Eckdaten:
Für die 23. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 3610 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Riepl – auf die leeren Sitzplätze der Abgeordneten der FPÖ weisend –: Die Blauen machen blau!
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen – diesem langen Vorschlag, den ich jetzt in aller Ausführlichkeit referiert habe –, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen. (Abg. Riepl – auf die leeren Sitzplätze der Abgeordneten der FPÖ weisend –: Die Blauen machen blau!)
Abg. Bucher: Zur Geschäftsbehandlung!
Wir gehen in die Debatte ein. (Abg. Bucher: Zur Geschäftsbehandlung!)
Rufe bei der SPÖ: Lauter! Lauter!
der Finanzminister sehr vertraut –, und ein Institut (Rufe bei der SPÖ: Lauter! Lauter!), das maßgeblich dazu beigetragen hat, dass das Budget 2010 erstellt werden konnte, haben ihre Prognosen zurückgenommen und gesagt, dass sich die Budgetzahlen so nicht halten lassen – vor allem für das Jahr 2010 –, dass es daher unredlich und unverantwortlich ist, das Budget 2010 so zu verabschieden, wie es vonseiten des Herrn Finanzministers vorgelegt wurde.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Weg mit dem Mogelbudget!
Daher stellen wir gemäß § 53 Abs. 6 Z 2 der Geschäftsordnung den Antrag, den Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (112 d.B.): Bundesgesetz über die Bewilligung des Bundesvoranschlages für das Jahr 2010 (Bundesfinanzgesetz 2010 – BFG 2010), samt Anlagen (201 d.B.), an den Budgetausschuss zu verweisen, um dort die Beratungen fortzusetzen, um dort anhand verlässlicher Zahlen und Daten ein Budget für das Jahr 2010 zu erstellen, das einigermaßen den Realitäten entspricht. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Weg mit dem Mogelbudget!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wann machen wir es dann?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Die Begründung des Rückverweisungsantrages wird im Laufe der Debatte wahrscheinlich noch öfter fallen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wann machen wir es dann?) – Guten Morgen, Herr Bundesminister, Herr Vizekanzler! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Guten Morgen!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Guten Morgen!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Die Begründung des Rückverweisungsantrages wird im Laufe der Debatte wahrscheinlich noch öfter fallen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wann machen wir es dann?) – Guten Morgen, Herr Bundesminister, Herr Vizekanzler! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Guten Morgen!)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Sie können ja gar nicht einmal so viel dafür, aber seien Sie wenigstens so gut und machen Sie das, was Ihre Aufgabe ist: Legen Sie möglichst genaue Zahlen vor! Im Übrigen mache ich Sie darauf aufmerksam: Der Grundsatz der Budgetwahrheit lässt sich aus der Verfassung herleiten, und auch der sind Sie verpflichtet! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir nun in den nächsten Tagen die Debatte abführen und ein Budget beschließen werden, das so nicht haltbar ist, so ist das fahrlässig. Daher ist es tatsächlich notwendig, sich diese Mehrarbeit zu machen, rückzuverweisen, die neuen Zahlen heranzuziehen und dann ein möglichst genaues Budget zu beschließen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Ergänzt!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich möchte nur vorausschicken, dass sich die Argumentationsweise der Oppositionsparteien hier ein bisschen widerspricht. (Abg. Dr. Strutz: Ergänzt!) Auf der einen Seite wird immer behauptet, dass die Prognostiker nicht recht haben, aber jetzt werden die Prognostiker plötzlich herangezogen, um kundzutun, dass sie doch recht haben. Verbunden wird das noch mit einer apokalyptischen Grundeinstellung, die uns bei der Opposition in manchen Fragen nicht neu ist, daher auch heute nicht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir können – zu Ihrem Bedauern, Herr Abgeordneter Bucher – dem Antrag natürlich nicht beitreten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja einen falschen Radio!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, welchem Herrn Felderer Herr Kogler heute zugehört hat, denn jener Herr Felderer, dem ich heute früh im „Morgenjournal“ zugehört habe, nämlich Herr Bernhard Felderer, Vorsitzender des Staatsschuldenausschusses und anerkannter Wirtschaftsforscher, hat im Wesentlichen die Zahlen, die der Herr Finanzminister dem Budget zugrundegelegt hat, heute früh bestätigt. Also Sie müssen jemand anderem zugehört haben. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja einen falschen Radio!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aber eines ist klar: Am genauesten wäre das Budget, das man hinterher beschließt, nach Ablauf des Jahres. Wenn Sie diesen Weg gehen wollen, dann gehen Sie ihn – wir gehen ihn nicht mit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Spare in der Zeit, dann hast du in der Not! – Das ist ein Motto, das in der Bevölkerung sehr bekannt ist, nur leider bei der Bundesregierung nicht. In den Jahren 2006 bis 2008 hat man nämlich durch eine Gott sei Dank sehr gute Konjunktur 14,7 Milliarden € mehr eingenommen, als geplant waren, und das wären Reserven gewesen, die man in Krisenzeiten, in denen wir uns heute befinden, dringend gebraucht hätte. Aber SPÖ und ÖVP haben es geschafft, die gesamten Mehreinnahmen auch wieder auszugeben. Die Defizitlawine ist in der Zwischenzeit auf 180 Milliarden € angestiegen. (Zwischenruf des Abg. Gahr.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Herr Finanzminister, bleiben die Antwort schuldig, wie Sie diesen Schuldenstand jemals wieder abzubauen gedenken. (Beifall bei der FPÖ.) Ich glaube, dass Sie dieser Tatsache ganz hilflos gegenüberstehen. Was mich so stört an Ihnen, ist, dass Sie die Dinge anscheinend unheimlich gleichgültig zur Kenntnis nehmen.
Abg. Neugebauer: Eine private Firma meldet sich beim Staat an!
Herr Finanzminister, wären Sie in der Privatwirtschaft und würden Sie solche Pläne in einer privaten Firma liefern, dann wären Sie nicht lange der Finanzvorstand. – Das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Neugebauer: Eine private Firma meldet sich beim Staat an!)
Ruf bei der ÖVP: „angeschossen?“
Herr Auer, gestern haben Sie mich wegen meiner Äußerungen betreffend EU-Beitrag angeschossen. (Ruf bei der ÖVP: „angeschossen?“) Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man den EU-Beitrag, zumindest was die Nettozahlung, die 800 Millionen €, betrifft, auf 400 Millionen € senken sollte und könnte, wobei ich auch nicht verstehe, warum wir für die Landwirte den Umweg über die EU machen müssen. 1,5 Milliarden € gelangen über die EU wieder nach Österreich zurück, und von 250 Millionen € weiß man nicht, wer sie überhaupt bekommen hat. – Das zu Ihrer gestrigen Anmerkung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Weniger! 1,1 Milliarden, nicht 1,5 Milliarden!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Weniger! 1,1 Milliarden, nicht 1,5 Milliarden!
Herr Auer, gestern haben Sie mich wegen meiner Äußerungen betreffend EU-Beitrag angeschossen. (Ruf bei der ÖVP: „angeschossen?“) Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man den EU-Beitrag, zumindest was die Nettozahlung, die 800 Millionen €, betrifft, auf 400 Millionen € senken sollte und könnte, wobei ich auch nicht verstehe, warum wir für die Landwirte den Umweg über die EU machen müssen. 1,5 Milliarden € gelangen über die EU wieder nach Österreich zurück, und von 250 Millionen € weiß man nicht, wer sie überhaupt bekommen hat. – Das zu Ihrer gestrigen Anmerkung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Weniger! 1,1 Milliarden, nicht 1,5 Milliarden!)
Beifall bei der FPÖ.
Bevor man in diesem Staat an neue Steuern denkt, sollten sämtliche Einsparungsmöglichkeiten gehoben werden, die im Bund, in den Ländern, in den Gemeinden und in den staatsnahen Betrieben zur Verfügung stehen. Der ehemalige Finanzminister Dr. Androsch hat sicher recht, wenn er sagt, neue Steuern wären in der momentanen Situation Morphium, weil diese nur den Druck zu Reformen in Bund, Ländern und Gemeinden mildern würden. Offenbar geht es uns in Österreich noch immer zu gut. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Gradauer, ich möchte festhalten, ich habe Sie gestern nicht „angeschossen“, sondern ich habe angesichts dessen, dass bäuerliche Vertreter Ihrer Fraktion hier immer noch und noch mehr an Mitteln fordern, nur daran erinnert, dass es nicht vereinbar und kompatibel ist, dass einerseits mehr gefordert wird und andererseits von Ihnen ausdrücklich der Hinweis kommt, man müsste die EU-Zahlung halbieren. Das geht nicht zusammen, meine Damen und Herren – nicht mehr und nicht weniger. Aber vielleicht macht ihr einmal ein internes Hearing, um diese Dinge und diese Fragen abzuklären. Das wäre durchaus denkbar. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Passt das für Raiffeisen auch?
Spare in der Zeit, hat Herr Kollege Gradauer einen alten Spruch zitierend gemeint, dann hast du in der Not. – Da hat er völlig recht. (Abg. Bucher: Passt das für Raiffeisen auch?) Würde ich allerdings alles zusammenzählen, Herr Kollege Gradauer, was von Ihnen oder Ihrer Fraktion und der Opposition in den letzten Jahren insgesamt gefordert wurde, dann hätten wir jetzt schon ein größeres Defizit.
demonstrativer Beifall des Abg. Jury
Vielleicht sollten wir uns aber auch hier im Plenum eine etwas andere Vorgangsweise überlegen, denn was machen wir denn tatsächlich? – Erste Lesung: Generaldebatte; gestern de facto wiederum: Generaldebatte; heute de facto wiederum: Generaldebatte (demonstrativer Beifall des Abg. Jury), der 26. Aufguss so quasi unter dem Motto: Es ist zwar schon alles gesagt, nur nicht von mir!, und vielleicht noch drei und vier Mal dasselbe, nur um Rituale aufrechtzuerhalten und Stricherllisten zu füllen. Ich glaube, das ist wirklich zu wenig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Vielleicht sollten wir uns aber auch hier im Plenum eine etwas andere Vorgangsweise überlegen, denn was machen wir denn tatsächlich? – Erste Lesung: Generaldebatte; gestern de facto wiederum: Generaldebatte; heute de facto wiederum: Generaldebatte (demonstrativer Beifall des Abg. Jury), der 26. Aufguss so quasi unter dem Motto: Es ist zwar schon alles gesagt, nur nicht von mir!, und vielleicht noch drei und vier Mal dasselbe, nur um Rituale aufrechtzuerhalten und Stricherllisten zu füllen. Ich glaube, das ist wirklich zu wenig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Meine Damen und Herren, danken möchte ich zuerst Herrn Sektionschef Dr. Steger und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das neue Haushaltsrecht, das er uns in unzähligen Besprechungen nähergebracht hat (Beifall bei ÖVP und SPÖ), obwohl festzuhalten ist, dass er vielleicht noch Nachholbedarf hat, was die Aufklärung des einen oder anderen Kollegen betrifft, denn wenn ich an manche Beratung zurückdenke, so hatte ich manchmal den Eindruck, nicht alle wussten schon, dass wir ein einstimmig beschlossenes Haushaltsrecht haben.
Beifall bei der ÖVP.
Grundsätzlich darf ich mich auch besonders bei meinen Stellvertretern im Budgetausschuss bedanken, ob das der Kollege Gartlehner von der SPÖ, der Kollege Weinzinger von der FPÖ oder der Kollege Sonnberger aus der eigenen Fraktion war. Es war eine objektive, perfekte Vorsitzführung, und ich danke auch allen Klubmitarbeiterinnen und Klubmitarbeitern, gleich welcher Fraktion. Sie werden verstehen, dass ich auch meinen eigenen Verantwortlichen, Herrn Mag. Andy Samonig, erwähne. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Besonderer Dank gebührt vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Parlaments, die ausgezeichnete Arbeit geleistet haben, denn Budgetausschussberatungen sind nun einmal sehr zeitintensiv. Also auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein besonderes Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jury.
Offensichtlich war deren Urteil auch nicht so positiv, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Jury.) – Jobhopper sind es, ja. Eines ist aber deutlich geworden: Was Ratingagenturen zum Teil von sich gegeben haben und was sich der IWF und auch ein gewisser Krugman in der Bonitätsbeurteilung geleistet haben, das ist ein Skandal. – Das sei auch einmal festgehalten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jury.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jury.
Offensichtlich war deren Urteil auch nicht so positiv, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Jury.) – Jobhopper sind es, ja. Eines ist aber deutlich geworden: Was Ratingagenturen zum Teil von sich gegeben haben und was sich der IWF und auch ein gewisser Krugman in der Bonitätsbeurteilung geleistet haben, das ist ein Skandal. – Das sei auch einmal festgehalten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jury.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Scheibner: Wo wird darüber diskutiert? – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja wichtig!
Meine Damen und Herren, ein Hinweis: Europa und vielleicht auch wir in Österreich sollten nicht alles, was aus Amerika kommt, kritiklos übernehmen. Es war ja interessant: Was uns in Europa Ratingagenturen und amerikanische Finanzwissenschaftler mit Basel II sozusagen aufs Auge gedrückt haben, ist ja bemerkenswert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Scheibner: Wo wird darüber diskutiert? – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja wichtig!) Die Amerikaner erfinden die Regeln, und sie halten sie selber nicht ein. Basel II ist nämlich tatsächlich falsch angelegt.
Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!
Kollege Pirklhuber, gerade aus Ihrer Fraktion war man ja der Meinung, Basel II müsste noch schärfer formuliert werden, als es dann letztlich umgesetzt wurde. (Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!) Schauen Sie einmal nach in Ihren Protokollen, dann werden Sie das selber lesen, wenn Sie schon vergessen haben, was Sie damals von sich gegeben haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
Kollege Pirklhuber, gerade aus Ihrer Fraktion war man ja der Meinung, Basel II müsste noch schärfer formuliert werden, als es dann letztlich umgesetzt wurde. (Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!) Schauen Sie einmal nach in Ihren Protokollen, dann werden Sie das selber lesen, wenn Sie schon vergessen haben, was Sie damals von sich gegeben haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Mag. Kogler: Nehmen Sie das zurück! Sie haben Ihre Raiffeisen-Filialen verraten!
Grundsätzlich ist aber festzuhalten, dass sich die Weltwirtschaft offensichtlich bereits erholt. „Talfahrt noch heuer zu Ende“ titeln die „Oberösterreichischen Nachrichten“ heute bezüglich der Weltwirtschaft. Und weiter: „Konjunktur-Pflänzchen bekommt Nahrung aus allen Teilen der Welt.“ Jetzt weiß ich schon, es ist ein zartes Pflänzchen (Abg. Mag. Kogler: Nehmen Sie das zurück! Sie haben Ihre Raiffeisen-Filialen verraten!) – Herr Kollege Kogler, regen Sie sich nicht auf! Sie haben nachher Zeit und Möglichkeiten genug, sich hier zu äußern, und das werden Sie auch in gekonnter Weise tun. (Abg. Mag. Kogler: Wenn man sich das anhört, kommt man ja gar nicht dazu, das in einer vernünftigen Redezeit zu widerlegen!)
Abg. Mag. Kogler: Wenn man sich das anhört, kommt man ja gar nicht dazu, das in einer vernünftigen Redezeit zu widerlegen!
Grundsätzlich ist aber festzuhalten, dass sich die Weltwirtschaft offensichtlich bereits erholt. „Talfahrt noch heuer zu Ende“ titeln die „Oberösterreichischen Nachrichten“ heute bezüglich der Weltwirtschaft. Und weiter: „Konjunktur-Pflänzchen bekommt Nahrung aus allen Teilen der Welt.“ Jetzt weiß ich schon, es ist ein zartes Pflänzchen (Abg. Mag. Kogler: Nehmen Sie das zurück! Sie haben Ihre Raiffeisen-Filialen verraten!) – Herr Kollege Kogler, regen Sie sich nicht auf! Sie haben nachher Zeit und Möglichkeiten genug, sich hier zu äußern, und das werden Sie auch in gekonnter Weise tun. (Abg. Mag. Kogler: Wenn man sich das anhört, kommt man ja gar nicht dazu, das in einer vernünftigen Redezeit zu widerlegen!)
Abg. Mag. Kogler: Halten Sie sich an die Wahrheit! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Es ist schade, wenn Sie hier Ihre Nerven strapazieren. Das schadet Ihrem Blutdruck und auch Ihrer Ausdrucksweise. Halten Sie sich zurück, Sie haben nachher Chancen genug – auch noch die gesamte nächste Woche –, das hier zu artikulieren! (Abg. Mag. Kogler: Halten Sie sich an die Wahrheit! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Mag. Kogler: Ihre Fraktion ist völlig umgefallen in dieser Sache! Das ist ja unglaublich! Nur, weil Sie von Raiffeisen gezahlt werden, brauchen Sie nicht !
Ich bin am Rednerpult, Herr Kollege Pirklhuber. Ich bin am Rednerpult, Herr Kollege! (Abg. Mag. Kogler: Ihre Fraktion ist völlig umgefallen in dieser Sache! Das ist ja unglaublich! Nur, weil Sie von Raiffeisen gezahlt werden, brauchen Sie nicht !)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Herr Kollege Kogler, ich würde Sie bitten, diese Unterstellung zurückzunehmen! Ich werde hier im Parlament nicht von Raiffeisen, sondern vom österreichischen Staat bezahlt! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Sie auch! (Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist schon wieder so ein Wahnsinn! – Abg. Mag. Kogler: Stehen Sie dazu, was Sie als Verantwortlicher gemacht haben!) – Was habe ich gemacht? (Abg. Mag. Kogler: Na, was haben Sie denn abgestimmt bei Basel II?) – Was habe ich gemacht? Was habe
Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist schon wieder so ein Wahnsinn! – Abg. Mag. Kogler: Stehen Sie dazu, was Sie als Verantwortlicher gemacht haben!
Herr Kollege Kogler, ich würde Sie bitten, diese Unterstellung zurückzunehmen! Ich werde hier im Parlament nicht von Raiffeisen, sondern vom österreichischen Staat bezahlt! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Sie auch! (Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist schon wieder so ein Wahnsinn! – Abg. Mag. Kogler: Stehen Sie dazu, was Sie als Verantwortlicher gemacht haben!) – Was habe ich gemacht? (Abg. Mag. Kogler: Na, was haben Sie denn abgestimmt bei Basel II?) – Was habe ich gemacht? Was habe
Abg. Mag. Kogler: Na, was haben Sie denn abgestimmt bei Basel II?
Herr Kollege Kogler, ich würde Sie bitten, diese Unterstellung zurückzunehmen! Ich werde hier im Parlament nicht von Raiffeisen, sondern vom österreichischen Staat bezahlt! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Sie auch! (Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist schon wieder so ein Wahnsinn! – Abg. Mag. Kogler: Stehen Sie dazu, was Sie als Verantwortlicher gemacht haben!) – Was habe ich gemacht? (Abg. Mag. Kogler: Na, was haben Sie denn abgestimmt bei Basel II?) – Was habe ich gemacht? Was habe
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja sicher!
ich gemacht, Herr Kollege Kogler? – Dasselbe wie Sie, wir haben es einstimmig beschlossen, oder? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja sicher!) Oder wissen Sie es nicht mehr? Vielleicht kann man Ihrem Gedächtnis ein wenig nachhelfen. (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie reißen ja das Fassl auf, völlig unmotiviert!)
Abg. Mag. Kogler: Aber Sie reißen ja das Fassl auf, völlig unmotiviert!
ich gemacht, Herr Kollege Kogler? – Dasselbe wie Sie, wir haben es einstimmig beschlossen, oder? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja sicher!) Oder wissen Sie es nicht mehr? Vielleicht kann man Ihrem Gedächtnis ein wenig nachhelfen. (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie reißen ja das Fassl auf, völlig unmotiviert!)
Abg. Bucher: Positiv? Ein positives Budget?
Wichtig ist, nach bestem Wissen und Gewissen die Zahlen und Fakten darzulegen. Das hat der Herr Bundesminister getan. Diese Regierung hat sich bemüht, ein positives Doppelbudget auf den Weg zu bringen (Abg. Bucher: Positiv? Ein positives Budget?) und die Antworten für die schwierige Zeit, die vor uns liegt, dementsprechend zu geben. Meine Damen und Herrn! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist da positiv?) – Ja, Herr Kollege Westenthaler: Was ist positiv? Das könnte man sich auch fragen, was Ihre Redebeiträge betrifft! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist da positiv?
Wichtig ist, nach bestem Wissen und Gewissen die Zahlen und Fakten darzulegen. Das hat der Herr Bundesminister getan. Diese Regierung hat sich bemüht, ein positives Doppelbudget auf den Weg zu bringen (Abg. Bucher: Positiv? Ein positives Budget?) und die Antworten für die schwierige Zeit, die vor uns liegt, dementsprechend zu geben. Meine Damen und Herrn! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist da positiv?) – Ja, Herr Kollege Westenthaler: Was ist positiv? Das könnte man sich auch fragen, was Ihre Redebeiträge betrifft! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Wichtig ist, nach bestem Wissen und Gewissen die Zahlen und Fakten darzulegen. Das hat der Herr Bundesminister getan. Diese Regierung hat sich bemüht, ein positives Doppelbudget auf den Weg zu bringen (Abg. Bucher: Positiv? Ein positives Budget?) und die Antworten für die schwierige Zeit, die vor uns liegt, dementsprechend zu geben. Meine Damen und Herrn! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist da positiv?) – Ja, Herr Kollege Westenthaler: Was ist positiv? Das könnte man sich auch fragen, was Ihre Redebeiträge betrifft! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Guten Morgen, Herr Kollege Faul – wo ist er denn? (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf!) Oje, bitte schaut nach, was er macht! Nicht, dass er dann wieder an der Rostra durchdreht. (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Nein, ich mache mir Sorgen um ihn, wirklich. Wenn ich mir ansehe, was er gestern Abend hier aufgeführt hat: Bitte, ihr müsst ein bisschen kollegialer mit eurem Kollegen Faul umgehen. Ich habe ihn heute in der Früh schon gesehen, da hat er schon wieder so geschwitzt und das Sakko ausgezogen. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Ich habe die Hoffnung gehabt, dass er heute seine sieben Sinne wieder beieinander hat. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sieben Sinne?! sind nur fünf!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Guten Morgen, Herr Kollege Faul – wo ist er denn? (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf!) Oje, bitte schaut nach, was er macht! Nicht, dass er dann wieder an der Rostra durchdreht. (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Nein, ich mache mir Sorgen um ihn, wirklich. Wenn ich mir ansehe, was er gestern Abend hier aufgeführt hat: Bitte, ihr müsst ein bisschen kollegialer mit eurem Kollegen Faul umgehen. Ich habe ihn heute in der Früh schon gesehen, da hat er schon wieder so geschwitzt und das Sakko ausgezogen. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Ich habe die Hoffnung gehabt, dass er heute seine sieben Sinne wieder beieinander hat. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sieben Sinne?! sind nur fünf!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sieben Sinne?! sind nur fünf!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Guten Morgen, Herr Kollege Faul – wo ist er denn? (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf!) Oje, bitte schaut nach, was er macht! Nicht, dass er dann wieder an der Rostra durchdreht. (Abg. Ing. Westenthaler: Der hängt am Tropf! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Nein, ich mache mir Sorgen um ihn, wirklich. Wenn ich mir ansehe, was er gestern Abend hier aufgeführt hat: Bitte, ihr müsst ein bisschen kollegialer mit eurem Kollegen Faul umgehen. Ich habe ihn heute in der Früh schon gesehen, da hat er schon wieder so geschwitzt und das Sakko ausgezogen. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Ich habe die Hoffnung gehabt, dass er heute seine sieben Sinne wieder beieinander hat. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sieben Sinne?! sind nur fünf!)
Abg. Riepl: Wie viele Sinne haben Sie beisammen heute?
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn Sie sich um den Kollegen Faul keine Sorgen machen, dann erlauben Sie, dass wir uns die Sorgen machen. Herr Kollege Kopf (Abg. Riepl: Wie viele Sinne haben Sie beisammen heute?) – Schauen Sie, ich möchte Ihr Gezeter nicht hören, wenn sich einer von uns gestern so aufgeführt hätte wie Ihr Kollege Faul, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Sie führen sich immer auf!) – Im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen, da seid ihr Weltmeister!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Sie führen sich immer auf!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn Sie sich um den Kollegen Faul keine Sorgen machen, dann erlauben Sie, dass wir uns die Sorgen machen. Herr Kollege Kopf (Abg. Riepl: Wie viele Sinne haben Sie beisammen heute?) – Schauen Sie, ich möchte Ihr Gezeter nicht hören, wenn sich einer von uns gestern so aufgeführt hätte wie Ihr Kollege Faul, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Sie führen sich immer auf!) – Im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen, da seid ihr Weltmeister!
Abg. Kopf: Aber das ganze, bitte! Nicht selektiv zitieren!
Herr Kollege Kopf, ich muss Ihnen jetzt das Zitat des Chefs des IHS, Bernhard Felderer, vortragen. (Abg. Kopf: Aber das ganze, bitte! Nicht selektiv zitieren!) – Ja, ich trage das vor. Du hast heute offensichtlich wirklich das falsche Programm drinnen gehabt. Ich habe sogar den Verdacht, dass du eine alte Sportsendung von Andi Felder angehört hast. CD herausnehmen und einfach nur aktuelles Radio einschalten, dann geht das schon.
Abg. Kopf: Gegenüber 2008, nicht gegenüber dem Budget! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Riepl.
Adam Riese (Abg. Kopf: Gegenüber 2008, nicht gegenüber dem Budget! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Riepl.) – Mindereinnahmen gegenüber 2008. Gegenüber heißt (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist ja budgetiert!) – Ja, ja. Langsam, langsam! Das sind etwa 5 Milliarden (Ruf bei der ÖVP: Das steht im Budget! – Abg. Bucher – in Richtung Regierungsbank –: Nicht nervös werden! – Abg. Mag. Wurm: Das steht im Strategiepapier! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Bist du narrisch!) – „Bist du narrisch“ ist nicht wahr, Herr Kollege! Das ist der Felderer, der ist Ihr Hauptberater. Der schreibt hier: 5 Milliarden € in diesem Jahr, 2009. (Abg. Kopf: Gegenüber 2008! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Wunderbar! Es kommt schon noch dicker, jetzt geht es weiter:
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist ja budgetiert!
Adam Riese (Abg. Kopf: Gegenüber 2008, nicht gegenüber dem Budget! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Riepl.) – Mindereinnahmen gegenüber 2008. Gegenüber heißt (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist ja budgetiert!) – Ja, ja. Langsam, langsam! Das sind etwa 5 Milliarden (Ruf bei der ÖVP: Das steht im Budget! – Abg. Bucher – in Richtung Regierungsbank –: Nicht nervös werden! – Abg. Mag. Wurm: Das steht im Strategiepapier! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Bist du narrisch!) – „Bist du narrisch“ ist nicht wahr, Herr Kollege! Das ist der Felderer, der ist Ihr Hauptberater. Der schreibt hier: 5 Milliarden € in diesem Jahr, 2009. (Abg. Kopf: Gegenüber 2008! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Wunderbar! Es kommt schon noch dicker, jetzt geht es weiter:
Ruf bei der ÖVP: Das steht im Budget! – Abg. Bucher – in Richtung Regierungsbank –: Nicht nervös werden! – Abg. Mag. Wurm: Das steht im Strategiepapier! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Bist du narrisch!
Adam Riese (Abg. Kopf: Gegenüber 2008, nicht gegenüber dem Budget! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Riepl.) – Mindereinnahmen gegenüber 2008. Gegenüber heißt (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist ja budgetiert!) – Ja, ja. Langsam, langsam! Das sind etwa 5 Milliarden (Ruf bei der ÖVP: Das steht im Budget! – Abg. Bucher – in Richtung Regierungsbank –: Nicht nervös werden! – Abg. Mag. Wurm: Das steht im Strategiepapier! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Bist du narrisch!) – „Bist du narrisch“ ist nicht wahr, Herr Kollege! Das ist der Felderer, der ist Ihr Hauptberater. Der schreibt hier: 5 Milliarden € in diesem Jahr, 2009. (Abg. Kopf: Gegenüber 2008! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Wunderbar! Es kommt schon noch dicker, jetzt geht es weiter:
Abg. Kopf: Gegenüber 2008! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Adam Riese (Abg. Kopf: Gegenüber 2008, nicht gegenüber dem Budget! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Riepl.) – Mindereinnahmen gegenüber 2008. Gegenüber heißt (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist ja budgetiert!) – Ja, ja. Langsam, langsam! Das sind etwa 5 Milliarden (Ruf bei der ÖVP: Das steht im Budget! – Abg. Bucher – in Richtung Regierungsbank –: Nicht nervös werden! – Abg. Mag. Wurm: Das steht im Strategiepapier! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Bist du narrisch!) – „Bist du narrisch“ ist nicht wahr, Herr Kollege! Das ist der Felderer, der ist Ihr Hauptberater. Der schreibt hier: 5 Milliarden € in diesem Jahr, 2009. (Abg. Kopf: Gegenüber 2008! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Wunderbar! Es kommt schon noch dicker, jetzt geht es weiter:
Abg. Kopf: Steht im Budget!
Das böse Erwachen kommt erst später. Felderer erwartet, dass nach der Krise viele Staaten eine zusätzliche Staatsverschuldung von 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und mehr haben werden. (Abg. Kopf: Steht im Budget!) Österreichs Verschuldung werde von 58 Prozent Anfang 2008 auf 77 Prozent Ende 2011 steigen.
Abg. Mag. Wurm: Das stimmt nicht! Strategie! – Abg. Dr. Stummvoll: Mittelfristig!
Originalzitat: „Da wird man sicher eine Korrektur der bisherigen mittelfristigen Budgetplanung durchführen müssen.“ (Abg. Mag. Wurm: Das stimmt nicht! Strategie! – Abg. Dr. Stummvoll: Mittelfristig!) – Zitat Felderer, nicht Ewald Stadler! Nicht „bist du narrisch!“, wie der Herr Vizekanzler sagt.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
„Bist du narrisch“, sagt der Herr Vizekanzler dazu, meine Damen und Herren. Sehen Sie, das haben wir auch gedacht: Bist du narrisch! Zurück in den Budgetausschuss, ein anderes Budget muss her, das von weniger narrischen Annahmen ausgeht, Herr Vizekanzler, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Schauen Sie, ich möchte mich auf einen Sektor konzentrieren, der dem Bürger derzeit wichtig ist: auf die Sicherheit. Die Österreicher wollen Sicherheit haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Alle Meinungsumfragen zeigen: Sie wollen soziale Sicherheit haben, sie wollen öffentliche Sicherheit haben, und sie wollen Arbeitsplatzsicherheit haben. Wie schaut die Arbeitsplatzsicherheit dieser Bundesregierung aus? Arbeitsplatzsicherheit schaut so aus, dass die sozialdemokratische Fraktion derzeit mit ihrem A-Team – ich weiß gar nicht, was das sein soll, ein A-Team; ich glaube, das ist der Herr Swoboda; und ich habe immer gedacht, das ist der Mister Bean da hinten auf dem Plakat, aber ich habe dann festgestellt, dass es der Kollege Leichtfried ist (Heiterkeit beim BZÖ); den kannte ich nicht, den kennt niemand in Österreich (Beifall beim BZÖ) – Folgendes inseriert: Wer schaut in der EU darauf, dass unser Arbeitsmarkt Schutz bekommt? – Das A-Team! (Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?) – Ich sage Ihnen jetzt, wie das ausschaut! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ
Schauen Sie, ich möchte mich auf einen Sektor konzentrieren, der dem Bürger derzeit wichtig ist: auf die Sicherheit. Die Österreicher wollen Sicherheit haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Alle Meinungsumfragen zeigen: Sie wollen soziale Sicherheit haben, sie wollen öffentliche Sicherheit haben, und sie wollen Arbeitsplatzsicherheit haben. Wie schaut die Arbeitsplatzsicherheit dieser Bundesregierung aus? Arbeitsplatzsicherheit schaut so aus, dass die sozialdemokratische Fraktion derzeit mit ihrem A-Team – ich weiß gar nicht, was das sein soll, ein A-Team; ich glaube, das ist der Herr Swoboda; und ich habe immer gedacht, das ist der Mister Bean da hinten auf dem Plakat, aber ich habe dann festgestellt, dass es der Kollege Leichtfried ist (Heiterkeit beim BZÖ); den kannte ich nicht, den kennt niemand in Österreich (Beifall beim BZÖ) – Folgendes inseriert: Wer schaut in der EU darauf, dass unser Arbeitsmarkt Schutz bekommt? – Das A-Team! (Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?) – Ich sage Ihnen jetzt, wie das ausschaut! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Schauen Sie, ich möchte mich auf einen Sektor konzentrieren, der dem Bürger derzeit wichtig ist: auf die Sicherheit. Die Österreicher wollen Sicherheit haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Alle Meinungsumfragen zeigen: Sie wollen soziale Sicherheit haben, sie wollen öffentliche Sicherheit haben, und sie wollen Arbeitsplatzsicherheit haben. Wie schaut die Arbeitsplatzsicherheit dieser Bundesregierung aus? Arbeitsplatzsicherheit schaut so aus, dass die sozialdemokratische Fraktion derzeit mit ihrem A-Team – ich weiß gar nicht, was das sein soll, ein A-Team; ich glaube, das ist der Herr Swoboda; und ich habe immer gedacht, das ist der Mister Bean da hinten auf dem Plakat, aber ich habe dann festgestellt, dass es der Kollege Leichtfried ist (Heiterkeit beim BZÖ); den kannte ich nicht, den kennt niemand in Österreich (Beifall beim BZÖ) – Folgendes inseriert: Wer schaut in der EU darauf, dass unser Arbeitsmarkt Schutz bekommt? – Das A-Team! (Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?) – Ich sage Ihnen jetzt, wie das ausschaut! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?
Schauen Sie, ich möchte mich auf einen Sektor konzentrieren, der dem Bürger derzeit wichtig ist: auf die Sicherheit. Die Österreicher wollen Sicherheit haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Alle Meinungsumfragen zeigen: Sie wollen soziale Sicherheit haben, sie wollen öffentliche Sicherheit haben, und sie wollen Arbeitsplatzsicherheit haben. Wie schaut die Arbeitsplatzsicherheit dieser Bundesregierung aus? Arbeitsplatzsicherheit schaut so aus, dass die sozialdemokratische Fraktion derzeit mit ihrem A-Team – ich weiß gar nicht, was das sein soll, ein A-Team; ich glaube, das ist der Herr Swoboda; und ich habe immer gedacht, das ist der Mister Bean da hinten auf dem Plakat, aber ich habe dann festgestellt, dass es der Kollege Leichtfried ist (Heiterkeit beim BZÖ); den kannte ich nicht, den kennt niemand in Österreich (Beifall beim BZÖ) – Folgendes inseriert: Wer schaut in der EU darauf, dass unser Arbeitsmarkt Schutz bekommt? – Das A-Team! (Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?) – Ich sage Ihnen jetzt, wie das ausschaut! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Schauen Sie, ich möchte mich auf einen Sektor konzentrieren, der dem Bürger derzeit wichtig ist: auf die Sicherheit. Die Österreicher wollen Sicherheit haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Alle Meinungsumfragen zeigen: Sie wollen soziale Sicherheit haben, sie wollen öffentliche Sicherheit haben, und sie wollen Arbeitsplatzsicherheit haben. Wie schaut die Arbeitsplatzsicherheit dieser Bundesregierung aus? Arbeitsplatzsicherheit schaut so aus, dass die sozialdemokratische Fraktion derzeit mit ihrem A-Team – ich weiß gar nicht, was das sein soll, ein A-Team; ich glaube, das ist der Herr Swoboda; und ich habe immer gedacht, das ist der Mister Bean da hinten auf dem Plakat, aber ich habe dann festgestellt, dass es der Kollege Leichtfried ist (Heiterkeit beim BZÖ); den kannte ich nicht, den kennt niemand in Österreich (Beifall beim BZÖ) – Folgendes inseriert: Wer schaut in der EU darauf, dass unser Arbeitsmarkt Schutz bekommt? – Das A-Team! (Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Faul auch drauf?) – Ich sage Ihnen jetzt, wie das ausschaut! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Mölzer war nicht da!
Dieses A-Team – gut, dass Sie schon applaudiert haben, aber es war zu früh – beschließt im Haus eine schwammige Stellungnahme zu einer Asylrichtlinie, durch die in Zukunft jedem Asylanten spätestens sechs Monate nach Asylantragstellung voller Zutritt zum Arbeitsmarkt gewährt wird, und das, wo wir zum Ende des Jahres bis zu 500 000 – hat Ihr Kollege da hinten gesagt – Arbeitslose befürchten müssen, meine Damen und Herrn! Das ist der Schutz des A-Teams für den Arbeitsmarkt in Österreich! Sicherheit des Arbeitsplatzes? – Weit gefehlt, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Mölzer war nicht da!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War so!
Sie von der Österreichischen Volkspartei können sich hier auch nicht davonstehlen. Jetzt inseriert die ÖVP, dass sie die Einzigen waren, die immer schon dagegen waren, diese Asylrichtlinie zu beschließen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War so!) – Einen Schmarr’n war das so! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, wofür das „A“ steht?!) Ich sage Ihnen, Ihre eigene Fraktion draußen – die EVP – hat nämlich mehrheitlich dafür gestimmt. Ihre Abgeordneten haben im letzen Moment noch die Kurve gekratzt. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, wofür das „A“ steht?!
Sie von der Österreichischen Volkspartei können sich hier auch nicht davonstehlen. Jetzt inseriert die ÖVP, dass sie die Einzigen waren, die immer schon dagegen waren, diese Asylrichtlinie zu beschließen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War so!) – Einen Schmarr’n war das so! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, wofür das „A“ steht?!) Ich sage Ihnen, Ihre eigene Fraktion draußen – die EVP – hat nämlich mehrheitlich dafür gestimmt. Ihre Abgeordneten haben im letzen Moment noch die Kurve gekratzt. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Sie von der Österreichischen Volkspartei können sich hier auch nicht davonstehlen. Jetzt inseriert die ÖVP, dass sie die Einzigen waren, die immer schon dagegen waren, diese Asylrichtlinie zu beschließen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War so!) – Einen Schmarr’n war das so! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, wofür das „A“ steht?!) Ich sage Ihnen, Ihre eigene Fraktion draußen – die EVP – hat nämlich mehrheitlich dafür gestimmt. Ihre Abgeordneten haben im letzen Moment noch die Kurve gekratzt. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Beifall beim BZÖ.
Sagen Sie, können Sie etwas anderes auch noch, außer kritisch dreinzuschauen und dann doch dafür zu sein? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – auf Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll deutend –: Er schaut schon wieder kritisch drein!
Ihre Innenministerin hat im Rat dafür gestimmt. Ich bin überzeugt, dass sie heftig kritisch dreingeschaut hat, aber leider hat es niemand bemerkt, meine Damen und Herren, denn bei der Abstimmung war sie dafür! (Abg. Ing. Westenthaler – auf Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll deutend –: Er schaut schon wieder kritisch drein!) Im EU-Parlament hat Herr Karas, der stellvertretende Fraktionschef, der zweitgereihte Spitzenkandidat – es ist ja nicht so ganz sicher, wer dort Spitzenkandidat ist – mit vier Fünfteln seiner Fraktion für diese Richtlinie gestimmt, meine Damen und Herren. So sieht in Wirklichkeit Ihre Politik aus! Das ist Arbeitsmarktsicherheit à la ÖVP, à la SPÖ und Ihres A-Teams. (Abg. Ing. Westenthaler: Wofür steht dieses „A“?!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wofür steht dieses „A“?!
Ihre Innenministerin hat im Rat dafür gestimmt. Ich bin überzeugt, dass sie heftig kritisch dreingeschaut hat, aber leider hat es niemand bemerkt, meine Damen und Herren, denn bei der Abstimmung war sie dafür! (Abg. Ing. Westenthaler – auf Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll deutend –: Er schaut schon wieder kritisch drein!) Im EU-Parlament hat Herr Karas, der stellvertretende Fraktionschef, der zweitgereihte Spitzenkandidat – es ist ja nicht so ganz sicher, wer dort Spitzenkandidat ist – mit vier Fünfteln seiner Fraktion für diese Richtlinie gestimmt, meine Damen und Herren. So sieht in Wirklichkeit Ihre Politik aus! Das ist Arbeitsmarktsicherheit à la ÖVP, à la SPÖ und Ihres A-Teams. (Abg. Ing. Westenthaler: Wofür steht dieses „A“?!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Unfassbar!
Man muss sich vorstellen, der ehemalige Innenminister hat eine Privatspitzel-Firma, an der er mit 10 Prozent beteiligt ist. Bei dieser Firma ist ein ehemaliger Polizeichef, der Herr Sturm, dabei. Der Herr Havranek – der ist der SPÖ übrigens gut bekannt; er hat Ihnen schon einmal Gutachten verkauft, die er später dann dem Gericht auch noch verkauft hat – ist dort Geschäftsführer, und die nehmen als Privatspitzel des Herrn Strasser an einer Hausdurchsuchung bei der Meinl-Bank teil. Sie dürfen dreimal raten, wo die ganzen Daten hingegangen sind. – So sieht das aus. Das ist alles im Innenministerium bekannt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Unfassbar!) – Bitte, das ist nicht unfassbar. Wenn Sie heute schon so narrisch gut drauf sind, dann gebe ich Ihnen gleich den Zeitungsartikel, vielleicht können Sie sich in der Zwischenzeit den Zeitungsartikel durchlesen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Man muss sich vorstellen, der ehemalige Innenminister hat eine Privatspitzel-Firma, an der er mit 10 Prozent beteiligt ist. Bei dieser Firma ist ein ehemaliger Polizeichef, der Herr Sturm, dabei. Der Herr Havranek – der ist der SPÖ übrigens gut bekannt; er hat Ihnen schon einmal Gutachten verkauft, die er später dann dem Gericht auch noch verkauft hat – ist dort Geschäftsführer, und die nehmen als Privatspitzel des Herrn Strasser an einer Hausdurchsuchung bei der Meinl-Bank teil. Sie dürfen dreimal raten, wo die ganzen Daten hingegangen sind. – So sieht das aus. Das ist alles im Innenministerium bekannt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Unfassbar!) – Bitte, das ist nicht unfassbar. Wenn Sie heute schon so narrisch gut drauf sind, dann gebe ich Ihnen gleich den Zeitungsartikel, vielleicht können Sie sich in der Zwischenzeit den Zeitungsartikel durchlesen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Das Maß ist voll, meine Damen und Herren! Das ist nicht öffentliche Sicherheit, wie Sie sie zu gewährleisten hätten. Dafür zahlt der Steuerzahler nicht seine Steuern, dass er sich am Schluss selber die private Sicherheit organisieren muss. Aber dafür bietet ja auch der Herr Strasser noch eine zweite Firma an. Er hat das Sicherheitsministerium ausgehöhlt, und dann bietet er eine Privatfirma an und bietet auf privatrechtlicher Ebene Sicherheit an, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Die kann man sich kaufen, wenn man es sich leisten kann.
Beifall beim BZÖ.
Dafür soll der österreichische Steuerzahler zur Kasse gebeten werden? – Nein! Der Urgrund des Staates, Herr Vizekanzler, ist die Gewährung von innerer und äußerer Sicherheit. Die äußere Sicherheit ist Gott sei Dank nicht gefährdet, aber die innere Sicherheit ist unter dieser Ministerin massiv gefährdet, meine Damen und Herren! Und daher werden wir hier mit der Frau Bundesminister ganz anders reden müssen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Der Strache ...!
Gestern hat sich im Rahmen der Debatte um die Randalierer beim WKR-Ball herausgestellt, zwei Ungarn – das hat sie ganz salopp gesagt – sind dabei erwischt worden. Mittlerweile verlangt sogar schon die Partei des Innenministers von Italien Grenzkontrollen! Diese ungarischen Randalierer – früher hat man solche Randalierer an der Grenze abgefangen, ich habe das noch in Erinnerung, diesen internationalen Randalierertourismus, der hier stattfindet – können ja jetzt sozusagen in ganz Europa ihre Randalierertätigkeit entfalten, wie sie wollen. (Abg. Großruck: Der Strache ...!) – Das hat nichts mit dem Herrn Strache zu tun! Das hat damit zu tun, dass Sie das nicht mehr im Griff haben, dass die Banden, die quer durch Europa fahren können, alte Frauen in ihren Häusern ausplündern können, wie der Fall jetzt in Wolfsberg zeigt, die Polizei sagt, es wird nicht mehr kontrolliert, wir werden der Sache nicht mehr Herr – und die Frau Innenministerin schläft dazu. Das ist die Problematik, die sich dahinter verbirgt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gestern hat sich im Rahmen der Debatte um die Randalierer beim WKR-Ball herausgestellt, zwei Ungarn – das hat sie ganz salopp gesagt – sind dabei erwischt worden. Mittlerweile verlangt sogar schon die Partei des Innenministers von Italien Grenzkontrollen! Diese ungarischen Randalierer – früher hat man solche Randalierer an der Grenze abgefangen, ich habe das noch in Erinnerung, diesen internationalen Randalierertourismus, der hier stattfindet – können ja jetzt sozusagen in ganz Europa ihre Randalierertätigkeit entfalten, wie sie wollen. (Abg. Großruck: Der Strache ...!) – Das hat nichts mit dem Herrn Strache zu tun! Das hat damit zu tun, dass Sie das nicht mehr im Griff haben, dass die Banden, die quer durch Europa fahren können, alte Frauen in ihren Häusern ausplündern können, wie der Fall jetzt in Wolfsberg zeigt, die Polizei sagt, es wird nicht mehr kontrolliert, wir werden der Sache nicht mehr Herr – und die Frau Innenministerin schläft dazu. Das ist die Problematik, die sich dahinter verbirgt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden Sie hier nicht aus der Ziehung lassen. Innere Sicherheit, soziale Sicherheit, Arbeitsplatzsicherheit – das müsste die Maxime sein in Zeiten wie diesen, die Sie den Bürgern zu liefern hätten. Ihr Budget spricht eine andere Sprache. Ihr Budget ist der Versuch, die Krise schönzuschreiben, der Versuch, mit falschen Annahmen ein Budget durchs Haus zu bringen, ein Budget, von dem Sie genau wissen, dass es gar nicht halten wird. Und eine derartige Budgetpolitik, Herr Vizekanzler, werden wir sicher nicht mittragen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Ewald Stadler wird dem Haus fehlen! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geht er nach Vorarlberg zurück, oder was?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Krainer zu Wort. 5 Minuten. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ewald Stadler wird dem Haus fehlen! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geht er nach Vorarlberg zurück, oder was?)
Widerspruch beim BZÖ.
Das Budget setzt einige Schwerpunkte. Das Thema Sicherheit ist bereits angesprochen worden. Ja, das Budget folgt hier einer anderen Politik als früher. Als Blau und Orange in der Regierung waren, hat es allein in Wien tausend Polizisten weniger gegeben, jetzt bilden wir tausend Polizisten mehr aus. (Widerspruch beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo sind eure Polizisten? – Abg. Strache: So wenige Polizisten wie heute hat es überhaupt noch nie gegeben! Rekordminus zurzeit! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faul allein braucht schon drei Polizisten!
Das ist halt der Unterschied, ob Schwarz/Blau in einer Regierung ist oder Rot: Die einen schaffen die Polizei ab, die anderen, nämlich die Roten, sorgen dafür, dass es wieder mehr Polizei gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo sind eure Polizisten? – Abg. Strache: So wenige Polizisten wie heute hat es überhaupt noch nie gegeben! Rekordminus zurzeit! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faul allein braucht schon drei Polizisten!)
Abg. Ursula Haubner: Wer kriegt das? Wo ist das?
Das Budget sieht eine massive Steuersenkung in erster Linie im Bereich der kleinen und mittleren Einkommen vor. Der erste Schritt der Steuerreform erfolgte bereits mit 1. Juli letzten Jahres, der zweite Schritt ist rückwirkend per 1. Jänner einem Großteil bereits ausbezahlt worden. Auch ein Unterschied zu der Zeit, als Blau und Orange in der Regierung waren, denn: Was war die durchschnittliche Entlastung bei der „größten Steuerreform aller Zeiten“? – 7 € im Monat! Wir liegen bei einer durchschnittlichen Entlastung von einigen hundert Euro pro Jahr. (Abg. Ursula Haubner: Wer kriegt das? Wo ist das?) Das ist halt der Unterschied, ob Schwarz und Orange in der Regierung sind oder Rot.
Abg. Ing. Westenthaler: Mein Gott, ist der langweilig!
Eine Kritik gab es, und zwar daran, dass noch nicht klar ist, wie man das Defizit wieder abbaut, dass es noch kein Programm dazu gibt. Was die Experten dazu gesagt haben, ist, dass es notwendig ist, die Zeit zu nützen, das nächste Jahr das Programm zu entwickeln, wie man das Defizit wieder zurückfährt. Und da sage ich auch als Vertreter der Sozialdemokratie hier im Haus: Das ist relativ einfach. Ja, natürlich wird man sich das ausgabenseitig anschauen, anschauen müssen, wo man den Staat effizienter machen kann (Abg. Ing. Westenthaler: Mein Gott, ist der langweilig!), wo wir auch bei den Ausgaben noch sparen können, aber wir müssen uns auch die Einnahmenstruktur anschauen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: ... Häuselbauer! – Abg. Dr. Stummvoll: Die Grundsteuer!
Das heißt, wir werden uns ganz genau überlegen müssen bei Steuerstrukturfragen und auch bei der Frage, wie man das Budget saniert, dass wir das so machen, dass wir die Beschäftigung nicht stören, dass wir die Wirtschaft nicht stören, die Konjunktur nicht stören. Das heißt aber nichts anderes, als Steuern und Abgaben auf Arbeit zu senken und im gleichen Zug Steuern und Abgaben auf Vermögen oder vermögensbezogene Steuern zu erhöhen. Das ist ganz einfach. Und wenn Sie das konjunkturwirksam machen wollen, dann ist das sicher der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: ... Häuselbauer! – Abg. Dr. Stummvoll: Die Grundsteuer!)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht hier um Aktienspekulation. Da sind Sie vielleicht betroffen, Kollege Bartenstein, das tut mir leid für Sie, aber ich sage Ihnen eines: Wenn jemand aus Aktienspekulation Geld verdient, dann soll er dafür genauso seine Steuern zahlen wie jemand, der arbeiten geht. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass jemand, der am Hochofen steht, dafür zahlt, und jemand, der mit Aktien spekuliert, keine Steuer dafür zahlt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Da lebt hier jemand in einer Scheinwelt!
Insofern ist es gut, dass Sie nicht in der Regierung sind, denn wir haben schon erlebt, was es für Auswirkungen für Österreich hat, wenn ein Freiheitlicher Finanzminister ist. Wir können jetzt in Wahrheit all das, was da zerstört worden ist, wieder langsam und mühsam aufbauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Da lebt hier jemand in einer Scheinwelt!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der Kollege Auer hat hier gedankt: seinen Stellvertretern, den Bediensteten des Hauses, den Beamten, den Ministerien. Dem Dank kann ich mich hier anschließen. Einem hat er aber nicht gedankt – das ist klar! –, nämlich sich selber für seine Arbeit. Insofern auch ein Danke an den Kollegen Auer als Vorsitzenden des Budgetausschusses für die gemeinsame Arbeit an diesem Budget! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche noch eine spannende Diskussion, bis wir am 29. Mai dieses Budget hier auch beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Vizekanzler, war das jetzt euer Koalitionspartner, der da gesprochen hat? Der hat euch durch Sonne und Mond geschossen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Klubobfrau Dr. Glawischnig-Pieszcek zu Wort. Ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Vizekanzler, war das jetzt euer Koalitionspartner, der da gesprochen hat? Der hat euch durch Sonne und Mond geschossen!)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Ritual wäre nicht so lähmend, gäbe es eine ernsthafte Bereitschaft, die Argumente, die hier vorgebracht werden, auch aufzugreifen oder zumindest ernsthaft zu beantworten. Wenn man sich als Regierung oder als ÖVP und SPÖ gleich am ersten Tag herstellt und sagt: Friss, Vogel, oder stirb!, und überhaupt keine Argumente mehr ernsthaft diskutieren möchte, dann kann man sich das tatsächlich sparen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Auer: Nein, von der Bank kriegen sie es!
Ich sage noch ein Beispiel, das auch Sie betrifft und worüber man im Rahmen der Budgetverhandlungen im Ausschuss, aber auch in den kommenden Tagen durchaus noch diskutieren kann. Sie haben gesagt – zu Recht! –, die Gemeinden brauchen mehr Geld, mehr Investitionsmöglichkeiten. Die sitzen auf baureifen Projekten, könnten unheimlich viel für Arbeitsplätze und Konjunktur beitragen und kriegen teilweise kein Geld von den Banken, haben also ein riesiges Liquiditätsproblem. (Abg. Auer: Nein, von der Bank kriegen sie es!) Nicht alle! Es gibt auch einige, die dieses Problem immer noch haben.
Beifall bei den Grünen.
Aber trotzdem: Sie brauchen auch frisches Geld, sie brauchen Unterstützung in der Größenordnung von 1 bis 2 Milliarden €. Das war Ihr Vorschlag und ist auch unser Vorschlag. Es gibt keine ernsthafte Chance, diese wirklich gute Idee im Rahmen dieser Budgetverhandlungen irgendwo unterzubringen. Das ist aber nicht unsere Schuld, sondern das ist Ihre Schuld beziehungsweise die Ihres Finanzministers. Es tut mir leid! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Jetzt möchte ich Ihnen nur etwas vorrechnen: Wenn Sie dieses Defizit in den Griff kriegen wollen, dann brauchen wir ein Wirtschaftswachstum, das sich im Bereich von chinesischen Verhältnissen bewegt. Dann brauchen wir ein Wirtschaftswachstum von etwa 10 Prozent zusätzlich. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) Rechnen Sie mir das vor! Sie können mir das gerne vorrechnen. Allein wenn Sie das Maastricht-Defizit erreichen wollen, brauchen Sie ein Wachstum von 4 bis 5 Prozent, um das Defizit in den Griff zu kriegen.
Beifall bei den Grünen.
Also: Legen Sie die Karten auf den Tisch und sagen Sie ehrlich, das wird so nicht funktionieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist Ihr Zukunftskonzept! Das reicht definitiv nicht, und Sie sollten endlich die Karten auf den Tisch legen und mit uns ernsthaft diskutieren und damit der Bevölkerung einmal reinen Wein einschenken, wie es mit Österreich und mit dem österreichischen Haushalt, mit dem österreichischen Budget wirklich weitergeht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abg. Mag. Lunacek.
Das ist in Österreich ein wirkliches Armutszeugnis, auch im internationalen Vergleich. In kaum einem anderen Land bekommen Arbeitslose, SozialhilfeempfängerInnen und Kurzarbeitende so wenig wie bei uns. (Beifall der Abg. Mag. Lunacek.) Die Nettoentschädigungsrate ist extrem niedrig – in anderen Ländern ist das nicht so. (Abg. Kopf: Die reale oder die formale?) Wir wollen das ändern, wir wollen hier mehr Gerechtigkeit, also: anheben!
Abg. Kopf: Die reale oder die formale?
Das ist in Österreich ein wirkliches Armutszeugnis, auch im internationalen Vergleich. In kaum einem anderen Land bekommen Arbeitslose, SozialhilfeempfängerInnen und Kurzarbeitende so wenig wie bei uns. (Beifall der Abg. Mag. Lunacek.) Die Nettoentschädigungsrate ist extrem niedrig – in anderen Ländern ist das nicht so. (Abg. Kopf: Die reale oder die formale?) Wir wollen das ändern, wir wollen hier mehr Gerechtigkeit, also: anheben!
Beifall bei den Grünen.
Unsere Empfehlung an Sie ist jetzt in diesen Budgetverhandlungen noch: Nehmen Sie hier die Milliarden in die Hand! Wir brauchen in diesem Bereich, im Bereich Bildung, soziale Infrastruktur, Pflege, Gesundheit, die Milliarden. Das ist ganz wichtig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie hätten jetzt die Chance, auch in diesem Bereich ganz andere Investitionsanreize zu setzen, als 100 Millionen im Bereich Althaussanierung einzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In den wichtigen Bereichen streiten Sie um Millionen, und auf der anderen Seite geht es um Milliarden. Diese Sichtweise sollten Sie ein bisschen umdrehen, und Sie sollten vor allem die Karten auf den Tisch legen und nicht den Kopf in den Sand stecken, was die Budgetwahrheit für die nächsten fünf Jahre betrifft. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Ich war das!
Wer hat das gesagt? (Abg. Bucher: Ich war das!) Josef Bucher, gestern. (Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.) Heute geht er her und sagt: Weg mit dem Budget, wir brauchen keines! (Abg. Bucher: 2010! 2010!) Was ist mit Ihnen über Nacht passiert, Herr Kollege Bucher? Das frage ich jetzt Sie. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Weiterlesen! – Abg. Ing. Westenthaler: Lesen Sie die ganze Rede vor!) Bleiben Sie bei aller Seriosität dabei! Gestern hat Ihnen das Budget noch zu lange gedauert – und heute wollen Sie gar keines mehr. Das ist ein spannender Rückschluss für das, was in den Oppositionsreihen derzeit passiert.
Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.
Wer hat das gesagt? (Abg. Bucher: Ich war das!) Josef Bucher, gestern. (Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.) Heute geht er her und sagt: Weg mit dem Budget, wir brauchen keines! (Abg. Bucher: 2010! 2010!) Was ist mit Ihnen über Nacht passiert, Herr Kollege Bucher? Das frage ich jetzt Sie. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Weiterlesen! – Abg. Ing. Westenthaler: Lesen Sie die ganze Rede vor!) Bleiben Sie bei aller Seriosität dabei! Gestern hat Ihnen das Budget noch zu lange gedauert – und heute wollen Sie gar keines mehr. Das ist ein spannender Rückschluss für das, was in den Oppositionsreihen derzeit passiert.
Abg. Bucher: 2010! 2010!
Wer hat das gesagt? (Abg. Bucher: Ich war das!) Josef Bucher, gestern. (Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.) Heute geht er her und sagt: Weg mit dem Budget, wir brauchen keines! (Abg. Bucher: 2010! 2010!) Was ist mit Ihnen über Nacht passiert, Herr Kollege Bucher? Das frage ich jetzt Sie. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Weiterlesen! – Abg. Ing. Westenthaler: Lesen Sie die ganze Rede vor!) Bleiben Sie bei aller Seriosität dabei! Gestern hat Ihnen das Budget noch zu lange gedauert – und heute wollen Sie gar keines mehr. Das ist ein spannender Rückschluss für das, was in den Oppositionsreihen derzeit passiert.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Weiterlesen! – Abg. Ing. Westenthaler: Lesen Sie die ganze Rede vor!
Wer hat das gesagt? (Abg. Bucher: Ich war das!) Josef Bucher, gestern. (Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.) Heute geht er her und sagt: Weg mit dem Budget, wir brauchen keines! (Abg. Bucher: 2010! 2010!) Was ist mit Ihnen über Nacht passiert, Herr Kollege Bucher? Das frage ich jetzt Sie. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Weiterlesen! – Abg. Ing. Westenthaler: Lesen Sie die ganze Rede vor!) Bleiben Sie bei aller Seriosität dabei! Gestern hat Ihnen das Budget noch zu lange gedauert – und heute wollen Sie gar keines mehr. Das ist ein spannender Rückschluss für das, was in den Oppositionsreihen derzeit passiert.
Abg. Mag. Kogler: ... Das ist ja nicht mehr zum Aushalten da!
Ich möchte aber nun wieder auf eine sachliche Ebene der Budgetdebatte zurückkommen. Auch da hat sich ja gestern etliches getan, wenn man den Medien Glauben schenken darf. (Abg. Mag. Kogler: ... Das ist ja nicht mehr zum Aushalten da!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich bei meinen Beamtinnen und Beamten des Ministeriums bedanken, bei den Beamtinnen und Beamten der Ministerien insgesamt für sehr anstrengende, intensive Verhandlungen, für die Aufbereitung – und für eine Erfolgsgeschichte, die wir mit diesem Budget vorlegen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Im Herbst!
Auch hier sei eines klar und deutlich gesagt: 2009 budgetiert, 2010 jetzt ebenfalls dem Parlament vorgelegt. Und sagen Sie auch dazu: Wann müssten wir denn das Budget für 2010 laut Gesetz verhandeln? Jetzt! (Abg. Ing. Westenthaler: Im Herbst!) Nein, jetzt verhandeln und im Herbst vorlegen! Welchen Unterschied macht das, meine sehr geehrten Damen und Herren? Befassen Sie sich mit der Realität und mit dem, was ist! (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagen ja, im Herbst ist die Krise aus!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagen ja, im Herbst ist die Krise aus!
Auch hier sei eines klar und deutlich gesagt: 2009 budgetiert, 2010 jetzt ebenfalls dem Parlament vorgelegt. Und sagen Sie auch dazu: Wann müssten wir denn das Budget für 2010 laut Gesetz verhandeln? Jetzt! (Abg. Ing. Westenthaler: Im Herbst!) Nein, jetzt verhandeln und im Herbst vorlegen! Welchen Unterschied macht das, meine sehr geehrten Damen und Herren? Befassen Sie sich mit der Realität und mit dem, was ist! (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagen ja, im Herbst ist die Krise aus!)
Abg. Kopf: Steuererhöhungen!
eingehen, dann müssen Sie den Menschen auch ehrlich hier sagen, Sie wollen keine Konjunkturpakete für die klein- und mittelständische Wirtschaft, Sie wollen keine Steuerentlastung zur Bekämpfung der Krise. Das ist die Realität! (Abg. Kopf: Steuererhöhungen!) Oder Sie wollen – der dritte Punkt –, wie sich das manche erträumen, massiv in die Steuererhöhung für den breiten Mittelstand gehen.
Beifall bei der ÖVP.
Das sind die drei Optionen gegenüber diesem Budget, das wir heute hier vorgelegt haben. Alle drei Optionen, nämlich keine Konjunkturpakete, keine Steuerreform und eine Steuererhöhung zum jetzigen Zeitpunkt, sind schwerst kontraproduktiv bei der Krisenbekämpfung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie verdrehen ja alles! Kann man endlich eine ernste Debatte führen?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ein zweiter Punkt, den ich ansprechen will: Der europäische Vergleich sollte uns sicher machen. Wir haben, was die Frage des europäischen Vergleichs betrifft, im Bereich der Arbeitslosigkeit – jeder Arbeitslose ist einer zu viel – deutlich bessere Daten als der Rest Europas. (Abg. Mag. Kogler: Sie verdrehen ja alles! Kann man endlich eine ernste Debatte führen?!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was nützt das einem Arbeitslosen!?
Wir liegen bei der Inflation im Durchschnitt. Wir haben bei den Budgetdefiziten, die wir geplant haben, eine bessere und noch dazu eine aktuellere Situation, weil kein anderes Land der Europäischen Union derzeit aktuell budgetiert, sondern die Budgets der Vergangenheit hochgerechnet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Was nützt das einem Arbeitslosen!?) Wir sind aktueller als alle anderen europäischen Länder und im Vergleich auch besser, was die Defizit- und auch die Schuldenentwicklung betrifft. Auch bei den Reallöhnen pro Kopf haben wir eine bessere Entwicklung als Gesamteuropa.
Abg. Ing. Westenthaler: Abschaffung des Bankgeheimnisses!
Europa wird uns insgesamt helfen, die Krise zu bewältigen, mit verschiedenen Parametern, mit der Stabilität des Euros. (Abg. Ing. Westenthaler: Abschaffung des Bankgeheimnisses!) Wir werden dafür Sorge tragen, dass das Begehren von Einzelnen, jetzt überhastet in die Eurozone hineinzudrängen, nicht Realität werden kann. Ich höre schon von manchen Parteien, man könnte hier auch überlegen, einen Konsens einzugehen. Nein, wir werden nicht zulassen, dass die Stabilität des Euroraums durch überhastete Beitritte gefährdet wird!
Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis über Bord geworfen!
Zweitens: Wir werden eine europäische Finanzmarktaufsicht organisieren, um Lehren aus der Krise zu ziehen und auch zukünftig eine besser vernetzte Finanzmarktaufsicht für alle Finanzprodukte zu ermöglichen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis über Bord geworfen!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir in der Bundesregierung haben natürlich auch, was die Frage der Stabilisierung Osteuropas betrifft, richtige Schritte gesetzt, mit der Stabilitätsoffensive – von Ihnen kritisiert und belächelt. Ich kann mich noch erinnern, welche Kommentare anlässlich der Reise nach Mittel- und Osteuropa hier gefallen sind. Was ist heute der Erfolg? Europa hat die Mittel zur Stabilisierung unserer Zukunftsräume in Mittel- und Osteuropa von 25 Milliarden € auf 50 Milliarden € verdoppelt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis habt ihr abgeschafft! Verschachert habt ihr es!
Wir haben den Internationalen Währungsfonds kritisiert, haben in Washington intensiv darüber diskutiert – und der Währungsfonds hat seine Daten korrigiert! Er ist nicht Ihnen mit Ihren Katastrophenmeinungen gefolgt, sondern hat letztendlich die realen Daten auf den Tisch gelegt. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis habt ihr abgeschafft! Verschachert habt ihr es!)
Beifall bei der ÖVP.
österreichische Staatsbürger in diesem Land aufrecht sein. Wir werden aber in Bezug auf ausländische Gelder, die hier geparkt sind, bei konkreten Verdachtsmomenten einen besseren Informationsaustausch, einen besseren Informationsfluss in Zukunft ermöglichen. Eine kluge, eine richtige Vorgangsweise, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo steht das? Auf welcher Seite steht das im Budget?
Frau Abgeordnete Glawischnig, wenn Sie fragen: Wo sind denn die Milliarden für die Bildung?, dann sage ich Ihnen: Wir erhöhen das Budget für die Bildung gegenüber dem BVA 2008 um knapp 1 Milliarde €. Wir erhöhen die Budgets für die innere Sicherheit gegenüber 2008 so deutlich wie selten zuvor, nämlich um mehr als 5,7 Prozent, und wir investieren in tausend neue Polizisten für Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo steht das? Auf welcher Seite steht das im Budget?)
Abg. Ing. Westenthaler: Skandalös!
Machen Sie das alles nicht schlecht und madig! Das sind Investitionen zur richtigen Zeit in die richtige politische Schwerpunktsetzung. (Abg. Ing. Westenthaler: Skandalös!)
Ruf bei der FPÖ: Zu Recht!
Am Ende meiner Ausführungen möchte ich zu diesem Budget und zur Debatte noch eines sagen: Der Abgeordnete Gradauer hat, wie leider auch viele andere von der Opposition, im Zusammenhang mit diesem Budget von einer Katastrophe gesprochen. (Ruf bei der FPÖ: Zu Recht!) Richten Sie keinen Schaden an diesem Land an! Wir stehen unter exakter Beobachtung von internationalen Ratingagenturen, wo es auch um die Einstufung der Bonität des Landes geht. Diese verlassen sich auf Daten, aber schauen auch genau darauf, wie Daten interpretiert werden, welche Dinge da in den Raum gestellt werden. Wer bei diesem Budget von einer Katastrophe spricht, der legt den Grundstein zum Schaden der Republik! (Widerspruch bei der FPÖ.) Und das ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man sich die Daten ansieht, glatt der falsche Weg, glatt das falsche Signal. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Widerspruch bei der FPÖ.
Am Ende meiner Ausführungen möchte ich zu diesem Budget und zur Debatte noch eines sagen: Der Abgeordnete Gradauer hat, wie leider auch viele andere von der Opposition, im Zusammenhang mit diesem Budget von einer Katastrophe gesprochen. (Ruf bei der FPÖ: Zu Recht!) Richten Sie keinen Schaden an diesem Land an! Wir stehen unter exakter Beobachtung von internationalen Ratingagenturen, wo es auch um die Einstufung der Bonität des Landes geht. Diese verlassen sich auf Daten, aber schauen auch genau darauf, wie Daten interpretiert werden, welche Dinge da in den Raum gestellt werden. Wer bei diesem Budget von einer Katastrophe spricht, der legt den Grundstein zum Schaden der Republik! (Widerspruch bei der FPÖ.) Und das ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man sich die Daten ansieht, glatt der falsche Weg, glatt das falsche Signal. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Am Ende meiner Ausführungen möchte ich zu diesem Budget und zur Debatte noch eines sagen: Der Abgeordnete Gradauer hat, wie leider auch viele andere von der Opposition, im Zusammenhang mit diesem Budget von einer Katastrophe gesprochen. (Ruf bei der FPÖ: Zu Recht!) Richten Sie keinen Schaden an diesem Land an! Wir stehen unter exakter Beobachtung von internationalen Ratingagenturen, wo es auch um die Einstufung der Bonität des Landes geht. Diese verlassen sich auf Daten, aber schauen auch genau darauf, wie Daten interpretiert werden, welche Dinge da in den Raum gestellt werden. Wer bei diesem Budget von einer Katastrophe spricht, der legt den Grundstein zum Schaden der Republik! (Widerspruch bei der FPÖ.) Und das ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man sich die Daten ansieht, glatt der falsche Weg, glatt das falsche Signal. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Gut investiert!
Gar keine Frage, wenn wir das rein buchhalterisch sehen, dann sind wir natürlich Nettozahler – im heurigen Jahr laut Budgetbericht 361 Millionen €. Wenn wir es ökonomisch sehen, sind wir haushoher Nettogewinner. (Abg. Kopf: Gut investiert!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber schlecht verteilt, Herr Kollege!
Alle Experten, alle Wirtschaftsexperten, Herr Kollege Strache, sind sich einig, dass durch den EU-Beitritt das Wirtschaftswachstum pro Jahr um 0,3 bis 0,4 Prozent höher ist als ohne Beitritt. Über den Zeitraum von 15 Jahren heißt das, unser BIP, unser Sozialprodukt, ist heute durch den EU-Beitritt um 16 Milliarden € höher als ohne EU-Beitritt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber schlecht verteilt, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben eine Steuerquote von 40 Prozent. Das heißt, wir haben allein durch den EU-Beitritt 6 Milliarden € mehr Steuereinnahmen und zahlen 360 Millionen buchhalterisch als Nettobeitrag. Also ein enormer ökonomischer Gewinn durch den EU-Beitritt. Und lassen wir uns nicht ständig von diesem buchhalterischen Denken, wir sind Nettozahler, in die Irre führen! Wir sind Nettogewinner, haushoher Nettogewinner, meine Damen und Herren! Halten wir uns an die Daten und Fakten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Gradauer und Dr. Fichtenbauer.
Das heißt, für mich ist die politische Herausforderung der nächsten Etappe die wesentlich größere, und das Ausmaß ist gewaltig – machen wir uns nichts vor! Und das wird mit Steuererhöhungen sicherlich nicht gehen. Selbst wenn ich die Personen, die immer genannt werden – der Julius Meinl, der Haselsteiner –, total enteignen würde, wären unsere Probleme in keiner Weise gelöst. Das heißt, mit der Steuerpolitik werden wir das Problem nicht lösen. Wir müssen uns durchringen zu Strukturreformen auf der Ausgabenseite, so schmerzhaft das sein wird. Ich sage bewusst: Es wird schmerzhaft sein. Zu glauben, ich kann Strukturreformen durchführen, von denen niemand etwas merkt, das ist eine Illusion. (Beifall der Abgeordneten Gradauer und Dr. Fichtenbauer.)
Abg. Strache: Aber Sparen zu Lasten der Sicherheit leben Sie schon seit Jahren vor!
Wir werden auch in jenen Bereichen sparen müssen, die sensibel sind. Aber ich werde Ihnen gleich sagen, was Sparen dort heißt: Sparen dort heißt nicht sparen zu Lasten der Gesundheit, sparen zu Lasten der Sicherheit, sparen zu Lasten der Bildung, sondern heißt die Mittel für Gesundheit, für Bildung, für Sicherheit effizient einsetzen. (Abg. Strache: Aber Sparen zu Lasten der Sicherheit leben Sie schon seit Jahren vor!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kenne keinen Arzt, der nicht über Bürokratie klagt. Ich kenne keinen Polizisten, der nicht über Bürokratie klagt. Ich kenne keinen Lehrer, der nicht über Bürokratie klagt. Da liegen die Einsparungspotenziale, und die werden wir nutzen müssen. Sonst werden wir die Probleme nicht bewältigen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Ich muss ehrlich sagen: Was Sie immer wieder, in jeder Rede, Negatives über diese erfolgreichen Jahre 2000 bis 2007 sagen, ist ja unglaublich. Unglaublich! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Grosz: Da gibt es Kliniken! Das gibt es auch auf Krankenschein!
Sie haben auch ein Schüssel-Trauma, Herr Kollege Krainer, und ich weiß nicht, wie man das lösen soll (Abg. Grosz: Da gibt es Kliniken! Das gibt es auch auf Krankenschein!), aber es kann doch nicht sein, dass Sie in jeder Rede negativ hinhauen auf diese Jahre, die erfolgreich gewesen sind, wo wir die Schuldenquote heruntergebracht haben, wo wir eine Politik gemacht haben, für die uns ganz Europa bewundert hat. Die Zeitungen haben alle geschrieben: „Österreich: Das bessere Deutschland!“ – Na das schreiben sie heute nicht mehr, Herr Kollege Krainer!
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Also ich würde Sie wirklich bitten, negieren Sie nicht die Daten und Fakten, denken Sie daran, Sie sind jetzt in einer Koalition mit uns! Und glauben Sie als Demokrat, es ist kein Malheur, dass einmal Ihre Partei nicht in der Regierung war! Aber deshalb, weil einmal Ihre Partei nicht in der Regierung war, diese Jahre ständig schlechtzureden – ich habe es schön langsam satt! (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie das dem Herrn Faul! – Abg. Grosz: Haben Sie das dem Herrn Abgeordneten Faul auch gesagt?
Wir sind am Anfang dieser langen Budgetdebatten; ich beobachte schon den gesamten Vormittag gewisse Dinge hier. Ich darf Sie wirklich herzlich einladen, Disziplin an den Tag zu legen, die Rednerinnen und Redner einigermaßen zu Wort kommen zu lassen und die Zwischenrufe, die natürlich dazugehören, auf ein Maß zu reduzieren, dass sich eine Diskussion hier herinnen dementsprechend abwickeln lässt. Das ist ein Appell an alle. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie das dem Herrn Faul! – Abg. Grosz: Haben Sie das dem Herrn Abgeordneten Faul auch gesagt?) An alle!
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Es ist noch früh am Vormittag, Sie haben noch den ganzen Tag Zeit genug, sich darüber aufzuregen!
Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Da dürften Sie Erfahrung haben!
Herr Vizekanzler, wissen Sie, was passiert, wenn Sie bei Ihrem Auto die Tankanzeige manipulieren? – Dann werden Sie nicht ans Ziel kommen, und Sie werden feststellen, dass Ihnen auf der Strecke der Sprit ausgeht. (Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Da dürften Sie Erfahrung haben!)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch ein paar Fakten. Das BIP in Deutschland ist bereits im vierten Quartal des letzten Jahres um über 2 Prozent eingebrochen. Wenn Sie wissen, dass Deutschland heute einer der wichtigsten Handelspartner Österreichs ist, dann hätten Sie damals schon reagieren müssen und nicht auf die Zahlen des Wifo hören sollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann sage ich Ihnen noch eine ganz eklatante andere Zahl. Bereits im Dezember 2008 ist die monatliche Neuanmeldung bei Lkws – und das Frächtergewerbe ist das erste Gewerbe, das eine Krise hautnah zu spüren bekommt, denn wenn nichts mehr produziert wird, wird auch nichts mehr transportiert – in Europa von 3 000 auf 500 zurückgegangen. Das heißt, das war bereits im Dezember ein Minus von 83 Prozent. Im Jänner ist dieser Rückgang weitergegangen und die Zahl von 500 noch einmal auf 350 heruntergefallen. Und Sie haben nicht reagiert, weil Sie offensichtlich nicht in der Lage sind, selbst darüber nachzudenken, was das für Auswirkungen haben könnte. Und das ist das, was ich Ihnen vorwerfe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Der Herr Bucher hat nicht unrecht. Das Budget für das Jahr 2010 – das 2009er können wir ohnehin schon vergessen – ist neu zu verhandeln, weil Sie feststellen werden, dass Ihnen das Benzin ausgegangen ist, und Sie nicht in der Lage sind, nachzutanken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei der Forschung ist es gelungen, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Und auch hier gilt: Es ist ein wichtiger Schritt, und in den nächsten Jahren muss auf diesem Weg weitergegangen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dazu auch eine Bitte an Sie, Frau Präsidentin. Sie haben auch eine Vorbildfunktion in diesem Bereich, und ich glaube, es entspricht nicht ganz dieser Vorbildfunktion, wenn man dann als höchste Repräsentantin dieses Hohen Hauses hier in der ersten Reihe sitzt und schallend lacht, wenn es darum geht, dem Abgeordneten Faul für die unglaubliche Entgleisung, die er sich gestern geleistet hat, einen Ordnungsruf zu erteilen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Seien Sie nicht so beleidigt deswegen!
Das jetzt nur in aller Bescheidenheit und Anerkennung Ihrer Autorität als eine kleine Anregung, Frau Präsidentin. (Abg. Mag. Gaßner: Seien Sie nicht so beleidigt deswegen!) – Nein, wir sind nicht beleidigt, Herr Kollege, aber das erwarte ich mir von Ihnen, die Sie auch immer mit dem erhobenen Zeigefinger hier stehen und sagen, was man sagen darf und was nicht. Diese Verunglimpfungen gestern durch Ihren Abgeordneten – in welchem Zustand auch immer, interessiert mich nicht; wenn er es im vollen Bewusstsein getan hat, umso schlimmer –, die gehören wirklich nicht hierher in das Hohe Haus. Das ist nicht der Stil, den wir hier haben wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das jetzt nur in aller Bescheidenheit und Anerkennung Ihrer Autorität als eine kleine Anregung, Frau Präsidentin. (Abg. Mag. Gaßner: Seien Sie nicht so beleidigt deswegen!) – Nein, wir sind nicht beleidigt, Herr Kollege, aber das erwarte ich mir von Ihnen, die Sie auch immer mit dem erhobenen Zeigefinger hier stehen und sagen, was man sagen darf und was nicht. Diese Verunglimpfungen gestern durch Ihren Abgeordneten – in welchem Zustand auch immer, interessiert mich nicht; wenn er es im vollen Bewusstsein getan hat, umso schlimmer –, die gehören wirklich nicht hierher in das Hohe Haus. Das ist nicht der Stil, den wir hier haben wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – der mit einigen Leuten an der Seite außerhalb der Regierungsbank steht –: Im Gegenteil!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Auer hat zu Recht hier kritisiert, dass der Ablauf beim Budget so ein bisschen eine immer wiederkehrende Debatte ist, eine Generaldebatte, und dass man das verändern sollte. Ja, nur das Problem ist schon, Herr Vizekanzler, Herr Finanzminister, man merkt, und ich verstehe das schon, diese Budgetdebatte hier wird langsam langweilig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – der mit einigen Leuten an der Seite außerhalb der Regierungsbank steht –: Im Gegenteil!) Im Gegenteil? Na ja, wir haben ja leider nicht so diese Möglichkeit zum Kaffeekränzchen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin eh da und höre mir auch die Beiträge an!) Ja, das steht Ihnen aber nicht zu, dass Sie die Beiträge von Abgeordneten hier beurteilen. Jetzt sind Sie da, um sich unsere Beurteilung über das Budget anzuhören und hoffentlich auch ordentliche Stellungnahmen dazu abzugeben. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin eh da und höre mir auch die Beiträge an!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Auer hat zu Recht hier kritisiert, dass der Ablauf beim Budget so ein bisschen eine immer wiederkehrende Debatte ist, eine Generaldebatte, und dass man das verändern sollte. Ja, nur das Problem ist schon, Herr Vizekanzler, Herr Finanzminister, man merkt, und ich verstehe das schon, diese Budgetdebatte hier wird langsam langweilig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – der mit einigen Leuten an der Seite außerhalb der Regierungsbank steht –: Im Gegenteil!) Im Gegenteil? Na ja, wir haben ja leider nicht so diese Möglichkeit zum Kaffeekränzchen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin eh da und höre mir auch die Beiträge an!) Ja, das steht Ihnen aber nicht zu, dass Sie die Beiträge von Abgeordneten hier beurteilen. Jetzt sind Sie da, um sich unsere Beurteilung über das Budget anzuhören und hoffentlich auch ordentliche Stellungnahmen dazu abzugeben. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Auer hat zu Recht hier kritisiert, dass der Ablauf beim Budget so ein bisschen eine immer wiederkehrende Debatte ist, eine Generaldebatte, und dass man das verändern sollte. Ja, nur das Problem ist schon, Herr Vizekanzler, Herr Finanzminister, man merkt, und ich verstehe das schon, diese Budgetdebatte hier wird langsam langweilig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – der mit einigen Leuten an der Seite außerhalb der Regierungsbank steht –: Im Gegenteil!) Im Gegenteil? Na ja, wir haben ja leider nicht so diese Möglichkeit zum Kaffeekränzchen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin eh da und höre mir auch die Beiträge an!) Ja, das steht Ihnen aber nicht zu, dass Sie die Beiträge von Abgeordneten hier beurteilen. Jetzt sind Sie da, um sich unsere Beurteilung über das Budget anzuhören und hoffentlich auch ordentliche Stellungnahmen dazu abzugeben. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sonst wäre es schon aus gewesen!
Herr Vizekanzler, Sie werfen mir ja Gott sei Dank immer wieder Hölzchen, und ich bedanke mich dafür. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sonst wäre es schon aus gewesen!) – Nein, es wäre nicht schon aus gewesen, denn leider, Herr Vizekanzler ... (Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.) – Es ist lustig, natürlich ist es lustig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wunderbar!) Wunderbar. Ich frage mich nur, ob die Menschen hier in Österreich das auch so lustig finden. Die würden sich nämlich von Ihnen erwarten, dass man jetzt angesichts der Krise eine sehr dynamische, eine offensive Budgetpolitik macht, wo man nicht zu Lasten der Zukunft Ausgaben tätigt, die nicht sinnvoll und nicht notwendig sind, sondern dass man jetzt das Notwendige einsetzt, um den Menschen und den Unternehmungen zu helfen, und zwar wirklich zu helfen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Sie erwarten sich aber nicht, dass Sie sich hierhersetzen und sagen: Wunderbar! Hoffentlich ist es bald aus.
Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.
Herr Vizekanzler, Sie werfen mir ja Gott sei Dank immer wieder Hölzchen, und ich bedanke mich dafür. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sonst wäre es schon aus gewesen!) – Nein, es wäre nicht schon aus gewesen, denn leider, Herr Vizekanzler ... (Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.) – Es ist lustig, natürlich ist es lustig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wunderbar!) Wunderbar. Ich frage mich nur, ob die Menschen hier in Österreich das auch so lustig finden. Die würden sich nämlich von Ihnen erwarten, dass man jetzt angesichts der Krise eine sehr dynamische, eine offensive Budgetpolitik macht, wo man nicht zu Lasten der Zukunft Ausgaben tätigt, die nicht sinnvoll und nicht notwendig sind, sondern dass man jetzt das Notwendige einsetzt, um den Menschen und den Unternehmungen zu helfen, und zwar wirklich zu helfen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Sie erwarten sich aber nicht, dass Sie sich hierhersetzen und sagen: Wunderbar! Hoffentlich ist es bald aus.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wunderbar!
Herr Vizekanzler, Sie werfen mir ja Gott sei Dank immer wieder Hölzchen, und ich bedanke mich dafür. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sonst wäre es schon aus gewesen!) – Nein, es wäre nicht schon aus gewesen, denn leider, Herr Vizekanzler ... (Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.) – Es ist lustig, natürlich ist es lustig. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wunderbar!) Wunderbar. Ich frage mich nur, ob die Menschen hier in Österreich das auch so lustig finden. Die würden sich nämlich von Ihnen erwarten, dass man jetzt angesichts der Krise eine sehr dynamische, eine offensive Budgetpolitik macht, wo man nicht zu Lasten der Zukunft Ausgaben tätigt, die nicht sinnvoll und nicht notwendig sind, sondern dass man jetzt das Notwendige einsetzt, um den Menschen und den Unternehmungen zu helfen, und zwar wirklich zu helfen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Sie erwarten sich aber nicht, dass Sie sich hierhersetzen und sagen: Wunderbar! Hoffentlich ist es bald aus.
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Das ist der Eindruck, den Sie hier vermitteln, wenn ich das jetzt sagen darf. Sie können das gerne auch in Ihr Telefon eintippen, aber das ist nicht das, was wir uns erwarten von einer aktiven Bundesregierung, Herr Vizekanzler. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da können Sie in die Luft blasen, was Sie wollen. Ich weiß nicht, Herr Vizekanzler, es tut mir wirklich leid, dass Sie jetzt da sitzen müssen, aber es ist auch für uns unerträglich, dass Sie uns dauernd signalisieren, dass wir Ihnen eigentlich auf die Nerven gehen. Das ist wirklich nicht der Stil, den wir hier haben wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Um dieser Entwicklung dann auch entsprechend begegnen zu können, wäre es sinnvoll gewesen, das Budget 2010 erst im Herbst dieses Jahres zu beschließen. Ohne jede Polemik, ohne irgendetwas, aber ich glaube, das wäre ein vernünftiger Vorschlag gewesen. Da braucht man sich nicht lustig zu machen über Klubobmann Bucher. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Vizekanzler, wir hätten uns auch erwartet – und das ist gar keine Frage, die viel Geld kostet; ich habe das gestern hier angesprochen, und da habe ich großes Nicken auch in Ihrer Fraktion vernommen –, dass versucht wird, den Unternehmungen etwa jetzt bei den Bilanzierungen zu helfen. Ich habe das gestern angesprochen, dass ja das Problem besteht, vor allem bei Gesellschaften, dass sie die Steuern – die Körperschaftsteuer jetzt für Rechnungen, die sie im Vorjahr ausgestellt haben, die Umsatzsteuer im nächsten Monat – auch dann abführen müssen, wenn sie das Geld nicht bekommen für die offenen Rechnungen. Das betrifft Hunderte und Tausende Unternehmungen. Das wäre eine interessante Möglichkeit – das kostet überhaupt nichts, weil die Unternehmen das im nächsten Jahr ohnehin zurückbekommen würden –, eine Maßnahme, um rasch vor allem Kleinbetrieben jetzt Geld in der Kasse zu belassen, das sie dringend brauchen, um die Krise zu überstehen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Oder, meine Damen und Herren, Basel II. Kollege Auer hat es gesagt, hat Kritik an Basel II geübt. – Ja, wo ist denn die Stimme Österreichs, des österreichischen Finanzministers und des österreichischen Bundeskanzlers in den EU-Gremien (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), Herr Kollege Matznetter, wo erheben Sie die Stimme, dass man diese unsinnigen Basel II-Regelungen zumindest jetzt in der Krise aussetzt, um den kleinen Betrieben den Weg zu Krediten zu erleichtern? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Oder, meine Damen und Herren, Basel II. Kollege Auer hat es gesagt, hat Kritik an Basel II geübt. – Ja, wo ist denn die Stimme Österreichs, des österreichischen Finanzministers und des österreichischen Bundeskanzlers in den EU-Gremien (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), Herr Kollege Matznetter, wo erheben Sie die Stimme, dass man diese unsinnigen Basel II-Regelungen zumindest jetzt in der Krise aussetzt, um den kleinen Betrieben den Weg zu Krediten zu erleichtern? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bankenpaket wären 6 Milliarden Steuerentlastung sicherlich möglich. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn es dann heißt, in Zukunft wird man diese Gelder wieder hereinbekommen, dann müssen wir uns ja schon fürchten, vor allem die Steuerzahler müssen sich fürchten, denn die werden das dann alle wieder bezahlen. Das beginnt ja schon mit dieser Reichensteuer, meine Damen und Herren von der SPÖ. Wer sind denn dann die Reichen? Sind das für Sie Leute, die 3 000, 4 000, 5 000 € im Monat Einnahmen haben und dann 50 Prozent ihres Einkommens dem Finanzminister wieder zurückgeben müssen? Ist jemand, der zwei Kinder hat und Alleinverdiener ist, ein Reicher für Sie, meine Damen und Herren? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das sind doch die Leistungsträger, das ist der Mittelstand, den wir jetzt entlasten müssen. Wenn sich jemand eine Eigentumswohnung zusammenspart, wenn sich jemand ein kleines Grundstück kauft, sind das die Reichen, die Sie jetzt wieder besteuern wollen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na, wer ist es denn dann? Das ist doch Makulatur, was Sie hier einbringen! Sie wollen mit diesem Klassenkampf übertünchen, dass Sie kein Rezept gegen die Krise haben. Das ist in Wahrheit die Realität. Das ist das Problem. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das sind doch die Leistungsträger, das ist der Mittelstand, den wir jetzt entlasten müssen. Wenn sich jemand eine Eigentumswohnung zusammenspart, wenn sich jemand ein kleines Grundstück kauft, sind das die Reichen, die Sie jetzt wieder besteuern wollen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na, wer ist es denn dann? Das ist doch Makulatur, was Sie hier einbringen! Sie wollen mit diesem Klassenkampf übertünchen, dass Sie kein Rezept gegen die Krise haben. Das ist in Wahrheit die Realität. Das ist das Problem. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist jedenfalls zu wenig, hier zu lächeln und zu sagen: Es interessiert mich alles nicht, was ihr da debattiert!, sondern wir brauchen jetzt eine Bundesregierung, die nicht zulasten der Arbeitnehmer und zulasten der Steuerzahler versucht, sich irgendwie durch die Krise durchzuschummeln, sondern die Hand in Hand mit der Bevölkerung dafür sorgt, dass Österreich aus dieser Krise herauskommt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Dass Sie sehr gelacht haben gestern!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Scheibner, ich halte nur fest, dass ich gestern schon mit Ihrem Klubobmann Bucher über die gestrige Situation gesprochen habe. (Abg. Ing. Westenthaler: Dass Sie sehr gelacht haben gestern!) – Dass ich geschmunzelt habe, gebe ich zu, und ich brauche mich diesbezüglich auch nicht zu rechtfertigen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Amon.
Ich glaube, wir sind gut beraten, hier seriöse Debatten abzuführen. Das war mein Appell, und den wiederhole ich an dieser Stelle. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Amon.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie war dann das gestern bei der Abstimmung? Du hast ja gegen das Begleitgesetz gestimmt!
Der Standort bestimmt den Standpunkt – das kennen wir auch aus euren Redebeiträgen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie war dann das gestern bei der Abstimmung? Du hast ja gegen das Begleitgesetz gestimmt!) Es ist auch durchaus verständlich, dass eine Opposition ein Budget der Bundesregierung kritisiert, aber es gilt immer: Der Standort bestimmt den Standpunkt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter. – Rufe beim BZÖ: Wie war denn das gestern bei der Abstimmung? – Abg. Ing. Westenthaler: Gegen den eigenen Finanzminister habt ihr gestimmt!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter. – Rufe beim BZÖ: Wie war denn das gestern bei der Abstimmung? – Abg. Ing. Westenthaler: Gegen den eigenen Finanzminister habt ihr gestimmt!
Der Standort bestimmt den Standpunkt – das kennen wir auch aus euren Redebeiträgen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie war dann das gestern bei der Abstimmung? Du hast ja gegen das Begleitgesetz gestimmt!) Es ist auch durchaus verständlich, dass eine Opposition ein Budget der Bundesregierung kritisiert, aber es gilt immer: Der Standort bestimmt den Standpunkt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter. – Rufe beim BZÖ: Wie war denn das gestern bei der Abstimmung? – Abg. Ing. Westenthaler: Gegen den eigenen Finanzminister habt ihr gestimmt!)
Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: „Ja“, ...!
Darüber hinaus beschließen auch die Länder Konjunkturpakete, wie das Land Oberösterreich mit über 1 Milliarde €, womit dieser Krise aktiv entgegengewirkt wird. Plus 16 000 Arbeitsplätze – Frau Kollegin Glawischnig hat es erwähnt, und ich möchte mich außerordentlich bedanken bei Landeshauptmann Pühringer in Oberösterreich (Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: „Ja“, ...!), der dieses Paket vorgelegt hat, das im Landtag in Oberösterreich auch einstimmig verabschiedet wurde. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Darüber hinaus beschließen auch die Länder Konjunkturpakete, wie das Land Oberösterreich mit über 1 Milliarde €, womit dieser Krise aktiv entgegengewirkt wird. Plus 16 000 Arbeitsplätze – Frau Kollegin Glawischnig hat es erwähnt, und ich möchte mich außerordentlich bedanken bei Landeshauptmann Pühringer in Oberösterreich (Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: „Ja“, ...!), der dieses Paket vorgelegt hat, das im Landtag in Oberösterreich auch einstimmig verabschiedet wurde. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Unsinn! Das wissen Sie genau!
160 000 Menschen fallen zusätzlich aus der Steuerpflicht heraus, davon 80 000 Pensionisten. Wir haben jetzt eine Parität: 2,7 Millionen Menschen bezahlen Steuern, und 2,7 Millionen Menschen bezahlen keine Steuern mehr. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Unsinn! Das wissen Sie genau!) Das ist eine Ausgewogenheit in diesem System, und diese Steuerreform verdient wirklich Ihren Respekt und sollte hier in diesem Hohen Haus nicht verhöhnt werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
160 000 Menschen fallen zusätzlich aus der Steuerpflicht heraus, davon 80 000 Pensionisten. Wir haben jetzt eine Parität: 2,7 Millionen Menschen bezahlen Steuern, und 2,7 Millionen Menschen bezahlen keine Steuern mehr. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Unsinn! Das wissen Sie genau!) Das ist eine Ausgewogenheit in diesem System, und diese Steuerreform verdient wirklich Ihren Respekt und sollte hier in diesem Hohen Haus nicht verhöhnt werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da möchte ich auch wieder Oberösterreich erwähnen: Von 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt des Kindes ist in Oberösterreich der Kindergarten gratis. Meine Damen und Herren, das ist ein Meilenstein in der Familienpolitik, und das gilt es auch von anderen Bundesländern nachzuahmen, weil dort das Geld gut angelegt ist! (Beifall bei der ÖVP.) Familien mit Kindern lassen das meiste Geld im Lande – beim Urlaub, beim Hausumbauen, beim Autokaufen. Das ist die Kaufkraft, die wir brauchen!
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter – den Kopf schüttelnd –: ... korrigieren!
Meine sehr geehrte Damen und Herren! Die Steuerreform 2004/2005 war die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre! Das muss man festhalten! (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter – den Kopf schüttelnd –: ... korrigieren!) Herr Kollege Matznetter, du musst das doch genau wissen: Das Absenken der Körperschaftsteuer hat den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich abgesichert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrte Damen und Herren! Die Steuerreform 2004/2005 war die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre! Das muss man festhalten! (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter – den Kopf schüttelnd –: ... korrigieren!) Herr Kollege Matznetter, du musst das doch genau wissen: Das Absenken der Körperschaftsteuer hat den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich abgesichert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Matznetter, wenn du weißt, wie sich die Einnahmen entwickelt haben, dann weißt du auch, dass hier allein im Bereich der Körperschaftsteuer eine Verdreifachung von 1,7 auf über 6 Milliarden € stattgefunden hat! – Das heißt, das war der richtige Weg, das waren die richtigen Maßnahmen, und das ist angekommen! Wir haben dadurch in den letzten Jahren eine Höchstbeschäftigung erhalten! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Diese Steuerreform lassen wir uns daher nicht schlechtreden! Auch was Familien mit Kindern betrifft: Es wurden damals die Kinderzuschläge zum Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag eingeführt, die auch als Negativsteuer ausbezahlt werden. – Sich heute hier herzustellen und zu sagen, es sei nie etwas für diesen Bereich gemacht worden, das ist eine Verhöhnung, meine Damen und Herren! Ich erwähne bewusst diese Steuerreform 2004/2005 als absolut positives Beispiel und als richtiger Wegweiser dafür, dass wir in den letzten Jahren diesen wirtschaftlichen Aufschwung gehabt haben. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Haben Sie es nicht verstanden? Sie fangen schon so seltsam an!
Ich zitiere dazu Frau Kollegin Lunacek, die ja in der „Pressestunde“ ganz klar und eindeutig erläutert hat (Abg. Mag. Kogler: Haben Sie es nicht verstanden? Sie fangen schon so seltsam an!), wie sie sich vorstellt, wie man eine Vermögensteuer einführen könnte. Sie hat gesagt, bei einem Hausbesitzer zum Beispiel, einem Besitzer eines Eigenheims mit einem Wert von in etwa 300 000 € sollen 200 000 € steuerfrei gestellt werden und 100 000 € mit 0,5 Prozent besteuert werden, das sind 500 €. (Abg. Mag. Kogler: Zitieren Sie richtig!)
Abg. Mag. Kogler: Zitieren Sie richtig!
Ich zitiere dazu Frau Kollegin Lunacek, die ja in der „Pressestunde“ ganz klar und eindeutig erläutert hat (Abg. Mag. Kogler: Haben Sie es nicht verstanden? Sie fangen schon so seltsam an!), wie sie sich vorstellt, wie man eine Vermögensteuer einführen könnte. Sie hat gesagt, bei einem Hausbesitzer zum Beispiel, einem Besitzer eines Eigenheims mit einem Wert von in etwa 300 000 € sollen 200 000 € steuerfrei gestellt werden und 100 000 € mit 0,5 Prozent besteuert werden, das sind 500 €. (Abg. Mag. Kogler: Zitieren Sie richtig!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Wir sind daher entschieden dagegen, und mit uns wird das nicht zu machen sein (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), dass wir jene, die Leistungsträger in Österreich sind, zusätzlich besteuern mit einer sogenannten Vermögenszuwachs- oder Reichensteuer. Das wird es mit der Österreichischen Volkspartei nicht geben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie gegen die Kanalgebühr? – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen einmal den Sinn erfassend zuhören!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie gegen die Kanalgebühr? – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen einmal den Sinn erfassend zuhören!
Wir sind daher entschieden dagegen, und mit uns wird das nicht zu machen sein (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), dass wir jene, die Leistungsträger in Österreich sind, zusätzlich besteuern mit einer sogenannten Vermögenszuwachs- oder Reichensteuer. Das wird es mit der Österreichischen Volkspartei nicht geben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie gegen die Kanalgebühr? – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen einmal den Sinn erfassend zuhören!)
Abg. Dr. Moser: Wir haben schon nachgedacht! Alles liegt griffbereit in der Schublade!
Das vorliegende Budget ist die richtige Antwort auf die Krise. Nach der Krise – wann immer das auch ist – wird aber wichtig sein, dass wir ausgabenseitig sparen, und im Hinblick auf die Jugend und die nachkommenden Generationen wird es wichtig sein, gemeinsame Kraftanstrengungen für Reformen zu unternehmen. Ich appelliere heute schon an Sie, dass wir hier gemeinsam darüber nachdenken, wie wir diese Reformen auch umsetzen können. (Abg. Dr. Moser: Wir haben schon nachgedacht! Alles liegt griffbereit in der Schublade!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wöginger, den Landeshauptmann hast du vergessen!
Ich bedanke mich abschließend ganz herzlich beim Bundesminister für das vorliegende Budget – es gibt die richtige Antwort in Zeiten wie diesen –, ebenso bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und insbesondere auch beim Obmann des Ausschusses, unserem Kollegen Jakob Auer, der den Vorsitz wie immer vorbildlich geführt hat. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wöginger, den Landeshauptmann hast du vergessen!)
Abg. Grillitsch: Das ist aber unfair! Er ist jetzt nicht da!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, ich wollte Ihren Rat befolgen, Frau Präsidentin, und kurz eingehen auf das, was Kollege Jakob Auer als Budgetsprecher seiner Fraktion und als Vorsitzender des Budgetausschusses gesagt hat, weil er hier Basel II hereingebracht hat (Abg. Grillitsch: Das ist aber unfair! Er ist jetzt nicht da!) – macht ja nichts! – und die Debatte ein bisschen unangenehm verlaufen ist. Ich möchte schon festhalten, was das konstruktive Zusammenarbeiten in Zukunft betrifft, dass wir da ein bisschen aufpassen müssen.
Abg. Grillitsch: Was? Wovon sprichst du?
Wenn das dann zwei oder drei Jahre später den einzelnen Abgeordneten vorgehalten wird, dann sage ich Njet! Dann hören wir auf mit dem! (Abg. Grillitsch: Was? Wovon sprichst du?) So geht es eben nicht – um den Appell der Präsidentin zu befolgen.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: In der Bauwirtschaft ...!
Deshalb wäre es – und jetzt komme ich zu den ersten Gegenvorschlägen – viel vernünftiger, noch einmal hinzuschauen, wo genau noch sinnvolle Investitionen nötig sind, um die Gefahr der ansteigenden Arbeitslosigkeit entsprechend zu bekämpfen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: In der Bauwirtschaft ...!) Ja, in der Bauwirtschaft läuft es ohnedies nicht so schlecht. Das ist ein interessanter Vorgang. Trotzdem wird es natürlich hinuntergehen. Sie kennen ja die einschlägigen Branchenschriften, die von dort kommen. Und dann wären wir ja, wenn es so wäre, noch immer nicht zu spät, wenn man sich folgenden Vorschlag zu eigen machen würde, nämlich dass wir – zeitlich beschränkt – auch den Gemeinden, die sich ja nicht helfen können, weil sie die entsprechenden finanziellen Mittel nicht haben, Investitionsmittel in die Hand geben, damit sie in bestimmte Projekte, die ohnehin sozusagen in der Pipeline stehen, investieren können und auch sollen.
Ruf bei der ÖVP: Wer?
Hinsichtlich der Fragestellung, wie dann ab 2010, 2011, 2012 die Geschichte weitergeht – und das ist ja wohl nach wie vor das Spannendste –, haben Sie ja Ihre Zahlen nicht verändert, weder im Finanzrahmengesetz noch im Strategiebericht. Sie bleiben auch heute wieder die Antwort auf die Frage schuldig, wie die Budgetdefizite (Ruf bei der ÖVP: Wer?) – na, der Herr Vizekanzler; wer sonst? – zukünftig abgetragen werden können oder gar nicht in dieser Höhe entstehen können.
Abg. Grillitsch: Die Grünen!
Apropos „über Nacht herkriegen“: Wenn man irgendwo bei irgendeinem Spital, im Übrigen auch in der Steiermark, auch nur ein einziges Bett in Frage stellt, wissen Sie, wer die Ersten in der Front des Demonstrationszuges sind? (Abg. Grillitsch: Die Grünen!) – Die Freiheitlichen sowieso, aber auch ÖVP-Politiker, weil es halt regionalpolitisch in den Kram passt. Wegen jedem einzelnen Bett wird gefeilscht, anstatt dass man sich dem hingibt, was Sie hier dauernd propagieren, dass nämlich wenigstens ein paar Vorschläge, die vom Rechnungshof kommen, um die Strukturen effizienter zu gestalten, auch in Angriff genommen werden.
Zwischenruf des Abg. Dr. Fichtenbauer.
Entweder extreme Sparpakete, um nicht zu sagen „Schröpfpakete“, oder aber es muss auf der Einnahmenseite etwas geschehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Wenn Sie Sparpakete vorhaben, dann sagen Sie, wo und wie! – Aber das darf man jetzt ja nicht sagen, denn jetzt ist ja Krise! Glauben Sie, dass Sie auf diese Art und Weise die Glaubwürdigkeit der Politik erhöhen werden? – Das ist mindestens so ein Problem wie das im Moment mangelnde Vertrauen unter den Wirtschaftstreibenden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Entweder extreme Sparpakete, um nicht zu sagen „Schröpfpakete“, oder aber es muss auf der Einnahmenseite etwas geschehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Wenn Sie Sparpakete vorhaben, dann sagen Sie, wo und wie! – Aber das darf man jetzt ja nicht sagen, denn jetzt ist ja Krise! Glauben Sie, dass Sie auf diese Art und Weise die Glaubwürdigkeit der Politik erhöhen werden? – Das ist mindestens so ein Problem wie das im Moment mangelnde Vertrauen unter den Wirtschaftstreibenden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie den Weg des satten und zufriedenen Gestikulierens und Lächelns weitergehen wollen, so ist das vielleicht eine psychologische Variante. Nur: Psychologie setzt auch voraus, dass man Ihnen noch etwas glaubt. Dort haben Sie jedoch verspielt! Wenn Sie das ohnehin schon verspielt haben, dann sagen Sie endlich, was Sie vorhaben, und halten Sie das Parlament nicht mit einem Strategiebericht auf, in dem lauter falsche Zahlen stehen! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich möchte zuerst auf die Ausführungen des Kollegen Kogler eingehen. Es ist völlig richtig, was er zur damaligen Behandlung von Basel II gesagt hat. Das war ein konstruktives Zusammenwirken, und ich kann an dieser Stelle nur Folgendes unterstreichen: Es tut mir leid, dass Jakob Auer hier – meiner Meinung nach wirklich zu Unrecht – eine Position kritisiert, die damals in diesem Haus niemand vertreten hat. Uns war allen klar, dass dies eine schlechte Regelung ist, weil sie das traditionelle Bankgeschäft genau in Richtung jener Marktsituation treibt, die uns jetzt in der Krise als eine der schlimmsten Ursachen bewusst wird, nämlich dass ein Kredit hinter dem Schalter gleich in andere Pakete, in CDS, in ABS verpackt und in der Folge spekuliert wird und wir somit die heutige Situation vorfinden. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Scheibner: Stimmt ja nicht!
Das war eine Politik, die genau jene stärken wollte, die Spekulationen auf den Märkten betreiben, anstatt reale Investitionen zu tätigen. Das war zu Ihrer Zeit sichtbar in Ihrer Steuerpolitik. (Abg. Scheibner: Stimmt ja nicht!) Sie haben die Investitionsbegünstigungen abgeschafft, wenn im Inland in österreichische Betriebe investiert wird, und Sie haben mit der Gruppenbesteuerung und anderen Methoden genau die Stimmung Richtung Mergers und Acquisitions aufgeheizt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Das war eine Politik, die genau jene stärken wollte, die Spekulationen auf den Märkten betreiben, anstatt reale Investitionen zu tätigen. Das war zu Ihrer Zeit sichtbar in Ihrer Steuerpolitik. (Abg. Scheibner: Stimmt ja nicht!) Sie haben die Investitionsbegünstigungen abgeschafft, wenn im Inland in österreichische Betriebe investiert wird, und Sie haben mit der Gruppenbesteuerung und anderen Methoden genau die Stimmung Richtung Mergers und Acquisitions aufgeheizt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Rekordarbeitslosigkeit!
Gleich zum Kollegen Wöginger. Fangen wir gleich an! Wieso muss ich hier eigentlich die vernünftige Politik des ÖVP-Finanzministers verteidigen? Welche „Schande“ ist es, den Kurswechsel, der sichtbar Erfolge zeigt – damalige Steuerpolitik unter einem blauen Finanzminister: Österreich nur noch im EU-Mittelfeld bei der Arbeitslosigkeit, schlechteres Wachstum als im Durchschnitt der EU-15 –, zu verteidigen? (Abg. Petzner: Rekordarbeitslosigkeit!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Heute – darauf hat Vizekanzler Pröll zu Recht hingewiesen – sind wir unter den Besten bei der Arbeitslosigkeit, das heißt, wir haben einen deutlichen Vorsprung gegenüber den anderen. Die Krise wirkt bei uns nicht so stark. Wir sind beim Wachstum, sprich Schrumpfung, deutlich besser als damals. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Flöttl? ...!
Wir haben eine vernünftige Maßnahme gesetzt, denn die Österreichische Volkspartei selbst, die ja noch vor einem Jahr Neuwahlen wollte, als der damalige Bundeskanzler eine Steuerreform im Jahr 2009 machen wollte, hat ja das Richtigste gemacht. Sie hat gesagt: Ja, dieses Projekt ist gut. – Heute bewirbt es zu Recht Ihr Parteiobmann Josef Pröll in der Zeitung mit Foto und Unterschrift. Richtig so! Es ist gut, in der Breite Kaufkraft zu schaffen, es ist richtig, es jetzt zu machen, es ist richtig, dass wir jetzt vorzeitige Abschreibung eingeführt haben, wieder Investitionsbegünstigungen zu geben, und wir korrigieren das, was von dem Herrn, der damals zwischen den Jachturlauben mit Flöttl und Meinl entschieden hat, was beim Gesetz für diese Kreise auch günstig wäre, falsch gemacht wurde. (Abg. Dr. Bartenstein: Flöttl? ...!) – Genau: Der Herr Flöttl, der Herr Meinl und der Herr Grasser waren auf der Jacht.
Abg. Petzner: Wissen Sie, wovon Sie reden?
Durch diese Politikkorrektur ernten wir jetzt die Früchte. Wir haben weniger Auswirkungen durch die Krise, wir haben eine bessere Situation, auch was das Budget betrifft. Auch da macht der Vergleich sicher. (Abg. Petzner: Wissen Sie, wovon Sie reden?) Wer hat denn in der Hochkonjunktur über 4 Prozent Defizit zusammengebracht? – Karl-Heinz Grasser! (Abg. Dr. Bartenstein: Haben Sie einen Grasser-Komplex?)
Abg. Dr. Bartenstein: Haben Sie einen Grasser-Komplex?
Durch diese Politikkorrektur ernten wir jetzt die Früchte. Wir haben weniger Auswirkungen durch die Krise, wir haben eine bessere Situation, auch was das Budget betrifft. Auch da macht der Vergleich sicher. (Abg. Petzner: Wissen Sie, wovon Sie reden?) Wer hat denn in der Hochkonjunktur über 4 Prozent Defizit zusammengebracht? – Karl-Heinz Grasser! (Abg. Dr. Bartenstein: Haben Sie einen Grasser-Komplex?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Haben Sie einen Grasser-Komplex?
Es war Vizekanzler Molterer, der es geschafft hat – jetzt muss ich schon wieder die ÖVP verteidigen; da gilt das Lob der Politik von Molterer und Pröll –, das Defizit von 1,6 Prozent auf 0,4 Prozent innerhalb von zwei Jahren rückzuführen, sodass wir jetzt Spielräume für diese schwierige Zeit haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Haben Sie einen Grasser-Komplex?)
Abg. Mag. Ikrath: Das ist absurd!
Genau das ist die richtige Politik: Wir haben statt einem Splitt-Satz bei der Familienbesteuerung Freibeträge eingeführt, wir haben die Familienbeihilfe und die Kinderzuschläge erhöht. (Abg. Mag. Ikrath: Das ist absurd!) Das ist eine richtige Politik, die wir machen!
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Rädler und Wöginger.
Recht hat er, der Finanzminister Sepp Pröll, wenn er dann in der Zeitung sagt, dass das jetzt die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt ist. Eine richtige Entscheidung dieser Regierung, eine richtige Entscheidung des Vizekanzlers und kein Anlass ... (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Rädler und Wöginger.) – Genau, Applaus für den Vizekanzler wegen dieser Politik! (Abg. Ing. Westenthaler: Koseform: Sepp!)
Abg. Ing. Westenthaler: Koseform: Sepp!
Recht hat er, der Finanzminister Sepp Pröll, wenn er dann in der Zeitung sagt, dass das jetzt die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt ist. Eine richtige Entscheidung dieser Regierung, eine richtige Entscheidung des Vizekanzlers und kein Anlass ... (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Rädler und Wöginger.) – Genau, Applaus für den Vizekanzler wegen dieser Politik! (Abg. Ing. Westenthaler: Koseform: Sepp!)
Abg. Dr. Bartenstein: „Mittelmaß“ – richtig erwähnt!
Aber kommen wir noch zum zweiten Problem! Wir haben in diesem Land – und jetzt nehme ich bewusst andere nicht aus – tatsächlich geglaubt, mit Anheizen dieser fast 30-jährigen Blase, alles den Finanzmärkten zu unterwerfen, das Richtige zu machen, und wir haben damit dazu beigetragen, dass uns die Krise erreicht hat. Ich bitte an dieser Stelle, Vernunft und Mittelmaß und Augenmaß auch in der Politik sowie die Anwendung desselbigen wieder ins Zentrum zu stellen. (Abg. Dr. Bartenstein: „Mittelmaß“ – richtig erwähnt!) Das heißt Maßnahmen nicht nur für die Spitzenverdiener und Millionäre.
Abg. Scheibner: Ihr wollt die Häuslbauer schröpfen!
Schauen wir uns das an, und wir werden so wie bei der Diskussion über die Steuerpolitik gemeinsam eine entsprechende Politik finden. (Abg. Scheibner: Ihr wollt die Häuslbauer schröpfen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das Grasser-Trauma wirkt lang! – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine hervorragende Rede!
Ich glaube, dass wir die letzten zwei Jahre gemeinsam eine gute Politik gemacht haben. Ich glaube, dass wir ein gutes Budget und eine gute Steuerreform haben und dass der Weg genau richtig ist. Die jetzige Performance zeigt uns schon: Wir sind im Vergleich mit den anderen Ländern deutlich besser als in den Jahren davor. Und ich glaube, dass die ÖVP gut beraten ist, sich zu loben, jetzt, da sie selbst den Finanzminister mit einer besseren Politik stellt, anstatt diese Aufgaben anderen Parteien wie der FPÖ oder dem BZÖ zu überlassen, wo dann das herauskommt, was wir unter Karl-Heinz Grasser erlebt haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das Grasser-Trauma wirkt lang! – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine hervorragende Rede!)
Abg. Dr. Strutz: Si tacuisses, philosophus mansisses!
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem“ – „Was immer du auch tust, tu es klug und bedenke das Ende!“ (Abg. Dr. Strutz: Si tacuisses, philosophus mansisses!) Unter diesem Gesichtspunkt sollte eigentlich überall auf der Welt und zu jedem Zeitpunkt Budgetpolitik gemacht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem“ – „Was immer du auch tust, tu es klug und bedenke das Ende!“ (Abg. Dr. Strutz: Si tacuisses, philosophus mansisses!) Unter diesem Gesichtspunkt sollte eigentlich überall auf der Welt und zu jedem Zeitpunkt Budgetpolitik gemacht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!
Meine Damen und Herren, es ist Ihnen sicher bewusst, dass die größte und schlimmste Wirtschaftskrise, die es je auf dieser Welt gegeben hat, auf uns zurollt. Ich sage Ihnen auch, warum: weil es Unwägbarkeiten gibt, die wir bisher in der Vergangenheit noch gar nicht gekannt haben. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Die Weltwirtschaft ist verwoben, ist miteinander verzweigt. Denken Sie an China! Allein in China gibt es zirka 150 Millionen Wanderarbeiter. Das sind Taglöhner, die Tag für Tag ihre Arbeitskraft verkaufen, wie es Karl Marx in seinem Buch „Das Kapital“ schon beschrieben hat. (Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!) Schauen Sie nach im Kapitel „Verelendungstheorie“!
Abg. Mag. Kogler: Die macht wenigstens ein paar vernünftige Regeln!
Meine Damen und Herren, jetzt frage ich mich unter diesen Gesichtspunkten, wo denn der Schutzwall der EU vor dieser Weltwirtschaftskrise war. Ich sehe keinen! Die EU hat nämlich Europa an diese US-amerikanische Wirtschaft angedockt. (Abg. Mag. Kogler: Die macht wenigstens ein paar vernünftige Regeln!) Sie hat zugeschaut, wie unsere Kommunen und unsere Bundesbahnen Credit Default Swaps gezeichnet haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, jetzt frage ich mich unter diesen Gesichtspunkten, wo denn der Schutzwall der EU vor dieser Weltwirtschaftskrise war. Ich sehe keinen! Die EU hat nämlich Europa an diese US-amerikanische Wirtschaft angedockt. (Abg. Mag. Kogler: Die macht wenigstens ein paar vernünftige Regeln!) Sie hat zugeschaut, wie unsere Kommunen und unsere Bundesbahnen Credit Default Swaps gezeichnet haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Dr. Van der Bellen
Die EU hat zugeschaut, wie riskante Spekulationsgeschäfte abgeschlossen worden sind, sie hatte keinen Einwand. Es gibt keine EU-Finanzmarktaufsicht, es gibt keine EU-Bankenkontrolle. Die EU hat all das, was uns heute trifft, bisher befördert und nicht verhindert oder eingedämmt. Und wir sollten auch nicht (Heiterkeit des Abg. Dr. Van der Bellen) – Herr Professor, weil Sie lachen – dem falschen Trugschluss unterliegen, dass es nur eine Finanzkrise wäre, die auf die Realwirtschaft übergeschwappt ist.
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Aber in Europa sehe ich derzeit vonseiten der EU keine Gegenbewegung; allein einzelne Staaten versuchen, mit nationalen Programmen entgegenzuwirken, auch Österreich. Aber was will man auch von europäischen Politikern wie einer Angela Merkel oder einem Nicolas Sarkozy erwarten, die vor lauter Amerika-Hörigkeit vor jedem Kaugummi-Automaten salutieren? (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Das ist die Wahrheit.
Abg. Großruck: Stiften Sie sofort weltweit Frieden!
Ziehen Sie unverzüglich unsere Soldaten aus dem Tschad ab! Dieser Einsatz kostet jährlich 50 Millionen €. Verkaufen Sie unverzüglich diese unsinnigen Abfangjäger, wo die Flugstunde eines Fluggeräts mehr kostet, als der Lohn für einen Soldaten ein ganzes Jahr lang ausmacht! Reduzieren Sie unverzüglich die extrem hohen EU-Beiträge, die Nettobeiträge von 800 Millionen € auf 400 Millionen €! (Abg. Großruck: Stiften Sie sofort weltweit Frieden!)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne fordere ich Sie auf: Werfen Sie diesen Budgetvorschlag, der auf falschen Prämissen aufbaut, über Bord! Machen Sie ein neues Budget, das auf realistischen Grundlagen aufbaut, dann können Sie eine gute Zukunft für Österreich gestalten! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Das ist ja wohl unglaublich!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Herr Dr. Königshofer, im letzten Teil Ihrer Ausführungen können Sie nicht von Österreich geredet haben, denn dann hätten Sie von einer Bananenrepublik gesprochen, so wie Sie das dargestellt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Das ist ja wohl unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP.
Bereich zur Bekämpfung der Krise bedingen Rekorddefizite. Österreich wird so wie die meisten europäischen Länder die Maastricht-Kriterien nicht erfüllen. Die Schuldenquote steigt, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber eine außerordentliche Situation erfordert auch außerordentliche Maßnahmen. Aufgrund der guten Wirtschaftsleistung in den letzten Jahren wird es gelingen, die Mehrbelastung für die zukünftigen Generationen einigermaßen immer mit Blick auf diese Krisensituation im Rahmen zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist an dieser Stelle nochmals zu betonen, dass hinter jedem öffentlichen Euro für die Bauern eine Leistung für die Gesellschaft steht, ob es nun Leistungen für die Kulturlandschaft, für die Vielfalt im ländlichen Raum oder für den Tourismus sind. An jedem Arbeitsplatz in der Land- und Forstwirtschaft hängen drei Arbeitsplätze im vor- oder nachgelagerten Bereich. Unsere bäuerliche Landwirtschaft ist somit ein wichtiger Bestandteil der gesamten Volkswirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Verbesserung der heimischen Lebensmittelkennzeichnung ist für die Zukunft ein wichtiges Thema. Mit dem Etikettenschwindel, der derzeit teilweise herrscht, muss endlich Schluss sein. Dioxinskandal beim Schweinefleisch oder zum Beispiel die Meldung „verunreinigte Milch in China“, derlei Dinge sind uns durchaus im Ohr, aber die derzeitigen Gütesiegel, wie etwa AMA-Gütesiegel, Bio-Gütesiegel und regionale Herkunftszeichen, geben Sicherheit. Der gezielte Kauf von heimischen Lebensmitteln ist durchaus ein Jobmotor, ja er ist eigentlich ein gutes Konjunkturpaket, wo jeder Haushalt etwas beitragen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
gilt es, die Kennzeichnung der Lebensmittel zu verbessern, für den Konsumenten durchschaubarer zu machen. Es sind alle Sozialpartner gefordert, hier zusammenzuarbeiten: Landwirtschaft, Wirtschaft und Arbeiterkammer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich hat betreffend erneuerbare Energie ehrgeizige Ziele. Die beiden Bundesminister Berlakovich und Mitterlehner werden eine entsprechende Strategie erarbeiten, um erfolgreich dabei weitergehen zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das vom Vizekanzler Bundesminister Pröll, von unserem gesamten Regierungsteam vorgelegte Doppelbudget 2009/2010 bietet eine gute Basis für zukunftsorientierte Politik für die Menschen in unserer lebens- und liebenswerten Heimat Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Faul ist leider nicht im Saal, ich wollte ihn nämlich fragen, wie es heute seinem Haustier geht, das er wahrscheinlich gerade füttert, nämlich dem „Kater“, aber leider ist er nicht hier. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich muss sagen: Ihr von der SPÖ habt ja einen ersten Schritt zur Besserung schon gemacht, ihr habt ihm nämlich heute Sprechverbot erteilt. Obwohl über 100 Redner zu Wort gemeldet sind, findet sich der Name Faul nicht darunter. Gratulation, erster Weg zur Besserung! Wenn ihr es jetzt auch noch schafft, Faul am Nachmittag von der Kantine fernzuhalten, dann ist alles bestens, dann wird auch nichts mehr passieren. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich wollte auch den Kollegen Matznetter und Krainer, die auch nicht hier sind – die gehen nämlich immer alle, nachdem sie hier geredet haben –, etwas sagen, und zwar: Ihr habt so etwas wie eine Verfolgungsphobie, was Grasser anbelangt. Da hört man immer nur, wie schlecht alles unter Finanzminister Grasser war. Das wird euch offensichtlich bis in die Pension verfolgen. Ihr werdet auch noch in der Pension über das Trauma Grasser reden. Ich halte das für durchaus therapierbar. Ich glaube wirklich, dass irgendetwas dagegen zu machen ist. Nehmt professionelle Hilfe in Anspruch! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber jetzt möchte ich auf das Budget zu sprechen kommen.
Abg. Faul betritt soeben den Sitzungssaal. – Abg. Bucher: Der Faul ist gerade hereingekommen!
Ich möchte einmal auch jemanden von einer anderen Fraktion loben. (Abg. Faul betritt soeben den Sitzungssaal. – Abg. Bucher: Der Faul ist gerade hereingekommen!) Da ist er schon, der Herr Faul. Grüß Gott! – Kollege Wöginger hat heute nicht nur gut gesprochen – er hat auch unsere gemeinsame Steuerreform vom Anfang der 2000er-Jahre gelobt –, sondern er war auch sehr mutig und hat gestern als einer von vier ÖVP-Abgeordneten gegen die Budgetbegleitgesetze gestimmt. Dazu wollen auch wir herzlich gratulieren. (Beifall beim BZÖ.) Sie sind eigentlich einer unserer Verbündeten! Sie haben das auch richtig erkannt. Wer, wenn nicht ein ÖVP-Abgeordneter, soll
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte einmal auch jemanden von einer anderen Fraktion loben. (Abg. Faul betritt soeben den Sitzungssaal. – Abg. Bucher: Der Faul ist gerade hereingekommen!) Da ist er schon, der Herr Faul. Grüß Gott! – Kollege Wöginger hat heute nicht nur gut gesprochen – er hat auch unsere gemeinsame Steuerreform vom Anfang der 2000er-Jahre gelobt –, sondern er war auch sehr mutig und hat gestern als einer von vier ÖVP-Abgeordneten gegen die Budgetbegleitgesetze gestimmt. Dazu wollen auch wir herzlich gratulieren. (Beifall beim BZÖ.) Sie sind eigentlich einer unserer Verbündeten! Sie haben das auch richtig erkannt. Wer, wenn nicht ein ÖVP-Abgeordneter, soll
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Es ist auch keinerlei Innovation drinnen – eine Visionslosigkeit sondergleichen! Das Einzige, das wirklich neu an diesem Budget ist, ist der Umstand, dass nach der SPÖ, von der wir das ja seit Jahrzehnten kennen, jetzt auch die ÖVP in den Schatten einer Schuldenpartei eingetaucht ist. Das ist traurig, denn ich kann mich noch erinnern, dass der Herr Finanzsprecher Stummvoll bei vielen, vielen Budgetdebatten herausgegangen ist und hier von diesem Rednerpult aus immer gesagt hat: Wir machen keine neuen Schulden, das ist das Schlechteste, was es gibt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt weiß ich schon, dass man in der Krise Geld in die Hand nehmen muss, wir sind ja eh dafür, aber die Frage ist die: Wo sind dann die Gegenfinanzierungen in Form von Reformen? Wo ist der Bürokratieabbau? Wo ist die Verwaltungsreform? Wo ist die Gesundheitsreform? Wo ist die Bildungsreform? Das habt ihr alles verabsäumt. Das ist das, was wir am Schuldenmachen kritisieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn den Arbeitnehmern mittlerweile von 1 000 € nur mehr 512 € übrig bleiben, sofern sie überhaupt so viel verdienen, dann stimmt etwas nicht. Wenn die reale Abgabenquote nicht 42 Prozent, sondern schon 49 Prozent beträgt, dann kann etwas nicht stimmen, dann müssen Sie sich doch darüber Gedanken machen. Und dann ist das, was Stummvoll zugegeben hat, nämlich dass Österreich ein Höchststeuerstaat ist, bereits Realität. Das hätten Sie in diesem Budget korrigieren können. Sie hätten sich für bessere Löhne, für mehr Geld für die Arbeitnehmer schon einsetzen können, meine Damen und Herren von der Gewerkschaft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Finanzminister, meine Herren Staatssekretäre, fahren Sie da einmal hinein bei den Mineralölkonzernen, damit die Menschen nicht so einen hohen Spritpreis zahlen müssen! Das gehört einmal gemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das steht im Budget nicht drinnen. Verbreiten Sie daher keine Unwahrheiten! Es gibt weder 1 000 Polizisten mehr noch gibt es 500 Polizisten mehr, sondern es gibt überhaupt keine Polizisten mehr, weil dadurch, dass die paar, die jetzt neu in Schulung kommen, dem natürlichen Abgang gegengerechnet werden, am Ende nichts übrig bleibt. Es gibt also nur noch weniger Sicherheit und mehr Kriminalität. Das ist das Ergebnis dieses Budgets, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Schönpass: Vom Budget keine Ahnung!
Ich gratuliere den Sozialdemokraten: Ihr seid nach einem halben Jahr entzaubert und bereits weg vom Fenster! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Schönpass: Vom Budget keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben gestern im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes erste Schritte dahin gehend gesetzt, dass es zu einer Verbesserung der finanziellen Situation der Krankenkassen kommt. Auch aus dem vorliegenden Budget geht deutlich hervor, dass wir alles daransetzen, dass es zu einer Bewältigung der Weltwirtschaftskrise und vor allem zu einer Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Österreich kommt. Darauf bin ich sehr, sehr stolz. Und ich darf mich dafür ganz herzlich, insbesondere beim Herrn Bundesminister Hundstorfer, bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer profitiert jetzt von diesem Geld, und was wird mit diesem Geld getan? – Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik werden damit vorwiegend Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen sowie Beschäftigungsprogramme bestritten. Schulungs- und Qualifikationsmaßnahmen sind vor allem aus folgendem Grund so wichtig – man kann es auf den Punkt bringen –: Wenn Menschen bedauerlicherweise nur einen Pflichtschulabschluss haben, bedeutet das für sie, dass die Gefahr, in Arbeitslosigkeit zu kommen und dann nicht wieder rasch in den Arbeitsprozess einsteigen zu können, eine sehr große ist. Daher werden ganz gezielt Qualifikationsmaßnahmen angeboten, um sicherzustellen, dass für diese Gruppe von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die Chance, in den aktiven Arbeitsprozess einzusteigen, wieder eine größere wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einige Bemerkungen auch zum AMS. – Ich glaube, wir alle können den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im AMS recht herzlich danken, denn sie haben hochqualifizierte Arbeit geleistet und versuchen, das Beste für die Menschen zu tun, die Arbeit suchen. Um diesen ihre Arbeit noch besser zu ermöglichen, wird dafür Sorge getragen, dass künftig mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im AMS beschäftigt werden. Es ist geplant, dass 200 neue Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im AMS angestellt werden. Das ist einerseits eine Maßnahme gegen Arbeitslosigkeit und andererseits eine Maßnahme, die helfen soll, noch fundierter und noch zielgenauer den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die Arbeit suchen, zu helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Summa summarum: Ein gutes Budget. Ich bedanke mich sehr herzlich. Unsere Fraktion wird zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Csörgits: Ich wollte Sie überraschen!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Es wäre ja eine echte Sensation gewesen, Frau Kollegin Csörgits, wenn Sie jetzt gesagt hätten, Sie stimmen dem Budget nicht zu. (Abg. Csörgits: Ich wollte Sie überraschen!)
Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit.
Herr Kollege Königshofer, ich fand das ganz anregend, was Sie gesagt haben. Also, erstens gratuliere ich zu Ihrem Latein – Deutsch ist eben doch nicht alles! (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit.) Ich stimme völlig mit Ihren Bemerkungen zu General Motors überein, bin da ganz Ihrer Meinung. Recht eigenartig fand ich allerdings, wie Sie die Kurve gekratzt haben von der Finanzkrise zur üblichen EU-Schelte.
Ruf bei der SPÖ: Grasser!
Wer hat sich denn über die Jahre gegen so etwas wie eine europäische Bankenaufsicht, eine europäische Finanzmarktaufsicht gewehrt? – Das waren die Mitgliedstaaten, das waren die Finanzminister der einzelnen Mitgliedstaaten der EU! (Ruf bei der SPÖ: Grasser!) Jetzt zu kommen und zu sagen: Die EU war kein Schutzschild!, ist natürlich ein Angriff auf die Politik der Mitgliedstaaten der EU in der Vergangenheit – inklusive, so nehme ich an, der Positionen der FPÖ, die eine Europäische Banken- und Finanzmarktaufsicht auch nie haben wollte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer hat sich denn über die Jahre gegen so etwas wie eine europäische Bankenaufsicht, eine europäische Finanzmarktaufsicht gewehrt? – Das waren die Mitgliedstaaten, das waren die Finanzminister der einzelnen Mitgliedstaaten der EU! (Ruf bei der SPÖ: Grasser!) Jetzt zu kommen und zu sagen: Die EU war kein Schutzschild!, ist natürlich ein Angriff auf die Politik der Mitgliedstaaten der EU in der Vergangenheit – inklusive, so nehme ich an, der Positionen der FPÖ, die eine Europäische Banken- und Finanzmarktaufsicht auch nie haben wollte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: So ist es!
Man kann das natürlich noch weiterführen mit der Frage: Hat die Europäische Kommission rechtzeitig Initiativen gesetzt oder nicht? – Ich sage: Nein! Und das ist einer der Gründe, warum ich nicht für die Wiederwahl von Präsidentem Barroso bin. Präsident Barroso hat in all diesen Jahren aber nicht einmal einen Funken von Political Leadership auf europäischer Ebene erkennen lassen (Abg. Mag. Kogler: So ist es!) – im Gegensatz etwa zu Neelie Kroes, der EU-Wettbewerbskommissarin, zuständig für den Binnenmarkt.
Abg. Mag. Kogler: So ist es!
Wenn wir diese Dame in der EU-Kommission nicht gehabt hätten, na frage nicht, wie die Mitgliedstaaten der Union einer nach dem anderen die Bankenkrise missbraucht hätten, um „ihren“ – unter Anführungszeichen – jeweiligen Banken Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. (Abg. Mag. Kogler: So ist es!) Es ist ausschließlich die EU-Kommission, die auf europäischer Ebene dafür sorgt, dass die Krise nicht dazu missbraucht wird, dass die Franzosen ihre Banken stützen zulasten jener der Deutschen, die Deutschen ihre zulasten jener der Österreicher und so weiter und so fort.
Abg. Gradauer: Der war gut!
Die EU und die USA – lassen wir den Kaugummiautomaten jetzt weg (Abg. Gradauer: Der war gut!); der Irakkrieg, das ist alles andere als ein Kaugummiautomat –: Herr Kollege Königshofer, wenn Sie der Meinung sind, und ich würde diese Meinung teilen, dass es nicht schaden würde, dass die Europäische Union etwas größeren, sagen wir Handlungsspielraum, etwas größere Autonomie gegenüber der Politik der USA haben sollte, nämlich unabhängig von der jeweiligen Person des Präsidenten der USA, was tun wir dann?
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Aber, Herr Kollege Königshofer – und jetzt kommt es! –, wenn wir beide diese wollen sollten, und ich will sie sicher, was tun wir dann für diese zusätzliche Autonomie Europas gegenüber den USA? (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.) – Dann gibt es ja nur einen Weg: die Europäische Union weiter zu vertiefen, zu verstärken in ihren Instrumentarien! (Abg. Dr. Königshofer: Zu vertiefen, aber nicht zu erweitern mit der Türkei und Israel!) – Israel?! Jetzt kommt der Schmarren schon wieder! Herr Kollege, wir müssen die Probleme der kommenden zehn Jahre lösen, nicht die des Jahres 2200! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Königshofer: Zu vertiefen, aber nicht zu erweitern mit der Türkei und Israel!
Aber, Herr Kollege Königshofer – und jetzt kommt es! –, wenn wir beide diese wollen sollten, und ich will sie sicher, was tun wir dann für diese zusätzliche Autonomie Europas gegenüber den USA? (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.) – Dann gibt es ja nur einen Weg: die Europäische Union weiter zu vertiefen, zu verstärken in ihren Instrumentarien! (Abg. Dr. Königshofer: Zu vertiefen, aber nicht zu erweitern mit der Türkei und Israel!) – Israel?! Jetzt kommt der Schmarren schon wieder! Herr Kollege, wir müssen die Probleme der kommenden zehn Jahre lösen, nicht die des Jahres 2200! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
Aber, Herr Kollege Königshofer – und jetzt kommt es! –, wenn wir beide diese wollen sollten, und ich will sie sicher, was tun wir dann für diese zusätzliche Autonomie Europas gegenüber den USA? (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.) – Dann gibt es ja nur einen Weg: die Europäische Union weiter zu vertiefen, zu verstärken in ihren Instrumentarien! (Abg. Dr. Königshofer: Zu vertiefen, aber nicht zu erweitern mit der Türkei und Israel!) – Israel?! Jetzt kommt der Schmarren schon wieder! Herr Kollege, wir müssen die Probleme der kommenden zehn Jahre lösen, nicht die des Jahres 2200! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, genau!
Ich empfehle trotzdem, den Strategiebericht zu lesen und zwischen den Zeilen zu lesen: Was die einzelnen Ressorts unter Planung bis zum Jahr 2012, 2013 verstehen, spottet zum Teil jeder Beschreibung! Also offensichtlich brauchen die Ressorts eine Schulung seitens des Finanzministeriums, wie man eine solche Strategieplanung sinnvoll macht. (Abg. Mag. Kogler: Ja, genau!) – Allerdings: Wer schult das Finanzministerium? In entscheidenden Punkten fehlt eine Strategie des Finanzministeriums!
Abg. Dr. Königshofer: Bundesbahnen und ASFINAG!
Vergessen Sie die Prozentzahlen, schauen Sie sich die Milliarden an! Die Finanzschulden der Republik steigen von heute ungefähr 180 Milliarden € auf rund 250 Milliarden € im Jahre 2013. – Das sind die offiziellen Zahlen im Strategiebericht des Finanzministeriums. (Abg. Dr. Königshofer: Bundesbahnen und ASFINAG!)
Abg. Dr. Königshofer: Zehn!
Wie viel an Zinsen wird es im Jahre 2013 dafür brauchen? – Heute beziehungsweise letztes Jahr haben wir ungefähr 7 Milliarden € an Zinsen gezahlt, und im Jahre 2013 (Abg. Dr. Königshofer: Zehn!), das steht im Strategiebericht, werden es rund 10 Milliarden € an Zinsen sein.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer
Jetzt braucht man sich nur Folgendes auszurechnen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer): Okay, das Finanzministerium rechnet offensichtlich mit 4 Prozent Zinsen – 4 Prozent von 250 sind dann 10 Milliarden. 4 Prozent Zinsen, das ist sogar etwas weniger, ein Hauch weniger als im Jahre 2008.
Abg. Mag. Kogler: So ist es!
Konstante Zinsen in dieser Periode? – Dafür fehlt jede Begründung! (Abg. Mag. Kogler: So ist es!) Auch im Wifo-Bericht vom März, der von ähnlichen Zahlen ausgeht, fehlt jedwede Begründung für diese Annahme! Herr Kollege! Wir wissen es nicht, aber was ist plausibler: dass die Zinsen steigen oder dass sie fallen?
Abg. Mag. Kogler – in Richtung des den Saal verlassenden Abg. Grillitsch –: Grillitsch geht! – Abg. Dr. Königshofer: Das ist ihm zu viel!
In der Situation ist es aber schon notwendig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir in vier Jahren, das ist ja nicht so lange bis dahin, auf der Ausgabenseite tun. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung des den Saal verlassenden Abg. Grillitsch –: Grillitsch geht! – Abg. Dr. Königshofer: Das ist ihm zu viel!) – Okay, was denn? Und auf der Einnahmenseite? – Ich glaube einfach nicht, dass die Ausgabenseite allein ausreichen wird, aber bitte, ich bin bereit, darüber zu diskutieren.
Abg. Großruck: Weil der Landeshauptmann Pühringer heißt!
Ich gebe Ihnen auch gleich einen Tipp: Schule Schwanenstadt, ein sehr schönes Beispiel. Das war eine alte Schule, in den siebziger Jahren erbaut, mit entsprechenden Energiestandards; jetzt wurde sie renoviert und auf Passivhausstandard gebracht mit der Konsequenz der Senkung der laufenden Energiekosten um 90 Prozent. Warum funktioniert das in Schwanenstadt und sonst nicht? (Abg. Großruck: Weil der Landeshauptmann Pühringer heißt!) – Weil wir über die Jahrzehnte ein Problem kennen und es nie geregelt haben: Die Gemeinden zahlen die Erhaltung beziehungsweise den Betrieb inklusive Energiekosten, und den Bau stellt das Land oder der Bund hin. Die wollen die 10 Prozent oder 15 Prozent, die der Passivhausstandard kostet, nicht zahlen, und deswegen hat die Gemeinde das schlechtere Ende für sich.
Die Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek und Bucher: Vor 30?!
Ja, in Gottes Namen, wann werden wir denn endlich dieses Problem lösen? – Ich war vor 30 Jahren Mitglied einer Verwaltungsreformkommission. (Die Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek und Bucher: Vor 30?!) – Vor 30 Jahren! Bei der Kommission damals ist ungefähr so viel herausgekommen wie bei allen folgenden Kommissionen, und es wird jetzt wirklich Zeit, dass ich mit meiner negativen Erfahrung von vor 30 Jahren eines Besseren belehrt werde! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Amon.) – Ich weiß, ich überschreite meine Zeit gnadenlos, aber das ist mir schon noch wichtig.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Amon.
Ja, in Gottes Namen, wann werden wir denn endlich dieses Problem lösen? – Ich war vor 30 Jahren Mitglied einer Verwaltungsreformkommission. (Die Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek und Bucher: Vor 30?!) – Vor 30 Jahren! Bei der Kommission damals ist ungefähr so viel herausgekommen wie bei allen folgenden Kommissionen, und es wird jetzt wirklich Zeit, dass ich mit meiner negativen Erfahrung von vor 30 Jahren eines Besseren belehrt werde! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Amon.) – Ich weiß, ich überschreite meine Zeit gnadenlos, aber das ist mir schon noch wichtig.
Abg. Großruck: „Zurückstellen“ hat er gesagt! – Abg. Rädler: Verlust wäre es keiner! – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Ja, möge doch der Abgeordnete Otto einfach sein Mandat zurücklegen, damit dann in Ruhe diese Klage abgewickelt werden kann! (Abg. Großruck: „Zurückstellen“ hat er gesagt! – Abg. Rädler: Verlust wäre es keiner! – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das muss man sich einmal vorstellen: Auf einen Zuruf des Dritten Präsidenten: Ich klage dich! sagt der betroffene Abgeordnete: Oje, ich lege mein Mandat zurück und
Abg. Dr. Königshofer: Na, er wollte das ja! Er wollte ja den ...! – Abg. Mag. Stefan: Grundlos war das nicht!
warte dann in Ruhe ab, was passiert, und seien es zwei Jahre! – Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist es Herrn Petzner, der zwei Jahre warten muss, bis die Staatsanwaltschaft einen Finger rührt, so ergangen, oder sollen es drei Jahre sein. (Abg. Dr. Königshofer: Na, er wollte das ja! Er wollte ja den ...! – Abg. Mag. Stefan: Grundlos war das nicht!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist das Demokratieverständnis des Herrn Graf, unseres Dritten Präsidenten? Er reicht eine Klage ein – zack! –, der betreffende Abgeordnete hat – zack! – sein Mandat zurückzulegen und in Ruhe zu Hause zu sitzen und abzuwarten?! – Das ist wirklich ein Demokratieverständnis, das seinesgleichen sucht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben mit in etwa 43 Prozent bekanntlich eine der höchsten Abgabenquoten im europäischen Raum, und wir sollten alles daransetzen, diese zu senken, zumal wir wissen, dass jede Verringerung der Abgabenquote eine Erhöhung des Bruttosozialprodukts mit sich gebracht hat. Wir wissen das, und der europäische und internationale Vergleich zeigt auch, dass wir uns in Österreich im Besonderen aufgrund dieser Entlastungs- und zusätzlichen Kaufkraftpolitik seit 2000 bestens entwickeln konnten. Wir haben den Österreichern und Österreicherinnen insgesamt 280 000 Arbeitsplätze mehr anzubieten, und wir haben mit 1 000 Betrieben und deren Headquarters mehr in Österreich – vornehmlich ausländischen Betrieben – insgesamt ein gutes Entwicklungspotential zustandegebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, Japan! Die zahlen ein Prozent
Ich persönlich, Herr Van der Bellen, mache mir keine so große Sorgen wegen der Zinsentwicklung. Sie wissen, dass Japan eine der größten Volkswirtschaften der Welt ist (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, Japan! Die zahlen ein Prozent), und wir wissen – schauen Sie die Zinsentwicklung in Japan an! –, wir werden in den nächsten Jahren natürlich große Probleme dort haben, wo es um die Nachfrage geht.
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Wenn wir alles daransetzen wollen, die Wirtschaft hier in Gang zu setzen, dann sind, so denke ich, diese Maßnahmen gut dafür. Sie zeigen auch, dass wir uns sehr viel besser entwickeln als beispielsweise unsere Nachbarn in Deutschland: Diese haben im gleichen Zeitraum, in dem wir in Österreich einen Einbruch von in etwa 3 oder 3,2 Prozent haben, ein Negativwachstum von in etwa 6,7 Prozent. Es wurde also gute Arbeit geleistet! (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Das ist Kompetenz!
Ich denke, wir sollten trotz allem positiv in die Zukunft schauen, weil wir die entsprechenden Vorleistungen getätigt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Das ist Kompetenz!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie, Herr Finanzminister Pröll, heute in der Früh in Richtung des FPÖ-Abgeordneten Gradauer sagen: Wer dieses Budget als Katastrophe bezeichnet, der legt den Grundstein für den Schaden der Republik!, kann ich Ihnen nur sagen, andersrum würde ein Schuh daraus. Mit diesem Budget – und das bestätigen Ihre eigenen Landeshauptleute – legen Sie den Grundstein für den Schaden der Republik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Das gilt für alle!
Ich glaube aber, dass gerade die Bundesländerstrukturen die härtesten Strukturen in Österreich sind. Eine Bundesländergrenze ist wesentlich härter zu durchdringen als eine nationalstaatliche Grenze im europäischen Raum. Daher werden dort in Zukunft, wie ich meine, wirklich ganz enorme Reformansätze zu finden sein. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Das gilt für alle!) – Das gilt für alle. Ich bin da absolut frei von jeder Parteipolitik. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Na, na, das ist so. (Abg. Großruck: Ich glaube es dir!) Das gilt für alle, das gilt wirklich für alle Fraktionen, für alle Fraktionen von Landeshauptleuten.
Rufe bei der ÖVP: Geh!
Ich glaube aber, dass gerade die Bundesländerstrukturen die härtesten Strukturen in Österreich sind. Eine Bundesländergrenze ist wesentlich härter zu durchdringen als eine nationalstaatliche Grenze im europäischen Raum. Daher werden dort in Zukunft, wie ich meine, wirklich ganz enorme Reformansätze zu finden sein. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Das gilt für alle!) – Das gilt für alle. Ich bin da absolut frei von jeder Parteipolitik. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Na, na, das ist so. (Abg. Großruck: Ich glaube es dir!) Das gilt für alle, das gilt wirklich für alle Fraktionen, für alle Fraktionen von Landeshauptleuten.
Abg. Großruck: Ich glaube es dir!
Ich glaube aber, dass gerade die Bundesländerstrukturen die härtesten Strukturen in Österreich sind. Eine Bundesländergrenze ist wesentlich härter zu durchdringen als eine nationalstaatliche Grenze im europäischen Raum. Daher werden dort in Zukunft, wie ich meine, wirklich ganz enorme Reformansätze zu finden sein. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Das gilt für alle!) – Das gilt für alle. Ich bin da absolut frei von jeder Parteipolitik. (Rufe bei der ÖVP: Geh!) Na, na, das ist so. (Abg. Großruck: Ich glaube es dir!) Das gilt für alle, das gilt wirklich für alle Fraktionen, für alle Fraktionen von Landeshauptleuten.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, dass das Budget letztendlich sehr schwierig zu erstellen war, dass es aber doch ein sehr vernünftiges Budget für die nächsten zwei Jahre geworden ist. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird. Budgets sind immer mehr oder weniger Prognosen, Abweichungen sind systemimmanent. Daher sollten wir das jetzt nicht als Riesenproblem darstellen, sondern einfach als Faktum. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: Er ist schon wieder weg!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte auch Herrn Abgeordneten Faul persönlich begrüßen, der heute nur sporadisch hereingeschaut hat. (Rufe beim BZÖ: Er ist schon wieder weg!) Offenbar ist er gerade wieder auf dem Weg zur oder bereits in der Kantine. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Frau Kollegin, ich glaube, es ist besser, wenn Faul dort die Abgeordneten anpöbelt als hier in der Öffentlichkeit und vor laufenden Fernsehkameras. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Sie brauchen sich nicht zu alterieren. Vielleicht ist es besser, wenn dieses Schauspiel, das ein Abgeordneter von Ihnen hier in der Öffentlichkeit geboten hat, nicht allzu sehr publik wird.
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte auch Herrn Abgeordneten Faul persönlich begrüßen, der heute nur sporadisch hereingeschaut hat. (Rufe beim BZÖ: Er ist schon wieder weg!) Offenbar ist er gerade wieder auf dem Weg zur oder bereits in der Kantine. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Frau Kollegin, ich glaube, es ist besser, wenn Faul dort die Abgeordneten anpöbelt als hier in der Öffentlichkeit und vor laufenden Fernsehkameras. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Sie brauchen sich nicht zu alterieren. Vielleicht ist es besser, wenn dieses Schauspiel, das ein Abgeordneter von Ihnen hier in der Öffentlichkeit geboten hat, nicht allzu sehr publik wird.
Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte auch Herrn Abgeordneten Faul persönlich begrüßen, der heute nur sporadisch hereingeschaut hat. (Rufe beim BZÖ: Er ist schon wieder weg!) Offenbar ist er gerade wieder auf dem Weg zur oder bereits in der Kantine. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Frau Kollegin, ich glaube, es ist besser, wenn Faul dort die Abgeordneten anpöbelt als hier in der Öffentlichkeit und vor laufenden Fernsehkameras. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) – Sie brauchen sich nicht zu alterieren. Vielleicht ist es besser, wenn dieses Schauspiel, das ein Abgeordneter von Ihnen hier in der Öffentlichkeit geboten hat, nicht allzu sehr publik wird.
Beifall beim BZÖ.
Es sind ja schon die ersten Anfragen da, ob man diesen Auftritt auch auf YouTube sehen wird. – Natürlich wird man ihn dort auch nachvollziehen können, und natürlich werden auch die Schülerinnen und Schüler, die dieser Herr Schuldirektor unterrichtet, sehen können, was er hier am Rednerpult gestern geboten hat. Das ist dem Ansehen des Hohen Hauses sicherlich nicht zuträglich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ja was ist denn das für ein Budget, in dem die Zahlen vorne und hinten nicht stimmen? Wie anders ist das zu bezeichnen als als Katastrophenbudget? – Aber ich habe einen Vorschlag: Wir einigen uns darauf und bezeichnen es als Schwindelbudget. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deshalb ist unsere Forderung nach Rückverweisung richtig und notwendig. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn schon das Budget 2009 in den Zahlen verabschiedet und nicht stimmen wird, dann muss ich darauf hinweisen, dass sich das für das Budget 2010 multiplizieren wird, und das ist fahrlässig. Dieses Budget basiert auf falschen Zahlen, es sieht eine Rekordverschuldung vor, aber keine Reformen. Sie gefährden damit die soziale Sicherheit und den sozialen Frieden in Österreich. Sie haben in Wirklichkeit eine Chance vertan, denn Sie haben nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise ja die Akzeptanz in der Bevölkerung. Sie haben die Akzeptanz der Parteien hier im Hohen Haus, in einer angespannten Situation mehr Ausgaben, das heißt höhere Schulden, in Kauf zu nehmen. Sie haben die Akzeptanz der Österreicher, die sagen: Sparen! Sparen ja, aber am richtigen Fleck. Schulden ja, aber dann gleichzeitig Reformen. – Aber das machen Sie nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und dann machen wir hier im Budget- und Finanzausschuss einen ehrlichen Kassasturz, wo die Finanzexperten zu Wort kommen, wo die Wirtschaftsexperten zu Wort kommen, wo ehrliche Zahlen auf den Tisch gelegt werden und wo auch die Oppositionsparteien ihre Ideen einbringen können. Jeder hat konstruktive Vorschläge, das BZÖ mit dem Modell der Flat-Tax, die Grünen mit Überlegungen auch im Umwelt- und Sozialbereich. Warum sollen wir das nicht einbauen? Warum bilden Sie einen Arbeitskreis in der SPÖ-Parteizentrale und nicht hier im Parlament? Sie werden die Oppositionsparteien brauchen. Daher fordere ich Sie auf, über Ihren eigenen Schatten zu springen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Frau Staatssekretärin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Herr Kollege Strutz, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Denn wer eine Rekordverschuldung in seinem Bundesland hat, wer Reformen blockiert wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung oder Verwaltungsvereinfachungen, sollte hier zu diesem Thema überhaupt nichts sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Bucher: Das ist unerträglich!
Wenn Sie den Regierungsparteien, wenn Sie der Regierung vorwerfen, wir würden uns Hochwasserkatastrophen oder Wirtschaftskrisen herbeiwünschen, dann sage ich Ihnen, dann gehen Sie zurück nach Kärnten, denn dann haben Sie hier nichts verloren. (Abg. Bucher: Das ist unerträglich!) Wir haben hier eine Wirtschaftskrise zu bewältigen, und wir werden das mit diesem Budget auch tun, weil wir genau die richtigen Maßnahmen setzen. Wir wissen nämlich, dass es in diesem Land um jeden Arbeitsplatz geht, und genau das wird in diesem Budget auch dargelegt. (Abg. Bucher: Hören Sie endlich auf mit diesem Unsinn!)
Abg. Bucher: Hören Sie endlich auf mit diesem Unsinn!
Wenn Sie den Regierungsparteien, wenn Sie der Regierung vorwerfen, wir würden uns Hochwasserkatastrophen oder Wirtschaftskrisen herbeiwünschen, dann sage ich Ihnen, dann gehen Sie zurück nach Kärnten, denn dann haben Sie hier nichts verloren. (Abg. Bucher: Das ist unerträglich!) Wir haben hier eine Wirtschaftskrise zu bewältigen, und wir werden das mit diesem Budget auch tun, weil wir genau die richtigen Maßnahmen setzen. Wir wissen nämlich, dass es in diesem Land um jeden Arbeitsplatz geht, und genau das wird in diesem Budget auch dargelegt. (Abg. Bucher: Hören Sie endlich auf mit diesem Unsinn!)
Abg. Bucher: Warum gehen Sie mit uns in eine Koalition in Kärnten? – Abg. Dr. Strutz: Fragen Sie die Wähler in Kärnten, warum sie uns unterstützen und Sie abwählen!
Und warum machen Sie immer alles schlecht? Sie sagen, Sie wollen Ideen einbringen. Ihre Politik ist eine Ankündigungspolitik. Wo Sie regieren, haben Sie das Geld, auch als die Wirtschaftskrise noch nicht da war, mit beiden Händen ausgegeben. (Abg. Bucher: Warum gehen Sie mit uns in eine Koalition in Kärnten? – Abg. Dr. Strutz: Fragen Sie die Wähler in Kärnten, warum sie uns unterstützen und Sie abwählen!)
Abg. Bucher: Wenn Sie so einen Unsinn reden, muss ich mich aufregen!
Herr Kollege Bucher, Sie brauchen sich nicht aufzuregen, ich komme jetzt zum Positiven. (Abg. Bucher: Wenn Sie so einen Unsinn reden, muss ich mich aufregen!) Wir haben in den Jahren 2000 bis 2006 einen Grundstein für die Entlastungspolitik, die wir jetzt fortgeführt haben, gelegt. Man muss das, was heute Kollege Matznetter und auch Kollege Krainer, die jetzt nicht mehr im Saal sind, gesagt haben, ins rechte Licht rücken.
Zwischenruf des Abg. Bucher
Es ist sehr wohl so, dass auch wir selbst als ÖVP-Arbeitnehmervertreter bei der Steuerreform 2003/2004 einigermaßen verunsichert waren (Zwischenruf des Abg. Bucher), ob das die richtigen Maßnahmen sind, nämlich die Körperschaftsteuer von 34 Prozent auf 25 Prozent zu senken, eine Gruppenbesteuerung einzuführen, aber diese Maßnahmen waren fruchtbar. Diese Maßnahmen haben eine Rekordbeschäftigung gebracht. Diese Reform hat uns im wirtschaftlichen Sinne innerhalb der Europäischen Union ins Spitzenfeld gerückt, die Arbeitslosenquote wurde sehr stark reduziert, und wir haben uns in Richtung Vollbeschäftigung bewegt. (Abg. Bucher verlässt den Sitzungssaal.) – Herr Kollege Bucher, es ist schade, dass Sie jetzt gehen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Wo wären wir heute, hätten wir das nicht gemacht?!
Abg. Bucher verlässt den Sitzungssaal.
Es ist sehr wohl so, dass auch wir selbst als ÖVP-Arbeitnehmervertreter bei der Steuerreform 2003/2004 einigermaßen verunsichert waren (Zwischenruf des Abg. Bucher), ob das die richtigen Maßnahmen sind, nämlich die Körperschaftsteuer von 34 Prozent auf 25 Prozent zu senken, eine Gruppenbesteuerung einzuführen, aber diese Maßnahmen waren fruchtbar. Diese Maßnahmen haben eine Rekordbeschäftigung gebracht. Diese Reform hat uns im wirtschaftlichen Sinne innerhalb der Europäischen Union ins Spitzenfeld gerückt, die Arbeitslosenquote wurde sehr stark reduziert, und wir haben uns in Richtung Vollbeschäftigung bewegt. (Abg. Bucher verlässt den Sitzungssaal.) – Herr Kollege Bucher, es ist schade, dass Sie jetzt gehen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Wo wären wir heute, hätten wir das nicht gemacht?!
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist sehr wohl so, dass auch wir selbst als ÖVP-Arbeitnehmervertreter bei der Steuerreform 2003/2004 einigermaßen verunsichert waren (Zwischenruf des Abg. Bucher), ob das die richtigen Maßnahmen sind, nämlich die Körperschaftsteuer von 34 Prozent auf 25 Prozent zu senken, eine Gruppenbesteuerung einzuführen, aber diese Maßnahmen waren fruchtbar. Diese Maßnahmen haben eine Rekordbeschäftigung gebracht. Diese Reform hat uns im wirtschaftlichen Sinne innerhalb der Europäischen Union ins Spitzenfeld gerückt, die Arbeitslosenquote wurde sehr stark reduziert, und wir haben uns in Richtung Vollbeschäftigung bewegt. (Abg. Bucher verlässt den Sitzungssaal.) – Herr Kollege Bucher, es ist schade, dass Sie jetzt gehen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Wo wären wir heute, hätten wir das nicht gemacht?!
Beifall bei der ÖVP.
Es wird hier immer gesagt, dass all das nichts ist, aber: Wir konnten mit der Steuerreform für alle Steuerpflichtigen eine Entlastung zwischen 400 und 1 350 € pro Jahr erreichen und mit dem Familienpaket noch zusätzlich eine Entlastung für die Familien herbeiführen. Das ist sehr viel und ist der nächste Schritt einer Entlastung. Wir stehen für Entlastungspolitik und nicht für Belastungspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen schon jetzt: Sie werden wieder dagegen sein, weil Sie gar keine eigenen Ideen haben, weil Sie selbst nicht für Reformen sind und immer nur alles blockieren wollen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es gilt, endlich die Karten auf den Tisch zu legen und klar zu sagen, wie der Abbau des Defizits erfolgen soll. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Budget liefert de facto keine Antwort darauf, wie das Budgetdefizit abgebaut wird. Es gibt keine Ausrichtung auf die Zukunftsfelder – und die Zukunftsfelder sind klar definiert. Es gibt damit aber auch – als Conclusio – keine Antwort auf die jetzige Krisensituation. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Die Herren Staatssekretäre! Frau Kollegin Lichtenecker hat eingangs in ihrer Rede die Sorge geäußert, wie die Menschen die Situation beurteilen, wie es in fünf Jahren weitergeht. Ich kann Ihnen sagen, mit wem auch immer ich rede: Die Menschen wollen jetzt einen Arbeitsplatz, wollen jetzt wissen, ob sie den Arbeitsplatz noch haben, wie es ihren Familien gehen wird, die wollen mit ihrem Leben zurechtkommen, und zwar jetzt! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Selbstverständlich müssen wir auch für die Zukunft sorgen, aber jetzt wollen die Menschen wissen, wie sie diese Krise überstehen. Wir haben Konjunkturpakete gemacht für die Familien, für die mittleren Einkommen. Das ist das, was jetzt notwendig war und ist, und dafür haben wir auch gute Noten von der internationalen Gemeinschaft bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen, dass die Einkommensschere zu weit auseinandergeht – da sind Maßnahmen notwendig, da ist unser Braintrust gefordert. Wir werden diesbezüglich die entsprechenden Maßnahmen einfordern und auch umsetzen für die Frauen in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
In diesem Zusammenhang ein Appell an die Innenministerin, die einen Großteil ihres Budgets für die Interventionsstellen aufwendet: Neben den Gewaltschutzzentren sollen auch Notwohnungen errichtet werden, und zwar für zwangsverheiratete Frauen. Da müssen wir zusammenhelfen, und ich bin mir sicher, dass wir diesbezüglich einen Konsens in unserem Land haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir werden das machen, Sie können sich auf uns verlassen! (Abg. Mag. Korun: Wo ist das Geld dafür?)
Abg. Mag. Korun: Wo ist das Geld dafür?
In diesem Zusammenhang ein Appell an die Innenministerin, die einen Großteil ihres Budgets für die Interventionsstellen aufwendet: Neben den Gewaltschutzzentren sollen auch Notwohnungen errichtet werden, und zwar für zwangsverheiratete Frauen. Da müssen wir zusammenhelfen, und ich bin mir sicher, dass wir diesbezüglich einen Konsens in unserem Land haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir werden das machen, Sie können sich auf uns verlassen! (Abg. Mag. Korun: Wo ist das Geld dafür?)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollegin Csörgits hat es schon angesagt: Die Pflichtschulabgängerinnen – es sind vor allem Frauen, die nur die Pflichtschule absolviert haben – weiter zu fördern, bei den AMS-Mitteln auch die Frauen entsprechend zu bedecken, die Hälfte der AMS-Mittel für die Weiterbildung, für die Qualifizierung der Frauen einzusetzen, das ist ein wichtiges Ziel, und wir werden darauf achten, dass es erreicht wird. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein weiterer wichtiger Punkt für mich, die ich auch im Innenausschuss tätig bin, ist, dass auch dort, wo sogenannte Männermaterien angesiedelt sind, dass auch beim Innenministerium viele Frauen dazukommen. Ich habe erst vor Kurzem einen Lehrgang besucht, ich war bei der Ausmusterung von PolizeischülerInnen, und es war schön anzusehen, dass mehr als die Hälfte nun Polizistinnen sind. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wir brauchen überall Gerechtigkeit!
Wenn in diesem Zusammenhang der sogenannte Flexipool errichtet wird, nämlich der Karenzpool, damit Beruf und Familie leichter vereinbar werden, damit die Kindererziehung und ein Familienleben für Polizisten und Polizistinnen möglich sind, wenn in Salzburg ein Pilotprojekt eines Kindergartens für Polizisten und Polizistinnen in Gang ist, dann sind das gute Ansätze, und ich hoffe, dass hier noch mehr folgen, denn wir brauchen Gendergerechtigkeit auf allen Ebenen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wir brauchen überall Gerechtigkeit!)
Abg. Weinzinger: Geschlechtergerechtigkeit, ja!
Gender Budgeting ist ein ganz wichtiger Punkt; Gender Budgeting in allen Ressorts, damit wir dann sehen, wo die Frauen auch wirklich ihren Platz finden. (Abg. Weinzinger: Geschlechtergerechtigkeit, ja!) Das ist eine wichtige Maßnahme und geht über dieses Budget, das – relativ gesehen zu den anderen Budgetposten – noch nicht so
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
„Gender Budgeting“ ist das Zauberwort, das sage ich Ihnen, und bis 2013 ist das zu erfüllen. Es ist das ein Auftrag, den wir nach der Verfassung haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Mag. Wurm: Dann tun Sie etwas dafür!
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich hätte gerne ein schöneres Wort als „Gender Budgeting“ gehabt, aber selbstverständlich sind wir alle, ob Frauen oder Männer in diesem Hause, dafür, dass die beiden Geschlechter gleichbehandelt werden. (Abg. Mag. Wurm: Dann tun Sie etwas dafür!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Bravo! Jawohl!
Ich persönlich, aus einer alten Schule kommend, bin halt dafür, dass Frauen besser behandelt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Bravo! Jawohl!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Es darf nicht passieren, dass es eine Dame als Beleidigung empfindet (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), wenn man ihr aus dem Mantel hilft, und sagt: Das kann ich selbst machen. – Das tut mir dann weh! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es darf nicht passieren, dass es eine Dame als Beleidigung empfindet (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), wenn man ihr aus dem Mantel hilft, und sagt: Das kann ich selbst machen. – Das tut mir dann weh! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Was glauben Sie denn?
Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wer beobachtet uns? Wer ist das, der uns beobachtet? Unter wessen Beobachtung stehen wir? (Abg. Amon: Was glauben Sie denn?) Unter Beobachtung der amerikanischen Ostküste? Oder Brüssel? Oder der Finanzmärkte? (Abg. Amon: Ja!) Wenn es die Finanzmärkte sind, dann bin ich aber besonders beunruhigt, wenn uns diese Beobachtung beunruhigt. – Jene Finanzmärkte, die es jahrelang – jahrelang! – so wild getrieben haben, dass man eigentlich viel mehr Herrschaften hinter Schloss und Riegel stecken müsste. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Ja!
Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wer beobachtet uns? Wer ist das, der uns beobachtet? Unter wessen Beobachtung stehen wir? (Abg. Amon: Was glauben Sie denn?) Unter Beobachtung der amerikanischen Ostküste? Oder Brüssel? Oder der Finanzmärkte? (Abg. Amon: Ja!) Wenn es die Finanzmärkte sind, dann bin ich aber besonders beunruhigt, wenn uns diese Beobachtung beunruhigt. – Jene Finanzmärkte, die es jahrelang – jahrelang! – so wild getrieben haben, dass man eigentlich viel mehr Herrschaften hinter Schloss und Riegel stecken müsste. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wer beobachtet uns? Wer ist das, der uns beobachtet? Unter wessen Beobachtung stehen wir? (Abg. Amon: Was glauben Sie denn?) Unter Beobachtung der amerikanischen Ostküste? Oder Brüssel? Oder der Finanzmärkte? (Abg. Amon: Ja!) Wenn es die Finanzmärkte sind, dann bin ich aber besonders beunruhigt, wenn uns diese Beobachtung beunruhigt. – Jene Finanzmärkte, die es jahrelang – jahrelang! – so wild getrieben haben, dass man eigentlich viel mehr Herrschaften hinter Schloss und Riegel stecken müsste. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man nehme einen Kredit, den die junge Dame, die hier vor mir schreibt, am Bankschalter abschließt. Und ohne sie zu fragen, nimmt man diesen Kredit, bündelt ihn zusammen mit anderen Krediten – die lang nicht so viel wert sind, denn diese junge Dame ist bereit und auch fähig, zurückzuzahlen; aber viele andere haben einen Kredit bekommen und sind nicht fähig, zurückzuzahlen – und verkauft das ganze Konvolut zur Erhöhung eigener Gewinne aus wilder Gewinngier irgendwohin; und aus noch größerer Gewinngier kaufen es europäische Banken – auch österreichische. Und dann sagt man, dass uns diese unter Beobachtung haben! Von solchen Typen lasse ich mich als selbstbewusster Staat – und ich bin ganz stolz darauf, dass heute in diesem Haus das Wort „Selbstbewusstsein“ gefallen ist – nicht beobachten! Ein selbstbewusster Staat muss sich von niemandem beobachten lassen, schon gar nicht von solchen Typen, die man heute den internationalen, globalen Finanzmarkt nennt. Ganz im Gegenteil! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Wir, die Republik Österreich, die nicht irgendetwas ist, die im Jahre 1918 als Republik Österreich – damals Deutschösterreich – entstanden ist, die aufbaut und fußt auf dem uralten Herzogtum, auf dem späteren Kaiserreich Österreich, dann Österreich-Ungarn – dieses Land und seine Bewohner haben also eine Geschichte! –, dieses Land soll unter Beobachtung von irgendwelchen Leuten stehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), und wir sollen uns daher in diesem unserem Haus, im Parlament, zurückhalten, was wir sagen, damit wir von denen nicht eventuell schlecht behandelt werden?!
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn wir so ein Budget machen und aufbauen, dann werden wir in Zukunft vielleicht ein Budget nicht so sehr kritisieren müssen wie dieses heute. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vock.
Dieses Budget versucht, Antworten zu geben. Es ist nicht einfach, so ein Budget zu erstellen. Man geht von Annahmen aus, wo man oft nicht wissen kann, ob sie morgen oder übermorgen noch zutreffen. Das sind – wie ich meine – in Wirklichkeit die großen Probleme. (Zwischenruf des Abg. Vock.) – Die schnellen Veränderungen, Herr Kollege, die gab es immer!
Abg. Dr. Haimbuchner: Die sind in eurem Machtbereich!
Wenn heute wieder – wie schon fast seit Jahrzehnten! – über eine Verwaltungsreform gesprochen wird, dann ist es gut. Nur, wer ist der Erste, der aktiv in seiner Gruppe oder in seinem Bundesland dazu beiträgt, dass echte Reformen diskutiert und auch umgesetzt werden? Es ist genau dasselbe Phänomen: Jeder weiß ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Die sind in eurem Machtbereich!) – Schauen Sie, da brauchen Sie uns nichts vorzumachen! Genau dort, wo Sie Verantwortung tragen und haben, haben Sie auch nichts aufzuweisen! Da tun wir ja um ein Vielfaches mehr. (Abg. Dr. Haimbuchner: Dort, wo ich Verantwortung habe ...!) Ich weiß nicht, zu welcher FPÖ Sie jetzt gehören! (Abg. Ursula Haubner: Die waren nie in der Regierung!) Ich kenne eure Verwandtschaftsbeziehungen nicht. Sorry. Wir haben ja mit Ihnen auch viele Diskussionen geführt. Und in Wirklichkeit, wenn es darum gegangen ist, Dinge umzusetzen, waren der Mut und die Bereitschaft nur begrenzt erkennbar bis überhaupt nicht vorhanden. – Sehen Sie, das sind eigentlich die bedeutenden Dinge!
Abg. Dr. Haimbuchner: Dort, wo ich Verantwortung habe ...!
Wenn heute wieder – wie schon fast seit Jahrzehnten! – über eine Verwaltungsreform gesprochen wird, dann ist es gut. Nur, wer ist der Erste, der aktiv in seiner Gruppe oder in seinem Bundesland dazu beiträgt, dass echte Reformen diskutiert und auch umgesetzt werden? Es ist genau dasselbe Phänomen: Jeder weiß ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Die sind in eurem Machtbereich!) – Schauen Sie, da brauchen Sie uns nichts vorzumachen! Genau dort, wo Sie Verantwortung tragen und haben, haben Sie auch nichts aufzuweisen! Da tun wir ja um ein Vielfaches mehr. (Abg. Dr. Haimbuchner: Dort, wo ich Verantwortung habe ...!) Ich weiß nicht, zu welcher FPÖ Sie jetzt gehören! (Abg. Ursula Haubner: Die waren nie in der Regierung!) Ich kenne eure Verwandtschaftsbeziehungen nicht. Sorry. Wir haben ja mit Ihnen auch viele Diskussionen geführt. Und in Wirklichkeit, wenn es darum gegangen ist, Dinge umzusetzen, waren der Mut und die Bereitschaft nur begrenzt erkennbar bis überhaupt nicht vorhanden. – Sehen Sie, das sind eigentlich die bedeutenden Dinge!
Abg. Ursula Haubner: Die waren nie in der Regierung!
Wenn heute wieder – wie schon fast seit Jahrzehnten! – über eine Verwaltungsreform gesprochen wird, dann ist es gut. Nur, wer ist der Erste, der aktiv in seiner Gruppe oder in seinem Bundesland dazu beiträgt, dass echte Reformen diskutiert und auch umgesetzt werden? Es ist genau dasselbe Phänomen: Jeder weiß ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Die sind in eurem Machtbereich!) – Schauen Sie, da brauchen Sie uns nichts vorzumachen! Genau dort, wo Sie Verantwortung tragen und haben, haben Sie auch nichts aufzuweisen! Da tun wir ja um ein Vielfaches mehr. (Abg. Dr. Haimbuchner: Dort, wo ich Verantwortung habe ...!) Ich weiß nicht, zu welcher FPÖ Sie jetzt gehören! (Abg. Ursula Haubner: Die waren nie in der Regierung!) Ich kenne eure Verwandtschaftsbeziehungen nicht. Sorry. Wir haben ja mit Ihnen auch viele Diskussionen geführt. Und in Wirklichkeit, wenn es darum gegangen ist, Dinge umzusetzen, waren der Mut und die Bereitschaft nur begrenzt erkennbar bis überhaupt nicht vorhanden. – Sehen Sie, das sind eigentlich die bedeutenden Dinge!
Abg. Dr. Königshofer: Das ist ja traurig, wenn die Hälfte keine Steuern mehr zahlt!
Ich denke, es wäre auch gut, wenn wir darüber nachdenken, dass mit dieser Steuerreform, die jeder unterschiedlich beurteilen kann, mehr als die Hälfte der Einkommensbezieher in Österreich keine Steuern zahlt, mehr als die Hälfte! Ich denke, diese Steuerreform kann sich doch vor den Bürgern zeigen lassen! Sie kann zeigen, was sie bewegt hat, etwa 3,2 Milliarden davon ... (Abg. Dr. Königshofer: Das ist ja traurig, wenn die Hälfte keine Steuern mehr zahlt!) – Sie brauchen nur nachzulesen: Das bringt auch mehr als 500 Millionen € für die Familien! Warum haben wir das gemacht? – Um die Kaufkraft zu stärken, um die Beschäftigung der Menschen zu sichern. Ich denke, das ist doch die größte Sorge, die wir alle haben und worum wir uns bemühen wollen.
Abg. Ursula Haubner: Na! Na!
Da heute so viele Besserwisser hier sind, möchte ich anmerken: Ich denke an die Wahl 2008. Ich habe damals den Mut einiger Parteien, sich an einer Regierung zu beteiligen, kaum gemerkt. (Abg. Ursula Haubner: Na! Na!) – Überhaupt nicht gemerkt – ich kann mich da noch verdeutlichen! Es sind diese zwei Parteien bereit gewesen, Verantwortung für dieses Land zu übernehmen. Sie haben diese übernommen und werden diese in entsprechender Weise weiterentwickeln. Sie werden zeigen, dass ihnen dieses Land ein großes Anliegen ist, und Sie haben die Chance, uns, wo immer Sie wollen, zu begleiten.
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Heute wurde bereits vom Euro und von Europa gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Denken Sie auch daran, dass vieles in der Wirtschaftspolitik nicht gelaufen wäre, wenn wir die europäische Zusammenarbeit nicht hätten! Denken Sie auch daran, dass gerade in Zeiten der Währungskrise der Euro ein ungemein stabiles Element war, das eine kleine Volkswirtschaft, die wir zweifelsohne sind, vor großem Schaden bewahrt hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Heute wurde bereits vom Euro und von Europa gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Denken Sie auch daran, dass vieles in der Wirtschaftspolitik nicht gelaufen wäre, wenn wir die europäische Zusammenarbeit nicht hätten! Denken Sie auch daran, dass gerade in Zeiten der Währungskrise der Euro ein ungemein stabiles Element war, das eine kleine Volkswirtschaft, die wir zweifelsohne sind, vor großem Schaden bewahrt hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehen Sie: Das sind Dinge, von denen ich denke, an die können Sie sich auch befleißigen und über die dürfen auch Sie reden, wenn Sie es mit diesem Land gut meinen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: So ist es!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer auf den Rängen! Ich möchte, bevor ich auf das eigentliche Thema komme, meine Betroffenheit darüber zum Ausdruck bringen, was gestern zu fortgeschrittener Stunde Kollege Faul hier dargeboten hat. Ich sage es nicht nur als Kollegin hier im Nationalrat, sondern ich sage es auch als Lehrerkollegin und als Pädagogin. Er hat nicht nur dem Ansehen des Hauses geschadet, sondern auch dem Ansehen unseres Berufsstandes. (Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: So ist es!)
Beifall beim BZÖ.
Zum eigentlichen Thema: Kollege Wöginger – er ist jetzt leider nicht hier – hat gesagt – und Kollege Donabauer hat eine ähnliche Meinung vertreten –, dass der Standort immer den Standpunkt bestimmt. – In gewisser Weise hat er damit recht, aber ich möchte das ergänzen und sage: Den Standpunkt bestimmen auch das Wissen und die Erfahrung, die man mitbringt, wenn man schon einmal Verantwortung getragen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Die BZÖ-Spitze hat ja auch der FPÖ schöne Schulden hinterlassen!
Das trifft für das BZÖ zu. Ich spreche jetzt nicht von der schwarz-blauen Koalition, denn die FPÖ, die jetzt im Nationalrat ist, war ja nie in dieser Koalition. Das behauptet sie ja immer wieder. Also sage ich, in der schwarz-orangen Koalition habe ich schon gewusst, was es heißt, im Jahr 2000 ein Budget zu übernehmen, das Rekordschulden aus Zeiten der großen Koalition mitgebracht hat, und diese Rekordschulden abzubauen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Die BZÖ-Spitze hat ja auch der FPÖ schöne Schulden hinterlassen!)
Beifall beim BZÖ.
Frau Kollegin Tamandl hat vorhin gesagt, Kärnten blockiere die Mindestsicherung. – Dazu muss ich schon sagen: Kärnten ist das einzige Bundesland, das seit drei Jahren eine Mindestsicherung hat! (Beifall beim BZÖ.) Eine Mindestsicherung, die gerade – das ist das Besondere an dieser Mindestsicherung – die Lebensleistung der einzelnen Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt, nämlich das, was sie im Laufe ihres Lebens für die Gesellschaft geleistet haben. Ich bin sehr froh darüber, dass der jetzige Sozialminister so weit ist, dass er sich die guten Ideen aus Kärnten holt und sagt: Wir verhandeln es, bevor wir bundesweit ein Modell beschließen. Das ist der richtige Weg.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Die blaue ist da aber auch dabei!
Dafür aber – und das kritisiere ich besonders – machen Sie sich ein Körberlgeld für die großen Seniorenorganisationen. Da nehmen Sie zusätzlich 400 000 € in die Hand, 400 000 € für Ihre rot-schwarzen Vorfeldorganisationen, damit diese weiter politisch operieren können! Woanders, wo es besonders notwendig wäre, eben im Bereich der Behinderten, nehmen Sie es weg und lassen diese im Regen stehen. Diese Kritik möchte ich hier besonders unterstreichen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Die blaue ist da aber auch dabei!)
Beifall beim BZÖ.
Damit würden Sie ehrliche Lösungskompetenz, aber auch ehrliche Politik für die nachkommenden Generationen zeigen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Von welchem Bundesland sprechen Sie?
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es mutet schon ein bisschen eigenartig an, wenn Abgeordnete, die früher auf Landesebene tätig waren und dort einen wesentlichen Beitrag zu der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Republik Österreich in diesem Bundesland beigetragen haben, hier eine Lehrstunde für Budgetpolitik erteilen wollen. (Abg. Bucher: Von welchem Bundesland sprechen Sie?) Ich hoffe nur, dass Herr Abgeordneter Strutz dem Hohen Haus nicht auch noch eine Beraterrechnung stellt! Das wäre ja dann wohl der Gipfel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Ein Bundesland, wo Sie 17 Prozent verloren haben!) – Sie haben recht, Kollege Bucher, die Österreichischen Bundesbahnen sind der nächste Skandal. Ich kann aber Namen nennen, die beginnen bei Gorbach und enden bei Huber – die gehören auch euch, Herr Bucher! (Abg. Ursula Haubner: Gehören tut uns gar nichts!) Auch da können Sie in sich gehen und Ihr Haupt mit Asche bestreuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Ein Bundesland, wo Sie 17 Prozent verloren haben!
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es mutet schon ein bisschen eigenartig an, wenn Abgeordnete, die früher auf Landesebene tätig waren und dort einen wesentlichen Beitrag zu der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Republik Österreich in diesem Bundesland beigetragen haben, hier eine Lehrstunde für Budgetpolitik erteilen wollen. (Abg. Bucher: Von welchem Bundesland sprechen Sie?) Ich hoffe nur, dass Herr Abgeordneter Strutz dem Hohen Haus nicht auch noch eine Beraterrechnung stellt! Das wäre ja dann wohl der Gipfel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Ein Bundesland, wo Sie 17 Prozent verloren haben!) – Sie haben recht, Kollege Bucher, die Österreichischen Bundesbahnen sind der nächste Skandal. Ich kann aber Namen nennen, die beginnen bei Gorbach und enden bei Huber – die gehören auch euch, Herr Bucher! (Abg. Ursula Haubner: Gehören tut uns gar nichts!) Auch da können Sie in sich gehen und Ihr Haupt mit Asche bestreuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Gehören tut uns gar nichts!
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es mutet schon ein bisschen eigenartig an, wenn Abgeordnete, die früher auf Landesebene tätig waren und dort einen wesentlichen Beitrag zu der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Republik Österreich in diesem Bundesland beigetragen haben, hier eine Lehrstunde für Budgetpolitik erteilen wollen. (Abg. Bucher: Von welchem Bundesland sprechen Sie?) Ich hoffe nur, dass Herr Abgeordneter Strutz dem Hohen Haus nicht auch noch eine Beraterrechnung stellt! Das wäre ja dann wohl der Gipfel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Ein Bundesland, wo Sie 17 Prozent verloren haben!) – Sie haben recht, Kollege Bucher, die Österreichischen Bundesbahnen sind der nächste Skandal. Ich kann aber Namen nennen, die beginnen bei Gorbach und enden bei Huber – die gehören auch euch, Herr Bucher! (Abg. Ursula Haubner: Gehören tut uns gar nichts!) Auch da können Sie in sich gehen und Ihr Haupt mit Asche bestreuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es mutet schon ein bisschen eigenartig an, wenn Abgeordnete, die früher auf Landesebene tätig waren und dort einen wesentlichen Beitrag zu der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Republik Österreich in diesem Bundesland beigetragen haben, hier eine Lehrstunde für Budgetpolitik erteilen wollen. (Abg. Bucher: Von welchem Bundesland sprechen Sie?) Ich hoffe nur, dass Herr Abgeordneter Strutz dem Hohen Haus nicht auch noch eine Beraterrechnung stellt! Das wäre ja dann wohl der Gipfel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Ein Bundesland, wo Sie 17 Prozent verloren haben!) – Sie haben recht, Kollege Bucher, die Österreichischen Bundesbahnen sind der nächste Skandal. Ich kann aber Namen nennen, die beginnen bei Gorbach und enden bei Huber – die gehören auch euch, Herr Bucher! (Abg. Ursula Haubner: Gehören tut uns gar nichts!) Auch da können Sie in sich gehen und Ihr Haupt mit Asche bestreuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: ... ÖBB! ... Management!
In Wirklichkeit besteht im Augenblick eine Krise, das ist ja unumstritten. Die Bundesregierung verfolgt – wie ich meine – zwei wesentliche, richtige Ansätze. Der eine Ansatz ist in der Steuerpolitik zu finden. Wir versuchen, den unteren Einkommen jene Mittel zuzuführen, die für die Ankurbelung des Konsums sehr wichtig sind. (Abg. Dolinschek: ... ÖBB! ... Management!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Die Finanzierung des Neubaus der Bahninfrastrukturanlagen wurde bereits ab dem Jahr 2007 neu geregelt. Wenn man den Erfolg 2008 mit 1,254 Millionen € betrachtet, wurden bereits 2008 178 Millionen € über den Budgetvoranschlag verbaut. Berücksichtigt man diese beiden Faktoren und legt die Voranschlagsentwürfe 2009 und 2010 dazu, so liegen wir sehr klar über dem Erfolg von 2008. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Budget, dieses Doppelbudget ist ein Lösungsansatz unter schwierigen Rahmenbedingungen. Der Budgetansatz berechtigt uns letztendlich dazu, die Aufarbeitung der Krise zuversichtlich zu beginnen. Ich erlaube mir aber auch die Bemerkung, dass nach dieser Krise wahrscheinlich nicht wirklich mehr etwas so sein wird, wie es früher war. Es wird die größte Herausforderung für die Politik, für die Gewerkschaften und für die Gesellschaft sein, nach dieser Krise unser System wieder so zu festigen, wie wir das wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Unser Appell an Sie: Treffen Sie sich dort, wo Reformen und Einsparungen zusammenkommen! Das wäre vor allem im Bereich der Schule der 10- bis 14-Jährigen. Unser Appell an Sie: Beenden Sie endlich die Blockadepolitik in diesem Bereich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Ich sage immer: Der Wert eines Gesundheitswesens zeigt sich nicht darin, ob sich ein Hofrat oder ein Industrieller eine Behandlung leisten kann – in Wien sind doppelt so viele Fachärzte privat tätig wie mit Kassenvertrag –, sondern darin, dass eine ältere Frau mit niedrigem Bildungsstand und niedrigem Einkommen das bekommt, was sie will. Das muss unsere Leitschnur sein! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich fasse zusammen: Natürlich haben wir Probleme. Wir sollen das nicht schönreden. Wir haben ein Stadt-Land-Gefälle, wir haben Lücken in der Versorgung, wir haben auch da und dort Probleme mit der Bürokratie, aber Barack Obama wäre froh, wenn er in den USA die Problemlage vorfände, die bei uns Minister Stöger vorfindet. Ministerpräsident Seehofer hat schon gesagt: Es gibt nicht den großen Big Bang der Reform, sondern man muss ständig eine kleine Reform nach der anderen machen, damit das Gesundheitssystem der Zukunft gut und leistbar ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Unbedingt!
Wenn ich mir überlege, dass gestern in der ÖVP-Fraktion bereits vier Abgeordnete ausgeschert sind, weil sie dieses Budgetbegleitgesetz nicht mittragen wollen, weil sie nicht wollen, dass defizitäre Krankenkassen überproportional Mittel aus dem Katastrophenfonds der Krankenkassen bekommen, dann frage ich mich schon, ob das nicht schon die erste Regierungskrise ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Unbedingt!)
Beifall bei der FPÖ.
Leider Gottes ist Kollege Donabauer nicht mehr da, der gesagt hat, wir von der Opposition seien ja lauter Besserwisser. Schade, dass es in dieser Regierung keine Gutwisser gegeben hat, denn dann bräuchte es jetzt keine Besserwisser, sondern in dieser Regierung gab es eben nur Schlechtwisser, daher ist es notwendig, dass ein paar Besserwisser zu Wort kommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Man kann doch im Budgetausschuss in aller Ausführlichkeit diskutieren!
Es war auch ein ÖVP-Abgeordneter, Herr Auer, der heute gesagt hat, dass er es furchtbar findet, dass der 26. Aufguss von dem, was schon alles gesagt wurde, noch einmal gesagt wird, nur um Rituale aufrechtzuerhalten und in Stricherllisten aufzuscheinen. – Das finde ich wirklich schockierend, Herr Kollege Auer. Das ist ein Wahnsinn, was Sie hier machen! Sie wollen in Wahrheit den Parlamentarismus abschaffen! Sie wollen in Wahrheit, dass hier keiner mehr zu Wort kommen kann, nachdem der Herr Finanzminister und vielleicht auch noch Sie gesprochen haben. Dann soll aber bitte Ruhe sein, und alle sollen zustimmen und sollen das hinnehmen und zur Kenntnis nehmen. Also so kann es wirklich nicht gehen, und das hat mit Parlamentarismus überhaupt nichts zu tun. (Abg. Dr. Bartenstein: Man kann doch im Budgetausschuss in aller Ausführlichkeit diskutieren!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Vielleicht haben Sie ja auch vor allem Ihre Kollegen aus der ÖVP damit gemeint! – Abg. Krainer: Da haben Sie aber absichtlich etwas missverstanden!
Wenn dann solche Aussendungen auch noch über die APA gehen, fügt das diesem Hohen Haus einen ganz, ganz massiven Schaden zu, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Haimbuchner: Vielleicht haben Sie ja auch vor allem Ihre Kollegen aus der ÖVP damit gemeint! – Abg. Krainer: Da haben Sie aber absichtlich etwas missverstanden!) – Nein, das hat nichts mit absichtlich zu tun.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihre Art, Politik zu machen – und das ist genau das, was wir ablehnen. Und das ist auch der Grund dafür, warum Ihnen die Wähler davonlaufen und warum sie zu uns kommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin Heinisch-Hosek! Herr Bundesminister Berlakovich! Herr Bundesminister Stöger! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin, es tut mir leid, dass Sie von der Arbeit hier im Hohen Haus so frustriert sind, aber vielleicht überlegen Sie sich einmal eine Politik, die positiv ist und nicht nur mit Verhetzungen zu tun hat. Dann denken Sie vielleicht auch selbst etwas positiver und können Ihre Frustgrenze etwas verlegen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Widerspruch beim BZÖ. – Abg. Grillitsch: am besten ist, wenn sie nicht mehr reden!
Angesichts dessen, dass sich heute das BZÖ darüber beschwert hat, wie einer unserer Abgeordneten sich gestern hier am Rednerpult verhalten hat, würde ich sagen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, sondern einmal vor der eigenen Türe kehren. Das gilt für alle Fraktionen und speziell für die Fraktion, die ich vorher hier angesprochen habe. (Widerspruch beim BZÖ. – Abg. Grillitsch: am besten ist, wenn sie nicht mehr reden!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich höre immer wieder Ausdrücke wie „linker Mob“ und „rote Gfrieser“ – alles Mögliche ist in diesem Haus schon gefallen. Ich glaube, wir alle würden dem Parlamentarismus, der Politik und der Ernsthaftigkeit unserer Anliegen zu mehr Achtung und Wertschätzung in der Bevölkerung verhelfen, wenn wir auch miteinander entsprechend umgehen – auch verbal. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Du hast bald keine Rede mehr, wenn du mit dem Faul anfängst!
Vergessen zu begrüßen habe ich noch den Herrn Faul. Er ist nicht da; er wird offensichtlich seinem Namen gerecht. Ich weiß nicht, vielleicht ist er schon in Schönbrunn und zählt dort ein bisschen Krokodile oder – na ja ... (Abg. Mag. Gaßner: Du hast bald keine Rede mehr, wenn du mit dem Faul anfängst!) – Das passt schon.
Ruf bei der ÖVP: Und was war mit Westenthaler?!
Da läuft garantiert etwas falsch. Wenn ich mir anschaue, dass es letztes Jahr 54 tätliche Angriffe auf Justizwachebeamte gab, dann finde ich das erschreckend! Ich denke, da ist Not am Manne, da darf man das Personal nicht reduzieren, sondern man muss es verstärken, meine Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Und was war mit Westenthaler?!) – Steht hier nicht zur Debatte. (Abg. Mag. Gaßner: Ja, ja!)
Abg. Mag. Gaßner: Ja, ja!
Da läuft garantiert etwas falsch. Wenn ich mir anschaue, dass es letztes Jahr 54 tätliche Angriffe auf Justizwachebeamte gab, dann finde ich das erschreckend! Ich denke, da ist Not am Manne, da darf man das Personal nicht reduzieren, sondern man muss es verstärken, meine Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Und was war mit Westenthaler?!) – Steht hier nicht zur Debatte. (Abg. Mag. Gaßner: Ja, ja!)
Beifall beim BZÖ.
ordentlich einsparen und das Geld vernünftig einsetzen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
demonstrativer Beifall des Abg. Neubauer
Ich denke, so weit, so gut. Ich bin auch froh, dass wir einen Gesundheitsminister haben, der aus dieser Branche kommt. – Er war nämlich Obmann der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse. Ich möchte da nicht verhehlen, dass die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse österreichweit gesehen eine ausgezeichnete Arbeit geleistet hat (demonstrativer Beifall des Abg. Neubauer), weil dort vor über 15 Jahren gemeinsam beschlossen wurde, die Krankenkasse zu sanieren.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, da hat es zum Teil schon „gebröselt“ in der Gebietskrankenkasse; nicht alle Betriebsräte waren damit einverstanden, wie man diese Probleme gelöst hat. Aber man hat sie miteinander gelöst, niemand wurde gekündigt, gar nichts ist passiert. Nur hat man sehr bewusst darauf geschaut, wie hoch die Ausgaben, die Einnahmen und die Personalkosten sind. Da wurde tüchtig und fleißig gearbeitet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jury.
Diese Struktur und das, was Oberösterreich gemacht hat, soll man sich zum Vorbild nehmen und das auch bei den anderen Kassen, die Probleme haben, anwenden. Herr Bundesminister, ich bitte sie wirklich, dass wir versuchen, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, dass wir richtige Signale an diejenigen richten, die ihre Aufgaben erfüllt haben. Wenn die Reduktion dieses Ausgleichsfonds realisiert ist, dann können wir auch in Summe mit dem Krankenkassen-Sanierungspaket zufrieden sein und dann können die Gebietskrankenkassen hoffentlich auch in Zukunft auf gesunder Basis weiterarbeiten. Es wird nämlich schon notwendig sein, dass vor allem auch die Wiener endlich begreifen, dass sie Sanierungsmaßnahmen zu setzen haben und ihre finanzielle Situation besser in den Griff bekommen müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jury.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Und wo ist der Herr Van der Bellen?!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ganz besonders möchte ich unsere – nicht anwesende – Justizministerin begrüßen. Das ist unglaublich! Obwohl das Justizbudget massiv betroffen ist, hat sie während der ersten Lesung nur kurz vorbeigeschaut und eine 2-Minuten-Rede gehalten, gestern bei der Debatte des Budgetbegleitgesetzes hat sie nur mehr kurz vorbeigeschaut und heute während der zweiten Lesung kommt sie überhaupt nicht mehr! Das ist wirklich ungeheuerlich! Es herrscht Personalknappheit, es herrscht Budgetknappheit – und die Justizministerin fehlt! Offensichtlich fürchtet sie sich vor der Debatte und vor dem Parlament. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Und wo ist der Herr Van der Bellen?!)
Beifall bei den Grünen.
Das Ergebnis ist folgendes: Bandion-Ortner wollte 440 Planposten mehr und muss in den nächsten Jahren 169 einsparen. – So schaut es aus! Ich gratuliere Ihnen, Sie haben offensichtlich gut für sich verhandelt, aber schlecht für die Justiz; die Frau Bundesminister für Justiz hat hingegen nur schlecht verhandelt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das ist eine Ansage, an der wir arbeiten sollten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Fichtenbauer, es sind auch Personen auf der Regierungsbank!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsbank! Es ist zufolge der Redner und Strukturierung ... (Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Fichtenbauer, es sind auch Personen auf der Regierungsbank!) – Ja, ja. Sehr geehrte Frau Minister! (Abg. Mag. Molterer: Sie haben nur die „Regierungsbank“ begrüßt!) – Man kann auch das Kollektiv bezeichnen, ohne ein Diminutiv in der Ehrerbietung zu erbringen.
Abg. Mag. Molterer: Sie haben nur die „Regierungsbank“ begrüßt!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsbank! Es ist zufolge der Redner und Strukturierung ... (Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Fichtenbauer, es sind auch Personen auf der Regierungsbank!) – Ja, ja. Sehr geehrte Frau Minister! (Abg. Mag. Molterer: Sie haben nur die „Regierungsbank“ begrüßt!) – Man kann auch das Kollektiv bezeichnen, ohne ein Diminutiv in der Ehrerbietung zu erbringen.
Abg. Großruck: Man lernt nie aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sehe, es geht Ihnen das Amt ab; kehren Sie zurück, Herr Vizekanzler, kehren Sie zurück! Aber hören Sie zu, vielleicht lernen Sie etwas aus dem, was ich hier sagen möchte. (Abg. Großruck: Man lernt nie aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Man lernt nie aus; ich bin schon neugierig auf das heutige Gedicht!
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Das ruft assoziative Überlegungen hervor, die an den Feudalismus anknüpfen, weil ich die Wertstellung des liberalen Prinzips in der österreichischen Geschichte, und allzumal in der österreichischen Verfassungsgeschichte, nicht genug unterstreichen kann. Es war das liberale Prinzip, es waren die Vorgänger unserer Partei, maximal im Jahr 1848, die allerdings – das muss man zugeben – bei Erreichung des demokratischen Grundsatzes im Staat die große politische Kraft erschöpft hatten, sodass es kein mehrheitsbildendes Prinzip mehr gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Dr. Bartenstein: Was kommt denn vor? – Abg. Großruck: Ein bisschen arrogant ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hören Sie zu, es ist nicht uninteressant! Es kommen ein paar Fremdwörter vor; das ist das Einzige, was vielleicht ein Problem ist. (Abg. Dr. Bartenstein: Was kommt denn vor? – Abg. Großruck: Ein bisschen arrogant ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Lasst uns daher Feudalismus jeden Tag bekämpfen und uns bewusst sein, dass wir eine freiheitliche Gesellschaft sein sollen, die nicht auf Unterwerfung beruht (Zwischenrufe bei der ÖVP), die aber auch in Form einer Selbstbewusstseinsebene gegenüber äußeren feudalen Impulsen, die sich gegen Österreich richten, aufzutreten hat!
Beifall bei der FPÖ.
wir hier im Parlament freche Sachen sagen, weil wir beobachtet werden und uns vor den Rating-Agenturen – denen wir zum Teil genau die saure Suppe zu verdanken haben, die uns eingebrockt worden ist! – fürchten müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Ich fühle mich nicht angesprochen!
Kameraden, ich danke euch! – Meine Damen und Herren, wir alle sind eine Gesellschaft des gemeinsamen Staates! (Abg. Mag. Molterer: Ich fühle mich nicht angesprochen!) Ich appelliere, dass wir hier herinnen streiten, aber uns nach außen hin als einiges Volk zu verhalten und gegen Österreich gerichtete Feudalimpulse abzuwehren haben! Auch das sei an einer Stelle und in einer Stunde wie der heutigen gesagt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kameraden, ich danke euch! – Meine Damen und Herren, wir alle sind eine Gesellschaft des gemeinsamen Staates! (Abg. Mag. Molterer: Ich fühle mich nicht angesprochen!) Ich appelliere, dass wir hier herinnen streiten, aber uns nach außen hin als einiges Volk zu verhalten und gegen Österreich gerichtete Feudalimpulse abzuwehren haben! Auch das sei an einer Stelle und in einer Stunde wie der heutigen gesagt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Mayer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich habe gar nicht gewusst, dass wir heute auf einer Versammlung des Kameradschaftsbundes sind. Aber das war sicher ein Versprecher. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Weinzinger: ... verstehen! Langsamer!
In diesem Zusammenhang ist es durchaus nachvollziehbar, höhere Defizite und Staatsverschuldung in Kauf zu nehmen. (Abg. Weinzinger: ... verstehen! Langsamer!) Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung geht jedoch mit den jetzt getätigten Investitionen einher (Abg. Dr. Haimbuchner: Bitte nicht vergessen, sich beim Minister zu bedanken!), um den nachfolgenden Generationen nicht eine überbordende Last aufzuerlegen. Das ist mir als dreifachem Familienvater enorm wichtig. (Beifall bei der ÖVP.) So sind Bereiche der Verwaltungsreform, der Gesundheitsreform und der Bildungsreform so schnell wie möglich in Angriff zu nehmen.
Abg. Dr. Haimbuchner: Bitte nicht vergessen, sich beim Minister zu bedanken!
In diesem Zusammenhang ist es durchaus nachvollziehbar, höhere Defizite und Staatsverschuldung in Kauf zu nehmen. (Abg. Weinzinger: ... verstehen! Langsamer!) Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung geht jedoch mit den jetzt getätigten Investitionen einher (Abg. Dr. Haimbuchner: Bitte nicht vergessen, sich beim Minister zu bedanken!), um den nachfolgenden Generationen nicht eine überbordende Last aufzuerlegen. Das ist mir als dreifachem Familienvater enorm wichtig. (Beifall bei der ÖVP.) So sind Bereiche der Verwaltungsreform, der Gesundheitsreform und der Bildungsreform so schnell wie möglich in Angriff zu nehmen.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Zusammenhang ist es durchaus nachvollziehbar, höhere Defizite und Staatsverschuldung in Kauf zu nehmen. (Abg. Weinzinger: ... verstehen! Langsamer!) Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung geht jedoch mit den jetzt getätigten Investitionen einher (Abg. Dr. Haimbuchner: Bitte nicht vergessen, sich beim Minister zu bedanken!), um den nachfolgenden Generationen nicht eine überbordende Last aufzuerlegen. Das ist mir als dreifachem Familienvater enorm wichtig. (Beifall bei der ÖVP.) So sind Bereiche der Verwaltungsreform, der Gesundheitsreform und der Bildungsreform so schnell wie möglich in Angriff zu nehmen.
Abg. Dr. Haimbuchner: Ein bisschen langsamer! Das Lämpchen leuchtet eh noch nicht!
Wir hatten gestern eine interessante und leidenschaftliche Debatte zur Landwirtschaft. (Abg. Dr. Haimbuchner: Ein bisschen langsamer! Das Lämpchen leuchtet eh noch nicht!) – Ja, ja. Besonders hervorzuheben ist für die Land- und Forstwirtschaft, dass die Budgetmittel für 2009 und 2010 fortgeschrieben, ja sogar leicht erhöht werden konnten. Somit können alle Förderprogramme im Rahmen der ländlichen Entwicklung voll ausfinanziert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir hatten gestern eine interessante und leidenschaftliche Debatte zur Landwirtschaft. (Abg. Dr. Haimbuchner: Ein bisschen langsamer! Das Lämpchen leuchtet eh noch nicht!) – Ja, ja. Besonders hervorzuheben ist für die Land- und Forstwirtschaft, dass die Budgetmittel für 2009 und 2010 fortgeschrieben, ja sogar leicht erhöht werden konnten. Somit können alle Förderprogramme im Rahmen der ländlichen Entwicklung voll ausfinanziert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Leider fallen aber weitere finanzielle Mittel, welche im Rahmen der zusätzlichen Modulation für die Landwirte zur Verfügung stehen, beziehungsweise Maßnahmen zur Unterstützung der Milchbauern dem politischen Kalkül zum Opfer. Die Umsetzung des in diesem Haus vorliegenden Marktordnungsgesetzes ist das Gebot der Stunde und schnellstens für die österreichischen Landwirte in Angriff zu nehmen. – Der Blick in diese Richtung war bewusst. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber auch Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten können aktiv zur Krisenbekämpfung beitragen, indem sie heimische Lebensmittel kaufen. Eine bewusste Kaufentscheidung für heimische Lebensmittel in der Höhe von 30 Prozent könnte bis zu 30 000 Arbeitsplätze schaffen. Ich bedanke mich bei den Konsumenten, die sich jetzt schon dazu bereit erklären, dies zu praktizieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich Folgendes festhalten: Die Chancen müssen genutzt werden, die Energieversorgung Österreichs auf zukunftsweisende, effiziente und erneuerbare Beine zu stellen. Investitionen in das Energiesystem schaffen wichtige Arbeitsplätze sowohl in Klein- und Mittelunternehmen als auch in der Industrie, und das brauchen wir momentan mehr denn je. Das Doppelbudget 2009 und 2010 wird diesen Zielen bestmöglich Rechnung tragen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Als Frau Abgeordnete Tamandl heute von Kärnten und von Rekord-Verschuldung gesprochen hat und uns zurück nach Kärnten schicken wollte, habe ich mir eines gedacht: Ich bin es gewohnt, mit Zahlen zu arbeiten, mich wirklich an Fakten zu halten – und nicht haltlose Rundumschläge zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Kärnten hat zusammen mit den Gemeinden – und da sollte man immer bedenken, dass wir, die Kärntner Gemeinden, keine separaten Schulden haben, sondern dass wir sie beim Land Kärnten haben – 2 368 € an Pro-Kopf-Verschuldung. Wien steht natürlich als Bundeshauptstadt mit 1 835 € wesentlich besser da. Aber im Gegensatz dazu kann man die Zahlen von Niederösterreich auf der Zunge zergehen lassen: Es sind 4 559 € pro Kopf! Ich glaube, da liegen wir Kärntner sehr gut im Mittelfeld, und das sollte man sich vor Augen halten. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
mit uns viele Wiener, die bei uns Urlaub machen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
In meiner Gemeinde liegen wir mit Kosten von 3 194 € pro Kind und Jahr im untersten Bereich in Kärnten. Ich glaube, man sollte sich überlegen, ob man hier von einem Gratiskindergarten spricht oder das als eine Beihilfe zum Kindergartenjahr bezeichnet. Ich glaube, wir sollten uns Gedanken darüber machen, wie man seitens des Bundes mit solchen Themen umgeht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kollege Gaßner, Sie haben mich gestern gefragt, ob ich etwas gegen Lehrer habe. – Wenn sie sich so aufführen, wie Kollege Faul gestern, dann habe ich etwas gegen Lehrer. (Beifall beim BZÖ.) Zuhause sind wir bemüht, den Kindern Moral und Anstand beizubringen. Es wäre das Mindeste gewesen, dass er sich heute entschuldigt. (Rufe beim BZÖ: Abtreten, bitte! – Faul soll sich entschuldigen! – Ruf bei der SPÖ: Bei wem soll er sich entschuldigen?) Eines, meine lieben Damen und Herren hier herinnen – und das sage ich jetzt nicht als Politiker, sondern als Vater –, wünsche ich mir, nämlich
Rufe beim BZÖ: Abtreten, bitte! – Faul soll sich entschuldigen! – Ruf bei der SPÖ: Bei wem soll er sich entschuldigen?
Kollege Gaßner, Sie haben mich gestern gefragt, ob ich etwas gegen Lehrer habe. – Wenn sie sich so aufführen, wie Kollege Faul gestern, dann habe ich etwas gegen Lehrer. (Beifall beim BZÖ.) Zuhause sind wir bemüht, den Kindern Moral und Anstand beizubringen. Es wäre das Mindeste gewesen, dass er sich heute entschuldigt. (Rufe beim BZÖ: Abtreten, bitte! – Faul soll sich entschuldigen! – Ruf bei der SPÖ: Bei wem soll er sich entschuldigen?) Eines, meine lieben Damen und Herren hier herinnen – und das sage ich jetzt nicht als Politiker, sondern als Vater –, wünsche ich mir, nämlich
Beifall beim BZÖ.
dass meine Kinder nicht mit einem Lehrer oder einem Direktor, wie Kollege Faul einer ist, in Verbindung kommen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Risikoredner ist am Rednerpult! – Abg. Grosz: ... Gefahr der Entgleisung!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Heinzl. Eingestellte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Risikoredner ist am Rednerpult! – Abg. Grosz: ... Gefahr der Entgleisung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Faul? Entschuldigt er sich oder nicht?
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Faul? Entschuldigt er sich oder nicht?) Das Budget des BMVIT steht im Zeichen des Kampfes gegen die Wirtschaftskrise und gegen die Arbeitslosigkeit. 2009 bis 2014 werden jährlich 3,7 Milliarden € in den Ausbau der Infrastruktur fließen. 60 Prozent davon – und das ist besonders erfreulich, das sind 2,3 Milliarden € im Jahr –, werden in die Bahn investiert. Damit leistet das Verkehrsministerium einen wichtigen Beitrag, um in der gegenwärtigen Krise Wirtschaft und Beschäftigung zu stützen. Sehr geehrte Damen und Herren, gerade jetzt, wo die Bauwirtschaft massiv unter der Wirtschaftskrise leidet (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul?), gilt eben: Die Betriebe brauchen Aufträge, und die Menschen brauchen Arbeit. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist eigentlich mit dem freien Wort? Wissen Sie, was das ist?)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul?
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Faul? Entschuldigt er sich oder nicht?) Das Budget des BMVIT steht im Zeichen des Kampfes gegen die Wirtschaftskrise und gegen die Arbeitslosigkeit. 2009 bis 2014 werden jährlich 3,7 Milliarden € in den Ausbau der Infrastruktur fließen. 60 Prozent davon – und das ist besonders erfreulich, das sind 2,3 Milliarden € im Jahr –, werden in die Bahn investiert. Damit leistet das Verkehrsministerium einen wichtigen Beitrag, um in der gegenwärtigen Krise Wirtschaft und Beschäftigung zu stützen. Sehr geehrte Damen und Herren, gerade jetzt, wo die Bauwirtschaft massiv unter der Wirtschaftskrise leidet (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul?), gilt eben: Die Betriebe brauchen Aufträge, und die Menschen brauchen Arbeit. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist eigentlich mit dem freien Wort? Wissen Sie, was das ist?)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist eigentlich mit dem freien Wort? Wissen Sie, was das ist?
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Faul? Entschuldigt er sich oder nicht?) Das Budget des BMVIT steht im Zeichen des Kampfes gegen die Wirtschaftskrise und gegen die Arbeitslosigkeit. 2009 bis 2014 werden jährlich 3,7 Milliarden € in den Ausbau der Infrastruktur fließen. 60 Prozent davon – und das ist besonders erfreulich, das sind 2,3 Milliarden € im Jahr –, werden in die Bahn investiert. Damit leistet das Verkehrsministerium einen wichtigen Beitrag, um in der gegenwärtigen Krise Wirtschaft und Beschäftigung zu stützen. Sehr geehrte Damen und Herren, gerade jetzt, wo die Bauwirtschaft massiv unter der Wirtschaftskrise leidet (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul?), gilt eben: Die Betriebe brauchen Aufträge, und die Menschen brauchen Arbeit. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist eigentlich mit dem freien Wort? Wissen Sie, was das ist?)
Abg. Ing. Westenthaler: Scharfe Attacke! Scharfe Attacke von der SPÖ!
Bedenken wegen der Finanzierbarkeit der Investitionen vorweggenommen – jedes einzelne Großprojekt aus dem ÖBB-Rahmenplan hat eine positive, gemeinwirtschaftliche Bewertung. Das ist das, was Herrn Abgeordneten Westenthaler nicht interessiert. Ich nehme an, dass er es nicht versteht. (Abg. Ing. Westenthaler: Scharfe Attacke! Scharfe Attacke von der SPÖ!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul? Sagen Sie uns etwas über den Faul! – Abg. Grosz: Steht da nichts drinnen über den Faul?
Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit dem Faul? Sagen Sie uns etwas über den Faul! – Abg. Grosz: Steht da nichts drinnen über den Faul?) Österreich hat im Bereich der Schienentrassen großen Aufholbedarf. 70 Prozent der österreichischen Schienenstrecken stammen noch aus der Zeit der Monarchie.
Abg. Dr. Moser: Die nicht genützt wird! Das ist ja das Problem!
In den kommenden Jahren werden zahlreiche Großprojekte Österreichs Schienennetz verändern. Um nur einige zu nennen: Die Westbahn zwischen Wien und Linz wird viergleisig ausgebaut, die Südbahn wird leistungsfähiger gemacht, und der Brenner-Basistunnel wird eine echte Alternative zum Alpentransit mit Lkw bringen. (Abg. Dr. Moser: Die nicht genützt wird! Das ist ja das Problem!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren, wende ich mich an all jene – insbesondere an Herrn Abgeordneten Westenthaler –, die jetzt dazu auffordern, dass sich ein Abgeordneter dieses Hauses zu entschuldigen hat. Herr Westenthaler, ich bin das elfte Jahr in diesem Haus: Sie müssen sich fast bei jeder Plenarsitzung bei den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern und beim Hohen Haus entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Faul sollte sich einmal bei der entschuldigen! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Er ist aber nicht da! – Abg. Binder-Maier: Es wird ja nicht wahrer, wenn Sie es immer wieder wiederholen! Was soll denn das?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Korun. Eingestellte Redezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Faul sollte sich einmal bei der entschuldigen! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Er ist aber nicht da! – Abg. Binder-Maier: Es wird ja nicht wahrer, wenn Sie es immer wieder wiederholen! Was soll denn das?)
Beifall der Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek und Jury.
Wenn ich mir das Budget für die kommenden zwei Jahre anschaue, so möchte ich sagen: Mit dieser Liebe zur Integration und zur Integrationspolitik schaut es leider nicht sehr gut aus, denn das Teilbudget des Innenministeriums, aus dem auch Integrationsarbeit finanziert werden soll, wird gleich um 12 Millionen € gekürzt. – So viel zur Liebe der Frau Integrationsministerin Fekter zum Thema Integration. (Beifall der Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek und Jury.)
Abg. Großruck: Hervorragend macht sie das! Sie ist eine ausgezeichnete Ministerin!
Wenn man die Frau Innenministerin im Budgetausschuss fragt, wie Sie sich das alles vorstellt, wie ein Nationaler Aktionsplan für Integration überhaupt Geltung erlangen kann, wie überhaupt irgendwelche Maßnahmen umgesetzt werden können, dann sagt sie: Dafür brauchen wir überhaupt kein Budget, weil ich nur für die Koordination der Integrationsarbeit zuständig bin! – Das ist unsere Integrationsministerin, die so gerne das Thema Integration bearbeitet. (Abg. Großruck: Hervorragend macht sie das! Sie ist eine ausgezeichnete Ministerin!) Sie ist nur für die Koordinationsarbeit zuständig, andere Ministerien sollen Integrationsarbeit betreiben. Da fragen wir uns, warum das Thema Integration überhaupt im Polizeiministerium, Innenministerium angesiedelt ist.
Abg. Großruck: Haben Sie schon Integration anzubieten?
Politik machen. (Abg. Großruck: Haben Sie schon Integration anzubieten?) Aber vielleicht ist es auch gar kein Zufall, dass es für den Nationalen Aktionsplan für Integration gar kein Geld gibt. Vielleicht will die Innenministerin die Probleme im Integrationsbereich, die von ihr immer wieder genannt werden, gar nicht lösen. (Abg. Großruck: Vielleicht gibt es welche, die sich nicht integrieren wollen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vielleicht überlegt sich die ÖVP, dass es sich viel gemütlicher und besser Politik machen lässt mit den Problemen, als diese Probleme zu lösen.
Abg. Großruck: Vielleicht gibt es welche, die sich nicht integrieren wollen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Politik machen. (Abg. Großruck: Haben Sie schon Integration anzubieten?) Aber vielleicht ist es auch gar kein Zufall, dass es für den Nationalen Aktionsplan für Integration gar kein Geld gibt. Vielleicht will die Innenministerin die Probleme im Integrationsbereich, die von ihr immer wieder genannt werden, gar nicht lösen. (Abg. Großruck: Vielleicht gibt es welche, die sich nicht integrieren wollen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vielleicht überlegt sich die ÖVP, dass es sich viel gemütlicher und besser Politik machen lässt mit den Problemen, als diese Probleme zu lösen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt!
Genauso wie im Asylbereich. Die Frau Innenministerin betont immer, Österreich sei zu attraktiv für Asylwerber. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt!) Wenn man als Innenministerin so denkt, dann muss man Maßnahmen ergreifen, damit andere Länder auch attraktiv werden für Asylwerber. (Abg. Weinzinger: Nein!)
Abg. Weinzinger: Nein!
Genauso wie im Asylbereich. Die Frau Innenministerin betont immer, Österreich sei zu attraktiv für Asylwerber. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt!) Wenn man als Innenministerin so denkt, dann muss man Maßnahmen ergreifen, damit andere Länder auch attraktiv werden für Asylwerber. (Abg. Weinzinger: Nein!)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend vielleicht eine Information, weil hier sehr oft mit falschen Zahlen hantiert wird: Österreich befindet sich auf Rang 13 unter den Industriestaaten, was die Aufnahme von Asylwerbern betrifft. Rang 13! – Danke vielmals. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Frau Kollegin Korun, wenn ich als Österreicherin in ein anderes Land auswandere – nehmen wir zum Beispiel Kanada oder Australien –, dann muss ich meine Sprachkenntnisse nachweisen und dann muss ich auch nachweisen, dass ich mich selbst versorgen und erhalten kann. Das ist bei uns in gar keiner Weise vorgegeben, weshalb wir leider wirklich ein Asylland sind, in das jeder kommen kann. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Der ist nicht da!
Ich möchte nun auf das Budget, in erster Linie auf das Bundesfinanzrahmengesetz zu sprechen kommen. Ich bin sehr dankbar und sage auch noch einmal ganz offiziell Danke schön dem Herrn Vizekanzler und Finanzminister (Ruf bei der FPÖ: Der ist nicht da!) – das macht nichts, wenn er nicht da ist – und Herrn Staatssekretär Lopatka sowie allen Beamtinnen und Beamten, die daran mitgearbeitet haben, weil ich es für sehr sinnvoll halte, zu einem Rahmengesetz zu kommen, weil wir uns innerhalb dieses Rahmens bewegen können, weil wir eine Fortschreibung vornehmen können und weil wir damit auch für unsere Minister eine bestimmte Flexibilität erreichen und erzielen können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte nun auf das Budget, in erster Linie auf das Bundesfinanzrahmengesetz zu sprechen kommen. Ich bin sehr dankbar und sage auch noch einmal ganz offiziell Danke schön dem Herrn Vizekanzler und Finanzminister (Ruf bei der FPÖ: Der ist nicht da!) – das macht nichts, wenn er nicht da ist – und Herrn Staatssekretär Lopatka sowie allen Beamtinnen und Beamten, die daran mitgearbeitet haben, weil ich es für sehr sinnvoll halte, zu einem Rahmengesetz zu kommen, weil wir uns innerhalb dieses Rahmens bewegen können, weil wir eine Fortschreibung vornehmen können und weil wir damit auch für unsere Minister eine bestimmte Flexibilität erreichen und erzielen können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Rückverweisung an den Budgetausschuss: Ich glaube, das ist absolut nicht notwendig. Würden wir die Budgets für 2009 und 2010 jetzt nicht beschließen, dann würde das Budget fortgeschrieben werden bis Juni, dann gäbe es noch einmal eine Frist, und spätestens dann müssten wir die Budgets beschließen. Also insofern sind wir zeitgerecht, und ich halte das auch für gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was heißt das: 85 Milliarden an Transferzahlungen? Wer zahlt diese Transferzahlungen? – Ich kann Ihnen sagen: Zwei Drittel dieser 85 Milliarden € zahlen die Unternehmer. Und wer sind unsere Unternehmerinnen und Unternehmer? – Die kleinen Betriebe, denn so viele große haben wir nicht! Also ich sage Nein zu einer Eigentumsteuer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir uns den internationalen Vergleich an, nämlich den Gini-Koeffizienten, in dem dargestellt wird, wie die Ungleichverteilung von Einkommen oder Vermögen ist. Null wäre besonders positiv, wäre das Beste, und 1 das Schlechteste. Österreich hat 0,27. Wir sind damit an vierter Stelle, und das ist sehr positiv! Österreich ist ein tolles Land, Österreich bringt viel an Sozialleistungen auf, und man kann nicht sagen, dass Österreich einen großen Unterschied zwischen Arm und Reich aufweist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich war gestern ganz überrascht und positiv gestimmt, als Frau Abgeordnete Rudas und viele andere auch auf einmal den Mittelstand als ihre Zielgruppe entdeckt haben. Wer ist denn der Mittelstand? – Der Mittelstand sind wir Leistungsträger. Auf der anderen Seite wird es wieder Steuererhöhungen geben. Ich bin wirklich gespannt, sehr geehrte Damen und Herren, was in den nächsten Monaten und Jahren auf den Mittelstand zukommt. Dann wird sich auch zeigen, wer wirklich für den Mittelstand ist und bei wem das nur ein Lippenbekenntniss ist. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
tun auch nichts für die Erhaltung der Heimat, ob es jetzt um die intakte Umwelt oder auch um die Erhaltung der kulturellen Identität geht. Da wäre Mut vonnöten! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Da redet der Blinde von der Farbe!
Es würde auch Mut brauchen bei der Asylpolitik. Wo ist der Mut von Frau Bundesministerin Fekter hinsichtlich des Bleiberechts? (Abg. Grillitsch: Da redet der Blinde von der Farbe!) In Anlehnung an die Ausführungen von Frau Kollegin Korun von den Grünen ist zu sagen, die Aufgabe der Europäischen Union muss einmal sein, die illegale Einwanderung in Europa zu verhindern. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Das wäre die Aufgabe, nicht eine Liberalisierung des Asylwesens mit irgendeiner Asylrichtlinie, nach der man dann letztendlich nach sechs Monaten durchgehender Beschäftigung auch den Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. – Das brauchen wir mit Sicherheit nicht, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Es würde auch Mut brauchen bei der Asylpolitik. Wo ist der Mut von Frau Bundesministerin Fekter hinsichtlich des Bleiberechts? (Abg. Grillitsch: Da redet der Blinde von der Farbe!) In Anlehnung an die Ausführungen von Frau Kollegin Korun von den Grünen ist zu sagen, die Aufgabe der Europäischen Union muss einmal sein, die illegale Einwanderung in Europa zu verhindern. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Das wäre die Aufgabe, nicht eine Liberalisierung des Asylwesens mit irgendeiner Asylrichtlinie, nach der man dann letztendlich nach sechs Monaten durchgehender Beschäftigung auch den Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. – Das brauchen wir mit Sicherheit nicht, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hagen.
Auch der Herr Bundespräsident hat sehr viel Mut bewiesen, als er sich gegen Plakate der Freiheitlichen Partei – etwa: „Abendland in Christenhand“ – ausgesprochen hat. Aber der Herr Bundespräsident hat auch den Mut gehabt, dem tschechischen Präsidenten Václav Klaus, der nach wie vor die Vertreibung der Sudetendeutschen rechtfertigt, den höchsten Orden der Republik zu verleihen. – Ja, so mutig sind Sie in diesem Staate, meine sehr verehrten Damen und Herren! Darüber würde ich einmal ernsthaft nachdenken. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen wirklich mehr Mut, etwa in der Bildungspolitik. Für junge Familien brauchen wir mehr Mut, für eine intakte Heimat, für Leistung, für Steuergerechtigkeit. Wir müssen der Jugend Zukunft geben, echte Perspektiven und eine intakte Heimat. Dafür steht die Freiheitliche Partei! Aber in diesem Budget ist nicht einmal ansatzweise zu erkennen, dass Sie der Jugend die Zukunft geben, die sie braucht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ein Trauma!
Kollege Stummvoll hat am Vormittag zum Kollegen Krainer gemeint, ob wir ein Syndrom haben, dass wir die letzten Jahre immer wieder (Abg. Dr. Stummvoll: Ein Trauma!) – Ein Trauma, gut. Das Gleiche könnte ich Ihnen vorhalten, wenn es darum geht, dass Sie uns immer wieder die 70er Jahre und die Schuldenpolitik vorhalten. Offensichtlich handelt es sich da auch um ein Trauma. (Abg. Dr. Stummvoll: Das sind Fakten!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das sind Fakten!
Kollege Stummvoll hat am Vormittag zum Kollegen Krainer gemeint, ob wir ein Syndrom haben, dass wir die letzten Jahre immer wieder (Abg. Dr. Stummvoll: Ein Trauma!) – Ein Trauma, gut. Das Gleiche könnte ich Ihnen vorhalten, wenn es darum geht, dass Sie uns immer wieder die 70er Jahre und die Schuldenpolitik vorhalten. Offensichtlich handelt es sich da auch um ein Trauma. (Abg. Dr. Stummvoll: Das sind Fakten!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber zurück zum Budget: Wenn ich mir die Staatsschulden im Bundesfinanzrahmen 2009 bis 2013 ansehe, mit einer öffentlichen Verschuldung von 78,5 Prozent im Jahr 2013, dann meine ich, man muss sich auch die Frage stellen, wie wir von dieser hohen Verschuldungsquote wieder herunterkommen. Da geht es darum, dass jeder einen gerechten Beitrag zu leisten hat, und das sollte auch Mut zu Reformen machen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Lasst den Faul draußen, bitte!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Dr. Strutz: Lasst den Faul draußen, bitte!) Sehr geehrte gezählte 19 Abgeordnete von der Sozialdemokratie! Ich bin sicherlich nicht wehleidig, und ich bin sicherlich auch dafür und ein Vertreter der Ansicht, dass man politische Standpunkte emotional austauschen muss. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Dr. Strutz: Lasst den Faul draußen, bitte!) Sehr geehrte gezählte 19 Abgeordnete von der Sozialdemokratie! Ich bin sicherlich nicht wehleidig, und ich bin sicherlich auch dafür und ein Vertreter der Ansicht, dass man politische Standpunkte emotional austauschen muss. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Na, na! Das ist aber sehr anstrengend!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie, ich ersuche Sie, mir zuzuhören! (Abg. Riepl: Na, na! Das ist aber sehr anstrengend!) Ich bin auch der
Abg. Mag. Gaßner: Haben Sie einen?
