vielen Dank dafür! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Gaar und Ofenauer.
Ich finde, das ist eine große Errungenschaft, denn diese jungen Menschen haben wirklich in dieser Zeit uns – die österreichische Bevölkerung – unterstützt, und ich glaube, sie verdienen sich auch eine entsprechende Refundierung, ein besseres Grundgehalt für die Arbeit, die sie leisten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Gaar und Ofenauer.) Das sind immerhin 30 000 junge Männer, die uns unterstützen, die da profitieren, die vom Staat Geld bekommen. Ich bin sehr froh darüber, dass wir das gemacht haben.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hanger und Ofenauer.
Ich finde, dass wir nicht nur eine Attraktivierung des Grundwehrdienstes und Zivildienstes, sondern wirklich wesentliche Verbesserungen und mehr Fairness in diesem System für die jungen Menschen geschaffen haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hanger und Ofenauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Beschluss des Budgets. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Wie viele Rücklagen hat die AUVA? – Zwischenruf bei der ÖVP
Was überhaupt nicht zu verstehen ist, ist, dass die ÖVP jetzt mittlerweile schon zwei Mal – einmal mit der FPÖ, einmal mit den Grünen – die Beitragssätze der Dienstgeber zur Unfallversicherung gesenkt hat. Jetzt wird sich jeder fragen: Was hat das jetzt mit der Volksanwaltschaft zu tun? – Im ersten Moment noch gar nichts, aber das führt dazu, dass die AUVA 250 Millionen Euro weniger Budget pro Jahr hat und jetzt gezwungen ist, den Weißen Hof, die Rehaeinrichtung mit Weltruf, wo schwere Schädelhirntraumata und schwere Wirbelsäulenverletzungen behandelt werden, zu schließen. Jetzt hat sich Frau Mikl-Leitner gedacht: Na ja, der Weiße Hof steht in Klosterneuburg, ich bin auch aus Klosterneuburg, vor der Landtagswahl schaut das blöd aus, wir wandeln das um (Abg. Loacker: Wie viele Rücklagen hat die AUVA? – Zwischenruf bei der ÖVP), wir garantieren 100 Pflegebetten, machen das aber nicht selbst, sondern privatisieren es! – Die ÖVP privatisiert also eine Gesundheitseinrichtung nach der anderen (Abg. Loacker: Schön wär’s, wenn sie es täte!), und deswegen braucht es wesentlich mehr Budget für die Volksanwaltschaft.
Abg. Loacker: Schön wär’s, wenn sie es täte!
Was überhaupt nicht zu verstehen ist, ist, dass die ÖVP jetzt mittlerweile schon zwei Mal – einmal mit der FPÖ, einmal mit den Grünen – die Beitragssätze der Dienstgeber zur Unfallversicherung gesenkt hat. Jetzt wird sich jeder fragen: Was hat das jetzt mit der Volksanwaltschaft zu tun? – Im ersten Moment noch gar nichts, aber das führt dazu, dass die AUVA 250 Millionen Euro weniger Budget pro Jahr hat und jetzt gezwungen ist, den Weißen Hof, die Rehaeinrichtung mit Weltruf, wo schwere Schädelhirntraumata und schwere Wirbelsäulenverletzungen behandelt werden, zu schließen. Jetzt hat sich Frau Mikl-Leitner gedacht: Na ja, der Weiße Hof steht in Klosterneuburg, ich bin auch aus Klosterneuburg, vor der Landtagswahl schaut das blöd aus, wir wandeln das um (Abg. Loacker: Wie viele Rücklagen hat die AUVA? – Zwischenruf bei der ÖVP), wir garantieren 100 Pflegebetten, machen das aber nicht selbst, sondern privatisieren es! – Die ÖVP privatisiert also eine Gesundheitseinrichtung nach der anderen (Abg. Loacker: Schön wär’s, wenn sie es täte!), und deswegen braucht es wesentlich mehr Budget für die Volksanwaltschaft.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Politik, die die Menschen satt haben, und Sie haben am 29. Jänner die Möglichkeit, diese Politik bei der Landtagswahl Niederösterreich endgültig abzuwählen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Sie sehen: Unser Betätigungsfeld ist groß und weit. Wir freuen uns wie gesagt in erster Linie, dass anerkannt wurde, dass wir mehr Personal brauchen, um für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Dafür danke ich Ihnen recht herzlich und freue mich weiterhin auf gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurde im Jahr 2020 die Volksgruppenförderung nach langen, langen Forderungen verdoppelt. Es stehen jetzt 8 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesministerin Raab war dabei an der Spitze, und das war ein ganz wichtiger Schritt. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist dadurch nämlich eine enorme Aufbruchsstimmung entstanden. Die Volksgruppenorganisationen brauchen das Geld, um eben Veranstaltungen zu organisieren, bei denen die Sprache gelebt wird, die
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Diese normale Zweisprachigkeit macht es in Wahrheit aus, und darauf können wir letztendlich stolz sein. Wir in Österreich sind durch dieses gemeinsame Miteinander schon ein bisschen – ohne Anmaßung – Vorbild in Europa, da hier Volksgruppen friedlich miteinander leben und sich eben nicht bekämpfen – abseits von gewissen Ereignissen in der Vergangenheit, aber im Großen und Ganzen funktioniert es doch. Es ist daher wichtig, dass das im Budget fortgesetzt wird. Herzlichen Dank dafür. Das sind wichtige Impulse, um unsere eigene Identität erhalten zu können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall der Abgeordneten Hauser und Mühlberghuber.
Es gibt Hunderttausende Vereinssportler weniger, zahlreiche Vereine haben aufgegeben, Hallen und Sportstätten mussten über Monate schließen. Sie haben einer ganzen Generation die Bewegung richtiggehend abgewöhnt und dadurch massive Kollateralschäden verursacht, die das Gesundheitssystem noch viele, viele Jahre belasten werden. Das ist Ihre bisherige Erfolgsbilanz, sehr geehrter Herr Vizekanzler, und die ist vernichtend. (Beifall der Abgeordneten Hauser und Mühlberghuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade von Ihnen, Herr Vizekanzler Kogler, einem Grünen, hätte ich in diesem Zusammenhang etwas mehr erwartet, auch weil Sie dem ehemaligen Grünen-Abgeordneten und Sportsprecher Dieter Brosz, der in der Vergangenheit nicht nur einmal diese Überförderung der Dachverbände kritisiert hat und auch eine Änderung der Strukturförderung verlangt hat, eine Position in der Sportsektion verschafft haben. Genau deswegen habe ich mir in diesem Zusammenhang mehr erwartet. Sie wissen ganz genau, dass das Hauptproblem der österreichischen Sportförderung seit vielen, vielen Jahren darin liegt, dass nicht genug Geld bei den Sportlern ankommt, sondern dass es bei den unzähligen Sportorganisationen versickert. Sie, Herr Vizekanzler, haben diese Chance, diese notwendigen Strukturreformen umzusetzen, wieder einmal nicht genutzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrter Herr Sportminister, es ist gut und richtig, dass Sie das Budget erhöht haben – da sind wir uns einig –, doch das alleine wird wieder einmal nicht reichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Integration und Integrationspolitik sind ein Querschnittsbereich und betreffen so gut wie alle Politikfelder, vor allem die Bildungspolitik, Gesundheit und Pflege, die Gleichstellungs- und Frauenpolitik sowie Arbeit und Soziales. Ich möchte in diesem Zusammenhang zwei Bereiche ansprechen, die unsere parlamentarische Aufmerksamkeit und unser Engagement verdienen. Einerseits geht es um die Situation der Frauen, der Migrantinnen, die immer wieder zum Spielball rassistischer Politik werden, die sich oft zwischen Welten finden, in denen jeweils versucht wird, sie an einen Platz zu verweisen, sei es aus religiösen, aus ideologisch-politischen oder aus rein wahltaktischen Gründen. Ich möchte dieser Tage besonders den Einsatz der Frauen aus dem Iran und aus Afghanistan hervorheben, die auch in der Diaspora für Frauenrechte in ihren Herkunftsländern kämpfen und unsere Unterstützung verdienen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stark.
Der zweite Bereich betrifft den Zugang zur Staatsbürgerschaft, einem wahren Beschleuniger der Integration. Ein so hohes Gut wie die Staatsbürgerschaft darf nicht vom Geld abhängen, darf nicht Frauen mit geringerem Einkommen benachteiligen, darf nicht Kinder und Jugendliche ausschließen! Der Zugang zur Staatsbürgerschaft braucht die Fairness, die wir im Integrationsbereich propagieren. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stark.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts ist nicht nur integrationspolitisch wichtig, sondern demokratiepolitisch überfällig und tatsächlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung. Ich hoffe hier auf Ihre breite Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Unsere Kritik ist im Gegenzug eine strukturelle: Es würde für das Budget und die Menschenrechte in Österreich besser gekämpft werden, wenn wir als Volksanwälte die Kompetentesten hätten und nicht wiederbelebbare Politiker. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: O ja!
Wie bewertet beispielsweise der organisierte Sport, Dach- und Fachverbände, dieses Rekordbudget? – Ein historisches Budget, ein großer Wurf, ein Meilenstein und so weiter und so fort. Auch Askö-Präsident Hermann Krist, der ja einmal SPÖ-Nationalratsabgeordneter war, sagt: „Dreams come true!“ Dabei denke ich, dass Präsident Krist nicht unbedingt ein großer Fan dieser Bundesregierung ist. (Ruf bei der SPÖ: O ja!) Daran sieht man, dass dieses Budget über Parteigrenzen hinweg anerkannt und auch dementsprechend gelobt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wie bewertet beispielsweise der organisierte Sport, Dach- und Fachverbände, dieses Rekordbudget? – Ein historisches Budget, ein großer Wurf, ein Meilenstein und so weiter und so fort. Auch Askö-Präsident Hermann Krist, der ja einmal SPÖ-Nationalratsabgeordneter war, sagt: „Dreams come true!“ Dabei denke ich, dass Präsident Krist nicht unbedingt ein großer Fan dieser Bundesregierung ist. (Ruf bei der SPÖ: O ja!) Daran sieht man, dass dieses Budget über Parteigrenzen hinweg anerkannt und auch dementsprechend gelobt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Viele Regierungen in den unterschiedlichsten Konstellationen haben es versucht, aber diese Bundesregierung hat für den Sport wirklich Großartiges geleistet. Es war ein langer Weg, es war sozusagen ein Marathon, den viele Regierungen vorher auch schon probiert haben; aber diese Regierung mit dem Finanzminister und dem Sportminister hat es geschafft, den Marathon zu finishen und bis zum Ende zu laufen. Dafür sage ich noch einmal herzlich Danke schön! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wichtig für uns – und das haben schon sehr viele Regierungen versucht –: Herr Vizekanzler Kogler hat es gemeinsam mit Bildungsminister Martin Polaschek zusammengebracht, dass wir in Österreich Pilotregionen geschaffen haben, was die tägliche Bewegungseinheit betrifft. 1 100 Schulklassen beziehungsweise Kindergartengruppen machen hier schon mit, und wir werden dieses Programm dementsprechend auch flächendeckend in ganz Österreich ausrollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte um Zustimmung für das Rekordbudget 2023, auch für den Sport. Das Rekordbudget, 231 Millionen Euro, bedeutet, dass nach Jahrzehnten der Diskussion, auch im Parlament und in den Ausschüssen, der Sport in Österreich endlich den Stellenwert bekommt, den er sich auch verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Das hat der Zanger auch schon gesagt!
Gemeinden - - (Abg. Michael Hammer: Das hat der Zanger auch schon gesagt!) – Das ist super, dass Sie das auch so sehen, Herr Kollege; ja, das ist hervorragend. (Abg. Michael Hammer: Der Zanger hat das gesagt ...!) Im Fokus steht bei den Prüfungen auch der Nutzen für die Bürger:innen, und das ist etwas ganz Wesentliches. Da geht es zum Beispiel – wenn ich ein aktuelles Beispiel hernehmen darf – um Lessons learned aus den zahlreichen Covid-Überprüfungen. Es ist wirklich wichtig, dass man aufgrund der Berichte Maßnahmen in den einzelnen Ressorts ableiten kann, was IT betrifft, was die Gesundheitspolitik betrifft und auch vieles andere.
Abg. Michael Hammer: Der Zanger hat das gesagt ...!
Gemeinden - - (Abg. Michael Hammer: Das hat der Zanger auch schon gesagt!) – Das ist super, dass Sie das auch so sehen, Herr Kollege; ja, das ist hervorragend. (Abg. Michael Hammer: Der Zanger hat das gesagt ...!) Im Fokus steht bei den Prüfungen auch der Nutzen für die Bürger:innen, und das ist etwas ganz Wesentliches. Da geht es zum Beispiel – wenn ich ein aktuelles Beispiel hernehmen darf – um Lessons learned aus den zahlreichen Covid-Überprüfungen. Es ist wirklich wichtig, dass man aufgrund der Berichte Maßnahmen in den einzelnen Ressorts ableiten kann, was IT betrifft, was die Gesundheitspolitik betrifft und auch vieles andere.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Vor ein paar Wochen wolltet ihr sie noch abwählen!
Ich darf mich an dieser Stelle bei der Frau Rechnungshofpräsidentin und ihrem Team sehr herzlich für die wirklich zeitnahe Vorlage der Berichte bedanken, weil das für uns ein ganz wesentlicher Faktor ist, damit wir den Bürger:innen auch wirklich sagen können, was Sache ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Vor ein paar Wochen wolltet ihr sie noch abwählen!)
in Richtung Abg. Michael Hammer
Ein Ziel möchte ich besonders betonen – Herr Kollege (in Richtung Abg. Michael Hammer), für Sie besonders wichtig –: die Erhöhung der Transparenz. Bürger:innen sollen ja wissen dürfen, was mit ihrem Steuergeld passiert. Wir haben bedauerlicherweise genug aktuelle Anlassfälle, sodass der Rechnungshof von uns gebeten wird, da genauer hinzuschauen – ich erinnere nur an den aktuellen Bericht zur Cofag, in dem ja dieser Gesellschaft ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt wurde. Da ist es wirklich wichtig, und da appelliere ich an meine Kollegen der ÖVP, die Maßnahmen aufgrund dieses Berichtes auch wirklich abzuleiten. Das wäre einmal ein wesentlicher Faktor.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, aktuelle Skandale zeigen sehr deutlich, wie wichtig die parlamentarische Kontrolle ist und wie grundlegend wichtig es ist, dass der Rechnungshof seiner Arbeit in der gewohnt hohen Qualität weiterhin nachkommen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Präsidentin des Rechnungshofes Dr. Margit Kraker: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich bedanke mich sehr herzlich dafür, dass jetzt die UG 06 Rechnungshof mit auf der Tagesordnung steht und das Budget des Rechnungshofes für das kommende Jahr dann hoffentlich von Ihnen beschlossen werden kann. Das ist ganz wichtig für die Arbeit des Rechnungshofes. Ganz wichtig ist für mich natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem Parlament – mit allen Fraktionen hier im Parlament, mit den Sprecherinnen und Sprechern im Rechnungshofausschuss und mit dem Vorsitzenden des Rechnungshofausschusses. Jedenfalls danke ich für die konstruktive Arbeit, die ich da immer erleben darf. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Ich darf eben an dieser Stelle noch auf eines zu sprechen kommen, weil es für den Rechnungshof für das nächste Jahr wichtig und neu ist: Das ist die zusätzliche Aufgabe durch das neue Parteiengesetz. Es entspricht einer langjährigen Forderung des Rechnungshofes, originär prüfen zu können und sich nicht nur auf Angaben verlassen zu können, denn wo Rechnungshof draufsteht, muss auch Rechnungshof drinnen sein. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Da geht es um Prüfrechte. Darüber hinaus werden wir zukünftig auch Wahlwerbungsberichte prüfen können, und wir haben zusätzliche administrative Aufgaben. Wir haben uns da bereits eine große Expertise aufgebaut.
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Ich hoffe, dass das in Ihrem Sinne ist. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben es heute schon mehrmals gehört, wir haben tatsächlich ein Rekordbudget für den Sport, und das ist richtig und wichtig: 231,5 Millionen Euro wird das Sportbudget betragen. Das ist ein Plus von 75,5 Millionen Euro und davon alleine 40 Millionen Euro für die besondere Bundessportförderung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann jetzt natürlich sagen, dass man das doch schon längst hätte machen können. – Hätte man, hat man aber nicht. Jetzt haben wir es gemacht, und dafür bin ich sehr dankbar – vielen Dank. Das zeigt auch, dass Sportminister Werner Kogler der Sport wirklich wichtig ist und wirklich am Herzen liegt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) So etwas zeigt sich nämlich nicht daran, dass man die Leistungen feiert oder dass man bei Veranstaltungen präsent ist, so etwas zeigt sich daran, dass man nachhaltig in Strukturen investiert.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.
Wofür haben wir denn die Sportförderung? Warum lässt sich der Staat Sport überhaupt etwas kosten? – Es geht einerseits natürlich darum, dass Höchstleistungen erzielt werden, dass österreichische Athletinnen und Athleten die besten Voraussetzungen haben, um Topleistungen abzuliefern. – Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist es, Menschen in Bewegung zu bringen, zu ermöglichen, dass sich Kinder, Erwachsene sportlich betätigen können und dafür ein geeignetes Umfeld haben. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.
Diese nachhaltigen Investitionen in die Strukturen sind der Grund dafür, dass wir diese Erhöhung dringend gebraucht haben – eben nicht nur, um den Spitzensport voranzubringen, sondern vor allem auch, um nachhaltig in die Strukturen zu investieren, insbesondere im Bereich der Gleichstellung. Es gibt die wichtigen Projekte mit dem Gender-Traineeprogramm und vor allem das so wichtige Projekt Dream-Teams, mit dem die Frauenligen, die ersten Ligen in den Frauenmannschaftssportarten, in den Fraueneinzelsportarten gefördert werden. Es wird dort in Strukturen investiert, damit wir zum internationalen Spitzenfeld aufschließen können. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird viel staatliches Geld in diese Strukturen gesteckt, deshalb ist es auch ein ganz wichtiges Projekt, dass wir da eine Good-Governance-Offensive starten, denn dort, wo Steuergeld drinnen steckt, muss auch ganz genau hingeschaut werden, und es müssen transparente und valide Kriterien geschaffen werden und auch überprüft werden können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nicht zuletzt gibt es heuer erstmals einen Etat von 3,5 Millionen Euro für das bundesweite Ausrollen der täglichen Bewegungseinheit, und das ist wirklich ein Meilenstein. Viele haben es versprochen, jetzt wird es gemacht. Vielen Dank dafür. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lausch, bereits auf dem Weg zum Redner:innenpult, bleibt stehen, dreht sich um und geht zurück zu seinem Sitzplatz.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Lausch, Sie wissen, um 15 Uhr muss ich die Sitzung unterbrechen. Sie werden sicher eine Punktlandung machen, oder wollen Sie - - (Abg. Lausch, bereits auf dem Weg zum Redner:innenpult, bleibt stehen, dreht sich um und geht zurück zu seinem Sitzplatz.) – Sie haben noch 3,5 Minuten, es würde sich ausgehen. (Abg. Lausch – wieder auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Das genügt!) – Bitte, Herr Abgeordneter.
Abg. Lausch – wieder auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Das genügt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Lausch, Sie wissen, um 15 Uhr muss ich die Sitzung unterbrechen. Sie werden sicher eine Punktlandung machen, oder wollen Sie - - (Abg. Lausch, bereits auf dem Weg zum Redner:innenpult, bleibt stehen, dreht sich um und geht zurück zu seinem Sitzplatz.) – Sie haben noch 3,5 Minuten, es würde sich ausgehen. (Abg. Lausch – wieder auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Das genügt!) – Bitte, Herr Abgeordneter.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen
Und – kurz noch angesprochen –: Der öffentliche Dienst hat 144 000 Planstellen mehr, der Großteil geht in die Bildung – etwas mehr als 40 000 –, 37 000 gehen ins Innenministerium und 21 000 stehen für militärische Angelegenheiten zur Verfügung. Ich sage aber gleich dazu, man kennt diesen Trick, sage ich einmal, mit den Planstellen. Eine Planstelle kostet einmal – das wird Kollegen Loacker, er ist jetzt zwar nicht hier, besonders freuen – nichts, solange man sie nicht besetzt. Eine Planstelle gibt es auf dem Papier, man kann sie besetzen. Sie muss einmal ausgeschrieben werden, sie muss einmal besetzt werden, da vergeht Zeit. Siehe da, die Frau Bundesministerin für Justiz hat es nicht geschafft, die freien Justizwachebedienstetenplanstellen zu besetzen (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen), und somit haben wir in diesem Budget auch keine dazubekommen. Wir müssen uns also davon verabschieden: Es ist kein gutes Budget.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Präsident, ich habe den Wink verstanden, beende meine Rede und wünsche weiterhin alles Gute. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf: Falscher Redner! – Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Nach all diesem fast peinlichen Selbstlob der Regierungsfraktionen über die Verhältnisse des Budgets wird es Zeit, zu den Fakten zu kommen. Die Fakten sind eigentlich bestürzend. (Ruf: Falscher Redner! – Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Michael Hammer: ... Faymann!
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es notwendig war, dass ein Bundespräsident eine Regierung zur Ordnung hat rufen müssen. Das war lange nicht der Fall. Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, dass eine Regierung unter 30 Prozent, wahrscheinlich nur mehr 27 Prozent Vertrauen genießt. (Abg. Michael Hammer: ... Faymann!) Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass eine Partei einer Regierung so massiv in einem Korruptionssumpf versunken ist, wie das mit der ÖVP der Fall ist. Ja, dieses Sittenbild, das Sie hier abgeben, ist ein desaströses! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es notwendig war, dass ein Bundespräsident eine Regierung zur Ordnung hat rufen müssen. Das war lange nicht der Fall. Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, dass eine Regierung unter 30 Prozent, wahrscheinlich nur mehr 27 Prozent Vertrauen genießt. (Abg. Michael Hammer: ... Faymann!) Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass eine Partei einer Regierung so massiv in einem Korruptionssumpf versunken ist, wie das mit der ÖVP der Fall ist. Ja, dieses Sittenbild, das Sie hier abgeben, ist ein desaströses! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Um was geht es da jetzt überhaupt?
Ihr Anspruch, zu sagen und zu meinen und zu glauben, die politischen Grenzen sind das Strafrecht und nicht der Anstand, das ist ein Skandal, das sage ich Ihnen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Um was geht es da jetzt überhaupt?) Es ist auch ein Skandal und auch nicht hinnehmbar, dass die Partei, die sagt, der Anstand hat sie gewählt, dem Ganzen sang- und klanglos zustimmt, das alles sang- und klanglos hinnimmt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Mir sagen sie, dass du es bist!
Wissen Sie, was ich Ihnen sage – und das denke nicht nur ich, das denken inzwischen mehr als 70 Prozent der Menschen in Österreich –: Diese Regierung ist am Ende, und es wird Zeit, dass Sie gehen, es kann gar nicht schnell genug gehen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Mir sagen sie, dass du es bist!)
Heiterkeit des Abg. Zarits
Diesen Eindruck habe nicht nur ich, den haben viele Menschen. Sie alle gemeinsam, wir alle, haben eine E-Mail von einer Bürgerin bekommen, und für den Fall, dass Sie solche E-Mails nicht lesen, dass Sie wahrscheinlich schon länger überhaupt keine E-Mails mehr lesen (Heiterkeit des Abg. Zarits), weil immer nur drinnen steht, dass Sie gehen sollen, lese ich sie Ihnen vor:
Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?
Ich frage Sie: Was antworten Sie dieser Frau, die das geschrieben hat – wenn Sie sich noch zu antworten trauen? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Oder was antworten Sie der Frau, die ich das letzte Mal zitiert habe, einer jungen Frau, die in Wiener Neustadt wohnt, Herr Stocker, die in Wien arbeitet, die 600 Euro Miete zahlt, die jetzt 600 Euro für den Strom aufbringen muss und 1 200 Euro verdient? Was antworten Sie dieser Frau? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Sie haben auf beide Fragen keine Antworten, und deshalb wird es Zeit, dass Sie gehen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?
Ich frage Sie: Was antworten Sie dieser Frau, die das geschrieben hat – wenn Sie sich noch zu antworten trauen? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Oder was antworten Sie der Frau, die ich das letzte Mal zitiert habe, einer jungen Frau, die in Wiener Neustadt wohnt, Herr Stocker, die in Wien arbeitet, die 600 Euro Miete zahlt, die jetzt 600 Euro für den Strom aufbringen muss und 1 200 Euro verdient? Was antworten Sie dieser Frau? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Sie haben auf beide Fragen keine Antworten, und deshalb wird es Zeit, dass Sie gehen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage Sie: Was antworten Sie dieser Frau, die das geschrieben hat – wenn Sie sich noch zu antworten trauen? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Oder was antworten Sie der Frau, die ich das letzte Mal zitiert habe, einer jungen Frau, die in Wiener Neustadt wohnt, Herr Stocker, die in Wien arbeitet, die 600 Euro Miete zahlt, die jetzt 600 Euro für den Strom aufbringen muss und 1 200 Euro verdient? Was antworten Sie dieser Frau? (Abg. Stocker: Wo waren Sie heute Vormittag?) Sie haben auf beide Fragen keine Antworten, und deshalb wird es Zeit, dass Sie gehen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wie war es bei der Cofag? Die Frau Rechnungshofpräsidentin war gerade da: an die 100 Millionen Euro Überförderung. Das haben Sie zu verantworten, das haben Sie auch durch diese Intransparenz zu verantworten (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass Sie als Abgeordnete es verhindert haben, dass das Parlament da hineinschauen kann. Das war auch Ihre Verantwortung! (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!
Wie war es bei der Cofag? Die Frau Rechnungshofpräsidentin war gerade da: an die 100 Millionen Euro Überförderung. Das haben Sie zu verantworten, das haben Sie auch durch diese Intransparenz zu verantworten (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass Sie als Abgeordnete es verhindert haben, dass das Parlament da hineinschauen kann. Das war auch Ihre Verantwortung! (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Michael Hammer: Wie viel hat der Herr Androsch bekommen?
Wenn man dann die konkreten Zahlen anschaut, sieht man: Herr Benko hat 10,2 Millionen Euro Cofag-Förderung von Ihnen bekommen – 10,2 Millionen! – und schüttet gleichzeitig 100 Millionen Euro Dividenden aus. Ja was sind denn das für Zustände, wie kann man da noch sitzen und das verantworten, frage ich Sie? Da gibt es genug Beispiele, bei denen Sie immer nur für Ihre Gönner da waren (Abg. Michael Hammer: Wie viel hat der Herr Androsch bekommen?), und das ist leider komplett die falsche Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man dann die konkreten Zahlen anschaut, sieht man: Herr Benko hat 10,2 Millionen Euro Cofag-Förderung von Ihnen bekommen – 10,2 Millionen! – und schüttet gleichzeitig 100 Millionen Euro Dividenden aus. Ja was sind denn das für Zustände, wie kann man da noch sitzen und das verantworten, frage ich Sie? Da gibt es genug Beispiele, bei denen Sie immer nur für Ihre Gönner da waren (Abg. Michael Hammer: Wie viel hat der Herr Androsch bekommen?), und das ist leider komplett die falsche Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das leben Sie leider in diesem Budget vor, das ist genau das, was man aus diesem Budget herauslesen kann, und das ist es auch, wo man herauslesen kann, dass Sie in diesem Budget zwei riesige Fehler machen – vielleicht sind es mehr Fehler, aber das sind meines Erachtens die zwei größten –: Sie sorgen nicht vor für das, was vor uns liegt. Sie sorgen nicht vor für das, was in Deutschland geschieht. Sie kümmern sich nicht um unsere Industrie, Sie kümmern sich nicht um unsere Gewerbe, Sie kümmern sich nicht um die Menschen, die von der Energie abhängig sind; denn wenn Sie das täten, hätten Sie sich schon länger darauf vorbereitet, etwas zu unternehmen, wenn die Deutschen die Gaspreisbremse einführen! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird nicht so sein. Ihre Politik ruiniert leider das Land und die Menschen in diesem Land. Der Verzicht auf den Gaspreisdeckel, Widerstand gegen Markteingriffe, die Sie jetzt seit Monaten vor sich hertragen, waren die schwersten Fehler, die Sie aber jetzt für die Zukunft auch zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stocker: Wer sagt das?!
Wie kann man – diese Frage stelle ich Ihnen auch –, wenn sogar die Europäische Union einmal für eine Steuer ist – und das erleben wir nicht oft, nämlich für die Übergewinnsteuer –, so borniert sein, diese Steuer nicht einführen zu wollen, wo das doch zu sehr, sehr vielen Lösungen führen würde? (Abg. Stocker: Wer sagt das?!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Unternehmen kassieren jetzt Milliarden, die ihnen eigentlich nicht zustehen, und alles, was Ihnen dazu einfällt, ist ein Achselzucken. Das ist nicht Politik, das ist Lethargie! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Das glaube ich auch, die Rede wird nichts mehr!
Es wird nichts mehr (Abg. Hanger: Das glaube ich auch, die Rede wird nichts mehr!), es wird nichts mehr mit euch, um das einmal zu sagen. Machen Sie den Platz frei, lassen Sie die Menschen in Österreich, die wieder mehr Anstand in der Politik haben wollen, wählen! Herr Hammer in der ersten Reihe kichert beim Wort Anstand. (Abg. Michael Hammer: Weil die Rede so lächerlich ist!) – Ja, ich verstehe es, dass er da kichert. Das ist so typisch (Abg. Michael Hammer: Wenn es aus Ihrem Mund kommt, schon!), ich gratuliere Ihnen dazu. Wissen Sie, es gäbe so viel zu tun, es gibt auch im Antikorruptionsbereich so viel zu tun, auch da werdet ihr nichts mehr weiterbringen! (Ruf bei der ÖVP: Ja, schauen wir bei der Wien Energie einmal!)
Abg. Michael Hammer: Weil die Rede so lächerlich ist!
Es wird nichts mehr (Abg. Hanger: Das glaube ich auch, die Rede wird nichts mehr!), es wird nichts mehr mit euch, um das einmal zu sagen. Machen Sie den Platz frei, lassen Sie die Menschen in Österreich, die wieder mehr Anstand in der Politik haben wollen, wählen! Herr Hammer in der ersten Reihe kichert beim Wort Anstand. (Abg. Michael Hammer: Weil die Rede so lächerlich ist!) – Ja, ich verstehe es, dass er da kichert. Das ist so typisch (Abg. Michael Hammer: Wenn es aus Ihrem Mund kommt, schon!), ich gratuliere Ihnen dazu. Wissen Sie, es gäbe so viel zu tun, es gibt auch im Antikorruptionsbereich so viel zu tun, auch da werdet ihr nichts mehr weiterbringen! (Ruf bei der ÖVP: Ja, schauen wir bei der Wien Energie einmal!)
Abg. Michael Hammer: Wenn es aus Ihrem Mund kommt, schon!
Es wird nichts mehr (Abg. Hanger: Das glaube ich auch, die Rede wird nichts mehr!), es wird nichts mehr mit euch, um das einmal zu sagen. Machen Sie den Platz frei, lassen Sie die Menschen in Österreich, die wieder mehr Anstand in der Politik haben wollen, wählen! Herr Hammer in der ersten Reihe kichert beim Wort Anstand. (Abg. Michael Hammer: Weil die Rede so lächerlich ist!) – Ja, ich verstehe es, dass er da kichert. Das ist so typisch (Abg. Michael Hammer: Wenn es aus Ihrem Mund kommt, schon!), ich gratuliere Ihnen dazu. Wissen Sie, es gäbe so viel zu tun, es gibt auch im Antikorruptionsbereich so viel zu tun, auch da werdet ihr nichts mehr weiterbringen! (Ruf bei der ÖVP: Ja, schauen wir bei der Wien Energie einmal!)
Ruf bei der ÖVP: Ja, schauen wir bei der Wien Energie einmal!
Es wird nichts mehr (Abg. Hanger: Das glaube ich auch, die Rede wird nichts mehr!), es wird nichts mehr mit euch, um das einmal zu sagen. Machen Sie den Platz frei, lassen Sie die Menschen in Österreich, die wieder mehr Anstand in der Politik haben wollen, wählen! Herr Hammer in der ersten Reihe kichert beim Wort Anstand. (Abg. Michael Hammer: Weil die Rede so lächerlich ist!) – Ja, ich verstehe es, dass er da kichert. Das ist so typisch (Abg. Michael Hammer: Wenn es aus Ihrem Mund kommt, schon!), ich gratuliere Ihnen dazu. Wissen Sie, es gäbe so viel zu tun, es gibt auch im Antikorruptionsbereich so viel zu tun, auch da werdet ihr nichts mehr weiterbringen! (Ruf bei der ÖVP: Ja, schauen wir bei der Wien Energie einmal!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Na ihr ganz sicher! Ihr wolltet ja schon das Parteiengesetz verhindern! Sehr unglaubwürdig! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
bringen, als Sie das mit dieser ÖVP je werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Na ihr ganz sicher! Ihr wolltet ja schon das Parteiengesetz verhindern! Sehr unglaubwürdig! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Abg. Michael Hammer: Was war das jetzt überhaupt für ein Thema?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Stocker. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Was war das jetzt überhaupt für ein Thema?)
Beifall bei der ÖVP.
Seien Sie mir nicht böse! Wenn Sie sagen, „es wird nichts mehr“, dann sage ich Ihnen eines: Es wird sicher nichts mehr mit dieser Neuwahlplatte, die Sie bei jeder unpassenden Gelegenheit auflegen. Gerade heute ist ein besonders unpassender Tag für diese Neuwahlplatte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Wenn die ÖVP ...! – Zwischenruf des Abg. Stöger.
Wann wird in der Regel vorzeitig gewählt und eine Gesetzgebungsperiode vorzeitig beendet? (Abg. Leichtfried: Wenn die ÖVP ...! – Zwischenruf des Abg. Stöger.) – Wenn sich die Partner in der Regierung nicht mehr verstehen beziehungsweise keine Basis für eine weitere Arbeit finden.
Beifall bei der ÖVP.
Eines ist sicher kein Grund für Neuwahlen: wenn Sie jede Woche auf Umfragen schielen, bei denen Sie nur die Sonntagsfrage lesen und sich darüber freuen, welche Koalitionen sich Ihrer Meinung nach für Sie ausgehen, aber vergessen, dass Sie auch die Vertrauensfrage für die Opposition lesen sollten. Wenn Sie die lesen würden, dann würden Sie sich wahrscheinlich nicht hierherstellen und das sagen, was Sie gesagt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Sie sind in der Regierung und reden so? Das ist unfassbar!
Der Vertrauensverlust in Ihre Politik ist einer, den Sie sich zu Herzen nehmen sollten. (Abg. Rendi-Wagner: Sie sind in der Regierung und reden so? Das ist unfassbar!) Vielleicht sollten Sie ein wenig darüber nachdenken, wofür Sie Politik machen: für Schlagzeilen oder für die Menschen?
Abg. Rendi-Wagner: Das ist eine Verteidigungsrede, oder? – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Wenn ich mir die Debatten heute anhöre und Sie frage, was alles für die Menschen, die Sie hier angeführt haben, geschehen ist, dann frage ich mich: Wo waren Sie eigentlich am Vormittag? Haben Sie gar nichts verstanden oder gehört, was hier debattiert wurde? (Abg. Rendi-Wagner: Das ist eine Verteidigungsrede, oder? – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Dieses Budget bringt Hilfe für die Menschen und für die Wirtschaft. Dieses Budget bringt Geld für die Sicherheit im Land nach außen und nach innen, und es fördert den Transformationsprozess im Klimaschutzbereich.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Sie haben recht, Herr Kollege: Es reicht!
Ich habe Ihnen das schon einmal gesagt: Dagegen zu sein reicht für die Opposition, aber es reicht nicht für die Regierung. Deshalb ist es gut, wenn Sie in Opposition bleiben und die Koalition diese Regierung fortsetzt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Sie haben recht, Herr Kollege: Es reicht!)
Abg. Greiner: Über 100 Millionen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ja, es reicht, da haben Sie auch recht. Vor allem reicht es, wie leichtfertig Sie hier mit den Wirtschaftshilfen umgehen. Hier wird der Rechnungshof bemüht. Natürlich wird man sich eine Überförderung ansehen müssen, aber vergessen Sie eines nicht: Diese Überförderung war ein niedriger einstelliger Prozentbereich von der Gesamtförderung. (Abg. Greiner: Über 100 Millionen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ach so! Unbürokratisch!
Es sollte schnell gehen, und es sollte unbürokratisch gehen. Das Geld sollte ankommen. Das alles ist passiert, auch wenn es Ihnen nicht passt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ach so! Unbürokratisch!)
Abg. Matznetter: Warum ...? Es ist doch peinlich!
Eines, Herr Kollege Leichtfried, sage ich Ihnen jetzt auch zur Cofag. (Abg. Matznetter: Warum ...? Es ist doch peinlich!) – Herr Kollege Matznetter, Sie können auch zuhören. – Vielleicht fragen Sie Ihren Kollegen Lercher, wie das bei Leykam und mit der Förderung in der Cofag ist. Wenn er glaubt, dass es zu viel war, kann er es ja zurückzahlen. Es steht ja jedem frei. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Eines, Herr Kollege Leichtfried, sage ich Ihnen jetzt auch zur Cofag. (Abg. Matznetter: Warum ...? Es ist doch peinlich!) – Herr Kollege Matznetter, Sie können auch zuhören. – Vielleicht fragen Sie Ihren Kollegen Lercher, wie das bei Leykam und mit der Förderung in der Cofag ist. Wenn er glaubt, dass es zu viel war, kann er es ja zurückzahlen. Es steht ja jedem frei. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Matznetter: ... Kickl vorne ist?
Zum Abschluss darf ich Ihnen eines sagen: Wann immer diese Wahlen stattfinden werden – plangemäß 2024 (Abg. Matznetter: ... Kickl vorne ist?) –: Wir werden alles dafür tun und wollen den Menschen schon sagen und sie dafür gewinnen, dass wir dieses Land, diese Republik Österreich, weder linken Träumern noch rechten Hetzern überlassen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss darf ich Ihnen eines sagen: Wann immer diese Wahlen stattfinden werden – plangemäß 2024 (Abg. Matznetter: ... Kickl vorne ist?) –: Wir werden alles dafür tun und wollen den Menschen schon sagen und sie dafür gewinnen, dass wir dieses Land, diese Republik Österreich, weder linken Träumern noch rechten Hetzern überlassen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Hosek. – Bitte sehr. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher! Zum Ersten ist es unsere Pflicht, sehr geehrter Herr Kollege Stocker, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass diese Bundesregierung am Ende ist – das einmal vorweggesagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stocker: So richtig erholt haben Sie sich nicht! – Abg. Michael Hammer – erheitert –: Na wenn man nachher so erholt ausschaut wie Sie! – Ruf bei der ÖVP: Erholt schauen Sie nicht aus!
Wir werden es immer wieder tun. Wir werden immer wieder Anträge stellen, damit Sie sich in der Opposition erholen können – am besten für zwei Perioden und nicht nur für eine. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stocker: So richtig erholt haben Sie sich nicht! – Abg. Michael Hammer – erheitert –: Na wenn man nachher so erholt ausschaut wie Sie! – Ruf bei der ÖVP: Erholt schauen Sie nicht aus!)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Michael Hammer: Beim Leichtfried auch!
Herr Kollege Hammer, schreien Sie jetzt wieder nur herein, wenn Frauen reden, oder schreien Sie bei anderen auch herein? (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Michael Hammer: Beim Leichtfried auch!) – Ich werde auf Sie aufpassen. Ich werde aufpassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Hammer, schreien Sie jetzt wieder nur herein, wenn Frauen reden, oder schreien Sie bei anderen auch herein? (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Michael Hammer: Beim Leichtfried auch!) – Ich werde auf Sie aufpassen. Ich werde aufpassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Sie haben nicht recht! – Abg. Prammer: Sie haben nicht recht!
Liebe Grüne, bitte sagen Sie einmal etwas dagegen, wenn ich nicht recht hätte! (Abg. Disoski: Sie haben nicht recht! – Abg. Prammer: Sie haben nicht recht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Eine Unwahrheit nach der anderen!
Werden sich Eltern nach einer Trennung einigen, wenn sie auf dem Rücken der Kinder streiten? – Nein, und das wird nämlich passieren, wenn Sie weiterregieren. Ich glaube, auf diese Beispiele muss man aufmerksam machen. Es ist ganz wichtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Eine Unwahrheit nach der anderen!)
Abg. Matznetter: Wir haben auch Frauenministerinnen!
Jetzt könnt ihr noch 500 Mal sagen, das Budget ist erhöht. Es ist dadurch kein Frauenmord weniger passiert. Die Frauenministerin schläft ja in der Pendeluhr und macht nichts dagegen. (Abg. Matznetter: Wir haben auch Frauenministerinnen!) Außerdem müsste man schon in den Schulen mit Antigewaltkampagnen beginnen.
Abg. Michael Hammer: Das ist ja sehr arm!
Diese Regierung, die drei Viertel der Bevölkerung nicht mehr hinter sich hat, soll weiter werken? – Das werden wir zumindest zu verhindern versuchen, indem wir jeden Monat, in dem wir zusammenkommen, einen Antrag stellen, dass Neuwahlen notwendig sind (Abg. Michael Hammer: Das ist ja sehr arm!), weil es schlecht für das Budget und schlecht für die Menschen ist, Herr Kollege Hammer, wenn Sie weiterregieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Regierung, die drei Viertel der Bevölkerung nicht mehr hinter sich hat, soll weiter werken? – Das werden wir zumindest zu verhindern versuchen, indem wir jeden Monat, in dem wir zusammenkommen, einen Antrag stellen, dass Neuwahlen notwendig sind (Abg. Michael Hammer: Das ist ja sehr arm!), weil es schlecht für das Budget und schlecht für die Menschen ist, Herr Kollege Hammer, wenn Sie weiterregieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Planlosigkeit, Ihre Hilflosigkeit und die Sinnlosigkeit, zum Beispiel die Überförderungen als Kleinigkeit darzustellen, Herr Kollege Stocker, worüber vorhin die Aufregung war: Schämen Sie sich bitte! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Sagt die Kunstsprecherin! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
prestigeträchtig darstellt, während es den Leuten in Wahrheit immer schlechter geht und drei Viertel Ihnen nicht mehr vertrauen. (Abg. Michael Hammer: Sagt die Kunstsprecherin! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ.
Also machen Sie bitte den Weg frei! Machen Sie Platz! Gehen Sie in die Opposition und regenerieren Sie sich dort! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Na? Feigheit?
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Um Ihre Untätigkeit und, ja, Ihre Feigheit zu verbergen (Abg. Taschner: Na? Feigheit?), versuchen Sie als Bundesregierung die ganze Zeit, den Menschen einzureden, die Politik sei in vielen Bereichen machtlos: machtlos gegen die Preisexplosion, machtlos gegen die Asylflut. Ich sage Ihnen: Die Politik kann etwas verändern, vorausgesetzt, wir haben den Mut, die Entschlossenheit und auch den Willen dazu. Das Problem ist nicht, dass die Politik machtlos ist, sondern das Problem ist, dass Sie in dieser Bundesregierung hilflos sind, weil Ihnen dieser Mut, diese Entschlossenheit und dieser Wille fehlen, etwas im Sinne der Menschen zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Um Ihre Untätigkeit und, ja, Ihre Feigheit zu verbergen (Abg. Taschner: Na? Feigheit?), versuchen Sie als Bundesregierung die ganze Zeit, den Menschen einzureden, die Politik sei in vielen Bereichen machtlos: machtlos gegen die Preisexplosion, machtlos gegen die Asylflut. Ich sage Ihnen: Die Politik kann etwas verändern, vorausgesetzt, wir haben den Mut, die Entschlossenheit und auch den Willen dazu. Das Problem ist nicht, dass die Politik machtlos ist, sondern das Problem ist, dass Sie in dieser Bundesregierung hilflos sind, weil Ihnen dieser Mut, diese Entschlossenheit und dieser Wille fehlen, etwas im Sinne der Menschen zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Regierung durch Neuwahlen endlich den Stecker zieht, bevor der Scherbenhaufen noch größer wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ – Beifall der Abg. Blimlinger
Die Menschen haben etwas Besseres verdient als eine Linksregierung, bestehend aus ÖVP und Grünen mit rotem und rosarotem Beiwagerl (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ – Beifall der Abg. Blimlinger), die unser Land mit Illegalen flutet und diskutiert, ob es für Zuwanderer mehr Zimmer oder mehr Zelte braucht. Ich sage Ihnen: Was es wirklich braucht, sind Zäune statt Zelten, sehr geehrte Damen und Herren, sodass nicht noch mehr in unser Land strömen, die unseren Sozialstaat und unsere Sicherheit gefährden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Menschen haben etwas Besseres verdient als eine Linksregierung, bestehend aus ÖVP und Grünen mit rotem und rosarotem Beiwagerl (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ – Beifall der Abg. Blimlinger), die unser Land mit Illegalen flutet und diskutiert, ob es für Zuwanderer mehr Zimmer oder mehr Zelte braucht. Ich sage Ihnen: Was es wirklich braucht, sind Zäune statt Zelten, sehr geehrte Damen und Herren, sodass nicht noch mehr in unser Land strömen, die unseren Sozialstaat und unsere Sicherheit gefährden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zarits: Ist das die Abschiedsrede als Generalsekretär?
Die Menschen haben etwas Besseres verdient als eine Protzregierung, die mit dem Privatjet durch die Weltgeschichte tingelt, während sich viele in der Bevölkerung den Sprit für das Auto nicht mehr leisten können. Ja, sie haben etwas Besseres verdient als einen Protzpräsidenten, der sich mit Steuergeld ein vergoldetes Klavier ins Parlament stellt, während sich viele Energiekosten und Mieten nicht mehr leisten können. (Abg. Zarits: Ist das die Abschiedsrede als Generalsekretär?)
Abg. Scherak: Weil das der reguläre Wahltermin ist!
Sehr geehrte Damen und Herren, sehen Sie es ein: Das Spiel ist vorbei! Sie können nicht ewig vor dem Wähler davonlaufen. Bei der Präsidentschaftswahl haben Sie sich ja nicht einmal mehr zu kandidieren getraut, aber irgendwann schlägt sie, die Stunde null. Fragen Sie Ihre Kollegen aus Niederösterreich! Auch dort haben sie die Wahl nicht länger hinausschieben können (Abg. Scherak: Weil das der reguläre Wahltermin ist!), und auch dort können sie vor dem Wähler nicht länger davonlaufen. In Niederösterreich wird im Jänner mit einer Ballkleidmentalität, mit den hohen Stromkosten der EVN und einer Politik, bei der eine Landeshauptfrau Ungeimpfte als „Belastung“ beschimpft, abgerechnet. Kurz gesagt: Dort werden die Wähler bereits im Jänner ihr Land aus dem Würgegriff der Österreichischen Volkspartei befreien, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, sehen Sie es ein: Das Spiel ist vorbei! Sie können nicht ewig vor dem Wähler davonlaufen. Bei der Präsidentschaftswahl haben Sie sich ja nicht einmal mehr zu kandidieren getraut, aber irgendwann schlägt sie, die Stunde null. Fragen Sie Ihre Kollegen aus Niederösterreich! Auch dort haben sie die Wahl nicht länger hinausschieben können (Abg. Scherak: Weil das der reguläre Wahltermin ist!), und auch dort können sie vor dem Wähler nicht länger davonlaufen. In Niederösterreich wird im Jänner mit einer Ballkleidmentalität, mit den hohen Stromkosten der EVN und einer Politik, bei der eine Landeshauptfrau Ungeimpfte als „Belastung“ beschimpft, abgerechnet. Kurz gesagt: Dort werden die Wähler bereits im Jänner ihr Land aus dem Würgegriff der Österreichischen Volkspartei befreien, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ermöglichen Sie diesen Schritt endlich auch auf Bundesebene! Sie können es nicht, Sie wollen es nicht, Sie sind gescheitert – Game over, könnte man sagen. Ermöglichen Sie endlich Neuwahlen, und gehen Sie mit einem Funken Restwürde! Weder Sie als Österreichische Volkspartei noch Sie als Grüne haben etwas davon, wenn Sie Österreich bei Ihrem Untergang mit in den Abgrund reißen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben eine Legislaturperiode, die fünf Jahre dauert, und sie dauert deshalb fünf Jahre, weil dieses Hohe Haus es so festgelegt hat. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dass es in den letzten Perioden so oft nicht dazu gekommen ist, dass diese gesamte Zeit ausgeschöpft wurde, ist das eigentliche Problem. (Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben eine Legislaturperiode, die fünf Jahre dauert, und sie dauert deshalb fünf Jahre, weil dieses Hohe Haus es so festgelegt hat. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dass es in den letzten Perioden so oft nicht dazu gekommen ist, dass diese gesamte Zeit ausgeschöpft wurde, ist das eigentliche Problem. (Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Sie schreiben – und ich zitiere aus Ihrem Antrag –: „Die österreichische Bevölkerung hat trotz aller widrigen Umstände ein Recht auf eine handlungsfähige, engagierte und aktive Bundesregierung, die die wirtschaftlichen Fehlentwicklungen sowie Korruption durch Amtsträger offensiv und nachhaltig bekämpft und für die Österreicherinnen und Österreicher sowie die österreichische Wirtschaft eine stabile und taugliche Basis für deren soziale und wirtschaftliche Existenz schafft.“ – Danke schön: Das ist der Grund, warum wir jetzt nicht wählen sollten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den Grünen.
der Abgeordneten Erasim und Schroll) –: Wir haben das Parteiengesetz neu gemacht. Die Frau Rechnungshofpräsidentin hat uns hier vor nicht einmal 20 Minuten erklärt, wie dankbar und wie froh sie ist, dass es jetzt endlich ein originäres Prüfrecht für den Rechnungshof gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Laimer.
Wir haben die Dreitagesberichtspflicht der Staatsanwaltschaften abgeschafft. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Im wirtschaftlichen Bereich: Wir haben die kalte Progression abgeschafft. Wir haben die Valorisierung der Sozialhilfen durchgesetzt. Wir haben eine Klimatransformation bei der Energie in die Wege geleitet. Wir haben die Pflegereform durchgesetzt – oftmals versprochen, endlich gemacht. Wir haben so große Mittel wie noch nie in den Gewaltschutz gesteckt und dort auch sinnvolle Projekte unterstützt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben die Dreitagesberichtspflicht der Staatsanwaltschaften abgeschafft. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Im wirtschaftlichen Bereich: Wir haben die kalte Progression abgeschafft. Wir haben die Valorisierung der Sozialhilfen durchgesetzt. Wir haben eine Klimatransformation bei der Energie in die Wege geleitet. Wir haben die Pflegereform durchgesetzt – oftmals versprochen, endlich gemacht. Wir haben so große Mittel wie noch nie in den Gewaltschutz gesteckt und dort auch sinnvolle Projekte unterstützt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt frage ich mich schon: Was ist Ihr Problem? Genau das, was Sie verlangen, wird gemacht. Wir machen ein Projekt nach dem anderen, wir setzen um, wir sind handlungsfähig, wir arbeiten, wir arbeiten für Österreich, für die österreichische Bevölkerung, und machen ein gutes Projekt nach dem anderen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
setzen, gibt es andere Regierungsperioden. In dieser machen wir diese Regelungen so, wie sie für Österreich gut sind, wie sie für die Bevölkerung gut sind und wie sie auch für die österreichische Wirtschaft gut sind, um durch diese multiplen Krisen zu kommen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Prammer.
Also es wird ganz, ganz viel Geld ausgeschüttet, und das in der Regel – und das ist ja aus unserer Sicht das größte Problem – mit der Gießkanne. Wenn man das macht, muss man sich halt überlegen, woher man das Geld dafür hat. Selbst wenn man der Meinung ist, dass es gescheit ist, mit der Gießkanne ein Paket nach dem anderen zu finanzieren, muss man das Geld irgendwo finden. Das überlegen Sie nicht, und das haben wir in der Budgetdebatte auch schon gehört. Sie überlegen keine Sekunde, wie Sie eine Gegenfinanzierung zustande bringen. Das bedeutet, dass alles, was Sie tun, auf Kosten der nächsten Generationen gehen wird. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Prammer.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
weiter in diesem Zusammenhang nichts tun. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir über die Investitionen in den Universitäten diskutieren: Jetzt wissen wir, es wurde geschafft, den Unis 150 Millionen Euro zusätzlich zu geben. Das ändert aber nichts an der strukturellen Frage, wie man die Hochschulfinanzierung endlich ordentlich aufstellen kann, nämlich an der Frage, wie man Unis nachhaltig durchfinanzieren kann. Man kann einmal 150 Millionen Euro geben – das wird nichts bringen. Diese Debatte führen Sie nicht, genauso wenig bei Reformen im Wirtschaftsbereich, wie man endlich eine sinnvolle Bürokratiebremse macht. All diese Fragen stellen Sie sich nicht. Deswegen, oder vielleicht sogar genau deswegen, bin ich – vor dem Hintergrund, dass wir eigentlich gesagt haben, lassen wir eine fünfjährige Legislaturperiode, um nachhaltige Reformen anzugehen – auch der Meinung, dass es Neuwahlen braucht, denn diese Regierung kann es schlichtweg nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie ich eingangs gesagt habe: Jede Generation muss sich die Werte der Demokratie aufs Neue erkämpfen. Das ist eine große Aufgabe für uns alle. Die Volksanwaltschaft hilft uns dabei, dafür möchte ich Ihnen Danke sagen. Im Budget berücksichtigen wir Ihre wichtige Rolle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Insbesondere der Rechnungshof leistet immer wieder einen beachtlichen Beitrag, sei es jetzt in Zukunft auch über Parteifinanzen, die geprüft werden können, aber auch insbesondere beim Thema Cofag, wo wir sagen müssen, dass durch den Rechnungshofbericht natürlich ganz viele Dinge an die Oberfläche gekommen sind, die sonst wahrscheinlich untergegangen wären. Sie wären untergegangen, weil es eine Partei in diesem Hohen Haus gibt, der das einfach wurscht ist. Das ist die ÖVP, das muss man leider sagen. Transparenz und Kontrolle und ÖVP passen einfach nicht zusammen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dementsprechend müssen wir da weiter dranbleiben, insbesondere der Rechnungshof, der diese Dinge noch weiter aufdecken muss und wird. – Ich danke Ihnen, Frau Rechnungshofpräsidentin, und Ihrem Team für die gute Arbeit in diesem Zusammenhang. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wo ist die Strukturreform? Wo?
Menschen beschlossen werden, weil Strukturreformen angegangen werden (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wo ist die Strukturreform? Wo?), die seit Jahrzehnten besprochen werden, aber niemals umgesetzt wurden, wie die Senkung der Steuerstufen, die Abschaffung der kalten Progression und die Valorisierung der Sozialleistungen. Das alles unterstützt und hilft den Menschen im Land.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Die Zukunft am Flügel zum Beispiel!
Wir sind aber auch aufgerufen, diese obersten Organe – vom Bundespräsidenten über den Verfassungs-, den Verwaltungsgerichtshof, die Bundesregierung bis hin zum Parlament und zu den parlamentarischen Vorgängen – zu schützen, ihre Autorität zu respektieren und zu wahren. Da kommt es auch darauf an, wie wir miteinander umgehen, wie wir einander bezeichnen. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Die Zukunft am Flügel zum Beispiel!) – Ja, Prunkpräsident ist sicherlich keine Bezeichnung, die der Würde dieses Hauses entspricht.
Abg. Krisper: Was stimmt denn daran nicht?
Es ist auch nicht hilfreich, meine Damen und Herren, wenn es eine Fraktion gibt, die – wie es bereits geschehen ist, die FPÖ war das – eine Ministerin bei einer Rede so niederredet und niederschreit, dass sie nicht mehr zu hören ist. Es ist auch nicht hilfreich, wenn Zuschauer die Galerie kapern und Pamphlete zu lesen beginnen, sodass eine Sitzung unterbrochen werden muss. Es hilft auch nicht, wenn eine Klubobfrau – Kollegin Meinl-Reisinger war das – die Wahlen als erschwindelt und erschlichen bezeichnet. Das erinnert eher an Trump, meine Damen und Herren. (Abg. Krisper: Was stimmt denn daran nicht?)
Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! Was ist mit dir los? Irre!
Wenn Kollege Krainer am Rande des Untersuchungsausschusses von einem Dollfuß-Parlament spricht, obwohl er genau weiß, dass damals der sozialistische Nationalratspräsident Renner durch seinen Rücktritt den Anstoß zur Handlungsunfähigkeit des Parlament gegeben hat (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! Was ist mit dir los? Irre!), dann sind das Tendenzen, meine Damen und Herren, die das Fundament unserer Demokratie untergraben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Kollege Krainer am Rande des Untersuchungsausschusses von einem Dollfuß-Parlament spricht, obwohl er genau weiß, dass damals der sozialistische Nationalratspräsident Renner durch seinen Rücktritt den Anstoß zur Handlungsunfähigkeit des Parlament gegeben hat (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! Was ist mit dir los? Irre!), dann sind das Tendenzen, meine Damen und Herren, die das Fundament unserer Demokratie untergraben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da muss ich sagen: Wehret den Anfängen, denn diese Geister der Vergangenheit wollen wir nicht beschwören, die wollen wir nicht rufen! Diese Geister der Vergangenheit will niemand haben. Nach Bruno Kreisky: „Lernen S’ [...] Geschichte“, dann werden Sie sehen, wie sich das alles entwickelt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Ottenschläger: Bravo!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister für Sport, Herr Vizekanzler! Man muss wirklich gestehen, nicht nur gestehen, sondern auch loben: Ihr Budget kann sich sehen lassen! (Abg. Ottenschläger: Bravo!) Vielleicht können Sie Ihre Beamten nächstes Mal dem Bildungsminister borgen, denn bei ihm schaut es sehr schlecht aus, was die Bildung betrifft.
Beifall bei der SPÖ.
Wo ist Ihr Einsatz für das zweite verpflichtende Kindergartenjahr? Wo ist Ihr Einsatz für höhere Löhne, damit Frauen selbstbestimmter leben können? Wo ist Ihr Einsatz für ein modernes Staatsbürgerschaftsrecht? All das ist nämlich auch Integrations- und Teilhabepolitik, nicht irgendwelche Wertekurse, die vielleicht für die Herren Blümel, Kurz und Schmid angebracht wären. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tochter der Republik ist, mit den Arbeitnehmer:innenrechten aus. Ich kenne keine einzige Institution der Republik, die so mit ihren Mitarbeiter:innen umgeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Einwallner gibt der Rednerin ein Zeichen.
Die Leute müssen in die Integrationsarbeit von Tag eins an eingebunden werden: die Menschen, die nach Österreich kommen, egal, ob sie flüchten oder ob sie zu uns kommen, um einfach hier zu leben. (Abg. Einwallner gibt der Rednerin ein Zeichen.) – Ja, ich bin schon fertig. Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Grebien.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Grebien.
Die Leute müssen in die Integrationsarbeit von Tag eins an eingebunden werden: die Menschen, die nach Österreich kommen, egal, ob sie flüchten oder ob sie zu uns kommen, um einfach hier zu leben. (Abg. Einwallner gibt der Rednerin ein Zeichen.) – Ja, ich bin schon fertig. Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Grebien.)
Beifall bei der ÖVP.
Außerdem wird es ein Medientransparenzgesetz geben, in dem es darum geht, dass auch Inserate ab dem ersten Euro transparent dargestellt werden, inklusive der Begleitung von Kampagnen, auch mit einer Wirkungsanalyse. Wir unterstützen nicht nur, sondern wir entlasten – in dem Fall im Zusammenhang mit der „Wiener Zeitung“ – auch die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer durch den Entfall der Pflichtveröffentlichung im Gesamtwert von 20 Millionen Euro. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Eva Blimlinger meinte, na ja, man könne sich entscheiden, ob man ein naiver Idiot oder ein korrupter Idiot ist. Das finde ich besonders bemerkenswert, weil es anscheinend in der Denkart der Grünen nur mehr diese beiden Pole gibt. Dass man einfach auch anständig oder transparent sein kann, kommt in dieser Welt überhaupt nicht mehr vor. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn sich also die Grünen-Mediensprecherin wieder einmal fragt, ob man eher naiv oder eher korrupt ist, dann helfe ich gerne bei der Antwort. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben erlebt, dass der Sport in einer wirklich schwierigen Zeit war, einerseits in der Coronazeit, in der es notwendig war, dass viele Sportstätten schließen, in der Sport in der bisherigen Form nicht mehr ausgeübt werden konnte, große Veranstaltungen abgesagt wurden. Wir erleben jetzt eine Zeit, in der die Inflation die Vereine und Sportgesellschaften auch wieder vor große Herausforderungen stellt. Deswegen möchte ich gleich zu Beginn meiner Rede Danke sagen, Danke für dieses Budget, Danke für diese wirklich tolle Erhöhung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Christoph Zarits hat das heute schon eine historische Erhöhung genannt, und ich möchte dem noch hinzufügen, es ist ähnlich wie die Abfahrt von Fritz Strobl: Es ist ein historischer Rekord. Das Budget wurde um über 50 Prozent erhöht, das ist wirklich einmalig, und daran sieht man, dass es auch dringend notwendig war. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weil wir gerade beim Skifahren sind: Ich habe heute in der Früh mit Landesrat Stefan Schnöll in Salzburg telefoniert. 2025 wird Salzburg Austragungsort der Ski-WM sein. Das ist nicht nur ganz wichtig für die Region, für die Wertschöpfung vor Ort und für Österreich, sondern es ist auch ein ganz wichtiges Event, das junge Menschen beobachten. Sie sagen: Da möchte ich auch einmal hin. Ich möchte einmal auf einem Podest stehen. Und es muss nicht jeder Skiweltmeister oder jede Skiweltmeisterin werden oder im Fußball ein David Alaba oder eine Nicole Billa. Wir haben ganz viele Hobbysportler, wir haben eine breit aufgestellte Infrastruktur im Sport. Es ist besonders erfreulich, und ich bin besonders dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem über 500 000 Menschen, Funktionärinnen und Funktionäre sich ehrenamtlich engagieren, um Österreich zu diesem Sportland zu machen. Vielen herzlichen Dank dafür auch an dieser Stelle! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dieser Kraft und Energie wünsche ich uns auch für die nächsten Budgettage, dass wir gute Gespräche, gute Verhandlungen haben. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bedanken. Ich möchte mich auch bei meinem Kollegen, der jetzt gerade nicht da ist, Christoph Zarits bedanken. Ich weiß, wie sehr du dich dafür eingesetzt hast. – Lieber Christoph! Da oben bist du. – Vielen Dank für deinen Einsatz für den Sport in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Gegen Rechtsverletzungen hilft auch das beste Gesetz nichts!
Das ist eine der größten Herausforderungen für uns hier, dass wir zwar das Ausschreibungsgesetz vielleicht in 33 Jahren 27-mal novelliert haben, es aber bei der nächsten Novelle so gut machen müssen, damit nicht, bevor eine Ausschreibung getätigt wird, schon feststeht, wer den Job kriegt, sondern dass unverrückbare Kriterien festgeschrieben werden müssen, sodass es auch Fairness im öffentlichen Dienst gibt. (Abg. Loacker: Gegen Rechtsverletzungen hilft auch das beste Gesetz nichts!) – Ja, das beste Gesetz kann natürlich Gesetzwidrigkeiten nicht verhindern. Sie haben völlig recht, Herr Abgeordneter, aber es ist trotzdem wichtig, dass wir an dem Vorhaben festhalten.
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend möchte ich noch einmal betonen: Es braucht gute Arbeitsbedingungen, Transparenz bei den Besetzungen und eine gute Bezahlung. Darauf müssen wir unseren Fokus legen. In diesem Sinne: Danke noch einmal für den hervorragenden Einsatz im öffentlichen Dienst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Yılmaz! Sie haben hier behauptet, der ÖIF wäre eine Blackbox und Sie wüssten nicht, was er tut. Ich kann Ihnen sagen, was der ÖIF tut, nämlich zum Beispiel im Laufe des heurigen Jahres 66 000 Deutschkursplätze anbieten. Bisher, bis Ende September, also in den ersten drei Quartalen wurden von circa 30 000 Asyl- und Schutzberechtigten und von 15 000 ukrainischen Vertriebenen solche Sprachkurse absolviert. Das ist eine ausgezeichnete Bilanz, für die es auch zu danken gilt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Integrationsfonds, aber auch den vielen Akteuren in der Zivilgesellschaft herzlich für die Leistungen zu danken, die im Sinne der Integration, im Sinne eines gelingenden Zusammenlebens in ganz Österreich vollbracht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Yildirim: Doch!
Auch an Sie, Frau Integrationssprecherin Yildirim wende ich mich – Sie waren vorhin am Wort, haben aber nicht viel über Integration gesprochen. (Abg. Yildirim: Doch!) Ich zitiere da aus einem Artikel aus dem „Standard“, nämlich ein direktes Zitat, in dem Sie meinen: „Wen sollen wir denn da schuldigsprechen, wenn nicht uns selbst?“ – Entschuldigung? (Zwischenruf der Abg. Yildirim. – Abg. Shetty: Da waren schon Sie gemeint!) – Na Entschuldigung, sollen sich die Linzerin oder der Österreicher dafür entschuldigen, dass manche Menschen nicht wissen, was sich gehört, Ausschreitungen verursachen, unsere Polizei bedrängen und quasi unserer Gesellschaft auf der Nase herumhüpfen? – Mit Sicherheit nicht, meine ich. Mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Zwischenruf der Abg. Yildirim. – Abg. Shetty: Da waren schon Sie gemeint!
Auch an Sie, Frau Integrationssprecherin Yildirim wende ich mich – Sie waren vorhin am Wort, haben aber nicht viel über Integration gesprochen. (Abg. Yildirim: Doch!) Ich zitiere da aus einem Artikel aus dem „Standard“, nämlich ein direktes Zitat, in dem Sie meinen: „Wen sollen wir denn da schuldigsprechen, wenn nicht uns selbst?“ – Entschuldigung? (Zwischenruf der Abg. Yildirim. – Abg. Shetty: Da waren schon Sie gemeint!) – Na Entschuldigung, sollen sich die Linzerin oder der Österreicher dafür entschuldigen, dass manche Menschen nicht wissen, was sich gehört, Ausschreitungen verursachen, unsere Polizei bedrängen und quasi unserer Gesellschaft auf der Nase herumhüpfen? – Mit Sicherheit nicht, meine ich. Mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.
Auch an Sie, Frau Integrationssprecherin Yildirim wende ich mich – Sie waren vorhin am Wort, haben aber nicht viel über Integration gesprochen. (Abg. Yildirim: Doch!) Ich zitiere da aus einem Artikel aus dem „Standard“, nämlich ein direktes Zitat, in dem Sie meinen: „Wen sollen wir denn da schuldigsprechen, wenn nicht uns selbst?“ – Entschuldigung? (Zwischenruf der Abg. Yildirim. – Abg. Shetty: Da waren schon Sie gemeint!) – Na Entschuldigung, sollen sich die Linzerin oder der Österreicher dafür entschuldigen, dass manche Menschen nicht wissen, was sich gehört, Ausschreitungen verursachen, unsere Polizei bedrängen und quasi unserer Gesellschaft auf der Nase herumhüpfen? – Mit Sicherheit nicht, meine ich. Mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.
Es wäre Ihre Aufgabe, nicht Pflichtverteidiger für diese Menschen zu sein, sondern ihnen die Pflicht zu erklären, dass, wenn man nach Österreich zuwandert, Integration Pflicht ist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim
Dafür, dass diese Pflicht auch umgesetzt werden kann, gibt es ein ausreichendes Budget (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim), nämlich, wie schon gesagt, über 107 Millionen Euro, weil wir Kurse anbieten, weil wir Werteorientierung anbieten, weil wir auch in der Jobvermittlung helfen. Die Botschaft an alle, die bei uns zugewandert sind, die bei uns einen Aufenthaltsstatus bekommen haben, kann nur lauten (weiterer Zwischenruf der Abg. Yildirim), kann nur lauten: Integration ist Pflicht. (Abg. Krainer: Was wollen Sie uns jetzt sagen? Dass Sie versagt haben?)
weiterer Zwischenruf der Abg. Yildirim
Dafür, dass diese Pflicht auch umgesetzt werden kann, gibt es ein ausreichendes Budget (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim), nämlich, wie schon gesagt, über 107 Millionen Euro, weil wir Kurse anbieten, weil wir Werteorientierung anbieten, weil wir auch in der Jobvermittlung helfen. Die Botschaft an alle, die bei uns zugewandert sind, die bei uns einen Aufenthaltsstatus bekommen haben, kann nur lauten (weiterer Zwischenruf der Abg. Yildirim), kann nur lauten: Integration ist Pflicht. (Abg. Krainer: Was wollen Sie uns jetzt sagen? Dass Sie versagt haben?)
Abg. Krainer: Was wollen Sie uns jetzt sagen? Dass Sie versagt haben?
Dafür, dass diese Pflicht auch umgesetzt werden kann, gibt es ein ausreichendes Budget (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim), nämlich, wie schon gesagt, über 107 Millionen Euro, weil wir Kurse anbieten, weil wir Werteorientierung anbieten, weil wir auch in der Jobvermittlung helfen. Die Botschaft an alle, die bei uns zugewandert sind, die bei uns einen Aufenthaltsstatus bekommen haben, kann nur lauten (weiterer Zwischenruf der Abg. Yildirim), kann nur lauten: Integration ist Pflicht. (Abg. Krainer: Was wollen Sie uns jetzt sagen? Dass Sie versagt haben?)
Abg. Krainer: ... das Versagen von der ÖVP-Integrationspolitik ... eine komplette ...! Gratuliere!
Ich sage Ihnen, Herr - - (Abg. Krainer: ... das Versagen von der ÖVP-Integrationspolitik ... eine komplette ...! Gratuliere!) Ich sage Ihnen, Herr Krainer, dass es unmöglich ist, dass Sie und Vertreter Ihrer Partei herauskommen und sagen: Nicht die, die randalieren, sind schuld (Zwischenrufe der Abgeordneten Yildirim und Krainer), sondern die anderen, die sich an die Gesetze halten, sind schuld. So geht es nicht! Integration, meine Damen und Herren, ist Pflicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Yildirim und Krainer
Ich sage Ihnen, Herr - - (Abg. Krainer: ... das Versagen von der ÖVP-Integrationspolitik ... eine komplette ...! Gratuliere!) Ich sage Ihnen, Herr Krainer, dass es unmöglich ist, dass Sie und Vertreter Ihrer Partei herauskommen und sagen: Nicht die, die randalieren, sind schuld (Zwischenrufe der Abgeordneten Yildirim und Krainer), sondern die anderen, die sich an die Gesetze halten, sind schuld. So geht es nicht! Integration, meine Damen und Herren, ist Pflicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen, Herr - - (Abg. Krainer: ... das Versagen von der ÖVP-Integrationspolitik ... eine komplette ...! Gratuliere!) Ich sage Ihnen, Herr Krainer, dass es unmöglich ist, dass Sie und Vertreter Ihrer Partei herauskommen und sagen: Nicht die, die randalieren, sind schuld (Zwischenrufe der Abgeordneten Yildirim und Krainer), sondern die anderen, die sich an die Gesetze halten, sind schuld. So geht es nicht! Integration, meine Damen und Herren, ist Pflicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Yildirim: Bereiten Sie sich einmal vor!
Die Integrationssprecherin heißt Yılmaz. (Abg. Yildirim: Bereiten Sie sich einmal vor!) Das war mein Interview. Sie haben nur einen Satz vorgelesen, und zwar das, was ohnehin zu Ihrer Ideologie passt. Sie müssen einmal alles vorlesen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Integrationssprecherin heißt Yılmaz. (Abg. Yildirim: Bereiten Sie sich einmal vor!) Das war mein Interview. Sie haben nur einen Satz vorgelesen, und zwar das, was ohnehin zu Ihrer Ideologie passt. Sie müssen einmal alles vorlesen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir nämlich den Sport beobachten, können wir eine explosionsartige Entwicklung sehen, ein Plus von 50 Prozent. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Wir sind natürlich sehr wohl der Auffassung, dass es mehr Geld für den Bereich des Sports braucht, aber für den Teil des Sports, bei dem man auch wirklich Sport ausübt, und nicht für die Funktionäre, für die Ebenen, die das Geld zwar kassieren, aber das nicht an die Sportlerinnen und Sportler weitergeben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen möchte ich auch unser Abstimmungsverhalten klarstellen. Wir haben gegen diese Erhöhung gestimmt, aber nicht, weil wir gegen mehr Geld für Sport sind, sondern weil wir dagegen sind, mehr Geld in einen Topf zu schütten, mehr Geld in ein System, das strukturell korrumpierbar ist, hineinzuschütten. Auch der Rechnungshof hat in einem ausführlichen Bericht festgestellt, dass dieses System nicht treffsicher ist und dass dieses System vor allem das begünstigt, was wir schon immer kritisiert haben – übrigens auch Sie, Herr Vizekanzler, damals als Oppositionsabgeordneter –, nämlich dass es sich die Leute, die die Förderungen kassieren, selber richten, wie viel Förderung sie bekommen, und das geht so nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Gödl: Den gibt es erst seit fünf Jahren!
Da frage ich mich schon! Also, Herr Gödl, ich weiß nicht, in welcher Welt Sie sich bewegen, aber ich glaube, es ist nicht die gleiche, die wir als Realität bezeichnen würden. Sie stellen seit 13 Jahren die Ministerin oder den Minister für Integration: jetzt mit Ihnen, davor mit Herrn Kurz - - (Abg. Gödl: Den gibt es erst seit fünf Jahren!) – Nein! Außenminister Kurz war auch für die Integration zuständig, und davor als Staatssekretär. Da frage ich mich, so auf gut Österreichisch: Was war denn eigentlich Ihre Leistung, Frau Ministerin?
Beifall bei den NEOS.
Wir sehen derzeit auf vielen Ebenen ein Versagen in der Integrationspolitik – das sagen auch Sie, aber das ist an Sie selbst zu adressieren –, und wir sehen auch in diesem Budget keinen Hinweis darauf, dass hier ein Paradigmenwechsel stattfindet, weshalb wir auch das Budget in dieser Untergliederung ablehnen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich denke, es ist auch die Aufgabe jeder staatlichen Einrichtung, die ein Budget verwaltet, einen sparsamen Mitteleinsatz an den Tag zu legen, und das tun wir auch im Integrationsbereich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des ein Schriftstück in die Höhe haltenden Abg. Gödl.
Leichtfried hätte der Polizei die Schuld an den Ausschreitungen, die in Linz vorgefallen sind, gegeben. – Das ist unrichtig. (Zwischenruf des ein Schriftstück in die Höhe haltenden Abg. Gödl.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Der richtige Sachverhalt lautet, dass Klubobmann Leichtfried auf die Missstände, die unter jahrelanger ÖVP-Innenministerführung entstanden sind, hingewiesen hat. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Hätte die Polizei die Mittel, die sie dringend bräuchte (Zwischenruf bei der SPÖ), hätten die ÖVP-Innenminister dafür gesorgt, dass sie eine ordentliche Ausstattung hat, dann hätte man vieles verhindern können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinacker: Das ist so was von wertend!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Der richtige Sachverhalt lautet, dass Klubobmann Leichtfried auf die Missstände, die unter jahrelanger ÖVP-Innenministerführung entstanden sind, hingewiesen hat. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Hätte die Polizei die Mittel, die sie dringend bräuchte (Zwischenruf bei der SPÖ), hätten die ÖVP-Innenminister dafür gesorgt, dass sie eine ordentliche Ausstattung hat, dann hätte man vieles verhindern können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinacker: Das ist so was von wertend!)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinacker: Das ist so was von wertend!
Der richtige Sachverhalt lautet, dass Klubobmann Leichtfried auf die Missstände, die unter jahrelanger ÖVP-Innenministerführung entstanden sind, hingewiesen hat. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Hätte die Polizei die Mittel, die sie dringend bräuchte (Zwischenruf bei der SPÖ), hätten die ÖVP-Innenminister dafür gesorgt, dass sie eine ordentliche Ausstattung hat, dann hätte man vieles verhindern können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinacker: Das ist so was von wertend!)
Abg. Gödl: Und deswegen darf man randalieren?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das war keine tatsächliche Berichtigung, sondern eine politische Bewertung. (Abg. Gödl: Und deswegen darf man randalieren?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
noch viel wichtiger ist, ist, dass wir beim Sport alle gleich sind. Egal ob mit oder ohne Behinderung, egal woher wir kommen, egal welche Hautfarbe wir haben oder welcher Religionsgemeinschaft wir angehören: Sport verbindet, Sport kennt keine Barrieren. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
durch Sport Ihrem Körper und Ihrem Geist etwas Gutes zu tun. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Gödl.
Vielleicht beginnen wir mit dem lachenden, mit dem Positiven: Wir haben lange dafür gekämpft, jetzt ist sie endlich da, und das finden wir auch grundsätzlich sehr gut. Die Erhöhung des Sportbudgets war nicht nur längst überfällig, ich werte sie auch als Anerkennung für die harte Arbeit der Sportlerinnen und Sportler, der Vereine und Verbände. Dafür möchte ich im Sinne des österreichischen Sports auch Danke sagen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Gödl.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Erlauben Sie mir zum Abschluss, noch ein, zwei Sätze aus aktuellem Anlass anzubringen: In fünf Tagen beginnt die Fifa-Fußballweltmeisterschaft in Katar, in deren Vorfeld Tausende Arbeiter unter menschenunwürdigen Zuständen untergebracht wurden und auch auf den Baustellen ihr Leben verloren haben. Selbst bei eingefleischten Fußballfans kommen dieses Jahr, glaube ich, nicht so recht Euphorie und Vorfreude auf. Auch wenn die Vergabe einer WM durch die Fifa erfolgt, glaube ich, ist es Aufgabe der Politik, sich bei offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen einzumischen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu wird aber ein Posting auf Twitter wahrscheinlich nicht ausreichen, Herr Sportminister, daher ersuche ich auch Sie, sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf allen Ebenen aktiv dafür einzusetzen, dass eine derartige Vergabe eines Großsportereignisses nicht mehr möglich ist und in Zukunft strengere Kriterien bei der Vergabe gelten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle Präsident Sobotka herzlich Danke sagen, der diese umfassende Sanierung federführend mit Hausverstand und Sachverstand und mit Blick auf gute, funktionierende Prozesse durchgeführt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Weil heute aber auch immer wieder einzelne Ausgaben, die nur Bruchteile der Gesamtsumme ausmachen – fast mikroskopisch klein –, angesprochen wurden, möchte ich aber schon sagen, dass das billige Polemik ist, darauf hinzuweisen. Dieses Parlament soll auch ein Ort sein, an dem Repräsentation stattfindet, an dem auch Kulturveranstaltungen stattfinden sollen: ein offener Ort, ein Ort, den man besuchen kann, das ist entscheidend, und das möchte ich hier bitte nicht immer wieder so abfällig hören. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist billige Polemik und es ist tagespolitisches Kleingeld, das da gewechselt wird – und dass das der Sache wirklich nicht gerecht wird, das sei hier auch gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Demokratie und Parlamentarismus jedoch sind im übertragenen Sinn, und damit aber auch im besten Sinn, immer eine Baustelle, weil es immer darum geht, weiter daran zu arbeiten. Uns alle lade ich ein, das mit viel Leidenschaft, aber auch mit Empathie zu tun, dabei die Würde dieses Hauses zu wahren und auch die Tatkraft und Zuversicht nicht zu verlieren. Ich lade aber auch Sie zu Hause ein: Demokratie und Parlamentarismus gehen uns alle an, und da müssen wir auch weiterhin zusammenwirken – wir sind dazu bereit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Rausch.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Regierungsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte kurz zu den Aussagen der Vorrednerin Stellung nehmen. Sie sei es müde, hier gewisse Dinge zu hören: Nun, ich denke, die Regierungsparteien unterliegen der Kontrolle des Parlaments, und das Parlament ist der natürliche Ort, an dem man Kritik formulieren kann – und auch muss in einer Demokratie. Wenn Sie sagen, das könnten und das wollten Sie hier nicht mehr hören, ist das halt genau - - (Zwischenruf der Abg. Rausch.) – Das haben Sie gesagt, das können wir im Protokoll nachlesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Regierungsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte kurz zu den Aussagen der Vorrednerin Stellung nehmen. Sie sei es müde, hier gewisse Dinge zu hören: Nun, ich denke, die Regierungsparteien unterliegen der Kontrolle des Parlaments, und das Parlament ist der natürliche Ort, an dem man Kritik formulieren kann – und auch muss in einer Demokratie. Wenn Sie sagen, das könnten und das wollten Sie hier nicht mehr hören, ist das halt genau - - (Zwischenruf der Abg. Rausch.) – Das haben Sie gesagt, das können wir im Protokoll nachlesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Geh bitte!
Wenn Sie sagen, das wollten Sie hier nicht hören, dann sind wir in einem Orbán-Parlament, in dem die Regierung auch sagt: Das will ich hier nicht mehr hören! (Abg. Zarits: Geh bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Aber die Regierung wird kontrolliert und nicht die Regierungsparteien!
Hier im Parlament diskutieren die demokratischen Volksvertreter, und da wird sich halt die Regierung, die nach unserem Verfassungssystem durch das Parlament kontrolliert werden muss, etwas anhören müssen – so ist das nun einmal in einer Demokratie! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Aber die Regierung wird kontrolliert und nicht die Regierungsparteien!)
Abg. Ottenschläger: Ihr wolltet ja die ganze Zeit neu wählen!
Der Bundespräsident hat aber auch innenpolitische Aufgaben, so muss er – und darin ist er ja inzwischen besonders geübt – etwa die Angelobung von Regierungsmitgliedern durchführen. Er ist der Bundespräsident, der am meisten Regierungsmitglieder angelobt hat, weil die Regierungsmitglieder halt eine kurze politische Lebensdauer haben, das ist traurig, gerade in Zeiten von Covid. (Abg. Ottenschläger: Ihr wolltet ja die ganze Zeit neu wählen!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Bundespräsident muss natürlich auch, wenn es notwendig ist, mahnende Worte sprechen. Bei all der Korruption, die es in Österreich in den letzten Jahren gegeben hat – es sind ja unzählige Strafverfahren dazu anhängig –, kommt dem Bundespräsidenten die wichtige und richtige Aufgabe zu, diese Regierung auch zu ermahnen. Ich glaube, das ist auch gut und richtig so. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Die Regierung hilft auch jetzt wieder rasch: 15 Millionen Euro an Energiekostenzuschüssen sind für 2023 vorgesehen. Die Regierung hilft rasch und sie setzt strukturelle Schwerpunkte (Beifall bei der ÖVP), wie zum Beispiel in der Erstellung einer Sportanlagen-Datenbank als Basis für einen Sportstätten-Masterplan.
Beifall bei der ÖVP.
Und an dieser Stelle: Es läuft nämlich in Österreich vieles besser als von der Opposition dargestellt. Frau Yildirim, ich möchte hier allen öffentlichen Bediensteten, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, zu den Auszeichnungen gratulieren. Sie haben beim Europäischen Verwaltungspreis ein hervorragendes Ergebnis erzielt; unter 22 teilnehmenden Ländern bekamen österreichische Projekte 12 Prozent aller Auszeichnungen. Eine großartige Leistung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
50 Prozent auf 105 Millionen Euro für Sportförderungsprogramme. Ein Rekordbudget im Sport. Ein großes Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss auch ein großes Dankeschön an die Elementarpädagog:innen, die Lehrerinnen und Lehrer und die Funktionärinnen und Funktionäre in den Sportvereinen, die viele dieser Initiativen für eine bewegte, gesunde Lebensführung von Jung bis Alt in unseren Gemeinden umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
ganz gut funktioniert. Das sollten wir hier einmal anerkennen. Tragen Sie es bitte weiter! Einige Redner aus Ihren Reihen haben in ihren Redebeiträge ja auch darauf hingewiesen. Vielen Dank! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Gebot der Stunde, des Monats und dieser Jahre, Energie effizient einzusetzen – und wer da nicht mitmacht, hat zumindest mich verloren, ganz sicher. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
wieder eine derartige Sehnsucht nach diesem NPO-Fonds aufbricht. Aber so gehen wir es jetzt einmal an. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Köllner
Und ich wiederhole es wieder: Damals war die Fifa eine Mafia – Stimmenkauf, die haben auf alles gepfiffen, was Menschenrechtsverletzungen sind, et cetera. Und dann würde ich mir erwarten, dass wir da in Zukunft eben gemeinsam vorgehen. Wir bemühen uns mit den Sportministerinnen und Sportministern (Zwischenruf des Abg. Köllner), vor allem mit den skandinavischen Ländern, mit Frankreich et cetera, und auf diese Art und Weise haben wir es zum Beispiel geschafft, dass die Eishockey-WM in Weißrussland unmittelbar vor der Austragung noch einmal verschoben wurde. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Köllner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Köllner.
Und ich wiederhole es wieder: Damals war die Fifa eine Mafia – Stimmenkauf, die haben auf alles gepfiffen, was Menschenrechtsverletzungen sind, et cetera. Und dann würde ich mir erwarten, dass wir da in Zukunft eben gemeinsam vorgehen. Wir bemühen uns mit den Sportministerinnen und Sportministern (Zwischenruf des Abg. Köllner), vor allem mit den skandinavischen Ländern, mit Frankreich et cetera, und auf diese Art und Weise haben wir es zum Beispiel geschafft, dass die Eishockey-WM in Weißrussland unmittelbar vor der Austragung noch einmal verschoben wurde. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Köllner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also Sie haben mich ja auf dieser Seite, ich würde nur wirklich darum ersuchen, da ehrlich zu bleiben. Aus meiner Sicht hätte man damals die WM nicht einmal nach Russland vergeben dürfen, aber da sind manche Ihrer Leute noch mit dem Sonderzug nach Moskau gefahren und haben dort irgendwelche Gasprivilegien verhandelt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sollten wir halt auch ehrlich benennen, und in dieser Ehrlichkeit geht es hoffentlich weiter. Viele dieser Themen werden wir am Freitag bei den Sportlandesrätinnen und Sportlandesräten bei Ihnen im Burgenland, in Oberpullendorf, diskutieren, und ich hoffe doch, dass das eine gute Basis für die Zukunft ist, und dann können wir es ja im Sportausschuss weiterdiskutieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Karl Schmidhofer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Hohe Volksanwaltschaft! Herr Staatssekretär! Herr Vizekanzler! Ich glaube, in einem Punkt, bei dem es um den Sport geht, eine Erhöhung – die erste seit 2011 – um 50 Prozent zustande zu bringen, das höchste Sportbudget aller Zeiten mit 231 Millionen Euro, das verdient wirklich einen Applaus für alle, die dazu beigetragen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss freue ich mich natürlich, auch darüber berichten zu können, dass wir gerade im Wintersport bei der letzten Olympiade sehr erfolgreich waren, mit insgesamt 31 Medaillen, inklusive der Paralympics: zwölfmal Gold, zwölfmal Silber, siebenmal Bronze. Also Österreich ist ein erfolgreiches Sportland. Ich danke allen, die dazu beitragen, die ehrenamtlich arbeiten, und vor allem dem Sportminister, dem es gelungen ist – da gibt es wirklich eine prominente Liste an Sportministern: Norbert Darabos, Gerald Klug, Hans Peter Doskozil, H.-C. Strache, die da in den letzten Jahren gewirkt haben, die das nicht zustande gebracht haben –, das Sportbudget auf diese Höhe zu bringen mit dieser Bundesregierung, der Österreichischen Volkspartei und den Grünen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
sicher nicht so schnell kleiner wird, sondern eher noch ausweiten könnte, wichtig wäre, da den Blick nach vorne zu richten. Damit meine ich: Für innovative Projekte ist leider kein Platz mehr, kein Geld mehr da. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Das ist jetzt nur ein Beispiel dafür, dass vorausschauende und innovative Kulturpolitik einfach mehr Infrastruktur, mehr Geld bräuchte, das ich leider hier in diesem Budget nicht abgebildet sehe. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Großbauer.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Es fällt der Opposition offensichtlich wirklich schwer, irgendetwas zu kritisieren, denn es ist wieder einmal gelungen, eines der besten Budgets für die Kunst und Kultur zu bekommen, und es stehen 620 Millionen Euro zur Verfügung, das sind 11 Prozent mehr. Es ist das beste Budget, das es je gegeben hat. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Großbauer.) Und was im Jahr 2026 ist, werden wir dann sehen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Shetty.
Dazu sei noch gesagt: Die 0,5 Prozent, die bei der Renovierung des Parlaments für die Kunst ausgegeben worden sind, sind ohnehin unter dem normalen Prozentsatz. (Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Shetty.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Lobend erwähnen möchte ich aber auch, dass die Basisabgeltung für die Bundesmuseen und Bundestheater zumindest kurzfristig wieder erhöht wird. Und im Gegensatz zum schon viel zitierten goldenen Klavier des leider Noch-, aber Nicht-mehr-lange-Präsidenten Sobotka ist das eine sinnvolle Investition. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.
Aus gegebenem aktuellen Anlass möchte ich aber noch ein anderes Thema ansprechen: Heute wurde im Leopold-Museum ein Klimt-Gemälde von sogenannten Klimaaktivisten mit einer schwarzen öligen Flüssigkeit überschüttet. (Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.) Das Bild war zum Glück durch eine Glasscheibe geschützt – hören Sie zu, Herr Kollege! –, sodass es nicht beschädigt wurde. Der Schaden am Glas selbst, am Sicherheitsrahmen, am Boden und an der Wand ist aber erheblich.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: ... die Ringstraße auch dabei?
(Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: ... die Ringstraße auch dabei?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber auch die Medien sind hier in der Verantwortung, denn diesen Chaoten mediale Aufmerksamkeit zu schenken, das ist kontraproduktiv, denn das ist genau das, worauf diese Aktionen abzielen, das ist das, was sie wollen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Brandstätter.
Und ohne jetzt jemanden auf blöde Ideen bringen zu wollen: Ich warte nur darauf, dass jemand von der grünen Fraktion sich hier vorne am Rednerpult festklebt. (Heiterkeit des Abg. Brandstätter.) Und, Frau Präsidentin, dagegen sollten Sie Vorsorge treffen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und ohne jetzt jemanden auf blöde Ideen bringen zu wollen: Ich warte nur darauf, dass jemand von der grünen Fraktion sich hier vorne am Rednerpult festklebt. (Heiterkeit des Abg. Brandstätter.) Und, Frau Präsidentin, dagegen sollten Sie Vorsorge treffen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Klavier, ja, vielleicht sogar ein Klavier, das auch ein Kunstgegenstand, ein Kunstobjekt ist, mit stilistischen Anklängen an die Wiener Secession! Das ist bitte ein Jugendstilentwurf der Wiener Werkstätten und in größter Handwerkskunst von Bösendorfer, der letzten Klavierfabrik in Österreich, gebaut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Also Kunst und Kultur gehören auf jeden Fall auch ins Parlament, und ich würde sagen, auch ein Musikinstrument gehört ins Parlament. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn Gedenkveranstaltungen stattfinden, sind dann schon alle froh, wenn auch Musik gemacht wird, wenn die Musik bei diesen Veranstaltungen auch eine Rolle spielt.
Beifall bei der ÖVP.
Müssen wir den jetzt vielleicht für die NEOS auch auf Pink umfärbeln, weil ihnen das Gold nicht gefällt? – Keine Ahnung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zurück zur Kunst im Parlament. – Da gibt es natürlich auch einen Kurator. Also es hat sich schon ein Kurator, nämlich Hans-Peter Wipplinger vom Leopold-Museum, überlegt, was da im neuen Parlament geschehen soll. Er hat aber seit heute, nämlich seit 11 Uhr, als eben dieses Klimt-Bild von Klimaaktivisten beschüttet wurde, auch eine neue Baustelle. Auch ich möchte unterstreichen, dass das sicher nicht der richtige Weg ist, für die Erhaltung des Klimas zu kämpfen. Es kann nicht heißen: Klima oder Kunst, sondern ich finde, es gilt, Klima und Kunst zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Kunst dort auch integriert wurde, zeitgenössische Kunst vor allem aus Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Insofern würde ich mir wünschen, dass wir, wie auch im Aufbau- und Resilienzplan vorgesehen, die Entwicklung eines Baukulturprogramms endlich in Umsetzung bringen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Umwelt- und Klimaschutz zu langsam, ich glaube aber nicht, dass Aktionen wie diese zielführend sind, denn sie führen eher zu mehr Unverständnis als zu mehr Bewusstsein für die Klimakatastrophe. Kunst und Kultur waren immer schon Verbündete für neue Entwicklungen und sind auch Verbündete gegen die Klimakatastrophe und keine Gegner! – So viel dazu. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit dem vorliegenden Budget legt die Bundesregierung neuerlich ein starkes Bekenntnis zur österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft ab. Insgesamt stehen im Jahr 2023 für Kunst und Kultur 620 Millionen Euro zur Verfügung; das sind 63 Millionen Euro oder rund 11 Prozent mehr als im Jahr 2022. Wir haben jetzt das dritte Jahr hintereinander einen historischen Höchststand – also wenn Stillstand in der Kulturpolitik so aussieht, bei diesem Budget, mit dem wir so viel gestalten und abfedern können, dann muss man das Wort Stillstand umdeuten. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Yılmaz.
Die Steigerung des Budgets ist notwendig, um auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagieren zu können. Öffentlich geförderte Kunsteinrichtungen sind genauso wie alle anderen Gesellschaftsbereiche von massiven Kostensteigerungen betroffen. Die Auslastungszahlen sind seit dem Frühjahr zwar ansteigend, aber noch nicht dort, wo sie vor Corona waren. Daher können die Kultureinrichtungen diese Teuerungen nicht ausreichend aus eigener Kraft ausgleichen. Ich möchte Sie, sehr geehrte Damen und Herren, auch herzlich einladen: Besuchen Sie Kulturveranstaltungen! Es ist alles geöffnet, es gibt ein tolles Angebot quer durch ganz Österreich. Man kann auch bei Weihnachtsgeschenken an Kulturveranstaltungen denken. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erhöhung im vorigen Jahr, auch heuer eine Erhöhung der Basisabgeltung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aufgrund der Baukostensteigerungen schießt das Bundesministerium für Kunst und Kultur zu den Sanierungsprojekten Praterateliers und Volkskundemuseum insgesamt 5 Millionen Euro aus nationalen Mitteln zu. Diese Ergänzung zu den EU-Aufbau- und Resilienzplanmitteln ist notwendig, um die geplanten Umsetzungen abzusichern, und das, sehr geehrte Frau Abgeordnete Seidl, ist gelebte Baukultur. Das ist kein Papier, sondern es ist gelebte Baukultur. Wir renovieren das Volkskundemuseum, die Praterateliers nach einem nachhaltigen Standard, State of the Art. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein – damit wir nicht nur von Absicherung reden – ist das Filmanreizmodell, ein neuer Förderimpuls für den österreichischen Filmstandort. Jahrzehntelang hat diese Forderung bestanden. Jetzt wird sie beschlossen und umgesetzt, und auch dafür sind 15,5 Millionen Euro für 2023 vorgesehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Kunst und Kultur haben in Zeiten sich überlagernder Krisen besondere gesellschaftliche Relevanz. Kultureinrichtungen sind Orte der Begegnung, des Austauschs, der Reflexion, der Bildung, der Gemeinschaft, der Solidarität. Es sind Räume, die wir gerade jetzt so dringend brauchen, wo wir auch einmal Abstand zu unserem alltäglichen Leben bekommen und neue Kraft und Anregungen tanken können. Das Ihnen vorliegende Budget trägt genau dieser Bedeutung von Kunst und Kultur Rechnung, es stärkt die Resilienz kultureller Infrastruktur und weist mit neuen Impulsen in die Zukunft. Ich danke für Ihre Unterstützung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen das: Menschen arbeiten in dieser Branche oft ohne fixe Anstellung, in prekären Verhältnissen, in Jobs ohne Mindestlohn oder guten KV. Da ist oft viel Selbstausbeutung dabei und das hält man in einer künstlerischen Biografie am Anfang manchmal für normal. Da ist man bereit, auf einiges zu verzichten, denn man brennt ja für die Sache. Aber auch Künstler und Künstlerinnen werden älter, wie wir alle, und sie haben Familie und sie gehen Verpflichtungen ein und sie sind verwundbar, und dann kommen sie recht schnell drauf, dass man von Lob und von guten Kritiken und vom Schulterklopfen allein keine Rechnungen zahlen kann. An diesem Punkt, glaube ich, und das ist unser grünes Verständnis, darf Kulturpolitik die Menschen, die Kunst und Kultur machen, nicht alleinlassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im vergangenen Jahr schon gab es dafür 6,5 Millionen Euro in einer Art Pilotprogramm. Das wird nun wesentlich auf 9 Millionen Euro im kommenden Jahr aufgestockt. Ich kann auch schon verraten: Dieses Programm wird definitiv auch danach weitergeführt. Dieses Geld fließt in die freie Szene. Bisher war es ja oft so: Man beantragt Förderungen für eine Produktion, dann wird weniger bewilligt als kalkuliert, mittlerweile steigen auch noch die Preise und am Ende kürzt man halt dann bei den Künstlern und Künstlerinnen, damit sich alles irgendwie halbwegs ausgeht. Genau diese Lücke wird mit Fair Pay geschlossen. Das Geld, das zur Verfügung gestellt wird, muss ausschließlich in die Löhne und Gehälter fließen. Das sorgt dafür, dass sich gewisse Mindeststandards etablieren und eingehalten werden, was Honorare, was Stundensätze betrifft. Das heißt, das hilft allen Gruppen und Kulturinstitutionen, die eigentlich fair sein wollen. Es gibt ihnen die Möglichkeit, tatsächlich auch wirtschaftlich fair zu handeln. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All das ist, wie auch die Kulturstaatssekretärin weiß, kein einfacher Prozess. Da müssen viele umdenken, da müssen viele Verantwortung übernehmen und mithelfen. Das ist dennoch extrem wichtig, deshalb ein großes Danke an alle, die sich mit großer Ausdauer an diesem schon langen Prozess seit Jahren beteiligen, auch das BMKÖS in Ihrer Person wird hier definitiv nicht lockerlassen, damit sich faire Bezahlung auch in der Kultur langfristig durchsetzt und damit Künstler und Künstlerinnen gut leben können, gerade in einem Land, das sich selber Kulturnation nennt. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
zum Luxusgut, und die Einmalzahlungen und Almosen, die die Bundesregierung leistet, zahlen auch noch keine Theaterkarte, weil sich das ganz einfach nicht ausgeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht aber Kulturvermittlung und kulturelle Bildung von klein auf, und das bis ins hohe Alter, weil Kunst und Kultur wirklich einen ungemeinen Wert für und in einer offenen und demokratischen Gesellschaft hat. Der Zugang zu Kunst und Kultur macht viel für unsere Demokratie. Offen gesprochen: Diesem Wert müssen wir endlich auch durch ein ausreichendes Budget gerecht werden! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auf einen ganz speziellen Faktor ganz besonders eingehen, was in Planung und in Vorbereitung ist, nämlich auf die Stärkung des Filmstandorts Österreich. Da soll ein Anreizmodell geschaffen werden, um nationale und internationale Filmproduktionen nach Österreich holen zu können. Österreich steht in einem ganz intensiven Wettbewerb mit anderen Filmlocations. Wir wissen, dass der österreichische Film, wenn er in die Welt hinausgetragen wird, immer sehr gute Ergebnisse bringt. Wir wissen aber auch, dass, wenn Filme in Österreich gedreht werden, das sehr viele indirekte und direkte Auswirkungen hat, auch auf den wirtschaftlichen Teil: Es gibt Aufträge für die Wirtschaft, Touristen kommen und wollen sich einen Filmdrehort anschauen, die Visitenkarte Österreich wird in die ganze Welt hinausgetragen, Wertschöpfung wird generiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.
lade Sie ein, denken Sie einmal darüber nach! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Liebe ÖVP, die Geschichte mit dem goldenen Flügel fürs Parlament versteht überhaupt niemand, und dass Sie das jetzt auch noch verteidigen, ist das Symbol für eine absolut abgehobene Politik geworden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Das ist nicht zu verteidigen! (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Liebe ÖVP, die Geschichte mit dem goldenen Flügel fürs Parlament versteht überhaupt niemand, und dass Sie das jetzt auch noch verteidigen, ist das Symbol für eine absolut abgehobene Politik geworden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Das ist nicht zu verteidigen! (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein wichtiges Modell, von Kollegin Heinisch-Hosek vorhin angesprochen, ist dieser deutsche Kulturpass für Jugendliche, mit dem Jugendlichen ein Guthaben von 200 Euro zur Verfügung gestellt wird, um Kulturveranstaltungen zu besuchen. Andererseits können wir das nicht nur aus dem Kulturbudget leisten, sondern wir müssen den Leuten insgesamt – Gaspreisdeckel, Winterhilfe – unter die Arme greifen, damit sie sich das Leben leisten können und dann auch noch die Kultur. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Das Kunst- und Kulturbudget ist Ausdruck eines ausgeprägten demokratischen Verständnisses. Wir spürten alle in der Pandemie, was uns abging, welche Sehnsüchte wir hatten, welche Entbehrungen. Da gehört auch Kunst am Bau dazu, da gehört aber auch dazu, Musikstücke bei einer Veranstaltung zu spielen, und wenn, dann auch auf einem Klavier. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.) Das ist Zeichen von kulturellem, demokratischem Verständnis.
Beifall bei den Grünen
Was will ich damit sagen? – Ich will damit sagen, dass Politik und Ethik zusammengehören und auch wir hier im Parlament uns diese Fragen stellen müssen: Politik und Ethik im kritischen Diskurs; Kunst und Politik, ein Verhältnis, das auch kritisch zu beleuchten ist (Beifall bei den Grünen), ein Verhältnis, das wir zu betrachten haben, auch ständig zu hinterfragen haben.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen
Werte Abgeordnete! Wir alle hier haben Aufgaben betreffend Kunst und Kultur, vor allem auch dort, wo wir in den Wahlbezirken tätig sind, wo wir mit Initiativen arbeiten, wo die Förderlandschaft auch Ressourcen braucht. Daher auch hier mein Aufruf: Wir müssen, was die Förderlandschaft für Kunsttätige und Kulturinitiativen betrifft, die Bedingungen auch erfüllbarer gestalten, damit dieses Geld, diese Ressourcen auch abholbereiter sind. Da sind wir gefordert (Beifall bei Abgeordneten der Grünen), sowohl auf Bundesebene als auch auf Länderebene.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich schließe meine Rede mit einem Zitat von Christoph Schlingensief: „Kunst wird erst dann interessant, wenn wir vor irgendetwas stehen, das wir nicht gleich restlos erklären können.“ – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Um die Zahlen in einen großen Kontext zu stellen: Die Republik Österreich gibt als Bund 0,29 Prozent des BIP für Kultur aus. Eine richtige Zielvorgabe für die Kulturnation Österreich wäre 1 Prozent des BIP. Es braucht daher mittelfristig dreimal so viele Mittel wie jetzt, das wäre ein ambitionierter Budgetansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Zorba und Scherak.
Abgeordneter Hans Stefan Hintner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Zunächst darf ich meinen niederösterreichischen Landsleuten alles Liebe und Gute zum Landesfeiertag wünschen – noch einen schönen Leopoldi zu Hause! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Zorba und Scherak.)
Abg. Ofenauer hebt die Hand.
Seit den Entscheidungen zur „Wiener Zeitung“ vernehme ich Proteste, Resolutionen, Solidaritätsbekundungen. Ich selbst bin ja ein Abonnent der „Wiener Zeitung“ (eine Ausgabe der genannten Zeitung in die Höhe haltend), viele von Ihnen wissen vielleicht gar nicht, wie sie aussieht. Mich hätte jetzt nur interessiert, wer von Ihnen persönlich ein Abonnement der „Wiener Zeitung“ hat. (Abg. Ofenauer hebt die Hand.) Ich glaube nicht, dass es so viele sind, wie sich da in der Öffentlichkeit äußern, was ich sehr bemerkenswert finde. Wir wissen auch seit Jahrzehnten, dass da eine Umstellung erforderlich war und ist, insbesondere was den Wunsch der Wirtschaft anbelangt.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Lercher.
Eine Schlussbemerkung noch von mir: Gar nicht glaubhaft sind für mich die Solidaritätsbekundungen der SPÖ, was den Printbereich anbelangt. Sie wissen schmerzlich: „Arbeiter-Zeitung“, gegründet unter Victor Adler, eingestampft unter Franz Vranitzky. Sie haben bis heute auch keine „AZ“-online zusammengebracht, und ich denke, dass weder kontrast.at noch die Neue Zeit vom Niveau her an die alte Print-„AZ“ herankommen. – Freundschaft! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Lercher.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und auf der Galerie! Von der Südoststeiermark bis nach Salzburg, vom Bodensee bis zum Neusiedler See: Ganz Österreich ist reich an Kunst und Kultur. Bei uns gibt es sowohl kleinste Initiativen in den vielen Gemeinden als auch große Produktionen der Hochkultur an den bekannten Häusern in den Landeshauptstädten, in der Bundeshauptstadt und bei den Festspielen. Überall sind es engagierte und kreative Menschen, die all diese Initiativen im Bereich Kunst und Kultur möglich machen. Ihnen allen sage ich dafür ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Magnus Brunner und an Frau Staatssekretärin Andrea Mayer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
All das, meine Damen und Herren, wird von den Vereinen, den Organisationen, der Gemeinde und den vielen Ehrenamtlichen sowie den Künstlerinnen und Künstlern getragen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wo gehen Sie zum Beispiel hin?
Ich glaube, wenn ich mir meine Vorrednerinnen und Vorredner anhöre, dass wir sehr aufpassen müssen, nicht in eine paternalistische, maternalistische Rolle zu geraten und zu glauben, genau zu wissen, was Kunst und Kultur sein soll, was gefördert werden soll, wie sich Kunst und Kultur am besten entwickelt. Alleine die vollkommen undifferenzierte Argumentation hier darüber, dass der Kartenverkauf in allen Kulturbetrieben zurückgegangen ist, zeigt mir, dass Sie entweder kaum oder überhaupt nicht in solche Veranstaltungen gehen. Würden Sie das tun, was zu tun ich von mir behaupten kann, dann würden Sie merken, dass es da große Unterschiede gibt. (Abg. Heinisch-Hosek: Wo gehen Sie zum Beispiel hin?)
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja!
Es gibt Kulturbetriebe, vor allem Konzerthäuser, die am Vorkrisenstand sind oder sogar schon besser dastehen, und es gibt welche, die ganz schlecht dastehen. Da müssen wir aufpassen, nicht damit zu beginnen, irgendwelche Hypothesen – dass die Kaufkraft zurückgegangen ist und so weiter – aufzustellen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja!) Das wäre ein großer Fehler. Ich glaube, dass der Zugang der Frau Staatssekretärin, das wirklich sachlich fundiert erheben zu lassen, da vollkommen richtig ist. Wir werden da zu recht interessanten Ergebnissen kommen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube auch, dass das eine Mahnung an uns ist – für mich jedenfalls wird es eine sein –, genau aufzupassen, dass wir über die Absicherung von und das Bekenntnis zu Kunst und Kultur hinaus eben nicht in diese paternalistische beziehungsweise maternalistische Rolle geraten und dem so wichtigen Kunst- und Kulturbereich politische Dogmen überstülpen und damit auch viel an Kreativität und an Schaffenskraft wegnehmen. Das wäre eine Mahnung meinerseits an uns alle. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiteres Beispiel für Ihre Ankündigungspolitik ist die Klimapolitik. In Ägypten, in Scharm El-Scheich, findet gerade die 27. Weltklimakonferenz statt, und in Ihrem eigenen Programm steht die „Einführung einer Klimabotschafterin“ oder „eines Klimabotschafters“ im Außenministerium. Was ist das eigentlich für ein Projekt? – Ich als Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses habe diese Botschafterin oder diesen Botschafter noch nicht kennengelernt, es gibt sie noch nicht. Ja, es gibt eine Mitarbeiterin, eine Referatsleiterin, die für das Thema zuständig ist, aber auch da fehlt der konkrete Plan beziehungsweise die konkrete Umsetzung. Es gibt keine sichtbare Aktivität, die mit personellen Ressourcen hinterlegt ist – die gibt es nicht! Auch das ist schade in diesem Bereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich noch auf zwei wirklich aktuelle, brisante außenpolitische Themen zu sprechen kommen: Der schreckliche Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine macht uns noch immer wirklich betroffen, bewegt uns alle sehr. Das Gute aber ist: Zuletzt gab es vonseiten der USA wirklich deutliche Signale, diesen Winter endlich für Verhandlungen zu nützen, für Friedensverhandlungen zu nützen. Ich hoffe sehr, Herr Bundesminister, dass erstens vonseiten der Europäischen Union, ja, aber auch vonseiten Österreichs – gerade als neutrales Land – wirklich alles getan wird, um endlich einen Waffenstillstand in Europa zu erreichen und in weiterer Folge auch eine tragfähige, nachhaltige Verhandlungslösung zu erzielen. Das wäre mehr als notwendig für die Ukraine, das wäre mehr als wichtig für Europa und für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler, Brandstätter und Krisper.
Die Menschen im Iran, die den Mut haben, gegen die Unterdrückung der Frauen zu protestieren, und die zu Recht eine Aufklärung dieses tragischen und schrecklichen Todes einer jungen Iranerin namens Mahsa Amini nach ihrer Verhaftung fordern, verdienen ein klares, ein lautes, ein mutiges und ein deutliches Zeichen der Solidarität von uns allen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler, Brandstätter und Krisper.)
Abg. Brandstätter: Nicht viel!
Man muss aber auch sagen, dass das Außenressort über Jahrzehnte hinweg nie das Ressort war, bei dem ich das Gefühl hatte, dass dort zu viel Geld hinfließt. Es gibt diesmal Gott sei Dank mehr Geld, aber ich nenne nur zwei Summen, weil Zahlen rasch in Vergessenheit geraten: Wir müssen für den Zinsendienst 9 Milliarden Euro ausgeben, und für unseren weltumspannenden Außendienst, für die vielen Ausgaben, die das Außenministerium hat, haben wir 635 Millionen Euro. (Abg. Brandstätter: Nicht viel!) Das muss man schon auch sehen, und umso mehr ist zu würdigen, was seitens des Außenressorts geleistet wird und was Österreich leistet, auch hinsichtlich der Ukraine. Es gibt keinen zweiten Bereich, der uns richtigerweise so beschäftigt wie dieser Bereich.
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
wir eindeutig auf der Seite der Ukraine stehen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der ÖVP.
Wo wir noch nicht so weit sind – und das möchte ich schon ansprechen, denn das Ministerium ist ja auch für Europapolitik zuständig –, ist der gesamte Bereich der Migration. Das hat uns heute schon sehr beschäftigt. Wir sind von Schengenländern umgeben und werden trotzdem am Ende des Jahres, das wissen wir heute schon, deutlich mehr als 100 000 Asylanträge haben. Da kann man nicht sagen, dass das System funktioniert. Wir haben aus dem Jahr 2015 nichts gelernt. Es hat keine Weiterentwicklung auf europäischer Ebene gegeben, und da ist schon die Europäische Kommission gefordert. Da ist die Europäische Kommission gefordert, denn wir können keine nationalstaatlichen Singlelösungen, keine Einzellösungen treffen. Das geht nicht! Wir brauchen da eine gemeinsame europäische Politik. Wir brauchen ein neues Gemeinsames Europäisches Asylsystem, und da muss die Bundesregierung darum ringen, Verbündete zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher unterstützen wir, wie es meine Vorrednerin schon gesagt hat, unseren Außenminister Schallenberg, wenn es um den Amtssitz in Wien geht. Ganz wichtige Einrichtungen, von der OSZE bis zur UNO, haben ihren Sitz in Wien. Es ist die Aufgabe der österreichischen Außenpolitik, dass wir als verlässlicher Partner auf der internationalen Landkarte weiterhin sichtbar bleiben. Da müssen wir aber dann auch unsere Beiträge leisten. Dazu ist die Bundesregierung bereit, und das verdient auch die Unterstützung des gesamten Nationalrates. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Ja, Kollege Lopatka, Sie haben gerade erwähnt, dass derartige Probleme der Migration nur über supranationale Organisationseinheiten zu lösen sind. Das sehen wir dem Grunde nach nicht so. Sie haben sich meines Erachtens auch in Ihrer eigenen Rede widersprochen, indem Sie gesagt haben: Da geschieht nichts und die Kommission ist gefordert! – Diesen Satz hören wir seit zehn Jahren. Das ist doch ein Offenbarungseid, dass genau diese Europäische Union eben nicht in der Lage ist, das Migrationsthema zu lösen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, es ist wichtig, dass Rückübernahmeabkommen nicht nur abgeschlossen, sondern tatsächlich dann auch ausgeführt werden. Sie haben das als Achillesferse bezeichnet – selbstverständlich, aber man muss jetzt einmal ins Tun, Handeln und Umsetzen kommen. Ich höre seit Jahren nur: Wir werden uns bemühen!, Wir werden die Kommission eindringlich bitten!, et cetera, aber geschehen tut faktisch nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen
gut (Beifall bei den Grünen) aus Sicht der Grünen, aber aus unserer Sicht ist es zu viel, insbesondere wenn man sich zum Beispiel vor Augen führt, was da gerade in Kärnten – da reden wir jetzt vom Inlandskatastrophenfonds – in den Gemeinden Arriach und Treffen am Ossiacher See passiert, wo es ein Jahrhundertunwetter mit großen Zerstörungen gab.
Beifall bei der FPÖ.
Diese beiden Gemeinden haben den Herrn Bundeskanzler gebeten, diesbezüglich zu helfen. Er hat sich das zumindest angeschaut und gesagt: Wir werden schauen, dass wir da eine Sonderfinanzierung aufstellen können! – Bisher ist außer unbeantworteten Briefen et cetera nichts passiert für diese beiden Gemeinden, die wirklich aus Anlass eines Jahrhundertunwetters Hilfe bedürfen. Und von wie viel reden wir hier? – Von 8 Millionen Euro. Da stimmt doch irgendetwas nicht in diesem Lande, wenn diese 8 Millionen Euro nicht möglich sind und auf der anderen Seite 100 Millionen Euro, 105 Millionen Euro und so weiter ins Ausland transferiert werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist aus meiner Sicht, aus unserer Sicht eine Selbstverständlichkeit, etwas vollkommen Normales. Insoweit sehe ich jetzt keinen Grund, diesem Antrag nicht zuzustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ich finde das wichtig, sinnvoll und nachhaltig. Wir dürfen in diesem Zusammenhang natürlich daran erinnern, dass die verschriftlichten Menschenrechte, die Europäische Menschenrechtskonvention, nicht nur eine Lehre aus den zwei Weltkriegen, nicht nur eine Antwort auf den Holocaust sind, sondern das Fundament der Demokratie, das Fundament der Zweiten Republik, und somit zu stärken und nicht zu verhandeln. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Wo hat denn das funktioniert mit den Millionen, die da ausgegeben ...! – Abg. Martin Graf: Ein großartiges Beispiel! Ein Beispiel, wo das funktioniert hat!
Wir wissen – und deswegen sollte sich eigentlich die FPÖ über diese Erhöhung freuen –: Nur in einem Umfeld von sozialer, wirtschaftlicher und politischer Stabilität gibt es nicht den Druck, sich selbst auf den Weg zu machen. (Abg. Kassegger: Wo hat denn das funktioniert mit den Millionen, die da ausgegeben ...! – Abg. Martin Graf: Ein großartiges Beispiel! Ein Beispiel, wo das funktioniert hat!)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Sanktionen gegen das Folterregime im Iran, das heute erneut Raketenangriffe auf die Autonome Region Kurdistan im Irak hat hageln lassen (Zwischenruf des Abg. Kassegger), und dazu gehören auch klare Worte in Richtung Türkei, dass wir nicht wegschauen werden, wie sie jede Hoffnung auf Frieden und außenpolitische Einigung zerstört, indem sie wieder Nordostsyrien angreift.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das alles bedeutet, Österreich muss international eine laute Stimme haben. Österreich darf nicht schweigen. Österreich hat jetzt Budget, das genau dafür verwendet werden kann, dass wir uns international für Frieden, Freiheit und Sicherheit einsetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Martin Graf: Nicht so aggressiv ...!
Präsidentin Doris Bures: Nun gelangt Herr Abgeordneter Helmut Brandstätter zu Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Martin Graf: Nicht so aggressiv ...!)
Abg. Hauser: So ein Blödsinn!
Schauen wir nach Bali, wo im Moment das Treffen der großen 20 Industrienationen stattfindet! Ist Österreich als kleines Land dort vertreten? – Ja, selbstverständlich sind wir dort vertreten, und zwar durch die EU-Kommission, durch Frau von der Leyen. In diesem Sinn ist es wirklich erschreckend, wenn sich hier ein Klubobmann herausstellt, der schon als Innenminister sehr viel zum Schaden der Sicherheit Österreichs beigetragen hat (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!), und Frau von der Leyen beschimpft. Sie ist unsere Vertreterin dort, sie
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hauser
sorgt dafür, dass Europas Interessen vertreten werden (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hauser), und wir haben dankbar zu sein.
Abg. Hauser: ... Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie! Du hast das vergessen!
Das Nächste, was Herr Kickl gesagt hat: „Sanktionswahnsinn“. Kollegin Ernst-Dziedzic hat es gerade gesagt, dass es diese braucht. Während wir hier gesprochen haben (Abg. Hauser: ... Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie! Du hast das vergessen!), habe ich Frau Kollegin Maria Iwanowa getroffen, eine Kollegin, die gerade in Wien ist und erzählt hat, dass sie sich Sorgen um ihren dreijährigen Sohn macht, weil Kiew gerade wieder bombardiert wird. Über diesen Wahnsinn müssen wir sprechen, meine Damen und Herren: dass Herr Putin, ein Kriegsdiktator, das Nachbarland überfallen hat und jeden Tag Frauen vergewaltigen und Menschen ermorden lässt und zivile Einrichtungen zerstört.
in Richtung FPÖ deutend – Abg. Stefan: Man soll nicht mit dem Finger zeigen!
Frau Kollegin Rendi-Wagner, wir sind uns ja einig, dass wir Krieg vermeiden und Frieden wollen, aber wir müssen schon realistisch sein. Ich kann Ihnen da ein Zitat aus dem russischen Fernsehen vorlesen. Da sagt einer von diesen Putin-Freunden: Entweder wir gewinnen den Krieg, oder die ganze Welt wird in Asche gelegt! – Das sind Ihre Freunde (in Richtung FPÖ deutend – Abg. Stefan: Man soll nicht mit dem Finger zeigen!), mit denen Sie Abkommen getroffen haben, und das sind Ihre Freunde (in Richtung SPÖ), die gerade unseren Frieden gefährden! (Beifall des Abg. Jakob Schwarz. – Rufe bei der FPÖ: Haselsteiner! – Abg. Hafenecker: Sie hängen am Tropf vom Haselsteiner! Deripaska, Haselsteiner!)
Beifall des Abg. Jakob Schwarz. – Rufe bei der FPÖ: Haselsteiner! – Abg. Hafenecker: Sie hängen am Tropf vom Haselsteiner! Deripaska, Haselsteiner!
Frau Kollegin Rendi-Wagner, wir sind uns ja einig, dass wir Krieg vermeiden und Frieden wollen, aber wir müssen schon realistisch sein. Ich kann Ihnen da ein Zitat aus dem russischen Fernsehen vorlesen. Da sagt einer von diesen Putin-Freunden: Entweder wir gewinnen den Krieg, oder die ganze Welt wird in Asche gelegt! – Das sind Ihre Freunde (in Richtung FPÖ deutend – Abg. Stefan: Man soll nicht mit dem Finger zeigen!), mit denen Sie Abkommen getroffen haben, und das sind Ihre Freunde (in Richtung SPÖ), die gerade unseren Frieden gefährden! (Beifall des Abg. Jakob Schwarz. – Rufe bei der FPÖ: Haselsteiner! – Abg. Hafenecker: Sie hängen am Tropf vom Haselsteiner! Deripaska, Haselsteiner!)
Abg. Kassegger: Die Chinesen haben ..., kann man gleich alle sanktionieren!
Wir müssen dieses Buch auch lesen – dazu rate ich dringend –, damit wir von diesem Eurozentrismus wegkommen (Abg. Kassegger: Die Chinesen haben ..., kann man gleich alle sanktionieren!) und wissen, wie sich die Geschichte in den letzten paar Tausend Jahren entwickelt hat. Sie hat sich oft an Europa vorbeientwickelt, und wir müssen schon sehr viel dafür tun, dass wir unseren Wohlstand gemeinsam erhalten. (Abg. Kassegger: Können wir die ganze Welt sanktionieren!) Das heißt eben wieder Weltinnenpolitik – das können wir nur gemeinsam machen.
Abg. Kassegger: Können wir die ganze Welt sanktionieren!
Wir müssen dieses Buch auch lesen – dazu rate ich dringend –, damit wir von diesem Eurozentrismus wegkommen (Abg. Kassegger: Die Chinesen haben ..., kann man gleich alle sanktionieren!) und wissen, wie sich die Geschichte in den letzten paar Tausend Jahren entwickelt hat. Sie hat sich oft an Europa vorbeientwickelt, und wir müssen schon sehr viel dafür tun, dass wir unseren Wohlstand gemeinsam erhalten. (Abg. Kassegger: Können wir die ganze Welt sanktionieren!) Das heißt eben wieder Weltinnenpolitik – das können wir nur gemeinsam machen.
Abg. Martin Graf: ... die Chinesen ...!
Dieses Buch ist schon drei Jahre alt, aber es endet sehr gescheit mit der Entwicklung Chinas. Das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt, den ich noch erwähnen möchte, nämlich dass die Chinesen, die Vergangenheit kennend, einen Plan für die Zukunft haben, und diesen Plan vermisse ich manchmal in Europa. Ich glaube, dass Außenpolitik dazu beiträgt und auch eine sinnvolle Diskussion dazu beiträgt. (Abg. Martin Graf: ... die Chinesen ...!)
Abg. Taschner: Wir bringen nichts ins Wiglwagl!
Kollegin Ernst-Dziedzic, auch da sind wir uns einig: Ja, wir wollen eine wertebasierte Außenpolitik. Wir wollen unsere europäischen Werte nicht nur verteidigen, sondern wir stehen dazu; aber liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP: Wenn ich für die Menschenrechte bin, dann kann ich nicht die wesentliche Europäische Menschenrechtskonvention ein bisschen ins Wiglwagl bringen. (Abg. Taschner: Wir bringen nichts ins Wiglwagl!) Das ist nicht in Ordnung, und was noch schlimmer ist: Ich unterstelle Herrn Wöginger, der leider nicht da ist – das ist ja ein gescheiter Mensch, er weiß ganz genau, dass das nichts mit Asyl zu tun hat –, dass er in diesem Rechtsaußenbereich ein bisschen Stimmen abgreifen möchte, und da bitte ich Sie, Herr Bundesminister: Machen Sie Herrn Wöginger, wenn er wieder da ist, darauf aufmerksam, dass wir die Europäische Menschenrechtskonvention im Verfassungsrang haben, dass wir sie achten und dass sie für uns ganz wesentlich ist!
Beifall bei den NEOS.
