Eckdaten:
Für die 19. Sitzung der 26. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2350 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben dafür in den vergangenen Wochen in den diversen Gremien jede Menge Voodoorhetorik vom Sparen im System gehört. Ihre eigenen Zahlen überführen Sie hier aber des Gegenteils. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wenn man sucht, was der Grund für diese Entwicklung ist – es sind ja viele Maßnahmen diskutiert worden –, dann sieht man, dass vom Sparen im System herzlich wenig bleibt und dieser Sparelan erstaunlich erlahmt, wenn es um die eigenen Bedürfnisse geht, wenn es zum Beispiel darum geht, den Beamten- und den politischen Apparat in den Kabinetten, in den Generalsekretariaten und in anderen Bereichen mit zusätzlichen Mitarbeitern, die Sie sich genehmigt haben, signifikant zu vergrößern und aufzublähen. Das ist bedauerlich, weil über all dem, über diesen falschen Ausgaben, über dieser falschen Struktur in unserem Budget, die wirklichen Prioritäten vernachlässigt worden sind, die aus meiner Sicht auf der Hand liegen: Wir haben die Verpflichtung, Arbeitslosigkeit entschieden zu bekämpfen, auch wenn die Konjunktur jetzt besser wird. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Rädler: SPÖ ...!
Wir haben die Verpflichtung, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen – das muss eine Toppriorität bleiben –, fast 400 000 Menschen in Österreich sind ohne Arbeit und Zukunftsperspektiven. (Abg. Rädler: SPÖ ...!) Die Anstrengungen dürfen da nicht erlahmen! Und was machen Sie? – Sie streichen mit einer unglaublichen Härte und Konsequenz
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
alle Programme zusammen, die da Abhilfe schaffen würden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) Hunderte Millionen Euro werden dem AMS fehlen, und ehrlich gesagt habe ich überhaupt keine Erklärung dafür, warum Sie die Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre nicht mehr finanzieren. Jugendarbeitslosigkeit ist eine Geißel. Uns ist das wichtig – Ihnen ist es egal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
alle Programme zusammen, die da Abhilfe schaffen würden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) Hunderte Millionen Euro werden dem AMS fehlen, und ehrlich gesagt habe ich überhaupt keine Erklärung dafür, warum Sie die Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre nicht mehr finanzieren. Jugendarbeitslosigkeit ist eine Geißel. Uns ist das wichtig – Ihnen ist es egal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.
Weitere Priorität: Wir haben dafür zu sorgen, dass unsere Frauen tatsächliche Wahlfreiheit bekommen. Jede Frau in unserem Land muss ihren eigenen Lebensentwurf leben können: bei den Kindern zu Hause bleiben, Teilzeit arbeiten, eine Vollzeitbeschäftigung annehmen. Wir haben auch die Verpflichtung, in unsere Zukunft, in unsere Kinder und in das Bildungssystem zu investieren. Was Sie hier vorlegen, geht allerdings in eine völlig andere Richtung. Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, dann sieht man, dass insbesondere beim Ausbau der Kinderbetreuung massiv gespart wird. Wir hatten im Vorgängerbudget über 50 Millionen Euro für die Betreuung der unter Dreijährigen vorgesehen. Sie haben das auf 1 000 Euro zusammengestrichen. Damit können wir bestenfalls eine Runde Dreiradler im Parlamentskindergarten finanzieren, Herr Finanzminister, aber nicht den Kindergartenausbau, und schon gar nicht kann man damit das Recht auf Ganztagskinderbetreuung, das so wichtig wäre, etablieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war nicht einmal lustig! – Abg. Wöginger: Sehr lustig! – Abg. Höbart: Den Witz versteht nicht einmal der Herr Kern! Der Herr Fußi ist da der Redenschreiber!
Sie haben das abgelehnt, haben die Finanzierung auf die lange Bank geschoben und weigern sich auch jetzt, eine Finanzierung vorzusehen. Das führt zu Problemen, weil diese Diskussion nicht redlich ist. Das kann man finanzieren, aber es wird nicht funktionieren, wie es die ÖVP vorgeschlagen hat, indem man ein Bild auf die e-card klebt. Wobei: Ich habe nichts dagegen, wir können auch fünf Bilder auf die e-card kleben, von mir aus machen wir ein Panini-Album wie bei der Fußball-WM, dann haben wir den ganzen Staatshaushalt finanziert. – Das wäre ja so einfach, wenn es nach Ihnen geht. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war nicht einmal lustig! – Abg. Wöginger: Sehr lustig! – Abg. Höbart: Den Witz versteht nicht einmal der Herr Kern! Der Herr Fußi ist da der Redenschreiber!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben noch ein letztes Projekt vorgelegt, für das wir sehr viel Sympathie haben. Wir wissen, es muss eine Priorität sein, unser Pensionssystem so zu gestalten, dass Altersarmut vermieden wird. Wir haben es deshalb für existenziell gehalten, dass die Mindestpensionen erhöht werden. Wir haben mit der Erhöhung der Ausgleichszulage einen ersten Schritt gemacht. Jetzt geht es darum, einen nächsten Schritt zu machen und eine Mindestpension von 1 200 Euro bei längeren Versicherungszeiten zu ermöglichen. Der springende Punkt ist aber: So, wie diese Diskussion geführt wird, habe ich wieder kein Vertrauen darin, denn Sie versprechen das und haben es in Wahrheit im Budget nicht mit einem Cent abgebildet. Die Wahrheit ist: Auch da werden wieder die Frauen in unserem Land durch die Finger schauen, denn das Modell, das Sie hier vorlegen, 40 Jahre Versicherungszeiten, greift bei Frauen, die Kinder erziehen, heutzutage nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Schlechte Rede!
Ich fordere Sie deshalb auf, diese Budgetprioritäten noch einmal gründlich zu überarbeiten. Es ist wesentlich, dass wir hier dafür sorgen, dass tatsächlich die Zukunftschancen wahrgenommen werden, dass man die Chancen, die uns die Konjunktur, auch international, gibt, nicht verspielt. Es wäre notwendig, unseren Staatshaushalt mit mehr Ambition zu ordnen, denn was wir hier vorgelegt bekommen haben, ist definitiv eine Verschlechterung des finanziellen Status der Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Schlechte Rede!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wir starten in eine neue Zukunft, in eine gute, neue Zeit, und, Herr Klubobmann Kern, die Veränderung hat begonnen. Wer glaubt heute in Österreich noch, dass Sie je Bundeskanzler dieser Republik waren? Ihre Rede hat dazu nicht beigetragen, Herr Klubobmann Kern! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir legen ein Budget für die Jahre 2018 und 2019 vor, wie es das seit 65 Jahren in dieser Republik nicht mehr gegeben hat. Wir erzielen im Jahr 2019, meine Damen und Herren, einen Überschuss von über einer halben Milliarde Euro – und das ist es, worauf es ankommt, das sind wir den nachkommenden Generationen, unseren Kindern schuldig: hier einen Haushalt zu beschließen, der Nachhaltigkeit beinhaltet, der die nachkommenden Generationen berücksichtigt. Es ist eine Frage des Hausverstandes, meine Damen und Herren, dass man nicht auf Dauer mehr ausgeben kann, als man einnimmt. Das können wir zu Hause in unseren Einfamilienhäusern, in unseren Betrieben, in unseren Landwirtschaften nicht machen, und wir dürfen es auch im Staatshaushalt nicht tun, daher ist das ein gutes Budget mit einem Überschuss im Jahr 2019. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: 150 000 Kinder ...!
Noch dazu senken wir die Abgabenlast und die Steuern für die Menschen – weniger Schulden, weniger Steuern und mehr für die Menschen in diesem Lande! Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Das eine ist der Familienbonus Plus, ein Projekt mit 1,5 Milliarden Euro für 950 000 Familien in diesem Lande und für 1,6 Millionen Kinder. (Abg. Heinisch-Hosek: 150 000 Kinder ...!) Kinder sind die Zukunft unseres Landes, und wir investieren in die Familien mit Kindern. 1 500 Euro netto pro Jahr pro Kind – das erreicht man bereits bei 1 750 Euro brutto, meine Damen und Herren –, das ist die größte steuerliche Entlastung für Familien mit Kindern der letzten Jahrzehnte, und wir setzen das um. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Noch dazu senken wir die Abgabenlast und die Steuern für die Menschen – weniger Schulden, weniger Steuern und mehr für die Menschen in diesem Lande! Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Das eine ist der Familienbonus Plus, ein Projekt mit 1,5 Milliarden Euro für 950 000 Familien in diesem Lande und für 1,6 Millionen Kinder. (Abg. Heinisch-Hosek: 150 000 Kinder ...!) Kinder sind die Zukunft unseres Landes, und wir investieren in die Familien mit Kindern. 1 500 Euro netto pro Jahr pro Kind – das erreicht man bereits bei 1 750 Euro brutto, meine Damen und Herren –, das ist die größte steuerliche Entlastung für Familien mit Kindern der letzten Jahrzehnte, und wir setzen das um. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das Budget dafür?
Zwischen 1 350 und 1 950 Euro brutto, meine Damen und Herren, verdienen Menschen, die zum Beispiel bei der Post arbeiten, die im Gastgewerbe arbeiten, die im Handel arbeiten oder auch Tischler – und die entlasten wir im Durchschnitt mit 300 Euro pro Jahr. (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das Budget dafür?) Wissen Sie, für diese Menschen ist das viel Geld, und es ist unverständlich, dass Sie diese Maßnahme nicht mitgetragen haben. Wir entlasten die Leistungsträger in unserem Lande. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zwischen 1 350 und 1 950 Euro brutto, meine Damen und Herren, verdienen Menschen, die zum Beispiel bei der Post arbeiten, die im Gastgewerbe arbeiten, die im Handel arbeiten oder auch Tischler – und die entlasten wir im Durchschnitt mit 300 Euro pro Jahr. (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das Budget dafür?) Wissen Sie, für diese Menschen ist das viel Geld, und es ist unverständlich, dass Sie diese Maßnahme nicht mitgetragen haben. Wir entlasten die Leistungsträger in unserem Lande. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... Staatsanwälte! ... Richter!
Wir geben auch mehr Geld für die Sicherheit aus. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen, was in diesem Budget auch abgebildet ist: mehr Polizisten, 2 100 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten, 2 000 zusätzliche Ausbildungsplätze. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Staatsanwälte! ... Richter!) Wir investieren in die Sicherheit dieses Landes, weil es uns wichtig ist, den Menschen die Sicherheit zu geben. Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt, und das bildet dieses Budget auch für die Zukunft ab. Ich bedanke mich auch bei allen Exekutivorganen in Österreich, die tagtäglich hervorragende Arbeit für unsere Menschen, für die Bevölkerung leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir geben auch mehr Geld für die Sicherheit aus. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen, was in diesem Budget auch abgebildet ist: mehr Polizisten, 2 100 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten, 2 000 zusätzliche Ausbildungsplätze. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Staatsanwälte! ... Richter!) Wir investieren in die Sicherheit dieses Landes, weil es uns wichtig ist, den Menschen die Sicherheit zu geben. Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt, und das bildet dieses Budget auch für die Zukunft ab. Ich bedanke mich auch bei allen Exekutivorganen in Österreich, die tagtäglich hervorragende Arbeit für unsere Menschen, für die Bevölkerung leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir entlasten auch die heimische Wirtschaft. Wir senken den Mehrwertsteuersatz für den Tourismus von 13 auf 10 Prozent. Das ist eine wichtige Maßnahme für unsere Betriebe, Hotelleriebetriebe, Gastronomiebetriebe – wir freuen uns, wenn wir dort mit unseren Familien Urlaub machen können. Weiters: plus 200 Millionen Euro für die Digitalisierung, 1 Milliarde Euro zusätzlich für den Breitbandausbau. Der Breitbandausbau ist das wichtigste Infrastrukturprojekt für den ländlichen Raum. Ich komme aus dem ländlichen Raum, aus dem Innviertel in Oberösterreich, und es ist uns ein ganz besonderes Anliegen, in den Breitbandausbau zu investieren. Das sind die Arbeitsplätze von morgen, auch im ländlichen Raum, die wir unbedingt erhalten und fördern müssen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und wir sparen im System! Ja, Herr Klubobmann Kern, wir sparen im System: bei den Förderungen, bei den Mietkosten für die Bundesgebäude. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja, wir schaffen auch Aktionen wie den Beschäftigungsbonus und die Aktion 20 000 ab, weil wir der Meinung sind, dass wir in einer Hochkonjunkturphase nicht zusätzlich mit Steuergeldern investieren müssen, wenn das die Betriebe ohnedies tun. Und: Wenn es weniger Flüchtlinge gibt, dann haben wir auch weniger Kosten; das ist eine Frage des Hausverstandes.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Weil Sie das AMS angesprochen haben, fühle ich mich als Sozialsprecher der Volkspartei auch aufgefordert, hier noch ein paar Worte zu sagen: Das AMS-Budget wurde vom Verwaltungsrat einstimmig angenommen, da haben die roten Gewerkschafter zugestimmt. Warum haben sie zugestimmt? – Weil es ein gutes Budget ist! Wir haben im Jahr 2018 pro Arbeitslosem sogar etwas mehr Geld zur Verfügung, als wir 2017 pro Arbeitslosem ausgegeben haben; deshalb haben die roten Gewerkschafter im Verwaltungsrat des AMS zugestimmt: weil es ein gutes Budget ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Wir nehmen unseren Auftrag ernst, wir arbeiten für die Menschen in diesem Lande unter dem Aspekt: weniger Schulden, weniger Steuern, mehr für die Menschen in Österreich, für die Bürgerinnen und Bürger! (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ich bedanke mich, Herr Finanzminister, Herr Staatssekretär, auch bei der Regierungsspitze für dieses vorgelegte Budget. Wer es mit den Menschen in diesem Lande gut meint, der stimmt diesem Budget 2018/2019 zu. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir nehmen unseren Auftrag ernst, wir arbeiten für die Menschen in diesem Lande unter dem Aspekt: weniger Schulden, weniger Steuern, mehr für die Menschen in Österreich, für die Bürgerinnen und Bürger! (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ich bedanke mich, Herr Finanzminister, Herr Staatssekretär, auch bei der Regierungsspitze für dieses vorgelegte Budget. Wer es mit den Menschen in diesem Lande gut meint, der stimmt diesem Budget 2018/2019 zu. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Peinlich!
Es ist, glaube ich, erkannt worden, Herr Finanzminister, dass Sie ein differenzierter Mensch sind, der die Dinge hier an und für sich mit Sachverstand angeht; umso verwunderlicher ist für mich, dass Sie Reformen nicht angehen. Ich kann es nur damit erklären, dass eben im Hintergrund die Widerstände doch wesentlich größer sind, als landläufig bekannt ist, dass die Verstrickungen des alten Systems in keinster Weise gelöst sind, sondern dass das nur für den Wahlkampf wegretuschiert wurde – so wie auch Bilder im Hintergrund wegretuschiert werden, Herr Bundeskanzler, wenn Sie irgendwo an einem Tisch sitzen und ein Foto davon dann veröffentlicht wird. (Ruf bei der SPÖ: Peinlich!) So haben Sie es geschafft, die Bevölkerung ein Stück weit zu verschaukeln und während des Wahlkampfs irgendwie ein Bild zu photoshoppen, das geglaubt wurde, das sich aber zunehmend als Trugbild entpuppt.
Beifall bei den NEOS.
Da haben Sie keine Antworten, da sagen Sie: Reformen brauchen wir nicht, alles in Ordnung! – Sie wissen, dass Sie sich damit in den eigenen Sack lügen. Das ist nicht fair, das ist nicht enkelfit, das ist nicht zukunftsfit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Vor der Wahl wird munter mitgetanzt. Zum Beispiel die Abschaffung des Pflegeregresses: Die Bundesländer sind das mitgehüpft, einstimmig im Bundesrat. Also entweder haben wir eine Länderkammer und die überlegt sich das ordentlich, oder wir brauchen den Bundesrat nicht! – Ich glaube, wir brauchen ihn nicht, weil er auch in Geiselhaft von Parteipolitik ist. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.) Sind die Wahlen vorbei, kriechen sie raus und sagen: Das geht so nicht mit uns! Und natürlich haben sie recht, es geht so nicht, dass man den Leuten die echten Zahlen verheimlicht und ein paar Monate später erkennt, dass man irgendwie ein großes Problem hat. Man kann so nicht ernsthaft Politik machen, das geht einfach nicht so. (Abg. Rosenkranz: Oja, das geht bei uns! Sehr sogar!) – Nicht ernsthaft, das ist der Unterschied, Herr Rosenkranz. Man kann so Politik machen, aber das nennt man dann nationalpopulistisch oder sonst irgendwie, aber das ist nicht ernsthaft (Abg. Rosenkranz: Sehr! Das ist eine sehr ernste Politik, die hier betrieben wird, das hat mit Bäumeumarmen überhaupt nichts zu tun!); das ist, die Leute verschaukeln, aber nicht ernst nehmen.
Abg. Rosenkranz: Oja, das geht bei uns! Sehr sogar!
Vor der Wahl wird munter mitgetanzt. Zum Beispiel die Abschaffung des Pflegeregresses: Die Bundesländer sind das mitgehüpft, einstimmig im Bundesrat. Also entweder haben wir eine Länderkammer und die überlegt sich das ordentlich, oder wir brauchen den Bundesrat nicht! – Ich glaube, wir brauchen ihn nicht, weil er auch in Geiselhaft von Parteipolitik ist. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.) Sind die Wahlen vorbei, kriechen sie raus und sagen: Das geht so nicht mit uns! Und natürlich haben sie recht, es geht so nicht, dass man den Leuten die echten Zahlen verheimlicht und ein paar Monate später erkennt, dass man irgendwie ein großes Problem hat. Man kann so nicht ernsthaft Politik machen, das geht einfach nicht so. (Abg. Rosenkranz: Oja, das geht bei uns! Sehr sogar!) – Nicht ernsthaft, das ist der Unterschied, Herr Rosenkranz. Man kann so Politik machen, aber das nennt man dann nationalpopulistisch oder sonst irgendwie, aber das ist nicht ernsthaft (Abg. Rosenkranz: Sehr! Das ist eine sehr ernste Politik, die hier betrieben wird, das hat mit Bäumeumarmen überhaupt nichts zu tun!); das ist, die Leute verschaukeln, aber nicht ernst nehmen.
Abg. Rosenkranz: Sehr! Das ist eine sehr ernste Politik, die hier betrieben wird, das hat mit Bäumeumarmen überhaupt nichts zu tun!
Vor der Wahl wird munter mitgetanzt. Zum Beispiel die Abschaffung des Pflegeregresses: Die Bundesländer sind das mitgehüpft, einstimmig im Bundesrat. Also entweder haben wir eine Länderkammer und die überlegt sich das ordentlich, oder wir brauchen den Bundesrat nicht! – Ich glaube, wir brauchen ihn nicht, weil er auch in Geiselhaft von Parteipolitik ist. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.) Sind die Wahlen vorbei, kriechen sie raus und sagen: Das geht so nicht mit uns! Und natürlich haben sie recht, es geht so nicht, dass man den Leuten die echten Zahlen verheimlicht und ein paar Monate später erkennt, dass man irgendwie ein großes Problem hat. Man kann so nicht ernsthaft Politik machen, das geht einfach nicht so. (Abg. Rosenkranz: Oja, das geht bei uns! Sehr sogar!) – Nicht ernsthaft, das ist der Unterschied, Herr Rosenkranz. Man kann so Politik machen, aber das nennt man dann nationalpopulistisch oder sonst irgendwie, aber das ist nicht ernsthaft (Abg. Rosenkranz: Sehr! Das ist eine sehr ernste Politik, die hier betrieben wird, das hat mit Bäumeumarmen überhaupt nichts zu tun!); das ist, die Leute verschaukeln, aber nicht ernst nehmen.
Abg. Rosenkranz: Bei uns wird gearbeitet! Wir machen nicht nur Botschaften wie Sie!
Nächster Punkt: Bildungsbereich. Sie kürzen im Bildungsbereich. Bei der Innovationsstiftung für Bildung gehen Sie von 50 Millionen runter auf 2 Millionen Euro. Die Botschaft ist: Wir brauchen keine Innovation in der Bildung, alles paletti! (Abg. Rosenkranz: Bei uns wird gearbeitet! Wir machen nicht nur Botschaften wie Sie!) Ist alles paletti, wenn 23 Prozent mit 15 Jahren nach neun Jahren Schule nicht lesen können? – Nein, da ist nicht alles paletti! (Abg. Rosenkranz: ... vollkommener Unsinn!) Das ist Zukunftsraub im großen Stil.
Abg. Rosenkranz: ... vollkommener Unsinn!
Nächster Punkt: Bildungsbereich. Sie kürzen im Bildungsbereich. Bei der Innovationsstiftung für Bildung gehen Sie von 50 Millionen runter auf 2 Millionen Euro. Die Botschaft ist: Wir brauchen keine Innovation in der Bildung, alles paletti! (Abg. Rosenkranz: Bei uns wird gearbeitet! Wir machen nicht nur Botschaften wie Sie!) Ist alles paletti, wenn 23 Prozent mit 15 Jahren nach neun Jahren Schule nicht lesen können? – Nein, da ist nicht alles paletti! (Abg. Rosenkranz: ... vollkommener Unsinn!) Das ist Zukunftsraub im großen Stil.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Kolba.
die Direktorenbestellung direkt im Zugriff durch die Landesregierung. Da muss man sich fragen, warum. Wollen Sie Gutes für die jungen Menschen? – Nein, Sie wollen Parteipolitik in die Schulen hineinbringen, Sie wollen 6 000 Schuldirektorinnen und ‑direktoren weiterhin entlang des Parteibuchs bestellen. Und das ist „Zeit für Neues“, Sebastian Kurz?! Ernsthaft? Da bleibt einem doch die Spucke weg, das kann doch nicht ernst sein! (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Kolba.)
Abg. Rosenkranz: Weil sie nicht glauben, was Sie sagen! Sie glauben halt nicht, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Das sind Dinge, wenn ich das den Menschen sage, dann schütteln sie nur den Kopf. (Abg. Rosenkranz: Weil sie nicht glauben, was Sie sagen! Sie glauben halt nicht, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Und wenn wir ehrlich sind: Wenn wir unter vier Augen sprechen, wenn jeder von Ihnen dem besten Wissen und Gewissen folgt, dann, behaupte ich, finden Sie da herinnen keine fünf Leute, die sagen, das ist richtig. (Abg. Jarolim: Völlig richtig! – Abg. Rosenkranz: Machen wir eine Abstimmung!) Keine fünf Leute finden Sie, keine fünf Personen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Ich finde keine fünf Leute für die NEOS bei mir daheim!)
Abg. Jarolim: Völlig richtig! – Abg. Rosenkranz: Machen wir eine Abstimmung!
Das sind Dinge, wenn ich das den Menschen sage, dann schütteln sie nur den Kopf. (Abg. Rosenkranz: Weil sie nicht glauben, was Sie sagen! Sie glauben halt nicht, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Und wenn wir ehrlich sind: Wenn wir unter vier Augen sprechen, wenn jeder von Ihnen dem besten Wissen und Gewissen folgt, dann, behaupte ich, finden Sie da herinnen keine fünf Leute, die sagen, das ist richtig. (Abg. Jarolim: Völlig richtig! – Abg. Rosenkranz: Machen wir eine Abstimmung!) Keine fünf Leute finden Sie, keine fünf Personen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Ich finde keine fünf Leute für die NEOS bei mir daheim!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Ich finde keine fünf Leute für die NEOS bei mir daheim!
Das sind Dinge, wenn ich das den Menschen sage, dann schütteln sie nur den Kopf. (Abg. Rosenkranz: Weil sie nicht glauben, was Sie sagen! Sie glauben halt nicht, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Und wenn wir ehrlich sind: Wenn wir unter vier Augen sprechen, wenn jeder von Ihnen dem besten Wissen und Gewissen folgt, dann, behaupte ich, finden Sie da herinnen keine fünf Leute, die sagen, das ist richtig. (Abg. Jarolim: Völlig richtig! – Abg. Rosenkranz: Machen wir eine Abstimmung!) Keine fünf Leute finden Sie, keine fünf Personen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Ich finde keine fünf Leute für die NEOS bei mir daheim!)
Abg. Jarolim: Mehr als ein Haltungsfehler!
Wenn diese neue alte ÖVP – black is back – und die FPÖ gemeinsam hier in ihre qualifizierten Öffentlichkeiten treten, dann evaporieren der Hausverstand und die intellektuelle Redlichkeit, dann regiert wieder Parteipolitik vor dem, was für die Menschen wirklich wichtig ist – und das kreide ich an, und das findet auch Ausdruck in diesem Budget. Das ist ein Haltungsfehler, den Sie meines Erachtens hier haben (Abg. Jarolim: Mehr als ein Haltungsfehler!) – mehr als ein Haltungsfehler, aber jedenfalls auch ein Haltungsfehler.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Der Lieblingsbaum hat letztens gesagt, man soll sich mehr um die Baumschulen kümmern!