Meinung, dass emotionale Reden hier Folgendes zum Ausdruck bringen: dass man mit Herz und Seele hinter seinen politischen Standpunkten steht. (Abg. Mag. Gaßner: Haben Sie einen?) Das sollte uns alle auszeichnen, weil wir keine Technokraten sein sollten, sondern Vertreter der Bevölkerung, die hier ehrlichen Herzens um das Beste zum Wohle unseres Landes ringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meinung, dass emotionale Reden hier Folgendes zum Ausdruck bringen: dass man mit Herz und Seele hinter seinen politischen Standpunkten steht. (Abg. Mag. Gaßner: Haben Sie einen?) Das sollte uns alle auszeichnen, weil wir keine Technokraten sein sollten, sondern Vertreter der Bevölkerung, die hier ehrlichen Herzens um das Beste zum Wohle unseres Landes ringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, was sich aber gestern hier an diesem Rednerpult der Republik abgespielt hat, entbehrt jeder Grundlage. Das kommentiere nicht nur ich, sondern das kommentieren mittlerweile auch unzählige Medien in Österreich. Das kommentiert der Blätterwald. Das, was sich der Herr Abgeordnete Faul hier gestern geleistet hat, ist eine weitere Beschädigung des Ansehens der Politik und eine Schande für dieses Hohe Haus. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Darum bitte ich! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich ersuche Sie wirklich, führen wir diese Diskussion ruhig, führen wir sie sachlich. (Abg. Mag. Gaßner: Darum bitte ich! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich zitiere aus dem Stenographischen Protokoll:
Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz begibt sich zum Rednerpult und reicht dem Redner ein Taschentuch.
„(Der Redner schlägt während seiner Ausführungen immer wieder mit der Hand kräftig aufs Rednerpult.) ...“ (Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz begibt sich zum Rednerpult und reicht dem Redner ein Taschentuch.) – Haben Sie Schnupfen, oder was? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
„(Der Redner schlägt während seiner Ausführungen immer wieder mit der Hand kräftig aufs Rednerpult.) ...“ (Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz begibt sich zum Rednerpult und reicht dem Redner ein Taschentuch.) – Haben Sie Schnupfen, oder was? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Weiter: „Kleiner Grosz, geh zurück! Lass mich in Ruhe! Das ist gescheiter.“ (Heiterkeit bei der FPÖ.) „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste, und darum sollst du still sein!“
Ruf bei der SPÖ: Primat ist etwas anderes! – Abg. Großruck: Primat ist ein Affe!
Ich weiß schon, das belustigt die hinteren drei Reihen der Freiheitlichen Partei – und ausschließlich die. Die Freiheitlichen Partei hat dieses Primat, denn selbst die Sozialdemokratie sieht das heute schon ein wenig anders. (Ruf bei der SPÖ: Primat ist etwas anderes! – Abg. Großruck: Primat ist ein Affe!)
Abg. Mag. Gaßner: Sollten Sie nicht zum Budget etwas sagen?!
Abgeordneter Faul weiter: „Nein, er geht mir so auf den ‚Zeiger‘, das ist unvorstellbar! Könnt ihr nichts machen für euren entlaufenden ...?“ „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ‚Papp’n‘ und ein kleines Hirn – das muss ich Ihnen einmal sagen.“ „Das ist unmöglich, wie sich der benimmt – in den Zeitungen und rundherum.“ (Abg. Mag. Gaßner: Sollten Sie nicht zum Budget etwas sagen?!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Seit wann?!
Ich kann natürlich den inhaltlichen Zusammenhang schon finden, dass das Bildungsbudget offenbar sehr gering ist, wenn wir uns in Zukunft solche Hauptschuldirektoren leisten. Das wäre aber wieder polemisch, und gerade das will ich ja nicht sein. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Seit wann?!)
Abg. Mag. Gaßner: Sie lügen schon wieder!
Das, was ich aber besonders kurios finde, ist, dass der Abgeordnete Faul – abgesehen davon, dass er sich heute nicht einmal mehr im Hohen Haus befindet, weil er ja für sein Gehalt von 8 400 € stundenweise hier im Plenarsaal fehlt (Abg. Mag. Gaßner: Sie lügen schon wieder!) – nicht Manns genug ist, hier an dieses Rednerpult der Republik Österreich herauszutreten und sich auch zu entschuldigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! „Sie lügen!“ Abgeordneter Gaßner, Zwischenruf: „Sie lügen!“) Ich glaube, das gebietet der Anstand auch dieses Hauses. (Abg. Riepl: Polizei umführt mit dem Auto! wie der Herr Westenthaler!)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! „Sie lügen!“ Abgeordneter Gaßner, Zwischenruf: „Sie lügen!“
Das, was ich aber besonders kurios finde, ist, dass der Abgeordnete Faul – abgesehen davon, dass er sich heute nicht einmal mehr im Hohen Haus befindet, weil er ja für sein Gehalt von 8 400 € stundenweise hier im Plenarsaal fehlt (Abg. Mag. Gaßner: Sie lügen schon wieder!) – nicht Manns genug ist, hier an dieses Rednerpult der Republik Österreich herauszutreten und sich auch zu entschuldigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! „Sie lügen!“ Abgeordneter Gaßner, Zwischenruf: „Sie lügen!“) Ich glaube, das gebietet der Anstand auch dieses Hauses. (Abg. Riepl: Polizei umführt mit dem Auto! wie der Herr Westenthaler!)
Abg. Riepl: Polizei umführt mit dem Auto! wie der Herr Westenthaler!
Das, was ich aber besonders kurios finde, ist, dass der Abgeordnete Faul – abgesehen davon, dass er sich heute nicht einmal mehr im Hohen Haus befindet, weil er ja für sein Gehalt von 8 400 € stundenweise hier im Plenarsaal fehlt (Abg. Mag. Gaßner: Sie lügen schon wieder!) – nicht Manns genug ist, hier an dieses Rednerpult der Republik Österreich herauszutreten und sich auch zu entschuldigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! „Sie lügen!“ Abgeordneter Gaßner, Zwischenruf: „Sie lügen!“) Ich glaube, das gebietet der Anstand auch dieses Hauses. (Abg. Riepl: Polizei umführt mit dem Auto! wie der Herr Westenthaler!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Was bilden Sie sich ein?! Wissen Sie, wie man Abgeordneter in diesem Haus wird? Nicht durch die Gnade des Herrn Grosz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das, was hier zu diskutieren ist, ist, dass so ein Abgeordneter überhaupt in so einem Zustand wie dem, in dem er sich gestern befand, hier das Rederecht erhält, dass er 16 Stunden später noch immer Mitglied dieses Haus ist und dass ein Abgeordneter, der sich so verhält, Hauptschuldirektor ist und auf die Kinder und Jugendlichen in Österreich losgelassen wird. – Das ist die politische Dimension, die zu klären ist! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Was bilden Sie sich ein?! Wissen Sie, wie man Abgeordneter in diesem Haus wird? Nicht durch die Gnade des Herrn Grosz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die politische Botschaft kann daher nur lauten: Herr Abgeordneter Faul, zeigen Sie Charakter, zeigen Sie Anstand, nehmen Sie Ihren Hut, erklären Sie Ihren Rücktritt, und beenden Sie auch Ihre bildungspolitische Karriere, denn das, was Sie hier aufgeführt haben und in welcher Emotion Sie offenbar gedenken, mit anderen Menschen zu diskutieren, ist eine Schande auch für das österreichische Bildungssystem! Ziehen Sie die einzig logische Konsequenz und befreien Sie uns von Ihrer Anwesenheit, Herr Abgeordneter! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: War das der Gorbach?
Das, was Sie uns aber vorlegen, ist die Fortsetzung dessen, was wir an diesem Rednerpult oft genug besprochen haben: Reisekosten für Auslandsdienstreisen mit 2,8 Millionen € (Abg. Riepl: War das der Gorbach?); Inserate einer Bundesregierung, parteipolitisch missbraucht, in der Höhe von 34 Millionen € (Abg. Riepl: Das war ja der Gorbach!); Gehaltskosten in Ihren aufgeblähten Ministerbüros in der Höhe von 23 Millionen € (Abg. Riepl: Wieder der Gorbach!); Flugkosten für Ihre Learjets und Ihre Linienflüge in der Höhe von 17,8 Millionen €. Und zum Garnieren, als Zuckerstreusel: Taxikosten von 919 000 € in einer Stadt wie Wien mit dem bestausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz Österreichs. (Abg. Riepl: Immer wieder der Gorbach!)
Abg. Riepl: Das war ja der Gorbach!
Das, was Sie uns aber vorlegen, ist die Fortsetzung dessen, was wir an diesem Rednerpult oft genug besprochen haben: Reisekosten für Auslandsdienstreisen mit 2,8 Millionen € (Abg. Riepl: War das der Gorbach?); Inserate einer Bundesregierung, parteipolitisch missbraucht, in der Höhe von 34 Millionen € (Abg. Riepl: Das war ja der Gorbach!); Gehaltskosten in Ihren aufgeblähten Ministerbüros in der Höhe von 23 Millionen € (Abg. Riepl: Wieder der Gorbach!); Flugkosten für Ihre Learjets und Ihre Linienflüge in der Höhe von 17,8 Millionen €. Und zum Garnieren, als Zuckerstreusel: Taxikosten von 919 000 € in einer Stadt wie Wien mit dem bestausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz Österreichs. (Abg. Riepl: Immer wieder der Gorbach!)
Abg. Riepl: Wieder der Gorbach!
Das, was Sie uns aber vorlegen, ist die Fortsetzung dessen, was wir an diesem Rednerpult oft genug besprochen haben: Reisekosten für Auslandsdienstreisen mit 2,8 Millionen € (Abg. Riepl: War das der Gorbach?); Inserate einer Bundesregierung, parteipolitisch missbraucht, in der Höhe von 34 Millionen € (Abg. Riepl: Das war ja der Gorbach!); Gehaltskosten in Ihren aufgeblähten Ministerbüros in der Höhe von 23 Millionen € (Abg. Riepl: Wieder der Gorbach!); Flugkosten für Ihre Learjets und Ihre Linienflüge in der Höhe von 17,8 Millionen €. Und zum Garnieren, als Zuckerstreusel: Taxikosten von 919 000 € in einer Stadt wie Wien mit dem bestausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz Österreichs. (Abg. Riepl: Immer wieder der Gorbach!)
Abg. Riepl: Immer wieder der Gorbach!
Das, was Sie uns aber vorlegen, ist die Fortsetzung dessen, was wir an diesem Rednerpult oft genug besprochen haben: Reisekosten für Auslandsdienstreisen mit 2,8 Millionen € (Abg. Riepl: War das der Gorbach?); Inserate einer Bundesregierung, parteipolitisch missbraucht, in der Höhe von 34 Millionen € (Abg. Riepl: Das war ja der Gorbach!); Gehaltskosten in Ihren aufgeblähten Ministerbüros in der Höhe von 23 Millionen € (Abg. Riepl: Wieder der Gorbach!); Flugkosten für Ihre Learjets und Ihre Linienflüge in der Höhe von 17,8 Millionen €. Und zum Garnieren, als Zuckerstreusel: Taxikosten von 919 000 € in einer Stadt wie Wien mit dem bestausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz Österreichs. (Abg. Riepl: Immer wieder der Gorbach!)
Abg. Jury: Sauerei!
Klubobmann Kopf hat heute zu mir gesagt: Ja, willst du so Politik machen? Mit solchen Peanuts willst du Politik definieren? Die Endsumme dieser „Peanuts“, sehr geehrte Damen und Herren, sind 126 Millionen € in zwei Jahren, die Sie für Repräsentationskosten (Abg. Jury: Sauerei!), für Ihre Reisespesen und für Ihre hofstaatliche Agitation ausgeben (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), wobei Sie sich offenbar an die Monarchie erinnert fühlen.
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Klubobmann Kopf hat heute zu mir gesagt: Ja, willst du so Politik machen? Mit solchen Peanuts willst du Politik definieren? Die Endsumme dieser „Peanuts“, sehr geehrte Damen und Herren, sind 126 Millionen € in zwei Jahren, die Sie für Repräsentationskosten (Abg. Jury: Sauerei!), für Ihre Reisespesen und für Ihre hofstaatliche Agitation ausgeben (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), wobei Sie sich offenbar an die Monarchie erinnert fühlen.
Abg. Jury: Sauerei!
Dafür haben Sie Geld! (Abg. Jury: Sauerei!) Aber für jene Menschen, die es in diesem Land wirklich brauchen, haben Sie kein Geld: Bei der Behindertenmilliarde gab es seit fünf Jahren keine Erhöhung, es sind nur 72 Millionen € für diesen Bereich veran-
Zwischenruf des Abg. Hornek.
schlagt. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Daher verdient dieses Budget in keiner Weise unsere Zustimmung, und wir werden es demgemäß auch ablehnen. Dieses Budget, sehr geehrter Herr Abgeordneter, ist wirklich zum Weinen! Daher werde ich Ihr Taschentuch selbstverständlich gerne in Anspruch nehmen. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
schlagt. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Daher verdient dieses Budget in keiner Weise unsere Zustimmung, und wir werden es demgemäß auch ablehnen. Dieses Budget, sehr geehrter Herr Abgeordneter, ist wirklich zum Weinen! Daher werde ich Ihr Taschentuch selbstverständlich gerne in Anspruch nehmen. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr geht bald in Führung! – Abg. Mag. Gaßner: Der Herr Westenthaler hat mich verpetzt! – Abg. Ing. Westenthaler: Immer, wenn der Grosz am Rednerpult ist, bekommt die SPÖ einen Ordnungsruf!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Für den Zwischenruf des Abgeordneten Gaßner in Richtung des Abgeordneten Grosz: „Sie lügen!“, erteile ich ihm einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr geht bald in Führung! – Abg. Mag. Gaßner: Der Herr Westenthaler hat mich verpetzt! – Abg. Ing. Westenthaler: Immer, wenn der Grosz am Rednerpult ist, bekommt die SPÖ einen Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Matznetter: Kann der Herr Westenthaler !
Ich bitte zu bedenken, dass wir noch gezählte drei Zuseher haben, und da wir diese ja nicht auch noch vertreiben wollen, bitte ich Sie, sich am Rednerpult und auch sonst überall entsprechend zurückzuhalten. (Abg. Dr. Matznetter: Kann der Herr Westenthaler !)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren ZuhörerInnen! Herr Präsident, ich werde Ihre Aufforderung annehmen und sehr sachlich über das Budget sprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt braucht es für die Menschen und Unternehmen eine spürbare Entlastung, die Mut gibt zu investieren und zu konsumieren. Was wir jetzt nicht brauchen, sind neue Belastungen, die wieder nur jene Steuerzahler aus dem Mittelstand treffen, die bereits jetzt unseren Wohlstand sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit den budgetierten Maßnahmen können wir auch das derzeit wohl wichtigste Anliegen – die Sicherung der Arbeitsplätze – ernsthaft vorantreiben. Verhindern kann die Politik die Arbeitslosigkeit nicht, aber sie kann Rahmenbedingungen schaffen, um möglichst viele Menschen im Arbeitsprozess zu halten. Mit den vorliegenden Budgets sind wichtige Schritte in diese Richtung gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, dass im Rahmen des Familienpaketes auch für das verpflichtende Gratiskindergartenjahr im Budget Vorsorge getroffen wurde. Ich freue mich auch, dass in Oberösterreich – gemeinsam mit Mitteln des Landes, des Bundes und der Gemeinden – der Gratiskindergarten ab einem Lebensalter von zweieinhalb Jahren ermöglicht wurde. Dies ist eine wesentliche Entlastung für junge Menschen und eine Stärkung des Konsums. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Antizyklisch zu handeln und gerade jetzt Geld in die Hand zu nehmen, hat auch zum Ziel, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen: Vertrauen in die Wirtschaft, aber auch in die staatlichen Institutionen. Ein wichtiger Aspekt liegt dabei im Bereich der Sicherheit, für den die Frau Innenministerin mehr Personal bereitstellt. Das bedeutet: mehr Polizisten, die auf den Straßen für mehr Sicherheit sorgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Ich denke, sehr geehrte Damen und Herren, dass die vorliegenden Budgets eine gute Voraussetzung für die Bewältigung der Herausforderungen von morgen sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Sie sollten ruhig sein! Wie viele Grüne?
Ich glaube nicht, dass das am mangelnden guten Willen der Abgeordneten liegt, sondern eher an den mangelnden Möglichkeiten. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Sie sollten ruhig sein! Wie viele Grüne?) – Nein, nein, wir haben das schon gezählt. (Abg. Grillitsch: Vier Grüne!) – Na, hören Sie zu, ich erkläre es Ihnen ja! Sie müssen nur zuhören. (Abg. Grillitsch: Zählen wir ab 17 Uhr, wie viele Grüne da sind! ... unvorstellbar!) – Ja, auch bei uns nicht. Ich erkläre Ihnen ja, warum: Weil es nämlich überhaupt keine Möglichkeiten gibt, hier irgendwie noch etwas zu diskutieren. Es macht einfach wenig Sinn und überhaupt keinen Spaß, wochenlang über etwas zu diskutieren, das schon fertig geschnürt ist. (Abg. Grillitsch: Sie haben keinen Spaß, das glaube ich Ihnen!) Wenn alles abgeschlossen ist, wenn es überhaupt keine Veränderungs- und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, wenn es überhaupt keine
Abg. Grillitsch: Vier Grüne!
Ich glaube nicht, dass das am mangelnden guten Willen der Abgeordneten liegt, sondern eher an den mangelnden Möglichkeiten. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Sie sollten ruhig sein! Wie viele Grüne?) – Nein, nein, wir haben das schon gezählt. (Abg. Grillitsch: Vier Grüne!) – Na, hören Sie zu, ich erkläre es Ihnen ja! Sie müssen nur zuhören. (Abg. Grillitsch: Zählen wir ab 17 Uhr, wie viele Grüne da sind! ... unvorstellbar!) – Ja, auch bei uns nicht. Ich erkläre Ihnen ja, warum: Weil es nämlich überhaupt keine Möglichkeiten gibt, hier irgendwie noch etwas zu diskutieren. Es macht einfach wenig Sinn und überhaupt keinen Spaß, wochenlang über etwas zu diskutieren, das schon fertig geschnürt ist. (Abg. Grillitsch: Sie haben keinen Spaß, das glaube ich Ihnen!) Wenn alles abgeschlossen ist, wenn es überhaupt keine Veränderungs- und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, wenn es überhaupt keine
Abg. Grillitsch: Zählen wir ab 17 Uhr, wie viele Grüne da sind! ... unvorstellbar!
Ich glaube nicht, dass das am mangelnden guten Willen der Abgeordneten liegt, sondern eher an den mangelnden Möglichkeiten. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Sie sollten ruhig sein! Wie viele Grüne?) – Nein, nein, wir haben das schon gezählt. (Abg. Grillitsch: Vier Grüne!) – Na, hören Sie zu, ich erkläre es Ihnen ja! Sie müssen nur zuhören. (Abg. Grillitsch: Zählen wir ab 17 Uhr, wie viele Grüne da sind! ... unvorstellbar!) – Ja, auch bei uns nicht. Ich erkläre Ihnen ja, warum: Weil es nämlich überhaupt keine Möglichkeiten gibt, hier irgendwie noch etwas zu diskutieren. Es macht einfach wenig Sinn und überhaupt keinen Spaß, wochenlang über etwas zu diskutieren, das schon fertig geschnürt ist. (Abg. Grillitsch: Sie haben keinen Spaß, das glaube ich Ihnen!) Wenn alles abgeschlossen ist, wenn es überhaupt keine Veränderungs- und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, wenn es überhaupt keine
Abg. Grillitsch: Sie haben keinen Spaß, das glaube ich Ihnen!
Ich glaube nicht, dass das am mangelnden guten Willen der Abgeordneten liegt, sondern eher an den mangelnden Möglichkeiten. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Sie sollten ruhig sein! Wie viele Grüne?) – Nein, nein, wir haben das schon gezählt. (Abg. Grillitsch: Vier Grüne!) – Na, hören Sie zu, ich erkläre es Ihnen ja! Sie müssen nur zuhören. (Abg. Grillitsch: Zählen wir ab 17 Uhr, wie viele Grüne da sind! ... unvorstellbar!) – Ja, auch bei uns nicht. Ich erkläre Ihnen ja, warum: Weil es nämlich überhaupt keine Möglichkeiten gibt, hier irgendwie noch etwas zu diskutieren. Es macht einfach wenig Sinn und überhaupt keinen Spaß, wochenlang über etwas zu diskutieren, das schon fertig geschnürt ist. (Abg. Grillitsch: Sie haben keinen Spaß, das glaube ich Ihnen!) Wenn alles abgeschlossen ist, wenn es überhaupt keine Veränderungs- und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, wenn es überhaupt keine
Abg. Grillitsch: Gehen Sie nach Hause!
Einflussmöglichkeiten gibt, dann hat das Parlament seine Kompetenz sozusagen verloren. (Abg. Grillitsch: Gehen Sie nach Hause!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Sie sind dann eh nicht mehr da!
Schade, dass Sie unsere Kritik überhaupt nicht ernst nehmen. Sie werden in vier Jahren, wenn dann alles zusammenbricht, auch ganz alleine die Verantwortung dafür übernehmen müssen. Wir wären jetzt schon bereit gewesen, gemeinsam den Weg zu gehen, aber wenn Sie es besser alleine können, dann machen Sie es alleine! Sie werden dann auch sehen, was in vier, fünf Jahren auf Sie zukommt, und dann werden Sie auch erkennen, dass diese Wochen der Diskussion hier völlig unnötig waren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Sie sind dann eh nicht mehr da!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Ordnungsruf-Gaßner! Der Weltrekordhalter in Ordnungsrufen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Gaßner zu Wort. Eingestellte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ordnungsruf-Gaßner! Der Weltrekordhalter in Ordnungsrufen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist er? In der Kantine? – Abg. Grosz: Am Kühlschrank!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Meine Herren Minister! Herr Präsident, ich nehme in aller Demut den Ordnungsruf zur Kenntnis. Ich möchte aber feststellen, dass der Herr Grosz gemeint hat, dass der Abgeordnete Faul nicht im Haus sei. – Das ist die Unwahrheit. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist er? In der Kantine? – Abg. Grosz: Am Kühlschrank!) Herr
Abg. Mag. Stadler sitzt auf seinem Platz und schreibt.
Einen zweiten Satz noch dazu. (Abg. Mag. Stadler sitzt auf seinem Platz und schreibt.) – Oh, jetzt ist der Dritte auch da: Quack, quack, quack! (Abg. Mag. Stadler: Waren Sie auch am Kühlschrank? Wenn man Ihnen so zuhört ...!) Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Herr Abgeordneter Faul die Größe hatte, sich sogar öffentlich – im ORF nachzulesen – für seinen Ausritt zu entschuldigen. (Abg. Grosz: Hat er nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht getan!) Das habe ich bei diesen beiden Herren noch nicht bemerkt. Ich verstehe es aber: Sie hätten sonst keine Zeit mehr für inhaltliche Reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Waren Sie auch am Kühlschrank? Wenn man Ihnen so zuhört ...!
Einen zweiten Satz noch dazu. (Abg. Mag. Stadler sitzt auf seinem Platz und schreibt.) – Oh, jetzt ist der Dritte auch da: Quack, quack, quack! (Abg. Mag. Stadler: Waren Sie auch am Kühlschrank? Wenn man Ihnen so zuhört ...!) Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Herr Abgeordneter Faul die Größe hatte, sich sogar öffentlich – im ORF nachzulesen – für seinen Ausritt zu entschuldigen. (Abg. Grosz: Hat er nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht getan!) Das habe ich bei diesen beiden Herren noch nicht bemerkt. Ich verstehe es aber: Sie hätten sonst keine Zeit mehr für inhaltliche Reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Hat er nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht getan!
Einen zweiten Satz noch dazu. (Abg. Mag. Stadler sitzt auf seinem Platz und schreibt.) – Oh, jetzt ist der Dritte auch da: Quack, quack, quack! (Abg. Mag. Stadler: Waren Sie auch am Kühlschrank? Wenn man Ihnen so zuhört ...!) Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Herr Abgeordneter Faul die Größe hatte, sich sogar öffentlich – im ORF nachzulesen – für seinen Ausritt zu entschuldigen. (Abg. Grosz: Hat er nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht getan!) Das habe ich bei diesen beiden Herren noch nicht bemerkt. Ich verstehe es aber: Sie hätten sonst keine Zeit mehr für inhaltliche Reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen zweiten Satz noch dazu. (Abg. Mag. Stadler sitzt auf seinem Platz und schreibt.) – Oh, jetzt ist der Dritte auch da: Quack, quack, quack! (Abg. Mag. Stadler: Waren Sie auch am Kühlschrank? Wenn man Ihnen so zuhört ...!) Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Herr Abgeordneter Faul die Größe hatte, sich sogar öffentlich – im ORF nachzulesen – für seinen Ausritt zu entschuldigen. (Abg. Grosz: Hat er nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht getan!) Das habe ich bei diesen beiden Herren noch nicht bemerkt. Ich verstehe es aber: Sie hätten sonst keine Zeit mehr für inhaltliche Reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wie viel pro Liter Milch?
Wenn ich mir ausrechne, wie viele Milchbauern etwas davon hätten, wenn man ihnen diese 2,9 Millionen € geben würde, muss ich sagen, es ist wirklich höchst an der Zeit, dieses System zu überlegen. (Abg. Grillitsch: Wie viel pro Liter Milch?) Ich glaube, dieses Budget ist wirklich der Ansatzpunkt dafür, dass wir uns eine neue, eine bessere Agrarpolitik überlegen sollten. (Abg. Hornek: Das sind nur Phrasen!) Herr Kollege Grillitsch, Sie wissen ganz genau, wenn wir das nicht tun, fahren wir mit der Politik der letzten Jahre die gesamte Landwirtschaft an die Mauer.
Abg. Hornek: Das sind nur Phrasen!
Wenn ich mir ausrechne, wie viele Milchbauern etwas davon hätten, wenn man ihnen diese 2,9 Millionen € geben würde, muss ich sagen, es ist wirklich höchst an der Zeit, dieses System zu überlegen. (Abg. Grillitsch: Wie viel pro Liter Milch?) Ich glaube, dieses Budget ist wirklich der Ansatzpunkt dafür, dass wir uns eine neue, eine bessere Agrarpolitik überlegen sollten. (Abg. Hornek: Das sind nur Phrasen!) Herr Kollege Grillitsch, Sie wissen ganz genau, wenn wir das nicht tun, fahren wir mit der Politik der letzten Jahre die gesamte Landwirtschaft an die Mauer.
Ruf bei der ÖVP: Recht hat er!
Meine Damen und Herren, einen Satz noch. Weil ja heute von den oberösterreichischen Abgeordneten der ÖVP immer Wahlkampf betrieben wird, hat Herr Wöginger es für notwendig erachtet, das Konjunkturpaket des Landes hervorzuheben. (Ruf bei der ÖVP: Recht hat er!) – Da hat er recht, meinen Sie. Nein, er hat nicht ganz recht, ich muss ihn ein bisschen korrigieren.
Abg. Mag. Stadler: Das riecht schon wieder nach „Es reicht“!
Jetzt habe ich mir die Presseinformation des Herrn Landeshauptmannes angeschaut, und da ist die erste Korrektur, die ich anbringen muss: Das Konjunkturbudget beträgt nicht eine Milliarde, sondern das Konjunkturbudget beträgt 1,4 Milliarden. – Punkt eins. (Abg. Mag. Stadler: Das riecht schon wieder nach „Es reicht“!) 1,4 Milliarden steht in diesem Pressepapier. (Abg. Dr. Bartenstein: Ja, über 1 Milliarde!)
Abg. Dr. Bartenstein: Ja, über 1 Milliarde!
Jetzt habe ich mir die Presseinformation des Herrn Landeshauptmannes angeschaut, und da ist die erste Korrektur, die ich anbringen muss: Das Konjunkturbudget beträgt nicht eine Milliarde, sondern das Konjunkturbudget beträgt 1,4 Milliarden. – Punkt eins. (Abg. Mag. Stadler: Das riecht schon wieder nach „Es reicht“!) 1,4 Milliarden steht in diesem Pressepapier. (Abg. Dr. Bartenstein: Ja, über 1 Milliarde!)
Abg. Wöginger: Habe ich auch gesagt!
Der freie Kindergarten ist da übrigens auch drinnen, von dem Sie geredet haben. Und von diesen 1,4 Milliarden sind zwei Drittel, 900 Millionen €, aus dem Budget Haider, Öffentlicher Verkehr, aus dem Budget Wohnbau von unserem Wohnbaulandesrat, von Hermann Kepplinger, und die Spitalsfinanzierungen von Silvia Stöger. – Das nur der Vollständigkeit halber. Und das bestätigt auch der Herr Landeshauptmann, der sagt: Alle Parteien haben das zusammen beschlossen. (Abg. Wöginger: Habe ich auch gesagt!)
Abg. Großruck: Sprechen Sie zum Budget oder was?
Und was den Kindergarten angeht, ist eines schon spannend: Am 3. Dezember 2008 hat Herr Sigl, Landesrat in Oberösterreich, noch den Bürgermeister von Vöcklabruck – auch kein roter, sondern ein schwarzer Bürgermeister –, weil dieser gewagt hat, in Vöcklabruck ab Jänner dieses Jahres ein Jahr Kindergarten gratis anzubieten, mit folgenden Worten gerügt: Wenn die Stadt glaubt, sie muss den Kindergarten gratis anbieten, dann bekommt sie den Kostenbeitrag zum Personalaufwand in der Höhe von 220 000 € nicht vom Land. (Abg. Großruck: Sprechen Sie zum Budget oder was?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Meinen Sie L36?
Nur so viel zur Richtigstellung der Aussagen. Hier sind wir aber im Wiener Parlament und nicht in Oberösterreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Meinen Sie L36?)
Beifall bei der FPÖ.
men. Das heißt, Ausgaben, die ohnehin in Zukunft geplant gewesen wären, einfach früher anzusetzen und damit jetzt die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie daher nochmals, in Form des Vorziehens von Infrastrukturmaßnahmen die Arbeitslosigkeit in Österreich effektiv zu bekämpfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Dieses Budget wurde von unserem Finanzminister und Vizekanzler unter Beiziehung der besten Fachleute mit bestem Wissen und Gewissen erstellt, unter der Voraussetzung, Arbeitsplätze zu schaffen, den Mittelstand und die Wirtschaft zu stärken, damit man die Wirtschaftskrise so schnell wie möglich in den Griff bekommt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Ist auch besser so!
Auf die gestrigen Ausführungen der Kollegen Faul und Grosz möchte ich nicht eingehen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ist auch besser so!) Solche Dinge sind zu verurteilen, sie sind auch dieses Hauses nicht würdig (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), wobei der eine, sage ich dazu, provokant ist und der andere halt emotional. Aber das entschuldigt beides nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Auf die gestrigen Ausführungen der Kollegen Faul und Grosz möchte ich nicht eingehen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ist auch besser so!) Solche Dinge sind zu verurteilen, sie sind auch dieses Hauses nicht würdig (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), wobei der eine, sage ich dazu, provokant ist und der andere halt emotional. Aber das entschuldigt beides nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auf die gestrigen Ausführungen der Kollegen Faul und Grosz möchte ich nicht eingehen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ist auch besser so!) Solche Dinge sind zu verurteilen, sie sind auch dieses Hauses nicht würdig (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), wobei der eine, sage ich dazu, provokant ist und der andere halt emotional. Aber das entschuldigt beides nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Unerhört!
Wenn ich das Protokoll der gestrigen Rede von Herrn Grosz zur Hand nehme, so heißt es da, was die ÖVP betrifft: „Unredlichkeit und Unehrlichkeit“ sind „eine Erbpacht der Österreichischen Volkspartei“. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) – Herr Grosz! Denken Sie darüber nach, bevor Sie weiter mit anderen darüber reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich das Protokoll der gestrigen Rede von Herrn Grosz zur Hand nehme, so heißt es da, was die ÖVP betrifft: „Unredlichkeit und Unehrlichkeit“ sind „eine Erbpacht der Österreichischen Volkspartei“. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) – Herr Grosz! Denken Sie darüber nach, bevor Sie weiter mit anderen darüber reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Was denn?
Herr Klubobmann und Abgeordneter Bucher bringt heute einen Antrag auf Rückverweisung ein. – Als Kärntner muss ich sagen, ich bin mit dir, lieber Kollege Bucher, einer Meinung: Wir wohnen im schönsten Bundesland von Österreich und fahren unheimlich gerne wieder zurück nach Kärnten – das ist überhaupt keine Frage –, aber mit der Budgetpolitik des Landes Kärnten bin ich nicht einverstanden. Ich hätte es nicht erwähnt, aber wenn gerade die Kärntner Abgeordneten dieses Budget als Beispiel bringen, dann muss ich dem einfach etwas entgegenhalten. (Ruf beim BZÖ: Was denn?) – Eine Zeitung zum Beispiel.
Abg. Dr. Strutz: Warum hat denn die ÖVP zugestimmt?
Hier heißt es: Aufgeteilt auf die Bevölkerung, vom Neugeborenen bis zum Greis, ergibt sich 2009 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 3 837 €. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat denn die ÖVP zugestimmt?) Die Sozialisten haben mitgestimmt, damit das klar ist. Das kann man auch noch belegen.
Ruf beim BZÖ: ... das modernste Krankenhaus Europas gebaut!
Jetzt zitiere ich eine Aussendung aus dem Landespressedienst – bitte zuhören, Herr Strutz! – vom 14. Oktober 2005: Da gab der damalige Landeshauptmann die Pro-Kopf-Verschuldung mit Ende 2003 mit 932 € an. – 932 € Pro-Kopf-Verschuldung im Jahr 2003 und 3 837 € Pro-Kopf-Verschuldung im Jahr 2009: Das brauche ich nicht aufzurechnen, und vergessen wir, dass auch noch sämtliches Heimatgut verkauft worden ist. (Ruf beim BZÖ: ... das modernste Krankenhaus Europas gebaut!) – Das ist, nebenbei bemerkt, noch nicht finanziert in diesem Budget drinnen. Außerdem möchte ich nur sagen, dass die Kärntner Krankenhäuser ja alle verkauft wurden, um zirka 350 Millionen €, und um 700 Millionen € zurückgekauft werden. Aber ich möchte hier nicht eine Kärntner Debatte zu diesem Thema führen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt zitiere ich eine Aussendung aus dem Landespressedienst – bitte zuhören, Herr Strutz! – vom 14. Oktober 2005: Da gab der damalige Landeshauptmann die Pro-Kopf-Verschuldung mit Ende 2003 mit 932 € an. – 932 € Pro-Kopf-Verschuldung im Jahr 2003 und 3 837 € Pro-Kopf-Verschuldung im Jahr 2009: Das brauche ich nicht aufzurechnen, und vergessen wir, dass auch noch sämtliches Heimatgut verkauft worden ist. (Ruf beim BZÖ: ... das modernste Krankenhaus Europas gebaut!) – Das ist, nebenbei bemerkt, noch nicht finanziert in diesem Budget drinnen. Außerdem möchte ich nur sagen, dass die Kärntner Krankenhäuser ja alle verkauft wurden, um zirka 350 Millionen €, und um 700 Millionen € zurückgekauft werden. Aber ich möchte hier nicht eine Kärntner Debatte zu diesem Thema führen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bucher: Ragger!
Landesrat Rogger vor Kurzem (Abg. Bucher: Ragger!) – Ragger, ja! –: Aufgrund der budgetären Lage ist momentan Kärnten das einzige Land, das die Regresszahlungen für Altersheime wieder einführt, weil wir sie uns nicht leisten können.
Beifall bei der ÖVP
Aber Frau Abgeordnete Haubner hat heute hier gesagt – und da kann ich Ihnen nur beipflichten –, der Reformkurs der Republik ist ins Stocken geraten und auf halbem Wege stehen geblieben. In den Jahren 2000 bis 2006 unter der Regierung Schüssel wurde so viel reformiert wie nie zuvor. Und es ist dann zum Stocken gekommen, es ist stehen geblieben (Beifall bei der ÖVP), das muss man wirklich ganz klar sagen.
Beifall bei der ÖVP.
Folgendes möchte ich noch sagen zu der von unserem damaligen Kanzler Schüssel und auch von unserem Finanzminister und Vizekanzler Pröll schon öfters in Diskussion gebrachten Finanztransaktions- und Spekulationssteuer: Helfen wir zusammen, diese Steuer europaweit einzuführen! Damit würden wir das Europa-Budget auf eigenständige Füße stellen und Österreich mit zirka 2,2 Milliarden € entlasten. In Verbindung mit der Verwaltungsreform wäre das ein guter Weg, das Budget in Österreich auch nach den Jahren 2012/13 wieder in den Griff zu bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schenk bejaht.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Schenk. Ich mache aber ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ich die Rede zum Aufruf der Dringlichen Anfrage um 15 Uhr jedenfalls unterbrechen müsste. Wollen Sie beginnen? (Abg. Schenk bejaht.) – Bitte.
Beifall beim BZÖ für die das Rednerpult verlassende Abg. Schenk.
(Beifall beim BZÖ für die das Rednerpult verlassende Abg. Schenk.)
Abg. Dr. Moser: Die Ministerin ist nicht da! – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, die Innenministerin ist noch nicht da!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich erteile Frau Abgeordneter Dr. Glawischnig-Piesczek als erster Fragestellerin zur Begründung der Anfrage, die gemäß § 93 Abs. 5 der Geschäftsordnung 20 Minuten nicht überschreiten darf, das Wort. (Abg. Dr. Moser: Die Ministerin ist nicht da! – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, die Innenministerin ist noch nicht da!) – Einen Moment, bitte.
Beifall bei den Grünen.
wieder vorkommen, Frau Innenministerin, diese Verharmlosung ist wohl nicht mehr zu überbieten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt möchte ich Sie schon sehr eindringlich fragen: Wo sehen Sie hier eine „gegenseitige Provokation“? Wo ist hier das gegenseitige Hochschaukeln? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gab andere Besucher dort, die von diesem Vorfall nichts mitbekommen haben, die sehr positive Lebensgeschichten erzählen können, die sich auch in der Aufklärungsarbeit sehr engagieren, die an Jugendliche herantreten, die das selber auch als Befreiung empfinden, darüber sprechen zu können. Etwa Ladislaus Zuk, sehr schön im „Kurier“ nacherzählt, ein polnischer Jude, der mit einem Gewicht von 36 Kilogramm aus Ebensee befreit worden ist und der eine unglaublich positive Lebensgeschichte hinter sich hat, der gerade einmal sechs Worte kannte und dann eine Ebenseeerin geheiratet und dort eine zweite Heimat gefunden hat. Er spricht sich explizit für einen intensiven Dialog mit diesen Jugendlichen aus und ist davon überzeugt, dass U-Haft und Gefängnis nicht das Richtige für sie sind. Er meint, dass man um die Betroffenheit, die solche Geschichten, solche Lebensschicksale hervorrufen, nicht herumkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
So, jetzt stellen sich hier einige Fragen. Entweder war der Kollege Strache dabei, das glaube ich nicht, das glaubt wohl niemand, oder es ist ihm berichtet worden, was sich dort zugetragen hat – aber offensichtlich nicht von den Opfern, die das ganz anders beschreiben. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Oder er macht genau dasselbe: Er verharmlost so einen Vorfall, dreht die Opfer- und Täterspirale einfach um und macht die Opfer zu Provokateuren. Er spricht von Streit.
Beifall bei den Grünen.
All das schreit nach einer offiziellen Entschuldigung der offiziellen Repräsentanten des Landes Österreich. Auf das warten die Opfer bis zum heutigen Tag! Ich denke, das wäre heute eine gute Gelegenheit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Die werden täglich beobachtet! Bei jeder Veranstaltung ist der Verfassungsschutz dabei! Bei jeder!
Ich würde Sie auch bitten, den Vorwurf zu entkräften, dass das mit einem Aufruf der Zeitschrift „Zur Zeit“ zu tun hat, der Mölzer-Zeitschrift, in dem auf diesen Umstand hingewiesen und gefordert worden ist, die Regierungskollegen der ÖVP mögen doch der FPÖ hier entgegenkommen und diese Berichte nicht mehr machen, Burschenschaften nicht mehr beobachten und damit auch keine Transparenz mehr über geplante Aktivitäten gewährleisten. (Abg. Dr. Graf: Die werden täglich beobachtet! Bei jeder Veranstaltung ist der Verfassungsschutz dabei! Bei jeder!)
Abg. Dr. Graf: Die werden ja immer noch beobachtet!
Ich kann es Ihnen gerne noch einmal vor Augen führen: Bis zum Jahre 2000/01 gab es 30 Burschenschaften, die immer wieder beobachtet worden sind, ihre Einladungspolitik, welche Diskussionen stattgefunden haben. (Abg. Dr. Graf: Die werden ja immer noch beobachtet!) Seitdem gibt es dazu keine einzige Zeile mehr in einem offiziellen Bericht. Es gibt jetzt zwei Varianten, auch wieder nur logisch gedacht: Entweder sie haben ihre Aktivitäten komplett geändert, oder die Wahrnehmungen werden dem Parlament einfach nicht mehr transparent zugeleitet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Ich kann es Ihnen gerne noch einmal vor Augen führen: Bis zum Jahre 2000/01 gab es 30 Burschenschaften, die immer wieder beobachtet worden sind, ihre Einladungspolitik, welche Diskussionen stattgefunden haben. (Abg. Dr. Graf: Die werden ja immer noch beobachtet!) Seitdem gibt es dazu keine einzige Zeile mehr in einem offiziellen Bericht. Es gibt jetzt zwei Varianten, auch wieder nur logisch gedacht: Entweder sie haben ihre Aktivitäten komplett geändert, oder die Wahrnehmungen werden dem Parlament einfach nicht mehr transparent zugeleitet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.)
Beifall bei den Grünen.
Das eine ist die Frage des Verwaltungshandelns: Wird wirklich alles getan, wird wirklich beobachtet, wird aufgeklärt? Wie sieht es tatsächlich mit Präventionsprogrammen aus? Welche Angebote gibt es für Jugendliche, aus der rechtsextremen Szene auszusteigen? Wieso muss eine Gedenkstätte Mauthausen darüber klagen, dass sie zu wenige Ressourcen, zu wenige Kapazitäten hat, um Führungen anbieten zu können? Wie ist es möglich, dass eine Gedenkstätte Mauthausen beschmiert wird? Warum wird hier nicht stärker beschützt und geschützt? Wie kommt es zu so unfassbaren Aussagen wie „Was unseren Vätern der Jud’ war, ist jetzt die Moslembrut“? Das ist ein Zitat, ein schreckliches Zitat. Wie ist es möglich, dass das in Österreich immer noch passiert? Warum sorgen Sie hier nicht für mehr Sicherheit und auch für mehr Ressourcen? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Wir wollen es gar nicht lesen, so etwas Grausliches! Sie lesen das ja!
Homepage stehen, zum Beispiel: „Stänkerjude Muzicant verlangt mehr Gehirnwäsche“ ... (Abg. Dr. Graf: Wir wollen es gar nicht lesen, so etwas Grausliches! Sie lesen das ja!) Sie haben mit dieser Homepage nichts zu tun, aber was ist dann noch der Unterschied? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben es gemeinsam, Seite an Seite, bei dieser Demonstration mit diesen Menschen, die dazu aufgerufen haben, gehalten.
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Homepage stehen, zum Beispiel: „Stänkerjude Muzicant verlangt mehr Gehirnwäsche“ ... (Abg. Dr. Graf: Wir wollen es gar nicht lesen, so etwas Grausliches! Sie lesen das ja!) Sie haben mit dieser Homepage nichts zu tun, aber was ist dann noch der Unterschied? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben es gemeinsam, Seite an Seite, bei dieser Demonstration mit diesen Menschen, die dazu aufgerufen haben, gehalten.
Abg. Dr. Graf: Da wurde ich nicht missverstanden! Das habe ich gesagt und gemeint!
Und dann klagen Sie immer, Sie werden missverstanden, und sagen, Sie würden das alles nicht so meinen. Das ist alles sehr eindeutig. Sie meinen das so. (Abg. Dr. Graf: Da wurde ich nicht missverstanden! Das habe ich gesagt und gemeint!) Sie meinen, ein Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde darf so etwas nicht sagen – und Sie bezeichnen ihn als Österreich-Vernaderer. Peinlich genug, dass Sie ... (Abg. Dr. Graf: Was glauben Sie, was der schon alles über mich gesagt hat!) – Ja, die Wehleidigkeit bei Ihnen ist offenkundig! (Abg. Dr. Graf: Das ist ja harmlos, diese Kritik! Wer Politiker ist, der muss auch etwas einstecken können – und der ist Politiker!)
Abg. Dr. Graf: Was glauben Sie, was der schon alles über mich gesagt hat!
Und dann klagen Sie immer, Sie werden missverstanden, und sagen, Sie würden das alles nicht so meinen. Das ist alles sehr eindeutig. Sie meinen das so. (Abg. Dr. Graf: Da wurde ich nicht missverstanden! Das habe ich gesagt und gemeint!) Sie meinen, ein Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde darf so etwas nicht sagen – und Sie bezeichnen ihn als Österreich-Vernaderer. Peinlich genug, dass Sie ... (Abg. Dr. Graf: Was glauben Sie, was der schon alles über mich gesagt hat!) – Ja, die Wehleidigkeit bei Ihnen ist offenkundig! (Abg. Dr. Graf: Das ist ja harmlos, diese Kritik! Wer Politiker ist, der muss auch etwas einstecken können – und der ist Politiker!)
Abg. Dr. Graf: Das ist ja harmlos, diese Kritik! Wer Politiker ist, der muss auch etwas einstecken können – und der ist Politiker!
Und dann klagen Sie immer, Sie werden missverstanden, und sagen, Sie würden das alles nicht so meinen. Das ist alles sehr eindeutig. Sie meinen das so. (Abg. Dr. Graf: Da wurde ich nicht missverstanden! Das habe ich gesagt und gemeint!) Sie meinen, ein Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde darf so etwas nicht sagen – und Sie bezeichnen ihn als Österreich-Vernaderer. Peinlich genug, dass Sie ... (Abg. Dr. Graf: Was glauben Sie, was der schon alles über mich gesagt hat!) – Ja, die Wehleidigkeit bei Ihnen ist offenkundig! (Abg. Dr. Graf: Das ist ja harmlos, diese Kritik! Wer Politiker ist, der muss auch etwas einstecken können – und der ist Politiker!)
Beifall bei den Grünen.
Vor diesem Hintergrund der internationalen Beobachtung, angesichts dieser Vorfälle: Wenn Sie glauben, dass das Österreich guttut, dann haben Sie sich sehr, sehr getäuscht, dann fehlt Ihnen jegliches Bewusstsein! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Hat er den Präsidenten gemeint oder die Frau Prammer? Oder den Neugebauer? Ich stelle mich schützend vor den Präsidenten!
Der Name Graf kommt nicht vor in diesem Satz, wegen dem Sie klagen, Sie fühlen sich aber offensichtlich betroffen. (Abg. Dr. Graf: Hat er den Präsidenten gemeint oder die Frau Prammer? Oder den Neugebauer? Ich stelle mich schützend vor den Präsidenten!) Sie fühlen sich offensichtlich betroffen.
Abg. Strache: Wir wollen keinen Kopftuchzwang so wie Sie!
Sie betreiben offene Religionshetze und damit auch eine bewusste Gefährdung des sozialen und religiösen Friedens im Land. Und ich möchte Sie auch fragen, was für Sie das entscheidende Kriterium für Menschsein ist. Ist es die Religionszugehörigkeit? Wollen Sie wieder, dass man unterscheidet zwischen Juden, Moslems und Christen? Wollen Sie, dass man das vielleicht auch äußerlich kennzeichnet durch ich weiß nicht was? (Abg. Strache: Wir wollen keinen Kopftuchzwang so wie Sie!) Ist das für Sie das entscheidende Kriterium zwischen Menschen? Dann reißen Sie nämlich genau diesen Abgrund, der letztendlich zu Auschwitz geführt hat, wieder auf. Wenn für Sie die Religionszugehörigkeit die entscheidende Frage dafür ist, was den Mensch zum Menschen macht, dann reißen Sie diesen Abgrund wieder auf! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie betreiben offene Religionshetze und damit auch eine bewusste Gefährdung des sozialen und religiösen Friedens im Land. Und ich möchte Sie auch fragen, was für Sie das entscheidende Kriterium für Menschsein ist. Ist es die Religionszugehörigkeit? Wollen Sie wieder, dass man unterscheidet zwischen Juden, Moslems und Christen? Wollen Sie, dass man das vielleicht auch äußerlich kennzeichnet durch ich weiß nicht was? (Abg. Strache: Wir wollen keinen Kopftuchzwang so wie Sie!) Ist das für Sie das entscheidende Kriterium zwischen Menschen? Dann reißen Sie nämlich genau diesen Abgrund, der letztendlich zu Auschwitz geführt hat, wieder auf. Wenn für Sie die Religionszugehörigkeit die entscheidende Frage dafür ist, was den Mensch zum Menschen macht, dann reißen Sie diesen Abgrund wieder auf! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Das haben wir doch gar nie gesagt!
An die SPÖ möchte ich auch noch eine Frage stellen. Es hat sehr lange gedauert, bis wir eine sehr eindeutige Stellungnahme zu diesen Inseraten, zu diesen Plakaten vonseiten des Bundeskanzlers gehört haben. Sehr, sehr lange. Es ist ja nichts Neues, bereits im letzten Nationalratswahlkampf hatten wir diese Plakate „Daham statt Islam“. Denken Sie sich einfach eine andere Religion hinein: Daham statt Judentum! Was ist das? (Abg. Dr. Graf: Das haben wir doch gar nie gesagt!) Das ist genau dasselbe, nur mit einer anderen Religionsgemeinschaft!
Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.
Wenn Sie in dieser Form weitermachen, dann können Sie sich diese Vorwürfe nicht nur von uns in aller Intensität anhören, sondern auch international noch sehr viel stärker anhören. Und Sie werden aus der Rolle, die Sie so sehr beklagen, aus der Rolle des umstrittenen Kandidaten, des umstrittenen Präsidenten, ihr Leben lang nie wieder herauskommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schüssel.)
Beifall bei den Grünen. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Haben Sie in den letzten Jahren geschlafen? – Abg. Großruck: Wo waren Sie in den letzten Jahren? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das ist ja skandalös!
Das ist eine allgemeine politische Diskussion, Herr Kollege Schüssel, die ich für sehr notwendig erachte und zu der Sie sich vielleicht auch einmal äußern sollten. Viel zu lange haben Repräsentanten dieser Republik zu diesen Vorfällen nichts gesagt, zu diesen Inseraten und Plakaten nichts gesagt und geschwiegen! (Beifall bei den Grünen. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Haben Sie in den letzten Jahren geschlafen? – Abg. Großruck: Wo waren Sie in den letzten Jahren? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das ist ja skandalös!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Haimbuchner – auf die ÖVP-Fraktion weisend –: Das ist aber Ihr Koalitionspartner in Oberösterreich!
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten keine offizielle Protestnote der ÖVP vernommen – im Gegenteil: Das Einzige, was aufgefallen ist, ist, dass Sie mit denselben rhetorischen Tricks Wahlkampfinserate im Europa-Wahlkampf, wo Sie Asylmissbrauch mit einer Europäische Richtlinie in Zusammenhang bringen, in der es um Mindeststandards für Flüchtlinge geht, politisch rechts extrem – aus meiner Sicht – missbrauchen, genau so, wie es die FPÖ macht. Genau so! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Haimbuchner – auf die ÖVP-Fraktion weisend –: Das ist aber Ihr Koalitionspartner in Oberösterreich!)
Abg. Großruck: Der Dr. Van der Bellen schämt sich für diese Rede!
Und abschließend: Ich empfinde es so und viele empfinden es so (Abg. Großruck: Der Dr. Van der Bellen schämt sich für diese Rede!): Es ist gut, dass jetzt klare Worte gefunden werden, vom Bundespräsidenten abwärts, dass man hier auch eine klare Haltung zeigt. Klarheit und Haltung und Rückgrat in dieser Frage braucht Österreich sehr viel mehr als Verharmlosung, Spielerei und offenes Liebäugeln mit Rechtsextremismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Mit dieser Rede werden Sie nicht lange Parteichefin bleiben!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Mit dieser Rede werden Sie nicht lange Parteichefin bleiben!
Und abschließend: Ich empfinde es so und viele empfinden es so (Abg. Großruck: Der Dr. Van der Bellen schämt sich für diese Rede!): Es ist gut, dass jetzt klare Worte gefunden werden, vom Bundespräsidenten abwärts, dass man hier auch eine klare Haltung zeigt. Klarheit und Haltung und Rückgrat in dieser Frage braucht Österreich sehr viel mehr als Verharmlosung, Spielerei und offenes Liebäugeln mit Rechtsextremismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Mit dieser Rede werden Sie nicht lange Parteichefin bleiben!)
Allgemeiner Beifall.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin! Die bedauerlichen Vorfälle in Ebensee sind in keinster Weise zu tolerieren, und ich verurteile diese aufs Schärfste und habe sie immer auf Schärfste verurteilt. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich nehme diesen Vorfall zudem sehr ernst und werde daher auch verstärkt prüfen lassen, inwieweit Extremismus in Österreich zunimmt, was die Gründe dafür sind und wie wir diesen Radikalisierungen entgegentreten können. Lassen Sie mich von hier aus, von der Regierungsbank, auch eine offizielle Entschuldigung bezüglich dieser inakzeptablen Vorfälle an die Opfer richten, insbesondere jene, die direkt damit konfrontiert wurden. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Strache: Und Funktionäre der „Roten Falken“ und der „Kinderfreunde“ zum Teil!
Es ist gut, dass die Polizei im Fall Ebensee so konsequent gefahndet hat und in einer ausgezeichneten Arbeit die Täter rasch festnehmen konnte. Sie sind alle geständig. (Abg. Strache: Und Funktionäre der „Roten Falken“ und der „Kinderfreunde“ zum Teil!)
Beifall bei der ÖVP.
Und nun zu dem Vorwurf, den Sie an mich im Zusammenhang mit Ebensee richten, nämlich dem Vorwurf, ich hätte von gegenseitiger Provokation im Zusammenhang mit Ebensee gesprochen. – Diesen weise ich aufs Entschiedenste zurück! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Warum haben Sie sie nicht richtig gestellt?
Die Aussage in einer APA-Meldung vom 11. Mai ist – aus dem Zusammenhang gerissen – fatal missinterpretiert worden. (Abg. Dr. Walser: Warum haben Sie sie nicht richtig gestellt?) Ich habe niemals Opfer zu Provokateuren machen wollen. Und weil das nicht meine Gesinnung ist, stehe ich auch nicht an, mich bei den Opfern zu entschuldigen, sollten sie das so verstanden haben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Die Aussage in einer APA-Meldung vom 11. Mai ist – aus dem Zusammenhang gerissen – fatal missinterpretiert worden. (Abg. Dr. Walser: Warum haben Sie sie nicht richtig gestellt?) Ich habe niemals Opfer zu Provokateuren machen wollen. Und weil das nicht meine Gesinnung ist, stehe ich auch nicht an, mich bei den Opfern zu entschuldigen, sollten sie das so verstanden haben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Sehr widersprüchliche Auskunft hat er gegeben, der Herr Lißl! Drei Mal hat er sich widersprochen!
Anschließend an diese Ebensee-Fragen wurde der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Lißl befragt. Er gab im Hinblick auf die Situation, wie sich der Sachverhalt dort dargestellt hat, Auskunft (Abg. Strache: Sehr widersprüchliche Auskunft hat er gegeben, der Herr Lißl! Drei Mal hat er sich widersprochen!) und auch im Hinblick darauf, dass wir bei Gedenkstätten keinen verstärkten Polizeiauftritt haben – nicht in Uniform; wenn, dann in Zivil; das in Abstimmung mit den Opferverbänden.
Rufe bei der FPÖ: Öh? Öh? Öha!
Anschließend, meine sehr verehrten Damen und Herren, bin ich noch einmal zur generellen Situation in Oberösterreich befragt worden, insbesondere im Zusammenhang auch mit den Vorfällen des 1. Mai, wo es ja eine Fülle von verletzten Polizisten gegeben hat, weil eine linke Randgruppe extremistische Ausschreitungen gepflogen hat. (Rufe bei der FPÖ: Öh? Öh? Öha!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Mag. Lunacek.
„Fekter analysierte die grundsätzliche Situation:“ – In Oberösterreich, im Hinblick auf den Extremismus allgemein und unter dem Gesichtspunkt, dass wir verschiedenste Vorkommnisse in Oberösterreich hatten! (Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Mag. Lunacek.) Und meine Aussage – ich zitiere weiter –:
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
(Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren: Ich lasse den Vorwurf nicht auf mir sitzen, dass ich Opfer zu Provokateuren mache! Und ich habe auch kein Verständnis dafür, wenn von Frau Glawischnig – wissend, dass ich das auch ganz klargestellt habe in einer APA-Aussendung am 15. Mai, wo ich auch mein Bedauern gegenüber den Opfern ausgedrückt habe –, vom politischen Gegner dann trotzdem diese Missinterpretation genüsslich zelebriert wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vilimsky.)
Abg. Dr. Graf: Die Grünen aber nicht! Die tun alle das Gegenteil!
Ich sage klar, dass ich Extremismus grundsätzlich verurteile und dass wir alles tun, um diesen in Österreich einzudämmen. (Abg. Dr. Graf: Die Grünen aber nicht! Die tun alle das Gegenteil!)
Ruf bei der FPÖ: So ist es!
Die Sicherheitsbehörden sind sich dieser Aufgabe bewusst, und im Wege des jährlichen Verfassungsschutzberichtes, Frau Kollegin Glawischnig – und nicht erst jetzt, sondern alle Jahre hindurch und immer wieder (Ruf bei der FPÖ: So ist es!) und immer mit einem sehr klaren Statement im Verfassungsschutzbericht –, kooperieren die Sicherheitsbehörden in unterschiedlichster Form mit Institutionen außerhalb des Sicherheitsbereiches, auch um das Bewusstsein der Bevölkerung im Hinblick auf extremistische Gefahren zu erhöhen. Dies hat sich in den letzten Jahren bereits durch eine erhöhte Sensibilität der Öffentlichkeit und dadurch auch eine entsprechende Anzeigebereitschaft niedergeschlagen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und BZÖ.
Das Innenministerium ist stets darum bemüht, auch in Abstimmung mit dem Unterrichtsministerium, Lehrerinnen und Lehrern einen Besuch der Gedenkstätte auch im Herbst und im Winter vorzuschlagen, um die Gruppenführungen auf das Jahr zu verteilen und somit eine qualitative Betreuung gewährleisten zu können. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Großruck: Wir brauchen keine Debatte mehr!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gehen in die Debatte ein. (Abg. Großruck: Wir brauchen keine Debatte mehr!)
Abg. Großruck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Lunacek –: Entschuldigen Sie sich gleich für diese Entgleisung bei der Frau Minister! Sie müssen sich jetzt entschuldigen für die Anfrage! – Abg. Mag. Kogler – in Richtung des Abg. Großruck –: So ein Unsinn!
Als Erste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Lunacek. 7 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Großruck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Lunacek –: Entschuldigen Sie sich gleich für diese Entgleisung bei der Frau Minister! Sie müssen sich jetzt entschuldigen für die Anfrage! – Abg. Mag. Kogler – in Richtung des Abg. Großruck –: So ein Unsinn!)
Abg. Amon: Ganz sicher nicht!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerinnen! Meine Damen und Herren! Es braucht offensichtlich eine Dringliche Anfrage der Grünen hier im Nationalrat (Abg. Amon: Ganz sicher nicht!), damit sich ein Regierungsmitglied erstmals offiziell für die Republik bei den Opfern von Ebensee ent-
Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe mich schon ...! – Abg. Hornek: Das ist ja unglaublich! Schlafen Sie?
schuldigt. (Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe mich schon ...! – Abg. Hornek: Das ist ja unglaublich! Schlafen Sie?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Ministerin, es hat zehn Tage gedauert. Jetzt gibt es erstmals eine offizielle Entschuldigung. Sie haben gesagt, Sie haben es „bedauert“. Das ist etwas anderes, als sich dezidiert zu entschuldigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Von Ihnen konstruiert!
Sie haben jetzt hier dargelegt und versucht, zu erklären, woher das angebliche Missverständnis kam (Abg. Kopf: Von Ihnen konstruiert!), dass Sie ja gesagt hätten, dass Sie im Zusammenhang mit den Vorfällen von Ebensee von „gegenseitigen Provokationen“ gesprochen hätten. (Abg. Kößl: Entschuldigen Sie sich!) Sie haben das jetzt erklärt und haben aus der APA vorgelesen, dass Sie diesbezüglich allgemein zum Thema Extremismus in Oberösterreich gesprochen hätten (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!) und dort gesagt haben, dass da „gegenseitige Provokationen“ auf dem Vormarsch sind. (Abg. Amon: Das steht auch in der APA!)
Abg. Kößl: Entschuldigen Sie sich!
Sie haben jetzt hier dargelegt und versucht, zu erklären, woher das angebliche Missverständnis kam (Abg. Kopf: Von Ihnen konstruiert!), dass Sie ja gesagt hätten, dass Sie im Zusammenhang mit den Vorfällen von Ebensee von „gegenseitigen Provokationen“ gesprochen hätten. (Abg. Kößl: Entschuldigen Sie sich!) Sie haben das jetzt erklärt und haben aus der APA vorgelesen, dass Sie diesbezüglich allgemein zum Thema Extremismus in Oberösterreich gesprochen hätten (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!) und dort gesagt haben, dass da „gegenseitige Provokationen“ auf dem Vormarsch sind. (Abg. Amon: Das steht auch in der APA!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!
Sie haben jetzt hier dargelegt und versucht, zu erklären, woher das angebliche Missverständnis kam (Abg. Kopf: Von Ihnen konstruiert!), dass Sie ja gesagt hätten, dass Sie im Zusammenhang mit den Vorfällen von Ebensee von „gegenseitigen Provokationen“ gesprochen hätten. (Abg. Kößl: Entschuldigen Sie sich!) Sie haben das jetzt erklärt und haben aus der APA vorgelesen, dass Sie diesbezüglich allgemein zum Thema Extremismus in Oberösterreich gesprochen hätten (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!) und dort gesagt haben, dass da „gegenseitige Provokationen“ auf dem Vormarsch sind. (Abg. Amon: Das steht auch in der APA!)
Abg. Amon: Das steht auch in der APA!
Sie haben jetzt hier dargelegt und versucht, zu erklären, woher das angebliche Missverständnis kam (Abg. Kopf: Von Ihnen konstruiert!), dass Sie ja gesagt hätten, dass Sie im Zusammenhang mit den Vorfällen von Ebensee von „gegenseitigen Provokationen“ gesprochen hätten. (Abg. Kößl: Entschuldigen Sie sich!) Sie haben das jetzt erklärt und haben aus der APA vorgelesen, dass Sie diesbezüglich allgemein zum Thema Extremismus in Oberösterreich gesprochen hätten (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!) und dort gesagt haben, dass da „gegenseitige Provokationen“ auf dem Vormarsch sind. (Abg. Amon: Das steht auch in der APA!)
Abg. Amon: Geh bitte! – Abg. Dr. Schüssel: Das ist ja lächerlich!
Frau Ministerin! Ebensee liegt auch in Oberösterreich und wenn Sie aus diesem Anlass, weil das gerade geschehen ist, erwähnen (Abg. Amon: Geh bitte! – Abg. Dr. Schüssel: Das ist ja lächerlich!), dass Sie zum Thema Extremismus in Oberösterreich reden und dann sagen, da gibt es „gegenseitige Provokationen“, na dann müssen Sie wohl auch verstehen, dass es hier zu diesem angeblichen Missverständnis kommen kann. (Abg. Kößl: Das muss man nicht verstehen! – Abg. Kopf: Schämen Sie sich nicht für das? – Abg. Dr. Schüssel: Unglaublich!)
Abg. Kößl: Das muss man nicht verstehen! – Abg. Kopf: Schämen Sie sich nicht für das? – Abg. Dr. Schüssel: Unglaublich!
Frau Ministerin! Ebensee liegt auch in Oberösterreich und wenn Sie aus diesem Anlass, weil das gerade geschehen ist, erwähnen (Abg. Amon: Geh bitte! – Abg. Dr. Schüssel: Das ist ja lächerlich!), dass Sie zum Thema Extremismus in Oberösterreich reden und dann sagen, da gibt es „gegenseitige Provokationen“, na dann müssen Sie wohl auch verstehen, dass es hier zu diesem angeblichen Missverständnis kommen kann. (Abg. Kößl: Das muss man nicht verstehen! – Abg. Kopf: Schämen Sie sich nicht für das? – Abg. Dr. Schüssel: Unglaublich!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Der hat ja auch die APA gelesen! – Abg. Kopf: Sie werden noch mal ...!
Es sind nicht nur die Grünen, die das so verstanden haben. Da gibt es auch den ehemaligen Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Herrn Krejci – sicherlich kein Grüner –, der das genauso verstanden hat. (Bundesministerin Dr. Fekter: Der hat ja auch die APA gelesen! – Abg. Kopf: Sie werden noch mal ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Sie wollen ins Europaparlament? – Abg. Amon: Sie konstruieren ein Missverständnis!
Frau Ministerin, als Innenministerin müssen Sie sehr wohl genau wissen, was Sie sagen und Ihre Meinung genau klarlegen und nicht Dinge offenlassen, die dann auch zu Missverständnissen führen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Sie wollen ins Europaparlament? – Abg. Amon: Sie konstruieren ein Missverständnis!)
Abg. Amon: Sie sagen hier glatt wissentlich die Unwahrheit! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber noch einmal gesagt: Ich bin froh darüber, dass es diese Entschuldigung jetzt endlich gegeben hat. (Abg. Amon: Sie sagen hier glatt wissentlich die Unwahrheit! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Das ist Ihr Problem!
Frau Ministerin, Sie haben in der Beantwortung der Fragen jetzt einiges geklärt, gerade zu dem Bereich, was in Mauthausen und in den anderen Lagern geschehen soll. Aber einige Punkte sind mir doch nicht wirklich klar geworden, die Sie hier angeführt haben, nämlich, warum Sie so argumentieren. (Abg. Amon: Das ist Ihr Problem!) Sie haben jetzt gesagt, es war Ihnen bisher unbekannt, dass es in Andreas Mölzers Zeitschrift „Zur Zeit“ geheißen hat, dass ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Das lese ich nicht!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das lese ich nicht!
Frau Ministerin, Sie haben in der Beantwortung der Fragen jetzt einiges geklärt, gerade zu dem Bereich, was in Mauthausen und in den anderen Lagern geschehen soll. Aber einige Punkte sind mir doch nicht wirklich klar geworden, die Sie hier angeführt haben, nämlich, warum Sie so argumentieren. (Abg. Amon: Das ist Ihr Problem!) Sie haben jetzt gesagt, es war Ihnen bisher unbekannt, dass es in Andreas Mölzers Zeitschrift „Zur Zeit“ geheißen hat, dass ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Das lese ich nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Warum ist das Innenministerium bezüglich dieser antisemitischen Äußerungen bisher nicht aktiv geworden? Sie haben gesagt, Sie wussten es bisher nicht. – Also da kann ich nur ein Versagen Ihres eigenen Apparats konstatieren, wenn so etwas nicht auffällt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kößl: Verfassungsschutzbericht!
Das Nächste. Sie haben erwähnt, dass Sie keine Namensnennung zu den Burschenschaften in den Berichten des Innenministeriums seit 2001 machen wollen, denn da gehe es um den Datenschutz. Frau Ministerin! Ich meine, bis 2001 gab es diese Berichte, in denen dezidiert die Burschenschaften auch genannt wurden. (Abg. Kößl: Verfassungsschutzbericht!)
Abg. Amon: Schämen Sie sich für diese Darstellung!
Wer war 2001 Innenminister? – Ihr Vorvorgänger Herr Strasser, jetziger Spitzenkandidat der ÖVP für die Europawahl. Der hat das damals eingeführt. Das Argument des Datenschutzes ist hier wohl alles andere als wirklich tragfähig, denn: Warum gab es das dann vorher? Jetzt auf einmal gibt es das nicht mehr. Damals, wenn ich daran erinnern darf, war die Freiheitliche Partei Teil der Regierung. Das war der Hintergrund und nicht der Datenschutz, Frau Ministerin! Beziehen Sie sich nicht auf etwas, was einfach nicht stimmt! Ich fordere Sie auf, in diesen Berichten tatsächlich jetzt wieder diese Namensnennung durchzuführen. (Abg. Amon: Schämen Sie sich für diese Darstellung!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich fordere Sie hier auf, wirklich einen bedingungslosen Kampf gegen den Rechtsextremismus zuführen und nicht zu sagen, ich kommentiere den Fall weiter nicht. Das ist eine Dringliche Anfrage hier im Nationalrat und ich fordere Sie auf, diese Dinge auch noch zu beantworten! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Das ist ja unglaublich! Nehmen Sie das zurück!
Noch etwas, Frau Ministerin: Sie, die ÖVP als solche, agieren in einer Form der Doppelbödigkeit. (Abg. Amon: Das ist ja unglaublich! Nehmen Sie das zurück!) – Hören Sie mir einmal zu! Sie können das ja nicht gleich sagen. Sie wissen ja noch gar nicht, wovon ich spreche. (Abg. Kößl: Das ist eine Schande, dass Sie uns im EU-Parlament vertreten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Herr Kollege, lassen Sie mich ausreden! Ich werde Ihnen das gleich erklären.
Abg. Kößl: Das ist eine Schande, dass Sie uns im EU-Parlament vertreten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Noch etwas, Frau Ministerin: Sie, die ÖVP als solche, agieren in einer Form der Doppelbödigkeit. (Abg. Amon: Das ist ja unglaublich! Nehmen Sie das zurück!) – Hören Sie mir einmal zu! Sie können das ja nicht gleich sagen. Sie wissen ja noch gar nicht, wovon ich spreche. (Abg. Kößl: Das ist eine Schande, dass Sie uns im EU-Parlament vertreten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Herr Kollege, lassen Sie mich ausreden! Ich werde Ihnen das gleich erklären.
Rufe bei der FPÖ: Was? – Nein! – Abg. Kopf: Darf man das Wort nicht verwenden?
Frau Ministerin Fekter hat hier klar und deutlich gesagt, dass sie alles tut, um gegen Rechtsextremismus vorzugehen und hier auch ganz klar Position zu beziehen. Aber wissen Sie, was sowohl die Ministerin als auch die ÖVP-Fraktion im Europaparlament gemacht hat und jetzt noch tut? – Sie schaltet Anzeigen, die im Stil, im Design und in der Sprache genau so sind wie jene der Freiheitlichen, in denen von Asylmissbrauch die Rede ist. (Rufe bei der FPÖ: Was? – Nein! – Abg. Kopf: Darf man das Wort nicht verwenden?)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Kennen Sie die nicht? Das sind Ihre Anzeigen – von der ÖVP. Klar, geschlossen gegen Asylmissbrauch! Alle anderen sind für die Asylrichtlinie. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das sind die Kollegen der ÖVP im Europaparlament! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Die anderen in der Europäischen Volkspartei haben für diese Asylrichtlinie gestimmt, genauso wie die Grünen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind die Kollegen der ÖVP im Europaparlament! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Die anderen in der Europäischen Volkspartei haben für diese Asylrichtlinie gestimmt, genauso wie die Grünen. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Nur die ÖVP-Abgeordneten finden, sie sind besser beim Front National und beim rechtsextremen Vlaams Belang aufgehoben. Das ist der Punkt! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Das stimmt. (Abg. Amon: Nehmen Sie das zurück! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Amon: Nehmen Sie das zurück! Das ist ja unglaublich!
Nur die ÖVP-Abgeordneten finden, sie sind besser beim Front National und beim rechtsextremen Vlaams Belang aufgehoben. Das ist der Punkt! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Das stimmt. (Abg. Amon: Nehmen Sie das zurück! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Hornek: Sie sind doppelbödig!
Was ist unglaublich? – Das sind die Abstimmungsergebnisse Ihrer ÖVP-Abgeordneten im Europaparlament. Das ist Vorschub für rechtsextremes Verhalten. Sie stimmen mit denselben Leuten mit ab, die Sie hier angeblich verurteilen. Das nenne ich Doppelbödigkeit, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Abg. Hornek: Sie sind doppelbödig!)
Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel: Was heißt „brauner Faden“? Nehmen Sie das zurück!
Das ist die Fortsetzung des „braunen Fadens“, der mit der Wahl des Dritten Präsidenten Graf durch ÖVP- und SPÖ-Abgeordnete im Oktober letzten Jahres begonnen hat und der sich leider bis heute durchzieht. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel: Was heißt „brauner Faden“? Nehmen Sie das zurück!) Frau Ministerin! Ich fordere Sie auf, endlich ein Ende zu setzen und fordere auch die ÖVP auf, klarzumachen, dass dieser „braune Faden“ durchgeschnitten gehört. Diese Zunahme von rechtsextremistischer Agitation in Österreich muss ein Ende haben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist die Fortsetzung des „braunen Fadens“, der mit der Wahl des Dritten Präsidenten Graf durch ÖVP- und SPÖ-Abgeordnete im Oktober letzten Jahres begonnen hat und der sich leider bis heute durchzieht. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel: Was heißt „brauner Faden“? Nehmen Sie das zurück!) Frau Ministerin! Ich fordere Sie auf, endlich ein Ende zu setzen und fordere auch die ÖVP auf, klarzumachen, dass dieser „braune Faden“ durchgeschnitten gehört. Diese Zunahme von rechtsextremistischer Agitation in Österreich muss ein Ende haben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: Das ist ein „blauer Faden“! – Abg. Großruck – in Richtung der Grünen –: Letztklassig! – Abg. Amon: Eine Zumutung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Pendl. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Stefan: Das ist ein „blauer Faden“! – Abg. Großruck – in Richtung der Grünen –: Letztklassig! – Abg. Amon: Eine Zumutung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, meine geschätzten Damen und Herren, wir sollten diese sehr wichtige Diskussion auch im Respekt vor den Opfern führen, sie so führen, wie es sich aus den Erfahrungen der Geschichte ziemt, wie wir Lehren zu ziehen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Zufall!
waren es 752. Das ist ein Plus von 79,5 Prozent, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Zufall!) Und 2008 gab es eine weitere Steigerung, nämlich auf 831, und das ist im Vergleich zu 2006 eine Verdoppelung. Hinter einem nicht unwesentlichen Anteil dieser Zahlen stehen Verstöße gegen das Verbotsgesetz. Also, meine geschätzten Damen und Herren, diese Diskussion ist von uns gemeinsam sachlich und mit dem notwendigen Respekt, aber auch mit den notwendigen Konsequenzen zu führen. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
waren es 752. Das ist ein Plus von 79,5 Prozent, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Zufall!) Und 2008 gab es eine weitere Steigerung, nämlich auf 831, und das ist im Vergleich zu 2006 eine Verdoppelung. Hinter einem nicht unwesentlichen Anteil dieser Zahlen stehen Verstöße gegen das Verbotsgesetz. Also, meine geschätzten Damen und Herren, diese Diskussion ist von uns gemeinsam sachlich und mit dem notwendigen Respekt, aber auch mit den notwendigen Konsequenzen zu führen. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich lade Sie alle ein, meine geschätzten Damen und Herren, im Interesse unserer Heimat, auch im Interesse dessen, was wir den Opfern, unserem Staat und den Österreicherinnen und Österreichern schuldig sind, gemeinsam an diese so wichtige Arbeit zu gehen. Ich glaube, das ist notwendig. Polemisieren wir nicht in diesem Bereich; er ist viel zu ernst! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
oder zum Nichterkennen der Dimension des Geschehenen gekommen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Diskussionsbeiträge haben uns gezeigt, dass dies unrichtig und unzutreffend ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, Selbstgerechtigkeit oder Selbstgefälligkeit haben in diesem Zusammenhang gar nichts verloren. Das bringt uns nicht weiter. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lunacek: Wer hat Graf gewählt?
Frau Abgeordnete Lunacek, ich fordere Sie namens der Österreichischen Volkspartei auf, Ihre Bemerkung über den „braunen Faden“ schlicht und einfach zurückzunehmen, und zwar rasch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lunacek: Wer hat Graf gewählt?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen hier keine billige Wahlkampfmunition. Das wird unserer Aufgabe nicht gerecht. Frau Abgeordnete Glawischnig, wir brauchen auch keine offiziellen Protestnoten der Österreichischen Volkspartei. Das ist lächerlich! So kommen wir nicht weiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Lunacek: Warum haben Sie Graf gewählt?
Meine Damen und Herren, wer andere verfolgt oder diskriminiert, ist auch ein Feind seines eigenen Landes. Wir wollen in Österreich, in Europa, in der Welt zusammenleben, und zwar auf der Grundlage gegenseitiger Anerkennung, gegenseitigen Respekts. Das ist es, was wir wollen in diesem Land, was auch die ganz große Mehrheit der jungen Menschen will. (Abg. Mag. Lunacek: Warum haben Sie Graf gewählt?)
Abg. Dr. Walser: Darum verschließen wir die Augen, oder wie?!
Ich halte nichts von Wettkämpfen der Schuldzuweisungen und schon gar nichts, wie ich schon gesagt habe, von billiger Wahlkampfmunition. (Abg. Dr. Walser: Darum verschließen wir die Augen, oder wie?!) Werfen wir einen Blick auf die Jugend! Werfen wir wirklich einen Blick auf ihre Bedürfnisse!
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir uns zum Beispiel eine neue Umfrage an, die das Institut SORA gemacht hat und aus der ganz klar hervorgeht, dass sich von den österreichischen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren nur 3 Prozent als eindeutig rechts bezeichnen würden! Mehr als die Hälfte stuft sich nach Eigendarstellung als in der Mitte stehend ein. Das, meine Damen und Herren, ist eine Chance, und an dieser Chance gilt es mit Realismus, mit Ernsthaftigkeit zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Der Hinweis des Mauthausen-Komitees auf außergerichtlichen Tatausgleich statt Gefängnis, etwa im Falle einer Verurteilung, ist ein solcher Weg, den wir gehen sollten oder den wir zumindest überlegen sollten, denn es gilt, die Köpfe der jungen Menschen zu öffnen, aber nicht nur ihre Köpfe, sondern auch ihre Augen und ihre Herzen (Beifall bei der ÖVP), und zwar im Sinne selbstbestimmten und selbstbewussten Lernens, denn Einsicht, meine Damen und Herren, lässt sich nicht erzwingen.
Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke, meine Damen und Herren! (Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Liebe Frau Glawischnig, machen Sie sich keine Sorgen! Die Antwort auf Ihre Fragen bekommen sie regelmäßig bei Wahlen. – Zitatende. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Zur Aussage von Frau Kollegin Lunacek, die ja selbst im Jahr 2002 unter dem Verdacht stand, antisemitisch gewesen zu sein, gemeinsam mit der Frau Abgeordneten Jerusalem aus Wien, da es Briefe an die Kultusgemeinde gegeben hat, in denen der Kultusgemeinde vorgeworfen wurde, selbst Antisemitismus zu schüren, sei gesagt: Arbeiten Sie einmal Ihre relativ kurze Parteigeschichte auf, dann werden Sie draufkommen, dass man bei Ihnen – nicht bei uns! – auf einem Auge blind ist! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir haben jedenfalls aus der Geschichte und aus der Vergangenheit gelernt und können die Realität mit beiden Augen erkennen – nicht jedoch Sie! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur Aussage von Frau Kollegin Lunacek, die ja selbst im Jahr 2002 unter dem Verdacht stand, antisemitisch gewesen zu sein, gemeinsam mit der Frau Abgeordneten Jerusalem aus Wien, da es Briefe an die Kultusgemeinde gegeben hat, in denen der Kultusgemeinde vorgeworfen wurde, selbst Antisemitismus zu schüren, sei gesagt: Arbeiten Sie einmal Ihre relativ kurze Parteigeschichte auf, dann werden Sie draufkommen, dass man bei Ihnen – nicht bei uns! – auf einem Auge blind ist! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir haben jedenfalls aus der Geschichte und aus der Vergangenheit gelernt und können die Realität mit beiden Augen erkennen – nicht jedoch Sie! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Reden Sie nicht solch einen Unsinn!
Zu dem, was die Frau Kollegin Lunacek in Richtung der ÖVP mit dem „braunen Faden“ gesagt hat: Nun ja, es ist ja nichts Neues, dass Sie sich erregen. Können Sie sich noch an die Donnerstagsdemonstrationen erinnern, wo die jungen Grünen den Slogan „Schüssel und Haider an die Wand!“, produziert haben? (Abg. Dr. Walser: Reden Sie nicht solch einen Unsinn!) Also da kann man schon sagen: Mit dem toleranten Gefühl aus Ihrem Lager ist es nicht weit her!
Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.
An sich müssten wir uns bei dieser Debatte als FPÖ gar nicht zu Wort melden, denn dass Rechtsextremismus und Nazismus bekämpft gehören, ist doch wohl klar, weil das mit Gewalt einhergeht. Der Extremismus hat ja mit Gewalt zu tun. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie von den Grünen tun jedoch Folgendes: Sie verquicken immer die Diskussion um Neonazismus und Rechtsextremismus mit der FPÖ und mit den Burschenschaften! Sie müssen dieses Thema anscheinend deshalb anschneiden, weil Sie sonst keine Themen mehr haben. Sie haben ja keine Sachthemen mehr! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Oder was die Temelín-Politik betrifft: Werner Neubauer im Alleingang ist besser als Ihre ganze 20-köpfige Fraktion! Daher machen Sie halt dieses Theater im Hohen Haus – und nicht zum ersten Mal, weil jetzt gerade die Vorkommnisse in Ebensee angestanden sind. Es vergeht ja kaum eine Sitzung, inklusive der konstituierenden Sitzung, ohne solche Diskussionen, sodass man wirklich glauben könnte, in Österreich sei nach wie vor die Herrschaft der NSDAP aufrecht. Schämen Sie sich für solche Agitationen hier im Hohen Haus! (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Als Assistenten für solche Sachen haben Sie dann natürlich als Verbündeten das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes – eine kommunistische Tarnaktion, eine mediale Stalin-Orgel, eine Privat-Stasi, die pseudowissenschaftlich organisiert ist und arbeitet. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Man hört’s!
Sie von den Grünen greifen auch pauschal die Burschenschaften in Österreich an. Es wird sich ja bei Ihnen bereits herumgesprochen haben: Ich bin Burschenschafter, und das ist gut so. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Man hört’s!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Außer Scherzen fällt Ihnen nichts ein!
Das ist die Lächerlichkeit, mit der Sie in Wirklichkeit mit diesen ernsten Themen umgehen, nur um billigste Parteipolitik zu betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Außer Scherzen fällt Ihnen nichts ein!)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Andreas Mölzer und auch der Zweitgereihte auf der Liste sind beide Corpsstudenten. Und das ist die Liste (ein Schriftstück in die Höhe haltend) all derjenigen Corpsstudenten, die Widerstandskämpfer gegen Hitler waren. Andreas Mölzer ist also in bester Gesellschaft! (Beifall bei der FPÖ.)
lebhafter Beifall beim BZÖ
Der Grund dafür hat immer auch mit der Verrohung der Sprache zu tun. Ich denke da etwa an den Slogan „Abendland in Christenhand“, den Sie ja auch sehr stark kritisieren. Aber wenn wir diese Verrohung der Sprache verurteilen, dann müssen wir auch verurteilen, wenn Abgeordnete dieses Hauses hier am Rednerpult die Verrohung der Sprache selbst leben, wie etwa der Kollege Faul (lebhafter Beifall beim BZÖ), der sich gestern – er ist Schuldirektor – hier hergestellt hat und eine derart verrohte, brutale Sprache an den Tag gelegt hat, dass es draußen den Menschen die Grausbirnen aufsteigen lässt.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun zum Antragstext der Grünen: Es fällt da wieder einmal ein Spiel von Ihnen auf. Sie haben ein bisserl das „Swoboda-Syndrom“, wie ich es nenne – Swoboda-Syndrom deswegen, weil der Herr Swoboda im Jahre 2000, soweit ich mich erinnern kann, einer der vordersten Kämpfer dafür war, dass von der EU Sanktionen gegen Österreich eingeleitet wurden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das heißt, Swoboda hat sich auf Brüsseler Ebene gegen Österreich gestellt.
Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.
Wenn Frau Glawischnig hier sagt, die FPÖ spiele mit Antisemitismus – und Sie verurteilen das ja –, dann antworte ich Ihnen ganz ehrlich: Sie machen das im Umkehrschluss auch! Sie spielen auch mit Antisemitismus, Sie spielen auch mit Rechtsextremismus – nur von der anderen Seite! Und die SPÖ macht das Gleiche. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.)
Abg. Grosz: Wer sagte das?
Ich habe gestern einer ranghohen Vertreterin der SPÖ die Frage gestellt: Warum diese heftigen Attacken gegen die FPÖ? Antwort dieser Abgeordneten, einer ranghohen Führungskraft der SPÖ: Weil es uns bei der EU-Wahl hilft und unsere Wähler mobilisiert! (Abg. Grosz: Wer sagte das?) Gegenfrage von mir: Aber hilft das nicht auch der FPÖ? Antwort: Ja, aber das nehmen wir sehr gerne in Kauf, denn unsere Umfragen sagen, uns hilft es noch mehr! (Abg. Grosz: Aha!)
Abg. Grosz: Aha!
Ich habe gestern einer ranghohen Vertreterin der SPÖ die Frage gestellt: Warum diese heftigen Attacken gegen die FPÖ? Antwort dieser Abgeordneten, einer ranghohen Führungskraft der SPÖ: Weil es uns bei der EU-Wahl hilft und unsere Wähler mobilisiert! (Abg. Grosz: Wer sagte das?) Gegenfrage von mir: Aber hilft das nicht auch der FPÖ? Antwort: Ja, aber das nehmen wir sehr gerne in Kauf, denn unsere Umfragen sagen, uns hilft es noch mehr! (Abg. Grosz: Aha!)
Beifall beim BZÖ.
Das ist die Wahrheit! Ihr Wahlkampf mit Ihrem Spitzenkandidaten Swoboda kommt nicht in Schwung, und daher versuchen Sie, Ängste zu schüren, Polarisierung Richtung FPÖ zu betreiben, damit Sie selbst Ihren EU-Wahlkampf in Schwung bringen. Das ist das Spiel mit Rechtsextremismus, mit Antisemitismus, das die FPÖ von der einen Seite und Sie von der anderen Seite betreiben, und das ist etwas, das es zu verurteilen gilt. Das müssen die Menschen draußen einmal wissen! (Beifall beim BZÖ.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Nichts anderes ist auch diese Dringliche Anfrage der Grünen. Sie von den Grünen versuchen von der anderen Seite, Emotionen, Ängste und Aggressionen zu schüren. Ich sage Ihnen: Ob es von der einen Seite oder von der anderen Seite ist, beides ist gefährlich, beides ist zu verurteilen – und beides macht das BZÖ nicht! Das BZÖ ist die einzige Partei (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), die sich klar gegen das Spiel mit Antisemitismus – von der einen oder von der anderen Seite – ausspricht und das auch lebt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nichts anderes ist auch diese Dringliche Anfrage der Grünen. Sie von den Grünen versuchen von der anderen Seite, Emotionen, Ängste und Aggressionen zu schüren. Ich sage Ihnen: Ob es von der einen Seite oder von der anderen Seite ist, beides ist gefährlich, beides ist zu verurteilen – und beides macht das BZÖ nicht! Das BZÖ ist die einzige Partei (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), die sich klar gegen das Spiel mit Antisemitismus – von der einen oder von der anderen Seite – ausspricht und das auch lebt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ – ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Sie (in Richtung FPÖ) spielen mit Antisemitismus, Sie auch, Sie auch, Sie auch (zur SPÖ, zu den Grünen und zur ÖVP gewandt) – wir machen das nicht (Beifall beim BZÖ – ironische Heiterkeit bei der FPÖ), sondern wir sagen als konkrete Antwort: Führen wir die Grenzkontrollen Richtung Süden und Richtung Osten wieder ein und sorgen wir damit wieder für mehr Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher!
Beifall beim BZÖ.
Das liegt in Ihrer Verantwortung, Frau Minister Fekter! Sie sind dafür verantwortlich, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche um 40 Prozent und mehr in Wien und in allen anderen Bundesländern zugenommen hat. Da sind Sie gefordert, für Ordnung zu sorgen und die Grenzkontrollen wieder einzuführen. Ich weiß gar nicht, warum Sie sich gegen diesen Vorschlag so wehren. Aber ich kenne das von der ÖVP: Nach einem halben Jahr oder einem Jahr kopieren Sie die Forderung und verkaufen sie dann als eigene. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Es wird ganz sicher auch dieses Mal wieder so sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ÖVP ist überhaupt ganz still, weil sie nicht sehr gerne hört, dass zwar ihre Abgeordneten gegen die Asylrichtlinie gestimmt haben, aber die EVP, die Europäische Volkspartei, mehrheitlich dafür war. Und Sie sagen auch nicht dazu, dass der Herr Karas stellvertretender Fraktionschef der EVP ist und damit diese Linie offenbar in Brüssel mitgetragen hat, also mit verantwortlich dafür ist, dass wir diese Asylrichtlinie jetzt haben. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Rudas, die in der ersten Reihe mit Abg. Dr. Cap spricht, macht sich mit einem Handzeichen bemerkbar.
Abschließend – weil Sie mich vorhin gefragt haben, wer die Abgeordnete war, mit der ich gesprochen habe – sage ich Ihnen offen: Das war die Abgeordnete Laura Rudas, die schnell den Saal verlassen hat, als ich das erzählt habe. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Rudas, die in der ersten Reihe mit Abg. Dr. Cap spricht, macht sich mit einem Handzeichen bemerkbar.)
Abg. Kopf: Was? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Niemand führt einen „braunen Faden“, Frau Kollegin Plassnik, in die ÖVP. Wir weisen nur darauf hin! Es wäre absurd, Ihnen irgendeine faschistische Gesinnung zu unterstellen. Wir weisen aber darauf hin, dass Sie das Aufkommen des Rechtsextremismus seit 2000 systematisch gefordert haben. (Abg. Kopf: Was? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Das ist das große Problem und das ist der Grund, warum wir diese Dringliche Anfrage heute gestellt haben. – Dass dem BZÖ dazu nichts einfällt, Herr Petzner, ist schade. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Lassen Sie mich einige Beispiele für diese Behauptung bringen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Ich darf Sie daran erinnern und möchte ein paar Zitate vorlesen, die in der letzten Zeit in Richtung FPÖ gefallen sind.
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Ein Klassiker: „Am Rande des Nazismus“. – Das war Ernst Strasser, das war ein Mann von Ihnen, der die FPÖ in dieser Weise beurteilt hat. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wahlparolen?!
Strache sei ein „Hassprediger“, Strache sei eine „Schande“, die FPÖ veröffentliche hetzerische Wahlparolen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wahlparolen?!) – Es war Bundeskanzler Faymann, der das gesagt hat.
Zwischenruf des Abg. Jury.
Also, bitte, ich wiederhole das ja nur! Das ist der Rechtsextremismus, den wir hier haben und den Sie durch die Koalition im Jahr 2000 salonfähig gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Das muss deutlich ausgesprochen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also, bitte, ich wiederhole das ja nur! Das ist der Rechtsextremismus, den wir hier haben und den Sie durch die Koalition im Jahr 2000 salonfähig gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Das muss deutlich ausgesprochen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Zwei Grünen-Ordnungsrufe! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Es ist überhaupt – aber das betrifft jetzt nicht nur Sie, sondern das betrifft auch die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ – darauf hinzuweisen, dass wir in diesem Land einfach eine mangelnde klare Abgrenzung gegen Rechts haben, dass wir das nicht haben, was in anderen europäischen Ländern üblich ist, einen „Cordon sanitaire“ gegenüber Rechts. (Abg. Grosz: Zwei Grünen-Ordnungsrufe! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Und wenn sie es nicht gemacht hätte, dann ... absolute Mehrheit ...! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Schauen Sie sich an, was Ihre Schwesternparteien in Deutschland, in Frankreich, in Belgien machen! Da kommt das nicht in Frage. Die CSU hätte jeden Bürgermeister ausgeschlossen, der sich von den Republikanern hätte wählen lassen. – Sie haben sie im Jahr 2000 in die Regierung geholt, diese Herren und wenigen Damen der blauen Fraktion. (Abg. Dr. Rosenkranz: Und wenn sie es nicht gemacht hätte, dann ... absolute Mehrheit ...! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: ... die Regeln! – Abg. Dr. Haimbuchner: Sie bekommen die Rechnung bei den Wahlen präsentiert!
Belgien gibt es klare Regeln. In Österreich gibt es diese klaren Regeln leider nicht und dafür sind Sie beide ganz wesentlich verantwortlich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: ... die Regeln! – Abg. Dr. Haimbuchner: Sie bekommen die Rechnung bei den Wahlen präsentiert!)
Abg. Mag. Stefan: Das haben Sie gesagt! – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Schauen wir in den heutigen „Kurier“: Darin bezeichnet der Dritte Nationalratspräsident Ariel Muzicant als einen „klassischen Österreich-Vernaderer“. – Auch diese Ausdrucksweise kennen wir! Wenn Sie sich ein bisschen in die rechten Internetforen einklinken, die ja von der FPÖ immer zitiert werden, ist dort dann schon vom „Stänkerjuden“ die Rede, da geht es dann schon ein bisschen weiter. (Abg. Mag. Stefan: Das haben Sie gesagt! – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Wie weit wollen wir das Spiel noch treiben?
Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich auch bald wieder!
Ich darf auch daran erinnern – und das ist kein Ruhmesblatt für mein Heimatland Vorarlberg –, dass in Vorarlberg die FPÖ nach wie vor in der Regierung sitzt. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich auch bald wieder!) Es ist glücklicherweise inzwischen das einzige Bundesland, aber, ich darf darauf hinweisen, ohne Not. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich sitzt die FPÖ bald in der Regierung und Sie nicht mehr!) Die ÖVP hat die absolute Mehrheit. Wen holt man in eine Koalition? – Ausgerechnet die Freiheitliche Partei, die seit Jahren und Jahrzehnten für diese mangelnde Abgrenzung gegenüber Rechts bekannt ist. (Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind Lehrer?!)
Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich sitzt die FPÖ bald in der Regierung und Sie nicht mehr!
Ich darf auch daran erinnern – und das ist kein Ruhmesblatt für mein Heimatland Vorarlberg –, dass in Vorarlberg die FPÖ nach wie vor in der Regierung sitzt. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich auch bald wieder!) Es ist glücklicherweise inzwischen das einzige Bundesland, aber, ich darf darauf hinweisen, ohne Not. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich sitzt die FPÖ bald in der Regierung und Sie nicht mehr!) Die ÖVP hat die absolute Mehrheit. Wen holt man in eine Koalition? – Ausgerechnet die Freiheitliche Partei, die seit Jahren und Jahrzehnten für diese mangelnde Abgrenzung gegenüber Rechts bekannt ist. (Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind Lehrer?!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind Lehrer?!
Ich darf auch daran erinnern – und das ist kein Ruhmesblatt für mein Heimatland Vorarlberg –, dass in Vorarlberg die FPÖ nach wie vor in der Regierung sitzt. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich auch bald wieder!) Es ist glücklicherweise inzwischen das einzige Bundesland, aber, ich darf darauf hinweisen, ohne Not. (Abg. Dr. Haimbuchner: In Oberösterreich sitzt die FPÖ bald in der Regierung und Sie nicht mehr!) Die ÖVP hat die absolute Mehrheit. Wen holt man in eine Koalition? – Ausgerechnet die Freiheitliche Partei, die seit Jahren und Jahrzehnten für diese mangelnde Abgrenzung gegenüber Rechts bekannt ist. (Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind Lehrer?!)
Abg. Mag. Stefan: Weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?
Das sind genau jene Vokabel, mit denen die FPÖ jetzt hausieren geht. (Abg. Mag. Stefan: Weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?) Heinz-Christian Strache lässt sich mit dem Kreuz in der Hand fotografieren, möchte genau auf diese historischen Parallelen verweisen (Abg. Mag. Stefan: Das Wort „Kreuz“? Ist das Ihre Logik: weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?!), möchte genau darauf hinweisen, was da passiert ist, möchte vielleicht an Leopold V. vor Akkon mit seinem blutigen Gewand erinnern. Das sind die Gefühle, die Sie ganz bewusst wecken und mit denen Sie zumindest zum Teil erfolgreich sind.
Abg. Mag. Stefan: Das Wort „Kreuz“? Ist das Ihre Logik: weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?!
Das sind genau jene Vokabel, mit denen die FPÖ jetzt hausieren geht. (Abg. Mag. Stefan: Weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?) Heinz-Christian Strache lässt sich mit dem Kreuz in der Hand fotografieren, möchte genau auf diese historischen Parallelen verweisen (Abg. Mag. Stefan: Das Wort „Kreuz“? Ist das Ihre Logik: weil das Wort „Kreuz“ vorkommt?!), möchte genau darauf hinweisen, was da passiert ist, möchte vielleicht an Leopold V. vor Akkon mit seinem blutigen Gewand erinnern. Das sind die Gefühle, die Sie ganz bewusst wecken und mit denen Sie zumindest zum Teil erfolgreich sind.
Abg. Weinzinger: Genau lesen! Genau lesen!
Frau Präsidentin Prammer hat uns dankenswerterweise diesen gemeinsamen Appell der Kirchen geschickt. Alle gesellschaftlichen Gruppen in diesem Land sind in Sorge, sie sind in Sorge wegen der FPÖ. Und dann folgt der Appell, der wirklich speziell an die zwei Regierungsparteien gerichtet ist. (Abg. Weinzinger: Genau lesen! Genau lesen!) Nehmen Sie diesen Appell zur Kenntnis, nehmen Sie ihn ernst, setzen Sie das um, was darin steht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Frau Präsidentin Prammer hat uns dankenswerterweise diesen gemeinsamen Appell der Kirchen geschickt. Alle gesellschaftlichen Gruppen in diesem Land sind in Sorge, sie sind in Sorge wegen der FPÖ. Und dann folgt der Appell, der wirklich speziell an die zwei Regierungsparteien gerichtet ist. (Abg. Weinzinger: Genau lesen! Genau lesen!) Nehmen Sie diesen Appell zur Kenntnis, nehmen Sie ihn ernst, setzen Sie das um, was darin steht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Mag. Stefan: Das darf ja nicht wahr sein! Dass die Leute noch wählen dürfen, sollte man eigentlich abschaffen! – Abg. Dr. Haimbuchner: Das Wahlrecht abschaffen! Dass Sie ein Lehrer sind, ist ein Skandal! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Hier wollen die Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften, die sich in dieser Frage zusammenfinden, gemeinsam vorgehen. Sie finden sich zusammen, um vor dem braunen Treiben, das es in diesem Land gibt, zu warnen. Dieses braune Treiben hat parlamentarische Unterstützung bekommen und das müssen wir zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Stefan: Das darf ja nicht wahr sein! Dass die Leute noch wählen dürfen, sollte man eigentlich abschaffen! – Abg. Dr. Haimbuchner: Das Wahlrecht abschaffen! Dass Sie ein Lehrer sind, ist ein Skandal! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen.
Sie schädigen inzwischen den Ruf Österreichs international, wenn Sie sich nicht klarer als bisher vom Treiben der Freiheitlichen Partei in diesem Land distanzieren, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: ... hat erst unlängst wieder bei einer Demonstration ...!
Braucht es denn noch mehr als Vergleiche mit Goebbels? – Das kommt nicht von den Grünen, das kommt von Persönlichkeiten wie Ariel Muzicant und Anas Shakfeh. Dieser spricht ihnen faschistische Züge zu. Das ist durchgehend so, und ich kann Ihnen Zitate aus allen gesellschaftlichen Gruppen bringen. – Sie kümmert das nicht, aber uns kümmert das, denn wir sind in Sorge um das Ansehen dieses Landes. (Abg. Mag. Stefan: ... hat erst unlängst wieder bei einer Demonstration ...!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wo? Wo? – Abg. Mag. Stefan: Ja, ins Gefängnis!
Also noch einmal mein Appell: Schauen Sie, dass die Salon-Rechten – hier ein Bild von Andreas Mölzer mit der Creme des europäischen Rechtsextremismus – in Österreich nichts mehr zu sagen haben! Schauen Sie, dass sie dort hinkommen (Abg. Dr. Haimbuchner: Wo? Wo? – Abg. Mag. Stefan: Ja, ins Gefängnis!), wo sie hingehören, nämlich in die Abstellkammer der Politik und nicht hier an prominente Stelle. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Also noch einmal mein Appell: Schauen Sie, dass die Salon-Rechten – hier ein Bild von Andreas Mölzer mit der Creme des europäischen Rechtsextremismus – in Österreich nichts mehr zu sagen haben! Schauen Sie, dass sie dort hinkommen (Abg. Dr. Haimbuchner: Wo? Wo? – Abg. Mag. Stefan: Ja, ins Gefängnis!), wo sie hingehören, nämlich in die Abstellkammer der Politik und nicht hier an prominente Stelle. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Walser, für den Vorwurf des organisierten Rechtsextremismus, den Sie geäußert haben, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist ein Skandal!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich bedanke mich bei Ihnen für diese prompte Reaktion. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, was Herr Abgeordneter Walser hier soeben in Richtung ÖVP von sich gegeben hat, nämlich wir hätten hier in diesem Haus systematisch, wie er gesagt hat, den Rechtsextremismus gefördert und unterstützt. (Abg. Neubauer: Das ist ein Skandal!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Das ist eine Ungeheuerlichkeit, da ist ein Ordnungsruf ja noch ein geradezu gelindes Mittel, und ich erwarte mir von Kollegem Walser umgehend eine Entschuldigung bei der ÖVP für diese ungeheuerliche Aussage. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Abg. Gahr: ... Lehrer?! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Lueger zu Wort. (Abg. Gahr: ... Lehrer?! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Redezeit? – Ich stelle die Uhr auf 5 Minuten. – Bitte.
Abg. Hornek: Gibt es jetzt einen Ordnungsruf?
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Meine Damen und Herren! Das Thema „Kampf gegen den Rechtsextremismus“ ist kein Thema, das sich für Polemik oder für Polarisierung eignet. Dafür ist es viel zu ernst, und das sollte es auch für uns alle sein. (Abg. Hornek: Gibt es jetzt einen Ordnungsruf?)
Abg. Weinzinger: Und auch des Kommunismus!
Es muss das notwendige Wissen vermittelt werden, um die gesamten Gräuel des Faschismus aufzuzeigen und zu verarbeiten. (Abg. Weinzinger: Und auch des Kommunismus!) – Kinder und Jugendliche, die dieses Wissen haben, sind dieser Verführung weniger ausgesetzt als solche, die keinerlei Wissen darüber haben.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dann kann dieser sicherlich einen zusätzlichen Beitrag dazu leisten, dass Rechtsextremismus in Österreich aktiv bekämpft werden kann. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Es gibt einen generellen Grundkonsens in der österreichischen Demokratie, was unsere Vergangenheit betrifft, und die Österreichische Volkspartei verurteilt jede Form von Extremismus, egal ob es im rechten Bereich ist oder im linken Bereich (Beifall bei der ÖVP) oder ob es extremistisch auftretende Gruppen sind wie der militante Tierschutz, den wir erst im vergangenen Jahr hatten. (Abg. Mag. Kogler: Was?!)
Abg. Mag. Kogler: Was?!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Es gibt einen generellen Grundkonsens in der österreichischen Demokratie, was unsere Vergangenheit betrifft, und die Österreichische Volkspartei verurteilt jede Form von Extremismus, egal ob es im rechten Bereich ist oder im linken Bereich (Beifall bei der ÖVP) oder ob es extremistisch auftretende Gruppen sind wie der militante Tierschutz, den wir erst im vergangenen Jahr hatten. (Abg. Mag. Kogler: Was?!)
Abg. Mag. Kogler: Sie bringen es zusammen und nutzen die Debatte, um den Tierschutz zu ...!
Und es ist eine grenzenlose Unterstellung gegenüber der Frau Innenministerin und gegenüber der Polizei, dass es Versäumnisse bezüglich des Rechtsextremismus gibt. (Abg. Mag. Kogler: Sie bringen es zusammen und nutzen die Debatte, um den Tierschutz zu ...!)
Abg. Mag. Kogler: Sie stellen den extremen Tierschutz und den Rechtsextremismus in eine Schiene?!
Kollege Pendl hat es ganz deutlich, auch mittels der Zahlen, die vorliegen, erklärt: Es ist an und für sich sehr sensibel vorgegangen worden im Bereich ... (Abg. Mag. Kogler: Sie stellen den extremen Tierschutz und den Rechtsextremismus in eine Schiene?!) – Herr Kogler! (Abg. Grosz: Nicht schon wieder eine Faul-Einlage!) Herr Kollege Kogler, ich bitte dich wirklich, lass mich ausreden, hör mir zu, und dann kannst du dich melden!
Abg. Grosz: Nicht schon wieder eine Faul-Einlage!
Kollege Pendl hat es ganz deutlich, auch mittels der Zahlen, die vorliegen, erklärt: Es ist an und für sich sehr sensibel vorgegangen worden im Bereich ... (Abg. Mag. Kogler: Sie stellen den extremen Tierschutz und den Rechtsextremismus in eine Schiene?!) – Herr Kogler! (Abg. Grosz: Nicht schon wieder eine Faul-Einlage!) Herr Kollege Kogler, ich bitte dich wirklich, lass mich ausreden, hör mir zu, und dann kannst du dich melden!
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Der Verfassungsschutzbericht – und da möchte ich mich wirklich an die Grünen richten – zeigt ganz genau auf, in welche Richtung es im Rechtsextremismus geht: Die Handlungen beschränken sich generell auf Propagandadelikte, Schmieraktionen und Sachbeschädigungen. – Wie gesagt, das ist ganz genau dokumentiert im Verfassungsschutzbericht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Vilimsky: ... und das ... Worte der ÖVP!
Im Gegensatz zum Rechtsextremismus gibt es beim Linksextremismus keine speziellen gesetzlichen Bestimmungen und daher eine Unschärfe: Vieles, was im Bereich der Sachbeschädigung erfolgt, geht eigentlich in Richtung Linksextremismus. – Und eines möchte ich den Grünen schon sagen: Gerade wer sich gegen das Vermummungsverbot ausspricht, hat vor der eigenen Tür sehr viel zu kehren, das muss man wirklich sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Vilimsky: ... und das ... Worte der ÖVP!)
Abg. Mag. Kogler: Schon wieder!
Und ich möchte noch Folgendes sagen: Gerade die Grünen haben vor der eigenen Tür sehr viel zu kehren. Wer einen Peter Pilz in den eigenen Reihen hat (Abg. Mag. Kogler: Schon wieder!), der immer wieder verbal extrem agiert, wer einen Balluch auf der Nationalratswahlliste hat, der, das muss ich wirklich sagen, muss sich auf die Brust klopfen und sagen: mea culpa! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Und ich möchte noch Folgendes sagen: Gerade die Grünen haben vor der eigenen Tür sehr viel zu kehren. Wer einen Peter Pilz in den eigenen Reihen hat (Abg. Mag. Kogler: Schon wieder!), der immer wieder verbal extrem agiert, wer einen Balluch auf der Nationalratswahlliste hat, der, das muss ich wirklich sagen, muss sich auf die Brust klopfen und sagen: mea culpa! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir eine Gesellschaft haben, die sich eine starke Trennung von Kirche und Staat vornimmt, dann ist das auch einzuhalten und dann sollen sich diejenigen aus der Politik heraushalten, die eben nicht in der Politik tätig sind – oder sie bewerben sich um ein Amt, dann haben sie, wie ich meine, das Recht, sich auch hier in die Politik einzumischen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie dann argumentieren, durch eine angemeldete Veranstaltung komme es zu einer Provokation, und wenn Sie hier eine Täter-Opfer-Umkehr betreiben, dann ist das einfach unredlich. Und nehmen Sie das bitte endlich einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wir auch nicht!
Mir liegt hier ein Bericht des Bundesministeriums für Inneres vor, in dem es um keine freiheitlichen Jugendlichen geht, sondern in der Briefbombencausa hat man Jugendliche gefunden, die Briefbomben basteln, und bemerkenswerterweise hat man eine CD gefunden, eine Computerdiskette, auf der eine Anleitung zum Bombenbasteln drauf war. Und stellen Sie sich vor, das war die „Junge Linke Stimme Grün-alternative Jugend Linz“. Und die hat eine Anleitung zum Bau einer Bombe bei einem Internet-Versand bestellt. Das ist bemerkenswert, wie ich meine. Ich habe nie davon gehört (Abg. Mag. Kogler: Wir auch nicht!), dass sich auch nur ein Grüner jemals davon distanziert hätte.
Abg. Mag. Kogler: Was ist das?
Ich habe auch niemals gehört, dass sich jemand von den Grünen distanziert hätte, als Herr Markus Koppenberger einen Aufruf gemacht hat, die Rechten, die diese Veranstaltung besuchen, glatt zu erschießen. (Abg. Mag. Kogler: Was ist das?)
der Redner hält einen Zeitungsartikel in der Hand – Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie denn da? Was tun Sie denn da?
Sogar die Zeitungen haben daraufhin geschrieben (der Redner hält einen Zeitungsartikel in der Hand – Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie denn da? Was tun Sie denn da?): Was in diesem Lande zugelassen wird, ist nicht die Sache links- oder rechtsextremer Aktionisten, sondern ausschließlich Angelegenheit der rechtsstaatlichen Institutionen. Wer dies nicht anerkennt, ist ein wahrer Feind der Demokratie. (Abg. Mag. Kogler: Geben Sie das bei der Frau Innenminister ab, die soll etwas tun damit!)
Abg. Mag. Kogler: Geben Sie das bei der Frau Innenminister ab, die soll etwas tun damit!
Sogar die Zeitungen haben daraufhin geschrieben (der Redner hält einen Zeitungsartikel in der Hand – Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie denn da? Was tun Sie denn da?): Was in diesem Lande zugelassen wird, ist nicht die Sache links- oder rechtsextremer Aktionisten, sondern ausschließlich Angelegenheit der rechtsstaatlichen Institutionen. Wer dies nicht anerkennt, ist ein wahrer Feind der Demokratie. (Abg. Mag. Kogler: Geben Sie das bei der Frau Innenminister ab, die soll etwas tun damit!)
Abg. Mag. Kogler: Da kann ja jeder daherkommen! Weisen Sie sich einmal aus!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, genau das ist es. (Abg. Mag. Kogler: Da kann ja jeder daherkommen! Weisen Sie sich einmal aus!) Wenn Sie das wollen, dann ist das ein unerhörter Vorfall, wenn so etwas getan wird.
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
Sie betreiben eine komplette Verkehrung der Täter-Opfer-Rolle. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) In diesem Fall werden Personen aufgefordert, sich provoziert zu fühlen. Das wiederum wird zur linken Gewalt, die damit verharmlost und legalisiert werden soll. Es kommt zu Gewalt. Und ich kann Ihnen eines sagen: Wir werden nicht länger zusehen, wie Sie hier Österreich mit dieser Strategie in Geiselhaft nehmen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Na bitte!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Na bitte!
Sie betreiben eine komplette Verkehrung der Täter-Opfer-Rolle. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) In diesem Fall werden Personen aufgefordert, sich provoziert zu fühlen. Das wiederum wird zur linken Gewalt, die damit verharmlost und legalisiert werden soll. Es kommt zu Gewalt. Und ich kann Ihnen eines sagen: Wir werden nicht länger zusehen, wie Sie hier Österreich mit dieser Strategie in Geiselhaft nehmen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Na bitte!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere an eine Situation in Deutschland, wo die CDU am 1. Mai einen Stand aufstellen wollte, was genau aus diesen Gründen nicht möglich war, weil man genauso argumentiert hat. Es war die Sicherheit des CDU-Standes nicht mehr gewährleistet! Solche Zustände wollen wir hier in Österreich nicht haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben eh schon viel gesagt!
Und eines möchte ich Ihnen auch sagen (Abg. Mag. Kogler: Sie haben eh schon viel gesagt!): Sie müssen etwas aufpassen, dass nicht jeder, der nicht Ihre Gesinnung trägt, automatisch zum Neonazi abgestempelt wird. Denn damit verunglimpfen Sie die Verbrechen der Nationalsozialisten des „Dritten Reiches“. (Abg. Mag. Kogler: Das tut niemand!) Das darf ich Ihnen wirklich sagen.
Abg. Mag. Kogler: Das tut niemand!
Und eines möchte ich Ihnen auch sagen (Abg. Mag. Kogler: Sie haben eh schon viel gesagt!): Sie müssen etwas aufpassen, dass nicht jeder, der nicht Ihre Gesinnung trägt, automatisch zum Neonazi abgestempelt wird. Denn damit verunglimpfen Sie die Verbrechen der Nationalsozialisten des „Dritten Reiches“. (Abg. Mag. Kogler: Das tut niemand!) Das darf ich Ihnen wirklich sagen.
Beifall bei der FPÖ.
Eines auch noch: Ebergassing ist nicht vergessen. Schüren Sie keinen Hass, denn Hass ist ein ganz schlechter Begleiter für politische Entscheidungen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Aber, Frau Präsidentin, gestern beim Faul waren Sie nicht so empfindlich!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Neubauer, mein Appell ist offensichtlich an Ihnen vorbeigegangen, denn der Vergleich und die Unterstellung der Verhetzung und der NS-Vergleich in Richtung Grüne sind genau das, was ich vermeiden wollte, nämlich dass wir weiter so diskutieren. Ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Abg. Grosz: Aber, Frau Präsidentin, gestern beim Faul waren Sie nicht so empfindlich!)
Abg. Mag. Stefan: Verharmlosen, hat er gemeint, wollte er sagen!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Kollege Neubauer, man kann nicht eine schlechte, eine grottenschlechte parlamentarische Anfrage, die sich „dringlich“ nennt, mit einer noch schlechteren Rede beantworten, in der man sagt, dass damit NS-Verbrechen „verunglimpft“ würden. – Die kann man ja gar nicht verunglimpfen. (Abg. Mag. Stefan: Verharmlosen, hat er gemeint, wollte er sagen!) Ich nehme zu deinen Gunsten an, dass du verharmlosen sagen wolltest. (Abg. Mag. Stefan: Natürlich wollte er das sagen! Das weißt du ganz genau!) Ja. Er wollte sagen – das ist immer so ... (Abg. Mag. Stefan: Du hast dich auch schon versprochen!) Ja, gut, ich nehme es zu seinen Gunsten an. Aber dann schickt in Zukunft bitte Redner ans Rednerpult, die wissen, was sie sagen – und nicht grottenschlechte Reden auf eine grottenschlechte Anfrage liefern.
Abg. Mag. Stefan: Natürlich wollte er das sagen! Das weißt du ganz genau!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Kollege Neubauer, man kann nicht eine schlechte, eine grottenschlechte parlamentarische Anfrage, die sich „dringlich“ nennt, mit einer noch schlechteren Rede beantworten, in der man sagt, dass damit NS-Verbrechen „verunglimpft“ würden. – Die kann man ja gar nicht verunglimpfen. (Abg. Mag. Stefan: Verharmlosen, hat er gemeint, wollte er sagen!) Ich nehme zu deinen Gunsten an, dass du verharmlosen sagen wolltest. (Abg. Mag. Stefan: Natürlich wollte er das sagen! Das weißt du ganz genau!) Ja. Er wollte sagen – das ist immer so ... (Abg. Mag. Stefan: Du hast dich auch schon versprochen!) Ja, gut, ich nehme es zu seinen Gunsten an. Aber dann schickt in Zukunft bitte Redner ans Rednerpult, die wissen, was sie sagen – und nicht grottenschlechte Reden auf eine grottenschlechte Anfrage liefern.
Abg. Mag. Stefan: Du hast dich auch schon versprochen!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Kollege Neubauer, man kann nicht eine schlechte, eine grottenschlechte parlamentarische Anfrage, die sich „dringlich“ nennt, mit einer noch schlechteren Rede beantworten, in der man sagt, dass damit NS-Verbrechen „verunglimpft“ würden. – Die kann man ja gar nicht verunglimpfen. (Abg. Mag. Stefan: Verharmlosen, hat er gemeint, wollte er sagen!) Ich nehme zu deinen Gunsten an, dass du verharmlosen sagen wolltest. (Abg. Mag. Stefan: Natürlich wollte er das sagen! Das weißt du ganz genau!) Ja. Er wollte sagen – das ist immer so ... (Abg. Mag. Stefan: Du hast dich auch schon versprochen!) Ja, gut, ich nehme es zu seinen Gunsten an. Aber dann schickt in Zukunft bitte Redner ans Rednerpult, die wissen, was sie sagen – und nicht grottenschlechte Reden auf eine grottenschlechte Anfrage liefern.
Abg. Dr. Walser: Das behauptet kein Mensch!
Diese schlagenden Studentenverbindungen sind also schuld, dass es so weit gekommen ist. – Wissen Sie, das ist schlicht und einfach grotten ... (Abg. Dr. Walser: Das behauptet kein Mensch!) – Sie behaupten das in Ihrer Anfrage, selbstverständlich! Ich glaube, Sie haben Ihre eigene Anfrage nicht gelesen. Ich merke schon, Herr Walser, Sie lesen Ihre eigenen Texte nicht oder nur das, was Ihnen sozusagen passt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Diese schlagenden Studentenverbindungen sind also schuld, dass es so weit gekommen ist. – Wissen Sie, das ist schlicht und einfach grotten ... (Abg. Dr. Walser: Das behauptet kein Mensch!) – Sie behaupten das in Ihrer Anfrage, selbstverständlich! Ich glaube, Sie haben Ihre eigene Anfrage nicht gelesen. Ich merke schon, Herr Walser, Sie lesen Ihre eigenen Texte nicht oder nur das, was Ihnen sozusagen passt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Abg. Dr. Walser: Otto Skorzeny ...!
Otto Skorzeny, 1944 am Widerstand beteiligt, hingerichtet. (Abg. Dr. Walser: Otto Skorzeny ...!) – Nein, er ist nicht hingerichtet worden, aber war Burschenschafter. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) Otto Skorzeny war im Widerstand tätig. Herr Kollege, ich bin froh, dass Sie sich darüber aufregen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.
Otto Skorzeny, 1944 am Widerstand beteiligt, hingerichtet. (Abg. Dr. Walser: Otto Skorzeny ...!) – Nein, er ist nicht hingerichtet worden, aber war Burschenschafter. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) Otto Skorzeny war im Widerstand tätig. Herr Kollege, ich bin froh, dass Sie sich darüber aufregen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Otto Skorzeny, 1944 am Widerstand beteiligt, hingerichtet. (Abg. Dr. Walser: Otto Skorzeny ...!) – Nein, er ist nicht hingerichtet worden, aber war Burschenschafter. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) Otto Skorzeny war im Widerstand tätig. Herr Kollege, ich bin froh, dass Sie sich darüber aufregen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Rufe: Da schau her!
Alexander Van der Bellen hat bei der Burschenschaft Brixia angeklopft. (Rufe: Da schau her!) Da schau her, ja.
Abg. Dr. Walser: Skorzeny war ..!
Verstehen Sie es, meine Damen und Herren, wenn ich sage: Das ist Ihr unreflektierter Umgang ...(Abg. Dr. Walser: Skorzeny war ..!) – Ja, er war Widerstandskämpfer, im Gegensatz zu Ihren Verwandten, Herr Walser, war Skorzeny Widerstandskämpfer! Betreiben Sie doch Ihre private Vergangenheitsbewältigung, wo Sie wollen, aber doch
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
nicht von dieser Rostra aus! (Beifall bei BZÖ und ÖVP.) Machen Sie sich doch das mit Ihrem Schwager daheim aus!
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Ich habe keine Nazis zu verstecken, Herr Walser. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) Ich nicht! Ich habe auch kein Versagen als Lehrer an schlecht erzogenen Schülern zu vertreten, an Schülern, die offensichtlich nicht wissen, was sie tun. Sie, Herr Walser, sind Lehrer. Ich nicht! – Sie und Ihresgleichen sind dafür verantwortlich, dass es Verrückte gibt, die in Konzentrationslagern irgendwelche Wahnsinnstaten veranstalten.
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.
Herr Walser, klopfen Sie bei Ihrer eigenen Berufszunft an – aber belästigen Sie doch nicht uns und dieses Haus mit Ihrer privaten Vergangenheitsbewältigung! – Kollege Walser stammt aus einer alten freiheitlichen Familie und spielt sich jetzt auf! Übrigens: Frau Glawischnig auch, damit das auch einmal ausgeplaudert ist. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie Ihre private Vergangenheitsbewältigung betreiben wollen, Herr Walser: Da gibt es Therapeuten, die helfen Ihnen weiter, die tun das für gar nicht so teures Geld. Da gibt es sogar das eine oder andere auf Krankenschein. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Nun zu einer Frage, die mich als Nächstes beschäftigt: Können Sie, Herr Walser, Frau Glawischnig, mir erzählen, wie viele von diesen Ebenseer Verrückten bei Korporationen dabei waren? – Ich höre! – Sie wissen es nicht! Gar keiner nämlich. Wie viele von diesen waren bei einer CV- beziehungsweise MKV-Verbindung? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Sie haben das ja zum Thema gemacht.
Ruf bei der SPÖ: Einer!
Ich frage Sie daher jetzt anhand Ihrer heutigen eigenen Dringlichen Anfrage: Wie viele von diesen Ebenseer Verrückten waren bei einer CV- oder MKV-Verbindung? Wie viele waren bei einer Pennal-Verbindung? – Nein, wissen Sie nicht? Wie viele von diesen waren bei einer sozialistischen Jugendorganisation, etwa bei den „Kinderfreunden“ oder den „Roten Falken“? – Wie viele? Wissen Sie (in Richtung SPÖ) es vielleicht? (Ruf bei der SPÖ: Einer!) – Zumindest einer, ja.
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehen Sie, meine Damen und Herren von den Grünen, das ist der Unterschied: Sie machen eine parlamentarische Anfrage, wollen sozusagen die Korporierten in Verschiss bringen – das nennt man dort so –, wollen uns sozusagen von oben bis unten anschütten, und dann stellt sich heraus, dass die einzige politische Zugehörigkeit, die einer von diesen Tätern hatte, ausgerechnet eine bei den Sozis war! Was tun wir da, meine Damen und Herren? (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Walser: Shakfeh ...!
Ich sage Ihnen: Sorgen Sie in Ihrem eigenen Augiasstall für Sauberkeit, bevor Sie sich hier herausstellen und die großen Moralprediger dieser Republik spielen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Walser: Shakfeh ...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Wissen Sie, da habe ich moralisch Besseres anzubieten. Für mich sind jene Korporierten, die aufrecht – aufrecht! – für Demokratie und Freiheit eingetreten sind (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und das mit ihrem eigenen Leben bezahlt haben, allemal die besseren Zeugen als die, die Sie genannt haben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wissen Sie, da habe ich moralisch Besseres anzubieten. Für mich sind jene Korporierten, die aufrecht – aufrecht! – für Demokratie und Freiheit eingetreten sind (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und das mit ihrem eigenen Leben bezahlt haben, allemal die besseren Zeugen als die, die Sie genannt haben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das ist eine leichte Verharmlosung!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Walser wird sich nicht entschuldigen, weil er hier eine Banalität festgestellt hat. Und die Banalität ist: Die ÖVP hat die FPÖ in die Regierung genommen und damit salonfähig gemacht. Dafür muss er sich nicht entschuldigen, das ist in jedem Geschichtsbuch nachzulesen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das ist eine leichte Verharmlosung!)
Ruf bei der FPÖ: Da sind wir aber gespannt!
Zweitens: Kollege Stadler, dass Sie unsere Anfrage gelesen haben, glaube ich, dass Sie sie verstanden haben, glaube ich nicht. Sie haben sich offensichtlich nicht einmal den Titel angeschaut, denn die Anfrage heißt nicht: Vorfälle KZ Ebensee, sondern „Versäumnisse im Kampf gegen den Rechtsextremismus“ – und da sind die Burschenschaften ein wesentlicher Bestandteil. Das werde ich Ihnen heute auch beweisen. Ich werde Ihnen nämlich die alten Rechtsextremismusberichte der Polizei vorlesen, das, was die über Ihre „feine“ Gesellschaft der Burschenschaften sagen. (Ruf bei der FPÖ: Da sind wir aber gespannt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Erster Ordnungsruf!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (fortsetzend): Gut, dann werde ich alle Beispiele belegen. Das ist ja bei der FPÖ an sich auch kein Problem, und ich fürchte mich daher auch nicht vor einem Ordnungsruf. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Erster Ordnungsruf!)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Frau Innenministerin, der Anstieg der Zahl der rechtsextremen Straftaten in Österreich ist eklatant. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.) Und als ich Sie im Innenausschuss darauf angesprochen habe, haben Sie noch gesagt: Ja, ja, aber die Linken sind mir
Ruf bei der FPÖ: Welche?
Das hat die Polizei auch immer wieder beleuchtet. In den neunziger Jahren erwähnt das Innenministerium noch zwei Wiener und eine Innsbrucker Burschenschaft als Kaderschmiede nationaler und rechtsextremer Gesinnung. (Ruf bei der FPÖ: Welche?)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben diesen Missstand geerbt. Wenn Sie ihn aber nicht abstellen, dann sind Sie voll verantwortlich dafür, dass auf diese Szene nicht hingeschaut wird. Rechtsextremes Gedankengut darf nicht gesellschaftsfähig werden. Schauen Sie auf diese Kaderschmieden und darauf, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung seinen Aufgaben nachkommt! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich glaube, dass es nicht tunlich ist, wenn man eine Dringliche Anfrage damit beginnt, einer Ministerin ein bewusstes Missverständnis zu unterstellen, einer Ministerin, die unser Ansehen nach außen in dieser Frage vertritt, die ganz klargestellt hat, dass sie nicht in irgendeiner Form diese beiden Vorfälle vom 1. Mai und Ebensee in Verbindung bringen wollte. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kopf: Das war Absicht!
Wenn man dieses bewusste Missverstehen in den Mittelpunkt einer Anfrage stellt, dann frage ich mich, ob das für diese Diskussion zweckdienlich ist. (Abg. Kopf: Das war Absicht!) Ich glaube nämlich, es ist der falsche Weg, jenen Repräsentanten Österreichs, der in dieser Angelegenheit eigentlich die Stimme nach außen ist, mit einem bewussten Missverständnis hier schlechtzumachen. Man erweist dieser Diskussion, wie ich meine, keinen guten Dienst, wenn man sie so beginnt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn man dieses bewusste Missverstehen in den Mittelpunkt einer Anfrage stellt, dann frage ich mich, ob das für diese Diskussion zweckdienlich ist. (Abg. Kopf: Das war Absicht!) Ich glaube nämlich, es ist der falsche Weg, jenen Repräsentanten Österreichs, der in dieser Angelegenheit eigentlich die Stimme nach außen ist, mit einem bewussten Missverständnis hier schlechtzumachen. Man erweist dieser Diskussion, wie ich meine, keinen guten Dienst, wenn man sie so beginnt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Ich halte es für einen in der Emotion überzogenen Redebeitrag und möchte das wirklich auf das Entschiedenste zurückweisen, wenn Frau Abgeordnete Lunacek in ihrer Rede sagt, es gibt einen „braunen Faden“ zwischen SPÖ und ÖVP. Ich weise das wirklich zurück! (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Ich versichere Ihnen, dass es hier keinen braunen Faden gibt, und ich lasse mir das auch nicht unterstellen – von niemandem, auch wenn es in Ihrem Sinne gut gemeint ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich halte es für einen in der Emotion überzogenen Redebeitrag und möchte das wirklich auf das Entschiedenste zurückweisen, wenn Frau Abgeordnete Lunacek in ihrer Rede sagt, es gibt einen „braunen Faden“ zwischen SPÖ und ÖVP. Ich weise das wirklich zurück! (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Ich versichere Ihnen, dass es hier keinen braunen Faden gibt, und ich lasse mir das auch nicht unterstellen – von niemandem, auch wenn es in Ihrem Sinne gut gemeint ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube auch, es bringt uns in dieser Diskussion nicht weiter, wenn wir als Parteien einander pauschal als „organisierte Rechte“ oder „organisierte Linke“ hier im Parlament denunzieren. Wir sollten, wie ich meine, die Diskussion dort lassen, wo sie ist: im Extremismusbereich. Hier im Parlament sitzen doch keine Extremisten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Liebe Abgeordnete, das ist doch der falsche Weg, wenn wir einander gegenseitig organisierten Extremismus von Links und von Rechts hier vorwerfen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich glaube auch, es bringt uns in dieser Diskussion nicht weiter, wenn wir als Parteien einander pauschal als „organisierte Rechte“ oder „organisierte Linke“ hier im Parlament denunzieren. Wir sollten, wie ich meine, die Diskussion dort lassen, wo sie ist: im Extremismusbereich. Hier im Parlament sitzen doch keine Extremisten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Liebe Abgeordnete, das ist doch der falsche Weg, wenn wir einander gegenseitig organisierten Extremismus von Links und von Rechts hier vorwerfen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich halte auch die Ausführungen des Abgeordneten Stadler für entbehrlich. Natürlich war einer der Täter von Ebensee bei den „Kinderfreunden“, aber wir haben keine Aufnahmekriterien. Das ist schlimm genug. Aber wir werden versuchen, dass wir dort ein Programm installieren, dass man Aufklärung betreibt, dass man gemeinsam gegen diese Vorkommnisse kämpft. Aber hier Dinge einander aufzurechnen und darauf hinzuweisen, wer wem gerade etwas vorzurechnen hat, das ist der falsche Weg in dieser Diskussion. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Weinzinger: Im Namen der Republik!
Zu den Ausführungen des Abgeordneten Rosenkranz: Das Dokumentationsarchiv als „kommunistische Zelle“ und als „mediale Stalinorgel“ darzustellen, halte ich in dieser Diskussion für völlig entbehrlich. Was wollen Sie damit erreichen? Sie können anderer Meinung sein, das ist durchaus legitim. (Abg. Weinzinger: Im Namen der Republik!) Aber ein wirklich wichtiges Institut, ein wichtiges Instrument dieser Gesellschaft so zu verunglimpfen, das halte ich in dieser Diskussion für völlig falsch und überzogen – das in Ihre Richtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den Ausführungen des Abgeordneten Rosenkranz: Das Dokumentationsarchiv als „kommunistische Zelle“ und als „mediale Stalinorgel“ darzustellen, halte ich in dieser Diskussion für völlig entbehrlich. Was wollen Sie damit erreichen? Sie können anderer Meinung sein, das ist durchaus legitim. (Abg. Weinzinger: Im Namen der Republik!) Aber ein wirklich wichtiges Institut, ein wichtiges Instrument dieser Gesellschaft so zu verunglimpfen, das halte ich in dieser Diskussion für völlig falsch und überzogen – das in Ihre Richtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ein etwas entspannterer Zugang und ein etwas weniger an Parteien festmachender Zugang zu diesem Thema wäre wahrscheinlich der richtigere und auch der objektivere Zugang. Wir könnten uns in diesem Sinne treffen, den Rechtsextremismus wirklich eingehend bekämpfen zu wollen, wenn wir nicht wechselseitige Anschuldigungen vorbrächten, dass wir in den einen oder anderen extremen Zweig nicht eingreifen. Das ist falsch. Alle extremen Zweige und alle extremen Gruppierungen gehören in dieser Republik bekämpft, und ich glaube, darin sind wir uns einig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich möchte dem Kollegen Wittmann für seine konstruktiven Worte, die er gesprochen hat, danken, und ich schließe mich dem an, wenn er sagt, dieser Vorfall ist erschütternd genug, um das jetzt im Hohen Haus zum Anlass zu nehmen, einander gegenseitig Vorwürfe zu machen und hier die Extremismuskeule zu schwingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn jetzt hier der Versuch gestartet werden sollte, alle Jugendlichen in Österreich zu Tätern zu machen, so kann ich das nur auf das Schärfste zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP.) Im Gegenteil: Es waren viele österreichische Kinder- und Jugendorganisationen, alles Mitgliedsorganisationen der Österreichischen Bundesjugendvertretung, die an der
Abg. Grosz: Wie Kollege Faul!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das darf nicht als „Jugendstreich“ abgetan werden, wird auch von jungen Menschen so nicht erwartet und gesehen. Und ich denke, dass es deshalb nicht angebracht ist, dass Vertreter des Hohen Hauses hier derartige Formulierungen wählen. (Abg. Grosz: Wie Kollege Faul!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen keine Ausländerhetze, wir brauchen den plumpen Populismus nicht. Wir wollen in einem Land leben, in dem Entscheidungen mit dem Kopf und nicht mit der Keule getroffen werden. Denn eines möchte ich auch gesagt haben: Rechtsstaat kommt nicht von rechts, sondern Rechtsstaat kommt von Recht. Ich glaube, das müssen wir uns alle vor Augen halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu guter Letzt: Der Besuch von Mauthausen und von Gedenkstätten ist nur dann wertvoll, wenn sich auch in der Schule Schülerinnen und Schüler damit beschäftigen, darauf vorbereitet werden. Dazu braucht es nun einmal die politische Bildung in der Schule. Dafür setzt sich die ÖVP ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ganz interessant, beim Komintern-Kongress 1929 hat Stalin zum Beispiel gesagt, die Sozialdemokratie ist der gemäßigte Flügel des Faschismus. – Also so viel zum Faschismus-Begriff und zum Unterschied zwischen Demokratie und Faschismus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Warum haben die nicht mitgestimmt?
Ich komme gleich zu einem heutigen Vorfall, ganz aktuell. Heute hätte ich zum Beispiel in Graz ... (Abg. Dr. Walser: Warum haben die nicht mitgestimmt?) – Sie können gleich wieder reden, Sie können sich noch melden. Ich glaube, Sie haben noch Redezeit. – In Graz hätte heute im Joanneum der Universität eine Veranstaltung mit Andreas Mölzer stattfinden sollen, die die Universität absagen musste, und zwar deswegen, weil eine von Grünen & Alternativen StudentInnen, GRAS, angemeldete Demonstration laut Mitteilung der Universitätsverwaltung Anlass zur Befürchtung gegeben hat, dass es zu schweren Ausschreitungen und ähnlich gewalttätigen Krawallen wie im Mai 2007 kommen könnte.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Was meinen Sie?
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Das, was die Grünen heute probiert haben, war ein trauriges Schauspiel für das Parlament, was Sie geliefert haben, eine entlarvende Tragödie – für sie selbst. (Abg. Mag. Steinhauser: Was meinen Sie?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie haben eine Anfrage gestellt an die Frau Bundesministerin, und ich gratuliere Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu ihren Antworten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Sie hat Ihre Fragen entlarvend als bewusste Falschmeldungen hingestellt. (Abg. Mag. Steinhauser: Aufgewacht ist sie endlich!)
Abg. Mag. Steinhauser: Aufgewacht ist sie endlich!
Sie haben eine Anfrage gestellt an die Frau Bundesministerin, und ich gratuliere Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu ihren Antworten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Sie hat Ihre Fragen entlarvend als bewusste Falschmeldungen hingestellt. (Abg. Mag. Steinhauser: Aufgewacht ist sie endlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Das war eine bewusste und absolute Anschüttung unserer Frau Bundesministerin, die ich zurückweise. Wenn Sie „Fraus“ genug sind, dann kommen Sie – und auch der Herr Walser und die Frau Lunacek – hier zum Rednerpult und entschuldigen sich bei Frau Bundesministerin Dr. Fekter für diese Entgleisung! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Da redet der Richtige!
Frau Glawischnig, Sie haben Ihr Recht, als Oberlehrerin hier aufzutreten, mit dem heutigen Tag verwirkt. (Abg. Brosz: Da redet der Richtige!) Sie sind keine Hüterin der Moral mehr, als die Sie sich hinzustellen versuchen. Sie sind keine Verteidigerin mehr von Recht und Sitten. Sie sind keine Zensurverteilerin an andere mehr. Sie, Frau Glawischnig, sind heute eher als Inquisitorin mit Ihrer Mannschaft herausgekommen und haben alle anderen hier herinnen in irgendein Eck gerückt. Nur Sie wollen hier als Saubermänner stehen, aber Sie wurden durch verschiedene Debattenbeiträge entlarvt: von unserer Außenministerin außer Dienst, Ursula Plassnik, vom ehemaligen Staatssekretär Wittmann, von allen anderen. (Zwischenruf des Abg. Bosz.) Das war wirklich ein schäbiges, ein schändliches Schauspiel! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bosz.
Frau Glawischnig, Sie haben Ihr Recht, als Oberlehrerin hier aufzutreten, mit dem heutigen Tag verwirkt. (Abg. Brosz: Da redet der Richtige!) Sie sind keine Hüterin der Moral mehr, als die Sie sich hinzustellen versuchen. Sie sind keine Verteidigerin mehr von Recht und Sitten. Sie sind keine Zensurverteilerin an andere mehr. Sie, Frau Glawischnig, sind heute eher als Inquisitorin mit Ihrer Mannschaft herausgekommen und haben alle anderen hier herinnen in irgendein Eck gerückt. Nur Sie wollen hier als Saubermänner stehen, aber Sie wurden durch verschiedene Debattenbeiträge entlarvt: von unserer Außenministerin außer Dienst, Ursula Plassnik, vom ehemaligen Staatssekretär Wittmann, von allen anderen. (Zwischenruf des Abg. Bosz.) Das war wirklich ein schäbiges, ein schändliches Schauspiel! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Glawischnig, Sie haben Ihr Recht, als Oberlehrerin hier aufzutreten, mit dem heutigen Tag verwirkt. (Abg. Brosz: Da redet der Richtige!) Sie sind keine Hüterin der Moral mehr, als die Sie sich hinzustellen versuchen. Sie sind keine Verteidigerin mehr von Recht und Sitten. Sie sind keine Zensurverteilerin an andere mehr. Sie, Frau Glawischnig, sind heute eher als Inquisitorin mit Ihrer Mannschaft herausgekommen und haben alle anderen hier herinnen in irgendein Eck gerückt. Nur Sie wollen hier als Saubermänner stehen, aber Sie wurden durch verschiedene Debattenbeiträge entlarvt: von unserer Außenministerin außer Dienst, Ursula Plassnik, vom ehemaligen Staatssekretär Wittmann, von allen anderen. (Zwischenruf des Abg. Bosz.) Das war wirklich ein schäbiges, ein schändliches Schauspiel! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Cap.
machung gesetzt hat, der den Restitutionsfonds – zusammen mit den Freiheitlichen, zusammen mit dem BZÖ! – eingeführt hat, der die Historikerkommission eingesetzt hat, der tatsächliche Wiedergutmachung an den geschädigten Opfern des Nationalsozialismus und darüber hinaus gemacht hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Cap.) Das war unser Bundeskanzler in einer schwarz-blauen Regierung.
Abg. Dr. Walser: Steger war ein ...!
Hören Sie doch auf mit der Mär, dass mit der Hereinnahme der Freiheitlichen Partei in eine Koalition die ÖVP begonnen hätte! Herr Walser, Sie sind Historiker, aber bei Ihnen lässt wahrscheinlich das Kurzzeitgedächtnis ein bisschen aus! (Abg. Dr. Walser: Steger war ein ...!) Der Erste war Dr. Kreisky, der sich von Peter in einer Minderheitsregierung hat wählen lassen, und dann gab es das Team Sinowatz/Steger! Das waren die Ersten, nicht die ÖVP! (Abg. Dr. Walser: Ja!) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Ja!
Hören Sie doch auf mit der Mär, dass mit der Hereinnahme der Freiheitlichen Partei in eine Koalition die ÖVP begonnen hätte! Herr Walser, Sie sind Historiker, aber bei Ihnen lässt wahrscheinlich das Kurzzeitgedächtnis ein bisschen aus! (Abg. Dr. Walser: Steger war ein ...!) Der Erste war Dr. Kreisky, der sich von Peter in einer Minderheitsregierung hat wählen lassen, und dann gab es das Team Sinowatz/Steger! Das waren die Ersten, nicht die ÖVP! (Abg. Dr. Walser: Ja!) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hören Sie doch auf mit der Mär, dass mit der Hereinnahme der Freiheitlichen Partei in eine Koalition die ÖVP begonnen hätte! Herr Walser, Sie sind Historiker, aber bei Ihnen lässt wahrscheinlich das Kurzzeitgedächtnis ein bisschen aus! (Abg. Dr. Walser: Steger war ein ...!) Der Erste war Dr. Kreisky, der sich von Peter in einer Minderheitsregierung hat wählen lassen, und dann gab es das Team Sinowatz/Steger! Das waren die Ersten, nicht die ÖVP! (Abg. Dr. Walser: Ja!) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Hätte er den Graf auch gewählt?
Liebe Frau Bundesministerin, ein unverdächtiger Zeuge – er ist hier im Nationalrat gesessen – ist unser ehemaliger Abgeordneter Dr. Ludwig Steiner. (Abg. Brosz: Hätte er den Graf auch gewählt?) Das ist unser Vorbild. Seiner Haltung nehmen wir uns an, der selbst im Widerstand war, dessen Vater von den Nazis umgebracht worden ist, der hier herinnen federführend war und der auch die Leitlinie der ÖVP mitbestimmt hat, was Nazitum, was Extremismus anlangt. (Abg. Mag. Lunacek: Warum haben Sie Martin Graf gewählt?)
Abg. Mag. Lunacek: Warum haben Sie Martin Graf gewählt?
Liebe Frau Bundesministerin, ein unverdächtiger Zeuge – er ist hier im Nationalrat gesessen – ist unser ehemaliger Abgeordneter Dr. Ludwig Steiner. (Abg. Brosz: Hätte er den Graf auch gewählt?) Das ist unser Vorbild. Seiner Haltung nehmen wir uns an, der selbst im Widerstand war, dessen Vater von den Nazis umgebracht worden ist, der hier herinnen federführend war und der auch die Leitlinie der ÖVP mitbestimmt hat, was Nazitum, was Extremismus anlangt. (Abg. Mag. Lunacek: Warum haben Sie Martin Graf gewählt?)
Beifall bei der ÖVP.
Ludwig Steiner ist ein Zeitzeuge; lesen Sie seine Bücher! Dann werden Sie die Haltung der ÖVP feststellen und keine „braunen Linien“ zur ÖVP hin finden. Das ist eine Unterstellung, die ich zurückweise! Das können wir uns einfach nicht gefallen lassen. Das ist ungeheuerlich, was Sie gemacht haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: ... ist für Sie ein Schauspiel!
Meine Damen und Herren, gehen wir mit diesem Thema so um, wie es sich dafür gehört: Diskutieren wir sachlich, schauen wir, dass die heutige Jugend eine andere Perspektive hat, dass Extremismen auch bei den Jugendlichen bekämpft werden, so wie es Kollege Wittmann gesagt hat! Das ist der richtige Zugang, aber nicht aus einer Europa-Laune, aus einer Wahl-Laune heraus ein Schauspiel zu inszenieren und dann zuzuschauen, was herauskommt, wie es die Grünen gemacht haben. (Abg. Dr. Walser: ... ist für Sie ein Schauspiel!) Sie haben sich heute entlarvt. Sie haben ein mieses, ein minderwertiges Schauspiel geliefert.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Meine Damen und Herren, ich höre auf (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), ich beende meine Rede mit einem Vierzeiler:
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Reden Sie zu FPÖ-..., das ist gescheiter!
(Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Reden Sie zu FPÖ-..., das ist gescheiter!)
Beifall beim BZÖ.
schaft dominiert. Wir vom BZÖ sprechen uns klar gegen jegliche Radikalisierung aus. (Beifall beim BZÖ.) Der Erfolg bei den Wahlen gerade bei den Jungwählern hat gezeigt, dass das der richtige Weg ist.
Abg. Vilimsky: Das ist kein Redebeitrag, das ist ein Lesebeitrag!
Mein heutiger Redebeitrag soll einmal mehr aufzeigen, dass der Bereich Kinder und Jugend eine Querschnittsmaterie ist. (Abg. Vilimsky: Das ist kein Redebeitrag, das ist ein Lesebeitrag!) Immer mehr ist auch die Bundesministerin für Inneres in die Materie involviert. Die Ursachen für kriminell werdende Jugendliche sind vielseitig. Es gilt, die Ursachen zu erforschen, den Jugendlichen zuzuhören und sie zu involvieren.
Beifall beim BZÖ.
Der richtige Weg wäre es, Perspektiven zu setzen, Arbeitsplätze für Jugendliche zu schaffen, ihnen zu helfen, zum Beispiel einen neuen „Blum-Bonus“ einzuführen. Die Einführung eines Kündigungsschutzes wäre das Richtige. (Beifall beim BZÖ.) Gerade für Junge und Lehrlinge, die den Blum-Bonus II in Anspruch nehmen, gehört ein Kündigungsschutz eingeführt, um ihnen Sicherheit zu geben.
Beifall beim BZÖ.
Ich gehe davon aus, dass nicht alle Jugendlichen kriminell sind. Wir sollten sie gemeinsam unterstützen für eine gute Zukunft ohne jegliche Radikalisierung. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Der Redner hält die Seite der genannten Zeitung in die Höhe, auf der die Schlagzeile „Krokodile, Dackel & Dobermänner“ zu lesen ist. – Rufe bei ÖVP und BZÖ: Danke, Herr Faul!
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, wie es Ihnen mit dem Thema gegangen ist. Der „Kurier“ von morgen, Seite 3, ist lesenswert! Da wird uns der Spiegel vorgehalten, wie man uns sieht. (Der Redner hält die Seite der genannten Zeitung in die Höhe, auf der die Schlagzeile „Krokodile, Dackel & Dobermänner“ zu lesen ist. – Rufe bei ÖVP und BZÖ: Danke, Herr Faul!) Das sollte eigentlich schon zum Nachdenken anregen, dass wir so eine Art stillen Comment entwickeln, wie wir uns nicht gegenseitig darstellen sollten – mit Schimpfworten, mit Heruntermachen, mit Verächtlichmachen, mit Feindbildschaffung –, weil das nichts bringt.
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Ich glaube, dass die Politik eine enorm wichtige Rolle spielen kann und muss. Dazu gehört aber auch, dass wir uns gegenseitig ernst nehmen, dass wir einander zuhören. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) Mir hat sehr gut gefallen, was Peter Wittmann gesagt hat; ich kann jedes Wort unterstreichen. Dazu gehört, dass wir auch ernst nehmen, dass wir als Demokraten in den Nationalrat gewählt worden sind und unsere Meinungen hier vertreten, und dass wir versuchen sollten – das ist der Appell an die Grünen – nicht alles zusammenzumischen.
Abg. Mag. Lunacek: Er ist gewählt worden!
Man kann natürlich gegen den Dritten Nationalratspräsidenten Graf sein, das ist klar. (Abg. Mag. Lunacek: Er ist gewählt worden!) Ob es besonders geschmackvoll ist, dann mit bestimmten Leiberln aufzutreten und „Schande“ hinauszuposaunen, ja, das ist eine Geschmacksfrage. Ich bin jedenfalls anderer Meinung. Das in Verbindung mit
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Neubauer.
Meiner Meinung nach – ich sage das auch sehr offen – ist in Wahrheit die Europäische Union die Antwort auf genau diese Probleme der Nazi-Zeit und des Schreckens, der damit entstanden ist. Dies sollte man doch gerade in diesem laufenden Europawahlkampf viel stärker betonen. Da geht es nicht um ein paar Zehntel-Prozent mehr Wirtschaftswachstum oder um Nettozahler und Nettoempfänger, sondern da geht es darum, dass dieses Europa, diese europäische Vereinigung, diese Europäische Union das Friedensprojekt ist, das tatsächliche ein „Nie wieder“ ermöglicht, auf das wir so stolz sind. – Das wollte ich sagen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Abg. Brosz: ... Van der Bellen! – Rufe bei ÖVP und SPÖ: Geschlossen ist geschlossen! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Das ist geschäftsordnungswidrig!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Abg. Brosz: ... Van der Bellen! – Rufe bei ÖVP und SPÖ: Geschlossen ist geschlossen! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Das ist geschäftsordnungswidrig!) – Das war noch nicht am Bildschirm.
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist schon klargestellt!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Wittmann und Großruck haben das thematisiert, wie ich meine. Von bewussten Missverständnissen kann da gar keine Rede sein! Wenn müsste ja die Hälfte der Republik – also was die Chefredakteure die Kommentatoren anlangt – diesem Missverständnis, was die Äußerung von Frau Bundesministerin Fekter betrifft, aufgesessen sein. Noch vorgestern ist der Leitartikel im „profil“ genau zu diesem Thema erschienen! Entschuldigung! Wir haben die Erklärung von Frau Ministerin Fekter zur Kenntnis genommen (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist schon klargestellt!), jawohl, aber dann brauchen uns die anderen Fraktionen nicht dauernd das vorzuhalten, was die halbe Republik geglaubt hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Wittmann und Großruck haben das thematisiert, wie ich meine. Von bewussten Missverständnissen kann da gar keine Rede sein! Wenn müsste ja die Hälfte der Republik – also was die Chefredakteure die Kommentatoren anlangt – diesem Missverständnis, was die Äußerung von Frau Bundesministerin Fekter betrifft, aufgesessen sein. Noch vorgestern ist der Leitartikel im „profil“ genau zu diesem Thema erschienen! Entschuldigung! Wir haben die Erklärung von Frau Ministerin Fekter zur Kenntnis genommen (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist schon klargestellt!), jawohl, aber dann brauchen uns die anderen Fraktionen nicht dauernd das vorzuhalten, was die halbe Republik geglaubt hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Entschuldigt das jetzt die Vorwürfe, was die halbe Republik geglaubt hat?
Herr Kollege Schüssel, es stimmt schon, Ihren Appell an eine gute Erinnerungskultur kann ich nur unterstreichen! (Abg. Kopf: Entschuldigt das jetzt die Vorwürfe, was die halbe Republik geglaubt hat?) – Jetzt fangen Sie wieder an! Ich bin schon längst beim Kollegen Schüssel! Die Erinnerungskultur ist in Ordnung. Die Europäische Union als Projekt des „Nie wieder“ kann ich nur unterstreichen.
Abg. Weinzinger: Als den Tag des Endes des Krieges! Im Gedenken an die Opfer!
Ich gebe Ihnen ein paar Stichworte: Ist es nicht so, dass viele von Ihnen – darunter auch viele Burschenschafter, aber sicher nicht ausschließlich – den Mai 1945 jährlich nicht als einen Tag der Befreiung Österreichs feiern, sondern eine Feier abhalten auf den Hintergrund der Niederlage von Deutschland; ist das nicht so? (Abg. Weinzinger: Als den Tag des Endes des Krieges! Im Gedenken an die Opfer!)
Abg. Weinzinger: ... der Geschichte!
Ist es nicht so, das Jörg Haider seinerzeit – da war er noch Chef der Freiheitlichen Partei – sinngemäß gesagt hat: Er wundert sich nur, dass einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken hat? – Ist das nicht eine klassische antisemitische Äußerung? Ist es einfach ein guter Treppenwitz der Geschichte – nach Ansicht des BZÖ jetzt? Das möchte ich nur gerne wissen. (Abg. Weinzinger: ... der Geschichte!)
Abg. Mag. Stefan: In welchem Ausland? – Abg. Dr. Haimbuchner: Für Sie unverständlich!
Im Ausland ist völlig unverständlich, wie man jemanden wie Herrn Graf zum Dritten Präsidenten des Nationalrates wählen kann. (Abg. Mag. Stefan: In welchem Ausland? – Abg. Dr. Haimbuchner: Für Sie unverständlich!) Sie müssen es ja nicht zur Kenntnis nehmen; ich sage es nur.
Beifall bei den Grünen.
Ich wollte möchte festhalten: Ich schätze Personen wie Ariel Muzicant. Er nimmt sich kein Blatt vor dem Mund. (Beifall bei den Grünen.) Er hat bestimmte Lektionen aus den dreißiger Jahren gelernt. Damals hat es geheißen: Die Kommunisten verschwinden in den Lagern, ich bin ja kein Kommunist! Die Juden verschwinden in den Lagern, ich bin ja kein Jude! Die Roma verschwinden, ich gehöre ja nicht zu den Roma, et cetera!
Abg. Weinzinger: Aber nur bei ... Köpfen! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das ist eine Assoziation, die Sie ablehnen. Aber Sie müssen anerkennen, dass das möglich ist. (Abg. Weinzinger: Aber nur bei ... Köpfen! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Und das verstärkt den Eindruck der Kultur der Verharmlosung – nicht in ganz Österreich, aber in dieser Fraktion. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist eine Assoziation, die Sie ablehnen. Aber Sie müssen anerkennen, dass das möglich ist. (Abg. Weinzinger: Aber nur bei ... Köpfen! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Und das verstärkt den Eindruck der Kultur der Verharmlosung – nicht in ganz Österreich, aber in dieser Fraktion. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Es ist nicht dementiert worden! Gesagt ist gesagt!
Abgeordneter Petzner hat gesagt, dass er in einem Gespräch mit der Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokraten, Frau Laura Rudas, in Erfahrung bringen konnte, dass die SPÖ das Thema Hetzen, das Thema Rechtsextremismus eigentlich nur deswegen aufs Tapet gebracht hat, weil die SPÖ offensichtlich Probleme und ein Umfragetief im Vorfeld der EU-Wahl hat. Das heißt aber nichts anderes, als dass diese Bundesregierung unter Bundeskanzler Faymann ein Thema, und zwar ein sehr, sehr sensibles Thema, in Stellung gebracht hat, um gegen uns zu hetzen – und das sage ich jetzt bewusst auch noch einmal –, um gegen uns zu hetzen und in einer sehr sensiblen Frage eine Debatte loszutreten. Dadurch sitzen wir jetzt in dem ganzen Schlamassel, in dem wir eigentlich nicht sitzen sollten. (Abg. Petzner: Es ist nicht dementiert worden! Gesagt ist gesagt!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin Rudas, Sie sind am Wort. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt das Pflichtdementi!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt das Pflichtdementi!) Ich kann Ihnen gerne sagen, warum erfreulicherweise die Berichterstattung der letzten Tage so massiv war, weil es nämlich eine Zivilgesellschaft gibt, weil es eine Mehrheit, eine überwiegende Mehrheit in diesem Land gibt, die antisemitische Anspielungen nicht zulässt, die Hetze nicht zulässt und die von Ihrem verkehrten Geschichtsbild genug hat. Gott sei Dank ist die Mehrheit in Österreich gegen Radikalisierungen und schreit da auch auf! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt das Pflichtdementi!) Ich kann Ihnen gerne sagen, warum erfreulicherweise die Berichterstattung der letzten Tage so massiv war, weil es nämlich eine Zivilgesellschaft gibt, weil es eine Mehrheit, eine überwiegende Mehrheit in diesem Land gibt, die antisemitische Anspielungen nicht zulässt, die Hetze nicht zulässt und die von Ihrem verkehrten Geschichtsbild genug hat. Gott sei Dank ist die Mehrheit in Österreich gegen Radikalisierungen und schreit da auch auf! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war nicht die Antwort auf die Frage! – Abg. Strache: Sie sind doch bei den Eierwerfern dabei!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, um auch das hier klarzustellen: Herr Petzner, Ihr Kollege Petzner beziehungsweise Ihr Ex-Kollege Petzner sucht schon seit mehreren Wochen nach Gesprächen, die ich nicht einsehe, mit ihm führen zu müssen. Er kam im Buffet zu mir, hat mir auf die Schulter getippt – Kollegin Kuntzl war dabei – und hat gesagt: Auf eine Minute! Er hat dann ziemlich verzweifelt gefragt, warum wir uns dieser Diskussion stellen, dass wir damit der FPÖ helfen und dass das ein „Wahnsinn“ ist. Er und das BZÖ haben irgendwie Angst, im Wahlkampf zu wenig vorzukommen – was ja auch ein bisschen daran liegen könnte, dass sie wenig Inhalte haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war nicht die Antwort auf die Frage! – Abg. Strache: Sie sind doch bei den Eierwerfern dabei!)
Abg. Petzner: Sagen Sie doch, was Sie gesagt haben!
Wie auch immer: Ich verspreche hier hoch und heilig, niemals irgendwelche Konzepte mit Herrn Petzner zu besprechen. Wir wollen ja nicht zu einer Minifraktion werden. Als Sozialdemokratin muss ich mich jedoch hier hundertprozentig nicht dafür rechtfertigen, warum wir einen aufrechten Kampf gegen Faschismus führen. Der hat eine lange Tradition, und die werden wir auch fortführen. Das ist eine moralische und keine strategische Entscheidung. (Abg. Petzner: Sagen Sie doch, was Sie gesagt haben!)
Abg. Strache: Der gehört schon Ihnen!
Herr Petzner, ich würde sagen, Sie machen sich das einfach selber mit der FPÖ aus – und lassen uns damit in Ruhe. (Abg. Strache: Der gehört schon Ihnen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr werdet euch schön anschauen am 7. Juni!
liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Kollege Strache, sind wir auch Vorbilder. Wir sind Vorbilder! Wir sind Politikerinnen und Politiker im Hohen Haus, und wir sind Vorbilder. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr werdet euch schön anschauen am 7. Juni!)
Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?
Es ist völlig egal, ob es dann Zwischenrufe gibt oder ob hier einmal einer etwas sagt, das nicht so in Ordnung ist. Das ist nicht entscheidend (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?), sondern entscheidend ist: Welche moralischen Vorbilder sind wir für die Österreicherinnen und Österreicher? (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?) Und hier haben Sie sich an der Nase zu nehmen – und niemand anderen hier im Haus! (Abg. Strache: Stimmt das jetzt?) – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?
Es ist völlig egal, ob es dann Zwischenrufe gibt oder ob hier einmal einer etwas sagt, das nicht so in Ordnung ist. Das ist nicht entscheidend (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?), sondern entscheidend ist: Welche moralischen Vorbilder sind wir für die Österreicherinnen und Österreicher? (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?) Und hier haben Sie sich an der Nase zu nehmen – und niemand anderen hier im Haus! (Abg. Strache: Stimmt das jetzt?) – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Stimmt das jetzt?
Es ist völlig egal, ob es dann Zwischenrufe gibt oder ob hier einmal einer etwas sagt, das nicht so in Ordnung ist. Das ist nicht entscheidend (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?), sondern entscheidend ist: Welche moralischen Vorbilder sind wir für die Österreicherinnen und Österreicher? (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?) Und hier haben Sie sich an der Nase zu nehmen – und niemand anderen hier im Haus! (Abg. Strache: Stimmt das jetzt?) – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist völlig egal, ob es dann Zwischenrufe gibt oder ob hier einmal einer etwas sagt, das nicht so in Ordnung ist. Das ist nicht entscheidend (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?), sondern entscheidend ist: Welche moralischen Vorbilder sind wir für die Österreicherinnen und Österreicher? (Abg. Mag. Stefan: Stimmt das jetzt, was Petzner gesagt hat?) Und hier haben Sie sich an der Nase zu nehmen – und niemand anderen hier im Haus! (Abg. Strache: Stimmt das jetzt?) – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: Stimmt nicht!
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ) (fortsetzend): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Rudas ist ihrer Rolle jetzt ja sehr gerecht geworden mit ihrer letzten Wortmeldung. Sie hat viel geredet, aber nichts gesagt und hat nicht einmal die kurze Frage, die vom Kollegen Vilimsky sehr korrekt gestellt worden ist, beantworten können. Sie ist jetzt auch nicht mehr hier. (Abg. Mag. Rudas: Stimmt nicht!) – Entschuldigung, ich sehe Sie nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe ihr zugehört. – So viel dazu. (Abg. Petzner: Sie hat nicht geantwortet!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ) (fortsetzend): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Rudas ist ihrer Rolle jetzt ja sehr gerecht geworden mit ihrer letzten Wortmeldung. Sie hat viel geredet, aber nichts gesagt und hat nicht einmal die kurze Frage, die vom Kollegen Vilimsky sehr korrekt gestellt worden ist, beantworten können. Sie ist jetzt auch nicht mehr hier. (Abg. Mag. Rudas: Stimmt nicht!) – Entschuldigung, ich sehe Sie nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe ihr zugehört. – So viel dazu. (Abg. Petzner: Sie hat nicht geantwortet!)
Abg. Petzner: Sie hat nicht geantwortet!
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ) (fortsetzend): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Rudas ist ihrer Rolle jetzt ja sehr gerecht geworden mit ihrer letzten Wortmeldung. Sie hat viel geredet, aber nichts gesagt und hat nicht einmal die kurze Frage, die vom Kollegen Vilimsky sehr korrekt gestellt worden ist, beantworten können. Sie ist jetzt auch nicht mehr hier. (Abg. Mag. Rudas: Stimmt nicht!) – Entschuldigung, ich sehe Sie nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe ihr zugehört. – So viel dazu. (Abg. Petzner: Sie hat nicht geantwortet!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sehr interessant!
Dann wird noch weiter ausgeführt, dass Herr Faymann Frau Ministerin Heinisch-Hosek für dieses Amt vorsieht und dass das im Geheimen auch schon vorbereitet wird. Vielleicht kann heute im Laufe der Debatte noch jemand von der Sozialdemokratie dazu Stellung beziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr interessant!) – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann wird noch weiter ausgeführt, dass Herr Faymann Frau Ministerin Heinisch-Hosek für dieses Amt vorsieht und dass das im Geheimen auch schon vorbereitet wird. Vielleicht kann heute im Laufe der Debatte noch jemand von der Sozialdemokratie dazu Stellung beziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr interessant!) – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wo? Wann?
klar ist, dass danach dann in einer zweiten Etappe auch über mehrere Jahre hinweg das Budget zu sanieren ist. Zum einen denke ich mir, dass es wichtig ist, das in einer Art und Weise zu tun, bei der natürlich Umverteilung stattfindet, Umverteilung von oben nach unten. (Abg. Mag. Kogler: Wo? Wann?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es ist wirklich wichtig, da internationalen Verpflichtungen nachzukommen, sich nicht hinter Finanzkrisen zu verstecken, sondern da seinen solidarischen finanziellen Beitrag zu leisten. Die Wirtschaftskrise, die Klimaerwärmung und die globale Entwicklung haben eines gemeinsam: Allen kann man nur global solidarisch begegnen. Und ich denke, dass das österreichische Budget, das wir noch eine ganze Woche diskutieren werden, im internationalen Kontext zumindest ein kleiner Beitrag dazu ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das bringt mich zum Kernproblem dieser Debatte: Letzten Endes ist das Budget natürlich nur das Abbild Ihrer Regierungspolitik. Das, was Sie bis dato versäumt haben, politisch auf den Weg zu bringen, ist natürlich auch nicht in diesem Budget zu finden. Die dringend notwendige Mindestsicherung, die Anhebung des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe und eine neue Arbeitsmarktpolitik, die nicht mehr nur darauf abzielt, so schnell wie möglich in einen Job zu schieben, sondern so etwas wie das Bedürfnis nach beruflicher Selbstverwirklichung unterstützt, fehlen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Von welcher Krankenkasse?
Wissen Sie, was eine Zahnregulierung für einen Teenager kostet? – Ab 3 500 € sind Sie dabei. Es kann bis zu 6 000 € kosten. Von der Krankenkasse bekommen Sie gerade einmal 600 €. (Abg. Amon: Von welcher Krankenkasse?) Es geht nicht viel auf oder ab! Es bleibt aber immer noch ein Restfinanzierungsaufwand für die Familien von 3 000 bis 5 000 €. Das schwankt, aber der Restfinanzierungsaufwand ist enorm hoch, und Familien mit 1 220 € können sich so eine Behandlung aufgrund ihrer Einkommenssituation nicht leisten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, was eine Zahnregulierung für einen Teenager kostet? – Ab 3 500 € sind Sie dabei. Es kann bis zu 6 000 € kosten. Von der Krankenkasse bekommen Sie gerade einmal 600 €. (Abg. Amon: Von welcher Krankenkasse?) Es geht nicht viel auf oder ab! Es bleibt aber immer noch ein Restfinanzierungsaufwand für die Familien von 3 000 bis 5 000 €. Das schwankt, aber der Restfinanzierungsaufwand ist enorm hoch, und Familien mit 1 220 € können sich so eine Behandlung aufgrund ihrer Einkommenssituation nicht leisten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Die soziale Lage in Österreich schaut nicht gut aus. Von „sozialer Balance“ ist weit und breit nichts zu sehen. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht und sozialpolitischer Sicht ist dieses Budget nicht zufriedenstellend. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weinzinger: Bravo!
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich möchte daran anschließen, was meine Vorrednerin, Kollegin Schatz gesagt hat, als sie hier das Thema Jugendbeschäftigung angesprochen hat. Ich denke – nein, ich weiß es, und Anfang Mai wurde es deutlich zum Ausdruck gebracht –, dass sich die Bundesregierung und besonders auch der dafür zuständige Bundesminister Mitterlehner sehr wohl den wichtigen Fragen der Jugendbeschäftigung stellen. (Abg. Weinzinger: Bravo!)
Abg. Weinzinger: Extra!
Das wird gezielt durch Berufsorientierung, durch Praktika, aber auch durch Coaching von jungen Menschen in Angriff genommen. Das ist eine konkrete Maßnahme, die auch zeigt, dass sich diese Bundesregierung und vor allem auch Bundesminister Mitterlehner dieser Herausforderung, dieser Problematik stellen und dafür extra noch Budget und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden (Abg. Weinzinger: Extra!), nämlich aus dem Arbeitsmarktservice, aber auch aus den Rücklagen des Wirtschafts- und des Sozialministeriums. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wird gezielt durch Berufsorientierung, durch Praktika, aber auch durch Coaching von jungen Menschen in Angriff genommen. Das ist eine konkrete Maßnahme, die auch zeigt, dass sich diese Bundesregierung und vor allem auch Bundesminister Mitterlehner dieser Herausforderung, dieser Problematik stellen und dafür extra noch Budget und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden (Abg. Weinzinger: Extra!), nämlich aus dem Arbeitsmarktservice, aber auch aus den Rücklagen des Wirtschafts- und des Sozialministeriums. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Ja!
Kollege Haimbuchner (Abg. Dr. Haimbuchner: Ja!) hat noch vor der dringlichen Debatte die Frage gestellt, was diese Bundesregierung für die Jugend eigentlich tut. – Diese Bundesregierung tut sehr viel für diese Jugend! Beispielsweise ist die Existenz aller Jugendorganisationen von diesem Budgetbeschluss in den kommenden Tagen abhängig. Dabei geht es darum, dass sowohl parteipolitische als auch verbandliche Jugendorganisationen ihre Basis- und Projektabgeltung sichergestellt bekommen. Das Budget sieht das vor.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Besonders wichtig ist, dass die jungen Menschen eine gute Ausbildung erhalten und einen guten Arbeitsplatz bekommen!
Ich denke, dass gerade in der heutigen Zeit und in Anbetracht der vorhergehenden Debatte die verbandliche Jugendarbeit eine besonders wichtige ist, die wir auch seitens der Politik unterstützen müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Besonders wichtig ist, dass die jungen Menschen eine gute Ausbildung erhalten und einen guten Arbeitsplatz bekommen!) – Sie sagen es, Herr Haimbuchner, Sie haben völlig recht, auch eine gute Ausbildung ist für junge Menschen von besonderer Bedeutung. Deshalb wurde das Budget im Bereich Unterricht erhöht: 2009 sind es 7,17 Milliarden € und im Jahr 2010 sind es 7,23 Milliarden €, die veranschlagt
Abg. Weinzinger: Milliarden? – Millionen!
wurden. (Abg. Weinzinger: Milliarden? – Millionen!) Ich denke, das ist ein positives Zeichen.
Beifall bei der ÖVP.
Zu guter Letzt, weil Herr Kollege Zinggl gesagt hat, er habe eigentlich überhaupt keine Lust, sich diesen Diskussionen hier zu stellen und über das Budget zu diskutieren, weil ohnehin alles umsonst sei: Ich finde das eigentlich schade, ich habe ihn eigentlich immer für einen sehr engagierten Kunst- und Kultursprecher gehalten. Möglicherweise überlegt er es sich anders und bringt sich in die Diskussionen nächste Woche doch noch ein. Ich würde mich sehr freuen, beziehungsweise ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin – auch wenn sie heute nicht hier ist –, ich bin Demokrat und ich werde daher auch alles dafür tun, damit unser Schulsystem Demokraten heranzieht und Meinungsäußerung in den Schulen noch möglich ist! Ich werde nämlich in einer meiner nächsten Anfragen ein Beispiel bringen, wo diese Meinungsfreiheit in Schulen vom Lehrpersonal mit Füßen getreten wird! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich findet man immer wieder noch etwas, das fehlt, oder etwas, das man gerne oder lieber hätte. Alles in allem ist das Budget aber ein Ergebnis, das auch den größten Kritikern standhält. Ich darf Sie daher ersuchen, in diesem Sinne diesem Doppelbudget 2009/2010 gemeinsam unsere Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Der große Nachteil dieses Tests sind jedoch die Kosten in der Höhe von 170 €, die die Eltern selber tragen müssen, da diese Untersuchung nicht im Mutter-Kind-Pass enthalten ist und von den Krankenkassen nicht bezahlt wird. Gerade in der jetzigen Zeit ist anzunehmen, dass von vielen Müttern diese 170 € nicht aufgebracht werden können und sie dadurch das Risiko, ein geschädigtes Kind zur Welt zu bringen, eingehen müssen. Daher sollte diese Untersuchung unbedingt in den Mutter-Kind-Pass aufgenommen werden und unentgeltlich durchgeführt werden. Einen diesbezüglichen Antrag werde ich einbringen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, sehr geehrte Damen und Herren seitens der Koalition, aber ich werde immer wieder von Menschen angesprochen, die sich freuen. Sie freuen sich nämlich, wenn sie jetzt in ihrer April-Gehaltsabrechnung sehen, dass ihnen mehr Geld in der Geldtasche bleibt – und das haben wir einer Steuerreform zu verdanken, die wir jetzt erstmals spüren. Und dies ist eine Entlastung, initiiert von dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Parteien in diesem Hohen Haus. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Gestern sind in der Diskussion schon Stimmen laut geworden: Na ja, man muss schon auf die Umwelt schauen, aber wir haben jetzt auch eine Wirtschaftskrise, da kann man das nicht mehr so bevorzugt behandeln! – Ich denke, genau das ist der falsche Weg! Wenn man etwas aus der Krise lernt – und wenn es nur eines ist, das wir daraus lernen –, dann muss es wohl das sein, dass wir nur im Einklang mit unserer Umwelt auch die Wirtschaftskrise lösen können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Na ja, so schlecht sind wir auch nicht!
Damit werden wir unsere Klimaschutzziele sicher nicht erreichen können! Damit werden wir auch die Klimakrise und die Energiekrise nicht bewältigen können. An ein Umwelt-Musterland Österreich ist leider auch nicht mehr zu denken. (Abg. Amon: Na ja, so schlecht sind wir auch nicht!) Wir sind in den letzten Jahren leider sehr, sehr schlecht geworden! Ich nehme das auch sehr schmerzhaft zur Kenntnis. Wir werden ganz sicher daran arbeiten, dass wir wieder dorthin kommen, besser werden, aber es bräuchte dafür eben auch entsprechende Mittel im Budget.
Beifall bei den Grünen.
Wenn die Bundesregierung, im Speziellen der Landwirtschaftsminister, der auch für die Umwelt zuständig ist, nicht handelt, dann sollten Sie wenigstens eines tun: Wenn schon die Aufforderung da ist, dass wir uns hier konstruktiv einbringen können und vielleicht doch noch etwas geändert werden kann, dann ermöglichen Sie wenigstens den Menschen und den NGOs, die sich für die Umwelt einsetzen, dass auch Spenden an sie abgesetzt werden können, damit im Umweltbereich und im Tierschutzbereich in den nächsten Jahren wenigstens irgendetwas geschieht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Wo haben sie Wirkung gezeigt?
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die österreichische Bundesregierung hat auf die globale Wirtschaftskrise so schnell wie kaum ein anderes Land in Europa reagiert, und zwar mit zwei Konjunkturpaketen. Das war sicherlich die einzig richtige Antwort, die man geben konnte. Die Konjunkturpakete haben in Österreich bereits allgemein ihre Wirkung gezeigt. (Abg. Dr. Lichtenecker: Wo haben sie Wirkung gezeigt?) Jetzt geht es darum, zu evaluieren und zu schauen, was in den einzelnen Bezirken in Österreich umgesetzt werden kann und was sie den Bezirken in Österreich bringen.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Vor allem auch die steirische Verkehrslandesrätin Edlinger-Ploder findet, dass hier kräftig investiert gehört. Die Nachhaltigkeit dieser Projekte ist aber leider noch nicht gegeben, und außerdem wird vergessen, dass der Bezirk aus mehreren Regionen besteht, nämlich auch aus der Region mit dem Nationalpark Gesäuse. Das sollte sich Verkehrslandesrätin Edlinger-Ploder vielleicht auch ein bisschen näher anschauen. Wir stehen davor, dass der Personenverkehr auf der Schiene dort völlig eingestellt werden soll. Was bedeutet das für die Regierung? (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte damit Folgendes sagen: Die Stärkung des ländlichen Raums ist oft nur eine Phrase, es darf dies aber keine leere Worthülse bleiben. Das Budget und die Konjunkturbelebungspakete sind ein erster wichtiger Schritt, um den Motor der Wirtschaft auch außerhalb der Landeshauptstädte anzukurbeln. Vor allem nachhaltige Investitionen in den ländlichen Raum dürfen hier nicht vergessen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wird dann auch immer gefragt: Wo soll denn das Geld herkommen?, und gesagt: Die FPÖ spricht immer davon, dass Steuern gesenkt werden sollen!, dazu Folgendes: Es gibt ja prominente Beispiele, allein auch in Österreich bei der Körperschaftsteuer, die zeigen, dass man auch mit einer Steuersenkung die Einnahmen sehr wohl heben kann, weil dann die Attraktivität steigt. Ähnliches wäre durchaus auch bei der Einkommensteuer möglich, denn eine Steuerquote, eine Abgabenquote, wie sie derzeit besteht, ist mittlerweile einfach leistungsfeindlich. Das erkennen in Wirklichkeit auch alle seriösen Wirtschaftsforscher. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ähnlich ist es im Zusammenhang mit der Sachwalterschaft. Berichte im Zusammenhang mit einer Sachwalterschaft lösen jetzt Gebühren von 100 € aus, dann überhaupt Abrechnungen von 110 €, die zwar vorläufig der Sachwalter zu bezahlen hat, die aber letztlich natürlich vom Besachwalteten zu tragen sind. Das wäre unseres Erachtens auch abzuschaffen, weil es ja doch arme Menschen trifft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das hat die Arbeiterkammer Wien gedruckt; sie wusste also schon im Vorhinein, was kommen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Hellseherische Fähigkeiten bei der SPÖ!
Wir freuen uns sehr darüber, dass bei der Arbeiterkammer bereits in unserem Sinn gewirtschaftet wird. Wir werden ihr natürlich die Möglichkeit geben, weiter für uns tätig zu sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Hellseherische Fähigkeiten bei der SPÖ!)
Abg. Grosz: Ich bin da! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich hoffe, dass es mir gelingt, auch vor nicht einmal mehr vierzig Kolleginnen und Kollegen eine schöne Rede zu halten. (Abg. Grosz: Ich bin da! – Weitere Zwischenrufe.) Erlauben Sie mir, bevor ich zum Budget ein paar Worte sage ... (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Das war eine Kritik an uns allen, ich habe ja niemanden herausgestrichen, auch nicht dich. (Abg. Grosz: Nein, aber auch Kollege Faul ist nicht hier!)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich hoffe, dass es mir gelingt, auch vor nicht einmal mehr vierzig Kolleginnen und Kollegen eine schöne Rede zu halten. (Abg. Grosz: Ich bin da! – Weitere Zwischenrufe.) Erlauben Sie mir, bevor ich zum Budget ein paar Worte sage ... (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Das war eine Kritik an uns allen, ich habe ja niemanden herausgestrichen, auch nicht dich. (Abg. Grosz: Nein, aber auch Kollege Faul ist nicht hier!)
Abg. Grosz: Nein, aber auch Kollege Faul ist nicht hier!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich hoffe, dass es mir gelingt, auch vor nicht einmal mehr vierzig Kolleginnen und Kollegen eine schöne Rede zu halten. (Abg. Grosz: Ich bin da! – Weitere Zwischenrufe.) Erlauben Sie mir, bevor ich zum Budget ein paar Worte sage ... (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Das war eine Kritik an uns allen, ich habe ja niemanden herausgestrichen, auch nicht dich. (Abg. Grosz: Nein, aber auch Kollege Faul ist nicht hier!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Die strafbare Handlung in Ebensee darf nicht verschwiegen werden, das ist gar keine Frage, und sie soll auch hier herinnen diskutiert werden, aber wir müssen bei der Wahrheit bleiben und dürfen nicht in die eine oder andere Richtung ausreiten und schon gar nicht dieses Ereignis in Ebensee politisch instrumentalisieren. Darunter verstehe ich Folgendes: Die einen sagen – und regen damit die anderen auf –, dass es ein Lausbubenstreich war, und die anderen sagen, dass wir endlich wieder den Beweis dafür angetreten haben: O Gott, in unserem lieben Österreich sind auch die Enkel und Urenkel Nazis! (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Abg. Mag. Steinhauser: Das Budget ist das Thema!
Tatsache ist aber, dass genau dieser Fall beweist, dass die Wahrheit weder ganz rechts noch ganz links liegt. Denn diese drei Burschen, in meiner Sprache als Kriminalpolizist gesprochen, beweisen eines (Abg. Mag. Steinhauser: Das Budget ist das Thema!): Es handelt sich hier um Täter, die nicht ideologisiert waren, wie wir es nennen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) – Das ist so! Sie haben keine Verbindung, die nachweisbar und nachvollziehbar wäre, in die Neonazi-Szene. Im Gegenteil, es wurde das andere auch schon angeführt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Tatsache ist aber, dass genau dieser Fall beweist, dass die Wahrheit weder ganz rechts noch ganz links liegt. Denn diese drei Burschen, in meiner Sprache als Kriminalpolizist gesprochen, beweisen eines (Abg. Mag. Steinhauser: Das Budget ist das Thema!): Es handelt sich hier um Täter, die nicht ideologisiert waren, wie wir es nennen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) – Das ist so! Sie haben keine Verbindung, die nachweisbar und nachvollziehbar wäre, in die Neonazi-Szene. Im Gegenteil, es wurde das andere auch schon angeführt.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte noch ein Beispiel nennen. Ich habe mir erlaubt, die sogenannte Subversiv-Messe in Linz zu besuchen; weniger als Politiker, vielmehr als leitender Beamter der Kriminalpolizei. Mit Steuermitteln wird etwas subventioniert, wo subversiven Kräften gelehrt wird, wie sie sich schminken und tarnen müssen, damit sie dem Verbotsgesetz nicht unterliegen. Diese marschieren dann im Schwarzen Block, mobilisieren die Straße, und das angeblich, um gegen soziale Ungerechtigkeiten, die in Österreich in Hinkunft auftreten werden, zu demonstrieren. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Grosz: Nein!
Ich komme jetzt auf das Budget zurück und möchte auf die Ausführungen des Kollegen Westenthaler eingehen. Er findet im Budget für den Bereich Inneres die 1 000 zusätzlichen Polizistinnen/Polizisten für die nächsten drei, vier Jahre nicht. – Ich kann nur eines sagen: Sogar jährlich sind sie ab 2009 im Personalaufwand jeweils exakt aufgelistet. (Abg. Grosz: Nein!) Doch! Ich zeige es dir nachher, lieber Kollege: 2009: 5 Millionen, 2010: 20 Millionen, et cetera.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Der Abgeordnete Faul ist noch immer nicht da!
Ich möchte nur noch Folgendes sagen: Nehmen wir uns selbst ernst, und radikalisieren wir nicht mit unseren eigenen Worten. Rüsten wir mit den Worten wieder ab, sonst müssen wir künftig die 1 000 zusätzlichen Polizisten dafür verwenden, dass wir Demonstranten und Gegendemonstranten auseinanderhalten. Das ist in Wirklichkeit nicht die Aufgabe, für die wir in Zukunft 1 000 Polizisten mehr einsetzen wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Der Abgeordnete Faul ist noch immer nicht da!)
Abg. Zanger: Das schaue ich mir an!
Eines noch zum Bundesheer: Jawohl, das Bundesheer kann mit diesem Budget die Aufgaben gerade noch erfüllen. Das Bundesheer – und das sage ich als Wehrsprecher – wird die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher im Katastrophenfall im Inland immer sichern können, aber alle anderen Aufgaben sind nur noch abgespeckt und eingeschränkt erfüllbar. (Abg. Zanger: Das schaue ich mir an!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich lade alle, die noch hier sitzen und zuhören, dazu ein, dass wir nach der Krise auch eines diskutieren – heute wurde schon viel darüber gesagt, was wir nach der Krise alles tun müssen –: Führen wir eine Generaldebatte darüber, was wir alle, alle Couleurs, in unserer Verantwortung vom Bundesheer in Zukunft wollen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich auf diese Diskussion. Dann müssen nämlich alle Farbe bekennen und sagen, ob sie zum Bundesheer und dessen Aufgaben stehen oder nicht. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
wesenden Abgeordneten ist es wirklich ein Stiefkind. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Es wurde in den letzten zwei Tagen kein einziges Mal behandelt, lediglich mein Kollege Martin Strutz hat sich für das Bundesheer eingesetzt. (Beifall beim BZÖ.) Der letzte echte Verteidigungsminister, der etwas wusste, kompetent war und auch noch heute beim Bundesheer anerkannt ist, war Herbert Scheibner.
Beifall beim BZÖ.
wesenden Abgeordneten ist es wirklich ein Stiefkind. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Es wurde in den letzten zwei Tagen kein einziges Mal behandelt, lediglich mein Kollege Martin Strutz hat sich für das Bundesheer eingesetzt. (Beifall beim BZÖ.) Der letzte echte Verteidigungsminister, der etwas wusste, kompetent war und auch noch heute beim Bundesheer anerkannt ist, war Herbert Scheibner.
Beifall bei dem BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, es ist sinnvoller, für ein funktionierendes Bundesheer zu streiken. (Beifall bei dem BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In Zeiten der Wirtschaftskrise wird umso mehr Schutz und Hilfe vom Bundesheer für die österreichischen Bürger benötigt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei all diesen Überlegungen, Diskussionen und natürlich auch Durchrechnungen geht es um den sozialen Zusammenhang unserer Gesellschaft. Neben der Minimierung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise erwarten sich die Österreicherinnen und Österreicher zu Recht, dass darauf gedrängt wird, alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich eine derartige Krise nicht mehr wiederholen kann. Das ist eine große Herausforderung für die Europäische Union – eine große Herausforderung, hier die treibende Kraft zu sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Genau!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte BesucherInnen – bald nicht mehr BesucherInnen – auf den Rängen; einige sind noch da! Diese Regierung rühmt sich seit Beginn ihres Bestehens dafür, dass sie viel für die Familien und vieles in Sachen sozialer Gerechtigkeit tut. Die ÖVP rühmt sich, die Familienpartei zu sein, die SPÖ rühmt sich, die Partei zu sein, die für soziale Gerechtigkeit steht, aber wenn wir uns anschauen, welche Maßnahmen diese Regierung bislang gesetzt hat, welche Beschlüsse dieses Haus mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ verlassen haben, dann kann man nur davon ausgehen, dass die ÖVP einen sehr engen Familienbegriff hat. Sie von der ÖVP meinen nämlich nur jene Familien, in denen Vater, Mutter und ein Kind oder mehrere Kinder leben, und jene Familien, die gut bis besser verdienend sind. So sieht nämlich zum Beispiel Ihre Steuerreform aus, die nur diese Familien begünstigt. (Abg. Mag. Kogler: Genau!)
Abg. Zanger: Das sind keine Familien!
Unser Familienbegriff geht auch von jenen Familien aus, die gleichgeschlechtliche Paare als Eltern beinhalten (Abg. Zanger: Das sind keine Familien!) – doch, das sind Familien! –, Familien, in denen die Eltern Migrationshintergrund haben. All diese Familien haben Sie bislang mit Ihren Maßnahmen nicht berücksichtigt. Ganz im Gegenteil! Sie haben jene Maßnahmen, die sinnvoll gewesen wären und allen zugute gekommen wären – also zum Beispiel Investitionen in Kindergärten –, hintangestellt und stattdessen in eine teure Steuerreform investiert, die eben nicht allen zugute kommt. (Beifall bei den Grünen.) – Danke schön.
Beifall bei den Grünen.
Unser Familienbegriff geht auch von jenen Familien aus, die gleichgeschlechtliche Paare als Eltern beinhalten (Abg. Zanger: Das sind keine Familien!) – doch, das sind Familien! –, Familien, in denen die Eltern Migrationshintergrund haben. All diese Familien haben Sie bislang mit Ihren Maßnahmen nicht berücksichtigt. Ganz im Gegenteil! Sie haben jene Maßnahmen, die sinnvoll gewesen wären und allen zugute gekommen wären – also zum Beispiel Investitionen in Kindergärten –, hintangestellt und stattdessen in eine teure Steuerreform investiert, die eben nicht allen zugute kommt. (Beifall bei den Grünen.) – Danke schön.
Beifall bei den Grünen.
Wir fordern von Ihnen, dass Sie richtige Familienpolitik machen, sozial gerechte Politik machen und nicht nur an jene Familien denken, die Ihre Klientel sind, nämlich gut und besser verdienende Familien. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es notwendig, starke Signale auszusenden und vor allem auch gemeinsam, geschlossen gegen diese Krise vorzugehen. Finanzminister Josef Pröll hat es genau richtig gemacht. Wir haben die Steuerreform beschlossen und damit die Menschen spürbar entlastet. Es hat sich herausgestellt – ohne die Vorarbeiten der Regierung in den Jahren 2000 bis 2006 hätten wir diesen Polster jetzt nicht –, dass die damalige Politik richtig war. So können wir entsprechend offensiv Maßnahmen setzen, um diese Krise in Österreich zu bekämpfen, und unseren Beitrag leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Aber woanders ist es auch nicht weniger! Glauben Sie, dass Bludenz durchschnittlich weniger entlastet wird?
Gerade die Steuerreform ist ein wichtiges Signal und vor allem eine wichtige und richtige Entlastung für die Menschen. Allein in meinem Heimatbezirk bedeutet die Steuerreform für einen Hartberger durchschnittlich eine Entlastung von 500 €. Mehr als 12 000 Menschen fallen dadurch zusätzlich aus der Lohnsteuerpflicht heraus. (Abg. Mag. Kogler: Aber woanders ist es auch nicht weniger! Glauben Sie, dass Bludenz durchschnittlich weniger entlastet wird?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte noch, weil meine Vorrednerin die Familienpolitik erwähnt hat, ein paar konkrete Zahlen anbringen: Eine Mutter, alleinerziehend, zwei Kinder, fünf und zehn Jahre alt, Bruttomonatsgehalt von 1 500 €, hat durch die beschlossene Steuerreform im Jahr eine steuerliche Entlastung von 1 903 €. – Also sagen Sie nicht, dass wir in diesem Bereich nichts tun! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Offensichtlich ist die Freiheitliche Partei mit ihrem Budgetsprecher Alois Gradauer doch nicht so weit weg von dieser Kritik, doch nicht so weit weg von den wahren Zahlen, die wir hinterlegen, wenn sich die ÖVP schon solcher Manager bedienen muss. Ich gebe Ihnen aber den guten Rat: Manager sollten im Allgemeinen wissen, wie man mit Budgets umgeht. Sie können Ihnen sicher sagen, was Sie tun sollen, wenn das von uns gezeichnete Szenario eintritt und die jetzt unterlegten Basiskennziffern nicht stimmen. Holen Sie sich Rat, aber lassen Sie nicht diese Manager auftreten, um gegen die FPÖ zu Felde zu ziehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist völliger Nonsens, was da wieder vorgeschlagen wird, und wir könnten uns sehr viel Geld ersparen und es sinnvoller einsetzen – im Bildungsbereich –, wenn wir endlich von dieser Selektion wegkommen. Ich werde dann gerne in der Spezialdebatte darüber referieren, wenn die Möglichkeit besteht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Lange Zeit, das ist richtig!
Die Kommunalkredit hat frisch fröhlich in Kreditausfallshaftungen im Umfang von 12 Milliarden investiert. Wenn man sich die Bilanzsumme ansieht, ist dieser Betrag ja aberwitzig. Die Kommunalkredit, die im Besitz der Volksbank und der belgisch-französischen Dexia war, hat auch gut verdient. (Abg. Dr. Pirklhuber: Lange Zeit, das ist richtig!) Profitiert haben die Volksbank und die Dexia davon, denn beide haben etwa zu 50 Prozent die Kommunalkredit besessen.
Abg. Dr. Königshofer: Zwei!
Es wurde eine eigene Gesellschaft auf Zypern gegründet, die noch aberwitziger spekuliert hat, wo man schon vor Jahren gesehen hat, dass das nicht gut gehen kann. Als das dann wirklich nicht gut gegangen ist, sind die Eigentümer – die Volksbank und die Dexia – zum Staat gegangen und haben gesagt, lieber Staat, wir haben da ein großes Problem, hau uns bitte raus! Und der Staat geht jetzt her und übernimmt diese Bank für einen symbolischen Euro. (Abg. Dr. Königshofer: Zwei!) – Pro Eigentümer 1 €, also in Summe 2 €.
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
weil eben Schulden und alle möglichen Verbindlichkeiten dahinterstehen. Aber bei der Kommunalkredit war das nicht der Fall. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Königshofer: Manager anzeigen!
Jetzt kommt aber das Beste an der Sache: Nicht nur, dass ein normaler, vernünftiger Mensch so etwas nie gemacht hätte. Der hätte die Kommunalkredit Pleite gehen lassen und hätte dann der Volksbank geholfen, wenn das notwendig gewesen wäre. So haben wir die ausländische Dexia noch mitfinanziert und haben jetzt diesen Klotz am Bein. (Abg. Dr. Königshofer: Manager anzeigen!) Aber das ist noch gar nicht das Schlimmste; das Schlimmste kommt ja noch.
Abg. Dr. Königshofer: Das gehört alles angezeigt!
Man muss sich einmal Folgendes auf der Zunge zergehen lassen: Der Staat – und damit der Herr Finanzminister und der Herr Staatssekretär Lopatka – hat zugestimmt, dass die ehemaligen Besitzer – also Volksbank und Dexia – Partizipationskapital in die Bank einlegen und auf fünf Jahre garantierte 8 Prozent Rendite rausholen. Das muss man sich einmal vorstellen! Das heißt, zuerst lässt man sich von diesen ehemaligen Eigentümern verarschen, und dann nimmt man das Geld, das einem ja ohnehin zustehen würde, legt es zu 8 Prozent an und muss dann jedes Jahr aus Steuergeldern 8 Prozent abliefern. – Das muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Dr. Königshofer: Das gehört alles angezeigt!)
Abg. Dr. Königshofer: Da hat er zwar recht! – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist witzlos!
Das machen der Herr Finanzminister und der Herr Staatssekretär Lopatka. Das muss man sich im Detail ansehen, auch die Aussagen von Herrn Lopatka aus dem Budgetausschuss. Ich haben ihn gefragt, ob er eine Ahnung hat, welches Risiko er da eingeht. Da hat er offen und ehrlich zu mir gesagt, nein, er weiß es nicht. Nachdem ich ihn gefragt habe, ob das oft so ist, dass er ein Risiko eingeht, das er nicht kennt, da hat er mir wortwörtlich gesagt: Ja, das kommt oft vor, der Staat macht das immer wieder. – Das muss man sich einmal vorstellen! Und dann hat er noch gesagt – und das ist überhaupt das Ärgste –: Das Leben ist halt etwas gefährlich. (Abg. Dr. Königshofer: Da hat er zwar recht! – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist witzlos!) Herr Lopatka, Sie haben recht! Für den Steuerzahler in Österreich ist es tatsächlich gefährlich in diesem Land, solange es einen Finanzminister und einen Staatssekretär wie Sie gibt. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.
Das machen der Herr Finanzminister und der Herr Staatssekretär Lopatka. Das muss man sich im Detail ansehen, auch die Aussagen von Herrn Lopatka aus dem Budgetausschuss. Ich haben ihn gefragt, ob er eine Ahnung hat, welches Risiko er da eingeht. Da hat er offen und ehrlich zu mir gesagt, nein, er weiß es nicht. Nachdem ich ihn gefragt habe, ob das oft so ist, dass er ein Risiko eingeht, das er nicht kennt, da hat er mir wortwörtlich gesagt: Ja, das kommt oft vor, der Staat macht das immer wieder. – Das muss man sich einmal vorstellen! Und dann hat er noch gesagt – und das ist überhaupt das Ärgste –: Das Leben ist halt etwas gefährlich. (Abg. Dr. Königshofer: Da hat er zwar recht! – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist witzlos!) Herr Lopatka, Sie haben recht! Für den Steuerzahler in Österreich ist es tatsächlich gefährlich in diesem Land, solange es einen Finanzminister und einen Staatssekretär wie Sie gibt. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Abg. Dr. Königshofer: das so leise darzulegen!
kerinnen zur Kenntnis nehmen, dass dieses Budget, wenn man es genauer beurteilt und genauer betrachtet, einige Dinge erfüllt, die in dieser Situation wesentlich sind. (Abg. Dr. Königshofer: das so leise darzulegen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz – auf die Reihen der ÖVP deutend –: 14 Leute da! Das fürs Protokoll! Der Rest ist mit dem Faul in der Cafeteria!
Diese Regierung mit Josef Pröll – noch nicht an der Spitze, aber als Finanzminister – hat den Kampf gegen die Krise mit äußert tauglichen Mitteln aufgenommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz – auf die Reihen der ÖVP deutend –: 14 Leute da! Das fürs Protokoll! Der Rest ist mit dem Faul in der Cafeteria!)
Abg. Grosz: Weil der Lopatka nichts zustande gebracht hat!
Als Steirer muss ich leider mit Bedauern zur Kenntnis nehmen: Im Bereich der Schulinfrastruktur bekommt die Steiermark von den 875 Millionen lediglich 4,3 Prozent. Das ist wenig (Abg. Grosz: Weil der Lopatka nichts zustande gebracht hat!), aber eine Anfragebeantwortung der Ministern Schmied hat klar dargelegt, dass das Versagen in der Steiermark bei Landesrätin Vollath, bei Herrn Präsidenten Erlitz und bei Landeshauptmann Voves zu suchen ist. Das Problem wird sich demnächst, in einem Jahr, lösen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Es klatschen nur mehr drei von 14 im Saal!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Es klatschen nur mehr drei von 14 im Saal!
Als Steirer muss ich leider mit Bedauern zur Kenntnis nehmen: Im Bereich der Schulinfrastruktur bekommt die Steiermark von den 875 Millionen lediglich 4,3 Prozent. Das ist wenig (Abg. Grosz: Weil der Lopatka nichts zustande gebracht hat!), aber eine Anfragebeantwortung der Ministern Schmied hat klar dargelegt, dass das Versagen in der Steiermark bei Landesrätin Vollath, bei Herrn Präsidenten Erlitz und bei Landeshauptmann Voves zu suchen ist. Das Problem wird sich demnächst, in einem Jahr, lösen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Es klatschen nur mehr drei von 14 im Saal!)
Abg. Grosz: Hui, hui! Das war jetzt ein schwerer Angriff aufs BZÖ! Nicht aufs Pult klopfen, das haben wir schon gestern gehabt!
Manche waren gar nicht da. Ich hoffe, Kollege Stadler vom BZÖ hat sich heute in Oberwart, wo er – während der Plenarsitzung – den Oberwarter Wochenmarkt besucht hat, keinen Sonnenbrand geholt. Das wäre nämlich schade, wenn er da rot geworden wäre, gell?! (Abg. Grosz: Hui, hui! Das war jetzt ein schwerer Angriff aufs BZÖ! Nicht aufs Pult klopfen, das haben wir schon gestern gehabt!)
Beifall bei der ÖVP.
Uns geht es darum. Perspektiven zu schaffen, Arbeitsplätze zu sichern, Finanzdienstleistungen als Voraussetzung für das Funktionieren der Wirtschaft wieder in Gang zu bringen – deshalb das Bankenpaket. Uns geht es darum, meine sehr geehrten Damen und Herren – und das ist ganz wichtig –, mit Realismus und Optimismus die Arbeit anzugehen und den Klassenkampf dort zu lassen, wo er ist und wo er hingehört, nämlich in der Mottenkiste. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit der Rednerin.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Viele haben sich ja schon ins lange Wochenende „vertschüsst“ – offensichtlich auch aus meinen eigenen Reihen, muss ich jetzt selbstkritisch anmerken. (Heiterkeit der Rednerin.)
Abg. Amon: Eine Querschnittsmaterie!
Mit dem richtigen Budget ist die Ministerin nicht ausgestattet. Obwohl Kollegin Wurm, die jetzt leider nicht da ist, betont hat, dass das Budget der Frauenministerin aufgestockt wurde, ist es noch immer so gering, dass wir uns bei der Unterstützung der Frauen, bei den Möglichkeiten, Frauen zu fördern und Frauenvereine zu unterstützen, im Promillebereich bewegen, nämlich bei 0,13 Promille. – Das sind 0,00013 Prozent des gesamten Budgets, das die Frauenministerin zur Verfügung hat, und das ist verdammt wenig – verdammt wenig, um etwas zu tun und um die vollmundig angekündigten Vorhaben auch wirklich umzusetzen. (Abg. Amon: Eine Querschnittsmaterie!) – Es ist eine Querschnittsmaterie, deswegen braucht die Ministerin auch viel Unterstützung von allen Seiten. (Abg. Amon: ... befindet sich in allen Ressorts!) – Das stimmt, aber es ist halt die Frage, wie die Ressorts bei den Vorhaben der Ministerin mitmachen.
Abg. Amon: ... befindet sich in allen Ressorts!
Mit dem richtigen Budget ist die Ministerin nicht ausgestattet. Obwohl Kollegin Wurm, die jetzt leider nicht da ist, betont hat, dass das Budget der Frauenministerin aufgestockt wurde, ist es noch immer so gering, dass wir uns bei der Unterstützung der Frauen, bei den Möglichkeiten, Frauen zu fördern und Frauenvereine zu unterstützen, im Promillebereich bewegen, nämlich bei 0,13 Promille. – Das sind 0,00013 Prozent des gesamten Budgets, das die Frauenministerin zur Verfügung hat, und das ist verdammt wenig – verdammt wenig, um etwas zu tun und um die vollmundig angekündigten Vorhaben auch wirklich umzusetzen. (Abg. Amon: Eine Querschnittsmaterie!) – Es ist eine Querschnittsmaterie, deswegen braucht die Ministerin auch viel Unterstützung von allen Seiten. (Abg. Amon: ... befindet sich in allen Ressorts!) – Das stimmt, aber es ist halt die Frage, wie die Ressorts bei den Vorhaben der Ministerin mitmachen.
Beifall bei den Grünen.
Die Geschichte mit der Notwohnung ist leider nur ein Beispiel von vielen, und zwar dafür, dass es sehr viele Vorhaben, sehr viele hehre Ideen und Vorsätze im Regierungsprogramm gibt, dass die aber mit der konkreten budgetären Planung und Umsetzung dann ganz weit auseinanderlaufen und dass das einfach in der Realität nicht zusammenpasst. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch der Bereich der Integration ist eine Querschnittsmaterie. Da ist für mich ganz einfach wichtig – und das habe ich heute in einer Rede schon einmal gesagt –: Egal, ob im Bereich Kinder und Jugendliche oder im Bereich Integration, es geht immer um Respekt und Toleranz. Ich bin davon überzeugt, dass das Budget, das jetzt in einer schwierigen Situation erstellt wurde, sicherlich keine einfache Aufgabe war, das alle Kosten unter einen Hut zu bringen, aber wir konnten wichtige und richtige Signale setzen. Und ein bisschen mehr als Geld, das würde sich, glaube ich, jede und jeder von uns wünschen, aber im Augenblick besteht diesbezüglich nicht die Möglichkeit dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Brosz: Richtig zitieren! Sagen Sie das Jahr auch dazu!
Und weiters: „Die EG-lntegrationspolitik ist ein Programm für die Entmündigung einer ganzen Nation, denn diese wichtige Entscheidung sieht ab von der undemokratischen Realität der EG“ – oder heute EU – „, deren ökonomischen Interessen noch keine demokratischen Institutionen gegenüberstehen.“ (Abg. Brosz: Richtig zitieren! Sagen Sie das Jahr auch dazu!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Auch falsch, aber ...!
Dieses Programm ist aus den neunziger Jahren und war bis vor wenigen Jahren gültig. Es wurde erst vor vier Jahren, soweit ich mich richtig erinnere, von Ihnen reformiert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auch falsch, aber ...!) Also, die urgrünen oder grün-alternativen Ideen braucht man nur zu zitieren, und ich hoffe, wir kommen im Lauf der Debatte doch noch zu einem Umdenken und überlegen uns, wie es weitergehen soll und wie wir das alles finanzieren werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Programm ist aus den neunziger Jahren und war bis vor wenigen Jahren gültig. Es wurde erst vor vier Jahren, soweit ich mich richtig erinnere, von Ihnen reformiert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auch falsch, aber ...!) Also, die urgrünen oder grün-alternativen Ideen braucht man nur zu zitieren, und ich hoffe, wir kommen im Lauf der Debatte doch noch zu einem Umdenken und überlegen uns, wie es weitergehen soll und wie wir das alles finanzieren werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Du hast aber schon gescheitere Vorschläge gehabt – entschuldige!
Jetzt stelle ich fest, es handelt sich um Budgetmaterie, die funktionell vom Bundesminister für Finanzen zu behandeln ist. Ich stelle daher den Antrag, darüber eine Debatte und Abstimmung durchzuführen, dass der Bundesminister für Finanzen in das Parlament einzurücken hat. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Du hast aber schon gescheitere Vorschläge gehabt – entschuldige!)
Beifall bei der ÖVP.
Es sei Ihnen unbenommen, diesen Antrag zu stellen, aber es ist das ein absolut unfreundlicher Akt und nur als solcher zu qualifizieren. Ich verstehe es gerade von Ihnen eigentlich nicht, da der Herr Staatssekretär ja anwesend ist. Der Antrag ist zur Kenntnis zu nehmen, aber gerade von Ihnen hätte ich mir das beileibe nicht erwartet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Das Problem ist, dass der Faul noch nicht da ist!
Ich glaube, dass das eigentlich eine ordnungsgemäße Anordnung ist, die diesen Ablauf der Budgetdiskussion ermöglichen soll. Daher ist mir nicht ganz einsichtig, warum wir jetzt in gewissen Abständen, wenn man das mit einiger Ernsthaftigkeit betrachtet, diese Abstimmungen durchführen müssen. Sie haben von dort oben wahrscheinlich einen guten Überblick gehabt, wie da die Gewichtungen und die Balancierungen sind. Sie werden diesen Überblick auch weiterhin haben, was übrigens ja auch der Vorteil des Präsidenten ist. (Abg. Grosz: Das Problem ist, dass der Faul noch nicht da ist!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich würde sagen, dann schreiten Sie halt zur Abstimmung. Ich kann diesem Antrag natürlich nicht beitreten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Amon: Na geh!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident. Hohes Haus! Natürlich ist es absolut legitim, diesen Antrag zu stellen, überhaupt keine Frage. (Abg. Amon: Na geh!) Aus meiner Sicht ist aber die Vertretung des Herrn Finanzministers durch die Präsenz des Staatssekretärs gegeben. Und es wäre wahrscheinlich auch unzumutbar, den Herrn Finanzminister über zwei Wochen hier im Hohen Haus zu beschäftigen.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Da ich darauf baue, dass der Herr Staatssekretär die Interessen des Finanzministers in der Lage ist zu vertreten, denke ich, ist es höchst ratsam, es, so wie es ist, auch zu belassen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Wir könnten aber den Faul herbeizitieren!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Weiters zur Geschäftsordnung gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Brosz von den Grünen. – Bitte. (Abg. Grosz: Wir könnten aber den Faul herbeizitieren!)
Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Mag. Schieder: Immer, nicht „angesichts der vorgeschrittenen Zeit“!
In diesem Fall ist Herr Staatssekretär Schieder anwesend. Wir haben eine Budgetdebatte vor uns, die ja fünf Tage dauern wird. Theoretisch wäre immer das Finanzressort auch betroffen, und in diesem Sinn finde ich auch, dass bei dieser Debatte die Anwesenheit des Staatssekretärs angesichts der vorgeschrittenen Zeit ausreichend ist. Wir werden den Antrag daher heute nicht unterstützen. (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Mag. Schieder: Immer, nicht „angesichts der vorgeschrittenen Zeit“!)
Rufe bei der SPÖ: Wo ist denn der Strache? – Abg. Grosz: Der Herr Faul ist noch immer nicht da, wohlgemerkt! Wo ist denn der Herr Faul? – Ruf bei der SPÖ: Westenthaler?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Es liegt nun keine Wortmeldung mehr vor. (Rufe bei der SPÖ: Wo ist denn der Strache? – Abg. Grosz: Der Herr Faul ist noch immer nicht da, wohlgemerkt! Wo ist denn der Herr Faul? – Ruf bei der SPÖ: Westenthaler?)
Ruf bei der SPÖ: Strache?! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Es ist ausreichend Zeit gewesen, dass auch die Abgeordneten anwesend sind. (Ruf bei der SPÖ: Strache?! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.) – Bitte um etwas Ruhe!
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Wer für den geschäftsordnungsmäßigen Antrag des Herrn Abgeordneten Fichtenbauer ist, den Herrn Finanzminister herzuzitieren, ersuche ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Wir könnten den Antrag stellen, den Herrn Faul herbeizuzitieren!
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Hell. Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Grosz: Wir könnten den Antrag stellen, den Herrn Faul herbeizuzitieren!)
Beifall bei der SPÖ.
Schaffen wir mit diesem Beschluss des Budgets die finanzielle Voraussetzung für diese geplanten Maßnahmen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
lionen € ist, ob das der Wohnbau ist oder vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Neue Projekte, kreative Projekte gibt es keine, Herr Kollege Bartenstein, und das finde ich schade. (Abg. Großruck: Wer sagt denn das?)
Abg. Großruck: Wer sagt denn das?
lionen € ist, ob das der Wohnbau ist oder vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Neue Projekte, kreative Projekte gibt es keine, Herr Kollege Bartenstein, und das finde ich schade. (Abg. Großruck: Wer sagt denn das?)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, so kann man Wissenschaftsbudgets nicht gestalten! Das geht so nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Damit kommen Forschung und Entwicklung in Österreich ins Abseits. Es gibt keine Gesamtstrategie, und wir werden auf einem forschungspolitischen Abstellgleis weiter dahinfahren und auch forschungspolitisch den Anschluss in Europa versäumen. Machen Sie Schluss damit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Obwohl das Budget 2009/2010 für einige Ressorts zwar nicht zu sogenannten Freudensprüngen Anlass gibt, ist es unserer Bundesregierung trotz der wirtschaftlichen Sondersituation gelungen, ein Budget für unsere Familien, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für unsere Umwelt zu erstellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Königshofer.
Ich wünsche mir von Uni-Räten, dass sie die Interessen der Uni vertreten und nicht ihre Interessen durch Höflichkeit gegenüber dem Anstaltsträger, durch Augenzwinkern. Ich möchte das niemandem unterstellen, aber ich möchte beruhigt sein und gut schlafen können mit dem Wissen, dass das nicht der Fall ist. Ich würde Sie bitten, Herr Minister, da einmal ein Auge oder zwei darauf zu werfen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Budgetausgaben bedürfen auch einmal einer Konsolidierung. Obwohl das Stabilitätsprogramm es offenlässt, wie die Senkung der Maastricht-Defizite erreicht werden kann, darf eine Konsolidierung nur durch einen Mix aus einnahmen- und ausgabenseitigen Maßnahmen und durch sozial ausgewogene Maßnahmen erfolgen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage das deswegen, weil ich meine, dass innerhalb der Regierung oder zumindest innerhalb der ÖVP sicher bekannt war, dass es zu so einer Reaktion kommen würde. Dieses Geld, das aus dem Katastrophenfonds freigemacht werden sollte, hätte ja als tragende Säule der Finanzierung der Gesundheitsreform oder des Kassensanierungspakets dienen sollen. Wenn ich aber schon vorher weiß, dass dieses Geld möglicherweise nicht zur Verfügung stehen wird, dann darf ich doch so etwas nicht in ein Budget einbauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn man all diese Zahlen, die man jetzt gar nicht alle aufzählen kann, weil das zu weit führen würde, zusammenzählt, wird klar: Es fehlen hunderte Millionen Euro, die jetzt eigentlich nur zur Deckung neuer Schulden herangezogen werden sollten. Also wie da eine umfassende Gesundheitsreform, die Ende Juni fertig sein sollte, zustande kommen soll, weiß ich nicht und kann ich nicht sagen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist jetzt eine kleine Säule, hat mit diesem Strukturfonds begonnen. Ich sehe darin aber einen richtigen Tabubruch, denn bis dato war es ja so, dass die Selbstverwaltung die Gelder bereitgestellt hat – und jetzt soll still und heimlich durch die Hintertür das System aus Steuermitteln finanziert werden! Da steht möglicherweise eine heilige Säule der Sozialdemokratie, der Gewerkschaftstradition auf dem Prüfstand. Wir werden mit Vergnügen beobachten, wie das weitergehen wird. Spannung ist angesagt, vor allem bei der Gesundheitsreform. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Bundesminister Darabos versucht, einerseits den Bereich der Landesverteidigung und andererseits den Bereich des Sports bestmöglich und engagiert zu vertreten, neue Projekte zu starten und positive Beiträge einfließen zu lassen. Ich denke, wir haben allen Grund, diese Bestrebungen bestmöglich zu unterstützen und das viele Positive mehr zu sehen als das wenige Negative. – Dazu lade ich alle recht herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Bundesminister! Mein Vorredner hat von Polemik gesprochen. Nur eines dazu: Viel Polemik macht auch die ÖVP. (Widerspruch bei der ÖVP.) Ich würde jedem empfehlen, heute die „Wiener Zeitung“ zu kaufen und zu lesen. Da ist ein Interview von Dr. Franz Fischler, dem ehemaligen EU-Agrarkommissar, drinnen. Das müsst ihr lesen. Darin empfiehlt Dr. Franz Fischler, die Milchbauern in Österreich sollen sich einen Nebenjob suchen. – Das heißt, sie sollen auch noch den Arbeitsmarkt belasten. Das ist einfach unglaublich! (Ruf beim BZÖ: Zynisch!) – Ja, das ist zynisch, das ist doppelt zynisch. (Abg. Großruck: Auf welcher Seite steht das?)
Ruf beim BZÖ: Zynisch!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Bundesminister! Mein Vorredner hat von Polemik gesprochen. Nur eines dazu: Viel Polemik macht auch die ÖVP. (Widerspruch bei der ÖVP.) Ich würde jedem empfehlen, heute die „Wiener Zeitung“ zu kaufen und zu lesen. Da ist ein Interview von Dr. Franz Fischler, dem ehemaligen EU-Agrarkommissar, drinnen. Das müsst ihr lesen. Darin empfiehlt Dr. Franz Fischler, die Milchbauern in Österreich sollen sich einen Nebenjob suchen. – Das heißt, sie sollen auch noch den Arbeitsmarkt belasten. Das ist einfach unglaublich! (Ruf beim BZÖ: Zynisch!) – Ja, das ist zynisch, das ist doppelt zynisch. (Abg. Großruck: Auf welcher Seite steht das?)
Abg. Großruck: Auf welcher Seite steht das?
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Bundesminister! Mein Vorredner hat von Polemik gesprochen. Nur eines dazu: Viel Polemik macht auch die ÖVP. (Widerspruch bei der ÖVP.) Ich würde jedem empfehlen, heute die „Wiener Zeitung“ zu kaufen und zu lesen. Da ist ein Interview von Dr. Franz Fischler, dem ehemaligen EU-Agrarkommissar, drinnen. Das müsst ihr lesen. Darin empfiehlt Dr. Franz Fischler, die Milchbauern in Österreich sollen sich einen Nebenjob suchen. – Das heißt, sie sollen auch noch den Arbeitsmarkt belasten. Das ist einfach unglaublich! (Ruf beim BZÖ: Zynisch!) – Ja, das ist zynisch, das ist doppelt zynisch. (Abg. Großruck: Auf welcher Seite steht das?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Windholz: Super!
Meinen gestrigen Antrag, den 5-prozentigen Milchlieferverzicht zu unterstützen, habt ihr abgelehnt. Da habt ihr gegen die Bauern gestimmt, und das werden wir auch medial verkaufen. Aber, Kollege Großruck, in der APA ist heute zu lesen, dass der bayrische CSU-Agrarminister meinen Gesetzesantrag aufnehmen wird; in Deutschland wird das verwirklicht werden. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Windholz: Super!)
Abg. Bucher: Das ist aber keine Landtagssitzung! Das ist eine Nationalratssitzung! Du verwechselst da etwas!
Diese einschneidenden Maßnahmen sind einerseits traurig, aber es wird trotzdem auch wieder sehr lustig werden in Kärnten. (Abg. Bucher: Das ist aber keine Landtagssitzung! Das ist eine Nationalratssitzung! Du verwechselst da etwas!) Ich kenne kein einziges Event, lieber Seppi Bucher, das wegen dieser Krise in Kärnten eingespart werden sollte. Es wird zwar für viele Familien sehr eng werden, was das tägliche Brot betrifft, aber wenigstens unsere Spiele in Kärnten werden funktionieren. Warum auch nicht? Es wird ja auch keine mediale Seite dazu ausgelassen.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss nehme ich die Frau Bundesministerin beim Wort, dass es keine weiteren Schließungen und Zusammenlegungen von Bezirksgerichten geben soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Sie haben eine Dringliche Anfrage gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Wissenschaftsminister! Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister! Ich glaube, nach ungefähr 11 Stunden Debatte muss man wirklich die Absurdität dieser heutigen Einteilung – von Einteilung kann man eigentlich gar nicht reden –, dieser heutigen Redefolge noch einmal ansprechen. Es hat doch überhaupt keinen Sinn, eine Generaldebatte zu führen, in der zwischen Milchwirtschaft, Gemeindefinanzen und dann wieder irgendwelchen Verteidigungsbudgets hin und her gehüpft wird. Bitte, das entspricht wirklich nicht der Würde des Hohen Hauses, dass es so ein Schlamassel bei einer grundsätzlichen Debatte gibt! (Abg. Großruck: Sie haben eine Dringliche Anfrage gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher, meine Damen und Herren: Wir werden auf Klubobleute-Ebene und auf Präsidentenebene – Herr Präsident, ich hoffe, wir finden in Ihnen einen sachlichen Partner – eine Änderung dieses Brauchs herbeizuführen versuchen, weil so ist das Ganze ja wirklich relativ zwecklos. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Die Herausforderung der Stunde für mich ist der Bogen.
Beifall der Abg. Windbüchler-Souschill.
Darum sage ich: Wir brauchen etwas Geld in der Infrastruktur. Ich gebe dir ja recht: Die Gleise aus der Monarchie und die 70 Prozent führen dazu, dass wir derzeit alleine zwischen Wien West und Neulengbach 17 Langsamfahrstellen haben. Ich weiß, da müssen wir investieren, aber da reichen in Summe vielleicht 800 Millionen €. Und den anderen Teil der jährlichen Investition von über 2 Milliarden €, die jetzt in diese Richtung gehen, die du skizziert hast, würde ich aufteilen in Forschungsbudget, in Bildungsbudget, und – Herr Verteidigungsminister, Sie werden jetzt auch noch in die Redesituation eingebunden, denn sonst wird Ihnen entsetzlich langweilig – auch das Verteidigungsressort braucht dringend Geld für die Umsetzung der Bundesheerreform! Das sehe ich als Kardinalaufgabe an! Da geht es darum, auch eine wirklich zukunftsfähige Verteidigungspolitik budgetär auf die Reihe zu bringen. (Beifall der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Abg. Großruck: Das Land Oberösterreich macht ...!
Darum, Herr Kollege Großruck – auch Sie sollen eingebunden werden, damit Sie nicht so vor sich hindämmern müssen –, unser gemeinsames Leib-und-Leben-Thema, nämlich thermische Gebäudesanierung: Auch in diese Richtung brauchen wir nicht nur die 100 Millionen €, da brauchen wir viel mehr (Abg. Großruck: Das Land Oberösterreich macht ...!), denn das hat nämlich den Effekt, dass Private auch mehr Kapital in diese Richtung entwickeln. Lesen Sie die heutige „Kronen Zeitung“: Auf Seite 10 geht es darum, mit 300 zusätzlichen Millionen in Wien immerhin über 6 000 Arbeitsplätze zu sichern!
Beifall bei den Grünen.
Deshalb möchte ich mit dem Appell schließen: Lesen Sie den Wifo-Bericht, handeln Sie nach dem Wifo-Bericht, und investieren Sie richtig, nämlich nachhaltig und ökologisch! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich aber in diesem Zusammenhang auch Herrn Abgeordnetem Obernosterer anschließen und eine klare Aufforderung in Richtung BZÖ nach Kärnten richten, die großen Anstrengungen, die diese Regierung für Menschen und für Familien in dieser Republik leistet, indem sie diese entlastet, nicht durch die geplante Wiedereinführung von Zuzahlungen bei Pflegebedürftigen zu unterlaufen. Es darf nicht sein, dass gerade diese Menschen ein Budget des Landes Kärnten, das aus dem Ruder läuft, mit, sage ich jetzt einmal, zusatzfinanzieren müssen, wenn diese Event-Politik nicht gepasst hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Wissen Sie, was für Leistungen bezahlt werden aus dem FLAF für die Pensionsversicherung?
Er wird immer mehr ausgehöhlt und bis zum Bankrott geführt. 2010 wird es ganz besonders schlimm werden, weil alle übrigen Mittel gesenkt werden und der Familienlastenausgleichsfonds hauptsächlich ins Pensionssystem einfließt, wo man eben versucht, damit die Pensionen zu retten, aber nicht – wofür er eigentlich gedacht ist – Familienleistungen für die Familien abdecken kann. (Abg. Silhavy: Wissen Sie, was für Leistungen bezahlt werden aus dem FLAF für die Pensionsversicherung?)
Beifall bei der FPÖ.
Wie wir sehen, meine Damen und Herren, wird hier wiederum auf Kosten der Familien und der Zukunft unseres Landes Politik betrieben, und nur Wirtschaftspolitik. Und die Wirtschaftspolitik geht zulasten der Familienpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir brauchen Familien, die genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben und unterstützt werden. Dieser Ansatz im Budget fehlt jedoch komplett. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Bei dieser Regierung brauchen wir nicht nur gute, sondern sehr gute Beamte! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jugend braucht Sicherheit, Sicherheit braucht finanzielle Mittel. Und solange sich dieses Haus dagegen sträubt, die Superreichen und die Reichen zu besteuern, so lange werden die Jugendlichen auf ihre Kosten leben müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Haus haben sich heute alle Parteien bis auf die FPÖ dafür ausgesprochen, politische Bildung zu verankern. Auch das BZÖ hat heute hier gesagt, die politische Bildung soll verankert werden. Deshalb schlage ich vor, SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grüne gemeinsam diesen Schritt endlich gehen zu lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, tun Sie etwas dagegen! Die Menschen werden es Ihnen danken. Tun Sie nichts dagegen, dann werden Sie bei den nächsten Wahlen die entsprechende Rechnung dafür bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist Faul?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Schopf. Eingestellte Redezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Grosz: Wo ist Faul?)
Beifall bei der SPÖ.
Die Kaserne Freistadt ist für unser Mühlviertel wichtig. Sie ist wirtschaftspolitisch wichtig. Immerhin gibt es dadurch 50 Arbeitsplätze. Sie ist seit zirka drei Jahren eine reine Ausbildungskaserne, und diese Kaserne hat, wie schon erwähnt, für unsere Region eine enorme wirtschaftspolitische Bedeutung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hervorragende Rede!
Aufgrund des Budgets, das wir heute diskutieren – und ich hoffe, gemeinsam nächste Woche am Freitag beschließen werden –, ist der Standort dieser Kaserne sicher und sind auch 50 Arbeitsplätze sicher. Ich möchte dir, Herr Verteidigungsminister, sehr herzlich danken, dass dies in Zukunft wieder, und ich würde sagen, noch besser funktioniert als in der Vergangenheit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hervorragende Rede!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Jawohl!
Ebenso deutlich ist dies in Bezug auf die Energie. Im letzten Winter haben wir ja mitbekommen, wie sehr die EU und somit auch Österreich von Energielieferungen abhängig sind. Es sollte daher eine massive Förderung der erneuerbaren Energie und eine deutliche Abkehr von fossilen Energieträgern erfolgen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Jawohl!) Ein langfristiges Ziel muss sein, Österreich energieautark zu machen. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber und Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.) – Danke, Herr Pirklhuber.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber und Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.
Ebenso deutlich ist dies in Bezug auf die Energie. Im letzten Winter haben wir ja mitbekommen, wie sehr die EU und somit auch Österreich von Energielieferungen abhängig sind. Es sollte daher eine massive Förderung der erneuerbaren Energie und eine deutliche Abkehr von fossilen Energieträgern erfolgen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Jawohl!) Ein langfristiges Ziel muss sein, Österreich energieautark zu machen. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber und Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.) – Danke, Herr Pirklhuber.
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Minister für Justiz – mit ihr habe ich vorhin draußen gesprochen – hat mir auch gesagt, dass der Umbau des Gerichtsgebäudes in Salzburg wahrscheinlich im nächsten Jahrtausend stattfinden wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend, was die EU betrifft: Da besteht ein enormer Reformstau. Vorwärts Europa! Vorwärts Grün zu mehr Demokratie, zur Mitentscheidung des Parlaments! Und dafür werden die Grünen kämpfen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter, etwas vereinsamter Herr Minister Hahn! Sehr geehrte Damen und Herren, die noch hier im Saal verblieben sind! Ich möchte einige Worte zur nicht vorhandenen Kulturpolitik sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ein Drama!
Sonst, muss ich sagen, ist Ihre Kulturpolitik ja eher ein Trauerspiel – allein, wenn man sich anschaut, was sich beim ORF so tut. (Ruf bei der FPÖ: Ein Drama!) – Genau, das ist wirklich ein Drama. Der Kulturauftrag des ORF – im Gesetz verankert – wird ganz einfach mit Füßen getreten; kein Mensch kümmert sich darum. Es müsste doch eigentlich die Kulturministerin jeden Tag trommeln und müsste gemeinsam mit den zuständigen Personen – das wären in diesem Fall der Bundeskanzler und der Medienstaatssekretär – darauf achten, dass der Kulturauftrag des ORF von diesem sehr wohl umgesetzt wird. (Abg. Großruck: „Dancing Stars“!) Was ist aber der Fall? – Das Hauptabendprogramm wird „zugemüllt“ mit billigen amerikanischen Serien. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: „Dancing Stars“!