Zum Schluss – ich habe es das letzte Mal gesagt, ich sage es auch diesmal aus tiefer Überzeugung –: Herzlichen Dank an die Diplomatinnen und Diplomaten, an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um den Erdball, die für Österreich, für eine wertebasierte, anständige Außenpolitik arbeiten – manchmal unter schwierigen Umständen! Gerade mit den Kolleginnen und Kollegen in Kiew haben wir ja viel Kontakt, die haben es nicht einfach, also alles Gute ihnen! Wir drücken auch den Familien die Daumen, dass sie diese schwierigen Zeiten gut überstehen. – Von dieser Stelle: herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es heißt ja immer, dass Budget in Zahlen gegossene Politik ist, und insofern bin ich natürlich als Ressortleiter sehr stolz und froh, dass wir ein – muss ich sagen – für die Verhältnisse des Außenministeriums sehr beachtliches Plus haben: plus 80 Millionen Euro im Vergleich zum Bundesfinanzrahmengesetz 2022–2025 für das Budget des nächsten Jahres. Das ist das dritte Jahr in Folge, in dem wir ein Plus haben, und es ist das größte Plus, das wir seit vielen Jahren zu verzeichnen haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kassegger: Das ist nur für die ...!
Während der Pandemie haben wir es erlebt, auch wenn wir die letzten Jahre Revue passieren lassen: den größten Cyberangriff in der Geschichte der Zweiten Republik Anfang 2020, den wir Gott sei Dank erfolgreich abwehren konnten; dann die globale Ausnahmesituation der Pandemie, in der es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums mit einem unglaublichen Einsatz geschafft haben, Tausende Menschen aus allen Ecken und Enden dieser Welt sicher nach Hause zu bringen. Auch bei der Beschaffung von medizinischen Gütern und beim Grenzmanagement haben wir geholfen. (Abg. Kassegger: Das ist nur für die ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Das ist nur möglich wegen des Einsatzes – da bin ich auch dankbar, wenn das auch die Damen und Herren Abgeordneten unterstreichen – jeder einzelnen Mitarbeiterin, jedes einzelnen Mitarbeiters des Außenministeriums. Erlauben Sie mir, dass auch ich mich an dieser Stelle diesem Dank anschließe. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Es kann keine Neutralität geben, wenn unser Lebensmodell, unsere Grundwerte mit Füßen getreten werden, wenn die UN-Charta, die an sich in gewisser Hinsicht unser Schutzmantel ist, über Bord geworfen wird. Da kann ein Land wie Österreich nie neutral bleiben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
1,1 Millionen Euro gibt es für die Arbeit, die mir persönlich sehr wichtig ist und viel Fingerspitzengefühl erfordert: für die Staatsbürgerschaft für die Nachkommen der Opfer der Schoah. Das ist besonders wichtig, denn das braucht Personal. Das ist personalintensiv und für mich eine wesentliche Visitenkarte der Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Summa summarum: Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich hier im Hohen Haus erlebe. Ich sehe dieses Budget als ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu einer aktiven Außenpolitik, zu einer wertebasierten Außenpolitik und auch als ein klares Bekenntnis oder ein klares Dankeschön für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Brandstätter: Oh ja!
Die Frage ist nur: Sehen wir die anderen Dinge nicht? Ich meine, trauen wir uns nicht, das zu benennen, was dort passiert? – Der Iran schickt ganz bewusst Drohnen an Russland, wissend, dass sie gegen Zivilisten, gegen zivile Ziele eingesetzt werden. Verurteilen wir das? (Abg. Brandstätter: Oh ja!) Haben wir dazu nichts zu sagen?
Abg. Loacker: Unser Außenministerium ist ein bisschen überzurückhaltend!
Die Revolutionsgarden, deren Handeln man nur als verbrecherisch bezeichnen kann, sind in der Europäischen Union noch immer nicht auf der Terrorliste so wie in den USA. (Abg. Loacker: Unser Außenministerium ist ein bisschen überzurückhaltend!) Wieso haben wir dazu nichts zu sagen? Wieso trauen wir uns nicht, solche Dinge zu benennen?
Abg. Scherak: Das musst du in deiner Fraktion ...!
Meine Bitte wäre wirklich auch an alle: Verlieren wir uns nicht mit hohlen Phrasen! Wenn wir schon alle davon sprechen und das sozusagen vor uns hertragen, dann nehmen wir uns auch wirklich den Mut, diese Dinge ganz konkret zu benennen und in Anträgen festzuhalten! (Abg. Scherak: Das musst du in deiner Fraktion ...!)
Abg. Kassegger: Weiß ich jetzt nicht mehr!
Kollege Kassegger, bei Ihrer Kritik an der Steigerung der Mittel für den Auslandskatastrophenfonds musste ich ein bisschen schmunzeln, denn ich glaube, wenn ich mich nicht irre, dass in der Zeit, als Sie in der Regierung waren, Sie es waren, der davon gesprochen hat, dass es irgendwie eine noble Tradition Österreichs ist, im Krisenfall, im Katastrophenfall zu helfen, und dass wir eben damals die Mittel mit einem großen Sprung erhöht haben. (Abg. Kassegger: Weiß ich jetzt nicht mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es ehrlich gesagt unter Ihrer Würde, jetzt, in dem Moment, da Sie in der Opposition sitzen, zu kritisieren, dass wir diese noble Tradition noch weiter ausbauen. (Beifall bei der ÖVP.) Ich glaube, da sollte man nicht neidisch sein.
Abg. Kassegger: Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen kann und muss, Herr Kollege! Genau lesen! Da müssen Sie jetzt Ihre Hausaufgaben machen!
jetzt sozusagen gerade den Prozess der Verabschiedung durchläuft, zum ersten Mal ganz klar diese Konditionalität enthalten ist, im Übrigen auch in Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien. Das heißt, es wird bei der Nichtrücknahme illegaler Einwanderer auch die Möglichkeit der Kürzung von Entwicklungszusammenarbeitsgeldern geben. (Abg. Kassegger: Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen kann und muss, Herr Kollege! Genau lesen! Da müssen Sie jetzt Ihre Hausaufgaben machen!) Das heißt also, wir haben sozusagen proaktiv, bevor Sie noch den Antrag gestellt haben, bereits gewusst, dass das eine sinnvolle und gescheite Maßnahme ist. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, ja, aber der Unterschied zwischen kann und muss ist Ihnen schon geläufig?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, ja, aber der Unterschied zwischen kann und muss ist Ihnen schon geläufig?
jetzt sozusagen gerade den Prozess der Verabschiedung durchläuft, zum ersten Mal ganz klar diese Konditionalität enthalten ist, im Übrigen auch in Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien. Das heißt, es wird bei der Nichtrücknahme illegaler Einwanderer auch die Möglichkeit der Kürzung von Entwicklungszusammenarbeitsgeldern geben. (Abg. Kassegger: Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen kann und muss, Herr Kollege! Genau lesen! Da müssen Sie jetzt Ihre Hausaufgaben machen!) Das heißt also, wir haben sozusagen proaktiv, bevor Sie noch den Antrag gestellt haben, bereits gewusst, dass das eine sinnvolle und gescheite Maßnahme ist. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, ja, aber der Unterschied zwischen kann und muss ist Ihnen schon geläufig?)
Beifall bei der SPÖ.
Allerdings hat ja auch die Frage internationaler Organisationen in Wien und in Österreich überhaupt enorme wirtschaftliche, kulturelle und politische Bedeutung. Sie bedeuten auch ein Netzwerk für die Republik Österreich. Bezüglich internationaler Organisationen gibt es ja auch vertragliche Verpflichtungen, und ich würde mir da von der Bundesregierung mehr Aktivitäten wünschen, dass weiterhin internationale Organisationen angesiedelt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich muss allerdings in seiner Außenpolitik glaubwürdig sein, und das betrifft meines Erachtens auch die österreichische Neutralität. Ich glaube, die Regierungsmitglieder, der Außenminister, sollten sich ganz genau anschauen, ob das Kriegsmaterialgesetz eingehalten wird, auch in der jetzigen Situation. (Beifall bei der SPÖ.) § 4 Abs. 2 spricht ja auch von der Durchfuhr – das betrifft auch den Luftraum, die Luftraumüberwachung –, was das Kriegsmaterial betrifft.
Beifall bei der SPÖ.
Begegnungen glaubwürdig. Daran sollten wir ernsthaft und glaubwürdig weiterarbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben in diesem Jahr wieder eine Steigerung um 90 Millionen Euro. Das sind weitere 90 Millionen Euro in diesem Bereich, die hilfreich sind. Im Außenministerium sind es 10 Millionen Euro, und das Klimaministerium – das freut mich besonders – geht jetzt in dieses Thema, ins Thema Entwicklungshilfe, Klimaschutz international intensiv hinein. Nach einigen Jahren Vorbereitung, Aufbau des ganzen Themas werden heuer weitere 40 Millionen Euro – das bedeutet mehr als eine Verdoppelung im Bereich des Klimaministeriums – in diesen Bereich gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hungerfälle versorgt, wird von 1,6 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro aufgestockt. Das bedeutet fast eine Verzehnfachung für diesen Bereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Mir persönlich vielleicht am wichtigsten ist der Auslandskatastrophenfonds für humanitäre Hilfe. Der wird jetzt 77 Millionen Euro zur Verfügung haben. Als wir Grüne in die Koalition gegangen sind, hatte er 15 Millionen Euro. Ich kann mich an einen Fall vor einigen Jahren erinnern, als ich als Europaabgeordneter im Irak war, als der Islamische Staat dort gewütet hat. Als ich dort zu Besuch war und die österreichische Regierung aufgefordert habe, doch dort sofort vor Ort zu helfen, hat damals ein Außenminister namens Sebastian Kurz am nächsten Tag 1 Million Euro freigegeben, und das war ein riesiger grüner Erfolg. Jetzt gibt es 77 Millionen Euro für humanitäre Hilfe und zur Hungerbekämpfung auf der ganzen Welt. (Beifall bei den Grünen.) Wenn irgendetwas es wert ist, dann wohl dieses Thema.
Beifall bei den Grünen.
Eines möchte ich noch sagen, weil das in den letzten Tagen einige Male und jetzt auch mit einem freiheitlichen Antrag versucht wurde: Soll man Entwicklungszusammenarbeit an Migration koppeln? – Das geht leider nicht. Ich sage euch, warum: Aus Mosambik sind voriges Jahr null Asylwerber:innen gekommen, aus Burkina Faso ist einer gekommen, aus allen afrikanischen Entwicklungszusammenarbeitsländern sind 32 gekommen. Wenn ihr das mit der Entwicklungszusammenarbeit steuern wollt: Viel Spaß! Wenn ihr euch vor 32 Leuten fürchtet, müsst ihr über euch nachdenken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sagen in Ihrer blinden EU-Hörigkeit seit vielen, vielen Jahren zu allem Ja und Amen, nicht nur zu jeder Budgeterhöhung, sondern auch zu jedem neuen Schuldentopf, in den wir zusätzlich einzahlen und für den wir haften müssen. Das, sehr geehrte Damen und Herren, kann ich nur noch als Verrat an den Interessen der österreichischen Steuerzahler bezeichnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Na ich gratuliere: Sie wollen zwar in Sachen Energieversorgung nicht von Putin abhängig sein, aber in Sachen Sicherheit haben Sie überhaupt kein Problem damit, von Erdoğan abhängig zu sein, der völkerrechtswidrig sowohl in Syrien als auch im Nordirak eingefallen ist. Ja, da wäre sie einmal wieder, die berühmte Doppelmoral dieser Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben es auch zugelassen, dass die EU unter dem Deckmantel der Coronakrisenbewältigung den gewaltigen Tabubruch der erstmaligen Schuldenaufnahme vollzogen hat, was klar EU-rechts- und verfassungswidrig ist. Doch während Länder wie Ungarn ständig mit Rechtsstaatlichkeitsverfahren verfolgt werden, spielen Vertragsverletzungen, solange Sie Ihnen politisch ins Konzept passen, natürlich überhaupt keine Rolle; und da wäre sie schon wieder, die berühmte Doppelmoral dieser Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, stoppen Sie endlich diesen Irrweg in Sachen Asyl, Sanktionen und auch in Sachen Zahlungen Österreichs an die EU! Nichts von dem ist alternativlos. Die Alternative heißt Veto, und das wäre jetzt dringend geboten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann mich an zahlreiche Ausschusssitzungen erinnern, in denen es immer wieder geheißen hat: Wir brauchen mehr Mittel! – Es sind jetzt mehr Mittel da, der Minister hat es vorhin angesprochen. Es könnte natürlich immer mehr Geld zur Verfügung stehen, mehr Hilfe geben, aber Bundesminister Schallenberg war in den letzten Jahren maßgeblich daran beteiligt, dass es zu einer Aufstockung gekommen ist, und ich bin zuversichtlich, dass wir auch weiterhin auf deinen Einsatz (in Richtung Bundesminister Schallenberg) zählen können. – Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn ich schon beim Danken bin, möchte ich mich auch bei meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im Außenministerium – sei es in den Vertretungen vor Ort oder in der Zentrale – ganz, ganz herzlich bedanken. Danke für euren Beitrag, den ihr tagtäglich unter den schwierigsten Bedingungen leistet! Wir haben heute von jeder Fraktion Lob, Dank und Anerkennung in eure Richtung gehört. Es ist mehr als verdient, und das freut mich. Herzlichen Dank und auf eine gute weitere Zusammenarbeit! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Das aber als rote Linie zu bezeichnen und gleichzeitig in Ihrer Partei – wie auch in der FPÖ – Leute zu haben, die die Europäische Menschenrechtskonvention neu diskutieren wollen, sie überarbeiten wollen: Das geht sich nicht aus, entweder oder, das geht nicht zusammen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Unverhandelbar ist ...!
(Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Unverhandelbar ist ...!) – Und unverhandelbar!
Beifall bei der SPÖ.
militarisierte Zone mitten in Europa gibt, mit unendlich vielen Waffen, die nicht von heute auf morgen verschwinden werden. Ich denke, es stünde Österreich auch in seiner Rolle als eines der immer weniger werdenden neutralen Länder in Europa sehr gut an, sich jetzt schon zu überlegen, wie man denn dann nach dem Krieg die Region demilitarisieren kann, denn in einer Gesellschaft, die im wahrsten Sinne des Wortes auf Waffen lebt, wird ein Frieden in Europa nicht greifbar und nicht möglich sein. Ich glaube, es wäre eine lohnende Aufgabe, sich da sehr bald etwas zu überlegen und auch daran seine Neutralitätsüberlegungen in Zukunft zu schärfen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich denke, es geht auch darum, Österreichs Rolle und Bild in der Welt weiterhin zu stärken – auch das wurde heute mehrmals angesprochen. Wir setzen da, glaube ich, einen großartigen Fokus mit der Initiative Refocus Austria, was den Wirtschaftsstandort Österreich und die Stärkung der heimischen Exportwirtschaft betrifft. Wir wollen uns für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat 2027/28 bewerben. Ich glaube, auch das zeigt, dass wir bereit sind, zusätzlich Verantwortung in der Welt zu übernehmen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke allen, die da zustimmen und das auch ermöglichen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte nur anmerken, dass das heiße 4 Prozent sind, nicht einmal 6 Prozent, wie das in Ihrem Budget als Inflation angenommen wurde. Wir haben das auch schon im Ausschuss besprochen. Die Frage ist, ob Sie einen geringeren Verhandlungserfolg hatten oder ob der Einsatz sozusagen von Grund auf gering war. Wir stehen aktuell immerhin bei 11 Prozent Inflation, mit 6 Prozent kann man nicht viel schupfen, wenn ich das so sagen darf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Wir haben in Afghanistan die Situation – Herr Bundesminister, ich glaube, wir haben die Taliban lange genug an ihren Taten gemessen –, dass Frauenrechte dort nicht nur beschnitten werden, sondern inexistent sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind, werter Herr Bundesminister, zum Handeln aufgerufen. Die Gelder für den Kampf für Frauen und für Frauenrechte fehlen, ganz offen gesprochen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Ein zweiter Bereich ist die Friedenspolitik. Wir haben heute im Parlament das SDG 16 behandelt, nämlich Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Herr Bundesminister, ich vermisse eine aktive Friedenspolitik, die nämlich auch eine aktive Neutralitätspolitik bedeutet. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Wir haben sogar hier im Haus einen Entschließungsantrag eingebracht, der ganz klar dazu aufruft, die Ukraine und Russland bei Verhandlungslösungen zu unterstützen. Es gibt diese Verhandlungsbemühungen von unserer Seite gesehen nicht, oder wenn, dann nur sehr mau. Die 500 000 Euro, die im Budget für die Mediationsfazilität eingestellt sind, sind – mit Verlaub – viel zu wenig.
Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere Sie auf, da wirklich Geld in die Hand zu nehmen und aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik zu leben. Ich darf Ihnen (ein Schriftstück in die Höhe haltend) auch eine super Anleitung von Uninetz mitgeben, wie Friedensforschung und Friedenspolitik funktionieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Die ÖVP nicht!
zweimal den Weg ins Gericht suchen und finden (Abg. Loacker: Die ÖVP nicht!) – die ÖVP nicht, sagen Sie, Herr Abgeordneter –, aber eines ist auch ganz klar: Die österreichische Bevölkerung hat ein hohes Vertrauen in ihre Justiz.
in Richtung Bundesministerin Zadić
Das ist auch gut so, denn wir alle wissen, dass die Justiz gut arbeitet und dass sie nicht nur Rechtssicherheit gibt, sondern auch Rechtsfrieden gewährleistet. – Ich begrüße Sie, Frau Ministerin. – Wir haben vergangene Woche recht ausführlich und intensiv über das Justizbudget debattiert. Ganz klar ist, dass wir es nach dem großen Alarm, zu Recht unter dem Titel „Die Justiz stirbt einen stillen Tod“, in den letzten drei Jahren geschafft haben – Sie (in Richtung Bundesministerin Zadić) haben sich da sehr stark gemacht –, dieses Aushungern der Justiz zu stoppen. Auch dieses Jahr gibt es eine Erhöhung von etwa 11,5 Prozent. Das ist wichtig, es hält den laufenden Betrieb aufrecht, ganz klar, und dem gebührt auch wirklich Anerkennung.
Beifall bei der SPÖ.
Diese großen Reformen fehlen mir, und daher werden wir in dieser Frage unsere Zustimmung verwehren, unterstützen Sie aber selbstverständlich weiterhin in Ihrem Kampf für eine unabhängigere und starke Justiz. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben im Zusammenhang damit, dass wir uns als Parlament mit den SDGs beschäftigen, heute draußen Informationsstände zum SDG 16 aufgebaut gehabt. Das ist das SDG Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Dazu gehört auch eine Justiz, die nicht nur formal und institutionell unabhängig ist, sondern die auch frei und insbesondere barrierefrei zugänglich und finanziell solide abgesichert ist. Und genau das, nämlich die solide finanzielle Absicherung für die Justiz, genau das ist es, was wir jetzt schon zum vierten Mal in Folge forcieren. Zum vierten Mal in Folge – das muss man sich bitte auf der Zunge zergehen lassen – wird das Justizbudget erhöht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
richtig, um genau diese Absicherung des Justizsystems zu gewährleisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das sind so viele wertvolle Beiträge, da steckt so viel in diesem Justizbudget drinnen – zum wiederholten Male –, damit wir wirklich sichergehen können, dass wir dieses SDG 16, die Absicherung des Justizsystems, erfüllen können. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und deswegen ersuche ich wirklich ausdrücklich um Zustimmung zu diesem Budget. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, was derzeit als Vorschlag im Raum steht, ein Dreiergremium an die Spitze zu stellen, halte ich für völlig verfehlt, weil eine geteilte Verantwortung keine Verantwortung ist: Wer hat dann entschieden? Wer ist zur Verantwortung zu ziehen, zur Rechenschaft zu ziehen? Das ist dann völlig unklar, also ein völlig falscher Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass Sie dem zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, das Budget ist eine solide, sehr, sehr gute Basis für die Arbeit in den nächsten Jahren, setzt einige ganz markante Schwerpunkte. Ich freue mich auf die Umsetzung der genannten Projekte und bitte um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Es wurde über das Justizbudget schon viel Positives ausgeführt. Dem kann ich mich durchaus anschließen. Rein monetär knackt das Budget erstmals die 2-Milliarden-Euro-Marke. Das ist viel Geld, das zur Verfügung gestellt wird, damit wir in Österreich Rechtssicherheit und Rechtsfrieden haben. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Bediensteten im Justizbereich für die Arbeit, die im Sinne dieses Rechtsfriedens und dieser Rechtssicherheit geleistet wird, sehr herzlich zu bedanken. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.
ten der Geltung der Europäischen Menschenrechtskonvention diese angepasst werden muss. Da liegt ein fundamentales Missverständnis vor, denn es geht nicht darum, die EMRK so wie irgendein normales Gesetz zu behandeln, bei dem man meinetwegen aufgrund der Inflationsentwicklung Bestimmungen anpassen muss. Wenn man an der EMRK zu schrauben beginnt, so quasi aus einem inflationären Werteverlust heraus, weil man eben nicht mehr erkennt, was für ein Wert sie ist, dann rüttelt man wirklich an den Fundamenten des Staates. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Martin Graf: Man wird ja wohl noch diskutieren dürfen!
Bitte beenden Sie die Diskussion – ich bitte Sie noch einmal! –, das führt zu nichts! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Martin Graf: Man wird ja wohl noch diskutieren dürfen!)
Abg. Stöger: ... Karner ...!
Dem müssen wir uns als Gesellschaft und ganz konkret als Bundesregierung klar entgegenstellen (Abg. Stöger: ... Karner ...!), und so hat das heurige Budget eben auch den Zweck, eine andere drohende Krise nicht entstehen zu lassen, und zwar die Krise unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Mit diesem heurigen Justizbudget setzen wir genau deswegen einen wichtigen Schritt, weil wir eben das Justizbudget wieder einmal erhöhen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Dem müssen wir uns als Gesellschaft und ganz konkret als Bundesregierung klar entgegenstellen (Abg. Stöger: ... Karner ...!), und so hat das heurige Budget eben auch den Zweck, eine andere drohende Krise nicht entstehen zu lassen, und zwar die Krise unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Mit diesem heurigen Justizbudget setzen wir genau deswegen einen wichtigen Schritt, weil wir eben das Justizbudget wieder einmal erhöhen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Warum hat unser demokratisches System mitgelitten? – Die Demokratie hat zwei Grundversprechen. Das erste ist, dass jeder und jede zu gleichen Teilen daran mitwirken kann, wie wir gemeinsam unsere Regeln für unser Zusammenleben festlegen, und das zweite – und das ist essenziell – ist, dass diese Regeln in der Folge für alle gleich gelten. Dieses Versprechen wird durch Korruption verletzt, denn Korruption bedeutet, dass die Regeln eben nicht für alle gleich gelten, dass jene, die mehr Geld oder Einfluss haben, eben nicht nur eine Stimme haben und eben nicht das gleiche Recht; und genau dieses bessere Recht für einige wenige darf es nicht geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der beste Schutzschild gegen Korruption, meine Damen und Herren, ist Transparenz sowie eine starke und unabhängige Justiz. Die Justiz ist eine tragende Säule unserer Demokratie und unserer offenen Gesellschaft. Diese unantastbare Unabhängigkeit der Justiz muss in ihren Ressourcen und Strukturen stark sein. Sie muss unabhängig von den handelnden Politikerinnen und Politikern sein und eben auch unabhängig von mir. Deshalb ist das diesjährige Justizbudget für mich ein enormer Beitrag zu unserer Demokratie und zur Stärkung unseres Rechtsstaates und unserer offenen Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das vierte Jahr in Folge haben wir als Bundesregierung einen wichtigen Schritt zur Stärkung unseres Rechtsstaates und unserer Demokratie gesetzt. 2020 gab es eine Erhöhung um 131 Millionen Euro, 2021 eine Erhöhung um 65 Millionen Euro, 2022 um 76 Millionen Euro, und das Budget für das Justizministerium wird mit 2023 um 220 Millionen Euro aufgestockt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um 11,5 Prozent. Erstmals wächst das Justizbudget an die 2 Milliarden Euro heran, und das ist ein klares Zeichen der gesamten Bundesregierung zur Stärkung des Rechtsstaates und unserer Demokratie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
auch heuer gelungen ist, gemeinsam ein gutes Budget für die Justiz zu erzielen – vielen herzlichen Dank an dieser Stelle allen Beamtinnen und Beamten des Justizressorts, aber auch des Finanzressorts. Ich glaube, das Budget kann sich wirklich sehen lassen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich freue mich über die große Einigkeit in diesem Parlament, und ich freue mich darüber, dass es heuer unter ökonomisch wirklich schwierigen Rahmenbedingungen gelungen ist, wieder mehr Geld für Österreichs Justiz herauszuverhandeln – und zwar nicht nur nominell, denn das wäre bei circa 10 Prozent Inflation zu wenig, sondern sogar inflationsbereinigt, also ganz, ganz real –, und das, wie schon erwähnt, zum vierten Mal in Folge – und das ist gut so. Wir haben eine Justiz übernommen, der man einen stillen Tod vorhergesagt hat; heute ist diese Justiz quicklebendig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir Grüne haben uns vorgenommen, dafür zu sorgen, dass unserem Österreich dieser bittere Moment der Erkenntnis erspart bleibt; dass es uns allen weiter selbstverständlich scheint, dass die Justiz und was da alles in dieser Justiz tagtäglich funktioniert, obwohl es in Wahrheit eben nicht selbstverständlich ist, weil das alles Geld braucht – und das haben wir hergebracht, das vierte Mal in Folge. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit der Rednerin
Es gibt aber nach wie vor nichts hier im Haus, was wir wirklich beschließen könnten, und das ist sehr bedauerlich, weil die Whistleblowerrichtlinie die Frage regelt, wie man jene, die Informationen weitergeben, wenn sie etwa Korruption aufdecken wollen oder müssen, weil sie dazu auch moralisch getrieben sind (Heiterkeit der Rednerin) – soll ja vorkommen, dass es solche Leute gibt, Gott sei Dank –, europaweit einheitlich schützt.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Krisper.
Ich denke mir, das sollte eine moderne Justiz den Menschen in Österreich schuldig sein, da auf dem neuesten Stand, State of the Art, zu sein, was internationale Benchmarks betrifft. Ich hoffe, da geht sehr bald etwas weiter. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Geldbörsel spürbar sein werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.
Insgesamt ist die Ausgabenentwicklung von der Entwicklung im Straf- und Maßnahmenvollzug geprägt. Rund 8 900 Personen sind durchschnittlich in den letzten Jahren in den Justizanstalten untergebracht gewesen. Tendenziell ist mit einer Steigerung zu rechnen. Daher halte ich die Ausgaben für Investitionen in die Justizanstalten, für Sicherheit und auch für entsprechende Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für sehr wichtig. An dieser Stelle ein Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Justizanstalten für ihre Arbeit im Dienste der Sicherheit für unsere Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, als Sprecher für Wohnen und Bauten der ÖVP darf ich die Diskussion nutzen, auch das Thema Wohnen in diesem Budget anzusprechen. Die geplante Anhebung der Sanierungsrate in Richtung 3 Prozent und der geplante Ausstieg aus den fossilen Heizsystemen brauchen enorme Mittel. Dafür werden bis 2026 insgesamt über 1,9 Milliarden Euro ausgegeben. Das bedeutet eine Aufstockung von insgesamt 445 Millionen Euro gegenüber dem letzten Budget. 570 Millionen Euro stehen für einkommensschwache Haushalte, die Maßnahmen im Rahmen der Sanierungsoffensive setzen, zur Verfügung – sinnvolle und wichtige Steuermittel für unseren Gebäudebestand, damit dieser Gebäudebestand klimafit wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammenfassend ist festzuhalten: Dieses Budget ist ein stabiles Budget in unsicheren Zeiten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Taschner
Für mich als Sprecher für den öffentlichen Dienst ist natürlich auch eines ein bisschen erschreckend, wenn man sich das Budget anschaut: 144 000 zusätzliche Planstellen im öffentlichen Dienst, davon entfallen sehr viele auf die Bildung, circa 50 000 (Zwischenruf des Abg. Taschner) – ja, sehr gut, Kollege Taschner –, 30 000 gehen an den Bereich innere Sicherheit, 20 000 für den Bereich Militärische Angelegenheiten – und null für die Justizwache!
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, Sie haben sich wahrscheinlich um Richter, Staatsanwälte und vieles andere gekümmert, Frau Bundesministerin – vielleicht waren Sie auch mit der ÖVP beschäftigt –, und das ist auch gut so. Der Strafvollzug ist aber der große Verlierer in diesem Budget, das muss man so deutlich sagen, da muss ich die Jubelstimmung ein bisschen bremsen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit diesen zwei Anträgen des Kollegen Stefan beziehungsweise von mir könnte man wirklich sehr, sehr viel machen. Man würde damit im eigenen Wirkungsbereich sparen, ohne auf den Finanzminister angewiesen zu sein und öffentliches Steuergeld in die Hand nehmen zu müssen. Ich hoffe, dass das irgendwann einmal fruchtet. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Vertrauen ist die Grundlage der Demokratie. Genau dieses Vertrauen wird in Umfragen mehrmals jährlich abgefragt, und dass das Vertrauen in die Politik nicht ganz so gut aussieht, ist hinlänglich bekannt. Ich glaube, es ist unser aller Aufgabe, dieses Vertrauen wieder zurückzugewinnen, denn das stimmt auch mich sehr nachdenklich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krisper: Antikorruptionsgesetzgebung?
Gerade in Krisenzeiten braucht es daher (Abg. Krisper: Antikorruptionsgesetzgebung?) wieder mehr Vertrauen, und ich denke – das sage ich jetzt durchaus selbstreflektiert, Frau Kollegin Krisper –, dass es auf der einen Seite vielleicht manchmal weniger an Superlativen braucht (Zwischenruf der Abg. Yildirim), es auf der anderen Seite aber doch auch möglich sein sollte, einmal zu sagen, wenn etwas gut gemacht wird – auch dann, wenn es vom politischen Mitbewerber kommt!
Zwischenruf der Abg. Yildirim
Gerade in Krisenzeiten braucht es daher (Abg. Krisper: Antikorruptionsgesetzgebung?) wieder mehr Vertrauen, und ich denke – das sage ich jetzt durchaus selbstreflektiert, Frau Kollegin Krisper –, dass es auf der einen Seite vielleicht manchmal weniger an Superlativen braucht (Zwischenruf der Abg. Yildirim), es auf der anderen Seite aber doch auch möglich sein sollte, einmal zu sagen, wenn etwas gut gemacht wird – auch dann, wenn es vom politischen Mitbewerber kommt!
Beifall bei der ÖVP.
SPÖ-geführte Regierungen –, das steht heute noch in manchen Parteiprogrammen, Frau Kollegin Krisper, und wir machen es jetzt. Da kann man auch einmal sagen, dass das gut gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das setzen wir mit diesem Budget auch im nächsten Jahr fort. Ich möchte nur drei Schwerpunkte hervorstreichen: Wir gehen mit diesem Budget den Kampf gegen Cyberkriminalität aktiv an, wir investieren mehr in die Digitalisierung – mir als junge Juristin ist das sehr wichtig, dass der digitale Akt nicht nur an den Gerichten verwendet, sondern auch auf die Staatsanwaltschaften ausgerollt wird – und wir stärken den Opferschutz, denn für die Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt ist die Situation schon schlimm genug. Wir müssen alles dafür tun, dass wir die Opfer bestmöglich begleiten, und auch das persönliche Sicherheitsgefühl der Betroffenen in Zukunft stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, auf die Justiz ist Verlass, das wird auch mit diesem Budget so fortgeführt. Wir modernisieren die Justiz, wir schaffen wichtige Schwerpunkte und auch zusätzliche Infrastruktur, und das ist wirklich gut so. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Taschner: So weiterwurschteln will ich einmal können!
Die Bundesregierung wurschtelt weiter. Das passiert auch im Bereich der Justiz. (Abg. Taschner: So weiterwurschteln will ich einmal können!) Ich nenne Ihnen zwei aktuelle Problemfelder, die einer Reform bedürfen: Das eine betrifft die Gerichtsgebühren und die Kostenbeiträge. Die Gerichtsgebühren steigen 2023 auf über 1,6 Milliarden Euro. Es gibt Rechtsexperten, die diese Höhe als verfassungswidrig betrachten, denn Gebühren müssen eigentlich kostendeckend sein und sind keine Einnahmequelle an sich. (Abg. Steinacker: Siehe Wien!)
Abg. Steinacker: Siehe Wien!
Die Bundesregierung wurschtelt weiter. Das passiert auch im Bereich der Justiz. (Abg. Taschner: So weiterwurschteln will ich einmal können!) Ich nenne Ihnen zwei aktuelle Problemfelder, die einer Reform bedürfen: Das eine betrifft die Gerichtsgebühren und die Kostenbeiträge. Die Gerichtsgebühren steigen 2023 auf über 1,6 Milliarden Euro. Es gibt Rechtsexperten, die diese Höhe als verfassungswidrig betrachten, denn Gebühren müssen eigentlich kostendeckend sein und sind keine Einnahmequelle an sich. (Abg. Steinacker: Siehe Wien!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Sagt wer?
Die Bundesregierung hat sich aufgegeben, dieses Justizbudget ist ein trauriger Zeuge davon. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Sagt wer?)
Beifall bei der FPÖ.
Warum? – Jetzt sollte man auch einmal die Kirche im Dorf lassen und sagen, warum man das überhaupt macht: weil in Österreich halt alles abgesprochen wird. Die Hauptversorgung dieser Häftlinge erfolgt nämlich in Niederösterreich, in einem Landeskrankenanstaltenbereich, der letztendlich der niederösterreichischen Landeshauptfrau zugeteilt ist. Und man teilt halt alles in Österreich fifty-fifty zwischen Rot und Schwarz auf. Das ist letztendlich der Grund, dass man seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten diese Regelung der Sozialversicherung schafft, denn dafür kriegt Niederösterreich schön bezahlt. Das heißt, auf Kosten von ganz Österreich werden die Häftlinge privatversichert, in Niederösterreich abgerechnet. Das ist der wahre Hintergrund dessen, und das ist das, was halt irgendwann einmal in Österreich abgeschafft gehört. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
diese auch abbildet. Man kann heute nicht von einer Kaufpreissumme 3,5 Prozent oder auch eine Eintragungsgebühr im Grundbuch verlangen, wenn das eigentlich eine verdeckte Steuer ist. Daher gehört auch hier der Wahrheit Rechnung getragen, dass diese Einnahmen immer zulasten der Bürger gehen, die diese Verkäufe durchführen. – Herzlichen Dank und, liebe Frau Justizministerin, alles Gute für Ihr Budget. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Karner: Völlig richtig!
Von dem Mehr an Budget sollten eigentlich die Polizistinnen und Polizisten profitieren, die jeden Tag draußen sind, die direkt bei den Menschen sind und für Sicherheit in unserem Land sorgen. Sie sollten von Ausstattung, Infrastruktur und Arbeitsbedingungen, die sich verbessern, profitieren. Das wäre dringend notwendig, denn die Polizistinnen und Polizisten leisten ausgezeichnete Arbeit und würden sich genau diese Wertschätzung auch entsprechend verdienen. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Karner: Völlig richtig!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich zeige Ihnen das an zwei Beispielen auf: Letzte Woche haben Sie das Krisensicherheitsgesetz präsentiert. Das Kernstück dieses Krisensicherheitsgesetzes ist ein Bunker im Innenministerium. Der jetzige Bundeskanzler hat das noch als Innenminister vor einem Jahr präsentiert, in schönen Bildern: einen Bunker, der damals, vor einem Jahr, noch 27 Millionen Euro gekostet hätte. Jetzt plötzlich, ein Jahr später, kostet dasselbe Prestigeding 50 Millionen Euro, Herr Bundesminister! So gehen Sie mit dem Geld um, das eigentlich draußen bei den Polizistinnen und Polizisten ankommen sollte. Das wird in solche Prestigeprojekte gesteckt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und, Herr Minister, wissen Sie, was Sie im Ausschuss auch nicht beantworten konnten? – Wo Sie die Hubschrauber einsetzen und für welchen Zweck sie eingesetzt werden. Nicht einmal das können Sie in einer Ausschusssitzung beantworten, und das zeigt, wie leichtfertig Sie mit dem Geld umgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lercher: Das sind die Pferde vom Karner!
Jetzt sage ich Ihnen zu diesen Hubschraubern noch etwas: Der AW169 kann offenbar ganz viel, aber er hat ein ganz großes Problem: Er hat eine schlechte Enteisungsanlage. Im Hochgebirge funktioniert die Enteisung nicht. Die Schweizer haben genau aus diesem Grund die Beschaffung rückgängig gemacht – aber wir kaufen sie. Wir wissen nicht, wofür wir sie einsetzen, wir wissen nicht, wo sie stationiert werden, aber wir kaufen sie. (Abg. Lercher: Das sind die Pferde vom Karner!)
Abg. Lercher: Das sind die Pferde vom Karner!
Das ist eine Politik und ein Umgang mit Budgetmitteln, die am Wesentlichen vorbeigehen, Herr Minister! (Abg. Lercher: Das sind die Pferde vom Karner!) Die Topografie bei uns ist nicht so unterschiedlich von jener der Schweiz, das sind die gleichen Verhältnisse. Jetzt kaufen wir Hubschrauber, die im Hochgebirge dann nicht einsetzbar sind. (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Sauerei!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Sauerei!
Das ist eine Politik und ein Umgang mit Budgetmitteln, die am Wesentlichen vorbeigehen, Herr Minister! (Abg. Lercher: Das sind die Pferde vom Karner!) Die Topografie bei uns ist nicht so unterschiedlich von jener der Schweiz, das sind die gleichen Verhältnisse. Jetzt kaufen wir Hubschrauber, die im Hochgebirge dann nicht einsetzbar sind. (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Sauerei!)
Beifall bei der SPÖ.
und Polizisten in Ihrem Ressort ankommen und bei den Menschen ankommen, zum Wohle der Sicherheit in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.
Das alles führt dazu, dass Österreich eines der sichersten Länder der Welt ist, und das Budget, das wir diese Woche beschließen werden, gewährleistet, dass es auch so bleibt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.)
Beifall bei der ÖVP.
Was heißt Sicherheit in unserem Land? – Das bedeutet, dass mit diesem Budget Österreich resilienter gemacht wird, dass wir auch die Cybersicherheit erhöhen. Und weil hier schon so viel von Hass im Netz gesprochen wurde, sage ich Ihnen dazu schon ein offenes Wort: Wer es ernst meint, dass Hass im Netz bekämpft gehört, der müsste auch zur Klarnamenpflicht stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Einwallner: Ums Doppelte!
Das alles dient der Sicherheit im Land und führt dazu, dass auch eine mobile Einheit in den Landespolizeidirektionen aufgebaut wird, ein Cyberlagezentrum entsteht. Und, Herr Kollege Einwallner, weil Sie das Krisensicherheitslagezentrum angesprochen haben: Ja, es ist teurer geworden (Abg. Einwallner: Ums Doppelte!), aber wenn Sie es sich ansehen (Abg. Einwallner: Es ist ums Doppelte teurer geworden! Vielleicht können Sie es erklären, wenn es der Karner schon nicht kann!), dann wird klar, es kann aber auch mehr und es sind auch die Funktionalitäten vermehrt worden. – Regen Sie sich nicht so auf, Herr Kollege! Es ist ja nichts Schlechtes an einem Krisensicherheitslagezentrum. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Nein, aber der Minister kann es nicht erklären!)
Abg. Einwallner: Es ist ums Doppelte teurer geworden! Vielleicht können Sie es erklären, wenn es der Karner schon nicht kann!
Das alles dient der Sicherheit im Land und führt dazu, dass auch eine mobile Einheit in den Landespolizeidirektionen aufgebaut wird, ein Cyberlagezentrum entsteht. Und, Herr Kollege Einwallner, weil Sie das Krisensicherheitslagezentrum angesprochen haben: Ja, es ist teurer geworden (Abg. Einwallner: Ums Doppelte!), aber wenn Sie es sich ansehen (Abg. Einwallner: Es ist ums Doppelte teurer geworden! Vielleicht können Sie es erklären, wenn es der Karner schon nicht kann!), dann wird klar, es kann aber auch mehr und es sind auch die Funktionalitäten vermehrt worden. – Regen Sie sich nicht so auf, Herr Kollege! Es ist ja nichts Schlechtes an einem Krisensicherheitslagezentrum. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Nein, aber der Minister kann es nicht erklären!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Nein, aber der Minister kann es nicht erklären!
Das alles dient der Sicherheit im Land und führt dazu, dass auch eine mobile Einheit in den Landespolizeidirektionen aufgebaut wird, ein Cyberlagezentrum entsteht. Und, Herr Kollege Einwallner, weil Sie das Krisensicherheitslagezentrum angesprochen haben: Ja, es ist teurer geworden (Abg. Einwallner: Ums Doppelte!), aber wenn Sie es sich ansehen (Abg. Einwallner: Es ist ums Doppelte teurer geworden! Vielleicht können Sie es erklären, wenn es der Karner schon nicht kann!), dann wird klar, es kann aber auch mehr und es sind auch die Funktionalitäten vermehrt worden. – Regen Sie sich nicht so auf, Herr Kollege! Es ist ja nichts Schlechtes an einem Krisensicherheitslagezentrum. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Nein, aber der Minister kann es nicht erklären!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.
Sie sehen, die Sicherheit in diesem Land ist dieser Regierung, ist diesem Innenminister etwas wert, und das zum Wohle der Menschen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.)
Abg. Stocker: Das war der Kickl! Das war der Kickl, der nichts gemacht hat!
Karner hat seit seinem Amtsantritt keinen einzigen illegalen Grenzübertritt in Österreich verhindert. (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Das war der Kickl, der nichts gemacht hat!) – Kollege Stocker, sparen Sie sich Ihre unqualifizierten (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Sie wollen es nicht hören!), geradezu dümmlichen Zwischenrufe (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Bürstmayr: He!) und vergleichen Sie die Asylzahlen in der Amtszeit von Herbert Kickl als Innenminister (Rufe bei der ÖVP: ... nichts geschehen! Gar nichts! Nichts gemacht!) mit jenen unter Karner oder auch unter Nehammer! Also sparen Sie sich das und
Abg. Stocker: Das war der Kickl! Sie wollen es nicht hören!
Karner hat seit seinem Amtsantritt keinen einzigen illegalen Grenzübertritt in Österreich verhindert. (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Das war der Kickl, der nichts gemacht hat!) – Kollege Stocker, sparen Sie sich Ihre unqualifizierten (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Sie wollen es nicht hören!), geradezu dümmlichen Zwischenrufe (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Bürstmayr: He!) und vergleichen Sie die Asylzahlen in der Amtszeit von Herbert Kickl als Innenminister (Rufe bei der ÖVP: ... nichts geschehen! Gar nichts! Nichts gemacht!) mit jenen unter Karner oder auch unter Nehammer! Also sparen Sie sich das und
lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Bürstmayr: He!
Karner hat seit seinem Amtsantritt keinen einzigen illegalen Grenzübertritt in Österreich verhindert. (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Das war der Kickl, der nichts gemacht hat!) – Kollege Stocker, sparen Sie sich Ihre unqualifizierten (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Sie wollen es nicht hören!), geradezu dümmlichen Zwischenrufe (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Bürstmayr: He!) und vergleichen Sie die Asylzahlen in der Amtszeit von Herbert Kickl als Innenminister (Rufe bei der ÖVP: ... nichts geschehen! Gar nichts! Nichts gemacht!) mit jenen unter Karner oder auch unter Nehammer! Also sparen Sie sich das und
Rufe bei der ÖVP: ... nichts geschehen! Gar nichts! Nichts gemacht!
Karner hat seit seinem Amtsantritt keinen einzigen illegalen Grenzübertritt in Österreich verhindert. (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Das war der Kickl, der nichts gemacht hat!) – Kollege Stocker, sparen Sie sich Ihre unqualifizierten (Abg. Stocker: Das war der Kickl! Sie wollen es nicht hören!), geradezu dümmlichen Zwischenrufe (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Bürstmayr: He!) und vergleichen Sie die Asylzahlen in der Amtszeit von Herbert Kickl als Innenminister (Rufe bei der ÖVP: ... nichts geschehen! Gar nichts! Nichts gemacht!) mit jenen unter Karner oder auch unter Nehammer! Also sparen Sie sich das und
Abg. Stocker: Pferterln habt ihr gekauft!
verkaufen Sie die Menschen nicht für blöd! (Abg. Stocker: Pferterln habt ihr gekauft!)
Ruf bei der ÖVP: Die hat der Kickl außer Landes gebracht!
Meine Damen und Herren! Wir haben jetzt im Budget für das Jahr 2023 für das Fremdenwesen über 1 Milliarde Euro veranschlagt. Das ist absoluter Rekord, so viel war für das Asylwesen noch nie veranschlagt, und da muss man ja auch die Wahrheit sagen: Diese Milliarde, mehr als 1 Milliarde Euro, das ist ja nur die Kostengeschichte, die im Innenministerium anfällt, aber die Migrationsbewegung schlägt sich ja auf sämtliche Bereiche nieder: auf das Sozialsystem, auf das Bildungswesen, auf das Gesundheitswesen, das durch diese kulturfremden Menschen aus aller Herren Länder, die hier eigentlich gar nichts verloren haben und die rasch außer Landes gebracht gehören, auch massiv belastet ist. (Ruf bei der ÖVP: Die hat der Kickl außer Landes gebracht!)
Abg. Stocker: Taferlklasse Ausreisezentrum!
Meine Damen und Herren! Ich habe auch einen konkreten Antrag mit, und zwar einen Entschließungsantrag der Abgeordneten Amesbauer und weiterer Abgeordneter (Abg. Stocker: Taferlklasse Ausreisezentrum!) – das Ausreisezentrum findet sich auch darin (Abg. Stocker: Taferlklasse!); warten Sie ab, ich werde dazu kommen – betreffend „23 Maßnahmen zur De-Attraktivierung Österreichs als Zielland für illegale Wirtschaftsmigranten und Scheinasylanten für 2023“.
Abg. Stocker: Taferlklasse!
Meine Damen und Herren! Ich habe auch einen konkreten Antrag mit, und zwar einen Entschließungsantrag der Abgeordneten Amesbauer und weiterer Abgeordneter (Abg. Stocker: Taferlklasse Ausreisezentrum!) – das Ausreisezentrum findet sich auch darin (Abg. Stocker: Taferlklasse!); warten Sie ab, ich werde dazu kommen – betreffend „23 Maßnahmen zur De-Attraktivierung Österreichs als Zielland für illegale Wirtschaftsmigranten und Scheinasylanten für 2023“.
Abg. Krisper: Gegen die Verfassung!
„Ermöglichen von ,Pushbacks‘“ – na, sofort! Ich rede mir den Mund wässrig, immer wieder fordern wir das, und dann muss ich mir sowohl vom Innenminister als auch von Kollegen Bürstmayr immer wieder sagen lassen, wir verstoßen gegen diese Forderungen, gegen das Unionsrecht, gegen die Menschenrechte (Abg. Krisper: Gegen die Verfassung!), sogar ein Verstoß gegen die Verfassung wird uns vorgeworfen.
Abg. Bürstmayr: „Na und“?! Ist das Ihr Ernst, Herr Kollege? Ist das Ihr Ernst?! – Weitere lebhafte Zwischenrufe.
Ja Kollegen: Na und? (Abg. Bürstmayr: „Na und“?! Ist das Ihr Ernst, Herr Kollege? Ist das Ihr Ernst?! – Weitere lebhafte Zwischenrufe.) Ja und? 100 000 Menschen haben gegen die Gesetze verstoßen, als sie unsere Grenzen überquert haben! Wir haben für die Sicherheit der Bürger in Österreich zu sorgen, und wenn es internationale Rechtsnormen gibt, die uns bei der Erreichung unserer nationalen Ziele im Wege stehen, dann haben wir diese Rechtsnormen zu beseitigen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Rössler.) – Aus, Ende, fertig! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das ist kein großer Applaus!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Rössler.
Ja Kollegen: Na und? (Abg. Bürstmayr: „Na und“?! Ist das Ihr Ernst, Herr Kollege? Ist das Ihr Ernst?! – Weitere lebhafte Zwischenrufe.) Ja und? 100 000 Menschen haben gegen die Gesetze verstoßen, als sie unsere Grenzen überquert haben! Wir haben für die Sicherheit der Bürger in Österreich zu sorgen, und wenn es internationale Rechtsnormen gibt, die uns bei der Erreichung unserer nationalen Ziele im Wege stehen, dann haben wir diese Rechtsnormen zu beseitigen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Rössler.) – Aus, Ende, fertig! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das ist kein großer Applaus!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das ist kein großer Applaus!
Ja Kollegen: Na und? (Abg. Bürstmayr: „Na und“?! Ist das Ihr Ernst, Herr Kollege? Ist das Ihr Ernst?! – Weitere lebhafte Zwischenrufe.) Ja und? 100 000 Menschen haben gegen die Gesetze verstoßen, als sie unsere Grenzen überquert haben! Wir haben für die Sicherheit der Bürger in Österreich zu sorgen, und wenn es internationale Rechtsnormen gibt, die uns bei der Erreichung unserer nationalen Ziele im Wege stehen, dann haben wir diese Rechtsnormen zu beseitigen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Rössler.) – Aus, Ende, fertig! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das ist kein großer Applaus!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
„Verschärfung des Strafrahmens des § 114 FPG“ – Fremdenpolizeigesetz – „,Schlepperei‘“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na, ihr könnt ja mit Gust Wöginger reden, der hat ja vor Kurzem auch Andeutungen in diese Richtung gemacht (Abg. Taschner: Nein! Nein, das nicht!), nur meint sie Gust Wöginger nicht ernst.
Abg. Taschner: Nein! Nein, das nicht!
„Verschärfung des Strafrahmens des § 114 FPG“ – Fremdenpolizeigesetz – „,Schlepperei‘“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na, ihr könnt ja mit Gust Wöginger reden, der hat ja vor Kurzem auch Andeutungen in diese Richtung gemacht (Abg. Taschner: Nein! Nein, das nicht!), nur meint sie Gust Wöginger nicht ernst.
Abg. Stocker: Wo studiert man das eigentlich?
Weiters: „Bestrafung von ,geschleppten‘ illegalen Migranten als Beteiligte (§ 12 StGB)“ –Strafgesetzbuch – „im Zusammenhang mit § 114 FPG“ – Fremdenpolizeigesetz – „,Schlepperei‘ und“ – und jetzt kommt es, das ist besonders wichtig – „Behandlung aller Beteiligten als Täter im Sinne des § 12. Strafgesetzbuch.“ (Abg. Stocker: Wo studiert man das eigentlich?) „Somit soll“ auch „der Geschleppte, der“ wahre „Nutznießer der Schleppung [...], genauso bestraft werden wie der Schlepper.“ – Also auch der Geschleppte ist nach unserem Konzept ein Täter. (Ruf: Also das ist ja ein - -!)
Ruf: Also das ist ja ein - -!
Weiters: „Bestrafung von ,geschleppten‘ illegalen Migranten als Beteiligte (§ 12 StGB)“ –Strafgesetzbuch – „im Zusammenhang mit § 114 FPG“ – Fremdenpolizeigesetz – „,Schlepperei‘ und“ – und jetzt kommt es, das ist besonders wichtig – „Behandlung aller Beteiligten als Täter im Sinne des § 12. Strafgesetzbuch.“ (Abg. Stocker: Wo studiert man das eigentlich?) „Somit soll“ auch „der Geschleppte, der“ wahre „Nutznießer der Schleppung [...], genauso bestraft werden wie der Schlepper.“ – Also auch der Geschleppte ist nach unserem Konzept ein Täter. (Ruf: Also das ist ja ein - -!)
Abg. Stocker: Taferlklassler!
„Wiedereinführung von Ausreisezentren.“ – Herr Kollege Stocker, das haben Sie ja vorhin angesprochen. (Abg. Stocker: Taferlklassler!) Natürlich, das ist Symbolpolitik, aber in der Asylpolitik ist Symbolpolitik wichtig. (Abg. Zarits: Wo studiert man diese rechtlichen Dinge eigentlich?) Wir müssen diesen Menschen aus aller Herren Länder sagen: Ihr habt keine Chance bei uns, wir schicken euch wieder zurück!
Abg. Zarits: Wo studiert man diese rechtlichen Dinge eigentlich?
„Wiedereinführung von Ausreisezentren.“ – Herr Kollege Stocker, das haben Sie ja vorhin angesprochen. (Abg. Stocker: Taferlklassler!) Natürlich, das ist Symbolpolitik, aber in der Asylpolitik ist Symbolpolitik wichtig. (Abg. Zarits: Wo studiert man diese rechtlichen Dinge eigentlich?) Wir müssen diesen Menschen aus aller Herren Länder sagen: Ihr habt keine Chance bei uns, wir schicken euch wieder zurück!
Zwischenruf der Abg. Tomaselli
Jetzt komme ich zu den neuen Punkten unseres Antrages (Zwischenruf der Abg. Tomaselli) – wir haben das ja schon mehrmals eingebracht –:
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, vor allem die Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie es mit der angeblich so restriktiven Asylpolitik, die Sie verfolgen, ernst nehmen, haben Sie gar keine andere Möglichkeit, als diesem Antrag zuzustimmen, insbesondere von August Wöginger setze ich das voraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Bevor ich Mag. Georg Bürstmayr das Wort erteile, darf ich mitteilen, dass der Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht ist und dass ich für den Vorwurf der „dümmlichen Zwischenrufe“ einen Ordnungsruf zu erteilen habe. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Polizist:innen gehören anständig bezahlt, und zugleich sind Menschenrechte und Menschenwürde nicht der Rahmen für ihr Handeln oder gar ein Hindernis für dieses Handeln, sondern vielmehr das Ziel ihrer Amtshandlungen, weil es Aufgabe der Polizei ist, die Einhaltung der Menschenrechte herzustellen und diese Rechte zu schützen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Übrigens: Ende des Jahres 2018 waren circa 30 Prozent mehr Menschen in Grundversorgung. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass die FPÖ damals den Innenminister auch nur kritisiert hätte. – Ach so, der hieß ja damals Herbert Kickl. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Zwischenruf des Abg. Ries.
Was ist mit allen anderen, die zuletzt einen Asylantrag gestellt haben? – So überraschend das klingen mag: Die ziehen weiter, über Deutschland, die Schweiz und Italien nach Frankreich, Spanien und in andere EU-Staaten, wo sie sich Arbeit erhoffen, oft in der Landwirtschaft, meist im Bereich von Grau- oder Schwarzarbeit. Wir haben es tatsächlich mit einem neuen Phänomen zu tun, nämlich mit einer Wanderungsbewegung durch Österreich und nicht mit einem Zustrom nach Österreich. 4 000 zusätzliche Menschen in Grundversorgung in diesem Jahr – das werden wir wohl noch zusammenbringen! (Zwischenruf des Abg. Ries.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das ist die budgetäre Herausforderung des Jahres 2023 in diesem Budgetbereich. Und wenn man Budgets lesen kann, dann kommt man auch innerhalb von 5 Minuten drauf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herrn Wladimir Wladimirowitsch Putin. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Der Grenzübertritt ist auch ein Rechtsbruch, oder?
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Kollege Amesbauer und die anderen Kollegen, die Sie diesen Antrag unterschrieben haben, Sie sind auf die Verfassung angelobt, und wenn Sie einen Antrag stellen, der zentralen Punkten der Verfassung widerspricht, der zu einem Bruch dieser Verfassung führen möchte (Abg. Amesbauer: Der Grenzübertritt ist auch ein Rechtsbruch, oder?), dann zeigt das nur, wie fanatisch Sie sind und dass sich die FPÖ weit vom Verfassungsbogen entfernt hat. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie bei ÖVP, SPÖ und Grünen. –Abg. Amesbauer: Das machen die Polen, das machen die Balten, das machen die Griechen!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie bei ÖVP, SPÖ und Grünen. –Abg. Amesbauer: Das machen die Polen, das machen die Balten, das machen die Griechen!
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Kollege Amesbauer und die anderen Kollegen, die Sie diesen Antrag unterschrieben haben, Sie sind auf die Verfassung angelobt, und wenn Sie einen Antrag stellen, der zentralen Punkten der Verfassung widerspricht, der zu einem Bruch dieser Verfassung führen möchte (Abg. Amesbauer: Der Grenzübertritt ist auch ein Rechtsbruch, oder?), dann zeigt das nur, wie fanatisch Sie sind und dass sich die FPÖ weit vom Verfassungsbogen entfernt hat. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie bei ÖVP, SPÖ und Grünen. –Abg. Amesbauer: Das machen die Polen, das machen die Balten, das machen die Griechen!)
Ruf bei der ÖVP: Das hat’s immer gegeben!
Mit diesen Aussichten findet sich schwer das kompetenteste und motiviertes Personal. (Ruf bei der ÖVP: Das hat’s immer gegeben!) Immer mehr müssen wir mit unserem Steuergeld bezahlen, nämlich: Schadenersatz an zu Unrecht – weil besser qualifiziert – Unterlegene. Korruption kostet nämlich auch Steuergeld. Wenn das so weitergeht, haben wir früher oder später auf der Straße eine unterbesetzte Polizei, die ihren staatlichen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann, darüber eine aufgeblähte politisierte Verwaltung, in der die parteinahen und besten Vernetzten sitzen statt jene, die wirklich Führungsqualität und Kompetenz haben, und auf der obersten Ebene ist es zappenduster.
Beifall bei den NEOS.
So wird das eigene Versagen immer wieder durch mangelnde Transparenz kaschiert. Apropos Transparenz: Wenn die Regierung unserer jahrelangen Forderung, endlich Fachausschüsse öffentlich zu machen, nachgekommen wäre, könnte sich die Bevölkerung selbst ein Bild machen; auch von Ihrem Verhalten, Herr Innenminister, das mit Verlaub alles andere als ministrabel war. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: Kampf gegen die Schleppermafia und Kampf gegen die illegale Migration. Das ist ein beinharter Kampf, der von der Exekutive, von der Polizei tagtäglich geführt wird, geführt werden muss. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Exekutive, an unsere Polizei und auch an das Bundesheer für die Arbeit, die sie tagtäglich für die Sicherheit unserer Menschen leisten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist im Budget vorgesehen, das auch entsprechend zu verstärken, weil es notwendig ist: Technik für den Grenzschutz zur Unterstützung des Personals, der Exekutive an der Grenze; Herzschlagdetektoren, die angekauft werden, Wärmebildbusse, Drohnen oder Übertragungstechniken sind notwendige technische Mittel, die auch im Budget abgebildet sind, die im Kampf gegen die Schleppermafia, im Kampf gegen die illegale Migration notwendig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Wir werden im Verbund mit der EU ein neues Ein- und Ausreisesystem schaffen, das eine bessere Identitätsfeststellung ermöglicht – auch ein wesentlicher Punkt im Kampf gegen die illegale Migration. Zudem wird ein neues EDV-System im Datenaustausch zwischen Kriminalpolizei und Justiz geschaffen, um diesen auch zu erleichtern. Das sind wichtige Mittel, wichtige Methoden für die schwierige Arbeit, für die beinharte Arbeit unserer Exekutive. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Wir werden das Projekt Körperkameras fortsetzen, auch das habe ich angekündigt. Da gab es am Anfang durchaus vonseiten der Kolleginnen und Kollegen eine problematische Sicht der Dinge, weil sie Sorgen hatten, dass sie persönlich überwacht werden, aber im Gegenteil: Es dient dem Eigenschutz, und daher ist es auch für die Kolleginnen und Kollegen wichtig, dass sie mit diesen Körperkameras ausgestattet werden. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Auch die Körperschutzausrüstung wird massiv ausgebaut.
Beifall bei der ÖVP.
Wir zeigen aber nicht nur, wie schön dieser Beruf ist, sondern es wird sich auch finanziell etwas ändern. Auch das ist ein wichtiges Signal für die Wertschätzung dieser so wichtigen Berufsgruppe, die tagtäglich für unsere Sicherheit da ist. Im ersten Ausbildungsjahr werden es circa 140 Euro netto mehr sein, und im zweiten Jahr 200 Euro netto mehr für die jungen Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung. Das sind wichtige Signale! Das ist die richtige Wertschätzung, die man diesen Menschen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, geben muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.
nötigen Rückhalt, geben wir ihnen die notwendige Wertschätzung und geben wir ihnen das notwendige Budget! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Eigentlich hätte es hier nach der Rede von Herrn Abgeordneten Amesbauer einen Aufschrei geben müssen. Er ist erfrischend offen, wenn er sagt: Was interessiert mich der Rechtsstaat? Was interessiert mich die Verfassung? (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) „Na und?“, hat er gemeint. Wir sind aber relativ ruhig geblieben. Irgendwie sind wir schon abgestumpft. (Abg. Krisper: Ich habe eh geschrien dagegen ...!) – Na ja, schon! Oder vielleicht schon ermüdet. Ich weiß nicht, was es ist. (Abg. Krainer: Mit innerparteilichen Diskussionen oder ...? – Ruf: Ich habe Halsweh!) – Nein, nein. Ich glaube, Sie haben gerade etwas anderes zu besprechen, Frau Kollegin Krisper und Kollege Krainer, als das, was jetzt auf der Tagesordnung steht. Ich will Sie dabei aber auch nicht stören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper.)
Abg. Krisper: Ich habe eh geschrien dagegen ...!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Eigentlich hätte es hier nach der Rede von Herrn Abgeordneten Amesbauer einen Aufschrei geben müssen. Er ist erfrischend offen, wenn er sagt: Was interessiert mich der Rechtsstaat? Was interessiert mich die Verfassung? (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) „Na und?“, hat er gemeint. Wir sind aber relativ ruhig geblieben. Irgendwie sind wir schon abgestumpft. (Abg. Krisper: Ich habe eh geschrien dagegen ...!) – Na ja, schon! Oder vielleicht schon ermüdet. Ich weiß nicht, was es ist. (Abg. Krainer: Mit innerparteilichen Diskussionen oder ...? – Ruf: Ich habe Halsweh!) – Nein, nein. Ich glaube, Sie haben gerade etwas anderes zu besprechen, Frau Kollegin Krisper und Kollege Krainer, als das, was jetzt auf der Tagesordnung steht. Ich will Sie dabei aber auch nicht stören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper.)
Abg. Krainer: Mit innerparteilichen Diskussionen oder ...? – Ruf: Ich habe Halsweh!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Eigentlich hätte es hier nach der Rede von Herrn Abgeordneten Amesbauer einen Aufschrei geben müssen. Er ist erfrischend offen, wenn er sagt: Was interessiert mich der Rechtsstaat? Was interessiert mich die Verfassung? (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) „Na und?“, hat er gemeint. Wir sind aber relativ ruhig geblieben. Irgendwie sind wir schon abgestumpft. (Abg. Krisper: Ich habe eh geschrien dagegen ...!) – Na ja, schon! Oder vielleicht schon ermüdet. Ich weiß nicht, was es ist. (Abg. Krainer: Mit innerparteilichen Diskussionen oder ...? – Ruf: Ich habe Halsweh!) – Nein, nein. Ich glaube, Sie haben gerade etwas anderes zu besprechen, Frau Kollegin Krisper und Kollege Krainer, als das, was jetzt auf der Tagesordnung steht. Ich will Sie dabei aber auch nicht stören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Eigentlich hätte es hier nach der Rede von Herrn Abgeordneten Amesbauer einen Aufschrei geben müssen. Er ist erfrischend offen, wenn er sagt: Was interessiert mich der Rechtsstaat? Was interessiert mich die Verfassung? (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) „Na und?“, hat er gemeint. Wir sind aber relativ ruhig geblieben. Irgendwie sind wir schon abgestumpft. (Abg. Krisper: Ich habe eh geschrien dagegen ...!) – Na ja, schon! Oder vielleicht schon ermüdet. Ich weiß nicht, was es ist. (Abg. Krainer: Mit innerparteilichen Diskussionen oder ...? – Ruf: Ich habe Halsweh!) – Nein, nein. Ich glaube, Sie haben gerade etwas anderes zu besprechen, Frau Kollegin Krisper und Kollege Krainer, als das, was jetzt auf der Tagesordnung steht. Ich will Sie dabei aber auch nicht stören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper.)
Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen!
Die FPÖ hatte ja einmal einen Innenminister. Sie haben schon geredet, Kollege Amesbauer, es kommt aber noch Kollege Ries. (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen!) Nennen Sie mir nur eine Maßnahme – eine Maßnahme! –, die seinerzeit von Kickl gesetzt worden ist, um tatsächlich illegale Immigration (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen! Vergleichen Sie die Zahlen!) in Österreich zu stoppen! Ein Türschild zu ändern – was er gemacht hat – stoppt keinen einzigen illegalen Migranten! (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der FPÖ.) Das war das Einzige, was mir noch in Erinnerung ist, was von ihm gemacht worden ist. (Abg. Stefan: Sie können sich nicht erinnern, aber es gab genug! Wenn Sie sich nicht
Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen! Vergleichen Sie die Zahlen!
Die FPÖ hatte ja einmal einen Innenminister. Sie haben schon geredet, Kollege Amesbauer, es kommt aber noch Kollege Ries. (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen!) Nennen Sie mir nur eine Maßnahme – eine Maßnahme! –, die seinerzeit von Kickl gesetzt worden ist, um tatsächlich illegale Immigration (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen! Vergleichen Sie die Zahlen!) in Österreich zu stoppen! Ein Türschild zu ändern – was er gemacht hat – stoppt keinen einzigen illegalen Migranten! (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der FPÖ.) Das war das Einzige, was mir noch in Erinnerung ist, was von ihm gemacht worden ist. (Abg. Stefan: Sie können sich nicht erinnern, aber es gab genug! Wenn Sie sich nicht
Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der FPÖ.
Die FPÖ hatte ja einmal einen Innenminister. Sie haben schon geredet, Kollege Amesbauer, es kommt aber noch Kollege Ries. (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen!) Nennen Sie mir nur eine Maßnahme – eine Maßnahme! –, die seinerzeit von Kickl gesetzt worden ist, um tatsächlich illegale Immigration (Abg. Amesbauer: Vergleichen Sie die Zahlen! Vergleichen Sie die Zahlen!) in Österreich zu stoppen! Ein Türschild zu ändern – was er gemacht hat – stoppt keinen einzigen illegalen Migranten! (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der FPÖ.) Das war das Einzige, was mir noch in Erinnerung ist, was von ihm gemacht worden ist. (Abg. Stefan: Sie können sich nicht erinnern, aber es gab genug! Wenn Sie sich nicht
Abg. Stefan: Keine einzige! Gar nichts! Jetzt ist ja wirklich alles spitze! Es ist ja super jetzt! So gut wie jetzt war es noch nie! Da muss ja alles perfekt funktionieren! Die Bevölkerung ist begeistert! Machen Sie weiter so! Perfekt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
erinnern können! – Ruf bei der ÖVP: Keine einzige!) – Keine einzige Maßnahme! (Abg. Stefan: Keine einzige! Gar nichts! Jetzt ist ja wirklich alles spitze! Es ist ja super jetzt! So gut wie jetzt war es noch nie! Da muss ja alles perfekt funktionieren! Die Bevölkerung ist begeistert! Machen Sie weiter so! Perfekt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schauen Sie, Kollege Ries kommt dann heraus, der kommt ja noch heraus, der kann mir ja dann das nennen, was konkret von Innenminister Kickl gemacht worden ist – nicht, wovon er redet. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
erinnern können! – Ruf bei der ÖVP: Keine einzige!) – Keine einzige Maßnahme! (Abg. Stefan: Keine einzige! Gar nichts! Jetzt ist ja wirklich alles spitze! Es ist ja super jetzt! So gut wie jetzt war es noch nie! Da muss ja alles perfekt funktionieren! Die Bevölkerung ist begeistert! Machen Sie weiter so! Perfekt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schauen Sie, Kollege Ries kommt dann heraus, der kommt ja noch heraus, der kann mir ja dann das nennen, was konkret von Innenminister Kickl gemacht worden ist – nicht, wovon er redet. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Bei Ihnen ist Reden und Handeln genauso weit auseinander wie bei der SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Ich sage es Ihnen: Als in Dänemark Ihre Parteikollegin Mette Frederiksen gewonnen hat (Abg. Lausch: Zum Schämen ist das!), hat Ihre Parteivorsitzende – sie ist schon weg und ihr Adjutant Leichtfried ist ja auch nicht mehr da – gemeint: „Dänemarks Wähler*innen setzen ein starkes Zeichen für die europäische Sozialdemokratie.“ – Diese Frederiksen hat gesagt, das größte Problem ist das Asylproblem. Ihre Vorsitzende hat heuer im Sommer gesagt: Nein, kein Problem, kenne ich nicht! (Abg. Yılmaz: Hat sie nicht so gesagt!) – So hat sie es gesagt: Ist kein Problem in Österreich! Hören Sie das „Sommergespräch“ nach! Hören Sie es nach! (Zwischenruf der Abg. Nussbaum.)
Abg. Lausch: Zum Schämen ist das!
Bei Ihnen ist Reden und Handeln genauso weit auseinander wie bei der SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Ich sage es Ihnen: Als in Dänemark Ihre Parteikollegin Mette Frederiksen gewonnen hat (Abg. Lausch: Zum Schämen ist das!), hat Ihre Parteivorsitzende – sie ist schon weg und ihr Adjutant Leichtfried ist ja auch nicht mehr da – gemeint: „Dänemarks Wähler*innen setzen ein starkes Zeichen für die europäische Sozialdemokratie.“ – Diese Frederiksen hat gesagt, das größte Problem ist das Asylproblem. Ihre Vorsitzende hat heuer im Sommer gesagt: Nein, kein Problem, kenne ich nicht! (Abg. Yılmaz: Hat sie nicht so gesagt!) – So hat sie es gesagt: Ist kein Problem in Österreich! Hören Sie das „Sommergespräch“ nach! Hören Sie es nach! (Zwischenruf der Abg. Nussbaum.)
Abg. Yılmaz: Hat sie nicht so gesagt!
Bei Ihnen ist Reden und Handeln genauso weit auseinander wie bei der SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Ich sage es Ihnen: Als in Dänemark Ihre Parteikollegin Mette Frederiksen gewonnen hat (Abg. Lausch: Zum Schämen ist das!), hat Ihre Parteivorsitzende – sie ist schon weg und ihr Adjutant Leichtfried ist ja auch nicht mehr da – gemeint: „Dänemarks Wähler*innen setzen ein starkes Zeichen für die europäische Sozialdemokratie.“ – Diese Frederiksen hat gesagt, das größte Problem ist das Asylproblem. Ihre Vorsitzende hat heuer im Sommer gesagt: Nein, kein Problem, kenne ich nicht! (Abg. Yılmaz: Hat sie nicht so gesagt!) – So hat sie es gesagt: Ist kein Problem in Österreich! Hören Sie das „Sommergespräch“ nach! Hören Sie es nach! (Zwischenruf der Abg. Nussbaum.)
Zwischenruf der Abg. Nussbaum.
Bei Ihnen ist Reden und Handeln genauso weit auseinander wie bei der SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Ich sage es Ihnen: Als in Dänemark Ihre Parteikollegin Mette Frederiksen gewonnen hat (Abg. Lausch: Zum Schämen ist das!), hat Ihre Parteivorsitzende – sie ist schon weg und ihr Adjutant Leichtfried ist ja auch nicht mehr da – gemeint: „Dänemarks Wähler*innen setzen ein starkes Zeichen für die europäische Sozialdemokratie.“ – Diese Frederiksen hat gesagt, das größte Problem ist das Asylproblem. Ihre Vorsitzende hat heuer im Sommer gesagt: Nein, kein Problem, kenne ich nicht! (Abg. Yılmaz: Hat sie nicht so gesagt!) – So hat sie es gesagt: Ist kein Problem in Österreich! Hören Sie das „Sommergespräch“ nach! Hören Sie es nach! (Zwischenruf der Abg. Nussbaum.)
Abg. Hafenecker: Lopatka hat schlecht geschlafen!
Auf der anderen Seite - - (Abg. Hafenecker: Lopatka hat schlecht geschlafen!) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen. (Abg. Lausch: Doch! Viel vergessen!) Ich habe genau hingehört, Kollege Hafenecker. Ich habe genau hingehört!
Abg. Lausch: Doch! Viel vergessen!
Auf der anderen Seite - - (Abg. Hafenecker: Lopatka hat schlecht geschlafen!) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen. (Abg. Lausch: Doch! Viel vergessen!) Ich habe genau hingehört, Kollege Hafenecker. Ich habe genau hingehört!
Ruf bei der ÖVP: Doskozil!
Ich will Sie nicht langweilen, aber in der SPÖ geht es kreuz und quer. (Ruf bei der ÖVP: Doskozil!) Leichtfried sagt: Zusätzliche Flüchtlingsquartiere in der Steiermark, das geht nicht!, Hand in Hand mit FPÖ-Chef Mario Kunasek. Schauen Sie sich die Fotos an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hafenecker.) Schauen Sie sich die Fotos an! (Abg. Yılmaz: Nein, das hat er nicht gesagt! Interpretieren Sie nicht etwas hinein!) – Er hat gesagt, in Kindberg ist ein Flüchtlingsquartier mit einigen Hundert Flüchtlingen nicht zumutbar. Das hat er gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hafenecker.
Ich will Sie nicht langweilen, aber in der SPÖ geht es kreuz und quer. (Ruf bei der ÖVP: Doskozil!) Leichtfried sagt: Zusätzliche Flüchtlingsquartiere in der Steiermark, das geht nicht!, Hand in Hand mit FPÖ-Chef Mario Kunasek. Schauen Sie sich die Fotos an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hafenecker.) Schauen Sie sich die Fotos an! (Abg. Yılmaz: Nein, das hat er nicht gesagt! Interpretieren Sie nicht etwas hinein!) – Er hat gesagt, in Kindberg ist ein Flüchtlingsquartier mit einigen Hundert Flüchtlingen nicht zumutbar. Das hat er gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Yılmaz: Nein, das hat er nicht gesagt! Interpretieren Sie nicht etwas hinein!
Ich will Sie nicht langweilen, aber in der SPÖ geht es kreuz und quer. (Ruf bei der ÖVP: Doskozil!) Leichtfried sagt: Zusätzliche Flüchtlingsquartiere in der Steiermark, das geht nicht!, Hand in Hand mit FPÖ-Chef Mario Kunasek. Schauen Sie sich die Fotos an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hafenecker.) Schauen Sie sich die Fotos an! (Abg. Yılmaz: Nein, das hat er nicht gesagt! Interpretieren Sie nicht etwas hinein!) – Er hat gesagt, in Kindberg ist ein Flüchtlingsquartier mit einigen Hundert Flüchtlingen nicht zumutbar. Das hat er gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich will Sie nicht langweilen, aber in der SPÖ geht es kreuz und quer. (Ruf bei der ÖVP: Doskozil!) Leichtfried sagt: Zusätzliche Flüchtlingsquartiere in der Steiermark, das geht nicht!, Hand in Hand mit FPÖ-Chef Mario Kunasek. Schauen Sie sich die Fotos an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hafenecker.) Schauen Sie sich die Fotos an! (Abg. Yılmaz: Nein, das hat er nicht gesagt! Interpretieren Sie nicht etwas hinein!) – Er hat gesagt, in Kindberg ist ein Flüchtlingsquartier mit einigen Hundert Flüchtlingen nicht zumutbar. Das hat er gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Einwallner: 6 : 0! 6 : 0!
Das Zweite: Wir brauchen in Österreich die Solidarität der Landeshauptleute. Da steht es bei Ihnen 2 : 1, 2 – Wien und Burgenland – sind gut. (Abg. Einwallner: 6 : 0! 6 : 0!) Kärnten ist an letzter Stelle. Kärnten ist an letzter Stelle, was die Solidarität innerhalb der Bundesländer betrifft. (Beifall der Abg. Ribo. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Schroll.) In diesem Bundesland haben Sie eine deutliche Mehrheit. Kärnten ist an letzter Stelle.
Beifall der Abg. Ribo. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Schroll.
Das Zweite: Wir brauchen in Österreich die Solidarität der Landeshauptleute. Da steht es bei Ihnen 2 : 1, 2 – Wien und Burgenland – sind gut. (Abg. Einwallner: 6 : 0! 6 : 0!) Kärnten ist an letzter Stelle. Kärnten ist an letzter Stelle, was die Solidarität innerhalb der Bundesländer betrifft. (Beifall der Abg. Ribo. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Schroll.) In diesem Bundesland haben Sie eine deutliche Mehrheit. Kärnten ist an letzter Stelle.
Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner, Schroll und Heinisch-Hosek.
Hören Sie nach – heutiges „Morgenjournal“ –: Nirgends – nirgends! – ist die Situation so schlecht wie in Kärnten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner, Schroll und Heinisch-Hosek.) Machen Sie also dort, wo Sie auf Landesebene Verantwortung zu tragen haben, Ihre Hausaufgaben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Anhaltender Widerspruch bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Schroll deuten mit dem Zeigefinger nach vorne.) – Da können Sie (in Richtung SPÖ) ruhig so deuten (den Arm von oben nach unten bewegend), das schafft kein einziges Flüchtlingsquartier in Kärnten. Kollegin Heinisch-Hosek, so (den Arm erneut von oben nach unten bewegend) schaffen wir kein Flüchtlingsquartier. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Lausch: ... die Koalitionsverhandlungen auf Tonband dann hast! Ist ja unfassbar!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Anhaltender Widerspruch bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Schroll deuten mit dem Zeigefinger nach vorne.
Hören Sie nach – heutiges „Morgenjournal“ –: Nirgends – nirgends! – ist die Situation so schlecht wie in Kärnten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner, Schroll und Heinisch-Hosek.) Machen Sie also dort, wo Sie auf Landesebene Verantwortung zu tragen haben, Ihre Hausaufgaben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Anhaltender Widerspruch bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Schroll deuten mit dem Zeigefinger nach vorne.) – Da können Sie (in Richtung SPÖ) ruhig so deuten (den Arm von oben nach unten bewegend), das schafft kein einziges Flüchtlingsquartier in Kärnten. Kollegin Heinisch-Hosek, so (den Arm erneut von oben nach unten bewegend) schaffen wir kein Flüchtlingsquartier. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Lausch: ... die Koalitionsverhandlungen auf Tonband dann hast! Ist ja unfassbar!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Lausch: ... die Koalitionsverhandlungen auf Tonband dann hast! Ist ja unfassbar!
Hören Sie nach – heutiges „Morgenjournal“ –: Nirgends – nirgends! – ist die Situation so schlecht wie in Kärnten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner, Schroll und Heinisch-Hosek.) Machen Sie also dort, wo Sie auf Landesebene Verantwortung zu tragen haben, Ihre Hausaufgaben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Anhaltender Widerspruch bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Schroll deuten mit dem Zeigefinger nach vorne.) – Da können Sie (in Richtung SPÖ) ruhig so deuten (den Arm von oben nach unten bewegend), das schafft kein einziges Flüchtlingsquartier in Kärnten. Kollegin Heinisch-Hosek, so (den Arm erneut von oben nach unten bewegend) schaffen wir kein Flüchtlingsquartier. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Lausch: ... die Koalitionsverhandlungen auf Tonband dann hast! Ist ja unfassbar!)
Abg. Cornelia Ecker: Immer dieselbe Leier! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Lausch: Lösen Sie Ihr Chaos einmal!
Was wir brauchen, sind auf europäischer Ebene – das habe ich heute schon einmal gesagt, weil wir das nur auf europäischer Ebene lösen können – endlich, nach 2015, konkrete Maßnahmen, und bei uns hier, dass Sie in der SPÖ in dieser Frage Ihr Chaos auflösen (Abg. Cornelia Ecker: Immer dieselbe Leier! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Lausch: Lösen Sie Ihr Chaos einmal!) und sich die Freiheitliche Partei wieder in den Bereich innerhalb des Verfassungsbogens begibt. (Ruf bei der ÖVP: Ein weiter Weg! – In Richtung Abg. Lausch:) Das gilt vor allem auch für Sie, Herr Abgeordneter! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ein weiter Weg! – In Richtung Abg. Lausch:
Was wir brauchen, sind auf europäischer Ebene – das habe ich heute schon einmal gesagt, weil wir das nur auf europäischer Ebene lösen können – endlich, nach 2015, konkrete Maßnahmen, und bei uns hier, dass Sie in der SPÖ in dieser Frage Ihr Chaos auflösen (Abg. Cornelia Ecker: Immer dieselbe Leier! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Lausch: Lösen Sie Ihr Chaos einmal!) und sich die Freiheitliche Partei wieder in den Bereich innerhalb des Verfassungsbogens begibt. (Ruf bei der ÖVP: Ein weiter Weg! – In Richtung Abg. Lausch:) Das gilt vor allem auch für Sie, Herr Abgeordneter! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was wir brauchen, sind auf europäischer Ebene – das habe ich heute schon einmal gesagt, weil wir das nur auf europäischer Ebene lösen können – endlich, nach 2015, konkrete Maßnahmen, und bei uns hier, dass Sie in der SPÖ in dieser Frage Ihr Chaos auflösen (Abg. Cornelia Ecker: Immer dieselbe Leier! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Lausch: Lösen Sie Ihr Chaos einmal!) und sich die Freiheitliche Partei wieder in den Bereich innerhalb des Verfassungsbogens begibt. (Ruf bei der ÖVP: Ein weiter Weg! – In Richtung Abg. Lausch:) Das gilt vor allem auch für Sie, Herr Abgeordneter! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Voglauer: Immer auf die andern ...!
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Lopatka, reden wir doch bitte auch einmal über die Solidarität der Landeshauptmänner und der Landeshauptfrau der ÖVP! (Abg. Voglauer: Immer auf die andern ...!) Dann schauen wir weiter, wie es mit der Verteilung der Asylwerberinnen und Asylwerber in Österreich ausschaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Lopatka, reden wir doch bitte auch einmal über die Solidarität der Landeshauptmänner und der Landeshauptfrau der ÖVP! (Abg. Voglauer: Immer auf die andern ...!) Dann schauen wir weiter, wie es mit der Verteilung der Asylwerberinnen und Asylwerber in Österreich ausschaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Wer Rechtsextremismus effektiv und nachhaltig bekämpfen will, der muss ihn als solchen erkennen und benennen (Beifall bei der SPÖ), und deswegen braucht es auch dringend den für Oktober 2022 angekündigten Rechtsextremismusbericht. Wo ist dieser, Herr Minister? Wo sind die Maßnahmen?
Beifall bei der SPÖ.
Ganz ehrlich, sehen Sie das als Alarmsignal, wenn die rechtsextremen Identitären an Ihre Balkontüre klopfen! Sehen Sie das als Weckruf, endlich aktiv zu werden! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es wurde ja lange daran gearbeitet, um eine Krisensicherheit und eine Krisenvorsorge ins 21. Jahrhundert zu bringen. Zugleich ist aber auch wichtig, dass diese parlamentarische Aufsicht, die gerade auch unter Corona vielleicht gelitten hat, im Informationsfluss gestärkt wird, dass da mehr Informationen von der Regierung zum Parlament hin kommen, dass nachvollziehbare Prozesse da sind, Transparenz und auch Mitsprache. Ich glaube, das ist notwendig und wichtig, und das ändern wir auch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, wir schaffen damit auch ein gutes und nachvollziehbares Gesetz mit Transparenz und Kontrolle. Ich hoffe wirklich, dass wir dieses Gesetz schnell in Umsetzung bringen, denn wir brauchen es, und wir brauchen es sehr schnell. Ich hoffe, dass diese Struktur, dass dieses Gesetz helfen wird, und ich hoffe auf breite Zustimmung auch hier im Parlament. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Oberrauner – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Ich werde mich daran halten, Herr Präsident!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Mag.a Dr.in Petra Oberrauner zu Wort gemeldet. – Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung dazu. Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Oberrauner – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Ich werde mich daran halten, Herr Präsident!)
Abg. Voglauer: Das stimmt ja nicht! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der richtige Sachverhalt lautet: Bei Asylberechtigten und unbegleiteten Minderjährigen erfüllen wir die Quote zu über 100 Prozent. (Abg. Voglauer: Das stimmt ja nicht! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Bei den Ukrainern haben wir wenig Zuteilungen. Das ist zusammengerechnet worden, und deshalb stehen wir an dieser Stelle. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Wahnsinn!) – Sie sollten Ihre Hausaufgaben machen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Wahnsinn!
Der richtige Sachverhalt lautet: Bei Asylberechtigten und unbegleiteten Minderjährigen erfüllen wir die Quote zu über 100 Prozent. (Abg. Voglauer: Das stimmt ja nicht! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Bei den Ukrainern haben wir wenig Zuteilungen. Das ist zusammengerechnet worden, und deshalb stehen wir an dieser Stelle. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Wahnsinn!) – Sie sollten Ihre Hausaufgaben machen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Der richtige Sachverhalt lautet: Bei Asylberechtigten und unbegleiteten Minderjährigen erfüllen wir die Quote zu über 100 Prozent. (Abg. Voglauer: Das stimmt ja nicht! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Bei den Ukrainern haben wir wenig Zuteilungen. Das ist zusammengerechnet worden, und deshalb stehen wir an dieser Stelle. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Wahnsinn!) – Sie sollten Ihre Hausaufgaben machen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Abg. Lausch: Richtig!
Dann nehmen wir noch einen Einblick, wer bei uns in den Justizanstalten einsitzt, und schon sind wir der Wahrheit ein Stück nähergekommen. Diese Wahrheit ist: Sie, die ÖVP-Innenminister der letzten Jahrzehnte, haben verabsäumt, die Zuwanderung zu kontrollieren. So sind viele Menschen zu uns gekommen, die Freiheit und Sicherheit nicht zu schätzen wissen. (Abg. Lausch: Richtig!) Von der Wahrheit der Zahlen – und die Zahlen sind der Lüge nicht fähig – will man aber nichts wissen. Da bezichtigt man lieber die, die darauf hinweisen, des Fremdenhasses und legt sich eine neue Wahrheit fest, die Wahrheit der Political Correctness.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Zu meiner Vorrednerin vonseiten der SPÖ, die den geringsten Anteil an Personen in Grundversorgung mit dem Argument, sie hätten ja nicht so viele aus der Ukraine zugeteilt bekommen und daher stimme der Vorwurf nicht, verteidigt hat: Jetzt überlegen wir uns das! Da gibt es jemanden, der unterscheidet, ob es Vertriebene aus dem einen Land oder aus dem anderen Land gibt, und wenn ich da eine Unterscheidung mache, dann gilt sie für mich nicht. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Oberrauner.
Herr Kollege, wenn wir das von der SPÖ weiterdenken: Was würden Sie sagen, wenn der Innenminister sagen würde, ich nehme nur mehr Ukrainer und niemand anderen mehr auf? (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Oberrauner.) Das zeigt: Das Argument, mit dem Sie Menschen, die Schutz suchen, ungerechtfertigt unterscheiden, ist falsch, meine Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege, wenn wir das von der SPÖ weiterdenken: Was würden Sie sagen, wenn der Innenminister sagen würde, ich nehme nur mehr Ukrainer und niemand anderen mehr auf? (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Oberrauner.) Das zeigt: Das Argument, mit dem Sie Menschen, die Schutz suchen, ungerechtfertigt unterscheiden, ist falsch, meine Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Was?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Hafenecker, Lausch und Stefan.
Meine Damen und Herren, können Sie sich noch an den 28. Februar 2018 erinnern? – Es wäre eh gut, wenn wir das Datum vergessen würden, denn am 28. Februar 2018 war der Drahtzieher Kickl derjenige, der mittels einer illegalen Hausdurchsuchung versucht hat, den Verfassungsschutz in Österreich für sich zu instrumentalisieren. (Rufe bei der FPÖ: Was?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Hafenecker, Lausch und Stefan.) Meine Damen und Herren, so einen Rechtsbrecher wie den Minister Kickl brauchen wir in Österreich nie mehr wieder. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Was ist denn jetzt bitte?! – Abg. Hafenecker: Was ...?! – Rufe bei der FPÖ: Hallo! Wo hat er Recht gebrochen?! – Abg. Amesbauer: Na, dann sag’s!) – Das ist genau der Punkt: illegale Hausdurchsuchung. Herr Kollege Amesbauer, Sie versuchen - - (Abg. Amesbauer: ... lügt! ... Lügner!) – Herr Kollege, jetzt beherrschen Sie sich einmal, das ist rechtskräftig festgestellt! (Rufe bei der FPÖ: Unfassbar! Sie sind eine Schande für die Politik! – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Amesbauer.)
Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Was ist denn jetzt bitte?! – Abg. Hafenecker: Was ...?! – Rufe bei der FPÖ: Hallo! Wo hat er Recht gebrochen?! – Abg. Amesbauer: Na, dann sag’s!
Meine Damen und Herren, können Sie sich noch an den 28. Februar 2018 erinnern? – Es wäre eh gut, wenn wir das Datum vergessen würden, denn am 28. Februar 2018 war der Drahtzieher Kickl derjenige, der mittels einer illegalen Hausdurchsuchung versucht hat, den Verfassungsschutz in Österreich für sich zu instrumentalisieren. (Rufe bei der FPÖ: Was?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Hafenecker, Lausch und Stefan.) Meine Damen und Herren, so einen Rechtsbrecher wie den Minister Kickl brauchen wir in Österreich nie mehr wieder. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Was ist denn jetzt bitte?! – Abg. Hafenecker: Was ...?! – Rufe bei der FPÖ: Hallo! Wo hat er Recht gebrochen?! – Abg. Amesbauer: Na, dann sag’s!) – Das ist genau der Punkt: illegale Hausdurchsuchung. Herr Kollege Amesbauer, Sie versuchen - - (Abg. Amesbauer: ... lügt! ... Lügner!) – Herr Kollege, jetzt beherrschen Sie sich einmal, das ist rechtskräftig festgestellt! (Rufe bei der FPÖ: Unfassbar! Sie sind eine Schande für die Politik! – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Amesbauer.)
Abg. Amesbauer: ... lügt! ... Lügner!
Meine Damen und Herren, können Sie sich noch an den 28. Februar 2018 erinnern? – Es wäre eh gut, wenn wir das Datum vergessen würden, denn am 28. Februar 2018 war der Drahtzieher Kickl derjenige, der mittels einer illegalen Hausdurchsuchung versucht hat, den Verfassungsschutz in Österreich für sich zu instrumentalisieren. (Rufe bei der FPÖ: Was?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Hafenecker, Lausch und Stefan.) Meine Damen und Herren, so einen Rechtsbrecher wie den Minister Kickl brauchen wir in Österreich nie mehr wieder. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Was ist denn jetzt bitte?! – Abg. Hafenecker: Was ...?! – Rufe bei der FPÖ: Hallo! Wo hat er Recht gebrochen?! – Abg. Amesbauer: Na, dann sag’s!) – Das ist genau der Punkt: illegale Hausdurchsuchung. Herr Kollege Amesbauer, Sie versuchen - - (Abg. Amesbauer: ... lügt! ... Lügner!) – Herr Kollege, jetzt beherrschen Sie sich einmal, das ist rechtskräftig festgestellt! (Rufe bei der FPÖ: Unfassbar! Sie sind eine Schande für die Politik! – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Amesbauer.)
Rufe bei der FPÖ: Unfassbar! Sie sind eine Schande für die Politik! – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Amesbauer.
Meine Damen und Herren, können Sie sich noch an den 28. Februar 2018 erinnern? – Es wäre eh gut, wenn wir das Datum vergessen würden, denn am 28. Februar 2018 war der Drahtzieher Kickl derjenige, der mittels einer illegalen Hausdurchsuchung versucht hat, den Verfassungsschutz in Österreich für sich zu instrumentalisieren. (Rufe bei der FPÖ: Was?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Hafenecker, Lausch und Stefan.) Meine Damen und Herren, so einen Rechtsbrecher wie den Minister Kickl brauchen wir in Österreich nie mehr wieder. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Was ist denn jetzt bitte?! – Abg. Hafenecker: Was ...?! – Rufe bei der FPÖ: Hallo! Wo hat er Recht gebrochen?! – Abg. Amesbauer: Na, dann sag’s!) – Das ist genau der Punkt: illegale Hausdurchsuchung. Herr Kollege Amesbauer, Sie versuchen - - (Abg. Amesbauer: ... lügt! ... Lügner!) – Herr Kollege, jetzt beherrschen Sie sich einmal, das ist rechtskräftig festgestellt! (Rufe bei der FPÖ: Unfassbar! Sie sind eine Schande für die Politik! – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Amesbauer.)
Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter! Herr Abgeordneter, ich bitte um eine kurze Pause! Erstens, Herr Abgeordneter - - (Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!) – Bitte, ich würde wirklich ersuchen, sich - - (Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!) Sie haben - - (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.) – Das Mikrofon ist nicht aufgedreht, Herr Abgeordneter. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie kurz um eine Pause! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich darf auch euch um eine Pause bitten. (Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!)
Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter! Herr Abgeordneter, ich bitte um eine kurze Pause! Erstens, Herr Abgeordneter - - (Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!) – Bitte, ich würde wirklich ersuchen, sich - - (Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!) Sie haben - - (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.) – Das Mikrofon ist nicht aufgedreht, Herr Abgeordneter. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie kurz um eine Pause! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich darf auch euch um eine Pause bitten. (Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter! Herr Abgeordneter, ich bitte um eine kurze Pause! Erstens, Herr Abgeordneter - - (Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!) – Bitte, ich würde wirklich ersuchen, sich - - (Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!) Sie haben - - (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.) – Das Mikrofon ist nicht aufgedreht, Herr Abgeordneter. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie kurz um eine Pause! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich darf auch euch um eine Pause bitten. (Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter! Herr Abgeordneter, ich bitte um eine kurze Pause! Erstens, Herr Abgeordneter - - (Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!) – Bitte, ich würde wirklich ersuchen, sich - - (Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!) Sie haben - - (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.) – Das Mikrofon ist nicht aufgedreht, Herr Abgeordneter. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie kurz um eine Pause! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich darf auch euch um eine Pause bitten. (Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!)
Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter! Herr Abgeordneter, ich bitte um eine kurze Pause! Erstens, Herr Abgeordneter - - (Ruf: Ruhe! – Rufe bei der FPÖ: Und Sie sind Polizist? Das ist eine Schande! – Gerstl, da würd’ ich mich auch schämen!) – Bitte, ich würde wirklich ersuchen, sich - - (Ruf bei der FPÖ: Es ist zum Schämen!) Sie haben - - (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der FPÖ und Abg. Gerstl.) – Das Mikrofon ist nicht aufgedreht, Herr Abgeordneter. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie kurz um eine Pause! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich darf auch euch um eine Pause bitten. (Abg. Stefan: Es ist zum Schämen! – Abg. Hafenecker: Unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: Den Klubobmann als kriminell zu ... ist ein Wahnsinn!)
Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei!
Ich erteile erstens einen Ordnungsruf für den Vorwurf, dass jemand ein „Rechtsbrecher“ sei (Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei!), und zweitens einen für den Vorwurf „Lügner“ und bitte, dass sich alle wieder beruhigen und die Rede fortgesetzt wird. (Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei ...! – Abg. Stefan: Das hat eine neue Dimension von der ÖVP! Das ist eine Schande! Eine Schande ist das! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Deimek, Lausch und Stögmüller.)
Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei ...! – Abg. Stefan: Das hat eine neue Dimension von der ÖVP! Das ist eine Schande! Eine Schande ist das! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Deimek, Lausch und Stögmüller.
Ich erteile erstens einen Ordnungsruf für den Vorwurf, dass jemand ein „Rechtsbrecher“ sei (Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei!), und zweitens einen für den Vorwurf „Lügner“ und bitte, dass sich alle wieder beruhigen und die Rede fortgesetzt wird. (Abg. Hafenecker: Sie sind eine Schande für die Polizei ...! – Abg. Stefan: Das hat eine neue Dimension von der ÖVP! Das ist eine Schande! Eine Schande ist das! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Deimek, Lausch und Stögmüller.)
Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!
Die rechtswidrige Razzia wird Ihnen niemand mehr wegnehmen (Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!), niemand mehr. Es war eine rechtswidrige Razzia (Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!), und Ihre Leute aus der FPÖ (Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!) haben daran voll mitgewirkt – vollkommen, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.) – Das wollen und können Sie nicht hören! Sich aber hier herauszustellen und gleichzeitig zu sagen, dass wir ein Ausreisezentrum machen sollen, obwohl das auch illegal wäre (Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!), da haben Sie kein Problem, aber wenn es Ihren eigenen
Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!
Die rechtswidrige Razzia wird Ihnen niemand mehr wegnehmen (Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!), niemand mehr. Es war eine rechtswidrige Razzia (Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!), und Ihre Leute aus der FPÖ (Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!) haben daran voll mitgewirkt – vollkommen, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.) – Das wollen und können Sie nicht hören! Sich aber hier herauszustellen und gleichzeitig zu sagen, dass wir ein Ausreisezentrum machen sollen, obwohl das auch illegal wäre (Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!), da haben Sie kein Problem, aber wenn es Ihren eigenen
Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!
Die rechtswidrige Razzia wird Ihnen niemand mehr wegnehmen (Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!), niemand mehr. Es war eine rechtswidrige Razzia (Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!), und Ihre Leute aus der FPÖ (Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!) haben daran voll mitgewirkt – vollkommen, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.) – Das wollen und können Sie nicht hören! Sich aber hier herauszustellen und gleichzeitig zu sagen, dass wir ein Ausreisezentrum machen sollen, obwohl das auch illegal wäre (Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!), da haben Sie kein Problem, aber wenn es Ihren eigenen
Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.
Die rechtswidrige Razzia wird Ihnen niemand mehr wegnehmen (Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!), niemand mehr. Es war eine rechtswidrige Razzia (Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!), und Ihre Leute aus der FPÖ (Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!) haben daran voll mitgewirkt – vollkommen, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.) – Das wollen und können Sie nicht hören! Sich aber hier herauszustellen und gleichzeitig zu sagen, dass wir ein Ausreisezentrum machen sollen, obwohl das auch illegal wäre (Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!), da haben Sie kein Problem, aber wenn es Ihren eigenen
Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!
Die rechtswidrige Razzia wird Ihnen niemand mehr wegnehmen (Abg. Hafenecker: Es gibt keinen peinlicheren Abgeordneten ...!), niemand mehr. Es war eine rechtswidrige Razzia (Abg. Stefan: Was ist eine Razzia? Was ist das?!), und Ihre Leute aus der FPÖ (Abg. Hafenecker: Sie sind peinlich!) haben daran voll mitgewirkt – vollkommen, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon wieder eine Lüge! – Widerspruch bei der FPÖ. – Unruhe im Saal.) – Das wollen und können Sie nicht hören! Sich aber hier herauszustellen und gleichzeitig zu sagen, dass wir ein Ausreisezentrum machen sollen, obwohl das auch illegal wäre (Ruf bei der FPÖ: Was ist da illegal?!), da haben Sie kein Problem, aber wenn es Ihren eigenen
Abg. Lausch: Unterm Kurz habts ihr auch kein Problem gehabt damit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Minister betrifft, da wollen Sie es abwehren. (Abg. Lausch: Unterm Kurz habts ihr auch kein Problem gehabt damit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie legen das Recht aus, wie Sie wollen, aber das ist nicht Verfassung und das ist nicht Rechtsschutz (Abg. Lausch: 2017 habts ihr ja auch kein Problem gehabt damit!), meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Unfassbar so was!)
Abg. Lausch: 2017 habts ihr ja auch kein Problem gehabt damit!
Minister betrifft, da wollen Sie es abwehren. (Abg. Lausch: Unterm Kurz habts ihr auch kein Problem gehabt damit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie legen das Recht aus, wie Sie wollen, aber das ist nicht Verfassung und das ist nicht Rechtsschutz (Abg. Lausch: 2017 habts ihr ja auch kein Problem gehabt damit!), meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Unfassbar so was!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Unfassbar so was!
Minister betrifft, da wollen Sie es abwehren. (Abg. Lausch: Unterm Kurz habts ihr auch kein Problem gehabt damit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie legen das Recht aus, wie Sie wollen, aber das ist nicht Verfassung und das ist nicht Rechtsschutz (Abg. Lausch: 2017 habts ihr ja auch kein Problem gehabt damit!), meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Unfassbar so was!)
Abg. Hafenecker: Haben es nicht zusammengebracht!
Nach Innenminister Kickl gab es vier Innenminister, und jeder dieser vier Innenminister (Abg. Hafenecker: Haben es nicht zusammengebracht!) hat damit zu tun gehabt, dass alle internationalen Partner dem österreichischen Verfassungsschutz (Abg. Hafenecker: Weil sie so Leute wie Sie in der Polizei gefördert haben!) wieder das Vertrauen entgegenbringen können, das Sie kaputt gemacht haben, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Sie von der FPÖ haben versucht, diesen Verfassungsschutz kaputt zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Hafenecker: Weil sie so Leute wie Sie in der Polizei gefördert haben!
Nach Innenminister Kickl gab es vier Innenminister, und jeder dieser vier Innenminister (Abg. Hafenecker: Haben es nicht zusammengebracht!) hat damit zu tun gehabt, dass alle internationalen Partner dem österreichischen Verfassungsschutz (Abg. Hafenecker: Weil sie so Leute wie Sie in der Polizei gefördert haben!) wieder das Vertrauen entgegenbringen können, das Sie kaputt gemacht haben, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Sie von der FPÖ haben versucht, diesen Verfassungsschutz kaputt zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Nach Innenminister Kickl gab es vier Innenminister, und jeder dieser vier Innenminister (Abg. Hafenecker: Haben es nicht zusammengebracht!) hat damit zu tun gehabt, dass alle internationalen Partner dem österreichischen Verfassungsschutz (Abg. Hafenecker: Weil sie so Leute wie Sie in der Polizei gefördert haben!) wieder das Vertrauen entgegenbringen können, das Sie kaputt gemacht haben, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Sie von der FPÖ haben versucht, diesen Verfassungsschutz kaputt zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Nach Innenminister Kickl gab es vier Innenminister, und jeder dieser vier Innenminister (Abg. Hafenecker: Haben es nicht zusammengebracht!) hat damit zu tun gehabt, dass alle internationalen Partner dem österreichischen Verfassungsschutz (Abg. Hafenecker: Weil sie so Leute wie Sie in der Polizei gefördert haben!) wieder das Vertrauen entgegenbringen können, das Sie kaputt gemacht haben, Herr Kollege. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Sie von der FPÖ haben versucht, diesen Verfassungsschutz kaputt zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Amesbauer: Ja ...!
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Loacker: ... Budget ...!
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Herr Kollege Amesbauer, Sie haben da versucht, eine zweite Polizei hineinzubringen. (Abg. Amesbauer: Ja ...!) Sie haben sich Methoden bedient, die vor Jahrzehnten schon verurteilt worden sind. (Abg. Loacker: ... Budget ...!) Nie mehr wieder, Herr Kollege Amesbauer! So etwas darf hier nicht mehr passieren (Ruf bei der FPÖ: Jetzt wird’s aber ...!), dass ein Innenminister versucht, eine Parallelpolizei aufzuziehen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Heute ist das anders. Heute wird in Sicherheit investiert (Ruf bei der FPÖ: Na schauen wir, ob ihr nach der nächsten Wahl noch viele Ministerien habt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Amesbauer) und nicht in Bespitzelung vonseiten des Herrn Kollegen Kickl. Das wird nicht mehr passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Deimek: Das glaubts aber selber nimmer!
Daher: Wir investieren in die Sicherheit, damit wir Freiheit garantieren können (Abg. Deimek: Das glaubts aber selber nimmer!), und Sie produzieren nur Unfreiheit, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Zum Schämen, Gerstl, zum Schämen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Zum Schämen, Gerstl, zum Schämen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Daher: Wir investieren in die Sicherheit, damit wir Freiheit garantieren können (Abg. Deimek: Das glaubts aber selber nimmer!), und Sie produzieren nur Unfreiheit, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Zum Schämen, Gerstl, zum Schämen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Stögmüller: ... Ihre eigene Fraktion beruhigt, Herr Hofer!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Nurten Yılmaz. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. Bis Sie am Rednerpult sind, wird sich wieder alles beruhigt haben. (Abg. Stögmüller: ... Ihre eigene Fraktion beruhigt, Herr Hofer!)
Ruf bei der FPÖ: Das mit dem Gerstl ...!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der FPÖ: Das mit dem Gerstl ...!) Mehr Geld alleine löst, wie man jetzt im Bereich des Inneren und Fremdenwe- - (Abg. Lausch: Da werden wir einmal hinterfragen, was er ...!) – Geh, hört einmal auf! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Abg. Lausch: Da werden wir einmal hinterfragen, was er ...!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der FPÖ: Das mit dem Gerstl ...!) Mehr Geld alleine löst, wie man jetzt im Bereich des Inneren und Fremdenwe- - (Abg. Lausch: Da werden wir einmal hinterfragen, was er ...!) – Geh, hört einmal auf! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der FPÖ: Das mit dem Gerstl ...!) Mehr Geld alleine löst, wie man jetzt im Bereich des Inneren und Fremdenwe- - (Abg. Lausch: Da werden wir einmal hinterfragen, was er ...!) – Geh, hört einmal auf! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Abg. Lausch: Polizeijurist Gerstl!
Mehr - - (Abg. Lausch: Polizeijurist Gerstl!) – sag einmal, der redet noch immer! – Mit mehr Geld alleine löst man, wie man im Bereich Inneres und Fremdenwesen sieht, nicht alle Probleme – das wollte ich eigentlich sagen. Das wirft natürlich dann die Frage auf: Woran liegt das?
Beifall des Abg. Weidinger.
Sehr geehrte Damen und Herren, so ehrlich sollten wir auch uns gegenüber sein: Keine Bürgermeisterin, kein Landeshauptmann, keine Landeshauptfrau, und ja, auch kein Innenminister wird diese Herausforderungen alleine meistern können. Wir brauchen eine parteiübergreifende, ideologiefreie Zusammenarbeit, um diesen Herausforderungen entgegentreten zu können. (Beifall des Abg. Weidinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, was wir auch brauchen, ist die Solidarität und das Mitmachen unserer EU-Partner:innen. Es hilft nicht, wenn wir sagen, das klappt nicht. Wir brauchen Verbündete im Inland – Bürgermeisterin, Landeshauptfrau, Innenminister, parteiübergreifend –, aber auch innerhalb der EU. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Mag. Hannes Amesbauer zu Wort gemeldet. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Bitte, Herr Abgeordneter. Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung dazu. (Abg. Stögmüller: Scharf, scharf! – Ruf bei der ÖVP: Kommt jetzt die Entschuldigung?)
Abg. Stögmüller: Scharf, scharf! – Ruf bei der ÖVP: Kommt jetzt die Entschuldigung?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Mag. Hannes Amesbauer zu Wort gemeldet. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Bitte, Herr Abgeordneter. Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung dazu. (Abg. Stögmüller: Scharf, scharf! – Ruf bei der ÖVP: Kommt jetzt die Entschuldigung?)
Ruf bei der ÖVP: Falsch!
Rede mit Unwahrheiten, die man so nicht stehen lassen kann, nur so um sich geworfen. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Zum einen hat Kollege Gerstl wahrheitswidrig - - (Abg. Hanger: Hat es jetzt die BVT-Hausdurchsuchung gegeben, oder nicht?) – Hanger, du bist nicht dran! (Abg. Hanger: ... eine einfache Frage beantworten!) Kollege Gerstl hat wahrheitswidrig behauptet, dass Herbert Kickl in seiner Zeit als Innenminister ein Rechtsbrecher war. (Abg. Hanger: War jetzt die BVT-Hausdurchsuchung rechtswidrig? Ja oder nein?) Das ist ja ungeheuerlich!
Abg. Hanger: Hat es jetzt die BVT-Hausdurchsuchung gegeben, oder nicht?
Rede mit Unwahrheiten, die man so nicht stehen lassen kann, nur so um sich geworfen. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Zum einen hat Kollege Gerstl wahrheitswidrig - - (Abg. Hanger: Hat es jetzt die BVT-Hausdurchsuchung gegeben, oder nicht?) – Hanger, du bist nicht dran! (Abg. Hanger: ... eine einfache Frage beantworten!) Kollege Gerstl hat wahrheitswidrig behauptet, dass Herbert Kickl in seiner Zeit als Innenminister ein Rechtsbrecher war. (Abg. Hanger: War jetzt die BVT-Hausdurchsuchung rechtswidrig? Ja oder nein?) Das ist ja ungeheuerlich!
Abg. Hanger: ... eine einfache Frage beantworten!
Rede mit Unwahrheiten, die man so nicht stehen lassen kann, nur so um sich geworfen. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Zum einen hat Kollege Gerstl wahrheitswidrig - - (Abg. Hanger: Hat es jetzt die BVT-Hausdurchsuchung gegeben, oder nicht?) – Hanger, du bist nicht dran! (Abg. Hanger: ... eine einfache Frage beantworten!) Kollege Gerstl hat wahrheitswidrig behauptet, dass Herbert Kickl in seiner Zeit als Innenminister ein Rechtsbrecher war. (Abg. Hanger: War jetzt die BVT-Hausdurchsuchung rechtswidrig? Ja oder nein?) Das ist ja ungeheuerlich!
Abg. Hanger: War jetzt die BVT-Hausdurchsuchung rechtswidrig? Ja oder nein?
Rede mit Unwahrheiten, die man so nicht stehen lassen kann, nur so um sich geworfen. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Zum einen hat Kollege Gerstl wahrheitswidrig - - (Abg. Hanger: Hat es jetzt die BVT-Hausdurchsuchung gegeben, oder nicht?) – Hanger, du bist nicht dran! (Abg. Hanger: ... eine einfache Frage beantworten!) Kollege Gerstl hat wahrheitswidrig behauptet, dass Herbert Kickl in seiner Zeit als Innenminister ein Rechtsbrecher war. (Abg. Hanger: War jetzt die BVT-Hausdurchsuchung rechtswidrig? Ja oder nein?) Das ist ja ungeheuerlich!
Abg. Michael Hammer: Er war ein mehrfacher!
Ich berichtige tatsächlich: Gegen Herbert Kickl hat es (Abg. Michael Hammer: Er war ein mehrfacher!) – mehrfach hat er sogar gesagt – zu keinem Zeitpunkt Ermittlungen gegeben, keine Anzeige, geschweige denn einen Prozess oder eine Verurteilung. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Hanger.) Daher ist das unerhört! Ich fordere Sie auf, die Behauptung, Herbert Kickl ist ein Rechtsbrecher, zurückzunehmen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Hanger.
Ich berichtige tatsächlich: Gegen Herbert Kickl hat es (Abg. Michael Hammer: Er war ein mehrfacher!) – mehrfach hat er sogar gesagt – zu keinem Zeitpunkt Ermittlungen gegeben, keine Anzeige, geschweige denn einen Prozess oder eine Verurteilung. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Hanger.) Daher ist das unerhört! Ich fordere Sie auf, die Behauptung, Herbert Kickl ist ein Rechtsbrecher, zurückzunehmen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Gegen Herbert Kickl hat es (Abg. Michael Hammer: Er war ein mehrfacher!) – mehrfach hat er sogar gesagt – zu keinem Zeitpunkt Ermittlungen gegeben, keine Anzeige, geschweige denn einen Prozess oder eine Verurteilung. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Hanger.) Daher ist das unerhört! Ich fordere Sie auf, die Behauptung, Herbert Kickl ist ein Rechtsbrecher, zurückzunehmen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Herbert Kickl hat was behauptet? Was, was? – Ruf bei der ÖVP: Nur weiter so! Am richtigen Weg! – Abg. Michael Hammer: Was hat Herbert Kickl behauptet? Was hat Herbert Kickl behauptet?
Nächster Punkt – ich berichtige noch immer tatsächlich –: Herbert Kickl hat behauptet - - (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Herbert Kickl hat was behauptet? Was, was? – Ruf bei der ÖVP: Nur weiter so! Am richtigen Weg! – Abg. Michael Hammer: Was hat Herbert Kickl behauptet? Was hat Herbert Kickl behauptet?) Der Kollege - - Beruhigt euch einmal! (Ruf bei den Grünen: Das sagt der Richtige! Unglaublich!) Nehmt einmal die Emotionen heraus! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Michael Hammer: Das ist keine Tatsächliche! – Ruf bei der ÖVP: Hui!) Bei euch kennt sich ja keiner aus! (Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Ruf bei den Grünen: Das sagt der Richtige! Unglaublich!
Nächster Punkt – ich berichtige noch immer tatsächlich –: Herbert Kickl hat behauptet - - (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Herbert Kickl hat was behauptet? Was, was? – Ruf bei der ÖVP: Nur weiter so! Am richtigen Weg! – Abg. Michael Hammer: Was hat Herbert Kickl behauptet? Was hat Herbert Kickl behauptet?) Der Kollege - - Beruhigt euch einmal! (Ruf bei den Grünen: Das sagt der Richtige! Unglaublich!) Nehmt einmal die Emotionen heraus! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Michael Hammer: Das ist keine Tatsächliche! – Ruf bei der ÖVP: Hui!) Bei euch kennt sich ja keiner aus! (Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Michael Hammer: Das ist keine Tatsächliche! – Ruf bei der ÖVP: Hui!
Nächster Punkt – ich berichtige noch immer tatsächlich –: Herbert Kickl hat behauptet - - (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Herbert Kickl hat was behauptet? Was, was? – Ruf bei der ÖVP: Nur weiter so! Am richtigen Weg! – Abg. Michael Hammer: Was hat Herbert Kickl behauptet? Was hat Herbert Kickl behauptet?) Der Kollege - - Beruhigt euch einmal! (Ruf bei den Grünen: Das sagt der Richtige! Unglaublich!) Nehmt einmal die Emotionen heraus! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Michael Hammer: Das ist keine Tatsächliche! – Ruf bei der ÖVP: Hui!) Bei euch kennt sich ja keiner aus! (Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Nächster Punkt – ich berichtige noch immer tatsächlich –: Herbert Kickl hat behauptet - - (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Herbert Kickl hat was behauptet? Was, was? – Ruf bei der ÖVP: Nur weiter so! Am richtigen Weg! – Abg. Michael Hammer: Was hat Herbert Kickl behauptet? Was hat Herbert Kickl behauptet?) Der Kollege - - Beruhigt euch einmal! (Ruf bei den Grünen: Das sagt der Richtige! Unglaublich!) Nehmt einmal die Emotionen heraus! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Michael Hammer: Das ist keine Tatsächliche! – Ruf bei der ÖVP: Hui!) Bei euch kennt sich ja keiner aus! (Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig!
Kollege Gerstl hat behauptet, Herbert Kickl hat eine illegale Hausdurchsuchung beim BVT veranlasst. (Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig!) Ich berichtige tatsächlich: Ein Innenminister kann keine Hausdurchsuchung veranlassen, das macht ausschließlich die Staatsanwaltschaft. (Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Abg. Hanger: Wer wollte es haben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Anscheinend die Staatsanwältin!
Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Abg. Hanger: Wer wollte es haben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Gerstl hat behauptet, Herbert Kickl hat eine illegale Hausdurchsuchung beim BVT veranlasst. (Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig!) Ich berichtige tatsächlich: Ein Innenminister kann keine Hausdurchsuchung veranlassen, das macht ausschließlich die Staatsanwaltschaft. (Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Abg. Hanger: Wer wollte es haben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Anscheinend die Staatsanwältin!
Abg. Schwarz: Das ist Redezeit, einfach Redezeit, und die Redezeit ist aus bei ihm!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Kollege Amesbauer, bitte wirklich ganz, ganz eng im Korsett der Geschäftsordnung bleiben! Bitte den Sachverhalt berichtigen und keine Interpretationen machen! (Abg. Schwarz: Das ist Redezeit, einfach Redezeit, und die Redezeit ist aus bei ihm!)
Ruf bei der ÖVP: Die längste tatsächliche Berichtigung, die wir je hatten!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Nächster Sachverhalt (Ruf bei der ÖVP: Die längste tatsächliche Berichtigung, die wir je hatten!), nächster Sachverhalt: Der Kollege Gerstl hat auch berichtet, Innenminister Kickl hätte das BVT zerstört und es bei den internationalen Partnerdiensten in Misskredit gebracht. (Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig! –Abg. Schwarz: Die Redezeit ist aus!)
Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig! –Abg. Schwarz: Die Redezeit ist aus!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Nächster Sachverhalt (Ruf bei der ÖVP: Die längste tatsächliche Berichtigung, die wir je hatten!), nächster Sachverhalt: Der Kollege Gerstl hat auch berichtet, Innenminister Kickl hätte das BVT zerstört und es bei den internationalen Partnerdiensten in Misskredit gebracht. (Abg. Michael Hammer: Vollkommen richtig! –Abg. Schwarz: Die Redezeit ist aus!)
Ruf bei der SPÖ: Ja!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, eine tatsächliche Berichtigung hat nur maximal 2 Minuten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), das müssen Sie auch berücksichtigen. (Ruf bei der ÖVP: Die sind schon lang vorbei! – Abg. Stögmüller: Das ist eine Wirtshausrede und keine tatsächliche Berichtigung!) Also bitte den Schlusssatz! (Ruf bei den Grünen: Redezeit! – Ruf bei der ÖVP: Soll er einen Redebeitrag machen! – Abg. Schwarz: Die FPÖ hat ihre Redezeit verbraucht! Es ist einfach aus!)
Ruf bei der ÖVP: Die sind schon lang vorbei! – Abg. Stögmüller: Das ist eine Wirtshausrede und keine tatsächliche Berichtigung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, eine tatsächliche Berichtigung hat nur maximal 2 Minuten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), das müssen Sie auch berücksichtigen. (Ruf bei der ÖVP: Die sind schon lang vorbei! – Abg. Stögmüller: Das ist eine Wirtshausrede und keine tatsächliche Berichtigung!) Also bitte den Schlusssatz! (Ruf bei den Grünen: Redezeit! – Ruf bei der ÖVP: Soll er einen Redebeitrag machen! – Abg. Schwarz: Die FPÖ hat ihre Redezeit verbraucht! Es ist einfach aus!)
Ruf bei den Grünen: Redezeit! – Ruf bei der ÖVP: Soll er einen Redebeitrag machen! – Abg. Schwarz: Die FPÖ hat ihre Redezeit verbraucht! Es ist einfach aus!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, eine tatsächliche Berichtigung hat nur maximal 2 Minuten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), das müssen Sie auch berücksichtigen. (Ruf bei der ÖVP: Die sind schon lang vorbei! – Abg. Stögmüller: Das ist eine Wirtshausrede und keine tatsächliche Berichtigung!) Also bitte den Schlusssatz! (Ruf bei den Grünen: Redezeit! – Ruf bei der ÖVP: Soll er einen Redebeitrag machen! – Abg. Schwarz: Die FPÖ hat ihre Redezeit verbraucht! Es ist einfach aus!)
Abg. Stögmüller: Es ist unglaublich, wie sich die FPÖ aufführt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, die Zwischenrufe sind unerheblich bei der Redezeit. (Abg. Stögmüller: Es ist unglaublich, wie sich die FPÖ aufführt!) Die 2 Minuten sind um, aber Sie können sich noch einmal zu Wort melden. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, die Zwischenrufe sind unerheblich bei der Redezeit. (Abg. Stögmüller: Es ist unglaublich, wie sich die FPÖ aufführt!) Die 2 Minuten sind um, aber Sie können sich noch einmal zu Wort melden. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ui-Rufe bei der ÖVP.
schwarzen Mitarbeitern zerstört! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ui-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Das war eine tatsächliche Blamage, glaube ich! – Abg. Stögmüller: Herr Präsident, zur Geschäftsordnung! Das ist ja unfassbar, wie Sie sich aufführen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag.a Eva Blimlinger. – Bitte schön. (Abg. Michael Hammer: Das war eine tatsächliche Blamage, glaube ich! – Abg. Stögmüller: Herr Präsident, zur Geschäftsordnung! Das ist ja unfassbar, wie Sie sich aufführen!) – Herr Abgeordneter, wenn Sie eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung abgeben wollen, stehen Sie auf, melden Sie sich, stellen Sie einen Antrag! Dann können wir entsprechend vorgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Yılmaz: Lass einmal den Präsidenten in Ruhe!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Yılmaz: Lass einmal den Präsidenten in Ruhe!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag.a Eva Blimlinger. – Bitte schön. (Abg. Michael Hammer: Das war eine tatsächliche Blamage, glaube ich! – Abg. Stögmüller: Herr Präsident, zur Geschäftsordnung! Das ist ja unfassbar, wie Sie sich aufführen!) – Herr Abgeordneter, wenn Sie eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung abgeben wollen, stehen Sie auf, melden Sie sich, stellen Sie einen Antrag! Dann können wir entsprechend vorgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Yılmaz: Lass einmal den Präsidenten in Ruhe!)
Die Abgeordneten Hafenecker und Ries: Lüge!
Auch ein wichtiger Bereich ist die Rechtsextremismusprävention. Ich denke, es wäre gut für den einen oder anderen Abgeordneten hier im Haus, wenn er sich diesen Seminaren aussetzen würde – insbesondere vielleicht für Herrn Klubobmann Kickl, der in seinen Reden Codes benutzt, die durchaus im Rechtsextremismus verwendet werden. (Die Abgeordneten Hafenecker und Ries: Lüge!) Ich werde sie hier nicht wiederholen. Wir novellieren das Verbotsgesetz in Richtung einer stärkeren Bestrafung, es werden dann genau solche Dinge normiert werden, damit das Verwenden solch rechtsextremer Codes, die sogenannt verschlüsselt eingesetzt werden und eben nur unter Rechtsextremisten und Neonazis erkennbar sind, auch zu einer Verurteilung führen kann. Da können wir dann vielleicht einmal von Rechtsbrechern sprechen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Stefan: ... Kommunisten endlich auch eine Kaserne haben!
Weil die Tracht des Herrn Klubobmanns – um mit Karl Kraus zu sprechen – leider die Niedertracht ist – in diesem Falle ganz besonders –, bin ich unter anderem dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Stefan: ... Kommunisten endlich auch eine Kaserne haben!)
Abg. Blimlinger: Das ist ein Zitat!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Für den Vorwurf der „Niedertracht“ erteile ich einen Ordnungsruf. (Abg. Blimlinger: Das ist ein Zitat!)
Abg. Blimlinger: Das ist ein Zitat!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Christian Hafenecker. – Bitte. (Abg. Blimlinger: Das ist ein Zitat!) – Ich erteile trotzdem einen Ordnungsruf.
Abg. Michael Hammer: In Mank!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Vorsitzender! Frau Kollegin Blimlinger, da Sie hier am Rednerpult moralisch herumwerkeln: Reden Sie einmal mit Ihrem Koalitionspartner! Der hat es geschafft, dass es in Melk noch immer einen Dollfuß-Platz gibt. (Abg. Michael Hammer: In Mank!) Der hat es auch geschafft, dass das Kruckenkreuz laut Symbole-Gesetz noch immer nicht verboten worden ist. (Abg. Michael Hammer: In Mank! Das muss man schon richtig ...!) – In Mank, Verzeihung, in Mank. Das ist Ihr Koalitionspartner, also vielleicht wenden Sie sich einmal an den.
Abg. Michael Hammer: In Mank! Das muss man schon richtig ...!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Vorsitzender! Frau Kollegin Blimlinger, da Sie hier am Rednerpult moralisch herumwerkeln: Reden Sie einmal mit Ihrem Koalitionspartner! Der hat es geschafft, dass es in Melk noch immer einen Dollfuß-Platz gibt. (Abg. Michael Hammer: In Mank!) Der hat es auch geschafft, dass das Kruckenkreuz laut Symbole-Gesetz noch immer nicht verboten worden ist. (Abg. Michael Hammer: In Mank! Das muss man schon richtig ...!) – In Mank, Verzeihung, in Mank. Das ist Ihr Koalitionspartner, also vielleicht wenden Sie sich einmal an den.