Deswegen werden wir uns weiterhin den Themen widmen, die für das Land so wichtig sind. Wir werden weiter unsere Vorschläge einbringen. Es ist Aufgabe der Opposition, Ihnen auf die Finger zu schauen. Herr Minister, ich glaube, dass Sie persönlich es besser können, und ich ermutige Sie, sich von den Fesseln und den Fängen der Parteipolitik loszusagen. Sie haben noch vier Jahre Zeit, alles Gute dafür! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Der Lieblingsbaum hat letztens gesagt, man soll sich mehr um die Baumschulen kümmern!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Schwache Ansage!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Kanzler! Geschätzte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Herr Kollege Strolz, man hat es Ihnen angesehen: Es ist nicht ganz einfach, ein gutes Budget schlechtzureden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Schwache Ansage!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Faktum ist auch – das ist richtig –, wir haben eine gute Konjunktur. Die Frage ist, wozu man diese gute Konjunktur nutzt und was man in Zeiten einer guten Konjunktur macht. Lebt man weiter über die Verhältnisse und leistet sich vielleicht Dinge, die man sich sonst nicht leisten kann, oder senkt man die Steuer- und Abgabenquote, leitet Reformen ein, die Sie auch hier richtigerweise angesprochen haben, und baut die Schulden ab? – Das ist der eine Weg, die Senkung der Steuer- und Abgabenquote und der Abbau der Schulden; der andere Weg bedeutet neue Steuern, neue Schulden und weiterhin ein Leben über die Verhältnisse. Wir haben uns für den Weg entschieden, dass wir heute sagen, wir senken die Steuer- und Abgabenquote, bauen Schulden ab und leiten Reformen ein. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben natürlich Diskussionen und es gibt Aufregungen, wie man diese Reformen angeht. Jeder, der betroffen ist, ist natürlich jemand, der davon überzeugt werden muss, dass diese Reform richtig ist. Nicht alle, die betroffen sind, haben unbedingt Freude mit den Reformen, aber man muss halt schauen, dass man diese Reformen sozial verträglich gestaltet. Es ist einfach notwendig, dass wir unseren Staat zukunftsfit machen, und wir müssen die Last für die, die diesen Staat, diesen für uns so wichtigen Sozialstaat erhalten, verringern, damit wir auch in Zukunft darin leben können und unsere Kinder die Möglichkeit haben, in diesem Sozialstaat groß zu werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist auch Faktum, dass in den Budgets 2018 und 2019 – es sind heute schon viele Beispiele erwähnt worden – entsprechende Steuersenkungen enthalten sind, zum Beispiel auch für Geringverdiener, obwohl hier immer gesagt wird, dass wir für die Geringverdiener nichts tun, nämlich in Summe 140 Millionen Euro; weiters der Familienbonus, Absetzbetrag pro Kind: rund 700 Millionen Euro; Senkung der Lohnnebenkosten: rund 700 Millionen Euro. Auf der anderen Seite gibt man mehr Geld aus: mehr Geld für Pflege und Soziales: 800 Millionen Euro in den nächsten Jahren; mehr Geld für den Bereich Bildung und Forschung – also es stimmt nicht, dass da gespart wird –: fast 2 Milliarden Euro. Jeder, der heute im Forschungsbereich tätig ist, Universitäten sind sehr froh über dieses Budget, weil es erstmals etwas ist, was wirklich in die richtige Richtung geht, was die Ausbildung und die Bildung unserer jungen Leute betrifft. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn Sie, Herr Kollege Kern, heute als Beispiel hier den Kindergarten hernehmen und als mögliche und wichtige Maßnahmen die Ganztagskinderbetreuung ansprechen, muss ich sagen: Selbstverständlich ist das eine wichtige Maßnahme, aber dann müssen Sie auch dazusagen, dass es dafür keine Bundeskompetenz gibt. Das betrifft die Kompetenz der Gemeinden. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... den Ländern vom Bund! Das ist ja unglaublich!
Wir betreiben in unserer Gemeinde seit 2004 einen Ganztagskindergarten mit altersübergreifender Kinderbetreuung von eineinhalb Jahren bis 15 Jahre. Wir bieten das unseren Bürgern, unseren Familien an, und das wird natürlich auch angenommen. Das ist wichtig, und man muss den Gebietskörperschaften, die dafür verantwortlich sind, die entsprechenden Mittel dafür geben. Es ist aber nicht Aufgabe des Nationalrates, über eine Ganztagskinderbetreuung zu diskutieren, weil es keine Zuständigkeit dafür gibt, weil die Zuständigkeit bei der Gebietskörperschaft Gemeinde liegt. Den Gemeinden muss man natürlich durch eine entsprechende Aufgaben-, Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung die entsprechenden Mittel dafür zur Verfügung stellen. Das ist in den letzten Jahren nicht passiert, und ich denke, diese Maßnahmen muss man einfach in den nächsten Jahren angehen (Abg. Heinisch-Hosek: ... den Ländern vom Bund! Das ist ja unglaublich!) und in unserem föderalistischen Staat die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, Frau Kollegin (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist das Abschieben der Verantwortung! Unfassbar!), unter Berücksichtigung der einzelnen Gebietskörperschaften, die ich für sehr gut halte, im Gegensatz zu Herrn Kollegen Strolz, der ja die Länder, unsere Landeshauptleute hier immer als Landesfürsten beschimpft. Ich finde das nicht in Ordnung. Die machen gute Arbeit; auch jeder Gemeinderat und jeder Bürgermeister macht gute Arbeit, nur muss er die entsprechenden Mittel für seine Arbeit bekommen. Ich glaube, das ist die Aufgabe der Politik und das ist die Aufgabe, die wir hier herinnen zu leisten haben, dann wird es auch in allen Bereichen eine Verbesserung geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist das Abschieben der Verantwortung! Unfassbar!
Wir betreiben in unserer Gemeinde seit 2004 einen Ganztagskindergarten mit altersübergreifender Kinderbetreuung von eineinhalb Jahren bis 15 Jahre. Wir bieten das unseren Bürgern, unseren Familien an, und das wird natürlich auch angenommen. Das ist wichtig, und man muss den Gebietskörperschaften, die dafür verantwortlich sind, die entsprechenden Mittel dafür geben. Es ist aber nicht Aufgabe des Nationalrates, über eine Ganztagskinderbetreuung zu diskutieren, weil es keine Zuständigkeit dafür gibt, weil die Zuständigkeit bei der Gebietskörperschaft Gemeinde liegt. Den Gemeinden muss man natürlich durch eine entsprechende Aufgaben-, Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung die entsprechenden Mittel dafür zur Verfügung stellen. Das ist in den letzten Jahren nicht passiert, und ich denke, diese Maßnahmen muss man einfach in den nächsten Jahren angehen (Abg. Heinisch-Hosek: ... den Ländern vom Bund! Das ist ja unglaublich!) und in unserem föderalistischen Staat die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, Frau Kollegin (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist das Abschieben der Verantwortung! Unfassbar!), unter Berücksichtigung der einzelnen Gebietskörperschaften, die ich für sehr gut halte, im Gegensatz zu Herrn Kollegen Strolz, der ja die Länder, unsere Landeshauptleute hier immer als Landesfürsten beschimpft. Ich finde das nicht in Ordnung. Die machen gute Arbeit; auch jeder Gemeinderat und jeder Bürgermeister macht gute Arbeit, nur muss er die entsprechenden Mittel für seine Arbeit bekommen. Ich glaube, das ist die Aufgabe der Politik und das ist die Aufgabe, die wir hier herinnen zu leisten haben, dann wird es auch in allen Bereichen eine Verbesserung geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir betreiben in unserer Gemeinde seit 2004 einen Ganztagskindergarten mit altersübergreifender Kinderbetreuung von eineinhalb Jahren bis 15 Jahre. Wir bieten das unseren Bürgern, unseren Familien an, und das wird natürlich auch angenommen. Das ist wichtig, und man muss den Gebietskörperschaften, die dafür verantwortlich sind, die entsprechenden Mittel dafür geben. Es ist aber nicht Aufgabe des Nationalrates, über eine Ganztagskinderbetreuung zu diskutieren, weil es keine Zuständigkeit dafür gibt, weil die Zuständigkeit bei der Gebietskörperschaft Gemeinde liegt. Den Gemeinden muss man natürlich durch eine entsprechende Aufgaben-, Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung die entsprechenden Mittel dafür zur Verfügung stellen. Das ist in den letzten Jahren nicht passiert, und ich denke, diese Maßnahmen muss man einfach in den nächsten Jahren angehen (Abg. Heinisch-Hosek: ... den Ländern vom Bund! Das ist ja unglaublich!) und in unserem föderalistischen Staat die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, Frau Kollegin (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist das Abschieben der Verantwortung! Unfassbar!), unter Berücksichtigung der einzelnen Gebietskörperschaften, die ich für sehr gut halte, im Gegensatz zu Herrn Kollegen Strolz, der ja die Länder, unsere Landeshauptleute hier immer als Landesfürsten beschimpft. Ich finde das nicht in Ordnung. Die machen gute Arbeit; auch jeder Gemeinderat und jeder Bürgermeister macht gute Arbeit, nur muss er die entsprechenden Mittel für seine Arbeit bekommen. Ich glaube, das ist die Aufgabe der Politik und das ist die Aufgabe, die wir hier herinnen zu leisten haben, dann wird es auch in allen Bereichen eine Verbesserung geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wie gesagt, es gibt den Weg: neue Steuern, neue Schulden, über die Verhältnisse leben; aber auch den Weg: Schulden senken, Steuer- und Abgabenquote senken und die entsprechenden Reformen einleiten. Letzteres sind wir nicht nur der Jugend schuldig, die die Zukunft unseres Landes bedeutet, sondern auch der älteren Generation, die diesen Sozialstaat aufgebaut hat. Das ist der richtige Weg, und deswegen ersuche ich Sie, heute und auch in den nächsten Tagen, wenn wir hier dieses Budget im Detail diskutieren werden, noch einmal in sich zu gehen und zu überlegen, ob Sie nicht doch diesem Budget zustimmen sollten. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Richtig, das ist auch so! Bravo!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (PILZ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wenn es nach Herrn Finanzminister Löger geht, hat er hier ein tolles Budget vorgelegt. (Abg. Rosenkranz: Richtig, das ist auch so! Bravo!) Er ist stolz darauf – es ist eine Zeitenwende. Ich aber sage Ihnen, wir haben uns das Budget sehr, sehr genau angeschaut, wir haben es analysiert, wir haben das letzte Woche im Ausschuss diskutiert und mein Befund ist ein anderer; ich werde ihn jetzt präsentieren.
Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Kern.
Ich erinnere daran, was die Regierungsverhandler Anfang November noch gesagt haben: Sie haben davon geredet, dass das Budgetdefizit im Jahr 2018 steigen wird. Das hat damals niemand mehr verstanden. Keine der Prognosen, die national, aber auch von der Europäischen Kommission vorgelegt wurden, sind in diese Richtung gegangen. Die Regierungsverhandler haben schlicht und einfach nicht kapiert, dass eine sehr, sehr gute Konjunktur Auswirkungen auf den Budgetsaldo hat. Und im Nachziehverfahren quasi, mit der Vorlage dieses Doppelbudgets, haben Sie diese Ihre Meinung korrigiert – spät, aber immerhin. Von Zeitenwende kann allein deshalb aber keine Rede sein. (Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Kern.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Das ganz Entscheidende ist meines Erachtens aber die soziale Frage, und an der sozialen Frage zeigt sich die tatsächliche, die wahre Zeitenwende dieser beiden Budgets. Wenn wir uns die Maßnahmen anschauen, die in diesen Budgets enthalten sind, den Familienbonus Plus, die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge, die Senkung der Umsatzsteuer für die Hoteliers, dann sehen wir, dass im Wesentlichen sogenannte Leistungsträger entlastet werden – Klientel der ÖVP. ÖVP-Klientelpolitik vom Feinsten wird hier betrieben! (Beifall bei der Liste Pilz.) Jene Menschen aber, die auch Leistungsträger in dieser Republik sind, die Bezieher niedriger Einkommen, die Bezieher von Einkommen, die so niedrig sind, dass keine Lohn- und Einkommensteuer zu bezahlen ist, die erhalten wenig bis nichts.
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nehmen wir den Familienbonus Plus her, Herr Kollege Wöginger: Die gut Verdienenden profitieren davon mit bis zu 1 500 Euro pro Kind, und die Alleinerzieherin, die ein Einkommen unter 1 250 Euro brutto monatlich hat, mit maximal – maximal, Herr Kollege, hören Sie mir gut zu! – 250 Euro; das ist gerade einmal ein Sechstel davon. Ist bei Ihnen nicht jedes Kind gleich viel wert? – Bei mir schon. Ich glaube, das wäre sozial gerecht. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Wo aber wird nicht gekürzt? – Nicht gekürzt wird in der Verwaltung. Das Sparen im System wird immer genannt, aber ich habe mir das genauer angeschaut: Bei Ihnen zum Beispiel, in Ihrem Ressort, Herr Finanzminister, wachsen die Personalausgaben in der Zentralverwaltung um satte 4,9 Prozent. Das nennen Sie Sparen im System? Meinen Sie das wirklich ernst? Nicht viel anders ist es bei Ihnen, Herr Vizekanzler: Auch in Ihrem Bereich nimmt der Personalaufwand ebenso wie der betriebliche Sachaufwand zu. – Sie sparen eben nicht im System. Sie behaupten aber, dass Sie es tun. In Wahrheit haben wir es hier mit einem Phänomen zu tun, das heißt: Absaugen von heißer Luft in der Größenordnung von 1 Milliarde Euro. (Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Strolz.) Das ist plumpeste Budgettrickserei, wir kennen das aus der Vergangenheit!
Ruf: Themaverfehlung!
Gar nicht gespart wird bei den hohen Einkommen oder bei den Reichen (Ruf: Themaverfehlung!), sodass wir aus der Verteilungsperspektive, ich möchte es noch einmal betonen, eine Umverteilung von unten nach oben haben. Das ist der traurige Befund, den ich machen muss.
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Warum ist das in Wirklichkeit ein Skandal? – Es wurde eine Evaluierung des Haushaltsrechts gemacht, diese hat 200 000 Euro gekostet, und Sie enthalten die Ergebnisse dieser Evaluierung diesem Hause vor. Und ohne Not und ohne diese Ergebnisse hier zu diskutieren verlegen Sie ganz einfach die Debatten zum Bundesfinanzrahmen in den Herbst. Unerträglich! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Lassen Sie mich abschließend auch noch auf einen Punkt hinweisen, der mich vergangene Woche im Budgetausschuss schon sehr gestört hat: Es wurde dort nämlich ein Abänderungsantrag von ÖVP, FPÖ, SPÖ, aber auch NEOS eingebracht, mit dem die Mittel dieses Hauses aufgestockt werden. Teilweise sind das Mittelsteigerungen, die aus meiner Sicht – gegeben die Kürzung in anderen Bereichen und gegeben die Kürzung bei den niedrigen Einkommen – inakzeptabel sind. Aus den hier vorgetragenen Gründen werden wir weder diesem Abänderungsantrag noch dem Doppelbudget 2018/2019 zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Bundesminister für Finanzen Hartwig Löger: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Regierungskollegen! Hohes Haus! Liebe Gäste auf der Galerie! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Ich freue mich, dass heute wieder die Chance gegeben ist, mit dem Doppelbudget 2018 und 2019 in eine gute Zukunft zu blicken. Ich werde durch die Reden der ersten Runde darin unterstützt und gestärkt, dass dieses Budget sehr wohl eine Richtungsänderung in Österreich bedeutet. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
beschließen lassen, das Ergebnis zu drücken – nämlich Einnahmen und Ausgaben –, von geplanten minus 4 Milliarden auf minus 6,9 Milliarden Euro als Ergebnis. Wenn Sie darauf stolz sind, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Wir werden das ändern und wir haben damit eine klare und neue Richtung für Österreich eingeschlagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich orte durchaus in den Diskussionen, die wir in den Sitzungen des Budgetausschusses hatten, und in den Stellungnahmen der Opposition Folgendes: Auf der einen Seite ist es ein Drohbild, das Sie inszenieren, womit Sie bei den Österreicherinnen und Österreichern Ängste schüren, die in dieser Form mehr als fragwürdig sind. Auf der anderen Seite ist es aber die Opposition, die mehr fordert: noch mehr an Einsparungen, noch mehr im Sinne der Gunst der Stunde. Und so gesehen ist das auch eine Bestätigung dafür, dass wir mit diesem Budget für 2018 und 2019 einen vernünftigen, guten Ansatz und eine stabile Basis für die Finanzpolitik in Österreich gefunden haben, die wir auch konsequent umsetzen werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll
Thema Schuldenpolitik: Ich habe auch den Umstand bestätigt gefunden, dass in Österreich das Problem nicht darin liegt, dass wir ein Einnahmenproblem haben – das wurde auch in den letzten Jahren permanent kommentiert –, sondern wir haben ein Ausgabenproblem. Interessant war es aber meiner Meinung nach, vonseiten der SPÖ zu hören, dass die Frage gestellt wurde, ob es überhaupt ein Schuldenproblem gibt. Das war in der ersten Debatte zu hören. In den Ausschusssitzungen gab es eine spannende Diskussion darüber, ob es gute oder schlechte Schulden sind, die wir haben. Ich sage, diese ideologische Diskussion in Österreich zu führen, das ist müßig. Wir haben viel zu hohe Schulden, wir haben 65 Jahre lang Schulden in einer Dimension von über 290 Milliarden Euro aufgebaut (Zwischenruf des Abg. Noll), 84 Prozent des Bruttoinlandsprodukts als Schulden, über 33 000 Euro pro Kopf und Nase jedes neugeborenen Kindes in Österreich; das ist zu viel. Da brauchen wir nicht zu diskutieren, ob es gute oder schlechte Schulden sind. Wir werden sie konsequent abbauen, wir werden Österreich wieder Luft für die Zukunft geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Thema Schuldenpolitik: Ich habe auch den Umstand bestätigt gefunden, dass in Österreich das Problem nicht darin liegt, dass wir ein Einnahmenproblem haben – das wurde auch in den letzten Jahren permanent kommentiert –, sondern wir haben ein Ausgabenproblem. Interessant war es aber meiner Meinung nach, vonseiten der SPÖ zu hören, dass die Frage gestellt wurde, ob es überhaupt ein Schuldenproblem gibt. Das war in der ersten Debatte zu hören. In den Ausschusssitzungen gab es eine spannende Diskussion darüber, ob es gute oder schlechte Schulden sind, die wir haben. Ich sage, diese ideologische Diskussion in Österreich zu führen, das ist müßig. Wir haben viel zu hohe Schulden, wir haben 65 Jahre lang Schulden in einer Dimension von über 290 Milliarden Euro aufgebaut (Zwischenruf des Abg. Noll), 84 Prozent des Bruttoinlandsprodukts als Schulden, über 33 000 Euro pro Kopf und Nase jedes neugeborenen Kindes in Österreich; das ist zu viel. Da brauchen wir nicht zu diskutieren, ob es gute oder schlechte Schulden sind. Wir werden sie konsequent abbauen, wir werden Österreich wieder Luft für die Zukunft geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ja, ich leugne es nicht und habe es auch klar deklariert: Wir profitieren alle davon, dass Österreich in besonderer Form eine positive Konjunkturwelle erlebt. Wir wissen aber aus den Prognosen für das Jahr 2019 und folgende auch, dass diese Konjunktur nicht in dieser Höhe bleiben wird. Gerade deswegen, weil auch die Rahmenbedingungen gut sind, werden wir hier konsequent arbeiten – auch mit den Maßnahmen, die wir im Regierungsprogramm haben. Und wir werden dafür sorgen, dass diese Dimension der jährlichen Schuldenlast, die uns in der Größenordnung von 6 Milliarden Euro jährlich belastet, gerade für sinnvolle Investitionen in die Zukunft genützt werden kann, weil wir eben diese Schuldenlast abbauen und weil wir es seit dem Jahr 1954 nächstes Jahr erstmals schaffen werden, dieses Land wieder mit weniger Ausgaben und mit mehr Einnahmen richtig zu führen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Einsparungen im System, Einsparungen in der Verwaltung: Wir haben diese Grundlage, wir wollen 2,5 Milliarden Euro an Einsparungen erreichen. Diese setzen sich aus rund 1 Milliarde Euro an direkten Verwaltungskosten zusammen, Elemente, die wir in allen Bereichen haben, dort, wo die Möglichkeit gegeben ist, in Form von Effizienzsteigerung, in Form von auch sinnhaften Kürzungen zu sparen. Das ist eine Grundlage, die wir nicht nur kurzfristig sehen, sondern auch in Form von Spending Reviews, einer Form des Kostenmanagements, in den nächsten Jahren konsequent weiterführen werden. Das ist unser Verständnis von professionellem Einsparen, von professionellem Kostenmanagement, und davon werden wir uns nicht abbringen lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Abg. Heinisch-Hosek: Zum Beispiel?
tiven Konjunktur, wie sie schon im Jahr 2017 der Fall war. Da haben Sie noch Maßnahmen gesetzt, die von den Wirtschaftsforschern, auf die Sie sich heute berufen, auch damals schon als unnötig und sinnlos bezeichnet wurden (Abg. Heinisch-Hosek: Zum Beispiel?); Sie haben sie trotzdem gesetzt. Wir haben uns erlaubt, diese Aktionen zurückzunehmen, sowohl den Beschäftigungsbonus als auch die Aktion 20 000. (Abg. Kern: Das bezeichnen Sie als sinnlos?)
Abg. Kern: Das bezeichnen Sie als sinnlos?
tiven Konjunktur, wie sie schon im Jahr 2017 der Fall war. Da haben Sie noch Maßnahmen gesetzt, die von den Wirtschaftsforschern, auf die Sie sich heute berufen, auch damals schon als unnötig und sinnlos bezeichnet wurden (Abg. Heinisch-Hosek: Zum Beispiel?); Sie haben sie trotzdem gesetzt. Wir haben uns erlaubt, diese Aktionen zurückzunehmen, sowohl den Beschäftigungsbonus als auch die Aktion 20 000. (Abg. Kern: Das bezeichnen Sie als sinnlos?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie haben gemeint, dass das keine Einsparung wäre, Sie haben eine Weltreise als Bild genommen. Herr Kern, ich gebe Ihnen die Antwort darauf. Ihre Politik war es – im letzten Jahr im Besonderen auffällig –, dass Sie immer Themen gesetzt haben, etwas beschlossen haben, ohne eine Refinanzierung zu haben, und Sie haben gesagt: Na ja, wenn wir die Weltreise jetzt nicht machen, dann ist es ja keine Einsparung! Sie haben auf Dauer für die Zukunft gebucht und haben es anderen überlassen, die entsprechenden Maßnahmen zu finden. Wir setzen sie, wir sparen ein, und wir führen Österreich in eine gute, vernünftige Zukunft. Das ist unsere Grundlage. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Von der ÖVP!
Zum dritten Punkt, zur ehrlichen Entlastung der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler: Sie haben heute das Bild gebracht: von der linken in die rechte Tasche. Genau das ist nämlich der Trick, der über viele Jahre angewendet wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Von der ÖVP!) Wir haben in Österreich erlebt, dass permanent Steuerreformen deklariert wurden, nämlich als Entlastung und Einsparungsmaßnahme. Ja, Reformen haben stattgefunden, nur das Problem war, dass die Abgabenquote in Summe über 15 Jahre, die ich für mich analysiert habe, permanent in einer Dimension von 43, 44 Prozent geblieben ist. Das heißt, diese Grundlage hat dazu geführt, dass Sie permanent den Österreicherinnen und Österreichern vorgegaukelt haben, sie zu entlasten; in Wirklichkeit haben Sie ihnen in der Vergangenheit weiterhin das Geld aus der anderen Tasche gezogen. Wir stehen dafür, mit ehrlichen Entlastungen durch Einsparungen im System vorzugehen, wir werden dafür sorgen, dass die Abgabenquote in den nächsten Jahren auf einen ersten vernünftigen Rahmen von 40 Prozent sinkt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das glauben Sie ja selber nicht!) Das ist die Basis, die den ÖsterreicherInnen am Ende des Monats mehr Geld lässt, die die Chance eröffnet, auch eine weitere gute konjunkturelle Impulssetzung zu geben. Das ist unser Verständnis für Leistung, das ist unser Verständnis für eine konstruktive zukunftsfähige Politik in Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das glauben Sie ja selber nicht!