Sonst, muss ich sagen, ist Ihre Kulturpolitik ja eher ein Trauerspiel – allein, wenn man sich anschaut, was sich beim ORF so tut. (Ruf bei der FPÖ: Ein Drama!) – Genau, das ist wirklich ein Drama. Der Kulturauftrag des ORF – im Gesetz verankert – wird ganz einfach mit Füßen getreten; kein Mensch kümmert sich darum. Es müsste doch eigentlich die Kulturministerin jeden Tag trommeln und müsste gemeinsam mit den zuständigen Personen – das wären in diesem Fall der Bundeskanzler und der Medienstaatssekretär – darauf achten, dass der Kulturauftrag des ORF von diesem sehr wohl umgesetzt wird. (Abg. Großruck: „Dancing Stars“!) Was ist aber der Fall? – Das Hauptabendprogramm wird „zugemüllt“ mit billigen amerikanischen Serien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sonst, muss ich sagen, ist Ihre Kulturpolitik ja eher ein Trauerspiel – allein, wenn man sich anschaut, was sich beim ORF so tut. (Ruf bei der FPÖ: Ein Drama!) – Genau, das ist wirklich ein Drama. Der Kulturauftrag des ORF – im Gesetz verankert – wird ganz einfach mit Füßen getreten; kein Mensch kümmert sich darum. Es müsste doch eigentlich die Kulturministerin jeden Tag trommeln und müsste gemeinsam mit den zuständigen Personen – das wären in diesem Fall der Bundeskanzler und der Medienstaatssekretär – darauf achten, dass der Kulturauftrag des ORF von diesem sehr wohl umgesetzt wird. (Abg. Großruck: „Dancing Stars“!) Was ist aber der Fall? – Das Hauptabendprogramm wird „zugemüllt“ mit billigen amerikanischen Serien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, musikalische Ausbildung habe ich schon öfters erwähnt. Die musikalische Ausbildung der Jugend war einst spitze, ist jetzt auch eine Tragödie. Ich werde nächste Woche detailliert dazu Stellung nehmen. Auch da müsste man einen Aktionsplan erarbeiten und gemeinsam mit den Ländern etwas tun, damit man dieses Manko endlich einmal abstellt. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Sie sind eine Ausnahme, Frau Kollegin – eine löbliche!
Nur eines wäre mir noch wichtig: Eine Krise kann auch eine Chance sein. Und gerade in der Kulturpolitik kann man da sehr viel machen. Wir von der FPÖ sind anscheinend die Einzigen, die sich dessen bewusst sind, dass wir von unserem großen kulturellen Erbe leben und auch Selbstbewusstsein daraus schöpfen können. Und es ist unsere Pflicht – ich würde fast sagen, unsere verdammte Pflicht! –, dass wir das unversehrt an nächste Generationen weitergeben. (Abg. Großruck: Sie sind eine Ausnahme, Frau Kollegin – eine löbliche!)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir Freiheitlichen werden alles daransetzen, um in dieser Hinsicht tätig zu bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Da kennst du dich aus!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte, werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Zu diesem Bundesfinanzrahmengesetz und den Bundesfinanzgesetzen. Sie sind sozusagen gezeichnet von Budgetüberschreitungen und von Rücklagenauflösungen. (Ruf bei der ÖVP: Da kennst du dich aus!) Das zieht sich wie ein roter Faden durch. Keiner weiß, wohin die Reise geht. Es ist alles bei diesem Doppelbudget irgendwie, wie Kaffeesudleserei oder Hellseherei. Dasselbe, was die österreichischen Wirtschaftsexperten in den letzten Monaten von sich gegeben haben, setzt sich auch hier fort.
Beifall beim BZÖ.
Ich hätte mir auf jeden Fall gewisse Reformen in diesem Budget erwartet, wo man eine Verwaltungsreform, eine Bundesstaatsreform angehen hätte können, aber all das macht man ganz einfach nicht. Man hätte die Sozialversicherungsanstalten zusammenlegen können. Stattdessen schüttet man eine Milliarde für die Kassensanierung aus. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Die AUVA verspekuliert ein Drittel ihres Gesamtvermögens an der Börse in hochriskant veranlagten Wertpapieren. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Also, ein Wahnsinn, wie es da zugeht! Das sind 92 Millionen €, die da auf der einen Seite in den Sand gesetzt wurden, und auf der anderen Seite schießt man ihr 100 Millionen € wieder zu. (Abg. Peter Haubner: Die Zeit ist aus!)
Abg. Peter Haubner: Die Zeit ist aus!
Die AUVA verspekuliert ein Drittel ihres Gesamtvermögens an der Börse in hochriskant veranlagten Wertpapieren. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Also, ein Wahnsinn, wie es da zugeht! Das sind 92 Millionen €, die da auf der einen Seite in den Sand gesetzt wurden, und auf der anderen Seite schießt man ihr 100 Millionen € wieder zu. (Abg. Peter Haubner: Die Zeit ist aus!)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (fortsetzend): Herr Präsident, ich komme zum Schlusssatz. Wir müssen in Zukunft auf jeden Fall zu einem Steuersystem kommen, bei dem die Arbeitskraft nicht das letzte Glied in der Kette ist. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Die Dringliche Anfrage hat das mit sich gebracht!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Ich möchte zu Beginn ein bisschen etwas zum Ablauf der Debatte sagen, weil es, so glaube ich, für alle miteinander ziemlich unbefriedigend ist, dass wir de facto den ganzen Tag quasi Kraut und Rüben diskutieren. (Abg. Großruck: Die Dringliche Anfrage hat das mit sich gebracht!) Das können wir beim Kapitel „Landwirtschaft“ noch fortsetzen. Das Problem ist nur, die Budgetdebatte, so wie es die Geschäftsordnung vorsieht, ist wahrscheinlich nicht leicht zu führen: Erste Lesung, Generaldebatte. Mir fällt das jetzt zum achten Mal auf, es hat immer wieder Anläufe gegeben, das ein bisschen anders zu strukturieren.
Abg. Grosz: Die Minister tratschen!
Ich glaube, dass wir alle miteinander mehr davon hätten, wenn wir erstens thematisch zusammenhängender debattieren könnten und zweitens die Minister anwesend wären, wenn ihr entsprechendes Kapitel behandelt wird. (Abg. Grosz: Die Minister tratschen!) Und wenn schon die Geschäftsordnung schwierig zu interpretieren oder umzugestalten ist, so wäre es ja zumindest ein Versuch, dass sich die Fraktionen darauf verständigen, in welcher Reihenfolge man das Budget diskutiert, um ein bisschen eine Struktur in die Debatte hineinzubekommen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Leute, die zuhören, eine befriedigende Diskussion. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Großruck – ein Exemplar dieser Zeitung in die Höhe haltend –: Die Wahrheit!
Wenn man jetzt fragt, ob schon jemals irgendjemand diese gesehen hat, wird wahrscheinlich die Zahl derer relativ gering sein, nehme ich an. Das sind nämlich zwei Parteizeitungen. 1,2 Millionen € gehen an die „Kärntner Tageszeitung“, die im roten Segment angesiedelt ist. Natürlich muss es ein Äquivalent dafür geben, denn es geht ja nicht, dass nur eine rote Parteizeitung etwas bekommt. Deshalb gibt es 1,1 Millionen € für das „Neue Volksblatt“ in Oberösterreich. (Abg. Großruck – ein Exemplar dieser Zeitung in die Höhe haltend –: Die Wahrheit!) – Ja genau, das ist drinnen. Super! Parteizeitungen – dafür haben wir Geld, für die Parteizeitungen der ÖVP und für die Parteizeitungen der SPÖ, dafür gibt es Geld.
Abg. Großruck: „Wahrheit“ heißt das!
Sonst haben Sie immer gesagt, die „Prawda“; wenn es die ÖVP betrifft, ist es super. (Abg. Großruck: „Wahrheit“ heißt das!) – Ja, genau, „Oberösterreich-Prawda“. Alles andere ist sowieso eingegangen.
Beifall bei den Grünen.
Also: Ein bisschen Unabhängigkeit wäre bei euch auch einmal möglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: War es „Der Schatz im Silbersee“?
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen! Auch ich muss noch einmal auf den gestrigen Tag hier im Plenum zurückkommen, weil Kanzler Faymann Ihnen und mir ganz unvermutet und mit vorwurfsschwangerer Stimme mitgeteilt hat: „Auch Susanne Winter hat ein Buch gelesen.“ – Ich muss sagen: Ich bin sehr stolz darauf, dass ich in meiner Freizeit auch Bücher lesen kann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: War es „Der Schatz im Silbersee“?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ja hervorragend!
Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass unsere Bundesregierung immer so stolz darauf ist, dass 2,7 Millionen Menschen in Österreich keine Einkommen- und Lohnsteuer zahlen. – Ich würde sagen: Wenn diese Menschen mehr Einkommen zum Auskommen hätten, dann würden sie sicherlich auch sehr gerne ihren Obolus in den Steuertopf einzahlen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ja hervorragend!)
Beifall bei der FPÖ.
Mein letzter Satz geht an Frau Mag. Gisela Wurm. Sie hat sich heute am Vormittag – und ich bin ganz besonders stolz auf sie! – für die Notwohnungen ausgesprochen. Zur Erklärung: Diese Notwohnungen sind für Frauen, die aus einer Zwangsehe oder Zwangsverehelichung flüchten und auch anderen grauslichen Maßnahmen entgehen wollen. Ich bin stolz auf Sie, Frau Mag. Wurm, dass es heute möglich ist, dass Sie dazu stehen, dass es diese Grauslichkeiten und Zwangsehen in Österreich überhaupt gibt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Vock. Seine Redezeit von 3 Minuten wurde auf 2 Minuten Redezeit gekürzt. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ.
Als Bautensprecher der FPÖ hätte ich mir gewünscht, dass man zumindest jene Maßnahmen rasch setzen würde, die diese Regierung der Bauwirtschaft schon im Vorjahr versprochen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Sind das jetzt freiheitliche Festspiele?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Deimek. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Sind das jetzt freiheitliche Festspiele?)
Beifall bei der FPÖ.
Sie können das jetzt ruhig „freiheitliche Festspiele“ nennen! Das ergibt sich halt mit einer gewissen Fraktionsstärke, die ja nicht von ungefähr kommt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mich auch den Ausführungen des Abgeordneten Auer anschließen, wenn er sagt, dass er am Ende dieser Wochen alles 26 Mal gehört haben wird. Das glaube ich ihm! Umgekehrt ist das aber eben ein Parlament und nicht ein Macherment. Das andere wäre die Bundesregierung, und ich meine, man sollte zwischen diesen beiden Institutionen doch unterscheiden! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Aus der Regierungsfraktion hört man übrigens auch genug Lob. Wir haben heute schon etliche Danksagungen gehört, etwa an die Bundesregierung, an den Finanzminister, an den Sektionschef. Auch Herr Abgeordneter Auer und Herr Bundesminister Stöger wurden bedankt. Ich muss sagen, dass die ÖVP da eigentlich einen rechten Klassenausflug nach Maria-Danksagung gemacht hat! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Zu Abgeordnetem Wöginger, der die Ehre hatte, damit anzufangen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) So ist es leider, ja! Abgeordneter Wöginger hat uns die ÖVP als die große Familien- und Sozialpartei vorgestellt, unter anderem beim Kapitel Kindergarten. – Als oberösterreichischer Abgeordneter rufe ich in Erinnerung, dass unsere Helga Moser schon seit Jahren beziehungsweise fast seit Jahrzehnten vorgeschlagen hat, dass das letzte Kindergartenjahr gratis sein soll, damit Sprachdefizite abgebaut werden können. Heuer im Jänner ist dann aber, passend zur Zeit, der Herr Landeshauptmann gekommen und hat gesagt: Na ja, dann machen wir halt den Gratiskindergarten! Und im Bund haben wir entsprechend nachgezogen.
Beifall bei der FPÖ.
Politik soll aber nicht nur sozial sein, wie wir gehört haben, sondern sie ist auch für die Arbeitnehmer und für die Krankenkassen da. Die große Leistung bei den Krankenkassen sei, wie bildlich gesagt wurde, der Wasserausgleich zwischen den zwei vollen, ein paar halbleeren und ein paar ganz leeren Kübeln oder zumindest einem ganz leeren Kübel gewesen. – Wenn das die große Leistung, dann muss ich sagen: Das schafft auch ein Hausknecht irgendwie! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Katzian.
Dass sich das übrigens nicht nur bei der ÖVP so verhält, ist klar. Wir sehen das gelegentlich auch bei der SPÖ. Herr Katzian schaut schon herunter. Die Gewerkschaften GPA und Vida haben im April entsprechende Unterschriften gesammelt. Ich halte die Sozialmilliarde für sehr positiv! Sie findet sich aber nicht wirklich. Vielleicht wäre es gut, wenn man noch mehr Gewerkschafter in die Regierung bringen könnte! (Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sagt, dass die Regierung ein verlässlicher Partner der Bevölkerung ist, dann möchte ich darauf aufmerksam machen, dass „verlässlich“ auch ein bisschen mit „verlassen“ zusammenhängt. Wenn man sich allerdings die Wahlbewegungen anschaut, dann sind wir nicht verlassen. Zu uns kommen die Wähler! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Herbert. Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf beim BZÖ.) Jetzt ist Abgeordneter Herbert dran, dann Abgeordneter Höbart. (Abg. Grosz: So ist halt die Vorsitzführung: Hört nichts, sieht nichts!)
Abg. Grosz: So ist halt die Vorsitzführung: Hört nichts, sieht nichts!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Herbert. Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf beim BZÖ.) Jetzt ist Abgeordneter Herbert dran, dann Abgeordneter Höbart. (Abg. Grosz: So ist halt die Vorsitzführung: Hört nichts, sieht nichts!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte das entschieden zurückweisen und feststellen: Nicht die damaligen FPÖ-Regierungsmitglieder tragen Schuld daran, dass es heute zu dieser Personalmisere bei der Wiener Polizei gekommen ist, sondern es waren die sicherheitspolizeilichen Fehleinschätzungen der ÖVP-Innenminister, angefangen bei Strasser bis Fekter, die diese negative Spirale in Gang gebracht haben. Grund dafür war zweifellos die unselige Polizeireform unter dem damaligen Innenminister Strasser. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Strasser hat da etwas in Gang gebracht, was vielleicht gut gemeint war, aber leider genau das Gegenteil bewirkt hat!
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Damals wurden nämlich jene grundsätzlichen Fehler begangen und Fehleinschätzungen getroffen, die heute vor allem der Wiener Polizei nachhängen. Insbesondere kam es zu der fatalen Fehleinschätzung, dass Wien nicht anders als die übrigen acht Bundesländer zu behandeln ist. Wien ist jedoch als großes Ballungszentrum organisatorisch anders als die übrigen acht Bundesländer zu behandeln. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Aufpassen!. Wer aufpasst, ist klar im Vorteil, Herr Kollege!
Beifall bei der FPÖ.
zu überdenken! Es schadet wohl niemandem, aus Fehlern neue Erkenntnisse zu gewinnen und aufs Neue schlau zu werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das kann es natürlich nicht sein, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Pack hat heute gemeint, unsere Lehrlinge hätten kein Qualitätsproblem. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Richtig! Trotzdem werden ein paar Worte wohl noch erlaubt sein!
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, uns allen ist klar, dass 70 Prozent der Lehrstellen von unseren Klein- und Mittelbetrieben sichergestellt werden. Darum sind wir Freiheitlichen auch ganz klar der Meinung, dass es dort zu einem Schwergewicht in der Förderung kommen muss. Überbetriebliche Ausbildungszentren, die jetzt gefördert werden und wo es auch mehr Stellen gibt, sind durchaus in Ordnung. Trotzdem wiederhole ich: Die Qualität wird in den Betrieben sichergestellt. Überbetriebliche Ausbildungszentren können wirklich nur ein Auffangnetz sein, um Jugend von der Straße zu holen und ein Mindestmaß an Ausbildung sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Ewig Gestriges!
Wir Freiheitliche wiederholen deshalb auch ganz klar unsere Forderungen, die ich nicht nur heute, sondern schon des Öfteren dargebracht habe: Wiedereinführung des „Blum-Bonus“ als unbürokratische Maßnahme auch für unsere kleineren und mittleren Unternehmen. (Abg. Hörl: Ewig Gestriges!) – Das ist nichts „ewig Gestriges“, das war sehr effizient, Herr Abgeordneter! Das können Sie nicht wegleugnen! Gerade von Ihrer Fraktion müsste da eigentlich Unterstützung kommen! Die Kleineren und Mittleren wünschen sich das auch!
Beifall bei der FPÖ.
nicht nur von den Betrieben fordern, sondern müssen selbst als Politiker etwas einbringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir brauchen uns nicht zusammenzusetzen, denn es gibt ein Ergebnis der Bundesheer-Reformkommission, und wir müssen das einfach nur umsetzen. Nachdem heute sogar die Frau Dr. Moser dem Bundesheer mehr Geld zugesprochen hat, muss das, glaube ich, möglich sein. Nächste Woche bei der Debatte darüber haben wir dann die Möglichkeit, mit einem Abänderungsantrag das auch umzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herren Bundesminister! Hohes Haus! Die Bundesregierung muss sich gefallen lassen, dass die Experten und die Opposition recht haben: Die Budgetzahlen stimmen hinten und vorne nicht! (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Ing. Kapeller: Die kommen ja eh!
Die Bundesregierung hat überhaupt einen Hang zu eigenartigen Zahlen. Ich erinnere da nur an das Regierungsprogramm. Schon da hat die Bundesregierung versprochen – mehrere Minister auch in den Medien –: 1 000 Polizisten mehr! (Abg. Ing. Kapeller: Die kommen ja eh!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.
Sicher kommen sie, ja, aber nicht in den nächsten zwei Jahren. Ganz sicher nicht! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.
Ich habe diesbezüglich ein paar Zahlen. Ich habe diese Inspektionen dort besucht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.) Sie schreien, und ich habe dort die Inspektionen besucht. Ich kann Ihnen gerne ein paar Zahlen von dort nennen.
Abg. Ing. Kapeller: Ich weiß nicht, was sie fordern!
Kleinhaugsdorf, Mitterretzbach, Bezirk Hollabrunn, haben insgesamt zwei Grenzpolizeidienststellen, 74 Planstellen und 31,5 dienstbare Beamte. Die sind dort zu 60 Prozent unterbesetzt. (Abg. Ing. Kapeller: Ich weiß nicht, was sie fordern!) Rechnen Sie es nach! Ich weiß nicht, was es da jetzt zu diskutieren gibt. Diese Zahlen stimmen – im Unterschied zu Ihren Zahlen, die nicht stimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.
Kleinhaugsdorf, Mitterretzbach, Bezirk Hollabrunn, haben insgesamt zwei Grenzpolizeidienststellen, 74 Planstellen und 31,5 dienstbare Beamte. Die sind dort zu 60 Prozent unterbesetzt. (Abg. Ing. Kapeller: Ich weiß nicht, was sie fordern!) Rechnen Sie es nach! Ich weiß nicht, was es da jetzt zu diskutieren gibt. Diese Zahlen stimmen – im Unterschied zu Ihren Zahlen, die nicht stimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.
Marchegg, keine Grenzpolizeidienststelle, sondern eine PI: 69 Planstellen, 35 dienstbare Beamte. – Zu 50 Prozent unterbesetzt. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.) Rechnen Sie es nach! Besuchen Sie sie einmal!
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das heißt, im Weinviertel allein, an der Ostgrenze zu Tschechien fehlen 100 Beamte! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das lässt sich einfach nicht wegdiskutieren, das kann man nicht leugnen. Ich weiß nicht, warum es da Aufregung gibt.
Beifall bei der FPÖ.
In Anbetracht dessen verstehe ich schon das Rechenbeispiel der Bundesregierung, denn wenn überall, wie in Leoben, die Planstellen nicht ausgereizt werden, dann kann man diese Planstellen nehmen und nach Wien verschieben, und dann hat man in Wien plötzlich um 1 000 mehr. Das ist eigentlich Lug und Trug, das ist ein Betrug an der Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber wenn man so wie die Bundesregierung rechnet, dann kommt man zu solchen Budgetzahlen, wie wir sie vorliegen haben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Bereich der Infrastruktur wird gespart. Es fahren immer weniger ÖBB-Züge, vor allem im ländlichen Raum. Bei den Direktoren werden es immer mehr, aber beim anderen Personal wird gespart. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann will man uns noch einreden, dass es so gut ist in der EU, ohne EU würden wir diese Krise nicht so gut überwinden. Ich sage Ihnen, meine sehr geschätzten Damen und Herren: Die EU mit ihren Globalisierungswahn hat eine sehr große Schuld daran. Dieser EU sind die Menschen herzlichst egal. Der FPÖ sind die Menschen und unser Land nicht egal! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Das vorliegende Budget betreffend Inneres ist nicht geeignet, den Anforderungen zu entsprechen, und ist keine entsprechende Antwort auf die derzeitige Sicherheitslage. Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen, denn im Sicherheitsbereich ist dermaßen Feuer am Dach, dass herkömmliche Maßnahmen bei Weitem nicht mehr ausreichen, den derzeitigen Sicherheitsnotstand zu beseitigen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ja, pass nur auf! Sei froh, wenn du heute heimkommst und siehst, dass in dein Hotel nicht eingebrochen worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Das vorliegende Budget betreffend Inneres ist nicht geeignet, den Anforderungen zu entsprechen, und ist keine entsprechende Antwort auf die derzeitige Sicherheitslage. Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen, denn im Sicherheitsbereich ist dermaßen Feuer am Dach, dass herkömmliche Maßnahmen bei Weitem nicht mehr ausreichen, den derzeitigen Sicherheitsnotstand zu beseitigen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ja, pass nur auf! Sei froh, wenn du heute heimkommst und siehst, dass in dein Hotel nicht eingebrochen worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihre Maßnahmen haben bis dato bei Weitem nicht gereicht. Es herrschen Zustände in diesem Land, die ihresgleichen suchen. Die Bevölkerung sieht sich mit einer Welle der Kriminalität konfrontiert und erwartet sich Lösungen, und zwar sofort! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Bürger, belastet mit höchsten Steuerdruck, darf offensichtlich keine Gegenleistung erwarten. Im Gegenteil: Man erwartet von ihm, dass er sich mit Hunden – früher hat es ein Schoßhunderl gemacht, jetzt brauchen wir Rottweiler und Wolfshunde – schützt. Jetzt brauchen wir statt Holztüren Tresore. Jetzt brauchen wir Käfige, damit wir uns vor den Einbrechern schützen können, die Sie willkommenheißen und die ganz besonders von den Grünen unterstützt werden. So schaut es aus! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann werden die Bürger noch belästigt mit Statistiken, die hinten und vorne nicht stimmen. Jetzt kommt der uninteressierteste Österreicher bereits darauf, dass sie nicht stimmen – und die Frau Ministerin kündigt wissenschaftliche Zählweisen an. Das wird ja interessant! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich darf Ihnen auch einen kleinen Hinweis geben betreffend die Aufklärungsquote. Lassen Sie sich von einem Polizisten sagen, der noch immer in den Dienst geht – zu 25 Prozent, ich gehe ja noch einen Tag hin und kann daher vom Tatort berichten, und ich lasse mir von den Kollegen ihre Sorgen erzählen –: Wenn sich die Politik nicht bald entschließt, sich hinter die Polizisten zu stellen, werden sie demnächst, weil sie nicht mehr anders können, nur mehr Dienst nach Vorschrift machen, weil sie sich ja schützen müssen, insbesondere vor den unrechtmäßigen Angriffen der Grünen und einer weichen Innenministerin, die den Linken immer auf den Leim geht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Kapeller: Das ist doch gar nicht wahr!
Ich möchte auch noch Folgendes erwähnen: Die Polizisten sind auch noch mit Schrott-Pkws unterwegs. (Abg. Ing. Kapeller: Das ist doch gar nicht wahr!) Der Polizist, der mit einem Schrott-Pkw, mit einem schrottreifen Streifenwagen ausfährt, soll die armen Staatsbürger strafen, weil sie ihrerseits angeblich irgendwelche Delikte begangen haben. Das ist doch ein Wahnsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte auch noch Folgendes erwähnen: Die Polizisten sind auch noch mit Schrott-Pkws unterwegs. (Abg. Ing. Kapeller: Das ist doch gar nicht wahr!) Der Polizist, der mit einem Schrott-Pkw, mit einem schrottreifen Streifenwagen ausfährt, soll die armen Staatsbürger strafen, weil sie ihrerseits angeblich irgendwelche Delikte begangen haben. Das ist doch ein Wahnsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann schauen Sie auch noch jahrelang zu, wie despotische Vorgesetzte wie der Herr Horngacher ihr Treiben entfalten können, sodass man sich auf den Kopf greifen muss, wenn man sich mit den Beamten am Schottenring und im Ministerium unterhält. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber was ist jetzt los? – Wien muss Chicago werden, damit es endlich sicherer wird! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ansonsten wünsche ich Ihnen, wenn Sie heute nach Hause kommen, nicht aufgebrochene Wohnungen vorzufinden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Ihren Handtaschen wohlbehalten nach Hause kommen. Schönes Wochenende! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Jede Mutter und Frau soll selbst entscheiden, wann und ob sie nach der Geburt ihres Kindes wieder ins Berufsleben zurückkehrt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich spreche jetzt ganz besonders jene Mütter an, die sich entscheiden, ihr Kind selbst großzuziehen. Sie alle wissen, die für die Entwicklung wichtigsten Jahre eines Kleinkindes sind die ersten drei Lebensjahre – und die Mutter ist die wichtigste Bezugsperson. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Vater sein Kind stillt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese wertvolle Arbeit einer Mutter und Hausfrau muss, und zwar sowohl was das Finanzielle als auch was das Ansehen anlangt, aufgewertet werden. Das Wohl unserer Kinder muss uns etwas wert sein; die familiäre Betreuung muss gestärkt werden. Wir wollen Eigenständigkeit und Wahlfreiheit für unsere Familien statt staatlicher Bevormundung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für viele Familien ist das Betreuungsnetz der Großeltern ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Betreuung ihrer Kinder. Meine Damen und Herren, das hört sich recht gut und schön an, aber: Großeltern, die selbst Kinder großgezogen haben, müssen eine Ausbildung vorweisen, damit die Betreuung steuerlich geltend gemacht werden kann! Das ist doch unglaublich! So etwas kann nur jemandem einfallen, der von Kinderbetreuung und Kindererziehung nichts versteht! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Es wäre daher sehr zielführend, diese Kompetenzen zusammenzufassen und einen Bundesverwaltungsgerichtshof zu schaffen, der Grundsatzentscheidungen trifft (Beifall bei der FPÖ), und abgesehen davon Landesverwaltungsgerichtshöfe, die dann jeweils die volle Kompetenz in Verwaltungsangelegenheiten haben – und zwar des Bundes und der Länder! Es sollte dann in den Ländern nur ein Gerichtshof bestehen und nicht dieser Wildwuchs und diese Unübersichtlichkeit.
Beifall bei der FPÖ.
Die Bürger wüssten dann, wo sie hingehen können; es gäbe dann eine Anlaufstelle. Und man könnte auch abschätzen, wie lange Verfahren dauern. Man hätte eine Ahnung, wie der Instanzenzug ist; das wäre auch für den Normalbürger wieder nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Kompetenz würde dann auch eine Stärkung der Länder und eine Vereinfachung der Verwaltung bedeuten. Kürzere Verfahren und eine erhöhte Rechtssicherheit wären zu erwarten, weil dann echte Gerichtshöfe über die Verwaltungsakte entscheiden würden und das insofern eine Verbesserung wäre. Außerdem wäre der Verwaltungsgerichtshof entlastet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang wäre auch ein Problem zu lösen, und zwar der sogenannte Asylgerichtshof. Wir stellen uns vor, dass eine ausschließliche Kompetenz für Fremdenrechtsverfahren beim „Fremdenrechtsgerichtshof“, wie man ihn dann wohl nennen müsste, sein sollte, der dann auch in letzter Instanz entscheidet. Das würde bedeuten, dass es keinen Verfahrenszug vom Asylgerichtshof oder vom „Fremdenrechtsgerichtshof“ mehr zum Verfassungsgerichtshof gibt. Erstens ist es systemwidrig, dass für Verwaltungsakte zwei Instanzenzüge bestehen, und zweitens haben wir festgestellt, dass der Verfassungsgerichtshof durch den Instanzenzug vom Asylgerichtshof derzeit überlastet ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weiters zum Verfassungsgerichtshof: Wir stellen fest, dass im Verfassungsgerichtshof derzeit eine Verfahrensdauer von etwa acht Monaten gegeben ist. Das bedeutet eine Verbesserung in den letzten Jahren, und es ist auch im internationalen Vergleich nicht schlecht. Dennoch ist es unbedingt anzustreben, eine Verfahrensdauer von nicht länger als sechs Monaten einzuhalten. Auch in § 73 AVG ist ganz klar geregelt, dass über Anträge von Bürgern in Verwaltungssachen innerhalb von sechs Monaten zu entscheiden ist. Es ist daher sehr unbefriedigend, dass im Instanzenzug selbst diese Verfahrensdauer dann nicht mehr eingehalten werden kann. Es sollten daher unbedingt alle Bestrebungen dahin gehen, dass wir diese Verfahrensdauer auch im Verfassungsgerichtshof entsprechend verkürzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit Ende des Jahres 2008 gab es beim Verfassungsgerichtshof 2 200 offene Verfahren. Das ist ein Zustand, der sehr unbefriedigend ist. Und es ist zu erwarten, dass vor allem durch den Instanzenzug vom Asylgerichtshof diese Situation noch verschlechtert wird und dadurch ein Stau entsteht. Man sollte die genannten Maßnahmen treffen, um auch in diesem Bereich die Möglichkeiten des Bürgers, zu seinem Recht zu kommen, zu verbessern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erwähnt sei auch, dass es durchaus notwendig wäre, eine Möglichkeit zu schaffen, einen Präsidenten vorzeitig abzuberufen, nämlich gerade dann, wenn er, der ja in einer besonders sensiblen Situation ist, sich zu politischen Aussagen hinreißen lässt oder auch politisch an sich agiert. Das sollte nämlich nicht möglich sein! Wenn ein Präsident des Verfassungsgerichtshofs so agiert, dann sollte die Möglichkeit bestehen, ihn vorzeitig abzuberufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schritt – angleichen, um diese Möglichkeit der Beschwerde zu schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Die werden eh geprüft!
Der zweite Punkt ist der Rechnungshof. Auch dazu ist ganz klar zu sagen, dass hier eine Ausweitung der Kompetenzen erforderlich wäre. Das betrifft im Wesentlichen folgende Punkte: Gemeinden, die unter 20 000 Einwohner haben, sollten auch geprüft werden können. (Abg. Großruck: Die werden eh geprüft!) – Die werden nur zum Teil geprüft und jedenfalls nicht vom Rechnungshof! Es gibt genau dort ein großes Potenzial an Einsparungen. Wie groß das genau zu bemessen ist, ist immer ein bisschen problematisch. Tatsache ist aber, dass es sehr wichtig wäre, dass auch dort die Prüfkompetenz erweitert wird. Es gibt, wie ich glaube, 24 oder 25 Gemeinden, die über 20 000 Einwohner haben; alle anderen liegen darunter. Die Prüfkompetenzerweiterung wäre also eine sehr große Sache und auch im Sinne der Einsparungsmöglichkeiten, die wir in Österreich suchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Punkt ist der Rechnungshof. Auch dazu ist ganz klar zu sagen, dass hier eine Ausweitung der Kompetenzen erforderlich wäre. Das betrifft im Wesentlichen folgende Punkte: Gemeinden, die unter 20 000 Einwohner haben, sollten auch geprüft werden können. (Abg. Großruck: Die werden eh geprüft!) – Die werden nur zum Teil geprüft und jedenfalls nicht vom Rechnungshof! Es gibt genau dort ein großes Potenzial an Einsparungen. Wie groß das genau zu bemessen ist, ist immer ein bisschen problematisch. Tatsache ist aber, dass es sehr wichtig wäre, dass auch dort die Prüfkompetenz erweitert wird. Es gibt, wie ich glaube, 24 oder 25 Gemeinden, die über 20 000 Einwohner haben; alle anderen liegen darunter. Die Prüfkompetenzerweiterung wäre also eine sehr große Sache und auch im Sinne der Einsparungsmöglichkeiten, die wir in Österreich suchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Zusammenhang mit den Ausgliederungen wäre eine Prüfkompetenz für Unternehmen, die mit einem Anteil der öffentlichen Hand von zumindest 25 Prozent bestehen, eine Verbesserung. Wir wissen ganz genau, wie viele Unternehmen in Wirklichkeit zwar nur formell einen Anteil des Bundes von 25 Prozent haben, aber dennoch direkt oder indirekt unter dem unmittelbaren Einfluss des Bundes stehen. Auch in diesem Bereich sollte der Rechnungshof eine Prüfkompetenz haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Wo ist der Faul?
Ich stelle also fest: Dieses Budget hat leider überhaupt keine Vorschläge zu einer Reform der Verwaltung allein in diesen Bereichen gemacht. Es wurde überhaupt nichts vorgesehen, um diese Kompetenzerweiterungen in den nächsten beiden Jahren durchzuführen. Es ist daher eine große Enttäuschung für uns als Opposition und gerade als FPÖ. Wir werden das mit unserem Abstimmungsverhalten zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Wo ist der Faul?)
Oh-Rufe und Beifall bei der SPÖ
Wir sehen ja in den letzten Monaten, wie erfolgreich die heimischen Filmschaffenden sind: einerseits mit einem „Oscar“ und jetzt mit einer „Goldenen Palme“ in Cannes ausgezeichnet, wobei man dazusagen muss, dass Haneke – der im Übrigen ein Wiener Neustädter ist (Oh-Rufe und Beifall bei der SPÖ) – nicht den ersten Preis bei diesen Filmfestspielen gewonnen hat, sondern schon mehrere Preise gewonnen hat und letztendlich jetzt den Hauptpreis gewonnen hat. Es war dies ein Film, der durch das Film/Fernseh-Abkommen gefördert wurde, sodass man sieht, dass das Geld gut
Abg. Brosz: Und die Kritik, dass es zu wenig ist, hört niemand!
angelegt ist und dass das eine Visitenkarte nach außen ist. (Abg. Brosz: Und die Kritik, dass es zu wenig ist, hört niemand!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, man setzt mit diesem Budget die richtigen Akzente. Ich glaube auch, dass man bezüglich der Höchstgerichte die richtigen Maßnahmen mit diesem Budget getroffen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Windholz zu Wort. 5 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Ministerbank! Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Frauen Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Mein Vorredner hat in Bezug auf den Verfassungsgerichtshof die Meinung vertreten, dass das nun zusätzliche Personal, 19 Dienstposten mehr, ausreichen wird. – Dem möchte ich heftig widersprechen! Aufgrund der Zuständigkeit im Asylverfahren seit dem zweiten Halbjahr 2008 muss man sich nur die Aktenzahlen vor Augen halten. Ein Drittel aller Akten – obwohl erst im zweiten Halbjahr zuständig – handelt von solchen Verfahren, und ich würde einmal sagen, eine überlange Verfahrensdauer ist keinem am Verfahren Beteiligten wirklich zumutbar. Mit den nun zusätzlichen 19 Dienstposten haben Sie keinesfalls Vorsorge getroffen, haben Sie keinesfalls adäquat Personal zur Verfügung gestellt, haben Sie keinesfalls erreicht, dass eine angemessene Verfahrensdauer sichergestellt werden kann. Das ist, wenn Sie das vorhatten, absolut misslungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Thema Rechnungshof haben wir schon vor Kurzem, bei den letzten Plenartagen, diskutiert. Noch einmal aussprechen möchte ich meinen Dank an den Rechnungshofpräsidenten, an das gesamte Personal im Rechnungshof – es war wie immer eine sehr beeindruckende Leistung. Der Rechnungshof ist Garant dafür, dass die Verschwendung von Steuergeld in entsprechender Form aufgedeckt wird und dass auch Vorschläge gemacht werden, wie man in Zukunft vermeidet, dass Steuergeld beim Fenster hinausgeschmissen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Noch einmal: ein herzliches Dankeschön an den Rechnungshofpräsidenten und an sein Team! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Sag eine Zahl! Wie vielen passt denn das?
Es wurden im Jahr 2008 an Repräsentationsspesen 5 230 093 € ausgegeben, und für 2009 sind 5 005 000 € vorgesehen. – Wir meinen, das ist viel zu viel. In Zeiten, in denen man sparen sollte, könnte man auch hier Akzente setzen. (Abg. Großruck: Sag eine Zahl! Wie vielen passt denn das?) Da könntet ihr mit gutem Beispiel vorangehen und sagen, es wäre angebracht, diese Repräsentationskosten zu halbieren, und damit ein gutes Zeichen setzen, obwohl das auch noch zu wenig wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es wurden im Jahr 2008 an Repräsentationsspesen 5 230 093 € ausgegeben, und für 2009 sind 5 005 000 € vorgesehen. – Wir meinen, das ist viel zu viel. In Zeiten, in denen man sparen sollte, könnte man auch hier Akzente setzen. (Abg. Großruck: Sag eine Zahl! Wie vielen passt denn das?) Da könntet ihr mit gutem Beispiel vorangehen und sagen, es wäre angebracht, diese Repräsentationskosten zu halbieren, und damit ein gutes Zeichen setzen, obwohl das auch noch zu wenig wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Also ich sage Ihnen: Wenn Sie wirklich etwas Gescheites machen wollen, dann sorgen Sie dafür, dass der Verfassungsgerichtshof genügend Personal bekommt, damit es dort keinen Stau gibt, damit es rasche Verfahren gibt! Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Die genannten Beträge können Sie zumindest halbieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sehr vernünftig!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich zunächst auf eine Bemerkung mehrerer Vorredner eingehen, nämlich auf die Forderung nach Prüfung der Gemeinden mit unter 20 000 Einwohnern durch den Rechnungshof. (Abg. Mag. Kogler: Sehr vernünftig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Trotzdem wird so viel verspekuliert!
Man übersieht bei dieser Forderung ganz gerne, dass die Gemeinden dieser Größenordnung bereits von drei Instanzen – zumindest in manchen Bundesländern – geprüft werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Trotzdem wird so viel verspekuliert!)
Abg. Mag. Kogler: Das sind ja Spekulationsassistenzen und keine Prüfungen!
Zum einen haben sie ihre eigenen Prüfungsausschüsse, zum anderen die Prüfabteilung der Länder und die Landesrechnungshöfe in manchen Bundesländern. (Abg. Mag. Kogler: Das sind ja Spekulationsassistenzen und keine Prüfungen!) Dass trotz allem, trotz aller Prüfung, da oder dort etwas passieren kann, hat nichts mit mangelnder Prüfung zu tun, sondern das sind schließlich und endlich einfach Fehlentscheidungen, die da oder dort bedauerlicherweise getroffen werden und dann zu unliebsamen Entwicklungen führen. Das ist aber mit Sicherheit kein Kontrollversäumnis, weswegen wir absolut dagegen sind, eine weitere, vierte Ebene einzuziehen und diese bestgeprüften Gemeinden noch einmal zu prüfen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum einen haben sie ihre eigenen Prüfungsausschüsse, zum anderen die Prüfabteilung der Länder und die Landesrechnungshöfe in manchen Bundesländern. (Abg. Mag. Kogler: Das sind ja Spekulationsassistenzen und keine Prüfungen!) Dass trotz allem, trotz aller Prüfung, da oder dort etwas passieren kann, hat nichts mit mangelnder Prüfung zu tun, sondern das sind schließlich und endlich einfach Fehlentscheidungen, die da oder dort bedauerlicherweise getroffen werden und dann zu unliebsamen Entwicklungen führen. Das ist aber mit Sicherheit kein Kontrollversäumnis, weswegen wir absolut dagegen sind, eine weitere, vierte Ebene einzuziehen und diese bestgeprüften Gemeinden noch einmal zu prüfen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, meine Damen und Herren, heißt: Filmförderung ist auch eine Investition in einen ernst zu nehmenden Kultur- und Wirtschaftsbereich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Zusammenhang auch ein ernstes Wort an die Verantwortlichen im ORF: Wir erhöhen die Fernsehfilmförderung nicht, damit der ORF gleichzeitig seine Ausgaben für die Eigenproduktionen kürzen kann, wie das in den letzten Jahren bereits geschehen ist und wie sich das in den Budgets der nächsten Jahre zusätzlich noch abzeichnet. Das war nicht die Intention dieser Budgeterhöhung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Auch die Förderung des Kinofilms mit finanziellen Mitteln gehört zu den Aufgaben des ORF. Das heißt, die angedachte oder bereits avisierte Kündigung des Film/Fernseh-Abkommens ist genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen. Das wäre eine gröbliche Vernachlässigung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Film ist ein besonderes Kulturgut, freie private Medien sind ein besonderes Merkmal einer pluralistischen Medienlandschaft in einer freien Gesellschaft. Sie verdienen daher unsere besondere Aufmerksamkeit, und zwar genauso ideell wie materiell, und deshalb ist dieses Budget auch ein klares und deutliches Signal an die Medienlandschaft, genauso wie an die Kulturschaffenden, insbesondere in der Filmbranche. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Dass man jetzt darüber reden soll, dass man sich später darum wird kümmern müssen, wie man Milliarden – nicht Millionen – mehr aufstellen kann beziehungsweise – umgekehrt formuliert – wo sie gegebenenfalls eingespart werden müssen, damit die Defizite und vor allem die Schulden und Zinszahlungen nicht davongaloppieren, dieser Einsicht verweigern Sie sich. Das ist für Sie irgendwie nicht diskussionswürdig, nicht diskussionsfähig. (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Dazu werden wir gleich kommen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Hübner.
Das Einzige, das man vom Herrn Vizekanzler hört, ist: Jetzt soll man nicht darüber reden, denn das ist Gift für die Wirtschaft! – Glauben Sie, dass es nicht das viel gefährlichere Gift ist, wenn sich ein Finanzminister hinstellt und völlig unglaubwürdig entweder gar nichts sagt oder, wenn doch, so tut, als ob nichts wäre?! Das ist doch zehn Mal unglaubwürdiger und zehn Mal mehr Gift – dann aber auch für die Glaubwürdigkeit der Politik. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Abg. Amon: Was ist Ihr Vorschlag?
Die Geschichte ist einfach, aber dramatisch; Sie können mit mir gemeinsam ein kurzes Rechenbeispiel anstellen – ich beziehe mich nur auf die Zahlen des Herrn Bundesministers für Finanzen und seinen sogenannten Strategiebericht, wenn er sich dazu noch lange so sagen traut, aber bitte –: 4 Prozent bis 5 Prozent Defizit in den nächsten Jahren bis 2012! – Das basiert aber noch auf Annahmen, die wesentlich günstiger waren als jene, die uns jetzt prognostiziert werden, aber sei’s drum. – Das ergibt, vom Schuldenstand 2008, zirka 180 Millionen €, weg gerechnet, bis 2012, 2013 herum einen Schuldenstand von 250 Milliarden. Wenn wir uns der günstigen Prognose hingeben, dass wir uns weiterhin mit 4 Prozent langfristigen Zinsen am Markt bewegen können, dann sind das zusätzliche Zinszahlungen – zusätzlich! – von 3 Milliarden €. (Abg. Amon: Was ist Ihr Vorschlag?) Jetzt haben wir 7 Milliarden €, dann werden wir 10 Milliarden € haben. Wenn sich dieser Zinssatz auch nur um 1 Prozent verändert, sind es plötzlich 12,5 Milliarden €, das heißt noch 2,5 Milliarden € mehr. – Das nur, dass einmal die Dimension klar wird.
Abg. Amon: Was ist Ihr Vorschlag?
Dazu meint der Herr Vizekanzler, irgendwie wird sich das zum Schluss schon alles ausgehen. (Abg. Amon: Was ist Ihr Vorschlag?) Irgendwie wird sich das zum Schluss schon alles ausgehen. – Es wird sich nicht ausgehen, und derjenige, der jetzt die Debatte darüber verweigert, ist der Realitätsverweigerer! Diese Leute sind in Wirklichkeit die Utopisten, denn so wird es auf keinen Fall gehen. Wer jetzt zusätzlich erklärt, dass das ohne einnahmenseitige Maßnahmen geht, dem wünsche ich ein aufrichtiges „Toi, toi, toi!“, den schlagen wir für einen Nobelpreis vor, den wir erst kreieren müssen, vermutlich aber so etwas Ähnliches wie Voodoo-Ökonomie. Wie soll sich das ausgehen?
Abg. Großruck: Du kennst dich überhaupt nicht aus!
Somit kommen wir zum Rechnungshof, wo man sich das jetzt anschauen kann. Einnahmenseitig wird verweigert – ich sage Ihnen gleich, ohne zusätzliche Abgaben oder Steuererhöhungen wird das nicht gehen, da brauchen Sie nur nachzurechnen; Sie sagen, das geht schon –, also schauen wir die Ausgabenseite und die bahnbrechende Rolle der ÖVP samt ihrer ganzen Landeshauptleute in Sachen Verwaltungsreform an! Dort, wo es darum geht, wenigstens ein paar Hunderttausend oder ein paar Millionen Euro zu lukrieren, weil man sinnvolle Sparmaßnahmen setzen würde, kommt ein Njet. Woher? – Von den Landeshauptleuten; mindestens vier Schwarze davon gibt es noch. Das große Njet kommt von einem völlig überzogenen und falsch verstandenen Föderalismusbegriff in diesem Land. Das völlige Njet kommt von einer Politfolklore, die nicht mehr auszuhalten ist, die Ihre Leute (in Richtung ÖVP) auch zu verantworten haben, und das wissen Sie ganz genau; ob das im Gesundheitswesen ist, ob das in bestimmten baulichen Zusammenhängen wie etwa in der Siedlungswasserwirtschaft ist, wo Millionen und Millionen pro Region vergeudet werden, nur weil völlig verkrustete Strukturen nicht aufgebrochen werden. (Abg. Großruck: Du kennst dich überhaupt nicht aus!) Wer hat denn das zu verantworten? (Abg. Großruck: Keine Ahnung!) Wer hat das zu verantworten, Herr Bürgermeister? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wir kommen noch zu den Gemeinden.
Abg. Großruck: Keine Ahnung!
Somit kommen wir zum Rechnungshof, wo man sich das jetzt anschauen kann. Einnahmenseitig wird verweigert – ich sage Ihnen gleich, ohne zusätzliche Abgaben oder Steuererhöhungen wird das nicht gehen, da brauchen Sie nur nachzurechnen; Sie sagen, das geht schon –, also schauen wir die Ausgabenseite und die bahnbrechende Rolle der ÖVP samt ihrer ganzen Landeshauptleute in Sachen Verwaltungsreform an! Dort, wo es darum geht, wenigstens ein paar Hunderttausend oder ein paar Millionen Euro zu lukrieren, weil man sinnvolle Sparmaßnahmen setzen würde, kommt ein Njet. Woher? – Von den Landeshauptleuten; mindestens vier Schwarze davon gibt es noch. Das große Njet kommt von einem völlig überzogenen und falsch verstandenen Föderalismusbegriff in diesem Land. Das völlige Njet kommt von einer Politfolklore, die nicht mehr auszuhalten ist, die Ihre Leute (in Richtung ÖVP) auch zu verantworten haben, und das wissen Sie ganz genau; ob das im Gesundheitswesen ist, ob das in bestimmten baulichen Zusammenhängen wie etwa in der Siedlungswasserwirtschaft ist, wo Millionen und Millionen pro Region vergeudet werden, nur weil völlig verkrustete Strukturen nicht aufgebrochen werden. (Abg. Großruck: Du kennst dich überhaupt nicht aus!) Wer hat denn das zu verantworten? (Abg. Großruck: Keine Ahnung!) Wer hat das zu verantworten, Herr Bürgermeister? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wir kommen noch zu den Gemeinden.
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Somit kommen wir zum Rechnungshof, wo man sich das jetzt anschauen kann. Einnahmenseitig wird verweigert – ich sage Ihnen gleich, ohne zusätzliche Abgaben oder Steuererhöhungen wird das nicht gehen, da brauchen Sie nur nachzurechnen; Sie sagen, das geht schon –, also schauen wir die Ausgabenseite und die bahnbrechende Rolle der ÖVP samt ihrer ganzen Landeshauptleute in Sachen Verwaltungsreform an! Dort, wo es darum geht, wenigstens ein paar Hunderttausend oder ein paar Millionen Euro zu lukrieren, weil man sinnvolle Sparmaßnahmen setzen würde, kommt ein Njet. Woher? – Von den Landeshauptleuten; mindestens vier Schwarze davon gibt es noch. Das große Njet kommt von einem völlig überzogenen und falsch verstandenen Föderalismusbegriff in diesem Land. Das völlige Njet kommt von einer Politfolklore, die nicht mehr auszuhalten ist, die Ihre Leute (in Richtung ÖVP) auch zu verantworten haben, und das wissen Sie ganz genau; ob das im Gesundheitswesen ist, ob das in bestimmten baulichen Zusammenhängen wie etwa in der Siedlungswasserwirtschaft ist, wo Millionen und Millionen pro Region vergeudet werden, nur weil völlig verkrustete Strukturen nicht aufgebrochen werden. (Abg. Großruck: Du kennst dich überhaupt nicht aus!) Wer hat denn das zu verantworten? (Abg. Großruck: Keine Ahnung!) Wer hat das zu verantworten, Herr Bürgermeister? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wir kommen noch zu den Gemeinden.
Beifall bei den Grünen.
haupt noch eine Lasttragung möglich, dass das nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip arrangiert werden kann? Deshalb ist es für uns so wichtig, dass wir zunächst einmal bei dem beginnen, das in der letzten Zeit unter dem Titel „Reichensteuer“ in die Debatte Eingang gefunden hat, und zwar völlig zu Recht auch aus einem anderen Grund: Alles andere können Sie sich auch in die Haare schmieren, weil nämlich der soziale Frieden gefährdet ist, wenn diese Disparitäten in der Frage sogar noch weiter auseinandergehen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn es dann nicht einmal bei den kleinsten Maßnahmen irgendeine Bewegung gibt, weil ausgerechnet Vertreter der ÖVP wieder einmal quer im Stall stehen, dann ist die Unglaubwürdigkeit auf den Gipfel getrieben. Das haben wir überall, wenn es um Gemeinden, Bundesländer et cetera geht. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: schon dreimal geprüft!
Herr Klubobmann Kopf hätte es ja nicht schöner zelebrieren können. Er stellt sich hier heraus – das werden wir jetzt noch einmal durchexerzieren – und sagt, da hat schon wieder jemand davon gesprochen, dass der Rechnungshof – der Präsident selbst möchte das, vielleicht nimmt er ja dazu noch Stellung – auch jene Gemeinden überprüfen soll, die weniger als 20 000 Einwohner haben, und was das für ein Blödsinn sei. (Abg. Rädler: schon dreimal geprüft!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wissen Sie, der Blödsinn ist ganz woanders angesiedelt. Er behauptet ja, dass es in manchen Bundesländern drei Prüfebenen gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Was schreien Sie denn dauernd so?! Hören Sie lieber zu! (Abg. Rädler: Weil Sie nichts arbeiten!) Ich sage es Ihnen gleich.
Abg. Rädler: Weil Sie nichts arbeiten!
Wissen Sie, der Blödsinn ist ganz woanders angesiedelt. Er behauptet ja, dass es in manchen Bundesländern drei Prüfebenen gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Was schreien Sie denn dauernd so?! Hören Sie lieber zu! (Abg. Rädler: Weil Sie nichts arbeiten!) Ich sage es Ihnen gleich.
Abg. Rädler: Sag einmal! Das ist eine Zumutung!
Jetzt schauen wir uns diese Prüfinstanzen an: Es mag ja sein, dass das im Bundesland Vorarlberg alles viel besser funktioniert. Das bin ich geneigt zu glauben; da ist ja vieles anders. Aber ich kann Ihnen sagen, wie es in der Steiermark ist: Drei Prüfebenen, die Kontrollausschussmitglieder sind regelmäßig überfordert mit dem, was der Gemeindevorstand macht und zelebriert. Hartberg oder ähnliche Gemeinden sind ja ein wunderbares Beispiel dafür, wo ganze Garnisonen von Bürgermeistern nicht einmal wissen, wie eine Bilanz ausschaut, aber groß spekulieren gehen. (Abg. Rädler: Sag einmal! Das ist eine Zumutung!) Das ist doch unmöglich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Trieben!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Trieben!
Jetzt schauen wir uns diese Prüfinstanzen an: Es mag ja sein, dass das im Bundesland Vorarlberg alles viel besser funktioniert. Das bin ich geneigt zu glauben; da ist ja vieles anders. Aber ich kann Ihnen sagen, wie es in der Steiermark ist: Drei Prüfebenen, die Kontrollausschussmitglieder sind regelmäßig überfordert mit dem, was der Gemeindevorstand macht und zelebriert. Hartberg oder ähnliche Gemeinden sind ja ein wunderbares Beispiel dafür, wo ganze Garnisonen von Bürgermeistern nicht einmal wissen, wie eine Bilanz ausschaut, aber groß spekulieren gehen. (Abg. Rädler: Sag einmal! Das ist eine Zumutung!) Das ist doch unmöglich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Trieben!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pack und Rädler.
Dann kommen die Kontrollausschussmitglieder und sind völlig überfordert. Wo war denn der Kontrollausschuss in Hartberg, hm? – Einzig die Grünen sind dagegen aufgetreten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Pack und Rädler.)
Abg. Grosz: Trieben!
Nächster Punkt, die Bezirksebene, die in manchen Bundesländern angehalten und eingeteilt ist, die Gemeindekontrolle mit zu übernehmen: Die Bezirksebene ist ihrerseits völlig überfordert oder steckt mit den zu Überprüfenden dann, wenn etwas schiefgeht, unter einer Decke. Auch da gibt es eine ganze Latte von Beispielen, jedenfalls aus dem Bundesland Steiermark. (Abg. Grosz: Trieben!)
Abg. Pack: Überhaupt keine Ahnung, wovon Sie reden!
Die dritte Ebene ist die Gemeindeaufsicht der Länder. Wissen Sie, die waren ja wunderbar! Der Bürgermeister von Hartberg kann bis heute ungestraft behaupten, er habe all diese Geschichten mit der Gemeindeaufsicht abgesprochen, wo zuerst die Gemeindesparkasse – im Übrigen um viel zu wenig Geld – verklopft wird (Abg. Pack: Überhaupt keine Ahnung, wovon Sie reden!) und dann die vielen Millionen, die trotzdem
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.
kommen, irgendwo in vier Anlagefonds verteilt werden, und zwar auf eine Art und Weise, dass überall ein sensationelles Defizit auftaucht. Man hat ja fast den Eindruck, die sind bei der BAWAG in die Lehre gegangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Rädler: Was habt ihr für Vorstellungen?
So schaut das aus. Das ist Ihre „wunderbare“ Kontrolle. Und dann regen Sie sich auf, wenn der Rechnungshof prüfen kommen soll? – Das ist doch völlig absurd! Der Rechnungshof würde ja nicht in jede Gemeinde hineingehen – so viele Kapazitäten haben wir doch gar nicht! –, sondern es geht um die prophylaktische Wirkung und darum, dass der Rechnungshof jene Gemeinden prüft, wo nach bestimmten Kennzahlen – und da kennt er sich aus, glauben Sie uns das! – schon ein Vorverdacht besteht. (Abg. Rädler: Was habt ihr für Vorstellungen?) Diese prophylaktische Wirkung ist sehr, sehr heilsam, und die fürchten Sie wie der Teufel das Weihwasser, ich weiß es schon. Das ist es, wogegen Sie hier anschreien. (Abg. Rädler: Gemeinderat!)
Abg. Rädler: Gemeinderat!
So schaut das aus. Das ist Ihre „wunderbare“ Kontrolle. Und dann regen Sie sich auf, wenn der Rechnungshof prüfen kommen soll? – Das ist doch völlig absurd! Der Rechnungshof würde ja nicht in jede Gemeinde hineingehen – so viele Kapazitäten haben wir doch gar nicht! –, sondern es geht um die prophylaktische Wirkung und darum, dass der Rechnungshof jene Gemeinden prüft, wo nach bestimmten Kennzahlen – und da kennt er sich aus, glauben Sie uns das! – schon ein Vorverdacht besteht. (Abg. Rädler: Was habt ihr für Vorstellungen?) Diese prophylaktische Wirkung ist sehr, sehr heilsam, und die fürchten Sie wie der Teufel das Weihwasser, ich weiß es schon. Das ist es, wogegen Sie hier anschreien. (Abg. Rädler: Gemeinderat!)
Abg. Großruck: Da redet der Blinde von der Farbe!
Ich verstehe das überhaupt nicht: Auf der einen Seite nehmen Sie den Herrn Rechnungshofpräsidenten in eine Verwaltungsreformgruppe der Bundesregierung hinein, auf der anderen Seite sind Sie hysterisch, wenn man darüber redet, dass man vielleicht doch einmal etwas einsparen kann. (Abg. Großruck: Da redet der Blinde von der Farbe!) Ich kann Ihnen sagen: Wir haben im Rechnungshofausschuss natürlich Dutzende Beispiele behandelt, wo etwas anders gemacht werden könnte, selbstverständlich. Uns brauchen Sie den Vorwurf nicht zu machen. Wer aber regelmäßig querliegt, sind die Ländervertreter der ÖVP und zunehmend leider auch sehr oft der SPÖ. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Gott sei Dank!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Gott sei Dank!
Ich verstehe das überhaupt nicht: Auf der einen Seite nehmen Sie den Herrn Rechnungshofpräsidenten in eine Verwaltungsreformgruppe der Bundesregierung hinein, auf der anderen Seite sind Sie hysterisch, wenn man darüber redet, dass man vielleicht doch einmal etwas einsparen kann. (Abg. Großruck: Da redet der Blinde von der Farbe!) Ich kann Ihnen sagen: Wir haben im Rechnungshofausschuss natürlich Dutzende Beispiele behandelt, wo etwas anders gemacht werden könnte, selbstverständlich. Uns brauchen Sie den Vorwurf nicht zu machen. Wer aber regelmäßig querliegt, sind die Ländervertreter der ÖVP und zunehmend leider auch sehr oft der SPÖ. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Gott sei Dank!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist der Befund, und daher sind Sie völlig unglaubwürdig, wenn Sie sagen, eine Verwaltungsreform wird die zukünftigen Budgetprobleme lösen, wo es um 10 bis 15 Milliarden € geht. So einen Unsinn habe ich noch nie gehört. Erklären Sie sich, anstatt dazwischenzuschreien! Kommen Sie heraus, und rechnen Sie uns das vor! Ich wünsche Ihnen viel Glück. Das möchte ich noch gerechnet sehen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Vorsicht! Das mit den menschlichen Gehirnen haben wir schon gehabt!
Es ist die Frage diskutiert worden, ob man in dieser Komplexität nicht sozusagen insgesamt die Modelle neu bauen, neu konstruieren muss, und es ist dort unter anderem auch der Vergleich mit dem menschlichen Gehirn und den Entwicklungen und Bildungen von Synapsen im menschlichen Gehirn gezogen worden. (Abg. Grosz: Vorsicht! Das mit den menschlichen Gehirnen haben wir schon gehabt!) – Herr Abgeordneter Grosz! Sie brauchen keine Sorge zu haben. Ich rede nicht über die Gehirne einzelner Personen hier oder anderswo. Ich wollte nur auf einen Punkt hinweisen, weil der auch intensiv diskutiert wurde, nämlich auf die Frage, ob manche Prognosen und Annahmen
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube auch, dass die Einschätzung, dass es, wenn man die Werbeeinnahmen des ORF beschränkt, den österreichischen Medien zugute kommt – jedenfalls aufgrund aller Untersuchungen, die ich kenne –, nicht zutrifft. Der Effekt ist – und das sieht man auch jetzt –, dass die Mittel, die der ORF nicht einnimmt, eigentlich in die deutschen Werbefenster fließen und damit nicht in einen Bereich, in dem es eine große Wertschöpfung gibt. Da ich den Hinweis auf die Redezeit bekommen habe, komme ich zum Ende. – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte aber eingangs generell feststellen, Herr Kollege Kogler – jetzt ist er nicht hier –: Kritik oder Ähnliches, das ist alles in Ordnung. Wir können uns ruhig austauschen. Aber ich glaube, hier vor dem Rednerpult aus pauschal über die Damen und Herren BürgermeisterInnen oder Gemeindemandatare so hinwegzureden, zu sagen, dass sie keine Ahnung haben, das haben wir nicht notwendig und dagegen, glaube ich, wollen wir uns alle gemeinsam verwahren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in vielen Bereichen unseres Staates wird Hervorragendes geleistet. Lassen Sie mich auch im Rahmen dieser Budgetdebatte, weil das sozusagen seit ewigen Zeiten ein Kostenfaktor ist, persönlich, aber auch namens meiner Fraktion den öffentlichen Bediensteten dieser Republik und aller Gebietskörperschaften hier ein herzliches Danke sagen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), weil diese für die Menschen in unserer Heimat, aber auch für den Wirtschaftsstandort Hervorragendes leisten. Rechtssicherheit ist wichtig ... (Abg. Ing. Westenthaler: Otto „Dank“ Pendl!) – Ich vergesse nicht darauf – wenn ihr immer vergesst, euch zu bedanken, ist es euer Problem.
Abg. Ing. Westenthaler: Otto „Dank“ Pendl!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in vielen Bereichen unseres Staates wird Hervorragendes geleistet. Lassen Sie mich auch im Rahmen dieser Budgetdebatte, weil das sozusagen seit ewigen Zeiten ein Kostenfaktor ist, persönlich, aber auch namens meiner Fraktion den öffentlichen Bediensteten dieser Republik und aller Gebietskörperschaften hier ein herzliches Danke sagen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), weil diese für die Menschen in unserer Heimat, aber auch für den Wirtschaftsstandort Hervorragendes leisten. Rechtssicherheit ist wichtig ... (Abg. Ing. Westenthaler: Otto „Dank“ Pendl!) – Ich vergesse nicht darauf – wenn ihr immer vergesst, euch zu bedanken, ist es euer Problem.
Abg. Ing. Westenthaler: Danke!
Ich möchte mich aber explizit bei der Frau Präsidentin und bei der Parlamentsdirektion, aber auch bei allen Klubs bedanken (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!), denn es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass wir unser eigenes Budget – und ich glaube, so viel Selbstvertrauen haben wir ja alle hier im Hohen Haus –, das Budget für das Parlament selbst gestalten. (Abg. Grosz: Wir danken!) Ich glaube, dass es eine gute Usance ist, dass es hier sehr sachbezogene Gespräche gegeben hat, und, Frau Präsidentin, danke auch dafür, dass wir der schwierigen Zeit entsprechend ein Budget haben, das es ermöglicht, dass der Hort der Demokratie doch so modern und arbeitsfähig ist. Der Ausbau des Rechts- und Legislativdienstes ist ein wichtiger Bestandteil dieses Gefüges. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wir danken!
Ich möchte mich aber explizit bei der Frau Präsidentin und bei der Parlamentsdirektion, aber auch bei allen Klubs bedanken (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!), denn es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass wir unser eigenes Budget – und ich glaube, so viel Selbstvertrauen haben wir ja alle hier im Hohen Haus –, das Budget für das Parlament selbst gestalten. (Abg. Grosz: Wir danken!) Ich glaube, dass es eine gute Usance ist, dass es hier sehr sachbezogene Gespräche gegeben hat, und, Frau Präsidentin, danke auch dafür, dass wir der schwierigen Zeit entsprechend ein Budget haben, das es ermöglicht, dass der Hort der Demokratie doch so modern und arbeitsfähig ist. Der Ausbau des Rechts- und Legislativdienstes ist ein wichtiger Bestandteil dieses Gefüges. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Heiterkeit beim BZÖ.
Ich möchte mich aber explizit bei der Frau Präsidentin und bei der Parlamentsdirektion, aber auch bei allen Klubs bedanken (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!), denn es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass wir unser eigenes Budget – und ich glaube, so viel Selbstvertrauen haben wir ja alle hier im Hohen Haus –, das Budget für das Parlament selbst gestalten. (Abg. Grosz: Wir danken!) Ich glaube, dass es eine gute Usance ist, dass es hier sehr sachbezogene Gespräche gegeben hat, und, Frau Präsidentin, danke auch dafür, dass wir der schwierigen Zeit entsprechend ein Budget haben, das es ermöglicht, dass der Hort der Demokratie doch so modern und arbeitsfähig ist. Der Ausbau des Rechts- und Legislativdienstes ist ein wichtiger Bestandteil dieses Gefüges. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, eines der Signale ist, dass diese Bundesregierung trotz der schwierigen Zeiten hervorragende Budgets für die nächsten zwei Jahre vorgelegt hat und auch Antworten formuliert hat im Bereich der Beschäftigung, auch der Jugendbeschäftigung. Gratulation und Dank auch dafür, dass wir hier im Herbst mehr Lehrlinge beschäftigen werden als je zuvor – keine Selbstverständlichkeit! Ich denke, hier waren alle eingebunden, und auch da sollten wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, weil das ein wichtiger Beitrag sein wird, vor allem für die Jugend, die ein Ziel, eine Perspektive braucht. Da soll das Parlament durchaus auch vorzeigen, dass es das nicht nur in den Debatten hier fordert, sondern auch selber hier umsetzt. – Danke dafür! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, dass auch hier breiter Konsens darüber besteht, dass – wünschen wir es uns gemeinsam! – in einer überschaubaren Zeit nach einer Umbauphase – denn dieser Saal wird ja irgendwann umgebaut werden müssen – auch unsere Abgeordneten in diesem Saal Rahmenbedingungen vorfinden, die den Anforderungen der Zeit entsprechen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich wünsche uns eine gemeinsame positive Zukunft hier im Hohen Haus! – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Abg. Grosz: Es heißt „Herzlichen Dank!“?
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohe Vertreter der Obersten Organe! Was Kollege Pendl gesagt hat, ist richtig, aber nicht vollständig richtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Abg. Grosz: Es heißt „Herzlichen Dank!“?) Erstens bin ich sehr dafür, dass wir hier insofern Neuigkeiten baulicher Art im Parlament implementieren, vor allem weil ich mich durch die katastrophalen Luftverhältnisse und die Klimaanlage da herinnen fast regelmäßig verkühle. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid ja dagegen! – Abg. Strache: Gegen Adaptierungen nicht, aber wir brauchen keinen Luxuspalast! Da sparen wir am richtigen Platz!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid ja dagegen! – Abg. Strache: Gegen Adaptierungen nicht, aber wir brauchen keinen Luxuspalast! Da sparen wir am richtigen Platz!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohe Vertreter der Obersten Organe! Was Kollege Pendl gesagt hat, ist richtig, aber nicht vollständig richtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! – Abg. Grosz: Es heißt „Herzlichen Dank!“?) Erstens bin ich sehr dafür, dass wir hier insofern Neuigkeiten baulicher Art im Parlament implementieren, vor allem weil ich mich durch die katastrophalen Luftverhältnisse und die Klimaanlage da herinnen fast regelmäßig verkühle. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid ja dagegen! – Abg. Strache: Gegen Adaptierungen nicht, aber wir brauchen keinen Luxuspalast! Da sparen wir am richtigen Platz!)
Beifall bei der FPÖ
sind. Was wir nicht wollen, ist, hier einen „Palazzo Protzo“ zu bauen (Beifall bei der FPÖ), um es klar zu sagen. Aber es ist ja egal, Kollege, was Sie sagen.
Beifall bei der FPÖ.
Das halten wir für völlig überflüssig! Dieser Betrag ist zu streichen, der ist einzusparen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt nicht den geringsten Grund, dass um dieses teure Geld – in alter Währung sind das mehr als 60 Millionen Schilling! – eine Informationskampagne über EU-Angelegenheiten zu fahren ist. Wir können jeden Tag in jeder österreichischen Tageszeitung genug über die Belange der EU lesen – das ist auch gut so und soll so sein. Wenn man aber die Sache aus der Sicht der Opposition betrachtet und den Regierungsweihrauch wegnimmt, muss man schon fragen: Was soll denn das sein? Und man erkennt, das soll eine reine Propagandaaktion werden, die die „lobenswerte“ – unter Anführungszeichen – Tätigkeit der Regierung in diesem Punkt zum Inhalt haben soll, und da sind wir dagegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das halten wir für völlig überflüssig! Dieser Betrag ist zu streichen, der ist einzusparen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt nicht den geringsten Grund, dass um dieses teure Geld – in alter Währung sind das mehr als 60 Millionen Schilling! – eine Informationskampagne über EU-Angelegenheiten zu fahren ist. Wir können jeden Tag in jeder österreichischen Tageszeitung genug über die Belange der EU lesen – das ist auch gut so und soll so sein. Wenn man aber die Sache aus der Sicht der Opposition betrachtet und den Regierungsweihrauch wegnimmt, muss man schon fragen: Was soll denn das sein? Und man erkennt, das soll eine reine Propagandaaktion werden, die die „lobenswerte“ – unter Anführungszeichen – Tätigkeit der Regierung in diesem Punkt zum Inhalt haben soll, und da sind wir dagegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, dass das österreichische Militär, das seit Öffnung der Grenzen oder seit dem Fall der Mauer als Assistenzkraft tätig war, ad infinitum für diese Aufgabe vorgesehen ist. Das ist eine ganz klare Maßnahme der inneren Sicherheit mit Polizeiaspekten! Das kostet das Heer 30 Millionen € pro Jahr, und wenn wir daran denken, wie knapp die Heeresmittel ohnedies bemessen sind, dass wir im Bereich des Militärs eine Mängelbewirtschaftung haben, so ist es ein Aspekt der Unfairness, das Heer ad infinitum mit dieser Ausgabenstruktur zu belasten, ohne dass es zu einer Refundierung kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
besonderer Applaus kommt von dieser Seite nicht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Da war die Zeit zu kurz!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Der von mir sehr geschätzte Herr Abgeordnete Dr. Fichtenbauer hat viel Wahres gesagt, aber natürlich ist nicht alles wahr, was er hier gesagt hat. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Da war die Zeit zu kurz!) So ist es.
Beifall bei der ÖVP
So hat Dr. Fichtenbauer zum Beispiel gesagt, dass es unrichtig wäre, über Europa zu informieren. – Wir glauben, nicht ein Weniger an politischer Bildung ist erforderlich, sondern ein Mehr (Beifall bei der ÖVP), wie nicht zuletzt die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zeigen.
Abg. Strache: Hören Sie nicht zu, Herr Kollege? Da waren doch Lösungsvorschläge ohne Ende!
Das Kapitel Oberste Organe bietet immer auch ein wenig Gelegenheit, generell über das Budget zu reden. Das möchte ich auch ein wenig tun, denn es ist interessant, dass von der Opposition – und das steht ihr wohl zu – viel an Kritik kommt, aber es kommen eigentlich sehr wenig Lösungsvorschläge. (Abg. Strache: Hören Sie nicht zu, Herr Kollege? Da waren doch Lösungsvorschläge ohne Ende!) – Herr Kollege Strache, ich höre sehr genau zu, und gerade deshalb kann ich das auch behaupten. (Abg. Strache: Genau deshalb ist das unrichtig!) Hören Sie zu, Herr Strache!
Abg. Strache: Genau deshalb ist das unrichtig!
Das Kapitel Oberste Organe bietet immer auch ein wenig Gelegenheit, generell über das Budget zu reden. Das möchte ich auch ein wenig tun, denn es ist interessant, dass von der Opposition – und das steht ihr wohl zu – viel an Kritik kommt, aber es kommen eigentlich sehr wenig Lösungsvorschläge. (Abg. Strache: Hören Sie nicht zu, Herr Kollege? Da waren doch Lösungsvorschläge ohne Ende!) – Herr Kollege Strache, ich höre sehr genau zu, und gerade deshalb kann ich das auch behaupten. (Abg. Strache: Genau deshalb ist das unrichtig!) Hören Sie zu, Herr Strache!
Abg. Strache: Warum unternehmen Sie nichts dagegen? Unternehmen Sie was dagegen!
Das Budget, das wir Ihnen vorgelegt haben, ist in einer Zeit entstanden, in der wir – und das ist ziemlich unbestritten, denke ich – nach einer dramatischen Finanzkrise eine zunehmende Krise der Realwirtschaft erleben. Das drückt sich aus in Rückgängen bei den Exporten, die relativ massiv sind; das drückt sich aus in einer Erhöhung der Arbeitslosenzahlen; das drückt sich aus in einer Vielzahl von Betrieben, die auf Kurzarbeit umstellen. (Abg. Strache: Warum unternehmen Sie nichts dagegen? Unternehmen Sie was dagegen!)
Beifall bei der ÖVP
Das Budget widmet sich – und ich beziehe mich nur auf die großen Positionen des Budgets – dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für die Arbeitsplätze, und das in einem sehr massiven und überzeugenden Ausmaß, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), wie ja auch der internationale Vergleich zeigt, wo wir immer noch die Nummer zwei innerhalb Europas sind, was die Arbeitslosenrate anlangt, also die zweitniedrigste Arbeitslosenrate haben.
Beifall bei der ÖVP
Das Budget hat Konjunkturpakete zur Stabilisierung und zur Förderung der Wirtschaft und eine Steuerreform zum Inhalt, Herr Strache; eine Steuerreform, die bedeutet: mehr Geld für Familien, weil es notwendig ist, gerade in einer krisenhaften Zeit den Familien mehr Geld zur Verfügung zu stellen (Beifall bei der ÖVP), um auch die Inlandsnachfrage entsprechend zu stärken. (Abg. Strache: Eine reine Tarifsenkung, aber keine Steuersenkung! – Abg. Neugebauer: Eine sinnvolle Maßnahme!)
Abg. Strache: Eine reine Tarifsenkung, aber keine Steuersenkung! – Abg. Neugebauer: Eine sinnvolle Maßnahme!
Das Budget hat Konjunkturpakete zur Stabilisierung und zur Förderung der Wirtschaft und eine Steuerreform zum Inhalt, Herr Strache; eine Steuerreform, die bedeutet: mehr Geld für Familien, weil es notwendig ist, gerade in einer krisenhaften Zeit den Familien mehr Geld zur Verfügung zu stellen (Beifall bei der ÖVP), um auch die Inlandsnachfrage entsprechend zu stärken. (Abg. Strache: Eine reine Tarifsenkung, aber keine Steuersenkung! – Abg. Neugebauer: Eine sinnvolle Maßnahme!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Jury.
einladen, einmal darüber nachzudenken, ob dieses Procedere, wie es gehandhabt wird, wie es abläuft, tatsächlich sinnvoll ist. (Demonstrativer Beifall des Abg. Jury.) – Danke für diesen Applaus! Wenigstens ein Abgeordneter ist offenbar meiner Meinung, aber ich glaube, es sind mehr.
Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!
Jetzt frage ich Sie aber wirklich, Herr Kollege Strache: Wie sinnvoll ist es, wenn ein Minister hier über zwei Stunden lang Fragen beantwortet, konkret beantwortet (Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!), und nach Ende des Ausschusses stellt dann ein Teil der Oppositionsparteien dutzendfach schriftlich genau dieselben Anfragen noch einmal?! (Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!) Da, muss ich ehrlich sagen, könnten wir uns viel an Bürokratie ersparen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?) Herr Strache, da könnten wir alle uns auch viel an Zeit ersparen. Dann machen wir es das nächste Mal gleich schriftlich, und so sparen wir alle uns viel Zeit und können uns mit den Wählerinnen und Wählern unterhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das möchte ich Ihnen wirklich auch sagen. (Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!)
Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!
Jetzt frage ich Sie aber wirklich, Herr Kollege Strache: Wie sinnvoll ist es, wenn ein Minister hier über zwei Stunden lang Fragen beantwortet, konkret beantwortet (Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!), und nach Ende des Ausschusses stellt dann ein Teil der Oppositionsparteien dutzendfach schriftlich genau dieselben Anfragen noch einmal?! (Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!) Da, muss ich ehrlich sagen, könnten wir uns viel an Bürokratie ersparen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?) Herr Strache, da könnten wir alle uns auch viel an Zeit ersparen. Dann machen wir es das nächste Mal gleich schriftlich, und so sparen wir alle uns viel Zeit und können uns mit den Wählerinnen und Wählern unterhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das möchte ich Ihnen wirklich auch sagen. (Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?
Jetzt frage ich Sie aber wirklich, Herr Kollege Strache: Wie sinnvoll ist es, wenn ein Minister hier über zwei Stunden lang Fragen beantwortet, konkret beantwortet (Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!), und nach Ende des Ausschusses stellt dann ein Teil der Oppositionsparteien dutzendfach schriftlich genau dieselben Anfragen noch einmal?! (Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!) Da, muss ich ehrlich sagen, könnten wir uns viel an Bürokratie ersparen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?) Herr Strache, da könnten wir alle uns auch viel an Zeit ersparen. Dann machen wir es das nächste Mal gleich schriftlich, und so sparen wir alle uns viel Zeit und können uns mit den Wählerinnen und Wählern unterhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das möchte ich Ihnen wirklich auch sagen. (Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt frage ich Sie aber wirklich, Herr Kollege Strache: Wie sinnvoll ist es, wenn ein Minister hier über zwei Stunden lang Fragen beantwortet, konkret beantwortet (Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!), und nach Ende des Ausschusses stellt dann ein Teil der Oppositionsparteien dutzendfach schriftlich genau dieselben Anfragen noch einmal?! (Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!) Da, muss ich ehrlich sagen, könnten wir uns viel an Bürokratie ersparen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?) Herr Strache, da könnten wir alle uns auch viel an Zeit ersparen. Dann machen wir es das nächste Mal gleich schriftlich, und so sparen wir alle uns viel Zeit und können uns mit den Wählerinnen und Wählern unterhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das möchte ich Ihnen wirklich auch sagen. (Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!)
Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!
Jetzt frage ich Sie aber wirklich, Herr Kollege Strache: Wie sinnvoll ist es, wenn ein Minister hier über zwei Stunden lang Fragen beantwortet, konkret beantwortet (Abg. Mag. Kogler: So konkret war das aber nicht!), und nach Ende des Ausschusses stellt dann ein Teil der Oppositionsparteien dutzendfach schriftlich genau dieselben Anfragen noch einmal?! (Abg. Strache: Weil die Antworten genauso inhaltsleer waren wie Ihre Rede!) Da, muss ich ehrlich sagen, könnten wir uns viel an Bürokratie ersparen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der inhaltsleeren Rede?) Herr Strache, da könnten wir alle uns auch viel an Zeit ersparen. Dann machen wir es das nächste Mal gleich schriftlich, und so sparen wir alle uns viel Zeit und können uns mit den Wählerinnen und Wählern unterhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das möchte ich Ihnen wirklich auch sagen. (Abg. Weinzinger: Oppositionsrechte will er beschneiden! Sehr gut!)
Abg. Strache: Da haben Sie das Prinzip überhaupt nicht verstanden! Das heißt doch nicht, die Qualität zu schwächen!
Es gibt ja hier ein fast permanentes Gejammer über die öffentliche Verwaltung. Es wird gesagt, wir hätten zu viel an öffentlicher Verwaltung, gleichzeitig wird aber immer kritisiert, dass überall die Verfahren zu lange dauern, dass es zu wenig Bürgerfreundlichkeit gibt und Ähnliches mehr. Ich meine, das ist ein bisschen auch die Quadratur des Kreises. Denn wenn wir in der öffentlichen Verwaltung mehr einsparen, dann bedeutet das logischerweise auch weniger Personal und möglicherweise dann auch längere Verfahren und weniger Bürgerfreundlichkeit. (Abg. Strache: Da haben Sie das Prinzip überhaupt nicht verstanden! Das heißt doch nicht, die Qualität zu schwächen!)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt nicht, dass ich nicht auch für Effizienzsteigerung bin. Natürlich gibt es Doppelgleisigkeiten, aber man muss die Dinge ein bisschen differenzierter angehen, Herr Kollege Strache, als Sie das tun. Das möchte ich hier wirklich sehr deutlich sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Warten wir, bis wir im Tal sind! Das ist das Konzept der Bundesregierung!
Wir haben den Boden der Krise noch gar nicht erreicht. Wir müssen ja erst einmal schauen, wie tief die Krise überhaupt geht, was dann erforderlich und notwendig ist. (Abg. Strache: Warten wir, bis wir im Tal sind! Das ist das Konzept der Bundesregierung!)
Beifall bei der ÖVP.
wird es mit der Volkspartei nicht geben! Das sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit. Denn das trifft ja genau die Falschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich vor allem auch dafür bedanken, dass es der Volksanwaltschaft sehr oft gelingt, in sehr unbürokratischer Weise mit der Verwaltung Lösungen zu finden. Das ist genau das, was sich der Bürger und die Bürgerin erwarten, nämlich ein Service von der öffentlichen Verwaltung. Und im überwiegenden Teil wird das in Österreich, Gott sei Dank, sehr gut gelöst. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Frauenpolitik in Österreich auch kurz vor dem Ende ist, aber wirklich gut schaut es nicht aus. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frauenministerin ist nun rund ein halbes Jahr im Amt. Was hat sich in diesem halben Jahr geändert? Welche konkreten Verbesserungen wurden durchgesetzt? Was wurde in Sachen Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt erreicht? Welche Vorhaben aus dem Regierungsprogramm wurden umgesetzt? – Die Gehaltsschere ist nicht geschlossen worden, sie ist, im Gegenteil, weiter aufgegangen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mich würde wirklich sehr interessieren, ob das stimmt und wie die Frau Ministerin Stellung dazu bezieht. Sie wäre dann die dritte Ministerin, die binnen kürzester Zeit aus dem Frauenressort flieht, das augenscheinlich undankbare Amt abgibt. Dann stellt sich für mich aber schon die Frage, ob wir überhaupt eine Frauenministerin brauchen und ob es nicht generell klüger wäre, eine neue Ressortaufteilung vorzunehmen oder vielleicht ein Gleichstellungsministerium einzurichten, wie wir es schon des Öfteren angedacht haben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Steibl: Sie macht gute Arbeit!
Ein Gleichstellungsministerium also, wo die Agenden der Frauen und der Männer behandelt werden und vielleicht auch die Familienpolitik wieder vermehrt mit einbezogen wird, denn in der jetzigen Regierung steht für die Familien nur eine Familienstaatssekretärin zur Verfügung. (Abg. Steibl: Sie macht gute Arbeit!) – Sie macht gute Arbeit; das habe ich auch nicht kritisiert
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, wenn Sie hier immer die Frauensolidarität loben und auf die Frauensolidarität hinweisen, die Frauensprecherinnen müssten zusammenhalten, et cetera, dann darf ich Sie schon fragen, warum Sie unseren Forderungen und unseren Anträgen nie zustimmen. Den Anträgen der Oppositionsparteien wird meistens nicht zugestimmt. Wir haben letztens wieder einen Antrag zum Unterhaltsvorschussgesetz eingebracht, dieser wurde abgelehnt. Die Regierungsparteien, die Damen der Regierungsparteien haben dem nicht zugestimmt. Ich darf Sie ersuchen, auch im Sinne der Frauen Österreichs, hier ein gemeinsames Vorgehen zu ermöglichen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist keine EU-Kampagne geplant. Es ist grundsätzlich eine Kampagne der ganzen Bundesregierung geplant, um aufzuzeigen: Was wurde gemacht? Was wird gemacht? Wirtschaft ist zu einem großen Teil auch Psychologie, Sie wissen das, und daher ist es wichtig, dass objektive Information an die Frau, an den Mann in unserem Land gebracht wird. – Leider ist Dr. Fichtenbauer jetzt nicht im Saal. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Das hat sie nicht gesagt! Gleichstellungsministerin!
Zur Kollegin Schenk, die gesagt hat, die Frauen wären besser vertreten, wenn wir keine Frauenministerin mehr hätten. Ich bin da anderer Überzeugung. (Abg. Ursula Haubner: Das hat sie nicht gesagt! Gleichstellungsministerin!) Wir brauchen eine Frauenministerin, die darauf schaut, dass das Thema Frauen weiterhin im Fokus bleibt. Und 14 Prozent mehr Budget für die Frauen sind ein wichtiges Signal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Kollegin Schenk, die gesagt hat, die Frauen wären besser vertreten, wenn wir keine Frauenministerin mehr hätten. Ich bin da anderer Überzeugung. (Abg. Ursula Haubner: Das hat sie nicht gesagt! Gleichstellungsministerin!) Wir brauchen eine Frauenministerin, die darauf schaut, dass das Thema Frauen weiterhin im Fokus bleibt. Und 14 Prozent mehr Budget für die Frauen sind ein wichtiges Signal. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Was ich noch einwerfen möchte: Familienarbeit. Wir wissen, Familienarbeit ist nach wie vor hauptsächlich Frauenarbeit. Die Frage der Kinderbetreuung, auch oft die Frage der Betreuung der Eltern oder Schwiegereltern, die Hausarbeit an sich ist nach wie vor zum Großteil Frauensache. Halbe-halbe ist in den österreichischen Haushalten leider noch nicht angekommen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Ja, es geht auch darum, die
Beifall bei der SPÖ.
Mithilfe der Männer im Haushalt und bei der Hausarbeit zu stärken. Da können Sie sich alle an der Nase nehmen, auch wenn Sie es noch so lustig finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte jetzt auf einen ganz wesentlichen Bereich im Budget zu sprechen kommen, und das ist meines Erachtens ein ganz wesentlicher und wichtiger emanzipatorischer Ansatz: das einkommensabhängige Kindergeld oder Karenzgeld, wie immer Sie es bezeichnen möchten. Überall dort, wo dieses einkommensabhängige Karenzgeld eingeführt wurde, ist die Väterbeteiligung bei der Kindererziehung ganz massiv in die Höhe geschnellt. In Deutschland zum Beispiel, eingeführt unter einer konservativen Regierung, plus 20 Prozent bei der Väterbeteiligung! Skandinavische Länder haben schon lange das einkommensabhängige Karenzgeld. Eine positive Sache für die Familien; alle sind, wie die Parameter zeigen, viel zufriedener. Der Mut zum Kind steigt auch durch solche Maßnahmen. Das ist eine wichtige Maßnahme, die wir in Österreich in den nächsten Monaten umsetzen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese VIP-Kinderbetreuungsplätze – diese sind so gut wie ein roter Ferrari, um vielleicht einen Vergleich aus dem Männerbereich zu bemühen – sind etwas, wo wir in den Bundesländern noch sehr viel Bedarf haben, und diese würden uns sehr nützen. Ich komme aus Tirol und kann Ihnen sagen, dass wir viele solcher VIP-Kindergartenplätze brauchen würden, mit entsprechenden Öffnungszeiten, damit Beruf und Familie wirklich vereinbart werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt haben wir für die Frauen viel getan, und wir machen weiter so! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Gender Budgeting!
In dem uns nun vorliegenden Bundesfinanzgesetz ist auch nicht wirklich viel für die Frauen vorgesehen. Dass das Budget der Frauenministerin erhöht wurde, Frau Kollegin Wurm, das wird zwar immer wieder betont und ist zwar schön, aber es geht trotzdem nur um 0,1 Promille des Gesamtbudgets, und das ist sehr, sehr wenig. Das heißt, wir bewegen uns hier weiterhin im Promillebereich. (Abg. Mag. Wurm: Gender Budgeting!) – Gender Budgeting, ja, da brauchen wir es dann. Es ist nur die Frage, wie das umgesetzt wird.
Beifall bei den Grünen.
Das Frauenbudget wird nur jetzt um 1,3 Millionen erhöht, 2010 wird es schon wieder weniger. Und wenn man sich anschaut, inwieweit das in der Verfassung verankerte Gender Budgeting in den Ministerien umgesetzt wird, dann ist der Befund relativ unerfreulich: Es wird nur sehr zögerlich und teilweise nachlässig umgesetzt. Es macht also nicht wirklich glücklich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn hier in den letzten Wochen immer wieder die Aussage: Das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik!, gefallen ist, so stimmt das in Bezug auf die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern nicht wirklich. Das Budget ist nämlich nach wie vor die in Zahlen gegossene Diskriminierung von Frauen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Allein die Beratung hilft den Frauen aber nicht, zusätzlich wäre ja auch der vorgesehene Nationale Aktionsplan für Gleichstellung am Arbeitsmarkt sehr wichtig, nur gibt es, wie ich vernommen habe, kein zusätzliches Budget für die Umsetzung dieses Nationalen Aktionsplans. Es macht daher schon ein bisschen nachdenklich, dass wir nicht wissen, wie dieser Nationale Aktionsplan in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden wird und wie wir nächstes Jahr in Sachen Einkommensgerechtigkeit dastehen werden. Das lässt zwar irgendwie noch ein bisschen Hoffnung zu, aber ich befürchte, dass sich da nichts zum Besseren wenden wird. Solange nur „Budgetbrösel“ zwischen den Ressorts hin- und hergeschoben werden, vor allem was die Frauen betrifft, ist das eher traurig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind jedes Jahr 150 000 Stunden an Beratungstätigkeit, und diesen Frauen möchte ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Danken möchte ich natürlich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Frauensektion, in der Sektion II, die mich sehr, sehr gut begleiten, beraten und betreuen – nicht nur, was die Budgetfragen anlangt, sondern auch hinsichtlich der Inhalte, die ich zu vermitteln habe, und der Ressorts, die ich aufzufordern habe, Frauenthemen ebenfalls aufzugreifen –, und auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Büro, die sich gleichermaßen bemühen, dass Frauenanliegen und gleichstellungspolitische Anliegen in Österreich wichtig und ernst genommen werden – ernster vielleicht als von manchen anderen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mir ist es völlig egal, wie sich das darstellt. Es kann ein Mischsystem sein, weil auch von Bundesland zu Bundesland das Angebot unterschiedlich ist – egal, ob es jetzt mehr Tageseltern oder institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen sind. Wir müssen nur den Männern und Frauen, den Frauen und Männern – es in dieser Reihenfolge zu sagen, wäre gescheiter – die Möglichkeit geben, dass sie ihr Leben so wählen können, wie sie wollen, und nicht die Angst haben müssen, dass ihr Kind nicht gut untergebracht ist. Und daran werden wir arbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Linder.
Ich glaube auch, dass wir in der gesamten Debatte um das Budget eines nicht vergessen sollten, und das ist heute auch schon gesagt worden: Das Budget ist erstellt worden in einer Zeit, in der wir noch nicht ganz genau gewusst haben, wie sich diese Krise auswirken könnte – und wir wissen es noch immer nicht genau, behaupte ich. (Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Linder.) Und ich glaube, dass es notwendig ist, mit zu bedenken, dass der Beratungsaufwand für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, für Frauen, die ihre Arbeit verlieren, für Frauen, die ihre Familie versorgen müssen, wenn sie die Einzigen sind, die in der Familie verdienen und vielleicht nur einen Teilzeitjob haben, dass die Beratung für diese Frauen steigen wird und dass wir uns alle gemeinsam Gedanken machen sollten, wie wir der Situation dieser Frauen entgegentreten können und was wir hier noch tun können, damit wir diese Frauen nicht allein lassen, nicht im Regen stehen lassen.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne auch ein Dankeschön an die Länder und Gemeinden, die ja alle mitzahlen, damit das Angebot – so, wie es ist – auf der einen Seite aufrechterhalten werden kann und auf der anderen Seite zum Teil auch noch ausgebaut werden kann, was Frauenhäuser und andere Notwohnungs- und sonstige Einrichtungen anlangt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir weniger werden, weniger an Personal, und dennoch die gleichen oder sogar noch mehr Aufgaben bewältigen müssen, dann ist ein besonders hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein erforderlich, einerseits jener, die dort arbeiten, andererseits aber auch von unserer Seite dahin gehend, das Angebot an die Bediensteten, was Weiterbildung und Prozessoptimierung insgesamt anlangt, zu verbessern und zu optimieren. Und auch all diesen Menschen im öffentlichen Dienst, allen meinen Kolleginnen und Kollegen möchte ich ein herzliches Dankeschön sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, es ist wichtig, zum Abschluss noch zu sagen, dass es mit den vorliegenden Personalplänen und den getroffenen flankierenden Maßnahmen – im Ministerrat haben wir im April erst eine Maßnahme beschlossen, ein Projekt zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger und zum Optimieren der Abläufe und Prozesse – gelingen wird, dass der öffentliche Dienst, der bisher schon ein verlässlicher Partner nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Wirtschaft war, dieser verlässliche Partner auch in Zukunft bleiben kann und wird und dass Österreich als Dienstleistungsstandort, was das betrifft, auch seinen Level, seinen hohen Level halten wird können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ
Meine Nachfolgerin in meiner Funktion als Bürgermeister von Grieskirchen ist eine Frau geworden, die ich vorgeschlagen habe (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ), die ich gefördert habe. (Abg. Pendl: Bravo!) Und wissen Sie, die größten Skeptiker anfangs waren die Frauen selbst, die gesagt haben: Eine Frau, kann denn das etwas sein? (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das glaube ich nicht!) – Das nur, um der Wahrheit zur Ehre zu verhelfen.
Abg. Pendl: Bravo!
Meine Nachfolgerin in meiner Funktion als Bürgermeister von Grieskirchen ist eine Frau geworden, die ich vorgeschlagen habe (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ), die ich gefördert habe. (Abg. Pendl: Bravo!) Und wissen Sie, die größten Skeptiker anfangs waren die Frauen selbst, die gesagt haben: Eine Frau, kann denn das etwas sein? (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das glaube ich nicht!) – Das nur, um der Wahrheit zur Ehre zu verhelfen.
Abg. Mag. Wurm: Das auch noch dazu!
Ich habe auch gesagt, ich habe diese Kollegin nicht deshalb vorgeschlagen, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie gut ist. (Abg. Mag. Wurm: Das auch noch dazu!) Und ich glaube, das ist allgemein akzeptiert worden. Ich glaube, so sollten wir die Dinge – bei aller Verschiedenheit der Diskussion – auch sehen. Und sie wird auch im Herbst die Wahlen ganz hervorragend gewinnen, davon bin ich überzeugt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe auch gesagt, ich habe diese Kollegin nicht deshalb vorgeschlagen, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie gut ist. (Abg. Mag. Wurm: Das auch noch dazu!) Und ich glaube, das ist allgemein akzeptiert worden. Ich glaube, so sollten wir die Dinge – bei aller Verschiedenheit der Diskussion – auch sehen. Und sie wird auch im Herbst die Wahlen ganz hervorragend gewinnen, davon bin ich überzeugt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!
Wir sind bei der Diskussion über die Gemeinden, und ich habe zuvor wirklich Kollegen Kogler nicht verstanden, welche – fast – Hasstiraden er gegen die Gemeinden geschleudert hat. (Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!) Mir ist vorgekommen, hier hat ein Blinder von der Farbe oder ein Tauber von einer Symphonie gesprochen. Auch wenn, wie wir wissen, Ludwig van Beethoven die Neunte komponiert hat, als er taub war, so ist es doch so, dass Beethoven eben ein Genie war – was ich vom Kollegen Kogler angesichts dieser Diskussion nicht behaupten möchte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind bei der Diskussion über die Gemeinden, und ich habe zuvor wirklich Kollegen Kogler nicht verstanden, welche – fast – Hasstiraden er gegen die Gemeinden geschleudert hat. (Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!) Mir ist vorgekommen, hier hat ein Blinder von der Farbe oder ein Tauber von einer Symphonie gesprochen. Auch wenn, wie wir wissen, Ludwig van Beethoven die Neunte komponiert hat, als er taub war, so ist es doch so, dass Beethoven eben ein Genie war – was ich vom Kollegen Kogler angesichts dieser Diskussion nicht behaupten möchte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: ... konkrete Missstände aufgezeigt!
Meine Damen und Herren: Einfach herzugehen und auf die Bürgermeister „loszudreschen“, ihnen Ahnungslosigkeit und weiß Gott was zu unterstellen, das ist schon ein starkes Stück! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... konkrete Missstände aufgezeigt!) Das kann nur einer machen, der keine Ahnung hat. Das kann nur einer machen, der aus der geschützten Werkstatt der Grünen heraus Zensuren erteilt, aber nicht weiß, wie es auf den Gemeinden wirklich zugeht. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren: Einfach herzugehen und auf die Bürgermeister „loszudreschen“, ihnen Ahnungslosigkeit und weiß Gott was zu unterstellen, das ist schon ein starkes Stück! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... konkrete Missstände aufgezeigt!) Das kann nur einer machen, der keine Ahnung hat. Das kann nur einer machen, der aus der geschützten Werkstatt der Grünen heraus Zensuren erteilt, aber nicht weiß, wie es auf den Gemeinden wirklich zugeht. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: 13 Millionen in Oberwart! 13 Millionen!
Mir ist schon klar, Herr Rechnungshofpräsident, dass es die Intention einer Behörde ist, größer zu werden, zu wachsen und die Prüfkompetenzen auszuweiten. Ich sehe aber – und unser Klubobmann hat es ja ebenfalls gesagt –, überhaupt keinen Sinn darin, kleine Gemeinden, die ohnehin durch drei Instanzen geprüft werden (Abg. Ing. Hofer: 13 Millionen in Oberwart! 13 Millionen!) – durch den eigenen Prüfausschuss, der ex lege von einem Oppositionellen besetzt ist, das möchte ich auch sagen, durch die Bezirksverwaltungsbehörde und durch den Landesrechnungshof –, auch noch durch den Rechnungshof prüfen zu lassen. Da muss ich mich schon fragen: Sollen die Gemeinden zu Tode geprüft werden? – Und wenn etwas passiert, Herr Rechnungshofpräsident, dann kommt man ohnehin meistens zu spät darauf. Dann wird auch der Rechnungshof nicht helfen können, wenn dort oder da irgendetwas passiert.
in Richtung des Abg. Jury
Ich möchte also wirklich eine Lanze brechen für die Bürgermeister, für die, die in den Gemeinden tätig sind. Es ist eine Knochenarbeit. Man wird jeden Tag gemessen – im Gegensatz zu hier herinnen im Parlament, vonseiten des Herrn Kogler –, wie die Arbeit gemacht wird – ich glaube, du stimmst mir auch zu, Kollege vom BZÖ (in Richtung des Abg. Jury), du bist ja Bürgermeister von Gmünd in Kärnten, nicht wahr, auch erfolgreich –, und ich glaube, dass die Bürgermeister hervorragende Arbeit leisten. Deshalb ist es nicht sinnvoll und, so glaube ich, auch nicht zweckmäßig, wenn die Agenden des Rechnungshofes auf Gemeinden mit unter 20 000 Einwohnern ausgeweitet werden. Der Rechnungshof kann ja ausgelagerte Verbände ohnehin prüfen, das ist ohnehin auch heute schon möglich.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Da sind wir schon bessere Sachen gewohnt!
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Da sind wir schon bessere Sachen gewohnt!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Was beispielsweise den Anteil des Rechnungshofbudgets am Gesamthaushalt betrifft, so betrug er im Jahr 1999 noch 0,030 Prozent, im Jahr 2009 beträgt er 0,0176 Prozent. Das heißt, er hat sich, gemessen am Gesamthaushalt, nahezu halbiert. Sie sehen also, dass die Qualität besser geworden ist, dass der Rechnungshof effizienter geworden ist, auf der anderen Seite aber die Kosten der Kontrolle eingeengt worden sind. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Ein weiterer Punkt sind die Gemeinden, nämlich, dass derzeit eben von 16,4 Milliarden € Gebarungsvolumen der Gemeinden 4,4 Milliarden € einer transparenten öffentlichen Finanzkontrolle unterliegen. Auch da möchte ich sagen: Es geht nicht darum, dass der Rechnungshof noch eine Aufgabe haben will, dass der Rechnungshof zusätzliche Aktivitäten haben will – dass wir sparen, dass wir unsere Planstellen nur dann besetzen, wenn es notwendig ist, haben wir gezeigt –, sondern es geht meines Erachtens darum, dass der Gemeindebürger ein Anrecht darauf hat, zu wissen, ob die Gemeindegebühren, die vorgeschrieben worden sind, tatsächlich zweckmäßig sind, den Anforderungen entsprechen oder ob allenfalls Querfinanzierungen stattfinden. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Zanger.
Es geht darum, dass der Gemeinderat auch die Möglichkeit hat, seine Kontrolle wahrzunehmen, und es geht darum, dass die Gemeinde auch die Möglichkeit bekommt, zu wissen, ob sich die Transfereinnahmen mit den Transferausgaben decken. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Gemeinden die Kernziele des staatlichen Handelns sind und es gerade deshalb für die Gemeinden notwendig wäre, auch zu wissen, ob die Aufgaben, die sie haben, finanzierbar sind und ob sie dafür die nötigen Mittel haben. Gleichzeitig soll es aber in diesem Bereich sehr wohl Transparenz geben und eine Behandlung stattfinden. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Zanger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Rädler.
Auf Gemeindeebene fehlen Angaben für Investitionen sowie über entsprechende Schuldaufnahmen und Finanzschuldbestände, da diese Einnahmen beziehungsweise Ausgaben nicht mehr in den Gemeindehaushalten getätigt werden, sondern in ausgelagerten Einrichtungen verbucht werden. Damit kommt es im Gemeindebereich zunehmend zu Verzerrungen in der gesamten Finanzstatistik. Es wäre notwendig, in diesem Bereich Transparenz zu schaffen. – Zitatende. (Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Rädler.)
Abg. Großruck: Selbstverständlich!
Nächster Bereich. Sie haben gesagt, die Gemeinden werden mehrfach geprüft. – Ich kann auch hier nur sagen, dass das zwar richtig ist, dass aber immer die Frage die ist, in welcher Form die Prüfungen stattfinden. Es gibt bei den Gemeindeordnungen eine unterschiedliche Organisation der Aufsicht, unterschiedliche Aufsichtsmittel, unterschiedliche Prüfungsmaßstäbe und unterschiedliche Prüfkompetenzen. Das heißt, da sind absolut unterschiedlich ausgestattete Prüfkompetenzen vorhanden. Es gibt keine verpflichtende öffentliche Behandlung der Prüfberichte der Gemeindeaufsicht. Wir haben in diesem Bereich, denn öffentlich kann ausgeschlossen werden ... (Abg. Großruck: Selbstverständlich!) – Ich zitiere hier § 59 der Steiermärkischen Gemeindeordnung, ich zitiere § 36 der Tiroler Gemeindeordnung. Das ist nicht verpflichtend öffentlich, sondern verpflichtend öffentlich ist lediglich die Behandlung des Rechnungsabschlusses.
Abg. Rädler: Große Gemeinden!
Wir haben die Problematik, dass von den Gemeinden, wie erwähnt, 7,8 Milliarden € der Finanzschulden in marktbestimmende Betriebe ausgelagert sind und dass da teilweise keine Kontrolle stattfindet, nämlich nicht von der Gemeindeaufsicht und auch nicht von der Aufsicht des Landes. (Abg. Rädler: Große Gemeinden!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das heißt, es wäre also zweckmäßig, da gerade diesbezüglich gemeindeaufsichtsrechtliches Handeln notwendig wäre, dass hier eine Kontrolle stattfindet. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wollen Sie da nicht im Rahmen des Gemeinderates Klarheit haben? Wollen Sie nicht entscheiden, da das ja den Gemeindehaushalt betrifft, wie es dort ausschaut und ob nicht Transparenz notwendig und damit wirtschaftliches Handeln zweckmäßig wäre? (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Rädler: Welche Gemeinden sind das? – Die großen!
(Abg. Rädler: Welche Gemeinden sind das? – Die großen!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nehmen Sie doch den Ansatz an, dass Sie die Möglichkeit haben, dass jemand aus dem staatlichen Bereich, der das nötige Know-how hat, auch Ihnen dieses Know-how zukommen lässt und Ihnen, also der Gemeinde, hilft, damit Sie Ihre Aufgaben dementsprechend wahrnehmen können! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die jüngsten Entwicklungen im Burgenland und im Südburgenland als solche zeigen ja, dass es notwendig wäre, gerade in diesem Bereich auf verstärkte Kontrolle, auf objektive transparente Kontrolle zu setzen, um für die Glaubwürdigkeit der Gemeinden etwas zu tun. Das steht außer Streit! – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Unruhe bei der ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Zanger. – Bitte. (Unruhe bei der ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Wort nun zur Amon’schen Beleuchtung des Budgets: Diese macht offensichtlich, dass das V bei der Volkspartei nicht nur für „Volk“ steht, sondern offensichtlich entweder für „Verwirrung“ – dass Herr Amon das verwirrt oder in einem Zustand der Verwirrung gelesen hat – oder für „Verschleierung“ und „Verschaukeln“, denn die Minister, an die wir die Fragen nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich gestellt haben, haben entweder diese Fragen nicht beantwortet oder aber aufgrund des Umfanges der Antworten selbst darum gebeten, diese schriftlich nachreichen zu dürfen. – So schaut es aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: ... eine Bürgermeister-Hatz! Das ist es!
Also ich wundere mich sehr, warum die ÖVP und auch der Kollege Pendl diese Angriffe, die sie ja eigentlich nicht waren – es waren keine Angriffe auf die Bürgermeister –, so ernst nehmen und warum sie sich so aufregen. Das sind keine Angriffe! Aber wenn Sie glauben, alle Ihre Bürgermeister sind Wunderwuzzis, dann haben Sie sich schön getäuscht! Das muss ich Ihnen ganz klipp und klar sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: ... eine Bürgermeister-Hatz! Das ist es!) – Nein, nein! Das ist es nicht. Ich bin selbst im Gemeinderat und selbst Mitglied des Prüfungsausschusses. Aber ich garantiere Ihnen, dass kein einziger Ihrer Bürgermeister alles weiß. (Abg. Großruck: Eh nicht!) – Eben.
Abg. Großruck: Eh nicht!
Also ich wundere mich sehr, warum die ÖVP und auch der Kollege Pendl diese Angriffe, die sie ja eigentlich nicht waren – es waren keine Angriffe auf die Bürgermeister –, so ernst nehmen und warum sie sich so aufregen. Das sind keine Angriffe! Aber wenn Sie glauben, alle Ihre Bürgermeister sind Wunderwuzzis, dann haben Sie sich schön getäuscht! Das muss ich Ihnen ganz klipp und klar sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: ... eine Bürgermeister-Hatz! Das ist es!) – Nein, nein! Das ist es nicht. Ich bin selbst im Gemeinderat und selbst Mitglied des Prüfungsausschusses. Aber ich garantiere Ihnen, dass kein einziger Ihrer Bürgermeister alles weiß. (Abg. Großruck: Eh nicht!) – Eben.
Beifall bei der FPÖ.
Eine Kontrolle im Sinne des Rechnungshofes – und das habe ich auch im zuständigen Ausschuss mehrmals gesagt – ist auch eine Chance. Das ist eine Chance! Es heißt ja nicht, dass nur die großen Skandale aufgedeckt werden müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es geht ja darum, zu fragen: Was passiert mit dem Geld? Fließt es in die richtigen Kanäle? Kann ich mir etwas ersparen? – Möglicherweise wird man nach einer gewissen Zeit an Jahren, die man als Bürgermeister in der Gemeinde verbringt, betriebsblind. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Weil du dich nicht auskennst, wovon du redest! – Abg. Eßl: Was macht die Gemeindeaufsicht?
Das ist Faktum, wieso regen Sie sich so auf? Das ist doch die Wahrheit! (Abg. Großruck: Weil du dich nicht auskennst, wovon du redest! – Abg. Eßl: Was macht die Gemeindeaufsicht?) – Ja, eben, da könnte man eigentlich einhaken. Bei der Gemeindeaufsicht prüfen die Schwarzen die schwarzen Gemeinden und die Roten die roten Gemeinden. So schaut es aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Faktum, wieso regen Sie sich so auf? Das ist doch die Wahrheit! (Abg. Großruck: Weil du dich nicht auskennst, wovon du redest! – Abg. Eßl: Was macht die Gemeindeaufsicht?) – Ja, eben, da könnte man eigentlich einhaken. Bei der Gemeindeaufsicht prüfen die Schwarzen die schwarzen Gemeinden und die Roten die roten Gemeinden. So schaut es aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch im Zuge der Auftragsvergabe für die Neugestaltung des Nationalratssaales werden verschiedene Frauenförderungsmaßnahmen durchgeführt. Damit ist die Frauenförderung in der Parlamentsdirektion – nicht zuletzt auch durch den erstmaligen Antritt einer Frau als Nationalratspräsidentin – auf einem sehr guten Weg. Das ermöglicht Frauen wie Männern gleiche Chancen bei der Erreichung von Leitungsfunktionen und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Er schwänzt!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Geschätzte Zuschauer auf den Rängen! Ich frage mich – da er auch nicht entschuldigt ist – schon den ganzen Tag, wo der Kollege Abgeordnete Faul ist. (Abg. Grosz: Er schwänzt!) Er fehlt anscheinend nicht nur in der Schule, er fehlt auch im Hohen Haus und kassiert zwei Gagen. Das ist unglaublich. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Faul-Pelz! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Faul-Pelz! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Geschätzte Zuschauer auf den Rängen! Ich frage mich – da er auch nicht entschuldigt ist – schon den ganzen Tag, wo der Kollege Abgeordnete Faul ist. (Abg. Grosz: Er schwänzt!) Er fehlt anscheinend nicht nur in der Schule, er fehlt auch im Hohen Haus und kassiert zwei Gagen. Das ist unglaublich. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Faul-Pelz! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Allein die Inserate der Bundesregierung in der Zeit des Sagers vom Herrn Kollegen Molterer – „Es reicht!“ –, vom 7. Juli bis 28. September, kosteten 9 Millionen €. Im Gesamtjahr 2008 hat diese Bundesregierung um 34 900 000 € Inserate geschaltet. Inserate objektiv, nicht objektiv (Zwischenruf des Abg. Rädler), es ist unglaublich, wie
Beifall beim BZÖ.
da Steuergeld vernichtet wird. Das ist ein Skandal, der unglaublich ist! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: 920 000 €!
Allein die Gesamtkosten der Ministerbüros und der Ministersekretäre haben sich im Jahr 2008 auf 23 600 000 € belaufen, die Repräsentationskosten dieser rot-schwarzen Regierung im Jahr 2008 auf 5 900 000 €. Die Taxikosten der Regierungsmitglieder allein im Jahr 2008 betrugen 920 000 €. (Abg. Ing. Westenthaler: 920 000 €!) Diese Zahlen sind recherchiert und jeder kann sie haben. Für die Flugkosten der einzelnen Ressorts – jetzt kommt es! – wurden vom 1. Jänner 2007 bis zum 31. März 2009 18 Millionen € ausgegeben. (Abg. Krist: Unglaublich!)
Abg. Krist: Unglaublich!
Allein die Gesamtkosten der Ministerbüros und der Ministersekretäre haben sich im Jahr 2008 auf 23 600 000 € belaufen, die Repräsentationskosten dieser rot-schwarzen Regierung im Jahr 2008 auf 5 900 000 €. Die Taxikosten der Regierungsmitglieder allein im Jahr 2008 betrugen 920 000 €. (Abg. Ing. Westenthaler: 920 000 €!) Diese Zahlen sind recherchiert und jeder kann sie haben. Für die Flugkosten der einzelnen Ressorts – jetzt kommt es! – wurden vom 1. Jänner 2007 bis zum 31. März 2009 18 Millionen € ausgegeben. (Abg. Krist: Unglaublich!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Wie viel hat der Gorbach verbraucht! Nach England hat er dann einen Brief geschrieben!
Das ist wirklich unglaublich – das sagt sogar ein Kollege von der SPÖ –, aber Sie ändern nichts daran! Ihre Pfründe sichern Sie sich ab, aber auf der anderen Seite frisches Geld in die Hand zu nehmen, um das Budget zu entlasten, damit wieder die Kaufkraft gestärkt wird, damit die Bevölkerung und die KMUs investieren können, in dieser Hinsicht versagen Sie vollends. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Wie viel hat der Gorbach verbraucht! Nach England hat er dann einen Brief geschrieben!)
Beifall beim BZÖ.
Ein paar Worte auch zur Volksanwaltschaft. – Die Volksanwaltschaft leistet hervorragende Arbeit, gehört gefördert und ausgebaut, aber ich würde bitten, sich auf die Fälle der Bürger und nicht auf den langjährigen, sich bestens verdient gemachten Volksanwalt Mag. Ewald Stadler zu konzentrieren. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich nehme mit Freude zur Kenntnis, dass die Bundesanstalt für Bergbauernfragen mit einer Leiterin besetzt wird. Ich würde mich über den Applaus der Frau Bundesministerin freuen. Meinen hat die Dame! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal an die Adresse des Abgeordneten Huber gerichtet und zur Volksanwaltschaft etwas Grundsätzliches: Es gibt in Österreich keine 8 Millionen Volksanwälte und Volksanwältinnen und daher sind auch Kandidatinnen und Kandidaten für die EU-Parlamentswahlen keine Volksanwälte in Brüssel. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dass wir es da mit einer Baustelle zu tun haben, die jetzt endlich eimal in Angriff genommen werden sollte. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Was ist die „Software der Demokratie“?
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Herr Präsident des Rechnungshofes! Werte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Besucherinnen und Besucher! Zum Budgetkapitel „Oberste Organe“ gehören auch die Mittel für unser unmittelbares Arbeitsumfeld, das Parlament. Trotz des allgemeinen Spargebotes, das selbstverständlich auch für das Parlament gilt, sind die Mittel für das Parlament gut angelegtes Geld. Damit meine ich nicht nur die Bauvorhaben, die dringend notwendig sind – ich freue mich, dass sich diesbezüglich langsam Einhelligkeit abzeichnet –, sondern vor allem Investitionen sozusagen in die Software der Demokratie, Mittel, die dafür aufgewendet werden, das Parlament der Bevölkerung näher zu bringen, ganz besonders den jungen Menschen, denn Voraussetzung dafür, dass Demokratie überhaupt funktionieren kann, sind demokratisch gesinnte ... (Abg. Mag. Molterer: Was ist die „Software der Demokratie“?) – Die Software ist der gedankliche Input, die Gedanken, die hier gesponnen und geäußert werden, die Diskussion, die hier stattfindet.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist für mich besonders erfreulich, feststellen zu können, wie positiv sich dieses Projekt entwickelt hat, zumal ich an den Vorläufern dieses Projektes auch als Kinder- und Jugendsprecherin mitarbeiten durfte. Das ist ein echtes Vorzeigeprojekt geworden, das auch international beachtet wird. Es gibt in derartiger Professionalität kaum etwas Vergleichbares. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Molterer.
Also allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön. Wir sehen, das ist wirklich gut investiertes Geld! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit Bedauern muss ich feststellen, dass Frauenpolitik auch in den kommenden zwei Jahren im Budget nur einen sehr untergeordneten Stellenwert genießt. Ich fürchte, dass die dafür 10 Millionen budgetierten Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Dazu darf ich die vom Rechnungshof kürzlich geäußerte Kritik, laut welcher staatliche Frauenförderung wenig zielorientiert und innovationsfeindlich ist, in Erinnerung rufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hilfsorganisationen berichten, dass Alleinerzieherinnen von der Armut am meisten gefährdet sind. Das ist alarmierend. Aber auch Frauen in Partnerschaften haben mit immer größeren Problemen zu kämpfen, etwa mit zunehmender häuslicher Gewalt. Die 6 570 Wegweisungen und Betretungsverbote aus dem Vorjahr werden heuer sicherlich – und das finde ich traurig – noch eine Zunahme erfahren. Hier gilt es, präventiv tätig zu werden. Es brauchen nicht nur Banken und Autohersteller unsere Hilfe, sondern auch einfache Menschen, vor allem Frauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Anderswo öffnen die Wirtschaftskrise und die damit einhergehenden Folgen den politisch Verantwortlichen sehr wohl die Augen. So will die spanische Regierung Hausfrauen als qualifizierte Fachkräfte anerkennen – eine Forderung, welche wir von der FPÖ hierzulande schon lange erheben. Von dem entsprechenden Dekret sollen in Spanien um die 500 000 Frauen profitieren. Damit ist nicht nur diesen Frauen geholfen, sondern auch den Betreuungseinrichtungen, die vielfach unter Personalmangel leiden. Mutter und Hausfrau muss als Beruf anerkannt und auch entschädigt werden. Das wäre die beste Frauen- und Familienförderung! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: 1 000 € Mindestlohn!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch betreffend die Maßnahmen für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen werden wir uns genau ansehen, welche Früchte die Anstrengungen der Regierung hier tragen. Der Erkenntnis Ihres Ministeriums, dass die Beseitigung verdeckter Diskriminierung, transparente Einstiegsgehälter und die Aufhebung der Fixierung auf geschlechtsspezifische Berufsbilder Priorität haben, müssen nun auch entsprechende Taten folgen. Der Schlüssel dafür liegt in den Sozialpartnerverhandlungen. Bisher ist es noch keiner Frauenministerin gelungen, die politisch Verantwortlichen und die Sozialpartner auf ein konkretes Maßnahmenprogramm ... (Abg. Mag. Wurm: 1 000 € Mindestlohn!) Ja, aber (Abg. Dr. Kurzmann –
Beifall bei der FPÖ.
Meiner Meinung nach sollten wir nicht Gender Budgeting machen, sondern dieses sollte von einem Generationen-Budgeting abgelöst werden. (Beifall bei der FPÖ.) Jedes Gesetz sollte nach dessen Prüfung auf EU-Rechtskompatibilität und auf budgetäre Auswirkungen auch auf Generationenverträglichkeit geprüft werden.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Berufstätigkeit von vielen Frauen wird immer wieder von der Diskussion über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf begleitet. Wir von der FPÖ treten für die Wahlfreiheit ein, nämlich dafür, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einmal mehr fordere ich daher die bessere finanzielle Absicherung der Mütter durch die öffentliche Hand, wobei mein Augenmerk auch auf die Förderung von Frauen über 50 und den Wiedereinsteigerinnen liegt. In der derzeitigen Diskussion vermisse ich ein starkes Signal der Bundesregierung für all jene Frauen, die jahrelang auf eine Karriere verzichtet und ihrer Familie ein Zuhause und einen Ort der Geborgenheit gegeben haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Vor allem die Absicherung im Alter soll durch ein freiwilliges Pensionssplitting verbessert werden (Zwischenruf bei der SPÖ), zudem bedarf es überhaupt einer transparenteren Leistungsförderung für die unbezahlte Familienarbeit.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Die Politik der Bundesregierung geht nur in die Richtung, dass Karrierefrauen und Berufstätige um jeden Preis gefördert werden. Frau sein definiert sich für mich aber nicht nur über Karriere; diese Betrachtungsweise ist für mich zu eng und spiegelt keinesfalls die gesellschaftliche Realität in Österreich wider. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Die Ignoranz, die die Politik Gruppen wie Hausfrauen, Bäuerinnen, Pensionistinnen und Alleinerzieherinnen entgegenbringt, ist für mich unerträglich. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!) Speziell junge Frauen sind mit der aktuellen Diskussion unzufrieden. Galt früher nur das Klischee „Küche, Kirche, Kinder“, so werden sie heute oft in das Schema „Karriere um jeden Preis“ gedrängt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) In der Gesamtbetrachtung stellt sich für mich heraus, dass Frauenpolitik nicht nur mehr Geld, sondern auch eine gravierende Kursänderung benötigt. – Danke. (Beifall bei der
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Die Ignoranz, die die Politik Gruppen wie Hausfrauen, Bäuerinnen, Pensionistinnen und Alleinerzieherinnen entgegenbringt, ist für mich unerträglich. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!) Speziell junge Frauen sind mit der aktuellen Diskussion unzufrieden. Galt früher nur das Klischee „Küche, Kirche, Kinder“, so werden sie heute oft in das Schema „Karriere um jeden Preis“ gedrängt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) In der Gesamtbetrachtung stellt sich für mich heraus, dass Frauenpolitik nicht nur mehr Geld, sondern auch eine gravierende Kursänderung benötigt. – Danke. (Beifall bei der
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ich finde es unerhört und unerträglich, dass sich Abgeordnete herstellen und von dieser Stelle aus die Frauen und Männer in ganz Österreich der Unfähigkeit bezichtigen, der Unterschlagung von Geldern, uns, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, mit kriminellen Elementen aus dem Bankenwesen vergleichen, die Geld veruntreut, versenkt haben. Kein einziger Bürgermeister, keine einzige Bürgermeisterin hat veruntreut! (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Niemand hat hier Gelder des Steuerzahlers unrechtmäßig „eingepackt“. Dagegen verwahre ich mich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich finde es unerhört und unerträglich, dass sich Abgeordnete herstellen und von dieser Stelle aus die Frauen und Männer in ganz Österreich der Unfähigkeit bezichtigen, der Unterschlagung von Geldern, uns, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, mit kriminellen Elementen aus dem Bankenwesen vergleichen, die Geld veruntreut, versenkt haben. Kein einziger Bürgermeister, keine einzige Bürgermeisterin hat veruntreut! (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Niemand hat hier Gelder des Steuerzahlers unrechtmäßig „eingepackt“. Dagegen verwahre ich mich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wie bitte? Nehmen Sie das zurück! – Abg. Neubauer: Das ist ja unerhört! Das ist ja unerhört!
Eines – das wird im Protokoll nachzulesen sein, und ich werde das mit Genuss an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bundesweit ausschicken –, sehr geehrter Herr Präsident Moser, bei aller Wertschätzung: Sie haben sich heute sehr weit aus einem parteipolitischen Fenster gelehnt, ich sage das sehr offen (Abg. Grosz: Wie bitte? Nehmen Sie das zurück! – Abg. Neubauer: Das ist ja unerhört! Das ist ja unerhört!) – ich nehme überhaupt nichts zurück, so ist es! –, wenn Sie heute hier sagen, dass die Gemeinden ihre Finanzen nicht im Griff haben, dass sie trotz dreifacher Prüfung noch weiter überprüft werden müssen.
Beifall bei der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ
Und ich sage das für alle, die nur einen Funken Interesse und Wohlwollen ihrer Gemeinde gegenüber haben, ob als Gemeindefunktionäre, als Gemeindebedienstete, denen ich ausdrücklich ein Danke für ihre Arbeit sage, vor allem jenen in der Buchhaltung, das muss man hier auch einmal sagen (Beifall bei der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ) –: In den Gemeinden wird investiert! Da stehen Schulen, da stehen Kindergärten, da werden Straßen gebaut, da werden Kanalanlagen gebaut. Jawohl, das geschieht, aber es wird kein Geld in der Karibik oder privat irgendwo versenkt. Dagegen verwahren wir uns! – Investition ja; die Kommune ist der größte Auftraggeber in den jeweiligen Regionen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Und was ist dann mit Hartberg? Die haben es in der Karibik ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Und was ist dann mit Hartberg? Die haben es in der Karibik ...!
Und ich sage das für alle, die nur einen Funken Interesse und Wohlwollen ihrer Gemeinde gegenüber haben, ob als Gemeindefunktionäre, als Gemeindebedienstete, denen ich ausdrücklich ein Danke für ihre Arbeit sage, vor allem jenen in der Buchhaltung, das muss man hier auch einmal sagen (Beifall bei der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ) –: In den Gemeinden wird investiert! Da stehen Schulen, da stehen Kindergärten, da werden Straßen gebaut, da werden Kanalanlagen gebaut. Jawohl, das geschieht, aber es wird kein Geld in der Karibik oder privat irgendwo versenkt. Dagegen verwahren wir uns! – Investition ja; die Kommune ist der größte Auftraggeber in den jeweiligen Regionen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Und was ist dann mit Hartberg? Die haben es in der Karibik ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Frauen haben ein enormes Leistungspotential, meine Damen und Herren, das ist wohl unbestritten (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), denn die Frauen bringen ihre Leistungen in der Familie, in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz ein, und
Beifall bei der ÖVP.
sie so hinzustellen, als ob sie „Armutschkerln“ wären, finde ich mehr als bedenklich und bedauerlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dieses Leistungspotential, die Eigenverantwortung zeigen die Frauen in allen Bereichen: sowohl bei der innerhäuslichen Erwerbstätigkeit – leider sozial nicht abgesichert –, aber auch bei der außerhäuslichen Erwerbstätigkeit, wo viele nicht entsprechend entlohnt werden, da bin ich bei Ihnen. Aber gerade das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre zeigt ganz klar, dass ohne die Leistungsträgerin Frau dieses Wirtschaftswachstum und diese positive Entwicklung in Österreich nicht möglich gewesen wäre. Darauf sollten wir endlich einmal stolz sein: stolz, dass wir solche Frauen im Lande haben! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Da das Frauenbudget um 14 Prozent erhöht wurde, gratuliere ich Ihnen dazu, sehr geehrte Frau Bundesministerin, dass Ihnen das in der Verhandlung mit Finanzminister Pröll gelungen ist, denn es ist nicht leicht, in Zeiten wie diesen ein derartiges Budget zu halten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ob Budgeterhöhung, ob mit oder ohne Nationalen Aktionsplan, wir werden von den Frauen nicht an den Zahlen und Worten, sondern vor allem an unseren Taten gemessen werden. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Auch wenn ich Vorsitzende des Fanclubs von Dorothea Schittenhelm bin, so wie mir Kollege Molterer das jetzt gesagt, muss ich ihr hier ganz vehement betreffend die Dinge widersprechen, die sie über den Rechnungshof und den Rechnungshofpräsidenten gesagt hat. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm
Der Rechnungshof ist keine parteipolitische Institution, und der Rechnungshofpräsident hat keine parteipolitische Funktion, sondern er hat weiter zu denken (Beifall beim BZÖ – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm), er hat uns Anregungen zu geben, wie man die Dinge besser in den Griff bekommt, und das müssen auch die Gemeinden annehmen.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich selbst bin seit 12 Jahren zwar nicht Bürgermeisterin, aber ich war Stadträtin, ich war Gemeinderätin. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich weiß, dass es sehr viele engagierte Bürgermeister, Gemeinderäte und Funktionäre gibt, aber es gibt auch einige schwarze Schafe, und deswegen bin ich sehr froh, wenn die Kontrolle ausgeweitet wird und wenn man diesen schwarzen Schafen auch Einhalt gebieten kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Schwarze Schafe schon! – Abg. Brosz: Aber ein paar rote Schafe gibt es auch!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Schwarze Schafe schon! – Abg. Brosz: Aber ein paar rote Schafe gibt es auch!
Ich selbst bin seit 12 Jahren zwar nicht Bürgermeisterin, aber ich war Stadträtin, ich war Gemeinderätin. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich weiß, dass es sehr viele engagierte Bürgermeister, Gemeinderäte und Funktionäre gibt, aber es gibt auch einige schwarze Schafe, und deswegen bin ich sehr froh, wenn die Kontrolle ausgeweitet wird und wenn man diesen schwarzen Schafen auch Einhalt gebieten kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Schwarze Schafe schon! – Abg. Brosz: Aber ein paar rote Schafe gibt es auch!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dies ist keine Verteufelung der Gemeinden, absolut nicht, dazu stehe ich, und daher sollten wir wirklich die Kirche im Dorf lassen! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seien wir froh, wenn die Kontrolle gut und richtig ist!
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Was wäre, wenn uns der Rechnungshof nicht gerade im Bereich der Gesundheitsreform den Weg, den wir gehen können, wo im System wir einsparen können, vorgezeigt hätte? (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ich möchte das in keiner Weise missen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was wäre, wenn uns der Rechnungshof nicht gerade im Bereich der Gesundheitsreform den Weg, den wir gehen können, wo im System wir einsparen können, vorgezeigt hätte? (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ich möchte das in keiner Weise missen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: ... wichtig! – Abg. Grosz: Wo ist denn der Faul?
Wie Sie selbst zugeben, Frau Bundesministerin, und auch im Ausschuss gesagt haben: Sie informieren viel, Sie fordern einiges ein, und Ihre Hauptaufgabe besteht vor allem im Koordinieren zwischen den einzelnen Ministerien, und Sie setzen eigentlich sehr wenig konkrete Maßnahmen um. Einige, die sicher wichtig sind, betreffen die Erhaltung der Interventionsstellen gegen Gewalt, der Opferschutzeinrichtungen oder auch der Familienberatungsstellen. Aber – bitte verstehen Sie mich richtig! – dafür allein würden wir eigentlich kein Ministerium und auch keine eigene Ministerin brauchen, denn das könnte auch anderen Ministerien zugeordnet und dort angesiedelt sein. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: ... wichtig! – Abg. Grosz: Wo ist denn der Faul?)
Beifall beim BZÖ.
Ich erwarte mir, dass in diesem Bereich, wo es um ein wirklich reales Anliegen, um ein reales Problem geht, von Ihrer Seite jetzt wirklich Druck gemacht wird, und ich hoffe, dass Sie die Kinder und vor allem die Mütter nicht im Regen stehen lassen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist Faul?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Jarolim. – Bitte. (Abg. Grosz: Wo ist Faul?)
Abg. Ursula Haubner: Angekündigt! Angekündigt!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haubner, ich verstehe Sie insofern nicht ganz, als Sie ja genau wissen, dass in der derzeitigen Änderung des Familienrechtsgesetzes genau die Frage des Unterhaltes geregelt wird (Abg. Ursula Haubner: Angekündigt! Angekündigt!) und dass die Frau Frauenministerin einen ganz substantiellen Beitrag dazu geleistet hat, dass diese Verbesserungen kommen werden. Und wenn wir diese Verbesserungen demnächst beschließen werden – es gibt jetzt in der Regierung eine entsprechende Vorlage, in der diese massiven Verbesserungen enthalten sind –, dann hat die Frau Frauenministerin da sicherlich ganz stark mitgeholfen, ebenso wie die Justizministerin und vor allem auch deren Vorgängerin, die den Gesetzentwurf ja auf den Weg gebracht hat. Ich würde Sie also wirklich ersuchen, ein klein wenig Sachlichkeit walten zu
Beifall bei der SPÖ.
lassen und uns hier keine Dinge auftischen zu wollen, die schlicht und einfach nicht stimmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf bei der Gelegenheit vielleicht noch Folgendes sagen: Es gibt die Diskussion über das Gebührenrecht, das hat jetzt nicht unmittelbar mit den Obersten Organen, sondern mit der Justiz etwas zu tun, wo es darum geht, bei der Besuchsrechtsregelung eine Vergebührung vorzusehen. Die Diskussionen werden noch geführt, und vielleicht gelingt es uns, für eine sehr problembehaftete Frage eine Lösung zu finden und doch noch bis zum Ende der Woche einen Durchbruch zu erzielen. Diesbezüglich der Appell an alle, insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, dass wir da eine vernünftige Lösung durchbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer
Ich denke, wenn wir jetzt in den Zeitungen lesen, dass der damalige Herr Innenminister Strasser über einen Bürgermeisterkollegen in einem Interview hat mitteilen lassen, „den werde ich mir kassieren, den Hundling“ (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer), dann zeigt das eben eine Art von Einstellung, die sich möglicherweise auch damals im Ministerium geoffenbart hat.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wo ist der Faul? Wir haben in der Schule auch schon angerufen!
Ich würde mir wünschen, dass solche Menschen – wer auch immer, Herr Amon, vielleicht haben Sie Einfluss darauf – nicht in der Art Politik betreiben, wie er es offensichtlich derzeit noch immer vorhat, und vielleicht können wir auch dann, wenn es hier eine Änderung gibt, positiver in die Zukunft schauen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wo ist der Faul? Wir haben in der Schule auch schon angerufen!)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
(Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Genau, es funktioniert wieder: Das Wort „Kontrolle“ ist gefallen, und hinten in der ÖVP geht der Erregungspegel in die Höhe.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mit dem Herrn Präsidenten des Rechnungshofes sollten wir darüber diskutieren, dass man das Budget wahrscheinlich erhöhen müsste, wenn der Grad der Erregung ansatzweise dem entspricht, was an Kontrolle notwendig wäre. Aber der Punkt ist, dass Sie sich hierher stellen und sagen, dass es keine Probleme gibt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Der Erregungspegel passt schon wieder. „Kontrolle“ – und die ÖVP springt auf.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Wenn hier vom Rednerpult aus gesagt wird, dass es keine Notwendigkeit zur Kontrolle gibt, muss doch jeder, der in den letzten Monaten die Medienberichte verfolgt hat, aufschreien und sagen: Was sollen diese Aussagen? Wir wissen von zahlreichen Spekulationsgeschäften in den Gemeinden. Wir wissen, dass dort auch versucht wurde, Geld über die Spekulation mit öffentlichen Geldern, mit öffentlichen Mitteln zu lukrieren, was zum Teil ordentlich in die Hose gegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Sobotka – Ihr (in Richtung ÖVP) Landesrat – hat jahrelang in der Landesregierung Casino-Kapitalismus betrieben und hat öffentliche Wohnbaugelder auf den Finanzmärkten hoch spekulativ veranlagt. Und dann treten die Kollegen von der ÖVP hier ans Rednerpult und sagen, dass es da keine Notwendigkeit zur Kontrolle gibt. Ich muss daher sagen, Sie haben momentan ein ziemlich großes Defizit bei der Wahrnehmung dieser Probleme. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Das ist die Wahrheit!
Außerdem stellt man fest, wenn man tiefer schaut, dass es Dinge gibt, die nicht angegriffen werden. Die Presseförderung beträgt im Tageszeitungsbereich in etwa 7 Millionen € pro Jahr. Davon gehen 2,3 Millionen € an zwei Parteizeitungen, die es in Österreich noch gibt, eine der letzten Mohikaner-Ausgaben; eine natürlich im roten Bereich, die „Kärntner Tageszeitung“, und eine im schwarzen Bereich. Kollege Großruck war letzte Woche ganz stolz darauf, dass er seine Informationen offenbar hauptsächlich aus dem „Volksblatt“ aus Oberösterreich bezieht – und er glaubt offenbar sogar das, was da drinsteht. (Abg. Großruck: Das ist die Wahrheit!) – Ja, die Wahrheit; ich weiß eh, dass das die Wahrheit ist.
Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.
Kollege Zinggl hat zu Recht angekreidet, dass es österreichweit für die nichtkommerziellen Medien eine Million geben soll. Das bekommt ja das „Oberösterreichische Volksblatt“ allein, und das bekommt ja die „Kärntner Tageszeitung“ allein – als Parteizeitungen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.) Also es ist offensichtlich Geld vorhanden, wenn es um die Finanzierung der eigenen Interessen geht.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Zusammenhang gibt es von Ihrer Seite her eindeutig Bedarf, umzudenken und nicht Parteipolitik zu machen, sondern Medienpolitik zu betreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: So ist es!
Sehr geehrte Damen und Herren, noch ein Wort zu den Prüfungen in den Gemeinden mit unter 20 000 Einwohnern: Wenn man sich in den einzelnen Bundesländern die gesetzlichen Grundlagen und die Prüfungspraktiken anschaut, stellt man, wie Präsident Moser ausgeführt hat, durchaus beachtliche Unterschiede fest. (Abg. Mag. Kogler: So ist es!) Für mich sind in erster Linie die Länder gefordert, hier gleiche Voraussetzungen zu schaffen.
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Insgesamt findet bereits heute eine Vielzahl von Prüfungen der Gemeinden statt. In Oberösterreich sind es einschließlich der Prüfung des Prüfungsausschusses der Gemeinde selbst vier Einrichtungen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Ich sehe daher wie meine Vorredner von der ÖVP keinen Grund, eine weitere Prüfungsinstanz zu schaffen. (Ruf: Das wundert uns jetzt aber nicht!)
Ruf: Das wundert uns jetzt aber nicht!
Insgesamt findet bereits heute eine Vielzahl von Prüfungen der Gemeinden statt. In Oberösterreich sind es einschließlich der Prüfung des Prüfungsausschusses der Gemeinde selbst vier Einrichtungen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Ich sehe daher wie meine Vorredner von der ÖVP keinen Grund, eine weitere Prüfungsinstanz zu schaffen. (Ruf: Das wundert uns jetzt aber nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Gemeindeordnung festgeschriebene Grundsatz einer sparsamen, wirtschaftlichen und zweckmäßigen Führung der Gemeindegeschäfte. (Beifall bei der ÖVP.) Und die Einhaltung dieses Grundsatzes wird, wie gesagt, bereits von vier Einrichtungen geprüft. (Abg. Mag. Kogler: Wieso vier?)
Abg. Mag. Kogler: Wieso vier?
Gemeindeordnung festgeschriebene Grundsatz einer sparsamen, wirtschaftlichen und zweckmäßigen Führung der Gemeindegeschäfte. (Beifall bei der ÖVP.) Und die Einhaltung dieses Grundsatzes wird, wie gesagt, bereits von vier Einrichtungen geprüft. (Abg. Mag. Kogler: Wieso vier?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte nicht schließen, ohne die ausgezeichnete Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes zu würdigen. Von der gewissenhaften Durchführung ihrer äußerst verantwortungsvollen Tätigkeit können sich die Mitglieder des parlamentarischen Rechnungshofausschusses immer wieder überzeugen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Gemeinsam mit Faul!
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kollegen! Herr Bundeskanzler Faymann glänzt wie bereits in der vergangenen Woche bei der Generaldebatte mit beständiger Abwesenheit. Wahrscheinlich ist er wieder auf einer seiner Reisen, um die Zukunft Europas zu beschließen (Abg. Ing. Westenthaler: Gemeinsam mit Faul!); aber bitte, wie auch immer.
Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!
Nun zum Frauenbudget: Grundsätzlich sollte man einmal darüber diskutieren, was das Frauenministerium überhaupt unter Frauenpolitik versteht. (Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!) Ich weiß, dass mich die Gender-Demagogen von Grün und Rot natürlich ob meiner Rede in Kürze in der Luft zerreißen werden, aber es muss einmal gesagt werden: Wenn das Frauenministerium zu einem Anlaufplatz von ideologisch linken Gender-Strategen wird, die versuchen, in feministischer Art und Weise die biologischen Unterschiede der Geschlechter zu verleugnen (Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!) – sehr wohl, Herr Grosz, damit habe ich immer noch guten Erfolg gehabt – und das auch noch als Gleichstellung von Mann und Frau zu tarnen (Zwischenrufe beim BZÖ) – immer mit der Ruhe! –, dann ist jeder Euro (Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!), der in dieses Frauenministerium fließt, absolut ein Euro zu viel. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!
Nun zum Frauenbudget: Grundsätzlich sollte man einmal darüber diskutieren, was das Frauenministerium überhaupt unter Frauenpolitik versteht. (Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!) Ich weiß, dass mich die Gender-Demagogen von Grün und Rot natürlich ob meiner Rede in Kürze in der Luft zerreißen werden, aber es muss einmal gesagt werden: Wenn das Frauenministerium zu einem Anlaufplatz von ideologisch linken Gender-Strategen wird, die versuchen, in feministischer Art und Weise die biologischen Unterschiede der Geschlechter zu verleugnen (Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!) – sehr wohl, Herr Grosz, damit habe ich immer noch guten Erfolg gehabt – und das auch noch als Gleichstellung von Mann und Frau zu tarnen (Zwischenrufe beim BZÖ) – immer mit der Ruhe! –, dann ist jeder Euro (Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!), der in dieses Frauenministerium fließt, absolut ein Euro zu viel. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Nun zum Frauenbudget: Grundsätzlich sollte man einmal darüber diskutieren, was das Frauenministerium überhaupt unter Frauenpolitik versteht. (Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!) Ich weiß, dass mich die Gender-Demagogen von Grün und Rot natürlich ob meiner Rede in Kürze in der Luft zerreißen werden, aber es muss einmal gesagt werden: Wenn das Frauenministerium zu einem Anlaufplatz von ideologisch linken Gender-Strategen wird, die versuchen, in feministischer Art und Weise die biologischen Unterschiede der Geschlechter zu verleugnen (Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!) – sehr wohl, Herr Grosz, damit habe ich immer noch guten Erfolg gehabt – und das auch noch als Gleichstellung von Mann und Frau zu tarnen (Zwischenrufe beim BZÖ) – immer mit der Ruhe! –, dann ist jeder Euro (Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!), der in dieses Frauenministerium fließt, absolut ein Euro zu viel. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!
Nun zum Frauenbudget: Grundsätzlich sollte man einmal darüber diskutieren, was das Frauenministerium überhaupt unter Frauenpolitik versteht. (Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!) Ich weiß, dass mich die Gender-Demagogen von Grün und Rot natürlich ob meiner Rede in Kürze in der Luft zerreißen werden, aber es muss einmal gesagt werden: Wenn das Frauenministerium zu einem Anlaufplatz von ideologisch linken Gender-Strategen wird, die versuchen, in feministischer Art und Weise die biologischen Unterschiede der Geschlechter zu verleugnen (Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!) – sehr wohl, Herr Grosz, damit habe ich immer noch guten Erfolg gehabt – und das auch noch als Gleichstellung von Mann und Frau zu tarnen (Zwischenrufe beim BZÖ) – immer mit der Ruhe! –, dann ist jeder Euro (Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!), der in dieses Frauenministerium fließt, absolut ein Euro zu viel. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun zum Frauenbudget: Grundsätzlich sollte man einmal darüber diskutieren, was das Frauenministerium überhaupt unter Frauenpolitik versteht. (Abg. Grosz: Da hat der Bundeskanzler wahrscheinlich den Faul mitgenommen, denn der Faul ist auch nicht da!) Ich weiß, dass mich die Gender-Demagogen von Grün und Rot natürlich ob meiner Rede in Kürze in der Luft zerreißen werden, aber es muss einmal gesagt werden: Wenn das Frauenministerium zu einem Anlaufplatz von ideologisch linken Gender-Strategen wird, die versuchen, in feministischer Art und Weise die biologischen Unterschiede der Geschlechter zu verleugnen (Abg. Grosz: Nicht schon wieder Biologie!) – sehr wohl, Herr Grosz, damit habe ich immer noch guten Erfolg gehabt – und das auch noch als Gleichstellung von Mann und Frau zu tarnen (Zwischenrufe beim BZÖ) – immer mit der Ruhe! –, dann ist jeder Euro (Abg. Grosz: Aber bitte jetzt keine Geschichte-Vorlesung!), der in dieses Frauenministerium fließt, absolut ein Euro zu viel. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Lernen Sie Geschichte, Herr Grosz, das ist immer wichtig, glauben Sie mir das! Das stammt nicht von mir. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielmehr sollte ein echter Wertewandel im Familienministerium angestrebt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Die Arbeit der Frau als Mutter und Hausfrau muss endlich gesellschaftlich und finanziell anerkannt werden. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Daher fordern wir ein echtes Gehalt zum Auskommen für Mütter, denn sie tragen unendlich viel für unsere Gesellschaft bei.
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Vielmehr sollte ein echter Wertewandel im Familienministerium angestrebt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Die Arbeit der Frau als Mutter und Hausfrau muss endlich gesellschaftlich und finanziell anerkannt werden. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Daher fordern wir ein echtes Gehalt zum Auskommen für Mütter, denn sie tragen unendlich viel für unsere Gesellschaft bei.
Zwischenruf bei den Grünen
Was wir auch in Zukunft brauchen, sind selbstbewusste Frauen und Männer, für die es absolut selbstverständlich ist, einen Kinderwunsch zu äußern (Zwischenruf bei den Grünen), genauso wie die Luft zum Atmen. Dafür muss natürlich Geld in die Hand genommen werden, und es muss sich auch gesellschaftspolitisch einiges ändern.
Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.
Ein Beispiel dazu, das nicht voll und ganz übernommen werden kann, ist Frankreich, wo es immerhin eine Reproduktionsrate von fast 2,3 Prozent gibt. Wir stehen mit 1,2 Prozent immer noch sehr minder da. (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) Und absolut kontraproduktiv in diesem Zusammenhang sind natürlich das Fördern eines jeden Emanzentums und auch die Legalisierung der Homo-Ehe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Beispiel dazu, das nicht voll und ganz übernommen werden kann, ist Frankreich, wo es immerhin eine Reproduktionsrate von fast 2,3 Prozent gibt. Wir stehen mit 1,2 Prozent immer noch sehr minder da. (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) Und absolut kontraproduktiv in diesem Zusammenhang sind natürlich das Fördern eines jeden Emanzentums und auch die Legalisierung der Homo-Ehe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von der FPÖ sind klar und eindeutig für die Gleichstellung von Mann und Frau, aber absolut gegen linke Gender-Politik. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?) Werte KollegInnen des Hohen Hauses! (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?) Frau Kollegin Winter, ursprünglich wollte ich mich zwar zu Ihren Ausführungen nicht zu Wort melden, aber jetzt ist es mir doch ein großes Bedürfnis. (Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!) Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Gender Budgeting und Gender Mainstreaming bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da geht es nicht um das Verleugnen von Männern und Frauen, des Geschlechts, sondern um den gleichen Zugang. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) – Aber vielleicht ist es ja irgendwann einmal so weit.
Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?) Werte KollegInnen des Hohen Hauses! (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?) Frau Kollegin Winter, ursprünglich wollte ich mich zwar zu Ihren Ausführungen nicht zu Wort melden, aber jetzt ist es mir doch ein großes Bedürfnis. (Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!) Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Gender Budgeting und Gender Mainstreaming bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da geht es nicht um das Verleugnen von Männern und Frauen, des Geschlechts, sondern um den gleichen Zugang. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) – Aber vielleicht ist es ja irgendwann einmal so weit.
Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?) Werte KollegInnen des Hohen Hauses! (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?) Frau Kollegin Winter, ursprünglich wollte ich mich zwar zu Ihren Ausführungen nicht zu Wort melden, aber jetzt ist es mir doch ein großes Bedürfnis. (Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!) Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Gender Budgeting und Gender Mainstreaming bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da geht es nicht um das Verleugnen von Männern und Frauen, des Geschlechts, sondern um den gleichen Zugang. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) – Aber vielleicht ist es ja irgendwann einmal so weit.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?) Werte KollegInnen des Hohen Hauses! (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?) Frau Kollegin Winter, ursprünglich wollte ich mich zwar zu Ihren Ausführungen nicht zu Wort melden, aber jetzt ist es mir doch ein großes Bedürfnis. (Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!) Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Gender Budgeting und Gender Mainstreaming bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da geht es nicht um das Verleugnen von Männern und Frauen, des Geschlechts, sondern um den gleichen Zugang. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) – Aber vielleicht ist es ja irgendwann einmal so weit.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Grosz: Wo ist denn der Herr Faul?) Werte KollegInnen des Hohen Hauses! (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?) Frau Kollegin Winter, ursprünglich wollte ich mich zwar zu Ihren Ausführungen nicht zu Wort melden, aber jetzt ist es mir doch ein großes Bedürfnis. (Abg. Grosz: Wir würden gerne wissen, wo der Herr Faul ist!) Offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Gender Budgeting und Gender Mainstreaming bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da geht es nicht um das Verleugnen von Männern und Frauen, des Geschlechts, sondern um den gleichen Zugang. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) – Aber vielleicht ist es ja irgendwann einmal so weit.
Abg. Grosz: Wo ist der Faul?
Der große Rückstand bei den Asylverfahren konnte bereits deutlich abgebaut werden: von 23 600 offenen Fällen im Juni 2008 auf 17 400 Fälle im März 2009. Der Präsident des Asylgerichtshofes Mag. Perl ist zuversichtlich, dass ein gänzlicher Abbau bis 2010, spätestens bis 2011 möglich sein wird. (Abg. Grosz: Wo ist der Faul?)
Abg. Grosz: Das ist doch die Frau Rudas, oder?!
Aber speziell für mich als Jugendsprecherin (Abg. Grosz: Das ist doch die Frau Rudas, oder?!) ist es von größter Bedeutung, dass auch im Bereich des Bundeskanzleramtes ein Schwerpunkt auf Jugendbeschäftigung gelegt wird. (Abg. Grosz: Ist das nicht die Frau Rudas?) 300 neue Lehrlinge in 50 verschiedenen Lehrberufen, das bedeutet eine Vervierfachung der Zahl der Lehrlinge. Ein zusätzlicher Anreiz für Weiterbildung wird auch die finanzielle Unterstützung während der Lehre sein.
Abg. Grosz: Ist das nicht die Frau Rudas?
Aber speziell für mich als Jugendsprecherin (Abg. Grosz: Das ist doch die Frau Rudas, oder?!) ist es von größter Bedeutung, dass auch im Bereich des Bundeskanzleramtes ein Schwerpunkt auf Jugendbeschäftigung gelegt wird. (Abg. Grosz: Ist das nicht die Frau Rudas?) 300 neue Lehrlinge in 50 verschiedenen Lehrberufen, das bedeutet eine Vervierfachung der Zahl der Lehrlinge. Ein zusätzlicher Anreiz für Weiterbildung wird auch die finanzielle Unterstützung während der Lehre sein.
Beifall bei der SPÖ.
Beratungen zu Themen wie Liebe, Aufklärung, Schule, aber auch Gewalt in der Familie werden nachgefragt. Die Vielzahl der Kontakte zeigt, wie wichtig und wie unverzichtbar „147 – Rat auf Draht“ für junge Menschen geworden ist. Es soll daher auch erhalten bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Linder –: Das ist die Jugendsprecherin, jetzt wirst du auch unser Jugendsprecher!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Linder. – Bitte. (Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Linder –: Das ist die Jugendsprecherin, jetzt wirst du auch unser Jugendsprecher!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kollegen im Plenum! Zu den Frauen ist eines zu sagen, nämlich mein persönlicher Eindruck: Ich habe erstmals in meiner Heimatgemeinde eine Frau zur Vizebürgermeisterin gemacht. Die Kritik daran kam nicht von uns Männern, sondern von den Frauen! Die Frauen haben gesagt: Wird das gut gehen? Wird die das schaffen? Ist das gescheit? Ich glaube, da sollten die Frauen an sich selbst noch etwas mehr arbeiten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Herr Faul!
Nicht verstehen würden es die Bürger aber, wenn sie die Effizienz dieses Hauses betrachteten und wenn sie schauten, wie hier gearbeitet wird. (Abg. Grosz: Herr Faul!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Zanger: Stimmt!
Ich bin jetzt seit mehr als sechs Monaten hier herinnen. Wenn ich den Vergleich zu meiner Gemeinde ziehe, so komme ich zu der Auffassung, dass der kleine einfache Gemeinderat wesentlich wirksamer und effizienter ist. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Zanger: Stimmt!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da wir in den Gemeinden so wirtschaftlich und effizient arbeiten, verstehe ich die Kollegen von der ÖVP nicht. Ich will ja kontrolliert werden. Ich bin gerne bereit, meine gute Arbeit zu zeigen. Ich bin aber auch daran interessiert, an der Prüfung zu lernen, Gegenbeispiele zu bekommen und die Gemeindearbeit noch wirksamer zu gestalten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe ein anderes Problem. Da jede Prüfung über Wochen Mitarbeiter meiner Gemeindeverwaltung bindet, erwarte ich mir, wenn wir Gemeinden durch den Rechnungshof geprüft werden, dass wir über den Ertragsausgleich auch mehr Geld dafür bekommen, um unseren Mitarbeiterstab aufstocken zu können. Das denke ich dabei. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da wir in den Gemeinden so wirtschaftlich und effizient arbeiten, verstehe ich die Kollegen von der ÖVP nicht. Ich will ja kontrolliert werden. Ich bin gerne bereit, meine gute Arbeit zu zeigen. Ich bin aber auch daran interessiert, an der Prüfung zu lernen, Gegenbeispiele zu bekommen und die Gemeindearbeit noch wirksamer zu gestalten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe ein anderes Problem. Da jede Prüfung über Wochen Mitarbeiter meiner Gemeindeverwaltung bindet, erwarte ich mir, wenn wir Gemeinden durch den Rechnungshof geprüft werden, dass wir über den Ertragsausgleich auch mehr Geld dafür bekommen, um unseren Mitarbeiterstab aufstocken zu können. Das denke ich dabei. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Na!
Aber jetzt noch einmal zurück zur Wirtschaftlichkeit im Nationalrat oder zur Effizienz dieses Hohen Hauses. Ich glaube, wir alle wissen, wie viele Stunden wir da herinnen sitzen und diskutieren und dass sehr, sehr viel davon umsonst geredet wird, dass keiner zuhört. (Abg. Mag. Gaßner: Na!) Wenn man in die Reihen schaut, sitzen oft nicht einmal mehr 50 Abgeordnete herinnen. Die Medien interessieren sich für diese stunden- und tagelangen Diskussionen auch nicht mehr. Ich glaube, wir wissen alle, dass die Entscheidungen schon vor dem Ministerrat gefällt worden sind und dass eigentlich die Kollegen von der Regierung nur mehr die Aufgabe haben, das zu verbreiten, und wir die Aufgabe haben, das zu kritisieren.
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir das Geld für den Umbau dieses Hauses, des Plenarsaales bereitstellen, sollte es auch unser Ziel sein, heute damit zu beginnen, die Geschäftsordnung neu zu gestalten, damit mit dem Einzug in den neuen Plenarsaal wieder wirklich lebendiger, aktiver Parlamentarismus stattfindet und sich die Bevölkerung wieder eine gute Meinung von uns bilden kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines muss ich hier schon auch noch festhalten: Es gibt auch Problembereiche, wo zweifelsfrei weitere Diskussionen notwendig sind. Über den Zugang zum nationalen Arbeitsmarkt nach spätestens sechs Monaten wird es sicher noch einige Diskussionen geben. Und das Zweite ist: Auswirkung auf die bestehende „Dublin-Verordnung“. Hier soll es zu keiner Aufweichung dieses Prinzips kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Keiner sagt uns, wo der Herr Faul ist! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist er entschuldigt, der Herr Faul? Er ist schon den ganzen Tag nicht da!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Unterreiner. – Bitte. (Abg. Grosz: Keiner sagt uns, wo der Herr Faul ist! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist er entschuldigt, der Herr Faul? Er ist schon den ganzen Tag nicht da!)
Beifall bei der FPÖ.
darauf hinweisen – und das ist etwas, was mir sehr wichtig ist –, dass erfolgreiche Weiblichkeit und Mütterlichkeit nicht auseinanderfallen dürfen. (Beifall bei der FPÖ.) – Danke.
in Richtung der Abg. Silhavy
Deshalb muss eine gute Gleichbehandlungspolitik die unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Bedürfnisse berücksichtigen. Die Einführung von Gender Mainstreaming als Leitprinzip von Politik und Gesellschaft lehnen wir daher ab, weil es die von Natur aus vorgegebenen Unterschiede von Mann und Frau nicht anerkennt und abschaffen will und einen neuen Menschen kreieren will. Ich muss leider zu Ihnen (in Richtung der Abg. Silhavy) hinüber sagen, Sie haben offensichtlich die Programme nicht gelesen, denn genau das sind die Definitionen, und genau so steht es drinnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Silhavy.
Deshalb muss eine gute Gleichbehandlungspolitik die unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Bedürfnisse berücksichtigen. Die Einführung von Gender Mainstreaming als Leitprinzip von Politik und Gesellschaft lehnen wir daher ab, weil es die von Natur aus vorgegebenen Unterschiede von Mann und Frau nicht anerkennt und abschaffen will und einen neuen Menschen kreieren will. Ich muss leider zu Ihnen (in Richtung der Abg. Silhavy) hinüber sagen, Sie haben offensichtlich die Programme nicht gelesen, denn genau das sind die Definitionen, und genau so steht es drinnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Da ist Marx schon gestorben gewesen!
Gender Mainstream ist ein politisches Programm, das von der Machbarkeit und von der Formbarkeit des Menschen durchdrungen ist, und es ist daher auch ein totalitärer Ansatz. Man braucht sich nur anzuschauen, was Engels und Marx gesagt haben. Die waren schon 1884 (Abg. Öllinger: Da ist Marx schon gestorben gewesen!) für die Abschaffung der Familie und die gleichartige Eingliederung von Mann und Frau in den Arbeitsprozess. So ist es, meine Damen und Herren von den Sozialisten! Und sie waren auch dafür, dass die Kindererziehung ausschließlich in staatlichen Institutionen stattfinden soll.
Beifall bei der FPÖ.
Radikale amerikanische Feministinnen, wie zum Beispiel Shulamith Firestone, haben Engels besonders hervorgehoben und gemeint, man müsse die Frauen von der Bürde des Kinderkriegens befreien. Ich kann nur sagen, man kann froh sein, dass diese Visionen gescheitert sind, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung des Abg. Öllinger
Aber die EU hat Gender Mainstreaming im Amsterdamer Vertrag 1999 zum rechtlich verbindlichen Prinzip erhoben. Gender Mainstreaming soll nach dem Top-down-Prinzip, also von oben nach unten, durchgepeitscht werden, und das bedeutet, dass alle Entscheidungen einer von der Spitze vorgegebenen Maxime unterworfen werden und somit, wenn man sich das genau überlegt, ein völlig undemokratisches Vorgehen gewählt wird. Als offizielles Ziel wird vorgegeben, dass es um die Gleichstellung der Geschlechter gehe. Wenn man sich die Sache ein bisschen genauer anschaut, dann sieht man, dass die Ideologinnen, meistens sind es Ideologinnen, sehr wohl der Meinung sind, dass man zur Frau und zum Mann erst gemacht wird. Sie (in Richtung des Abg. Öllinger) kennen das alles, Sie haben das sicher jahrzehntelang gelesen, so ist das auch.
Zwischenrufe der Abg. Silhavy.
Es heißt, zur Frau und zum Mann werde man in der Gesellschaft gemacht. Es sei nicht eine biologische Tatsache, dass es Mann und Frau gebe, sondern das sei das Ergebnis eines aufgezwungenen Lernprogramms. Und die Männer und Frauen verhielten sich deswegen so unterschiedlich, weil sie von der Gesellschaft ... (Zwischenrufe der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der FPÖ.
wichtig, weil wir der Meinung sind, dass genau diese Werte notwendig sind, damit wir eine Zukunft haben, in der ein gedeihliches Zusammenleben zwischen Mann und Frau möglich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erfolgreiche Weiblichkeit und Mütterlichkeit dürfen nicht auseinanderdriften. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wie der Herr Faul, kriegt zwei Gehälter und arbeitet nichts!
Frauen, Frau Gartelgruber, werden in dieser Hinsicht gesellschaftlich benachteiligt, das hat gar nichts mit Biologismus zu tun. Männer werden von der Doppelbelastung verschont und auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt. (Abg. Grosz: Wie der Herr Faul, kriegt zwei Gehälter und arbeitet nichts!) Willkommen in der Wirklichkeit, Frau Gartelgruber, darum geht es! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frauen, Frau Gartelgruber, werden in dieser Hinsicht gesellschaftlich benachteiligt, das hat gar nichts mit Biologismus zu tun. Männer werden von der Doppelbelastung verschont und auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt. (Abg. Grosz: Wie der Herr Faul, kriegt zwei Gehälter und arbeitet nichts!) Willkommen in der Wirklichkeit, Frau Gartelgruber, darum geht es! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Damit komme ich zum Schluss meiner Ausführungen. Ich glaube, wir werden uns da nicht einigen können, aber das ist kein Problem für mich. Dass diese Regierung mit der Ministerin mit dem Nationalen Aktionsplan klare Schritte setzt, auch was den Unterhaltsvorschuss betrifft, wo jetzt gerade die Reformarbeiten laufen, das ist die wirkliche Politik. Und da geht es darum, dass wir die Ungleichheiten beseitigen und nicht betonieren, was Sie wollen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Grosz: Herrn Volksanwalt Stadler nicht vergessen!
Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek: Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Frau Kollegin Volksanwältin Stoisits! Herr Volksanwalt Dr. Kostelka! Die Einzigen und Echten hier. (Abg. Grosz: Herrn Volksanwalt Stadler nicht vergessen!)
Abg. Öllinger: Da sind wir dabei!
Herrn Abgeordnetem Großruck möchte ich sagen, dass wir noch nicht befugt sind, Telekom-Angelegenheiten und darauf Bezug nehmende Politik zu prüfen. Wenn das das Hohe Haus gerne möchte und uns den Auftrag gibt, dann nehmen wir den Auftrag gerne an. (Abg. Öllinger: Da sind wir dabei!) Ich mache aber darauf aufmerksam: Was ist dann mit den anderen Anbietern? (Abg. Öllinger: Die auch! Alle!) Gerne beschäftigen wir uns mit diesen Dingen, wenn wir dazu den Auftrag haben. Gegenwärtig haben wir ihn nicht.
Abg. Öllinger: Die auch! Alle!
Herrn Abgeordnetem Großruck möchte ich sagen, dass wir noch nicht befugt sind, Telekom-Angelegenheiten und darauf Bezug nehmende Politik zu prüfen. Wenn das das Hohe Haus gerne möchte und uns den Auftrag gibt, dann nehmen wir den Auftrag gerne an. (Abg. Öllinger: Da sind wir dabei!) Ich mache aber darauf aufmerksam: Was ist dann mit den anderen Anbietern? (Abg. Öllinger: Die auch! Alle!) Gerne beschäftigen wir uns mit diesen Dingen, wenn wir dazu den Auftrag haben. Gegenwärtig haben wir ihn nicht.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich sehe einer konstruktiven, einer engagierten Arbeit und Kooperation mit dem Parlament auch in den nächsten Budgetjahren entgegen und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Jetzt ist das gesagt, jetzt kannst du auch wieder gehen!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Ganz besonders begrüße ich auch die beiden Volksanwältinnen Stoisits und Brinek sowie den Volksanwalt Mag. Kostelka und nicht zuletzt unseren Volksanwalt in Brüssel, Mag. Ewald Stadler, den ich auch herzlich hier im Hohen Haus begrüßen darf. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Jetzt ist das gesagt, jetzt kannst du auch wieder gehen!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Unglaublich! Ein Privilegienritter!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, da frage ich Sie jetzt, ob das effizient ist: Ist es effizient, wenn man Steuergeld, viel Steuergeld einem Abgeordneten namens Faul nachwirft, der Schuldirektor in der Steiermark ist, als Schuldirektor nie dort ist, aber trotzdem 75 Prozent seines Gehalts, das sind 3 500 € pro Monat, zusätzlich zu seiner Abgeordnetengage von über 8 000 € kassiert? Ist das der effiziente Steuermitteleinsatz, den Sie meinen? – Unserer Meinung nach nicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Unglaublich! Ein Privilegienritter!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Faul wird seinem Namen gerecht! Er ist ein wahrer sozialdemokratischer Abkassierkaiser!
Das ist Steuergeldverschwendung, das ist Steuergeldmissbrauch, und es ist ein noch viel größerer Skandal, dass der Abgeordnete Faul trotz 8 000 € Gage hier, trotz 3 500 € Gage in der Steiermark derzeit weder in der Schule draußen ist – wir haben nämlich angerufen – noch hier im Hohen Haus. Das heißt, der Abgeordnete Faul macht seinem Namen alle Ehre, und er ist weder am einen Arbeitsplatz noch am anderen, kassiert aber auf beiden Seiten Geld. Das ist unmoralisch, was Abgeordneter Faul macht, abgesehen von seiner Wortmeldung hier vor einigen Tagen, die unzulässig war. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Faul wird seinem Namen gerecht! Er ist ein wahrer sozialdemokratischer Abkassierkaiser!)
Beifall beim BZÖ.
Zweites Thema: effizienter Einsatz von Steuermitteln. – Und da bin ich jetzt bei der Volksanwaltschaft. Frau Volksanwältin Brinek, Sie kassieren ein Staatssekretärsgehalt, Sie bekommen also auch viel Geld vom Steuerzahler, und Sie kümmern sich mit diesem großen Gehalt um solche Lappalien und Kinkerlitzchen wie eine Klage gegen das BZÖ und gegen Ewald Stadler aufgrund von Inseraten, in die wir „Post vom Volksanwalt“ hineinschreiben? Ich frage Sie: Haben Sie nichts Besseres zu tun? Ist das bei diesem hohen Gehalt Ihr Beitrag als Volksanwältin für die Österreicherinnen und Österreicher? (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit der Volksanwältin Dr. Brinek und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage Ihnen, Frau Volksanwältin Brinek, das sollte es nicht sein, sondern Sie sollten das tun, was Ewald Stadler getan hat. Schauen Sie sich seine Bilanz an! Der erfolgreichste Volksanwalt Österreichs in den letzten Jahrzehnten. (Ironische Heiterkeit der Volksanwältin Dr. Brinek und bei Abgeordneten der ÖVP.) Über 17 000 Fälle erfolgreich bearbeitet, die höchsten TV-Quoten, die höchsten Einschaltquoten!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, dass Sie jetzt lachen, finde ich wunderbar. Ich zitiere da nämlich einen Bürgermeister der ÖVP. Wissen Sie, was der über Herrn Stadler gesagt und geschrieben hat? (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich zeige Ihnen den Brief gerne, Herr Kollege! – Er hat geschrieben – ich zitiere –:
Abg. Hornek: Wiederholungstäter!
Ewald Stadler ist nicht der Einzige, der ihn verwendet, er ist aber der Einzige, der als erfolgreichster Volksanwalt das moralische Anrecht hat, diesen Titel zu verwenden, denn – Schlusssatz – wer, wenn nicht er, ist der wahre Volksanwalt der Österreicherinnen und Österreicher in Brüssel?! (Abg. Hornek: Wiederholungstäter!) – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Es ist die Frage, ob diese Spaßpartie überhaupt ins EU-Parlament reinkommt!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Es ist die Frage, ob diese Spaßpartie überhaupt ins EU-Parlament reinkommt!
Ewald Stadler ist nicht der Einzige, der ihn verwendet, er ist aber der Einzige, der als erfolgreichster Volksanwalt das moralische Anrecht hat, diesen Titel zu verwenden, denn – Schlusssatz – wer, wenn nicht er, ist der wahre Volksanwalt der Österreicherinnen und Österreicher in Brüssel?! (Abg. Hornek: Wiederholungstäter!) – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Es ist die Frage, ob diese Spaßpartie überhaupt ins EU-Parlament reinkommt!)
Abg. Grosz: Faul bezieht ein arbeitsloses Einkommen!
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Petzner, wenn Sie die Gehaltsdiskussion anschneiden, stellt sich ja wirklich die Frage, ob Sie hier im Hohen Haus gratis arbeiten – und auch das Wort Moral aus dem Munde eines BZÖ-Politikers halte ich für sehr, sehr wagemutig. (Abg. Grosz: Faul bezieht ein arbeitsloses Einkommen!)
Beifall bei der SPÖ.
Dritter Punkt: Herr Kollege Linder, Vizebürgermeisterinnen der Sozialdemokratie werden gewählt – und nicht „gemacht“. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Ich habe genau gesagt, was!
Ich halte die Aussage von Kollegin Haubner fest, dass 10 Millionen € für frauenpolitische Maßnahmen zu viel sind. (Abg. Ursula Haubner: Ich habe genau gesagt, was!) Frau Kollegin Haubner, das haben sich die österreichischen Frauen nicht verdient, denn gerade in diesen Einrichtungen finden die Frauen Schutz, sie finden Beratung, Information und vor allen Dingen auch Recht, nämlich Recht, das ihnen zusteht.
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Angebot zur Zusammenarbeit wird gerne angenommen und weiter verfolgt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist Faul?
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Damen und Herren Volksanwälte! (Abg. Grosz: Wo ist Faul?) Herr Präsident des Rechnungshofes, immer dann, wenn Sie hier im Hohen Haus erscheinen – sei es im Ausschuss oder hier im Plenum –, dauert es interessanterweise gar nicht lange, und schon ist die heißeste Debatte entbrannt um die Prüfung der Gemeinden!
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Wöginger: Stimmt! – Abg. Grosz: Vorgezogener Finanzausgleich!
Ich würde mir für die Gemeinden wirklich wünschen, dass für alle anderen Belange der Finanzierung gerade in der jetzigen Situation, in der alle Einnahmen rückläufig sind, dasselbe Interesse herrschte und auch so gescheite Reden dazu kämen wie zum Thema Gemeinden. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Wöginger: Stimmt! – Abg. Grosz: Vorgezogener Finanzausgleich!)
Abg. Mag. Kogler: Ausgewählte Gemeinden in der Steiermark!
Dass Kollege Kogler heute so auf die Gemeinden und auf die Funktionäre dort losgeht, hat mich ein bisschen verwundert. (Abg. Mag. Kogler: Ausgewählte Gemeinden in der Steiermark!) Du warst ja selber einmal Gemeinderat. Ich denke, du solltest wieder einmal in den Gemeinderat zurückgehen, um dort zu lernen, wie hoch qualifiziert die Arbeit der Gemeinderäte ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Dass Kollege Kogler heute so auf die Gemeinden und auf die Funktionäre dort losgeht, hat mich ein bisschen verwundert. (Abg. Mag. Kogler: Ausgewählte Gemeinden in der Steiermark!) Du warst ja selber einmal Gemeinderat. Ich denke, du solltest wieder einmal in den Gemeinderat zurückgehen, um dort zu lernen, wie hoch qualifiziert die Arbeit der Gemeinderäte ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das gehört ohnehin alles abgeschafft!
Ich frage mich schon, wieso ich eine Bezirkshauptmannschaft habe, die einen Beamten schickt, damit das Land eine Unterlage bekommt, damit das vom Land zurückgeht zur Bezirkshauptmannschaft, und dann erst erfährt der Bürgermeister oder die Gemeinde, was los ist. (Abg. Mag. Kogler: Das gehört ohnehin alles abgeschafft!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Leider ist das Blinken schon vorbei, ich wüsste noch einiges zu diesem ... (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wieso? Das Krokodil ist ja da, aber das Faultier fehlt!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (fortsetzend): Zu Ihren Zwischenrufen noch eine kleine Bemerkung: Das Krokodil lässt grüßen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wieso? Das Krokodil ist ja da, aber das Faultier fehlt!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Kogler.
Meiner Meinung nach wäre es auch wichtig, das Spekulationsverbot, wie es das im Westen Österreichs für Gemeinden gibt, auf ganz Österreich auszuweiten, damit Vorkommnisse wie in Hartberg und andere vermieden werden können. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Kogler.) – Danke für den Applaus, Herr Kollege!
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber zum Kapitel Rechnungshof kommen. Der Rechnungshof hatte ja auch einen „Elch-Test“. Durch die Umbaumaßnahmen, die in den letzten eineinhalb Jahren im Rechnungshof stattgefunden haben, ist der Rechnungshof auch als gutes Beispiel vorangegangen, also nicht nur als Institution, die andere Institutionen prüft. Der Umbau ist von den Kosten und auch von der Abwicklung her effizient ausgestattet und durchgeführt worden. Dafür ein herzliches Lob von unserer Seite! So soll es sein, dass Institutionen auch davon lernen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Arbeit des Rechnungshofes ist mit dem Budget für die Jahre 2009 und 2010 gut ausgestattet und kann damit gut weitergeführt werden. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Präsident des Rechnungshofes Dr. Josef Moser: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Ich möchte mich einmal herzlich bei Ihnen für die positiven Stellungnahmen zum Rechnungshof und seinen Mitarbeitern bedanken und möchte natürlich auch noch auf die Debattenbeiträge, die den Rechnungshof betroffen haben, ganz kurz eingehen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Es hat nämlich Herr Abgeordneter Hornek den Rechnungshof eingeladen, sich seine Gemeinde anzuschauen. Das würde ich gerne tun, aber das können wir nicht, weil das die verfassungsrechtlichen Gegebenheiten nicht zulassen. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Kein Einzelfall! – Abg. Mag. Kogler: AUA! ... Kontrolle versagt hat! – Weitere Zwischenrufe.
Dazu kann ich auch auf den letzten Fall hinweisen, der im Burgenland in Erscheinung getreten ist. Ich möchte hiebei den Präsidenten des Gemeindevertreterverbandes zitieren, der ausführt, dass für ihn nicht begreiflich ist, was da passiert ist. Als Grund führt er an, die Gemeindeaufsicht habe versagt, denn durch früheres Einschreiten hätte größerer Schaden verhindert werden können; die Gemeindeaufsicht habe es verabsäumt, die Bereinigung der von ihr bereits 1996 festgestellten Mängel zu überprüfen. – Auch das ist wieder ein Punkt, der zeigt, dass in dem Bereich Nachbesserungen erforderlich sind. (Abg. Mag. Stadler: Kein Einzelfall! – Abg. Mag. Kogler: AUA! ... Kontrolle versagt hat! – Weitere Zwischenrufe.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Zu einem weiteren Punkt möchte ich ganz kurz auf den Redebeitrag von Frau Abgeordneter Schittenhelm eingehen, wobei ich mich dafür bedanken möchte, dass sie die Reputation des Rechnungshofes an und für sich positiv hervorgehoben hat. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Ich glaube, es wäre notwendig, gerade im Zeichen der Verwaltungsreform, im Zeichen notwendiger Strukturreformen die Diskussion so zu führen, dass die Probleme auf den Tisch kommen, Probleme außer Streit gestellt werden und dann aus verschiedensten Ansätzen heraus Lösungen gesucht beziehungsweise implementiert werden, wobei Lösungen immer einen gewissen Kompromiss beinhalten. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.) Aber man sollte nicht bereits am Anfang Maßnahmen mit parteipolitischer Brille sehen, weil das eine Lösung, die Österreich braucht, sicherlich verhindern würde.
Abg. Grosz: Ja, Leopold Figl!
„Außerdem ging schon vom Zeitpunkt der Schaffung unserer Bundesverfassung an (1920) die Entwicklung dahin, dem Rechnungshof auch die Gebarungskontrolle für Länder und Gemeinden anzuvertrauen“ (Abg. Grosz: Ja, Leopold Figl!) –; „in Erfüllung dieser Aufgabe ist er nicht Organ des Nationalrates, sondern des betreffenden Landtages. Der Rechnungshof ist so zu einem Hüter des Ordnungsprinzips für die weitverzweigte Finanzwirtschaft aller unserer Gebietskörperschaften geworden.“ (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
„Außerdem ging schon vom Zeitpunkt der Schaffung unserer Bundesverfassung an (1920) die Entwicklung dahin, dem Rechnungshof auch die Gebarungskontrolle für Länder und Gemeinden anzuvertrauen“ (Abg. Grosz: Ja, Leopold Figl!) –; „in Erfüllung dieser Aufgabe ist er nicht Organ des Nationalrates, sondern des betreffenden Landtages. Der Rechnungshof ist so zu einem Hüter des Ordnungsprinzips für die weitverzweigte Finanzwirtschaft aller unserer Gebietskörperschaften geworden.“ (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Auch ein BZÖler!
In dem Zusammenhang ist es auch unverfänglich, Universitätsprofessor Dr. Hengstschläger zu zitieren, der ausführt – ich zitiere (Abg. Mag. Stadler: Auch ein BZÖler!) –:
Abg. Mag. Stadler: Auch ein BZÖler!
„Ich möchte ein absolutes Plädoyer für die umfassende Gesamtkompetenz des Rechnungshofes abgeben.“ (Abg. Mag. Stadler: Auch ein BZÖler!) „Ich halte dieses System, das einen Vergleich durch die Prüfung und Bewertung unterschiedlicher Einrichtungen der Länder, Gemeinden, des Bundes ermöglicht, für ganz wesentlich und in unserem System der zusammenhängenden, vernetzten Finanzwirtschaft, der finanzausgleichsbedingten Ströme, für das einzig Mögliche.“
Allgemeiner Beifall.
Ich hoffe, damit dokumentiert zu haben, dass das ein Anliegen von uns allen sein sollte und damit parteipolitische Rücksichtnahmen sicherlich keinen Platz haben. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
An einem Beispiel: Gemeinden erfüllen in vielen Bereichen soziale Aufträge, etwa bei der Arbeitsplatzvermittlung, indem sie Beschäftigte aufnehmen. Das wäre betriebswirtschaftlich nie zu rechtfertigen, es ist aber eine wesentliche soziale Funktion im kommunalen Gefüge. Das sind Umstände, auf die wir bis jetzt in dieser Diskussion noch nicht eingegangen sind. Daher sind wir, glaube ich, noch nicht so weit, in allen Belangen zuzustimmen. Das muss seriös diskutiert werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Petzner: Nein, die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft ...!
Herr Petzner, wenn Sie hier am Rednerpult die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die Tätigkeit der Volksanwaltschaft als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen, dann muss Ihnen vollkommen klar sein (Abg. Petzner: Nein, die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft ...!), dass Sie damit auch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren berechtigten Sorgen an die Volksanwaltschaft wenden, als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen! Ich hoffe, dass das auch alle gehört haben. (Abg. Petzner: Ich habe gesagt ...!) Das ist die Meinung des BZÖ, das ja den „berühmten“ Herrn „Volksanwalt“ nach Brüssel schicken will: die „Kinkerlitzchen“ der Volksanwaltschaft. Sie werden sich bedanken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Ich habe gesagt ...!
Herr Petzner, wenn Sie hier am Rednerpult die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die Tätigkeit der Volksanwaltschaft als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen, dann muss Ihnen vollkommen klar sein (Abg. Petzner: Nein, die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft ...!), dass Sie damit auch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren berechtigten Sorgen an die Volksanwaltschaft wenden, als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen! Ich hoffe, dass das auch alle gehört haben. (Abg. Petzner: Ich habe gesagt ...!) Das ist die Meinung des BZÖ, das ja den „berühmten“ Herrn „Volksanwalt“ nach Brüssel schicken will: die „Kinkerlitzchen“ der Volksanwaltschaft. Sie werden sich bedanken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Herr Petzner, wenn Sie hier am Rednerpult die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die Tätigkeit der Volksanwaltschaft als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen, dann muss Ihnen vollkommen klar sein (Abg. Petzner: Nein, die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft ...!), dass Sie damit auch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren berechtigten Sorgen an die Volksanwaltschaft wenden, als „Kinkerlitzchen“ bezeichnen! Ich hoffe, dass das auch alle gehört haben. (Abg. Petzner: Ich habe gesagt ...!) Das ist die Meinung des BZÖ, das ja den „berühmten“ Herrn „Volksanwalt“ nach Brüssel schicken will: die „Kinkerlitzchen“ der Volksanwaltschaft. Sie werden sich bedanken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Sie lügen!
Ich möchte mich auch bei den Volksanwältinnen und beim Volksanwalt recht herzlich für ihre Tätigkeit, für die wichtigen Aufgaben hinsichtlich der „Kinkerlitzchen“ – wie Sie vom BZÖ es nennen (Abg. Petzner: Sie lügen!) – der Bevölkerung bedanken, denn das ist eine Aufgabe, die für die Bürgerinnen und Bürger von immenser Wichtigkeit ist. Daher ein herzliches Dankeschön!
Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit!
Ich glaube, dass auch durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit noch mehr dazu getan werden muss (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit!), dass die Menschen den Zugang zur Volksanwaltschaft finden, vor allem auch die junge Bevölkerung, die sich natürlich mit dem „Bürgeranwalt“ im Medium Fernsehen nicht so auseinandersetzt, aber über das Internet (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit, Herr Kollege!), über moderne Kommunikationsmethoden Zugang erhalten sollte. (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?)
Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit, Herr Kollege!
Ich glaube, dass auch durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit noch mehr dazu getan werden muss (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit!), dass die Menschen den Zugang zur Volksanwaltschaft finden, vor allem auch die junge Bevölkerung, die sich natürlich mit dem „Bürgeranwalt“ im Medium Fernsehen nicht so auseinandersetzt, aber über das Internet (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit, Herr Kollege!), über moderne Kommunikationsmethoden Zugang erhalten sollte. (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?)
Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?
Ich glaube, dass auch durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit noch mehr dazu getan werden muss (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit!), dass die Menschen den Zugang zur Volksanwaltschaft finden, vor allem auch die junge Bevölkerung, die sich natürlich mit dem „Bürgeranwalt“ im Medium Fernsehen nicht so auseinandersetzt, aber über das Internet (Abg. Petzner: Sie sagen die Unwahrheit, Herr Kollege!), über moderne Kommunikationsmethoden Zugang erhalten sollte. (Abg. Grosz: Wo ist der Herr Faul?)
Beifall bei der SPÖ.
Der Bericht 2008 ist bereits fertiggestellt, da wurde sehr rasch gearbeitet. Es ist auch seitens der Ausschüsse über die Fraktionen hinweg rasch ein Termin zustande gekommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass uns auch hier im Parlament die Arbeit der Volksanwaltschaft als ganz wichtig erachtet wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Und wo ist Herr Faul?
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzter Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Ich darf auch kurz auf Herrn Abgeordneten Petzner eingehen. Herr Kollege Petzner, wann hat die heutige Sitzung begonnen? – Meines Wissens um 9 Uhr. (Abg. Grosz: Und wo ist Herr Faul?) Ich habe auf die Uhr geschaut: Der von Ihnen gepriesene Herr Abgeordnete Stadler ist heute um 12.45 Uhr erstmalig erschienen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident! „Schlammpatzen“! – Weitere Zwischenrufe.
Herr Kollege Petzner, wer so im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Die Steine entpuppen sich als Schlammpatzen, lieber Kollege Petzner. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident! „Schlammpatzen“! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Grosz: Was ist mit dem Herrn Faul? – Abg. Petzner: Sie kennen sich nicht aus! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Vertrauen, diese Popularität sollte nicht missbraucht werden. Ich darf auch sagen, es gibt jemanden hier im Hohen Haus, der seine Ex-Tätigkeit als Werbung für seine künftige Aufgabe verwendet – zu der er meiner Meinung nach aber ohnehin kein Mandat erhalten wird! (Abg. Grosz: Was ist mit dem Herrn Faul? – Abg. Petzner: Sie kennen sich nicht aus! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Der Redner hält ein Zeitungsinserat in die Höhe, auf dem Abg. Mag. Stadler abgebildet ist.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist eine irreführende Werbung mit diesen Inseraten. (Der Redner hält ein Zeitungsinserat in die Höhe, auf dem Abg. Mag. Stadler abgebildet ist.) Noch dazu ist sie genau das Gegenteil von dem, was du, Kollege Stadler, als Volksanwalt gemacht hat: dich für das Recht einzusetzen. Du setzt dich für das Unrecht ein! Das ist unmenschlich, diese Inserate, diese Plakate. Als Kollege aus dem Bezirk, den du als deinen Wohnbezirk gewählt hast, da du Vorarlberg – möglicherweise fluchtartig – verlassen hast – du bist jetzt bei uns in Grafenegg zu Hause, und dein Konterfei sieht man nun an jedem Straßeneck –, kann ich dir nur sagen, mit dieser Werbung für die EU-Wahl setzt du dich ins unrechte Eck! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist eine irreführende Werbung mit diesen Inseraten. (Der Redner hält ein Zeitungsinserat in die Höhe, auf dem Abg. Mag. Stadler abgebildet ist.) Noch dazu ist sie genau das Gegenteil von dem, was du, Kollege Stadler, als Volksanwalt gemacht hat: dich für das Recht einzusetzen. Du setzt dich für das Unrecht ein! Das ist unmenschlich, diese Inserate, diese Plakate. Als Kollege aus dem Bezirk, den du als deinen Wohnbezirk gewählt hast, da du Vorarlberg – möglicherweise fluchtartig – verlassen hast – du bist jetzt bei uns in Grafenegg zu Hause, und dein Konterfei sieht man nun an jedem Straßeneck –, kann ich dir nur sagen, mit dieser Werbung für die EU-Wahl setzt du dich ins unrechte Eck! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Hohes Haus! Die Frauenpolitik des BZÖ und der FPÖ haben mich doch herausgefordert, hier noch einmal Stellung zu nehmen, weil ich glaube, dass das einfach nicht so stehen bleiben kann. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie des Abg. Weinzinger.
Kinder brauchen Mütter und Väter, nicht nur Mütter, das wissen wir in der Erziehungswissenschaft und Pädagogik sehr, sehr gut. (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie des Abg. Weinzinger.) Schülerinnen und Schüler brauchen Lehrerinnen und Lehrer, deswegen suchen wir auch männliche Volksschullehrer. Auch das heißt Gender Mainstreaming. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Kinder brauchen Mütter und Väter, nicht nur Mütter, das wissen wir in der Erziehungswissenschaft und Pädagogik sehr, sehr gut. (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie des Abg. Weinzinger.) Schülerinnen und Schüler brauchen Lehrerinnen und Lehrer, deswegen suchen wir auch männliche Volksschullehrer. Auch das heißt Gender Mainstreaming. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Mutter zu sein, Vater zu sein, das heißt nicht, ausgeschlossen zu sein von Bildung, von Weiterbildung und von Beruf, sondern es geht darum, beides vereinbar zu machen. Das ist eine gute Gender Mainstreaming-Politik, das ist Gott sei Dank eine gute Regierungspolitik. Wir können nur hoffen, dass Sie nie an die Regierung kommen und Ihre Benachteiligung von Frauen und Männern in diesem Land nicht mehr verwirklicht werden kann. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ihr Medikament „Zielgerichtet“ wird nur dann gut sein, wenn es der unterschiedlichen Wirksamkeit in der Forschung der Medizin Rechnung trägt und auch die neuesten Erkenntnisse von Gender Mainstreaming in die Forschung einbezieht. Das wünsche ich Ihnen, wenn Sie das nächste Mal zu einer Ärztin oder zu einem Arzt gehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Kollegin Cortolezis-Schlager, Sie haben heute bewiesen, dass Sie nicht wissen, was Gender Mainstreaming ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nein, Sie wissen es wirklich nicht. Sie verwechseln Gleichbehandlungspolitik mit Gender Mainstreaming.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Gender Mainstreaming ist etwas ganz anderes: Gender Mainstreaming ist das Recht, jeden Tag neu zu bestimmen, welches Geschlecht man haben will. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Da lachen Sie! (Beifall beim BZÖ.) Die Feministinnen in Deutschland sind schon draufgekommen, wie negativ Gender Mainstreaming in der Konsequenz ist. Aber man sieht, Sie haben sich nicht damit befasst. (Ruf bei der SPÖ: Aber, Herr Kollege!) Aber ja, Sie haben sich nicht damit befasst, sonst hätten Sie nicht derart falsche Ansätze.
Beifall beim BZÖ.
Gender Mainstreaming ist etwas ganz anderes: Gender Mainstreaming ist das Recht, jeden Tag neu zu bestimmen, welches Geschlecht man haben will. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Da lachen Sie! (Beifall beim BZÖ.) Die Feministinnen in Deutschland sind schon draufgekommen, wie negativ Gender Mainstreaming in der Konsequenz ist. Aber man sieht, Sie haben sich nicht damit befasst. (Ruf bei der SPÖ: Aber, Herr Kollege!) Aber ja, Sie haben sich nicht damit befasst, sonst hätten Sie nicht derart falsche Ansätze.
Ruf bei der SPÖ: Aber, Herr Kollege!
Gender Mainstreaming ist etwas ganz anderes: Gender Mainstreaming ist das Recht, jeden Tag neu zu bestimmen, welches Geschlecht man haben will. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Da lachen Sie! (Beifall beim BZÖ.) Die Feministinnen in Deutschland sind schon draufgekommen, wie negativ Gender Mainstreaming in der Konsequenz ist. Aber man sieht, Sie haben sich nicht damit befasst. (Ruf bei der SPÖ: Aber, Herr Kollege!) Aber ja, Sie haben sich nicht damit befasst, sonst hätten Sie nicht derart falsche Ansätze.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun aber ... (Zwischenbemerkung von Volksanwältin Dr. Brinek.) – Bitte, Frau Vorsitzende? Die Frau Vorsitzende möchte einen Zwischenruf machen. Bitte sehr, Zwischenruf von der Regierungsbank! – Nein, also doch nicht, gut. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann darf ich also zum Kollegen Faul kommen. Wissen Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, es geht nicht darum, ob er jetzt da ist oder nicht – er fehlt niemandem! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich habe es schon über das Megaphon gehört; glauben Sie mir, da habe ich nichts versäumt, Ihre Redebeiträge waren nicht so sensationell.
Beifall beim BZÖ.
Aber etwas anderes ist sensationell, nämlich dass die Sozialdemokratische Partei im Jahre 2009, zu dessen Ende wir eine halbe Million Arbeitslose befürchten müssen und in dem man darüber diskutiert – die eigene Frau Ministerin! –, welche Privilegien die Lehrer noch haben, in den eigenen Reihen noch immer einen Abkassierer mit arbeitslosen Bezügen als Schuldirektor hat. Das ist das eigentlich Interessante! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Immer verunglimpfen ...!
Das ist der Punkt, aber nicht, ob Herr Faul da ist oder nicht. Herr Faul ist seit zehn Jahren da und ist niemandem aufgefallen, bis zu dem „Auszucker“, den er vor einer Woche hatte. Niemand hat ihn registriert, deswegen ist er auch mit seinem arbeitslosen Bezug nicht aufgefallen. Er ist auch im Ausschuss nicht aufgefallen, ich habe ihn dort x-mal erlebt. Er war dort, hat ein bisschen herumtelefoniert und Versicherungsverträge abgeschlossen. Das war seine Haupttätigkeit. (Abg. Dr. Matznetter: Immer verunglimpfen ...!)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das ist das Problem, das Sie in Ihren eigenen Reihen haben. Sie haben es noch immer nicht gelöst, und das versteht kein Arbeitsloser und kein Beamter dieses Landes, meine Damen und Herren, Hohes Haus! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie wollen, erfinde ich Ihnen auch noch ein Tier, dessen Patenschaft Sie übernehmen können. Es ist nur noch nicht geklont, aber es ist der „Krokofant“, meine Damen und Herren: schwer und träge und kriegt den Rüssel nie voll! Das ist das Tier, das ihm als Patentier zur Verfügung stünde. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Kaltenegger!
Letztlich, meine Damen und Herren, noch einen Dank an die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft. Ich habe diese Wahlhilfe aus der Volksanwaltschaft gar nicht erwartet, ich habe mich sehr darüber gefreut. Wenn Sie weitermachen wollen, machen Sie weiter – jeder hat das Recht, sich lächerlich zu machen, Frau Brinek! –, wenn Sie das unbedingt im Auftrag Ihres Herrn Generalsekretärs machen wollen. – Wie heißt er gleich? Kaltenbauer? Oder wie heißt er? Kaltenhauser? (Abg. Petzner: Kaltenegger!) – Ach so, Kaltenegger; ja, eine große Leuchte der österreichischen Innenpolitik! Herr Kaltenegger dürfte nicht sehr viel Freude gehabt haben mit Ihrem Agieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Jö, jetzt regen Sie sich nicht auf, bitte!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Letztlich, meine Damen und Herren, noch einen Dank an die Frau Vorsitzende der Volksanwaltschaft. Ich habe diese Wahlhilfe aus der Volksanwaltschaft gar nicht erwartet, ich habe mich sehr darüber gefreut. Wenn Sie weitermachen wollen, machen Sie weiter – jeder hat das Recht, sich lächerlich zu machen, Frau Brinek! –, wenn Sie das unbedingt im Auftrag Ihres Herrn Generalsekretärs machen wollen. – Wie heißt er gleich? Kaltenbauer? Oder wie heißt er? Kaltenhauser? (Abg. Petzner: Kaltenegger!) – Ach so, Kaltenegger; ja, eine große Leuchte der österreichischen Innenpolitik! Herr Kaltenegger dürfte nicht sehr viel Freude gehabt haben mit Ihrem Agieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Jö, jetzt regen Sie sich nicht auf, bitte!
Beifall beim BZÖ.
Sagen Sie, haben Sie keine anderen Sorgen, Frau Brinek? Ist das alles, was Sie kümmert? – Ich würde mir an Ihrer Stelle Gedanken darüber machen, dass die Beschwerdezahlen zurückgehen; das heißt, das Vertrauen der Bevölkerung geht zurück! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann reden Sie von einer geschützten Wort-Bild-Marke. Diese Wort-Bild-Marke haben wir schon mehrfach geändert, die ist nicht geschützt. Oder wollen Sie jetzt im rechtsgeschäftlichen Verkehr als Firma auftreten: Firma Volksanwaltschaft?! Wollen Sie das? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gibt es eine Wortmeldung dazu? Haben Sie eine Meinung dazu? – Das hat mir die Finanzprokuratur in Ihrem Auftrag mitgeteilt: Eine geschützte Wort-Bild-Marke sei verletzt worden. – Ewald Stadler als Wort-Bild-Marke, das ist ja etwas ganz Neues!
Ruf bei der ÖVP: ... Schutz einfordern?
Die Bezeichnung „Volksanwalt“ ... (Ruf bei der ÖVP: ... Schutz einfordern?) – Aber ich lasse mich nicht von Frau Brinek schützen, ich schütze mich schon selbst, meine Damen und Herren! Das ist der Unterschied. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bezeichnung „Volksanwalt“ ... (Ruf bei der ÖVP: ... Schutz einfordern?) – Aber ich lasse mich nicht von Frau Brinek schützen, ich schütze mich schon selbst, meine Damen und Herren! Das ist der Unterschied. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe das unterschrieben. Ich habe mitgeteilt, ich werde am 8. Juni dafür sorgen, dass alle Wahlwerbemittel wieder eingezogen werden. Das kann ich Ihnen hoch und heilig versprechen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo haben die hier „innovativ“?!
Übrigens, unterschrieben ist das Ganze nicht vom Präsidenten der Finanzprokuratur, sondern bezeichnenderweise vom stellvertretenden Abteilungsleiter – nicht einmal vom Abteilungsleiter selber oder von der Abteilungsleiterin, sondern vom stellvertretenden Abteilungsleiter der Abteilung Innovation, Leistung und Wettbewerb, meine Damen und Herren. – So viel zur Ernsthaftigkeit dieses Anliegens. (Abg. Grosz: Wo haben die hier „innovativ“?!)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben bei diesen beiden Fällen untersucht, wie das mit der Volksanwaltschaft ist, und haben festgestellt, dass die Volksanwaltschaft für ihre Bezeichnung keinen Schutz hat. Das kann man beheben, das kann man ändern, aber tun Sie nicht so, als ob Ewald Stadler sozusagen ein Gesetz verletzt hätte. Wenn Sie Volksanwältin sind, behaupten Sie nicht, es gäbe Gesetzesverletzungen, wo es keine gibt – oder lernen Sie dazu! Es genügt, wenn Sie einen Griff ins Archiv tätigen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
haben, um den Titel „Volksanwalt“ verwenden zu dürfen. – Das passt nicht! So machen Sie Institutionen der Republik tatsächlich lächerlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Und dass er nicht dafür arbeitet!
Zweiter Punkt: Man kann an dem Umstand, dass ein Abgeordneter der SPÖ, der Abgeordnete Faul, Schuldirektor ist, etwas kritisieren. (Abg. Grosz: Und dass er nicht dafür arbeitet!) – Ich kann nicht beurteilen, ob er arbeitet oder nicht. (Abg. Grosz: Na überhaupt nicht!)
Abg. Grosz: Na überhaupt nicht!
Zweiter Punkt: Man kann an dem Umstand, dass ein Abgeordneter der SPÖ, der Abgeordnete Faul, Schuldirektor ist, etwas kritisieren. (Abg. Grosz: Und dass er nicht dafür arbeitet!) – Ich kann nicht beurteilen, ob er arbeitet oder nicht. (Abg. Grosz: Na überhaupt nicht!)
Abg. Petzner: Sehr erfolgreich!
Faktum ist, wenn der Abgeordnete Petzner das kritisiert, bekommt das schon einen besonderen Hautgout. Abgeordneter Petzner war, soweit ich mich erinnern kann, nicht nur Wahlkampfleiter für das BZÖ bei fast allen Wahlen der letzten Zeit (Abg. Petzner: Sehr erfolgreich!), er ist stellvertretender Parteivorsitzender gewesen, stellvertretender Klubobmann, und er ist auch nebenbei Pressesprecher des Landshauptmannes. (Abg. Mag. Stadler: Hat er dafür ein Gehalt bekommen?!)
Abg. Mag. Stadler: Hat er dafür ein Gehalt bekommen?!
Faktum ist, wenn der Abgeordnete Petzner das kritisiert, bekommt das schon einen besonderen Hautgout. Abgeordneter Petzner war, soweit ich mich erinnern kann, nicht nur Wahlkampfleiter für das BZÖ bei fast allen Wahlen der letzten Zeit (Abg. Petzner: Sehr erfolgreich!), er ist stellvertretender Parteivorsitzender gewesen, stellvertretender Klubobmann, und er ist auch nebenbei Pressesprecher des Landshauptmannes. (Abg. Mag. Stadler: Hat er dafür ein Gehalt bekommen?!)
Abg. Grosz: Er ist eben fleißig im Gegensatz zum Abgeordneten Faul!
Petzner kann sieben Jobs machen, ist kein Problem (Abg. Grosz: Er ist eben fleißig im Gegensatz zum Abgeordneten Faul!), aber der Abgeordnete Faul hat offensichtlich ein Problem mit seinen zwei Jobs. Das passt nicht, Herr Abgeordneter Petzner! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Petzner kann sieben Jobs machen, ist kein Problem (Abg. Grosz: Er ist eben fleißig im Gegensatz zum Abgeordneten Faul!), aber der Abgeordnete Faul hat offensichtlich ein Problem mit seinen zwei Jobs. Das passt nicht, Herr Abgeordneter Petzner! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht nicht darum, dass wir jetzt diskutieren, warum das vor 30 oder 40 Jahren so war. Sie könnten mit uns darüber diskutieren, ob es Sinn macht, diese Regelung ad infinitum weiterzuführen, weil Sie selbst wissen, dass diese Übergangsregelung, mit der das Gesetz abgeschafft wurde, noch 30 Jahre anhalten wird. Worüber Sie mit uns aber auf alle Fälle diskutieren müssen, ist, dass das, was in Form von Pensionssicherungsbeiträgen hereinkommt, extrem niedrig ist, während allen anderen Bevölkerungsgruppen – egal ob bei der Pensionsreform oder bei laufenden Maßnahmen – immer irgendwelche Opfer abverlangt werden. Tun Sie endlich etwas, damit auch bei den Pensionen alten Typs etwas geschieht! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich sage nur eines, an die Adresse der FPÖ gerichtet: Sie haben uns etwas von einer Reproduktionsrate von 2,3 Prozent vorgejubelt, die es angeblich in Frankreich gibt, während es in Österreich nur 1,3 Prozent geben soll. Bitte wiederholen Sie das nicht und verschonen Sie uns mit solchen Vorbildern! 2,3 Prozent würden binnen kürzester Zeit zur Ausrottung Frankreichs führen! Es geht nicht um 2,3 Prozent, sondern es geht darum, dass jede erwachsene Frau im gebärfähigen Alter durchschnittlich 2,3 Kinder, aber nicht 2,3 Prozent Kinder auf die Welt bringen kann. – Das ist das eine. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, soll so sein, aber ich hoffe, dass auch wir auf dem bestem Weg sind, das auch in Österreich zu ermöglichen. Da gibt es nicht unbedingt, auf Spanien aufzuholen, sondern da sind wir schon so weit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stadler und Scheibner.
Herr Kollege Stadler, man kann sich über alles lustig machen. Man kann sich über dieses Haus lustig machen, man kann sich über die Volksanwaltschaft lustig machen, man kann sich auch über Funktionsträger lustig machen. Die Frage ist nur, wie ernst man seine eigene Tätigkeit in diesem Zusammenhang nimmt. In diesem Zusammenhang darf ich darauf hinweisen, dass Sie in einer Wahlkampagne mit der Formulierung werben: „Unser Volksanwalt in Brüssel, Mag. Ewald Stadler“. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stadler und Scheibner.)
Abg. Petzner: Ich bin Werbeprofi, Sie nicht!
Es gäbe eine ganz einfache Vorgangsweise, um aus dieser Aussage eine korrekte zu machen, nämlich: „Mag. Ewald Stadler, unser Volksanwalt in Ruhe in Brüssel“. (Abg. Petzner: Ich bin Werbeprofi, Sie nicht!) Und dass Sie das nicht tun, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht deutlich, dass Sie aus der Funktion des Volksanwaltes parteipolitisches Kapital schlagen wollen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Es gäbe eine ganz einfache Vorgangsweise, um aus dieser Aussage eine korrekte zu machen, nämlich: „Mag. Ewald Stadler, unser Volksanwalt in Ruhe in Brüssel“. (Abg. Petzner: Ich bin Werbeprofi, Sie nicht!) Und dass Sie das nicht tun, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht deutlich, dass Sie aus der Funktion des Volksanwaltes parteipolitisches Kapital schlagen wollen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Bringen Sie sie ein!
Das ist der Grund dafür, dass die Volksanwaltschaft – und ich darf Sie in diesem Zusammenhang beruhigen, Herr Kollege Stadler – heute beim Landesgericht Krems eine Klage eingebracht hat (Abg. Mag. Stadler: Bringen Sie sie ein!) und dass in diesem Zusammenhang diese Klage natürlich auch auf eine einstweilige Verfügung hinausläuft, und zwar ohne Anhörung von etwaigen Parteien; das heißt, es wird sich, wenn das Gericht will, auch vor dem Wahltermin noch ausgehen.
Abg. Mag. Stadler: Das Unternehmen Volksanwalt!
Lassen Sie mich aber auch kurz auf das Juristische, das der Herr Mag. Stadler angeschnitten hat, eingehen: Es ist so, dass in einem Gutachten der Finanzprokuratur vom 17. Juli 2002 und in einer ergänzenden und bestätigenden Stellungnahme vom 14. Mai 2009 ausdrücklich festgestellt wird, dass eine Bezeichnung dann Namensfunktion hat, wenn sie auf einen Namensträger als solchen oder auf ein Unternehmen hinweist, was bei Volksanwälten und Volksanwältinnen zu bejahen ist. (Abg. Mag. Stadler: Das Unternehmen Volksanwalt!)
Abg. Mag. Stadler: Er redet von Strafbarkeit, das ist aber völlig daneben!
Das heißt, ein Gutachten des Verfassungsdienstes und der Finanzprokuratur, das unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Mag. Stadler bestellt worden ist, bestätigt diese Strafbarkeit und diese gerichtliche Verantwortung. (Abg. Mag. Stadler: Er redet von Strafbarkeit, das ist aber völlig daneben!) Wir haben daher damals in einer Sitzung vom 22. November 2002 ausdrücklich festgehalten, dass in den damaligen beiden Fällen eine entsprechende Klage nicht erhoben werden soll, dass aber vielmehr in Fällen eklatanter Wiederholung eine solche Klage anzustreben ist. Was ist sonst ein eklatanter Fall einer Wiederholung, wenn nicht der dieser Wahlbewegung, die Sie in diesem Zusammenhang gestartet haben?! (Abg. Mag. Stadler: Macht es, bringt es ein! Nur dürfen Sie nicht von Strafbarkeit reden!)
Abg. Mag. Stadler: Macht es, bringt es ein! Nur dürfen Sie nicht von Strafbarkeit reden!
Das heißt, ein Gutachten des Verfassungsdienstes und der Finanzprokuratur, das unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Mag. Stadler bestellt worden ist, bestätigt diese Strafbarkeit und diese gerichtliche Verantwortung. (Abg. Mag. Stadler: Er redet von Strafbarkeit, das ist aber völlig daneben!) Wir haben daher damals in einer Sitzung vom 22. November 2002 ausdrücklich festgehalten, dass in den damaligen beiden Fällen eine entsprechende Klage nicht erhoben werden soll, dass aber vielmehr in Fällen eklatanter Wiederholung eine solche Klage anzustreben ist. Was ist sonst ein eklatanter Fall einer Wiederholung, wenn nicht der dieser Wahlbewegung, die Sie in diesem Zusammenhang gestartet haben?! (Abg. Mag. Stadler: Macht es, bringt es ein! Nur dürfen Sie nicht von Strafbarkeit reden!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Weinzinger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich auch noch ein paar Worte zur politischen Seite sagen: Die Volksanwaltschaft versteht sich, wie auch der Rechnungshof, als ein Kontrollorgan des Nationalrates und ist dem gesamten Nationalrat verantwortlich. Voraussetzung für unsere Tätigkeit ist die Objektivität, die der Bürger ernst nimmt und die die Fraktionen dieses Hauses auch respektieren. Das ist der Grund dafür, dass wir es als unabdingbar sehen, in diesem Zusammenhang einzuschreiten, weil wir nämlich nicht Gegenstand einer Wahlkampagne werden wollen. Eine Funktion wie die des Volksanwalts kann nicht einer einzigen Partei zugerechnet werden. Wir lassen uns nicht parteipolitisieren! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Weinzinger.
Herr Mag. Stadler, sollten die österreichischen Wähler so entscheiden, als Abgeordneter des Europäischen Parlaments nach Brüssel kommen sollte, wird er feststellen, dass es dort einen Bürgerbeauftragten, einen Volksanwalt gibt, Nikiforos Diamandouros, der ihm selbstverständlich gerne zur Verfügung stehen wird. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Weinzinger.)
Abg. Mag. Stadler: Das war immer so! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Herr Volksanwalt Dr. Kostelka, Sie kommen jetzt hierher und Ihr einziger Redebeitrag zu diesem wesentlichen Kapitel Budget der Volksanwaltschaft ist, sich in irgendeiner Form über parteipolitisches Hickhack als Auftragsarbeit von wahlwerbenden Parteien zur Europawahl zu bedienen. (Abg. Mag. Stadler: Das war immer so! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall beim BZÖ.
Stattdessen definieren Sie sich hier in einer politischen Rede, wobei Sie das – und das gestehe ich Ihnen zu – besser als Ihr Nachfolger Cap können; denn im Gegensatz zu ihm waren Sie ja noch ein wahrhaft guter Volksanwalt, ein wahrer Klubobmann, ein herrlicher Klubobmann. Nur sind Sie heute hier in diesem Parlament in einer anderen Rolle! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher ersuche ich Sie inständigst: Wenn Sie noch einen Funken an Glaubwürdigkeit behalten wollen, wenn Sie dieses Bildungsbudget den Menschen in diesem Land erklären wollen, trennen Sie sich von diesem Abgeordneten, machen Sie einmal klar Schiff in Ihrem eigenen Haus, in Ihrer eigenen Partei! Trennen Sie sich von diesem Abgeordneten, denn ein Privilegienritter aus dem vorigen Jahrtausend im 21. Jahrhundert ist tatsächlich eine Schande für den Parlamentarismus und für dieses Haus! – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Kommt eh nie!
Herr Volksanwalt Kostelka, Sie haben gesagt, die Volksanwaltschaft darf nicht Gegenstand einer Wahlkampagne werden und sein. Wer hat sie denn dazu gemacht? Das war nicht Mag. Stadler, das war nicht Kollege Petzner, sondern das waren Sie, meine Damen und Herren von der Volksanwaltschaft, die aufgrund wessen Auftrages auch immer mit dieser merkwürdigen Klage oder Drohung einer Klage diese gesamte Causa zu einer öffentlichen Diskussion gemacht haben und Ihre Institution in Wahrheit der Lächerlichkeit preisgegeben haben! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Kommt eh nie!)
Beifall beim BZÖ
Die Menschen verlangen von Ihnen als Volksanwaltschaft – und Sie haben das richtig gesagt: einer Institution des Parlaments! – nicht, dass Sie sich mit Wahlplakaten auseinandersetzen! Und ich weiß nicht, wer von Ihnen dreien sich als Volksanwalt in Brüssel sieht! (Volksanwältin Dr. Brinek: Dort gibt es schon einen!) Es wäre schön, wenn Sie auch ein bisschen das Wort erheben würden, wenn wir die Anliegen der Bevölkerung gegenüber der Europäischen Union aktiver vertreten sollten (Beifall beim BZÖ), wenn es darum geht, dass wir auch die Bundesregierung dazu veranlassen, dass sie diese Anliegen stärker vertritt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Niemand von Ihnen kann diesen Titel „Volksanwalt in Brüssel“ tragen. Und wenn dann jemand, der diese Arbeit als Volksanwalt hier in Österreich hervorragend geleistet hat (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), sagt und klar zum Ausdruck bringen möchte, diese wichtige Arbeit der Volksvertretung, die Sie machen – und nicht parteipolitisch diskutieren – sollten, möchte er auch gegenüber Brüssel, gegenüber diesen Institutionen, gegenüber der Bürokratie, die ja völlig abgehoben – wie auch manchmal die Verwaltung hier in Österreich – von den Interessen der Bürger arbeitet, leisten, da möchte er eine bessere, effizientere Vertretung haben, er sehe sich als Anwalt des Volkes in Brüssel, dann sollte man das unterstützen! Dann sollte man sagen: Ja, endlich einer, der das auch so sieht!, und nicht kleinlich mit irgendwelchen Vorbringungen und Klagsdrohungen dagegen zu Felde ziehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Niemand von Ihnen kann diesen Titel „Volksanwalt in Brüssel“ tragen. Und wenn dann jemand, der diese Arbeit als Volksanwalt hier in Österreich hervorragend geleistet hat (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), sagt und klar zum Ausdruck bringen möchte, diese wichtige Arbeit der Volksvertretung, die Sie machen – und nicht parteipolitisch diskutieren – sollten, möchte er auch gegenüber Brüssel, gegenüber diesen Institutionen, gegenüber der Bürokratie, die ja völlig abgehoben – wie auch manchmal die Verwaltung hier in Österreich – von den Interessen der Bürger arbeitet, leisten, da möchte er eine bessere, effizientere Vertretung haben, er sehe sich als Anwalt des Volkes in Brüssel, dann sollte man das unterstützen! Dann sollte man sagen: Ja, endlich einer, der das auch so sieht!, und nicht kleinlich mit irgendwelchen Vorbringungen und Klagsdrohungen dagegen zu Felde ziehen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Es gibt schon Sorgen!
Wenn das so wäre, dann wäre es schön. Dann müsste man die Verwaltung und die Menschen in Österreich beglückwünschen, dass sie keine anderen Sorgen haben. (Abg. Mag. Stadler: Es gibt schon Sorgen!) Ich fürchte nur, die Menschen haben schon andere Sorgen, aber leider drei Volksanwälte nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn das so wäre, dann wäre es schön. Dann müsste man die Verwaltung und die Menschen in Österreich beglückwünschen, dass sie keine anderen Sorgen haben. (Abg. Mag. Stadler: Es gibt schon Sorgen!) Ich fürchte nur, die Menschen haben schon andere Sorgen, aber leider drei Volksanwälte nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Verteidigen Sie den Faul?
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Da wir einen Tag ohne Antifa-Polit-Agitation der Grünen haben, schaut es so aus, also ob das BZÖ diese Lücke füllt und es die alte, drei Sitzungen währende Faul-Geschichte und jetzt neu die Angriffe auf die Volkswirtschaft gibt. Ich bitte alle – auch die BZÖ-Abgeordneten! –, zur Sache zurückzukehren (Abg. Grosz: Verteidigen Sie den Faul?) und zu akzeptieren, dass wir uns den vierten Tag hintereinander in einer Budgetdebatte befinden und dass wir als Abgeordnete hier eigentlich die Anliegen der Bevölkerung zu vertreten haben. – Kollege Grosz ist ja immer besonders stolz auf die 24 000 Leute, die ihn gewählt haben. Ich weiß nicht, wie Sie die 24 000 Stimmen bekommen haben – ob als Vorzugsstimme, oder ob nicht vielleicht das BZÖ diese bekommen hat?! Ich werde mir einmal die Vorzugsstimmen anschauen. (Abg. Grosz: Das ist die Wahlzahl, aber das haben Sie offensichtlich nicht gecheckt!)
Abg. Grosz: Das ist die Wahlzahl, aber das haben Sie offensichtlich nicht gecheckt!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Da wir einen Tag ohne Antifa-Polit-Agitation der Grünen haben, schaut es so aus, also ob das BZÖ diese Lücke füllt und es die alte, drei Sitzungen währende Faul-Geschichte und jetzt neu die Angriffe auf die Volkswirtschaft gibt. Ich bitte alle – auch die BZÖ-Abgeordneten! –, zur Sache zurückzukehren (Abg. Grosz: Verteidigen Sie den Faul?) und zu akzeptieren, dass wir uns den vierten Tag hintereinander in einer Budgetdebatte befinden und dass wir als Abgeordnete hier eigentlich die Anliegen der Bevölkerung zu vertreten haben. – Kollege Grosz ist ja immer besonders stolz auf die 24 000 Leute, die ihn gewählt haben. Ich weiß nicht, wie Sie die 24 000 Stimmen bekommen haben – ob als Vorzugsstimme, oder ob nicht vielleicht das BZÖ diese bekommen hat?! Ich werde mir einmal die Vorzugsstimmen anschauen. (Abg. Grosz: Das ist die Wahlzahl, aber das haben Sie offensichtlich nicht gecheckt!)
Beifall bei der FPÖ.
Seien wir doch ein bisschen stolz, dass wir wirklich sachlich die Anliegen der Bevölkerung vertreten und nicht unsere eigenen emotionalen Mütchen hier ständig kühlen! Und bitte, lassen wir den Kollegen Faul jetzt aus dem Spiel! Diese Walze ist wirklich ausgeschäumt und eher peinlich für uns. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: Das streichen wir einfach?! Wir machen die Grenzen zu, treten aus aus der EU?!
Hinter diesem Budget steckt aber eine gewaltige Kostenlawine, die ressortmäßig dazugehört, aber nicht ausgewiesen wird. Es geht ja um das Ressort für europäische und internationale Angelegenheiten. Das heißt, zu den 435 Millionen €, die direkt ausgewiesen sind, kommt das dazu, was wir an die EU zahlen. Das sind ungefähr 2,4 Milliarden €. Es kommt auch das dazu, was wir an Leistungen für Entwicklungshilfe und -zusammenarbeit erbringen. Das sind ungefähr 1,35 Milliarden €. Diese zwei Pakete zusammen sind schon 4 Milliarden €. – Wir reden also hier nicht über nichts, und wir reden nicht über ein Butterbrot, sondern wir reden über substantielle und substantiierte Beträge. (Abg. Mag. Lunacek: Das streichen wir einfach?! Wir machen die Grenzen zu, treten aus aus der EU?!)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Ich würde gerne alle einladen, mit mir ein bisschen – soweit das in acht Minuten möglich ist – diese Ausgabenpositionen durchzugehen. Kollege Amon hat ja den Vorwurf erhoben, dass von der Opposition außer unqualifizierten Äußerungen nichts kommt und dass man über eine Sanierung des Budgets beziehungsweise über die Budgetansätze erst nachdenken dürfe, wenn die Krise vorbei wäre. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Ich lade den Kollegen trotzdem ein, mit mir ein bisschen nachzudenken, ob die ganzen Ausgabenpositionen, die sich hier drinnen verstecken, wirklich so sind, dass wir darüber nicht nachdenken müssen.
Abg. Mag. Lunacek: Schaffen wir es doch ab!
Fangen wir vielleicht mit der EU an! Sie haben es in den Zeitungen gelesen: Die Kosten allein des EU-Parlaments liegen bei 1,2 Milliarden €. Es ist zwar ein großes Parlament, kostet aber trotzdem zehn Mal so viel wie unser Nationalrat, der nicht gerade billig und kostenbewusst wirtschaftet. (Abg. Mag. Lunacek: Schaffen wir es doch ab!) – Frau Kollegin! Sie kommen schon noch dran! (Abg. Mag. Lunacek: Demokratie kostet etwas!) Ich verstehe das nicht. Lassen Sie mich einmal reden! Ich rede ja nicht über die Abschaffung der EU und des EU-Parlaments, sondern ich rede über Kosten und über die Budgetposition 12. Lassen Sie mich das bitte sagen! Sie können sich dann gerne zu Wort melden. Ich glaube, Sie stehen ohnedies auf der Rednerliste. Dann können Sie allen das Gegenteil erzählen oder sagen, wie falsch das sei, was ich sage!
Abg. Mag. Lunacek: Demokratie kostet etwas!
Fangen wir vielleicht mit der EU an! Sie haben es in den Zeitungen gelesen: Die Kosten allein des EU-Parlaments liegen bei 1,2 Milliarden €. Es ist zwar ein großes Parlament, kostet aber trotzdem zehn Mal so viel wie unser Nationalrat, der nicht gerade billig und kostenbewusst wirtschaftet. (Abg. Mag. Lunacek: Schaffen wir es doch ab!) – Frau Kollegin! Sie kommen schon noch dran! (Abg. Mag. Lunacek: Demokratie kostet etwas!) Ich verstehe das nicht. Lassen Sie mich einmal reden! Ich rede ja nicht über die Abschaffung der EU und des EU-Parlaments, sondern ich rede über Kosten und über die Budgetposition 12. Lassen Sie mich das bitte sagen! Sie können sich dann gerne zu Wort melden. Ich glaube, Sie stehen ohnedies auf der Rednerliste. Dann können Sie allen das Gegenteil erzählen oder sagen, wie falsch das sei, was ich sage!
Abg. Amon: Wäre Ihnen lieber, wir wären Nettoempfänger?
Ich möchte jetzt gar nicht auf die Subventionen, auf die Rückflüsse im Detail eingehen. Man kann darüber denken, wie man will. Generell erscheint es mir nicht sinnvoll, dass wir brutto 2,4 Milliarden € zahlen und uns dann freuen, dass, durch eine riesige Bürokratie verkompliziert, ein Teil – ungefähr 60 bis 65 Prozent – wieder zurückfließt. Wie viel es wirklich ist, wissen wir nicht. Manche nennen 1,4, 1,5 oder 1,6 Milliarden € an Rückflusszahlen. So kommen wir ungefähr auf diese 650 bis 700 Millionen € Nettobeitrag, den wir dieses Jahr leisten müssen. (Abg. Amon: Wäre Ihnen lieber, wir wären Nettoempfänger?)
Abg. Grillitsch: Solche regionalen Ideen wollen Sie nicht?! Aha!
Nehmen wir irgendein Beispiel heraus, etwa das Mandlberggut im Pongau. Das hat von der EU, wie ich den letzten Berichten entnommen habe, eine Subvention – eine Co-Subvention wohlgemerkt! – von 44 000 € für den Ausbau der Schnapsbrennanlage und des angeschlossenen Verkaufsraumes bekommen. Das gönne ich dem Mandlberggut, das ist eine schöne Sache! Aber ist es wirklich die Aufgabe der EU, ist das wirklich eine kostengünstige und direkte Verteilung und Verwaltung von Subventionen, wenn man in Brüssel solche Entscheidungen fällt und solche Projekte fördert? Ich glaube, diese Frage dürfen wir uns auch jetzt in der Krise und vor der Sanierung der Realwirtschaft stellen. (Abg. Grillitsch: Solche regionalen Ideen wollen Sie nicht?! Aha!) – Herr Kollege, Sie können dann auch noch reden!
Abg. Grosz: Doch! Wenn die Frau Winter hinfährt und etwas passiert!
Lassen wir aber vielleicht die UNO und kommen wir zum diplomatischen Dienst – auch das wurde schon einmal andiskutiert und releviert! Österreich hat 88 ausländische Missionen mit Botschafterstatus. Benötigen wir das? Benötigen wir eine Botschaft in Simbabwe? Benötigen wir eine in Uganda? Benötigen wir eine in Peru? (Abg. Grosz: Doch! Wenn die Frau Winter hinfährt und etwas passiert!) Ich möchte jetzt keine Staaten diskriminieren, indem ich sie hier aufzähle. Dennoch: Benötigen wir das? Benötigen wir dort einen Botschafter mit Dienstwagen? Benötigen wir dort vier, fünf Sur-place-Personen? Benötigen wir dort einen Konsul? Benötigen wir dort eine österreichische Kulturmission und so weiter? (Abg. Amon: Das ist eine Visitkarte!) Sind das Visitkarten, die den Bürgern sehr wichtig sind? (Abg. Amon: Ja!)
Abg. Amon: Das ist eine Visitkarte!
Lassen wir aber vielleicht die UNO und kommen wir zum diplomatischen Dienst – auch das wurde schon einmal andiskutiert und releviert! Österreich hat 88 ausländische Missionen mit Botschafterstatus. Benötigen wir das? Benötigen wir eine Botschaft in Simbabwe? Benötigen wir eine in Uganda? Benötigen wir eine in Peru? (Abg. Grosz: Doch! Wenn die Frau Winter hinfährt und etwas passiert!) Ich möchte jetzt keine Staaten diskriminieren, indem ich sie hier aufzähle. Dennoch: Benötigen wir das? Benötigen wir dort einen Botschafter mit Dienstwagen? Benötigen wir dort vier, fünf Sur-place-Personen? Benötigen wir dort einen Konsul? Benötigen wir dort eine österreichische Kulturmission und so weiter? (Abg. Amon: Das ist eine Visitkarte!) Sind das Visitkarten, die den Bürgern sehr wichtig sind? (Abg. Amon: Ja!)
Abg. Amon: Ja!
Lassen wir aber vielleicht die UNO und kommen wir zum diplomatischen Dienst – auch das wurde schon einmal andiskutiert und releviert! Österreich hat 88 ausländische Missionen mit Botschafterstatus. Benötigen wir das? Benötigen wir eine Botschaft in Simbabwe? Benötigen wir eine in Uganda? Benötigen wir eine in Peru? (Abg. Grosz: Doch! Wenn die Frau Winter hinfährt und etwas passiert!) Ich möchte jetzt keine Staaten diskriminieren, indem ich sie hier aufzähle. Dennoch: Benötigen wir das? Benötigen wir dort einen Botschafter mit Dienstwagen? Benötigen wir dort vier, fünf Sur-place-Personen? Benötigen wir dort einen Konsul? Benötigen wir dort eine österreichische Kulturmission und so weiter? (Abg. Amon: Das ist eine Visitkarte!) Sind das Visitkarten, die den Bürgern sehr wichtig sind? (Abg. Amon: Ja!)
Abg. Grosz: Aber die Botschaften helfen jenen Menschen ...!
Ist es im Interesse der Österreicher, dass ein Botschafter Österreich mit Dienstwagen und Sur-place-Personal in Simbabwe repräsentiert? Ist es für den Österreicher so wichtig? Ist der Österreicher so oft in den Botschaften eingeladen? Sind die österreichischen Touristen zu Gast? Speisen die dort mit den Botschaftern? Was tun die? (Abg. Grosz: Aber die Botschaften helfen jenen Menschen ...!) – Ja, die Botschaften helfen! Schauen Sie einmal nach, wie viel die Botschaften in Simbabwe und Co geholfen haben! Schauen Sie, was uns eine Hilfeleistung kostet! (Abg. Grosz: Stellen Sie sich vor, die Frau Winter verirrt sich dort irgendwo! Dann müssen die sie retten!)
Abg. Grosz: Stellen Sie sich vor, die Frau Winter verirrt sich dort irgendwo! Dann müssen die sie retten!
Ist es im Interesse der Österreicher, dass ein Botschafter Österreich mit Dienstwagen und Sur-place-Personal in Simbabwe repräsentiert? Ist es für den Österreicher so wichtig? Ist der Österreicher so oft in den Botschaften eingeladen? Sind die österreichischen Touristen zu Gast? Speisen die dort mit den Botschaftern? Was tun die? (Abg. Grosz: Aber die Botschaften helfen jenen Menschen ...!) – Ja, die Botschaften helfen! Schauen Sie einmal nach, wie viel die Botschaften in Simbabwe und Co geholfen haben! Schauen Sie, was uns eine Hilfeleistung kostet! (Abg. Grosz: Stellen Sie sich vor, die Frau Winter verirrt sich dort irgendwo! Dann müssen die sie retten!)
Abg. Amon: Im internationalen Vergleich?
Ein Letztes vielleicht noch: Die Kosten für die Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit betragen 1,32 Milliarden €. Das klingt schön! Jeder, der für Entwicklungshilfe spendet, ist gut, tut etwas für seine Nächsten oder Übernächsten, zeigt Solidarität! 1,32 Milliarden € sind aber eine Menge Geld. (Abg. Amon: Im internationalen Vergleich?) Und wir sind noch nicht am Ziel angelangt, sondern wir sind erst bei 0,44 Prozent unseres Bruttosozialproduktes. Unser Ziel ist ja 0,7 oder 0,72 Prozent. (Abg. Amon: 1 Prozent wäre ...!)