Rufe bei der ÖVP: Schade!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, ich muss Sie leider darauf hinweisen, dass Sie nur noch 45 Sekunden Redezeit haben und Sie wollen noch einen Antrag einbringen. (Rufe bei der ÖVP: Schade!)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen – Rufe bei Grünen und ÖVP: Aus ist es! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt bereits Todesfälle, die durch diese Chaoten verursacht worden sind (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen – Rufe bei Grünen und ÖVP: Aus ist es! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen), es gibt Kunstwerke, die in diesem Land zerstört werden (Abg. Michael Hammer: ... ihr habt ja eh nichts über, oder? ...!), und wir sind es unserer Bevölkerung und unseren Kindern schuldig, sie genau vor diesen Hetzern zu bewahren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: ... ihr habt ja eh nichts über, oder? ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt bereits Todesfälle, die durch diese Chaoten verursacht worden sind (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen – Rufe bei Grünen und ÖVP: Aus ist es! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen), es gibt Kunstwerke, die in diesem Land zerstört werden (Abg. Michael Hammer: ... ihr habt ja eh nichts über, oder? ...!), und wir sind es unserer Bevölkerung und unseren Kindern schuldig, sie genau vor diesen Hetzern zu bewahren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt bereits Todesfälle, die durch diese Chaoten verursacht worden sind (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen – Rufe bei Grünen und ÖVP: Aus ist es! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen), es gibt Kunstwerke, die in diesem Land zerstört werden (Abg. Michael Hammer: ... ihr habt ja eh nichts über, oder? ...!), und wir sind es unserer Bevölkerung und unseren Kindern schuldig, sie genau vor diesen Hetzern zu bewahren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Minnich (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Wir haben es heute schon mehrmals gehört: Das Budget ist in Zahlen gegossene Politik. – Und wir sprechen heute über das größte Sicherheitsbudget in der Geschichte des Bundesministeriums für Inneres. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Da haben wir auch nicht so wenig Polizisten gehabt!
Der Herr Bundesminister hat es schon angesprochen: Mit zusätzlichen 700 Millionen Euro für die Sicherheit der Österreicher haben wir ein wirkliches Rekordbudget. Passend zum heutigen niederösterreichischen Landesfeiertag möchte ich unsere Landeshauptfrau und ehemalige Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zitieren, die gesagt hat: „Die tatsächliche Sicherheit ist in Österreich besser als das subjektive Sicherheitsgefühl.“ – Ich denke, diese Aussage ist heute aktueller denn je. (Abg. Loacker: Da haben wir auch nicht so wenig Polizisten gehabt!) Mitten im Krieg in Europa, mit all den Krisen, die wir in den letzten Jahren und heute gemeinsam stemmen müssen, die uns noch stark fordern, ist das subjektive Sicherheitsgefühl ganz entscheidend. Neben den vielen Projekten im Innenministerium, wie der Schwerpunktlegung bei der Cyberkriminalität, dem neuen Staatsschutz oder dem EU-Grenzschutz, sind es vor allem unsere Polizistinnen und Polizisten vor Ort, die direkt am Sicherheitsgefühl der Menschen arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Der Herr Bundesminister hat es schon angesprochen: Mit zusätzlichen 700 Millionen Euro für die Sicherheit der Österreicher haben wir ein wirkliches Rekordbudget. Passend zum heutigen niederösterreichischen Landesfeiertag möchte ich unsere Landeshauptfrau und ehemalige Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zitieren, die gesagt hat: „Die tatsächliche Sicherheit ist in Österreich besser als das subjektive Sicherheitsgefühl.“ – Ich denke, diese Aussage ist heute aktueller denn je. (Abg. Loacker: Da haben wir auch nicht so wenig Polizisten gehabt!) Mitten im Krieg in Europa, mit all den Krisen, die wir in den letzten Jahren und heute gemeinsam stemmen müssen, die uns noch stark fordern, ist das subjektive Sicherheitsgefühl ganz entscheidend. Neben den vielen Projekten im Innenministerium, wie der Schwerpunktlegung bei der Cyberkriminalität, dem neuen Staatsschutz oder dem EU-Grenzschutz, sind es vor allem unsere Polizistinnen und Polizisten vor Ort, die direkt am Sicherheitsgefühl der Menschen arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aktionen wie Gemeinsam sicher, das demnächst fünf Jahre Erfolgsgeschichte feiert, der kriminalpolizeiliche Beratungsdienst, von dem die österreichischen Bürger, die Bevölkerung hinsichtlich Maßnahmen gegen Dämmerungseinbrüche beraten wird, und die vielen, vielen Streifenbeamten, die vor Ort den Kontakt mit der Bevölkerung suchen und einen guten Austausch pflegen – sie alle da draußen leisten Großartiges. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Voglauer und Weratschnig.
Ob Stadt oder ländlicher Raum, sie sind unsere Einsatzkräfte, sie sind die ersten Ansprechpersonen im Bezirk oder auch in der Ortschaft. Sie sind in den Gemeinden integriert und leben die Sicherheit vor Ort. Was sie die letzten Jahre leisten mussten, war immens, und es war eine gute Arbeit. – Geschätzte Polizistinnen und Polizisten, vielen Dank für eure wertvolle Arbeit, direkt bei den Menschen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Voglauer und Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Neßler und Weratschnig.
Um sie bei ihrer Arbeit bestmöglich zu unterstützen, freut es mich, dass wir im Bereich Schutzausrüstung, Einsatztechnik und Ausstattung der Polizeibeamtinnen und -beamten eine Steigerung von über 120 Millionen Euro vorgesehen haben. – Herr Minister, herzlichen Dank für diesen Schwerpunkt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Neßler und Weratschnig.)
Ruf bei der ÖVP: Keines!
Abschließend möchte ich noch auf Kollegen Ries zu sprechen kommen: Kollege Lopatka hat ja die Frage in den Raum gestellt, ein Gesetz zu nennen, das der ehemalige Innenminister Herbert Kickl gemacht hat, um die Migration und die illegale Einwanderung zu stoppen. (Ruf bei der ÖVP: Keines!)
Abg. Hauser: Das Chaos ist jetzt!
Wir alle haben mit Spannung und hochinteressiert darauf gewartet, dass hier eine Lösung oder eine Antwort gegeben wird – sie ist leider nicht gekommen. (Abg. Hauser: Das Chaos ist jetzt!) Man sieht, wie hier gearbeitet wurde. (Zwischenruf des Abg. Ries.)
Zwischenruf des Abg. Ries.
Wir alle haben mit Spannung und hochinteressiert darauf gewartet, dass hier eine Lösung oder eine Antwort gegeben wird – sie ist leider nicht gekommen. (Abg. Hauser: Das Chaos ist jetzt!) Man sieht, wie hier gearbeitet wurde. (Zwischenruf des Abg. Ries.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Vielen, vielen herzlichen Dank! Allen Niederösterreichern noch einen schönen Leopoldi! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das fängt schon gut an!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kucher. (Ruf bei der ÖVP: Das fängt schon gut an!) – Ich bitte um Ihren Beitrag, Herr Abgeordneter.
Abg. Ottenschläger: Das Match mit dem Populismus ...! Da seid ihr schon viel besser!
man marketingtechnisch mit ein paar Floskeln versucht, Politik zu machen. (Abg. Ottenschläger: Das Match mit dem Populismus ...! Da seid ihr schon viel besser!) Irgendwann glaubt man dann selber, dass Sebastian Kurz übers Wasser gehen kann. Irgendwann geht er dann unter. Aber das ist so der Mechanismus – und auch die Gefahr – in der Politik, dass man irgendwann einmal die eigenen Geschichten auch glaubt.
Abg. Michael Hammer: Das ist ja richtig!
Ein Musterbeispiel dazu, das wir gestern erlebt haben, war Klubobmann August Wöginger, der sich hingestellt hat und uns allen erklärt hat, was für eine tolle Pflegereform die ÖVP nicht verhandelt hat. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja richtig!) Ich habe ihm zugehört, und irgendwann bin ich draufgekommen: Das ist ja nicht nur eine Floskel, das ist ja nicht nur eine ÖVP-Geschichte, die er erzählt, sondern Wöginger glaubt das ja wirklich selber!
Abg. Michael Hammer: Das ist ja ein Blödsinn!
August Wöginger hat gesagt, das ist eine ganz, ganz tolle Pflegereform, aber was ist es denn wirklich? – Es gibt zwei Eckpunkte, die darin enthalten sind. Das eine ist: Es gibt ein Trostpflaster, und man sagt den Pflegeberufen jetzt, mit diesem Trostpflaster werdet ihr schon zufrieden sein. Da ist man ganz, ganz mutig vorgeprescht und hat gesagt, es wird mehr Geld für die Pflegeberufe geben – und auch das hat die Bundesregierung nicht zusammengebracht. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja ein Blödsinn!) Panikartig hat man jetzt vor Weihnachten gesagt: Jetzt machen wir eine Einmalzahlung!, und im Unterschied zu den Konzernen, bei denen man die Steuern senkt, sagt man bei der Pflege: Da muss aber ordentlich besteuert werden, denn die Pflege verdient das nicht. – Da bleibt nur ein kleiner Teil übrig.
Abg. Michael Hammer: Das haben wir eh nicht gesagt!
Das Zweite sind ein paar kosmetische Anpassungen, die die Regierung jetzt groß abfeiert. Aber glaubt ihr wirklich, dass das im Bereich der Pflege reichen wird? (Abg. Michael Hammer: Das haben wir eh nicht gesagt!) Diese kosmetischen Maßnahmen, ein paar Pflasterchen, das ist doch hinten und vorne zu wenig im Bereich der Pflege. Da geht es um Menschenleben, um Menschen, die auf uns alle angewiesen sind (Abg. Michael Hammer: Auf euch nicht!), auf die richtigen Entscheidungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Auf euch nicht!
Das Zweite sind ein paar kosmetische Anpassungen, die die Regierung jetzt groß abfeiert. Aber glaubt ihr wirklich, dass das im Bereich der Pflege reichen wird? (Abg. Michael Hammer: Das haben wir eh nicht gesagt!) Diese kosmetischen Maßnahmen, ein paar Pflasterchen, das ist doch hinten und vorne zu wenig im Bereich der Pflege. Da geht es um Menschenleben, um Menschen, die auf uns alle angewiesen sind (Abg. Michael Hammer: Auf euch nicht!), auf die richtigen Entscheidungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Zweite sind ein paar kosmetische Anpassungen, die die Regierung jetzt groß abfeiert. Aber glaubt ihr wirklich, dass das im Bereich der Pflege reichen wird? (Abg. Michael Hammer: Das haben wir eh nicht gesagt!) Diese kosmetischen Maßnahmen, ein paar Pflasterchen, das ist doch hinten und vorne zu wenig im Bereich der Pflege. Da geht es um Menschenleben, um Menschen, die auf uns alle angewiesen sind (Abg. Michael Hammer: Auf euch nicht!), auf die richtigen Entscheidungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Sagt wer?
Allein im Bereich der Langzeitpflege fehlen uns 1,8 Milliarden Euro – 1,8 Milliarden Euro für die Versorgung älterer Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Leider ist das durch die ÖVP nicht ermöglicht worden, weil die ÖVP sagt: Ein kleines Trostpflaster wird schon reichen, ihr kriegt einmal einen kleinen Bonus! – Dann soll man im Pflegeberuf den Mund halten, aber Respekt und Wertschätzung, all das, was wir den Menschen im Bereich der Pflege doch gerade während der Coronakrise erzählt haben, gibt es leider nicht. (Abg. Steinacker: Pflegestipendium gibt’s zum Beispiel!)
Abg. Steinacker: Pflegestipendium gibt’s zum Beispiel!
Allein im Bereich der Langzeitpflege fehlen uns 1,8 Milliarden Euro – 1,8 Milliarden Euro für die Versorgung älterer Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Leider ist das durch die ÖVP nicht ermöglicht worden, weil die ÖVP sagt: Ein kleines Trostpflaster wird schon reichen, ihr kriegt einmal einen kleinen Bonus! – Dann soll man im Pflegeberuf den Mund halten, aber Respekt und Wertschätzung, all das, was wir den Menschen im Bereich der Pflege doch gerade während der Coronakrise erzählt haben, gibt es leider nicht. (Abg. Steinacker: Pflegestipendium gibt’s zum Beispiel!)
Abg. Michael Hammer: Na, schauen wir es uns an! – Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! Das ist jetzt dermaßen ein Quatsch!
Symptomatisch erkennbar ist das anhand eines Beispiels, bei dem ich sagen muss, da nehme ich Herrn Bundesminister Rauch aus, das ist nicht seine Schuld, da dürfte sich irgendjemand im Klub der Grünen von Herrn Wöginger über den Tisch ziehen haben lassen. Der Herr Bundesminister weiß ja natürlich, dass das ein Topfen ist – konkret meine ich die Pflegelehre. Es gibt keine einzige Fachgesellschaft in Österreich, kein einziges Institut für Pflegewissenschaft, das sagt, das Ganze ist sinnvoll. Niemand in Österreich, der sich ansatzweise mit Pflege auskennt, sagt, dass das Ganze sinnvoll ist. (Abg. Michael Hammer: Na, schauen wir es uns an! – Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! Das ist jetzt dermaßen ein Quatsch!) Der Herr Bundesminister macht es trotzdem. Bitte nennen Sie mir ein einziges Institut für Pflegewissenschaft, ein einziges Institut! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Michael Hammer: ... Instituten brauchen wir es eh nicht hören! Vom Renner-Institut wollen wir es
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
eh nicht hören!) – Herr Kollege, bitte! Bitte! Es gibt keine einzige Fachgesellschaft, die das sagt, und ihr redet von Respekt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Steinacker: Also du kennst doch unser duales Pflege- und Lehrsystem! Unsere Lehre besteht immer noch aus einem dualen System!
Würden Sie eine Operation in Österreich durchführen, wenn alle medizinischen Fachgesellschaften vor einer Operation warnen? Würden Sie politisch drüberstehen und sagen: Das machen wir trotzdem!? – Bei der Pflege reden wir groß von Respekt, darüber, wie wichtig Anerkennung und Respekt für die Pflege sind, und dann fahrt man drüber. Weil wir einen Mangel haben, sollen 16-jährige Burschen und Mädels jetzt plötzlich am Krankenbett arbeiten, und das ist die Lösung für die Pflegemisere. Das ist ein Topfen! Alle Fachgesellschaften warnen davor (Abg. Steinacker: Also du kennst doch unser duales Pflege- und Lehrsystem! Unsere Lehre besteht immer noch aus einem dualen System!), aber die ÖVP redet von Wertschätzung und fährt dann einfach drüber. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Würden Sie eine Operation in Österreich durchführen, wenn alle medizinischen Fachgesellschaften vor einer Operation warnen? Würden Sie politisch drüberstehen und sagen: Das machen wir trotzdem!? – Bei der Pflege reden wir groß von Respekt, darüber, wie wichtig Anerkennung und Respekt für die Pflege sind, und dann fahrt man drüber. Weil wir einen Mangel haben, sollen 16-jährige Burschen und Mädels jetzt plötzlich am Krankenbett arbeiten, und das ist die Lösung für die Pflegemisere. Das ist ein Topfen! Alle Fachgesellschaften warnen davor (Abg. Steinacker: Also du kennst doch unser duales Pflege- und Lehrsystem! Unsere Lehre besteht immer noch aus einem dualen System!), aber die ÖVP redet von Wertschätzung und fährt dann einfach drüber. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Da!
Was genauso fehlt: Wo ist die Unterstützung für pflegende Angehörige? Was tut sich denn da in dem Bereich? Ihr habt einen Pflege-daheim-Bonus versprochen. Darf ich fragen, Herr Kollege Hammer, weil Sie immer wieder rausrufen: Wo ist denn der Pflege-daheim-Bonus? (Abg. Michael Hammer – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Da!) – Na, nicht im Zetterle von der ÖVP! Da ist nämlich genau der Unterschied. Draußen auf Zettel irgendetwas raufschreiben! Wären Sie so nett und würden nachher herauskommen und ganz genau sagen (Abg. Michael Hammer: Ja, ich komme eh dann raus!), wo im Budget der Pflege-daheim-Bonus ist und was sich für die pflegenden Angehörigen tut? Gar nichts ist darin enthalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ja, ich komme eh dann raus!
Was genauso fehlt: Wo ist die Unterstützung für pflegende Angehörige? Was tut sich denn da in dem Bereich? Ihr habt einen Pflege-daheim-Bonus versprochen. Darf ich fragen, Herr Kollege Hammer, weil Sie immer wieder rausrufen: Wo ist denn der Pflege-daheim-Bonus? (Abg. Michael Hammer – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Da!) – Na, nicht im Zetterle von der ÖVP! Da ist nämlich genau der Unterschied. Draußen auf Zettel irgendetwas raufschreiben! Wären Sie so nett und würden nachher herauskommen und ganz genau sagen (Abg. Michael Hammer: Ja, ich komme eh dann raus!), wo im Budget der Pflege-daheim-Bonus ist und was sich für die pflegenden Angehörigen tut? Gar nichts ist darin enthalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was genauso fehlt: Wo ist die Unterstützung für pflegende Angehörige? Was tut sich denn da in dem Bereich? Ihr habt einen Pflege-daheim-Bonus versprochen. Darf ich fragen, Herr Kollege Hammer, weil Sie immer wieder rausrufen: Wo ist denn der Pflege-daheim-Bonus? (Abg. Michael Hammer – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Da!) – Na, nicht im Zetterle von der ÖVP! Da ist nämlich genau der Unterschied. Draußen auf Zettel irgendetwas raufschreiben! Wären Sie so nett und würden nachher herauskommen und ganz genau sagen (Abg. Michael Hammer: Ja, ich komme eh dann raus!), wo im Budget der Pflege-daheim-Bonus ist und was sich für die pflegenden Angehörigen tut? Gar nichts ist darin enthalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Koza: Landessache? Landessache?
denn festgeschrieben, Herr Kollege Koza, wie viele Menschen in Pflegeheimen jedenfalls arbeiten müssen? (Abg. Koza: Landessache? Landessache?) Wo kämpfen Sie denn dafür, dass die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, nicht ausbrennen und irgendwann selbst fertig sind? Was machen Sie denn in dem Bereich? (Abg. Koza: Kollektivverträge? Kollektivverträge? Sozialpartnerschaft?) – Ja, das ist wieder abschieben! Der eine hat das Zetterle von der ÖVP mit und glaubt seine eigenen Schmähs (Abg. Koza: Ich erkläre es dir gern, als Sozialdemokrat, was Kollektivverträge sind! Du kennst es nicht unbedingt!), und Sie sind der Bundesgesetzgeber und sitzen da und sagen: Eigentlich kann ich gar nichts tun! – Na wenn das die Pflegereform ist, bin ich froh, dass Kollege Wöginger das jetzt nicht hören muss! (Abg. Koza: Für Einkommensfragen: Kollektivverträge zuständig! Für Arbeitszeiten: Kollektivverträge zuständig! – Abg. Brandstätter: Redet hintereinander!)
Abg. Koza: Kollektivverträge? Kollektivverträge? Sozialpartnerschaft?
denn festgeschrieben, Herr Kollege Koza, wie viele Menschen in Pflegeheimen jedenfalls arbeiten müssen? (Abg. Koza: Landessache? Landessache?) Wo kämpfen Sie denn dafür, dass die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, nicht ausbrennen und irgendwann selbst fertig sind? Was machen Sie denn in dem Bereich? (Abg. Koza: Kollektivverträge? Kollektivverträge? Sozialpartnerschaft?) – Ja, das ist wieder abschieben! Der eine hat das Zetterle von der ÖVP mit und glaubt seine eigenen Schmähs (Abg. Koza: Ich erkläre es dir gern, als Sozialdemokrat, was Kollektivverträge sind! Du kennst es nicht unbedingt!), und Sie sind der Bundesgesetzgeber und sitzen da und sagen: Eigentlich kann ich gar nichts tun! – Na wenn das die Pflegereform ist, bin ich froh, dass Kollege Wöginger das jetzt nicht hören muss! (Abg. Koza: Für Einkommensfragen: Kollektivverträge zuständig! Für Arbeitszeiten: Kollektivverträge zuständig! – Abg. Brandstätter: Redet hintereinander!)
Abg. Koza: Ich erkläre es dir gern, als Sozialdemokrat, was Kollektivverträge sind! Du kennst es nicht unbedingt!
denn festgeschrieben, Herr Kollege Koza, wie viele Menschen in Pflegeheimen jedenfalls arbeiten müssen? (Abg. Koza: Landessache? Landessache?) Wo kämpfen Sie denn dafür, dass die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, nicht ausbrennen und irgendwann selbst fertig sind? Was machen Sie denn in dem Bereich? (Abg. Koza: Kollektivverträge? Kollektivverträge? Sozialpartnerschaft?) – Ja, das ist wieder abschieben! Der eine hat das Zetterle von der ÖVP mit und glaubt seine eigenen Schmähs (Abg. Koza: Ich erkläre es dir gern, als Sozialdemokrat, was Kollektivverträge sind! Du kennst es nicht unbedingt!), und Sie sind der Bundesgesetzgeber und sitzen da und sagen: Eigentlich kann ich gar nichts tun! – Na wenn das die Pflegereform ist, bin ich froh, dass Kollege Wöginger das jetzt nicht hören muss! (Abg. Koza: Für Einkommensfragen: Kollektivverträge zuständig! Für Arbeitszeiten: Kollektivverträge zuständig! – Abg. Brandstätter: Redet hintereinander!)
Abg. Koza: Für Einkommensfragen: Kollektivverträge zuständig! Für Arbeitszeiten: Kollektivverträge zuständig! – Abg. Brandstätter: Redet hintereinander!
denn festgeschrieben, Herr Kollege Koza, wie viele Menschen in Pflegeheimen jedenfalls arbeiten müssen? (Abg. Koza: Landessache? Landessache?) Wo kämpfen Sie denn dafür, dass die Menschen, die Tag und Nacht am Krankenbett arbeiten, nicht ausbrennen und irgendwann selbst fertig sind? Was machen Sie denn in dem Bereich? (Abg. Koza: Kollektivverträge? Kollektivverträge? Sozialpartnerschaft?) – Ja, das ist wieder abschieben! Der eine hat das Zetterle von der ÖVP mit und glaubt seine eigenen Schmähs (Abg. Koza: Ich erkläre es dir gern, als Sozialdemokrat, was Kollektivverträge sind! Du kennst es nicht unbedingt!), und Sie sind der Bundesgesetzgeber und sitzen da und sagen: Eigentlich kann ich gar nichts tun! – Na wenn das die Pflegereform ist, bin ich froh, dass Kollege Wöginger das jetzt nicht hören muss! (Abg. Koza: Für Einkommensfragen: Kollektivverträge zuständig! Für Arbeitszeiten: Kollektivverträge zuständig! – Abg. Brandstätter: Redet hintereinander!)
Abg. Michael Hammer: Du hast ja noch gar nichts gesagt, dann kannst du nichts zusammenfassen!
Ich darf also noch einmal zusammenfassen (Abg. Michael Hammer: Du hast ja noch gar nichts gesagt, dann kannst du nichts zusammenfassen!): Ein kleines finanzielles Trostpflaster, viel Kosmetik, viel Blabla, aber es ist nichts passiert, um dieses wichtige Thema in Österreich nachhaltig zu verändern. Und was mir wirklich fehlt, ist die Wertschätzung für die Pflegeberufe. Es gibt leider eine Partei hier in diesem Haus – das muss ich sagen –, die jede Verbesserung und Kompetenzerweiterung, durch die man die Anerkennung und den Respekt für die Pflegeberufe wirklich auch in Gesetze gießen könnte, blockiert. Es ist die ÖVP, die in Wahrheit all das in Österreich blockiert. Da gibt es zig Anträge im Gesundheitsausschuss, aber es ist leider die ÖVP, die jeden Millimeter beinhart betoniert, keine Reform haben möchte, aber dann gibt es Zetterle! Bitte, Herr Kollege, wenn Sie die Broschüre der ÖVP noch einmal groß in die Kamera halten, dann haben wir alle zumindest gesehen, was die ÖVP verspricht. Was konkret umgesetzt wird, lesen wir heute im Budget. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Brandstätter: Bravo, Philip!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Brandstätter: Bravo, Philip!
Ich darf also noch einmal zusammenfassen (Abg. Michael Hammer: Du hast ja noch gar nichts gesagt, dann kannst du nichts zusammenfassen!): Ein kleines finanzielles Trostpflaster, viel Kosmetik, viel Blabla, aber es ist nichts passiert, um dieses wichtige Thema in Österreich nachhaltig zu verändern. Und was mir wirklich fehlt, ist die Wertschätzung für die Pflegeberufe. Es gibt leider eine Partei hier in diesem Haus – das muss ich sagen –, die jede Verbesserung und Kompetenzerweiterung, durch die man die Anerkennung und den Respekt für die Pflegeberufe wirklich auch in Gesetze gießen könnte, blockiert. Es ist die ÖVP, die in Wahrheit all das in Österreich blockiert. Da gibt es zig Anträge im Gesundheitsausschuss, aber es ist leider die ÖVP, die jeden Millimeter beinhart betoniert, keine Reform haben möchte, aber dann gibt es Zetterle! Bitte, Herr Kollege, wenn Sie die Broschüre der ÖVP noch einmal groß in die Kamera halten, dann haben wir alle zumindest gesehen, was die ÖVP verspricht. Was konkret umgesetzt wird, lesen wir heute im Budget. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Brandstätter: Bravo, Philip!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Man kann ganz grob sagen, die Arbeitnehmer:innen finanzieren mit ihren Pensionsversicherungsbeiträgen ungefähr 80 Prozent ihrer Pensionen (Zwischenruf bei der SPÖ), haben eine sehr hohe Abdeckung. Die Selbstständigen sind bei 50 Prozent, die Bauern und Bäuerinnen bei circa 20 Prozent. Das hat auch damit zu tun, dass es schlichtweg weniger Einzahler:innen gibt als tatsächlich Menschen, die dann in Pension gehen. Das heißt, da ist eine Lücke, und diese Lücke wird aus dem Budget, aus den Steuermitteln abgedeckt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner und Silvan.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner und Silvan.
Man kann ganz grob sagen, die Arbeitnehmer:innen finanzieren mit ihren Pensionsversicherungsbeiträgen ungefähr 80 Prozent ihrer Pensionen (Zwischenruf bei der SPÖ), haben eine sehr hohe Abdeckung. Die Selbstständigen sind bei 50 Prozent, die Bauern und Bäuerinnen bei circa 20 Prozent. Das hat auch damit zu tun, dass es schlichtweg weniger Einzahler:innen gibt als tatsächlich Menschen, die dann in Pension gehen. Das heißt, da ist eine Lücke, und diese Lücke wird aus dem Budget, aus den Steuermitteln abgedeckt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Oberrauner und Silvan.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Weil heute sicher wieder die Finanzierungsfrage gestellt wird, nämlich die Frage, ob die Pensionen finanziert werden können (Zwischenruf des Abg. Loacker) – das wird Kollege Loacker, der irgendwann nach mir redet, sicher machen –, nehme ich die Antwort darauf bereits vorweg: Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, die Pensionen sind finanzierbar. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weil heute sicher wieder die Finanzierungsfrage gestellt wird, nämlich die Frage, ob die Pensionen finanziert werden können (Zwischenruf des Abg. Loacker) – das wird Kollege Loacker, der irgendwann nach mir redet, sicher machen –, nehme ich die Antwort darauf bereits vorweg: Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, die Pensionen sind finanzierbar. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne: Unsere Pensionen sind erfreulicherweise sicher und wir können unseren Menschen im Alter auch einen schönen Lebensabend bescheren. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Koza.
Begonnen hat das 2020 mit Ihren sinnlosen Lockdowns, in denen Sie das Land runtergefahren haben, in denen Sie nur noch Milliarden hinausgepulvert haben, in denen Sie die Leute in die Arbeitslosigkeit getrieben haben. Natürlich hat es dann keine Pensionsbeiträge gegeben, Herr Kollege Koza, und ja, klarerweise muss jetzt mehr aus dem Steuertopf zugeschossen werden. (Zwischenruf des Abg. Koza.) Das ist dramatisch, aber das ist dieser fehlgeleiteten Politik, die Sie geleistet haben, geschuldet.
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen hat das auch Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Das hat nämlich beispielsweise dazu geführt, dass wir viel mehr Jugendliche mit psychischen Problemen haben. Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen hat heute psychische Probleme. Auch das ist Ihrer völlig sinnlosen Lockdownpolitik geschuldet gewesen. Wir haben von Anfang an davor gewarnt, Sie haben alle Warnungen in den Wind geschlagen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Bitte ... Kollegen Angerer ...!
Zum Bereich Pflege: Auch Pflege gehört in den Bereich Soziales, da hat Kollege Kucher heute versucht, sich sehr engagiert zu geben. – Herr Kollege Kucher, Sie wissen aber schon: Auch die Länder haben da eine gewisse Mitverantwortung. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Gewerkschaft in Kärnten sogar in einem offenen Brief an den Kärntner Landeshauptmann geschrieben hat, dass zusätzliche Hilfskräfte gebraucht werden, um das diplomierte Pflegepersonal zu entlasten. Das wäre dringend notwendig. (Abg. Kucher: Bitte ... Kollegen Angerer ...!) – Vielleicht können Sie das bitte auch noch auf schnellem Weg lösen, damit zumindest in Kärnten das Pflegeproblem ein bisschen abgefedert wird. Das wäre auch eine Möglichkeit, der man nahetreten könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Bereich Pflege: Auch Pflege gehört in den Bereich Soziales, da hat Kollege Kucher heute versucht, sich sehr engagiert zu geben. – Herr Kollege Kucher, Sie wissen aber schon: Auch die Länder haben da eine gewisse Mitverantwortung. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Gewerkschaft in Kärnten sogar in einem offenen Brief an den Kärntner Landeshauptmann geschrieben hat, dass zusätzliche Hilfskräfte gebraucht werden, um das diplomierte Pflegepersonal zu entlasten. Das wäre dringend notwendig. (Abg. Kucher: Bitte ... Kollegen Angerer ...!) – Vielleicht können Sie das bitte auch noch auf schnellem Weg lösen, damit zumindest in Kärnten das Pflegeproblem ein bisschen abgefedert wird. Das wäre auch eine Möglichkeit, der man nahetreten könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie sprechen immer davon, dass wir Zuwanderung brauchen. Ich glaube, diese Personen, die jetzt kommen – das haben wir auch in Linz gesehen –, werden Sie in den Arbeitsmarkt nicht integrieren, weil die gar nicht willens sind, dass sie sich integrieren. Schauen Sie, wenn Sie glauben, dass Sie Zuwanderung nach Österreich brauchen, dass Sie auch wirklich qualifizierte Kräfte holen, aber doch nicht jeden reinlassen, der vor unseren Türen steht, der vor unseren Grenzen steht. Das ist der Zuzug ins Sozialsystem, und den gilt es zu unterbinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Wo denn?
Herr Kollege, es ergibt einfach keinen Sinn, über Dinge, die definitiv im Budget drinnen sind (Abg. Kucher: Wo denn?), und Maßnahmen, die definitiv umgesetzt werden – und das sind im Pflegebereich eine Vielzahl –, einfach so zu sprechen, als wenn es diese nicht gäbe. Das ist einfach unsachlich, nicht konstruktiv (Abg. Kucher: Wo ist denn ...? Wo ist er denn?) und ergibt keinen Sinn, weil diese Maßnahmen umgesetzt werden.
Abg. Kucher: Wo ist denn ...? Wo ist er denn?
Herr Kollege, es ergibt einfach keinen Sinn, über Dinge, die definitiv im Budget drinnen sind (Abg. Kucher: Wo denn?), und Maßnahmen, die definitiv umgesetzt werden – und das sind im Pflegebereich eine Vielzahl –, einfach so zu sprechen, als wenn es diese nicht gäbe. Das ist einfach unsachlich, nicht konstruktiv (Abg. Kucher: Wo ist denn ...? Wo ist er denn?) und ergibt keinen Sinn, weil diese Maßnahmen umgesetzt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Zweiten: Sie haben vergessen, die Rede mit dem Ruf nach Neuwahlen zu beenden. Da werden Sie wahrscheinlich im Klub noch einen Rüffel bekommen, denn das war gestern die Schallplatte, die aufgelegt wurde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Es ist ganz allgemein wichtig, in die soziale Sicherheit zu investieren, gerade aber in Zeiten wie diesen (Zwischenrufe bei der SPÖ), die sich krisenhaft darstellen, ist es umso wichtiger, und dieses Budget bildet das ganz massiv ab. Wir haben eine Steigerung von 18,2 Prozent, also 774 Millionen Euro mehr im Budget für soziale Sicherheit, insgesamt über 5 Milliarden Euro.
Abg. Leichtfried: Sag, dass das wieder eine Einmalzahlung ist, wenn du ehrlich bist!
Erhöhung drinnen, wir haben im Durchschnitt, also in dem Bereich, in dem die meisten Pensionsbezieher profitieren, 8,2 Prozent Pensionssteigerung, und eine Bandbreite von 5,8 bis 10,2 Prozent. (Abg. Leichtfried: Sag, dass das wieder eine Einmalzahlung ist, wenn du ehrlich bist!) Auch das trägt dazu bei, dass vor allem die älteren Menschen in der Phase der Teuerung gut über die Runden kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Erhöhung drinnen, wir haben im Durchschnitt, also in dem Bereich, in dem die meisten Pensionsbezieher profitieren, 8,2 Prozent Pensionssteigerung, und eine Bandbreite von 5,8 bis 10,2 Prozent. (Abg. Leichtfried: Sag, dass das wieder eine Einmalzahlung ist, wenn du ehrlich bist!) Auch das trägt dazu bei, dass vor allem die älteren Menschen in der Phase der Teuerung gut über die Runden kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Was betrifft denn dich das, was der Kucher macht? Das geht dich aber auch gar nichts an!
Was sind jetzt die wirklichen Steigerungen im Sozialbudget? – Jetzt ist Kollege Kucher rausgegangen (Abg. Leichtfried: Was betrifft denn dich das, was der Kucher macht? Das geht dich aber auch gar nichts an!); das sind genau diese Dinge, die umgesetzt werden: Plus 570 Millionen Euro im Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetz, bei dem es darum geht, die Mitarbeitenden, die Arbeitskräfte in der Pflege mit zusätzlichen Zahlungen zu unterstützen, einen Gehaltszuschlag zu gewähren. Wir haben das jetzt einmal für zwei Jahre budgetiert, und da ist ein großer Anteil drinnen. (Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Präsident auf die Präsidialbeschlüsse aufmerksam machen, was die Abwesenheit der Kollegen betrifft!)
Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Präsident auf die Präsidialbeschlüsse aufmerksam machen, was die Abwesenheit der Kollegen betrifft!
Was sind jetzt die wirklichen Steigerungen im Sozialbudget? – Jetzt ist Kollege Kucher rausgegangen (Abg. Leichtfried: Was betrifft denn dich das, was der Kucher macht? Das geht dich aber auch gar nichts an!); das sind genau diese Dinge, die umgesetzt werden: Plus 570 Millionen Euro im Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetz, bei dem es darum geht, die Mitarbeitenden, die Arbeitskräfte in der Pflege mit zusätzlichen Zahlungen zu unterstützen, einen Gehaltszuschlag zu gewähren. Wir haben das jetzt einmal für zwei Jahre budgetiert, und da ist ein großer Anteil drinnen. (Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Präsident auf die Präsidialbeschlüsse aufmerksam machen, was die Abwesenheit der Kollegen betrifft!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ich nicht vergessen möchte, weil das im Budget auch ein großer Schwerpunkt ist: Wir fördern auch Maßnahmen für Menschen mit Beeinträchtigungen, da steigt das Budget um 25,7 Millionen Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Der Redner hält eine Publikation mit dem Titel „Die Zukunft der Pflege ist gesichert. Eine Milliarde Euro – 20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind. – Abg. Brandstätter: Das ist ein bissl klein! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Zusammengefasst: Herr Kollege Brandstätter, Sie kommen immer mit Büchern ans Rednerpult. Ich habe heute auch eines mitgebracht. (Der Redner hält eine Publikation mit dem Titel „Die Zukunft der Pflege ist gesichert. Eine Milliarde Euro – 20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind. – Abg. Brandstätter: Das ist ein bissl klein! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) – Ja, es ist klein, es gibt mehrere Teile, mehrere Bände davon, weil all das, was die Bundesregierung an Maßnahmen umsetzt, Bücher füllt. Es sind konkrete Maßnahmen, und das ist das, was die Menschen weiterbringt. – Danke. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf: Bravo! – Abg. Leichtfried – erheitert –: Das war jetzt ein äußert dünnes Buch!)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf: Bravo! – Abg. Leichtfried – erheitert –: Das war jetzt ein äußert dünnes Buch!
Zusammengefasst: Herr Kollege Brandstätter, Sie kommen immer mit Büchern ans Rednerpult. Ich habe heute auch eines mitgebracht. (Der Redner hält eine Publikation mit dem Titel „Die Zukunft der Pflege ist gesichert. Eine Milliarde Euro – 20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind. – Abg. Brandstätter: Das ist ein bissl klein! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) – Ja, es ist klein, es gibt mehrere Teile, mehrere Bände davon, weil all das, was die Bundesregierung an Maßnahmen umsetzt, Bücher füllt. Es sind konkrete Maßnahmen, und das ist das, was die Menschen weiterbringt. – Danke. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf: Bravo! – Abg. Leichtfried – erheitert –: Das war jetzt ein äußert dünnes Buch!)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist das einzige Buch, das du je gelesen hast! – Abg. Steinacker: Aber bei Tiefe kommt es schon auf den Inhalt an!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich bin immer noch geplättet von der intellektuellen Tiefe der Literatur im ÖVP-Klub. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist das einzige Buch, das du je gelesen hast! – Abg. Steinacker: Aber bei Tiefe kommt es schon auf den Inhalt an!)
Abg. Brandstätter: Bildung!
um Pimperlbeträge im Konsumentenschutz, weil so viele Milliarden von Vornherein verplant sind. Das muss man sich einmal vor Augen führen. (Abg. Brandstätter: Bildung!)
Beifall bei den NEOS.
Schauen wir uns das aber an: Die Österreicherinnen und Österreicher sind im Schnitt 23 Jahre lang in Pension – 23 Jahre –, und es sei jedem vergönnt, aber dem stehen bei den Männern 36 Beitragsjahre und bei den Frauen 29 gegenüber. Da ist es klar, dass sich bei dieser Anzahl Beitragsjahre 23 Pensionsjahre irgendwie finanziell nicht ausgehen – und wir wissen, dass die Zahl der Pensionsjahre, weil wir immer älter werden, steigt –, dann ist auch klar, dass wir etwas machen müssen und auch etwas machen können. Die Schweizer arbeiten vier Jahre länger als die Österreicher, die Schweden arbeiten auch vier Jahre länger als die Österreicher; auch dort gibt es Bauwirtschaft, auch dort gibt es Justizwache und auch dort gibt es Pflege, und sie schaffen es trotzdem. Ein Jahr später in Pension gehen, bedeutet fürs Budget 2,8 Milliarden Euro Unterschied. Überlegen Sie sich, was man mit diesem Geld alles machen könnte! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Wir müssen die steigende Lebenserwartung ins Pensionssystem einbauen, damit wir keinen Politbasar ums Pensionsalter haben. Es ist ganz klar: Wenn ich eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als ein Jahrgang 1930 habe, dann muss ich ein bisschen länger arbeiten als der Jahrgang 1930, damit sich das mathematisch ausgeht. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Man kann sich wie Kollege Koza, wie der Herr Bundesminister und alle seine Vorgänger dieser Realität verweigern, aber irgendwann werden wir uns der Realität stellen müssen; und ich habe keine Lust, mich der Realität zu stellen, wenn uns die EU eine Troika vorbeischickt. Ich glaube, das sollten wir selbst lösen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir müssen die steigende Lebenserwartung ins Pensionssystem einbauen, damit wir keinen Politbasar ums Pensionsalter haben. Es ist ganz klar: Wenn ich eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als ein Jahrgang 1930 habe, dann muss ich ein bisschen länger arbeiten als der Jahrgang 1930, damit sich das mathematisch ausgeht. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Man kann sich wie Kollege Koza, wie der Herr Bundesminister und alle seine Vorgänger dieser Realität verweigern, aber irgendwann werden wir uns der Realität stellen müssen; und ich habe keine Lust, mich der Realität zu stellen, wenn uns die EU eine Troika vorbeischickt. Ich glaube, das sollten wir selbst lösen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Herr Präsident! Hohes Haus! Budgetdebatte beinhaltet ja das Wort Debatte, und ich werde versuchen, schon bei dem einen oder anderen Punkt auch auf Debattenbeiträge einzugehen, aber erlauben Sie mir eine Vorbemerkung: In der Generaldebatte hat ja einer der längst gedienten Abgeordneten in diesem Haus, der Budgetsprecher der SPÖ-Fraktion Jan Krainer, gesagt, „es ist nicht alles schlecht an diesem Budget [...], es sind manche Sachen sogar sehr gut“. – Ich würde für mich in Anspruch nehmen, dass auch Teile, die in meinen Budgets beheimatet sind, durchaus sehr gut sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ganz konkret ganz vielen Familien und Einzelpersonen in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben mit den Maßnahmen, die wir gesetzt haben – Teuerungs-Entlastungspaket I, II und III –, schon heuer im Frühjahr begonnen. Mit der doppelten Familienbeihilfe, die ausbezahlt worden ist, den Schulstartpaketen, die ausbezahlt worden sind, bis zur Strompreisbremse mit 500 Euro jetzt dann im Dezember haben wir ganz konkrete Maßnahmen gesetzt, die budgetär in den Haushalten wirksam werden. Ich verwehre mich neuerlich dagegen, dass das kleingeredet wird. Das ist für die Menschen mit geringen Einkommen wirklich viel Geld. Eine durchschnittliche Pensionistin, ein durchschnittlicher Pensionist bekommt 1 400 Euro, eine Alleinerzieher:in mit zwei Kindern 2 400 Euro – das ist für diese Menschen viel Geld, das sie dringend brauchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Stöger.
Es ist mir wichtig, an dieser Stelle auch eines zu betonen: Es wurde ja oft und von mancher Seite der österreichische Sozialstaat immer wieder kritisiert und gesagt, es ist ein System der Hängematte, in dem man sich breitmachen kann und in dem die Anreize fehlen, arbeiten zu gehen. – Der österreichische Sozialstaat in seiner Ausgestaltung und Grundkonzeption ist eine Errungenschaft der vergangenen Jahrzehnte, und die hat uns geholfen und hilft uns in der jetzigen Situation, gut durch diese Krise zu kommen. (Beifall des Abg. Stöger.) Jetzt kann man schon sagen, man muss an der einen oder anderen Schraube drehen und es gibt Verbesserungsmöglichkeiten, aber die Errungenschaft dieses österreichischen Sozialstaatmodells ist eine Errungenschaft der Sozialpartnerschaft der vergangenen Jahrzehnte und baut auf einem Grundkonsens in dieser Republik auf, nämlich: niemandem, der unverschuldet in Not geraten ist, hängen zu lassen. Diesen Grundsatz beizubehalten und ihn krisenfest zu machen, das ist jedenfalls meine Absicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist mir wichtig, an dieser Stelle auch eines zu betonen: Es wurde ja oft und von mancher Seite der österreichische Sozialstaat immer wieder kritisiert und gesagt, es ist ein System der Hängematte, in dem man sich breitmachen kann und in dem die Anreize fehlen, arbeiten zu gehen. – Der österreichische Sozialstaat in seiner Ausgestaltung und Grundkonzeption ist eine Errungenschaft der vergangenen Jahrzehnte, und die hat uns geholfen und hilft uns in der jetzigen Situation, gut durch diese Krise zu kommen. (Beifall des Abg. Stöger.) Jetzt kann man schon sagen, man muss an der einen oder anderen Schraube drehen und es gibt Verbesserungsmöglichkeiten, aber die Errungenschaft dieses österreichischen Sozialstaatmodells ist eine Errungenschaft der Sozialpartnerschaft der vergangenen Jahrzehnte und baut auf einem Grundkonsens in dieser Republik auf, nämlich: niemandem, der unverschuldet in Not geraten ist, hängen zu lassen. Diesen Grundsatz beizubehalten und ihn krisenfest zu machen, das ist jedenfalls meine Absicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich glaube, dass wir alle gemeinsam gefordert sein werden, daran auch zu arbeiten und – Sie haben recht – beispielsweise die Übergänge vom Erwerbsleben in die Pension anders und besser zu gestalten. Wir sind da nicht gut in Österreich. Es gibt eine Methodik, sehr abrupt in den Ruhestand einzutreten. Damit geht Wissen verloren, damit gehen Arbeitskräfte verloren, die wir jetzt dringend brauchen. Da kann es neue Modelle geben, finde ich, Wissensmanagement und Übergänge besser zu gestalten. Es wird eine gemeinsame Aufgabe sein, daran zu arbeiten. Dafür bin ich jedenfalls offen und zu haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Pflegereform: Kollege Abgeordneter Kucher hat eine ziemliche Generalabrechnung bezüglich dieser Pflegereform vorgenommen. Jetzt kann man sagen, das ist ungerecht, aber das ist keine politische Kategorie. Es ist aber falsch, denn in einem ersten Schritt 1 Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen und ins System hineinzugeben, war deshalb bitter notwendig, weil alle seit Jahren darauf gewartet haben. Dieses Signal ist auch angekommen. Es wird die erste Auszahlung heuer im Dezember geben, und die Bundesländer haben sich darauf verständigt – eh in einem Kraftakt –, weitgehend – weitgehend! – denselben Betrag zum selben Zeitpunkt an dieselben Berufsgruppen auszubezahlen. Das halte ich für wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und Jugendliche davon profitieren. Ich halte das für wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nächster Punkt: Natürlich sind für das Begleichen der Kosten des Alltags für die Menschen in diesem Land im Wesentlichen drei Faktoren ausschlaggebend: Jeder muss wohnen – logisch, das ist ein Grundbedürfnis, ein Grundanrecht –, heizen – man braucht Energie – und muss für die Lebenshaltungskosten, also den täglichen Einkauf, aufkommen. Jetzt wissen wir, dass im Bereich des Wohnens und im Bereich der Energie die Schwierigkeiten besonders groß sind. Deshalb gibt es von meinem Haus den Wohnschirm, den wir um einen Energieschirm ausweiten. Da passieren zwei Dinge: Es werden damit ganz konkret Delogierungen verhindert, also das Rausschmeißen von Menschen aus der Wohnung, weil sie die Miete nicht bezahlen können, indem der Mietrückstand übernommen wird und die Wohnung so gesichert wird. Das ist nicht nur sozial, nicht nur menschlich eine wichtige Geschichte, sondern auch ökonomisch. Es macht überhaupt keinen Sinn, Menschen zu delogieren und dann über die Sozialhilfesysteme neue Wohnungen akquirieren zu müssen. Dasselbe trifft für die Energieversorgung zu. Es muss einfach gewährleistet sein, dass niemandem in diesem Land aufgrund ökonomischer Notsituationen im Winter der Strom abgestellt wird. Das ist damit sichergestellt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenhalt und Gemeinsinn. Das beziehe ich sowohl auf die europäische Ebene wie auch auf die österreichische Ebene. Ohne dieses Mindestmaß an Konsens, ohne dieses Mindestmaß zu versuchen, werden wir es nicht schaffen, die grundlegenden Fragen der Existenzabsicherung und der Krisenbewältigung zu beantworten. Das meine ich durchaus ernst und politisch appellativ. Ich werde versuchen, meinen Beitrag auch im konkreten und kooperativen Austausch mit Ihnen als Abgeordneten zu leisten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
beruflichen Teilhabe: Das sind Projekte zur Förderung, wie die sogenannten Neba-Projekte, Netzwerk berufliche Assistenz, und integrative Betriebe. Diese sind somit finanziell abgesichert. Das ist extrem und enorm wichtig, weil, wie Sie wissen, Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt von Arbeitslosigkeit doppelt bis dreifach so häufig wie nicht behinderte Menschen betroffen sind. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein anderer Bereich, der auch in die UG 21, also in die Untergliederung Soziales, fällt, ist natürlich der Bereich der Pflege, wovon auch Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige profitieren. Da haben wir es zum Beispiel jetzt endlich geschafft, dass die 60 Euro der erhöhten Familienbeihilfe in der Geldbörse bleiben, wenn man gleichzeitig Pflegegeldleistung bekommt, denn das ist früher abgezogen worden. Davon profitieren vor allem Familien mit Kindern mit Behinderungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also Sie sehen, es gibt eine unglaubliche Zahl an Maßnahmen für Menschen mit Behinderung, in den verschiedensten Bereichen, und ich hoffe, dass wir in diesem Tempo weitermachen – es ist notwendig. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
zu erarbeiten, wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung von Menschen mit Behinderungen, die Bestimmungen zur Ausgleichstaxe und rund um die Arbeitsunfähigkeit neu geregelt werden können. Zweieinhalb Jahre später ist davon noch immer nichts umgesetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ wollen, dass die Menschen mit Behinderungen endlich eine umfassende sozialversicherungsrechtliche Absicherung erhalten und ihnen damit die Möglichkeit gegeben wird, selbstbestimmt zu leben. Außerdem müssen die Tätigkeiten in den Tagesstrukturen endlich fair entlohnt werden, um diese Menschen aus der Armut zu holen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Land sicherzustellen. Und da haben wir in dem schwierigen Umfeld, in dem wir uns befinden, eine positive Nachricht: Gerade im Bereich der Armutsbekämpfung passiert in Österreich unheimlich viel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Den einkommensschwächsten 20 Prozent der Haushalte in Österreich wird die Inflation zu 100 Prozent abgegolten. Das ist ein wichtiger Punkt. Der Herr Bundesminister hat es treffend auf den Punkt gebracht: Wir müssen – nicht nur in der Krise, sondern immer, aber besonders in diesen Zeiten – Menschen, die unverschuldet in Notlagen kommen, unterstützen. Und das tun wir. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich ersuche hier auch um Fairness. Die Frau Bundesparteivorsitzende und Klubobfrau der Sozialdemokratie ist jetzt leider nicht hier, wenn wir zum Thema Soziales diskutieren, aber sie hat auf ihrem Bundesparteitag ein Beispiel genannt und gesagt, dass das Leben für eine Pensionistin, die mit 1 100 Euro im Monat ihr Auskommen finden muss, nicht leistbar ist. Das sind genau diese Einzelbeispiele, die nicht stimmen, denen man entgegentreten muss, denn Österreich und die Bundesregierung machen da unheimlich viel: Eine Pensionistin mit 1 100 Euro hat 500 Euro Klimabonus erhalten, hat einen Direktzuschuss von 300 Euro erhalten, sie bekommt 225 Euro Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrages, sie zahlt weniger Ökostrompauschale, was auch 100 Euro zusätzlich bringt, und sie kommt jetzt mit 1. Dezember auch in den Genuss der Strompreisbremse. Das heißt zusammengefasst: Menschen mit 1 100 Euro Pension bekommen in Österreich im Jahr 2022 eine zusätzliche Pension, um ihnen die Teuerung abzufedern, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was wir auch beschlossen haben, ist die Abschaffung der kalten Progression, sodass den Menschen ihre Gehaltserhöhungen, die sie bekommen, nicht mehr durch unfaire Steuern weggenommen beziehungsweise reduziert werden. So viele Regierungen haben es versprochen – diese Regierung mit ihrer Parlamentsmehrheit hat es umgesetzt! Wir schaffen auch einen Automatismus, dass Sozialleistungen mit 1.1.2023 automatisch erhöht werden. Wir leisten so einen wesentlichen Beitrag für den sozialen Frieden und für die soziale Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kühberger: Bravo, Peter!
In diesem Sinne: aus Verantwortung für Österreich ein sehr, sehr gutes sozialpolitisches Budget. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kühberger: Bravo, Peter!)
Abg. Zarits: 10,2 Prozent sind es! 10,2 Prozent!
Ich möchte vielleicht schon, weil es heute bereits zwei-, dreimal Thema war, zu den Pensionen erstens einen Antrag einbringen und zweitens schon noch einmal kurz Folgendes erwähnen, Herr Minister: Natürlich haben die Pensionisten in Österreich, vor allem die mit geringen Pensionen, ein massives Problem. Diese Pensionserhöhung der Regierung von 5,8 Prozent hilft ihnen nicht weiter (Abg. Zarits: 10,2 Prozent sind es! 10,2 Prozent!), vor allem hatten sie jetzt ein ganzes Jahr mit steigenden Kosten zu leben, also das ist nicht ausreichend. Dazu haben wir ganz andere Ideen.
Abg. Weidinger: Nein, nein, nein! Das ist nicht ...!
rung des VKI. Sie wissen, wir als Freiheitliche kämpfen seit Jahren dafür; offensichtlich kann sich da der Minister, muss man auch sagen, gegen die ÖVP nicht durchsetzen. Seit Jahren will die ÖVP den VKI zerstören (Abg. Weidinger: Nein, nein, nein! Das ist nicht ...!), will den Konsumentenschutz aushöhlen. Das ist meiner Meinung nach eine Fehlentscheidung der ÖVP, weil gerade die Privatwirtschaft – das sind über 90 Prozent der Unternehmer in Österreich – mit einem vernünftigen Konsumentenschutz eigentlich kein Problem hätte; nur die Großkonzerne und die Lobbyisten, die bei euch intervenieren, wollen den VKI zerstören. Da werden wir nicht mitmachen.
Beifall bei der FPÖ.
Darüber hinaus war ein Thema – das haben wir damals gefordert –, dass der VKI auch über die Strafzahlungen der Bundeswettbewerbsbehörde finanziert wird. Das wurde abgelehnt. Ich sage es noch einmal wegen eines aktuellen Anlassfalls – dann weiß man auch, von welchen Dimensionen wir hier sprechen –: Es gab im Jahr 2022 – bis jetzt – Strafzahlungen in Höhe von 45 Millionen Euro und im letzten Jahr in Höhe von 64 Millionen Euro. Das heißt, da wäre ganz viel Geld da, das man zum VKI umleiten könnte, um den VKI auch wirklich langfristig zu finanzieren. Das muss die Zielsetzung in Österreich sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
sagen, bin ich unglaublich stolz, dass diese Regierung die Augen vor den Zuständen und den Problemen in der Pflege nicht verschließt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es hieß immer, es sei sehr komplex, es sei sehr kompliziert – und ja, das stimmt: Das System hinter der Pflege ist komplex und ist kompliziert: viele Ebenen, Bund, Land, Gemeinde, viele Stakeholder, alle wollen irgendetwas. Aber wer, wenn nicht die Politik, muss sich auch den komplexen Themen widmen? – Das haben wir auch gemacht, und es ist uns etwas Großartiges gelungen: die Pflegereform. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir alle haben in der Covid-Zeit – und da war ich auch mit dabei – für die Pfleger:innen, die eine so großartige Arbeit gemacht haben, laut geklatscht, und wir alle hier in diesem Raum waren uns einig, dass es bei diesem Klatschen nicht bleiben darf. Klatschen ist ein nettes Instrument der Wertschätzung, aber es muss mehr geben, denn mit dem Klatschen, und das habe ich auch öfters gesagt, kann man die Miete nicht zahlen, kann man seine Kinder nicht ernähren. Dieses Mehr kommt jetzt mit der Pflegereform: 1 Milliarde Euro für die Pflege, 1 Milliarde Euro für die Menschen in der Pflege. Das ist ein großer Meilenstein. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Schluss möchte ich mich wirklich bei allen, die in diesem Bereich mitgemacht haben, die sich für die Pflegereform eingesetzt haben, und auch beim Koalitionspartner, bei den vielen Ministerien, die dabei waren, bedanken. Das ist ein Meilenstein, und darauf können wir auch stolz sein. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kucher: Wir sitzen aber schon im Parlament! Nein, das ist laissez faire! Das ist laissez faire! – Zwischenruf des Abg. Stöger.
Ich bin dann die Erste, die sich hierherstellt und sich bei euch bedankt. (Abg. Kucher: Wir sitzen aber schon im Parlament! Nein, das ist laissez faire! Das ist laissez faire! – Zwischenruf des Abg. Stöger.) Bitte macht das! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich bin dann die Erste, die sich hierherstellt und sich bei euch bedankt. (Abg. Kucher: Wir sitzen aber schon im Parlament! Nein, das ist laissez faire! Das ist laissez faire! – Zwischenruf des Abg. Stöger.) Bitte macht das! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
leben, weil es uns allen guttut, aber da fehlen die großen Reformen und die Visionen. Und genau das ist das Problem an diesem Budget: Ernsthafte Reformen wird man damit nicht finanzieren können. Wir müssen aber jetzt in die Zukunft investieren, weil wir alle irgendwann Pflege brauchen und weil Inklusion ein Menschenrecht ist. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Obwohl im ganzen Land händeringend nach Arbeitskräften gesucht wird, ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderung nach wie vor sehr hoch. Deswegen ist es unabdingbar, dass es Unterstützungsmaßnahmen für die Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt, aber auch in anderen Bereichen gibt. Für das Jahr 2023 sind insgesamt knapp 183 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen für diese Personengruppe vorgesehen. Das bedeutet ein Plus von knapp 26 Millionen Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.
Die Angebote können Betriebe, die Arbeitskräfte suchen und auch dafür offen sind, Menschen mit Behinderung einzustellen, in Anspruch nehmen, aber genauso Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderungen im Alter von 15 bis 65 Jahren. Zu den Angeboten zählen unter anderem das Jugendcoaching, das Jobcoaching, die Arbeitsassistenz und eben auch der Betriebsservice. Ich möchte von dieser Stelle aus an alle Unternehmerinnen und Unternehmer in ganz Österreich appellieren: Haben Sie den Mut und lernen Sie Menschen mit Behinderung kennen! Sie sind gute Arbeitskräfte und können extrem viel leisten. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.
selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Matznetter: Asozial!
Ich hätte mir erwartet, dass er sagt, dass es vom Soziallandesrat in Oberösterreich einen Verordnungsentwurf gibt, laut dem der Pflegebeitrag um 5,8 Prozent erhöht werden soll. Genau um diese 5,8 Prozent, um die die Pensionen erhöht wurden, wird jetzt der Soziallandesrat in Oberösterreich den Pflegebeitrag erhöhen. Das heißt, er nimmt dort den Menschen das Geld, das wir ihnen gegeben haben, wieder komplett weg. (Abg. Matznetter: Asozial!)
Beifall bei der SPÖ.
Was heißt denn das, meine Damen und Herren? – Diesen Menschen nehmen wir in der gesamten Lebenszeit, die sie jetzt in ihrem dritten Lebensabschnitt haben, mit der Maßnahme, die diese schwarz-grüne Regierung gesetzt hat, Abertausende von Euro weg, nämlich mit der Aliquotierung der ersten Pensionsanpassung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche Sie wirklich dringendst, diese Maßnahme sofort zu ändern und diesen Menschen das zu geben, was ihnen zusteht, denn diese Menschen zahlen auch unsere Gehälter. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Natürlich stimmt das! Frau Kollegin Fischer, ehrlich bleiben!
Es ist für nächstes Jahr ausreichend Geld vorgesehen, und es stimmt nicht, dass der VKI heuer zu wenig Geld bekommt (Abg. Wurm: Natürlich stimmt das! Frau Kollegin Fischer, ehrlich bleiben!), sondern wir arbeiten an einer langfristigen Finanzierung. (Abg. Ries: Sie arbeiten langfristig?!) Ob wir das jetzt Basisfinanzierung oder Werkvertrag nennen, der VKI kann gut arbeiten. Der VKI ist uns wichtig, der VKI ist das Kernstück des Konsumentenschutzes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ries: Sie arbeiten langfristig?!
Es ist für nächstes Jahr ausreichend Geld vorgesehen, und es stimmt nicht, dass der VKI heuer zu wenig Geld bekommt (Abg. Wurm: Natürlich stimmt das! Frau Kollegin Fischer, ehrlich bleiben!), sondern wir arbeiten an einer langfristigen Finanzierung. (Abg. Ries: Sie arbeiten langfristig?!) Ob wir das jetzt Basisfinanzierung oder Werkvertrag nennen, der VKI kann gut arbeiten. Der VKI ist uns wichtig, der VKI ist das Kernstück des Konsumentenschutzes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist für nächstes Jahr ausreichend Geld vorgesehen, und es stimmt nicht, dass der VKI heuer zu wenig Geld bekommt (Abg. Wurm: Natürlich stimmt das! Frau Kollegin Fischer, ehrlich bleiben!), sondern wir arbeiten an einer langfristigen Finanzierung. (Abg. Ries: Sie arbeiten langfristig?!) Ob wir das jetzt Basisfinanzierung oder Werkvertrag nennen, der VKI kann gut arbeiten. Der VKI ist uns wichtig, der VKI ist das Kernstück des Konsumentenschutzes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine Skikarte kaufen dürfen, ich bin ungeimpft!
entwickelt, als ihr euch das vorgestellt hattet. Und da hat der Verein für Konsumenteninformation dafür gesorgt (Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine Skikarte kaufen dürfen, ich bin ungeimpft!), da hat der VKI dafür gesorgt, dass man das Geld für die Skikarte, das Geld für das Fitnesscenter zurückbekommen hat. (Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine kaufen dürfen!)
Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine kaufen dürfen!
entwickelt, als ihr euch das vorgestellt hattet. Und da hat der Verein für Konsumenteninformation dafür gesorgt (Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine Skikarte kaufen dürfen, ich bin ungeimpft!), da hat der VKI dafür gesorgt, dass man das Geld für die Skikarte, das Geld für das Fitnesscenter zurückbekommen hat. (Abg. Belakowitsch: Ich habe mir keine kaufen dürfen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Beim Verbraucherrat sorgen wir dafür, dass Konsumenten und Konsumentinnen gehört werden, damit die Normung so stattfindet, dass Unternehmen und Verbraucher gleichmäßig gehört werden und auch Menschen mit Behinderungen als Konsumenten wahrgenommen werden. Das ist neu und das ist ganz wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) – Danke.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
ja riesige Summen, Frau Kollegin! Riesige Summen!) Das alles sind wichtige Einrichtungen. Und nicht nur die Macht der kleinen Schritte ist wichtig, sondern es ist auch wichtig, dass wir gemeinsam ein gutes Budget machen und Verantwortung übernehmen und die Dinge nicht schlechtreden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Bevor ich mit meiner eigentlichen Rede beginne, darf ich die HTL Paul-Hahn-Straße aus Linz begrüßen – Herr Abgeordneter Hammer war dort ebenfalls Schüler. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.) – Es geht in diesem Hohen Haus manchmal auch durchaus freundschaftlich zu.
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist hier im Budget der falsche Ansatz gewählt worden. Der Zielansatz muss sein: Die Länder müssen in die Pflicht genommen werden, die ausgelagerte pflegerische Leistung, nämlich die Pflege zu Hause, zu stärken, zu forcieren, dort Geld zu investieren. Das wäre der Ansatz, um eine langfristige Kostenentlastung im Bereich Pflege zu erreichen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Vor allem aber liebe Seniorinnen und Senioren! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Viele Aussagen der Oppositionsredner verunsichern die ältere Generation. Ich bedauere das, und deswegen noch einmal ganz klar: Sowohl die Pensionen als auch die Pflege sind uns große Anliegen – die ältere Generation, die Seniorinnen und Senioren können sich auf diese Bundesregierung verlassen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Man kann es nicht oft genug sagen: Unseren Wohlstand, unsere hohen sozialen Standards verdanken wir zu einem Großteil den Generationen vor uns, die mit großer Leistungsbereitschaft – die ich mir auch jetzt in vielen Bereichen wünschen würde – und mit sehr vielen Entbehrungen dieses Land aufgebaut haben, und daher ist es für diese Bundesregierung auch selbstverständlich, ein Budget bereitzustellen, das den Seniorinnen und Senioren ein Leben in Würde und bei guter Lebensqualität sichert. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Meine Damen und Herren! Es wurde schon so viel über die Pensionen gesagt. Sie, Herr Kollege Wurm, reden von einem Plus von 5,8 Prozent. – Ja, das ist die gesetzliche Vorgabe, aber 1,2 Millionen Pensionisten bekommen 8,2 Prozent plus. Sie wissen das, Sie sagen es nur nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Ausgleichszulagenbezieher bekommen 10,2 Prozent, und mit dem Antiteuerungspaket wurden auch viele andere Maßnahmen umgesetzt.
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal die Botschaft: Die niedrigen und die mittleren Pensionen wurden entsprechend gestärkt, und das ist sozial. Das ist sozial, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich betone auch noch einmal die Valorisierung der Sozialleistungen – das Rehageld, lange gefordert, 2023 umgesetzt –, allein das, es wurde schon gesagt, sind immerhin auch 363 Millionen Euro mehr für die Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend, meine Damen und Herren, noch einmal: Dieses Budget ist sozial ausgewogen, es ist generationengerecht, es macht ein Altwerden in Würde möglich, und das ist für uns, für diese Regierung, wichtig. Wir schauen auf die ältere Generation, die Seniorinnen und Senioren können sich auf diese Regierung verlassen! – Danke, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Was sich auch nicht verändert hat – und das ist traurig –: Die Regierung hat es wieder einmal nicht geschafft, das sich selbst gesetzte Ziel umzusetzen, nämlich: eine langfristige Finanzierung für den VKI auf die Beine zu stellen. Es gibt zwar Geld, genug Geld für das nächste Jahr, durch einen Quick-and-dirty-Fix, aber – ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht –, Sie sind gescheitert, Herr Minister! Sie haben es nicht geschafft, mit der ÖVP ein VKI-Finanzierungsgesetz auf die Beine zu stellen. Das ist ein Scheitern eines grünen Politprofis an der Stillstandspartei ÖVP. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Haus und endlich wieder eine Politik, die den Menschen vor die eigene Partei stellt. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Erasim: Das Gesundheitssystem funktioniert nur für die oberen Zehntausend!
Angesichts der Diskussion und all der Probleme, die wir auch in Österreich zu lösen haben, möchte ich schon eines festhalten: Wir werden von vielen anderen Menschen darum beneidet, dass wir in einem Land wie Österreich leben dürfen. Wir haben ein Gesundheitssystem, das funktioniert (Abg. Erasim: Das Gesundheitssystem funktioniert nur für die oberen Zehntausend!), wir haben ein Sozialsystem, das funktioniert, und darauf können wir alle miteinander stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Angesichts der Diskussion und all der Probleme, die wir auch in Österreich zu lösen haben, möchte ich schon eines festhalten: Wir werden von vielen anderen Menschen darum beneidet, dass wir in einem Land wie Österreich leben dürfen. Wir haben ein Gesundheitssystem, das funktioniert (Abg. Erasim: Das Gesundheitssystem funktioniert nur für die oberen Zehntausend!), wir haben ein Sozialsystem, das funktioniert, und darauf können wir alle miteinander stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich gilt es, das Sozialsystem entsprechend weiterzuentwickeln, und das Budget 2023 ermöglicht uns, dass wir an Schrauben drehen und das Sozialsystem weiterentwickeln. Wir müssen strukturelle Maßnahmen setzen und wir haben auch schon strukturelle Maßnahmen gesetzt, vor allem auch im steuerlichen Bereich. Ich erinnere an die Erhöhung des Familienbonus Plus auf 2 000 Euro, an die Abschaffung der kalten Progression mit 1.1.2023. Das ist ein Meilenstein in der Steuerpolitik, viele Menschen werden dadurch steuerlich entlastet. Viele Menschen bekommen das Geld, das ihnen die Inflation nimmt, zurück, und das automatisch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben viele Bereiche abgedeckt, vor allem auch in der Pflege, und dafür möchte ich mich bei unserem Klubobmann August Wöginger ganz herzlich bedanken. Seit vielen Jahren und Jahrzehnten wird darüber diskutiert, August Wöginger hat gemeinsam mit unserem Gesundheitsminister die größte Pflegereform in der Geschichte der Zweiten Republik – mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro – auf den Weg gebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Ich denke, dass diese Bundesregierung alles tut, um die Menschen durch diese Krise zu führen. Ein weiterer Meilenstein ist die Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen, auf die ich auch stolz bin. Vor allem Kollege Sieber hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Familienleistungen dementsprechend angepasst werden. Wir tun das, was in dieser Situation richtig ist. Ich bitte um Zustimmung zum Sozialbudget 2023. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Abg. Kühberger: Der Strompreisdeckel kommt am 1. Dezember, ganz viele Maßnahmen haben wir ...!
Wie schaut denn Ihre Sozialpolitik aus? Was bedeutet denn das? Ihr als Bundesregierung seid angetreten und habt gesagt, ihr wollt die Armut halbieren. Herr Bundesminister, wenn die Bundesregierung die Armut halbieren will, dann müsste sie hergehen und mutig sein. Sie müsste zum Beispiel in den Markt eingreifen und die Preise reduzieren. Herr Bundesminister, Sie können wenig dafür, aber das hat die Bundesregierung schlicht und einfach nicht gemacht, und deshalb werden die Menschen ärmer. Sie können sich die Strompreise, die Gaspreise und das Heizen nicht mehr leisten, und das hat sehr viel mit Sozialpolitik zu tun. (Abg. Kühberger: Der Strompreisdeckel kommt am 1. Dezember, ganz viele Maßnahmen haben wir ...!) Die ÖVP hat offenbar nicht verstanden, dass man mit Einmalzahlungen Probleme nicht langfristig lösen kann und dass Armut ein größeres Thema ist. (Abg. Kühberger: Die kalte Progression ist keine Einmalzahlung!)
Abg. Kühberger: Die kalte Progression ist keine Einmalzahlung!
Wie schaut denn Ihre Sozialpolitik aus? Was bedeutet denn das? Ihr als Bundesregierung seid angetreten und habt gesagt, ihr wollt die Armut halbieren. Herr Bundesminister, wenn die Bundesregierung die Armut halbieren will, dann müsste sie hergehen und mutig sein. Sie müsste zum Beispiel in den Markt eingreifen und die Preise reduzieren. Herr Bundesminister, Sie können wenig dafür, aber das hat die Bundesregierung schlicht und einfach nicht gemacht, und deshalb werden die Menschen ärmer. Sie können sich die Strompreise, die Gaspreise und das Heizen nicht mehr leisten, und das hat sehr viel mit Sozialpolitik zu tun. (Abg. Kühberger: Der Strompreisdeckel kommt am 1. Dezember, ganz viele Maßnahmen haben wir ...!) Die ÖVP hat offenbar nicht verstanden, dass man mit Einmalzahlungen Probleme nicht langfristig lösen kann und dass Armut ein größeres Thema ist. (Abg. Kühberger: Die kalte Progression ist keine Einmalzahlung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stehe nicht an, zu sagen, dass einige Beispiele durchaus positiv sind, das muss man anerkennen, zum Beispiel die Tatsache, dass man die Sozialleistungen aliquotiert. Schade, dass das Arbeitslosengeld nicht dabei ist, aber man muss anerkennen, dass das gemacht worden ist, das ist okay. Wir müssen aber auch die strukturelle Arbeitslosigkeit in diesem Land beenden, deshalb ersuche ich um Zustimmung zu unserem Entschließungsantrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf die HAK Eferding recht herzlich bei uns begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun, wem hilft das Ganze? – Mit Stand August sind es über 470 000 Personen in Österreich, die Pflegegeld beziehen, 22 000 bekommen Unterstützung für eine 24-Stunden-Betreuung und 3 500 Personen sind in Pflegekarenz. Wenn hier gesagt wird, nicht alles sei in Ordnung: Ja, wir wissen, auch in der Pflege gibt es noch viel zu tun. Aber, meine Damen und Herren, ganz ehrlich: Man zeige uns doch das Land in Europa, das mehr für jene Bürger tut, die Pflegebedarf haben. Ich glaube, dass wir in diesem Land sehr viel für Menschen tun, die der Pflege bedürfen, und ich bin stolz und dankbar, in Österreich leben zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! In einer ganz aktuellen Studie der Schweiz, in der Jugendliche befragt wurden, haben sich 8 Prozent aller Jugendlichen dazu bekannt, diese Lehre machen zu wollen, ein Wert, der für uns eigentlich unvorstellbar ist, der uns aber bei der Rekrutierung von Pflegekräften unglaublich helfen wird. 8 Prozent ist ein Wert, der großartig wäre. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kucher: Welche Fachgesellschaft unterstützt das? Ist das evidenzbasiert?
kann. Ich darf dem Herrn Minister, aber auch unserem Klubobmann August Wöginger, die sich beide dieses Modell in der Schweiz angesehen haben, meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Ich glaube auch, dass mit unserer Soziallandesrätin Wiesflecker und der gesamten Landesregierung ein gutes Modell in Vorarlberg vorangetrieben werden kann. In der Aqua-Mühle haben wir bereits ein Modell im kleinen Stil, von dem ich glaube, dass es entsprechend weiterentwickelt werden kann und muss. (Abg. Kucher: Welche Fachgesellschaft unterstützt das? Ist das evidenzbasiert?)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Meine Damen und Herren! Gehen wir gemeinsam diesen Weg! Wir haben viele Mittel für die Pflege bereitgestellt. Wir sind auf dem richtigen Weg, und ich glaube, dass sich die Bevölkerung und vor allem die alten Menschen, die der Pflege bedürfen, auf uns verlassen können. Herr Minister, noch einmal herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der FPÖ.
jährliche, sondern eine fortlaufende, fixe Finanzierung verdient, und zwar mehr als 55 Cent pro Einwohner. Das ist schon reichlich knapp bemessen, werte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kühberger: Und wie?
Uns ist es völlig schleierhaft, warum es dieses VKI-Finanzierungsgesetz gerade jetzt nicht gibt, gerade in einer Zeit, in der Energiegesellschaften und andere Unternehmen weit über Gebühr den Konsumenten zur Kasse bitten. Es bräuchte jetzt einen Konsumentenschutz, der sich um seine eigene Absicherung keine Sorgen machen muss, sondern sich für seine Klienten, also für uns alle, für uns Bürger, voll ins Zeug legen kann, etwa bei den Energiepreisen der EVN, der Wien Energie und wie sie alle heißen, bei denen Rot oder Schwarz die Hand draufhaben. (Abg. Kühberger: Und wie?)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Bundesgesetz soll mit 1. Januar 2023 in Kraft treten. Stimmen Sie mit! Wir bedanken uns dafür und auch der Konsument wird es Ihnen danken. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Die demografische Entwicklung kennen wir schon lange. Ich kenne die Hintergründe nicht, warum in der Vergangenheit so lange keine großen Würfe in der Pflege gelungen sind. Ich bin erst seit 2019 hier im Hohen Haus. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Was steht aber fest? – Von 2013 bis 2017 hat die SPÖ als Kanzlerpartei den Sozialminister gestellt. Was war in dieser Zeit mit einem Pflegepaket? Danach hat die FPÖ die Sozialministerin gestellt – wieder nichts! Herr Kollege Stöger, ich habe Ihnen zuerst aufmerksam bei Ihrer Rede zugehört und muss feststellen: Jetzt verstehe ich, warum Sie während Ihrer Amtszeit als Sozialminister keine praktischen Sachen in die Umsetzung gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die demografische Entwicklung kennen wir schon lange. Ich kenne die Hintergründe nicht, warum in der Vergangenheit so lange keine großen Würfe in der Pflege gelungen sind. Ich bin erst seit 2019 hier im Hohen Haus. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Was steht aber fest? – Von 2013 bis 2017 hat die SPÖ als Kanzlerpartei den Sozialminister gestellt. Was war in dieser Zeit mit einem Pflegepaket? Danach hat die FPÖ die Sozialministerin gestellt – wieder nichts! Herr Kollege Stöger, ich habe Ihnen zuerst aufmerksam bei Ihrer Rede zugehört und muss feststellen: Jetzt verstehe ich, warum Sie während Ihrer Amtszeit als Sozialminister keine praktischen Sachen in die Umsetzung gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Für alles haben wir auch nicht die Schuld!
Was will ich aber sagen? (Abg. Wöginger: Für alles haben wir auch nicht die Schuld!) – Kritik ist ein legitimes Mittel, aber die Einzigen, die wirklich die Regierung kritisieren dürfen, sind die NEOS, denn die hatten noch nie die Gelegenheit, selbst zu gestalten. (Abg. Meinl-Reisinger: Es wird besser!) Herr Kollege Loacker meinte, dass unsere Bücher sehr knapp gestaltet sind. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Werbeeinschaltung für uns! Es wird besser! – Abg. Wöginger: Das gibt es aber nur einmal in vier Tagen!) Liebe Grüße an Herrn Kollegen Loacker! Es gibt Menschen, die Pflege leisten, sich mit der
Abg. Meinl-Reisinger: Es wird besser!
Was will ich aber sagen? (Abg. Wöginger: Für alles haben wir auch nicht die Schuld!) – Kritik ist ein legitimes Mittel, aber die Einzigen, die wirklich die Regierung kritisieren dürfen, sind die NEOS, denn die hatten noch nie die Gelegenheit, selbst zu gestalten. (Abg. Meinl-Reisinger: Es wird besser!) Herr Kollege Loacker meinte, dass unsere Bücher sehr knapp gestaltet sind. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Werbeeinschaltung für uns! Es wird besser! – Abg. Wöginger: Das gibt es aber nur einmal in vier Tagen!) Liebe Grüße an Herrn Kollegen Loacker! Es gibt Menschen, die Pflege leisten, sich mit der
Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Werbeeinschaltung für uns! Es wird besser! – Abg. Wöginger: Das gibt es aber nur einmal in vier Tagen!
Was will ich aber sagen? (Abg. Wöginger: Für alles haben wir auch nicht die Schuld!) – Kritik ist ein legitimes Mittel, aber die Einzigen, die wirklich die Regierung kritisieren dürfen, sind die NEOS, denn die hatten noch nie die Gelegenheit, selbst zu gestalten. (Abg. Meinl-Reisinger: Es wird besser!) Herr Kollege Loacker meinte, dass unsere Bücher sehr knapp gestaltet sind. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Werbeeinschaltung für uns! Es wird besser! – Abg. Wöginger: Das gibt es aber nur einmal in vier Tagen!) Liebe Grüße an Herrn Kollegen Loacker! Es gibt Menschen, die Pflege leisten, sich mit der
Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Tagesordnungspunkt! Jetzt geht es um Soziales, der Tagesordnungspunkt Arbeit kommt erst!
Wir haben als ÖVP nun mit den Grünen viele Herausforderungen angenommen. Das ist in einigen Bereichen eine große Aufgabe, aber wir schaffen es und sind ein Garant dafür, dass es funktioniert. Auf unsere Regierung ist Verlass. Wir als Kanzlerpartei sorgen mit einem absolut fähigen Arbeitsminister für eine hohe Beschäftigung (Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Tagesordnungspunkt! Jetzt geht es um Soziales, der Tagesordnungspunkt Arbeit kommt erst!), und der Sozialminister wagt es, große und komplexe Themen anzugehen.
Heiterkeit des Abg. Wöginger.
Wir haben ein Pflegepaket geschaffen, das seinesgleichen sucht. Wir nehmen Geld in die Hand, um die Ausbildung und Umschulung gut zu bezahlen, und erhöhen im Rahmen unserer Möglichkeiten die Löhne und Gehälter. Ich gebe euch in die Bundesländer – Löhne und Gehälter sind ja in der Pflege Bundesländersache – Folgendes mit: Wien und Kärnten, bitte schön, nehmt euch bei der Nase! (Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Das Budget ist die Grundlage für die finanziellen Mittel. Das Geld muss aber richtig eingesetzt werden. Für das kommende Jahr haben wir diesbezüglich Schritte in Form der Pflegereform gesetzt. Ich bin überzeugt, dass dieses Geld gut und richtig investiert ist. Sozial zu sein muss man sich aber leisten können und leisten wollen. In diesem Sinne danke ich auch unserem Finanzminister, dass wir für dieses große Reformprojekt ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt bekommen haben. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe haltend, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind), denn ich sehe es auch als unsere Aufgabe (Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), dass wir die Menschen kurz und knackig darüber informieren. (Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!) – Frau Kollegin, es ist ein Buch (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?), es hat mehrere Seiten (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), aber Sie können sich gerne darüber informieren, was ein Buch ist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist auch auf das Wesentliche reduziert und nicht umfangreich beschrieben.
Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!
20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe haltend, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind), denn ich sehe es auch als unsere Aufgabe (Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), dass wir die Menschen kurz und knackig darüber informieren. (Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!) – Frau Kollegin, es ist ein Buch (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?), es hat mehrere Seiten (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), aber Sie können sich gerne darüber informieren, was ein Buch ist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist auch auf das Wesentliche reduziert und nicht umfangreich beschrieben.
Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?
20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe haltend, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind), denn ich sehe es auch als unsere Aufgabe (Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), dass wir die Menschen kurz und knackig darüber informieren. (Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!) – Frau Kollegin, es ist ein Buch (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?), es hat mehrere Seiten (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), aber Sie können sich gerne darüber informieren, was ein Buch ist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist auch auf das Wesentliche reduziert und nicht umfangreich beschrieben.
Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger
20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe haltend, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind), denn ich sehe es auch als unsere Aufgabe (Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), dass wir die Menschen kurz und knackig darüber informieren. (Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!) – Frau Kollegin, es ist ein Buch (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?), es hat mehrere Seiten (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), aber Sie können sich gerne darüber informieren, was ein Buch ist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist auch auf das Wesentliche reduziert und nicht umfangreich beschrieben.
Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.
20 Maßnahmen. Die Volkspartei“ in die Höhe haltend, auf dem eine ältere Frau im Rollstuhl und eine jüngere Frau mit hellblauer Berufskleidung abgebildet sind), denn ich sehe es auch als unsere Aufgabe (Ruf bei den NEOS: ÖVP-Pixi! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), dass wir die Menschen kurz und knackig darüber informieren. (Ruf bei den NEOS: Das ist eine Broschüre!) – Frau Kollegin, es ist ein Buch (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Buch?), es hat mehrere Seiten (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), aber Sie können sich gerne darüber informieren, was ein Buch ist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist auch auf das Wesentliche reduziert und nicht umfangreich beschrieben.
Beifall bei der ÖVP.
Auch weiterhin werden wir an der Weiterentwicklung des Sozialstaates Österreich unter dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe arbeiten. So werden wir den Weg zu einem selbstbestimmten Leben stärken. Wir geben den Menschen nicht nur einen Fisch, sondern wir lehren sie das Fischen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie! Nun, Frau Kollegin Zopf, Hilfe zur Selbsthilfe: Ich rege an, dass Sie mit Kollegen Stöger vielleicht eine geschichtliche Aufarbeitung machen und diese Vergangenheit einmal bewältigen. Das wäre vielleicht sinnvoll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und was ist mit den Maßnahmenpaketen, Herr Kollege?
Ich denke mir, das wissen auch die Österreicherinnen und Österreicher, die momentan in eine Schuldenspirale geraten sind, die nicht wissen, wie sie die nächsten Wochen und Monate heizen, wie sie das Essen besorgen sollen. Sie wissen auch nicht, was sie im nächsten Jahr tun sollen, wenn die Schuldenwelle noch größer wird. Da zu sagen, wir haben den Konsumentenschutz im Griff: Bitte lügen Sie sich doch selbst nicht an! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und was ist mit den Maßnahmenpaketen, Herr Kollege?)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.
Frau Kollegin Zopf, Herr Kollege Stöger steht sicherlich für eine terminliche Vereinbarung zur Verfügung. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.)
Heiterkeit des Abg. Wurm
Herr Kollege Drobits, ich kann Ihnen versichern, wir lassen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht im Stich, im Gegenteil: Wir erhöhen dieses Budget um 300 000 Euro (Heiterkeit des Abg. Wurm), und 300 000 Euro, glaube ich, sind keine Kleinigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Wurm, Sie lachen: 300 000 Euro ist für Sie scheinbar eine Kleinigkeit (Abg. Matznetter: Das ist schlecht, Herr Kollege! Allein Sie als Konsumenten... !), aber dieses Geld ist wichtig für den Konsumentenschutzverein, auch für den Ombudsmann im Internet und natürlich auch für die Schuldnerberatung, meine Damen und Herren.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Drobits, ich kann Ihnen versichern, wir lassen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht im Stich, im Gegenteil: Wir erhöhen dieses Budget um 300 000 Euro (Heiterkeit des Abg. Wurm), und 300 000 Euro, glaube ich, sind keine Kleinigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Wurm, Sie lachen: 300 000 Euro ist für Sie scheinbar eine Kleinigkeit (Abg. Matznetter: Das ist schlecht, Herr Kollege! Allein Sie als Konsumenten... !), aber dieses Geld ist wichtig für den Konsumentenschutzverein, auch für den Ombudsmann im Internet und natürlich auch für die Schuldnerberatung, meine Damen und Herren.
Abg. Matznetter: Das ist schlecht, Herr Kollege! Allein Sie als Konsumenten... !
Herr Kollege Drobits, ich kann Ihnen versichern, wir lassen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht im Stich, im Gegenteil: Wir erhöhen dieses Budget um 300 000 Euro (Heiterkeit des Abg. Wurm), und 300 000 Euro, glaube ich, sind keine Kleinigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Wurm, Sie lachen: 300 000 Euro ist für Sie scheinbar eine Kleinigkeit (Abg. Matznetter: Das ist schlecht, Herr Kollege! Allein Sie als Konsumenten... !), aber dieses Geld ist wichtig für den Konsumentenschutzverein, auch für den Ombudsmann im Internet und natürlich auch für die Schuldnerberatung, meine Damen und Herren.
Abg. Belakowitsch: Ja, ihr habt Teuerungspakete!
Herr Drobits und Kollege Ries haben vorhin die Teuerung angesprochen: Ja, die spüren wir alle, alle Menschen, alle Österreicher und Österreicherinnen, aber was Sie vergessen haben, sind die vielen Maßnahmenpakete, die die Bundesregierung umgesetzt hat. Das beginnt bei der Pensionserhöhung, bei der Einmalzahlung von 300 Euro für die Mindestpensionistinnen und -pensionisten, bei unseren Familien: Die einmalige Familienbeilhilfe wurde extra ausbezahlt, der Familienbonus und viele, viele Teuerungspakete. (Abg. Belakowitsch: Ja, ihr habt Teuerungspakete!) Ich erwähne vielleicht noch den Klima- und den Teuerungsbonus.
Abg. Belakowitsch: Teuerungspakete!
Ja, Frau Kollegin, auch zukünftig haben wir vieles vor. (Abg. Belakowitsch: Teuerungspakete!) Ich denke da an die Stromdeckelbremse (Abg. Belakowitsch: Stromdeckelbremse? Wird ja immer besser!), die ab 1. Dezember kommt, oder an die Abschaffung der kalten Progression, was mit den Freiheitlichen und mit der SPÖ nicht gegangen ist. Das spüren die Menschen nächstes Jahr bereits in ihren Geldbörsen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wir brauchen einen Strompreisdeckel und keine Stromdeckelbremse, Herr Kollege!)
Abg. Belakowitsch: Stromdeckelbremse? Wird ja immer besser!
Ja, Frau Kollegin, auch zukünftig haben wir vieles vor. (Abg. Belakowitsch: Teuerungspakete!) Ich denke da an die Stromdeckelbremse (Abg. Belakowitsch: Stromdeckelbremse? Wird ja immer besser!), die ab 1. Dezember kommt, oder an die Abschaffung der kalten Progression, was mit den Freiheitlichen und mit der SPÖ nicht gegangen ist. Das spüren die Menschen nächstes Jahr bereits in ihren Geldbörsen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wir brauchen einen Strompreisdeckel und keine Stromdeckelbremse, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wir brauchen einen Strompreisdeckel und keine Stromdeckelbremse, Herr Kollege!
Ja, Frau Kollegin, auch zukünftig haben wir vieles vor. (Abg. Belakowitsch: Teuerungspakete!) Ich denke da an die Stromdeckelbremse (Abg. Belakowitsch: Stromdeckelbremse? Wird ja immer besser!), die ab 1. Dezember kommt, oder an die Abschaffung der kalten Progression, was mit den Freiheitlichen und mit der SPÖ nicht gegangen ist. Das spüren die Menschen nächstes Jahr bereits in ihren Geldbörsen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wir brauchen einen Strompreisdeckel und keine Stromdeckelbremse, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
komme ich wieder zurück –, dass dieses Budget auch erhöht wurde. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Minister! Es ist auch in Ihrem Sinne, wenn aus Kindern mündige Verbraucher:innen werden. Eine Erhöhung des Budgets für die Finanzbildung an Schulen ist längst überfällig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Ihr macht ja gar nichts! – Abg. Drobits: Ihr habt nichts gemacht!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Verein für Konsumenteninformation und Gesetz: Ja, kann man machen, muss man nicht machen, haben wir für drei Jahre einjährig gemacht. Mir kommt es aber ein bisschen so vor: Wenn wir etwas machen, ist es schlecht. Wenn wir dann etwas anderes machen, ist es auch schlecht. (Abg. Wurm: Ihr macht ja gar nichts! – Abg. Drobits: Ihr habt nichts gemacht!) Ich habe mir hier jedes Jahr anhören können: Wir brauchen dieses Gesetz nicht, wir brauchen eine ausreichende Finanzierung! (Abg. Belakowitsch: Jetzt gibt es weder das eine noch das andere!)
Abg. Belakowitsch: Jetzt gibt es weder das eine noch das andere!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Verein für Konsumenteninformation und Gesetz: Ja, kann man machen, muss man nicht machen, haben wir für drei Jahre einjährig gemacht. Mir kommt es aber ein bisschen so vor: Wenn wir etwas machen, ist es schlecht. Wenn wir dann etwas anderes machen, ist es auch schlecht. (Abg. Wurm: Ihr macht ja gar nichts! – Abg. Drobits: Ihr habt nichts gemacht!) Ich habe mir hier jedes Jahr anhören können: Wir brauchen dieses Gesetz nicht, wir brauchen eine ausreichende Finanzierung! (Abg. Belakowitsch: Jetzt gibt es weder das eine noch das andere!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie man im Budget sieht, ist der VKI ausreichend finanziert, und wir haben im Regierungsprogramm stehen: langjährige Finanzierung, und das machen wir auch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Etwas ist heute zu kurz gekommen, und da ich jetzt nur noch ganz wenig Redezeit habe, möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des VKI bedanken, die großartige Arbeit leisten. Auch da müssen wir schauen, dass es in den nächsten Jahren genug Personal und genug Zuwendung gibt, und dafür setzen wir uns ein. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Kucher, die moralische Instanz!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jetzt ist Frau Kollegin Zopf nicht mehr da – doch, hier sitzt sie! – Frau Kollegin Zopf, es tut mir leid, ich kann jetzt nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Das haben Sie nicht notwendig, dass Sie sich hierhinstellen und alle anderen Parteien sozusagen niedermachen, dass es im Gesundheits- und Sozialbereich keine Reformen gegeben hätte. Ich muss leider dazusagen: Als Vertreterin einer Partei, die in Österreich für Blockade steht und die jede einzelne Verbesserung im Gesundheits- und Sozialbereich in den letzten Jahrzehnten bekämpft hat und für Stillstand steht, sich heute hinzustellen und andere Parteien zu maßregeln, das kann doch kein Zugang sein, das ist doch bitte kein Weg für eine Gesundheitspolitik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Kucher, die moralische Instanz!)
Beifall bei der SPÖ
Ich sage Ihnen sehr ehrlich: War alles perfekt, als die SPÖ regiert hat? – Definitiv nicht. Aber wissen Sie, was im Gesundheitsbereich der Unterschied ist? – Unsere Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister haben Tag und Nacht für Verbesserung gekämpft (Beifall bei der SPÖ), und immer gegen den Widerstand der ÖVP! Was hat sich Alois Stöger anhören müssen, als er Elga und die Zahngesundheit weiter vorangetrieben hat? Pflegeregress, alle Reformen im Gesundheitsbereich: Es war die ÖVP, die alles verhindert hat! Was hat Sabine Oberhauser sich im Bereich Nichtraucherschutz anhören müssen?! Wenn es nach ÖVP und FPÖ gegangen wäre, würden wir heute noch mit dem Aschenbecher hier herinnen sitzen! (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es war die SPÖ, die das weitergebracht hat! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Ich sage Ihnen sehr ehrlich: War alles perfekt, als die SPÖ regiert hat? – Definitiv nicht. Aber wissen Sie, was im Gesundheitsbereich der Unterschied ist? – Unsere Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister haben Tag und Nacht für Verbesserung gekämpft (Beifall bei der SPÖ), und immer gegen den Widerstand der ÖVP! Was hat sich Alois Stöger anhören müssen, als er Elga und die Zahngesundheit weiter vorangetrieben hat? Pflegeregress, alle Reformen im Gesundheitsbereich: Es war die ÖVP, die alles verhindert hat! Was hat Sabine Oberhauser sich im Bereich Nichtraucherschutz anhören müssen?! Wenn es nach ÖVP und FPÖ gegangen wäre, würden wir heute noch mit dem Aschenbecher hier herinnen sitzen! (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es war die SPÖ, die das weitergebracht hat! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen sehr ehrlich: War alles perfekt, als die SPÖ regiert hat? – Definitiv nicht. Aber wissen Sie, was im Gesundheitsbereich der Unterschied ist? – Unsere Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister haben Tag und Nacht für Verbesserung gekämpft (Beifall bei der SPÖ), und immer gegen den Widerstand der ÖVP! Was hat sich Alois Stöger anhören müssen, als er Elga und die Zahngesundheit weiter vorangetrieben hat? Pflegeregress, alle Reformen im Gesundheitsbereich: Es war die ÖVP, die alles verhindert hat! Was hat Sabine Oberhauser sich im Bereich Nichtraucherschutz anhören müssen?! Wenn es nach ÖVP und FPÖ gegangen wäre, würden wir heute noch mit dem Aschenbecher hier herinnen sitzen! (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es war die SPÖ, die das weitergebracht hat! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Schmuckenschlager: ... in Vergangenheitsform sprechen!
Elga, Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, die Primärversorgung: Pamela Rendi-Wagner hat in zehn Monaten die Primärversorgung gesetzesreif auf die Reise geschickt. Das war Pamela Rendi-Wagner! (Abg. Schmuckenschlager: ... in Vergangenheitsform sprechen!) All diese Bereiche sind zustande gekommen, weil wir gekämpft haben, und nicht, weil die ÖVP von Anfang an dafür war. Ihr wart immer dagegen! Ich bin euch nicht einmal böse, weil ihr ja transparent seid. Die ÖVP macht das ja deswegen, weil sie glaubt, dass Gesundheit ein Markt ist, und es ist kein Zufall, dass die Privatkliniken euch 50 000 Euro für den Wahlkampf geschenkt haben. Jetzt sagt ihr Danke dafür!
Beifall bei der SPÖ.
Die ÖVP glaubt, dass Gesundheit ein Markt ist, und die SPÖ sagt: Nein, wir wollen nicht, dass wir bei der Gesundheit amerikanische Verhältnisse in Österreich haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Der ist plötzlich entstanden! Plötzlich!
Gesundheitsminister Rauch ist seit Langem der erste Grüne, der zumindest versucht, in diesem Bereich zu kämpfen. Nur ist es leider so, dass so viel kaputt gemacht worden ist, dass diese Minischritte einfach nicht mehr reichen. Es muss mehr passieren. Schauen wir uns doch den Ärztemangel im ländlichen Raum an! (Abg. Disoski: Der ist plötzlich entstanden! Plötzlich!) Schauen wir uns an, was in der Kinder- und Jugendheilkunde passiert, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie! (Abg. Höfinger: Das hat der Energiering gekostet!) Da reicht es halt nicht,
Abg. Höfinger: Das hat der Energiering gekostet!
Gesundheitsminister Rauch ist seit Langem der erste Grüne, der zumindest versucht, in diesem Bereich zu kämpfen. Nur ist es leider so, dass so viel kaputt gemacht worden ist, dass diese Minischritte einfach nicht mehr reichen. Es muss mehr passieren. Schauen wir uns doch den Ärztemangel im ländlichen Raum an! (Abg. Disoski: Der ist plötzlich entstanden! Plötzlich!) Schauen wir uns an, was in der Kinder- und Jugendheilkunde passiert, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie! (Abg. Höfinger: Das hat der Energiering gekostet!) Da reicht es halt nicht,
Beifall bei der SPÖ.
Minimalkompromisse mit der ÖVP zu machen. Da muss man kämpfen, Herr Gesundheitssprecher der Grünen! Da muss man mehr tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Der Energiering im Krankenhaus Nord hat das gekostet!
Moderieren, bitten, Minischritte zu machen ist viel zu wenig! Da brauchen wir Kampfgeist und Mut! (Abg. Höfinger: Der Energiering im Krankenhaus Nord hat das gekostet!) Da geht es um Menschenleben, und da geht es um die Gesundheit. (Abg. Schallmeiner: Die eigene Verantwortung endlich einmal wahrnehmen, lieber Philip, endlich einmal wahrnehmen! – Zwischenruf der Abg. Tomaselli.)
Abg. Schallmeiner: Die eigene Verantwortung endlich einmal wahrnehmen, lieber Philip, endlich einmal wahrnehmen! – Zwischenruf der Abg. Tomaselli.
Moderieren, bitten, Minischritte zu machen ist viel zu wenig! Da brauchen wir Kampfgeist und Mut! (Abg. Höfinger: Der Energiering im Krankenhaus Nord hat das gekostet!) Da geht es um Menschenleben, und da geht es um die Gesundheit. (Abg. Schallmeiner: Die eigene Verantwortung endlich einmal wahrnehmen, lieber Philip, endlich einmal wahrnehmen! – Zwischenruf der Abg. Tomaselli.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli.
Wir haben heute noch den Scherbenhaufen von Hartinger-Klein aufzuräumen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Frau Hartinger-Klein hat uns hier herinnen versprochen: Es wird eine Patientenmilliarde geben. – Na bumm! Was ist jetzt? – 350 Millionen Euro Miese bei der ÖGK! Wer ersetzt in der ÖGK das Geld? Wo ist denn die Leistungsausweitung möglich? Das sind die Scherben der Vergangenheit, vor denen wir heute stehen. Wir müssen heute für die Menschen in diesem Land offensiv vorgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben heute noch den Scherbenhaufen von Hartinger-Klein aufzuräumen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Frau Hartinger-Klein hat uns hier herinnen versprochen: Es wird eine Patientenmilliarde geben. – Na bumm! Was ist jetzt? – 350 Millionen Euro Miese bei der ÖGK! Wer ersetzt in der ÖGK das Geld? Wo ist denn die Leistungsausweitung möglich? Das sind die Scherben der Vergangenheit, vor denen wir heute stehen. Wir müssen heute für die Menschen in diesem Land offensiv vorgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wir werden immer dafür sein, wenn es darum geht, die Zweiklassenmedizin zu bekämpfen, dass wir mehr für die Patientinnen und Patienten tun; aber, Herr Bundesminister, das können wir nur an Ihrer Seite machen, wenn Sie selber es auch wollen. Ich weiß, mit der ÖVP, mit dieser Stahlbetonpartie, ist es nicht leicht. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Reden Sie mit Alois Stöger! Der weiß, wie schwer es ist. Aber man muss kämpfen, und wenn der grüne Klub sich einmal auf die Hinterbeine stellt, sich dafür einsetzt und dem eigenen Minister gegen die Betonierer den Rücken stärkt, dann werden wir auch etwas weiterbringen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Das ist dir ja selber peinlich, was du da sagst!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Das ist dir ja selber peinlich, was du da sagst!
Wir werden immer dafür sein, wenn es darum geht, die Zweiklassenmedizin zu bekämpfen, dass wir mehr für die Patientinnen und Patienten tun; aber, Herr Bundesminister, das können wir nur an Ihrer Seite machen, wenn Sie selber es auch wollen. Ich weiß, mit der ÖVP, mit dieser Stahlbetonpartie, ist es nicht leicht. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Reden Sie mit Alois Stöger! Der weiß, wie schwer es ist. Aber man muss kämpfen, und wenn der grüne Klub sich einmal auf die Hinterbeine stellt, sich dafür einsetzt und dem eigenen Minister gegen die Betonierer den Rücken stärkt, dann werden wir auch etwas weiterbringen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Das ist dir ja selber peinlich, was du da sagst!)
Zwischenruf des Abg. Lindner.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Herr Abgeordneter Kucher, ich berichtige tatsächlich: Ich habe nicht den Gesundheitsbereich kritisiert, sondern das Pflegepaket. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) Für das Pflegepaket wurde definitiv unter den vorhergehenden Sozialministern nichts getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Herr Abgeordneter Kucher, ich berichtige tatsächlich: Ich habe nicht den Gesundheitsbereich kritisiert, sondern das Pflegepaket. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) Für das Pflegepaket wurde definitiv unter den vorhergehenden Sozialministern nichts getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Eßl.
Präsidentin Doris Bures: Das ist natürlich eine politische Meinung und kein Sachverhalt an sich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Eßl.) Ich habe deshalb extra noch einmal auf die Voraussetzungen, auf die wir uns in der Geschäftsordnung geeinigt haben, hingewiesen. Wir werden das noch einmal in der Präsidialkonferenz diskutieren. Ich werde das jedes Mal auf die Tagesordnung setzen.
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Kucher: Also das ist ja ...!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Last, but not least, sehr geehrter Herr Minister! Es ist immer eine besondere Challenge, nach Philip Kucher zu reden, insbesondere dann, wenn bei ihm wieder einmal die Unsachlichkeit durchschlägt. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Kucher: Also das ist ja ...!) – Ich weiß schon, bei den Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokratie gilt immer noch der Grundsatz: Glücklich ist, wer vergisst!, und die eigene Verantwortung wird dann immer ganz gerne ausgeblendet.
Abg. Kucher: Da muss man kämpfen! Kämpfen!
Ich weiß schon, Kollege Kucher, die sogenannte Zweiklassenmedizin, die es ja auch gibt, ist eben nicht in den letzten drei Jahren entstanden, sondern sie hat ihre Wurzeln deutlich früher, nämlich auch, als ihr zum Beispiel in Verantwortung wart; aber ich weiß schon, das vergisst man ganz gerne. (Abg. Kucher: Da muss man kämpfen! Kämpfen!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kucher: Den Minister haben wir ja unterstützt!
Auch in der heutigen Zeit, in der die Bundesländer eine Verantwortung hätten, in der große Kommunen eine Verantwortung hätten, blendet man diese aus und schiebt die Schuld lieber dem Minister zu. Dieses Blamegame kennen wir seit drei Jahren. Es ist abzulehnen, weil es einfach nicht den Tatsachen entspricht. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kucher: Den Minister haben wir ja unterstützt!)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Wir geben aber auch mehr Geld aus dem sogenannten Recovery and Resilience Fund der EU aus, wobei wir Geld insbesondere in die Prävention und in die Primärversorgung transferieren. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Wir verwenden aber beispielsweise auch mehr Geld für Projekte wie Gesund aus der Krise. Der Herr Minister hat es heute schon angesprochen. Wir verwenden im kommenden Jahr 20 Millionen Euro für dieses europaweit wirklich vorbildliche Projekt, in dem es darum geht, bestmögliche psychotherapeutische und psychologische Versorgung für Kinder und Jugendliche in Österreich sicherzustellen. 20 Millionen Euro bedeuten eine Steigerung von 65 Prozent in diesem Fonds. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vorgestern Abend haben wir es ja hoffentlich alle mitbekommen: Wir weiten auch das Impfprogramm dahin gehend aus, dass wir HPV-Impfungen für alle bis 21 Jahre gratis anbieten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch das ist ein zentraler Punkt in der Frage der Zweiklassenmedizin.
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Wie war es bis jetzt? – Bis jetzt war es so: Zwischen neun und elf Jahren war die HPV-Impfung gratis. Das hat an manchen Schulen durchaus gut funktioniert. Ich weiß zum Beispiel, an der Schule meiner Tochter hat das super funktioniert. Sie hat im Rahmen des Schulimpfprogramms dann dementsprechend ihre Impfung bekommen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) An sehr, sehr vielen Schulen hat das nicht gut funktioniert, und dann war es halt so: Nach dem zwölften Geburtstag war die HPV-Impfung dann plötzlich zu bezahlen, zwar noch mit Bezuschussungen durch die Bundesländer, aber durchaus mit einem dementsprechenden Obolus versehen. Dann haben es sich viele Leute eben nicht mehr leisten können.
Abg. Zanger: Komm!
Bitte, liebe Männer, nehmt dieses Thema ernst! Helfen wir uns gegenseitig! Ermutigen wir uns gegenseitig, zur Vorsorge zu gehen! (Abg. Zanger: Komm!) Ermutigen wir uns auch dazu, dass wir mit unseren Problemen zu einem Psychiater oder zu einem Psychotherapeuten gehen, wenn wir es brauchen! Das wäre eigentlich Sinn und Zweck des Novembers. Es ist durchaus männlich, Hilfe anzunehmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Bitte, liebe Männer, nehmt dieses Thema ernst! Helfen wir uns gegenseitig! Ermutigen wir uns gegenseitig, zur Vorsorge zu gehen! (Abg. Zanger: Komm!) Ermutigen wir uns auch dazu, dass wir mit unseren Problemen zu einem Psychiater oder zu einem Psychotherapeuten gehen, wenn wir es brauchen! Das wäre eigentlich Sinn und Zweck des Novembers. Es ist durchaus männlich, Hilfe anzunehmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie plant ein Budget mit Ausgaben von 115 Milliarden Euro, und das allein reicht auch noch nicht, sondern dazu kommen noch 8 Milliarden Euro an weiteren Überschreitungsermächtigungen. Das heißt, in Summe kann diese Bundesregierung mit diesem Budget um 25 Prozent mehr ausgeben, als sie einnimmt. Die Einhaltung von Maastrichtkriterien ist mit diesen Überschreitungen auch vollkommene Makulatur, und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann es ja wohl wirklich nicht sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sind allein 300 Millionen Euro für weitere Impfstoffbeschaffungen vorgesehen, während ich gerade eine aktuelle Anfragebeantwortung aus dem letzten Budgetausschuss vorliegen habe, in der Sie schriftlich bestätigen, dass wir eine Abnahmeverpflichtung für diese Impfstoffe haben. Obwohl wir über 20 Millionen Impfdosen für die Covid-Impfstoffe im Land lagernd haben, müssen wir offensichtlich weitere 300 Millionen Euro für zusätzliche Impfstoffe ausgeben, obwohl wir sie gar nicht benötigen. Das ist eine Mittelverschwendung par excellence, Herr Bundesminister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie, Herr Minister, wollen Sie mit diesem Budget die Abteilungsschließungen, die Personalabgänge, die Unzufriedenheit der Bediensteten in den Spitälern und den Behandlungsrückstau im ambulanten, aber auch im stationären Bereich aufarbeiten, wenn Sie mit diesem Budget nicht einmal die Inflationsrate oder die voraussehbaren Lohnsteigerungen abdecken? Das wird sich nicht ausgehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schallmeiner: Ah, ah, ah!
Sie und mein Vorredner Schallmeiner haben auch die 25 Millionen Euro für die Primärversorgung angesprochen: Diese 25 Millionen Euro sind ebenfalls nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Es ist sehr löblich, dass Sie Primärversorgung breiter denken – Kollege Schallmeiner hat bei der Primärversorgung noch die Apotheken vergessen (Abg. Schallmeiner: Ah, ah, ah!), aber es ist schon einmal gut, dass Gynäkologen, Kinderärzte und Ähnliche miteinbezogen werden –, wir brauchen aber eine grundsätzliche Änderung des Primärversorgungsgesetzes, denn dieses Gesetz funktioniert ja nicht! Sie liegen bei den neu eröffneten Primärversorgungszentren ja weit, weit hinter dem Plan, weil der bestehende
Beifall bei der FPÖ.
Die FPÖ und ich sind diesbezüglich gesprächsbereit, Sie wissen, wir haben konstruktive Vorschläge, was die Finanzierungen im Gesundheitswesen anbelangt. Wir stehen für diese Gespräche zur Verfügung. Nehmen Sie meine Aufforderungen ernst, bessern Sie nach und sorgen Sie dafür, dass das Gesundheitswesen auch in Zukunft leistungsfähig bleibt! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget bringt immer auch einen Blick auf die Wirkungsziele und die damit verbundenen Indikatoren. Da möchte ich nur drei herausgreifen, die meines Erachtens sehr bezeichnend sind. Der erste: Wir sprechen immer von ambulanter vor stationärer Behandlung – das ist im Interesse des Gesundheitswesens und noch mehr im Interesse der Patientinnen und Patienten. Ein Indikator dafür ist der Prozentsatz an Kniearthroskopien, die nicht stationär, sondern ambulant durchgeführt werden: Da beträgt der Zielwert 30 Prozent, und mittlerweile sind wir schon bei 40 Prozent – das heißt, da sind wir auf dem richtigen Weg und das geht auch gut weiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun noch eine kleine medizinische Geschichte, die einen vielleicht nicht so unmittelbar zu betreffen scheint: Der Prozentsatz antibiotikaresistenter Keime bei unseren Patientinnen und Patienten ist weit unter dem Zielwert, also weitaus besser als angestrebt. Das ist insgesamt ein Zeichen dafür, dass wir in unserem Land beim Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin, aber auch in der Tiermedizin auf einem sehr guten und vernünftigen Weg sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für mich und wahrscheinlich für uns alle ist das entscheidende Wirkungsziel ein hochqualitatives, niederschwelliges Angebot der Gesundheitsversorgung für alle Menschen in unserem Land, die das brauchen – dazu stehen wir alle. Wenn vorhin davon gesprochen wurde, dass irgendjemand dieses System vielleicht einem freien Markt unterwerfen wolle oder sich „amerikanische Verhältnisse“ wünsche, so sage ich ganz deutlich – ich glaube, da für alle zu sprechen, ganz sicher kann ich das jedenfalls für die Regierungsfraktionen und die Regierung sagen –: Wir stehen zu einem solidarischen, niederschwelligen und hochqualitativen Gesundheitssystem für alle Menschen in unserem Land! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auf eines möchte ich noch hinweisen: Wir müssen es schaffen, dass wir allen Menschen in Gesundheitsberufen wieder mehr Freiraum geben – Freiraum, sich ihren Kernaufgaben widmen zu können –, dass wir sie davon befreien, was in den letzten Jahrzehnten an überbordender Bürokratie über sie hinweggeschwappt ist. Wir würden damit, glaube ich, die Attraktivität der Arbeit deutlich steigern. Es wäre ein Beitrag zur Arbeitszufriedenheit und es würde den Mitarbeitenden ebenso wie den Patientinnen und Patienten zugutekommen. Auch da müssen wir etwas tun. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Was sehen wir? – Der Ausbau und die Weiterentwicklung, möglicherweise auch die Lösung für den Mutter-Kind-Pass werden aus EU-Mitteln bezahlt. Das bedeutet aber auch, dass keine langfristige Finanzierung sichergestellt ist. Die Ärztekammer kam mit ihren Forderungen eine Woche vor der Budgetrede des Finanzministers. Bereits da hätte man das Budget überarbeiten sollen und nicht einen Tag vor Beschluss desselben wieder mit Ankündigungen kommen. Was ist das für eine Arbeitsmoral?! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich weiß nicht, wie oft wir das noch sagen müssen, aber fangen wir bitte an, gemeinsam ins nachhaltige Arbeiten zu kommen! Mit diesem Budget wird das nichts. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und deshalb halte ich das für einen Meilenstein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Medizin ist überwiegend weiblich, und junge Frauen, die in diesen Beruf gehen, haben andere Lebensvorstellungen als dies früher der Fall war. Sie wollen nicht mehr 120, 130 Patient:innen pro Tag im Schnellverfahren abwickeln. Sie wollen gute Arbeitsbedingungen haben, sie wollen sich nicht mehr um die Administration eines Gebäudes, das Zahlen von Miete oder das Suchen von Sprechstundenunterstützungen kümmern müssen, sie wollen Modelle der Kooperation, der Zusammenarbeit haben. Ich orte die Offenheit aller Vertragspartner, auch der Ärztekammer, sich diesen Modellen zu öffnen. Diese werden wir nämlich dringend brauchen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben mit Elga ein gutes System. Das kann und muss in dieser Frage weiterentwickelt werden – das muss auch in den europäischen Gesundheitsdatenraum eingebettet werden, das stellt eine ganz eigene Herausforderung dar –, aber ich denke, dass wir da auf einem insgesamt guten Weg sind. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Da zeigt sich auch die Schwachstelle in unserem Gesundheitssystem. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin ein riesiger Freund unseres Gesundheitssystems. Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, das hat vor allem die Coronakrise gezeigt. Wenn man krank ist, wird man behandelt, unabhängig vom Einkommen – das ist ein Privileg, das wir haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Vergleicht man das mit unseren Nachbarländern in der EU, zeigt sich: Da haben wir Aufholbedarf. Der europäische Durchschnitt liegt ganze sieben Jahre höher. Genau da müssen wir ansetzen. Unser Ziel muss es sein, das österreichische Gesundheitssystem fit zu machen. Deswegen freue ich mich als Grüne Senior:innensprecherin, dass uns trotz der finanziellen Belastung durch Covid mit dem vorgelegten Budget wichtige Schritte auch in diese Richtung gelungen sind. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP sowie des Abg. Kucher.
250 Communitynurses, vor zwei Jahren waren es zwei. Nicht nur ältere Personen können davon profitieren, sondern auch und vor allem ihre Angehörigen, die sehr, sehr viel Arbeit leisten und wirklich sehr oft an ihre Grenzen kommen. Dass das Projekt gut läuft, weiß ich aus der Steiermark. Von dort gibt es wirklich hervorragende Erfahrungsberichte und das freut mich sehr. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP sowie des Abg. Kucher.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Keine Frage, ein Systemwechsel – da bin ich nicht naiv – funktioniert nicht von heute auf morgen. Wir werden unser starres Gesundheitssystem auch nicht mit einem Gesetzesantrag von heute auf morgen ändern können, aber irgendwann einmal müssen wir damit anfangen. In diesem Budget sind erste Schritte dabei, damit in Zukunft alle Menschen in Österreich nicht nur alt werden, sondern vor allem in Gesundheit alt werden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider sehen wir kein Gesamtkonzept in diesem Bereich. Ich frage mich, wann und wie die Bundesregierung damit beginnt, Maßnahmen in diesem Bereich umzusetzen. Wir hören immer wieder von einzelnen Maßnahmen. Das sind Mosaiksteinchen, die wahllos irgendwo hingesetzt werden, das Gesamtbild fehlt uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Derzeit gibt es zwischen dem Bund, der Ärztekammer und der Sozialversicherung Verhandlungen über die Erhöhung der Entgelte für Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Mutter-Kind-Pass. – Herr Minister, bitte setzen Sie sich dafür ein, dass es rasch zu einer Lösung kommt, dass Eltern und auch die Kinder weiterhin ihre Leistungen aus dem Mutter-Kind-Pass erhalten, nämlich kostenlos und unbürokratisch, denn der Erhalt des Kinderbetreuungsgeldes ist auch an die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen geknüpft! Viele Mütter machen sich bereits große Sorgen um ihre Ansprüche, denn sie haben Angst, das Kinderbetreuungsgeld zu verlieren. Bitte schauen Sie, dass diese Unsicherheit rasch beendet wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stehen im Gesundheitsbereich vor riesigen Herausforderungen und es sollte jetzt endlich so weit sein, dass die Zeit der Ankündigungen vorbei ist. Fangen Sie zu handeln an! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss darf ich noch allen Menschen danken, die Tag und Nacht im Gesundheitsbereich arbeiten – wir haben in Österreich ein sehr gutes Gesundheitssystem –: Danke für Ihre Arbeit und Ihre Leistungen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zorba
Sie schreiben unter anderem weiter: „Für eine hohe Sichtbarkeit und Wirkung vor Ort setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen – den Impfärztinnen und Impfärzten – als wichtigste Multiplikatoren.“ – Das heißt, Sie versuchen jetzt für 6 000 österreichische Schulen Impfärzte zu finden (Zwischenruf des Abg. Zorba), die die Kinder von den Impfungen überzeugen. Noch einmal: Schauen Sie sich diese Statistik an! Es besteht ja überhaupt keine Notwendigkeit, Kinder zu
Abg. Meinl-Reisinger: Wollen Sie sie kostenpflichtig machen?
impfen, weil Kinder ein sehr gutes Immunsystem haben und nicht an Corona versterben. (Abg. Meinl-Reisinger: Wollen Sie sie kostenpflichtig machen?)
Abg. Shetty: Sie drangsalieren uns!
Ich zitiere: „Die Sicherheit und Wirksamkeit von Comirnaty Original/Omicron BA. 1 & BA. 4-5 bei Kindern unter 12 Jahren ist noch nicht erwiesen. Es sind keine Daten verfügbar.“ – Noch einmal: Die Wirksamkeit ist nicht erwiesen, weil keine Daten verfügbar sind. – Das sagt die EMA, das sagt die EMA-Produktinformation. Sie gehen her und drangsalieren (Abg. Shetty: Sie drangsalieren uns!) die Kinder in den Schulen weiterhin mit Impfungen. Das muss aufgeklärt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich zitiere: „Die Sicherheit und Wirksamkeit von Comirnaty Original/Omicron BA. 1 & BA. 4-5 bei Kindern unter 12 Jahren ist noch nicht erwiesen. Es sind keine Daten verfügbar.“ – Noch einmal: Die Wirksamkeit ist nicht erwiesen, weil keine Daten verfügbar sind. – Das sagt die EMA, das sagt die EMA-Produktinformation. Sie gehen her und drangsalieren (Abg. Shetty: Sie drangsalieren uns!) die Kinder in den Schulen weiterhin mit Impfungen. Das muss aufgeklärt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo, Gerald! Gute Rede!
Das ist ein Minimum an Transparenz, und deswegen bitte ich um Unterstützung dieses Antrages. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo, Gerald! Gute Rede!)
in Richtung des Abg. Hauser
Ich warte jetzt noch, bis Sie (in Richtung des Abg. Hauser) alle Ihre Unterlagen beisammen haben.
Abg. Kucher – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Saxinger –: Bitte sachlich bleiben!
Nun erteile ich Herrn Abgeordneten Werner Saxinger das Wort. – Bitte. (Abg. Kucher – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Saxinger –: Bitte sachlich bleiben!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Es ist mir immer eine besondere Freude, nach Kollegen Hauser zu referieren. Inhaltlich ist es oft schwierig, darauf einzugehen, aber mir fällt da immer ein Spruch ein, den ich einmal gehört habe: „Sie sollen nicht alles glauben, was Sie denken.“ (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Patient aus dem Ausland hat vorige Woche zu mir gesagt: Ihr in Österreich lebt ja quasi in einem Gesundheitsparadies. – Ich habe ihn gefragt, warum, und eigentlich hat er recht. Wer es nicht glaubt, der werfe einen Blick ins Ausland, auch in das benachbarte. Wer schon einmal im Ausland erkrankte oder ärztliche Hilfe benötigt hat, der weiß unser Gesundheitssystem wirklich sehr zu schätzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin aber optimistischer als noch im Vorjahr: Vielleicht schaffen wir genauso wie bei der kalten Progression, wo es keiner geglaubt hat, auch einmal einen großen Wurf. Es haben nämlich, der Herr Minister hat es schon erwähnt, die Landesgesundheitsreferenten beim letzten Treffen das Thema endlich aufgegriffen, und die politische Diskussion hat endlich begonnen. Ich glaube, es ist auch notwendig, dass wir unser gutes System aufrechterhalten. Ich freue mich auf die Diskussion und schließe mit dem Spruch: Es muss sich wirklich manches ändern, damit es gut bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Oder: Im – ich bleibe bei der alten Bezeichnung – Wagner-Jauregg-Krankenhaus in Linz sind 140 Kinder und Jugendliche auf der Warteliste, die nicht behandelt werden können, weil man dort keinen Psychiater hat, weil man die Ärzte zur Behandlung nicht hat, lieber Kollege Saxinger! Da frage ich mich schon: Wo ist denn dann das Problem? Wo kriegen denn diese Menschen die beste Behandlung her, wenn es die für sie gar nicht gibt? Einen Wahlarzt können sich diese Menschen nämlich nicht leisten – Sie mögen sich einen Wahlarzt leisten können, oder Sie gehen zu Ihren Kollegen im Krankenhaus. Vielleicht mag sich ein jeder hier herinnen einen Wahlarzt leisten können, aber ein Großteil der Bevölkerung kann sich keinen Wahlarzt leisten, Kollege Saxinger. Da müssen wir massivst eingreifen, damit die Menschen eine gute und ausgezeichnete Behandlung bekommen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe wirklich die Bitte: Schauen wir, dass wir schnellstens dieses System ändern, dass wir es wirklich jedem Österreicher und jeder Österreicherin möglich machen, die beste Behandlung zu bekommen, die ihnen zusteht, und sie nicht darauf angewiesen sind, dass sie Geld haben, damit sie zu einem Wahlarzt gehen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier und auch zu Hause! Ja, im Budget sind, denke ich, weitreichende Entwicklungen beinhaltet, und wir wissen ja, dass die beste Gesundheitsvorsorge eine ausgewogene, regionale und saisonale Ernährung ist. Aus diesem Grund sind die Lebensmittel besonders wichtig und spielen in diesem Budget auch eine wichtige Rolle. Mit diesem Budget garantieren wir, und das bestätigt der Lebensmittelsicherheitsbericht, dass die Lebensmittel auch zukünftig für alle Österreicherinnen und Österreicher sicher sowie letztendlich auch gesund sind und dass das auch so bleiben soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das soll der Kunde entscheiden, nicht der Bauer!
Ich sage euch eines ganz offen: Wir haben ausreichend Rindfleisch in Österreich und in Europa zur Verfügung. Wir brauchen kein zusätzliches Rindfleisch aus Südamerika (Abg. Loacker: Das soll der Kunde entscheiden, nicht der Bauer!), denn letztendlich geht es darum, dass diese Lebensmittel zu anderen Bedingungen hergestellt werden, oft hormonell begleitet produziert werden, klimaschädlich sind, man muss Regenwald abholzen. Genau das brauchen wir nicht, und aus diesem Grund, denke ich, ist eines ganz klar (Abg. Loacker: Was ich brauche, sagt mir nicht die Landwirtschaftskammer!): Wir brauchen zukünftig keine aufkommende Diskussion über das Mercosur-Abkommen zu führen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher brauchen wir das! Wir wollen Handel treiben! Meine Güte! Ist das jetzt die offizielle ÖVP-Position?)
Abg. Loacker: Was ich brauche, sagt mir nicht die Landwirtschaftskammer!
Ich sage euch eines ganz offen: Wir haben ausreichend Rindfleisch in Österreich und in Europa zur Verfügung. Wir brauchen kein zusätzliches Rindfleisch aus Südamerika (Abg. Loacker: Das soll der Kunde entscheiden, nicht der Bauer!), denn letztendlich geht es darum, dass diese Lebensmittel zu anderen Bedingungen hergestellt werden, oft hormonell begleitet produziert werden, klimaschädlich sind, man muss Regenwald abholzen. Genau das brauchen wir nicht, und aus diesem Grund, denke ich, ist eines ganz klar (Abg. Loacker: Was ich brauche, sagt mir nicht die Landwirtschaftskammer!): Wir brauchen zukünftig keine aufkommende Diskussion über das Mercosur-Abkommen zu führen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher brauchen wir das! Wir wollen Handel treiben! Meine Güte! Ist das jetzt die offizielle ÖVP-Position?)
Abg. Meinl-Reisinger: Sicher brauchen wir das! Wir wollen Handel treiben! Meine Güte! Ist das jetzt die offizielle ÖVP-Position?
Ich sage euch eines ganz offen: Wir haben ausreichend Rindfleisch in Österreich und in Europa zur Verfügung. Wir brauchen kein zusätzliches Rindfleisch aus Südamerika (Abg. Loacker: Das soll der Kunde entscheiden, nicht der Bauer!), denn letztendlich geht es darum, dass diese Lebensmittel zu anderen Bedingungen hergestellt werden, oft hormonell begleitet produziert werden, klimaschädlich sind, man muss Regenwald abholzen. Genau das brauchen wir nicht, und aus diesem Grund, denke ich, ist eines ganz klar (Abg. Loacker: Was ich brauche, sagt mir nicht die Landwirtschaftskammer!): Wir brauchen zukünftig keine aufkommende Diskussion über das Mercosur-Abkommen zu führen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher brauchen wir das! Wir wollen Handel treiben! Meine Güte! Ist das jetzt die offizielle ÖVP-Position?)