Zum dritten Punkt, zur ehrlichen Entlastung der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler: Sie haben heute das Bild gebracht: von der linken in die rechte Tasche. Genau das ist nämlich der Trick, der über viele Jahre angewendet wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Von der ÖVP!) Wir haben in Österreich erlebt, dass permanent Steuerreformen deklariert wurden, nämlich als Entlastung und Einsparungsmaßnahme. Ja, Reformen haben stattgefunden, nur das Problem war, dass die Abgabenquote in Summe über 15 Jahre, die ich für mich analysiert habe, permanent in einer Dimension von 43, 44 Prozent geblieben ist. Das heißt, diese Grundlage hat dazu geführt, dass Sie permanent den Österreicherinnen und Österreichern vorgegaukelt haben, sie zu entlasten; in Wirklichkeit haben Sie ihnen in der Vergangenheit weiterhin das Geld aus der anderen Tasche gezogen. Wir stehen dafür, mit ehrlichen Entlastungen durch Einsparungen im System vorzugehen, wir werden dafür sorgen, dass die Abgabenquote in den nächsten Jahren auf einen ersten vernünftigen Rahmen von 40 Prozent sinkt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das glauben Sie ja selber nicht!) Das ist die Basis, die den ÖsterreicherInnen am Ende des Monats mehr Geld lässt, die die Chance eröffnet, auch eine weitere gute konjunkturelle Impulssetzung zu geben. Das ist unser Verständnis für Leistung, das ist unser Verständnis für eine konstruktive zukunftsfähige Politik in Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zum dritten Punkt, zur ehrlichen Entlastung der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler: Sie haben heute das Bild gebracht: von der linken in die rechte Tasche. Genau das ist nämlich der Trick, der über viele Jahre angewendet wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Von der ÖVP!) Wir haben in Österreich erlebt, dass permanent Steuerreformen deklariert wurden, nämlich als Entlastung und Einsparungsmaßnahme. Ja, Reformen haben stattgefunden, nur das Problem war, dass die Abgabenquote in Summe über 15 Jahre, die ich für mich analysiert habe, permanent in einer Dimension von 43, 44 Prozent geblieben ist. Das heißt, diese Grundlage hat dazu geführt, dass Sie permanent den Österreicherinnen und Österreichern vorgegaukelt haben, sie zu entlasten; in Wirklichkeit haben Sie ihnen in der Vergangenheit weiterhin das Geld aus der anderen Tasche gezogen. Wir stehen dafür, mit ehrlichen Entlastungen durch Einsparungen im System vorzugehen, wir werden dafür sorgen, dass die Abgabenquote in den nächsten Jahren auf einen ersten vernünftigen Rahmen von 40 Prozent sinkt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das glauben Sie ja selber nicht!) Das ist die Basis, die den ÖsterreicherInnen am Ende des Monats mehr Geld lässt, die die Chance eröffnet, auch eine weitere gute konjunkturelle Impulssetzung zu geben. Das ist unser Verständnis für Leistung, das ist unser Verständnis für eine konstruktive zukunftsfähige Politik in Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was denken sich die mit kleinen Einkommen?
In diesem Zusammenhang ist zu sagen: Wir werden konsequent weiterarbeiten, wir haben mit Maßnahmen begonnen, gerade bei den kleinen und mittleren Einkommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was denken sich die mit kleinen Einkommen?) Sie können tun, was Sie wollen, das Thema ist, wir haben in Österreich nicht ein Bankomatsystem, sondern wir haben ein Transformationssystem. Durch Leistung, durch die Wirtschaft wird unsere Basis von Steuergeld erwirtschaftet, und das wird auch in Zukunft entsprechend gesichert werden, indem wir den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, durch Leistung mehr Geld zu haben, um aus dem heraus auch die Solidarität und die soziale Sicherheit in Österreich zu finanzieren. Man kann die soziale Sicherheit nicht auf Dauer auf Pump finanzieren, so wie das über Jahrzehnte gemacht wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt überhaupt nicht!) Wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir in Österreich ein funktionierendes, sicheres System haben. Das ist die Grundlage, die in dieser Budgetpolitik verankert ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt überhaupt nicht!
In diesem Zusammenhang ist zu sagen: Wir werden konsequent weiterarbeiten, wir haben mit Maßnahmen begonnen, gerade bei den kleinen und mittleren Einkommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was denken sich die mit kleinen Einkommen?) Sie können tun, was Sie wollen, das Thema ist, wir haben in Österreich nicht ein Bankomatsystem, sondern wir haben ein Transformationssystem. Durch Leistung, durch die Wirtschaft wird unsere Basis von Steuergeld erwirtschaftet, und das wird auch in Zukunft entsprechend gesichert werden, indem wir den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, durch Leistung mehr Geld zu haben, um aus dem heraus auch die Solidarität und die soziale Sicherheit in Österreich zu finanzieren. Man kann die soziale Sicherheit nicht auf Dauer auf Pump finanzieren, so wie das über Jahrzehnte gemacht wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt überhaupt nicht!) Wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir in Österreich ein funktionierendes, sicheres System haben. Das ist die Grundlage, die in dieser Budgetpolitik verankert ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Zusammenhang ist zu sagen: Wir werden konsequent weiterarbeiten, wir haben mit Maßnahmen begonnen, gerade bei den kleinen und mittleren Einkommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was denken sich die mit kleinen Einkommen?) Sie können tun, was Sie wollen, das Thema ist, wir haben in Österreich nicht ein Bankomatsystem, sondern wir haben ein Transformationssystem. Durch Leistung, durch die Wirtschaft wird unsere Basis von Steuergeld erwirtschaftet, und das wird auch in Zukunft entsprechend gesichert werden, indem wir den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, durch Leistung mehr Geld zu haben, um aus dem heraus auch die Solidarität und die soziale Sicherheit in Österreich zu finanzieren. Man kann die soziale Sicherheit nicht auf Dauer auf Pump finanzieren, so wie das über Jahrzehnte gemacht wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt überhaupt nicht!) Wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir in Österreich ein funktionierendes, sicheres System haben. Das ist die Grundlage, die in dieser Budgetpolitik verankert ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dieses Budget, meine Damen und Herren, ist die ehrliche Grundlage eines Regierungsprogramms, das für Österreich in den nächsten Jahren die Voraussetzungen sichern wird, dieses Budget ist die Basis dazu. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte aber eines festhalten: Die Behauptung, wir sparen beim Sozialbudget, wir sparen bei den Sozialausgaben, ist nicht nur falsch, sondern auch lächerlich. Die Ängste, die hier von der Opposition geschürt werden, führen eigentlich nur zur Enge in ihrem Denken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Bundesminister, summa summarum haben Sie ein Budget mit Herz, Sachverstand und Hausverstand vorgelegt, mit dem wir den Wünschen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
eine Tafel mit zwei Fotos in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen ist
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben jetzt gerade, auch selbstverständlich, die positiven Worte des Finanzministers über sein Budget gehört. Wenn man nur zuhört, glaubt man das auch. Allerdings haben in der letzte Woche die Budgetdetailberatungen und die Detailbeschäftigung mit den einzelnen Untergliederungen hier im Haus zum Teil durchaus eine ganz andere Wahrheit ans Tageslicht gebracht, nämlich dass nicht alles, was hier schöngefärbt wird, tatsächlich so schön ist. Damit verhält es sich so ähnlich wie mit dem, was auch Ihr großer Parteivorsitzender Sebastian Kurz macht, denn kaum erscheint ein Foto irgendwo auf Facebook und ihm gefällt das Bild an der Wand im Hintergrund nicht (eine Tafel mit zwei Fotos in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen ist), wird retuschiert. Da wäre noch Markus Wallner gesessen, der hatte angeblich überhaupt schon Angst, dass er auch wegretuschiert und durch Sebastian Kurz ersetzt wird. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Jarolim: Das ist aber unglaublich!)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Jarolim: Das ist aber unglaublich!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben jetzt gerade, auch selbstverständlich, die positiven Worte des Finanzministers über sein Budget gehört. Wenn man nur zuhört, glaubt man das auch. Allerdings haben in der letzte Woche die Budgetdetailberatungen und die Detailbeschäftigung mit den einzelnen Untergliederungen hier im Haus zum Teil durchaus eine ganz andere Wahrheit ans Tageslicht gebracht, nämlich dass nicht alles, was hier schöngefärbt wird, tatsächlich so schön ist. Damit verhält es sich so ähnlich wie mit dem, was auch Ihr großer Parteivorsitzender Sebastian Kurz macht, denn kaum erscheint ein Foto irgendwo auf Facebook und ihm gefällt das Bild an der Wand im Hintergrund nicht (eine Tafel mit zwei Fotos in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen ist), wird retuschiert. Da wäre noch Markus Wallner gesessen, der hatte angeblich überhaupt schon Angst, dass er auch wegretuschiert und durch Sebastian Kurz ersetzt wird. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Jarolim: Das ist aber unglaublich!)
Rufe bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Genau so wie diese Sache, die nicht nur ein lustiger Spaß ist, sondern die natürlich ein großer Skandal ist, wenn der Bundeskanzler dieses Landes dem Landeshauptmann Vorarlbergs sagt: Ich will den Hintergrund deines Facebook-Beitrags nicht, bitte färbe ihn um und stelle ihn um!, und dieser macht das dann auch noch (Rufe bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?), genau so ist auch Ihre Budgetpolitik, Herr Finanzminister. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Höbart: Das können Sie im Renner-Institut genauer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Höbart: Das können Sie im Renner-Institut genauer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Genau so wie diese Sache, die nicht nur ein lustiger Spaß ist, sondern die natürlich ein großer Skandal ist, wenn der Bundeskanzler dieses Landes dem Landeshauptmann Vorarlbergs sagt: Ich will den Hintergrund deines Facebook-Beitrags nicht, bitte färbe ihn um und stelle ihn um!, und dieser macht das dann auch noch (Rufe bei der FPÖ: Was hat das mit dem Budget zu tun?), genau so ist auch Ihre Budgetpolitik, Herr Finanzminister. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Höbart: Das können Sie im Renner-Institut genauer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie auf der einen Seite sagen, Sie sparen im System, dann stellt sich auf der anderen Seite heraus, Sie budgetieren unter einem falschen Budgetposten 15 Millionen Euro Körberlgeld für den Vizekanzler und 51 Millionen Euro Körberlgeld für Bundeskanzler Kurz. Es kommen zusätzlich 166 Planstellen alleine bei Bundeskanzler und Vizekanzler für Beraterstäbe hinzu. Das ist nicht Sparen im System, das ist Echt-fett-Zulangen, um Ihnen das ganz ehrlich zu sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was machen Sie aber bei Gesundheit und Pflege? – Sie tragen der AUVA auf, 500 Millionen Euro einzusparen. Wie schon Christian Kern in seiner Rede gesagt hat, sie hat ein Verwaltungsbudget von 90 Millionen Euro. Selbst wenn die AUVA ihre gesamte Verwaltung einspart, bleiben über 400 Millionen Euro an Leistungskürzungen, Unsicherheit und weniger Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserem Land. Das ist mutwilliges Zerschlagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.
Das Gleiche gilt auch für den Arbeitsmarkt. Wenn Sie sagen, es sei sinnlos, für ältere Arbeitslose etwas zu tun, dann, würde ich Ihnen sagen, haben Sie auch einmal den Mut, diesen zynischen Satz einem über 50-Jährigen ins Gesicht zu sagen, der beim Arbeitsamt steht und sich gefreut hat, dass er eine Chance bekommt, die Sie ihm jetzt weggenommen haben! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.)
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Sie sparen auch bei der Zukunft unserer Jugend. Sie kürzen in der Schule, Sie zögern die Ganztagsschulausbauprogramme weiter hinaus. Sie kürzen bei der Kinderbetreuung von Millionen auf nur 1 000 Euro. Sie führen an den Unis Zugangshürden ein. Sie streichen das Gerichtsjahr für die Jusstudenten. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Sie streichen den Jugendvertrauensrat für die Lehrlinge. – All das sind Maßnahmen, die unseren jungen Leuten in Zukunft weniger Chancen bieten. Das ist der falsche Weg für unser Land. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Studenten können ein Gerichtsjahr machen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Studenten können ein Gerichtsjahr machen?
Sie sparen auch bei der Zukunft unserer Jugend. Sie kürzen in der Schule, Sie zögern die Ganztagsschulausbauprogramme weiter hinaus. Sie kürzen bei der Kinderbetreuung von Millionen auf nur 1 000 Euro. Sie führen an den Unis Zugangshürden ein. Sie streichen das Gerichtsjahr für die Jusstudenten. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Sie streichen den Jugendvertrauensrat für die Lehrlinge. – All das sind Maßnahmen, die unseren jungen Leuten in Zukunft weniger Chancen bieten. Das ist der falsche Weg für unser Land. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Studenten können ein Gerichtsjahr machen?)
Abg. Höbart: Sie können Wirtschaft nicht einmal schreiben!
Sie gefährden die Interessen der Arbeitnehmer. Sie gefährden die Zukunft der Kinder. Sie gefährden die Gesundheitsversorgung. Sie gefährden die Pflege der älteren Menschen, die durch deren Angehörige geleistet wird. Sie zerstören den Wirtschaftsstandort, denn auch bei den KMUs haben Sie gekürzt, bei den Start-up-Förderungen haben Sie gekürzt. (Abg. Höbart: Sie können Wirtschaft nicht einmal schreiben!) Und dasselbe geschieht beim Rechtsstaat, wenn man hinschaut, was Sie bei Richtern, Staatsanwälten und dergleichen für ein Desaster angerichtet haben. (Abg. Höbart: Freunderlwirtschaft!)
Abg. Höbart: Freunderlwirtschaft!
Sie gefährden die Interessen der Arbeitnehmer. Sie gefährden die Zukunft der Kinder. Sie gefährden die Gesundheitsversorgung. Sie gefährden die Pflege der älteren Menschen, die durch deren Angehörige geleistet wird. Sie zerstören den Wirtschaftsstandort, denn auch bei den KMUs haben Sie gekürzt, bei den Start-up-Förderungen haben Sie gekürzt. (Abg. Höbart: Sie können Wirtschaft nicht einmal schreiben!) Und dasselbe geschieht beim Rechtsstaat, wenn man hinschaut, was Sie bei Richtern, Staatsanwälten und dergleichen für ein Desaster angerichtet haben. (Abg. Höbart: Freunderlwirtschaft!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt hören Sie einmal zu, dann haben Sie auch einen Hinweis darauf, wie Sie es besser machen können! Was wir fordern, ist die Anhebung der Mindestpension auf 1 200 Euro bereits nächstes Jahr, 2019, und nicht so, wie Sie das auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hinausgeschoben haben. (Beifall bei der SPÖ.) Übrigens wollen wir diesbezüglich noch eine verbesserte Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten für die Pension. Wir fordern von Ihnen Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Weiterführung und Wiedereinführung der Aktion 20 000. (Abg. Neubauer: Haben Sie schon mal was gearbeitet?) Wir fordern von Ihnen, dass es eine Garantie gibt, dass der Pflegeregress nicht über die Hintertür wieder eingeführt wird, sondern dass dessen Abschaffung finanziert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Haben Sie schon mal was gearbeitet?
Jetzt hören Sie einmal zu, dann haben Sie auch einen Hinweis darauf, wie Sie es besser machen können! Was wir fordern, ist die Anhebung der Mindestpension auf 1 200 Euro bereits nächstes Jahr, 2019, und nicht so, wie Sie das auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hinausgeschoben haben. (Beifall bei der SPÖ.) Übrigens wollen wir diesbezüglich noch eine verbesserte Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten für die Pension. Wir fordern von Ihnen Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Weiterführung und Wiedereinführung der Aktion 20 000. (Abg. Neubauer: Haben Sie schon mal was gearbeitet?) Wir fordern von Ihnen, dass es eine Garantie gibt, dass der Pflegeregress nicht über die Hintertür wieder eingeführt wird, sondern dass dessen Abschaffung finanziert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt hören Sie einmal zu, dann haben Sie auch einen Hinweis darauf, wie Sie es besser machen können! Was wir fordern, ist die Anhebung der Mindestpension auf 1 200 Euro bereits nächstes Jahr, 2019, und nicht so, wie Sie das auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hinausgeschoben haben. (Beifall bei der SPÖ.) Übrigens wollen wir diesbezüglich noch eine verbesserte Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten für die Pension. Wir fordern von Ihnen Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Weiterführung und Wiedereinführung der Aktion 20 000. (Abg. Neubauer: Haben Sie schon mal was gearbeitet?) Wir fordern von Ihnen, dass es eine Garantie gibt, dass der Pflegeregress nicht über die Hintertür wieder eingeführt wird, sondern dass dessen Abschaffung finanziert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Bestandsbewahrer! Nichts darf sich ändern!
Wir fordern von Ihnen, dass die Investitionen in Bildung erhalten bleiben, dass der Ausbau der Ganztagsschulen laut Bildungsinvestitionsgesetz im Zeitplan gehalten wird und dass die Digitalisierungsoffensive an den Schulen weitergeführt wird. Wir fordern von Ihnen, dass Sie heute hier im Haus eine Bestandsgarantie für die AUVA, die Unfallversicherungsanstalt, und ihre Leistungen abgeben. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Bestandsbewahrer! Nichts darf sich ändern!)
Beifall bei der FPÖ.
innern: Er will mit der „Machtversessenheit und Zukunftsvergessenheit“ aufräumen. – Ich glaube, er hat in den eineinhalb Jahren danach nicht viel zustande gebracht. (Beifall bei der FPÖ.) Noch immer redet er davon. Er spricht von „Voodoorhetorik“ und den „eigenen Zahlen“ der Bundesregierung. Ich habe schon bei der letzten Rede vor einigen Wochen gesagt: Wenn Rote rechnen, dann wird es gefährlich. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.
innern: Er will mit der „Machtversessenheit und Zukunftsvergessenheit“ aufräumen. – Ich glaube, er hat in den eineinhalb Jahren danach nicht viel zustande gebracht. (Beifall bei der FPÖ.) Noch immer redet er davon. Er spricht von „Voodoorhetorik“ und den „eigenen Zahlen“ der Bundesregierung. Ich habe schon bei der letzten Rede vor einigen Wochen gesagt: Wenn Rote rechnen, dann wird es gefährlich. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rädler.
So sagt die Hex [...]“ – und so weiter und so fort. Ich will nicht alles zitieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rädler.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen aber auch, Herr Kern, weil Sie ja faustfest sind – sattelfest in „Faust“ –, was Herr Faust auf die Aussage der Hexe antwortet: „Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber.“ (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Genau so verhält es sich mit den Reden der Kollegen Kern und Schieder. Wenn wir ein Budget haben, das zum ersten Mal eine Trendwende, einen Paradigmenwechsel einleitet, das wieder zuerst auf die Österreicher, auf die Familien schaut, dann kann man das doch nicht schlechtreden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Das ist etwas Gutes, und ich kann nur dazu aufrufen, dem auch zuzustimmen. Das ist ein Budget mit Herz, Hirn und Hausverstand. Das wurde nicht einfach irgendwie dahergerechnet, sondern ist natürlich auch zielsicher für die Österreicherinnen und Österreicher (Zwischenruf bei der SPÖ), für Leistungsträger, aber mit sozialem Augenmaß. Wir lassen niemanden im Stich, der es gut meint, dem es aber schlecht geht. Diese Menschen werden nicht im Stich gelassen, meine sehr geehrten Damen und Herren – auf keinen Fall! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist etwas Gutes, und ich kann nur dazu aufrufen, dem auch zuzustimmen. Das ist ein Budget mit Herz, Hirn und Hausverstand. Das wurde nicht einfach irgendwie dahergerechnet, sondern ist natürlich auch zielsicher für die Österreicherinnen und Österreicher (Zwischenruf bei der SPÖ), für Leistungsträger, aber mit sozialem Augenmaß. Wir lassen niemanden im Stich, der es gut meint, dem es aber schlecht geht. Diese Menschen werden nicht im Stich gelassen, meine sehr geehrten Damen und Herren – auf keinen Fall! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Wir wissen ja ganz genau, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, da wurde einem unter einem SPÖ-, einem roten Bundeskanzler eigentlich nur das Geld aus der Tasche gezogen. Jetzt haben wir zum ersten Mal ein Budget (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), durch das die Menschen am Ende des Monats und des Jahres wieder Geld ins Geldbörsel zurückbekommen, es einfach spüren, dass sie entlastet werden, und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wird für die Österreicher spürbar sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen ja ganz genau, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, da wurde einem unter einem SPÖ-, einem roten Bundeskanzler eigentlich nur das Geld aus der Tasche gezogen. Jetzt haben wir zum ersten Mal ein Budget (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), durch das die Menschen am Ende des Monats und des Jahres wieder Geld ins Geldbörsel zurückbekommen, es einfach spüren, dass sie entlastet werden, und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wird für die Österreicher spürbar sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Die Regierung geht her und saniert das Budget, es werden Schulden abgebaut – das ist an dem Budget ganz klar feststellbar –, und die Bürger werden gleichzeitig entlastet. Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ (Zwischenruf des Abg. Lausch), das Wort entlasten ist anscheinend ein Fremdwort für die SPÖ – ein Fremdwort! Sie sprechen davon, dass die Bürger belastet werden, aber Sie haben in den letzten
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jahren nichts anderes getan. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Es gibt jetzt mehr Geld für die Familien, den Familienbonus Plus, das sind 1,5 Milliarden Euro mehr für Familien (Heinisch-Hosek: Nicht alle!), 1,6 Millionen Kinder, 950 000 Familien sind betroffen – und Sie sprechen von Belastungen! Da werden die Familien entlastet, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Heinisch-Hosek: Nicht alle!
Jahren nichts anderes getan. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Es gibt jetzt mehr Geld für die Familien, den Familienbonus Plus, das sind 1,5 Milliarden Euro mehr für Familien (Heinisch-Hosek: Nicht alle!), 1,6 Millionen Kinder, 950 000 Familien sind betroffen – und Sie sprechen von Belastungen! Da werden die Familien entlastet, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.
Jahren nichts anderes getan. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Es gibt jetzt mehr Geld für die Familien, den Familienbonus Plus, das sind 1,5 Milliarden Euro mehr für Familien (Heinisch-Hosek: Nicht alle!), 1,6 Millionen Kinder, 950 000 Familien sind betroffen – und Sie sprechen von Belastungen! Da werden die Familien entlastet, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Es gibt mehr Geld für Sicherheit. Im Bereich des Bundesheers gibt es über 190 Millionen Euro mehr. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Auch das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren. Es gibt mehr Geld für die Polizei, eine bessere Ausrüstung und auch mehr Rückhalt für die Beamten sowohl der Polizei, des Bundesheers als auch der Justizwache, weil sie tagtäglich ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten und eben auch eine Wertschätzung erfahren sollten. Das leisten wir als türkis-blaue Bundesregierung mit Vizekanzler Strache und Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt mehr Geld für Sicherheit. Im Bereich des Bundesheers gibt es über 190 Millionen Euro mehr. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Auch das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren. Es gibt mehr Geld für die Polizei, eine bessere Ausrüstung und auch mehr Rückhalt für die Beamten sowohl der Polizei, des Bundesheers als auch der Justizwache, weil sie tagtäglich ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten und eben auch eine Wertschätzung erfahren sollten. Das leisten wir als türkis-blaue Bundesregierung mit Vizekanzler Strache und Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krainer: Das sind 10 Euro ...!
Es gibt mehr Geld für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen – das ist vollkommen klar –, bis zu 311 Euro mehr für die Bezieher kleiner Einkommen. Auch das wird möglich gemacht. (Abg. Krainer: Das sind 10 Euro ...!) Es gibt mehr Geld für Soziales und Pflege, mehr Geld für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Breitbandausbau, Digitalisierung. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Auch das macht diese neue Bundesregierung möglich. Wir halten eben, was wir versprechen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Es gibt mehr Geld für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen – das ist vollkommen klar –, bis zu 311 Euro mehr für die Bezieher kleiner Einkommen. Auch das wird möglich gemacht. (Abg. Krainer: Das sind 10 Euro ...!) Es gibt mehr Geld für Soziales und Pflege, mehr Geld für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Breitbandausbau, Digitalisierung. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Auch das macht diese neue Bundesregierung möglich. Wir halten eben, was wir versprechen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es gibt mehr Geld für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen – das ist vollkommen klar –, bis zu 311 Euro mehr für die Bezieher kleiner Einkommen. Auch das wird möglich gemacht. (Abg. Krainer: Das sind 10 Euro ...!) Es gibt mehr Geld für Soziales und Pflege, mehr Geld für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Breitbandausbau, Digitalisierung. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Auch das macht diese neue Bundesregierung möglich. Wir halten eben, was wir versprechen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Und wir halten auch, was wir versprechen, wenn wir sagen: Wir wollen sparen, indem wir die Sozialzuwanderung nach Österreich einschränken (Beifall bei der FPÖ), die Magnetwirkung verkleinern oder abstellen. Wir sparen beim Bereich Zuwanderung in das Sozialsystem. Wir sparen beim Bereich Asylwerber und Asylanten, Asylberechtigte – ja! Wenn es darum geht, die Mindestsicherung auch da anzugleichen, dann werden wir auch das zustande bringen, denn es kann nicht sein, Herr Kollege Kern, dass Ihre Genossen in Wien die Mindestsicherung weiter auf ein Maximum hinaufschrauben, damit weiter eine Zuwanderung in die Sozialsysteme stattfinden kann und die Wienerinnen und Wiener – oder in anderen Bereichen die Österreicher – zu Bürgern zweiter Klasse degradiert werden. So wird das nicht weitergehen, Herr Kern und Kollegen von der SPÖ! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Vogl.