Abg. Amon: 1 Prozent wäre ...!
Ein Letztes vielleicht noch: Die Kosten für die Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit betragen 1,32 Milliarden €. Das klingt schön! Jeder, der für Entwicklungshilfe spendet, ist gut, tut etwas für seine Nächsten oder Übernächsten, zeigt Solidarität! 1,32 Milliarden € sind aber eine Menge Geld. (Abg. Amon: Im internationalen Vergleich?) Und wir sind noch nicht am Ziel angelangt, sondern wir sind erst bei 0,44 Prozent unseres Bruttosozialproduktes. Unser Ziel ist ja 0,7 oder 0,72 Prozent. (Abg. Amon: 1 Prozent wäre ...!)
Abg. Amon: Eines der Schwerpunktländer!
Einmal haben wir es schon erwähnt: Unser Schwerpunktland Mosambik ... (Abg. Amon: Eines der Schwerpunktländer!) – eines der Schwerpunktländer – bezieht 57 Prozent seiner Staatseinnahmen aus Entwicklungshilfe. Das ist aber nur jener Teil der Entwicklungshilfe, der direkt ins Budget läuft. Burkina Faso bezieht etwa 60 Prozent seiner Einnahmen aus direkten Zuschüssen in sein Budget. Diese 60 Prozent stellen aber nur 30 Prozent der gesamten Entwicklungshilfe oder Entwicklungszusammenarbeitsentgelte dar, die in dieses Land fließen. Das heißt – rechnen Sie es durch! –: Es kommen nur etwa 20 Prozent jedes Euros oder jedes CFA Francs – wie es dort heißt –, der dort ausgegeben wird, aus eigenen, erwirtschafteten Geldern, 80 Prozent sind Trinkgeld, das weitergeleitet wurde.
Abg. Mag. Lunacek: Wissen Sie, was das heißt?!
die ODA-relevanten Ausgaben“ (Abg. Mag. Lunacek: Wissen Sie, was das heißt?!) – die ODA, das hat mein Referent etwas komplex ausgeführt, ist die Entwicklungshilfe,
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Herr Minister! Herzliche Gratulation zu den ersten Monaten der österreichischen Teilnahme am UNO-Sicherheitsrat (Beifall bei der ÖVP) – eine sehr schwierige Aufgabe, aber gut gelöst bisher.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
Ich glaube nicht, dass wir uns als kleines, gut situiertes Land aus dieser Welt absentieren können. Das Zurück zum Biedermeier, das Einschrumpfen – ein Schrumpfhausen sozusagen –, das funktioniert nicht! Das wäre auch falsch, ist meine tiefe Überzeugung. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.) Das will ich Ihnen hier sagen.
Abg. Weinzinger: Das hat gemacht!
Zu Ihrer Argumentation bezüglich Entwicklungshilfe und allem, was Sie da erwähnt haben: Glauben Sie nicht, dass mit genau dem gleichen Recht ein amerikanischer Abgeordneter etwa – damals, in den Jahren ab 1947 – die Frage hätte stellen können, ob es überhaupt Sinn macht, den ehemaligen Feinden in Europa 1,5 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts als Marshallplan-Hilfe zu überweisen – und das durch einige Jahre hindurch? (Abg. Weinzinger: Das hat gemacht!) Eine gewaltige Sache! Bis heute profitieren wir davon, und ich finde, es ist eigentlich eine moralische Verpflichtung (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen), dass wir ein bisschen davon zurückgeben. Das ist meine aufrechte Überzeugung, und ich will Ihnen das hier ganz offen sagen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen
Zu Ihrer Argumentation bezüglich Entwicklungshilfe und allem, was Sie da erwähnt haben: Glauben Sie nicht, dass mit genau dem gleichen Recht ein amerikanischer Abgeordneter etwa – damals, in den Jahren ab 1947 – die Frage hätte stellen können, ob es überhaupt Sinn macht, den ehemaligen Feinden in Europa 1,5 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts als Marshallplan-Hilfe zu überweisen – und das durch einige Jahre hindurch? (Abg. Weinzinger: Das hat gemacht!) Eine gewaltige Sache! Bis heute profitieren wir davon, und ich finde, es ist eigentlich eine moralische Verpflichtung (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen), dass wir ein bisschen davon zurückgeben. Das ist meine aufrechte Überzeugung, und ich will Ihnen das hier ganz offen sagen.
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu Ihren Aussagen bezüglich des Netzwerks: Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten ist eines der kleinsten der Welt. Mit Verlaub gesagt: Wenn ein österreichischer Botschafter in Afrika 20 Länder zu betreuen hat, dann können Sie ihm zumindest ein Dienstfahrrad zugestehen. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Also dieses Schüren eines Neidkomplexes, Freunde, ist lächerlich!
Zwischenruf der Abg. Dr. Plassnik
Es gibt sogar – wie ich weiß – freiheitliche Politiker, die ganz gern die Hilfe der österreichischen Behörden in Anspruch nehmen. Ich erinnere mich, wie vor Kurzem ein Generalsekretär, der Ihrer Partei angehört, in Seenot geraten ist, als er in Köln (Zwischenruf der Abg. Dr. Plassnik) gegen einen Moscheebau demonstriert hat. Es hat aber Gegendemonstrationen gegeben, und da hat es dann sehr wohl den Schrei gegeben: Wo ist der österreichische Botschafter, der mich herausholt? Ich glaube mich sogar erinnern zu können, dass es eine Aussendung der FPÖ – von ihm – gegeben
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Lunacek und Dr. Van der Bellen.
hat, in der der damaligen Außenministerin ein Misstrauensvotum angedroht wurde, wenn er nicht sofort aus dieser Gefahrenzone befreit werde. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Lunacek und Dr. Van der Bellen.)
Abg. Dr. Königshofer: Wie heißt der?
Wir müssen uns gerade mit dem Lissabon-Vertrag auf eine neue Situation einstellen. Gott sei Dank wird es in der Außenpolitik dann keine rotierende Präsidentschaft mehr geben, sondern der Hohe Vertreter – eigentlich der Europäische Außenminister – wird den Vorsitz bei den Außenministern zu führen haben. (Abg. Dr. Königshofer: Wie heißt der?) Er wird gleichzeitig als Vizepräsident in der Kommission sitzen. Die Doppelgleisigkeit, dass die Kommission das Geld hat und der Hohe Vertreter des Rates quasi die Legitimation von den Mitgliedstaaten, hört dann auf. Das wird zusammengeführt. Es wird zum ersten Mal ein Europäischer Diplomatischer Dienst aufgebaut – und das ist sinnvoll. Wir Österreicher sollten dabei sein, aktiv mitarbeiten, gute Leute dorthin schicken, damit insgesamt die Ziele, die wir uns gemeinsam vorgenommen haben, auch erreicht werden können.
Beifall bei der ÖVP.
der Union für uns, für unsere Märkte, für eine vernünftige Überwachung der Märkte einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
In diesem Zusammenhang seien zwei Bitten an den Schluss gesetzt, nämlich erstens, dass wir diese Unzahl von positiven Projekten auch der Bevölkerung gegenüber ausweisen. Ich habe ein Gerücht gehört – ich weiß nicht, ob es stimmt –, wonach angeblich das, was im Regierungsprogramm vereinbart wurde: dass auf jedes EU-geförderte Projekt auch ein Logo kommen soll, plötzlich wieder zurückgezogen wird, weil angeblich nicht alle Bundesländer mitziehen. – Freunde, das geht nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Bitte daher: die Chancen zu nützen und uns in keiner Weise ins Bockshorn jagen zu lassen oder kleiner zu machen, als wir sind. – Herzlichen Dank und Glück auf! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Das verstehe ich überhaupt nicht, denn wir als Parlamentarier verlangen selbstverständlich, dass auch das Außenministerium hier im Parlament hochrangig durch ein Mitglied der Regierung vertreten ist, bei den Ausschüssen et cetera. Ebenso notwendig ist das im Bereich der Europäischen Union, es wäre notwendig bei den internationalen Veranstaltungen, wie das auch Herr Abgeordneter Schüssel gesagt hat, und es ist auch notwendig, im Bereich der bilateralen Veranstaltungen und Kontakte hochrangig vertreten zu sein. – Wie soll denn das gehen? Wenn man die Außenpolitik Österreichs ernst nimmt, dann hätte man das, trotz all der Einsparungsnotwendigkeiten, nicht machen dürfen. Da hat man am falschen Platz gespart, denn ein Staatssekretär im Außenministerium wäre sehr notwendig gewesen. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Ich wollte wissen, Herr Außenminister, wie es denn um die Personalstärke in den anderen Botschaften bestellt ist. Da könnte man vielleicht einsparen; also nicht ganze Botschaften schließen, sondern etwa beim Personal in den Botschaften in den EU-Mitgliedsländern einsparen. Was ist denn sonst der Sinn der Mitgliedschaft in der Europäischen Union, wenn wir nicht bei unseren Vertretungen in Deutschland, in Großbritannien, in Frankreich und in anderen EU-Mitgliedsländern einsparen können? Linear ein, zwei Dienstposten – das spürt man dort nicht und ergäbe wahrscheinlich mehr Einsparungspotenzial als dieses falsche Signal, das Sie hier gesetzt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gerade wenn man für ein gemeinsames Europa eintritt, dann sollte man nicht den Lissabon-Vertrag verteidigen, sondern man sollte sich überlegen, wie dieses Europa der Zukunft aussehen soll, denn Lissabon gibt eine Antwort auf die Vergangenheit, aber überhaupt keine Richtungsweisung in die Zukunft, Herr Kollege Bartenstein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre eine interessante Programmatik, über die wir diskutieren sollten, aber wir sollten nicht auf der einen Seite merkwürdige Phobien schüren und Austrittsphilosophien lancieren – wo wir doch genau wissen, dass wir froh sein müssen, dass wir viele Bereiche gemeinsam organisieren – oder auf der anderen Seite eine Euphorie erzeugen, die ebenfalls nicht angebracht ist. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist Faul?
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Herr Staatsekretär! (Abg. Grosz: Wo ist Faul?) – Ja, es geht mir auch jemand ab, ein anderer Kollege, nämlich der Herr Kollege Stadler. (Rufe beim BZÖ: Ist eh da!) – Ich sehe ihn nicht, wo ist er? Er ist nämlich „schon“ um 12 Uhr eingetroffen, deshalb ist er jetzt um 14 Uhr wieder weg. (Abg. Grosz: Der Herr Faul war heute seit 9 Uhr nicht da!) Ja, schauen wir einmal. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Stadler steht auf der Rednerliste! Schauen Sie einmal drauf! – Abg. Grosz: Aber wo ist Faul?)
Rufe beim BZÖ: Ist eh da!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Herr Staatsekretär! (Abg. Grosz: Wo ist Faul?) – Ja, es geht mir auch jemand ab, ein anderer Kollege, nämlich der Herr Kollege Stadler. (Rufe beim BZÖ: Ist eh da!) – Ich sehe ihn nicht, wo ist er? Er ist nämlich „schon“ um 12 Uhr eingetroffen, deshalb ist er jetzt um 14 Uhr wieder weg. (Abg. Grosz: Der Herr Faul war heute seit 9 Uhr nicht da!) Ja, schauen wir einmal. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Stadler steht auf der Rednerliste! Schauen Sie einmal drauf! – Abg. Grosz: Aber wo ist Faul?)
Abg. Grosz: Der Herr Faul war heute seit 9 Uhr nicht da!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Herr Staatsekretär! (Abg. Grosz: Wo ist Faul?) – Ja, es geht mir auch jemand ab, ein anderer Kollege, nämlich der Herr Kollege Stadler. (Rufe beim BZÖ: Ist eh da!) – Ich sehe ihn nicht, wo ist er? Er ist nämlich „schon“ um 12 Uhr eingetroffen, deshalb ist er jetzt um 14 Uhr wieder weg. (Abg. Grosz: Der Herr Faul war heute seit 9 Uhr nicht da!) Ja, schauen wir einmal. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Stadler steht auf der Rednerliste! Schauen Sie einmal drauf! – Abg. Grosz: Aber wo ist Faul?)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Stadler steht auf der Rednerliste! Schauen Sie einmal drauf! – Abg. Grosz: Aber wo ist Faul?
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Herr Staatsekretär! (Abg. Grosz: Wo ist Faul?) – Ja, es geht mir auch jemand ab, ein anderer Kollege, nämlich der Herr Kollege Stadler. (Rufe beim BZÖ: Ist eh da!) – Ich sehe ihn nicht, wo ist er? Er ist nämlich „schon“ um 12 Uhr eingetroffen, deshalb ist er jetzt um 14 Uhr wieder weg. (Abg. Grosz: Der Herr Faul war heute seit 9 Uhr nicht da!) Ja, schauen wir einmal. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Stadler steht auf der Rednerliste! Schauen Sie einmal drauf! – Abg. Grosz: Aber wo ist Faul?)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Jedenfalls hat der Herr Kollege Stadler heute ein Schreiben zitiert – ein Geburtstagsschreiben an ihn –, auf dem es in der Adressierung heißen soll: „Volksanwalt“. Er hat allerdings ein kleines Detail vergessen, nämlich die Buchstabenkombination „a.D.“ hinzuzufügen. (Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man schon zitiert, Herr Kollege Stadler – in Abwesenheit, oder wo auch immer er sich aufhält –, dann sollte man das schon korrekt tun. Gerade der Herr Kollege Stadler zeichnet sich ja sonst immer als Meister der Haarspalterei aus, also sollte er auch in eigenen Dingen Korrektheit walten lassen. (Beifall bei der SPÖ.) Auch ich wünsche alles Gute zum Geburtstag – möge den Jahren die Weisheit folgen!
Abg. Mag. Lunacek: Jetzt sofort?
sozialen Krise haben die deutsche Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy einen durchaus unterstützenswerten Vorstoß unternommen, die Verhandlungen mit der Türkei in einem anderen Licht zu sehen und die Beitrittsverhandlungen in Verhandlungen über eine privilegierte Partnerschaft gewissermaßen umzulenken (Abg. Mag. Lunacek: Jetzt sofort?) – also aus verschiedenen Gründen keine Beitrittsoption, keine Option eines Vollbeitrittes. Da würde mich Ihre Haltung dazu interessieren, Herr Außenminister, und auch, wie Sie zu diesem Vorschlag stehen.
Abg. Ing. Westenthaler: Die SPÖ ist auch im Umbruch!
Die europäische Außenpolitik ist im Umbruch (Abg. Ing. Westenthaler: Die SPÖ ist auch im Umbruch!) – das heißt, die Außenpolitik der europäischen Staaten. Auch an dieser Neugestaltung müssen wir aktiv mitwirken, wenn es um die Schaffung effizienterer und zeitgemäßerer Strukturen geht. Der Aufbau eines europäischen diplomatischen Dienstes bietet da in Zukunft sicher einige Chancen für einen wirksameren Ressourceneinsatz.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieser Neugestaltung, dieser Neudefinition von Aufgaben im Bereich der Vertretungsbehörden ist vor diesem Hintergrund in Zukunft höchste Aufmerksamkeit zu schenken, denn schließlich und endlich geht es ja um die bestmögliche Dienstleistung für unsere Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oh-Rufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner. – Abg. Scheibner: keine Volksanwältin? – Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie keine Anwältin des Volkes?
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Ich muss zuerst noch etwas zum Ende der Debatte über den letzten Tagesordnungspunkt hinzufügen. Ich finde es schon sehr erstaunlich, dass das BZÖ, das früher sehr oft kritisiert hat, in welchem Ausmaß SPÖ und ÖVP öffentliche Ämter, die sie innegehabt haben, für Parteizwecke instrumentalisiert haben – diese Kritik hat es von den Grünen auch gegeben –, und jetzt genau dasselbe macht – noch dazu, wo Herr Stadler dieses Amt nicht einmal mehr innehat. – Das ist wohl ein Wandel gewesen, den das BZÖ da durchlaufen hat. Da hat man Ämter, und nachher hat man sie einfach nicht mehr, und man missbraucht sie nachher auch noch für die Partei und nicht für das Interesse des Volkes. (Oh-Rufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner. – Abg. Scheibner: keine Volksanwältin? – Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie keine Anwältin des Volkes?)
Abg. Ing. Westenthaler: Den Vorwurf stecken wir ein!
Dafür gibt es von uns eine Ablehnung, denn so einen Umgang mit öffentlichen Ämtern – noch dazu, wenn jemand nicht mehr im Amt ist, so wie der Herr Stadler, der nicht mehr Volksanwalt ist – hätte ich mir eigentlich vom BZÖ – Na ja, wie soll ich sagen, wahrscheinlich war es falsch von mir, zu erwarten, dass Sie das nicht tun, was Sie vorher an anderen ständig kritisiert haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Den Vorwurf stecken wir ein!) – So korrumpiert auch Macht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das stecken wir alles ein!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das stecken wir alles ein!
Dafür gibt es von uns eine Ablehnung, denn so einen Umgang mit öffentlichen Ämtern – noch dazu, wenn jemand nicht mehr im Amt ist, so wie der Herr Stadler, der nicht mehr Volksanwalt ist – hätte ich mir eigentlich vom BZÖ – Na ja, wie soll ich sagen, wahrscheinlich war es falsch von mir, zu erwarten, dass Sie das nicht tun, was Sie vorher an anderen ständig kritisiert haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Den Vorwurf stecken wir ein!) – So korrumpiert auch Macht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das stecken wir alles ein!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Auch die Kritik daran, dass es anscheinend noch viel zu viele Botschaften des Außenministeriums gibt, klingt so nach dem Motto: Sperren wir am besten gleich das Außenministerium zu, treten wir aus der EU aus – das ist wohl das, was Sie dahinter vermuten –, sperren wir uns selber ein, machen wir die Grenzen zu, und dann – so wollen Sie das wohl der Bevölkerung vermitteln – ist alles wieder in Ordnung!? Ich meine, wo leben Sie? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Wir leben im 21. Jahrhundert, meine Damen und Herren von der FPÖ! Ihre Vorstellungen, Österreich wieder zuzumachen und am besten unter uns zu bleiben – na gute Nacht, Österreich! –, die können wir nicht brauchen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: ganz alleine bleiben nach der EU-Wahl!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: ganz alleine bleiben nach der EU-Wahl!
Auch die Kritik daran, dass es anscheinend noch viel zu viele Botschaften des Außenministeriums gibt, klingt so nach dem Motto: Sperren wir am besten gleich das Außenministerium zu, treten wir aus der EU aus – das ist wohl das, was Sie dahinter vermuten –, sperren wir uns selber ein, machen wir die Grenzen zu, und dann – so wollen Sie das wohl der Bevölkerung vermitteln – ist alles wieder in Ordnung!? Ich meine, wo leben Sie? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Wir leben im 21. Jahrhundert, meine Damen und Herren von der FPÖ! Ihre Vorstellungen, Österreich wieder zuzumachen und am besten unter uns zu bleiben – na gute Nacht, Österreich! –, die können wir nicht brauchen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: ganz alleine bleiben nach der EU-Wahl!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Spindelegger.
Herr Minister Spindelegger, ich habe es daher positiv gefunden, dass Sie diese „Zuhörtour“ am Beginn Ihrer Amtszeit gemacht haben. Mich würde nur interessieren, was Sie davon schon umgesetzt haben. Sie haben einige Vorschläge gemacht, von denen man manche durchaus für sinnvoll erachten kann. Aber wie schaut es denn mit der Frage aus, eine offene und rasche Auskunft über Beschlüsse auf EU-Ebene zu bekommen, wovon Sie meinten, dass das Voraussetzung für einen informierten Dialog ist? Haben Sie da schon Schritte gesetzt? Ist es schon so, dass die Minister und Ministerinnen dieser Regierung jetzt tatsächlich sagen, wie sie abgestimmt haben? Gab es schon einen Ministerratsvortrag von Ihnen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Spindelegger.)
Ruf bei der FPÖ: Tun Sie das!
Was wir noch viel mehr bräuchten, ist, dass wir in den Hauptausschüssen vor den Räten tatsächlich auch von Ihnen Positionierungen dazu zu hören bekommen, was dann im Rat entschieden wird. Bisher sind wir da immer an eine Wand gelaufen, an eine Gummiwand. (Ruf bei der FPÖ: Tun Sie das!)
Abg. Neubauer: Da wollen Sie ein Hearing? Das wollen Sie hier behandeln? Das versteht doch kein Mensch!
Was ich immer noch kritisiere, ist, dass sich die beiden Regierungsparteien weigern, im Nationalrat ein Hearing zur Frage zu machen, wer der/die nächste Vertreter/in Österreichs in der Kommission sein wird. (Abg. Neubauer: Da wollen Sie ein Hearing? Das wollen Sie hier behandeln? Das versteht doch kein Mensch!) Ich verstehe das nicht. Sie kritisieren, wie schlecht die Stimmungslage in Österreich gegenüber der Europäischen Union ist. Solche Maßnahmen wären notwendig, um etwas zu verbessern. Das fordern wir, und ich fordere auch von Ihnen, Herr Minister, endlich etwas in diese Richtung weiterzubringen.
Abg. Dr. Cap: Und was ist mit unserer Gesellschaft?
Meine Damen und Herren, Sie arbeiten den Interessen der Freiheitlichen in die Hände, wenn Sie so agieren. Es geht darum – das wissen Sie ganz genau –, dass für die Zivilgesellschaft in der Türkei – für die Menschenrechtsorganisationen, für die Minderheitenorganisationen, für Kurden und Kurdinnen, für Frauenrechte – dieser Beitrittsprozess ein Reformmotor ist. Wenn Sie jetzt dafür plädieren, das sofort zu stoppen, dann finde ich, dass Sie auch eine gewisse Solidarität mit diesen Organisationen, mit der Zivilgesellschaft in der Türkei, aufgeben. Und das halte ich für mehr als falsch! Jetzt ist die Türkei auf keinen Fall beitrittsreif – und das behauptet auch niemand –, aber die Türen zuzuschlagen heißt, Organisationen der Zivilgesellschaft die Türen zuzuschlagen, und das darf es nicht sein. (Abg. Dr. Cap: Und was ist mit unserer Gesellschaft?)
Beifall bei den Grünen.
Bis zur Europawahl wird sich das, fürchte ich, nicht ausgehen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Kein Interesse!
Wir werden natürlich auch eine Modernisierung und Neuaufstellung unserer Vertretungsbehörden vornehmen, und zwar in einem nach objektiven Kriterien nachvollziehbaren Sinn. Darum darf ich das auch gleich beantworten, Herr Abgeordneter Scheibner: Warum haben wir die Botschaft in Maskat ins „Visier“ genommen? – Einfach aus dem Grund, weil die drei objektiven Kriterien – wie viele Auslandsösterreicher gibt es in diesem Land, wie viele Konsularfälle haben wir in diesem Land zu bearbeiten und welches außenpolitische Interesse haben wir – klar dazu geführt haben, dass gerade die Botschaft in Maskat der erste Schließungskandidat ist. (Abg. Scheibner: Kein Interesse!)
Beifall bei der ÖVP.
Für uns ist aber eines klar: Wir stehen auf der Seite des internationalen Rechts, und darum ist klar, dass es auch eine Verurteilung geben muss, wenn internationales Recht gebrochen wird. Zu diesem Grundsatz stehen wir, und bei dem bleiben wir auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das war keine leichte Arbeit, aber eine gute Arbeit, und wir sehen, dass das auch bei den Partnern in Europa entsprechend angekommen ist. Ich bin daher sehr zufrieden damit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Aber nicht das, was ich gefragt habe!
Es wurde hier angesprochen, dass eine Anfrage nicht beantwortet worden sei. – Dazu möchte ich auch klar Stellung beziehen. Bei den Beratungen im Budgetausschuss gibt es die Möglichkeit, dass Fragen schriftlich übermittelt werden, die innerhalb von vier Tagen zu beantworten sind. Selbstverständlich wurde auch die Frage des Herrn Abgeordneten Scheibner innerhalb von vier Tagen beantwortet (Abg. Scheibner: Aber nicht das, was ich gefragt habe!), aber, meine Damen und Herren, wenn man uns fragt, wie hoch der Personalstand an jeder Botschaft, in jeder konsularischen Vertretung in den Jahren 2007 und 2008 ist, was das genaue Budget in diesen Jahren ist, so kann man das nicht innerhalb von vier Tagen beantworten. Ich bitte um Verständnis: Man kann nicht einen Verwaltungsaufwand treiben, der so enorm ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Den Durchschnitt kann man ausrechnen, nur die einzelnen Zahlen nicht?!
Herr Abgeordneter Scheibner, Sie haben von uns eine Antwort bekommen, die klar besagt, wie die Durchschnittsätze sind, was Personal betrifft, was die Kosten anlangt, und diese Antwort ist Ihnen innerhalb von vier Tagen auch zugegangen. Aber ich bitte auch um Verständnis, dass man hier nicht übertreiben darf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Den Durchschnitt kann man ausrechnen, nur die einzelnen Zahlen nicht?!)
Ja-Rufe und Beifall bei der ÖVP.
Ob Sie das hier im Parlament machen, das werden Sie entscheiden. (Ja-Rufe und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich hielte es insgesamt für eine sehr gute Sache. Je mehr über Europa diskutiert wird, desto besser. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist also auch ein Vorteil, wenn der Vertrag von Lissabon – ich sage das ganz bewusst – endlich einmal ratifiziert wird, wenn der tschechische Präsident ihn unterschrieben hat oder wenn die Irländer und Irländerinnen in einer Volksabstimmung zustimmen werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: Russland!
Sowjetunion (Abg. Mag. Lunacek: Russland!) hat sehr wohl diesen Vertrag bereits unterzeichnet und ratifiziert.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Frau Präsidentin Prammer hat vorige Woche beim Besuch des chinesischen Parlamentspräsidenten die Todesstrafe ganz offen angesprochen und auch darauf hingewiesen, dass Österreich ein Gegner der Todesstrafe ist. Nicht nur in China, meine Damen und Herren, sondern auch in den Vereinigten Staaten gibt es sie noch. Was hindert uns daran, auch da Vorreiter zu sein, glaubwürdiger Vorreiter, wie wir das auch bei den Antipersonen-Minen waren oder bei den Streuminen, wo wir die Ersten waren und letztlich jetzt diese Konvention von vielen Ländern ratifiziert worden ist? (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, auch in der Wirtschaftskrise und vor allem nachher zu schauen, dass diese Länder an Europa herangeführt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Bitte? Noch einmal! (Abg. Dolinschek: Auf unsere Wirtschaft müssen wir schauen!) Ja, das tun wir ohnehin, Dolinschek! Vor allem auf die Hypo-Vereinsbank Kärnten, glaube ich, schauen wir ganz besonders, die sich auch recht engagiert hat da unten (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und die wahrscheinlich auf Grund von Fehlspekulationen jetzt Milliarden braucht. Das brauchen andere, die auch im Osten tätig waren, nicht. Das nur zur Information.
Abg. Dolinschek: Auf unsere Wirtschaft müssen wir schauen!
Ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, auch in der Wirtschaftskrise und vor allem nachher zu schauen, dass diese Länder an Europa herangeführt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Bitte? Noch einmal! (Abg. Dolinschek: Auf unsere Wirtschaft müssen wir schauen!) Ja, das tun wir ohnehin, Dolinschek! Vor allem auf die Hypo-Vereinsbank Kärnten, glaube ich, schauen wir ganz besonders, die sich auch recht engagiert hat da unten (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und die wahrscheinlich auf Grund von Fehlspekulationen jetzt Milliarden braucht. Das brauchen andere, die auch im Osten tätig waren, nicht. Das nur zur Information.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, auch in der Wirtschaftskrise und vor allem nachher zu schauen, dass diese Länder an Europa herangeführt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Bitte? Noch einmal! (Abg. Dolinschek: Auf unsere Wirtschaft müssen wir schauen!) Ja, das tun wir ohnehin, Dolinschek! Vor allem auf die Hypo-Vereinsbank Kärnten, glaube ich, schauen wir ganz besonders, die sich auch recht engagiert hat da unten (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und die wahrscheinlich auf Grund von Fehlspekulationen jetzt Milliarden braucht. Das brauchen andere, die auch im Osten tätig waren, nicht. Das nur zur Information.
Abg. Mag. Lunacek: Das ist die „Marianne“, nicht die „Jeanne d’Arc“!
Meine Damen und Herren! Wir haben Wahlzeit, es ist bald Europawahl. Jeder spricht darüber, jeder will sich präsentieren – der eine als Volksanwalt, der andere als Jeanne d’Arc vorne mit der Fahne, der dritte als – wie heißt es? – „Lieber Volksvertreter als Europaverräter“ oder so ähnlich. Ich erlöse Sie von der Qual der Wahl ... (Abg. Mag. Lunacek: Das ist die „Marianne“, nicht die „Jeanne d’Arc“!) Jeanne d’Arc! Jeanne d’Arc mit der Fahne vorne. Und Sie wissen, Frau Kollegin Lunacek, was mit der Jeanne d’Arc passiert ist? (Abg. Mag. Lunacek: Das ist nicht Jeanne d’Arc!)
Abg. Mag. Lunacek: Das ist nicht Jeanne d’Arc!
Meine Damen und Herren! Wir haben Wahlzeit, es ist bald Europawahl. Jeder spricht darüber, jeder will sich präsentieren – der eine als Volksanwalt, der andere als Jeanne d’Arc vorne mit der Fahne, der dritte als – wie heißt es? – „Lieber Volksvertreter als Europaverräter“ oder so ähnlich. Ich erlöse Sie von der Qual der Wahl ... (Abg. Mag. Lunacek: Das ist die „Marianne“, nicht die „Jeanne d’Arc“!) Jeanne d’Arc! Jeanne d’Arc mit der Fahne vorne. Und Sie wissen, Frau Kollegin Lunacek, was mit der Jeanne d’Arc passiert ist? (Abg. Mag. Lunacek: Das ist nicht Jeanne d’Arc!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Ja, Sie können viele Frauen der Geschichte hernehmen – ich nehme jetzt die Jeanne d’Arc. Für mich macht es den Eindruck, als wenn sie das wäre. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Was ist? Hier herunten ist die Akustik schlecht, du musst ein bisschen lauter reden, Kollege.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Plassnik
Es hat sich dann aber am selben Tag noch der Listen-Zweite der ÖVP, Herr Karas, zu Wort gemeldet und gemeint, ein Vollbeitritt der Türken zur Europäischen Union sei mehr als wahrscheinlich, denn es sei nur noch ein Kapitel zu verhandeln (ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Plassnik), und man solle die Leute nicht täuschen.
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen freuen uns natürlich, dass ÖVP und SPÖ offenbar auf die vernünftige Linie der Freiheitlichen einzuschwenken scheinen. (Beifall bei der FPÖ.) Offenbar haben Sie erkannt, dass außereuropäische Staaten wie die Türkei oder auch wie Israel oder Marokko in einer Europäischen Union mit Sicherheit nichts zu suchen haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen freuen uns natürlich, dass ÖVP und SPÖ offenbar auf die vernünftige Linie der Freiheitlichen einzuschwenken scheinen. (Beifall bei der FPÖ.) Offenbar haben Sie erkannt, dass außereuropäische Staaten wie die Türkei oder auch wie Israel oder Marokko in einer Europäischen Union mit Sicherheit nichts zu suchen haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, nehmen Sie sich ein Beispiel daran, wie andere Staaten mit ihren Minderheiten umgehen! Da gibt es zum Beispiel einen slowenischen Staatssekretär für Slowenen im Ausland – „Ausland“ jetzt von Slowenen gesehen –, nämlich für Slowenen in Nachbarstaaten von Slowenien. Oder sehen Sie sich die Förderung an, die die ungarische Regierung ihren nationalen Minderheiten in Rumänien oder auch in der Slowakei gewährt! Das wären Vorbilder dafür, wie wir mit unseren nationalen Minderheiten umgehen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie der damalige Bundeskanzler Dr. Schüssel gesagt hat: Mit diesen Unrechtsdekreten werden diese Staaten in einer zivilisierten europäischen Staatengemeinschaft nicht überleben können! – Wir haben gesehen: Es hat sich seitdem nichts geändert! Und das zeigt auch ganz deutlich, dass die österreichische Außenpolitik bisher die Interessen unserer Minderheiten nicht nachhaltig genug vertreten hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister Spindelegger, ich fordere Sie auf, dem Vorbild Ihrer ÖVP-Amtskollegen nicht nachzueifern, sondern unsere Interessen wirklich mit Nachdruck zu vertreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Zweiter Punkt: Manche meinen, das Heil der europäischen Entwicklung liegt darin, dass man sie immer erweitert, erweitert, erweitert und wieder erweitert. – Ich glaube, dass die Europäische Union heute noch daran zu arbeiten hat, dass es diese schnelle Erweiterung um diese vielen Länder gegeben hat, und dass der Lissabon-Vertrag da mit Sicherheit ein Beitrag wäre, um das jetzt zu strukturieren. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gilt jetzt einmal festzustellen, dass die Erweiterungsprozesse in Bezug auf die Europäische Union für lange, lange Zeit ausgereizt sind, und es wäre nur ehrlich gegenüber der eigenen Bevölkerung, aber auch gegenüber der Bevölkerung der Türkei, diese Position auch zu artikulieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Hohes Haus! Ich erlaube mir, ganz besonders unseren Herrn Kollegen Faul zu begrüßen, der erstmals seit neun am Vormittag der Debatte lauscht. Grüß Sie, Herr Faul! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Frau Kollegin Lunacek, ich habe zwar nicht genau gewusst, was Sie inhaltlich gesagt haben, aber ich habe nur gehört, dass Sie furchtbare Angst vor dem Anwalt des Volkes, dem Volksanwalt Ewald Stadler, haben, haben Sie doch 2 Minuten über ihn gesprochen. Kollege Stadler ist wirklich einer! Ewald Stadler vertritt die Interessen des Volkes! Er vertritt die Interessen des Volkes in Brüssel und nicht – so wie ÖVP und SPÖ – die Interessen der Konzerne, der Lobbyisten und der Gewerkschaften, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Und das ist der Unterschied, denn Ewald Stadler ist der Anwalt des Volkes, Kurzfassung: Volksanwalt. Ein weiterer Unterschied ist auch, Frau Kollegin Lunacek: Der Volksanwalt des BZÖ kostet die Steuerzahler nichts. Die Volksanwälte der Grünen, der ÖVP und der SPÖ kosten etwas. – Was sie bringen, sei dahingestellt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall beim BZÖ.
riesige Gaspipeline wie Nabucco, die wieder durch Krisenregionen verläuft. Das ist zu wenig. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich verlange, dass diese Regierung die Karten auf den Tisch legt und einmal sagt, was das kostet, denn 80 Prozent der Österreicher lehnen EURATOM ab und wollen raus aus EURATOM, um dieses Geld für erneuerbare Energien, für nachhaltige Energien einzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreichs Sicherheit braucht ein solides Fundament, und dieses Fundament ist eine verlässliche, eine berechenbare Außenpolitik und Europapolitik, und die Bundesregierung wird eine solche Politik betreiben. Das ist wichtig, und das ist in unserem Interesse. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
In diesem Film sehen Sie, wie Zehntausende Menschen auf den ersten UNIFIL-Soldaten gewartet haben, darauf gewartet haben, dass die UNIFIL-Soldaten zumindest ein prekäres Gleichgewicht, eine prekäre Ruhe, einen Waffenstillstand zu sichern. Das sind die Themen – und darüber brauchen Sie sich hier nicht lustig zu machen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wichtig war auch – das hat Österreich gleichfalls durchgesetzt –, dass EU-Verhandlungen mit Kroatien beginnen. Es wäre unsinnig gewesen – wir sehen das auch im Lichte des Verhandlungsverlaufs –, zuerst mit der Türkei Verhandlungen zu beginnen und dann erst oder gar nicht mit Kroatien. – Auch das also eine österreichische Leistung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben auch ein Verhandlungskorsett mit der Türkei durchgesetzt, das es vorher in dieser Form noch nie gegeben hat – sehr kritisiert von vielen unserer Freunde –, etwas jedenfalls, was uns ermöglicht, in der Praxis sorgfältig und mit der gebotenen Behutsamkeit vorzugehen. Das bewährt sich, meine Damen und Herren: Acht Kapitel sind jetzt ausgesetzt in diesen Verhandlungen mit der Türkei, weil die Türkei nicht die entsprechenden Fortschritte in ihrer Politik nachweisen kann! Das ist ein richtiger Weg, das ist ein guter Weg, das ist ein Weg, den Österreich in der Europäischen Union mit bewirkt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher wundert es mich auch, was Frau Kollegin Grossmann hier gesagt hat, die, sofern ich sie richtig verstanden habe, sehr Frau Merkel und Herrn Sarkozy gedankt hat. Beides Politiker, die ich sehr schätze, aber, ehrlich gesagt, Sie rennen da bei mir offene Türen ein, denn damals, im Jahre 2005, als es galt, die Position durchzusetzen: zweite Option, ergebnisoffene Verhandlungen, Aufnahmefähigkeit, da war von Merkel oder Sarkozy noch keine Rede. Das war das Europa von Blair, Schröder und Chirac. Damals, also sehr früh, haben wir Österreicher uns durchgesetzt; später sind dann auch andere Leute dieser unserer Linie gefolgt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Das stimmt einfach nicht!
Ich verstehe daher jetzt eigentlich nicht, was dieser vernudelte Hinweis soll, wir wollen keine Beitrittsverhandlungen, sondern nur mehr Verhandlungen. – So steht es ja in den Dokumenten, die seit einiger Zeit vorliegen. Da haben andere Leute ihre Position geändert; wir Österreicher aber nicht – und wir haben dazu auch keinen Grund. (Abg. Dr. Cap: Das stimmt einfach nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abbruchs der Verhandlungen mit der Türkei, sozusagen als Solospargel, den Leuten Sand in die Augen streuen, das, meine Damen und Herren, ist scheinheilig – und das lehnen wir ab. Das geht am wahren Problem vorbei! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf beim BZÖ: Die ÖVP hat keine Linie!
Beschäftigen wir uns doch mit den Problemen, die wir wirklich haben; gehen wir darauf ein; seien wir ehrlich! Das sind wir den Bürgern und Bürgerinnen ganz einfach schuldig. (Ruf beim BZÖ: Die ÖVP hat keine Linie!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Friedenspolitik, meine Damen und Herren, braucht taugliche Werkzeuge. Herr Abgeordneter Hübner – wir haben ja angeblich miteinander Jus studiert –, Sie haben gesagt, Sie wissen nicht, was es mit diesen vielen UNO-Missionen und mit diesen vielen EU-Missionen auf sich habe, aber ich sage Ihnen: Ich bin stolz darauf, dass sich Österreich solidarisch zeigt in der Welt, denn ich weiß, die Österreicherinnen und Österreicher sind solidarische Menschen – und sie wollen, dass das auch von ihrer Regierung entsprechend zum Ausdruck gebracht wird! (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) – Ich gebe Ihnen dann gerne ein ganz persönliches Privatissimum, um Sie up to date zu bringen. Das werde ich schon machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Seien Sie nicht so überheblich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Seien Sie nicht so überheblich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Friedenspolitik, meine Damen und Herren, braucht taugliche Werkzeuge. Herr Abgeordneter Hübner – wir haben ja angeblich miteinander Jus studiert –, Sie haben gesagt, Sie wissen nicht, was es mit diesen vielen UNO-Missionen und mit diesen vielen EU-Missionen auf sich habe, aber ich sage Ihnen: Ich bin stolz darauf, dass sich Österreich solidarisch zeigt in der Welt, denn ich weiß, die Österreicherinnen und Österreicher sind solidarische Menschen – und sie wollen, dass das auch von ihrer Regierung entsprechend zum Ausdruck gebracht wird! (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) – Ich gebe Ihnen dann gerne ein ganz persönliches Privatissimum, um Sie up to date zu bringen. Das werde ich schon machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Seien Sie nicht so überheblich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Niemand hat geholfen! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Niemand hat geholfen! Das ist eine glatte Lüge!
Ich freue mich, dass Herr Abgeordneter Vilimsky jetzt wieder hier im Saal ist; er war ja derjenige, der am Rhein in Seenot geraten ist, in der Stadt der Heiligen Ursula, in Köln. Da wollte er landen, das ist ihm aber nicht gelungen – und da hat er sich gleich an das Außenministerium gewandt. Wir haben geholfen. (Abg. Vilimsky: Niemand hat geholfen! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Niemand hat geholfen! Das ist eine glatte Lüge!)
Beifall bei der ÖVP.
Das, meine Damen und Herren, sollten wir uns im Interesse unserer Jugend zu Herzen nehmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Das war am Sonntag genau dasselbe!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Plassnik, was die Türkei betrifft, habe ich Aussagen Ihres EP-Kandidaten Strasser aber anders im Ohr. (Abg. Kopf: Das war am Sonntag genau dasselbe!) Und zwar habe ich ihn so verstanden, dass die Verhandlungen mit der Türkei abgebrochen werden sollen. Und den zweiten Kandidaten Ihrer Partei, Herrn Karas, habe ich so verstanden, dass er zur Vertragstreue der Europäischen Union steht.
Abg. Dr. Cap: Partnerschaft! Partnerschaft!
Ich mache da aus meinem Herzen gar keine Mördergrube: Meine Sympathie gilt in diesem Fall Herrn Karas. Die Türkei sitzt seit 40 Jahren im Wartezimmer der – damals – EWG, der EG, der Europäischen Union. Und die Union muss sich das gut überlegen, sozusagen über Nacht diesbezüglich ihre Position zu ändern, lieber Kollege Cap. Ich würde doch bitten, da nicht so leichtfertig drüberzugehen, sondern sich auch zu überlegen, was denn die Optionen der Türkei im Falle einer kalten Schulter der Europäischen Union sind. (Abg. Dr. Cap: Partnerschaft! Partnerschaft!)
Beifall bei den Grünen.
Na ja, als Ökonom kann ich nur sagen, das ist eine unrichtige Antwort, Herr Minister – unabsichtlich, unterstelle ich Ihnen. Gemeint haben Sie: Zusätzliche budgetäre Kosten entstehen daraus nicht. – Ja, das mag wohl sein. Das glaube ich Ihnen auch. Aber zusätzliche reale Kosten entstehen sehr wohl! Na selbstverständlich! Die Ökonomen nennen so etwas Opportunity Costs, Opportunitätskosten – ich weiß nicht, ob es einen besseren deutschen Ausdruck gibt. Das heißt, dieses Personal, das Sie hier zusätzlich abstellen, die Zeit, der Effort, der Aufwand für Überstunden et cetera, wurden woanders weggenommen. Das sind die realen Kosten! – Also ich halte es ja für geradezu fahrlässig, einen Sitz im Sicherheitsrat anzustreben, ohne auf der budgetären Seite entsprechend vorzusorgen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich meine, ohne Geld kann man keine gute österreichische Außenpolitik machen, auch wenn sich alle Damen und Herren im Außenministerium noch so sehr anstrengen. Gerade im arabischen Raum mag es schon sein, dass da wenig Touristen sind, in Oman und so weiter. Aber die Botschaften, die ich im arabischen Raum kenne, sind alles andere als überbesetzt, die sind quantitativ und qualitativ unterbesetzt angesichts der Bedeutung dieses Raumes. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Ausschuss hatten wir plötzlich ein Thema, das mir bis dahin gar nicht bewusst war, das ich aber für extrem ärgerlich, unnütz und kontraproduktiv halte: Fingerabdrücke auf Visaansuchen. Ich weiß nicht, wer in der EU auf diese Idee gekommen ist, wer sich darüber den Kopf zerbrochen hat, wie sich das vielleicht auf russische Touristen im Winter in Österreich auswirken wird. Diese Leutchen können dann, sagen wir, von Nischni Nowgorod nach Moskau fahren, um ihr Visum zu beantragen, ihren Daumenabdruck zu geben, wieder zurückfahren, um dann irgendwann nach Österreich zu kommen, aber nicht zu lange später, denn sonst gilt der Fingerabdruck oder das Visum nicht mehr. Also ich halte das für abenteuerlich! Wenn schon überhaupt, dann soll das Innenministerium die Kosten für so etwas übernehmen, aber doch nicht das Außenministerium! Es ist doch keine Sache der genuinen österreichischen Außenpolitik, Fingerabdrücke abzunehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Der Vergleich mit Tito ist ...!
Bei dieser Gelegenheit, falls Sie noch dazu Stellung nehmen wollen, Herr Außenminister: Was ist eigentlich mit der Visafreiheit für die Balkanländer? Immer wenn ich mit exjugoslawischen Politikern rede, sagen sie: Ja, unter Tito, da haben wir noch in ganz Europa frei reisen können, aber jetzt brauchen wir ein Visum, mit ganz wenigen Ausnahmen! – Was ist das für eine Freundschaftspolitik gegenüber den Balkanländern, ausgerechnet von Österreich, sich da nicht stärker einzusetzen? (Abg. Hornek: Der Vergleich mit Tito ist ...!)
Ruf bei den Grünen: „Sterne“!
Wie üblich noch eine Bemerkung zu freiheitlichen Positionen: Immer wenn ich an dem Plakat vorbeigehe, auf dem von der EU der Konzerne die Rede ist – es reimt sich auf irgendetwas, ich habe vergessen, worauf (Ruf bei den Grünen: „Sterne“!) –, denke ich mir: Und was würden wir gegen die internationalen Konzerne in der Hand haben, wenn es die EU nicht gäbe? Was? Wir hier, gerade nicht einmal 2 Prozent der Unionsbevölkerung (Ruf bei der ÖVP: Das Kreuz! – Heiterkeit bei der ÖVP), werden natürlich ganz allein, mit dem Kreuz in der Hand vielleicht, gegen marktbeherrschende Konzerne wie Microsoft und Intel dann die Riesenerfolge einfahren. Wenn hier jemand etwas unternimmt – ich sage ja nicht, dass das in jedem Einzelfall gelingt, aber wenn hier jemand etwas unternimmt, dann ist es die Europäische Kommission im Rahmen der Regeln des Binnenmarkts! (Abg. Vilimsky: „Bravo“! – Euch wird niemand mehr wählen!) Und denen wollen Sie das Geld wegnehmen?
Ruf bei der ÖVP: Das Kreuz! – Heiterkeit bei der ÖVP
Wie üblich noch eine Bemerkung zu freiheitlichen Positionen: Immer wenn ich an dem Plakat vorbeigehe, auf dem von der EU der Konzerne die Rede ist – es reimt sich auf irgendetwas, ich habe vergessen, worauf (Ruf bei den Grünen: „Sterne“!) –, denke ich mir: Und was würden wir gegen die internationalen Konzerne in der Hand haben, wenn es die EU nicht gäbe? Was? Wir hier, gerade nicht einmal 2 Prozent der Unionsbevölkerung (Ruf bei der ÖVP: Das Kreuz! – Heiterkeit bei der ÖVP), werden natürlich ganz allein, mit dem Kreuz in der Hand vielleicht, gegen marktbeherrschende Konzerne wie Microsoft und Intel dann die Riesenerfolge einfahren. Wenn hier jemand etwas unternimmt – ich sage ja nicht, dass das in jedem Einzelfall gelingt, aber wenn hier jemand etwas unternimmt, dann ist es die Europäische Kommission im Rahmen der Regeln des Binnenmarkts! (Abg. Vilimsky: „Bravo“! – Euch wird niemand mehr wählen!) Und denen wollen Sie das Geld wegnehmen?
Abg. Vilimsky: „Bravo“! – Euch wird niemand mehr wählen!
Wie üblich noch eine Bemerkung zu freiheitlichen Positionen: Immer wenn ich an dem Plakat vorbeigehe, auf dem von der EU der Konzerne die Rede ist – es reimt sich auf irgendetwas, ich habe vergessen, worauf (Ruf bei den Grünen: „Sterne“!) –, denke ich mir: Und was würden wir gegen die internationalen Konzerne in der Hand haben, wenn es die EU nicht gäbe? Was? Wir hier, gerade nicht einmal 2 Prozent der Unionsbevölkerung (Ruf bei der ÖVP: Das Kreuz! – Heiterkeit bei der ÖVP), werden natürlich ganz allein, mit dem Kreuz in der Hand vielleicht, gegen marktbeherrschende Konzerne wie Microsoft und Intel dann die Riesenerfolge einfahren. Wenn hier jemand etwas unternimmt – ich sage ja nicht, dass das in jedem Einzelfall gelingt, aber wenn hier jemand etwas unternimmt, dann ist es die Europäische Kommission im Rahmen der Regeln des Binnenmarkts! (Abg. Vilimsky: „Bravo“! – Euch wird niemand mehr wählen!) Und denen wollen Sie das Geld wegnehmen?
Beifall bei den Grünen.
Da braucht es wirklich qualifiziertes Personal, um einem Konzern wie Microsoft, ich will nicht sagen, das „Handwerk zu legen“, aber um ihn in seiner marktbeherrschenden Stellung entsprechend zu behindern. Dafür braucht es wirklich Geld! Und wer das der EU wegnehmen will, der schneidet wirklich in das Fleisch der österreichischen Interessen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Huber: ... Tirol!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Jahr 2009 steht im Zeichen vieler Gedenktage. Ich erinnere nur daran: 60 Jahre Europarat – vor 60 Jahren am 5. Mai wurde der Europarat gegründet –, 50 Jahre Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Abg. Huber: ... Tirol!), 200 Jahre Andreas Hofer – für den Herrn Huber –, 20 Jahre ist es her, dass die Mauer gefallen ist. (Abg. Grosz: 2009 im Wendekreis des Krokodils!)
Abg. Grosz: 2009 im Wendekreis des Krokodils!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Jahr 2009 steht im Zeichen vieler Gedenktage. Ich erinnere nur daran: 60 Jahre Europarat – vor 60 Jahren am 5. Mai wurde der Europarat gegründet –, 50 Jahre Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Abg. Huber: ... Tirol!), 200 Jahre Andreas Hofer – für den Herrn Huber –, 20 Jahre ist es her, dass die Mauer gefallen ist. (Abg. Grosz: 2009 im Wendekreis des Krokodils!)
Abg. Ing. Westenthaler: ... den Stadler! – Abg. Grosz: Wir haben eh den Stadler!
Folgendes ist in diesem Zusammenhang eine ganz wichtige Sache: Es wird immer von den European Values gesprochen, und hier hat der Europarat, hat die Konvention für Menschenrechte eine ganz große Rolle gespielt, Herr Abgeordneter Grosz, und es ist eine ganz wichtige Institution für die Bürgerinnen und Bürger. Wir haben heute schon über die Volksanwaltschaft gesprochen, und es ist für sehr viele überall dort, wo der eigene, wo der inländische Instanzenzug ausgeschöpft wurde, oft der letzte Rettungsanker, sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden. (Abg. Ing. Westenthaler: ... den Stadler! – Abg. Grosz: Wir haben eh den Stadler!) Und daher: 50 Jahre Europäischer Menschenrechtsgerichtshof – eine wichtige Errungenschaft hier in Europa zur Durchsetzung von Menschenrechtsstandards auf unserem Kontinent!
Beifall bei der SPÖ.
Das gemeinsame Ziel der Verhandlungen ist der Beitritt. – Auch das steht dort drinnen. Und hier muss man schon denken und auch überlegen können und sich die neuen Positionen sehr wohl durch den Kopf gehen lassen. Und ich erinnere auch daran, dass die SPÖ zum Beispiel im Jahr 2004 – Kollege Widmann war damals noch nicht im Parlament; wenn er das vergessen oder auch nicht nachgelesen hat – schon für eine strategische Partnerschaft eingetreten ist, als die Beitrittsverhandlungen in der Europäischen Union beschlossen wurden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Meine Burschenschaft, der ich angehöre, heißt Bruna Sudetia. Sie wurde im Jahr 1871 von Studenten aus Brünn und den Sudetenländern gegründet. Dass etwa 50 Prozent der Gründungsburschen jüdischer Herkunft waren, sei nur am Rande bemerkt, hat aber mit dem, was ich insgesamt zu sagen habe, sehr viel zu tun. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das gilt bis heute. Ich vermisse auch in diesem Haus, dass wir der Vertriebenen, die zum Teil bei uns leben, die bis zum Jahre 1919 unsere Staatsbürger waren, nicht nur gedenken, sondern dass wir auch wenigstens versuchen, ihnen im Nachhinein ihr Recht zu verschaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wer sich heute dazu noch bekennt, wer heute für richtig hält, dass durch diese Dekrete die Vertreibung, die grausame Vertreibung gerechtfertigt wird, der kann doch nicht von unserer Republik, die vor 90 Jahren den später Vertriebenen und Entrechteten unsere Hilfe zugesagt hat, der kann doch nicht von dieser unserer Republik eine allerhöchste Staatsauszeichnung bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, mir ist völlig bewusst, dass das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, aber ich fordere Sie und alle Verantwortlichen in diesem unserem Staat auf, ein wenig mehr nachzudenken, was unsere moralische Pflicht ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es daher absolut unsinnig, dass wir uns aus diesen Märkten – das sind ja auch Märkte für uns – völlig zurückziehen sollten. Ich glaube vielmehr, dass es sinnvoll ist, dass wir dort auch vertreten sind. Und es sind oft die Koordinierungsbüros der ADA die einzige Stelle, die in diesen Ländern wirklich präsent ist. Ich glaube also, dass es sinnvoll ist, wirklich auch vor Ort in den Entwicklungsländern präsent zu sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Weinzinger: Welche „Migration“? – Die Immigration oder die Emigration?
Gott sei Dank! möchte ich sagen – halbleer. (Abg. Weinzinger: Welche „Migration“? – Die Immigration oder die Emigration?)
Beifall bei der ÖVP.
Betreffend Energieversorgung möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es eine Sektion im Außenministerium war, jene von Frau Dr. Irene Freudenschuss-Reichl, die gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sehr federführend dabei ist, dass erneuerbare Energien in den Entwicklungsländern massiv und zusätzlich eingesetzt werden. Wir, Österreich, das Außenamt, bemühen uns jetzt, die Internationale Energieagentur für erneuerbare Energien nach Wien zu holen. Ich glaube, sie wäre nirgends besser angesiedelt als hier in Wien. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube auch, dass wir schon direkte Budgethilfe brauchen, aber noch wichtiger ist mir der Austausch von Ideen und Personen zwischen den Ländern, weil nur dann – in einer immer kleiner und enger werdenden Welt – Personen miteinander in Kontakt kommen und sich austauschen können, wenn wir uns gemeinsam zum Wohle von uns allen weiterentwickeln. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Schauen wir uns die Doppelzüngigkeit der Bundesregierung am Beispiel des EURATOM-Vertrags an! Da zahlen wir jährlich 40 Millionen €. Im Ausschuss haben Sie, Herr Bundesminister, gesagt, da kommt man nicht heraus, das ist ein Vertrag mit der EU. Da frage ich mich, was die Entwicklungszusammenarbeit – wo uns ein Vertrag mit der EU verpflichtet, 0,51 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zur Verfügung zu stellen – und das verfehlen wir bei Weitem! – unserer Bundesregierung wert ist. Beim EURATOM-Vertrag, wo man der Atomindustrie die Gelder zur Verfügung stellt, da fühlt man sich an EU-Verträge gebunden. Wenn es jedoch um Menschenleben geht, wenn es darum geht, dort die Wirtschaft anzukurbeln, damit wir den Leuten in ihrer Heimat eine Zukunft geben können und so Migration verhindern, dann spielt das keine Rolle. Da wird jeder EU-Vertrag quasi in den Wind geschrieben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Wo ist er? – Abg. Dr. Sonnberger: Er ist leider nicht da! ...!
Diese Bundesregierung unternimmt nichts – das fällt mir massiv in Tirol auf –, um endlich Schutzzölle einzuführen. Ich war letzte Woche bei den Stubaier Metallwerken, die Werkzeuge produzieren. Ihre Maurerkellen kosten in der Produktion 1,50 €. Es werden jetzt – und das ist jedem bekannt – in einigen österreichischen Supermärkten chinesische Kellen um 1,20 € verkauft, die gesundheitsgefährdend sind. Da stellt sich schon die Frage: Warum schaut da die Bundesregierung zu? Die Wirtschaftskammer weiß seit fünf Jahren von diesen massiven Problemen. Die ÖVP macht übrigens überhaupt nichts. Das muss geändert werden. Ich glaube schon allein aufgrund dessen, Brüssel, die ÖVP und die SPÖ regieren gegen das Volk. Ich glaube, hier ist – auch im Hinblick auf die EU-Wahl – unser Volksanwalt, Mag. Ewald Stadler, wirklich ein Garant dafür, alle Interessen des Volkes zu vertreten. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Wo ist er? – Abg. Dr. Sonnberger: Er ist leider nicht da! ...!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das BZÖ ist auch massiv für die Einführung einer Spekulantensteuer. Herr Kollege von der ÖVP, ich verstehe Ihre Aufgeregtheit, weil ich glaube, die ÖVP droht es zu zerreißen. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn ich mir heute anschaue, wie unterschiedlich ihr in den Meinungen seid: Der Ex-EU-Kommissar Franz Fischler sagt öffentlich, jeder Bauer soll sich einen Nebenjob suchen. Minister Berlakovich hat gesagt: Ich werde versuchen, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. – Aber in Wirklichkeit
Abg. Grillitsch: Wir sind schon bei der EU! – Abg. Rädler: Sollen wir noch einmal beitreten?!
seid ihr in der ÖVP zerrissen: Die ehemalige Außenministerin ist für einen EU-Beitritt, der Herr Spitzenkandidat Strasser ist gegen den EU-Beitritt. (Abg. Grillitsch: Wir sind schon bei der EU! – Abg. Rädler: Sollen wir noch einmal beitreten?!) Ich fordere Sie auf: Hören wir sofort auf!
Ruf bei der ÖVP: Maurerkelleneinsatz!
„Der Bundeskanzler sowie der Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten werden aufgefordert, sich auf Europäischer Ebene“ (Ruf bei der ÖVP: Maurerkelleneinsatz!) – geh bitte, hört auf! – „bei den jeweiligen Ratsformationen beziehungsweise beim Europäischen Rat für einen sofortigen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einzusetzen.“
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, es wäre viel vernünftiger, wenn man mit der Türkei erst einmal eine weitergehende Zusammenarbeit ausverhandelt und nicht einen Beitritt. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe wirklich, dass wir mit diesen Vorschauen zu einer Verbesserung kommen, zu einer berechenbareren Entwicklung unserer Geldleistungen. Ich wäre nicht in die Politik gegangen, wenn ich die Hoffnung nicht aufgegeben hätte, dass auch im österreichischen Budget diesbezüglich noch eine ganze Menge Entwicklungspotenzial für uns in Österreich liegt. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Fichtenbauer.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, Ihnen ist, bildlich gesprochen, sicher ganz klar, was der Unterschied zwischen einem Wiener Schnitzel und Österreich ist – auch wenn es von der Form manchmal ähnlich ausschaut. Das Wiener Schnitzel liegt meistens allein am Teller. Manchmal ist es begleitet von einer Beilage oder Kartoffelsalat, aber es ist abgegrenzt. Österreich ist nicht abgegrenzt. Österreich liegt nicht allein in dieser Welt, es grenzt an acht Nachbarländer – das weiß jedes Volksschulkind. Es ist global vernetzt, und diese globale Vernetzung hat uns in den letzten Jahren enormen Wohlstand gebracht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Fichtenbauer.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Der Antrag ist zynisch!
In dieser Zeit zu sagen, man soll die Entwicklungshilfe, die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit, kürzen oder überhaupt darauf verzichten, halte ich für extrem fahrlässig – ja sogar zynisch. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Der Antrag ist zynisch!)
Beifall bei den Grünen.
Österreicherinnen und Österreicher spenden sehr gerne, sie nehmen auch gerne die fair gehandelten Produkte in Anspruch und sind sehr offen für die Probleme und Sorgen von Menschen auf der ganzen Welt – ich glaube, häufig offener als ihre Vertreter und Vertreterinnen in der Politik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, meine Damen und Herren, dass für die Auslandskulturpolitik und für die Wichtigkeit dieses Bereiches in Zukunft mehr Verständnis aufgebracht werden wird, und zwar national wie auch international. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche haben dazu eine ganz eigenständige und langjährige Position. Wir beziehen uns dabei auf den Beschluss des Außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates vom 1. Oktober 1946, wo damals einstimmig festgestellt wurde, dass das Autonomierecht der Südtiroler als Übergangslösung zu sehen ist, aber nicht als Dauerlösung. Die Dauerlösung kann nur sein, am völkerrechtlich gerantierten Selbstbestimmungsrecht festzuhalten, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil das so ist und dieser Beschluss des Außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates nie aufgehoben worden ist und deshalb vollinhaltlich Gültigkeit hat, sagen wir Freiheitliche auch ganz klar ja zum Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler. Wir fordern von hier aus, endlich die Einhaltung der Landeseinheit der drei Teile Tirols herbeizuführen. Das muss ganz klar die Botschaft für die Zukunft dieses Tirols sein! Wir wollen die Landeseinheit Tirols wieder erreichen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aus diesem Grunde haben wir – als einzige Partei – für dieses Gedenkjahr auch ein Kommuniqué herausgegeben, in dem wir ganz klar unsere Positionen zu diesem Thema ausweisen. Wir denken überhaupt nicht daran, von unserer Forderung nach dem völkerrechtlich unteilbaren Recht auf Selbstbestimmung für Südtirol auch nur einen Millimeter abzugehen. Denn: Was für den Kosovo, was für Grönland, was für andere Länder in Europa möglich ist, das muss auch für Südtirol in Zukunft möglich sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Im Tiroler Gedenkjahr 180 – 2009 ist auch die Frage aufgetaucht, wie wir es mit der Durchführung dieses Gedenkjahres halten. Wir sind zum Unterschied von anderen politischen Parteien der Auffassung, dass das Mitnehmen der Dornenkrone beim Festzug im September natürlich ein Gebot der Stunde ist. Die Dornenkrone erinnert natürlich die Tiroler Bevölkerung an die stete und immer noch immanente Zerreißung des Landes Tirol, und als solche hat sie vollstes Recht, mitgeführt zu werden. Und wir werden die Südtiroler Schützen dabei unterstützen, dem auch nachkommen zu dürfen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Ich begrüße die Initiative des italienischen Ministers, der nach Bozen geeilt ist, um Klarheit hineinzubringen in die aktuelle Diskussion, nämlich des Ministers Roberto Maroni. Es ist allerdings bedauerlich, dass der Landeshauptmann von Südtirol nicht den Schritt gesetzt hat, einen Runden Tisch einzuführen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), der Runde Tisch, der bereits vor einem Dreivierteljahr den Südtiroler
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Schützen versprochen worden war, also nicht zustande gekommen ist und deshalb weitere Demonstrationen – berechtigt, wie ich meine – stattfinden, um gegen faschistische Relikte in Südtirol aufzutreten. Er ist dieser Aufgabe nicht nachgekommen. Das ist die Wahrheit! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und es ist eine Schande für die Grünen – ich betone es noch einmal –, dass sie in Südtirol für die Erhaltung faschistischer Relikte eintreten. Das ist ein Skandal, der wirklich seinesgleichen sucht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schützen versprochen worden war, also nicht zustande gekommen ist und deshalb weitere Demonstrationen – berechtigt, wie ich meine – stattfinden, um gegen faschistische Relikte in Südtirol aufzutreten. Er ist dieser Aufgabe nicht nachgekommen. Das ist die Wahrheit! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und es ist eine Schande für die Grünen – ich betone es noch einmal –, dass sie in Südtirol für die Erhaltung faschistischer Relikte eintreten. Das ist ein Skandal, der wirklich seinesgleichen sucht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Wir werden deshalb als Freiheitliche (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler) immer wieder einfordern, dass die Schutzmachtfunktion in der österreichischen Verfassung verankert wird. Wir werden auch weiterhin fordern, dass all jene, die unter dieses Reglement fallen, die doppelte Staatsbürgerschaft, also auch für Österreich, erhalten können. Wir werden auch weiterhin dafür eintreten, dass gedungene Mörder nach 40 Jahren endlich der gerechten Strafe zugeführt werden, damit sie auch von der österreichischen Behörde international gesucht werden, wie das bei Christian Kerbler der Fall ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden deshalb als Freiheitliche (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler) immer wieder einfordern, dass die Schutzmachtfunktion in der österreichischen Verfassung verankert wird. Wir werden auch weiterhin fordern, dass all jene, die unter dieses Reglement fallen, die doppelte Staatsbürgerschaft, also auch für Österreich, erhalten können. Wir werden auch weiterhin dafür eintreten, dass gedungene Mörder nach 40 Jahren endlich der gerechten Strafe zugeführt werden, damit sie auch von der österreichischen Behörde international gesucht werden, wie das bei Christian Kerbler der Fall ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Was ist eigentlich mit den Ordnungsrufen für solch einen Blödsinn, der da geredet wird?
In diesem Sinne wünsche ich den Tirolern für die Zukunft alles Gute. Es lebe Tirol! Es lebe Südtirol! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Was ist eigentlich mit den Ordnungsrufen für solch einen Blödsinn, der da geredet wird?)
Beifall bei der SPÖ sowie Jawohl-Ruf und Beifall des Abg. Mag. Kogler.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Außenminister! Herr Verteidigungsminister! Es lebe die Republik Österreich! (Beifall bei der SPÖ sowie Jawohl-Ruf und Beifall des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben in dieser außenpolitischen Debatte heute ein buntes Panoptikum an außenpolitischen Ideen präsentiert bekommen: sehr viele tiefgreifende Vorschläge aufgrund angespannter budgetärer Situation, aber auch einige Aussagen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie schämen sich nicht, im Europawahlkampf mit einer Broschüre des Freiheitlichen Bildungswerkes, finanziert aus Steuergeldern, Parteipropaganda zu machen. – Meine Damen und Herren, das ist nicht die Position, wie wir Österreich auf einen guten Weg nach Europa führen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, kurz gesagt: Wir von der SPÖ möchten eine starkes, sicheres und soziales Europa. Die EU muss sozialer und bürgernäher werden, und die Menschen und nicht die Märkte müssen wieder im Zentrum der Politik der Europäischen Union stehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden auch eine namentliche Abstimmung über diese Vorschläge durchführen lassen, sodass ein für alle Mal und für immer in den Protokollen nachzulesen ist, wer Lippenbekenntnisse in reale Wünsche und Handlungen des Parlaments umsetzt – und wer es bei den Lippenbekenntnissen bewenden lässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Bundesheer wird de facto missbraucht, und aus diesem Grund wenden wir uns gegen diesen Missbrauch, obwohl wir selbstverständlich die Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung im Osten, insbesondere beim gegenwärtigen Anschwellen der Kriminalitätsintensität, würdigen und anerkennen. Das hat nichts damit zu tun, dass die Regierung die verfassungsmäßige Ordnung in diesem Punkt nicht herstellt: Polizei statt Bundesheer gegen Verbrecher. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ing. Kapeller.
Österreich hat in der Öffentlichkeit einen guten Stellenwert, das österreichische Bundesheer ebenso. – Es lebe das österreichische Bundesheer! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ing. Kapeller.)
Beifall beim BZÖ.
Bundesminister Darabos hat im Auftrag der SPÖ und der Grünen das Bundesheer in die schwerste Krise der letzten Jahre geführt. Nach nur drei Jahren Amtszeit, geschätzter Herr Bundesminister, ist die Einsatzbereitschaft des Heeres massivst gefährdet. Damit haben Sie, das muss ich sagen, als Bundesminister für Landesverteidigung vorerst versagt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben im Nationalen Sicherheitsrat darüber gesprochen: Ich denke, vor dem Nationalen Sicherheitsrat hat es eine kleine „Kopfwäsche“ gegeben, und ich denke, die Offizieren mussten salutieren, wurden vergattert und die Vorgabe der SPÖ unter das Primat der Politik gestellt. – Ich sage aber, geschätzte Damen und Herren, das Primat der Politik gilt dann nicht, wenn es um die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres geht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie bekennen sich zum Tschad-Einsatz, Herr Bundesminister, wir lehnen die Verlängerung des Tschad-Einsatzes ab. Sie bieten damit Alibi-Schutz für Afrika, wir wollen mehr Schutz und Hilfe in Österreich, in der Heimat. Beenden Sie den Tschad-Einsatz! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Prähauser: Wo haben Sie das her? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine reichlich wirre Rede!
Der Einsatz diene der Kriminalitätsbekämpfung. – Das ist ein fadenscheiniges Argument und lächerlich. Es gibt gegenwärtig keinen Nachweis über weniger Kriminalität in den Einsatzgebieten des Bundesheeres. (Abg. Prähauser: Wo haben Sie das her? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine reichlich wirre Rede!) – Die ist nicht wirr, die ist schon in Ordnung. Wenn Kollege Faul hier wäre, Kollege Prähuber, dann würden Sie sie sicherlich anders beurteilen. (Abg. Mag. Gaßner: Prähauser!)
Abg. Mag. Gaßner: Prähauser!
Der Einsatz diene der Kriminalitätsbekämpfung. – Das ist ein fadenscheiniges Argument und lächerlich. Es gibt gegenwärtig keinen Nachweis über weniger Kriminalität in den Einsatzgebieten des Bundesheeres. (Abg. Prähauser: Wo haben Sie das her? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine reichlich wirre Rede!) – Die ist nicht wirr, die ist schon in Ordnung. Wenn Kollege Faul hier wäre, Kollege Prähuber, dann würden Sie sie sicherlich anders beurteilen. (Abg. Mag. Gaßner: Prähauser!)
Beifall beim BZÖ.
Es darf im Hinblick auf den Katastropheneinsatz im Land nicht zur Katastrophe im Bundesheer kommen. Schaffen Sie, Herr Bundesminister, die notwendigen Voraussetzungen, dass auch Katastropheneinsätze wie jener beim Jahrhunderthochwasser 2002 bewältigt werden können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Heute vor 20 Jahren hätte sich niemand vorstellen können, dass dann im Herbst epochale Veränderungen in Europa stattfinden würden. Und wir wissen heute nicht, wie sich dieses unser Europa, unsere Welt in 20 Jahren sicherheitspolitisch gestalten werden. Daher: Kernaufgaben und Kernkompetenzen des österreichischen Bundesheeres müssen auch bei diesen geänderten Rahmenbedingungen erhalten bleiben, und das ist mit diesem Budget durchaus möglich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das glaube ich nicht!
Ja, es bedarf auch eines Bekenntnisses zum österreichischen Milizsystem, zur Wehrpflicht. Ich verstehe es nicht, Herr Kollege List, wenn Sie davon sprechen, dass Sie gegen die Abschaffung des österreichischen Bundesheers seien. – Wir alle sind gegen die Abschaffung des österreichischen Bundesheeres (Abg. Ing. Westenthaler: Das glaube ich nicht!), das wurde doch noch nie irgendwo angedacht oder angesprochen, auch nicht von der Ressortleitung nur irgendwo erwähnt. (Zwischenruf des Abg. List.)
Zwischenruf des Abg. List.
Ja, es bedarf auch eines Bekenntnisses zum österreichischen Milizsystem, zur Wehrpflicht. Ich verstehe es nicht, Herr Kollege List, wenn Sie davon sprechen, dass Sie gegen die Abschaffung des österreichischen Bundesheers seien. – Wir alle sind gegen die Abschaffung des österreichischen Bundesheeres (Abg. Ing. Westenthaler: Das glaube ich nicht!), das wurde doch noch nie irgendwo angedacht oder angesprochen, auch nicht von der Ressortleitung nur irgendwo erwähnt. (Zwischenruf des Abg. List.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne sind die vorliegenden Budgets, denke ich, Budgets mit Augenmaß. Es ist wirklich nicht zu viel, das wissen wir alle, aber in Zeiten einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist es das, was machbar war. Und ich denke, mit einer entsprechenden Reihung der Prioritäten, mit ein bisschen Zusammenrücken auch im Ressort und mit dem Suchen von Einsparmöglichkeiten, von Sparpotenzial – das macht unser Minister gerade – ist es möglich, die Aufgaben entsprechend den von mir angesprochenen Prioritäten zu erfüllen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Nächste Frage: Wie viele Vorkommnisse wurden gemeldet? – Antwort: 693. In einem ganzen Jahr hat von drei Soldaten des Assistenzeinsatzes ein einziger ein einziges Vorkommnis gemeldet, nicht mehr – und dafür 44,8 Millionen €, dafür 1 950 Soldaten an der Grenze?! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei den Grünen.
Deswegen sagen wir: Schluss mit diesem Umfug! Bitte finanzieren Sie – und das kostet nur einen Bruchteil – eine Einführung in die Sicherheitspolitik für den Bundeskanzler der Republik Österreich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Geld gehört in die österreichische Sicherheit und nicht in sicherheitspolitischen Unfug investiert. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Pilz
Herr Abgeordneter Pilz, Sie wissen genauso gut wie ich, dass das Gutachten, das Sie in Auftrag gegeben haben, von den Experten des Ministeriums zerpflückt wurde (ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Pilz) – und dass dieser Assistenzeinsatz natürlich keine verfassungswidrige Vorgangsweise ist.
Abg. Ing. Westenthaler: Das interessiert uns nicht!
Ich sage Ihnen auch, Herr Kollege vom BZÖ, was ein „echter Hammer“ ist, wie Sie gesagt haben. Ein echter Hammer ist: Spanien minus 5 Prozent, Irland minus 8 Prozent, Italien minus 8 Prozent (Abg. Ing. Westenthaler: Das interessiert uns nicht!) – das interessiert Sie möglicherweise nicht, ich sage es Ihnen aber trotzdem –, Polen minus 10 Prozent, Ungarn minus 10 Prozent, Estland minus 14 Prozent, Lettland minus 25 Prozent. (Abg. List: Die haben ja ganz andere Voraussetzungen!) Sie können sich vorstellen, was ich meine: Das ist die Budgetentwicklung von 2008 auf 2009 in vergleichbaren europäischen Staaten – in großen Staaten wie Italien und Spanien, in kleinen Staaten wie Ungarn, in neuen Staaten wie Estland und Lettland. In Österreich gibt es übrigens – ich werde noch darauf zurückkommen – ein Plus von 3,5 Prozent.
Abg. List: Die haben ja ganz andere Voraussetzungen!
Ich sage Ihnen auch, Herr Kollege vom BZÖ, was ein „echter Hammer“ ist, wie Sie gesagt haben. Ein echter Hammer ist: Spanien minus 5 Prozent, Irland minus 8 Prozent, Italien minus 8 Prozent (Abg. Ing. Westenthaler: Das interessiert uns nicht!) – das interessiert Sie möglicherweise nicht, ich sage es Ihnen aber trotzdem –, Polen minus 10 Prozent, Ungarn minus 10 Prozent, Estland minus 14 Prozent, Lettland minus 25 Prozent. (Abg. List: Die haben ja ganz andere Voraussetzungen!) Sie können sich vorstellen, was ich meine: Das ist die Budgetentwicklung von 2008 auf 2009 in vergleichbaren europäischen Staaten – in großen Staaten wie Italien und Spanien, in kleinen Staaten wie Ungarn, in neuen Staaten wie Estland und Lettland. In Österreich gibt es übrigens – ich werde noch darauf zurückkommen – ein Plus von 3,5 Prozent.
Abg. Riepl: Der hat gar kein Stammbuch!
Das sollten Sie sich schon auch ein bisschen ins Stammbuch schreiben (Abg. Riepl: Der hat gar kein Stammbuch!), denn es ist tatsächlich so – wie auch meine Vorredner zumindest einigermaßen objektiv zugegeben haben –, dass wir jetzt in einer Zeit leben, die eine Wirtschafts- und Finanzkrise ungeahnten Ausmaßes gebracht hat, wobei ich betonen möchte, dass diese Finanzkrise nicht von Österreich, sondern von den USA ausgegangen ist und nach Europa und somit mit einer gewissen Tendenz auch nach Österreich übergeschwappt ist.
Abg. Ing. Westenthaler: Selbst Ihre eigenen Offiziere sagen, dass das Bundesheer nicht einsatzfähig ist!
Gerade Sie von der BZÖ-Fraktion haben doch im Vorfeld dieser Budgetdebatte immer wieder gesagt, man müsse das Budget nach unten nivellieren, denn die Zahlen, die der Herr Finanzminister genannt hat, würden nicht mehr stimmen. Daher verstehe ich Ihre Prioritäten jetzt nicht ganz, denn einerseits wollen Sie von mir mehr Geld dafür haben, obwohl ich 3,5 Prozent mehr für das Bundesheer herausverhandelt habe, aber auf der anderen Seite sagen Sie ganz allgemein, das Budget müsse nach unten nivelliert werden. – Aber das ist Ihre Aussage, mit der müssen Sie dann leben. Ich möchte das hier nur ganz kurz angesprochen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Selbst Ihre eigenen Offiziere sagen, dass das Bundesheer nicht einsatzfähig ist!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Es ist so, dass die Wirtschaftskrise natürlich auch auf das österreichische Bundesheer durchschlägt, und man muss sich fragen, wie hoch die Zumutbarkeitsgrenze für ein Verteidigungsbudget in einem neutralen Land ist. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ebenso stolz bin ich darauf, dass wir es in den letzten zwei Jahren geschafft haben, über 400 Personen aus der Verwaltung zur Truppe zu bringen. Auch das ist ein Ziel, das anzustreben ist, denn das Bundesheer ist kein Selbstverwaltungsladen, sondern es ist ein für unsere Landesverteidigung notwendiges Instrument, das hoffentlich in einem Krisenfall nie zum Einsatz kommen muss, aber wenn, dann müssen natürlich das Geld und auch der Personaleinsatz bei der Truppe sein. Das ist uns auch gelungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, mit 1 400 Soldatinnen und Soldaten ist Österreich eine Nation, die international ein hohes Maß an Reputation für Auslandseinsätze mitbringt. Wenn man das sozusagen so hinnimmt, dann ist es auch gut. Ich bin der Meinung, wir sollten der Bevölkerung das auch offensiv sagen und wir sollten uns auch in diesem Hohen Haus zumindest in dem Punkt einig sein, dass wir auf diese Auslandseinsätze österreichischer Soldatinnen und Soldaten stolz sein können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, meine Damen und Herren des Hohen Hauses, haben Anfang Mai mit dem neuen § 11a des Bundessportförderungsgesetzes auch ein modernes Instrument geschaffen, um schnell und zielgerichtet auf die aktuellen Bedürfnisse des Sportes eingehen zu können. Dafür bedanke ich mich recht herzlich. Es ist ein Übergangsrecht, das wir gemeinsam in ein fixes neues, modernes Sportfördersystem umwandeln wollen, das eine flexible und zielsichere Förderung insgesamt sowie Transparenz und professionelles Controlling gewährleistet. Ich glaube, dass das Budget für das österreichische Bundesheer und für den österreichischen Sport insgesamt herzeigbar ist. Wir können daher trotz Finanz- und Wirtschaftskrise mit Optimismus auf die Jahre 2009 und 2010 blicken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Das war von einer tatsächlichen Berichtigung weit weg!
Es ist durchaus angeraten, weder die Verfassungsjuristen noch die Gesetze selbst durcheinanderzubringen. Das würde der Sorgfalt entsprechen, die das Hohe Haus zu Recht von einem Mitglied der Bundesregierung erwartet. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Das war von einer tatsächlichen Berichtigung weit weg!)
Beifall bei der SPÖ.
Zunächst einmal darf ich Ihnen, Herr Bundesminister, zum Anstieg des Verteidigungsbudgets um 3,5 Prozent sehr herzlich gratulieren. Ich betrachte die Äußerungen der Opposition nach dem landläufigen Motto „Viel Feind, viel Ehr“ – je mehr darüber geschimpft wird, umso größer ist Ihr Erfolg. Daher herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem, Herr Bundesminister, Gratulation zu diesem Budget, und ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir jetzt 72 Millionen € durch diese Sonderförderung hereinbekommen, dann wäre es doch angesagt, einen Teil dieses Geldes eben genau für den Kampf gegen Doping zu verwenden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen, dass Doping das größte Problem des Sports ist, die größte Geißel des Sports, und dass wir auf dem Gebiet massiv etwas zu unternehmen haben. Wir haben aber auch schon sehr viel getan, denn Österreich ist in der Vergangenheit mit seinem Anti-Doping-Gesetz sicherlich die richtigen Wege gegangen und wir haben ganz klare Maßnahmen gesetzt, die im Kampf gegen Doping auch jetzt ihre Richtigkeit haben. Es zeigt sich auch, dass diese Maßnahmen sinnvoll und effizient sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen da schon sehr stark zwischen Vereinssport, Breitensport oder Gesundheitssport und Spitzensport trennen, denn es ist wichtig, dass wir die Kinder und die Eltern durch die permanente Kriminalisierung und die permanente Doping-Diskussion nicht verunsichern. Grundsätzlich gilt, dass in unseren Vereinen ehrliche und gute Arbeit geleistet wird, und dafür muss man einmal den ehrenamtlichen Funktionären, Trainern und denjenigen, die sich da engagieren, recht herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In den Dach- und Fachverbänden, vor allem in den Dachverbänden – und sie sind ja irgendwie eine Einheit – wird ausgezeichnete Arbeit geleistet – von Kinderbewegungsprojekten bis hin zu Gesundheitsprojekten. Im Bereich der Sportunion zum Beispiel denke ich da an das Diabetesprojekt, das gemeinsam mit dem Fonds Gesundes Österreich durchgeführt wird, in dessen Rahmen vielen, die an Diabetes leiden, mit Sport geholfen wird, ihre Krankheit besser zu ertragen. Das sind die richtigen Maßnahmen, wenn man mit Sport Gesundheit herstellen kann. Ich glaube, da sind wir auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne denke ich, dass wir für den Sport ein gutes Budget für 2009 und 2010 auf die Beine gestellt haben und dass wir – und da bin ich mir sicher – wieder den einen oder anderen ehrlichen Erfolg für den österreichischen Sport feiern werden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister Darabos, es ist schon schön und gut, wenn Sie die Opposition brandmarken und sagen, wir seien so böse, weil wir behaupten, das Bundesheer sei nicht einsatzfähig und das Budget zu gering. – Ich darf Sie nur ausdrücklich daran erinnern, Herr Minister, es war die Führungsetage des österreichischen Bundesheeres, Ihre Offiziere und Generäle, die per Brief einen Hilfeschrei losgelassen haben, weil das Budget zu gering ist und weil einige aus Ihrer Führungsmannschaft eben der Meinung sind, dass das Bundesheer mit diesem Budget nicht einsatzfähig ist. Also nehmen Sie da nicht die Opposition in die Ziehung! Wir artikulieren nur das, was das Bundesheer Ihnen schon schriftlich mitgeteilt hat, Herr Verteidigungsminister. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Seit Jahren!
terin und der Landeshauptleute berichtet wird. Auf einmal steht überall, wir müssen jetzt die Grenzsicherung verstärken, das heißt, den Grenzeinsatz verlängern. In der „Kronen Zeitung“ von morgen wird der Herr Bundeskanzler sogar mit der Aussage zitiert, dass es offenbar Lücken an der Ostgrenze gibt. – Ja, was sagen wir denn eigentlich seit Wochen? (Abg. Bucher: Seit Jahren!)
Beifall beim BZÖ.
Seit Wochen trommeln wir und plädieren wir im Ausschuss dafür! Im Innenausschuss sagen wir die ganze Zeit, seit dem Wegfall der Schengengrenzen gibt es eine erhöhte Kriminalität. Und die Innenministerin, der Herr Bundeskanzler, alle sagen uns, das habe nichts mit dem Fall der Schengengrenzen zu tun, mit den Grenzen sei alles in Ordnung, das sei eine hausgemachte Kriminalität. Und jetzt auf einmal müssen wir die Grenzen schützen? Irgendwo ist da ein Bruch passiert, irgendetwas stimmt da nicht in Ihrer Linie, denn plötzlich haben Sie erkannt, dass wir vom BZÖ recht haben, indem wir vor diesem offenen Scheunentor an unseren Ostgrenzen warnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist hochinteressant! Das heißt, wir haben da einen riesigen politischen Erfolg, denn wir haben nämlich die Regierung darauf hingewiesen und jetzt wird es ernst mit der Sicherung der Ostgrenzen. Ob allerdings ausgerechnet die Verlängerung des Einsatzes des Bundesheers an der Grenze eine massive Verringerung der Kriminalität mit sich bringen wird, das wage ich zu bezweifeln. Das wage ich wirklich zu bezweifeln. Das Einzige, was wirklich nutzen würde, wäre, wenn Sie ganz offiziell die Schengengrenzen wieder aufziehen und dicht machen gegenüber dem Osten, damit nicht immer mehr Kriminalität nach Österreich hereinkommt, Herr Minister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das sagt Herr Swoboda, und wortwörtlich sieht er sogar – das ist ja völlig absurd! – eine Verletzung der Grundwerte, wenn das Bundesheer an der Grenze steht, weil das Militär Aufgaben der Polizei übernehmen muss. Das sei eine Verletzung der Grundwerte! Das heißt, Sie haben einen Spitzenkandidaten, der in eine völlig andere Richtung rennt, und wenn Sie nicht aufpassen, klatscht er gleich gegen die Wand, aber das wird bei der Wahl am 7. Juni ohnehin der Fall sein, denn da werden Sie ohnedies abgewählt werden und ordentlich verlieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihnen, Herr Sportminister, gehört, nämlich: Der Großteil der Sportler in Österreich ist sauber. – Jawohl, dazu stehen wir auch. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage daher ganz bewusst: Sie haben die Öffentlichkeit, Sie haben das Parlament, Sie haben uns falsch informiert. Sie haben die Unwahrheit gesagt, und das sollten Sie einmal klarstellen, Herr Minister. Ansonsten sollten Sie dieses Radrennen nennen und aufhören – endlich aufhören! – ordentliche Sportler in Österreich zu kriminalisieren. Das wollen wir nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine völlig neue Basis der Sportförderung ist notwendig, und zwar eine objektivierte. Wir wollen eine Bundessportagentur errichten, die auch einen ordentlichen wirtschaftlichen Aufsichtsrat hat, der sie überprüft, und wir wollen keine Insichgeschäfte der BSO bei der Sportförderung haben, sodass plötzlich an allen Ecken und Enden sie selbst für sich entscheidet, wer das Geld bekommt, und sich dann auch noch selbst dabei kontrolliert. Das kann nicht gut gehen. Eine „Sportförderung neu“ wäre angebracht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Minister Darabos, ich darf Ihnen für Ihre ausgezeichnete Arbeit in einer finanziell schwierigen Phase, vielleicht der schwierigsten Phase in der Zweiten Republik, ein herzliches Dankeschön aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Peter Haubner: Bewerbungsgesellschaft, nicht Förderverein!
diese 150 000 € vom ÖOC an den Förderverein nicht da sind. (Abg. Peter Haubner: Bewerbungsgesellschaft, nicht Förderverein!) Okay, wurscht; wie genau die Geldflüsse überall sind, ist ja dort noch einmal komplizierter. Faktum ist: 150 000 € von einem Verein, in dem die Funktionäre des ÖOC gesessen sind, können nicht einfach verschwinden, ohne dass das Konsequenzen hat.
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, es ist höchst an der Zeit! Es kann nicht angehen, dass da – wir haben das vorhin gehört – Mittel in der Größenordung von – in Schilling, wie es immer so schön umgerechnet worden ist – über 1 Milliarde Schilling fließen, Verdachtsmomente auftreten und nicht entsprechend kontrolliert und nachgeschaut werden kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern ist dieser Entschließungsantrag schon etwas wie eine Nagelprobe, weil jetzt das, was Sie öffentlich sehr oft angekündigt haben, einmal hier im Haus ist. Ich nehme an, dass es zumindest seitens der Opposition einige Zustimmung geben wird, und die Regierungsparteien sind aufgefordert, die Transparenz zu ermöglichen und die Kontrolle zuzulassen. Am Freitag werden wir wissen, ob dieser Antrag durchgeht; wenn nicht, dann haben Sie auch die Möglichkeit verwirkt, sich darüber zu beklagen, nicht einschreiten zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher sollten meiner Ansicht nach auch diese Mittel für den Sportbereich sehr effizient und ganz gezielt eingesetzt werden, vor allem für die Jugendarbeit, aber auch für Aufklärungskampagnen, für ein begleitendes und beratendes Management dieser jungen Sportler. Ich denke, es wird in Zukunft durchaus der Fall sein, wenn wir all das auf Schiene bringen, dass wir diesen jungen Menschen wieder Chancen und Möglichkeiten geben können, Spitzenplatzierungen im internationalen Sport zu erreichen, ohne sich illegaler Mittel zu bedienen. Dann wird es Erfolge geben, auf die wir gemeinsam stolz sein können, ohne dass wir diesen Erfolg mit anderen teilen müssen. In diesem Sinne: herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Auch der steirische Spitzenkandidat, Kollege Leichtfried, sagt, dass der Assistenzeinsatz dem Geist von Schengen widerspreche. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Assistenzeinsatz an sich ist heute schon sehr viel gesagt worden. Ob er in dieser Form wirklich sinnvoll ist, das bezweifeln nicht nur die unten eingesetzten Soldaten, Offiziere und Unteroffiziere, sondern das wird auch von uns, der Opposition, stark bezweifelt. Dass es das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hebt, mag stimmen, allerdings – und das ist auch die Meinung meiner Fraktion – muss das Bundesheer dort unten auch mit ordentlichen Kompetenzen ausgestattet sein, um einen sinnvollen Einsatz sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister Darabos, klar ist – und das muss auch der Frau Innenministerin klar sein –: Das Bundesheer an der Grenze ist kein Ersatz für die fehlende Exekutive! Wenn heute 3 000 bis 3 500 Polizeibeamte fehlen, dann kann das Bundesheer dort unten die Aufgaben der Polizei nicht auf Dauer wahrnehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Fichtenbauer hat es bereits angesprochen: Es kann doch nicht sein, dass das auf Dauer immer wieder zu Lasten des Heeresbudgets geht. Wir alle wissen, dass das Bundesheer finanziell ausgeblutet ist. Darum richte ich den Appell an die Bundesregierung, dann, wenn der Einsatz wirklich weiter verlängert wird, auch wirklich einmal das Innenministerium zur Kasse zu bitten! Ich glaube, das wäre fair dem Bundesheer gegenüber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie, Herr Abgeordneter Kapeller, glauben, dass sich das ändern wird, nachdem die Wirtschaftskrise vorbei ist, dann sind Sie ein grenzenloser Optimist, kann ich nur sagen. Diese Debatte wird hier in diesem Haus, glaube ich, schon seit Jahrzehnten geführt, und da wird sich überhaupt nichts ändern. Es wird leider, solange Rot und Schwarz in der Regierung sind, so bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie müssen sich einfach eingestehen, dass es mit dem jetzigen Budget nicht möglich ist, die Reform entsprechend voranzutreiben. Sie müssen sich auch eingestehen, dass das Bundesheer in dieser Form nur durch den Einsatz der Offiziere und Unteroffiziere des Bundesheeres in den letzten Jahren und Jahrzehnten überhaupt weiterexistiert hat und weiter die Aufträge im In- und Ausland entsprechend hat erfüllen können. An dieser Stelle auch einmal herzlichen Dank an das Kaderpersonal! Dieses leistet nämlich wirklich außerordentlich gute Arbeit, sowohl im Inland als auch im Ausland. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
ner angekündigt haben –, dann sollten wir zumindest reinen Wein einschenken. Schenken wir den Bediensten reinen Wein ein, schenken wir der Öffentlichkeit reinen Wein ein – und sagen wir, dass dieses Heeresbudget nicht ausreicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Zitat kommt nicht von der Opposition, nicht von der FPÖ, sondern aus der Zeitung „Der Soldat“, und das sollte uns zu denken geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jugendsprecherin!
230 Lehrlinge in rund 30 Berufen gibt es zurzeit beim österreichischen Bundesheer, 62 dieser Lehrlinge sind im Augenblick Frauen. Pro Jahr machen 50 bis 80 Lehrlinge ihren Abschluss beim Bundesheer und suchen dann meistens einen Job in der Privatwirtschaft. (Abg. Ing. Westenthaler: Jugendsprecherin!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wichtig ist mir aber, dass die Aufgaben einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung der Jugendausbildung darstellen. Dafür möchte ich mich recht herzlich bei Ihnen, Herr Bundesminister, bedanken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Ausbildung der Lehrlinge beim österreichischen Bundesheer ist eine wichtige arbeitspolitische Maßnahme, die den Lehrlingen hilft, auf dem begrenzten Arbeitsmarkt überhaupt eine Ausbildung zu machen. Sie bekommen beim Bundesheer eine gute und mehrjährige Ausbildung sowie weitere Förderungen wie die oben schon erwähnten Bewerbungstrainings und viele Kontakte zu Firmen. Das ist eine Chance, sich in den Arbeitsprozess einzugliedern. Es bietet eine gute Chance für junge Menschen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Da können Sie etwas lernen! – Abg. Ing. Westenthaler: Aufpassen!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Es ist immer interessant, den Ausführungen der Vertreter der Regierungsparteien zu lauschen (Abg. Riepl: Da können Sie etwas lernen! – Abg. Ing. Westenthaler: Aufpassen!), wie toll doch dieses Budget wäre und das Verteidigungsbudget wäre das Größte und Beste überhaupt. – Im Wesentlichen bleibt bei diesem Budget für die Landesverteidigung doch fast nichts übrig!
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie sich den Zustand der Kasernen anschauen, dann sehen Sie, dass dort, wo die Rekruten untergebracht sind, zum Teil der Putz herunterbröckelt, eigentlich erbärmliche Zustände; und im Gegensatz dazu sehen Sie Luxusgefängnisse für Schwerkriminelle mit Flachbildfernseher und mit Blick ins Grüne. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das darf es in Österreich nicht geben! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wenn der Präsident der Offiziersgesellschaft uns, allen Abgeordneten, schriftlich mitteilt (Zwischenrufe bei der ÖVP) – das sind 6 000 Mitglieder –, dass mit diesem Budget die Katastrophenhilfe im Wesentlichen nicht mehr aufrechtzuerhalten ist und die Miliz im Wesentlichen abgeschafft wurde, dann frage ich Sie: Ist das noch in Ordnung? – Nein, das ist nicht in Ordnung! (Abg. Riepl: Wer hat denn die teuren Flieger gekauft?!)
Abg. Riepl: Wer hat denn die teuren Flieger gekauft?!
Wenn der Präsident der Offiziersgesellschaft uns, allen Abgeordneten, schriftlich mitteilt (Zwischenrufe bei der ÖVP) – das sind 6 000 Mitglieder –, dass mit diesem Budget die Katastrophenhilfe im Wesentlichen nicht mehr aufrechtzuerhalten ist und die Miliz im Wesentlichen abgeschafft wurde, dann frage ich Sie: Ist das noch in Ordnung? – Nein, das ist nicht in Ordnung! (Abg. Riepl: Wer hat denn die teuren Flieger gekauft?!)
Beifall beim BZÖ.
Zur Grenzsicherung – weil Sie seitens der ÖVP und der SPÖ jetzt während des EU-Wahlkampfes hier groß auf Sicherheitspolitik spielen – halte ich fest: Es handelt sich bis dato um einen Vorschlag des Bundeskanzlers, der nach Jahren endlich auf BZÖ-Linie eingeschwenkt ist. Er unterstützt uns dabei, dass wir die Grenzen im Osten sichern, nämlich in Niederösterreich, im Burgenland, aber auch in Oberösterreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie dem nicht zustimmen, dann war alles, was Sie hier über Grenzschutz und Grenzsicherung im Burgenland gesagt haben, Schall und Rauch und nichts wert. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Tadler
Schladming ist weltweit eines der attraktivsten Skisportveranstaltungsgebiete. Man denke nur an den „Nachtslalom Schladming“: 50 000 Zuschauer vor Ort (Zwischenruf des Abg. Tadler) – wir reden Deutsch! – und 30 Millionen vor den Fernsehgeräten. Das hat für die Region Schladming und für die Steiermark einen Werbewert von zirka 11 Millionen €.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Oberhauser und Prähauser.
Auch hier gibt es eine längerfristige und beständige Werthaltigkeit für Graz. Auch wenn es immer mehr sein kann, im Sport und überall, sind wir zufrieden und hoffen, dass all die Dinge halten werden. Ich bin davon überzeugt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Oberhauser und Prähauser.)
Beifall bei den Grünen.
Weiters ist das Ihre, Herr Minister, angelegte Geldverschwendung, und das in Zeiten der Krise. Ich hoffe, Sie sind stolz auf diesen Populismus, denn von uns gibt es ein klares Nein zur Verlängerung des Assistenzeinsatzes. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne sagen klar: Soziale Sicherheit statt militärische Unsicherheit – das muss die Devise sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Oberhauser.
Umso mehr schmerzen die Ereignisse der letzten Tage, insbesondere in Bezug auf unseren gestürzten Radfahrer Bernhard Kohl. Bei jeder Pressekonferenz ist mehr Skandalöses zum Vorschein gekommen. Mich stören aber ganz besonders die immer wieder vorgetragenen Pauschalverdächtigungen und Andeutungen in Richtung anderer Sportler und Fachverbände. Das schadet den SportlerInnen, das schadet dem Sport insgesamt enorm und ist absolut nicht in Ordnung. Man sollte alles auf den Tisch legen und wirklich mit den Behörden kooperieren, anstatt stückchenweise Verdächtigungen, auch über unsere Landesgrenzen hinaus, in den Raum zu stellen. (Beifall der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Oberhauser.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nicht vergessen möchte ich abschließend die vielen positiven Bewegungsinitiativen in den Kindergärten, Schulen und Seniorenverbänden, die insbesondere von unseren Dachverbänden angeboten werden. Dort ist wirklich jeder Euro bestens und sinnvoll angelegt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Für diese umfassenden und wichtigen Aufgaben ist jeder Euro im Sportbudget notwendig und unverzichtbar. Allfälligen Wünschen nach Umschichtungen ins Heeresbudget erteile ich naturgemäß eine klare Absage, das kommt für mich nicht in Frage. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sind!
Ich will Sie jetzt nicht weiter belästigen mit all diesen Problemen eines sehr geringen Budgets, ich möchte Ihnen nur einen Gedanken weiter mitgeben. Vielleicht können Sie sich damit etwas trösten, denn ich bin davon überzeugt, dass Ihnen das Bundesheer und die Landesverteidigung tatsächlich ein Anliegen ist. (Abg. Mag. Kogler: Sind!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie wissen und ich weiß, dass das Gott sei Dank in absehbarer Zeit nie und nimmer passieren kann, aber wenn es passierte, wären Sie – möglicherweise auch ich, weil ich es nicht verhindern kann – mit verantwortlich für ein Blutbad, denn die sind ja nicht ausgebildet, die können ja nichts! Wir haben ja keine Milizarmee mehr, wir haben ja das nicht mehr, von dem Sie noch immer träumen, dass wir dann die Milizsoldaten aufbieten können, die alle zwei Jahre neu ausgebildet werden, die alle zwei Jahre eine Auffrischung ihrer Ausbildung erhalten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das haben wir ja nicht mehr!
Beifall bei der FPÖ.
Ich stehe nicht an, festzustellen, dass Sie, Herr Bundesminister Darabos, daran ursächlich nicht die Schuld tragen. Im Zuge Ihrer Tätigkeit als Landesverteidigungsminister wird aber die Schuld, die Sie daran tragen, dass wir de facto keine Landesverteidigung mehr haben, immer größer, denn Sie müssten den Spieß umdrehen! (Beifall bei der FPÖ.) Sie müssten Halt sagen! Ich weiß, dass Sie kein Soldat sind. Ich weiß, dass Sie das nicht aus Ihrem soldatischen Gefühl oder aus Ihrem soldatischen Herzen heraus machen können, aber als Politiker müssen Sie das machen!
Beifall bei der FPÖ.
Sie müssen als Politiker feststellen: Wollen wir eine Landesverteidigung in Österreich, ja oder nein? Und wenn wir eine wollen, dann muss es eine richtige sein und nicht das, was wir jetzt haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Projekte für den Soldatenalltag wollen Sie schaffen – ein gutes Vorhaben. Versuchen Sie aber zuerst zu schaffen, dass eines dieser Projekte ist, dass wir wieder Nachtübungen durchführen können für unsere jungen Männer und jungen Frauen, die bei uns Dienst als Soldaten machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Ministerium macht das mit Vorgaben. Ich glaube, dass das Budget ausreicht, um diese Vorgaben zu erfüllen, und letztendlich im Sport mehr Geld zur Verfügung steht. Und mehr Geld in diesem Bereich zu haben bedeutet auch, einen Beitrag zur Gesundheit der gesamten Bevölkerung zu liefern. Ich glaube, der Sport erfüllt durch die Angebote diese Anforderung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Mit diesen Maßnahmen kann der schlechte körperliche Zustand unserer Kinder verbessert werden. Es ist ein guter Ansatz in die richtige Richtung. Die dafür erforderlichen Mittel sollten im Budget berücksichtigt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte heute noch die Gelegenheit wahrnehmen, Herrn Minister Darabos zu gratulieren. Ihm ist es gelungen, mehr Geld für den Sport zu bekommen. Dafür ein Danke im Sinne aller Sportlerinnen und Sportler. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Ausmaße beziehungsweise Auswirkungen von Doping bewegen sich im Graubereich. Langzeitschäden werden nicht medial thematisiert und nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Es ist längst an der Zeit, dem Doping wirksam entgegenzutreten, um eine Aufdeckung und den nötigen finanziellen Spielraum zu ermöglichen. Unseres Erachtens gehören die Mittel der NADA nicht nur verdoppelt, sondern verdreifacht, um Abhilfe zu schaffen. Da wäre das Geld sinnvoll eingesetzt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gilt, gemeinsam mit den Verbänden, den Betreibern von Sportanlagen, dem Spitzen-, aber auch dem Breitensport an einem Strang zu ziehen: für einen gesunden, sauberen Sport in Österreich. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es Bundesminister Darabos gelungen, eine wesentliche Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen in diesem Budget zu verhandeln. Es ist dies die Grundlage für Vielseitigkeit, für sportliche Aktivitäten, für Breiten-, aber auch für Spitzensport. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Schachspielen!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! Mir geht es heute um das Thema Doping. Diese Diskussion ist aus meiner Sicht etwas scheinheilig geführt, wenn man sich anschaut, dass es in manchen Sportarten ohne Doping gar nicht mehr geht, weltweit im Spitzenfeld mitzuhalten, ob das jetzt der Radsport ist, ob das Gewichtheben ist, ob das Bereiche der Leichtathletik sind. Ich könnte die Liste hier unendlich fortsetzen. Das heißt, wer in Österreich im internationalen Spitzensport mithalten will, ist gezwungen, dementsprechend nachzuhelfen. (Abg. Großruck: Schachspielen!)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, um das Problem Doping lösen zu können, müssen wir den Sportlern eine Alternative jenseits des Dopings geben. Sie müssen die Möglichkeit haben, in unserem System auch mit einer Leistung, die sozusagen den menschlichen Möglichkeiten angepasst ist, Auskommen und Anerkennung zu finden. Wenn wir das schaffen, dann können wir zumindest in Österreich einen fairen Sport gewährleisten; wenn uns das nicht gelingt, dann sieht es leider gar nicht gut aus. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Zanger: Sind wir auch! Sind wir auch!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Sportminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Sicherheitsfrage zu sprechen kommen, weil sich die Herrschaften vom BZÖ und von der FPÖ heute wieder besonders als Sicherheitsparteien zu gerieren versuchen. (Abg. Zanger: Sind wir auch! Sind wir auch!) – Sie haben offensichtlich vergessen, dass gerade im Zeitraum ab 2000 Innenminister Ernst Strasser mit Duldung von FPÖ und BZÖ – wie immer das damals war (Abg. Grosz: ÖVP!); jetzt ist er Spitzenkandidat der ÖVP zur Europaparlamentswahl – derjenige war, der mehr als 2 000 Polizisten eingespart hat, der Dutzende Polizeiinspektionen zugesperrt und die Strukturen der Polizei aus politischen Motivationen heraus zerschlagen hat. (Abg. Pendl: Ach so! Hört, hört!) – Nur so viel zur Erinnerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: ÖVP!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Sportminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Sicherheitsfrage zu sprechen kommen, weil sich die Herrschaften vom BZÖ und von der FPÖ heute wieder besonders als Sicherheitsparteien zu gerieren versuchen. (Abg. Zanger: Sind wir auch! Sind wir auch!) – Sie haben offensichtlich vergessen, dass gerade im Zeitraum ab 2000 Innenminister Ernst Strasser mit Duldung von FPÖ und BZÖ – wie immer das damals war (Abg. Grosz: ÖVP!); jetzt ist er Spitzenkandidat der ÖVP zur Europaparlamentswahl – derjenige war, der mehr als 2 000 Polizisten eingespart hat, der Dutzende Polizeiinspektionen zugesperrt und die Strukturen der Polizei aus politischen Motivationen heraus zerschlagen hat. (Abg. Pendl: Ach so! Hört, hört!) – Nur so viel zur Erinnerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pendl: Ach so! Hört, hört!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Sportminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Sicherheitsfrage zu sprechen kommen, weil sich die Herrschaften vom BZÖ und von der FPÖ heute wieder besonders als Sicherheitsparteien zu gerieren versuchen. (Abg. Zanger: Sind wir auch! Sind wir auch!) – Sie haben offensichtlich vergessen, dass gerade im Zeitraum ab 2000 Innenminister Ernst Strasser mit Duldung von FPÖ und BZÖ – wie immer das damals war (Abg. Grosz: ÖVP!); jetzt ist er Spitzenkandidat der ÖVP zur Europaparlamentswahl – derjenige war, der mehr als 2 000 Polizisten eingespart hat, der Dutzende Polizeiinspektionen zugesperrt und die Strukturen der Polizei aus politischen Motivationen heraus zerschlagen hat. (Abg. Pendl: Ach so! Hört, hört!) – Nur so viel zur Erinnerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Sportminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Sicherheitsfrage zu sprechen kommen, weil sich die Herrschaften vom BZÖ und von der FPÖ heute wieder besonders als Sicherheitsparteien zu gerieren versuchen. (Abg. Zanger: Sind wir auch! Sind wir auch!) – Sie haben offensichtlich vergessen, dass gerade im Zeitraum ab 2000 Innenminister Ernst Strasser mit Duldung von FPÖ und BZÖ – wie immer das damals war (Abg. Grosz: ÖVP!); jetzt ist er Spitzenkandidat der ÖVP zur Europaparlamentswahl – derjenige war, der mehr als 2 000 Polizisten eingespart hat, der Dutzende Polizeiinspektionen zugesperrt und die Strukturen der Polizei aus politischen Motivationen heraus zerschlagen hat. (Abg. Pendl: Ach so! Hört, hört!) – Nur so viel zur Erinnerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Für’s Danken ist der Pendl zuständig!
Herr Bundesminister, Herr Sportminister Darabos, herzliche Gratulation! Die allgemeine Zustimmung auch seitens der Opposition zu diesem Sportbudget ist ein Zeichen dafür, dass Sie sich für den Sport besonders einsetzen (Abg. Grosz: Für’s Danken ist der Pendl zuständig!) – nicht als jemand, der den Sport nur von der VIP-Tribüne herunter beobachtet, sondern als jemand, der wirklich mit vollem politischem Engagement hinter dem Sport steht.
Abg. Pendl: Bravo!
Schlussendlich der Wunsch, eine tägliche Bewegungsstunde in der Schule nicht nur hier zu predigen, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer dazu zu motivieren. Es muss ja nicht der ungeliebte Felgeaufschwung, der Bock oder der Kasten sein (Abg. Pendl: Bravo!), sondern man kann die Kinder auch mit attraktiven Bewegungsübungen motivieren, sich täglich zu bewegen. Das würde unserer Gesellschaft gesundheitspolitisch gut tun. – Herzlichen Dank, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schlussendlich der Wunsch, eine tägliche Bewegungsstunde in der Schule nicht nur hier zu predigen, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer dazu zu motivieren. Es muss ja nicht der ungeliebte Felgeaufschwung, der Bock oder der Kasten sein (Abg. Pendl: Bravo!), sondern man kann die Kinder auch mit attraktiven Bewegungsübungen motivieren, sich täglich zu bewegen. Das würde unserer Gesellschaft gesundheitspolitisch gut tun. – Herzlichen Dank, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Alles in allem darf festgehalten werden, dass die Opposition keinen besseren Kronzeugen haben kann als die Offiziersgesellschaft, die sich in eindeutiger Form geäußert hat. Alles, was wir hier von Vertretern der Regierungsparteien gehört haben, hat sich selbst gerichtet, wenn Sie von den eigenen Offizieren für Ihre Pläne keine Unterstützung bekommen. Von uns jedenfalls werden Sie zu diesem Maßnahmenpaket, das Sie vorgelegt haben, keine Unterstützung erfahren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Was soll man da noch sagen?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Fazekas. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Was soll man da noch sagen?)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Bundesminister, ich möchte mich bei dieser Gelegenheit recht herzlich für die Etablierung eines internationalen Tischtennis-Kompetenzzentrums in Österreich bedanken, nämlich der Werner Schlager Academy, die in Schwechat entstehen wird – ein Leistungszentrum, das es auf der ganzen Welt in dieser Form noch nirgends gibt. Österreich hat hier wieder seine Sportkompetenz in den Vordergrund gestellt. Diese Akademie, dieses Leistungszentrum hätte durchaus auch in Schweden, in Spanien oder in Deutschland errichtet werden können – es kommt nach Österreich, es kommt in unser Land. Dadurch ist unsere wesentliche Sportfunktion auch international ganz besonders determiniert und zum Ausdruck gebracht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Imagepflege!
Daher ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement. Sie, Herr Bundesminister, zeigen, dass Sie nicht umsonst ein ganz sportaffiner Minister sind und vor allem – und das ist das Wesentliche – auch den Weitblick haben (Abg. Zanger: Imagepflege!), dem
Beifall bei der SPÖ.
Sport in unserem Land den entsprechenden Stellenwert zukommen zu lassen, den er benötigt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Die militärische Landesverteidigung obliegt dem Bundesheer – das ist die klare Kompetenzzuweisung –, die innere Sicherheit ist durch den Bundesminister für Inneres zu vollziehen. Als Brücke für, sagen wir, Notzustände im Bereich der inneren Sicherheit gibt es die Möglichkeit des Assistenzeinsatzes, welcher von der zivilen Behörde beim Militär anzufordern ist. (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Moment, ich habe 10 Minuten.
Beifall bei der FPÖ
Wir haben also de facto eine „Erbsünde“, die schon von Beginn an das Heer belastet. Es wird nicht ernst genommen, es wird nicht ausreichend dotiert, und es gibt tatsächlich eine unter der unteren Ebene vorhandene politische Klasse, die sich mit Teilen der Medien verbündet, denen es gefällt, dem Heer mit Spott zu begegnen (Beifall bei der FPÖ), so nach dem Motto: Die zum Heer gehen, sind ein bisschen die Blöden, die haben es sich nicht richten können!
Beifall bei der FPÖ.
Lutz Weinzinger hat von der Notwendigkeit von Nachtübungen und militärischen Ausbildungsvorgängen gesprochen, und Kollege Keck hat zwischengerufen: Teller waschen! – Das heißt, das Tellerwaschen ist das alte politische Konzept von manchen Politträgern, die nicht müde werden, das Heer mit offenem oder heimlichem Spott zu überziehen. Das gehört sozusagen zur Ursünde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.) Wenigstens hier herinnen sollten Sie so tun, als ob Sie das Heer ernst nehmen (Zwischenrufe beim BZÖ) und den Kameraden Offizieren und Unteroffizieren, die unter rücksichtsloser Hintansetzung von persönlichen Interessen dem Heer immer gedient haben, den minimalen Respekt erweisen, den das legislative Organ Parlament zu erweisen hätte für die Erfüllung einer staatsnotwendigen Tätigkeit, die in der Verfassung steht und die auch mit Emotion und Pflichtgefühl zu erbringen ist. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) – So laut werden Sie nicht schreien können, um zu verhindern, dass ich diese meine Botschaft hier anbringe. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Lutz Weinzinger hat von der Notwendigkeit von Nachtübungen und militärischen Ausbildungsvorgängen gesprochen, und Kollege Keck hat zwischengerufen: Teller waschen! – Das heißt, das Tellerwaschen ist das alte politische Konzept von manchen Politträgern, die nicht müde werden, das Heer mit offenem oder heimlichem Spott zu überziehen. Das gehört sozusagen zur Ursünde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.) Wenigstens hier herinnen sollten Sie so tun, als ob Sie das Heer ernst nehmen (Zwischenrufe beim BZÖ) und den Kameraden Offizieren und Unteroffizieren, die unter rücksichtsloser Hintansetzung von persönlichen Interessen dem Heer immer gedient haben, den minimalen Respekt erweisen, den das legislative Organ Parlament zu erweisen hätte für die Erfüllung einer staatsnotwendigen Tätigkeit, die in der Verfassung steht und die auch mit Emotion und Pflichtgefühl zu erbringen ist. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) – So laut werden Sie nicht schreien können, um zu verhindern, dass ich diese meine Botschaft hier anbringe. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.
Lutz Weinzinger hat von der Notwendigkeit von Nachtübungen und militärischen Ausbildungsvorgängen gesprochen, und Kollege Keck hat zwischengerufen: Teller waschen! – Das heißt, das Tellerwaschen ist das alte politische Konzept von manchen Politträgern, die nicht müde werden, das Heer mit offenem oder heimlichem Spott zu überziehen. Das gehört sozusagen zur Ursünde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.) Wenigstens hier herinnen sollten Sie so tun, als ob Sie das Heer ernst nehmen (Zwischenrufe beim BZÖ) und den Kameraden Offizieren und Unteroffizieren, die unter rücksichtsloser Hintansetzung von persönlichen Interessen dem Heer immer gedient haben, den minimalen Respekt erweisen, den das legislative Organ Parlament zu erweisen hätte für die Erfüllung einer staatsnotwendigen Tätigkeit, die in der Verfassung steht und die auch mit Emotion und Pflichtgefühl zu erbringen ist. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) – So laut werden Sie nicht schreien können, um zu verhindern, dass ich diese meine Botschaft hier anbringe. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lutz Weinzinger hat von der Notwendigkeit von Nachtübungen und militärischen Ausbildungsvorgängen gesprochen, und Kollege Keck hat zwischengerufen: Teller waschen! – Das heißt, das Tellerwaschen ist das alte politische Konzept von manchen Politträgern, die nicht müde werden, das Heer mit offenem oder heimlichem Spott zu überziehen. Das gehört sozusagen zur Ursünde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.) Wenigstens hier herinnen sollten Sie so tun, als ob Sie das Heer ernst nehmen (Zwischenrufe beim BZÖ) und den Kameraden Offizieren und Unteroffizieren, die unter rücksichtsloser Hintansetzung von persönlichen Interessen dem Heer immer gedient haben, den minimalen Respekt erweisen, den das legislative Organ Parlament zu erweisen hätte für die Erfüllung einer staatsnotwendigen Tätigkeit, die in der Verfassung steht und die auch mit Emotion und Pflichtgefühl zu erbringen ist. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) – So laut werden Sie nicht schreien können, um zu verhindern, dass ich diese meine Botschaft hier anbringe. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte am Ende des Teiles „Landesverteidigung und Sport“ (in Richtung Galerie) dem Chef des Generalstabes, Herrn General Mag. Entacher, und seinen Herren, die der Beratung beigewohnt haben, einen herzlichen Gruß übermitteln. (Allgemeiner Beifall.)
Rufe bei den Grünen: Unglaublich!
„Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen. Mit seinen Beschimpfungen schafft der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde ein Klima der politischen Brutalität, weswegen sich schon viele Bürger fragen, ob er nicht als Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus bezeichnet werden sollte. Hinter den Menschen, die aufgehetzt von Muzicant und Konsorten, gegen ‚Nazis’ demonstrieren, verstecken sich gewalttätige Anarchisten-Banden, die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen und die Demokratie in unserem Land destabilisieren wollen. Dabei besteht kein großer Unterschied zu Herrn Muzicant der fein gekleidet in der Zeit-im-Bild seine Attacken reitet, denn auch ihm geht es um die Einschränkung der Meinungsfreiheit bis hin zum Tod jeder echten Demokratie.“ (Rufe bei den Grünen: Unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde diese Sätze unglaublich. Sie schädigen nicht nur die Würde dieses Hauses, sie schädigen das Ansehen des Parlaments und das Ansehen der Republik Österreich: hier und im Ausland. Ich verlange Konsequenzen! Es ist nicht allein mit einer Besprechung in der Präsidiale getan. Die verlange ich selbstverständlich auch, aber ich bitte auch die Klubobleute der anderen Fraktionen, diese Äußerungen, die von einem Dritten Nationalratspräsidenten als Repräsentanten dieses Hauses getätigt wurden, scharf zu verurteilen und zurückzuweisen sowie ins richtige Licht zu stellen, wie Österreich und wie das österreichische Parlament auf dem Boden des Antifaschismus steht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich verlange eine Behandlung in der Präsidiale; wir werden das in der Präsidiale sicher zu besprechen haben. Ich verlange aber auch heute und hier klare Stellungnahmen, denn diese sollen nicht hinter den verschlossenen Türen der Präsidiale vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben, sondern heute sind klare Haltung und Rückgrat gefragt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Auch ich bin gestern durch einen Brief von Muzicant auf diese Sache aufmerksam gemacht worden. Ich schließe mich den Worten der Kollegin Glawischnig vollinhaltlich an. Das ist auf das Schärfste zu verurteilen und zurückzuweisen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Das Mikrophon des Redners fällt neuerlich aus. – Abg. Grosz: Ins Mikrophon reden! – Abg. Kopf macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung. – Abg. Silhavy: Der Herr Grosz ist wieder besonders lustig! – Abg. Grosz: Ins andere Mikro! – Abg. Ing. Westenthaler: Frau Präsidentin, haben Sie den Wischer gesehen? – Abg. Silhavy: Dann soll er sich einmal benehmen! Was soll denn das?! – Der Redner begibt sich zu einem anderen Mikrophon.
Ich hatte vor, das in der nächsten Präsidiale ... (Das Mikrophon des Redners fällt aus.) Frau Präsidentin, ich hatte ohnedies vor, diese Sache bei der nächsten Präsidiale zur Sprache zu bringen. (Das Mikrophon des Redners fällt neuerlich aus. – Abg. Grosz: Ins Mikrophon reden! – Abg. Kopf macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung. – Abg. Silhavy: Der Herr Grosz ist wieder besonders lustig! – Abg. Grosz: Ins andere Mikro! – Abg. Ing. Westenthaler: Frau Präsidentin, haben Sie den Wischer gesehen? – Abg. Silhavy: Dann soll er sich einmal benehmen! Was soll denn das?! – Der Redner begibt sich zu einem anderen Mikrophon.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen
Den Kollegen Grosz würde ich bitten, sich bei so ernsthaften Themen endlich einmal der Ernsthaftigkeit anzuschließen (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen) und diese unqualifizierten Zwischenrufe zu unterlassen.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Ich schlage über die Besprechung in der Präsidiale hinaus vor, dass wir versuchen, zu diesem Thema eine Erklärung aller fünf Klubobleute zustande zu bringen, in der wir diese Sache, die vorher von Kollegin Glawischnig angesprochen wurde, entschieden zurückweisen. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Nein-Rufe bei der SPÖ
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das ist eine politische Auseinandersetzung (Nein-Rufe bei der SPÖ), und in politischen Auseinandersetzungen fallen auch harte Worte. Ich bin mir durchaus bewusst, dass man sich bemühen muss, nicht gegenseitig Grenzen zu überschreiten, aber uns gegenüber werden sie dauernd überschritten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das ist eine politische Auseinandersetzung (Nein-Rufe bei der SPÖ), und in politischen Auseinandersetzungen fallen auch harte Worte. Ich bin mir durchaus bewusst, dass man sich bemühen muss, nicht gegenseitig Grenzen zu überschreiten, aber uns gegenüber werden sie dauernd überschritten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz
Wir werden hingestellt, als wären wir die ärgsten Faschisten, als wären wir die Nachfahren irgendeiner autoritären politischen Gruppierung (Zwischenruf des Abg. Brosz), die jedoch als erstes, käme sie wieder zur Macht, uns verbieten würde.
Zwischenrufe bei den Grünen
Daher möchte ich schon um Verständnis dafür bitten, dass auch unsere Reaktion etwas ärger ist, wenn wir zum Beispiel miterleben müssen, dass in Linz unsere Plakate überklebt werden (Zwischenrufe bei den Grünen), und zwar mit Aufschriften, die da lauten, dass wir nach Guantánamo oder sonst wohin kommen müssen und dass wir verboten gehören.
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube nicht, dass es in der Präsidiale zu einer gemeinsamen Erklärung kommen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich glaube, dass das eine grundsätzliche Frage ist, daher verurteilen wir diese Formulierungen natürlich ebenfalls – wie Herr Klubobmann Kopf und Frau Klubobfrau Glawischnig. Wir glauben auch, dass dem mit einer Präsidialdiskussion nicht Genüge getan ist, und legen Wert auf eine Erklärung aller fünf Klubobleute dazu. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Präsidentin, ich würde Sie, da Sie das gesehen haben – ich weiß, Sie haben hingesehen! –, aber auch bitten, die Gestik des Herrn Klubobmann Kopf zu „würdigen“, der in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz eine eindeutige, verachtende Geste gemacht hat. Das hat das Hohe Haus gesehen, und das verdient klar einen Ordnungsruf, den ich hiermit beantrage. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Grosz gesagt hat, Kopf soll ins Mikrophon reden?! – Abg. Scheibner: Vergeben Sie Ordnungsrufe!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, es steht Ihnen natürlich gemäß § 103 GOG frei, einen derartigen Wunsch zu äußern. Ich werde dem jedoch nicht nachkommen, denn ich müsste beiden einen Ordnungsruf erteilen (Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Grosz gesagt hat, Kopf soll ins Mikrophon reden?! – Abg. Scheibner: Vergeben Sie Ordnungsrufe!), weil ich natürlich auch Zwischenrufe wahrnehme. Daher unterlasse ich beide Ordnungsrufe. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist letztendlich meine Entscheidung, wie ich hier vorgehe. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Das ist erlaubt? Das ist erlaubt künftig? Das ist ein Präjudiz!)
Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, es steht Ihnen natürlich gemäß § 103 GOG frei, einen derartigen Wunsch zu äußern. Ich werde dem jedoch nicht nachkommen, denn ich müsste beiden einen Ordnungsruf erteilen (Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Grosz gesagt hat, Kopf soll ins Mikrophon reden?! – Abg. Scheibner: Vergeben Sie Ordnungsrufe!), weil ich natürlich auch Zwischenrufe wahrnehme. Daher unterlasse ich beide Ordnungsrufe. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist letztendlich meine Entscheidung, wie ich hier vorgehe. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Das ist erlaubt? Das ist erlaubt künftig? Das ist ein Präjudiz!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Das ist erlaubt? Das ist erlaubt künftig? Das ist ein Präjudiz!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, es steht Ihnen natürlich gemäß § 103 GOG frei, einen derartigen Wunsch zu äußern. Ich werde dem jedoch nicht nachkommen, denn ich müsste beiden einen Ordnungsruf erteilen (Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Grosz gesagt hat, Kopf soll ins Mikrophon reden?! – Abg. Scheibner: Vergeben Sie Ordnungsrufe!), weil ich natürlich auch Zwischenrufe wahrnehme. Daher unterlasse ich beide Ordnungsrufe. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist letztendlich meine Entscheidung, wie ich hier vorgehe. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Das ist erlaubt? Das ist erlaubt künftig? Das ist ein Präjudiz!)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt lachen Sie wieder darüber!
Meine Damen und Herren, ich darf Sie bitten, auch mit Ihren Zwischenrufen etwas sorgfältiger umzugehen (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt lachen Sie wieder darüber!) und der Würde des Hauses gerade auch, was die Zwischenrufe betrifft, Rechnung zu tragen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Da brauchen wir Ihre oberlehrerhafte !)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Da brauchen wir Ihre oberlehrerhafte !
Meine Damen und Herren, ich darf Sie bitten, auch mit Ihren Zwischenrufen etwas sorgfältiger umzugehen (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt lachen Sie wieder darüber!) und der Würde des Hauses gerade auch, was die Zwischenrufe betrifft, Rechnung zu tragen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Da brauchen wir Ihre oberlehrerhafte !)
Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Wahrscheinlich lachen Sie auch noch darüber!
Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Wahrscheinlich lachen Sie auch noch darüber!) Ich verstehe den Appell, den die Frau (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Sie lachen auch noch darüber, wenn man so macht, oder?) – Herr Abgeordneter Westenthaler, wenn Sie diese Gestik jetzt nicht unterlassen, werde ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Sie lachen auch noch darüber, wenn man so macht, oder?
Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Wahrscheinlich lachen Sie auch noch darüber!) Ich verstehe den Appell, den die Frau (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Sie lachen auch noch darüber, wenn man so macht, oder?) – Herr Abgeordneter Westenthaler, wenn Sie diese Gestik jetzt nicht unterlassen, werde ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Wahrscheinlich lachen Sie auch noch darüber!) Ich verstehe den Appell, den die Frau (Abg. Ing. Westenthaler – die Scheibenwischerbewegung machend –: Sie lachen auch noch darüber, wenn man so macht, oder?) – Herr Abgeordneter Westenthaler, wenn Sie diese Gestik jetzt nicht unterlassen, werde ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine ungeheuerliche Vorsitzführung!
Meine Damen und Herren, ich verstehe den Appell der Frau Klubvorsitzenden Dr. Glawischnig, den Appell an die anderen Klubvorsitzenden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine ungeheuerliche Vorsitzführung!)
Abg. Ing. Westenthaler macht die Scheibenwischerbewegung.
Herr Klubobmann Kopf hat ja einen Vorschlag gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler macht die Scheibenwischerbewegung.) Es steht Ihnen natürlich frei, so vorzugehen. Ansonsten werde ich diese Aufforderung natürlich aufgreifen und das Thema in der Präsidiale zur Sprache bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Skandalöse Vorsitzführung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Skandalöse Vorsitzführung!
Herr Klubobmann Kopf hat ja einen Vorschlag gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler macht die Scheibenwischerbewegung.) Es steht Ihnen natürlich frei, so vorzugehen. Ansonsten werde ich diese Aufforderung natürlich aufgreifen und das Thema in der Präsidiale zur Sprache bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Skandalöse Vorsitzführung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke! Das ist ein Orden!
Herr Abgeordneter Westenthaler, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! Das ist ein Orden!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Was?!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Guten Morgen, Frau Präsidentin! Guten Morgen, Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Man möchte nicht glauben, dass wir uns in der schärfsten Wirtschafts- und Finanzkrise der Zweiten Republik befinden, wenn man sich die Sorgen der Grünen an diesem Mittwoch Morgen anschaut oder anhört. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Was?!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Glawischnig-Piesczek.
Dass wir die Lieblingsgegner der Grünen sind, das wissen wir seit Jahren. Dass Sie nichts anderes zu tun haben, als auf uns herunterzuhauen, dass wissen wir auch. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Glawischnig-Piesczek.) Und dass die Regierungsparteien bei diesem schäbigen Spiel auch noch mitmachen, das wundert mich nicht, weil die Regierungsparteien mit solchen Randthemen immer wieder versuchen, über die tatsächlichen Probleme dieses Landes hinwegzutäuschen und weil sie offensichtlich nicht in der Lage sind, diese Probleme in den Griff zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass wir die Lieblingsgegner der Grünen sind, das wissen wir seit Jahren. Dass Sie nichts anderes zu tun haben, als auf uns herunterzuhauen, dass wissen wir auch. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Glawischnig-Piesczek.) Und dass die Regierungsparteien bei diesem schäbigen Spiel auch noch mitmachen, das wundert mich nicht, weil die Regierungsparteien mit solchen Randthemen immer wieder versuchen, über die tatsächlichen Probleme dieses Landes hinwegzutäuschen und weil sie offensichtlich nicht in der Lage sind, diese Probleme in den Griff zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und Sie zeigen auch keine Bemühungen hinsichtlich der Kreditklemme. – Sie wissen doch, dass Klein- und Mittelbetriebe und die Wirtschaft generell speziell in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf diese Kredite angewiesen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
bei jeder Gelegenheit darauf verweisen, sich an den Herrn Finanzminister oder an Ihren Kollegen Hundstorfer zu wenden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter
Schauen Sie doch, wo wir stehen, beispielsweise in der Arbeitslosenstatistik! Wo stehen wir bei der Kaufkraft, wo stehen wir bei der Beschäftigung, wo stehen wir beim Wachstum? Wir sind immer vorne dabei (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter) – Sie zeichnen hier ein Bild, das mit den wirklichen Fakten und Daten der österreichischen Wirtschaft überhaupt nichts zu tun hat!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Darüber hinaus hat der Wirtschaftsminister wichtige Akzente gesetzt, etwa was die thermische Sanierung anlangt; da werden wir Investitionen in der Höhe von insgesamt 600 bis 700 Millionen € in Österreich auslösen. Wir haben wichtige Akzente, was die Ökoprämie betrifft, und es werden der Autohandel und die Automotiven Bereiche entsprechend unterstützt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusätzlich muss man sagen, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gäbe, die auch brachliegen, weil man dort und da einfach zu rigide vorgeht, weil es zu strenge gesetzliche Maßnahmen gibt, gerade was die Umweltverträglichkeitsprüfungen anlangt. Hier müssen wir schauen, dass wir weiterkommen. Wir haben in der Seilbahnwirtschaft, in der Elektrizitätswirtschaft, beim Leitungsbau und so weiter eine Reihe von Maßnahmen, wo wir ad hoc und sofort hunderte Millionen Euro für Investitionen freisetzen könnten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den Maßnahmen, die unsere Regierung, der Finanzminister, der Wirtschaftsminister, gesetzt haben, diese Krise bestens meistern werden. Es wird in der nächsten Zeit sicher noch Schwierigkeiten geben, aber insgesamt sind wir sehr viel besser gestellt als viele andere europäischen Staaten. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich muss jetzt noch ganz kurz auf den Vorfall von vorhin eingehen. Wenn jemand im Hohen Haus den „Wischer“ zeigt, dann ist das aus meiner Sicht eine Beleidigung, eine Beleidigung, die genauso verbal ausgesprochen werden könnte. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, wenn es hier eine Entgleisung gibt, dann ist es aus meiner Sicht Ihre Aufgabe, Frau Präsidentin, das entsprechend zu ahnden, und zwar mit einem Ordnungsruf. Sie sprechen immer von der Würde des Hauses, und ich glaube, dass die Zuschauer nicht verstehen, dass in diesem Hohen Haus solche Entgleisungen passieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Ja, ja, ja!
Was Herrn Grosz betrifft: Herr Grosz hat gesagt, Kopf soll ins Mikrophon sprechen – das steht übrigens auch im Protokoll: Er soll ins Mikrophon sprechen – und er hat das andere Mikrophon gemeint. (Abg. Amon: Ja, ja, ja!) Ob das jetzt so schlimm ist, was Herr Kollege Grosz gesagt hat, das will ich nicht beurteilen. Ich kann Ihnen nur eines sagen: Wenn Herr Grosz etwas sagt, was nicht passend ist in diesem Hause, dann müssen Sie das auch ahnden, denn letztlich geht es um gleiches Recht für alle. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber es ist ja eine sozialistische Präsidentin!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber es ist ja eine sozialistische Präsidentin!
Was Herrn Grosz betrifft: Herr Grosz hat gesagt, Kopf soll ins Mikrophon sprechen – das steht übrigens auch im Protokoll: Er soll ins Mikrophon sprechen – und er hat das andere Mikrophon gemeint. (Abg. Amon: Ja, ja, ja!) Ob das jetzt so schlimm ist, was Herr Kollege Grosz gesagt hat, das will ich nicht beurteilen. Ich kann Ihnen nur eines sagen: Wenn Herr Grosz etwas sagt, was nicht passend ist in diesem Hause, dann müssen Sie das auch ahnden, denn letztlich geht es um gleiches Recht für alle. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber es ist ja eine sozialistische Präsidentin!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Auch von der Präsidentin!
Fall sein sollte, hat die Würde etwas gelitten. Deshalb bitte ich Sie, hier strenger vorzugehen: im Sinne aller, auch im Sinne der Zuschauer, die sich von diesem Haus wirklich mehr Würde erwarten, zu Recht erwarten. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Auch von der Präsidentin!)
Ruf bei der ÖVP: Frechheit!
Ich habe mir das genauer angeschaut und festgestellt, dass 95 Prozent in der Bauwirtschaft zu wenig Aufträge haben; auch die Innung Bau hat mir das bestätigt. Es könnte natürlich sein, dass ein paar ÖVP-Betriebe sehr wohl genug Aufträge haben aufgrund der Vergabe, die Sie ja auch entsprechend unterstützen können (Ruf bei der ÖVP: Frechheit!), aber in Summe, Herr Wirtschaftsminister, gibt es zu wenig Aufträge im Bau.
Beifall beim BZÖ.
Aufgabe einer Gewerkschaft. (Beifall beim BZÖ.) Die Gewerkschaft sollte sich etwas zurücknehmen und den Betrieben ermöglichen, partnerschaftlich mit ihren Arbeitnehmern Lösungskonzepte zu entwickeln, damit wir diese Krise gemeinsam überstehen.
Beifall beim BZÖ.
Mein Appell an Sie, Herr Wirtschaftsminister Mitterlehner: Diese Krise wird nicht einfach so vorbeigehen, sondern wir müssen zusammenrücken, wir müssen gemeinsam konstruktive Lösungen finden, und dann werden wir auch gemeinsam gestärkt aus dieser Krise herausgehen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt der nächste Ordnungsruf, weil er etwas gesagt hat, was Ihnen vielleicht nicht gefallen hat!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Lugar, zu Ihrer Wortmeldung. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt der nächste Ordnungsruf, weil er etwas gesagt hat, was Ihnen vielleicht nicht gefallen hat!)
Abg. Ing. Westenthaler: Auch die Präsidentin! Die lacht über Ordnungsrufe!
Herr Abgeordneter Lugar, ich teile Ihre Einschätzung und Auffassung, dass wir alle alles daranzusetzen haben, in jeder Minute, die wir uns hier befinden, die Würde des Hauses in den Mittelpunkt zu stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Auch die Präsidentin! Die lacht über Ordnungsrufe!) Ich halte es aber auch für unerträglich – und hier hat natürlich die Präsidentin durchzugreifen –, wenn einzelne Abgeordnete in Permanenz versuchen, das Haus, die Abgeordneten ins Lächerliche zu ziehen (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen – Abg. Ing. Westenthaler: Aber den „Wischer“ darf man zeigen, nicht?), und das, Herr Abgeordneter Westenthaler, gilt auch für Sie! Das gilt auch für Sie!
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen – Abg. Ing. Westenthaler: Aber den „Wischer“ darf man zeigen, nicht?
Herr Abgeordneter Lugar, ich teile Ihre Einschätzung und Auffassung, dass wir alle alles daranzusetzen haben, in jeder Minute, die wir uns hier befinden, die Würde des Hauses in den Mittelpunkt zu stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Auch die Präsidentin! Die lacht über Ordnungsrufe!) Ich halte es aber auch für unerträglich – und hier hat natürlich die Präsidentin durchzugreifen –, wenn einzelne Abgeordnete in Permanenz versuchen, das Haus, die Abgeordneten ins Lächerliche zu ziehen (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen – Abg. Ing. Westenthaler: Aber den „Wischer“ darf man zeigen, nicht?), und das, Herr Abgeordneter Westenthaler, gilt auch für Sie! Das gilt auch für Sie!
Abg. Ing. Westenthaler: Den „Wischer“ darf man zeigen, oder? – Sie lachen ja selber über Ordnungsrufe, Frau Präsidentin!
Daher kann ich nur an Sie alle appellieren, doch nicht ständig die Ernsthaftigkeit in diesem Haus vermissen zu lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Den „Wischer“ darf man zeigen, oder? – Sie lachen ja selber über Ordnungsrufe, Frau Präsidentin!) Herr Abgeordneter Westenthaler, Sie können noch stundenlang provozieren – wir werden uns hier in diesem Haus von Ihnen nicht provozieren lassen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Daher kann ich nur an Sie alle appellieren, doch nicht ständig die Ernsthaftigkeit in diesem Haus vermissen zu lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Den „Wischer“ darf man zeigen, oder? – Sie lachen ja selber über Ordnungsrufe, Frau Präsidentin!) Herr Abgeordneter Westenthaler, Sie können noch stundenlang provozieren – wir werden uns hier in diesem Haus von Ihnen nicht provozieren lassen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Frau Präsidentin, Sie grinsen selber über Ordnungsrufe und setzen damit die Würde des Hauses herab! – Zwischenrufe bei der SPÖ in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler.
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Matznetter. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Frau Präsidentin, Sie grinsen selber über Ordnungsrufe und setzen damit die Würde des Hauses herab! – Zwischenrufe bei der SPÖ in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Noch ein Ordnungsruf!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Die ständigen Versuche des Abgeordneten Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Noch ein Ordnungsruf!), während hier wichtige Themen der Wirtschaft angesprochen werden, durch permanente Zwischenrufe die Diskussion zu stören, sind entbehrlich, würde ich meinen. Kommen Sie einmal zur Sache! Sie können sich ja nachher zu Wort melden, dann können Sie alles hier ausführen.
Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie nicht mehr Staatssekretär?
Kommen wir einmal zum entscheidenden Thema: Reicht das, was die Bundesregierung macht oder nicht macht? – Ich sage Ihnen: Wir haben sehr, sehr schnell genau das Richtige gemacht! (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie nicht mehr Staatssekretär?) Ich erinnere daran: Wir haben bereits im Oktober die notwendigen Weichenstellungen vorgenommen, um die österreichischen Spareinlagen zu schützen. Wir haben bereits im November, als andere Regierungen noch überlegt haben, was sie im Lichte der Krise tun, das erste Konjunkturpaket beschlossen, wo wir mit einem Volumen von 1 Milliarde € für die ganz kleinen bis großen Betriebe ein Paket geschnürt haben, wo sich heute bereits hunderte Kleinstbetriebe, die früher niemals Mittel aus
Abg. Dr. Moser: Das trägt sich ja selber!
Wir haben im Jänner das dritte Paket geschnürt. Und wenn heute kritisiert wurde, dass im Budgetposten in dem Kapitel nur eine halbe Milliarde steht: Ja, die wesentlichen Teile der Maßnahmen stehen in vielen Kapiteln! Ich erinnere daran: Nahezu 1 Milliarde Vorziehinvestitionen in der Infrastruktur, über eine halbe Milliarde vorzeitige Abschreibungen, die es heuer und nächstes Jahr für die Unternehmungen gibt, 100 Millionen € für thermische Sanierung, wo wir jetzt schon annehmen, dass wir bis Ende Juni ein Investitionsvolumen von 600 bis 700 Millionen € ausgelöst haben werden. (Abg. Dr. Moser: Das trägt sich ja selber!)
Abg. Scheibner: Du bist eine gute Feuerwehr!
Wir haben als Feuerwehr die richtige Menge Löschfahrzeuge hingeführt (Abg. Scheibner: Du bist eine gute Feuerwehr!), die richtige Menge an Löschwasser eingesetzt, und dieser Teil funktioniert. Daher haben wir auch weniger Probleme und weniger Schrumpfung als die Bundesrepublik Deutschland. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Klassenkampf mit der „Reichensteuer“!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Klassenkampf mit der „Reichensteuer“!
Wir haben als Feuerwehr die richtige Menge Löschfahrzeuge hingeführt (Abg. Scheibner: Du bist eine gute Feuerwehr!), die richtige Menge an Löschwasser eingesetzt, und dieser Teil funktioniert. Daher haben wir auch weniger Probleme und weniger Schrumpfung als die Bundesrepublik Deutschland. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Klassenkampf mit der „Reichensteuer“!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung ist in einem Vergleich der europäischen Staaten unter den Besten, was die Konjunkturpakete betrifft. In diesem Sinne ist dieses Budget ein wesentlicher Beitrag für das, was eine ordnungsgemäß agierende Regierung tun kann in der größten Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren, und ich denke, dass wir die Früchte dieser Politik in der Form ernten werden, das wir 200 000 oder 300 000 Arbeitslose vermeiden. Und das ist die beste Hilfe, die wir den Menschen geben können. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, Sie haben zwar am Montag eine Internationalisierungsoffensive präsentiert, aber keine klaren Worte gefunden, um welche Branchen es da gehen soll. Wir glauben, dass es notwendig ist, jetzt genau auf diesen Bereich zu setzen. Daher die klare Forderung, die Internationalisierungsoffensive schwerpunktmäßig im Bereich der Ökoenergie anzusetzen und, was dringendst notwendig ist, den Heimmarkt zu stärken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gesamt betrachtet bei den vielen Punkten, die ich heute angesprochen habe und im Zusammenhang mit dem Budget zu sehen, gibt es eine klare Diagnose: Weder die Dimension noch die Maßnahmen, noch die Schwerpunktsetzungen sind in diesem Budget ausreichend. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es kann nicht falsch sein, Investitionsmaßnahmen bei öffentlichen Gebäuden, bei Straßen vorzuziehen, die wir ohnedies hätten machen müssen. Das Ganze ist natürlich eine Frage der Finanzierung. Aber auch da sind wir beim Punkt: Sie fordern viel mehr – und kritisieren auf der anderen Seite das Defizit. Entweder kann das eine oder das andere nicht richtig sein. Richtig ist aber sicherlich die Balance, die die Bundesregierung gefunden hat, die hier den richtigen Weg gegangen ist und den richtigen Impuls gesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit zu einer Frage, die ebenfalls sehr wichtig ist: Natürlich haben wir Liquiditätsengpässe, und die Bundesregierung hat sich vorgenommen, diese Liquiditätsengpässe entsprechend zu bekämpfen, und zwar mit dem Mittelstandspaket. Eines ist aber auch in diesem Zusammenhang klar: Die Lösung all dieser Fragen kann nur in Ansätzen vom Staat kommen, nämlich mit dem Setzen der richtigen Rahmenbedingungen – die Antwort auf die Krise muss aber vom einzelnen Unternehmen, muss vom Markt kommen. Der Staat kann jetzt nicht Unternehmensentscheidungen treffen oder diese ersetzen. Das sollten alle diese Herren, die das vorhin urgiert haben, schon sehen, dass es nicht richtig ist, wenn Entscheidungen schon vorher nicht förderfähig waren, jetzt zu sagen: Was ist mit dem Mittelstandspaket? Es gibt jetzt wieder keine Förderung dafür, daher ist das ganze Paket falsch ausgerichtet! – Man sollte also schon das eine mit dem anderen in eine richtige Verbindung bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Aber wann?
Da Sie die thermische Sanierung angesprochen haben: Da sollten Sie nicht nur die 100 Millionen € sehen, die wir an Maßnahmen im Rahmen dieses Förderpakets vorgesehen haben, sondern Sie sollten auch sehen, dass wir im Rahmen der BIG 180 Millionen € für thermische Sanierung aufwenden. (Abg. Mag. Kogler: Aber wann?) Das alles Entscheidende sind nicht jetzt diese 280 Millionen €, sondern das Entscheidende ist der Awareness-Aspekt. Sie erreichen ja mit diesen Maßnahmen viel mehr Bürger als die, die sich mit Förderansuchen anstellen. Damit wird nachhaltig wesentlich mehr bewegt als mit diesen Fördermaßnahmen. Und das ist der entscheidende Punkt, in der Krise auch die entsprechenden Impulse zu geben.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben im Bereich der Ausgaben alles getan, um ausgabenseitig den Inlandsmarkt zu stabilisieren und zu forcieren. Und auf der Einnahmenseite wird sich durch die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ergeben, wie hoch das Budgetdefizit tatsächlich ist. Aber die Situation ist alternativlos, es gibt keine andere Möglichkeit. Sie können nicht bei etwas mehr oder etwas weniger Wachstumsrückgang auf der Ausgabenseite, wo Sie auch ausgabenseitige Stabilisatoren haben, wie beispielsweise im Arbeitsmarktbereich, etwas anderes tun. Daher waren die Maßnahmen insgesamt richtig und ohne Alternative. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gestehe Ihnen aber zu, das AWS war eher auf Sonnenscheinaktivitäten ausgerichtet. Jetzt auch mit der Krise konfrontiert, stellen wir um, agieren wir schneller, agieren wir kommunikationsmäßig besser. Daher auch dort, glaube ich, die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Das ist „Wirtschaftsbelebung“!
Aber wissen Sie, was Herr Themessl als Vorschlag und als Beschwerde, wo man ansetzen muss, vorgebracht hat? – Dass die Tachoblätterkontrollen, wenn es um die Zeiten geht, die Fernfahrer aufwenden, um die entsprechenden Pausen zu machen, schon mit etwas „mehr Toleranz“ abgewickelt werden sollen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Das ist „Wirtschaftsbelebung“!)
Abg. Themessl: Sie haben nicht zugehört!
Da muss ich Ihnen sagen, Herr Themessl (Abg. Themessl: Sie haben nicht zugehört!): An Ihren wirtschaftspolitischen Vorschlägen wird die Weltwirtschaft nicht genesen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da muss ich Ihnen sagen, Herr Themessl (Abg. Themessl: Sie haben nicht zugehört!): An Ihren wirtschaftspolitischen Vorschlägen wird die Weltwirtschaft nicht genesen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Das ist Polemik, ...!
Damit auch zu einem zweiten Bereich. (Abg. Dr. Königshofer: Das ist Polemik, ...!) – Meine Herren, bevor Sie das Wort „Polemik“ in den Mund nehmen, lesen Sie einmal den Text der Rede von Herrn Themessl und auch seine vorherigen Reden, und dann reden wir weiter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit auch zu einem zweiten Bereich. (Abg. Dr. Königshofer: Das ist Polemik, ...!) – Meine Herren, bevor Sie das Wort „Polemik“ in den Mund nehmen, lesen Sie einmal den Text der Rede von Herrn Themessl und auch seine vorherigen Reden, und dann reden wir weiter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist der falsche Ansatz! Sie sollten vergleichen mit den Ausweitungen im Bereich der Steuerreform, denn: Wenn man dort 3 Milliarden € in Bewegung bringt, für Familien etwas tut, dann werden diese in Österreich Urlaub machen und in Österreich einkaufen. – Dort ist der richtige Ansatzpunkt für Vergleiche! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.
Ich kann Ihnen auch sagen, dass es unrichtig ist, dass die Förderpakete bis jetzt nicht wirken. Sie haben da nur von wenigen hundert gesprochen. Wir haben im Bereich AWS, aber auch im Bereich ÖHT Steigerungen um 10 Prozent – zu diesem Zeitpunkt, jetzt im Mai, verglichen mit dem Vorjahr –, was nichts anderes heißt, als dass wir in der Krise mehr Förderanträge, aber auch mehr Erledigungen haben. Auch hier sehen Sie daher, das ist nicht nur ein Angebot, das dargestellt wird, sondern auch ein Angebot, das in Anspruch genommen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deswegen haben wir auch im Rahmen des Konjunkturpaketes die 70 Millionen €, was das Kindergartenjahr anlangt, vorgesehen, weil das natürlich auch ausgabenseitig sofort wirksam wird. In Zeiten wie diesen eine richtige und entscheidende Maßnahme! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das soll Sie nur darauf aufmerksam machen, dass die Konjunkturpakete im Bereich Forschung und Entwicklung durchaus wirken. Wir haben auch bei der FFG Basisprogramme. Da geht es beispielsweise darum, für den Batteriebetrieb von Autos, die jetzt noch zu schwer sind, zu wenig Reichweite haben, zu teuer sind, entsprechende Forschungsprogramme zu schnüren. (Bravoruf bei der ÖVP.) Das machen wir durch Basisprogramme im Bereich der FFG. Daher: Auch dort der richtige Ansatz, der unserer Wirtschaft mittelfristig weiterhelfen wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zusammengefasst, meine Damen und Herren: Wir setzen, im Unterschied zu dem, was Sie fordern – so viel Geld werden Sie gar nicht auftreiben können, dass Sie die Nachfrage in Europa stimulieren –, mit den Möglichkeiten, die wir haben, mit Rücksicht auf die jungen Bundesbürger, die auch die Schulden zurückzahlen müssen, in Zeiten wie diesen die richtigen Maßnahmen, die lauten: die Krise bekämpfen, kraftvoll helfen, aber auch maßvoll haushalten! – Ich danke Ihnen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Bundesminister Mitterlehner hat hier behauptet, ich hätte im Zuge dieser Aussprache nichts anderes vorzuschlagen gehabt, als die Tachoblätter der Lkw-Fahrer (Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!) nicht so stark zu überprüfen. (Neuerlicher Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!)
Neuerlicher Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Bundesminister Mitterlehner hat hier behauptet, ich hätte im Zuge dieser Aussprache nichts anderes vorzuschlagen gehabt, als die Tachoblätter der Lkw-Fahrer (Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!) nicht so stark zu überprüfen. (Neuerlicher Ruf bei der ÖVP: Das tut dir weh!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung!
Das ist unrichtig, weil es polemisch aus einem Zusammenhang gerissen wurde, wo es darum gegangen ist, die Probleme der Frächter aufzuzeigen, die als Erste von einer Wirtschaftskrise betroffen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist ein kleiner Redebeitrag!
Richtig ist vielmehr, dass ich gesagt habe, dass 80 Prozent aller österreichischen Gemeinden unheimlichen Nachholbedarf im Kindergarten- und Schulbereich haben, dort zu sanieren. Es wäre wichtig, dort Geld zur Verfügung zu stellen (Abg. Mag. Molterer: Das ist ein kleiner Redebeitrag!), weil man damit der regionalen Wirtschaft sofort und nachhaltig helfen könnte und weil das Investitionen in unsere Zukunft wären. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Setzen!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Setzen!
Richtig ist vielmehr, dass ich gesagt habe, dass 80 Prozent aller österreichischen Gemeinden unheimlichen Nachholbedarf im Kindergarten- und Schulbereich haben, dort zu sanieren. Es wäre wichtig, dort Geld zur Verfügung zu stellen (Abg. Mag. Molterer: Das ist ein kleiner Redebeitrag!), weil man damit der regionalen Wirtschaft sofort und nachhaltig helfen könnte und weil das Investitionen in unsere Zukunft wären. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung! Setzen!)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt kommt die Wahrheit!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es gelangt nun Frau Abgeordnete Steibl mit einer gewünschten Redezeit von 5 Minuten zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt kommt die Wahrheit!)
Abg. Zanger: ... Familien mehr wert als ein Staatssekretariat!
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir befinden uns jetzt beim Kapitel Wirtschaft, Familie und Jugend – eine Vernetzung, eine Linie, die sehr gut ist, denn: Familie ohne Wirtschaft ist nicht machbar, aber die Wirtschaft ohne Familie, ohne Männer und Frauen, ohne exzellente Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen würde auch nicht funktionieren. Also ist dieses Signal eine Aufwertung, auch eine Aufwertung für Familien! (Abg. Zanger: ... Familien mehr wert als ein Staatssekretariat!)
Beifall bei der ÖVP
Ein weiterer wichtiger Beitrag, der nunmehr kommt – und ich möchte Danke sagen, dass das auch innerhalb der Regierung verwirklicht werden konnte –, ist das Gratiskindergartenjahr (Beifall bei der ÖVP) – eine Maßnahme, die notwendig und richtig ist, und auch in verpflichtender Form richtig ist.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch eine persönliche Anmerkung machen: Die Diskussion über die Betreuung von Kindern unter drei Jahren außer Haus müssen wir viel sensibler und auch intensiver führen. Gerade erst wurde bei einer Tagung wieder hervorgehoben, wie wichtig dieses Thema ist, wie wichtig es ist, zu wissen: Wann und wo kann ich mein Kleinkind außer Haus geben? Wann ist es notwendig? Wo gibt es gute Einrichtungen? Wie ist die pädagogische Ausbildung in diesem Bereich? Es wäre zu einfach, hier die Diskussion so zu führen – ich habe den Diskussionen gestern hier sehr aufmerksam zugehört –, als ob es um die Frage ginge: Schaffen wir ein Müttergehalt, ja oder nein? – Es zeigt sich doch europaweit, dass es andere Möglichkeiten und Wege gibt, um Müttern und Vätern eine gesicherte Zukunft zu geben, in Richtung Pension und Arbeit. Denn Arbeit macht ja auch Freude. Aber auch die Frage: Wie ist es um das Wohl des Kindes bestellt?, ist, glaube ich, ein wichtiger Ansatz, neben all den Leistungen, die wir im Familienbereich bereitstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt auch Krisensituationen in der Familie. Und ich denke, wir sollten auch offener und öfter hinschauen zu den Familienberatungseinrichtungen und sehen, welch gute und so wichtige Arbeit dort geleistet wird. Oder auch in Richtung der SozialarbeiterInnen. Auch in diesem Bereich müssen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und dürfen sie nicht „im Regen stehen lassen“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Das Vorbild der Eltern ist die Lehre!
Abschließend: Wir sollten, denke ich, unseren jungen Müttern und Vätern auch mitgeben, dass Eltern sein auch erlernbar ist und dass die Elternbildung wie auch die Partnerbildung anzunehmen etwas Positives ist, weil es uns hilft, das Leben zu gestalten, auch das Leben unserer Kinder. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Das Vorbild der Eltern ist die Lehre!)
Abg. Neubauer: Unfassbar!
Es gibt in Oberösterreich einen traditionsreichen Betrieb – 100 Jahre, 45 Mitarbeiter und immer alles im besten Einvernehmen geregelt. So auch jener Tag, als der Unternehmer aufgrund der aktuellen Ereignisse und der Krise erkannte, dass es so nicht mehr weitergehen würde, und seine Mitarbeiter zusammengeholt und mit ihnen das Thema Kurzarbeit besprochen hat. Tags darauf stand dann plötzlich ein Gewerkschafter im Büro des Firmenbetreibers und sagte: Was, du willst Kurzarbeit vereinbaren? Aber du hast ja nicht einmal einen Betriebsrat! Und wenn du nicht einen Betriebsrat installierst, wirst du vom AMS keine Förderungen für die Kurzarbeit bekommen! (Abg. Neubauer: Unfassbar!)
Abg. Schopf: Name des Betriebs? Name des Betriebs?
Meine Damen und Herren, eine außergewöhnlich bedenkliche Maßnahme der Gewerkschaft (Abg. Schopf: Name des Betriebs? Name des Betriebs?), die die Kurzarbeit als Faustpfand für Eigeninteressen in wirtschaftlich harten Zeiten gegenüber einem fleißigen und anständigen Unternehmer anwendet. (Abg. Riepl: Sagen Sie den Namen des Betriebs, und erzählen Sie keine Märchen!) Es ist einfach unerträglich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum sagen Sie nicht den Namen des Betriebes? Dann kann man dem nachgehen! – Abg. neubauer: Um dem Betrieb nicht noch mehr zu schaden!)
Abg. Riepl: Sagen Sie den Namen des Betriebs, und erzählen Sie keine Märchen!
Meine Damen und Herren, eine außergewöhnlich bedenkliche Maßnahme der Gewerkschaft (Abg. Schopf: Name des Betriebs? Name des Betriebs?), die die Kurzarbeit als Faustpfand für Eigeninteressen in wirtschaftlich harten Zeiten gegenüber einem fleißigen und anständigen Unternehmer anwendet. (Abg. Riepl: Sagen Sie den Namen des Betriebs, und erzählen Sie keine Märchen!) Es ist einfach unerträglich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum sagen Sie nicht den Namen des Betriebes? Dann kann man dem nachgehen! – Abg. neubauer: Um dem Betrieb nicht noch mehr zu schaden!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum sagen Sie nicht den Namen des Betriebes? Dann kann man dem nachgehen! – Abg. neubauer: Um dem Betrieb nicht noch mehr zu schaden!
Meine Damen und Herren, eine außergewöhnlich bedenkliche Maßnahme der Gewerkschaft (Abg. Schopf: Name des Betriebs? Name des Betriebs?), die die Kurzarbeit als Faustpfand für Eigeninteressen in wirtschaftlich harten Zeiten gegenüber einem fleißigen und anständigen Unternehmer anwendet. (Abg. Riepl: Sagen Sie den Namen des Betriebs, und erzählen Sie keine Märchen!) Es ist einfach unerträglich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum sagen Sie nicht den Namen des Betriebes? Dann kann man dem nachgehen! – Abg. neubauer: Um dem Betrieb nicht noch mehr zu schaden!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Fehlende Strategien der Regierung, meine Damen und Herren, erkennt man aber auch daran, dass eine Umfrage der Creditreform ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren von der SPÖ, regt euch nicht so auf! (Abg. Riepl: Erzählen Sie keine Märchen!) Das sind Wahrheiten! (Abg. Dr. Matznetter: Den Namen können Sie ja sagen!) Diskutiert das in euren eigenen Reihen aus, aber stört nicht die Debatte! (Abg. Riepl: Ein richtiges Märchenbuch! – Ein Krimi ist besser, bitte!)
Abg. Riepl: Erzählen Sie keine Märchen!
Fehlende Strategien der Regierung, meine Damen und Herren, erkennt man aber auch daran, dass eine Umfrage der Creditreform ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren von der SPÖ, regt euch nicht so auf! (Abg. Riepl: Erzählen Sie keine Märchen!) Das sind Wahrheiten! (Abg. Dr. Matznetter: Den Namen können Sie ja sagen!) Diskutiert das in euren eigenen Reihen aus, aber stört nicht die Debatte! (Abg. Riepl: Ein richtiges Märchenbuch! – Ein Krimi ist besser, bitte!)
Abg. Dr. Matznetter: Den Namen können Sie ja sagen!
Fehlende Strategien der Regierung, meine Damen und Herren, erkennt man aber auch daran, dass eine Umfrage der Creditreform ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren von der SPÖ, regt euch nicht so auf! (Abg. Riepl: Erzählen Sie keine Märchen!) Das sind Wahrheiten! (Abg. Dr. Matznetter: Den Namen können Sie ja sagen!) Diskutiert das in euren eigenen Reihen aus, aber stört nicht die Debatte! (Abg. Riepl: Ein richtiges Märchenbuch! – Ein Krimi ist besser, bitte!)
Abg. Riepl: Ein richtiges Märchenbuch! – Ein Krimi ist besser, bitte!
Fehlende Strategien der Regierung, meine Damen und Herren, erkennt man aber auch daran, dass eine Umfrage der Creditreform ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren von der SPÖ, regt euch nicht so auf! (Abg. Riepl: Erzählen Sie keine Märchen!) Das sind Wahrheiten! (Abg. Dr. Matznetter: Den Namen können Sie ja sagen!) Diskutiert das in euren eigenen Reihen aus, aber stört nicht die Debatte! (Abg. Riepl: Ein richtiges Märchenbuch! – Ein Krimi ist besser, bitte!)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht dabei um dieses Flugzeug-Kompetenzzentrum mit den folgenden Inhalten: Zertifizierungsoffensive bei den Zulieferbetrieben, Gründung eines Entwicklungsunternehmens, Ausbau der Weiterbildung in den Schulen – HTL-Luftfahrttechniker zum Beispiel –, Zusammenarbeit mit der Flugzeugwerft Zeltweg, Ausbau von neuen Lehrgängen und Studienrichtungen. – Ein sinnvolles Projekt! Der Herr Bundesminister hat gesagt, nach der Krise sollen wir stärker sein, deswegen investieren wir in Forschung und Entwicklung. Und ich bin überzeugt davon, dass wir im Laufe dieser Woche diesen Antrag noch fertigstellen können und somit vielen, vielen Menschen in einer sehr, sehr von Krisen betroffenen Region Hoffnung geben, aber auch für unsere Jugend dort Zukunft schaffen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen das auch deshalb, weil es darum geht, die erneuerbaren Energieträger, insbesondere die Windenergie, effizient zu nutzen und das geht nur dann, wenn es entsprechend gut ausgebaute Netze gibt. Daher möchte ich auch ein Plädoyer für den weiteren Ausbau der Leitungen und der Übertragungsnetze halten. Wir brauchen diese; insbesondere wenn wir die Windenergie und andere alternative Energieformen stärker vorantreiben wollen, braucht es auch die entsprechende Verbesserung der Versorgungssicherheit, und dafür sind Netze und der Ausbau der Leitungen äußerst wichtig und unbedingt notwendig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
selbst keine Rolle im Zusammenhang mit der Sozialpartnerschaft spielen, einreden wollen, wir sollten uns zurücknehmen, dann kann ich nur raten, Herr Lugar: Erkundigen Sie sich einmal bei denen, die mit dabei sind, sozusagen innen drin, in between! Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen, und dann brauchen Sie hier nicht solche Redebeiträge abzugeben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Fall ist es ebenso. Was haben die Banken mit diesem Bankenpaket gemacht? – Sie haben ihre eigenen Löcher gestopft, ihr Eigenkapital gestärkt, damit sie eine bessere Bonität haben, aber an die Wirtschaft haben sie das Geld nicht weitergegeben. Das ist eine Tatsache, Herr Bundesminister! Da muss man gegensteuern. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Und der Herr Faul!
Man muss umstrukturieren und gegensteuern, die richtige Balance finden. – Okay, aber bisher vermisse ich jede Kampfansage an diese Krise. Wir brauchen uns ja nur die Situation im halbstaatlichen Bereich in Österreich anzusehen. Bei der AUA weiß keiner, wohin die Reise geht, das ist ein Flug ins Ungewisse. Bei den Österreichischen Bundesbahnen hat man 900 Millionen € Defizit im Jahr 2008 geschrieben, aber Bonifikationen von 4 Millionen € sollen dort an die Manager ausbezahlt werden. Der ÖIAG-Chef Michaelis ist meiner Meinung nach der teuerste, auch laut Zeitung „Österreich“. Er tut überhaupt nichts in diesem Bereich (Abg. Ing. Westenthaler: Und der Herr Faul!) – auch nichts! –, außer dass Bonifikationen für Manager ausbezahlt werden, die Verluste schreiben. Gewinne werden sozusagen privatisiert, und Verluste werden verstaatlicht.
Abg. Hornek: ... Herr Trattner!
Das ist nicht nur bei den ÖBB und bei der AUA so, sondern auch bei der ASFINAG, bei der Telekom und auch bei der Post. (Abg. Hornek: ... Herr Trattner!) Leute werden dort sozusagen ausgelagert, und ich werde den Eindruck nicht los, geschätzte Damen und Herren, dass etliche Firmen – nicht die kleinen, sondern die größeren, vor allem im halbstaatlichen Bereich – die Finanz- und Wirtschaftskrise dazu benützen, um sich im Windschatten dieser Finanz- und Wirtschaftskrise ganz einfach von ihren Mitarbeitern zu trennen. Das kann es wirklich nicht sein, denn das Wichtigste ist, dass wir eine geringe Arbeitslosigkeit, eine hohe Beschäftigungszahl haben, damit auch die Kaufkraft gestärkt wird.
Beifall beim BZÖ.
Wirtschaftskapitäne, die nur die Mitarbeiter kündigen, sich aber selbst Bonifikationen zuschanzen und dann die Leute noch zum Lohnverzicht überreden, das geht ganz einfach nicht! Dadurch wird die Kaufkraft geschwächt, und dadurch schwächen wir auch die Wirtschaft in Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, jetzt noch ein Wort zum Thema Steuerreform. Da muss ich sagen, diese Bundesregierung diskutiert darüber, wie man eine Steuerreform machen soll. Man diskutiert über Vermögensteuer, über Vermögenszuwachssteuer, über Reichensteuer, über Stiftungen, wo sich die SPÖ jetzt schon selbst überdribbelt hat, weil man gesehen hat, dass sie ihre Parteifinanzen in Stiftungen geparkt hat. So geht es ganz einfach nicht! Diese rot-schwarze Koalition ist unfähig, gegen diese Krise etwas Sinnvolles durchzubringen und umzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, in Zeiten, in denen jeder darüber redet, warum und wie Jugendliche etwas machen, warum Jugendliche auch bestimmte Prioritäten setzen, ist es an der Zeit, den Jugendorganisationen zu danken, die in Zeiten, in denen Werte und Halt gesucht werden, auch entsprechende Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP.) – Ja, das hat einen Applaus verdient.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass jene Jugendorganisationen – sei es die Landjugend, seien es die Jungbauern, seien es die „Kinderfreunde“ oder die „Österreichische Kinderwelt“ –, nämlich zahlreiche Jugendorganisationen, vom Volkstanzverein über die „Katholische Jungschar“, Arbeit leisten, die nicht nur für die Freizeitgestaltung relevant ist, sondern die auch zeigt, dass sich junge Menschen von heute natürlich engagieren und sich auch interessieren. Ich möchte an dieser Stelle einen Appell dahin gehend aussprechen, dass es höchst an der Zeit ist, auch Diskussionen mit jungen Menschen zu führen und nicht über Jugendliche zu reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die letzte Diskussion über schulautonome Tage hat auch gezeigt, wie wichtig es ist, Schulpartner einzubeziehen. Da gehören nicht nur die Erwachsenen dazu – das sind die Lehrer und die Elternvertreter –, sondern selbstverständlich auch die Schülervertreter. Wir brauchen, ob jetzt hier im Hohen Haus oder in diversen Sendungen des öffentlichen Rundfunks, meiner Meinung nach nicht die Elterngeneration oder die Großelterngeneration darüber diskutieren zu lassen, warum junge Menschen – Stichwort „Komatrinken“ – zu viel trinken oder warum junge Menschen jetzt plötzlich scheinbar rechter geworden sind als früher, sondern ich würde vielmehr dazu raten, dass diejenigen, die über junge Menschen reden, auch lernen, mit jungen Menschen zu reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schade, dass sie hier keine Möglichkeit haben, zu Wort zu kommen, auch in den Medien nicht. Ich denke, wenn wir schon den Ansatz haben, dass Jugend die Zukunft ist, dann ist es auch an der Zeit, die Jugend zu Wort kommen zu lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Ist das ein Rhetorikseminar?
Ich möchte Ihnen kurz, bevor ich ganz konkret auf die Familienpolitik zu sprechen komme, erklären, wie wir diese Reden anlegen, wie denn die Struktur unserer Rede aussieht. Vorab beschreiben wir, so man das nicht voraussetzen kann, was Sie denn für Handlungen und Taten gesetzt haben. (Abg. Mag. Donnerbauer: Ist das ein Rhetorikseminar?)
Abg. Steibl: Danke für die Unterrichtsstunde! Was kostet das?
Nun ganz konkret zur Familienpolitik, wo ich Ihnen das vorführen werde, Stichwort Kinderbetreuungseinrichtungen. (Abg. Steibl: Danke für die Unterrichtsstunde! Was kostet das?) – Gern geschehen! – Die Ankündigung dieser Regierung war Gratis-Kindergarten und verpflichtendes Kindergartenjahr. Unsere Kritik ist, dass die Umsetzung dieser Vorhaben nicht ausreichend vorbereitet ist. Es fehlt an KindergartenpädagogInnen, es fehlt an ausreichenden Kindergartenbetreuungsplätzen. Es wird zu wenig Geld in die Hand genommen, um deren Ausbau voranzutreiben. (Abg. Wöginger: Bundesländer!)
Abg. Wöginger: Bundesländer!
Nun ganz konkret zur Familienpolitik, wo ich Ihnen das vorführen werde, Stichwort Kinderbetreuungseinrichtungen. (Abg. Steibl: Danke für die Unterrichtsstunde! Was kostet das?) – Gern geschehen! – Die Ankündigung dieser Regierung war Gratis-Kindergarten und verpflichtendes Kindergartenjahr. Unsere Kritik ist, dass die Umsetzung dieser Vorhaben nicht ausreichend vorbereitet ist. Es fehlt an KindergartenpädagogInnen, es fehlt an ausreichenden Kindergartenbetreuungsplätzen. Es wird zu wenig Geld in die Hand genommen, um deren Ausbau voranzutreiben. (Abg. Wöginger: Bundesländer!)
Beifall bei den Grünen.
können, weniger von Armut betroffen sind als andere Familien. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Diese Familien zahlen Steuern! Sie erbringen Leistungen!
Was haben wir daher von Beginn an vorgeschlagen? Bereits bei der Steuerreform, die Sie, Frau Steibl, vorhin schon abgefeiert haben, haben wir gesagt, anstatt das Geld in die Hand zu nehmen und wieder in gut- und besserverdienende Familien zu investieren, wäre es notwendig, in Infrastruktur zu investieren. (Abg. Steibl: Diese Familien zahlen Steuern! Sie erbringen Leistungen!) – Ja, aber die anderen Familien brauchen genauso die Absicherung, um nicht in Armut abzurutschen.
Abg. Steibl: Es geht nicht ums Wählen, es geht um ...!
Sie haben darauf verzichtet, in Kinderbetreuung beziehungsweise ausreichende Kinderbetreuung zu investieren. Sie haben hier Klientelpolitik gemacht und die Familien, von denen Sie glauben, dass Sie von ihnen gewählt werden, unterstützt. (Abg. Steibl: Es geht nicht ums Wählen, es geht um ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Apropos Steuerreform: Sie haben hier eine weitere Gruppe vergessen, nämlich die AlleinerzieherInnen. Wir wissen, dass bei 11 Prozent aller Familien in Österreich AlleinerzieherInnen sind. Wir wissen, dass 27 Prozent dieser alleinerziehenden Familien von Armut betroffen sind. Sie haben weder mit dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen noch mit irgendwelchen anderen Änderungen in der Steuerreform dafür Sorge getragen, dass etwas für AlleinerzieherInnen getan wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Schauen Sie sich positive Beispiele in ... an!
Frau Staatssekretärin Marek, auf die Frage von Kollegin Kuntzl im Ausschuss, was Sie sozusagen zur Sicherung und zur Unterstützung von AlleinerzieherInnen zu tun gedenken, war Ihre Antwort: Wir richten eine Homepage ein! Das war Ihre Antwort. (Abg. Rädler: Schauen Sie sich positive Beispiele in ... an!) Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende erhält 80 000 €. Es ist auch augenscheinlich, dass das nicht ausreichen wird. Und das Einrichten einer Homepage, wo sich die Menschen darüber informieren können, was sie denn gegen diese Situation tun können, als ausreichende Maßnahme anzusehen, das ist mehr als zynisch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Staatssekretärin Marek, auf die Frage von Kollegin Kuntzl im Ausschuss, was Sie sozusagen zur Sicherung und zur Unterstützung von AlleinerzieherInnen zu tun gedenken, war Ihre Antwort: Wir richten eine Homepage ein! Das war Ihre Antwort. (Abg. Rädler: Schauen Sie sich positive Beispiele in ... an!) Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende erhält 80 000 €. Es ist auch augenscheinlich, dass das nicht ausreichen wird. Und das Einrichten einer Homepage, wo sich die Menschen darüber informieren können, was sie denn gegen diese Situation tun können, als ausreichende Maßnahme anzusehen, das ist mehr als zynisch. (Beifall bei den Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Rädler.
Wir fordern daher, dass jetzt endlich im Bereich des Unterhaltsvorschussgesetzes, wo es ja einen breiten Konsens, zumindest im Volksanwaltschaftsausschuss gab, wo die Volksanwaltschaft schon seit Jahren darauf hinweist, dass es diesbezüglich Änderungen braucht, ganz klar und ganz schnell Regelungen getroffen werden müssen. Noch einmal: Zur Vermeidung dieser Armut, zur Unterstützung von AlleinerzieherInnen braucht es auch ganz klar einen Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Rädler.) – Das habe ich schon gesagt, dass bei 11 Prozent aller Familien Alleinerziehende sind.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich erlaube mir noch einen letzten Satz: Ich bin der Meinung, dass Herr Graf als Dritter Nationalratspräsident für dieses Hohe Haus untragbar ist. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Interview Marek, Presse, 26.11.08
Bei der Vorstellung des Modells wurden die Kosten für die Umsetzung mit rund 30 Mio Euro beziffert (Interview Marek, Presse, 26.11.08)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Hörl und Peter Haubner.
Abgeordneter Mag. Josef Auer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr verehrte Damen und Herren! Liebe Besucher auf der Galerie! Der Tourismus und die Freizeitwirtschaft sind ein wesentlicher Teil der österreichischen Wirtschaft. Ich bin Abgeordneter des tourismusstärksten Bundeslandes Tirol – des absolut tourismusstärksten Bundeslandes! –, und ich bin selber im elterlichen Betrieb im Tourismus aufgewachsen und war dann auch selber 19 Jahre lang erfolgreich im Tourismus tätig. Es ist also klar, dass mein Herz für den Tourismus schlägt. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Hörl und Peter Haubner.)
Abg. Hornek: Hörl!
Gott sei Dank schlägt nicht nur mein Herz für den Tourismus, sondern auch das Herz meiner Partei, der SPÖ. Würde man zum Beispiel auf der Straße die Leute fragen, wer dafür gesorgt hat, dass es im Parlament einen parlamentarischen Ausschuss zum Tourismus gibt, dann würden die meisten wahrscheinlich nicht die SPÖ nennen, obwohl es so ist. (Abg. Hornek: Hörl!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Nur einige Fakten: Rund zwei Drittel der Beschäftigten im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft sind Frauen. Der Arbeitsmarkt im Tourismusbereich ist bereits sehr, sehr weit geöffnet: Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten im Tourismus kommen aus dem Ausland. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Wie der Herr Faul! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faul war den ganzen Tag nicht da!
Eine Aussage kann ich mir nicht verkneifen, wenn ich hier in die Richtung schaue, wo normalerweise der HC Strache sitzt: Ich würde ihn als parlamentarischen Touristen bezeichnen, denn gestern war er maximal eine halbe Stunde hier im Haus, obwohl die Freiheitlichen immer wettern, wenn jemand nicht da ist, und heute ist er hier noch überhaupt nicht angekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Wie der Herr Faul! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faul war den ganzen Tag nicht da!)
Abg. Hornek: Das machst du gerade!
Almosen für den Tourismus im Vergleich zur Automobil- und Autozulieferindustrie. – Es geht hier nicht darum, diese beiden Wirtschaftszweige, diese beiden Branchen gegeneinander auszuspielen (Abg. Hornek: Das machst du gerade!), nein, aber wenn im Tourismus 190 000 Beschäftigte aktiv sind und in der Autoindustrie 33 000, also ein Sechstel davon, und wenn die Bruttoinvestitionen im Tourismus 1,2 Milliarden € betragen und in der Autoindustrie 350 Millionen €, dann ist es halt schon verwunderlich (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – ja, Frau Kollegin Silhavy, es ist trotzdem verwunderlich –, wenn die Konjunkturpakete dem Tourismus nur 14,8 Millionen € bringen, der Autoindustrie aber 103 Millionen €, das Siebenfache davon, und da ist die Verschrottungsprämie noch gar nicht eingerechnet. – Hier stimmt die Relation nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Almosen für den Tourismus im Vergleich zur Automobil- und Autozulieferindustrie. – Es geht hier nicht darum, diese beiden Wirtschaftszweige, diese beiden Branchen gegeneinander auszuspielen (Abg. Hornek: Das machst du gerade!), nein, aber wenn im Tourismus 190 000 Beschäftigte aktiv sind und in der Autoindustrie 33 000, also ein Sechstel davon, und wenn die Bruttoinvestitionen im Tourismus 1,2 Milliarden € betragen und in der Autoindustrie 350 Millionen €, dann ist es halt schon verwunderlich (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – ja, Frau Kollegin Silhavy, es ist trotzdem verwunderlich –, wenn die Konjunkturpakete dem Tourismus nur 14,8 Millionen € bringen, der Autoindustrie aber 103 Millionen €, das Siebenfache davon, und da ist die Verschrottungsprämie noch gar nicht eingerechnet. – Hier stimmt die Relation nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Almosen für den Tourismus im Vergleich zur Automobil- und Autozulieferindustrie. – Es geht hier nicht darum, diese beiden Wirtschaftszweige, diese beiden Branchen gegeneinander auszuspielen (Abg. Hornek: Das machst du gerade!), nein, aber wenn im Tourismus 190 000 Beschäftigte aktiv sind und in der Autoindustrie 33 000, also ein Sechstel davon, und wenn die Bruttoinvestitionen im Tourismus 1,2 Milliarden € betragen und in der Autoindustrie 350 Millionen €, dann ist es halt schon verwunderlich (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – ja, Frau Kollegin Silhavy, es ist trotzdem verwunderlich –, wenn die Konjunkturpakete dem Tourismus nur 14,8 Millionen € bringen, der Autoindustrie aber 103 Millionen €, das Siebenfache davon, und da ist die Verschrottungsprämie noch gar nicht eingerechnet. – Hier stimmt die Relation nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Haftungsübernahmen, die Aufstockung der ERP-Mittel, die TOP-Tourismusförderung: All das bringt derzeit nichts, weil die Kreditklemme noch immer zu ist, weil noch immer keine Kredite an die Unternehmen vergeben werden! Da wäre es gescheiter, Sie würden nach Brüssel fahren, Herr Bundesminister, und dafür sorgen oder schauen, dass Basel II für zwei Jahre einmal ausgesetzt wird. Aber stattdessen werden zum Beispiel auch unsere Wirte durch das unsägliche Nichtraucherschutzgesetz zu Umbaumaßnahmen gezwungen, die sie sich nicht leisten können und für die sie auch keine Kredite bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben im Ausschuss gesagt, dass Sie weitere Maßnahmen setzen werden, wenn es notwendig sein sollte. Zum Abschluss zitiere ich wieder die Tourismuszeitung: Diese Maßnahmen sind „bereits jetzt erforderlich, die Rückgänge im Städtetourismus sind enorm“. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Mag. Haider, angesichts dieser Zahlen davon zu reden, dass das nichts bringt, ist unverständlich. Da denke ich mir halt, Sie sind ein Unternehmensberater und haben offenbar mit der Realwirtschaft und mit der Tourismuswirtschaft nichts zu tun. (Beifall bei der ÖVP.) Ich bin Bezirksstellenobmann des tourismusintensivsten Bezirkes, und ich merke bei den Betrieben in meinem Bezirk sehr wohl, dass es funktioniert.
Beifall bei der ÖVP.
(Beifall bei der ÖVP.) Da gibt es Projekte mit einem Volumen von 2,3 Milliarden €, die heuer laut VEÖ investiert werden. Das ist, meine ich, auch eine große Stütze für die Konjunktur. Es müsste eigentlich unser aller Interesse sein, den Ausbau der Wasserkraft zu forcieren, und wir sollten da unsere Bemühungen steigern, indem wir etwa auch dafür sorgen, dass Bewilligungen rascher erteilt werden, denn die Verfahren dauern viel zu lange.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine, dass wir in diesem Bereich für den Klimaschutz, für die Konjunktur, für die Unternehmungen und für die Zukunft Österreichs sehr viel tun könnten. Und angesichts der Tatsache, dass wir inzwischen ein Stromimportland sind mit 7 Milliarden kWh, was, wie von Experten festgestellt wird, fast so viel ist, wie die ausbaufähige Menge ausmacht, sollten wir hier mit aller Kraft vorgehen. Es sollte unser gemeinsames Anliegen sein, in diesem Bereich schneller voranzukommen, denn auch da könnten wir Arbeitsplätze schaffen und etwas für die Zukunft tun. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Hörl, entweder du redest nicht mit allen Kollegen oder aber es gibt bei den Förderungen – etwa zwischen ÖVP-Mitgliedern und anderen Mitgliedern – eine Ungleichheit, denn die Leute aus der Tourismuswirtschaft, mit denen ich spreche, sind im Moment ganz und gar nicht glücklich und zufrieden. (Beifall beim BZÖ.) In diesem Beruf, der meiner Meinung nach zu den schwersten und arbeitsintensivsten zählt, kann man im Moment alles andere als Zufriedenheit und Ausgeglichenheit feststellen.
Abg. Hörl: Wir sind besser!
Wenn ich dann einen Vergleich anstelle und sehe, dass die Schweiz mit rund 37 Millionen Nächtigungen 10 Millionen € mehr für Werbung bekommt und Österreich mit 126 Millionen Nächtigungen nur 4 Millionen € mehr für Werbung bekommt, so glaube ich wirklich, dass wir da viel zu tun haben. (Abg. Hörl: Wir sind besser!) Wir haben auch in Summe wesentlich weniger Geld zur Verfügung als die Schweiz.
Abg. Hörl: In Kärnten!
Dazu kommt noch die Kreditklemme; die gibt es. Die Banken ändern einseitig die Kreditbedingungen, und für zugesagte Kredite werden zusätzliche Sicherheiten verlangt. (Abg. Hörl: In Kärnten!)
Beifall beim BZÖ.
Solche Beispiele kann uns die Österreichische Hoteliervereinigung noch viele liefern. Und wenn hier der Abgeordnete Steindl von der ÖVP herausgeht und in Bezug darauf von Einzelfällen spricht, so muss ich sagen: Entweder seid ihr von der Basis weg, oder ihr wollt das einfach nicht wahrhaben! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Gegenüberstellung von Tourismus und Autozulieferbetriebe ist heute hier schon vorgenommen worden. Wenn man hört, dass es 22,5 Millionen € für die Verschrottungsprämie gibt und nur 4 Millionen für die Österreich Werbung, so muss man sagen: Das Geld ist vorhanden, es ist nur die Frage, wer es bekommt! Deshalb fordere ich Sie, Herr Minister, und euch von der ÖVP auf: Gebt dem Tourismus, den 188 000 Beschäftigten, jene Wertschätzung, die sie brauchen, und sorgen Sie, Herr Minister, für die Mittelerhöhung von 10 Millionen € für die Österreich Werbung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt, meine Damen und Herren, sind im Kapitel Wirtschaft in ausgewogener Weise die Bereiche Wirtschaft, Unternehmensförderung, Forschung, Tourismus, Familie und Jugend abgedeckt. Das ist notwendig in der Krise, und das ist gut so. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Und solange Kollegin Fuhrmann und solange auch die ÖVP sich nicht wirklich darum kümmert, aktive Jugendpolitik zu gestalten, so lange werden wir hier auch über Alltagsrealitäten reden müssen, nämlich zum Beispiel die Mobilität. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Zum Beispiel das Thema Sicherheit: Das persönliche, subjektive Verlangen nach Sicherheit ist Jugendalltagsrealität, und es ist die Aufgabe der Regierung, Jugendlichen diesbezüglich zu helfen, nämlich durch eine aktive Beschäftigungspolitik und die Schaffung neuer Arbeitsplätze und auch durch ein abgesichertes Pensionssystem. Junge Menschen haben jetzt Angst und fragen sich, wie lange sie arbeiten müssen, denn sie haben keine Ahnung. – Ein abgesichertes Pensionssystem ist wichtig. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Hornek: Gott sei Dank ... wie Sie!
Krise bezahlen? (Abg. Hornek: Gott sei Dank ... wie Sie!) Wie hoch werden die Belastungen sein für die jetzt Jugendlichen und jungen Menschen nach der Krise?
Beifall bei den Grünen.
Mein Befund ist: Die gesamte Regierung hat bezüglich aktiver Jugendpolitik keine Ideen, und diese Regierung schützt die jungen Menschen und die Jugendlichen auf keinen Fall. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Es gibt auch noch die Bahn, Herr Kollege!
Ich möchte da schon auch noch in Richtung des Kollegen Katzian, der die Frächter in seiner Wortmeldung hier ein bisschen in ein schlechtes Licht gerückt hat, Folgendes sagen: Die Frächter beschäftigen 70 000 Personen und sind so quasi der Blutkreislauf des Handels. Ohne die Frächter hätten wir nicht jeden Tag die frischen Waren, ohne die Frächter (Abg. Dr. Lichtenecker: Es gibt auch noch die Bahn, Herr Kollege!) könnte man nicht den Handel entsprechend versorgen, könnte man auch nicht jeden Tag frische Lebensmittel kaufen. Ich glaube, die Frächter hier in Österreich sind ein unterstützenswerter Part, und es gilt, sie auch dementsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich möchte da schon auch noch in Richtung des Kollegen Katzian, der die Frächter in seiner Wortmeldung hier ein bisschen in ein schlechtes Licht gerückt hat, Folgendes sagen: Die Frächter beschäftigen 70 000 Personen und sind so quasi der Blutkreislauf des Handels. Ohne die Frächter hätten wir nicht jeden Tag die frischen Waren, ohne die Frächter (Abg. Dr. Lichtenecker: Es gibt auch noch die Bahn, Herr Kollege!) könnte man nicht den Handel entsprechend versorgen, könnte man auch nicht jeden Tag frische Lebensmittel kaufen. Ich glaube, die Frächter hier in Österreich sind ein unterstützenswerter Part, und es gilt, sie auch dementsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist so, dass wir hier gemeinsam gefordert sind, alles zu tun, um die Unternehmerinnen und Unternehmer zu unterstützen, damit die Menschen hier in Österreich Arbeit haben. Ich meine, das Wirtschaftsministerium und der Herr Minister sind da auf dem richtigen Weg und haben in der Vergangenheit die richtigen Maßnahmen gesetzt und werden dies auch in Zukunft tun, sodass wir mit Österreichs Wirtschaft auch in einer schwierigen Zeit doch mit ein wenig Optimismus in die Zukunft blicken können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist nun einmal eine Tatsache, dass gerade im besser qualifizierten mittelständischen Bereich die Geburtenrate ständig sinkt, und es gilt, gerade in diesem Bereich wieder Mut zum Kind zu machen und die Familien, die bisher in weitesten Bereichen immer Nettozahlerinnen und Nettozahler waren, auch tatsächlich zu entlasten. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig gewesen, da entsprechend zu handeln und Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diesbezüglich auch die ganz besonders Guten vor den Vorhang zu bitten und auszuzeichnen ist uns sehr wichtig: Es gibt die Initiative „Taten statt Worte“ – ein Danke an Ridi Steibl, die Mutter von „Taten statt Worte“ ‑, die mittlerweile auch österreichweit als sehr, sehr gut etablierter Unternehmenspreis angesehen ist. Diesen werden wir heuer erstmals als Staatspreis verleihen, weil für die Unternehmen ein Staatspreis natürlich eine andere Wertigkeit hat als eine andere Auszeichnung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Königshofer: Was meinen Sie damit?!
von Eltern, die fragen: Wie erkennen wir Signale, wie können wir Hilfe bekommen? – Es wird in Kooperation mit dem Mauthausen Komitee einen Folder geben, der über unsere fast 400 Familienberatungsstellen österreichweit verteilt und ausgegeben wird. Es wird Schulungsangebote für die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter geben und natürlich auch Schulungsangebote im Bereich der offenen Jugendarbeit, um gerade gegen Tendenzen, wie wir sie derzeit einfach verstärkt und ganz besonders spüren – leider gibt es eben Tendenzen, die sogar bis ins Hohe Haus spürbar sind (Abg. Dr. Königshofer: Was meinen Sie damit?!) –, zu arbeiten, um da Sorgen nehmen zu können und Rat suchenden Eltern und betroffenen Jugendlichen mit einer Ausbildung Halt und Unterstützung zu geben, aber auch mit Führungen in der Gedenkstätte in Mauthausen, die gefördert werden können, wenn sie im Rahmen der offenen Jugendarbeit stattfinden.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es gibt also ein Bündel von Initiativen, wodurch wir sehr schnell Maßnahmen vorsehen und aufbereiten können. Und, meine Damen und Herren, es ist, wie ich glaube – und wir haben es heute einmal mehr gehört und gespürt –, dringend notwendig, schnell zu reagieren, flächendeckend zu reagieren. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Der Herr Faul ist auch nicht da!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder auf der Regierungsbank! Herr Kollege Auer, Herr Cap! – Ah, beide sind nicht hier, gut. (Abg. Grosz: Der Herr Faul ist auch nicht da!) Ich will aber nicht das unnötige System der großen „Stricherllisten“ weiterführen, von denen möglicherweise Herr Kollege Auer geglaubt hat, dass es sinnvoll ist – dass es nicht sinnvoll ist, haben wir in den letzten Tagen gemerkt. Wollen wir vielleicht dabei bleiben!
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Windbüchler-Souschill.
Eine weitere Feststellung: Ich zitiere aus einem der Budgetunterausschüsse eine Aussage des Kollegen Pilz von den Grünen, in der er Frau Bundesministerin Fekter vorgeworfen hat, sie sei die Ziehmutter – ich weiß nicht genau, wie er das gesagt hat – der Kriminellen, der Diebe oder etwas Ähnlichem. – Das heißt, es ist für die Grünen anscheinend kein Problem, wenn ein führender Vertreter von ihnen einer untadeligen Person und Ministerin die Ziehmutterschaft von Ausführenden eines inkriminierten Tatbestandes vorwirft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Windbüchler-Souschill.) – Das ist so, leider! Kein Problem, gut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine weitere Feststellung: Ich zitiere aus einem der Budgetunterausschüsse eine Aussage des Kollegen Pilz von den Grünen, in der er Frau Bundesministerin Fekter vorgeworfen hat, sie sei die Ziehmutter – ich weiß nicht genau, wie er das gesagt hat – der Kriminellen, der Diebe oder etwas Ähnlichem. – Das heißt, es ist für die Grünen anscheinend kein Problem, wenn ein führender Vertreter von ihnen einer untadeligen Person und Ministerin die Ziehmutterschaft von Ausführenden eines inkriminierten Tatbestandes vorwirft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Windbüchler-Souschill.) – Das ist so, leider! Kein Problem, gut. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Sind Sie auch beim Wirtschaftsbund?
Zurück zum Thema Wirtschaft: Wir konnten in der Vergangenheit vom Wirtschaftsbund und der Wirtschaftskammer immer wieder sehr plakative Aussagen hören, dass die KMUs so wichtig sind, wir konnten hören (Abg. Grillitsch: Sind Sie auch beim Wirtschaftsbund?), dass beide die Lohnnebenkosten senken wollen – nein, bin ich nicht – und dass natürlich auch die Lehrlingsförderung sehr wichtig ist, das ist besonders für die jungen Zuhörer interessant. – Und jetzt werde ich, wenn ich bei mir im Wahlkreis in Oberösterreich umherfahre, immer wieder von Unternehmern gefragt: Na, was passiert jetzt eigentlich wirklich, denn wir spüren ja sehr wenig?
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Lohnnebenkosten könnten die Freibeträge angehoben werden, zum Beispiel für Dienstgeberzuschläge oder bei der Kommunalsteuer oder für den Familienlastenausgleichsfonds, aber eigentlich ist nichts geschehen. Wir sind derzeit in der Situation, dass der Faktor Arbeit eine Steuerlast von etwa 17,5 Prozent trägt, und das sind 4 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Wir müssen uns immer irgendwelche EU-Vergleiche anhören, aber dort, wo es wichtig wäre, werden keine EU-Vergleiche gemacht, oder sie werden ignoriert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Tamandl: Das ist unseriös!
Das heißt in Summe: Nichts geschieht hinsichtlich einer Hilfe für Weitergabe von Unternehmen, nichts geschieht bei der Rechtsformneutralität, bei den Abschreibungen und beim Investitionsfreibetrag. Und wenn Herr Abgeordneter Steindl von der ÖVP sagt, Österreich sei überall vorne dabei, möchte man fast sagen: Ja, aber dort, wo nichts geschieht! (Abg. Tamandl: Das ist unseriös!) – Das ist nicht unseriös, das ist sehr seriös, das zeigen nämlich die Fakten auf.
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Herr Bundesminister Mitterlehner müsste – er war schließlich in der Wirtschaftskammer Oberösterreich – wissen, was die Unternehmer drückt, was geschieht und was ansteht, aber er macht leider nur irgendwelche Populismusattacken gegen den Kollegen Themessl, er bringt leider nichts zu den Fakten, er bringt nichts weiter. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Im Wertpapierbereich würde man das einen Underperformer nennen. Aber er hat ja noch den Rest der Legislaturperiode Zeit, um zum Performer aufzusteigen. Das ist mir zu wenig. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister Mitterlehner müsste – er war schließlich in der Wirtschaftskammer Oberösterreich – wissen, was die Unternehmer drückt, was geschieht und was ansteht, aber er macht leider nur irgendwelche Populismusattacken gegen den Kollegen Themessl, er bringt leider nichts zu den Fakten, er bringt nichts weiter. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Im Wertpapierbereich würde man das einen Underperformer nennen. Aber er hat ja noch den Rest der Legislaturperiode Zeit, um zum Performer aufzusteigen. Das ist mir zu wenig. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss zwei positive Meldungen: Gestern war in einer Zeitung zu lesen: Der beste Winter aller Zeiten für den oberösterreichischen Tourismus von November bis April. Weiters ist in der Zeitschrift für österreichische Hoteliers zu lesen: Wien ist wieder Kongressstadt Nummer eins mit Paris. Die Buchungslage für den Herbst ist sehr gut. Also auch hier positive Berichte. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! In Zeiten wie diesen, in denen die Menschen Lohnkürzungen in Kauf nehmen müssen, in Zeiten wie diesen, in denen die Menschen Kurzarbeit haben, gekündigt werden, ist es ganz besonders notwendig und wichtig, die Familien zu stärken, die Familien zu unterstützen, in die Familien zu investieren. Denn es muss uns klar sein, dass gerade auch in Krisenzeiten Familien nicht zu Almosenempfängern degradiert werden dürfen, sondern es muss uns mehr denn je bewusst sein, welchen gesellschaftlichen Wert Familien haben und welchen wirtschaftlichen Faktor Familien darstellen. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall beim BZÖ.
Was die Infrastruktur anlangt, bin ich sehr froh darüber, dass sich diese Regierung nun endlich entschlossen hat, die Kinderbetreuung so zu regeln, dass sie leistbar wird für alle, durch den Gratiskindergarten, der ja gerade im Bundesland Kärnten schon lange üblich ist und wo vor allem das letzte Jahr verpflichtend ist. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Sie haben ja nichts getan dagegen, wie Sie in der Regierung waren!
Ein wichtiges familienpolitisches Instrument zur nachhaltigen Finanzierung der Familienleistung ist der Familienlastenausgleichsfonds, der FLAF, der derzeit ein Volumen von 6,2 Milliarden € aufweist. Und was beängstigend ist: Das Defizit steigt bis zum Jahr 2010 auf 3,6 Milliarden €; das sind schon 60 Prozent des vorhandenen Volumens. Im Jahr 2006 wurde gerade vonseiten der Sozialdemokratie versprochen, die Finanzstrukturen zu ändern, es ist bisher jedoch nichts geschehen, daher frage ich, Frau Staatssekretärin: Wann geschieht endlich etwas? Es gibt keine Evaluierung, es gibt keine neuen Vorschläge. (Abg. Riepl: Sie haben ja nichts getan dagegen, wie Sie in der Regierung waren!) Wie können wir dieses Instrument, das ich für absolut wichtig und notwendig halte, nachhaltig sichern und finanzieren?
Beifall beim BZÖ.
Daher schlagen wir vom BZÖ gerade aus diesem Grund vor, dass die Banken, die sich am Steuergeld bedienen und sich mittels Steuergeld saniert haben, den österreichischen Familien sozusagen eine Direkthilfe des zum Teil investierten Kapitals zurückgeben sollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Direkthilfe könnte zumindest die Hälfte der 9,3 Prozent Verzinsung des vorgesehenen Kapitals ausmachen. Das sollte zweckgebunden als Familienabsicherung in den FLAF eingezahlt werden. Nach unseren Berechnungen könnte man dadurch in etwa 600 Millionen € für die Familien lukrieren. Ich denke, gerade diese Direktinvestition in die Familien wäre recht, billig und vor allem auch nachhaltig. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, die Familien dürfen in Zeiten der Krise nicht die Verlierer sein, sondern wir müssen ihnen auch an diesem Beispiel zeigen, dass wir ihrer Arbeit Wertschätzung entgegenbringen, denn immerhin sind es 60 Milliarden € im Jahr, die unentgeltlich für Pflege und Betreuung von den Familien geleistet werden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Das haben ja Sie schon verursacht!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Wenn man die Debattenbeiträge der Oppositionsparteien hört, insbesondere zum Schwerpunkt Bankenpaket, muss man froh sein, dass sie nie in die Nähe einer Regierung kommen können, denn die Verwirrung ist ja grenzenlos. (Abg. Dr. Königshofer: Das haben ja Sie schon verursacht!)
Abg. Dr. Königshofer: In Osteuropa ...!
Das, was ich Ihnen in diesem Zusammenhang sagen möchte und was Sie feststellen werden, wenn Sie sich die internationale Entwicklung ansehen, ist, dass das eine Unterstützung in der Form ist, dass die Wettbewerbsfähigkeit unserer Banken auf dem internationalen Markt erhalten geblieben ist (Abg. Dr. Königshofer: In Osteuropa ...!), und zwar in dem Sinn, dass die Eigenkapitalbasis von 8 Prozent auf mehr als 9 Prozent erhöht werden konnte.
Abg. Dr. Königshofer: Osteuropa! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Etwas, was Sie vielleicht noch nicht berücksichtigt haben, ist, dass das ja kein geschenktes Geld ist – aber das verstehen Sie wahrscheinlich nicht. (Abg. Dr. Königshofer: Osteuropa! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist Geld, für das die Banken 8 Prozent oder sogar über 9,2 Prozent jährlich bezahlen müssen. Das ist an sich teures Geld, und es wird auch einen Ertrag für den Finanzminister bringen. Ergo sage ich Ihnen: Das, was Sie an Sorgen im Zusammenhang mit dem Bankenpaket haben (Abg. Dr. Königshofer: Sie haben ..., bei Verlusten zahlen sie nichts!), quält nur Sie, aber Gott sei Dank nicht die Banken selbst, weil wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten haben.
Abg. Dr. Königshofer: Sie haben ..., bei Verlusten zahlen sie nichts!
Etwas, was Sie vielleicht noch nicht berücksichtigt haben, ist, dass das ja kein geschenktes Geld ist – aber das verstehen Sie wahrscheinlich nicht. (Abg. Dr. Königshofer: Osteuropa! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist Geld, für das die Banken 8 Prozent oder sogar über 9,2 Prozent jährlich bezahlen müssen. Das ist an sich teures Geld, und es wird auch einen Ertrag für den Finanzminister bringen. Ergo sage ich Ihnen: Das, was Sie an Sorgen im Zusammenhang mit dem Bankenpaket haben (Abg. Dr. Königshofer: Sie haben ..., bei Verlusten zahlen sie nichts!), quält nur Sie, aber Gott sei Dank nicht die Banken selbst, weil wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten haben.
Beifall bei der ÖVP.
Auch im Rechnungshofbericht, der schon einige Zeit vorliegt, ist zu lesen, dass man – eine Anregung des Rechnungshofes – zur weiteren Finanzierung der Austrian Business Agency alle notwendigen finanziellen Mittel in ausreichendem Maße vorzusehen hat. Wenn man sich anschaut, wie die Austrian Business Agency im internationalen Vergleich arbeitet, mit zirka 180 anderen internationalen Organisationen, so ist sie Weltspitze; das sei hier auch einmal angemerkt, denn das ist ein Verdienst jener, die das managen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir Wiener wären froh, hätten wir im Rahmen des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds eine ähnliche Qualität, was die Betriebsansiedlung für Wien anlangt, wie wir sie in der Austrian Business Agency haben, durch die Betriebe nach Österreich geholt werden. Ich wäre froh, hätten wir in Wien eine ähnliche Institution, durch die wir mehr Betriebsansiedlungen nach Wien bekämen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Genau!
Herr Kollege Maier, wir brauchen auch eine Ansiedlungspolitik – Google ist ein gutes Beispiel –, die einerseits darauf basiert, dass wir ein guter Standort sind, die uns andererseits Steuereinnahmen bringt, aber die ebenfalls energiepolitisch zukunftsorientiert ist. (Abg. Hörl: Genau!)
Abg. Grillitsch: Ja, genau, vollkommen richtig!
Google wird sehr viel Strom brauchen, das ist unbestritten. (Abg. Grillitsch: Ja, genau, vollkommen richtig!) Die großen Surfer sind auch Energiefresser. (Abg. Grillitsch: Hinein in die Höhlen und hinauf auf die Bäume!) Insofern, das sage ich immer wieder,
Abg. Grillitsch: Hinein in die Höhlen und hinauf auf die Bäume!
Google wird sehr viel Strom brauchen, das ist unbestritten. (Abg. Grillitsch: Ja, genau, vollkommen richtig!) Die großen Surfer sind auch Energiefresser. (Abg. Grillitsch: Hinein in die Höhlen und hinauf auf die Bäume!) Insofern, das sage ich immer wieder,
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Herr Kollege Hörl, da Sie über die Wasserkraft im Zusammenhang mit dem Tourismus gesprochen haben: Ich bin dafür, dass wir zuerst das Effizienzpotenzial wirklich ausschöpfen. Sie wissen ganz genau: Die Speicherkraftwerke sind höchstens für Spitzenstrom, und den verkaufen wir ins Ausland. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Zur Grundlastabdeckung bringen die Kraftwerksprojekte, die Sie im Auge haben, meines Erachtens nichts. Das, was wir brauchen, ist eine Effizienzsteigerung (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) – auch im Kraftwerksbereich, im Kleinkraftwerksbereich.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl
Herr Kollege Hörl, da Sie über die Wasserkraft im Zusammenhang mit dem Tourismus gesprochen haben: Ich bin dafür, dass wir zuerst das Effizienzpotenzial wirklich ausschöpfen. Sie wissen ganz genau: Die Speicherkraftwerke sind höchstens für Spitzenstrom, und den verkaufen wir ins Ausland. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Zur Grundlastabdeckung bringen die Kraftwerksprojekte, die Sie im Auge haben, meines Erachtens nichts. Das, was wir brauchen, ist eine Effizienzsteigerung (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) – auch im Kraftwerksbereich, im Kleinkraftwerksbereich.
Beifall des Abg. Öllinger.
Der Tourismus bekommt nur plus 4 Millionen € einmalig, während die Verschrottungsprämie sicherlich ein Fünffaches dessen beträgt und eigentlich nur Vorziehkäufe zur Folge hat. Würden hingegen die Mittel für die Österreich Werbung aufgestockt, hätte das eine nachhaltige Wirkung, die sehr wohl auch in zukünftige Jahre hineinreichen würde, was wir bei der Verschrottungsprämie leider nicht sehen. (Beifall des Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Grünen.
zusammen mit einer besser dotierten Österreich Werbung auch den Tourismus weiter vorantreiben können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Lächerlich, bitte!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, um zum Beginn der heutigen Sitzung zurückzukommen: Mit dem Kreuz in der Hand und mit radikalen Sprüchen kann man weder Arbeitsplätze sichern noch Unternehmen in diesem Land helfen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Lächerlich, bitte!)
Abg. Vilimsky: Ihr seid doch die Hassprediger! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Vilimsky, mit radikalen Sprüchen hat man schon einmal vor Jahrzehnten versucht, auf die große Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre zu reagieren. Wohin das geführt hat, das haben wir leidvoll erfahren. (Abg. Vilimsky: Ihr seid doch die Hassprediger! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind eindeutig die falschen Konzepte! Ich ersuche Sie, die sozial gerechten Konzepte der Mehrheit dieses Hauses zu unterstützen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Machen Sie sich nicht lächerlich!
Immer wenn die Rechte mit dem Kreuz in der Hand vorausgegangen ist, hat es einen Haken gehabt, lieber Kollege Vilimsky. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Machen Sie sich nicht lächerlich!)
Abg. Vilimsky: Mit Ihnen? – Nein, danke!
Vertrauen Sie auf soziale Gerechtigkeit und treten Sie mit uns für ein soziales, faires und lebenswertes Österreich ein (Abg. Vilimsky: Mit Ihnen? – Nein, danke!) – und nicht für Hass und Sprüche, die uns nicht weiterbringen, sondern unserer Gesellschaft nur Schaden zufügen, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Binder-Maier – in Richtung FPÖ –: Das ist skandalös! Welche Unterstellung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Binder-Maier – in Richtung FPÖ –: Das ist skandalös! Welche Unterstellung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vertrauen Sie auf soziale Gerechtigkeit und treten Sie mit uns für ein soziales, faires und lebenswertes Österreich ein (Abg. Vilimsky: Mit Ihnen? – Nein, danke!) – und nicht für Hass und Sprüche, die uns nicht weiterbringen, sondern unserer Gesellschaft nur Schaden zufügen, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Binder-Maier – in Richtung FPÖ –: Das ist skandalös! Welche Unterstellung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Minister! Damen und Herren Staatssekretäre! Herr Maier von der ÖVP, ich wünsche es dem Staat Österreich, dass die Banken das aufgenommene Partizipationskapital auch wieder zurückzahlen können. (Beifall bei der FPÖ.) Die Hypo Alpe-Adria kann nämlich momentan nicht einmal mehr die Zinsen bezahlen und bedecken.
Beifall bei der FPÖ.
Zum eigentlichen Thema, mit dem ich mich heute beschäftigen wollte. Es gibt in Oberösterreich zurzeit ein Plakat von der SPÖ, auf dem steht: „Gerechtigkeit statt grenzenloser Gier!“ – in Rot gehalten. Ich wundere mich, dass es gerade die SPÖ ist, die diese Plakatierung durchführt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Verträge haben 1 600 Seiten Umfang gehabt, waren in Englisch abgefasst, auf amerikanischem Recht basierend, im Ausland hinterlegt. Dabei hat man in Österreich natürlich wieder Gebühren hinterzogen. Die Gier war demnach eminent groß. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, es waren vor allen Dingen – ich habe zuerst gesagt, die Stadt Wien war es in erster Linie und andere Städte – die Roten, die diese Transaktionen unterstützt und ausgenützt haben. Und es war die Gier, die die Roten da getrieben hat. (Beifall bei der FPÖ.) Darum ist das Plakat, das in Oberösterreich affichiert ist, total falsch, oder man will den eigenen Genossen sagen: Freunde, zurück mit der Gier!
Beifall bei der FPÖ.
damals schon durchschaut haben, dass da etwas nicht passt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich verstehe die Kritik daran nicht, dass sich auch die Länder und Gemeinden um unsere Familien bemühen. Ich sage Ihnen als Kommunalpolitiker: Die Kindergärten sind bei unseren Gemeinden und Bundesländern gut aufgehoben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Oberösterreich ist, wie ich meine, ein Vorzeigebeispiel, wo ab September dieses Jahres der Gratiskindergarten eingeführt wird, für alle Zweieinhalbjährigen bis zum Schuleintritt des Kindes. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Der Kindergarten wird also für alle Kinder gebührenfrei gestellt. Das ist ein Meilenstein in der Familienpolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Oberösterreich ist da sicher als Vorzeigebeispiel zu nennen. Auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wurde dieser Gratiskindergarten eingeführt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Oberösterreich ist, wie ich meine, ein Vorzeigebeispiel, wo ab September dieses Jahres der Gratiskindergarten eingeführt wird, für alle Zweieinhalbjährigen bis zum Schuleintritt des Kindes. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Der Kindergarten wird also für alle Kinder gebührenfrei gestellt. Das ist ein Meilenstein in der Familienpolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Oberösterreich ist da sicher als Vorzeigebeispiel zu nennen. Auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wurde dieser Gratiskindergarten eingeführt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Steuerreform, meine sehr geehrten Damen und Herren: 510 Millionen €! 220 € Freibetrag pro Jahr pro Kind, die Kinderbetreuungskosten werden im Ausmaß von 2 300 € absetzbar gemacht, vom Hort bis zur Nachmittagsbetreuung, und die Familienbeihilfe, sprich der Kinderabsetzbetrag, wird angehoben. Das wurde bereits ausbezahlt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird immer wieder, vor allem auch von den Grünen, gesagt, dass für Alleinverdiener und Alleinerzieher nichts getan wird; einige waren im Jahre 2003/04, in dem wir eine Steuerreform beschlossen haben, in dem Kinderzuschläge zum Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag beschlossen wurden, die auch als Negativsteuer ausbezahlt werden, nicht im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist erwähnenswert. Wir können nicht alle zwei, drei Jahre dieselben Maßnahmen noch einmal beschließen. Hier wurde als Erstes unter die Arme gegriffen, weil es auch notwendig war.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte noch die Wahlmöglichkeiten beim Kinderbetreuungsgeld erwähnen, das ist uns wichtig. Es geht doch darum, dass die Eltern entscheiden können, wie lange sie beim Kind bleiben wollen. Die Varianten, die wir anbieten, sind eine gute Maßnahme für eine funktionierende Familienpolitik! (Beifall bei der ÖVP.) Wenn das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld als zusätzliche Variante kommt – die Frau Staats-
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, abschließend noch zum Thema Jugend. Die Jugend ist viel besser als ihr Ruf! Schauen wir in die Vereine, Sportvereine, Musikvereine, Feuerwehren, Rotes Kreuz, wir leben dort von unseren Jugendlichen. Und das sollten wir als Mandatare auch sagen. Nicht ein paar Negativbeispiele herausziehen, sondern die Jugend ist besser als ihr Ruf. Wir können auf der Jugend aufbauen! Die Jugendlichen sind wirklich grundsätzlich bereit, aktiv in der Freiwilligenarbeit tätig zu sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Staatssekretärin Marek, ich weiß, du bist sehr bemüht darum, das freiwillige soziale Jahr sollten wir auf eine gute Schiene bringen. Ich glaube, es wäre im Sinne der Jugendlichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Oh je, oh je!
Zum Straßenbau: In Lienz wird über den Ausbau der B 100 schon 15 Jahre lang diskutiert, es sind aber keine Lösungen in Sicht. Ich sehe da keinen Mut zum Handeln, diese rot-schwarze Regierung sichert sich die Pfründe ab, anstatt den KMUs massiv zu helfen. (Abg. Silhavy: Oh je, oh je!) – Frau Kollegin, guten Morgen! Habe ich Sie aufgeweckt?
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Nun noch ganz kurz zum Tourismus in Tirol. Kollege Hörl, der jetzt nicht hier ist, hat gesagt, wie toll und wie klass das ist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Jetzt ist er da! – Dazu kann ich dir nur sagen: In Tirol gibt es fast keine Tiroler mehr, die im Tourismus beschäftigt sind. Lies dir die Zahlen vom Rechnungshofbericht durch, wie minder diese Leute bezahlt werden! (Abg. Hörl: Das ist ja lächerlich!) Da könnte man endlich etwas machen.
Abg. Hörl: Das ist ja lächerlich!
Nun noch ganz kurz zum Tourismus in Tirol. Kollege Hörl, der jetzt nicht hier ist, hat gesagt, wie toll und wie klass das ist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Jetzt ist er da! – Dazu kann ich dir nur sagen: In Tirol gibt es fast keine Tiroler mehr, die im Tourismus beschäftigt sind. Lies dir die Zahlen vom Rechnungshofbericht durch, wie minder diese Leute bezahlt werden! (Abg. Hörl: Das ist ja lächerlich!) Da könnte man endlich etwas machen.
Abg. Grillitsch: Du kannst nicht sagen, der Landeshauptmann schläft!
Ganz kurz noch zu Swarovski in Tirol: Das ist ein Kündigungsschreiben eines Tiroler Familienvaters mit fünf Kindern. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Alleine im April wurden 800 Leute dazu angehalten, diese Lösung – es steht „Lösung“ drauf, es ist hervorgehoben – in beiderseitigem Einvernehmen zu treffen. Dazu hört man nichts. Da macht auch unser Landeshauptmann Platter nichts, er schläft. (Abg. Grillitsch: Du kannst nicht sagen, der Landeshauptmann schläft!) Da gehören ganz dringend Initiativen ergriffen, wenn man weiß, dass Swarovski im Moment ein großes Werk in Tschechien – mit EU-Geldern gefördert – baut und in Tirol massiv Arbeitsplätze abbaut. Das kann sicher nicht in unserem Sinne sein. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ganz kurz noch zu Swarovski in Tirol: Das ist ein Kündigungsschreiben eines Tiroler Familienvaters mit fünf Kindern. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Alleine im April wurden 800 Leute dazu angehalten, diese Lösung – es steht „Lösung“ drauf, es ist hervorgehoben – in beiderseitigem Einvernehmen zu treffen. Dazu hört man nichts. Da macht auch unser Landeshauptmann Platter nichts, er schläft. (Abg. Grillitsch: Du kannst nicht sagen, der Landeshauptmann schläft!) Da gehören ganz dringend Initiativen ergriffen, wenn man weiß, dass Swarovski im Moment ein großes Werk in Tschechien – mit EU-Geldern gefördert – baut und in Tirol massiv Arbeitsplätze abbaut. Das kann sicher nicht in unserem Sinne sein. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Franz Kirchgatterer (SPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Frau Staatssekretärin Marek, zuerst darf ich Ihr Statement bezüglich der Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee sehr positiv erwähnen. Ich glaube, Sie sind da auf einem sehr guten Weg und das ist sehr wichtig für unsere Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Welche?
Schwerpunkte sind die Steuerreform, die Entlastung, die Kaufkraftstärkung, die vorzeitige Abschreibung für Investitionen, die Konjunkturprogramme, die Aufträge schaffen. (Abg. Mag. Kogler: Welche?) Und ein weiteres Konjunkturprogramm nach den Vorschlägen des Städtebundes und des Gemeindebundes ist in Diskussion.
Abg. Dr. Lichtenecker: Ja und? – Abg. Mag. Kogler: Ja und jetzt?
Die AWS, die Austria Wirtschaftsservice GmbH – heute schon mehrmals erwähnt –, hat an Bedeutung wesentlich gewonnen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Ja und? – Abg. Mag. Kogler: Ja und jetzt?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Zum Schluss kommend: Den Leistungen der Klein- und Mittelbetriebe gebührt Wertschätzung und Anerkennung. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Wir treten für faire Wettbewerbsbedingungen und für Steuergerechtigkeit ein. Die Trendwende hin zu den Klein- und Mittelbetrieben und die ersten Schritte sind gesetzt.
Abg. Zanger: Das ist die Sprache des Volkes!
Abschließend noch ein Wort zum Kollegen Gradauer: Bezüglich der Plakate Ihrer Partei wäre Selbstkritik von Ihnen angebracht! Die wünsche ich mir. Die ist wirklich zu erwarten. (Abg. Zanger: Das ist die Sprache des Volkes!) Für Gerechtigkeit einzutreten, auf das sind wir stolz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch ein Wort zum Kollegen Gradauer: Bezüglich der Plakate Ihrer Partei wäre Selbstkritik von Ihnen angebracht! Die wünsche ich mir. Die ist wirklich zu erwarten. (Abg. Zanger: Das ist die Sprache des Volkes!) Für Gerechtigkeit einzutreten, auf das sind wir stolz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Wo ist die Haftung beschränkt?
Zum Thema „Familie & Beruf Management GmbH“: (Abg. Weinzinger: Wo ist die Haftung beschränkt?) Es ist mir von Ihrer Seite eine Anfragebeantwortung zugeleitet worden, und ich kenne Sie beide, Herr Bundesminister, Frau Staatssekretärin, eigentlich als seriöse Politiker. Die Antwort ist unseriös. Das sage ich Ihnen ganz offen. So kann man Anfragen nicht beantworten! Die „Familie & Beruf Management GmbH“ war von Anbeginn an – und das wissen alle, wir haben oft genug in diesem Haus darüber diskutiert; ein Projekt der damaligen Bundesministerin Haubner, mit dem sie einige Parteifreunde/Parteifreundinnen versorgt hat – ein Projekt, in dem es von Korruption dampft – ich kann es nur so beschreiben! – und in dem kaum Aktivitäten weitergehen.
Beifall bei den Grünen.
Und von Ihnen, Herr Bundesminister und Frau Staatssekretärin, erwarte ich mir andere Antworten! – Das zum Ersten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Steuergeldmissbrauch! Sie missbrauchen Steuergeld!
So verantwortlich das ist, dass Sie sagen, es werden Folder gemacht, es wird Schulungsangebote geben: Das (der Redner zeigt auf den genannten Folder) wird in einer Auflage von 500 000 Exemplaren an alle junge Menschen in Österreich verteilt. Das ist Missbrauch von Akademiegeldern. Ich wiederhole es noch einmal sehr deutlich. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Steuergeldmissbrauch! Sie missbrauchen Steuergeld!) Da wird politische Propaganda auf das Übelste gemacht! Auf das Übelste wird da in diesem Comic gehetzt! Es wird auch gehetzt! Es geht nicht nur um den Missbrauch von Steuergeldern. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Sie sind keine Sauber-Partei mehr! ... genug Dreck am Stecken!)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Sie sind keine Sauber-Partei mehr! ... genug Dreck am Stecken!
So verantwortlich das ist, dass Sie sagen, es werden Folder gemacht, es wird Schulungsangebote geben: Das (der Redner zeigt auf den genannten Folder) wird in einer Auflage von 500 000 Exemplaren an alle junge Menschen in Österreich verteilt. Das ist Missbrauch von Akademiegeldern. Ich wiederhole es noch einmal sehr deutlich. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Steuergeldmissbrauch! Sie missbrauchen Steuergeld!) Da wird politische Propaganda auf das Übelste gemacht! Auf das Übelste wird da in diesem Comic gehetzt! Es wird auch gehetzt! Es geht nicht nur um den Missbrauch von Steuergeldern. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung FPÖ –: Sie sind keine Sauber-Partei mehr! ... genug Dreck am Stecken!)
Beifall bei den Grünen.
Dann sage ich Ihnen noch etwas, Frau Staatssekretärin: Wenn Sie wirklich etwas in diesem Bereich der rechtsradikalen Propaganda und Agitation machen wollen, dann nehmen Sie dem Ring Freiheitlicher Jugend die Fördermittel weg! Das ist die einzige Möglichkeit, wie wir hier einen Schritt setzen können, damit wirklich etwas geschieht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der „Falter“ ist keine objektive Zeitung!
Heute habe ich im „Falter“ gelesen, dass in der Steiermark bei einer Kundgebung der FPÖ mehrere Teilnehmer dieser Kundgebung, die von den Gegendemonstranten getrennt wurde, gesehen, photographiert, gefilmt wurden, wie sie ihre „Sieg Heil!“-Rufe darstellen! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der „Falter“ ist keine objektive Zeitung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kurzmann.
Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Ich weiß, dass es in den Reihen des Rings Freiheitlicher Jugend in der Steiermark gute Verbindungen zur Nationalen Volkspartei gibt. Ich weiß, dass es in Oberösterreich in den Reihen des Rings Freiheitlicher Jugend gute Querverbindungen zur „Aktionsgemeinschaft für Politik“ beziehungsweise deren Jugendorganisation, der sogenannten „Alpen-Donau Info“ gibt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kurzmann.)
Abg. Dr. Winter hält ein Schriftstück in die Höhe. – Rufe bei der FPÖ: Da!
Frau Winter liest ja unverhohlen – wie auch einige andere Abgeordnete der FPÖ – permanent diese Zeitungen und Zeitschriften der AFP in den Reihen. (Abg. Dr. Winter hält ein Schriftstück in die Höhe. – Rufe bei der FPÖ: Da!) Sie finden ja gar nichts dabei. Sie bewegen sich eindeutig in rechtsradikalen Kreisen. Das muss man auch deutlich sagen. (Abg. Dr. Kurzmann: ... linksradikal!)
Abg. Dr. Kurzmann: ... linksradikal!
Frau Winter liest ja unverhohlen – wie auch einige andere Abgeordnete der FPÖ – permanent diese Zeitungen und Zeitschriften der AFP in den Reihen. (Abg. Dr. Winter hält ein Schriftstück in die Höhe. – Rufe bei der FPÖ: Da!) Sie finden ja gar nichts dabei. Sie bewegen sich eindeutig in rechtsradikalen Kreisen. Das muss man auch deutlich sagen. (Abg. Dr. Kurzmann: ... linksradikal!)
Abg. Zanger: Grüne Antwort auf die Wirtschaftskrise! Die Grünen provozieren – und alle anderen sind schuld!
wischt, wie sie an rechtsradikalen Kundgebungen teilnehmen, wie sie ihre Hand heben, wie sie bei rechtsradikalen Aktivitäten mitmachen. (Abg. Zanger: Grüne Antwort auf die Wirtschaftskrise! Die Grünen provozieren – und alle anderen sind schuld!)
Abg. Dr. Kurzmann: Linksextreme ...! – Abg. Neubauer: Sie veranstalten ...!
Nur, was die Medienkontakte betrifft: Wenn die Medien dann bei Ihnen rückfragen, sind Sie offensichtlich nicht zu sprechen. – Genau das ist die Art und Weise, wie Sie mit dem umgehen: Wir werden dem selbstverständlich nachgehen, sollte sich herausstellen, dass das Handheben ein Hitlergruß war! Aber möglicherweise war es irgendein anderer Gruß, so wie man eben mit den Fingern „drei“ zeigt und frech behauptet, es handle sich dabei um eine Bestellung von drei Bier. – Das ist die Art und Weise, wie Sie das Problem, an dem Sie selbst beteiligt sind, verharmlosen! (Abg. Dr. Kurzmann: Linksextreme ...! – Abg. Neubauer: Sie veranstalten ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: ... hat eine grüne Farbe gehabt! ... war grün, nicht blau!
Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Das ist natürlich nicht nur Ihre Verantwortung. Ich mache Sie da nicht schuldig, sondern ich will Sie unterstützen. Es ist unser aller Verantwortung, wie wir mit dem Problem umgehen. Da herinnen sitzt das Problem! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: ... hat eine grüne Farbe gehabt! ... war grün, nicht blau!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte wieder zur Budgetdebatte zurückkommen. Mein Thema ist – wie Sie sich wahrscheinlich vorstellen können – natürlich der Tourismus, eine Erfolgsgeschichte in Österreich. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Nein, mehr Kooperation! Sie haben ja nicht zugehört!
Nirgendwo auf der Welt gibt es gerechnet pro Einwohner so viele Nächtigungen wie in Österreich. Was ich von meinen Vorrednern, gerade von den Tourismussprechern der Opposition gehört habe, hat mich eigentlich schon ein bisschen enttäuscht. Das Einzige, was diese gesagt haben, war: mehr Budget! (Abg. Dr. Moser: Nein, mehr Kooperation! Sie haben ja nicht zugehört!) Wir wissen aber, dass es nicht alleine immer am Budget liegt, ob ein Wirtschaftsfaktor Erfolg oder nicht Erfolg hat.
Abg. Petzner: Hör auf, dein Bundesland ...!
Ich möchte Ihnen jetzt ein Beispiel nennen. Es tut mir leid, dass ich es wieder von meinem Heimatbundesland Kärnten bringen muss. Vor drei Jahren wurde dort die Fremdenverkehrsabgabe zwischen 50 und 100 Prozent erhöht, um mehr Geld für den Tourismus zu haben. Das Budget der Kärnten Werbung wurde um 100 Prozent aufgestockt. Es gibt dort zirka 13 Millionen Nächtigungen, und wir haben im letzten Jahr über die Kärnten Werbung 19 Millionen € ausgegeben. Zum Vergleich: In Tirol gab es 44 Millionen Nächtigungen und ein Budget von 16,5 Millionen €. Die Zuwachszahlen im Jahre 2008 betrugen in Kärnten zirka 1 Prozent und in Tirol 5 Prozent. (Abg. Petzner: Hör auf, dein Bundesland ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Linder.