Abg. Meinl-Reisinger: Es gibt ja echt keine Linie mehr bei euch!
Abschließend, geschätzter Herr Bundesminister, ein herzliches Danke! Wir haben im Parlament die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bereits öfter diskutiert, auch Beschlüsse gefasst. Wir wissen, dass Sie fest dahinter sind, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung umzusetzen, weil klar ist – und es ist auch dringend notwendig, dass wir das machen –, dass unsere Konsumentinnen und Konsumenten ein Recht auf Transparenz haben, darauf, zu wissen, welche Lebensmittel sie zu sich nehmen (Abg. Meinl-Reisinger: Es gibt ja echt keine Linie mehr bei euch!) und welche Lebensmittel sie kaufen, und aus diesem Grund werden wir das umsetzen. – Herzlichen Dank für die Unterstützung, herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, geschätzter Herr Bundesminister, ein herzliches Danke! Wir haben im Parlament die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bereits öfter diskutiert, auch Beschlüsse gefasst. Wir wissen, dass Sie fest dahinter sind, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung umzusetzen, weil klar ist – und es ist auch dringend notwendig, dass wir das machen –, dass unsere Konsumentinnen und Konsumenten ein Recht auf Transparenz haben, darauf, zu wissen, welche Lebensmittel sie zu sich nehmen (Abg. Meinl-Reisinger: Es gibt ja echt keine Linie mehr bei euch!) und welche Lebensmittel sie kaufen, und aus diesem Grund werden wir das umsetzen. – Herzlichen Dank für die Unterstützung, herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten zu Hause! Herr Bundesminister! Es ist jetzt schon viel über die ärztliche Versorgung gesagt worden: dass sie leistbar bleiben muss, Kollege Saxinger hat gesagt, es darf keine „Vollkaskomentalität“ herrschen. Ich denke, er hat hoffentlich auch gemeint, dass die medizinische Versorgung für jedermann zugänglich sein soll, ob das ein Bauarbeiter ist oder ein Großindustrieller, und das auch mit der E-Card und nicht mit der Kreditkarte. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schmidhofer.
Personalmangel im LKH Wiener Neustadt; weiters die „NÖN“: So krank ist das Krankenhaus Wiener Neustadt; wiederum die „NÖN“: „Landesklinikum Horn: ,Mitarbeiter sind über Limit‘“; die „Kronen Zeitung“ schreibt: „Mehrere Spitäler in NÖ nur noch im Notbetrieb“ – also überall dort, wo die ÖVP alleine das Sagen hat. Deswegen unterstützen wir sie. Überall dort, wo die ÖVP alleine das Sagen im Gesundheitswesen hat, geht es eigentlich den Bach hinunter. (Zwischenruf des Abg. Schmidhofer.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine Herren Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Gesundheitsbudget sichert ausreichend Mittel, um die hohe Qualität im Gesundheitsbereich sicherzustellen. Ich möchte aber an die Spitze ein Danke an die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen, denn sie sind ganz besonders wichtig. Sie haben eine schwierige Zeit hinter sich, in den Spitälern, im Rettungswesen, in den Pflege- und Sozialeinrichtungen, im mobilen Dienst, im gesamten Gesundheits- und Pflegesystem. Sie haben unseren Respekt, und im Namen unserer Fraktion, im Namen der ÖVP-Fraktion ihnen allen ein großes Danke für ihre Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammengefasst freue ich mich, dass wir genügend Mittel zur Verfügung stellen, um unser Gesundheitssystem weiter zu modernisieren, die Qualität zu sichern und es auch zukunftsfit zu machen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist, meine sehr geehrten Damen und Herren: Dieses Budget liefert schlicht und einfach keine Antworten auf die Krisen, vor denen wir im Gesundheitsbereich stehen. Und wichtiger noch: Es leistet nichts dafür, endlich für Gerechtigkeit im Gesundheitssystem zu sorgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns doch nur die Ärzt:innenversorgung an! Wir erleben eine immer größere Verschiebung weg von den Kassenärzt:innen hin zu den Privatärzt:innen. Die Regierung schaut aber tatenlos zu, wenn eine der Grundaufgaben unseres Staates immer schlechter erfüllt wird, nämlich ein gutes Gesundheitssystem für alle Menschen, unabhängig vom Wohnort und Einkommen. (Beifall bei der SPÖ.) Immer mehr unserer Mitbürger:innen müssen monatelang auf einen Arzttermin warten, eben nur, weil sie nicht genug für einen Wahlarzt auf den Tisch legen können. Das ist schlicht und einfach nicht zu akzeptieren.
Beifall bei der SPÖ.
Hausärzt:innen, wir reden von Fachärzt:innen, Notärzt:innen, Kinderärzt:innen, Psychiater:innen. Ein funktionierendes Gesundheitssystem hat sicherzustellen, dass genau diese Leistungen wohnortnah und kostenlos zur Verfügung stehen, und zwar für alle, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, es ist höchste Zeit, dass Sie diesen Menschen endlich das geben, was ihnen zusteht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mithilfe dieser Früherkennungsuntersuchung kann der Krebs oft schon zu einem Zeitpunkt entdeckt werden, zu dem die betroffene Frau noch gar nichts weiß. Je früher er erkannt wird, desto besser und schonender kann er auch behandelt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb mein Appell an alle, die zuhören, an alle Frauen, aber auch an alle Männer: Bitte gehen Sie zum Arzt Ihres Vertrauens, lassen Sie sich untersuchen! Und das gilt bitte auch für Männer, wie Kollege Schallmeiner heute schon gesagt hat, denn es gibt nicht nur Brustkrebs – und ich spreche es aus –, es gibt auch Prostata- und Hodenkrebs, also geschlechtsspezifische Krebsarten. Bitte lassen Sie sich untersuchen, denn diese Angebote, die im Budget, im Gesundheitsbudget, zur Verfügung stehen, nutzen nichts, wenn man sie nicht annimmt; unter dem Motto: Nur was man Gutes tut, hat einen Sinn! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch da also, Herr Minister, noch einmal: Ich glaube, Sie sind der vernünftigste Gesundheitsminister unter den letzten drei in dieser Regierung. Ich bitte und appelliere an Ihre Vernunft, diese wirklich sinnlosen, unwissenschaftlichen Regeln nach und nach aufzuheben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil wir schon dabei sind: Beim Arbeitslosengeld werden die Familienzuschläge – 1 Euro am Tag für eine Familie, vier Kinder – nicht erhöht. Auch das wäre es eine Maßnahme, die man dringend setzen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Aber keine sozialistischen! – Oh-Rufe bei der SPÖ
Wir brauchen innovative Ideen (Abg. Michael Hammer: Aber keine sozialistischen! – Oh-Rufe bei der SPÖ), die würde ich mir von Ihnen ganz besonders wünschen, und dann haben wir auch die entsprechende Bereitschaft bei den Menschen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen innovative Ideen (Abg. Michael Hammer: Aber keine sozialistischen! – Oh-Rufe bei der SPÖ), die würde ich mir von Ihnen ganz besonders wünschen, und dann haben wir auch die entsprechende Bereitschaft bei den Menschen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Die beste Sozialpolitik, meine geschätzten Damen und Herren, ist ganz sicher eine aktive Arbeitsmarktpolitik, und eine aktive Arbeitsmarktpolitik ist sicher das beste Programm gegen Armutsgefährdung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stöger: Langzeitarbeitslosigkeit!
Herr Kollege Stöger, wenn wir uns jetzt die Arbeitslosigkeit und die derzeitigen Arbeitslosenzahlen anschauen (Abg. Stöger: Langzeitarbeitslosigkeit!), dann können wir sehr froh sein. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit seit elf Jahren. Wir hatten im Oktober, vergangenen Monat, verglichen mit der Vor-Corona-Zeit, mit 2019, um über 37 000 Menschen weniger in der Arbeitslosigkeit als – wie gesagt – vor drei Jahren. Das heißt, vieles hat gut gewirkt, und wir mussten erst einige Krisen überwinden, aber auch die Maßnahmen, die in der Coronakrise von dieser Bundesregierung gesetzt wurden, haben voll und ganz gegriffen. Ich glaube, das muss man auch anerkennen. Ich weiß, da unterscheiden wir uns auch maßgeblich, und es ist auch gut, dass wir uns unterscheiden – wir von der christlich-sozialen Seite (Abg. Heinisch-Hosek: Das seid ihr schon lang nimmer!) von der sozialdemokratischen Seite.
Abg. Heinisch-Hosek: Das seid ihr schon lang nimmer!
Herr Kollege Stöger, wenn wir uns jetzt die Arbeitslosigkeit und die derzeitigen Arbeitslosenzahlen anschauen (Abg. Stöger: Langzeitarbeitslosigkeit!), dann können wir sehr froh sein. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit seit elf Jahren. Wir hatten im Oktober, vergangenen Monat, verglichen mit der Vor-Corona-Zeit, mit 2019, um über 37 000 Menschen weniger in der Arbeitslosigkeit als – wie gesagt – vor drei Jahren. Das heißt, vieles hat gut gewirkt, und wir mussten erst einige Krisen überwinden, aber auch die Maßnahmen, die in der Coronakrise von dieser Bundesregierung gesetzt wurden, haben voll und ganz gegriffen. Ich glaube, das muss man auch anerkennen. Ich weiß, da unterscheiden wir uns auch maßgeblich, und es ist auch gut, dass wir uns unterscheiden – wir von der christlich-sozialen Seite (Abg. Heinisch-Hosek: Das seid ihr schon lang nimmer!) von der sozialdemokratischen Seite.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Man hat es auch bei Ihrer Rede jetzt gemerkt. Eines der ersten Anliegen, die Sie hier vertreten – es sei Ihnen gestattet –, ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wie kann ich die Arbeitslosigkeit gut verwalten? Wie kann ich mehr System in die Arbeitslosigkeit hineinbringen? – Was unseren christlich-sozialen Zugang betrifft (Abg. Erasim: Halleluja!), möchte ich eine Metapher aufgreifen, die meine Kollegin Bettina Zopf im Rahmen der Debatte über die Sozialpolitik gebraucht hat: Sie sind dafür bekannt, dass Sie dafür eintreten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), dass jedem ein Fisch auf den Teller gelegt wird. Wir bekennen uns dazu, dass wir den Menschen das Fischen lehren, damit sie sich selbst helfen können (Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!), damit sie den Fisch selbst auf den Teller holen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!)
Abg. Erasim: Halleluja!
Man hat es auch bei Ihrer Rede jetzt gemerkt. Eines der ersten Anliegen, die Sie hier vertreten – es sei Ihnen gestattet –, ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wie kann ich die Arbeitslosigkeit gut verwalten? Wie kann ich mehr System in die Arbeitslosigkeit hineinbringen? – Was unseren christlich-sozialen Zugang betrifft (Abg. Erasim: Halleluja!), möchte ich eine Metapher aufgreifen, die meine Kollegin Bettina Zopf im Rahmen der Debatte über die Sozialpolitik gebraucht hat: Sie sind dafür bekannt, dass Sie dafür eintreten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), dass jedem ein Fisch auf den Teller gelegt wird. Wir bekennen uns dazu, dass wir den Menschen das Fischen lehren, damit sie sich selbst helfen können (Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!), damit sie den Fisch selbst auf den Teller holen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!)
Ruf bei der SPÖ: Ja!
Man hat es auch bei Ihrer Rede jetzt gemerkt. Eines der ersten Anliegen, die Sie hier vertreten – es sei Ihnen gestattet –, ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wie kann ich die Arbeitslosigkeit gut verwalten? Wie kann ich mehr System in die Arbeitslosigkeit hineinbringen? – Was unseren christlich-sozialen Zugang betrifft (Abg. Erasim: Halleluja!), möchte ich eine Metapher aufgreifen, die meine Kollegin Bettina Zopf im Rahmen der Debatte über die Sozialpolitik gebraucht hat: Sie sind dafür bekannt, dass Sie dafür eintreten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), dass jedem ein Fisch auf den Teller gelegt wird. Wir bekennen uns dazu, dass wir den Menschen das Fischen lehren, damit sie sich selbst helfen können (Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!), damit sie den Fisch selbst auf den Teller holen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!)
Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!
Man hat es auch bei Ihrer Rede jetzt gemerkt. Eines der ersten Anliegen, die Sie hier vertreten – es sei Ihnen gestattet –, ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wie kann ich die Arbeitslosigkeit gut verwalten? Wie kann ich mehr System in die Arbeitslosigkeit hineinbringen? – Was unseren christlich-sozialen Zugang betrifft (Abg. Erasim: Halleluja!), möchte ich eine Metapher aufgreifen, die meine Kollegin Bettina Zopf im Rahmen der Debatte über die Sozialpolitik gebraucht hat: Sie sind dafür bekannt, dass Sie dafür eintreten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), dass jedem ein Fisch auf den Teller gelegt wird. Wir bekennen uns dazu, dass wir den Menschen das Fischen lehren, damit sie sich selbst helfen können (Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!), damit sie den Fisch selbst auf den Teller holen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!
Man hat es auch bei Ihrer Rede jetzt gemerkt. Eines der ersten Anliegen, die Sie hier vertreten – es sei Ihnen gestattet –, ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wie kann ich die Arbeitslosigkeit gut verwalten? Wie kann ich mehr System in die Arbeitslosigkeit hineinbringen? – Was unseren christlich-sozialen Zugang betrifft (Abg. Erasim: Halleluja!), möchte ich eine Metapher aufgreifen, die meine Kollegin Bettina Zopf im Rahmen der Debatte über die Sozialpolitik gebraucht hat: Sie sind dafür bekannt, dass Sie dafür eintreten (Ruf bei der SPÖ: Ja!), dass jedem ein Fisch auf den Teller gelegt wird. Wir bekennen uns dazu, dass wir den Menschen das Fischen lehren, damit sie sich selbst helfen können (Ruf bei der SPÖ: Na geh, das ist jetzt das zweite Mal!), damit sie den Fisch selbst auf den Teller holen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Ein Missionar!)
Abg. Matznetter: ... Finanzamt ...!
Ich möchte zwei sehr gute, positive Beispiele anführen. Weil Sie, Herr Kollege Stöger – übrigens waren Sie ja einmal für diesen Bereich zuständig –, gesagt haben: Wo sind denn die innovativen Ideen? – Genau diese Aktion Sprungbrett ist so eine innovative Idee. Da gelingt es nämlich tatsächlich, arbeitsmarktferne Personen mithilfe dieses Sprungbretts wieder in den Ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Und: Soll es so sein, dass Unternehmen unterstützt werden? – Ja, es soll sogar so sein, damit eben die Menschen einen Job bekommen, damit sie selbst ein Einkommen generieren können, ein Einkommen, von dem sie auch ihr Leben finanzieren können (Abg. Matznetter: ... Finanzamt ...!), anstatt immer darüber nachzudenken: Wie kann ich weniger arbeiten und wie kann ich das Wenigerarbeiten vielleicht auch noch direkt subventionieren?
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Ribo. – Abg. Matznetter: Das stimmt aber nicht ...!
Meine geschätzten Damen und Herren! Ja, dieses Budget ist zukunftstauglich. Wir wollen die Menschen unterstützen, fischen zu lernen. Wir wollen sie nicht vordergründig dabei unterstützen, dass sie den Fisch auf den Teller gelegt bekommen, denn eine aktive Arbeitsmarktpolitik ist die beste Sozialpolitik, und die beste Sozialpolitik ist die beste Armutsbekämpfung. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Ribo. – Abg. Matznetter: Das stimmt aber nicht ...!)
Heiterkeit der Abg. Erasim
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren daheim vor den Bildschirmen! Mit einem Satz hat mein Vorredner recht: Natürlich ist eine gute Arbeitsmarktpolitik die beste Sozialpolitik, und sie ist auch das Beste zur Armutsbekämpfung. – So weit, so gut. Dann hört es sich aber schon wieder auf mit der Gemeinsamkeit, denn im Gegensatz zur ÖVP möchte ich nicht alle ins Fischereigewerbe stecken (Heiterkeit der Abg. Erasim), sondern ich möchte die
Ruf: Das haben bis jetzt alle gesagt!
Schauen wir uns dieses Arbeitsmarktbudget an: Das ist in etwa eine Fortschreibung des heurigen. Herr Bundesminister, wenn Sie davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit nächstes Jahr kaum steigt – Sie haben in Ihrem Budget 15 000 Personen drinnen –, dann, muss ich Ihnen sagen, machen Sie die Augen vor der Realität einfach zu. Sie führen dieses Land ja von einer Krise in die nächste, und Sie wissen doch ganz genau, dass die Prognosen ganz schlecht sind. Wir haben im nächsten Jahr einen Wirtschaftseinbruch zu erwarten, und das bilden Sie in Ihrem Budget schlicht und einfach gar nicht ab. Da gehen Sie dann her und sagen: Ja, dann werden wir halt das Budget überschreiten! (Ruf: Das haben bis jetzt alle gesagt!) Das ist doch einfach eine unfaire Ansage, die Sie da machen. (Abg. Salzmann: Was sagt das Wifo? Das Wifo sagt: 0,3 Prozent! Arbeitslosenrate steigt um 0,3 Prozent, sagt das Wifo!)
Abg. Salzmann: Was sagt das Wifo? Das Wifo sagt: 0,3 Prozent! Arbeitslosenrate steigt um 0,3 Prozent, sagt das Wifo!
Schauen wir uns dieses Arbeitsmarktbudget an: Das ist in etwa eine Fortschreibung des heurigen. Herr Bundesminister, wenn Sie davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit nächstes Jahr kaum steigt – Sie haben in Ihrem Budget 15 000 Personen drinnen –, dann, muss ich Ihnen sagen, machen Sie die Augen vor der Realität einfach zu. Sie führen dieses Land ja von einer Krise in die nächste, und Sie wissen doch ganz genau, dass die Prognosen ganz schlecht sind. Wir haben im nächsten Jahr einen Wirtschaftseinbruch zu erwarten, und das bilden Sie in Ihrem Budget schlicht und einfach gar nicht ab. Da gehen Sie dann her und sagen: Ja, dann werden wir halt das Budget überschreiten! (Ruf: Das haben bis jetzt alle gesagt!) Das ist doch einfach eine unfaire Ansage, die Sie da machen. (Abg. Salzmann: Was sagt das Wifo? Das Wifo sagt: 0,3 Prozent! Arbeitslosenrate steigt um 0,3 Prozent, sagt das Wifo!)
Abg. Salzmann: Faktenbasiert, Frau Kollegin!
Sie können es doch jetzt schon vorankündigen, weil Sie es doch ganz genau wissen, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird und die Wirtschaft einbrechen wird (Abg. Salzmann: Faktenbasiert, Frau Kollegin!), aber Sie gehen den unfairen Weg: Sie werden dieses Budget nicht einhalten können, Sie machen es dann mit Überschreitungen. Das heißt, die Abgeordneten, die heute dieses Budget beschließen, wissen heute schon, dass es nicht halten wird. (Abg. Salzmann: Faktenbasierte Argumentation wäre gut!) Das ist etwas, das man dieser Bundesregierung ankreiden muss – nicht nur im Arbeitsmarktbereich, auch in anderen Bereichen, aber jetzt sprechen wir über den Arbeitsmarkt. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Salzmann: Faktenbasierte Argumentation wäre gut!
Sie können es doch jetzt schon vorankündigen, weil Sie es doch ganz genau wissen, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird und die Wirtschaft einbrechen wird (Abg. Salzmann: Faktenbasiert, Frau Kollegin!), aber Sie gehen den unfairen Weg: Sie werden dieses Budget nicht einhalten können, Sie machen es dann mit Überschreitungen. Das heißt, die Abgeordneten, die heute dieses Budget beschließen, wissen heute schon, dass es nicht halten wird. (Abg. Salzmann: Faktenbasierte Argumentation wäre gut!) Das ist etwas, das man dieser Bundesregierung ankreiden muss – nicht nur im Arbeitsmarktbereich, auch in anderen Bereichen, aber jetzt sprechen wir über den Arbeitsmarkt. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Sie können es doch jetzt schon vorankündigen, weil Sie es doch ganz genau wissen, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird und die Wirtschaft einbrechen wird (Abg. Salzmann: Faktenbasiert, Frau Kollegin!), aber Sie gehen den unfairen Weg: Sie werden dieses Budget nicht einhalten können, Sie machen es dann mit Überschreitungen. Das heißt, die Abgeordneten, die heute dieses Budget beschließen, wissen heute schon, dass es nicht halten wird. (Abg. Salzmann: Faktenbasierte Argumentation wäre gut!) Das ist etwas, das man dieser Bundesregierung ankreiden muss – nicht nur im Arbeitsmarktbereich, auch in anderen Bereichen, aber jetzt sprechen wir über den Arbeitsmarkt. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Gödl: Stipendium!
Herr Bundesminister, was ist aktive Arbeitsmarktpolitik? – Jetzt hat der Kollege vor mir gesagt, für Fachkräfteförderung (Abg. Gödl: Stipendium!) gibt es 120 Millionen Euro. Wissen Sie, seit ich in diesem Haus bin, und das ist jetzt auch schon viele, viele Jahre, höre ich davon, dass es einen Fachkräftemangel gibt. Es gibt so viel Beschäftigte wie noch nie, trotzdem sind beim AMS immer noch 300 000 Personen gemeldet. Man hat es eben nicht geschafft, diese in
Abg. Salzmann: Das hat er überhaupt nicht gesagt!
Da müssen Sie hinschauen oder diesbezüglich aktive Politik machen, sodass diese Leute nachgeschult werden. Da passiert gar nichts. Stattdessen setzen Sie sich hin, klopfen sich auf die Schulter und sagen, wie großartig Sie nicht sind und dass die Aktion Sprungbrett jetzt Langzeitarbeitslose in den Arbeitsprozess gebracht hat. (Abg. Salzmann: Das hat er überhaupt nicht gesagt!) Das ist erfreulich. Jeder Einzelne, der wieder in den Arbeitsprozess kommt, ist ein Grund zur Freude. Was Sie aber nicht dazusagen, ist, dass Sie natürlich dadurch, dass Sie wegen Corona alles gesperrt haben, tatsächlich Leute aus dem Arbeitsmarkt hinausgedrängt haben, die dann natürlich Monate lang arbeitslose Zeit angehäuft haben. Sie haben vergessen, das dazuzusagen.
Beifall bei der FPÖ.
Diese Bundesregierung ist Garant dafür, dass wir wieder in die nächste Krise schlittern. Sie hat uns in die Coronakrise mit all ihren wirtschaftlichen Folgen hineingefahren. Sie hat uns in einen Wirtschaftskrieg mit all seinen Folgen getrieben und jetzt kommt dann hintennach noch die soziale Krise – und auch in sie führt diese Bundesregierung uns hinein. Ich sehe ehrlich gesagt auch keine von Ihnen hier gesetzten Maßnahmen, die da etwas beenden oder abfedern würden. Daher ist dieses Budget abzulehnen, denn es bräuchte tatsächlich aktive Arbeitsmarktpolitik, es bräuchte tatsächlich auch vorausschauende Arbeitsmarktpolitik, nämlich in Hinblick darauf, dass wahrscheinlich die Arbeitslosigkeit ansteigen wird – und das wissen Sie ganz genauso. Man muss da ehrlich mit den Leuten umgehen und nicht dann sagen: Na, dann überschreiten wir halt! – Das ist eine Politik, die wir ablehnen, und daher werden wir dieses Budget ablehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit der Coronajoboffensive haben wir damals das gemacht, was Experten immer wieder sagen, nämlich in der Krise geschult, damit man nach der Krise die entsprechend ausgebildeten Beschäftigten hat. Mit der Aktion Sprungbrett ist es uns tatsächlich allen Unkenrufen zum Trotz gelungen, dass wir die Zahl der Langzeitarbeitslosen von 140 000 auf unter 80 000 gesenkt haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist ein wichtiger Erfolg. Wir haben damit Zehntausenden Menschen, die lange aus dem Arbeitsmarkt draußen waren, wieder Perspektive, Einkommen und Hoffnung gegeben – und das ist gut so! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
eine Tafel mit der Aufschrift „Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik je Kopf in Euro“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend
Was abseits von den allgemeinen Zahlen natürlich immer sehr spannend ist: Wie viel wird pro Kopf ausgegeben? – Da können wir erfreulicherweise sagen (eine Tafel mit der Aufschrift „Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik je Kopf in Euro“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend), dass die Pro-Kopf-Ausgaben im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik auch im Jahr 2023 deutlich höher als im Jahr 2019 sind. Auch im Vergleich mit den Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik in den Jahren zuvor sind die Ausgaben 2023 deutlich höher. Das heißt, es wird genau investiert, was man erkennt, wenn man die Coronamaßnahmen abzieht, die ja wirklich Sondermaßnahmen sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Belakowitsch, falls es wirklich zu massiven Einbrüchen am Arbeitsmarkt kommen sollte, dann werden wir das Gleiche tun, was wir auch in der Coronakrise gemacht haben, als wir innerhalb kürzester Zeit Hunderte Millionen Euro mobilisiert haben, um eben Arbeitslosigkeit bestmöglich zu verhindern, Perspektiven zu geben und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Dessen können Sie sich sicher sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kopf: Weil die Situation vor Kurzem noch ganz anders war und man die Leute nicht einfach raushauen kann!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ein paar Redner benehmen sich hier so, als ob wir eine extrem drückende Arbeitslosigkeit hätten und man daher jetzt große Jobprogramme machen und Solidaritätsprämienmodelle und ähnliche Dinge einführen muss. Tatsache ist: Es ist die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 14 Jahren. Wenn Sie, geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, jetzt aber glauben, dass auch beim AMS so viele Mitarbeiter wie vor 14 Jahren beschäftigt sind, dann muss ich sagen, Sie haben sich getäuscht. Vor 14 Jahren gab es dort 4 460 Planstellen und jetzt, bei der gleichen Arbeitslosigkeit, sind es 5 700 Planstellen, weil der öffentliche Sektor immer wächst und wächst. (Abg. Kopf: Weil die Situation vor Kurzem noch ganz anders war und man die Leute nicht einfach raushauen kann!) Es gibt immer einen Grund, etwas aufzudoppeln, und das kommt dann nur in ganz kleinen Dosen wieder weg – in ganz kleinen Dosen.
Abg. Einwallner: Was ist denn das für ein Zugang?!
oder?!), ob die das noch in einen Stein meißeln und in den nächsten Raum hinüberrollen oder ob es da Computer gibt. (Abg. Einwallner: Was ist denn das für ein Zugang?!) Wenn ich mir die Mitarbeiterzahlen anschaue, dann muss ich aber sagen, da sind wir beim Steinerollen. Es muss doch für den Steuer- und Beitragszahler auch irgendwann Effizienzgewinne durch Digitalisierung geben. (Abg. Einwallner: Das ist eine Frechheit ...! – Zwischenruf des Abg. Koza.) Wir brennen immer nur wie die Luster, dürfen unser Geld abgeben – Sie, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! –, aber beim Bund überlegt sich niemand: Wie können wir dieselbe Leistung mit weniger Mitteleinsatz generieren? (Zwischenruf des Abg. Koza. – Abg. Salzmann: Du kannst keine Beratung durch Digitalisierung ersetzen!) – Es hat doch 2008 auch Beratung gegeben, Frau Kollegin Salzmann. (Abg. Salzmann: Aber nicht ersetzt durch Digitalisierung!)
Abg. Einwallner: Das ist eine Frechheit ...! – Zwischenruf des Abg. Koza.
oder?!), ob die das noch in einen Stein meißeln und in den nächsten Raum hinüberrollen oder ob es da Computer gibt. (Abg. Einwallner: Was ist denn das für ein Zugang?!) Wenn ich mir die Mitarbeiterzahlen anschaue, dann muss ich aber sagen, da sind wir beim Steinerollen. Es muss doch für den Steuer- und Beitragszahler auch irgendwann Effizienzgewinne durch Digitalisierung geben. (Abg. Einwallner: Das ist eine Frechheit ...! – Zwischenruf des Abg. Koza.) Wir brennen immer nur wie die Luster, dürfen unser Geld abgeben – Sie, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! –, aber beim Bund überlegt sich niemand: Wie können wir dieselbe Leistung mit weniger Mitteleinsatz generieren? (Zwischenruf des Abg. Koza. – Abg. Salzmann: Du kannst keine Beratung durch Digitalisierung ersetzen!) – Es hat doch 2008 auch Beratung gegeben, Frau Kollegin Salzmann. (Abg. Salzmann: Aber nicht ersetzt durch Digitalisierung!)
Zwischenruf des Abg. Koza. – Abg. Salzmann: Du kannst keine Beratung durch Digitalisierung ersetzen!
oder?!), ob die das noch in einen Stein meißeln und in den nächsten Raum hinüberrollen oder ob es da Computer gibt. (Abg. Einwallner: Was ist denn das für ein Zugang?!) Wenn ich mir die Mitarbeiterzahlen anschaue, dann muss ich aber sagen, da sind wir beim Steinerollen. Es muss doch für den Steuer- und Beitragszahler auch irgendwann Effizienzgewinne durch Digitalisierung geben. (Abg. Einwallner: Das ist eine Frechheit ...! – Zwischenruf des Abg. Koza.) Wir brennen immer nur wie die Luster, dürfen unser Geld abgeben – Sie, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! –, aber beim Bund überlegt sich niemand: Wie können wir dieselbe Leistung mit weniger Mitteleinsatz generieren? (Zwischenruf des Abg. Koza. – Abg. Salzmann: Du kannst keine Beratung durch Digitalisierung ersetzen!) – Es hat doch 2008 auch Beratung gegeben, Frau Kollegin Salzmann. (Abg. Salzmann: Aber nicht ersetzt durch Digitalisierung!)
Abg. Salzmann: Aber nicht ersetzt durch Digitalisierung!
oder?!), ob die das noch in einen Stein meißeln und in den nächsten Raum hinüberrollen oder ob es da Computer gibt. (Abg. Einwallner: Was ist denn das für ein Zugang?!) Wenn ich mir die Mitarbeiterzahlen anschaue, dann muss ich aber sagen, da sind wir beim Steinerollen. Es muss doch für den Steuer- und Beitragszahler auch irgendwann Effizienzgewinne durch Digitalisierung geben. (Abg. Einwallner: Das ist eine Frechheit ...! – Zwischenruf des Abg. Koza.) Wir brennen immer nur wie die Luster, dürfen unser Geld abgeben – Sie, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! –, aber beim Bund überlegt sich niemand: Wie können wir dieselbe Leistung mit weniger Mitteleinsatz generieren? (Zwischenruf des Abg. Koza. – Abg. Salzmann: Du kannst keine Beratung durch Digitalisierung ersetzen!) – Es hat doch 2008 auch Beratung gegeben, Frau Kollegin Salzmann. (Abg. Salzmann: Aber nicht ersetzt durch Digitalisierung!)
Abg. Gödl: Die beste Benchmark sind niedrige Arbeitslosenzahlen! Das ist die beste Benchmark!
(Abg. Gödl: Die beste Benchmark sind niedrige Arbeitslosenzahlen! Das ist die beste Benchmark!) – Genau, wir haben niedrige Arbeitslosenzahlen, und daher brauchen wir auch nicht so viele Mitarbeiter im AMS, wie wenn wir eine Höchstarbeitslosigkeit hätten.
Beifall bei den NEOS.
Wir brauchen dringend eine Wirkungsorientierung im Arbeitsmarkt. Wir müssen schauen, dass wir mit dem Euro, den wir investieren, ein Maximum herausholen. Wir brauchen ein degressives Arbeitslosengeld, das schrittweise niedriger wird, als es heute ist, und wir brauchen eine Konzentration auf die Kernaufgaben des AMS, dass wir hier nicht Dinge finanzieren, für die das Geld der Steuerzahler zu schade ist, damit den Menschen mehr Netto im Börsel bleibt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Besonders wichtig ist – das wurde auch angesprochen –, dass die Langzeitarbeitslosigkeit stark zurückgegangen ist. Wir sind auf einem Stand der Langzeitarbeitslosigkeit wie ungefähr 2013, wie seit ungefähr zehn Jahren nicht mehr. Das halte ich für ganz besonders wichtig, weil die Langzeitarbeitslosigkeit neben den ökonomischen Kosten auch viele andere Kosten verursacht und ein Rückführen natürlich zu vielen anderen positiven Effekten führt. Ich gehe gleich auf den letzten Redner ein: Die Zahlen, die jetzt vom Abgeordneten Loacker genannt wurden, beinhalten keine Kosten-Nutzen-Analyse, die natürlich auf jeden Fall positiv ausgehen würde. Darauf würde ich alles verwetten, und wir können das auch gerne im Rahmen eines Auftrages machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sehr, sehr schwere Jahre hinter sich haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, dass der Arbeitsmarkt stabil in eine unsichere Zeit geht. Ich hoffe sehr, dass wir gut durch diese unsichere Zeit kommen. Wir haben alle Voraussetzungen dafür und werden, wie gesagt, falls das notwendig ist, so rasch wie auch in den letzten Jahren reagieren. Der Arbeitsmarkt ist glücklicherweise in einem guten Zustand und soll es auch bleiben. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es war unter anderem auch die Investitionsprämie, die uns zu diesen großartigen Zahlen geführt hat. Offenbar haben wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen die richtigen Entscheidungen hier im Parlament getroffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war vorher auch schon ...!
Eine absolute Erfolgsgeschichte ist die Aktion Sprungbrett von Arbeitsminister Kocher, der es damit geschafft hat, die Langzeitarbeitslosigkeit massiv zu senken. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war vorher auch schon ...!) Seit April 2021 haben wir um 70 000 Langzeitarbeitslose weniger, und davon wurden über 40 000 durch Sprungbrett gefördert. Das ist eine besondere Leistung und absolut wichtig für unser schönes Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine absolute Erfolgsgeschichte ist die Aktion Sprungbrett von Arbeitsminister Kocher, der es damit geschafft hat, die Langzeitarbeitslosigkeit massiv zu senken. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war vorher auch schon ...!) Seit April 2021 haben wir um 70 000 Langzeitarbeitslose weniger, und davon wurden über 40 000 durch Sprungbrett gefördert. Das ist eine besondere Leistung und absolut wichtig für unser schönes Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Abgeordneter Muchitsch, Sie haben sich massiv geirrt. (Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!) Sie sprachen damals noch von der Aktion 20 000 (Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!) – ja, leider ist er nicht da, aber Sie können es ihm ausrichten –, dann von der Aktion 40 000 (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und Aktion Sprungbrett war genau das Richtige. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!) Muchitsch sprach damals von „Rohrkrepierer“ und aufgelegtem „Schmäh“ und sagte, Kochers Sprungbrett sei schon vor dem Beginn morsch. – Also so kann man sich irren. Jetzt haben Sie die Bestätigung: Diese Maßnahme war die korrekte und die richtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Abgeordneter Muchitsch, Sie haben sich massiv geirrt. (Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!) Sie sprachen damals noch von der Aktion 20 000 (Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!) – ja, leider ist er nicht da, aber Sie können es ihm ausrichten –, dann von der Aktion 40 000 (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und Aktion Sprungbrett war genau das Richtige. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!) Muchitsch sprach damals von „Rohrkrepierer“ und aufgelegtem „Schmäh“ und sagte, Kochers Sprungbrett sei schon vor dem Beginn morsch. – Also so kann man sich irren. Jetzt haben Sie die Bestätigung: Diese Maßnahme war die korrekte und die richtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Abgeordneter Muchitsch, Sie haben sich massiv geirrt. (Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!) Sie sprachen damals noch von der Aktion 20 000 (Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!) – ja, leider ist er nicht da, aber Sie können es ihm ausrichten –, dann von der Aktion 40 000 (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und Aktion Sprungbrett war genau das Richtige. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!) Muchitsch sprach damals von „Rohrkrepierer“ und aufgelegtem „Schmäh“ und sagte, Kochers Sprungbrett sei schon vor dem Beginn morsch. – Also so kann man sich irren. Jetzt haben Sie die Bestätigung: Diese Maßnahme war die korrekte und die richtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Abgeordneter Muchitsch, Sie haben sich massiv geirrt. (Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!) Sie sprachen damals noch von der Aktion 20 000 (Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!) – ja, leider ist er nicht da, aber Sie können es ihm ausrichten –, dann von der Aktion 40 000 (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und Aktion Sprungbrett war genau das Richtige. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!) Muchitsch sprach damals von „Rohrkrepierer“ und aufgelegtem „Schmäh“ und sagte, Kochers Sprungbrett sei schon vor dem Beginn morsch. – Also so kann man sich irren. Jetzt haben Sie die Bestätigung: Diese Maßnahme war die korrekte und die richtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und insbesondere Abgeordneter Muchitsch, Sie haben sich massiv geirrt. (Abg. Loacker: Der ist ...! Der kann leider nicht antworten!) Sie sprachen damals noch von der Aktion 20 000 (Abg. Belakowitsch: Der ist gar nicht da!) – ja, leider ist er nicht da, aber Sie können es ihm ausrichten –, dann von der Aktion 40 000 (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und Aktion Sprungbrett war genau das Richtige. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja nicht wahr! Das hat es ja vorher auch schon gegeben!) Muchitsch sprach damals von „Rohrkrepierer“ und aufgelegtem „Schmäh“ und sagte, Kochers Sprungbrett sei schon vor dem Beginn morsch. – Also so kann man sich irren. Jetzt haben Sie die Bestätigung: Diese Maßnahme war die korrekte und die richtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Budget sind zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels wieder 120 Millionen Euro zusätzlich abgebildet, und das ist gut so. Insgesamt ist es ein großartiges Budget unseres Finanzministers, das unsere Zustimmung absolut verdient hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Nicht abgebildet im Budget ist die Valorisierung des Arbeitslosengeldes – sehr wohl aber sind es die anderen Sozialleistungen und Versicherungsleistungen, das ist gut und wichtig (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, und es gibt auch keine Anhebung des Familienzuschlags. Mit 97 Cent pro Tag und Kind kann man eigentlich auch nicht gut auskommen, sehr geehrte Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ.
Wie gesagt: 97 Cent pro Tag und Kind: Damit kann niemand auskommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
unter dem EU-Durchschnittswert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Umso erfreulicher ist es, dass das Erfolgsmodell der Lehre auch weiterhin große Beliebtheit genießt: Rund 40 Prozent aller 15-jährigen Jugendlichen entscheiden sich dafür, eine Lehre zu beginnen. Das sind im Jahr rund 108 000 junge Menschen. Um unseren Lehrlingen, also den 108 000 jungen Menschen, die eine Lehre beginnen, weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglichen zu können, muss die Lehre gut ausfinanziert werden und auch dementsprechend weiterentwickelt werden. In den Jahren 2021 und 2022 standen 250 Millionen Euro an Lehrlingsförderung zur Verfügung. Davon wurden im letzten Jahr 213 Millionen Euro und in diesem Jahr 245 Millionen Euro ausgeschöpft. Damit das auch in den nächsten Jahren gut ausfinanziert ist, erhöhen wir diesen Beitrag: Im nächsten Jahr wird ein Beitrag von 270 Millionen Euro zur Verfügung stehen und im Jahr 2024 wird dieser auf 280 Millionen Euro erhöht – also im ersten Schritt eine Erhöhung um 20 Millionen Euro und anschließend eine um 30 Millionen Euro. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Dank der Erhöhung finanzieren wir eben unser Lehrlingsmodell weiter aus und können es weiterentwickeln und evaluieren, ob es noch weitere Programme gibt und die bestehenden Programme auch bestehen können. So leisten wir einen aktiven Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts und geben jungen Menschen eine wichtige Perspektive, um sich entfalten zu können und einen guten Start in die Berufskarriere hinlegen zu können. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
in Richtung Abg. Tanja Graf
Beides sind sinnvolle Maßnahmen, um vor allem in Österreich mittel- bis langfristig wirklich etwas zu bewegen, und ihr stimmt hier immer dagegen. Frau Kollegin (in Richtung Abg. Tanja Graf), Sie kommen nach mir. Ich bin gespannt, wie Sie da argumentieren.
Beifall bei der FPÖ.
Auf der anderen Seite sage ich auch ganz deutlich: Österreich braucht keine unkontrollierte Zuwanderung von Nichtfachkräften, die – das geht Richtung Sozialdemokraten – das Sozialsystem in Österreich, das auch Sozialdemokraten aufgebaut haben, nachhaltig zerstört, sodass wir dann Menschen in Österreich nicht mehr werden helfen können. Das wollen wir verhindern. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Mein Kollege Koza hat schon sehr ausführlich ausgeführt, warum das Budget jetzt so ist, wie es ist, ich darf hier aber trotzdem noch einmal die einen oder anderen Punkte erwähnen, weil die Opposition meiner Meinung nach die Fakten komplett ignoriert oder nicht hören möchte, nicht sehen möchte. Ich möchte schon festhalten, dass wir erstens einmal die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 14 Jahren haben – das hat Kollege Loacker sehr ausführlich erzählt. Wir haben zum Glück nur noch 6 000 Menschen in Kurzarbeit. Wir werden pro Kopf mehr als 3 800 Euro investieren. Und, Herr Kollege Wurm, ja, wir investieren in Menschen, die wir in Beschäftigung bringen wollen, und wir differenzieren zum Glück nicht so wie Sie übers Herkunftsland. Ich finde das unappetitlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unser oberstes Gebot sollte nämlich sein, Menschen in Beschäftigung zu bringen. Das sollte unser oberstes Gebot sein! (Abg. Belakowitsch: ... nicht ..., Frau Kollegin!)
Abg. Belakowitsch: ... nicht ..., Frau Kollegin!
Mein Kollege Koza hat schon sehr ausführlich ausgeführt, warum das Budget jetzt so ist, wie es ist, ich darf hier aber trotzdem noch einmal die einen oder anderen Punkte erwähnen, weil die Opposition meiner Meinung nach die Fakten komplett ignoriert oder nicht hören möchte, nicht sehen möchte. Ich möchte schon festhalten, dass wir erstens einmal die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 14 Jahren haben – das hat Kollege Loacker sehr ausführlich erzählt. Wir haben zum Glück nur noch 6 000 Menschen in Kurzarbeit. Wir werden pro Kopf mehr als 3 800 Euro investieren. Und, Herr Kollege Wurm, ja, wir investieren in Menschen, die wir in Beschäftigung bringen wollen, und wir differenzieren zum Glück nicht so wie Sie übers Herkunftsland. Ich finde das unappetitlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unser oberstes Gebot sollte nämlich sein, Menschen in Beschäftigung zu bringen. Das sollte unser oberstes Gebot sein! (Abg. Belakowitsch: ... nicht ..., Frau Kollegin!)
Abg. Wurm: Warnzeichen, Frau Kollegin! Warnzeichen!
Wenn ich jetzt kurz nach Salzburg blicken darf: Ich habe unlängst mit unserer AMS-Geschäftsführerin Jacqueline Beyer ein Gespräch gehabt. Es ist bemerkenswert, dass wir in Salzburg erstmals mehr offene Stellen als Arbeitssuchende haben. Es gibt insgesamt mehr als 10 000 offene Stellen. (Abg. Wurm: Warnzeichen, Frau Kollegin! Warnzeichen!) Jede Branche sucht händeringend Personal. (Abg. Wurm: Bei 300 000 Arbeitslosen!) Wenn ich jetzt unseren so wichtigen Tourismus hervorheben darf (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Kurz vor der Wintersaison fehlen in Salzburg 1 700 Menschen, die arbeiten gehen sollen. (Abg. Wurm: Das habe ich ja gerade erklärt, warum das so ist! Das habe ich Ihnen
Abg. Wurm: Bei 300 000 Arbeitslosen!
Wenn ich jetzt kurz nach Salzburg blicken darf: Ich habe unlängst mit unserer AMS-Geschäftsführerin Jacqueline Beyer ein Gespräch gehabt. Es ist bemerkenswert, dass wir in Salzburg erstmals mehr offene Stellen als Arbeitssuchende haben. Es gibt insgesamt mehr als 10 000 offene Stellen. (Abg. Wurm: Warnzeichen, Frau Kollegin! Warnzeichen!) Jede Branche sucht händeringend Personal. (Abg. Wurm: Bei 300 000 Arbeitslosen!) Wenn ich jetzt unseren so wichtigen Tourismus hervorheben darf (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Kurz vor der Wintersaison fehlen in Salzburg 1 700 Menschen, die arbeiten gehen sollen. (Abg. Wurm: Das habe ich ja gerade erklärt, warum das so ist! Das habe ich Ihnen
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Wenn ich jetzt kurz nach Salzburg blicken darf: Ich habe unlängst mit unserer AMS-Geschäftsführerin Jacqueline Beyer ein Gespräch gehabt. Es ist bemerkenswert, dass wir in Salzburg erstmals mehr offene Stellen als Arbeitssuchende haben. Es gibt insgesamt mehr als 10 000 offene Stellen. (Abg. Wurm: Warnzeichen, Frau Kollegin! Warnzeichen!) Jede Branche sucht händeringend Personal. (Abg. Wurm: Bei 300 000 Arbeitslosen!) Wenn ich jetzt unseren so wichtigen Tourismus hervorheben darf (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP): Kurz vor der Wintersaison fehlen in Salzburg 1 700 Menschen, die arbeiten gehen sollen. (Abg. Wurm: Das habe ich ja gerade erklärt, warum das so ist! Das habe ich Ihnen
Abg. Belakowitsch: Ja, eh! – Abg. Wurm: Eben! Ja, eben!
Es sollte uns allen am Herzen liegen (Abg. Belakowitsch: Ja, eh! – Abg. Wurm: Eben! Ja, eben!), dass wir diese Mittel in Höhe von 3 800 Euro pro Kopf in die Hand nehmen, um Menschen in Beschäftigung zu bringen, um eben den Wirtschaftsstandort Österreich und den heimischen Tourismus zu stärken. Ich kann Ihnen schon eines sagen, meine Damen und Herren: Es kann nicht sein, dass wir unsere Gäste in unserem schönen Land Österreich hungrig nach Hause schicken, weil der Koch in der Küche fehlt.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Gerichtet an die liebe Opposition, die SPÖ: Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes wird dieses Problem leider auch nicht lösen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der SPÖ.
und in den Tagesstrukturen untergebracht, obwohl sie eigentlich mit ganz wenig Unterstützung auch im Ersten Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Ich persönlich empfinde das als falsch. Man sollte diesen Menschen die Chance geben, sich an der Gesellschaft zu beteiligen und ihren Beitrag zu leisten. Alle Menschen haben es verdient, selbstbestimmt und eigenständig leben zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Doch dazu brauchen wir Maßnahmen, die es Jugendlichen vor allem ermöglichen, eine gute Ausbildung zu machen, die ihre Chancen am Arbeitsmarkt erhöht. Auch das System zur Einstufung der Arbeitsunfähigkeit muss dringend überarbeitet werden, weil es einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Darüber hinaus müssen aber auch Anreize für Unternehmen geschaffen werden, mehr Menschen mit Behinderungen einzustellen. Noch immer kaufen sich viele Unternehmen mit der Ausgleichstaxe von dieser Pflicht frei. Positive Anreize könnten die notwendigen Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen bringen. Leider finden wir aber auch da im Budgetentwurf keine Ansätze. In diesem Zusammenhang, Herr Bundesminister, fordere ich Sie auf, Inklusion endlich zu leben und Menschen mit Behinderungen voll ins Berufsleben einzugliedern! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!
Fazit zu diesem Thema: Auch in diesem Jahr wurde wieder einmal einfach auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen vergessen. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!) Ich appelliere an die Bundesregierung und vor allem an Sie, Herr Bundesminister, Menschen mit Behinderungen ab sofort bei jeder Maßnahme auch mitzudenken und in diesem Sinne aktiv zu werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fazit zu diesem Thema: Auch in diesem Jahr wurde wieder einmal einfach auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen vergessen. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!) Ich appelliere an die Bundesregierung und vor allem an Sie, Herr Bundesminister, Menschen mit Behinderungen ab sofort bei jeder Maßnahme auch mitzudenken und in diesem Sinne aktiv zu werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Rössler.
Herr Bundesminister Kocher, Sie sind nicht nur ein ausgewiesener Experte, was den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort anlangt, nein, Sie haben es auch geschafft, in den letzten zwei Jahren eine derart erfolgreiche Politik zu machen, was den Arbeitsmarkt und was die Stabilität und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes in Österreich anlangt. Dafür möchte ich Ihnen einmal herzlich gratulieren und mich bei Ihnen auch dafür bedanken. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Rössler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Viele Staaten, meine Damen und Herren, haben Steuerreformen angekündigt und haben sie aufgrund der Situation nicht umgesetzt, aber wir in Österreich setzen sie um. Sie, Herr Bundesminister, gehen ganz wichtige, erfolgreiche Wege. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP.
Um bei Marie Curie zu bleiben: Ich glaube, es ist angebracht, zu sehen, was schon alles geleistet wurde: die Kurzarbeit, die viele Betriebe und Arbeitnehmer:innen durch eine herausfordernde Zeit gebracht hat; Homeofficeregelungen; Lehrstellenförderungen; eine Coronajoboffensive des AMS; das Programm Sprungbrett, für das es nächstes Jahr um 300 Millionen Euro mehr Budget gibt – damit werden wir heuer und 2023 50 000 langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren – und vieles mehr. (Beifall bei der ÖVP.) Danke an alle Mitarbeiter beim AMS für die gute Unterstützung in diesen schwierigen Monaten!
Beifall bei der ÖVP.
Geld und es schwächt das Ortsleben, wenn man nur zum Schlafen zu Hause ist. Als Beispiel kann ich meine Heimatgemeinde Korneuburg anführen, in der wir es direkt vor den Toren der Großstadt Wien geschafft haben, mehr Einpendler als Auspendler zu haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Die Arbeitnehmer, die Wirtschaftstreibenden, die Politik sowie die Sozialpartner haben die Herausforderungen gemeinsam gemeistert. Daran sieht man ganz klar: Arbeit und Wirtschaft kann man nur gemeinsam denken. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Heiterkeit des Bundesministers Kocher. – Abg. Leichtfried: Da ist nichts zum Lachen! Entschuldigung, was ist da zum Lachen?
Herr Bundesminister, ich erwarte von Ihnen heute eine Garantie, dass mit dem Inkrafttreten in Deutschland unsere Betriebe und damit Zigtausende Beschäftigte nicht in einer Situation des Wettbewerbsnachteils sind. (Heiterkeit des Bundesministers Kocher. – Abg. Leichtfried: Da ist nichts zum Lachen! Entschuldigung, was ist da zum Lachen?) Sie haben uns das in den Ausschüssen zugesichert: Wenn das kommt, passiert das. (Abg. Leichtfried: Ich würde einmal die Voest fragen, ob das zum Lachen ist!) – Das ist nicht lustig – nein, wirklich –, und ich habe Sie ja im Ausschuss gefragt.
Abg. Leichtfried: Ich würde einmal die Voest fragen, ob das zum Lachen ist!
Herr Bundesminister, ich erwarte von Ihnen heute eine Garantie, dass mit dem Inkrafttreten in Deutschland unsere Betriebe und damit Zigtausende Beschäftigte nicht in einer Situation des Wettbewerbsnachteils sind. (Heiterkeit des Bundesministers Kocher. – Abg. Leichtfried: Da ist nichts zum Lachen! Entschuldigung, was ist da zum Lachen?) Sie haben uns das in den Ausschüssen zugesichert: Wenn das kommt, passiert das. (Abg. Leichtfried: Ich würde einmal die Voest fragen, ob das zum Lachen ist!) – Das ist nicht lustig – nein, wirklich –, und ich habe Sie ja im Ausschuss gefragt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Was ist denn das für eine degoutante Rede? Du unterstellst ja ein ...! Wie kann man so agieren? Menschenverachtend! Das ist ja unglaublich! Jetzt wird es einmal Zeit, wieder die ... einzuschalten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, Sie wissen selber, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen Ihnen nach dem Bundesbezügegesetz einen All-in-Bezug. Das heißt, auch Ihre wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz haben Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mitgekauft, als Sie bestellt worden sind. Daher erwarte ich auch, dass Sie diese Kompetenzen auch einschalten und dass Sie uns auch Vorschläge für Maßnahmen liefern, die das verhindern. Das erwarte ich von Ihnen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Was ist denn das für eine degoutante Rede? Du unterstellst ja ein ...! Wie kann man so agieren? Menschenverachtend! Das ist ja unglaublich! Jetzt wird es einmal Zeit, wieder die ... einzuschalten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gödl: Er wird es noch lange sein!
Ich bin so froh, dass wir ihn und nicht mehr die Kollegin Schramböck haben – das können viele andere nachsagen. Seien wir froh! Wir sind auch froh, dass Magnus Brunner und nicht mehr Gernot Blümel im Finanzministerium sitzt – auch darüber sind wir froh. (Abg. Gödl: Er wird es noch lange sein!) – Lange wird gar nichts sein bei der Performance, die Sie liefern. Eines ist aber klar: Wir erwarten, dass geliefert wird – und dass die Energie um Preise geliefert wird, die es möglich machen, im Wettbewerb zu bestehen. Dafür reicht das Budget nicht, insofern müssen wir es auch ablehnen, denn einer Gefährdung der österreichischen Wirtschaft und der österreichischen Industrie und damit der Arbeitsplätze kann ein Parlament nicht zustimmen.
Abg. Gödl: Ja!
Jetzt erinnere ich an die letzte Krise, Corona (Abg. Gödl: Ja!): Wie war denn das mit der Cofag? – Ich habe selber die Seite Blackbox Cofag einrichten müssen,
Zwischenruf bei der ÖVP.
weil Hunderte und später Tausende sich beschwert haben, dass die Kleinen nichts bekommen haben. Jetzt lesen wir, wohin die Gelder gegangen sind. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein, nicht!
Abg. Obernosterer: Ja, weil ihr ihn anschüttet!
Vielleicht nur zur Klarstellung, weil das Stichwort kam: Ich finde, Franz Hörl ist ein hervorragender Hotelier. Er hat einen tollen Betrieb – ich kenne den tollen Betrieb dort –, aber der muss sich jetzt verteidigen (Abg. Obernosterer: Ja, weil ihr ihn anschüttet!), weil die Coronazahlungen dazu geführt haben, dass Steuerzahlerinnen und Steuerzahler möglicherweise oder vielleicht auch wirklich so viel gefördert haben, dass er mehr Gewinn hat als vor Corona. (Abg. Hörl: So ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Hörl: So ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Vielleicht nur zur Klarstellung, weil das Stichwort kam: Ich finde, Franz Hörl ist ein hervorragender Hotelier. Er hat einen tollen Betrieb – ich kenne den tollen Betrieb dort –, aber der muss sich jetzt verteidigen (Abg. Obernosterer: Ja, weil ihr ihn anschüttet!), weil die Coronazahlungen dazu geführt haben, dass Steuerzahlerinnen und Steuerzahler möglicherweise oder vielleicht auch wirklich so viel gefördert haben, dass er mehr Gewinn hat als vor Corona. (Abg. Hörl: So ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Steinacker: Die Unternehmer sind auch Steuerzahler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir haben Sie hier gewarnt. (Abg. Steinacker: Die Unternehmer sind auch Steuerzahler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich habe hier beim ersten Gesetz zu Corona, Frau Kollegin, gesagt: Bleiben wir beim verpflichtenden Verdienstentgang! Da hätte es nie eine Überförderung gegeben, denn da hätte man nur jenen Betrag gekriegt, den man ohne die Maßnahmen bekommen hätte. Das haben Sie abgelehnt.
Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich: Er weiß echt alles!
Ich habe einen Antrag auf eine Sonderabgabe zur Abschöpfung von Übergewinnen, die aus Förderungen kommen, gestellt – diesen haben Sie, ÖVP, und Sie, Grüne, abgelehnt! (Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich: Er weiß echt alles!) Dann hätte Franz Hörl kein Problem, denn dann hätte er gesagt: Ich zahle ja meine Sonderabgabe, ich werde nie mehr haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe einen Antrag auf eine Sonderabgabe zur Abschöpfung von Übergewinnen, die aus Förderungen kommen, gestellt – diesen haben Sie, ÖVP, und Sie, Grüne, abgelehnt! (Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich: Er weiß echt alles!) Dann hätte Franz Hörl kein Problem, denn dann hätte er gesagt: Ich zahle ja meine Sonderabgabe, ich werde nie mehr haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lernen Sie von unseren Anträgen! Hören Sie auf, von oben herunterzuschauen! Nehmen Sie solche Anträge an, das würde dem Land guttun! Das sei auch Ihnen ins Stammbuch geschrieben, Frau Kollegin! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Überheblich ist die Regierung!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Ja, Herr Kollege Matznetter, es ist immer das Gleiche mit Ihnen: Diese Überheblichkeit, die Sie hier an den Tag legen (Abg. Matznetter: Überheblich ist die Regierung!) – ich habe es das letzte Mal schon gesagt –, und diese permanente Auseinanderdividiererei von Unternehmerinnen und Unternehmern (Abg. Leichtfried: Was ist da ein Auseinanderdividieren?) ist eines Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer nicht würdig! Ich habe das das letzte Mal schon ausgeführt. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich setze mich ein für die Wirtschaft und dann höre ich so etwas!)
Abg. Leichtfried: Was ist da ein Auseinanderdividieren?
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Ja, Herr Kollege Matznetter, es ist immer das Gleiche mit Ihnen: Diese Überheblichkeit, die Sie hier an den Tag legen (Abg. Matznetter: Überheblich ist die Regierung!) – ich habe es das letzte Mal schon gesagt –, und diese permanente Auseinanderdividiererei von Unternehmerinnen und Unternehmern (Abg. Leichtfried: Was ist da ein Auseinanderdividieren?) ist eines Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer nicht würdig! Ich habe das das letzte Mal schon ausgeführt. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich setze mich ein für die Wirtschaft und dann höre ich so etwas!)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich setze mich ein für die Wirtschaft und dann höre ich so etwas!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Ja, Herr Kollege Matznetter, es ist immer das Gleiche mit Ihnen: Diese Überheblichkeit, die Sie hier an den Tag legen (Abg. Matznetter: Überheblich ist die Regierung!) – ich habe es das letzte Mal schon gesagt –, und diese permanente Auseinanderdividiererei von Unternehmerinnen und Unternehmern (Abg. Leichtfried: Was ist da ein Auseinanderdividieren?) ist eines Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer nicht würdig! Ich habe das das letzte Mal schon ausgeführt. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich setze mich ein für die Wirtschaft und dann höre ich so etwas!)
Abg. Leichtfried: Was ist da Auseinanderdividieren? Das erklären Sie jetzt bitte einmal!
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, es gibt viele Politiker, die Unternehmer sind und die in der Krise auch Förderungen in Anspruch genommen haben (Abg. Leichtfried: Was ist da Auseinanderdividieren? Das erklären Sie jetzt bitte einmal!), genauso wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger und Unternehmer in diesem Land. (Abg. Leichtfried: Etwas behaupten und nichts dahinter!) Und es kann keine Diskriminierung von Politikern geben, wenn sie unternehmerisch tätig sind und Förderungen in Anspruch nehmen. Das möchte ich hier einmal ganz klar festhalten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Das habe ich ja nicht gesagt!) – Punkt eins. (Abg. Matznetter: Wir reden von Überförderung, Herr Kollege!)
Abg. Leichtfried: Etwas behaupten und nichts dahinter!
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, es gibt viele Politiker, die Unternehmer sind und die in der Krise auch Förderungen in Anspruch genommen haben (Abg. Leichtfried: Was ist da Auseinanderdividieren? Das erklären Sie jetzt bitte einmal!), genauso wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger und Unternehmer in diesem Land. (Abg. Leichtfried: Etwas behaupten und nichts dahinter!) Und es kann keine Diskriminierung von Politikern geben, wenn sie unternehmerisch tätig sind und Förderungen in Anspruch nehmen. Das möchte ich hier einmal ganz klar festhalten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Das habe ich ja nicht gesagt!) – Punkt eins. (Abg. Matznetter: Wir reden von Überförderung, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Das habe ich ja nicht gesagt!
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, es gibt viele Politiker, die Unternehmer sind und die in der Krise auch Förderungen in Anspruch genommen haben (Abg. Leichtfried: Was ist da Auseinanderdividieren? Das erklären Sie jetzt bitte einmal!), genauso wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger und Unternehmer in diesem Land. (Abg. Leichtfried: Etwas behaupten und nichts dahinter!) Und es kann keine Diskriminierung von Politikern geben, wenn sie unternehmerisch tätig sind und Förderungen in Anspruch nehmen. Das möchte ich hier einmal ganz klar festhalten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Das habe ich ja nicht gesagt!) – Punkt eins. (Abg. Matznetter: Wir reden von Überförderung, Herr Kollege!)
Abg. Matznetter: Wir reden von Überförderung, Herr Kollege!
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, es gibt viele Politiker, die Unternehmer sind und die in der Krise auch Förderungen in Anspruch genommen haben (Abg. Leichtfried: Was ist da Auseinanderdividieren? Das erklären Sie jetzt bitte einmal!), genauso wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger und Unternehmer in diesem Land. (Abg. Leichtfried: Etwas behaupten und nichts dahinter!) Und es kann keine Diskriminierung von Politikern geben, wenn sie unternehmerisch tätig sind und Förderungen in Anspruch nehmen. Das möchte ich hier einmal ganz klar festhalten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Das habe ich ja nicht gesagt!) – Punkt eins. (Abg. Matznetter: Wir reden von Überförderung, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP.
Punkt zwei: Ihre Beurteilung von Ministerpersönlichkeiten richtet sich auch selbst, Herr Matznetter. Die Bewertung, ob jemand etwas eingeschaltet oder ausgeschaltet hat, steht Ihnen nicht zu. Ich finde das wirklich erbärmlich, muss ich sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ja, ja, genau!
Zum Dritten – weil immer diese Beispiele aus Deutschland kommen –: In Deutschland ist noch nichts umgesetzt. Wir haben schon einen Energiekostenzuschuss genehmigt (Abg. Leichtfried: Ja, ja, genau!) und der ist bereits abrufbar. Ich glaube, das unterscheidet uns. (Abg. Matznetter: Und das in der Krise!
Abg. Leichtfried: Das Redevorlesen bringt jetzt nicht mehr viel nach dem Auftritt!
Jetzt komme ich zum Budget, denn eigentlich sprechen wir ja über das Budget. Das Budget für die Wirtschaft ist diesmal mit einigen Schwerpunkten ausgestattet, die natürlich ganz wichtig sind. Es werden für die digitale und ökologische Transformation der Schlüsselindustrie bis 2026 zusätzliche 220 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. (Abg. Leichtfried: Das Redevorlesen bringt jetzt nicht mehr viel nach dem Auftritt!) 2023 haben wir für die angewandte Forschung speziell im Wirtschaftsressort 281 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist eine Steigerung um 65 Prozent. Also Sie sehen, wir setzen da für die Zukunft wesentliche Schwerpunkte, und das ist auch ganz, ganz wichtig.
Abg. Leichtfried: Ja, bei den Energiepreisen sicher!
Was mich als Salzburger natürlich freut, ist, dass wir die Ski-WM in Saalbach, die im Jahre 2025 stattfinden wird, mit 8 Millionen Euro unterstützen – wieder ein sportliches Großereignis in Österreich, das auch wieder viele wirtschaftliche Impulse im Bundesland auslösen wird. (Abg. Leichtfried: Ja, bei den Energiepreisen sicher!)
Abg. Matznetter: Tanken! Billiger tanken, sollten Sie ... sagen!
Wir tun natürlich alles für die Unternehmer und Unternehmerinnen, denen man einmal dafür Danke sagen muss, was sie in den letzten Jahren geleistet haben, nämlich einerseits die Menschen in Beschäftigung zu halten (Abg. Matznetter: Tanken! Billiger tanken, sollten Sie ... sagen!), andererseits die Unternehmen am Laufen zu halten und trotzdem erfolgreich zu sein. (Abg. Leichtfried: Die hätten mehr davon, wenn die Energie billiger wäre! Das Danken erinnert mich ein bisschen an die Covid-Zeit!) Dass wir jetzt in Österreich noch ein Wirtschaftswachstum von 4,8 Prozent haben – was uns auch von den anderen Ländern in Europa unterscheidet –, ist das Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer und dafür ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Die hätten mehr davon, wenn die Energie billiger wäre! Das Danken erinnert mich ein bisschen an die Covid-Zeit!
Wir tun natürlich alles für die Unternehmer und Unternehmerinnen, denen man einmal dafür Danke sagen muss, was sie in den letzten Jahren geleistet haben, nämlich einerseits die Menschen in Beschäftigung zu halten (Abg. Matznetter: Tanken! Billiger tanken, sollten Sie ... sagen!), andererseits die Unternehmen am Laufen zu halten und trotzdem erfolgreich zu sein. (Abg. Leichtfried: Die hätten mehr davon, wenn die Energie billiger wäre! Das Danken erinnert mich ein bisschen an die Covid-Zeit!) Dass wir jetzt in Österreich noch ein Wirtschaftswachstum von 4,8 Prozent haben – was uns auch von den anderen Ländern in Europa unterscheidet –, ist das Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer und dafür ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir tun natürlich alles für die Unternehmer und Unternehmerinnen, denen man einmal dafür Danke sagen muss, was sie in den letzten Jahren geleistet haben, nämlich einerseits die Menschen in Beschäftigung zu halten (Abg. Matznetter: Tanken! Billiger tanken, sollten Sie ... sagen!), andererseits die Unternehmen am Laufen zu halten und trotzdem erfolgreich zu sein. (Abg. Leichtfried: Die hätten mehr davon, wenn die Energie billiger wäre! Das Danken erinnert mich ein bisschen an die Covid-Zeit!) Dass wir jetzt in Österreich noch ein Wirtschaftswachstum von 4,8 Prozent haben – was uns auch von den anderen Ländern in Europa unterscheidet –, ist das Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer und dafür ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Arbeitsplätze in diesem Lande sichern können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Das war jetzt mehr eine Leseübung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Erwin Angerer. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt mehr eine Leseübung!)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mir noch ein großes Anliegen ist, was aus meiner Sicht auch zu den Rahmenbedingungen gehört, ist die Bundeswettbewerbsbehörde, die ein erhöhtes Regelbudget, also mehr Budget bekommt, um den fairen Wettbewerb im Land zu sichern. Das sieht man auch an den Verfahren, die sie anstrebt, ich nenne nur als Beispiele den Pellets- oder Lebensmittelhandel, zudem wurde ein Fairnesskatalog erarbeitet und Ähnliches mehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Forschung ist ein ganz großer Schwerpunktbereich. Ich möchte hier nur eine Zahl nennen: 65 Prozent Steigerung bei den Forschungsausgaben in der UG 33, über die wir hier sprechen, unter anderem deshalb, weil wir uns vermehrt in Ipceis, also in diesen gemeinschaftlichen europäischen Projekten, engagieren. Important Projects of Common European Interest heißt Kooperation europaweit, um die gesamte Wertschöpfungskette in Europa darzustellen; zum Beispiel im Bereich Wasserstoff, wo es um die Dekarbonisierung der Industrie geht, aber zum Beispiel auch im Bereich Mikroelektronik, wo wir wissen, wie abhängig wir beispielsweise von Taiwan, von China, von Asien generell sind. Es ist wichtig, dass wir für eine Unabhängigkeit Europas sorgen, und das passiert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weitere wichtige Bereiche sind grüne Technologie, also grüne Transformation, aber auch digitale Zukunftstechnologien. Diesbezüglich erfolgt massive anwendungsorientierte Forschung, auch wieder für die Transformation der Schlüsselindustrien – also auch dafür ganz viel Geld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aus meiner Sicht sind wir damit gut aufgestellt. Unser Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu erhalten, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und Betriebe zu sichern. Das gelingt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Die haben auch viel Arbeit!
Es steht im Gesetz: Das Präsidium der Kammer besteht aus einem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Die Steirer haben drei Vizepräsidenten, eigentlich müsste die Aufsicht, der Herr Wirtschaftsminister, das sofort abdrehen. (Ruf bei der ÖVP: Die haben auch viel Arbeit!) Da wird Geld auf Kosten der Zwangsmitglieder verblasen. Dieses Präsidium, diese vier Leute – Nasen darf man hier herinnen nicht sagen, dann zicken wieder alle herum – haben selbst beschlossen, ihre Bezüge zu erhöhen. Das gibt es auf der ganzen Welt nicht, dass man sich selbst mehr Geld zuführt. (Abg. Hörl: Bei Unternehmen schon! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das bestimmt immer ein anderes Gremium, der Aufsichtsrat für den Vorstand oder das erweiterte Präsidium für das Präsidium, nur in der Wirtschaftskammer Steiermark nicht.
Abg. Hörl: Bei Unternehmen schon! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Es steht im Gesetz: Das Präsidium der Kammer besteht aus einem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Die Steirer haben drei Vizepräsidenten, eigentlich müsste die Aufsicht, der Herr Wirtschaftsminister, das sofort abdrehen. (Ruf bei der ÖVP: Die haben auch viel Arbeit!) Da wird Geld auf Kosten der Zwangsmitglieder verblasen. Dieses Präsidium, diese vier Leute – Nasen darf man hier herinnen nicht sagen, dann zicken wieder alle herum – haben selbst beschlossen, ihre Bezüge zu erhöhen. Das gibt es auf der ganzen Welt nicht, dass man sich selbst mehr Geld zuführt. (Abg. Hörl: Bei Unternehmen schon! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das bestimmt immer ein anderes Gremium, der Aufsichtsrat für den Vorstand oder das erweiterte Präsidium für das Präsidium, nur in der Wirtschaftskammer Steiermark nicht.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Krisper: Stichwort Sobotka!) Aber was will man von einem ÖVP-Juristen erwarten? (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Seidl und Werner
Zu Wirtschaft: Ein Unternehmer will keine Hilfszahlungen von der Republik haben, deswegen ist er nicht Unternehmer. Ein Unternehmer will arbeiten können, er will, dass man ihn arbeiten lässt. Er hätte vielleicht mehr Freude, wenn es weniger Notariatspflichten gäbe, wenn die neue Gesellschaftsform der Flexco endlich auf die Welt käme. Er hätte mehr davon, wenn die Betriebsanlagengenehmigungen schneller gingen oder wenn die Gewerbeordnung reformiert würde. Unter einer Reform verstehen wir nicht, dass es eine Plastikkarte anstatt eines Papierausweises gibt (Heiterkeit der Abgeordneten Seidl und Werner) – das ist keine Reform! Oder: Wenn die Kosmetiker nach der Reform der Gewerbeordnung auch Haarentfernung mit Laser machen dürfen, ist das keine Reform der Gewerbeordnung.
Beifall bei den NEOS.
Eine kleine Reform der Gewerbeordnung wäre es zum Beispiel, wenn man die Damenschneiderei und die Herrenschneiderei zusammenlegt, wenn jemand, der eine Bluse fertigen kann, auch ein Hemd fertigen darf und dafür nicht einen separaten Gewerbeschein braucht. Das wäre ein Hauch einer Reform, aber nicht einmal das kommt zustande. Das ist ein Regime des Bewahrens, das versucht, Geld hinauszuwerfen, um damit die Untertanen zu besänftigen. Das ist wirtschaftspolitisch eigentlich enttäuschend. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Taschner. – Abg. Leichtfried: Und warum ist es dann nicht im Budget?
Zeit kommen und vor allem nicht an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Wir wissen, wie wir das tun, und werden natürlich darauf reagieren, wie andere Staaten das machen. Wir waren aber um einiges früher dran als viele andere Staaten, und das, glaube ich, muss man auch einmal konstatieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Taschner. – Abg. Leichtfried: Und warum ist es dann nicht im Budget?)
Abg. Leichtfried: Ja, bitte!
Das deutsche Budget übrigens, wenn ich darauf eingehen darf (Abg. Leichtfried: Ja, bitte!), ist ja auch schon im Parlament, es werden noch die Maßnahmen diskutiert. Es gibt noch – auch im Gegensatz zu dem, was gesagt wurde – keinen Gesetzentwurf in Deutschland, es gibt einen Vorentwurf. Ich glaube, da könnte man sehr intensiv diskutieren, wie der Stand der verschiedenen Gesetzesvorhaben ist.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich darf glücklicherweise als Wirtschaftsminister sehr viele Unternehmen besuchen, habe das ja als Arbeitsminister damals auch schon gemacht, jetzt natürlich noch intensiver. Ich bin froh, dass wir in Österreich so viele innovative Unternehmen haben, die auch in schwierigen Zeiten Lösungen finden. Die Politik muss hier die richtigen Unterstützungsmaßnahmen setzen. Das tun wir mit diesem Budget. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Ob der das auch so sieht?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Franz Hörl. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Ob der das auch so sieht?)
Abg. Leichtfried: Matznetter ohne e! Ohne e, Herr Kollege! Matznetter, nicht Matzenetter!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretär! Herr Staatssekretär! Ich gehe kurz auf Kollegen Matzenetter ein, der mir hier Vorwürfe gemacht hat (Abg. Leichtfried: Matznetter ohne e! Ohne e, Herr Kollege! Matznetter, nicht Matzenetter!), und darf nur festhalten, ich habe ein Leben für die Politik und nicht von der Politik hinter mir. Ich war Bürgermeister. Ich war in vielen Funktionen in der Kammer tätig und ich habe für die Politik gearbeitet und habe nicht von der Politik gelebt – das zum Ersten.
Abg. Leichtfried: Matznetter, ohne e!
Zum zweiten Vorwurf, den Sie dem Herrn Minister gemacht haben: Schämen Sie sich, Herr Matzenetter (Abg. Leichtfried: Matznetter, ohne e!), Sie sind Vizepräsident der Wirtschaftskammer, für die Art und Weise, wie Sie mit dem Minister umgehen: Ich bin froh, dass wir mit Martin Kocher einen Minister haben, der ein anerkannter Wissenschaftler ist (Beifall bei der ÖVP), der mit hundertprozentiger, mit all seiner Schaffens- und Wissenskraft in diesem Ministerium arbeitet. Wir haben als zweiten Quereinsteiger die Frau Staatssekretärin, die eine anerkannte, international erfolgreiche Hotelunternehmerin ist und die die Branche in- und auswendig kennt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Zum zweiten Vorwurf, den Sie dem Herrn Minister gemacht haben: Schämen Sie sich, Herr Matzenetter (Abg. Leichtfried: Matznetter, ohne e!), Sie sind Vizepräsident der Wirtschaftskammer, für die Art und Weise, wie Sie mit dem Minister umgehen: Ich bin froh, dass wir mit Martin Kocher einen Minister haben, der ein anerkannter Wissenschaftler ist (Beifall bei der ÖVP), der mit hundertprozentiger, mit all seiner Schaffens- und Wissenskraft in diesem Ministerium arbeitet. Wir haben als zweiten Quereinsteiger die Frau Staatssekretärin, die eine anerkannte, international erfolgreiche Hotelunternehmerin ist und die die Branche in- und auswendig kennt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum zweiten Vorwurf, den Sie dem Herrn Minister gemacht haben: Schämen Sie sich, Herr Matzenetter (Abg. Leichtfried: Matznetter, ohne e!), Sie sind Vizepräsident der Wirtschaftskammer, für die Art und Weise, wie Sie mit dem Minister umgehen: Ich bin froh, dass wir mit Martin Kocher einen Minister haben, der ein anerkannter Wissenschaftler ist (Beifall bei der ÖVP), der mit hundertprozentiger, mit all seiner Schaffens- und Wissenskraft in diesem Ministerium arbeitet. Wir haben als zweiten Quereinsteiger die Frau Staatssekretärin, die eine anerkannte, international erfolgreiche Hotelunternehmerin ist und die die Branche in- und auswendig kennt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Das allergrößte Problem ist aber, dass besonders die den Tourismus gefährden, die die Beschneiung in Diskussion stellen. Ich sage Ihnen etwas: Beschneite Pisten sind die Produktionsfläche des Wintertourismus. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn man keine beschneiten Pisten hat, hat man auch keine Produktion. (Abg. Tomaselli: Fragen Sie halt einmal die eigenen Leut’!) Es ist im Vergleich so, wie wenn Sie in der Industrie kein Montageband haben oder wenn
Abg. Tomaselli: Fragen Sie halt einmal die eigenen Leut’!
Das allergrößte Problem ist aber, dass besonders die den Tourismus gefährden, die die Beschneiung in Diskussion stellen. Ich sage Ihnen etwas: Beschneite Pisten sind die Produktionsfläche des Wintertourismus. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn man keine beschneiten Pisten hat, hat man auch keine Produktion. (Abg. Tomaselli: Fragen Sie halt einmal die eigenen Leut’!) Es ist im Vergleich so, wie wenn Sie in der Industrie kein Montageband haben oder wenn
Abg. Kassegger: Das geht sich mit den Klimazielen nicht aus! – Abg. Rössler: Da müsst ihr ein paar Windräder aufstellen!
der Herr Professor kein Board oder der Lehrer keine Tafel hat. (Abg. Kassegger: Das geht sich mit den Klimazielen nicht aus! – Abg. Rössler: Da müsst ihr ein paar Windräder aufstellen!) Deshalb hören Sie auf, über Beschneiung zu reden!
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli – Abg. Kassegger: Klimaneutral ist das nicht!
Ich sage Ihnen etwas: Vom Gesamtenergiebedarf entfallen auf den Tourismus gerade 1,55 Prozent, in der Wintersaison 0,9 Prozent (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli – Abg. Kassegger: Klimaneutral ist das nicht!), und die Piste mit Präparierung, Beschneiung und Seilbahn 0,3 Prozent. Wenn Sie dann noch einmal darüber nachdenken, ob man vielleicht die Beschneiung verantworten kann oder nicht: Ich sage Ihnen, daran hängt der Wohlstand von 240 000 Menschen, und dafür werde ich kämpfen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen etwas: Vom Gesamtenergiebedarf entfallen auf den Tourismus gerade 1,55 Prozent, in der Wintersaison 0,9 Prozent (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tomaselli – Abg. Kassegger: Klimaneutral ist das nicht!), und die Piste mit Präparierung, Beschneiung und Seilbahn 0,3 Prozent. Wenn Sie dann noch einmal darüber nachdenken, ob man vielleicht die Beschneiung verantworten kann oder nicht: Ich sage Ihnen, daran hängt der Wohlstand von 240 000 Menschen, und dafür werde ich kämpfen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Es wird nicht besser!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Dr. Christoph Matznetter – ohne e – zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: Es wird nicht besser!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Peinlich! Ich würde mich wirklich schämen!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe den Fortschritt gegenüber seinen Vorgänger:innen ausdrücklich hervorgehoben und seine wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse gelobt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Peinlich! Ich würde mich wirklich schämen!)
Beifall bei der SPÖ.
muss man schon festhalten: Kollege Matznetter hat wirklich die Expertise des Ministers gelobt und von der Fraktion verlangt, dass sie zugelassen wird. Das hat er gesagt und jetzt noch einmal klargestellt. Da war nichts Bösartiges dabei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried – auf Bundesminister Kocher deutend, der am Rande der Regierungsbank steht und mit Abg. Götze spricht –: Was tut er da drüben?
Schade, dass er jetzt weg ist – ah, da drüben ist er noch, der Herr Minister. (Abg. Leichtfried – auf Bundesminister Kocher deutend, der am Rande der Regierungsbank steht und mit Abg. Götze spricht –: Was tut er da drüben?) Kollege Krainer hat es schon gesagt und das ist richtig: Nicht alles an diesem Budget ist schlecht, es gibt auch gute Punkte und ich finde, die kann und muss man anerkennen. Es gibt aber auch massive Fehler und es ist unsere Pflicht, diese zu benennen.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Einer dieser Fehler ist, dass Sie nicht bereit sind, die Möglichkeiten des Sozialstaates zu nutzen. Sie sind nicht bereit, dort einzugreifen, wo der Markt nicht mehr funktioniert. Das ist ein Schaden für Österreich, Herr Minister! Sie nutzen das Preisgesetz nicht. Sie haben die Probleme in der Bundeswettbewerbsbehörde nicht gelöst und Sie ignorieren den Gaspreisdeckel in Deutschland, was ein massives Problem für unsere Industrie werden wird. Da erwarten wir uns Maßnahmen. Darauf erwarten wir uns einen Fokus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wenn Sie das ignorieren, dann gefährden Sie den Industriestandort in Österreich und somit unseren gesamten Wohlstand. Da müssen Sie die Möglichkeiten des Sozialstaates nutzen, und da brauchen Sie Ihr Credo – weniger Staat und mehr privat – nicht mehr, denn dieses Credo ist verantwortlich dafür, dass der Sozialstaat nicht gestärkt, sondern immer wieder von Ihrer Fraktion geschwächt wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
muss der Staat hergehen und diese zum Wohle der vielen abschöpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Es gibt ja auch keine Zufallsgehaltserhöhungen – die gibt es nicht –, und deswegen soll es auch diese sogenannten Zufallsgewinne nicht geben. Wenn Sie den Standort stärken wollen, greifen Sie genau dort ein, und zwar deswegen, weil es richtig für Österreich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker – sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Um Gottes willen!
Ich sage Ihnen ein Beispiel: Die ÖVP ist ja auch bei der Landwirtschaft bereit, in den Markt einzugreifen. Ich finde das nicht schlecht, da muss man den Bauernbündlern ja gratulieren. Die haben erkannt, dass der Markt dort nicht funktioniert, und es wird eingegriffen. Das, was dort gilt, wollen wir für alle in Österreich, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker – sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Um Gottes willen!) Wir wollen für alle in Österreich, dass dort eingegriffen wird, wo der Markt eben nicht alles regelt. (Abg. Loacker: Wollt ihr den totalen Staat?) Wenn Gerald hier laut schreit, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dann weiß ich es! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Wollt ihr den totalen Staat?
Ich sage Ihnen ein Beispiel: Die ÖVP ist ja auch bei der Landwirtschaft bereit, in den Markt einzugreifen. Ich finde das nicht schlecht, da muss man den Bauernbündlern ja gratulieren. Die haben erkannt, dass der Markt dort nicht funktioniert, und es wird eingegriffen. Das, was dort gilt, wollen wir für alle in Österreich, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker – sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Um Gottes willen!) Wir wollen für alle in Österreich, dass dort eingegriffen wird, wo der Markt eben nicht alles regelt. (Abg. Loacker: Wollt ihr den totalen Staat?) Wenn Gerald hier laut schreit, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dann weiß ich es! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen ein Beispiel: Die ÖVP ist ja auch bei der Landwirtschaft bereit, in den Markt einzugreifen. Ich finde das nicht schlecht, da muss man den Bauernbündlern ja gratulieren. Die haben erkannt, dass der Markt dort nicht funktioniert, und es wird eingegriffen. Das, was dort gilt, wollen wir für alle in Österreich, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker – sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Um Gottes willen!) Wir wollen für alle in Österreich, dass dort eingegriffen wird, wo der Markt eben nicht alles regelt. (Abg. Loacker: Wollt ihr den totalen Staat?) Wenn Gerald hier laut schreit, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dann weiß ich es! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Also das ist ja wirklich grotesk! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, der Vergleich macht sicher. Ziehen wir eines heran: Schulden an sich sind nichts Schlechtes. Bemühen wir den großen Bruno Kreisky, der hat Schulden für eine wirkliche Transformation in diesem Land gemacht. Sie machen Schulden für das Netzwerk ÖVP, und dabei verliert unser Land. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Also das ist ja wirklich grotesk! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Ja, ja, klopft ihm nur auf die Schulter für die schlechte Rede!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir können deswegen nicht zustimmen, weil Sie an Regeln festhalten, die für die ganz normalen Leute in diesem Land nicht mehr funktionieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Ja, ja, klopft ihm nur auf die Schulter für die schlechte Rede!)
Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Hörl, der mit Abg. Matznetter spricht –: Zuhören, Herr Hörl, das schadet nicht!
Was heißt das schon jetzt für uns? – Je weniger Naturschnee es gibt – zum Thema Beschneiung, Herr Hörl –, desto mehr Kunstschnee braucht es. (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Hörl, der mit Abg. Matznetter spricht –: Zuhören, Herr Hörl, das schadet nicht!) Die Betriebskosten erhöhen sich – das wissen wir jetzt auch mit Blick auf die Energiekosten wieder –, und das wird natürlich auf die Skikarten draufgeschlagen werden müssen. Das heißt, kurz gesagt: Die Klimakrise verteuert das Skifahren extrem, und grundsätzlich sind Klimaschutzmaßnahmen im Vergleich dazu, was es uns kostet, wenn wir keine Klimaschutzmaßnahmen setzen würden, noch billig. Ich glaube, da muss auch Kollege Hörl zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was heißt das schon jetzt für uns? – Je weniger Naturschnee es gibt – zum Thema Beschneiung, Herr Hörl –, desto mehr Kunstschnee braucht es. (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Hörl, der mit Abg. Matznetter spricht –: Zuhören, Herr Hörl, das schadet nicht!) Die Betriebskosten erhöhen sich – das wissen wir jetzt auch mit Blick auf die Energiekosten wieder –, und das wird natürlich auf die Skikarten draufgeschlagen werden müssen. Das heißt, kurz gesagt: Die Klimakrise verteuert das Skifahren extrem, und grundsätzlich sind Klimaschutzmaßnahmen im Vergleich dazu, was es uns kostet, wenn wir keine Klimaschutzmaßnahmen setzen würden, noch billig. Ich glaube, da muss auch Kollege Hörl zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun? – Politisch müssen wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Der Fördertopf für die gewerbliche Tourismusförderung ist mit 24,5 Millionen Euro dotiert. Das ist auch gut so, das sind wichtige Mittel, insbesondere für die anvisierte Ökologisierung der Förderrichtlinie, die wir brauchen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl wirft der Rednerin eine Kusshand zu. – Abg. Leichtfried: Das ist jetzt aber sehr wagemutig!
Genauso erfreulich ist das erhöhte Budget für den öffentlichen Verkehr. Das ist gerade für den Tourismus wichtig – Stichwort: Last Mile. Froh bin ich auch über den ÖBB-Rahmenplan vom Klimaministerium mit 19 Milliarden Euro und ich freue mich auch über die Ausweitung des Angebots Im Nightjet zum Schnee von den ÖBB gemeinsam mit dem Fachverband der Seilbahnen. Das passiert nicht oft, aber da kann man Herrn Hörl wirklich loben, weil das wirklich eine gute Sache ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl wirft der Rednerin eine Kusshand zu. – Abg. Leichtfried: Das ist jetzt aber sehr wagemutig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen, dass gerade bei der An- und Abreise die größten Probleme in den touristischen Hotspots entstehen, und wir wissen, dass vor allem die Einheimischen die Leidtragenden des Verkehrschaos sind. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
ich sehr schade, vor allen Dingen, weil man aus dem Bundesland Tirol zum Beispiel hört, dass es dort schon ein Pilotprojekt gibt. Ich hoffe sehr, dass dieses digitale Gästeblatt nicht wieder so eine Einzellösung in unserer föderalistischen Burg wird, sondern es eine einfache Lösung für alle Betriebe in ganz Österreich gibt. Ich bin gespannt, wie weit wir da in die Zukunft voranschreiten werden mit diesem Tourismusbudget. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass dem Tourismus mit den genannten budgetierten Mitteln nur rund 0,1 Prozent des Bundeshaushalts zugewiesen wird. Wir müssen, wenn man bedenkt, dass wir multiple Krisen haben – nicht nur die vergangenen, sondern derzeit auch die Problemstellungen, die heute schon mehrfach genannt wurden und diese Branche weiter begleiten werden –, einfach bestmöglich und zielgerichtet arbeiten. Bei allen Entscheidungen, die zu fällen sind, sollte der Masterplan für Tourismus die wesentliche Grundlage für die Umsetzung darstellen. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Und auch, wenn es Kollege Matznetter von der SPÖ nicht glaubt, wollen Unternehmerinnen und Unternehmer wirtschaften, und ja, manchmal braucht es Coronahilfen, manchmal braucht es einen Energiekostenzuschuss und eine Unterstützung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) In der Regel ist aber jede Unternehmerin und jeder Unternehmer froh, wenn er keine Unterstützung braucht und einfach wirtschaften kann in seinem Betrieb. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Und auch, wenn es Kollege Matznetter von der SPÖ nicht glaubt, wollen Unternehmerinnen und Unternehmer wirtschaften, und ja, manchmal braucht es Coronahilfen, manchmal braucht es einen Energiekostenzuschuss und eine Unterstützung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) In der Regel ist aber jede Unternehmerin und jeder Unternehmer froh, wenn er keine Unterstützung braucht und einfach wirtschaften kann in seinem Betrieb. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
So werden wir alle Herausforderungen, die noch vor uns liegen, tatkräftig bewältigen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
60 Millionen Euro 2023 und dann bis 2026 pro Jahr 90 Millionen Euro stehen für die Transformation in wesentlichen Bereichen, nämlich Lifescience zur Verfügung. Da hoffe ich sehr darauf, dass auch die gegenderten Maßnahmen greifen werden und zugestanden wird, dass man zum Beispiel auch für Endometriose, die ein großes Thema ist, diese Lifescienceförderung in Anspruch nehmen kann. Da brauchen wir Forschung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vor allem ist es wichtig, den Menschen, die das bezahlen – und ein Großteil von ihnen bekommt nichts davon –, zu erklären, was das für den Standort Österreich bedeutet, was das für das Image einer ganzen Nation und für die Demokratie bedeutet. Bezeichnend ist für mich schon, dass in diesem Budget Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit überhaupt nicht berücksichtigt werden, Klientelpolitik aber schon. Das ist für Sie wohl das Grundsätzlichste und Wichtigste in Ihrem Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
wurde im Vorjahr oder im Jahr 2020 deswegen gegründet, weil wir eine der größten Gesundheitskrisen hatten, die auf einmal dahergekommen ist. Es ging darum, die Zahlungsfähigkeit zu erhalten und die Sicherung der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Wir haben das mit einer niedrigen Insolvenzquote und mit niedrigen Arbeitslosenzahlen geschafft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Wer ist diese Landespartei?
Warum führe ich das noch einmal so deutlich aus?– Weil ich ein wenig verwundert darüber bin, dass es einen Empörungsblock in diesem Haus gibt, der sehr genau weiß, wie man zu solchen Unterstützungsleistungen kommt. Das ist das Spannende dahinter, und ich werde das anonymisieren: Es gibt eine Landespartei. Die Landespartei ist hundertprozentiger Eigentümer einer gemeinnützigen Gesellschaft. Diese gemeinnützige Gesellschaft ist 83-Prozent-Eigentümer einer Aktiengesellschaft. Diese Aktiengesellschaft hat eine hundertprozentige Tochter, die sich mit Events und Entwicklung von Veranstaltungen beschäftigt, eine GmbH. Diese GmbH hat eine sehr gute sechsstellige Summe an Unterstützungsleistungen von der Cofag bekommen. Woher wissen wir das? – Weil es transparent ist und schnell gegangen ist. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Wer ist diese Landespartei?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Hat er jetzt was Falsches gesagt?
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Herr Abgeordneter Egger! Sie können zu dem Thema noch zehn, noch 15, noch 20 Rednerinnen und Redner hier nach vorne schicken, nur wird das, was Sie sagen, nicht richtiger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Hat er jetzt was Falsches gesagt?)
Beifall bei der SPÖ.
Götze von dieser Seite davon spricht, dass diese Regierung dafür steht, dass die Betriebe in der Vergangenheit und in der Zukunft mit Planungssicherheit rechnen konnten und können, dann ist das wirklich schon nicht einmal mehr zum Lachen. Gehen Sie zu den Betrieben, gehen Sie zu den Gastronominnen und Gastronomen! Sie hatten durch Sie sicher keine Planungssicherheit in den vergangenen drei Jahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Prinz
Energiepreisdeckel, Warten auf die Entkoppelung des Gaspreises (Zwischenruf des Abg. Prinz), Warten auf eine Übergewinnabschöpfung und sogar Warten auf die Verordnung über den Energiekostenzuschuss, mit dem Sie sich so rühmen, für den man sich bereits seit 7. November vormerken lassen kann; aber es gibt noch keine Grundlage dafür. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie schaffen die einfachsten Hausaufgaben nicht, und während wir alle warten, steigt die Inflation auf über 11 Prozent. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Energiepreisdeckel, Warten auf die Entkoppelung des Gaspreises (Zwischenruf des Abg. Prinz), Warten auf eine Übergewinnabschöpfung und sogar Warten auf die Verordnung über den Energiekostenzuschuss, mit dem Sie sich so rühmen, für den man sich bereits seit 7. November vormerken lassen kann; aber es gibt noch keine Grundlage dafür. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie schaffen die einfachsten Hausaufgaben nicht, und während wir alle warten, steigt die Inflation auf über 11 Prozent. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Energiepreisdeckel, Warten auf die Entkoppelung des Gaspreises (Zwischenruf des Abg. Prinz), Warten auf eine Übergewinnabschöpfung und sogar Warten auf die Verordnung über den Energiekostenzuschuss, mit dem Sie sich so rühmen, für den man sich bereits seit 7. November vormerken lassen kann; aber es gibt noch keine Grundlage dafür. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie schaffen die einfachsten Hausaufgaben nicht, und während wir alle warten, steigt die Inflation auf über 11 Prozent. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie schädigen mit diesem Verhalten nachhaltig den Wirtschafts- und Industriestandort Österreich, machen Menschen zu Bittstellern und blasen irre viel Geld in Abwicklungsplattformen. Hören Sie damit auf und treten Sie zurück! Warten ist keine Option mehr! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Also bei der SPÖ kennt man sich wirklich nicht aus: Die einen sagen, die Tourismusbetriebe überleben es nicht, weil es ihnen so schlecht geht und die Regierung die Tourismusbetriebe so schlecht behandelt, und vorhin ist einer von der SPÖ herausgekommen und hat gesagt, die Tourismusbetriebe seien alle überfördert worden. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Werdet euch einmal intern klar! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Also bei der SPÖ kennt man sich wirklich nicht aus: Die einen sagen, die Tourismusbetriebe überleben es nicht, weil es ihnen so schlecht geht und die Regierung die Tourismusbetriebe so schlecht behandelt, und vorhin ist einer von der SPÖ herausgekommen und hat gesagt, die Tourismusbetriebe seien alle überfördert worden. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Werdet euch einmal intern klar! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Cornelia Ecker
Eines weiß ich als Wirt, als einer derjenigen, die ihr Leben lang nur im Tourismus gearbeitet haben, und als einer, der diese Branche in- und auswendig kennt, genau: Diese Regierung hat in der schwierigsten Zeit, die der Tourismus in der Nachkriegszeit gehabt hat (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Cornelia Ecker), dahin gehend geholfen, dass die großen Pleiten ausgeblieben sind und dass der Tourismus, sobald diese Krise wieder vorbei gewesen ist, wieder ordentlich hat durchstarten können. (Abg. Haubner: Endlich einer, der sich
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
auskennt!) Dafür gebührt Ihnen (in Richtung Regierungsbank) und Ihren Vorgängern wirklich der Dank. Die Tourismusbetriebe haben sich in der schwierigsten Zeit auf diese Regierung verlassen können, und es ist ihnen auch geholfen worden. Das ist ein Faktum, und das kann uns niemand absprechen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.
Etwas anderes haben wir in der Krise auch noch gesehen: Der Tourismus ist im Grunde genommen ein Beispiel für eine Kreislaufwirtschaft. (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.) Wenn in Tourismus investiert wird, wenn 1 Million Euro investiert wird, werden 800 000 Euro davon im Umkreis von 40 Kilometern investiert. Das heißt, das Geld bleibt in der Region.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!
Worin wir noch stärker werden müssen, ist in der Kooperation mit der Landwirtschaft, damit wir auch dort wie gesagt die Wertschöpfung bei den Bauern lassen, denn ohne Bauern wird es keinen Tourismus geben. Der Tourismus kann nur gut funktionieren, wenn wir eine intakte Landwirtschaft haben. Da sind wir auf dem richtigen Weg. – Danke den Verantwortlichen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! Blödsinn!
Diesmal geht es aber nicht um Coronahilfen, sondern um höhere Energiekosten. Während in Deutschland direkt in den Markt eingegriffen, mit nur wenigen Anbietern verhandelt und der Energiepreis gesenkt wird (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! Blödsinn!), will diese Bundesregierung stattdessen wieder Förderungen auszahlen – Hunderttausende Anträge, die allesamt Chaos und Verwaltung und Verzögerung bedeuten. (Ruf bei der ÖVP: Au weh, au weh!) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Bauchfleck mit Ansage. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Au weh, au weh!
Diesmal geht es aber nicht um Coronahilfen, sondern um höhere Energiekosten. Während in Deutschland direkt in den Markt eingegriffen, mit nur wenigen Anbietern verhandelt und der Energiepreis gesenkt wird (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! Blödsinn!), will diese Bundesregierung stattdessen wieder Förderungen auszahlen – Hunderttausende Anträge, die allesamt Chaos und Verwaltung und Verzögerung bedeuten. (Ruf bei der ÖVP: Au weh, au weh!) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Bauchfleck mit Ansage. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diesmal geht es aber nicht um Coronahilfen, sondern um höhere Energiekosten. Während in Deutschland direkt in den Markt eingegriffen, mit nur wenigen Anbietern verhandelt und der Energiepreis gesenkt wird (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! Blödsinn!), will diese Bundesregierung stattdessen wieder Förderungen auszahlen – Hunderttausende Anträge, die allesamt Chaos und Verwaltung und Verzögerung bedeuten. (Ruf bei der ÖVP: Au weh, au weh!) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Bauchfleck mit Ansage. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Themenverfehlung!
Das Gleiche – das Geld ist abgeschafft, Bauchfleck mit Ansage – lässt sich auch über den Bereich Bauten sagen, obwohl da die Geldmittel für weite Teile des Bereiches nicht mehr im Wirtschaftsbudget enthalten sind. (Abg. Steinacker: Themenverfehlung!) Bis vor Kurzem hat es in diesem Budget noch Millionen für thermische Sanierung, das ist die Isolierung von Gebäuden, gegeben – zu Recht, denn das ist Wirtschaftspolitik. Dieses Geld wurde zur Gänze in den Umweltbereich verschoben, und dafür wurden die Mittel für die Raus-aus-Öl-und-Gas-Förderung auf stattliche 560 Millionen Euro aufgestockt. Das ist – Sie haben es richtig gehört – eine halbe Milliarde Euro. Dieser Betrag ist aber leider nur Ausdruck von Wunschdenken, wenn es die entsprechenden Förderungswerber und Fachfirmen nicht gibt, die diese Mittel abrufen können. Wo sind die Qualifizierungskonzepte, damit wir diese qualitätsvolle Arbeit vorfinden?
Beifall bei der SPÖ.
So sind wir wieder im Bereich Wirtschaftspolitik – es fehlt der Bundesregierung jede Strategie und Planung, wie dieses Geld tatsächlich in die Verbesserung der heimischen Bausubstanz zu überführen ist. Die Hoffnung ist, dass es abgerufen wird, wenn es nur lange genug herumliegt. Das ist keine Politik! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Disoski.
Die österreichische Tourismusbranche hat in den letzten Jahren, auch durch die Pandemie, gezeigt, dass sie durchhalten kann, dass sie hart daran arbeitet, dass die Arbeitsplätze in Österreich gehalten werden können. Diese Bundesregierung tut dasselbe: Sie schaut darauf, dass die Unternehmen in Österreich bleiben, dass die Arbeitsplätze in Österreich gehalten werden können und somit auch der Wohlstand in Österreich so bleibt und so gehalten werden kann, wie er zuletzt und auch vorher war. (Beifall der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Doppelbauer: Das habt ihr schon selber gemacht mit den Förderungen!
Jessas!): Neid zu schüren hat in solchen Zeiten absolut keinen Platz, und es hat auch grundsätzlich keinen Platz, Neid zu schüren, und es ist letztklassig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Doppelbauer: Das habt ihr schon selber gemacht mit den Förderungen!)
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist aber: Die heimische Wirtschaft schafft die Arbeitsplätze in Österreich, und sie arbeitet hart daran, dass diese Arbeitsplätze weiterhin in Österreich bleiben. Wenn Unternehmer gefördert werden, bekommen sie diese Förderungen nicht, damit sie sich selber bereichern, sondern dafür, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Michael Seemayer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Neid schürt halt auch die Tatsache, dass Menschen in der Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben, durch Kurzarbeit weniger verdient haben, wenig Einkommen gehabt haben und ordentlich zurückstecken mussten, und dann in Schlagzeilen lesen mussten, dass manche mit Staatshilfen Millionengewinne gemacht haben. Das schürt Neid, und das gilt es zu vermeiden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, wenn wir durch das Budget mehr Geld zum Ausgeben haben, dann müssen wir es dort ausgeben, wo es den Menschen langfristig etwas bringt. Das sehe ich jetzt noch nicht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kirchbaumer: Der Benko ist schon ...! Seid mir nicht bös! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wo bleibt die Zeit, wo Benco noch ein guter Kakao war?
Ich berichtige tatsächlich mit nur einem einzigen Beispiel: René Benko, ein guter Freund der ÖVP, hat 10,2 Millionen Euro an Förderungen bekommen, obwohl er nicht knapp bei Kasse war, und hat sich danach eine Dividende von 100 Millionen Euro ausgezahlt. Ich denke, das wäre Bereicherung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kirchbaumer: Der Benko ist schon ...! Seid mir nicht bös! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wo bleibt die Zeit, wo Benco noch ein guter Kakao war?)
Abg. Doppelbauer: Genau nächstes Jahr verdoppeln sich die Zinsen um 9 Milliarden! – Abg. Kassegger: Die Regierung ist jetzt für die Zins... verantwortlich!
Einen zweiten Chart möchte ich Ihnen auch noch zeigen. Wenn Sie die Zinsausgaben des Staates Österreich ansehen (eine Tafel mit der Aufschrift „Gesamtstaatliche Zinsausgaben“ und einem Balkendiagramm in die Höhe haltend): Hier sind wir an der tiefsten Stelle, das ist 2022. Das heißt: nicht besorgniserregend. (Abg. Doppelbauer: Genau nächstes Jahr verdoppeln sich die Zinsen um 9 Milliarden! – Abg. Kassegger: Die Regierung ist jetzt für die Zins... verantwortlich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
für die Zukunft. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Taschner: Unerhört!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Die Blase der ÖVP wird immer größer. Ich fasse es nicht mehr, was die Redner der ÖVP heute am Rednerpult zum Kapitel Wirtschaft und Tourismus von sich geben. Ihr könnt mittlerweile zwischen Recht und Unrecht überhaupt nicht mehr unterscheiden. (Abg. Taschner: Unerhört!) Ihr macht das Recht zum Unrecht und das Unrecht zum Recht.
Abg. Kugler: Mein Gott! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Erstes Narrativ: Ihr lässt euch hier heraußen immer abfeiern, dass ihr so gigantische Entschädigungszahlungen für die Unternehmer bereitgestellt habt, vergesst aber dazuzusagen, dass ihr es wart, die die Betriebe zugesperrt haben. (Abg. Kugler: Mein Gott! – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Schallmeiner: Geh bitte! Eine andere Platte!
Mein Vergleich, damit das Narrativ zum x-ten Mal aufgeklärt wird: Österreich – Schweiz, derselbe Virus. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Österreich – Schweiz im Nächtigungsvergleich 2020/2021“ und einem Säulendiagramm auf das Redner:innenpult.) Wir hatten – verursacht durch euch, durch diese Regierung, durch das Parlament der Systemparteien (Abg. Schallmeiner: Geh bitte! Eine andere Platte!) – einen Dauerlockdown vom 2. November 2020 bis Ende
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Mai 2021 mit einem desaströsen Nächtigungsminus – nicht gottgegeben. Zur selben Zeit waren in der Schweiz die Lifte und die Hotelbetriebe offen – derselbe Virus! Ihr habt zugesperrt, ihr habt den Kollateralschaden für die Wirtschaft wissentlich verursacht. Das ist das Problem von euch. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Hörl: ... absurd, oder?
davon sind 320 000 Euro. Geniert euch bitte für so etwas! Für Dezember 2020 50 Prozent. (Abg. Hörl: ... absurd, oder?)
Der Redner stellt eine Tafel mit den Aufschriften „Nicht bäuerliche Privatvermieter“ und „Kleine touristische Vermieter mit mehr als 10 Betten ohne Gewerbeberechtigung“ auf das Redner:innenpult. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das war die Entschädigung für die Großen. Wie schaut es denn für die Kleinen aus, Franz Hörl? – Keine Unterstützung. Für die Kleinen schaut es ganz anders aus. (Der Redner stellt eine Tafel mit den Aufschriften „Nicht bäuerliche Privatvermieter“ und „Kleine touristische Vermieter mit mehr als 10 Betten ohne Gewerbeberechtigung“ auf das Redner:innenpult. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Hörl.
Beim Start hat Frau Minister Köstinger die Entschädigungszahlungen für die nicht bäuerlichen Privatvermieter vergessen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich erinnere: Am 29. März 2020 wurden die bäuerlichen Privatvermieter sofort über die AMA entschädigt.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wer war nicht dabei? – Die nicht bäuerlichen Privatvermieter und die Ferienwohnungsvermieter waren nicht dabei, sie wurden vergessen. Ich unterstütze die bäuerlichen Privatvermieter, die ihr – unter Anführungszeichen – „vergessen“ habt! Wie war das mit den kleinen touristischen Vermietern mit mehr als zehn Betten? – 15 Monate lang hat der Hauser hier am Rednerpult gebettelt, dass diese Betriebe bitte endlich eine Entschädigung bekommen sollen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Ruf bei der ÖVP: Nicht so hysterisch! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Was haben sie bekommen? – Hört einmal zu, kommt einmal raus aus eurer Blase: nicht 80 Prozent Umsatzersatz, sondern 25 Prozent! (Ruf bei der ÖVP: Nicht so hysterisch! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Das erklärst du mir einmal, Franz Hörl, wenn du immer herausschreist! Erkläre mir hier und heute, wieso der kleine touristische Vermieter mit mehr als zehn Betten 25 Prozent Ausfallsbonus bekommen hat und du 80 Prozent, und für den Dezember 50 Prozent! Diese Antworten seid ihr uns schuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was haben sie bekommen? – Hört einmal zu, kommt einmal raus aus eurer Blase: nicht 80 Prozent Umsatzersatz, sondern 25 Prozent! (Ruf bei der ÖVP: Nicht so hysterisch! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Das erklärst du mir einmal, Franz Hörl, wenn du immer herausschreist! Erkläre mir hier und heute, wieso der kleine touristische Vermieter mit mehr als zehn Betten 25 Prozent Ausfallsbonus bekommen hat und du 80 Prozent, und für den Dezember 50 Prozent! Diese Antworten seid ihr uns schuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Finanzämter sind prompt, die haben die Zahlen für die Unternehmer. Ihr wolltet das nicht. Ihr habt den Unternehmen nicht einmal Bescheide ausgestellt, das heißt, wenn ein Unternehmer keine Entschädigung bekommen hat, hat er nicht einmal ein Einspruchsrecht gehabt – und das in einer Republik, in der Recht ist. Es ist ja bitte zum Genieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Transparenzportal – https://transparenzportal.gv.at/“ auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Geschätzte Damen und Herren, zur Blase, zur Entschädigungsgerechtigkeit mag sich jeder selber sein Bild machen. Franz Hörl, weil du meine Tafeln angesprochen hast: Ich habe noch eine schöne Tafel für alle Zuhörer und Zuseher vorbereitet. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Transparenzportal – https://transparenzportal.gv.at/“ auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Schaut euch bitte die Transparenzdatenbank an, geht auf die Seite, schaut euch das an! Macht euch selber ein Bild davon, wer in dieser Republik was bekommen hat! (Abg. Ottenschläger: Alles transparent!)
Abg. Ottenschläger: Alles transparent!
Geschätzte Damen und Herren, zur Blase, zur Entschädigungsgerechtigkeit mag sich jeder selber sein Bild machen. Franz Hörl, weil du meine Tafeln angesprochen hast: Ich habe noch eine schöne Tafel für alle Zuhörer und Zuseher vorbereitet. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Transparenzportal – https://transparenzportal.gv.at/“ auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Schaut euch bitte die Transparenzdatenbank an, geht auf die Seite, schaut euch das an! Macht euch selber ein Bild davon, wer in dieser Republik was bekommen hat! (Abg. Ottenschläger: Alles transparent!)
Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.
Da ist kein kleiner Vermieter dabei, weil da nur Förderungen ab 10 000 Euro ausgewiesen sind. Eines sage ich noch dazu: Nehmt vorher Baldriantropfen, damit ihr den Anblick dieser Tabelle überhaupt überlebt! Es ist nämlich erschreckend, in welchem Ausmaß große gewerbliche Betriebe unterstützt wurden. Da habt ihr eure Blase! (Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.)
in den Unterlagen blätternd – Abg. Michael Hammer: Wurscht, nimm den anderen!
Ich bringe jetzt auch noch einen Antrag ein, denn ich werde schon seit zwei Jahren nicht müde, hier zu bitten und zu betteln. So, da habe ich den Antrag (in den Unterlagen blätternd – Abg. Michael Hammer: Wurscht, nimm den anderen!) betreffend touristische Vermietung – Tohuwabohu beenden. Bei den Privatvermietern habt ihr differenziert: Wohnt er in dem Haus, in dem er vermietet
Heiterkeit der Abg. Tomaselli.
(Heiterkeit der Abg. Tomaselli.)
Abg. Steinacker: ... überhaupt so viel Redezeit?
1. Kategorie: touristische Privatvermieter, bäuerlich und nicht bäuerlich,“ – alles dasselbe – „ohne Gewerbe bei Vermietung von Zimmern/Ferienwohnungen und/oder bis zu 15 Betten, Abrechnung mit § 28“ – Vermietung und Verpachtung – „EStG“. (Abg. Steinacker: ... überhaupt so viel Redezeit?)
Abg. Ottenschläger – in Richtung FPÖ –: Wenn der fertig ist, habt ihr keine Redezeit mehr!
(Abg. Ottenschläger – in Richtung FPÖ –: Wenn der fertig ist, habt ihr keine Redezeit mehr!)
Beifall bei der FPÖ.
Damit hätten wir Transparenz, wir bräuchten nicht hin- und herzuschieben. Ihr könntet endlich einmal aus eurer Bubble herausgehen, anstatt zu glauben, dass ihr so gut und gerecht seid, ihr seid nämlich ungerecht! Ich würde mich genieren, so ein Fördersystem hier im Hohen Haus durchgezogen zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Aber jetzt, ... Schneekanonen! – Abg. Tomaselli: Das muss wirklich eine tatsächliche ...!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Abgeordneter Hörl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Loacker: Aber jetzt, ... Schneekanonen! – Abg. Tomaselli: Das muss wirklich eine tatsächliche ...!)
Abg. Hauser: Umsatzersatz!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Herr Abgeordneter Hauser hat gerade behauptet, ich hätte 80 Prozent Förderung für meine Hotelanlage bekommen. (Abg. Hauser: Umsatzersatz!)
In Richtung Präsident Sobotka
(In Richtung Präsident Sobotka): Ist das richtig so? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Also ich berichtige tatsächlich: Es ist falsch! (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Abg. Krainer: Das reicht nicht! Du musst sagen, um wie viel Prozent du angesucht hast!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
(In Richtung Präsident Sobotka): Ist das richtig so? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Also ich berichtige tatsächlich: Es ist falsch! (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Abg. Krainer: Das reicht nicht! Du musst sagen, um wie viel Prozent du angesucht hast!)
Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Abg. Krainer: Das reicht nicht! Du musst sagen, um wie viel Prozent du angesucht hast!
(In Richtung Präsident Sobotka): Ist das richtig so? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Also ich berichtige tatsächlich: Es ist falsch! (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Abg. Krainer: Das reicht nicht! Du musst sagen, um wie viel Prozent du angesucht hast!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der zweite Punkt: Während Corona war der Schutzschirm für Veranstaltungen, der ja auch für Kulturveranstaltungen gilt, ganz, ganz wichtig. Er wirkt auch noch nach, es sind für 2023 noch 44 Millionen Euro budgetiert, natürlich nur für Veranstaltungen, für die bereits angesucht wurde und die coronabedingt verschoben oder abgesagt werden müssen. Es passiert also auch da ein Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Kultur, der für das Kultur- und Tourismusland Österreich sehr, sehr wertvoll und wichtig ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem Budget, meine Damen und Herren, schaffen wir ausgezeichnete Rahmenbedingungen in ganz schwierigen Zeiten, und wir schaffen dadurch weiterhin erfolgreiche Regionen und lebenswerte Gemeinden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir sprechen von CO2-neutralem Wasserstoff, der – inländisch, aber auch ausländisch produziert – ganz wichtig für unseren Wirtschaftsstandort ist. Herr Kollege Loacker, Sie haben in Ihrer Rede die Ipcei-Projekte angesprochen und Sie haben gesagt: 40 Millionen Euro sind nicht genug! Dazu muss ich sagen, dass Sie alle Projekte nennen müssen, die für die Transformation vorgesehen sind. Wir haben alleine im Bereich des Wasserstoffs 24 unterschiedliche Förderschienen auf den Weg gebracht, die dementsprechend die Wirtschaft unterstützen, die Transformation durchzuführen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Ob das jetzt der Transformationsfonds mit 3 Milliarden Euro, ob das das RRF-Programm oder ob das das Klien-Programm bis hin zur Umweltförderung ist: In Summe sind 4,7 Milliarden Euro für die Transformation der Wirtschaft nur im Bereich des Wasserstoffs – wo er mit inkludiert ist – vorgesehen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu Österreich: Das Bundesland Niederösterreich hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen ganz stark mit Bayern vernetzt. Bayern hat im Bereich des Wasserstoffs schon einiges an Innovationen im Vorfeld geleistet, und auch da gibt es quasi Synergien, um den Wasserstoff dementsprechend auch für die regionale Wirtschaft im Bundesland zu nützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Summa summarum haben wir mit der Wasserstoffstrategie die Anleitung, wie es gehen wird und mit den Mitteln beziehungsweise Förderprogrammen dann auch die Umsetzung. Geschätzter Herr Minister, ich danke, dass Sie das so unterstützen. Bitte auch im Klimaschutzministerium darauf einzuwirken, dass das auch quasi vollinhaltlich zur Umsetzung kommt! Denn so, wie das Wasser für das Leben lebenswichtig ist, kann man für die Wirtschaft abgeleitet sagen: Der Wasserstoff wird für das wirtschaftliche Überleben zukünftig wichtig sein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Zwischenruf der Abg. Rössler.
Ich möchte auch noch auf das Thema Wintertourismus replizieren. Eines ist ganz klar: Die Beschneiungsanlage wird als Klimaschädling dargestellt. Beschneiungsanlagen sind ganz klar nicht Klimaschädlinge und nicht für die Klimaerwärmung verantwortlich. Das hat das Umwelt- und Klimaministerium schwarz auf weiß festgestellt. (Zwischenruf der Abg. Rössler.) Der Tourismus, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist mit 58 Prozent Vorreiter im Klimaschutz. Da können wir uns alle miteinander eine Scheibe abschneiden, denn wenn wir schon so weit wären, wie der Tourismus ist, dann hätten wir viele Probleme, die wir in der Praxis haben, nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch auf das Thema Wintertourismus replizieren. Eines ist ganz klar: Die Beschneiungsanlage wird als Klimaschädling dargestellt. Beschneiungsanlagen sind ganz klar nicht Klimaschädlinge und nicht für die Klimaerwärmung verantwortlich. Das hat das Umwelt- und Klimaministerium schwarz auf weiß festgestellt. (Zwischenruf der Abg. Rössler.) Der Tourismus, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist mit 58 Prozent Vorreiter im Klimaschutz. Da können wir uns alle miteinander eine Scheibe abschneiden, denn wenn wir schon so weit wären, wie der Tourismus ist, dann hätten wir viele Probleme, die wir in der Praxis haben, nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir als politisch Verantwortliche sind beauftragt, dafür zu sorgen, dass sich alle in unseren Regionen und darüber hinaus wiederfinden. Es muss die Lichtverschmutzung in den Städten als klimaschädlich bewertet und deshalb reduziert werden, genauso müssen wir schauen, dass die Tourismusbetriebe noch klimafreundlicher werden. Es gibt aber nicht nur einen Feind, sondern es gibt viele Feinde des Klimas, und um diese müssen wir uns alle gemeinsam auf Augenhöhe kümmern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin kein Pessimist, weil auf einem Pessimisthaufen kein Kraut wächst. Ich bin Possibilist und möchte Dinge möglich machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In unserer Heimat profitieren sehr viele Menschen vom Zugang zu den unterschiedlichsten Möglichkeiten in der Tourismusbranche, und da profitieren in Österreich in erster Linie und ganz besonders die jungen Menschen und auch die Frauen. Das Budget 2023 sieht für den Tourismus knapp 111 Millionen Euro vor. Gemessen an der zu erwartenden Wertschöpfung – von der Bundeshauptstadt hier bis in das letzte hintere kleine Tal in Österreich – ist das Geld sehr gut investiert und sehr gut angelegt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Es gibt für jeden ein entsprechendes Angebot, das auch passen wird, um seinen Urlaub in Österreich verbringen zu können. Ich möchte auch alle dazu einladen, den Urlaub in Zukunft vielleicht auch einmal in der schönsten Region von Österreich, das ist das Lavanttal, wo ich herkomme – das wird in Kärnten auch als Paradies von Kärnten bezeichnet –, zu verbringen. In diesem Sinne sage ich schon jetzt einmal danke dafür. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
dazugelernt, und ihr seid dumm geblieben!), es hilft nichts! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei der ÖVP.
Glück auf für eine erfolgreiche Zukunft im Tourismus! Vielleicht überlegt ihr es euch wirklich und macht – wie der Kollege schon gesagt hat – Urlaub in Österreich und unterstützt unsere Tourismuswirtschaft. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja in 2022!
Herr Kollege Schmidhofer, ich berichtige tatsächlich: Ich habe hier und heute in meiner Rede vom Dauerlockdown von 2. November 2020 bis Ende Mai 2021 gesprochen. Das haben alle Parteien hier im Hohen Haus gegen unseren Willen beschlossen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja in 2022!)
Beifall bei der SPÖ.
den Budgetdienst der Parlamentsdirektion, der gerade im Bereich der Landwirtschaft für uns Abgeordnete Licht ins Dunkel der UG 42, also des Landwirtschaftsbudgets, gebracht hat. – Herzlichen Dank an dieser Stelle. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kühberger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. (In Richtung des den Saal betretenden Bundesministers Totschnig:) Grüß Gott, Herr Minister! Was Sie uns, sehr geehrter Minister Totschnig, mit diesem Entwurf präsentiert haben, ist zum einen nicht jene Politik, die ich mir für die kleinstrukturierte Landwirtschaft in diesem Land gewünscht habe, zum anderen liefert dieses Budget keine Antworten auf die Fragen der fleißigen Bäuerinnen und Bauern, die sich das von ihren politischen Vertreterinnen und Vertreter eben schon erwartet hätten. (Zwischenruf des Abg. Kühberger.)
Abg. Kühberger: Bei Sarah Wiener war ...!
genommen, in den Haarproben waren sogar Rückstände von verbotenen Pestiziden. (Abg. Kühberger: Bei Sarah Wiener war ...!) Das zeigt uns schon, wie vergiftet unser Ökosystem eigentlich bereits ist.
Beifall bei der SPÖ.
Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Vertreter der Bundesregierung! Frau Kollegin Ecker, das, was Sie in Ihrem Antrag fordern, passiert bereits. Willkommen in der Gegenwart! (Beifall bei der ÖVP.) Es passiert bereits, dass schonende Pflanzenschutzmittel gemacht werden. (Abg. Cornelia Ecker: Lesen Sie den Grünen Bericht!) Die Biolandwirtschaft verwendet Pflanzenschutzmittel, die die konventionellen, schonenden Mittel - - (Abg. Cornelia Ecker: Das stimmt nicht, das wissen Sie!) – Das passiert bereits.
Abg. Cornelia Ecker: Lesen Sie den Grünen Bericht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Vertreter der Bundesregierung! Frau Kollegin Ecker, das, was Sie in Ihrem Antrag fordern, passiert bereits. Willkommen in der Gegenwart! (Beifall bei der ÖVP.) Es passiert bereits, dass schonende Pflanzenschutzmittel gemacht werden. (Abg. Cornelia Ecker: Lesen Sie den Grünen Bericht!) Die Biolandwirtschaft verwendet Pflanzenschutzmittel, die die konventionellen, schonenden Mittel - - (Abg. Cornelia Ecker: Das stimmt nicht, das wissen Sie!) – Das passiert bereits.
Abg. Cornelia Ecker: Das stimmt nicht, das wissen Sie!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Vertreter der Bundesregierung! Frau Kollegin Ecker, das, was Sie in Ihrem Antrag fordern, passiert bereits. Willkommen in der Gegenwart! (Beifall bei der ÖVP.) Es passiert bereits, dass schonende Pflanzenschutzmittel gemacht werden. (Abg. Cornelia Ecker: Lesen Sie den Grünen Bericht!) Die Biolandwirtschaft verwendet Pflanzenschutzmittel, die die konventionellen, schonenden Mittel - - (Abg. Cornelia Ecker: Das stimmt nicht, das wissen Sie!) – Das passiert bereits.
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde Sie dringend ersuchen, setzen Sie sich mit dem Thema auseinander, anstatt hier Horrorszenarien zu zeichnen, die ja so in der Realität nicht eintreten. Sie verunsichern ja die Bevölkerung! Als ob alle vergiftet werden. Das ist doch verantwortungslos, was Sie hier tun! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher diskutieren wir jetzt hier – Frau Kollegin Ecker, darüber müssen wir reden – über Ernährungssicherung in der Welt und auch in Europa. Das sind die Herausforderungen und dem trägt dieses Budget Rechnung. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ist ein wichtiger Beitrag dazu. Zugegeben, die Bauern ärgern sich über gewisse Auflagen und die bürokratischen Entwicklungen, und ich danke Minister Totschnig, dass er da ständig dabei ist, Dinge abzuschärfen und praxistauglich zu machen – wirklich ein großes Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Zweite auf der europäischen Ebene: die Erneuerbare-Richtlinie, wonach plötzlich Waldbiomasse nicht mehr als erneuerbar angesehen werden soll, also trockenes Holz nicht mehr für energetische Zwecke verheizt werden soll – das versteht niemand –, bis hin zur Wiederherstellung in der Natur, die Zurückführung. Dass wir in Österreich beweisen, dass Landwirtschaft umweltfreundlich ist, nicht nur die Biolandwirtschaft, sondern auch die konventionelle, sieht man überall. Wir versuchen auch, besser zu werden, was Biodiversität und ähnliche Dinge anlangt, aber ein Zurück-ins-Mittelalter kann es nicht geben, weil wir eben Lebensmittel brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher noch ein abschließender Punkt zur Regionalpolitik, den ich sehr wichtig finde: Es gibt rund 600 Millionen Euro in der nächsten Periode bis 2027 – Europäischer Regionalfonds, Just Transition Fund, der die Wirtschaft bei der Umstellung auf erneuerbare Energie, weg von den Fossilen unterstützen soll. Gerade diese Mittel, die regionalpolitischen Mittel sind so wichtig, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in den Regionen zu investieren und dort auch Arbeitsplätze zu schaffen; nicht nur in den großen Städten, sondern auch in den kleinen, ländlichen Regionen. Das Gleiche gilt für das Gemeindepaket mit 1 Milliarde Euro, weil das meiner Meinung nach auch echte regionalpolitische Impulsgebergelder für die Gemeinden in unserem schönen Österreich sind. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schmuckenschlager: Natürlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Mein Vorredner, Kollege Berlakovich, hat in seiner Rede behauptet, dass das, was wir im gegenständlichen Antrag fordern, bereits passiert, also die Reduktion von chemisch-synthetischen Pestiziden. (Abg. Schmuckenschlager: Natürlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Berlakovich: Die inerten Gase müssen Sie wegkriegen!