Und wir halten auch, was wir versprechen, wenn wir sagen: Wir wollen sparen, indem wir die Sozialzuwanderung nach Österreich einschränken (Beifall bei der FPÖ), die Magnetwirkung verkleinern oder abstellen. Wir sparen beim Bereich Zuwanderung in das Sozialsystem. Wir sparen beim Bereich Asylwerber und Asylanten, Asylberechtigte – ja! Wenn es darum geht, die Mindestsicherung auch da anzugleichen, dann werden wir auch das zustande bringen, denn es kann nicht sein, Herr Kollege Kern, dass Ihre Genossen in Wien die Mindestsicherung weiter auf ein Maximum hinaufschrauben, damit weiter eine Zuwanderung in die Sozialsysteme stattfinden kann und die Wienerinnen und Wiener – oder in anderen Bereichen die Österreicher – zu Bürgern zweiter Klasse degradiert werden. So wird das nicht weitergehen, Herr Kern und Kollegen von der SPÖ! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Vogl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.
Es wird auch deutlich weniger ins Ausland ausbezahlte Familienbeihilfe geben. Die neue Bundesregierung bringt die Indexierung der Familienbeihilfe auf den Weg. Und natürlich bringt sie auch eine Reduzierung der Verwaltungskosten auf den Weg. Wir sparen im System. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann zusammenfassend sagen: So muss Budgetpolitik sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! Genau so und nicht anders muss Budgetpolitik sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Kommen wir kurz zum Thema Sicherheit zurück: Für die Polizei gibt es innerhalb von zwei Jahren 250 Millionen Euro mehr. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hätte früher nie stattfinden können: 250 Millionen Euro mehr innerhalb von zwei Jahren. Wir bekommen 2 000 Polizisten mehr, wir bekommen 2 100 Polizisten (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ) und 2 000 Stellen für Ausbildungsplätze mehr bei der Polizei. Das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn es braucht mehr Präsenz der Polizisten im öffentlichen Raum. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es braucht mehr Präsenz, wenn sich mittlerweile Frauen im Dunklen nicht mehr alleine auf die Straße trauen, zum Beispiel am Praterstern oder in anderen Bahnhofsgegenden, in Linz, in Innsbruck, in Klagenfurt und dergleichen. Da werden wir durchgreifen, meine
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ
Kommen wir kurz zum Thema Sicherheit zurück: Für die Polizei gibt es innerhalb von zwei Jahren 250 Millionen Euro mehr. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hätte früher nie stattfinden können: 250 Millionen Euro mehr innerhalb von zwei Jahren. Wir bekommen 2 000 Polizisten mehr, wir bekommen 2 100 Polizisten (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ) und 2 000 Stellen für Ausbildungsplätze mehr bei der Polizei. Das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn es braucht mehr Präsenz der Polizisten im öffentlichen Raum. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es braucht mehr Präsenz, wenn sich mittlerweile Frauen im Dunklen nicht mehr alleine auf die Straße trauen, zum Beispiel am Praterstern oder in anderen Bahnhofsgegenden, in Linz, in Innsbruck, in Klagenfurt und dergleichen. Da werden wir durchgreifen, meine
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Kommen wir kurz zum Thema Sicherheit zurück: Für die Polizei gibt es innerhalb von zwei Jahren 250 Millionen Euro mehr. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hätte früher nie stattfinden können: 250 Millionen Euro mehr innerhalb von zwei Jahren. Wir bekommen 2 000 Polizisten mehr, wir bekommen 2 100 Polizisten (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ) und 2 000 Stellen für Ausbildungsplätze mehr bei der Polizei. Das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn es braucht mehr Präsenz der Polizisten im öffentlichen Raum. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es braucht mehr Präsenz, wenn sich mittlerweile Frauen im Dunklen nicht mehr alleine auf die Straße trauen, zum Beispiel am Praterstern oder in anderen Bahnhofsgegenden, in Linz, in Innsbruck, in Klagenfurt und dergleichen. Da werden wir durchgreifen, meine
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Haubner und Schwarz. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
sehr geehrten Damen und Herren, erstens durch mehr Polizei und zweitens durch rigorose Abschiebungen und Anschlusshaft nach einer abgesessenen Haft. Das macht Herr Innenminister Kickl möglich. Wir sorgen für Sicherheit und für Ordnung – und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Haubner und Schwarz. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend darf ich Sie dazu aufrufen, wenn bei der Opposition noch ein Fünkchen Hausverstand und Herz vorhanden ist, diesem guten Budget zuzustimmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Herr Finanzminister, Sie haben diesem Haus ein Doppelbudget für die Jahre 2018 und 2019 vorgelegt, in dem viel Arbeit steckt. Ich will mich seitens NEOS bei Ihnen und bei den MitarbeiterInnen Ihres Hauses ganz herzlich für die Arbeit bedanken. Weiters bedanke ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion für die perfekte Abwicklung der Budgetwochen und nicht zuletzt beim Budgetdienst des Parlaments, der uns Abgeordneten mit seiner Expertise stets unparteiisch und sachlich zur Seite gestanden ist. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kern.
Wenn es aber in dieser Woche, während der parlamentarischen Beratungen noch gelingt nachzubessern, dann wäre das ein Beleg für ein selbstbewusstes Parlament und für eine vitale Demokratie in unserem wunderbaren Land. Lassen Sie uns das versuchen! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kern.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zunächst auf Wunsch meines Kollegen Werner Amon, aber natürlich auch in meinem Namen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule in Deutschlandsberg in unserem Hause begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir sind der Meinung, wir haben in diesem Land zu viel Staat. Wir sind der Meinung, wir haben in diesem Staat zu viele Steuern, zu hohe Steuern, wir haben in diesem Land zu hohe Schulden. Dieses Budget bedeutet in der Tat eine Richtungsänderung der Politik und der Frage, wie wir Politik und die Gestaltung dieses Landes verstehen, nämlich weniger Staat, weniger Steuern, weniger Schulden, mehr Geld für Zukunftsprojekte sowie Sicherheit und schließlich und endlich mehr für die Menschen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Weniger Staat bedeutet letzten Endes – und das ist keine leichte Aufgabe –, sich um Strukturreformen – der Herr Finanzminister hat es schon angesprochen – in der Verwaltung zu bemühen, das heißt, dort nicht mehr Geld auszugeben, als tatsächlich für die Verwaltung dieses Landes notwendig ist, Strukturreformen in der Sozialversicherung voranzutreiben und auch teure Prestigeprojekte wie eben die Aktion 20 000 oder den Beschäftigungsbonus zu hinterfragen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das heißt unterm Strich: eine klare Richtungsänderung, weniger Staat, weniger Steuern, weniger Schulden, mehr für Zukunftsprojekte, mehr für die Sicherheit in diesem Land und vor allem mehr für die Menschen in diesem Land. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich darf eingangs auf Frau Abgeordnete Dipl.-Ing. Doppelbauer replizieren. Wir haben des Öfteren schon in den Ausschüssen darüber diskutiert. Diese Bundesregierung ist jetzt den vierten Monat in Amt und Würden. Wir haben zahlreiche Versprechen, die wir im Wahlkampf abgegeben haben, insbesondere im Bereich der Steuern und Abgaben, bereits eingelöst. Der Familienbonus Plus wurde schon erwähnt, wir haben eine Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für die Geringverdiener eingeführt, und wir haben auch die Umsatzsteuer für Beherbergungsumsätze von 13 auf 10 Prozent reduziert. Das sind großartige Erfolge. Das sind Versprechen, die wir innerhalb kürzester Zeit bereits eingelöst haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Daher ist es nicht wirklich sachlich, Frau Kollegin, wenn Sie uns vorwerfen, dass wir die kalte Progression, deren Abschaffung wir im Wahlkampf – beide Parteien – versprochen haben, noch immer nicht abgeschafft haben. Wir sind den vierten Monat im Amt. Es gibt einen klaren Fahrplan, der im Regierungsprogramm steht. Wir werden mit 2020 eine große Steuerreform starten, und wir werden mit 2022 letzten Endes auch die kalte Progression abschaffen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Schellhorn: Ich habe noch gar nicht geredet!
Eine Anmerkung auch zum Kollegen Schellhorn. (Abg. Schellhorn: Ich habe noch gar nicht geredet!) – Ich weiß, aber weil Sie es auch immer interessiert, Herr Kollege, und Sie aus dem Bereich des Tourismus sind: Selbstverständlich werden wir auch die Abschreibungsdauern verkürzen und auch eine degressive Abschreibung einführen, so, wie wir es versprochen haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Eine Anmerkung auch zum Kollegen Schellhorn. (Abg. Schellhorn: Ich habe noch gar nicht geredet!) – Ich weiß, aber weil Sie es auch immer interessiert, Herr Kollege, und Sie aus dem Bereich des Tourismus sind: Selbstverständlich werden wir auch die Abschreibungsdauern verkürzen und auch eine degressive Abschreibung einführen, so, wie wir es versprochen haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein stabiles Ausgabenniveau und ein konsequenter Abbau des Defizits sind die Grundlage einer nachhaltigen Steuerstrukturreform 2020, welche insbesondere durch die Neukodifikation des Einkommensteuergesetzes, das EStG 2020, umgesetzt wird. Diese strukturelle Steuerreform soll aber nicht, wie oft in der Vergangenheit, durch neue Steuern gegenfinanziert werden, sondern ausgabenseitig durch Einsparungen im System. Der Staat spart bei sich selbst und nicht bei den Österreichern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist also nicht wirklich einsichtig, warum nicht eine einzige Behörde alle lohnabhängigen Abgaben einheben, an die anderen Behörden verteilen und auch prüfen soll. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Für die Unternehmer würde sich dadurch einiges erleichtern.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Bravo!
Für die Unternehmer würde es in der Folge nur mehr eine einzige Ansprechstelle in allen Fragen der Abfuhr, der Prüfung und der Eintreibung der lohnabhängigen Abgaben geben. Diese inhaltlichen und organisatorischen Änderungen würden eine Verwaltungsreform in einem Teilbereich bewirken, von der alle profitieren. Das ist Sparen im System. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Bravo!)
Heiterkeit bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Haider: Sie tragen aber nicht dazu bei, dass es anders wird!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (PILZ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Kollegen! Diese Debatte ist fad und sie ist langweilig. (Heiterkeit bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Haider: Sie tragen aber nicht dazu bei, dass es anders wird!) Wir reden zwar über Millionen und Milliarden, ich erachte die Debatte aber trotzdem als fad und langweilig und möchte Ihnen auch sagen, warum. (Abg. Bösch: Ihre Sprüche kennen wir schon!) Wir werden heute ein Budgetbegleitgesetz beschließen, mit dem knapp 30 Gesetze geändert werden, und wenn ich eine Umfrage unter Ihnen machen würde, welche Gesetze wir hier ändern, bin ich mir sicher, dass kaum einer von Ihnen diese Gesetze auch nur angeben könnte. Wir werden das trotzdem machen.
Abg. Bösch: Ihre Sprüche kennen wir schon!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (PILZ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Kollegen! Diese Debatte ist fad und sie ist langweilig. (Heiterkeit bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Haider: Sie tragen aber nicht dazu bei, dass es anders wird!) Wir reden zwar über Millionen und Milliarden, ich erachte die Debatte aber trotzdem als fad und langweilig und möchte Ihnen auch sagen, warum. (Abg. Bösch: Ihre Sprüche kennen wir schon!) Wir werden heute ein Budgetbegleitgesetz beschließen, mit dem knapp 30 Gesetze geändert werden, und wenn ich eine Umfrage unter Ihnen machen würde, welche Gesetze wir hier ändern, bin ich mir sicher, dass kaum einer von Ihnen diese Gesetze auch nur angeben könnte. Wir werden das trotzdem machen.
Abg. Jarolim: Das sagen viele!
Wir erinnern uns, dass die Regierung in großer Eile mit dem Bundesministeriengesetz im § 7 Abs. 11 Generalsekretäre eingeführt hat. Ich habe Verständnis dafür, die Besatzung auf der Regierungsbank ist nicht so, dass man sie da ganz allein lassen wollte, und man hat sich Politkommissare geholt (Abg. Jarolim: Das sagen viele!), die zumindest ein bisschen bürokratischen Sachverstand auf die Waage bringen.
Abg. Krainer: Zu Recht! Zu Recht!
Wir haben deshalb am 19. März eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft geschickt, weil sich für uns aus der Bestellung von Generalsekretären, deren Positionen an sich auszuschreiben gewesen wären, der Verdacht des Amtsmissbrauches nach § 302 StGB ergibt. (Abg. Krainer: Zu Recht! Zu Recht!)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf bei der ÖVP – in Richtung Liste Pilz –: Wie geht es denn dem Herrn Pilz mit seiner Anklage? – Abg. Noll – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Bestens, Herr Kollege! – Abg. Rädler: Wie weit ist denn das?
Das ist in Wirklichkeit, meine Damen und Herren, der Hyperlativ der Verluderung des Rechtsstaates, und dafür sind Sie verantwortlich! (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf bei der ÖVP – in Richtung Liste Pilz –: Wie geht es denn dem Herrn Pilz mit seiner Anklage? – Abg. Noll – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Bestens, Herr Kollege! – Abg. Rädler: Wie weit ist denn das?)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Marlene Svazek, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Zur Liste Pilz verliere ich jetzt gar nicht viele Worte. Sie haben, glaube ich, mit Ihrem eigenen Kolbenreiber zu kämpfen. Damit sind Sie genug beschäftigt. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Klubobmann Kern! Vielleicht können Sie sich noch an Ihre Budgetrede aus dem Jahr 2016 erinnern. Damals, als Sie noch Bundeskanzler waren, haben Sie von Ihrer eigenen Regierung gefordert: „A little less conversation, a little more action“, please! Vielleicht kennen Sie auch die weiteren Zeilen dieses Presley-Hits, wo es dann heißt: „A little more bite, a little less bark“ – ein bissel mehr Biss, ein bissel weniger Gebell. Das passt in Wahrheit besser zu Ihnen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Von Opposition mit Biss ist bei Ihnen nicht wirklich viel zu sehen, aber ich glaube, das kann auch die Bundesregierung wohlwollend zur Kenntnis nehmen: Hunde, die bellen, beißen nicht. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Abg. Noll: Sie sind keine wahre Salzburgerin!
Als junger, enthusiastischer Mensch, der aus Idealismus in die Politik gegangen ist (Abg. Noll: Sie sind keine wahre Salzburgerin!), bin ich bestürzt darüber, welche verbalen Ausrutscher Sie sich leisten, wie etwa vor Kurzem wieder, als Sie ÖVP und FPÖ als „zwei B’soffene“ bezeichnet haben. Zum Glück gehören wir nicht derselben Partei
Beifall bei FPÖ und ÖVP. –Heiterkeit der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.
an; ich gestehe Ihnen Oppositionsrhetorik zu, aber ich sage es Ihnen ehrlich, ich schäme mich als junger Mensch dafür, dass Sie diesen gesamten Berufsstand mit Ihren verbalen Ausrutschern dermaßen in Verruf bringen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. –Heiterkeit der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.)
Abg. Kuntzl: Haben Sie zur Sache auch etwas zu sagen? – Abg. Drozda: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?
Sie geben vielleicht überhaupt nichts darauf, wie dieser Berufsstand Politiker in der Öffentlichkeit angesehen ist, weil Sie auf ein Angebot aus der Privatwirtschaft warten, wenn denn das irgendwann einmal kommen möge, und Sie geben gar nichts darauf, wie wir alle in der Öffentlichkeit dastehen. (Abg. Kuntzl: Haben Sie zur Sache auch etwas zu sagen? – Abg. Drozda: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?) Sie laufen bellend durch dieses Land, sind frustriert darüber, dass kein Hahn mehr nach Ihnen kräht, und tragen das auf dem Rücken von uns allen aus. Das ist unverschämt, und das gehört sich nicht für einen Abgeordneten dieses Hohen Hauses. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie geben vielleicht überhaupt nichts darauf, wie dieser Berufsstand Politiker in der Öffentlichkeit angesehen ist, weil Sie auf ein Angebot aus der Privatwirtschaft warten, wenn denn das irgendwann einmal kommen möge, und Sie geben gar nichts darauf, wie wir alle in der Öffentlichkeit dastehen. (Abg. Kuntzl: Haben Sie zur Sache auch etwas zu sagen? – Abg. Drozda: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?) Sie laufen bellend durch dieses Land, sind frustriert darüber, dass kein Hahn mehr nach Ihnen kräht, und tragen das auf dem Rücken von uns allen aus. Das ist unverschämt, und das gehört sich nicht für einen Abgeordneten dieses Hohen Hauses. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Erasim: Kennen Sie Ihre Umfrageergebnisse?
Wenn Sie so weitermachen, dann werden Sie noch viele, viele Jahre dort sitzen, wo Sie jetzt sitzen, und gelangweilt in Ihr Tablet starren. (Abg. Erasim: Kennen Sie Ihre Umfrageergebnisse?)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Familien, Sicherheit, Bildung und Pflege – Themen, bei denen die Bundesregierung nicht spart, Themen, deren sich diese Bundesregierung annimmt. Mit dem Familienbonus haben wir es endlich geschafft, dass wir die Politik aus den Wohnzimmern der Familien vertreiben und den Familien zugestehen, selbst zu entscheiden, was sie mit dem Geld machen, das wir ihnen zurückgeben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Wieso erwähnen Sie den Sobotka nicht? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Beim Thema Sicherheit macht unser Innenminister tagtäglich großartige Arbeit, und er muss die Versäumnisse Ihrer Regierung (in Richtung SPÖ) der letzten Jahre wieder wettmachen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Wieso erwähnen Sie den Sobotka nicht? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Ihre Plakate sind auch nicht besser!
Was machen Sie von der SPÖ? – Sie machen den Menschen Angst, Sie rennen durch dieses Land, hantieren mit Halb- und Unwahrheiten, hantieren damit, dass Spitäler geschlossen werden, während Ihr Spitzenkandidat in Salzburg herumrennt und schon wieder alles gratis machen möchte. Ja, so bringt man kein ordentliches Budget zusammen, wenn die Sozialdemokraten in diesem Land wieder einmal alles gratis machen wollen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Ihre Plakate sind auch nicht besser!)
Abg. Rossmann: Wovon reden Sie?
Diese Bundesregierung hat eine Garantie abgegeben, eine Garantie, dass wir nicht bei den Menschen sparen, sondern überall anders, nämlich dort, wo Geld zu holen ist: bei der Verwaltung, bei der Bürokratie, bei Förderungen, und dass dieses Geld auch wieder bei den Familien ankommt, bei den Geringverdienern, beim Mittelstand, bei unseren Senioren, bei den Patientinnen und Patienten. (Abg. Rossmann: Wovon reden Sie?) Diese Garantie halten wir auch ein, nicht nur im Doppelbudget 2018/2019, sondern auch in den darauf folgenden Budgets. Das muss der SPÖ nicht gefallen, aber was wirklich wichtig ist: Die Österreicherinnen und Österreicher müssen das im positivsten aller Sinne zu spüren bekommen, und das werden sie! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung hat eine Garantie abgegeben, eine Garantie, dass wir nicht bei den Menschen sparen, sondern überall anders, nämlich dort, wo Geld zu holen ist: bei der Verwaltung, bei der Bürokratie, bei Förderungen, und dass dieses Geld auch wieder bei den Familien ankommt, bei den Geringverdienern, beim Mittelstand, bei unseren Senioren, bei den Patientinnen und Patienten. (Abg. Rossmann: Wovon reden Sie?) Diese Garantie halten wir auch ein, nicht nur im Doppelbudget 2018/2019, sondern auch in den darauf folgenden Budgets. Das muss der SPÖ nicht gefallen, aber was wirklich wichtig ist: Die Österreicherinnen und Österreicher müssen das im positivsten aller Sinne zu spüren bekommen, und das werden sie! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Man kann unglaublich viel und schnell reden, aber trotzdem nichts sagen, Frau Kollegin – bestes Beispiel. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich habe heute – ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – von den Regierungsparteien unglaublich viele Märchenbeiträge gehört, also mit Dichtung und Wahrheit nehmen Sie es offenbar nicht so genau. Sie bringen hier Halbwahrheiten zur Sprache, Sie lassen etwas weg und vergessen, Tatsachen auf den Tisch zu legen. Ich darf Ihnen jetzt folgende vier Tatsachen kundtun. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Tatsache Nummer eins: Seit dem Jahr 2015 – gut zuhören, Herr Rädler! – saniert die Vorgängerregierung stufenweise dieses Budget, und deswegen ist es jetzt so, wie es ist, nämlich ein saniertes Budget. Dafür aber kann diese Regierung nichts! – Erste Tatsache. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Zweite Tatsache, sehr geehrte Damen und Herren: Die noch stabile Gesellschaft in Österreich, die sich über Jahrzehnte hinweg als stabil erwiesen hat, weil jahrzehntelang investiert wurde, weil Investitionen in das Sozialsystem getätigt wurden, die möglichst allen ein bisschen auch an Lebensqualität zukommen lassen, destabilisieren Sie jetzt. – Das ist die zweite Tatsache, die Sie halb verschweigen. Sie dividieren diese stabile Gesellschaft auseinander, und zwar mit einem kühlen Lächeln der Sonderklasse. Knallhart, beinhart dividieren Sie die Gesellschaft auseinander, nehmen den Kleinen und geben den Großen und pfeifen sich nichts um die Leistungen der Menschen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Neubauer: Da gehören Sie nicht dazu!
Frauen und Männer, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien, die niedrige Einkommen haben, zählen für Sie sowieso nicht. Es gibt nämlich auch Leute in diesem Land, die zu wenig verdienen, um Steuern zu zahlen (Abg. Neubauer: Da gehören Sie nicht dazu!), und für diese Menschen haben Sie sowieso nichts übrig, denn die bekommen nicht einmal 1 Cent über den Familienbonus, den Sie ermöglichen und den wir auch respektieren, keine Frage. Wenn er aber nicht für alle Kinder in diesem Land gleichermaßen gilt, dann ist das wieder eine der Tatsachen, die Sie verwaschen haben, und das halte ich den Kindern gegenüber für respektlos. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frauen und Männer, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien, die niedrige Einkommen haben, zählen für Sie sowieso nicht. Es gibt nämlich auch Leute in diesem Land, die zu wenig verdienen, um Steuern zu zahlen (Abg. Neubauer: Da gehören Sie nicht dazu!), und für diese Menschen haben Sie sowieso nichts übrig, denn die bekommen nicht einmal 1 Cent über den Familienbonus, den Sie ermöglichen und den wir auch respektieren, keine Frage. Wenn er aber nicht für alle Kinder in diesem Land gleichermaßen gilt, dann ist das wieder eine der Tatsachen, die Sie verwaschen haben, und das halte ich den Kindern gegenüber für respektlos. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsache Nummer drei: Einige Ihrer Versprechen sind nicht einmal budgetiert; das haben auch Vorredner, Vorrednerinnen vor mir schon erwähnt. 1 000 Euro, sprich nichts, für den Ausbau der Kinderbetreuung – und daraufhin stellt sich ein Kollege von der FPÖ hierher und sagt, das sei Sache der Gemeinden. Ja woher kommt denn das Geld? – Das Geld kommt von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern – das ist einmal die eine Tatsache – und, zum Zweiten, verteilt wird das Geld, 305 Millionen Euro in den vergangenen Jahren, vom Bund an die Länder, von den Ländern an die Gemeinden. Und jetzt sollen auf einmal die Gemeinden allein dafür zuständig sein?! – Also das ist auch wieder so eine Halbwahrheit, mit der Sie hausieren gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsache Nummer vier: Es ist nicht nur so, dass Sie Dinge nicht budgetieren, nein, Sie kürzen auch Budgets, und zwar nicht nur das AMS-Budget durch das Abschaffen einer wunderbaren Aktion, von der Sie ganz despektierlich sagen, das wäre eine Scheinaktion gewesen, obwohl 4 400 ältere ArbeitnehmerInnen dadurch einen Arbeitsplatz, einen geförderten Arbeitsplatz, der ihnen eine neue Perspektive ermöglicht hätte, bekommen haben. – Nein, weggekürzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Die brauchen wir ja nicht, oder?!
Versprechungen werden gegeben, aber sehr wenig bis gar nichts davon wird auch umgesetzt! Sie investieren nicht in die großartigen Menschen in diesem Land, Sie investieren in die Großindustrie in diesem Land. Das mag Ihre Philosophie sein (Ruf bei der ÖVP: Die brauchen wir ja nicht, oder?!), aber den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Vizekanzler interessiert das eh schon lange nicht mehr. Ich wollte sagen, hier (auf die Regierungsbank weisend) sitzt ein türkis-blauer Eisblock, der sich um die Leute nichts schert, leider muss ich sagen: Hier saß ein türkis-blauer Eisblock, der schon verschwunden ist und dem Menschen mit niedrigen Einkommen völlig egal sind (Beifall bei der SPÖ), dem auch das Wohl vieler Kinder völlig egal ist, denn nicht alle Kinder werden gleichermaßen profitieren.
Beifall bei der SPÖ
Versprechungen werden gegeben, aber sehr wenig bis gar nichts davon wird auch umgesetzt! Sie investieren nicht in die großartigen Menschen in diesem Land, Sie investieren in die Großindustrie in diesem Land. Das mag Ihre Philosophie sein (Ruf bei der ÖVP: Die brauchen wir ja nicht, oder?!), aber den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Vizekanzler interessiert das eh schon lange nicht mehr. Ich wollte sagen, hier (auf die Regierungsbank weisend) sitzt ein türkis-blauer Eisblock, der sich um die Leute nichts schert, leider muss ich sagen: Hier saß ein türkis-blauer Eisblock, der schon verschwunden ist und dem Menschen mit niedrigen Einkommen völlig egal sind (Beifall bei der SPÖ), dem auch das Wohl vieler Kinder völlig egal ist, denn nicht alle Kinder werden gleichermaßen profitieren.