Das zeigt, dass Geld alleine Tourismuszahlen einfach nicht machen kann. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Linder.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Obmann Linder vom BZÖ (Zwischenrufe beim BZÖ) noch nicht einmal nachgedacht, was man für den Tourismus im Sommer tun kann! Jetzt im Juni kommt er drauf, dass wir mehr Budget für die Österreich Werbung brauchen. – Das ist der Unterschied zwischen Reden und Handeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Obmann Linder vom BZÖ (Zwischenrufe beim BZÖ) noch nicht einmal nachgedacht, was man für den Tourismus im Sommer tun kann! Jetzt im Juni kommt er drauf, dass wir mehr Budget für die Österreich Werbung brauchen. – Das ist der Unterschied zwischen Reden und Handeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Das ist die Wahrheit! Das sind halt Kärntner!
Ich hoffe, dass der Tourismus von dieser Wirtschaftskrise halbwegs verschont bleibt. Bis jetzt er das geblieben. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Das ist die Wahrheit! Das sind halt Kärntner!)
Abg. Rädler: Beispiele!
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Frau Staatssekretär! Die Familienpolitik der Regierungsparteien ist, wie wir wissen, ein nicht enden wollendes Thema. Weder im Budget 2009 noch im Budget 2010 konnten wir die geringsten Ansätze erkennen, um es den Familien besser gehen zu lassen. (Abg. Rädler: Beispiele!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Es gibt für die Familien zwar viele Wortspenden der Regierungsparteien, wie wir immer wieder hören, aber an Taten und an tatsächlichen Besserstellungen für die Familien ist nichts zu sehen. Daran wird nicht gearbeitet. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Grillitsch: Woher wissen Sie das?
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie sprechen zwar viel über familienfördernde Maßnahmen, die beabsichtigt sind, die gemacht werden sollen und so weiter, aber: Wer kann Ihnen das noch glauben? Sie hatten in den letzten Jahrzehnten genügend Zeit, etwas zu tun. An spürbaren Verbesserungen ist nichts passiert; wohl selbst verhindert von Ihnen! (Abg. Grillitsch: Woher wissen Sie das?)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Der Familienlastenausgleichsfonds wäre – wie wir heute schon gehört haben – zur tatsächlichen Unterstützung der Familien geeignet und gedacht gewesen. Und wie schaut es damit aus? Er wird zugunsten des Pensionssystems ausgehöhlt: 2009 gehen 1,56 Milliarden € dorthin und 2010 gehen ebenfalls 1,56 Milliarden € dorthin. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Es ändert sich leider nichts, man muss es immer wieder sagen, Frau Kollegin! (Abg. Grillitsch: Wo waren Sie die letzten Jahre?)
Abg. Grillitsch: Wo waren Sie die letzten Jahre?
Der Familienlastenausgleichsfonds wäre – wie wir heute schon gehört haben – zur tatsächlichen Unterstützung der Familien geeignet und gedacht gewesen. Und wie schaut es damit aus? Er wird zugunsten des Pensionssystems ausgehöhlt: 2009 gehen 1,56 Milliarden € dorthin und 2010 gehen ebenfalls 1,56 Milliarden € dorthin. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Es ändert sich leider nichts, man muss es immer wieder sagen, Frau Kollegin! (Abg. Grillitsch: Wo waren Sie die letzten Jahre?)
Abg. Wöginger: Das habe ich Ihnen eh schon erklärt!
Von der Steuerreform 2009 werden einzig und allein die Doppelverdiener-Familien profitieren. Die Alleinverdiener bleiben – wie wir auch schon von den Grünen gehört haben – auf der Strecke, meine Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Das habe ich Ihnen eh schon erklärt!)
Abg. Riepl: Warum sind die benachteiligt?
Die Alleinverdiener bleiben doppelt auf der Strecke, vor allem dann, wenn wir uns anschauen, dass es jetzt dazu kommt, dass es den Gratiskindergarten geben wird, der sehr begrüßenswert ist. Aber die Mütter, die sich selber um die Kinder kümmern wollen, die zuhause bleiben wollen und die es freiwillig machen wollen – aber nicht die Wahlfreiheit haben, tatsächlich zuhause zu bleiben, da sie natürlich in finanzielle Abhängigkeit geraten –, sind benachteiligt. (Abg. Riepl: Warum sind die benachteiligt?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Am 4. Dezember 2008 hat die FPÖ einen Budgetantrag zu einem beitragsfreien Kindergarten eingebracht – er wurde abgelehnt, von ÖVP, SPÖ und den Grünen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, sehr schön! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Am 5. Dezember 2008 – über Nacht – kam unserem Landeshauptmann in Oberösterreich die Erleuchtung (Ruf bei der ÖVP: Ja, sehr schön! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), der dann gesagt hat: Oberösterreich soll so rasch wie möglich, und vor allem mit 1. September 2009, den Gratis-Kindergarten einführen. Kurz zuvor, meine Damen und Herren, hat Landesrat Sigl gesagt, Gratis-Kindergarten sei populistisch, Landesrat Stockinger hat gesagt, ein freies Kindergartenjahr sei ein saures Wahlzuckerl. – Da kann man sehen, wie vor Wahlen mit Vorschlägen umgegangen wird, und wie jetzt auf einmal – allerdings mit Verzögerung – immer wieder die Ideen, Gedanken und Vorschläge der Freiheitlichen aufgegriffen werden (Zwischenrufe bei der ÖVP) und damit wiederum doch den Familien zugutekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Am 5. Dezember 2008 – über Nacht – kam unserem Landeshauptmann in Oberösterreich die Erleuchtung (Ruf bei der ÖVP: Ja, sehr schön! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), der dann gesagt hat: Oberösterreich soll so rasch wie möglich, und vor allem mit 1. September 2009, den Gratis-Kindergarten einführen. Kurz zuvor, meine Damen und Herren, hat Landesrat Sigl gesagt, Gratis-Kindergarten sei populistisch, Landesrat Stockinger hat gesagt, ein freies Kindergartenjahr sei ein saures Wahlzuckerl. – Da kann man sehen, wie vor Wahlen mit Vorschlägen umgegangen wird, und wie jetzt auf einmal – allerdings mit Verzögerung – immer wieder die Ideen, Gedanken und Vorschläge der Freiheitlichen aufgegriffen werden (Zwischenrufe bei der ÖVP) und damit wiederum doch den Familien zugutekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Am 5. Dezember 2008 – über Nacht – kam unserem Landeshauptmann in Oberösterreich die Erleuchtung (Ruf bei der ÖVP: Ja, sehr schön! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), der dann gesagt hat: Oberösterreich soll so rasch wie möglich, und vor allem mit 1. September 2009, den Gratis-Kindergarten einführen. Kurz zuvor, meine Damen und Herren, hat Landesrat Sigl gesagt, Gratis-Kindergarten sei populistisch, Landesrat Stockinger hat gesagt, ein freies Kindergartenjahr sei ein saures Wahlzuckerl. – Da kann man sehen, wie vor Wahlen mit Vorschlägen umgegangen wird, und wie jetzt auf einmal – allerdings mit Verzögerung – immer wieder die Ideen, Gedanken und Vorschläge der Freiheitlichen aufgegriffen werden (Zwischenrufe bei der ÖVP) und damit wiederum doch den Familien zugutekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Das sind Ideen! In Kärnten funktioniert’s! Da werden Kinder nicht vorgeführt, in Kärnten!
Ein verpflichtendes Kindergartenjahr vor Schuleintritt – wie soll das funktionieren? Wollen Sie das exekutieren lassen? Die Kinder von zu Hause vorführen lassen? Ihre Eltern im Kindergarten vorführen lassen, weil die Kinder nicht in den Kindergarten kommen? (Abg. Ursula Haubner: Das sind Ideen! In Kärnten funktioniert’s! Da werden Kinder nicht vorgeführt, in Kärnten!) – Meine Damen und Herren, Sie denken nicht daran, wie das tatsächlich durchgesetzt werden soll.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien hier im Haus! Ich rufe Sie im Namen der österreichischen Familien auf: Lassen Sie sich aus Ihrer Lethargie herausreißen! Nehmen Sie Ihre Verantwortung den Österreichern und den österreichischen Familien gegenüber wahr und tun Sie tatsächlich etwas für die Familien – nicht nur Zwischenrufe! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Faire Chancen für die Menschen in allen Regionen Österreichs sind unsere politische Antwort auf Hasspolemik und Hetzkampagnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Den Österreicherinnen und Österreichern wird es immer schwieriger gemacht, eine Familie zu gründen, eine Familie zu erhalten – und vor allem Familie zu leben. Die Notwendigkeit der Familie als Keimzelle der Gesellschaft gilt zwar als unbestritten, hat aber in Österreich noch immer nicht jenen Stellenwert, der ihr eigentlich gebührt. Geld für Familien wird noch immer lediglich als Sozialleistung gesehen anstatt als nachhaltige Investition in die Zukunft. Die Institution Familie besitzt durchaus unternehmerische Qualitäten, die vor allem in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorgehoben werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich darf auch noch einmal auf die Steuerreform zu sprechen kommen, die heute schon diskutiert wurde. Im Rahmen der sogenannten Steuerreform 2009, die tatsächlich nur eine Tarifreform darstellt, haben wir vom BZÖ für den Bereich Familie ein eigenes Steuerpaket entwickelt, das eine Reihe von Verbesserungen enthält. Zudem sind jährliche Valorisierungen betreffend Familienbeihilfe geplant. Unser BZÖ-Steuermodell sieht unter anderem vor, dass der Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag im Vergleich zum Regierungsmodell um 100 € erhöht, also auf 464 € pro Jahr angehoben wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Modell hebt einmal mehr hervor, dass das BZÖ die Familienpartei ist. (Beifall beim BZÖ.) Wir vom BZÖ haben gute Ideen, wir haben gute Lösungen, wir haben gute Vorschläge, und wir zeigen, wie man Familien wirklich entlasten kann.
Beifall beim BZÖ.
Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Dame und Herren auf der Regierungsbank! Anstatt in Zeiten der Krise ruhig Blut zu bewahren und normal weiterzuleben, haben nun oft Weltuntergangspropheten und Weltverbesserer Oberwasser. Gott sei Dank lässt sich – glaube ich – ein Großteil der Bevölkerung davon nicht wirklich beirren, und Gott sei Dank arbeitet diese Bundesregierung – und hier speziell Finanzminister Pröll und Wirtschaftsminister Mitterlehner – mit ruhiger und überlegter Hand. Ich denke, dass wir somit wirklich in guten Händen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Als Begleiterscheinung dieser Entwicklung gibt es jetzt Hunderte zusätzliche Arbeitsplätze in nachgelagerten Bereichen; so etwa im Bereich der Holzwirtschaft, auch im Bereich des Ökotourismus. Ich meine, dass das ein Beispiel dafür ist, wie man mit neuen Ideen, neuen Strukturen auch neue Regionen entwickeln kann. Neue Ideen sind wichtig, neue Ideen gehören gefördert. Das tut diese Regierung auch mit den beiden kommenden Budgets, und deshalb bitte ich um Zustimmung dazu. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Öllinger, jemand, der wie Sie an Demonstrationen teilnimmt, wo es zu linken Gewaltausschreitungen kommt, sollte sich mit solchen Rundumschlägen wirklich ein bisschen zurückhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die FPÖ hat nirgends und zu keiner Zeit jemals eine rechtsextreme Veranstaltung organisiert! – Das möchte ich schon einmal klarstellen. Diese Anschüttungen, die hier von Ihnen kommen, sind absolut unhaltbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Was die FPÖ im Zuge des EU-Wahlkampfes gemacht hat, war eine Wahlwerbeveranstaltung mit unserem Spitzenkandidaten Andreas Mölzer und unserem Parteichef Heinz-Christian Strache. Die Gewalt, Herr Öllinger, die kam von links, denn gestört wurde diese Veranstaltung von Linkschaoten (Beifall bei der FPÖ), die dort mit Steinen, mit Flaschen, mit Molotowcocktails und mit Farbbeuteln geworfen haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Diese Gewalt kam von links – überhaupt nichts kam von der FPÖ! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Die arme FPÖ wird immer verfolgt!)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Was die FPÖ im Zuge des EU-Wahlkampfes gemacht hat, war eine Wahlwerbeveranstaltung mit unserem Spitzenkandidaten Andreas Mölzer und unserem Parteichef Heinz-Christian Strache. Die Gewalt, Herr Öllinger, die kam von links, denn gestört wurde diese Veranstaltung von Linkschaoten (Beifall bei der FPÖ), die dort mit Steinen, mit Flaschen, mit Molotowcocktails und mit Farbbeuteln geworfen haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Diese Gewalt kam von links – überhaupt nichts kam von der FPÖ! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Die arme FPÖ wird immer verfolgt!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Die arme FPÖ wird immer verfolgt!
Was die FPÖ im Zuge des EU-Wahlkampfes gemacht hat, war eine Wahlwerbeveranstaltung mit unserem Spitzenkandidaten Andreas Mölzer und unserem Parteichef Heinz-Christian Strache. Die Gewalt, Herr Öllinger, die kam von links, denn gestört wurde diese Veranstaltung von Linkschaoten (Beifall bei der FPÖ), die dort mit Steinen, mit Flaschen, mit Molotowcocktails und mit Farbbeuteln geworfen haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Diese Gewalt kam von links – überhaupt nichts kam von der FPÖ! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Die arme FPÖ wird immer verfolgt!)
Beifall bei der FPÖ.
Auch der Ring Freiheitlicher Jugend, Herr Öllinger, hat keine rechtsextremen Kontakte. Der Ring Freiheitlicher Jugend ist eine lupenreine demokratische Organisation, und die FPÖ steht hinter dieser Jugendorganisation. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Egal, wo Sie schauen – das kann in Köln sein, das kann in Wien sein, das kann in Graz sein –: Die Gewalt kommt immer von links; das ist jetzt nachgewiesen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Sagen Sie etwas zum Hitler-Gruß!
Frau Silhavy, das hat nichts mit Verfolgt-Werden zu tun, das sind Tatsachen! Sie brauchen sich nur die Polizeiprotokolle anzuschauen. Bei dieser Veranstaltung, die Herr Öllinger angesprochen hat, vorigen Freitag in Graz, gab es Verletzte, Verletzte auf Seiten der FPÖ. Die Leute wurden mit Steinen beworfen, sie wurden mit Flaschen beworfen, das ist amtskundig. Es gab nur Verletzte auf unserer Seite. (Abg. Öllinger: Sagen Sie etwas zum Hitler-Gruß!)
Abg. Silhavy: Was ist mit dem Hitler-Gruß?
Auch bei den Veranstaltungen in Wien sind die Verletzten auf der Seite der Exekutive und auf der Seite der Freiheitlichen zu finden. Also seien Sie ganz ruhig, nehmen Sie sich zurück! (Abg. Silhavy: Was ist mit dem Hitler-Gruß?) Sie sind jemand, der dem Linksextremismus ganz, ganz, ganz nahe steht, ich würde mich an Ihrer Stelle ein bisschen mit solchen Rundumschlägen zurückhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch bei den Veranstaltungen in Wien sind die Verletzten auf der Seite der Exekutive und auf der Seite der Freiheitlichen zu finden. Also seien Sie ganz ruhig, nehmen Sie sich zurück! (Abg. Silhavy: Was ist mit dem Hitler-Gruß?) Sie sind jemand, der dem Linksextremismus ganz, ganz, ganz nahe steht, ich würde mich an Ihrer Stelle ein bisschen mit solchen Rundumschlägen zurückhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Man kann immer mehr machen!
Wenn man sich anschaut, dass die Familienleistungen seit dem Jahr 2002 um 20 Prozent gesunken sind und jetzt durch diese 13. Familienbeihilfe sozusagen eine Anpassung oder ein Plus von 8 Prozent erfolgt ist, dann muss man festhalten, es fehlt immer noch ein bisschen etwas. Man könnte durchaus noch mehr machen im Bereich der Familien. (Abg. Amon: Man kann immer mehr machen!) – Selbstverständlich kann man immer mehr machen, gut, dass Sie das erkannt haben. Dann sind wir ja auf einem guten Weg, Herr Amon. (Abg. Amon: Immer noch mehr!)
Abg. Amon: Immer noch mehr!
Wenn man sich anschaut, dass die Familienleistungen seit dem Jahr 2002 um 20 Prozent gesunken sind und jetzt durch diese 13. Familienbeihilfe sozusagen eine Anpassung oder ein Plus von 8 Prozent erfolgt ist, dann muss man festhalten, es fehlt immer noch ein bisschen etwas. Man könnte durchaus noch mehr machen im Bereich der Familien. (Abg. Amon: Man kann immer mehr machen!) – Selbstverständlich kann man immer mehr machen, gut, dass Sie das erkannt haben. Dann sind wir ja auf einem guten Weg, Herr Amon. (Abg. Amon: Immer noch mehr!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Amon, wenn Sie immer mehr machen wollen: Es gab gerade in der ÖVP diese „Perspektivengruppe“ – sie hat ja so geheißen, wenn ich mich richtig erinnere –, und dort war schon das Familiensteuersplitting im Gespräch. – Schade nur, dass das jetzt überhaupt nicht einmal angedacht worden ist. Das wäre natürlich eine Entlastung für die Familien gewesen, zumal wir ja wissen, dass gerade die Familien das Geld, das sie mehr haben, sofort in den Konsum investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: ... Wenn man von einem intakten Familienbild sprechen kann, darf die Oma auch ohne ...!
Ein bisschen traurig stimmt es mich dann wieder, dass die Großmutter in Zukunft einen 8-Stunden-Kurs machen muss. Ich frage mich schon, wieso? – Sagt man jetzt: Oma, schön, dass du deine Kinder großgezogen hast, aber für die Betreuung deiner Enkelkinder musst du einen Kurs machen!? (Abg. Amon: ... Wenn man von einem intakten Familienbild sprechen kann, darf die Oma auch ohne ...!) – Die Oma darf ohne, aber es ist auch nichts Böses in einem intakten Familienbild, dass die Omas – und das wissen Sie ganz genau, Herr Amon, gerade Frauen sind ja oft diejenigen mit eher geringeren Pensionen – vielleicht ein bisschen Taschengeld dazubekommen. Auch das ist etwas, das in einem intakten Familienleben ganz in Ordnung ist. Aber dass die Oma einen 8-Stunden-Kurs machen muss, das sehe ich mit ein bisschen einem weinenden Auge.
Beifall bei der FPÖ.
Insgesamt wenig Ideen, eine Fortschreibung – aber wenn Sie, Herr Amon, sagen, es kann immer besser werden, dann hoffen wir darauf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Freunde und Freundinnen!
Gemeinden und Städte sind die Investoren auf Seite der öffentlichen Hand, und daher ist es natürlich gerade in der Krise notwendig, dass Städte und Gemeinden vermehrt investieren können. Finanzminister Pröll und Staatssekretär Schieder haben dazu auch bereits angekündigt, dass die Kommunalkredit ihr Kerngeschäft der Finanzierung von Infrastrukturprojekten auf Gemeindeebene auch im Interesse der Konjunkturbelebung forcieren wird. Diese Maßnahme soll es den Städten und Gemeinden wieder leichter machen, die Finanzierung für wichtige Infrastrukturprojekte zu bekommen. Durch die zusätzliche Erhöhung der Vergabegrenzen von 40 000 auf 100 000 € wird es somit auch leichter für die öffentliche Hand, Aufträge schnell zu vergeben. (Abg. Dr. Königshofer: Freunde und Freundinnen!)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich sagen möchte, ist: Man kann nicht auf der einen Seite von der Stärkung des ländlichen Raumes reden und den Städten und Gemeinden über die Kommunalkredit auch die Möglichkeit der Finanzierung ihrer Infrastrukturprojekte geben, wenn es auf der anderen Seite eine steirische Verkehrslandesrätin gibt, die vergisst, dass ein Bezirk aus mehreren Regionen besteht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Letztendlich fasse ich das so zusammen, dass die Regierung die Sorgen und Ängste der Jugend schlichtweg nicht mehr ernst nimmt. Selbst in Gemeinden, Ländern, aber auch im Bund nimmt man diese Sache nicht ernst. Wenn man sich als Beispiel das Parlament ansieht, so werden hier gerade einmal acht Lehrlinge ausgebildet. Also da könnte man durchaus mit gutem Beispiel vorangehen und hier vermehrt Lehrstellen schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Marek.
Das, was aufgefallen ist, vor allem auch in den Diskussionen in den Unterausschüssen des Budgetausschusses – Frau Staatssekretärin Marek hat das ja auch kundgetan –: Ein Verein, ein Jugendverein, der in Österreich wächst, das ist die Muslimische Jugend Österreich. Hier wird natürlich mehr ausgeschüttet. (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Marek.) – Ja, das haben Sie gesagt, ich habe mir das notiert. Das ist einer der am stärksten wachsenden Jugendvereine Österreichs, und das wundert mich auch nicht. Wir Freiheitliche werden diesen Entwicklungen sicherlich nicht tatenlos zusehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, was aufgefallen ist, vor allem auch in den Diskussionen in den Unterausschüssen des Budgetausschusses – Frau Staatssekretärin Marek hat das ja auch kundgetan –: Ein Verein, ein Jugendverein, der in Österreich wächst, das ist die Muslimische Jugend Österreich. Hier wird natürlich mehr ausgeschüttet. (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Marek.) – Ja, das haben Sie gesagt, ich habe mir das notiert. Das ist einer der am stärksten wachsenden Jugendvereine Österreichs, und das wundert mich auch nicht. Wir Freiheitliche werden diesen Entwicklungen sicherlich nicht tatenlos zusehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn es nämlich darum geht, das Kreuz bei der richtigen Partei zu machen, in unserem Fall bei der FPÖ, dann wird die Jugend gleich diffamiert und als blöd dargestellt. Und das darf es nicht sein, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Höfinger: Sie haben etwas ausgelassen! Sagen Sie etwas über die vierte Zeichnung!
Ein weiteres Beispiel: die APA-Meldung des ORF zum heutigen „Club 2“ mit dem Titel (Abg. Höfinger: Sie haben etwas ausgelassen! Sagen Sie etwas über die vierte Zeichnung!) – na, hören Sie mir gut zu! – „Wandert unsere Jugend nach rechts?“. Unter anderem findet sich hier der Satz: „Und warum sind Links- und Grünparteien vor allem für die geringer gebildeten“ – und jetzt kommt es, man höre und staune! – „und berufstätigen Jugendlichen so unattraktiv?“
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich kann Ihnen ganz genau sagen, warum die Jugendlichen immer mehr den Weg zur Freiheitlichen Partei finden, das hat ganz einfache Gründe: Weil eben unser Jugend zum einen die Gutmenschen und das politische Establishment von heute satt hat, weil die Jungen erkennen, dass die Regierungsparteien ihre Sorgen und Ängste nicht ernst nehmen, weil die Jugend – und das ist auch ein ganz entscheidender Punkt – ein immer stärkeres Heimatgefühl entwickelt und unsere Heimat verteidigen will. Das wollen vielleicht manche nicht erkennen, das ist aber ein klares Faktum. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Albert Einstein hat einmal erkannt, dass jede Wahrheit einen Mutigen braucht, der sie ausspricht. Die FPÖ ist letztlich der Garant für diese Mutigen, und wir stellen uns auch gerne zur Verfügung als Schutzwall für diese Jugendlichen. Hier werden wir unseren geradlinigen Weg weitergehen. Wir hätten bestimmt mehr budgetäre Mittel für die Jugendlichen in die Hand genommen und nicht diesen Wermutstropfen, wie er im jetzigen Budget dargestellt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das haben wir nicht für die Großmütter und für die Großväter gemacht, sondern für all jene, die unsere Kinder betreuen. Und das können natürlich auch Großmütter und Großväter sein. Aber ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, meine Mutter, die auch sehr viel auf meine Kinder geschaut hat, hätte das nie gemacht, dass sie gesagt hätte, ich will für diese Leistung bezahlt werden. Die hat das sehr gerne gemacht, so wie auch ich gerne auf meine Kinder geschaut habe. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Die brauchen Zeit zum Demonstrieren!
Also ich muss Ihnen sagen, das verstehe ich nicht. Wir alle bemühen uns und machen uns Sorgen und Gedanken, wie wir überhaupt Arbeitslosigkeit verhindern können – wir haben die Kurzarbeit eingeführt, damit wir den Leuten Beschäftigung geben können, damit wir das Auskommen absichern können –, und Sie sagen, Jugendliche haben Angst, weil sie nicht wissen, wie lange sie arbeiten müssen. Das verstehe ich einfach nicht. Ja, wollen sie überhaupt nicht arbeiten? (Abg. Zanger: Die brauchen Zeit zum Demonstrieren!) Ich verstehe das überhaupt nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also ich muss Ihnen sagen, das verstehe ich nicht. Wir alle bemühen uns und machen uns Sorgen und Gedanken, wie wir überhaupt Arbeitslosigkeit verhindern können – wir haben die Kurzarbeit eingeführt, damit wir den Leuten Beschäftigung geben können, damit wir das Auskommen absichern können –, und Sie sagen, Jugendliche haben Angst, weil sie nicht wissen, wie lange sie arbeiten müssen. Das verstehe ich einfach nicht. Ja, wollen sie überhaupt nicht arbeiten? (Abg. Zanger: Die brauchen Zeit zum Demonstrieren!) Ich verstehe das überhaupt nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Arbeiten tut weh!
Genau jetzt vor den EU-Wahlen sollten wir uns wieder vor Augen führen, dass uns Europa riesige Chancen bietet. (Abg. Zanger: Arbeiten tut weh!) Wir haben 27 EU-
Abg. Zanger: Die wollen ja gar nicht arbeiten! Die wollen demonstrieren!
Ich glaube, darüber sollten wir uns Gedanken machen und nicht darüber, wie lange wir arbeiten werden. (Abg. Zanger: Die wollen ja gar nicht arbeiten! Die wollen demonstrieren!) Also wie gesagt, ich verstehe die Grünen überhaupt nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, darüber sollten wir uns Gedanken machen und nicht darüber, wie lange wir arbeiten werden. (Abg. Zanger: Die wollen ja gar nicht arbeiten! Die wollen demonstrieren!) Also wie gesagt, ich verstehe die Grünen überhaupt nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Rückzahlung zum Zuschuss des Kinderbetreuungsgeldes wurde jetzt zwar nachträglich repariert, andere Mängel sollten aber auch noch überdacht werden. So muss etwa die Problematik, dass junge Mütter die Entscheidung für eine der drei Varianten des Kindergeldes quasi gleich nach der Geburt ihres Kindes treffen müssen, ohne dass hinterher ein Wechsel möglich ist, geändert werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch der Anspruch des Kinderbetreuungsgeldes, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten und einen Anreiz für Familie zu schaffen, konnte nicht erfüllt werden. An der arbeitsrechtlichen Karenz von zwei Jahren hat sich nichts geändert, und die propagierte Erhöhung der Zuverdienstgrenze war ohnehin nur eine längst überfällige Anpassung an die seit 2002 eingetretene Inflation. Will man dem Anspruch einer echten Wahlfreiheit gerecht werden, muss die Zuverdienstgrenze zur Gänze fallen, damit Eltern frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder selbst betreuen wollen oder das Geld in Fremdbetreuung investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wir schon seit geraumer Zeit, dass Gemeinden diese Last nicht mehr verkraften können. Steigende Ausgaben im Sozialbereich einerseits und sinkende Bedarfszuweisung andererseits – diese Rechnung wird irgendwann einmal nicht mehr aufgehen. Dass der Bund den Ländern und den Gemeinden dann noch zusätzliche Aufgaben aufbürdet, das ist nicht tragbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass wir in Zukunft bald von Ihnen eine Antwort darauf bekommen. Wir erwarten familienpolitisch mehr von Ihnen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schließlich möchte ich mich auch bei den erfolgreichen Vorständen der BIG, aber insbesondere bei den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz bedanken, vor allem in dieser wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es hat sich gezeigt, dass wir mit diesem Budget den Spielraum haben, die Krise als Chance zu nutzen und positive Zeichen setzen zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Es gibt tatsächlich großen Handlungsbedarf, weil es hier nicht nur um ein großes energie- und kostensparendes, sondern auch um ein sehr beschäftigungswirksames Potential geht. Wichtige Schritte wurden in dieser Frage von der letzten und von dieser Regierung begonnen; Förderungen im Bereich der Energieeinsparung und klimarelevante Förderungen sind bereits besser gebündelt und beginnen allmählich zu greifen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte zum Schluss noch anmerken, dass ich es positiv finde, dass der „Staatspreis für Tourismus“ 2009 unter dem Motto „Energieeffizienz in der Hotellerie und Gastronomie“ steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Sie wissen auch persönlich von mir, dass ich zu denjenigen gehöre, die hier immer mit allen Parteien auf gleicher Augenhöhe den Dialog gesucht haben, und dass ich diesen auch in Zukunft suchen werde. Das heißt, das habe auch ich mir sehr, sehr genau überlegt, und wir haben das wirklich auch beraten. Wir halten diese Entgleisungen, denen im Laufe des Vormittags, nach dieser Debatte weder ein Zurückziehen noch eine Entschuldigung, noch sonst irgendetwas gefolgt ist, daher für so wichtig, dass wir der Auffassung sind, dass aus diesem Verhalten Konsequenzen zu ziehen sind. Wir meinen, dass die einzig richtige Konsequenz ein Amtsverzicht auf Ihre Funktion als Dritter Präsident des Nationalrates wäre. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Es kann nicht sein, dass hier jemand, der einer Religionsgemeinschaft vorsteht, einen Freibrief dafür hat, 20 Prozent der hier gewählten legitimierten Mandatare in einer unglaublichen Art und Weise, abseits jeglichen Konsenses einer Auseinandersetzung zu diffamieren (Beifall bei der FPÖ), und dass wir und Sie alle einen Maulkorb haben, und niemand hier auf die Idee kommt – nicht einer von Ihnen! –, hier mahnend seine Stimme zu erheben, dass es nicht Ausdruck einer entwickelten guten österreichischen politischen Kultur und Diskussion ist, hier 20 Prozent mit Goebbels und mit einem braunen Sumpf zu vergleichen, und Sie alle wie die drei Affen da sitzen (Buhrufe bei SPÖ, ÖVP und Grünen – Unruhe im Saal), Augen und Ohren geschlossen haben und nichts dazu sagen!
Beifall bei der FPÖ.
Herr Dr. Martin Graf als Dritter Präsident hat das gemacht, was jedem gewählten Mandatar zusteht: er hat seine Meinung artikuliert, und zwar gegen eine Person, die selbst aktiv und täglich in den politischen Willensbildungsprozess eintritt. Und wenn es verboten sein soll, dass man noch diskutieren darf, dann sagen Sie es deutlich, aber schieben Sie nicht solche Argumente vor! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich kann nicht verschweigen, dass ich zutiefst betroffen bin, und zwar zunächst einmal über die Äußerungen des Kollegen Vilimsky. Das ist eine Ungeheuerlichkeit! Hier sitzen Menschen und keine Affen, Herr Vilimsky! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Sie von der FPÖ überschreiten hier offenbar bewusst und provokativ Grenzen. Es ist ja erkennbar, warum Sie das angesichts bevorstehender Wahlen tun: Offenbar wollen Sie auf diese Art und Weise eine Mobilisierung zu Ihren Gunsten zustande bringen. – Das ist zutiefst verwerflich und einer Demokratie schädlich. Schämen Sie sich dafür! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Präsident Graf, ich bitte Sie: Treiben Sie es nicht auf die Spitze! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Vilimsky: Sie machen sich lächerlich!
Für Antisemitismus sollte in diesem Haus, aber auch jenseits dieses Hauses nicht eine Gruppe von 20 Prozent Wählern vorgeschoben werden (Abg. Vilimsky: Sie machen sich lächerlich!), denn 20 Prozent der Wähler unterstützen nicht den Antisemitismus, genauso wenig, wie ihn 90 Prozent der Bevölkerung unterstützen. Das ist (in Richtung FPÖ) Ihre Verantwortung und die des Kollegen Graf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Für Antisemitismus sollte in diesem Haus, aber auch jenseits dieses Hauses nicht eine Gruppe von 20 Prozent Wählern vorgeschoben werden (Abg. Vilimsky: Sie machen sich lächerlich!), denn 20 Prozent der Wähler unterstützen nicht den Antisemitismus, genauso wenig, wie ihn 90 Prozent der Bevölkerung unterstützen. Das ist (in Richtung FPÖ) Ihre Verantwortung und die des Kollegen Graf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Sie antisemitische Äußerungen machen, dann haben Sie sich dafür nicht nur zu entschuldigen, sondern: In jedem normalen Parlament ist dafür der Rücktritt fällig, Herr Graf! Rücktritt ist angesagt! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihr Rücktritt, Herr Präsident Graf, ist schon überfällig! Sie wissen das genau. Es reicht nicht aus, wenn Ihre MitarbeiterInnen jetzt aus dem Parlament verschwinden, sondern auch Sie sollten das tun, indem Sie zurücktreten! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Oh-Rufe bei Grünen und SPÖ
Wir wollen uns hier bewusst nicht einmischen (Oh-Rufe bei Grünen und SPÖ), weil ich glaube, dass Extremismus (Zwischenrufe bei der FPÖ) – wir haben immer eine klare Linie verfolgt –, und zwar von links und rechts, in Österreich existent ist; immer wieder
Zwischenrufe bei der FPÖ
Wir wollen uns hier bewusst nicht einmischen (Oh-Rufe bei Grünen und SPÖ), weil ich glaube, dass Extremismus (Zwischenrufe bei der FPÖ) – wir haben immer eine klare Linie verfolgt –, und zwar von links und rechts, in Österreich existent ist; immer wieder
Abg. Dr. Moser: Was meinen Sie zu Graf?
kam es zu Provokationen. Ich möchte das jetzt nicht an bestimmten Personen oder Wortmeldungen festmachen (Abg. Dr. Moser: Was meinen Sie zu Graf?), sondern glaube, dass es in unser aller Interesse sein muss, Extremismus – egal, von welcher Seite er kommt – hier in unserem Hause als verwerflich zu bezeichnen und als nicht willkommen zu erachten.
Beifall beim BZÖ.
Ich meine, dass Herr Präsident Graf selbst weiß, was er zu tun hat, selbst weiß, welche Schritte er aus diesem Konflikt heraus zu setzen hat, und ich vertraue darauf, dass er die richtige Entscheidung trifft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es fehlt die Zeit, um im Detail darauf einzugehen. In Summe ist es ein umfangreiches Maßnahmenpaket für eine sichere Zukunft der Österreicherinnen und Österreicher. Gehen wir die Dinge daher offensiv an und bleiben wir optimistisch für die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Leben der Familien zu unterstützen und zu begleiten, ist unser erklärtes Ziel. Es geht nicht um Bevormundung, sondern es geht um Begleitung, um Angebote. Die Umsetzung der Regierungsprojekte wird Schritt für Schritt erfolgen – seriös und qualitätsvoll. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In folgendem Punkt sind wir uns hier im Hohen Haus sicherlich alle einig: dass die Jugend unsere Zukunft ist. Es ist also sicherlich legitim, sich für das Jugendbudget mehr Geld zu wünschen – und das ist auch mein Wunsch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir können sicherlich noch mehr für die Familien tun, aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, und wir lassen uns von der Opposition die Familienpolitik sicherlich nicht madig machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch überhaupt nicht wahr!
Immer wieder – und speziell in den letzten Monaten – sorgten und sorgen rechtsradikale Aktionen für nationale und internationale Schlagzeilen. Der Überfall auf die KZ-Gedenkfeier in Ebensee und die Schmierereien an der Außenmauer der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie die jüngsten Vorkommnisse anlässlich einer FPÖ-Veranstaltung in Graz sind nur die Spitze des Eisberges an rechtsradikalen Aktivitäten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch überhaupt nicht wahr!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir alle tragen eine politische, aber auch eine persönliche Verantwortung. Vergessen Sie das bitte nicht! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum anderen ist das, nicht zu vergessen, das letzte Kindergartenjahr, das künftig kostenfrei und verpflichtend sein soll, das aus bildungspolitischer Perspektive ein besonders wichtiger Schritt ist. Ich halte diesen Schritt für einen Einstieg in eine in den nächsten Jahren immer noch mehr zu verbessernde Frühförderung der Kinder. Wir können nicht früh genug damit beginnen, den Kindern ein entsprechendes Bildungs-Fundament für ihr späteres Leben mit auf den Weg zu geben. Insofern ist das auch ein sehr wichtiger familienpolitischer und bildungspolitischer Schritt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eine Zumutung – ich sage das in aller Deutlichkeit –, wie wir von der FPÖ in den letzten Tagen angeschüttet werden, und zwar auf allen Ebenen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch zu den Vorwürfen, die hier gefallen sind: Man muss, ganz objektiv, sagen: Diese Aussagen waren nicht antisemitisch, weder in ihrem Inhalt, noch waren sie so gemeint. Das möchte ich auch in aller Ruhe und Deutlichkeit festhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt doch nicht! Wie kommen Sie darauf?
Der Anteil der Wirtschaft an den Forschungsausgaben geht dramatisch zurück. (Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt doch nicht! Wie kommen Sie darauf?) Ich kann mir das ganze Theater, das sich in den letzten Wochen um das CERN-Projekt abgespielt hat, nur damit erklären, dass man eben das Budget intern so umschichten muss und versucht hat, einen möglichst großen Brocken zu finden, der nicht besonders auffällt. (Abg. Dr. Bartenstein: Herr Kollege, das ist falsch!)
Abg. Dr. Bartenstein: Herr Kollege, das ist falsch!
Der Anteil der Wirtschaft an den Forschungsausgaben geht dramatisch zurück. (Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt doch nicht! Wie kommen Sie darauf?) Ich kann mir das ganze Theater, das sich in den letzten Wochen um das CERN-Projekt abgespielt hat, nur damit erklären, dass man eben das Budget intern so umschichten muss und versucht hat, einen möglichst großen Brocken zu finden, der nicht besonders auffällt. (Abg. Dr. Bartenstein: Herr Kollege, das ist falsch!)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre noch zu sagen, dass genau diese Materie eine ungemein wichtige ist, weil es die Universitäten für die nächsten Jahre massiv betreffen würde – die Organisation und die Lehre. Wir ersuchen Sie, Herr Minister, darauf einzugehen, weil wir nicht prinzipiell für eine Ablehnung sind, aber wir sind dagegen, dass das in einer derartigen Geschwindigkeit durchgebracht wird. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
wohl davon überzeugt sind, dass Wissenschaft und Forschung ein wichtiges Anliegen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wissenschaft und Forschung tragen ja ganz entscheidend zur Zukunftsfähigkeit des Landes bei und sind unverzichtbare Voraussetzungen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, für die Erhaltung der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit sowie für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Dazu bedarf es moderner, autonomer Universitäten, der Fortsetzung der erfolgreichen Fachhochschulentwicklung als Ergänzung zum breiten universitären Bildungsangebot sowie hoch entwickelter Forschungseinrichtungen. Und das wird durch das heute debattierte Budget sichergestellt, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden auch noch im Wissenschaftsausschuss umfassend über die von uns geplante Universitätsgesetz-Novelle diskutieren. Daher appelliere ich an die Wissenschaftssprecher der anderen Fraktionen, zusätzlich zum 5. Juni noch einen Termin für einen Wissenschaftsausschuss zu finden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: So ist es! – Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Dr. Bartenstein und Mag. Molterer.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Diese Regierung nimmt für sich in Anspruch, Akzente zu setzen in Zukunftsfragen, Wissenschaft, Bildung, Sicherheit. (Abg. Dr. Bartenstein: So ist es! – Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Dr. Bartenstein und Mag. Molterer.) So ist es, Herr Bartenstein, Herr Molterer!
Beifall beim BZÖ.
Die beste Basis, um Extremismus zu verhindern, ist Bildung, ist Ausbildung, ist Wissenschaft und Forschung, ist der Punkt, dass man der Jugend eine Zukunftschance gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Wer hat denn die Sätze beschlossen?
Wenn ich dieses Budget näher betrachte – wobei der Herr Wissenschaftsminister sicher am wenigsten dafür kann –, muss ich sagen, die Dotierung des Budgets ist alles andere als rosig. Das Budget weist zwar 2009 ein Plus von 14 Prozent und 2010 ein solches von 7 Prozent auf 3,7 Milliarden € auf, allerdings „fressen“ alleine die Studiengebührenersätze und die Kollektivverträge nahezu das gesamte Plus wieder „auf“. (Abg. Mag. Donnerbauer: Wer hat denn die Sätze beschlossen?)
Beifall beim BZÖ
Was ist passiert? – Unkoordinierte Vorgehensweise, die Kompetenzen auf fünf Ministerien verteilt, zu wenig Geld, der eine sagt hü, der andere sagt hott, die eigene Partei lässt den Minister im Regen stehen (Beifall beim BZÖ), der Bundeskanzler sagt Njet zu mehr Geldern. – Unterm Strich kommt raus: „CERNobil“, ein Chaos in der Wissenschaftspolitik dieser Regierung, für das, wie gesagt, der Minister nichts kann, weil ihn die eigenen Leute im Regen stehen lassen.
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, fangen Sie an, neu zu denken, das Wissenschaftsbudget neu aufzustellen, denn so, wie es ist, wird es nicht halten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Haben Sie den Mut: Machen Sie endlich echte Wissenschaftspolitik! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Bereich Forschung muss man schon anerkennen, dass es gelungen ist, künftig mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, was wichtig ist, um jetzt unmittelbar die Forschungstätigkeit aktuell von Forschern und Forscherinnen zu sichern und sicherzustellen und damit auch eine ganz wichtige Zukunftsinvestition für unser Land zu tätigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Herr Dr. Graf, ich glaube, der Gipfel ist überschritten! Es schadet Österreich, und ich glaube, dass Präsidenten (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) – Jawohl, Sie können ruhig lachen, andere lachen nicht. (Abg. Mag. Stefan: Es schadet, wenn Sie so reden!) Nein, es schadet gar nicht. Das wissen alle: Eine Präsidentschaft dient nicht dazu, Österreich und der Republik zu schaden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) – Sie können sagen, was Sie wollen, dann lachen Sie weiter unter sich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: Es schadet, wenn Sie so reden!
Herr Dr. Graf, ich glaube, der Gipfel ist überschritten! Es schadet Österreich, und ich glaube, dass Präsidenten (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) – Jawohl, Sie können ruhig lachen, andere lachen nicht. (Abg. Mag. Stefan: Es schadet, wenn Sie so reden!) Nein, es schadet gar nicht. Das wissen alle: Eine Präsidentschaft dient nicht dazu, Österreich und der Republik zu schaden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) – Sie können sagen, was Sie wollen, dann lachen Sie weiter unter sich. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Herr Dr. Graf, ich glaube, der Gipfel ist überschritten! Es schadet Österreich, und ich glaube, dass Präsidenten (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) – Jawohl, Sie können ruhig lachen, andere lachen nicht. (Abg. Mag. Stefan: Es schadet, wenn Sie so reden!) Nein, es schadet gar nicht. Das wissen alle: Eine Präsidentschaft dient nicht dazu, Österreich und der Republik zu schaden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) – Sie können sagen, was Sie wollen, dann lachen Sie weiter unter sich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Dr. Graf, ich glaube, der Gipfel ist überschritten! Es schadet Österreich, und ich glaube, dass Präsidenten (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) – Jawohl, Sie können ruhig lachen, andere lachen nicht. (Abg. Mag. Stefan: Es schadet, wenn Sie so reden!) Nein, es schadet gar nicht. Das wissen alle: Eine Präsidentschaft dient nicht dazu, Österreich und der Republik zu schaden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) – Sie können sagen, was Sie wollen, dann lachen Sie weiter unter sich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde es nicht gut, wenn man jetzt – auch wenn „Die Presse“ nicht die schlechteste Zeritung ist – Presseartikel hernimmt, um zu beweisen, ob CERN jetzt gut oder falsch ist. Wenn sich Österreich 16 Millionen € für eine Mitgliedschaft nicht leisten kann und ein Abgeordneter sagt: Dieses Budget darf das Wissenschaftsbudget nicht auf den Kopf stellen!, zeigt das ja schon die ganze Tragik. Da müsste unser Wissenschaftsbudget seit 30 Jahren auf dem Kopf gestanden sein! Die Beiträge waren immer hoch. Und warum können wir es uns jetzt nicht leisten? Das ist ein Sinnbild der nicht gerade rosigen Situation der Universitäten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Stammt es von Ihnen?
Ob jetzt dieser Entwurf ein Fake war oder nicht, ich finde es gewagt, zu sagen: Das waren die bösen Studenten vor der ÖH-Wahl! So ein Papier mit hunderten von Zitaten ... (Abg. Mag. Donnerbauer: Stammt es von Ihnen?) – Nein, diese Arbeit hätte ich mir nicht antun können. Ich hätte auch nicht die Profession dazu; das sage ich auch. (Abg. Mag. Molterer: Sie hätten es auch nicht geschafft!) – Ja, das stimmt. Das ist keine Schande, ich bin ja kein Jurist, und ich habe noch nie im Ministerium gearbeitet. (Ruf bei der ÖVP: Haben Sie es vor?) – Dazu ist es wahrscheinlich zu spät. Die Einladung ist noch nicht erfolgt, wenn Sie so wollen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Sie hätten es auch nicht geschafft!
Ob jetzt dieser Entwurf ein Fake war oder nicht, ich finde es gewagt, zu sagen: Das waren die bösen Studenten vor der ÖH-Wahl! So ein Papier mit hunderten von Zitaten ... (Abg. Mag. Donnerbauer: Stammt es von Ihnen?) – Nein, diese Arbeit hätte ich mir nicht antun können. Ich hätte auch nicht die Profession dazu; das sage ich auch. (Abg. Mag. Molterer: Sie hätten es auch nicht geschafft!) – Ja, das stimmt. Das ist keine Schande, ich bin ja kein Jurist, und ich habe noch nie im Ministerium gearbeitet. (Ruf bei der ÖVP: Haben Sie es vor?) – Dazu ist es wahrscheinlich zu spät. Die Einladung ist noch nicht erfolgt, wenn Sie so wollen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Haben Sie es vor?
Ob jetzt dieser Entwurf ein Fake war oder nicht, ich finde es gewagt, zu sagen: Das waren die bösen Studenten vor der ÖH-Wahl! So ein Papier mit hunderten von Zitaten ... (Abg. Mag. Donnerbauer: Stammt es von Ihnen?) – Nein, diese Arbeit hätte ich mir nicht antun können. Ich hätte auch nicht die Profession dazu; das sage ich auch. (Abg. Mag. Molterer: Sie hätten es auch nicht geschafft!) – Ja, das stimmt. Das ist keine Schande, ich bin ja kein Jurist, und ich habe noch nie im Ministerium gearbeitet. (Ruf bei der ÖVP: Haben Sie es vor?) – Dazu ist es wahrscheinlich zu spät. Die Einladung ist noch nicht erfolgt, wenn Sie so wollen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ob jetzt dieser Entwurf ein Fake war oder nicht, ich finde es gewagt, zu sagen: Das waren die bösen Studenten vor der ÖH-Wahl! So ein Papier mit hunderten von Zitaten ... (Abg. Mag. Donnerbauer: Stammt es von Ihnen?) – Nein, diese Arbeit hätte ich mir nicht antun können. Ich hätte auch nicht die Profession dazu; das sage ich auch. (Abg. Mag. Molterer: Sie hätten es auch nicht geschafft!) – Ja, das stimmt. Das ist keine Schande, ich bin ja kein Jurist, und ich habe noch nie im Ministerium gearbeitet. (Ruf bei der ÖVP: Haben Sie es vor?) – Dazu ist es wahrscheinlich zu spät. Die Einladung ist noch nicht erfolgt, wenn Sie so wollen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn die ÖH und die Studenten nur mehr Skriptenproduzenten sind, die sich zur Gesellschaftspolitik nicht äußern dürfen, finde ich das ein tragisches und primitivstes Bild von Studierenden, und das sollten sich diese nicht gefallen lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister Hahn, ich hoffe, Sie wissen manches auch am besten und tun das Beste für die Universität. Aber dann in einem Dialog, der der Wahrheit verpflichtet ist, und Wahrheit heißt, die Wirklichkeit nicht zu verfälschen, sondern sie so zu sehen, wie sie ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir immer davon ausgehen, dass wir Deutschland mit dem Faktor zehn rechnen, dann sind wir mit dem Forschungspfad, den wir heute ausweisen, über dem, was die Deutschen demnächst beschließen werden und wofür sie in ganz Europa abgefeiert werden, wie großmächtig sie investieren. Respekt vor den Aktivitäten in Deutschland, aber unterschätzen wir nicht beziehungsweise negieren wir nicht das, was wir im eigenen Land tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
einladen, diesen Weg gemeinsam mit uns, mit mir zu gehen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
nationalen Wettbewerb – und besser sein, das gelingt nur über Innovation, und innovieren kann man dann, wenn man zuerst in Forschung und Entwicklung investiert. Das tun wir, und da sind wir auf gutem Weg, auch in schwierigen Zeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schulen, den Gymnasien oder den berufsbildenden Schulen, nicht wirklich zutraut, vernünftige Absolventen, die auch die Reife haben, auszubilden? – Das können wir uns auch nicht wirklich vorstellen. Wir glauben nämlich nicht, dass es sinnvoll ist, dass die Universitätsprofessoren sozusagen die Richter über die Karriere oder die Ausbildung von Jugendlichen sind. Diese Entscheidungen sollten schon wesentlich früher und wesentlich effizienter getroffen werden, nämlich an den Schulen selber, aber sicherlich nicht an den Universitäten! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wer?
Ein Wort noch zu den Gebühren. Es gefällt mir, wenn Frau Karl ein Bekenntnis dazu ablegt (Abg. Grillitsch: Wer?) – Ihre Vertreterin von der ÖVP –, dass keine Gebühren kommen. Das passt ja an und für sich grundsätzlich. Es freut mich, es steht im Protokoll, und wenn es dabei bleibt, soll es mich auch weiterhin freuen.
Beifall bei der FPÖ.
Die Universitäten beschweren sich, dass sie keine Entwürfe zum Begutachten bekommen. Ich weiß schon, am Abend ist der Faule fleißig, nur ein bisschen mehr Arbeit könnte man dem Parlament in diesem Zusammenhang schon zutrauen, und vor allem könnte man hier das Parlament herausfordern. Sie haben ja auch die Zeit dazu, Herr Bundesminister Hahn, denn wenn Sie am vergangenen Sonntag in der „Presse am Sonntag“ ein doppelseitiges Inserat geschaltet haben: Wien soll innovativer werden, dann halte ich das in diesem Zusammenhang für eine gefährliche Drohung. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Aber was die jüngste Entwicklung betrifft, Herr Abgeordneter Graf, das kann ich keinem Schüler mehr erklären, das kann ich niemandem mehr erklären. Ich gehöre zu jenen Abgeordneten unserer Fraktion, die Sie nicht gewählt haben. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Ich habe Sie nicht gewählt aus anderen Gründen, etwa wegen dem, was Sie im Bereich Seibersdorf gemacht haben. Sie kennen die diesbezüglichen Rechnungshofberichte besser als ich, Sie waren ja der treibende Mann dort, wir wissen, was dort alles unter Ihrer Ägide passiert ist.
Abg. Dr. Königshofer: Ihre Meinung!
Ich sage Ihnen ganz offen, ich tue mir schwer, in den Wissenschaftsausschuss zu gehen, wenn Sie dort Vorsitzender sind. Ich möchte mich nicht mit einem Mann auseinandersetzen, der solche Meinungen vertritt! Ich habe gar nicht geglaubt, dass Sie tatsächlich das in dem Kommentar so formuliert und gesagt haben, aber ich muss das an dieser Stelle noch einmal sagen, weil jetzt gerade auch viele junge Leute auf der Galerie sitzen und wissen sollen, was wir meinen, wenn wir sagen, man hat jetzt den Rand der Demokratie verlassen, das Fass ist übergelaufen. (Abg. Dr. Königshofer: Ihre Meinung!)
Abg. Dr. Bartenstein: Muzicant! Das ist ja peinlich!
Ich darf das kurz zitieren: „Verlängerter Arm des Herrn“ Muzian (Abg. Dr. Bartenstein: Muzicant! Das ist ja peinlich!), des Herrn „Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen. Mit seinen Beschimpfungen schafft der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde ein Klima der politischen Brutalität, weswegen sich“ –
Abg. Dr. Hübner: Nicht mehr gesagt werden darf!
Wenn das (Abg. Dr. Hübner: Nicht mehr gesagt werden darf!), Herr Abgeordneter Graf, im Rahmen des Rechtsstaates und in einer Demokratie noch möglich ist, dann müssen sich alle fragen: Wohin hat sich der Parlamentarismus entwickelt? (Abg. Dr. Hübner: Das darf also nicht mehr gesagt werden!?)
Abg. Dr. Hübner: Das darf also nicht mehr gesagt werden!?
Wenn das (Abg. Dr. Hübner: Nicht mehr gesagt werden darf!), Herr Abgeordneter Graf, im Rahmen des Rechtsstaates und in einer Demokratie noch möglich ist, dann müssen sich alle fragen: Wohin hat sich der Parlamentarismus entwickelt? (Abg. Dr. Hübner: Das darf also nicht mehr gesagt werden!?)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Herr Abgeordneter Graf, ich fordere Sie von dieser Stelle auf: Treten Sie zurück, auch als Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister Hahn, Sie haben gesagt, jedes Land muss entscheiden, welche Prioritäten es im Forschungsbereich setzt. Das Problem, das wir haben, ist, dass diese Bundesregierung nicht weiß, welche Prioritäten sie setzen soll. Sie selbst haben mit guten Argumenten, die Sie auch heute wiederholt haben, für einen Ausstieg aus CERN plädiert und vertreten die Linie, dass man diese finanziellen Mittel eher für Projekte, die förderungswürdiger wären, die vielleicht Österreich und dem Forschungsstandort Österreich mehr bringen würden, einsetzen sollte. Aber, Herr Bundesminister Hahn, Sie sind von Ihrem Bundeskanzler und von Ihrem Koalitionspartner zurückgepfiffen worden. Und die Linie, die Sie selbst als Minister für das Land Österreich eingefordert haben, können wir hier nicht erkennen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist immer die gleiche Strategie, die diese Bundesregierung verfolgt, wir haben das im Bildungsbereich gesehen: Zunächst kommt der Finanzminister, der gibt den Ministerien vor, wir müssen sparen, dann kommen die mutigen Minister, egal, ob es die Frau Bundesminister Schmied oder der Herr Wissenschaftsminister Hahn gewesen ist, und gehen einen Schritt nach vor – und dann kommt der Koalitionspartner und pfeift sie wieder zurück. Und das Ergebnis ist, dass unterm Strich alles teurer wird. Das kann nicht die Politik im Bildungsbereich sein; das kann nicht die Politik im Wissenschafts- und im Forschungsbereich sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein Wort zu den Studiengebühren, weil Badelt richtig feststellt, es wäre effizienter gewesen, die Studiengebühren beizubehalten, aber etwa die Hälfte des Betrages, den man nun für den Ersatz, für den Wegfall ausgibt, für eine Verbesserung der Studienförderung einzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Kuntzl.
Oder: Die SPÖ sagt, wir wollen die Frauenquote erhöhen! – Meine Damen und Herren von der SPÖ, wer trägt denn über Jahre hinweg die Verantwortung im universitären Bereich? Wer sind denn Ihre Vertreter, die diese Frauenquote steigern können? – „Wir wollen“, „wir wollen“! – Warum tun Sie es nicht? (Zwischenruf der Abg. Mag. Kuntzl.)
Ruf bei der SPÖ: Sie schon!
Ich darf noch eines zur tatsächlichen Situation sagen: Viele der Vertreter, die hier heute gesprochen haben, dürften schon länger nicht auf einer Universität gewesen sein (Ruf bei der SPÖ: Sie schon!), denn wer die Infrastruktur und die Einrichtungen in den Hörsälen an den Universitäten kennt, der kann nicht wirklich von guten und optimalen Rahmenbedingungen für die Studierenden sprechen.
Beifall beim BZÖ.
Es ist nichts in Ordnung! Wir brauchen mehr finanzielle Mittel! Und jene Prioritäten, jene Prioritätensetzung, Herr Minister, die Sie eingefordert haben, vermissen wir in diesem Budget und in diesem Budgetansatz ganz besonders. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Wo denn? Beim CERN?
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Für all jene, die das Budget genau gelesen haben, ergibt sich, dass dieses Budget sehr wohl klare Schwerpunkte im Bereich Forschung setzt. (Ruf beim BZÖ: Wo denn? Beim CERN?)
Beifall bei der ÖVP.
2009 stehen dem Ressort für Wissenschaft und Forschung 3,4 Milliarden € zur Verfügung, das ist ein Anstieg von 15 Prozent; 2010 weitere 10 Prozent mehr. In Summe sind das 1,2 Milliarden € mehr im Vergleich zur Basis 2008, meine Damen und Herren. Das ist eine deutliche Zukunftspolitik dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit den Kollektivverträgen für Universitätsbedienstete ist es dir, Herr Bundesminister Hahn, gelungen, einen weiteren Meilenstein zu setzen. Und wir sind dir sehr dankbar für die Nachhaltigkeit, dass du gemeinsam mit den Führungskräften im Hochschulbereich nicht aufgegeben hast, sondern drangeblieben bist, denn auch das war ein wichtiger letzter Schritt, um Modernität und internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Universitäten zu sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wird Hahn abberufen? Muss er gehen? – Das war aber kein ordentlicher Abschied!
Herr Bundesminister Hahn, danke für die Zukunft in der Bundeshauptstadt! Es ist unter anderem dein Verdienst, dass es gelungen ist, den Rahmen zu legen. Es liegt jetzt aber an der Stadt Wien, entsprechende Schwerpunkte zu setzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wird Hahn abberufen? Muss er gehen? – Das war aber kein ordentlicher Abschied!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Summa summarum: ein großer Bereich, der zukunftsweisend ist. Ich glaube sehr wohl, dass es beim Budget dann ein Überdenken geben muss, wo denn jetzt noch zusätzliche Mittel herkommen sollen und müssen. Und das ist auch eine klare Forderung seitens des Wirtschaftsforschungsinstitutes. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Da Sie heute das Europäische Forschungsrahmenprogramm angesprochen haben: Man muss schon sagen, die Universitäten in Österreich haben da Tolles geleistet, sie haben viel an Mitteln abholen können. Aber es gilt natürlich, auch weiterhin diese Mittel zu lukrieren. Und das ist eine Herausforderung, und natürlich auch auf der Ebene – und, Herr Minister, da sollten Sie die Forscherinnen und Forscher, die Universitäten unterstützen –, dass in den entscheidenden mitgestaltenden Gremien auch die österreichischen Forscherinnen und Forscher mitgestalten und mitbestimmen, um Mittel auch nach Österreich holen zu können. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Beifall bei den Grünen.
Schließen möchte ich damit: Herr Dr. Graf, das Fass ist längst übergelaufen, und ich fordere Sie hiermit auf, auf Ihr Amt zu verzichten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Budgetsteigerung im tertiären Bildungssektor ist angesichts dieser Probleme natürlich mehr als nur zu begrüßen. Ob und in welchem Umfang die erhöhten Budgetmittel jedoch zu einer Verbesserung der Lehr- und Studiensituation, vor allem auch für die große Gruppe der berufstätigen StudentInnen führen, ist noch nicht vollkommen klar. Wichtig werden hier vor allem die Verhandlungen über die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2010 bis 2012 sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Maier: An die Gleichbehandlungskommission wenden!
Vor allem im Bereich der Erwachsenenbildung gibt es auf den Universitäten viel zu wenig Angebot. Ja es ist sogar so, dass im Erwachsenenbildungsbereich Menschen über 28 Jahre systematisch diskriminiert werden. Ich habe es selbst auf der Universität Wien erlebt, dass es, wenn 30 Seminarplätze zur Verfügung stehen, eine Warteliste von über 100 Personen gibt. Auf der Warteliste wird dann nach dem Alter gereiht. Das heißt, wer über 28 Jahre ist, hat keine Chance, dort jemals einen Platz zu bekommen. Ich habe das selbst erlebt. (Abg. Mag. Johann Maier: An die Gleichbehandlungskommission wenden!) – Stimmt! Genau! – Ich habe das auch schon dem Herrn Bundesminister gesagt. Ich weiß nicht, ob er in dieser Sache schon aktiv geworden ist.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Also dieses Beispiel sollte Schule machen, Herr Bundesminister. Ich weiß nicht, ob Sie in diese Richtung schon einiges planen, aber ich kann es Ihnen nur sehr ans Herz legen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Wie gesagt, vor allem im Bereich des lebenslangen Lernens tut die Regierung wieder einmal viel zu wenig – speziell auf den Universitäten. Deshalb sage ich: Wir verschlafen die Herausforderungen der Zukunft, unsere Bundesregierung schläft leider, auch was diesen Bereich betrifft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend ist zu sagen: Das ist ein guter und richtiger Beitrag zu den Zielen von Forschung und Entwicklung, ein ganz wichtiges Ziel für die wirtschaftliche Entwicklung auch nach der Krise. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kurzmann: Schon wieder so ein Quatschredner! – Abg. Silhavy: Ist „Quatschredner“ nicht ein Ordnungsruf?
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal muss ich Herrn Abgeordnetem Elmar Mayer wirklich recht geben: Es ist tatsächlich sehr schwierig geworden, in diesem Haus unter der Leitung eines Präsidenten zu diskutieren, der das Parlament in Misskredit gebracht hat – und offensichtlich weiterhin bringen will. (Abg. Dr. Kurzmann: Schon wieder so ein Quatschredner! – Abg. Silhavy: Ist „Quatschredner“ nicht ein Ordnungsruf?)
Abg. Zanger: Sie können Ihr Mandat zurücklegen!
Es ist auch schwierig geworden, unter einem Ausschussvorsitzenden Graf zu diskutieren. (Abg. Zanger: Sie können Ihr Mandat zurücklegen!) Und ich kann Ihnen nur sagen: Ich bin jetzt direkt erleichtert darüber, dass die Frau Präsidentin den Vorsitz übernommen hat. Es ist wirklich unangenehm, ihn im Rücken zu haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist auch schwierig geworden, unter einem Ausschussvorsitzenden Graf zu diskutieren. (Abg. Zanger: Sie können Ihr Mandat zurücklegen!) Und ich kann Ihnen nur sagen: Ich bin jetzt direkt erleichtert darüber, dass die Frau Präsidentin den Vorsitz übernommen hat. Es ist wirklich unangenehm, ihn im Rücken zu haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Im Parlament ist ..., wie die Grünen das ...!
denten der Israelitischen Kultusgemeinde haben unsere Vermutungen richtiggehend bestätigt. (Abg. Mag. Stefan: Im Parlament ist ..., wie die Grünen das ...!) Es ist jetzt fast unmöglich. (Beifall bei den Grünen.) Und ich hoffe doch (Abg. Zanger: Mein Herz blutet!), ich hoffe sehr, dass Dr. Graf ein Einsehen hat und zumindest als Dritter Präsident zurücktritt, um dieses Haus wieder „politically correct“ zu machen. (Abg. Mag. Stefan: Ja, das ist wichtig! Was dürfen wir sagen? – Die Liste der erlaubten Wörter!)
Beifall bei den Grünen.
denten der Israelitischen Kultusgemeinde haben unsere Vermutungen richtiggehend bestätigt. (Abg. Mag. Stefan: Im Parlament ist ..., wie die Grünen das ...!) Es ist jetzt fast unmöglich. (Beifall bei den Grünen.) Und ich hoffe doch (Abg. Zanger: Mein Herz blutet!), ich hoffe sehr, dass Dr. Graf ein Einsehen hat und zumindest als Dritter Präsident zurücktritt, um dieses Haus wieder „politically correct“ zu machen. (Abg. Mag. Stefan: Ja, das ist wichtig! Was dürfen wir sagen? – Die Liste der erlaubten Wörter!)
Abg. Zanger: Mein Herz blutet!
denten der Israelitischen Kultusgemeinde haben unsere Vermutungen richtiggehend bestätigt. (Abg. Mag. Stefan: Im Parlament ist ..., wie die Grünen das ...!) Es ist jetzt fast unmöglich. (Beifall bei den Grünen.) Und ich hoffe doch (Abg. Zanger: Mein Herz blutet!), ich hoffe sehr, dass Dr. Graf ein Einsehen hat und zumindest als Dritter Präsident zurücktritt, um dieses Haus wieder „politically correct“ zu machen. (Abg. Mag. Stefan: Ja, das ist wichtig! Was dürfen wir sagen? – Die Liste der erlaubten Wörter!)
Abg. Mag. Stefan: Ja, das ist wichtig! Was dürfen wir sagen? – Die Liste der erlaubten Wörter!
denten der Israelitischen Kultusgemeinde haben unsere Vermutungen richtiggehend bestätigt. (Abg. Mag. Stefan: Im Parlament ist ..., wie die Grünen das ...!) Es ist jetzt fast unmöglich. (Beifall bei den Grünen.) Und ich hoffe doch (Abg. Zanger: Mein Herz blutet!), ich hoffe sehr, dass Dr. Graf ein Einsehen hat und zumindest als Dritter Präsident zurücktritt, um dieses Haus wieder „politically correct“ zu machen. (Abg. Mag. Stefan: Ja, das ist wichtig! Was dürfen wir sagen? – Die Liste der erlaubten Wörter!)
Abg. Dr. Kurzmann: Gibt es eine neue Zensur? – Abg. Mag. Stefan: „Politisch korrekte“ Zensur“! Bald gibt es Politkommissare!
Jetzt komme ich zur vorgesehenen Novellierung des Universitätsgesetzes und wollte eines dazu sagen. (Abg. Dr. Kurzmann: Gibt es eine neue Zensur? – Abg. Mag. Stefan: „Politisch korrekte“ Zensur“! Bald gibt es Politkommissare!)
Beifall bei den Grünen.
Also ich hoffe sehr, dass Sie uns dann nicht in die Lage bringen, dass irgendwelche ÖBB- oder AUA-Vorstände bestimmen, wie die Bildungspolitik ausschaut. Sonst brauchen wir kein Wissenschaftsministerium mehr, sondern nur noch ein Wirtschaftsministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nicht zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass es gelungen ist – endlich gelungen ist –, den Kollektivvertrag an den Universitäten umzusetzen. Das ist ein Schritt, der längst überfällig war und den zu setzen es sehr lange gedauert hat. Deswegen freut es mich, dass wir das noch unter Dach und Fach gebracht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Wo leben Sie? In welchem Land leben Sie?
Wir können sagen, dass hier auf der Regierungsbank Wissenschaftspopulismus pur betrieben wird. Das ist von der ÖVP-Seite gekommen. Die Stimmung, die derzeit bei den Koalitionspartnern herrscht, ist nicht unbedingt die beste. Ich befürchte, dass dadurch auch die Handlungsfähigkeit der Regierung blockiert ist. (Abg. Silhavy: Wo leben Sie? In welchem Land leben Sie?)
Beifall beim BZÖ.
Es gab massiv Schlagzeilen in den letzten Wochen. Diese kennen Sie alle. Ich bin dankbar dafür. Herr Bundesminister Hahn, Sie wurden von Erwin Pröll wegen des CERN-Ausstiegs scharf kritisiert und attackiert. Die Freundschaft der Parteikollegen Pröll und Hahn liegt auf Eis. Es herrscht da tiefster Winter. Ich sage Ihnen, Herr Bundesminister: Wer sich mit dem Pröll-Clan anlegt, wird über die Medien massivst beschädigt und zunichtegemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Silhavy: Nicht nur rhetorisch schwach, sondern ...!
Sie, geschätzter Herr Bundesminister, haben sich von der ÖVP – vom Gewerkschaftschef, vom eigentlichen „Bundeskanzler“ Neugebauer – vor den Karren spannen lassen und die SPÖ-Kollegin, die Unterrichtsministerin Claudia Schmied, bei der Schulreform massivst angegriffen. (Abg. Silhavy: Nicht nur rhetorisch schwach, sondern ...!) Da war eigentlich Ihr erster fataler Fehler. Die Lehrergewerkschaft hat in der Schulreform gesiegt. Es gibt keine Schulreform. Auf der Strecke sind die Schüler und die Reform der Bildungspolitik geblieben. Es gibt hier eine erste Verliererin – das
Beifall beim BZÖ.
ist Ihre Unterrichtsministerin, Frau Claudia Schmied. (Beifall beim BZÖ.) Sie hat zwar populistisch angekündigt, zurückzutreten, wenn es keine Bildungsreform gibt, aber bis dato hat sie das noch nicht umgesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Rädler.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Rädler.
ist Ihre Unterrichtsministerin, Frau Claudia Schmied. (Beifall beim BZÖ.) Sie hat zwar populistisch angekündigt, zurückzutreten, wenn es keine Bildungsreform gibt, aber bis dato hat sie das noch nicht umgesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Jetzt gibt es einen zweiten Verlierer: den Herrn Wissenschaftsminister Hahn. Nachdem das Pröll-Imperium zurückgeschlagen hat, haben Sie – unter der Leitung von Bundeskanzler Faymann – einen Rückzieher gemacht, Herr Bundesminister. Sie mussten vom geplanten Ausstieg absehen. Das ist die Tatsache! Der Spielstand ist also – wie mein Kollege Sigisbert Dolinschek gesagt hat – derzeit 1 : 1 im gegenseitigen Ministeranpatzen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Die Rede war nicht notwendig! – Abg. Dolinschek: Das war schon richtig!
So schaut es in der Koalition von SPÖ und ÖVP aus! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Die Rede war nicht notwendig! – Abg. Dolinschek: Das war schon richtig!)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Organisationen und Forschungsteams hätten unserer noch größeren Unterstützung ganz dringend bedurft, wahrscheinlich dringender bedurft als CERN. Deswegen, Herr Minister, ist der Verlust einer Schlacht noch immer nicht der eines gesamten Krieges. Ich hoffe, dass sich hier eine Vernunft und eine Sichtweise durchsetzt, die eine zukunftsweisende Forschungspolitik möglich macht – bei beschränkten Mitteln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Dazu ist es zum einen notwendig, dass die Nutzung von Leerverrohrungen und die Mitbenutzung von Leitungen endlich möglich werden und zum anderen auch, dass die digitale Dividende – also jener Frequenzbereich, der jetzt durch das digitale Fernsehen frei wird – auch wirklich mobilen Breitbandnutzungen zur Verfügung gestellt wird. Nur das gewährleistet uns, dass wir auch im ländlichen Raum ein leistungsfähiges Breitbandinternet zu leistbaren Preisen für alle Studentinnen und Studenten, für alle Schülerinnen und Schüler und für unsere Bevölkerung zur Verfügung stellen können. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich rufe alle Beteiligten auf – die Entscheidungen stehen an –, da tatkräftig dieses große Volksvermögen, das wir noch haben, in die richtige Richtung zu bewegen. –Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Wissenschaftsminister Hahn, ich weiß, da unterliegen Sie durchaus auch budgetären Zwängen. Nachdem Sie jetzt mit CERN den Ausgleichstreffer zu eins zu eins kassiert haben – es wird wahrscheinlich, wie immer, um Geld gehen –, würde ich Ihnen vorschlagen, sich da an den Koalitionspartner zu wenden. Dieser Zustand, den wir jetzt haben, ist jedenfalls unhaltbar. Sorgen Sie raschest dafür, dass dieser behoben wird, und versuchen Sie, die Kosten dafür auf mehrere Ministerien aufzuteilen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sität zu gehen und dort das Studium ihrer freien Wahl zu studieren. Da wir, was die Akademikerinnen-/Akademikerquote betrifft, noch einen Nachholbedarf haben, sollten wir nicht neue Hürden errichten, sondern alte Hürden abbauen, die Studienbedingungen verbessern und die soziale Durchlässigkeit erhöhen, damit jeder studieren kann, unabhängig davon, wie viel Geld die Eltern verdienen. (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich denke, HC Strache darf für Sie, Herr Dr. Hahn, nicht als Koalitionspartner in Wien in Frage kommen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich denke, die Ereignisse der letzten Tage müssen auch Sie davon überzeugt haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, HC Strache darf für Sie, Herr Dr. Hahn, nicht als Koalitionspartner in Wien in Frage kommen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich denke, die Ereignisse der letzten Tage müssen auch Sie davon überzeugt haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Wir halten es auch so!
Ich möchte aber nun auch noch bei meinem Vorredner Kollegen Maier anknüpfen und sagen: Meine Damen und Herren von der FPÖ, Sie stellen sich sehr gerne dar als die, die jetzt verfolgt werden. Sie haben das ja auch ein paar Mal hier heute gesagt. (Abg. Weinzinger: Wir halten es auch so!) Sie nehmen hier ganz bewusst eine Verdrehung von Täter- und Opferrolle vor. (Abg. Weinzinger: Nein! Das machen Sie!) Das möchte ich Ihnen hier schon sagen!
Abg. Weinzinger: Nein! Das machen Sie!
Ich möchte aber nun auch noch bei meinem Vorredner Kollegen Maier anknüpfen und sagen: Meine Damen und Herren von der FPÖ, Sie stellen sich sehr gerne dar als die, die jetzt verfolgt werden. Sie haben das ja auch ein paar Mal hier heute gesagt. (Abg. Weinzinger: Wir halten es auch so!) Sie nehmen hier ganz bewusst eine Verdrehung von Täter- und Opferrolle vor. (Abg. Weinzinger: Nein! Das machen Sie!) Das möchte ich Ihnen hier schon sagen!
Abg. Strache: Der Präsident ist das Opfer und Sie sind die Täter! Täglich Beschimpfungen, die wir uns von Ihnen anhören müssen!
Wenn ein Präsident dieses Hauses, den ich auch nicht gewählt habe, nicht mehr weiß, wo die Grenzen zu ziehen sind (Abg. Strache: Der Präsident ist das Opfer und Sie sind die Täter! Täglich Beschimpfungen, die wir uns von Ihnen anhören müssen!), dann wäre es höchste Zeit, dass er seine Funktionen, nämlich vom Abgeordnetenmandat angefangen, zurücklegt. Das wäre anständig und das wäre moralisch angebracht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn ein Präsident dieses Hauses, den ich auch nicht gewählt habe, nicht mehr weiß, wo die Grenzen zu ziehen sind (Abg. Strache: Der Präsident ist das Opfer und Sie sind die Täter! Täglich Beschimpfungen, die wir uns von Ihnen anhören müssen!), dann wäre es höchste Zeit, dass er seine Funktionen, nämlich vom Abgeordnetenmandat angefangen, zurücklegt. Das wäre anständig und das wäre moralisch angebracht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, dass wir ein gutes Forschungsbudget für die nächsten zwei Jahre haben, und bedanke mich für die erfolgreiche Verhandlung beim Herrn Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre also an der Zeit, ein Konzept zu erstellen und daranzugehen, das einmal zu überprüfen, denn immer nur zu sagen, die Freiheitlichen haben da unrecht, ist ein bisschen schwach. Gehen wir endlich her und überprüfen wir das: Gibt es einen Missbrauch mit den e-cards, ja oder nein? Und wenn es einen gibt, dann müssen auch die Konsequenzen daraus gezogen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für Prävention gibt es in Zukunft auch viel weniger Geld. Auf die Anfrage, warum es weniger Geld gibt, schreiben Sie, das war das Projekt Ihrer Vorgängerin und nicht Ihres, daher gibt es kein Geld mehr. – Dazu möchte ich schon sagen: Wenn jeder neue Minister immer das Rad neu erfindet, dann werden wir überhaupt nie etwas weiterbringen. Ich glaube, dass gerade die Prävention ein ganz, ganz wichtiger Ansatz im Bereich der Gesundheit ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prinz: Die Neue Grippe, nicht die „Schweinegrippe“!
Seien wir froh, dass die Schweinegrippe so schwach war. (Abg. Prinz: Die Neue Grippe, nicht die „Schweinegrippe“!) Aber wenn Sie auf meine Frage, warum es für die Schweinegrippe keine zusätzlichen Budgetmittel gibt oder für eine eventuelle andere Pandemie, die uns leider Gottes, wie wir gesehen haben, jederzeit drohen kann, antworten: Das ist jetzt nicht bekannt, und da warten wir ab, ob wir überhaupt etwas brauchen!, dann muss ich Ihnen sagen: Wenn es so weit ist, dann müssen wir schnell handeln, dann müssen die Mittel vorhanden sein.
Beifall bei der FPÖ.
Vor allem hätte ich mir erwartet, dass Sie, Herr Minister, ein bisschen kreativer sind und auch Dinge angehen, die nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten in diesem Land gehen, sondern die wirklich Einsparungen bringen, wie zum Beispiel durch das Unterbinden des Missbrauches bei den e-cards, wie zum Beispiel durch die Zusammenlegung der Krankenkassen. Dafür hätten Sie keine Leistungseinsparungen gebraucht, und dennoch wäre mehr Geld im System gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja auch! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich hat mich die Rede der Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein nicht überrascht, denn es wäre ein Wunder gewesen, wenn es beim Budget vonseiten der FPÖ nicht geheißen hätte: Alles ist furchtbar, alles ist schlecht und grauslich, die e-cards werden missbraucht, und wir sind ... (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja auch! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich weiß, in der neuen deutschen Sprechweise ist es e-card. (Die Rednerin spricht das Wort auf Deutsch aus.) Verzeihung! Ich sage noch immer e-card dazu. (Die Rednerin spricht das Wort auf Englisch aus.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Es hat mich auch der Stil, in dem die Rede gehalten wurde, nicht überrascht: despektierlich gegenüber dem Minister, in einem schnoddrigen Ton, meiner Meinung nach in einer Art und Weise, die diesem Hohen Haus nicht angemessen ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Jury: Es wird nichts getan, es wird nur geredet!
budget rettet, es ist nicht die Änderung der Verwaltungssituation der Krankenkassen, die ein Gesundheitssystem rettet, sondern es ist eine Mischung aus all diesen Dingen, und dort muss man schauen, wo Effizienzpotentiale zu heben sind, wo man versuchen kann, den prognostizierten Anstieg der Ausgaben im Gesundheitswesen einzudämmen. (Abg. Jury: Es wird nichts getan, es wird nur geredet!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube auch, dass im Wege der Prävention noch viel mehr getan gehört. Ich glaube, dass es an der Zeit ist, die Prävention zumindest einmal auf solche Beine zu stellen, dass wir in den nächsten wahrscheinlich nicht fünf, sondern in den nächsten 20 Jahren einmal einen Erfolg dahin gehend sehen werden, dass sich vielleicht künftige Generationen von Politikerinnen und Politikern nicht mehr mit dem Defizit der Krankenkassen, sondern mit gesunden Menschen beschäftigen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. List: Das kann er nicht!
Herr Kollege Keck, am 22. April, bei der Ersten Lesung des Budgets, haben Sie gemeint, ich sollte lernen, ein Budget zu lesen, weil für den Tierschutz 26 Millionen € veranschlagt sind. – Herr Kollege, ich würde Ihnen raten, dass Sie einmal den Lehrgang „Wie lese ich ein Budget?“ belegen und das lernen (Abg. List: Das kann er nicht!), denn diese Zahlen sind ganz einfach falsch! Ich glaube, Sie haben da Kraut und Rüben miteinander vermischt, denn man muss zwischen Tierschutz und Tiergesundheit beziehungsweise Veterinärwesen unterscheiden. Das ist Ihnen nicht gelungen – aber ich werde Ihnen das vielleicht am Abend erklären. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Herr Kollege Keck, am 22. April, bei der Ersten Lesung des Budgets, haben Sie gemeint, ich sollte lernen, ein Budget zu lesen, weil für den Tierschutz 26 Millionen € veranschlagt sind. – Herr Kollege, ich würde Ihnen raten, dass Sie einmal den Lehrgang „Wie lese ich ein Budget?“ belegen und das lernen (Abg. List: Das kann er nicht!), denn diese Zahlen sind ganz einfach falsch! Ich glaube, Sie haben da Kraut und Rüben miteinander vermischt, denn man muss zwischen Tierschutz und Tiergesundheit beziehungsweise Veterinärwesen unterscheiden. Das ist Ihnen nicht gelungen – aber ich werde Ihnen das vielleicht am Abend erklären. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege, nicht mit jedem Satz des Budgets, in dem das Wort „Tier“ enthalten ist, ist der Tierschutz gemeint, es gibt auch die Tiergesundheit! (Beifall beim BZÖ.) Die Kosten für den Tierschutz sind Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Vollzug des Bundestierschutzgesetzes, und diese sind so gering, dass sie nicht einmal explizit ausgewiesen sind – natürlich ausgenommen die Kosten für Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten.
Zwischenruf des Abg. List.
Vorgesehen sind Förderungen von Projekten, die das Verständnis in der Öffentlichkeit, insbesondere der Jugend, für Gedanken des Tierschutzes wecken und vertiefen. (Zwischenruf des Abg. List.) Nach § 2 des bundeseinheitlichen Tierschutzgesetzes sollen auch tierfreundliche Haltungssysteme, wissenschaftliche Tierschutzforschung und bundesländerübergreifende Anliegen des Tierschutzes gefördert werden. – Das ist alles, was für den Tierschutz budgetiert ist.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Vock.
Meine Damen und Herren, bei diesem Budget ist ersichtlich, wie wenig dieser Regierung der Tierschutz wert ist. Daher: Erfüllen Sie wenigstens die schon seit Langem gestellte Forderung, den Tierschutz in der Verfassung zu verankern, damit zumindest nach außen der Eindruck entsteht, dass Ihnen der Tierschutz etwas wert ist! – Danke. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Vock.)
Abg. Öllinger: Na ja!
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Wenn man sich so die Gesundheitsdebatten in Österreich und auch im Hohen Haus anhört, gewinnt man den Eindruck, man redet von zwei verschiedenen Welten: Wenn man international über Österreich liest, bekommen wir überall durchgehend Platz 1, 2 oder 3 – wobei es eher in Richtung Platz 1 geht –, und in den letzten zehn Jahren sind wir eindeutig besser geworden (Abg. Öllinger: Na ja!); wenn man die Debatte in Österreich verfolgt, hört man immer: Kein Geld, Defizit, geht nicht, Beiträge, alles furchtbar!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne sehe ich diese Debatte als positive Debatte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Mach klar, was Sache ist!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Grünewald zu Wort. 7 Minuten gewünschte Redezeit. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Mach klar, was Sache ist!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Tierschutz ist etwas Wichtiges und ich will ihn keineswegs lächerlich machen, aber ich gebe nur zu bedenken, dass wir es geschafft haben, hier ein bundesweit einheitliches Tierschutzgesetz zu verabschieden – Gratulation und bravo! –, aber ein bundesweit einheitliches Gesetz über Patientenrechte haben wir nicht, und das ist schon etwas irritierend. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich wünsche mir – Sie sind dialogfähiger als Ihre Vorgängerin, das unterstreiche ich, und man kann mit Ihnen auch seriös diskutieren – Folgendes: Man müsste die Länder dazu bringen, gemeinsam an den positiven Zielen zu arbeiten, denn sonst spielen Sie hier – wie soll ich es ausdrücken? –, ich habe es schon einmal gesagt: „Erwachet, erwachet!“, aber alle schlafen, und das kann es nicht sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir wissen, dass Armut krank macht, dass Krankheit arm macht. Wir haben für die Personengruppen, die Abgeordneter Rasinger angesprochen hat, nämlich Menschen mit niedrigem Einkommen, Menschen, die älter sind, die von der Pension leben müssen, einen guten Zugang zu unserem hoch qualitativen Gesundheitswesen. – Dieses Budget sichert das ab. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: „Einigermaßen“! – Abg. Dr. Pirklhuber: „Einigermaßen“, richtig!
das, einigermaßen gut funktioniert. (Abg. Öllinger: „Einigermaßen“! – Abg. Dr. Pirklhuber: „Einigermaßen“, richtig!) – Genau so habe ich es gemeint! (Abg. Öllinger: Wir wollten nur unterstreichen!) Ich gebe es ja zu.
Abg. Öllinger: Wir wollten nur unterstreichen!
das, einigermaßen gut funktioniert. (Abg. Öllinger: „Einigermaßen“! – Abg. Dr. Pirklhuber: „Einigermaßen“, richtig!) – Genau so habe ich es gemeint! (Abg. Öllinger: Wir wollten nur unterstreichen!) Ich gebe es ja zu.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Meinung – und das war immer die Meinung der sozialdemokratischen Fraktion – war, dass die finanzielle Situation den Bestand der AGES nicht gewährleistet. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Aber trotzdem ist es gelungen, hervorragende Arbeit durch die Mitarbeiter der AGES zu erfahren. Ich möchte daher die Gelegenheit wahrnehmen und mich bei den engagierten Mitarbeitern der AGES recht herzlich bedanken. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Meine Meinung – und das war immer die Meinung der sozialdemokratischen Fraktion – war, dass die finanzielle Situation den Bestand der AGES nicht gewährleistet. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Aber trotzdem ist es gelungen, hervorragende Arbeit durch die Mitarbeiter der AGES zu erfahren. Ich möchte daher die Gelegenheit wahrnehmen und mich bei den engagierten Mitarbeitern der AGES recht herzlich bedanken. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend noch folgende Feststellung: Die Österreicher haben kein besonderes Problem durch schadhafte Lebensmittel. Wir haben ein Problem durch Fehlernährung, durch mangelnde Bewegung, und dieses, Hohes Haus, sollten wir in Zusammenarbeit mit Bundesminister Alois Stöger bekämpfen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Unterm Strich bedeutet das: Es halbiert sich der Preis für den Patienten, für die Krankenkasse bleibt alles gleich, für die Allgemeinheit beziehungsweise für den Staat, für die Volkswirtschaft ist es ein Totalausfall. Wenn man es also gegenrechnet – das müsste man einmal machen; das fehlt mir, bis heute scheint in keiner Weise irgendwo eine diesbezügliche Berechnung auf oder in irgendeiner Form eine Kalkulation. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Was ist bei einer Vogelgrippe-Pandemie?
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Was ist bei einer Vogelgrippe-Pandemie?)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es mir ein Anliegen, bei der Debatte zum Gesundheitsbereich zunächst allen Damen und Herren, Bürgerinnen und Bürgern zu danken, die in diesem Sektor arbeiten. Dabei denke ich nicht so sehr an jene in den Sozialversicherungen, auch, aber ich denke vor allem an die Ärztinnen und Ärzte, an die Krankenschwestern, an die Fahrer von Rettungsfahrzeugen, an alle, die Tag und Nacht da sind. Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich jener annehmen, die in eine Krisensituation kommen. Das ist eine ganz besondere Aufgabe. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Der nächste Punkt. Wir haben eine ungemein hohe Anspruchserwartung. Das ist vielleicht zum Teil traditionell so gewachsen, aber ich denke, wir müssen die Eigenverantwortung etwas ausbauen. Deshalb müssen wir alle, meine ich, daran arbeiten, den Präventionsgedanken stärker in das Bewusstsein der Bürger zu rücken (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), die Menschen dazu zu bringen und dafür zu gewinnen, dass die Gesunderhaltung das Beste und auch das Wirtschaftlichste für jeden Einzelnen ist. Das ist eine Aufgabe, an der wir uns nicht vorbeischwindeln können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der nächste Punkt. Wir haben eine ungemein hohe Anspruchserwartung. Das ist vielleicht zum Teil traditionell so gewachsen, aber ich denke, wir müssen die Eigenverantwortung etwas ausbauen. Deshalb müssen wir alle, meine ich, daran arbeiten, den Präventionsgedanken stärker in das Bewusstsein der Bürger zu rücken (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), die Menschen dazu zu bringen und dafür zu gewinnen, dass die Gesunderhaltung das Beste und auch das Wirtschaftlichste für jeden Einzelnen ist. Das ist eine Aufgabe, an der wir uns nicht vorbeischwindeln können. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Herr Bundesminister Stöger, Sie haben heute gesagt, dass wir beginnen, ein neues Kapitel zu schreiben. – Gut, ich hoffe es auch, denn ich wäre froh, die ewigen Meldungen, die jeden Tag wiederkehren, nämlich irgendeine Gebietskrankenkasse hätte Zahlungsprobleme, nicht mehr hören zu müssen. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Sehen Sie, diese Fragen müssen wir einmal besprechen! Darüber müssen wir nachdenken! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Abg. Dolinschek: Manche geben sie auch weiter!
Letzten Endes geht es immer um die Diskussion über die e-card und deren richtige Verwendung. Natürlich gibt es da und dort irgendwelche Probleme oder Troubles – darüber muss man reden, keine Frage –, aber wir müssen auch hier einmal sagen und allgemein anerkennen, dass die e-card etwas ganz Tolles ist, ein einmaliges Anwendungsprodukt, das jeder Bürger hat (Abg. Dolinschek: Manche geben sie auch weiter!), dass die e-card wirklich europaweit eine einzigartige Leistung darstellt.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Wenn wir die Bauernkrankenkasse ...!
Du warst Staatssekretär, lieber Sigi Dolinschek, du hättest all das, was du heute besser weißt, selbst machen können. Aber diese Zeit ist vorbei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Wenn wir die Bauernkrankenkasse ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier. – Abg. Dolinschek: Halleluja!
Wir müssen Folgendes sehr klar sehen: Wenn wir nach Kontrolle rufen oder sie einfordern, dann ist die Kontrolle vor allem von denen durchzuführen, welche die e-card auch als Abrechnungsdokument oder als Abrechnungszertifikat verwenden. Darüber wird in der nächsten Zeit zu diskutieren sein – ohne Zuordnung von Fehlerlastigkeiten, nein, darum geht es überhaupt nicht. Es geht um eine Neuausrichtung, eine Verbesserung, um morgen einiges anders, besser zu machen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier. – Abg. Dolinschek: Halleluja!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.
Meinung nach entsprechende Strukturreformen mehr denn je gefordert. Gar so begeistert kann Ihr Regierungspartner nicht über diese Kassenfinanzierung sein, denn ich frage mich, warum letzte Woche im Rahmen der Budgetbegleitgesetze vier Abgeordnete der ÖVP dieser Krankenkassensanierung nicht zugestimmt haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) Irgendetwas stimmt da nicht an der tollen Weiterentwicklung dieses Systems. Oder war es nur, weil in Vorarlberg und in Oberösterreich Wahlen sind, dass man hier ein bisschen laute Töne spuckt und ein bisschen Oppositionsarbeit macht?
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich glaube, es ist viel zu tun und es ist vor allem eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einer umfassenden Gesundheitsreform gefragt, eine Auseinandersetzung mit wichtigen und neuen Inhalten wie zum Beispiel einem einheitlichen Leistungskatalog, einer einheitlichen Honorarordnung oder der Einbindung des Bereichs der Pflege in ein entsprechendes Gesundheitskonzept. Ich glaube, es ist unerlässlich, dass Sie diese Wege rasch beschreiten, denn nur so können wir unser gutes System auch zukunftssicher machen und, was vor allem wichtig ist, leistbar für alle Menschen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
einfach flüchten und ein Suchtverhalten an den Tag legen, da muss ihnen geholfen werden: Prävention muss also überall ansetzen. – Ich glaube, es wäre wirklich sehr gut, wenn wir gemeinsam Überlegungen hinsichtlich eines sogenannten Präventionsgesetzes anstellten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt ist es so, dass es sehr viele Anbieter und unterschiedliche Zahler gibt, und damit ist es ein zersplittertes System. Ein Gesetz könnte die Zersplitterung beseitigen. Es würde sich sicherlich lohnen, denn die Menschen könnten dadurch auch gesünder werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aber jetzt das Beispiel: Wenn etwa eine Pharmafirma ein wirkstoffidentisches Medikament für eine bestimmte Krankheit – das gibt es: Makuladegeneration; ich weiß nicht, ob ich das Beispiel schon gebracht habe – völlig neu herausbringt und um das Hundertfache, Zwanzigfache, Fünffache oder Zweifache des Preises verkauft, um den es ursprünglich auf dem Markt war, da allerdings nicht gegen Makuladegeneration, sondern als Krebsmedikament, wenn das also so ist – und das ist so, egal, von welchen Margen wir jetzt reden –, dann ist zumindest in einem Bereich schon deutlich genug illustriert, welche Probleme wir da haben, Herr Kollege Rasinger! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Tun wir es! Machen wir etwas gemeinsam! Nehmen Sie die Opposition mit, wozu Sie noch immer nicht bereit waren, aber reden wir auch offen über die Probleme und lassen wir dabei, wenn möglich, das billige parteipolitische „Gehäcksel“ weg, das ist die Sache wirklich nicht wert. Es geht in diesem Fall um die Zukunft, und das wäre es wert, zu Gemeinsamkeiten zu finden. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, darf ich in unserer Mitte den Präsidenten des Schwedischen Reichstags, Herrn Per Westerberg, sehr herzlich begrüßen, der unserer Debatte folgt, begleitet von einer Delegation von Abgeordneten, die ich ebenfalls sehr, sehr herzlich begrüße. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne bitte ich um Zustimmung! Und Ihnen, Herr Minister, darf ich die Unterstützung für diese Vorhaben auch von meiner Fraktion zusagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rasinger: Wo?
Wenn ich höre, dass jemand bei einer Meniskusoperation, wenn er es sich nicht leisten kann, sechs Monate Wartezeit hat, aber wenn er dann sagt, ich gehe privat in die Ordination des Herrn Primars oder des Herrn Oberarztes, diese Operation plötzlich in 14 Tagen bekommen kann (Abg. Dr. Rasinger: Wo?), dann ist das eine Zwei-Klassen-Medizin: Wer es sich leisten kann, bekommt schnell Hilfe, wer es sich nicht leisten kann, muss warten. (Abg. Mag. Johann Maier: Gleichbehandlungskommission oder Anti-Korruptionsstaatsanwalt!)
Abg. Mag. Johann Maier: Gleichbehandlungskommission oder Anti-Korruptionsstaatsanwalt!
Wenn ich höre, dass jemand bei einer Meniskusoperation, wenn er es sich nicht leisten kann, sechs Monate Wartezeit hat, aber wenn er dann sagt, ich gehe privat in die Ordination des Herrn Primars oder des Herrn Oberarztes, diese Operation plötzlich in 14 Tagen bekommen kann (Abg. Dr. Rasinger: Wo?), dann ist das eine Zwei-Klassen-Medizin: Wer es sich leisten kann, bekommt schnell Hilfe, wer es sich nicht leisten kann, muss warten. (Abg. Mag. Johann Maier: Gleichbehandlungskommission oder Anti-Korruptionsstaatsanwalt!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Die Hamster-Fraktion!
Wundern Sie sich daher nicht, dass wir, wenn Sie permanent versuchen, uns in ein Eck zu drängen, auch anfangen zurückzubeißen. Wir haben diesen Kampf zwar nicht begonnen, aber wir stellen uns diesem Kampf gerne. Diesen Kampf werden wir aber sicher nicht auf der Straße fortsetzen, dort, wo die linken Demonstranten das machen, sondern wir werden das gehoben machen, und zwar hier in Debattenbeiträgen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Die Hamster-Fraktion!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich meine, es ist ein Budget, von dem wir sagen können, es ist ein Budget, das dem Tierschutz nützt, das der Tiergesundheit nützt. Ich kann Herrm Bundesminister Stöger nur wirklich recht herzlich dafür danken! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rasinger: Unsinn!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! 30 Prozent der Behandlungen werden aufgrund von falschen Diagnosen durchgeführt. Qualitätskontrollen, die in der Wirtschaft ganz normal und an der Tagesordnung sind, gibt es im Gesundheitssystem nicht. (Abg. Dr. Rasinger: Unsinn!)
Beifall beim BZÖ.
Nur zu sagen, woanders ist es schlechter und deshalb ist unser System besonders gut, ist sicher nicht das, was wir brauchen. Es gibt Probleme – es gibt eine Reihe von Problemen! – im Gesundheitssystem. Wir müssen hinsehen und dürfen nicht wegsehen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, wir brauchen Reformen mit Weitblick! Da liegt noch einiges vor Ihnen, wozu wir Ihnen auch viel Glück wünschen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Gesundheitspolitik heißt aber auch, Kindern und Jugendlichen das Recht auf gesundheitliche Vorsorge, das Recht auf therapeutische Behandlung zu geben und das Recht auf Gesundheit zu gewähren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Budget insgesamt ist zweifellos krisengeprägt. Wir können davon ausgehen, dass das auch für die nächsten Budgets so sein wird. Trotzdem werden wir gefordert sein, die Qualität unseres Gesundheitssystems zu sichern. Ich denke daher, dass wir in dieser Frage wohl einen breiten Schulterschluss werden suchen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was ist das für ein Budget, das von den eigenen Koalitionsparteien, von der eigenen Regierung vor das Höchstgericht gezerrt wird? (Beifall beim BZÖ.) Das ist in Wirklichkeit ein Patient, der behandelt gehört!
Abg. Silhavy: Aber nicht von Ihnen und Ihren Ambulanzgebühren, die seinerzeit ...!
Was braucht es mehr, um zu erkennen, dass dieses wichtige Kapitel im Budget, das Kapitel Gesundheit, in Wirklichkeit ein Patient ist, der dringend behandelt werden muss?! (Abg. Silhavy: Aber nicht von Ihnen und Ihren Ambulanzgebühren, die seinerzeit ...!) – Schauen S’, Frau Kollegin, wenn Sie jetzt Ihre Einwürfe machen, dann möchte ich Ihnen sagen: Unter einer Regierungsbeteiligung des BZÖ hat es Reformen im Gesundheitsbereich gegeben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was braucht es mehr, um zu erkennen, dass dieses wichtige Kapitel im Budget, das Kapitel Gesundheit, in Wirklichkeit ein Patient ist, der dringend behandelt werden muss?! (Abg. Silhavy: Aber nicht von Ihnen und Ihren Ambulanzgebühren, die seinerzeit ...!) – Schauen S’, Frau Kollegin, wenn Sie jetzt Ihre Einwürfe machen, dann möchte ich Ihnen sagen: Unter einer Regierungsbeteiligung des BZÖ hat es Reformen im Gesundheitsbereich gegeben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Silhavy: Ambulanzgebühren!
Da gab es das erste Mal einen Versuch – und es freut mich, dass der Kollege von der Sozialdemokratie dem zustimmt und nickt! –, sodass sich im Gesundheitsbereich etwas bewegt hat. (Abg. Silhavy: Ambulanzgebühren!) Ich bin stolz darauf, dass es unter einer Verantwortung des BZÖ niemanden gegeben hat – schon gar nicht einen Koalitionspartner! –, der diese Reformen vor das Höchstgericht gezerrt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da gab es das erste Mal einen Versuch – und es freut mich, dass der Kollege von der Sozialdemokratie dem zustimmt und nickt! –, sodass sich im Gesundheitsbereich etwas bewegt hat. (Abg. Silhavy: Ambulanzgebühren!) Ich bin stolz darauf, dass es unter einer Verantwortung des BZÖ niemanden gegeben hat – schon gar nicht einen Koalitionspartner! –, der diese Reformen vor das Höchstgericht gezerrt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Die Mittel werden nämlich folgendermaßen verwendet: Als Zuschuss zum Betrieb des Hanusch-Krankenhauses sind immerhin 30 Millionen € vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – das könnte durchaus auch das Bundesland Wien zahlen –, zum Ausgleich unterschiedlicher Strukturen – das sind 45 Prozent (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy) –, zum Ausgleich unterschiedlicher Liquiditäten – da werden schon wieder die, die nicht gespart haben, belohnt –, und zur Deckung eines besonderen Ausgleichbedarfs. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy
Die Mittel werden nämlich folgendermaßen verwendet: Als Zuschuss zum Betrieb des Hanusch-Krankenhauses sind immerhin 30 Millionen € vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – das könnte durchaus auch das Bundesland Wien zahlen –, zum Ausgleich unterschiedlicher Strukturen – das sind 45 Prozent (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy) –, zum Ausgleich unterschiedlicher Liquiditäten – da werden schon wieder die, die nicht gespart haben, belohnt –, und zur Deckung eines besonderen Ausgleichbedarfs. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Die Mittel werden nämlich folgendermaßen verwendet: Als Zuschuss zum Betrieb des Hanusch-Krankenhauses sind immerhin 30 Millionen € vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – das könnte durchaus auch das Bundesland Wien zahlen –, zum Ausgleich unterschiedlicher Strukturen – das sind 45 Prozent (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy) –, zum Ausgleich unterschiedlicher Liquiditäten – da werden schon wieder die, die nicht gespart haben, belohnt –, und zur Deckung eines besonderen Ausgleichbedarfs. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Die Mittel werden aufgebracht durch 2 Prozent des Beitragsaufkommens jeder Gebietskrankenkasse, durch Steuermittel – nämlich die GSBG-Mittel –, durch die Dienstgeberabgabe – die Steuer, die Dienstgeber zahlen, die mehrere geringfügige Dienstnehmer beschäftigen – und durch Zinseinnahmen. Das Volumen des Fonds beläuft sich im Jahr 2008 auf 278,2 Millionen €, und wir müssen eben dafür sorgen, dass diese Mittel (Zwischenruf der Abg. Silhavy) gerechter verteilt werden. Oberösterreich wird nicht mehr hinnehmen, dass diese Mittel so ungerecht verteilt werden.
Beifall bei der ÖVP.
Wir schlagen vor, dass statt 2 Prozent in einer ersten Phase nur mehr 1 Prozent Ausgleichsfondsmittel durch die Gebietskrankenkassen zur Verfügung gestellt werden und in einem weiteren Schritt diese 2 Prozent überhaupt abgeschafft werden. Es sind nämlich auch dann noch genug Mittel vorhanden, um ausgleichen zu können. Wir können in Zukunft nicht mehr zu der Vorgehensweise stehen, dass die Wiener Gebietskrankenkasse keinen Sparkurs einschlägt. Wir fordern Sie, Herr Bundesminister, auf – und ich glaube, es hat schon sehr positive Gespräche in diese Richtung gegeben –, darüber noch nachzudenken, über den Ausgleichsfonds zu diskutieren und im Zuge der 70. ASVG-Novelle eine befriedigende Lösung – auch für die anderen Bundesländer – finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Also das, Herr Bundesminister Stöger, ist so nicht machbar; das ist unsere feste Überzeugung. Das ist auch so in diesem Budget nicht machbar, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ. Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie bis zur Beschlussfassung eine Nachbesserung vorschlagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Missverständnis!
Allerdings bin ich schon überrascht über eine Antwort, in der Sie mir schreiben, für das Jahr 2009 werden Sie für die Information über gentechnikfreie Lebensmittel eine Broschüre neu auflegen, „Vom Feld bis zum Teller“ – Kennzeichnung genetisch veränderter Lebensmittel –, mir aber gleichzeitig mitteilen, dass zum Teil angemeldete Vorhaben in diesem Bereich wegen des restriktiven Budgetvollzugs nicht realisiert beziehungsweise weitergeführt werden können. Okay, für das Jahr 2009. Leider – sage ich – haben Sie mir für das Jahr 2010 – meine Frage war explizit auch auf das Jahr 2010 bezogen – genau dieselbe Antwort gegeben. Ich nehme an, das war ein Missverständnis Ihres Beamten. (Abg. Öllinger: Missverständnis!) 2009 und 2010, das sind zwei verschiedene Jahre.
Abg. Silhavy: Die Redezeit, Herr Kollege!
Jetzt noch zur Blauzungenkrankheit: Wir haben in den Ausschüssen schon viel diskutiert. – Es ist ein Desaster, muss ich Ihnen ehrlich sagen. Es ist nicht Ihre Verantwortung; das hat noch Ihre Vorgängerin zu verantworten, weil im Kern die Finanzierung nicht gesichert ist. 13,5 Millionen € sind für die Jahre 2009 und 2010 in Summe budgetiert, obwohl Sie selbst bereits gesagt haben, in Zukunft solle die Impfung freiwillig sein. Ich gehe davon aus, dass diese Art von Budgetierung notwendig ist, weil der Finanzminister die bisher getätigten Ausgaben nicht gedeckt hat. Es wäre interessant, das noch einmal zu hören und zu erfahren. (Abg. Silhavy: Die Redezeit, Herr Kollege!)
Beifall bei den Grünen.
Die Novelle des Gesundheits- und Ernährungssicherheitsgesetzes ist unumgänglich. Wir brauchen mehr Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger, und wir brauchen eine Sicherheit bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Andererseits zum Kollegen Dr. Strutz: Es ist ganz klar, das BZÖ hat während seiner Regierungstätigkeit sehr wohl Reformen im Gesundheitswesen gemacht, aber unter der schwarz-blauen beziehungsweise schwarz-orangen Regierung auch Mitverantwortung dafür getragen, dass Mindereinnahmen für die Gebietskrankenkassen in der Höhe von 345 Millionen € verursacht wurden. – Es gehört einmal auf den Punkt gebracht, wer das verursacht hat. – Daher: Lesen Sie bitte im Rechungshofbericht nach, bevor Sie solche Aussagen machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn sich die Regierung dazu bekannt hat, unser Gesundheitswesen weiter zu verbessern, dann ist für mich auch klar, dass die personellen Ressourcen diesbezüglich eine Schlüsselrolle spielen. Daher sind jene Personen, welche die Gesundheitsdienstleistungen am und für die Menschen erbringen, einfach das Um und Auf im Gesundheitswesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meiner Meinung nach wäre es in diesem Zusammenhang eben sehr wichtig – über die postpromotionellen Ausbildungen hinaus, die der Arzt im Rahmen von Lehrpraxen künftig machen kann –, auch eine modulare Ausbildung für alle im Gesundheitsbereich tätigen Menschen zu gewährleisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Jury (BZÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Gesundheitsdebatte im österreichischen Parlament – immer wieder eine spannende Angelegenheit; spannend vor allem dann, wenn man sich den Hintergrund dieser ganzen Gesundheitsdebatte vor Augen führt. Es werden Budgets festgeschrieben, fortgeschrieben, es werden Abgänge einfach vom Staat übernommen, aber es wird null Augenmerk gerichtet auf eine Strukturreform des Gesundheitssystems. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das österreichische Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt, und, Herr Dr. Rasinger, es stimmt schon, natürlich wollen wir auch die PensionistInnen, die Mindestpensionistinnen in Zukunft anständig ärztlich betreuen. Aber wenn das auch in Zukunft fortgeschrieben und festgeschrieben sein soll, dass jeder eine anständige ärztliche Grundversorgung in Österreich haben kann, dann brauchen wir Strukturreformen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wozu brauchen wir 26 Krankenversicherungsträger? Oder – Herr Abgeordneter Maier, das ist immer wieder Ihr schönes Thema, wenn man sich das anschaut –: Über 50 000 e-cards werden gestohlen, 144 000 e-cards gehen verloren. Da gibt es wohl einen schwunghaften Handel, und das wäre schon einmal ein Punkt, um einzuhaken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Beim Verlassen des Rednerpultes hält Abg. Jury seine Redeunterlage, eine rosa Karte, in Richtung von Bundesminister Stöger. – Abg. Mag. Johann Maier: Das ist keine rote Karte! Das ist eine rosa Karte!
Herr Bundesminister, leiten Sie Strukturreformen ein, sonst zeigt Ihnen die Bevölkerung irgendwann die rote Karte. (Beifall beim BZÖ. – Beim Verlassen des Rednerpultes hält Abg. Jury seine Redeunterlage, eine rosa Karte, in Richtung von Bundesminister Stöger. – Abg. Mag. Johann Maier: Das ist keine rote Karte! Das ist eine rosa Karte!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Für mich war diese Karte nicht rot, sondern rosa, Herr Kollege (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und ich versichere Ihnen, wir sehen die Gesundheitsvorsorge in Österreich realistisch – und nicht mit einer rosa Brille. (Abg. Jury: Nein, Sie sehen sie mit der rosa Brille!)
Abg. Jury: Nein, Sie sehen sie mit der rosa Brille!
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Für mich war diese Karte nicht rot, sondern rosa, Herr Kollege (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und ich versichere Ihnen, wir sehen die Gesundheitsvorsorge in Österreich realistisch – und nicht mit einer rosa Brille. (Abg. Jury: Nein, Sie sehen sie mit der rosa Brille!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Engagieren wir uns für die, die mit dem Vergessen leben müssen, denn für alle sollte das Leben lebenswert sein! Das sehe ich auch als eine Aufgabe unserer Gesundheitspolitik. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
ist diese Aussage des Kollegen Strutz als unrichtig zu bezeichnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die im Budget veranschlagten finanziellen Mittel, die für die Überprüfung der Einhaltung der Qualität und der übergreifenden Finanzierung im Gesundheitswesen vorgesehen sind – für 2009 in der Höhe von 2,47 Millionen € und für 2010 ansteigend auf 2,54 Millionen € –, sind ein klares Zeichen und ein Bekenntnis für den Erhalt und die Ausweitung einer ökonomisch effizienten und qualitativ hohen Gesundheitsversorgung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Schlusssatz – wir haben ja gestern sehr viel über die Erfolge der filmschaffenden KünstlerInnen gehört –: Würde es einen Preis für hervorragende Leistungen in der Gesundheitsversorgung geben, so bin ich überzeugt davon, dass Österreich für das Gesundheitssystem und für die Gesundheitsversorgung die Goldene Palme erhalten würde. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist: Wir müssen auf jeden Fall die Eigenverantwortung weit stärker in den Vordergrund stellen. Wir müssen alles daransetzen, dass gerade die Jugend im Bereich Ernährung, im Bereich Bewegung in die richtige Richtung gelenkt wird. So können wir verschiedene große Risken hintanhalten. Im Bereiche Ernährung und natürlich auch im Bewegungsbereich liegt jedenfalls ein wichtiger Faktor in der Vorsorge. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit der Dotierung in diesem Budgetbereich wurde ein erster guter Schritt für Maßnahmen und die notwendige Vorsorge getroffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Käse, der nicht einen Tropfen Milch mehr beinhaltet, ist ein großes Risiko, weil man nicht weiß, wie sich das auf die Gesundheit auswirkt, weil man vor allem aber auch die Situation der österreichischen Landwirte betrachten muss, die jetzt schon sozusagen angehalten werden, weniger zu produzieren und ohnehin einen schlechten Preis für die Milch bekommen. Wenn das noch dazu dadurch angeheizt werden würde, dass Kunstkäse in Österreich produziert wird, wäre es um unserer Bauern schlecht bestellt. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Was mich ein bisschen traurig stimmt, ist, dass wir seit nunmehr fast einem Dreivierteljahr die Konstituierung der Ausschüsse hinter uns haben und noch keinen einzigen Ausschuss für Konsumentenschutz abgehalten haben. Mittlerweile liegen zahlreiche Initiativen in diesem Ausschuss, und ich hoffe, dass der Ausschussobmann bald einmal einen entsprechenden Ausschuss einberufen wird. Termine gibt es schon, glaube ich. Es ist zwar schon ein bisschen spät, denn wir werden noch einiges zu tun haben, aber ich hoffe auch in diesem Bereich auf eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister Hundstorfer, ich darf Ihnen und Ihrem Team für die tolle Verhandlung recht herzlich danken. Es ist damit sichergestellt, dass die Menschen in Österreich eine soziale Absicherung haben und dass wir zielführend und sinnvoll die Krise bekämpfen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
bedürftige gibt. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Bitte, Herr Kollege! – Okay, es hat ihm wieder die Rede verschlagen. – Es gibt keine bessere sozialversicherungsrechtliche Absicherung von pflegenden und betreuenden Angehörigen ab der Pflegestufe 3.
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, es gibt eine Schieflage in all diesen Bereichen, auch bei den Lohnverhandlungen. Wenn ich mir das so anschaue: Es sollen auf der einen Seite, auch wenn man in den vergangenen Jahren Gewinne erwirtschaftet hat, die Mitarbeiter bei den zukünftigen Lohnverhandlungen auf Lohnerhöhungen verzichten – das wird von den Mitarbeitern immer öfter verlangt, obwohl diese Betriebe in der Vergangenheit gute wirtschaftliche Gewinne erzielt haben; dadurch sinkt wiederum die Kaufkraft –, auf der anderen Seite werden Bonifikationen für Manager ausgezahlt. Das alles ist natürlich für den Arbeitsmarkt besonders schlecht, und ich frage mich schon, wie die Gewerkschaft hier fuhrwerkt und wie sie das in Zukunft handhaben will, denn die Verhandlungen müssen ganz einfach besser geführt werden für die arbeitenden Menschen. Man hat hier eine große Chance vertan. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bereich sollten Sie sich in der Zukunft für die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten besonders einsetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Nein, Herr Abgeordneter Dolinschek, es ist nicht so, dass gerade im Bereich der Konsummöglichkeiten die Vorzeichen nicht relativ günstig stünden. Es gibt eine Inflation, die ständig abnimmt, die schon gar keine mehr ist, relativ hohe Lohnabschlüsse aus dem letzten Herbst und auch jetzt noch und die steuerliche Entlastung, das heißt ein Bündel von Maßnahmen, das die Kaufkraft prinzipiell stärken würde und auch stärkt, wenn der Optimismus der Konsumenten aufrecht bleibt. Und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist eine politische Aufgabe, aber natürlich auch eine Aufgabe für die Arbeitgeber, die Wirtschaft insgesamt und die Sozialpartner. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Es wird mehr Solidarität als sonst üblich mit den Schwächeren brauchen. Dazu sind wir bereit, um dann emotional gestärkt aus dieser Krise herauszugehen, die uns aber – das wird uns nicht erspart bleiben – in den nächsten Monaten in Sachen Arbeitsmarkt noch ein Stück härter treffen wird als ohnehin schon in den letzten Monaten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Das haben Sie, glaube ich, falsch verstanden!
Steuern in Erwägung ziehen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Das haben Sie, glaube ich, falsch verstanden!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich fordere Sie und die Regierungsparteien unbedingt auf, hier eine Erhöhung vorzunehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Meine Damen und Herren, die von der Krise Betroffenen brauchen unsere Unterstützung, doch darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass wir am österreichischen Arbeitsmarkt Probleme haben, die wir schon lange mitschleppen, und das ist zum einen die Benachteiligung von Frauen. Wir haben erst jetzt wieder ein EU-Ranking bekommen, das aufzeigt, dass von den 27 EU-Ländern Österreich an vorletzter Stelle steht, was eine gerechte Entlohnung von Frauen betrifft – nur Estland ist noch hinter uns! (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen.
Fakt ist offenbar, dass Ihre Maßnahmen sowie die Ihrer VorgängerInnen und KollegInnen alle ins Leere gehen! Es funktioniert nicht, sonst hätten wir nicht diese Zahlen. Ich verlange von Ihnen endlich eine massive Offensive, um diese Einkommensungerechtigkeiten für Frauen endgültig abzuschaffen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, solche innovativen Überlegungen erwarte ich mir in Zeiten einer Krise beziehungsweise in Zeiten von Umstellung und Umorientierung von einem zuständigen Minister! Aber dieses Budget ist das Abbild einer konservativen, strukturkonservativen Politik – und damit leider eine vertane Chance. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine also, abschließend gesagt: Kurzarbeit ermöglicht eine faire Lastenverteilung zwischen Beschäftigten und Betrieben, Aussetzverträge bringen aber nur Nachteile für die Arbeitnehmer. Ich denke, darauf sollte man in so einer Diskussion hinweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir dürfen auch nicht vergessen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir einem massiven Fachkräftemangel entgegensehen. In der demographischen Entwicklung wird für 2015 und 2016 ein historischer Tiefstand im Bereich der 16-Jährigen prognostiziert. Deshalb ist es wichtig, jetzt – auch in Zeiten der Wirtschaftskrise und auch im öffentlichen Dienst – den Jugendlichen eine gute Ausbildung zukommen zu lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im öffentlichen Bereich gibt es sehr positive Beispiele wie das Bundesheer, wo 30 verschiedene Lehrberufe erlernt werden können; es gibt aber auch negative Beispiele, und da sollten wir ansetzen. Wir sollten aber auch – auch das habe ich letzte Woche schon angesprochen – vor allem in den Ländern, in den Gemeinden unsere Bürgermeister dazu anhalten, dort massiv voranzutreiben, dass jungen Menschen vor Ort Lehrstellen angeboten werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind wir den jungen Menschen schuldig! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Ein letzter Bereich, den ich noch ansprechen möchte, ist die neue Lehrlingsförderung, weil das der Herr Minister immer so bejubelt. Wenn man sich das näher anschaut, muss man allerdings feststellen, dass es hier zu einem Minus kommt und dass das eine Verschlechterung darstellt, auch wenn das die ÖVP nicht gerne hört; das letzte Mal gab es dazu die wildesten Zurufe. Vergleichen wir das mit dem „Blum-Bonus“, der von einem Ihrer Abgeordneten als „ewiggestrig“ bezeichnet wurde, so hat dieser den einzelnen Betrieben 8 400 € im Jahr gebracht. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der FPÖ.
Die „Lehrlingsförderung neu“ ergibt – unbürokratisch und mit einfachem Zugang – bei einem Lehrling, beispielsweise im Metallgewerbe, eine Förderung in der Höhe von 6 250 €. Das bedeutet also in Wirklichkeit ein Minus von 2 150 €! Das gehört hier gesagt, damit man nicht in Jubelgesänge ausbricht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben alles zu unternehmen, um unseren jungen Menschen wirklich die bestmögliche Ausbildung zu geben und dies auch sicherzustellen. Wir dürfen nicht vergessen, sie bedeuten auch unsere Zukunft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Ein bisserl mutiger, Frau Kollegin!
Wenn ich mir vorstelle, dass ein Unternehmen zuzusperren droht und man den Arbeitnehmern die Verantwortung für das Unternehmen und das Unternehmerrisiko umhängen will, dann kann ich Ihnen nur sagen, nein danke! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Ein bisserl mutiger, Frau Kollegin!)
Abg. Mag. Schatz: Wenn sie das wollen!
Mut, Mut – entschuldigen Sie: Auf der einen Seite sagen Sie, wenn Leute in die Arbeitslosigkeit fallen, sind ganze Familien davon betroffen und wir bringen ganze Familien in die Armut, und auf der anderen Seite wollen Sie Mitarbeitern ein Unternehmerrisiko anhängen, wo die Mitarbeiter gar nicht wissen, wie das Unternehmen beisammen ist. (Abg. Mag. Schatz: Wenn sie das wollen!) Ich würde sagen, bleiben Sie seriös! Diese Bundesregierung zeigt vor, dass sie gerade in der Krise seriöse Politik macht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mut, Mut – entschuldigen Sie: Auf der einen Seite sagen Sie, wenn Leute in die Arbeitslosigkeit fallen, sind ganze Familien davon betroffen und wir bringen ganze Familien in die Armut, und auf der anderen Seite wollen Sie Mitarbeitern ein Unternehmerrisiko anhängen, wo die Mitarbeiter gar nicht wissen, wie das Unternehmen beisammen ist. (Abg. Mag. Schatz: Wenn sie das wollen!) Ich würde sagen, bleiben Sie seriös! Diese Bundesregierung zeigt vor, dass sie gerade in der Krise seriöse Politik macht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Letzter Satz: Ich finde, die Initiative von unserem Herrn Wirtschaftsminister Mitterlehner, dem mehrmals täglichen Ändern von Spritpreisen durch eine Verordnung Einhalt zu gebieten, ist sehr zu begrüßen, und ich würde mir wünschen, dass sich auch der Herr Bundesminister Hundstorfer, der für den Konsumentenschutz zuständig ist, mit einbindet, damit für die Konsumentinnen und Konsumenten vor dem Sommer wirklich noch eine befriedigende Lösung gefunden werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Charme hätte, Nationalratspräsidentin Prammer für die subjektive und parteipolitische Vorsitzführung, die sie hier in diesem Haus walten lässt, abzuwählen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Für jene, die es nicht wissen: Das ist diese Frau Ederer, die, wenn mich nicht alles täuscht, Herrn Swoboda in Wirtschaftsbelangen ordentlich berät, sodass sich die sozialdemokratische Art und Weise, wie man Jobs in diesem Land ruiniert, vielleicht auch auf europäischer Ebene fortsetzt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
1 Million Menschen in diesem Land müssen ihr Leben unter der Armutsgrenze fristen, darunter 90 000 Kinder. In weiterer Folge sind 250 000 Kinder akut armutsgefährdet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Grundsicherung! – Abg. Petzner: Das versteht niemand !
Angesichts dieser Tragödie, Herr Altstaatssekretär Matznetter, sind Zwischenrufe, glaube ich, nicht passend. (Abg. Dr. Matznetter: Grundsicherung! – Abg. Petzner: Das versteht niemand !) Angesichts dieser Tragödie ist durchaus zu diskutieren, wie man mit diesem Sozialbudget umgeht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Angesichts dieser Tragödie, Herr Altstaatssekretär Matznetter, sind Zwischenrufe, glaube ich, nicht passend. (Abg. Dr. Matznetter: Grundsicherung! – Abg. Petzner: Das versteht niemand !) Angesichts dieser Tragödie ist durchaus zu diskutieren, wie man mit diesem Sozialbudget umgeht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auf der anderen Seite enthält Ihr Budget – Sozialsprecher Dolinschek hat es gesagt – 72 Millionen € für die Behindertenmilliarde – ein unveränderter Stand, seitdem Herbert Haupt die Behindertenmilliarde – damals noch die Milliarde in Schilling – eingeführt hat. Dieser Betrag wurde bis heute nicht erhöht. Anstatt der Summen, die Sie für Beraterkosten, Inseratkosten, Taxikosten ausgeben, Herr Minister, könnten wir 4 oder 5 Millionen € in die Behindertenförderung stecken, etwa in die Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Menschen mit Behinderung. Das wäre sozial und keine solche Verschwendung, wie Sie sie in Ihrem Ressort betreiben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Sozialminister, vielleicht können Sie uns erklären, wie denn das mit jenen ist, die Arbeit suchen, aber keine bekommen, und jenen, die Arbeit verweigern, aber dafür ein doppeltes Gehalt bekommen wie Ihr Abgeordneter Faul. Dieser Abgeordnete Faul ist auch in Zukunft ein Synonym für Ihre Sozialpolitik, und das werden die Wählerinnen und Wähler, die Österreicherinnen und Österreicher abstrafen. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber das, was Sie da in mehreren Redebeiträgen hier im Hohen Haus gemacht haben, das ist keine Förderung des Ansehens des Parlaments und auch keine Förderung der politischen Kultur – und Ihre Zwischenrufe schon gar nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch dazu bei!
Wenn Sie das wirklich weiterhin fortsetzen wollen, dann, sage ich Ihnen, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn irgendwann einmal die Menschen außerhalb dieses Hauses, die Wählerinnen und Wähler nur mehr von einer Quasselbude oder sonst etwas reden. (Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch dazu bei!) Das wollen wir ja vermeiden. (Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch Ihren Teil dazu bei!)
Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch Ihren Teil dazu bei!
Wenn Sie das wirklich weiterhin fortsetzen wollen, dann, sage ich Ihnen, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn irgendwann einmal die Menschen außerhalb dieses Hauses, die Wählerinnen und Wähler nur mehr von einer Quasselbude oder sonst etwas reden. (Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch dazu bei!) Das wollen wir ja vermeiden. (Abg. Ing. Westenthaler: Da tragen Sie aber auch Ihren Teil dazu bei!)
Abg. Ing. Westenthaler: Werden wir eh machen!
Wenn Sie da so flapsig herauskommen und sagen: Na ja, Anlassgesetzgebung, da sind wir nicht dafür, aber vielleicht wäre das gar nicht so schlecht, da könnten wir nämlich die Präsidentin Prammer abwählen, weil deren Vorsitzführung gefällt mir nicht!, dann sage ich Ihnen Folgendes: Gehen Sie zu Ihrem Klubobmann Bucher, der sitzt in der Präsidiale, der soll dort Kritik üben, wenn es Kritik zu üben gibt! (Abg. Ing. Westenthaler: Werden wir eh machen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der fürchtet sich eh schon!
Zugleich werden wir aber auch einmal Sie zum Gegenstand in der Präsidiale machen (Abg. Ing. Westenthaler: Der fürchtet sich eh schon!) und die Art und Weise behandeln, wie Sie hier mit einzelnen Abgeordneten umgehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns eh schon!) Es ist nämlich in Wirklichkeit nicht in Ordnung, wenn Sie auf die Person in zerstörerischer Weise eingehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns eh schon!
Zugleich werden wir aber auch einmal Sie zum Gegenstand in der Präsidiale machen (Abg. Ing. Westenthaler: Der fürchtet sich eh schon!) und die Art und Weise behandeln, wie Sie hier mit einzelnen Abgeordneten umgehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns eh schon!) Es ist nämlich in Wirklichkeit nicht in Ordnung, wenn Sie auf die Person in zerstörerischer Weise eingehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zugleich werden wir aber auch einmal Sie zum Gegenstand in der Präsidiale machen (Abg. Ing. Westenthaler: Der fürchtet sich eh schon!) und die Art und Weise behandeln, wie Sie hier mit einzelnen Abgeordneten umgehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns eh schon!) Es ist nämlich in Wirklichkeit nicht in Ordnung, wenn Sie auf die Person in zerstörerischer Weise eingehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns schon!
Wissen Sie, ich habe mir diese Aussprüche angeschaut, die Sie hier im Haus schon getätigt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns schon!) – Sie brauchen sich gar nicht zu fürchten. (Abg. Ing. Westenthaler: Immer, wenn Sie mit dem Zeigefin-
Abg. Ing. Westenthaler: Wieso lacht dann die Präsidentin bei Ordnungsrufen?
ger drohen !) Sie sollen nur versuchen, konstruktiv mitzudenken, wenn Sie daran interessiert sind, dass wir miteinander ein besseres Image, einen besseren Ruf und eine bessere politische Kultur haben. Das wäre nämlich nicht schlecht. (Abg. Ing. Westenthaler: Wieso lacht dann die Präsidentin bei Ordnungsrufen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wieso hat er dann einen Alkotest gemacht?
Aber wenn hier Herr Abgeordneter Faul spricht, und Ihnen fällt nichts anderes ein, als ihm vorzuwerfen, dass er entweder besoffen ist oder unter Drogen steht, dann ist das eine Art und Weise der Auseinandersetzung, die absolut inakzeptabel ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Wieso hat er dann einen Alkotest gemacht?)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Man kann bei jedem einzelnen Abgeordneten unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie er denkt, was er tut, was er sagt, aber das, was Sie hier machen, das ist absolut zu verurteilen. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Ja, Sie gehören da gleich dazu, Herr Petzner. Sie brauchen sich gar nicht zu verabschieden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns schon!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns schon!
Man kann bei jedem einzelnen Abgeordneten unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie er denkt, was er tut, was er sagt, aber das, was Sie hier machen, das ist absolut zu verurteilen. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Ja, Sie gehören da gleich dazu, Herr Petzner. Sie brauchen sich gar nicht zu verabschieden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir fürchten uns schon!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wehleidig! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie, ich will das ja gar nicht aufzählen. Sie kennen das selbst, Sie kennen das Datum. Einmal sagen Sie: „Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!“ Oder, zu Herrn Abgeordnetem Prähauser: „Sie sind ein Nullum ...!“, und: „Sie sind die fleischgewordene unterste Schublade!“, und so weiter, und so weiter. Das sind lauter mehr als unter der Gürtellinie angesiedelte Formulierungen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wehleidig! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, wehleidig ist der, der da unten steht, halb in Tränen ausbrechend, und nachher gibt es eine Kampagne gegen Herrn Abgeordneten Faul, gerade, dass man nicht schaut, was er nach 23 Uhr in seiner Freizeit macht. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap wird wehleidig!) Das ist nicht in Ordnung! Das ist nicht in Ordnung, das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Cap wird wehleidig!
Wissen Sie, ich will das ja gar nicht aufzählen. Sie kennen das selbst, Sie kennen das Datum. Einmal sagen Sie: „Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!“ Oder, zu Herrn Abgeordnetem Prähauser: „Sie sind ein Nullum ...!“, und: „Sie sind die fleischgewordene unterste Schublade!“, und so weiter, und so weiter. Das sind lauter mehr als unter der Gürtellinie angesiedelte Formulierungen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wehleidig! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, wehleidig ist der, der da unten steht, halb in Tränen ausbrechend, und nachher gibt es eine Kampagne gegen Herrn Abgeordneten Faul, gerade, dass man nicht schaut, was er nach 23 Uhr in seiner Freizeit macht. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap wird wehleidig!) Das ist nicht in Ordnung! Das ist nicht in Ordnung, das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wissen Sie, ich will das ja gar nicht aufzählen. Sie kennen das selbst, Sie kennen das Datum. Einmal sagen Sie: „Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!“ Oder, zu Herrn Abgeordnetem Prähauser: „Sie sind ein Nullum ...!“, und: „Sie sind die fleischgewordene unterste Schublade!“, und so weiter, und so weiter. Das sind lauter mehr als unter der Gürtellinie angesiedelte Formulierungen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wehleidig! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, wehleidig ist der, der da unten steht, halb in Tränen ausbrechend, und nachher gibt es eine Kampagne gegen Herrn Abgeordneten Faul, gerade, dass man nicht schaut, was er nach 23 Uhr in seiner Freizeit macht. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap wird wehleidig!) Das ist nicht in Ordnung! Das ist nicht in Ordnung, das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Wissen Sie (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Nein, das gehört einmal dazu, das soll auch einmal hier im Plenum ausgesprochen werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Verzweiflungsakt? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Herr Abgeordneter Grillitsch, auch Sie kann es einmal treffen, wacheln Sie nicht so mit der Hand herum! Auch Sie kann es einmal treffen, auch Sie können einmal Gegenstand von solchen Attacken werden, und dann bin ich gespannt, was Sie im Endeffekt dazu sagen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Ordnungsrufe haben Sie schon bekommen? Haben Sie nicht einen Ordnungsruf bekommen letztes Mal?)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Verzweiflungsakt? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Wissen Sie (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Nein, das gehört einmal dazu, das soll auch einmal hier im Plenum ausgesprochen werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Verzweiflungsakt? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Herr Abgeordneter Grillitsch, auch Sie kann es einmal treffen, wacheln Sie nicht so mit der Hand herum! Auch Sie kann es einmal treffen, auch Sie können einmal Gegenstand von solchen Attacken werden, und dann bin ich gespannt, was Sie im Endeffekt dazu sagen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Ordnungsrufe haben Sie schon bekommen? Haben Sie nicht einen Ordnungsruf bekommen letztes Mal?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Ordnungsrufe haben Sie schon bekommen? Haben Sie nicht einen Ordnungsruf bekommen letztes Mal?
Wissen Sie (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Nein, das gehört einmal dazu, das soll auch einmal hier im Plenum ausgesprochen werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Verzweiflungsakt? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Herr Abgeordneter Grillitsch, auch Sie kann es einmal treffen, wacheln Sie nicht so mit der Hand herum! Auch Sie kann es einmal treffen, auch Sie können einmal Gegenstand von solchen Attacken werden, und dann bin ich gespannt, was Sie im Endeffekt dazu sagen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Ordnungsrufe haben Sie schon bekommen? Haben Sie nicht einen Ordnungsruf bekommen letztes Mal?)
Beifall bei der SPÖ.
Daher sage ich noch einmal zum Abschluss: Mir hat die Rede von Herrn Abgeordnetem Schüssel sehr gut gefallen, die er hier vor ein paar Tagen gehalten hat, in der er genau diese Kritik – jetzt müssen Sie nämlich nicken – geäußert hat. (Beifall bei der SPÖ.) Ich glaube, dass das berechtigt ist und dass man das aufgreifen soll, und zwar letztlich zum Nutzen von uns allen, die wir hier herinnen sitzen (Abg. Ing. Westenthaler: Heiliger Josef Cap!), wenn wir nämlich daran interessiert sind, dass uns, wenn wir das Haus dann verlassen, Respekt entgegengebracht wird, dass wir dort gehört werden und dass wir dort akzeptiert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Seit wann bist du ein Heiliger?) Herr Abgeordneter Westenthaler, Ihr Zynismus ist hier nicht angebracht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Heiliger Josef Cap!
Daher sage ich noch einmal zum Abschluss: Mir hat die Rede von Herrn Abgeordnetem Schüssel sehr gut gefallen, die er hier vor ein paar Tagen gehalten hat, in der er genau diese Kritik – jetzt müssen Sie nämlich nicken – geäußert hat. (Beifall bei der SPÖ.) Ich glaube, dass das berechtigt ist und dass man das aufgreifen soll, und zwar letztlich zum Nutzen von uns allen, die wir hier herinnen sitzen (Abg. Ing. Westenthaler: Heiliger Josef Cap!), wenn wir nämlich daran interessiert sind, dass uns, wenn wir das Haus dann verlassen, Respekt entgegengebracht wird, dass wir dort gehört werden und dass wir dort akzeptiert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Seit wann bist du ein Heiliger?) Herr Abgeordneter Westenthaler, Ihr Zynismus ist hier nicht angebracht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Seit wann bist du ein Heiliger?
Daher sage ich noch einmal zum Abschluss: Mir hat die Rede von Herrn Abgeordnetem Schüssel sehr gut gefallen, die er hier vor ein paar Tagen gehalten hat, in der er genau diese Kritik – jetzt müssen Sie nämlich nicken – geäußert hat. (Beifall bei der SPÖ.) Ich glaube, dass das berechtigt ist und dass man das aufgreifen soll, und zwar letztlich zum Nutzen von uns allen, die wir hier herinnen sitzen (Abg. Ing. Westenthaler: Heiliger Josef Cap!), wenn wir nämlich daran interessiert sind, dass uns, wenn wir das Haus dann verlassen, Respekt entgegengebracht wird, dass wir dort gehört werden und dass wir dort akzeptiert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Seit wann bist du ein Heiliger?) Herr Abgeordneter Westenthaler, Ihr Zynismus ist hier nicht angebracht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher sage ich noch einmal zum Abschluss: Mir hat die Rede von Herrn Abgeordnetem Schüssel sehr gut gefallen, die er hier vor ein paar Tagen gehalten hat, in der er genau diese Kritik – jetzt müssen Sie nämlich nicken – geäußert hat. (Beifall bei der SPÖ.) Ich glaube, dass das berechtigt ist und dass man das aufgreifen soll, und zwar letztlich zum Nutzen von uns allen, die wir hier herinnen sitzen (Abg. Ing. Westenthaler: Heiliger Josef Cap!), wenn wir nämlich daran interessiert sind, dass uns, wenn wir das Haus dann verlassen, Respekt entgegengebracht wird, dass wir dort gehört werden und dass wir dort akzeptiert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Seit wann bist du ein Heiliger?) Herr Abgeordneter Westenthaler, Ihr Zynismus ist hier nicht angebracht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Er hat einen Ordnungsruf bekommen!
Ich wehre mich dagegen, wenn man dauernd versucht, in die Debatten im Parlament eine Stimmung hereinzubringen, die vielleicht da und dort möglich ist, hier aber nicht sein sollte. (Abg. Ing. Westenthaler: Er hat einen Ordnungsruf bekommen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Heilige Cap!
Noch einmal: Ja zur Kontroverse, ja zu harten Auseinandersetzungen, aber nein zu Beleidigungen, zu Zerstörungsstrategien gegenüber einzelnen Personen. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Heilige Cap!) Schreiben Sie sich das hinter die Ohren, Herr
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Weinzinger.
Abgeordneter Grosz! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Weinzinger.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Lachnummer jetzt! Der, der andere Pharisäer schimpft! Das ist ja unglaublich! Der Ordnungsrufkaiser des Hohen Hauses! Das ist ja unglaublich!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Lachnummer jetzt! Der, der andere Pharisäer schimpft! Das ist ja unglaublich! Der Ordnungsrufkaiser des Hohen Hauses! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Grillitsch: Stiftungen, oder was?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde jetzt nicht der Versuchung nachgeben, in die Auseinandersetzung zwischen SPÖ und BZÖ einzugreifen beziehungsweise die Modalitäten und Kausalitäten rund um Herrn Abgeordneten Faul oder Herrn Abgeordneten Grosz weiter zu diskutieren. Nur, lieber Josef Cap, Folgendes kann man schon feststellen, und es ist, so glaube ich, auch wichtig, das festzuhalten: Wir könnten uns viele von diesen Debatten zumindest teilweise ersparen. Man ist natürlich nicht davor gefeit, wenn jemand das unbedingt auf diese Ebene bringen will, aber einiges könnten wir uns dadurch ersparen, dass das Parlament, was die Offenlegung von Funktionen und auch von Einkommen betrifft, etwas mehr Transparenz bekommt. (Abg. Grillitsch: Stiftungen, oder was?)
Rufe bei der SPÖ: Ja, ja! – Abg. Grillitsch: Stiftungen?
Dann hätten wir vermutlich Situationen, in denen man beurteilen kann: Ist das, was der Abgeordnete XY – um keinen Namen zu nennen – macht, in Ordnung? Passt mir das – ja oder nein? Es liegt dann offen. (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja! – Abg. Grillitsch: Stiftungen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Zweiten – und auch das nur als Vorbemerkung, denn ich will eigentlich schon zum Thema Soziales reden –: Was die Vorsitzführung der Präsidenten betrifft, herrscht ein grobes Missverständnis. Ich muss sagen, ich bin mit der Vorsitzführung des Herrn Präsidenten Neugebauer sehr zufrieden – wirklich, ohne da jetzt schmeicheln zu wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich bin auch mit der Vorsitzführung der Frau Kollegin Prammer sehr zufrieden. (Beifall bei der SPÖ.) Und ich habe auch keine Probleme mit der Vorsitzführung des Herrn Kollegen Graf – jedenfalls keine größeren.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten – und auch das nur als Vorbemerkung, denn ich will eigentlich schon zum Thema Soziales reden –: Was die Vorsitzführung der Präsidenten betrifft, herrscht ein grobes Missverständnis. Ich muss sagen, ich bin mit der Vorsitzführung des Herrn Präsidenten Neugebauer sehr zufrieden – wirklich, ohne da jetzt schmeicheln zu wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich bin auch mit der Vorsitzführung der Frau Kollegin Prammer sehr zufrieden. (Beifall bei der SPÖ.) Und ich habe auch keine Probleme mit der Vorsitzführung des Herrn Kollegen Graf – jedenfalls keine größeren.
Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!
Der Punkt ist nicht die Vorsitzführung, werte Kollegen vom BZÖ, die sich da besonders angesprochen fühlen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!) Der Punkt sind politische Haltungen, die Präsidenten in der Öffentlichkeit vertreten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und wenn es antisemitische Haltungen gibt, dann ist kein Platz für derartige Präsidenten. Ich finde, das muss vonseiten des Parlaments ... (Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!) – Bitte? (Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!) – Ja, ja, Herr Kollege Strache, Sie können es immer probieren. Sie können sich immer wieder als Opfer stilisieren. (Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch ! )
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Punkt ist nicht die Vorsitzführung, werte Kollegen vom BZÖ, die sich da besonders angesprochen fühlen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!) Der Punkt sind politische Haltungen, die Präsidenten in der Öffentlichkeit vertreten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und wenn es antisemitische Haltungen gibt, dann ist kein Platz für derartige Präsidenten. Ich finde, das muss vonseiten des Parlaments ... (Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!) – Bitte? (Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!) – Ja, ja, Herr Kollege Strache, Sie können es immer probieren. Sie können sich immer wieder als Opfer stilisieren. (Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch ! )
Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!
Der Punkt ist nicht die Vorsitzführung, werte Kollegen vom BZÖ, die sich da besonders angesprochen fühlen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!) Der Punkt sind politische Haltungen, die Präsidenten in der Öffentlichkeit vertreten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und wenn es antisemitische Haltungen gibt, dann ist kein Platz für derartige Präsidenten. Ich finde, das muss vonseiten des Parlaments ... (Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!) – Bitte? (Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!) – Ja, ja, Herr Kollege Strache, Sie können es immer probieren. Sie können sich immer wieder als Opfer stilisieren. (Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch ! )
Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!
Der Punkt ist nicht die Vorsitzführung, werte Kollegen vom BZÖ, die sich da besonders angesprochen fühlen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!) Der Punkt sind politische Haltungen, die Präsidenten in der Öffentlichkeit vertreten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und wenn es antisemitische Haltungen gibt, dann ist kein Platz für derartige Präsidenten. Ich finde, das muss vonseiten des Parlaments ... (Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!) – Bitte? (Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!) – Ja, ja, Herr Kollege Strache, Sie können es immer probieren. Sie können sich immer wieder als Opfer stilisieren. (Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch ! )
Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch !
Der Punkt ist nicht die Vorsitzführung, werte Kollegen vom BZÖ, die sich da besonders angesprochen fühlen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn sie lacht bei einem Ordnungsruf!) Der Punkt sind politische Haltungen, die Präsidenten in der Öffentlichkeit vertreten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und wenn es antisemitische Haltungen gibt, dann ist kein Platz für derartige Präsidenten. Ich finde, das muss vonseiten des Parlaments ... (Abg. Strache: Der Herr Graf hat in seinen Reden niemals antisemitische Äußerungen getätigt!) – Bitte? (Abg. Strache: Das sind genau diese Unterstellungen und Diffamierungen, die Sie immer betreiben!) – Ja, ja, Herr Kollege Strache, Sie können es immer probieren. Sie können sich immer wieder als Opfer stilisieren. (Abg. Strache: Das ist genau die Sauerei, die Sie reden! Das ist die tiefste Schublade, die Sie ! Das ist die tiefste Schublade! legen Sie es Woche für Woche darauf an, parteipolitisch ! )
Abg. Strache: Da wird der Herr Muzicant auch Kritik einstecken müssen, bei dem, was er ausgeteilt hat!
Wahrscheinlich sind Sie die Angegriffenen und die Armen, die in der Öffentlichkeit pausenlos attackiert werden. Und wenn Sie beziehungsweise Herr Kollege Graf dann antisemitische Äußerungen tätigen, dann ist das wahrscheinlich das Problem des Herrn Muzicant und nicht das des Herrn Graf, der ihn angreift. (Abg. Strache: Da wird der Herr Muzicant auch Kritik einstecken müssen, bei dem, was er ausgeteilt hat!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Königshofer: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!
So geht es mit Sicherheit nicht, Herr Kollege Strache, auch wenn das jetzt Ihrerseits in einen Sprechdurchfall ausartet. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Königshofer: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!) – Ich glaube, ich überlege sehr gut und sehr viel, weil es bei Ihnen auch wichtig ist, zu überlegen, was man sagt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
So geht es mit Sicherheit nicht, Herr Kollege Strache, auch wenn das jetzt Ihrerseits in einen Sprechdurchfall ausartet. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Königshofer: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!) – Ich glaube, ich überlege sehr gut und sehr viel, weil es bei Ihnen auch wichtig ist, zu überlegen, was man sagt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Abg. Weinzinger: Was ist das? – Rufe beim BZÖ: Sozialbudget!
Zurück zum Thema. (Abg. Weinzinger: Was ist das? – Rufe beim BZÖ: Sozialbudget!) – Richtig, wir sprechen eigentlich auch über das Sozialbudget. Ich gebe schon zu, Herr Bundesminister, dass dieses Budget auch, was die Ausgaben für Soziales betrifft, Zahlen enthält, die, wenn man so will, auch vorzeigbar sind. Es sind keine Einschnitte erfolgt. – Gut. Daraus aber abzuleiten, dass schon alles getan worden sei, das wäre deshalb sehr, sehr voreilig, weil wir genau wissen, dass die Verschuldungssituation des Bundes – und da gibt es ja auch schon entsprechende politische Äußerungen von einigen Proponenten – in wenigen Jahren dazu führen wird, dass ausgabenseitig eingespart wird.
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, ich finde es begrüßenswert, dass Sie jetzt Maßnahmen angehen, damit endlich auch operativ, was die verschiedenen Instanzen betrifft – AMS, Bundesländer –, die Mindestsicherung auf den Weg gebracht werden kann. Nur: Wir haben nicht viel Zeit. Wir haben sicher nicht Zeit, um bis zur Mitte des nächsten Jahres und möglicherweise dann bis in den Herbst oder bis Ende 2010 zu warten. Die Leute brauchen jetzt das Geld. Die Leute verarmen jetzt, nicht nur durch Arbeitslosigkeit, sondern weil es an entsprechenden Maßnahmen, wie eben der Grundsicherung, fehlt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Gar keine Frage, wir haben ein regionales Problem. Gar keine Frage, wir haben ein Problem, welche Lehrstellen das sind. Das ist gar nicht das Thema. Aber ich würde dringend darum bitten, sich in dieser gesamten Debatte um Sachlichkeit zu bemühen, und ich bitte auch bei der Frage der betrieblichen Lehrstellenförderung um Sachlichkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Über Siemens auch in aller Sachlichkeit!
Man kann über alle Fördermodelle diskutieren – in aller Sachlichkeit. (Abg. Ing. Westenthaler: Über Siemens auch in aller Sachlichkeit!) – Zu Siemens komme ich gleich. – Man kann über alle Fördermodelle diskutieren, nur: Nach dem alten Blum-System haben wir 150 Millionen € ausgegeben, nach dem neuen Fördersystem geben wir heuer 155 Millionen € aus. Wir geben also um 5 Millionen € mehr für betriebliche Lehrstellenförderung aus. Da sind die überbetrieblichen Werkstätten nicht mitgerechnet, die sind draußen. Und ich würde auch da darum bitten: Bleiben wir sachlich!
Abg. Bucher: Ist das eine Garantieerklärung?
Ihnen ein paar Lehrlinge schicken?) – Ja, dürfen Sie! (Abg. Bucher: Ist das eine Garantieerklärung?) – Nein, sehr geehrter Herr Klubobmann, bleiben wir sachlich!
Abg. Bucher: Sie haben gesagt, in 39 Tagen bekommt jeder ...!
Was habe ich dazu gesagt? – Wir haben regional Probleme. Wir haben Probleme der Mobilität. Wir haben das Problem, dass wir in gewissen Regionen in diesem Land um einige Tage länger Tage brauchen als in anderen Regionen. Aber Sie können die grundsätzlichen Zahlen nicht wegdiskutieren. (Abg. Bucher: Sie haben gesagt, in 39 Tagen bekommt jeder ...!) – Ja, das ist die derzeitige Zahl. Das ist das, was das AMS derzeit leistet. (Abg. Bucher: Im Durchschnitt?) – Im Durchschnitt! Herr Klubobmann, im Durchschnitt! (Abg. Bucher: Das ist ein Unterschied!) Wir haben in unserer größten Sorgengruppe – und ich lasse keine Gelegenheit aus, das auch überall zu sagen –, bei den 19- bis 24-Jährigen, mit der „Aktion Zukunft Jugend“ im März 12 000 von den 40 000 Betroffenen in neue Jobs gebracht – natürlich sind wieder welche in die Arbeitslosigkeit nachgekommen, gar keine Frage –, und im April haben wir 13 000 in neue Jobs gebracht. Wir schaffen auch hier innerhalb von 40 Tagen einen Turnaround.
Abg. Bucher: Im Durchschnitt?
Was habe ich dazu gesagt? – Wir haben regional Probleme. Wir haben Probleme der Mobilität. Wir haben das Problem, dass wir in gewissen Regionen in diesem Land um einige Tage länger Tage brauchen als in anderen Regionen. Aber Sie können die grundsätzlichen Zahlen nicht wegdiskutieren. (Abg. Bucher: Sie haben gesagt, in 39 Tagen bekommt jeder ...!) – Ja, das ist die derzeitige Zahl. Das ist das, was das AMS derzeit leistet. (Abg. Bucher: Im Durchschnitt?) – Im Durchschnitt! Herr Klubobmann, im Durchschnitt! (Abg. Bucher: Das ist ein Unterschied!) Wir haben in unserer größten Sorgengruppe – und ich lasse keine Gelegenheit aus, das auch überall zu sagen –, bei den 19- bis 24-Jährigen, mit der „Aktion Zukunft Jugend“ im März 12 000 von den 40 000 Betroffenen in neue Jobs gebracht – natürlich sind wieder welche in die Arbeitslosigkeit nachgekommen, gar keine Frage –, und im April haben wir 13 000 in neue Jobs gebracht. Wir schaffen auch hier innerhalb von 40 Tagen einen Turnaround.
Abg. Bucher: Das ist ein Unterschied!
Was habe ich dazu gesagt? – Wir haben regional Probleme. Wir haben Probleme der Mobilität. Wir haben das Problem, dass wir in gewissen Regionen in diesem Land um einige Tage länger Tage brauchen als in anderen Regionen. Aber Sie können die grundsätzlichen Zahlen nicht wegdiskutieren. (Abg. Bucher: Sie haben gesagt, in 39 Tagen bekommt jeder ...!) – Ja, das ist die derzeitige Zahl. Das ist das, was das AMS derzeit leistet. (Abg. Bucher: Im Durchschnitt?) – Im Durchschnitt! Herr Klubobmann, im Durchschnitt! (Abg. Bucher: Das ist ein Unterschied!) Wir haben in unserer größten Sorgengruppe – und ich lasse keine Gelegenheit aus, das auch überall zu sagen –, bei den 19- bis 24-Jährigen, mit der „Aktion Zukunft Jugend“ im März 12 000 von den 40 000 Betroffenen in neue Jobs gebracht – natürlich sind wieder welche in die Arbeitslosigkeit nachgekommen, gar keine Frage –, und im April haben wir 13 000 in neue Jobs gebracht. Wir schaffen auch hier innerhalb von 40 Tagen einen Turnaround.
in Richtung des Abg. Bucher
Das funktioniert zur Stunde, was aber nicht heißt, dass es auch in Zukunft funktionieren wird. Aber setzen wir doch nicht immer auf schwierige Szenarien noch zusätzliche Horrorszenarien drauf! Bemühen wir uns doch, gemeinsam darüber nachzudenken, warum wir in einem Bundesland doppelt so viele offene Lehrstellen habe als Lehrstellen Suchende! Überlegen wir doch gemeinsam, wie wir Lehrlinge in den Tourismus hineinbringen! Gerade Sie (in Richtung des Abg. Bucher) müssten ein Interesse daran haben. (Abg. Bucher: Ich habe genug Lehrlinge angestellt!) Aber Sie wissen, wie viele Tourismusbetriebe es in Kärnten gibt, die Lehrlinge suchen – und keiner geht hin.
Abg. Bucher: Ich habe genug Lehrlinge angestellt!
Das funktioniert zur Stunde, was aber nicht heißt, dass es auch in Zukunft funktionieren wird. Aber setzen wir doch nicht immer auf schwierige Szenarien noch zusätzliche Horrorszenarien drauf! Bemühen wir uns doch, gemeinsam darüber nachzudenken, warum wir in einem Bundesland doppelt so viele offene Lehrstellen habe als Lehrstellen Suchende! Überlegen wir doch gemeinsam, wie wir Lehrlinge in den Tourismus hineinbringen! Gerade Sie (in Richtung des Abg. Bucher) müssten ein Interesse daran haben. (Abg. Bucher: Ich habe genug Lehrlinge angestellt!) Aber Sie wissen, wie viele Tourismusbetriebe es in Kärnten gibt, die Lehrlinge suchen – und keiner geht hin.
Ruf: Besser bezahlen!
Überlegen wir doch gemeinsam, wie wir da eine Veränderung herbeiführen können! Überlegen wir doch zum Beispiel auch unter anderem ... (Ruf: Besser bezahlen!) –Besser bezahlen? Wenn er es schafft, muss die Gage nicht so schlecht sein. – Überlegen wir doch bitte gemeinsam, wie wir Mobilität zusammenbringen. Das ist, glaube ich, ein Gebot der Stunde.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und das läuft, wie ich vorhin schon gesagt habe. Im März waren es 12 000, im April immerhin 13 000, die so zu neuen Jobs gekommen sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nur darf ich da auch dazusagen: Das AMS bietet über ein Kalenderjahr hinweg für fast 300 000 Menschen Schulungsprogramme. Es ist der größte Schulungsanbieter, den es in diesem Land gibt. 1,2 Millionen Schüler gehen in die Pflichtschule, und es sind 300 000 Menschen, die durch das AMS in Schulungen umgeschult, aufgeschult, hin- und hergeschult werden, wie auch immer. Das geschieht, und dass es bei 300 000 Fällen natürlich zu Problemen kommen kann – ja; dass es bei 300 000 Fällen zu Schwierigkeiten kommen kann – ja. Aber wir bemühen uns tagtäglich, besser zu werden. Das einmal auch zur Klarstellung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Siemens nicht vergessen!
Es sei mir gestattet, noch auf ein paar Punkte einzugehen, Pflege und Pflegegeld betreffend. (Abg. Ing. Westenthaler: Siemens nicht vergessen!) – Siemens kommt schon! Herr Westenthaler, ich glaube, Sie wissen ganz genau, dass ich einem Thema nicht ausweiche. Dazu kennen wir einander schon zu lange. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben das Thema gewechselt! Ich wollte es nur in Erinnerung rufen! – Abg. Hagenhofer: Ihr seid Flegel!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben das Thema gewechselt! Ich wollte es nur in Erinnerung rufen! – Abg. Hagenhofer: Ihr seid Flegel!
Es sei mir gestattet, noch auf ein paar Punkte einzugehen, Pflege und Pflegegeld betreffend. (Abg. Ing. Westenthaler: Siemens nicht vergessen!) – Siemens kommt schon! Herr Westenthaler, ich glaube, Sie wissen ganz genau, dass ich einem Thema nicht ausweiche. Dazu kennen wir einander schon zu lange. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben das Thema gewechselt! Ich wollte es nur in Erinnerung rufen! – Abg. Hagenhofer: Ihr seid Flegel!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte nur auf das Thema Pflegegeld eingehen. Ich weiß, wir leben in einer sehr kurzlebigen Zeit, wir leben in einer Zeit, in der man alles gleich wieder verdrängt, aber es ist am 1. Jänner 2009 erhöht worden, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das, was wir für die pflegenden Angehörigen ab der Pflegestufe 3 in einigen Wochen hier im Haus beschließen werden, ist, glaube ich, auch ein Punkt, der sich sehen lassen kann: Pflegende Angehörige ab der Pflegestufe 3 sind dann mit der Beschlussfassung hier im Nationalrat entsprechend pensions- und krankenversichert. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
auch mit einer gewissen Hochrechnung für nächstes Jahr geschehen. Immerhin sind es nächstes Jahr 300 Millionen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber eine Parteigenossin ist dort, die Genossin Ederer!
Ich weiche dem Thema Siemens überhaupt nicht aus, weil wir natürlich auch da einen Dialog beginnen. Ich verteidige die Firma Siemens überhaupt nicht, ich bin nicht ihr Anwalt, das ist nicht mein Thema. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber eine Parteigenossin ist dort, die Genossin Ederer!) Meine Sorge gilt den 893 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; das ist meine Sorge.
Abg. Ing. Westenthaler: Wie? Können Sie uns das nicht sagen?
Da geht es um hoch qualifiziertes Personal – das ist vollkommen korrekt: hoch qualifiziertes Personal –, das in einem Spezialsegment der IT-Branche hoch qualifiziert und auch wahrscheinlich hoch gesucht ist, und die Frage ist: Was kann man mit diesen Menschen tun? Wie kann man ihnen helfen? Und das werden wir tun. Ich schaue nicht weg. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie? Können Sie uns das nicht sagen?) – Lassen Sie sich überraschen, Herr Westenthaler! Im Gegensatz zu Ihnen bin ich kein Ankündigungspolitiker, sondern bemühe mich, Dinge sehr sachlich umzusetzen. Das mache ich sachlich – Sie werden es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So viel zur sachlichen Diskussion! Ihre Genossin schmeißt 900 Leute hinaus – und Sie verteidigen das hier auch noch!) – Nein, ich verteidige das überhaupt nicht! – Punkt eins. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Sozialminister weiß gar nicht, was er tun soll! Sagen Sie uns, was Sie tun wollen! Genossin Ederer ist die Chefin!) – Herr Westenthaler, Sie wissen ganz genau, wo Unternehmensentscheidungen bei der Firma Siemens getroffen werden und wo nicht. Sie werden doch nicht glauben, dass die Unternehmensentscheidung, dass Siemens weltweit die Mobilfunksparte verkauft, in Wien getroffen worden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie wissen nicht, was Sie mit den Leuten machen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So viel zur sachlichen Diskussion! Ihre Genossin schmeißt 900 Leute hinaus – und Sie verteidigen das hier auch noch!
Da geht es um hoch qualifiziertes Personal – das ist vollkommen korrekt: hoch qualifiziertes Personal –, das in einem Spezialsegment der IT-Branche hoch qualifiziert und auch wahrscheinlich hoch gesucht ist, und die Frage ist: Was kann man mit diesen Menschen tun? Wie kann man ihnen helfen? Und das werden wir tun. Ich schaue nicht weg. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie? Können Sie uns das nicht sagen?) – Lassen Sie sich überraschen, Herr Westenthaler! Im Gegensatz zu Ihnen bin ich kein Ankündigungspolitiker, sondern bemühe mich, Dinge sehr sachlich umzusetzen. Das mache ich sachlich – Sie werden es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So viel zur sachlichen Diskussion! Ihre Genossin schmeißt 900 Leute hinaus – und Sie verteidigen das hier auch noch!) – Nein, ich verteidige das überhaupt nicht! – Punkt eins. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Sozialminister weiß gar nicht, was er tun soll! Sagen Sie uns, was Sie tun wollen! Genossin Ederer ist die Chefin!) – Herr Westenthaler, Sie wissen ganz genau, wo Unternehmensentscheidungen bei der Firma Siemens getroffen werden und wo nicht. Sie werden doch nicht glauben, dass die Unternehmensentscheidung, dass Siemens weltweit die Mobilfunksparte verkauft, in Wien getroffen worden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie wissen nicht, was Sie mit den Leuten machen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Sozialminister weiß gar nicht, was er tun soll! Sagen Sie uns, was Sie tun wollen! Genossin Ederer ist die Chefin!
Da geht es um hoch qualifiziertes Personal – das ist vollkommen korrekt: hoch qualifiziertes Personal –, das in einem Spezialsegment der IT-Branche hoch qualifiziert und auch wahrscheinlich hoch gesucht ist, und die Frage ist: Was kann man mit diesen Menschen tun? Wie kann man ihnen helfen? Und das werden wir tun. Ich schaue nicht weg. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie? Können Sie uns das nicht sagen?) – Lassen Sie sich überraschen, Herr Westenthaler! Im Gegensatz zu Ihnen bin ich kein Ankündigungspolitiker, sondern bemühe mich, Dinge sehr sachlich umzusetzen. Das mache ich sachlich – Sie werden es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So viel zur sachlichen Diskussion! Ihre Genossin schmeißt 900 Leute hinaus – und Sie verteidigen das hier auch noch!) – Nein, ich verteidige das überhaupt nicht! – Punkt eins. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Sozialminister weiß gar nicht, was er tun soll! Sagen Sie uns, was Sie tun wollen! Genossin Ederer ist die Chefin!) – Herr Westenthaler, Sie wissen ganz genau, wo Unternehmensentscheidungen bei der Firma Siemens getroffen werden und wo nicht. Sie werden doch nicht glauben, dass die Unternehmensentscheidung, dass Siemens weltweit die Mobilfunksparte verkauft, in Wien getroffen worden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie wissen nicht, was Sie mit den Leuten machen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie wissen nicht, was Sie mit den Leuten machen!
Da geht es um hoch qualifiziertes Personal – das ist vollkommen korrekt: hoch qualifiziertes Personal –, das in einem Spezialsegment der IT-Branche hoch qualifiziert und auch wahrscheinlich hoch gesucht ist, und die Frage ist: Was kann man mit diesen Menschen tun? Wie kann man ihnen helfen? Und das werden wir tun. Ich schaue nicht weg. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie? Können Sie uns das nicht sagen?) – Lassen Sie sich überraschen, Herr Westenthaler! Im Gegensatz zu Ihnen bin ich kein Ankündigungspolitiker, sondern bemühe mich, Dinge sehr sachlich umzusetzen. Das mache ich sachlich – Sie werden es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So viel zur sachlichen Diskussion! Ihre Genossin schmeißt 900 Leute hinaus – und Sie verteidigen das hier auch noch!) – Nein, ich verteidige das überhaupt nicht! – Punkt eins. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Sozialminister weiß gar nicht, was er tun soll! Sagen Sie uns, was Sie tun wollen! Genossin Ederer ist die Chefin!) – Herr Westenthaler, Sie wissen ganz genau, wo Unternehmensentscheidungen bei der Firma Siemens getroffen werden und wo nicht. Sie werden doch nicht glauben, dass die Unternehmensentscheidung, dass Siemens weltweit die Mobilfunksparte verkauft, in Wien getroffen worden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie wissen nicht, was Sie mit den Leuten machen!)
Abg. Weinzinger: Dass du auf die zwei Kasperln so hörst ...!
Ich möchte zum Schluss kommen und noch einmal klarstellen ... (Abg. Weinzinger: Dass du auf die zwei Kasperln so hörst ...!) – Nein, überhaupt nicht!
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, „Kasperl“ zu einem Abgeordneten zu sagen, macht auch nichts, oder? – Abg. Mag. Gaßner: Na ja, wenn’s stimmt? – Heiterkeit.
Ich möchte auch hier klarstellen, dass ich zum Behindertenbuffet (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, „Kasperl“ zu einem Abgeordneten zu sagen, macht auch nichts, oder? – Abg. Mag. Gaßner: Na ja, wenn’s stimmt? – Heiterkeit.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Gleiches gilt bei der sogenannten Behindertenmilliarde: Ja, im Budget steht weniger, im effektiven Vollzug wird aber nicht weniger stehen – das habe ich Ihnen bereits im Ausschuss mitgeteilt –, weil wir durch Rücklagen des Hauses die Dinge entsprechend darstellen und glattstellen werden. Das heißt, Sie werden das mit dem Rechnungsabschluss messen. Ich habe keinem falschen Budget zugestimmt, sondern wir haben einen intelligenten Budgetvollzug beschlossen, und der intelligente Budgetvollzug bedeutet, dass man auch mit Rücklagen des Hauses Dinge entsprechend gestalten kann. In diesem Sinne ersuche ich Sie um Zustimmung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Die parlamentarische Diskussion hat ihr Ritual, die Generaldebatte zum Budget im Besonderen. Ich denke, wer sich realpolitisch orientiert, muss wissen, dass die Politik nicht alles kann. Er kann aber zur Kenntnis nehmen, dass die Politik in den letzten Jahren enorm viel gemacht hat. Ich freue mich als Vertreter der Volkspartei – wir sind seit dem Jahr 1986 aktiv in der Regierung und haben Sozialpolitik mit vielen Parteien gemacht –, dass das, was wir heute vorweisen können, insgesamt ein Herzeigeprojekt ist, und darüber darf man auch einmal reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir alle Ersatzzeiten auf Beitragszeiten umgewandelt haben, dann wäre es aus familienpolitischer Sicht auch wichtig, dass wir an diese Frauen denken, die in ihrem Leben mehrere Kinder erzogen haben und eine größere Ansammlung von Kindererziehungszeiten haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Für uns ist es aber besonders kurios, wenn Abgeordneter Grosz herausgeht und das kritisiert – zu Recht kritisiert, das muss ich wirklich sagen, weil auch wir das verurteilen – und ich dann heute in einer Zeitung so einen Artikel sehe. (Der Redner hält eine Zeitschrift in die Höhe.) Da steht: Möchtegern-Spesenritter. Das ist aber niemand von der Bundesregierung, das ist ein Abgeordneter Huber, der heute nicht da ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Frag einmal die Präsidentin, ob das stimmt! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Man muss in dieser Sache fair bleiben. Man kann das der Bundesregierung vorwerfen, aber man muss auch vor der eigenen Türe kehren. (Abg. Ing. Westenthaler: Frag einmal die Präsidentin, ob das stimmt! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Dieser Abgeordnete Huber war in Italien und hat von der Parlamentsdirektion ein Schreiben vorgelegt, dass ihn diese Italiener eingeladen hätten, um über Fragen des gegenseitigen Interesses zwischen Italien und Österreich zu sprechen, mit dem Ziel, die Beziehung zwischen den beiden Nationen und der Parlamentarischen Gesellschaft der Freunde Österreichs zu verbessern.
Abg. Dolinschek: Herr Präsident! Er spricht nicht zum Thema!
steht in Sachen Spesen: 53 € Ristorante Uomini di Mare: drei Portionen Spaghetti mit Muscheln. Aber das Beste ist eine Louis Vuitton-Tasche oder jedenfalls Ausgaben im Geschäft Louis Vuitton: 490 €. (Abg. Dolinschek: Herr Präsident! Er spricht nicht zum Thema!) Auch ein Nightclub-Taxigutschein oder -Taxirechnung wird angeführt, mit Lapdance. Darüber habe ich mich erkundigt: Das ist ein Striptease, also ein eindeutiges Lokal.
Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Daher bitte: zuerst vor der eigenen Türe kehren und dann kritisieren. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Der Herr Huber ist ja heute nicht da, aber er wird es sicher schon gelesen haben.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Jetzt aber zum Thema. – Wir haben zum Konsumentenschutz eine Anregung, die budgetpolitisch nicht sehr viel kostet. Wir haben (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.) – Jetzt beruhigt euch doch wieder; die Wahrheit werdet ihr doch wohl vertragen, bitte! Das ist doch keine Notwendigkeit, sich aufzuregen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Bitte, Herr Westenthaler! Wie viel Prozent hast du in Wien gemacht bei der letzten Gemeinderatswahl? – Wir reden nachher weiter.
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Jetzt aber zum Thema. – Wir haben zum Konsumentenschutz eine Anregung, die budgetpolitisch nicht sehr viel kostet. Wir haben (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.) – Jetzt beruhigt euch doch wieder; die Wahrheit werdet ihr doch wohl vertragen, bitte! Das ist doch keine Notwendigkeit, sich aufzuregen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Bitte, Herr Westenthaler! Wie viel Prozent hast du in Wien gemacht bei der letzten Gemeinderatswahl? – Wir reden nachher weiter.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zur Beruhigung meines Vorredners: Genau dieser Punkt, dass diese Auslobungen geregelt werden, wird im Regierungsübereinkommen von SPÖ und ÖVP ausdrücklich angesprochen, zuständig dafür ist Herr Bundesminister Stöger, der nicht mehr hier ist. Es wird, wie er in einer Aussendung mitgeteilt hat, an dieser Regelung bereits gearbeitet. Dieser Entschließungsantrag ist daher hinfällig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
alle Fraktionen in diesem Haus, den Vorstoß von Bundesminister Rudi Hundstorfer nach einer Gruppenklage massiv zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hat jetzt die Frau Präsidentin einen Reiseauftrag gegeben oder nicht?
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte eine Klarstellung machen zu unserem Abgeordneten Huber. Kollege Huber war auf Einladung von Frau Prammer in Italien. Es wird eine genaue Aufklärung in den nächsten Tagen geben; diese wird schriftlich erfolgen. Wir werden eine Presseaussendung machen, in der alle Punkte, die ihm in der Zeitschrift „NEWS“ vorgeworfen wurden, widerlegt werden. Das möchte ich dazu sagen. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hat jetzt die Frau Präsidentin einen Reiseauftrag gegeben oder nicht?) – Wir werden das alles demnächst aufklären. Es wird alles schriftlich erfolgen; da können Sie dann alles in Ruhe nachlesen.
Beifall beim BZÖ.
Positiv anmerken möchte ich, dass Sie keine Einschnitte in der Lehrlingsförderung versprochen haben. Wir vom BZÖ treten dafür ein, dass rasch den jungen Menschen Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden müssen, denn es ist unbestritten, dass immer mehr Jugendlichen immer weniger Lehrstellen oder Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Dabei ist es aber nicht zielführend, wenn neue teure Ausbildungsplätze geschaffen werden, aber für jene Betriebe, die jetzt schon Lehrlinge ausbilden und Lehrlingsplätze anbieten, keine finanziellen Anreize geschaffen werden. Ich bin der Meinung, dass der derzeitige Blum-Bonus II überarbeitet werden müsste, um Betrieben wieder die Möglichkeit und auch den finanziellen Spielraum zu geben, Lehrlinge einzustellen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie uns eine konkrete gesetzliche Regelung für die pädagogische und berufliche Weiterbildung in Lehrlingsausbildungen treffen! – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Aber eines muss man immer wieder hervorstreichen: Diese überbetrieblichen Lehrwerkstätten sind eine Ersatzausbildung. Die beste Ausbildung bekommt der Lehrling im Betrieb, im Unternehmen direkt vom Unternehmer beziehungsweise vom jeweiligen Lehrlingsbeauftragten vor Ort. Das ist das Wichtigste. Deswegen müssen wir auch schauen, dass wir den Unternehmern einen Anreiz bieten, Lehrlinge auszubilden. Und deshalb ist es sehr wohl notwendig, dass wir den Weg, den wir jetzt gehen, weitergehen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Auch was den öffentlichen Sektor betrifft, gilt es, Lehrstellen dort zu schaffen, wo es notwendig ist und wo man den jungen Menschen auch nach der Ausbildung eine Perspektive geben kann. Das ist wichtig, und so macht man aktive Arbeitsmarktpolitik. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz im Gegensatz zum Bundesland Kärnten. Nach sehr langen Diskussionen wurde jetzt in allen Bundesländern der Regress abgeschafft, während leider in Kärnten der Angehörigen-Regress, wenn sie pflegebedürftige Angehörige in Institutionen betreuen lassen, wieder eingeführt wird. Meine sehr geehrten Damen und Herren, es stellt sich schon die Frage, wie die Leute in Kärnten dazu kommen. Der Bund strengt sich an, mit Minister Hundstorfer an der Spitze werden Maßnahmen ergriffen, dass es zu Verbesserungen kommt – und Kärnten macht hier wieder einen Ausreißer und kümmert sich nicht um die Kärntnerinnen und Kärntner. Das ist sehr schade und zu verurteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Familien brauchen keine neuen Steuern, sondern sie brauchen eine Steuerreform, wie sie vom Vizekanzler Pröll und von der gesamten Regierung verwirklicht wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, Danke zu sagen den vielen Betriebsrätinnen und Betriebsräten, die in den letzten Wochen, in den letzten Monaten wirklich unermüdlich in den Betrieben für ihre Kolleginnen und Kollegen gearbeitet, verhandelt haben, um sozial verträgliche Lösungen auszuarbeiten, wissen wir doch alle, dass nichts schlimmer ist, als wenn Kolleginnen und Kollegen vor dem Jobverlust stehen. Und ich denke, die BetriebsrätInnen haben sich das wirklich verdient, einmal Danke von uns allen zu hören. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Auch für Menschen mit Behinderungen wurde speziell im Arbeitsmarktbereich einiges auf den Weg gebracht. Auch die Behindertenmilliarde wird weiter ausgeschüttet. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich hätte mir auch ein bisschen mehr Budget gewünscht, Herr Kollege Öllinger, aber es ist zugesagt worden, dass kein einziges Projekt, das im arbeitsmarktpolitischen Bereich tätig ist, geschlossen wird. Alle Projekte werden weitergeführt, weil sie einfach erfolgreich arbeiten, weil sie sehr gute Arbeit leisten. Und ich denke, es ist ganz, ganz wichtig, dass gerade auch für behinderte Menschen Angebote geschaffen werden, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch für Menschen mit Behinderungen wurde speziell im Arbeitsmarktbereich einiges auf den Weg gebracht. Auch die Behindertenmilliarde wird weiter ausgeschüttet. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich hätte mir auch ein bisschen mehr Budget gewünscht, Herr Kollege Öllinger, aber es ist zugesagt worden, dass kein einziges Projekt, das im arbeitsmarktpolitischen Bereich tätig ist, geschlossen wird. Alle Projekte werden weitergeführt, weil sie einfach erfolgreich arbeiten, weil sie sehr gute Arbeit leisten. Und ich denke, es ist ganz, ganz wichtig, dass gerade auch für behinderte Menschen Angebote geschaffen werden, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.
Vor knapp einem Jahr hat sich hier eine große Mehrheit der Abgeordneten für einen Antrag ausgesprochen, Kleingedrucktes auf Lebensmittelpackungen soll leichter lesbar werden. – Jetzt, Herr Minister, wünschen wir uns die Umsetzung und ersuchen Sie um Unterstützung, auch im europäischen Gleichklang, denn alle Menschen – das ist das Ziel – sollen sich gesund ernähren und stressfrei einkaufen können. Das wünschen wir uns, und da werden wir nicht lockerlassen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ.
All das kostet Geld, meine Damen und Herren. In Form des Bundesbeitrages geben wir 8,4 Milliarden € für 2009 aus und 8,8 Milliarden € für das Jahr 2010. Ich denke, das ist richtig investiertes Geld, denn anders als die privaten Pensionskassen wälzt diese Bundesregierung Beitragsrückgänge nicht auf die Bürger um, sondern sichert einen sozialen Ausgleich. Und dafür möchte ich dieser Regierung und unserem Herrn Sozialminister recht herzlich danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Ich möchte Ihnen nur in Erinnerung rufen: 15. März 2001, Bundesminister Haupt: 200 000 S für eine Mag. Fabel – wir erinnern uns, das war eine falsche Magistra –; 70 000 S nach Eigenangabe für einen gewissen Herrn Gerald Grosz. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Insgesamt zahlte Haupt für seine Leiharbeiter durchschnittlich 1 Million Schilling im Monat.
Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.
Das geht aber weiter: 2003 bis 2007, Minister Gorbach: Weihnachten war schon, die alte und die neue Regierung ist im Amt. Mir ist nicht bekannt, dass sich Herr Minister Hundstorfer einen Weihnachtsbaum um 1 666 € ins Büro stellen hat lassen oder für 2 400 € Glasschmuck und Glasteller bestellt hat. Auch ist mir nicht bekannt, dass er sich einen Teppich für 6 523 € bestellt hätte. (Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.) Oder: Es gab teure Flüge während Gorbachs Amtsperiode, und die Flieger sind dann alle zufällig in Altenrhein, nahe dem Heimatort von Minister Gorbach, nämlich Frastanz, zwischengelandet. Und die Taxirechnungen von 2004 bis 2007 machten immerhin 98 855 € aus.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Weniger als der Gusenbauer!
Also: Wer im Glashaus sitzt, Herr Grosz, soll nicht mit Steinen werfen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Weniger als der Gusenbauer!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
ist das wichtigste Ziel, das wir in diesem Land anstreben müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Um es einfach auszudrücken: Das Arbeitslosengeld, der Anspruch eines Arbeitslosen über 45 kann sich – wenn er einen neuerlichen Arbeitslosenanspruch erwirbt – nicht mehr verschlechtern. Da aber eindeutig dieser Trend festzustellen ist, dass, wie schon eingangs erwähnt, die Betriebe auch immer mehr Arbeitnehmer freisetzen, die über 40 Jahre sind, wäre es meines Erachtens höchst an der Zeit, die Altersgrenze dieser Schutzbestimmung auf 40 Jahre zu senken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Herr Minister, sich hier herzustellen und keine Lösung zu haben und zu sagen, ich denke ohnehin nach und ich werde es Ihnen dann sagen, das ist nicht die Art und Weise, wie man mit dem Hohen Haus umgeht (Beifall beim BZÖ), sondern Sie hätten uns sagen sollen, was mit diesen Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, geschieht.
Beifall beim BZÖ.
Herr Klubobmann Cap, das ist übrigens ganz allein Ihr Problem, das Sie sich auch mit Ihren Wählern in der Steiermark ausmachen müssen. Wenn Sie in diesem Haus einen Abgeordneten sitzen haben, der ein Doppelbezieher ist, der insgesamt gute 13 000 € kassiert für Nichts-Arbeiten, für einen Job, wo er nicht eine Sekunde lang arbeitet, und das dann ein Oppositionsabgeordneter wie Herr Grosz aufzeigt, dann ist das Ihr Problem, ob Sie das ernst nehmen und dass Sie das verhindern und dass Sie einmal Ihren Abgeordneten Faul maßregeln. Aber es ist dann unser Problem, genau darauf zu achten, ob dieser Abgeordnete, der ohnehin schon als Schuldirektor nichts arbeitet, auch diesem Hohen Haus dauernd fernbleibt und nichts arbeitet. (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit und Oh-Rufe bei der SPÖ.
Wenn Sie sich jetzt hier herausstellen, Herr Cap, und so manche Formulierung kritisieren, dann hätte ich mir eigentlich auch erwartet, dass Sie die Rede von Herrn Faul vom letzten Mal ein bisschen „würdigen“, wo dieser mit der flachen Hand – wie im Protokoll nachzulesen und auf Video anzuschauen ist – beinahe dieses Rednerpult zertrümmert hätte. (Ironische Heiterkeit und Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ich erspare mir jetzt, Herr Klubobmann Cap, die Aussagen aus der Rede Ihres Kollegen Faul zu zitieren, für die er einen dreifachen Ordnungsruf bekommen hat. Das erspare ich mir jetzt. Aber Sie sind auf diesem einen Auge ein bisschen sehschwach, wenn es darum geht, Ihre eigenen Fehlleistungen einmal anzuschauen.
Beifall beim BZÖ.
Oder wenn die amtierende Erste Nationalratspräsidentin Prammer von der SPÖ bei der Erteilung von Ordnungsrufen durch den Dritten Präsidenten in der ersten Reihe neben Ihnen sitzt und kudert und kichert und lacht, wenn die Würde des Hauses verletzt wird, und über Ordnungsrufe lacht: Ist das der Stil des Hohen Hauses? – Ich meine, nein. Das ist kein Stil, Herr Klubobmann Cap! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Bei allen Aussagen, die man diskutieren kann – und wir haben uns heute auch von so manchen Aussagen distanziert –, aber es wird hier von Ihrer Seite gegen die beiden Oppositionsparteien, vor allem BZÖ und FPÖ, ein Bogen überspannt in einer Art und Weise, die einfach nicht mehr erträglich ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das muss einmal klar gesagt werden, Herr Klubobmann Cap! Und dagegen muss man sich auch wehren.
Beifall beim BZÖ.
Also, Herr Klubobmann Cap, warten Sie den 7. Juni ab: Da werden Sie Ihr Wahlergebnis, Ihre Niederlage einfahren, und dann können Sie wieder ein bisschen Strategieübung betreiben. Hören Sie auf, andere zu verunglimpfen, wenn Sie selbst im Glashaus sitzen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dolinschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Faul –: Was ist jetzt mit der Entschuldigung? – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt hast du die Chance dafür!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Faul. Eingestellte Redezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dolinschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Faul –: Was ist jetzt mit der Entschuldigung? – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt hast du die Chance dafür!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine vertane Chance! – Abg. Grosz: Er hätte sich entschuldigen können!
Herr Bundesminister, die Pensionistinnen und Pensionisten sind deshalb so dankbar, weil Sie ihnen wirklich das Gefühl geben, dass durch diese altbewährte Form der Pensionssicherung durch den Generationenvertrag für sie mehr Garantie besteht und sie damit größeres Vertrauen in die Zukunft haben können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine vertane Chance! – Abg. Grosz: Er hätte sich entschuldigen können!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich darf Sie daher ersuchen, diesem Budget die Zustimmung zu erteilen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich beim Internet-Ombudsmann für seine hervorragende Arbeit, aber danke auch Ihnen, Herr Minister Hundstorfer, denn das ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Konsumenten und Konsumentinnen in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Die rasante technische Entwicklung und die zunehmenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen machen laufend Anpassungen und Verbesserungen des Konsumentenschutzes notwendig. Schützen wir durch einen aktiven Konsumentenschutz die Konsumentinnen und Konsumenten vor Abzocke und Irreführung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Gahr: Das ist ein alter Schmäh!
Ein guter Tag beginnt mit einem guten Entschließungsantrag. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Gahr: Das ist ein alter Schmäh!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit der Zustimmung zu diesem Antrag können Sie als Hohes Haus heute noch beziehungsweise im Rahmen der Abstimmungen ein deutliches Zeichen setzen, dass wir eben tatsächlich eine Musiknation sind und auch bleiben wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, das ist so, wie wenn man sagt, dass beispielsweise Landesverteidigung etwas ist, was die gesamte Republik angeht, und man dann sagt: Die gesamte Bildung, sogar die Matura, das alles sollte Landessache sein! – Nein, ich meine, hier muss eindeutig die absolute Chancengleichheit für alle Bundesländer gewahrt sein, damit auch die Resultate gleich bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Sehr schlechter und geschmackloser Scherz!
Ein Letztes, da hier bereits das „Rotlichtmilieu“ vor mir auftaucht. (Der Redner weist auf das rot blinkende Lämpchen auf dem Rednerpult.) Ich glaube, es sollte eine Diskussion darüber stattfinden, nachdem die Frau Bundesminister gesagt hat, sie möchte die Antifaschismus ... (Abg. Krainer: Sehr schlechter und geschmackloser Scherz!) – Sie verstehen einen Scherz nicht besonders gut, aber ich erkläre es Ihnen dann gern. – Die Frau Bundesminister möchte also eine Antifaschismusbildung an den Schulen machen. Auch das ist wichtig. Ich denke aber, dass etwas anderes Platz greifen muss. Es muss generell an den Schulen Erziehung gegen Extremismus und gegen Gewalt stattfinden.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie, Frau Bundesministerin, hier sagen, dass es nur um die Antifaschismus-Erziehung geht, dass diese gefördert gehört, so entgegne ich: Es muss auch allen Schülern eindeutig im Rahmen der Schulerziehung klargemacht werden, dass jeglicher Extremismus und vor allem jede Gewalt in der politischen Auseinandersetzung abzulehnen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ansonsten schaut es für mich so aus, als ob dann, wenn das Unterrichtsministerium – und Sie selbst – eine Studie mit in Auftrag gibt, in diesem Fall über das Wahlverhalten der Schüler, diese Frage nach dem Wahlverhalten eigentlich die Sache eines parteipolitischen Generalsekretariats wäre. Was es das Unterrichtsministerium zu interessieren hat, wen Schüler wählen, das frage ich mich schon, denn dafür gibt es keine Sinnhaftigkeit. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde da nicht den gefährlichen Weg beschreiten, das Unterrichtsministerium in ein Erziehungsministerium, vielleicht sogar dann noch in ein Umerziehungsministerium umzuwandeln. Dazu sind unsere Kinder zu wertvoll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Aufbau von Bildungsstandards, den niemand mehr, der sich ein wenig mit Bildung beschäftigt, in Frage stellt, und auch die teilzentrale Matura – natürlich ist dieser Weg wichtig und bringt uns europäische Reife. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
und so weiter. Aber das meine ich nicht damit. Aber mit kleineren Klassen, bei stärkerer individueller Förderung, bei mehr Möglichkeiten, die die Lehrer nun haben werden, wird es auch dazu kommen, dass diejenigen, die tatsächlich bisher noch auf Nachhilfe angewiesen waren, diese nicht mehr brauchen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte dennoch zwei Dinge herausgreifen. Zum Ersten muss ich sagen – ich tue das sonst nicht, weil ich weiß, dass wir nur gemeinsam in der Regierung, in einer Koalition die Dinge vorantreiben können –: Ich muss ganz, ganz entschieden den Vorschlag des Kollegen Amon zurückweisen, nämlich zu einer Aufnahmsprüfung, sogar zu einer Begabungsfeststellung ab der zweiten Klasse Volksschule zurückzukehren. Lieber Kollege Amon, das geht noch vor die Gehrer-Ära zurück! Das darf nicht sein! Wir brauchen genau das Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Wozu? Ihr schmeißt das Geld beim Fenster raus!
Gehen wir doch gemeinsam diesen kostengünstigen Weg und schaffen wir eine gemeinsame Schule, die auch für die Talentierten die Chancen verbessert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Wozu? Ihr schmeißt das Geld beim Fenster raus!) Weil, Kollege Hornek – ich weiß, Sie sind sicher ein Bildungsexperte –, Bewegung in die Sache kommen muss. (Abg. Mag. Gaßner: Hier sitzt unser Bildungsexperte! – Abg. Hornek: Ja, aber in die falsche Richtung!)
Abg. Mag. Gaßner: Hier sitzt unser Bildungsexperte! – Abg. Hornek: Ja, aber in die falsche Richtung!
Gehen wir doch gemeinsam diesen kostengünstigen Weg und schaffen wir eine gemeinsame Schule, die auch für die Talentierten die Chancen verbessert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Wozu? Ihr schmeißt das Geld beim Fenster raus!) Weil, Kollege Hornek – ich weiß, Sie sind sicher ein Bildungsexperte –, Bewegung in die Sache kommen muss. (Abg. Mag. Gaßner: Hier sitzt unser Bildungsexperte! – Abg. Hornek: Ja, aber in die falsche Richtung!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ein zweiter Bereich, den ich hier anführen möchte, ist jener der neuen Lehrerinnen- und Lehrerausbildung. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir müssen alles tun und motivieren, dass junge Menschen in diesen Beruf einsteigen, damit wir die Bildungsqualität, die wir heute auf Schiene bringen, für die Zukunft garantieren können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Kollege Mayer sagt, es sei mit diesem Bildungsbudget ein großer Wurf gelungen, dann muss ich sagen: Dieses Bildungsbudget, vor allem das, was die Frau Bundesministerin für den Mehrbedarf gewollt hat, ist kein großer Wurf, sondern das ist eine Mogelpackung, denn de facto wollte sie 525 Millionen € und bekommen hat sie 155 Millionen €. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es kann nicht sein, dass sich der Trend, die Kinder in Privatschulen zu geben – durch die Eltern, die es sich leisten können –, immer mehr fortsetzt. Daher würde ich Sie wirklich bitten, diesbezüglich eine Antwort zu geben. Wir vom BZÖ haben gesagt, wir wollen, dass die Klassen so aufgeteilt sind, dass nicht mehr als 30 Prozent Kinder nichtdeutscher Muttersprache in den Klassenzimmern sind, um einen qualitätsvollen Unterricht zu gewährleisten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne habe ich wenig Hoffnung, aber es gibt viele Dinge, wo wir Sie unterstützen werden. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
minister ausdrücklich Dank zu sagen, meine Damen und Herren, dass dieser wichtige Akzent im Budget zum Ausdruck kommt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu gehört aber auch ein ordentlicher Umgang mit den Schulpartnern. Frau Bundesministerin, ich bin sehr dankbar, dass Sie das initiiert haben und es möglich war, dass die Schulpartner im Zusammenhang mit den schulautonomen Tagen gestern eine Einigung herbeigeführt haben. Die Einigung begrüßen wir, und ich würde meinen, dass wir das möglichst rasch in ein Gesetz gießen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Auch ich bin der Meinung, dass wir im Bereich der Schulverwaltung vor Herausforderungen stehen. Wir haben da gewisse Doppelgleisigkeiten. Ich denke da etwa an die Pflichtschulabteilungen im Amt der Landesregierung und im Landesschulrat. Natürlich kann man diese Doppelgleisigkeiten beseitigen. Ich würde nur sehr davor warnen, da das Kind mit dem Bade auszuschütten, denn es wird zum Teil der Eindruck erweckt, dass durch die Abschaffung der Landesschulratskollegien und der Bezirksschulräte irgendetwas eingespart wird. Das sind Einrichtungen, die eigentlich nichts kosten (Zwischenrufe beim BZÖ), die aber durchaus, etwa wenn man an die Kollegien denkt, durch Landtagswahlen legitimierte Einrichtungen sind. Entscheidend ist, dass wir dort einsparen, wo wir Doppelgleisigkeiten haben. Es geht nicht bei Reformen darum, einfach eine Reform zu machen, sondern sie muss schon auch Sinn machen, meine Damen und Herrn. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch ich bin der Meinung, dass wir im Bereich der Schulverwaltung vor Herausforderungen stehen. Wir haben da gewisse Doppelgleisigkeiten. Ich denke da etwa an die Pflichtschulabteilungen im Amt der Landesregierung und im Landesschulrat. Natürlich kann man diese Doppelgleisigkeiten beseitigen. Ich würde nur sehr davor warnen, da das Kind mit dem Bade auszuschütten, denn es wird zum Teil der Eindruck erweckt, dass durch die Abschaffung der Landesschulratskollegien und der Bezirksschulräte irgendetwas eingespart wird. Das sind Einrichtungen, die eigentlich nichts kosten (Zwischenrufe beim BZÖ), die aber durchaus, etwa wenn man an die Kollegien denkt, durch Landtagswahlen legitimierte Einrichtungen sind. Entscheidend ist, dass wir dort einsparen, wo wir Doppelgleisigkeiten haben. Es geht nicht bei Reformen darum, einfach eine Reform zu machen, sondern sie muss schon auch Sinn machen, meine Damen und Herrn. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist ein Angebot: Versuchen wir gemeinsam, hier auch ein wenig abzurüsten und ein bisschen mehr Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser zieht auf dem Weg zum Rednerpult sein Sakko aus, wodurch die Aufschrift auf seinem T-Shirt „Eure Schande heißt Martin Graf“ sichtbar wird. – Abg. Steibl: Schon wieder dieses Leiberl! – Abg. Dr. Walser – beim Rednerpult ankommend –: Immer dasselbe! Immer dasselbe!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. 8 Minuten gewünschte Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Walser zieht auf dem Weg zum Rednerpult sein Sakko aus, wodurch die Aufschrift auf seinem T-Shirt „Eure Schande heißt Martin Graf“ sichtbar wird. – Abg. Steibl: Schon wieder dieses Leiberl! – Abg. Dr. Walser – beim Rednerpult ankommend –: Immer dasselbe! Immer dasselbe!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin Schmied, passen Sie sehr, sehr, sehr gut auf, wenn Kollege Amon die Neue Mittelschule lobt und sagt, dass es da interessante Modelle gäbe! – Herr Kollege, Amon, ich weiß, woher der Wind weht! Sie denken da an das, was in meinem Heimatland, in Vorarlberg, über die Bühne geht – und das, bitte, hat mit der Zielsetzung der Gemeinsamen Schule gar nichts zu tun! Von daher ist Vorsicht am Platz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schule ist ein schwieriges Feld; wir alle wissen das. Es hat bedauerliche Vorfälle gegeben. Ich denke da etwa an die Fahrt der Schülerinnen und Schüler der Schule Albertgasse nach Auschwitz. Und die bedauerlichen Vorfälle – antisemitischer Art –, die es dort gegeben hat, haben dazu geführt, dass ein Schüler der Schule Albertgasse aus der Schule ausgeschlossen wurde. Ich halte das pädagogisch für einen falschen Weg. Da gebe es andere Möglichkeiten, pädagogisch zu reagieren. Das ist eigentlich eine Bankrotterklärung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Allerdings gibt es ein Feld, wo solche Vorfälle geahndet gehören, und dieses Feld ist dieses Parlament hier. Wenn ein Mann wie Martin Graf derartig entgleist – man kann eigentlich gar nicht sagen „entgleist“, denn Martin Graf hat das ja vorexerziert, er hat eigentlich kein Hehl aus seiner Überzeugung gemacht; wir haben ja bei seiner Wahl auch dementsprechend vor ihm gewarnt –, dann wäre ich für härtere Maßnahmen. Da könnte ich mir einen Ausschluss vom Amt des Präsidenten durchaus vorstellen, um das auch deutlich zu sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Können Sie auch etwas zum Budget sagen?
Was haben Sie jetzt, in den letzen Tagen, beobachtet, meine Damen und Herren von der ÖVP? War das nicht eindeutig, was da passiert ist? Haben Sie nicht das Gefühl, dass jetzt Konsequenzen notwendig sind? Ich darf Sie daran erinnern, dass Sie sich jetzt feiern lassen als Kritiker von Martin Graf, aber genau Sie es sind, die eine Lösung verhindern. Sie stemmen sich dagegen, dass wir in diesem Hohen Haus eine gemeinsame Lösung für diesen unerträglichen Zustand, dass wir hier einen Dritten Nationalratpräsidenten mit einem derartigen Gedankengut haben, finden. (Abg. Hörl: Können Sie auch etwas zum Budget sagen?)
Beifall bei den Grünen.
Unentschuldbar, das möchte ich betonen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Leider orientieren sich die meisten von Ihnen am ehemaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der gemeint hat, Graf solle sich entschuldigen, er solle das gefälligst zurückziehen, das sei doch gar keine Frage, es würde Ihm auch überhaupt kein Stein aus der Krone fallen. – Also auf gut Deutsch: Schwamm drüber, er soll sich entschuldigen! – So geht es bitte nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Sonnberger: Keine Anlassgesetzgebung!
Das, was hier passiert ist, ist, wie Außenminister Spindelegger sagte, unentschuldbar, und das muss entsprechende Konsequenzen haben. (Abg. Dr. Sonnberger: Keine Anlassgesetzgebung!)
Beifall bei den Grünen.
Wir sehen das so, Herr Kollege Graf! Wir sehen das so, geschätzte Kolleginnen und Kollegen in diesem Hohen Haus! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wie lange möchten Sie hier diesem Treiben noch zusehen?! Und: Es ist ja nicht nur der Kollege Graf, es ist ja auch der Kollege Strache, der unerträglich ist. Ich möchte es deutlich aussprechen: Heinz-Christian Strache ist ein „Hetzer“ und ein „Rabauke“ – um das deutlich zu sagen. (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Strache!
Wenn Sie sich aufregen, meine Damen und Herren von der FPÖ – und, Frau Präsidentin, falls Sie sich einen Ordnungsruf deswegen überlegen –: Das ist ein Zitat gewesen, und das stammt von einem FPÖ-Bürgermeister aus Vorarlberg. Es ist Burkhard Wachter aus Vandans gewesen, der Martin Graf in dieser Angelegenheit so bezeichnet hat (Abg. Öllinger: Strache!) – der Heinz-Christian Strache so bezeichnet hat. (Ruf bei der FPÖ: Na was jetzt?!)
Ruf bei der FPÖ: Na was jetzt?!
Wenn Sie sich aufregen, meine Damen und Herren von der FPÖ – und, Frau Präsidentin, falls Sie sich einen Ordnungsruf deswegen überlegen –: Das ist ein Zitat gewesen, und das stammt von einem FPÖ-Bürgermeister aus Vorarlberg. Es ist Burkhard Wachter aus Vandans gewesen, der Martin Graf in dieser Angelegenheit so bezeichnet hat (Abg. Öllinger: Strache!) – der Heinz-Christian Strache so bezeichnet hat. (Ruf bei der FPÖ: Na was jetzt?!)
Widerspruch bei der FPÖ
Ein guter Tag beginnt mit einem guten Budget, hat Herr Kollege Rosenkranz gemeint, und ein Modell vor ... (Widerspruch bei der FPÖ) – mit einem guten Entschließungs-
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit! Das ist eine Frechheit!
antrag, richtig, und er hat auf die Bedeutung der Musik verwiesen. Ich würde Ihnen eine andere Musik für Ihre Kinder empfehlen, als Sie sie offensichtlich genossen haben, denn wenn diese Musikerziehung das Ergebnis zeitigt, wie wir es hier gehört haben, dann gute Nacht Österreich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit! Das ist eine Frechheit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Aber geh! ... Österreich-Beschimpfung!
Helfen Sie mit, dass wir dieses System so weit bringen, dass wir stolz darauf sein können und dass wir uns nicht, wie derzeit, international genieren müssen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Aber geh! ... Österreich-Beschimpfung!)
Beifall bei den Grünen.
Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: ... Ordnungsruf, Frau Präsidentin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Was die Zitate in diesem Haus betrifft, mache ich darauf aufmerksam, dass ich bereits einmal in der Präsidiale darauf hingewiesen habe, auch beim Zitieren sorgfältig zu sein. (Abg. Neubauer: ... Ordnungsruf, Frau Präsidentin!) Wir sind dort aber so verblieben, keine Ordnungsrufe zu erteilen.
Beifall bei der SPÖ.
Die Ziele sind, denke ich, klar: Wir brauchen mehr Chancengerechtigkeit, Bildung darf in Österreich nicht länger Erbpacht sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Wir brauchen – und eine Haltung diesbezüglich ist wichtig – den Grundzugang, dass alle Potenziale der Gesellschaft genutzt werden sollen und müssen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.) Hier ist es wesentlich, dass wir vor allem die sozial schwachen Schichten, dass wir die Kinder mit Migrationshintergrund nicht zurücklassen. Daher ist für mich gerade das Thema Integration auch ganz stark eine bildungspolitische Aufgabe.
Zwischenruf des Abg. Brosz
Mit dem vorliegenden Budget ist ein Bündel von Maßnahmen umsetzbar, und ich möchte einfach die zehn wichtigsten Punkte und Projekte nennen, wir haben ja im Budgetausschuss auch schon im Detail darüber gesprochen: kleinere Klassen, Kleingruppenunterricht (Zwischenruf des Abg. Brosz) – wichtiger Punkt! –, wesentlich ist auch die Konzentration auf den Bereich des berufsbildenden Schulwesens (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz), der Berufsschulen, Ausbau der Tagesbetreuung, bessere Sprachförderung – ein ganz klares Ja; jedes Kind, das in Österreich zur Schule geht, muss die deutsche Sprache erstklassig beherrschen –, Lehre und Matura, Bildungsstandards, kompetenzorientierte Reifeprüfung, mittleres Management an den Bundesschulen, Programme zu Gewaltprävention und Förderung vor allem auch für Privatschulen in freier Trägerschaft. – Das sind die zehn aus meiner Sicht wesentlichen Punkte, die mit diesem Budget realisierbar und von diesem abgedeckt sind.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz
Mit dem vorliegenden Budget ist ein Bündel von Maßnahmen umsetzbar, und ich möchte einfach die zehn wichtigsten Punkte und Projekte nennen, wir haben ja im Budgetausschuss auch schon im Detail darüber gesprochen: kleinere Klassen, Kleingruppenunterricht (Zwischenruf des Abg. Brosz) – wichtiger Punkt! –, wesentlich ist auch die Konzentration auf den Bereich des berufsbildenden Schulwesens (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz), der Berufsschulen, Ausbau der Tagesbetreuung, bessere Sprachförderung – ein ganz klares Ja; jedes Kind, das in Österreich zur Schule geht, muss die deutsche Sprache erstklassig beherrschen –, Lehre und Matura, Bildungsstandards, kompetenzorientierte Reifeprüfung, mittleres Management an den Bundesschulen, Programme zu Gewaltprävention und Förderung vor allem auch für Privatschulen in freier Trägerschaft. – Das sind die zehn aus meiner Sicht wesentlichen Punkte, die mit diesem Budget realisierbar und von diesem abgedeckt sind.
Abg. Dr. Moser: Nennen Sie ... Oberösterreich!
Der dritte Punkt – zentral, was die Wirksamkeit des öffentlichen Bildungssystems betrifft, und es gibt dazu ein erstklassiges Papier der Expertengruppe, wo vor allem Rechnungshofpräsident Moser und auch Wifo und IHS mitgearbeitet haben, nämlich zum Thema Verwaltungsreform –: Alle Eckpunkte liegen auf dem Tisch, aber ich glaube, ich brauche hier nicht näher auszuführen, welche Kräfte da abseits einer faktenbasierten Logik wirksam werden. (Abg. Dr. Moser: Nennen Sie ... Oberösterreich!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Hier würde es wohl eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Ebenen brauchen – Gemeinden, Länder und Bund –, um nicht nur unter budgetären Gesichtspunkten, sondern vor allem unter dem Aspekt der Leitung, der Verantwortung und der Effektivität die Schulverwaltung auf eine moderne Basis zu stellen und die Aufbauorganisation von Doppelgleisigkeiten, Mehrfachzuständigkeiten und einem Kompetenzwirrwarr zu befreien. Ich habe hier eine ganz klare Position, teile diesbezüglich aber, Frau Abgeordnete Haubner, durchaus Ihre Skepsis, was die Umsetzbarkeit betrifft. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Dr. Strutz
Daher auch meine Bitte an die Kolleginnen und Kollegen, besonders auch an die Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Dr. Strutz): Das Schulsystem besteht aus mehreren Gruppen (Abg. Dr. Strutz – auf die Reihen der ÖVP zeigend –: Da hinschauen!), es besteht aus engagierten Lehrerinnen und Lehrern, überhaupt keine Frage, aber es gibt auch noch die Konsumenten, und das sind die Schülerinnen und Schüler und auch die Eltern. Und es kann nicht sein, dass Reformmaßnahmen nur von einer Gruppe abhängig sind und Ihr Stimmverhalten nur von einer Gruppe abhängig ist. Wir müssen, weil wir ja Repräsentanten sind, das gesamte Schulsystem und die Bedürfnisse der Betroffenen anschauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer), und das sind eben auch die Eltern und die Schüler. Und da bitte ich um mehr Rücksichtsnahme und um mehr
Abg. Dr. Strutz – auf die Reihen der ÖVP zeigend –: Da hinschauen!
Daher auch meine Bitte an die Kolleginnen und Kollegen, besonders auch an die Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Dr. Strutz): Das Schulsystem besteht aus mehreren Gruppen (Abg. Dr. Strutz – auf die Reihen der ÖVP zeigend –: Da hinschauen!), es besteht aus engagierten Lehrerinnen und Lehrern, überhaupt keine Frage, aber es gibt auch noch die Konsumenten, und das sind die Schülerinnen und Schüler und auch die Eltern. Und es kann nicht sein, dass Reformmaßnahmen nur von einer Gruppe abhängig sind und Ihr Stimmverhalten nur von einer Gruppe abhängig ist. Wir müssen, weil wir ja Repräsentanten sind, das gesamte Schulsystem und die Bedürfnisse der Betroffenen anschauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer), und das sind eben auch die Eltern und die Schüler. Und da bitte ich um mehr Rücksichtsnahme und um mehr
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer
Daher auch meine Bitte an die Kolleginnen und Kollegen, besonders auch an die Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Dr. Strutz): Das Schulsystem besteht aus mehreren Gruppen (Abg. Dr. Strutz – auf die Reihen der ÖVP zeigend –: Da hinschauen!), es besteht aus engagierten Lehrerinnen und Lehrern, überhaupt keine Frage, aber es gibt auch noch die Konsumenten, und das sind die Schülerinnen und Schüler und auch die Eltern. Und es kann nicht sein, dass Reformmaßnahmen nur von einer Gruppe abhängig sind und Ihr Stimmverhalten nur von einer Gruppe abhängig ist. Wir müssen, weil wir ja Repräsentanten sind, das gesamte Schulsystem und die Bedürfnisse der Betroffenen anschauen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer), und das sind eben auch die Eltern und die Schüler. Und da bitte ich um mehr Rücksichtsnahme und um mehr
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Aber nicht sehr!
Unterstützung unserer Ministerin – von der Sozialdemokratie hat sie sie. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Aber nicht sehr!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Weiters wäre ich – diese Begriffe sind hier oft gefallen – ein bisschen vorsichtig mit den Begriffen Eignung, Neigungstests und Eignungstests und Kompetenzen bei Zehnjährigen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen gegangen ist, aber bei mir hat man mit zehn Jahren noch nicht gemerkt, dass ich einmal ein Studium machen werde oder dass ich Politikerin werde. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war bei mir mit zehn Jahren noch nicht ersichtlich, bei Ihnen vielleicht schon, dann waren Sie besonders talentierte Zehnjährige. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich dazu, trotzdem wäre ich damit ein bisschen vorsichtiger.
Abg. Amon: Ändern!
Wenn wir Bildungsexperten, aber auch Psychologinnen und Psychologen zuhören, dann erfahren wir, dass sich Eignungen und Neigungen oft erst viel später (Abg. Amon: Ändern!) entwickeln. Schauen wir deswegen nicht so auf Neigungen und Eignungen, sondern auf Interessen und darauf, dass wir eine Schule haben wollen, die Kindern Spaß macht (Abg. Amon: ... Schule?!), und – wie ich eingangs gesagt habe, wie eine Gesellschaft ist, entscheidet sich im Klassenzimmer – handeln wir einfach auch so, dass wir glückliche Kinder haben. Dann, denke ich, können wir davon ausgehen, dass glückliche Kinder auch das können und leisten, was ihren Interessen entspricht.
Abg. Amon: ... Schule?!
Wenn wir Bildungsexperten, aber auch Psychologinnen und Psychologen zuhören, dann erfahren wir, dass sich Eignungen und Neigungen oft erst viel später (Abg. Amon: Ändern!) entwickeln. Schauen wir deswegen nicht so auf Neigungen und Eignungen, sondern auf Interessen und darauf, dass wir eine Schule haben wollen, die Kindern Spaß macht (Abg. Amon: ... Schule?!), und – wie ich eingangs gesagt habe, wie eine Gesellschaft ist, entscheidet sich im Klassenzimmer – handeln wir einfach auch so, dass wir glückliche Kinder haben. Dann, denke ich, können wir davon ausgehen, dass glückliche Kinder auch das können und leisten, was ihren Interessen entspricht.
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen bitte ich um mehr Bewegung, was die Frage der gemeinsamen Mittelschule betrifft, und ich bitte um mehr Bewegung, was ganztägige Betreuung und Ganztagsschulen betrifft, denn die Welt hat sich verändert. Heute lernen Eltern oft nicht mehr mit Kindern, sie können es gar nicht, und ich meine, da muss der Staat eingreifen. Deshalb muss sich ein modernes Schulsystem an den Ansprüchen der Konsumentinnen und Konsumenten, und das sind die Eltern und die Schüler, orientieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hornek.
Im ländlichen Raum haben die Hauptschulen ein sehr hohes Leistungsniveau. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hornek.) Einer der Gründe ist der geringe Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache, ein weiterer Grund sind auch die Leistungsstufen. Ja, Leistungsstufen sind wichtig. Ein guter Schüler wird nicht unterfordert und ein schwacher Schüler wird nicht überfordert. Frau Bundesministerin, werten Sie die Hauptschulen auf und lassen Sie das Gymnasium sein! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie würden sich 26 Millionen € ersparen!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im ländlichen Raum haben die Hauptschulen ein sehr hohes Leistungsniveau. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hornek.) Einer der Gründe ist der geringe Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache, ein weiterer Grund sind auch die Leistungsstufen. Ja, Leistungsstufen sind wichtig. Ein guter Schüler wird nicht unterfordert und ein schwacher Schüler wird nicht überfordert. Frau Bundesministerin, werten Sie die Hauptschulen auf und lassen Sie das Gymnasium sein! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie würden sich 26 Millionen € ersparen!
Abg. Riepl: ... mit dieser Ansage!
Eine große finanzielle Einsparung brächte auch eine österreichweite Reduzierung der Anzahl von Bezirks- und Landesschulräten und eine Neustrukturierung der Inspektion (Abg. Riepl: ... mit dieser Ansage!) – Ist schon in Ordnung. Mit einer Neuordnung der Schulverwaltung kann nicht früh genug begonnen werden. Auch der Rechnungshof hat im Bereich der Schulverwaltung ein Einsparungspotenzial in Millionenhöhe festgestellt.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin! Wenn Ihnen die Bildungspolitik für unsere Kinder wirklich so wichtig ist, dann begrenzen Sie den Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache auf maximal 30 Prozent! Das hat auch schon Frau Haubner angesprochen, da sind wir wirklich einer Meinung. Nur so können Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen gefördert werden, ohne dass dabei die österreichischen Kinder benachteiligt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte noch einmal ganz kurz zur Neuen Mittelschule zurückkommen: Die Neue Mittelschule, die Sie alle – Rot und Schwarz – sehr hoch loben, ist ein Schulmodell aus dem 19. Jahrhundert, also ein weitgehend überholtes Schulmodell. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, wenn es Ihre Absicht ist – so wie Sie es im Ausschuss formuliert haben –, diesen Gratiseintritt in die Basisabgeltung hineinzurechnen, und das doch eine Summe von etwa 3 Millionen € ausmachen wird, ist schon auch der Dialog mit den einzelnen Museumsdirektoren zu suchen, ob sie sich denn vorstellen können, damit zurechtzukommen, denn ich denke, 3 Millionen von 8 Millionen einer solchen Maßnahme zur Verfügung zu stellen, ist etwas, was nicht die politische Hand alleine entscheiden sollte, sondern da muss man auch direkt in Kontakt mit den Kunst- und Kulturschaffenden treten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
schaft, Filmproduktionen auch als Standortfaktor für Österreich zu sehen. Und das gilt es aus meiner Sicht zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ein Beispiel, das wir bei den Kinderrechtsgesprächen gehört haben – weil ich gerade so viele Jugendliche da oben sehe (der Redner deutet auf die Galerie) –, ist das Aus von „Rat auf Draht“. „Rat auf Draht“ ist eine Institution, die schon vor 21 Jahren ins Leben gerufen wurde, wo allein 2008 116 000 Kinder und Jugendliche kostenlos Rat und Hilfe gefunden haben, 4 000 Online-Beratungen durchgeführt wurden, und diese Institution soll nach 21 Jahren abgedreht werden. Hier, finde ich, sollte parteiübergreifend eine Lösung gefunden werden – es geht genau um 300 000 € –, damit eine Institution, die gerade Kinder und Jugendliche betrifft, deren Eltern die psychologische Hilfe nicht finanzieren können, kostenlos weitergeführt werden kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das BZÖ hat ein umfassendes Schulreformprojekt eingebracht, das eine klare Schwerpunktsetzung in den kommenden Budgets und eine Investitionssumme von zumindest 2 Milliarden € für die nächsten fünf Jahre vorsieht, um eine gute Schulreform für die österreichische Jugend durchführen zu können. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
den freien Zugang zur Bildung ermöglichen, denn Bildung ist der wichtigste Schlüssel für die faire Verteilung der Chancen in der Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders erfreulich ist auch der große Zuspruch von Lehrlingen zur Berufsmatura. Seit vergangenem Herbst können die Lehrlinge ja parallel zur Lehre kostenlos die Studienberechtigung erwerben. Dieses Modell wird weiter ausgebaut, um noch mehr Lehrlingen den Zugang zu diesem Ausbildungsmodell zu ermöglichen. Dafür sind 19 Millionen €, die für die nächsten zwei Jahre zur Verfügung stehen, vorgesehen. Es waren ja im Pilotjahr bereits an die 3 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und in den kommenden zwei Jahren sollen weitere 4 000 in allen Bundesländern in den Vorbereitungskursen davon profitieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Neugebauer! – Abg. Strache: Spindelegger ist schon eine Weile her!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin immer froh, wenn die Frau Präsidentin hinten sitzt oder Dr. Spindelegger als Zweiter Nationalratspräsident, denn wenn Dr. Graf da sitzen würde ... (Rufe bei der SPÖ: Neugebauer! – Abg. Strache: Spindelegger ist schon eine Weile her!) – Entschuldigung, Neugebauer, das ist mir entruscht, Entschuldigung, bitte, Dr. Neugebauer (Ruf bei der SPÖ: Ohne Doktor!) –, weil es nämlich eine Schande ist für dieses Haus, wenn Dr. Graf da hinten sitzt und die Debatte leitet. Das ist äußerst unangenehm, einfach auch, weil er nicht in der Lage ist, dieses Parlament ordentlich zu vertreten. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Ohne Doktor!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin immer froh, wenn die Frau Präsidentin hinten sitzt oder Dr. Spindelegger als Zweiter Nationalratspräsident, denn wenn Dr. Graf da sitzen würde ... (Rufe bei der SPÖ: Neugebauer! – Abg. Strache: Spindelegger ist schon eine Weile her!) – Entschuldigung, Neugebauer, das ist mir entruscht, Entschuldigung, bitte, Dr. Neugebauer (Ruf bei der SPÖ: Ohne Doktor!) –, weil es nämlich eine Schande ist für dieses Haus, wenn Dr. Graf da hinten sitzt und die Debatte leitet. Das ist äußerst unangenehm, einfach auch, weil er nicht in der Lage ist, dieses Parlament ordentlich zu vertreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin immer froh, wenn die Frau Präsidentin hinten sitzt oder Dr. Spindelegger als Zweiter Nationalratspräsident, denn wenn Dr. Graf da sitzen würde ... (Rufe bei der SPÖ: Neugebauer! – Abg. Strache: Spindelegger ist schon eine Weile her!) – Entschuldigung, Neugebauer, das ist mir entruscht, Entschuldigung, bitte, Dr. Neugebauer (Ruf bei der SPÖ: Ohne Doktor!) –, weil es nämlich eine Schande ist für dieses Haus, wenn Dr. Graf da hinten sitzt und die Debatte leitet. Das ist äußerst unangenehm, einfach auch, weil er nicht in der Lage ist, dieses Parlament ordentlich zu vertreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir sehr wünschen, dass wir Dr. Graf gemeinsam auffordern, diesen Posten zu verlassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, ich darf noch etwas erwähnen, was Sie vielleicht nicht wissen. Im letzten Halbjahr, also im Wintersemester von 2008 auf 2009, waren 80 Prozent der Filmschaffenden arbeitslos. Im Sozialbericht, den Sie ja veröffentlicht haben, Frau Ministerin, ist die Lage der Filmschaffenden als katastrophal bezeichnet. Ich glaube, dass genau in der Branche, in der wir so groß punkten, ganz dringend ein Bedarf da wäre, noch mehr reinzubuttern als bisher. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Bei uns regnet es auch herein!
Die Frau Präsidentin der Salzburger Festspiele braucht nur wochenlang jeden Sommer im Rundfunk, sowohl im Fernsehen als auch im Radio – sie ist ja Stiftungsrätin, da ist das leicht möglich –, zu jammern, dass es reinregnet, dass das Dach kaputt ist. Das kann sie wirklich, das macht sie auch diesen Sommer wieder, das macht sie jeden Sommer. (Abg. Öllinger: Bei uns regnet es auch herein!) Genau! Bei uns ist das Dach auch kaputt, aber das wird auch schon abgesichert mit einer Tonne. Ich hoffe nur, dass die nicht eines Tages so voll ist, dass sie durchbricht. Aber wenn Frau Rabl-Stadler in aller Öffentlichkeit jammert, dann bekommt sie 2,8 Millionen € dazu. Da ist offensichtlich Geld da.
Abg. Hörl: Der heißt Batliner!
Dann möchte ich noch auf etwas hinweisen, was mir sehr wichtig ist, weil Sie heute am Abend die Ausstellung „Herbert Batlener“ in der Albertina eröffnen, Frau Ministerin. (Abg. Hörl: Der heißt Batliner!) Nein, der heißt Batlener, Sie wissen das nicht. (Abg. Hörl: Ich kenne Batliner persönlich!) Ja, ich kenne ihn auch, ich kenne ihn nicht persönlich, Gott sei Dank, aber wenn Sie ihn persönlich kennen, spricht das eh für Sie, denn dieser Herr ist nämlich Verwalter von Stiftungen, über die große Vermögen dem Fiskus entzogen wurden, und er hat in den neunziger Jahren geholfen, die illegalen Spenden der CDU zu verschleiern. Als Helfershelfer von Steuerhinterziehern, von Leuten wie Herrn Flick, Schockemöhle und so weiter ist er der deutschen Staatsanwaltschaft bekannt. Die ermittelt seither, und Herr Batlener darf deutschen Boden nicht wirklich betreten, weil er sonst Gefahr läuft verhaftet und angezeigt zu werden: für Steuerhinterziehung im Ausmaß von 250 Millionen €.
Abg. Hörl: Ich kenne Batliner persönlich!
Dann möchte ich noch auf etwas hinweisen, was mir sehr wichtig ist, weil Sie heute am Abend die Ausstellung „Herbert Batlener“ in der Albertina eröffnen, Frau Ministerin. (Abg. Hörl: Der heißt Batliner!) Nein, der heißt Batlener, Sie wissen das nicht. (Abg. Hörl: Ich kenne Batliner persönlich!) Ja, ich kenne ihn auch, ich kenne ihn nicht persönlich, Gott sei Dank, aber wenn Sie ihn persönlich kennen, spricht das eh für Sie, denn dieser Herr ist nämlich Verwalter von Stiftungen, über die große Vermögen dem Fiskus entzogen wurden, und er hat in den neunziger Jahren geholfen, die illegalen Spenden der CDU zu verschleiern. Als Helfershelfer von Steuerhinterziehern, von Leuten wie Herrn Flick, Schockemöhle und so weiter ist er der deutschen Staatsanwaltschaft bekannt. Die ermittelt seither, und Herr Batlener darf deutschen Boden nicht wirklich betreten, weil er sonst Gefahr läuft verhaftet und angezeigt zu werden: für Steuerhinterziehung im Ausmaß von 250 Millionen €.
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
wälte von Herrn Batlener diese Vorwürfe nicht bestätigt werden. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also ich glaube schon, dass wir unseren schlechten Ruf als Steueroase nicht verbessern, wenn wir so berüchtigte ehrenwerte Menschen weiter ehren und so behandeln, wie Sie ihn behandeln. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Budget ist ein Reformbudget, dieses Budget bringt aber auch eine Fortsetzung der Reformen, die in den letzten Jahren erfolgreich eingeleitet wurden. Es freut mich, dass ich heute Ihr 10-Punkte-Programm gehört habe, das ich mit voller Überzeugung unterschreiben kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn dieser Tage in Wien Eltern an mich herantreten und mir entsetzt einen Brief zeigen, in dem steht, dass sie unterschreiben müssen, wenn sie diesen Schulstandort möchten, weil er eine Tagesbetreuung hat, dass, sollten sie die Tagesbetreuung nicht mehr brauchen, das Kind den Schulstandort wechseln muss und das zu Beginn vertraglich zugesichert werden muss, dann entspricht das nicht dem Regierungsübereinkommen, dann entspricht das nicht unserem Aspekt der Wahlfreiheit. Und ich bitte Sie, dass wir gemeinsam derartige Missstände abstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Kolleginnen und Kollegen der FPÖ, es geht bei der Sprachkompetenz nicht um die Farbe der Augenbrauen der Kinder. Es geht darum, welche Sprachkompetenz sie haben. Daher ist der Begriff Ausländer-, Inländerkind, Migrantenkind mit Migrationshintergrund oder nicht, nicht das Ausschlaggebende, sondern die Frage der Sprachkompetenz. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist viel zu tun. Wenn wir nun dorthin kommen, weniger auf die Differenzen und mehr auf die Gemeinsamkeiten zu schauen, dann haben wir, glaube ich, ein anspruchsvolles Bildungspaket vor uns, und ich freue mich, an seiner Umsetzung mitwirken zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf den Galerien! Als Allererstes ist es mir ein Bedürfnis, einmal zu sagen, dass die hier gemachten Ausführungen von den Grünen, was unseren Dritten Nationalratspräsidenten angeht, kulturlos sind und nicht der Würde des Hauses entsprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Amon und Hagen.
Vor allem die „Leiberlkultur“ des Herrn Dr. Walser ist in meinen Augen sehr infantil und passt überhaupt nicht hier her. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Amon und Hagen.)
Beifall bei der FPÖ.
Diesmal finden die Gewaltexzesse in einem brandenburgischen Dorf statt – normalerweise ortet Haneke ja das Böse der Welt zwischen dem Bodensee und dem Neusiedler See. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Das ist ja größer!
Frau Ministerin – wir haben ja über diese Sache schon ein paar Mal gesprochen –, in dieser Hinsicht müssten schon längst alle Alarmglocken läuten, denn die Besucherzahlen sind wirklich beschämend. Bei den 37 im Jahr 2007 aufgeführten Filmen fanden es nur 295 000 Besucher wert, sich diese Filme im Kino anzuschauen. Stellen Sie sich das einmal vor! Sie hätten schon längst etwas tun müssen. 295 000 Zuschauer in einem Jahr! Wenn ich mit unserem Nachbarland Deutschland vergleiche (Abg. Rädler: Das ist ja größer!) – dort hat man die Förderungen geändert –, muss ich sagen, dort schaut das viel, viel besser aus, die können wirklich auf große Erfolge verweisen. (Abg. Rädler: Das ist ein größeres Land!) – Das macht ja nichts. (Abg. Rädler: Kopfzahl!) Es ist zwar größer, aber ich kann es trotzdem vergleichen. Ich brauche das eigentlich nur mit zehn zu multiplizieren, dann würden die Zahlen wieder stimmen.
Abg. Rädler: Das ist ein größeres Land!
Frau Ministerin – wir haben ja über diese Sache schon ein paar Mal gesprochen –, in dieser Hinsicht müssten schon längst alle Alarmglocken läuten, denn die Besucherzahlen sind wirklich beschämend. Bei den 37 im Jahr 2007 aufgeführten Filmen fanden es nur 295 000 Besucher wert, sich diese Filme im Kino anzuschauen. Stellen Sie sich das einmal vor! Sie hätten schon längst etwas tun müssen. 295 000 Zuschauer in einem Jahr! Wenn ich mit unserem Nachbarland Deutschland vergleiche (Abg. Rädler: Das ist ja größer!) – dort hat man die Förderungen geändert –, muss ich sagen, dort schaut das viel, viel besser aus, die können wirklich auf große Erfolge verweisen. (Abg. Rädler: Das ist ein größeres Land!) – Das macht ja nichts. (Abg. Rädler: Kopfzahl!) Es ist zwar größer, aber ich kann es trotzdem vergleichen. Ich brauche das eigentlich nur mit zehn zu multiplizieren, dann würden die Zahlen wieder stimmen.
Abg. Rädler: Kopfzahl!
Frau Ministerin – wir haben ja über diese Sache schon ein paar Mal gesprochen –, in dieser Hinsicht müssten schon längst alle Alarmglocken läuten, denn die Besucherzahlen sind wirklich beschämend. Bei den 37 im Jahr 2007 aufgeführten Filmen fanden es nur 295 000 Besucher wert, sich diese Filme im Kino anzuschauen. Stellen Sie sich das einmal vor! Sie hätten schon längst etwas tun müssen. 295 000 Zuschauer in einem Jahr! Wenn ich mit unserem Nachbarland Deutschland vergleiche (Abg. Rädler: Das ist ja größer!) – dort hat man die Förderungen geändert –, muss ich sagen, dort schaut das viel, viel besser aus, die können wirklich auf große Erfolge verweisen. (Abg. Rädler: Das ist ein größeres Land!) – Das macht ja nichts. (Abg. Rädler: Kopfzahl!) Es ist zwar größer, aber ich kann es trotzdem vergleichen. Ich brauche das eigentlich nur mit zehn zu multiplizieren, dann würden die Zahlen wieder stimmen.
Beifall bei der FPÖ.
Der oscarprämierte Film „Das Leben der Anderen“, auch prämiert, hat aber, weil er das Publikum anspricht – und darauf kommt es ja an –, innerhalb von wenigen Monaten 2 Millionen Zuschauer erreichen können und hat in einem Jahr 70 Millionen € eingespielt. Da können wir einmal davon reden, dass Film ein Kunstwerk ist – was wir ja alle wollen –, gleichzeitig aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Aber man muss sich wirklich bemühen, das auch zustande zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade bei der Auswahl der Themen hätten wir Österreicher wirklich genug Möglichkeiten, Interessantes zu erzählen. Allein schon das Leben und Wirken unserer großen Künstler wäre interessant genug. Das muss nicht kitschig und nicht rosarot sein, denn auch die haben Tragödien, Dramen, Tod, Krankheit, alles erlebt und haben trotzdem Werke geschaffen, die über Jahrzehnte, wenn nicht über Jahrhunderte die Menschen beglückt haben und heute noch beglücken. Da könnten wir uns auch einmal in einer Identität finden, wo wir uns in der Vergangenheit nicht ausschließlich auf einen kleinen Zeitraum der Diktatur beschränken. (Beifall bei der FPÖ.) Auch was unsere Geschichte angeht, könnten wir Ruhmreiches erzählen.