Ich berichtige tatsächlich: Der Grüne Bericht zeigt ganz genau, dass es eine Steigerung bei chemisch-synthetischen Pestiziden in unserem Land gibt. (Abg. Berlakovich: Die inerten Gase müssen Sie wegkriegen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Das war eine Wertung, aber keine Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Er hat weiters behauptet, ich hätte gesagt, für die Bauern und Bäuerinnen in Österreich wird nichts gemacht. – Das stimmt nicht. Ich bin nur der Meinung, dass Fördergelder nicht gerecht verteilt werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Das war eine Wertung, aber keine Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
He-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen! Liebe Bäuerinnen und Bauern, danke, dass ihr es euch trotz dieser irrsinnigen und korrupten ÖVP-Politik (He-Rufe bei der ÖVP) noch 365 Tage im Jahr antut, täglich für gedeckte Tische zu sorgen und die Lebensmittel zu produzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen! Liebe Bäuerinnen und Bauern, danke, dass ihr es euch trotz dieser irrsinnigen und korrupten ÖVP-Politik (He-Rufe bei der ÖVP) noch 365 Tage im Jahr antut, täglich für gedeckte Tische zu sorgen und die Lebensmittel zu produzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Berlakovich: Allerhand! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja an Peinlichkeit nicht zu überbieten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Budget für die Landwirtschaft: Herr Minister – man kann alles schönreden –, in welcher Welt leben Sie? Das Budget ist eine größere Katastrophe, und wenn man sich anschaut, dass man nach Frau Minister Köstinger geglaubt hat, dass etwas Schlechteres nicht nachkommen kann, so sind Sie der beste Beweis dafür, dass es immer schlechter geht. (Abg. Berlakovich: Allerhand! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja an Peinlichkeit nicht zu überbieten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, alleine dass Sie eine Werbetour machen müssen, damit die Bauern an dieser GAP teilnehmen, ist schon eine Schande. Wenn man sich das dann anschaut und sieht, dass ein durchschnittlicher landwirtschaftlicher Betrieb zwischen 4 000 und 10 000 Euro weniger auf seinem Konto haben wird, dann ist das mehr als nur schlecht. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass die Inflation die Kaufkraft der landwirtschaftlichen Betriebe vernichtet, dann kann man nur sagen: Sie haben etwas nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gahr: Geh!
Was wird mit dieser GAP passieren? – Kurz zusammengefasst: mehr Bürokratie, mehr Auflagen, weniger Produktion, weniger Geld für die Bauernhöfe, aber mehr Geld für Institutionen, Kammern, AMA und natürlich für ÖVP-nahe Organisationen. (Abg. Gahr: Geh!)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas zu Ihrem Gerücht betreffend Ukraine: Ein Großteil dieser Getreideexporte aus der Ukraine landet in der EU, das ist bewiesen, und unter anderem werden auch mehrere Hunderttausend Tonnen Mais bei der Firma Jungbunzlauer und beim Raiffeisen-Konzern Garant verarbeitet. Also wirklich: Ihre Freunde, was die dort anstellen – eine Schande! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl – erheitert –: Das ist besonders pikant aus Ihrem Munde! Das ist wirklich ein Gustostück! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ sowie Zwischenrufe bei der SPÖ.
Für die Aussage: Korruptionspolitik der ÖVP, Korruption der ÖVP erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Kickl – erheitert –: Das ist besonders pikant aus Ihrem Munde! Das ist wirklich ein Gustostück! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ sowie Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindinger.
Gewisse Weichen haben wir mit der neuen GAP ab dem nächsten Jahr, ab dem Jänner 2023, gestellt, natürlich auch mit einem Fokus auf die Biolandwirtschaft, aber es braucht weitere Schritte. Als ich meinen Vorredner:innen zur UG 42, zum landwirtschaftlichen Budget, zugehört habe, habe ich eines vermisst: Hier über Schande zu reden und über Chaos zu reden, ist zu wenig. Es braucht den Schulterschluss, es braucht das offene Gespräch, und es braucht die besten Ideen im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft für die Zukunft der österreichischen Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindinger.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Es geht auch nicht, meine lieben Bäuerinnen und Bauern, dass wir als aktive Bäuerinnen und Bauern unser Hirn vor der Haustür der Landwirtschaftskammer abgeben. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Es geht auch darum, selbstständig unsere Betriebe zu entwickeln und unsere Maßstäbe anzuwenden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Lindinger und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Lindinger und Wöginger.
Es geht auch nicht, meine lieben Bäuerinnen und Bauern, dass wir als aktive Bäuerinnen und Bauern unser Hirn vor der Haustür der Landwirtschaftskammer abgeben. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Es geht auch darum, selbstständig unsere Betriebe zu entwickeln und unsere Maßstäbe anzuwenden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Lindinger und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Worum wird es zukünftig gehen? – Zukünftig geht es darum: Wir brauchen mehr Bio! Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen in der konventionellen Landwirtschaft, fürchtet euch nicht vor weniger Pestiziden, fürchtet euch nicht vor weniger Düngemitteln! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindinger.
Wenn wir zukünftig über Landwirtschaft reden, dann reden wir nicht nur über Bäuerinnen und Bauern, dann reden wir über eine Partnerschaft zwischen Konsument:innen und Bäuer:innen. Auf diese Partnerschaft will ich bauen – und mir nicht von diesem Rednerpult aus ausrichten lassen, was alles nicht geht. Arbeiten wir daran, was geht! Nur das bringt uns voran. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindinger.)
Abg. Lindinger: Das sind ja keine Almosen! Das sind Ausgleichszahlungen! Das sind Zahlungen für benachteiligte Gebiete, für das Österreichische Umweltprogramm! Da musst du das System verstehen!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Herr Landwirtschaftsminister! Hohes Haus! Das Landwirtschaftsbudget ist leider – man muss es so sagen – eine Fortsetzung von dem, was wir auch die letzten Jahre schon gesehen haben. Es ist eine Beschreibung einer heilen Welt: Geld wird ausgeschüttet. Die ÖVP freut sich, der Bauernbund freut sich. (Abg. Lindinger: Das sind ja keine Almosen! Das sind Ausgleichszahlungen! Das sind Zahlungen für benachteiligte Gebiete, für das Österreichische Umweltprogramm! Da musst du das System verstehen!) Es ist keine Vision, es ist keine Strategie und es transformiert vor allem nicht, es verbessert vor allem nicht die Chancen unserer Bäuerinnen und Bauern in der Zukunft. Das ist einfach das Dramatische. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Herr Landwirtschaftsminister! Hohes Haus! Das Landwirtschaftsbudget ist leider – man muss es so sagen – eine Fortsetzung von dem, was wir auch die letzten Jahre schon gesehen haben. Es ist eine Beschreibung einer heilen Welt: Geld wird ausgeschüttet. Die ÖVP freut sich, der Bauernbund freut sich. (Abg. Lindinger: Das sind ja keine Almosen! Das sind Ausgleichszahlungen! Das sind Zahlungen für benachteiligte Gebiete, für das Österreichische Umweltprogramm! Da musst du das System verstehen!) Es ist keine Vision, es ist keine Strategie und es transformiert vor allem nicht, es verbessert vor allem nicht die Chancen unserer Bäuerinnen und Bauern in der Zukunft. Das ist einfach das Dramatische. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der letzte Bereich, der mir auch immer ein wichtiges Anliegen ist: Wie machen wir die Landwirtschaft unabhängiger von Förderungen? Da wird gerade eine Chance vertan und versemmelt, in einem Ausmaß, das mir wirklich leidtut, und das ist der Bauer als Energieunternehmer. Sie überlassen alles wieder der EVN, Sie überlassen alles dem Verbund und den ganz Großen. Eine Unabhängigkeit der Bäuerinnen und Bauern zu schaffen und ihnen zu ermöglichen, mehr Einkommen zu generieren, das nicht aus Förderungen kommt, und sich als innovative Unternehmer hinzustellen und dezentralisierte Energiepolitik zu machen: Diesbezüglich sehe ich leider auch gar nichts und das tut mir tatsächlich leid. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ein letzter Satz noch: Josef Riegler hat es 1986 geschafft, mit dem Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft eine Vision zu bauen. Er ist damit sogar Vizekanzler geworden. Im Augenblick habe ich den Eindruck, dass vor allem beim Bauernbund Vision als Krankheit gilt, und deswegen noch einmal mein letzter Wunsch: Ich bitte Sie, sich hiervon zu lösen und die Bauern wirklich positiv in die Zukunft zu führen! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Thema Versorgungssicherheit nimmt einen zentralen Platz ein, hierauf ist der Fokus gerichtet. Wir können festhalten, dass die Versorgung mit Lebensmitteln in Österreich gesichert ist, dafür sorgen unsere Bäuerinnen und Bauern. Damit das auch in den kommenden Monaten so bleibt, ist es notwendig, die Landwirtschaft zu unterstützen. Hierfür werden Mittel vorgesehen, die aus dem allgemeinen Budget kommen, deswegen möchte ich es auch in dieser Rede ansprechen. Da geht es um die Finanzierung des Versorgungssicherheitsbeitrages, dotiert mit 110 Millionen Euro, ausgezahlt wird dieser vor Weihnachten. Es geht auch um die Finanzierung des Stromkostenzuschusses für die Landwirtschaft in der Höhe von 120 Millionen Euro, den wir in den nächsten Tagen und Wochen vorstellen werden und der nächstes Jahr ausgezahlt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der erste Bereich ist das Thema Versorgungssicherheit durch eine starke Land- und Forstwirtschaft. Damit die Land- und Forstwirtschaft auch in Zukunft krisenfest ist und die Lebensmittelsicherung gewährleistet wird, brauchen unsere Bäuerinnen und Bauern Stabilität und Planungssicherheit. Das bringt die neue Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist auch wichtig, dass das Bergbauernprogramm in Zukunft gestärkt wird. Es gibt 5 Millionen Euro mehr für die Bergbauern, und es gibt eine stärkere Dotierung der ersten 10 Hektar für unsere Bergbauern, weil wir im Vergleich zu anderen Ländern einfach eine sehr kleinstrukturierte Landwirtschaft haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es geht in der Landwirtschaft nicht nur um Versorgungssicherheit im Inland. Wir sehen aufgrund der Krisen, dass weltweit die Versorgung der Bevölkerung einfach ein Thema ist, und deswegen hat man sich entschlossen, mit dem neuen Budget ab 2023 die Mittel zur Unterstützung der internationalen Nahrungsmittelhilfe von 1,6 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro aufzustocken. Das heißt, für die nächsten drei Jahre stehen insgesamt 60 Millionen Euro für die internationale Nahrungsmittelhilfe zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Ich komme zum dritten Schwerpunkt im Budget des Hauses. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Unsere Regionen stärken und weiterentwickeln – unter diesem Motto möchte ich das zusammenfassen. Kollege Berlakovich hat es angesprochen: Für regionalpolitische Maßnahmen wird im Jahr 2023 eine Erhöhung um 75 Millionen Euro auf insgesamt 266 Millionen Euro vorgenommen. Insgesamt 600 Millionen Euro sind EU-Mittel. Dazu kommen noch einmal 300 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln, und im Endausbau, mit den privaten Mitteln, sprechen wir da von 1,8 Milliarden Euro bis 2027. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Ich komme zum dritten Schwerpunkt im Budget des Hauses. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Unsere Regionen stärken und weiterentwickeln – unter diesem Motto möchte ich das zusammenfassen. Kollege Berlakovich hat es angesprochen: Für regionalpolitische Maßnahmen wird im Jahr 2023 eine Erhöhung um 75 Millionen Euro auf insgesamt 266 Millionen Euro vorgenommen. Insgesamt 600 Millionen Euro sind EU-Mittel. Dazu kommen noch einmal 300 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln, und im Endausbau, mit den privaten Mitteln, sprechen wir da von 1,8 Milliarden Euro bis 2027. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner
Das neue Programm in der Regionalpolitik wurde ja im August genehmigt und mit 20. Oktober gestartet. Ziel des Programms ist ein nachhaltiges Wachstum, eine Entkoppelung des Wachstums vom Ressourcenverbrauch (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), und zusätzlich soll Beschäftigung geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und seiner Regionen nachhaltig gestärkt werden. Mit den Mitteln aus dem Fonds für einen gerechten Übergang, dem Just Transition Fund, werden Unternehmen in den Regionen bei der Transformation hin zu erneuerbaren Energiequellen unterstützt. (Abg. Schmiedlechner: Wird Zeit, dass ...!)
Abg. Schmiedlechner: Wird Zeit, dass ...!
Das neue Programm in der Regionalpolitik wurde ja im August genehmigt und mit 20. Oktober gestartet. Ziel des Programms ist ein nachhaltiges Wachstum, eine Entkoppelung des Wachstums vom Ressourcenverbrauch (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), und zusätzlich soll Beschäftigung geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und seiner Regionen nachhaltig gestärkt werden. Mit den Mitteln aus dem Fonds für einen gerechten Übergang, dem Just Transition Fund, werden Unternehmen in den Regionen bei der Transformation hin zu erneuerbaren Energiequellen unterstützt. (Abg. Schmiedlechner: Wird Zeit, dass ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Voglauer.
Siedlungswasserwirtschaft, werden zusätzliche Mittel von 100 Millionen Euro auf die bestehenden 80 Millionen aufgestockt. Das bedeutet eine deutliche Aufstockung der Mittel, und damit können wir den Investitionsrückstau der letzten Jahre abbauen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Voglauer.)
Abg. Schmiedlechner: Bauernsterben ...!
Ich komme zum Schluss: Mit diesem Budget sorgen wir für Stabilität und Planungssicherheit für die bäuerlichen Familien in Österreich. Wir stärken die Regionen durch Investitionen in die Trinkwasserversorgung, in Hochwasserschutz, in Schutz vor den Naturgefahren. (Abg. Schmiedlechner: Bauernsterben ...!) Es ist ein nachhaltiges Budget, das den zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung trägt. Das Budget sichert und stärkt unsere Lebensgrundlagen; es ist ein Budget, das gut dotiert und gut ausverhandelt ist. Dafür danke ich dem Bundeskanzler und dem Finanzminister, und ich danke auch unseren Landwirtschaftssprechern Georg Strasser und Olga Voglauer für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich komme zum Schluss: Mit diesem Budget sorgen wir für Stabilität und Planungssicherheit für die bäuerlichen Familien in Österreich. Wir stärken die Regionen durch Investitionen in die Trinkwasserversorgung, in Hochwasserschutz, in Schutz vor den Naturgefahren. (Abg. Schmiedlechner: Bauernsterben ...!) Es ist ein nachhaltiges Budget, das den zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung trägt. Das Budget sichert und stärkt unsere Lebensgrundlagen; es ist ein Budget, das gut dotiert und gut ausverhandelt ist. Dafür danke ich dem Bundeskanzler und dem Finanzminister, und ich danke auch unseren Landwirtschaftssprechern Georg Strasser und Olga Voglauer für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schmiedlechner: ... Sicherheit ...!
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher hier und auch zu Hause! Herr Minister, herzlichen Dank für dieses Budget! Ich denke, mit der Gemeinsamen Agrarpolitik haben unsere Betriebe in den nächsten Jahren wiederum Planungssicherheit (Abg. Schmiedlechner: ... Sicherheit ...!) und können so auch auf entsprechende Unterstützungsmaßnahmen setzen. Was mich besonders freut, ist: mehr Geld für die Bergbauern und eine Unterstützung für die Kleinbetriebe.
Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!
Heute aber, geschätzte Damen und Herren, sollte auch, aufbauend auf der Kritik des Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ, die Stunde der Wahrheit sein, denn Sie, Herr Kollege, haben hier heraußen von sich gegeben (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!), dass sehr vieles nicht passt, was ich aber nicht verstehe. Und das, glaube ich, muss man dann wirklich den Bauern auch ehrlich sagen (Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!), weil sich die FPÖ gerne als große Bauernvertreterin gibt. (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!) Warum macht die FPÖ gemeinsam mit Landesrat Waldhäusl ein Tierschutzvolksbegehren, das mehr oder weniger ein massives Eingreifen in die landwirtschaftliche Arbeit bringen würde? (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.) – Herr Kollege, ich verstehe Sie von hier aus nicht! Heraußen gscheit reden, aber dann anders beziehungsweise gegen die Bauern handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!
Heute aber, geschätzte Damen und Herren, sollte auch, aufbauend auf der Kritik des Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ, die Stunde der Wahrheit sein, denn Sie, Herr Kollege, haben hier heraußen von sich gegeben (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!), dass sehr vieles nicht passt, was ich aber nicht verstehe. Und das, glaube ich, muss man dann wirklich den Bauern auch ehrlich sagen (Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!), weil sich die FPÖ gerne als große Bauernvertreterin gibt. (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!) Warum macht die FPÖ gemeinsam mit Landesrat Waldhäusl ein Tierschutzvolksbegehren, das mehr oder weniger ein massives Eingreifen in die landwirtschaftliche Arbeit bringen würde? (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.) – Herr Kollege, ich verstehe Sie von hier aus nicht! Heraußen gscheit reden, aber dann anders beziehungsweise gegen die Bauern handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!
Heute aber, geschätzte Damen und Herren, sollte auch, aufbauend auf der Kritik des Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ, die Stunde der Wahrheit sein, denn Sie, Herr Kollege, haben hier heraußen von sich gegeben (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!), dass sehr vieles nicht passt, was ich aber nicht verstehe. Und das, glaube ich, muss man dann wirklich den Bauern auch ehrlich sagen (Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!), weil sich die FPÖ gerne als große Bauernvertreterin gibt. (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!) Warum macht die FPÖ gemeinsam mit Landesrat Waldhäusl ein Tierschutzvolksbegehren, das mehr oder weniger ein massives Eingreifen in die landwirtschaftliche Arbeit bringen würde? (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.) – Herr Kollege, ich verstehe Sie von hier aus nicht! Heraußen gscheit reden, aber dann anders beziehungsweise gegen die Bauern handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.
Heute aber, geschätzte Damen und Herren, sollte auch, aufbauend auf der Kritik des Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ, die Stunde der Wahrheit sein, denn Sie, Herr Kollege, haben hier heraußen von sich gegeben (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!), dass sehr vieles nicht passt, was ich aber nicht verstehe. Und das, glaube ich, muss man dann wirklich den Bauern auch ehrlich sagen (Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!), weil sich die FPÖ gerne als große Bauernvertreterin gibt. (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!) Warum macht die FPÖ gemeinsam mit Landesrat Waldhäusl ein Tierschutzvolksbegehren, das mehr oder weniger ein massives Eingreifen in die landwirtschaftliche Arbeit bringen würde? (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.) – Herr Kollege, ich verstehe Sie von hier aus nicht! Heraußen gscheit reden, aber dann anders beziehungsweise gegen die Bauern handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute aber, geschätzte Damen und Herren, sollte auch, aufbauend auf der Kritik des Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ, die Stunde der Wahrheit sein, denn Sie, Herr Kollege, haben hier heraußen von sich gegeben (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!), dass sehr vieles nicht passt, was ich aber nicht verstehe. Und das, glaube ich, muss man dann wirklich den Bauern auch ehrlich sagen (Abg. Lausch: Das ist ja nicht schlimm ...!), weil sich die FPÖ gerne als große Bauernvertreterin gibt. (Abg. Schmiedlechner: Tausende Betriebe haben ...!) Warum macht die FPÖ gemeinsam mit Landesrat Waldhäusl ein Tierschutzvolksbegehren, das mehr oder weniger ein massives Eingreifen in die landwirtschaftliche Arbeit bringen würde? (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Schmiedlechner.) – Herr Kollege, ich verstehe Sie von hier aus nicht! Heraußen gscheit reden, aber dann anders beziehungsweise gegen die Bauern handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner
Nun aber zum eigentlichen Thema, das mir heute ein besonderes Herzensanliegen ist, zu dem ich wirklich etwas sagen möchte (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner): Herr Minister, danke für 141 Millionen Euro für die Wildbach- und Lawinenverbauung! (Abg. Lausch: Ja, danke!) Wir Tiroler leben in Seitentälern, wo einfach ohne entsprechende Schutzbauten ein Leben zukünftig nicht möglich wäre. Unsere Verpflichtung ist es schon, auch Menschen im ländlichen Lebensraum Perspektiven, Zukunftsperspektiven zu geben. Ich darf erinnern: Am 22. Juli 2022 hat ein massives Unwetterereignis das Stubaital getroffen. Es wurden nicht nur viele Existenzen gefährdet, sondern sind zerstört worden. Aus diesem Grund sind Investitionen in die entsprechenden Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung notwendig und wichtig.
Abg. Lausch: Ja, danke!
Nun aber zum eigentlichen Thema, das mir heute ein besonderes Herzensanliegen ist, zu dem ich wirklich etwas sagen möchte (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner): Herr Minister, danke für 141 Millionen Euro für die Wildbach- und Lawinenverbauung! (Abg. Lausch: Ja, danke!) Wir Tiroler leben in Seitentälern, wo einfach ohne entsprechende Schutzbauten ein Leben zukünftig nicht möglich wäre. Unsere Verpflichtung ist es schon, auch Menschen im ländlichen Lebensraum Perspektiven, Zukunftsperspektiven zu geben. Ich darf erinnern: Am 22. Juli 2022 hat ein massives Unwetterereignis das Stubaital getroffen. Es wurden nicht nur viele Existenzen gefährdet, sondern sind zerstört worden. Aus diesem Grund sind Investitionen in die entsprechenden Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung notwendig und wichtig.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Minister, ein herzliches Danke für Ihre Bereitstellung der Mittel und für unser gemeinsames Arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Schmuckenschlager: Er redet ja von was anderem!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Kollege Hechenberger, ein Tierschutzvolksbegehren, egal ob es um Nutztiere, um landwirtschaftliche Nutztiere, geht, egal ob es um Haustiere geht, egal ob es um Wildtiere geht: Wenn es zum Wohle der Tiere ist, ist es immer ein gutes Volksbegehren, und es wurde von einer Million Menschen unterstützt, wenn man beide zusammennimmt. Das nur jetzt an deine Adresse gerichtet. (Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Schmuckenschlager: Er redet ja von was anderem!)
Zwischenruf des Abg. Hechenberger.
Es geht noch weiter: Die AMA wurde heute schon erwähnt – ich glaube, Kollegin Doppelbauer hat das gesagt –, die Förderungserhöhung bei der AMA. Viele dieser Vorfälle, die wir gehabt haben, betrafen auch Mitglieder der AMA, und mir hat nach einer Rede hier eine Landwirtin geschrieben: Na, ich möge die AMA nicht so angehen! – Ich gehe die AMA nicht an, aber die soll ja kontrollieren, wenn das ihre Mitglieder sind! (Zwischenruf des Abg. Hechenberger.) Jetzt kriegt sie so viel Geld, und gerade AMA-Mitglieder fallen dadurch auf, dass sie das Tierwohl nicht so, wie es die AMA beschreibt, betreiben. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Es geht noch weiter: Die AMA wurde heute schon erwähnt – ich glaube, Kollegin Doppelbauer hat das gesagt –, die Förderungserhöhung bei der AMA. Viele dieser Vorfälle, die wir gehabt haben, betrafen auch Mitglieder der AMA, und mir hat nach einer Rede hier eine Landwirtin geschrieben: Na, ich möge die AMA nicht so angehen! – Ich gehe die AMA nicht an, aber die soll ja kontrollieren, wenn das ihre Mitglieder sind! (Zwischenruf des Abg. Hechenberger.) Jetzt kriegt sie so viel Geld, und gerade AMA-Mitglieder fallen dadurch auf, dass sie das Tierwohl nicht so, wie es die AMA beschreibt, betreiben. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei der SPÖ.
Also ich würde sagen, da ist viel, viel zu tun, und ich habe die Frage – vielleicht meldest du dich nach meiner Rede –: Was gedenkst du wirklich zu tun, um die falschen Forderungen, die Tierleid verursachen, wegzubringen? Das, was wir jetzt unter Tierwohl führen, dient nämlich nicht dem Tierwohl. Und wie schauen die Kontrollen dazu aus? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, ich möchte noch einmal auf Ihr Ressort eingehen. Die Wirkungsziele wurden leider nicht auf dieses Bodenschutzziel – 2,5 Hektar – ausgerichtet. Da wäre mein dringender Appell, dass das abgebildet wird, dass also klare, erkennbare Wirkungsziele zum Schutz der Böden und zur Reduktion des großen Bodenverbrauchs sichtbar werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen eine starke Bodenschutzstrategie, denn sonst können wir in Zukunft auch in Ihrem Ressort die Aufgaben für den Klimaschutz nicht erfüllen, vor allem aber die Ernährungssicherheit nicht aufrechterhalten. Bitte bleiben Sie da dran! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Oje!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gelangt Abgeordneter Hauser. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Oje!)
Abg. Leichtfried: Haben wir ein Taferl?
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Leichtfried: Haben wir ein Taferl?) – Natürlich habe ich ein Taferl mit. Ich meine, ich werde euch ja nie enttäuschen. (Abg. Leichtfried: Das beruhigt mich!)
Abg. Leichtfried: Das beruhigt mich!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Leichtfried: Haben wir ein Taferl?) – Natürlich habe ich ein Taferl mit. Ich meine, ich werde euch ja nie enttäuschen. (Abg. Leichtfried: Das beruhigt mich!)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Unser Zugang ist allerdings ein anderer. Ich fange einmal mit Kollegen Hechenberger an. Was das Tierschutzvolksbegehren betrifft, Kollege Hechenberger, wurde mehrmals explizit darauf hingewiesen, dass da gefordert wird, dass Tiere zum nächstgelegenen Schlachthof transportiert werden, weil es um den Export von Schlachtvieh geht. Es ergibt doch wirklich keinen Sinn, Tiere kreuz und quer durch Europa zu transportieren, das Tier dann zu schlachten und das Schlachtvieh weiterzuverkaufen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) Das war die Intention des Volksbegehrens – zum x-ten Mal –, und es ist sinnlos, hier vom Rednerpult aus einfach falsche Sachen zu behaupten. Das war die Intention des Volksbegehrens, und das ist absolut notwendig: ein Tier, das geschlachtet wird, zum nächstgelegenen Schlachthof zu transportieren, um Tierleid zu verhindern. So einfach ist die Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Zugang ist allerdings ein anderer. Ich fange einmal mit Kollegen Hechenberger an. Was das Tierschutzvolksbegehren betrifft, Kollege Hechenberger, wurde mehrmals explizit darauf hingewiesen, dass da gefordert wird, dass Tiere zum nächstgelegenen Schlachthof transportiert werden, weil es um den Export von Schlachtvieh geht. Es ergibt doch wirklich keinen Sinn, Tiere kreuz und quer durch Europa zu transportieren, das Tier dann zu schlachten und das Schlachtvieh weiterzuverkaufen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) Das war die Intention des Volksbegehrens – zum x-ten Mal –, und es ist sinnlos, hier vom Rednerpult aus einfach falsche Sachen zu behaupten. Das war die Intention des Volksbegehrens, und das ist absolut notwendig: ein Tier, das geschlachtet wird, zum nächstgelegenen Schlachthof zu transportieren, um Tierleid zu verhindern. So einfach ist die Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen müssen wir die Initiativen der Freiheitlichen Partei umsetzen: Wir brauchen wolfsfreie Weidezonen, wir brauchen eine Rückstufung des Schutzstatus des Wolfes – alles von der ÖVP und von allen Parteien hier im Parlament abgelehnt. Wir kommen also keinen Schritt weiter. Und was passiert? – Es gibt immer weniger Kleinbetriebe. Das müssen wir stoppen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Diese Woche haben die Vereinten Nationen bekannt gegeben, dass auf dieser Welt acht Milliarden Menschen leben. Das ist eine Zahl, die uns eigentlich die Verantwortung für Land- und Forstwirtschaft besonders klar und deutlich macht, denn es sind zwei wesentliche Säulen – die Ernährung und auch die Bereitstellung von Energie –, die auf den Rohstoffen aus diesem Sektor beruhen, um unser Leben zu erhalten. Diese Versorgungssicherheit wird tagtäglich von den Bäuerinnen und Bauern in Österreich sichergestellt – und dafür dürfen wir Danke sagen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
sehr gut, dass auch die Land- und Forstwirtschaft und damit die Versorgungssicherheit Österreichs bei der ÖVP gut aufgehoben sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Lebensader Wasser gilt es zu schützen und vor allem für jene Gebiete mit einer Bewässerungsinfrastruktur auszubauen, die das Rückgrat unserer Rohstoffproduktion, vor allem im Getreidebereich, sind. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Ich glaube, diese Stabilität ist mit dem Budget gegeben. Diese Stabilität brauchen wir und diese Stabilität wird anhand des Agrardiesels und des Energieprogramms deutlich. Auch ist die Frage der steuerlichen Kulisse nicht für Neiddebatten geeignet, sondern letztendlich geht es darum, jene Gruppe zu unterstützen, die die Basis für unser Leben legt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich verstehe wirklich nicht, warum dies so passiert. Es gibt keine sachlichen Gründe dafür, diese Kürzungen durchzuführen. Es gibt keine budgetären Zwänge dazu, sondern im Gegenteil: Das agrarische Budget wurde erweitert und ausgebaut. Das Ministerium verfügt jährlich über 2,2 Milliarden Euro an Bundesländermitteln und EU-Fördermitteln, das könnte man tatsächlich auch für diese sozialen Dienste einfordern. Als Kommunalpolitikerin im ländlichen Raum sehe ich diese Auswirkungen tagtäglich. Wir brauchen die Kinderbetreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, denn diese fehlen massiv, diese gehören dringend ausgebaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt weniger Mittel für die Pflege, die Altenwohnheime. Die Plätze fehlen uns. Auch da brauchen wir diese Förderungen. Es bleibt alles bei den Bäuerinnen, bei den Frauen hängen; sie müssen schauen, wie sie das alles managen. Wir brauchen gleichgestellte Familien, eine gleichberechtigte Situation, sodass Beruf und Familie vereinbart werden können. Die gesamte Versorgung von jungen und alten Menschen, psychosoziale Einrichtungen, barrierefreie Zugänge, Pflegebetreuung, Hol- und Bringservicedienste: Das alles muss im ländlichen Raum zur Verfügung stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen unsere Bauern und besonders unsere Bäuerinnen mit aller Kraft und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Fakt ist, liebe Kolleginnen und Kollegen, Investitionen in soziale Dienstleistungen schaffen mehr Arbeitsplätze, mehr soziale Infrastruktur, mehr Gleichberechtigung und vor allem mehr Lebensqualität. Das stärkt das soziale Gefüge und schafft einen lebenswerten ländlichen Raum. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Insbesondere soll es da zu einer Forcierung der Exportchancen und dem Abbau der Exportbarrieren kommen. Der Export ist grundsätzlich sehr wichtig und für viele Betriebe auch eine großartige Einnahmequelle, aber bevor die Exportchancen erhöht werden, muss die Lebensmittelversorgungssicherheit im eigenen Land gewährleistet sein. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Wasser und Lebensmittel sind für unser aller Überleben unabdingbar. Es ist in meinen Augen absolut der falsche Weg, den die Bundesregierung da einschlägt, denn da sollten wir nicht sparen, sondern investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Entwicklung unserer Bauernhöfe und Flächen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Produktion. Die Bäuerinnen und Bauern in Österreich sind der Garant für die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln. Das hat gerade in Zeiten wie diesen eine besondere Bedeutung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Ausgleichszahlungen sind keine Almosen, sondern die Basis dafür, dass wir mit dem Nachteil unserer Strukturen im Wettbewerb innerhalb Europas bestehen können. Diese Ausgleichszahlungen ermöglichen uns in unserer Kleinstrukturiertheit erst die Wettbewerbsfähigkeit. Das ist ein Weg, den Österreich seit Längerem erfolgreich gegangen ist und der nicht nur unsere Bäuerinnen und Bauern stärkte, sondern letztlich auch den Konsumentinnen und Konsumenten zugutekam. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner
Herr Kollege Schmiedlechner, du kritisierst die Bewerbungstour unseres Ministers, über Österreich hinweg in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), mit dem Bauernbund, um unseren Bäuerinnen und Bauern draußen vor Ort zu erklären, welche Maßnahmen für sie die richtigen sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), wie sie zu ihren Leistungsabgeltungen kommen, welche Möglichkeiten bestehen. Ich würde vorschlagen: Probiere das doch einmal bei deiner Klientel! Erkläre ihnen das! Hilf ihnen, die Maßnahmen zu ergreifen! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Das würde ihnen mehr nützen, als wenn du permanent nur alles schlechtredest. (Beifall bei der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner
Herr Kollege Schmiedlechner, du kritisierst die Bewerbungstour unseres Ministers, über Österreich hinweg in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), mit dem Bauernbund, um unseren Bäuerinnen und Bauern draußen vor Ort zu erklären, welche Maßnahmen für sie die richtigen sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), wie sie zu ihren Leistungsabgeltungen kommen, welche Möglichkeiten bestehen. Ich würde vorschlagen: Probiere das doch einmal bei deiner Klientel! Erkläre ihnen das! Hilf ihnen, die Maßnahmen zu ergreifen! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Das würde ihnen mehr nützen, als wenn du permanent nur alles schlechtredest. (Beifall bei der ÖVP.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Herr Kollege Schmiedlechner, du kritisierst die Bewerbungstour unseres Ministers, über Österreich hinweg in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), mit dem Bauernbund, um unseren Bäuerinnen und Bauern draußen vor Ort zu erklären, welche Maßnahmen für sie die richtigen sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), wie sie zu ihren Leistungsabgeltungen kommen, welche Möglichkeiten bestehen. Ich würde vorschlagen: Probiere das doch einmal bei deiner Klientel! Erkläre ihnen das! Hilf ihnen, die Maßnahmen zu ergreifen! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Das würde ihnen mehr nützen, als wenn du permanent nur alles schlechtredest. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Schmiedlechner, du kritisierst die Bewerbungstour unseres Ministers, über Österreich hinweg in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), mit dem Bauernbund, um unseren Bäuerinnen und Bauern draußen vor Ort zu erklären, welche Maßnahmen für sie die richtigen sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner), wie sie zu ihren Leistungsabgeltungen kommen, welche Möglichkeiten bestehen. Ich würde vorschlagen: Probiere das doch einmal bei deiner Klientel! Erkläre ihnen das! Hilf ihnen, die Maßnahmen zu ergreifen! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Das würde ihnen mehr nützen, als wenn du permanent nur alles schlechtredest. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss: Vielen Dank, Herr Minister, für den Einsatz und das Engagement! Mit diesem Budget können wir auch für unsere Bäuerinnen und Bauern die so wichtigen vielseitigen und notwendigen Unterstützungen weiterhin absichern. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Die Landwirtschaft, ein Phänomen der ÖVP: Seit dem Jahre 1987 gibt es nur ÖVP-Ministerinnen und ÖVP-Minister im Landwirtschaftsressort. Eure Abgeordneten erklären immer, die SPÖ, die NEOS und die Freiheitlichen können Landwirtschaft nicht. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) – Wir haben ja da auch nie etwas zu reden gehabt, und daher ist euch allein die Verantwortung zuzuschreiben.
Zwischenruf bei der ÖVP
Zum Beispiel schreibt Rainer Nowak von der „Presse“, zwar schon im Jahre 2019, weil er da noch frei entscheiden können hat (Zwischenruf bei der ÖVP) – jetzt hat er bezüglich der ÖVP ein bissel aufpassen müssen, was er schreibt, weil sie sehr stark miteinander verbündet waren –: „1970 machte“ der „Anteil der Landwirte an der Bevölkerung noch 23 Prozent aus, mittlerweile sind es nur mehr gut vier Prozent.“ „Mehr als jeder zweite Hof“ ist „seit 1970 verschwunden“. – Und ihr sagt, ihr versteht etwas von Landwirtschaft. Ich verstehe das nicht darunter, dass ihr von Landwirtschaft etwas versteht, wenn täglich kleine Betriebe zusperren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Du bist ja auch kein Bauer! – Abg. Reiter: Das verstehe ich auch, dass du das nicht verstehst!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Du bist ja auch kein Bauer! – Abg. Reiter: Das verstehe ich auch, dass du das nicht verstehst!
Zum Beispiel schreibt Rainer Nowak von der „Presse“, zwar schon im Jahre 2019, weil er da noch frei entscheiden können hat (Zwischenruf bei der ÖVP) – jetzt hat er bezüglich der ÖVP ein bissel aufpassen müssen, was er schreibt, weil sie sehr stark miteinander verbündet waren –: „1970 machte“ der „Anteil der Landwirte an der Bevölkerung noch 23 Prozent aus, mittlerweile sind es nur mehr gut vier Prozent.“ „Mehr als jeder zweite Hof“ ist „seit 1970 verschwunden“. – Und ihr sagt, ihr versteht etwas von Landwirtschaft. Ich verstehe das nicht darunter, dass ihr von Landwirtschaft etwas versteht, wenn täglich kleine Betriebe zusperren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Du bist ja auch kein Bauer! – Abg. Reiter: Das verstehe ich auch, dass du das nicht verstehst!)
Abg. Kühberger: Kennst du das Programm nicht, ... für die Jungen? ... kennst du nicht? Lies das einmal! Dann kannst du ... reden!
Das, was ihr fördert, sind – und das ist heute in den Beiträgen meiner Vorredner eindeutig herausgekommen – die Agrarindustrie und die Großgrundbesitzer. Die kleinen Bauern lasst ihr im Stich. (Abg. Kühberger: Kennst du das Programm nicht, ... für die Jungen? ... kennst du nicht? Lies das einmal! Dann kannst du ... reden!) Warum? Erklärt mir, warum täglich landwirtschaftliche Betriebe zusperren! Die wollen ja nur mit dem Einkommen, das sie haben, auskommen. Mehr braucht ihr ihnen ja nicht zu geben. Ist die Landschaftspflege nichts wert?
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Die Tourismusbetriebe in Tirol sagen alle, die Landschaft muss gepflegt werden. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Jetzt gebt doch den Bauern das Geld, das sie brauchen! (Zwischenruf des Abg. Weber.) – Obernosterer kann noch so schimpfen – ich habe ja recht; du weißt ja ganz genau, dass du im Lesachtal davon lebst, das ist ja wohl logisch. Wie stellt ihr euch das denn vor? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Weber.
Die Tourismusbetriebe in Tirol sagen alle, die Landschaft muss gepflegt werden. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Jetzt gebt doch den Bauern das Geld, das sie brauchen! (Zwischenruf des Abg. Weber.) – Obernosterer kann noch so schimpfen – ich habe ja recht; du weißt ja ganz genau, dass du im Lesachtal davon lebst, das ist ja wohl logisch. Wie stellt ihr euch das denn vor? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Die Tourismusbetriebe in Tirol sagen alle, die Landschaft muss gepflegt werden. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Jetzt gebt doch den Bauern das Geld, das sie brauchen! (Zwischenruf des Abg. Weber.) – Obernosterer kann noch so schimpfen – ich habe ja recht; du weißt ja ganz genau, dass du im Lesachtal davon lebst, das ist ja wohl logisch. Wie stellt ihr euch das denn vor? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Oder ist der Bauernbund so stark, dass ihr sagt: Na gut, jetzt dürfen auch schon die Kindeskinder wählen, dann ist die ÖVP-Mehrheit dort immer gesichert?! Zum Schluss nehmt ihr auch noch den Hofhund dazu, der könnte bei euch auch noch wählen, damit ihr eure Mehrheit dort sichert. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Nein, es reicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Oder ist der Bauernbund so stark, dass ihr sagt: Na gut, jetzt dürfen auch schon die Kindeskinder wählen, dann ist die ÖVP-Mehrheit dort immer gesichert?! Zum Schluss nehmt ihr auch noch den Hofhund dazu, der könnte bei euch auch noch wählen, damit ihr eure Mehrheit dort sichert. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Nein, es reicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kollross: Ihr könnt euch mit Kreisky nicht vergleichen!
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Kollege Köchl, wenn es diese Maßnahmen dieser Regierung und der vergangenen Regierungen nicht gäbe, wäre der Strukturwandel wesentlich stärker, als er derzeit ist. Wir können uns mit dem, was an Strukturwandel stattfindet, locker mit den Kreisky-Zeiten und der SPÖ-Regierung vergleichen. Da war der Strukturwandel nämlich viel stärker, und auch jetzt ist er in anderen Ländern Europas stärker. (Abg. Kollross: Ihr könnt euch mit Kreisky nicht vergleichen!) Das heißt, die Maßnahmen, die die Regierungen jetzt und in der jüngsten Vergangenheit gesetzt haben, greifen und stabilisieren.
Beifall bei der ÖVP.
Danke an Herrn Bundesminister Norbert Totschnig und an Herrn Finanzminister Magnus Brunner! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Besonders interessant: 1,632 Milliarden Euro werden an die Bäuerinnen und die Bauern ausbezahlt. Und so gelingt es, mit 341 Millionen Euro an nationalen Mitteln diese 1,6 Milliarden Euro von der EU auszulösen: für das Umweltprogramm, für Ausgleichszahlungen an Bergbauern, für die Investitionsförderung; Tierwohlmaßnahmen und Waldfonds nicht eingerechnet. Da einen besonderen Dank wieder an Herrn Minister Totschnig, dass es gelingt, mit 341 Millionen Euro insgesamt 1,6 Milliarden Euro an EU-Mitteln auszulösen. (Beifall bei der ÖVP. – Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung ist ein hohes Gut und wird großgeschrieben. Es geht in diesem Budget auch um die Versorgungssicherheit. Es geht um Ernährungssouveränität, und dafür sorgen die Bäuerinnen und die Bauern. Sie sorgen für einen Lebensraum mit Lebensqualität und wirtschaften nach den Grundsätzen der ökosozialen Marktwirtschaft, und dafür gebührt den Bäuerinnen und Bauern ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Herr Bundesminister, Sie haben die Nachhaltigkeit erwähnt. Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist wichtig für die Zukunft unseres Landes und die Ernährungssicherheit. Da frage ich mich schon: Warum haben Sie sich dementsprechend nicht dafür eingesetzt, dass Holz, Hackgut auf der europäischen Ebene als nachhaltig eingestuft wurde? Was ist stattdessen passiert? – Auf der europäischen Ebene als nachhaltig eingestuft wurden Atomstrom und Gas. Da hätte ich mir wesentlich mehr von Ihnen erwartet. Ich hätte mir erwartet, dass Sie Flagge zeigen und sich auch für die Holzbauern oder für die Holzindustrie dementsprechend einsetzen (Heiterkeit bei der SPÖ), was die Nachhaltigkeit des Hackgutes betrifft, vor allem in Bezug auf die Fernwärme, wo es doch sehr, sehr wichtig ist, auch alternative Energieformen zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben die Nachhaltigkeit erwähnt. Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist wichtig für die Zukunft unseres Landes und die Ernährungssicherheit. Da frage ich mich schon: Warum haben Sie sich dementsprechend nicht dafür eingesetzt, dass Holz, Hackgut auf der europäischen Ebene als nachhaltig eingestuft wurde? Was ist stattdessen passiert? – Auf der europäischen Ebene als nachhaltig eingestuft wurden Atomstrom und Gas. Da hätte ich mir wesentlich mehr von Ihnen erwartet. Ich hätte mir erwartet, dass Sie Flagge zeigen und sich auch für die Holzbauern oder für die Holzindustrie dementsprechend einsetzen (Heiterkeit bei der SPÖ), was die Nachhaltigkeit des Hackgutes betrifft, vor allem in Bezug auf die Fernwärme, wo es doch sehr, sehr wichtig ist, auch alternative Energieformen zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei SPÖ und Grünen.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, den Ausdruck „Klimaterroristen“ würde ich Sie ersuchen zurückzunehmen, bitte. (Beifall und Bravorufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe heute eine Diskussion mit einer der Gruppe dieser Letzten Generation gehabt, und da ist ja Fleisch auch so ein Thema. Wir dürfen ja in Zukunft alle kein Fleisch mehr essen. Das ist Extremismus. Ich glaube, da müssen wir sehr aufpassen, dass das nicht alles in eine falsche Richtung geht und die Lebensqualität in diesem Land darunter leidet. Herr Bundesminister, ich würde Sie bitten, das in Ihren Kreisen, in denen Sie unterwegs sind, aber auch in der Bundesregierung generell anzusprechen und dafür zu sorgen, dass die Frau Umwelt- und Klimaministerin Gewessler auch einmal auf dem Boden der Realität ankommt, und dass Sie ihr erklären, wie es hier in Österreich funktioniert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen mit Hausverstand an dieses Thema herangehen und uns auch damit beschäftigen, was wir wollen: Wollen wir die Flächen mit Fotovoltaikanlagen versiegeln oder wollen wir unsere landwirtschaftlichen Nutzflächen aufrechterhalten, um unsere Tiere zu versorgen und natürlich auch die Lebensmittelproduktion zu gewährleisten? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einen letzten Punkt noch: Die Entwicklung in den Regionen ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Regionen leiden da und dort massiv unter den zu geringen finanziellen Mitteln, da gibt es teilweise infrastrukturelle Schwächen. Dazu nur einen Punkt, weil Kollege Berlakovich dieses Gemeindepaket angesprochen hat, diese 1 Milliarde Euro, von der allein Wien 240 Millionen Euro bekommt: Diese Mittel sollten so eingesetzt werden, dass sie wirklich in den strukturschwachen Regionen ankommen und nicht so, dass sie wieder in die Bundeshauptstadt gehen, die eh schon privilegiert ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
harter und fordernder Job ist, aber Sie haben ein Bild wie zehn Jahre Regenwetter gezeichnet. Wenn jeder Landwirt so denken würde, dann gäbe es keine Bauern und Bäuerinnen mehr in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das finde ich auch sehr bezeichnend, wenn von der SPÖ herübergeschrien wird: Das ist eh sehr gut! Das finde ich auch ein bisschen bedenklich. Ich glaube, es ist gescheiter, wir denken in Lösungen und Perspektiven mit einer Spur Idealismus natürlich, wie es in der Landwirtschaft notwendig ist. Gleichzeitig dann aber von Ihrer Seite wieder zu sagen, wohin man die Gelder für die Landwirtschaft umschichten sollte, finde ich eher durchsichtig, diese Logik erschließt sich mir irgendwie nicht ganz.
Beifall bei der ÖVP.
allem auch eines tun: die Lebensgrundlage Landwirtschaft für uns alle erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Die Bäuerinnen und Bauern stehen vor großen Herausforderungen, insofern finde ich es schon bedenklich, wenn Kolleginnen und Kollegen der Opposition hier heraußen stehen, wie zum Beispiel Kollegin Feichtinger, die dann sagt, wir müssen Agrargelder in Richtung soziale Dienstleistungen umschichten – Frau Kollegin, da stemmen wir uns vehement dagegen, weil Agrargelder den Bäuerinnen und Bauern als Ausgleichszahlungen zur Verfügung stehen sollen (Beifall bei der ÖVP) –, oder auch Kollege Kainz, der behauptet, im Budget der Siedlungswasserwirtschaft wurden Gelder gekürzt.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich habe es gesagt: Das Versorgungssicherheitspaket für die Landwirtschaft, die Dieselrückvergütung, die CO2-Bepreisung, die Rückvergütung und der Stromkostenzuschuss, um nur einige Unterstützungsmaßnahmen zu nennen, sind wichtig und richtig. Die brauchen wir, damit man auf den Betrieben auch weiterhin entsprechend wirtschaften kann. Der erste Teil wird auch im Dezember mit der Auszahlung bei den Betrieben einlangen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit wir die landwirtschaftlichen Betriebe für die Zukunft absichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben darüber hinaus auch das Know-how, wie Landwirtschaft erfolgreich funktionieren kann, und wir haben noch eine weitere sehr, sehr wichtige Ressource: Speziell bei uns in den Regionen haben wir wirklich viele junge Menschen, die an der Land- und Forstwirtschaft in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen ein hohes Interesse haben und es auch zeigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
in den letzten Jahren eine steigende Schülerzahl vorweisen kann. Das muss man auch einmal gesagt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte somit um Zustimmung für das Budget 2023, denn es gibt Sicherheit und eine Zukunft für die Eigenversorgung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
ÖVP. – Das zeigt, dass Sie anscheinend noch nie auf einem Bauernhof gelebt oder davon gelebt haben, denn, Herr Kollege Köchl, das haben wir in der Schule hoffentlich gelernt (Zwischenruf bei der SPÖ), Essen und Trinken braucht jeder Mensch, ohne Essen und Trinken würden wir sterben. Und wir haben in der Schule auch gelernt, wie wichtig gesundes Essen ist, in dem Vitamine, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Mineralstoffe und Wasser enthalten ist.
Beifall bei der ÖVP.
Warum erzähle ich das? – Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Landeskammerrat Martin Spreitzhofer (in Richtung Galerie), seien auch Sie herzlich willkommen! Gut, dass sich auch jemand aus der Steiermark für das Budget interessiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Nur, wir alle hier herinnen sind gefordert: Kaufen Sie regionale Lebensmittel! Predigen Sie, liebe Opposition, nicht nur Wasser und trinken Wein, sondern gehen wir es gemeinsam an und unterstützen wir unseren österreichischen Familienbetrieb! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Rufe: Der Herr Bundesminister?
Die Debatten darüber werden unter einem stattfinden. (Rufe: Der Herr Bundesminister?) – Der Herr Bundesminister wird kommen. Wir gehen aber in die Beratungen ein.
Abg. Brandstätter: Wo ist der Minister? Herbeischaffen! – Abg. Loacker: Der ist noch beim Friseur!
Die erste Rednerin ist Frau Abgeordnete Andrea Kuntzl. – Bitte. (Abg. Brandstätter: Wo ist der Minister? Herbeischaffen! – Abg. Loacker: Der ist noch beim Friseur!)
Abg. Brandstätter: Sagt alles! Sagt alles! – Zwischenrufe bei Grünen, NEOS und SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung des den Saal betretenden Bundesministers Polaschek –: Guten Morgen, schön, dass Sie Zeit gefunden haben!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir kommen jetzt zu einem Budgetkapitel, von dem es in Sonntagsreden immer wieder heißt, wie wichtig es ist, nämlich zum Bereich der Bildungspolitik. Dass der Minister nicht anwesend ist, ist ein bisschen symbolisch dafür - - (Abg. Brandstätter: Sagt alles! Sagt alles! – Zwischenrufe bei Grünen, NEOS und SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung des den Saal betretenden Bundesministers Polaschek –: Guten Morgen, schön, dass Sie Zeit gefunden haben!) – Bitte, ist er da? (Rufe: Ja! Szenenapplaus!) Willkommen, Herr Minister! Das war ein bisschen symbolisch dafür, wie stiefmütterlich dieser Bereich behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe: Ja! Szenenapplaus!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir kommen jetzt zu einem Budgetkapitel, von dem es in Sonntagsreden immer wieder heißt, wie wichtig es ist, nämlich zum Bereich der Bildungspolitik. Dass der Minister nicht anwesend ist, ist ein bisschen symbolisch dafür - - (Abg. Brandstätter: Sagt alles! Sagt alles! – Zwischenrufe bei Grünen, NEOS und SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung des den Saal betretenden Bundesministers Polaschek –: Guten Morgen, schön, dass Sie Zeit gefunden haben!) – Bitte, ist er da? (Rufe: Ja! Szenenapplaus!) Willkommen, Herr Minister! Das war ein bisschen symbolisch dafür, wie stiefmütterlich dieser Bereich behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir kommen jetzt zu einem Budgetkapitel, von dem es in Sonntagsreden immer wieder heißt, wie wichtig es ist, nämlich zum Bereich der Bildungspolitik. Dass der Minister nicht anwesend ist, ist ein bisschen symbolisch dafür - - (Abg. Brandstätter: Sagt alles! Sagt alles! – Zwischenrufe bei Grünen, NEOS und SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung des den Saal betretenden Bundesministers Polaschek –: Guten Morgen, schön, dass Sie Zeit gefunden haben!) – Bitte, ist er da? (Rufe: Ja! Szenenapplaus!) Willkommen, Herr Minister! Das war ein bisschen symbolisch dafür, wie stiefmütterlich dieser Bereich behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung des mit Abg. Stocker sprechenden Bundesministers Polaschek
Im Bereich der Universitäten ist es so weit, dass die Rektoren auf die Straße gehen und protestieren. Der Herr Bundesminister, der mir vielleicht seine Aufmerksamkeit schenken könnte (in Richtung des mit Abg. Stocker sprechenden Bundesministers Polaschek), der selber Rektor war, kann ja gut einschätzen, was es bedeutet, wenn es einmal so weit gekommen ist, dass die Rektoren auf die Straßen gehen.
Heiterkeit des Bundesministers Polaschek.
Ich möchte Sie, Herr Bundesminister, etwas fragen. (Heiterkeit des Bundesministers Polaschek.) – Ich finde das nicht lustig, Herr Bundesminister, im Gegensatz zu Ihnen (Beifall bei der SPÖ), und auch die Studierenden und die jungen Wissenschaftler an den Universitäten, die davon betroffen sind, finden das nicht lustig. Ich möchte Sie fragen, was Sie unternehmen werden, um das alles zu verhindern.
Beifall bei der SPÖ
Ich möchte Sie, Herr Bundesminister, etwas fragen. (Heiterkeit des Bundesministers Polaschek.) – Ich finde das nicht lustig, Herr Bundesminister, im Gegensatz zu Ihnen (Beifall bei der SPÖ), und auch die Studierenden und die jungen Wissenschaftler an den Universitäten, die davon betroffen sind, finden das nicht lustig. Ich möchte Sie fragen, was Sie unternehmen werden, um das alles zu verhindern.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Künsberg Sarre.
Wir sind in einer Zeit – einer Umbruchszeit –, in der wir besonders auf die Wissenschaft angewiesen sind. Wir wissen auch, dass jeder Euro, den wir in die Universitäten investieren, dreimal in den Staatshaushalt zurückkommt. Wir leben in einer Zeit, in der wir ganz dringend eine offensive Wissenschaftspolitik brauchen würden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Künsberg Sarre.)
Ruf bei der SPÖ: Na ja!
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Kollegin Kuntzl, wir haben bei diesem Bildungs- und Wissenschaftsbudget einen Betrag von 17,2 Milliarden Euro, den der Minister zur Verfügung hat. Das sind um 1,3 Milliarden Euro mehr als vorher – also so wenig, wie Sie sagen, ist es wirklich nicht. (Ruf bei der SPÖ: Na ja!)
Beifall bei der ÖVP.
Überdies kann ich Ihnen sagen: Man kann auch Fortschritte erzielen, wenn nicht immer die großen Budgetmittel zur Verfügung stehen. – Frau Kollegin Kuntzl, das ist ein Zitat von einer Frau Unterrichtsministerin aus dem Jahre 2014, geäußert am 22. Mai 2014, namens Heinisch-Hosek. Sie können auch Fortschritte erzielen, wenn nicht immer die großen Budgetmittel zur Verfügung stehen; wir werden Fortschritte erzielen, und wir haben auch genügend Budgetmittel dafür zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei den NEOS: Geh bitte!
Ich möchte in die Zukunft blicken und zwei Punkte, was die Schulen anlangt und keine Budgetmittel beansprucht, erwähnen, zum Beispiel dass wir die Autonomie der Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen dadurch stärken, dass wir die Lehrpläne wirklich neu konzipieren werden. Das hat der Herr Bundesminister versprochen. Sie werden in einer Art und Weise neu konzipiert, dass der Unterricht lebendiger, autonomer, kreativer wird erfolgen können – kostet nicht viel, wird aber viel bringen. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei den NEOS: Geh bitte!)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Sie sehen also, man kann auch Fortschritte erzielen, wenn nicht immer die großen Budgetmittel zur Verfügung stehen. Dieses Wort von Frau Heinisch-Hosek nehmen wir uns zu Herzen. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Wir werden es erfüllen, und wir werden Fortschritte in diesen Bereichen erzielen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Sie sehen also, man kann auch Fortschritte erzielen, wenn nicht immer die großen Budgetmittel zur Verfügung stehen. Dieses Wort von Frau Heinisch-Hosek nehmen wir uns zu Herzen. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Wir werden es erfüllen, und wir werden Fortschritte in diesen Bereichen erzielen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hermann Brückl. – Bitte. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Abg. Michael Hammer: Müssen sie nicht!
unsere Universitäten am Minoritenplatz um Geld betteln, vor allem die technischen Universitäten. (Abg. Michael Hammer: Müssen sie nicht!) – Natürlich müssen sie es, Herr Kollege! Vor allem die technischen Universitäten, die Lehrstühle haben massive Probleme mit den steigenden Personalkosten und mit den steigenden Energiekosten, weil der Aufwand für die Forschung einfach ein wesentlich höherer ist. Jetzt gibt es zwar um 150 Millionen Euro mehr, wie den Medien zu entnehmen war, aber das wird nicht reichen. Es fehlt immer noch fast eine halbe Milliarde Euro.
Beifall bei der FPÖ.
Hohes Haus! Bildung ist ein Schlüssel, der viele Schlösser sperrt, Bildung ist aber vor allem ein Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zweites Beispiel: schulisches Unterstützungspersonal. Dass Pädagoginnen und Pädagogen Unterstützung durch Profis aus anderen Bereichen brauchen, wissen wir, und die bekommen sie jetzt. Es gibt eine dauerhafte Kofinanzierung des Bundes für neue Stellen in der Administration, im psychosozialen Bereich. 700 neue Stellen allein in der Administration können damit geschaffen werden, denn im Team zu arbeiten, in multiprofessionellen Teams zu arbeiten, ist in den Schulen wichtiger denn je. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Drittes Beispiel: der Ganztagsbetrieb – auch der wird mit diesem Budget abgesichert und ausgebaut. Das ist ein Bereich, der seit Jahrzehnten ein Fleckerlteppich ist, und da werden jetzt nicht nur die Mittel kräftig erhöht, sondern dieses Problem wird, wie der Herr Bundesminister angekündigt hat, im nächsten Finanzausgleich auch dauerhaft gelöst. Das ist gut so, weil Familien tatsächlich in ganz Österreich überall auch ganztägige Angebote brauchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Projekt, das wir in Rekordzeit auf Schiene gebracht haben. 100 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, das ist eine ganz wichtige Investition in einen ganz wichtigen Zukunftsbereich unserer Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dann möchte ich noch – das ist mir ganz wichtig – die vielen Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine erwähnen, die neu in unser Schulsystem gekommen sind. Auch das ist mit 182 Millionen Euro ein großer Budgetposten, denn für jedes zusätzliche Kind in unserem System gibt es selbstverständlich zusätzliche Ressourcen, zusätzliche Planposten und dazu noch einmal zusätzliche Mittel für Sprachförderung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist nicht immer leicht für alle Beteiligten, das ist eine Herausforderung, aber es ist unsere Pflicht als Zufluchtsland für diese Familien und diese Kinder, und ich freue mich über jedes Kind, das hier bei uns in Sicherheit ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ein Wort vielleicht noch aus grüner Sicht zu den Gebäuden, die auch noch wichtig wären: Auch da sind in den nächsten Jahren Rekordinvestitionen geplant, 2,4 Milliarden Euro in den nächsten Jahren mit speziellem Fokus auf so wichtigen Dingen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, was Heizung, Lüftung, Raumklima betrifft. Auch da wurde noch nachgeschärft, mit einem speziellen Fokus darauf, den Klimaaktiv-Goldstandard in diesem Bereich zu erreichen. Auch das ist ein wichtiges Signal, das in die Zukunft weist. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Ja, sicher!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Besucherinnen und Besucher hier auf der Galerie und liebe Zuseherinnen und Zuseher daheim! Na ja, die Vorredner der Regierungsfraktionen machen ein bisschen sprachlos. Sie glauben wirklich, dass dieses Budget in die Zukunft blickt, generationengerecht ist (Abg. Michael Hammer: Ja, sicher!) und eine Investition in die Zukunft ist. – Ist es nicht, das sehen wir, wenn wir darauf schauen und wenn wir auch die Zukunftsquote anschauen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Richtig schauen, Frau Kollegin! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Richtig schauen, Frau Kollegin! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Besucherinnen und Besucher hier auf der Galerie und liebe Zuseherinnen und Zuseher daheim! Na ja, die Vorredner der Regierungsfraktionen machen ein bisschen sprachlos. Sie glauben wirklich, dass dieses Budget in die Zukunft blickt, generationengerecht ist (Abg. Michael Hammer: Ja, sicher!) und eine Investition in die Zukunft ist. – Ist es nicht, das sehen wir, wenn wir darauf schauen und wenn wir auch die Zukunftsquote anschauen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Richtig schauen, Frau Kollegin! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Michael Hammer: Das ist meistens so!
Wenn man das Budget im Bildungsbereich anschaut, sieht man, Sie führen de facto das bestehende fort (Abg. Michael Hammer: Das ist meistens so!), der Hauptbestandteil des zusätzlichen Geldes wird von der Inflation aufgefressen beziehungsweise geht in die Personalkosten. (Abg. Taschner: Das ist auch gut so, weil wir ein gutes Personal haben!)
Abg. Taschner: Das ist auch gut so, weil wir ein gutes Personal haben!
Wenn man das Budget im Bildungsbereich anschaut, sieht man, Sie führen de facto das bestehende fort (Abg. Michael Hammer: Das ist meistens so!), der Hauptbestandteil des zusätzlichen Geldes wird von der Inflation aufgefressen beziehungsweise geht in die Personalkosten. (Abg. Taschner: Das ist auch gut so, weil wir ein gutes Personal haben!)
Abg. Michael Hammer: Die werden von der Gewerkschaft aufgehusst! Das ist ja gesteuert!
Dabei wäre ganz viel schon bekannt, was zu tun wäre, und Sie hätten eigentlich ein Leichtes, Herr Minister: Sie hätten nämlich einen Bauchladen voll mit Themen, und Sie müssten nur irgendwo einmal etwas öffnen und sagen: Ah, ich schaue einmal in die Elementarbildungsbauchlade hinein!, denn komischerweise ist es so und es wundert mich, dass, wenn das ein solch toller Erfolg ist, wie Kollegin Hamann uns zu erklären versucht, all die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, die Elementarpädagoginnen und -pädagogen nicht jubeln, sondern eigentlich total unzufrieden sind und nach wie vor sagen: Es wird sich nicht wahnsinnig viel ändern! (Abg. Michael Hammer: Die werden von der Gewerkschaft aufgehusst! Das ist ja gesteuert!)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Und Ihre vielgepriesene Kindergartenmilliarde über die nächsten fünf Jahre ist ja wohl eine Mogelpackung schlechthin. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Taschner: Nein, das habe ich nicht gemacht!
Herr Kollege Taschner schüttelt den Kopf (Abg. Taschner: Nein, das habe ich nicht gemacht!), weil er, glaube ich, gar nicht weiß, was das genau ist oder was das bedeutet, und weil er vielleicht gar nicht weiß, dass das ganz viele Chancen eröffnen würde (Abg. Michael Hammer: Ich glaube, der weiß mehr als Sie!), nämlich Kindern, die in einem Elternhaus aufwachsen, in dem es ihnen nicht so gut geht oder wo die Eltern nicht so viel unterstützen können. Also vielleicht schauen Sie einmal dorthin. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ich glaube, der weiß mehr als Sie!
Herr Kollege Taschner schüttelt den Kopf (Abg. Taschner: Nein, das habe ich nicht gemacht!), weil er, glaube ich, gar nicht weiß, was das genau ist oder was das bedeutet, und weil er vielleicht gar nicht weiß, dass das ganz viele Chancen eröffnen würde (Abg. Michael Hammer: Ich glaube, der weiß mehr als Sie!), nämlich Kindern, die in einem Elternhaus aufwachsen, in dem es ihnen nicht so gut geht oder wo die Eltern nicht so viel unterstützen können. Also vielleicht schauen Sie einmal dorthin. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Herr Kollege Taschner schüttelt den Kopf (Abg. Taschner: Nein, das habe ich nicht gemacht!), weil er, glaube ich, gar nicht weiß, was das genau ist oder was das bedeutet, und weil er vielleicht gar nicht weiß, dass das ganz viele Chancen eröffnen würde (Abg. Michael Hammer: Ich glaube, der weiß mehr als Sie!), nämlich Kindern, die in einem Elternhaus aufwachsen, in dem es ihnen nicht so gut geht oder wo die Eltern nicht so viel unterstützen können. Also vielleicht schauen Sie einmal dorthin. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Stimmt nicht!
Das Nächste, was Sie auch aufmachen könnten – und darüber wird überhaupt nicht gesprochen –, ist die Bauchlade der Kinder mit Behinderung, mit SPF. Sie machen in diesem Bereich de facto überhaupt nichts. (Abg. Michael Hammer: Stimmt nicht!) Die Grünen sind in dieser Thematik verstummt und sagen immer nur: Wir machen etwas, es kommt etwas!
Abg. Brandstätter: Skandal!
Ich frage: Was kommt denn eigentlich genau? Was machen Sie in diesem Bereich? Das 11. und 12. Schuljahr ist für Kinder mit Behinderungen nach wie vor nicht vorhanden. Man kann an einer Hand abzählen, wie viele Kinder das genehmigt bekommen, und das hat damit zu tun, dass Sie zu wenige Planstellen für diesen Bereich zur Verfügung stellen. (Abg. Brandstätter: Skandal!)
Abg. Brandstätter: Ja!
Der nächste Punkt: Was natürlich wirklich ein Skandal ist, ist, wie Sie mit den Hochschulen umgehen. (Abg. Brandstätter: Ja!) Das ist sehr jämmerlich, vor allem weil ja viele Rektoren hier herinnen sitzen, Professoren, alle, die Wissenschaft
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja super!
Die grüne Kollegin hat zwei Tage vor den Budgetverhandlungen im Plenum auf einmal gesehen: Uh, das geht sich nicht ganz aus mit der Kommunikation, ich fordere jetzt doch noch irgendetwas nach! – Sie (in Richtung Bundesminister Polaschek) sagen einmal, es sei genug vorhanden, dann werden gestern in der Früh noch kurz 150 Millionen Euro aus Ihren Rücklagen nachgeschossen. Wir fragen uns alle: Warum genau 150? Vielleicht können Sie uns das ja erklären. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja super!)
Abg. Blimlinger: Das ist nicht geteilt!
Für uns ist klar: Sie müssen das Budget für die Universitäten so aufstellen, dass den Universitäten so viel zur Verfügung steht, wie sie zu Beginn der Leistungsvereinbarungsperiode zugesagt bekommen haben, natürlich mit all den Steigerungen, damit das, was sie vorgehabt und geplant haben, auch umsetzbar ist, sowohl im Forschungsbetrieb als auch im Lehrbetrieb. (Abg. Blimlinger: Das ist nicht geteilt!) Sie wissen, dass, wenn Sie das nicht machen, vor allem die Jungen darunter leiden werden – die Studierenden, weil das Lehrangebot eingeschränkt wird, und die jungen Wissenschafter, weil die von den Universitäten einfach nicht mehr eingestellt werden.
Beifall bei den NEOS
Das hat nicht nur mit jenen im Hier und Jetzt etwas zu tun und Auswirkungen auf sie, sondern das hat für uns alle für die nächsten Jahrzehnte Auswirkungen (Beifall bei den NEOS), denn alles, was wir jetzt in diesen Bereich stecken, werden wir wieder zurückbekommen, und zwar mehrfach – und das wissen Sie ganz genau. Also ich würde vorschlagen: Gehen Sie noch einmal in sich und schauen Sie, ob Sie nicht noch irgendwo eine Rücklage finden – ich glaube, es gibt genug –, dass Sie da noch etwas nachschießen können! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das hat nicht nur mit jenen im Hier und Jetzt etwas zu tun und Auswirkungen auf sie, sondern das hat für uns alle für die nächsten Jahrzehnte Auswirkungen (Beifall bei den NEOS), denn alles, was wir jetzt in diesen Bereich stecken, werden wir wieder zurückbekommen, und zwar mehrfach – und das wissen Sie ganz genau. Also ich würde vorschlagen: Gehen Sie noch einmal in sich und schauen Sie, ob Sie nicht noch irgendwo eine Rücklage finden – ich glaube, es gibt genug –, dass Sie da noch etwas nachschießen können! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Künsberg Sarre: Oh! Das macht mein Kollege!
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete, den Entschließungsantrag haben Sie nicht eingebracht? (Abg. Künsberg Sarre: Oh! Das macht mein Kollege!)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Martin Polaschek: Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Auch wenn das vonseiten der Opposition zum Teil nicht so gesehen wird – was mich jetzt auch nicht wundert, deshalb ist es ja die Opposition –: Die Zukunftsfelder Bildung, Wissenschaft und Forschung stellen wesentliche Schwerpunkte der Bundesregierung dar. Das spiegelt sich auch im Budget für das Jahr 2023 wider, das Ihnen nach einer auch intensiven Diskussion im Ausschuss heute zur Debatte vorliegt. Es ist, wie ich meine, ein sehr gutes Budget, das sehr wohl zahlreiche neue Initiativen ermöglicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf einmal als Erstes erwähnen – und das freut mich besonders –, dass wir erstmals seit sehr langer Zeit einen neuen Schultyp schaffen, und das in einem gesellschaftlich extrem wichtigen Bereich, nämlich in der Pflege. Dafür stehen im nächsten Jahr rund 50 Millionen Euro und in den Jahren darauf rund 100 Millionen Euro bereit. Damit können bis zu 8 000 Schulplätze finanziert werden. Das ist wirklich ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden natürlich auch auf diejenigen achten, die bereits als Lehrerinnen und Lehrer im System sind. Wir sind in intensiven Gesprächen mit den Standesvertretungen. Wir haben bereits im Frühjahr erste Entlastungsmaßnahmen im administrativen Bereich für die Lehrerinnen und Lehrer auf Schiene gebracht, und wir sind in regelmäßigem Austausch mit den Betroffenen vor Ort, mit den Standesvertretungen, um weiterhin alles dafür zu tun, dass die Lehrerinnen und Lehrer von möglichst vielen administrativen Aufgaben entlastet werden können, damit sie sich auf das konzentrieren können, was sie gerne tun, nämlich: unterrichten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch auf die Elementarpädagogik vergessen wir natürlich nicht. Im Budget sind 5 Millionen Euro vorgesehen, um zusätzliche Fachkräfte über Kollegplätze zu gewinnen. Mit diesem Budget wird auch erstmals seit Langem wieder die Finanzierung eines neuen verpflichtenden Gegenstands, nämlich der digitalen Bildung, verankert. 4 Stunden in der Sekundarstufe I kommen dazu. Dafür fließen zukünftig noch einmal rund 50 Millionen Euro zusätzlich ins Bildungsbudget. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich ist auch die Finanzierung der Geräteinitiative wieder enthalten; ebenfalls mit rund 50 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt konnten bereits 255 000 Geräte ausgeliefert werden. Mir wäre nicht bekannt, dass jemals so viele Geräte in Österreich beschafft und verteilt worden sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch der sonderpädagogische Förderbedarf ist mir natürlich ein Anliegen. Dieser wird gerade evaluiert, und wenn die Evaluierungsergebnisse vorliegen, werden wir prüfen, wie die Gelder weiter eingesetzt werden sollen und ob es auch noch Aufstockungsbedarf gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und ja, auch im Hinblick auf aktuelle und noch zu bewältigende Krisen wurde vorgesorgt. Wir bekämpfen weiterhin die Folgen der Coronapandemie. Im kommenden Budget sind 118 Millionen Euro dafür veranschlagt. Damit können wichtige Maßnahmen wie Förderstunden oder Maßnahmen etwa im Bereich Bewegung und Sport weiterentwickelt und fortgesetzt werden. In Summe haben wir den Schulen seit 2021 damit eine halbe Milliarde Euro für Förderungen zur Verfügung gestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und ja, selbstverständlich wurde auch bezüglich der Teuerung vorgesorgt. Um die Steigerung der Energiepreise bei den Bundesschulen auszugleichen, werden die Schulen im kommenden Jahr zusätzlich über 30 Millionen Euro zur Verfügung haben. Das entspricht einer Aufstockung der entsprechenden Mittel um über 16 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Leistungsvereinbarungsperiode ist das ein Plus von weit über 17 Prozent. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Blimlinger.
Ich weiß, dass einzelne Universitäten nun in den Raum stellen, sie müssten auf Distancelearning umstellen. Ich halte das für nicht gut. Ich halte es für nicht richtig, dass budgetäre Debatten auf dem Rücken von Studierenden ausgetragen werden. Das halte ich für nicht fair gegenüber den Studierenden, da bin ich dagegen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Blimlinger.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Prammer.
Frau Abgeordnete Kuntzl, ich habe mir deshalb erlaubt, zu lachen, weil es nicht richtig war, zu behaupten, dass eine Universität in Insolvenz gehen wird. Frau Rektorin Seidler hat das behauptet, aber das stimmt nicht. Frau Rektorin Seidler ist eine ausgezeichnete Universitätsmanagerin, aber so etwas sollte man nicht leichtfertig sagen, und so etwas sollte man auch nicht ungefiltert übernehmen. Sie selbst haben auch Ahnung von Universitäten. In den Raum zu stellen, dass eine Universität im Jahr 2024 in Insolvenz gehen wird, ist einfach lachhaft, es tut mir leid. Das wird nicht passieren. Dafür ist eine Managerin einer Universität da: um alles zu tun, um das zu verhindern. Das wird nicht passieren und das sollte man auch nicht in den Raum stellen. Man sollte nicht mit den Ängsten der Studierenden spielen, man sollte hier nicht ungerechtfertigt den Teufel an die Wand malen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Prammer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Budget für das Jahr 2023 ist laut FTI-Pakt bereits im Bundesfinanzgesetz eingestellt. Das Budget des Bundesministeriums für den FTI-Pakt 2024 bis 2026 wird rund 2,586 Milliarden Euro betragen. Das ist im Vergleich zum FTI-Pakt 2021 bis 2023 mit 1,9 Milliarden Euro ein Plus von 34 Prozent und eine Steigerung um fast 660 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 34 Prozent für die nächsten Jahre, was die Forschung der außeruniversitären Einrichtungen angeht. Das ist wirklich eine massive Investition in die Forschung. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, dass wir dem Nationalrat in vielen Bereichen ein gutes und in manchen Bereichen ein sehr gutes Budget vorlegen können. Wir setzen damit zahlreiche Neuinitiativen und stellen sehr wohl Mittel bereit, um aktuelle Herausforderungen gut bewältigen zu können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Steigerung von 34 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro erreichen. Das übersteigt jegliche Inflationsrate, und dadurch glaube ich, auch wirklich behaupten zu können, dass das ein zukunftsgerichtetes Budget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dass durch dieses Fach dann noch zusätzlich vor allem auch Mädchen für technische Studien und Lehrberufe begeistert werden, ist im Hinblick auf den Fachkräftemangel sicherlich auch zukunftsweisend. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir investieren in die Zukunft, wir stärken Forschung und Digitalisierung, das ist wichtig und richtig, und wir sind das auch den nächsten Generationen schuldig. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Taschner: Es ist schon sehr gut! Es ist ein gutes Budget! – Abg. Michael Hammer: Genau!
Abgeordnete Petra Tanzler (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wir sind jetzt beim letzten Tagesordnungspunkt für heute angelangt, und auch wenn noch so viele Redner der Regierungsparteien hier stehen, das Budget für den Bildungsbereich wird nicht besser. (Abg. Taschner: Es ist schon sehr gut! Es ist ein gutes Budget! – Abg. Michael Hammer: Genau!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Die Inflation wird höher als die Investition sein. Wenn bei der Bildung gespart wird, ist es kein gutes Budget, es ist ein schlechtes Budget für dieses Land. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Frau Kollegin, das sind doch Stehsätze!
dort sein, wo wir es uns ungefähr vorstellen würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Frau Kollegin, das sind doch Stehsätze!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass Werbung alleine das nicht schaffen wird. Dieses Geld könnte wahrlich besser investiert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Diese Platte kennen wir schon!
Man sieht schon, dass diese Regierung für Pädagoginnen und Pädagogen, für Eltern, Kinder und somit auch für die Zukunft dieses Landes nur sehr wenig übrig hat, sonst würden Sie dringend handeln. Sie verwalten unser aller Steuergeld, setzen es aber nicht gerecht ein. Das ist verantwortungslos und jeder Tag, an dem Sie länger das Sagen haben, ist leider ein verlorener Tag für uns alle. (Abg. Taschner: Diese Platte kennen wir schon!)
Abg. Michael Hammer: Welche ÖVP meinen Sie?
Es wird mit dieser Regierung und vor allem mit der ÖVP in der Regierung leider kein Fortkommen im Bildungsbereich geben. (Abg. Michael Hammer: Welche ÖVP meinen Sie?) Das wissen wir seit Jahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird mit dieser Regierung und vor allem mit der ÖVP in der Regierung leider kein Fortkommen im Bildungsbereich geben. (Abg. Michael Hammer: Welche ÖVP meinen Sie?) Das wissen wir seit Jahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: „Neuwahlen!“ rufen!
Herr Minister, ist fordere Sie noch einmal auf: Setzen Sie sich dafür ein! (Abg. Michael Hammer: „Neuwahlen!“ rufen!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ist fordere Sie noch einmal auf: Setzen Sie sich dafür ein! (Abg. Michael Hammer: „Neuwahlen!“ rufen!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Schön, dass wir jetzt Kollegen Hammer auch schon überzeugt haben von den Neuwahlen! – Abg. Einwallner: Jetzt wird das Klavier noch einmal verteidigt, der goldene Flügel!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Eva Blimlinger. (Abg. Kucher: Schön, dass wir jetzt Kollegen Hammer auch schon überzeugt haben von den Neuwahlen! – Abg. Einwallner: Jetzt wird das Klavier noch einmal verteidigt, der goldene Flügel!)
Abg. Michael Hammer: Das ist bildlich gut dargestellt! – Abg. Höfinger: Sie haben ein schönes Bild gezeichnet!
Jetzt hatten wir 250 Millionen Euro im Budget, und nahe dem Martinstag hat dann der Minister einen Teil des Mantels – jetzt nicht bis zu 560 Millionen Euro – über die Universitäten geworfen. (Abg. Michael Hammer: Das ist bildlich gut dargestellt! – Abg. Höfinger: Sie haben ein schönes Bild gezeichnet!) Wir sind – Gott sei Dank sozusagen – in der Situation, dass die Universitäten, hoffe ich, auch dem Bundesminister nicht im Traum erscheinen.
Beifall bei Abgeordneten den Grünen.
in Präsenz machen. Nebstbei wird die Studienbeihilfe erhöht, indexiert, das schlägt sich auch im Budget nieder. Das war eine Forderung, die die SPÖ jahrelang hatte, aber nie umgesetzt hat. Wir haben sie erstmals gemeinsam umgesetzt. (Beifall bei Abgeordneten den Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Digital-Uni Linz!
Es gibt sehr viele neue Universitätsbauten, dazu gehört der Med-Uni-Campus Wien. Es gibt ein wunderbares Projekt in Klagenfurt, in das auch sehr viel Geld hineinfließt. (Abg. Michael Hammer: Digital-Uni Linz!)
Abg. Kucher: Sie sind gut informiert!
Kollegin Niss hat eigentlich zusammengefasst, was aus der Forschung zu sagen ist. Da Kollege Kucher heute noch einmal spricht: Nein, im Budget ist nicht vorgesehen, dass die Studienplätze der Mediziner verdoppelt werden, und das werden sie auch ganz sicher nicht. Ich denke, er wird in seiner Rede anmerken, wie es mit den Medizinern ausschaut. (Abg. Kucher: Sie sind gut informiert!) Genau darum geht es: Studiensituationen zu schaffen, die realistisch sind.
Abg. Rauch: So ein Blödsinn!
In diesem Sinne bin ich im Übrigen natürlich noch immer dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Abg. Rauch: So ein Blödsinn!) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne bin ich im Übrigen natürlich noch immer dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Abg. Rauch: So ein Blödsinn!) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Martin Graf: So viel zum Martinstag! – Ruf bei der ÖVP: Hast ein Gansl mit?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Martin Graf. (Abg. Martin Graf: So viel zum Martinstag! – Ruf bei der ÖVP: Hast ein Gansl mit?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS
Die Zukunft ist planbar, wir wissen ja die Zahlen hinsichtlich Inflation, Teuerung und Ähnlichen mehr. Da wundert es mich schon, dass hier so großartig gefeiert wird, und dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Opposition da nicht Beifall klatscht, sondern das genauso sieht. Ich meine, wenn drei ehemalige Rektoren – in jeder Regierungspartei sitzt einer, plus ein Rektor auf der Regierungsbank – die tertiäre Bildungspolitik mehr oder weniger wie einen Sparverein betreiben, dann fehlt mir das Verständnis. Kollegin Blimlinger verzeihe ich das, die hat ihre kaufmännische Ausbildung in der Tabaktrafik genossen (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS), aber alle anderen, die hier im Hohen Haus sind, wissen doch darüber Bescheid, was los ist.
Beifall bei der FPÖ.
nicht die Assistenz für den Herrn Finanzminister! Bilden Sie vor allem nicht wieder nächstes Jahr schon die nächsten Rücklagen für übernächstes Jahr, sondern lassen Sie der Universität und den Bildungseinrichtungen schon im Vorfeld Planungssicherheit, noch dazu wenn wir wissen, dass das Budget, das wir beschließen, am Freitag in diesem Punkt bereits überholt sein wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS
Nicht zuletzt spreche ich auch den Nobelpreis an. Das ist natürlich eine ganz persönliche Leistung von Anton Zeilinger (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS), aber dass eine solche Entwicklung auf österreichischem Universitätsboden möglich ist, lässt mich auch zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein fast schon – nicht ganz – halbes Jahrhundert, das ich als Universitätsangehöriger in verschiedenen Funktionen verbringe – als Student, ebenso auch als Rektor –, hat mir einen gewissen Grundoptimismus vermittelt und diesen auch verstärkt. Ich habe großzügigere Jahre erlebt, ich habe knappere Jahre erlebt, aber ich habe immer erlebt, dass es mit den österreichischen Universitäten einen konstruktiven weiteren Weg gibt. Genau dieser Optimismus ist durch dieses Budget auch wieder bestätigt worden. Das Budget steht für Krisenbewältigung und Zukunftsinvestition, und dieses Geld, das an die Universitäten geht, ist beides. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Taschner: Bitte? Also Wissenschaft und Lehre sicher nicht!
Eines muss ich aber schon sagen: Wenn wir im Staatsgrundgesetz stehen haben: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei“, dann sage ich: Ja, aber leider ist sie in Österreich inzwischen frei von Vision. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Taschner: Bitte? Also Wissenschaft und Lehre sicher nicht!)
Abg. Taschner: Das ist platt, dieses Argument!
Wenn ich dann so eine Forscherin, ein Forscher bin, dann sehe ich: Da ist Wahlkampf in Oberösterreich, und es heißt: Na gut, stellen wir halt eine Uni hin! – Ich habe nichts gegen eine Universität in Oberösterreich, Kollege Hammer, ganz im Gegenteil, aber was ist mit der Planung vorher, dem Einbinden der Professorinnen und Professoren? (Abg. Taschner: Das ist platt, dieses Argument!) Das mit Prof. Hochreiter habe ich jetzt schon mehrfach gefragt: Der beste Forscher in Bezug auf künstliche Intelligenz ist bei der Gründung einer Digitaluniversität nicht eingebunden worden! Ganz im Gegenteil, heute sagt er: Wenn ihr das macht, dann gehe ich raus aus Österreich! – Was ist denn das für eine Planung? Das ist ja absurd! Deswegen noch einmal meine Frage: Haben Sie endlich mit ihm geredet?
Abg. Taschner: Bitte?!
Also erstens ist es das Geld. Zum Geld ist aber noch etwas zu sagen. Ich habe auch mit Rektorinnen und Rektoren gesprochen, und die sagen: Na ja, zuerst haben sie gesagt, sie haben nichts. Jetzt haben sie schon 150 Millionen Euro mehr. Worauf soll ich mich einstellen? Dann haben sie gesagt, ich soll auf meine Rücklagen zurückgreifen. Wie erkläre ich das einerseits künftig einem Sponsor, wenn der sagt: Sie haben ja eh noch Rücklagen!? Andererseits ist es möglicherweise auch ein Eingriff in die Autonomie. (Abg. Taschner: Bitte?!) – So einfach, Herr Bundesminister, kann man es sich wirklich nicht machen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weil wir beim Thema Geld sind, komme ich zum nächsten Punkt: Man kann mit Geld natürlich jedenfalls etwas bewegen. Darüber habe ich mich mit Herrn Prof. Zielinski unterhalten. Er hat gesagt: Natürlich, als wir dieses Comprehensive Cancer Center gegründet haben, ging es um die Idee und alles Mögliche, aber es war natürlich auch Geld notwendig, um das gründen zu können! – Dieses Comprehensive Cancer Center hat inzwischen großartige Forschungsergebnisse erzielt; aber darüber hinaus: Ich wünsche allen in Österreich, dass man Prof. Zielinski und seine Kolleginnen und Kollegen nie braucht, aber wenn wir ihn brauchen, wissen wir, wir haben ihn und diese großartigen Leute, seine Kolleginnen und Kollegen, in Österreich. Gut, dass man ihnen damals das Geld, die Ausstattung und die Möglichkeit gegeben hat, das zu gründen! Wir brauchen wieder ähnliche Initiativen. Da bin ich wieder beim Spirit, und der fehlt leider. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Der Redner hält das genannte Buch von Christoph Zielinski und Herbert Lackner in die Höhe.
es schon gelesen. Wenn es hier noch nicht gelesen wurde, möchte ich darauf hinweisen, das ist wirklich spannend: „Die Medizin und ihre Feinde“. (Der Redner hält das genannte Buch von Christoph Zielinski und Herbert Lackner in die Höhe.) Kollege Hammer, das ist ein Buch, keine Broschüre, sondern ein ernsthaftes Buch! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Taschner: Auch unsere Broschüren sind ernsthaft!)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Taschner: Auch unsere Broschüren sind ernsthaft!
es schon gelesen. Wenn es hier noch nicht gelesen wurde, möchte ich darauf hinweisen, das ist wirklich spannend: „Die Medizin und ihre Feinde“. (Der Redner hält das genannte Buch von Christoph Zielinski und Herbert Lackner in die Höhe.) Kollege Hammer, das ist ein Buch, keine Broschüre, sondern ein ernsthaftes Buch! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Taschner: Auch unsere Broschüren sind ernsthaft!)
Abg. Taschner: Ja, bitte, gerne! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich freue mich aber über gedruckte Produkte aller Art, wenn sie hier angeboten werden und wenn wir uns über die Inhalte unterhalten. Ich freue mich auch, wenn es Initiativen für die Pflege gibt. Das werden wir auch alle einmal brauchen, und das ist schon in Ordnung. Das ist aber ein wirklich ganz tolles Buch, und da ich noch ein paar Minuten habe, lese ich Ihnen gerne etwas vor. (Abg. Taschner: Ja, bitte, gerne! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? Doch, ich habe noch Zeit. Seien wir jetzt wieder ganz ernst, bitte! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, ich möchte auch einmal Professor sein!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich freue mich aber über gedruckte Produkte aller Art, wenn sie hier angeboten werden und wenn wir uns über die Inhalte unterhalten. Ich freue mich auch, wenn es Initiativen für die Pflege gibt. Das werden wir auch alle einmal brauchen, und das ist schon in Ordnung. Das ist aber ein wirklich ganz tolles Buch, und da ich noch ein paar Minuten habe, lese ich Ihnen gerne etwas vor. (Abg. Taschner: Ja, bitte, gerne! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? Doch, ich habe noch Zeit. Seien wir jetzt wieder ganz ernst, bitte! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, ich möchte auch einmal Professor sein!
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.
„Seit Jahrhunderten muss sich die Wissenschaft, besonders die medizinische, gegen religiöse Spinner, Scharlatane, Verschwörungstheorien und gewissenlose Geschäftemacher wehren.“ – Seit Jahrhunderten und in den letzten Jahren auch, habe ich dazugesagt. – „Schon Andreas Hofer“ – nichts gegen die Tiroler, gar nichts gegen Andreas Hofer –, „der große Tiroler Freiheitsheld, glaubte, man würde den braven Katholiken mit der übrigens schon damals hochwirksamen Pockenimpfung den Protestantismus einpflanzen.“ (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.) „Johann Wolfgang von Goethe hingegen war ein entschlossener Befürworter der Impfplicht.“
Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Gödl: ... Sie können lesen und schreiben!
Herr Prof. Polaschek – so spreche ich Sie jetzt an, weil das auch ein ernstes Thema ist –, Sie sind ja Rechtswissenschaftler. Bitte sagen Sie dieser Fraktion, Herrn Wöginger und übrigens auch Landeshauptmann Drexler, von dem ich enttäuscht bin, der auf einmal – das habe ich ihm eigentlich nicht zugetraut – gegen die Menschenrechtskonvention auftreten will (Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Gödl: ... Sie können lesen und schreiben!), erklären Sie bitte den Damen und Herren, was die Europäische Menschenrechtskonvention überhaupt ist! Sie wissen das natürlich.
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Erklären Sie Ihnen bitte, dass sie nicht nur im Verfassungsrang ist, sondern dass das auch ein Vertrag von ungefähr 46 Ländern ist. Das heißt, wenn ein Vertragspartner kommt und sagt: Wir ändern den Vertrag!, denn geht das ja gar nicht. Da muss ich nicht einmal Jurist sein, um das zu begreifen. Dann finde ich es wirklich beleidigend, dass diese Aussagen da immer wieder kommen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Da würde ich Sie wirklich bitten, dass Sie in Ihrer Eigenschaft als Professor und als Rechtswissenschaftler das auch noch aufklären.
Beifall bei den NEOS.
Dieser Entschließungsantrag ist hiermit eingebracht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Bitte, stimmen Sie diesem Antrag zu! Es ist ein wesentlicher Schritt für eine bessere Zukunft in diesem Land. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei den NEOS: Frau Präsidentin, das ist sehr lieb! – Abg. Brandstätter: Ich nehme das zur Kenntnis! – Abg. Steinacker: Das könnte man schon vorher wissen!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Brandstätter, es obliegt mir, festzuhalten, ob ein Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht ist. Das tue ich hiermit. Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht. Er ist auch ordnungsgemäß unterzeichnet und steht daher mit in Verhandlung. (Ruf bei den NEOS: Frau Präsidentin, das ist sehr lieb! – Abg. Brandstätter: Ich nehme das zur Kenntnis! – Abg. Steinacker: Das könnte man schon vorher wissen!)
Beifall bei der ÖVP.
Also vielleicht appelliere ich an alle hier, ihre Verantwortung wahrzunehmen, auch an uns, dass wir nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, nicht noch mehr eskalieren, sondern mit Zuversicht und auch mit Konstruktivität auf die Debatte und die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner einwirken. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Sagt wer?
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! 1,2 Milliarden Euro – diese Lücke klafft im Budget österreichischer Universitäten. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) – Die Universitäten sagen das, Herr Kollege Hammer! Die Universitäten haben das mit Zahlen belegt. (Abg. Taschner: Nein, haben sie eben nicht! – Abg. Michael Hammer: Haben sie nicht!) Rektorin Seidler hat im „Mittagsjournal“ auch ganz klar dargelegt, wie sich das zusammensetzt. (Abg. Michael Hammer: Und die ist jetzt der Maßstab, oder was?)
Abg. Taschner: Nein, haben sie eben nicht! – Abg. Michael Hammer: Haben sie nicht!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! 1,2 Milliarden Euro – diese Lücke klafft im Budget österreichischer Universitäten. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) – Die Universitäten sagen das, Herr Kollege Hammer! Die Universitäten haben das mit Zahlen belegt. (Abg. Taschner: Nein, haben sie eben nicht! – Abg. Michael Hammer: Haben sie nicht!) Rektorin Seidler hat im „Mittagsjournal“ auch ganz klar dargelegt, wie sich das zusammensetzt. (Abg. Michael Hammer: Und die ist jetzt der Maßstab, oder was?)
Abg. Michael Hammer: Und die ist jetzt der Maßstab, oder was?
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! 1,2 Milliarden Euro – diese Lücke klafft im Budget österreichischer Universitäten. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) – Die Universitäten sagen das, Herr Kollege Hammer! Die Universitäten haben das mit Zahlen belegt. (Abg. Taschner: Nein, haben sie eben nicht! – Abg. Michael Hammer: Haben sie nicht!) Rektorin Seidler hat im „Mittagsjournal“ auch ganz klar dargelegt, wie sich das zusammensetzt. (Abg. Michael Hammer: Und die ist jetzt der Maßstab, oder was?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Die Rache des Kurz, der an der Universität gescheitert ist!
Million mehr, da eine Million mehr – machen Sie die Universitäten zu Bittstellerinnen. Österreichs Universitäten werden zu Bittstellerinnen gemacht, und das von einem Wissenschaftsminister, der selber einmal Rektor war. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Die Rache des Kurz, der an der Universität gescheitert ist!)
Abg. Taschner: In der Stadt Wien schon, ja!
Was bringt diese Lücke im Budget mit sich? – Diese Lücke bringt möglicherweise wieder Distancelearning für Studierende. Diese Lücke bedeutet, dass möglicherweise auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause müssen, weil Labore geschlossen werden. Verträge, die befristet sind, stehen vor der Verlängerung auf der Kippe. Die TU Wien bereitet eine temporäre Schließung vor. All das ist wirklich eine Bankrotterklärung dieser Regierung. Auch die Studierenden, auch die Mitarbeiter:innen sind mit horrenden Lebenshaltungskosten, Heizungskosten, Stromkosten zu Hause konfrontiert und werden damit im Stich gelassen. (Abg. Taschner: In der Stadt Wien schon, ja!)
Abg. Michael Hammer: Furchtbar! Furchtbar!
Aber nicht nur das: Auch der FWF, der Wissenschaftsfonds, hat bereits angekündigt, dass im kommenden Jahr weniger Projekte genehmigt werden können. Weniger Projekte bedeuten weniger Forschungsnachwuchs. All das sind Schäden für unser Land, die nachhaltig sind und Jahre, möglicherweise Jahrzehnte nachwirken werden, wenn Sie da nicht nachbessern. Das ist eine dramatische Bestandsaufnahme für dieses Wissenschaftsbudget (Abg. Michael Hammer: Furchtbar! Furchtbar!) und, ich sage es noch einmal, eine Bankrotterklärung dieser Regierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber nicht nur das: Auch der FWF, der Wissenschaftsfonds, hat bereits angekündigt, dass im kommenden Jahr weniger Projekte genehmigt werden können. Weniger Projekte bedeuten weniger Forschungsnachwuchs. All das sind Schäden für unser Land, die nachhaltig sind und Jahre, möglicherweise Jahrzehnte nachwirken werden, wenn Sie da nicht nachbessern. Das ist eine dramatische Bestandsaufnahme für dieses Wissenschaftsbudget (Abg. Michael Hammer: Furchtbar! Furchtbar!) und, ich sage es noch einmal, eine Bankrotterklärung dieser Regierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: In welchem Universum leben Sie, Frau Kollegin?
Der Ausbau von Fachhochschulen steht auch schon längst auf dem Plan. Verhandelt wird auf den letzten Drücker, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und auch potenziell Studierende werden dabei vollkommen ignoriert. Eine finanzielle Absicherung für die Fachhochschulen fehlt vollkommen. Was uns dieses Budget aber verdeutlicht, ist, dass das Geld sehr wohl da ist, wenn es um von der ÖVP gewünschte Projekte geht. (Abg. Taschner: In welchem Universum leben Sie, Frau Kollegin?) Und das ist wirklich ein hochgradig problematisches Projekt.
Abg. Michael Hammer: Professor Taschner!
Herr Kollege Taschner, Sie fragen mich, in welcher Welt ich lebe. (Abg. Michael Hammer: Professor Taschner!) – Herr Kollege Taschner! Wir sind hier im Nationalrat, und das heißt: Herr Kollege, denn wir sind 183 Abgeordnete, und keiner ist hier mehr wert als der andere, Herr Kollege Hammer, und schon gar nicht Sie. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Taschner, Sie fragen mich, in welcher Welt ich lebe. (Abg. Michael Hammer: Professor Taschner!) – Herr Kollege Taschner! Wir sind hier im Nationalrat, und das heißt: Herr Kollege, denn wir sind 183 Abgeordnete, und keiner ist hier mehr wert als der andere, Herr Kollege Hammer, und schon gar nicht Sie. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Von Klimaklebeaktivisten!
Wenn Sie mich aber fragen, in welcher Welt ich lebe, dann sage ich Ihnen: Ich lebe in einer Welt, in der ich die Proteste, die auf den Straßen sind und von Studierenden, von Lehrenden, von Rektor:innen getragen werden, sehr wohl wahrnehme. (Abg. Michael Hammer: Von Klimaklebeaktivisten!) Das sind Proteste, die Sie ignorieren, Proteste, die vor den Toren des Wissenschaftsministeriums verhallen.
Abg. Michael Hammer: Nein, die Forderungen sind zu viel! – Abg. Taschner: Zu viel!
Sogar Kollegin Blimlinger hat in der Sendung „Hohes Haus“ anerkannt, dass die Forderungen, denen seitens des Ministeriums nachgegeben wird, zu wenig sind (Abg. Michael Hammer: Nein, die Forderungen sind zu viel! – Abg. Taschner: Zu viel!), dass das Geld, das da ausgegeben wird, zu wenig ist und dass es da eine Nachverhandlung, eine Nachbesserung des Budgets braucht. Überall, bei allen Fraktionen in diesem Haus, ist das angekommen, nur nicht bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Sogar Kollegin Blimlinger hat in der Sendung „Hohes Haus“ anerkannt, dass die Forderungen, denen seitens des Ministeriums nachgegeben wird, zu wenig sind (Abg. Michael Hammer: Nein, die Forderungen sind zu viel! – Abg. Taschner: Zu viel!), dass das Geld, das da ausgegeben wird, zu wenig ist und dass es da eine Nachverhandlung, eine Nachbesserung des Budgets braucht. Überall, bei allen Fraktionen in diesem Haus, ist das angekommen, nur nicht bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Ihr habt auch ein Problem!
Es ist wirklich dramatisch, eine derartige Finanzierungslücke bei Wissenschaft und Forschung dermaßen zu ignorieren. Die Universitäten schreien auf, aber auch die Fachhochschulen haben ein Problem. (Abg. Michael Hammer: Ihr habt auch ein Problem!) Und die pädagogischen Hochschulen werden in diesem Diskurs nur sehr wenig mitgenommen. Das ist aber das, was unser Land braucht: starke Universitäten, starke Fachhochschulen, starke pädagogische Hochschulen. Das sichert unsere Zukunft! (Abg. Taschner: Und für die sorgen wir, Frau Kollegin!)
Abg. Taschner: Und für die sorgen wir, Frau Kollegin!
Es ist wirklich dramatisch, eine derartige Finanzierungslücke bei Wissenschaft und Forschung dermaßen zu ignorieren. Die Universitäten schreien auf, aber auch die Fachhochschulen haben ein Problem. (Abg. Michael Hammer: Ihr habt auch ein Problem!) Und die pädagogischen Hochschulen werden in diesem Diskurs nur sehr wenig mitgenommen. Das ist aber das, was unser Land braucht: starke Universitäten, starke Fachhochschulen, starke pädagogische Hochschulen. Das sichert unsere Zukunft! (Abg. Taschner: Und für die sorgen wir, Frau Kollegin!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
wiedergeben, die gesagt hat: Auf geht’s Martin, her mit der Kohle! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Ja, eh!
Ich möchte einiges zurechtrücken, was von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern gekommen ist. Erstens darf ich Ihnen versichern: Wir haben ausgezeichnete Bildungseinrichtungen in unserem Land! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Ja, eh!) Wir haben ausgezeichnete Schulen, wir haben ausgezeichnete Lehrerinnen und Lehrer, wir haben hervorragende Universitäten, hervorragende Fachhochschulen und auch hervorragende pädagogische Hochschulen, an denen tagtäglich ganz viel an Bildung und an Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen und unseres Landes geleistet wird. Das möchte ich hier festhalten und zugleich allen, die in diesen Bildungsprozess involviert sind, von dieser Stelle aus auch einmal ein ganz großes Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte einiges zurechtrücken, was von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern gekommen ist. Erstens darf ich Ihnen versichern: Wir haben ausgezeichnete Bildungseinrichtungen in unserem Land! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Ja, eh!) Wir haben ausgezeichnete Schulen, wir haben ausgezeichnete Lehrerinnen und Lehrer, wir haben hervorragende Universitäten, hervorragende Fachhochschulen und auch hervorragende pädagogische Hochschulen, an denen tagtäglich ganz viel an Bildung und an Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen und unseres Landes geleistet wird. Das möchte ich hier festhalten und zugleich allen, die in diesen Bildungsprozess involviert sind, von dieser Stelle aus auch einmal ein ganz großes Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Taschner: Herr Brandstätter macht das schon!
verhandelt. Wenn da jetzt vielleicht der Einwand kommt, dass da so viel in Personalkosten geht – ja, natürlich geht da viel in Personalkosten rein. Wie wird Bildung denn vermittelt? Wir setzen ja die Kinder nicht nur vor einen Computer und sagen: Lernt das selber! (Abg. Taschner: Herr Brandstätter macht das schon!), sondern das machen unsere bestens ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, und daher geht natürlich auch ein ordentlicher Teil des Budgets in die Personalkosten. Das liegt ja auf der Hand.
Abg. Michael Hammer: Wirklich der letzte!
Ein letzter Satz (Abg. Michael Hammer: Wirklich der letzte!): Auch das dritte Gemeindepaket, meine Damen und Herren, ist ein ganz wesentlicher Beitrag für die Bildung in unserem Land. Warum? – Ihr alle seid hoffentlich so wie ich auch in den Gemeinden unterwegs, und ich weiß, wie unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dieses Geld sinnvoll investieren: vielfach in die Errichtung und in den Ausbau von Kinderbetreuungsstätten und Schulen. Daher gehen wir mit der Bildung auch weiter in eine gute Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein letzter Satz (Abg. Michael Hammer: Wirklich der letzte!): Auch das dritte Gemeindepaket, meine Damen und Herren, ist ein ganz wesentlicher Beitrag für die Bildung in unserem Land. Warum? – Ihr alle seid hoffentlich so wie ich auch in den Gemeinden unterwegs, und ich weiß, wie unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dieses Geld sinnvoll investieren: vielfach in die Errichtung und in den Ausbau von Kinderbetreuungsstätten und Schulen. Daher gehen wir mit der Bildung auch weiter in eine gute Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Brandstätter: Ideen!
Wir nehmen unseren Steuerzahlern 115 Milliarden Euro weg und kommen mit diesem vielen Geld trotzdem nicht aus – also nicht wir, sondern Sie als Bundesregierung – und machen weiter: 17 Milliarden Euro Defizit. Auch da wird gefordert: mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld. Ich bin überzeugt davon, dass das nicht das wirkliche Problem ist, sondern das wirkliche Problem ist meines Erachtens, dass das Bildungs- und Wissenschaftsministerium – ich rede jetzt vom tertiären Bereich, also dem Wissenschaftsbereich für die Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen – seine Aufgabe nicht wahrnimmt. Aus meinem Selbstverständnis müsste das Wissenschaftsministerium genau diese strategische Führungs- und Leitungsinstanz sein, die vielleicht nicht unbedingt Visionen hat, aber doch zumindest (Abg. Brandstätter: Ideen!) Ideen, Strategien hat, diese entwickelt, vorgibt, damit Sicherheit schafft, Perspektiven schafft, Vertrauen schafft. Nichts von dem stelle ich hier fest.
Abg. Taschner: Na ja, die Medizinunis - -!
Sie sollten sich damit beschäftigen, sich etwa Gedanken über den tertiären Bereich zu machen: Was sind die Aufgaben der Universitäten? Was sind die Aufgaben der Fachhochschulen? – Da gibt es unheimlich unterschiedliche Zugänge, Stichwort: Das eine sind Bildungseinrichtungen, das andere sind Ausbildungseinrichtungen, und Bildungseinrichtungen dienen einmal prioritär nicht der Deckung des Bedarfs der Wirtschaft. Das machen die Fachhochschulen als Ausbildungseinrichtungen. (Abg. Taschner: Na ja, die Medizinunis - -!)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Dann geht es auch darum – das haben wir Freiheitliche leider erfolglos im Rahmen unserer Regierungsbeteiligung angehen wollen –, dass die Universitäten und technischen Universitäten ein Profil entwickeln. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Wo ist die TU Graz besonders gut, wo die TU Wien? Und nicht 22‑mal den Bauchladen! Wenn Sie sich diese Gedanken gemacht hätten, dann wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit so ein Konstrukt wie das Institute of Digital Science Austria in Linz nicht zustande gekommen, denn das passt so überhaupt nicht in die Landschaft. Wir haben eine TU München, wir haben eine TU Wien, wir haben eine TU Graz: hervorragende technische Universitäten.
Abg. Steinacker: ... überhaupt noch Redezeit?
Jetzt haben wir Ende 2022. Wir kennen die Vorlaufzeiten auf den Fachhochschulen zur Planung von Studiengängen, zur strategischen Planung. Das sind doch nicht ein paar Monate! Nach Ihrem Plan findet jetzt, nachdem im Mai 2022 ein Kick-off-Meeting stattgefunden hat und dann offensichtlich monatelang nichts passiert ist, ein Stakeholdertreffen im ersten Quartal 2023 statt (Abg. Steinacker: ... überhaupt noch Redezeit?), das heißt, es sind nur wenige Monate. Die Fachhochschulen brauchen aber dringend eine Guidance, was ab September 2023 passiert. Jetzt werden Sie sagen: Da helfen wir ihnen mit den
Beifall bei der FPÖ.
Diese Rücklagen spielen überhaupt im gesamten Budget eine unrühmliche Rolle. Wir haben 17 Milliarden Euro Rücklagen, das heißt Gelder, die nicht verbraucht wurden. Das heißt aber gar nichts, die sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, wenn der Herr Finanzminister das nicht genehmigt. Andererseits sitzen wir hier und beschließen ein Budget mit einer Blackbox, die 26 Milliarden Euro groß ist, fast ein Fünftel des Budgets, nämlich 17 Milliarden Euro Rücklagen und 9 Milliarden Euro Überschreitungsermächtigungen für die Minister, wo wir überhaupt keinen Zugang haben. Also da stellt sich mir schon grundsätzlich die Frage, inwieweit das wichtigste Recht des Parlaments, nämlich die Budgethoheit, überhaupt noch gewährleistet ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Angerer überreicht Abg. Kassegger erwähnten Antrag.
Ich schweife aber jetzt schon ein bisschen ab. Bleiben wir bei den Fachhochschulen: Ich sollte jetzt einen Entschließungsantrag einbringen, der liegt aber auf meinem Tisch, und ich würde Erwin bitten, mir den in Windeseile zu geben. (Abg. Angerer überreicht Abg. Kassegger erwähnten Antrag.) – Vielen Dank.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Martin Graf: Das war die beste Rede des Tages!
(Beifall bei der FPÖ. – Abg. Martin Graf: Das war die beste Rede des Tages!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist keine einfache Situation – das habe ich heute schon einmal gesagt –, in der Zeit, in der wir uns befinden. Das spüren wir nicht nur auf der einen Seite, was die Institutionen, auch die Bildungsinstitutionen, angeht, sondern auch auf der anderen Seite daran, wie unsere Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort in den Klassen, in den Lehrsälen und so weiter damit umgehen müssen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle auch einmal ein großes Danke an alle Lehrenden ausschicken und an alle, die im gesamten Bildungsbereich rundherum arbeiten und dafür sorgen, dass unsere Kinder und jungen Menschen auch in Zukunft gut ausgebildet sind und damit auch unseren Wirtschaftsstandort stärken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn sich Kollegin Holzleitner von der SPÖ hierherstellt und sagt: 1 Million da, 1 Million dort, eigentlich passiert nichts und unsere Hochschulen werden bankrottgehen!, und überhaupt eine Bankrotterklärung dieser Regierung ausspricht, dann frage ich mich, welche Zahlen sie gelesen hat und ob das dann nicht vielleicht auch die Bankrotterklärung der SPÖ ist, wenn man irgendwie gar nicht auf die Zahlen eingehen kann. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist nicht: 1 Million da, 1 Million dort, sondern das sind Millionen-, Milliardenbeträge, die wir für unseren Hochschul-, für unseren Bildungsbereich in Österreich ausgeben. Ich glaube, darauf können wir wahnsinnig stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir können im Bildungsbereich für unseren Wirtschaftsstandort Österreich gut in die Zukunft schauen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Taschner: Die waren damals sehr viel besser, Frau Kollegin, als heute!
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher von zu Hause! Ich möchte einmal mit Herrn Kollegen Taschner anfangen, der immer wieder zynisch oder ironisch auf die Vergangenheit zurückkommt und ohne Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen, die damals waren, und ohne überhaupt irgendeine Adressierung irgendein Zitat herausholt. (Abg. Taschner: Die waren damals sehr viel besser, Frau Kollegin, als heute!) – Herr Kollege Taschner, ich glaube, Sie sind durchaus auch in der Lage, einmal zuzuhören, also bitte. (Abg. Michael Hammer: Er kann ja zuhören und reden!)
Abg. Michael Hammer: Er kann ja zuhören und reden!
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher von zu Hause! Ich möchte einmal mit Herrn Kollegen Taschner anfangen, der immer wieder zynisch oder ironisch auf die Vergangenheit zurückkommt und ohne Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen, die damals waren, und ohne überhaupt irgendeine Adressierung irgendein Zitat herausholt. (Abg. Taschner: Die waren damals sehr viel besser, Frau Kollegin, als heute!) – Herr Kollege Taschner, ich glaube, Sie sind durchaus auch in der Lage, einmal zuzuhören, also bitte. (Abg. Michael Hammer: Er kann ja zuhören und reden!)
Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon lange her!
Ich möchte Ihnen das nur deshalb sagen, weil wir uns zu einem Zeitpunkt um Bildung gekümmert haben – noch unter Bruno Kreisky –, als die Bildung ein Selektionskriterium für Reiche und Arme war. (Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon lange her!) Der Unterschied aber war – ich bitte Sie wirklich, zuzuhören –: Wir hatten ein Konzept. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Schulden machen! Schulden machen war das Kreisky-Konzept!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Schulden machen! Schulden machen war das Kreisky-Konzept!
Ich möchte Ihnen das nur deshalb sagen, weil wir uns zu einem Zeitpunkt um Bildung gekümmert haben – noch unter Bruno Kreisky –, als die Bildung ein Selektionskriterium für Reiche und Arme war. (Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon lange her!) Der Unterschied aber war – ich bitte Sie wirklich, zuzuhören –: Wir hatten ein Konzept. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Schulden machen! Schulden machen war das Kreisky-Konzept!)
Abg. Taschner: Frau Kollegin, darüber kann man lange sprechen!
Das Konzept von Bruno Kreisky hat geheißen: Chancengleichheit als Erstes und Verteilungsgerechtigkeit als Zweites. – Ich kann Ihnen nur sagen, das hat er ganz gescheit gemacht, denn aus dieser Formel ist Hochkonjunktur entstanden, und zwar für alle. (Abg. Taschner: Frau Kollegin, darüber kann man lange sprechen!)
Abg. Taschner: Das hat jetzt mit Bildung wenig zu tun!
Da hat nicht mehr die ÖVP entschieden, ob die Leute am Sonntag arbeiten oder zu Hause bleiben können. (Abg. Taschner: Das hat jetzt mit Bildung wenig zu tun!) Das ist schon ein wesentlicher Unterschied. Diese Entwicklung hat uns Wohlstand gebracht, hat Menschen wie mir die Möglichkeit gebracht, zu studieren, weil es nicht darum gegangen ist, ein paar Zahlen zu adressieren und nicht zu wissen, was man damit in Zukunft machen wird und welche Ziele man damit verfolgt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Da hat nicht mehr die ÖVP entschieden, ob die Leute am Sonntag arbeiten oder zu Hause bleiben können. (Abg. Taschner: Das hat jetzt mit Bildung wenig zu tun!) Das ist schon ein wesentlicher Unterschied. Diese Entwicklung hat uns Wohlstand gebracht, hat Menschen wie mir die Möglichkeit gebracht, zu studieren, weil es nicht darum gegangen ist, ein paar Zahlen zu adressieren und nicht zu wissen, was man damit in Zukunft machen wird und welche Ziele man damit verfolgt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Taschner: Wir haben Leistungsvereinbarungen bei den Universitäten, Frau Kollegin!
Ich verstehe diesen Zugang überhaupt nicht, dass man sagt: Für die Universitäten haben wir genug! – Was heißt denn: Wir haben genug!? Wofür ist es notwendig? Gibt es einen Zukunftsplan für Bildung, Ausbildung und Wissenschaft? (Abg. Taschner: Wir haben Leistungsvereinbarungen bei den Universitäten, Frau Kollegin!) – Eine Leistungsvereinbarung ist kein Zukunftsplan. (Heiterkeit der Abgeordneten Taschner, Michael Hammer, Stocker und Zarits. – Abg. Stocker: Mit Leistung haben Sie sich schon immer schwergetan! – Abg. Zarits: Die SPÖ bringt’s nicht zusammen!) Entschuldigung, wenn ich Geld habe und Leistungen vereinbare, dann muss ich als Politiker trotzdem einen Rahmenplan für so viele Millionen Euro haben. Haben Sie etwas vorgelegt? – Nein. Also wie sollen wir uns daran orientieren, was zukünftig notwendig ist? (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Taschner, Michael Hammer, Stocker und Zarits. – Abg. Stocker: Mit Leistung haben Sie sich schon immer schwergetan! – Abg. Zarits: Die SPÖ bringt’s nicht zusammen!
Ich verstehe diesen Zugang überhaupt nicht, dass man sagt: Für die Universitäten haben wir genug! – Was heißt denn: Wir haben genug!? Wofür ist es notwendig? Gibt es einen Zukunftsplan für Bildung, Ausbildung und Wissenschaft? (Abg. Taschner: Wir haben Leistungsvereinbarungen bei den Universitäten, Frau Kollegin!) – Eine Leistungsvereinbarung ist kein Zukunftsplan. (Heiterkeit der Abgeordneten Taschner, Michael Hammer, Stocker und Zarits. – Abg. Stocker: Mit Leistung haben Sie sich schon immer schwergetan! – Abg. Zarits: Die SPÖ bringt’s nicht zusammen!) Entschuldigung, wenn ich Geld habe und Leistungen vereinbare, dann muss ich als Politiker trotzdem einen Rahmenplan für so viele Millionen Euro haben. Haben Sie etwas vorgelegt? – Nein. Also wie sollen wir uns daran orientieren, was zukünftig notwendig ist? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich verstehe diesen Zugang überhaupt nicht, dass man sagt: Für die Universitäten haben wir genug! – Was heißt denn: Wir haben genug!? Wofür ist es notwendig? Gibt es einen Zukunftsplan für Bildung, Ausbildung und Wissenschaft? (Abg. Taschner: Wir haben Leistungsvereinbarungen bei den Universitäten, Frau Kollegin!) – Eine Leistungsvereinbarung ist kein Zukunftsplan. (Heiterkeit der Abgeordneten Taschner, Michael Hammer, Stocker und Zarits. – Abg. Stocker: Mit Leistung haben Sie sich schon immer schwergetan! – Abg. Zarits: Die SPÖ bringt’s nicht zusammen!) Entschuldigung, wenn ich Geld habe und Leistungen vereinbare, dann muss ich als Politiker trotzdem einen Rahmenplan für so viele Millionen Euro haben. Haben Sie etwas vorgelegt? – Nein. Also wie sollen wir uns daran orientieren, was zukünftig notwendig ist? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Das machen wir ja gerade mit der digitalen Grundbildung!
Das ist alles wurscht, aber das sind die wesentlichen Fragen der Zukunft. (Abg. Taschner: Das machen wir ja gerade mit der digitalen Grundbildung!) Wie alt muss ein Kind sein, dass es Digitalisierung auch im Nervensystem verarbeiten kann? Das würde ich Sie gerne einmal bitten, einen Psychiater zu fragen. (Abg. Michael Hammer: Die schickt dich zum Psychiater! – Abg. Steinacker: Rudi, jetzt ist es so
Abg. Zarits: Geh bitte!
Sie haben keinen Plan für die Zukunft, Sie haben keinen Respekt vor den Menschen, die Ihnen das Geld zur Verfügung stellen, während es nur recht und billig ist, dass das auch der Bildung zukommt, denn für uns waren Bildung und Gesundheit seit Jahren und Jahrzehnten ein öffentliches Gut – undiskutierbar. Für Sie sind sie eine Bittstellerangelegenheit (Abg. Zarits: Geh bitte!), da Sie die Coronahelden bis heute nicht belohnt haben.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Auch wieder so ein intellektueller Tiefflug!
Sie sollten wirklich über Ihren Mindset nachdenken, denn das ist eine Verhöhnung der Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Auch wieder so ein intellektueller Tiefflug!)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Ruf bei der ÖVP: Endlich ein gescheiter Kärntner! – Abg. Michael Hammer: Ja, ein Lehrer, der was versteht davon!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Johann Weber. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Ruf bei der ÖVP: Endlich ein gescheiter Kärntner! – Abg. Michael Hammer: Ja, ein Lehrer, der was versteht davon!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.
Parlament und Regierung sind sich darin einig und eben auf dem richtigen Weg – vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.
Auch das Budget für Wissenschaft und Forschung inklusive der Universitäten ist mit 5,9 Milliarden Euro so hoch wie noch nie zuvor. Da kommt es zu einer Steigerung von über 300 Millionen Euro. Gestern haben wir gehört, dass noch einmal 150 Millionen Euro zusätzlich für die Unis hinzukommen. Zusammen stehen im Jahre 2023 also insgesamt 17,2 Milliarden Euro für den Bildungsbereich in Österreich zur Verfügung. Des is ned nix. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Und lei-lei sagen sie auch zu den Roten!
Wenn ich noch diverse Stimmen von der SPÖ in Erinnerung habe, kommt mir vor, dass es, wenn wir das doppelte Budget hätten, noch immer zu wenig wäre. Da fällt mir ein Spruch einer Faschingsgilde in Kärnten ein. Die sagen nämlich immer: Nia gnua. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Und lei-lei sagen sie auch zu den Roten!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Wir sehen da ganz deutlich: Die Regierung und das Parlament sind auch in der Bildungspolitik eindeutig auf dem richtigen Weg. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Abg. Michael Hammer: Ha?
Ich kann mich über die ÖVP in letzter Zeit irgendwie einfach immer nur ärgern. (Abg. Michael Hammer: Ha?) Ein junger Bursche, ein Asylant bei uns in der Gemeinde, hat Deutsch gelernt, ist mit dem Zug nach Klagenfurt gefahren und hätte dann in einem Gasthaus als Kochlehrling anfangen können. Es war aber nicht möglich, dass der Kochlehrling wird. (Abg. Michael Hammer: Wenn er anerkannt ist, kann er es eh machen!)
Abg. Michael Hammer: Wenn er anerkannt ist, kann er es eh machen!
Ich kann mich über die ÖVP in letzter Zeit irgendwie einfach immer nur ärgern. (Abg. Michael Hammer: Ha?) Ein junger Bursche, ein Asylant bei uns in der Gemeinde, hat Deutsch gelernt, ist mit dem Zug nach Klagenfurt gefahren und hätte dann in einem Gasthaus als Kochlehrling anfangen können. Es war aber nicht möglich, dass der Kochlehrling wird. (Abg. Michael Hammer: Wenn er anerkannt ist, kann er es eh machen!)
Abg. Michael Hammer: Das haben wir nicht gesagt!
Ihr seid doch 2017 mit Sebastian Kurz angetreten und habt gesagt, dieses Asylthema werdet ihr regeln. Ihr habt gesagt, es gibt die Balkanroute nicht mehr, die werdet ihr schließen, ihr habt gesagt, ihr werdet die Mittelmeerroute schließen. (Abg. Michael Hammer: Das haben wir nicht gesagt!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper. – Abg. Michael Hammer: Inferiore Rede!
Ihr habt gesagt, ihr werdet mit der Europäischen Union ausmachen, dass junge Leute, die da sind, dann letztendlich auch eine Lehre machen können: Überhaupt nichts habt ihr zusammengebracht! Ihr habt überhaupt nichts zusammengebracht, ihr seid nämlich, was dieses Asylthema betrifft, zu allem fähig und für nichts zu gebrauchen, das muss ich euch wirklich sagen, liebe ÖVP! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper. – Abg. Michael Hammer: Inferiore Rede!)
Abg. Taschner: Ja, gut!
Bei einem bin ich schon bei Kollegen Weber: Die Lehre mit Matura ist in Ordnung. (Abg. Taschner: Ja, gut!) Was aber tut ihr für die normalen Lehrlinge? Warum schafft ihr nicht eine bessere Ausbildung und Allgemeinbildung in den Berufsschulen? (Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!) Warum ermöglicht ihr nicht mehr Deutschkenntnisse? Warum lasst ihr nicht mehr in die Schule gehen? Wieso ist das nicht möglich? (Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?) Warum ist die Lehre so uninteressant für einen jungen Menschen? (Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?) – Herr Professor, zuzuhören ist ganz einfach, bei jedem redest du dazwischen. Ihr bringt keine Bildungspolitik zusammen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ich verstehe es nicht, bei jedem wird dazwischengeredet.
Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!
Bei einem bin ich schon bei Kollegen Weber: Die Lehre mit Matura ist in Ordnung. (Abg. Taschner: Ja, gut!) Was aber tut ihr für die normalen Lehrlinge? Warum schafft ihr nicht eine bessere Ausbildung und Allgemeinbildung in den Berufsschulen? (Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!) Warum ermöglicht ihr nicht mehr Deutschkenntnisse? Warum lasst ihr nicht mehr in die Schule gehen? Wieso ist das nicht möglich? (Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?) Warum ist die Lehre so uninteressant für einen jungen Menschen? (Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?) – Herr Professor, zuzuhören ist ganz einfach, bei jedem redest du dazwischen. Ihr bringt keine Bildungspolitik zusammen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ich verstehe es nicht, bei jedem wird dazwischengeredet.
Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?
Bei einem bin ich schon bei Kollegen Weber: Die Lehre mit Matura ist in Ordnung. (Abg. Taschner: Ja, gut!) Was aber tut ihr für die normalen Lehrlinge? Warum schafft ihr nicht eine bessere Ausbildung und Allgemeinbildung in den Berufsschulen? (Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!) Warum ermöglicht ihr nicht mehr Deutschkenntnisse? Warum lasst ihr nicht mehr in die Schule gehen? Wieso ist das nicht möglich? (Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?) Warum ist die Lehre so uninteressant für einen jungen Menschen? (Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?) – Herr Professor, zuzuhören ist ganz einfach, bei jedem redest du dazwischen. Ihr bringt keine Bildungspolitik zusammen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ich verstehe es nicht, bei jedem wird dazwischengeredet.
Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?
Bei einem bin ich schon bei Kollegen Weber: Die Lehre mit Matura ist in Ordnung. (Abg. Taschner: Ja, gut!) Was aber tut ihr für die normalen Lehrlinge? Warum schafft ihr nicht eine bessere Ausbildung und Allgemeinbildung in den Berufsschulen? (Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!) Warum ermöglicht ihr nicht mehr Deutschkenntnisse? Warum lasst ihr nicht mehr in die Schule gehen? Wieso ist das nicht möglich? (Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?) Warum ist die Lehre so uninteressant für einen jungen Menschen? (Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?) – Herr Professor, zuzuhören ist ganz einfach, bei jedem redest du dazwischen. Ihr bringt keine Bildungspolitik zusammen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ich verstehe es nicht, bei jedem wird dazwischengeredet.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Bei einem bin ich schon bei Kollegen Weber: Die Lehre mit Matura ist in Ordnung. (Abg. Taschner: Ja, gut!) Was aber tut ihr für die normalen Lehrlinge? Warum schafft ihr nicht eine bessere Ausbildung und Allgemeinbildung in den Berufsschulen? (Abg. Michael Hammer: Die sind eh gut ausgebildet!) Warum ermöglicht ihr nicht mehr Deutschkenntnisse? Warum lasst ihr nicht mehr in die Schule gehen? Wieso ist das nicht möglich? (Abg. Michael Hammer: Was redet er denn ...?) Warum ist die Lehre so uninteressant für einen jungen Menschen? (Abg. Taschner: Und warum sind unsere Lehrlinge so gut bei den Skills?) – Herr Professor, zuzuhören ist ganz einfach, bei jedem redest du dazwischen. Ihr bringt keine Bildungspolitik zusammen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ich verstehe es nicht, bei jedem wird dazwischengeredet.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Aha!
einfach etwas, zu dem ich sage: In der Bildungspolitik versagt ihr, weil ihr für die Lehrlinge nichts übrig habt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Aha!)