Abg. Rädler: Warum haben Sie es nicht gemacht?
Und die Leistungen der Frauen, die großartigen Leistungen der Frauen? – Bei 40 Arbeitsjahren werden sie, wenn sie arbeitslos waren, wenn sie Kinder bekommen haben, wenn sie krank waren, nie und nimmer von dieser Erhöhung der Mindestpension profitieren. Es braucht zumindest die Anrechnung der Kindererziehungszeiten (Abg. Rädler: Warum haben Sie es nicht gemacht?), Herr Rädler, es braucht die Anrechnung der Kindererziehungszeiten, damit wenigstens einige Frauen etwas davon haben. – Wieder so ein Placebo, das Sie in die Welt geschickt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und die Leistungen der Frauen, die großartigen Leistungen der Frauen? – Bei 40 Arbeitsjahren werden sie, wenn sie arbeitslos waren, wenn sie Kinder bekommen haben, wenn sie krank waren, nie und nimmer von dieser Erhöhung der Mindestpension profitieren. Es braucht zumindest die Anrechnung der Kindererziehungszeiten (Abg. Rädler: Warum haben Sie es nicht gemacht?), Herr Rädler, es braucht die Anrechnung der Kindererziehungszeiten, damit wenigstens einige Frauen etwas davon haben. – Wieder so ein Placebo, das Sie in die Welt geschickt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, dass es an der Zeit ist, den Leistungen der Menschen sehr respektvoll zu begegnen, sich gebührend damit auseinanderzusetzen und diese auch zu würdigen. Sie machen das nicht – wir werden das im Gegenzug zu Ihrer Eiszeitpolitik versuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Oje-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ja, meine Damen und Herren, am Anfang schuf die Regierung ein Budget, und es war gut. (Oje-Rufe bei der SPÖ.) Wir haben es nun zum ersten Mal seit 64 Jahren geschafft, dass wir im Jahr 2019 einen Budgetüberschuss haben werden. Diesbezüglich kommt auch immer die Kritik, dass das in Zeiten einer gut laufenden Konjunktur ja kein Kunststück sei, deshalb lassen Sie mich einen Blick in die Vergangenheit werfen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Blasphemie!)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Blasphemie!
Abgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ja, meine Damen und Herren, am Anfang schuf die Regierung ein Budget, und es war gut. (Oje-Rufe bei der SPÖ.) Wir haben es nun zum ersten Mal seit 64 Jahren geschafft, dass wir im Jahr 2019 einen Budgetüberschuss haben werden. Diesbezüglich kommt auch immer die Kritik, dass das in Zeiten einer gut laufenden Konjunktur ja kein Kunststück sei, deshalb lassen Sie mich einen Blick in die Vergangenheit werfen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Blasphemie!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
ben. Also freuen wir uns doch endlich einmal über diese tolle Trendwende und darüber, dass wir endlich mit dem Schuldenmachen aufhören, liebe KollegInnen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zweitens: Wir entlasten die Menschen. Die Steuer- und Abgabenquote wird sinken, und damit wird die Entlastung auch endlich in den Geldtaschen der Menschen ankommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich könnte noch viele positive Maßnahmen aufzählen, die ins Budget Eingang gefunden haben, wie beispielsweise der starke Fokus auf Zukunftsinvestitionen, ich belasse es aber dabei: Man soll nicht mehr Geld ausgeben, als man einnimmt! Das ist eigentlich eine alte Weisheit, die aber bisher in der österreichischen Budgetplanung wenig Niederschlag gefunden hat. Danke, Herr Bundesminister und Herr Staatssekretär, für diese Kehrtwende! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Weiters wird das Gesundheits- und Ernährungssicherheitsgesetz geändert. Die Verpflichtung zur Apothekenabgabe von 3,5 Millionen Euro wird nicht bis 2022, sondern bis 2019 befristet. – Ich danke sehr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Jarolim: Wer soll das glauben?
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Das ist heute ein guter Tag, es ist ein Budget der Veränderung. (Abg. Jarolim: Wer soll das glauben?) Wir nehmen so viel ein, dass wir in die Lage versetzt werden, weniger auszugeben und mit dem Überschuss wieder zu investieren. Wo investieren wir? – Wir investieren in Bildung, wir investieren in die Familien, in die Kinder, in die Eltern, die eine wesentliche Leistung dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft wächst und fortbesteht. Das ist heute ein guter Tag, das ist ein gutes Budget. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Das ist heute ein guter Tag, es ist ein Budget der Veränderung. (Abg. Jarolim: Wer soll das glauben?) Wir nehmen so viel ein, dass wir in die Lage versetzt werden, weniger auszugeben und mit dem Überschuss wieder zu investieren. Wo investieren wir? – Wir investieren in Bildung, wir investieren in die Familien, in die Kinder, in die Eltern, die eine wesentliche Leistung dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft wächst und fortbesteht. Das ist heute ein guter Tag, das ist ein gutes Budget. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Auch wenn Sie es nicht gerne hören: Wir geben mehr Geld für Sicherheit aus; wir haben mehr Polizistinnen und Polizisten auf der Straße. Wir geben auch mehr Geld für Bildung und Forschung aus. Und das ist eine Investition in Arbeitsplätze. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
dass das Budget so ausverhandelt wird, dass es eine Generationengerechtigkeit bringt, eine neue soziale Gerechtigkeit, für die diese Bundesregierung steht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Kanzler?
Wenn ich jetzt so in die Reihen der Opposition blicke, zeigt sich mir wie so oft ein schon bekanntes Bild: Der Parteivorsitzende der SPÖ ist nicht anwesend. (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Kanzler?) Der Parteivorsitzende der SPÖ ist in die Politik eingestiegen und hat gesagt, er möchte in der Politik einander mit Anstand begegnen. Was sollen dann die Entgleisungen in den letzten Tagen, Herr Klubobmann Kern, der Sie nicht mehr da sind? Was sollen die Entgleisungen? Was sollen die Angriffe? Was sollen die Untergriffe? Was sollen die Unwahrheiten? – Das beschädigt die Politik, diesen Stil lehnen wir ab! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn ich jetzt so in die Reihen der Opposition blicke, zeigt sich mir wie so oft ein schon bekanntes Bild: Der Parteivorsitzende der SPÖ ist nicht anwesend. (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Kanzler?) Der Parteivorsitzende der SPÖ ist in die Politik eingestiegen und hat gesagt, er möchte in der Politik einander mit Anstand begegnen. Was sollen dann die Entgleisungen in den letzten Tagen, Herr Klubobmann Kern, der Sie nicht mehr da sind? Was sollen die Entgleisungen? Was sollen die Angriffe? Was sollen die Untergriffe? Was sollen die Unwahrheiten? – Das beschädigt die Politik, diesen Stil lehnen wir ab! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
All die Emotion, die ihr habt, wäre positiv, würdet ihr nicht andauernd unser Angebot zum Dialog ausschlagen, würdet ihr den Weg, Österreich an die Spitze zu bringen, mitgehen. Was macht ihr? – Ihr wendet euch mit Unwahrheiten an die Zeitungen, ihr beleidigt dieses Land, diese Republik und die Demokratie, indem ihr diese Regierung mit einer Diktatur vergleicht! Das ist unwürdige Politik! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ein Chefredakteur einer großen Tageszeitung hat heute Folgendes geschrieben: „Dialog statt dummer Sprüche“. – Diese Einladung steht, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ! Diese Einladung steht, schlagen Sie die Hand, die wir Ihnen reichen, nicht aus, bringen wir Österreich gemeinsam an die Spitze! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das habe ich auch noch nie erlebt, dass jemand das Fehlen eines anderen Parteivorsitzenden beklagt, während sein eigener nicht anwesend ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.) Das ist erstmalig (Abg. Rosenkranz: Das ist schon oft passiert, da haben Sie nie aufgepasst!), aber vielleicht ist das in der Aufregung übersehen worden.
Abg. Rosenkranz: Das ist schon oft passiert, da haben Sie nie aufgepasst!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das habe ich auch noch nie erlebt, dass jemand das Fehlen eines anderen Parteivorsitzenden beklagt, während sein eigener nicht anwesend ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.) Das ist erstmalig (Abg. Rosenkranz: Das ist schon oft passiert, da haben Sie nie aufgepasst!), aber vielleicht ist das in der Aufregung übersehen worden.
Abg. Rädler – aufgrund des im Vergleich zum Vorredner ruhigen Tonfalls des Redners –: Schreien Sie nicht so! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Wir diskutieren jetzt das Budget. Kollege Kopf hat vorhin auf eine Diskussion verwiesen und dabei in vielem recht behalten. Natürlich ist die Steuer- und Abgabenquote in erster Linie davon abhängig, was wir uns hier ausmachen, was wir gemeinsam regeln und was jeder privat macht. (Abg. Rädler – aufgrund des im Vergleich zum Vorredner ruhigen Tonfalls des Redners –: Schreien Sie nicht so! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Danke für den Hinweis. Natürlich stimmt das, da hat Kollege Kopf recht, man kann die Steuer- und Abgabenquote ganz einfach senken, indem man zum Beispiel sagt: Wir privatisieren das Gesundheitssystem, wir schließen zum Beispiel die AUVA, bei Unfällen muss halt dann jeder für sich selber die Sachlage irgendwie klären! (Abg. Gudenus: Das ist ja ein Gschichterl, bitte!) So kann man ganz schnell die Steuer- und Abgabenquote senken, das ist aber nicht der Weg, den wir gehen wollen. Wir sind der Meinung, dass wir gute öffentliche Leistungen brauchen, dass wir ein gutes Gesundheitssystem, ein gutes Bildungssystem, ein gutes Pensionssystem brauchen – und nicht Kürzungen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wieso haben Sie dann in der letzten Zeit immer so viel Mist gebaut?)
Abg. Gudenus: Das ist ja ein Gschichterl, bitte!
Wir diskutieren jetzt das Budget. Kollege Kopf hat vorhin auf eine Diskussion verwiesen und dabei in vielem recht behalten. Natürlich ist die Steuer- und Abgabenquote in erster Linie davon abhängig, was wir uns hier ausmachen, was wir gemeinsam regeln und was jeder privat macht. (Abg. Rädler – aufgrund des im Vergleich zum Vorredner ruhigen Tonfalls des Redners –: Schreien Sie nicht so! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Danke für den Hinweis. Natürlich stimmt das, da hat Kollege Kopf recht, man kann die Steuer- und Abgabenquote ganz einfach senken, indem man zum Beispiel sagt: Wir privatisieren das Gesundheitssystem, wir schließen zum Beispiel die AUVA, bei Unfällen muss halt dann jeder für sich selber die Sachlage irgendwie klären! (Abg. Gudenus: Das ist ja ein Gschichterl, bitte!) So kann man ganz schnell die Steuer- und Abgabenquote senken, das ist aber nicht der Weg, den wir gehen wollen. Wir sind der Meinung, dass wir gute öffentliche Leistungen brauchen, dass wir ein gutes Gesundheitssystem, ein gutes Bildungssystem, ein gutes Pensionssystem brauchen – und nicht Kürzungen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wieso haben Sie dann in der letzten Zeit immer so viel Mist gebaut?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wieso haben Sie dann in der letzten Zeit immer so viel Mist gebaut?
Wir diskutieren jetzt das Budget. Kollege Kopf hat vorhin auf eine Diskussion verwiesen und dabei in vielem recht behalten. Natürlich ist die Steuer- und Abgabenquote in erster Linie davon abhängig, was wir uns hier ausmachen, was wir gemeinsam regeln und was jeder privat macht. (Abg. Rädler – aufgrund des im Vergleich zum Vorredner ruhigen Tonfalls des Redners –: Schreien Sie nicht so! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Danke für den Hinweis. Natürlich stimmt das, da hat Kollege Kopf recht, man kann die Steuer- und Abgabenquote ganz einfach senken, indem man zum Beispiel sagt: Wir privatisieren das Gesundheitssystem, wir schließen zum Beispiel die AUVA, bei Unfällen muss halt dann jeder für sich selber die Sachlage irgendwie klären! (Abg. Gudenus: Das ist ja ein Gschichterl, bitte!) So kann man ganz schnell die Steuer- und Abgabenquote senken, das ist aber nicht der Weg, den wir gehen wollen. Wir sind der Meinung, dass wir gute öffentliche Leistungen brauchen, dass wir ein gutes Gesundheitssystem, ein gutes Bildungssystem, ein gutes Pensionssystem brauchen – und nicht Kürzungen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wieso haben Sie dann in der letzten Zeit immer so viel Mist gebaut?)
Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ – Abg. Gudenus: Der war gut!
Schuldenpolitik machen, was wollen Sie uns damit androhen? – Dass Sie wieder ein Ansteigen der Schulden dulden, jetzt, wo wir den Staat endlich saniert haben (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ – Abg. Gudenus: Der war gut!) und wieder eine sinkende Schuldenquote vorzuweisen haben?! Das hoffe ich wohl doch nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schuldenpolitik machen, was wollen Sie uns damit androhen? – Dass Sie wieder ein Ansteigen der Schulden dulden, jetzt, wo wir den Staat endlich saniert haben (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ – Abg. Gudenus: Der war gut!) und wieder eine sinkende Schuldenquote vorzuweisen haben?! Das hoffe ich wohl doch nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Nordkorea!
Kollege Kopf hat auch recht, wenn er sagt, die Steuern seien für manche in Österreich zu hoch, nämlich für jene, die arbeiten. Ja, wir haben die Steuern und Abgaben in den letzten zehn Jahren in drei Schritten gesenkt, sie sind aber immer noch zu hoch, vor allem im Vergleich zu den Steuern, die Millionäre und alle, die über Vermögen verfügen, zahlen. In anderen Ländern müssten die zehn, zwölf Mal so hohe Steuern wie in Österreich zahlen, während diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, weniger zahlen. (Abg. Rosenkranz: Nordkorea!) Ja, das wollen wir ändern. Wir wollen Steuern auf Arbeit senken und Schluss machen mit den Steuergeschenken für Millionäre! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Kollege Kopf hat auch recht, wenn er sagt, die Steuern seien für manche in Österreich zu hoch, nämlich für jene, die arbeiten. Ja, wir haben die Steuern und Abgaben in den letzten zehn Jahren in drei Schritten gesenkt, sie sind aber immer noch zu hoch, vor allem im Vergleich zu den Steuern, die Millionäre und alle, die über Vermögen verfügen, zahlen. In anderen Ländern müssten die zehn, zwölf Mal so hohe Steuern wie in Österreich zahlen, während diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, weniger zahlen. (Abg. Rosenkranz: Nordkorea!) Ja, das wollen wir ändern. Wir wollen Steuern auf Arbeit senken und Schluss machen mit den Steuergeschenken für Millionäre! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Abg. Rosenkranz: Das höre ich heute zum ersten Mal von Ihnen, Kollege! Das ist unglaublich!
Wir haben ein Problem mit Lohn- und Sozialdumping. Ja, wir haben ein Problem mit Schwarzarbeit, weil keine Steuern von Arbeitgebern bezahlt werden, damit, dass Menschen unter Kollektivvertrag bezahlt werden, und so weiter. (Abg. Rosenkranz: Das höre ich heute zum ersten Mal von Ihnen, Kollege! Das ist unglaublich!) Dafür gibt es heute Strafen, und zwar hohe Strafen. Wenn jemand 100 Personen illegal beschäftigt, dann zahlt er hundert Mal Strafe, denn wir wollen nicht, dass sich Schwarzarbeit lohnt. Wir wollen nicht, dass es sich lohnt, Lohn- und Sozialdumping zu betreiben. Was macht die Regierung jetzt, was wollen Sie jetzt alle beschließen? – Wenn 100 Leute illegal beschäftigt werden, soll nicht mehr hundert Mal Strafe bezahlt werden, sondern wie oft? – Ein Mal! Das, was Sie machen, ist, es attraktiv zu machen, im großen Stil Lohn- und Sozialdumping zu betreiben, und das nennen Sie dann Entbürokratisierung. – Nein, das ist nicht Entbürokratisierung, das ist eine Schande für Österreich, damit schaffen Sie Probleme! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Wir haben ein Problem mit Lohn- und Sozialdumping. Ja, wir haben ein Problem mit Schwarzarbeit, weil keine Steuern von Arbeitgebern bezahlt werden, damit, dass Menschen unter Kollektivvertrag bezahlt werden, und so weiter. (Abg. Rosenkranz: Das höre ich heute zum ersten Mal von Ihnen, Kollege! Das ist unglaublich!) Dafür gibt es heute Strafen, und zwar hohe Strafen. Wenn jemand 100 Personen illegal beschäftigt, dann zahlt er hundert Mal Strafe, denn wir wollen nicht, dass sich Schwarzarbeit lohnt. Wir wollen nicht, dass es sich lohnt, Lohn- und Sozialdumping zu betreiben. Was macht die Regierung jetzt, was wollen Sie jetzt alle beschließen? – Wenn 100 Leute illegal beschäftigt werden, soll nicht mehr hundert Mal Strafe bezahlt werden, sondern wie oft? – Ein Mal! Das, was Sie machen, ist, es attraktiv zu machen, im großen Stil Lohn- und Sozialdumping zu betreiben, und das nennen Sie dann Entbürokratisierung. – Nein, das ist nicht Entbürokratisierung, das ist eine Schande für Österreich, damit schaffen Sie Probleme! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Strolz und Noll.
Wir haben alle Experten, den Minister und so weiter gefragt: Gibt es ein internationales Beispiel dafür, dass man Kindern, die nicht gut Deutsch können, mit in Zukunft weniger Lehrern Deutsch beibringen kann? Bedeuten weniger Lehrer bessere Deutschkenntnisse? – Kein einziger kann das bestätigen, weil jeder weiß, das wäre absurd. Das ist aber genau das, was Sie machen: Sie kürzen die Sprachförderung an österreichischen Schulen durch eine Reduktion um circa 450 Lehrer. Wird das Österreich besser machen, wird das die Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler in Österreich verbessern? – Nein! Sie schaffen Probleme, Sie lösen keine Probleme. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Strolz und Noll.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Das habe ich in Österreich noch bei keinem Budget erlebt, nicht einmal Grasser hat sich getraut, so ein Budget und solche Zahlen hier vorzulegen. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!
Diese Frau hat nur einen „Nachteil“: Sie hat eine dunkle Hautfarbe, und als sie vorgestellt wurde, hat es von der FPÖ, von Politikern der FPÖ unglaubliche Postings gegeben, rassistische, sexistische Postings, und dafür sollte sich der Vorsitzende dieser Partei endlich entschuldigen. Sie ist nämlich genau dort aufgewachsen, sie hat genau dort gespielt, wo er als Kind gespielt hat, sie ist genau in der gleichen Gegend, im gleichen Viertel aufgewachsen – in Erdberg in Wien – wie er, und dass dieses Kind von (in Richtung FPÖ) Ihren Funktionären rassistisch und sexistisch beschimpft wird, dafür sollten Sie sich schämen. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.
Mireille Ngosso wird stellvertretende Bezirksvorsteherin im 1. Bezirk; das finden wir gut. Wir freuen uns, dass wir in einem Land leben, in dem, wenn Kinder als Flüchtlinge kommen, diese Profifußballer werden und für Österreich Tore schießen können wie Junuzović, Ärzte werden und unsere Menschen operieren können, und wir freuen uns auch, wenn sie Politiker werden und unsere Interessen vertreten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass mit dem diskutierten Budget die Schulden abgebaut werden, ich freue mich sehr, dass es für die Familien und für die Sicherheit in unserem Land mehr Mittel gibt, ich freue mich sehr, dass wir damit eine Richtungsänderung schaffen, und ich freue mich auf eine gute Zukunft für Österreich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Steinacker und Lueger werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Steinacker und Lueger werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.)
Abg. Hauser: Ihr spaltet die Gesellschaft! Ihr macht das!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Minister und Staatssekretäre! Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Ich bin jetzt schon länger hier im Haus, aber es ist das mit Abstand unseriöseste Budget, das ich in den letzten Legislaturperioden erlebt habe. Ich darf mich inhaltlich auf die brillanten Ausführungen meines Vorredners Krainer stützen, der das ja auch dargelegt hat. Zusammenfassend kann man sagen: Es ist ein unrealistisches Budget, es bevorzugt Vermögende, es benachteiligt Bedürftige, es verschlechtert die Bildung, und es spaltet die Gesellschaft tief, wie wir in den nächsten Jahren erleben werden. (Abg. Hauser: Ihr spaltet die Gesellschaft! Ihr macht das!) Das ist die Marke Kurz, das wollen wir schlicht und einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Minister und Staatssekretäre! Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Ich bin jetzt schon länger hier im Haus, aber es ist das mit Abstand unseriöseste Budget, das ich in den letzten Legislaturperioden erlebt habe. Ich darf mich inhaltlich auf die brillanten Ausführungen meines Vorredners Krainer stützen, der das ja auch dargelegt hat. Zusammenfassend kann man sagen: Es ist ein unrealistisches Budget, es bevorzugt Vermögende, es benachteiligt Bedürftige, es verschlechtert die Bildung, und es spaltet die Gesellschaft tief, wie wir in den nächsten Jahren erleben werden. (Abg. Hauser: Ihr spaltet die Gesellschaft! Ihr macht das!) Das ist die Marke Kurz, das wollen wir schlicht und einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Ich habe gar nicht gewusst, dass Mitterlehner Bundeskanzler war! – Abg. Wöginger: Er meint den Faymann, glaube ich!
Ich möchte aber auch noch zu den viel zitierten Einnahmen, mit denen die Regierung jetzt um sich wirft, festhalten, dass diese Einnahmen in der vergangenen Zeit, in der vergangenen Legislaturperiode erwirtschaftet wurden, und zwar war das die Regierung Kern und auch Mitterlehner – der Mitterlehner, Herr Bundeskanzler, den Sie aus meiner Sicht auf sehr unschöne Art und Weise politisch entsorgt haben, um sich auf seinen Sessel zu setzen, und der jetzt mehr oder weniger in der Geschichte hier völlig verschwindet. (Abg. Rosenkranz: Ich habe gar nicht gewusst, dass Mitterlehner Bundeskanzler war! – Abg. Wöginger: Er meint den Faymann, glaube ich!) Ich halte das für unseriös, ich halte das nicht für bemerkenswert, aber das ist sicherlich Ihr Werk, Herr Bundeskanzler.
ein mit jeweils einem Foto auf der Vorder- und auf der Rückseite bedrucktes Blatt Papier in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz und der Vorarlberger Landeshauptmann Wallner, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen sind
Ich darf Ihnen aber noch eines sagen, das hat unser Klubobmann Schieder ja heute schon dargelegt und das passt irgendwie dazu: Es ist immer so ein bisschen der Versuch, für sich etwas in Anspruch zu nehmen, nicht ganz so aufrichtig zu sein. Wenn man sich diese Bilder von gestern (ein mit jeweils einem Foto auf der Vorder- und auf der Rückseite bedrucktes Blatt Papier in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz und der Vorarlberger Landeshauptmann Wallner, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen sind) noch einmal anschaut – sie wurden heute ja schon gezeigt –: Es gibt ein Foto des Herrn Bundeskanzlers mit Herrn Wallner (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Mölzer), das zeigt im Hintergrund das Bild einer Dame, die raucht; in den Medien erscheint dann ein schönes Bild, ein Landschaftsbild, meine Damen und Herren. Es gibt auch eine ÖVP-
Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Mölzer
Ich darf Ihnen aber noch eines sagen, das hat unser Klubobmann Schieder ja heute schon dargelegt und das passt irgendwie dazu: Es ist immer so ein bisschen der Versuch, für sich etwas in Anspruch zu nehmen, nicht ganz so aufrichtig zu sein. Wenn man sich diese Bilder von gestern (ein mit jeweils einem Foto auf der Vorder- und auf der Rückseite bedrucktes Blatt Papier in die Höhe haltend, auf denen Bundeskanzler Kurz und der Vorarlberger Landeshauptmann Wallner, an einem Tisch sitzend, jeweils vor einem anderen an der Wand aufgehängten Bild zu sehen sind) noch einmal anschaut – sie wurden heute ja schon gezeigt –: Es gibt ein Foto des Herrn Bundeskanzlers mit Herrn Wallner (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Mölzer), das zeigt im Hintergrund das Bild einer Dame, die raucht; in den Medien erscheint dann ein schönes Bild, ein Landschaftsbild, meine Damen und Herren. Es gibt auch eine ÖVP-
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Homepage, auf der es Ja zu Ehrlichkeit heißt, und Sie könnten das vielleicht als Flaggschiff dort online stellen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich frage mich aber, Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon bei solchen Kleinigkeiten wie einer Zigarette rauchenden Frau – auch wenn Sie das Volksbegehren, das sich jetzt eröffnet, nicht gerne sehen –, wenn Sie uns da schon solche Dinge vormogeln, was machen Sie dann eigentlich bei wesentlicheren Sachen? Wovor müssen wir uns da fürchten? (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Rädler: Können Sie ja hingehen!