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie müssten eigentlich jetzt bei all Ihren Entscheidungen mit berücksichtigen, wie Österreich in 20 Jahren ausschauen soll. Sie hätten hier Weichen stellen müssen. Österreich muss ein Kulturland ersten Ranges bleiben. Das Budget ist nur ein Flickwerk ohne diese Zielvorgaben, und wir werden es daher ablehnen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Frau Abgeordnete Unterreiner, Sie haben gesagt, das T-Shirt, das Herr Abgeordneter Walser trägt, würde nicht der Würde des Hauses entsprechen. – Ich sage Ihnen etwas ganz anderes: Wenn der Dritte Präsident des Nationalrates den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde beschimpft, verächtlich macht und das von den Gerichten möglicherweise auch so festgestellt wird, dann ist das jedenfalls mehr als eine Frage der Würde des Hohen Hauses, dann ist das etwas, zu dem wir auch gestern ganz klar gesagt haben, dass der Dritte Präsident Graf jedenfalls auf sein Amt verzichten soll! (Beifall bei SPÖ und Grünen.) – Ich hoffe, dass von der ÖVP noch eine entsprechende Äußerung kommt.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da geht es um die Würde des Hohen Hauses. Was Herr Abgeordneter Walser trägt, ist in diesem Zusammenhang echt unerheblich. Da soll man die Dinge in dieser Republik nicht verrutschen lassen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Zwei Teile sind Rechtsfragen!
Zurück zum Thema. Herr Amon, Sie haben vom Prognoseverfahren gesprochen, von diesem neuen Vorschlag eines dreiteiligen Verfahrens im Zusammenhang mit Aufnahmen zu den AHS. (Abg. Amon: Zwei Teile sind Rechtsfragen!) Ja, ich habe es jetzt nur zusammengefasst.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Kollege Amon, wie immer Sie das in Worte kleiden, ich glaube, das ist auf jeden Fall ein Schritt zurück in die bildungspolitische Vergangenheit. All diese Studien beziehungsweise die Ergebnisse jener Länder, die Top-Ergebnisse haben, zeigen, dass die Frühselektion immer schlecht ist. Die Länder mit den besten Ergebnissen sind jedenfalls Länder, die sich gegen frühe Selektion ausgesprochen haben – eindeutig. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
dern sogar auch um jenes der dritten Klasse. Und es hat geheißen, dass er nur dann in diese Schule gehen kann, wenn er jedenfalls überall Einser hat, sogar auch in Werken. – Ganz ehrlich, was wäre ein Zweier in Werken oder wo auch immer? Jedenfalls: Der Druck ist enorm. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt hat unser Kind natürlich mehr Chancen, und wir können ihm viel mehr bieten. Aber würden wir genau in die Richtung gehen, die Sie erwähnt haben, wäre das jedenfalls ein Schritt zurück. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Das geht mit uns nicht! Ganz klar. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Darum darf ich es auch nicht überfordern!
Ich sage Ihnen, bei einem Kind mit neun Jahren können Sie nicht feststellen, wozu es noch fähig sein wird, wie es sich noch entwickeln wird. Das, was Sie vorschlagen, würde das jedoch betonieren. (Abg. Amon: Darum darf ich es auch nicht überfordern!) – Nein. Sie meinen, Überforderung – nein, das meine ich nicht, sondern ich sage, dass man bei einem Kind mit neun Jahren nicht sagen kann, welche Chancen es noch haben wird. Deswegen werden wir diesem Vorschlag nie und nimmer zustimmen!
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne kann man auch diesem Budget, das entsprechende Ansätze enthält, zustimmen. Wir werden das auch tun. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Sie haben gestern einen Preis bekommen – wie ich glaube, zu Recht. Ich gratuliere Ihnen. Ich glaube, es war mehr ein Trostpreis, den Sie im Zusammenhang mit Ihrem Engagement im Bildungsbereich entgegennehmen konnten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Nein, nein! Wo es sie gibt! Die gibt es ja nicht überall!
Ich möchte auf die Ausführungen des Kollegen Amon, des Bildungssprechers der ÖVP, eingehen, der hier von Doppelgleisigkeiten im Bereich der Schulverwaltung gesprochen hat und vom Beseitigen von Verwaltungsbehörden in den Landesregierungen, in neun Bundesländern – und gleichzeitig die Schulverwaltung. (Abg. Amon: Nein, nein! Wo es sie gibt! Die gibt es ja nicht überall!) Das würde nichts bringen.
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen, Kärnten ist ein kleines Bundesland. Allein 8 Millionen € kostet der Landesschulrat mit seinen Bezirksschulräten, allein 8 Millionen! Bei neun Bundesländern, wo wir diese Doppelgleisigkeiten haben, kommen wir auf 100 Millionen €, die wir uns alleine durch diese Maßnahme ersparen würden. (Beifall beim BZÖ.) Und da ersuche ich die ÖVP – die Frau Bundesminister hat ja gesagt, sie sei gegen diese Doppelgleisigkeiten – doch um ein bisschen mehr Bewegung.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Herr Kollege Strutz! Ich habe mit Kollegen in den Bezirksschulräten gesprochen!
Das bildungspolitische Konzept der ÖVP ist ein Konzept zurück ins Mittelalter. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Herr Kollege Strutz! Ich habe mit Kollegen in den Bezirksschulräten gesprochen!) Allein Ihre Forderung, den Zugang zu den öffentlichen Bildungseinrichtungen von Zehnjährigen durch eine Aufnahmeprüfung wieder zu beschränken, das ist ein bildungspolitisches Konzept, das lautet: Zurück ins Mittelalter! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Brosz.
Das bildungspolitische Konzept der ÖVP ist ein Konzept zurück ins Mittelalter. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Herr Kollege Strutz! Ich habe mit Kollegen in den Bezirksschulräten gesprochen!) Allein Ihre Forderung, den Zugang zu den öffentlichen Bildungseinrichtungen von Zehnjährigen durch eine Aufnahmeprüfung wieder zu beschränken, das ist ein bildungspolitisches Konzept, das lautet: Zurück ins Mittelalter! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall beim BZÖ.
Noch einige Worte zum Bereich Kultur, weil ich auch glaube, dass im Kulturbereich so wie im Bildungsbereich nicht tatsächlich Gestaltungswille, nicht tatsächlich Politik Platz greifen. Die Kulturpolitik, die Sie mit diesem Budget festschreiben, ist zurückgewandt, blickt also in die Vergangenheit. Sie schreiben das Budget linear fort. Sie finanzieren die Museen, Sie finanzieren die Bundestheater. Wo bleibt Platz für jene zeitgenössischen Künstler, für jene Avantgarde, auf die wir jetzt stolz sind, wo Sie alle hingehen und sich mit den preisgekrönten Kreativen Österreichs ablichten und huldigen lassen? Wo bleibt die Unterstützung der zeitgenössischen Kunst in diesem Kulturbudget? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abschließend eine Bitte an die Frau Kulturminister Schmied: Bitte kümmern Sie sich um die sozialrechtliche Absicherung jener Künstler, die in der Nachkriegszeit nicht in der Lage waren, sich selbständig zu versichern, für die die rechtlichen Rahmenbedingungen äußerst schwierig gewesen sind! Diese sozialrechtliche Absicherung vor allem von Künstlern, die in der Vergangenheit viel für Österreich geleistet und zum Ruf Österreichs als Kulturnation einen Beitrag geleistet haben, wäre eigentlich eine Pflicht dieser Bundesregierung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Das sind Bundesschulen!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Frau Bundesministerin! Herr Abgeordneter Strutz, 80 Prozent der Schulen in Kärnten desolat – na ja, was sagt da der frühere oder der jetzige Landeshauptmann dazu? (Abg. Dr. Strutz: Das sind Bundesschulen!) – Das sind nur Bundesschulen? Und wie schaut es bei den anderen Schulen aus? (Abg. Grosz: Ausgezeichnet!) Also ich glaube, man sollte sich das in Ruhe anschauen und es nicht immer nur so darstellen, als ob der andere schuld wäre.
Abg. Grosz: Ausgezeichnet!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Frau Bundesministerin! Herr Abgeordneter Strutz, 80 Prozent der Schulen in Kärnten desolat – na ja, was sagt da der frühere oder der jetzige Landeshauptmann dazu? (Abg. Dr. Strutz: Das sind Bundesschulen!) – Das sind nur Bundesschulen? Und wie schaut es bei den anderen Schulen aus? (Abg. Grosz: Ausgezeichnet!) Also ich glaube, man sollte sich das in Ruhe anschauen und es nicht immer nur so darstellen, als ob der andere schuld wäre.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich sage Ihnen, wie dies in Wien gelöst wird. Wenn wir in Wien Probleme bei Bundesschulen haben, dann versuchen wir von der Wiener Politik aus gemeinsam mit dem Bundesministerium zu schauen, dass man Sanierungen oder neue Schulen zustande bringt. Das ist sichtlich versäumt worden, denn sonst würde es anders ausschauen. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn der frühere und der jetzige Landeshauptmann schlafen, Sie sich aber da herstellen und sagen, alles sei schlecht, dann muss ich sagen, das ist eine lustige Art von Politik, die Sie da betreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, die Bildungspolitik ist meiner Meinung nach bei Ihnen in ausgezeichneten Händen, und ich bin mir sicher, dass es mit der Reform Schritt für Schritt weitergehen wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie versuchen würden, Ihr privates Budget so darzustellen, wie Sie das Bundesbudget darstellen, indem Sie sagen, wir sanieren das Budget, wobei wir nicht wissen, wer für die 240 Millionen €, die für die BIG-Mieten anfallen, in zwei Jahren aufkommen soll, dann wäre das wahrscheinlich fahrlässige Krida. Das geht nur im öffentlichen Bereich, in jedem anderen Bereich würde das mit Sicherheit nicht durchgehen, dass man eine Budgetpolitik betreibt, die völlig auf Sand gebaut ist, und eigentlich nicht weiß, woher man das Geld dann, wenn es fällig wird, nehmen soll. Also mit dem Ausdruck „faktenbasiert“ wäre ich an Ihrer Stelle, Frau Bundesministerin, in Zukunft relativ vorsichtig. Diese Chance haben Sie in letzter Zeit schon ordentlich vergeben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist ein Unding, dass höhere Schulen nach wie vor deshalb nicht besucht werden können, weil sie nicht barrierefrei sind, weil sie nicht adaptiert sind, und dass somit behinderte SchülerInnen keine Möglichkeit haben, ihre Bildungschancen wahrzunehmen. Jetzt zu sagen, ein Teil der Finanzierung ist, dass diese Projekte aufgeschoben werden, das kann es ja wohl nicht sein. Das ist wirklich ein Versäumnis, das wir Ihnen massiv vorhalten müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich jetzt von Ihnen höre, Ihr großes Ziel ist die Erhöhung der Lehrverpflichtung, dann frage ich mich, welches bildungspolitische Konzept denn dahintersteht. Das ist ein Sparkonzept, das man möglicherweise auch erfüllen kann, ich möchte gar nicht abstreiten, dass es da Möglichkeiten gibt, aber das ist in erster Linie wieder ein Sparkonzept, aber keine bildungspolitische Maßnahme. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das so zu verlagern, dass Lernen de facto sehr stark in den privaten Bereich, zu den Eltern verschoben wird und jene, die den Vorteil haben, diesen nützen können, aber jene, die ihn nicht haben, einfach darunter leiden und aus dem Schulsystem rauskippen, das kann kein Modell der Zukunft sein, und Sie haben auch in diesem Budget nichts vorgesehen, um das zu verbessern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es war eine unselige Diskussion, die während der Erstellung dieses Unterrichtsbudgets geführt wurde. Was besonders wehgetan hat, war das öffentliche Urteil, Lehrer seien Faulpelze, Urlaubskaiser, Reformverhinderer – böse Verurteilungen, die gerade die vielen fleißigen, initiativen und innovativen Lehrerinnen und Lehrer verärgert und enttäuscht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was mir ganz wichtig erscheint, ist, dass wir die pädagogische Arbeit aufzuwerten haben. Die Lehrpersonen müssen gestärkt werden, denn Lehrpersonen sind der Schlüssel zum Bildungserfolg. Lehrer zu sein bedeutet auch mehr als die Anwesenheit in der Klasse. Leider ist das Image des Lehrberufes im Keller. Es mangelt in der Gesellschaft an Wertschätzung gegenüber den Leistungen von Lehrerinnen und Lehrern. So brauchen wir ein modernes Dienst- und Besoldungsrecht, das zeitgemäß und leistungsorientiert ist. Das hohe Engagement muss sich lohnen und wertgeschätzt werden. Auch die Politik hat den Lehrpersonen den Rücken zu stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, Sie haben zehn Punkte vorgetragen. Ich unterstütze diese und freue mich darauf, sie gemeinsam umzusetzen. Das Budget hat einen eindeutigen Schwerpunkt im Bereich der Bildung, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Jeder zehnte Euro, den der österreichische Staat ausgibt, fließt in die Bildung. Der Anteil der Bundesaufwendungen für diesen Bereich wird, gemessen an den gesamten Staatsausgaben, im Jahr 2010 erstmals mehr als 10 Prozent betragen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister Schmied, ich teile Ihre Aussage vom 31. März 2009, die Sie auch heute wiederholt haben, dass wir dafür sorgen müssen, dass alle Schüler der Unterrichtssprache folgen können, dass sie des Deutschen mächtig sind. Aber, Frau Bundesminister, das allein wird nicht genügen! In Schulen mit Klassen, in denen mehr als 30 Prozent Schüler unterrichtet werden, die nicht Deutsch als Muttersprache sprechen, müssen endlich reine Ausländerklassen eingerichtet werden. Das hat dieser Nationalrat schon im Jahr 2006 beschlossen. Da sind Sie die Umsetzung noch schuldig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur wird aufgefordert, alle notwendigen – insbesondere budgetären – Maßnahmen zu setzen, dass neben dem freien Eintritt in Museen für Jugendliche auch freier Eintritt für Familien ermöglicht wird.“ (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich noch eine abschließende Bemerkung zur Causa Prima machen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, meine Damen und Herren, ist selbstverständlich und steht selbstverständlich auch dem Dritten Präsidenten des Nationalrates Dr. Martin Graf hier im Hohen Haus genauso zu wie außerhalb dieses Hohen Hauses. Und wir lassen uns dieses Recht auf freie Meinungsäußerungen durch niemanden, weder durch selbsternannte Antifaschisten, noch durch sonst jemanden, einschränken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal Michael Haneke und seinem Team recht herzlich gratulieren und ihnen für unseren kommenden cineastischen Genuss danken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Unterreiner, ich bin da ganz anderer Meinung als Sie! Billy Wilder sagt: Eine gute Geschichte ist wichtig! – Da gebe ich Ihnen Recht. Aber es ist eine gute Geschichte, und es ist höchst notwendig, sich mit Gewalt und dem Zustandekommen von Gewalt und dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Aussagen und die Haltung Ihres Kollegen, Herrn Graf, bestätigen das ja nur zu deutlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin Dr. Schmied, wir werden Sie weiterhin gerne im Kampf für mehr Geld für die Kultur, aber auch in der Umsetzung der ganz wichtigen Vorhaben unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu möchte ich sagen, es hat sich vor allem auch Mag. Molterer – er ist jetzt nicht im Raum – sehr dafür eingesetzt, dass es doch zu Erhöhungen kommt, und das ist wichtig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
zu den großen traditionellen Kunst- und Kulturinstitutionen, und es ist ein Bekenntnis für regionale Kulturinitiativen, die wir durch die Budgeterhöhung auch stärken können. Ich freue mich sehr darüber, dass wir den eingeschlagenen Weg, nämlich gerade die regionalen Initiativen auch stärker mit den Aktivitäten in den Schulen zu verknüpfen, fortsetzen können. Das ist mir ein großes und wichtiges Anliegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz stark geht es mir aber auch um den Bereich der Internationalisierung. Es muss uns gelingen – und im Bereich der Filmwirtschaft gelingt das eindrucksvoll –, dass österreichische Künstler und Künstlerinnen über Österreich hinaus bekannt und wirksam sind. Ich freue mich sehr, dass mit Minister Spindelegger jetzt eine Kooperationsbasis im Bereich der Auslandskultur eingerichtet worden ist, dass wir unsere Kulturforen im Ausland auch stärker für die österreichischen Künstlerinnen und Künstler, für ihren Auftritt, für ihr Bekanntwerden nutzen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich sehr, dass das auch Herr Klubobmann Kopf so sieht, dass man da entsprechende gesetzliche Maßnahmen zur Absicherung vorsehen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Dr. Zinggl.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darauf, dass es auch noch vor dem Sommer die Möglichkeit gibt, im Kulturausschuss vertiefend an den einzelnen Projekten zu arbeiten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Dr. Zinggl.)
Rufe: 110?
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Zehn von 100 Schülern verstehen nichts von Prozentrechnungen; das sind mehr als 17 Prozent. (Rufe: 110?) – Entweder haben Sie mir nicht zugehört oder einige von Ihnen haben es auch nicht so mit der Prozentrechnung. Nun gut. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Zehn von 100 Schülern verstehen nichts von Prozentrechnungen; das sind mehr als 17 Prozent. (Rufe: 110?) – Entweder haben Sie mir nicht zugehört oder einige von Ihnen haben es auch nicht so mit der Prozentrechnung. Nun gut. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe hier auch eine Bezirkszeitung mitgebracht, die mir ins Haus geflattert ist, die über einen großen Schülertest berichtet. Schüler wurden unter anderem nach Politikern gefragt. Genannt als Bundeskanzler wurde Heinz Fischer und am 20. Mai dieses Jahres auch Jörg Haider. – Das steht hier in dieser Bezirkszeitung (die Rednerin hält ein Exemplar der erwähnten Zeitung in die Höhe), das haben die Schüler auf diese Fragen geantwortet. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gerade aber vor dem Hintergrund der von mir eingangs erwähnten Beispiele zeigt sich, dass der Bereich Nachhilfeunterricht zukünftig noch wichtiger sein wird. In Österreich bekommen rund 50 000 Schülerinnen und Schüler ein oder mehrere „Nicht Genügend“ im Jahreszeugnis. Die Kosten, die für den Nachhilfeunterricht aufgebracht werden müssen, von den Eltern aufgebracht werden müssen, betragen 140 Millionen €. Unser BZÖ-Solidaritätsmodell – Nachhilfe würde die Eltern entlasten und auch die Kaufkraft der Familien stärken. (Beifall beim BZÖ.) – Danke.
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte um Unterstützung und danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, in der Bildungsdebatte geht es im Wesentlichen um zwei Grundprinzipien: einerseits um den Bedarf, der sich an den Bedürfnissen orientieren muss, und andererseits um die Qualität, die sich den modernen Lebensverhältnissen anpassen muss. Beides steht untrennbar in Zusammenhang mit dem Vorhaben der Bundesregierung, die Verkleinerung der Klassen in Volksschulen, Hauptschulen, Polytechnischen Schulen und AHS-Unterstufen endlich flächendeckend umzusetzen. Das würde den Bedürfnissen von Eltern, Kindern und Lehrern entsprechen und die Qualität des Unterrichts steigern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
bundesweit gelingt, das zu erreichen, was Oberösterreich bereits vormacht, nämlich flächendeckend umzusetzen, dass in allen Pflichtschulen nicht mehr als 25 Kinder in einer Schulklasse sind. Außerdem hat Oberösterreich dies in den AHS-Unterstufen mit bis zu 70 Prozent umgesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Geld, das in die Ausbildung junger Menschen investiert wird, kommt allen zugute: der Gesellschaft, dem sozialen Zusammenhalt, der Wirtschaft und dem Ansehen eines Landes. Daher ist es gut und richtig, dass trotz Sparmaßnahmen das Bildungsbudget in den nächsten beiden Jahren eine Erhöhung erfährt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade in Zeiten, in denen man die Europäische Integration so massiv vorantreibt und man bestrebt ist, in Europa alles zu vereinheitlichen, ist es für uns als FPÖ ganz besonders wichtig, unsere heimische Kultur, unser Brauchtum, aber auch unsere deutsche Sprache – und man muss es schon beinahe so sagen – zu beschützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß, es wird von einer Fraktion hier im Hohen Haus meistens kritisiert, wenn man das Wort „Heimat“ in den Mund nimmt, man wird dann gleich in ein Eck gestellt, aber wir als FPÖ bekennen uns dazu, wir wollen das auch fördern und verlangen daher im Budget einen Ansatz dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wir bewahren und erhalten. Wir vermissen von der Bundesregierung ein budgetäres, also auch ein finanzielles Bekenntnis zur Förderung unserer heimischen Kultur und unseres heimischen Brauchtums. Wir als FPÖ verlangen das! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb wehren wir uns als FPÖ auch so massiv und als einzige Partei hier im Parlament glaubwürdig gegen einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Alle anderen Parteien hier herinnen fahren jetzt, bedingt durch den EU-Wahlkampf, einen kleinen Zickzackkurs – das hängt nur mit den Europawahlen zusammen –, aber wir sehen in einem Beitritt der Türkei zur Europäischen Union nicht nur eine Gefahr für den österreichischen Arbeitsmarkt, sondern auch eine Gefährdung unserer europäisch und christlich geprägten Kultur. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Faul.
Das Problem an der Sache ist, dass diese Nebeneinkommen nicht in ihrem Wert angeführt werden. Wir verlangen, dass der Wert angeführt wird und nicht die Anzahl der einzelnen Funktionen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Faul.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer
Besonders „ausgezeichnet“ in dieser Debatte hat sich der Bildungssprecher vom BZÖ, Herr Martin Strutz. In seinen Presseaussendungen – und das ist meiner Ansicht nach auch eine ziemliche Unkultur (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer) – fordert er den sofortigen Rücktritt des Abgeordneten Faul, dieser kassiere und arbeite nichts; er sei noch zu 75 Prozent beschäftigt. – Also bitte, Strutzs Parteikollege, Abgeordneter Stefan Petzner, ist bei der Landesregierung zu 75 Prozent beschäftigt und Abgeordneter; somit arbeitet er hier herinnen nur 25 Prozent! (Abg. Grosz: Aber er arbeitet!)
Abg. Grosz: Aber er arbeitet!
Besonders „ausgezeichnet“ in dieser Debatte hat sich der Bildungssprecher vom BZÖ, Herr Martin Strutz. In seinen Presseaussendungen – und das ist meiner Ansicht nach auch eine ziemliche Unkultur (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer) – fordert er den sofortigen Rücktritt des Abgeordneten Faul, dieser kassiere und arbeite nichts; er sei noch zu 75 Prozent beschäftigt. – Also bitte, Strutzs Parteikollege, Abgeordneter Stefan Petzner, ist bei der Landesregierung zu 75 Prozent beschäftigt und Abgeordneter; somit arbeitet er hier herinnen nur 25 Prozent! (Abg. Grosz: Aber er arbeitet!)
Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Er arbeitet! Das andere ist ein arbeitsloses Einkommen! Das ist ja das Problem im Bildungssystem!
Wahlkampfmanager auf Landeskosten steht hier, Stefan Petzner. Er sagt ganz klar, er bekenne sich auch dazu. (Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Er arbeitet! Das andere ist ein arbeitsloses Einkommen! Das ist ja das Problem im Bildungssystem!) Das muss man ganz klar sagen. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Wahlkampfmanager auf Landeskosten steht hier, Stefan Petzner. Er sagt ganz klar, er bekenne sich auch dazu. (Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Er arbeitet! Das andere ist ein arbeitsloses Einkommen! Das ist ja das Problem im Bildungssystem!) Das muss man ganz klar sagen. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
seiner Partei anlegt wie bei SPÖ-Abgeordneten, bei ÖVP-Abgeordneten, bei den Grünen oder bei uns! (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Abg. Riepl: Jetzt sind sie ruhig geworden, die Orangen!
Ich bin froh darüber, dass diese Debatte, so hoffe ich zumindest, heute hier beendet ist, dass wir uns wieder den Sachthemen zuwenden können. (Abg. Riepl: Jetzt sind sie ruhig geworden, die Orangen!) – Ja, jetzt sind sie ein bisschen ruhiger, es hilft halt nichts. Es sind auch wenige da, aber da kann ich nichts dafür. Das haben sie übrigens auch kritisiert: dass Herr Abgeordneter Faul nie da ist – jetzt sind sie selbst nicht da. Das ist ein bisserl Scheinheiligkeit.
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Ich bitte nochmals, dem Martin Strutz auszurichten, würden alle so wirtschaften wie er in seinem privaten Umfeld, dann wäre es um den Wirtschaftsstandort und auch um den kulturellen Standort in Österreich wirklich schlecht bestellt. (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Strutz hat die Frage gestellt: Wo bleibt die Unterstützung für die zeitgenössische Kultur? Herr Kollege Petzner beim Kulturbericht und auch Herr Kollege Jannach gerade vorhin haben die stiefmütterliche Behandlung der Volkskultur beklagt. Ich denke, genau das zeigt, dass die Frau Ministerin mit ihrer Kulturpolitik auf dem richtigen Weg ist, nämlich: ein offenes Klima für die Kultur in diesem Land zu schaffen, für kulturelle Vielfalt zu sorgen, dafür zu sorgen, dass auf der einen Seite Tradition Platz hat, dass aber auf der anderen Seite auch modernes, zeitgenössisches Kunstschaffen Platz hat, dass vor allem auch die kulturelle Partizipation gefördert wird und – und dafür möchten wir sorgen – dass die Teilnahme möglichst aller Menschen an der Kultur-, an der Wissens- und an der Informationsgesellschaft ermöglicht wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich sagen: Kultur bildet, Bildung kultiviert – und das sollte auch in der Umsetzung der Kulturpolitik maßgebend sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Amon.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Geschätzter Herr Präsident und mächtiger Schattenkanzler der Republik Österreich Fritz Neugebauer! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Amon.) Geschätzte Frau Bundesministerin Schmied – wo ist die Frau Bundesministerin? Darf ich vielleicht den Kollegen Faul bitten, auf der Regierungsbank Platz zu nehmen, dort hätte er jetzt die Gelegenheit, Regierungspolitik zu betreiben, nämlich keine! Bekanntlich sind Sie, Herr Kollege Faul, einer, der bei dieser Reform aktiv tätig ist und die Bundesministerin unterstützt. Was dabei herauskommt, haben wir gesehen, nämlich gar nichts! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Geschätzter Herr Präsident und mächtiger Schattenkanzler der Republik Österreich Fritz Neugebauer! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Amon.) Geschätzte Frau Bundesministerin Schmied – wo ist die Frau Bundesministerin? Darf ich vielleicht den Kollegen Faul bitten, auf der Regierungsbank Platz zu nehmen, dort hätte er jetzt die Gelegenheit, Regierungspolitik zu betreiben, nämlich keine! Bekanntlich sind Sie, Herr Kollege Faul, einer, der bei dieser Reform aktiv tätig ist und die Bundesministerin unterstützt. Was dabei herauskommt, haben wir gesehen, nämlich gar nichts! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ, darunter Abg. Ing. Hofer: Das ist falsch!
Einen Satz zum Kollegen Jannach von den Freiheitlichen. – Sie haben selbst einen Abgeordneten in Ihren Reihen, der in Konkurs gegangen ist, und zwar in Oberösterreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ, darunter Abg. Ing. Hofer: Das ist falsch!) Leider hat er einen hervorragenden Namen – alles, was er hat, ist ein guter Name. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist so schäbig!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist so schäbig!
Einen Satz zum Kollegen Jannach von den Freiheitlichen. – Sie haben selbst einen Abgeordneten in Ihren Reihen, der in Konkurs gegangen ist, und zwar in Oberösterreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ, darunter Abg. Ing. Hofer: Das ist falsch!) Leider hat er einen hervorragenden Namen – alles, was er hat, ist ein guter Name. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist so schäbig!)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, erlauben Sie mir, einige Dinge im Zuge dieser Budgetdebatte einzubringen, nämlich die Schlagzeilen vor wenigen Monaten. Die Regierung fordert: Alle müssen Opfer bringen! – Das war am 7. März. „Arbeiten für Österreich“, „Sparkanzler“, „Sparappell“, „Sparvizekanzler“, Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll schwören Österreich auf harte Zeiten ein. Jeder muss in der Krise seinen Beitrag leisten, auch der öffentliche Dienst. – Heute, nach rund 150 Tagen, haben wir eine eigenartige Situation. Damals war zu lesen: Endlich kommt Bewegung in die Schulreform. Gespräche zwischen Ministerin und Gewerkschaft sind anberaumt. Es gibt einen Maßnahmenmix im Fokus. Der aktuelle Stand heute: Es gibt gar nichts! Alle müssen einen Beitrag leisten im öffentlichen Dienst, nur die Lehrer nicht, und das, geschätzte Damen und Herren, ist der echte Skandal! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Habt ihr eigentlich immer alle dieselbe Rede?
Sie, Frau Bundesministerin Schmied, sind mit Ihrer Schulreform gescheitert! Sie haben das früher selbst eingestanden, indem Sie sich große Sorgen um die Möglichkeiten der Umsetzung gemacht haben. Das ist Ihr Eingeständnis, dass Ihre Schulreform gescheitert ist. Sie wurden von der SPÖ im Stich gelassen (Abg. Mag. Gaßner: Habt ihr eigentlich immer alle dieselbe Rede?); von einer SPÖ, deren Klubobmann Cap hier gesagt hat, er stehe voll hinter Ihren Forderungen. Er steht voll hinter den Forderungen von Claudia Schmied. – Inzwischen hat sich die SPÖ von den Forderungen verabschiedet. Die einzige Fraktion, die Sie wirklich ein wenig unterstützt hat, war unser BZÖ. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie, Frau Bundesministerin Schmied, sind mit Ihrer Schulreform gescheitert! Sie haben das früher selbst eingestanden, indem Sie sich große Sorgen um die Möglichkeiten der Umsetzung gemacht haben. Das ist Ihr Eingeständnis, dass Ihre Schulreform gescheitert ist. Sie wurden von der SPÖ im Stich gelassen (Abg. Mag. Gaßner: Habt ihr eigentlich immer alle dieselbe Rede?); von einer SPÖ, deren Klubobmann Cap hier gesagt hat, er stehe voll hinter Ihren Forderungen. Er steht voll hinter den Forderungen von Claudia Schmied. – Inzwischen hat sich die SPÖ von den Forderungen verabschiedet. Die einzige Fraktion, die Sie wirklich ein wenig unterstützt hat, war unser BZÖ. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Das ist vor allem falsch!
Die Österreicher haben aber wenig Verständnis für diese Sturheit. Sie haben andere Sorgen, sogar Existenzängste – wir haben ja gestern darüber diskutiert –, denn 305 000 Menschen sind derzeit ohne Arbeit, und es werden täglich mehr; bis zu 500 000 könnten es dieses Jahr werden. Rund eine Million Bürgerinnen und Bürger leben unter der Armutsgrenze oder knapp daran. Dass jetzt die privilegierten Lehrer keinen Solidarbeitrag leisten, das ist eine echte Frechheit! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Das ist vor allem falsch!)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, es ist ungeheuerlich – wirklich ungeheuerlich! –, in der Krise keinen Beitrag zu leisten. Dadurch sind nämlich große und notwendige Reformen schon wieder im Ansatz gescheitert, unter dem Motto: SPÖ-ÖVP – nichts geht mehr. Allein die beiden Reformen, die in der Verwaltung und im Gesundheitssystem anstehen, würden insgesamt 6 Milliarden € für Österreich bringen. Diese Reformen lassen Sie nicht zu, Sie lehnen sie ab, und deswegen lehnen wir vom BZÖ das Budget ab. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Wer ist das?
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Kollege List vom BZÖ hat gerade die Behauptung aufgestellt, dass ein freiheitlicher Nationalratsabgeordneter in Konkurs gegangen sein soll. (Ruf beim BZÖ: Wer ist das?)
Abg. Hörl: Gratuliere! – Abg. Grosz: Nur seine Firma! Entschuldigung, Herr Kollege, noch einmal: Nur seine Firma!
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt keinen freiheitlichen Nationalratsabgeordneten, der in Konkurs gegangen ist. (Abg. Hörl: Gratuliere! – Abg. Grosz: Nur seine Firma! Entschuldigung, Herr Kollege, noch einmal: Nur seine Firma!) Ich ersuche, Unwahrheiten nicht zu wiederholen. Sie werden nicht wahrer, wenn sie mehrmals wiederholt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt keinen freiheitlichen Nationalratsabgeordneten, der in Konkurs gegangen ist. (Abg. Hörl: Gratuliere! – Abg. Grosz: Nur seine Firma! Entschuldigung, Herr Kollege, noch einmal: Nur seine Firma!) Ich ersuche, Unwahrheiten nicht zu wiederholen. Sie werden nicht wahrer, wenn sie mehrmals wiederholt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dem Kulturbegriff der Fraktionen FPÖ und BZÖ, die eigentlich nur Kultur mit Zuckerguss und Lipizzanern haben wollen, können wir nur eine Absage erteilen. Für uns hat Kunst und Kultur mit viel mehr zu tun. Auch der Blick auf die dunklen Kapitel in unserer Geschichte ist ein sehr wesentlicher und wichtiger. Wir müssen uns dem aussetzen, und wir müssen das auch kulturell und künstlerisch aufarbeiten, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Müssen Sie halt zweimal hinschauen!
Abgeordneter Erich Tadler (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Das Budget schaut ja auf den ersten Blick vielversprechender aus, als es tatsächlich ist, berücksichtigt man die Inflationsrate und den Finanzrahmen der nächsten Jahre. (Abg. Riepl: Müssen Sie halt zweimal hinschauen!) – Ich schaue sicher zweimal hin, Herr Kollege. Von einer glorreichen oder großen Erhöhung kann leider nicht die Rede sein.
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Beifall des Abg. Prähauser.) Ich möchte von dieser Stelle aus Herrn Dr. Marx und seiner Mannschaft nochmals recht, recht herzlich gratulieren. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.) Da sieht man, man kann ein Museum auch gewinnträchtig führen.
Beifall beim BZÖ.
Heuer feiert das Technische Museum ja sein 100-jähriges Bestehen. Die 100 Jahre sollen 100 Tage lang gefeiert werden, und wir werden sehr genau auf die Kosten schauen – auf das Catering und so weiter – und werden diese Dinge sehr wohl wieder hinterfragen. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu gehört auch die politische Kultur, der Umgang mit dem Anderen, die kultivierte Haltung gegenüber Minderheiten, Toleranz. Mängel diesbezüglich sind auch durch Abermillionen Euro nicht wettzumachen – Randbemerkung: siehe derzeitiger EU-Wahlkampf –, sicher aber durch ein Mehr an demokratischem Rechtsbewusstsein und durch entsprechende Werthaltungen. – So viel zur politischen Kultur mancher in diesem Hohen Haus, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mayerhofer: Vollkommen falsch verstanden! Komplett falsch verstanden!
Ich habe Sie hoffentlich nicht missverstanden – wenn ja, dann müsste ich das korrigieren –, aber ich habe aus Ihrer Rede herausgehört, dass Ihnen ganz offensichtlich der materielle Aspekt bei Filmerfolgen mehr wert ist als der künstlerische, geschätzte Frau Kollegin – und das ist nicht mein Kulturbegriff. (Abg. Mayerhofer: Vollkommen falsch verstanden! Komplett falsch verstanden!)
Abg. Mag. Unterreiner: Oja!
Aber was ich sicher herausgehört habe, was meiner Meinung nach ganz klar immer wieder in manchen Reden Ihrer Partei vorkommt, das sind diese zweideutigen Anspielungen zwischen den Zeilen. Wenn es Ihnen nicht recht ist, dass man die Gräuel der Vergangenheit aufarbeitet (Abg. Mag. Unterreiner: Oja!) und Sie lieber nur Komödien spielen würden, dann ist das durchschaubar. (Zwischenruf des Abg. Gradauer.) Ich halte Ihnen vor, dass man mit diesen Zweideutigkeiten das rechte Gedankengut Zug um Zug wieder salonfähig macht, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Weinzinger: Wir sind eine rechte Partei! – Abg. Ing. Hofer: Rechtsextrem !)
Zwischenruf des Abg. Gradauer.
Aber was ich sicher herausgehört habe, was meiner Meinung nach ganz klar immer wieder in manchen Reden Ihrer Partei vorkommt, das sind diese zweideutigen Anspielungen zwischen den Zeilen. Wenn es Ihnen nicht recht ist, dass man die Gräuel der Vergangenheit aufarbeitet (Abg. Mag. Unterreiner: Oja!) und Sie lieber nur Komödien spielen würden, dann ist das durchschaubar. (Zwischenruf des Abg. Gradauer.) Ich halte Ihnen vor, dass man mit diesen Zweideutigkeiten das rechte Gedankengut Zug um Zug wieder salonfähig macht, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Weinzinger: Wir sind eine rechte Partei! – Abg. Ing. Hofer: Rechtsextrem !)
Abg. Weinzinger: Wir sind eine rechte Partei! – Abg. Ing. Hofer: Rechtsextrem !
Aber was ich sicher herausgehört habe, was meiner Meinung nach ganz klar immer wieder in manchen Reden Ihrer Partei vorkommt, das sind diese zweideutigen Anspielungen zwischen den Zeilen. Wenn es Ihnen nicht recht ist, dass man die Gräuel der Vergangenheit aufarbeitet (Abg. Mag. Unterreiner: Oja!) und Sie lieber nur Komödien spielen würden, dann ist das durchschaubar. (Zwischenruf des Abg. Gradauer.) Ich halte Ihnen vor, dass man mit diesen Zweideutigkeiten das rechte Gedankengut Zug um Zug wieder salonfähig macht, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Weinzinger: Wir sind eine rechte Partei! – Abg. Ing. Hofer: Rechtsextrem !)
Abg. Gradauer: Was fällt Ihnen ein?
einem rückwärtsgewandten, ewiggestrigen Sinn zu verstehen. (Abg. Gradauer: Was fällt Ihnen ein?) Auch Heimat und Volkskultur können offen, tolerant und zukunftsorientiert sein, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Königshofer: Das waren sie auch in der Vergangenheit! – Abg. Weinzinger: haben doch unsere Urgroßväter auch !)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Königshofer: Das waren sie auch in der Vergangenheit! – Abg. Weinzinger: haben doch unsere Urgroßväter auch !
einem rückwärtsgewandten, ewiggestrigen Sinn zu verstehen. (Abg. Gradauer: Was fällt Ihnen ein?) Auch Heimat und Volkskultur können offen, tolerant und zukunftsorientiert sein, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Königshofer: Das waren sie auch in der Vergangenheit! – Abg. Weinzinger: haben doch unsere Urgroßväter auch !)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte der Frau Bundesministerin für diese offene, zukunftsgewandte Kulturpolitik herzlichst danken. Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mayerhofer: Stimmt! – Zwischenruf des Abg. Neubauer
Der Erfolg jeder Reform hat auch etwas mit der Finanzierbarkeit zu tun, und der Koalitionspartner – oder noch präziser formuliert: die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst – hat alles und jedes torpediert (Abg. Mayerhofer: Stimmt! – Zwischenruf des Abg. Neubauer), und zwar zum Schaden der Bildungspolitik. Wenn der Präsident jetzt über der Ministerin thront, ist das ja gewissermaßen symbolhaft. Er hat sich mit Lobbyismus durchgesetzt, und das, was auf höchster Ebene – zwischen Bundeskanzler und Vizekanzler – herausgekommen ist, ist ein wirklich untauglicher Kompromiss. Wenn jemand das Stunden von Mieten bei der BIG als „Reform“ verkaufen will, kann man nur noch den Kopf schütteln.
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesminister Dr. Schmied, das ist für keinen Österreicher vorstellbar. Ich darf Sie dringend ersuchen, der Sache nachzugehen und herauszufinden, wie es zu derart hohen Ausgaben für Überstunden kommen kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herrn Kollegen Amon – dem ich heute zugehört habe – geht ja offenbar sogar das, was die Frau Bundesministerin Gehrer gemacht hat, noch zu weit. Der will ja nicht einen Schritt zurück, der will mehrere Schritte zurück. Frau Bundesminister, haben Sie Mut, setzen Sie um, es ist höchst an der Zeit! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der FPÖ: zulasten der Bundesländer!
Als Wiener Abgeordnete ist es mir ein besonderes Anliegen und freue ich mich besonders darüber, dass seit der Übernahme des Kunstministeriums durch eine SPÖ-Politikerin auch der Wiener Anteil am Kunstbudget bedeutend gestiegen ist (Ruf bei der FPÖ: zulasten der Bundesländer!), nämlich von 34 Millionen € im Jahre 2006 auf 36 Millionen € im Jahre 2008. (Abg. Hornek: Das ist unseriös, wie viel Geld in diesem Bereich in die Bundeshauptstadt fließt! Das ist unglaublich!)
Abg. Hornek: Das ist unseriös, wie viel Geld in diesem Bereich in die Bundeshauptstadt fließt! Das ist unglaublich!
Als Wiener Abgeordnete ist es mir ein besonderes Anliegen und freue ich mich besonders darüber, dass seit der Übernahme des Kunstministeriums durch eine SPÖ-Politikerin auch der Wiener Anteil am Kunstbudget bedeutend gestiegen ist (Ruf bei der FPÖ: zulasten der Bundesländer!), nämlich von 34 Millionen € im Jahre 2006 auf 36 Millionen € im Jahre 2008. (Abg. Hornek: Das ist unseriös, wie viel Geld in diesem Bereich in die Bundeshauptstadt fließt! Das ist unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich der Ministerin noch dafür danken, dass in dieser angespannten Wirtschaftssituation ein durchaus passables Kunst- und Kulturbudget ausverhandelt werden konnte und dass sie mit dem Kunstetat die Schwerpunkte auf zeitgenössische und kritische Kunst setzen möchte. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß zwar, Herr Abgeordneter Zinggl, für Sie ist das ermüdend, für Sie ist das lächerlich, aber wenn Sie meinten, wir brauchen kleine, schnelle, bewegliche Boote: Genau diese Kulturinitiativen sind diese kleinen, schnellen, beweglichen Boote. (Beifall beim BZÖ.) Und die gibt es auch im ländlichen Raum und nicht nur in den Ballungszentren.
Beifall beim BZÖ.
Für die Zukunft, Frau Bundesminister, sollte man sich doch auch die steuerliche Absetzbarkeit beim Ankauf von Kunstwerken und Kunstproduktion überlegen, weil ich glaube, dass das die effektivste Unterstützung unserer Künstler wäre und damit auch die Jugend unter den Kunstschaffenden abgesichert ist. – Danke sehr. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Garderobe? – Abg. Neubauer: Wo ist das Leiberl? Kein Leiberl mehr? – Abg. Grosz: Wechselt oft die Wäsche!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Walser. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Garderobe? – Abg. Neubauer: Wo ist das Leiberl? Kein Leiberl mehr? – Abg. Grosz: Wechselt oft die Wäsche!)
Abg. Neubauer: Internetversand?!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Schön, dass Ihnen meine Garderobe nicht gefällt, dass Ihnen meine Garderobe vom Vormittag besser gefallen hat, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei. Sie können entsprechende T-Shirts jederzeit bei gruenzeux.at kaufen, wenn Sie selbst so herumlaufen wollen; gerne. (Abg. Neubauer: Internetversand?!)
Beifall bei den Grünen.
Ich ersuche Sie, das zu unterstützen und freue mich auf die Diskussion im Ausschuss. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer: Haben Sie nicht erfasst, worum es geht?
Erstens einmal ist das Zahlenwerk, das heute und in den vergangenen Tagen und auch morgen hier zur Debatte steht, ein obsoletes Zahlenwerk, denn die namhaften Experten dieses Landes sagen, dass die wirtschaftliche Dynamik, die leider eine sehr, sehr schlechte ist, die wesentlichen Säulen dieses Budgets obsolet werden lässt. (Abg. Krainer: Haben Sie nicht erfasst, worum es geht?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Niemand hat etwas gegen die Bevölkerung gesagt!
Und die dritte Feststellung grundsätzlicher Art und Weise ist jene, dass diese Debatte überlagert ist – überlagert von unflätigen Angriffen namhafter Teile des österreichischen Nationalrates gegen den Dritten Präsidenten dieses Hauses, Dr. Martin Graf, der nicht mehr und nicht weniger gemacht hat, als dass er nach einer Serie von sehr, sehr deftigen, zum Teil strafrechtlich relevanten Vorwürfen, die der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde gegen ihn und gegen uns und damit gegen knapp 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung, die hier durch 34 Mandatare repräsentiert wird, erhoben hat, hier einmal das verbale Notwehrrecht, ein einziges Mal das verbale Notwehrrecht in Anspruch genommen hat! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Niemand hat etwas gegen die Bevölkerung gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Gott sei Dank!
Wir nehmen das zur Kenntnis, aber wir sagen Ihnen auch: Es kommt alles im Leben zurück. (Abg. Mag. Stadler: Gott sei Dank!) Und wenn Sie das nächste Mal an unsere Tür klopfen, weil Sie wieder irgendetwas brauchen, weil Sie mit der ÖVP unzufrieden sind, werden wir Sie daran erinnern, wie Sie mit uns umgehen. Denn das ist eine echte Gemeinheit! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Ist das eine Drohung? Wollen Sie drohen? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Ist das eine Drohung? Wollen Sie drohen? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei der FPÖ.
Wir nehmen das zur Kenntnis, aber wir sagen Ihnen auch: Es kommt alles im Leben zurück. (Abg. Mag. Stadler: Gott sei Dank!) Und wenn Sie das nächste Mal an unsere Tür klopfen, weil Sie wieder irgendetwas brauchen, weil Sie mit der ÖVP unzufrieden sind, werden wir Sie daran erinnern, wie Sie mit uns umgehen. Denn das ist eine echte Gemeinheit! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Silhavy: Ist das eine Drohung? Wollen Sie drohen? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Sie sind ja so arm!
Ganz kurz noch zur ÖVP, denn Ihnen möchte ich auch etwas raten, da Sie ja jetzt gemeinsam mit den „grünen Wölfen“ heulen und auch auf uns losgehen. (Abg. Petzner: Sie sind ja so arm!) Es ist noch nicht lange her, da hat der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, zu Ihrem Tiroler Landeshauptmann und früheren Innenminister Platter gemeint: Wenn Innenminister Platter betonte – ich zitiere Ariel Muzicant –, nur die Gesetze zu erfüllen, drängen sich bei mir ganz furchtbare Assoziationen auf. Freilich, ohne den Minister mit dieser Person vergleichen zu wollen, aber Adolf Eichmann hat sich bei seinem Prozess auch mit den Worten verteidigt, dass er nur die herrschenden Gesetze erfüllt habe, und sich für unschuldig erklärt. – So weit Ariel Muzicant zu einem Ihrer namhaften Vertreter.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Aber die Aussagen richten sich selbst!
Ich meine, dass dann, wenn egal welcher Repräsentant einer Glaubensgemeinschaft irgendeine Gruppe dieses Hauses angreift, diese Gruppe auch das Recht haben muss, hier eine entsprechende politische Antwort geben zu dürfen, und nicht irgendwo einen Maulkorb verpasst zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Aber die Aussagen richten sich selbst!)
Abg. Dr. Moser: Und wie schaut es mit der Verkehrspolitik aus? Was meinen Sie verkehrspolitisch?
Und den absoluten Tiefpunkt setzen die Grünen, die hier ihren politischen Hassprediger, den Herrn Walser, herausschicken. (Abg. Dr. Moser: Und wie schaut es mit der Verkehrspolitik aus? Was meinen Sie verkehrspolitisch?) – Und mit „Hassprediger“ zitiere ich eine Terminologie des SPÖ-Vorsitzenden, des Herrn Bundeskanzlers Faymann. – Wenn Sie, Herr Abgeordneter Walser, glauben, mit einem Leiberl da herauskommen zu dürfen und „Eure Schande heißt Martin Graf“ hier zum Besten geben zu können (Abg. Petzner: Sie haben keine Ahnung von Verkehrspolitik!) – Petzner, sei ruhig! –, dann verletzen Sie die Würde dieses Haus!
Abg. Petzner: Sie haben keine Ahnung von Verkehrspolitik!
Und den absoluten Tiefpunkt setzen die Grünen, die hier ihren politischen Hassprediger, den Herrn Walser, herausschicken. (Abg. Dr. Moser: Und wie schaut es mit der Verkehrspolitik aus? Was meinen Sie verkehrspolitisch?) – Und mit „Hassprediger“ zitiere ich eine Terminologie des SPÖ-Vorsitzenden, des Herrn Bundeskanzlers Faymann. – Wenn Sie, Herr Abgeordneter Walser, glauben, mit einem Leiberl da herauskommen zu dürfen und „Eure Schande heißt Martin Graf“ hier zum Besten geben zu können (Abg. Petzner: Sie haben keine Ahnung von Verkehrspolitik!) – Petzner, sei ruhig! –, dann verletzen Sie die Würde dieses Haus!
in Richtung Präsidentin Mag. Prammer und Präsident Neugebauer
Und Sie beide (in Richtung Präsidentin Mag. Prammer und Präsident Neugebauer) schweigen dazu. Das wäre genauso, wie wenn irgendjemand herausginge und sagen würde: Eure Schande heißt Barbara Prammer. Ja, was wäre denn dann los? Wollen Sie eine Entwicklung haben, die in diese Richtung geht? Das ist etwas mehr als
Abg. Dr. Moser: Nichts wissen und groß reden! – Abg. Petzner: Keine Ahnung von Verkehrspolitik!
Schlechtes. (Abg. Dr. Moser: Nichts wissen und groß reden! – Abg. Petzner: Keine Ahnung von Verkehrspolitik!)
Abg. Grosz: Wir wollen den Zanger hören! Der versteht wenigstens was von Autobahnen!
Jetzt zum eigentlichen Thema, zum Budgetkapitel Verkehr, damit die Erregungen des Herrn Petzner wieder ein bisschen abkühlen können. Dieses Kapitel Verkehr ist geprägt von einer sehr drastischen Verschuldung im Bereich ÖBB und Asfinag. Bei den ÖBB werden wir in den nächsten drei bis vier Jahren in Richtung 20 Milliarden Schulden gehen, und bei der Asfinag in den nächsten Jahren in Richtung 10 Milliarden an Schulden. (Abg. Grosz: Wir wollen den Zanger hören! Der versteht wenigstens was von Autobahnen!) Das heißt, wenn man beide Schuldenstände addiert – vielleicht kann man den Herrn Abgeordneten Grosz ein bisschen zur Ruhe mahnen; das wäre nicht schlecht –, erkennt man, dass diese Schulden bereits ungefähr die Hälfte der Staatseinnahmen ausmachen.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich behaupte: Was die Frau Bundesministerin Bures im Bereich Frauen in ihrem Ressort, aber auch als Geschäftsführerin der SPÖ und jetzt im Bereich Verkehr gemacht hat, ist keine gute Bilanz, und die Gesprächskultur, die eigentlich da sein sollte, gibt es nicht. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Kommen Sie heraus, wenn Sie etwas zu sagen haben!
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden diesem Budget unsere Zustimmung verwehren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Und danken!
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich möchte vorweg einmal der Frau Ministerin Bures wirklich aufrichtig und herzlich gratulieren (Abg. Grosz: Und danken!) zu diesem Budgetansatz Verkehr. (Abg. Grosz: Und auch danken! – Abg. Ing. Westenthaler: Und Bussi geben!)
Abg. Grosz: Und auch danken! – Abg. Ing. Westenthaler: Und Bussi geben!
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich möchte vorweg einmal der Frau Ministerin Bures wirklich aufrichtig und herzlich gratulieren (Abg. Grosz: Und danken!) zu diesem Budgetansatz Verkehr. (Abg. Grosz: Und auch danken! – Abg. Ing. Westenthaler: Und Bussi geben!)
Abg. Grosz: Er macht das fast so formvollendet wie der Herr Pendl!
Frau Ministerin Bures ist es gelungen, in den Budgetverhandlungen klare Schwerpunkte auf Investitionen zu setzen, die wir sehr dringend brauchen. (Abg. Grosz: Er macht das fast so formvollendet wie der Herr Pendl!) Herr Abgeordneter, wenn Sie sich auch bedanken wollen, dann freut es mich, wenn Sie sich diesem Dank anschließen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Und höhere Schulden!
Noch einmal: Es werden 50 000 zusätzliche Jobs gesichert. Die Jugendarbeitslosigkeit wird bekämpft. Die Wirtschaft wird gestärkt. Die Verkehrsverlagerung auf die umweltfreundliche Schiene wird forciert. Und, sehr geehrte Damen und Herren, natürlich profitieren die Bürgerinnen und Bürger von den Investitionen: Sie bekommen moderne Bahnhöfe sowie schnellere und sichere Bahn- und auch Straßenverbindungen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Und höhere Schulden!)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich wollte jetzt noch die Kollegen vom Militärkommando Vorarlberg begrüßen, die hat aber leider der Herr Vilimsky mit seinen verbalen Äußerungen und seiner Gestik vertrieben; leider. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.)
Abg. Vilimsky: Ein echter Toprhetoriker, der Herr Hagen!
Meine Damen und Herren, Frau Minister Bures kann einem eigentlich leid tun. Ich wollte Ihnen schon mein Beileid wünschen, denn was Ihnen Ihr Vorgänger, der Herr Grinsekanzler Faymann, hinterlassen hat, das ist ein Scherbenhaufen. Eigentlich könnte man sagen, Sie sind nicht Alice im Wunderland, sondern Doris im Scherbenland. Es tut mir leid, Sie hätten sehr viele Aufgaben zu machen, leider haben Sie ein zu geringes Budget bekommen. (Abg. Vilimsky: Ein echter Toprhetoriker, der Herr Hagen!)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, es freut mich ganz besonders – auch wenn der Herr Vilimsky immer dreinschimpfen muss; ich weiß, es tut weh, wenn man die Wahrheit hört –, dass die Problematik der Vignetten für Zweitfahrzeuge von Frau Volksanwältin Stoisits medial angesprochen worden ist. Ich möchte daran erinnern, dass das BZÖ mehrfach Anträge in diese Richtung eingebracht hat. Wir haben jetzt wieder einen Entschließungsantrag eingebracht. Wie die Frau Stoisits mir gesagt hat, wäre sie für diesen Vorstoß von den Grünen nicht gerade gelobt worden, aber der Vorschlag käme ja vom Volksanwalt Kostelka, der ja der roten Reichshälfte angehört. Und deswegen erwarte ich mir natürlich von Ihnen, Frau Minister, dass Sie unseren Antrag unterstützen und die SPÖ diesem Antrag zustimmen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Sozialdemokratische Verschwendung!
Der Herr Gorbach hat ein Ressort gehabt, dem drei Ressortmitglieder angehört haben. Jetzt ist das Ressort abgespeckt und besteht nur aus einem Ressortmitglied; das war auch schon unter Faymann so. Jetzt kommt das Interessante, und das ist für mich schon bedenklich: Wenn ich in einer Anfrage sehe, die der Kollege Walser im Budgetausschuss gemacht hat, dass die Repräsentationskosten heute für ein Ressortmitglied höher sind als damals unter Gorbach für drei Ressortmitglieder, dann kann doch da etwas nicht stimmen, Frau Ministerin! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Sozialdemokratische Verschwendung!)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Aber ich möchte noch auf etwas Weiteres eingehen. Wenn hier der Herr Jannach herausgeht und in Richtung BZÖ schimpft, den Kollegen Strutz beschimpft, dann möchte ich auch Ihnen den Spiegel vorhalten. Schauen Sie einmal, was im „NEWS“ steht: EU-Steuergelder für Mölzers rechtes Blatt! Interessant ist, 200 000 € in fünf Jahren hat der Herr Mölzer von der EU an Förderungen kassiert. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Oh-Rufe und Beifall beim BZÖ.
Interessant noch: Die Eigentümer des Blattes, in das die ganzen Förderungen hineingehen, sind eine Gruppe, „W 3“ nennt sich das, und Kommanditist dieser KEG ist der Herr Mölzer, EU-Abgeordneter, der ja sonst kein Einkommen hat, meine Damen und Herren. (Oh-Rufe und Beifall beim BZÖ.)
Abg. Vilimsky: Das sagt jemand wie Sie! Das ist ja lächerlich!
Also: Wenn Sie auf andere mit dem Finger zeigen, dann kehren Sie einmal vor der eigenen Tür! (Abg. Vilimsky: Das sagt jemand wie Sie! Das ist ja lächerlich!)
Abg. Neubauer: Das passt super zum Verkehr!
Wien mit dem Kreuz gegen Moscheen demonstriert. (Abg. Neubauer: Das passt super zum Verkehr!)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von der FPÖ, schauen Sie zuerst einmal selbst in den Spiegel – und dann können Sie hier herausgehen und kritisieren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Diskussion um den Dritten Nationalratspräsidenten hat ja auch die Wortmeldung des Redners der FPÖ geprägt. Ich glaube, dass man sicherlich die Meinung vertreten kann, dass es unerträglich ist, was es so in den letzten Tagen an Äußerungen gegeben hat. Aber was mich wirklich verwundert, ist die Haltung der Frau Nationalratspräsidentin Prammer, denn sie hat es an sich in der Hand, im Wege der Geschäftsordnung das so zu steuern, dass der Dritte Präsident wenigstens einmal keinen Vorsitz mehr führt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Das ist sehr interessant, was die ÖVP da sagt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da müssten die beiden – Fritz Neugebauer hat vielleicht nicht so viel Freude damit – ein bisschen mehr arbeiten, aber jedenfalls wäre einmal sichergestellt, dass der Herr Dritte Präsident des Nationalrates keinen Vorsitz mehr hat. Das wäre schon ein kleiner Beitrag und eine Erleichterung für uns. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Das ist sehr interessant, was die ÖVP da sagt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frage sein sollte: Wie schaut es aus mit der Markteinschätzung? Wenn da gebaut wird oder der Betrieb Investitionen plant, wäre immer noch interessant zu wissen, ob hier nicht auch eine Markteinschätzung notwendig ist, damit man nicht am Bedarf vorbeiplant. Und der Grundsatz, der bei den Österreichischen Bundesbahnen, bisher jedenfalls – von den Beobachtern wird es manchmal so gesehen –, gegolten hat: Erkenne dich selbst und belaste einen anderen!, ist genau das, was dazu führt, dass sehr viele Dinge viel zu teuer kommen, die wir künftighin abstellen sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bucher und Scheibner.
wir künftighin diskutieren werden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bucher und Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Letztes noch: Ich bin froh, dass wir im Bereich der Verkehrssicherheitsmaßnahmen sehr konstruktiv gemeinsam Dinge entwickelt haben, die wir auch demnächst hier im Haus beschließen werden. So stelle ich mir in Wirklichkeit auch eine Kooperation zwischen den Koalitionspartnern vor; das habe ich im Bereich des Postmarktgesetzes und auch der ÖBB bisher noch nicht erkennen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Das ist aber richtig!
U-Bahn-Bau: minus 20 Prozent für Wien. – Ja, meine Güte, dafür haben wir plus xxx Milliarden für den Koralmtunnel (Abg. Dolinschek: Das ist aber richtig!), haben wir plus xxx Milliarden für den Brenner-Basistunnel. – Das ist Ihre „Kundenorientierung“?!
Abg. Silhavy: ...! Das ist ja unglaublich!
Schauen Sie, machen Sie es doch so, wie wir es vorschlagen: Nehmen Sie das ASFINAG-Bauprogramm zurück! Wir brauchen keine zusätzlichen Transitautobahnen, wir brauchen keine S 31, wir brauchen keine S 37 – die konkurriert ja wieder den Koralmtunnel. Nehmen Sie ASFINAG-Gelder, zahlen Sie damit den endlich notwendigen Ausbau der ÖBB-Schieneninfrastruktur im Sinne der PendlerInnen und des Kundennutzens! Da ersparen Sie dem Budget etwas, da ersparen Sie zukünftigen Generationen etwas, da lassen Sie allen Menschen endlich etwas zugute kommen, und nicht nur der Baulobby, die Sie anscheinend wirklich blind patronieren, die Sie immer wieder unterstützen. (Abg. Silhavy: ...! Das ist ja unglaublich!)
Ruf bei der SPÖ: Wie viel genau?
Tariferhöhung ÖBB. – Das Zurücknehmen, das Hinaussetzen der Tariferhöhung hat Ihnen bis jetzt 30 Millionen € pro Jahr gekostet. Das ist ein bisschen mehr als die Verschrottungsprämie. (Ruf bei der SPÖ: Wie viel genau?) Nun machen Sie Schluss damit, die 30 Millionen € gibt es nicht mehr, die Fahrpreise schnellen um 5 Prozent hinauf. Bei den ÖBB können sich die Putzfrauen keine Gummihandschuhe mehr zum Putzen leisten, das ist alles Teil des Sparprogramms der ÖBB. Aber Milliarden werden in den Tunnelbau investiert.
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Weitere Milliarden fließen in den Autobahnbau. So darf es nicht weitergehen, es tut mir leid! Sie haben auch einige positive Ansätze – aus Zeitgründen werde ich Ihnen diese gerne einmal schriftlich übermitteln. Und ich bin jetzt neugierig auf Ihre Antwort, denn Sie sollen argumentieren und uns nicht wieder Ihr Glaubensbekenntnis im Sinne der Baulobby hier vorbeten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Ich hab’ gesagt: „könnte“!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Kollegin Moser, zur Bemerkung, Sie könnten auch drei Stunden reden, darf ich der guten Ordnung halber sagen: pro Wortmeldung maximal 20 Minuten. (Abg. Dr. Moser: Ich hab’ gesagt: „könnte“!) Die Gesamtredezeit Ihrer Fraktion für heute beträgt 55 Minuten. (Abg. Dr. Moser: „Könnte“!)
Abg. Dr. Moser: „Könnte“!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Kollegin Moser, zur Bemerkung, Sie könnten auch drei Stunden reden, darf ich der guten Ordnung halber sagen: pro Wortmeldung maximal 20 Minuten. (Abg. Dr. Moser: Ich hab’ gesagt: „könnte“!) Die Gesamtredezeit Ihrer Fraktion für heute beträgt 55 Minuten. (Abg. Dr. Moser: „Könnte“!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Liebe Besucherinnen und Besucher auf den Zuschauerrängen! Sehr geehrte Frau Bundesministerin, bitte weichen Sie von Ihrem Kurs nicht ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Nein! Schauen Sie, der Wohnbau bringt doppelt so viel Beschäftigung! Geben Sie mehr Geld in den Wohnbau!
Hier geht es nicht um eine Baulobby, werte Frau Kollegin Dr. Moser, sondern um Menschen! Hier geht es um Beschäftigte (Abg. Dr. Moser: Nein! Schauen Sie, der Wohnbau bringt doppelt so viel Beschäftigung! Geben Sie mehr Geld in den Wohnbau!) und um jene, die keine Beschäftigung erhalten, hier geht es um Arbeitslosigkeit! Ich zeige Ihnen jetzt diese Tafel (der Redner platziert diese vor sich auf dem Rednerpult), und vielleicht darf ich Ihnen die nachher auch geben. Es geht um Menschen, um Beschäftigung, um Arbeitslose, um Familienväter, die keine Beschäftigung im Bauwesen finden (Abg. Dr. Moser: Sicher: Wohnbau!) und daher mit 28 € Arbeitslosengeld pro Tag für ihre Familie auskommen müssen.
Abg. Dr. Moser: Sicher: Wohnbau!
Hier geht es nicht um eine Baulobby, werte Frau Kollegin Dr. Moser, sondern um Menschen! Hier geht es um Beschäftigte (Abg. Dr. Moser: Nein! Schauen Sie, der Wohnbau bringt doppelt so viel Beschäftigung! Geben Sie mehr Geld in den Wohnbau!) und um jene, die keine Beschäftigung erhalten, hier geht es um Arbeitslosigkeit! Ich zeige Ihnen jetzt diese Tafel (der Redner platziert diese vor sich auf dem Rednerpult), und vielleicht darf ich Ihnen die nachher auch geben. Es geht um Menschen, um Beschäftigung, um Arbeitslose, um Familienväter, die keine Beschäftigung im Bauwesen finden (Abg. Dr. Moser: Sicher: Wohnbau!) und daher mit 28 € Arbeitslosengeld pro Tag für ihre Familie auskommen müssen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Und bitte, Frau Bundesministerin, schauen Sie darauf, dass diese Maßnahmen, diese beschlossenen Konjunkturpakete ehestmöglich im Interesse der Familien, im Interesse der Bauarbeiter umgesetzt werden! Ein großes Dankeschön von dieser Seite, nicht nur aus der Sicht der Arbeitnehmer, sondern auch aus der gesamten Bauwirtschaft! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Frau Kollegin Moser! Wohnbaupaket! – Abg. Dr. Moser: Das sind ja nur 100 Millionen! Das ist viel zu wenig!
Dass wir trotzdem zusätzliche Maßnahmen setzen, die wir brauchen werden, um die Konjunktur anzukurbeln, ist uns wichtig. Ich darf Ihnen deshalb mitteilen, dass die Sozialpartner gemeinsam mit den österreichischen Wohnbaugenossenschaften vorige Woche ein Zusatzpaket präsentieren durften, durch das zusätzlich 5 000 Arbeitsplätze geschaffen werden, nämlich das Wohnbaupaket 2009. (Abg. Silhavy: Frau Kollegin Moser! Wohnbaupaket! – Abg. Dr. Moser: Das sind ja nur 100 Millionen! Das ist viel zu wenig!) – Nein. Sie hören ja nicht einmal zu. Es sind 302 Millionen € zusätzlich – 2 000 Wohnungen in einem Neubau und 1 500 im Bereich der Sanierung. Genau das, was Sie immer wieder fordern!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Thermische Sanierung ...! – Abg. Dr. Jarolim, auf Abg. Dr. Moser weisend, in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Muchitsch: Kannst du der Kollegin die Unterlagen bitte geben? – Abg. Weninger: Glaubst du, dass sie sie versteht?
Deshalb: Lassen Sie sich wirklich nicht von Ihrem Kurs abbringen, sehr geehrte Frau Bundesministerin! Die Kritik der Opposition sind wir gewohnt, wenn es darum geht: Darf es ein bisschen mehr sein? Kann etwas besser sein? – Tatsache ist, diese Pakete helfen. Hoffen wir alle gemeinsam, dass sie rasch helfen, um dementsprechend Arbeitslosigkeit zu verhindern! – Danke schön! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Thermische Sanierung ...! – Abg. Dr. Jarolim, auf Abg. Dr. Moser weisend, in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Muchitsch: Kannst du der Kollegin die Unterlagen bitte geben? – Abg. Weninger: Glaubst du, dass sie sie versteht?)
Abg. Weninger: Jetzt kommt der „Höhepunkt“!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Weinzinger. – Bitte. (Abg. Weninger: Jetzt kommt der „Höhepunkt“!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Abgeordneter vom BZÖ, bitte nehmen Sie zur Kenntnis – ich bin ein langjähriger Soldat –: Ein Militärkommando lässt sich von überhaupt keiner Rede irgendeines Abgeordneten vertreiben, geschweige denn von Ihrer! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dolinschek: Thema! – Abg. Petzner: Reden Sie einmal zum Thema!
Wir müssen uns damit auseinandersetzen: Es gibt einige in diesem Haus, die wollen den Abgeordneten Graf als Präsidenten unbedingt loswerden, und es gibt welche, die sind der festen Überzeugung (Abg. Dolinschek: Thema! – Abg. Petzner: Reden Sie einmal zum Thema!) – Petzner, bitte sei ruhig! –, dass er zu Recht hier ist! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Thema ist die Verkehrspolitik!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Thema ist die Verkehrspolitik!
Wir müssen uns damit auseinandersetzen: Es gibt einige in diesem Haus, die wollen den Abgeordneten Graf als Präsidenten unbedingt loswerden, und es gibt welche, die sind der festen Überzeugung (Abg. Dolinschek: Thema! – Abg. Petzner: Reden Sie einmal zum Thema!) – Petzner, bitte sei ruhig! –, dass er zu Recht hier ist! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Thema ist die Verkehrspolitik!)
Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!
Bitte, was, glauben Sie (Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!), sind denn die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei? (Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!) – Das sind hochanständige, ehrenwerte, für die Gemeinschaft, für unsere Heimat, für diese Republik Österreich einsatzbereite Frauen und Männer (Beifall bei der FPÖ), die durchwegs eine hervorragende berufliche Ausbildung haben, die sich wirklich bemühen, für unsere Heimat, für unseren Staat das Beste zu geben, und weil wir in gewissen Dingen ein bisschen anders denken (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!) als andere in diesem Haus, was ja in einer Demokratie erlaubt sein muss, was sogar ein Grundsatz der Demokratie ist, werden wir einfach ausgeschlossen. (Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!
Bitte, was, glauben Sie (Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!), sind denn die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei? (Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!) – Das sind hochanständige, ehrenwerte, für die Gemeinschaft, für unsere Heimat, für diese Republik Österreich einsatzbereite Frauen und Männer (Beifall bei der FPÖ), die durchwegs eine hervorragende berufliche Ausbildung haben, die sich wirklich bemühen, für unsere Heimat, für unseren Staat das Beste zu geben, und weil wir in gewissen Dingen ein bisschen anders denken (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!) als andere in diesem Haus, was ja in einer Demokratie erlaubt sein muss, was sogar ein Grundsatz der Demokratie ist, werden wir einfach ausgeschlossen. (Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!)
Beifall bei der FPÖ
Bitte, was, glauben Sie (Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!), sind denn die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei? (Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!) – Das sind hochanständige, ehrenwerte, für die Gemeinschaft, für unsere Heimat, für diese Republik Österreich einsatzbereite Frauen und Männer (Beifall bei der FPÖ), die durchwegs eine hervorragende berufliche Ausbildung haben, die sich wirklich bemühen, für unsere Heimat, für unseren Staat das Beste zu geben, und weil wir in gewissen Dingen ein bisschen anders denken (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!) als andere in diesem Haus, was ja in einer Demokratie erlaubt sein muss, was sogar ein Grundsatz der Demokratie ist, werden wir einfach ausgeschlossen. (Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!
Bitte, was, glauben Sie (Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!), sind denn die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei? (Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!) – Das sind hochanständige, ehrenwerte, für die Gemeinschaft, für unsere Heimat, für diese Republik Österreich einsatzbereite Frauen und Männer (Beifall bei der FPÖ), die durchwegs eine hervorragende berufliche Ausbildung haben, die sich wirklich bemühen, für unsere Heimat, für unseren Staat das Beste zu geben, und weil wir in gewissen Dingen ein bisschen anders denken (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!) als andere in diesem Haus, was ja in einer Demokratie erlaubt sein muss, was sogar ein Grundsatz der Demokratie ist, werden wir einfach ausgeschlossen. (Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!)
Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!
Bitte, was, glauben Sie (Abg. Dr. Jarolim: ... Selbstbesudler!), sind denn die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei? (Abg. Dr. Jarolim: Sie schütten sich doch dauernd selbst an!) – Das sind hochanständige, ehrenwerte, für die Gemeinschaft, für unsere Heimat, für diese Republik Österreich einsatzbereite Frauen und Männer (Beifall bei der FPÖ), die durchwegs eine hervorragende berufliche Ausbildung haben, die sich wirklich bemühen, für unsere Heimat, für unseren Staat das Beste zu geben, und weil wir in gewissen Dingen ein bisschen anders denken (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja das Problem!) als andere in diesem Haus, was ja in einer Demokratie erlaubt sein muss, was sogar ein Grundsatz der Demokratie ist, werden wir einfach ausgeschlossen. (Abg. Petzner: Reden Sie zur Sache! Das interessiert niemanden, was Sie da sagen!)
Abg. Silhavy: ... nicht als Märtyrer!
Worum geht es bei dieser Ausschließung? – Ich kann Ihnen sagen, worum es dabei geht: Es geht darum, uns von vornherein zu Unberührbaren zu machen, uns von vornherein zu solchen zu machen, mit denen man nie und nimmer irgendwelche Abkommen schließen kann (Abg. Silhavy: ... nicht als Märtyrer!), geschweige denn irgendwelche Koalitionen eingehen kann. (Abg. Silhavy: Diese Taktik geht nicht auf!) Sie wollen also, mehr oder weniger, Ihre große Koalition zementieren – und Herr Petzner unterstützt Sie dabei! (Abg. Petzner: Ich unterstütze sie nicht, sondern ich reklamiere ...!)
Abg. Silhavy: Diese Taktik geht nicht auf!
Worum geht es bei dieser Ausschließung? – Ich kann Ihnen sagen, worum es dabei geht: Es geht darum, uns von vornherein zu Unberührbaren zu machen, uns von vornherein zu solchen zu machen, mit denen man nie und nimmer irgendwelche Abkommen schließen kann (Abg. Silhavy: ... nicht als Märtyrer!), geschweige denn irgendwelche Koalitionen eingehen kann. (Abg. Silhavy: Diese Taktik geht nicht auf!) Sie wollen also, mehr oder weniger, Ihre große Koalition zementieren – und Herr Petzner unterstützt Sie dabei! (Abg. Petzner: Ich unterstütze sie nicht, sondern ich reklamiere ...!)
Abg. Petzner: Ich unterstütze sie nicht, sondern ich reklamiere ...!
Worum geht es bei dieser Ausschließung? – Ich kann Ihnen sagen, worum es dabei geht: Es geht darum, uns von vornherein zu Unberührbaren zu machen, uns von vornherein zu solchen zu machen, mit denen man nie und nimmer irgendwelche Abkommen schließen kann (Abg. Silhavy: ... nicht als Märtyrer!), geschweige denn irgendwelche Koalitionen eingehen kann. (Abg. Silhavy: Diese Taktik geht nicht auf!) Sie wollen also, mehr oder weniger, Ihre große Koalition zementieren – und Herr Petzner unterstützt Sie dabei! (Abg. Petzner: Ich unterstütze sie nicht, sondern ich reklamiere ...!)
Abg. Petzner – demonstrativen Beifall spendend –: Endlich zum Thema! Danke!
Meine Damen und Herren, ganz kurz zu einem Problem – das wirklich auch mein Problem ist, wenngleich auch das vieler anderer –, zur Innkreis Autobahn: Meine Damen und Herren, als die Innkreis Autobahn vor etwa 30, 40 Jahren errichtet wurde (Abg. Petzner – demonstrativen Beifall spendend –: Endlich zum Thema! Danke!), konnte man nicht ahnen, dass der Eiserne Vorhang noch in dem damaligen, zu Ende gehenden Jahrhundert fallen würde. Man hat die Innkreis Autobahn daher etwas klein dimensioniert errichtet. Sie ist inzwischen zu einem der wichtigsten Autobahnstränge
Abg. Dr. Moser: Ja, wir wollen die Verlagerung auf die Schiene!
Man hat sich daher entschlossen, diese Autobahn zu renovieren. – Bis jetzt eine gute Sache. Jeder hat geglaubt: Nun, dann wird sie eben in jeder Richtung dreispurig, und das ist auch notwendig. – Nein, wird sie nicht! Sie wird zwar erweitert, aber sie wird nicht dreispurig. Daran hat unsere Vorrednerin, Frau Dr. Moser, beachtlichen Anteil gehabt, denn: Wir von den Grünen wollen nicht die Dreispurigkeit – und wenn ihr von der ÖVP in Oberösterreich weiterhin mit uns eine Koalition haben wollt, dann macht ihr die Innkreis Autobahn zweispurig! (Abg. Dr. Moser: Ja, wir wollen die Verlagerung auf die Schiene!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir machen also – um viel Geld! – die Innkreis Autobahn zwar breiter, aber nicht dreispurig, sondern zweispurig. Das Verkehrschaos bleibt aufrecht. – Auch so kann Politik wirken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: So ist es!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Lieber Herr Abgeordneter Weinzinger, kein Wort zu den Verkehrsproblemen (Abg. Petzner: So ist es!) – es ist traurig –, außer dass Sie auf der Innkreis Autobahn alles überfahren haben in Ihrem Redeschwall! Aber sonst ist von Ihnen zur Verkehrspolitik nichts gesagt worden! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf beim BZÖ: Weil er keine Ahnung hat davon!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf beim BZÖ: Weil er keine Ahnung hat davon!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Lieber Herr Abgeordneter Weinzinger, kein Wort zu den Verkehrsproblemen (Abg. Petzner: So ist es!) – es ist traurig –, außer dass Sie auf der Innkreis Autobahn alles überfahren haben in Ihrem Redeschwall! Aber sonst ist von Ihnen zur Verkehrspolitik nichts gesagt worden! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf beim BZÖ: Weil er keine Ahnung hat davon!)
Abg. Mag. Stefan: ... die wesentlichen Dinge!
Herr Abgeordneter Muchitsch hat auch darauf hingewiesen, welche Verantwortung wir hier haben. (Abg. Mag. Stefan: ... die wesentlichen Dinge!) – Nun, ich sage Ihnen das Wesentliche: 50 000 Arbeitsplätze – wie es der Kollege gesagt hat – sind davon abhängig, ob wir diesen Rahmenplan mit 3,7 Milliarden € in den nächsten fünf Jahren umsetzen oder nicht umsetzen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Weinzinger: Sie will eine Eisenbahn!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Weinzinger: Sie will eine Eisenbahn!
Herr Abgeordneter Muchitsch hat auch darauf hingewiesen, welche Verantwortung wir hier haben. (Abg. Mag. Stefan: ... die wesentlichen Dinge!) – Nun, ich sage Ihnen das Wesentliche: 50 000 Arbeitsplätze – wie es der Kollege gesagt hat – sind davon abhängig, ob wir diesen Rahmenplan mit 3,7 Milliarden € in den nächsten fünf Jahren umsetzen oder nicht umsetzen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Weinzinger: Sie will eine Eisenbahn!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Wir sind auch nicht auf dem linken Auge blind, aber wenn wir hier diese Gegenseitigkeiten weiterführen, dann werden uns die Menschen in diesem Land nicht ernst nehmen, wenn es um ein Bundesbudget geht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Mehr Mut zur Budgetdiskussion und weniger zu parteipolitischem Hickhack! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! In Zeiten einer Finanz- und Wirtschaftskrise und einer steigenden Arbeitslosigkeit ist natürlich unbestritten, dass es notwendig ist, bei den ÖBB den Ausbau des Schienennetzes, so wie es besteht, auf den neuesten Stand zu bringen, beim Ausbau von Bahnhöfen eine Modernisierung derselben voranzutreiben, dadurch Arbeitsplätze zu schaffen und auch in Zukunft für die Wirtschaft gerüstet zu sein und dass man darüber hinaus ganz einfach die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen und so weiter vorsieht und in diese investiert, weil das natürlich der Gesamtbevölkerung zugute kommt. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Wege: Bis heute ist es noch nicht eingetroffen; ich erinnere Sie nur daran. Es wäre auch im Sinne der Leute, die es im Leben nicht so leicht haben und behindert sind, dass diese einmal Informationen darüber erhalten, wo in Zukunft die Barrierefreiheit bei den öffentlichen Institutionen der Verkehrsinfrastruktur gewährleistet sein wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gewinne werden in diesen Bereichen oft privatisiert, Verluste verstaatlicht. Das ist bei der Telekom so, bei der Post, bei den ÖBB und auch bei der AUA. Bonifikationen für Manager werden ausgezahlt, obwohl Verluste geschrieben werden – und die Mitarbeiter sollen auf Lohnerhöhungen verzichten! So kann es nicht sein! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Mag. Josef Auer (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Aus aktuellem Anlass möchte ich, wenn ich schon ein paar Worte zum Kapitel Verkehr sagen darf, auf den Brenner-Basistunnel eingehen. Es ist offensichtlich doch notwendig, dass man von Tiroler Seite ein bisschen Werbung für den Brenner-Basistunnel macht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Werbung ist ja ein Geschäft, das wir Tiroler sehr gut verstehen; vielleicht gelingt es mir.
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Zu dem Konzept gehört auch die nördliche Zulaufstrecke von Kufstein bis Innsbruck, Frau Dr. Moser! In dem Gebiet lebe ich, und da weiß ich sehr wohl, wovon ich rede. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Derzeit gibt es ein ganz gewaltig großes Verkehrsaufkommen im Unterinntal von Kufstein bis zum Brenner, und auf der Autobahn ist ständig Stau. Das wissen Sie auch. Das behindert natürlich alle Tirolerinnen und Tiroler, die zum Beispiel zum Arbeitsplatz pendeln müssen. Behindert wird freilich auch die Wirtschaft, wenn die notwendigen Fahrten mit dem Pkw oder mit dem Lkw durch die Staus sehr, sehr lange dauern.
Abg. Dr. Moser: Aber das wird ja nicht genügen!
Nur weil es eben Teil eines Gesamtkonzeptes ist, wird im Unterinntal die Strecke viergleisig ausgebaut; sonst wäre das nicht der Fall. (Abg. Dr. Moser: Aber das wird ja nicht genügen!) Weite Strecken der neuen Trasse verlaufen in Tunnels oder in Unterflurtrassen. Auf der Bestandsstrecke werden in Zukunft hauptsächlich die neuen und sehr leisen Personenzüge geführt – das müsste Sie ja eigentlich freuen! –, wäh-
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe also für unser Bundesland, dass es bald zu einer Umsetzung der Absichtserklärungen kommt und dass die Finanzierung des Brenner-Basistunnels über die Periode bis 2014 hinaus gesichert wird. Ich vertraue auf unsere Ministerin. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Um der Form Genüge zu tun, einen Satz zum Verkehrsbudget (Zwischenrufe bei der ÖVP): Aus unserer Sicht werden im Verkehrsbudget die falschen Prioritäten gesetzt, und im Übrigen halte ich es für den völlig falschen Zeitpunkt, jetzt die ÖBB-Tarife zu erhöhen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Budgetdebatten sind keine Formangelegenheit!) – Sind Sie nicht? Klubobmann Kopf hat gemeint, Budgetdebatten seien keine Formangelegenheit. Das ist selbstverständlich zu hundert Prozent richtig. Ich bin auch der Meinung, dass die Wahl eines Dritten Nationalratspräsidenten keine Formangelegenheit, keine Usance-Angelegenheit ist, sondern eine politische Entscheidung.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Budgetdebatten sind keine Formangelegenheit!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Um der Form Genüge zu tun, einen Satz zum Verkehrsbudget (Zwischenrufe bei der ÖVP): Aus unserer Sicht werden im Verkehrsbudget die falschen Prioritäten gesetzt, und im Übrigen halte ich es für den völlig falschen Zeitpunkt, jetzt die ÖBB-Tarife zu erhöhen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Budgetdebatten sind keine Formangelegenheit!) – Sind Sie nicht? Klubobmann Kopf hat gemeint, Budgetdebatten seien keine Formangelegenheit. Das ist selbstverständlich zu hundert Prozent richtig. Ich bin auch der Meinung, dass die Wahl eines Dritten Nationalratspräsidenten keine Formangelegenheit, keine Usance-Angelegenheit ist, sondern eine politische Entscheidung.
Beifall bei den Grünen.
Wir haben gestern in der gesamten Republik, vom Spitzenduo der Bundesregierung bis hier in den Nationalrat hinein, eine sehr breite, eine sehr intensive Diskussion über demokratiepolitische Standards geführt, und die Abgeordneten der grünen Fraktion, der ÖVP und auch der SPÖ haben, glaube ich, eine sehr eindeutige, gemeinsame Schlussfolgerung gezogen, indem die Abgeordneten gemeinsam mit den Klubobleuten gestern eine gemeinsame Erklärung verabschiedet haben, in der die Aussagen des Dritten Nationalratspräsidenten gegenüber dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde auf das Schärfste verurteilt worden sind. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sowohl der Bundeskanzler als auch der Außenminister als auch der Vizekanzler und Finanzminister haben auch sehr klar Rücktrittsforderungen deponiert, haben deponiert, dass sie davon ausgehen, dass Präsident Graf weiß, was er zu tun hat. Allerdings weiß er es offensichtlich nicht! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Er denkt nicht daran, weiteren Schaden von der Republik und vom Ansehen dieses Hauses abzuwenden. Er denkt nicht daran zurückzutreten. Er denkt nicht daran, in irgendeiner Form eine Konsequenz aus seinen unentschuldbaren Entgleisungen, aus seinen antisemitischen Ausritten zu ziehen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: „Dritte Präsidentin“?
Meine Damen und Herren von der ÖVP, Sie haben die Möglichkeit, den Antrag, den ich jetzt gleich vorstellen möchte und den wir einbringen werden, auch zu unterstützen. Es ist ein Initiativantrag. Es geht um eine Änderung der Bundesverfassung und der Geschäftsordnung, die den Weg wählt – und das ist zugegebenermaßen eine Entscheidung, die man treffen muss, aber es gibt in dieser Frage keine andere –, die Verfassung und die Geschäftsordnung in dem Sinn zu ändern, dass ein Dritter Präsident des Nationalrates vor dem Hintergrund solcher antisemitischer Ausritte auch abwählbar sein muss. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: „Dritte Präsidentin“?)
Abg. Strache: Das machen Sie dauernd! Unverschämt Schaden der Republik zufügen!
Wir werden diesen Antrag heute einbringen. Wir haben die Möglichkeit, mit dem parlamentarischen Procedere bis zum Sommer fertig zu sein. Das heißt, es sind nur mehr wenige Wochen, in denen wir hier – unter Anführungszeichen – „zuschauen müssen“, wie dieses Amt auf eine ganz unverschämte Art und Weise missbraucht wird. (Abg. Strache: Das machen Sie dauernd! Unverschämt Schaden der Republik zufügen!) Wir könnten das mit Sommerbeginn tatsächlich beschließen und die notwendigen Konsequenzen aus dieser unglaublichen Affäre ziehen.
Lang anhaltender, stehend dargebrachter Beifall bei den Grünen, deren Abgeordnete schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Eure Schande heißt Martin Graf“ tragen.
Ich appelliere jetzt vor an die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, die auch seit gestern, glaube ich, ein sehr großes Unbehagen empfinden: Machen Sie den Weg frei für eine Abwahl von Martin Graf! – Danke. (Lang anhaltender, stehend dargebrachter Beifall bei den Grünen, deren Abgeordnete schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Eure Schande heißt Martin Graf“ tragen.)
Abg. Kopf: Zur Sache!
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe natürlich großes Verständnis dafür, dass über die – auch meiner Ansicht nach unhaltbaren – Aussagen eines Mitglieds des Präsidiums des Hohen Hauses eine Diskussion geführt wird. (Abg. Kopf: Zur Sache!) Ich glaube, dass es auch aus demokratiepolitischen Gründen wirklich wichtig ist, diese Diskussion im Parlament zu führen.
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt bei Budgetdebatten immer wieder das geflügelte Wort, wonach das Budget das in Zahlen gegossene Programm sei. Ich denke, bei den vorgesehenen Investitionen in die Infrastruktur wird das tatsächlich mit Leben erfüllt, denn diese Bundesregierung hat aufgrund der wirtschaftlichen Situation – und dieses Doppelbudget ist eben auch in ganz engem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation zu sehen – ein klares Bekenntnis abgelegt, nämlich: Wir schauen nicht zu, wenn die Wirtschaft in eine Krise schlittert, wir schauen nicht zu, wenn die Arbeitslosigkeit ansteigt, wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern wir werden alles, was in unserer Kraft und in unseren Möglichkeiten steht, tun, um da gegenzusteuern, um die Wirtschaft anzukurbeln und damit Beschäftigung abzusichern. Ich glaube, das ist ein Gebot der Stunde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind Zukunftsinvestitionen; da geht es um die Zukunft – auch was Klimaschutzfragen wie die CO2-Reduktion betrifft – und um eine schnelle, moderne Infrastruktur, die für die einzelnen Nutzerinnen und Nutzer der Bahn, aber auch für den Wirtschaftsstandort wichtig sind. Daher gibt es zwei Effekte: Mit den Investitionen in die Infrastruktur schaffen wir heute Arbeit und morgen eine Infrastruktur, von der unsere Kinder und Enkelkinder noch profitieren werden! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Nein, das dauert länger!
Wie sind die Schwerpunktsetzungen? – Die Schwerpunktsetzungen im Bereich des Schienennetzes sind ganz klar: Es geht um eine Attraktivierung der zentralen Schienennetze; es geht darum, dass wir die Westbahn – das ist im Übrigen die meistbefahrene Bahnstrecke Österreichs – beschleunigen, dass wir mit dem Lainzer Tunnel, bei dem wir vor Kurzem den Durchschlag hatten, erreichen werden, dass man in 25 Minuten von Wien nach St. Pölten kommt. (Abg. Dr. Moser: Nein, das dauert länger!) Wenn wir dieses Angebot machen, dann braucht man nicht ins Auto zu stei-
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
gen, denn dann ist man mit der Eisenbahn hundertmal schneller als mit dem Auto! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Wir wollen die Westbahn und die Südbahn zu Hochleistungsstrecken ausbauen. Die Investitionen auf der Südbahn werden dazu führen, dass man für die Reise von Wien nach Klagenfurt in Zukunft nur mehr zwei statt – wie heute – vier Stunden brauchen wird. Alle Menschen, die eine ökologische Gesinnung haben, werden in Zukunft dieses Angebot nützen und mit einer schnellen und modernen Bahn fahren, anstatt ins Auto zu steigen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Abg. Dr. Moser: Und wie schaut es mit der Maut aus?
Was mir bei den Investitionen in die Infrastruktur immer wichtig ist, ist auch, dass wir, wie gesagt, einerseits das Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer verbessern, dass dies aber andererseits auch für den Wirtschaftsstandort ganz wesentlich und wichtig ist. Daher ist es mir auch ein großes Anliegen, dass auch Anschlussgleisanlagen zu Produktionsbetrieben gefördert werden. Wir müssen alles unternehmen, damit der Wirtschaftsstandort gestärkt und der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. (Abg. Dr. Moser: Und wie schaut es mit der Maut aus?) Da haben wir in Österreich ganz hervorragende Zahlen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Frau Abgeordnete, um Ihnen ein Beispiel zu nennen: In Österreich werden 33 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene transportiert – im EU-Durchschnitt sind es gerade 15 Prozent, in Deutschland sind es 9 Prozent. Und trotzdem bin ich nicht zufrieden. Ich arbeite am Ausbau der Hochleistungsstrecken, weil ich diesen Anteil weiter erhöhen will, weil ich möchte, dass der Güterverkehr über die Schiene statt über die Straße rollt! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Dr. Moser: Sie machen das nicht!
Bei diesen Projekten, nämlich Westbahn, Südbahn, Brenner-Basistunnel – das ist ja nicht nur ein Tunnel, da geht es um die Strecke von Wien bis Palermo! – gibt es auch zwischenstaatliche Vereinbarungen, wie zum Beispiel mit Deutschland, das sich dazu verpflichtet hat, die Zulaufstrecken zu bauen und auch im Budget dafür Vorsorge getroffen hat. (Abg. Dr. Moser: Sie machen das nicht!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Darum bin ich der Auffassung, dass die Österreichischen Bundesbahnen eine effizientere Struktur brauchen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Ich glaube, dass es wichtig ist, dass die ÖBB effizienter und schneller sind und keine Doppelgleisigkeiten haben. Ich bin sehr froh darüber, dass wir in unseren Gesprächen doch großteils Übereinstimmung darüber erzielt haben, dass das Unternehmen, um den Herausforderungen, vor denen es in Zukunft steht, erfolgreich begegnen zu können, eine moderne Struktur braucht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass uns deren Wert immer erst dann auffällt, wenn wir sie nicht mehr haben, Stichwort AUA. Ich möchte nicht, dass das bei der Bahn und bei der Post passiert. Das sind Unternehmen, die Hervorragendes leisten. Dort sind Tausende Menschen beschäftigt, die tagtäglich hart arbeiten, und ich finde, dass wir auf sie auch ein bisschen stolzer sein sollten, als ich das hier in den Diskussionen manchmal vernommen habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Aber offensichtlich!
Wir müssen sie so unterstützen, dass wir im Bereich der Automobilindustrie die Forschung vorantreiben, was zum Beispiel E-Mobilität und schadstoffärmere Fahrzeuge betrifft, denn das sind ganz wesentliche Zukunftsinvestitionen. Deshalb haben wir mit den Unternehmungen, nämlich mit der Automobilindustrie vereinbart, dass sich diese Schwerpunktsetzung auch im Budget niederschlagen wird. Deshalb wurde das Budget für die Forschung an ökologischen Automobilen, an E-Mobilität und der notwendigen Infrastruktur um 50 Prozent erhöht. Obwohl die Zeiten schwierig sind (Abg. Dr. Moser: Aber offensichtlich!), hat es da eine klare Entscheidung gegeben.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Molterer.
Wir wollen, dass Österreich die Nase vorn hat, wenn es um die Forschung für ökologische Fahrzeuge, auch für Autos geht. Mit diesen Forschungsmitteln haben wir die Chance, nach der Krise auch wirklich die Nase vorn zu haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, die gesetzlichen Veränderungen und die notwendigen Maßnahmen für ein neues Postmarktgesetz, die zu setzen sind, waren bei mir immer von folgender klarer Zielsetzung getragen: Ich möchte, dass wir überall in Österreich eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Postdienstleistung sicherstellen. Nicht nur in den Städten, sondern auch in den Tälern, auch in den kleinen Orten haben die Wirtschaft und die Bevölkerung ein Anrecht auf eine qualitativ hochwertige Postdienstleistung, weil das für die Menschen und für die Wirtschaft wichtig ist! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Gahr
Daher war ich der Auffassung, dass wir uns rasch darum bemühen müssen, ein Postgesetz zu schaffen, das diese Verunsicherung beseitigt und in dem wir klar sagen, wie wir uns vorstellen, eine flächendeckende Versorgung von Postdienstleistungen in ganz Österreich sicherstellen; in dem wir sicherstellen, dass kein Lohndumping entsteht, sondern Beschäftigungsverhältnisse mit Löhnen, von denen die Menschen auch in Zukunft leben können (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Gahr); in dem wir sicherstellen, dass diese Dienstleistung nicht eine ist, die die Privaten in den lukrativen Ballungszentren durchführen, sodass sozusagen Gewinne privatisiert würden und überall dort, wo die Postzustellung keine hohen Gewinne verspricht, nämlich im ländlichen Raum, diese Verluste verstaatlicht würden.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
gen. Ich glaube, es liegt in der Natur der Sache, dass Budgetverhandlungen immer harte Verhandlungen sind, aber wir sind schließlich zur gemeinsamen Auffassung gekommen, dass Investitionen in Infrastruktur, Forschung und Entwicklung oberste Priorität haben, gerade aufgrund der wirtschaftlichen Situation. Wir schauen nicht zu, sondern steuern gegen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Moser.
In meiner Funktion als Rechnungshofsprecher darf ich klar sagen: Der Rechnungshof hat im Bereich der ÖBB viele Vorgaben gemacht, da müsste man manche Dinge eigentlich nur abschreiben und umsetzen. (Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Moser.) Ich glaube, da geht es nur darum, dass wir die Dinge auch machen. Ich glaube, es gibt einige Dinge, die man im Bereich der ÖBB noch verbessern kann – was nämlich die Organisationsform, aber auch das Pensionssystem und so weiter betrifft, um in diesem Bereich Gleichstellungen mit den übrigen Menschen in Österreich herbeizuführen.
Abg. Dr. Moser hält ein Schriftstück in die Höhe.
Dabei geht es um Folgendes: „In Österreich fahren immer mehr Menschen mit Bahn und Bus. Der Bedarf für Öffentlichen Verkehr steigt. Die Ballungsräume wachsen, die Treibstoffpreise werden mittelfristig steigen. Maßnahmen für mehr Öffentlichen Verkehr sind deshalb jetzt besonders wichtig.“ (Abg. Dr. Moser hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ
Nun zum Projekt Brenner-Basistunnel: Als Tiroler, der diese Thematik schon zehn Jahre begleitet, muss ich, Frau Kollegin Moser, ganz offen sagen: Die Grünen sind leider immer gegen die Unterinntaltrasse aufgetreten (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ), und Kollege Willi hat die Unterinntaltrasse in den letzten
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Reden Sie einmal mit Fritz Gurgiser vom „Transitforum“!
Mit Ihrer Verunsicherungspolitik geben Sie unserer Tiroler Bevölkerung bei der Unterinntaltrasse auf der Brennerachse keine Antworten, Frau Kollegin Moser. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Reden Sie einmal mit Fritz Gurgiser vom „Transitforum“!)
Abg. Dr. Moser: Entschuldigen Sie, das ist ja alles unausgelastet!
Kollegin Moser, wir müssen zuerst die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir den Nahverkehr ausbauen können, dass wir den Schwerverkehr auf die Schiene bringen, dass wir den Hochleistungsverkehr ankurbeln können. Bevor wir diese Infrastruktur nicht haben, werden wir das nicht durchführen können. (Abg. Dr. Moser: Entschuldigen Sie, das ist ja alles unausgelastet!) – Kollegin Moser, obwohl die Wirtschaft momentan nicht übermäßig steigt beziehungsweise stagniert, gibt es auf der Bahn Gott sei Dank Zuwächse. Informieren Sie sich! Es hat gerade vor 14 Tagen eine Presseaussendung zu diesem Thema gegeben.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Frau Kollegin Moser, der Brenner-Basistunnel ist ein Projekt ohne Grenzen zwischen Österreich, Italien und Deutschland. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Und wenn man ein Memorandum unterschreibt, Sie das aber alles kritisieren, sage ich Ihnen: Die Verkehrsminister fahren ja nicht aus Jux und Tollerei nach Rom. So ein Projekt entwickelt man, das ist ein Projekt in Schritten. Es gibt unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen und auch unterschiedliche politische Verhältnisse. Machen Sie das doch nicht so schlecht, sondern bekennen Sie sich dazu!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Genau!
Frau Abgeordnete Moser, Sie waren gegen die Unterinntaltrasse, jetzt sind Sie gegen den Brenner-Basistunnel, und wenn er fertig gestellt sein wird, werden Sie die Ersten sein, die sich da quasi draufsetzen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Genau!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich bin auch überzeugt davon, dass wir mit dem derzeit vorliegenden Postmarktgesetz, das natürlich noch verfeinert werden muss, auch Wege und Möglichkeiten finden, für alle Menschen im ländlichen Raum und in den Ballungsräumen die gleiche postalische Versorgung sicherzustellen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Brosz.
Da hier heute wieder einmal Aktionismus vonseiten der Grünen stattfindet und auch die Medienlandschaft geladen und zugegen war und das auch wieder dokumentiert hat, aber heute nach den Fotoaufnahmen leider schon wieder verschwunden ist, so muss ich sagen: Dieser Medien-Aktionismus, den Sie leben, ist diesem Hohen Haus abträglich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Brosz.) Ja, er ist abträglich!
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre genauso abträglich und nicht zulässig, würden andere Fraktionen Leiberln tragen, auf denen dann steht: Eure Schande heißt – und vielleicht der Name eines anderen Präsidenten. Das wäre genauso nicht zuträglich und auch nicht korrekt. Damit leisten Sie dem Hohen Haus keinen guten Dienst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, Frau Kollegin Glawischnig, es ist ja schon immer wieder ganz witzig: Sie vonseiten der Grünen gehen immer her und wenden sich gegen alle Uniformierten dieses Landes: gegen die Polizei, gegen das Bundesheer. Sie haben alle Uniformierten dieses Landes als Gegner auserkoren. Aber heute sitzen Sie selbst uniformiert da. Ich bin ja froh, dass Herr Van der Bellen dieses Leiberl nicht trägt. Ihm ist es offenbar selbst peinlich genug, dass Sie heute mit schwarzen Hemden im Hohen Haus sitzen und sich hier uniformieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Faktum ist – und ich weise daher auch die Hetze, die gegen die Freiheitliche Partei stattfindet, deutlich und auf das Schärfste zurück –: Antisemitismus hat in der Freiheitlichen Partei keinen Platz, und Antisemitismus gibt es in der Freiheitlichen Partei nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Seit Wochen erleben wir, dass so etwas durchaus von politischen Mitbewerbern, wie beispielsweise den Grünen, der Fall ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Aber auch der Herr Ariel Muzicant hat in den letzten Monaten, auch Jahren, immer wieder Äußerungen getätigt, mit denen er sich wie ein Parteipolitiker geriert hat. Und wenn sich jemand parteipolitisch äußert, wenn jemand parteipolitische Äußerungen zum Besten gibt, auch parteipolitische Wertungen trifft, bis hin zu durchaus skandalösen Äußerungen und Beschimpfungen, wie sie stattgefunden haben und ja auch zuhauf dokumentiert sind, und wenn man dann hergeht und zu Recht diese Äußerungen und Beschimpfungen zurückweist, sich hier zu Recht auch dagegen verwahrt, das zu Recht auch verbal zurückweist und sich zur Wehr setzt, dann gibt es genau das, was wir erleben: Es findet eine völlig einseitige künstliche Empörung statt, es finden genau solche Unterstellungen statt, wie Sie sie heute wieder einmal vom Stapel gelassen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Seit Wochen erleben wir, dass so etwas durchaus von politischen Mitbewerbern, wie beispielsweise den Grünen, der Fall ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Aber auch der Herr Ariel Muzicant hat in den letzten Monaten, auch Jahren, immer wieder Äußerungen getätigt, mit denen er sich wie ein Parteipolitiker geriert hat. Und wenn sich jemand parteipolitisch äußert, wenn jemand parteipolitische Äußerungen zum Besten gibt, auch parteipolitische Wertungen trifft, bis hin zu durchaus skandalösen Äußerungen und Beschimpfungen, wie sie stattgefunden haben und ja auch zuhauf dokumentiert sind, und wenn man dann hergeht und zu Recht diese Äußerungen und Beschimpfungen zurückweist, sich hier zu Recht auch dagegen verwahrt, das zu Recht auch verbal zurückweist und sich zur Wehr setzt, dann gibt es genau das, was wir erleben: Es findet eine völlig einseitige künstliche Empörung statt, es finden genau solche Unterstellungen statt, wie Sie sie heute wieder einmal vom Stapel gelassen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen klar und deutlich: So etwas kann nicht zulässig sein! (Beifall bei der FPÖ.) Da erwarte ich Kritik von der offiziellen Seite Österreichs. Das ist eine unglaubliche Entgleisung. Das sind unglaubliche Aussagen. Da muss sich jedes Opfer des Nationalsozialismus beleidigt fühlen, wenn man solche unfassbaren und nicht haltbaren Unglaublichkeiten und Beschimpfungen zum Besten gibt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Jahr für Jahr hetzen Sie ...! Das ist unglaublich!
Ich sage, man kann nicht Jahr für Jahr und Monat für Monat, wie das die letzten Wochen der Fall war, Öl ins Feuer gießen, aber dann äußerst wehleidig reagieren, wenn wir das einmal zurückweisen und diese Kritik auch eine Antwort findet. (Abg. Dr. Pirklhuber: Jahr für Jahr hetzen Sie ...! Das ist unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ.
Hier ist Präsident Dr. Martin Graf das Opfer, seit Wochen und Monaten, weil Sie permanent mit Diffamierungen, Beschimpfungen und Wortverdrehungen gegen seine Person vorgehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen
Jetzt gehen Sie her und versuchen, das zu verdrehen, das Opfer zum Täter zu machen. Das ist nicht der korrekte Weg. Wenn wir heute bei freiheitlichen Veranstaltungen beschimpft werden, wir erleben müssen, dass linksextremistische Gegendemonstranten mit erhobenem rechten Arm dort stehen, wir erleben müssen, dass Gewalt gegen Bürger der Fall ist und Leute, die unsere Veranstaltungen besuchen, gewalttätig attackiert und verletzt werden (Zwischenrufe bei den Grünen), wenn es so ist, dass ich immer wieder Morddrohungen erhalte, wenn ich erleben muss, dass ich persönlich von 50 linken Demonstranten attackiert worden bin, die an Ihrer Demonstration teilgenommen und uns dann attackiert haben, dass sogar meine Referentin verletzt wurde und im Spital behandelt werden musste, so muss ich sagen, bei all dem: keine Reaktion, keine Verurteilung durch die offiziellen Repräsentanten Österreichs. Das ist nicht korrekt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt gehen Sie her und versuchen, das zu verdrehen, das Opfer zum Täter zu machen. Das ist nicht der korrekte Weg. Wenn wir heute bei freiheitlichen Veranstaltungen beschimpft werden, wir erleben müssen, dass linksextremistische Gegendemonstranten mit erhobenem rechten Arm dort stehen, wir erleben müssen, dass Gewalt gegen Bürger der Fall ist und Leute, die unsere Veranstaltungen besuchen, gewalttätig attackiert und verletzt werden (Zwischenrufe bei den Grünen), wenn es so ist, dass ich immer wieder Morddrohungen erhalte, wenn ich erleben muss, dass ich persönlich von 50 linken Demonstranten attackiert worden bin, die an Ihrer Demonstration teilgenommen und uns dann attackiert haben, dass sogar meine Referentin verletzt wurde und im Spital behandelt werden musste, so muss ich sagen, bei all dem: keine Reaktion, keine Verurteilung durch die offiziellen Repräsentanten Österreichs. Das ist nicht korrekt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Sie Ärmster!
Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt hier in diesem Haus einen Konsens, der auch in die Richtung geht, dass man die FPÖ permanent auf das Unflätigste beschimpfen kann (Abg. Öllinger: Sie Ärmster!), dass es einen Konsens gibt, die FPÖ permanent auf das Unflätigste diffamieren und auch tätlich angreifen zu dürfen. (Abg. Pirklhuber: Eigene Plakate ...!) Und ich sage: So etwas kann und darf niemals Konsens in einer Demokratie sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Eigene Plakate ...!
Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt hier in diesem Haus einen Konsens, der auch in die Richtung geht, dass man die FPÖ permanent auf das Unflätigste beschimpfen kann (Abg. Öllinger: Sie Ärmster!), dass es einen Konsens gibt, die FPÖ permanent auf das Unflätigste diffamieren und auch tätlich angreifen zu dürfen. (Abg. Pirklhuber: Eigene Plakate ...!) Und ich sage: So etwas kann und darf niemals Konsens in einer Demokratie sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt hier in diesem Haus einen Konsens, der auch in die Richtung geht, dass man die FPÖ permanent auf das Unflätigste beschimpfen kann (Abg. Öllinger: Sie Ärmster!), dass es einen Konsens gibt, die FPÖ permanent auf das Unflätigste diffamieren und auch tätlich angreifen zu dürfen. (Abg. Pirklhuber: Eigene Plakate ...!) Und ich sage: So etwas kann und darf niemals Konsens in einer Demokratie sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Es kann nicht sein, dass das stattfindet, auch offiziell unter der Bezeichnung Antifaschismus stattfindet. Es kann nicht sein, dass, wenn sich die FPÖ dagegen verbal zur Wehr setzt (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser), wir dann wiederum mit der Konfrontation, einer Beschimpfung von Ihrer Seite leben müssen, die Sie ganz bewusst, wider
Abg. Dr. Moser: Ein hochrangiger Vertreter der Republik!
besseres Wissen, als faschistische Hetze darstellen. (Abg. Dr. Moser: Ein hochrangiger Vertreter der Republik!)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ich sage ganz bewusst, wir haben immer den Dialog zu allen politischen Parteien, zu allen Religionsgemeinschaften gesucht und auch dokumentiert. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Er ist nur leider nicht von allen angenommen worden. (Abg. Öllinger: So schaut das aus! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich habe mehrfach als Parteichef der Freiheitlichen Partei den Dialog zu allen Religionsgemeinschaften, das ist schriftlich dokumentiert, gesucht – auch zum Herrn Muzicant.
Abg. Öllinger: So schaut das aus! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich sage ganz bewusst, wir haben immer den Dialog zu allen politischen Parteien, zu allen Religionsgemeinschaften gesucht und auch dokumentiert. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Er ist nur leider nicht von allen angenommen worden. (Abg. Öllinger: So schaut das aus! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich habe mehrfach als Parteichef der Freiheitlichen Partei den Dialog zu allen Religionsgemeinschaften, das ist schriftlich dokumentiert, gesucht – auch zum Herrn Muzicant.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage daher noch einmal deutlich – ich habe es hunderte Male gesagt; es ist mir ein Herzensanliegen und ich lasse nicht zu, dass Sie permanent mit solchen Unwahrheiten und Diffamierungen arbeiten –: Wir lehnen Antisemitismus entschieden ab, und wir lassen genauso wenig zu, dass Sie permanent mit diesen Beschimpfungen und Unwahrheiten operieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht nicht um die Repräsentanten der ..., es geht um den Nationalratspräsidenten!
Sie von den Grünen haben ja gestern versucht, eine politisch motivierte, sehr einseitige Erklärung der Klubobleute zustande zu bringen. Drei Fraktionen haben sich dann auch gefunden, diese Erklärung, die eine sehr einseitige war, zu unterstützen. Man kann selbstverständlich über den Stil der Äußerungen von Muzicant gegenüber Graf und der Freiheitlichen Partei genauso wie über den Stil der Äußerungen und der Antwort Dr. Grafs gegenüber Muzicant diskutieren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht nicht um die Repräsentanten der ..., es geht um den Nationalratspräsidenten!)
Abg. Öllinger: Wir auch!
Ich hätte mir genau in dieser Frage Objektivität im Sinne der Demokratie gewünscht. (Abg. Öllinger: Wir auch!) Ich hätte mir auch gewünscht, dass man ehrlich debattiert und auch ehrlich mit Fehlentwicklungen umgeht – Fehlentwicklungen, durch die heute immer wieder ganz bewusst mit Hetze gegenüber der Freiheitlichen Partei operiert wird. Ich sage Ihnen klar und deutlich, wir werden nicht stumm bleiben, sondern wir werden der österreichischen Bevölkerung diese Hetze aufzeigen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn es um Hetze geht, sind Sie ...!) Da sind Sie einer der Haupttäter, wenn es darum geht, Hetze und Diffamierung gegen die Freiheitliche Partei zu betreiben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das war eine Vilimsky-Rede!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn es um Hetze geht, sind Sie ...!
Ich hätte mir genau in dieser Frage Objektivität im Sinne der Demokratie gewünscht. (Abg. Öllinger: Wir auch!) Ich hätte mir auch gewünscht, dass man ehrlich debattiert und auch ehrlich mit Fehlentwicklungen umgeht – Fehlentwicklungen, durch die heute immer wieder ganz bewusst mit Hetze gegenüber der Freiheitlichen Partei operiert wird. Ich sage Ihnen klar und deutlich, wir werden nicht stumm bleiben, sondern wir werden der österreichischen Bevölkerung diese Hetze aufzeigen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn es um Hetze geht, sind Sie ...!) Da sind Sie einer der Haupttäter, wenn es darum geht, Hetze und Diffamierung gegen die Freiheitliche Partei zu betreiben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das war eine Vilimsky-Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das war eine Vilimsky-Rede!
Ich hätte mir genau in dieser Frage Objektivität im Sinne der Demokratie gewünscht. (Abg. Öllinger: Wir auch!) Ich hätte mir auch gewünscht, dass man ehrlich debattiert und auch ehrlich mit Fehlentwicklungen umgeht – Fehlentwicklungen, durch die heute immer wieder ganz bewusst mit Hetze gegenüber der Freiheitlichen Partei operiert wird. Ich sage Ihnen klar und deutlich, wir werden nicht stumm bleiben, sondern wir werden der österreichischen Bevölkerung diese Hetze aufzeigen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn es um Hetze geht, sind Sie ...!) Da sind Sie einer der Haupttäter, wenn es darum geht, Hetze und Diffamierung gegen die Freiheitliche Partei zu betreiben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das war eine Vilimsky-Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Hohes Haus! Wir haben das bis jetzt immer im Rahmen der Geschäftsordnungsdebatten abgehandelt. Es tut mir leid, dass wir nicht über die wirklich gute Arbeit der Frau Ministerin reden, sondern hier eine sehr unerfreuliche Diskussion führen müssen. Sie hätte es verdient, dass wir hier ihre Arbeit einer durchaus größeren Würdigung unterziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vilimsky: Das ist ein DDR-Kampfbegriff!
„,Wir sind keine Nazis und ich schon gar nicht.‘ Allerdings betonte Graf, dass sich die FPÖ an den ,antifaschistischen Grundkonsens‘ nicht gebunden fühle. ,Wir sehen das nicht so, dass der antifaschistische Grundkonsens die Grundlage unserer Demokratie ist‘, so Graf.“ (Abg. Vilimsky: Das ist ein DDR-Kampfbegriff!) – Nein, nein!
Abg. Vilimsky: Das ist ein ideologischer Kampfbegriff der DDR!
Dieser Äußerung möchte ich aber schon noch etwas hinzufügen. (Abg. Vilimsky: Das ist ein ideologischer Kampfbegriff der DDR!) – Nein, der antifaschistische Grundkonsens der Zweiten Republik begann mit der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945, steht im Verfassungsgesetz vom 1. Mai 1945 über die Wiederherstellung des Rechtslebens in Österreich und im Staatsvertrag von Wien vom 15. Mai 1955, der bis heute seine unveränderte Gültigkeit hat, Anerkennung genießt, und nach ständiger Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes ist die kompromisslose Ablehnung des Nationalsozialismus ein grundlegendes Merkmal der 1945 wiedererstandenen Republik. (Abg. Mag. Stefan: Was hat das damit zu tun? – Abg. Vilimsky: Geh bitte, Cap, das ist lächerlich! Das glauben Sie doch selber nicht!)
Abg. Mag. Stefan: Was hat das damit zu tun? – Abg. Vilimsky: Geh bitte, Cap, das ist lächerlich! Das glauben Sie doch selber nicht!
Dieser Äußerung möchte ich aber schon noch etwas hinzufügen. (Abg. Vilimsky: Das ist ein ideologischer Kampfbegriff der DDR!) – Nein, der antifaschistische Grundkonsens der Zweiten Republik begann mit der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945, steht im Verfassungsgesetz vom 1. Mai 1945 über die Wiederherstellung des Rechtslebens in Österreich und im Staatsvertrag von Wien vom 15. Mai 1955, der bis heute seine unveränderte Gültigkeit hat, Anerkennung genießt, und nach ständiger Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes ist die kompromisslose Ablehnung des Nationalsozialismus ein grundlegendes Merkmal der 1945 wiedererstandenen Republik. (Abg. Mag. Stefan: Was hat das damit zu tun? – Abg. Vilimsky: Geh bitte, Cap, das ist lächerlich! Das glauben Sie doch selber nicht!)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit ist aufgrund der Spruchpraxis – was ist da für eine Aufregung? – des Verfassungsgerichtshofes und aufgrund der von mir zitierten verfassungsrechtlichen Bestimmungen des Staatsvertrages, der Unabhängigkeitserklärung eindeutig festgelegt, dass die Zweite Republik auf dem antifaschistischen Grundkonsens basiert. Darauf legen wir ganz, ganz großen Wert. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Das ist deswegen auch so wichtig, weil wir hier täglich Schulklassen sehen, die dieses Hohe Haus besuchen. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Täglich gibt es Diskussionen auch in den Schulen darüber. Wir kennen mittlerweile die Vorfälle von Ebensee und andere Beispiele, bei denen junge Menschen als Täter in der Öffentlichkeit bekannt wurden. Es ist daher ganz entscheidend, dass man gegenüber der jüngeren Generation – aber nicht nur gegenüber dieser – diesen antifaschistischen Grundkonsens als die Basis der Zweiten Republik, als die Basis unserer Bildungsarbeit und als die Basis des Selbstverständnisses dieses Hauses auch in aller Deutlichkeit, auch Ihnen gegenüber, darstellt.
Anhaltender Beifall bei der SPÖ – stehend dargebracht von der Abg. Mag. Rudas –, Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ sowie stehend dargebrachter Beifall bei den Grünen.
Da ist Klarheit gefragt, vor allem ist auch Klarheit in einer Position wie jener eines Dritten Präsidenten gefragt, jedes Präsidenten, also der höchsten Funktionen dieses Staates – das sind natürlich nicht nur die Präsidenten. Dazu bekennen wir uns mit Nachdruck und fordern das auch von allen Fraktionen ein. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ – stehend dargebracht von der Abg. Mag. Rudas –, Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ sowie stehend dargebrachter Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Dr. Graf hat nämlich auch angeführt, dass er sich zum demokratischen Grundkonsens bekennt, und das beinhaltet natürlich gleichzeitig auch das Bekenntnis zu einem Grundkonsens abseits von Faschismus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Nur als Provokateur ist der Strache wör: Das steht über dieser ganzen Wahlkampagne! (Beifall beim BZÖ.) Das steht über dieser ganzen Wahlkampagne, die nur so vor Provokationen strotzt. (Abg. Mag. Stefan: Das ist der Ewald auch!) Hört einmal zu! Lernt zuhören, nicht gleich reflexbeißen!
Abg. Mag. Stefan: Das ist der Ewald auch!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Nur als Provokateur ist der Strache wör: Das steht über dieser ganzen Wahlkampagne! (Beifall beim BZÖ.) Das steht über dieser ganzen Wahlkampagne, die nur so vor Provokationen strotzt. (Abg. Mag. Stefan: Das ist der Ewald auch!) Hört einmal zu! Lernt zuhören, nicht gleich reflexbeißen!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Aber lieber Kollege Cap, deine Heuchelnummer heute war auch vom Allerbesten! Man hat dir ja buchstäblich angesehen, wie schwer es dir fällt, gegen deine Freunde argumentieren zu müssen. Und wenn die Kameras weg sind, bist du der Erste, der sofort eingehängt wieder draußen in der Café-Bar mit ihnen zusammen ist und Couleur-Schmuserei betreibt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!)
Abg. Vilimsky: Das waren die Stadler-Fotos!
Ihr von der SPÖ habt damals die pädagogische Chance verpasst, als der Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gesagt hat „Jugendtorheiten“ und der Herr Bundespräsident Heinz Fischer sofort einen Termin innerhalb von 14 Tagen gewährt hat. (Abg. Vilimsky: Das waren die Stadler-Fotos!) Nein, nein, das war sein problematischer Umgang mit seiner eigenen Vergangenheit. Das hätte man pädagogisch ordentlich aufarbeiten können. Das hätte eine heilsame Wirkung gehabt. Aber es war eben die SPÖ, die den berühmten „antifaschistischen Persilschein“ ausgestellt hat. Also schleicht euch doch nicht aus der Verantwortung!
Abg. Prinz: Und Erich Haider!
Es war Voves, der gesagt hat, er möchte mit ihnen zusammenarbeiten. Es war Gabi Burgstaller, die gesagt hat, sie möchte mit ihnen zusammenarbeiten, und es ist der Josef Cap, der bei jeder Gelegenheit dafür sorgt, dass seinem neuen Freund ja nichts passiert. (Abg. Prinz: Und Erich Haider!) Erich Haider habe ich ganz vergessen. Gut, dass man daran erinnert hat.
Beifall beim BZÖ.
Die Provokation, meine Damen und Herren, Hohes Haus, hat nur einen Zweck: nämlich zu kaschieren, dass diese Partei bedauerlicherweise vollkommen inhaltsfrei ist. Das ist das Problem, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Ich finde das peinlich!
Es gibt nur ein Thema, ansonsten hat man in dieser Partei nichts vorzutragen. Das ist das Problem! Um das zu kaschieren, braucht es die Provokation. (Abg. Strache: Ich finde das peinlich!)
Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!
Jetzt habt ihr aber das Maß überschritten. (Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!) Er findet es ohnehin lustig. – Bitte, einmal mit der Kamera ein bisschen drauffahren! (Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!) Ja, er findet das Ganze lustig! Das ist ja so gaudihaft! Er geht mit einem Kruzifix zu einer Kundgebung (Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?), spielt dort den Exorzisten und behauptet dann, es sei ein theologisches Symbol gewesen. (Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!) Und zwei Tage später sagt Strache – und das setzt dem Ganzen die Krone auf –, dass er das Kreuz überhaupt nur als kulturelle Klammer sieht. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!
Jetzt habt ihr aber das Maß überschritten. (Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!) Er findet es ohnehin lustig. – Bitte, einmal mit der Kamera ein bisschen drauffahren! (Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!) Ja, er findet das Ganze lustig! Das ist ja so gaudihaft! Er geht mit einem Kruzifix zu einer Kundgebung (Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?), spielt dort den Exorzisten und behauptet dann, es sei ein theologisches Symbol gewesen. (Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!) Und zwei Tage später sagt Strache – und das setzt dem Ganzen die Krone auf –, dass er das Kreuz überhaupt nur als kulturelle Klammer sieht. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?
Jetzt habt ihr aber das Maß überschritten. (Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!) Er findet es ohnehin lustig. – Bitte, einmal mit der Kamera ein bisschen drauffahren! (Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!) Ja, er findet das Ganze lustig! Das ist ja so gaudihaft! Er geht mit einem Kruzifix zu einer Kundgebung (Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?), spielt dort den Exorzisten und behauptet dann, es sei ein theologisches Symbol gewesen. (Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!) Und zwei Tage später sagt Strache – und das setzt dem Ganzen die Krone auf –, dass er das Kreuz überhaupt nur als kulturelle Klammer sieht. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!
Jetzt habt ihr aber das Maß überschritten. (Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!) Er findet es ohnehin lustig. – Bitte, einmal mit der Kamera ein bisschen drauffahren! (Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!) Ja, er findet das Ganze lustig! Das ist ja so gaudihaft! Er geht mit einem Kruzifix zu einer Kundgebung (Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?), spielt dort den Exorzisten und behauptet dann, es sei ein theologisches Symbol gewesen. (Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!) Und zwei Tage später sagt Strache – und das setzt dem Ganzen die Krone auf –, dass er das Kreuz überhaupt nur als kulturelle Klammer sieht. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Jetzt habt ihr aber das Maß überschritten. (Abg. Strache: Ich finde das wirklich peinlich!) Er findet es ohnehin lustig. – Bitte, einmal mit der Kamera ein bisschen drauffahren! (Abg. Strache: Peinlich, peinlich, peinlich!) Ja, er findet das Ganze lustig! Das ist ja so gaudihaft! Er geht mit einem Kruzifix zu einer Kundgebung (Abg. Strache: Nehmen Sie sich wirklich ernst?), spielt dort den Exorzisten und behauptet dann, es sei ein theologisches Symbol gewesen. (Abg. Strache: Sie sind ja gar nicht ernst zu nehmen!) Und zwei Tage später sagt Strache – und das setzt dem Ganzen die Krone auf –, dass er das Kreuz überhaupt nur als kulturelle Klammer sieht. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Strache: Das ist peinlich!
Meine Damen und Herren, ich möchte das jedem Katholiken in diesem Land sagen: Jesus Christus ist für Heinz-Christian Strache auf einer „kulturellen Klammer“ gestorben! – Das ist Straches Umgang mit religiösen Gefühlen – gerade, wie er es braucht! (Abg. Strache: Das ist peinlich!) Da spielt es keine Rolle, ob es sich um Christen, Katholiken, Protestanten, Juden oder Moslems handelt. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es gibt eben nur die Provokation zur Kaschierung der vollkommenen Inhaltslosigkeit dieser Partei. (Beifall beim BZÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich möchte das jedem Katholiken in diesem Land sagen: Jesus Christus ist für Heinz-Christian Strache auf einer „kulturellen Klammer“ gestorben! – Das ist Straches Umgang mit religiösen Gefühlen – gerade, wie er es braucht! (Abg. Strache: Das ist peinlich!) Da spielt es keine Rolle, ob es sich um Christen, Katholiken, Protestanten, Juden oder Moslems handelt. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es gibt eben nur die Provokation zur Kaschierung der vollkommenen Inhaltslosigkeit dieser Partei. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, ich möchte das jedem Katholiken in diesem Land sagen: Jesus Christus ist für Heinz-Christian Strache auf einer „kulturellen Klammer“ gestorben! – Das ist Straches Umgang mit religiösen Gefühlen – gerade, wie er es braucht! (Abg. Strache: Das ist peinlich!) Da spielt es keine Rolle, ob es sich um Christen, Katholiken, Protestanten, Juden oder Moslems handelt. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es gibt eben nur die Provokation zur Kaschierung der vollkommenen Inhaltslosigkeit dieser Partei. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Das ist das Problem! Und das hat man lange genug durchgehen lassen, Frau Präsidentin Prammer. Lange genug! Auch im Büro. Ich habe Ihnen damals gesagt ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall beim BZÖ.
Gut, dass dieses Stichwort kommt. Meine lieben Freunde, ich will euch jetzt einmal etwas sagen: Jörg Haider hat 1986 eine andere Partei begonnen und hat dem österreichischen Wähler eine andere Partei angeboten. Mit diesem Provokationshaufen, den ihr von der FPÖ heute darstellt, hatte Jörg Haider nichts mehr zu tun, aber wirklich nichts mehr! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
mentator Michael Völker einer Meinung – will eine Alternative haben, und er braucht eine Alternative. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der österreichische Wähler will eine Rechtspartei haben. Was er aber nicht will, ist eine Partei, die sich sehenden Auges und bewusst vor lauter Provokation auch gerne einmal in die Nazi-Sackgasse begibt. Das will der österreichische Wähler nicht, glauben Sie mir das! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
mentator Michael Völker einer Meinung – will eine Alternative haben, und er braucht eine Alternative. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der österreichische Wähler will eine Rechtspartei haben. Was er aber nicht will, ist eine Partei, die sich sehenden Auges und bewusst vor lauter Provokation auch gerne einmal in die Nazi-Sackgasse begibt. Das will der österreichische Wähler nicht, glauben Sie mir das! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Vilimsky: Wechselt der Ewald Stadler zu den Grünen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es hat sich der Österreicher nicht verdient, durch solche Aktionen international an den Pranger zu kommen. Es war gut, dass man gestern gleich reagiert hat. Jetzt muss ich einmal fragen: Wisst ihr denn überhaupt, was es bedeuten kann, wenn dieses Land mit diesen Schlagzeilen international bekannt wird? (Abg. Vilimsky: Wechselt der Ewald Stadler zu den Grünen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nein, genau das ist euer Umgang! Bitte, was hat euch der österreichische Wähler angetan, dass ihr einfach aus lauter Lust an der Provokation, weil ihr inhaltlich nichts mehr anzubieten habt, ein internationales Kampagnisieren gegen Österreich riskiert? Was hat euch der Österreicher angetan? (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es hat sich der Österreicher nicht verdient, durch solche Aktionen international an den Pranger zu kommen. Es war gut, dass man gestern gleich reagiert hat. Jetzt muss ich einmal fragen: Wisst ihr denn überhaupt, was es bedeuten kann, wenn dieses Land mit diesen Schlagzeilen international bekannt wird? (Abg. Vilimsky: Wechselt der Ewald Stadler zu den Grünen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nein, genau das ist euer Umgang! Bitte, was hat euch der österreichische Wähler angetan, dass ihr einfach aus lauter Lust an der Provokation, weil ihr inhaltlich nichts mehr anzubieten habt, ein internationales Kampagnisieren gegen Österreich riskiert? Was hat euch der Österreicher angetan? (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Na, sagt es einmal! Sagt doch einmal den Österreichern, was sie euch angetan haben, dass ihr vor lauter Gefallen an der Märtyrerrolle riskiert, an den internationalen Pranger zu gelangen! Sagt das einmal! Was hat euch die Jugend dieses Landes angetan, dass ihr glaubt, ihr könnt mit der Jugend dieses Landes Spielchen treiben? Was ist das für ein Umgang mit diesem Land? (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hat Österreich das verdient? Hört auf, zu krakeelen, lernt einmal ein bisschen dazu! Es wäre höchste Zeit dazu, meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!
Es ist ein schäbiger Umgang mit diesem Land! (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der hohe Prediger? Bitte, noch einmal! Der hohe Prediger wessen? (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der „Hohepriester“ auch noch! Nur damit wir es wissen: Die FPÖ geht nicht von ihrer Verhöhnung religiöser Gefühle herunter! – Das ist die Provokation der FPÖ! (Beifall beim BZÖ.) Nur damit wir es wieder festgehalten haben – für das Protokoll –: Bitte festmachen!
Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!
Es ist ein schäbiger Umgang mit diesem Land! (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der hohe Prediger? Bitte, noch einmal! Der hohe Prediger wessen? (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der „Hohepriester“ auch noch! Nur damit wir es wissen: Die FPÖ geht nicht von ihrer Verhöhnung religiöser Gefühle herunter! – Das ist die Provokation der FPÖ! (Beifall beim BZÖ.) Nur damit wir es wieder festgehalten haben – für das Protokoll –: Bitte festmachen!
Beifall beim BZÖ.
Es ist ein schäbiger Umgang mit diesem Land! (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der hohe Prediger? Bitte, noch einmal! Der hohe Prediger wessen? (Abg. Dr. Rosenkranz: Der Hohepriester!) Der „Hohepriester“ auch noch! Nur damit wir es wissen: Die FPÖ geht nicht von ihrer Verhöhnung religiöser Gefühle herunter! – Das ist die Provokation der FPÖ! (Beifall beim BZÖ.) Nur damit wir es wieder festgehalten haben – für das Protokoll –: Bitte festmachen!
Beifall beim BZÖ.
Das soll der Wähler wissen. Er soll wissen, dass es eine Alternative gibt, aber er soll auch wissen, dass das hier der politische Wahnsinn ist, der versucht, dieses Land in Geiselhaft zu nehmen. Und das werden wir nicht zulassen, meine Damen und Herren, Hohes Haus! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Verhöhnung des Märtyrertums!
Ich muss die anderen Fraktionen warnen – Frau Präsidentin, diese Warnung ist ernst gemeint! –: Wir müssen aufpassen, dass wir das Spielchen dieser Partei nicht spielen, denn sie würden furchtbar gerne einen Märtyrer haben, sie würden furchtbar gerne mit der Märtyrerrolle hausieren gehen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Verhöhnung des Märtyrertums!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir wissen das aus der Vergangenheit. Wir wissen ja, wie er sich aufgespielt hat: Strache hat sogar selber die Fotos an den ORF geschickt, um sich dann als Märtyrer darstellen zu können. Das ist seine Lieblingsrolle. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Strache liebt es, in die Märtyrerrolle zu kommen, weil es ihm erspart, sich als Märtyrer der Bewegung überhaupt mit irgendetwas auseinandersetzen zu müssen.
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Kollege Van der Bellen den Herrn Strache nach ein paar Zahlen aus dem Budget fragt, ist er völlig blank. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn man ihn nach Konzepten fragt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, ist er völlig blank. Wenn man ihn nach ein paar Wirtschaftsdaten fragt, ist er völlig blank. Aber in der Märtyrerrolle, da kennt er sich aus. Daher müssen wir aufpassen, was wir hier tun. Wir sollten uns das ganz genau überlegen.
Lebhafter lang anhaltender Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: So deutliche Worte hat der Herr Cap nicht gefunden! – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Ing. Westenthaler, replizierend: Euer Klubobmann findet solche Worte nicht!
Meine Damen und Herren, wir dürfen es nicht zulassen, dass eine wild gewordene Horde dieses Land in Geiselhaft nimmt. Und, Josef Cap, mein Appell geht an dich: Bitte sorgt dafür, dass Klarheit herrscht: Klarheit herrscht im Umgang mit der Provokation, die an die Stelle von politischen Inhalten tritt, Klarheit herrscht im Umgang mit einer Fraktion, die glaubt, dieses Land in Geiselhaft nehmen zu können! (Lebhafter lang anhaltender Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: So deutliche Worte hat der Herr Cap nicht gefunden! – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Ing. Westenthaler, replizierend: Euer Klubobmann findet solche Worte nicht!)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ariel Muzicant hat vor einiger Zeit den damaligen ÖVP-Innenminister Platter mit Eichmann verglichen. Das ist auf das Schärfste zurückzuweisen! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie Beifall des Abg. Bucher.
Nicht in Ordnung ist auch Muzicants Vergleich von Kickl mit Goebbels. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie Beifall des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich mache es jetzt noch einmal: Herr Präsident, das – ich wollte jetzt sagen: Das geht nicht!, aber das ist zu weich formuliert –, Herr Präsident, das ist auf das Entschiedenste zurückzuweisen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Präsident Graf, ich habe mir eigentlich nach der gestrigen Debatte von Ihnen eine Erklärung des Bedauerns über diese Wortwahl erwartet. Und ich sage Ihnen: Ich erwarte mir das auch weiterhin von Ihnen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Eben!
Ich bin ganz der Meinung des Abgeordneten Stadler, dass wir auf der anderen Seite diese Provokationen nicht in dieser Art und Weise mittragen und befördern sollten (Abg. Dr. Pirklhuber: Eben!), nämlich hier jetzt Märtyrer zu erzeugen und damit genau diesem Spiel auch noch Vorschub zu leisten oder es zu begünstigen.
Beifall bei der ÖVP
Zu dem Antrag auf Schaffung der Möglichkeit zur Abwahl der Präsidenten des Nationalrates – abgesehen davon, dass es eine Anlassgesetzgebung wäre, die wir mit Sicherheit nicht mitmachen würden (Beifall bei der ÖVP) –, ist zu sagen, und da bin ich ganz der Meinung der Kollegin Glawischnig, die sie gegenüber der APA dazu geäußert hat: Das ist ein Schutz der Minderheit in diesem Haus!
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Denken Sie zurück: Es ist noch nicht so lange her, dass zwei Parteien eine Zweidrittelmehrheit in diesem Haus hatten! Die hätten zu zweit jederzeit den Dritten Präsidenten abwählen können. Das können wir doch nicht wollen in diesem Haus, meine Damen und Herren! Das können wir doch nicht wollen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
politischen Gründen eine solche Abwahl durchzuführen. Und deswegen lehnen wir das auch weiterhin ab! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ein Letztes, meine Damen und Herren, auch an SPÖ und Grüne gerichtet: Der Herr Graf war Ihnen lieb und recht in der letzten Legislaturperiode als Kooperationspartner und Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses, der sich primär gegen uns gerichtet hat. Da ist er geradezu auf Händen getragen worden von Ihnen; derselbe Herr Graf, der jetzt hinter mir auf dem Präsidium sitzt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist auch an die Kollegen der SPÖ gerichtet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist derselbe Martin Graf wie damals. Er war damals schon in der selben Verbindung, er hat damals schon ein paar ähnliche Äußerungen gemacht – und Sie haben nichts dabei gefunden, mit ihm in einer Art und Weise zu kooperieren, wo ich sagen muss, Sie haben ihn nahezu auf Händen getragen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ein Letztes, meine Damen und Herren, auch an SPÖ und Grüne gerichtet: Der Herr Graf war Ihnen lieb und recht in der letzten Legislaturperiode als Kooperationspartner und Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses, der sich primär gegen uns gerichtet hat. Da ist er geradezu auf Händen getragen worden von Ihnen; derselbe Herr Graf, der jetzt hinter mir auf dem Präsidium sitzt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist auch an die Kollegen der SPÖ gerichtet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist derselbe Martin Graf wie damals. Er war damals schon in der selben Verbindung, er hat damals schon ein paar ähnliche Äußerungen gemacht – und Sie haben nichts dabei gefunden, mit ihm in einer Art und Weise zu kooperieren, wo ich sagen muss, Sie haben ihn nahezu auf Händen getragen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist alles, was Sie zu sagen haben in dieser Situation?
Nur deshalb, weil es Ihnen jetzt gerade in den Kram passen würde, für die politische Agitation, auch in diesem Wahlkampf – insbesondere an die Grünen gerichtet –, machen wir da mit Sicherheit nicht mit! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist alles, was Sie zu sagen haben in dieser Situation?)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Aber es geht hier um den Dritten Präsidenten, Herr Kopf. Die ganze Vorgeschichte, ob Herr Graf Vorsitzender dieses oder jenes Ausschusses war oder ist, das ist eine parlamentarische Frage, die bestimmten Usancen folgt. Damit kann man hier seine Freude haben oder nicht (Zwischenrufe bei der ÖVP), aber der Dritte Präsident des Nationalrates repräsentiert unter anderem diese Republik. Und das ist etwas ganz anderes, das fällt in eine ganz andere Kategorie! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber es geht hier um den Dritten Präsidenten, Herr Kopf. Die ganze Vorgeschichte, ob Herr Graf Vorsitzender dieses oder jenes Ausschusses war oder ist, das ist eine parlamentarische Frage, die bestimmten Usancen folgt. Damit kann man hier seine Freude haben oder nicht (Zwischenrufe bei der ÖVP), aber der Dritte Präsident des Nationalrates repräsentiert unter anderem diese Republik. Und das ist etwas ganz anderes, das fällt in eine ganz andere Kategorie! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Königshofer: Richtig!
„Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen. Mit seinen Beschimpfungen schafft der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde ein Klima der politischen Brutalität, weswegen sich schon viele Bürger fragen, ob er nicht als Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus“ (Abg. Dr. Königshofer: Richtig!) „bezeichnet werden sollte. Hinter den Menschen, die aufgehetzt von Muzicant und Konsorten gegen ,Nazis‘ demonstrieren“ –
Abg. Öllinger: „Stürmer“ ist das!
Das ist kein Antisemitismus? (Abg. Öllinger: „Stürmer“ ist das!) Das erinnert Sie nicht an das, was der „Stürmer“ seinerzeit gemacht hat? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist kein Antisemitismus? (Abg. Öllinger: „Stürmer“ ist das!) Das erinnert Sie nicht an das, was der „Stürmer“ seinerzeit gemacht hat? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Die Jungen wissen, was sie von den Grünen zu halten haben! Herr Professor, Sie haben schon abgedankt!
Schauen Sie, Sie kann ich nicht überzeugen, aber ich möchte insbesondere an die jungen Menschen auf der Galerie appellieren (Abg. Dr. Königshofer: Die Jungen wissen, was sie von den Grünen zu halten haben! Herr Professor, Sie haben schon abgedankt!), sich das zu Herzen zu nehmen und genau zu studieren, was hier versucht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie, Sie kann ich nicht überzeugen, aber ich möchte insbesondere an die jungen Menschen auf der Galerie appellieren (Abg. Dr. Königshofer: Die Jungen wissen, was sie von den Grünen zu halten haben! Herr Professor, Sie haben schon abgedankt!), sich das zu Herzen zu nehmen und genau zu studieren, was hier versucht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: Ist das eine Kritik an der Amtsführung?
Es ist doch so, dass mittlerweile eine breite Mehrheit dieses Hauses jedes Vertrauen in die Amtsführung von Herrn Dr. Graf verloren hat. Ich will jetzt gar nicht auf die Vorgeschichte eingehen, warum er gewählt wurde und warum nicht. Tatsache ist, dass hier und jetzt – das glaube ich – dieses Vertrauen verloren gegangen ist. (Abg. Mag. Stefan: Ist das eine Kritik an der Amtsführung?)
Abg. Dr. Königshofer: Eben!
Sie fragen sich vielleicht: Warum machen die hier so ein Tamtam, warum wählen die Abgeordneten des Parlaments Herrn Dr. Graf nicht einfach ab? – Na aus dem schlichten Grund, weil die Bundesverfassung und die Geschäftsordnung – aus guten Gründen; aus historischen Gründen, nehme ich einmal an – diese Abwahl nicht vorsehen! (Abg. Dr. Königshofer: Eben!) Wenn jemand einmal mit einfacher Mehrheit gewählt worden ist, dann kann er nach der derzeitigen Rechtslage von einer noch so großen Mehrheit dieses Hauses nicht abgewählt werden (Abg. Mag. Stefan: ... der Rechtsstaat! Deshalb ... das eine Demokratie! – Zwischenruf des Abg. Amon), es sei denn, er wird sehr krank oder er wird wegen einer schweren Straftat verurteilt. – Jetzt nehme ich einmal an, dass diese Möglichkeiten jedenfalls derzeit nicht gegeben sind.
Abg. Mag. Stefan: ... der Rechtsstaat! Deshalb ... das eine Demokratie! – Zwischenruf des Abg. Amon
Sie fragen sich vielleicht: Warum machen die hier so ein Tamtam, warum wählen die Abgeordneten des Parlaments Herrn Dr. Graf nicht einfach ab? – Na aus dem schlichten Grund, weil die Bundesverfassung und die Geschäftsordnung – aus guten Gründen; aus historischen Gründen, nehme ich einmal an – diese Abwahl nicht vorsehen! (Abg. Dr. Königshofer: Eben!) Wenn jemand einmal mit einfacher Mehrheit gewählt worden ist, dann kann er nach der derzeitigen Rechtslage von einer noch so großen Mehrheit dieses Hauses nicht abgewählt werden (Abg. Mag. Stefan: ... der Rechtsstaat! Deshalb ... das eine Demokratie! – Zwischenruf des Abg. Amon), es sei denn, er wird sehr krank oder er wird wegen einer schweren Straftat verurteilt. – Jetzt nehme ich einmal an, dass diese Möglichkeiten jedenfalls derzeit nicht gegeben sind.
Abg. Kopf: Vorher!
Damals wurde nach wochenlanger Diskussion die Geschäftsordnung des Bundesrates so geändert, dass diese Notwendigkeit, ihn zum Präsidenten zu wählen, nicht mehr bestand. (Abg. Kopf: Vorher!) Auch in diesem Fall, muss man sagen, war es einen Anlassgesetzgebung, aber wir haben keine andere Möglichkeit mehr gesehen, das zu verhindern.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
In diesem Fall, Herr Dr. Kopf: Was ist die Alternative? – Wenn Herr Dr. Graf nicht freiwillig zurücktritt – und bisher macht er nicht die geringsten Anstalten dazu –, werden Sie die nächsten viereinhalb Jahre bis zur turnusmäßigen Wahl im Jahre 2013 (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) mit Herrn Dr. Graf als Dritten Präsidenten dieses Hauses Ihr Auskommen finden – nach dem, was Sie gestern mit Recht gesagt haben? (Abg. Dr. Königshofer: 2013 wird er Erster Präsident!)
Abg. Dr. Königshofer: 2013 wird er Erster Präsident!
In diesem Fall, Herr Dr. Kopf: Was ist die Alternative? – Wenn Herr Dr. Graf nicht freiwillig zurücktritt – und bisher macht er nicht die geringsten Anstalten dazu –, werden Sie die nächsten viereinhalb Jahre bis zur turnusmäßigen Wahl im Jahre 2013 (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) mit Herrn Dr. Graf als Dritten Präsidenten dieses Hauses Ihr Auskommen finden – nach dem, was Sie gestern mit Recht gesagt haben? (Abg. Dr. Königshofer: 2013 wird er Erster Präsident!)
Ruf bei der FPÖ: ... zu Hause bleiben!
Ich appelliere jetzt schlicht an Sie, darüber nachzudenken, wie man die nächsten viereinhalb Jahre, nach den nächsten Provokationen der Freiheitlichen, nach dem nächsten Artikel von Herrn Dr. Graf, gezeichnet mit „Nationalratspräsident“ – einem Artikel dieser Art! –, damit umgeht. Können Sie uns das zumuten? Können Sie das Ihrer Fraktion zumuten? (Ruf bei der FPÖ: ... zu Hause bleiben!) – Ich bitte Sie sehr, sich das noch einmal zu überlegen!
Abg. Dr. Königshofer: ... hat ihn schon!
Zu Herrn Stadler, abschließend: Ja, natürlich möchte die FPÖ einen Märtyrer haben! (Abg. Dr. Königshofer: ... hat ihn schon!) Darin sind sie Meister, das können sie! Sie sind so arm, so furchtbar arm: Wenn sie nicht geliebt werden, haben sie schon fast einen Nervenzusammenbruch.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Natürlich würde sich Herr Dr. Graf als Märtyrer gebärden, na und? Sind wir nicht Manns genug und „Weibs“ genug, das einfach hinzunehmen? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Dr. Graf gehört aus diesem Amt entfernt, so einfach ist das! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Abgeordnete des Bundeslandes Salzburg und eines Wahlkreises, in dem die Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten explodiert ist – im Pinzgau gab es sogar mehr als eine Verdoppelung der Arbeitslosigkeit –, fordere ich eine möglichst rasche Realisierung dieser beschlossenen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zugunsten einer Ankurbelung der regionalen Wirtschaft und einer Entschärfung auf dem Arbeitsmarkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich ist man nachher immer gescheiter und weiß, was man anders hätte machen müssen, aber solch ein Ausschuss hat die Aufgabe, Fehler der Vergangenheit aufzuzeigen und daraus für die Zukunft zu lernen. Niemand von uns ist davor gefeit, in einer verantwortlichen Position Fehler zu machen, aber wir möchten doch die Möglichkeit nutzen, aus Fehlern zu lernen, die in der Vergangenheit passiert sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: ... Austrian Airlines!
Bedenken Sie, meine Damen und Herren, wenn wir 760 Millionen € alleine in diesem Jahr bei der AUA verlieren, was alles wir damit hätten tun können! Deswegen müssen wir alles daransetzen, die Fehler, die auch in der Politik und vor allem in der Politik zu suchen sind, in Zukunft zu vermeiden. (Ruf bei der SPÖ: ... Austrian Airlines!)
Abg. Schopf: Alles verkaufen!
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schopf: Austria Tabak!
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt weiß ich schon, wir sind als österreichische Politiker alle sehr patriotisch (Abg. Schopf: Alles verkaufen!), wenn wir sagen, wir wollen die rot-weiß-rote Heckflosse halten. Das wollen wir auch, und ich hoffe sehr und ich wünsche mir sehr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schopf), dass die ... – Bitte? (Abg. Schopf: Ihr habt alles verkauft!) – Na ja, die BAWAG haben nicht wir verkauft! Ich glaube, das wart ihr. (Abg. Schopf: Austria Tabak!) – Die BAWAG, ja, der „Konsum“ waren auch nicht wir, das wart auch ihr. Die Post? – Warte, die Post ... – Also ich glaube, die SPÖ ist gut beraten, hier sehr, sehr bescheiden in sich zu gehen und darüber nachzudenken, welchen Schaden ihr in dieser Republik Österreich schon angerichtet habt: einen großer Schaden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kuzdas: Da brauchen wir den Hofer dazu!) Ja, sicher – oder den „Aldi“! Den „Hofer“ oder den „Aldi“, je nachdem, ihr könnt es euch aussuchen! Die haben nämlich die Rolle des „Konsum“ übernommen, den ihr in die Pleite geschickt habt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.
Meine Damen und Herren, die Privatisierung der AUA zu einem guten Zeitpunkt hätte Gewinn gebracht, keine Frage, und wir alle wären dabei sehr vorsichtig gewesen, weil die SPÖ hat ja, auch Matzenetter damals, aufgeschrien. Das kommt überhaupt nicht in Frage!, hat er geschrien. (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.) Damals hätten wir noch Geld bekommen für die AUA. Und was haben wir jetzt? – 500 Millionen € müssen
Ruf bei der SPÖ: Finanzvorstand!
Wenn wir in den letzten Tagen lesen können, was beim „skylink“ passiert, nämlich dass statt eines Betrages von 400 Millionen € – es waren ja zuerst weniger als 300 Millionen € geplant, aber in der zweiten Phase waren es dann 400 Millionen € – dieser „skylink“ jetzt 1 Milliarde € kosten wird – 1 Milliarde € statt 400 Millionen €! –, und wenn man dann weiter zur Kenntnis nehmen muss, dass die verantwortlichen Manager sich keiner Schuld bewusst sind – Herr Kaufmann, und da kann man nicht sagen, nomen est omen, ist sich keiner Schuld bewusst (Ruf bei der SPÖ: Finanzvorstand!) –, dann möchte ich Ihnen sagen: Sie müssen aber auch noch wissen, dass man dort, beim Flughafen Wien, die Projektleitung nicht, wie überall üblich – bei jedem Hühnerstall, der gebaut wird –, einem Gesamtprojektmanagement übergibt, nein, die Herren vom Vorstand haben beschlossen, selbst die einzelnen Projektphasen zu überwachen, also Menschen, die vom Bau, geschweige denn von Großbauvorhaben, überhaupt keine Ahnung haben! Dadurch ist zu erklären, dass es nicht 400 Millionen € sind, sondern 900 Millionen €.
Beifall bei der FPÖ.
Daher fordere ich den Aufsichtsrat auf, Herrn Kaufmann zu verabschieden, allerdings nicht mit einem „golden handshake“, sondern seine Abfertigungsansprüche zurückzuhalten, bis die Verantwortlichkeiten beim Flughafen Wien tatsächlich geklärt sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen
Ja, da benützen die Parteien des linken und des rechten Randes dieses Hohe Haus natürlich gerne als Bühne, als Arena, um mit Provokationen und mit gegenseitigen Beschimpfungen uns hier leider nicht zu unterhalten, sondern zu beschäftigen. Wir sollten uns aber lieber über Inhalte informieren (Zwischenruf bei den Grünen), über Inhalte diskutieren (Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz) – und dafür stehen wir! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz
Ja, da benützen die Parteien des linken und des rechten Randes dieses Hohe Haus natürlich gerne als Bühne, als Arena, um mit Provokationen und mit gegenseitigen Beschimpfungen uns hier leider nicht zu unterhalten, sondern zu beschäftigen. Wir sollten uns aber lieber über Inhalte informieren (Zwischenruf bei den Grünen), über Inhalte diskutieren (Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz) – und dafür stehen wir! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, da benützen die Parteien des linken und des rechten Randes dieses Hohe Haus natürlich gerne als Bühne, als Arena, um mit Provokationen und mit gegenseitigen Beschimpfungen uns hier leider nicht zu unterhalten, sondern zu beschäftigen. Wir sollten uns aber lieber über Inhalte informieren (Zwischenruf bei den Grünen), über Inhalte diskutieren (Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz) – und dafür stehen wir! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Schatz: Sie schauen weg! Wie lange schauen Sie noch weg?
Wir machen eine seriöse Politik, wir setzen uns mit den Problemen der Leute auseinander, und darüber sollten wir heute sprechen. (Abg. Mag. Schatz: Sie schauen weg! Wie lange schauen Sie noch weg?)
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Ich darf auch zu bedenken geben, dass wir jetzt natürlich Wahlkampf haben. Dieser wird in einigen Tagen beendet sein, doch die nächsten Wahlen stehen wieder ins Haus: Wir wählen im Herbst in Vorarlberg, in Oberösterreich, Wien steht an, die Steiermark steht an. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Und wenn das dann die Zukunft unseres Hohen Hauses ist, dass wir hier einen Ersatzwahlkampf veranstalten, dann gute Nacht, Parlamentarismus! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... keine Erstrede!)
Abg. Dr. Pirklhuber: ... keine Erstrede!
Ich darf auch zu bedenken geben, dass wir jetzt natürlich Wahlkampf haben. Dieser wird in einigen Tagen beendet sein, doch die nächsten Wahlen stehen wieder ins Haus: Wir wählen im Herbst in Vorarlberg, in Oberösterreich, Wien steht an, die Steiermark steht an. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Und wenn das dann die Zukunft unseres Hohen Hauses ist, dass wir hier einen Ersatzwahlkampf veranstalten, dann gute Nacht, Parlamentarismus! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... keine Erstrede!)
Beifall bei der ÖVP.
Dasselbe gilt natürlich auch für das österreichweit größte Bauvorhaben für die nächsten Jahre, den Brenner-Basistunnel, welcher leider nach wie vor auch von einigen hier im Haus infrage gestellt wird. Aber wie schauen die Alternativen aus, meine Damen und Herren? – Von der Opposition habe ich da bislang noch nicht viel gehört. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: ... wie man das Ding finanziert!
Hier verstehe ich die Haltung meiner KollegInnen seitens der FPÖ und auch der Grünen – vor allem der Grünen! – überhaupt nicht: Es handelt sich hier um eine zukunftsweisende, sinnvolle verkehrspolitische Investition, und hier frage ich mich ehrlich, warum die Freiheitlichen und vor allem die Grünen, die sich ja als ehemalige oder als selbst ernannte Ökopartei sehen, da zögern – „ehemalige“ muss man mittlerweile wohl sagen, denn die Frau Vorsitzende der Grünen (Abg. Mag. Kogler: ... wie man das Ding finanziert!) wollte „einen Satz zum Verkehrsbudget“ sagen. – Also mehr fällt den Grünen zum Verkehr offensichtlich nicht mehr ein (Zwischenruf bei der ÖVP); das werde ich unseren Wählerinnen und Wählern bei uns in Tirol sagen.
Zwischenruf bei der ÖVP
Hier verstehe ich die Haltung meiner KollegInnen seitens der FPÖ und auch der Grünen – vor allem der Grünen! – überhaupt nicht: Es handelt sich hier um eine zukunftsweisende, sinnvolle verkehrspolitische Investition, und hier frage ich mich ehrlich, warum die Freiheitlichen und vor allem die Grünen, die sich ja als ehemalige oder als selbst ernannte Ökopartei sehen, da zögern – „ehemalige“ muss man mittlerweile wohl sagen, denn die Frau Vorsitzende der Grünen (Abg. Mag. Kogler: ... wie man das Ding finanziert!) wollte „einen Satz zum Verkehrsbudget“ sagen. – Also mehr fällt den Grünen zum Verkehr offensichtlich nicht mehr ein (Zwischenruf bei der ÖVP); das werde ich unseren Wählerinnen und Wählern bei uns in Tirol sagen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: ... in Oberösterreich!
Das Wort „Grün“ aus Ihrem Parteinamen können Sie vielleicht auch streichen und stattdessen „T-Shirt“ verwenden: Sie sind eine „T-Shirt-Partei“, wie wir heute wieder gesehen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: ... in Oberösterreich!)
Ruf bei der ÖVP: Neinsager-Partei!
Jahrelang wurde von Ihnen nämlich die Verlagerung des Transits von der Straße auf die Bahn gefordert. Jetzt stehen wir kurz vor der Realisierung dieses Projekts, und Sie sind wieder einmal dagegen. – Sie werden damit Ihrem Ruf, Ihrem Image als Neinsager-Partei gerecht. (Ruf bei der ÖVP: Neinsager-Partei!)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung von Finanzierung!
Ich darf in diesem Zusammenhang, Frau Ministerin Bures, den raschen Bau des zweiten Abschnittes der Unterinntaltrasse einfordern. Dieser soll nämlich schon vor Beendigung der Fertigstellung des Brenner-Basistunnels erfolgt sein. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung von Finanzierung!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist doch ein ...!
Zusammenfassend bleibt anzumerken: Das Verkehrsbudget für die nächsten Jahre gestaltet sich erfreulich, die geplanten Infrastrukturprojekte können angegangen werden. (Abg. Mag. Kogler: Das ist doch ein ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Mein Appell, Frau Ministerin: Gehen Sie den hier eingeschlagenen Weg weiter und lassen Sie sich nicht beirren! (Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung des Abg. Mag. Lettenbichler –: Was haben Sie für ..., dass Sie vom Blatt lesen müssen? Das politische Einmaleins einmal lernen und dann den Mund aufmachen! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Tadler. Eingestellte Redezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung des Abg. Mag. Lettenbichler –: Was haben Sie für ..., dass Sie vom Blatt lesen müssen? Das politische Einmaleins einmal lernen und dann den Mund aufmachen! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Regional, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden die Schmalspurbahnen und die kleinen Bahnen dagegen ausgehungert, und die Verantwortung wird so auf die Länder abgeschoben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ein gutes Beispiel für das Abschieben auf die Länder ist unsere heimische Pinzgaubahn. Beherzte Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister haben sich für den Erhalt dieser für den Regionalverkehr sehr, sehr wichtigen Bahnstrecke eingesetzt. Und schlussendlich hat dann das Land Salzburg gemeinsam mit der Salzburg AG und allen Beteiligten eine annehmbare Lösung gefunden. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ.
Alle reden immer vom CO2-Ausstoß, vom großen Klimaschutz, doch wenn es um die ländliche Bevölkerung geht, Frau Ministerin, geht es ohne Regionalverkehr. – Da, Frau Minister, besteht also wirklich noch Handlungsbedarf! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, vonseiten des Ministeriums wurden die Aufgaben gut erledigt. Ich danke für dieses gute Budget unter solch schwierigen Umständen und kann nur sagen: Frau Minister Bures, Sie haben Ihre Sache sehr gut, ja ausgezeichnet gemacht! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Dr. Graf, Sie schaden mit Ihren Aussagen dem Klima in diesem Land, Sie schaden damit der internationalen Reputation Österreichs, und Sie schaden damit auch dem Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Jawohl!
Noch etwas zur Transparenz, zur Klarheit der Budgets und wie Berechnungen zustande kommen in Bezug auf die Erreichung des Zieles von 3 Prozent – da gibt es einen Trick, der hier angewendet wird, nämlich seitens des Finanzministers, für die Forschungsprämie, den Forschungsfreibetrag –: Das ist so hoch angesetzt, dass die Täuschung vorherrscht, dass die 3 Prozent wirklich erreichbar sind. Sie wissen jedoch genau, dass das so nicht eintreten wird. Aber, offen gesagt, genau in diesen schwierigen Zeiten muss auch Ehrlichkeit, was das betrifft, auf den Tisch, weil wir da Handlungsbedarf haben! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Jawohl!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin Bures, für den langen Weg, eine gute Forschungsstrategie federführend zu schaffen, wünsche ich Ihnen viel Mut, einen langen Atem und viel Ausdauer. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Das hat aber lange gedauert!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Stenographische Protokoll erteile ich für die mehrfach geäußerten Vorwürfe der „antisemitischen Ausritte“ in Richtung des Dritten Präsidenten Dr. Martin Graf der Frau Abgeordneten Dr. Eva Glawischnig-Piesczek einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Das hat aber lange gedauert!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Bei diesem Budget wissen wir, woran wir sind. Ich meine, dass wir es den Bürgerinnen und Bürgern schuldig sind, dass sie erfahren, woran sie sind. Mit diesem Budget ist sichergestellt, dass man ganz genau weiß, wann wo wie viel investiert wird, wann wo und in welchem Zeitrahmen Gebäude saniert werden, Bahnhofsstationen saniert werden und verschiedenste Straßen- oder Schienenbereiche neu gebaut werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Dieses Verkehrsbudget ist – wie auch die Budgets der anderen Bereiche – auf mehrere Jahre abgestimmt und verbindlich festgeschrieben. Gerade im Bereich des Schienen- und Straßenbaus, gerade bei derart großen Projekten ist es wichtig, nicht nur langfristig planen, sondern auch realisieren zu können, denn die Projekte brauchen ganz einfach ihre Zeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf Ihnen, sehr geehrte Frau Bundesministerin, gratulieren, dass Sie dieses Budget zustande gebracht haben, natürlich auch unter dem Blickwinkel der derzeit schwierigen Situation, denn dieses Budget wird eine tragende Säule zur Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes Österreich sein – ich bin zutiefst davon überzeugt – und wird sehr viele positive Effekte zur Beschäftigung vom Bodensee bis zum Neusiedler See bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) – Auch das ist Ihr Verdienst.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.
Wir sind wohl einer Meinung, wenn ich sage, wir brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur. Nur so sind die Voraussetzungen zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens zu schaffen. Nur mit einer leistungsfähigen Infrastruktur werden wir den Wirtschaftsstandort Österreich sichern! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Für mich ist erfreulich, dass das Konjunkturpaket bereits greift – wir haben es ja hier verabschiedet. Neben vielen anderen Orten in Niederösterreich und in anderen Bundesländern wirkt es auch schon in meinem Bezirk, im Bezirk Korneuburg. So finden bereits die ersten Vorarbeiten für die Bahnhofssanierung in Korneuburg und Stockerau statt. In dieser kleinen Region gibt es ein Investitionsvolumen von 15,5 Millionen €. Wir brauchen diese regionalen Beschäftigungsimpulse, die mit diesem Verkehrsbudget gegeben werden – und sie werden noch verstärkt werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Allerdings geht es hier nicht nur um die regionalen Verbindungen, sondern es geht vor allem auch um die europäischen Verkehrsströme, die es zu vernetzen gilt, um dieses Europa tatsächlich auch anzubinden und verkehrsmäßig zu verbinden. (Beifall des Abg. Hörl.) Und das gelingt mittlerweile sehr gut durch die TEN-Projekte. Diese gilt es zu realisieren.
Abg. Dr. Moser: Ganz hinten in der Zeit!
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, zum Beispiel Paris–Wien–Bratislava: Einerseits freuen wir uns darüber, dass der viergleisige Ausbau der Westbahnstrecke erfolgt, andererseits ist die Bahnstrecke zwischen Wien und Bratislava, die sogenannte Ostbahn, nicht elektrifiziert, nur einspurig befahrbar und nicht zeitgemäß, ob wir nun vom Gütertransport oder von der Personenbeförderung sprechen, und es bedarf hier einer raschen Modernisierung. (Abg. Dr. Moser: Ganz hinten in der Zeit!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne meine ich, dass dieses Verkehrsbudget ein beachtliches und im Sinne der Wirtschaft und der Bevölkerung ein erfolgreiches ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. –Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Eine meiner Vorrednerinnen, Frau Moser, hat sehr viel Richtiges über die österreichische Verkehrspolitik gesagt. Das kann ich nur unterstreichen. Allerdings, Frau Kollegin, darf ich auch anmerken, dass mir das grüne Outfit, das Sie vorhin anhatten, besser gefallen hat als das schwarze Hemd, in das Sie mittlerweile geschlüpft sind. (Beifall bei der FPÖ. –Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, da fehlen ja irgendwo 2,5 Milliarden €! Jede kleine Bankmitarbeiterin, die am Abend eines Arbeitstages eine Kassendifferenz von 50 Cent hat, muss stundenlang suchen, um diese Differenz zu finden und wieder auszugleichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist eine Sauerei der Spitzenklasse! Das muss man einmal politisch sagen. (Beifall bei der FPÖ.) Missmanager werden mit Bonifikationen belohnt – und die Tarife für die Beförderung von Menschen werden erhöht! So kann es nicht gehen!
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister Bures, ich würde Sie ersuchen, in dieser Sache Stellung zu beziehen und das abzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Aus diesem Grunde können wir einer Verkehrspolitik, die auf diesen Unternehmen aufbaut, unsere Zustimmung nicht geben. Und ich bitte Sie dafür um Verständnis. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Frau Ministerin Bures recht herzlich dafür danken, dass sie es geschafft hat, in budgetär schwierigen Zeiten für Vorsorgemaßnahmen, im Speziellen für die Marchdammsanierung, das notwendige Geld zur Verfügung zu stellen. Danke, Frau Ministerin, Sie schaffen damit Sicherheit für die Region Gänserndorf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie etwa Vergleichszahlen aus Nachbarländern hernehmen, weil gestern etwa vom Kollegen Bartenstein gesagt worden ist, wie toll denn Deutschland ist und dass Österreich eigentlich vor Deutschland wäre, dann schauen Sie doch bitte einmal nach Baden-Württemberg, nach Bayern und in die Schweiz. Die geben für Forschung und Entwicklung doch noch deutlich mehr aus als Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich ersuche um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir alle arbeiten daran, dass sich die Wirtschaft bei uns so schnell wieder erholt, dass sich dieser Zustand hoffentlich bereits im nächsten Jahr wieder ändert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Da hast du schon recht! Stimmt!
Eine davon werden wir mit einem Initiativantrag, der morgen eingebracht werden wird, sofort anstoßen. Wir brauchen mehr Investitionen in den Ausbau leistungsfähigen Breitbandes. Etliche Unternehmen sind dabei, das zu tun, und auch dazu in der Lage. Wir müssen aber dringend die Rahmenbedingungen so verändern, dass sie das auch effizient machen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Da hast du schon recht! Stimmt!)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen haben wir gemeinsam – der Kollege Gartlehner und ich – in Zusammenarbeit mit dem BMVIT eine Gesetzesänderung des TKG entworfen, wonach es in Zukunft möglich sein soll, Leerverrohrungen für die Verlegung von zum Beispiel Glasfaserkabeln zu benutzen, und zwar alle Leerverrohrungen in diesem Land, um so Kabel, die bereits irgendwo liegen, Kabelschächte, die bereits existieren, in Zukunft für Breitband, Festnetz-Breitband mitbenutzen zu können. Das wird dazu führen, dass die Investitionen in diesem Bereich viel schneller, viel kosteneffizienter vonstatten gehen können und dass es massive Erleichterungen und Beschleunigungen beim Breitbandausbau gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Die Seilbahnen!
Diese Funkfrequenzen stellen eines der letzten großen Volksvermögen dar, die wir noch haben. (Abg. Hörl: Die Seilbahnen!) Und wir werden es unter Ausräumung zahlreicher noch bestehender Detailprobleme so bald als möglich schaffen müssen, diese Frequenzen wie die Schweiz und Deutschland dem mobilen Breitband zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, dass unsere Unternehmen schnell in der Lage sein werden, eine mobile, wesentlich breitbandigere Internet-Breitbandanbindung als heute sehr kosteneffizient bis in die äußersten Winkel Österreichs zur Verfügung zu stellen.
Abg. Hörl: Die Seilbahnen!
Frau Bundesminister Bures wird die dafür notwendigen, auch politischen Vorfragen schneller angehen, als das in anderen Ländern der Fall ist, auch wenn wir etwas langsamer sind als beispielsweise Deutschland und die Schweiz. (Abg. Hörl: Die Seilbahnen!)
Beifall des Abg. Hörl.
Zu den Seilbahnen, Frau Bundesminister – Kollege Hörl lässt mich nicht in Ruhe, und er hat recht! –: Massive Investitionen in Seilbahnausbauten liegen derzeit auf Eis, weil die Abteilung in Ihrem Ministerium, die wirklich sehr gut arbeitet, an die Grenzen der Arbeitsfähigkeit gekommen ist. (Beifall des Abg. Hörl.) Da brauchen wir ganz dringend ein oder zwei zusätzliche Juristen, denn die Anträge stapeln sich dort, und wir könnten in ganz kurzer Zeit 400 Millionen € an Investitionen auf den Weg schicken.
Beifall bei der ÖVP.
Wir unterstützen Sie dabei, Frau Bundesministerin, vielleicht aus anderen Ministerien entsprechende Juristen zu entlehnen! Ich habe gehört, im Verteidigungsministerium ist man nicht ganz so ausgelastet. Vielleicht schaffen wir das. Ich hoffe, das wäre sehr in Ihrem Sinne. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Gerhard Huber –: Dort drüben!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! Ich werde mich heute ein bisschen mit dem Herrn Martin Huber von den ÖBB, einem ÖVP-nahen Kandidaten für die Führung damals, beschäftigen. (Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Gerhard Huber –: Dort drüben!)
Abg. Kopf: Da war er nicht der Einzige!
Dem Herrn Martin Huber sind vor einigen Jahren ein bisschen mehr als 600 Millionen € übriggeblieben. Ich habe mich gefragt: Wie können ihm 600 Millionen € übrigbleiben, wenn die Bahn ja angeblich so defizitär ist? Ich habe mir das angesehen. Diese 600 Millionen € sind deshalb übriggeblieben, weil man mit dubiosen Cross-Border-Leasinggeschäften Lokomotiven, Waggons und Frachtbahnhöfe verkauft hat. Das heißt, die ÖBB mit dem Herrn Martin Huber, von der ÖVP inspiriert, haben die Substanz der ÖBB ins Ausland verkauft und haben da etwas mehr als 600 Millionen € lukriert. (Abg. Kopf: Da war er nicht der Einzige!)
Ruf: Der Huber!
Meine Frage ist: Wer macht so ein schwachsinniges Geschäft? (Ruf: Der Huber!) Wer akzeptiert 0,5 Prozent Realverzinsung mit einem hundertprozentigen Ausfallsrisiko? Wer macht das? Das lasse ich einmal im Raum stehen.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: ... schon längst beim Staatsanwalt!
Wenn es jemanden bei den ÖBB gibt, der solche Aktionen macht, solche schwachsinnigen Geschäfte einfädelt, dann frage ich mich: Was würde jemand machen, der jemanden beschäftigt, der die Firma um so viel Geld bringt? Es stehen 600 Millionen € im Raum oder noch mehr, die abgeschrieben werden müssen. Was würde man mit so jemandem machen? Ich meine, man würde ihn – gelinde gesagt – in die Wüste schicken. Der einzige Anspruch, den so jemand hätte, wäre der Anspruch auf ein Exklusiv-Interview mit dem Staatsanwalt – aus meiner Sicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: ... schon längst beim Staatsanwalt!)
Beifall beim BZÖ.
Diese Vorgänge sind besonders tragisch, wenn man weiß, dass die ÖBB massiv Mitarbeiter abbauen werden, dass die ÖBB einen massiven Sparkurs fahren und zusätzlich noch die Preise erhöht haben. Das heißt, diesen Verlust, den der Herr Huber ausgelöst hat, für den der Herr Huber auch noch bezahlt wurde, dürfen jetzt die Bahnfahrer „blechen“, und die Mitarbeiter werden auf die Straße gesetzt. So schaut Ihre Politik aus! Dafür sind wir sicher nicht zu haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Letztlich ist das ein Schlag in das Gesicht all jener, die ihr Leben lang brav gearbeitet, wenig Geld verdient haben und immer rechtschaffen waren. Für all jene ist das ein Schlag ins Gesicht. Ich garantiere Ihnen, dass wir das bei der nächsten Wahl publik machen werden, dass mit den Menschen Schindluder getrieben wird! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Wieso? Wo waren Sie da?
Um eine Bahnlinie zu bauen, braucht es viele Jahre, und sie muss sich jahrzehntelang bewähren. Daher ist Verkehrspolitik auch eine langfristige Politik. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2006 – unter Schwarz-Orange/Blau – war das Verkehrsministerium ein politisches Durchhaus ohne verkehrspolitische Ambitionen und Visionen. (Abg. Scheibner: Wieso? Wo waren Sie da?) Diese Situation hat sich erst verbessert, seit Werner Faymann und Doris Bures diese Funktion eines Verkehrsunternehmens übernommen haben. (Abg. Scheibner: ... nur geträumt! Das haben Sie irgendwo gelesen! In der Sektionszeitung!) – Nein, das habe ich aus eigener Erfahrung erlebt!
Abg. Scheibner: ... nur geträumt! Das haben Sie irgendwo gelesen! In der Sektionszeitung!
Um eine Bahnlinie zu bauen, braucht es viele Jahre, und sie muss sich jahrzehntelang bewähren. Daher ist Verkehrspolitik auch eine langfristige Politik. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2006 – unter Schwarz-Orange/Blau – war das Verkehrsministerium ein politisches Durchhaus ohne verkehrspolitische Ambitionen und Visionen. (Abg. Scheibner: Wieso? Wo waren Sie da?) Diese Situation hat sich erst verbessert, seit Werner Faymann und Doris Bures diese Funktion eines Verkehrsunternehmens übernommen haben. (Abg. Scheibner: ... nur geträumt! Das haben Sie irgendwo gelesen! In der Sektionszeitung!) – Nein, das habe ich aus eigener Erfahrung erlebt!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das merke ich aber nicht, wenn ich auf der Südbahn fahre!
Danke, Frau Bundesministerin Bures, Sie tragen dazu bei, dass diese finanziellen Mittel dazu dienen, für die ÖBB einen wichtigen technologischen Vorsprung herauszuarbeiten. Wir reihen uns damit in eine Gruppe von europäischen Technologieführern im Bahnbereich mit der Schweiz, Schweden, Dänemark und Norwegen ein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das merke ich aber nicht, wenn ich auf der Südbahn fahre!)
Beifall beim BZÖ.
Dieser Budgetpunkt wird von uns unterstützt. Ich meine, er kann nicht hoch genug gelobt werden. Jedoch ist die Höhe angreifbar: Es müsste noch viel mehr Geld dafür in die Hand genommen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Weiters wäre es sicherlich sehr wichtig, massiv mehr Geld für den FWF, den Wissenschaftsfonds, in die Hand zu nehmen, damit Nachwuchsforscher gefördert werden können. In Wirklichkeit erhält dieser aber statt der 176 Millionen € nur 160 Millionen €. Es gehört eine enorme Ausgabensteigerung gemacht. In diesem Punkt hat das Budget keinen Mut und keinen Gestaltungswillen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Weiters gehört auch die Umfahrung, die B 100, in Lienz ausgebaut. Der Zustand ist untragbar. Mittlerweile braucht man für die Fahrt durch Lienz eine Stunde. Dort wird bald mehr Verkehr als in Wien sein! Dieser Umstand gehört von Ihnen sofort realisiert. Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise ist es für den ländlichen Raum wichtig, dass die Bundesstraßen ausgebaut werden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Welche?
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Dieses Budget hat sicherlich sehr viele positive Ansätze. (Abg. Mag. Kogler: Welche?) Einige Bereiche davon möchte ich ansprechen.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Bezüglich der Straße ist die Umfahrung Straßwalchen und Saalfelden wichtig, die Planung der Umfahrung Mittersill oder der Autobahnanschlussstellen Hagenau und auch Ennsbogen, Altenmarkt oder Pfarrwerfen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich darf als Lungauer noch das Bekenntnis zu den Verbesserungen der Anlagen auf der Tauern Autobahn – konkret: Tauerntunnel und Katschbergtunnel – abgeben. Es ist allerdings aus meiner Sicht unumstößlich, dass wir den Vertrag mit den Anrainergemeinden, was Umwelt- und Lärmschutzmaßnahmen betrifft, auf Punkt und Beistrich einhalten. Ich muss das nachdrücklich einfordern. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ein Letztes noch, das Problem der Doppelmaut im Lungau: Wir akzeptieren, dass beim Transitverkehr eine zusätzliche Gebühr bei der Benützung der kostenintensiven Tunnel eingehoben wird. Aber der Güterverkehr aus dem Lungau und in den Lungau ist dadurch nach wie vor einem gravierenden Wettbewerbsnachteil unterworfen. Wir brauchen da eine Lösung, eine EU-konforme Lösung im Interesse der Wirtschaft, im Interesse der Arbeitsplätze und im Interesse der Bürgerinnen und der Bürger unseres Landes. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin Bures, machen Sie es besser als Ihr Vorgänger! Ihr Vorgänger Faymann setzte auf eine Bahnhofsoffensive. Man muss sich das aber anschauen! Zuerst kommt die Schiene, das Gleis, dann kommt der Zug – und dann kommt erst der Bahnhof. Es gibt in Österreich in meinem Wahlkreis etwa genug eingleisig ausgebaute Bahnstrecken, und das ist sicherlich keine Ansage an den Güterverkehr. Wenn Sie jetzt Einbußen beim Güterverkehr befürchten, dann schaffen Sie doch bitte die Richtlinien dafür, dass es für den Güterverkehr auch lukrativ wird, die Güter auf der Schiene zu transportieren! Ein eingleisiger Schienenausbau ist nämlich sicherlich nicht in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Binder-Maier: Nein!
Erteilen Sie überfüllten und vollgestopften Zügen – so wie das die Volksanwaltschaft richtig bemängelt hat – eine klare Absage! Sie dürfen nicht vergessen: Der Pendler, der Zugbenützer bringt der Bahn das Geld. (Abg. Binder-Maier: Nein!) Er soll sich wohlfühlen, und er hat es verdient, wenn er täglich fährt, rechtzeitig und gut von A nach B gebracht zu werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Raucherwaggon!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Raucherwaggon!
Erteilen Sie überfüllten und vollgestopften Zügen – so wie das die Volksanwaltschaft richtig bemängelt hat – eine klare Absage! Sie dürfen nicht vergessen: Der Pendler, der Zugbenützer bringt der Bahn das Geld. (Abg. Binder-Maier: Nein!) Er soll sich wohlfühlen, und er hat es verdient, wenn er täglich fährt, rechtzeitig und gut von A nach B gebracht zu werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Raucherwaggon!)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend, Frau Bundesministerin, möge Ihnen gesagt sein: Machen Sie es besser als Ihr Vorgänger Werner Faymann! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Faymann!
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzte Frau Ministerin! Ich bin ja froh, dass wir eine starke Verkehrsministerin mit starken Schultern haben, denn die Lasten der Verkehrsminister Gorbach, Forstinger, Reichhold drücken und bedrücken ganz schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Faymann!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Innovation ist natürlich wichtig, Innovation ist elementar da und dort – aber auch im Parlament. Über ein Beispiel einer missglückten angewandten Innovation würde ich ganz gern einleitend ein paar Sätze mit Klubobmann Kopf wechseln, und zwar: Sie haben gestern und auch heute sehr engagiert zu reden begonnen, aber gegen Ende der Reden oder dort, wo es kritischer wurde, irgendwie dermaßen verwässert, sodass mir Ihre Argumentation schon vorgekommen ist wie ein etwas blasser, ängstlicher Eiertanz. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Na schon. Sie werden doch als Freund der Landwirtschaft Eier schätzen, oder? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Innovation ist natürlich wichtig, Innovation ist elementar da und dort – aber auch im Parlament. Über ein Beispiel einer missglückten angewandten Innovation würde ich ganz gern einleitend ein paar Sätze mit Klubobmann Kopf wechseln, und zwar: Sie haben gestern und auch heute sehr engagiert zu reden begonnen, aber gegen Ende der Reden oder dort, wo es kritischer wurde, irgendwie dermaßen verwässert, sodass mir Ihre Argumentation schon vorgekommen ist wie ein etwas blasser, ängstlicher Eiertanz. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Na schon. Sie werden doch als Freund der Landwirtschaft Eier schätzen, oder? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: So habe ich es nicht gesagt! Von „Gegner“ habe ich nicht geredet!
Was ich ganz komisch gefunden habe – und ich würde mich gerne darüber unterhalten –: Sie haben gemeint, es ist ungeheuer wichtig, dass auch der politische Gegner im Präsidium sitzen darf. (Abg. Kopf: So habe ich es nicht gesagt! Von „Gegner“ habe ich nicht geredet!) So ähnlich; so ist es zumindest in der Zeitung gestanden, „politischer Gegner“ oder „Kontrahent“, ist ja egal. – Glauben Sie wirklich, dass wir der Meinung sind, dass nur eine Partei das Präsidium besetzen soll? – Nein!
Beifall bei den Grünen.
Es kommt eben darauf an: Was, wenn auch ein Freund am Präsidium etwas macht, das mit dem Grundkonsens nicht vereinbar ist? – Sie haben auch starke Ausdrücke genannt, aber auch wenn ein Freund das dort oben am Präsidium machen würde, hätte ich mir erwartet, dass Reaktionen erfolgen, die über Bitten und Ersuchen und Empörung hinausgehen – aber das tut es bei Ihnen absolut nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, innovativ wäre es, damit aufzuhören, einmal gegangene Wege weiterzugehen, und etwas Neues zu wagen. Dahin geht mein Appell. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe mit Leuten gesprochen, die um Unterstützung aus diesem Fonds angesucht haben. Sie wurden von Monat zu Monat vertröstet. Die Wissenschafter drehen nicht Daumen, sondern drehen langsam mit den Nerven durch, weil ihre Projekte ja an internationale Kooperationen gebunden sind. Hier hätten Sie die Möglichkeit, Frau Minister, Herrn Dr. Hahn zu zeigen, dass Sie über den Tellerrand eines Ressorts hinauszudenken in der Lage sind. – In dieser Hoffnung vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Leider dauert es wieder länger! Alles dauert länger, nach hinten gereiht!
Als Oberösterreicher freue ich mich, dass im Rahmenplan der ÖBB so wichtige Projekte wie der viergleisige Ausbau der Westbahn zwischen Asten und Wels, die Neubaustrecke Attnang-Puchheim–Salzburg oder der Ausbau der Strecke Wels–Passau sowie der verstärkte Ausbau der Nord-Süd-Verbindung mit der Summerauer- und der Pyhrn-Bahn vorgesehen sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Leider dauert es wieder länger! Alles dauert länger, nach hinten gereiht!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Mit Umsteigen!
Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ein besonderes Anliegen ist mir die Pyhrn-Bahn. Wir brauchen eine leistungsstarke Verbindung zwischen Linz und Graz, der zweit- und drittgrößten Stadt unseres Landes. Fahrzeiten von dreieinhalb Stunden sind nicht kundenfreundlich (Abg. Dr. Lichtenecker: Mit Umsteigen!) und verstärken keinesfalls die Intention, den öffentlichen Verkehr zu forcieren. – Danke für den Hinweis, das kommt selbstverständlich dazu.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend noch ein Wort zur Schließung von Postämtern. Wir werden uns sehr genau anschauen, unter welchen Bedingungen Ersatzlösungen gefunden werden. Die Einbeziehung der betroffenen Bürgermeister ist für mich unumgänglich. Es muss für die Postpartner aber auch entsprechende Anreize geben, um den damit verbundenen Aufgaben nachkommen zu können. Die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung, sehr geehrte Damen und Herren, sowohl im ländlichen Raum als auch in den Städten darf darunter nicht leiden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wir sagen ja zur Verlegung des Transports von der Straße auf die Schiene, und das gehört auch finanziell gefördert. Es gehört aber nicht finanziell gefördert, wenn die ÖBB auf Lkw transportieren. Dazu haben wir heimische Frächter, private Unternehmen, die auch privat das Risiko tragen. Wenn dann die ÖBB noch ausflaggen und rumänische Frächter bestellen, dann ist das eine Schweinerei hier in Österreich, die man einfach bekämpfen muss (Beifall bei der FPÖ), denn die subventionierten ÖBB sind die Konkurrenz für die heimischen Frächter.
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sagen also ja zum öffentlichen Verkehr, aber nein zu Missständen und Misswirtschaft! (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Jury und Linder.
Ich denke, dass für den gesamten Süden Österreichs, natürlich besonders für Kärnten und die Steiermark, aber für ganz Österreich, der Koralmtunnel von entscheidender Bedeutung ist. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Jury und Linder.)
Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Linder.
Ich begrüße daher ausdrücklich das von Ihnen abgegebene Bekenntnis zum Bau des Koralmtunnels, Frau Ministerin. – Herzlichen Dank dafür! (Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Linder.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Das mit der Schubumkehr während des Fluges ist gefährlich!
Sie, Frau Ministerin Bures, setzen mit Ihren Intentionen einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. – Danke schön, und viel Kraft für Ihre Projekte! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Das mit der Schubumkehr während des Fluges ist gefährlich!)
Abg. Mayerhofer: Richtig!
Gerade das Pendeln ist ja zum Beispiel der wichtige Faktor schlechthin zur Einkommensicherung. Allein in Oberösterreich gibt es 340 000 Pendler, die täglich zur Arbeit fahren, und die empfinden es derzeit als nicht gerecht und als unangebracht, wenn sie ihre Vignette im kommenden Jahr teurer kaufen müssen. Da kann man jetzt darüber diskutieren, ob das gerecht ist, ob das vielleicht im Zuge einer Kostenanpassung, einer Indexanpassung notwendig ist – die Pendler empfinden sich als „ausgesackelt“, leider teilweise auch, was das Strafen anlangt (Abg. Mayerhofer: Richtig!), das ist ganz klar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade das Pendeln ist ja zum Beispiel der wichtige Faktor schlechthin zur Einkommensicherung. Allein in Oberösterreich gibt es 340 000 Pendler, die täglich zur Arbeit fahren, und die empfinden es derzeit als nicht gerecht und als unangebracht, wenn sie ihre Vignette im kommenden Jahr teurer kaufen müssen. Da kann man jetzt darüber diskutieren, ob das gerecht ist, ob das vielleicht im Zuge einer Kostenanpassung, einer Indexanpassung notwendig ist – die Pendler empfinden sich als „ausgesackelt“, leider teilweise auch, was das Strafen anlangt (Abg. Mayerhofer: Richtig!), das ist ganz klar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend: Im Nachhinein betrachtet ist mir aufgefallen, eigentlich ist das Kapitel Ausländer nicht vorgekommen, aber es macht nichts, der Herr Stadler ist sowieso nicht da. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Exzellenz! – Zwischenruf des Abg. Hagen.
Die Elite-Uni IST Austria startet den Betrieb. Ganz Europa blickt nach Niederösterreich, wo kommende Woche die Exzellenz-Uni eröffnet wird. (Abg. Dr. Moser: Exzellenz! – Zwischenruf des Abg. Hagen.) Bis 2016 sollen dort 500 Wissenschafter arbeiten und Österreich den europaweiten Ruf als Standort für Spitzenforschung einbringen.
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt kein Glück im stillen Winkel mehr. Wir brauchen auch keine Angst zu haben, nicht bestehen zu können – gerade international. Wir dürfen uns nicht isolieren, sondern müssen Brücken bauen, anstatt Ängste zu schüren. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Der ist gerade sein Leiberl tauschen! Der ist sein Leiberl bügeln! Der zieht sich um! – Rufe beim BZÖ: Der findet sein Leibchen nicht! Krawatte! die Würde des Hohen Hauses! – Abg. Dr. Walser begibt sich zum Rednerpult.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort, den ich allerdings nicht im Saal sehe. (Rufe bei der FPÖ: Der ist gerade sein Leiberl tauschen! Der ist sein Leiberl bügeln! Der zieht sich um! – Rufe beim BZÖ: Der findet sein Leibchen nicht! Krawatte! die Würde des Hohen Hauses! – Abg. Dr. Walser begibt sich zum Rednerpult.)
Rufe der Abgeordneten Jury und Hörl: Arlbergtunnel ...! – Abg. Gahr: Sperren wir den Arlbergtunnel auch wieder zu!
Leider – Kollegin Moser hat schon darauf hingewiesen – sehen wir da aber deutlich falsche Prioritätensetzungen. Wenn ich allein daran denke, dass für den Koralm- und den Brenner-Basistunnel in den kommenden Jahren als Minimum 10 Milliarden € lockergemacht werden müssen, dann meine ich, dass das Geld ist, das wir natürlich dringend für wesentlich sinnvollere Projekte benötigen würden – zumal die Basis dieser Planungen (Rufe der Abgeordneten Jury und Hörl: Arlbergtunnel ...! – Abg. Gahr: Sperren wir den Arlbergtunnel auch wieder zu!) – Ja, genau. (Abg. Gahr: Den täten wir auch nicht brauchen!) – Da liegen Sie zum Teil etwas falsch, wenn Sie an den Eisenbahntunnel und auch an den Straßentunnel denken. (Abg. Hörl: Der Herr Hauptschuldirektor ...!)
Abg. Gahr: Den täten wir auch nicht brauchen!
Leider – Kollegin Moser hat schon darauf hingewiesen – sehen wir da aber deutlich falsche Prioritätensetzungen. Wenn ich allein daran denke, dass für den Koralm- und den Brenner-Basistunnel in den kommenden Jahren als Minimum 10 Milliarden € lockergemacht werden müssen, dann meine ich, dass das Geld ist, das wir natürlich dringend für wesentlich sinnvollere Projekte benötigen würden – zumal die Basis dieser Planungen (Rufe der Abgeordneten Jury und Hörl: Arlbergtunnel ...! – Abg. Gahr: Sperren wir den Arlbergtunnel auch wieder zu!) – Ja, genau. (Abg. Gahr: Den täten wir auch nicht brauchen!) – Da liegen Sie zum Teil etwas falsch, wenn Sie an den Eisenbahntunnel und auch an den Straßentunnel denken. (Abg. Hörl: Der Herr Hauptschuldirektor ...!)
Abg. Hörl: Der Herr Hauptschuldirektor ...!
Leider – Kollegin Moser hat schon darauf hingewiesen – sehen wir da aber deutlich falsche Prioritätensetzungen. Wenn ich allein daran denke, dass für den Koralm- und den Brenner-Basistunnel in den kommenden Jahren als Minimum 10 Milliarden € lockergemacht werden müssen, dann meine ich, dass das Geld ist, das wir natürlich dringend für wesentlich sinnvollere Projekte benötigen würden – zumal die Basis dieser Planungen (Rufe der Abgeordneten Jury und Hörl: Arlbergtunnel ...! – Abg. Gahr: Sperren wir den Arlbergtunnel auch wieder zu!) – Ja, genau. (Abg. Gahr: Den täten wir auch nicht brauchen!) – Da liegen Sie zum Teil etwas falsch, wenn Sie an den Eisenbahntunnel und auch an den Straßentunnel denken. (Abg. Hörl: Der Herr Hauptschuldirektor ...!)
Abg. Hagen: Alles in Ordnung!
In diesem Zusammenhang, Kollege Hagen, vielleicht auch noch kurz ein Wort zu dem, was ich heute Vormittag leider hören musste, zu diesen völlig unqualifizierten Aussagen – diesen Ausfällen, muss man eigentlich fast sagen – gegenüber Hildegard Breiner und Andreas Postner. Hildegard Breiner – der Grande Dame des Natur- und Umweltschutzes in Vorarlberg, die unzählige Auszeichnungen erhalten und sich ein Leben lang für eine intakte Umwelt eingesetzt hat (Abg. Hagen: Alles in Ordnung!) – ist es zu verdanken, dass wir in Vorarlberg noch viel Lebenswertes erhalten konnten, wo eben Betonierer wie Christoph Hagen und andere nicht zum Zug gekommen sind. (Abg. Hagen: Sie wohnen ja nicht in dem Bezirk! Reden Sie einmal mit den Leuten, dann können Sie dazu reden!)
Abg. Hagen: Sie wohnen ja nicht in dem Bezirk! Reden Sie einmal mit den Leuten, dann können Sie dazu reden!
In diesem Zusammenhang, Kollege Hagen, vielleicht auch noch kurz ein Wort zu dem, was ich heute Vormittag leider hören musste, zu diesen völlig unqualifizierten Aussagen – diesen Ausfällen, muss man eigentlich fast sagen – gegenüber Hildegard Breiner und Andreas Postner. Hildegard Breiner – der Grande Dame des Natur- und Umweltschutzes in Vorarlberg, die unzählige Auszeichnungen erhalten und sich ein Leben lang für eine intakte Umwelt eingesetzt hat (Abg. Hagen: Alles in Ordnung!) – ist es zu verdanken, dass wir in Vorarlberg noch viel Lebenswertes erhalten konnten, wo eben Betonierer wie Christoph Hagen und andere nicht zum Zug gekommen sind. (Abg. Hagen: Sie wohnen ja nicht in dem Bezirk! Reden Sie einmal mit den Leuten, dann können Sie dazu reden!)
Abg. Hagen: Du wohnst ja nicht dort!
Andreas Postner ist der Spezialist, was Verkehrsfragen in Vorarlberg anbelangt, der Mann, der sowohl im Vorarlberger Unterland als auch im Oberland an Planungen teilgenommen und die wesentlichen Züge immer wieder vorgegeben hat. Wenn du solche Leute heruntermachst, dann spricht das leider nicht für dich, muss ich ganz ehrlich sagen! (Abg. Hagen: Du wohnst ja nicht dort!)
Abg. Hagen: Es hat ihn noch keiner gesehen! Gehört hat man ihn!
Wenn du im Lauteracher Ried keine Vögel sichtest, dann hängt das vielleicht mit den mangelnden Kenntnissen zusammen, die du in diesem Zusammenhang hast. Es handelt sich um den Wachtelkönig, wenn ich dich da auf den Stand der Dinge bringen darf (Abg. Hagen: Es hat ihn noch keiner gesehen! Gehört hat man ihn!), und der ist eindeutig schützenswert. Du weißt, dass wir keine Schnellstraße mitten durch das Naturschutzgebiet bauen können.
Abg. Hagen: Den wolltet ihr ja auch nicht!
Man sieht aber – das gerade an die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP gerichtet – auch in Vorarlberg ganz klar diese falsche Prioritätensetzung. Auch wir haben unsere sinnlosen Tunnel, die man derzeit baut, das ist aber nicht gerade der Arlbergtunnel, sondern beispielsweise die zweite Röhre durch den Pfänder (Abg. Hagen: Den wolltet ihr ja auch nicht!), die ganz klar Pförtnerfunktion hat beziehungsweise haben würde, wenn es sie nicht gäbe (Abg. Hagen: Da kann das ... ersticken!), oder der Achreintunnel, der im Niemandsland beginnt und im Niemandsland aufhört und durch den überhaupt keine Ortschaft umfahren wird, gar nichts.
Abg. Hagen: Da kann das ... ersticken!
Man sieht aber – das gerade an die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP gerichtet – auch in Vorarlberg ganz klar diese falsche Prioritätensetzung. Auch wir haben unsere sinnlosen Tunnel, die man derzeit baut, das ist aber nicht gerade der Arlbergtunnel, sondern beispielsweise die zweite Röhre durch den Pfänder (Abg. Hagen: Den wolltet ihr ja auch nicht!), die ganz klar Pförtnerfunktion hat beziehungsweise haben würde, wenn es sie nicht gäbe (Abg. Hagen: Da kann das ... ersticken!), oder der Achreintunnel, der im Niemandsland beginnt und im Niemandsland aufhört und durch den überhaupt keine Ortschaft umfahren wird, gar nichts.
Abg. Hagen: Sag das den Leuten im ...!
Das sind Projekte, die ohne Sinn und Verstand gemacht worden sind (Abg. Hagen: Sag das den Leuten im ...!), statt dass man um dasselbe Geld – beziehungsweise käme es sogar billiger, beide Projekte zusammen kosten 500 Millionen € – eine Ringstraßenbahn im Vorarlberger Unterland baut, die wir dringend benötigen würden und für die es von der Baufirma Rhomberg Pläne gibt. Die nachfolgenden Generationen wären uns dankbar, wenn wir das jetzt realisieren würden. Es ist fahrlässig, das nicht zu machen. Die Kostenschätzung dafür beträgt 300 Millionen €. (Abg. Hagen: Wir tun viel für Umweltschutz, aber Menschenschutz ...!)
Abg. Hagen: Wir tun viel für Umweltschutz, aber Menschenschutz ...!
Das sind Projekte, die ohne Sinn und Verstand gemacht worden sind (Abg. Hagen: Sag das den Leuten im ...!), statt dass man um dasselbe Geld – beziehungsweise käme es sogar billiger, beide Projekte zusammen kosten 500 Millionen € – eine Ringstraßenbahn im Vorarlberger Unterland baut, die wir dringend benötigen würden und für die es von der Baufirma Rhomberg Pläne gibt. Die nachfolgenden Generationen wären uns dankbar, wenn wir das jetzt realisieren würden. Es ist fahrlässig, das nicht zu machen. Die Kostenschätzung dafür beträgt 300 Millionen €. (Abg. Hagen: Wir tun viel für Umweltschutz, aber Menschenschutz ...!)
Abg. Hagen: Da hat er wieder recht!
Wenn wir diese beiden Zahlen einander gegenüberstellen, dann wissen wir, was in Vorarlberg, was in Österreich falsch läuft. Wie gesagt, das sind nur kleine Beispiele. In einer Zeit, in der man die Tarife bei den ÖBB um 5 Prozent erhöht, während gleichzeitig ÖBB-Manager 613 Millionen € fahrlässig verspekulieren, muss man, denke ich, auch auf solche Dinge deutlich hinweisen. (Abg. Hagen: Da hat er wieder recht!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir brauchen da ein Umdenken. Wir brauchen da eine andere Prioritätensetzung, als wir sie im Moment haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zum Thema Brenner-Basistunnel: Die SPÖ-Position ist bekannt, und ich appelliere wirklich an alle Kolleginnen und Kollegen, uns dabei zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Die Inbetriebnahme der Koralmbahn wurde zum ehestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch im Jahr 2016, fixiert – sicherlich auch mit der Überlegung, dass nicht nur eine schnellere Verbindung von Wien in den Süden Österreichs realisiert wird, sondern auch aus volkswirtschaftlichen und regionalwirtschaftlichen Überlegungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Fraktion – kommen, lassen befürchten, dass dieses wichtige Projekt aus Sicht Kärntens gefährdet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne, liebe Frau Bundesministerin, gratuliere ich dir zu diesem Programm und auch zu den Vorhaben. Ich glaube, es sind dies wichtige Schritte für die Zukunft unseres Landes. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Die war ja schon am Wort! – Aber bitte sachlicher als vorhin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Dr. Moser hat sich ein zweites Mal zu Wort gemeldet. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Die war ja schon am Wort! – Aber bitte sachlicher als vorhin!)
Heiterkeit.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): Ich habe höchstens die letzte Zeile ausgelassen aus Zeitgründen. (Heiterkeit.) Also: Soll ich noch einmal von vorne beginnen oder nur die letzte Zeile vorlesen?
Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Dr. Moser. – Abg. Gahr: Ein Chaos! Ein grünes Chaos!
(Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Dr. Moser. – Abg. Gahr: Ein Chaos! Ein grünes Chaos!)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich ist das Anlass, allen Beteiligten, allen Verantwortlichen, insbesondere unserer Frau Ministerin, dafür herzlich zu danken. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind diese Mittel besonders gut eingesetzt. Ich bin überzeugt von der Innovationskraft der in diesen Betrieben tätigen Menschen, ich bin überzeugt vom weiteren Erfolg des Innovationsschecks! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Der Skandal, das demokratiepolitische Problem, das wir hier im Haus haben, hat nichts mit den Wählerinnen und Wählern der FPÖ zu tun – es hat einzig und allein mit den Aussagen des Dritten Präsidenten dieses Hauses zu tun, meine Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass diese Projekte eindeutig aufzeigen, dass unter einer sozialdemokratischen Ministerin Budgetmittel so eingesetzt und Schwerpunkte so gesetzt werden, dass sie neben der beschäftigungspolitischen Wirkung vor allem auch Zukunftsperspektiven haben, und dass genau dort, wo die Menschen Zukunftsprobleme zu erwarten haben, angesetzt wird, damit diese Probleme erst gar nicht entstehen, sondern dass wir die modernen innovativen Mittel und Möglichkeiten zum Wohle der Menschen nutzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin der Meinung, es reicht im Bereich Biomassenutzung nicht aus, „nur“ – unter Anführungszeichen – Energie zu erzeugen. Daher bedanke ich mich beim zuständigen Ministerium für die Unterstützung solcher Projekte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brunner: Güssing heißt das!
Aber auch die Unterstützung und Beratung der Gemeinden, die im Klimaschutz Initiativen ergreifen, wie zum Beispiel Güssingen mit seinem energieautarken Projekt (Abg. Mag. Brunner: Güssing heißt das!), ist eine wichtige Aufgabe des Klima- und Energiefonds. Gerade Aktionen vor Ort machen Bewusstseinsbildung und bestmögliche Umsetzung der Klimaschutzziele möglich und sind daher zu forcieren.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin überzeugt, das Budget wird dem bestmöglich gerecht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Ein Humanist!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Im Römischen Recht lernen wir – Herr Staatssekretär als ehemaliger Kirchenrechtslehrer –: Ultra vires nemo tenetur. Für das, was einer nicht vermag, kann er nicht zur Verantwortung gezogen werden. (Ruf bei der ÖVP: Ein Humanist!) – Ja, ja, das gibt es sehr selten hier im Haus. Aber Humanismus ist die Basis der abendländischen Kultur; das sollte hin und wieder öfter bedacht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Im Römischen Recht lernen wir – Herr Staatssekretär als ehemaliger Kirchenrechtslehrer –: Ultra vires nemo tenetur. Für das, was einer nicht vermag, kann er nicht zur Verantwortung gezogen werden. (Ruf bei der ÖVP: Ein Humanist!) – Ja, ja, das gibt es sehr selten hier im Haus. Aber Humanismus ist die Basis der abendländischen Kultur; das sollte hin und wieder öfter bedacht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Also unter dieser Prämisse, dass „ultra vires nemo tenetur“ gilt, kann die Frau Bundesministerin, sage ich in aller Fairness, nicht gescholten werden, dass nicht mehr ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Wenn du Kühe melken willst, dann geh auf die Wiese! Hier sprechen wir über gescheite Sachen, das sind Justiz und dazugehörige Belange. Und stör mich jetzt bitte nicht! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also unter dieser Prämisse, dass „ultra vires nemo tenetur“ gilt, kann die Frau Bundesministerin, sage ich in aller Fairness, nicht gescholten werden, dass nicht mehr ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Wenn du Kühe melken willst, dann geh auf die Wiese! Hier sprechen wir über gescheite Sachen, das sind Justiz und dazugehörige Belange. Und stör mich jetzt bitte nicht! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Pendl: Alle? – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Die Knappheit der Mittel, unter denen die Justiz und die Frau Justizministerin zu leiden hat, das ist billigend, nein, nicht billigend, sondern zähneknirschend hinzunehmen. Das ist so. Wir leiden alle unter Geld- und Kapitalknappheit. (Abg. Pendl: Alle? – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Cap ist sehr in Ordnung, wenn er spricht. Wir müssten ihn holen; er wird zuhören. Du kannst ja das Angebot verbessern, das macht ja nichts.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gleicht das Gezerre um den besseren Anteil am Gesamtbudget etwa dem, wenn Bauernbund mit ÖAAB über die maximalere Mittelverwendung im Rahmen der nicht funktionierenden ÖVP-Propaganda streitet. Ist halt so. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, das ist das, was man aus der Zeitung erfährt, das ist klar. Macht ja nichts! Ihr müsst euch ja nicht so aufregen, Kollegen von der ÖVP. Wie gesagt, wir reden über gescheite Dinge, und beim Thema Justiz muss man sich konzentrieren und versuchen, dem Verhandlungsgegenstand zu folgen.
Beifall bei der FPÖ.
Also es wäre doch angebracht, der rechtsuchenden Bevölkerung – und das betrifft die Ärmsten des Landes, die auf diesem Gebiet einen Streit austragen müssen – entgegenzukommen und diese Gebührenbelastung auszusparen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, die Anrufbarkeit des Obersten Gerichtshofes ist bei uns immer mit einem sehr hohen Abschrankungseffekt verbunden gewesen, der jetzt noch weiter hinaufgeschraubt wird. Damit sind wir in Summe nicht einverstanden. Ich bitte dafür um Verständnis. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
bedingungen, in einer Zeit, wo öffentliche Haushalte rückläufig sind, wo die Einnahmen des Staates zurückgehen, manche sagen auch, heuer noch einbrechen werden, ist das durchaus ein herzeigbares, nein, nicht nur ein herzeigbares, ich glaube, ein sehr gutes, ja ein hervorragendes Ergebnis für die ersten Budgetverhandlungen unserer Frau Justizministerin. Und ich glaube, man kann ihr dazu nur gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
Abschließend darf ich Danke sagen an Frau Bundesministerin Bandion-Ortner, vor allem auch an ihr Büro und ihre Beamten in ihrem Haus, aber auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz in den verschiedensten Bereichen – bei Gericht, in den Justizanstalten, wo auch immer –, einerseits für diese durchaus sehr intensiven und schwierigen Budgetverhandlungen und letztlich für deren Ergebnis, aber auch für die gute und hervorragende Arbeit, die im Bereich der Justiz geleistet wird – was uns einerseits der Bürger, der Rechtsunterworfene in vielen Fällen bestätigt, was aber auch durch internationale Studien immer wieder bestätigt wird. Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese hervorragende Arbeit! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Justizministerin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Donnerbauer hat jetzt das Justizbudget sehr wohlwollend kommentiert. Kollege Donnerbauer, ich sehe das ein bisschen anders, denn: Es ist richtig, wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, und da muss man einsparen. Wir hätten uns erwartet, dass man schon Einsparungen macht, aber nicht dort, wo es Ihre Bundesregierung gemacht hat, nämlich bei der Sicherheit. Das ist leider der Fall: Man hat im Innenressort gespart, man hat im Verteidigungsressort gespart, und man hat auch im Justizressort gespart. – Das ist der falsche Fingerzeig! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Lausch.
denn wir brauchen in der Justiz nicht weniger, sondern mehr Personal! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Lausch.)
Beifall beim BZÖ.
Und das alles vor dem Hintergrund einer steigenden Kriminalität in allen Bereichen! Ich weiß schon, Kriminalität kann man nicht nur durch die Justiz, nicht nur durch die Polizei bekämpfen, aber es ist auch eine wichtige Maßnahme, dass wir dem Justizapparat den Rücken stärken und zeigen, dass er ein wichtiges Element im Kampf gegen die überbordende Kriminalität darstellt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da wollen wir aber auch einige klare Schritte setzen, meine Damen und Herren. Da gibt es einiges zu tun, Frau Justizministerin. Zum einen hinsichtlich der – nach wie vor – Schräglage bei der Beurteilung, nämlich auch durch die Justiz, von Gewaltdelikten versus Eigentumsdelikten. Wir wollen klar signalisieren, dass, wenn jemand einen anderen Menschen körperlich bedroht und körperlich schädigt, er dann nicht mit Milde, sondern mit der entsprechenden Härte behandelt wird, auch von unserer Justiz. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Denn: Ein finanzieller Schaden kann möglicherweise ausgeglichen werden, aber bei vielen dieser Gewaltdelikte und vor allem auch bei den Sexualdelikten bedeutet diese Tat „lebenslang“ – aber meistens nur für das Opfer, das sich dann möglicherweise lebenslang von den Folgen nicht erholt! – Wir wollen, dass auch die Tat vonseiten der Justiz entsprechend geahndet wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist auch überhaupt kein Platz für eine Verharmlosung etwa der terroristischen Handlungen, Frau Justizministerin. Auch hier wollen wir ein klares Signal: Hier in Österreich ist kein Platz für Terroristen – egal, woher sie kommen, und egal, welche Argumente sie für ihre terroristischen Handlungen nennen. Der Rechtsstaat muss mit aller Härte gegen diese terroristischen Handlungen vorgehen! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Da würden wir uns auch erwarten – und Sie haben ja im Ausschuss auch gesagt, dass Sie sich das durchaus vorstellen können –, dass wir diese Herrschaften die Strafe dort abbüßen lassen, wo sie herkommen, dass wir mit den Ländern, mit den Herkunftsländern der Täter, so wie es Justizminister Böhmdorfer schon initiiert hat, Abkommen schließen, dass sie nicht hier bequem ihre Strafe absitzen und möglicherweise von ihren Terroristenbrüdern noch freigepresst werden, sondern dass sie nach Aburteilung in ihre Heimatländer verbracht werden und dort ihre Strafen absitzen können. Das wäre eine wichtige Maßnahme! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Weiters erwarten wir uns, dass klargelegt wird, dass jemand, der hier als Asylant anwesend ist und straffällig wird oder in eine terroristische Handlung hier verwickelt ist, selbstverständlich jeden Asylgrund verwirkt hat, dass das Asylverfahren zu beenden ist und dieser Straftäter abzuschieben ist. Das wären auch klare Signale für den Rechtsstaat! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
sind 118 Sexualstraftäter vorzeitig entlassen worden. – Ein völlig falsches Signal, meine Damen und Herren und Frau Justizministerin! Wir wollen, dass vor allem Sexualstraftäter ihre Haftzeit bis zum letzten Tag abzubüßen haben! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Auch das ist wichtig!
Schließlich, Frau Justizministerin, erwarten wir von Ihnen, dass endlich auch das Familienrecht – viele, viele Maßnahmen, die im Familienrecht antiquiert sind, die aus dem vorvorigen Jahrhundert und aus dem Jahr 1938 stammen – modernisiert wird, dass man auf die Normalität der Patchworkfamilie stärker eingeht. Das ist viel wichtiger als die Frage, wie man Lebensgemeinschaften regelt, die bis jetzt noch nicht geregelt sind. (Abg. Mag. Wurm: Auch das ist wichtig!) Das ist auch wichtig. Aber noch wichtiger ist es – weil es auch eine Mehrzahl betrifft –, dass man Patchworkfamilien auch im Familienrecht ordentlich behandelt, vor allem die Kinder daraus, dass es keine Unterschiede gibt für ein Kind mit der Wertigkeit eines Kindes – egal, aus welcher Beziehung es stammt.
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen, es ist der Straftäter, so wie jeder Mensch, für sich selbst auch mit verantwortlich. Wir wollen Prävention – aber wenn sich jemand in den Rechtsstaat nicht einordnen kann, dann hat er auch die Konsequenzen zu tragen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Zweite: Personalbedarf. Natürlich gibt es einen hohen Personalbedarf, und natürlich ist es auch so, dass die derzeitige budgetäre Situation in allen Ressorts ihren Niederschlag gefunden hat. Es ist heute schon gesagt worden: Das Justizressort ist in diesem Zusammenhang eigentlich sehr gut ausgestiegen, muss man sagen. Natürlich gibt es noch immer Knappheiten, aber eigentlich ist es im Rahmen der aufzuteilenden Budgetpositionen gelungen, eine gute Position herauszuarbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass wir hier gut unterwegs sind, auch einen guten Abschluss zu finden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist auch passiert!
Frau Bundesministerin, Sie haben dann noch angekündigt, dass Sie wie eine Löwin kämpfen werden. – Das war´s dann auch schon. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist auch passiert!) Das Ergebnis der Budgetverhandlungen (Abg. Mag. Donnerbauer: Plus ...!) war dann äußerst unbefriedigend: Weder im Planstellenbereich konnten die Ziele erreicht werden, noch im budgetären Bereich konnten die Mittel so abgedeckt werden, dass die Aufgaben der Justiz befriedigend bewältigt werden können.
Abg. Mag. Donnerbauer: Plus ...!
Frau Bundesministerin, Sie haben dann noch angekündigt, dass Sie wie eine Löwin kämpfen werden. – Das war´s dann auch schon. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist auch passiert!) Das Ergebnis der Budgetverhandlungen (Abg. Mag. Donnerbauer: Plus ...!) war dann äußerst unbefriedigend: Weder im Planstellenbereich konnten die Ziele erreicht werden, noch im budgetären Bereich konnten die Mittel so abgedeckt werden, dass die Aufgaben der Justiz befriedigend bewältigt werden können.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Frau Justizministerin Bandion-Ortner, ich bin geneigt, Sie fast ein bisschen in Schutz zu nehmen. Möglicherweise ist es einfach so, dass der Herr Finanzminister keine Sensibilität für diesen Bereich aufbringt und keine Notwendigkeit im Rechtsstaat sieht (Zwischenrufe bei der ÖVP) und Sie sozusagen ein bisschen ein Opfer des Finanzministers sind. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass Sie eine Kehrtwendung machen: dass Sie zuerst Probleme sehen, dann scheitern Sie bei Verhandlungen – und dann lassen Sie sich noch instrumentalisieren und sagen, das sei aber nicht so schlimm. Wenn man Sie anspricht, dann kommt: Wir sind ohnedies Europaspitze bei der Verfahrensdauer, wir sind Europaspitze bei der Verfahrensqualität! – Das mag schon stimmen. Die entscheidende Frage ist aber: Was tun Sie, damit wir auch in Zukunft Europaspitze bleiben? – Diesbezüglich kann ich im Budget nicht allzu viel erkennen.
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist der Sinn und Zweck? Dass 118 Sexualstraftäter ...?
Zum Thema Bewährungshilfe. Das ist ein Spezialthema von mir, weil ich in diesem Bereich besonders enttäuscht bin von Ihnen, weil Sie immer versprochen haben, dass die Bewährungshilfe mehr Geld bekommen wird. Man muss sich einmal die Ausgangsposition anschauen: Wir haben 2007 ein Haftentlastungspaket beschlossen. Im Unterschied zum BZÖ, das den Sinn und Zweck des Haftentlastungspaketes offensichtlich nach zwei Jahren Diskussion immer noch nicht verstanden hat, halten wir das Haftentlastungspaket für richtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist der Sinn und Zweck? Dass 118 Sexualstraftäter ...?) Warum? – Sie sehen das ähnlich: Es kommt zu vermehrten bedingten Entlassungen mit der Auflage der Bewährungshilfe, mit dem Ziel – und das wird auch erreicht –, dass es zu einer geringeren Rückfallsquote kommt. Also eine gute Initiative!
Abg. Mag. Donnerbauer: ... kein Wortbruch!
So kann es nicht sein! Erstens ist das ein klarer Wortbruch; ich erinnere Sie an Ihre Zusagen im Justizausschuss, dass es mehr Geld für die Bewährungshilfe gibt. Zweitens gefährden Sie damit den Erfolg des Haftentlastungspakets, weil eine Konsequenz (Abg. Mag. Donnerbauer: ... kein Wortbruch!), nämlich der Erfolgsparameter, dass die Nachbetreuung funktionieren wird, nicht gewährleistet ist.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne werden wir natürlich das Budget ablehnen. Wir glauben, dass Sie damit dem Rechtsstaat keinen guten Dienst erwiesen haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Aber es fehlen ja schon jetzt Planstellen!
Dennoch ist die Knappheit der Mittel nicht so gravierend, wie sie von meinem Vorredner Steinhauser dargestellt worden ist. Die Einsparungen im Personalbereich werden nämlich ab 2010 im Ausmaß von 42 und ab 2012 im Ausmaß von 43 Planstellen pro Jahr stattfinden. Das ist tatsächlich nur ein Minus von 4 Promille jährlich. Auch wenn dies klarerweise trotzdem bedauerlich ist, geschieht es doch nicht in diesem übertriebenen Ausmaß, wie Sie es vorhin dargestellt haben. (Ruf bei der FPÖ: Aber es fehlen ja schon jetzt Planstellen!)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist meines Erachtens sehr zu begrüßen, dass für Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft und Opferhilfe künftig mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Dafür möchte ich mich bei Frau Bundesministerin Bandion-Ortner herzlich bedanken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
die Geschworenenprozesse fallen. Man muss hier auch das Regulativ des unvoreingenommenen Laien durchaus berücksichtigen. Ich halte es daher nach wie vor für durchaus sinnvoll, das beizubehalten, und ersuche Sie, daran nicht zu rütteln, sondern das beizubehalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt da Gebühren einzuführen, ist daher ein völlig falscher Weg, auch wenn man berücksichtigt, dass beim Obsorgeverfahren keine Gebühren eingehoben werden, weil man dort davon ausgeht, dass die gemeinsame Obsorge oder das Obsorgeverfahren an sich im Sinne der Minderjährigen, also der Kinder, ist. Warum ist das Besuchsrechtsverfahren nicht genauso im Sinne der Kinder zu sehen? – Ich hoffe, dass es nicht tatsächlich so gemeint ist, dass es kein positiver Schritt wäre, den Kindern auch den Besuch des Vaters oder der Mutter zu ermöglichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher hoffe ich, dass das eine Systemwidrigkeit ist, die man auch im Zuge der Verhandlungen heute und morgen sowie bei der morgigen Abstimmung noch ändern kann, sodass diese Regelung beseitigt wird, die ein Weg in die falsche Richtung wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Grundlage für parlamentarische Verhandlungen könnten die Gespräche der Sozialpartner sein, die schon geführt worden sind, wonach grundsätzlich der Vermieter für die Erhaltung und der Mieter für die Wartung aufzukommen hat. Aber grundsätzlich bin ich mir sicher, dass im Sinne einer sozialen Ausgewogenheit sowie einem breiten Konsens in der Bevölkerung folgend die Frage der Wartung und Erhaltung bald einer gesetzlichen Regelung zugeführt werden kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister Bandion-Ortner, Einsparungen beim Justizbudget finde ich einfach grob fahrlässig. Wenn wir uns das anschauen: Der Personalstand bei den Richtern, bei den Staatsanwälten, speziell auch bei den massiv überlasteten Justizwachebeamten sinkt, und wie wir erfahren haben und wissen, sind sie alle äußerst überlastet. Deshalb ist die Einsparung von 169 Planstellen bis 2013 als grob fahrlässig zu bezeichnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich kann mir das nur so erklären, dass die Haftanstaltskosten, die für einen Häftling pro Tag 100,65 € betragen, so hoch sind, dass Sie schauen, dass Sie möglichst viele Straftäter aus den Gefängnissen hinausbringen, dass die Strafen gering gehalten werden, dass sich alle anderen um die Häftlinge kümmern, aber nicht Ihr Ressort, das eigentlich dafür zuständig wäre, Frau Minister Bandion-Ortner! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Rechtschaffen heißt das!
Jetzt möchte ich noch ein Beispiel bringen, wie es nicht laufen soll, Frau Minister; vielleicht nehmen Sie das mit und sprechen das einmal in Ihrem Ressort an. Mir ist ein Fall bekannt, wo drei ausländische Drogendealer von einem verdeckten Ermittler erwischt wurden. Fakt war, dass sie dem Haftrichter vorgeführt wurden und er diese drei ausländischen Drogendealer freigelassen hat, und zwar mit der Begründung – und da wird mir geradezu schlecht, weil ich ein rechtsschaffender Mensch bin ... (Abg. Mag. Wurm: Rechtschaffen heißt das!) Rechtsschaffend und aus dem rechtlichen Bereich heraus.
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte Ihnen noch eines sagen: Bei allem guten Willen zum Sparen und zum Budget – ich weiß wir haben eine Wirtschaftskrise, man schiebt alles auf diese Wirtschaftskrise –, ist es sicher der falsche Weg, im Bereich Sicherheit zu sparen! Da sind Sie bei uns an der falschen Stelle! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Pendl: Hervorragend!
Im Bereich des Opferschutzes darf es auf keinen Fall einen Stillstand geben! (Abg. Pendl: Hervorragend!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Justiz hat bisher sehr gut gearbeitet und unsere Frau Ministerin Bandion-Ortner ist Garant dafür, dass sie auch weiterhin erfolgreich arbeiten wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Der Jugendgerichtshof ist nicht budgetiert, daher gehen wir davon aus, dass er so nicht kommen wird. Wir gehen davon aus, dass diese Regierung, trotz ihrer verbalen Ankündigungen, aber auch trotz ihrer schriftlichen Ankündigung im Regierungsübereinkommen diesen Jugendgerichtshof in dieser Regierungsperiode nicht vorantreiben wird. Auch das ist sehr bedauerlich. Vor allem für die Jugendlichen in unserem Land, die im Sinne der Prävention oder der Erstbehandlung von Straftaten sicher eine andere Behandlung verdient hätten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Steinhauser: Hier!
Bundesministerin für Justiz Mag. Claudia Bandion-Ortner: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Kolleginnen und Kollegen auf den Zuschauerrängen! Ja, Herr Mag. Steinhauser hat recht – er ist jetzt leider nicht da und hört mir nicht zu, aber vielleicht können Sie es ihm ausrichten (Abg. Mag. Steinhauser: Hier!) – Ah, da hinten, Entschuldigung! Er ist da!
Abg. Kopf spricht mit Abg. Peter Haubner.
Sie haben recht, Herr Mag. Steinhauser, es ist knapp in der Justiz. Die Justiz arbeitet am Limit, das ist richtig. Wir alle können nichts dafür, dass wir jetzt nicht mehr Ressourcen dazubekommen, auch der Herr Finanzminister kann nichts dafür; diese Situation ist uns von außen aufgezwungen – krisenbedingt. Was sollen wir jetzt machen? Sollen wir jetzt einfach den Kopf hängen lassen? – Ich meine damit nicht unseren Herrn Klubobmann. (Abg. Kopf spricht mit Abg. Peter Haubner.) – Sollen wir einfach aufgeben? – Er hört mich gar nicht. (Heiterkeit im Saal.)
Heiterkeit im Saal.
Sie haben recht, Herr Mag. Steinhauser, es ist knapp in der Justiz. Die Justiz arbeitet am Limit, das ist richtig. Wir alle können nichts dafür, dass wir jetzt nicht mehr Ressourcen dazubekommen, auch der Herr Finanzminister kann nichts dafür; diese Situation ist uns von außen aufgezwungen – krisenbedingt. Was sollen wir jetzt machen? Sollen wir jetzt einfach den Kopf hängen lassen? – Ich meine damit nicht unseren Herrn Klubobmann. (Abg. Kopf spricht mit Abg. Peter Haubner.) – Sollen wir einfach aufgeben? – Er hört mich gar nicht. (Heiterkeit im Saal.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Dr. Fichtenbauer! – Ist er nicht da? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Doch? Ach da oben, da kommt er. Herr Dr. Fichtenbauer, zu den RSa-Briefen: In ganz Europa gibt es keine RSa-Briefe (Ruf bei der FPÖ: Wieso nicht?), und es wird auch in Österreich ohne RSa-Zustellung gehen.
Ruf bei der FPÖ: Wieso nicht?
Herr Dr. Fichtenbauer! – Ist er nicht da? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Doch? Ach da oben, da kommt er. Herr Dr. Fichtenbauer, zu den RSa-Briefen: In ganz Europa gibt es keine RSa-Briefe (Ruf bei der FPÖ: Wieso nicht?), und es wird auch in Österreich ohne RSa-Zustellung gehen.
Oh-Rufe bei SPÖ und FPÖ
Herr Mag. Steinhauser, was die Bewährungshilfe betrifft: In Bayern müssen Bewährungshelfer fast doppelt so viele Klienten betreuen wie in Österreich. Außerdem haben Sie nicht die Wahrheit gesagt, Herr Mag. Steinhauser. (Oh-Rufe bei SPÖ und FPÖ), denn die Bewährungshilfe hat 2009 um 2,7 Prozent mehr Geld bekommen; das kann ich Ihnen gerne nachrechnen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm. – Abg. Pendl: Hört, hört!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm. – Abg. Pendl: Hört, hört!
Herr Mag. Steinhauser, was die Bewährungshilfe betrifft: In Bayern müssen Bewährungshelfer fast doppelt so viele Klienten betreuen wie in Österreich. Außerdem haben Sie nicht die Wahrheit gesagt, Herr Mag. Steinhauser. (Oh-Rufe bei SPÖ und FPÖ), denn die Bewährungshilfe hat 2009 um 2,7 Prozent mehr Geld bekommen; das kann ich Ihnen gerne nachrechnen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm. – Abg. Pendl: Hört, hört!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
An dieser Stelle möchte ich auch ein großes Dankeschön an alle Justizbediensteten richten: für die hervorragende, für die tolle Arbeit. Die österreichische Gerichtsbarkeit ist im internationalen Vergleich wirklich toll. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Ein herzliches Dankeschön auch an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bundesministerium für Justiz. Ich muss sagen, Sie haben in den letzen Wochen wirklich Höchstleistungen vollbracht; sie hatten im Rahmen des Bundesbudgetsbegleitgesetzes wirklich sehr viel zu tun und sie haben Tolles geleistet. Danke schön! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Ich bin zuversichtlich und hoffe wirklich, dass bald wieder bessere Zeiten kommen und dass wir die Gerichtsbarkeit ausbauen können. Ich hoffe es sehr – und ich hoffe, dass ich das noch erlebe. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommen einige Dankesworte! – Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Pendl. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommen einige Dankesworte! – Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Ich sage euch das ohnehin schon sehr lange. Ich kenne das Ritual, und viele hier kennen es, wie eine Opposition argumentiert und wie die Regierungsfraktionen argumentieren. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
damals in der Regierung war; und jetzt will ich zu diesem Thema eigentlich nichts mehr hören! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Lieber Herr Kollege Hagen, Legislative, Exekutive, Gerichtsbarkeit: Ich glaube, dass es uns gemeinsam gut ansteht, wenn wir rechtstaatlich die Arbeit der Gerichtsbarkeit akzeptieren und zur Kenntnis nehmen! Ich glaube, unsere Justiz und die Gerichtsbarkeit arbeiten hervorragend. Unser gemeinsamer Dank gebührt ihnen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.) Ich stehe nicht da, um die Gerichte zu kritisieren! Frau Ministerin, herzlichen Dank, Ihnen und Ihrem Personal, bis zur Justizwache! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Lieber Herr Kollege Hagen, Legislative, Exekutive, Gerichtsbarkeit: Ich glaube, dass es uns gemeinsam gut ansteht, wenn wir rechtstaatlich die Arbeit der Gerichtsbarkeit akzeptieren und zur Kenntnis nehmen! Ich glaube, unsere Justiz und die Gerichtsbarkeit arbeiten hervorragend. Unser gemeinsamer Dank gebührt ihnen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.) Ich stehe nicht da, um die Gerichte zu kritisieren! Frau Ministerin, herzlichen Dank, Ihnen und Ihrem Personal, bis zur Justizwache! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Abg. Lausch: Aber personell sehr aufwendig, Herr Pendl!