Abg. Michael Hammer – in Richtung der sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Totter –: Sag bitte einen Satz zu den Lehrlingen, das ist ja Unsinn ...!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Agnes Totter. – Bitte. (Abg. Michael Hammer – in Richtung der sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Totter –: Sag bitte einen Satz zu den Lehrlingen, das ist ja Unsinn ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Das beachtliche Plus schlägt sich selbstverständlich auch in den Schwerpunktsetzungen nieder, nur einige davon möchte ich hier nennen. Für die Kofinanzierung von psychosozialem Unterstützungspersonal im Pflichtschulbereich stehen zusätzlich 7 Millionen Euro bereit, dadurch wird eine Verdoppelung von 120 auf 240 Stellen ermöglicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für die Offensive gegen den Fachkräftemangel – auch das wurde heute gesagt – sind bis 2026 350 Millionen Euro vorgesehen, damit können bis zu 8 000 Plätze in den neuen Pflegeschulen finanziert werden. Darüber hinaus sind 230 zusätzliche Kollegplätze beziehungsweise 200 Millionen Euro in der Elementarpädagogik vorgesehen. All diese Initiativen zeigen den großen Einsatz unseres Bildungsministers Martin Polaschek – vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich werde daher nicht müde, zu betonen: Während SPÖ-Ministerinnen, egal ob Heinisch-Hosek oder Sonja Hammerschmid, stets nur von Digitalisierung gesprochen haben, aber in diesem Bereich leider nichts erreichen konnten, setzen wir das jetzt um, und das mit Erfolg! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Vielen Dank auch an alle Kolleginnen und Kollegen, die diese Projekte an den Schulen mit viel Engagement und mit viel Einsatz durchführen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen, wir dürfen kein Kind zurücklassen! Wir brauchen die beste Bildung für alle, egal ob man Sami, Anna-Sophie, Dana, Hubert oder Hussein heißt, und egal in welchem Grätzel man aufwächst. Jedes Kind soll die gleichen Chancen haben, jedes Kind soll individuell jene Förderung erhalten, die es braucht. Es geht um die Zukunft unserer Gesellschaft, und dafür benötigen wir mehr Ressourcen, gute Schulen, ein unterstützendes Umfeld und am besten ganztägige, inklusive Betreuung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Krisper.
Sehr geehrter Herr Minister, ich weiß, Ihr Lieblingssatz ist: Das werden wir uns anschauen!, aber die Zeit, in der wir uns etwas anschauen können, ist wirklich schon lange vorbei. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Krisper.)
Beifall bei der SPÖ.
Ob Sie es gerne hören oder nicht, Österreichs Bildungssystem ist nicht in der Lage, all unseren Kindern die gleichen Chancen zu bieten. Das ist Fakt, das müssen Sie sich noch mehr anschauen. Die Zahlen liegen auf dem Tisch: Der Bildungserfolg ist in einem hohen Ausmaß von den finanziellen Mitteln der Eltern abhängig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Brandstätter: Leider Gottes!
Eine nachhaltige Bildungspolitik bedarf eines massiven Ausbaus öffentlicher ganztägiger Bildungseinrichtungen, in denen individuell unterstützt und gemeinsam gelernt wird – davon sind wir leider Gottes noch weit entfernt. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Brandstätter: Leider Gottes!)
Abg. Martin Graf – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Kucher –: Du musst auch zu jedem Thema reden! – Abg. Michael Hammer: Er versteht auch von jedem Thema gleich wenig!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Philip Kucher. – Bitte. (Abg. Martin Graf – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Kucher –: Du musst auch zu jedem Thema reden! – Abg. Michael Hammer: Er versteht auch von jedem Thema gleich wenig!)
Allgemeine Heiterkeit. – Ruf: Hat er vergessen, wie es geht?
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin, die Uhr läuft schon. (Allgemeine Heiterkeit. – Ruf: Hat er vergessen, wie es geht?)
Abg. Obernosterer: Er redet auch nur ... Gescheites!
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Taschner ist ein ausgezeichneter Mathematiker, und seit er zunehmend neben Kollegen Michael Hammer Platz nimmt, ist er durchaus auch zu einem sehr talentierten Populisten geworden. (Abg. Obernosterer: Er redet auch nur ... Gescheites!)
Beifall bei der SPÖ.
bei der ÖVP.) Er hat heute festgehalten: Man kann auch mit ein bisschen Budget ein bisschen etwas weiterbringen. – Das ist durchaus eine mutige These. Ich würde sagen, man könnte mit einem offensiven, mutigen Budget, wenn man es richtig einsetzt, noch mehr weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tun wir die Arbeitslosengelder erhöhen! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Als SPÖler tue ich mir leicht, wir sind ja nicht nur die Partei der Arbeit, sondern auch die der Leistung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tun wir die Arbeitslosengelder erhöhen! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Dass wir dann erleben müssen – na, weil es nicht nur ums Erben geht, sondern weil wir uns dafür einsetzen, dass junge Menschen, die fleißig sind, auch Chancen kriegen –, dass junge Menschen in Österreich einer Arbeit nachgehen (Abg. Michael Hammer: Erhöhen wir das Arbeitslosengeld!), weil sie daheim nicht das Geld haben, um sich das Studium leisten zu können, von der Bundesregierung bestraft werden und zusätzlich Studiengebühren zahlen müssen, ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch leistungsfeindlich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Erhöhen wir das Arbeitslosengeld!
Als SPÖler tue ich mir leicht, wir sind ja nicht nur die Partei der Arbeit, sondern auch die der Leistung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tun wir die Arbeitslosengelder erhöhen! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Dass wir dann erleben müssen – na, weil es nicht nur ums Erben geht, sondern weil wir uns dafür einsetzen, dass junge Menschen, die fleißig sind, auch Chancen kriegen –, dass junge Menschen in Österreich einer Arbeit nachgehen (Abg. Michael Hammer: Erhöhen wir das Arbeitslosengeld!), weil sie daheim nicht das Geld haben, um sich das Studium leisten zu können, von der Bundesregierung bestraft werden und zusätzlich Studiengebühren zahlen müssen, ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch leistungsfeindlich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Als SPÖler tue ich mir leicht, wir sind ja nicht nur die Partei der Arbeit, sondern auch die der Leistung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tun wir die Arbeitslosengelder erhöhen! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Dass wir dann erleben müssen – na, weil es nicht nur ums Erben geht, sondern weil wir uns dafür einsetzen, dass junge Menschen, die fleißig sind, auch Chancen kriegen –, dass junge Menschen in Österreich einer Arbeit nachgehen (Abg. Michael Hammer: Erhöhen wir das Arbeitslosengeld!), weil sie daheim nicht das Geld haben, um sich das Studium leisten zu können, von der Bundesregierung bestraft werden und zusätzlich Studiengebühren zahlen müssen, ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch leistungsfeindlich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Daumen.) Gust Wöginger wird Sie noch in Richtung ÖVP abwerben. (Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) So eine Blockade zu betreiben und so viel Sand ins Getriebe zu werfen ist wirklich schlimm.
Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Stögmüller
Es ist doch tragisch, wenn man sieht, dass Tausenden jungen Menschen in Österreich, die sich beim Roten Kreuz engagieren, die sozial engagiert sind und sich einsetzen wollen, die Menschenleben retten wollen, jedes Jahr die Chance genommen wird, Medizin zu studieren, und dass dann Herr Landeshauptmann Drexler in seiner Verzweiflung an einer Privatuniversität Millionen ausgeben muss (Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Stögmüller), um Studienplätze zu kaufen, weil der eigene steirische Minister nicht auf ihn hört. (Abg. Maurer: Wer war denn in der Regierung, wo das eingeführt worden ist ...?) Das ist doch beschämend. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Zugangsbeschränkungen ...! – Zwischenruf der Abg. Blimlinger.)
Abg. Maurer: Wer war denn in der Regierung, wo das eingeführt worden ist ...?
Es ist doch tragisch, wenn man sieht, dass Tausenden jungen Menschen in Österreich, die sich beim Roten Kreuz engagieren, die sozial engagiert sind und sich einsetzen wollen, die Menschenleben retten wollen, jedes Jahr die Chance genommen wird, Medizin zu studieren, und dass dann Herr Landeshauptmann Drexler in seiner Verzweiflung an einer Privatuniversität Millionen ausgeben muss (Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Stögmüller), um Studienplätze zu kaufen, weil der eigene steirische Minister nicht auf ihn hört. (Abg. Maurer: Wer war denn in der Regierung, wo das eingeführt worden ist ...?) Das ist doch beschämend. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Zugangsbeschränkungen ...! – Zwischenruf der Abg. Blimlinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Zugangsbeschränkungen ...! – Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Es ist doch tragisch, wenn man sieht, dass Tausenden jungen Menschen in Österreich, die sich beim Roten Kreuz engagieren, die sozial engagiert sind und sich einsetzen wollen, die Menschenleben retten wollen, jedes Jahr die Chance genommen wird, Medizin zu studieren, und dass dann Herr Landeshauptmann Drexler in seiner Verzweiflung an einer Privatuniversität Millionen ausgeben muss (Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Stögmüller), um Studienplätze zu kaufen, weil der eigene steirische Minister nicht auf ihn hört. (Abg. Maurer: Wer war denn in der Regierung, wo das eingeführt worden ist ...?) Das ist doch beschämend. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Zugangsbeschränkungen ...! – Zwischenruf der Abg. Blimlinger.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Da geht es um die Chancen von jungen Menschen. Ich tue mir als Sozialdemokrat sehr leicht. Neuerdings hat das Johanna Mikl-Leitner auch erkannt und ist nun eine große Befürworterin der sozialdemokratischen Forderungen nach Verdoppelung der Medizinstudienplätze in Österreich. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Dann wird sie noch abgekanzelt, sodass es dann heißt: Das ist eine Populistin, die kennt sich nicht aus! – So kann doch bitte die ÖVP nicht mit Johanna Mikl-Leitner umgehen. Die Frau hat eine Wahl zu schlagen, die kämpft verzweifelt für Medizinstudienplätze, übernimmt die SPÖ-Forderung, und die eigene ÖVP-Parlamentsfraktion sagt dann: Das ist eigentlich nur eine populistische Aussage von Johanna Mikl-Leitner! – Das ist doch kein Zugang. Geben wir jungen Menschen die Chance! Wir haben einen drohenden Ärztemangel. Wenn wir heute nicht handeln, wird es in Zukunft deutlich schlimmer werden.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
ÖVP im Parlament endlich jungen Menschen eine Chance geben würde. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Werter Herr Bildungsminister, Wissenschaftsminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Das sagen ja manche so gerne, aber offen gesprochen: Ich kann den Satz einfach nicht mehr hören, wenn er nicht mit Leben gefüllt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau so würde ich dieses Budget für Bildung und Wissenschaft beschreiben: Die Ausbildung und Bildung von Kindern und Jugendlichen lost in diesem Budget der ÖVP und der Grünen fulminant ab. Es ist einfach ein Loserinnen- und Loserbudget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Jahr 2023 wird es wieder so sein, dass nicht alle Kinder einen Kinderbildungsplatz haben, weil Ihre Kindergartenmilliarde eine klare Mogelpackung ist. Es sind heiße 200 Millionen Euro, und die werden von der Inflation aufgefressen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wird nächstes Jahr auch wieder so sein, dass Kinderkrippenplätze und Kindergartenplätze geschlossen werden müssen, weil es keine Elementarpädagoginnen und -pädagogen gibt, und Sie tun nichts, um das zu ändern. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ihr Budget, Herr Bundesminister, erhält ganz klar diesen schlechten Status quo, in dem wir gerade stecken. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Es gibt wenig individuelle Förderungen für Kinder, null Innovation, ganztägige Schulformen spielen überhaupt keine Rolle mehr, und kulturelle Bildung fliegt aus den Lehrplänen. Der
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Lehrer:innenmangel wird im Budget völlig ignoriert, und diese Werbekampagne von 800 000 Euro wird das auch nicht wettmachen. Es macht dann etwas wett, wenn es endlich bessere Rahmenbedingungen gibt, mehr Supportpersonal in den Schulen, mehr administrative Kräfte. Dann, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, werden sich auch viele junge Leute wieder für ein Lehramtsstudium entscheiden und den Beruf auch wirklich gern ausüben wollen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Michael Hammer: Da muss man cool bleiben!
Apropos Studium: Die Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen gehen krachen. Sie gehen krachen, sie bluten aus. Es ist heute schon erwähnt worden: „Uni friert“ ist ein Hashtag, der gesetzt wird. Die Uniko hat bereits vor Wochen Alarm geschlagen. Studierende waren auf der Straße, um auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen. – Herr Minister, Sie haben bis vorgestern nicht einmal auf irgendwas reagiert (Abg. Michael Hammer: Da muss man cool bleiben!), und nun glauben Sie, mit diesen 150 Millionen Euro, die von Ihnen jetzt sozusagen vorgeschlagen worden sind, können Sie irgendetwas retten. Ehrlich: Das ist nicht einmal ein Zuckerl. Es braucht diese 1,2 Milliarden Euro, und von denen sind wir weit, weit entfernt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Studium: Die Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen gehen krachen. Sie gehen krachen, sie bluten aus. Es ist heute schon erwähnt worden: „Uni friert“ ist ein Hashtag, der gesetzt wird. Die Uniko hat bereits vor Wochen Alarm geschlagen. Studierende waren auf der Straße, um auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen. – Herr Minister, Sie haben bis vorgestern nicht einmal auf irgendwas reagiert (Abg. Michael Hammer: Da muss man cool bleiben!), und nun glauben Sie, mit diesen 150 Millionen Euro, die von Ihnen jetzt sozusagen vorgeschlagen worden sind, können Sie irgendetwas retten. Ehrlich: Das ist nicht einmal ein Zuckerl. Es braucht diese 1,2 Milliarden Euro, und von denen sind wir weit, weit entfernt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Die Sintflut kommt!
Es drohen Schließungen, Studierende und Lehrende werden auf der Strecke bleiben. Die Wissenschaft bleibt auf der Strecke – und das in Zeiten wie diesen: Stichwort Wissenschaftsskepsis. (Ruf bei der ÖVP: Die Sintflut kommt!) Herr Minister, als Politiker ist es verwerflich, der Wissenschaft und Bildung Gelder zu kürzen. Als ehemaliger Rektor, offen gesprochen (Abg. Michael Hammer: Ja, der weiß, von was er redet!), ist es mehr als unverständlich, dass Sie Ihre ehemaligen Kollegen und Kolleginnen ignorieren und sich anscheinend nicht bemüht haben, beim Finanzminister die notwendigen Gelder herauszuholen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden Verantwortung tragen für diese dramatischen Situationen, die auf uns zukommen. Sie werden die Verantwortung dafür tragen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Abg. Michael Hammer: Ja, der weiß, von was er redet!
Es drohen Schließungen, Studierende und Lehrende werden auf der Strecke bleiben. Die Wissenschaft bleibt auf der Strecke – und das in Zeiten wie diesen: Stichwort Wissenschaftsskepsis. (Ruf bei der ÖVP: Die Sintflut kommt!) Herr Minister, als Politiker ist es verwerflich, der Wissenschaft und Bildung Gelder zu kürzen. Als ehemaliger Rektor, offen gesprochen (Abg. Michael Hammer: Ja, der weiß, von was er redet!), ist es mehr als unverständlich, dass Sie Ihre ehemaligen Kollegen und Kolleginnen ignorieren und sich anscheinend nicht bemüht haben, beim Finanzminister die notwendigen Gelder herauszuholen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden Verantwortung tragen für diese dramatischen Situationen, die auf uns zukommen. Sie werden die Verantwortung dafür tragen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Es drohen Schließungen, Studierende und Lehrende werden auf der Strecke bleiben. Die Wissenschaft bleibt auf der Strecke – und das in Zeiten wie diesen: Stichwort Wissenschaftsskepsis. (Ruf bei der ÖVP: Die Sintflut kommt!) Herr Minister, als Politiker ist es verwerflich, der Wissenschaft und Bildung Gelder zu kürzen. Als ehemaliger Rektor, offen gesprochen (Abg. Michael Hammer: Ja, der weiß, von was er redet!), ist es mehr als unverständlich, dass Sie Ihre ehemaligen Kollegen und Kolleginnen ignorieren und sich anscheinend nicht bemüht haben, beim Finanzminister die notwendigen Gelder herauszuholen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden Verantwortung tragen für diese dramatischen Situationen, die auf uns zukommen. Sie werden die Verantwortung dafür tragen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Es drohen Schließungen, Studierende und Lehrende werden auf der Strecke bleiben. Die Wissenschaft bleibt auf der Strecke – und das in Zeiten wie diesen: Stichwort Wissenschaftsskepsis. (Ruf bei der ÖVP: Die Sintflut kommt!) Herr Minister, als Politiker ist es verwerflich, der Wissenschaft und Bildung Gelder zu kürzen. Als ehemaliger Rektor, offen gesprochen (Abg. Michael Hammer: Ja, der weiß, von was er redet!), ist es mehr als unverständlich, dass Sie Ihre ehemaligen Kollegen und Kolleginnen ignorieren und sich anscheinend nicht bemüht haben, beim Finanzminister die notwendigen Gelder herauszuholen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden Verantwortung tragen für diese dramatischen Situationen, die auf uns zukommen. Sie werden die Verantwortung dafür tragen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!
Ich frage Sie ehrlich: Wann hören wir endlich auf Kinder und Jugendliche – ehrlich auf Kinder und Jugendliche? Heute war anlässlich des Tags der Kinderrechte eine Gruppe, organisiert von den Kinderfreund:innen, hier im Haus. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) Es waren Hortkinder hier, die ganz klar - - (Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) – Lassen Sie mich aussprechen! (Abg. Michael Hammer: Ja, die roten Kinderfreunde! Die roten!) Kinder haben uns mutig hier ihre Forderungen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine von diesen Forderungen lautet (eine Tafel mit der Aufschrift „Wir haben ein Recht auf Zukunft“ in die Höhe haltend): Wir haben ein Recht auf Zukunft.
Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!
Ich frage Sie ehrlich: Wann hören wir endlich auf Kinder und Jugendliche – ehrlich auf Kinder und Jugendliche? Heute war anlässlich des Tags der Kinderrechte eine Gruppe, organisiert von den Kinderfreund:innen, hier im Haus. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) Es waren Hortkinder hier, die ganz klar - - (Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) – Lassen Sie mich aussprechen! (Abg. Michael Hammer: Ja, die roten Kinderfreunde! Die roten!) Kinder haben uns mutig hier ihre Forderungen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine von diesen Forderungen lautet (eine Tafel mit der Aufschrift „Wir haben ein Recht auf Zukunft“ in die Höhe haltend): Wir haben ein Recht auf Zukunft.
Abg. Michael Hammer: Ja, die roten Kinderfreunde! Die roten!
Ich frage Sie ehrlich: Wann hören wir endlich auf Kinder und Jugendliche – ehrlich auf Kinder und Jugendliche? Heute war anlässlich des Tags der Kinderrechte eine Gruppe, organisiert von den Kinderfreund:innen, hier im Haus. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) Es waren Hortkinder hier, die ganz klar - - (Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) – Lassen Sie mich aussprechen! (Abg. Michael Hammer: Ja, die roten Kinderfreunde! Die roten!) Kinder haben uns mutig hier ihre Forderungen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine von diesen Forderungen lautet (eine Tafel mit der Aufschrift „Wir haben ein Recht auf Zukunft“ in die Höhe haltend): Wir haben ein Recht auf Zukunft.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich frage Sie ehrlich: Wann hören wir endlich auf Kinder und Jugendliche – ehrlich auf Kinder und Jugendliche? Heute war anlässlich des Tags der Kinderrechte eine Gruppe, organisiert von den Kinderfreund:innen, hier im Haus. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) Es waren Hortkinder hier, die ganz klar - - (Abg. Michael Hammer: Von den roten Kinderfreunden!) – Lassen Sie mich aussprechen! (Abg. Michael Hammer: Ja, die roten Kinderfreunde! Die roten!) Kinder haben uns mutig hier ihre Forderungen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine von diesen Forderungen lautet (eine Tafel mit der Aufschrift „Wir haben ein Recht auf Zukunft“ in die Höhe haltend): Wir haben ein Recht auf Zukunft.
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brandstätter.
Geben Sie diesen Kindern ihre Zukunft! – Vielen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Tschuldigung! – Das ist eine Frechheit ...!
Präsidentin Doris Bures: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Instrument, um die Debatte möglicherweise auch zu bereichern. Zwischenrufe sind jedoch kein Instrument, den Kolleginnen und Kollegen am Rednerpult Respektlosigkeit entgegenzubringen. Ich wollte das jetzt abschließend auch noch einmal sagen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Tschuldigung! – Das ist eine Frechheit ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Guten Morgen, Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Positiv ist anzumerken, dass das Frauenbudget steigt; das muss man auf jeden Fall sagen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir begrüßen diese Steigerung, müssen aber gleichzeitig auch kritisch beleuchten, was mit diesem Geld passiert, das können wir aber teilweise nicht, weil zum Beispiel ein Teil des Geldes sehr intransparent in den sogenannten Frauenfonds fließt, der sich leider der parlamentarischen Kontrolle komplett entzieht. Somit können Gelder ohne Kontrolle vergeben werden.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
steht die Männer-Fußball-WM vor der Tür und wir wissen, dass bei Sportgroßevents die Zahl der Gewalttaten noch einmal ansteigt. Alkohol fließt, die Lieblingsfußballmannschaft verliert – und die Wut wird oftmals zu Hause ausgelassen. Da braucht es die unmissverständliche Botschaft: Nein zu Gewalt! Unmissverständlich! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei der SPÖ.
Gesetzliche Regelungen, um den Genderpaygap zu schließen, gibt es de facto nicht, zum Beispiel ein Lohntransparenzmodell à la isländischem Vorbild vermissen wir gänzlich und auch Initiativen, dass bezahlte und unbezahlte Arbeit zwischen den Geschlechtern in Österreich endlich fairer aufgeteilt werden, denn das Private ist politisch, es ist deshalb politisch, weil wir einfach auch schauen müssen, wie in Familien in Österreich gelebt wird und wie Familie in Österreich gesetzlich geregelt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
aufgeteilt wird. Die ÖVP paktiert aber in diesem Bereich lieber mit Ländern wie Ungarn und auch mit Bischöfen in Tirol, denen die Selbstbestimmung von Frauen noch nie ein Anliegen war, werte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wieder nicht budgetiert in diesem Voranschlag ist auch der Frauenbericht; der letzte ist mehr als zehn Jahre alt. Auch das Käthe-Leichter-Preisträgerinnennetzwerk kritisiert das mittlerweile seit Jahren, weil ein Frauenbericht wesentlich wäre für Visionäre. Ambitionierte Frauenpolitik spiegelt sich in diesem Budget nicht wider, man findet keine moderne Frauenpolitik, die zu mehr Selbstbestimmung für Frauen in allen Lebensbereichen führt. Das gibt es nicht, das wäre aber wirklich wichtig, auch in jedem einzelnen Teilbereich dieses Budgets. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir gleichzeitig auch darüber sprechen müssen, dass mittlerweile jedes vierte Kind in Österreich von Armut betroffen oder bedroht ist, dann ist wirklich Feuer am Dach. Kinderarmut muss hier stärker auf die Agenda genommen werden. (Beifall bei der SPÖ.) Es reicht nicht aus, dass die Sozialleistungen valorisiert werden. Auch eine Unterhaltsgarantie fehlt in diesem Budget. Es braucht
Abg. Schnedlitz: Wegen eurer Maßnahmen!
Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die psychische Gesundheit nach wie vor ein riesengroßes Thema ist. In Oberösterreich ist in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Triagesystem eingesetzt worden. Nur ein Viertel aller Kinder, die einen Psychiatrieplatz notwendig haben, bekommen diesen auch. (Abg. Schnedlitz: Wegen eurer Maßnahmen!) Eine Triage, werte Kolleginnen und Kollegen, dieses Thema ist nicht abgehakt, dieses Thema muss weiterhin behandelt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Viele Lücken in diesem Budget – wenig für die Gleichstellung für die Frauen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich zuallererst ganz, ganz herzlich bei unserer Frau Ministerin dafür bedanken, dass sie sich so stark dafür eingesetzt hat, dass das Frauenbudget auch heuer wieder höher angesetzt wird als im letzten Jahr, insgesamt um 32 Prozent. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dieses Mehr an Geld wird vor allem für die bessere finanzielle Ausstattung der Mädchen- und Frauenberatungsstellen eingesetzt. Diese können sich im nächsten Jahr auf ein Plus von 15 Prozent freuen. Seit dem Jahr 2020 werden insgesamt 33 Prozent mehr Unterstützung ausbezahlt. Ich glaube, das ist wirklich Geld, das an der richtigen Stelle landet, denn Frauen sollen wissen, dass sie sich, wenn sie in Nöten sind, egal welcher Art, an die Mädchen- und Frauenberatungsstellen in Österreich wenden können und dort auch gut beraten und versorgt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Brandstötter.
Was uns aber auch sehr, sehr wichtig ist, ist, die Gleichstellung und Selbstbestimmung der Frauen zu stärken. Wir müssen als Gesellschaft insgesamt den Weg beschreiten, dass wir alle die Verantwortung dafür übernehmen, dass unsere Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes Leben in Österreich führen können. Wir müssen sie finanziell, wirtschaftlich, aber auch in Bezug auf ihre mentale Stärke so ausstatten, dass sie in der Lage sind, gegen Ungerechtigkeiten aufzustehen, dass sie in der Lage sind, sich gegen Männer zu wehren, die es nicht gelernt haben oder es nicht wollen, mit Frauen ordentlich und auf Augenhöhe umzugehen. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Und jeder Euro, der dafür verwendet wird, ist unglaublich wichtig und vermehrt sich sozusagen mit dem Erfolg, den wir dadurch erzielen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammenfassend darf ich sagen, dass mir das Empowerment von Frauen extrem wichtig ist. Die Frau Ministerin betont wirklich jeden Tag, wie sehr es in unserer Gesellschaft notwendig ist, Mädchen und Frauen zu unterstützen und zu empowern. Ich möchte Sie wirklich alle ganz, ganz herzlich dazu aufrufen, in diese Richtung mit uns allen zusammenzuarbeiten, damit Österreich für Frauen und Mädchen weiterhin ein gutes Land sein kann. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Wenn man genau hinsieht, dann sieht man, was im Budget fehlt. – Zu den Auswirkungen und Folgen der Coronakrise, der aktuellen Krisensituationen findet sich nichts im Budget, nichts, was den Frauen die täglichen Herausforderungen erleichtert. Den Antiteuerungsbonus hat die Inflation längst weggefressen, viele Gutscheine sind nicht angekommen, viele konnten nicht eingelöst werden. Die viel gelobte Pflegereform bringt viel zu wenig Positives für Frauen, sowohl für die pflegenden Angehörigen als auch in der stationären Pflege. Dort werfen Frauen tagtäglich sprichwörtlich das Handtuch. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ein Budget auf Kosten der Sicherheit der Frauen und Mädchen in unserem Land! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Ihr mit eurem Gefühl!
Sogar ÖVP-Bürgermeister stellen das fest. Ein ÖVP-Bürgermeister hat in einer Tageszeitung diese Woche festgestellt: Asylwerber streichen durch die Straßen und sorgen dafür, dass das Sicherheitsgefühl katastrophal ist. (Abg. Loacker: Ihr mit eurem Gefühl!) Frau Minister, ich habe Sie im Budgetausschuss gefragt, was Sie als Frauenministerin beitragen, um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Bereich in Österreich zu verbessern, und Ihre Antwort war: Dafür ist die Polizei zuständig! – Das ist beschämend! Viele Punkte aus dem 15-Punkte-Programm der Landesfrauenreferentinnenkonferenz wären wichtiger als der Doppelpunkt, der neuerdings vor -innen verwendet wird. Mit dieser Ansprache wird schon lange keine Frau mehr sichtbar gemacht, eher das Gegenteil ist der Fall.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie gesagt: Im Budget gibt es viel Geld für Gewaltschutz, es braucht aber Gewaltschutz und Frauenpolitik, mutige Ansätze, wo Frauen tagtäglich sehen und spüren – auch finanziell –, dass sich für sie etwas verbessert. Frauenpolitik muss sich an den Lebensumständen der Frauen in Österreich orientieren. Frau Minister, Sie sagen immer: Frauenpolitik ist eine Querschnittsmaterie! Da sind wir uns ja einig, aber wo sind die deutlichen Spuren, die Sie in den Budgets Ihrer Kollegen hinterlassen haben? Wir hören immer von den Rednern der Regierungsparteien – diese Woche sehr oft –: Auf diese Regierung könne man sich verlassen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, besonders die Frauen in unserem Land: Auf diese Regierung kann man sich nicht verlassen; wer sich auf diese Regierung verlässt, ist verlassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Das Frauenbudget hat eine sehr, sehr, sehr lange Durststrecke hinter sich: Zehn Jahre lang ist es unter sozialdemokratischen Kanzlern und sozialdemokratischen Frauenministerinnen nicht erhöht worden. Dann kam, Kollegin Ecker, die frauenpolitische Geisterbahnfahrt in Türkis-Blau, Kürzungen im Frauenbudget inklusive. Wir haben jetzt das Frauenbudget um 140 Prozent auf 24,3 Millionen Euro erhöht, und ja, ein Großteil davon fließt in den Gewaltschutz und in die Gewaltprävention, und das ist verdammt noch einmal notwendig, denn jede fünfte Frau in diesem Land ist von Gewalt betroffen! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gewaltschutzorganisationen haben jahrelang mehr Geld für ihre wichtige Arbeit gefordert, sie sind von den vorigen Regierungen ignoriert worden, ihre Forderungen sind auf taube Ohren gestoßen. Wir hören nicht nur hin, sondern wir handeln. Wir haben beispielsweise – Kollegin Pfurtscheller hat es schon gesagt – das Budget für die österreichweit 197 Frauen- und Mädchenberatungsstellen seit 2019 sogar um knapp 50 Prozent erhöht, und damit wird diese wichtige Arbeit endlich auf solide Beine gestellt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben es hinbekommen, wir haben jährlich 3 Millionen Euro zusätzlich für Neustart- und Übergangswohnungen zur Verfügung gestellt, damit begleiten und unterstützen wir Frauen und deren Kinder bei ihrem Start in ein neues, gewaltfreies Leben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusätzlich zum Frauenbudget haben wir auch in anderen Ministerien die Mittel für Gewaltschutz und Gewaltprävention erhöht, beispielsweise im Justizministerium oder im Sozialministerium und auch im Innenressort: 40 Millionen Euro zusätzlich stehen in diesen Ministerien, zusätzlich zu den Mitteln im Frauenressort, jährlich bis 2026 zur Verfügung. Gewaltschutz wird – und das ist ein Novum, ein absolutes Novum – in diesem Budget eigens ausgewiesen und hat endlich budgetär jene Priorität, die er braucht, nämlich die höchste. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Es gibt keine Milliarde!
Was machen wir noch? – Nach jahrelangem Stillstand haben wir mit der Kindergartenmilliarde jetzt eine wichtige Initiative gesetzt, mit der wir den österreichweiten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen vorantreiben. (Ruf bei der SPÖ: Es gibt keine Milliarde!) – Klar wird es da laut im Sektor der SPÖ: Ihr habt es halt nicht gemacht, wir machen es. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was machen wir noch? – Nach jahrelangem Stillstand haben wir mit der Kindergartenmilliarde jetzt eine wichtige Initiative gesetzt, mit der wir den österreichweiten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen vorantreiben. (Ruf bei der SPÖ: Es gibt keine Milliarde!) – Klar wird es da laut im Sektor der SPÖ: Ihr habt es halt nicht gemacht, wir machen es. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Oje, oje!
Wir waren auch die erste Fraktion, die hier im Hohen Haus den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gefordert hat. Als Regierungspartei setzen wir das Schritt für Schritt um. Ihr habt es nicht gemacht, wir machen es. (Ruf bei der SPÖ: Oje, oje!)
Ruf bei der SPÖ: Wer hat sie eingeführt?
Was wir auch machen, ist, dass wir einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs setzen. Das ist in den vergangenen Tagen präsentiert worden. Das ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. 90 Prozent der Fälle werden durch HP-Viren übertragen. Bislang war es so, dass die Impfung bis zum elften Lebensjahr kostenlos war. (Ruf bei der SPÖ: Wer hat sie eingeführt?) – Ja, ihr habt eingeführt, dass sie gratis war, das ist euch auch zu danken; und wir sorgen dafür, dass sie bis zum 21. Lebensjahr gratis sein wird. Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was wir auch machen, ist, dass wir einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs setzen. Das ist in den vergangenen Tagen präsentiert worden. Das ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. 90 Prozent der Fälle werden durch HP-Viren übertragen. Bislang war es so, dass die Impfung bis zum elften Lebensjahr kostenlos war. (Ruf bei der SPÖ: Wer hat sie eingeführt?) – Ja, ihr habt eingeführt, dass sie gratis war, das ist euch auch zu danken; und wir sorgen dafür, dass sie bis zum 21. Lebensjahr gratis sein wird. Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker. – Abg. Loacker: Wehe, es sagt jemand zu den Grünen Blödsinn!
Weil von Kollegin Ecker auch der Mutter-Kind-Pass angesprochen wurde: So ein Blödsinn! Hören Sie bitte endlich damit auf, die Frauen und die Eltern zu verunsichern! Selbstverständlich werden die Leistungen weiterhin finanziell übernommen werden und kostenfrei bleiben, das ist jetzt schon ausreichend klargestellt worden. (Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker. – Abg. Loacker: Wehe, es sagt jemand zu den Grünen Blödsinn!)
Abg. Rosa Ecker: Wirklich?
Sie sehen, dieses Budget bringt Österreich auch abseits von Gewaltschutz und Gewaltprävention frauenpolitisch einige wichtige, schon längst überfällige Schritte weiter. Das Gegenteil davon – und das muss man an dieser Stelle auch sagen – passiert, Kollegin Ecker, im türkis-blauen Oberösterreich. Dort wird nicht nur das Frauenbudget seit Jahren ausgehungert (Abg. Rosa Ecker: Wirklich?), dort hat auch die ÖVP-geführte Landesregierung einem ÖVP-Parteikollegen eine Auszeichnung verliehen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker), nachdem dieser wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe erstinstanzlich verurteilt worden war. (Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Kassegger: Rechtskräftig oder erstinstanzlich?)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker
Sie sehen, dieses Budget bringt Österreich auch abseits von Gewaltschutz und Gewaltprävention frauenpolitisch einige wichtige, schon längst überfällige Schritte weiter. Das Gegenteil davon – und das muss man an dieser Stelle auch sagen – passiert, Kollegin Ecker, im türkis-blauen Oberösterreich. Dort wird nicht nur das Frauenbudget seit Jahren ausgehungert (Abg. Rosa Ecker: Wirklich?), dort hat auch die ÖVP-geführte Landesregierung einem ÖVP-Parteikollegen eine Auszeichnung verliehen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker), nachdem dieser wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe erstinstanzlich verurteilt worden war. (Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Kassegger: Rechtskräftig oder erstinstanzlich?)
Rufe bei der SPÖ: Unerhört!
Sie sehen, dieses Budget bringt Österreich auch abseits von Gewaltschutz und Gewaltprävention frauenpolitisch einige wichtige, schon längst überfällige Schritte weiter. Das Gegenteil davon – und das muss man an dieser Stelle auch sagen – passiert, Kollegin Ecker, im türkis-blauen Oberösterreich. Dort wird nicht nur das Frauenbudget seit Jahren ausgehungert (Abg. Rosa Ecker: Wirklich?), dort hat auch die ÖVP-geführte Landesregierung einem ÖVP-Parteikollegen eine Auszeichnung verliehen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker), nachdem dieser wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe erstinstanzlich verurteilt worden war. (Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Kassegger: Rechtskräftig oder erstinstanzlich?)
Abg. Kassegger: Rechtskräftig oder erstinstanzlich?
Sie sehen, dieses Budget bringt Österreich auch abseits von Gewaltschutz und Gewaltprävention frauenpolitisch einige wichtige, schon längst überfällige Schritte weiter. Das Gegenteil davon – und das muss man an dieser Stelle auch sagen – passiert, Kollegin Ecker, im türkis-blauen Oberösterreich. Dort wird nicht nur das Frauenbudget seit Jahren ausgehungert (Abg. Rosa Ecker: Wirklich?), dort hat auch die ÖVP-geführte Landesregierung einem ÖVP-Parteikollegen eine Auszeichnung verliehen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker), nachdem dieser wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe erstinstanzlich verurteilt worden war. (Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Kassegger: Rechtskräftig oder erstinstanzlich?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, das ist unerhört, ich pflichte Ihnen bei, Kolleg:innen von der SPÖ; und was noch unerhörter ist: Die ÖVP im Bundesland übt sich in verharmlosender Rhetorik, spricht von einer „irritierenden Optik“ und macht dem Noch-Parteikollegen die Mauer, statt dafür Sorge zu tragen, dass er schnell zum Ex-Parteikollegen wird! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker.
Nein, diese Ehrung ist nicht irritierend, diese Ehrung ist ein brutaler Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, und mit dieser Ehrung verharmlost die oberösterreichische Landesregierung sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Das ist unerhört, das ist ein Skandal, das ist in diesem Land einfach nicht tragbar! (Zwischenruf der Abg. Rosa Ecker.) Die Landesregierung kann nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und so tun, als sei nichts passiert, als sei das normal, wenn einem mittlerweile auch rechtskräftig verurteilten Vergewaltiger eine Ehrung des Landes gegeben wird. Bitte, wo sind
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, ich bitte Sie darum wirklich eindringlich: Wirken Sie auf Ihre Parteikolleginnen und Parteikollegen in Oberösterreich ein und sorgen Sie dafür, dass diese unsägliche, schändliche Ehrung zurückgenommen wird! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Na hallo! Bei uns sind alle da!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Kolleginnen und Kollegen! Wir beginnen den Tag mit Frauen und Gleichbehandlung, das sieht man daran, dass die Reihen stark geleert sind – so viel zur Relevanz dieses Themas für viele Kollegen. (Abg. Stögmüller: Na hallo! Bei uns sind alle da!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
nach wie vor sehr schade, dass wir immer noch keine Definition des Wortes Femizid haben und es deshalb auch immer Debatten darüber gibt: War das denn ein Femizid? Ist das ein Femizid? Wir brauchen diese Definition, wir brauchen den Eingang von Femiziden auch in die Kriminalstatistik. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir hier nicht ansetzen, wenn wir hier nicht auf der einen Seite eine ordentliche Basis schaffen, auch für die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen, dann wird auf der anderen Seite das Gewaltschutzbudget immer mehr erhöht werden müssen, weil Frauen nicht unabhängig sind, weil Frauen nicht selbstbestimmt leben können und weil sie dann in diese Spirale geraten und da nicht mehr herauskommen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich wünsche mir für das Budget im nächsten Jahr einen stärkeren Fokus auf genau diese relevanten Zukunftsthemen, damit Frauen endlich ein selbstbestimmtes Leben führen können. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Bloß nicht für die Familien!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretär! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Das diesjährige Familienbudget ist für mich als Familiensprecher meiner Fraktion und, ich glaube, für uns alle wahrlich schon ein Grund zur Freude (Abg. Belakowitsch: Bloß nicht für die Familien!), denn, meine Damen und Herren, es gibt nicht nur eine namhafte Erhöhung bei diesem Familienbudget, sondern wir haben es nach vielen Jahren der Forderung geschafft, dass Familienleistungen valorisiert werden. Das ist sicherlich ein Meilenstein in der Familienpolitik.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Dennoch hört man heute hier, vor allem vonseiten der Opposition, aber auch schon in den Ausschüssen, oft Kritik, aber sie ist nicht ganz durchgängig. Zum einen wird gesagt – vor allem von Kollegin Rendi-Wagner –: Zu viel, es ist zu viel ausgegeben worden, ein Wahnsinn, was man da an Mitteln ausgibt! – Auf der anderen Seite, auch heute wieder: zu wenig, zu wenig, zu wenig! – Sie müssen sich einmal einig werden, was Sie denn nun wollen: mehr Geld oder weniger Geld? Aber da fehlt bei der Opposition die Linie. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.
entsprechenden Teuerungen zu verschonen, um ihnen zu helfen, um den Familien – und das war uns wichtig – unter die Arme zu greifen. Ohne diese Einmalzahlungen, ohne diese Hilfen, die wir gewährt haben, wäre das Budget um satte 395 Millionen Euro gestiegen, und auch das, meine Damen und Herren, ist absolut ein Grund zur Freude. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch bei den Familienberatungsstellen haben wir, wie so oft gefordert, es jetzt gemeinsam geschafft, eine Erhöhung um über 3 Millionen Euro zuwege zu bringen. Auch der Kinderschutz ist uns wichtig, deswegen werden dafür 0,9 Millionen Euro mehr zur Verfügung gestellt. Wir arbeiten auch an und verhandeln entsprechende Weiterentwicklungen im Bereich des Kinderschutzes. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, in Summe sagen zu können, wir haben nicht nur ein großartiges Budget, Frau Minister, für das ich mich bedanken möchte, sondern die Weichen, die wir gestellt haben, familienpolitisch, für die Zukunft, sind gut. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Im Regierungsprogramm wird auch angekündigt, dass Armutsbekämpfung ein ganz wichtiges Ziel dieser Regierung ist. Im Budget findet sich das leider nicht. Die Valorisierung der Familienleistungen ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung, zu einer echten Armutsbekämpfung braucht es aber mehr Ambitionen (Beifall bei der SPÖ), viel mehr Willen, viel mehr Maßnahmen, gerade dann, wenn es um Kinderarmut geht, Kinderarmut in Österreich.
Beifall bei der SPÖ.
Honorare die kostenfreien Leistungen oder die Kassenleistungen für die Untersuchungen des Mutter-Kind-Passes einstellen will. Ich habe bereits zu diesem Zeitpunkt eine Anfrage an Sie, Frau Ministerin, und auch an Gesundheitsminister Rauch gestellt, und dann ist wochenlang nichts passiert. Im Gegenteil: Es entsteht der Eindruck, dass vieles über die Öffentlichkeit ausgerichtet wird, anstatt das im Verhandlungszimmer zeitnah, rasch und vernünftig auszuverhandeln. Frau Bundesministerin, so werden Familien verunsichert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Sieber. – Ruf bei den Grünen: Unbeschreiblich!
Das zaghafte Verhalten der Regierung bei den Honorarverhandlungen wirft natürlich Fragen auf. Wenn nicht einmal eine Errungenschaft wie der Mutter-Kind-Pass sicher ist, was kommt denn dann als Nächstes? Das verunsichert einfach. (Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Sieber. – Ruf bei den Grünen: Unbeschreiblich!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie haben im Ausschuss versichert, dass Ihnen die kostenfreien Untersuchungen wichtig sind, aber nach wie vor gibt es keine Einigung mit der Ärztekammer. Im Budget sind die Mittel für die Erhöhung der Honorare und für den Ausbau des Mutter-Kind-Passes auch nicht vorgesehen – so ehrlich muss man sein. Ankündigungen sind uns zu wenig. (Beifall bei der SPÖ.) Wir erwarten eine rasche Umsetzung und vor allem auch eine ausreichende Finanzierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie haben im Ausschuss versichert, dass Ihnen die kostenfreien Untersuchungen wichtig sind, aber nach wie vor gibt es keine Einigung mit der Ärztekammer. Im Budget sind die Mittel für die Erhöhung der Honorare und für den Ausbau des Mutter-Kind-Passes auch nicht vorgesehen – so ehrlich muss man sein. Ankündigungen sind uns zu wenig. (Beifall bei der SPÖ.) Wir erwarten eine rasche Umsetzung und vor allem auch eine ausreichende Finanzierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
5,9 Millionen Euro für das Jahr 2023 ist das Budget gesamt auf 24,3 Millionen Euro angewachsen, und das ist auch dringend notwendig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Studie zeigt auf, dass der Schlüssel für eine gewaltfreie Umgebung in einer Organisationskultur auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention fußen muss. Dazu gehören die Achtung der Würde der Person, die Selbstbestimmung, das Empowerment, zu wissen, was nicht in Ordnung ist, das zu benennen und auch, sich entsprechend rechtliche Unterstützung zu holen, die Selbstvertretung und Partizipation wie in den Netzwerken der Frauen- und Mädchenberatungsstellen, wie in den Gewaltschutzzentren, dass man als Frau mit Behinderung weiß: Ich werde dort genauso aufgenommen und genauso unterstützt wie eine Frau ohne Behinderung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im letzten Budget hat das Sozialministerium unter Mitfinanzierung des Frauenministeriums das Projekt des Vereins Ninlil und des Vereins Leicht Lesen finanziert. Sie können sich vielleicht noch erinnern, ich habe eine Broschüre hergezeigt: „Kraft-Rucksack“. Das ist genau die Maßnahme der Selbstbestimmung und des Empowerments. Das mag vielleicht in einer Broschüre daherkommen, hat aber extreme Auswirkungen im positiven Sinne: dass Frauen mit Behinderungen erkennen und auch benennen können, was nicht in Ordnung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im neuen Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen ist in der Maßnahme 37 festgehalten: „Frauen mit Behinderungen sollen unterstützt werden, körperliche und sexuelle Übergriffe von sich aus zu erkennen, zu benennen und zu melden.“ Die Zuständigkeiten haben da die Bundesländer, und diese haben sich auch im Nationalen Aktionsplan dazu bekannt, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Bundesregierung wiederum hat ihre Aufgaben ebenso gemacht und wird im budgetierten Gewaltschutzpaket Frauen mit Behinderungen dezidiert berücksichtigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich glaube, da sind wir uns einig: Jede Person soll in Österreich frei von Gewalt leben können. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, hat Ihnen das niemand gesagt? Wissen Sie das nicht? Haben Sie nie gesehen, dass da jetzt endlich etwas geändert werden muss? Wir können doch nicht die Familien und ganz besonders Familien mit Kindern mit Behinderung einfach im Regen stehen lassen und da die Freibeträge nicht erhöhen. Das ist wirklich eine Schande! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Familienminister, es ist höchste Zeit, dass nach 34 Jahren eine Anpassung vorgenommen wird, weil die Familien es brauchen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Im Familienbereich machen wir das insbesondere durch deutliche Mehrleistungen für Familien, Frauen und ihre Kinder. Rund 8 Milliarden Euro werden wir im Budget im Jahr 2023 für Familien zur Verfügung stellen. Die Familienleistungen waren damit noch niemals so hoch wie in diesem Jahr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Diese Summe beinhaltet natürlich auch, dass alle Familienleistungen, die bei den Familien am Konto einlangen, an die Inflation angepasst werden. Das ist ein Meilenstein, den es bisher in der Historie der Familienleistungen noch nie gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir verwenden das Geld insbesondere auch, um die Strukturen zur Unterstützung der Familien auszubauen. Zum einen gibt es 400 Familienberatungsstellen in Österreich, die den Familien – besonders in schwierigen und belastenden Zeiten – mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese 400 Familienberatungsstellen werden ausgebaut, und es steht ein Mehrbudget von 3 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Eckpfeiler der psychosozialen Versorgung in Österreich wird damit gestärkt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Das hat ... SPÖ eingeführt!
Sie wissen es, das Gratisschulbuch in Österreich ist eine Institution, um die uns ganz, ganz viele andere Länder innerhalb der Europäischen Union und darüber hinaus beneiden. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ... SPÖ eingeführt!) Mit einem Mehrbudget von 12,4 Millionen Euro werden wir auch die Gratisschulbücher in Österreich ausbauen und auch in ein neues Zeitalter, in ein digitales Zeitalter, überführen, damit die Bildung der Kinder in unseren Schulen weiterhin gesichert ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da ist mehr als eine halbe Milliarde Euro budgetiert, ein Plus von 18,8 Millionen Euro im Bereich der Schülerfreifahrt, damit die Kinder weiterhin sicher zur Schule kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Alle nicht!
Neben der Erhöhung und Stärkung der Unterstützungsstrukturen für die Familien wollen wir schlichtweg, dass die Familien am Ende des Tages mehr Geld am Konto haben. Daher passen wir alle Familienleistungen an die Inflation an. Ich sage: alle – von der Familienbeihilfe über den Mehrkindzuschlag, den Kinderabsetzbetrag, das Kinderbetreuungsgeld bis hin zum Familienzeitbonus und zum Schulstartgeld. Alle Familienleistungen werden steigen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Alle nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden auch das Wohl des Kindes nicht nur medizinisch in den Vordergrund stellen, sondern auch den Familien einen zusätzlichen Service zur Verfügung stellen, nämlich eine Elternberatung, auf die sie zugreifen können, bei der man sich darüber Gedanken macht, wie der neue Alltag mit dem ersten Kind aussieht, wenn man in einer völlig neuen Situation ist, bei der man sich auch darüber beraten lässt, wie das mit den Karenzmodellen, mit dem Kinderbetreuungsgeld, mit einer partnerschaftlichen Aufteilung der Pflichten und natürlich auch mit der Stärkung der Väterbeteiligung aussieht, die in diesem Sinn auch ein Element sein wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
sein. Der Mutter-Kind-Pass war und ist seit vielen Jahrzehnten eine Errungenschaft, die die Säuglingssterblichkeit massiv reduziert hat. Selbstverständlich werden der Gesundheitsminister und ich sicherstellen, dass alle Leistungen auch in Zukunft umfassend zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte noch gerne Folgendes zum Frauenbudget ausführen: Auch beim Frauenbudget haben wir in diesem Jahr eine wirklich deutliche Steigerung erzielt. Das Frauenbudget wurde über viele Jahre ausgedünnt und nunmehr – seit Beginn unserer gemeinsamen Legislaturperiode – können wir eine Steigerung von 140 Prozent verzeichnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist wirklich ein strukturelles Investment in die österreichische Frauenpolitik und für alle, die für die Frauen in Österreich viel wertvolle Arbeit leisten und die Frauen unterstützen. (Abg. Loacker: Ich bin dann auf die Erfolgsmessung gespannt!)
Abg. Loacker: Ich bin dann auf die Erfolgsmessung gespannt!
Ich möchte noch gerne Folgendes zum Frauenbudget ausführen: Auch beim Frauenbudget haben wir in diesem Jahr eine wirklich deutliche Steigerung erzielt. Das Frauenbudget wurde über viele Jahre ausgedünnt und nunmehr – seit Beginn unserer gemeinsamen Legislaturperiode – können wir eine Steigerung von 140 Prozent verzeichnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist wirklich ein strukturelles Investment in die österreichische Frauenpolitik und für alle, die für die Frauen in Österreich viel wertvolle Arbeit leisten und die Frauen unterstützen. (Abg. Loacker: Ich bin dann auf die Erfolgsmessung gespannt!)
Abg. Belakowitsch: Wer hindert sie daran?
Darüber hinaus ist die Stärkung von Frauen und besonders von Mädchen in allen Lebenslagen selbstverständlich ein Schwerpunkt meiner Frauenpolitik und auch ein Schwerpunkt dieses Frauenbudgets, beispielsweise mit einem neuen Frauenfonds, den wir gegründet haben. Dieser heißt LEA und soll sich speziell an junge Frauen wenden. Wir wollen, dass Rollenklischees aufgebrochen werden, dass Rolemodels, die das bereits geschafft haben, in die Schulen gehen und dort Mädchen ab einem sehr frühen Alter darin bestärken, dass sie alles erreichen können, was sie möchten – dass sie auch jeden Beruf, den sie möchten, ausüben können (Abg. Belakowitsch: Wer hindert sie daran?) und dass sie schlichtweg ihre Träume verwirklichen können. Das ist das Ziel dieses Frauenfonds, daher stärken wir diesen Frauenfonds im kommenden Jahr auch budgetär. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus ist die Stärkung von Frauen und besonders von Mädchen in allen Lebenslagen selbstverständlich ein Schwerpunkt meiner Frauenpolitik und auch ein Schwerpunkt dieses Frauenbudgets, beispielsweise mit einem neuen Frauenfonds, den wir gegründet haben. Dieser heißt LEA und soll sich speziell an junge Frauen wenden. Wir wollen, dass Rollenklischees aufgebrochen werden, dass Rolemodels, die das bereits geschafft haben, in die Schulen gehen und dort Mädchen ab einem sehr frühen Alter darin bestärken, dass sie alles erreichen können, was sie möchten – dass sie auch jeden Beruf, den sie möchten, ausüben können (Abg. Belakowitsch: Wer hindert sie daran?) und dass sie schlichtweg ihre Träume verwirklichen können. Das ist das Ziel dieses Frauenfonds, daher stärken wir diesen Frauenfonds im kommenden Jahr auch budgetär. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Natürlich ist die Frauenpolitik ein Querschnittsthema. Sie finden Steigerungen im Frauenbudget in vielen Ressorts – im Innenressort, im Justizressort, im Bildungsressort –, aber das Frauenbudget trägt auch zu einer strukturellen Sicherung für die Unterstützung der Frauen in Österreich bei. Ich bin sehr froh, dankbar und auch stolz, dass wir es geschafft haben, es um 140 Prozent zu steigern und damit den Frauen weitere Sicherheit zu geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Zuwanderung!
Frauen sind in der letzten Zeit immer mehr psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt gewesen. Es ist traurig, zu sehen, zu hören oder zu lesen, wie Frauen verprügelt, unterdrückt, vergewaltigt oder ermordet werden. 28 Femizide in diesem Jahr sind das traurige Ergebnis. (Ruf bei der FPÖ: Zuwanderung!) In den letzten zehn Jahren, von 2010 bis 2020, sind in Österreich 319 Frauen ermordet worden – eine schockierende und traurige Bilanz.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Ribo und Schwarz.
Frau Bundesministerin, ich danke dir besonders für deinen Einsatz, insbesondere betreffend die Vernetzung der zuständigen Ministerien durch den Gewaltschutzgipfel, die Vernetzung des Frauen- und Familienministeriums mit dem Innenministerium, wo Polizisten großartige Arbeit leisten – sie sind mittlerweile ausgebildet, um sorgsam und einfühlsam mit Opfern von sexueller Gewalt umzugehen –, die Verknüpfung mit der Justiz und die Verknüpfung mit dem Gesundheitsressort. Am Ende des Tages muss es in den verschiedenen Kliniken auch Gewaltschutzambulanzen geben, um diese Vorkommnisse entsprechend aufzeichnen zu können, um gegen die Gewalt an Frauen auch rechtlich vorgehen zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Ribo und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Es widerspricht unseren Grundwerten, dass Frauen und Mädchen in Österreich kein selbstbestimmtes Leben führen können. Wie kann geholfen werden? – Es wird geholfen. Das ist vielleicht die gute Botschaft, die wir im Rahmen dieser Budgetdiskussion heute verkünden können. Wir haben Gewaltschutzzentren, in denen Frauen und Mädchen geholfen wird, in denen Opfern auch proaktiv geholfen wird. Wir haben Opferschutzeinrichtungen – danke an diese Opferschutzeinrichtungen, auch für ihre ehrenamtliche Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen) –, über 18 000 Menschen wurde in diesem Jahr geholfen: mit Beratungen, mit Unterstützung für Maßnahmen gegen die Gewalt und auch mit psychologischer Hilfe.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
von dem, was sie erlebt haben, zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Meine große Bitte an die Männer in unserer Gesellschaft, in unserer Republik: Hören Sie auf, Gewalt gegen Frauen auszuüben! Es gibt die verschiedensten Formen der Gewaltprävention, auch Ihnen kann geholfen werden. Es muss nicht zur Gewalt kommen, es gibt andere Formen der Konfliktlösung. Nutzen Sie diese! Ich sage Ihnen, 28 Frauenmorde in diesem Jahr sind zu viel. In unserer Gesellschaft darf diese Art von Gewalt keinesfalls Platz haben. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Die Abgeordneten Wöginger und Steinacker: Der sitzt in Wien!
Wenn man aber eine Figur suchen müsste, die für die ÖVP passend wäre, dann wäre es nicht Robin Hood, sondern eher der Sheriff von Nottingham. (Die Abgeordneten Wöginger und Steinacker: Der sitzt in Wien!) Wenn man das nachschlägt, sieht man, der hat, ich will nicht sagen etwas Tyrannisches, aber er wird mit maßloser Steuerpolitik assoziiert.
Beifall bei den NEOS.
nächste Jahr? – Im nächsten Jahr soll der Anteil von 29,83 Prozent auf 30 Prozent steigen. Diese 0,13 Prozent zeigen die Ambitionslosigkeit, die im Budget niedergeschrieben ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Steinacker: Also bitte!
Frau Ministerin, Sie arbeiten nicht im Sinne der Familien, Sie arbeiten auch nicht im Sinne eines soliden Budgets, und Sie sind vollkommen ambitionslos. Daher können wir dieses Budget auch nicht mittragen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Steinacker: Also bitte!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Gewaltbeziehungen bestehen oft viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Im Alter verschärft sich aber die Situation. Warum? – Weil Frauen in ihrem Leben sehr viel Carearbeit machen, oft nur Teilzeit arbeiten und später natürlich eine niedrige oder gar keine Pension bekommen und somit natürlich stark von Männern abhängig sind. Meine Damen und Herren, da ist es die Verantwortung der Politik, nicht wegzuschauen. Als Sprecherin für Senior:innen bin ich daher sehr froh, dass uns im Gewaltschutz, aber auch im Budget für Frauen nicht nur im Jahr 2023, sondern auch in den darauffolgenden Jahren sehr viel gelungen ist. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen.
Für 2023 gibt es ein zusätzliches Gewaltschutzpaket in Höhe von fast 25 Millionen Euro, für die Jahre 2023 bis 2026 gibt es zusätzlich zum Frauenbudget noch 40 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Salzmann und Steinacker.
Natürlich haben wir auch in anderen Bereichen versucht, Frauen zu unterstützen – Stichwort Erhöhung der Ausgleichszulage für Pensionen. Die Ausgleichszulage bekommen oft Frauen mit sehr niedrigen Pensionen. Es war uns ganz wichtig, da anzusetzen und diese Frauen zu unterstützen. Aber auch den pflegenden Angehörigen bieten wir natürlich mit der Pflegereform genau dort Hilfe an: Stichwort Angehörigenbonus, Stichwort Erschwerniszulage, womit eben auch pflegende Angehörige besonders unterstützt werden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Salzmann und Steinacker.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Abschließend möchte ich aber noch an unser aller Verantwortung in der Gesellschaft erinnern und auch an die Medien appellieren: Hören wir bitte auf, Gewalt an älteren Frauen zu entschuldigen oder sie sogar zu romantisieren! Wenn ein Mann seine demente Frau umbringt, weil er mit der Pflege oder mit was auch immer überfordert ist, dann ist das kein Erlösen. Das ist Mord! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Das ist ein Pflegeproblem!
Wenn ein Sohn mit der Pflege der Mutter nicht zurechtkommt oder überfordert ist und sie misshandelt, dann ist das Gewalt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Das ist ein Pflegeproblem!) – Das ist Gewalt. Überforderung ist die eine Sache und da muss natürlich Hilfe geboten werden, da muss eben auch der Staat unterstützen. Da sind wir natürlich dabei. Alle hier im Raum wissen, wie sehr nicht nur ich, sondern wir alle uns für diese Themen einsetzen. Es gibt jedoch
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
nichts, wirklich nichts, meine Damen und Herren, was Gewalt an Frauen rechtfertigt. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker: Also bitte, Mario!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn uns dieses Budget eines zeigt, dann ist es das: Wir haben in Österreich vielleicht eine Medienministerin, wir haben vielleicht eine Familienministerin, zumindest für jene Familien, die in den aktuellen Krisen keine zu großen Probleme haben; was wir aber sicherlich nicht haben – Ihre Rede hat es leider gezeigt –, ist eine Frauenministerin, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker: Also bitte, Mario!)
Abg. Michael Hammer: Dazu brauchen wir die Arbeiterkammer, oder was?
Die Arbeiterkammer kritisiert völlig zu Recht, dass die Regierung die Frauen- und Gleichstellungspolitik fast ausschließlich auf den Gewaltschutz reduziert. (Abg. Michael Hammer: Dazu brauchen wir die Arbeiterkammer, oder was?) Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Gewaltschutz ist eine der zentralen Herausforderungen im Bereich der Gleichstellung. Ich schließe mich meinen Kolleg:innen aber absolut an: Die Krise, die wir aufgrund von männlicher Gewalt gegen Frauen haben, braucht eine entschiedene politische Antwort. Genau diese Antwort liefert Ihr Budget aber nicht, Frau Ministerin.
Abg. Pfurtscheller: Bitte, Mario, das glaubst du ja selber nicht! Wer hat dir denn die Unterlage geschrieben? Selber denken und nicht einfach eine Unterlage von Kolleginnen übernehmen!
Gerade angesichts der aktuellen Teuerung und Inflation sind die zusätzlichen Mittel im Bereich des Gewaltschutzes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie liefern nämlich vor allem keine strukturellen Lösungen für die grundsätzliche Krise. Ja, es gibt mehr Geld für den Gewaltschutz, aber von großen Würfen sind wir weit entfernt. (Abg. Pfurtscheller: Bitte, Mario, das glaubst du ja selber nicht! Wer hat dir denn die Unterlage geschrieben? Selber denken und nicht einfach eine Unterlage von Kolleginnen übernehmen!) Ich weiß, Sie betonen immer, dass die
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott!
meisten Mittel für den Gewaltschutz in anderen Ressorts liegen. Aber genau das meine ich ja, wenn ich sage: Wir haben keine Frauenministerin, wir haben keine Gleichstellungsministerin! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott!)
Abg. Steinacker: Das tut sie doch! Jetzt mache ich gleich eine tatsächliche Berichtigung! Gewaltschutzgipfel, 6. Dezember!
Diese Rolle müssten Sie, Frau Ministerin, beanspruchen. Sie müssten die Gesamtverantwortung für den Kampf gegen männliche Gewalt an Frauen, die Schlüsselrolle, die Koordinierung übernehmen, das tun Sie aber nicht. (Abg. Steinacker: Das tut sie doch! Jetzt mache ich gleich eine tatsächliche Berichtigung! Gewaltschutzgipfel, 6. Dezember!)
Abg. Pfurtscheller: Männerberatung ist im Sozialministerium, zu deiner Information! Wieder eine falsche Unterlage bekommen!
Schauen wir uns zum Beispiel einen zentralen Baustein im Gewaltschutz, nämlich die präventive Arbeit mit Männern und Burschen, an: Da sind wir meilenweit von einer strukturellen Lösung entfernt. Die Männerberatungsstellen hanteln sich von Projektförderung zu Projektförderung. (Abg. Pfurtscheller: Männerberatung ist im Sozialministerium, zu deiner Information! Wieder eine falsche Unterlage bekommen!) Das Budget bringt in diesem Bereich keine dringend benötigte Basisfinanzierung. Und wenn sich die Kolleginnen von der ÖVP so aufregen, dann wissen sie, dass ich mit meiner Kritik Recht habe, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Steinacker.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Steinacker.
Schauen wir uns zum Beispiel einen zentralen Baustein im Gewaltschutz, nämlich die präventive Arbeit mit Männern und Burschen, an: Da sind wir meilenweit von einer strukturellen Lösung entfernt. Die Männerberatungsstellen hanteln sich von Projektförderung zu Projektförderung. (Abg. Pfurtscheller: Männerberatung ist im Sozialministerium, zu deiner Information! Wieder eine falsche Unterlage bekommen!) Das Budget bringt in diesem Bereich keine dringend benötigte Basisfinanzierung. Und wenn sich die Kolleginnen von der ÖVP so aufregen, dann wissen sie, dass ich mit meiner Kritik Recht habe, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Steinacker.)
Beifall bei der SPÖ.
Während transidente Menschen von immer stärkeren Diskriminierungen betroffen sind und nicht einmal ihre Gesundheitsversorgung flächendeckend gesichert ist, schauen Sie weg. Die Regierung ignoriert diese Probleme genauso wie die Beschlüsse des Nationalrates zum Verbot von Konversionstherapien oder zum Schutz intergeschlechtlicher Kinder. Auf diese Gesetze warten wir immer noch, denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, Fakt ist: Es gibt in dieser Regierung keine Frauen- und keine Gleichstellungsministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf das Bundesrealgymnasium 23 aus der Anton-Krieger-Gasse recht herzlich bei uns begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
und Ärzte und für die Gesundheitsverwaltung. Das ist wirklich positiv. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Liebe Kollegin Wimmer, weil du es angesprochen hast, weise ich dich nur darauf hin: Die letzten zig Jahre war die SPÖ in Verantwortung. Ihr hattet es in der Hand, die Leistungen gerechter anzupassen. Ihr habt es nicht gemacht. Es ist wieder einmal diese Bundesregierung, bestehend aus ÖVP und Grünen, die das jetzt macht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Lieber Kollege Lindner – mein Vorredner –, du hast in deiner Rede strukturelle Änderungen gefordert. Ja, wir geben dir strukturelle Änderungen, denn: Diese Bundesregierung kämpft mit aller Entschlossenheit gegen die Teuerung (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), wir schaffen die kalte Progression ab – das habt ihr jahrzehntelang gefordert (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits) –, wir valorisieren jetzt die Familienleistungen (weiterer Zwischenruf der Abg. Kucharowits) – das habt ihr auch jahrzehntelang gefordert, wir machen es jetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Lieber Kollege Lindner – mein Vorredner –, du hast in deiner Rede strukturelle Änderungen gefordert. Ja, wir geben dir strukturelle Änderungen, denn: Diese Bundesregierung kämpft mit aller Entschlossenheit gegen die Teuerung (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), wir schaffen die kalte Progression ab – das habt ihr jahrzehntelang gefordert (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits) –, wir valorisieren jetzt die Familienleistungen (weiterer Zwischenruf der Abg. Kucharowits) – das habt ihr auch jahrzehntelang gefordert, wir machen es jetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
weiterer Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Lieber Kollege Lindner – mein Vorredner –, du hast in deiner Rede strukturelle Änderungen gefordert. Ja, wir geben dir strukturelle Änderungen, denn: Diese Bundesregierung kämpft mit aller Entschlossenheit gegen die Teuerung (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), wir schaffen die kalte Progression ab – das habt ihr jahrzehntelang gefordert (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits) –, wir valorisieren jetzt die Familienleistungen (weiterer Zwischenruf der Abg. Kucharowits) – das habt ihr auch jahrzehntelang gefordert, wir machen es jetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Lieber Kollege Lindner – mein Vorredner –, du hast in deiner Rede strukturelle Änderungen gefordert. Ja, wir geben dir strukturelle Änderungen, denn: Diese Bundesregierung kämpft mit aller Entschlossenheit gegen die Teuerung (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), wir schaffen die kalte Progression ab – das habt ihr jahrzehntelang gefordert (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits) –, wir valorisieren jetzt die Familienleistungen (weiterer Zwischenruf der Abg. Kucharowits) – das habt ihr auch jahrzehntelang gefordert, wir machen es jetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, die Valorisierung der Sozialleistungen – das bedeutet die jährliche automatische Anpassung von Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld an den Verbraucherpreisindex – ist eine der wirklich wesentlichsten familienpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre – neben der Einführung und Erhöhung des Familienbonus –, und auch das macht diese Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Nein!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon gesagt, dieses Budget enthält ganz wesentliche strukturelle Änderungen. Ich lade Sie ein, mitzustimmen. (Abg. Belakowitsch: Nein!) Ich verstehe, dass Sie aus parteipolitischen Gründen (Abg. Belakowitsch: Nein, aus Überzeugung!) das Budget kritisieren und auch ablehnen. Es ist noch viel schlimmer, Frau Kollegin Belakowitsch, wenn Sie es aus Überzeugung ablehnen, dass wir Familien unterstützen (Abg. Zanger: Das werd’ ich dann noch erklären, warum wir das aus Überzeugung ablehnen!), aber dann müssen Sie den Familien auch erklären (Abg. Belakowitsch: Familien sind ... im Budget! Das
Abg. Belakowitsch: Nein, aus Überzeugung!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon gesagt, dieses Budget enthält ganz wesentliche strukturelle Änderungen. Ich lade Sie ein, mitzustimmen. (Abg. Belakowitsch: Nein!) Ich verstehe, dass Sie aus parteipolitischen Gründen (Abg. Belakowitsch: Nein, aus Überzeugung!) das Budget kritisieren und auch ablehnen. Es ist noch viel schlimmer, Frau Kollegin Belakowitsch, wenn Sie es aus Überzeugung ablehnen, dass wir Familien unterstützen (Abg. Zanger: Das werd’ ich dann noch erklären, warum wir das aus Überzeugung ablehnen!), aber dann müssen Sie den Familien auch erklären (Abg. Belakowitsch: Familien sind ... im Budget! Das
Abg. Zanger: Das werd’ ich dann noch erklären, warum wir das aus Überzeugung ablehnen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon gesagt, dieses Budget enthält ganz wesentliche strukturelle Änderungen. Ich lade Sie ein, mitzustimmen. (Abg. Belakowitsch: Nein!) Ich verstehe, dass Sie aus parteipolitischen Gründen (Abg. Belakowitsch: Nein, aus Überzeugung!) das Budget kritisieren und auch ablehnen. Es ist noch viel schlimmer, Frau Kollegin Belakowitsch, wenn Sie es aus Überzeugung ablehnen, dass wir Familien unterstützen (Abg. Zanger: Das werd’ ich dann noch erklären, warum wir das aus Überzeugung ablehnen!), aber dann müssen Sie den Familien auch erklären (Abg. Belakowitsch: Familien sind ... im Budget! Das
Beifall bei der ÖVP.
kann ich Ihnen schon auch sagen!), warum Sie ihnen keine Unterstützung zukommen lassen wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abschließend noch ein Satz an dich, liebe Kollegin Meri Disoski: Auch wenn der Brief nur in Oberösterreich verschickt wurde, gebe ich dir trotzdem vollinhaltlich recht. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit der Budgetplanung machen wir Österreich stärker, unabhängiger und auch sicherer für die Zukunft. Unser Anspruch ist es, dass Österreich nicht nur gut aus diesen Krisen kommt, sondern auch daran wächst. Finanzminister Magnus Brunner hat mit diesem Budget definitiv das Fundament für eine erfolgreiche Krisenbewältigung gelegt. Österreich hat in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass es aus Krisen stärker herausgehen kann, als es hineingegangen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, dass das gar nicht möglich war, dass das alles zu war?
Jugendvereine und -organisationen sind Orte zum Aufwachsen, zum Lernen, aber gleichzeitig auch zum Schließen von Freundschaften fürs Leben. Die Pandemie hat diese Systemrelevanz des Ehrenamts und der Vereine in Österreich noch einmal deutlicher gemacht. Diese letzten beiden Jahre waren definitiv nicht einfach, und aus diesem Grund möchte ich auch all denjenigen ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön aussprechen, die es auch in schwierigen Zeiten, in Zeiten von Lockdown und Homeschooling geschafft haben, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für junge Menschen zu ermöglichen, oftmals mit viel Kreativität (Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, dass das gar nicht möglich war, dass das alles zu war?), die aber gleichzeitig auch dafür gesorgt haben, dass auch in Zeiten der Pandemie ein Miteinander in der Gesellschaft, ein Miteinander der Generationen möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jugendvereine und -organisationen sind Orte zum Aufwachsen, zum Lernen, aber gleichzeitig auch zum Schließen von Freundschaften fürs Leben. Die Pandemie hat diese Systemrelevanz des Ehrenamts und der Vereine in Österreich noch einmal deutlicher gemacht. Diese letzten beiden Jahre waren definitiv nicht einfach, und aus diesem Grund möchte ich auch all denjenigen ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön aussprechen, die es auch in schwierigen Zeiten, in Zeiten von Lockdown und Homeschooling geschafft haben, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für junge Menschen zu ermöglichen, oftmals mit viel Kreativität (Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, dass das gar nicht möglich war, dass das alles zu war?), die aber gleichzeitig auch dafür gesorgt haben, dass auch in Zeiten der Pandemie ein Miteinander in der Gesellschaft, ein Miteinander der Generationen möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit dem Budget für das kommende Jahr 2023 tragen wir dem auch deutlich Rechnung und legen gleichzeitig auf jeden fünften Euro, den die verbandlichen Jugendorganisationen im Rahmen der Bundes-Jugendförderung bekommen, einen sechsten Euro drauf. Das ist die erste Erhöhung seit Bestehen der Bundes-Jugendförderung, seit 21 Jahren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Seit Mitte dieses Jahres bin ich als Staatssekretärin auch für den Zivildienst zuständig. Über 14 000 junge Burschen leisten alleine im heurigen Jahr den Zivildienst und stellen sich damit in den Dienst der Allgemeinheit, sorgen für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft, für Sicherheit und unterstützen gerade diejenigen, die sehr stark darauf angewiesen sind, dass es Hilfe und Betreuung gibt. Dafür ein herzliches Dankeschön an die vielen Tausend Zivildiener in unserem Land! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Die werden in Geld schwimmen!
Mir ist aber natürlich völlig bewusst, dass schöne Worte alleine keinen Sprit und keine Miete bezahlen werden. Genau aus diesem Grund war es mir als Zivildienststaatssekretärin wichtig, auch erstmalig in der Geschichte eine deutliche Erhöhung der Grundvergütung vorzunehmen. Wir erhöhen das Entgelt für Zivildiener und gleichzeitig auch für Grundwehrdiener um 140 Euro auf insgesamt 500 Euro. Das sind knapp 140 Euro mehr im Monat, und das ist gerade im Leben eines jungen Menschen ein ordentliches Geld. Aufsummiert auf neun Monate Zivildienst ist das sogar ein Plus von 1 260 Euro, also eine Erhöhung um 40 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Die werden in Geld schwimmen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
unter die Arme greifen und diese in Zeiten der Teuerung auch extrem unterstützen. Da macht es einen deutlichen Unterschied, ob man 1 260 Euro hat oder nicht hat. Denken wir etwa an 18-, 19-jährige Burschen, die gerade mit ihrer Ausbildung fertig sind, nach der Matura vielleicht den Zivildienst machen, später dann ein Studium beginnen, in eine WG ziehen und sich dann mit diesem Geld vielleicht einen Teil der Einrichtung leisten können. Oder auch wenn man vorher die Lehre abgeschlossen hat: Es macht einen Unterschied, ob man 1 260 Euro hat oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Abgeordnete! Zum Abschluss möchte ich als Jugendstaatssekretärin eines nicht unerwähnt lassen: Ein ausgeglichenes Budget ist und bleibt unser Anspruch, denn das Geld ist bekanntlich nicht abgeschafft. Gerade jetzt aber – in Zeiten einer noch nie dagewesenen Inflation und einer immensen Teuerung – braucht es auch höhere Ausgaben, mit denen wir die Menschen angesichts dieser Teuerung unterstützen und Österreich zukunftsfit machen. Mit dem vorgelegten Budget für das kommende Jahr erfüllen wir diese Aufgabe sehr, sehr gut, denke ich. In diesem Sinne freue ich mich sehr, dass wir gerade auch die junge Generation so stark unterstützen und damit einen großen Fokus auf das nächste Jahr legen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Es geht mir jetzt nicht darum, dass man die Lehre in die Pflicht nimmt oder schaut: Wo sind die Probleme, warum haben wir keine? – Da kommen wir dann immer in diese Diskussion über das Image und weiß der Teufel was, die Bildung und Ausbildung. Mein Zugang zu dem Ganzen ist: Wir haben seit vielen Jahren ein Problem, das ist ein völliges Versagen der Familienpolitik in Österreich; denn was brauchen wir, um Lehrlinge zu bekommen? – Na ja, wir brauchen Kinder! (Heiterkeit bei den Grünen.) Ich als Vertreter eines Genres, das noch die traditionelle Familie im Blickfeld hat, und als Kämpfer für dieses Familienbild habe mich auf die Suche gemacht und mir angesehen, wie es woanders ausschaut. Da fällt einem natürlich sofort das Modell Ungarn auf. (Abg. Leichtfried: Da kennt sich der Herr Nehammer gut aus! – Ruf bei den Grünen: Geh bitte!)
Abg. Leichtfried: Da kennt sich der Herr Nehammer gut aus! – Ruf bei den Grünen: Geh bitte!
Es geht mir jetzt nicht darum, dass man die Lehre in die Pflicht nimmt oder schaut: Wo sind die Probleme, warum haben wir keine? – Da kommen wir dann immer in diese Diskussion über das Image und weiß der Teufel was, die Bildung und Ausbildung. Mein Zugang zu dem Ganzen ist: Wir haben seit vielen Jahren ein Problem, das ist ein völliges Versagen der Familienpolitik in Österreich; denn was brauchen wir, um Lehrlinge zu bekommen? – Na ja, wir brauchen Kinder! (Heiterkeit bei den Grünen.) Ich als Vertreter eines Genres, das noch die traditionelle Familie im Blickfeld hat, und als Kämpfer für dieses Familienbild habe mich auf die Suche gemacht und mir angesehen, wie es woanders ausschaut. Da fällt einem natürlich sofort das Modell Ungarn auf. (Abg. Leichtfried: Da kennt sich der Herr Nehammer gut aus! – Ruf bei den Grünen: Geh bitte!)
Abg. Disoski: Gut, dass Österreich nicht Ungarn ist, gell? – Abg. Kickl: Jetzt müsst ihr euch Ungarn ...!
Ungarn, unser Nachbarstaat, hat sich vor vielen Jahren dazu bekannt, der Familie eine besondere Bedeutung beizumessen. Ungarn „schützt die Institution der Ehe und besagt, dass die Grundlage der Familie in der Ehe zwischen Mann und Frau und der Eltern-Kind-Beziehung liegt.“ (Abg. Disoski: Gut, dass Österreich nicht Ungarn ist, gell? – Abg. Kickl: Jetzt müsst ihr euch Ungarn ...!) Es deklariert auch, seine „Bürger dazu zu ermutigen [...], ihren Kinderwunsch zu erfüllen“.
Abg. Leichtfried: Was heißt: „Ungarn sagt“?
Wahlfreiheit Wert gelegt. Ungarn sagt: „Einer der Eckpfeiler unserer Familienpolitik ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ (Abg. Leichtfried: Was heißt: „Ungarn sagt“?), also eh auch das, was wir sagen, und sie haben ein sehr intensives Kinderkrippensystem auf die Beine gestellt.
Beifall bei der FPÖ.
Interessant: Die Arbeitszeitmodelle wurden überarbeitet, unter anderem – auch so ein kleiner Benefit – haben Eltern „zusätzlich Anspruch auf weitere Urlaubstage“ – also zusätzlich zum gesetzlich gegebenen Urlaub – „abhängig von der Zahl der Kinder“. Das geht so weit, dass sie „maximal 7 Tage nach drei oder mehr Kindern“ Urlaub dazubekommen. Das finde ich ein sehr, sehr vernünftiges Modell. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Auf was willst du denn hinaus ...?
Es gibt großzügige Steuervorteile für Familien (Abg. Leichtfried: Auf was willst du denn hinaus ...?), Steuervergünstigungen für erstverheiratete Paare – Mann und Frau natürlich und nicht irgendwelche anderen Kunstkonstrukte, wie sie bei uns gefördert werden (Ruf bei der SPÖ: Unfassbar!) – sowie Eigenheimförderungsprogramme. Wir können uns das alles einmal im Detail anschauen, ich kann das jetzt nicht alles mit Fakten und Zahlen unterlegen, weil dazu die Zeit nicht reicht.
Ruf bei der SPÖ: Unfassbar!
Es gibt großzügige Steuervorteile für Familien (Abg. Leichtfried: Auf was willst du denn hinaus ...?), Steuervergünstigungen für erstverheiratete Paare – Mann und Frau natürlich und nicht irgendwelche anderen Kunstkonstrukte, wie sie bei uns gefördert werden (Ruf bei der SPÖ: Unfassbar!) – sowie Eigenheimförderungsprogramme. Wir können uns das alles einmal im Detail anschauen, ich kann das jetzt nicht alles mit Fakten und Zahlen unterlegen, weil dazu die Zeit nicht reicht.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yılmaz: Die meisten Kinder in Europa gibt es in Frankreich!
Das sind sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen, zum Beispiel für Jungfamilien! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yılmaz: Die meisten Kinder in Europa gibt es in Frankreich!) Diesen fehlt ja am Anfang das Geld, und da wird auch viel gebraucht, es ist ja sehr kostenintensiv. Autokaufprogramme gibt es dort, also je mehr Kinder, desto größere Autos wird man brauchen (Abg. Leichtfried: Was ist mit Lastenrädern?) – das wird gefördert –, vollständige Befreiung von der Einkommensteuer für Frauen mit vier oder mehr Kindern, und auch Kinderbetreuungsgeld für Großeltern. Wenn man also schaut, dass die Kinderbetreuung in den eigenen Reihen stattfindet, gibt es auch Möglichkeiten, das finanziell zu unterstützen.
Abg. Leichtfried: Was ist mit Lastenrädern?
Das sind sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen, zum Beispiel für Jungfamilien! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yılmaz: Die meisten Kinder in Europa gibt es in Frankreich!) Diesen fehlt ja am Anfang das Geld, und da wird auch viel gebraucht, es ist ja sehr kostenintensiv. Autokaufprogramme gibt es dort, also je mehr Kinder, desto größere Autos wird man brauchen (Abg. Leichtfried: Was ist mit Lastenrädern?) – das wird gefördert –, vollständige Befreiung von der Einkommensteuer für Frauen mit vier oder mehr Kindern, und auch Kinderbetreuungsgeld für Großeltern. Wenn man also schaut, dass die Kinderbetreuung in den eigenen Reihen stattfindet, gibt es auch Möglichkeiten, das finanziell zu unterstützen.
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Würden wir in diese Richtung gehen und schauen, dass wir sozusagen auch in unserem Land wieder mehr Kinder auf die Welt bringen, bräuchten wir unsere Unternehmen keine teuren Inserate für Lehrlingsprogramme schalten zu lassen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Stögmüller: Was?
Es geht um unsere Zukunft in diesem Land und es ist für mich nicht die sexuelle Vielfalt (Abg. Stögmüller: Was?), die man in Europa als Leitkultur zu implementieren versucht (Abg. Stögmüller: Jetzt hör aber auf! Sexuelle Vielfalt ist ...!), die zukunftsfähig macht. Die Zukunftsfähigkeit ist in der normalen Familie von Vater, Mutter und Kind grundgelegt! (Beifall bei der FPÖ.) Wer diese Familien fördert, fördert eine Kultur des Lebens und der Zukunft. (Abg. Stögmüller: Da geht’s um Fetische!)
Abg. Stögmüller: Jetzt hör aber auf! Sexuelle Vielfalt ist ...!
Es geht um unsere Zukunft in diesem Land und es ist für mich nicht die sexuelle Vielfalt (Abg. Stögmüller: Was?), die man in Europa als Leitkultur zu implementieren versucht (Abg. Stögmüller: Jetzt hör aber auf! Sexuelle Vielfalt ist ...!), die zukunftsfähig macht. Die Zukunftsfähigkeit ist in der normalen Familie von Vater, Mutter und Kind grundgelegt! (Beifall bei der FPÖ.) Wer diese Familien fördert, fördert eine Kultur des Lebens und der Zukunft. (Abg. Stögmüller: Da geht’s um Fetische!)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht um unsere Zukunft in diesem Land und es ist für mich nicht die sexuelle Vielfalt (Abg. Stögmüller: Was?), die man in Europa als Leitkultur zu implementieren versucht (Abg. Stögmüller: Jetzt hör aber auf! Sexuelle Vielfalt ist ...!), die zukunftsfähig macht. Die Zukunftsfähigkeit ist in der normalen Familie von Vater, Mutter und Kind grundgelegt! (Beifall bei der FPÖ.) Wer diese Familien fördert, fördert eine Kultur des Lebens und der Zukunft. (Abg. Stögmüller: Da geht’s um Fetische!)
Abg. Stögmüller: Da geht’s um Fetische!
Es geht um unsere Zukunft in diesem Land und es ist für mich nicht die sexuelle Vielfalt (Abg. Stögmüller: Was?), die man in Europa als Leitkultur zu implementieren versucht (Abg. Stögmüller: Jetzt hör aber auf! Sexuelle Vielfalt ist ...!), die zukunftsfähig macht. Die Zukunftsfähigkeit ist in der normalen Familie von Vater, Mutter und Kind grundgelegt! (Beifall bei der FPÖ.) Wer diese Familien fördert, fördert eine Kultur des Lebens und der Zukunft. (Abg. Stögmüller: Da geht’s um Fetische!)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht da jetzt nicht um einzelne Maßnahmen, Details oder Finanzierungsfragen. Es geht um ein Bekenntnis zur traditionellen Familie, und das würde ich diesem Hohen Haus gerne abverlangen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Dass Ungarn zur türkis-blauen Renaissance führt! Das ist ja unglaublich!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Neßler. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Dass Ungarn zur türkis-blauen Renaissance führt! Das ist ja unglaublich!)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Ja, Sie haben es gerade notwendig, mit dem Dialekt!
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Zum Kollegen von der FPÖ: Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll, weil ich es einfach nicht verstehe, nicht nur wegen des Dialekts, sondern auch inhaltlich nicht. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Ja, Sie haben es gerade notwendig, mit dem Dialekt!) Ich meine, es kann ja nicht Ihr Ernst sein, dass man eine konservative Kampagne startet mit: Wir brauchen mehr Kinder!, und das ist dann die Familienpolitik in Österreich. Das ist ja komplett absurd. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Zum Kollegen von der FPÖ: Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll, weil ich es einfach nicht verstehe, nicht nur wegen des Dialekts, sondern auch inhaltlich nicht. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Ja, Sie haben es gerade notwendig, mit dem Dialekt!) Ich meine, es kann ja nicht Ihr Ernst sein, dass man eine konservative Kampagne startet mit: Wir brauchen mehr Kinder!, und das ist dann die Familienpolitik in Österreich. Das ist ja komplett absurd. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Und was ist für Sie ... Familienpolitik?
Eine gute Familienpolitik (Abg. Belakowitsch: Und was ist für Sie ... Familienpolitik?), Herr Kollege, heißt, denjenigen zu helfen, die es ohnehin schon nicht einfach haben, und gerade im Kontext der multiplen Krisen, die wir haben, wissen wir, dass jede Krise diejenigen trifft, die es davor schon nicht einfach hatten. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir wissen, dass Armut erhöht wird, wenn Krisen eintreten. Armut, speziell Kinderarmut, darf kein Schicksal sein, und die Bekämpfung von Armut, von Kinderarmut, ist unser täglicher politischer Auftrag.
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Eine gute Familienpolitik (Abg. Belakowitsch: Und was ist für Sie ... Familienpolitik?), Herr Kollege, heißt, denjenigen zu helfen, die es ohnehin schon nicht einfach haben, und gerade im Kontext der multiplen Krisen, die wir haben, wissen wir, dass jede Krise diejenigen trifft, die es davor schon nicht einfach hatten. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir wissen, dass Armut erhöht wird, wenn Krisen eintreten. Armut, speziell Kinderarmut, darf kein Schicksal sein, und die Bekämpfung von Armut, von Kinderarmut, ist unser täglicher politischer Auftrag.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Sieber.
Ein wichtiger Hebel dafür ist dieses Budget, und ein großer Posten im Budget ist die Valorisierung der Familien- und Sozialleistungen. Wir haben da 253 Millionen Euro für die Anhebung reserviert. Das heißt, dass, wenn in Zukunft die Preise für den täglichen Bedarf steigen, automatisch auch die Familien- und Sozialleistungen steigen. Für das Jahr 2024 wurde bereits eine Erhöhung von 575 Millionen Euro reserviert und für das Jahr 2026 dann fast eine halbe Milliarde Euro. Diese Maßnahme der Valorisierung wurde seit Jahrzehnten immer wieder gefordert. Diese Maßnahme wurde immer wieder versprochen, und es ist lange nichts passiert, bis wir sie vor Kurzem beschlossen haben! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Sieber.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
geht, aber das ist wirklich ein sozialpolitischer Meilenstein. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte jetzt aber noch auf zwei aktuelle Sachen eingehen. Die eine ist der Mutter-Kind-Pass. Weil da in der letzten Zeit und auch heute immer wieder massive Verunsicherung betrieben wurde und wird: Nein, wir wollen und werden den Mutter-Kind-Pass ganz sicher nicht abschaffen! Ganz im Gegenteil, wir werden den Pass weiterentwickeln und ausbauen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Ich glaube, die intensiven Verhandlungen haben sich gelohnt, denn es ist die größte Reform seit der Einführung 1974, und wir haben den Eltern-Kind-Pass ins 21. Jahrhundert geholt. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich noch ganz kurz die Gelegenheit nutzen, um auf die HPV-Impfung aufmerksam zu machen. Zwischen 130 und 180 Frauen starben in den letzten Jahren im Durchschnitt jährlich an Gebärmutterhalskrebs. 90 Prozent dieser Fälle gehen auf das HPV-Virus zurück, und das ist ein Virus, mit dem die meisten von uns im Laufe des Lebens infiziert werden. Das Mittel dagegen, die HPV-Impfung, kann bis zu 620 Euro kosten. Das haben wir jetzt geändert: Wir haben das Impfangebot ausgeweitet. Bis zum 21. Lebensjahr kann sich ab 2023 jeder und jede kostenlos impfen lassen. Das ist unglaublich wichtig, weil die Gesundheit keine Frage des Geldbörsels sein darf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch ein Punkt, der mir besonders wichtig ist: Sexuelle Gesundheit ist leider noch viel zu oft ein Tabuthema, über das viel zu wenig gesprochen wird, daher ist es mir wichtig, zu betonen, dass es nicht nur eine Impfung für Frauen ist. Es ist eine Impfung für alle, es ist auch eine Impfung für Männer, die genauso daran erkranken können. Darum an alle jungen Menschen: Informiert euch, holt euch die Impfung zu eurem Schutz und zum Schutz anderer! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Bundesministerin, ich habe Ihnen im Ausschuss eine ganz klare Frage gestellt, nämlich ob Sie vor diesem Hintergrund gedenken, ein neues Wirkungsziel im Budget einzuführen. Vielleicht zur Erklärung: Ein Wirkungsziel dient dazu, zu messen, wofür Geld ausgegeben wird, also auch eine Zielbestimmung festzulegen. Ich habe Sie gefragt: Was halten Sie von einem Wirkungsziel Bekämpfung von Homo- und Transfeindlichkeit? – Ihre Antwort war kurz, aber sehr klar: Nein, das haben Sie nicht vor. – Das ist nur ein Ausdruck dessen gewesen, was wir auch im Budget sehen: Dieses Budget ist gleichstellungspolitisch retro, es ist konservativ und nicht progressiv. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dabei ist die Liste dessen, was man tun müsste, lang. Sie kennen, glaube ich, unsere Forderungen nach mehr expliziten Beratungsangeboten, nach Sensibilisierungsarbeit in Schulen, in staatlichen Einrichtungen, bei der Polizei, in der Verwaltung. Die Grünen haben plakatiert: „Wer macht Equality, wenn nicht wir“? – Die Antwort nach drei Jahren in dieser Bundesregierung lautet: Sie schaffen es jedenfalls nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Ihr wart auch dabei!
Gleichermaßen enttäuscht, wenn man ins Budget schaut, ist man im Hinblick auf die Pandemie der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Die Kinder und Jugendlichen leiden immer noch, weil Sie zugesperrt haben (Abg. Belakowitsch: Ihr wart auch dabei!), weil Sie sie während der Pandemie weggesperrt haben, und Sie tun nichts, um das abzufedern (neuerlicher Zwischenruf der
Beifall bei den NEOS.
Wir wissen doch alle: Wenn wir die Pandemie der psychischen Gesundheit wirklich bekämpfen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass Psychotherapie eine Leistung der Krankenkasse wird. Niemand versteht, warum die Versicherung bei einem gebrochenen Haxen zahlt, aber nicht bei einer gebrochenen Seele; und Sie reparieren das immer noch nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Nehmen Sie sich endlich der Kinder und Jugendlichen an! Sie sind es ihnen nach diesen Jahren der Pandemie schuldig. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Aha!
Vielleicht können wir die letzten zweieinhalb Jahre Revue passieren lassen – die Coronapandemie und leider, seit dem 24. Februar heuer, den Angriffskrieg Putins in der Ukraine – und ein wenig in uns gehen und uns anschauen, wie wir für uns selber, jeder und jede für sich persönlich, definieren: Was heißt Solidarität für mich? Wie definieren wir Frieden? Ich habe einmal in der Schule das Folgende über den Frieden oder die Freiheit – das hängt ja ganz eng zusammen – gehört: Meine persönliche Freiheit hört dort auf, wo ich die Freiheit des anderen eingrenze. (Abg. Belakowitsch: Aha!)
Abg. Kickl: Jetzt erklärst du uns einmal, was das genau heißt – das ist das Spannende! – Abg. Belakowitsch: Reden wir gleich mit Freiheit weiter!
Wie definieren wir das? (Abg. Kickl: Jetzt erklärst du uns einmal, was das genau heißt – das ist das Spannende! – Abg. Belakowitsch: Reden wir gleich mit Freiheit weiter!) Wie wertvoll ist Demokratie für mich, wenn in der Demokratie Entscheidungen getroffen werden, die nicht meiner persönlichen Fasson oder Wertehaltung entsprechen, und was heißt wertschätzender Umgang für mich?
Abg. Kickl: Sind das die, die der Herr Schmid als Pöbel bezeichnet hat? Sind das die, oder?!
Da, glaube ich, sollten wir alle 183 uns ein wenig in den Spiegel schauen. Was ich von der Bevölkerung draußen mitbekomme (Abg. Kickl: Sind das die, die der Herr Schmid als Pöbel bezeichnet hat? Sind das die, oder?!): So, wie wir teilweise die Wortwahl treffen, wie wir miteinander diskutieren, tun wir dem Image der Politik nichts Gutes. Das heißt auch: Gegenseitig wertschätzender Umgang wäre
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Räumts einmal euren Sauhaufen zusammen! – Abg. Wöginger: Genau dort fängt es an ...! – Abg. Kickl: Ja, das ist der Pöbel! Das ist das, was ihr als Pöbel bezeichnet habt! – Abg. Ottenschläger: Hallo, hallo, hallo! Was heißt „ihr“?! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Wöginger: Man muss nicht alles wiederholen! – Abg. Kickl: Solche Heuchler, echt!
wertvoll und, glaube ich, bringt uns insgesamt ein bisschen mehr Respekt bei der Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Räumts einmal euren Sauhaufen zusammen! – Abg. Wöginger: Genau dort fängt es an ...! – Abg. Kickl: Ja, das ist der Pöbel! Das ist das, was ihr als Pöbel bezeichnet habt! – Abg. Ottenschläger: Hallo, hallo, hallo! Was heißt „ihr“?! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Wöginger: Man muss nicht alles wiederholen! – Abg. Kickl: Solche Heuchler, echt!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir erleben aktuell eine Zeit multipler Krisen, und wir wissen, dass Frauen schon alleine aufgrund der strukturellen Ungleichbehandlung von diesen Krisen – egal ob Corona, egal ob diese explodierende Inflation durch die Teuerung – explizit schwerer, stärker und besonders betroffen sind. Konkrete Maßnahmen, die dem frauenpolitisch entgegenwirken, suchen wir aber vergebens, die suchen wir in diesem Budget, Frau Ministerin, vergebens. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Neben dem Gewaltschutz bleibt summa summarum am Ende des Tages für Frauen in diesem Land wenig übrig. Auch da – und das betone ich schon, Frau Ministerin – geht es um Ihre Glaubwürdigkeit. Wenn in Oberösterreich ein rechtskräftig wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch verurteilter Sexualstraftäter durch die ÖVP-Landesrätin eine Ehrung erhält, dann ist das ein Schlag ins Gesicht aller von Gewalt betroffenen Frauen in diesem Land, dann ist das ein Schlag ins Gesicht von allen Frauen, die sexuelle Gewalt erleben. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
erwarte ich mir, dass Sie Position beziehen. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher! Ich möchte noch einmal kurz auf das Thema Gleichstellung und Gewalt eingehen, weil Gewalt, egal ob psychische oder physische, noch immer ein gesellschaftliches Tabuthema ist und öfter wegesehen als geholfen wird. Als Bundesbäuerin interessiert es mich natürlich besonders, wie es den Frauen in den Betrieben im Bereich der Land- und Forstwirtschaft geht. Wir als Bäuerinnen leben Gleichstellung auf unseren Familienbetrieben bestmöglich: vom gemeinsamen Eigentum über gemeinsame Arbeits- und Lebenswelt hin zur rechtlichen und sozialen Absicherung der Bäuerinnen. Es sind viele positive Errungenschaften, und dennoch tauchen auch da in Einzelfällen Gewalt und Unterdrückung auf. Wir erleben leider oftmals auch, dass vom nächsten Umfeld weggesehen wird, Hilfe und Unterstützung nicht angeboten werden. Oftmals wären nämlich Initiative und Courage aus dem Umfeld die erste, zielführendste Maßnahme, nämlich zielführender als die lauteste Forderung an die Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Sondern? Was haben Sie noch in dem Programm außer Mann und Frau? Können Sie das erklären? Mann, Frau, was gibt es da noch?
Ja, ich stimme einigen meiner Vorredner zu: Man kann mit Geld keine direkte Gewalt verhindern oder eine absolute Gleichstellung aller Menschen – denn wir sprechen nicht mehr nur von Mann und Frau – erreichen. (Abg. Belakowitsch: Sondern? Was haben Sie noch in dem Programm außer Mann und Frau? Können Sie das erklären? Mann, Frau, was gibt es da noch?) Wir können aber in die positive Bewusstseinsbildung dieser sowie kommender Generationen einwirken, um die gesetzten Gleichstellungsziele zu erreichen. Das tun wir, und das geht nur im wertschätzenden Miteinander, Frau Kollegin.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Abschließend möchte ich noch festhalten – und nämlich auch honorieren –, dass innerhalb der letzten drei Jahre das Frauenbudget mehr als verdoppelt wurde. – Vielen Dank, Frau Ministerin, für Ihren kontinuierlichen Einsatz, für Ihren Fokus auf die vulnerablen Gruppen, für die Bereitschaft, in diese Querschnittsmaterie zu investieren, und für die hervorragende Zusammenarbeit mit den anderen Ministerien. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine politische Wertung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
nicht richtig. Jede Familie ist normal, egal ob sie aus Mutter, Mutter, Kind oder Vater, Vater, Kind oder in welcher Form sonst auch immer besteht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine politische Wertung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Sie haben es ja jetzt gerade gesehen, wie eigenartig hier teilweise die Familie definiert wird. Natürlich sind Familien normal, so wie sie leben, und wir wissen, es gibt Familien mit Vater, Mutter, Kind, es gibt Familien mit Vater, Mutter, Stiefmutter, Stiefvater, Wiederverheirateten. Natürlich gibt es alle Möglichkeiten im 21. Jahrhundert, aber eines ist ganz klar, sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen: Die Keimzelle sind nun mal Mann und Frau und Kinder, anders werden Sie es auch nicht zusammenbringen. Die Biologie werden Sie nicht neu schreiben können. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Disoski: Weil es falsch ist und weil es ein Blödsinn ist!
Es klingt vielleicht ein bisschen lieblich und pathetisch, aber die Familie ist die erste Keimzelle. Da lernen wir Liebe, da haben wir die erste Geborgenheit – und das ist so notwendig für diesen Staat, um starke Menschen für unser Land zu schaffen, die auch dieses Staatsgemeinwesen weiterführen können. Da schütteln die Grünen jetzt auch noch den Kopf. (Abg. Disoski: Weil es falsch ist und weil es ein Blödsinn ist!) Ich meine, ich frage mich ja manches Mal: In welcher Welt leben Sie denn eigentlich? Ich glaube aber, es ist ohnehin selbstredend. (Zwischenrufe des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenrufe des Abg. Schallmeiner.
Es klingt vielleicht ein bisschen lieblich und pathetisch, aber die Familie ist die erste Keimzelle. Da lernen wir Liebe, da haben wir die erste Geborgenheit – und das ist so notwendig für diesen Staat, um starke Menschen für unser Land zu schaffen, die auch dieses Staatsgemeinwesen weiterführen können. Da schütteln die Grünen jetzt auch noch den Kopf. (Abg. Disoski: Weil es falsch ist und weil es ein Blödsinn ist!) Ich meine, ich frage mich ja manches Mal: In welcher Welt leben Sie denn eigentlich? Ich glaube aber, es ist ohnehin selbstredend. (Zwischenrufe des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Disoski: Durch den Rost fallen?!
Frau Minister, ich komme jetzt zu Ihnen, weil Sie zuständig für Familienpolitik sind: Die Familien sind die Verlierer dieser Krise. Sie haben zwar jetzt groß angekündigt, dass alle Familienleistungen valorisiert werden – ja, das ist recht schön und billig, dass Sie das tun, da es in den letzten 35 Jahren 60 Prozent Wertverlust gegeben hat –, was Sie aber nicht dazusagen, ist, dass bei vielen der Förderungen, die Sie außerhalb Ihres Familienressorts machen – da nenne ich zum Beispiel die Strompreisbremse –, die Familien durch den Rost fallen (Abg. Disoski: Durch den Rost fallen?!), da Sie sich wieder an den Zwei- und Dreipersonenhaushalten orientieren.
Zwischenruf des Abg. Koza.
Wenn die Familien aber zwei, drei Kinder haben, Frau Minister, haben sie mehr Stromverbrauch, sie brauchen die Waschmaschine öfter, sie brauchen den Geschirrspüler öfter, sie haben die Kinder mit dem Laptop für die Schule, dem Telefon für die Schule. (Zwischenruf des Abg. Koza.) All das rechnen Sie hier nicht mit, das müssen die Familien selbstständig stemmen. Es gibt Familien, die vielleicht auch noch eine Großmutter, die sie pflegen, im Haushalt haben; da gibt es dann vielleicht noch mehr Wäsche. Das rechnen Sie alles nicht mit, das bürden Sie alles den Familien auf. Dazu kommt überhaupt gar nichts von Ihnen, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn die Familien aber zwei, drei Kinder haben, Frau Minister, haben sie mehr Stromverbrauch, sie brauchen die Waschmaschine öfter, sie brauchen den Geschirrspüler öfter, sie haben die Kinder mit dem Laptop für die Schule, dem Telefon für die Schule. (Zwischenruf des Abg. Koza.) All das rechnen Sie hier nicht mit, das müssen die Familien selbstständig stemmen. Es gibt Familien, die vielleicht auch noch eine Großmutter, die sie pflegen, im Haushalt haben; da gibt es dann vielleicht noch mehr Wäsche. Das rechnen Sie alles nicht mit, das bürden Sie alles den Familien auf. Dazu kommt überhaupt gar nichts von Ihnen, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen sowie der Abg. Krisper.
hereinlassen, da Sie keine Grenzkontrollen einziehen. Das ist die Gewalt, die wir haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen sowie der Abg. Krisper.) In Wien gab es innerhalb von zwei Wochen sechs Vergewaltigungen an jungen Mädchen – zuletzt einer Elfjährigen.
Beifall bei der FPÖ
Nein, Frau Minister, da haben Sie als Familienministerin eine zentrale Rolle, eine ganz, ganz zentrale Rolle: Sie müssen unsere Kinder schützen, Sie müssen unsere Jugendlichen schützen (Beifall bei der FPÖ) und Sie müssen den Familien auch wieder eine Möglichkeit zum Überleben, zum Durchschnaufen geben, dass die sich das Leben wieder leisten können, denn es ist nicht so, wie Sie immer glauben, dass jeder alles hat.
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Jetzt haben Sie die Familien zwei Jahre lang wegen Corona eingesperrt, Kinder haben Sie eingesperrt, die Zahlen der psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind explodiert – und dann rühmen Sie sich dafür, dass Sie ein paar Millionen für ein bissel mehr Psychotherapie in die Hand nehmen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Staatssekretärin! Es ist Ihnen vielleicht nicht bewusst, aber: Es war alles dicht in der Pandemie, es gab keinen Sportverein, es gab keine Musikschulen, alles zu, es gab keine außerschulische Jugendbetreuung, es war keine außerschulische Jugendbetätigung möglich – und Sie bedanken sich bei irgendwelchen Vereinen. Man fragt sich ja wirklich bei dieser Volkspartei: Haben Sie eigentlich mitbekommen, was Sie den Menschen in den letzten Jahren angetan haben? Ich glaube nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist das Versagen der Regierung, und das haben Sie mit diesem Budget weiter fortgeschrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Der Staat kann nicht funktionieren, wenn die Familien nicht gut funktionieren. Daher ist es natürlich unsere Aufgabe, unsere Familien bestmöglich zu unterstützen. In Österreich, meine Damen und Herren, können wir stolz auf die umfassende Unterstützung des Staates im Bereich der Familien sein, und, Frau Belakowitsch, die Familien werden definitiv nicht im Stich gelassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Das ist ein italienisches Familienverständnis!
Vielleicht noch einen Satz dazu: Die ÖVP ist und bleibt die Familienpartei Nummer eins. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Das ist ein italienisches Familienverständnis!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das beweisen wir auch mit dem nun vorliegenden Budget, das mit über 8 Milliarden Euro veranschlagt ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Sie sind noch immer aufgeregt, Frau Belakowitsch, es besteht aber keine Notwendigkeit dazu. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das ist eine Steigerung um über 38 Millionen Euro. Diese Gelder werden vorwiegend zur Finanzierung von Familienleistungen verwendet, wobei wesentliche Familienleistungen ab 2023 auch valorisiert werden.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das beweisen wir auch mit dem nun vorliegenden Budget, das mit über 8 Milliarden Euro veranschlagt ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Sie sind noch immer aufgeregt, Frau Belakowitsch, es besteht aber keine Notwendigkeit dazu. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das ist eine Steigerung um über 38 Millionen Euro. Diese Gelder werden vorwiegend zur Finanzierung von Familienleistungen verwendet, wobei wesentliche Familienleistungen ab 2023 auch valorisiert werden.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Ganz besonders hervorheben möchte ich aber die Leistungen der Gemeinden im Bereich der Kinderbetreuung. Unsere Kommunen, an ihrer Spitze die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, leisten Tag für Tag Großartiges für unsere Familien. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Als ich junge Mutter war, vor 24 Jahren, gab es in meinem Heimatort einen einzigen Kindergarten, der von halb acht bis 12 Uhr geöffnet war. Dieses Angebot wurde nicht nur in meiner Gemeinde, sondern in der gesamten Region über die Jahre sukzessive ausgeweitet. In unseren Gemeinden in der Südoststeiermark hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Neben zahlreichen Kindergärten gibt es viele Kinderkrippen, Nachmittagsbetreuungen und viele weitere Kinderbetreuungseinrichtungen. Unsere Bürgermeister haben in den letzten Jahren mit Unterstützung des Landes und des Bundes in diesem Bereich enorm viel geleistet. Vielen Dank an alle, die dazu einen Beitrag leisten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch.
Sie Ihren Großspendern Geld und Steuervorteile zuschanzen. Ich glaube, das verstehen Sie unter Familienpartei. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ.
Kinder haben Rechte, aber nicht nur am Tag der Kinderrechte am 20. November, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
„Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“, sagte einst Bertolt Brecht. Solange Sie aber Ihren Großspendern Steuervorteile zuschanzen und die Übergewinne der Großkonzerne nicht abschöpfen, werden Sie die Armutsgefährdung in Österreich definitiv nicht senken können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Kinderbetreuungsgeld und der Familienzeitbonus werden jedes Jahr automatisch an die Inflation angepasst. – Sie sehen also, meine Damen und Herren, die Bundesregierung macht eine tolle Familienpolitik, und darauf können wir uns auch in Zukunft verlassen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Ruf bei der SPÖ: ... Familie!
Ebenso Verlass ist auf unsere Jugendstaatssekretärin. Mit ihr sitzt eine junge, starke Stimme in der Bundesregierung. Das merkt man auch im Budget. So wird die Bundes-Jugendförderung um 20 Prozent erhöht. Das bedeutet, auf jeden fünften Euro kommt einer oben drauf – und dieses Geld für die Jugendvereine und -organisationen ist gut investiertes Geld. In diesen wird großteils ehrenamtlich gearbeitet, die jungen Menschen erfahren Halt in der Gesellschaft und Sie schließen Freundschaften fürs Leben, das habe auch ich selbst in vielen Organisationen erfahren dürfen. (Ruf bei der SPÖ: ... Familie!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher danke ich wirklich allen, die sich da engagieren, von der Landjugend über die Schülerunion bis hin zum Jugendrotkreuz und vielen, vielen anderen: vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Besonders freue ich mich natürlich als Zivildienstsprecher – immerhin sprechen wir da von über 14 000 jungen Männern, die ihre Zeit für unsere Gesellschaft zur Verfügung stellen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag in zahlreichen Einrichtungen wie dem Roten Kreuz und Pflege- und Betreuungszentren. Daher war es auch von Beginn an mein Ziel, diesen Zivildienst aufzuwerten. Mit dem kostenlosen Klimaticket ist uns dieses Jahr bereits ein sehr großer Wurf gelungen, und nun gibt es auch mehr Geld – die Frau Staatssekretärin hat es ausgeführt –: 140 Euro mehr an Grundvergütung. Das ist über die neun Monate gerechnet ein Plus von 1 260 Euro, bedeutet eine Erhöhung um fast 40 Prozent, also auch deutlich über der Inflation. Ich möchte hier auch meine Wertschätzung ausdrücken und den vielen jungen Männern, die ihren Dienst leisten, Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
unsere Bundesregierung ist Verlass – die Familien können sich verlassen, die Jugend und auch der Zivildienst. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Wohlgefühl beigetragen und auch zur Erhöhung der Beteiligung von Frauen im Freiwilligen Sozialjahr im Rettungsdienst. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Die zweite Kampagne, die wir gemacht haben, fand heuer im April statt. Sie wurde sogar in den deutschen Medien positiv aufgenommen, es wurde dort darüber berichtet; und zwar geht es da um die Erhöhung des Frauenanteils im Rettungsdienst. Den ganzen April ist das über soziale Medien, Printmedien, Radio gelaufen, um Frauen zu motivieren, den Beruf der Rettungssanitäterin zu ergreifen – mit dem Ziel der Erhöhung der Frauenquote im Sanitätsdienst. Das ist auch gelungen: Wir sind von vormals 20 Prozent nun bei 26 Prozent Frauen, und es ist ganz – wie soll ich sagen?; eigentlich muss man das gar nicht mehr erwähnen – selbstverständlich, dass gilt: gleicher Lohn bei gleicher Leistung. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.) Unseren Equal-Pay-Day, den gibt es nicht, der ist am gleichen Tag wie bei den Männern.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
In diesem Sinn – gestern habe ich es auch schon einmal gesagt –: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“. Also bitte steht für Gleichstellung ein! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Abg. Loacker: Schon lange nicht mehr gesehen!
Abgeordnete Pia Philippa Strache (ohne Klubzugehörigkeit): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen auf der Regierungsbank! Das Budget ist für die meisten eine relativ trockene Materie (Abg. Loacker: Schon lange nicht mehr gesehen!), dabei geht es um nichts Geringeres als den Gestaltungsspielraum für das kommende Jahr oder auch den Gestaltungsspielraum, der die Basis dafür legt, sichere und solide Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre zu schaffen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Ja, de facto ist es so, aber ist das zeitgemäß? Ist es zeitgemäß, im Ausschuss zu sagen: Sicherheit für Frauen, dafür bin ich nicht zuständig? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Ist es zeitgemäß, Frauen da im Stich zu lassen?
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Nehmen wir weitere tragische Beispiele: Es gab sie, die zahlreichen Femizide hier in Österreich. Gewaltschutzeinrichtungen in ganz Österreich berichten davon, schon längst an ihre Kapazitätsgrenze gelangt zu sein. Ängste, Depressionen, Schlafprobleme, Stress: All diese Dinge treffen Frauen überproportional häufiger als Männer. Es handelt sich dabei nicht um ein geschlechterspezifisches Problem, sondern um ein soziales. Diese unsichere Lage von Frauen darf nicht ignoriert werden. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Suizidversuche, Verzweiflungstaten sowie die zahlreichen Frauenmorde dürfen nicht ignoriert werden.
Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen
(Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen), wenn eine betroffene Mutter, die Hilfe sucht, vor Ihnen stünde, um ihr zu helfen. Es ist aber Ihre Verantwortung und es muss Ihr geringster Anspruch sein ...
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Pia Philippa Strache (fortsetzend): Ihr geringster Anspruch in Ihrer Funktion als Ministerin muss der sein, jeder einzelnen Frau in diesem Land, die betroffen ist, helfen zu wollen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, der Aufbauplan 2032 ist eine politische Absichtserklärung, allerdings ohne Nachhaltigkeit. Im Schriftstück Aufbauplan ist übrigens die österreichische Landkarte in Camouflage getaucht. Warum eigentlich? – Ich frage mich, ob es da wieder um eine Tarnung geht. Es muss völlige Transparenz bei der Beschaffung von militärischem Gerät herrschen, und das werden wir auch einfordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Skurril ist nur deine Rede! Das ist ja unglaublich!
Etwas skurril war die Ansage im Frühjahr dieses Jahres, im März ein Neutralitätspaket von 10 Milliarden Euro einzurichten. (Abg. Höfinger: Skurril ist nur deine Rede! Das ist ja unglaublich!) Das Neutralitätspaket hat leider nie das Licht der Welt erblickt. Geld, Geld, Geld wird im Ressort für eine zeitgemäße Ausrüstung, für einen Aufbau einer wehrhaften Neutralität (Zwischenruf des Abg. Höfinger) und für internationale Einsätze und Friedensmissionen benötigt.
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Etwas skurril war die Ansage im Frühjahr dieses Jahres, im März ein Neutralitätspaket von 10 Milliarden Euro einzurichten. (Abg. Höfinger: Skurril ist nur deine Rede! Das ist ja unglaublich!) Das Neutralitätspaket hat leider nie das Licht der Welt erblickt. Geld, Geld, Geld wird im Ressort für eine zeitgemäße Ausrüstung, für einen Aufbau einer wehrhaften Neutralität (Zwischenruf des Abg. Höfinger) und für internationale Einsätze und Friedensmissionen benötigt.
Beifall bei der SPÖ.
Der Ausbau der österreichischen Friedensmissionen zu einem weltweit anerkannten Friedensheer ist weiterzuführen, um unser Image als Trittbrettfahrer endlich loszuwerden, und das Ganze in Verbund mit der UNO und nicht mit der Nato, denn die UNO, diese Weltorganisation, hat ihren Sitz in Wien, und darauf sind wir als Österreicherinnen und Österreicher, als neutrales Österreich auch stolz, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Das Bundesheer braucht eine gezielte Personaloffensive, eine gerechte Besoldung, attraktive Rahmenbedingungen (Zwischenruf bei der ÖVP) und die Möglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben für die Soldatinnen und Soldaten. Die Personaloffensive, von Minister Doskozil seinerzeit verfolgt, wurde leider nicht im großen Ausmaß weiterverfolgt. Dem Staat drohen in der Verwaltung und beim Bundesheer massive Engpässe. Eine Pensionierungswelle steht bevor, circa 25 Prozent der Beschäftigten werden in den nächsten fünf Jahren in Pension gehen.
Ruf bei der ÖVP: He!
Soldatinnen und Soldaten, die in der Covid-Krise für Hinz und Kunz zuständig waren (Ruf bei der ÖVP: He!), nicht verdient!
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister, das Heeresbudget wurde als bombastische Leuchtrakete verkauft, es bleibt aber ein Adventkerzerl, und die groß angekündigte Reform ist leider kolossal gescheitert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Maurer.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Lassen Sie mich zuerst zu meiner Rede von Dienstag zu den obersten Organen etwas festhalten: Es war damit von meiner Seite keine Relativierung der Ereignisse der Dreißigerjahre gemeint und auch nicht beabsichtigt – sollte das so verstanden worden sein, dann entschuldige ich mich dafür. Allerdings ist es genauso unangebracht, wenn Kollege Krainer dieses Parlament hier als Dollfuß-Parlament bezeichnet. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, kommen wir nun zum eigentlichen Thema und zum richtigen und wichtigen Thema, nämlich der Landesverteidigung. Ich möchte mit einem Dank beginnen, mit einem Dankeschön an die Soldatinnen und Soldaten sowie die Beschäftigten des österreichischen Bundesheeres für ihren Einsatz im In- und im Ausland für die Sicherheit Österreichs. Ein herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Deshalb mal die Hälfte gleich abschaffen!
Ja, meine Damen und Herren, die Organisationsreform der Zentralstelle muss evaluiert werden – das war immer klar, dass man nach der Umsetzung dieser neuen Organisationsform auch eine Evaluierung durchführt. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Deshalb mal die Hälfte gleich abschaffen!) Mit der Evaluierung und mit den Adaptierungen, die jetzt durchgeführt werden, ist auch sichergestellt, dass die Planung ermöglicht und die Rüstung beschafft werden können.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Abg. Kassegger: Nein, die militärische stärkt ihr einmal genau nicht!
Die Landesverteidigung braucht einen umfassenden Ansatz, so wie das in der Verfassung geregelt ist: die militärische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung. Diese militärische Landesverteidigung stärken wir jetzt im Interesse der Sicherheit Österreichs, und mein Aufruf an alle im Parlament vertretenen Fraktionen lautet jetzt: Marschieren wir gemeinsam für die Sicherheit Österreichs! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Abg. Kassegger: Nein, die militärische stärkt ihr einmal genau nicht!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Stögmüller und Loacker.
Abgeordneter Robert Laimer (SPÖ): Eine tatsächliche Berichtigung zu den Ausführungen von Kollegen Ofenauer: Wir vonseiten der SPÖ haben dem Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz in zweiter Lesung zugestimmt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Stögmüller und Loacker.)
Abg. Stögmüller: Wen?
Abgeordneter Robert Laimer (fortsetzend): Ich berichtige (Abg. Stögmüller: Wen?) zu den Aussagen des Kollegen Ofenauer tatsächlich (Ruf bei der ÖVP: Was hat er gesagt?): Er hat von einer „Frontalopposition“ gesprochen, und dass die Opposition nicht zugestimmt habe.
Ruf bei der ÖVP: Was hat er gesagt?
Abgeordneter Robert Laimer (fortsetzend): Ich berichtige (Abg. Stögmüller: Wen?) zu den Aussagen des Kollegen Ofenauer tatsächlich (Ruf bei der ÖVP: Was hat er gesagt?): Er hat von einer „Frontalopposition“ gesprochen, und dass die Opposition nicht zugestimmt habe.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Das ist keine Tatsächliche! – Abg. Ofenauer: Aber in dritter Lesung nicht ...!
Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Das ist keine Tatsächliche! – Abg. Ofenauer: Aber in dritter Lesung nicht ...!)
Ruf bei der ÖVP: Hoi, hoi!
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich darf da vielleicht noch ein bisschen Aufklärung in die Sache bringen, Herr Kollege Laimer hat nämlich vollkommen recht: Sowohl die SPÖ als auch wir von der FPÖ haben dem Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz in zweiter Lesung zugestimmt. Wir haben dann nur in dritter Lesung, bei der nicht partiell über das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz, sondern über das gesamte Budgetbegleitgesetz abgestimmt wurde – in dem auch viel anderer Unsinn drinnen war (Ruf bei der ÖVP: Hoi, hoi!) –, dagegengestimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich darf da vielleicht noch ein bisschen Aufklärung in die Sache bringen, Herr Kollege Laimer hat nämlich vollkommen recht: Sowohl die SPÖ als auch wir von der FPÖ haben dem Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz in zweiter Lesung zugestimmt. Wir haben dann nur in dritter Lesung, bei der nicht partiell über das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz, sondern über das gesamte Budgetbegleitgesetz abgestimmt wurde – in dem auch viel anderer Unsinn drinnen war (Ruf bei der ÖVP: Hoi, hoi!) –, dagegengestimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Jahr 2026 sollen wir dann nach Ihren gefakten Berechnungen 1,5 Prozent des BIPs erreichen. Nach unseren seriösen Berechnungen – Herr Kollege DDr. Fuchs wird Ihnen das später noch genau vorrechnen – erreichen wir im Jahr 2026 aber nicht einmal dieses 1 Prozent des BIPs ganz, obwohl die Pensionen hineingerechnet werden, geschweige denn die von Ihnen, Frau Bundesminister, behaupteten 1,5 Prozent des BIPs. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Tanner: Hallo! Hallo! Das ist unglaublich! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!
Frau Bundesminister, Sie belügen uns in diesem Zeitraum bis 2026 - - (Bundesministerin Tanner: Hallo! Hallo! Das ist unglaublich! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Deimek: Sagt die Unwahrheit!) stellt die Zahlen in den erläuternden Bemerkungen zur Regierungsvorlage bewusst falsch dar und schwindelt uns daher einen Betrag von 1,9 Milliarden Euro vor, den es gar nicht gibt. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Wenn man dann nämlich auch noch die Bundesheerpensionen herausrechnen würde, dann würden wir von einem Betrag von 4,57 Milliarden Euro reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deimek: Sagt die Unwahrheit!) stellt die Zahlen in den erläuternden Bemerkungen zur Regierungsvorlage bewusst falsch dar und schwindelt uns daher einen Betrag von 1,9 Milliarden Euro vor, den es gar nicht gibt. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Wenn man dann nämlich auch noch die Bundesheerpensionen herausrechnen würde, dann würden wir von einem Betrag von 4,57 Milliarden Euro reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Die Anleihen an die ...! Die Frau Minister ist aus Niederösterreich!
Frau Bundesminister, ich darf abschließend zusammenfassen: Sie und Bundeskanzler Nehammer haben großspurig viel angekündigt, können oder wollen Ihre Versprechungen jetzt nicht einhalten und bedienen sich falscher Zahlen und unseriöser Budgettricks, um in der Öffentlichkeit dennoch gut dazustehen. Das gelingt Ihnen aber nicht. Lesen Sie dazu nur den hervorragend recherchierten Artikel in der Tageszeitung „Die Presse“ von gestern. (Abg. Deimek: Die Anleihen an die ...! Die Frau Minister ist aus Niederösterreich!)
Beifall bei der FPÖ.