Genau in der Frage der Sicherheit haben wir das jetzt vorexerziert bekommen. Sie haben im Wahlkampf mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vonseiten der FPÖ das Thema Sicherheit ganz in den Vordergrund gestellt: Es muss mehr Sicherheit her, wir müssen mehr für die Sicherheit machen! – Und was sehen wir nunmehr im Budget? – Die Justiz wird komplett zertrümmert, meine Damen und Herren, und heute, in 10 Minuten, um 12 Uhr, findet im Justizpalast eine Protestveranstaltung der Richterinnen und Richter, StaatsanwältInnen, OberlandesgerichtspräsidentInnen statt (Abg. Rädler: Können Sie ja hingehen!) – ich glaube, das letzte Mal war das unter Böhmdorfer der Fall –, denen man bei Gott nicht unterstellen kann, dass sie Linkslinke oder Radikale und Revolutionäre sind.
Abg. Deimek: Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie das wirklich? ... Plädoyer!
Das ist Ihr Werk. Was haben Sie hier zu vertreten? – Sie haben bei der Justiz, die in allen Fugen kracht (Abg. Deimek: Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie das wirklich? ... Plädoyer!), 42 Stellen, 42 Richter und Staatsanwälte, gestrichen. Sie haben 216 Kanzleikräfte gestrichen, meine Damen und Herren, das sind jene, die die Arbeit für die Richter machen sollen. Die sollen sich das selber machen, meine Damen und Herren. Was erwarten Sie da eigentlich?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Ja, wir haben Unsicherheit gebracht! – Abg. Rosenkranz: Den darfst auch in seiner Parallelwelt lassen!
Sicherheit war Ihr Thema im Wahlkampf, Unsicherheit haben Sie uns gebracht – die Menschen werden es Ihnen danken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Ja, wir haben Unsicherheit gebracht! – Abg. Rosenkranz: Den darfst auch in seiner Parallelwelt lassen!)
Abg. Rosenkranz: Na! Na! – Abg. Bösch: So ist er! – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Meine Herren Volksanwälte, Frau Volksanwältin! Frau Rechnungshofpräsidentin! Wir diskutieren hier jetzt – nur zur Information für alle Zuseherinnen und Zuseher – das Kapitel oberste Organe, das heißt Parlament, das heißt Höchstgerichte, Verfassungsgerichtshof und Verwaltungsgerichtshof, und wir diskutieren hier das Bundeskanzleramt. Daher war das leider, Herr Kollege Jarolim, unter Ihrer Würde, was Sie jetzt gerade veranstaltet haben. (Abg. Rosenkranz: Na! Na! – Abg. Bösch: So ist er! – Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das war nicht das, was wir uns hätten erwarten dürfen. Justiz kommt erst drei Kapitel später dran, dann dürfen Sie sich wieder rausstellen. Also sich ein bisschen an den parlamentarischen Fahrplan zu halten, wäre schon etwas, Herr Kollege Jarolim! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Meine Herren Volksanwälte, Frau Volksanwältin! Frau Rechnungshofpräsidentin! Wir diskutieren hier jetzt – nur zur Information für alle Zuseherinnen und Zuseher – das Kapitel oberste Organe, das heißt Parlament, das heißt Höchstgerichte, Verfassungsgerichtshof und Verwaltungsgerichtshof, und wir diskutieren hier das Bundeskanzleramt. Daher war das leider, Herr Kollege Jarolim, unter Ihrer Würde, was Sie jetzt gerade veranstaltet haben. (Abg. Rosenkranz: Na! Na! – Abg. Bösch: So ist er! – Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das war nicht das, was wir uns hätten erwarten dürfen. Justiz kommt erst drei Kapitel später dran, dann dürfen Sie sich wieder rausstellen. Also sich ein bisschen an den parlamentarischen Fahrplan zu halten, wäre schon etwas, Herr Kollege Jarolim! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Wieso will das die Liste Pilz eigentlich nicht?
Wir setzen das Geld auch im Bereich der Kontrolle ein, indem wir mehr Geld für Untersuchungsausschüsse reservieren. Es ist notwendig, dass das Parlament dieses Geld bekommt, damit die parlamentarische Kontrolle der Exekutive, sprich: der Regierung, auch möglich ist. (Abg. Rosenkranz: Wieso will das die Liste Pilz eigentlich nicht?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
und sind daher Vorbild. – Vielen Dank, Herr Bundeskanzler, für diese klare Haltung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn ich von Gewaltentrennung spreche, dann bleibt mir noch ein Punkt betreffend die Judikative: Da möchte ich die Gesetzesprüfungsverfahren hervorheben. Im vergangenen Jahr, 2017, gab es 189 Parteianträge auf Gesetzesprüfungsverfahren, sprich: Es wurde geprüft, ob die Gesetze, die wir erlassen haben, auch der Verfassung entsprechen. Ganze zwei davon wurden als verfassungswidrig bezeichnet. Das ist ein Zeichen unserer Qualität, das ist auch ein Zeichen der Kontrolle durch den Verfassungsgerichtshof. – In diesem Sinne sage ich herzlichen Dank und alles Gute. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär – heute dauert die Begrüßung länger! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrte Volksanwälte! Herr Finanzminister, ganz kurz etwas zu Ihrem vorigen Redebeitrag, weil mir das schon mehrmals aufgefallen ist: Sie schauen da immer in den Saal und sagen: Sie haben den Leuten vorgegaukelt, dass sie entlastet werden. Sie sagen, Sie haben dieses Linke-Tasche-rechte-Tasche-Spiel gespielt. – Ich muss Sie vielleicht daran erinnern: Ihre Vorgänger, Grasser, Molterer, Pröll, Fekter, Spindelegger, Schelling, waren schon alle ÖVP-Mitglieder; wenn, dann haben die dieses Linke-Tasche-rechte-Tasche-Spiel gespielt und etwas vorgegaukelt, aber es waren sicher nicht wir. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Das betrifft genau diese grundsätzliche Frage, die sich auch im Zusammenhang mit den Gerichten gestellt hat; die Richterinnen und Richter protestieren jetzt natürlich zu Recht, weil es um eine Grundsatzfrage geht. Und wenn wir dort, wo es so wichtig ist, nämlich betreffend Rechtsstaatlichkeit, zu sparen beginnen, dann können wir uns grundsätzlich schon einmal überlegen, wie ernst wir das Ganze nehmen. Wenn wir bei einer der wesentlichen Voraussetzungen der Demokratie, nämlich beim Rechtsstaat, zu sparen beginnen, dann haben wir aus meiner Sicht ein schwerwiegendes Problem. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Jarolim und Noll.
Zweitens: Es ist denkunmöglich, im System zu sparen, wenn man einmal etwas aussetzt, weil man das System, die Systematik, dass man andauernd valorisiert und erhöht, nur dann ändern kann, wenn man die Valorisierung abschafft; das heißt, dieses Im-System-Sparen, das Sie in diesem Zusammenhang an den Tag legen, ist nichts als ein billiger Taschenspielertrick. Wenn Sie wirklich im System sparen wollen, dann reduzieren Sie endlich die Parteienförderung und hören Sie auf mit der Valorisierung! Das ist wirklich im System sparen, und nicht dieser billige Schmäh, den Sie jetzt der Öffentlichkeit so verkaufen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Jarolim und Noll.)
Abg. Scherak: Na, ist es nicht, weil das System ...!
Es wurde nicht gesagt, dass man auf Dauer irgendeine Reduktion vornimmt. Selbst wenn man einmalig eine Reduktion vornimmt oder eine Erhöhung nicht durchführt, ist das auch im System sparen und daher im System gespart. Also denkunmöglich – tut mir leid, ich kann das denken, auch wenn das für Sie nicht möglich ist. (Abg. Scherak: Na, ist es nicht, weil das System ...!) Sie haben gemeint: das System verändern. Es wird aber auch im System gespart, wenn man einmal – und das wird am Freitag debattiert – die Erhöhung der Parteienförderung auf Bundesebene – nichts anderes können wir hier beschließen; Sie kritisieren, dass es auf Länderebene nicht passiert – aussetzt. Ich denke, das ist sogar ein sehr guter Schritt, zu zeigen, dass wir diese Valorisierung nicht vornehmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wurde nicht gesagt, dass man auf Dauer irgendeine Reduktion vornimmt. Selbst wenn man einmalig eine Reduktion vornimmt oder eine Erhöhung nicht durchführt, ist das auch im System sparen und daher im System gespart. Also denkunmöglich – tut mir leid, ich kann das denken, auch wenn das für Sie nicht möglich ist. (Abg. Scherak: Na, ist es nicht, weil das System ...!) Sie haben gemeint: das System verändern. Es wird aber auch im System gespart, wenn man einmal – und das wird am Freitag debattiert – die Erhöhung der Parteienförderung auf Bundesebene – nichts anderes können wir hier beschließen; Sie kritisieren, dass es auf Länderebene nicht passiert – aussetzt. Ich denke, das ist sogar ein sehr guter Schritt, zu zeigen, dass wir diese Valorisierung nicht vornehmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich sehe in diesem Budget also, dass gewährleistet ist, dass die Höchstgerichte funktionieren und dass sich der Parlamentarismus weiterentwickeln kann – also in Summe sehr positiv. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
gekommen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Ich weiß schon, ich mache wahrscheinlich zu wenig, und Sie brauchen mehr, weil Sie das besser können, das sind jetzt natürlich die rhetorischen Floskeln, schon klar. Ich sage Ihnen, das ist wirklich unnötig! (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
gekommen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Ich weiß schon, ich mache wahrscheinlich zu wenig, und Sie brauchen mehr, weil Sie das besser können, das sind jetzt natürlich die rhetorischen Floskeln, schon klar. Ich sage Ihnen, das ist wirklich unnötig! (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Ich kann mir nicht anders helfen, als zu überlegen, ob der Nationalratspräsident da nicht irgendwie gerne so etwas wie ein Prinzipal wäre, ein Theaterdirektor, der gerne programmiert, der gerne Theaterstücke in Auftrag gibt, wie er das als Innenminister auch gemacht hat, und dafür habe ich wenig Verständnis. Da sollte er eher nach Niederösterreich gehen und die Landeshauptfrau fragen, ob in St. Pölten ein Platz als Intendant des Theaters frei wäre. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Also ich kann auch den beiden anderen Oppositionsparteien in diesem Zusammenhang nichts anderes als Gier vorwerfen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum diese Ausgaben wichtiger sein sollten als jene des Rechnungshofes, der ja unser wichtigstes Instrument zur Kontrolle ist. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was mich an diesem Budget sehr freut, und da möchte ich dem Finanzminister danken, ist, dass es definitiv einen Kurswechsel eingeleitet hat. Wir haben in Österreich über 60 Jahre lang mehr ausgegeben, als wir eingenommen haben. Wir haben in der Republik Österreich über 60 Jahre lang Schulden gemacht, ganz gleich, ob die Konjunktur gerade gut oder schlecht war. Eines war immer gleich: Wir haben am Ende mehr ausgegeben, als wir eingenommen haben. Ich bin froh, dass der Finanzminister, gemeinsam mit allen Fachministern in der Regierung, sichergestellt hat, dass im Jahr 2018 und auch im Jahr 2019 2,5 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden und dass es so nach über 60 Jahren erstmals möglich ist, weniger auszugeben, als wir einnehmen, also einen administrativen Überschuss zustande zu bringen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.
Es ist in vielen Reden zuvor über soziale Gerechtigkeit gesprochen worden. Ich möchte an dieser Stelle betonen, das Unsozialste, was Politik machen kann, sind Schulden, nicht nur, weil sie auf Kosten der nächsten Generation gehen, sondern vor allem auch, weil eine Überschuldung immer dazu führt, dass vor allem bei den Ärmsten der Armen gespart wird. Wir haben in Griechenland die Situation erlebt, dass die Schuldenquote 180 Prozent des BIPs erreicht hat. Und was ist passiert? – Es hat nicht die Groß- oder die Spitzenverdiener getroffen, es hat vor allem die Ärmsten der Armen getroffen. Es wurden Pensionen reduziert, es wurden Sozialleistungen gekürzt, und die Krankengelder sind um 30 Prozent reduziert worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.) Es waren die sozial Schwachen und die Ärmsten der Armen, die zuallererst draufgezahlt haben, als die Schulden durch die Schuldenpolitik ins Unermessliche gestiegen sind. Genau das wollen wir nicht, sehr geehrte Damen und Herren, und daher ein großes Danke an den Finanzminister, dass er hier in Österreich einen anderen Weg geht, dass er einen Kurswechsel eingeleitet hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Wissen Sie überhaupt, von was Sie da sprechen?!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Wissen Sie überhaupt, von was Sie da sprechen?!
Es ist in vielen Reden zuvor über soziale Gerechtigkeit gesprochen worden. Ich möchte an dieser Stelle betonen, das Unsozialste, was Politik machen kann, sind Schulden, nicht nur, weil sie auf Kosten der nächsten Generation gehen, sondern vor allem auch, weil eine Überschuldung immer dazu führt, dass vor allem bei den Ärmsten der Armen gespart wird. Wir haben in Griechenland die Situation erlebt, dass die Schuldenquote 180 Prozent des BIPs erreicht hat. Und was ist passiert? – Es hat nicht die Groß- oder die Spitzenverdiener getroffen, es hat vor allem die Ärmsten der Armen getroffen. Es wurden Pensionen reduziert, es wurden Sozialleistungen gekürzt, und die Krankengelder sind um 30 Prozent reduziert worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.) Es waren die sozial Schwachen und die Ärmsten der Armen, die zuallererst draufgezahlt haben, als die Schulden durch die Schuldenpolitik ins Unermessliche gestiegen sind. Genau das wollen wir nicht, sehr geehrte Damen und Herren, und daher ein großes Danke an den Finanzminister, dass er hier in Österreich einen anderen Weg geht, dass er einen Kurswechsel eingeleitet hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Wissen Sie überhaupt, von was Sie da sprechen?!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ob Sie das Budget nun positiv sehen oder nicht, Sie müssen eins zugestehen: Wir tun genau das, was wir im Wahlkampf versprochen haben. Wir setzen genau das um, wofür wir gewählt wurden. Wir investieren – wie wir im Wahlkampf versprochen haben – mehr in Sicherheit, in Bildung und in Pflege. Wir machen keine neuen Schulden, und wir reduzieren die Steuerlast für arbeitende Menschen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir haben in den ersten 100 Tagen schon auf den Weg gebracht, dass wir den Familienbonus umsetzen: 1 500 Euro an Steuerentlastung für arbeitende Menschen, die Kinder haben, pro Kind, die größte Entlastung für Familien, die es jemals in dieser Republik gegeben hat – ich bin froh, dass wir das in den ersten 100 Tagen auf den Weg gebracht haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rossmann: ... wieder stimmt das nicht, Herr Bundeskanzler!
Die zweite große Entlastungsmaßnahme ist eine Entlastung für kleine Einkommen. Warum? – Weil das Menschen sind, die wir ganz speziell entlasten wollen. (Abg. Rossmann: ... wieder stimmt das nicht, Herr Bundeskanzler!) Unser Fokus liegt auf Familien, auf kleinen und mittleren Einkommen. Ich bin froh, dass wir mit der Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei kleinen Einkommen (Abg. Rossmann: Sie wissen genau, dass das nicht stimmt!) unter 1 950 Euro brutto eine Entlastung zustande gebracht haben, die auch von anderen Parteien in der Vergangenheit gefordert wurde. Der Unterschied ist, wir fordern es nicht nur, wir setzen es um! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rossmann: Sie wissen genau, dass das nicht stimmt!
Die zweite große Entlastungsmaßnahme ist eine Entlastung für kleine Einkommen. Warum? – Weil das Menschen sind, die wir ganz speziell entlasten wollen. (Abg. Rossmann: ... wieder stimmt das nicht, Herr Bundeskanzler!) Unser Fokus liegt auf Familien, auf kleinen und mittleren Einkommen. Ich bin froh, dass wir mit der Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei kleinen Einkommen (Abg. Rossmann: Sie wissen genau, dass das nicht stimmt!) unter 1 950 Euro brutto eine Entlastung zustande gebracht haben, die auch von anderen Parteien in der Vergangenheit gefordert wurde. Der Unterschied ist, wir fordern es nicht nur, wir setzen es um! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die zweite große Entlastungsmaßnahme ist eine Entlastung für kleine Einkommen. Warum? – Weil das Menschen sind, die wir ganz speziell entlasten wollen. (Abg. Rossmann: ... wieder stimmt das nicht, Herr Bundeskanzler!) Unser Fokus liegt auf Familien, auf kleinen und mittleren Einkommen. Ich bin froh, dass wir mit der Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei kleinen Einkommen (Abg. Rossmann: Sie wissen genau, dass das nicht stimmt!) unter 1 950 Euro brutto eine Entlastung zustande gebracht haben, die auch von anderen Parteien in der Vergangenheit gefordert wurde. Der Unterschied ist, wir fordern es nicht nur, wir setzen es um! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich bin froh, dass wir uns zum Beispiel gemeinsam – die beiden Minister im Bundeskanzleramt und ich – darauf einigen konnten, dass es im Bundeskanzleramt, in den Kabinetten keine Arbeitsleihverträge mehr geben soll. In der Vergangenheit gab es vor allem im Kabinett des Bundeskanzlers zahlreiche Arbeitsleihverträge mit der Sozialdemokratie, mit der sozialdemokratischen Wirtschaft. Wir haben da gegengesteuert und diese Arbeitsleihverträge in den Kabinetten beendet. Das bringt massive Einsparungen im Bundeskanzleramt, in meinem Kabinett zum Beispiel eine Einsparung von 44 000 Euro pro Monat im Vergleich zu meinem Vorgänger. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dafür sind wir angetreten, dafür sind wir gewählt worden, und jetzt setzen wir genau das um. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Loacker: Ich komme auch nicht aus Wien, ich komme aus dem Ländle!
Was den Spesenersatz betrifft, Kollege Zinggl, so muss man das von zwei Seiten sehen: einerseits als Wiener Abgeordneter, als der man natürlich weniger Reisespesen und weniger Nächtigungskosten hat, aber andererseits darf ich hier schon auch Verständnis dafür einfordern, dass alle Abgeordneten aus den Regionen diesbezüglich einfach höhere Kosten haben – und ich glaube, es ist durchaus gerecht und fair, dass wir diese Kosten auch vergüten können. (Abg. Loacker: Ich komme auch nicht aus Wien, ich komme aus dem Ländle!) – Kollege aus dem Ländle, ja, vielleicht haben Sie andere Kosten, dann werden Sie das vielleicht auch so bestreiten können. Ich glaube aber, wir brauchen da durchaus ein paar kleinere Nachbesserungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was den Spesenersatz betrifft, Kollege Zinggl, so muss man das von zwei Seiten sehen: einerseits als Wiener Abgeordneter, als der man natürlich weniger Reisespesen und weniger Nächtigungskosten hat, aber andererseits darf ich hier schon auch Verständnis dafür einfordern, dass alle Abgeordneten aus den Regionen diesbezüglich einfach höhere Kosten haben – und ich glaube, es ist durchaus gerecht und fair, dass wir diese Kosten auch vergüten können. (Abg. Loacker: Ich komme auch nicht aus Wien, ich komme aus dem Ländle!) – Kollege aus dem Ländle, ja, vielleicht haben Sie andere Kosten, dann werden Sie das vielleicht auch so bestreiten können. Ich glaube aber, wir brauchen da durchaus ein paar kleinere Nachbesserungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend kann man sagen, mit dem vorliegenden Doppelbudget können die Aufgaben erfüllt werden. Der österreichische Rechnungshof hat im internationalen Vergleich hohe Standards, leistet gute Arbeit und kann das mit diesem Budget auch in Zukunft garantieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schrangl: Rudolf Edlinger? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich finde es ja spannend, dass der Herr Bundeskanzler sich hierherstellt und sagt, dass das seit 60 Jahren das erste Budget ist, bei dem weniger ausgegeben wird, als man einnimmt. Spannend dabei ist aber, dass es die letzten 30 Jahre, dass es in 30 Jahren davon schwarze Finanzminister gab. (Abg. Schrangl: Rudolf Edlinger? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vielleicht möge man daher in dieser Frage einmal den Blick auf die eigenen Reihen richten. (Abg. Lausch: Mit Zahlen haben Sie es nicht! 30 Jahre?!)
Abg. Lausch: Mit Zahlen haben Sie es nicht! 30 Jahre?!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich finde es ja spannend, dass der Herr Bundeskanzler sich hierherstellt und sagt, dass das seit 60 Jahren das erste Budget ist, bei dem weniger ausgegeben wird, als man einnimmt. Spannend dabei ist aber, dass es die letzten 30 Jahre, dass es in 30 Jahren davon schwarze Finanzminister gab. (Abg. Schrangl: Rudolf Edlinger? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vielleicht möge man daher in dieser Frage einmal den Blick auf die eigenen Reihen richten. (Abg. Lausch: Mit Zahlen haben Sie es nicht! 30 Jahre?!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger – in Richtung Staatssekretär Fuchs –: Hubert! Und das Vermögen wirft extrem hohe Zinsen ab, gell?
Kollege, dann muss ich sagen: Man redet immer von den Schulden, ich würde aber gerne auch einmal etwas über das Vermögen hören, das dem gegenübersteht. Dazu möchte ich Ihnen einmal folgende Zahlen nennen: Es sind 81,9 Milliarden Euro Schulden, ja, aber diesen steht auch Staatsvermögen in einer großen Höhe gegenüber – und das ist weit mehr, als an Schulden vorhanden ist. Um da eine ausgewiesene Balance zu haben, müsste man daher auch beides so betrachten. – Das kommt übrigens von der Statistik Austria und ist nicht uns eingefallen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger – in Richtung Staatssekretär Fuchs –: Hubert! Und das Vermögen wirft extrem hohe Zinsen ab, gell?)
Beifall bei der SPÖ.
Aber nun zum öffentlichen Dienst und zum Sport: Dort stehen 161 Millionen Euro für das Jahr 2018 und 165 Millionen Euro für das Jahr 2019 zur Verfügung. Bis zum Jahr 2022 gibt es, wie wir jetzt hören, 3 191 neue Planstellen, die meines Erachtens aber sehr ungleich verteilt sind, denn wir haben zwar ein Plus bei der Polizei für die innere Sicherheit – ja, durchaus wichtig –, aber ein großes Minus – mein Kollege Jarolim hat es schon gesagt – bei der Justiz, und man spart auch bei der Finanzverwaltung ein. Sehr geehrte Damen und Herren, es ist erwiesen, dass gerade in der Finanzverwaltung jene Kolleginnen und Kollegen, die bei Großbetriebsprüfungen eingesetzt sind, ihr Gehalt bis zu zwölf Mal einspielen – bis zu zwölf Mal! Da zu sparen halte ich daher für den falschen Ansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Strache: Da haben Sie falsche Zahlen!
Wenn Sie jetzt sagen, wir müssen die Entscheidungsstrukturen vereinfachen und die Transparenz stärken, dann frage ich mich, warum gerade Sie, Herr Vizekanzler, und der Kanzler jetzt auf einmal 166 Planstellen mehr haben, einen Komplettumbau im eigenen Ressort machen (Vizekanzler Strache: Da haben Sie falsche Zahlen!) und beide irgendwo ein Körberlgeld – Sie von nur 15 Millionen Euro, der Herr Kanzler in einer Höhe von 51 Millionen Euro – dazubekommen. Diese 66 Millionen Euro könnten wir herrlich für Bildung, für Arbeit, für Pensionen, Gesundheit und Pflege verwenden.
Beifall bei der SPÖ.
Und die Trendumkehr, ja, die ist gegeben: weg von den Armen, hin zu den Reichen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Sport in Österreich: in den vergangenen Jahren viel zu sehr missachtet, geringgeschätzt und stiefmütterlich behandelt, ein unerwünschtes Anhängsel der Landesverteidigung. – So und nicht anders kann man die Sportpolitik der vergangenen Jahre unter sozialistischer Führung zusammenfassen. Doch damit ist Gott sei Dank endlich Schluss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kühberger.