Dazwischen hat es noch eine Dame gegeben, die kennen wir auch, darüber will ich nichts sagen. Ich möchte aber etwas darüber sagen, was du angesprochen hast, dass er nämlich im Ausland ein Gefängnis hat bauen wollen: Die Justiz, aber auch die Politik hat es in der Zwischenzeit geschafft, und eine Richtlinie ist umgesetzt beziehungsweise soll bis 2011 umgesetzt werden, Frau Ministerin, und dann werden die Strafen innerhalb der Europäischen Union in den Heimatländern vollzogen werden! (Abg. Lausch: Aber personell sehr aufwendig, Herr Pendl!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Pendl lädt uns alle immer ein, er soll auch einmal für uns zahlen!
Frau Ministerin, alles Gute! Wir werden Ihnen im Justizausschuss gemeinsam helfen und versuchen, zum Positiven zu kommen! Alles Gute! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Pendl lädt uns alle immer ein, er soll auch einmal für uns zahlen!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Themen, die ich hier ansprechen möchte, stammen ja zum Teil bereits aus dem Budget-Unterausschuss. Es geht darum – Sie haben das ja zuletzt gesagt –, dass Sie mit dem Herrn Gesundheitsminister auch über die Tatsache gesprochen haben, dass für 9 000 Häftlinge im Jahr 2007 insgesamt 63 Millionen € für die Gesundheitsbetreuung ausgegeben wurden – das sind ungefähr 7 000 € pro Kopf –, während die Ausgaben für einen durchschnittlichen Bürger laut einer OECD-Studie 3 000 € betragen haben. Das heißt, für die Gesundheitsbetreuung für einen Haftinsassen wird mehr als doppelt so viel wie für einen normalen Bürger ausgegeben. Das ist eine Schieflage, die ich nicht so hinzunehmen gewillt bin. Da müssen nicht nur Ausgaben – wie der Kollege Pendl ja der Opposition unterstellt hat –, sondern auch Einsparungen passieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Aber stationär im Krankenhaus gibt es das auch am nächsten Tag!
Außerdem – bei aller Sachlichkeit –: Man muss schon sagen, dass das Ausführen zu einem Physiotherapeuten oder ähnliche Besuche Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Natürlich gibt es auch Argumente dafür, dass solche Sachen in der Justizanstalt direkt angeboten werden, aber warum ... (Abg. Dr. Oberhauser: Aber stationär im Krankenhaus gibt es das auch am nächsten Tag!) – Aber es entsteht einfach eine Schieflage, aber nicht für diejenigen, die sich durch eine Straftat außerhalb der Gesellschaft gestellt haben und da in einer Form begünstigt werden.
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt ja sogar den sogenannten Tourismus im Gesundheitsbereich, den Kriminaltourismus, wo mir in einem Fall ein Verfahrensbeholfener, dem ich empfohlen habe, zu gestehen, da die Indizien ja eindeutig waren – von Fingerabdrücken am Tatort, DNA-Spuren und so weiter –, gesagt hat, er möchte sogar eine höhere Strafe haben, weil ihm sein Arzt in seinem Heimatland gesagt hat, in Österreich könnte eine Therapie gemacht werden, die er sich in seinem Heimatstaat gar nicht leisten kann. – Traurig, dass es so ist – für beide Seiten! Aber so kann an sich ein Justizsystem nicht funktionieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Fall sprechen wir ganz klar von Betrug und würden meinen, dass ein Delikt des Asylbetrugs durchaus Eingang in das Strafgesetzbuch finden könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Justitia mag zwar die Augenbinde gegen die Brille eingetauscht haben, aber die Waage und das Richtschwert sind erhalten geblieben und bleiben auch aus gutem Grund erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben von einem Vorredner der Grünen, wir haben von Mag. Steinhauser den Vorwurf gehört, eine ganze Parlamentsgruppe habe keine Ahnung vom Haftentlassungspaket 2007; in Kraft getreten 2008. – Ich darf dem heftig widersprechen, denn genau deshalb, weil wir das genau einschätzen und wir nicht haben wollen, dass Drogendealer, dass Kinderschänder, dass Mörder auch nur einen Tag früher entlassen werden, sind wir strikt dagegen, dass es bei Verurteilungen nach solchen Delikten zu einer frühzeitigen Haftentlassung kommt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Es ist besser, wenn der Arbeitslose ins Gefängnis geht?!
Dem Kollegen Steinhauser darf ich auch sagen, dass es wenig Sinn macht, das Finanzstrafgesetz, die §§ 35, 37 und 41 sozusagen zu bagatellisieren und so zu tun, als ob das alles nichts wäre, denn: Der Staat muss auch das Recht haben, seine Einnahmen sicherzustellen. Und so gibt es halt auch Ersatzfreiheitsstrafen – und das mit gutem Grund, denn diese haben ja auch hohen Präventivcharakter. Ich halte daher überhaupt nichts davon, diese Dinge jetzt quasi auszusetzen. (Abg. Mag. Steinhauser: Es ist besser, wenn der Arbeitslose ins Gefängnis geht?!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: ... mehr Strafgefangene! Dann rechnen Sie es sich aus!
Tatsache ist, dass von 2000 bis zum Jahre 2006 kein Justizwacheposten gestrichen wurde. – Daher: Auch wenn man noch hundertmal etwas anderes sagt, wird es deswegen nicht wahrer! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: ... mehr Strafgefangene! Dann rechnen Sie es sich aus!) – Mehr Strafgefangene gibt es dann, wenn Justiz und Polizei gut arbeiten! Uns ist es jedenfalls allemal lieber, wenn Kriminelle im Gefängnis sind und sich nicht frei bewegen können. Wenn aber Sie, Frau Kollegin, das anders sehen, so ist das Ihr gutes Recht. Unserer Überzeugung nach gehören Kriminelle hinter Schloss und Riegel (Beifall beim BZÖ), und es muss so sein, dass die Kriminellen Angst vor dem Staat haben – und nicht umgekehrt.
Beifall beim BZÖ
Tatsache ist, dass von 2000 bis zum Jahre 2006 kein Justizwacheposten gestrichen wurde. – Daher: Auch wenn man noch hundertmal etwas anderes sagt, wird es deswegen nicht wahrer! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: ... mehr Strafgefangene! Dann rechnen Sie es sich aus!) – Mehr Strafgefangene gibt es dann, wenn Justiz und Polizei gut arbeiten! Uns ist es jedenfalls allemal lieber, wenn Kriminelle im Gefängnis sind und sich nicht frei bewegen können. Wenn aber Sie, Frau Kollegin, das anders sehen, so ist das Ihr gutes Recht. Unserer Überzeugung nach gehören Kriminelle hinter Schloss und Riegel (Beifall beim BZÖ), und es muss so sein, dass die Kriminellen Angst vor dem Staat haben – und nicht umgekehrt.
Beifall beim BZÖ.
In Summe: Es ist höchste Skepsis angebracht, dass mit dieser Personalreduktion ein Fortschritt erzielt werden kann. Wir können daher aus diesen Überlegungen heraus auch dieses Budgetkapitel nicht unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
eingesperrt und weggesperrt, aber auch zugesperrt, so zum Beispiel Postämter et cetera. Das hatten Sie zu verantworten. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Das hatten Sie zu verantworten! Einsperren, Wegsperren, Zusperren – das war damals die Devise. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
eingesperrt und weggesperrt, aber auch zugesperrt, so zum Beispiel Postämter et cetera. Das hatten Sie zu verantworten. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Das hatten Sie zu verantworten! Einsperren, Wegsperren, Zusperren – das war damals die Devise. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner – Abg. Ursula Haubner: Nicht so bösartig!
50 Millionen € mehr im Justizbudget 2009 – und das in Zeiten von Sparbudgets; das muss man auch sagen – stehen für Leistungen wie Sachwalterschaft, Opferschutzhilfe (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner – Abg. Ursula Haubner: Nicht so bösartig!), Opferschutzeinrichtungen oder Sachverständigengutachten sowie Erhöhungen für BIG-Mieten zur Verfügung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner.) – Jetzt werden Sie nervös, Herr Klubobmann Scheibner! – pardon: sind Sie ja gar nicht mehr. (Abg. Scheibner: Ich bin nicht nervös! Ich hätte Ihnen eine bessere Rede geschrieben!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner.
50 Millionen € mehr im Justizbudget 2009 – und das in Zeiten von Sparbudgets; das muss man auch sagen – stehen für Leistungen wie Sachwalterschaft, Opferschutzhilfe (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner – Abg. Ursula Haubner: Nicht so bösartig!), Opferschutzeinrichtungen oder Sachverständigengutachten sowie Erhöhungen für BIG-Mieten zur Verfügung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner.) – Jetzt werden Sie nervös, Herr Klubobmann Scheibner! – pardon: sind Sie ja gar nicht mehr. (Abg. Scheibner: Ich bin nicht nervös! Ich hätte Ihnen eine bessere Rede geschrieben!)
Abg. Scheibner: Ich bin nicht nervös! Ich hätte Ihnen eine bessere Rede geschrieben!
50 Millionen € mehr im Justizbudget 2009 – und das in Zeiten von Sparbudgets; das muss man auch sagen – stehen für Leistungen wie Sachwalterschaft, Opferschutzhilfe (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner – Abg. Ursula Haubner: Nicht so bösartig!), Opferschutzeinrichtungen oder Sachverständigengutachten sowie Erhöhungen für BIG-Mieten zur Verfügung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner.) – Jetzt werden Sie nervös, Herr Klubobmann Scheibner! – pardon: sind Sie ja gar nicht mehr. (Abg. Scheibner: Ich bin nicht nervös! Ich hätte Ihnen eine bessere Rede geschrieben!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließende Forderung – auch das ist mir als einer Frauenpolitikerin ein wichtiges Anliegen –: Vor Scheidungen soll es eine verpflichtende Rechtsberatung geben, damit bei Scheidungen Frauen nicht über den Tisch gezogen werden. Das wäre eine notwendige Maßnahme, sind doch oft gerade die Frauen diejenigen, die aufgrund einer Scheidung draufzahlen. Und das wollen wir alle nicht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Wurm, ich weiß schon, die SPÖ-Fraktion ist immer noch traumatisiert von den Jahren 2000 bis 2006, dass Ihre Partei da einmal nicht in der Regierung war. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Lassen Sie mich jetzt ein bisschen auf Ihre Ausführungen hier eingehen!
Abg. Mag. Wurm: Gesetze haben sie andere gehabt!
Frau Abgeordnete Wurm, waren in den Jahren 2000 bis 2006 die Richter nicht unabhängig, haben sie in dieser Zeit andere Urteile gesprochen? (Abg. Mag. Wurm: Gesetze haben sie andere gehabt!) – Ach, die Gesetze haben sich so stark geändert! Aber irgendwo, glaube ich, unterstellen Sie der Richterschaft schon, dass diese nicht unabhängig agiert habe, als Blau-Schwarz in der Regierung war. (Abg. Mag. Wurm: Ich unterstelle nichts! Das war ein anderer Kollege!)
Abg. Mag. Wurm: Ich unterstelle nichts! Das war ein anderer Kollege!
Frau Abgeordnete Wurm, waren in den Jahren 2000 bis 2006 die Richter nicht unabhängig, haben sie in dieser Zeit andere Urteile gesprochen? (Abg. Mag. Wurm: Gesetze haben sie andere gehabt!) – Ach, die Gesetze haben sich so stark geändert! Aber irgendwo, glaube ich, unterstellen Sie der Richterschaft schon, dass diese nicht unabhängig agiert habe, als Blau-Schwarz in der Regierung war. (Abg. Mag. Wurm: Ich unterstelle nichts! Das war ein anderer Kollege!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, in diesem Bereich jetzt weitere 169 Planstellen einzusparen, ist doch geradezu unmöglich. Frau Ministerin, sparen Sie nicht beim Personal, denn Sparen beim Personal heißt nämlich auch sparen bei der Sicherheit. Und das lehnen wir Freiheitlichen striktest ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Frau Bundesministerin, kehren Sie zurück zum wesentlich billigeren Heptadon und stellen Sie die teure und irre Substitutionsbehandlung sofort ein! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, es ist es kein Wunder, dass man dann beim Justizwachepersonal, bei den Gerichten und beim Gerichtspersonal einsparen muss, wenn man da mit vollen Händen das Geld hinauswirft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist zwar begrüßenswert, dass sich sozial schwächere Bürger über die Verfahrenshilfe eine Befreiung erwirken können, aber so wirklich glücklich ist niemand mit dieser Gerichtsgebühr in diesem Bereich. Kinder haben das Recht auf beide Elternteile. Dieses Recht ist ohnehin emotionell belastet, sein leibliches Kind sehen zu wollen, ist für Vater und Mutter gleichwohl schwierig, und das sollte man nicht mit Gebühren belasten. Daher ist es positiv, dass es bereits aus dem Justizministerium starke Signale gibt, sich Gedanken darüber zu machen, wie dieses sensible Thema nochmals abgefedert werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist insbesondere unserer Kollegin Ruth Becher zu verdanken, dass die Briefzustellung in Mietrechtsangelegenheiten nunmehr ebenfalls nach einem Jahr wieder evaluiert werden soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Als Bürgermeister einer Bezirksstadt stelle ich unmissverständlich fest, dass es – nach den Kahlschlägen von Minister Strasser bei den Gendarmerieposten, von Minister Gorbach bei den Postämtern (Zwischenrufe beim BZÖ) und von Minister Böhmdorfer bei den Bezirksgerichten – zu keiner weiteren Ausdünnung der Infrastruktur zum Nachteil der Bevölkerung im ländlichen Raum kommen darf. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Als Bürgermeister einer Bezirksstadt stelle ich unmissverständlich fest, dass es – nach den Kahlschlägen von Minister Strasser bei den Gendarmerieposten, von Minister Gorbach bei den Postämtern (Zwischenrufe beim BZÖ) und von Minister Böhmdorfer bei den Bezirksgerichten – zu keiner weiteren Ausdünnung der Infrastruktur zum Nachteil der Bevölkerung im ländlichen Raum kommen darf. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich erlaube mir, die Redezeit unseres Klubs doch nicht zu verschenken. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das ist ein interessanter Hinweis! Übrigens: Weil vorhin meine humanistische Äußerung überwiegend einen positiven Reflex zur Folge hatte, noch eine – ich zitiere Horaz – : Quidquid agis prudenter agas et respice finem. – Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich erlaube mir, die Redezeit unseres Klubs doch nicht zu verschenken. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das ist ein interessanter Hinweis! Übrigens: Weil vorhin meine humanistische Äußerung überwiegend einen positiven Reflex zur Folge hatte, noch eine – ich zitiere Horaz – : Quidquid agis prudenter agas et respice finem. – Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gers einführen muss. – Soweit die Einladung, dass man täglich gescheiter werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
im Bereich des Mietrechtes, die in einem Jahr dem Nationalrat vorzulegen ist, zu diskutieren sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Bis 2003 galt Österreich als Vorzeigeland, wenn es um das Thema Jugendgerichtsbarkeit gegangen ist. Bis dahin waren wir auch im Besitz eines eigenen Jugendgerichtshofes. Den hat der damalige Justizminister Böhmdorfer dann zerschlagen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Scheibner: Das alles gibt es jetzt nicht mehr? Interessant!
Die Kriterien, die den Erfolg ausgemacht haben, waren unter anderem eine extrem geringe Rückfallsquote durch einen entwicklungsbedingten Umgang mit den Jugendlichen, eine Vorbereitung auch auf das berufliche Leben und eine Rückführung und Vorbereitung auf ein gewaltfreies Leben. (Abg. Scheibner: Das alles gibt es jetzt nicht mehr? Interessant!)
Abg. Scheibner: Kommt das überhaupt? Wird das finanziert? Haben Sie das Budget auch dazu?
(Abg. Scheibner: Kommt das überhaupt? Wird das finanziert? Haben Sie das Budget auch dazu?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Musiol.
Frau Ministerin Bandion-Ortner, ich fordere Sie auf, die im Regierungsprogramm festgehaltene Idee der Erneuerung der Jugendgerichtsbarkeit so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen. Durch den Neubau eines Jugendkompetenzzentrums könnten die Resozialisierung und die Senkung der Jugendkriminalität gesichert werden. Dies wiederum bedeutet auch eine Sicherung der Zukunft unserer Jugend. Mit der Unterstützung von unserer Seite bei der Umsetzung dieses Projekts können Sie auf jeden Fall rechnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der SPÖ.
Trägervereine der Sachwalterschaft mehr Geld als bisher zur Verfügung gestellt werden kann. Es steigen die Mittel von 26 Millionen auf 28 Millionen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg! Frau Bundesministerin, danke für die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Strutz ab 14 Uhr; siehe S. 925.
Am heutigen Sitzungstag sind folgende Abgeordnete als verhindert gemeldet: Haberzettl, Praßl, Gartelgruber, Dr. Belakowitsch-Jenewein. (Abg. Dr. Strutz ab 14 Uhr; siehe S. 925.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Die Meldung bezieht sich auf den 16. Mai 2009, der Deliktsvorwurf ist der gewerbsmäßige Diebstahl und der Diebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung. Beschuldigt wurden Trigon Dimitri und Korneev Oleg, zwei Staatsbürger aus Moldawien. Diese zwei Staatsbürger haben eine Axt, Taschenlampen, Seitenschneider, Einbruchswerkzeuge, Messer, Sturmhauben (Zwischenruf des Abg. Hörl), um das Gesicht zu verdecken, und wo weiter und so fort mit sich geführt. Als sie aufgegriffen wurden, haben sie der Polizei gesagt: Nein, nein, das gehört nicht uns, und im Übrigen verlangen wir Asyl! – Diese zwei Personen sind dann selbstverständlich nach Traiskirchen gebracht worden, verbringen dort ihre Zukunft im Asylwerberstatus auf unsere Kosten, obwohl sie offensichtlich Einbrecher sind.
Beifall bei der FPÖ.
„Hauptschuld am derzeitigen Desaster geben Kriminalisten – hinter vorgehaltener Hand –“, schreibt er, „dem Wegfall der Grenzkontrollen seit der Schengen-Erweiterung: Offene Grenzen fördern ungehinderten (Diebs-)Gütertransport ebenso wie die rasche Rückkehr abgeschobener Straftäter, etwa Rumänen, die neben Georgiern und Moldawiern derzeit das Gros der Einbrecher im Osten Österreichs stellen. Einen nennenswerten Österreicher-Anteil im Kriminalgeschehen finde man schon seit Jahren nur noch im Bereich Finanz- und Wirtschafts-Delikte.“ – So weit, so gut! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Wo steht das? Sie behaupten Falsches!
Und als dann genau zu dieser Causa von den Grünen eine parlamentarische Anfrage gestartet wurde und dem Chef der Wiener Fremdenpolizei vorgeworfen wurde, er wäre rassistisch, hat er seine Tätigkeit eingestellt. (Abg. Mag. Korun: Wo steht das? Sie behaupten Falsches!) – Und genau das zeigt mir auch, wo die Problematik, Frau Korun, der heimischen Sicherheitspolitik liegt, nämlich genau in Ihrer Politik (Zwischenruf des Abg. Öllinger), dass Sie bezüglich jeden, der die Probleme beim Namen nennt, in einer unglaublichen Art und Weise polemisieren und auf ihn hinhauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Und als dann genau zu dieser Causa von den Grünen eine parlamentarische Anfrage gestartet wurde und dem Chef der Wiener Fremdenpolizei vorgeworfen wurde, er wäre rassistisch, hat er seine Tätigkeit eingestellt. (Abg. Mag. Korun: Wo steht das? Sie behaupten Falsches!) – Und genau das zeigt mir auch, wo die Problematik, Frau Korun, der heimischen Sicherheitspolitik liegt, nämlich genau in Ihrer Politik (Zwischenruf des Abg. Öllinger), dass Sie bezüglich jeden, der die Probleme beim Namen nennt, in einer unglaublichen Art und Weise polemisieren und auf ihn hinhauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und als dann genau zu dieser Causa von den Grünen eine parlamentarische Anfrage gestartet wurde und dem Chef der Wiener Fremdenpolizei vorgeworfen wurde, er wäre rassistisch, hat er seine Tätigkeit eingestellt. (Abg. Mag. Korun: Wo steht das? Sie behaupten Falsches!) – Und genau das zeigt mir auch, wo die Problematik, Frau Korun, der heimischen Sicherheitspolitik liegt, nämlich genau in Ihrer Politik (Zwischenruf des Abg. Öllinger), dass Sie bezüglich jeden, der die Probleme beim Namen nennt, in einer unglaublichen Art und Weise polemisieren und auf ihn hinhauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Frau Bundesminister Fekter, ich erlaube mir, Ihnen im Rahmen der Budgetberatungen meine persönliche Conclusio aus all diesen Missständen mit auf den Weg zu geben. Ich möchte hier eine deutliche Warnung vor dem rot-grünen Einfluss auf die Sicherheitspolitik aussprechen, und ich möchte Ihnen auch Folgendes als Ratschlag mit auf den Weg geben: Wenn Sie das nächste Mal von Abgeordnetem Pilz im Ausschuss auf eine derart unglaubliche Art und Weise angeflegelt werden, dann ist es gut, dass Sie nicht den Ausschuss verlassen, sondern diesem Herrn Pilz die Stirn bieten, denn in Wirklichkeit ist es ein Orden, von einem Herrn Pilz kritisiert zu werden (Beifall bei der FPÖ) – einem Herrn Pilz, der noch nie in seinem Leben aufseiten der Polizei, sondern immer nur aufseiten der anderen gestanden ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Frau Bundesminister Fekter, ich erlaube mir, Ihnen im Rahmen der Budgetberatungen meine persönliche Conclusio aus all diesen Missständen mit auf den Weg zu geben. Ich möchte hier eine deutliche Warnung vor dem rot-grünen Einfluss auf die Sicherheitspolitik aussprechen, und ich möchte Ihnen auch Folgendes als Ratschlag mit auf den Weg geben: Wenn Sie das nächste Mal von Abgeordnetem Pilz im Ausschuss auf eine derart unglaubliche Art und Weise angeflegelt werden, dann ist es gut, dass Sie nicht den Ausschuss verlassen, sondern diesem Herrn Pilz die Stirn bieten, denn in Wirklichkeit ist es ein Orden, von einem Herrn Pilz kritisiert zu werden (Beifall bei der FPÖ) – einem Herrn Pilz, der noch nie in seinem Leben aufseiten der Polizei, sondern immer nur aufseiten der anderen gestanden ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, lassen Sie sich nicht treiben von diesem unheilvollen rot-grünen Einfluss! Wenn Sie richtigerweise nach strengeren Strafen für Einbrecher rufen, dann kann es nicht sein, dass die SPÖ sagt: Nein, das brauchen wir nicht, Einbrecher brauchen nicht stärker bestraft zu werden! – Das ist genau die falsche Politik, die durch Sie über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg dokumentiert ist. Natürlich ist auch daran zu arbeiten, dass die Aufklärungsquote steigt – keine Frage! –, aber strengere Strafen haben einen generalpräventiven Charakter, der nicht außer Acht zu lassen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kommen wir zu dem durch die Grünen immer wieder geforderten Menschenrechtsbeirat, der zu wirklichen Problemen für die Polizei führt. Ich bin viel in den heimischen Wachzimmern, Polizeiinspektionen unterwegs, und man glaubt seinen Augen und traut seinen Ohren nicht, wenn man etwa ein Wachzimmer besucht, wo es Polizei-Arrestantenzellen gibt und man dann mit den Polizisten redet und draufkommt, dass der Menschenrechtsbeirat immer dann sehr schnell und rasch zur Stelle ist, wenn Verhaftete hier betreffend Maximierung ihrer Rechte beraten werden. Und der Menschenrechtsbeirat marschiert vorbei an desolaten Wachzimmern, hin in den Arrestantenbereich, schaut, ob dort alles in Ordnung ist, ob dieser tatsächlich einen Drei- oder Viersternehotel-Charakter hat, und dann hört man, dass die Arretierten unter fünf Menüs aussuchen können, was sie gerne hätten, und der Polizist kann sich die Leberkässemmel um das eigene Geld kaufen. – Das ist genau die Politik der Grünen und der SPÖ, die eine schlechte ist und der man auch die Stirn bieten muss! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Na unbedingt!
Frau Bundesminister, ich erlaube mir, Ihnen zu raten, den Dialog zu suchen, den Dialog mit der Oppositionspartei, mit der Freiheitlichen Partei (Abg. Öllinger: Na unbedingt!), ich erlaube mir festzuhalten, dass es da interessante Schnittmengen gibt. (Abg. Öllinger – quer über seine Wange zeigend –: Schnittmenge!) Ich denke etwa an Wien, wo die Wiener FPÖ eine Sicherheitswacht fordert und die ÖVP etwa gleichlautend die Stadtwache. – Ja warum sollte es denn nicht gelingen, hier in Wien etwas voranzutreiben, etwa ein nicht-sozialistisches Sicherheitsmodell zu etablieren und dafür Sorge zu tragen, dass die Wiener endlich Sicherheit haben? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger – quer über seine Wange zeigend –: Schnittmenge!
Frau Bundesminister, ich erlaube mir, Ihnen zu raten, den Dialog zu suchen, den Dialog mit der Oppositionspartei, mit der Freiheitlichen Partei (Abg. Öllinger: Na unbedingt!), ich erlaube mir festzuhalten, dass es da interessante Schnittmengen gibt. (Abg. Öllinger – quer über seine Wange zeigend –: Schnittmenge!) Ich denke etwa an Wien, wo die Wiener FPÖ eine Sicherheitswacht fordert und die ÖVP etwa gleichlautend die Stadtwache. – Ja warum sollte es denn nicht gelingen, hier in Wien etwas voranzutreiben, etwa ein nicht-sozialistisches Sicherheitsmodell zu etablieren und dafür Sorge zu tragen, dass die Wiener endlich Sicherheit haben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, ich erlaube mir, Ihnen zu raten, den Dialog zu suchen, den Dialog mit der Oppositionspartei, mit der Freiheitlichen Partei (Abg. Öllinger: Na unbedingt!), ich erlaube mir festzuhalten, dass es da interessante Schnittmengen gibt. (Abg. Öllinger – quer über seine Wange zeigend –: Schnittmenge!) Ich denke etwa an Wien, wo die Wiener FPÖ eine Sicherheitswacht fordert und die ÖVP etwa gleichlautend die Stadtwache. – Ja warum sollte es denn nicht gelingen, hier in Wien etwas voranzutreiben, etwa ein nicht-sozialistisches Sicherheitsmodell zu etablieren und dafür Sorge zu tragen, dass die Wiener endlich Sicherheit haben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für den Fall, dass heute hier ein Misstrauensantrag gegen die Frau Bundesminister zur Abstimmung ansteht, möchte ich sagen, dass dieser Misstrauensantrag von einer Person ins Gerede gebracht wurde, betreffend die zumindest ich niemanden kenne, der dieser Person noch das Vertrauen schenkt: von einem Herrn Stadler und von einer Gruppe, die selbst die Kriminalstatistik nach oben treibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hörl.
Ich denke mir, das ist eine Wortwahl, wie sie genau von dieser Gruppe, die heute den Misstrauensantrag stellen wird, verwendet wird, wo man der Frau Bundesminister zuruft, sie möge in die Schottergrube verschwinden, eine Wortwahl, die unflätig ist. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hörl.) Und ich glaube, ohne die Worte des Herrn Faul verwenden zu wollen, dass er das sagt, was sich die schweigende Mehrheit dieses Hauses schon lange denkt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich denke mir, das ist eine Wortwahl, wie sie genau von dieser Gruppe, die heute den Misstrauensantrag stellen wird, verwendet wird, wo man der Frau Bundesminister zuruft, sie möge in die Schottergrube verschwinden, eine Wortwahl, die unflätig ist. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hörl.) Und ich glaube, ohne die Worte des Herrn Faul verwenden zu wollen, dass er das sagt, was sich die schweigende Mehrheit dieses Hauses schon lange denkt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Bussi, Bussi, Bussi!
Frau Minister Fekter, Sie haben nicht unser uneingeschränktes Vertrauen, daran können Sie noch arbeiten, aber Sie haben auch nicht unser Misstrauen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bussi, Bussi, Bussi!)
Abg. Ing. Westenthaler: Na wart einmal ab! Abwarten!
In diesem Sinne – Herr Westenthaler, Sie sind ja selbst einer dieser Fälle, die für ein Hinaufschrauben der Kriminalstatistik sorgen (Abg. Ing. Westenthaler: Na wart einmal ab! Abwarten!) – darf ich mir wünschen – ich darf es mir wirklich eindringlich wünschen! –, dass dieser unheilvolle grün-rote Einfluss auf die Sicherheitspolitik schwindet und durch nicht-sozialistische Modelle ersetzt wird.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn es in Wien gelingt, einen Bürgermeister Strache zu etablieren, dann kann ich garantieren, dass die Kriminalitätsrate massiv nach unten, Richtung null sinken wird. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Vielmehr haben wir kritisiert, dass Dr. Kovarnik in Pressekonferenzen mit Zahlen operiert, die eigentlich gar nicht erhoben werden – siehe dazu meine spätere inhaltliche Rede. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Trotz dieser erhöhten Einbruchskriminalität zählt Österreich nach wie vor zu den sichersten Ländern der Welt, und wir werden alles daran setzen – ich bin davon überzeugt, mit dem Engagement der Frau Bundesminister und mit der guten Arbeit der Polizei wird das gelingen –, dass wir das auch weiterhin bewerkstelligen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Der erfolgreiche Weg im Bereich der Sicherheit kann mit diesem Budget fortgesetzt werden. Ich bin mir sicher, dass es mit diesem großen Engagement unserer Frau Bundesminister und mit dem großen Engagement und dem großen Einsatz der Polizeibeamten möglich sein wird, dass Österreich auch weiterhin weltweit im Spitzenfeld der Sicherheit sein wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Versagen in Ihrem Ressort ist dermaßen gravierend und augenfällig, dass keine Verteidigung es zustande brächte, daraus eine Positivbilanz zu machen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich weiß schon, Frau Minister, dass Sie nicht allein dafür verantwortlich sind. Natürlich ist Ihr Vorvorgänger Strasser ein Hauptverantwortlicher – das gibt sogar Ihr Koalitionspartner offen zu. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ich rede jetzt von Ihrem Koalitionspartner. Ihr Koalitionspartner sagt bei jeder Gelegenheit: Die Strasser’sche Polizeireform ist hauptursächlich verantwortlich für die derzeitige Entwicklung der Kriminalitätsrate. – Ich sage dazu: Jawohl, ist so! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß schon, Frau Minister, dass Sie nicht allein dafür verantwortlich sind. Natürlich ist Ihr Vorvorgänger Strasser ein Hauptverantwortlicher – das gibt sogar Ihr Koalitionspartner offen zu. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ich rede jetzt von Ihrem Koalitionspartner. Ihr Koalitionspartner sagt bei jeder Gelegenheit: Die Strasser’sche Polizeireform ist hauptursächlich verantwortlich für die derzeitige Entwicklung der Kriminalitätsrate. – Ich sage dazu: Jawohl, ist so! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!
Ihr Vorgänger, der nunmehrige Landeshauptmann von Tirol, ist dafür verantwortlich, dass man völlig überzogen und übereilt die Schengen-Grenze abgebaut hat, obwohl klar war, dass die Kriminalitätskontrolle in den Ländern in der Nachbarschaft Österreichs überhaupt nicht gewährleistet ist. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!) – Natürlich, selbstverständlich ist das wahr! (Abg. Rädler: Wer war denn da in der Regierung?!)
Abg. Rädler: Wer war denn da in der Regierung?!
Ihr Vorgänger, der nunmehrige Landeshauptmann von Tirol, ist dafür verantwortlich, dass man völlig überzogen und übereilt die Schengen-Grenze abgebaut hat, obwohl klar war, dass die Kriminalitätskontrolle in den Ländern in der Nachbarschaft Österreichs überhaupt nicht gewährleistet ist. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!) – Natürlich, selbstverständlich ist das wahr! (Abg. Rädler: Wer war denn da in der Regierung?!)
Beifall beim BZÖ.
Das, was Herr Swoboda da Herrn Strasser gesagt hat, ist wahr. (Beifall beim BZÖ.) Und Herr Strasser ist völlig zerknirscht dort gesessen und hat dazu genickt. Es ändert nur nichts daran: Die Frau Bundesminister hat bisher den Kopf in den Sand gesteckt und hat nichts getan! (Abg. Rädler: Da wart ihr schon in der Regierung! – Abg. Kößl: Die Aussagen von Swoboda ...!) – Nein! Wenn ich einmal Swoboda zitiere, dann ist
Abg. Rädler: Da wart ihr schon in der Regierung! – Abg. Kößl: Die Aussagen von Swoboda ...!
Das, was Herr Swoboda da Herrn Strasser gesagt hat, ist wahr. (Beifall beim BZÖ.) Und Herr Strasser ist völlig zerknirscht dort gesessen und hat dazu genickt. Es ändert nur nichts daran: Die Frau Bundesminister hat bisher den Kopf in den Sand gesteckt und hat nichts getan! (Abg. Rädler: Da wart ihr schon in der Regierung! – Abg. Kößl: Die Aussagen von Swoboda ...!) – Nein! Wenn ich einmal Swoboda zitiere, dann ist
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Nun wissen wir alle – auch die Österreichische Volkspartei muss das mittlerweile überrissen haben –, dass die Kriminalitätsentwicklung in diesem Land unerträglich geworden ist. Wir haben in diesem Land bei den Hauseinbrüchen und bei den Wohnungseinbrüchen Zuwächse zwischen 25,8 und 60 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Ist Ihnen das schon aufgefallen? Ist Ihnen schon aufgefallen, dass selbst schon bei Polizeichefs eingebrochen wird? Es wurde nicht nur die Handtasche der Ministerin – von der möchte ich gar nicht reden – gestohlen, sondern mittlerweile wird auch bei Polizeichefs eingebrochen. Bei den Promis wird eingebrochen. (Abg. Kößl: Ist bei Ihnen schon eingebrochen worden?) Das sind zum Teil Ihre Wähler in den „Döblinger Regimentern“, meine Damen und Herren. Die müssen sich mittlerweile schon selbst die Sicherheit organisieren, weil Ihre Ministerin nicht mehr in der Lage ist, Sicherheit in diesem Land zu gewährleisten.
Abg. Kößl: Ist bei Ihnen schon eingebrochen worden?
Nun wissen wir alle – auch die Österreichische Volkspartei muss das mittlerweile überrissen haben –, dass die Kriminalitätsentwicklung in diesem Land unerträglich geworden ist. Wir haben in diesem Land bei den Hauseinbrüchen und bei den Wohnungseinbrüchen Zuwächse zwischen 25,8 und 60 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Ist Ihnen das schon aufgefallen? Ist Ihnen schon aufgefallen, dass selbst schon bei Polizeichefs eingebrochen wird? Es wurde nicht nur die Handtasche der Ministerin – von der möchte ich gar nicht reden – gestohlen, sondern mittlerweile wird auch bei Polizeichefs eingebrochen. Bei den Promis wird eingebrochen. (Abg. Kößl: Ist bei Ihnen schon eingebrochen worden?) Das sind zum Teil Ihre Wähler in den „Döblinger Regimentern“, meine Damen und Herren. Die müssen sich mittlerweile schon selbst die Sicherheit organisieren, weil Ihre Ministerin nicht mehr in der Lage ist, Sicherheit in diesem Land zu gewährleisten.
Abg. Kößl: Dann schlafen Sie immer!
Und was macht Frau Bundesminister Fekter? – Sie ist inexistent. Man hört nichts von ihr, man sieht nichts von ihr. (Abg. Kößl: Dann schlafen Sie immer!) Die Kriminalitätsrate ist für die Frau Minister kein Thema, sie unternimmt nichts dagegen.
Beifall beim BZÖ.
In Wolfsberg wird eine 82-jährige Frau in ihrem Haus ausgeraubt. Die Polizei sagt, das geht nur, weil die Diebe sofort wieder über die Grenze wegkönnen. – Es ist schon gut, die Strafrahmen zu verschärfen, Frau Bundesministerin, aber zuerst müssen Sie die Täter einmal haben, das ist das Entscheidende, dann können Sie die Täter auch verurteilen lassen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Abgesehen davon fällt die Erhöhung des Strafrahmens gar nicht in Ihre Ressortkompetenz, das ist Sache der Justizministerin. Also kümmern Sie sich doch um die Angelegenheiten, die in Ihrem Ressort, im Innenressort, zu erledigen sind! (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Da hätten Sie ein breites Betätigungsfeld.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.
Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen diese ganze Kriminalitätsentwicklung ersparen, die dramatischen Fälle, Frauen, die mit einer Vase niedergeschlagen werden, ausgeraubt werden in Pöchlarn, zahlreiche Fälle entlang der Grenze, Leute, die bereits vier Mal ausgeraubt wurden – vier Mal! Das sind keine BZÖ-Wähler, sondern das sind ganz einfach Leute, die das Schicksal haben, an der Grenze zu leben, wo man die Grenze aufgemacht hat und sie heute nicht mehr kontrollieren möchte! Die damit leben müssen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!
Hohes Haus! Der Herr Bundeskanzler hätte die Frau Innenministerin wecken müssen – nicht Brüssel ist dafür zuständig, die Kriminalität in Österreich zu bekämpfen. Das ist ausnahmsweise einmal nichts, was man Brüssel vorwerfen muss und vorwerfen kann, sondern das ist ausschließlich eine orginäre österreichische Aufgabe, die die zuständige Innenministerin aber bis heute nicht erfüllt, meine Damen und Herren! (Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!) – Nein, das ist keine Verzerrung! Sie steckt den Kopf in den Sand und ist inexistent. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hohes Haus! Der Herr Bundeskanzler hätte die Frau Innenministerin wecken müssen – nicht Brüssel ist dafür zuständig, die Kriminalität in Österreich zu bekämpfen. Das ist ausnahmsweise einmal nichts, was man Brüssel vorwerfen muss und vorwerfen kann, sondern das ist ausschließlich eine orginäre österreichische Aufgabe, die die zuständige Innenministerin aber bis heute nicht erfüllt, meine Damen und Herren! (Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!) – Nein, das ist keine Verzerrung! Sie steckt den Kopf in den Sand und ist inexistent. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Wenn man es durchgelesen hat, ist das nichtssagend!
Eine heutige Schlagzeile – ich weiß nicht, ob Sie das schon gelesen haben; ich zitiere –: „Gefährlicher Engpass bei der Polizei“. (Abg. Kößl: Wenn man es durchgelesen hat, ist das nichtssagend!)
Abg. Kößl: 450 Beamte sind in Wien!
Und weiters: „Wenn es an Sonn- und Feiertagen in Wien kracht, wird es bei der Polizei“ mangels Reserven personell „eng“. – Zitatende. (Abg. Kößl: 450 Beamte sind in Wien!)
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!
Gar nichts haben Sie mittlerweile in Wien. Sie ziehen Beamte, wenn Sie Beamte in Wien einsetzen, aus den Bundesländern ab, wo man sie aber genauso bräuchte. In Wien haben Sie überhaupt noch keine Beamten zur Verfügung! (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!) Das ist die Realität, weil Sie über ein Jahr lang geschlafen haben! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gar nichts haben Sie mittlerweile in Wien. Sie ziehen Beamte, wenn Sie Beamte in Wien einsetzen, aus den Bundesländern ab, wo man sie aber genauso bräuchte. In Wien haben Sie überhaupt noch keine Beamten zur Verfügung! (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!) Das ist die Realität, weil Sie über ein Jahr lang geschlafen haben! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Verzerrung der Situation!
Diese Beamten stehen Ihnen nach wie vor nicht zur Verfügung. Sie können nicht Polizeischüler in einen Einsatz mit Schwerkriminellen schicken, das ist ja Unsinn! (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Verzerrung der Situation!)
Beifall beim BZÖ.
Es hat sich herausgestellt, dass die Täter bei dem Sikh-Massaker im Sikh-Tempel Asylanten, die schon seit Jahren abgeschoben sein müssten, sind, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Petzner zeigt einen Zeitungsartikel.
Dann stellt sich heraus ... (Abg. Petzner zeigt einen Zeitungsartikel.) – Zeig es noch einmal her! Die Österreichische Volkspartei weiß nicht, was ein Sikh-Tempel ist, das gebe ich gerne zu. Aber, meine Damen und Herren, was illegale Asylanten sind, das sollten Sie mittlerweile wissen; illegale Asylanten, die aus diesem Land schon längst abgeschoben sein müssten. Die dafür verantwortliche und zuständige Innenministerin kennt sich nicht aus!
Abg. Kößl: Die ist gut!
Der Beschluss des Parlaments lautet: wird kritisch gesehen. – Die Asylrichtlinie wird kritisch gesehen. Dann streiten sich Rot und Schwarz, wer im EU-Parlament dafür und wer dagegen gestimmt hat. Aber die zuständige Ministerin (Abg. Kößl: Die ist gut!), die das alles verhindern hätte können, hat sich im Rat verschwiegen. Sie hat zwar heftig kritisch dreingeschaut, aber das hat niemand bemerkt, meine Damen und Herren!
Abg. Kößl: Sie verzerren die Tatsachen!
Nur, Frau Bundesministerin, für heftiges kritisches Dreinschauen werden Sie nicht bezahlt, das ist nicht Ihre Ressortaufgabe. Sie als Ressortleiterin – zugegeben, in einem der schwierigsten Ressorts dieser Republik – hätten andere Aufgaben zu erledigen für die öffentliche Sicherheit, als Sie es tun. (Abg. Kößl: Sie verzerren die Tatsachen!) Sie hätten andere Aufgaben, als kritisch dreinzuschauen und dafür zu sorgen, dass Ihren Parteifreunden Mensdorff-Pouilly und Strasser nichts passiert. Das ist nicht Ihre Aufgabe! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur, Frau Bundesministerin, für heftiges kritisches Dreinschauen werden Sie nicht bezahlt, das ist nicht Ihre Ressortaufgabe. Sie als Ressortleiterin – zugegeben, in einem der schwierigsten Ressorts dieser Republik – hätten andere Aufgaben zu erledigen für die öffentliche Sicherheit, als Sie es tun. (Abg. Kößl: Sie verzerren die Tatsachen!) Sie hätten andere Aufgaben, als kritisch dreinzuschauen und dafür zu sorgen, dass Ihren Parteifreunden Mensdorff-Pouilly und Strasser nichts passiert. Das ist nicht Ihre Aufgabe! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Daher ist der Misstrauensantrag mehr als gerechtfertigt. – Glauben Sie mir, wir gehen mit dem Misstrauensantrag nicht locker um. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nein. Regen Sie sich nicht auf! Sie wissen genau, dass wir den Einsatz des Instruments Misstrauensantrag sehr genau überlegen und sehr wohldosiert einsetzen.
Beifall beim BZÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter befindet sich – neben der Regierungsbank stehend – in einem Gespräch. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie hört ja nicht einmal zu!
hat bis heute keine einzige Idee entwickelt, meine Damen und Herren! Das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter befindet sich – neben der Regierungsbank stehend – in einem Gespräch. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie hört ja nicht einmal zu!)
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister Fekter war nicht in der Lage, innerhalb von 14 Tagen ein Programm auf den Tisch zu legen, mit dem sie der Kriminalität in diesem Land Herr werden will. Das heißt, sie ist überfordert. Erlösen Sie doch Ihre eigene Ministerin von dieser Überforderung, von dieser Tätigkeit, der sie offensichtlich nicht gewachsen ist! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Schauen Sie, schon herrscht Ratlosigkeit. Jetzt stecken Sie schon die Köpfe zusammen und sagen – spät, aber doch –: Jetzt müssen wir schnell ein Programm entwickeln! – Meine Damen und Herren, die Frau Ministerin ist überfordert. Erlösen Sie Ihre eigene Ministerin, stimmen Sie dem Misstrauensantrag zu, damit Ihre Ministerin von diesem Amt, dem sie nicht gewachsen ist, erlöst wird. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Die ist in Ordnung!
Und der Gipfel ihrer parteipolitischen Auffassung des Amts war, dass man den Schlepperskandal in Salzburg wegen der Wahlen noch schnell vertuschen musste. Ein Ehepaar schleppt 1 000 illegale Türken in dieses Land – und was hat die Ministerin zu tun? Anstatt dafür zu sorgen, dass das an die Öffentlichkeit kommt, hat sie es vertuscht, damit die Wahlen nicht negativ beeinflusst werden. – Das ist ÖVP-Ressortleitung, meine Damen und Herren! (Abg. Kößl: Die ist in Ordnung!)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.
In einem Punkt hat die SPÖ recht: Sie, Frau Bundesminister Fekter, missbrauchen das Innenressort in Wirklichkeit für parteipolitische Zwecke, aber nicht zur Herstellung von öffentlicher Sicherheit. Und deswegen ist der Misstrauensantrag mehr als gerechtfertigt! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Innenministerin ist die zuständige Ressortverantwortliche, man kann sich nicht so einfach aus der Ressortverantwortung stehlen, indem man sagt: Mein Gott, die arme Frau Innenministerin, sie wird schon von Vilimsky verteidigt werden! – Sie wissen ganz genau, dass die österreichische Bevölkerung unter der derzeitigen Sicherheitsproblematik zu leiden hat! Sie wissen ganz genau, dass das Innenressort eine einzige Schlangengrube ist, wo es nur mehr um die Postenverteilung zwischen Rot und Schwarz geht, wo sich aber niemand Gedanken darüber macht, wie man öffentliche Sicherheit erzeugen und der Verbrechensentwicklung Herr werden kann! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Du weißt ganz genau, dass das, was du sagst, nicht richtig ist! Das ist eine populistische ...!
Sie wissen ganz genau, dass bei der Entwicklung die Österreicher die „Draufzahler“ sind. (Abg. Kößl: Du weißt ganz genau, dass das, was du sagst, nicht richtig ist! Das ist eine populistische ...!) Sie wissen ganz genau, die einzige Möglichkeit, dem Herr zu werden, sind zusätzliche Polizisten (Abg. Kößl: Du weißt genau, dass deine Aussagen nicht richtig sind, aber !) und zusätzliche Bereitschaft zu Grenzkontrollen, und zwar insbesondere bei der Ausreise, weil eine bestimmte Touristenschicht regelmäßig stärker bepackt ausfährt als sie hereinkommt. Das ist nämlich das Problem: dass Sie nicht kontrollieren, sondern bis heute negieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du wirst nicht gewählt werden!)
Abg. Kößl: Du weißt genau, dass deine Aussagen nicht richtig sind, aber !
Sie wissen ganz genau, dass bei der Entwicklung die Österreicher die „Draufzahler“ sind. (Abg. Kößl: Du weißt ganz genau, dass das, was du sagst, nicht richtig ist! Das ist eine populistische ...!) Sie wissen ganz genau, die einzige Möglichkeit, dem Herr zu werden, sind zusätzliche Polizisten (Abg. Kößl: Du weißt genau, dass deine Aussagen nicht richtig sind, aber !) und zusätzliche Bereitschaft zu Grenzkontrollen, und zwar insbesondere bei der Ausreise, weil eine bestimmte Touristenschicht regelmäßig stärker bepackt ausfährt als sie hereinkommt. Das ist nämlich das Problem: dass Sie nicht kontrollieren, sondern bis heute negieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du wirst nicht gewählt werden!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du wirst nicht gewählt werden!
Sie wissen ganz genau, dass bei der Entwicklung die Österreicher die „Draufzahler“ sind. (Abg. Kößl: Du weißt ganz genau, dass das, was du sagst, nicht richtig ist! Das ist eine populistische ...!) Sie wissen ganz genau, die einzige Möglichkeit, dem Herr zu werden, sind zusätzliche Polizisten (Abg. Kößl: Du weißt genau, dass deine Aussagen nicht richtig sind, aber !) und zusätzliche Bereitschaft zu Grenzkontrollen, und zwar insbesondere bei der Ausreise, weil eine bestimmte Touristenschicht regelmäßig stärker bepackt ausfährt als sie hereinkommt. Das ist nämlich das Problem: dass Sie nicht kontrollieren, sondern bis heute negieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du wirst nicht gewählt werden!)
Abg. Vilimsky: Stadler glauben, ist immer schwierig!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Daher ist dieser Misstrauensantrag gerechtfertigt. Ich bin aber nicht so naiv, dass ich glaube, dass Sie heute zustimmen werden, aber glauben Sie mir (Abg. Vilimsky: Stadler glauben, ist immer schwierig!), das ist nicht die erste Innenministerin und nicht der erste Innenminister, die/den ich ins Visier genommen habe.
Lang anhaltender Beifall beim BZÖ.
Land wirkungsvoll bekämpfen will und sich nicht nur darum kümmert, ob es der Österreichischen Volkspartei gut geht! (Lang anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass jene Menschen, die Asyl brauchen, es auch erhalten sollen, denn das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – eine Tageszeitung in die Höhe haltend –: Frau Ministerin, haben Sie schon gelesen?
Es gibt immer wieder den Versuch (Abg. Ing. Westenthaler – eine Tageszeitung in die Höhe haltend –: Frau Ministerin, haben Sie schon gelesen?), die soziale Welt in zwei Teile zu spalten – in das „wir“ und „die anderen“. „Den anderen“ werden wegen ihrer Vorgangsweise immer schlechte Motive unterstellt, während die „wir“, die immer wieder die Guten sind, ständig von „den anderen“ bedroht werden.
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist kein Beitrag für eine gemeinsame Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.) Sie versuchen zu polarisieren, und Sie hetzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist kein Beitrag für eine gemeinsame Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.) Sie versuchen zu polarisieren, und Sie hetzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sind in der Regierung, Frau Kollegin!
Wir sind aufgerufen, Lösungen zu finden. Somit möchte ich abschließend noch einmal meine Forderung aufstellen: Wir brauchen in Wien dringend 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sind in der Regierung, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Pilz begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel mit der Aufschrift „www.ruecktritt-martin-graf.at“ auf.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Pilz zu Wort. Gewünschte Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Pilz begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel mit der Aufschrift „www.ruecktritt-martin-graf.at“ auf.)
Bundesministerin Dr. Fekter: 2003?
Wenn dieses Budget jetzt im Weiteren so beschlossen wird, dann ist zu erwarten (Bundesministerin Dr. Fekter: 2003?) –
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Frau Dr. Fekter, das ist drei ÖVP-Innenministern vorgelegen. Sie sind alle drei darauf hingewiesen worden, dass aufgrund von zu wenigen Polizeiinterventionskräften sogar mit Todesfolgen zu rechnen ist, nicht nur in Wien. Sie haben nichts getan! Sie haben die Kriminalpolizei weiter demotiviert, die Strukturen zerschlagen, das Personal abgebaut und hatten nur eines im Kopf: das schwarze Parteibuch, aber nicht die öffentliche Sicherheit. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Kößl: Ist es nicht möglich, dass du zum Budget sprichst?!
„Kollege Graf hat sich distanziert. Kollege Graf hat in seiner Arbeit hier im Parlament nie ein ähnliches Gedankengut von sich gegeben oder einen Anlass dafür geliefert, zu vermuten, er würde diese Ideen teilen. Wir akzeptieren daher den Vorschlag der FPÖ, den Kollegen Graf für das Amt des Dritten Präsidenten zu nominieren, wiewohl wir sehr sorgsam beobachten werden, wie er damit umgehen wird.“ – So Maria Fekter am 28. Oktober 2008 hier im Haus. (Abg. Kößl: Ist es nicht möglich, dass du zum Budget sprichst?!)
Abg. Kößl: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Frau Dr. Fekter, spätestens seit Sie Innenministerin sind, müssen Sie die Verfassungsschutzberichte über die Burschenschaft „Olympia“ kennen. Ihnen liegt eine ganze Reihe von Verfassungsschutzberichten vor, und ich erlaube mir, aus einem einzigen Verfassungsschutzbericht zu zitieren (Abg. Kößl: Was hat das mit dem Budget zu tun?):
Beifall bei den Grünen.
Jetzt, Frau Dr. Fekter, haben wir Abgeordneten der grünen Fraktion einen einfachen Wunsch, einen ganz einfachen Wunsch: Legen Sie dem Nationalrat alle Berichte des Verfassungsschutzes über die rechtsextreme Burschenschaft „Olympia“ und über die Tätigkeit von Dr. Martin Graf in eben dieser Burschenschaft vor! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Der Nationalrat hat das Recht, darüber informiert zu werden. Wir wollen wissen, wer Präsident Dr. Graf in den Augen des Innenministeriums und des Verfassungsschutzes wirklich ist. Wir haben genug davon, dass drei ÖVP-Innenminister und –Innenministerinnen bis heute diese Informationen unterdrücken. Legen Sie den Graf-Akt, legen Sie den BVT-Akt der Präsidiale des Hauses, dem Innenausschuss und dem österreichischen Nationalrat vor! Wir wollen wissen, woran wir im Verfassungsschutzbereich mit Dr. Graf wirklich sind. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Beifall bei den Grünen.
men, denn es ist unsere Verpflichtung, dass wir uns als österreichischer Nationalrat aufgrund der offiziellen Dokumente des Innenministeriums ein Bild davon machen, wer hier wirklich als Dritter Präsident des Nationalrates nach wie vor zum Schaden des Ansehens der Republik Österreich und zum Schaden des Ansehens des Parlaments Sitzungen leiten darf. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Super!
(Abg. Öllinger: Super!)
Abg. Kößl: Das ist eine bewusste Falschdarstellung!
So hat es ausgeschaut! Der Verfassungsschutzbericht mit den Punkten über die Burschenschaft „Olympia“ wurde vor der Veröffentlichung erst der Freiheitlichen Partei zur Zensur vorgelegt, und nachdem alles über „Olympia“ und andere rechtsextreme Organisationen entfernt worden war, durfte er mit Zustimmung der FPÖ veröffentlicht werden. (Abg. Kößl: Das ist eine bewusste Falschdarstellung!) Frau Bundesminister Fekter, ich fordere Sie auf, auch das zu klären!
Abg. Mag. Kogler: Räuberleiter!
Deshalb bringe ich einen zweiten Entschließungsantrag ein, weil wir wissen möchten, ob sich die Abgeordneten der ÖVP auch heute noch den Freiheitlichen und Dr. Graf verpflichtet fühlen. (Abg. Mag. Kogler: Räuberleiter!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Politische Zensur, das ist das, was der Herr Pilz will!
(Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Politische Zensur, das ist das, was der Herr Pilz will!)
Abg. Strache: Es gibt nur eine Geschäftsordnung!
die Abgeordneten der SPÖ für diesen Antrag stimmen werden. (Abg. Strache: Es gibt nur eine Geschäftsordnung!)
Abg. Kößl: Überleg einmal deine Aussagen!
Wir akzeptieren nicht, dass das erste Mal seit 1945 ein Politiker, der von Antisemitismus bis zu Rechtsextremismus (Abg. Kößl: Überleg einmal deine Aussagen!) alles mitbringt, was ihn für die Führung dieses Amtes disqualifiziert, Präsident bleibt. Wir werden sehen, ob der Nationalrat in seiner großen Mehrheit heute in der Lage ist, hier ein eindeutiges Signal zu setzen.
Beifall bei den Grünen.
Und daher fordere ich Sie auf: Stimmen Sie alle heute persönlich zu, damit Martin Graf seine Funktion als Dritter Präsident dieses Nationalrates zurücklegt und das Ansehen des österreichischen Parlaments und der österreichischen Politik wiederhergestellt werden kann! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Kontrollen!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist überhaupt keine Frage, wir stehen in der Sicherheitspolitik vor enormen Herausforderungen. Österreich, Europa, ja man kann sogar sagen die ganze Welt steht vor dem Phänomen einer massiven Internationalisierung des Verbrechens, einer Globalisierung des Verbrechens. Es ist schon interessant, wenn das BZÖ die Lösung dieser Problematik in der Schließung von Grenzen (Abg. Petzner: Kontrollen!) – ja, ja! –, in einer Aberkennung von Staatsbürgerschaften zu finden versucht. Meine Damen und Herren! Das kann doch nicht der Weg sein, wie wir einer Internationalisierung des Verbrechens begegnen wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist überhaupt keine Frage, wir stehen in der Sicherheitspolitik vor enormen Herausforderungen. Österreich, Europa, ja man kann sogar sagen die ganze Welt steht vor dem Phänomen einer massiven Internationalisierung des Verbrechens, einer Globalisierung des Verbrechens. Es ist schon interessant, wenn das BZÖ die Lösung dieser Problematik in der Schließung von Grenzen (Abg. Petzner: Kontrollen!) – ja, ja! –, in einer Aberkennung von Staatsbürgerschaften zu finden versucht. Meine Damen und Herren! Das kann doch nicht der Weg sein, wie wir einer Internationalisierung des Verbrechens begegnen wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist unglaublich! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Ganz abgesehen davon, Sie bringen dies mit der Öffnung der Grenzen, mit der Erweiterung des Schengenraums in Verbindung. Ich sage Ihnen, seit der Erweiterung des Schengenraums ist die Kriminalität letztes Jahr um 3,6 Prozent zurückgegangen und nicht gestiegen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist unglaublich! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und Sie behaupten allen Ernstes, es würde diese Statistik geschönt. Ja wollen Sie denn wirklich behaupten, dass 30 000 Beamte, die Eingaben in diese Statistik machen, korrupt sind, dass diese absichtlich falsche Eingaben machen? Das ist ja ein Angriff auf die Beamtenschaft in der Exekutive, der auf das Schärfste zurückzuweisen ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Aber, meine Damen und Herren, es gibt auch seriöse Zugänge zur Lösung dieses Problems. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Die ÖVP-Ansätze zur Lösung des Problems sind eine klare internationale Vernetzung, eine stärkere Vernetzung der Polizeiarbeit. Eine Lösung nach dem Modell der ÖVP heißt, dass wir den Assistenzeinsatz des Bundesheeres an den Grenzen verlängern, Lösung à la ÖVP heißt, dass wir 1 000 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten zur Bekämpfung des Verbrechens einsetzen werden. Ein Lösungsansatz à la ÖVP heißt, dass wir seit 2000 über 500 Polizeiinspektionen in diesem Land entweder neu geschaffen oder zumindest erneuert haben, und ein Lösungsansatz à la ÖVP heißt auch, dass wir allein heuer über 2 000 Fahrzeuge neu zuweisen und acht neue Polizeihubschrauber in den Dienst
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
nehmen werden. – Das sind Lösungsansätze von ÖVP-Innenministern zur Bekämpfung dieser Problematik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Maria Fekter ist geradezu die Personifizierung einer erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich wiederhole es noch einmal, weil es Ihnen offenbar so gut gefällt: Maria Fekter ist für uns die Personifizierung einer höchst erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Und Sie verdient daher unser Vertrauen und nicht unser Misstrauen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl überreicht Bundesministerin Dr. Fekter einen Strauß roter und weißer Rosen. – Abg. Grosz: Ist das der Abschiedsstrauß?)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.
Meine Damen und Herren! Maria Fekter ist geradezu die Personifizierung einer erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich wiederhole es noch einmal, weil es Ihnen offenbar so gut gefällt: Maria Fekter ist für uns die Personifizierung einer höchst erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Und Sie verdient daher unser Vertrauen und nicht unser Misstrauen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl überreicht Bundesministerin Dr. Fekter einen Strauß roter und weißer Rosen. – Abg. Grosz: Ist das der Abschiedsstrauß?)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl überreicht Bundesministerin Dr. Fekter einen Strauß roter und weißer Rosen. – Abg. Grosz: Ist das der Abschiedsstrauß?
Meine Damen und Herren! Maria Fekter ist geradezu die Personifizierung einer erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich wiederhole es noch einmal, weil es Ihnen offenbar so gut gefällt: Maria Fekter ist für uns die Personifizierung einer höchst erfolgreichen Sicherheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Und Sie verdient daher unser Vertrauen und nicht unser Misstrauen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl überreicht Bundesministerin Dr. Fekter einen Strauß roter und weißer Rosen. – Abg. Grosz: Ist das der Abschiedsstrauß?)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Pilz, wir Freiheitlichen müssen uns schon langsam überlegen, ob wir Ihnen nicht aus unserem Wahlkampfbudget für Ihre Unterstützung etwas überweisen sollten! (Beifall bei der FPÖ.) Denn so, wie Sie uns Freiheitliche für den österreichischen Wähler vor den Vorhang rücken, ist das von einer eigenen Werbeagentur wirklich nahezu nicht zu bewerkstelligen.
Abg. Mag. Steinhauser: Er hat’s belegt! Das ist entscheidend!
Bezüglich der Verwendung des Begriffs Rechtsextremismus darf ich die Frau Präsidentin Prammer erinnern: Sie haben unlängst erst gesagt, dass Sie wechselseitige Bezeichnungen oder Vorwürfe des „Linksextremismus“ und „Rechtsextremismus“ jeweils mit einem Ordnungsruf ahnden werden. Der Herr Kollege Pilz hat vor wenigen Minuten gegen ein oder ein anderes Mitglied des Hauses diesen Vorwurf erhoben. (Abg. Mag. Steinhauser: Er hat’s belegt! Das ist entscheidend!) Sei’s drum.
Abg. Öllinger: Das gefällt Ihnen ja eh!
Dieser Rechtsextremismus-Begriff der Grünen (Abg. Öllinger: Das gefällt Ihnen ja eh!) kann offensichtlich nur mit etwas zu tun haben, das sich wissenschaftlich nicht ganz belegen lässt. Es kommt mir so vor: Wenn jemand zum Beispiel ein geordnetes Familienleben hat, wenn jemand geordnet einer Arbeit nachgeht, wenn er nicht drogenabhängig ist oder Ähnliches, wird dies bereits unter den Begriff „rechts“ oder „rechtsextrem“ von Ihnen eingeordnet. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Dieser Rechtsextremismus-Begriff der Grünen (Abg. Öllinger: Das gefällt Ihnen ja eh!) kann offensichtlich nur mit etwas zu tun haben, das sich wissenschaftlich nicht ganz belegen lässt. Es kommt mir so vor: Wenn jemand zum Beispiel ein geordnetes Familienleben hat, wenn jemand geordnet einer Arbeit nachgeht, wenn er nicht drogenabhängig ist oder Ähnliches, wird dies bereits unter den Begriff „rechts“ oder „rechtsextrem“ von Ihnen eingeordnet. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie sich beklagen, dass zu wenige Polizisten für die Bekämpfung der Kriminalität da sind, dann würde ich Ihnen raten: Machen Sie mit Ihren Gesinnungsgenossen keine Demonstrationen mit Gewalttätigen – ich sage nämlich nicht: Gewaltbereiten, sondern Gewalttätigen! –, vor denen nämlich andere unbescholtene Bürger, die ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und das Demonstrationsrecht gebrauchen, geschützt werden müssen! (Beifall bei der FPÖ.) Ziehen Sie mit Ihren gewalttätigen Aktionen nicht Polizisten ab!
Beifall bei der FPÖ.
Weiters kann es dazu kommen, dass Polizisten noch dazu verletzt werden und dann aufgrund des Krankenstandes ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, um dem Verbrechen in Österreich Herr zu werden. Kehren Sie diesbezüglich vor Ihrer eigenen Tür! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen hat der Herr Kollege Pilz des Langen und Breiten zitiert. Nur, bei mir ist die Frage aufgekommen, ob er sinnerfassend lesen kann! Er hat zum einen vorgelesen, auf der anderen Seite eine Interpretation gezogen, wozu ich mir denke: Was soll das? Sie sagen, Sie lesen vor, es werde geprüft, ob zum Beispiel eine Burschenschaft verboten wird. – „Prüfen“ heißt nicht bereits verurteilen. Es wurde anscheinend geprüft und dann nichts gefunden, wie bei so vielen Dingen von anonymen Anzeigen, die Sie und Ihresgleichen immer wieder gegen diverse Personen – meistens anonym nämlich! – loslassen und wo hinterher nichts herauskommt. Vorher haben Sie aber den medialen Rummel für sich gepachtet! Das ist rein Ihre Diffamierungsstrategie, die Gott sei Dank immer mehr Österreicher erkennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Etwas ganz anderes: Frau Abgeordnete Lueger hat zur Asylproblematik gesprochen. Ja, Österreich muss das Land sein, das an der Spitze all derer Länder steht, die Schutzsuchenden Unterstützung bieten, aber nicht denjenigen, die hierher kommen und lügen, den Staat betrügen und dem Staat auf der Tasche liegen! Schauen Sie sich die Zahlen an! Schauen Sie nicht weg! Das Schlimmste, was es gibt, sind Politiker, die die wahren Probleme in dieser Republik nicht erkennen. Und aus Ihrem Redebeitrag, Frau Abgeordnete Lueger, habe ich erkannt, dass Sie die wahren Probleme im Asylwesen nicht erkannt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur ein kleines Fallbeispiel dazu: Eine in Traiskirchen untergebrachte tschetschenische Familie – Eltern mit fünf Kindern, laut Auskunft der Polizei – hätte aufgrund der EU-mäßigen Beschlusslage des Dublin-Übereinkommens nach Polen abgeschoben werden sollen. Das war nicht möglich, weil die zehnjährige Tochter vermisst wurde. Die Exekutive fand das verstörte und weinende Kind bei einer Bushaltestelle in Baden. Nach Befragung stellte sich heraus, dass die Eltern die Tochter einfach in Baden ausgesetzt haben, um nicht abgeschoben zu werden. – Diese Personen verdienen nach meiner Ansicht keinen Schutz in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Er hat es belegt, vor allem!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz, ich werde mir das Protokoll der Rede des Herrn Dr. Pilz geben lassen. Ich habe Derartiges nicht vernommen, dass er jemanden im Haus – egal, wen – des Rechtsextremismus geziehen hätte. Aber ich werde mir das anschauen. (Abg. Mag. Steinhauser: Er hat es belegt, vor allem!)
Abg. Ing. Westenthaler: Otto „Dank“ Pendl!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Pendl. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Otto „Dank“ Pendl!)
Abg. Ing. Westenthaler: Welche Wahl?
Ich würde Sie aber alle, meine geschätzten Damen und Herren, eingangs einmal einladen – ich meine, es ist keine Ausrede wert, zu sagen, es ist Wahlkampf! (Abg. Ing. Westenthaler: Welche Wahl?) –, zu überlegen, wie wir gewisse Wortwahlen treffen. Es wurde heute bereits angesprochen: Ob es hier im Plenum oder in einem Ausschuss ist, wir sollten uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es auch an uns liegt, wie wir formulieren, wie wir miteinander umgehen! Ich meine, es ist entbehrlich,
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
dass man immer sehr tief in die Schublade greift. Weil es die Ministerin betrifft: Es war beschämend, meine Damen und Herren! Es waren genug Abgeordnete im letzten Ausschuss dabei. Ich meine, wir alle haben es nicht notwendig, dass wir hier auf so einem Niveau diskutieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Sieben Jahre!
Es ist ein klares Signal, wenn wir daran arbeiten, dass jene, die unsere humanitäre Hilfe brauchen, sie auch bekommen, aber jene, die unsere Heimat und das Asylrecht oder überhaupt gesamtösterreichisches Recht missbrauchen, sehr raschen Verfahren zugeführt werden und auch dann sehr rasch wieder zurücküberstellt werden. (Abg. Mag. Stadler: Sieben Jahre!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!
Wir reden immer von Altfällen. Vergesst nicht, wer mit in der Regierung war! Und vergesst nicht, in welchen Jahren die größten Zuwanderungen stattfanden! Ich habe es nicht vergessen, ich erspare mir nur, das aufzuzählen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!)
Beifall des Abg. Prinz.
Daher meine ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, wer gegen den österreichischen Rechtsbestand ist, der hat bei uns – das sage ich ganz deutlich! – auch mit unserer Großzügigkeit nicht zu rechnen! (Beifall des Abg. Prinz.) Wir werden uns auch in den nächsten Wochen und Monaten ganz genau ansehen – so wie wir es uns im Regierungsübereinkommen vorgenommen haben –, dass wir diese immer wieder zitierten Folgeanträge auch abarbeiten. Wir werden uns ganz genau anschauen, wie wir auch das Prozedere der anerkannten Dublin-Fälle raschest abwickeln können.
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine also, unabhängig davon, ob EU-Wahlkampf ist oder nicht oder ob in einigen Monaten Landtagswahlen vor der Tür stehen, brauchen wir uns nicht auf das Niveau herunterzubegeben – so würde ich meinen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Personal brauchen. Ich meine, wir sind bereits dabei, das auch umzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Prinz.
Eines sollten wir uns gemeinsam vornehmen – da könnt ihr immer hineinrufen: Der bedankt sich immer! –: Wenn wir hier pauschal Angriffe starten, dann starten wir sie nicht auf ein Regierungsmitglied, sondern dann starten wir diese Angriffe natürlich auf unsere Kolleginnen und Kollegen! Diese haben es sich nicht verdient. Ich meine, wir gemeinsam sollten den Kolleginnen und Kollegen der österreichischen Exekutive für ihren schweren Dienst durchaus danke sagen! Ich tue es. (Beifall bei SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Prinz.)
Beifall beim BZÖ.
Aber jetzt zum Wesentlichen: Der Sager des heutigen Tages stammt eindeutig – und er wird schwer zu überbieten sein – von Klubobmann Kopf. Er sagte vom Rednerpult aus: Die Kriminalität ist um 3 Prozent gesunken. – Ja, Herr Klubobmann Kopf, und die Erde ist eine Scheibe, und der SCR Altach wird Fußballmeister in Österreich. (Beifall beim BZÖ.) Das sind offensichtlich Ihre Ansichten, die Sie hier von sich geben. (Abg. Kößl: Du kannst keine Statistik lesen! – Abg. Mag. Stadler: ... Bürgermeister!) – Ja, genau. Das würde auch noch dazu passen.
Abg. Kößl: Du kannst keine Statistik lesen! – Abg. Mag. Stadler: ... Bürgermeister!
Aber jetzt zum Wesentlichen: Der Sager des heutigen Tages stammt eindeutig – und er wird schwer zu überbieten sein – von Klubobmann Kopf. Er sagte vom Rednerpult aus: Die Kriminalität ist um 3 Prozent gesunken. – Ja, Herr Klubobmann Kopf, und die Erde ist eine Scheibe, und der SCR Altach wird Fußballmeister in Österreich. (Beifall beim BZÖ.) Das sind offensichtlich Ihre Ansichten, die Sie hier von sich geben. (Abg. Kößl: Du kannst keine Statistik lesen! – Abg. Mag. Stadler: ... Bürgermeister!) – Ja, genau. Das würde auch noch dazu passen.
Abg. Kößl: Redest du zum Budget, oder zu was redest du?
Herr Klubobmann Kopf, wissen Sie nicht, was sich in diesem Land abspielt, dass wir im ersten Quartal 2009 mittlerweile 200 000 Verbrechensfälle (Abg. Kößl: Redest du zum Budget, oder zu was redest du?) – das sollte dich als Sicherheitssprecher auch interessieren! – haben – das ist Rekord! –, dass wir 67 Verbrechen pro Stunde in diesem Land haben? (Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!) Die Kriminalität sinkt?! Rekordwert?! Wissen Sie nicht, dass wir 1 600 Verbrechen täglich in Österreich haben, Herr Klubobmann Kopf? Die Kriminalität sinkt, meinen Sie? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Wissen Sie nicht, dass wir die höchsten Wohnungs- und Hauseinbruchsquoten seit Aufzeichnung überhaupt haben? Aber die Kriminalität sinkt, Herr Klubobmann Kopf?!
Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!
Herr Klubobmann Kopf, wissen Sie nicht, was sich in diesem Land abspielt, dass wir im ersten Quartal 2009 mittlerweile 200 000 Verbrechensfälle (Abg. Kößl: Redest du zum Budget, oder zu was redest du?) – das sollte dich als Sicherheitssprecher auch interessieren! – haben – das ist Rekord! –, dass wir 67 Verbrechen pro Stunde in diesem Land haben? (Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!) Die Kriminalität sinkt?! Rekordwert?! Wissen Sie nicht, dass wir 1 600 Verbrechen täglich in Österreich haben, Herr Klubobmann Kopf? Die Kriminalität sinkt, meinen Sie? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Wissen Sie nicht, dass wir die höchsten Wohnungs- und Hauseinbruchsquoten seit Aufzeichnung überhaupt haben? Aber die Kriminalität sinkt, Herr Klubobmann Kopf?!
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Herr Klubobmann Kopf, wissen Sie nicht, was sich in diesem Land abspielt, dass wir im ersten Quartal 2009 mittlerweile 200 000 Verbrechensfälle (Abg. Kößl: Redest du zum Budget, oder zu was redest du?) – das sollte dich als Sicherheitssprecher auch interessieren! – haben – das ist Rekord! –, dass wir 67 Verbrechen pro Stunde in diesem Land haben? (Abg. Kößl: Das ist eine Verzerrung der Tatsachen!) Die Kriminalität sinkt?! Rekordwert?! Wissen Sie nicht, dass wir 1 600 Verbrechen täglich in Österreich haben, Herr Klubobmann Kopf? Die Kriminalität sinkt, meinen Sie? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Wissen Sie nicht, dass wir die höchsten Wohnungs- und Hauseinbruchsquoten seit Aufzeichnung überhaupt haben? Aber die Kriminalität sinkt, Herr Klubobmann Kopf?!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: ... dass du an und für sich die Realität verzerrst! Eine Verzerrung der Tatsachen!
sage ist eigentlich zum Genieren, Herr Klubobmann Kopf – wirklich wahr! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: ... dass du an und für sich die Realität verzerrst! Eine Verzerrung der Tatsachen!)
Rufe beim BZÖ: Jö!
Und was macht die Frau Innenministerin? – Innenministerin Fekter gibt ein Interview zu den Wohnungseinbrüchen im „Kurier“ vom 27. Mai 2009, also noch vor Kurzem. Und wissen Sie, was die Innenministerin dazu sagt? „Ich glaube, das Schlimmste“ ist bei den Wohnungseinbrüchen „bereits überstanden.“ (Rufe beim BZÖ: Jö!)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Frau Innenministerin: Entweder der Realitätsverlust hat bereits dramatische Ausmaße erreicht, oder aber – das ist die zweite Erklärung – es sind ohnehin schon alle Wohnungen und Häuser, wo es etwas zu holen gibt, ausgeräumt, weil Sie nichts dagegen getan haben, und es gibt dort nichts mehr zu holen. Ich glaube aber eher, die erste Variante stimmt. Der Realitätsverlust der Ministerin ist dermaßen ausgeweitet, dass sie die Realität einfach nicht mehr erkennt. Das ist die Wahrheit, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Bundesminister Dr. Fekter: Eigenverantwortung! – Abg. Kößl: Die Eigenverantwortung kann man aber nicht wegleugnen!
„Durch die Berichterstattung“ über diese vielen Wohnungs- und Hauseinbrüche „erkennen die Leute auch, dass sie selbst etwas zum Schutz ihres Eigentums beitragen können.“ (Bundesminister Dr. Fekter: Eigenverantwortung! – Abg. Kößl: Die Eigenverantwortung kann man aber nicht wegleugnen!)
Beifall beim BZÖ.
Die Innenministerin beziehungsweise die Sicherheitsexekutive, die ihr untersteht, schützt nicht die Menschen – sie nicht! –, sondern: Schützt euch selber, denn sonst hilft euch keiner! – Das ist das Motto der Innenministerin. Und das ist eigentlich ein Skandal, Frau Innenministerin, wie Sie mit den Menschen umgehen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Lies richtig!
Weiters lese ich etwa – Kollege Stadler hat das ja schon gezeigt –: „Gefährlicher Engpass bei der Polizei“. Das ist überhaupt das Allergrößte! (Abg. Kößl: Lies richtig!) „Wenn es an Sonn- und Feiertagen in Wien kracht, wird es bei der Polizei“ mangels Reserven „eng.“
Abg. Kößl: Du musst alles lesen! Du nimmst nur ein paar Zeilen raus!
Da steht wörtlich – ich zitiere –: „Nachts, aber“, besonders „an Sonn- und Feiertagen läuft der Dienstbetrieb mit dem Mindeststand. Das heißt, dass nur etwa ein Sechstel aller ... in den Bezirken vorhandenen Uniformierten im Dienst ist. ‚Wenn es gröber kracht, sind wir rasch am Limit, wenn nicht sogar darüber hinaus’“, sagt ein Personalvertreter, nicht wir! (Abg. Kößl: Du musst alles lesen! Du nimmst nur ein paar Zeilen raus!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Populistischer kannst du es nicht mehr ...!
Und es wird noch gesagt, Frau Innenministerin, damit es auch alle Verbrecherbanden und Einbruchsdiebstahlsbanden wissen: Ihr müsst an Sonn- und Feiertagen kommen, denn da sind wir als Exekutive gar nicht einsatzfähig! – Jetzt wissen es alle, Frau Ministerin! Tun Sie etwas dagegen! Helfen Sie endlich den Menschen in ihren Nöten, was die Einbrüche anbelangt! Das ist ganz, ganz wichtig. Und das verlangen wir. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Populistischer kannst du es nicht mehr ...!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du hast keine Ahnung von Sicherheit!
Also was jetzt? Gibt es ein Problem – dann müssen wir die Grenzen sichern und kontrollieren –, oder gibt es keines, Frau Ministerin? Wir sagen, das ist das Hauptproblem! Seit der Öffnung der Schengengrenze schnalzt die Kriminalität bei uns hinauf. Daher sagen wir: Diese Grenze gehört lückenlos kontrolliert, damit wir wieder mehr Sicherheit im Land haben! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Du hast keine Ahnung von Sicherheit!)
Beifall beim BZÖ.
Das ist keine Politik der Sicherheit! Sie von der ÖVP haben nicht nur versagt in der Sicherheitspolitik, sondern Sie sind bereits verendet, und deswegen haben Sie heute einen Kondolenz-Kranz von Ihrer Fraktion bekommen, Frau Ministerin! Ich gratuliere dazu. Das ist Ihre Politik. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie kennen sich nicht aus!
Das ist keine Antwort auf die Kriminalität in diesem Land und auch das Budget nicht! Es ist ein Budget voller Widersprüche, ein Budget, das hinten und vorne nicht stimmt. Und das Märchen ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie kennen sich nicht aus!) – Ja, Herr Finanzminister! Ihr Märchen von 1 000 Polizisten mehr ist eine reine Erfindung! Sagen Sie mir die Seite in dem Budget, wo das steht! In keinem Stellenplan stehen 1 000 Polizisten mehr, in keinem Budget. Die Polizeigewerkschaft hat bereits gesagt, die sind überhaupt nicht finanzierbar. Dass es 1 000 Polizisten mehr geben wird, ist der größte Schmäh, den ihr behauptet und der in diesem Budget überhaupt nicht drinnen steht! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.
Das ist keine Antwort auf die Kriminalität in diesem Land und auch das Budget nicht! Es ist ein Budget voller Widersprüche, ein Budget, das hinten und vorne nicht stimmt. Und das Märchen ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie kennen sich nicht aus!) – Ja, Herr Finanzminister! Ihr Märchen von 1 000 Polizisten mehr ist eine reine Erfindung! Sagen Sie mir die Seite in dem Budget, wo das steht! In keinem Stellenplan stehen 1 000 Polizisten mehr, in keinem Budget. Die Polizeigewerkschaft hat bereits gesagt, die sind überhaupt nicht finanzierbar. Dass es 1 000 Polizisten mehr geben wird, ist der größte Schmäh, den ihr behauptet und der in diesem Budget überhaupt nicht drinnen steht! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!
Oder: Auch im eigenen Haus wird nicht gespart; Herr Kollege Grosz zeigt das immer auf, wie dort Geld beim Fenster hinausgeschmissen wird. Nur ein kleines Beispiel: Es gibt einen Posten „technische Geräte“, und da wird eine halbe Million einfach so über den Tisch gewischt. Auch wenn das Innenministerium erneuert wird, wird nicht gespart, aber draußen bei den Polizeibeamten, in den Wachzimmern, selbst wenn der Kitt bereits aus dem Fensterrahmen fällt und diese beinahe auseinanderbrechen, dort wird nichts investiert, dort lassen Sie die Exekutive im Stich. (Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!) – Auch das ist nicht okay, Frau Ministerin, auch das ist abzulehnen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Wissen Sie überhaupt, was Sie da reden? – Unwahrscheinlich! Unvorstellbar!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Wissen Sie überhaupt, was Sie da reden? – Unwahrscheinlich! Unvorstellbar!
Oder: Auch im eigenen Haus wird nicht gespart; Herr Kollege Grosz zeigt das immer auf, wie dort Geld beim Fenster hinausgeschmissen wird. Nur ein kleines Beispiel: Es gibt einen Posten „technische Geräte“, und da wird eine halbe Million einfach so über den Tisch gewischt. Auch wenn das Innenministerium erneuert wird, wird nicht gespart, aber draußen bei den Polizeibeamten, in den Wachzimmern, selbst wenn der Kitt bereits aus dem Fensterrahmen fällt und diese beinahe auseinanderbrechen, dort wird nichts investiert, dort lassen Sie die Exekutive im Stich. (Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!) – Auch das ist nicht okay, Frau Ministerin, auch das ist abzulehnen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Wissen Sie überhaupt, was Sie da reden? – Unwahrscheinlich! Unvorstellbar!)
Abg. Kößl: Das ist eine Realitätsverzerrung sondergleichen!
Frau Minister Fekter, Sie haben versagt, Ihre Fraktion hat versagt, Sie sind sicherheitspolitisch bereits abgetreten (Abg. Kößl: Das ist eine Realitätsverzerrung sondergleichen!), und daher ist es gut, dass es Ewald Stadler und das BZÖ gibt, dass heute ein Misstrauensantrag gegen diese Ministerin eingebracht wird, weil sie völlig versagt hat. (Abg. Kößl: Das ist wirklich eine Schande! Das ist eine totale Schande!)
Abg. Kößl: Das ist wirklich eine Schande! Das ist eine totale Schande!
Frau Minister Fekter, Sie haben versagt, Ihre Fraktion hat versagt, Sie sind sicherheitspolitisch bereits abgetreten (Abg. Kößl: Das ist eine Realitätsverzerrung sondergleichen!), und daher ist es gut, dass es Ewald Stadler und das BZÖ gibt, dass heute ein Misstrauensantrag gegen diese Ministerin eingebracht wird, weil sie völlig versagt hat. (Abg. Kößl: Das ist wirklich eine Schande! Das ist eine totale Schande!)
Beifall beim BZÖ.
Noch etwas: Ewald Stadler hat gemeinsam mit dem BZÖ für kommenden Mittwoch eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen – als Notwehrmaßnahme gegen eine in Sicherheitsfragen völlig gescheiterte Ministerin und ÖVP. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!
Das wären auf das Jahr hochgerechnet 800 000 Verbrechen, und das wäre, glaube ich, Weltrekord. – Das ist unrichtig, Kollege Westenthaler! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!)
ironische Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Na bitte, 195 000!
Richtig ist vielmehr, dass es im ersten Quartal 195 000 angezeigte Delikte gegeben hat (ironische Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Na bitte, 195 000! ); sowohl Verkehrsunfälle als auch Fälle, in denen jemand beispielsweise einen Polizisten nötigt, scheinen in diesen Statistiken ebenso auf (Bundesministerin Dr. Fekter: Diebstahl genauso!) wie diverse Einbruchsdiebstähle. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Setzen, nicht genügend!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Diebstahl genauso!
Richtig ist vielmehr, dass es im ersten Quartal 195 000 angezeigte Delikte gegeben hat (ironische Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Na bitte, 195 000! ); sowohl Verkehrsunfälle als auch Fälle, in denen jemand beispielsweise einen Polizisten nötigt, scheinen in diesen Statistiken ebenso auf (Bundesministerin Dr. Fekter: Diebstahl genauso!) wie diverse Einbruchsdiebstähle. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Setzen, nicht genügend!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Setzen, nicht genügend!
Richtig ist vielmehr, dass es im ersten Quartal 195 000 angezeigte Delikte gegeben hat (ironische Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Na bitte, 195 000! ); sowohl Verkehrsunfälle als auch Fälle, in denen jemand beispielsweise einen Polizisten nötigt, scheinen in diesen Statistiken ebenso auf (Bundesministerin Dr. Fekter: Diebstahl genauso!) wie diverse Einbruchsdiebstähle. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Setzen, nicht genügend!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Wegen Missbrauchs! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine politische Wertung!
Kollege Westenthaler hat weiters behauptet, dass die Regierung und die Frau Bundesministerin versuchen, Asylgesetze zu erleichtern. – Ich berichtige: Laut Regierungsübereinkommen ist an keine Erleichterung gedacht. Im Gegenteil! Die Bundesregierung strebt eine Verschärfung der diesbezüglichen Bestimmungen an! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Wegen Missbrauchs! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine politische Wertung!)
Abg. Mag. Stadler: Das war eine tatsächliche Ignoranz! – Abg. Ing. Westenthaler: Eine tatsächliche Bestätigung war das!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Hornek. 3 Minuten. (Abg. Mag. Stadler: Das war eine tatsächliche Ignoranz! – Abg. Ing. Westenthaler: Eine tatsächliche Bestätigung war das!)
Bundesministerin Dr. Fekter: BZÖler!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Vor einigen Wochen hat ein Feuerteufel in meiner Heimatregion Angst und Schrecken verbreitet. Dieser junge Mann hat drei Lagerhallen angezündet, eine soziale Einrichtung eingeäschert (Bundesministerin Dr. Fekter: BZÖler!), eine Großtischlerei, die die beliebten Matador-Spielzeuge herstellt, durch eine Feuersbrunst dem Grund und Boden gleichgemacht und einen Schaden in Höhe von einer Million € angerichtet. Er hat bei Feuerwehrfahrzeugen die Reifen zerstochen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist eine hervorragende Leistung! Ich bedanke mich bei den Beamten für ihr Engagement, für ihren enormen Einsatz, für das, was sie binnen kürzester Zeit zuwege gebracht haben. – Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wart es ab!
Verwundert bin ich über den Antrag des BZÖ mit heutigem Tag. BZÖ und Sicherheit und Polizei, was bedeutet das? – Wenn ich die Medien des letzten Tages durchblättere, dann finde ich: Prozess. – Tritt Westenthaler bald zurück? (Abg. Ing. Westenthaler: Wart es ab!) Politisch gefärbte Justiz? (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist euer Rechtsverständnis!) Stilisiert sich der ehemalige BZÖ-Chef Peter Westenthaler? Das lässt das Wiener Oberlandesgericht unbeeindruckt? – Ist freilich unwahrscheinlich. Am 4. Juni entscheidet sich dort, ob Westenthaler seine Politlaufbahn fortsetzen darf.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist euer Rechtsverständnis!
Verwundert bin ich über den Antrag des BZÖ mit heutigem Tag. BZÖ und Sicherheit und Polizei, was bedeutet das? – Wenn ich die Medien des letzten Tages durchblättere, dann finde ich: Prozess. – Tritt Westenthaler bald zurück? (Abg. Ing. Westenthaler: Wart es ab!) Politisch gefärbte Justiz? (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist euer Rechtsverständnis!) Stilisiert sich der ehemalige BZÖ-Chef Peter Westenthaler? Das lässt das Wiener Oberlandesgericht unbeeindruckt? – Ist freilich unwahrscheinlich. Am 4. Juni entscheidet sich dort, ob Westenthaler seine Politlaufbahn fortsetzen darf.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schopf. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde länger hier herinnen sitzen als Sie, keine Sorge!
Herr Westenthaler, Sie werden dafür keine Blumen bekommen, sondern vielleicht das Lied: Sag zum Abschied leise Servus! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schopf. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde länger hier herinnen sitzen als Sie, keine Sorge!)
Abg. Ursula Haubner: Das ist nicht richtig!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, einige Seiten weiter findet man einen Herrn Huber unter dem Titel: Peinlich, BZÖ-Politiker wollte Italien-Trip dem Parlament verrechnen. – Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass Herr Huber so große Sorgen hat, dass er, wenn er nach Italien fährt und dann wieder zurückkommt, Probleme mit der Exekutive, der Justiz oder Ähnlichem hat. (Abg. Ursula Haubner: Das ist nicht richtig!) Das ist mir alles unerklärlich.
Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde noch länger da sitzen als Sie, keine Sorge!
Nur eines, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann nicht sein: dass man, wenn man als Abgeordneter Probleme hat, in der Folge Misstrauensanträge stellt, damit man es dann bequemer hat! Das wird es in diesem Hohen Haus nicht geben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde noch länger da sitzen als Sie, keine Sorge!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir vertrauen unserer Frau Dr. Fekter, unserer Bundesministerin für Inneres! Sie ist die optimale Besetzung, und wir werden ihr mit Sicherheit unser Vertrauen aussprechen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sehen heute, nachdem Frau Dr. Fekter etliche Monate im Amt ist, dass sie auf wesentlichen Gebieten der Grundrechte, der Verbrechensbekämpfung, der Asylgewährung, aber auch der Integrationspolitik massiv versagt hat. Das ist auch der Grund dafür, dass wir Grüne heute einen Misstrauensantrag gegen Innenministerin Fekter einbringen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Einige meiner Vorredner haben es schon angesprochen: Wir haben eine steigende Kriminalitätsrate und eine rapid sinkende beziehungsweise gesunkene Aufklärungsrate bei den Kriminalitätsdelikten. In Wien sind wir beispielsweise bei einer Aufklärungsquote von ganzen 3,2 Prozent bei Wohnungseinbrüchen angelangt. Sich angesichts dieser Tatsachen hinzustellen und zu behaupten, die Sicherheitspolitik würde in Österreich hervorragend funktionieren, ist nur zynisch, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Lüge!
Frau Ministerin Fekter versucht auch, durch inzwischen belegten, zum Beispiel durch Berichte von Amnesty International belegten und vorgelegten strukturellen Rassismus in den Polizeistrukturen in ihrem Amt ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Lüge!) – Sie weigert sich nicht nur, diese Probleme zu benennen, sondern in weiterer Folge verweigert sie auch die Problemlösung in diesen Bereichen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Ordnungsruf „Das ist eine Lüge!“!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Ordnungsruf „Das ist eine Lüge!“!
Frau Ministerin Fekter versucht auch, durch inzwischen belegten, zum Beispiel durch Berichte von Amnesty International belegten und vorgelegten strukturellen Rassismus in den Polizeistrukturen in ihrem Amt ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Lüge!) – Sie weigert sich nicht nur, diese Probleme zu benennen, sondern in weiterer Folge verweigert sie auch die Problemlösung in diesen Bereichen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Ordnungsruf „Das ist eine Lüge!“!)
Beifall bei den Grünen
Die Probleme werden nicht erkannt, und Opfer von manchen Polizeihandlungen, von manchen Amtshandlungen, wie beispielsweise zuletzt der US-amerikanische Lehrer Mike Brennan, sollen durch gezielte Pressearbeit des Ministeriums in der öffentlichen Meinung auch noch diskreditiert werden. – Das ist keine Problemlösungskompetenz, sehr geehrte Frau Ministerin (Beifall bei den Grünen), sondern das ist eine Kopf-in-den-Sand-Politik, und das wird die Probleme in Ihrem Ressort und in Ihrem Verantwortungsbereich nicht lösen!
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer?
Zu Versagen bei der Asyl-Versorgung. Die Frau Innenministerin sollte als Ressortchefin, die für Asyl, für Schutz der Menschen vor Verfolgung im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention zuständig ist, für echten Flüchtlingsschutz eintreten. Was macht sie stattdessen? – Durch gezielte Aussagen betreibt sie Stimmungsmache, pauschale Stimmungsmache gegen Asylwerber und Asylwerberinnen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer?) Hier ein ganz konkretes Zitat von der Frau Ministerin (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!):
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!
Zu Versagen bei der Asyl-Versorgung. Die Frau Innenministerin sollte als Ressortchefin, die für Asyl, für Schutz der Menschen vor Verfolgung im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention zuständig ist, für echten Flüchtlingsschutz eintreten. Was macht sie stattdessen? – Durch gezielte Aussagen betreibt sie Stimmungsmache, pauschale Stimmungsmache gegen Asylwerber und Asylwerberinnen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer?) Hier ein ganz konkretes Zitat von der Frau Ministerin (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!):
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ein anderes Zitat: „Asylwerber dürfen nicht hier um Hilfe bitten und dann den Behörden auf der Nase herumtanzen.“ – Zitat aus dem „Standard“ vom 8. April 2009. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt nicht!
Bei der Frau Ministerin geht es so gut wie nie um Menschen, die wirklich Schutz vor Verfolgung suchen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt nicht!), sondern es geht ständig um sogenannten Asylmissbrauch. Asylwerber werden ständig als potenzielle Kriminelle hingestellt, als sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge, als Scheinasylanten.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben die Situation, dass weltweit weniger als ein Prozent der Schutz suchenden Menschen in der EU um Asyl ansuchen. Weltweit sind derzeit 32 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist populistisch, was Sie behaupten, Herr Kollege! Niemand, auch nicht die Grünen, hat jemals gesagt, alle Verfolgten sollen nach Österreich kommen. Das ist im Übrigen auch nicht der Fall. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben die Situation, dass weltweit weniger als ein Prozent der Schutz suchenden Menschen in der EU um Asyl ansuchen. Weltweit sind derzeit 32 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist populistisch, was Sie behaupten, Herr Kollege! Niemand, auch nicht die Grünen, hat jemals gesagt, alle Verfolgten sollen nach Österreich kommen. Das ist im Übrigen auch nicht der Fall. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen
Vielleicht könnten Sie einmal die Ohren aufsperren und wirklich zuhören (Beifall bei den Grünen): Weniger als ein Prozent aller Flüchtlinge weltweit kommen in die EU! Die meisten von ihnen bleiben in sehr armen Regionen und werden dort versorgt (Abg. Dr. Sonnberger: Die Bettelwirtschaft ...!) – von Ländern, die alles andere als wirklich wohlhabend sind.
Abg. Dr. Sonnberger: Die Bettelwirtschaft ...!
Vielleicht könnten Sie einmal die Ohren aufsperren und wirklich zuhören (Beifall bei den Grünen): Weniger als ein Prozent aller Flüchtlinge weltweit kommen in die EU! Die meisten von ihnen bleiben in sehr armen Regionen und werden dort versorgt (Abg. Dr. Sonnberger: Die Bettelwirtschaft ...!) – von Ländern, die alles andere als wirklich wohlhabend sind.
Beifall bei den Grünen.
Bei diesem weniger als einem Prozent der Schutzsuchenden im EU-Raum sperrt sich die Ministerin gegen einheitliche Standards in der EU. Sie sagt die ganze Zeit, Österreich ist sehr attraktiv für Asylwerber, deshalb kommen sie her. – Frau Ministerin, konsequent weitergedacht würde das bedeuten, Sie sollten sich endlich dafür einsetzen, dass es in der gesamten EU einheitliche Standards gibt, damit alle EU-Länder gleich attraktiv sind – um in Ihrer Logik zu bleiben –, damit die Zahl der Asylwerber und Asylwerberinnen auch gleichmäßig auf alle EU-Länder verteilt wird. (Beifall bei den Grünen.) Was machen Sie? – Genau das Gegenteil! Sie behaupten, Österreich sei so attraktiv, und machen alles, was in Ihrer Macht steht, um in Brüssel,
Zwischenruf des Abg. Jury.
Das Versagen im Integrationsbereich muss auch noch kurz angesprochen werden. Sie rufen großartig einen Nationalen Aktionsplan für Integration aus, budgetär ist das genau mit null Euro bedeckt. In den Budgets 2009 und 2010 gibt es genau null Euro für die Umsetzung dieses großartigen Nationalen Aktionsplans für Integration. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Sie wissen selbst, dass es im Integrationsbereich Probleme gibt, die dringend angegangen werden müssen. – Das fordern wir Grüne.
Abg. Dr. Sonnberger: Unglaublich!
(Abg. Dr. Sonnberger: Unglaublich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Unglaublich!
Diesem Versagen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, im Bereich Asylgewährung, im Bereich Menschen- und Grundrechte können und dürfen wir als Nationalrat nicht mehr zuschauen. – Danke vielmals. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Unglaublich!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Werte Gäste auf der Galerie! Sicherheit ist für die Menschen in Österreich ein Grundrecht, sie haben ein Recht darauf, in Sicherheit hier leben zu können. Gott sei Dank zählt Österreich zu den sichersten Ländern dieser Welt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Erst kürzlich wurde Wien zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit gewählt, nicht in Österreich, sondern aufgrund eines internationalen Rankings. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ
Über 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Innenministeriums arbeiten für dieses Grundrecht Sicherheit und bemühen sich, dass die Österreicherinnen und Österreicher, aber auch unsere touristischen Gäste Sicherheit erleben. Mein Ziel ist es, meine sehr verehrten Damen und Herren, Österreich nicht nur zu einem der sichersten, sondern zum sichersten Land der Welt zu machen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ), und dafür werden wir Sicherheit gezielt gestalten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir sind ein Parlament, kein Lesement!
Zum ersten Mal ermöglicht ein Globalbudget eine mittelfristige Planung der finanziellen Ressourcen. Das bedeutet, dass wir im Ressort Prioritäten setzen können, dass wir das Geld, das uns zur Verfügung steht, dort einsetzen können, wo es für die Kriminalitätsbekämpfung notwendig ist. Wir können auch Rücklagen bilden und somit unsere Strategien mittelfristig ausrichten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir sind ein Parlament, kein Lesement!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Das Gesamtbudget verzeichnet im Jahr 2009 ein Plus von 200,6 Millionen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Herr Kollege Westenthaler, hören Sie zu, denn Sie haben das Budget sicherlich nicht gelesen! (Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie einmal frei!) Das Gesamtbudget 2010 hat ein Plus von 219,3 Millionen. Das erlaubt uns, unsere Strategien zu verfolgen.
Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie einmal frei!
Das Gesamtbudget verzeichnet im Jahr 2009 ein Plus von 200,6 Millionen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Herr Kollege Westenthaler, hören Sie zu, denn Sie haben das Budget sicherlich nicht gelesen! (Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie einmal frei!) Das Gesamtbudget 2010 hat ein Plus von 219,3 Millionen. Das erlaubt uns, unsere Strategien zu verfolgen.
Abg. Ing. Westenthaler: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?
In absoluten Zahlen sind das 2,343 Milliarden €, die der Sicherheit zur Verfügung stehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?) Für das Jahr 2010 sind es 2,362 Milliarden €.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP
Ich bedanke mich bei Herrn Vizekanzler und Finanzminister Pröll dafür, dass er in seinem Budget der Sicherheit so enorm hohen Stellenwert einräumt (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP), dass es uns in dieser Legislaturperiode möglich ist, bei der Exekutive den Personalstand um 1 000 neue Dienstposten aufzustocken, und dass wir eine mittelfristige Personalplanung bekommen haben, das heißt, 1 000 Ausbildungsplanstellen pro Jahr, von denen Wien 450 – also den größten Anteil – bekommt.
Beifall bei der ÖVP.
Den jüngsten tragischen Ereignissen Rechnung tragend habe ich auch angeordnet, mehr Personal im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung einzusetzen, um damit eine eigene Sonderkommission gegen religiösen Extremismus zu bilden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mir ist aber auch die Ausbildung der Führungskräfte, die Fortbildung der Mannschaft ein sehr, sehr großes Anliegen. Wir möchten da internationale Zeichen setzen. Daher gibt es bei der Polizei inzwischen ein Bakkalaureatsstudium; ein Masterstudium für Führungskräfte bei der Polizei haben wir ebenfalls neu eingerichtet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Umblättern!
Dazu müssen wir die Mannschaft auch flexibel im Einsatz haben. Ich bedanke mich beim Hohen Haus dafür, dass das Gesetz, das den Flexipool ermöglicht, bereits verabschiedet ist. Mit 1. Juni 2009 wird es einen Flexipool geben, das heißt, nach der Ausbildung in der Polizeischule kommen die jungen Inspektorinnen und Inspektoren in den Flexipool (Abg. Ing. Westenthaler: Umblättern!) und sind dann dort flexibel einsetzbar, wo wir sie brauchen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Maßnahme, meine sehr verehrten Damen und Herren, stellt auch eine aktive Frauenförderung im Innenministerium dar, weil zum Beispiel Mutterkarenz in Zukunft kein Problem mehr für die Dienstplanung darstellt; selbstverständlich gilt das auch für die Väterkarenz. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
in Oberösterreich derzeit einen Kurs mit 13 Mädchen und 12 Burschen haben. Das ist eine gute Entwicklung für die Polizei. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ein Schmäh!
Ich bedanke mich noch einmal beim Herrn Finanzminister dafür, dass er auch diesem Bereich sehr hohes Augenmerk geschenkt und die Mittel für den Sachaufwand aufgestockt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Schmäh!) Damit können wir der Polizei die nötige Infrastruktur und das entsprechende Werkzeug zur Verfügung stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine echte Mogelpackung!) Moderne Infrastruktur und gute Arbeitsbedingungen sind einerseits ein wichtiger Motivationsfaktor, andererseits ein effizientes Instrumentarium, um gesicherte Polizeiarbeit leisten zu können.
Abg. Ing. Westenthaler: Eine echte Mogelpackung!
Ich bedanke mich noch einmal beim Herrn Finanzminister dafür, dass er auch diesem Bereich sehr hohes Augenmerk geschenkt und die Mittel für den Sachaufwand aufgestockt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Schmäh!) Damit können wir der Polizei die nötige Infrastruktur und das entsprechende Werkzeug zur Verfügung stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine echte Mogelpackung!) Moderne Infrastruktur und gute Arbeitsbedingungen sind einerseits ein wichtiger Motivationsfaktor, andererseits ein effizientes Instrumentarium, um gesicherte Polizeiarbeit leisten zu können.
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Herr Finanzminister, Hohes Haus, es ist auch notwendig, dass wir dafür Sorge tragen, unsere Polizistinnen und Polizisten zu schützen, die gute Arbeit leisten und, Frau Korun, nicht strukturell rassistisch sind – gegen diesen Vorwurf verwahre ich mich ganz entschieden! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Mag. Korun: Ja, das ist schlimm! – Abg. Mag. Steinhauser: Was wollen Sie uns damit sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist notwendig, dass wir unsere Polizei auch schützen, dass wir sie bei der täglichen Arbeit unterstützen. Ich war heuer bereits auf drei Begräbnissen von Polizisten, die im Dienst gestorben sind, und ich war an zwei Krankenbetten von Polizisten, gegen die es gezielte Mordanschläge durch Herzstiche gegeben hat. Das, Frau Korun, müssen Sie wissen! (Abg. Mag. Korun: Ja, das ist schlimm! – Abg. Mag. Steinhauser: Was wollen Sie uns damit sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.
Sie müssen wissen, wie schwer die Polizeiarbeit ist. 2 000 Polizisten werden im Jahr im Dienst verletzt. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich würde auch einmal gerne aus Ihrem Mund hören, dass das auch beachtet wird. (Lebhafter Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Lebhafter Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Sie müssen wissen, wie schwer die Polizeiarbeit ist. 2 000 Polizisten werden im Jahr im Dienst verletzt. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich würde auch einmal gerne aus Ihrem Mund hören, dass das auch beachtet wird. (Lebhafter Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Lebhafter Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Schwerpunktarbeit, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir im Innenministerium aber auch im Asylrecht, im Fremdenrecht und in der Integration vor uns. Ich möchte das noch einmal ganz klar sagen und werde das immer wieder sagen: Asyl für jene, die es brauchen, ohne Wenn und Aber, aber Wirtschaftsmigration ist etwas anderes. Wer unser Asylsystem, das ein sehr humanes ist, durch Kriminalität oder Illegalität oder anderweitig durch Extremismus und Radikalisierung missbraucht, hat dieses System nicht verdient. (Lebhafter Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen machen wir ein Bleiberecht?!
(Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen machen wir ein Bleiberecht?!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss dem Bundesasylamt dafür danken, dass ein exzellentes Qualitätsmanagementsystem aufgesetzt wurde: Qualitätssicherung bei Verhören, Qualitätssicherung beim Dolmetschen, Qualitätssicherung bei der Staatendokumentation, Qualitätssicherung beim Umgang mit den Gründen, die vorgebracht werden, Qualitätssicherung aber auch bei der Betreuung derer, die Asyl suchen. Wie gut dieses Qualitätsmanagement inzwischen auch international anerkannt ist, zeigt, dass sich das UNHCR an das Bundesasylamt gewandt hat und dieses System als Best Practice-Beispiel in Großbritannien und auch in anderen Staaten in Europa implementieren möchte. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Ein Drittel aufgehoben werden!
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, lasse ich nicht zu, dass man die erste Instanz – nämlich das Bundesasylamt – permanent dafür verantwortlich macht, dass die Verfahren zu lange dauern. (Abg. Mag. Korun: Ein Drittel aufgehoben werden!) Die Länge des Aufenthalts während verschiedener Verfahren ist überwiegend dadurch veranlasst, dass manche in einen Antragsmarathon hineingehen, der von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hat, und das werden wir abstellen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Korun: Sie haben nicht einmal Zahlen dazu! das nicht erheben! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Korun: Sie haben nicht einmal Zahlen dazu! das nicht erheben! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, lasse ich nicht zu, dass man die erste Instanz – nämlich das Bundesasylamt – permanent dafür verantwortlich macht, dass die Verfahren zu lange dauern. (Abg. Mag. Korun: Ein Drittel aufgehoben werden!) Die Länge des Aufenthalts während verschiedener Verfahren ist überwiegend dadurch veranlasst, dass manche in einen Antragsmarathon hineingehen, der von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hat, und das werden wir abstellen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Korun: Sie haben nicht einmal Zahlen dazu! das nicht erheben! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Strache: Das sind freiheitliche Ideen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Von der Asylschiene, die eine Hilfeschiene ist – im Hinblick auf die, die Fluchtgründe vorbringen können, die verfolgt werden und denen wir helfen wollen –, ist das Thema Integration klar zu trennen. (Abg. Strache: Das sind freiheitliche Ideen!) Integration ist für jene, die schon da sind – manche schon in zweiter Generation und viele davon Österreicherinnen und Österreicher –, und für die, die hierbleiben dürfen. (Abg. Mag. Korun: Was haben Sie da konkret?)
Abg. Mag. Korun: Was haben Sie da konkret?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Von der Asylschiene, die eine Hilfeschiene ist – im Hinblick auf die, die Fluchtgründe vorbringen können, die verfolgt werden und denen wir helfen wollen –, ist das Thema Integration klar zu trennen. (Abg. Strache: Das sind freiheitliche Ideen!) Integration ist für jene, die schon da sind – manche schon in zweiter Generation und viele davon Österreicherinnen und Österreicher –, und für die, die hierbleiben dürfen. (Abg. Mag. Korun: Was haben Sie da konkret?)
Abg. Mag. Korun: Null Euro!
Wir müssen speziell dort Anstrengungen unternehmen, wo wir noch Handlungsbedarf haben. Es gibt Defizite und Problemfelder: Denken Sie an die Sprache, denken Sie an die Qualifikation (Abg. Mag. Korun: Null Euro!), denken Sie, Frau Korun, auch an die Emanzipationsfrage (Abg. Mag. Korun: Ja!), daran, wie man mit Frauen und deren Würde gelegentlich umgeht! (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) Das ist mir ein großes Anliegen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Korun: Null Euro Budget!)
Abg. Mag. Korun: Ja!
Wir müssen speziell dort Anstrengungen unternehmen, wo wir noch Handlungsbedarf haben. Es gibt Defizite und Problemfelder: Denken Sie an die Sprache, denken Sie an die Qualifikation (Abg. Mag. Korun: Null Euro!), denken Sie, Frau Korun, auch an die Emanzipationsfrage (Abg. Mag. Korun: Ja!), daran, wie man mit Frauen und deren Würde gelegentlich umgeht! (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) Das ist mir ein großes Anliegen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Korun: Null Euro Budget!)
Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!
Wir müssen speziell dort Anstrengungen unternehmen, wo wir noch Handlungsbedarf haben. Es gibt Defizite und Problemfelder: Denken Sie an die Sprache, denken Sie an die Qualifikation (Abg. Mag. Korun: Null Euro!), denken Sie, Frau Korun, auch an die Emanzipationsfrage (Abg. Mag. Korun: Ja!), daran, wie man mit Frauen und deren Würde gelegentlich umgeht! (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) Das ist mir ein großes Anliegen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Korun: Null Euro Budget!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Korun: Null Euro Budget!
Wir müssen speziell dort Anstrengungen unternehmen, wo wir noch Handlungsbedarf haben. Es gibt Defizite und Problemfelder: Denken Sie an die Sprache, denken Sie an die Qualifikation (Abg. Mag. Korun: Null Euro!), denken Sie, Frau Korun, auch an die Emanzipationsfrage (Abg. Mag. Korun: Ja!), daran, wie man mit Frauen und deren Würde gelegentlich umgeht! (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) Das ist mir ein großes Anliegen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Korun: Null Euro Budget!)
Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie da im Budget drinnen? Bevor Sie da groß weiterreden, erklären Sie uns das einmal!
Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir mit dem Nationalen Aktionsplan gemeinsam Anstrengungen unternehmen (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie da im Budget drinnen? Bevor Sie da groß weiterreden, erklären Sie uns das einmal!), dass wir im Hinblick auf die Integration Defizite ausmerzen, Maßnahmen setzen und dann zwischen den Menschen mit Migrationshintergrund und der Mehrheitsgesellschaft ein Wir-Gefühl erzeugen. (Abg. Mag. Steinhauser: Budget, erklären Sie das einmal! – Abg. Mag. Korun: nicht budgetiert!)
Abg. Mag. Steinhauser: Budget, erklären Sie das einmal! – Abg. Mag. Korun: nicht budgetiert!
Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir mit dem Nationalen Aktionsplan gemeinsam Anstrengungen unternehmen (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie da im Budget drinnen? Bevor Sie da groß weiterreden, erklären Sie uns das einmal!), dass wir im Hinblick auf die Integration Defizite ausmerzen, Maßnahmen setzen und dann zwischen den Menschen mit Migrationshintergrund und der Mehrheitsgesellschaft ein Wir-Gefühl erzeugen. (Abg. Mag. Steinhauser: Budget, erklären Sie das einmal! – Abg. Mag. Korun: nicht budgetiert!)
Abg. Mag. Korun: Aber man kann Maßnahmen setzen!
Frau Kollegin Korun, Sie wissen ganz genau, dass man Integration nicht von ministerieller Seite – von oben herab – verordnen kann. (Abg. Mag. Korun: Aber man kann Maßnahmen setzen!) Integration muss von unten herauf wachsen, und zwar in den Gemeinden, in den Städten (Abg. Mag. Korun: Ja, auch!), in den Ländern und in allen Ministerien, also in allen Bereichen. (Abg. Mag. Korun: Wo sind die Budgets dafür?) –
Abg. Mag. Korun: Ja, auch!
Frau Kollegin Korun, Sie wissen ganz genau, dass man Integration nicht von ministerieller Seite – von oben herab – verordnen kann. (Abg. Mag. Korun: Aber man kann Maßnahmen setzen!) Integration muss von unten herauf wachsen, und zwar in den Gemeinden, in den Städten (Abg. Mag. Korun: Ja, auch!), in den Ländern und in allen Ministerien, also in allen Bereichen. (Abg. Mag. Korun: Wo sind die Budgets dafür?) –
Abg. Mag. Korun: Wo sind die Budgets dafür?
Frau Kollegin Korun, Sie wissen ganz genau, dass man Integration nicht von ministerieller Seite – von oben herab – verordnen kann. (Abg. Mag. Korun: Aber man kann Maßnahmen setzen!) Integration muss von unten herauf wachsen, und zwar in den Gemeinden, in den Städten (Abg. Mag. Korun: Ja, auch!), in den Ländern und in allen Ministerien, also in allen Bereichen. (Abg. Mag. Korun: Wo sind die Budgets dafür?) –
Abg. Mag. Korun: Also die Länder und Gemeinden sollen zahlen?!
Die Budgets, Frau Kollegin, sind in den jeweiligen Verantwortungsbereichen. (Abg. Mag. Korun: Also die Länder und Gemeinden sollen zahlen?!)
Abg. Mag. Korun: Das sollen die Kommunen zahlen?!
Der Kindergarten ist beispielsweise nicht Budget des Innenministeriums, und das Bildungsbudget verwalte ich auch nicht. Was die Kommunen im Rahmen ihrer Raumordnungsaktivitäten tun (Abg. Mag. Korun: Das sollen die Kommunen zahlen?!), das verwalte auch nicht ich. Aber, Frau Kollegin Korun, wir verwalten die von der EU kofinanzierten Töpfe, die derzeit gerade zur Ausschreibung anstehen, und wir werden dort – im Hinblick auf eine Prioritätenreihung – auch die Projekte vergeben. (Abg. Mag. Korun: Schubhaft finanzieren!) Wir werden uns aber auch ganz gezielt die Effizienz der Projekte anschauen, denn wenn beispielsweise Infrastruktureinrichtungen Geld für Sprachausbildung bekommen und dann keine Erfolge vorweisen können, dann werden sie künftig kein Geld mehr bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Da ist ein Effizienzmanagement angebracht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Schubhaft finanzieren!
Der Kindergarten ist beispielsweise nicht Budget des Innenministeriums, und das Bildungsbudget verwalte ich auch nicht. Was die Kommunen im Rahmen ihrer Raumordnungsaktivitäten tun (Abg. Mag. Korun: Das sollen die Kommunen zahlen?!), das verwalte auch nicht ich. Aber, Frau Kollegin Korun, wir verwalten die von der EU kofinanzierten Töpfe, die derzeit gerade zur Ausschreibung anstehen, und wir werden dort – im Hinblick auf eine Prioritätenreihung – auch die Projekte vergeben. (Abg. Mag. Korun: Schubhaft finanzieren!) Wir werden uns aber auch ganz gezielt die Effizienz der Projekte anschauen, denn wenn beispielsweise Infrastruktureinrichtungen Geld für Sprachausbildung bekommen und dann keine Erfolge vorweisen können, dann werden sie künftig kein Geld mehr bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Da ist ein Effizienzmanagement angebracht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Der Kindergarten ist beispielsweise nicht Budget des Innenministeriums, und das Bildungsbudget verwalte ich auch nicht. Was die Kommunen im Rahmen ihrer Raumordnungsaktivitäten tun (Abg. Mag. Korun: Das sollen die Kommunen zahlen?!), das verwalte auch nicht ich. Aber, Frau Kollegin Korun, wir verwalten die von der EU kofinanzierten Töpfe, die derzeit gerade zur Ausschreibung anstehen, und wir werden dort – im Hinblick auf eine Prioritätenreihung – auch die Projekte vergeben. (Abg. Mag. Korun: Schubhaft finanzieren!) Wir werden uns aber auch ganz gezielt die Effizienz der Projekte anschauen, denn wenn beispielsweise Infrastruktureinrichtungen Geld für Sprachausbildung bekommen und dann keine Erfolge vorweisen können, dann werden sie künftig kein Geld mehr bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Da ist ein Effizienzmanagement angebracht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Der Kindergarten ist beispielsweise nicht Budget des Innenministeriums, und das Bildungsbudget verwalte ich auch nicht. Was die Kommunen im Rahmen ihrer Raumordnungsaktivitäten tun (Abg. Mag. Korun: Das sollen die Kommunen zahlen?!), das verwalte auch nicht ich. Aber, Frau Kollegin Korun, wir verwalten die von der EU kofinanzierten Töpfe, die derzeit gerade zur Ausschreibung anstehen, und wir werden dort – im Hinblick auf eine Prioritätenreihung – auch die Projekte vergeben. (Abg. Mag. Korun: Schubhaft finanzieren!) Wir werden uns aber auch ganz gezielt die Effizienz der Projekte anschauen, denn wenn beispielsweise Infrastruktureinrichtungen Geld für Sprachausbildung bekommen und dann keine Erfolge vorweisen können, dann werden sie künftig kein Geld mehr bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Da ist ein Effizienzmanagement angebracht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Alles umgefärbt!
Da es heute in den Debatten schon angesprochen wurde, möchte ich noch ein paar Worte zur Infrastruktur der Polizeidienststellen sagen. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Schwarze ÖVP-Innenminister haben, seit sie in Charge waren (Abg. Mag. Kogler: Alles umgefärbt!), eine massive Offensive in der Erneuerung der Polizeidienststellen – Gott sei Dank! – zustande gebracht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja, genau!) Zum Beispiel wurden seit dem Jahr 2000 522 Polizeiinspektionen neu errichtet.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja, genau!
Da es heute in den Debatten schon angesprochen wurde, möchte ich noch ein paar Worte zur Infrastruktur der Polizeidienststellen sagen. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Schwarze ÖVP-Innenminister haben, seit sie in Charge waren (Abg. Mag. Kogler: Alles umgefärbt!), eine massive Offensive in der Erneuerung der Polizeidienststellen – Gott sei Dank! – zustande gebracht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ja, genau!) Zum Beispiel wurden seit dem Jahr 2000 522 Polizeiinspektionen neu errichtet.
Beifall bei der ÖVP.
Auch die Kriminalstatistik wird neu aufgestellt, weil die derzeitige Form keine Aussagen über Täterstrukturen und über die Art der Opfer, die betroffen sind, zulässt. Wir müssen jedoch das Täterverhalten und auch die Opferstrukturen mit einfließen lassen, damit wir im Bereich der Prävention besser ansetzen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Dr. Plassnik. – Abg. Hörl: Genau!
Und nun, meine sehr verehrten Damen und Herren, lassen Sie mich auch noch etwas zu Schengen und zu dieser immer wieder im Raum stehenden Maßnahme: Grenzbalken herunter! sagen. Heute herrscht in den Grenzregionen Wohlstand, und zwar in einem Ausmaß, wie wir es uns vorher nicht haben vorstellen können! (Beifall der Abg. Dr. Plassnik. – Abg. Hörl: Genau!)
Abg. Hörl: Genau!
Die Lebensqualität der Menschen in den Grenzregionen – sowohl drüben als auch herüben – stieg in einer Dimension, wie es vorher über Jahrzehnte nicht der Fall war. Diesen sichtbaren Aufschwung und diese Arbeitsplätze, all das, meine sehr verehrten Damen und Herren, wollen Sie gefährden (Abg. Hörl: Genau!), indem Sie die Grenzen wieder dicht machen?! (Abg. Dr. Königshofer: Sicher machen! – Abg. Strache: Es geht um Kontrollen, Frau Minister! Es geht um eine zwischenzeitliche Aussetzung!) Im Hinblick auf die Sicherheit – das ist richtig – gibt es Herausforderungen, aber diese Herausforderungen sind zu meistern, und zwar nicht dadurch, dass man Mauern aufbaut und Grenzbalken herunterlässt. Das trennt! (Abg. Dr. Königshofer: Schützen! Eigentum schützen!) Grenzbalken trennen Freunde, Grenzbalken trennen Familien, und sie schließen Menschen von Lebensqualität aus. Daher ist dies der falsche Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Sicher machen! – Abg. Strache: Es geht um Kontrollen, Frau Minister! Es geht um eine zwischenzeitliche Aussetzung!
Die Lebensqualität der Menschen in den Grenzregionen – sowohl drüben als auch herüben – stieg in einer Dimension, wie es vorher über Jahrzehnte nicht der Fall war. Diesen sichtbaren Aufschwung und diese Arbeitsplätze, all das, meine sehr verehrten Damen und Herren, wollen Sie gefährden (Abg. Hörl: Genau!), indem Sie die Grenzen wieder dicht machen?! (Abg. Dr. Königshofer: Sicher machen! – Abg. Strache: Es geht um Kontrollen, Frau Minister! Es geht um eine zwischenzeitliche Aussetzung!) Im Hinblick auf die Sicherheit – das ist richtig – gibt es Herausforderungen, aber diese Herausforderungen sind zu meistern, und zwar nicht dadurch, dass man Mauern aufbaut und Grenzbalken herunterlässt. Das trennt! (Abg. Dr. Königshofer: Schützen! Eigentum schützen!) Grenzbalken trennen Freunde, Grenzbalken trennen Familien, und sie schließen Menschen von Lebensqualität aus. Daher ist dies der falsche Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Schützen! Eigentum schützen!
Die Lebensqualität der Menschen in den Grenzregionen – sowohl drüben als auch herüben – stieg in einer Dimension, wie es vorher über Jahrzehnte nicht der Fall war. Diesen sichtbaren Aufschwung und diese Arbeitsplätze, all das, meine sehr verehrten Damen und Herren, wollen Sie gefährden (Abg. Hörl: Genau!), indem Sie die Grenzen wieder dicht machen?! (Abg. Dr. Königshofer: Sicher machen! – Abg. Strache: Es geht um Kontrollen, Frau Minister! Es geht um eine zwischenzeitliche Aussetzung!) Im Hinblick auf die Sicherheit – das ist richtig – gibt es Herausforderungen, aber diese Herausforderungen sind zu meistern, und zwar nicht dadurch, dass man Mauern aufbaut und Grenzbalken herunterlässt. Das trennt! (Abg. Dr. Königshofer: Schützen! Eigentum schützen!) Grenzbalken trennen Freunde, Grenzbalken trennen Familien, und sie schließen Menschen von Lebensqualität aus. Daher ist dies der falsche Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Lebensqualität der Menschen in den Grenzregionen – sowohl drüben als auch herüben – stieg in einer Dimension, wie es vorher über Jahrzehnte nicht der Fall war. Diesen sichtbaren Aufschwung und diese Arbeitsplätze, all das, meine sehr verehrten Damen und Herren, wollen Sie gefährden (Abg. Hörl: Genau!), indem Sie die Grenzen wieder dicht machen?! (Abg. Dr. Königshofer: Sicher machen! – Abg. Strache: Es geht um Kontrollen, Frau Minister! Es geht um eine zwischenzeitliche Aussetzung!) Im Hinblick auf die Sicherheit – das ist richtig – gibt es Herausforderungen, aber diese Herausforderungen sind zu meistern, und zwar nicht dadurch, dass man Mauern aufbaut und Grenzbalken herunterlässt. Das trennt! (Abg. Dr. Königshofer: Schützen! Eigentum schützen!) Grenzbalken trennen Freunde, Grenzbalken trennen Familien, und sie schließen Menschen von Lebensqualität aus. Daher ist dies der falsche Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Maßnahmenpakete!
Der Herausforderung für die Sicherheit, meine sehr verehrten Damen und Herren, der müssen wir begegnen, der müssen wir uns stellen. Es ist aber eine ziemlich dumpfe Antwort, wenn man glaubt, dass wir nur durch einen Grenzbalken mehr Sicherheit bekommen können; ganz im Gegenteil. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Maßnahmenpakete!)
Abg. Strache: Heute haben wir Rekordwerte und einen Sicherheitsnotstand in diesem Bereich!
Wir haben uns für ein Konzept entschieden, das ein dreifaches, breitgefächertes Sicherheitssystem für die österreichischen Grenzräume bringt. Früher gab es nur Grenzkontrollen an einem Grenzbalken, bei dem viele durchgewunken wurden – auch die kriminelle Energie! Es hat ja auch vor der Grenzöffnung Einbrüche gegeben, es ist ja nicht so, dass wir damals auf einer Insel der Seligen gelebt hätten. (Abg. Strache: Heute haben wir Rekordwerte und einen Sicherheitsnotstand in diesem Bereich!)
Abg. Mag. Wurm: Ausgleichsmaßnahmen!
Das heißt, es gibt nun ein dichtmaschiges, kilometertiefes Netz von Polizeikontrollen auf beiden Seiten der Grenze. In diesen grenznahen Regionen patrouillieren rund um die Uhr gemischte Polizeistreifen, die es vorher nicht gab, die wir mit den Nachbarstaaten durchführen. (Abg. Mag. Wurm: Ausgleichsmaßnahmen!) Unsere Polizisten können zudem Kriminelle auch alleine auf benachbartes Gebiet verfolgen, was umgekehrt vorher auch nicht möglich war, was aber jetzt durch moderne Staatsverträge möglich ist. (Eine Reihe von Personen verlässt die Besuchergalerie. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt gehen die Leute schon heim! Die gehen alle heim! – Abg. Grosz: Jetzt gehen die Leute heim!)
Eine Reihe von Personen verlässt die Besuchergalerie. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt gehen die Leute schon heim! Die gehen alle heim! – Abg. Grosz: Jetzt gehen die Leute heim!
Das heißt, es gibt nun ein dichtmaschiges, kilometertiefes Netz von Polizeikontrollen auf beiden Seiten der Grenze. In diesen grenznahen Regionen patrouillieren rund um die Uhr gemischte Polizeistreifen, die es vorher nicht gab, die wir mit den Nachbarstaaten durchführen. (Abg. Mag. Wurm: Ausgleichsmaßnahmen!) Unsere Polizisten können zudem Kriminelle auch alleine auf benachbartes Gebiet verfolgen, was umgekehrt vorher auch nicht möglich war, was aber jetzt durch moderne Staatsverträge möglich ist. (Eine Reihe von Personen verlässt die Besuchergalerie. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt gehen die Leute schon heim! Die gehen alle heim! – Abg. Grosz: Jetzt gehen die Leute heim!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Zweitens wurden unsere östlichen Nachbarn durch die Schengen-Erweiterung in ein ganz modernes, neu aufgesetztes EU-Fahndungssystem, nämlich das Schengen-Informationssystem „SIS-one-4-all“, integriert. Dadurch kann unsere Polizei zum Beispiel bei einer Kontrolle bezüglich verdächtiger Personen aus dem Schengen-Raum am Laptop sofort abfragen, ob gegen diese etwas vorliegt. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Ing. Westenthaler – auf die Besuchergalerie weisend –: Sie vertreiben die Leute!
Früher war das nicht möglich. Da musste man bürokratisch vorgehen, es gab einen langwierigen Schriftverkehr über Interpol – jetzt geht das mit Knopfdruck. Dadurch kann unsere Polizei bei Kontrolle verdächtiger Personen aus dem Schengen-Raum sofort Fahndungsmaßnahmen einleiten. (Abg. Ing. Westenthaler – auf die Besuchergalerie weisend –: Sie vertreiben die Leute!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf diese Weise, Herr Kollege Westenthaler, haben wir nach gefälschten Dokumenten, gestohlenen Autos, verdächtigen Personen und illegal Einreisenden in relativ großer Anzahl fahnden können, und wir sind stolz auf diese Erfolge! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
modernes Grenzsicherungssystem an den EU-Außengrenzen aufbauen geholfen. Das zu verschärfen, das lückenlos zu gestalten, dabei unterstützt uns die EU, und dafür kämpfen wir auch gemeinsam bei der EU! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Sicherheitssystem bietet für Österreich einen dreifachen Sicherheitsring, und es ist auch ein Anzeichen dafür, dass unmittelbar nach der Grenzöffnung die Kriminalität nicht gestiegen ist, sondern sie ist nach der Grenzöffnung immer noch gesunken. Erst im vorigen Herbst, im Oktober, haben wir ein Phänomen bezüglich der Einbrüche festgestellt. Das ist angestiegen bis zum Höhepunkt im Jänner, und wir haben jetzt, ab Mitte März und im April deutlich sichtbar, bereits wieder eine Abflachung der Kurve. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir stellen uns den Herausforderungen der Sicherheit, aber wir wollen auch die Lebensqualität im Grenzraum hochhalten, stärken und den Bürgern die Reisefreiheit ermöglichen. Die Sicherheit schützen wir durch andere Maßnahmen als Grenzbalken herunter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bedanke mich bei allen Rot-Kreuz-Helfern und Blaulicht-Organisationen, die nicht nur in Österreich eine hervorragende Arbeit leisten, sondern auch international anerkannt tätig sind. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nehmen Sie die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten und auch die des Bundesamtes für Terrorismusbekämpfung und Verfassungsschutz ernst! Wenn wir darauf hinweisen, dass wir hier auch Zellen haben, dann ist das etwas, was wir ernst nehmen müssen – was der jüngste Anschlag auch gezeigt hat. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Es gibt doch keinen Verfassungsdienst! Den gibt es ja gar nicht!
Wir werden hier eine engere Vernetzung auch mit dem Verfassungsdienst, mit dem Nachrichtendienst des Landesverteidigungsressorts anpeilen. (Abg. Dr. Pilz: Es gibt doch keinen Verfassungsdienst! Den gibt es ja gar nicht!) Ein diesbezüglicher Gesetzentwurf liegt bereits im Landesverteidigungsressort. Ich hoffe, dass wir die Zustimmung des Hohen Hauses dazu bekommen, dass diese beiden Dienste zusammenarbeiten dürfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden hier eine engere Vernetzung auch mit dem Verfassungsdienst, mit dem Nachrichtendienst des Landesverteidigungsressorts anpeilen. (Abg. Dr. Pilz: Es gibt doch keinen Verfassungsdienst! Den gibt es ja gar nicht!) Ein diesbezüglicher Gesetzentwurf liegt bereits im Landesverteidigungsressort. Ich hoffe, dass wir die Zustimmung des Hohen Hauses dazu bekommen, dass diese beiden Dienste zusammenarbeiten dürfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wir sind hier kein Lesement, sondern ein Parlament, Frau Minister!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden die Prioritäten dort setzen, wo sie notwendig sind, damit in Zukunft die Menschen in Österreich Sicherheit erleben können. Dafür werden wir die Sicherheit konkret gestalten, und wir werden dort, wo es Missstände gibt, diese beseitigen und Ordnung schaffen! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wir sind hier kein Lesement, sondern ein Parlament, Frau Minister!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Und die Balken im Auge!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frauen Ministerinnen! Herr Staatssekretär! Die Frau Innenministerin hat davon gesprochen, dass nicht jeder Grenzbalken mehr Sicherheit bedeutet, und ich möchte sie darin unterstützen. Es gibt viele Maßnahmen, die gesetzt wurden, die sogenannten Ausgleichsmaßnahmen, aber das Gefährlichste, sehr geehrte Damen und Herren, sind die Grenzen im Kopf, die auch oft vorhanden sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Und die Balken im Auge!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wer alles offen lässt, kann nicht ganz dicht sein!
Frau Ministerin, lassen Sie mich als Tirolerin eingangs auch der Stadt Wien dazu gratulieren, dass Wien die lebenswerteste Stadt ist, international ausgezeichnet, eine schöne Stadt, eine lebenswerte Stadt. Dafür sei der Stadtführung unter Michael Häupl und selbstverständlich auch der Wiener Polizei gedankt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wer alles offen lässt, kann nicht ganz dicht sein!)
Abg. Dr. Königshofer: Warum gibt es das nicht?
Eine sehr wichtige Maßnahme diesbezüglich wäre natürlich auch noch das Rücknahmeübereinkommen mit dem Staat Marokko. (Abg. Dr. Königshofer: Warum gibt es das nicht?) Auch hiezu gibt es Verhandlungen. Daran arbeiten wir, da sind wir tätig. Kollege Gahr wird diesbezüglich einen Antrag einbringen, damit wir das auch vom Parlament aus noch einmal unterstützen.
Abg. Dr. Königshofer: Das gibt es ja gar nicht!
Insofern, Frau Ministerin, finde ich es gut und richtig, und da hat es eine Frau gebraucht, dass dieser Karenz-Pool, dieser Flexi-Pool jetzt endlich eingerichtet wird. (Abg. Dr. Königshofer: Das gibt es ja gar nicht!) Das ist wichtig – aber nicht nur für die Frauen, denn das wäre wieder diskriminierend. Es gibt auch sehr viele Polizisten, die aufgrund von Einsatz in Sondereinheiten und sonstigen Verwendungen irgendwo anders ihren Dienst versehen müssen. Daher ist diese Möglichkeit eine sehr wichtige, eine wesentliche Maßnahme für alle, die Dienst tun für die Menschen, für die Sicherheit in unserem Land.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch da müssen wir tätig werden, auch da müssen wir in Aktion treten, denn wir haben in dieser Frage, in der Frage des Kampfes gegen Gewalt in der Familie, gegen Gewalt an Frauen, europaweit wirklich eine VorreiterInnenrolle eingenommen. Machen wir in diesem Sinne weiter! Hier haben wir noch einiges zu bieten, haben aber auch schon viel getan. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Im Innenressort, in der Exekutive, in der Verwaltung dieser Behörden liegt vieles im Argen, und natürlich ist es nicht so perfekt, wie es uns die Frau Ministerin darzustellen versucht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Aber, meine Damen und Herren, daran sind nicht oder zumindest nicht überwiegend die Frau Ministerin, das Innenministerium, die Beamten des Innenministeriums und schon gar nicht die Exekutive schuld, sondern zu einem großen Teil auch der Rahmen, den wir dieser Behörde hier im Haus gesteckt haben, die Myriade an Gesetzen, die Myriade an Regulierungen, die die Arbeit der Behörden und der Polizei entscheidend behindert (Beifall bei der FPÖ): Das sind die Fremdengesetze, die Asylgesetze, die Bestimmungen über das humanitäre Bleiberecht und eine Vielzahl anderer Begleitgesetze, die es der Polizei kaum möglich macht, mit den anstehenden Problemen effektiv umzugehen.
Beifall bei der FPÖ.
langen Bericht eigentlich gezeigt hat, dass sie dort steht, wo auch wir mit unseren Forderungen stehen, dass sie viel übernommen hat von dem, was die Freiheitliche Partei und bis vor kurzem auch noch der Kollege Stadler gefordert haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das klingt gar nicht so schlimm, muss aber in Vergleich zu dem gesetzt werden, was andere Länder tun, und es muss unter dem Gesichtspunkt beachtet werden, dass Österreich ein Land ist, das von einem Ring von sicheren Drittstaaten, von Demokratien umgeben ist, das über 1 000 Kilometer vom ersten Land entfernt ist, wo man wirklich befürchten muss, politisch verfolgt zu werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Gehen wir in den Süden, gehen wir an die Front, zu den unsicheren Nachbarstaaten zu Afrika, gehen wir nach Portugal: Im Jahre 2007 224 Asylanträge, davon positiv erledigt – Herr Kollege Öllinger, was schätzen Sie? (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Zwei. Sehr richtig. (Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit der neben ihr sitzenden Bundesministerin Dr. Bandion-Ortner. – Abg. Strache: Frau Minister, da sollten Sie aufpassen! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie macht das auch ohne euch!)
Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit der neben ihr sitzenden Bundesministerin Dr. Bandion-Ortner. – Abg. Strache: Frau Minister, da sollten Sie aufpassen! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie macht das auch ohne euch!
Gehen wir in den Süden, gehen wir an die Front, zu den unsicheren Nachbarstaaten zu Afrika, gehen wir nach Portugal: Im Jahre 2007 224 Asylanträge, davon positiv erledigt – Herr Kollege Öllinger, was schätzen Sie? (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Zwei. Sehr richtig. (Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit der neben ihr sitzenden Bundesministerin Dr. Bandion-Ortner. – Abg. Strache: Frau Minister, da sollten Sie aufpassen! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie macht das auch ohne euch!)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich darf eingangs klar feststellen: Nach den heutigen Aussagen unserer Frau Innenministein Fekter stelle ich fest, dass sie ob ihrer Kompetenz und Erfahrung aus meiner Sicht persönlich, beruflich, politisch, ob ihrer Arbeit und ob ihres Kurses und ihres Einsetzens für die Sicherheit für uns keine Minute in Frage steht, sondern dass wir hinter ihr stehen, dass wir mit ihr gemeinsam für die Sicherheit arbeiten. Und darum soll es eigentlich hier im Hohen Haus gehen – und nicht um Anträge, die rein populistisch aufgesetzt sind. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinn bedanke ich mich bei Frau Innenministerin Dr. Fekter, dass sie nach der team04-Reform wirklich bemüht ist, auf die heutige Situation richtig und effizient zu reagieren. Man sollte nicht immer nur über das Geld nachdenken, sondern der Punkt ist: Wie setzen wir die Mittel und die Köpfe gezielt und richtig ein – zum Wohle der Sicherheit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Galerie! Frau Bundesministerin Fekter hat in ihrer Stellungnahme gesagt, Österreich zähle zu den sichersten Ländern der Welt und sie wolle dieses Österreich zum sichersten Land der Welt machen. – Nur, die Sicherheitslage in Österreich, Frau Bundesministerin Fekter, geht in eine andere Richtung, vor allem die letzten vier Monate. Das werden Sie doch nicht abstreiten. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Herr Vizekanzler, du weißt auch ganz genau, wie die Situation ist. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Es wird besser!)
Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Es wird besser!
Galerie! Frau Bundesministerin Fekter hat in ihrer Stellungnahme gesagt, Österreich zähle zu den sichersten Ländern der Welt und sie wolle dieses Österreich zum sichersten Land der Welt machen. – Nur, die Sicherheitslage in Österreich, Frau Bundesministerin Fekter, geht in eine andere Richtung, vor allem die letzten vier Monate. Das werden Sie doch nicht abstreiten. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Herr Vizekanzler, du weißt auch ganz genau, wie die Situation ist. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Es wird besser!)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin Fekter, es geht hier nicht darum, Grenzbalken herunterzulassen, sondern es geht um eine verstärkte Kontrolle an den Ostgrenzen Österreichs. Darum geht es! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen Österreich zum sichersten Land machen! (Beifall beim BZÖ.) Wir wollen die Österreicherinnen und Österreicher vor Kriminalität schützen!
Beifall beim BZÖ.
Besorgniserregend ist die Aufklärungsquote, die auf geradezu alarmierende Weise sinkt. Aufgrund des geringeren Personalstandes bei der Exekutive geht die Aufklärungsquote zurück, die Zahl der nicht aufgeklärten Verbrechen steigt und die Ermittlungen dauern wesentlich länger. Daher ist es notwendig, dass man die Exekutive in Sachen Erhöhung des Personalstandes entsprechend unterstützt, damit die Sicherheit in Österreich wieder gewährleistet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
zes – zur Bekämpfung der steigenden Kriminalität und zur Steigerung der Quote der Aufklärung von Verbrechen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn heute dieses Budget im Hohen Haus beschlossen wird, dann gibt es für die innere Sicherheit Österreichs im Innenministerium, auch im Justizbereich einen absoluten politischen Schwerpunkt: Selbst in der Krise, einer der größten Finanz- und Wirtschaftskrisen, die uns eingeholt haben, setzen wir ein klares Zeichen für mehr Sicherheit in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.
Bundesministerin Maria Fekter hat ja auch angesprochen, dass Österreich das sicherste Land der Welt ist. – Das war eine mühevolle Arbeit, dorthin zu kommen. Der Dank gilt auch unseren Exekutivbeamten. Schade, dass der Abgeordnete Westenthaler nicht da ist, weil ihn das auch sehr interessieren würde. Frau Minister Fekter hat auch darauf hingewiesen, dass viele Beamtinnen und Beamten, 2 000 jährlich, glaube ich, war die Zahl, Herr Abgeordneter Westenthaler, im Dienst für die Sicherheit Österreichs verletzt werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.) – Das haben Sie jetzt gesagt! Aber diese Dinge müssen auch angesprochen werden, verbunden mit Dank an unsere Exekutive. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin Maria Fekter hat ja auch angesprochen, dass Österreich das sicherste Land der Welt ist. – Das war eine mühevolle Arbeit, dorthin zu kommen. Der Dank gilt auch unseren Exekutivbeamten. Schade, dass der Abgeordnete Westenthaler nicht da ist, weil ihn das auch sehr interessieren würde. Frau Minister Fekter hat auch darauf hingewiesen, dass viele Beamtinnen und Beamten, 2 000 jährlich, glaube ich, war die Zahl, Herr Abgeordneter Westenthaler, im Dienst für die Sicherheit Österreichs verletzt werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.) – Das haben Sie jetzt gesagt! Aber diese Dinge müssen auch angesprochen werden, verbunden mit Dank an unsere Exekutive. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Unser gemeinsames Ziel, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann doch in einer solchen Phase nur sein, diesen hohen Standard der Sicherheit in Österreich auszubauen. Es kann nie genug Sicherheit geben! Damit ist auch unser Fahrplan, denke ich, für die Zukunft klar umrissen: 1 000 Polizisten mehr, Opferschutz vor Täterschutz als gültiges Prinzip der österreichischen Innenpolitik und auch die Bekämpfung krimineller Banden und Organisationen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Kontrolle!
Herr Abgeordneter Strache, wenn Sie sagen: Grenzen dicht – und die Sache hat sich!, dann gibt es eine ganz klare andere Antwort von mir (Abg. Strache: Kontrolle!): Grenzüberschreitender Terrorismus, grenzüberschreitende Kriminalität kann nur grenzüberschreitend gemeinsam, also im europäischen Kontext bewältigt werden. Das ist die Aufgabe, die wir zu organisieren haben! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und deshalb haben wir in Niederösterreich, Wien und Burgenland die höchste Kriminalitätssteigerung?! Der Wegfall der Schengen-Grenze ist der Hintergrund dieser Situation!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und deshalb haben wir in Niederösterreich, Wien und Burgenland die höchste Kriminalitätssteigerung?! Der Wegfall der Schengen-Grenze ist der Hintergrund dieser Situation!
Herr Abgeordneter Strache, wenn Sie sagen: Grenzen dicht – und die Sache hat sich!, dann gibt es eine ganz klare andere Antwort von mir (Abg. Strache: Kontrolle!): Grenzüberschreitender Terrorismus, grenzüberschreitende Kriminalität kann nur grenzüberschreitend gemeinsam, also im europäischen Kontext bewältigt werden. Das ist die Aufgabe, die wir zu organisieren haben! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und deshalb haben wir in Niederösterreich, Wien und Burgenland die höchste Kriminalitätssteigerung?! Der Wegfall der Schengen-Grenze ist der Hintergrund dieser Situation!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der eigentliche Grund, warum ich mich zu Wort gemeldet habe, sind die beiden Misstrauensanträge von Links und Rechts, wenn ich das jetzt so vereinfacht sagen darf. – Die Tatsache, dass solche Anträge von beiden Seiten kommen, zeigt klar und deutlich, dass unsere Sicherheitspolitik, umgesetzt von Maria Fekter, goldrichtig ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Aber Sie werden uns nicht vorschreiben, ob wir einen Misstrauensantrag einbringen dürfen oder nicht! So weit sind wir noch nicht! Das ist ja unerhört!
Misstrauensanträge von Grünen und BZÖ haben in so einer Situation aus meiner Sicht hier nichts verloren. (Abg. Bucher: Aber Sie werden uns nicht vorschreiben, ob wir einen Misstrauensantrag einbringen dürfen oder nicht! So weit sind wir noch nicht! Das ist ja unerhört!)
Abg. Bucher: So präpotent wie Sie hier auftreten, das ist ja unglaublich!
Wir sind in einer der sensibelsten Phasen des Landes, was sozialen Ausgleich betrifft, was die Diskussionskultur und die Notwendigkeit betrifft, das Land in Balance zu halten. Und Maria Fekter tut das an der Spitze der Exekutive sehr, sehr gut in diesem schwierigen Verantwortungsdreieck zwischen Sicherheitspolitik, Asyl- und Fremdenrecht und Integration. Sie hat dafür gesorgt, dass in diesem Dreieck die Aufgaben entsprechend wahrgenommen werden. (Abg. Bucher: So präpotent wie Sie hier auftreten, das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Maria Fekter steht auch für Härte und Durchsetzungsfähigkeit, überhaupt keine Frage, aber genau das brauchen wir in Zeiten wie diesen, wo es enger wird, wo die Kriminalität gestiegen ist – Gott sei Dank auch schon wieder leicht rückläufig ist, weil Bundesministerin Maria Fekter und ihr Team energisch und effizient gehandelt haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Das entscheiden wir selber, da brauche ich nicht Sie dazu, Herr Vizekanzler! So eine Hochnäsigkeit, das ist ja unfassbar!
Bundesministerin Dr. Fekter verdient nicht Ihr Misstrauen, sondern unser aller Vertrauen in einer der zugespitztesten Lagen, die die Republik seit Langem erlebt hat, und das ist eine Aufgabe, die wir entsprechend zu vertreten haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Das entscheiden wir selber, da brauche ich nicht Sie dazu, Herr Vizekanzler! So eine Hochnäsigkeit, das ist ja unfassbar!)
Abg. Dr. Pilz: ... Austrofaschismus ...! Das ist Hetze von der Regierungsbank!
Dazu kommt – wenn ich die Debatten in den letzten Tagen, auch im Hohen Haus, verfolge –, dass es eine klare Ansage geben muss: Nicht die linke geballte Faust und die vermummten Linksterroristen, aber auch nicht die zum „deutschen Gruß“ ausgestreckte rechte Hand werden Österreich in die Zukunft führen (Abg. Dr. Pilz: ... Austrofaschismus ...! Das ist Hetze von der Regierungsbank!), meine sehr geehrten Damen und Herren, sondern die ruhige Hand der Maria Fekter mit ihrem Team, die dafür sorgt, dass man ordentliche Politik in der Mitte betreibt und die richtigen Antworten für die Zukunft gemeinsam findet und entwickelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu kommt – wenn ich die Debatten in den letzten Tagen, auch im Hohen Haus, verfolge –, dass es eine klare Ansage geben muss: Nicht die linke geballte Faust und die vermummten Linksterroristen, aber auch nicht die zum „deutschen Gruß“ ausgestreckte rechte Hand werden Österreich in die Zukunft führen (Abg. Dr. Pilz: ... Austrofaschismus ...! Das ist Hetze von der Regierungsbank!), meine sehr geehrten Damen und Herren, sondern die ruhige Hand der Maria Fekter mit ihrem Team, die dafür sorgt, dass man ordentliche Politik in der Mitte betreibt und die richtigen Antworten für die Zukunft gemeinsam findet und entwickelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte hier einen Vorschlag machen: Wir haben im Rahmen des Budgets für Regierungsinformationen 5 Millionen € vorgesehen, und ich schlage angesichts dieser Debatten vor, dass wir im Kampf gegen den Extremismus von links und rechts, gegen Rassismus und Antisemitismus einen klaren Schwerpunkt in dieser Regierungsinformation, in der Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten setzen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Dafür werde ich mich einsetzen. Das ist das richtige Signal in der Aufklärung, im Kampf gegen das, was an manchen Orten wiederaufersteht. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte hier einen Vorschlag machen: Wir haben im Rahmen des Budgets für Regierungsinformationen 5 Millionen € vorgesehen, und ich schlage angesichts dieser Debatten vor, dass wir im Kampf gegen den Extremismus von links und rechts, gegen Rassismus und Antisemitismus einen klaren Schwerpunkt in dieser Regierungsinformation, in der Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten setzen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Dafür werde ich mich einsetzen. Das ist das richtige Signal in der Aufklärung, im Kampf gegen das, was an manchen Orten wiederaufersteht. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Da kann sich der Landeshauptmann Pröll ein Stückerl obeschneiden! – Abg. Amon: Der Jarolim macht immer qualifizierte Zwischenrufe!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Maier. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Da kann sich der Landeshauptmann Pröll ein Stückerl obeschneiden! – Abg. Amon: Der Jarolim macht immer qualifizierte Zwischenrufe!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP.
sozialdemokratische Fraktion ihn in dieser Frage der Information und der Aufklärung voll unterstützt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Wo ist denn der Cap? – Abg. Bucher: Das ist eine Budgetdebatte, Herr Kollege, und keine Dringliche Anfrage! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zwei Misstrauensanträge: Wie ernsthaft diese Misstrauensanträge zu nehmen sind, sieht man an der Präsenz der Abgeordneten von BZÖ und Grünen. Das BZÖ hat insgesamt 21 Abgeordnete – hier anwesend sind gerade einmal 7 Abgeordnete. Nicht anders sieht es bei den Grünen aus. (Abg. Brosz: Wo ist denn der Cap? – Abg. Bucher: Das ist eine Budgetdebatte, Herr Kollege, und keine Dringliche Anfrage! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, beide Misstrauensanträge sind sozusagen abgesoffen. Ich sage das hier mit allem Nachdruck. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ganz kurz zum Misstrauensantrag des BZÖ oder generell zur Argumentation des Kollegen Westenthaler. Ich möchte zwar keine Vorlesung halten über den Unterschied von Verbrechen und Vergehen, empfehle ihm aber, nachzulesen, denn eines sollte jedem klar sein: dass der Diebstahl einer „Kronen Zeitung“ nicht mit einem Mord oder einer Vergewaltigung gleichzusetzen ist. Daher ist es unseriös, alle angezeigten Delikte als Verbrechen zu bezeichnen. Das dient nur dazu, die Öffentlichkeit zu verunsichern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber auch ein klares Wort zur grünen Fraktion: Ich möchte namens meiner Fraktion den Vorwurf des strukturellen Rassismus in der Polizei ebenfalls mit allem Nachdruck zurückweisen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
ministerin Fekter, ich garantiere Ihnen namens der sozialdemokratischen Fraktion unsere volle Unterstützung bei diesem Vorhaben auf europäischer Ebene, weil die Opfer von Menschenhandel geschützt werden müssen – und diejenigen, die Menschenhandel betreiben, die illegale Schlepperei betreiben, entsprechend bestraft werden müssen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Dieser Ihr präpotenter Auftritt ist beschämend! Das möchte ich Ihnen nur sagen! Das ist ja unvorstellbar!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Bundesministerin Fekter, Ihr Auftritt heute im Parlament war schlichtweg beschämend! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Dieser Ihr präpotenter Auftritt ist beschämend! Das möchte ich Ihnen nur sagen! Das ist ja unvorstellbar!)
Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Kollegin Korun hier auf einen amnesty international-Bericht verweist, der von strukturellem Rassismus spricht, und Frau Bundesministerin Fekter nichts anderes zu tun hat, als uns daraufhin zu unterstellen, uns seien tote Polizisten egal, so ist das dieses Hauses unwürdig! Das ist ein Skandal, das ist eine Entgleisung! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Ihr?!
Meine Damen und Herren! Wir haben eine Innenministerin, die in ihrem Ministerium sitzt und die Probleme dort nicht lösen kann – und wenn sie die Probleme nicht bald löst, dann werden wir den Problemfall Fekter hier im Parlament lösen müssen. So ist es! (Rufe bei der ÖVP: Ihr?!)
Abg. Kößl: Was heißt „wehleidig“? Das ist eine Unterstellung gewesen von eurer Seite!
Panne 1: Völlige Unterschätzung der rechtsextremen Kriminalszene. Da war die Erklärung, da habe es sich um eine wechselseitige Provokation gehandelt. Dann haben wir das hier im Parlament diskutiert, und die Frau Bundesministerin hat klargestellt, dass sie nicht den Vorfall im KZ Ebensee meint. Das nehmen wir zur Kenntnis. Sie war ein bisschen wehleidig und hat uns unterstellt, dass wir ihr da irgendwie – wie soll ich sagen? – unfair ans Zeug wollen. (Abg. Kößl: Was heißt „wehleidig“? Das ist eine Unterstellung gewesen von eurer Seite!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist eh da!
Aber, Frau Bundesministerin Fekter – jetzt ist sie weg; offensichtlich will sie sich der Debatte nicht stellen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist eh da!) –, ich frage Sie: ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – auf die rechts vorne im Saal befindliche und wieder auf die Regierungsbank zurückkehrende Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Schauen Sie einmal genau!) – Dann hören Sie mir bitte auch zu, wenn Sie auf Wanderschaft sind! (Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Das ist eine Zumutung! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ein Meter!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – auf die rechts vorne im Saal befindliche und wieder auf die Regierungsbank zurückkehrende Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Schauen Sie einmal genau!
Aber, Frau Bundesministerin Fekter – jetzt ist sie weg; offensichtlich will sie sich der Debatte nicht stellen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist eh da!) –, ich frage Sie: ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – auf die rechts vorne im Saal befindliche und wieder auf die Regierungsbank zurückkehrende Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Schauen Sie einmal genau!) – Dann hören Sie mir bitte auch zu, wenn Sie auf Wanderschaft sind! (Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Das ist eine Zumutung! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ein Meter!)
Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Das ist eine Zumutung! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ein Meter!
Aber, Frau Bundesministerin Fekter – jetzt ist sie weg; offensichtlich will sie sich der Debatte nicht stellen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ist eh da!) –, ich frage Sie: ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – auf die rechts vorne im Saal befindliche und wieder auf die Regierungsbank zurückkehrende Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Schauen Sie einmal genau!) – Dann hören Sie mir bitte auch zu, wenn Sie auf Wanderschaft sind! (Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Das ist eine Zumutung! – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ein Meter!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Jetzt wiederholt er es schon wieder!
Ich frage Sie, Frau Bundesministerin Fekter: Wo sind dann die wechselseitigen Provokationen sonst? – Sie haben in dieser Debatte auf die Situation in Oberösterreich verwiesen, und ich habe mir überlegt: Was könnten Sie meinen? Wo ist die „wechselseitige Provokation“ bei jenem Vorfall, wo die Mauer ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Jetzt wiederholt er es schon wieder!) – Nein, Sie haben mir nicht zugehört. Ich habe Ihre Klarstellung betreffend das KZ Ebensee akzeptiert. Sehen Sie, Frau Bundesministerin: nicht wandern, sondern zuhören!
Abg. Hornek: Bei Ihrer Person! – Bundesministerin Dr. Fekter: Bei den linken Chaoten vom 1. Mai!
Wo liegt die Provokation bei jenem Vorfall (Abg. Hornek: Bei Ihrer Person! – Bundesministerin Dr. Fekter: Bei den linken Chaoten vom 1. Mai!), wo das KZ Mauthausen beschmiert wurde? Ich frage Sie: Wo liegt da die wechselseitige Provokation? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Sie und der Pilz, ihr seid ...! ... gegen die Polizei!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Sie und der Pilz, ihr seid ...! ... gegen die Polizei!
Wo liegt die Provokation bei jenem Vorfall (Abg. Hornek: Bei Ihrer Person! – Bundesministerin Dr. Fekter: Bei den linken Chaoten vom 1. Mai!), wo das KZ Mauthausen beschmiert wurde? Ich frage Sie: Wo liegt da die wechselseitige Provokation? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Sie und der Pilz, ihr seid ...! ... gegen die Polizei!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Bei den linken Chaoten vom 1. Mai!
Ich frage Sie – es war dies ein Vorfall in Oberösterreich –: Wo ist da die „wechselseitige Provokation“? Ist vielleicht Ihrer Meinung nach die Provokation darin zu sehen (Bundesministerin Dr. Fekter: Bei den linken Chaoten vom 1. Mai!), dass der Herr Landtagsabgeordnete Trübswasser eine Anzeige nach dem Verbotsgesetz gemacht hat? Ist das die „wechselseitige Provokation“?
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesminister Fekter, Ihr Problem ist ganz klar: Sie haben die Situation völlig falsch eingeschätzt, Sie haben keine tauglichen Erklärungen, und Sie können keine Lösungen anbieten im Falle der rechtsextremen Kriminalszene! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Furchtbar! Furchtbar!
Nächster Punkt: Zunahme der Einbruchsdiebstähle. Die Lösungen der Bundesministerin Fekter schauen so aus, dass die Strafuntergrenzen erhöht werden. Jeder Jusstudent im ersten Semester – da macht er Soziologie – weiß, dass das nichts hilft. Erkundigen Sie sich dort auf der Uni, setzen Sie sich in die Einführungsvorlesung! (Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Furchtbar! Furchtbar!) Jeder weiß, dass die Abschreckung, dass die Gefahr, dass man erwischt wird, die größte Präventivmaßnahme ist, aber dort liegt ja genau Ihr Problem, wenn Sie eine Aufklärungsquote von 3,2 Prozent haben. (Abg. Kößl – neuerlich auf den Redner weisend –: ... unwahrscheinlich!)
Abg. Kößl – neuerlich auf den Redner weisend –: ... unwahrscheinlich!
Nächster Punkt: Zunahme der Einbruchsdiebstähle. Die Lösungen der Bundesministerin Fekter schauen so aus, dass die Strafuntergrenzen erhöht werden. Jeder Jusstudent im ersten Semester – da macht er Soziologie – weiß, dass das nichts hilft. Erkundigen Sie sich dort auf der Uni, setzen Sie sich in die Einführungsvorlesung! (Abg. Kößl – auf den Redner weisend –: Furchtbar! Furchtbar!) Jeder weiß, dass die Abschreckung, dass die Gefahr, dass man erwischt wird, die größte Präventivmaßnahme ist, aber dort liegt ja genau Ihr Problem, wenn Sie eine Aufklärungsquote von 3,2 Prozent haben. (Abg. Kößl – neuerlich auf den Redner weisend –: ... unwahrscheinlich!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller
Frau Bundesministerin Fekter, eine einzigartige Pannenserie! Sie haben nur ein Glück: dass die ganze Situation durch den Dritten Nationalratspräsidenten Graf getoppt wird. Es stellt sich da schon die Frage, ob vielleicht das der Grund ist, warum die ÖVP einer Geschäftsordnungsänderung nicht zustimmen will (Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller): weil sie ja ganz gut damit lebt, dass die Pannenserie durch den Dritten Nationalratspräsidenten Graf überlagert wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin Fekter, eine einzigartige Pannenserie! Sie haben nur ein Glück: dass die ganze Situation durch den Dritten Nationalratspräsidenten Graf getoppt wird. Es stellt sich da schon die Frage, ob vielleicht das der Grund ist, warum die ÖVP einer Geschäftsordnungsänderung nicht zustimmen will (Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller): weil sie ja ganz gut damit lebt, dass die Pannenserie durch den Dritten Nationalratspräsidenten Graf überlagert wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Lesen Sie einmal Ihren eigenen Abgeordneten Walser nach!
Anlassgesetzgebung findet ja immer wieder statt, weil es immer wieder Gründe und Anlässe gibt, Gesetze zu ändern. Das Bankenpaket, ist das Ihrer Ansicht nach Anlassgesetzgebung? (Abg. Kopf: Lesen Sie einmal Ihren eigenen Abgeordneten Walser nach!) Ich frage Sie: Ist das Bankenpaket Anlassgesetzgebung? – Natürlich ist es Anlassgesetzgebung, weil wir eine Wirtschaftskrise haben! (Abg. Kößl: Du hast keine Ahnung! Überhaupt keine Ahnung! Du verwechselst Birnen mit Äpfeln!)
Abg. Kößl: Du hast keine Ahnung! Überhaupt keine Ahnung! Du verwechselst Birnen mit Äpfeln!
Anlassgesetzgebung findet ja immer wieder statt, weil es immer wieder Gründe und Anlässe gibt, Gesetze zu ändern. Das Bankenpaket, ist das Ihrer Ansicht nach Anlassgesetzgebung? (Abg. Kopf: Lesen Sie einmal Ihren eigenen Abgeordneten Walser nach!) Ich frage Sie: Ist das Bankenpaket Anlassgesetzgebung? – Natürlich ist es Anlassgesetzgebung, weil wir eine Wirtschaftskrise haben! (Abg. Kößl: Du hast keine Ahnung! Überhaupt keine Ahnung! Du verwechselst Birnen mit Äpfeln!)
Ruf bei der FPÖ: Ja!
Nehmen wir zur Kenntnis: Auf politische Krisen will diese ÖVP nicht reagieren. Sie müssen sich die Frage stellen: Stellen Sie sich vor den Dritten Nationalratspräsidenten Graf (Ruf bei der FPÖ: Ja!) oder hinter das Ansehen dieser Republik? (Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Jetzt werden Sie gleich was hören, wer was zur Republik ...!)
Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Jetzt werden Sie gleich was hören, wer was zur Republik ...!
Nehmen wir zur Kenntnis: Auf politische Krisen will diese ÖVP nicht reagieren. Sie müssen sich die Frage stellen: Stellen Sie sich vor den Dritten Nationalratspräsidenten Graf (Ruf bei der FPÖ: Ja!) oder hinter das Ansehen dieser Republik? (Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Jetzt werden Sie gleich was hören, wer was zur Republik ...!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Zuhören!
Präsident Fritz Neugebauer: Bevor ich Frau Kollegin Fürntrath-Moretti das Wort erteile, wende ich mich an Herrn Abgeordneten Peter Pilz (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Zuhören!):
Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Wahnsinn! Treten Sie zurück! Gehen Sie aus dem Parlament!
Herr Kollege Pilz, Sie haben in einem Zwischenruf in Richtung des Herrn Vizekanzlers mehrmals formuliert: „Das ist Hetze von der Regierungsbank!“, und Sie haben in Richtung des Herrn Vizekanzlers den Begriff „Austrofaschismus“ gebraucht. (Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Wahnsinn! Treten Sie zurück! Gehen Sie aus dem Parlament!) – Ich missbillige diese Form und erteile Ihnen gemäß § 102 Abs. 1 der Geschäftsordnung einen Ordnungsruf. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Pilz und Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: ... eine Schande! – Bundesministerin Dr. Fekter: Der Pilz ist eine Schande für das Parlament!)
Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Pilz und Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: ... eine Schande! – Bundesministerin Dr. Fekter: Der Pilz ist eine Schande für das Parlament!
Herr Kollege Pilz, Sie haben in einem Zwischenruf in Richtung des Herrn Vizekanzlers mehrmals formuliert: „Das ist Hetze von der Regierungsbank!“, und Sie haben in Richtung des Herrn Vizekanzlers den Begriff „Austrofaschismus“ gebraucht. (Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Wahnsinn! Treten Sie zurück! Gehen Sie aus dem Parlament!) – Ich missbillige diese Form und erteile Ihnen gemäß § 102 Abs. 1 der Geschäftsordnung einen Ordnungsruf. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Dr. Pilz und Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: ... eine Schande! – Bundesministerin Dr. Fekter: Der Pilz ist eine Schande für das Parlament!)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte MinisterInnen und Staatssekretäre! Hohes Haus! (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Bartenstein: Entsetzt!
Herr Pilz, ich weiß jetzt wirklich nicht, ob ich über Sie und Ihre Fraktion entsetzt sein soll, ob ich darüber lachen soll oder ob ich das als Wahlkampfgetöse abtun soll (Abg. Dr. Bartenstein: Entsetzt!) – denn was Sie hier heute machen, ist ja wirklich unerträglich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Pilz, ich weiß jetzt wirklich nicht, ob ich über Sie und Ihre Fraktion entsetzt sein soll, ob ich darüber lachen soll oder ob ich das als Wahlkampfgetöse abtun soll (Abg. Dr. Bartenstein: Entsetzt!) – denn was Sie hier heute machen, ist ja wirklich unerträglich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Pilz, jetzt sind Sie hinausgegangen, das tut mir leid, aber die Anwürfe und Ansagen, die Sie hier loslassen, sind wirklich unerträglich – und normalerweise müssten Sie gehen und nicht andere Leute! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Wenn ich allein daran denke: Sie fordern hier eine Offenlegung von Dossiers und Akten. – Na gut, dann fangen wir mit Ihrem Akt und Ihrem Dossier einmal an! Und dann wird sich zeigen, wie Sie seit Jahren agieren, Herr Pilz, nämlich: Sie sind wirklich ein Staatsschädling! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie sind eine Gefahr für die Bevölkerung – und Sie wollen ... (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wenn ich allein daran denke: Sie fordern hier eine Offenlegung von Dossiers und Akten. – Na gut, dann fangen wir mit Ihrem Akt und Ihrem Dossier einmal an! Und dann wird sich zeigen, wie Sie seit Jahren agieren, Herr Pilz, nämlich: Sie sind wirklich ein Staatsschädling! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie sind eine Gefahr für die Bevölkerung – und Sie wollen ... (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie wollen die Ordnung destabilisieren, Herr Pilz, und Sie wollen den Staat destabilisieren. Das wollen Sie – und sonst gar nichts! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: ... den Metternich auch noch zum Dollfuß dazugehängt?
Dass unsere Bundesministerin Dr. Fekter in den letzten Jahren eine gute Arbeit geleistet hat, das sagen nicht nur die Statistiken und die Zeitungen. (Abg. Mag. Kogler: ... den Metternich auch noch zum Dollfuß dazugehängt?) Ich zitiere:
Abg. Mag. Kogler: Rückgratlos!
Wien punktet international mit Lebensqualität und Wohlstand. Das internationale Beratungsunternehmen Mercer, das die Bundeshauptstadt Wien zuletzt unter 215 (Abg. Mag. Kogler: Rückgratlos!) verglichenen Metropolen, was die Lebensqualität betrifft, weltweit an die erste Stelle setzte, zog 39 Kriterien heran. Dabei spielten politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ebenso eine Rolle wie persönliche Sicherheit, Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote. – Zitatende.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Und: 2007 waren wir an dritter Stelle gereiht, 2008 an zweiter Stelle und heuer, in diesem Jahr, sind wir Nummer eins. Das zeigt, dass unsere Ministerin großartige Arbeit leistet! Und die Kritik der Opposition geht völlig ins Leere. – Danke. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Gibt’s keinen Ordnungsruf?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mayerhofer. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Gibt’s keinen Ordnungsruf?)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Minister! Was mich gleich am Anfang freut, ist, dass sich heute so viele junge Menschen eingefunden haben, die sich über das Tun und Lassen und das Benehmen eines grünen Abgeordneten vor Ort überzeugen konnten. Und sie werden zu ihren Schlüssen kommen bei den nächsten Wahlen, davon bin ich völlig überzeugt! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
(Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt zu den ausnahmezustandähnlichen Verhältnissen in Österreich. Der Kriminalitätstornado zieht durch Österreich, Verbrecherlawinen überrollen das Land. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) – Was bedeutet dieser Zustand? Wen trifft es?
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Und wer hat Handlungsbedarf? – Frau Innenminister Fekter, Sie haben Handlungsbedarf, und es ist Gefahr im Verzug. Dieser Zustand versetzt die Bürger in Angst und Sorge, und die Exekutive in Österreich ist in Alarmbereitschaft. Diese ist seit der Ostöffnung unverschuldet mit den Bürgern in eine Notlage geraten, die Sie mit Ihrer Sicherheitspolitik zu verantworten haben. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Ist schon recht.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Kommen wir zu den Tatsachen. Die objektiv wahrnehmbare Explosion von Einbruch, Raub und Diebstahl bekommen die Bürger massiv zu spüren. Das lang andauernde Negieren dieser verheerenden Tatsachen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – ja, Kollege, du kannst stören, wie du willst, „Herr Chefinspektor“! (ironische Heiterkeit der Abgeordneten Grillitsch und Kößl) – ist Ihnen nachteilig anzurechnen. Und ich darf Ihnen auch die Unzahl der Geschädigten im ehemals sicheren, schönen und ruhigen Tourismusland Österreich ans Herz legen – weil ich den Kollegen Hörl immer mit lauten Zwischenrufen vernehme, der sich um den Tourismus besonders kümmert. (Abg. Mag. Hakl: Das tut er!) Ja, auch die Tourismuswirtschaft in Österreich wird besonders Schaden nehmen, wenn diese Kriminalitätswelle nicht gebremst und gestoppt wird.
ironische Heiterkeit der Abgeordneten Grillitsch und Kößl
Kommen wir zu den Tatsachen. Die objektiv wahrnehmbare Explosion von Einbruch, Raub und Diebstahl bekommen die Bürger massiv zu spüren. Das lang andauernde Negieren dieser verheerenden Tatsachen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – ja, Kollege, du kannst stören, wie du willst, „Herr Chefinspektor“! (ironische Heiterkeit der Abgeordneten Grillitsch und Kößl) – ist Ihnen nachteilig anzurechnen. Und ich darf Ihnen auch die Unzahl der Geschädigten im ehemals sicheren, schönen und ruhigen Tourismusland Österreich ans Herz legen – weil ich den Kollegen Hörl immer mit lauten Zwischenrufen vernehme, der sich um den Tourismus besonders kümmert. (Abg. Mag. Hakl: Das tut er!) Ja, auch die Tourismuswirtschaft in Österreich wird besonders Schaden nehmen, wenn diese Kriminalitätswelle nicht gebremst und gestoppt wird.
Abg. Mag. Hakl: Das tut er!
Kommen wir zu den Tatsachen. Die objektiv wahrnehmbare Explosion von Einbruch, Raub und Diebstahl bekommen die Bürger massiv zu spüren. Das lang andauernde Negieren dieser verheerenden Tatsachen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – ja, Kollege, du kannst stören, wie du willst, „Herr Chefinspektor“! (ironische Heiterkeit der Abgeordneten Grillitsch und Kößl) – ist Ihnen nachteilig anzurechnen. Und ich darf Ihnen auch die Unzahl der Geschädigten im ehemals sicheren, schönen und ruhigen Tourismusland Österreich ans Herz legen – weil ich den Kollegen Hörl immer mit lauten Zwischenrufen vernehme, der sich um den Tourismus besonders kümmert. (Abg. Mag. Hakl: Das tut er!) Ja, auch die Tourismuswirtschaft in Österreich wird besonders Schaden nehmen, wenn diese Kriminalitätswelle nicht gebremst und gestoppt wird.
Beifall bei der FPÖ.
Nun aber zum Zustand der Sicherheitsexekutive. Wann wird dieses seit über acht Jahren in ÖVP-Hand befindliche Innenministerium diese verrückte „Polizeireform“ stoppen? – Grundübel war die nicht wahrgenommene Vorsorgepflicht im Bereich der nicht ausreichenden Aufnahme von Polizeischülern in den Polizeischulen. Warum hat man das übersehen? Man hätte nur nachschauen müssen: Wann sind die geburtenstarken Jahrgänge aufgenommen worden?, und dann hätte man nachrechnen müssen, und dann hätte man ganz einfach die wirklichen Bedarfsstände ermitteln können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber da hat man an Ecken gespart, wo es kein Sparen geben darf, nämlich bei einem Grundbedürfnis der österreichischen Bevölkerung, der Sicherheit. Wobei anzumerken ist: Die Entscheidung, ob ein Staatsbürger in den Stand der Exekutive aufgenommen werden soll – und das sage ich jetzt zum Thema „Polizist mit Migrationshintergrund“ –, ist nicht die Frage, ob jemand Migrationshintergrund hat oder nicht, auch nicht, ob eine junge Kollegin elf oder zwölf Liegestütze machen kann, sondern ganz allein, welche Grundeinstellung er/sie zu diesem Beruf hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn engagierte Polizisten das Pech haben, eine politische Meinung zu haben, die sich nicht mit jener der ÖVP deckt, dann ist eben der fleißigste Polizist dann und wann und immer öfter nicht geeignet. Das ist eine blöde Geschichte, das – möchte ich sagen – ist aber massiv ungerecht und haut auch die Stimmung im Korps zusammen. Das möchte ich auch einmal sagen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn die Geringschätzung von Polizisten dermaßen extrem wird, wenn körperliche Attacken auf eine Polizistin mit 100 € im Wege einer Diversion zu erledigen sind, dann zeigt das auch von einer gewissen Haltung dieser Führung – und dieser Gesetze, die hier beschlossen worden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Windholz
Ihre Sicherheitspolitik, Frau Minister Fekter, passt nicht in diese Zeit! Sie haben nicht reagiert! Wir fordern Sie dazu auf! Und ich bitte Sie abschließend – und vielleicht auch die Herren da oben –: Das Organmandat ist kein Tätigkeitsnachweis! Der gehört heraus! Mögen wir mit diesen Arbeitswerten und Kennzahlen jene Arbeit leisten, die jetzt häufig und sehr, sehr häufig anfällt: Einbruch, Diebstahl und diese Dinge gehören mit entsprechenden Kennzahlen ausgestattet (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Windholz) – und nicht, wie viele Mopedfahrer ich am Kreisverkehr „niedergehaut“ habe. Das kann nicht sein! Man verärgert damit die österreichische Bevölkerung massiv! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihre Sicherheitspolitik, Frau Minister Fekter, passt nicht in diese Zeit! Sie haben nicht reagiert! Wir fordern Sie dazu auf! Und ich bitte Sie abschließend – und vielleicht auch die Herren da oben –: Das Organmandat ist kein Tätigkeitsnachweis! Der gehört heraus! Mögen wir mit diesen Arbeitswerten und Kennzahlen jene Arbeit leisten, die jetzt häufig und sehr, sehr häufig anfällt: Einbruch, Diebstahl und diese Dinge gehören mit entsprechenden Kennzahlen ausgestattet (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Windholz) – und nicht, wie viele Mopedfahrer ich am Kreisverkehr „niedergehaut“ habe. Das kann nicht sein! Man verärgert damit die österreichische Bevölkerung massiv! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Abg. Zanger – in Richtung der den Ordnungsruf nickend zur Kenntnis nehmenden Abg. Fürntrath-Moretti –: „Ich nehme diesen Ordnungsruf auf mich und bin stolz darauf!“, Frau Fürntrath! – Gratuliere!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Abgeordnete Fürntrath-Moretti, die Chance, dass Sie die Verwendung des Wortes „Staatsschädling“ in Richtung Peter Pilz zurücknehmen, haben Sie nicht genutzt. Ich erteile Ihnen daher einen Ordnungsruf (Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Abg. Zanger – in Richtung der den Ordnungsruf nickend zur Kenntnis nehmenden Abg. Fürntrath-Moretti –: „Ich nehme diesen Ordnungsruf auf mich und bin stolz darauf!“, Frau Fürntrath! – Gratuliere!) und lade alle Damen und Herren herzlich ein, bei großem Engagement für dieses Kapitel Inneres die guten Sitten des Dialogs nicht außer Acht zu lassen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ und des Abg. Windholz.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Gleich vorweg zur Fraktion der Grünen: Als Offizier der österreichischen Sicherheitsexekutive möchte ich mich vehement und mit Nachdruck gegen den Vorwurf, dass die österreichische Polizei tendenziell rassistisch ist, verwahren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ und des Abg. Windholz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne danke ich und möchte mich auch für die hervorragende Arbeit der Polizistinnen und Polizisten in diesen Zeiten, diesen auch gefährlichen Zeiten – wir haben gehört, es gibt auch viele Verletzte – recht herzlich bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Das war aber keine tatsächliche Berichtigung!
Herr Abgeordneter Fazekas, auch für Sie gilt: Sie sollten zuhören und nicht einfach das übernehmen, was die FPÖ Ihnen vorgibt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Das war aber keine tatsächliche Berichtigung!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Na sicher!
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Frau Minister Fekter, ich kann Ihnen den Vorwurf der Polemisierung nicht ersparen. Sie werfen uns bezüglich unseres Entschließungsantrags betreffend verstärkte Grenzkontrollen vor, wir wollten wieder Mauern errichten, wir wollten wieder Grenzbalken aufziehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Na sicher!) – Es fehlt nur noch, dass Sie uns unterstellen, dass man den Eisernen Vorhang wieder aufziehen soll.
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister Fekter, Sie wissen genau, was wir fordern, und wenn Sie eine Ahnung von der Materie hätten, dann wüssten Sie, dass wir verstärkte Grenzkontrollen wollen, das heißt, sporadisch an den Grenzübergängen. Das hat man auch bei der EURO gemacht, das hat man auch bei der Fußball-WM in Deutschland gemacht, und die Erfolge waren sehr gut. Das beweist, dass wir in diesem Punkt recht haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn man in diesem Bereich nichts ins Budget investiert, dann werden für künftige Einbruchsserien solche Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen. Und wir wissen, wo das hinführen wird. Dann können diese Herrschaften 1 : 1 ausreisen – Grenzkontrollen gibt es nicht mehr – und ihr Werk fortführen. Frau Minister, das ist absolut der falsche Weg. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt möchte ich noch auf ein weiteres Problem eingehen. Sie haben die Problematik mit den Asylwerbern in Wien gesehen. Diesmal waren es Inder, das letzte Mal waren es Tschetschenen, Morde noch und nöcher. Was wird getan? – Ich habe nicht gesehen, dass Sie hier irgendetwas verbessern wollen. Viele dieser Asylwerber sind erst hereingekommen, und zwar welche, die schon längst abgeschoben hätten werden müssen. Also irgendetwas stimmt hier nicht, Frau Minister. Diesbezüglich haben Sie deutlich versagt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Abschluss sage ich Ihnen noch: Wir haben heute den Weltverdauungstag, habe ich im Radio gehört – dieses Budget ist nicht verdaulich. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die war ausgezeichnet!
Bei der Rede der Frau Kollegin Korun war eigentlich nichts Überraschendes dabei, die Rede qualifiziert sich von selbst. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die war ausgezeichnet!)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Misstrauensantrag des BZÖ. Herr Kollege Stadler ist an sich ein sehr guter Redner, aber ich hatte heute bei seiner Begründung des Misstrauensantrags den Eindruck, dass er relativ gehemmt war. Wahrscheinlich hat das schlechte Gewissen durchgeschlagen, denn der Misstrauensantrag kommt nur deshalb, weil am 7. Juni Europawahl ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, dass Blau und Grün so gar nichts Passendes an der Arbeit unserer Frau Bundesminister finden, zeigt, dass diese Arbeit so schlecht nicht sein kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Apropos rechte Hetzer beziehungsweise linke Chaoten und Verharmloser: Ich würde mir etwas mehr Objektivität und Ausgewogenheit in der Diskussion und Berichterstattung wünschen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich zum Beispiel an die Berichterstattung über die Demonstration am 1. Mai in Linz denke, so muss ich sagen: Die FPÖ blinzelt nur allzu gerne mit dem rechten Auge, während der dunkle Fleck im linken Auge der Grünen immer weiter fortschreitet. Ich werde den Eindruck nicht los, dass beide Parteien inhaltliche Schwächen mit Populismus überdecken müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Auf unsere Frau Bundesminister Fekter ist jedoch Verlass. Ich danke für ihren Einsatz und für ihr Engagement zum Wohle unserer Sicherheit, und unserem Finanzminister Pröll danke ich dafür, dass er sein Wort gehalten hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Erlauben Sie mir eingangs folgende Feststellung: Ein Verein, wie Amnesty International, wirft der Polizei, aber auch der Staatsanwaltschaft und den Gerichten, aber insbesondere der Polizei – deren Berufsstand auch ich angehöre – institutionellen Rassismus vor und stellt das öffentlich plakativ in den Raum. – Ich darf Ihnen sagen, dass das, gelinde gesagt, nicht nur eine unhaltbare Unterstellung ist, sondern auch jeglicher objektiven Grundlage entbehrt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
lehnen. Aber es zeigt sich auch in der gesamten Debatte – was ich hier von meinen Vorrednern und an Reaktionen im Hinblick darauf vernommen habe –, dass sich auch beim problematischen Zugang der Grünen zu Polizei und Staatsgewalt offensichtlich nicht viel geändert hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser. – Abg. Mag. Korun: Da werden Vorfälle genannt!
Die Grünen haben hier eindeutig signalisiert, dass sie diesen Bericht wohlwollend und einstimmig zur Kenntnis nehmen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser. – Abg. Mag. Korun: Da werden Vorfälle genannt!)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade da wäre es notwendig, auf diese großstädtische, problematische Kriminalitätssituation einzugehen. Es ist ja klar, dass man in einer großen Stadt, in einem Ballungszentrum, nicht mit ländlichen Polizeistrukturen, wie sie derzeit im Sicherheitspolizeigesetz angeführt sind, reagieren kann. Dazu gehört aber auch, dass man die Polizei endlich von den überbordenden Büro- und Verwaltungstätigkeiten entlastet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Darüber hinaus möchte ich abschließend noch einen Punkt nicht unerwähnt lassen. Hinsichtlich jener dienst-, besoldungs-, aber auch pensionsrechtlichen Bedürfnisse, die ein Exekutivdienst, der auch viele Tätigkeiten an Sonn- und Feiertagen beziehungsweise einen großen Dienstanteil auch in der Nacht beinhaltet, mit sich bringt, ist die Gestaltung endlich so vorzunehmen, dass sie auch in weiterer Folge nach Beendigung der Dienstzeit zum Tragen kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, ich darf Sie einladen, diesen Antrag auch im Ressort zu unterstützen, und hoffe, dass wir so vielleicht gemeinsam einen Weg finden, wie wir die ausufernde Kriminalität – insbesondere in Wien – zukünftig auch wirkungsvoll bekämpfen können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Besonders Ihren „emotionalen“ Redebeitrag!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Diese Debatte zeigt sehr eindrucksvoll, dass Sicherheit die Menschen bewegt – seien es die hier im Haus, seien es aber vor allem auch die Menschen zu Hause. Wenn man sich heute diese emotionalen Debatten hier im Parlament anhört (Abg. Grosz: Besonders Ihren „emotionalen“ Redebeitrag!) und wenn man vor allem auch bemerkt, dass uns viele Menschen immer wieder auf das Sicherheitsgefühl auf der einen Seite und auf der anderen Seite natürlich auch auf das vermehrte Kriminalitätsaufkommen ansprechen – das ist keine Frage –, muss man diese Entwicklung ernst nehmen.
Abg. Zanger: Das sagen wir eh nicht! – Abg. Weinzinger: Das haben Sie falsch verstanden!
Man muss vor allem die Menschen ernst nehmen. Ich glaube, da sind wir sicher alle einer Meinung. Ich bin aber nicht der Meinung der Opposition, die immer wieder denkt, dass Probleme, die es nicht nur in Österreich gibt, sondern die auch international sind, mit Polemik gelöst werden können. Ich halte auch nichts davon, wenn man immer wieder Feindbilder aufbaut und einfach pauschal immer sagt, alle AusländerInnen seien kriminell. (Abg. Zanger: Das sagen wir eh nicht! – Abg. Weinzinger: Das haben Sie falsch verstanden!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich finde, das ist für eine Gesellschaft sehr gefährlich, weil es eine Gesellschaft spaltet. Ich denke, das sollte Ihnen auch bei Ihrer Wortwahl öfter bewusst sein. Herr Kollege Hübner hat heute über die Zahlen von AsylwerberInnen gesprochen, hat Asylanträge und Zuerkennungen angesprochen. Ich möchte Ihnen schon sagen, Herr Kollege Hübner, dass das ja nicht bedeutet, dass diese Menschen alle straffällig sind. Das heißt es ja nicht! Das heißt einfach, sie haben in Österreich um Asyl angesucht. Und wenn sie Asyl bekommen, dann gibt es auch gute Gründe dafür. Darüber sollten Sie sich einmal Gedanken machen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Weinzinger: Bravo!
Ich bin auch der Meinung, dass man für Polizistinnen und Polizisten ordentliche Arbeitsbedingungen schaffen muss. Man muss sie von Verwaltungsaufgaben entlasten. Das ist auch notwendig. (Abg. Weinzinger: Bravo!) Weiters muss es Personalaufstockungen geben. Die sind auch notwendig. All das passiert jetzt. Wenn Sie sich das Budget anschauen, dann werden Sie sehen, dass wir mehr Geld im Innenbereich haben. Es gibt heuer 100 Millionen € mehr. Wir haben somit ein Budget von 2,34 Milliarden € heuer zur Verfügung, und im nächsten Jahr wird noch einmal aufgestockt: auf 2,36 Milliarden €. Das ist ja nicht nichts, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition. (Abg. Grosz: Das ist gar nichts!) – Nein. Sie werden sehen, Herr Kollege Grosz, diese Aufstockung und auch die Umsetzung des Flexipools und des Karenzpools werden dazu beitragen, dass die PolizistInnen bessere Arbeitsbedingungen vorfinden können, dass sie entlastet werden, dass sie auch tatsächlich ihren Beitrag zur Bekämpfung der Kriminalität leisten werden und dass sie das auch erledigen können.
Abg. Grosz: Das ist gar nichts!
Ich bin auch der Meinung, dass man für Polizistinnen und Polizisten ordentliche Arbeitsbedingungen schaffen muss. Man muss sie von Verwaltungsaufgaben entlasten. Das ist auch notwendig. (Abg. Weinzinger: Bravo!) Weiters muss es Personalaufstockungen geben. Die sind auch notwendig. All das passiert jetzt. Wenn Sie sich das Budget anschauen, dann werden Sie sehen, dass wir mehr Geld im Innenbereich haben. Es gibt heuer 100 Millionen € mehr. Wir haben somit ein Budget von 2,34 Milliarden € heuer zur Verfügung, und im nächsten Jahr wird noch einmal aufgestockt: auf 2,36 Milliarden €. Das ist ja nicht nichts, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition. (Abg. Grosz: Das ist gar nichts!) – Nein. Sie werden sehen, Herr Kollege Grosz, diese Aufstockung und auch die Umsetzung des Flexipools und des Karenzpools werden dazu beitragen, dass die PolizistInnen bessere Arbeitsbedingungen vorfinden können, dass sie entlastet werden, dass sie auch tatsächlich ihren Beitrag zur Bekämpfung der Kriminalität leisten werden und dass sie das auch erledigen können.
Beifall bei der SPÖ.
Das wollen wir schließlich alle, denn das Sicherheitsgefühl ist eines, das wir wirklich den Menschen geben müssen. Und das darf man einfach nicht auf die leichte Schulter nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Hornek hat sich hier an dieses Rednerpult gestellt und hat versucht, die Sicherheitspolitik der Frau Innenministerin Fekter zu erklären. Alles, was davon bei mir hängengeblieben ist, war folgende Aussage: Die Kritik des BZÖ kann gar nicht stimmen, weil Peter Westenthaler seit zweieinhalb Jahren einen Prozess am Hals hängen hat. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Der Fall des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus ist Ihnen sicher bekannt. Dieser Ministerpräsident hat durch welche Umstände auch immer den Tod einer Frau und Mutter verursacht, und dadurch ist ein Kind Halbwaise und ein Mann Witwer. Bei dem Prozess, der von Ihrer Justizverwaltung, Frau Ministerin, innerhalb von wenigen Wochen abgewickelt worden ist, ist herausgekommen, dass man offenbar straf- und taxfrei in diesem Land den Tod eines Menschen verursachen kann und ohne weiteren Skandal sozusagen im Vorübergehen 33 300 € zahlt. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Eßl: Das ist absoluter Schwachsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der österreichischen Justizbehörde zur Strafverfolgung ist ein Menschenleben 33 300 €, samt Schmerzensgeld von 5 000 €, und einen Prozessablauf von 24 Stunden wert. (Abg. Eßl: Das ist absoluter Schwachsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Auf der anderen Seite, sehr geehrter Herr Abgeordneter Hornek, erleben wir seit zweieinhalb Jahren einen politischen Prozess in diesem Land wegen einer vermeintlichen Falschaussage, die vor zweieinhalb Jahren stattgefunden hat, mit medialer Berichterstattung, und da frage ich mich schon: Haben wir in diesem System der Justizverwaltung und der Strafverfolgung, und auch im Exekutivdienst, wirklich keine anderen Probleme, als ständig die Justiz dafür zu missbrauchen, parteipolitisch das Mütchen zu kühlen, wie es Sie, sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank, tun?! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek
Da wir jetzt von der parteipolitischen Einflussnahme sprechen, sehr geehrte Frau Innenministerin, weise ich Sie auf Folgendes hin (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek) – keep cool! Milch trinken! Ruhe einkehren lassen! –: Der Bericht des Europarates stellt eindeutig die parteipolitische Einflussnahme auf die Exekutivbehörden in Österreich, insbesondere im Bereich der Korruptionsbekämpfung und auch in anderen Bereichen, fest.
Beifall beim BZÖ.
können. Das ist Ihre Art von Sicherheitspolitik! Und diese werden wir sicherlich nicht unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Das ist ein Faktum!
Die Kriminalität steigt! – Klubobmann Kopf, realitätsfern wie immer: Die Kriminalität sinkt! (Abg. Hornek: Das ist ein Faktum!) – Peter Westenthaler, hier an diesem Pult: Die Kriminalität steigt! Zirka 200 000 angezeigte Straftaten im ersten Quartal 2009. – Und das Verteidigungs-Argument der SPÖ: Na ja, es waren ja nur 195 000 Straftaten im ersten Quartal dieses Jahres, die angezeigt worden sind! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Kriminalität steigt! – Klubobmann Kopf, realitätsfern wie immer: Die Kriminalität sinkt! (Abg. Hornek: Das ist ein Faktum!) – Peter Westenthaler, hier an diesem Pult: Die Kriminalität steigt! Zirka 200 000 angezeigte Straftaten im ersten Quartal 2009. – Und das Verteidigungs-Argument der SPÖ: Na ja, es waren ja nur 195 000 Straftaten im ersten Quartal dieses Jahres, die angezeigt worden sind! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Johann Maier: Sie sind ein Demagoge!
Ja sind Sie denn noch zu retten, Herr Abgeordneter Maier?! Wie Sie hier mit 195 000 angezeigten Delikten im ersten Halbjahr, die sich gegen Österreicherinnen und Österreicher gerichtet haben, umgehen ... (Abg. Mag. Johann Maier: Sie sind ein Demagoge!) Was haben Sie denn für eine Moral und für ein Sicherheitsbedürfnis, welcher Meinung sind Sie denn eigentlich, wie man in Österreich die Österreicherinnen und Österreicher schützt?
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Kriminalitätsrate steigt seit 2008, einhergehend mit dem Antrittsdatum dieser Ministerin. Und Klubobmann Kopf hat vollkommen recht gehabt: Bis 2008 ist die Kriminalitätsrate leicht gesunken! Aber dann kam Innenministerin Fekter daher, und die Kriminalitätsrate ist gestiegen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sagen Statistiken, die nicht einmal Sie fälschen können.
Abg. Amon: Herr Kollege Grosz, geht es ein bisschen seriöser?
Während die Kriminalität explodiert, missbraucht Innenministerin Fekter die Exekutive für ihre parteipolitischen Zwecke. (Abg. Amon: Herr Kollege Grosz, geht es ein bisschen seriöser?) Das ist Faktum, und das untermauert auch unseren Misstrauensantrag, den wir hier heute einbringen!
Abg. Jakob Auer: Blutdruck messen!
Zum Schluss ein paar Worte zu meinem Verständnis der Ministerauswahl hier in Österreich. (Abg. Jakob Auer: Blutdruck messen!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ruhig bleiben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zum Schluss ein paar Worte zu meinem Verständnis der Ministerauswahl hier in Österreich. (Abg. Jakob Auer: Blutdruck messen!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ruhig bleiben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Kapeller.
Mir leuchtet auch ein, dass wir in Österreich eine Außenministerin gehabt haben, nämlich Ursula Plassnik – Sie können ruhig einmal klatschen, wenn ich hier Bandion-Ortner, Bartenstein und Plassnik anführe, oder haben Sie sich schon verabschiedet von Ihren eigenen Abgeordneten? –, die eine exzellente, anerkannte Diplomatin ist. Sie war selbstverständlich geeignet, Außenministerin dieser Republik zu sein. (Demonstrativer Beifall des Abg. Ing. Kapeller.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Ministerin Fekter, jetzt erklären Sie mir, was Sie dazu befähigt hat, in diesem Ministerium die Vorsitzführung zu übernehmen? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erklären Sie mir in einem langen Lebenslauf als Berufspolitikerin ohne Ahnung von Praxis und
Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Ing. Kapeller.
Realität, was Sie befähigt hat, oberste Chefin des Innen- und Sicherheitsressorts dieser Republik zu sein! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Ing. Kapeller.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Das Einzige, was Sie dazu befähigt hat, ist der Umstand, dass Sie selbst, Frau Minister Fekter, Opfer eines Diebstahls geworden sind. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Aber weit her sein kann es mit Ihrer Qualifikation wirklich nicht, wenn wir eine Innenministerin in dieser Republik haben, die auf der ganzen Strecke versagt hat.
Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Dann kann der Grosz nie etwas werden, denn der hat überhaupt keinen Beruf!
Daher ersuche ich Sie: Befreien Sie uns endlich von Ihnen, von Ihrer Politik! Treten Sie zurück und geben Sie den Weg frei für eine Ressortführung, die die Sicherheitsbedürfnisse der Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich ernst nimmt! – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Dann kann der Grosz nie etwas werden, denn der hat überhaupt keinen Beruf!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren auf der Galerie! Ich werde das Gefühl nicht los, dass Herr Abgeordneter Grosz, wenn er zum Rednerpult kommt, sich nicht mit Inhalten beschäftigen, sondern Provokation betreiben will. So zeichnet sich halt jeder in seiner Tätigkeit aus! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
Zum Thema Sicherheit, das jetzt auf der Tagesordnung steht. Frau Bundesministerin, Ihren Ausführungen, die Sie heute hier wieder einmal gemacht haben, ist nichts mehr hinzuzufügen, sie sind klar, sie sind prägnant, und es steht eindeutig fest, dass Österreich mit Ihnen als Ministerin um die Sicherheit in Österreich keine Bange haben muss. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.)
Abg. Grosz: Sicherste nicht, lebenswerteste!
Weil die Oppositionsparteien, insbesondere das BZÖ, hier gesagt haben, dass Österreich so unsicher sei, möchte ich auf die vielen Zeitungsberichte aus den letzten Wochen verweisen, wo von Wien als der sichersten, lebenswertesten Stadt (Abg. Grosz: Sicherste nicht, lebenswerteste!) und wo von Österreich und von Bayern als den sichersten Ländern gesprochen wird.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
das in Wien der Fall ist? Seien wir einmal ganz ehrlich und geben wir zu, dass es nirgendwo – und jeder wird das bestätigen – so sicher ist und dass man sich nirgendwo so sicher fühlt wie bei uns in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist ein Tourismusland, wo man sich – und einer der Hauptwerbeslogans der Österreich Werbung lautet ja „Das sichere Österreich“ – im Urlaub sicher fühlen kann. Es gibt bei uns keine Hotels, wo Sicherheitskräfte die Straße auf und ab gehen, damit sich die Touristen sicher fühlen können. Bei uns in Österreich brauchen wir das nicht, weil wir ein sicheres Land sind! Und dass mit Ihnen, Frau Ministerin, Österreich auch weiterhin eines der sichersten Länder auf der Welt bleiben wird, dessen sind wir uns sicher. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: 3 Prozent Aufklärungsquote!
(Abg. Ing. Westenthaler: 3 Prozent Aufklärungsquote!)
Abg. Grosz: 3 Prozent Aufklärungsquote! So weit sind wir schon! Ja, es ist so!
Meine Damen und Herren, wenn solches draußen gepredigt wird, wenn einer der höchsten Repräsentanten dieses Staates den Leuten sagt, in diesem Staat sei es gewinnbringender, kriminellen Handlungen nachzugehen, als einen ordentlichen Beruf auszuüben, dann muss ich wirklich sagen: Für mich ist das eine Aufforderung zur kriminellen Handlung! Meines Erachtens ist das straffällig. (Abg. Grosz: 3 Prozent Aufklärungsquote! So weit sind wir schon! Ja, es ist so!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Seien wir stolz, dass wir in Österreich leben! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
kulturelle Gesellschaft, die vor allem die Grünen immer wieder als Vorbild anpreisen, in Wahrheit eine multikriminelle Gesellschaft ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Hallo!
Aber auch unter den Inländern nimmt die politisch motivierte Gewalt ständig zu. Es sind immer – und das stelle ich vom Rednerpult dieses Nationalrates aus fest – extreme, linksextreme, grüne, kommunistische Studentenorganisationen, die gewalttätig auffallen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Hallo!)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Es sind immer linksextreme Gruppierungen, die sogenannten, die selbsternannten Antifaschisten, die bei Kundgebungen demokratischer Parteien, wie der Freiheitlichen Partei, stören und die mit Wurfgeschossen gegen politisch Andersdenkende vorgehen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Ich habe noch nie gehört, dass Studenten des RFS oder Mitglieder des Ringes Freiheitlicher Jugend sich derart aufführen wie Ihre Klientel etwa am Grazer Hauptplatz. Am vergangenen Freitag zum Beispiel hat sich der links-grüne Mob am Grazer Hauptplatz wieder ausgetobt. Da gab es eine Veranstaltung der Freiheitlichen Partei. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Und auch diesmal sind Steine geflogen, Eier geflogen. Es waren wieder Linkslinke (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser), also Leute, die Ihrer Klientel, Ihrer politischen Partei nahestehen. Regen Sie sich also hier nicht so auf, meine Damen und Herren von den Grünen, Sie wissen ganz genau, wovon ich spreche. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser
Ich habe noch nie gehört, dass Studenten des RFS oder Mitglieder des Ringes Freiheitlicher Jugend sich derart aufführen wie Ihre Klientel etwa am Grazer Hauptplatz. Am vergangenen Freitag zum Beispiel hat sich der links-grüne Mob am Grazer Hauptplatz wieder ausgetobt. Da gab es eine Veranstaltung der Freiheitlichen Partei. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Und auch diesmal sind Steine geflogen, Eier geflogen. Es waren wieder Linkslinke (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser), also Leute, die Ihrer Klientel, Ihrer politischen Partei nahestehen. Regen Sie sich also hier nicht so auf, meine Damen und Herren von den Grünen, Sie wissen ganz genau, wovon ich spreche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe noch nie gehört, dass Studenten des RFS oder Mitglieder des Ringes Freiheitlicher Jugend sich derart aufführen wie Ihre Klientel etwa am Grazer Hauptplatz. Am vergangenen Freitag zum Beispiel hat sich der links-grüne Mob am Grazer Hauptplatz wieder ausgetobt. Da gab es eine Veranstaltung der Freiheitlichen Partei. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Und auch diesmal sind Steine geflogen, Eier geflogen. Es waren wieder Linkslinke (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser), also Leute, die Ihrer Klientel, Ihrer politischen Partei nahestehen. Regen Sie sich also hier nicht so auf, meine Damen und Herren von den Grünen, Sie wissen ganz genau, wovon ich spreche. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Es ist dort zu Tumulten gekommen. Es ist in Graz in der Schmiedgasse ein junger Mann verletzt worden. Die Polizeiinspektion hat sich zur eigenen Sicherheit eingesperrt. Frau Bundesminister, wir fragen uns: Warum passiert das immer in Graz, während andere steirische Städte bei unseren Veranstaltungen sicher sind? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit der neben ihr sitzenden Bundesministerin Mag. Bandion-Ortner.
Wir erwarten von Ihnen, Frau Bundesminister, dass Sie nicht mit parteipolitisch motivierter Schadenfreude auf diese Missstände reagieren, sondern wirklich unseren Anzeigen nachgehen und auch ... (Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit der neben ihr sitzenden Bundesministerin Mag. Bandion-Ortner.) – Frau Bundesminister, das werden Sie schwer können, wenn Sie immer mit Ihren Nachbarn schwätzen und nicht den Abgeordneten zuhören!
Beifall bei der FPÖ. – Staatssekretär Dr. Lopatka: Oh!
Ich stelle fest: Die Freiheitliche Partei ist eine verfassungs- und eine gesetzestreue Partei, wir sind kein Freiwild in dieser Republik. Sorgen Sie für den Schutz unserer Veranstaltungen – bevor wir diesen Schutz selbst in die Hand nehmen müssten! (Beifall bei der FPÖ. – Staatssekretär Dr. Lopatka: Oh!)
Abg. Dr. Kurzmann steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Dr. Fekter. – Abg. Grosz: Frau Minister! Wir haben hier das Parlament!
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Abgeordneter Kurzmann, ich hoffe ... (Abg. Dr. Kurzmann steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Dr. Fekter. – Abg. Grosz: Frau Minister! Wir haben hier das Parlament!)
Abg. Dr. Kurzmann geht zu seinem Sitzplatz zurück.
Präsident Fritz Neugebauer (das Glockenzeichen gebend): Entschuldigung, Herr Kollege Dr. Kurzmann! Kollege Heinzl hat das Recht, dass er gehört wird. (Abg. Dr. Kurzmann geht zu seinem Sitzplatz zurück.) – Danke.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Anton Heinzl (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Ich wollte dem Herrn Abgeordneten Kurzmann nur sagen: Ich hoffe, dass wir Ihren Schlusssatz nicht als Drohung auffassen müssen, dass Sie die Sicherheit in Österreich übernehmen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Kommen Sie einmal mit auf unsere Veranstaltungen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich wollte es nur klargestellt haben! Also keine Drohung? (Abg. Zanger: Kommen Sie einmal mit auf unsere Veranstaltungen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie überlassen die innere Sicherheit der Frau Minister Fekter und der Exekutive. Wenn Sie das auch so meinen, dann schließe ich mich Ihrer Meinung an, denn dort ist sie in besten Händen, Herr Abgeordneter Kurzmann. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Ich wollte es nur klargestellt haben! Also keine Drohung? (Abg. Zanger: Kommen Sie einmal mit auf unsere Veranstaltungen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie überlassen die innere Sicherheit der Frau Minister Fekter und der Exekutive. Wenn Sie das auch so meinen, dann schließe ich mich Ihrer Meinung an, denn dort ist sie in besten Händen, Herr Abgeordneter Kurzmann. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte auch ich mich bei den Polizistinnen und Polizisten für ihre wirklich wichtige und aufopfernde Arbeit bedanken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Die niedrige Aufklärungsrate, geschätzte Damen und Herren, animiert zusätzlich zum Einbruch. Diese Zahlen, die ich jetzt genannt habe, bestätigen eindrucksvoll, dass schon längst die Alarmglocken läuten müssten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: So ist es! Eindrucksvoll!
Bei Ihnen auf der Regierungsbank sollten die Alarmglocken läuten, weil in den letzten Jahren SPÖ und ÖVP gemeinsam mit ihrer Sicherheitspolitik versagt haben. (Abg. Grosz: So ist es! Eindrucksvoll!) Sie, Frau Innenministerin Fekter, haben mit Ihren Parteikollegen Strasser und Platter sowie den vorherigen roten Innenministern mit Ihren offenen Grenzen Österreich zum Einbrecherparadies gemacht. Hier wurde ein Selbstbedienungsladen geschaffen. Das, geschätzte Damen und Herren, ist eine verfehlte Sicherheitspolitik zum Nachteil für unser Land. Das ist ungeheuerlich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bei Ihnen auf der Regierungsbank sollten die Alarmglocken läuten, weil in den letzten Jahren SPÖ und ÖVP gemeinsam mit ihrer Sicherheitspolitik versagt haben. (Abg. Grosz: So ist es! Eindrucksvoll!) Sie, Frau Innenministerin Fekter, haben mit Ihren Parteikollegen Strasser und Platter sowie den vorherigen roten Innenministern mit Ihren offenen Grenzen Österreich zum Einbrecherparadies gemacht. Hier wurde ein Selbstbedienungsladen geschaffen. Das, geschätzte Damen und Herren, ist eine verfehlte Sicherheitspolitik zum Nachteil für unser Land. Das ist ungeheuerlich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Hier hätte eine sorgfältig kontrollierte Außengrenze die Einbrüche verhindert beziehungsweise ein wenig erschwert. (Beifall beim BZÖ.) Deshalb fordern wir die Wiedereinführung der Grenzkontrollen. Wir haben das schon mehrmals gesagt: Die Grenzkontrollen gehören wiedereingeführt, und 5 000 Polizisten müssen österreichweit mittelfristig in den Dienst gestellt werden.
Beifall des Abg. Grosz.
Abschließend ein Satz zu Ihrer Definition der Lebensqualität, Frau Bundesministerin: Sie wollen die Lebensqualität im Grenzraum erhalten. Dann darf ich Sie bitten, dass Sie in der nächsten Woche zur Eröffnung des neuen Einsatzzentrums am Freitag, den 5. Juni 2009, um 15 Uhr nach Bad Radkersburg kommen. (Beifall des Abg. Grosz.) Dieser Termin wurde nämlich mit Ihnen koordiniert. Dort können Sie mit der betroffenen Bevölkerung reden, die Bevölkerung wird Ihnen ihr Herz öffnen, und Sie werden ihr sagen, was passiert.
Beifall beim BZÖ.
Es gibt dort Probleme, die Bürger wollen mehr Schutz haben. Die Bürger dort haben Angst um ihr Hab und Gut. So schaut es aus in der Steiermark! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Dann lass es!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Meine Herren Minister und Staatssekretäre! Herr Präsident, 3 Minuten zu diesem Thema zu reden ist ein wenig knapp. (Abg. Grosz: Dann lass es!) Aber ich werde – nach anfänglichen Antworten, die zu geben sind – versuchen, auch sachlich zu argumentieren.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Oberst List, lieber Kollege, ich möchte mich bei Ihnen zuerst einmal für Ihren eindrucksvollen Urlaubsbericht aus Johannesburg bedanken, denn das, worüber Sie jetzt gesprochen haben, muss Johannesburg sein; diese Stadt gibt es in Österreich nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Das Krokodil schnappt dann wieder zu ...!
Lieber Herr Kollege Grosz (Abg. Grosz: Das Krokodil schnappt dann wieder zu ...!), Sie haben so Recht! Als Betriebswirtin, als Juristin und als langjährige Nationalrätin reiht sich unsere Frau Innenministerin lückenlos in die von Ihnen dargestellte Reihe der hervorragenden ÖVP-Ministerinnen und -Minister ein. (Beifall bei der ÖVP.) Welche Vorbildung und Ausbildung soll es für die Führung des Innenressorts denn sonst noch geben? (Abg. Grosz: Eine Politesse vielleicht?) Das möchte ich wirklich wissen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Lieber Herr Kollege Grosz (Abg. Grosz: Das Krokodil schnappt dann wieder zu ...!), Sie haben so Recht! Als Betriebswirtin, als Juristin und als langjährige Nationalrätin reiht sich unsere Frau Innenministerin lückenlos in die von Ihnen dargestellte Reihe der hervorragenden ÖVP-Ministerinnen und -Minister ein. (Beifall bei der ÖVP.) Welche Vorbildung und Ausbildung soll es für die Führung des Innenressorts denn sonst noch geben? (Abg. Grosz: Eine Politesse vielleicht?) Das möchte ich wirklich wissen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Eine Politesse vielleicht?
Lieber Herr Kollege Grosz (Abg. Grosz: Das Krokodil schnappt dann wieder zu ...!), Sie haben so Recht! Als Betriebswirtin, als Juristin und als langjährige Nationalrätin reiht sich unsere Frau Innenministerin lückenlos in die von Ihnen dargestellte Reihe der hervorragenden ÖVP-Ministerinnen und -Minister ein. (Beifall bei der ÖVP.) Welche Vorbildung und Ausbildung soll es für die Führung des Innenressorts denn sonst noch geben? (Abg. Grosz: Eine Politesse vielleicht?) Das möchte ich wirklich wissen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lieber Herr Kollege Grosz (Abg. Grosz: Das Krokodil schnappt dann wieder zu ...!), Sie haben so Recht! Als Betriebswirtin, als Juristin und als langjährige Nationalrätin reiht sich unsere Frau Innenministerin lückenlos in die von Ihnen dargestellte Reihe der hervorragenden ÖVP-Ministerinnen und -Minister ein. (Beifall bei der ÖVP.) Welche Vorbildung und Ausbildung soll es für die Führung des Innenressorts denn sonst noch geben? (Abg. Grosz: Eine Politesse vielleicht?) Das möchte ich wirklich wissen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Als Verbrechensopfer! In meine Wohnung wurde zwei Mal eingebrochen! Ein Autoeinbruch, zwei Wohnungseinbrüche! Danke, Frau Innenminister! – Weitere Zwischenrufe.
Sehr geehrter Herr Grosz, welche Profession üben Sie aus, dass Sie die Befähigung haben – nach Ihren eigenen Worten –, zum Thema Sicherheit und Inneres zu uns zu sprechen? – Das möchten wir auch einmal ganz deutlich von Ihnen wissen. (Abg. Grosz: Als Verbrechensopfer! In meine Wohnung wurde zwei Mal eingebrochen! Ein Autoeinbruch, zwei Wohnungseinbrüche! Danke, Frau Innenminister! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt zu den Kollegen und Kolleginnen von den Grünen. Ich möchte schon ganz deutlich erwähnen – es sind nicht sehr viele der Kolleginnen und Kollegen von den Grünen hier im Saal –: Sie sind nicht die moralische Instanz, dass Sie uns immer wieder sagen, was hier in diesem Hause Recht und was Unrecht ist! Sie maßen sich zu viel an. Es lässt sich nicht das gesamte in diesem Haus vertretene politische Spektrum von Ihnen in Geiselhaft nehmen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Aber ich verstehe Sie, denn Ihre nächste Forderung wird nicht die Ablösung von Präsident Graf und nicht die Ablösung der Frau Bundesministerin sein, sondern Ihr nächstes Projekt wird es sein, eine Zweidrittelmehrheit dafür zu bekommen, die Vier-Prozent-Hürde zum Einzug in den Nationalrat aufzuheben, da Ihnen die Wähler davonlaufen. Sie wollen diese Leute weiterbringen, damit Sie diese Sessel für sich in Anspruch nehmen können, das ist Faktum und auch Tatsache! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo denn? Wo? Na, wo denn?
Jetzt zum eigentlichen Thema und auch zu Ihnen, Herr Kollege Westenthaler, wenn Sie diesen Misstrauensantrag auch Ihrer Partei gegen die Frau Bundesministerin noch unterstützen: Auch Sie leisten Ihren Beitrag dazu, dass die Kriminalstatistik erfüllt wird! (Abg. Ing. Westenthaler: Wo denn? Wo? Na, wo denn?) Ich möchte Sie, lieber Kollege, als Beispiel nennen. Sie sind in einem Fall statisiert, aber Sie sind sicher keine Bedrohung für diese Republik, das weiß ich. (Abg. Grosz: Aber die Bedrohung für die Republik sitzt auf der Regierungsbank!) Daher müssen Sie die kriminalstatistischen Zahlen und die Zahlen des Monitors so lesen, wie sie auch zu lesen sind.
Abg. Grosz: Aber die Bedrohung für die Republik sitzt auf der Regierungsbank!
Jetzt zum eigentlichen Thema und auch zu Ihnen, Herr Kollege Westenthaler, wenn Sie diesen Misstrauensantrag auch Ihrer Partei gegen die Frau Bundesministerin noch unterstützen: Auch Sie leisten Ihren Beitrag dazu, dass die Kriminalstatistik erfüllt wird! (Abg. Ing. Westenthaler: Wo denn? Wo? Na, wo denn?) Ich möchte Sie, lieber Kollege, als Beispiel nennen. Sie sind in einem Fall statisiert, aber Sie sind sicher keine Bedrohung für diese Republik, das weiß ich. (Abg. Grosz: Aber die Bedrohung für die Republik sitzt auf der Regierungsbank!) Daher müssen Sie die kriminalstatistischen Zahlen und die Zahlen des Monitors so lesen, wie sie auch zu lesen sind.
Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
„gestohlenen“ Fahrzeuge in Wien sind entweder in Erdberg abzuholen, weil sie abgeschleppt werden, und sind daher in vier Stunden wieder vom Monitor verschwunden, oder – und das ist auch eine messbare Tatsache – die Frau holt den Zweitschlüssel und bringt das Auto des angetrunkenen Mannes weg. Das sind Tatsachen! (Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Der Redner zeigt ein Schaubild mit einem Diagramm, das eine sinkende Tendenz darstellt.
Außerdem, Herr Peter Westenthaler, zur Kriminalitätsbelastung im Burgenland: 1998 waren es 11 000 Straftaten; 2008 waren es 9 000 Straftaten. Dort wird die Kriminalität genauso sinken, wie es allgemein für Österreich gültig ist: Diebstahl durch Einbruch. (Beifall bei der ÖVP. – Der Redner zeigt ein Schaubild mit einem Diagramm, das eine sinkende Tendenz darstellt.) Wenn Sie sich diese roten Zeilen ansehen – und wir hätten eine jährliche Kriminalstatistik und wären in unserem Polizeiapparat nicht so öffentlichwirksam, dass wir monatlich statisieren –, dann sehen Sie einen linearen Rückgang vom Jahr 2004 mit mehr als 13 000 Einbruchsdiebstählen bis heuer im April mit knapp über 9 000 Einbruchsdiebstählen. (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Kollegen?) Das ist eine Tatsache! (Abg. Grosz: Ist das eine Fieberkurve?)
Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Kollegen?
Außerdem, Herr Peter Westenthaler, zur Kriminalitätsbelastung im Burgenland: 1998 waren es 11 000 Straftaten; 2008 waren es 9 000 Straftaten. Dort wird die Kriminalität genauso sinken, wie es allgemein für Österreich gültig ist: Diebstahl durch Einbruch. (Beifall bei der ÖVP. – Der Redner zeigt ein Schaubild mit einem Diagramm, das eine sinkende Tendenz darstellt.) Wenn Sie sich diese roten Zeilen ansehen – und wir hätten eine jährliche Kriminalstatistik und wären in unserem Polizeiapparat nicht so öffentlichwirksam, dass wir monatlich statisieren –, dann sehen Sie einen linearen Rückgang vom Jahr 2004 mit mehr als 13 000 Einbruchsdiebstählen bis heuer im April mit knapp über 9 000 Einbruchsdiebstählen. (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Kollegen?) Das ist eine Tatsache! (Abg. Grosz: Ist das eine Fieberkurve?)
Abg. Grosz: Ist das eine Fieberkurve?
Außerdem, Herr Peter Westenthaler, zur Kriminalitätsbelastung im Burgenland: 1998 waren es 11 000 Straftaten; 2008 waren es 9 000 Straftaten. Dort wird die Kriminalität genauso sinken, wie es allgemein für Österreich gültig ist: Diebstahl durch Einbruch. (Beifall bei der ÖVP. – Der Redner zeigt ein Schaubild mit einem Diagramm, das eine sinkende Tendenz darstellt.) Wenn Sie sich diese roten Zeilen ansehen – und wir hätten eine jährliche Kriminalstatistik und wären in unserem Polizeiapparat nicht so öffentlichwirksam, dass wir monatlich statisieren –, dann sehen Sie einen linearen Rückgang vom Jahr 2004 mit mehr als 13 000 Einbruchsdiebstählen bis heuer im April mit knapp über 9 000 Einbruchsdiebstählen. (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Kollegen?) Das ist eine Tatsache! (Abg. Grosz: Ist das eine Fieberkurve?)
Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Exekutivkollegen!
Sie verwechseln (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Exekutivkollegen!) – auch Sie, Herr Strache, verwechseln das – die Zahlen des Monitors in unlauterer Weise mit der Kriminalstatistik und verwenden die Zahl, die Ihnen gerade passt, um die Menschen in unserem Land zu verunsichern. (Abg. Strache: Verkaufen Sie doch nicht Ihre Exekutivkollegen für dumm!) Ich bitte Sie, hören Sie mit der Verunsicherungspolitik auf, denn die Zeit der Krise verunsichert die Menschen in unserem Lande genug! Dazu ist es nicht auch noch notwendig, dass Sie ständig sicherheitspolitisch, sicherheitspolizeilich Öl ins Feuer gießen. (Abg. Strache: Die Einbrüche nehmen zu! Nehmen dramatisch zu!)
Abg. Strache: Verkaufen Sie doch nicht Ihre Exekutivkollegen für dumm!
Sie verwechseln (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Exekutivkollegen!) – auch Sie, Herr Strache, verwechseln das – die Zahlen des Monitors in unlauterer Weise mit der Kriminalstatistik und verwenden die Zahl, die Ihnen gerade passt, um die Menschen in unserem Land zu verunsichern. (Abg. Strache: Verkaufen Sie doch nicht Ihre Exekutivkollegen für dumm!) Ich bitte Sie, hören Sie mit der Verunsicherungspolitik auf, denn die Zeit der Krise verunsichert die Menschen in unserem Lande genug! Dazu ist es nicht auch noch notwendig, dass Sie ständig sicherheitspolitisch, sicherheitspolizeilich Öl ins Feuer gießen. (Abg. Strache: Die Einbrüche nehmen zu! Nehmen dramatisch zu!)
Abg. Strache: Die Einbrüche nehmen zu! Nehmen dramatisch zu!
Sie verwechseln (Abg. Strache: Reden Sie mit Ihren Exekutivkollegen!) – auch Sie, Herr Strache, verwechseln das – die Zahlen des Monitors in unlauterer Weise mit der Kriminalstatistik und verwenden die Zahl, die Ihnen gerade passt, um die Menschen in unserem Land zu verunsichern. (Abg. Strache: Verkaufen Sie doch nicht Ihre Exekutivkollegen für dumm!) Ich bitte Sie, hören Sie mit der Verunsicherungspolitik auf, denn die Zeit der Krise verunsichert die Menschen in unserem Lande genug! Dazu ist es nicht auch noch notwendig, dass Sie ständig sicherheitspolitisch, sicherheitspolizeilich Öl ins Feuer gießen. (Abg. Strache: Die Einbrüche nehmen zu! Nehmen dramatisch zu!)
Abg. Strache: Die Polizisten werden im Stich gelassen, Herr Kollege!
Eine Bitte hätte ich auch noch: Sie reden immer von mehr Polizisten, von mehr Einsatzkräften, von der hervorragenden Arbeit der Polizei – aber vice versa machen Sie diese Arbeit mit Ihren Aussagen gleichzeitig schlecht! (Abg. Strache: Die Polizisten werden im Stich gelassen, Herr Kollege!)
Abg. Grosz: Auf dem Holzweg! Gott schütze Österreich!
Ich weiß nur eines: Die Polizei ist mit Maria Fekter auf dem richtigen Weg. (Abg. Grosz: Auf dem Holzweg! Gott schütze Österreich!) Die Zahlen der Kriminalitätsbelastung sind sinkend, und Sie verwenden hinkünftig die Zahlen, die richtig sind, und nicht nur polemisch! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die österreichischen Polizisten werden sich bei Ihnen bedanken! – Abg. Grosz: ... wählt keiner mehr die ÖVP! – Abg. Ing. Westenthaler: Er zeigt seine Fieberkurve her!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die österreichischen Polizisten werden sich bei Ihnen bedanken! – Abg. Grosz: ... wählt keiner mehr die ÖVP! – Abg. Ing. Westenthaler: Er zeigt seine Fieberkurve her!
Ich weiß nur eines: Die Polizei ist mit Maria Fekter auf dem richtigen Weg. (Abg. Grosz: Auf dem Holzweg! Gott schütze Österreich!) Die Zahlen der Kriminalitätsbelastung sind sinkend, und Sie verwenden hinkünftig die Zahlen, die richtig sind, und nicht nur polemisch! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die österreichischen Polizisten werden sich bei Ihnen bedanken! – Abg. Grosz: ... wählt keiner mehr die ÖVP! – Abg. Ing. Westenthaler: Er zeigt seine Fieberkurve her!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Abgeordneter Kapeller, Sie sind Polizeivertreter, und insofern ist es schon lustig, dass Sie nicht wissen, was die eigene Polizei über Ihre Ministerin sagt. Doppelseite in „ÖSTERREICH“: „Aufstand der Polizei.“ (Zwischenrufe bei der ÖVP) Ihre eigenen Polizeigewerkschaftsvertreter sagen, es wurden im Innenministerium nach der Öffnung der Schengen-Grenze schwere Fehler gemacht, weil man nicht reagiert hat, weil man nichts getan hat, weil Sie, Frau Minister Fekter, und Herr Minister Strasser die Polizei kaputt gespart haben. (Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.) Und Sie als Polizeivertreter verteidigen das noch – das ist eine Ungeheuerlichkeit! (Beifall beim BZÖ.) Die Polizisten draußen werden wissen, was sie von Ihnen zu halten haben, Herr Kollege.
Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Abgeordneter Kapeller, Sie sind Polizeivertreter, und insofern ist es schon lustig, dass Sie nicht wissen, was die eigene Polizei über Ihre Ministerin sagt. Doppelseite in „ÖSTERREICH“: „Aufstand der Polizei.“ (Zwischenrufe bei der ÖVP) Ihre eigenen Polizeigewerkschaftsvertreter sagen, es wurden im Innenministerium nach der Öffnung der Schengen-Grenze schwere Fehler gemacht, weil man nicht reagiert hat, weil man nichts getan hat, weil Sie, Frau Minister Fekter, und Herr Minister Strasser die Polizei kaputt gespart haben. (Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.) Und Sie als Polizeivertreter verteidigen das noch – das ist eine Ungeheuerlichkeit! (Beifall beim BZÖ.) Die Polizisten draußen werden wissen, was sie von Ihnen zu halten haben, Herr Kollege.
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Abgeordneter Kapeller, Sie sind Polizeivertreter, und insofern ist es schon lustig, dass Sie nicht wissen, was die eigene Polizei über Ihre Ministerin sagt. Doppelseite in „ÖSTERREICH“: „Aufstand der Polizei.“ (Zwischenrufe bei der ÖVP) Ihre eigenen Polizeigewerkschaftsvertreter sagen, es wurden im Innenministerium nach der Öffnung der Schengen-Grenze schwere Fehler gemacht, weil man nicht reagiert hat, weil man nichts getan hat, weil Sie, Frau Minister Fekter, und Herr Minister Strasser die Polizei kaputt gespart haben. (Zwischenruf des Abg. Ing. Kapeller.) Und Sie als Polizeivertreter verteidigen das noch – das ist eine Ungeheuerlichkeit! (Beifall beim BZÖ.) Die Polizisten draußen werden wissen, was sie von Ihnen zu halten haben, Herr Kollege.
Abg. Grosz: Ein Riesen-ÖVP-Skandal!
der Frau Ministerin Fekter auch untätig bleibt. (Abg. Grosz: Ein Riesen-ÖVP-Skandal!) Ich verstehe schon, dass Sie untätig bleiben, weil das ein ÖVP-Skandal ist, in den nicht nur Sie verwickelt sind (Abg. Grosz: Grausig! Widerlich!), sondern auch Minister Ernst Strasser, Ihr Vorgänger, der in der Causa Mensdorff nicht nur ein paar Leichen im Keller hat, sondern ganze Friedhöfe! Und vonseiten der ÖVP wird versucht, das zu vertuschen.
Abg. Grosz: Grausig! Widerlich!
der Frau Ministerin Fekter auch untätig bleibt. (Abg. Grosz: Ein Riesen-ÖVP-Skandal!) Ich verstehe schon, dass Sie untätig bleiben, weil das ein ÖVP-Skandal ist, in den nicht nur Sie verwickelt sind (Abg. Grosz: Grausig! Widerlich!), sondern auch Minister Ernst Strasser, Ihr Vorgänger, der in der Causa Mensdorff nicht nur ein paar Leichen im Keller hat, sondern ganze Friedhöfe! Und vonseiten der ÖVP wird versucht, das zu vertuschen.
Abg. Grosz: Schwarze Politjustiz!
Ein aktuelles Beispiel haben wir in der Tageszeitung „Heute“, auf deren Titelseite heute steht: Fall Mensdorff – Richterin im Visier. Die Richterin im Visier der Staatsanwaltschaft. – Insofern freut es mich auch, dass die Frau Justizministerin heute hier ist. Die Frau Justizministerin schreibt in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die ich bezüglich einer Richterin gestellt habe, die sich – ebenso wie ÖVP-Leute – von Herrn Mensdorff zu diversen Jagdveranstaltungen hat einladen lassen, dass sie in der Form reagiert hat – und das muss man sich einmal vorstellen! –, dass sie diese Unterlagen und diese Anfrage an die Staatsanwaltschaft in Wien weitergeleitet hat. (Abg. Grosz: Schwarze Politjustiz!) Das heißt, die Justizministerin muss die Justiz gegen eine Person der Justiz einschalten! So weit ist es in diesem Land gekommen! (Abg. Grosz: Das ist die schwarze Politjustiz!)
Abg. Grosz: Das ist die schwarze Politjustiz!
Ein aktuelles Beispiel haben wir in der Tageszeitung „Heute“, auf deren Titelseite heute steht: Fall Mensdorff – Richterin im Visier. Die Richterin im Visier der Staatsanwaltschaft. – Insofern freut es mich auch, dass die Frau Justizministerin heute hier ist. Die Frau Justizministerin schreibt in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die ich bezüglich einer Richterin gestellt habe, die sich – ebenso wie ÖVP-Leute – von Herrn Mensdorff zu diversen Jagdveranstaltungen hat einladen lassen, dass sie in der Form reagiert hat – und das muss man sich einmal vorstellen! –, dass sie diese Unterlagen und diese Anfrage an die Staatsanwaltschaft in Wien weitergeleitet hat. (Abg. Grosz: Schwarze Politjustiz!) Das heißt, die Justizministerin muss die Justiz gegen eine Person der Justiz einschalten! So weit ist es in diesem Land gekommen! (Abg. Grosz: Das ist die schwarze Politjustiz!)