Das schaffen auch nur Sie, Frau Bundesminister: dass eine grundsätzlich positive Budgeterhöhung selbstverschuldet und vollkommen berechtigt als Niederlage empfunden und diskutiert werden muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Sicherheitslage in Europa hat sich in den letzten Monaten radikal verändert. Wenn ich den Reden hier jetzt so zuhöre: Einmal ist es zu wenig, einmal ist es zu viel Geld, einmal ist es dort zu wenig, einmal ist es da zu viel. Faktum ist: Wir haben das Budget angehoben. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich bin auch sehr froh darüber, dass wir die Risikolage wirklich erkannt und auch entsprechend gehandelt haben. Das war nicht einfach, aber wir haben uns zusammengeschlossen und ein Rekordbudget für das Bundesheer zusammengebracht – nicht weil es so populär war, sondern weil es notwendig und richtig ist, das einzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Sicherheitslage in Europa hat sich in den letzten Monaten radikal verändert. Wenn ich den Reden hier jetzt so zuhöre: Einmal ist es zu wenig, einmal ist es zu viel Geld, einmal ist es dort zu wenig, einmal ist es da zu viel. Faktum ist: Wir haben das Budget angehoben. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich bin auch sehr froh darüber, dass wir die Risikolage wirklich erkannt und auch entsprechend gehandelt haben. Das war nicht einfach, aber wir haben uns zusammengeschlossen und ein Rekordbudget für das Bundesheer zusammengebracht – nicht weil es so populär war, sondern weil es notwendig und richtig ist, das einzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist kein Budget – und das möchte ich hier auch ganz vehement feststellen –, das sich einfach dem Trend des internationalen Wettrüstens ergibt, das mehr Geld und mehr Waffen als die Lösung aller Probleme sieht, sondern es ist ein viel breiteres Budget. Es ist ein breiteres Budget, ein effizienteres, ein ausgewogenes Budget, das auch langjährige Investitionsrückstände aufholt – auch zum Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten, die im Auslandseinsatz sind, die Assistenzeinsätze bei Katastrophen durchführen. Das verdienen sich die Soldatinnen und Soldaten nämlich, die auch für die Österreicherinnen und Österreicher und für alle Menschen, die hier leben, im Einsatz sind. Das ist wichtig und notwendig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brandstätter: Richtig!
Es geht nicht nur darum, dass wir mehr Ausrüstung bekommen, sondern auch darum, die Resilienz Österreichs zu stärken. Warum? – Noch einmal: Blackoutresilienz, noch einmal: Katastrophenvorsorge. Das ist nichts Besonderes, aber das Bundesheer ist eine Schutzeinrichtung der Österreicherinnen und Österreicher und muss entsprechend vorbereitet sein. Da wird auch investiert. Ich glaube, das ist auch dringend notwendig. (Abg. Brandstätter: Richtig!)
Abg. Laimer: Jetzt haben wir gerade einen Stellvertreter als Generalstabschef ...!
Einen Punkt möchte ich noch anbringen: Wir werden mit dem Mehrbudget nicht mehr an Personalstand bekommen, gerade in den oberen Führungen. Unten würden wir uns wünschen, dass wir mehr Soldatinnen und Soldaten bekommen, aber wir werden den Beamtenapparat jetzt nicht noch mehr aufblähen. Meiner Meinung, unserer Meinung nach ist er bereits sehr aufgebläht. (Abg. Laimer: Jetzt haben wir gerade einen Stellvertreter als Generalstabschef ...!) Das Geld wird in der untersten Ebene, bei den Soldatinnen und Soldaten investiert, damit diese einerseits ihre Fähigkeiten ausbauen können und es dort andererseits mehr und auch bessere Sozialleistungen gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einen Punkt möchte ich noch anbringen: Wir werden mit dem Mehrbudget nicht mehr an Personalstand bekommen, gerade in den oberen Führungen. Unten würden wir uns wünschen, dass wir mehr Soldatinnen und Soldaten bekommen, aber wir werden den Beamtenapparat jetzt nicht noch mehr aufblähen. Meiner Meinung, unserer Meinung nach ist er bereits sehr aufgebläht. (Abg. Laimer: Jetzt haben wir gerade einen Stellvertreter als Generalstabschef ...!) Das Geld wird in der untersten Ebene, bei den Soldatinnen und Soldaten investiert, damit diese einerseits ihre Fähigkeiten ausbauen können und es dort andererseits mehr und auch bessere Sozialleistungen gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube also, wir haben da ein ausgewogenes Budget für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher und aller Menschen, die hier leben, zusammenbekommen. Ich glaube, wir können schon darauf aufbauen, dass wir das die nächsten Jahre auch entsprechend ausbauen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Schauen wir uns die Zentralstellenreform an. Sie haben die Zentralstellenreform als ein großartiges Projekt präsentiert, auch im Sinne des Budgets für mehr Sparsamkeit in der Verwaltung, um damit mehr Geld hin zu der Truppe, für die militärische Landesverteidigung – zu dem Thema komme ich dann noch im Laufe der Debatte – zu bekommen. Faktum ist, diese Reform ist gescheitert. Diese Reform ist innerhalb von wenigen Wochen und Monaten kolossal gescheitert. Sie ist nicht einmal umgesetzt worden. Sie sind jetzt in einer Situation, in der Sie sie nicht umsetzen haben können. Ein Kernstück Ihrer Agenda ist gescheitert, und Sie stellen sich hin und sagen: Es ist alles toll und großartig! – Das ist nicht zu akzeptieren! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Stögmüller: Da sind wir dabei!
Es gibt noch viele andere Beispiele. Wir haben ganz aktuell – ich glaube, es gibt wenige Tage, an denen das so aktuell wie jetzt gerade ist – das Thema Luftraumverteidigung zu diskutieren. Es ist ein großes Thema. Es gibt den Vorschlag, eine europäische Luftraumverteidigung zu machen, den Sky Shield. (Abg. Stögmüller: Da sind wir dabei!) Dieser Sky Shield wurde vor ein paar Wochen angekündigt – drei, vier Wochen, glaube ich, ist es her –, und Sie haben gesagt: Nein, da sind wir nicht dabei – weil Neutralität, Neutralität und Neutralität! (Bundesministerin Tanner: Weil Sie es nicht gefragt haben!) Das haben Sie zu Beginn gesagt. Mittlerweile sind Sie dabei und sagen: Ja, das ist sinnvoll, da sollten wir dabei sein! – Das finde ich gut.
Beifall bei den NEOS.
Der nächste Schritt – das ist jetzt Fakt – ist, dass Sie jetzt sagen: Wir sind dabei! Plötzlich ist die Neutralitätsdebatte nicht mehr notwendig. Sie sagen das aber zu einem Zeitpunkt, an dem es eigentlich kein europäisches Thema mehr ist. Jetzt ist nämlich auch Großbritannien dabei. Wie gesagt, ich finde es großartig, dass wir da mitmachen, aber ich habe das Gefühl, Sie schauen sich selbst in den Spiegel und sagen jeden Tag etwas anderes, denn was Sie machen, ist faktenbefreit. Es ist vollkommen faktenbefreit, wie Sie da Argumente hin und her wälzen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Stehen wir bitte dazu, dass wir die Landesverteidigung – Kollege Stögmüller hat das auch gesagt – ins 21. Jahrhundert bringen. Da müssen wir aber von diesem Schwarz-Weiß-Denken weg, das wir nach wie vor haben, da müssen wir weg von diesen Neutralitätsdiskussionen. Wir müssen offen und ehrlich sagen: Das sind die Herausforderungen der Jetztzeit, und die müssen wir angehen! Wir dürfen uns nicht hinter irgendwelchen Plattitüden verkriechen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
aber die Bundesregierung, Sie, Frau Bundesministerin, und insbesondere der Bundeskanzler, der in den Lead gehen müsste, stehen da und tun nichts. Das ist nicht verantwortungsvoll, das ist verantwortungslos und das wird Österreich kein bisschen sicherer machen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Nicht wirklich! Hingefakt, wie es so schön heißt!
Warum sage ich das? – Seit Beginn dieser Legislaturperiode wurde das Verteidigungsbudget dreimal erhöht – dank Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete (Abg. Deimek: Nicht wirklich! Hingefakt, wie es so schön heißt!), und weil Verteidigung im umfassenden Sinn so notwendig ist, notwendiger denn je zuvor. Seit dem 24. Februar ist die militärische Landesverteidigung ins Zentrum gerückt, hat sich wohl alles verändert, nicht nur hier in Österreich, sondern auf der ganzen Welt. Gerade die letzten Tage haben uns vor Augen geführt, wie notwendig die Entscheidungen sind, die, was das Verteidigungsbudget anbelangt, in der Vergangenheit hier getroffen worden sind und jetzt noch vor uns stehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
für die Grundwehrdiener nach beinahe zehn Jahren; sie erhalten um 40 Prozent mehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Die über 25 Jahre alt sind! Das nennt man modern!
Es sind insgesamt 16 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren, die wir sehr zielgerichtet und basierend auf einem Aufbauplan, der das österreichische Bundesheer in die moderne Zeit führen wird, investieren werden. Es sind drei Eckpunkte, in die wir investieren werden: die Autarkie – die Kasernen habe ich angesprochen –, den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten, die Ausstattung mit moderner Bewaffnung und mit modernem Gerät (Abg. Deimek: Die über 25 Jahre alt sind! Das nennt man modern!) – nicht zum Selbstzweck, sondern zum Schutz von uns allen. Ich danke Ihnen jetzt schon dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es sind insgesamt 16 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren, die wir sehr zielgerichtet und basierend auf einem Aufbauplan, der das österreichische Bundesheer in die moderne Zeit führen wird, investieren werden. Es sind drei Eckpunkte, in die wir investieren werden: die Autarkie – die Kasernen habe ich angesprochen –, den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten, die Ausstattung mit moderner Bewaffnung und mit modernem Gerät (Abg. Deimek: Die über 25 Jahre alt sind! Das nennt man modern!) – nicht zum Selbstzweck, sondern zum Schutz von uns allen. Ich danke Ihnen jetzt schon dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte Sie auch um etwas anderes, ich bitte Sie um Unterstützung, was die umfassende Landesverteidigung anbelangt, insbesondere für den Bereich der geistigen Landesverteidigung. Gerade seit dem 24. Februar müssen wir wieder tagtäglich in unseren Familien erklären, was wir zu verteidigen haben. Die geistige Landesverteidigung darf nicht am Kasernenzaun enden; nein, dort hat sie zu beginnen, und ich bitte Sie um Ihre Unterstützung dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Daher ist die Antwort auf die Frage, wo wir investieren müssen, eine ganz einfache: überall, an jedem Eck und an jedem Ende. Jetzt können wir das tun – Ihrer aller Zustimmung vorausgesetzt. Gehen Sie mit bei der Mission vorwärts zur Sicherheit unserer Republik! – Ich danke Ihnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Ich darf zur Budgetdebatte festhalten, da wir jetzt ja am dritten Tag angelangt sind: Positiv hervorzuheben ist, dass im Bereich Landesverteidigung von allen Fraktionen grundsätzlich einmal anerkannt wird, dass es mehr gibt, dass es wirklich ein Vorwärtsschritt ist. Das war ja nicht bei jedem Kapitel so, daher ist das positiv hervorzustreichen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Abg. Stögmüller: Richtig!
Wir sind es natürlich gewohnt, dass man dann sagt: Aber es könnte, sollte noch mehr sein! (Abg. Stögmüller: Richtig!) – Das ist nichts Neues. Was es aber auch gibt, und das unterscheidet uns schon in manchen Bereichen, was beim Verteidigungsbudget dazukommt – ich habe das im Ausschuss auch schon gesagt –, ist, dass es da aus meiner Sicht eine entbehrliche semantische Diskussion gibt: Auf welches BIP beziehen sich die Prozentsätze, wie hoch sind die Prozentsätze ganz allgemein? – Das tut nichts zur Sache, das bringt dem Bundesheer nichts, das
Abg. Stögmüller: Auf das Konto!
bringt den Soldatinnen und Soldaten nichts. Es bringt nur das etwas, was auf die Straße kommt (Abg. Stögmüller: Auf das Konto!) und was wir auf den Boden bringen (Abg. Stögmüller: Konto!), wie die Frau Bundesminister das gesagt hat, und dazu dienen dieses Budget und die Maßnahmen, die sich daraus ableiten. Darüber sollten wir sprechen, und das tun wir auch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Abg. Stögmüller: Konto!
bringt den Soldatinnen und Soldaten nichts. Es bringt nur das etwas, was auf die Straße kommt (Abg. Stögmüller: Auf das Konto!) und was wir auf den Boden bringen (Abg. Stögmüller: Konto!), wie die Frau Bundesminister das gesagt hat, und dazu dienen dieses Budget und die Maßnahmen, die sich daraus ableiten. Darüber sollten wir sprechen, und das tun wir auch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
bringt den Soldatinnen und Soldaten nichts. Es bringt nur das etwas, was auf die Straße kommt (Abg. Stögmüller: Auf das Konto!) und was wir auf den Boden bringen (Abg. Stögmüller: Konto!), wie die Frau Bundesminister das gesagt hat, und dazu dienen dieses Budget und die Maßnahmen, die sich daraus ableiten. Darüber sollten wir sprechen, und das tun wir auch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Dieses Budget ist auch eine klare Ansage. Die Frau Bundesminister hat ja gerade auch die umfassende Landesverteidigung erwähnt. Ich glaube, wir müssen ein für alle Mal von der Philosophie weg, dass man die Sicherheitsvorkehrungen dann hochfährt, wenn man sie braucht. Wir haben in den vergangenen Jahren bei einigen Waffengattungen, bei einigen Systemen die Strategie gehabt, die Dinge einzumotten und sie in einem Mehrjahresplan wieder hochzufahren, wenn es notwendig ist. Das muss der Vergangenheit angehören. Sicherheit im Bereich Landesverteidigung muss man vorhalten, und sie muss permanent zur Verfügung stehen. Diese Gesetze und dieses Budget geben darauf auch die entsprechende Antwort. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
können. Ich glaube, wir alle, Bürgerinnen und Bürger, sind aber auch aufgefordert, unseren Beitrag dazu zu leisten – geistige Landesverteidigung wurde angesprochen –, generell die Widerstandskraft und die Resilienz unserer Gesellschaft zu stärken. Ich bin Präsident des Zivilschutz Oberösterreich. Das ist auch ein wichtiger Teil: die Eigenvorsorge, die Eigenverantwortung. Wir legen hier den Grundstein, dass wir im Bundesheer, in der Landesverteidigung etwas tun können, aber wir haben da gemeinsam noch einiges mehr zu erledigen, und dem stellen wir uns auch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Der Redner zieht sein Sakko aus. – Abg. Stögmüller: Sehr elegant!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner zieht sein Sakko aus. – Abg. Stögmüller: Sehr elegant!) Das (auf den Regenbogen auf seinem T-Shirt deutend) ist eine bildliche Botschaft für die Abgeordneten Zanger und Belakowitsch: Das und vieles mehr ist Familie in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die LGBTIQ-Community hat mehr Mitglieder als Vorarlberg Einwohner:innen hat, mehr als Tirol Einwohner:innen hat, sie ist größer als Kärnten, größer als Salzburg und das Burgenland. Sie alle sind und sie alle haben Familie! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner zieht sein Sakko aus. – Abg. Stögmüller: Sehr elegant!) Das (auf den Regenbogen auf seinem T-Shirt deutend) ist eine bildliche Botschaft für die Abgeordneten Zanger und Belakowitsch: Das und vieles mehr ist Familie in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die LGBTIQ-Community hat mehr Mitglieder als Vorarlberg Einwohner:innen hat, mehr als Tirol Einwohner:innen hat, sie ist größer als Kärnten, größer als Salzburg und das Burgenland. Sie alle sind und sie alle haben Familie! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Ich freue mich, dass damit der langjährige Einsatz einer ganzen Reihe von Ministerinnen und Ministern endlich zum Abschluss kommt und eine Initiative Ihres Vorgängers Hans-Peter Doskozil umgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, viel zu tun haben wir aber, wenn es um die Stärkung des demokratischen Grundauftrags im Bundesheer geht. Uns alle hat der Wiederbetätigungsfall eines Bundesheeroffiziers schockiert. Deshalb bin ich froh, dass die Regierung nun die Eckpunkte einer Reform angekündigt hat, mit der das Verbotsgesetz verschärft und derartigen Fällen endlich ein Riegel vorgeschoben werden soll. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir als SPÖ werden die genaue Umsetzung dieser Reform beurteilen, aber es ist wichtig, dass wir über alle Parteigrenzen hinweg das klare Bekenntnis abliefern: Für Wiederbetätigung gibt es in Österreich – und vor allem in unserem Militär – absolut keine Toleranz! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kugler, Scharzenberger und Loacker.
(Zwischenrufe der Abgeordneten Kugler, Scharzenberger und Loacker.) Die Menschenrechtskonvention ist kein Spaßdokument. Sie war die Reaktion auf eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, den Holocaust – ein Verbrechen, an dem Österreich Mitschuld hatte. Die Menschenrechte sind heute aktueller denn je.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Klubobmann Wöginger, lassen Sie es mich ganz klar sagen: Menschenrechte sind niemals verhandelbar! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein zweiter Bereich, der ganz wichtig ist, ist der Cyberbereich, wobei wir spätestens seit dem Ukrainekrieg auch sehen, wie die Propaganda aus Russland verstärkt worden ist, nämlich um 216 Prozent seit dem Ukrainekrieg. Das heißt, im virtuellen Bereich haben wir es mit einer neuen Kriegsführung zu tun, mit einer hybriden Kriegsführung, wie es so schön heißt, und da gibt es nicht nur Angriffe seitens des Iran auf Israel, seitens Russlands auf die kritische Infrastruktur in der Ukraine oder andere europäische Staaten, sondern auch zum Beispiel aus Nordkorea, das versucht, an Technologien in der Welt heranzukommen, diese zu stehlen. Auch in Österreich in den Cyberbereich zu investieren und als neutraler Staat da auch einen Schwerpunkt zu setzen, das halte ich für ganz, ganz wichtig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
unsere neutrale Sicherheits-, Landesverteidigungspolitik zum Tragen kommt. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bundesministerin Tanner zeigt eine Grafik. – Ruf bei der FPÖ: Das kann niemand lesen!
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Bundesminister Tanner, Sie sprechen von einer Mission vorwärts, in Wirklichkeit befinden Sie sich jedoch mit Ihrer Reorganisationsreform bereits mitten in einem Rückzugsgefecht. Sie gehen auch mit dem Geld der Steuerzahler nicht sorgsam um. (Bundesministerin Tanner zeigt eine Grafik. – Ruf bei der FPÖ: Das kann niemand lesen!) Wir hatten bereits Gelegenheit, im Ausschuss darüber zu sprechen, ich möchte das Thema noch einmal anziehen.
Abg. Loacker: Das ist objektiv: Familie!
Sie haben im Juni 2021 eine Reorganisation der Zentralstelle verfügt und diese Reorganisation konnte bis heute noch nicht zur Gänze umgesetzt werden. Zahlreiche Mitarbeiter der Zentralstelle, die eine Leitungsfunktion innehatten, haben diese Leitungsfunktion über Nacht verloren, und dieses Führungspersonal wurde von Ihnen durch Personen ersetzt, die sich keinem objektiven Ausschreibungsverfahren unterziehen mussten. (Abg. Loacker: Das ist objektiv: Familie!) Diese Personen wurden auch nicht durch den Bundespräsidenten ernannt, Frau Bundesministerin, sondern haben ihre Leitungsfunktion lediglich per Ministerweisung erhalten. Durch Ihre Handauflegung also, was natürlich völlig legitim ist, aber eine schlechte Optik hat, haben diese Personen ihre Leitungsfunktion erhalten.
Beifall bei der FPÖ.
zahlen, weil Sie, Frau Bundesminister, nicht in der Lage sind, Ihre eigene Organisationsreform umzusetzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Das BIP von 1843!
Frau Bundesminister, das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz ist aber auch eine Mogelpackung. Sie haben selbst noch im April 2022 angekündigt, dass das Bundesheerbudget bis 2027 auf 1,5 Prozent des BIP angehoben werden soll. Ja, Sie haben aber nicht gesagt, welches BIP Sie da meinen. (Abg. Kassegger: Das BIP von 1843!) Das Bundesheerbudget erfüllt nicht einmal die Vorgaben des aktuellen Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetzes, in dem in den Erläuterungen ein Zielwert von 1 Prozent des BIP bis 2026 und 1,5 Prozent bis 2032 angekündigt sind. Das sind Zielwerte, Frau Bundesminister, die Sie in Ihrer Funktionsperiode nie erreichen werden, und zwar auch dann nicht, wenn Sie die Pensionen hineinrechnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Tanner.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Tanner.
Frau Bundesminister, das Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz ist aber auch eine Mogelpackung. Sie haben selbst noch im April 2022 angekündigt, dass das Bundesheerbudget bis 2027 auf 1,5 Prozent des BIP angehoben werden soll. Ja, Sie haben aber nicht gesagt, welches BIP Sie da meinen. (Abg. Kassegger: Das BIP von 1843!) Das Bundesheerbudget erfüllt nicht einmal die Vorgaben des aktuellen Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetzes, in dem in den Erläuterungen ein Zielwert von 1 Prozent des BIP bis 2026 und 1,5 Prozent bis 2032 angekündigt sind. Das sind Zielwerte, Frau Bundesminister, die Sie in Ihrer Funktionsperiode nie erreichen werden, und zwar auch dann nicht, wenn Sie die Pensionen hineinrechnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Tanner.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger – erheitert –: Du Armer!
Frau Präsidentin, ich werde von der Frau Bundesminister in meiner Rede permanent gestört. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger – erheitert –: Du Armer!)
Bundesministerin Tanner: Das wird nicht wahrer, wenn er es noch zehnmal sagt! – Abg. Kassegger: 2010, dann sind wir auf 2 Prozent!
Frau Bundesminister, Ihr Berechnungsmodell wäre auch eine Empfehlung an Ihre Regierungskollegen, nämlich einfach das jeweilige Ministeriumsbudget in Relation zu irgendeinem BIP – 2021 – zu setzen. Und schon hätte man mit dem Finanzminister das höchste Budget aller Zeiten ausgehandelt. Wenn das BIP 2021 das Ganze nicht hergibt, dann nimmt man halt das BIP aus dem Jahr 2019. (Bundesministerin Tanner: Das wird nicht wahrer, wenn er es noch zehnmal sagt! – Abg. Kassegger: 2010, dann sind wir auf 2 Prozent!) – Frau Bundesminister, war das mit dem BIP 2021 Ihre Idee oder sind Sie da auf einen budgetären Taschenspielertrick des Herrn Finanzministers reingefallen? Beides spricht nicht für Sie. Sie rechnen sich aber nicht nur den Prozentwert schön, sondern auch die im Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz angekündigte Aufstockung des Budgets um 5,25 Milliarden Euro bis 2026.
Abg. Höfinger: Ihre Rede!
Frau Bundesminister, beim Budget wurden Sie vom Finanzminister über den Tisch gezogen. Und wissen Sie, was das Traurige ist, Frau Bundesminister? (Abg. Höfinger: Ihre Rede!) – Sie haben es nicht einmal bemerkt. Frau Bundesminister, Verantwortung für Österreich sieht anders aus!
Abg. Höfinger: Ich sage eh noch was dazu!
Herr Kollege in der ersten Reihe, der Sie mich gerade so süffisant angrinsen (Abg. Höfinger: Ich sage eh noch was dazu!): Sie können sich gerne zu Wort melden (Abg. Höfinger: Ich bin schon zu Wort gemeldet!), ich schaue mir Ihre Berechnungen dann an. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Höfinger: Ich bin schon zu Wort gemeldet!
Herr Kollege in der ersten Reihe, der Sie mich gerade so süffisant angrinsen (Abg. Höfinger: Ich sage eh noch was dazu!): Sie können sich gerne zu Wort melden (Abg. Höfinger: Ich bin schon zu Wort gemeldet!), ich schaue mir Ihre Berechnungen dann an. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege in der ersten Reihe, der Sie mich gerade so süffisant angrinsen (Abg. Höfinger: Ich sage eh noch was dazu!): Sie können sich gerne zu Wort melden (Abg. Höfinger: Ich bin schon zu Wort gemeldet!), ich schaue mir Ihre Berechnungen dann an. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bundesregierung setzt mit dem Budget für das Jahr 2023 einen Sicherheitsschwerpunkt: für die militärische, für die innere, für die soziale Sicherheit, aber auch für die Versorgungssicherheit. Kollege Reifenberger, Kollege Fuchs von der FPÖ, in den nächsten vier Jahren gibt es insgesamt 16 Milliarden Euro für das Heer. Das ist die größte Steigerung des Verteidigungsbudgets in der Geschichte des Bundesheers. (Beifall bei der ÖVP.) Damit wird unser Bundesheer nicht nur Investitionen in Infrastruktur, Ausrüstung und Ausbildung tätigen können,
Beifall bei der ÖVP.
Damit das auch in der Praxis sichergestellt ist, werden unter anderem auch Hubschrauber des Typs Leonardo angeschafft – zwölf davon werden in der Kaserne Aigen im Ennstal stationiert –, die ab 2023 sukzessive ausgeliefert werden. Auch die Wartung dieser neuen Hubschrauber erfolgt in der Werft in Aigen im Ennstal, was nicht zuletzt für meinen Heimatbezirk Liezen bedeutet, dass rund 260 damit verbundene Arbeitsplätze gesichert sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf für die Steiermark und in dem Fall besonders für meine Heimatregion sprechen und mich für den doch sehr intensiven und umfangreichen Austausch bei Ihnen, Frau Bundesministerin, und bei Ihrem gesamten Kabinett bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Summe wird mit dem Budget 2023 auf die vorherrschenden Umstände reagiert und auch vorgesorgt. – Gratuliere, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Cornelia Ecker und Laimer.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Ein wichtiges Ziel im Budget sind autarke Kasernen. Diese sollten ja im Notfall, im Falle eines Blackouts oder einer anderen großflächigen Notsituation, als Sicherheitsinseln für die Bevölkerung und natürlich auch für die Soldaten und Soldatinnen zur Verfügung stehen. Die Bedrohungslagen in Europa sind mehr geworden, umso wichtiger ist die Autarkie der Kasernen. (Beifall der Abgeordneten Cornelia Ecker und Laimer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein anderes Wirkungsziel im Budget ist das Gleichstellungsziel. Das Bundesheer möchte ein attraktiver Arbeitgeber für Männer, aber auch für Frauen sein. Das ist ein wichtiges Ziel. Es gibt einen leichten, sehr geringen Anstieg beim Frauenanteil des Bundesheeres, der aber bei Weitem noch nicht ausreichend ist. 40 000 Euro sind laut Ihnen, Frau Bundesministerin – so haben Sie es auch im Budgetausschuss gesagt –, die angemessenen Mittel für eine Arbeitsgruppe zur Frauenförderung im Jahr 2023. – Damit werden Sie nicht sehr weit kommen, damit werden Sie es nicht schaffen, dass das Bundesheer Vorbildwirkung hat. Die sollte es aber haben, gerade für den öffentlichen Dienst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben die Möglichkeit, bewusstseinsbildend zu wirken, beispielgebend zu sein. Ich habe mir die 40 Maßnahmen im Frauenförderprogramm des Bundesheeres angesehen: Alles, was da drinsteht, ist gut und wichtig, und ich sehe die theoretischen Bemühungen, aber ich erwarte mir auch, dass es ausreichend Mittel für deren Umsetzung gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: Hängt vielleicht mit der niederösterreichischen Ministerin zusammen!
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe schon viele Debatten hier in diesem Haus erlebt, aber die, die jetzt zu diesem Budget geführt wird, ist eine der seltsamsten. (Abg. Deimek: Hängt vielleicht mit der niederösterreichischen Ministerin zusammen!)
Abg. Rauch: Berechtigt!
Was ist denn die Ausgangssituation für diese Budgetdebatte? – Wir verfügen über das höchste Verteidigungsbudget, das es je in dieser Republik gab. Ich habe mir jetzt die Ausführungen meiner Vorredner von der Opposition angehört – begonnen bei Herrn Laimer, dem Wehrsprecher der SPÖ, bis hin zum Wehrsprecher der FPÖ, Kollegen Reifenberger –, die in diesem Zusammenhang nur kritisiert haben. (Abg. Rauch: Berechtigt!) Da muss ich mich schon wundern, denn: Wer war denn in der Budget- beziehungsweise Ressortverantwortung vor Frau Bundesminister Tanner? – Es waren rote Verteidigungsminister und es war ein blauer Verteidigungsminister (Abg. Schnedlitz: Wo was weitergegangen ist!), nämlich Kunasek, Darabos und so weiter, die das österreichische Bundesheer nicht weitergebracht haben, die budgetär überhaupt nichts zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schnedlitz: Wo was weitergegangen ist!
Was ist denn die Ausgangssituation für diese Budgetdebatte? – Wir verfügen über das höchste Verteidigungsbudget, das es je in dieser Republik gab. Ich habe mir jetzt die Ausführungen meiner Vorredner von der Opposition angehört – begonnen bei Herrn Laimer, dem Wehrsprecher der SPÖ, bis hin zum Wehrsprecher der FPÖ, Kollegen Reifenberger –, die in diesem Zusammenhang nur kritisiert haben. (Abg. Rauch: Berechtigt!) Da muss ich mich schon wundern, denn: Wer war denn in der Budget- beziehungsweise Ressortverantwortung vor Frau Bundesminister Tanner? – Es waren rote Verteidigungsminister und es war ein blauer Verteidigungsminister (Abg. Schnedlitz: Wo was weitergegangen ist!), nämlich Kunasek, Darabos und so weiter, die das österreichische Bundesheer nicht weitergebracht haben, die budgetär überhaupt nichts zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was ist denn die Ausgangssituation für diese Budgetdebatte? – Wir verfügen über das höchste Verteidigungsbudget, das es je in dieser Republik gab. Ich habe mir jetzt die Ausführungen meiner Vorredner von der Opposition angehört – begonnen bei Herrn Laimer, dem Wehrsprecher der SPÖ, bis hin zum Wehrsprecher der FPÖ, Kollegen Reifenberger –, die in diesem Zusammenhang nur kritisiert haben. (Abg. Rauch: Berechtigt!) Da muss ich mich schon wundern, denn: Wer war denn in der Budget- beziehungsweise Ressortverantwortung vor Frau Bundesminister Tanner? – Es waren rote Verteidigungsminister und es war ein blauer Verteidigungsminister (Abg. Schnedlitz: Wo was weitergegangen ist!), nämlich Kunasek, Darabos und so weiter, die das österreichische Bundesheer nicht weitergebracht haben, die budgetär überhaupt nichts zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Laimer schüttelt den Kopf.
Sie, Herr Kollege Laimer, stellen sich her und halten eine weinerliche Rede, was denn nicht noch alles hätte passieren sollen. (Abg. Laimer schüttelt den Kopf.) Das glaubt Ihnen doch kein Mensch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie, Herr Kollege Laimer, stellen sich her und halten eine weinerliche Rede, was denn nicht noch alles hätte passieren sollen. (Abg. Laimer schüttelt den Kopf.) Das glaubt Ihnen doch kein Mensch! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Reifenberger.
(Zwischenruf des Abg. Reifenberger.) – Herr Kollege Reifenberger (Abg. Reifenberger: Halten Sie eigene Versprechungen ein! Mehr wollen wir gar nicht!), diese Woche hat Herr Kollege Bösch – er war vor 14 Tagen noch Wehrsprecher Ihrer Partei – in der Parlamentarischen Bundesheerkommission dieses Budget gelobt. Ich stelle mir in der Zwischenzeit die Frage, ob er deshalb aus euren Reihen gehen musste, ob er diese Funktion zurücklegen musste, weil er die Frau Bundesminister für dieses Budget gelobt hat (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ), meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Psychologen nennen das Projektion!)
Abg. Reifenberger: Halten Sie eigene Versprechungen ein! Mehr wollen wir gar nicht!
(Zwischenruf des Abg. Reifenberger.) – Herr Kollege Reifenberger (Abg. Reifenberger: Halten Sie eigene Versprechungen ein! Mehr wollen wir gar nicht!), diese Woche hat Herr Kollege Bösch – er war vor 14 Tagen noch Wehrsprecher Ihrer Partei – in der Parlamentarischen Bundesheerkommission dieses Budget gelobt. Ich stelle mir in der Zwischenzeit die Frage, ob er deshalb aus euren Reihen gehen musste, ob er diese Funktion zurücklegen musste, weil er die Frau Bundesminister für dieses Budget gelobt hat (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ), meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Psychologen nennen das Projektion!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ
(Zwischenruf des Abg. Reifenberger.) – Herr Kollege Reifenberger (Abg. Reifenberger: Halten Sie eigene Versprechungen ein! Mehr wollen wir gar nicht!), diese Woche hat Herr Kollege Bösch – er war vor 14 Tagen noch Wehrsprecher Ihrer Partei – in der Parlamentarischen Bundesheerkommission dieses Budget gelobt. Ich stelle mir in der Zwischenzeit die Frage, ob er deshalb aus euren Reihen gehen musste, ob er diese Funktion zurücklegen musste, weil er die Frau Bundesminister für dieses Budget gelobt hat (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ), meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Psychologen nennen das Projektion!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Psychologen nennen das Projektion!
(Zwischenruf des Abg. Reifenberger.) – Herr Kollege Reifenberger (Abg. Reifenberger: Halten Sie eigene Versprechungen ein! Mehr wollen wir gar nicht!), diese Woche hat Herr Kollege Bösch – er war vor 14 Tagen noch Wehrsprecher Ihrer Partei – in der Parlamentarischen Bundesheerkommission dieses Budget gelobt. Ich stelle mir in der Zwischenzeit die Frage, ob er deshalb aus euren Reihen gehen musste, ob er diese Funktion zurücklegen musste, weil er die Frau Bundesminister für dieses Budget gelobt hat (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ), meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Psychologen nennen das Projektion!)
Abg. Loacker: ... ÖVP die letzten 36 Jahre!
Aber was steht jetzt an? – Das Wichtigste ist – leider verstärkt aufgrund eines tragischen Ereignisses am europäischen Kontinent, aufgrund dieser Kriegssituation –: Man muss und kann jetzt wieder die militärische Landesverteidigung in den Fokus rücken. Es geht nun wirklich darum, wieder die Einheiten zu stärken, die das österreichische Bundesheer bedient, sie auszuweiten, sie für die umfassende Aufgabe, die sie zu erledigen haben, modern auszurüsten. (Abg. Loacker: ... ÖVP die letzten 36 Jahre!) Das beginnt bei den Standorten, das beginnt beim Gerät, bei der persönlichen Ausrüstung und geht bis hin zu Schulung und Ausbildung.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die weiteren Punkte – das wurde schon erörtert – sind die umfassenden Aufgaben, die das Bundesheer erledigen muss. Ich denke, dafür ist jetzt eine gute Grundlage geschaffen worden. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Frau Bundesminister, vielen herzlichen Dank für diesen Einsatz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die weiteren Punkte – das wurde schon erörtert – sind die umfassenden Aufgaben, die das Bundesheer erledigen muss. Ich denke, dafür ist jetzt eine gute Grundlage geschaffen worden. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Frau Bundesminister, vielen herzlichen Dank für diesen Einsatz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich das jetzt in einem Satz zusammenfasse: Das Bundesheer soll der Back-up-Mistkübel für all jene Tätigkeiten und Dinge sein, die andere Ministerien nicht machen wollen. Da ist es um jeden Euro schade. (Beifall bei der FPÖ.) Da nützen uns die Erhöhungen auch nichts, weil sie eben nicht der militärischen Landesverteidigung zugutekommen.
Abg. Rauch: Woher soll der Bauernbund das wissen?
Fähigkeiten wiederherzustellen, und glauben, mit zwei Panzergrenadierbataillonen und einem Panzerbataillon ist dem Genüge getan. Das ist doch bitte lächerlich. Das ist lächerlich! Wir bräuchten, damit das überhaupt Sinn macht, ungefähr zwei Brigaden, das sind acht Bataillone, also ein Vielfaches davon. Dafür ist kein Geld da. (Abg. Rauch: Woher soll der Bauernbund das wissen?)
Abg. Deimek: So was macht man in Niederösterreich nicht!
Wir haben Panzer aus den Achtzigerjahren und streichen sie neu an. Das ist Ihre Auffassung einer Wiederherstellung der Fähigkeiten der Panzertruppe. Das meine ich mit Glaubwürdigkeit. Ich glaube Ihnen das eben nicht, weil Ihr Reden und Ihr Tun dermaßen weit auseinanderklaffen. Ich glaube Ihnen auch nicht, dass es im Ministerium mit der Organisationsreform der Zentralstelle, die ja ein Abstinker der Sonderklasse war, nicht Ihr Ziel war, umzufärbeln. – Nein, nein, nein, es war nicht das Ziel, umzufärbeln! (Abg. Deimek: So was macht man in Niederösterreich nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube Ihnen auch nicht, dass Sie die letzte Kämpferin für die Erhaltung der Miliz sind – das Milizsystem ist im Übrigen auch verfassungsmäßig vorgeschrieben ist –, weil Ihr Handeln eben anders ausschaut. Ihr Kollege Platter hat die Miliz mehr oder weniger nicht abgeschafft, aber schwerstens beschädigt, indem er die Sechs-plus-zwei-Regelung abgeschafft hat, und Sie beharren darauf. Mit Ihnen ist nicht zu diskutieren, auch damals nicht, als wir Regierungsverhandlungen hatten. Selbstverständlich hätten wir das gefordert. Sie von der ÖVP wollten das nicht. Sie haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: Das ist das Problem der ÖVP in Niederösterreich!
Zum Schluss: Ich glaube Ihnen auch nicht, dass es Ihnen ein ernsthaftes Anliegen ist, das, was Sie eigentlich tun sollten, zu tun, nämlich die militärische Landesverteidigung zu stärken. Wo bitte? Ich habe das Bundes-Krisensicherheitsgesetz mit den ganzen nichtmilitärischen Aufgaben erwähnt. Diese Maßnahmen, die Sie jetzt zur Wiederherstellung der Fähigkeiten der Panzertruppe vorhaben: Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie das ernst meinen, wenn Sie 50 alte Panzer neu anstreichen. Das kann es nicht sein! Sie haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, das daraus resultiert, dass das, was Sie reden, mit dem, was Sie tun, nicht übereinstimmt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: Das ist das Problem der ÖVP in Niederösterreich!)
Abg. Rauch: Sie werden uns jetzt die Farbe der Panzer erklären, oder?!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Maria Smodics-Neumann. – Bitte. (Abg. Rauch: Sie werden uns jetzt die Farbe der Panzer erklären, oder?!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe es bei den Budgetverhandlungen für Kunst und Kultur schon erwähnt: Für mich ist es ein kluges Budget, wenn man kurzfristig investiert, aber auch langfristig und nachhaltig investiert und damit auch Wertschöpfung in Österreich generiert. Laut einem Factsheet der Wirtschaftskammer Österreich, ermittelt von der KMU-Forschung und dem AIT, gibt es bei den Investitionen vom Bundesheer ein Potenzial, dass zwischen 70 bis 90 Prozent der Wertschöpfung dieser Investitionen in Österreich bleibt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich mit einem von mir ein bisschen anders übersetzten Zitat, das Sie wahrscheinlich alle kennen, schließen: Si vis pacem, para bellum! – Wer den Frieden will, muss für den Ernstfall vorbereitet sein. – Herzliche Gratulation! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
herausfordernden Zeiten zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen großen Platz im Budget wird die Heeresreform erhalten, doch ist diese aus meiner Sicht nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fuchs und Reifenberger.
zurückgeworfen. – Frau Ministerin, Ihre Reform ist leider gescheitert. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fuchs und Reifenberger.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, Cornelia Ecker, der erste Teil Ihrer Rede hat wirklich gut gepasst, aber der Schluss hat leider zu wünschen übrig gelassen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, herzlichen Dank nochmals dafür, dass Sie das Budget so gut verhandelt haben! Es ist wirklich ein Rekordbudget und es dient der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Abschließend möchte ich mich aber auch bei allen Soldatinnen und Soldaten für ihre geleistete Arbeit für die Sicherheit unserer Bürger recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Bleibt die Regierungsbank frei?
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Alois Stöger. (Ruf bei der FPÖ: Bleibt die Regierungsbank frei?)
Vizekanzler Kogler betritt den Saal und nimmt auf der Regierungsbank Platz.
Herr Abgeordneter, bevor ich Ihnen das Wort erteile: Herr Vizekanzler Werner Kogler vertritt Frau Bundesministerin Gewessler, und deshalb begrüße ich ihn jetzt zu dieser Debatte hier im Hohen Haus. (Vizekanzler Kogler betritt den Saal und nimmt auf der Regierungsbank Platz.)
Beifall bei der SPÖ.
deutlich – lieber gewesen, wenn eine Bundesministerin am Werk wäre, die die Verfassungsbestimmungen, die Gesetze einhält und die entsprechenden Beschlüsse, auch hinsichtlich Straßenplanungen, umsetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne: Wir sehen einige gute Ansätze, im Gesamten ist das Budget leider nicht so, wie wir es wollen. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Werte Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! 2019 lag das Budget für die Untergliederung Mobilität bei 3,8 Milliarden Euro. Heute beschließen wir für 2023 5,5 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg von 45 Prozent. Das ist ein Erfolg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Vizekanzler Kogler zieht ein Klimaticket aus seiner Jackentasche und hält es ebenfalls in die Höhe.
Das ist ein Erfolg unserer Klimaministerin und der Mehrheit hier im Hohen Haus. 10 Prozent des Budgets, nämlich über 500 Millionen Euro, liegen in dieser Karte (ein Klimaticket in die Höhe haltend). 506 Millionen Euro liegen hier in dieser Karte. Das Klimaticket Österreich ist ein Meilenstein in der österreichischen Mobilitätspolitik. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Vizekanzler Kogler zieht ein Klimaticket aus seiner Jackentasche und hält es ebenfalls in die Höhe.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Vorwärts Kameraden, es geht rückwärts!
Hohes Haus! Sollte das jemandem aufgefallen sein: Wir haben die Siebenmeilenstiefel an. Wir haben mit Bodenhaftung und mit Weitblick die Nase vorne und machen eine Mobilitätspolitik für die Zukunft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Vorwärts Kameraden, es geht rückwärts!) –
Abg. Wurm: Habts auch Flügel?
Ja, Herr Kollege, wir haben nicht nur die Siebenmeilenstiefel in der Mobilitätspolitik an, sondern wir machen auch einen Zug: Fit in Richtung Klimaneutralität! (Abg. Wurm: Habts auch Flügel?) Bei diesem Zug gibt es viele Haltestellen, bei denen auch blaue Pferdekutschen und auch rote Dampfrösser einen Platz haben. Ich glaube, wir brauchen alle für die Klimaneutralität in diesem Lande. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, Herr Kollege, wir haben nicht nur die Siebenmeilenstiefel in der Mobilitätspolitik an, sondern wir machen auch einen Zug: Fit in Richtung Klimaneutralität! (Abg. Wurm: Habts auch Flügel?) Bei diesem Zug gibt es viele Haltestellen, bei denen auch blaue Pferdekutschen und auch rote Dampfrösser einen Platz haben. Ich glaube, wir brauchen alle für die Klimaneutralität in diesem Lande. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Die Welt ist besser, Hermann, die Welt ist gerettet!
Der Klimawandel unterscheidet nicht nach Farben, dem Klimawandel sind auch Ideologien und liebgewordene Meisterwerke wurscht. (Ruf bei der FPÖ: Die Welt ist besser, Hermann, die Welt ist gerettet!) Vielmehr geht es darum: Es wird einfach ziemlich heiß, und dagegen sind Maßnahmen für unser Überleben zu setzen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Klimawandel unterscheidet nicht nach Farben, dem Klimawandel sind auch Ideologien und liebgewordene Meisterwerke wurscht. (Ruf bei der FPÖ: Die Welt ist besser, Hermann, die Welt ist gerettet!) Vielmehr geht es darum: Es wird einfach ziemlich heiß, und dagegen sind Maßnahmen für unser Überleben zu setzen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Rössler: Genau! – Abg. Fischer: Bravo!
Im Vergleich zu Deutschland investieren wir pro Einwohnerin und Einwohner das Doppelte in die Bahn. Wir investieren 3 Milliarden Euro im Jahr für den Bahnausbau – das ist gut so –, für einen besseren Taktfahrplan, die Verlagerung auf den Güterverkehr, den Ausbau des Nahverkehrs, die Elektrifizierung, die Schaffung von Barrierefreiheit. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Bereich: Mehr Kapazität zu schaffen ist notwendig, wenn mehr Menschen mobil unterwegs sind. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Rössler: Genau! – Abg. Fischer: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Werte Abgeordnete! Mobilität in aller Vielfalt, auf allen Wegen, das ist unsere Devise – mit Zuversicht, mit Leidenschaft und gleichzeitig mit kühlem Kopf. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Ja, haha! – Abg. Pfurtscheller: Wie soll sie sonst nach ... kommen?
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Herr Vizekanzler, Sie sitzen heute auf der anderen Seite der Regierungsbank, Sie haben sich heute ein anderes Hütchen aufgesetzt, weil Frau Bundesminister Gewessler die Flügel benützt hat und mittlerweile 4 Tonnen CO2 nach Scharm El-Scheich verflogen ist. (Abg. Wurm: Ja, haha! – Abg. Pfurtscheller: Wie soll sie sonst nach ... kommen?) Das ist ja sehr spannend. Wie nennt man das so schön? Als Steirer – von Steirer zu Steirer – muss man das ja wissen: Wasser predigen und Wein trinken. In diese Richtung geht diese Aktion mittlerweile. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Herr Vizekanzler, Sie sitzen heute auf der anderen Seite der Regierungsbank, Sie haben sich heute ein anderes Hütchen aufgesetzt, weil Frau Bundesminister Gewessler die Flügel benützt hat und mittlerweile 4 Tonnen CO2 nach Scharm El-Scheich verflogen ist. (Abg. Wurm: Ja, haha! – Abg. Pfurtscheller: Wie soll sie sonst nach ... kommen?) Das ist ja sehr spannend. Wie nennt man das so schön? Als Steirer – von Steirer zu Steirer – muss man das ja wissen: Wasser predigen und Wein trinken. In diese Richtung geht diese Aktion mittlerweile. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Abg. Schwarz: Klimaticket!
Es ist ja mittlerweile wirklich schon sehr, sehr bedenklich, wie man mit dem Budget und auch mit diesem Klimaextremismus, der da an den Tag gelegt wird, umgeht und da definitiv Stimmung macht. Auf der einen Seite haben wir mit der Mineralölsteuer, mit der Normverbrauchsabgabe schon hohe Steuern, gleichzeitig setzt man da aber noch die CO2-Steuer drauf. Dem Bürger wird in dieser Art und Weise ohne Gegenleistung noch eine zusätzliche Belastung aufgebrummt. (Abg. Schwarz: Klimaticket!)
Vizekanzler Kogler: Klimabonus!
erkennbar, sehr geehrte Damen und Herren. Wo ist die Gegenleistung für diese Steuer? (Vizekanzler Kogler: Klimabonus!) – Ja genau, Klimabonus, das ist das Stichwort. Den Klimabonus zahlen Sie auf der einen Seite an Asylanten aus – das ist natürlich motivierend, noch mehr hierher nach Österreich zu bringen – und auf der anderen Seite an die Häfenbrüder. An die Häfenbrüder zahlen wir auch noch zusätzlich einen Fünfhunderteuroschein aus. (Abg. Brandstätter: Wegen dem Klimabonus kommt keiner, oder?) Egal, wie auch immer, der Punkt ist der: Es wird da Steuergeld verschwendet.
Abg. Brandstätter: Wegen dem Klimabonus kommt keiner, oder?
erkennbar, sehr geehrte Damen und Herren. Wo ist die Gegenleistung für diese Steuer? (Vizekanzler Kogler: Klimabonus!) – Ja genau, Klimabonus, das ist das Stichwort. Den Klimabonus zahlen Sie auf der einen Seite an Asylanten aus – das ist natürlich motivierend, noch mehr hierher nach Österreich zu bringen – und auf der anderen Seite an die Häfenbrüder. An die Häfenbrüder zahlen wir auch noch zusätzlich einen Fünfhunderteuroschein aus. (Abg. Brandstätter: Wegen dem Klimabonus kommt keiner, oder?) Egal, wie auch immer, der Punkt ist der: Es wird da Steuergeld verschwendet.
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Herr Vizekanzler! Sie haben es selbst gesagt: Der Klimabonus wird mit der Gießkanne über alle hinweg verteilt und im Endeffekt sind die Belastungen, die die Bürger treffen, wesentlich, wesentlich höher, das merkt man auch. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Ein wesentlicher Punkt: Der Herr Bundespräsident geht her und sagt: Ja eigentlich zahlen wir 220 Millionen Euro an den Green Climate Fund. – Na super! Ich habe gar nicht gewusst, dass der Bundespräsident ein solch hohes Budget hat. Oder hat er das mit Ihnen abgestimmt? – Die Budgethoheit liegt noch hier im Hohen Haus und sonst nirgendwo, Herr Bundespräsident, das sollte Ihnen auch klar sein. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Rössler: Was ist eure Lösung? – Abg. Schwarz: Es wäre gut, wenn ihr ... vorschlagt!
Noch ein wesentlicher Faktor, weil es ja gerade so aktuell ist: diese Letzte Generation, die aktuell gerade über allem so drübersteht und die Wahrheit mit der Weisheit gefressen hat, ich sage es wirklich so klar: die Wahrheit mit der Weisheit gefressen hat (Abg. Rössler: Was ist eure Lösung? – Abg. Schwarz: Es wäre gut, wenn ihr ... vorschlagt!): Sie beschmutzen und beschmieren das Leopold-Museum und verursachen Schaden – Kostenpunkt: 15 000 Euro. Gestern hat man die Uni besetzt, und man geht mit einer Aggression vor, geht in einer Art und Weise vor, die mittlerweile eigentlich schon extremistisch ist. Das hat extremistische Züge.
Abg. Rössler: Wer bremst denn den Klimaschutz? Ihr seid die Bremser!
Da braucht es konkrete Maßnahmen, keine Ausweitung der Gesetze, sondern da muss der Rechtsstaat eingreifen und klar Stopp sagen. Da ist die Linie überschritten, da ist die rote Linie überschritten (Abg. Rössler: Wer bremst denn den Klimaschutz? Ihr seid die Bremser!), da ist ein klarer Stopp anzusetzen.
Beifall bei der FPÖ.
Es muss endlich so weit sein, dass diesen Aktivisten, diesen Beschmierern und Beschmutzern endlich Einhalt geboten wird, dass auf der einen Seite die Bevölkerung, vor allem unsere Kulturgüter, geschützt werden, und auf der einen Seite natürlich auch unsere Universitäten geschützt werden und dort friktionsfrei unterrichtet werden kann. Das muss in dieser Art und Weise auf den freien Universitäten gewährleistet sein, Herr Professor. Dieser Aktionismus muss gestoppt werden, das ist meine Forderung. (Beifall bei der FPÖ.)
He-Rufe bei den Grünen. – Vizekanzler Kogler: Also bitte, das gibt es ja nicht!
Was ist der nächste Schritt? Was ist der nächste Schritt dieser Letzten Generation? Was ist die nächste Aktion von Martha Krumpeck? – Sie hat ganz konkret gesagt, es sind alles Teams, sie weiß nicht, wo die nächsten Aktionen stattfinden. Das hat ja eigentlich fast schon ein bisschen so terroristische Züge. (He-Rufe bei den Grünen. – Vizekanzler Kogler: Also bitte, das gibt es ja nicht!) Das sind ja leicht terroristische Züge. Es kann ja nicht sein, dass heute Teams gebildet werden, und man nicht weiß, wo die nächste Aktion stattfindet. (Abg. Brandstätter: Also Terror ist etwas anderes!)
Abg. Brandstätter: Also Terror ist etwas anderes!
Was ist der nächste Schritt? Was ist der nächste Schritt dieser Letzten Generation? Was ist die nächste Aktion von Martha Krumpeck? – Sie hat ganz konkret gesagt, es sind alles Teams, sie weiß nicht, wo die nächsten Aktionen stattfinden. Das hat ja eigentlich fast schon ein bisschen so terroristische Züge. (He-Rufe bei den Grünen. – Vizekanzler Kogler: Also bitte, das gibt es ja nicht!) Das sind ja leicht terroristische Züge. Es kann ja nicht sein, dass heute Teams gebildet werden, und man nicht weiß, wo die nächste Aktion stattfindet. (Abg. Brandstätter: Also Terror ist etwas anderes!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich frage mich wirklich: Was ist der Handlungseffekt hinter der Aktion? Mir fehlt in dem Punkt ein bisschen der Ansatz, ich habe eigentlich wirklich schon große Bedenken betreffend unsere Einrichtungen, unsere öffentlichen Einrichtungen, unsere Kunstwerke, die durch diese Menschen hier in Österreich eigentlich sehr, sehr gefährdet sind. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich will das nicht unwidersprochen hinnehmen, ja, völlig unbeschadet dessen, wie der Nationalrat damit umgeht. Der Herr Abgeordnete hat es jetzt selber erwähnt, er hat ja selber von quasi drohenden terroristischen Aktionen gesprochen. Also ich finde, das kann man so nicht durchgehen lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Doch!
Jetzt geht es noch gar nicht um die Aktionsform (Abg. Hafenecker: Doch!), es geht einfach darum, wohin man das treiben will. (Abg. Hafenecker: Die sind gefährlich! Die sind gefährlich, es gibt bereits Tote!) – Ich habe Ihnen eh schon angekündigt, dass ich größte Bedenken bei diesen Aktionsformen habe und
Abg. Hafenecker: Die sind gefährlich! Die sind gefährlich, es gibt bereits Tote!
Jetzt geht es noch gar nicht um die Aktionsform (Abg. Hafenecker: Doch!), es geht einfach darum, wohin man das treiben will. (Abg. Hafenecker: Die sind gefährlich! Die sind gefährlich, es gibt bereits Tote!) – Ich habe Ihnen eh schon angekündigt, dass ich größte Bedenken bei diesen Aktionsformen habe und
Ruf bei der FPÖ: Jetzt stell dir vor, wenn wir das ...!
einigen gegenüber sogar ablehnend bin. Aber darum geht es gar nicht, sondern es geht darum, dass Terrorismus etwas anderes ist. Und ich mag nicht, dass im österreichischen Nationalrat nach all unserer Geschichte (Ruf bei der FPÖ: Jetzt stell dir vor, wenn wir das ...!) das hier einfach unkommentiert dahergeredet werden kann. Das gibt es ja nicht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn das ein Rechter macht! – Abg. Schnedlitz: Verteidigen und verharmlosen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn das ein Rechter macht! – Abg. Schnedlitz: Verteidigen und verharmlosen!
einigen gegenüber sogar ablehnend bin. Aber darum geht es gar nicht, sondern es geht darum, dass Terrorismus etwas anderes ist. Und ich mag nicht, dass im österreichischen Nationalrat nach all unserer Geschichte (Ruf bei der FPÖ: Jetzt stell dir vor, wenn wir das ...!) das hier einfach unkommentiert dahergeredet werden kann. Das gibt es ja nicht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn das ein Rechter macht! – Abg. Schnedlitz: Verteidigen und verharmlosen!)
Abg. Hafenecker: Eine tote Frau in Berlin klagt an!
Terrorismus hat sehr viel mit schwerster Gewalt gegen Menschen unter absichtlicher Inkaufnahme von Tod, von Verletzungen zu tun, im schlimmsten Fall – oder aus deren Sicht im besten Fall – massenhaft. (Abg. Hafenecker: Eine tote Frau in Berlin klagt an!) Deshalb sage ich Ihnen, dass das nicht durchgeht.
Ruf bei der FPÖ: Pfeifen Sie Ihre jungen Menschen zurück!
Jetzt wollen wir aber einmal schauen, was die Motive junger Menschen sind. (Ruf bei der FPÖ: Pfeifen Sie Ihre jungen Menschen zurück!) Was sind die Motive junger Menschen? Das ist viel interessanter, finde ich, und da kann man immer noch die Aktionsform ablehnen, und das haben Sie ja offensichtlich erreicht, obwohl ich selber nicht gegen einzelne Aktionsformen bin – ich nähere mich ja dem zwischendurch eh an, damit Sie sich nicht zu schnell zu viel aufregen, es reicht ja schon, wenn ich mich aufrege – und das mit Recht.
Abg. Hafenecker: Junge Kriminelle!
Diese jungen Menschen sorgen sich. (Abg. Hafenecker: Junge Kriminelle!) Der Vorvorredner, der Abgeordnete hat ja schon gesagt, dass es auch um Überlebensbedingungen geht. Wenn es um künftige Generationen geht, wenn die Sorge ist, dass das Leben an sich schwer beeinträchtigt ist, eigentlich das Überleben gefährdet ist, dann ist das ein starkes Motiv, etwas zu tun.
Abg. Rauch: Das ist Terrorismus und auch Gewalt!
so geht (Abg. Rauch: Das ist Terrorismus und auch Gewalt!), das hat zum Beispiel auch mit Diktaturen zu tun, dort geht der Terrorismus vom Staat aus, auch das haben wir gehabt. Jetzt möchte ich einmal meine eigene politische Lebensgeschichte erzählen und diese 3 Minuten werden Sie sich anhören müssen.
Beifall bei den Grünen.
Wir haben ja jetzt gerade die Fußballweltmeisterschaft – Sie werden vielleicht fragen: Spinnt der, ist der jetzt Sportminister, oder was ist er gerade? – Nein, ich sage Ihnen Folgendes: Als ich sechszehneinhalb Jahre alt war, hat die Fußballweltmeisterschaft in Argentinien stattgefunden. In Europa – im Nachhinein schändlich, finde ich – war viel zu wenig davon da, dass man gesagt hat: Ja wir feiern den Fußball, ja, aber es ist eine Diktatur mit den grausamsten Menschenrechtsverletzungen, eine Militärdiktatur Südamerikas, wie es nur einmal geht. (Beifall bei den Grünen.) Ich habe als 16-Jähriger die Berichte von Amnesty gelesen – ja, das ist einmal eine nützliche Einrichtung – und seither versuche ich, die immer hochzuhalten.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wie richtig und wichtig und wie wenige haben sich darum geschert! Wir haben „Buenos Dias Argentina“ von Udo Jürgens gesungen. Super. Die Alten wie ich kennen den Text vielleicht noch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Schnedlitz: Sachbeschädigung, Lebensgefährdung ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und die Jungen heute ertragen es nicht, was den nächsten jungen Generationen droht. Wenn es um die Zukunft geht, ist es immer schwierig – das damals war ja gleichzeitig –, ich verstehe das, aber die sorgen sich und das ist etwas anderes. (Abg. Schnedlitz: Sachbeschädigung, Lebensgefährdung ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und jene, die sich um Menschen, die noch nicht einmal geboren sind, sorgen, als Terroristen zu bezeichnen, das gehört zum Schäbigsten, was hier im Haus jemals passiert ist. Das geht doch nicht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schnedlitz: Aber wenn es gegen Zuwanderung ist, ist es böse, oder? Wenn er gegen Zuwanderung ist, ist Aktionismus böse! – Rufe bei der FPÖ: Doppelmoral! Der Moralapostel moralisch am Ende!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Schnedlitz: Aber wenn es gegen Zuwanderung ist, ist es böse, oder? Wenn er gegen Zuwanderung ist, ist Aktionismus böse! – Rufe bei der FPÖ: Doppelmoral! Der Moralapostel moralisch am Ende!
Und die Jungen heute ertragen es nicht, was den nächsten jungen Generationen droht. Wenn es um die Zukunft geht, ist es immer schwierig – das damals war ja gleichzeitig –, ich verstehe das, aber die sorgen sich und das ist etwas anderes. (Abg. Schnedlitz: Sachbeschädigung, Lebensgefährdung ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und jene, die sich um Menschen, die noch nicht einmal geboren sind, sorgen, als Terroristen zu bezeichnen, das gehört zum Schäbigsten, was hier im Haus jemals passiert ist. Das geht doch nicht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schnedlitz: Aber wenn es gegen Zuwanderung ist, ist es böse, oder? Wenn er gegen Zuwanderung ist, ist Aktionismus böse! – Rufe bei der FPÖ: Doppelmoral! Der Moralapostel moralisch am Ende!)
Beifall bei den Grünen
Trotzdem kann man jetzt immer noch gegen deren Aktionsform sein, denn wir könnten ja zwischen dem Motiv und der Wahl der Mittel unterscheiden. Wenn das nicht mehr möglich ist, weil es nicht in Ihre billige, rechtsextreme Agitationsform hineinpasst (Beifall bei den Grünen) und Sie das ganze Land mit Ihren Postings zukübeln wollen, dann mag Ihnen das unbenommen sein. (Abg. Schnedlitz: Sind wir ein bissl angesoffen, oder?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber ich war lange genug Abgeordneter hier und lasse nicht zu, dass hier einfach so dahergeredet wird, auch weil es gerade am Präsidium nicht immer gehört wird. Da (auf die Regierungsbank deutend) hat man es eh gehört.
Abg. Schnedlitz: Sind wir ein bissl angesoffen, oder?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Trotzdem kann man jetzt immer noch gegen deren Aktionsform sein, denn wir könnten ja zwischen dem Motiv und der Wahl der Mittel unterscheiden. Wenn das nicht mehr möglich ist, weil es nicht in Ihre billige, rechtsextreme Agitationsform hineinpasst (Beifall bei den Grünen) und Sie das ganze Land mit Ihren Postings zukübeln wollen, dann mag Ihnen das unbenommen sein. (Abg. Schnedlitz: Sind wir ein bissl angesoffen, oder?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber ich war lange genug Abgeordneter hier und lasse nicht zu, dass hier einfach so dahergeredet wird, auch weil es gerade am Präsidium nicht immer gehört wird. Da (auf die Regierungsbank deutend) hat man es eh gehört.
Abg. Wurm: Zum Thema! Zur Sache, bitte! Zur Sache!
So, das sind doch die Zusammenhänge. In den dann folgenden Jahren hat es noch viele Auseinandersetzungen gegeben, die ganz anderer Art waren: Zwentendorf, Volksabstimmungen; alles, wovon ich erzähle, ist innerhalb von ein paar Monaten passiert. Das waren – nicht einmal gleich, denn ich war davor völlig unpolitisch – als Sechzehneinhalbjähriger meine Gründe, mir zu überlegen, dass ich mich, wenn ich einmal aus meinem Dorf herauskomme, zum Studieren oder was weiß ich, politisch engagieren werde. (Abg. Wurm: Zum Thema! Zur Sache, bitte! Zur Sache!)
Beifall bei den Grünen.
Sie sollten nicht geringschätzen, was die Motive junger Menschen sind. Sie wissen ja nicht einmal, was Sie damit in der Gesellschaft anrichten. (Beifall bei den Grünen.) Aber es ist Ihnen ja nur recht.
Beifall der Abg. Erasim.
Und jetzt komme ich dazu, dass ich sage, ich finde es eh falsch. Ich finde es falsch, dass Kunstwerke attackiert werden, weil damit etwas anderes, ein anderes Symbol verbunden ist. (Beifall der Abg. Erasim.) Ich würde es aber richtig finden, wenn sich die gleiche Motivlage auf ein anderes Ziel konzentrieren würde, eben um diese Motive stärker klarzumachen.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Hafenecker: Kein einziges Wort zum Verkehr; das muss man einmal zustande bringen bei dem Tagesordnungspunkt! Unglaublich! – Abg. Rauch: Ist ja nicht sein Thema! – Abg. Litschauer: Wer hat denn das Thema aufgemacht?! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Man muss das auseinanderhalten. Mein Plädoyer dient dazu, aufzuzeigen, dass Sie das absichtlich verwischen, und dem zu widersprechen. Danke, dass Sie es sich angehört haben. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Hafenecker: Kein einziges Wort zum Verkehr; das muss man einmal zustande bringen bei dem Tagesordnungspunkt! Unglaublich! – Abg. Rauch: Ist ja nicht sein Thema! – Abg. Litschauer: Wer hat denn das Thema aufgemacht?! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Abg. Wurm – erheitert –: Welche Klarstellung war das jetzt?!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Vizekanzler, danke auch für die Klarstellung, sie war sehr emotional dargebracht. (Abg. Wurm – erheitert –: Welche Klarstellung war das jetzt?!) In einem Punkt haben Sie auf jeden Fall unsere Unterstützung, nämlich in der
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Schnedlitz: Wieder 1 Prozent weniger!
Debatte darüber, was man in diesem Land als Terrorismus bezeichnet und was nicht. Ich gebe Ihnen auf jeden Fall recht, da überspitzt die Freiheitliche Partei in jeder Form. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Schnedlitz: Wieder 1 Prozent weniger!)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Ich bringe ein Beispiel für die Zuseherinnen und Zuseher: Was passiert da? – Wir haben große Projekte, die sich noch im Bau befinden, wie zum Beispiel den Brennerbasistunnel oder auch den Koralmtunnel und den Semmeringtunnel. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Zukünftig, wenn diese Projekte fertig gestellt sind, wird man auf der Südachse von Wien nach Klagenfurt mit der Bahn 2 Stunden 40 Minuten statt, wie heute, 4 Stunden unterwegs sein. Es wird also deutlich schneller und attraktiver und daher sind wir zuversichtlich, dass noch mehr Menschen dieses Angebot nutzen werden.
Beifall des Abg. Prinz
Meine Damen und Herren, ich habe es schon gesagt: Die Mobilität ist ein enorm wichtiger Punkt für unseren Standort und für die Arbeitsplätze. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich an dieser Stelle einmal explizit bei den Unternehmen und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Transport- und Logistikbranche zu bedanken (Beifall des Abg. Prinz): bei den LKW-Fahrer:innen, bei den Busfahrern, bei den Piloten, bei all jenen, die tagtäglich dafür Sorge tragen, dass die Wirtschaft funktioniert. Ohne sie würde es nicht gehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, ich habe es schon gesagt: Die Mobilität ist ein enorm wichtiger Punkt für unseren Standort und für die Arbeitsplätze. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich an dieser Stelle einmal explizit bei den Unternehmen und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Transport- und Logistikbranche zu bedanken (Beifall des Abg. Prinz): bei den LKW-Fahrer:innen, bei den Busfahrern, bei den Piloten, bei all jenen, die tagtäglich dafür Sorge tragen, dass die Wirtschaft funktioniert. Ohne sie würde es nicht gehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dass die Konsumenten und die Industriebetriebe ordentlich versorgt werden können und nicht zuletzt auch, dass im Gesundheitsbereich alles funktioniert, verdanken wir all diesen Menschen, die da tagtäglich für uns unterwegs sind. Ein herzliches Danke dafür! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zum Thema Klima wird sich Kollege Michael Bernhard noch ausführlich äußern, deshalb zunächst nur ein kurzes Wort zum Klimaterror: Wissen Sie, ich habe als Korrespondent in Deutschland Terrorismus erlebt, dabei werden Menschen bewusst ermordet, und ich ersuche wirklich darum, dass dieses Wort hier nicht mehr verwendet wird. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Mein Appell ist daher: Investieren wir mehr Geld in die ESA, in die künstliche Intelligenz, denn es wird unser Leben bestimmen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Kolleginnen und Kollegen und Zuseherinnen und Zuseher! Ja, ich muss jetzt die schwierige Kurve von der künstlichen Intelligenz zur realen Intelligenz eines Umweltbudgets kriegen, aber ich versuche es natürlich. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen.
Der zweite Bereich betrifft den Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume. Wer weiß, dass jede dritte heimische Vogelart stark gefährdet ist? Wer weiß, dass die Hälfte unserer Amphibien und Reptilien vom Aussterben bedroht ist? Wer weiß, dass die Hälfte unserer Vielfalt an Lebensräumen stark gefährdet ist? Wir verlieren im wahrsten Sinne des Wortes die Vielfalt und Schönheit unserer Natur und damit die Grundlage für intakte Ökosysteme, die ein Schlüssel für die Bewältigung der Klimakrise sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Applaus gebührt. Der Reparaturbonus schützt das Klima und schützt Ressourcen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist ja fast so schön wie Scharm El-Scheich!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrtes Hohes Haus! Bevor ich zu meinen Punkten komme, vielleicht noch eine kleine Anmerkung zum Herrn Vizekanzler. Er hat sich jetzt nämlich ziemlich emotional über die fehlende Kritik 1978 betreffend den Austragungsort der damaligen Fußball-WM, Argentinien, geäußert. – Damit haben Sie wahrscheinlich recht. Der Punkt ist: Ich würde mir diese Emotion auch wünschen, wenn es um die kommende Klimakonferenz geht. Die soll in Abu Dhabi stattfinden, und da brauchen wir weder über Umweltschutz noch über Menschenrechte zu sprechen. Auch da würde ich mir wünschen, dass sich Österreich dann vielleicht zu Wort meldet. Das ist bisher noch nicht passiert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist ja fast so schön wie Scharm El-Scheich!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber: Mehr Budget kann notwendige Gesetze nicht ersetzen. (Beifall bei der SPÖ.) Nur Geld auszugeben, ohne gesetzlichen Rahmen, ohne definierte Ziele – wo will man denn hin mit dem Geld? –, das ist einfach nicht gscheit! Österreich hat seit bald 700 Tagen keine gesetzlichen Klimaziele, wir haben einfach keine nationalen Klimaziele definiert. Ich glaube, wir sind das einzige Land in der EU, das keine nationalen Klimaziele hat.
Ruf bei den Grünen: Wie viel CO2 sparen Sie ...?
Deswegen habe ich bei allen Budgetberatungen, bei denen ich war, Minister, Ministerinnen gefragt: Wie viel CO2 wollen Sie eigentlich mit diesem Budget und den darin enthaltenen Maßnahmen für das kommende Jahr einsparen? (Ruf bei den Grünen: Wie viel CO2 sparen Sie ...?) – Leere, niemand kann das beantworten, denn es gibt diesen Plan ganz einfach nicht. Aber es liegt in Ihrer Verantwortung (Abg. Kassegger: Wie viel Co2 emittiert global Europa? In Prozent!), Sie müssen diese Ziele definieren.
Abg. Kassegger: Wie viel Co2 emittiert global Europa? In Prozent!
Deswegen habe ich bei allen Budgetberatungen, bei denen ich war, Minister, Ministerinnen gefragt: Wie viel CO2 wollen Sie eigentlich mit diesem Budget und den darin enthaltenen Maßnahmen für das kommende Jahr einsparen? (Ruf bei den Grünen: Wie viel CO2 sparen Sie ...?) – Leere, niemand kann das beantworten, denn es gibt diesen Plan ganz einfach nicht. Aber es liegt in Ihrer Verantwortung (Abg. Kassegger: Wie viel Co2 emittiert global Europa? In Prozent!), Sie müssen diese Ziele definieren.
Beifall bei der SPÖ.
Sie sprechen immer groß von der Klimaneutralität 2040. Diese unterstütze ich, die brauchen wir, aber ich weiß nicht, wo Sie sie ablesen – in irgendeiner Glaskugel, definieren Sie diese Klimaneutralität vielleicht in den Sternen? Ein wirklich wissenschaftliches Konzept, einen Plan, wie Österreich das erreichen kann, gibt es nach über zweieinhalb Jahren nicht! Das Beste aus beiden Welten haben Sie versprochen! Legen Sie endlich ein Klimaschutzgesetz vor! Wir brauchen Klimaziele! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Yılmaz: Cofag! – Ruf bei der FPÖ: Ungerecht!
Dann habe ich mir aber angeschaut – da geht es künftig um Milliarden, die in diesem Transformationsfonds stecken –: Wie wird denn das Geld verteilt? (Abg. Yılmaz: Cofag! – Ruf bei der FPÖ: Ungerecht!) Und dann war die Freude schon einmal ein bisschen gedämpft, denn erstens gibt es auch da keine Strategie, es gibt kein Konzept, es ist vollkommen unklar, in welche Richtung diese Transformation überhaupt laufen soll. Sie beschließen halt jetzt einmal ein Budget. Da werden dann einzelne Projekte gefördert – aber ein Plan? Fehlanzeige!
Beifall bei der SPÖ.
Systeme zu setzen, die für die Umweltförderung funktionieren – die gibt es ja; da sitzen alle Parteien drin, da sitzen die Sozialpartner drin –, wollen Sie schon wieder ein neues Instrument erfinden! Na da schrillen bei uns die Alarmglocken, die Cofag-Alarmglocken nämlich, wenn wir uns daran erinnern, wie Gelder in Österreich schon einmal vergeben wurden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Lercher!
Damals hat man nämlich auch gesagt, man vergibt jetzt Gelder für die Unternehmen im Zuge von Coronahilfsmaßnahmen – vorbei an der parlamentarischen Kontrolle, die wir jetzt auch beim Transformationsfonds nicht haben werden. (Abg. Zarits: Lercher!) Und was ist dann dabei herausgekommen? – Die ÖVP-Freunde wurden wieder einmal belohnt.
Abg. Egger: Der Kollege Lercher ...!
Ein Beispiel nur: Abgeordneter Hörl hat für sein Unternehmen 1,5 Millionen Euro bekommen (Abg. Egger: Der Kollege Lercher ...!), und das, obwohl er im ersten Coronajahr einen Gewinn von 1,7 Millionen Euro machte. (Abg. Zarits: Beschämend! – Abg. Kühberger: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da können Sie noch so schreien, ich glaube, das ärgert auch viele, viele Wirtschaftstreibende, wie diese Gelder verteilt wurden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Beschämend! – Abg. Kühberger: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ein Beispiel nur: Abgeordneter Hörl hat für sein Unternehmen 1,5 Millionen Euro bekommen (Abg. Egger: Der Kollege Lercher ...!), und das, obwohl er im ersten Coronajahr einen Gewinn von 1,7 Millionen Euro machte. (Abg. Zarits: Beschämend! – Abg. Kühberger: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da können Sie noch so schreien, ich glaube, das ärgert auch viele, viele Wirtschaftstreibende, wie diese Gelder verteilt wurden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Beispiel nur: Abgeordneter Hörl hat für sein Unternehmen 1,5 Millionen Euro bekommen (Abg. Egger: Der Kollege Lercher ...!), und das, obwohl er im ersten Coronajahr einen Gewinn von 1,7 Millionen Euro machte. (Abg. Zarits: Beschämend! – Abg. Kühberger: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da können Sie noch so schreien, ich glaube, das ärgert auch viele, viele Wirtschaftstreibende, wie diese Gelder verteilt wurden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kühberger: Das ist eine Frechheit! Eine Frechheit!
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kühberger: Das ist eine Frechheit! Eine Frechheit!)
Ruf bei der SPÖ: Das glaub ich ja gleich! – Abg. Zarits: Lercher! Also wirklich! Lercher!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Herr, ich finde es einfach beschämend. Jetzt hat es uns Kollege Hörl gestern eh erklärt: Er hat im Jahr 2020 einen Gewinn von 320 000 Euro gemacht. (Ruf bei der SPÖ: Das glaub ich ja gleich! – Abg. Zarits: Lercher! Also wirklich! Lercher!) Er hat im Jahr darauf einen Verlust von 1,7 Millionen Euro gemacht, das ist mehr als die Förderung. Und Sie, ganz ehrlich gesagt, stellen sich hierher und erzählen dem Publikum irgendetwas, das nicht stimmt, vernadern schon wieder Unternehmer. Ganz ehrlich gesagt: Das sind Leute, die Risiko nehmen, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und die somit zum Wohlstand dieses Landes beitragen! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Schwarz und Scherak.) Schämen Sie sich! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Schwarz und Scherak.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Herr, ich finde es einfach beschämend. Jetzt hat es uns Kollege Hörl gestern eh erklärt: Er hat im Jahr 2020 einen Gewinn von 320 000 Euro gemacht. (Ruf bei der SPÖ: Das glaub ich ja gleich! – Abg. Zarits: Lercher! Also wirklich! Lercher!) Er hat im Jahr darauf einen Verlust von 1,7 Millionen Euro gemacht, das ist mehr als die Förderung. Und Sie, ganz ehrlich gesagt, stellen sich hierher und erzählen dem Publikum irgendetwas, das nicht stimmt, vernadern schon wieder Unternehmer. Ganz ehrlich gesagt: Das sind Leute, die Risiko nehmen, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und die somit zum Wohlstand dieses Landes beitragen! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Schwarz und Scherak.) Schämen Sie sich! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Herr, ich finde es einfach beschämend. Jetzt hat es uns Kollege Hörl gestern eh erklärt: Er hat im Jahr 2020 einen Gewinn von 320 000 Euro gemacht. (Ruf bei der SPÖ: Das glaub ich ja gleich! – Abg. Zarits: Lercher! Also wirklich! Lercher!) Er hat im Jahr darauf einen Verlust von 1,7 Millionen Euro gemacht, das ist mehr als die Förderung. Und Sie, ganz ehrlich gesagt, stellen sich hierher und erzählen dem Publikum irgendetwas, das nicht stimmt, vernadern schon wieder Unternehmer. Ganz ehrlich gesagt: Das sind Leute, die Risiko nehmen, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und die somit zum Wohlstand dieses Landes beitragen! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Schwarz und Scherak.) Schämen Sie sich! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Abg. Herr: René Benko muss sich schämen!
So, jetzt möchte ich zu einem freudigeren Thema kommen, nämlich zur Forschung. (Abg. Herr: René Benko muss sich schämen!) Gestern haben wir die Grundlagenforschung besprochen, heute darf ich über die angewandte Forschung sprechen, also jene Forschung, die unter anderem von Unternehmen, die Sie immer so sehr kritisieren, gemacht wird.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
sehr, sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Klimaministerium. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, mit diesem Budget wurden starke Zeichen gesetzt, um unsere forschungs- und innovationsstarke Industrie wirklich weiter zukunftsfit zu machen und sie die Transformation gut überstehen zu lassen. Ich glaube, wir konnten einen Fortschritt machen. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, auch im Rahmen der Wirtschaft. Es ist ein zukunftsweisendes Budget, und deswegen, glaube ich, können wir diesmal zufrieden und froh darüber sein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Warum sind dieser Antrag und die Durchführung wichtig? – Ich glaube, weniger bei der Frau Bundesministerin zu kritisieren, sondern vor allem bei ihrem ehemaligen Staatssekretär und jetzigen Finanzminister: was der in seiner Zeit als Staatssekretär den Betrieben und der Wirtschaft zugesagt und dann nicht eingehalten hat und was er mit dem System der Rücklagen jetzt wieder macht. Bitte, nur zur Erinnerung für die grünen Fraktionskollegen: Die Rücklagen sind kein fixes Budget. Das ist die Möglichkeit, das unter Genehmigung des Finanzministers umzusetzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Niss: Wir haben schon ...!
Wir wissen aus den letzten Jahren, aus unserer eigenen Koalition mit dem ÖVP-Finanzminister und aus der Koalition mit den roten Leuten davor: Das wird nicht kommen. (Abg. Niss: Wir haben schon ...!) Sie werden es sich wünschen dürfen, der Herr Finanzminister wird freundliche Worte verteilen, und er wird keine Mittel lockermachen.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist das eigentliche Problem, das wir heute in Österreich und in der Republik haben: Es ist der Finanzminister der ÖVP, der für sinnvolle Projekte das Geld nicht freigibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Niss: Entschuldige, jetzt haben wir gerade 6 Milliarden Euro ...!
Industrie zukommen. Wenn Sie da nicht die geeigneten Produkte haben – und jetzt schaue ich natürlich wieder zu Ihnen, Frau Kollegin Niss –, dann werden Sie am Markt ein bisschen ein Problem haben: nicht nur die Automobilindustrie, auch die Stahlindustrie, die Grundstoffindustrie. Da bräuchte es einen Finanzminister, der sich dessen bewusst ist und der nicht nur Zusagen macht, sondern das Geld auch freigibt. (Abg. Niss: Entschuldige, jetzt haben wir gerade 6 Milliarden Euro ...!) Österreich hätte sich das schon längst verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Industrie zukommen. Wenn Sie da nicht die geeigneten Produkte haben – und jetzt schaue ich natürlich wieder zu Ihnen, Frau Kollegin Niss –, dann werden Sie am Markt ein bisschen ein Problem haben: nicht nur die Automobilindustrie, auch die Stahlindustrie, die Grundstoffindustrie. Da bräuchte es einen Finanzminister, der sich dessen bewusst ist und der nicht nur Zusagen macht, sondern das Geld auch freigibt. (Abg. Niss: Entschuldige, jetzt haben wir gerade 6 Milliarden Euro ...!) Österreich hätte sich das schon längst verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schroll: Warum macht ihr keines?
Weil ich vorhin von Kollegin Herr gehört habe, sie vermisst das Klimaschutzgesetz: Mir ist ein Klimaschutzgesetz auch wichtig, aber eines mit Zähnen, das dann wirkt. (Abg. Schroll: Warum macht ihr keines?) Wenn ich an das alte Klimaschutzgesetz denke und mir da die Sanierungsoffensive anschaue (ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ in die Höhe haltend), dann frage ich mich schon: Wo hat das Klimaschutzgesetz damals, als ihr zum Beispiel den Bundeskanzler gestellt habt, gewirkt? (Abg. Einwallner: Dann machts eines! Machts eines! Machts ein Gesetz! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Herr, Kollross und Schroll.)
Abg. Einwallner: Dann machts eines! Machts eines! Machts ein Gesetz! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Herr, Kollross und Schroll.
Weil ich vorhin von Kollegin Herr gehört habe, sie vermisst das Klimaschutzgesetz: Mir ist ein Klimaschutzgesetz auch wichtig, aber eines mit Zähnen, das dann wirkt. (Abg. Schroll: Warum macht ihr keines?) Wenn ich an das alte Klimaschutzgesetz denke und mir da die Sanierungsoffensive anschaue (ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ in die Höhe haltend), dann frage ich mich schon: Wo hat das Klimaschutzgesetz damals, als ihr zum Beispiel den Bundeskanzler gestellt habt, gewirkt? (Abg. Einwallner: Dann machts eines! Machts eines! Machts ein Gesetz! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Herr, Kollross und Schroll.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben das jetzt umgebaut, wir haben den Turbo gezündet. Die Heizungen kommen raus: Raus aus Öl! Raus aus Gas! Wir haben ein neues Zahnrad eingebaut: Oben drauf gibt es jetzt die Förderung zum Heizkesseltausch für geringe Einkommen bis zu 100 Prozent, damit auch diese Gruppe erfasst wird. So wird Schritt für Schritt die ganze Maschinerie zur Transformation umgebaut. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich war im Herbst bei der Solarpreisverleihung von Eurosolar. Da durfte ich der Sozialbau AG den Solarpreis für ein ganz interessantes und gleichzeitig sehr einfaches Projekt übergeben – das ist immer sehr spannend –: Die schmeißen die Gasthermen raus und ziehen die Wärmeleitungen gleich durch den Kamin wieder ein. Oben auf den Dachboden kommt die neue Wärmezentrale – das kann zum Beispiel eine Wärmepumpe sein –, und schon ist das ganze Gassystem für ein komplettes Wohnhaus getauscht. So einfach kann es gehen, so einfach ist Transformation. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man dann, wie es später kommen wird, die Abschaffung der Meritorder fordert, dann sage ich: Da muss man halt ein Alternativsystem vorlegen, das dann auch angenommen wird, denn sie nur abzuschaffen wird die Strompreise nicht senken. Die sind im Direkthandel jetzt auch schon gestiegen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Shetty und Wurm. – Abg. Wurm: Bravo, Hannes! Ein Schildbürgerstreich! Das ist grotesk!
Es reicht nicht, ab und zu mit den Verkehrsministerkollegen aus Deutschland oder Italien freundliche Gespräche zu führen. Zum Schutz der Bevölkerung reicht es auch nicht – was die notwendige Sanierung der Brennerautobahn betrifft –, sich auf längst überholte Gutachten oder auf Vereinbarungen, die es so gar nicht gegeben hat, zu berufen. Tatsache ist, dass es ein unakzeptabler Schildbürgerstreich ist, wenn im Zuge der Sanierung der Brennerautobahn die baufällig gewordene Luegbrücke wieder durch ein Brückenbauwerk und nicht durch einen Tunnel ersetzt wird. (Beifall der Abgeordneten Shetty und Wurm. – Abg. Wurm: Bravo, Hannes! Ein Schildbürgerstreich! Das ist grotesk!) Die Luegbrücke ist ein Dokument einer Mobilitätsgesinnung der Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, als gar nicht genug Beton in die Landschaft gestellt werden konnte, um den Wirtschaftsaufschwung und den Wiederaufbau zu symbolisieren. Offenbar hängt unsere Frau Bundesministerin dieser überholten
Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Wurm. – Abg. Wurm: Bravo, Hannes!
Mobilitätsgesinnung noch an, wenn sie ihre Möglichkeiten partout nicht nutzen will, die Asfinag dazu zu bewegen, dieses Bauprojekt zu überdenken und die Tunnelvariante zu forcieren. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Wurm. – Abg. Wurm: Bravo, Hannes!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Wurm.
Innovative Mobilitätspolitik hat zwei Kriterien zu erfüllen. Erstens: Ihre Umsetzung hat eine dauerhafte Win-win-Situation für alle Beteiligten zu ergeben; und zweitens: Sie hat uns zwingend in eine klimaschonende Zukunft zu befördern. Was kann ein verantwortungsvolles Mobilitätsbudget dazu beitragen? – Ja, in jedem Fall mehr als das, was hier heute zur Beschlussfassung vorliegt. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Wurm.)
Abg. Weidinger: Bravo, Schmucki!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Johannes Schmuckenschlager. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Weidinger: Bravo, Schmucki!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das zeigt eigentlich ein Problem, das wir gerade in einer Zeit, in der auch die politische Diskussion immer heißer wird, gut im Auge behalten müssen, denn am Ende des Tages, wenn das Haus der Demokratie einmal brennt, wird es egal sein, ob der Benzinkanister in der linken oder in der rechten Hand getragen wurde. Wir müssen aufpassen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir werden hier zwar gerne für unsere da und dort verfehlten Klimaziele und die CO2-Systematik bekrittelt, aber Sie von der SPÖ sind sich dann doch nicht zu schade, dass Sie in Niederösterreich in Social Media gerade Inserate schalten, in denen Sie das Konterfei von ÖVP-Abgeordneten publizieren, die hier herinnen für Maßnahmen gestimmt haben, um CO2 einzudämmen. Das sollten Sie auch in Ihrer täglichen politischen Arbeit und nicht nur bei Ihren Reden bedenken! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
In diesem Budget gibt es nun den Transformationsfonds für Erneuerbare von Bundesminister Magnus Brunner. Der Bundesfinanzminister setzt hier an allen Sektoren an, um wirklich Bewegung hineinzubringen. Wir werden hier auch die weiteren Schritte in die Zukunft setzen, um in der Klimapolitik letztendlich erfolgreich zu sein. Für die Politik geht es in Zukunft darum, dass wir jene Mittel, die wir noch zur Verfügung haben, so einsetzen und so begrenzen, dass es für Wirtschaft und Gesellschaft auch ertragbar ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte in diesem Zusammenhang die Patentamtspräsidentin Karepova zitieren, die gesagt hat: „Wenn 50 Prozent der Studierenden Mädchen sind, aber nur 25 Prozent Technik studieren, wenn 40 Prozent der Forschenden an der Uni Frauen sind, aber nur 16 Prozent in den Firmen, wo die meisten österreichischen Patente herkommen, und am Ende nur 9 Prozent der Patente von Frauen sind, dann besteht an jeder Stelle dieser Kette dringender Handlungsbedarf.“ – Das wäre einmal ein guter Ansatz für das Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.
Ich freue mich darüber, das ist wirklich ein Fortschritt und kein Rückschritt, und da kann ich nur gratulieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weidinger.
Ich möchte gleich anschließen: Eines der Ziele, die sich das Klimaschutzministerium, über dessen Budget wir ja heute diskutieren, im Zusammenhang mit Forschung gesetzt hat, ist die Erhöhung der Beteiligung von Frauen an Innovation, an Forschung – ein ganz wichtiges Ziel. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weidinger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Economica hat errechnet: 670 Millionen Euro an Wertschöpfung könnten wir generieren, wenn wir gemischtere, diversere Teams hätten, aber – Spoiler – das BMK hat sein Ziel der Diversität und der Förderung von Frauen überwiegend erreicht. Das ist, glaube ich, wirklich eine gute Nachricht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein tolles Beispiel – das möchte ich nur noch kurz erwähnen – sind zum Beispiel die Female Founders, die sich explizit um Frauen in Start-ups kümmern. Es gibt auch tolle Start-ups in Österreich, die von Frauen geführt werden, die zur Lösung unserer Probleme beitragen. Ich möchte nur erwähnen: Codary, von zwei Frauen geführt, die Jugendlichen von zehn bis 16 Jahren das Programmieren spielerisch beibringen – ein Unternehmen, das von Forbes unter den 30 besten Gründer:innen unter 30 geführt wird. Ich glaube, das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte in Österreich, made in Austria sozusagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: Ich glaube, wir dürfen nicht länger auf das Potenzial der Frauen verzichten. Es gibt viele Herausforderungen, und Frauen können und wollen zur Bewältigung derselben beitragen, sie brauchen aber die richtigen Rahmenbedingungen dazu. Es braucht Unterstützung und es braucht manchmal auch Vorgaben, damit Frauen die Möglichkeit dazu bekommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
zustande gebracht, schon in der zweiten Budgetwoche nicht hier zu sein, weil sie lieber mit ihrer Klimaklebersekte nach Ägypten gejettet ist, wahrscheinlich wieder mit dem Privatjet. Dann kommt das zustande, dass Sie hier sitzen, Herr Vizekanzler, und einmal gar nichts zum Thema sagen. Das muss man einmal zusammenbringen, dass wir hier über Verkehr, Innovation, Klima und sonstige Dinge sprechen, und Sie erzählen uns irgendetwas aus Argentinien in den Siebzigerjahren. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie hätten auch Bezug zur Jetztzeit nehmen können, Herr Vizekanzler, Sie hätten auch über Katar sprechen können, über die Fußball-WM, die dort stattfindet, aber das haben Sie natürlich bewusst ausgelassen, weil Katar ja das neue Freundschaftsland der Frau Ministerin ist, weil man versucht, dort Gas und Sonstiges zu kaufen. Also das ist das, was Sie machen, und das zeigt im Prinzip auch, wie kaputt die Regierung tatsächlich ist, dass es überhaupt keinen Sachverstand in dieser Regierung gibt und dass es Ihnen, der Sie irgendwann einmal den Anstand plakatiert und bemüht haben, genau wie allen anderen Grünen in der Regierung nur um Geld für eigene NGOs geht – das wird ja im Klimaschutzministerium ganz massiv umverteilt –, dass es Ihnen nur um Ideologie geht, dass Sie Ihre Agenda beinhart durchziehen und dass Sie überhaupt nicht im Sinn haben, der Bevölkerung zu helfen und sie in einer schweren Phase, wie wir sie momentan haben, zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Litschauer: Ich empfehle, Kronberger nachzulesen!
Genau das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der Grund dafür, warum die heute abwesende Ministerin von mir als gefährlich bezeichnet wird, weil sie genau das macht, was auch Sie vorher gemacht haben, nämlich all diese Aktionen der Klimakleber kleinzureden. (Abg. Litschauer: Ich empfehle, Kronberger nachzulesen!) Ja, man muss wirklich über den Extremismus reden, der hier stattfindet, und man muss die Dinge auch aussprechen. Na selbstverständlich – da stehe ich auch dazu, was ich vorgestern bereits beantragt habe –, selbstverständlich gehören die Klimakleber genau überwacht, das darf sich gar nicht zum Terrorismus auswachsen, und selbstverständlich gehören die auch in
Abg. Weratschnig: Die Ängste der FPÖ sind unergründbar! Unglaublich!
den Verfassungsschutzbericht hinein. So müsste man damit umgehen, Herr Vizekanzler, anstatt all diese Dinge kleinzureden. (Abg. Weratschnig: Die Ängste der FPÖ sind unergründbar! Unglaublich!)
Abg. Weidinger: Na, na, na, na!
Was haben die Grünen aus dem Ministerium gemacht? – Eine grüne Gelddruckmaschine. Meine Anfragen der letzten Wochen haben gezeigt, dass sie ganz, ganz massiv Geld in grüne Agenturen umverteilen, dass sie ganz massiv Geld in grüne NGOs umverteilen – das ist das, was sie mit dem Ministerium machen. Es ist eine Postenfabrik geworden. Sie haben dort gnadenlos umgefärbt, ärger als die ÖVP – und das muss man einmal zusammenbringen (Abg. Weidinger: Na, na, na, na!), auch das muss man zustande bringen –, und Sie haben sich dort mit den Umfragen noch dazu einfach ein linkes Beinschab-Tool aufgebaut. (Abg. Weratschnig: Wo ist da jetzt der fachliche Beitrag? Wo ist denn der fachliche Beitrag zur Mobilität, Herr Kollege? – Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Sie machen nichts anderes, als es die ÖVP gemacht hat, und das muss man auch einmal sichtbar machen. – Jetzt wird Gott sei Dank Kollege Weratschnig auch wieder munter, das war damit ja auch bezweckt. (Ruf bei den Grünen: Das ist Bluewashing!)
Abg. Weratschnig: Wo ist da jetzt der fachliche Beitrag? Wo ist denn der fachliche Beitrag zur Mobilität, Herr Kollege? – Zwischenruf des Abg. Litschauer.
Was haben die Grünen aus dem Ministerium gemacht? – Eine grüne Gelddruckmaschine. Meine Anfragen der letzten Wochen haben gezeigt, dass sie ganz, ganz massiv Geld in grüne Agenturen umverteilen, dass sie ganz massiv Geld in grüne NGOs umverteilen – das ist das, was sie mit dem Ministerium machen. Es ist eine Postenfabrik geworden. Sie haben dort gnadenlos umgefärbt, ärger als die ÖVP – und das muss man einmal zusammenbringen (Abg. Weidinger: Na, na, na, na!), auch das muss man zustande bringen –, und Sie haben sich dort mit den Umfragen noch dazu einfach ein linkes Beinschab-Tool aufgebaut. (Abg. Weratschnig: Wo ist da jetzt der fachliche Beitrag? Wo ist denn der fachliche Beitrag zur Mobilität, Herr Kollege? – Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Sie machen nichts anderes, als es die ÖVP gemacht hat, und das muss man auch einmal sichtbar machen. – Jetzt wird Gott sei Dank Kollege Weratschnig auch wieder munter, das war damit ja auch bezweckt. (Ruf bei den Grünen: Das ist Bluewashing!)
Ruf bei den Grünen: Das ist Bluewashing!
Was haben die Grünen aus dem Ministerium gemacht? – Eine grüne Gelddruckmaschine. Meine Anfragen der letzten Wochen haben gezeigt, dass sie ganz, ganz massiv Geld in grüne Agenturen umverteilen, dass sie ganz massiv Geld in grüne NGOs umverteilen – das ist das, was sie mit dem Ministerium machen. Es ist eine Postenfabrik geworden. Sie haben dort gnadenlos umgefärbt, ärger als die ÖVP – und das muss man einmal zusammenbringen (Abg. Weidinger: Na, na, na, na!), auch das muss man zustande bringen –, und Sie haben sich dort mit den Umfragen noch dazu einfach ein linkes Beinschab-Tool aufgebaut. (Abg. Weratschnig: Wo ist da jetzt der fachliche Beitrag? Wo ist denn der fachliche Beitrag zur Mobilität, Herr Kollege? – Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Sie machen nichts anderes, als es die ÖVP gemacht hat, und das muss man auch einmal sichtbar machen. – Jetzt wird Gott sei Dank Kollege Weratschnig auch wieder munter, das war damit ja auch bezweckt. (Ruf bei den Grünen: Das ist Bluewashing!)
Abg. Weratschnig: Und die derzeitigen Autos sind alle sauber?!
soziale Ungerechtigkeiten gibt, auf denen diese E-Mobilität schlussendlich beruht. (Abg. Weratschnig: Und die derzeitigen Autos sind alle sauber?!)
Abg. Litschauer: Das Kobalt im Verbrennungsmotor ist ja wurscht!
Sie wissen, dass wir jetzt zu wenig Energie haben. Womit wollen Sie all diese Stromautos dann aufladen, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Litschauer: Das Kobalt im Verbrennungsmotor ist ja wurscht!) Sie wissen, dass wir nicht über die entsprechende Leitungsinfrastruktur verfügen, fahren trotzdem sehenden Auges gegen die Wand. Sie haben noch nicht einmal ein Recyclingprogramm angedacht, was Sie mit diesen Elektroautos, die schlussendlich zum Sondermüll werden, dann machen werden (Abg. Litschauer: Die Firmen stehen eh in Deutschland!), aber die Ministerin hält an diesen krausen Theorien fest. Sogar die Europäische Union – und darüber sollten Sie einmal nachdenken, Herr Vizekanzler – denkt schon laut darüber nach, dass dieses Aus für den Verbrenner nicht haltbar sein wird. Sie krallen sich da weiterhin fest und agieren einmal mehr völlig irrational.
Abg. Litschauer: Die Firmen stehen eh in Deutschland!
Sie wissen, dass wir jetzt zu wenig Energie haben. Womit wollen Sie all diese Stromautos dann aufladen, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Litschauer: Das Kobalt im Verbrennungsmotor ist ja wurscht!) Sie wissen, dass wir nicht über die entsprechende Leitungsinfrastruktur verfügen, fahren trotzdem sehenden Auges gegen die Wand. Sie haben noch nicht einmal ein Recyclingprogramm angedacht, was Sie mit diesen Elektroautos, die schlussendlich zum Sondermüll werden, dann machen werden (Abg. Litschauer: Die Firmen stehen eh in Deutschland!), aber die Ministerin hält an diesen krausen Theorien fest. Sogar die Europäische Union – und darüber sollten Sie einmal nachdenken, Herr Vizekanzler – denkt schon laut darüber nach, dass dieses Aus für den Verbrenner nicht haltbar sein wird. Sie krallen sich da weiterhin fest und agieren einmal mehr völlig irrational.
Zwischenruf des Abg. Weidinger
Weil ÖVP-Abgeordnete da gerade so süffisant lächeln: Sie brauchen nicht zu lachen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, denn es ist Ihre Schuld, dass diese Grünen hier außer Rand und Band sein und dass sie solche Beschlüsse herbeiführen können (Zwischenruf des Abg. Weidinger), weil Sie mit sich selbst beschäftigt sind und weil Sie nicht mehr in der Lage sind, den kleinen linken Koalitionspartner in irgendeiner Art und Weise zu kontrollieren. Sie sind schuld daran, dass die Bürger unter der Teuerung ächzen und stöhnen müssen (Abg. Kühberger: Was ist mit den Maßnahmenpaketen?), Sie sind schuld daran, dass es die CO2-Steuer gibt (Abg. Weratschnig: Ja, das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht! Das macht den Unterschied aus!), Sie sind schuld daran, dass der grüne Schwanz mit dem schwarzen Hund wedelt, meine sehr geehrten
Abg. Kühberger: Was ist mit den Maßnahmenpaketen?
Weil ÖVP-Abgeordnete da gerade so süffisant lächeln: Sie brauchen nicht zu lachen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, denn es ist Ihre Schuld, dass diese Grünen hier außer Rand und Band sein und dass sie solche Beschlüsse herbeiführen können (Zwischenruf des Abg. Weidinger), weil Sie mit sich selbst beschäftigt sind und weil Sie nicht mehr in der Lage sind, den kleinen linken Koalitionspartner in irgendeiner Art und Weise zu kontrollieren. Sie sind schuld daran, dass die Bürger unter der Teuerung ächzen und stöhnen müssen (Abg. Kühberger: Was ist mit den Maßnahmenpaketen?), Sie sind schuld daran, dass es die CO2-Steuer gibt (Abg. Weratschnig: Ja, das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht! Das macht den Unterschied aus!), Sie sind schuld daran, dass der grüne Schwanz mit dem schwarzen Hund wedelt, meine sehr geehrten
Abg. Weratschnig: Ja, das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht! Das macht den Unterschied aus!
Weil ÖVP-Abgeordnete da gerade so süffisant lächeln: Sie brauchen nicht zu lachen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, denn es ist Ihre Schuld, dass diese Grünen hier außer Rand und Band sein und dass sie solche Beschlüsse herbeiführen können (Zwischenruf des Abg. Weidinger), weil Sie mit sich selbst beschäftigt sind und weil Sie nicht mehr in der Lage sind, den kleinen linken Koalitionspartner in irgendeiner Art und Weise zu kontrollieren. Sie sind schuld daran, dass die Bürger unter der Teuerung ächzen und stöhnen müssen (Abg. Kühberger: Was ist mit den Maßnahmenpaketen?), Sie sind schuld daran, dass es die CO2-Steuer gibt (Abg. Weratschnig: Ja, das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht! Das macht den Unterschied aus!), Sie sind schuld daran, dass der grüne Schwanz mit dem schwarzen Hund wedelt, meine sehr geehrten
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht!
Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Das hätten die Freiheitlichen nicht zusammengebracht!)
Abg. Litschauer: Ihr habt die Autofahrer ...!
Was gibt es sonst noch für Unsinnigkeiten? – Kollege Weratschnig, ich kann es dir gleich sagen: eine völlig verunglückte StVO-Novelle, ein rein programmatisches Ding, um den Radfahrern ein bisschen zu gefallen, aber gleichzeitig machen Sie damit eine Spaltung der Gesellschaft perfekt. Der Autofahrer wird zum Menschen zweiter Klasse degradiert, und schlussendlich werden dadurch wieder nur Teuerungen verursacht. (Abg. Litschauer: Ihr habt die Autofahrer ...!)
Abg. Litschauer – erheitert –: Verbieten wollen Sie, nicht wir! Die Klimaaktivisten!
Ihr Mantra, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, ist: abzocken, verbieten und spalten. (Abg. Litschauer – erheitert –: Verbieten wollen Sie, nicht wir! Die Klimaaktivisten!)
Abg. Litschauer – erheitert –: Na, ihr macht Entschließungsanträge zum Rechtsbruch!
Auch vor einem Rechtsbruch, meine sehr geehrten Damen und Herren – ich würde gar nicht so lachen, Herr Kollege –, machen Sie nicht Halt. Wenn man weiß, dass die Ministerin in einem politischen Willkürakt – und da sollte auch die ÖVP wieder genau zuhören – zwei Nationalratsbeschlüsse negiert und einseitig das Straßenausbauprogramm stoppt, dann weiß man, wozu diese linke Kaste, diese linke Partei imstande ist (Abg. Litschauer – erheitert –: Na, ihr macht Entschließungsanträge zum Rechtsbruch!): Sie negiert Nationalratsbeschlüsse – das ist Faktum, das ist das, was gerade passiert.
Beifall bei der FPÖ.
gehe davon aus, dass Ihr Minderheitenprogramm nicht mehr lange durchgezogen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Litschauer: Warum kriegen das die Österreicherinnen nicht? Das ist eine Diskriminierung: Da sind die Frauen ausgeschlossen!
(Abg. Litschauer: Warum kriegen das die Österreicherinnen nicht? Das ist eine Diskriminierung: Da sind die Frauen ausgeschlossen!)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, da hätten Sie die Möglichkeit, einen Ihrer multiplen Schäden wieder gutzumachen. Ich hoffe, dass wir uns dann auch bei einer positiven Abstimmung sehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich bin sicherlich nicht diejenige, die jetzt zur Ehrenrettung der Grünen oder der Ministerin ausrücken muss, aber ich möchte hier gerade auch bei diesem Kapitel betonen, wie wichtig es ist, auch bei der Klimakonferenz präsent zu sein. Wir müssen auch zugeben: Österreich oder Europa wird nicht allein die Klimakrise, die Umweltkrise lösen, sondern wir müssen ganz viele Beteiligte auf globaler Ebene finden, die uns auf diesem Weg begleiten und da auch Maßnahmen setzen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist ein motivierendes Zeichen, wenn Unternehmen in Österreich investieren, wenn sie sich mit neuen Produkten und Dienstleistungen beschäftigen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Wir können stolz sein auf die klugen Köpfe in diesen Unternehmen, in den Universitäten, in den außeruniversitären Einrichtungen und auf die Arbeit, die sie dort leisten. Wir brauchen diese, um über die Krise zu kommen und eine Perspektive zu schaffen. Daher darf ich auch ganz herzlich Danke sagen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Vizekanzler Kogler: Das stimmt auch!
überhaupt die grünste Bundesregierung, die diese Republik jemals erlebt hat! (Vizekanzler Kogler: Das stimmt auch!) Das Problem in der Sache ist, dass Sie Geld ausgeben, aber nicht überwachen, kontrollieren und definieren, wofür.
Beifall bei den NEOS.
Wenn Sie wirklich bis 2040 Klimaneutralität wollen, wenn Sie eine wirkliche Verwandlung wollen, mit der wir mehr Lebensqualität haben, mit der wir innovative Unternehmen in unserem Land haben, mit der wir wirklich vorne mit dabei sind und mit der wir natürlich auch unserer historischen Verantwortung in der Weltgemeinschaft gerecht werden, dann beschließen Sie die richtigen Gesetze! Hören Sie auch auf die Expertinnen und Experten und machen Sie nicht solch eine Schaumschlägerpolitik wie derzeit! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Galerie! Geschätzte Studentinnen und Studenten aus Waidhofen an der Ybbs! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Geschätzte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Ein Blick auf das Budget für den Teil Klima reicht für ein Urteil: Energie heißt das Thema und Ihre Arbeit hat damit nichts zu tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Galerie! Geschätzte Studentinnen und Studenten aus Waidhofen an der Ybbs! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Geschätzte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Ein Blick auf das Budget für den Teil Klima reicht für ein Urteil: Energie heißt das Thema und Ihre Arbeit hat damit nichts zu tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
Auf der Förderseite wird zwar immer mehr Geld bereitgestellt, aber die wirklich wichtigen strukturellen und regulatorischen Maßnahmen bleiben aus, wie es zum Beispiel meine Kollegin Juli Herr heute schon angesprochen hat: 684 Tage kein Klimaschutzgesetz, 684 Tage kein Energieeffizienzgesetz, kein Erneuerbare-Wärme-Gesetz, kein Gasgesetz und, und, und – ich könnte noch vieles erzählen; es kommt noch ein bisschen etwas. (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Abg. Litschauer hält ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sonnenstrom in Österreich“ in die Höhe
Klimabonus und Antiteuerungsbonus (Abg. Litschauer hält ein Säulendiagramm mit dem Titel „Sonnenstrom in Österreich“ in die Höhe): nicht abgeschlossen. Über eine halbe Million Leute warten auf das Geld. Die Klimaschutzministerin, Energieministerin hat versprochen, im September hat jeder sein Geld.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: Eine Musterdemokratie!
Jetzt kommt ein Negativlieblingsbeispiel von mir, die Abu-Dhabi-Reise: Ministerin Gewessler ist damals bei ihrer ersten Reise mit der Bundesregierung in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen, natürlich im Privatjet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: Eine Musterdemokratie!) Ich habe eine parlamentarische Anfrage eingebracht, in der ich sie gefragt habe, was im Memorandum of Understanding drinnen steht. Ich habe gefragt: Was haben Sie in Abu Dhabi unterschrieben?, und die Antwort war – wirklich, hört zu, liebe Grüne! (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, sie weiß nicht, was drinnen gestanden ist, weil sie und das BMK nicht eingebunden waren. Na, was war das denn für eine Reise? Haben sie eine Urlaubsreise nach Abu Dhabi gemacht? (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) – Es ist so, lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Jetzt kommt ein Negativlieblingsbeispiel von mir, die Abu-Dhabi-Reise: Ministerin Gewessler ist damals bei ihrer ersten Reise mit der Bundesregierung in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen, natürlich im Privatjet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: Eine Musterdemokratie!) Ich habe eine parlamentarische Anfrage eingebracht, in der ich sie gefragt habe, was im Memorandum of Understanding drinnen steht. Ich habe gefragt: Was haben Sie in Abu Dhabi unterschrieben?, und die Antwort war – wirklich, hört zu, liebe Grüne! (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, sie weiß nicht, was drinnen gestanden ist, weil sie und das BMK nicht eingebunden waren. Na, was war das denn für eine Reise? Haben sie eine Urlaubsreise nach Abu Dhabi gemacht? (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) – Es ist so, lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
Jetzt kommt ein Negativlieblingsbeispiel von mir, die Abu-Dhabi-Reise: Ministerin Gewessler ist damals bei ihrer ersten Reise mit der Bundesregierung in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen, natürlich im Privatjet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: Eine Musterdemokratie!) Ich habe eine parlamentarische Anfrage eingebracht, in der ich sie gefragt habe, was im Memorandum of Understanding drinnen steht. Ich habe gefragt: Was haben Sie in Abu Dhabi unterschrieben?, und die Antwort war – wirklich, hört zu, liebe Grüne! (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, sie weiß nicht, was drinnen gestanden ist, weil sie und das BMK nicht eingebunden waren. Na, was war das denn für eine Reise? Haben sie eine Urlaubsreise nach Abu Dhabi gemacht? (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) – Es ist so, lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Jetzt kommt ein Negativlieblingsbeispiel von mir, die Abu-Dhabi-Reise: Ministerin Gewessler ist damals bei ihrer ersten Reise mit der Bundesregierung in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen, natürlich im Privatjet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: Eine Musterdemokratie!) Ich habe eine parlamentarische Anfrage eingebracht, in der ich sie gefragt habe, was im Memorandum of Understanding drinnen steht. Ich habe gefragt: Was haben Sie in Abu Dhabi unterschrieben?, und die Antwort war – wirklich, hört zu, liebe Grüne! (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, sie weiß nicht, was drinnen gestanden ist, weil sie und das BMK nicht eingebunden waren. Na, was war das denn für eine Reise? Haben sie eine Urlaubsreise nach Abu Dhabi gemacht? (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) – Es ist so, lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Zwischenruf des Abg. Deimek
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!
Die zweite Reise, es wird noch - - (Abg. Weratschnig: Das ist einfach unwahr! Reiner Populismus, Herr Kollege!) – Hört zu! Es wird noch besser. (Abg. Weratschnig: Reiner Populismus!) Zweite Reise am 26. Oktober: Ein Schiff wird kommen, ein Schiff mit LNG kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Litschauer: Populismus!) 3 900 Tonnen Schweröl braucht das eine Schiff (Zwischenruf des Abg. Deimek) zum Herauf- und zum Hinunterfahren. (Abg. Hafenecker: ... Urlaub! – Zwischenruf bei den NEOS.) Und unsere Energieministerin hat uns im Ausschuss gesagt (Abg. Weratschnig: Das ist ein reiner - -! Unglaublich!),
Zwischenruf des Abg. Loacker.
65 000 Haushalte kann man mit diesem Gas versorgen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ist denn mit den anderen 4 235 000 Haushalten? – Weiß man nicht, kann man nicht sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
65 000 Haushalte kann man mit diesem Gas versorgen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ist denn mit den anderen 4 235 000 Haushalten? – Weiß man nicht, kann man nicht sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwarz: Auf den Gaspreis ...!
Zusammengefasst: Ignoranz, Versäumnisse und ein völlig planloses Zuschauen dieser Regierung. Anstatt das Problem wirklich an der Wurzel zu packen, was wir seit Monaten fordern, nämlich den Gaspreisdeckel, schaut ihr einfach weg, betreibt eure Einmal- und Gutscheinpolitik weiter (Abg. Schwarz: Auf den Gaspreis ...!) und glaubt, ihr seid damit erfolgreich – njet! Nix! Es geht einfach nichts mehr weiter. (Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Zusammengefasst: Ignoranz, Versäumnisse und ein völlig planloses Zuschauen dieser Regierung. Anstatt das Problem wirklich an der Wurzel zu packen, was wir seit Monaten fordern, nämlich den Gaspreisdeckel, schaut ihr einfach weg, betreibt eure Einmal- und Gutscheinpolitik weiter (Abg. Schwarz: Auf den Gaspreis ...!) und glaubt, ihr seid damit erfolgreich – njet! Nix! Es geht einfach nichts mehr weiter. (Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!
Eines muss man der Bundesministerin - - (Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!) – Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen - - (Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!) – Wenn Sie sagen, Herr Vizekanzler, wir sind die, die die Abhängigkeit von Russland - - (Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!) – Hören Sie zu, jetzt bin ich dran! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Herr Vizekanzler, jetzt bin ich dran! Sie können sich dann melden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.)
Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!
Eines muss man der Bundesministerin - - (Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!) – Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen - - (Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!) – Wenn Sie sagen, Herr Vizekanzler, wir sind die, die die Abhängigkeit von Russland - - (Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!) – Hören Sie zu, jetzt bin ich dran! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Herr Vizekanzler, jetzt bin ich dran! Sie können sich dann melden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.)
Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!
Eines muss man der Bundesministerin - - (Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!) – Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen - - (Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!) – Wenn Sie sagen, Herr Vizekanzler, wir sind die, die die Abhängigkeit von Russland - - (Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!) – Hören Sie zu, jetzt bin ich dran! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Herr Vizekanzler, jetzt bin ich dran! Sie können sich dann melden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.)
Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Eines muss man der Bundesministerin - - (Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!) – Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen - - (Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!) – Wenn Sie sagen, Herr Vizekanzler, wir sind die, die die Abhängigkeit von Russland - - (Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!) – Hören Sie zu, jetzt bin ich dran! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Herr Vizekanzler, jetzt bin ich dran! Sie können sich dann melden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.
Eines muss man der Bundesministerin - - (Vizekanzler Kogler: ... sollte nach Russland fahren, wo Sie vorher auch immer waren!) – Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen - - (Vizekanzler Kogler: Sagen Sie mal was zur Gasabhängigkeit ...!) – Wenn Sie sagen, Herr Vizekanzler, wir sind die, die die Abhängigkeit von Russland - - (Vizekanzler Kogler: Alles Ihre Verantwortung!) – Hören Sie zu, jetzt bin ich dran! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Herr Vizekanzler, jetzt bin ich dran! Sie können sich dann melden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kainz.)
Ruf bei der FPÖ: Klimaterroristen! – Zwischenrufe bei den Grünen.
Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten verhindert, dass Wasserkraftwerke gebaut werden, dass Windkraftwerke gebaut werden? Ihr habt euch überall angekettet. (Ruf bei der FPÖ: Klimaterroristen! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Ihr wart jene, die das verhindert haben, so schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Rufe bei den Grünen: Das ist ja unglaublich! Unfassbar!) – Untragbar, ja. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Rufe bei den Grünen: Das ist ja unglaublich! Unfassbar!
Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten verhindert, dass Wasserkraftwerke gebaut werden, dass Windkraftwerke gebaut werden? Ihr habt euch überall angekettet. (Ruf bei der FPÖ: Klimaterroristen! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Ihr wart jene, die das verhindert haben, so schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Rufe bei den Grünen: Das ist ja unglaublich! Unfassbar!) – Untragbar, ja. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Wer hat denn in den letzten Jahrzehnten verhindert, dass Wasserkraftwerke gebaut werden, dass Windkraftwerke gebaut werden? Ihr habt euch überall angekettet. (Ruf bei der FPÖ: Klimaterroristen! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Ihr wart jene, die das verhindert haben, so schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Rufe bei den Grünen: Das ist ja unglaublich! Unfassbar!) – Untragbar, ja. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Das ist ja eine reine blaue Regierungs- -! – Vizekanzler Kogler: Rot-blau!
Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen in der Regierungsverantwortung, betreiben nichts anderes als Symptombehandlung (Ruf bei den Grünen: Das ist ja eine reine blaue Regierungs- -! – Vizekanzler Kogler: Rot-blau!), die dahinterliegenden Ursachen sind Ihnen egal. Was ihr auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger treibt, ist ein energie- und sozialpolitisches Glücksspiel mit der Zukunft
Ruf bei den Grünen: 20 cm neben dem Hafenecker!
Österreichs (Ruf bei den Grünen: 20 cm neben dem Hafenecker!); ihr spielt euch damit. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.
Österreichs (Ruf bei den Grünen: 20 cm neben dem Hafenecker!); ihr spielt euch damit. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.)
Zwischenruf bei den Grünen
Was noch dazukommt, ist, Sie setzen bei diesem Glücksspiel immer auf null (Zwischenruf bei den Grünen); bei allen Themen, bei allen Vorschlägen, bei allen Projekten immer das Gleiche: die Zahl Null. (Ruf bei den Grünen: Biogas verhindern, aber Energie ...!) Mit überlegtem strategischem Handeln hat das nichts mehr zu tun. Wie am Roulettetisch gilt auch für Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen auf dieser Regierungsbank: Rien ne va plus, nichts geht mehr! Treten Sie zurück! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Das klingt nach rot-blauer Vision! Das ist die rot-blaue Vision der Zukunft! Das ist schon die Vorbereitung für Rot-Blau! Unglaublich!)
Ruf bei den Grünen: Biogas verhindern, aber Energie ...!
Was noch dazukommt, ist, Sie setzen bei diesem Glücksspiel immer auf null (Zwischenruf bei den Grünen); bei allen Themen, bei allen Vorschlägen, bei allen Projekten immer das Gleiche: die Zahl Null. (Ruf bei den Grünen: Biogas verhindern, aber Energie ...!) Mit überlegtem strategischem Handeln hat das nichts mehr zu tun. Wie am Roulettetisch gilt auch für Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen auf dieser Regierungsbank: Rien ne va plus, nichts geht mehr! Treten Sie zurück! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Das klingt nach rot-blauer Vision! Das ist die rot-blaue Vision der Zukunft! Das ist schon die Vorbereitung für Rot-Blau! Unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Das klingt nach rot-blauer Vision! Das ist die rot-blaue Vision der Zukunft! Das ist schon die Vorbereitung für Rot-Blau! Unglaublich!
Was noch dazukommt, ist, Sie setzen bei diesem Glücksspiel immer auf null (Zwischenruf bei den Grünen); bei allen Themen, bei allen Vorschlägen, bei allen Projekten immer das Gleiche: die Zahl Null. (Ruf bei den Grünen: Biogas verhindern, aber Energie ...!) Mit überlegtem strategischem Handeln hat das nichts mehr zu tun. Wie am Roulettetisch gilt auch für Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen auf dieser Regierungsbank: Rien ne va plus, nichts geht mehr! Treten Sie zurück! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Das klingt nach rot-blauer Vision! Das ist die rot-blaue Vision der Zukunft! Das ist schon die Vorbereitung für Rot-Blau! Unglaublich!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Tanja Graf. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ.)
Abg. Matznetter: Die Regierung ...!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! (Abg. Matznetter: Die Regierung ...!) Geschätzter Vizekanzler! Geschätzter Staatssekretär! Herr Matznetter, Kollegin Graf ist am Wort, wenn ich bitten darf! (Abg. Weratschnig: Das war jetzt die rot-blaue Auflage!)
Abg. Weratschnig: Das war jetzt die rot-blaue Auflage!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! (Abg. Matznetter: Die Regierung ...!) Geschätzter Vizekanzler! Geschätzter Staatssekretär! Herr Matznetter, Kollegin Graf ist am Wort, wenn ich bitten darf! (Abg. Weratschnig: Das war jetzt die rot-blaue Auflage!)
Ruf bei der SPÖ: Das sind Almosen, Frau Kollegin, Einmalzahlungen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Einzige, das von der ganzen Rede von Herrn Kollegen Alois Schroll und von der SPÖ bei mir hängen geblieben ist, ist, dass Sie nicht einverstanden sind, dass ein Haushalt einen Energiescheck bekommt, dass Sie nicht einverstanden sind, dass ein Klimascheck ausgezahlt worden ist, wo jeder 500 Euro bekommen hat, dass die Kinder 250 Euro bekommen. (Ruf bei der SPÖ: Das sind Almosen, Frau Kollegin, Einmalzahlungen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ein herzliches Dankeschön an die SPÖ, dass Sie nicht einverstanden sind, dass unsere Österreicherinnen und Österreicher das ausbezahlt bekommen haben, ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Weratschnig.
Das Einzige, das von der ganzen Rede von Herrn Kollegen Alois Schroll und von der SPÖ bei mir hängen geblieben ist, ist, dass Sie nicht einverstanden sind, dass ein Haushalt einen Energiescheck bekommt, dass Sie nicht einverstanden sind, dass ein Klimascheck ausgezahlt worden ist, wo jeder 500 Euro bekommen hat, dass die Kinder 250 Euro bekommen. (Ruf bei der SPÖ: Das sind Almosen, Frau Kollegin, Einmalzahlungen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ein herzliches Dankeschön an die SPÖ, dass Sie nicht einverstanden sind, dass unsere Österreicherinnen und Österreicher das ausbezahlt bekommen haben, ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Weratschnig.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Nun aber zum Wesentlichen: Die Energiewende funktioniert nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, das muss uns klar sein. Der Staat leistet auch da seinen Beitrag (Zwischenruf des Abg. Kassegger), indem er eben in der Untergliederung 43, bei der es um Klima, Umwelt und Energie geht, für das Jahr 2023 3,6 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Bis 2026 wird die Mittelbereitschaft 14,8 Milliarden Euro ausmachen. Der Bund leistet seinen Beitrag.
Beifall bei der ÖVP.
Was wir in diesen Tagen jetzt auch gemacht haben, ist die wichtige Gemeindemilliarde, aus der unter anderem 500 Millionen Euro für Energieeffizienz, für den Umstieg auf erneuerbare Energieträger investiert werden. Das bringt Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weidinger: Bravo!
Wie schon anfangs erwähnt: Wir werden es nur gemeinsam schaffen, es braucht viel mehr Innovationen, mehr angewandte Forschung, mehr technologischen Fortschritt, mehr Expertise und vor allem, meine Damen und Herren, mehr Fachkräfte für die Energiewende. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weidinger: Bravo!)
Beifall bei FPÖ und NEOS.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Ja, wir haben jetzt Budgetwoche, und ich möchte noch einmal ein paar Dinge in Erinnerung rufen, die in diesem Zusammenhang mit Sicherheit eine Rolle spielen, nämlich die Zahl 17 Milliarden Euro Defizit, der Zinsendienst steigt auf 8 Milliarden oder 9 Milliarden Euro, und dann die Ansage, die ich im Laufe dieser Woche zum Beispiel seitens der ÖVP gehört habe, wir hätten ein ausgewogenes, balanced Budget. Also davon kann man wirklich beim besten Willen nicht reden, wenn man 17 Milliarden Euro Defizit macht. In einer Zeit, in der die Zinsen steigen, kann man weder von einem ausgewogenen, balanced Budget sprechen und schon gar nicht von einem zukunftsfitten Budget, das uns zukunftsfit macht. Das Gegenteil ist der Fall! (Beifall bei FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Wenn Finanzminister Brunner in weiterer Folge davon spricht, dass wir uns bis 2026 auf einem sehr guten Konsolidierungspfad befinden, und ich mir die Zahlen dazu anschaue – 10 Milliarden Euro Defizit 2024, 10 Milliarden Euro Defizit 2025 und 9 Milliarden Euro Defizit 2026 –, dann kann ich da beim besten Willen keinen Konsolidierungspfad erkennen. Da erlauben Sie mir schon die Feststellung, dass ich leichte Probleme mit Ihrer Glaubwürdigkeit habe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Also sollen wir warten aufs Klima?
Kollegin Graf hat vorhin gesagt, wir sollten doch alle an einem Strang ziehen. Vollkommen richtig! Da bin ich aber Globalist: Ich würde einmal empfehlen, mit diesem Begehr nach China, nach Indien und in die USA zu gehen und dort zu sagen, dass wir jetzt alle an einem Strang ziehen sollen, denn die machen alle bei dieser Klimapolitik nicht mit. Vielmehr gehen die Europäer, die ganze 8 Prozent des CO2 weltweit emittieren, als leuchtendes Beispiel voran, und zwar zu einem ganz, ganz hohen Preis, der unseres Erachtens viel zu hoch ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Also sollen wir warten aufs Klima?)
Abg. Weratschnig: Warten wir ein Jahrzehnt aufs Klima?
Reden Sie einmal mit den Chinesen und den Indern, und setzen wir uns zusammen, dann ziehen wir gemeinsam an einem Strang und dann reden wir weiter und retten das Klima der Welt, aber gehen Sie nicht da in Europa mit Milliarden Euro voran. (Abg. Weratschnig: Warten wir ein Jahrzehnt aufs Klima?) Von der Leyen spricht von 55 Prozent Treibhausgasreduktion. Das kostet 750 Milliarden Euro. 5 Milliarden Euro für die Transformation, Milliarden Euro für das Bundesministerium, 2 Milliarden Euro für das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (Abg. Weratschnig: Spielen wir Klimamikado!): Vergessen Sie bitte nicht, wer das alles bezahlen soll! Das sind wir, das sind die österreichischen Bürger, die das am Ende zahlen, und das finden wir weder ausgewogen noch vernünftig.