Das Schlimmste ist jedoch, sehr geehrte Damen und Herren, dass ein großer Teil der allgemeinen Sportförderung nicht ausgezahlt wurde und somit unzählige Projekte in den vergangenen Jahren nicht realisiert werden konnten. Das heißt, es wurde für den Sport wesentlich mehr budgetiert, dann wurde gestrichen, und dann wurde diese Streichung auch noch als Sparsamkeit verkauft. 110 Millionen Euro an Rücklagen wurden gebildet – Geld, das dem Sport heute fehlt. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist ein Skandal. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kühberger.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Neben diesen finanziellen Weichenstellungen wird es auch das erste Mal eine umfassende, allumfassende Sportstrategie geben – ein Rahmenwerk, das alle Bereiche der Sportförderung, vom Breitensport über den Spitzensport bis hin zum Gesundheitssport, umfasst, auf allen Verwaltungsebenen, von der Gemeinde über die Landesebene bis zum Bund. Auch das gab es noch nie. Und wir werden auch das erste Mal sinnvoll in den Frauensport investieren und diesen fördern – im Gegensatz zur SPÖ, die sich jahrelang für eine Gleichstellung der Frauen eingesetzt, aber im Sport nicht einen einzigen Finger gekrümmt hat. Auch da werden wir handeln – im Gegensatz zu Ihnen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich fasse zusammen: Österreich ist noch keine Sportnation – ich betone: noch –, aber es kann jederzeit eine werden. Zum ersten Mal sehe ich Licht am Ende des Tunnels: Ich sehe ein gutes Budget als Grundlage für die nächsten Schritte. Ich sehe ein hervorragendes Regierungsprogramm mit sinnvollen und guten Maßnahmen, die dringend notwendig sind. Und vor allem sehe ich endlich einen Minister – mit einem hervorragenden Team im Hintergrund –, der nicht nur redet, sondern auch tatsächlich umsetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Es braucht daher zwei Dinge: Es braucht für den Rechnungshof in diesen Bereichen – wir haben diesbezüglich schon einen Antrag eingebracht – bessere rechtliche Rahmenbedingungen, und es braucht ausreichend Mittel, damit der Rechnungshof seine Stellen auch tatsächlich besetzen kann. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Als ÖVP-Bereichssprecherin für die Volksanwaltschaft möchte ich mich jetzt noch ganz herzlich bei den Volksanwälten – die ja heute hier sind – und ihren Mitarbeitern für ihre Arbeit bedanken, denn sie sind jene, die den Leuten zuhören und große Arbeit für unsere Bevölkerung leisten. – Ganz herzlichen Dank dafür und alles Gute für die Zukunft! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS. – Abg. Gudenus: Ein sinnvoller Einsatz von Geldern!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (PILZ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Minister! Also dass Sie sich nicht genieren, für sich selbst weitere Mittel zu akquirieren, in einer Zeit, in der, wie Sie behaupten, Sparen die höchste Tugend der Regierungspolitik ist, ist wirklich bizarr. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS. – Abg. Gudenus: Ein sinnvoller Einsatz von Geldern!)
Abg. Höbart: Unbedingt, ja! Wichtig!
Sie haben ins Regierungsprogramm geschrieben, dass die Beschleunigung der Verfahren ein ganz wesentliches Anliegen ist, und Sie haben gesagt und immer wieder bekundet, dass insbesondere in Asylsachen die Fälle sehr viel schneller abgewickelt werden sollen. (Abg. Höbart: Unbedingt, ja! Wichtig!) Was läge näher, als beim Verwaltungsgerichtshof und beim Verfassungsgerichtshof die Ressourcen so zu stärken – vielleicht auch nur vorübergehend –, dass genau diese Beschleunigung realisiert werden kann?
Abg. Jarolim: Ja!
Das tun Sie aber nicht. Was Sie stattdessen tun, ist, für sich selbst mehr Geld zu akquirieren. Statt dass man zum Beispiel beim Verfassungsgerichtshof anstelle der bisherigen drei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vier einsetzt, man beim Verwaltungsgerichtshof mehr temporäre MitarbeiterInnen anstellt, wollen Sie selbst mehr Geld haben. Das ist in einer Zeit, in der Sie unentwegt bekunden, ach wie sparsam wir denn sein müssen, einfach wirklich nur zynisch. (Abg. Jarolim: Ja!) – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das tun Sie aber nicht. Was Sie stattdessen tun, ist, für sich selbst mehr Geld zu akquirieren. Statt dass man zum Beispiel beim Verfassungsgerichtshof anstelle der bisherigen drei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vier einsetzt, man beim Verwaltungsgerichtshof mehr temporäre MitarbeiterInnen anstellt, wollen Sie selbst mehr Geld haben. Das ist in einer Zeit, in der Sie unentwegt bekunden, ach wie sparsam wir denn sein müssen, einfach wirklich nur zynisch. (Abg. Jarolim: Ja!) – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittmann: Er hat recht!
sind (Abg. Wittmann: Er hat recht!): Herr Kollege Jarolim, ich würde ein bisschen zur Selbstreflexion raten, denn seriös war das nicht unbedingt, was Sie da von sich gegeben haben. (Abg. Jarolim: Ich habe mich sehr bemüht! – Abg. Wittmann: Er hat recht!) Da wirkt die Sozialdemokratie da und dort schon etwas beleidigt, dass sie nicht mehr als Kanzlerpartei bestätigt worden ist, sondern bei der letzten Nationalratswahl abgewählt wurde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Ich habe mich sehr bemüht! – Abg. Wittmann: Er hat recht!
sind (Abg. Wittmann: Er hat recht!): Herr Kollege Jarolim, ich würde ein bisschen zur Selbstreflexion raten, denn seriös war das nicht unbedingt, was Sie da von sich gegeben haben. (Abg. Jarolim: Ich habe mich sehr bemüht! – Abg. Wittmann: Er hat recht!) Da wirkt die Sozialdemokratie da und dort schon etwas beleidigt, dass sie nicht mehr als Kanzlerpartei bestätigt worden ist, sondern bei der letzten Nationalratswahl abgewählt wurde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
sind (Abg. Wittmann: Er hat recht!): Herr Kollege Jarolim, ich würde ein bisschen zur Selbstreflexion raten, denn seriös war das nicht unbedingt, was Sie da von sich gegeben haben. (Abg. Jarolim: Ich habe mich sehr bemüht! – Abg. Wittmann: Er hat recht!) Da wirkt die Sozialdemokratie da und dort schon etwas beleidigt, dass sie nicht mehr als Kanzlerpartei bestätigt worden ist, sondern bei der letzten Nationalratswahl abgewählt wurde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich möchte zu Beginn nur ganz allgemein festhalten – weil das heute auch Thema war –, ja, die Steuerentlastung für Familien ist uns Freiheitlichen über 13 Jahre lang ein Herzensanliegen gewesen. Ich weiß gar nicht, wie viele Anläufe wir hier im Hohen Haus unternommen haben, diese Steuerentlastung für Familien endlich umzusetzen. 13 Jahre lang ist das leider Gottes von Vorgängerregierungen abgelehnt worden, und alle Anträge sind abgeschmettert worden. Jetzt kommt die größte Steuerentlastung für Familien der Zweiten Republik, und das ist gut und richtig so. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Drozda
Es wird immer wieder angemerkt, wir behandeln Familien mit Kindern nicht fair. Das Familiengeld und das Kindergeld sind selbstverständlich für alle Kinder gleich (Zwischenruf des Abg. Drozda), aber wenn es um eine Steuerentlastung geht, muss man natürlich dort ansetzen, wo Steuern gezahlt werden. Das ist anders nicht denkbar, und das ist darüber hinaus ein wesentlicher und wichtiger Schritt für alle arbeitenden Menschen in diesem Land, die über 1 050 Euro monatlich verdienen, und das ist nicht viel. Das sind keine Millionäre. Die Sozialisten haben sich heute hergestellt und gesagt, das betrifft die Millionäre. Nein, mit einem Monatseinkommen von 1 050 Euro aufwärts ist man kein Millionär. Es ist gut, dass wir diese Menschen mit bis zu 1 500 Euro im Jahr pro Kind entlasten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es wird immer wieder angemerkt, wir behandeln Familien mit Kindern nicht fair. Das Familiengeld und das Kindergeld sind selbstverständlich für alle Kinder gleich (Zwischenruf des Abg. Drozda), aber wenn es um eine Steuerentlastung geht, muss man natürlich dort ansetzen, wo Steuern gezahlt werden. Das ist anders nicht denkbar, und das ist darüber hinaus ein wesentlicher und wichtiger Schritt für alle arbeitenden Menschen in diesem Land, die über 1 050 Euro monatlich verdienen, und das ist nicht viel. Das sind keine Millionäre. Die Sozialisten haben sich heute hergestellt und gesagt, das betrifft die Millionäre. Nein, mit einem Monatseinkommen von 1 050 Euro aufwärts ist man kein Millionär. Es ist gut, dass wir diese Menschen mit bis zu 1 500 Euro im Jahr pro Kind entlasten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Auch wenn in den unteren und mittleren Einkommensschichten von uns eine Entlastung bei der Arbeitslosenversicherung sichergestellt wird, höre ich immer wieder Zwischenrufe, das stimme ja nicht. Natürlich stimmt es, denn bis zu einem Einkommen von 1 100 Euro netto pro Monat zahlt man zum Glück schon heute keine Arbeitslosenversicherung, und dank uns in Zukunft bis zu einem Monatsnettoeinkommen von 1 600 Euro auch nicht mehr, beziehungsweise erlebt man eine Abflachung und Reduktion. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Drozda: 2019! – Abg. Kassegger: Besser als nie!
(Abg. Drozda: 2019! – Abg. Kassegger: Besser als nie!) Natürlich werden wir dafür Sorge tragen, dass wir für jene, die über 40 Jahre gearbeitet haben – das trifft auch genügend Frauen, meine Mutter zum Beispiel, viele Mütter, die 40 Jahre gearbeitet haben und nicht 1 200 Euro monatlich Pension haben, sondern mit knapp 1 000 Euro ihr Auslangen finden müssen (Ruf bei der FPÖ: Oft weniger! – Abg. Höbart: Zum Schämen, was die Sozialdemokratie da verursacht hat!) –, dass wir für jene Menschen diese Mindestpension von 1 200 Euro netto pro Monat bei über 40 Jahren Arbeit, während derer sie in das Sozialsystem eingezahlt haben, sicherstellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Oft weniger! – Abg. Höbart: Zum Schämen, was die Sozialdemokratie da verursacht hat!
(Abg. Drozda: 2019! – Abg. Kassegger: Besser als nie!) Natürlich werden wir dafür Sorge tragen, dass wir für jene, die über 40 Jahre gearbeitet haben – das trifft auch genügend Frauen, meine Mutter zum Beispiel, viele Mütter, die 40 Jahre gearbeitet haben und nicht 1 200 Euro monatlich Pension haben, sondern mit knapp 1 000 Euro ihr Auslangen finden müssen (Ruf bei der FPÖ: Oft weniger! – Abg. Höbart: Zum Schämen, was die Sozialdemokratie da verursacht hat!) –, dass wir für jene Menschen diese Mindestpension von 1 200 Euro netto pro Monat bei über 40 Jahren Arbeit, während derer sie in das Sozialsystem eingezahlt haben, sicherstellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
(Abg. Drozda: 2019! – Abg. Kassegger: Besser als nie!) Natürlich werden wir dafür Sorge tragen, dass wir für jene, die über 40 Jahre gearbeitet haben – das trifft auch genügend Frauen, meine Mutter zum Beispiel, viele Mütter, die 40 Jahre gearbeitet haben und nicht 1 200 Euro monatlich Pension haben, sondern mit knapp 1 000 Euro ihr Auslangen finden müssen (Ruf bei der FPÖ: Oft weniger! – Abg. Höbart: Zum Schämen, was die Sozialdemokratie da verursacht hat!) –, dass wir für jene Menschen diese Mindestpension von 1 200 Euro netto pro Monat bei über 40 Jahren Arbeit, während derer sie in das Sozialsystem eingezahlt haben, sicherstellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Knes: Ja, bla, bla!
Ja, wir haben mit diesem Doppelbudget einerseits darauf Rücksicht genommen, im System zu sparen und nicht bei den Menschen – darüber kann man trefflich streiten, das tun wir –, und wir haben andererseits sichergestellt, dass erstmals seit 1954 keine neuen Schulden gemacht werden. (Abg. Knes: Ja, bla, bla!) Das wird immer so als lächerlich heruntergespielt, nach dem Prinzip, dass das bei der Konjunktur, die man jetzt gerade erlebt, etwas Leichtes ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ja, wir haben mit diesem Doppelbudget einerseits darauf Rücksicht genommen, im System zu sparen und nicht bei den Menschen – darüber kann man trefflich streiten, das tun wir –, und wir haben andererseits sichergestellt, dass erstmals seit 1954 keine neuen Schulden gemacht werden. (Abg. Knes: Ja, bla, bla!) Das wird immer so als lächerlich heruntergespielt, nach dem Prinzip, dass das bei der Konjunktur, die man jetzt gerade erlebt, etwas Leichtes ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Das ist jetzt aber auch nicht seriös! – Zwischenruf des Abg. Androsch.
Wir haben Jahrzehnte erlebt, in denen wir eine wesentlich höhere Konjunktur in diesem Land hatten, und man hat es leider nicht geschafft, den Kindern und Kindeskindern neue Schulden zu ersparen; im Gegenteil, man hatte in den letzten Jahrzehnten eine Hochkonjunkturentwicklung und hat – nach dem Motto: ist eh wurscht, zahlen eh nicht wir, wird eh auf dem Rücken der Steuerzahler, nämlich unserer Kinder und Kindeskinder, abgeladen – trotzdem neue Schulden gemacht. Genau mit dieser unsozialen Politik hören wir auf und schaffen es erstmals seit 1954, keine neuen Schulden zu machen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Das ist jetzt aber auch nicht seriös! – Zwischenruf des Abg. Androsch.) Daher gilt mein Dank dem Finanzminister und seinem Staatssekretär, die beide dafür Sorge tragen.
Ruf bei der SPÖ: 66 Millionen!
Und ja, mir ist natürlich klar, dass die Opposition das kritisch und vielleicht da oder dort auch anders sieht – das ist ihr gutes Recht –, aber das stimmt halt nicht unbedingt überall mit der Wirklichkeit überein; das muss man schon auch erwähnen. Heute wurde davon gesprochen, dass es ein Körberlgeld oder ein Spielgeld gibt (Ruf bei der SPÖ: 66 Millionen!), wie das in den letzten Wochen immer wieder lächerlich in den Raum gestellt wurde, aber die Fakten sind längst auf den Tisch gelegt worden. (Abg. Leichtfried: Ja, was ist es? – Abg. Knes: Was ist es?) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das einzige Spielgeld, das mein Ministerium dankenswerterweise hat, kommt von den Lotto-Toto-Einnahmen, und diese 80 Millionen Euro kommen direkt dem Sport zugute. Das ist richtig und wichtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ja, was ist es? – Abg. Knes: Was ist es?
Und ja, mir ist natürlich klar, dass die Opposition das kritisch und vielleicht da oder dort auch anders sieht – das ist ihr gutes Recht –, aber das stimmt halt nicht unbedingt überall mit der Wirklichkeit überein; das muss man schon auch erwähnen. Heute wurde davon gesprochen, dass es ein Körberlgeld oder ein Spielgeld gibt (Ruf bei der SPÖ: 66 Millionen!), wie das in den letzten Wochen immer wieder lächerlich in den Raum gestellt wurde, aber die Fakten sind längst auf den Tisch gelegt worden. (Abg. Leichtfried: Ja, was ist es? – Abg. Knes: Was ist es?) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das einzige Spielgeld, das mein Ministerium dankenswerterweise hat, kommt von den Lotto-Toto-Einnahmen, und diese 80 Millionen Euro kommen direkt dem Sport zugute. Das ist richtig und wichtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und ja, mir ist natürlich klar, dass die Opposition das kritisch und vielleicht da oder dort auch anders sieht – das ist ihr gutes Recht –, aber das stimmt halt nicht unbedingt überall mit der Wirklichkeit überein; das muss man schon auch erwähnen. Heute wurde davon gesprochen, dass es ein Körberlgeld oder ein Spielgeld gibt (Ruf bei der SPÖ: 66 Millionen!), wie das in den letzten Wochen immer wieder lächerlich in den Raum gestellt wurde, aber die Fakten sind längst auf den Tisch gelegt worden. (Abg. Leichtfried: Ja, was ist es? – Abg. Knes: Was ist es?) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das einzige Spielgeld, das mein Ministerium dankenswerterweise hat, kommt von den Lotto-Toto-Einnahmen, und diese 80 Millionen Euro kommen direkt dem Sport zugute. Das ist richtig und wichtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Was ist mit den 66 Millionen?
Wir wollen daher auch in diesem Segment weiter Wetteinnahmen für den Sport generieren, indem wir gerade bei den Onlinewetten ansetzen werden, wie Frau Kollegin Steger vorher richtigerweise erwähnt hat. Ja, es braucht zusätzliche Einnahmen für den Sport. Im Onlinewettbereich braucht es eine Senkung der Mehrwertsteuer auf 10 Prozent. Für Unternehmer, die bereit sind, in den Sport zu investieren, wollen wir auch sicherstellen, dass sie Steuererleichterungen erhalten, ähnlich wie bei der Kunst, weil das wichtig und auch der richtige Schritt ist. (Abg. Leichtfried: Was ist mit den 66 Millionen?)
Abg. Gudenus: Da schau her! – Abg. Kitzmüller: Na da haben wir es jetzt!
Es werden immer wieder die 40 Planstellen in den Raum gestellt, obwohl man es auch schon x-fach erklärt hat, die in Wahrheit nichts anderes als eine Ermächtigung sind, von der man Gebrauch machen kann oder auch nicht. Diese wurden im Übrigen von der Vorgängerregierung beschlossen. (Abg. Gudenus: Da schau her! – Abg. Kitzmüller: Na da haben wir es jetzt!) Die 80 Planstellen sind im Finanzressort sozusagen geparkt worden, und von denen sind jetzt 40 in mein neu geschaffenes Ressort gewandert und 40 ins Bundeskanzleramt. Diese 40 Planstellen, die zum Teil eben auch an andere Ressorts vergeben werden, wurden von der Vorgängerregierung in Form einer Überschreitungsermächtigung beschlossen. Das ist also ein völlig nachvollziehbarer Prozess, der immer wieder erklärt wird, aber man will das offenbar nicht zur Kenntnis nehmen. (Abg. Rosenkranz: Ich orte da ein starkes intellektuelles Problem, wenn man es dauernd erklären muss!)
Abg. Rosenkranz: Ich orte da ein starkes intellektuelles Problem, wenn man es dauernd erklären muss!
Es werden immer wieder die 40 Planstellen in den Raum gestellt, obwohl man es auch schon x-fach erklärt hat, die in Wahrheit nichts anderes als eine Ermächtigung sind, von der man Gebrauch machen kann oder auch nicht. Diese wurden im Übrigen von der Vorgängerregierung beschlossen. (Abg. Gudenus: Da schau her! – Abg. Kitzmüller: Na da haben wir es jetzt!) Die 80 Planstellen sind im Finanzressort sozusagen geparkt worden, und von denen sind jetzt 40 in mein neu geschaffenes Ressort gewandert und 40 ins Bundeskanzleramt. Diese 40 Planstellen, die zum Teil eben auch an andere Ressorts vergeben werden, wurden von der Vorgängerregierung in Form einer Überschreitungsermächtigung beschlossen. Das ist also ein völlig nachvollziehbarer Prozess, der immer wieder erklärt wird, aber man will das offenbar nicht zur Kenntnis nehmen. (Abg. Rosenkranz: Ich orte da ein starkes intellektuelles Problem, wenn man es dauernd erklären muss!)
Abg. Jarolim: Ja, leider!
Herr Jarolim sagt, wir halten unser Versprechen im Bereich der Sicherheit nicht. (Abg. Jarolim: Ja, leider!) Also, Herr Jarolim, was wir bereits in den ersten 100 Tagen in Richtung Umsetzung auf die Reise gebracht haben, ist mehr, als die letzten 13 Jah- re vonseiten der SPÖ gekommen ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
Herr Jarolim sagt, wir halten unser Versprechen im Bereich der Sicherheit nicht. (Abg. Jarolim: Ja, leider!) Also, Herr Jarolim, was wir bereits in den ersten 100 Tagen in Richtung Umsetzung auf die Reise gebracht haben, ist mehr, als die letzten 13 Jah- re vonseiten der SPÖ gekommen ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Ruf bei der SPÖ: Wo ist der zuständige Minister?
Ich darf vielleicht kurz ein paar Punkte herausgreifen: Was die Planstellen betrifft, haben wir sehr klar definiert, wo wir nicht sparen, nämlich im Bereich der Sicherheit und im Bereich der Bildung. Das ist ein ganz wesentlicher Schritt. Wir haben im Bereich der Exekutive dafür Sorge getragen, dass 2 100 zusätzliche Planstellen und darüber hinaus 2 000 Ausbildungsplanstellen geschaffen werden. (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der zuständige Minister?) Das ist ein ganz wichtiger Schritt, weil dort eine Unterbesetzung besteht und wir gegensteuern müssen und weil 2021 eine große Pensionswelle auf uns zukommt, im Zuge derer im öffentlichen Dienst insgesamt bis zu 48 Prozent der Beamten in Pension gehen werden. Wir steuern bei den überalterten Strukturen, die wir teilweise haben, mit neuen, zusätzlichen Planstellen, die wir mit jungen Menschen besetzen, rechtzeitig gegen, um das abzufangen. Das Gleiche haben wir auch im Bereich der Justizwache sichergestellt, wo aufgrund der Entscheidung der Vorgängerregierung im Jahr 2018 75 Planstellen ausgelaufen wären. Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass diese nicht auslaufen, sondern der Justizwache erhalten bleiben und dass darüber hinaus 100 Ausbildungsstellen für die Justizwache gesichert werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich darf vielleicht kurz ein paar Punkte herausgreifen: Was die Planstellen betrifft, haben wir sehr klar definiert, wo wir nicht sparen, nämlich im Bereich der Sicherheit und im Bereich der Bildung. Das ist ein ganz wesentlicher Schritt. Wir haben im Bereich der Exekutive dafür Sorge getragen, dass 2 100 zusätzliche Planstellen und darüber hinaus 2 000 Ausbildungsplanstellen geschaffen werden. (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der zuständige Minister?) Das ist ein ganz wichtiger Schritt, weil dort eine Unterbesetzung besteht und wir gegensteuern müssen und weil 2021 eine große Pensionswelle auf uns zukommt, im Zuge derer im öffentlichen Dienst insgesamt bis zu 48 Prozent der Beamten in Pension gehen werden. Wir steuern bei den überalterten Strukturen, die wir teilweise haben, mit neuen, zusätzlichen Planstellen, die wir mit jungen Menschen besetzen, rechtzeitig gegen, um das abzufangen. Das Gleiche haben wir auch im Bereich der Justizwache sichergestellt, wo aufgrund der Entscheidung der Vorgängerregierung im Jahr 2018 75 Planstellen ausgelaufen wären. Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass diese nicht auslaufen, sondern der Justizwache erhalten bleiben und dass darüber hinaus 100 Ausbildungsstellen für die Justizwache gesichert werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ja, wir stehen dazu, dass wir in den Bereichen, in denen es um Sicherheit geht, klare Akzente setzen. Die Taskforce Strafrecht ist ein Beispiel dafür. Da wollen wir ganz klar das Signal setzen, dass Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter schärfer bestraft werden, als das bisher der Fall ist, denn da haben wir keine Toleranz. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Im Bereich des Asylrechts wollen wir, dass jene, die behaupten, von ihrem Heimatland weggegangen zu sein, weil sie dort verfolgt werden, und dann in dieses Land auf Urlaub fliegen, in dem sie angeblich verfolgt werden, ihr Bleiberecht verlieren. Ja, dazu stehen wir, weil das ein Missbrauch ist, den es bis dato gegeben hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und ja, wir wollen auch die Auswertung der Handydaten von Asylwerbern, weil man da feststellen kann, woher jemand, der einen Pass wegwirft, kommt und mit wem er kommuniziert. Da ist eine gewisse Notwendigkeit gegeben. Und ja, wir ändern auch die Fehlentwicklungen der Vergangenheit, dass man als Asylant nach sechs Jahren Aufenthalt automatisch die Staatsbürgerschaft quasi übergeben bekommt, indem wir das auf zehn Jahre anheben und für die entsprechenden Umsetzungen sorgen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bei meinem PR-Budget gibt es überhaupt keine Erhöhung; im Gegenteil, mein Ressort und ich als Vizekanzler haben 800 000 Euro zur Verfügung. Da sieht man, wie sparsam ich bin. Sie können mein Ressort, auch mit den Kabinettsmitarbeitern, allen Vizekanzlervorgängern gegenüberstellen und werden sehen, dass ich nicht ansatzweise diese Planstellen, dieses PR-Budget, diese Summen zur Verfügung habe; im Gegenteil, ich spare in meinem Ressort und gehe verantwortungsbewusst mit den Ressourcen um. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Summen, die für meinen Ressortbereich veranschlagt sind, wurden bereits festgestellt, das werde ich jetzt nicht wiederholen. Aber wir haben, wie ich angesprochen habe, eine anstehende Pensionierungswelle vor uns, bis zu 48 Prozent der Beamten werden in den nächsten 13 Jahren aus dem öffentlichen Dienst verschwinden. Wir kompensieren das jetzt, das bedeutet jetzt einmal mehr Planstellen, wie Sie richtigerweise festgestellt haben, da wir das eben nicht nach dem Rasenmäherprinzip handhaben, sondern die Verantwortung erkennen, dass wir zuerst bei überalterten Strukturen Nachwuchs ausbilden und anstellen müssen, dann die Strukturen effizienter und schlanker gestalten müssen, um dann in Folge genau das umsetzen zu können, dass bei den Pensionierungen in Zukunft nur jede dritte Planstelle nachbesetzt werden wird. Das sind stufenweise Schritte, die notwendig sind, denn alles andere wäre unverantwortlich. (Abg. Rosenkranz: Das verstehen die ja gar nicht!)