Abg. Grosz: Und das im 21. Jahrhundert!
Das zeigt auch die Dramatik dieser Causa und auch die Dramatik der ÖVP, die in diese Causa massiv verwickelt ist (Abg. Grosz: Und das im 21. Jahrhundert!): Herr Ita, der sich einladen lässt; Herr Ulmer, der sich einladen lässt und jetzt für Herrn Strasser den EU-Wahlkampf managt (Abg. Grosz: Da sind die Chinesen demokratischer!); Frau Doris Ita, die heute nach wie vor im Ministerium sitzt; Angehörige des Kabinetts Schüssel, die alle bei Herrn Mensdorff waren, wobei sich immer wieder die Frage stellt, welche Vorteile, welche Interessen Herr Mensdorff gehabt hat, um so intensive Kontakte zum Beispiel zu Herrn Strasser zu pflegen. (Abg. Grosz: ... vielleicht der Frau Ministerin auch einmal zeigen, damit sie weiß, wie ihre Politik ausschaut!) Warum hat er das gemacht? – Die Ministerin hat ja auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen laufen. Was haben Sie bei dieser Causa zu verbergen, meine Damen und Herren von der ÖVP? (Abg. Amon: ... was Sie mitgebracht haben!)
Abg. Grosz: Da sind die Chinesen demokratischer!
Das zeigt auch die Dramatik dieser Causa und auch die Dramatik der ÖVP, die in diese Causa massiv verwickelt ist (Abg. Grosz: Und das im 21. Jahrhundert!): Herr Ita, der sich einladen lässt; Herr Ulmer, der sich einladen lässt und jetzt für Herrn Strasser den EU-Wahlkampf managt (Abg. Grosz: Da sind die Chinesen demokratischer!); Frau Doris Ita, die heute nach wie vor im Ministerium sitzt; Angehörige des Kabinetts Schüssel, die alle bei Herrn Mensdorff waren, wobei sich immer wieder die Frage stellt, welche Vorteile, welche Interessen Herr Mensdorff gehabt hat, um so intensive Kontakte zum Beispiel zu Herrn Strasser zu pflegen. (Abg. Grosz: ... vielleicht der Frau Ministerin auch einmal zeigen, damit sie weiß, wie ihre Politik ausschaut!) Warum hat er das gemacht? – Die Ministerin hat ja auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen laufen. Was haben Sie bei dieser Causa zu verbergen, meine Damen und Herren von der ÖVP? (Abg. Amon: ... was Sie mitgebracht haben!)
Abg. Grosz: ... vielleicht der Frau Ministerin auch einmal zeigen, damit sie weiß, wie ihre Politik ausschaut!
Das zeigt auch die Dramatik dieser Causa und auch die Dramatik der ÖVP, die in diese Causa massiv verwickelt ist (Abg. Grosz: Und das im 21. Jahrhundert!): Herr Ita, der sich einladen lässt; Herr Ulmer, der sich einladen lässt und jetzt für Herrn Strasser den EU-Wahlkampf managt (Abg. Grosz: Da sind die Chinesen demokratischer!); Frau Doris Ita, die heute nach wie vor im Ministerium sitzt; Angehörige des Kabinetts Schüssel, die alle bei Herrn Mensdorff waren, wobei sich immer wieder die Frage stellt, welche Vorteile, welche Interessen Herr Mensdorff gehabt hat, um so intensive Kontakte zum Beispiel zu Herrn Strasser zu pflegen. (Abg. Grosz: ... vielleicht der Frau Ministerin auch einmal zeigen, damit sie weiß, wie ihre Politik ausschaut!) Warum hat er das gemacht? – Die Ministerin hat ja auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen laufen. Was haben Sie bei dieser Causa zu verbergen, meine Damen und Herren von der ÖVP? (Abg. Amon: ... was Sie mitgebracht haben!)
Abg. Amon: ... was Sie mitgebracht haben!
Das zeigt auch die Dramatik dieser Causa und auch die Dramatik der ÖVP, die in diese Causa massiv verwickelt ist (Abg. Grosz: Und das im 21. Jahrhundert!): Herr Ita, der sich einladen lässt; Herr Ulmer, der sich einladen lässt und jetzt für Herrn Strasser den EU-Wahlkampf managt (Abg. Grosz: Da sind die Chinesen demokratischer!); Frau Doris Ita, die heute nach wie vor im Ministerium sitzt; Angehörige des Kabinetts Schüssel, die alle bei Herrn Mensdorff waren, wobei sich immer wieder die Frage stellt, welche Vorteile, welche Interessen Herr Mensdorff gehabt hat, um so intensive Kontakte zum Beispiel zu Herrn Strasser zu pflegen. (Abg. Grosz: ... vielleicht der Frau Ministerin auch einmal zeigen, damit sie weiß, wie ihre Politik ausschaut!) Warum hat er das gemacht? – Die Ministerin hat ja auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen laufen. Was haben Sie bei dieser Causa zu verbergen, meine Damen und Herren von der ÖVP? (Abg. Amon: ... was Sie mitgebracht haben!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Unterstellung, Herr Petzner! Das ist eine Unterstellung!
Die Menschen draußen müssen wissen, dass die ÖVP immer wieder mit Leuten in Kontakt ist und dass der ehemalige Minister Strasser mit Leuten in Kontakt ist, die im Visier der Justiz stehen, die in Untersuchungshaft genommen werden, und dass die Ministerin, die derzeitige Ministerin namens Maria Fekter, Aufklärung verweigert, Personen, die die Staatsanwaltschaft im Visier hat, in hohen Funktionen des Ministeriums belässt, wie etwa Frau Doris Ita, gegen die Sie bis heute nicht vorgegangen sind (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Unterstellung, Herr Petzner! Das ist eine Unterstellung!), obwohl Ermittlungen laufen und entsprechende Unterlagen vorliegen.
Beifall beim BZÖ.
Da sind Sie genauso säumig wie im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, wie in dem Bereich, Grenzkontrollen im Sinne der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher wieder einzuführen, wie in dem Bereich, bei der Polizei endlich die Reform der Reform durchzuführen und dringend dafür zu sorgen, dass wir wieder mehr Polizei bekommen. Das alles tun Sie nicht, das alles verweigern Sie! (Beifall beim BZÖ.) Sie sagen, es sei alles wunderbar, es gebe ohnehin kein Problem; Herr Kopf sagt, die Kriminalität sinkt. – Es ist alles Friede, Freude, Eierkuchen!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Gott schütze Österreich! – Ruf bei der SPÖ: Gott schütze Österreich vor Grosz und Westenthaler!
nen und Österreicher und auch im Sinne der Polizei, die dringend die Hilfe der Politik braucht und das wiedergutmachen muss, was Sie und Ihr Vorgänger, Minister Ernst Strasser, angerichtet haben! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Gott schütze Österreich! – Ruf bei der SPÖ: Gott schütze Österreich vor Grosz und Westenthaler!)
Abg. Grosz: Unter Strasser!
Abgeordneter Rudolf Plessl (SPÖ): Sehr geehrter Präsident! Geschätzte Damen, geschätzter Herr auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Gäste auf der Galerie! Hohes Haus! Vor meiner Tätigkeit als Abgeordneter zum Nationalrat war ich rund 26 Jahre bei der Wiener Polizei in unterschiedlichen Funktionen und Dienststellen tätig. Daher kenne ich viele engagierte Polizistinnen und Polizisten – die korrekte Bezeichnung ist ja „Einsatzbeamte“ –, die unermüdlich jeden Tag und zu jeder Tageszeit für die Sicherheit in unserem Land sorgen. In diesen 26 Jahren erlebte ich eine Zeit, in der ausreichend Personal und Ressourcen vorhanden waren. Ich habe aber auch erlebt, dass laufend Personal und Ressourcen reduziert wurden. (Abg. Grosz: Unter Strasser!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche alle Fraktionen, wirklich konstruktiv mitzuarbeiten. Es geht darum, nicht in Polemik zu verfallen, sondern konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit der Bundesministerin Dr. Fekter
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Mitglieder der österreichischen Bundesregierung, insbesondere sehr geschätzte Frau Innenministerin! Meine Damen und Herren! Man merkt es eigentlich in der ganzen Debatte sehr deutlich: Die Koalitionsparteien haben eine exzellente Innenministerin, und das BZÖ hat ein Problem. Das ist nämlich genau Ihr Problem (Heiterkeit der Bundesministerin Dr. Fekter): Wir haben eine exzellente Innenministerin. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Mitglieder der österreichischen Bundesregierung, insbesondere sehr geschätzte Frau Innenministerin! Meine Damen und Herren! Man merkt es eigentlich in der ganzen Debatte sehr deutlich: Die Koalitionsparteien haben eine exzellente Innenministerin, und das BZÖ hat ein Problem. Das ist nämlich genau Ihr Problem (Heiterkeit der Bundesministerin Dr. Fekter): Wir haben eine exzellente Innenministerin. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz – mit der Hand einen geringen Abstand zum Boden andeutend –: ... so klein!
Das ist Ihr Problem, und es ist auch die ganze Art der Debatte so etwas von durchsichtig! Ihnen schwimmen im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni die Felle davon. (Abg. Grosz – mit der Hand einen geringen Abstand zum Boden andeutend –: ... so klein!) Sie zittern förmlich – man merkt das bei jeder Ihrer Reden – um den Einzug (Bundesministerin Dr. Fekter: Wo ist der Stadler?), und deshalb versuchen Sie natürlich, jetzt irgendwie vorzukommen. Da ist Ihnen jedes Mittel recht, auch das, die Innenministerin unflätig zu attackieren. Ich muss Ihnen sagen, das ist nicht in Ordnung. Nehmen Sie das zurück! Es ist falsch, was Sie da tun. Sie schädigen damit die Sicherheit Österreichs, das sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Wo ist der Stadler?
Das ist Ihr Problem, und es ist auch die ganze Art der Debatte so etwas von durchsichtig! Ihnen schwimmen im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni die Felle davon. (Abg. Grosz – mit der Hand einen geringen Abstand zum Boden andeutend –: ... so klein!) Sie zittern förmlich – man merkt das bei jeder Ihrer Reden – um den Einzug (Bundesministerin Dr. Fekter: Wo ist der Stadler?), und deshalb versuchen Sie natürlich, jetzt irgendwie vorzukommen. Da ist Ihnen jedes Mittel recht, auch das, die Innenministerin unflätig zu attackieren. Ich muss Ihnen sagen, das ist nicht in Ordnung. Nehmen Sie das zurück! Es ist falsch, was Sie da tun. Sie schädigen damit die Sicherheit Österreichs, das sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist Ihr Problem, und es ist auch die ganze Art der Debatte so etwas von durchsichtig! Ihnen schwimmen im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni die Felle davon. (Abg. Grosz – mit der Hand einen geringen Abstand zum Boden andeutend –: ... so klein!) Sie zittern förmlich – man merkt das bei jeder Ihrer Reden – um den Einzug (Bundesministerin Dr. Fekter: Wo ist der Stadler?), und deshalb versuchen Sie natürlich, jetzt irgendwie vorzukommen. Da ist Ihnen jedes Mittel recht, auch das, die Innenministerin unflätig zu attackieren. Ich muss Ihnen sagen, das ist nicht in Ordnung. Nehmen Sie das zurück! Es ist falsch, was Sie da tun. Sie schädigen damit die Sicherheit Österreichs, das sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Kollege Amon, Sie sagen bewusst die Unwahrheit!
Ich möchte auch etwas zu Ihrem Antrag sagen. Ich habe ihn mir sehr genau angesehen. Die Idee Ihres Antrags ist offenbar die, dass wir wieder das Motto ausgeben: „Mir san mir!“, „Fein sein, beieinander bleiben!“, „Unter uns!“, „Grenzen dicht machen!“, und Sie glauben, dass wir damit die Kriminalität bekämpfen können. (Abg. Petzner: Kollege Amon, Sie sagen bewusst die Unwahrheit!) Vielleicht verstehen Sie das Problem nicht wirklich. (Abg. Petzner: ... sondern Wiedereinführung der Kontrollen!) Ich versuche, es Ihnen bildlich darzustellen: Während die Kriminalität im Europacup spielt, wollen Sie mit der Regionalliga antreten. So werden wir die Kriminalität nicht bekämpfen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: ... sondern Wiedereinführung der Kontrollen!
Ich möchte auch etwas zu Ihrem Antrag sagen. Ich habe ihn mir sehr genau angesehen. Die Idee Ihres Antrags ist offenbar die, dass wir wieder das Motto ausgeben: „Mir san mir!“, „Fein sein, beieinander bleiben!“, „Unter uns!“, „Grenzen dicht machen!“, und Sie glauben, dass wir damit die Kriminalität bekämpfen können. (Abg. Petzner: Kollege Amon, Sie sagen bewusst die Unwahrheit!) Vielleicht verstehen Sie das Problem nicht wirklich. (Abg. Petzner: ... sondern Wiedereinführung der Kontrollen!) Ich versuche, es Ihnen bildlich darzustellen: Während die Kriminalität im Europacup spielt, wollen Sie mit der Regionalliga antreten. So werden wir die Kriminalität nicht bekämpfen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte auch etwas zu Ihrem Antrag sagen. Ich habe ihn mir sehr genau angesehen. Die Idee Ihres Antrags ist offenbar die, dass wir wieder das Motto ausgeben: „Mir san mir!“, „Fein sein, beieinander bleiben!“, „Unter uns!“, „Grenzen dicht machen!“, und Sie glauben, dass wir damit die Kriminalität bekämpfen können. (Abg. Petzner: Kollege Amon, Sie sagen bewusst die Unwahrheit!) Vielleicht verstehen Sie das Problem nicht wirklich. (Abg. Petzner: ... sondern Wiedereinführung der Kontrollen!) Ich versuche, es Ihnen bildlich darzustellen: Während die Kriminalität im Europacup spielt, wollen Sie mit der Regionalliga antreten. So werden wir die Kriminalität nicht bekämpfen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: kein Verteidigungsrecht, kein verbales!
Herr Präsident Graf, ich halte es für unangebracht, was Sie gesagt haben, auch wenn es eine Reaktion auf den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde war. Sie haben für mich als Dritter Präsident schlicht und einfach eine andere Verantwortung, mit Worten umzugehen. (Abg. Strache: kein Verteidigungsrecht, kein verbales!) Das ist meine tiefe Überzeugung. Ich halte das für falsch, und ich würde auch an Sie appellieren, dass Sie Ihre Aussagen zurücknehmen.
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte aber auch sehr deutlich sagen: Ich halte die Aussagen des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde für außerordentlich problematisch. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.) Einen Vergleich zwischen Adolf Eichmann und Günther Platter anzustellen, einen Abgeordneten dieses Hauses mit Goebbels zu vergleichen (Ruf bei
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der FPÖ.
den Grünen: Hat er nicht!) und eine gesamte Fraktion als „Kellernazis“ zu bezeichnen, halte ich deshalb für so problematisch, weil das geradezu einer Verharmlosung des Dritten Reiches gleichkommt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Mag. Johann Maier und Bucher.
Ich möchte an dieser Stelle gerade im Interesse der jungen Leute – vielleicht auch solcher jungen Leute, die sich nicht so intensiv mit Geschichte beschäftigt haben – davor warnen, solche Vergleiche zu ziehen, weil sie der Realität des Dritten Reiches in keinster Weise gerecht werden! Sonst entsteht ein völlig falscher Eindruck, ein völlig falsches Bild für junge Leute, wenn sie solche Vergleiche hören, meine Damen und Herren! Deshalb appelliere ich an alle, mit derartigen Vergleichen zurückhaltend zu sein! Ich appelliere an uns alle, bei Worten ein wenig abzurüsten, meine Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Mag. Johann Maier und Bucher.)
Abg. Strache begibt sich zum Rednerpult und stellt dort ein Plakat mit der Abbildung einer rot-weiß-roten Kuh mit der Aufschrift „A faire Milch“ auf.
Als erster Redner gelangt Herr Klubobmann Strache zu Wort. – Bitte. (Abg. Strache begibt sich zum Rednerpult und stellt dort ein Plakat mit der Abbildung einer rot-weiß-roten Kuh mit der Aufschrift „A faire Milch“ auf.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Ich habe mich heute als Klubobmann bewusst gerade zu diesem Themenbereich zu Wort gemeldet, denn vorletzte Woche demonstrierten mehrere Hundert Milchbäuerinnen und Milchbauern vor dem deutschen Kanzleramt in Berlin, einige sind sogar in Hungerstreik getreten; mittlerweile gibt es auch Proteste in Frankreich. Auch hier in Österreich haben die Bauern von der IG-Milch vor wenigen Wochen einen Protestmarsch vom Heldenplatz hierher zum Parlament abgehalten, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind große Probleme. Bauern befinden sich heute in einer existenzbedrohenden Situation; sie erhalten teilweise Hungerlöhne – ich sage bewusst „Hungerlöhne“, da doch der Preis für einen Liter Milch heute schon auf unter 30 Cent gefallen ist! Zu Recht sagen die Bauern: Wir wollen in diesem Bereich faire Preise; wir wollen 47 Cent pro Liter, damit wir wieder gut, halbwegs gut leben können! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist das, bitte, für eine verantwortungslose Politik, die da dahintersteht?! Will man die Bauern bewusst zugrunde richten? Will man ganz bewusst eine Situation schaffen, mit der die Selbsternährungsfähigkeit unseres Landes Österreich zugrunde gerichtet und kaputt gemacht wird, damit wir von anderen Produkten abhängig werden – etwa vom polnischen Rind oder, ich weiß nicht, von der Sau von wo auch immer und von der Milch von wo auch immer?! Nein, das kann doch nicht unser Interesse sein! Die Selbsternährungsfähigkeit im Land aufrecht zu erhalten, gesunde und gentechnikfreie Nahrungsmittel zu sichern, all diese Bereiche sind doch wichtig und dafür tragen wir hier in diesem Hohen Haus die Verantwortung! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Eßl: Da irren Sie sich, ohne ihn gäbe es bei uns keine Bauern mehr!
Ich gehe heute mit der einen oder anderen Partei bewusst sehr kritisch ins Gericht, denn die Abschaffung der Milchquote in Österreich hat der ÖVP-Bauernbund mit zu verantworten, und der hat in dieser Frage schon lange nicht mehr die Interessen der österreichischen Bauernschaft vertreten. – Das sage ich ganz bewusst. (Abg. Eßl: Da irren Sie sich, ohne ihn gäbe es bei uns keine Bauern mehr!)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
Ich sage es ganz bewusst: Es gibt einen Konzern, in dem sich der Herr Konrad heute von der ursprünglichen Idee eines Friedrich Wilhelm Raiffeisen schon lange entfernt hat. Das halte ich für nicht richtig und nicht gut. Unter Generalanwalt Konrad wird der Genossenschaftsgedanke leider Gottes nicht mehr gelebt. Genau diesen Genossenschaftsgedanken will ich jedoch wieder belebt wissen! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Hornek.
Herr Konrad hat in seinem Geflecht ein Medien- und Immobilienimperium aufgebaut, die österreichischen Landwirte interessieren ihn aber herzlich wenig. Ich werde das konkret aufzeigen, dann können Sie sich gerne melden und das Gegenteil beweisen, falls Sie das können. – Das können Sie aber mit Sicherheit nicht, denn Sie wissen: Was ich hier sage, ist richtig! (Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Hornek.)
Abg. Höfinger: Landeshauptmann-Stellvertreter!
Wie funktioniert denn das System Raiffeisen? Das sieht man ja in Niederösterreich. Dort musste der ÖVP-Landesrat Plank für einen Bauernbund- und Raiffeisen-Mann, nämlich den Herrn Pernkopf, Platz machen. Der Herr Plank wiederum wurde in den Raiffeisen-Konzern entsorgt, ist also weich gefallen, keine Frage. Hintergrund waren ÖVP-interne Grabenkämpfe in Niederösterreich. Der ÖVP-Landesrat Sobotka, der offenbar nicht bereit ist, die Hypo Niederösterreich an Konrad zu verkaufen, wird ja jetzt, wie man sieht, auch schon als Landesrat fleißig weggemobbt, wobei wiederum dem Raiffeisenkonzern nahe stehende Medien wie „NEWS“ und „Kurier“ auch schon fleißig Stimmung machen, dass dieser Landesrat Sobotka (Abg. Höfinger: Landeshauptmann-Stellvertreter!) demnächst auch Geschichte sein soll.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das hat ja alles Methode. Deshalb wurde Plank auch entsorgt, damit nämlich der Raiffeisen-Mann Pernkopf in der Niederösterreichischen Landesregierung jetzt einmal gegenüber Sobotka die Raiffeisen-Interessen durchsetzen kann und in Folge dann Sobotka, der nicht spurt, als Landesrat verschwinden soll – damit man die konkreten Interessen, die Sie als „Raiffeisen-Fraktion“ auch in diesem Haus vertreten, umsetzen kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das muss man einfach einmal kritisch heraus-
Abg. Höfinger: Sie sind ein Sterndeuter!
arbeiten. Da können Sie noch so aufgeregt dazwischenrufen! (Abg. Höfinger: Sie sind ein Sterndeuter!)
Ruf bei der ÖVP: Soll!
Es gibt in Folge natürlich auch viele Gerüchte, keine Frage. Man hört ja nicht umsonst, dass der Vizekanzler Josef Pröll einmal Nachfolger von Konrad werden soll. (Ruf bei der ÖVP: Soll!) Dieses Gerücht wird nicht von ungefähr kommen.
Beifall bei der FPÖ.
Doch in Wien scherten ein paar Topmanager aus. Ich sage ganz bewusst: Wenn ich von Konrad rede, rede ich ganz konkret über die Raiffeisen-Gruppe Wien-Niederösterreich, die ostösterreichischen Gruppe, und über niemand anderen. Diese Gruppe ist ausgeschert. Man hat ein begrüßenswertes System verändert, sodass man heute in diesem Bereich eine Mischung aus spätkommunistischer Gigantomanie mit einer Prise Genossenschaftssozialismus und einem missionarischen Sendungsbewusstsein von ein paar Managern erlebt, die den Genossenschaftsgedanken pervertiert haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Eßl: So ist es !
Er wurde pervertiert, ich sage das ganz bewusst. Herr Raiffeisen würde sich heute im Grabe umdrehen, wenn er das sehen müsste. (Abg. Eßl: So ist es !)
Abg. Höfinger: Schlecht gelesen, Herr Kollege!
Der Genossenschaftsgedanke gehört wieder belebt! Einen besonderen Weg geht der Raiffeisen-Sektor eben in Ostösterreich, wo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch eine gewaltige Diversifizierung, die im Warenbereich entstanden ist, bestsortierte Genossenschafts-Lagerhäuser entstanden sind, zugänglich für jedermann, mit klarem Verdrängungswettbewerb gegenüber entsprechenden privatwirtschaftlichen Betrieben. Das hat in Westösterreich so nie stattgefunden. Das hätten sich die privatwirtschaftlichen kleineren und mittleren Unternehmen so auch nicht gefallen lassen, und das wäre auch nicht der richtige Weg. (Abg. Höfinger: Schlecht gelesen, Herr Kollege!) In den westlichen Bundesländern gibt es selbstbewusste Handwerker, die das nicht akzeptieren.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Giebelkreuz im Schutze anonymer Gemeinwirtschaft ist heute ein Produkt, das in den Markt hineinwirkt, aber speziell in Niederösterreich entwickelten sich die Lagerhäuser zum allumfassenden Versorger, wo heute vom Betonmischgerät bis zum Trachtenanzug alles zu kaufen ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.
Die Verantwortlichen verstanden es auch, es sich sehr wohlig einzurichten: Eine Mischung von Genossenschaften, GmbHs und AGs entwickelten sich dann letztlich zu dem Moloch Raiffeisen, der heute vorhanden ist, bei dem Eigentum anonymisiert wird, in einer riesigen Zahl von Genossenschaftern, die jedoch ihr Recht über Delegiertensysteme einem speziellen Funktionärsapparat abgetreten haben. Das ist die Realität, von der wir reden; und das ist auch die Kritik, die wir üben. Es muss doch möglich sein, das einmal kritisch zu beleuchten und einmal offen und ehrlich darüber zu diskutieren! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Abg. Eßl: Schön vorgelesen, aber nichts gesagt!
akkumulieren und dabei intransparent, wettbewerbsverzerrend und organisationsrechtlich bedenklich sind! (Abg. Eßl: Schön vorgelesen, aber nichts gesagt!)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Höfinger: Das ist eine Anmaßung!
Das Prinzip vom wohligen Umfeld der Gemeinnützigkeit und Gemeinwirtschaft hindert sie nicht daran, bei Bedarf mit voller Kraft profitgierig nach den Kriterien des Manchesterliberalismus in diesem Geschäftssinn zu agieren. Ich sage ganz bewusst: Das ist ein sehr freches Raiffeisen-Selbstbewusstsein, das auch in der architektonischen Landschaft Einzug gehalten hat. Wir sehen es tagtäglich, wenn wir durch die Lande Niederösterreichs fahren, wo die Getreidesilos, was deren Höhe betrifft, heute in vielen Landgemeinden die Türme der Pfarrkirchen bei Weitem überragen, sodass sich der Raiffeisen-Konzern mit dem Giebelkreuz auch noch symbolhaft über das Kreuz der Kirche stellt! Milliarden werden in Repräsentationsbauten investiert! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Höfinger: Das ist eine Anmaßung!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei BZÖ, Grünen und ÖVP.
Ich verstehe Ihre Aufregung: Wenn Heinz-Christian Strache das Kreuz verteidigt, wenn ich mich dagegen verwahre, dass das Kreuz heute aus den Schulklassen in Wien verschwindet, und dagegen, dass der Nikolaus in den Kindergärten Zutrittsverbot erhalten soll, dann kommt Geifer, Wortverdrehung und Kritik. Ich sage aber: Auch Sie sollten den Mut haben, in diesem Fall das Kreuz zu verteidigen und nicht zuzulassen, dass heute solche Entwicklungen vonstatten gehen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei BZÖ, Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Schade, dass der Herr Stadler jetzt nicht da ist. Das ist wirklich sehr, sehr traurig. Er kennt nämlich nicht einmal den Unterschied zwischen Kreuz und Kruzifix. Er hat nämlich permanent fälschlicherweise behauptet, ich hätte irgendwo ein Kruzifix gehalten. Dabei ist das Kruzifix natürlich nur dann eines, wenn am Kreuz auch der Corpus Christi angebracht ist. Das ist ein Armutszeugnis für den Herrn, der sich selbst immer groß als Intellektueller – beziehungsweise als Pseudointellektueller – darstellt und glaubt, wenn er großartig schreit, dann hat die Tonalität und Lautstärke seiner Stimme etwas mit Intelligenz zu tun hat, je höher die Dezibel in diesem Raum verhallen. Das ist ein Armutszeugnis für den Herrn! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.
einmal ganz offen darüber und sagen wir es offen: Der Raiffeisenkonzern von Christian Konrad ist heute teilweise an die Stelle der Feudalherren des Mittelalters getreten. Das muss man eben einfach einmal kritisch bearbeiten! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Man muss sich einfach vorstellen, was die Bauern heute mitmachen: Ein österreichischer Getreidebauer hat heute pro Jahr im Durchschnitt einen Verlust von 3 650 € zu erleiden. Aufgrund der Struktur von Raiffeisen und der Lagerhäuser, wo man das Getreide letztlich bezieht (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Selbstverständlich! Man wird ja, bitte, erst Monate später bezahlt. Der Bauer bekommt das Geld monatelang nicht; der Bauer hat heute einen Verlust von durchschnittlich 3 650 € pro Jahr! (Abg. Höfinger: Wie kommen Sie auf diese Zahlen?) – Na ganz einfach, weil ein Getreideverlust von rund 33 Millionen € pro Jahr im Jahr 2008 angeführt wurde, und weil der Bauer monatelang auf sein Geld warten muss. Alleine der Zinsverlust, den der Bauer da erleidet, passt genau in das fehlerhafte System, das Sie betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Abg. Höfinger: Wie kommen Sie auf diese Zahlen?
Man muss sich einfach vorstellen, was die Bauern heute mitmachen: Ein österreichischer Getreidebauer hat heute pro Jahr im Durchschnitt einen Verlust von 3 650 € zu erleiden. Aufgrund der Struktur von Raiffeisen und der Lagerhäuser, wo man das Getreide letztlich bezieht (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Selbstverständlich! Man wird ja, bitte, erst Monate später bezahlt. Der Bauer bekommt das Geld monatelang nicht; der Bauer hat heute einen Verlust von durchschnittlich 3 650 € pro Jahr! (Abg. Höfinger: Wie kommen Sie auf diese Zahlen?) – Na ganz einfach, weil ein Getreideverlust von rund 33 Millionen € pro Jahr im Jahr 2008 angeführt wurde, und weil der Bauer monatelang auf sein Geld warten muss. Alleine der Zinsverlust, den der Bauer da erleidet, passt genau in das fehlerhafte System, das Sie betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.
Man muss sich einfach vorstellen, was die Bauern heute mitmachen: Ein österreichischer Getreidebauer hat heute pro Jahr im Durchschnitt einen Verlust von 3 650 € zu erleiden. Aufgrund der Struktur von Raiffeisen und der Lagerhäuser, wo man das Getreide letztlich bezieht (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Selbstverständlich! Man wird ja, bitte, erst Monate später bezahlt. Der Bauer bekommt das Geld monatelang nicht; der Bauer hat heute einen Verlust von durchschnittlich 3 650 € pro Jahr! (Abg. Höfinger: Wie kommen Sie auf diese Zahlen?) – Na ganz einfach, weil ein Getreideverlust von rund 33 Millionen € pro Jahr im Jahr 2008 angeführt wurde, und weil der Bauer monatelang auf sein Geld warten muss. Alleine der Zinsverlust, den der Bauer da erleidet, passt genau in das fehlerhafte System, das Sie betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Der Raiffeisen-Konzern macht einen Gewinn auf dem Rücken der Bauern, anstatt herzugehen und zu sagen, mit den Gewinnen des Konzerns sollte man endlich die Genossenschaftsmitglieder bevorteilen und den Gewinn in Richtung der Genossenschaftsmitglieder verteilen, die Milchpreise stützen und anheben und den Bauern doch in diesem Bereich direkt Hilfe leisten. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Eßl platziert ein Exemplar der Zeitschrift „FORMAT“ mit einem Bild von Abgeordnetem Strache und der Schlagzeile „Der Zündler“ gut sichtbar auf dem Tisch.
Aber genau das wollen Sie nicht. Was macht der Herr Konrad mit dem sauer erwirtschafteten Geld der österreichischen Bauern? Ich werde es Ihnen sagen: Die Raiffeisen Zentralbank Österreichs hat ein Bankennetzwerk von Albanien bis in die Ukraine, Repräsentanzen von Mumbai bis Teheran, Filialen von Malta über Peking bis Singapur angehäuft. In all diese Ländern hat Raiffeisen den genossenschaftlichen Gedanken nicht mitgebracht! Ganz im Gegenteil: Dort wird der reine Neoliberalismus und Kapitalismus gelebt, da gibt es gar nichts, was den genossenschaftlichen Gedanken betrifft. Nein, da agiert man genau so, wie der Kapitalismus es sich nur wünschen kann. (Abg. Eßl platziert ein Exemplar der Zeitschrift „FORMAT“ mit einem Bild von Abgeordnetem Strache und der Schlagzeile „Der Zündler“ gut sichtbar auf dem Tisch.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie man hört – ich habe es heute ohnehin schon angedeutet –, soll der jetzige Vizekanzler Josef Pröll einmal Nachfolger von Konrad werden. Das Amt des Vizekanzlers soll jetzt als „Aufputz des Lebenslaufes“ eine Zwischenstation sein. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Pröll hat sich als Handelsreisender ja auch schon für den Raiffeisen-Konzern in Osteuropa sehr stark eingesetzt, wo er getourt ist – und das, wie man hört, im Raiffeisen-Jet. Da war ja Pröll schon sehr fleißig unterwegs. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie man hört – ich habe es heute ohnehin schon angedeutet –, soll der jetzige Vizekanzler Josef Pröll einmal Nachfolger von Konrad werden. Das Amt des Vizekanzlers soll jetzt als „Aufputz des Lebenslaufes“ eine Zwischenstation sein. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Pröll hat sich als Handelsreisender ja auch schon für den Raiffeisen-Konzern in Osteuropa sehr stark eingesetzt, wo er getourt ist – und das, wie man hört, im Raiffeisen-Jet. Da war ja Pröll schon sehr fleißig unterwegs. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Schultes: Sie vermischen alles!
Ich sage bewusst: Es braucht eine freie Bauernschaft, es braucht eine neue Bauernbefreiung. Wir sollten über diese Probleme offen und ehrlich diskutieren. Ich stehe zur Verfügung, dass wir uns zusammensetzen und darüber diskutieren. Wir wollen auf alle Fälle die österreichischen Bauern aus dem Würgegriff dieses Mischkonzerns befreien. Das wollen wir! Dieser Mischkonzern vermischt nämlich alles. (Abg. Ing. Schultes: Sie vermischen alles!) Wir wollen freie Bauern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage bewusst: Es braucht eine freie Bauernschaft, es braucht eine neue Bauernbefreiung. Wir sollten über diese Probleme offen und ehrlich diskutieren. Ich stehe zur Verfügung, dass wir uns zusammensetzen und darüber diskutieren. Wir wollen auf alle Fälle die österreichischen Bauern aus dem Würgegriff dieses Mischkonzerns befreien. Das wollen wir! Dieser Mischkonzern vermischt nämlich alles. (Abg. Ing. Schultes: Sie vermischen alles!) Wir wollen freie Bauern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Daher bringen wir heute einen Antrag ein, um das genossenschaftliche Prinzip wieder zu beleben. Die Gewinne einer gemeinnützigen Genossenschaft, die kartellrechtliche und steuerrechtliche Vorteile genießt, sollen wieder die Mitglieder, die Genossenschafter haben. Diese sollen nicht einmal im Jahr, wenn sie eine Hauptversammlung erleben, ein Paar Würstel und ein Seidl Bier geschenkt bekommen, nein, sie sollen gewinnbeteiligt sein, sie sollen mit den Gewinnen, die der Konzern macht, wieder Preisstützungen bekommen. Das genossenschaftliche Prinzip soll den Mitgliedern und den Bauern zugutekommen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die gesetzliche Redezeit ist aus!
Machen Sie sich nicht lustig über den Bauernstand! Schauen Sie, das ist genau der Punkt: Sie machen sich immer wieder lustig, wenn man den Bauernstand verteidigt und wenn man für den Bauernstand eintritt. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die gesetzliche Redezeit ist aus!) Ja, meine Familie ist zum Teil eine bäuerliche Familie. Machen Sie sich nicht über den Bauernstand lustig! Nehmen Sie den Bauernstand ernst! Sie haben ihn eh schon durch die 30 000 Bauern, die in den letzten Jahren zusperren mussten, zu Grunde gerichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Machen Sie sich nicht lustig über den Bauernstand! Schauen Sie, das ist genau der Punkt: Sie machen sich immer wieder lustig, wenn man den Bauernstand verteidigt und wenn man für den Bauernstand eintritt. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die gesetzliche Redezeit ist aus!) Ja, meine Familie ist zum Teil eine bäuerliche Familie. Machen Sie sich nicht über den Bauernstand lustig! Nehmen Sie den Bauernstand ernst! Sie haben ihn eh schon durch die 30 000 Bauern, die in den letzten Jahren zusperren mussten, zu Grunde gerichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Erstens: Absolute Uneigennützigkeit des Genossenschaftsverbundes, das heißt Ausgangspunkt und Begrenzung muss ausschließlich die dienende Rolle sein. Einziger Zweck darf die Förderung der Primärgenossenschaften, letztlich der Mitglieder, sein. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Die Genossenschaft hat nicht „verbundorientiert“ zu wirtschaften, sondern „mitgliederorientiert“. Diese Mitglieder sind konkret, also nachweisbar, zu fördern. Die Genossenschaft darf sich nicht auf eine Holdingfunktion zurückziehen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren im Hohen Haus! Und irgendwann einmal hat es Leute gegeben, die geglaubt haben, dass Herr Strache gefährlich ist. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Der Redner bringt Abgeordnetem Strache vom Rednerpult dessen Plakat mit der Abbildung einer rot-weiß-roten Kuh mit der Aufschrift „A faire Milch“ zum Sitzplatz. – Abg. Strache: Jetzt geben Sie die „faire Milch“ weg! Wollen Sie es nicht unterstützen? Ein Zeichen, dass Sie dieses wichtige Anliegen nicht unterstützen!
Herr Strache! (Der Redner bringt Abgeordnetem Strache vom Rednerpult dessen Plakat mit der Abbildung einer rot-weiß-roten Kuh mit der Aufschrift „A faire Milch“ zum Sitzplatz. – Abg. Strache: Jetzt geben Sie die „faire Milch“ weg! Wollen Sie es nicht unterstützen? Ein Zeichen, dass Sie dieses wichtige Anliegen nicht unterstützen!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir reden heute über die Themen Landwirtschaft und Umwelt und über lebenswichtige Fragen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Herr Strache, es ist wirklich erstaunlich, dass Sie Ihre Genossenschaftsphilosophie auf ein Paar Würstel und ein Bier aufbauen. Das war das, was Sie über Ihre Einschätzung einer Genossenschaftsversammlung gesagt haben. Ich lade Sie ein: Fahren Sie einmal zu einer ganz normalen Genossenschaftsversammlung, stellen Sie dort Fragen, gehen Sie hin, schauen Sie den Geschäftsbericht an. – Sie werden sich wundern. Sie erfahren dort mehr als in Ihrer eigenen Partei, weil in dieser erzählt man Ihnen ohnehin nicht, was los ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir reden heute über die Themen Landwirtschaft und Umwelt und über lebenswichtige Fragen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Herr Strache, es ist wirklich erstaunlich, dass Sie Ihre Genossenschaftsphilosophie auf ein Paar Würstel und ein Bier aufbauen. Das war das, was Sie über Ihre Einschätzung einer Genossenschaftsversammlung gesagt haben. Ich lade Sie ein: Fahren Sie einmal zu einer ganz normalen Genossenschaftsversammlung, stellen Sie dort Fragen, gehen Sie hin, schauen Sie den Geschäftsbericht an. – Sie werden sich wundern. Sie erfahren dort mehr als in Ihrer eigenen Partei, weil in dieser erzählt man Ihnen ohnehin nicht, was los ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht!
Gerade die Exponenten der IG-Milch, die Sie so hegen und pflegen, haben vor einem Jahr die Bauern dazu aufgerufen, aus den Genossenschaften auszutreten und ihre Milch selber zu verkaufen. Ich habe in Niederösterreich eine Bauerngruppe, die dem gefolgt ist, und diesen Bauern hat der private Händler die Milchabnahme gekündigt. Diese Bauern haben eine Quote, aber leider keinen Kunden mehr für ihre Milch, und sie hoffen, dass sie irgendwann – sie haben jetzt selber wieder eine Genossenschaft gegründet – mit ihrer Milch in einer anderen Genossenschaft unterkommen können. Wissen Sie, warum da passiert ist? – Weil Ihre IG-Freunde gesagt haben: Wir verkaufen die Milch dorthin, wo wir das Meiste bekommen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht!)
Abg. Strache: Aber der genossenschaftliche Gedanke hat gelebt! Sie haben den Preis zu zahlen!
Ich bringe noch ein Beispiel: die Niederösterreichische Molkerei NÖM im Eigentum der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Sie hat ihren Standort in Baden bei Wien. Dort wird die Milch von mehr als der Hälfte der niederösterreichischen Bauern zu Produkten verarbeitet, die zur Hälfte exportiert werden. Diese Molkerei ist in der Lage, einen Milchpreis auszuzahlen, der um mehr als die Hälfte höher ist als der Milchpreis im 60 Kilometer entfernten Bratislava. Glauben Sie wirklich, dass die Milch in Bratislava nicht auch von guten Betrieben verarbeitet wird? (Abg. Strache: Aber der genossenschaftliche Gedanke hat gelebt! Sie haben den Preis zu zahlen!) – Ein Betrieb mit 12 Millionen Liter Milchquote – diese Quote hat ein Milchbauer, mein Kammer-Präsidentenkollege in der Slowakei, der dorthin liefert – bekommt für die große Menge die Hälfte von dem Preis, den bei uns der kleinste Bauer in Niederösterreich aus der Niederösterreichischen Molkerei NÖM herausbekommt.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Strache, lassen Sie dieses Thema, bleiben Sie bei Ihren Themen. Die Ausländer glauben wir Ihnen schon nicht, und Ihre Genossenschaftsgeschichten schon gar nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Gestern hat die Tirol Milch den Einkaufspreis ihrer Milch wieder um 2 Cent auf 26 Cent gesenkt. Der Beweis ist ganz einfach: Im Juli 2007 bekam der Tiroler Landwirt für die Milch 44 Cent. Im Handel hat die Milch 97 Cent gekostet. Heute bekommt der Landwirt 26 Cent. Und was meint ihr, wie viel die Milch in Tirol heute im Handel kostet? – Da gibt es eine Aussendung dazu: Heute kostet die Milch genauso viel wie im Jahr 2007, nämlich 97 Cent. Also, es profitiert nicht einmal der Konsument, sondern es profitieren nur die Molkereien. Da muss ich Ihnen Recht geben, da steckt Raiffeisen sehr stark dahinter. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die ÖVP ist in dieser Frage sehr zerstritten, das hat sich letzte Woche gezeigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich habe einen Antrag betreffend freiwilligen Milchlieferverzicht eingebracht, ihr habt ihn abgelehnt, aber Agrarlandesrat Landeshauptmann-Stellvertreter Steixner forderte gestern genau mein Modell – den freiwilligen Milchlieferverzicht zu fördern.
Beifall beim BZÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Nein, ich war dabei!
Auch der Tiroler Agrarlandesrat, Ihr Parteikollege, Landeshauptmann-Stellvertreter Steixner sagte, das ist der einzige Weg, wie wir aus dieser Misere rauskommen. (Beifall beim BZÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Nein, ich war dabei!) – Herr Bundesminister, da steht es. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Ich war ja dabei!)
Zwischenrufe des Abg. Hornek.
Weiters bezahlt unser Landwirt 20 Prozent Mehrwertsteuer, der italienische Bauer hingegen 4 Prozent. Aber es gibt noch einen Unterschied: Im ganzen Fleischsektor bekommt der italienische Bauer – Sie können sich die Statistiken anschauen, aber ich hoffe, ihr wisst es auch aus der Praxis – um 47 Prozent mehr als der österreichische Produzent. (Zwischenrufe des Abg. Hornek.)
Beifall beim BZÖ.
Aber was ist eigentlich der Grund dafür? – Der Grund ist, dass es einen freien starken Handel gibt und nicht diese Erzeugergemeinschaften von Raiffeisen-Genossenschaften. Da, glaube ich, muss man endlich einmal Schritte setzen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Das ist ein Blödsinn!
Heute könnt ihr beweisen, ob ihr etwas verändern wollt oder nicht. Das nächste ist die Milchquote und die Saldierung; die Saldierung gehört sofort abgeschafft, wie ich es gefordert habe. (Abg. Grillitsch: Das ist ein Blödsinn!) – Das ist kein Blödsinn! Es geht einfach nicht, dass Leute, die ihre Quote verkauft haben, gleich weiterliefern, nur weil sie Bauernbündler sind. Das geht wirklich nicht! Stellt das ab! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Heute könnt ihr beweisen, ob ihr etwas verändern wollt oder nicht. Das nächste ist die Milchquote und die Saldierung; die Saldierung gehört sofort abgeschafft, wie ich es gefordert habe. (Abg. Grillitsch: Das ist ein Blödsinn!) – Das ist kein Blödsinn! Es geht einfach nicht, dass Leute, die ihre Quote verkauft haben, gleich weiterliefern, nur weil sie Bauernbündler sind. Das geht wirklich nicht! Stellt das ab! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Nächste ist, lieber Kollege Grillitsch, dass sämtliche Produkte, die in Österreich produziert werden und bei denen die Tiere mit gentechnisch verseuchtem Soja gefüttert wurden, endlich gekennzeichnet werden sollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Der andere Antrag ist – Herr Bundesminister, das Geld ist im Budget vorhanden! –, dass man endlich die Betriebsprämien vorverlegt. Die Landwirte haben keine Liquidität mehr. Ich will mich nicht wiederholen, aber ihr wisst, wie es zum Beispiel in Tirol ist, wo der Präsident der Landwirtschaftskammer sagt: Wir sind nur mehr Schuldnerberater. – Ja, wenn wir jetzt nicht handeln, wann wollen wir denn dann handeln? (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ist ja nicht wahr!
Ihr redet von einem Europa. Lieber Kollege, Sie reden vom Milchpreis in Bratislava. Dort kostet der Arbeiter 250 €. (Ruf bei der ÖVP: Ist ja nicht wahr!) In Tirol kostet der Arbeiter 2 000 €. (Beifall beim BZÖ.) Was wollt ihr denn vergleichen?! Erdäpfel mit Birnen? – Vergleicht bitte die Regionen Nordtirol und Südtirol! Nordtirol wird von euch regiert – und schaut euch Südtirol an! In Südtirol bekommen sie für die Milch das Doppelte, der Diesel kostet die Hälfte und Mehrwertsteuer zahlen sie 4 Prozent. Und bei uns? – Solche Regionen kann man vergleichen, aber vergleicht bitte nicht Wien mit Bratislava! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihr redet von einem Europa. Lieber Kollege, Sie reden vom Milchpreis in Bratislava. Dort kostet der Arbeiter 250 €. (Ruf bei der ÖVP: Ist ja nicht wahr!) In Tirol kostet der Arbeiter 2 000 €. (Beifall beim BZÖ.) Was wollt ihr denn vergleichen?! Erdäpfel mit Birnen? – Vergleicht bitte die Regionen Nordtirol und Südtirol! Nordtirol wird von euch regiert – und schaut euch Südtirol an! In Südtirol bekommen sie für die Milch das Doppelte, der Diesel kostet die Hälfte und Mehrwertsteuer zahlen sie 4 Prozent. Und bei uns? – Solche Regionen kann man vergleichen, aber vergleicht bitte nicht Wien mit Bratislava! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ihr redet von einem Europa. Lieber Kollege, Sie reden vom Milchpreis in Bratislava. Dort kostet der Arbeiter 250 €. (Ruf bei der ÖVP: Ist ja nicht wahr!) In Tirol kostet der Arbeiter 2 000 €. (Beifall beim BZÖ.) Was wollt ihr denn vergleichen?! Erdäpfel mit Birnen? – Vergleicht bitte die Regionen Nordtirol und Südtirol! Nordtirol wird von euch regiert – und schaut euch Südtirol an! In Südtirol bekommen sie für die Milch das Doppelte, der Diesel kostet die Hälfte und Mehrwertsteuer zahlen sie 4 Prozent. Und bei uns? – Solche Regionen kann man vergleichen, aber vergleicht bitte nicht Wien mit Bratislava! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was für uns elektronischer Wohlstandsmüll ist, ist für Menschen anderswo tödliche Handarbeit in der Entsorgung, im Versuch, noch ein paar Kupferdrähte aus irgendwelchen Geräten herauszukriegen, in Gegenden, wo Slums und Müllhalden mittlerweile zusammenwachsen. Ich bitte Sie wirklich eindringlich, in diesem Zusammenhang dafür zu sorgen, dass es bessere Kontrollen gibt. Da ist auch sicherlich budgetäre Vorsorge notwendig, aber auch wenn die Abfallwirtschaft weltweit in der Krise ist, können wir es uns bestimmt nicht leisten, unsere Probleme anderswohin zu exportieren. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Mit diesem Budget werden leider keine grundlegenden Strukturänderungen möglich sein, die wir aber dringend brauchen würden. Heute war im „Kurier“ zu lesen, dass trotz der Wirtschaftskrise der Ölpreis sein Jahreshoch erreicht hat. Herr Minister, ich weiß nicht, wie glauben Sie, wird sich der Ölpreis nach der Wirtschaftskrise entwickeln?! Es ist ganz klar, dass wir andere Wege einschlagen müssen, dass wir auf öffentlichen Verkehr, auf Elektromobilität, auf erneuerbare, unabhängige Energieträger setzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
Zusätzlich setzt Umweltpolitik in Österreich nicht nur auf das Freikaufen, sondern es sind auch österreichische Steuermittel vorgesehen, um der Industrie Gratiszertifikate für einen Gratis-CO2-Ausstoß zu ermöglichen, und dass Gratis-CO2-Ausstoß aus einem Umweltbudget finanziert wird, finde ich eigentlichen einen Skandal. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Außerdem ist es auch ein Widerspruch zum Freikaufen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zusätzlich setzt Umweltpolitik in Österreich nicht nur auf das Freikaufen, sondern es sind auch österreichische Steuermittel vorgesehen, um der Industrie Gratiszertifikate für einen Gratis-CO2-Ausstoß zu ermöglichen, und dass Gratis-CO2-Ausstoß aus einem Umweltbudget finanziert wird, finde ich eigentlichen einen Skandal. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Außerdem ist es auch ein Widerspruch zum Freikaufen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Landwirtschaftsminister, Sie sind auch für die Umwelt zuständig, und ich fordere Sie auf, sich auch für die Umwelt und für die Ökobranche in Österreich starkzumachen, die eine Zukunftsbranche ist und auch vielen jungen Menschen Arbeitsplätze sichern kann. Setzen Sie sich für ein Ökostromgesetz ein, auch wenn es nicht direkt in Ihren Zuständigkeitsbereich fällt! Das brauchen wir endlich. Die Regierung hält die Ökobranche jetzt davon ab, endlich wieder mehr Bewegung hineinzubringen und Arbeitsplätze zu schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nochmals – ich habe es schon öfter angesprochen –: Es gibt sehr viele Menschen in Österreich, in NGOs, in BürgerInneninitiativen, die sich für mehr Umwelt, für die Lebensqualität in den verschiedenen Regionen einsetzen. Dass sich der Finanzminister, auch wenn er früher einmal Umweltminister war, nicht für die Spendenabsetzbarkeit bei den NGOs oder für eine Besserstellung der Bürgerinitiativen starkmacht, okay, aber von Ihnen würde ich mir ein stärkeres Engagement erwarten, auch diesen Menschen ihre meist freiwillige Arbeit zu erleichtern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist aber leider kein Wunder, denn seit dem Jahr 2000 haben wir kein eigenes Umweltministerium mehr, und ich bin daher der Meinung, dass Österreich und österreichische Umweltpolitik oder das, was wir alle uns unter österreichischer Umweltpolitik vorstellen, dringend ein eigenes und unabhängiges Umweltministerium mit Energiekompetenz braucht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Abschluss: Herr Dr. Graf, ich ganz persönlich bin der Meinung, dass Sie für das Amt des Dritten Präsidenten des österreichischen Nationalrates ungeeignet und untragbar sind, und ich fordere Sie daher auf, zurückzutreten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bedaure, dass von manchen Rednern in ihren Stellungnahmen eigentlich sehr wenig auf das Agrar- und auf das Umweltbudget eingegangen wurde. Schade drum, weil diese Budgets – so wie viele andere Budgets – unter sehr schwierigen Bedingungen verhandelt wurden, unter den schwierigen Bedingungen der Wirtschaftskrise mit den Herausforderungen für den Arbeitsmarkt und der Konjunkturpakete plus einer Steuerreform. Und trotzdem ist es mir gelungen, ein Budget für das Lebensministerium auszuverhandeln, das so hoch ist wie noch nie. Das gilt sowohl für den Agrarbereich als auch für den Umweltbereich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Klar ist, dass die Initiativen im Agrar- und Umweltbereich ausgebaut und fortgesetzt werden sollen, wir andererseits aber, weil Kosten und Anforderungen steigen, natürlich im Bereich der Verwaltung massiv einsparen. Ich beginne bei mir selbst im Bereich der Repräsentation bis hin zu den Sektionen meines Lebensministeriums. Ein herzliches Danke an die Beamten, dass sie diesen Weg mitgehen, um überhaupt unsere Initiativen bedecken zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht auch um Effizienz oder Nichteffizienz!
Frau Kollegin Brunner, wenn Sie sagen, dieses Budget hat keinen Schwerpunkt für die Umweltpolitik, so stimmt das schon rein zahlenmäßig nicht. – Das Budget hat im heurigen Jahr ein Plus von 290 Millionen € und im nächsten Jahr von 256 Millionen €, das heißt, das Umweltbudget hat ein Plus von 50 Prozent. Also wo sehen Sie hier, dass nichts für die Umwelt getan wird? Das stimmt allein schon rechnerisch nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht auch um Effizienz oder Nichteffizienz!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was tun Sie in Österreich?
Wir – zum Beispiel der Schwedische Umweltminister, der vor Kurzem bei mir war und der den Ratsvorsitz im nächsten Halbjahr hat, und ich – bemühen uns derzeit, die Amerikaner im Rahmen eines globalen Klimaschutzabkommens gegen Ende des Jahres in Kopenhagen ins Boot zu bekommen und dann in der Folge China, Indien und die Schwellenländer dazuzubekommen, ein globales Klimaschutzabkommen zu erreichen. Das ist sehr wichtig und darum bemühen wir uns. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was tun Sie in Österreich?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber was tun Sie dafür?
Da spielt natürlich auch die erneuerbare Energie eine zentrale Rolle. Sie wissen, ich bin für ein energieautarkes Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber was tun Sie dafür?) Ich halte das für eine faszinierende Vision, dass wir Wärme, Strom und Treibstoff im eigenen Land erzeugen. Ich weiß schon, dass wir die fossile Energie weiter brauchen werden, dass wir das Gas, das Öl brauchen werden, aber wir werden auf jeden Fall die Forschung vorantreiben, um da noch erfolgreicher zu sein und unabhängiger vom Ausland zu werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Da spielt natürlich auch die erneuerbare Energie eine zentrale Rolle. Sie wissen, ich bin für ein energieautarkes Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber was tun Sie dafür?) Ich halte das für eine faszinierende Vision, dass wir Wärme, Strom und Treibstoff im eigenen Land erzeugen. Ich weiß schon, dass wir die fossile Energie weiter brauchen werden, dass wir das Gas, das Öl brauchen werden, aber wir werden auf jeden Fall die Forschung vorantreiben, um da noch erfolgreicher zu sein und unabhängiger vom Ausland zu werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wann kommt das? Wann kommt das Ökostromgesetz? Wo ist es?
Der Kollege Wirtschaftsminister und ich, wir arbeiten an der Gesamtenergiestrategie für Österreich (Abg. Dr. Pirklhuber: Wann kommt das? Wann kommt das Ökostromgesetz? Wo ist es?), wo es darum geht, eine Diskussion zu führen (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist noch nicht einmal diskutiert worden?!), wo all jene, die Input liefern können – die von Ihnen zitierten NGOs, die Interessenvertreter, die Sozialpartner, die Energieunternehmen, die Biomasseverbände – eingebunden sind. Wir werden gegen Ende des Jahres einen Plan haben, wie wir die erneuerbaren Energieträger in Österreich, also Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie und Biomasse, umsetzen. Ich halte das für einen richtigen Weg. Das bringt nämlich Arbeitsplätze im eigenen Land und auch Wertschöpfung.
Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist noch nicht einmal diskutiert worden?!
Der Kollege Wirtschaftsminister und ich, wir arbeiten an der Gesamtenergiestrategie für Österreich (Abg. Dr. Pirklhuber: Wann kommt das? Wann kommt das Ökostromgesetz? Wo ist es?), wo es darum geht, eine Diskussion zu führen (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist noch nicht einmal diskutiert worden?!), wo all jene, die Input liefern können – die von Ihnen zitierten NGOs, die Interessenvertreter, die Sozialpartner, die Energieunternehmen, die Biomasseverbände – eingebunden sind. Wir werden gegen Ende des Jahres einen Plan haben, wie wir die erneuerbaren Energieträger in Österreich, also Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie und Biomasse, umsetzen. Ich halte das für einen richtigen Weg. Das bringt nämlich Arbeitsplätze im eigenen Land und auch Wertschöpfung.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Schaffen Sie doch Arbeitsplätze in Österreich!
Es gibt in Österreich etliche Unternehmen – ich rede nicht vom Agrarbereich – im Wirtschaftsbereich, die durch Technologievorsprung erfolgreich Exporte erzielen, Tendenz steigend, und die neue Arbeitskräfte suchen und einstellen. Daher forciere ich die Umwelttechnologie und fahre auch in andere Länder, um dort, gemeinsam mit den Firmenvertretern, für österreichische Unternehmen Aufträge zu lukrieren, damit Green Jobs im Ausland entstehen und für uns eine Wertschöpfung bringen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Schaffen Sie doch Arbeitsplätze in Österreich!)
Beifall bei der ÖVP.
Die thermische Sanierung, die wir gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister begonnen haben, stellt sich als eine extrem erfolgreiche Aktion dar. Wir haben sie Mitte April präsentiert. Sie ist bis Ende des nächsten Jahres veranschlagt. Wir haben derzeit aktuell 6 000 Anträge von privaten Haushalten und 280 bis 300 Anträge von Betrieben. Es wird wahrscheinlich in den nächsten Monaten das Geld erschöpft sein. Der entscheidende Punkt dabei ist, jetzt für die mittelständische Wirtschaft Impulse zu setzen und darüber hinaus Klimaschutz zu betreiben – extrem erfolgreich! Es läuft sehr gut und wird von den Menschen sehr gut angenommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Agrarbereich: Auch das Agrarbudget ist höher. Mir ist es beim Agrarbudget bei der großen Linie darum gegangen, dass wir Bauerngelder sichern. Sie haben hier sehr viel über die IG-Milch debattiert. Das ist nur ein Teilaspekt des Problems, denn es geht nicht um die IG-Milch, es geht um die Milchbauern in Österreich, um alle Milchbauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Reden Sie sich doch nicht darauf aus! Das ist ja absurd!
Milchproduktion in ganz Europa gestiegen ist. Dann brach der asiatische Markt weg, der osteuropäische Markt und vor allem sagt die Lebensmittelindustrie, weil die Milchpreise zu hoch sind, ersetzen wir die Milch in den Rezepturen durch Pflanzenöl. In der europäischen Speiseeisproduktion findet sich Pflanzenöl ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Reden Sie sich doch nicht darauf aus! Das ist ja absurd!) Herr Kollege Pirklhuber, schauen Sie, Ihre Schreierei macht die Situation auch nicht besser! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Milchproduktion in ganz Europa gestiegen ist. Dann brach der asiatische Markt weg, der osteuropäische Markt und vor allem sagt die Lebensmittelindustrie, weil die Milchpreise zu hoch sind, ersetzen wir die Milch in den Rezepturen durch Pflanzenöl. In der europäischen Speiseeisproduktion findet sich Pflanzenöl ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Reden Sie sich doch nicht darauf aus! Das ist ja absurd!) Herr Kollege Pirklhuber, schauen Sie, Ihre Schreierei macht die Situation auch nicht besser! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ändern Sie die Ursachen! Das ist eine falsche Politik! Das ist das Problem!
Eine weitere Sache, die jetzt aufgetaucht ist, ist das, was wir Kunstkäse nennen. Auf einer Pizza, wo jeder Mensch annimmt, dass Käse drauf ist, ist ein Imitat drauf, eine Mischung eben nicht aus Käse, sondern aus Pflanzenfetten. Da geht es um Aufklärung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ändern Sie die Ursachen! Das ist eine falsche Politik! Das ist das Problem!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe das im letzten Agrarministerrat angemerkt, dass ich ein europäisches Kennzeichnungssystem verlange, denn dort, wo Käse draufsteht, soll auch Käse drinnen sein, sowohl auf der Pizza als auch in der Lasagne. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich werde die Erhöhung der Milchquote, die heuer ansteht, nicht weitergeben. Ich behalte sie in der nationalen Reserve, um nicht zusätzlich Produktion zu induzieren. Dann, wenn der Markt sich stabilisiert hat, kann die Quote freigegeben werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mein Ziel ist es, alle Gelder, die uns in Brüssel zur Verfügung stehen, abzuholen – Österreich ist da von allen EU-Staaten am besten unterwegs – und für unsere Bauern zu lukrieren, damit sie einfach erfolgreicher wirtschaften können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das sind ja auch Leistungen, die sie erbringen!
Abgeordnete Anna Höllerer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Wir haben eine Agrar- und Umweltdebatte. Es geht um das Budget, doch es wurde bis jetzt noch kaum erwähnt, dass unsere Bäuerinnen und Bauern dafür sorgen, dass alle Menschen, die in Österreich leben, das ganze Jahr über mit den besten, schmackhaftesten, gesündesten, sichersten Lebensmitteln versorgt werden können, dass sie mit ihrer Hände Arbeit eine Landschaft schaffen, die wir als Erholungsraum zu nutzen wissen, die für den Tourismus unbedingt notwendig ist, sodass man ihnen dafür auch Dank sagen muss. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das sind ja auch Leistungen, die sie erbringen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Da spricht nichts dagegen!
Natürlich sind das Leistungen – da haben Sie schon recht, Herr Abgeordneter Pirklhuber –, die der Konsument zu Recht einfordert, aber um diese Leistungen erbringen zu können, braucht es auch stabile politische Rahmenbedingungen. Daher braucht es auch die Möglichkeit, sich durch ein gutes, abgesichertes Agrarbudget die Gelder aus Brüssel holen zu können, die den Bäuerinnen und Bauern zustehen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Da spricht nichts dagegen!)
Abg. Zanger: Volatil!
Natürlich haben die Bäuerinnen und Bauern auch die Auswirkungen der volatilären Märkte zu verkraften. Es sind die agrarischen Rohstoffe, die gewissen Schwankungen unterworfen sind. Das sind Herausforderungen (Abg. Zanger: Volatil!) – danke: volatil –, die sie natürlich zu verkraften haben, das ist dieses marktwirtschaftliche Umfeld, dem sie sich zu stellen haben. Und da ist es selbstverständlich auch notwendig, dass die Planungssicherheit durch ein Agrarbudget gegeben ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: ... vorige Woche schon gesagt!
Ich bin letztes Wochenende mit den Bäuerinnen und Bauern vor Sparmärkten gestanden – und mache es auch dieses Wochenende –, wir haben eine Milchaktion, eine Milchoffensive gemacht: Wir haben mit den Konsumentinnen und Konsumenten Kontakt aufgenommen, sie bezüglich Milch und Milchqualität der österreichischen Bäuerinnen und Bauern informiert. Ich sage Ihnen, es ist tatsächlich ein Thema, dass dort, wo Käse draufsteht, auch Käse drinnen sein soll (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: ... vorige Woche schon gesagt!), dass dann, wenn unsere Konsumentinnen und Konsumenten Käseprodukte erwarten, sie auch wirklich mit Käseprodukten bedient werden sollen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ich habe nicht gesagt, stellen Sie das nicht in den Mittelpunkt!
Das ist nicht so einfach abzuweisen, Herr Pirklhuber, und zu sagen: Stellen Sie das jetzt nicht in den Mittelpunkt, das ist heute nicht Thema. – Das ist Thema! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ich habe nicht gesagt, stellen Sie das nicht in den Mittelpunkt!) – Damit müssen wir uns beschäftigen, denn da werden Hunderte Tonnen von Pflanzenfetten und anderen Bestandteilen zu käseähnlichen Produkten verarbeitet, ohne eine dementsprechende Information an den Konsumenten weiterzugeben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist nicht die Ursache der Krise, Frau Kollegin, das ist es!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist nicht die Ursache der Krise, Frau Kollegin, das ist es!
Das ist nicht so einfach abzuweisen, Herr Pirklhuber, und zu sagen: Stellen Sie das jetzt nicht in den Mittelpunkt, das ist heute nicht Thema. – Das ist Thema! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ich habe nicht gesagt, stellen Sie das nicht in den Mittelpunkt!) – Damit müssen wir uns beschäftigen, denn da werden Hunderte Tonnen von Pflanzenfetten und anderen Bestandteilen zu käseähnlichen Produkten verarbeitet, ohne eine dementsprechende Information an den Konsumenten weiterzugeben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist nicht die Ursache der Krise, Frau Kollegin, das ist es!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht mehr!
39 Prozent der Betriebe werden von Frauen geführt. Die Landwirtschaft ist auch zunehmend weiblicher (Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht mehr!), denn mehr als 50 Prozent der Menschen, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind, sind Frauen. Diese arbeiten mit ihrer ganzen Kraft für und in der Landwirtschaft.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Daher begrüße ich alle Maßnahmen, die in der ländlichen Entwicklung auch zukünftig bestens budgetiert sind und umgesetzt werden können: nicht nur unsere Umweltprogramme, die wichtig und richtig sind – die auch im biologischen Bereich unbedingt notwendig sind –, nicht nur unsere Ausgleichszulagen für benachteiligte Gebiete, sondern sämtliche sonstigen Maßnahmen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), die für die Investitions- und Regionaloffensive für den ländlichen Raum wichtig sind.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich gratuliere dem Herrn Bundesminister zu diesem ambitionierten Agrarbudget, und ich bin überzeugt davon, dass er sich auch dafür einsetzen wird, dass dieses Zwei-Säulen-Modell der Gemeinsamen Agrarpolitik Zukunft hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Faul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jannach –: Aufdecker!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Abgeordneter Jannach. Eingestellte Redezeit: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Faul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jannach –: Aufdecker!)
Abg. Eßl: ... Politik!
Seit dem Jahre 1995 haben 50 000 Bauern ihre Höfe aufgegeben. Das sind 4 000 ... (Abg. Eßl: ... Politik!) – Schreien Sie, wenn Sie hier draußen sind, aber seien Sie jetzt einmal still!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
50 000 Bauern haben seit dem EU-Beitritt ihre Höfe aufgegeben – das sind zwölf Bauern pro Tag! Und dann reden Sie hier draußen von einer erfolgreichen Agrarpolitik, sagen, es sei alles paletti, alles bestens?! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Diese Tafel sollte Sie eigentlich dazu ermutigen, ein bisschen in sich zu gehen und nachzudenken. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
50 000 Bauern haben seit dem EU-Beitritt ihre Höfe aufgegeben – das sind zwölf Bauern pro Tag! Und dann reden Sie hier draußen von einer erfolgreichen Agrarpolitik, sagen, es sei alles paletti, alles bestens?! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Diese Tafel sollte Sie eigentlich dazu ermutigen, ein bisschen in sich zu gehen und nachzudenken. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Grillitsch: ... Internationalisierung!
Heute redet ihr euch aus, indem ihr sagt: Ja, das ist die EU, man kann da nichts machen! – Herr Minister, Sie sagen, in der EU setzen Sie sich so dafür ein. Sie haben den Bauern gesagt – nicht Sie, denn Sie waren ja damals noch nicht Minister, aber die Funktionäre vom Bauernbund, auch Herr Grillitsch, haben sich da eingesetzt (Abg. Grillitsch: ... Internationalisierung!) –, wenn die Bauern in die EU kommen, dann wird alles billiger, dann haben wir große Exportchancen, dann haben wir Wettbewerbsgleichheit. – All das haben wir heute nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Heute redet ihr euch aus, indem ihr sagt: Ja, das ist die EU, man kann da nichts machen! – Herr Minister, Sie sagen, in der EU setzen Sie sich so dafür ein. Sie haben den Bauern gesagt – nicht Sie, denn Sie waren ja damals noch nicht Minister, aber die Funktionäre vom Bauernbund, auch Herr Grillitsch, haben sich da eingesetzt (Abg. Grillitsch: ... Internationalisierung!) –, wenn die Bauern in die EU kommen, dann wird alles billiger, dann haben wir große Exportchancen, dann haben wir Wettbewerbsgleichheit. – All das haben wir heute nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: ... Renationalisierung?
Speziell die Milchdiskussion zeigt eure ganze Hilflosigkeit und das Ausreden auf die EU. (Abg. Grillitsch: ... Renationalisierung?) Mit der Entscheidung, dass ihr die Milchquote in Europa aufgegeben habt, dass ihr kein Veto eingelegt habt, habt ihr die heimische Milchwirtschaft massiv geschädigt und die Existenzgrundlage von Zehntausenden Bauern zerstört! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Speziell die Milchdiskussion zeigt eure ganze Hilflosigkeit und das Ausreden auf die EU. (Abg. Grillitsch: ... Renationalisierung?) Mit der Entscheidung, dass ihr die Milchquote in Europa aufgegeben habt, dass ihr kein Veto eingelegt habt, habt ihr die heimische Milchwirtschaft massiv geschädigt und die Existenzgrundlage von Zehntausenden Bauern zerstört! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das sind ja nur irgendwelche ...! – Ruf: ... kofinanziert!
50 Millionen € habt ihr in Aussendungen und in den Bauernzeitungen versprochen, und jetzt sind für 2010 12 Millionen € vorgesehen. Und da soll euch noch irgendwer glauben?! – Und von Planungssicherheit redet, bitte schön, gar nicht! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das sind ja nur irgendwelche ...! – Ruf: ... kofinanziert!) – Und selbst wenn es kofinanziert ist, wo sind denn die 50 Millionen €?
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Das ist keine Planungssicherheit, und die verlangt ihr! Die verlangen wir als Bauern, und die könnt ihr uns nicht geben? Ihr redet leider immer nur davon. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
„Du musst dir immer öfter anhören, dass der Bauernbund nur mehr zum Überbringen von Geburtstagswünschen da ist.“ – Das, bitte, sagen Ihre eigenen Funktionäre! (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Da müssen Sie wirklich einmal in sich gehen und darüber nachdenken, ob das tatsächlich gut ist.
Abg. Grillitsch: Den kenne ich!
Ernst Maierhofer, den kennen Sie sicher, das ist der Ortsbauernobmann aus Mürzzuschlag (Abg. Grillitsch: Den kenne ich!), sagt Folgendes:
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
Sie selbst kritisieren euch, bitte schön, und ihr geht her und sagt: Alles paletti, alles bestens! – Das ist so nicht der Fall! (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!)
Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht!
Im Finanzausschuss vergaßen Sie, eine Frage an den Agrarminister zu stellen, die Unterschrift unter die IG-Milchbauernforderungen haben Sie verweigert, obwohl Sie sie zugesagt haben (Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht!), die eigene Partei, also die ÖVP, hat Sie jetzt kurzfristig von der Rednerliste genommen, und der Herr Minister verhandelt nun nicht mehr mit Ihnen, sondern er verhandelt direkt mit Herrn Abgeordnetem Grasser. Und ich wünsche Herrn Abgeordnetem Grasser sehr viel Mut und sehr viel Kraft, dass er die Interessen der Bauern durchsetzt! (Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Gaßner! – Abg. Mag. Gaßner: Sagen Sie ja nie mehr Grasser zu mir!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Gaßner! – Abg. Mag. Gaßner: Sagen Sie ja nie mehr Grasser zu mir!
Im Finanzausschuss vergaßen Sie, eine Frage an den Agrarminister zu stellen, die Unterschrift unter die IG-Milchbauernforderungen haben Sie verweigert, obwohl Sie sie zugesagt haben (Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht!), die eigene Partei, also die ÖVP, hat Sie jetzt kurzfristig von der Rednerliste genommen, und der Herr Minister verhandelt nun nicht mehr mit Ihnen, sondern er verhandelt direkt mit Herrn Abgeordnetem Grasser. Und ich wünsche Herrn Abgeordnetem Grasser sehr viel Mut und sehr viel Kraft, dass er die Interessen der Bauern durchsetzt! (Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Gaßner! – Abg. Mag. Gaßner: Sagen Sie ja nie mehr Grasser zu mir!)
Beifall bei der FPÖ.
Förderungen bekommt und ihr in Stiftungen und in Gutsbesitzungen Millionen an Förderungen hineinsteckt: Die Firma „Rauch“ bekommt 9 Millionen €, die Firma „Power Horse“, die kein Pferdezuchtbetrieb ist, bekommt 400 000 € Förderung, eine Firma Hofer, die ihr immer so kritisiert, weil sie die Preise für die Milch heruntersetzt, hat 220 000 € an Förderungen kassiert, und das aus dem Agrarförderbudget! Das ist eine Riesenschweinerei, und deswegen wehren wir uns so dagegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber auch bei der AMA gibt es viel massiv zu kritisieren, denn 40 Millionen € aus dem Agrarbudget fließen alleine in die Kontrollen. Kein europäisches Land hat so massive Kontrollen, wie das hier in Österreich praktiziert wird. Hier werden die Bauern bis in die Schlafzimmer hinein von der AMA verfolgt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen verlangen, dass sich der Bauernbund, die ÖVP, und auch Sie, Herr Minister, sich nicht nur in Worthülsen ergehen und erklären, wie „paletti“ alles sei. Sie sollten sich hinter die Bauern stellen, denn 50 000 Bauern in 15 Jahren zu verlieren, das ist keine Auszeichnung für Sie. – Setzen Sie sich anständig für die heimische Landwirtschaft ein! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: ... selber auch, da brauchen wir die EU nicht dazu!
Ich zitiere aus dem Bericht des Ministeriums zu diesem Budget – wörtliches Zitat –: „EU-Mittel“ sind „wesentlicher Eckstein der Landwirtschaftsfinanzierung“ in Österreich. (Abg. Zanger: ... selber auch, da brauchen wir die EU nicht dazu!) 3 Milliarden € an landwirtschaftlichem Budget und Budget für den ländlichen Raum beinhalten fast zur Hälfte, nämlich 1,35 Milliarden €, Mittel der EU, sehr geehrte Damen und Herren. – Das zur Rolle der EU im Zusammenhang mit der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum in Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich zitiere aus dem Bericht des Ministeriums zu diesem Budget – wörtliches Zitat –: „EU-Mittel“ sind „wesentlicher Eckstein der Landwirtschaftsfinanzierung“ in Österreich. (Abg. Zanger: ... selber auch, da brauchen wir die EU nicht dazu!) 3 Milliarden € an landwirtschaftlichem Budget und Budget für den ländlichen Raum beinhalten fast zur Hälfte, nämlich 1,35 Milliarden €, Mittel der EU, sehr geehrte Damen und Herren. – Das zur Rolle der EU im Zusammenhang mit der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum in Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Hornek: Die Gemeinde Wien, zum Beispiel!
Allerdings, sehr geehrte Damen und Herren, wie die Mittel verteilt werden, da gibt es naturgemäß auch zwischen den beiden Regierungspartnern Unterschiede, Auffassungsunterschiede, hier unterscheidet uns so manches: Die Sozialdemokraten setzen sich für eine gerechte Verteilung dieser EU-Mittel und der landwirtschaftlichen Förderungen ein, vor allem für die kleineren bäuerlichen Betriebe und nicht nur für wenige große, die die Masse dieser Fördermittel absahnen (Abg. Hornek: Die Gemeinde Wien, zum Beispiel!), zum Beispiel auch für die Milchbauern, für die gesamte Bevölkerung im ländlichen Raum, sehr geehrte Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ.
557 Millionen € sind für den ländlichen Raum vorgesehen, das ist ein gewaltiger Impuls! Für uns ist der ländliche Raum selbstverständlich die Bauernschaft, aber auch die übrige Bevölkerung, das sind die kleinen Gewerbebetriebe, das ist der Tourismus – sie alle sollen von diesen Fördermitteln profitieren. Das ist ein Ansatz, den die Sozialdemokraten zu diesem Budget vertreten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher mein Schlusssatz: Stellen wir das eigene Licht nicht unter den Scheffel und verhindern wir nicht eine positive Darstellung der Europäischen Union im Zusammenhang mit Landwirtschaft und ländlichem Raum! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Hauptverantwortlich dafür sind die Ölmühlenbesitzer, denn viele wittern hier das große Geschäft und kaufen billige Kerne von minderer Qualität aus China, aus Ungarn oder aus Rumänien zu. Der Einkaufspreis liegt bis zu 50 Prozent unter dem der heimischen qualitativ hochwertigen Kerne. Leider haben wir noch kein Gesetz, das die Herkunftskennzeichnung der Hauptzutaten für Lebensmittel vorschreibt. – Hier hätten wir großen Handlungsbedarf, dieses Problem sollte rasch angegangen werden, und unsere Unterstützung ist hier auch sicher. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Meine Damen und Herren, das wäre ein guter Ansatz, und, Herr Bundesminister, es wäre ein wirklich guter Ansatz für die österreichischen und die steirischen Bauern, hier unterstützende und fruchtbringende Maßnahmen zu setzen (Beifall beim BZÖ), denn wenn man sich das Budget anschaut, sieht es für die Zukunft der Bauern nicht gerade rosig aus.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber an der Wirtschaftskrise!
Der Milchpreis fällt in den Keller, der Holzpreis hat sich seit den Stürmen „Paula“ und „Emma“ noch nicht erholt (Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber an der Wirtschaftskrise!), der Viehpreis ist in den letzten Jahren auch immer wieder gesunken. (Abg. Eßl: ... so gut, wie schon lange nicht!) – Nein, der ist nicht so gut, wie schon lange nicht mehr! Ich komme selbst aus der Landwirtschaft und weiß, was derzeit für Vieh bezahlt wird, guter Herr Kollege von der ÖVP! Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier, wie gesagt, schon lange nicht mehr.
Abg. Eßl: ... so gut, wie schon lange nicht!
Der Milchpreis fällt in den Keller, der Holzpreis hat sich seit den Stürmen „Paula“ und „Emma“ noch nicht erholt (Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber an der Wirtschaftskrise!), der Viehpreis ist in den letzten Jahren auch immer wieder gesunken. (Abg. Eßl: ... so gut, wie schon lange nicht!) – Nein, der ist nicht so gut, wie schon lange nicht mehr! Ich komme selbst aus der Landwirtschaft und weiß, was derzeit für Vieh bezahlt wird, guter Herr Kollege von der ÖVP! Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier, wie gesagt, schon lange nicht mehr.
Beifall beim BZÖ.
Jeder, der in der Landwirtschaft arbeitet oder gearbeitet hat, weiß, welch anstrengende Tätigkeit die landwirtschaftliche Arbeit ist und wie wenig man hierfür bekommt. Viele kommen gerade einmal über die Runden, und am Ende des Tages haben sie nicht wirklich viel in der Tasche. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abschließend: Mit den vorgesehen Budgetmitteln für die Landwirtschaft, vor allem mit der Aufteilung dieser, und der sogenannten EU-Landwirtschaftspolitik sehe ich für die österreichischen und für die steirischen Bauern keine rosige Zukunft. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die Umwelttechnik ist die am stärksten wachsende Branche in Österreich. Das jährliche Wachstum sowohl der Umsätze als auch der Exporte liegt bei 12 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Der Umsatz hat sich von 1993 bis 2007 auf 6 Milliarden € beinahe vervierfacht (Abg. Dr. Moser: Das haben wir alles ... zu verdanken!), und davon gehen 65 Prozent in den Export.
Abg. Dr. Moser: Das haben wir alles ... zu verdanken!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die Umwelttechnik ist die am stärksten wachsende Branche in Österreich. Das jährliche Wachstum sowohl der Umsätze als auch der Exporte liegt bei 12 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Der Umsatz hat sich von 1993 bis 2007 auf 6 Milliarden € beinahe vervierfacht (Abg. Dr. Moser: Das haben wir alles ... zu verdanken!), und davon gehen 65 Prozent in den Export.
Abg. Dr. Moser: Es könnten noch mehr sein!
Im Bereich erneuerbare Energie und thermische Gebäudesanierung werden in Österreich kurz- und mittelfristig bis zu 70 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. (Abg. Dr. Moser: Es könnten noch mehr sein!)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist bedauerlicherweise zum Stromimportland geworden, deshalb unterstütze ich alle erneuerbaren Stromproduktionsvarianten in Österreich, im Speziellen aber die Wasserkraft. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner – in Richtung des Abg. Grosz, der an der Regierungsbank steht und mit Staatssekretär Dr. Lopatka spricht –: ... auf der Regierungsbank? Du gehörst da nicht hin!
In Summe sollen im Bereich Ausbau der Wasserkraft und Ausbau der erneuerbaren Energiequellen und Stromverteilnetze mehr als 13 Milliarden € investiert werden. (Abg. Mag. Gaßner – in Richtung des Abg. Grosz, der an der Regierungsbank steht und mit Staatssekretär Dr. Lopatka spricht –: ... auf der Regierungsbank? Du gehörst da nicht hin!)
Beifall bei der ÖVP.
Um dieses Ziel umsetzen zu können, ist es notwendig, dass so manche bürokratische Hürde abgebaut wird. – Wir alle müssen gemeinsam daran arbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber, am Rednerpult ankommend: Herr Kollege Grillitsch kann nicht anders, er muss sofort irgendetwas einwerfen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber. Eingestellte Redezeit: 8 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber, am Rednerpult ankommend: Herr Kollege Grillitsch kann nicht anders, er muss sofort irgendetwas einwerfen!)
Abg. Dr. Bartenstein: Dann stimmen Sie zu!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Bundesminister, es geht natürlich darum, nicht nur das Negative zu sehen, keine Frage! Sie haben ein positives Argument gebracht und gesagt: Es gibt genug Geld für den Agrarsektor! Das Agrarbudget selbst kann also von der Höhe her nicht als Problem bezeichnet werden. (Abg. Dr. Bartenstein: Dann stimmen Sie zu!)
Ruf bei der ÖVP: Da gebe ich Ihnen recht!
Eines möchte ich dem jetzt nicht anwesenden Kollegen Strache sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten! (Ruf bei der ÖVP: Da gebe ich Ihnen recht!) Bei aller Anerkennung, dass er sich für die Bauerninteressen sozusagen auf die Schienen wirft, muss man schon Folgendes festhalten: Er wirft dem Raiffeisen-Konzern die Instrumentalisierung der Bäuerinnen und Bauern für die Interessen des Konzerns, der Funktionäre vor, er muss aber, wenn er sich in den Spiegel schaut, ganz offen und ehrlich feststellen, dass er ja auch nichts anderes macht: Er missbraucht die Ängste der Menschen für seine politischen Zwecke. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Widerspruch bei der FPÖ.
Eines möchte ich dem jetzt nicht anwesenden Kollegen Strache sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten! (Ruf bei der ÖVP: Da gebe ich Ihnen recht!) Bei aller Anerkennung, dass er sich für die Bauerninteressen sozusagen auf die Schienen wirft, muss man schon Folgendes festhalten: Er wirft dem Raiffeisen-Konzern die Instrumentalisierung der Bäuerinnen und Bauern für die Interessen des Konzerns, der Funktionäre vor, er muss aber, wenn er sich in den Spiegel schaut, ganz offen und ehrlich feststellen, dass er ja auch nichts anderes macht: Er missbraucht die Ängste der Menschen für seine politischen Zwecke. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind jene Bäuerinnen und Bauern, die gleichzeitig AMA-Marketingbeiträge abliefern, mit denen dann angestelltes Personal – das ist auch in Ordnung – hier vor dem Sitzungssaal im Haus Milchpakete verteilen. Das sind die BäuerInnen, die das kostenlos, ehrenamtlich machen. Und die anzuerkennen und wertzuschätzen, das wäre das Mindeste, was man von einer fairen, dialogorientierten Agrarpolitik verlangen können müsste. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ja!
Sprechen Sie mit diesen Bäuerinnen und Bauern, laden Sie diese endlich zu einem Runden Tisch ein und grenzen Sie sie nicht weiter aus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ja!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass die Budgetverhandlungen zum Agrarkapitel eine Schande für dieses Haus waren. Wir, die Opposition, hatten gerade einmal 5 Minuten; nicht mehr und nicht weniger. Die zweiten 5 Minuten wurden uns gestrichen, weil Sie, Herr Bundesminister, ganz einfach klipp und klar gemeint haben: Ich habe hier keine Redebeschränkung! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Das ist nicht Fairness für den agrarpolitischen Diskurs. Ich würde mir von Ihnen in Zukunft mehr Präzision, mehr Klarheit und Kompetenz erwarten. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass die Budgetverhandlungen zum Agrarkapitel eine Schande für dieses Haus waren. Wir, die Opposition, hatten gerade einmal 5 Minuten; nicht mehr und nicht weniger. Die zweiten 5 Minuten wurden uns gestrichen, weil Sie, Herr Bundesminister, ganz einfach klipp und klar gemeint haben: Ich habe hier keine Redebeschränkung! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Das ist nicht Fairness für den agrarpolitischen Diskurs. Ich würde mir von Ihnen in Zukunft mehr Präzision, mehr Klarheit und Kompetenz erwarten. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Die Gemeinde Wien zum Beispiel!
Punkt zwei: Betriebsprämien. Kollege Jannach hat zu Recht die Förderungerechtigkeiten angesprochen. Ein Wort dazu: 14 Prozent der Betriebe bekommen mehr als 50 Prozent der Fördermittel aus den Betriebsprämien. (Abg. Hornek: Die Gemeinde Wien zum Beispiel!) – Sie sagen, die Gemeinde Wien. Herr Kollege, wenn es so ist, warum ändern wir es nicht? Warum gibt es keine Maßnahmen, die das Geld so umschichten, dass es jene, die es wirklich brauchen, auch bekommen?
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Würden wir auf nationaler Ebene gemeinsam Maßnahmen beschließen, damit dieses Paket vom Markt her stattfindet, dann wäre das eine moderne, zukunftsorientierte und sogar, wenn man die Budgets anschaut und das Ganze finanzpolitisch betrachtet, sehr sinnvolle Strategie. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Grillitsch: Wird eh im Landwirtschaftsausschuss behandelt!
Ich weiß, es gibt Diskussionen über die Milchmarktreform, und hier warten wir noch immer – wir warten schon lange – auf einen Initiativantrag, Kollege Grillitsch; dieser Antrag ist noch immer nicht da, wir haben ihn noch immer nicht bekommen. Ich weiß nicht, warum Sie nicht den offenen Weg wählen. Warum behandeln wir das nicht im Landwirtschaftsausschuss? Laden wir die notwendigen Expertinnen und Experten ein, und versuchen wir, eine gemeinsame Lösung, einen gemeinsamen Beschluss zu fassen! (Abg. Grillitsch: Wird eh im Landwirtschaftsausschuss behandelt!) Aber wenn Sie so weitertun, werden Ihnen die Bäuerinnen und Bauern ja bald die Rechnung präsentieren.
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass Sie vor Kurzem eine Leiterin für die Bundesanstalt für Bergbauernfragen bestellt haben. Die einzige wissenschaftliche Arbeit dieser Dame, die mir bekannt ist – ich werde weiter recherchieren und möchte keine persönliche Verurteilung vornehmen –, die einzige wissenschaftliche Publikation, die ich von ihr kenne, ist eine Diplomarbeit mit dem Titel „Stadt – Freiraum: Mensch / Beispiel Wien“. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Ruf bei der FPÖ: War das eine Schwarze oder nicht?
Hunderte Expertinnen und Experten und zig namhafte österreichische WissenschafterInnen – von Eva Kreisky über Emmerich Tálos bis zu vielen anderen (Ruf bei der FPÖ: War das eine Schwarze oder nicht?) – haben sich ganz klar solidarisiert und gesagt: Das ist keine adäquate Vorgangsweise! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hunderte Expertinnen und Experten und zig namhafte österreichische WissenschafterInnen – von Eva Kreisky über Emmerich Tálos bis zu vielen anderen (Ruf bei der FPÖ: War das eine Schwarze oder nicht?) – haben sich ganz klar solidarisiert und gesagt: Das ist keine adäquate Vorgangsweise! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ. – Abg. Hornek: Sind sie genderfeindlich?
Auch der Ex-Rektor der Universität für Bodenkultur, bekanntermaßen ein ÖVP-Politiker, Dr. Manfried Welan, hat sich gegen diese Art von Bestellungspolitik ausgesprochen. Das sollte hier noch einmal klipp und klar gesagt werden. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Abg. Hornek: Sind sie genderfeindlich?)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist absolut notwendig, sehr geehrte Damen und Herren, die Agrarfördergelder künftig gerechter unter den landwirtschaftlichen Betrieben zu verteilen. Im Grünen Bericht kann diese Schieflage nachgelesen werden. Zudem sind die Fördergelder nach dem Programm zur ländlichen Entwicklung allen Menschen im ländlichen Raum zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich Sie, Herr Minister, fragen, ob Sie die Anzeige beim Staatsanwalt gegen den pensionierten Geschäftsführer des Instituts für Bergbauernfragen, Herrn Krammer, bereits zurückgezogen haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geschätzte Damen und Herren, es ist notwendig, den Bauern zu helfen, denn Banken bekommen Geld, viel Geld, und die Bauern bekommen immer weniger für mehr Arbeit. Die Bauern sind die Kulturträger unserer Landschaft. Wie würde unsere Landschaft aussehen, würden unsere Bergbäuerinnen und Bergbauern nicht mit viel Fleiß und Mühe dort arbeiten? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Milchbauern, meine sehr geschätzten Damen und Herren, bekommen einen Hungerlohn, wie Klubobmann Strache heute gesagt hat, für ihr Produkt Milch. Da muss sofort geholfen werden, sonst ist es zu spät! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Immer mehr Betriebe geben auf. Es ist so schon schwierig, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den Hof zu finden. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die Nebenerwerbslandwirte eine enorme Doppelbelastung mit Beruf und Hof haben, und da insbesondere die Bäuerinnen. Wer soll sich das in Zukunft noch antun, nämlich einen Hof führen, wenn nichts herausschaut? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für unsere Milchbauern muss eine Soforthilfe eingeführt werden, und für die gesamten landwirtschaftlichen Betriebe müssen die Ausgleichszahlungen so angepasst werden, dass es sich wieder lohnt, Bauer zu sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Berlakovich, diese Ihre Anstrengungen sind bemerkenswert. Seien wir stolz, dass wir in unserer schönen Heimat einen internationalen Höchststandard im Umwelt- und Naturschutz haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Das ist im Mühlviertel auch so!
Es ist viel beim Umweltschutz und Naturschutz gelungen, so steht beispielsweise ein Viertel des Landes Tirol unter Naturschutz. In meinem Bezirk Schwaz, dem größten Tourismusbezirk nach der Bundeshauptstadt, sind es sogar 35 Prozent. Bäche, Seen haben Trinkwasserqualität, die Mülltrennung funktioniert hervorragend. (Abg. Mag. Gaßner: Das ist im Mühlviertel auch so!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Nicht so viel zusammenschreiben, dann kannst du langsamer reden, dann versteht man dich besser!
Unser Augenmerk sollte sich in dieser Zeit aber in erster Linie auf Arbeitsplätze, auf Arbeitsplätze und noch einmal auf Arbeitsplätze richten. Dahinter stehen nämlich Familien und der Wohlstand unserer Menschen, und die sind es wert, erstrangig behandelt zu werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Nicht so viel zusammenschreiben, dann kannst du langsamer reden, dann versteht man dich besser!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Also: Die E-Wirtschaft hat für heuer und nächstes Jahr 2,3 Milliarden € an Investitionssummen. Fünf oder sechs Kraftwerke befinden sich in einem UVP-Verfahren – strengen wir uns an, machen wir hier gemeinsam Druck, damit diese Kraftwerke eine Genehmigung erhalten. Damit schaffen wir auch Arbeitsplätze, wir tun etwas für die Konjunktur und im übertragenen Sinne auch für den Umweltschutz, vor allem aber viel für die Zukunft unserer schönen Heimat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Liebe Bürgermeisterkollegen aus den wirtschaftlich gut dastehenden Gemeinden, ich darf euch um eines bitten: Unterstützt uns und helft uns! Wenn Sie, Herr Minister, nicht bereit sind, diese Mittel für den ländlichen Raum zur Verfügung zu stellen und Maßnahmen zur Hebung der Sicherheit weiterhin zu subventionieren und zu fördern, dann unterlassen Sie es bitte, sich damit zu rühmen, dass Sie den ländlichen Raum erhalten und stützen wollen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss kommend ersuche ich Sie, Herr Minister, darauf einzuwirken, dass die dezentralen Standorte der noch existierenden Molkereien weiterhin gewährleistet sind. Das sichert gute Arbeitsplätze in den Regionen und einen fairen, gerechten Milchpreis für unsere Bauern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Geh, geh!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! (Die Rednerin stellt eine Tafel mit der Aufschrift „www.ruecktritt-martin-graf.at“ auf das Rednerpult.) – Herr Präsident Graf, ich darf Ihnen mitteilen, dass bereits Zigtausende Menschen Ihre Vorsitzführung als überflüssig erachten. Bitte ziehen Sie die Konsequenzen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Geh, geh!)
Rufe bei der SPÖ: Hallo! – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Diese Geisteshaltung spricht für „Weltoffenheit“!
Ich habe ja schon vor Jahren, ich glaube, es war schon vor sieben Jahren, da waren Sie noch im tiefsten Burgenland (Rufe bei der SPÖ: Hallo! – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Diese Geisteshaltung spricht für „Weltoffenheit“!) – ich schätze das Burgenland, vor allem die Tiefe des Burgendlands –, die Finanzmisere der AGES, die Ausgliederung vorhergesehen. – Ich bekenne mich gerne auch als Burgenländerin, wenn es notwendig ist. – Die Ausgliederung der Lebensmittelkontrolle ist damals vorgenommen worden, um Einsparungseffekte zu erzielen. Jetzt wird die Lebensmittelkontrolle faktisch ausgehungert. Wir haben dort – ich zitiere – einen Fehlbestand von 18 bis 25 Millionen €, damit Qualitätskontrolle vorangetrieben wird.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denken Sie daran, diese Arbeitsplätze sind erstens sicherer, zweitens sind es mehr und drittens sind sie vor allem für den heimischen Bereich, für das Klein- und Mittelgewerbe. Auf diesem Sektor ist gerade ein Ökocluster, eine Ökologisierung der Wirtschaft in Oberösterreich erfolgreich vorangetrieben worden. Dafür mein Plädoyer: Nehmen Sie hier mehr Mittel in die Hand, damit endlich etwas vorangeht, im Sinne auch der Konkurrenzfähigkeit, im Sinne auch der Heizkostenersparnis, also eines sozialen Bereiches in Österreich! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser nimmt die Tafel vom Rednerpult.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich darf Herrn Abgeordneten Jannach bitten, die Tafel, da sie schon längere Zeit kundgemacht wurde, wieder wegzunehmen. (Abg. Dr. Moser nimmt die Tafel vom Rednerpult.) – Danke sehr.
Abg. Dr. Moser: Herr Präsident! Sie können selber unterschreiben!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Rädler. Eingetragene Redezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Moser: Herr Präsident! Sie können selber unterschreiben!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ich bekenne mich zum Burgenland!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Frau Abgeordnete Moser, ich hätte Ihnen das Taferl schon gebracht, denn es werden draußen von den Burgenländern schon die Taferl für Ihren Rücktritt vorbereitet. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ich bekenne mich zum Burgenland!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, dass es heute ein Bekenntnis aller Parteien zur österreichschen Milchwirtschaft gegeben hat, zu unseren Milchbauern und zu einem gerechten Milchpreis. Ich glaube, dass das eine wichtige parteienübergreifende Maßnahme ist – eine Maßnahme für den ländlichen Raum und für die bäuerliche Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Nicht alle!
nicht aus der Steiermark, sondern aus China. (Abg. Grosz: Nicht alle!) – Natürlich nicht alle.
Beifall bei der FPÖ.
Warum? – Sie wissen vielleicht, Hackschnitzel, Holz, Hackgut sind schon jetzt mit 10 Prozent besteuert. Ich möchte aber auch, dass Energie aus heimischer Wasserkraft mit 10 Prozent besteuert wird, dass hingegen Energie, die aus dem Ausland zu uns kommt, Öl, Gas, weiterhin so besteuert wird, wie das bisher der Fall war, nämlich mit 20 Prozent. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend: Ich bin davon überzeugt, dass man in Zukunft mehr als bisher mit Elektrofahrzeugen unterwegs sein wird. Einige von uns, Herr Bundesminister, Frau Kollegin Brunner, waren ja bereits mit einem Elektroauto unterwegs. Ich glaube, es wird in Zukunft mehr werden. Daher müssen wir bei der Energieerzeugung sehr darauf achten, dass wir mehr als bisher Strom aus heimischen Quellen zur Verfügung stellen können, denn es hat keinen Sinn, diese saubere Form der Mobilität zu nutzen und dann vielleicht mehr Atomstrom als bisher zu importieren. Das wollen wir nicht. Wir wollen die heimischen erneuerbaren Quellen nutzen. Ich bitte Sie daher, diesen Antrag sehr wohlwollend zu prüfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Österreichischen Bundesforste leisten eine hervorragende Arbeit. Ich bitte Sie sehr, sehr herzlich, den Österreichischen Bundesforsten diese Grundlage auch weiterhin zu garantieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, es ist eine Schande, dass die Wasserkraft in Österreich von einem Anteil von 70 Prozent vor einigen Jahren auf 58 Prozent zurückgefallen ist. Nur 58 Prozent der Energie werden in Österreich mit Wasserkraft produziert, und die Differenz wird größtenteils durch Atomstrom ausgeglichen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Deshalb ist es wirklich eine Schande, Herr Minister, wenn Sie und die Regierung sich hierher stellen und sagen: Wir wollen sauberen Strom! Wir wollen keinen Atomstrom, wir sind gegen die Atomenergie! – Es kommen dazu immer wieder Lippenbekenntnisse. Nur, ich frage Sie: Wie passt das zusammen? Auf der einen Seite verhindern Sie den Ausbau der Wasserkraft und schwächen damit das Rückgrat unserer Energieversorgung, und auf der anderen Seite importieren Sie Atomstrom, anstatt hier im eigenen Land die Hausaufgaben zu machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, wenn wir ein Interesse daran haben, von Atomstrom unabhängig zu werden, wenn wir auch ein Interesse daran haben, unsere Energieversorgung auf stabile Beine zu stellen, und wenn wir wollen, dass die Elektrizitätswirtschaft 9 Milliarden € investiert und damit Arbeitsplätze schafft, und wenn wir noch zusätzlich die CO2-Ziele erreichen wollen, dann frage ich, Herr Minister: Worauf warten Sie noch? Machen Sie den Weg frei für die Wasserkraft im Interesse Österreichs! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber die einfachste und billigste Wirtschaftsförderung, die der Staat erteilen kann, ist jene, dass Bürokratie abgebaut wird, Verfahren vereinfacht und damit beschleunigt werden. Da sind wir alle gefordert! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Eingangs muss ich etwas festhalten, was mir schon während der ganzen Debatte über das Budget auffällt: Die Häufigkeit der Danksagungen der Regierungsparteien an ihre Minister ist unübertroffen! Das ist gewaltig! Wenn für jedes: Danke, Herr Minister, für das Budget!, Gratuliere, Frau Minister, für dieses Budget!, das da gesagt wurde, jeweils eine Henne ein Ei gelegt hätte, dann könnten wir jetzt ganz Österreich mit Eierspeise abfüttern. Das ist unglaublich – wirklich! –, unüberbietbar! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So viel zum Thema, dass aus der Opposition konstruktive Beiträge kommen sollen. Das ist geschehen. Wenn Sie sich öfters an die Ideen der Opposition hielten, dann wären Sie, wie ich meine, auch in der Zukunft ganz gut beraten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke aber und bin mir sicher, dass dies heute nicht der letzte Antrag war, den wir gemeinsam beschlossen haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Freundinnen und Freunde aus Amstetten, herzlich willkommen im Parlament! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Negativ allerdings ist die Verteilung. Wir brauchen in der Landwirtschaft einfach mehr Verteilungsgerechtigkeit. Das habe ich auch schon im Ausschuss gesagt. Wir müssen von der Flächenförderung wegkommen, wir müssen zu mehr Förderung der Arbeitskraft gelangen! Und wir müssen vor allem auch schauen, dass die kleinstrukturierten Betriebe in Österreich erhalten bleiben, damit wir auch die so wichtige Landschaftspflege aufrechterhalten können! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es auch sehr schade, dass es Einsparungen im Bereich der Biobauernförderung und der Bergbauernförderung geben wird. Und ich finde es auch schade, dass unter ländlicher Entwicklung vor allem sehr oft bäuerliche Betriebe gemeint sind. Der ländliche Raum, geschätzte Damen und Herren, besteht aus mehr als nur aus bäuerlichen Betrieben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere aber auf der anderen Seite auch die Solidarität ein mit den Tausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die zurzeit von Kurzarbeit betroffen sind, die um ihren Arbeitsplatz zittern, denn es geht schließlich um alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land! Es geht dabei um die Absicherung der Existenz für diese vielen, vielen Menschen. Es geht vor allem um die Sicherheit für diese Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sollte es nicht unser aller Pflicht sein, unser oberstes Gut, unser wertvolles Trinkwasser zu schützen, Herr Minister? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Zanger: Lei-lei!
Mein Kollege Gerhard Huber hat mich gebeten, noch etwas zu den Milchbauern zu sagen. Ich habe heute in den Couloirs ein schönes Prospekt der AMA gesehen. Darauf sieht man unseren wunderschönen Salzburger Dom, den Pongauer Dom. Auf der Abbildung steht: „mit 5 Bauern“, „mit 2 Bauern“, „mit 1 Bauern“. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.) – Ja, der Pongauer Dom ist das, Herr Minister! Ich kenne mich aus in meiner Heimat. – Und zu dem, was da von der AMA ausgegeben wurde, fällt mir nur eines ein – Kollege Großruck ist heute nicht da, also muss ich als Bauernbua einen Spruch loswerden –: Der Bauer schafft mit letzter Kraft für die Genossenschaft. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Zanger: Lei-lei!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend möchte ich aber noch unserem Bundesminister Niki Berlakovich für sein Engagement bei den Verhandlungen seines Budgets danken. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Was gibt es hier zu lachen?! – Wir haben zurzeit der Höhe nach das beste Agrarbudget, das es je in Österreich gegeben hat! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich aber noch unserem Bundesminister Niki Berlakovich für sein Engagement bei den Verhandlungen seines Budgets danken. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Was gibt es hier zu lachen?! – Wir haben zurzeit der Höhe nach das beste Agrarbudget, das es je in Österreich gegeben hat! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Von dieser Organisation hätte ich mir schon erwartet, dass sie unsere Bauern unterstützt, und dafür könnte man auch Mittel im Budget vorsehen. Aber leider, dafür ist eben nichts vorgesehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jury.
Das ist die Beschreibung des landwirtschaftlichen Zustandes, der meiner Ansicht nach jeder Beschreibung spottet, bei mir aber nicht aus der Sicht des Bauern, sondern schlicht und ergreifend aus der Sicht des Konsumenten. Ich würde Sie ersuchen, hier mehr zu tun. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jury.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Budget, die Höhe der Summen wurden schon x-mal gelobt, man bedankte sich dafür. – Ich bedanke mich einmal bei den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern dafür, dass sie uns ein solches Budget ermöglichen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
gedacht ist, das Personal zu reduzieren und immer mehr Aufträge nach außen zu vergeben. Ich ersuche Sie, Herr Bundesminister, das einzustellen, denn in der Wildbach- und Lawinenverbauung – das weiß ich aus ganz persönlicher Erfahrung – haben wir hervorragende Fachleute, und auf die zu verzichten würde ich nicht raten! (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Dipl.-Ing. Pirklhuber und Jury.
Wenn das schon so ist, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass wir über eine Mengensteuerung das Milchproblem nicht in den Griff bekommen können. Das muss doch möglich sein. Da brauchen wir uns nicht in unzähligen Stunden zusammenzusetzen und etwas auszuverhandeln: Wenn das möglich ist, dann tun wir es bitte, denn die Milchbauern blasen aus dem letzten Loch! Wir müssen uns wirklich gemeinsam bemühen, hier Lösungen zu finden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Dipl.-Ing. Pirklhuber und Jury.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Die AGES-Finanzierung steht noch aus. Herr Bundesminister, Sie haben in Zusammenarbeit mit Minister Stöger ein hervorragendes Ergebnis im Bereich der Gentechnikfreiheit erzielt, und ich höre, dass gerade von der AGES ganz wesentliche, hoch qualitative wissenschaftliche Untersuchungen ganz hervorragend waren für Sie zum Argumentieren. Ich bitte daher, die AGES finanziell so auszustatten, dass sie auch weiterhin bestehen bleibt. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Eßl: Das ist eh geregelt!
Von den Schwammerln und vom Schwammerlnbrocken will ich heute gar nicht mehr reden, nur: Es ist doch bitte keine Eigentumsverletzung, wenn der normale Österreicher/die normale Österreicherin im Wald spazieren geht und zwei Kilo Schwammerln mit nach Hause nimmt! (Abg. Eßl: Das ist eh geregelt!) – Nein, das ist nicht geregelt! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.) Man kann nie sicher sein, ob nicht irgendein Grundbesitzer dann plötzlich dasteht und sagt: Jetzt zahlst du dafür! (Abg. Eßl: Nein!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Von den Schwammerln und vom Schwammerlnbrocken will ich heute gar nicht mehr reden, nur: Es ist doch bitte keine Eigentumsverletzung, wenn der normale Österreicher/die normale Österreicherin im Wald spazieren geht und zwei Kilo Schwammerln mit nach Hause nimmt! (Abg. Eßl: Das ist eh geregelt!) – Nein, das ist nicht geregelt! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.) Man kann nie sicher sein, ob nicht irgendein Grundbesitzer dann plötzlich dasteht und sagt: Jetzt zahlst du dafür! (Abg. Eßl: Nein!)
Abg. Eßl: Nein!
Von den Schwammerln und vom Schwammerlnbrocken will ich heute gar nicht mehr reden, nur: Es ist doch bitte keine Eigentumsverletzung, wenn der normale Österreicher/die normale Österreicherin im Wald spazieren geht und zwei Kilo Schwammerln mit nach Hause nimmt! (Abg. Eßl: Das ist eh geregelt!) – Nein, das ist nicht geregelt! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.) Man kann nie sicher sein, ob nicht irgendein Grundbesitzer dann plötzlich dasteht und sagt: Jetzt zahlst du dafür! (Abg. Eßl: Nein!)
Beifall bei der SPÖ.
dann danke ich dafür, wenn das nicht so ist, dann bitte ich, diese Rücknahme umgehend zu veranlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zur thermischen Sanierung möchte ich sagen: 100 Millionen, Herr Minister, sind ein Mickymaus-Programm! Sie haben selbst gesagt, 6 000 Häuser werden saniert. Nun, es würden rund 1 Million Häuser zur Sanierung vorhanden sein! Hier könnte man locker Summen in Höhe von 80 bis 100 Milliarden investieren, aber im ersten Ansatz müsste man auf 1 Milliarde erhöhen, um hier wirklich ordentlich punkten zu können, mit allen Vorteilen, die bereits angesprochen worden sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das würde bedeuten, dass der Strompreis um weit über 50 Prozent steigen wird. Herr Wirtschaftsminister, Herr Umweltminister, tun Sie alles dafür, dass die Strompreise in Österreich für die Menschen, für die Wirtschaft leistbar bleiben! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich darf auch die Bäuerinnen auf der Galerie recht herzlich begrüßen, an der Spitze unsere Salzburger Landesbäuerin. Servus, Elisabeth! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Wo denn?
Geschätzte Damen und Herren, es ist tatsächlich so, die Bauern befinden sich in einer schwierigen Situation, aber wir haben Antworten darauf. (Abg. Zanger: Wo denn?)
Abg. Jannach hält eine Tafel mit der Aufschrift: „Seit dem EU-Beitritt 50 000 Bauern weniger! ,Danke!‘ Bauernbund“ in die Höhe.
Zur Kritik, was den Strukturwandel betrifft, Herr Kollege Jannach: Sie wissen ganz genau, dass es in anderen Ländern Europas anders ausschaut als in Österreich. (Abg. Jannach hält eine Tafel mit der Aufschrift: „Seit dem EU-Beitritt 50 000 Bauern weniger! ,Danke!‘ Bauernbund“ in die Höhe.)
Beifall bei der ÖVP.
Somit komme ich zu einem Thema, das auch Kollege Gaßner angesprochen hat, nämlich zum Thema Eigentum. – Das ist uns sehr wichtig, und das ist auch für die Bäuerinnen und Bauern Motivation. Da können wir jetzt nicht anfangen aufzuweichen, das kann ich mir auch nicht vorstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage noch eines in Ihre Richtung (in Richtung FPÖ): Immer diese Groß/Klein-Diskussion, immer nur Neid schüren zu wollen, das ist nicht der richtige Weg. Diese Direktzahlungen sind keine Sozialleistungen, das möchte ich einmal klipp und klar darstellen. Die Bauern sind keine Sozialhilfeempfänger. Das Geld bekommen sie für Leistungen, die sie erbringen. Das ist ein Entgelt für Leistungen. Wenn jemand auf Spritzmittel und auf Düngemittel verzichtet, dann verzichtet er beim ersten Hektar darauf, beim zwölften und auch beim 748. Hektar, und somit hat er Mindererträge und Mehraufwendungen. Dafür bekommt er das Geld, und das soll er auch in Zukunft bekommen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jannach.
Ich darf auch noch auf die Diskussion betreffend die Mengensteuerung, betreffend die Quote eingehen. Von Herrn Jannach wird konsequent behauptet, Österreich hätte kein Veto eingelegt. – Herr Jannach, ich habe Ihnen das letzte Woche schon erklärt: Die Quote läuft automatisch aus, wenn nicht eine Mehrheit der Mitgliedstaaten eine Verlängerung beschließt! (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Wenn es den Bauernbund nicht gegeben hätte, wenn der Bauernbund nicht gekämpft hätte, hätten wir schon keine Quote mehr, sie wäre 2006 ausgelaufen. Dank unserer Politik ist sie noch vorhanden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Amen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Amen!
Ich darf auch noch auf die Diskussion betreffend die Mengensteuerung, betreffend die Quote eingehen. Von Herrn Jannach wird konsequent behauptet, Österreich hätte kein Veto eingelegt. – Herr Jannach, ich habe Ihnen das letzte Woche schon erklärt: Die Quote läuft automatisch aus, wenn nicht eine Mehrheit der Mitgliedstaaten eine Verlängerung beschließt! (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Wenn es den Bauernbund nicht gegeben hätte, wenn der Bauernbund nicht gekämpft hätte, hätten wir schon keine Quote mehr, sie wäre 2006 ausgelaufen. Dank unserer Politik ist sie noch vorhanden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Amen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf abschließend noch den Appell an die heimischen Konsumenten richten, dass sie uns weiterhin die Treue halten. Das hier ist das Siegel, an das sich alle halten sollen (der Redner hält ein Bild, auf dem ein Glas Milch, versehen mit dem AMA-Gütesiegel, zu sehen ist, in die Höhe): das AMA-Gütesiegel, das garantiert, dass österreichische Qualität drinnen ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf noch eine kleine Bemerkung in Richtung Grüne machen, denn gerade sie waren es immer, die sich als die Umweltpartei dargestellt haben: Ich glaube, das grüne Mäntelchen haben Sie ganz einfach verloren. Wie ich auch aus der Grazer Stadtpolitik weiß, ist den Grünen nämlich nur mehr wichtig, dass die Österreicher mit dem Radl fahren, dass sie Gemüse essen, auf ihrem Dach drei Windräder haben und, wenn möglich, jede Woche einen Multikulti-Ball mit Steuergeldern fördern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die falsche Energiepolitik, das ist die falsche grüne Politik. – Ich meine, wir von der FPÖ sind diejenigen, die für die richtige Umweltpolitik einstehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Kollege Muchitsch, da kannst du dich bei mir bedanken!
steht, muss ein steirisches Schwein drin sein!, denn ich habe heute Ihre Presseaussendung gelesen, und es freut mich, dass Sie darin erwähnt haben: Wichtig ist, dass dort, wo Käse draufsteht, auch Käse drin ist. (Abg. Zanger: Kollege Muchitsch, da kannst du dich bei mir bedanken!) – Wichtig für mich ist aber auch, woher dieser Käse kommt.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Kolleginnen und Kollegen hier in diesem Saal, ich wünsche uns allen viel Kraft und Erfolg bei der Bewältigung der Probleme in der Landwirtschaft! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Spadiut (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Die Bauern stehen vor dem Bankrott! Der niedrige Milchpreis und der geringe Erlös für landwirtschaftliche Produkte zwingen viele, ihre Betriebe aufzulösen. Darunter leidet auch die ganze Wirtschaft. Man hat nicht umsonst früher gesagt: Hat der Bauer Geld, lebt die ganze Welt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Tadler: Das ist sehr hoch!
Zweitens: Ein Drittel der Beiträge versickert im System, für Verwaltungsaufwand, Managergehälter und einen Teil, der bei der AMA bleibt – das sind 7 bis 29 Prozent, je nach Sparte der Beiträge. (Abg. Tadler: Das ist sehr hoch!)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht! – Abg. Grillitsch: Das ist aber wirklich ein Blödsinn!
Dass die Verwaltung von der ÖVP, vom Bauernbund besetzt ist, brauche ich, glaube ich, nicht extra zu erwähnen. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht! – Abg. Grillitsch: Das ist aber wirklich ein Blödsinn!) Die AMA verwaltet das Geld. Das Geld kommt von September bis Oktober. Die Auszahlung der Beiträge erfolgt im Dezember. Wohin geht der Zinsertrag von drei Monaten? – Das wäre zu hinterfragen.
Beifall beim BZÖ.
Es gibt keine Unterstützung, keine Hilfe der AMA für die Bauern, ganz im Gegenteil, AMA-Kontrolleure traktieren und schikanieren die Bauern. (Beifall beim BZÖ.) Das geht schon so weit, dass die Bauern vor den Kontrollen und vor den Kontrolloren Angst haben. – Das kann doch nicht der Sinn der AMA sein!
Beifall beim BZÖ.
Es ist an der Zeit, dass die AMA den Bauern hilft und sie unterstützt und sich nicht weiter durch unzureichende Unterstützungen am Untergang unzähliger Bauern mitschuldig macht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Präsidentin! Den Vorwurf, dass die AMA beziehungsweise die AMA-Kontrollore die Bauern drangsalieren, weise ich zurück, das stimmt nicht, sondern sie beraten die Bauern. Das stellen wir täglich fest. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Tadler: Für die Genossenschaft!
Zum Zweiten: Herr Kollege Tadler vom BZÖ, den ich sehr schätze, hat den Spruch gebracht: Der Bauer schafft mit letzter Kraft, was die Genossenschaft und so weiter. (Abg. Tadler: Für die Genossenschaft!) – Ich darf ihn daran erinnern, wem 80 Prozent der Pinzgauer Molkerei gehören, nämlich einem privaten Konsortium – damit das klargestellt ist!
Abg. Huber: Pinzgau Milch!
Wenden Sie sich an diese und schütten Sie nicht die Genossenschaften an, meine Damen und Herren! Darum würde ich bitten. (Abg. Huber: Pinzgau Milch!) – Die Pinzgau Milch, ja.
Abg. Huber: Das habe ich nicht!
Zum Dritten: Herr Kollege Huber meinte hier, die Tirol Milch werde weiterhin glänzend verdienen. Da hat er offensichtlich etwas vergessen (Abg. Huber: Das habe ich nicht!), und zwar, dass die Tirol-Milch-Verantwortlichen im letzten Jahr den Geschäftsführer entlassen mussten, weil offensichtlich (Abg. Huber: Weil wir das gefordert haben!) das
Abg. Huber: Weil wir das gefordert haben!
Zum Dritten: Herr Kollege Huber meinte hier, die Tirol Milch werde weiterhin glänzend verdienen. Da hat er offensichtlich etwas vergessen (Abg. Huber: Das habe ich nicht!), und zwar, dass die Tirol-Milch-Verantwortlichen im letzten Jahr den Geschäftsführer entlassen mussten, weil offensichtlich (Abg. Huber: Weil wir das gefordert haben!) das
Abg. Neubauer: Niederösterreich!
Zum Vierten: Da Herr Kollege Strache wieder einmal einen Feldzug gegen Raiffeisen Österreich geritten hat, sei ihm ganz klar gesagt (Abg. Neubauer: Niederösterreich!), er wird es nicht fertigbringen, einen Keil zwischen Raiffeisen Ost, Raiffeisen West und Raiffeisen der Mitte hineinzutreiben, denn Folgendes sei klargestellt, meine Damen und Herren: Raiffeisen Österreich hat 60 000 Beschäftigte, allein die Lagerhaus-Gruppe bildet über 1 100 Lehrlinge jährlich aus, und das soll uns ein anderer Betrieb erst einmal „nachhupfen“ – damit das auch klar gesagt ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Vierten: Da Herr Kollege Strache wieder einmal einen Feldzug gegen Raiffeisen Österreich geritten hat, sei ihm ganz klar gesagt (Abg. Neubauer: Niederösterreich!), er wird es nicht fertigbringen, einen Keil zwischen Raiffeisen Ost, Raiffeisen West und Raiffeisen der Mitte hineinzutreiben, denn Folgendes sei klargestellt, meine Damen und Herren: Raiffeisen Österreich hat 60 000 Beschäftigte, allein die Lagerhaus-Gruppe bildet über 1 100 Lehrlinge jährlich aus, und das soll uns ein anderer Betrieb erst einmal „nachhupfen“ – damit das auch klar gesagt ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Huber: Aber Zulieferer seid ihr!
Und zum Fünften: Da von diesem Rednerpult aus auch so getan wurde, als wären die sinkenden Fleischpreise so quasi Raiffeisen in die Schuhe zu schieben, würde ich Sie bitten nachzuprüfen, wem die größten Fleischhauereien Österreichs gehören. Die finden Sie nämlich, liebe Kollegen von der FPÖ, in Ihrer Parteistruktur! (Abg. Huber: Aber Zulieferer seid ihr!) In Ihrer Parteistruktur finden Sie diese! (Abg. Huber: Ihr seid der Zulieferer!)
Abg. Huber: Ihr seid der Zulieferer!
Und zum Fünften: Da von diesem Rednerpult aus auch so getan wurde, als wären die sinkenden Fleischpreise so quasi Raiffeisen in die Schuhe zu schieben, würde ich Sie bitten nachzuprüfen, wem die größten Fleischhauereien Österreichs gehören. Die finden Sie nämlich, liebe Kollegen von der FPÖ, in Ihrer Parteistruktur! (Abg. Huber: Aber Zulieferer seid ihr!) In Ihrer Parteistruktur finden Sie diese! (Abg. Huber: Ihr seid der Zulieferer!)
Abg. Huber: Die Erzeugergemeinschaften sind die Zulieferer!
Ich darf Sie an noch etwas erinnern, was ich Ihnen bereits letzte Woche einmal gesagt habe. (Abg. Huber: Die Erzeugergemeinschaften sind die Zulieferer!) Vergleichen Sie den Milchpreis, den die Molkerei Bergland, Österreichs größte Molkerei – übrigens nicht Mitglied des Österreichischen Raiffeisenverbandes, genossenschaftlich organisiert –, bezahlt (Abg. Huber: Südtirol!), mit jenem Milchpreis, zu dem manche Ihrer Exponenten Bauern getrieben haben – nämlich in Richtung Seifried –, und schauen Sie, um wie viel weniger dort ausbezahlt wird! Und trotzdem wissen sie – wie Kollege Schultes zu Recht ausgeführt hat – heuer nicht, wohin mit der Milch.
Abg. Huber: Südtirol!
Ich darf Sie an noch etwas erinnern, was ich Ihnen bereits letzte Woche einmal gesagt habe. (Abg. Huber: Die Erzeugergemeinschaften sind die Zulieferer!) Vergleichen Sie den Milchpreis, den die Molkerei Bergland, Österreichs größte Molkerei – übrigens nicht Mitglied des Österreichischen Raiffeisenverbandes, genossenschaftlich organisiert –, bezahlt (Abg. Huber: Südtirol!), mit jenem Milchpreis, zu dem manche Ihrer Exponenten Bauern getrieben haben – nämlich in Richtung Seifried –, und schauen Sie, um wie viel weniger dort ausbezahlt wird! Und trotzdem wissen sie – wie Kollege Schultes zu Recht ausgeführt hat – heuer nicht, wohin mit der Milch.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach – die Tafel mit der Aufschrift „Seit dem EU-Beitritt 50 000 Bauern weniger! ,Danke!‘ Bauernbund“ in die Höhe haltend –: Was ist längerfristig?! Das ist längerfristig! Das ist eure Politik!
Meine Damen und Herren, ein bisschen längerfristig denken wäre auch beim kurzen Reden angebracht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach – die Tafel mit der Aufschrift „Seit dem EU-Beitritt 50 000 Bauern weniger! ,Danke!‘ Bauernbund“ in die Höhe haltend –: Was ist längerfristig?! Das ist längerfristig! Das ist eure Politik!)
Beifall bei der FPÖ.
Seit dem Melker Abkommen werden die Tschechen beobachtet, und diese Beobachterei hat nichts gebracht. Sämtliche Regierungen waren nicht in der Lage, den Tschechen zu erklären, dass die Verpflichtungen des Melker Abkommens auch zu erfüllen sind. So, wie die Tschechen mit uns umgehen, geht man nämlich mit Nachbarn nicht um, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Europäische Kommission schweigt dazu, obwohl sie bereits 2007 die Tschechen aufgefordert hat, eine UVP nach europäischem Recht abzuführen. Die österreichische Regierung schweigt auch dazu – seit zwei Jahren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht auf den vom Graf!
Wir werden Ihnen die Gelegenheit geben, sehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich, auf den rechten Weg zurückzukommen (Abg. Mag. Molterer: Nicht auf den vom Graf!), und zwar durch folgenden Antrag:
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, zeigen Sie Mut, zeigen Sie, dass Sie es mit der Anti-Atompolitik ernst meinen, und helfen Sie der Bevölkerung, ihre Ängste abzubauen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Das muss man differenzierter sehen! Das ist ein Unsinn, Herr Kollege!
vor allem immer wieder gegen die Pumpspeicherwasserkraftwerke. (Abg. Dr. Lichtenecker: Das muss man differenzierter sehen! Das ist ein Unsinn, Herr Kollege!) Das ist, glaube ich, energie- und umweltpolitisch doch sehr bedenklich, und es zeugt meines Erachtens auch von Unwissenheit über dieses Thema.
Abg. Dr. Lichtenecker: Von Ihnen brauchen wir keine Hilfe!
Ich möchte noch kurz darauf eingehen, was die Kollegen Hörl und Hornek heute dazu gesagt haben, nämlich dass man Bürokratie abbauen muss: Ich glaube, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, und die Grünen müssen, wenn sie Verantwortung tragen wollen, meines Erachtens auf alle Fälle mehr Werbung für die Wasserkraft machen. Ich werde Ihnen ein bisschen helfen und nenne Ihnen ganz kurz die Vorteile der Pumpspeicherwasserkraftwerke. (Abg. Dr. Lichtenecker: Von Ihnen brauchen wir keine Hilfe!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Na geh, echt?! Wie lange beschäftigen Sie sich schon mit Wasserkraftwerken? Wie viele besuchen Sie im Jahr?
Der erste Vorteil ist, dass die Leistung von Pumpspeicherwasserkraftwerken bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten zur Verfügung steht. Bei den kalorischen Kraftwerken dauert das einige Stunden. (Abg. Dr. Lichtenecker: Na geh, echt?! Wie lange beschäftigen Sie sich schon mit Wasserkraftwerken? Wie viele besuchen Sie im Jahr?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der dritte Vorteil ist, dass Pumpspeicherwasserkraftwerke – die ja auch die Schwestern der Windenergie genannt werden – von der Windenergie zur Speicherung benötigt werden, und diese wird ja immer wieder von den Grünen, und auch von uns, forciert. Insgesamt lautet also mein Appell an die Grünen: Tragen Sie umweltpolitische Verantwortung, und machen Sie Werbung für die Pumpspeicherwasserkraftwerke! Das wäre mein Wunsch. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit den Fördergeldern sollen innovative Projekte – vordergründig in Bezug auf energieschonende und umweltbewusste Technologien – unterstützt werden. Die Nutzung von fossilen Energieträgern soll dem vermehrten Einsatz von Windmühlen, Wasserkraft- und Windkraftwerken, Erdwärme, Solarenergie wie zum Beispiel Photovoltaik, Sonnenkollektoren, Thermikkraftwerken und der energetischen Nutzung von Biomasse weichen. Besonders hervorzuheben ist das aufgestockte Fördervolumen für die thermische Sanierung von Gebäuden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Dem Wabl war er auch ganz wichtig! Kennen Sie den Herrn Wabl?
Meine Damen und Herren, erlauben Sie mir abschließend noch einen Satz, warum mir persönlich dieser Klima- und Energiefonds mit seiner Aufgabe so wichtig ist (Abg. Neubauer: Dem Wabl war er auch ganz wichtig! Kennen Sie den Herrn Wabl?): Wir alle wissen, wie wichtig eine sogenannte gesunde Umwelt für uns beziehungsweise für die uns nachfolgenden Generationen ist, und um diese zu erhalten, können und dürfen wir keine Kosten und Mühen scheuen! Deswegen müssen wir auch künftig für diesen Fonds hohe Investitionsmittel zur Verfügung stellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, erlauben Sie mir abschließend noch einen Satz, warum mir persönlich dieser Klima- und Energiefonds mit seiner Aufgabe so wichtig ist (Abg. Neubauer: Dem Wabl war er auch ganz wichtig! Kennen Sie den Herrn Wabl?): Wir alle wissen, wie wichtig eine sogenannte gesunde Umwelt für uns beziehungsweise für die uns nachfolgenden Generationen ist, und um diese zu erhalten, können und dürfen wir keine Kosten und Mühen scheuen! Deswegen müssen wir auch künftig für diesen Fonds hohe Investitionsmittel zur Verfügung stellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Vorlage ist in Ordnung. Unser besonderer Dank – das muss an dieser Stelle auch einmal gesagt werden – gilt unserer Bereichssprecherin, Petra Bayr, die viele, viele Punkte mit- und sehr erfolgreich in diese Vorlage hineinverhandelt hat. Liebe Petra, ein besonderes Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Neubauer und Mag. Gaßner.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte diese Debatte auch dafür verwenden, doch einige Sätze zu jenem Atomkraftwerk zu sagen, das nahe der österreichischen Grenze – in Temelín – Atomstrom produziert. Dieses Kraftwerk ist für Österreich – aber insbesondere für das Mühlviertel und natürlich für die Grenzregion – ein besonderes Problem; viele meiner Vorredner haben ja bereits darauf hingewiesen. Die Bevölkerung ist – obwohl es in manchen Bereichen ein bisschen ruhiger geworden ist – verunsichert, und daher muss man es immer wieder thematisieren. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Neubauer und Mag. Gaßner.)
Abg. Dr. Bartenstein: Ausschuss hatten wir schon!
Meine Damen und Herren, ich möchte in diesem Zusammenhang den Herrn Minister Folgendes fragen: Herr Minister, ich bin der Auffassung, dass einige Punkte des Melker Abkommens nicht erfüllt sind. Ich ersuche Sie, uns hier und heute noch zu berichten, welche Initiativen Sie dahin gehend gesetzt haben, dass jene Punkte, die nicht erfüllt worden sind, in Zukunft in Angriff genommen werden. (Abg. Dr. Bartenstein: Ausschuss hatten wir schon!)
Abg. Neubauer – Beifall spendend –: Das ist ein Skandal!
als Antwort – man kann das auch als Antwort verstehen! – will man jetzt an unserer Grenze, wo die meisten Initiativen stattgefunden haben, dieses Lager errichten. Das ist inakzeptabel, und es ist nicht einzusehen, dass ein derartiges Vorhaben von tschechischer Seite realisiert wird! (Abg. Neubauer – Beifall spendend –: Das ist ein Skandal!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neubauer.
Herr Minister, ich ersuche Sie daher, notwendige diplomatische Schritte zu setzen, damit jenes Ziel, das sich unsere Nachbarn gesetzt haben, fallen gelassen wird. Ich ersuche Sie auch – dazu überreiche ich Ihnen jetzt ein Schreiben der Kollegin Petra Bayr und meiner Person, in dem wir Sie auch schriftlich dazu auffordern –, unverzüglich sämtliche Bereichssprecher – und zwar aller Parteien dieses Hauses –, sämtliche regionale Abgeordnete – und zwar aller Parteien – unserer Region, des Mühlviertels, zu einem Gipfel einzuladen, bei dem wir dieses Thema mit aller Deutlichkeit und Konsequenz besprechen können! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das Modell-neu wird sicher nicht dazu beitragen können, die offenen Probleme im Sinne der KonsumentInnen, der Kommunen und der Umwelt zu lösen. Da ja bisher im Hohen Haus noch kein offizieller Entwurf zur AWG- beziehungsweise VVO-Novelle vorliegt, bleibt nur zu hoffen, dass in den letzten Wochen das Lebensministerium noch viel Vernunft in diese Planungen einbringt und dass wir eine gute Vorlage zur Beschlussfassung ins Hohe Haus bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Allein die Budgetverhandlungen waren schon eine besondere Herausforderung. Der Herr Vizekanzler und Finanzminister ist da. Ich sage Ihnen: Ich habe im Burgenland mit SPÖ-Finanzlandesräten verhandelt – das war vergleichsweise eine nette Angelegenheit gegenüber diesen Verhandlungen mit dem Finanzminister der eigenen Partei. Das war sehr hart und intensiv. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage das nicht, um etwas zu beschönigen. Und ich sage noch einmal, dass jeder Betrieb, der zusperrt, einer zu viel ist. Und wir kämpfen darum, gerade auch kleinen Betrieben Chancen zu geben. Aber Tatsache ist, der Strukturwandel hat sich verlangsamt. Und darauf können wir stolz sein, weil es ein Ergebnis unserer Agrarpolitik war! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Fehlentscheidung! Lächerlich ist das!
Und das, was die Grünen hier machen – ich sage das noch einmal – bei der Besetzung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, wo Sie (Abg. Dr. Pirklhuber: Fehlentscheidung! Lächerlich ist das!) – ja, weil Sie nicht aufhören damit! – am Weltfrauentag beklagen, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind, und dann, einen Monat später, kritisieren, dass eine Frau in eine agrarische Spitzenposition kommt, halte ich für einen Witz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Herr Minister, das ist peinlich!) Und dass Sie hier dieser Frau ... (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Universitätsprofessoren! – Abg. Dr. Lichtenecker hält ein Schriftstück in die Höhe.) Wacheln Sie nicht mit der Diplomarbeit! Es wurde bei dieser Funktion keine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin einer Abteilung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Also kein wissenschaftliches Personal?) Es wurde nicht eine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin – und diese Frau erfüllt die Kriterien.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Herr Minister, das ist peinlich!
Und das, was die Grünen hier machen – ich sage das noch einmal – bei der Besetzung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, wo Sie (Abg. Dr. Pirklhuber: Fehlentscheidung! Lächerlich ist das!) – ja, weil Sie nicht aufhören damit! – am Weltfrauentag beklagen, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind, und dann, einen Monat später, kritisieren, dass eine Frau in eine agrarische Spitzenposition kommt, halte ich für einen Witz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Herr Minister, das ist peinlich!) Und dass Sie hier dieser Frau ... (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Universitätsprofessoren! – Abg. Dr. Lichtenecker hält ein Schriftstück in die Höhe.) Wacheln Sie nicht mit der Diplomarbeit! Es wurde bei dieser Funktion keine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin einer Abteilung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Also kein wissenschaftliches Personal?) Es wurde nicht eine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin – und diese Frau erfüllt die Kriterien.
Abg. Dr. Pirklhuber: ... Universitätsprofessoren! – Abg. Dr. Lichtenecker hält ein Schriftstück in die Höhe.
Und das, was die Grünen hier machen – ich sage das noch einmal – bei der Besetzung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, wo Sie (Abg. Dr. Pirklhuber: Fehlentscheidung! Lächerlich ist das!) – ja, weil Sie nicht aufhören damit! – am Weltfrauentag beklagen, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind, und dann, einen Monat später, kritisieren, dass eine Frau in eine agrarische Spitzenposition kommt, halte ich für einen Witz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Herr Minister, das ist peinlich!) Und dass Sie hier dieser Frau ... (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Universitätsprofessoren! – Abg. Dr. Lichtenecker hält ein Schriftstück in die Höhe.) Wacheln Sie nicht mit der Diplomarbeit! Es wurde bei dieser Funktion keine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin einer Abteilung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Also kein wissenschaftliches Personal?) Es wurde nicht eine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin – und diese Frau erfüllt die Kriterien.
Abg. Dr. Pirklhuber: Also kein wissenschaftliches Personal?
Und das, was die Grünen hier machen – ich sage das noch einmal – bei der Besetzung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, wo Sie (Abg. Dr. Pirklhuber: Fehlentscheidung! Lächerlich ist das!) – ja, weil Sie nicht aufhören damit! – am Weltfrauentag beklagen, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind, und dann, einen Monat später, kritisieren, dass eine Frau in eine agrarische Spitzenposition kommt, halte ich für einen Witz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Herr Minister, das ist peinlich!) Und dass Sie hier dieser Frau ... (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Universitätsprofessoren! – Abg. Dr. Lichtenecker hält ein Schriftstück in die Höhe.) Wacheln Sie nicht mit der Diplomarbeit! Es wurde bei dieser Funktion keine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin einer Abteilung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Also kein wissenschaftliches Personal?) Es wurde nicht eine Wissenschaftlerin gesucht, sondern eine Leiterin – und diese Frau erfüllt die Kriterien.
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß nicht, warum Sie von den Grünen das tun. Es ist ja kurios, dass Sie als Grüne hier eine Frauenverfolgung starten! Diese Frau hat Ihnen nichts getan. Ich wundere mich, dass Sie von den Grünen das tun. Es ist ungeheuerlich – ungeheuerlich! –, dass Sie dieser Frau Qualifikation absprechen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Die alten behalten, Herr Minister!
Auch beim Schutz vor Naturgefahren wird – das ist klar – versucht, die Mittel beizubehalten, und dass wir die Wildbach- und Lawinenverbauung schätzen und unterstützen wollen, ist ebenfalls klar. Was den Personalbereich betrifft, muss ich allerdings sagen, ich kann nicht grenzenlos neue Leute einstellen, weil ich auch aufgefordert bin, zu sparen. (Abg. Mag. Gaßner: Die alten behalten, Herr Minister!) Ich berücksichtige natürlich auch die Vorschläge von der SPÖ. Ich versuche, alle Vorschläge zu berücksichtigen, kann aber nicht zusagen, dass ich die alle umsetze.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Jedenfalls nur als Bemerkung zu der bei der Staatsanwaltschaft erstatteten Anzeige wegen übler Nachrede: Da wurde mittlerweile das Verfahren eingestellt, darf ich Ihnen mitteilen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend: Ich danke Ihnen allen für Ihre Beiträge. Unser Ziel ist die Förderung einer bäuerlichen, umweltgerechten Landwirtschaft, die Sicherung der Lebensmittelversorgung, die Sicherung auch der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasser und letztendlich ein wirksamer Klimaschutz, der für jetzige und kommende Generationen eine lebenswerte Umwelt sichert. – Herzlichen Dank! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
auf, worauf wir auch sehr stolz sind. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Herr Bundesminister, ich hoffe, dass die Bundesregierung weiterhin im Rahmen des KLI.EN beziehungsweise mittels anderer Förderschienen die Entwicklung und Umsetzung zukunftsträchtiger, klimaaktiver und energieeffizienter Verkehrsmobilitätsformen ermöglicht und unterstützt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jannach: Genau!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Das war heute streckenweise wirklich eine sehr interessante Diskussion, es waren sehr interessante Ausführungen, in denen wieder deutlich zum Ausdruck gekommen ist, dass es einen großen Unterschied zwischen Reden und Handeln gibt. Wenn wir so handeln würden, wie wir hier reden über den Wert der Bäuerinnen und Bauern – und darüber freue ich mich –, wenn wir so handeln würden, dann ginge es ihnen gut. Ich sage Ihnen, dann ginge es den Bäuerinnen und Bauern gut. (Abg. Jannach: Genau!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Niemanden gibt es, das wissen wir doch genau! Halten Sie uns doch nicht für dumm!
Wenn es hier in diesem Saal jemanden gibt, Herr Kollege Jannach, der den Bäuerinnen und Bauern heute einen Preis versprechen kann, dann machen Sie es. Dann machen Sie es! Das ist nicht ehrlich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Niemanden gibt es, das wissen wir doch genau! Halten Sie uns doch nicht für dumm!)
Abg. Mag. Gaßner: Jetzt haben wir es wieder! Du solltest einmal eine neue Rede machen!
Wir wissen ganz genau, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Wenn wir haben wollen, dass es für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich bessere Preise gibt, dann hören wir auf mit Störmanövern wie im Vorjahr im Rahmen der Teuerungsrate, wo insbesondere von der Arbeiterkammer ständig argumentiert wurde, die Lebensmittel seien schuld, dass es diese Teuerungsrate gibt. (Abg. Mag. Gaßner: Jetzt haben wir es wieder! Du solltest einmal eine neue Rede machen!) Meine Damen und Herren, das ist nicht ehrlich. Das ist nicht ehrlich! (Beifall bei der ÖVP.) Diese Diskussion haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient!
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen ganz genau, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Wenn wir haben wollen, dass es für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich bessere Preise gibt, dann hören wir auf mit Störmanövern wie im Vorjahr im Rahmen der Teuerungsrate, wo insbesondere von der Arbeiterkammer ständig argumentiert wurde, die Lebensmittel seien schuld, dass es diese Teuerungsrate gibt. (Abg. Mag. Gaßner: Jetzt haben wir es wieder! Du solltest einmal eine neue Rede machen!) Meine Damen und Herren, das ist nicht ehrlich. Das ist nicht ehrlich! (Beifall bei der ÖVP.) Diese Diskussion haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient!
Abg. Jannach: Eine Mengenbesteuerung?
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, wenn wir eine Mengenbesteuerung ansprechen: Ich sehe das ganz pragmatisch. (Abg. Jannach: Eine Mengenbesteuerung?) – Eine Mengenregelung, bitte um Entschuldigung, eine Quote. Wenn ich merke, dass es in Europa für eine Fortführung der Quote keine Mehrheit gibt, dann trachten wir doch in Österreich danach, ein Nachfolgemodell für die Bäuerinnen und Bauern zu finden, das es möglich macht, dass sie weiter in Österreich in diesen Strukturen, in diesen Gebieten Milch produzieren können!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Ich glaube eher, dass nur der Herr Grillitsch sauer wird!
Ist eine Politik ehrlich, die den Bauern rät, den Verarbeitungsbetrieb zu wechseln, mehrmals zu wechseln, und am Ende des Tages dann hier zu stehen und keinen Liefervertrag zu haben – und dann das Angebot von der IG Milch zu bekommen, die Milch um 10 bis 15 Cent nach Italien zu versenden? Das ist nicht unsere Politik, das ist keine ehrliche Politik! Da wird die Milch sauer, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Ich glaube eher, dass nur der Herr Grillitsch sauer wird!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Die SPÖ will nicht!
Herr Kollege Gaßner, ich glaube, wir haben ein sehr vernünftiges Gespräch gehabt zum Initiativantrag, und ich möchte mich hier auch dafür bedanken. Ich bedauere es nur und finde es schade, dass wir nicht imstande waren, heute hier einen Initiativantrag für die Milchbäuerinnen und Milchbauern einzubringen, mit dem wir die Milchkuhprämie umsetzen und die verschärfte Saldierung umsetzen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Die SPÖ will nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, Sie wollen es einfach nicht! Sie reden hier anders – und handeln dann völlig konträr. Das ist nicht ehrlich, das haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient. Ändern wir diesen Stil – ich glaube, das würde uns beiden guttun: der SPÖ und auch der ÖVP. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Forstgesetz. Frau Kollegin Binder, ich sage Ihnen ganz ehrlich, und das ist eine unabdingbare Position von mir und von uns: Das Forstgesetz ist ausreichend geregelt. Es gibt die freie Begehbarkeit. Es gibt den Passus, dass dort, wo das Sammeln von Beeren und Schwämmen nicht ausdrücklich verboten ist, dieses auch erlaubt ist. Daher, glaube ich, ist das genügend geregelt. Daher wird es mit uns keine weitere Aushöhlung der Eigentumsrechte im Forstgesetz geben. Es wird mit uns keine weitere Aushöhlung der Eigentumsrechte geben. Wir sind für Schutz von Eigentum und nicht für Unsicherheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich mich ganz besonders beim Herrn Finanzminister bedanken, aber auch bei unserem Landwirtschaftsminister, dass ihr beide es zustande gebracht habt, trotz dieser schwierigen Zeit, Arbeitsplätze zu sichern, Einkommen zu stärken und die Kaufkraft auch entsprechend zu stärken, damit die Konsumenten das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern in Österreich produzieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die kennt er nicht, weil er hat es heute schon einmal nicht zusammengebracht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Mag. Maier zu Wort gemeldet. Herr Abgeordneter, Sie kennen die GO-Bestimmungen. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die kennt er nicht, weil er hat es heute schon einmal nicht zusammengebracht!)
Abg. Grillitsch: Sicher! Nachweislich! Nachweislich, Kollege!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Vorredner, Abgeordneter Grillitsch, hat behauptet: Die Arbeiterkammer hat argumentiert, dass die Lebensmittel Grund für Teuerungen sind. – Das ist unrichtig! (Abg. Grillitsch: Sicher! Nachweislich! Nachweislich, Kollege!)
Abg. Grillitsch: Das ist keine Berichtigung, das ist eine Lüge!
Ich berichtige: Die Arbeiterkammer hat in den letzten Jahren durch Preisvergleiche in Deutschland und in Österreich bei denselben verarbeiteten Lebensmitteln Preisunterschiede bis zu 30 Prozent ausgemacht und die Gründe dafür dargelegt. (Abg. Grillitsch: Das ist keine Berichtigung, das ist eine Lüge!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Redebeitrag! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
Die Preissteigerungen bei Lebensmitteln allein waren ... (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Redebeitrag! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Johann Maier.
(Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Johann Maier.)
Abg. Ing. Westenthaler: Kann man dem Maier nicht lernen, wie eine tatsächliche Berichtigung geht? – Abg. Mag. Gaßner: Na von euch kann er es nicht lernen!
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Gaßner zu Wort. 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Kann man dem Maier nicht lernen, wie eine tatsächliche Berichtigung geht? – Abg. Mag. Gaßner: Na von euch kann er es nicht lernen!)
Abg. Grillitsch: Nein! Nein!
Zum einen, Kollege Grillitsch: Es macht überhaupt keinen Sinn, ständig auf die Arbeiterkammer in Bezug auf die Bauern loszugehen. Habt ihr noch immer nicht kapiert, dass Konsument und Bauer in einem Boot sitzen und dass die zusammengehören? Und die Arbeiterkammer vertritt die Konsumenten und die Bauern! Nur damit du es weißt. (Abg. Grillitsch: Nein! Nein!)
Abg. Grillitsch: Entschuldigung, aber das ist die nächste Lüge!
Zur IG Milch noch: Ich weiß nicht, woher du dir immer wieder die Freiheit nimmst, über die IG Milch zu schimpfen, ohne dass du mit ihnen redest. (Abg. Grillitsch: Entschuldigung, aber das ist die nächste Lüge!) Man sollte einmal auch mit dieser Gruppe reden. Aber das ist nicht mein Problem. (Abg. Grillitsch: Das glaub’ ich auch!)
Abg. Grillitsch: Das glaub’ ich auch!
Zur IG Milch noch: Ich weiß nicht, woher du dir immer wieder die Freiheit nimmst, über die IG Milch zu schimpfen, ohne dass du mit ihnen redest. (Abg. Grillitsch: Entschuldigung, aber das ist die nächste Lüge!) Man sollte einmal auch mit dieser Gruppe reden. Aber das ist nicht mein Problem. (Abg. Grillitsch: Das glaub’ ich auch!)
Abg. Grillitsch: Das ist ja unvorstellbar!
Zum Initiativantrag, weil auch der Herr Vizekanzler mir gedeutet hat: Na was ist denn, warum denn nicht?, möchte ich sagen: Bis heute liegt uns kein Initiativantrag vor, über den wir hätten diskutieren können. (Abg. Grillitsch: Das ist ja unvorstellbar!) Es gibt ihn nicht! (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! Schämt euch!) Wo ist denn der Initiativantrag? Wenn er da wäre, dann könnten wir heute noch darüber reden, aber es gibt ihn leider nicht.
Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! Schämt euch!
Zum Initiativantrag, weil auch der Herr Vizekanzler mir gedeutet hat: Na was ist denn, warum denn nicht?, möchte ich sagen: Bis heute liegt uns kein Initiativantrag vor, über den wir hätten diskutieren können. (Abg. Grillitsch: Das ist ja unvorstellbar!) Es gibt ihn nicht! (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! Schämt euch!) Wo ist denn der Initiativantrag? Wenn er da wäre, dann könnten wir heute noch darüber reden, aber es gibt ihn leider nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, ich weiß, warum es ihn nicht gibt. In der Bauernbund-Info vom 25. Mai dieses Jahres steht nämlich unter der Überschrift „Die Linie des Bauernbundes für einen Weg aus der Krise“ im Kapitel „So geht’s weiter“: „Weiters wird der Bauernbund den politischen Druck auf die SPÖ im Parlament erhöhen, ...“ – Das ist natürlich eine sehr schlechte Ausgangsvoraussetzung für weitere Gespräche. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es schade und bedaure es sehr, dass dieser Stil hier Eingang gefunden hat und dass wir so miteinander umgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, nicht einmal im ersten Teil!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, dasselbe wie beim Herrn Abgeordneten Maier: Das ist zumindest im zweiten Teil keine tatsächliche Berichtigung mehr gewesen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, nicht einmal im ersten Teil!)
Beifall bei der FPÖ.
Aber das ist nicht genug. Wir haben vier Tage in dieser Woche diskutiert, wir haben in der vorigen Woche diskutiert, wir hatten Ausschusssitzungen, wir hatten Unterausschusssitzungen – und jetzt flattern unzählige Abänderungsanträge herein. Die sollen wir uns jetzt blitzschnell durchschauen, durchlesen, berechnen, akzeptieren, zur Kenntnis nehmen und ihnen womöglich auch zustimmen. – Nein, das wird es nicht spielen, zumindest nicht mit meiner Partei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War gar nicht so schlecht!
Das wird eine schwere Arbeit, Herr Finanzminister, und ich empfehle Ihnen, sich mit dieser Arbeit schon jetzt zu beschäftigen und die nächsten Monate in sich zu gehen und zu überlegen – gemeinsam mit Ihren Regierungsfreunden und Ihren Regierungsnichtfreunden –, wie man es schaffen kann, dass sich diese Republik vielleicht doch noch sanieren kann, denn wir sind das unserer Jugend schuldig! (Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: War gar nicht so schlecht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
tigen können, und ich sage noch einmal, es werden große Herausforderungen sein. Es wird schwieriger sein, Ausgaben einzusparen, als mehr Geld auszugeben, aber es wird nur so gehen, denn über die Steuerseite wird das Problem nicht zu lösen sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.
(Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.) – Das macht nichts. Grundsätzlich bringt das ohnehin nichts. Diese Entschließungsanträge werden ohnehin wieder abgelehnt! (Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist gut!) Und das ist genau der Punkt. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja ein Schwachsinn! Das ist ja unwahrscheinlich! Schämen Sie sich!)
Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist gut!
(Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.) – Das macht nichts. Grundsätzlich bringt das ohnehin nichts. Diese Entschließungsanträge werden ohnehin wieder abgelehnt! (Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist gut!) Und das ist genau der Punkt. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja ein Schwachsinn! Das ist ja unwahrscheinlich! Schämen Sie sich!)
Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja ein Schwachsinn! Das ist ja unwahrscheinlich! Schämen Sie sich!
(Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.) – Das macht nichts. Grundsätzlich bringt das ohnehin nichts. Diese Entschließungsanträge werden ohnehin wieder abgelehnt! (Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist gut!) Und das ist genau der Punkt. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja ein Schwachsinn! Das ist ja unwahrscheinlich! Schämen Sie sich!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ein Niveau, das ist unwahrscheinlich! Das ist ja unfassbar!
Wir hätten alle – ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber wir von der Opposition sicher alle – Besseres zu tun, als über Dinge zu diskutieren, wo man ohnehin nicht bereit ist, in irgendeiner Form der Opposition zuzuhören. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ein Niveau, das ist unwahrscheinlich! Das ist ja unfassbar!)
Abg. Bucher: Von Ihnen hätte das eh keiner erwartet, aber von der ÖVP!
Und, Kollege Weinzinger, das ist gut so, denn wenn man jetzt anfangen würde, Budgets zu sanieren und danach zu trachten, dass man in einer Zeit wie dieser womöglich Überschüsse erwirtschaftet (Abg. Bucher: Von Ihnen hätte das eh keiner erwartet, aber von der ÖVP!), dann würde das zu wirtschaftlichen Entwicklungen führen, wie wir sie in den dreißiger Jahren hatten.
Abg. Mag. Kogler: Aufpassen, Herr Kollege Stummvoll!
Aber lösen wir uns doch von dem Irrglauben, wir könnten dieses Defizit rein ausgabenseitig wieder runterkriegen! (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen, Herr Kollege Stummvoll!) Das wird nicht nur rein ausgabenseitig gehen. Lösen wir uns bitte von diesem Irrglauben! Wir müssen auch über Einnahmen und über die Einnahmenstruktur nachdenken, und wir müssen – auch unabhängig von der wirtschaftlichen Situation – nachdenken, wie wir die Einnahmenstruktur des Staates gerechter gestalten können, als das heute der Fall ist. (Abg. Bucher: Das werden wir jetzt zwei Jahre lang hören!)
Abg. Bucher: Das werden wir jetzt zwei Jahre lang hören!
Aber lösen wir uns doch von dem Irrglauben, wir könnten dieses Defizit rein ausgabenseitig wieder runterkriegen! (Abg. Mag. Kogler: Aufpassen, Herr Kollege Stummvoll!) Das wird nicht nur rein ausgabenseitig gehen. Lösen wir uns bitte von diesem Irrglauben! Wir müssen auch über Einnahmen und über die Einnahmenstruktur nachdenken, und wir müssen – auch unabhängig von der wirtschaftlichen Situation – nachdenken, wie wir die Einnahmenstruktur des Staates gerechter gestalten können, als das heute der Fall ist. (Abg. Bucher: Das werden wir jetzt zwei Jahre lang hören!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich mich bei den Budgetsprechern aller Parteien bedanken. Es ist das erste Mal, dass wir das Budget hier unter neuem Haushaltsrecht behandeln. Ich glaube, wir werden uns auch noch genau überlegen müssen, wie wir in der Praxis die laufende Kontrolle und auch den Rechnungsabschluss neu behandeln, und auch aus den guten wie aus den weniger gut funktionierenden Teilen der Debatte hier im Haus sowohl im Ausschuss als auch im Plenum die Lehren ziehen und uns überlegen, wie wir als Parlament in Zukunft im Rahmen der ersten, aber auch der zweiten Etappe der Haushaltsrechtreform mit laufender Budgetkontrolle und auch mit dem Rechnungsabschluss umgehen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: „Nur“ hab’ ich nicht gesagt!
Das wissen wir, das dürfen wir aber deshalb hier sagen, weil wir zu jenen wenigen zählen, die sich dann – fünftens – dazu bekennen, dass wir in wenigen Jahren, wenn der Wirtschaftsaufschwung tatsächlich käme, tatsächlich auch das Defizit bekämpfen müssen und – so ähnlich wie es Kollege Krainer am Schluss gesagt hat – letztlich auch einnahmenseitige Maßnahmen zu setzen sind. Es ist illusorisch, Herr Kollege Stummvoll, zu glauben, dass wir das nur ausgabenseitig schaffen. (Abg. Dr. Stummvoll: „Nur“ hab’ ich nicht gesagt!) Kollege Krainer hat gesagt, es ist illusorisch, wenn man es nur ausgabenseitig schaffen will.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll
Sie, Herr Kollege Stummvoll, haben ja – und damit komme ich zu Punkt 6 – auch darüber gesprochen, dass man jetzt einmal darüber reden muss, wenn wir auch ausgabenseitig etwas machen müssen – da sind wir ja auch beieinander (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll); ja, sind wir, ich lobe das ja gerade –, dass wir dann endlich einmal – weil wir es ja selber sonst schon gar nicht mehr hören können, Sie wissen es: Verwaltungsreform, Staatsaufgabenreform et cetera – auch mit den Vertretern der Länder, der Regionen reden müssen, und zwar anders, als es uns noch, Herr Kollege Molterer, bei den Regierungsverhandlungen 2003 ergangen ist, wo mehr oder weniger die Landeshauptleute mit ihrem Willen und ihren Forderungen sakrosankt gestellt wurden. Das müssen wir anders machen. Das ist allen klar. Kollege Stummvoll hat es gesagt. – Trotzdem wird es nicht reichen.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Für das Jahr 2010, Herr Vizekanzler – Sie wurden ja im Ausschuss vom Staatssekretär vertreten, als dem Staatssekretär dann die Beamten beispringen mussten, weil er halt die Budgetzahlen nicht so geschwind zusammengefunden hat; sei’s drum –, haben Sie 586 oder 583 Millionen € – jetzt weiß ich es selbst nicht mehr so genau – an Einnahmen aus diesen Rückflüssen aus dem Partizipationskapital eingebucht. Das sind aber, gemessen an dem, was an Partizipationskapital zu diesem Zeitpunkt draußen sein wird, 75 Prozent Zinsrückflüsse – oder Dividendenrückflüsse, besser gesagt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Ja, das ist eine Schätzgröße. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Okay!) Auch die 75 Prozent. Ich verstehe das ja auch. Ich
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Okay!
Für das Jahr 2010, Herr Vizekanzler – Sie wurden ja im Ausschuss vom Staatssekretär vertreten, als dem Staatssekretär dann die Beamten beispringen mussten, weil er halt die Budgetzahlen nicht so geschwind zusammengefunden hat; sei’s drum –, haben Sie 586 oder 583 Millionen € – jetzt weiß ich es selbst nicht mehr so genau – an Einnahmen aus diesen Rückflüssen aus dem Partizipationskapital eingebucht. Das sind aber, gemessen an dem, was an Partizipationskapital zu diesem Zeitpunkt draußen sein wird, 75 Prozent Zinsrückflüsse – oder Dividendenrückflüsse, besser gesagt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Ja, das ist eine Schätzgröße. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Okay!) Auch die 75 Prozent. Ich verstehe das ja auch. Ich
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: 100 Prozent!
finde das auch besser, als wenn Sie hineinschreiben (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: 100 Prozent!): 800 Millionen.
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Letztlich – was Sie immer mit verschwiegen haben – ist es natürlich so – das finden wir jetzt aber auch in Ihrem Zahlenwerk –, dass ja knapp unter 400 Millionen € an Zinskosten für die Republik selbst anfallen, um nämlich überhaupt diese Mittel aufzunehmen und als Eigenkapital in die Banken geben zu können! – Also, so ein tolles Geschäft, wie Sie gesagt haben, ist das offensichtlich nicht. Wir wünschen uns aber auch nicht, nur damit wir recht haben, dass es ganz schlecht wird. Aber dass es wesentlich schlechter ist, als Sie es dargestellt haben, diesen Beweis haben wir im Ausschuss erbracht. Und so soll es jetzt auch einmal im Protokoll stehen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) – Sie lachen. Aber Sie haben die Rechnung nachvollzogen, nicht wahr? – Ich nehme das als Kompliment. (Abg. Mag. Molterer: Hoffen wir, dass es nicht schlecht wird, nur damit Sie recht haben!)
Abg. Mag. Molterer: Hoffen wir, dass es nicht schlecht wird, nur damit Sie recht haben!
Letztlich – was Sie immer mit verschwiegen haben – ist es natürlich so – das finden wir jetzt aber auch in Ihrem Zahlenwerk –, dass ja knapp unter 400 Millionen € an Zinskosten für die Republik selbst anfallen, um nämlich überhaupt diese Mittel aufzunehmen und als Eigenkapital in die Banken geben zu können! – Also, so ein tolles Geschäft, wie Sie gesagt haben, ist das offensichtlich nicht. Wir wünschen uns aber auch nicht, nur damit wir recht haben, dass es ganz schlecht wird. Aber dass es wesentlich schlechter ist, als Sie es dargestellt haben, diesen Beweis haben wir im Ausschuss erbracht. Und so soll es jetzt auch einmal im Protokoll stehen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) – Sie lachen. Aber Sie haben die Rechnung nachvollzogen, nicht wahr? – Ich nehme das als Kompliment. (Abg. Mag. Molterer: Hoffen wir, dass es nicht schlecht wird, nur damit Sie recht haben!)
Abg. Neubauer: Das grüne auch nicht!
Ich komme abschließend zu einem ganz anderen Punkt – der ist wenig erquicklich –: Die Fraktion der Freiheitlichen ist ja eine Fraktion, die uns immer erklärt, wie man mit mehr Ausgaben weniger Defizit machen soll, wenn es um Budgetpolitik geht – der Erstredner hat es ja wieder vorgelebt; das sind wir schon gewohnt. Aber wenn Sie schon so sehr auf korrekte Verwendung von Steuergeldern Wert legen, dann lassen Sie sich eines gesagt sein: Dieses Machwerk „Der blaue Planet“ wurde hier in den letzten Tagen schon ein paar Mal zu Recht als unrühmliches Machwerk beschrieben. Gehen wir gar nicht darauf ein, was da drinnen steht! Aber eines ist sicher: Mit politischer Bildung entlang den entsprechenden Gesetzen und Richtlinien hat das, mit freiem Auge erkennbar, nichts zu tun (Abg. Neubauer: Das grüne auch nicht!), absolut nichts! (Beifall bei den Grünen.) – Das Gegenteil allenfalls.
Beifall bei den Grünen.
Ich komme abschließend zu einem ganz anderen Punkt – der ist wenig erquicklich –: Die Fraktion der Freiheitlichen ist ja eine Fraktion, die uns immer erklärt, wie man mit mehr Ausgaben weniger Defizit machen soll, wenn es um Budgetpolitik geht – der Erstredner hat es ja wieder vorgelebt; das sind wir schon gewohnt. Aber wenn Sie schon so sehr auf korrekte Verwendung von Steuergeldern Wert legen, dann lassen Sie sich eines gesagt sein: Dieses Machwerk „Der blaue Planet“ wurde hier in den letzten Tagen schon ein paar Mal zu Recht als unrühmliches Machwerk beschrieben. Gehen wir gar nicht darauf ein, was da drinnen steht! Aber eines ist sicher: Mit politischer Bildung entlang den entsprechenden Gesetzen und Richtlinien hat das, mit freiem Auge erkennbar, nichts zu tun (Abg. Neubauer: Das grüne auch nicht!), absolut nichts! (Beifall bei den Grünen.) – Das Gegenteil allenfalls.
Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer, Dr. Kurzmann und Dr. Königshofer. – Ruf bei der FPÖ: Schon den Alkotest gemacht heute?
Aber ich nehme diese Wertung nicht vor. Ich sage Ihnen nur Folgendes – mit Ihrem ganzen Runenkrempel da drinnen oder was, wo Sie sich offensichtlich wohlfühlen; ja, bleiben Sie dort!; das ist ja nicht das Thema, das Thema ist ein anderes –: Dass für so eine Schmierage Steuergeld missbraucht wird! (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer, Dr. Kurzmann und Dr. Königshofer. – Ruf bei der FPÖ: Schon den Alkotest gemacht heute?)
Abg. Neubauer: Was heißt: das „sogenannte“?
Ich sage es Ihnen hier ganz genau, wir werden uns das im Rechnungshofausschuss anschauen, und wir werden auch den Herrn Bundeskanzler auffordern, der für die Bundesregierung zuständig ist, dass dieses Geld – und da geht es offensichtlich um mehrere hunderttausend Euro – auf der Stelle zurückgefordert wird! Das Einzige, was Sie noch rasch machen können, um hier irgendeinen Funken von Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, ist, das sofort von der Partei zu bezahlen – aber nicht dieses sogenannte Freiheitliche Bildungsinstitut dazu herzunehmen (Abg. Neubauer: Was heißt: das „sogenannte“?), um dort über Steuergeldmissbrauch diese Pamphlete zu finanzieren. Das werden wir Ihnen nicht durchgehen lassen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Da werden wir Sie fragen! Sie!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Da werden wir Sie fragen! Sie!
Ich sage es Ihnen hier ganz genau, wir werden uns das im Rechnungshofausschuss anschauen, und wir werden auch den Herrn Bundeskanzler auffordern, der für die Bundesregierung zuständig ist, dass dieses Geld – und da geht es offensichtlich um mehrere hunderttausend Euro – auf der Stelle zurückgefordert wird! Das Einzige, was Sie noch rasch machen können, um hier irgendeinen Funken von Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, ist, das sofort von der Partei zu bezahlen – aber nicht dieses sogenannte Freiheitliche Bildungsinstitut dazu herzunehmen (Abg. Neubauer: Was heißt: das „sogenannte“?), um dort über Steuergeldmissbrauch diese Pamphlete zu finanzieren. Das werden wir Ihnen nicht durchgehen lassen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Da werden wir Sie fragen! Sie!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie lallen, Herr Kogler! ... Alkotest ...!
Die Sache ist ohnehin schon aktenkundig im Bundeskanzleramt. Und wir werden Sie da nicht auslassen – denn mit so einem Schund die Jugend zu penetrieren und dann noch Steuergeld zu missbrauchen, das ist wirklich das Letzte! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie lallen, Herr Kogler! ... Alkotest ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wissen Sie, wir sollten doch gemeinsam Interesse daran haben, dass es möglichst gut geht! Bei manchen Diskussionsbeiträgen hatte ich, ganz ehrlich gesagt, den Eindruck, es möge möglichst schlecht gehen, damit man möglichst recht hat. – Das würde ich nicht als politische Verantwortung sehen, gemeinsam in diese Richtung zu gehen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wird in dieser Bundesregierung in der Verantwortung von Josef Pröll gut gemacht. Da braucht er unsere Unterstützung! Das ist die richtige Perspektive für unser Land! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Um diese Debatte der letzten vier Tage abzuschließen, vielleicht noch einmal etwas Positives, um zu zeigen, dass es neben einer einfallslosen Bundesregierung in Österreich natürlich auch Betriebe gibt, die sich sehr gut am Markt behaupten und die innovativ sind. Wenn ich jetzt den absolut neuesten Berichten des „Kurier“ glauben darf, dann gratuliere ich von hier aus der Geschäftsleitung und allen maßgeblich Beteiligten der Firma Magna zur Übernahme der Opel-Werke. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Letzte Rede als Geschäftsführerin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Mag. Rudas mit 4 Minuten Redezeit zu Wort. – Bitte. (Abg. Grosz: Letzte Rede als Geschäftsführerin!)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Grosz: Er ist ja ÖVP-Obmann! Dauerkrise!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen auf der Zuschauergalerie: Herzlich willkommen im Parlament! Ich glaube, wir haben keine Bedienungsanleitung dafür, wie man mit Zeiten wie diesen umgeht. Das ist nirgendwo festgeschrieben und ich glaube, wir haben eine solche Krise auch noch nie erlebt – auch Sie noch nicht und die gesamte Bundesregierung nicht. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Grosz: Er ist ja ÖVP-Obmann! Dauerkrise!)
Abg. Grosz: Vor allem für die SPÖ!
Wir erleben in ein bisschen mehr als einer Woche die Wahl zum Europäischen Parlament und müssen befürchten, dass die Wahlbeteiligung gering sein wird. (Abg. Grosz: Vor allem für die SPÖ!) Wenn wir die Menschen dazu bewegen mitzugehen, um ein neues Europa, ein gerechteres Europa, ein anderes System in Europa zu erreichen, dann müssen wir sie auch am 7. Juni zur Wahl bringen.
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb sage ich: Gerade in Zeiten wie diesen, in Krisenzeiten sollte man zusammenhalten, Politik als das darstellen, was es ist, und das ist etwas, was die Welt verändern kann, etwas Positives, etwas, das gestalten möchte. Und die letzte Woche hatten wir Gelegenheit dazu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Geh bitte!
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Der Herr Abgeordnete Krainer hat heute gesagt, er und die SPÖ seien immer bemüht, die Opposition zu informieren. Da fällt mir der 14. Mai ein, die Zeit nach dem Ausschuss, als nicht einmal die Mitglieder der Regierungsparteien informiert waren, worüber abzustimmen ist. Ihr könnt euch an dieses Chaos erinnern, als alle Ausschussmitglieder draußen am Gang gestanden sind. Ich glaube, Sie selbst waren es, der geschimpft hat, wo der Minister ist, wo die Staatssekretäre sind und gesagt hat, wir wissen gar nicht, worum es geht. (Abg. Krainer: Geh bitte!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Herr Abgeordneter Stummvoll hat gesagt, so ein Chaos hat er überhaupt noch nie erlebt und fragte: Was sollen wir tun? Bis Klubobmann Cap gesagt hat: Bitte ziehen wir uns zurück und beraten wir! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Der Ausschuss hat eineinhalb Stunden später begonnen, weil keiner wusste, worum es geht; nicht einmal ihr selbst wart informiert – und da wolltet ihr die Opposition informieren? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Abgeordneter Stummvoll hat gesagt, so ein Chaos hat er überhaupt noch nie erlebt und fragte: Was sollen wir tun? Bis Klubobmann Cap gesagt hat: Bitte ziehen wir uns zurück und beraten wir! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Der Ausschuss hat eineinhalb Stunden später begonnen, weil keiner wusste, worum es geht; nicht einmal ihr selbst wart informiert – und da wolltet ihr die Opposition informieren? (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
„Ich glaube auch, dass wir in der gesamten Debatte um das Budget eines nicht vergessen sollten, und das ist heute auch schon gesagt worden: Das Budget ist erstellt worden in einer Zeit, in der wir noch nicht ganz genau gewusst haben, wie sich diese Krise auswirken könnte – und wir wissen es immer noch nicht genau, behaupte ich.“ (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Ing. Westenthaler: Oh! Die hat das wenigstens erkannt!
Das war niemand anderer als die Frauenministerin Heinisch-Hosek. (Abg. Ing. Westenthaler: Oh! Die hat das wenigstens erkannt!) Ich glaube, wenn sogar die Ministerin erkannt hat, dass man auf falschen Zahlen aufgebaut hat, so sollten wir mit dem Budget 2010 noch einmal zurück an den Start gehen und es auf richtigen Zahlen aufbauen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das war niemand anderer als die Frauenministerin Heinisch-Hosek. (Abg. Ing. Westenthaler: Oh! Die hat das wenigstens erkannt!) Ich glaube, wenn sogar die Ministerin erkannt hat, dass man auf falschen Zahlen aufgebaut hat, so sollten wir mit dem Budget 2010 noch einmal zurück an den Start gehen und es auf richtigen Zahlen aufbauen. (Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Heinisch-Hosek for Finanzminister!
Ich hoffe, Herr Minister und Vizekanzler, dass Sie sich das zu Herzen nehmen und darüber nachdenken, dass unser Budget auf falschen Zahlen aufgebaut ist. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Heinisch-Hosek for Finanzminister!)
Abg. Bucher: Raiffeisen!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! In Anbetracht des wirtschaftlichen Umfeldes und der schwierigen Situation bin ich überzeugt, dass die Regierung die richtigen Schritte zur Stabilisierung und zur Bewältigung dieser problematischen wirtschaftlichen Bedingungen gesetzt hat. (Abg. Bucher: Raiffeisen!) Mir ist aber auch bewusst, dass die wesentlich schwierigeren Schritte noch vor uns liegen, nämlich dann, wenn es tatsächlich um die Sanierung des Budgets geht.
Beifall bei der ÖVP.
Die Unsicherheiten in den Prognosedaten sind immer gegeben, das ist unbestritten, doch bisher – auch das ist unbestritten – haben sich die Prognosen des Wifo immer als sehr zuverlässig erwiesen. Sie sind jedenfalls wesentlich zuverlässiger als von so manchem Nobelpreisträger, auch wenn er Krugman heißt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Kann die Präsidentin bitte eine kurze Zusammenfassung und eine Erklärung dazu geben?!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich habe sehr sorgfältig beobachtet, ob diese umfangreichen Anträge auch in den Kernpunkten erläutert wurden. Das ist geschehen. Sie sind bereits verteilt und stehen daher mit in Behandlung. (Abg. Ing. Westenthaler: Kann die Präsidentin bitte eine kurze Zusammenfassung und eine Erklärung dazu geben?!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Was macht eigentlich die Dissertation von Karl-Heinz Grasser, die er uns seinerzeit angekündigt hat? – Die war über die Finanzpolitik Österreichs. Es würde mich interessieren, ob er da inzwischen etwas dazugelernt hat. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Abg. Dr. Bartenstein: Ist das Ihr Niveau?
Herr Kollege Molterer, dass in der Krise die Defizite des Staates steigen, das ist gut, richtig, wichtig und hinzunehmen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ist das Ihr Niveau?) Das ist gar keine Frage. Insofern kritisiere ich weniger, was im Budget steht, sondern was nicht im Budget steht.
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Und im Gegensatz zu Herrn Krainer bin ich zum Beispiel nicht der Meinung, dass diese Budgets für 2009/2010 einen Schwerpunkt bei den Universitäten, Fachhochschulen, in Forschung und Entwicklung enthalten. Ich kann nur sagen: Gehen Sie einmal hin! Gestern Nachmittag gab es eine Feier für einen Kollegen aus meinem Institut an der Uni Wien, einen amerikanischen Vortragenden, in einem Hörsaal mit Tür auf eine Art Balkon hinaus. Die hat nicht geschlossen, es hat mörderisch gezogen, Straßenlärm kam herein, die Akustik – ein Wahnsinn. Man musste dauernd den Platz wechseln, um irgendetwas zu verstehen. Das sind die Zustände! Es wird uns Milliarden kosten, diese Zustände im Laufe der Zeit zu beheben. Da sehe ich vorläufig keinerlei Ansatz. – Erstens. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.
Für diesen Zeitpunkt muss man aber vorsorgen. Das heißt, heute muss in Energieeffizienz beziehungsweise in die erneuerbaren Energien investiert werden – nicht 2012/2013, wenn es zu spät ist. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.
Staaten, die – wie soll ich sagen? – eine intelligente Politik verfolgen oder es zumindest versuchen wie die USA, wie Südkorea und das eine oder andere europäische Land, aber leider nicht Österreich, nehmen heute auf diese Situation Bezug und investieren entsprechend. Österreich tut das nicht! Ich kann nur sagen, wer heute noch auf Öl und Gas setzt, der wird mit einem Albtraum erwachen – egal, ob das ein Privathaushalt ist oder die Verantwortlichen für den Bundeshaushalt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das kommt alles!
Was wir außerdem vermissen – ich sage es noch einmal ganz kurz –, ist im Strategiebericht irgendeine Aussage darüber, wie die kommende Konsolidierungskrise zu bewältigen sein wird. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das kommt alles!) – Der Herr Minister sagt: „Das kommt alles!“ – Die Krise kommt. Aber die Krise kommt garantiert, nämlich die Konsolidierungskrise. Was sonst noch kommt, weiß ich nicht.
Abg. Brosz bringt eine Ausgabe der „Presse“ zum Rednerpult.
Vorgestern – jetzt habe ich „Die Presse“ auf meinem Pult vergessen – war in der „Presse“ ein Artikel über die stockenden Verhandlungen im Schulbereich zwischen Bund und Ländern. Kaum dass die Verhandlungen gestartet sind, streitet sich der Bund im Speziellen mit Niederösterreich darüber, wie man denn die Schulen reformieren soll. Niederösterreich will alles an sich ziehen – ausgenommen die Finanzierung. Natürlich, für die soll der Bund weiterhin zuständig sein. (Abg. Brosz bringt eine Ausgabe der „Presse“ zum Rednerpult.) – Danke schön. – Der Bund vertritt vernünftigerweise andere Ansichten.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.
Aber was geschieht mit den anderen? – Da hätte es durchaus Sinn, eine befristete, vorübergehende Steuerstundung zu ermöglichen. Das ist unbürokratisch. Es braucht keine Evaluierungskommission und Ähnliches. Das ist äußerst flexibel. Das ist, wenn Sie so wollen, liberal, denn jedes Unternehmen entscheidet selbst: Zahle ich diese Steuer gleich, so wie ursprünglich geplant, oder drei Monate oder sechs Monate später? Und das kostet den Bund nichts, wenn wir annehmen, dass die Steuerstundung verzinst wird, sagen wir, mit dem Satz der Sekundärmarktrendite. Da sind die Nettokosten für den Bund null. Für die Unternehmen ist es aber jedenfalls billiger als ein Bankkredit und vor allem rascher zu bekommen, nämlich sofort und nicht irgendwann. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei den Grünen.
Übrigens: Der Antrag ist ja bereits eingebracht. Ich hoffe, dass Sie diesem Antrag zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Ich möchte ausdrücklich meine Wertschätzung dafür ausdrücken (Beifall bei der SPÖ), dass du nicht nur bei jenen Kapiteln hier gesessen bist, die dich genuin betreffen, sondern bei sehr, sehr vielen anderen auch. Das ist eine große Auszeichnung und zeugt vom Ernstnehmen dieses Parlaments. Danke sehr dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte ausdrücklich meine Wertschätzung dafür ausdrücken (Beifall bei der SPÖ), dass du nicht nur bei jenen Kapiteln hier gesessen bist, die dich genuin betreffen, sondern bei sehr, sehr vielen anderen auch. Das ist eine große Auszeichnung und zeugt vom Ernstnehmen dieses Parlaments. Danke sehr dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt den Vorschlag, Geld über neue Steuern hereinzubringen. Dazu sagt die ÖVP: Auf keinen Fall! Ein weiterer Vorschlag lautet, Einsparungspotenziale auszuschöpfen. Man muss jetzt sofort beginnen, alles an Einsparungspotenzialen auszuloten. Daher mein Appell an Sie: Stellen Sie das Staatsinteresse vor das Parteiinteresse! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Das Parteiinteresse ist ja immer wieder mit dem Wort „Föderalismus“ verquickt. Das, was Kollege Stummvoll hier erklärt hat, war mehr oder minder ein Geständnis zu all dem, was man in den letzten Jahren zu tun verabsäumt hat. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn neue Steuern angesprochen werden, so kann ich nur sagen: Das Ziel muss sein, für eine starke Wirtschaft mit Vollbeschäftigung zu sorgen und aus diesem Faktum heraus mehr Steuereinnahmen, höhere Steuereinnahmen zu erzielen. Ich glaube, so kann man es schaffen, ohne die Steuern zu erhöhen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Können wir uns Niederösterreich einmal anschauen? Eine drei Mal so hohe Pro-Kopf-Verschuldung wie in Kärnten! Zuerst informieren, dann sprechen!
Wenn Sie hier das Budget kritisieren und kritisieren, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Schulden machen, dann schauen Sie bitte einmal bei sich zu Hause in Kärnten, im eigenen Land, nach! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Können wir uns Niederösterreich einmal anschauen? Eine drei Mal so hohe Pro-Kopf-Verschuldung wie in Kärnten! Zuerst informieren, dann sprechen!)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne müssen wir alles tun und sollen nicht immer jammern. Eines steht fest: Das Budget ist gut und wichtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die Defizitausweitung in der Krise ist in Ordnung. Alles andere wäre in Zeiten wie diesen kontraproduktiv. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Wir haben Entschließungsanträge eingebracht!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt haben wir vier Tage lang das Budget im Detail diskutiert, haben der Opposition aufmerksam zugehört, geduldig zugehört, aber, Kollege Lugar, wir können nichts dafür, dass von der Opposition keine Vorschläge und Ideen gekommen sind, die wir hätten umsetzen können. Da muss sich die Opposition schon am eigenen Schopf packen. (Abg. Bucher: Wir haben Entschließungsanträge eingebracht!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Das erwarten die Österreicherinnen und Österreicher von uns. Das werden wir einmal mehr erfüllen, wie wir das immer als Pflicht der Regierung sehen. Und wir laden die Opposition herzlich ein, uns dabei zu unterstützen – zum Wohle unseres Landes! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das Budget ist entsprechend der derzeitigen Situation ausgewogen und daher sehr gut. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf abschließend auch allen Parlamentsbediensteten und den Beamten im Ministerium dafür herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wichtig ist in der Begründung auch ein Hinweis auf die ständige Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes, wonach die „kompromisslose Ablehnung des Nationalsozialismus ein grundlegendes Merkmal der wiedererstandenen Republik“ ist. – Ein Spruch vom 6. März 2008. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass das ein sehr wichtiger Entschließungsantrag ist, und möchte daher die Abgeordneten wirklich auffordern, diesen Entschließungsantrag zu unterstützen. Das wäre ein wichtiges Signal für die Bevölkerung, für die Jugend, um hier eindeutig eine Position zu beziehen, auch in dieser Form des von mir hiermit eingebrachten Entschließungsantrages. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wir aber nicht wollen, ist eine weitere, zusätzliche Prüfung, die die ohnedies knappen Ressourcen der Gemeinden belastet. Eine unabhängige, effiziente, effektive Prüfung, die uns helfen kann, vielleicht noch besser zu werden, ist jederzeit willkommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Wir haben steigende Arbeitslosigkeit!
Erstens: Ich glaube, dass die Einnahmenschätzung sehr, sehr gut gemacht wurde, und ich bedanke mich dafür ausdrücklich bei den Beamten. Es ist dies natürlich eine schwierige Aufgabe. Aber eines ist klar: Wir haben heuer eine gute Lohnentwicklung, daher wird das Lohnsteueraufkommen passen. Wir haben noch einen guten Konsum, daher werden die Umsatzsteuer und die Verbrauchsabgaben passen. Wir haben möglicherweise zurückgehende Einnahmen bei den Ertragssteuern, aber diese wurden bei der Schätzung berücksichtigt. (Abg. Dolinschek: Wir haben steigende Arbeitslosigkeit!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne freue ich mich auf die Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gab Reden, die besser nicht gehalten worden wären. Redner wurden provoziert, durch übertriebene Zwischenrufe gestört, und die Reaktionen sind nicht ausgeblieben. Wollen wir das? Ich frage Sie, meine Damen und Herren: Wollen wir das wirklich? – Für mich kann ich die Frage beantworten: Ich will das nicht! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Budget ist das, was unter den gegebenen Rahmenbedingungen machbar ist, so wie Politik insgesamt die Kunst des Machbaren ist. Das Budget ist sozial ausbalanciert, das Budget ist eine Kampfansage an die Krise, und es ist, wie wir schon mehrmals gehört haben, ohne Alternative. Ich ersuche alle, diesem Budget die Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte nicht mehr zu ausführlich werden nach einer sehr, sehr intensiven Debatte um dieses Doppelbudget und auch um die Finanzperspektive bis 2013. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Wir haben mit einem Budgethearing begonnen, nach der Budgetrede kam es zu sehr ausgiebigen Beratungen in den Ausschüssen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es war eine große Strecke zurückzulegen, um dieses Doppelbudget und erstmals auch die Finanzperspektive bis 2013 auf den Weg zu bringen. Herzlichen Dank für diese Vorbereitung und auch für die Diskussion hier im Hohen Haus! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Allerdings – und das ist die Schlüsselfrage, um die es in den letzten Tagen gegangen ist – haben Sie die Frage der Bewertung der Äußerungen von Martin Graf (Ruf bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?) und die Frage, welche Konsequenzen sie haben müssen, ausgespart. Diese Fragen haben Sie auch in dem Sinne ausgespart, dass Sie der ÖVP jetzt eigentlich die Möglichkeit eröffnen, diese Causa in irgendeiner Form heute abzuschließen, ohne zur Frage des Rücktritts klar Stellung zu beziehen. (Abg. Kopf: Steht ja drin!)
Abg. Kopf: Steht ja drin!
Allerdings – und das ist die Schlüsselfrage, um die es in den letzten Tagen gegangen ist – haben Sie die Frage der Bewertung der Äußerungen von Martin Graf (Ruf bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?) und die Frage, welche Konsequenzen sie haben müssen, ausgespart. Diese Fragen haben Sie auch in dem Sinne ausgespart, dass Sie der ÖVP jetzt eigentlich die Möglichkeit eröffnen, diese Causa in irgendeiner Form heute abzuschließen, ohne zur Frage des Rücktritts klar Stellung zu beziehen. (Abg. Kopf: Steht ja drin!)
Abg. Amon: Haben Sie ihn auch gelesen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Antragstext steht zur Frage Graf und Rücktritt kein einziges Wort drin. Unterstützenswerte Maßnahmen ... (Abg. Amon: Haben Sie ihn auch gelesen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe ihn selbstverständlich gelesen. Die Schlüsselfrage – und um diese können Sie sich heute in keiner Weise herumbewegen – werden Sie beantworten müssen: in einer namentlichen Abstimmung, in der es darum geht, in einem konkreten Antragstext tatsächlich auch den Rücktritt des Nationalratspräsidenten Graf zu fordern und sich mit Ihrem Stimmverhalten dazu zu bekennen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Antragstext steht zur Frage Graf und Rücktritt kein einziges Wort drin. Unterstützenswerte Maßnahmen ... (Abg. Amon: Haben Sie ihn auch gelesen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe ihn selbstverständlich gelesen. Die Schlüsselfrage – und um diese können Sie sich heute in keiner Weise herumbewegen – werden Sie beantworten müssen: in einer namentlichen Abstimmung, in der es darum geht, in einem konkreten Antragstext tatsächlich auch den Rücktritt des Nationalratspräsidenten Graf zu fordern und sich mit Ihrem Stimmverhalten dazu zu bekennen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich verstehe nicht, warum das so schwer ist. Insbesondere beim Bundeskanzler – der heute noch in Richtung Volkspartei gemeint hat, sie würde die höhere Verantwortung nicht wahrnehmen, nicht nur zu reagieren, sondern auch Konsequenzen daraus zu ziehen – verstehe ich nicht, warum man dann nicht den Schritt schafft, sich klar dazu zu bekennen, etwas zu bewerten, was nicht anders zu bewerten ist: dass diese Äußerungen eine einzige Konsequenz verlangen, nämlich den Rücktritt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden daher diesen Antrag unterstützen, Ihnen allerdings die Entscheidung nicht ersparen, heute auch eine klare Stellungnahme zu diesen Äußerungen abzugeben, nämlich namentlich, jeder Abgeordnete der SPÖ und der ÖVP! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache – auf dem Weg zum Rednerpult –: 11 Minuten!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Klubobmann Strache. Welche Zeit darf ich einstellen? Wie viel Redezeit wollen Sie, Herr Klubobmann? (Abg. Strache – auf dem Weg zum Rednerpult –: 11 Minuten!) Die gesamte Redezeit. – Bitte.
Beifall bei der FPÖ.
erleben müssen. Sie nehmen nicht zur Kenntnis, dass es in dieser gesamten Angelegenheit eine Ursache und eine Wirkung gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Klubobmann Cap, Sie nehmen nicht zur Kenntnis, dass es nicht angehen kann, dass ein Präsident Dr. Martin Graf, aber auch wir Freiheitliche seit Jahren in diesem Land von Personen, aber auch politischen Mitbewerbern, die sich parteipolitisch zu Wort melden, als „Nazis“ diffamiert und beschimpft werden, als „Kellernazis“ diffamiert und beschimpft werden, mit Goebbels in Vergleich gebracht werden, bis hin zu Eichmann, wie das bei Minister Platter der Fall war. Es reicht! Das ist der Demokratie abträglich, das lassen wir uns nicht bieten, Herr Klubobmann! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Korun: ... Hass ist es!
Es ist irgendwann der Punkt erreicht, da sollten Sie Ihre Art und Weise, wie Sie mit dem Thema umgehen, einmal ernsthaft und ehrlich hinterfragen. (Abg. Mag. Korun: ... Hass ist es!) Es kann nicht angehen, dass ein Präsident Graf, aber auch die Freiheitliche Partei jahrelang solche Beschimpfungen erleben müssen und eine Nationalratspräsidentin Prammer nicht bereit war, hier Position zu beziehen, sondern auch parteipolitisch gehandelt hat und Martin Graf als Präsidenten nicht geschützt und nicht verteidigt hat ob dieser Beschimpfungen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist irgendwann der Punkt erreicht, da sollten Sie Ihre Art und Weise, wie Sie mit dem Thema umgehen, einmal ernsthaft und ehrlich hinterfragen. (Abg. Mag. Korun: ... Hass ist es!) Es kann nicht angehen, dass ein Präsident Graf, aber auch die Freiheitliche Partei jahrelang solche Beschimpfungen erleben müssen und eine Nationalratspräsidentin Prammer nicht bereit war, hier Position zu beziehen, sondern auch parteipolitisch gehandelt hat und Martin Graf als Präsidenten nicht geschützt und nicht verteidigt hat ob dieser Beschimpfungen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da erwarte ich mir von jedem aufrechten Demokraten, dass er sagt: So kann man mit einer freiheitlich-demokratischen Partei nicht umspringen! So etwas ist doch demokratiegefährdend! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Es kann doch nicht sein, dass derjenige, der permanent mit solchen Ungeheuerlichkeiten konfrontiert wurde, wo jemand – persönlich und politisch motiviert – öffentlich solche Äußerungen tätigt, sich nicht verbal zu Wehr setzen darf! (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Weil er Präsident ist?! Hat er sich als Präsident alles gefallen zu lassen?! – Nein, das kann es nicht sein! Er ist Nationalratspräsident, aber er ist auch ein Mensch! Und ja, er ist auch politisch Teil einer Partei und hat genauso das Recht, sich verbal zur Wehr zu setzen, wie jeder andere freie Bürger und Mensch in diesem Land! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kann doch nicht sein, dass derjenige, der permanent mit solchen Ungeheuerlichkeiten konfrontiert wurde, wo jemand – persönlich und politisch motiviert – öffentlich solche Äußerungen tätigt, sich nicht verbal zu Wehr setzen darf! (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Weil er Präsident ist?! Hat er sich als Präsident alles gefallen zu lassen?! – Nein, das kann es nicht sein! Er ist Nationalratspräsident, aber er ist auch ein Mensch! Und ja, er ist auch politisch Teil einer Partei und hat genauso das Recht, sich verbal zur Wehr zu setzen, wie jeder andere freie Bürger und Mensch in diesem Land! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Nur muss das bitte auf Gegenseitigkeit beruhen, darum geht es! Es kann doch nicht sein, dass jemand in diesem Land alle Beschimpfungen in den Raum stellen kann und ein Präsident sich das gefallen lassen muss! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ob das der erste, der zweite oder dritte Präsident ist, ist hier nebensächlich. Es kann auch nicht sein, dass sich ein Vizekanzler als „Austrofaschist“ beschimpfen lassen muss, wie das heute ein Herr Peter Pilz getan hat! Auch das kann nicht sein! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Abrüstung der Worte ist verlangt – das muss auf allen Ebenen und Seiten der Fall sein! Damit muss man auch ehrlich umgehen – und nicht parteipolitisch motiviert, wie das jetzt aufgezogen wird!
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ich sage daher ganz bewusst, dass ich sehr enttäuscht bin, dass das nicht gemacht wird. Wir suchen das Gespräch, den Dialog, und zwar mit allen Religionsgemeinschaften und haben größten Respekt vor allen Religionsgemeinschaften! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre auch der richtige Weg: dass sich beide zusammensetzen, offen darüber reden und offen sagen, dass weder die Beschimpfungen, die von Herrn Muzicant mehrfach, x-fach in unterschiedliche Richtungen – in Richtung Graf und in die der Freiheitlichen Partei – getätigt wurden, nicht akzeptabel sind und daher auch inhaltlich mit Bedauern zurückzunehmen sind; genauso wie auch die Reaktion, die Dr. Martin Graf daraufhin gesetzt hat, keine Frage. Das soll so sein, das wäre auch die ehrliche Vorgangsweise. Aber alles andere, was Sie heute machen, ist politisches Kleingeld schlagen, und zwar auf einer ganz, ganz unehrlichen Basis. Deshalb lasse ich das so auch nicht im Raum stehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Und Sie sind die moralische Instanz?!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man wundert sich schon ein bisschen, Herr Abgeordneter Strache, wie Sie es schaffen – oder schaffen möchten –, eine Situation in Ihren Ausführungen völlig anders darzustellen – eine Situation, wo es quer durch die Republik einen ganz klaren Vorwurf an die Adresse dieses Herrn, der Präsident des Nationalrates ist, gibt, sich antisemitisch geäußert zu haben! (Abg. Strache: Und Sie sind die moralische Instanz?!)
Abg. Strache: Sie sind der Totengräber der Demokratie!
Auf diesem Vorwurf, der quer durch alle Kommentare in dieser Republik, die in diesen letzten Tagen geschrieben wurden, widerhallt, stellen Sie sich hier her und sagen: Wir Freiheitliche sind für alle Religionsgemeinschaften, wir schätzen und achten alle Religionsgemeinschaften! Glauben Sie denn wirklich, dass irgendjemand in dieser Republik vergisst, was Sie derzeit überall auf den Straßen plakatieren? (Abg. Strache: Sie sind der Totengräber der Demokratie!)
Zwischenrufe
Orient (Zwischenrufe), nein, Okzident statt, nein, ... (Ironische Heiterkeit.) „Abendland in Christenhand“, Islam statt daham (ironische Heiterkeit – Abg. Strache: Das war der freudsche Versprecher!), nein, „Daham statt Islam“. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Glauben Sie wirklich, Herr Strache, dass Sie mit einem Spruch, in dem Sie behaupten, die FPÖ sei offen für alle Religionsgemeinschaften, in dieser Republik und bei diesen Parteien irgendwo noch Zuspruch finden können?!
Ironische Heiterkeit.
Orient (Zwischenrufe), nein, Okzident statt, nein, ... (Ironische Heiterkeit.) „Abendland in Christenhand“, Islam statt daham (ironische Heiterkeit – Abg. Strache: Das war der freudsche Versprecher!), nein, „Daham statt Islam“. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Glauben Sie wirklich, Herr Strache, dass Sie mit einem Spruch, in dem Sie behaupten, die FPÖ sei offen für alle Religionsgemeinschaften, in dieser Republik und bei diesen Parteien irgendwo noch Zuspruch finden können?!
ironische Heiterkeit – Abg. Strache: Das war der freudsche Versprecher!
Orient (Zwischenrufe), nein, Okzident statt, nein, ... (Ironische Heiterkeit.) „Abendland in Christenhand“, Islam statt daham (ironische Heiterkeit – Abg. Strache: Das war der freudsche Versprecher!), nein, „Daham statt Islam“. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Glauben Sie wirklich, Herr Strache, dass Sie mit einem Spruch, in dem Sie behaupten, die FPÖ sei offen für alle Religionsgemeinschaften, in dieser Republik und bei diesen Parteien irgendwo noch Zuspruch finden können?!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Orient (Zwischenrufe), nein, Okzident statt, nein, ... (Ironische Heiterkeit.) „Abendland in Christenhand“, Islam statt daham (ironische Heiterkeit – Abg. Strache: Das war der freudsche Versprecher!), nein, „Daham statt Islam“. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Glauben Sie wirklich, Herr Strache, dass Sie mit einem Spruch, in dem Sie behaupten, die FPÖ sei offen für alle Religionsgemeinschaften, in dieser Republik und bei diesen Parteien irgendwo noch Zuspruch finden können?!
Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das, was Sie da betreiben, ist Antisemitismus, ist ja unfassbar!
Es gibt aus der Vergangenheit – das kennen wir –, ein Bild, mit dem antisemitisch agiert und formuliert wird; es ist dies ein Bild des Juden, meistens des „Geldjuden“, der im Hintergrund agiert und vor sich die Truppen, die bolschewistischen Truppen auf die Straße hetzt, um die Demokratie zu beenden. Das ist das antisemitische Bild aus der Zeit des Nationalsozialismus! (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das, was Sie da betreiben, ist Antisemitismus, ist ja unfassbar!) – Herr Strache, sind Sie noch bei Sinnen?! Ich habe jetzt dargestellt, wie sich Antisemitismus äußert.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Strache: Was haben Sie für eine abstruse Phantasie?!
Ich sage Ihnen eines: Nehmen Sie diesen Beitrag des Herrn Graf zur Hand! Darin finden Sie ein Bild: der Jude in den feinen Kleidern, der im Hintergrund ist und die – in diesem Fall – anarchistischen Truppen zur Zerstörung der Demokratie auf die Straße bringt. Das ist Antisemitismus pur, daran gibt es überhaupt nichts zu zweifeln, Herr Graf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Strache: Was haben Sie für eine abstruse Phantasie?!)
Abg. Kickl: Na und?! Wo kommen Sie her?!
Ich sage Ihnen noch etwas: Wir können über vieles diskutieren, über den Dialog können wir diskutieren – und ich bin immer für den Dialog –, aber: Jeder in dieser Republik konnte wissen, woher der Herr Graf kommt (Abg. Kickl: Na und?! Wo kommen Sie her?!): aus der Burschenschaft „Olympia“, in der noch vor vier oder fünf Jahren ein Herr Michael Müller aufgetreten ist, der folgende Songs gemacht hat: „Mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an ()“, und ein zweites Lied, daraus zitiere ich Ihnen, Herr Strache, nicht den ganzen Text, aber ich könnte es: Paolo Pinkelstein, dieses Gott verdammte ... Punkt, Punkt, Punkt. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Dr. Graf: Woher haben Sie denn den Text?)
Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Dr. Graf: Woher haben Sie denn den Text?
Ich sage Ihnen noch etwas: Wir können über vieles diskutieren, über den Dialog können wir diskutieren – und ich bin immer für den Dialog –, aber: Jeder in dieser Republik konnte wissen, woher der Herr Graf kommt (Abg. Kickl: Na und?! Wo kommen Sie her?!): aus der Burschenschaft „Olympia“, in der noch vor vier oder fünf Jahren ein Herr Michael Müller aufgetreten ist, der folgende Songs gemacht hat: „Mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an ()“, und ein zweites Lied, daraus zitiere ich Ihnen, Herr Strache, nicht den ganzen Text, aber ich könnte es: Paolo Pinkelstein, dieses Gott verdammte ... Punkt, Punkt, Punkt. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Dr. Graf: Woher haben Sie denn den Text?)
Abg. Strache: Haben Sie die gerichtlichen Verfahren geprüft? Sie wissen, dass das verurteilt wurde, „Der Standard“ hat das widerrufen müssen!
Das sind Texte, die von Mitarbeitern des Herrn Graf beim Aufruhr-Versand bestellt wurden. Das sind Texte, die jemand „zum Besten gibt“, der bei der Burschenschaft „Olympia“ referiert. (Abg. Strache: Haben Sie die gerichtlichen Verfahren geprüft? Sie wissen, dass das verurteilt wurde, „Der Standard“ hat das widerrufen müssen!) Und dann stellen sich Vertreter der FPÖ und der Herr Graf hin und sagen: Wir stehen zur Burschenschaft „Olympia“! Das ist, was wir in den letzten Wochen, Monaten und Jahren gehört haben.
Heftiger Widerspruch bei der FPÖ.
Das ist der Geist beziehungsweise Ungeist der Burschenschaft „Olympia“, von der Sie kommen und von der Sie sich nicht distanzieren wollen! (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Unerhört! Das ist eine Sauerei, eine Riesensauerei!
Wir sprechen hier nicht über die Positionen der FPÖ insgesamt, Herr Graf, wir sprechen jetzt einmal über Ihre Haltungen. Als Präsident dieses Nationalrates sind Sie wegen dieser Haltungen, wegen des offen zur Schau getragenen Antisemitismus, Herr Präsident Graf, leider nach wie vor untragbar! (Abg. Strache: Unerhört! Das ist eine Sauerei, eine Riesensauerei!)
Abg. Dr. Graf: Im Schutze der Immunität sagen Sie das! Schäbig!
Ich fürchte, Herr Graf, Sie werden noch allzu lange brauchen, um zu verstehen, dass Sie in dieser Republik als Präsident des Nationalrates nicht erwünscht sind (Abg. Dr. Graf: Im Schutze der Immunität sagen Sie das! Schäbig!); und ich hoffe, meine sehr geehrten Damen und Herren von den anderen Parteien, vor allem auch seitens der ÖVP, dass Sie bald begreifen, dass dieser Herr als Präsident des Nationalrates tatsächlich untragbar ist.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Rudas.
Wir brauchen keine Burschenschaft, in der Lieder über „Paolo Pinkelstein“ sozusagen zum Besten gegeben werden! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Rudas.) Wir brauchen keinen Präsidenten des Nationalrates, der zu dieser Burschenschaft steht! Wir brauchen keinen Antisemitismus, der von Repräsentanten dieser Republik „zum Besten gegeben“ wird! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Heuchelei!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Heuchelei!
Wir brauchen keine Burschenschaft, in der Lieder über „Paolo Pinkelstein“ sozusagen zum Besten gegeben werden! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Rudas.) Wir brauchen keinen Präsidenten des Nationalrates, der zu dieser Burschenschaft steht! Wir brauchen keinen Antisemitismus, der von Repräsentanten dieser Republik „zum Besten gegeben“ wird! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Heuchelei!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich möchte auf die Ausführungen von Frau Klubobfrau Glawischnig-Piesczek eingehen und dazu Folgendes sagen: Ich meine, dass es nicht Aufgabe eines Entschließungsantrages an die Bundesregierung sein kann, den Rücktritt des Dritten Präsidenten des Nationalrates zu fordern. – Das ist schon unsere Sache, das ist Sache des Parlamentes hier, wenn es einmal eine Zweidrittelmehrheit für eine Gesetzesänderung gibt; und es ist Sache des Parlamentes, dass es mit einer Zweidrittelmehrheit an diese Abwahl geht. Das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ja, weil der Herr Lieberman ein Interview gegeben hat, am 26. April!
Zu dem anderen, da möchte ich Herrn Klubobmann Strache etwas sagen: Herr Klubobmann Strache, Sie haben zuerst inseriert: „Kein EU-Beitritt der Türkei“ – wir haben das auch gestern in der Präsidiale diskutiert –, und dann haben Sie ab einem bestimmten Moment Israel dazugenommen. (Abg. Strache: Ja, weil der Herr Lieberman ein Interview gegeben hat, am 26. April!) – Hören Sie einmal zu! – Sie haben das mit dem Argument gebracht, es gebe Wortmeldungen in Israel, wo man über einen Beitritt Israels zur Europäischen Union nachdenke.
Abg. Kickl: Ja, auch da sind wir dagegen!
Dazu: Wir können auch in Algerien, Marokko und in Tunesien solche Wortmeldungen finden ... (Abg. Kickl: Ja, auch da sind wir dagegen!) – Aber Sie haben diesbezüglich neben dem Nein zu einem Beitritt der Türkei auch ein Nein zu einem Beitritt Israels inseriert. Da müssen Sie sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass sich, wenn es keinen formellen Antrag Israels auf einen Beitritt zur Europäischen Union gibt, es aber ähnliche Diskussionen in anderen Ländern des Mittelmeerraumes gibt oder überhaupt in anderen Ländern, sehr wohl viele die Frage stellen, warum Sie ausgerechnet Israel in diesem Inserat anführen. (Abg. Strache: Weil der israelische Außenminister das verlautbart hat!)
Abg. Strache: Weil der israelische Außenminister das verlautbart hat!
Dazu: Wir können auch in Algerien, Marokko und in Tunesien solche Wortmeldungen finden ... (Abg. Kickl: Ja, auch da sind wir dagegen!) – Aber Sie haben diesbezüglich neben dem Nein zu einem Beitritt der Türkei auch ein Nein zu einem Beitritt Israels inseriert. Da müssen Sie sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass sich, wenn es keinen formellen Antrag Israels auf einen Beitritt zur Europäischen Union gibt, es aber ähnliche Diskussionen in anderen Ländern des Mittelmeerraumes gibt oder überhaupt in anderen Ländern, sehr wohl viele die Frage stellen, warum Sie ausgerechnet Israel in diesem Inserat anführen. (Abg. Strache: Weil der israelische Außenminister das verlautbart hat!)
Abg. Strache: Also, wenn man dagegen ist, dass ein nichteuropäisches Land wie Israel der EU beitritt, ist man ein Antisemit?!
Martin Graf hat geschrieben: „Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen.“ (Abg. Strache: Also, wenn man dagegen ist, dass ein nichteuropäisches Land wie Israel der EU beitritt, ist man ein Antisemit?!) – Nein! Was heißt „gewalttätiger linker Mob“? Das kann bedeuten: Scheiben einschlagen, Körperverletzung, das kann bedeuten, Muzicant sei im Hintergrund, koordiniert oder beeinflusst das, er sei der geistige Wegbereiter; also alles Mögliche kann das heißen. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Daher ist dieser Satz nicht zulässig! Das ist nicht zulässig! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Martin Graf hat geschrieben: „Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen.“ (Abg. Strache: Also, wenn man dagegen ist, dass ein nichteuropäisches Land wie Israel der EU beitritt, ist man ein Antisemit?!) – Nein! Was heißt „gewalttätiger linker Mob“? Das kann bedeuten: Scheiben einschlagen, Körperverletzung, das kann bedeuten, Muzicant sei im Hintergrund, koordiniert oder beeinflusst das, er sei der geistige Wegbereiter; also alles Mögliche kann das heißen. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Daher ist dieser Satz nicht zulässig! Das ist nicht zulässig! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Martin Graf hat geschrieben: „Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen.“ (Abg. Strache: Also, wenn man dagegen ist, dass ein nichteuropäisches Land wie Israel der EU beitritt, ist man ein Antisemit?!) – Nein! Was heißt „gewalttätiger linker Mob“? Das kann bedeuten: Scheiben einschlagen, Körperverletzung, das kann bedeuten, Muzicant sei im Hintergrund, koordiniert oder beeinflusst das, er sei der geistige Wegbereiter; also alles Mögliche kann das heißen. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Daher ist dieser Satz nicht zulässig! Das ist nicht zulässig! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kickl: Und wie führen Sie eine Debatte, Herr Cap?! Und dann soll ich Ihnen glauben?!
Bei aller Widersprüchlichkeit und bei aller kontroversiellen Debatte, die man selbstverständlich mit Herrn Muzicant führen kann und muss, keine Frage, muss man schon sagen: So nicht! Das ist keine Diskussion! Und solange Sie, Herr Präsident Graf, dazu keine klaren Worte gefunden haben, nimmt Ihnen auch niemand hier die Forderung nach Abrüstung der Worte wirklich ab. (Abg. Kickl: Und wie führen Sie eine Debatte, Herr Cap?! Und dann soll ich Ihnen glauben?!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das heißt, Sie stellen den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in die Gegend von Terroristen! – Wir kennen ja alle die Terrorismusdebatte, die auch gerade stattfindet. Das kann dann gehen bis hin zu Brandanschlägen oder sonst etwas. Daher sage ich Ihnen auch da: Eine solche Formulierung ist ebenfalls nicht tolerierbar! Das ist nicht tolerierbar! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Strache: Das wollen ja Sie verbieten! – Abg. Dr. Graf: Gott sei Dank gibt es die Gewaltenteilung!
Auch nicht tolerierbar ist die Formulierung, Martin Graf sei ein Opfer und müsse sich verbal zur Wehr setzen. – Herr Martin Graf ist rechtskundig und weiß daher sehr wohl, wie man sich rechtlich zur Wehr setzt, wenn es notwendig ist; Herr Martin Graf ist auch ein sehr eloquenter Abgeordneter und weiß daher sehr wohl, wie man sich politisch zur Wehr setzt. (Abg. Strache: Das wollen ja Sie verbieten! – Abg. Dr. Graf: Gott sei Dank gibt es die Gewaltenteilung!)
Abg. Strache: Das ist das gleiche Niveau!
Sich politisch zur Wehr setzen, heißt aber nicht, dass das den Vorwurf strafrechtlichen Verhaltens mitinkludieren würde – das habe ich schon am ersten Tag der Budgetdebatte gesagt –, und das inkludiert auch nicht all diese Unterstellungen. Es ist nicht akzeptabel, wenn Sie sagen, dieses Notwehrrecht beinhalte diese Art der Formulierungen! (Abg. Strache: Das ist das gleiche Niveau!) Herr Klubobmann Strache, das ist nicht in Ordnung, daher werden Sie diese Kritik von uns immer wieder hören!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
seinem Rücktritt und nach seiner Abwahl gibt! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Strache: Das ist letztklassig!
So geschehen, meine Damen und Herren, im Jahre 2002. Und zwar ging es darum, dass die grüne Spitzenkandidatin Lunacek bei einer Veranstaltung gemeint hat, dass das Handelsabkommen mit Israel aufzukündigen sei, wenn die Ursprungsbezeichnungen der Waren aus Israel nicht klarstellen, dass ... Diese Formulierung hat einige dort anwesende prominente Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde nicht zu Unrecht an die Nazi-Parole „Kauft nicht bei Juden!“ erinnert hat. (Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Strache: Das ist letztklassig!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ganz zu Recht hat Herr Professor Van der Bellen im Jahr 2002 konstatiert, dass einige Teile seiner Partei ein höchst zwiespältiges Verhältnis zum Staate Israel haben und es Antisemitismus sehr wohl in den Reihen der Grünen ist. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Und Sie von den Grünen kommen hier heraus und treten mit einem Leiberl mit der Aufschrift auf: „Eure Schande heißt Martin Graf.“ – Das, meine Damen und Herren, was Sie an Unehrlichkeit fabrizieren, geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie, Herr Cap, reklamieren, dass es unüblich sei, dass hohe Organe des Staates Begrifflichkeiten verwenden, die für Träger höchster Funktionen unüblich sind, messen aber mit vielerlei Maß; denn der Herr Bundeskanzler, der – laut protokollarischer Ordnung – über dem Zweiten Präsidenten des Nationalrates steht, darf offensichtlich sehr wohl unseren Klubobmann und Parteiobmann als „Hassprediger“ bezeichnen! Wenn aber unser Martin Graf eine verbale Notwehraktion setzt, die eine monatelange Vorgeschichte hat, darf das Ihrer Ansicht nach auf einmal nicht der Fall sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie klagen hier an und stellen den Antrag, dass das Ansehen Österreichs im Ausland zu retten beziehungsweise wiederherzustellen sei. – Wissen Sie, woran mich das erinnert? – Das erinnert mich an die Zeit des „Champagnisierens“, an die Zeit der „Sanktionen“, wo Ihre (in Richtung SPÖ) Spitzenrepräsentanten quer durch Europa gereist sind, um Stimmung zu machen gegen Österreich und gegen die damalige Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Dasselbe veranstalten Sie doch jetzt wieder! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Ausdruck ist eine Kampfterminologie des SED-Staates – und nicht irgendetwas, was Sie einseitig als „Unabhängigkeitserklärung“ interpretieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Dieses Haus soll einen Grundkonsens haben, wo sich alle zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, zur Ablehnung von Totalitarismus bekennen – aber nicht irgendetwas, das aus Ihrer linken ideologischen Versatzkiste stammt! Das ist nämlich unehrlich, wenn Sie das in einer ehrlichen Debatte beschwören. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Was Sie hier machen, ist eine miese Kampagne, ein Nestbeschmutzen im Ausland. Schämen Sie sich! (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist eine beschämende Diskussion und Debatte. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es darf in diesem Haus überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass dieses Haus geschlossen gegen jedes Extrem – egal, ob von links oder von rechts – auftritt. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Es darf in diesem Haus überhaupt keine Debatte darüber geben, dass die Würde des Menschen unteilbar ist, meine Damen und Herren. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und genauso klar wäre es, dass die Grünen hier herausgehen und sich für den Zwischenruf von Peter Pilz in Richtung Austrofaschismus bei Vizekanzler Pröll entschuldigen. Das wäre ein Beitrag. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.
Es ist unverantwortlich, meine Damen und Herren, für das Ansehen der Republik, dass hier begonnen wird, ein Extrem gegen das andere aufzurechnen. Es ist unverantwortlich, dass eine falsche Aussage gegen eine andere falsche Aussage aufgerechnet wird, meine Damen und Herren. Das darf in dieser Republik nicht Schule machen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.)
Lebhafter Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.
Das erwarte ich von Ihnen. Wenn Sie Manns genug sind und das, was Strache gesagt hat, wirklich ernst gemeint ist, dann gehen Sie heraus, entschuldigen Sie sich, ziehen Sie das mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Und genau dasselbe erwarte ich von Pilz. Das wäre ein Beitrag zur demokratischen Kultur in diesem Land, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Zunächst zu Herrn Vilimsky. Es ist schon ein starkes Stück. Wissen Sie, die eine Sache sind die laufenden Konflikte zwischen den Palästinensern und den Israelis, und jeder, der sich mit der Sache beschäftigt hat, weiß, dass das ein politisches Minenfeld ist. Kritisierst du die israelische Politik, bekommst du sofort den Vorwurf des Antisemitismus von der einen oder anderen Person und genauso umgekehrt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Nicht gegen eine Religionsgemeinschaft, sondern gegen eine Person!
Das ist ganz etwas anderes als das, was Herr Martin Graf vorgeführt hat. Martin Graf hat einen Ad-personam-Angriff geführt (Abg. Strache: Nicht gegen eine Religionsgemeinschaft, sondern gegen eine Person!), einen Ad-personam-Angriff auf Herrn Muzicant, und zwar in einer infamen Weise. Das ist der Unterschied. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ganz etwas anderes als das, was Herr Martin Graf vorgeführt hat. Martin Graf hat einen Ad-personam-Angriff geführt (Abg. Strache: Nicht gegen eine Religionsgemeinschaft, sondern gegen eine Person!), einen Ad-personam-Angriff auf Herrn Muzicant, und zwar in einer infamen Weise. Das ist der Unterschied. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Ein persönlicher Angriff in einer infamen Weise. Das sind ja alles Äußerungen, die Muzicant unterstellen, dass er ein Gewalttäter ist: Er unterstütze den „linken Mob, der auf der Straße gewalttätig ist“, der „Ziehvater des Terrorismus“. Er unterstütze die Anarchistenbanden und so weiter. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Das ist ein unflätiger, infamer Angriff auf einen Herrn, der zufällig auch Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde ist.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich frage mich, ob die ÖVP dem mit so großer Ruhe zuschauen würde, wenn es einer von ihnen wäre, der in der Weise angegriffen würde. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das frage ich mich langsam echt.
Beifall bei den Grünen.
Es ist doch lächerlich, so etwas als Entschuldigung zu bezeichnen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Ewald, du hast schon viel Ärgeres gesagt!
Verlängerter Arm, ich habe aber noch nie (Abg. Dr. Graf: Ewald, du hast schon viel Ärgeres gesagt!) – Bitte, dann heraus damit! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Recht-
Zwischenruf bei der ÖVP.
Verlängerter Arm, ich habe aber noch nie (Abg. Dr. Graf: Ewald, du hast schon viel Ärgeres gesagt!) – Bitte, dann heraus damit! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Recht-
Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Mag. Stefan.
Nein, er sagt: Du hast noch etwas Ärgeres gesagt!, obwohl er nicht weiß, was. Es ist daher gerechtfertigt, wenn die protokollarische Nummer vier dieses Landes ohne Tatsachensubstrat den Präsidenten der Kultusgemeinde 64 Jahre nach Kriegsende schlicht und einfach en passant ohne einen Gehalt zum Terroristen macht. Das ist das Problem. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Mag. Stefan.) – Das hat nichts mit Heuchelei zu tun. Das ist dermaßen instinktlos, für die Nummer vier dieses Landes unerträglich instinktlos und nebenbei auch dumm, schlicht und einfach dumm. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Nein, er sagt: Du hast noch etwas Ärgeres gesagt!, obwohl er nicht weiß, was. Es ist daher gerechtfertigt, wenn die protokollarische Nummer vier dieses Landes ohne Tatsachensubstrat den Präsidenten der Kultusgemeinde 64 Jahre nach Kriegsende schlicht und einfach en passant ohne einen Gehalt zum Terroristen macht. Das ist das Problem. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Mag. Stefan.) – Das hat nichts mit Heuchelei zu tun. Das ist dermaßen instinktlos, für die Nummer vier dieses Landes unerträglich instinktlos und nebenbei auch dumm, schlicht und einfach dumm. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wenn du ein Tatsachensubstrat hast, das beweist, dass Herr Dr. Muzicant mit dem Linksterrorismus unter einer Decke steckt, dann bitte hier heraus und auf den Tisch damit! Wenn du keines hast, dann mach, bitte, das, was Kollege Molterer von dir verlangt hat, und entschuldige dich. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) So einfach sind die Dinge. (Beifall bei BZÖ, SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, SPÖ, ÖVP und Grünen.
Wenn du ein Tatsachensubstrat hast, das beweist, dass Herr Dr. Muzicant mit dem Linksterrorismus unter einer Decke steckt, dann bitte hier heraus und auf den Tisch damit! Wenn du keines hast, dann mach, bitte, das, was Kollege Molterer von dir verlangt hat, und entschuldige dich. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) So einfach sind die Dinge. (Beifall bei BZÖ, SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Rufe bei der SPÖ in Richtung Besuchergalerie, wo sich jemand anschickt, ins Plenum zu fotografieren.
Die zum Entwurf des Bundesfinanzgesetzes 2009 eingebrachten Entschließungsanträge werde ich im Anschluss an die dritte Lesung in der Reihenfolge der Einbringung unter Berücksichtigung der vorliegenden Verlangen auf namentliche Abstimmung abstimmen lassen. (Rufe bei der SPÖ in Richtung Besuchergalerie, wo sich jemand anschickt, ins Plenum zu fotografieren.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Misstrauensantrag gegenüber der Bundesministerin für Inneres der Abgeordneten Mag. Stadler, Kolleginnen und Kollegen ist somit abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen aufgrund der untragbaren Aussagen des Dritten Präsidenten des Nationalrates ist somit abgelehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Rufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen: Ordnungsruf!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich nehme die unterbrochene Sitzung wieder auf und teile mit, dass wir die Wahl wiederholen müssen, da sich der Sachverhalt als richtig herausgestellt hat. (Rufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen: Ordnungsruf!) – Ich bitte um etwas Geduld und darum, mich aussprechen zu lassen.
Rufe bei SPÖ und BZÖ: Dem Vilimsky auch! – Anhaltende heftige Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Für die Mitnahme des Stimmzettels von Herrn Abgeordnetem Vilimsky durch Herrn Abgeordneten Lutz Weinzinger, wodurch nicht die persönliche und direkte Stimmabgabe durchgeführt worden ist, erteile ich Herrn Abgeordnetem Weinzinger einen Ordnungsruf. (Rufe bei SPÖ und BZÖ: Dem Vilimsky auch! – Anhaltende heftige Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Dazu ist, wie bereits bekannt, namentliche Abstimmung verlangt worden. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben noch einen ziemlich langen Abstimmungsvorgang vor uns, und Sie erleichtern es mir sicherlich, diesen ordnungsgemäß durchzuführen, indem sich der Geräuschpegel etwas senkt.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer beziehungsweise Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Abweichend von der Bekanntgabe des Stimmverhaltens durch Präsidenten Dr. Graf lautet das tatsächliche Abstimmungsergebnis wie folgt: abgegebene Stimmen: 175; davon „Ja“-Stimmen: 121 (+ 1 ungültig
(Abweichend von der Bekanntgabe des Stimmverhaltens durch Präsidenten Dr. Graf lautet das tatsächliche Abstimmungsergebnis wie folgt: abgegebene Stimmen: 175; davon „Ja“-Stimmen: 121 (+ 1 ungültig), „Nein“-Stimmen: 53.)
Beifall und Bravorufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.
Im Übrigen muss ich sagen, das ist überhaupt ein Sittenbild, das ist unfassbar, was sich da abspielt! Ehrlich, das ist nicht zu akzeptieren! (Beifall und Bravorufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das sage ich gerne!
Ich möchte wissen, was Sie zu tun gedenken. Welche andere Abstimmung ist davon betroffen? Oder waren es gar nicht zwei Abstimmungen? Sagen Sie, welche es war, dann wiederholen wir auch diese! (Abg. Ing. Westenthaler: Das sage ich gerne!) Ich finde, das ist unmöglich, so kann das nicht ablaufen! Wenn Sie es nicht genau sagen können, dann bin ich dafür, dass wir alle fünf namentlichen Abstimmungen wiederholen, damit das eine saubere Angelegenheit ist.
Beifall bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.
So kann das einfach nicht sein, das möchte ich einmal feststellen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.)
Abg. Weinzinger – in Richtung des Abg. Vilimsky –: Bei welcher war es denn? Bei der dritten? – Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen, weil Abg. Weinzinger zwar vor dem Mikrophon steht, aber nur leise mit Abg. Vilimsky spricht. – Rufe beim BZÖ: Das ist unglaublich!
Herr Abgeordneter Weinzinger, bitte. (Abg. Weinzinger – in Richtung des Abg. Vilimsky –: Bei welcher war es denn? Bei der dritten? – Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen, weil Abg. Weinzinger zwar vor dem Mikrophon steht, aber nur leise mit Abg. Vilimsky spricht. – Rufe beim BZÖ: Das ist unglaublich!)
Rufe beim BZÖ: Na super, das gibt es ja nicht! – Abg. Scheibner: Dann soll er sein Mandat zurücklegen!
Ich stelle noch einmal fest: Es war absolut keine böse Absicht! Es hat absolut nichts damit zu tun, dass ich eine Wahl verfälschen wollte oder Ähnliches, sondern ich habe eine Gefälligkeit getan. (Rufe beim BZÖ: Na super, das gibt es ja nicht! – Abg. Scheibner: Dann soll er sein Mandat zurücklegen!)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.
Mir ist bewusst, dass ich damit einen Fehler gemacht habe. Ich habe jetzt nur nachgefragt, bei welcher Abstimmung es war. Das war alles. Es war die dritte Abstimmung! (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Dafür gibt es mehrere Zeugen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eine seltsame Auffassung von Demokratie, muss ich wirklich sagen. (Beifall bei BZÖ und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Dafür gibt es mehrere Zeugen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ad hoc zu dem, was Herr Westenthaler gesagt hat: Ich bin nicht für, sondern gegen den Beitritt der Türkei. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist nur peinlich! – Abg. Scheibner: Das ist ja keine Parteisitzung in Simmering oder was! Wir sind hier im Parlament!
Ich möchte aber Folgendes klarstellen: Ich darf mich beim Präsidium, bei den Mitarbeitern, bei allen Mandataren entschuldigen. Hintergrund ist keine böse Absicht gewesen. Mir tut einfach die linke Zehe sehr, sehr weh, und ich war heute sehr viel (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist nur peinlich! – Abg. Scheibner: Das ist ja keine Parteisitzung in Simmering oder was! Wir sind hier im Parlament!) – Ihr könnt lachen, was ihr wollt! Ich habe (Abg. Ing. Westenthaler: Die linke Zehe!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die linke Zehe!
Ich möchte aber Folgendes klarstellen: Ich darf mich beim Präsidium, bei den Mitarbeitern, bei allen Mandataren entschuldigen. Hintergrund ist keine böse Absicht gewesen. Mir tut einfach die linke Zehe sehr, sehr weh, und ich war heute sehr viel (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist nur peinlich! – Abg. Scheibner: Das ist ja keine Parteisitzung in Simmering oder was! Wir sind hier im Parlament!) – Ihr könnt lachen, was ihr wollt! Ich habe (Abg. Ing. Westenthaler: Die linke Zehe!)
Ruf bei der ÖVP: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Vilimsky, das ist jetzt keine geschäftsordnungsmäßige Wortmeldung mehr. Ich werde die Sitzung für einige Minuten unterbrechen, damit die weitere Vorgehensweise beraten werden kann. (Ruf bei der ÖVP: Zur Geschäftsordnung!) – Entschuldigung, hat sich noch jemand zur Geschäftsordnung zu Wort gemeldet? – Der Klubobmann der ÖVP, Herr Abgeordneter Kopf, hat sich zu Wort gemeldet. – Bitte.
Beifall bei der ÖVP.
Nur, Herr Präsident, nach Rücksprache mit Herrn Dr. Zögernitz muss ich Folgendes sagen: Wenn einmal ein Ergebnis bei einer Abstimmung von Ihnen enunziert wurde, dann ist das seiner und auch meiner Meinung nach nicht mehr zu revidieren. – Ich bitte Sie, das bei Ihrer Entscheidung zu berücksichtigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Das ist eine sehr, sehr unerfreuliche Sache, keine Frage, aber ich halte ausdrücklich fest: Es hat keinen Wahlbetrug gegeben, denn alle Abgeordneten waren hier im Haus. Dass der Herr Abgeordnete Vilimsky Schmerzen hat und das nicht dem Präsidenten gemeldet hat, das ist der Fehler gewesen. (Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.)
Unruhe im Saal. – Ruf bei den Grünen: Alle anderen sind schuld!
Geschäftsordnungskonform wäre es gewesen, das zu melden, dann hätte der Herr Kollege Weinzinger nach erfolgter Meldung selbstverständlich korrekt und geschäftsordnungskonform den Stimmzettel einwerfen können. Also bitte machen Sie nicht künstlich einen Skandal daraus, den es nicht gegeben hat! (Unruhe im Saal. – Ruf bei den Grünen: Alle anderen sind schuld!)
Ruf bei den Grünen: Eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich glaube, es ist zu dem Thema alles gesagt. (Ruf bei den Grünen: Eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung!) – Noch eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Frau Klubobfrau der Grünen, entschuldigen Sie bitte, ich habe Sie übersehen. – Bitte.
Rufe bei der SPÖ: Nein!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich habe eine Frage: Stimmt die Anzahl der abgegebenen Stimmzettel mit den gezählten Abgaben überein? – (Rufe bei der SPÖ: Nein!) Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich um eine kurze Stehpräsidiale bitten, wie man diesen Fehler sanieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich habe eine Frage: Stimmt die Anzahl der abgegebenen Stimmzettel mit den gezählten Abgaben überein? – (Rufe bei der SPÖ: Nein!) Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich um eine kurze Stehpräsidiale bitten, wie man diesen Fehler sanieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Nicht „ungehörig“; sondern das ist !
Nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass es natürlich ungehörig und unbotmäßig ist, seine Stimme hier im Hohen Hause nicht direkt und persönlich abzugeben. (Abg. Öllinger: Nicht „ungehörig“; sondern das ist !)
ironische Heiterkeit im Saal
Wir sind ja auch Vorbild gegenüber der Öffentlichkeit (ironische Heiterkeit im Saal), und ich bitte das künftig zu beachten.
Rufe bei der FPÖ in Richtung eines auf der Galerie stehenden Fotografen –: Hey! Da ist ja schon wieder einer oben! Das ist ja unglaublich!
Wer hiefür eintritt, den ersuche ich um ein Zeichen der Bejahung. – Das ist ebenfalls einstimmig angenommen. (Rufe bei der FPÖ in Richtung eines auf der Galerie stehenden Fotografen –: Hey! Da ist ja schon wieder einer oben! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Vilimsky: Identitätsfeststellung!
Ich darf den Photographen bitten, nicht in die Reihen zu photographieren. Das ist die letzte Aufforderung, dass Sie das beachten! (Abg. Vilimsky: Identitätsfeststellung!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Damit ist das Budget für das Jahr 2010 verabschiedet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)