Abg. Weratschnig: Spielen wir Klimamikado!
Reden Sie einmal mit den Chinesen und den Indern, und setzen wir uns zusammen, dann ziehen wir gemeinsam an einem Strang und dann reden wir weiter und retten das Klima der Welt, aber gehen Sie nicht da in Europa mit Milliarden Euro voran. (Abg. Weratschnig: Warten wir ein Jahrzehnt aufs Klima?) Von der Leyen spricht von 55 Prozent Treibhausgasreduktion. Das kostet 750 Milliarden Euro. 5 Milliarden Euro für die Transformation, Milliarden Euro für das Bundesministerium, 2 Milliarden Euro für das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (Abg. Weratschnig: Spielen wir Klimamikado!): Vergessen Sie bitte nicht, wer das alles bezahlen soll! Das sind wir, das sind die österreichischen Bürger, die das am Ende zahlen, und das finden wir weder ausgewogen noch vernünftig.
Beifall bei der FPÖ.
Was wird folgen? – Die Industrie wird abwandern und damit werden Arbeitsplätze verloren gehen, vernichtet werden und damit Wohlstand beschädigt und vernichtet. Das ist doch nicht vernünftig. Also ich ersuche schon, auch in diesem durchaus wichtigen Bereich Vernunft walten zu lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Pipeline ist, Anlagegüter mit erheblichem Wert vor Ende der Nutzungsdauer, und zwar weit vor Ende der Nutzungsdauer, auf den Müllhaufen zu schmeißen. Welcher vernünftige Mensch macht so etwas? – Kein vernünftiger Mensch, aber die Regierung will sämtliche Gasheizungen, Ölheizungen und so weiter einfach wegschmeißen. Das ist doch ökonomisch ein Schildbürgerstreich zulasten unserer Bürger. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir investieren damit mehr in die Bahn und in die Bahninfrastruktur als viele andere europäische Länder und setzen damit die Zielsetzungen des Regierungsprogramms um, nämlich mit entsprechenden Investitionen in allen Bundesländern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin sicher, dass mit diesem ÖBB-Rahmenplan der Schienenverkehr weiter verbessert wird und dass wir damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.)
Abg. Obernosterer: Tun wir eh!
Ich frage mich Folgendes, wenn ich Sie, Herr Vizekanzler, oder die Klimaministerin anschaue: Sie sitzen in so gewichtigen Positionen, haben so viel Macht und Einfluss, und was ich da nicht verstehe, ist, dass man da nicht vielleicht so einen egoistischen Antrieb hat, zu sagen: Ich will, dass in 20, 30 Jahren die nachfolgenden Generationen sagen: Der Vizekanzler Kogler, die Klimaschutzministerin Gewessler, die haben sich richtig ins Zeug gehaut, die haben für den Klimaschutz wie Löwen gekämpft! – Würden Sie das über sich sagen? (Abg. Obernosterer: Tun wir eh!) Das würden Sie über sich sagen? Na ja, ich weiß nicht. Davon können sich die Menschen, glaube ich, selber ein Bild machen.
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, das, was eher übrig bleibt, ist, dass Sie Sodexo-Gutscheine durchs Land verschicken und dann Klimaschutz drüberschreiben, aber das hat mit Klimaschutz wirklich wenig zu tun. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Weidinger.
Stattdessen feiern Sie jeden kleinen Erfolg – ja, es gibt kleine Erfolge – als Rettung des Weltklimas. Beispielsweise verkaufte der Abgeordnete Hammer die Erhöhung des Fahrradbudgets so, als ob damit das Weltklima gerettet würde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer und Weidinger.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Die Hoffnung, die ich hatte und die viele junge Menschen hatten, wird durch dieses Budget wieder einmal enttäuscht. Wir werden natürlich weiter dranbleiben, auch im kommenden Jahr, damit hier eine Trendumkehr endlich, endlich möglich wird. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch das Radfahren, auch wenn Sie das jetzt lächerlich machen wollen, kann einen Beitrag leisten; denn wenn ganz, ganz viele Menschen auf der Welt mit dem Rad fahren, hilft das dem Klima auch. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen
... „Gedankenanstöße“, ist auch sehr toll!) – lieber Herr Kollege, melden, herauskommen, selber reden, nicht hereinschreien! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen) –, zum motorisierten Individualverkehr, der ganz speziell Menschen wie mich aus den ländlichen Regionen betrifft.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Ich muss damit schließen, weil meine Redezeit zu Ende ist. Ich glaube, man könnte darüber sehr viel diskutieren – ich hoffe, dass wir das im nächsten Jahr auch tun werden. Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!)
Abg. Pfurtscheller: Deshalb darf ich ihn trotzdem gut finden, oder?
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Vizekanzler! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Abgeordnete Pfurtscheller, Sie haben anscheinend das ÖVP-Memo nicht bekommen, denn Sie haben jetzt in Ihrer Rede den Mobilitätsmasterplan 2030 sehr überschwänglich gelobt. Meines Wissens – bessern Sie mich bitte aus! – hat die ÖVP in der Regierungssitzung gegen genau diesen Masterplan gestimmt, deshalb ist dieser ausschließlich ein Ministeriumsdokument und kein Dokument der gesamten Regierung. (Abg. Pfurtscheller: Deshalb darf ich ihn trotzdem gut finden, oder?) Man sieht also schon, wie divergierend die Informationen da wirklich sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Vizekanzler! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Abgeordnete Pfurtscheller, Sie haben anscheinend das ÖVP-Memo nicht bekommen, denn Sie haben jetzt in Ihrer Rede den Mobilitätsmasterplan 2030 sehr überschwänglich gelobt. Meines Wissens – bessern Sie mich bitte aus! – hat die ÖVP in der Regierungssitzung gegen genau diesen Masterplan gestimmt, deshalb ist dieser ausschließlich ein Ministeriumsdokument und kein Dokument der gesamten Regierung. (Abg. Pfurtscheller: Deshalb darf ich ihn trotzdem gut finden, oder?) Man sieht also schon, wie divergierend die Informationen da wirklich sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Geh bitte!
stehen und entweder Sie, Herr Vizekanzler, oder die Frau Bundesministerin, wenn sie wieder den Weg ins Hohe Haus schafft (Abg. Disoski: Geh bitte!), daran erinnern, dass das versprochen wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
stehen und entweder Sie, Herr Vizekanzler, oder die Frau Bundesministerin, wenn sie wieder den Weg ins Hohe Haus schafft (Abg. Disoski: Geh bitte!), daran erinnern, dass das versprochen wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich werde daran erinnern, damit nicht dasselbe eintritt wie vor den Wahlen 2019, als alle Parteien für die Reaktivierung des Schweinbarther Kreuzes gestimmt haben, sich diese aber auch in diesem Budget nicht wiederfindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hören Sie auf, sich selbst zu rühmen, hören Sie auf, an den Bedürfnissen der Menschen, vor allem im ländlichen Raum, vorbeizuregieren, und hören Sie auf, diese Republik wie eine NGO zu führen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scherak: Sie ist sonst auch nicht viel da!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Erasim, nur ein kurzer Gedanke, weil Sie sich ein bisschen echauffiert haben, dass Frau Bundesminister Gewessler nicht im Plenarsaal oder im Parlament ist: Das hat ganz einfach einen logischen Hintergrund, denn sie ist bei der Weltklimakonferenz, und ich glaube, es ist auch legitim, dass die österreichische Umweltministerin dort ist. (Abg. Scherak: Sie ist sonst auch nicht viel da!) Das ist einfach kein wertschätzender Umgang miteinander im Parlament, das sollte man nicht notwendig haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Erasim, nur ein kurzer Gedanke, weil Sie sich ein bisschen echauffiert haben, dass Frau Bundesminister Gewessler nicht im Plenarsaal oder im Parlament ist: Das hat ganz einfach einen logischen Hintergrund, denn sie ist bei der Weltklimakonferenz, und ich glaube, es ist auch legitim, dass die österreichische Umweltministerin dort ist. (Abg. Scherak: Sie ist sonst auch nicht viel da!) Das ist einfach kein wertschätzender Umgang miteinander im Parlament, das sollte man nicht notwendig haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen schon auch da und dort nachdenken – das gilt natürlich für alle hier herinnen – und in den Spiegel schauen. Wenn man an die Diskussionen denkt, die es in den letzten Wochen auf europäischer Ebene darüber gegeben hat, was bei Energie nachhaltig und was nicht nachhaltig ist, dann sage ich offen, dass ich ein Problem damit habe, wenn man so tut, als wäre Biomasse – also Wald, Holz – nicht nachhaltig, aber Atomenergie auf der anderen Seite schon. Da muss man, glaube ich, ein bisschen aufpassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
So gesehen haben wir in Österreich viele Möglichkeiten, dass wir da etwas tun. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, und das nicht erst seit heute, sondern schon längere Zeit. Auf diesem Weg sollten wir auch in der Zukunft bleiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte daran erinnern, dass der damalige Infrastrukturminister Jörg Leichtfried im Jahre 2017 einen von allen Kärntner Parteien, von der Wirtschaft in Kärnten und von Kärntner Bürgerinitiativen mitgetragenen Fünfpunkteplan unterzeichnet hat. Realisiert werden sollten Sofortmaßnahmen zum Lärmschutz, aber auch Planungsarbeiten für den Neubau einer Güterverkehrsumfahrung zwischen Klagenfurt und Villach als Grundlage für die Aufnahme in den Rahmenplan und das Zielnetz 2040. In den ÖBB-Rahmenplan ist das aber nicht eingegangen – das ist einfach unerträglich und das darf es auf keinen Fall geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt bis 2028 knackige 19 Milliarden Euro für den Rahmenplan der ÖBB, aber ihr seht da keine Planung vor. Das ist gegenüber der Kärntner Bevölkerung im Zentralraum unzumutbar – 200 000 Menschen leben dort. Alle Tourismus- und Gastronomiebetriebe sind damit einverstanden, dass das gemacht wird. Man ist sich da einig, und Sie ignorieren das total. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ich glaube, wenn man bedenkt, dass die Opposition – damals ist ja Frau Nationalrätin Voglauer in Kärnten in Opposition gewesen – sagt, es gibt zig Studien von diesen Trassen zwischen Villach und Klagenfurt, und es sei nun wichtig, weg von den Studien hin zur Umsetzung zu kommen: Jetzt hat sie in Wien die Möglichkeit dazu. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Vizekanzler, sagen Sie das bitte Ihrer Ministerin! Das muss ganz einfach in das Rahmenprogramm, denn das ist für 200 000 Menschen in Kärnten unerträglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Kollege Hörl: Da geht es um Tourismus, wo die Grünen nichts machen! – Abg. Krainer: Das ist das Seilbahnministerium!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hörl. – Bitte. (Abg. Kucher: Kollege Hörl: Da geht es um Tourismus, wo die Grünen nichts machen! – Abg. Krainer: Das ist das Seilbahnministerium!)
Heiterkeit der Abgeordneten Litschauer, Lindner und Krainer – Abg. Krainer: Das ist gleich wie bei den eigenen Förderungen: „Ich wollte gar nicht ansuchen, es ist mir passiert!“
einen Begriff machen kann: 3,66 Milliarden Euro werden für die Untergliederung 43: Klima, Umwelt und Energie, zur Verfügung stehen, für die Mobilität noch einmal 5,5 Milliarden Euro – das ist ein Drittel mehr als das Landesbudget Tirols –, dann für Innovation, Technologie und Forschung, für Klima und Umweltschutz noch einmal 634 Millia- - Millionen Euro – da kommt man ja schon durcheinander (Heiterkeit der Abgeordneten Litschauer, Lindner und Krainer – Abg. Krainer: Das ist gleich wie bei den eigenen Förderungen: „Ich wollte gar nicht ansuchen, es ist mir passiert!“) –, und für den Transformationsfonds, der auch demnächst zur Verfügung steht, 5,7 Milliarden Euro.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir tragen dieses Projekt selbstverständlich mit. Ich denke, dass wir da gemeinsam in der Verantwortung sind, und ich wünsche der Frau Bundesminister viel Glück. Um das mit den Worten des Kollegen Schroll zu sagen, der sich ja hier in Französisch geübt hat: Il y a beaucoup plus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Wahlkampf überbieten sich schwarze Spindoktoren regelmäßig mit Botschaften und Slogans: mehr Schnellbusse, mehr Schnellbahnen, zum Beispiel eine verbesserte Anbindung an die Landeshauptstadt St. Pölten. – Nach der Landtagswahl im Jänner wird das alles wieder vergessen sein; wir aber werden nicht vergessen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kühberger: Geh bitte! Wer hat denn die ökosoziale Marktwirtschaft erfunden, Herr Kollege? – Abg. Schnabel: Unerhört!
Die Energiewende steht in der ÖVP auf keiner Agenda. Warum auch? Diese Partei ist vielmehr als Gesamtpartei ein Fossil und damit für die Energiewende gänzlich ungeeignet. (Abg. Kühberger: Geh bitte! Wer hat denn die ökosoziale Marktwirtschaft erfunden, Herr Kollege? – Abg. Schnabel: Unerhört!)
Beifall bei der SPÖ.
Leider hat auch die Frau Ministerin – darüber kann ich nicht hinweggehen – 1,5 Jahre gebraucht, um die nötige Marktprämienförderung für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zu erlassen. Das nenne ich Ökopolitik auf der Kriechspur. Das ist nur ein Beispiel, das exemplarisch für die Zeitlupenklimapolitik Österreichs steht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Weil im Budget auch 50 Millionen Euro zur Förderung von Stadtregionalbahnen festgeschrieben sind, darf ich noch einmal auf den dringenden Wunsch des Landes Salzburg hinweisen: Die Lokalbahn soll vom Hauptbahnhof bis nach Hallein verlängert und der erste Abschnitt bis zum Mirabellplatz bald in Angriff genommen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein letzter Wunsch noch betreffend die UG 43 – Kollege Prinz hat es auch schon angesprochen –: Förderungen für erneuerbare Energie sind wichtig, aber die Förderkriterien und die Förderabwicklung sollten praxisgerecht und praktikabel und für den Förderwerber kalkulierbar weiterentwickelt werden. Zudem wäre es auch notwendig, einen Schwerpunkt für den Ausbau des Stromnetzes zu setzen, um verbesserte und leistbare Netzzugangsbestimmungen zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ohne entsprechendes Budget werden wir aber nicht nach vorne kommen, ich denke, das ist auch selbstredend. Das vorliegende Budget ist daher erschreckend unambitioniert, es fehlt bis auf die Weltraumforschung an Schwerpunktsetzungen und einer langfristigen Budgetierungsstrategie. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Das Gegenteil ist der Fall! 3 Milliarden Transformationsfonds bis 2030!
Auch mittelfristig ist der Ausblick auf die Budgetjahre 2024 bis 2026 nicht sonderlich rosig. Anstatt dass vorausschauend geplant wird und für die Entwicklung von Schlüsseltechnologien langfristige Finanzierungspfade geschaffen werden, wird die Forschung quasi zurückgefahren. Diese fehlenden Investitionen am Forschungs- und Technologiestandort werden uns wohl eher früher als später noch teuer zu stehen kommen. (Abg. Schnabel: Das Gegenteil ist der Fall! 3 Milliarden Transformationsfonds bis 2030!) – Herr Kollege, Sie können sich im Anschluss gerne zu Wort melden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch mittelfristig ist der Ausblick auf die Budgetjahre 2024 bis 2026 nicht sonderlich rosig. Anstatt dass vorausschauend geplant wird und für die Entwicklung von Schlüsseltechnologien langfristige Finanzierungspfade geschaffen werden, wird die Forschung quasi zurückgefahren. Diese fehlenden Investitionen am Forschungs- und Technologiestandort werden uns wohl eher früher als später noch teuer zu stehen kommen. (Abg. Schnabel: Das Gegenteil ist der Fall! 3 Milliarden Transformationsfonds bis 2030!) – Herr Kollege, Sie können sich im Anschluss gerne zu Wort melden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Soll das Land was tun!
Dabei wären Investitionen vor allem im Bereich der angewandten Forschung und der Ausbildung von Fachkräften äußerst sinnvoll. Obwohl sie wichtige Schnittstellen zwischen Forschung und Wirtschaft sind, bekommen zum Beispiel die Fachhochschulen kaum Geld. Beispiel FH Burgenland: Das Budget der FH Burgenland wurde seit Jahren nicht erhöht. (Abg. Zarits: Soll das Land was tun!) Was ist die logische Konsequenz? – Trotz vorhandenem Interesse und der Nachfrage an Fachkräften können keine weiteren Studienplätze bereitgestellt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Summa summarum: So wird es wohl nichts mit den Innovationsleadern. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Laimer.
Ich möchte nur ganz kurz auf einen Punkt hinweisen, den Kollege Laimer angesprochen hat, wenn es um die Bahngleise in Niederösterreich geht. Er hat das Beispiel gebracht, das Land Niederösterreich hätte einige Nebenbahnen eingestellt. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Ja, wissen Sie, Herr Kollege Laimer, warum das Land Niederösterreich überhaupt alle Nebenbahnen übernommen hat? – Weil die Österreichischen Bundesbahnen damals unter Generaldirektor Kern all diese Nebenbahnen komplett eingestellt hätten, und das Land Niederösterreich hat diese Bahnen gerettet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte nur ganz kurz auf einen Punkt hinweisen, den Kollege Laimer angesprochen hat, wenn es um die Bahngleise in Niederösterreich geht. Er hat das Beispiel gebracht, das Land Niederösterreich hätte einige Nebenbahnen eingestellt. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Ja, wissen Sie, Herr Kollege Laimer, warum das Land Niederösterreich überhaupt alle Nebenbahnen übernommen hat? – Weil die Österreichischen Bundesbahnen damals unter Generaldirektor Kern all diese Nebenbahnen komplett eingestellt hätten, und das Land Niederösterreich hat diese Bahnen gerettet. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es war Kollege Kern, der die Infrastruktur des Landes im wahrsten Sinne des Wortes entkernt hat, und dafür haben wir 2017 aber auch die SPÖ entkernt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Zum Thema Energie: Wir haben eine hervorragende Ausgangssituation, was die ökologische Energiegewinnung in diesem Land und den CO2-Kreislauf betrifft. Wir haben zum einen eine funktionierende kleinräumige Landwirtschaft mit unheimlich vielen Facetten im Umweltbereich. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Es gibt neben einer funktionierenden Forstwirtschaft nicht nur vielerlei Kulturen, die von den heimischen Bäuerinnen und Bauern angepflanzt oder gesät werden, sondern viele landschaftliche Elemente, viele besondere Zusatzleistungen, die am Umweltsektor erbracht werden, machen unser Land nicht nur liebens- und lebenswert, sondern leisten auch einen enormen ökologischen Beitrag zu unserer Gesamtbilanz. – Das ist das eine.
Beifall bei der ÖVP.
Die ersten Schritte sind gemacht, es liegt an uns, dieses Budget auch wirklich in Taten umzusetzen. Ich kann Sie nur alle einladen, dabei auch mitzuwirken, denn es schafft Wertschöpfung, es hilft unserer Umwelt, es stabilisiert das Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Weidinger: Oh! Schweinereien!
Ich möchte es noch einmal kurz sagen: Wir haben zumindest einmal in Kärnten – Kollege Angerer über die FPÖ Kärnten – einen Antrag eingebracht, und in Kärnten ist Folgendes passiert: Dieser Grundversorgungstarif beim Strom wurde von knapp 70 Cent auf 13 Cent reduziert. Da sieht man einmal, was für Schweinereien seit Monaten passieren, und alle schauen zu! (Abg. Weidinger: Oh! Schweinereien!) Der Vizekanzler ist jetzt schon gegangen, offensichtlich weil es ihm peinlich ist. (Abg. Weratschnig: Na, der kommt schon wieder! – Abg. Maurer: Darf er vielleicht auch einmal kurz rausgehen?!) So, und was passiert jetzt? – Der Tarif wurde zumindest auf das angepasst, was gesetzlich vorgeschrieben ist;
Abg. Weratschnig: Na, der kommt schon wieder! – Abg. Maurer: Darf er vielleicht auch einmal kurz rausgehen?!
Ich möchte es noch einmal kurz sagen: Wir haben zumindest einmal in Kärnten – Kollege Angerer über die FPÖ Kärnten – einen Antrag eingebracht, und in Kärnten ist Folgendes passiert: Dieser Grundversorgungstarif beim Strom wurde von knapp 70 Cent auf 13 Cent reduziert. Da sieht man einmal, was für Schweinereien seit Monaten passieren, und alle schauen zu! (Abg. Weidinger: Oh! Schweinereien!) Der Vizekanzler ist jetzt schon gegangen, offensichtlich weil es ihm peinlich ist. (Abg. Weratschnig: Na, der kommt schon wieder! – Abg. Maurer: Darf er vielleicht auch einmal kurz rausgehen?!) So, und was passiert jetzt? – Der Tarif wurde zumindest auf das angepasst, was gesetzlich vorgeschrieben ist;
Abg. Kucher: Was ist jetzt mit der Hochleistungsstrecke in Kärnten?
Es ist gesetzlich vollkommen klar, aber offensichtlich sind wir die einzige Partei, die das auch umsetzen will. Die NEOS stehen zumindest auf dem Standpunkt, dass sie auch die Gesetzeslage exekutiert haben wollen. Das, was in Kärnten passiert, in Wien oder auch in Tirol, ist schlichtweg eine Schweinerei, ist ungesetzlich – ich sage es ganz deutlich –, und da muss endlich aufgeräumt werden. (Abg. Kucher: Was ist jetzt mit der Hochleistungsstrecke in Kärnten?) Endlich muss hier aufgeräumt werden! Wir als Freiheitliche verlangen, dass sofort die Grundversorgung, wie es im Gesetz steht, was Strom und Gas betrifft, für jeden Bürger in Österreich richtig exekutiert wird, ohne das auf die lange Bank zu schieben.
Abg. Kucher: Kein Wort von Hochleistungsstrecke!
Dasselbe verlangen wir für alle Kleinunternehmer bis 50 Mitarbeiter in Österreich. (Abg. Kucher: Kein Wort von Hochleistungsstrecke!) Auch die haben ein Recht darauf, die Tarife so zu bekommen, wie sie im Gesetz definiert sind. Wir werden nicht lockerlassen, wir bringen heute neuerlich einen Antrag ein. Ich bin gespannt, wie die Abstimmung erfolgt. Ich kann Sie nur auffordern, vor allem Sie von der Sozialdemokratie, das zumindest in den Bundesländern, wo ihr an der Macht seid, korrekt umzusetzen. Bei der ÖVP habe ich jede Hoffnung
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Köchl.
verloren und bei den Grünen sowieso. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Köchl.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Die ÖBB haben die Regionalbahnen an das Land Niederösterreich mit Vertrag übergeben und für deren Betrieb bezahlt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Neubauten Raum finden. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Wir werden 110 Millionen Euro in die Straßeninfrastruktur investieren, und der Ausbau der E-Mobilität ist auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunft.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Mobilität ist ein Thema, das sehr, sehr wichtig ist: für unsere Wirtschaft, für unsere Freiheit, für unsere Infrastruktur in Österreich und somit auch für den Standort Österreich und die dazugehörigen Arbeitsplätze. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Mobilität bedeutet Freiheit, Mobilität bedeutet Wirtschaft, Mobilität bedeutet Wohlstand; Wirtschaft bedeutet Wohlstand, und Wohlstand bedeutet Freiheit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lindner: Redezeit einschalten, Herr Präsident!
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Herr Kollege Wurm hat von Realität gesprochen. Herr Kollege Wurm, die Freiheitliche Partei, glaube ich, ist selbst ein Realitätsverweigerer (Abg. Lindner: Redezeit einschalten, Herr Präsident!), denn wenn wir von erneuerbaren und von sauberen Energien reden, dann sind die günstig, sauber, wir haben sie selbst in der Hand – und es entscheidet nicht irgendeiner ganz weit weg, ob es bei uns in Österreich in unseren Wohnungen im Winter kalt oder warm ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Herr Kollege Wurm hat von Realität gesprochen. Herr Kollege Wurm, die Freiheitliche Partei, glaube ich, ist selbst ein Realitätsverweigerer (Abg. Lindner: Redezeit einschalten, Herr Präsident!), denn wenn wir von erneuerbaren und von sauberen Energien reden, dann sind die günstig, sauber, wir haben sie selbst in der Hand – und es entscheidet nicht irgendeiner ganz weit weg, ob es bei uns in Österreich in unseren Wohnungen im Winter kalt oder warm ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rauch
Meine Damen und Herren! Besonders freut mich auch, dass unser Landeshauptmann der Steiermark Christopher Drexler einen Weg eingeschlagen hat, durch den er die Steiermark zu einer Modellregion für erneuerbare Energien macht (Zwischenruf des Abg. Rauch), und vor allem sind wir Bürgermeister bereit, daran mitzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Besonders freut mich auch, dass unser Landeshauptmann der Steiermark Christopher Drexler einen Weg eingeschlagen hat, durch den er die Steiermark zu einer Modellregion für erneuerbare Energien macht (Zwischenruf des Abg. Rauch), und vor allem sind wir Bürgermeister bereit, daran mitzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Mit dem vorliegenden Budget haben wir, glaube ich, ein wichtiges Fundament gesetzt, dass uns diese Energiewende auch gelingen wird, im Sinne unserer zukünftigen Generationen hier in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ja, ich war jetzt so aufgeregt aufgrund dieses Gesetzesbruchs der Grünen, der ÖVP und leider Gottes auch der Sozialdemokratie, was die Grundversorgung betrifft (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP), dass ich vergessen habe, den Antrag einzubringen. Das hole ich jetzt gerne nach.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, man hat 4,5 Milliarden Euro Steuergeld hier für das nächste Jahr sinnlos ausgegeben. Auch darauf möchte ich hinweisen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Punkt eins: die Gemeinden. Das Gemeindepaket umfasst auch 500 Millionen Euro für diese Transformation in den Gemeinden. Das ist ein gigantischer Betrag, der den Gemeinden hier in den nächsten beiden Jahren zur Verfügung steht, um ihren Beitrag zur Transformation zu leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das ist ein Budget der Zukunft, und ich bin bei der Kollegin Kaufmann, die gestern hier die Bundeshymne zitiert hat: „Land der Hämmer, zukunftsreich“. Das gilt auch für diese Untergliederung des Budgets: Sie macht die Wirtschaft zukunftsfit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und zum Schluss – meine Damen und Herren, daher bitte ich Sie alle um Zustimmung –: Dieses Budget ist eine gute Basis für die Zukunft unseres Landes. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Rauch: So hat er das nicht formuliert!
wesentliche Punkte hier ausgeführt, worum es im Kern geht, nämlich: konkrete Vorschläge zu machen und mit einem Budget sicherzustellen, sodass wir gemeinsam eine Basis haben, dass wir Österreich nachhaltig, dass wir Österreich sozial gerechter und dass wir Österreich auch klimafit gestalten. (Abg. Rauch: So hat er das nicht formuliert!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Shetty: Das Schlimme ist, dass Sie das ernst meinen! Das ist das Problem, Sie meinen das ernst!
Man kann politisch immer unterschiedlicher Meinung sein und auch Kritik üben, das ist notwendig, aber ich glaube, es ist wirklich auch notwendig, dass wir gerade gemeinsam mit der Jugend, mit jungen Menschen diesem Land eine positive Perspektive geben. Und das macht die Bundesregierung, das macht die Parlamentsmehrheit mit diesem Budget. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Shetty: Das Schlimme ist, dass Sie das ernst meinen! Das ist das Problem, Sie meinen das ernst!)
Abg. Shetty: Das ist sogar den Grünen peinlich, Kollege Weidinger! Oder?
Warum ist das so notwendig für uns? – Weil es ja in der Sache schon so kompliziert ist. (Abg. Shetty: Das ist sogar den Grünen peinlich, Kollege Weidinger! Oder?)
Abg. Shetty: Nein, bitte nicht weiter lamentieren!
Keiner von Ihnen hat, glaube ich, noch nicht die Erfahrung gemacht, dass man eine solche E-Mail bekommt – ich habe gerade eine bekommen. Drei Bauern aus dem Gegendtal wollen eine Fotovoltaikanlage installieren und sich beim Kärntner Netzbetreiber anschließen. Leider bekommen sie die Nachricht, dass das momentan nicht möglich ist. Jetzt könnte man natürlich darüber lamentieren (Abg. Shetty: Nein, bitte nicht weiter lamentieren!) und fragen: Wer ist schuld? Aber diese Schuldfrage bringt uns nicht weiter – sondern die Verantwortung.
Beifall bei der ÖVP.
Die Netze wurden nach einem bestimmten Bedarf ausgerichtet – zu einer Zeit, als der Verbraucher nur ein Konsument war und kein Produzent. Das hat sich schlagartig geändert. Daher brauchen wir neue Partnerschaften, Partnerschaften mit den Haushalten, damit die Kosten günstiger werden, damit man weniger zu zahlen hat, wenn man selber Energie produziert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Was ist mit der Hochleistungsstrecke? Die ist ja so wichtig!
In diesem Sinne appelliere ich an Sie, geschätzte Kolleginnen und Kollegen: Wenn Sie nicht dem Gesamtbudget Ihre Zustimmung erteilen können, so stimmen Sie doch diesem Kapitel zu, damit wir ein klares Zeichen für einen erfolgreichen Weg Österreichs setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Was ist mit der Hochleistungsstrecke? Die ist ja so wichtig!)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf unsere Gäste aus Bayern, die sich für einen Meinungs- und Gedankenaustausch in der Arbeitsgruppe Wissenschaft und Kunst in Österreich befinden, recht herzlich auf der Galerie begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Geschätzte Gäste aus Bayern! Hohes Haus! Herr Kollege Shetty, Kollege Weidinger hat vorhin Ihre Rede etwas kritisiert. Wenn Sie sagen, es ist keine Trendwende in diesem Budget zu sehen, Herr Kollege Shetty von den NEOS, dann muss ich Ihnen sagen: Machen Sie die Augen auf, fahren Sie durch das Land und sehen Sie sich einmal genau an, wie viele Fotovoltaikanlagen zum Beispiel allein in den letzten drei Jahren installiert wurden! Heuer, im Jahr 2022, werden wir eine neue Höchstzahl an neu installierten Fotovoltaikanlagen erzielen und dementsprechend mit 1,6 Gigawatt an neuer Leistung einen ganz wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Shetty: Die ÖVP ist aber nicht das I-Phone in der Metapher!
Geschätzte Kollegen von der Freiheitlichen Partei, es ist in allen Reden, die Sie zum Thema Umwelt und Klimaschutz halten, immer das Gleiche, und das erinnert mich an die ehemalige Firma Nokia. Die haben auch gesagt, eine neue Art von Mobiltelefon würde keinen Erfolg haben. Dann hat der I-Phone-Chef ein neues Mobiltelefon vorgestellt und damit eine große Trendwende eingeleitet. Genauso werden wir mit einer neuen Technologie auch diese Energiekrise bewältigen und die Energiewende einleiten können. (Abg. Shetty: Die ÖVP ist aber nicht das I-Phone in der Metapher!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gemeinden einerseits vorangehen, andererseits auch die Bevölkerung zum Beispiel über Energiegemeinschaften hin zu einer Energiewende unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In der Steiermark gehen wir gemeinsam mit der SPÖ sehr vorbildlich voran. Wir haben ungefähr 960 Hektar für neue Energieproduktionsflächen auserkoren, die gemeinsam mit 39 Gemeinden umgesetzt werden. Wir werden in der Steiermark bis 2030 250 neue Windkraftanlagen installieren, um auch für den Wirtschaftsstandort günstige und nachhaltige Energie zur Verfügung stellen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine große Herausforderung bleibt, die gibt es noch – bitte, geschätzter Herr Vizekanzler, nehmen Sie das mit –: Wir brauchen einen Netzinfrastrukturplan, der innovativ sein muss, der aber auch die digitale Komponente ganz stark beinhalten muss und der auch mit dem Thema Wasserstoff verschränkt werden muss. Gerade auch die Speicherung von Überschussenergie ist ein wesentliches Thema, die Stromnetze müssen dementsprechend adaptiert werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne abschließend meine Bitte – es wurde heute schon einige Male erwähnt –: Im Wipptal gibt es das Projekt Lueg. Aus meiner Sicht ist es absolut sinnvoll, neue Wege zu beschreiten, und ich hoffe und wünsche mir, dass man diesbezüglich ehestmöglich vernünftige Gespräche aufnimmt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
also ein sehr erfolgreiches Projekt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte drei Schwerpunkte herausgreifen: zum einen Investitionen in die Straße und in die Bahn und zum anderen auch in die digitale Infrastruktur. Gerade bei uns im Waldviertel ist das extrem wichtig. Wir brauchen Straßenverbindungen sowohl für den öffentlichen Verkehr als auch für den Individualverkehr. Ich bin sehr dankbar dafür, dass da laufend in Projekte investiert wird, angefangen von Spurzulegungen für sicheres Überholen, aber auch Kriechspuren oder Beschleunigungsstreifen, die sehr wichtig sind. Dank dafür an unseren Mobilitätslandesrat, der das immer vorantreibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ebenso ergeht der Dank aber auch für die blau-gelbe Bahnoffensive. Es wird sehr viel Geld mit dem Bund investiert. Für uns ganz wichtig ist natürlich die Franz-Josefs-Bahn, die bis 2027 modernisiert werden soll. Hierfür sind 355 Millionen Euro vorgesehen. Aber auch die Direktanbindung von Horn ist ein tolles Zukunftsprojekt, hierfür sind 191 Millionen Euro budgetiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das freut mich besonders, weil auch meine Heimatgemeinde da zum Zug kommt. Wir haben ein tolles Zukunftsprojekt mit neun Gemeinden. Es werden 70 Millionen Euro investiert. Über 8 000 Haushalte bekommen eine Glasfaseranbindung direkt ins Haus. Das ist wie gesagt eine tolle Aufwertung und ein großartiges Zukunftsprojekt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen, Sie sehen, wir investieren in die Infrastruktur, sowohl in die Straße, in die Bahn als auch in die digitale Infrastruktur. Damit helfen wir vor allem dem ländlichen Raum und den Menschen, die dort leben. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Herr Präsident, vielleicht wäre das einmal eine nützlich Übung, in der Präsidiale dieses geschätzten Hohen Hauses zu erheben, wie viele Abgeordnete wirklich der Meinung sind, dass Österreich auf der Weltklimakonferenz von kompetenter und bester Seite vertreten sein soll – oder eben nicht. Dann ziehen wir vorsichtshalber einmal die Abgeordneten der freiheitlichen Fraktion ab (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), die sind da wenigstens ehrlich. Ich habe aber den Verdacht, wenn man sich die Protokolle der Reden von heute ansieht, dass da noch einmal ein paar mehr dabei waren. Ja, Sie müssen halt mit mir vorliebnehmen.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich sage nur so viel: Man muss sich nicht jeden Unfug gefallen lassen, auch nicht in der Regierung und auf der Regierungsbank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Das ist ja völliger Schwachsinn, unseriös – unehrlich, unseriös! Wenn diese Frage beantwortet ist, dann kann man noch zusätzlich die Frage beantworten, ob die Frau Bundesministerin mit dem Ruderboot hätte hinfahren sollen oder sich hätte anders fortbewegen sollen. Klären Sie das in Ihrer Fraktion! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.) Wir werden das mit den Landesregierungen besprechen, die sich da in dieser Richtung vielleicht noch vernunftbegabter benehmen. Ja, das ist auch ernst gewesen. Das hat vielleicht ein bissl seltsam geklungen, aber der Anlassfall war ja auch seltsam genug.
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich sage nur so viel: Man muss sich nicht jeden Unfug gefallen lassen, auch nicht in der Regierung und auf der Regierungsbank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Das ist ja völliger Schwachsinn, unseriös – unehrlich, unseriös! Wenn diese Frage beantwortet ist, dann kann man noch zusätzlich die Frage beantworten, ob die Frau Bundesministerin mit dem Ruderboot hätte hinfahren sollen oder sich hätte anders fortbewegen sollen. Klären Sie das in Ihrer Fraktion! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.) Wir werden das mit den Landesregierungen besprechen, die sich da in dieser Richtung vielleicht noch vernunftbegabter benehmen. Ja, das ist auch ernst gewesen. Das hat vielleicht ein bissl seltsam geklungen, aber der Anlassfall war ja auch seltsam genug.
Beifall bei den Grünen.
Also das sind doch die zwei ganz großen Fragen, die im Raum stehen: die Frage von Krieg und Frieden und was das für die Energieversorgung und damit für die Notwendigkeit der Energiewende heißt – da steckt es ja beide Male drinnen: die Notwendigkeit der Energiewende –, und zweitens: Wie geht es mit dem Planeten an sich, aber jedenfalls einmal mit dem Klima weiter? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Lage ist dramatisch und bedrohlich. Deshalb sollten wir sehen, dass das, was schon länger richtig und wichtig war, es jetzt noch mehr ist – jetzt erst recht! Und es ist richtig und wichtig, die Energiewende, und zwar in einem Sinn von: Raus aus den Fossilen und rein in die Erneuerbaren!, zu erkennen. – So weit, so gut, möchten Sie sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke allen Fraktionen hier im Haus – über die Regierungsfraktionen hinaus –, die dazu mit einen Beitrag leisten, den Diskurs so zu führen, aber auch versuchen, in der Antwortgebung zumindest den gemeinsamen Korridor festzulegen. Mehr Sicherheit durch die Energiewende, über den Weg von mehr Unabhängigkeit: Das ist ja ganz logisch. Am Schluss erzeugt das, wo wir uns – die meisten – hoffentlich wieder treffen, auch mehr Freiheit. Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit: das alles über ein Instrument, was mich natürlich sehr freut. Es kommt hoffentlich immer mehr aus dem Nachhaltigkeitsbereich. Sicherheit, Unabhängigkeit, Freiheit, Nachhaltigkeit: Wir müssen einmal das Große sehen! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hintner und Salzmann. – Abg. Krainer: Ich hätte gesagt, der Euro; ist mir wichtiger als der Rubel!
Diejenigen, die im Rahmen der nationalen Möglichkeiten – dazu werde ich noch etwas sagen – vorne dabei sind – im Rahmen der nationalen Möglichkeiten; nicht die Industrie vertreiben –, haben dann, wenn andere folgen müssen – und wenn sie nicht folgen, haben wir ein anderes Problem auf diesem Planeten –, die Vorteile, auch in der Kosten- und Investitionsfrage. Die, die hintendran sind, haben die Nachteile. Deshalb sollten wir auch schauen, dass in diesem Sinne der Rubel in der Region rollt und nicht zu Putin! Das muss einmal eine Erkenntnis sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hintner und Salzmann. – Abg. Krainer: Ich hätte gesagt, der Euro; ist mir wichtiger als der Rubel!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und wenn wir uns schon anhören müssen, wie sich die Frau Umweltministerin zu bewegen hätte, dann darf ich schon eines noch einmal adressieren – nicht an alle Fraktionen gleich –: Wenn man hier schon mit dieser Verve und mit dieser billigen, wenn auch lauten Polemik zu Felde zieht, dann möchte ich zumindest den Wunsch äußern, dass mit der gleichen Energie darüber nachgedacht wird, wer uns überhaupt in diese Abhängigkeit von Putins Gas gebracht hat, und da sollten Sie (in Richtung SPÖ) auch einmal in sich gehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Niemand von uns ist davor gefeit, weltpolitische Entwicklungen falsch einzuschätzen, auch ich nicht, auch die Grünen nicht, aber den Mund so voll zu nehmen und keine Silbe darauf zu verwenden, was der Anteil der Sozialdemokratie ist, dass wir uns überhaupt in dieser Situation wiederfinden, ist doch anachronistisch, bei allem Wahlkampf – jetzt sind wir eh schon in Niederösterreich gelandet; ich hätte es auch so verstanden –, aber da muss doch so viel Lauterkeit vorausgesetzt werden dürfen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wer hat uns dort hingebracht? (Abg. Kollross: Na, der Koalitionspartner vielleicht!) – Ja, mag ja sein, ich sage ja, niemand ist gefeit. Ich habe mir das mit Russland auch anders vorgestellt. Ich zitiere mich jetzt nicht wieder selber, um mich zu loben, aber: Dass diese Gasabhängigkeit eine Dodlerei ist, das war schon erkennbar.
Abg. Kollross: Na, der Koalitionspartner vielleicht!
Niemand von uns ist davor gefeit, weltpolitische Entwicklungen falsch einzuschätzen, auch ich nicht, auch die Grünen nicht, aber den Mund so voll zu nehmen und keine Silbe darauf zu verwenden, was der Anteil der Sozialdemokratie ist, dass wir uns überhaupt in dieser Situation wiederfinden, ist doch anachronistisch, bei allem Wahlkampf – jetzt sind wir eh schon in Niederösterreich gelandet; ich hätte es auch so verstanden –, aber da muss doch so viel Lauterkeit vorausgesetzt werden dürfen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wer hat uns dort hingebracht? (Abg. Kollross: Na, der Koalitionspartner vielleicht!) – Ja, mag ja sein, ich sage ja, niemand ist gefeit. Ich habe mir das mit Russland auch anders vorgestellt. Ich zitiere mich jetzt nicht wieder selber, um mich zu loben, aber: Dass diese Gasabhängigkeit eine Dodlerei ist, das war schon erkennbar.
Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Wenn wir heute einen Bankmanager finden würden – das war ja eh nach der Finanzkrise –, der zu 80 Prozent – zu 80 Prozent! – auf ein einziges Pferd (den Daumen in die Höhe haltend) setzt: Der wär’ im Häf’n – der wär’ im Häf’n! – Das haben aber welche (Zwischenruf der Abg. Kucharowits) in der OMV und in der politischen Umgebung – dort schon in abgeschwächter Verantwortung – verantwortet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Herr und Schroll.) Das ist natürlich tragisch, aber es ist trotzdem nicht falsch.
Zwischenrufe der Abgeordneten Herr und Schroll.
Wenn wir heute einen Bankmanager finden würden – das war ja eh nach der Finanzkrise –, der zu 80 Prozent – zu 80 Prozent! – auf ein einziges Pferd (den Daumen in die Höhe haltend) setzt: Der wär’ im Häf’n – der wär’ im Häf’n! – Das haben aber welche (Zwischenruf der Abg. Kucharowits) in der OMV und in der politischen Umgebung – dort schon in abgeschwächter Verantwortung – verantwortet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Herr und Schroll.) Das ist natürlich tragisch, aber es ist trotzdem nicht falsch.
Beifall bei den Grünen
uns heute diejenigen die Welt erklären, die uns dort hingeführt haben, dann klingelt es bei mir einmal (den Zeigefinger vor einer Schläfe kreisförmig bewegend): Hoppla! (Beifall bei den Grünen), und wenn ich dann noch sehe, dass es keinen Erkenntnisprozess gibt, dann klingelt es (die vorhin beschriebene Geste erneut ausführend) noch mehr.
Rufe bei der SPÖ: Hallo! Jetzt reicht es aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Deshalb, glaube ich, haben wir alle uns unserer Verantwortung zu stellen. Wenn man in dieser Krise nicht zwischen einer Opposition und einer solchen, die immer mehr nicht davor zurückschreckt – nicht einmal hier im Nationalrat –, einfach darauf los zu kampagnisieren, ungetrübt von jedem Sachverstand, unterscheiden kann – dann stimmt doch etwas nicht. (Rufe bei der SPÖ: Hallo! Jetzt reicht es aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ja das Problem, finde ich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb, glaube ich, haben wir alle uns unserer Verantwortung zu stellen. Wenn man in dieser Krise nicht zwischen einer Opposition und einer solchen, die immer mehr nicht davor zurückschreckt – nicht einmal hier im Nationalrat –, einfach darauf los zu kampagnisieren, ungetrübt von jedem Sachverstand, unterscheiden kann – dann stimmt doch etwas nicht. (Rufe bei der SPÖ: Hallo! Jetzt reicht es aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ja das Problem, finde ich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dann gibt es auch andere Beiträge hier herinnen. Es geht ja nicht um alle Abgeordneten gleichzeitig. Ich will Ihnen ja nur erklären, dass wir zumindest konsistent bleiben sollen, und das habe ich manchmal schon vermisst. Jetzt werden Sie (in Richtung SPÖ) wieder sagen, wieso ich dazu komme, das von der Regierungsbank aus zu erzählen. Ja, das ist Ihr Recht, aber ich sage es deshalb, weil ich appelliere, dass wir über alle Verantwortungsträger hinweg, in den Gemeinden, in den Ländern – also immer die Regierungen –, in den Landesregierungen und in der Bundesregierung und auch in den gesetzgebenden Körperschaften, in so einer Krise eine gemeinsame Verantwortung haben. – Das meine ich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Prinz und Diesner-Wais.
In der UG 43, die ja die prominenteste hier in der Debatte war, sind es um 790 Millionen Euro mehr, nur von einem Jahr auf das andere. Wenn wir das mit vorigen Budgets vergleichen, sehr geehrte Damen und Herren – vielleicht bauen Sie (in Richtung SPÖ) das gleich in Ihren nächsten Redebeitrag ein –, dann stellen wir fest, dass das gegenüber vielen Vorgängerregierungen eine Vervielfachung ist. Vieles von dem, was wir da erleben, ist zum Teil, verglichen mit dem Jahr 2019, eine Verzehnfachung, und das wirkt sich natürlich aus. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Prinz und Diesner-Wais.)
Abg. Krainer: Ja, aber nur weil der Zug so langsam fährt, dass man was sieht! ... fährt der Zug so schnell, da siehst ja nichts!
Es wurde ja erwähnt – die Gäste aus Bayern sind weg (in Richtung Besuchergalerie) –, es wirkt sich im massiven Fotovoltaikausbau aus. Früher habe ich mich immer geärgert: Da fährt man mit dem Railjet über das Deutsche Eck und dann sieht man, kaum ist man in Bayern, viel größere Flächen an Fotovoltaik (Abg. Krainer: Ja, aber nur weil der Zug so langsam fährt, dass man was sieht! ... fährt der Zug so schnell, da siehst ja nichts!) als in Österreich. (Abg. Litschauer hält eine Tafel mit der Überschrift „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ und einem Säulendiagramm in die Höhe.) – Jetzt aber holen wir in Railjetgeschwindigkeit auf, und das ist gut so. Ähnlich ist es beim Wind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Litschauer hält eine Tafel mit der Überschrift „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ und einem Säulendiagramm in die Höhe.
Es wurde ja erwähnt – die Gäste aus Bayern sind weg (in Richtung Besuchergalerie) –, es wirkt sich im massiven Fotovoltaikausbau aus. Früher habe ich mich immer geärgert: Da fährt man mit dem Railjet über das Deutsche Eck und dann sieht man, kaum ist man in Bayern, viel größere Flächen an Fotovoltaik (Abg. Krainer: Ja, aber nur weil der Zug so langsam fährt, dass man was sieht! ... fährt der Zug so schnell, da siehst ja nichts!) als in Österreich. (Abg. Litschauer hält eine Tafel mit der Überschrift „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ und einem Säulendiagramm in die Höhe.) – Jetzt aber holen wir in Railjetgeschwindigkeit auf, und das ist gut so. Ähnlich ist es beim Wind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wurde ja erwähnt – die Gäste aus Bayern sind weg (in Richtung Besuchergalerie) –, es wirkt sich im massiven Fotovoltaikausbau aus. Früher habe ich mich immer geärgert: Da fährt man mit dem Railjet über das Deutsche Eck und dann sieht man, kaum ist man in Bayern, viel größere Flächen an Fotovoltaik (Abg. Krainer: Ja, aber nur weil der Zug so langsam fährt, dass man was sieht! ... fährt der Zug so schnell, da siehst ja nichts!) als in Österreich. (Abg. Litschauer hält eine Tafel mit der Überschrift „Sanierungsoffensive 2014 bis 2023“ und einem Säulendiagramm in die Höhe.) – Jetzt aber holen wir in Railjetgeschwindigkeit auf, und das ist gut so. Ähnlich ist es beim Wind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Das ist der Schlussapplaus!
Für die Industrie ist es aber mal gut. Es ist ein Gerücht, dass mit den Industrievertretern nicht darüber verhandelt wurde. Ich weiß nicht, wen Sie da alles meinen, die nicht verhandelt hätten. Die Frau Bundesminister, die heute eben nicht hier sein kann, und ich haben das dort sehr wohl besprochen, und zwar ausführlich und öfter. Ich glaube, da sollte man – wenn man es schon nicht schätzen kann – zumindest nichts anderes behaupten. Das muss man zwischendurch auch einmal erwähnen dürfen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Das ist der Schlussapplaus!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Redezeit!
Warum ist das so wichtig? – Weil Österreich, die Bevölkerung – wir alle, wenn Sie so wollen – eine Wertschöpfung daraus bezieht. Es geht um viele, viele Arbeitsplätze. Das muss auch in die Abwägung hineinkommen. Das würde ich auch mit den Freundinnen und Freunden von Fridays for Future so diskutieren. Wir brauchen beide Sichtweisen, sonst kommen wir nicht voran: kurzfristig pragmatisch und mittelfristig visionär und durchaus radikal. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Redezeit!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ich weiß, dass ich hier schon eine Zeit lang rede, aber ich bin ja ein paarmal aufgefordert worden, und sage auch nur mehr knapp etwas zur UG 41 und zur UG 34. Es gibt auch da Mittelausweitungen wie nie zuvor (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das sollten Sie zumindest nicht wegwischen: 450 Millionen Euro in der UG 41 – Verkehr – und immer noch ein Plus von mehr als 40 Millionen Euro in der UG 34.
Abg. Krainer: Du redest gerade den Grünen die Zeit weg! Alles über 20 Minuten wird ihnen abgezogen! – Abg. Matznetter: Schau, weil du weiter als Minister redest, Werner, und nicht als Vizekanzler!
Dann komme ich noch zur Innovation. Auch da ist es so, dass die Schwerpunktsetzung einerseits zielgerichtet ist, und es gibt natürlich auch themenoffene - - (Abg. Krainer: Du redest gerade den Grünen die Zeit weg! Alles über 20 Minuten wird ihnen abgezogen! – Abg. Matznetter: Schau, weil du weiter als Minister redest, Werner, und nicht als Vizekanzler!) – Ja, jetzt Ende der Zurufe, weil es sonst noch länger wird (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen); aber danke für den Hinweis!
Heiterkeit bei SPÖ und Grünen
Dann komme ich noch zur Innovation. Auch da ist es so, dass die Schwerpunktsetzung einerseits zielgerichtet ist, und es gibt natürlich auch themenoffene - - (Abg. Krainer: Du redest gerade den Grünen die Zeit weg! Alles über 20 Minuten wird ihnen abgezogen! – Abg. Matznetter: Schau, weil du weiter als Minister redest, Werner, und nicht als Vizekanzler!) – Ja, jetzt Ende der Zurufe, weil es sonst noch länger wird (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen); aber danke für den Hinweis!
Abg. Krainer deutet auf seine Uhr, macht das Time-out-Zeichen und führt den Zeigefinger quer über den Hals.
In der Innovation geht es genauso um diese Schwerpunkte – Energiewende, Verkehrswende, Kreislaufwirtschaft – und auch um die neuen Ansätze betreffend eine Stadtökologie. Geld ist natürlich nicht alles, da haben Sie recht, aber ohne Investitionen wird vieles nicht sein. Wenn es um so viel geht, darf es auch um viel Geld gehen. Deshalb sollten Sie das berücksichtigen. (Abg. Krainer deutet auf seine Uhr, macht das Time-out-Zeichen und führt den Zeigefinger quer über den Hals.) – Danke, Herr Kollege Krainer. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In der Innovation geht es genauso um diese Schwerpunkte – Energiewende, Verkehrswende, Kreislaufwirtschaft – und auch um die neuen Ansätze betreffend eine Stadtökologie. Geld ist natürlich nicht alles, da haben Sie recht, aber ohne Investitionen wird vieles nicht sein. Wenn es um so viel geht, darf es auch um viel Geld gehen. Deshalb sollten Sie das berücksichtigen. (Abg. Krainer deutet auf seine Uhr, macht das Time-out-Zeichen und führt den Zeigefinger quer über den Hals.) – Danke, Herr Kollege Krainer. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Brandstätter von den NEOS stellt hier gerne Bücher vor, die ich immer sehr interessant finde. Ich möchte kurz von der Langen Nacht der Forschung aus unserem Bezirk Braunau erzählen. Mich hat das heuer im Mai begeistert: wenn innovative Betriebe ausstellen, Lehrlinge am Tüfteln Feuer gefangen haben, HTL-Schüler und mittlerweile auch -Schülerinnen ihre Projekte vorstellen, experimentieren und man den Forschergeist, den Spirit spürt, den Herr Brandstätter so oft vermisst. Der ist in Österreicher vorhanden. In Österreich hat Innovation Tradition. Unsere Schulen nehmen schon lange am Bewerb Jugend forscht teil – so wird auch dieser mit diesem Budget gefördert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Herausforderungen beitragen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Entschuldigung, das ist eben erst auf meinem Bildschirm aufgeschlagen. Entschuldigung!
Abg. Hanger: Was stimmt, das stimmt!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Der Herr Vizekanzler hat jetzt sehr lange ausgeholt und sich dabei wortreich unter anderem an der Opposition abgearbeitet. Da gibt es aus unserer Sicht jetzt nur ein paar Dinge klarzustellen, da gar sehr vieles in seinen Ausführungen in Richtung Sozialdemokratie adressiert war. (Abg. Hanger: Was stimmt, das stimmt!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Vizekanzler, Sie haben davon gesprochen, dass die Energiewende unabdingbar erfolgen muss, damit wir nicht mehr vom Gasdiktator Putin abhängig sind. Ja, wir unterstützen dieses Ziel. Ich möchte Sie daran erinnern, wer eigentlich das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das ÖVP und Grüne so stark abgefeiert haben, mit der Zweidrittelmehrheit ermöglicht hat. (Beifall bei der SPÖ.) Wir stehen zu diesen Zielen, wir wollen 100 Prozent erneuerbare Energie und raus aus der fossilen. Das ist für uns klar. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Umso unverständlicher ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Umso unverständlicher ...!
Herr Vizekanzler, Sie haben davon gesprochen, dass die Energiewende unabdingbar erfolgen muss, damit wir nicht mehr vom Gasdiktator Putin abhängig sind. Ja, wir unterstützen dieses Ziel. Ich möchte Sie daran erinnern, wer eigentlich das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das ÖVP und Grüne so stark abgefeiert haben, mit der Zweidrittelmehrheit ermöglicht hat. (Beifall bei der SPÖ.) Wir stehen zu diesen Zielen, wir wollen 100 Prozent erneuerbare Energie und raus aus der fossilen. Das ist für uns klar. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: Umso unverständlicher ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens will ich daran erinnern, wer eigentlich jetzt gerade das Erneuerbare-Wärme-Gesetz mitverhandelt. Auch dafür braucht es nämlich eine Zweidrittelmehrheit, und wir als Sozialdemokratie sind dazu bereit, weil wir wieder sagen: Wir stehen zu diesen Klimazielen, wir wollen 100 Prozent saubere Raumwärme, auch für alle privaten Haushalte. Wir wollen das sozial gerecht. Wir stehen zu diesen Zielen und wir verhandeln es. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir heute hier einfordern, dass auch das Klimaschutzgesetz endlich auf den Weg gebracht werden muss, dann auch nur deshalb, weil wir ja ebenfalls bereit sind, genau das zu verhandeln, weil wir auch tatsächlich zum Ziel der Klimaneutralität 2040 stehen und weil wir das umgesetzt wissen wollen, Herr Vizekanzler. Deshalb glaube ich, Sie müssen sich mit Ihrem Appell (mit abgewinkelten Armen zuerst in Richtung der Sitzreihen der SPÖ und dann in jene der ÖVP deutend) ein bisschen drehen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herr geht zur Regierungsbank und reicht Vizekanzler Kogler die Hand.
Ich glaube, es war der Kollege von der ÖVP, der gesagt hat, für ihn ist es kein Problem, wenn kein Klimaschutzgesetz kommt. – Für uns schon. Wir versprechen das, wir wollen das mit Ihnen gemeinsam umsetzen. Also sollten Sie vielleicht die Appelle in die andere Richtung senden, dorthin, wo sie angebracht sind. Wir wollen den Klimaschutz, und zwar sozial gerecht. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herr geht zur Regierungsbank und reicht Vizekanzler Kogler die Hand.)
Beifall bei der SPÖ.
Es war übrigens nie vorgesehen, dass wir Förderungen auszahlen, damit irgendjemand mehr Geld verdient oder seine Gewinne vergrößert, sondern es ist bei den Covid-Hilfen immer darum gegangen, dass die Einkommensverluste minimiert werden. (Beifall bei der SPÖ.) Jetzt sehen wir in der Praxis: Die Kinderarmut ist gestiegen, die Gewinne des Herrn Hörl sind auch gestiegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich glaube nicht, dass das das Ziel war.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es war übrigens nie vorgesehen, dass wir Förderungen auszahlen, damit irgendjemand mehr Geld verdient oder seine Gewinne vergrößert, sondern es ist bei den Covid-Hilfen immer darum gegangen, dass die Einkommensverluste minimiert werden. (Beifall bei der SPÖ.) Jetzt sehen wir in der Praxis: Die Kinderarmut ist gestiegen, die Gewinne des Herrn Hörl sind auch gestiegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich glaube nicht, dass das das Ziel war.
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Da stellt sich aber sofort die erste Frage: Herr Finanzminister, haben Sie das Geld von Herrn Hörl schon zurückverlangt? Haben Sie schon gesagt: Hey, wir haben dir nicht Geld gegeben, damit deine Gewinne steigen, zahle bitte die 150 000 Euro aus dem Jahr 2020 zurück! (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
in Richtung Abg. Hörl
Hat Kollege Hörl das Geld schon zurückbezahlt? – Die Wahrheit ist: Er (in Richtung Bundesminister Brunner) hat es nicht zurückverlangt und er (in Richtung Abg. Hörl) hat es nicht zurückbezahlt. Das ist ein vernichtendes Urteil für die Politik der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Hanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Hanger.
Hat Kollege Hörl das Geld schon zurückbezahlt? – Die Wahrheit ist: Er (in Richtung Bundesminister Brunner) hat es nicht zurückverlangt und er (in Richtung Abg. Hörl) hat es nicht zurückbezahlt. Das ist ein vernichtendes Urteil für die Politik der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Hanger.)
in Richtung Abg. Hörl
Es ist so, ja. Dass Ihnen das unangenehm ist, das glaube ich, das ist uns allen hier unangenehm, aber es liegt an ihm (in Richtung Bundesminister Brunner), dass er das zurückverlangt, und an ihm (in Richtung Abg. Hörl), dass er es zurückbezahlt.
Beifall bei der SPÖ.
Aber nicht nur Herr Hörl soll das Geld zurückzahlen, sondern alle Betriebe, die ihre Gewinne durch die Covid-Hilfen vergrößert haben, denn dafür waren die Covid-Hilfen nämlich nie da. Die waren nie dazu da, dass sich irgendjemand eine goldene Nase verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich anschaut, welche Auswirkungen zum Beispiel die Steuerleistung von Konzernen, von Stromkonzernen auf das Budget hat: Man würde annehmen, dass jene, die jetzt diese Übergewinne machen, ab nächstem Jahr und eigentlich schon heuer mehr Steuern als bisher zahlen. Ist das das Ergebnis der Politik? Kollege Kopf? – Nein, das Ergebnis der Politik ist: Die zahlen weniger Steuern, denn Sie senken die Steuern für Verbund, OMV und so weiter, die diese Rekordgewinne heuer und nächstes Jahr machen werden. Für die senken Sie die Steuern und erhöhen sie nicht. – Das geht nicht! Das geht nicht, so einem Budget können wir niemals zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie sind nicht der Richter!
Hat er dort aufgeräumt? Ist das Finanzministerium jetzt das Vorbild für die korruptionsfreie Zone? (Bundesminister Brunner: Ist schon besser geworden!) Wie viele Mitarbeiter, die beim Beinschab-Tool involviert waren, haben Sie denn entlassen? (Ruf bei der ÖVP: Sie sind nicht der Richter!) Haben Sie irgendwelche dienstrechtlichen Maßnahmen gesetzt? Wie viele haben Sie gesetzt? – Eine. (Abg. Gödl: Herr Krainer, du bist nicht der Richter! Du brauchst nichts zu verleumden! Du bist ein Verleumder! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, er ist der zuständige Finanzminister, er hat alle Akten.
Abg. Gödl: Herr Krainer, du bist nicht der Richter! Du brauchst nichts zu verleumden! Du bist ein Verleumder! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hat er dort aufgeräumt? Ist das Finanzministerium jetzt das Vorbild für die korruptionsfreie Zone? (Bundesminister Brunner: Ist schon besser geworden!) Wie viele Mitarbeiter, die beim Beinschab-Tool involviert waren, haben Sie denn entlassen? (Ruf bei der ÖVP: Sie sind nicht der Richter!) Haben Sie irgendwelche dienstrechtlichen Maßnahmen gesetzt? Wie viele haben Sie gesetzt? – Eine. (Abg. Gödl: Herr Krainer, du bist nicht der Richter! Du brauchst nichts zu verleumden! Du bist ein Verleumder! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, er ist der zuständige Finanzminister, er hat alle Akten.
Abg. Gödl: Du bist nicht der Richter!
Entschuldigung, kennen Sie den Bericht der Internen Revision zum Beinschab-Tool? (Abg. Gödl: Du bist nicht der Richter!) Kennen Sie den? Da sind Dutzende
Abg. Gödl: Bist ein Verleumder!
Mitarbeiter involviert gewesen, und es gibt keine Konsequenzen. (Abg. Gödl: Bist ein Verleumder!) Nein, es sind dieselben Leute. Derjenige, der die ganzen Mittel für „Österreich“ bewilligt hat, ist heute der oberste Beamte für unser Budget und sitzt auch hier. Was macht der, der die Dienstleistung für Herrn Wolf gemacht hat, heute? – Er ist Gruppenleiter im Finanzministerium und ist zuständig für die Steuerpolitik in diesem Land. Was macht der, der Kollegen Wöginger geholfen hat, den ÖVP-Bürgermeister rechtswidrigerweise zum Leiter eines Finanzamts zu machen? – Der ist jetzt Leiter vom Finanzamt Österreich und schreibt dem Untersuchungsausschuss, dass er Akten und Unterlagen nicht schickt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Der ist selber betroffen.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Mitarbeiter involviert gewesen, und es gibt keine Konsequenzen. (Abg. Gödl: Bist ein Verleumder!) Nein, es sind dieselben Leute. Derjenige, der die ganzen Mittel für „Österreich“ bewilligt hat, ist heute der oberste Beamte für unser Budget und sitzt auch hier. Was macht der, der die Dienstleistung für Herrn Wolf gemacht hat, heute? – Er ist Gruppenleiter im Finanzministerium und ist zuständig für die Steuerpolitik in diesem Land. Was macht der, der Kollegen Wöginger geholfen hat, den ÖVP-Bürgermeister rechtswidrigerweise zum Leiter eines Finanzamts zu machen? – Der ist jetzt Leiter vom Finanzamt Österreich und schreibt dem Untersuchungsausschuss, dass er Akten und Unterlagen nicht schickt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Der ist selber betroffen.
Abg. Hanger: Du bist zerfressen!
Der Finanzminister sagt nicht, er darf nichts mit dem Untersuchungsausschuss zu tun haben, weil er ja selber Gegenstand der Ermittlungen zur ÖVP-Korruption ist, nein, er schreibt uns Briefe, in denen steht, dass er uns, dem Untersuchungsausschuss, der die ÖVP-Korruption aufarbeiten soll, die Akten und Unterlagen nicht schickt. (Abg. Hanger: Du bist zerfressen!) Das ist es, was der Finanzminister macht. (Abg. Gödl: Du bist der pragmatisierte Verleumder!)
Abg. Gödl: Du bist der pragmatisierte Verleumder!
Der Finanzminister sagt nicht, er darf nichts mit dem Untersuchungsausschuss zu tun haben, weil er ja selber Gegenstand der Ermittlungen zur ÖVP-Korruption ist, nein, er schreibt uns Briefe, in denen steht, dass er uns, dem Untersuchungsausschuss, der die ÖVP-Korruption aufarbeiten soll, die Akten und Unterlagen nicht schickt. (Abg. Hanger: Du bist zerfressen!) Das ist es, was der Finanzminister macht. (Abg. Gödl: Du bist der pragmatisierte Verleumder!)
Abg. Michael Hammer: Was tun sie denn mit dir, wenn der Ausschuss aus ist?
Sorgt er dafür, dass das Finanzministerium eine korruptionsfreie Zone wird? (Abg. Michael Hammer: Was tun sie denn mit dir, wenn der Ausschuss aus ist?) – Nein, im Gegenteil: Er prolongiert das System der ÖVP-Korruption im Finanzministerium. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Was du behauptest, ist ja schwachsinnig!) Er prolongiert nämlich, dass die ÖVP für drei Gruppen in diesem Land Politik macht: für die Millionäre, für die Konzerne und für die ÖVP selbst.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Was du behauptest, ist ja schwachsinnig!
Sorgt er dafür, dass das Finanzministerium eine korruptionsfreie Zone wird? (Abg. Michael Hammer: Was tun sie denn mit dir, wenn der Ausschuss aus ist?) – Nein, im Gegenteil: Er prolongiert das System der ÖVP-Korruption im Finanzministerium. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Was du behauptest, ist ja schwachsinnig!) Er prolongiert nämlich, dass die ÖVP für drei Gruppen in diesem Land Politik macht: für die Millionäre, für die Konzerne und für die ÖVP selbst.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hafenecker und Krisper.
Jeder Tag, an dem das noch der Fall ist, ist ein verlorener Tag, und ich frage mich wirklich: Wie lange wollen die Grünen dieses System noch stützen? Wie lange? – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hafenecker und Krisper.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scherak: In der Schweiz sind aber auch nicht so viele Ermittlungsverfahren ...!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Geschätzte Damen und Herren Zuseherinnen und Zuseher! Der Chefredakteur einer renommierten Schweizer Tageszeitung hat kürzlich einmal geschrieben, dass er nicht in einem Land leben möchte – und er hat Österreich gemeint –, in dem die Vorverurteilung inzwischen zur schärfsten politischen Waffe geworden sei. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scherak: In der Schweiz sind aber auch nicht so viele Ermittlungsverfahren ...!)
Abg. Krainer: Das eine ist Teil des anderen!
Herr Kollege Krainer, da ich davon ausgehe, dass der Finanzsprecher einer Partei wie der SPÖ den Unterschied zwischen Bilanz und Erfolgsrechnung, also Gewinn- und Verlustrechnung, eines Unternehmens kennt (Abg. Krainer: Das eine ist Teil des anderen!), nehme ich an, dass das, was du gerade in Richtung des Kollegen Hörl vorverurteilend gesagt hast, wider besseres Wissen gesagt wurde und damit schlicht und einfach genau dieser Vorverurteilung dient. Und das ist wirklich verabscheuungswürdig. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Herr Kollege Krainer, da ich davon ausgehe, dass der Finanzsprecher einer Partei wie der SPÖ den Unterschied zwischen Bilanz und Erfolgsrechnung, also Gewinn- und Verlustrechnung, eines Unternehmens kennt (Abg. Krainer: Das eine ist Teil des anderen!), nehme ich an, dass das, was du gerade in Richtung des Kollegen Hörl vorverurteilend gesagt hast, wider besseres Wissen gesagt wurde und damit schlicht und einfach genau dieser Vorverurteilung dient. Und das ist wirklich verabscheuungswürdig. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Alles unredlich! Zwei Jahre zusammen! Ich habe nur vom Jahr 2020 gesprochen! Das ist eine unredliche Argumentation!
Wenn du dich informiert hättest, hättest du erkennen können, dass Kollege Hörl in seiner Bilanz des Hotels einen kumulierten Unternehmensgewinn aus den Vorjahren von 1,7 Millionen Euro hat und dass er in den Jahren 2020 und 2021 einen Verlust von fast 1,5 Millionen Euro erleiden musste – natürlich stark corona- und auslastungsbedingt – und dass deswegen die Förderungen, die er bekommen hat, weder rechtswidrig noch unmoralisch waren, sondern letzten Endes dem Überleben des Unternehmens gedient haben. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Alles unredlich! Zwei Jahre zusammen! Ich habe nur vom Jahr 2020 gesprochen! Das ist eine unredliche Argumentation!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Eines soll auch gesagt sein: Ja, wir machen zusätzliche Schulden. Das ist in dieser Krisensituation notwendig, genau das wird Ihnen auch jeder Experte sagen. In solchen Situationen ist das gefragt. Wir werden aber natürlich auch danach trachten und trachten müssen, dass wir die Schuldenquote wieder herunterbringen, und auch das geschieht. Mit dem Finanzrahmen bis 2026 wird sich die Schuldenquote wieder in Richtung 70 Prozent stabilisieren – nicht von selber, sondern durch unsere Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
einen wesentlichen Grundstein zur Sicherung unseres Wohlstandes auch in Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner
Herr Finanzminister, wir haben uns erwartet, dass Sie hier mit der Aussage auftreten, wie Sie dieses Land verbessern wollen, wie Sie dieses Land in die Zukunft führen wollen, wie Sie aus der Krise herauskommen wollen. Ja, es ist nicht alles schlecht, was vorgelegt worden ist (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), aber es ist tatsächlich so, dass eben genau diese großen Fragen nicht beantwortet sind. (Abg. Baumgartner: Na sowieso!) Sie werden mit diesem Budget nichts erreichen. Sie haben auf die Jungen vergessen. Sie haben im Bildungsbudget einfach gar nichts von dem abgebildet, was so dringend notwendig wäre, um in die Zukunft zu gehen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Baumgartner: Na sowieso!
Herr Finanzminister, wir haben uns erwartet, dass Sie hier mit der Aussage auftreten, wie Sie dieses Land verbessern wollen, wie Sie dieses Land in die Zukunft führen wollen, wie Sie aus der Krise herauskommen wollen. Ja, es ist nicht alles schlecht, was vorgelegt worden ist (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), aber es ist tatsächlich so, dass eben genau diese großen Fragen nicht beantwortet sind. (Abg. Baumgartner: Na sowieso!) Sie werden mit diesem Budget nichts erreichen. Sie haben auf die Jungen vergessen. Sie haben im Bildungsbudget einfach gar nichts von dem abgebildet, was so dringend notwendig wäre, um in die Zukunft zu gehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Finanzminister, wir haben uns erwartet, dass Sie hier mit der Aussage auftreten, wie Sie dieses Land verbessern wollen, wie Sie dieses Land in die Zukunft führen wollen, wie Sie aus der Krise herauskommen wollen. Ja, es ist nicht alles schlecht, was vorgelegt worden ist (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), aber es ist tatsächlich so, dass eben genau diese großen Fragen nicht beantwortet sind. (Abg. Baumgartner: Na sowieso!) Sie werden mit diesem Budget nichts erreichen. Sie haben auf die Jungen vergessen. Sie haben im Bildungsbudget einfach gar nichts von dem abgebildet, was so dringend notwendig wäre, um in die Zukunft zu gehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube also, dass Sie bei diesem Budget tatsächlich vergessen haben, die großen und die wichtigen Fragen zu stellen, und deswegen ist es auch das geworden, was es ist: ein zukunftsvergessenes Flickwerk. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und dann kommen wir zu Ihrer UG, zu Ihrem Budget, zur UG 45, und da muss man ganz schlicht und einfach sagen: Na, das ist tatsächlich die Königinmutter aller Gießkannen, die da vorgestellt wird – denn das haben Sie ja gut gemacht, also Geld wird ja reichlich ausgegeben. Warum sage ich das? – Weil in der UG 45 zum Beispiel auch die Cofag enthalten ist, und – wir haben es schon mehrmals gesagt und werden es immer wieder sagen – die Cofag ist Freunderlwirtschaft und Intransparenz in einen rechtlichen Rahmen gegossen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und weil wir schon bei den gleichen Fehlern sind: Stromkostenzuschuss – die nächste Gießkanne, die da wieder ausgepackt wird und wurde. Wir sehen es, wenn wir nur nach Niederösterreich schauen. Manche von Ihnen haben vielleicht gestern Abend ferngeschaut und ein bisschen ORF geschaut, und da wurde ausgerechnet: Ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt in Niederösterreich kriegt im Augenblick Geld zurück! – Das ist das, was Sie mit Ihrem Stromkostenzuschuss geschaffen haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Steuergeld wird beim Fenster rausgeschmissen, das ist 2023 ebenfalls das Motto. Und wenn jetzt noch einmal – denn das ist ja dann das Gegenargument, das vor allem vonseiten der ÖVP so gerne vorgebracht wird – die Aussage kommt: Wir sind ja so viel besser durch die Krise gekommen!, dann möchte ich Sie bitten, sich die internationalen Zahlen von Ökonomen anzuschauen: Es ist schlicht und einfach falsch. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Der magere Applaus sagt alles!
Ich möchte gleich fortsetzen, nämlich: Was mich schon ein bisschen irritiert, ist: Wir haben über den Finanzrahmen 5 Milliarden Euro für die Industrie vorgesehen, 19,2 Milliarden Euro für die Dekarbonisierung der Mobilität alleine bei den ÖBB – und die NEOS suchen und finden die Zukunft im Budget nicht. Das ist schon ein bisschen überraschend. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Der magere Applaus sagt alles!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und jetzt kommt eben in der UG 45 auch noch die Strompreisbremse dazu. Diese deckelt Strompreise für einen Grundbedarf von 2 900 Kilowattstunden mit 10 Cent die Kilowattstunde. Das ist genau die direkte und schnelle Hilfe, die ihr seit Monaten fordert, und wenn man sie dann umsetzt, dann versucht ihr, sie irgendwie wegzuleugnen. Das ist wirklich ein bisschen miserabel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wohnung in Graz bezieht, mit dem günstigsten Tarif im November 100 Euro monatlich für Strom bezahlt. Ab 1. Dezember tritt die Strompreisbremse in Kraft, und damit werden die Stromkosten für diese Studentin halbiert. Das sind 600 Euro Ersparnis im Jahr – ohne irgendeinen Antrag, ohne Bürokratie, direkt auf der Stromrechnung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb: Ich bin immer dafür, dass man sich daran orientiert, was in anderen Ländern gemacht wird, auch in anderen Ländern der EU, man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Man muss aber auch nicht alles abkupfern, insbesondere wenn es noch gar nicht existiert. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte daher einen Entschließungsantrag einbringen, weil ich davon überzeugt bin, dass es notwendig ist, unsere Entwicklungszusammenarbeit finanziell aufzustocken. By the way (neuerlich den Ausdruck in die Höhe haltend und auf das Diagramm deutend), diese 4 Prozent, das ist die Austrian Development Agency, die viel gelobte; diese 3 Prozent, die viel gelobten, das ist die humanitäre Hilfe. – Das macht das Kraut nicht fett, um es einfach so zu sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf Dauer, und nicht mit irgendwelchen Fantasiezahlen; auf Dauer und wirklich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, beides sind wirklich, wirklich notwendige Maßnahmen, weil es da auch um das Ansehen und um das Zusammenhalten in unserem Land geht, und ich hoffe sehr, dass sich da irgendetwas in diese Richtung bewegen wird. Die Betroffenen hätten es nämlich in der Tat verdient. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bayr.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollegin Bayr kennt sich in der Entwicklungszusammenarbeit gut aus, und daher halte ich es für nicht ganz fair, den Finanzminister für Regeln zu kritisieren, die die OECD und der Pariser Club festlegen – was die Darstellung der Entschuldungen betrifft. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bayr.)
Abg. Bayr: Aber man braucht’s deswegen nicht ins Budget zu nehmen!
Das ist nicht das Machwerk des Finanzministers – eine irreführende Darstellung –, das ist das Regelwerk der OECD. Sie wissen es ganz genau, Frau Kollegin Bayr. (Abg. Bayr: Aber man braucht’s deswegen nicht ins Budget zu nehmen!) – Na, selbstverständlich haben wir das wahrheitsgemäß darzustellen!
Abg. Bayr: Die Überarbeitung!
Sie haben aber auch noch andere Entschließungsanträge eingebracht; bei jeder Budgetdebatte gibt es viele Anträge. Wir werden in rund einer Stunde über mehr als 50 solcher Anträge abstimmen. Kollegin Bayr, wir sind ja auch beide Mitglied der österreichischen Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, und Sie haben auch einen Antrag eingebracht, den wir eigentlich in Straßburg diskutieren sollten, der mit der Budgetdebatte hier wenig zu tun hat. Ich möchte aber schon dazu Stellung nehmen, weil nämlich niemand – niemand! – von uns die Geltung der Menschenrechte infrage gestellt hat – niemand, sage ich Ihnen! (Abg. Bayr: Die Überarbeitung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Es hat sich nichts geändert an der Rechtsprechung!
Was wir als Parlamentarier, wenn wir uns ernst nehmen, aber schon diskutieren sollten, ist, ob wir wollen, dass durch Richterrecht eine zunehmende Verselbstständigung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes erfolgt. Das ist schon unsere Aufgabe als Gesetzgeber, da hinzusehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Es hat sich nichts geändert an der Rechtsprechung!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Ich sage Ihnen – und ich nenne nur ein Beispiel –: Wenn eine Abschiebung einer Flüchtlingsfamilie (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) von der Schweiz nach Italien als Verstoß gegen das Folterverbot gesehen wird, gemäß Artikel 3 der EMRK (Abg. Krisper: Das ist schon ewig so!), dann muss eine parlamentarische Debatte darüber möglich sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krisper: Das ist schon ewig so!
Ich sage Ihnen – und ich nenne nur ein Beispiel –: Wenn eine Abschiebung einer Flüchtlingsfamilie (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) von der Schweiz nach Italien als Verstoß gegen das Folterverbot gesehen wird, gemäß Artikel 3 der EMRK (Abg. Krisper: Das ist schon ewig so!), dann muss eine parlamentarische Debatte darüber möglich sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen – und ich nenne nur ein Beispiel –: Wenn eine Abschiebung einer Flüchtlingsfamilie (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) von der Schweiz nach Italien als Verstoß gegen das Folterverbot gesehen wird, gemäß Artikel 3 der EMRK (Abg. Krisper: Das ist schon ewig so!), dann muss eine parlamentarische Debatte darüber möglich sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bayr: Ja, weil’s auf den Fall ankommt! – Abg. Scherak: Warst du dort dabei, Reinhold? Oder - -!
Wo sehen Sie bei diesem Vorgehen eine verbotene erniedrigende Behandlung? Der Gerichtshof hat das so gesehen, meine Damen und Herren. (Abg. Bayr: Ja, weil’s auf den Fall ankommt! – Abg. Scherak: Warst du dort dabei, Reinhold? Oder - -!) – Was wir tun sollten, Frau Kollegin Bayr – und ich schätze Sie –, ist, im Europarat gemeinsam mit unseren anderen Kollegen diese Debatte mit der gebotenen Sachlichkeit zu führen. Warum? – Bei heuer 100 000 Asylanträgen in Österreich möchte ich schon die Möglichkeit haben, Rücküberstellungen in Europa vorzunehmen (Abg. Krisper: Dann kümmern Sie sich um die Bedingungen ...!), in EU-Staaten, meine Damen und Herren! Das sollten alle Fraktionen so sehen! Auch die NEOS sollten das so sehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Ungarn!)
Abg. Krisper: Dann kümmern Sie sich um die Bedingungen ...!
Wo sehen Sie bei diesem Vorgehen eine verbotene erniedrigende Behandlung? Der Gerichtshof hat das so gesehen, meine Damen und Herren. (Abg. Bayr: Ja, weil’s auf den Fall ankommt! – Abg. Scherak: Warst du dort dabei, Reinhold? Oder - -!) – Was wir tun sollten, Frau Kollegin Bayr – und ich schätze Sie –, ist, im Europarat gemeinsam mit unseren anderen Kollegen diese Debatte mit der gebotenen Sachlichkeit zu führen. Warum? – Bei heuer 100 000 Asylanträgen in Österreich möchte ich schon die Möglichkeit haben, Rücküberstellungen in Europa vorzunehmen (Abg. Krisper: Dann kümmern Sie sich um die Bedingungen ...!), in EU-Staaten, meine Damen und Herren! Das sollten alle Fraktionen so sehen! Auch die NEOS sollten das so sehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Ungarn!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Ungarn!
Wo sehen Sie bei diesem Vorgehen eine verbotene erniedrigende Behandlung? Der Gerichtshof hat das so gesehen, meine Damen und Herren. (Abg. Bayr: Ja, weil’s auf den Fall ankommt! – Abg. Scherak: Warst du dort dabei, Reinhold? Oder - -!) – Was wir tun sollten, Frau Kollegin Bayr – und ich schätze Sie –, ist, im Europarat gemeinsam mit unseren anderen Kollegen diese Debatte mit der gebotenen Sachlichkeit zu führen. Warum? – Bei heuer 100 000 Asylanträgen in Österreich möchte ich schon die Möglichkeit haben, Rücküberstellungen in Europa vorzunehmen (Abg. Krisper: Dann kümmern Sie sich um die Bedingungen ...!), in EU-Staaten, meine Damen und Herren! Das sollten alle Fraktionen so sehen! Auch die NEOS sollten das so sehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Ungarn!)
Abg. Krisper: Dann machen Sie das ..., dann können wir wieder zurückführen! – Zwischenruf der Abg. Bayr.
Meine Damen und Herren, das ist auch eine Errungenschaft der Europäischen Union, dass wir bei den Menschenrechten weltweit führend sind. (Abg. Krisper: Dann machen Sie das ..., dann können wir wieder zurückführen! – Zwischenruf der Abg. Bayr.) Menschenrechtsschutz ist uns wichtig, aber wir werden nicht tatenlos und wortlos bleiben (Abg. Kassegger: Wortlos bleibt ihr eh nicht, aber ihr bleibt tatenlos! Das ist ja euer Problem!), wenn wir eine Entwicklung sehen, die zulasten der österreichischen Bevölkerung geht.
Abg. Kassegger: Wortlos bleibt ihr eh nicht, aber ihr bleibt tatenlos! Das ist ja euer Problem!
Meine Damen und Herren, das ist auch eine Errungenschaft der Europäischen Union, dass wir bei den Menschenrechten weltweit führend sind. (Abg. Krisper: Dann machen Sie das ..., dann können wir wieder zurückführen! – Zwischenruf der Abg. Bayr.) Menschenrechtsschutz ist uns wichtig, aber wir werden nicht tatenlos und wortlos bleiben (Abg. Kassegger: Wortlos bleibt ihr eh nicht, aber ihr bleibt tatenlos! Das ist ja euer Problem!), wenn wir eine Entwicklung sehen, die zulasten der österreichischen Bevölkerung geht.
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Es versteht niemand, dass wir diese Rücküberstellungen nach Italien, nach Slowenien nicht vornehmen können. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Daher – ich will nicht so lange sprechen –: Selbstverständlich bekennen wir uns zur Europäischen Menschenrechtskonvention, aber wir nehmen unsere parlamentarische Verantwortung sehr ernst und lassen uns da von niemandem das Wort nehmen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Ihrem Antrag können wir zustimmen, ohne jede Aufregung; die Diskussion ist zu führen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Abg. Stocker: Jetzt kommt die Entschuldigung, hoffentlich!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Stocker: Jetzt kommt die Entschuldigung, hoffentlich!)
Ruf bei der ÖVP: Wie schön der Neid!
Ich berichtige tatsächlich: Gemäß dem Firmenbuchauszug für das Jahr 2020 hat die Gaspingerhof F. Hörl GmbH 2020 einen Gewinn von 380 800,91 Euro gemacht. Die Covid-Hilfen im selben Zeitraum betrugen 157 426,01 Euro. (Ruf bei der ÖVP: Wie schön der Neid!) Das heißt, wir alle haben den Gewinn von Franz Hörl durch die Hilfen mitfinanziert. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Ich berichtige tatsächlich: Gemäß dem Firmenbuchauszug für das Jahr 2020 hat die Gaspingerhof F. Hörl GmbH 2020 einen Gewinn von 380 800,91 Euro gemacht. Die Covid-Hilfen im selben Zeitraum betrugen 157 426,01 Euro. (Ruf bei der ÖVP: Wie schön der Neid!) Das heißt, wir alle haben den Gewinn von Franz Hörl durch die Hilfen mitfinanziert. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager
Für das Jahr 2021 ist im Firmenbuch noch keine Bilanz eingereicht, deswegen können wir gar nicht sagen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager), wie hoch der Gewinn oder der Verlust 2021 war. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Aber Sie haben es behauptet! – Abg. Krainer – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das stimmt, der Herr Kopf hat es behauptet!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Aber Sie haben es behauptet! – Abg. Krainer – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das stimmt, der Herr Kopf hat es behauptet!
Für das Jahr 2021 ist im Firmenbuch noch keine Bilanz eingereicht, deswegen können wir gar nicht sagen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager), wie hoch der Gewinn oder der Verlust 2021 war. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Aber Sie haben es behauptet! – Abg. Krainer – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das stimmt, der Herr Kopf hat es behauptet!)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Am Ende von drei langen Budgettagen diskutieren wir jetzt in einem Block acht Untergliederungen zusammen, von der Finanzverwaltung über die Beamtenpensionen und den Finanzausgleich bis hin zu dem, was die Bundesfinanzierungsagentur macht. Mehrere wichtige große UGs werden da vermanscht – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem alle schon ein bisschen müde sind, nach drei Tagen –, während wir in den letzten drei Tagen ganz kleine UGs mit wenigen Milliönchen in epischer Breite zerlegt haben. Ich halte das prozessual für falsch. Man sollte sich für die Zukunft überlegen, diesen großen, milliardenschweren Untergliederungen mehr Raum zu geben, denn da geht es um wirklich viel Geld, das man nicht am Schluss noch in der Hektik abarbeiten sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir könnten uns ganz viele Debatten ersparen, wenn wir dort, wo es um wirklich große Beträge geht, echte Reformschritte setzten. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lopatka: Tatsächliche Berichtigung! – Abg. Steinacker: Stopp, stopp! Für eine tatsächliche Berichtigung ist das schon sehr lange!
Ich berichtige tatsächlich: Das ist nicht der Fall. Die OECD legt in der Tat über Beschluss des Pariser Clubs fest, wann welches Land entschuldet wird. Der Beschluss für den Sudan erfolgte in der Tat schon im Sommer 2021, trotzdem ist es klar, dass das aufgrund der politischen Situation, aufgrund der Militärdiktatur nicht funktionieren wird. (Abg. Lopatka: Tatsächliche Berichtigung! – Abg. Steinacker: Stopp, stopp! Für eine tatsächliche Berichtigung ist das schon sehr lange!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
nichts, ein Drittel. Das hat mit der OECD und den OECD-Vorgaben genau gar nichts zu tun. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Kollross: Wie geht das? Wie geht das? Gar nicht!
Wir haben es in der Anfangsdiskussion schon einmal kurz besprochen: Unter anderem beschließen wir Unterstützungsmaßnahmen für die Gemeinden im Volumen von 1 Milliarde Euro. Das ist ein ganz wichtiges Unterstützungspaket für die Gemeinden, und zwar geht es einerseits darum, dass wir ihnen bei den gestiegenen Energiekosten helfen wollen (Abg. Kollross: Wie geht das? Wie geht das? Gar nicht!), sie bei Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sowie in den Ausbau der Erneuerbaren unterstützen. Das sind zum Beispiel die Sanierung von Gebäuden – Gemeindegebäude, Schule, Kindergarten, aber auch Sportgebäude und Ähnliches –, der Ausbau der Erneuerbaren vor Ort – Fotovoltaik ist allgemein bekannt, aber man kann auch aus Abwasser Energie gewinnen oder ein Fernwärmeheizwerk mit Biomasse errichten (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) –, und es ist auch möglich, energieeffiziente Geräte anzuschaffen, allerdings keine fossil betriebenen Geräte (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn das wäre ein Rückschritt, sondern elektrisch betriebene Geräte, beispielsweise Fahrzeuge für den Fuhrpark oder auch Rasenmäher.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Wir haben es in der Anfangsdiskussion schon einmal kurz besprochen: Unter anderem beschließen wir Unterstützungsmaßnahmen für die Gemeinden im Volumen von 1 Milliarde Euro. Das ist ein ganz wichtiges Unterstützungspaket für die Gemeinden, und zwar geht es einerseits darum, dass wir ihnen bei den gestiegenen Energiekosten helfen wollen (Abg. Kollross: Wie geht das? Wie geht das? Gar nicht!), sie bei Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sowie in den Ausbau der Erneuerbaren unterstützen. Das sind zum Beispiel die Sanierung von Gebäuden – Gemeindegebäude, Schule, Kindergarten, aber auch Sportgebäude und Ähnliches –, der Ausbau der Erneuerbaren vor Ort – Fotovoltaik ist allgemein bekannt, aber man kann auch aus Abwasser Energie gewinnen oder ein Fernwärmeheizwerk mit Biomasse errichten (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) –, und es ist auch möglich, energieeffiziente Geräte anzuschaffen, allerdings keine fossil betriebenen Geräte (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn das wäre ein Rückschritt, sondern elektrisch betriebene Geräte, beispielsweise Fahrzeuge für den Fuhrpark oder auch Rasenmäher.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wir haben es in der Anfangsdiskussion schon einmal kurz besprochen: Unter anderem beschließen wir Unterstützungsmaßnahmen für die Gemeinden im Volumen von 1 Milliarde Euro. Das ist ein ganz wichtiges Unterstützungspaket für die Gemeinden, und zwar geht es einerseits darum, dass wir ihnen bei den gestiegenen Energiekosten helfen wollen (Abg. Kollross: Wie geht das? Wie geht das? Gar nicht!), sie bei Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sowie in den Ausbau der Erneuerbaren unterstützen. Das sind zum Beispiel die Sanierung von Gebäuden – Gemeindegebäude, Schule, Kindergarten, aber auch Sportgebäude und Ähnliches –, der Ausbau der Erneuerbaren vor Ort – Fotovoltaik ist allgemein bekannt, aber man kann auch aus Abwasser Energie gewinnen oder ein Fernwärmeheizwerk mit Biomasse errichten (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) –, und es ist auch möglich, energieeffiziente Geräte anzuschaffen, allerdings keine fossil betriebenen Geräte (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn das wäre ein Rückschritt, sondern elektrisch betriebene Geräte, beispielsweise Fahrzeuge für den Fuhrpark oder auch Rasenmäher.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
macht: Wo kommt denn unsere Heizwärme überhaupt her? Wer verbraucht wie viel? – Es geht da wirklich um eine Energiebuchhaltung, wie sie viele Gemeinden auch schon haben, aber manche noch nicht. Da wäre es gut, genauer hinzuschauen, und dabei können wir sie unterstützen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben hier also einerseits diese Unterstützung der Energieeffizienz, und zweitens geht es um die Unterstützung breiter Gemeindeinvestitionen. Ich glaube, auch das ist sehr wichtig. Die Gemeinden haben mit Liquiditätsschwierigkeiten zu kämpfen, und wir übernehmen die Kosten, die sie eh zu stemmen haben, bis zur Kanalsanierung oder der Schulerrichtung, dem Kindergartenausbau – jetzt zum Beispiel in Niederösterreich ein Thema. Die Investitionen, die die Gemeinden bereits vorhaben, werden zusätzlich mit 50 Prozent und weiteren Förderungen unterstützt. Es gibt also immer die Möglichkeit, die 50 Prozent noch durch weitere Förderungen aufzustocken und somit das Geld abzuholen. Diese Unterstützung ist also wirklich sehr umfassend. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Kollross: Nein, ist es nicht! – Abg. Loacker: Die schwimmen eh schon im Geld!
Auch Kollegen von der ÖVP haben mich letztens darauf angesprochen. Das ist also ein echter Zuschuss für alles, was die Gemeinden brauchen können. (Abg. Kollross: Nein, ist es nicht! – Abg. Loacker: Die schwimmen eh schon im Geld!) Damit stellen wir sicher, dass die Gemeinden gut durch 2023 und auch durch die
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
nächsten Jahre kommen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Kucharowits: ... auch in die Daseinsvorsorge kommen, Herr Staatssekretär!
Da kann privat investiert werden, wo es sich auszahlt, da müssen wir aber fördern, nämlich genau dort, wo es sich nicht auszahlt. (Abg. Kucharowits: ... auch in die Daseinsvorsorge kommen, Herr Staatssekretär!) Wir haben diesbezüglich bereits 1,4 Milliarden Euro in die zweite Breitbandmilliarde investiert, und ich freue mich sehr, dass wir mit dem nun vorliegenden Budget bis zum Jahr 2026 weitere 400 Millionen Euro vorsehen. Dadurch wird die zweite Breitbandmilliarde eigentlich zur zweiten und dritten Breitbandmilliarde, denn es werden 1,8 Milliarden Euro investiert.
Zwischenruf des Abg. Kollross.
einfach wie das neueste Datingapp sollte also auch die Verwaltung funktionieren, sollte es auch funktionieren, einen neuen Reisepass zu beantragen, sollte es möglich sein, sich umzumelden. Alles andere – und das muss uns bewusst sein – führt zu Frustration. So haben wir in den vergangenen Jahren bereits über 200 Anwendungen im Digitalen Amt digitalisiert. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Wir schaffen es aber bis ins Jahr 2024, alle Amtswege zu digitalisieren. Begonnen haben wir mit dem digitalen Führerschein, den bereits viele Österreicherinnen und Österreicher nutzen konnten – und auch die Polizei konnte bereits die ersten abnehmen.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Stellen Sie sich vor: Ein neues Kind wird geboren – wir haben gestern ja den neuen digitalen Eltern-Kind-Pass vorgestellt –, und in der Folge werden den Eltern gleich Antworten auf folgende Fragen angeboten: Welche Möglichkeiten gibt es auf Elternkarenz? Wie viel bekommt man? Wie kann man die Services entsprechend nutzen? – Das ist eine Verwaltung, so wie ich sie mir im 21. Jahrhundert vorstelle. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Dafür müssen wir in die neue Usability dieser verschiedenen Applikationen investieren. Dafür investieren wir alleine auch in der UG 15 im kommenden Jahr 108,6 Millionen Euro und bis ins Jahr 2026 über 370 Millionen Euro.
Abg. Kucharowits: Aber welche Punkte kommen noch, Herr Staatssekretär?
eine digitale Souveränität, darum, ein Framework zu schaffen, auch die großen Player, die meistens aus den Vereinigten Staaten oder aus China kommen, in ein Regelwerk zu zwingen – und das funktioniert, wie wir es bereits bei der Datenschutz-Grundverordnung gesehen haben. (Abg. Kucharowits: Aber welche Punkte kommen noch, Herr Staatssekretär?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
All das bedeutet bis ins Jahr 2026 ein Mehr von insgesamt 1,2 Milliarden Euro für die Digitalisierung. Es geht darum – ich darf darauf zurückzukommen –, die Chancen der Digitalisierung zu nützen, damit wir alle zu Digitalisierungsgewinnern werden und auch ein neuer Wohlstand durch Digitalisierung entsteht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt noch eine kurze Replik auf Ihre Ausführungen, Herr Staatssekretär, da Sie davon sprachen, welche Herausforderungen wir haben: Ganz dramatisch ist es aber gerade im Budgetbereich Bildung und Forschung, denn da haben ja selbst die Vertreter der Regierungsparteien suchen müssen, um irgendeinen positiven Ansatz in diesem Budget zu finden. In diesem Bereich sind also wirklich große Lücken und große Versäumnisse vorhanden, die jetzt ein bisschen, aber bei Weitem nicht ausreichend nachgebessert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Ganz ähnlich ist es bei den Maßnahmen, die wir gegen die Teuerung setzen, wie wir den Menschen helfen. Da gibt es halt grundsätzlich unterschiedliche Ansätze zwischen den Konzepten der Regierung und unseren. Sie versuchen es mit Einmalzahlungen, die ganz, ganz schnell verpuffen. Wir haben einen anderen Ansatz – ja, das ist richtig –, wir sagen, man muss in den Markt eingreifen. Bei einem Markt, der so verrücktspielt, hat die Politik die Verantwortung, auch einzugreifen (Beifall bei der SPÖ), und da braucht es halt Politik, die den Mut hat, da auch Maßnahmen zu setzen. Und ja, das ist eine Gaspreisbremse, ja, das ist ein Winterbonus, den es jetzt braucht, dass die Menschen im Winter auch heizen können, dass man ihnen eine Rechnung erlässt, so ähnlich wie beim deutschen Beispiel. Ja, solche Maßnahmen muss man setzen, denn ich glaube, wir können es nicht allein dem Markt überlassen, denn der erfüllt das nicht, von dieser Seite wird den Menschen nicht geholfen werden.
Beifall bei der SPÖ.
schlussendlich auch hilft, und das wäre eine zukunftsweisende Budgetpolitik. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, BSc (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf eines vorwegschicken, und zwar an Kollegin Bayr gerichtet, die heute die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit kritisiert hat, denn ich kann und möchte das, auch in Absprache mit Kollegen Lopatka, nicht so stehen lassen: Österreich hat noch nie so viel in die Entwicklungszusammenarbeit investiert wie in diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP.) Österreich verkennt da nicht seine Verantwortung, gerade auch bei der Ukrainehilfe, und will auch da tätig sein. Das sei an dieser Stelle gesagt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Jahr 2023 schaffen wir es, 256 Millionen Euro in Digitalisierungsmaßnahmen zu investieren, was sich über die ganze Bandbreite der Ressorts erstreckt. Natürlich braucht es da eine Koordinierungsfunktion. Ich danke dem Herrn Staatssekretär, der da sehr ambitioniert gestartet ist, und freue mich auch auf die zukünftige Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS und SPÖ.
Darüber hinaus muss man ganz offen und ehrlich sagen, auch Ihnen, Herr Staatssekretär: Das, was wir alle gehofft haben, nämlich dass in diesem Parlament endlich die reine Showpolitik verschwindet, ist nicht passiert. Es gibt sie nach wie vor, und Sie stehen wie kaum jemand anderer dafür. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS
Wir haben einen neuen Staatssekretär, und das Erste, was er macht: Er macht sein Öffentlichkeitsarbeitsbudget zehnmal so groß, wie es bisher war. Das ist nur Show und nichts anderes! 3,6 Millionen Euro, die man in Bildung investieren könnte, in Tablets für die Schulen, wo sie notwendig wären (Beifall bei den NEOS), 3,6 Millionen Euro, die wir in die WLAN-Infrastruktur der Schulen investieren könnten, 3,6 Millionen Euro, die wir investieren könnten, um das zu machen, was wirklich notwendig wäre, nämlich das Digitale Amt endlich weiterzubringen. Ich weiß nicht, ob es mittlerweile geht – den Nebenwohnsitz ummelden geht nicht, den Hauptwohnsitz schon. Das ist ja lächerlich im Jahr 2022! Das sind die Dinge, die anzugehen wären.
Beifall bei den NEOS.
Unternehmensportal, One-Stop-Shop – 3,6 Millionen Euro, die dorthin gehören würden. Aber Sie machen stattdessen Folgendes: Sie stecken das Geld in die Öffentlichkeitsarbeit, machen weiterhin Showpolitik, und das auf Kosten der nächsten Generationen, wie man das in diesem ganzen Budget leider viel zu häufig sieht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie uns zunächst über die Infrastruktur reden: Digitalisierung ist natürlich mehr, als nur Glasfaserkabel im Boden zu verbuddeln, aber eben genau das ist die Basis, auf der man aufbauen kann. Ich bin sehr froh darüber, dass wir dafür ausreichende Mittel zur Verfügung stellen. Wie es der Herr Staatssekretär schon angesprochen hat: Wir haben uns im Regierungsprogramm darauf festgelegt, bis 2030 das ganze Land mit gigabitfähigen Anschlüssen zu versorgen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
um den Breitbandausbau zu forcieren. (Beifall bei den Grünen.) Davon profitieren hauptsächlich private Haushalte in ländlichen Regionen sowie Unternehmerinnen und Unternehmer.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung der Verwaltung. Im Budget stehen daher 40 Millionen Euro für den Ausbau von digitalen Lösungen zur Verfügung. Das beinhaltet vor allem auch die Weiterentwicklung und Ergänzung von Plattformen, die heute schon bestehen, unter anderem oesterreich.gv.at oder das Unternehmensserviceportal. Diese Investitionen sind insofern wichtig, da diese Plattformen auch eine große Popularität haben. Im Jahr 2021 hatte die Plattform oesterreich.gv.at über 100 Millionen Aufrufe; die Zielsetzung waren 60 Millionen Aufrufe. Da macht jede Investition Sinn, um sie weiterzuentwickeln. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit nicht genug, stehen noch weitere Mitteln für bereits bestehende Maßnahmen zur Verfügung: Finanzonline, das wir alle kennen, und das im letzten Jahr eingeführte Verfahren Once Only. Dabei geht es darum, Bürokratie abzubauen und Behördengänge zu digitalisieren, dadurch werden Mehrfachmeldungen vermieden. Das bedeutet, ohnehin schon bekannte Daten werden durch Register- und Systemverbünde zwischen den Verwaltungsstellen ausgetauscht. Das spart Zeit und ist eine Entlastung für Unternehmerinnen und Unternehmer. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass aus Digitalisierungssicht das Budget ein Impulsgeber für Fortschritt und Krisenfestigkeit ist. Mit dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur unterstützen wir Haushalte in ländlichen Regionen, mit Investitionen in Zukunftstechnologien sichern wir unsere Unabhängigkeit auch aus ökologischer Sicht und für die ökologische Transformation. Mit dem Budget schaffen wir also eine solide Basis für die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sehe ein, dass Sie das Digitale Amt forcieren wollen und dass Sie die Digitalisierung in die Breite bringen wollen, aber ich lege schon Wert auf die Feststellung, dass die Bevölkerung auch das Recht haben muss – besonders beim Digitalen Amt –, auch analog zu ihrem Recht zu kommen. Es gibt genügend Leute, die in einem Alter sind, in dem sie sich die Digitalisierung nicht antun wollen, und auch diese haben als Bürgerinnen und Bürger das Recht, zu ihren Daten, zu ihren Rechten und zu ihren Formularen zu kommen. Ich glaube, wenn man digital sagt, muss man analog mitdenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
A1, und wir hören, dass es immer wieder die Idee gibt, diese zu veräußern. Wir wollen nicht, dass diese Masten verscherbelt werden – das ist kritische Infrastruktur! –, und da die Öbag beteiligt ist, legen wir Wert darauf, dass der Staat auch kontrolliert, was da passiert, und dass er um jeden Preis verhindert, dass so etwas stattfindet. Funkmasten sind nämlich essenziell für die Kommunikation und für die Digitalisierung, und es ist nicht egal, wer diese Funkmasten besitzt und um wie viel Geld er sie vermietet. Da muss der Zugang gesichert sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch eine Anmerkung: Digitalisierung als Querschnittsmaterie hätte ein Ministerium verdient. Es wäre uns wichtig gewesen, dass es nicht in einem Staatssekretariat landet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber wie dem auch sei, auch Humanismus und Ethik sollten Sie bei Ihren Überlegungen mitdenken, denn das sind Aspekte, die bestimmt zu diesem Thema gehören, weil das die Gesellschaft verändern wird, und da sollten wir schon mitreden, wie das ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Ziemlich unglaublich, was ...!
Das ist natürlich ein unglaublich offensives Budget. Das ist ein Budget, das unglaublich in die Zukunft gerichtet ist, weil wir natürlich in der Zukunft den Wohlstand in Österreich erhalten wollen. (Abg. Matznetter: Ziemlich unglaublich, was ...!)
Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! Das hat kein Experte gesagt!
Da möchte ich einen Aspekt ansprechen, der mir sehr wichtig ist: Natürlich werden wieder Schulden gemacht. Gerade für einen ÖVP-Verantwortungsträger ist das immer so eine Situation – mit Schulden muss man schon sehr vorsichtig umgehen, auch wenn alle Experten sagen, das ist momentan das Gebot der Stunde. (Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! Das hat kein Experte gesagt!) Immerhin steigt der Schuldenstand auf 400 Milliarden Euro. Wir müssen aber auch zurück zu einer nachhaltigen Budgetpolitik, und im mittelfristigen Finanzrahmen ist auch diese nachhaltige Budgetpolitik abgebildet, weil die relative Verschuldung, sprich die Schulden bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt, in der mittelfristigen Finanzplanung sogar zurückgeht.
Beifall bei der ÖVP.
Zum Zweiten möchte ich mich ganz ausdrücklich bei unserer Finanzverwaltung bedanken. Gerade bei der Budgeterstellung ist die Finanzverwaltung enorm gefordert. Da wurde wirklich sehr gute professionelle Arbeit geleistet. Dafür möchte ich mich auch ausdrücklich bedanken. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Redest du jetzt zur Cofag?
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! (Abg. Hanger: Redest du jetzt zur Cofag?) – Herr Kollege, da kannst du schon schreien, aber die Wahrheit ist doch das: Ihr habt die Mehrheit in diesem Hause, damit kann man es auch ändern. (Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Nehmt unsere Vorschläge an, dann haben wir diese Debatte nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Das ist das, was euch Herr Matznetter vorgeschlagen hat. Diese moralische Verantwortung hat die Mehrheit im Haus, weil ihr die Rahmenbedingungen beschließt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Das war eine Frage!
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! (Abg. Hanger: Redest du jetzt zur Cofag?) – Herr Kollege, da kannst du schon schreien, aber die Wahrheit ist doch das: Ihr habt die Mehrheit in diesem Hause, damit kann man es auch ändern. (Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Nehmt unsere Vorschläge an, dann haben wir diese Debatte nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Das ist das, was euch Herr Matznetter vorgeschlagen hat. Diese moralische Verantwortung hat die Mehrheit im Haus, weil ihr die Rahmenbedingungen beschließt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das war eine Frage!
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! (Abg. Hanger: Redest du jetzt zur Cofag?) – Herr Kollege, da kannst du schon schreien, aber die Wahrheit ist doch das: Ihr habt die Mehrheit in diesem Hause, damit kann man es auch ändern. (Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Nehmt unsere Vorschläge an, dann haben wir diese Debatte nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Das ist das, was euch Herr Matznetter vorgeschlagen hat. Diese moralische Verantwortung hat die Mehrheit im Haus, weil ihr die Rahmenbedingungen beschließt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! (Abg. Hanger: Redest du jetzt zur Cofag?) – Herr Kollege, da kannst du schon schreien, aber die Wahrheit ist doch das: Ihr habt die Mehrheit in diesem Hause, damit kann man es auch ändern. (Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Nehmt unsere Vorschläge an, dann haben wir diese Debatte nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das war eine Frage!) Das ist das, was euch Herr Matznetter vorgeschlagen hat. Diese moralische Verantwortung hat die Mehrheit im Haus, weil ihr die Rahmenbedingungen beschließt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Das stimmt nicht! – Abg. Hanger: Ein Budget kann nicht die Inflationsrate senken! So viel zur wirtschaftspolitischen Kompetenz!
Erstens: Dieses Budget senkt nicht die Inflationsrate im Land. (Ruf bei den Grünen: Das stimmt nicht! – Abg. Hanger: Ein Budget kann nicht die Inflationsrate senken! So viel zur wirtschaftspolitischen Kompetenz!)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: Dieses Budget schafft keinen Gaspreisdeckel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.
Drittens: Dieses Budget enthält keine Gegenfinanzierung. Massensteuer statt Vermögensteuer, das ist Ihr Motto, meine sehr verehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja überhaupt nicht! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Viertens: Dieses Budget hat die falsche Verteilungswirkung. Vermögende profitieren viel stärker als der Durchschnitt im Land. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja überhaupt nicht! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Abg. Obernosterer: Das musst du alles aufschreiben!
Siebtens: Dieses Budget schafft nicht die nötigen Kinderbetreuungsplätze. (Abg. Obernosterer: Das musst du alles aufschreiben!)
Beifall bei der SPÖ.
Zehntens: Dieses Budget wird die Sorgen und Nöte der ganz normalen Leute in diesem Land nicht weniger machen, sondern mehr. Der Druck bei den vielen wird größer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Da muss sogar der Finanzminister nachdenken!
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, wenn Sie nicht erkennen wollen, dass es jetzt an der Zeit ist, in einen Markt einzugreifen, der nicht mehr funktioniert, dann reden Sie und regieren Sie an der Realität in Österreich vorbei. Das braucht es, und Sie sind dazu nicht bereit – deswegen: Ablehnung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Da muss sogar der Finanzminister nachdenken!)
Beifall bei der ÖVP.
Bei wirtschaftlicher Not ist es gerechtfertigt, Maßnahmen zu setzen, die das Budget belasten. Natürlich ist uns bewusst, dass wir das Budget mittelfristig konsolidieren müssen, aber die Kernaufgabe eines Staates ist nun einmal, in Zeiten wie diesen seinen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen und Sicherheit zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
die Wertschöpfung in der Region und wir schaffen damit auch Arbeitsplätze vor Ort. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Wir Gemeinden werden weiter investieren: in den Ausbau und in die Sicherung der Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger, aus Verantwortung für morgen und aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ.
nicht nur des letzten Jahres, sondern der letzten Jahre. Was Sie da in verschiedenen Bereichen gemacht haben, spiegelt ja genau das wider, nämlich einen totalen Verlust an Glaubwürdigkeit. Wenn ich Ihre Migrationspolitik in Erinnerung rufe, wo die Balkanrouten geschlossen wurden, wo der Innenminister den harten Maxi spielt und sagt, der Grenzschutz ist da – nichts von dem ist da. Die Leute sehen in der Wirklichkeit eben etwas ganz anderes. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt komme ich zum Budget: Da gibt es dieselben Muster. Sie reden tatsächlich von einem – ich habe genau zugehört – ausgewogenen, balancierten Budget, das wir da hätten. Sie produzieren 17 Milliarden Euro Defizit, also da von einem ausgewogenen, balancierten Budget zu sprechen, ist nicht nur an der Grenze zum Realitätsverlust, das ist Realitätsverlust. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Wenn wir uns das vorliegende Budget anschauen, dessen Beschluss ja das höchste, wichtigste Recht eines Parlaments ist, wie Sie da mit Ausgabeermächtigungen agieren – die SPÖ scheint das überhaupt nicht zu interessieren; ich würde an Ihrer Stelle ein bisschen zuhören beziehungsweise möchte ich darum ersuchen, dass Sie mir zuhören –, wie Sie da mit den Rücklagen umgehen, so ist das eine Blackbox. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Also 20 Prozent des gesamten Budgets sind eine Blackbox. Da kann man ja nicht mehr davon reden, dass Sie uns da offen, transparent und nachvollziehbar etwas als Entscheidungsgrundlage vorlegen. Sie erwarten jetzt von uns, dass wir dem hier zustimmen. Wir werden dem allein schon aus diesem Grund, aber auch aus mehreren anderen Gründen nicht zustimmen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich persönlich und wir Freiheitliche haben da ein ganz, ganz schlechtes Gefühl, und zunehmend, das zeigen ja auch die Umfragen, haben die Menschen in unserem Lande selbiges auch. Also bitte fangen Sie entweder an, in den Spiegel zu schauen und der Wahrheit und Wirklichkeit ins Auge zu blicken und Ihr Verhalten und Ihre Taten mit dem in Einklang zu bringen, was Sie reden, oder treten Sie ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Und Sie die Meisterschaft des Schlechtmachens! – Abg. Kassegger: Sie müssen in den Spiegel schauen, Herr Kollege!
Abgeordneter Hans Stefan Hintner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich habe mir auch drei Tage lang die Reden der Opposition angehört und ich habe mich gefragt: Bin ich eigentlich in Österreich? Bin ich in einem anderen Land? Bin ich auf einem anderen Kontinent? Sie haben in diesen drei Tagen wirklich die Meisterschaft des Schlechtredens gewonnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Und Sie die Meisterschaft des Schlechtmachens! – Abg. Kassegger: Sie müssen in den Spiegel schauen, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Kollegin von den NEOS hat in ihrer Rede gemeint, dass es eine Überförderung in Bezug auf den niederösterreichischen Strompreisrabatt gäbe. Ich darf festhalten, dass das Land Niederösterreich diese Maßnahme selbstverständlich auch als sozialpolitische sieht und es den Menschen, die betroffen sind, ganz egal ist, welches Mascherl dieses Geld hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Österreicher! Viele Entlastungen der Bundesregierung haben Sie bereits erreicht, viele folgen in den nächsten Monaten. Behalten Sie bitte in Erinnerung, dass die SPÖ gegen alle Entlastungsmaßnahmen gestimmt hat! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber, auch das wurde ausführlich debattiert und diskutiert, wir setzen auch Schwerpunkte im Sicherheitsbereich, im Transformationsbereich, und, was mir besonders wichtig ist, wir setzen auch strukturelle Maßnahmen, die seit Jahrzehnten diskutiert, aber nie umgesetzt wurden, wie beispielsweise die Abschaffung der kalten Progression und die Valorisierung der Sozialleistungen, und eben auch Schwerpunkte, die für die Zukunft dieses Landes ganz wesentlich sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: Ja, Lob kann man sich nicht aussuchen!
Wenn ich auf die Redebeiträge der vergangenen Tage hier im Hohen Haus zurückblicke, dann habe ich den Eindruck, dass offenbar sogar aus Sicht der Opposition an diesem Budget nicht alles schlecht ist. Zum Teil gab es ja sogar ungewöhnliches Lob, von ungewöhnlicher Seite – Herr Kollege Krainer, vor allem von Ihnen, das hat mich doch sehr überrascht, aber durchaus positiv überrascht. (Abg. Scherak: Ja, Lob kann man sich nicht aussuchen!) – Ja, genau!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb darf ich mich zum Abschluss dieser Budgetdebatte wirklich für die zumeist sehr differenzierte und sachliche Diskussion der vergangenen Wochen bedanken. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür möchte ich mich natürlich bei den Regierungsparteien, aber durchaus auch bei der Opposition bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Vielleicht nicht für jedes Projekt ist jetzt in diesen Krisensituationen die richtige Zeit. Wir können nicht alle Entwicklungen, alle globalen Entwicklungen, alle Krisen dieser Welt zu 100 Prozent abfedern. Wir können auch keine Garantie abgeben, dass kein einziger Österreicher, keine einzige Österreicherin, keine Institution, keine Firma, kein Unternehmen die Auswirkungen der Teuerung spürt; aber wir können das Versprechen abgeben, dass der Staat da ist, wenn man ihn braucht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne darf ich mich für die weitgehend konstruktive Debatte ganz herzlich bedanken und um eine möglichst breite Zustimmung zu diesem Budget bitten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Widerspruch bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin, schön, dass Sie hier sind! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren, die Sie uns auch nach einer solch langen Budgetdiskussion am Abend vor den Abstimmungen noch folgen! Eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen haben hier ausgeführt, dass dieses Budget zukunftsvergessen ist, und ich bedaure es wirklich, dass ich dieser Aussage leider zustimmen muss. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Widerspruch bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Zarits: Ist eh traurig!
Und was machen die Kollegen vom ÖVP-Wirtschaftsbund? – Die kommen hierher und halten mir vor, dass ich gegen die Interessen gehandelt hätte. Das ging so weit, dass sie gesagt haben, ja, aber ich habe ja eine Funktion in der Wirtschaftskammer! (Abg. Zarits: Ist eh traurig!)
Abg. Kickl: Für die ÖVP ist das kein Problem!
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dieselben Abgeordneten, die im Wirtschaftsparlament einen klaren Beschluss haben, dass die CO2-Steuer bei dieser Inflation aufgeschoben werden muss, lehnen unseren Antrag vom Inkrafttreten hier ab! Dieselben Abgeordneten! (Abg. Kickl: Für die ÖVP ist das kein Problem!) Das müssen Sie sich geben, meine Damen und Herren! Und sie halten mir vor, dass das, wenn ich die Wirtschaft schützen will, um Tausende Arbeitsplätze zu erhalten, gegen die Wirtschaft sei! (Ruf bei der ÖVP: Aber die Förderungen müssen wir zurückzahlen!) – Bei den Förderungen!
Ruf bei der ÖVP: Aber die Förderungen müssen wir zurückzahlen!
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dieselben Abgeordneten, die im Wirtschaftsparlament einen klaren Beschluss haben, dass die CO2-Steuer bei dieser Inflation aufgeschoben werden muss, lehnen unseren Antrag vom Inkrafttreten hier ab! Dieselben Abgeordneten! (Abg. Kickl: Für die ÖVP ist das kein Problem!) Das müssen Sie sich geben, meine Damen und Herren! Und sie halten mir vor, dass das, wenn ich die Wirtschaft schützen will, um Tausende Arbeitsplätze zu erhalten, gegen die Wirtschaft sei! (Ruf bei der ÖVP: Aber die Förderungen müssen wir zurückzahlen!) – Bei den Förderungen!
Abg. Stocker: ... jetzt die Förderungen weg!
Ich habe Ihnen in die Augen geschaut, als Sie im März 2020 den § 32 Epidemiegesetz mit dem Verdienstentgang gestrichen haben. Sie haben das nämlich den Unternehmen weggenommen. Sie haben sie zu Bittstellern degradiert. Tausende haben es bis heute nicht bekommen und andere haben die Taschen gefüllt. (Abg. Stocker: ... jetzt die Förderungen weg!) Das war Ihre Politik, Ihre Verantwortung, Ihre Situation!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Vorsicht, bitte! Ein Roter sollte nicht schwören!
Ändert eure Position! Macht den Weg frei für Neuwahlen! Vielleicht haltet ihr von den Grünen euer Ergebnis. Und ich schwöre Ihnen, meine Damen und Herren: Alles ohne Dominanz der ÖVP wird ein besseres Land werden, und damit auch ein besseres Budget. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Vorsicht, bitte! Ein Roter sollte nicht schwören!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich mache es kurz: Zum Kollegen Kassegger: Ich weiß, Sie wollen keinen Klimaschutz umsetzen, Sie wollen auf China warten. Sie wollen wahrscheinlich auf die Klimaflüchtlinge warten. Das ist die Politik, die Sie verfolgen, aber das ist die Politik, die wir nicht verfolgen – auf den Punkt gebracht. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Wenn wir jetzt vom Gaspreisdeckel reden: 2008/2009 hatten wir bereits Gaspreise von 85 Euro, Sie fordern jetzt 50 Euro. Damals hatten wir zufällig eine SPÖ-Regierung. Die hat damals von einem Gaspreisdeckel nichts wissen wollen. Schon spannend: Wenn man in Regierungsverantwortung ist, gibt es keinen Gaspreisdeckel, sonst schreit man recht laut danach. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Deutschen schauen von uns ab. Der Stromkostenzuschuss wird kopiert und den Energiekostenzuschuss für Unternehmen haben wir schon lange umgesetzt. Wir sind nämlich den Deutschen weit voraus. Die schauen nach Österreich, was bei uns passiert, und nicht wir müssen nach Deutschland schauen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Haubner. – Abg. Martin Graf: Es ist ein verzweifeltes Klatschen bei der ÖVP!
Ein letzter Tipp: Lesen Sie die „Börsen-Zeitung“! Der Ex-Wirtschaftsweise Volker Wieland hat gesagt, das, was Deutschland hier tut, ist höchstgefährlich, denn das bringt die Teuerung in den nächsten Jahren, weil es die Investitionen im Energiebereich verschleppt. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Haubner. – Abg. Martin Graf: Es ist ein verzweifeltes Klatschen bei der ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das Interessante dabei ist: Bei eigentlich jedem einzelnen Kapitel, das wir hier in den letzten drei Tagen durchdiskutiert haben, stellen sich dann Abgeordnete der SPÖ hier ans Rednerpult und fordern: mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld! – Da fragt man sich schon, ob Sie eigentlich eins und eins zusammenzählen können und wie glaubwürdig Ihre Kritik dann eigentlich ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu den für die österreichischen Unternehmen in der Coronakrise notwendigen Förderungen durch die Cofag – wir haben es in den letzten drei Tagen schon öfters gehört –: Erstens kann man – vor allem Sie, meine Damen und Herren Zuseher – alle Förderungen ab 10 000 Euro im Transparenzportal einsehen, und das ist Transparenz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Doppelbauer: Ja was denn sonst?
Zweitens gibt es für diese Förderungen Richtlinien, die für alle Unternehmen gleichermaßen gelten – für alle! –, also hören Sie bitte auf, Frau Kollegin Doppelbauer von den NEOS, da immer von Freunderlwirtschaft zu sprechen! (Abg. Doppelbauer: Ja was denn sonst?) Das steht Ihnen als hoffentlich konstruktive Oppositionspartei nicht. (Abg. Steger: ... gar nicht!) Es gilt für alle das gleiche Recht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Steger: ... gar nicht!
Zweitens gibt es für diese Förderungen Richtlinien, die für alle Unternehmen gleichermaßen gelten – für alle! –, also hören Sie bitte auf, Frau Kollegin Doppelbauer von den NEOS, da immer von Freunderlwirtschaft zu sprechen! (Abg. Doppelbauer: Ja was denn sonst?) Das steht Ihnen als hoffentlich konstruktive Oppositionspartei nicht. (Abg. Steger: ... gar nicht!) Es gilt für alle das gleiche Recht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Zweitens gibt es für diese Förderungen Richtlinien, die für alle Unternehmen gleichermaßen gelten – für alle! –, also hören Sie bitte auf, Frau Kollegin Doppelbauer von den NEOS, da immer von Freunderlwirtschaft zu sprechen! (Abg. Doppelbauer: Ja was denn sonst?) Das steht Ihnen als hoffentlich konstruktive Oppositionspartei nicht. (Abg. Steger: ... gar nicht!) Es gilt für alle das gleiche Recht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Vertreter der NEOS, die das gefordert haben! Das wurde dann umgesetzt – und jetzt ist auf einmal wieder alles falsch und wird kritisiert. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Sie können das gerne nachlesen. Es konnte gar nicht schnell genug gehen. Jetzt aber beobachtet man die berühmte Schaukelstuhlpolitik: Man fordert etwas, das wird umgesetzt und im Nachhinein sagt man, man weiß davon nichts. – Das ist Kindesweglegung, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir stehen dazu. Wir haben rasch geholfen und das war wichtig, denn es hat viele Unternehmen in diesem Land gerettet – nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Zum Abschluss: Ich finde es, nobel ausgedrückt, mehr als befremdlich – und jetzt schaue ich in Richtung der SPÖ (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) –, dass Sie einen Kollegen, der Unternehmer ist, der in seiner Region wahnsinnig viel investiert hat, der in den letzten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze geschaffen hat, von denen viele Familien profitieren, der für Wohlstand in seiner Region sorgt, hier so durch den Kakao ziehen! Es ist beschämend, was Sie hier machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Abschluss: Ich finde es, nobel ausgedrückt, mehr als befremdlich – und jetzt schaue ich in Richtung der SPÖ (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) –, dass Sie einen Kollegen, der Unternehmer ist, der in seiner Region wahnsinnig viel investiert hat, der in den letzten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze geschaffen hat, von denen viele Familien profitieren, der für Wohlstand in seiner Region sorgt, hier so durch den Kakao ziehen! Es ist beschämend, was Sie hier machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Anhaltender Beifall und Bravoruf bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger. – Ruf bei der ÖVP: Hätten wir einen Betriebsrat, hätten wir schon eine Klage!
Es ist ein Tiefpunkt. Es ist wirklich ein Tiefpunkt in dieser parlamentarischen Auseinandersetzung, Einzelne hier herauszugreifen. Es gibt Gott sei Dank zahlreiche Unternehmer, die für Arbeitsplätze sorgen und die genauso wie alle anderen richtig behandelt werden müssen, wenn es darum geht, die Unternehmen zu retten und für Arbeitsplätze zu sorgen! (Anhaltender Beifall und Bravoruf bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger. – Ruf bei der ÖVP: Hätten wir einen Betriebsrat, hätten wir schon eine Klage!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. – Das ist die Mehrheit, daher angenommen. (274/E) (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)