Abg. Rosenkranz: Das verstehen die ja gar nicht!
Bei meinem PR-Budget gibt es überhaupt keine Erhöhung; im Gegenteil, mein Ressort und ich als Vizekanzler haben 800 000 Euro zur Verfügung. Da sieht man, wie sparsam ich bin. Sie können mein Ressort, auch mit den Kabinettsmitarbeitern, allen Vizekanzlervorgängern gegenüberstellen und werden sehen, dass ich nicht ansatzweise diese Planstellen, dieses PR-Budget, diese Summen zur Verfügung habe; im Gegenteil, ich spare in meinem Ressort und gehe verantwortungsbewusst mit den Ressourcen um. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Summen, die für meinen Ressortbereich veranschlagt sind, wurden bereits festgestellt, das werde ich jetzt nicht wiederholen. Aber wir haben, wie ich angesprochen habe, eine anstehende Pensionierungswelle vor uns, bis zu 48 Prozent der Beamten werden in den nächsten 13 Jahren aus dem öffentlichen Dienst verschwinden. Wir kompensieren das jetzt, das bedeutet jetzt einmal mehr Planstellen, wie Sie richtigerweise festgestellt haben, da wir das eben nicht nach dem Rasenmäherprinzip handhaben, sondern die Verantwortung erkennen, dass wir zuerst bei überalterten Strukturen Nachwuchs ausbilden und anstellen müssen, dann die Strukturen effizienter und schlanker gestalten müssen, um dann in Folge genau das umsetzen zu können, dass bei den Pensionierungen in Zukunft nur jede dritte Planstelle nachbesetzt werden wird. Das sind stufenweise Schritte, die notwendig sind, denn alles andere wäre unverantwortlich. (Abg. Rosenkranz: Das verstehen die ja gar nicht!)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Der Frauenanteil im Bundesdienst – auch interessant – ist im Vergleich zur Privatwirtschaft sehr, sehr hoch. Das ist positiv anzumerken. Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Sektionschefinnen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Auch was das Pensions-
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
antrittsalter in der Bundesverwaltung betrifft, kann man mit Fug und Recht sagen, dass man stolz darauf sein kann, denn mit 61,9 Jahren liegt dieses höher als jenes in der Privatwirtschaft und nähert sich auch sukzessive dem gesetzlichen Antrittsalter. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
An diesem Punkt sage ich einen aufrichtigen und herzlichen Dank an alle Bediensteten im öffentlichen Dienst, an alle Beamten, da diese Großartiges leisten und es nicht verdienen, immer über einen Kamm geschoren zu werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Viele wären in der Privatwirtschaft gefragt und könnten auch mehr verdienen, als sie teilweise im öffentlichen Dienst verdienen, aber trotzdem arbeiten sie mit Herzblut im öffentlichen Dienst.
Abg. Rosenkranz: Da müssen wir den Doskozil fragen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Rücklagen im Sportministerium, die in den letzten Jahren entstanden sind und für Budgetierung vorgesehen waren, wurden nicht ausgegeben – wie viel Geld das wirklich ist, evaluieren wir gerade. Da wird von unterschiedlichen Summen gesprochen, wir haben jetzt einmal 78 Millionen Euro entdeckt, 30 Millionen Euro fehlen. Jetzt werde ich einmal die fehlenden 30 Millionen Euro suchen und klären, warum sich nicht nachvollziehen lässt, dass diese in Richtung Finanzministerium zurückgegangen sind. Ich habe schon fast den Verdacht, dass sie vielleicht woanders hingeflossen sein könnten, anstatt für den Sport Verwendung zu finden, und das wäre nicht schön. Das muss man sich einmal anschauen. (Abg. Rosenkranz: Da müssen wir den Doskozil fragen!) 78 Millionen Euro an Rücklagen, die budgetiert waren und nicht ausgegeben worden sind, haben wir gefunden, diese sind zurück ans Finanzressort gegangen, ja, aber der Rest nicht. Da frage ich mich, was damit passiert ist. (Ruf bei der SPÖ: Abhöranlagen!) Das ist noch zu evaluieren, und genau das tun wir auch. Im Bereich der Sportsektion ist der Rechnungshof gerade tätig, und da gibt es einiges an Altlasten aufzuarbeiten. Das werden wir auch vor dem Sommer sicherstellen.
Ruf bei der SPÖ: Abhöranlagen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Rücklagen im Sportministerium, die in den letzten Jahren entstanden sind und für Budgetierung vorgesehen waren, wurden nicht ausgegeben – wie viel Geld das wirklich ist, evaluieren wir gerade. Da wird von unterschiedlichen Summen gesprochen, wir haben jetzt einmal 78 Millionen Euro entdeckt, 30 Millionen Euro fehlen. Jetzt werde ich einmal die fehlenden 30 Millionen Euro suchen und klären, warum sich nicht nachvollziehen lässt, dass diese in Richtung Finanzministerium zurückgegangen sind. Ich habe schon fast den Verdacht, dass sie vielleicht woanders hingeflossen sein könnten, anstatt für den Sport Verwendung zu finden, und das wäre nicht schön. Das muss man sich einmal anschauen. (Abg. Rosenkranz: Da müssen wir den Doskozil fragen!) 78 Millionen Euro an Rücklagen, die budgetiert waren und nicht ausgegeben worden sind, haben wir gefunden, diese sind zurück ans Finanzressort gegangen, ja, aber der Rest nicht. Da frage ich mich, was damit passiert ist. (Ruf bei der SPÖ: Abhöranlagen!) Das ist noch zu evaluieren, und genau das tun wir auch. Im Bereich der Sportsektion ist der Rechnungshof gerade tätig, und da gibt es einiges an Altlasten aufzuarbeiten. Das werden wir auch vor dem Sommer sicherstellen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Sport ist ein wesentlicher Bereich, den ich nicht nur so nebenbei in meinem Ressort miterledigen will, sondern er hat für mich einen ganz, ganz wesentlichen gesellschaftspolitischen Stellenwert. Ich bin der Meinung, dass wir eine Sportnation sind. Österreich ist eine Sportnation (Beifall bei FPÖ und ÖVP), aber wir müssen darauf schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren, dass wir vor allen Dingen besser werden und uns nicht auf den Lorbeeren da oder dort ausruhen und dass wir, wenn es um die allgemeine Sportförderung, um die Sportgroßveranstaltungen, um den Breitensport geht, neue Akzente setzen. Dazu werden wir vor dem Sommer die Sportstrategie Austria entwickeln, um die Ziele zu definieren und um dann klar per Definition bemessen zu können, wie wir erfolgreicher werden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
wertschöpfung der Sportwirtschaft in Österreich liegt bei über 17 Milliarden Euro. 350 000 Mitarbeiter sind in der Sportwirtschaft beschäftigt, und es gibt unglaublich viele, die tagtäglich ehrenamtlich in diesem Bereich mit Herzblut ihr Bestes geben. Wir müssen natürlich versuchen, dass die Sportförderung nicht in der Verwaltung versickert, sondern der Sporteuro nach Möglichkeit auch wirklich direkt zum Sportler kommt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen werden, um natürlich auch die jungen Menschen für den Sport zu gewinnen und für den Sport zu begeistern. Wichtig ist uns aber natürlich auch der Bereich der Inklusion. Wir haben dafür Sorge getragen, dass mehr Planstellen im Bereich des Heeressports und des Polizeisports zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus lasse ich gerade eine Anhebung des Preisgeldes für die erfolgreichen Teilnehmer an den Paralympischen Spielen prüfen, damit diese in Zukunft den Medaillengewinnern bei den Olympischen Spielen gleichgestellt werden. Das ist ein Schritt in Richtung Gleichstellung von Sportlern, die nämlich alle Großartiges leisten und diese Gleichstellung verdient haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der Anspruch ist, mit gesetzlichen Optimierungen, die ich Ihnen heute genannt habe, noch mehr Mittel für den Sport zu generieren und dafür Sorge zu tragen, dass der Sport seinen Stellenwert, den er in der Gesellschaft noch nicht ganz hat, in Zukunft endlich erhält. Der Sport darf kein Stiefkind in der Politik sein, im Gegenteil, er gehört mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaftspolitik gerückt! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das haben wir in unserem Wahlprogramm versprochen, und deswegen sind wir von den Menschen gewählt worden. Wir haben versprochen, in den Bereich der Sicherheit mehr zu investieren. Unser Herr Vizekanzler hat es uns vorhin schon mitgeteilt, das sieht man nicht nur daran, dass es mehr Geld für Ausstattung gibt, sondern eben auch an der Personalpolitik. Über 2 100 Planstellen mehr für Polizisten, über 1 000 Ausbildungsplätze für die Sicherheit, für Polizeischüler in Österreich. Das ist wirklich ein großartiges Signal für die Sicherheit in diesem Land. Danke schön! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gudenus: Falsch und mit Begeisterung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, auch wenn Sie jetzt noch so laut schreien – ich muss zugeben, das gelingt Ihnen sehr gut, Sie schreien sehr laut und bekommen auch sehr viel Widerhall –, Sie schreien laut und verlautbaren falsche Behauptungen. (Abg. Gudenus: Falsch und mit Begeisterung!) Zum Beispiel dieses Problem – oder das, was Sie immer zu einem solchen hochspielen – mit dem Spielgeld: Der Herr Vizekanzler hat Ihnen wirklich in stoischer Ruhe – ich hätte diese nicht – im Ausschuss erklärt, wofür er das benötigt, und er hat es Ihnen auch heute wieder erklärt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Teilen Sie bitte jedem von Ihnen, der das noch nicht verstanden hat, mit – Sie hätten es vielleicht schon nach dem Ausschuss mitteilen müssen –, dass dieses „Spielgeld“ unter anderem zum Beispiel für technische Modernisierung, für Computer ausgegeben wird. Ich gebe schon zu, mit Computern kann man vielleicht manchmal auch spielen – vielleicht sollten Sie das ein bissel weniger tun und mit dem Computer ein bissel mehr arbeiten, dann hätten Sie schon gehört, was der Herr Vizekanzler damit vorhat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, auch wenn Sie jetzt noch so laut schreien – ich muss zugeben, das gelingt Ihnen sehr gut, Sie schreien sehr laut und bekommen auch sehr viel Widerhall –, Sie schreien laut und verlautbaren falsche Behauptungen. (Abg. Gudenus: Falsch und mit Begeisterung!) Zum Beispiel dieses Problem – oder das, was Sie immer zu einem solchen hochspielen – mit dem Spielgeld: Der Herr Vizekanzler hat Ihnen wirklich in stoischer Ruhe – ich hätte diese nicht – im Ausschuss erklärt, wofür er das benötigt, und er hat es Ihnen auch heute wieder erklärt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Teilen Sie bitte jedem von Ihnen, der das noch nicht verstanden hat, mit – Sie hätten es vielleicht schon nach dem Ausschuss mitteilen müssen –, dass dieses „Spielgeld“ unter anderem zum Beispiel für technische Modernisierung, für Computer ausgegeben wird. Ich gebe schon zu, mit Computern kann man vielleicht manchmal auch spielen – vielleicht sollten Sie das ein bissel weniger tun und mit dem Computer ein bissel mehr arbeiten, dann hätten Sie schon gehört, was der Herr Vizekanzler damit vorhat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, auch wenn Sie jetzt noch so laut schreien – ich muss zugeben, das gelingt Ihnen sehr gut, Sie schreien sehr laut und bekommen auch sehr viel Widerhall –, Sie schreien laut und verlautbaren falsche Behauptungen. (Abg. Gudenus: Falsch und mit Begeisterung!) Zum Beispiel dieses Problem – oder das, was Sie immer zu einem solchen hochspielen – mit dem Spielgeld: Der Herr Vizekanzler hat Ihnen wirklich in stoischer Ruhe – ich hätte diese nicht – im Ausschuss erklärt, wofür er das benötigt, und er hat es Ihnen auch heute wieder erklärt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Teilen Sie bitte jedem von Ihnen, der das noch nicht verstanden hat, mit – Sie hätten es vielleicht schon nach dem Ausschuss mitteilen müssen –, dass dieses „Spielgeld“ unter anderem zum Beispiel für technische Modernisierung, für Computer ausgegeben wird. Ich gebe schon zu, mit Computern kann man vielleicht manchmal auch spielen – vielleicht sollten Sie das ein bissel weniger tun und mit dem Computer ein bissel mehr arbeiten, dann hätten Sie schon gehört, was der Herr Vizekanzler damit vorhat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe heute noch etwas gelernt: Die SPÖ heftet sich immer an ihre Fahnen, die Partei gegen Immobilienspekulanten zu sein. In Wien gibt es jemanden, der um 6 Millionen Euro eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft gekauft hat. Das ist jetzt nicht der arme Mann, sondern das ist genau der Herr Millionär, den Herr Jan Krainer heute angesprochen hat. Wir haben heute in unserem Antrag zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz eben genau dem Rechnung getragen, dass der gemeinnützige Wohnbau geschützt wird. Und da haben Sie nicht mitgestimmt. Ist Ihnen das eigentlich aufgefallen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben mit unserem Antrag sichergestellt, dass günstiger Wohnraum für die Menschen, die ihn benötigen, sichergestellt und geschützt bleibt, indem wir den sozialen und gemeinnützigen Wohnbau vor eben jenen Immobilienspekulanten schützen, denen Sie in Wien den roten Teppich ausrollen – den roten Teppich; wie lustig, das fällt mir erst jetzt auf: den roten Teppich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir schützen den gemeinnützigen Wohnbau vor Immobilienspekulanten. Sie stimmen nicht mit, Sie rollen ihnen den roten Teppich aus. Überlegen Sie es sich noch einmal, ob das wirklich so gescheit ist! Setzen Sie Maßnahmen, oder stimmen Sie unseren Vorhaben zu! – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Höbart: Ist das der Herr Millionär? – Abg. Jarolim: Das muss man noch mal erklären, worum es da gegangen ist!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wittmann. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Höbart: Ist das der Herr Millionär? – Abg. Jarolim: Das muss man noch mal erklären, worum es da gegangen ist!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Damen und Herren der Volksanwaltschaft! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Ganz herzlich möchte ich die Damen und Herren der HTL Saalfelden begrüßen, die auf der Besuchergalerie Platz genommen haben. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine lieben Abgeordnetenkollegen! Ich bin bass erstaunt, Herr Finanzminister, wie Sie über Ihre Vorgänger herziehen. Sie haben gesagt, Sie haben sich das 15 Jahre angeschaut – da fällt noch rein: Schüssel I, Schüssel II –, dass da nichts gemacht wurde. Ich weiß schon, Schelling war nicht gut, er war auch nicht mein Freund, da gebe ich Ihnen schon recht, aber so schlecht, wie Sie ihn machen, war er auch nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Das Handy des Redners läutet. – Vizekanzler Strache: Ihr Handy, Herr Kollege! – Abg. Jarolim: Das war der Strache! – Allgemeine Heiterkeit. – Vizekanzler Strache: Und gleich noch einmal!
Das wird nur von Kickl, wie dieser mit Sobotka umgeht, übertroffen. Er schimpft jenen noch ein bissel ärger, aber ansonsten sind Sie schon spitze darin, wie Sie mit Ihrem Vorgänger umgehen. Ich glaube, dass das einzigartig ist. (Das Handy des Redners läutet. – Vizekanzler Strache: Ihr Handy, Herr Kollege! – Abg. Jarolim: Das war der Strache! – Allgemeine Heiterkeit. – Vizekanzler Strache: Und gleich noch einmal!) – Kickl hat angerufen.
Abg. Martin Graf: Was für Präsidenten ...?
Die Umgangsform mit den Vorgängern ist Ihnen überlassen. Ich frage mich nur, wie es in der ÖVP abgeht, wenn man da ungeschaut über die Vorgängerminister schimpfen kann. Ich verstehe Kickl, wie er über Sobotka herzieht, denn ich habe ihn auch für einen ganz schlechten Minister gehalten, ich halte ihn auch nicht für den besten Präsidenten. Ich bin nämlich einer Meinung mit meinem Vorredner, Abgeordnetem Gerstl, der gesagt hat, wir sollen das Parlament stärken. Ich bin auch dafür, dass man das positiv bescheidet und dass wir zustimmen, aber ein bissel bereue ich das jetzt schon, denn die Repräsentationskosten des Präsidenten werden auch erhöht – und jetzt gibt es um die erhöhten Repräsentationskosten ein Gebetsfrühstück. (Abg. Martin Graf: Was für Präsidenten ...?) Ich glaube nicht, dass das die Aufgabe eines Präsidenten des Nationalrates ist. Ich glaube, dass da schon die Trennung des Staates von der Kirche wahrgenommen werden muss. (Abg. Gudenus: Ein bissel mehr Beichte würde ...!) Wenn er das als Privatperson macht, ist das letztendlich alles okay, aber als Präsident ein Gebetsfrühstück zu machen, das halte ich für vollkommen falsch. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Gudenus: Ein bissel mehr Beichte würde ...!
Die Umgangsform mit den Vorgängern ist Ihnen überlassen. Ich frage mich nur, wie es in der ÖVP abgeht, wenn man da ungeschaut über die Vorgängerminister schimpfen kann. Ich verstehe Kickl, wie er über Sobotka herzieht, denn ich habe ihn auch für einen ganz schlechten Minister gehalten, ich halte ihn auch nicht für den besten Präsidenten. Ich bin nämlich einer Meinung mit meinem Vorredner, Abgeordnetem Gerstl, der gesagt hat, wir sollen das Parlament stärken. Ich bin auch dafür, dass man das positiv bescheidet und dass wir zustimmen, aber ein bissel bereue ich das jetzt schon, denn die Repräsentationskosten des Präsidenten werden auch erhöht – und jetzt gibt es um die erhöhten Repräsentationskosten ein Gebetsfrühstück. (Abg. Martin Graf: Was für Präsidenten ...?) Ich glaube nicht, dass das die Aufgabe eines Präsidenten des Nationalrates ist. Ich glaube, dass da schon die Trennung des Staates von der Kirche wahrgenommen werden muss. (Abg. Gudenus: Ein bissel mehr Beichte würde ...!) Wenn er das als Privatperson macht, ist das letztendlich alles okay, aber als Präsident ein Gebetsfrühstück zu machen, das halte ich für vollkommen falsch. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Die Umgangsform mit den Vorgängern ist Ihnen überlassen. Ich frage mich nur, wie es in der ÖVP abgeht, wenn man da ungeschaut über die Vorgängerminister schimpfen kann. Ich verstehe Kickl, wie er über Sobotka herzieht, denn ich habe ihn auch für einen ganz schlechten Minister gehalten, ich halte ihn auch nicht für den besten Präsidenten. Ich bin nämlich einer Meinung mit meinem Vorredner, Abgeordnetem Gerstl, der gesagt hat, wir sollen das Parlament stärken. Ich bin auch dafür, dass man das positiv bescheidet und dass wir zustimmen, aber ein bissel bereue ich das jetzt schon, denn die Repräsentationskosten des Präsidenten werden auch erhöht – und jetzt gibt es um die erhöhten Repräsentationskosten ein Gebetsfrühstück. (Abg. Martin Graf: Was für Präsidenten ...?) Ich glaube nicht, dass das die Aufgabe eines Präsidenten des Nationalrates ist. Ich glaube, dass da schon die Trennung des Staates von der Kirche wahrgenommen werden muss. (Abg. Gudenus: Ein bissel mehr Beichte würde ...!) Wenn er das als Privatperson macht, ist das letztendlich alles okay, aber als Präsident ein Gebetsfrühstück zu machen, das halte ich für vollkommen falsch. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Das ist die ultimative Wahrheit, was die schreiben, gell?!
Zur UG 10 möchte ich eines sagen: Man hat sich im Ausschuss wie im Internet bei #antwortenwiekurz gefühlt, man hat nämlich keine Antwort bekommen. Das Körberlgeld wurde angesprochen und zuerst zwei Mal verneint; dann wurde zugegeben, dass es in der Position Internationales 31 Millionen Euro gibt, wobei uns nur eine konkrete Maßnahme genannt wurde, die nicht 31 Millionen Euro kostet; mit 31 Millionen Euro könnte man aber alle Staatsanwälte bedienen, die nie zu viele sind, man könnte alle Richter bedienen, die zu wenige sind. Und dann sollen noch 20 Millionen Euro dazukommen, jene Beträge, die zwar für die Digitalisierung im Wirtschaftsministerium gelandet sind, aber nicht im Bundeskanzleramt abgebucht wurden. Das heißt, 51 Millionen Euro Körberlgeld. „Körberlgeld“, so hat es die APA bezeichnet und so hat es das „Profil“ bezeichnet. (Abg. Zanger: Das ist die ultimative Wahrheit, was die schreiben, gell?!)
Beifall bei der SPÖ.
Zu sagen, dass in seinem Kabinett 44 000 Euro eingespart werden, das halte ich überhaupt für etwas geschwindelt, wenn man es freundlich sagen will, denn es gibt zehn Personen mehr im Generalsekretariat, die es vorher nicht gegeben hat, die dem Kanzler als direkte Personalstellen zuzuordnen sind. Es gibt sieben Stellen mehr beim Regierungssprecher, die auch dem Kanzler zuzurechnen sind, und es gibt vier Stellen beim Thinktank. Das heißt, statt 20 Personen, wie sie der Kanzler vorher in seinem Kabinett gehabt hat, hat er jetzt 41 Personen. Da von Sparsamkeit zu reden, halte ich wirklich für eine Chuzpe, denn das hat mit Sparsamkeit nichts zu tun, beim besten Willen nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Bravoruf und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Ich nehme an, ihr wart in Wiener Neustadt mindestens so sparsam!
Danke schön. (Bravoruf und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Ich nehme an, ihr wart in Wiener Neustadt mindestens so sparsam!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Herr Minister! Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich finde, es ist sehr spannend, wenn Kollege Wittmann von Umgangsformen spricht, vor allem wenn man sich anschaut, welche Umgangsformen ehemalige oberste Vertreter aus der SPÖ an den Tag legen, die als unterirdisch und auf jeden Fall als verbesserungswürdig zu bezeichnen sind. (Beifall bei der ÖVP.) – Danke.
Zwischenruf des Abg. Noll.
Offensichtlich funktioniert das auch nach dem Motto: Der Standort bestimmt den Standpunkt. Tatsache ist, die Zahl der Planstellen im öffentlichen Dienst wird mit diesem Doppelbudget steigen, und ein Schwerpunkt liegt dieses Mal im Sicherheitsbereich. Aufgrund der weltpolitischen, der sicherheitspolitischen Lage ist es ganz wichtig, Schwerpunkte zu bilden. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deregulierung, Entflechtung und klare Kompetenzen sind wichtig, denn dann werden die finanziellen Mittel, die uns die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zur Verfügung stellen, auch effizient eingesetzt und eine nachhaltige öffentliche Verwaltung auf die Beine gestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jede Reform benötigt aber natürlich auch den entsprechenden Weitblick, um den zukünftigen Herausforderungen begegnen zu können. Der öffentliche Dienst wird seinen Beitrag zum Schuldenabbau und zum geplanten Nulldefizit leisten, denn am Ende des Tages, meine Damen und Herren – und das ist eine alte Weisheit –, können wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. Mit diesem Doppelbudget wird die Politik des Schuldenmachens ein Ende haben, und unsere Enkelkinder werden es uns danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Vizekanzler Strache: Die nächsten 13 Jahre!
Der Herr Vizekanzler hat das im Ausschuss proaktive Personalpolitik genannt, also wir stellen 2018 schon die Leute ein für die, die vielleicht 2021/2022 in Pension gehen. Und, Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen, im Jahr 2021 gehen bis zu 48 Prozent in Pension, also das ist - - (Vizekanzler Strache: Die nächsten 13 Jahre!) – Ja, in den nächsten 13 Jahren, aber Sie können doch nicht heute schon die Leute einstellen, die Sie in den nächsten 13 Jahren ersetzen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Gudenus. – Heiterkeit des Vizekanzlers Strache.) Das alles ist also ein großer Schmäh.
Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Gudenus. – Heiterkeit des Vizekanzlers Strache.
Der Herr Vizekanzler hat das im Ausschuss proaktive Personalpolitik genannt, also wir stellen 2018 schon die Leute ein für die, die vielleicht 2021/2022 in Pension gehen. Und, Herr Vizekanzler, wenn Sie sagen, im Jahr 2021 gehen bis zu 48 Prozent in Pension, also das ist - - (Vizekanzler Strache: Die nächsten 13 Jahre!) – Ja, in den nächsten 13 Jahren, aber Sie können doch nicht heute schon die Leute einstellen, die Sie in den nächsten 13 Jahren ersetzen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Gudenus. – Heiterkeit des Vizekanzlers Strache.) Das alles ist also ein großer Schmäh.
Beifall bei den NEOS. – Vizekanzler Strache: Die Beamten haben ein Flexibilisierungsgesetz, da kann sich die Privatwirtschaft anschauen!
Nun wurde im Ausschuss auch das Dienstrecht der öffentlich Bediensteten angesprochen und es sind verschiedene Verbesserungen in Aussicht gestellt worden, zum Beispiel die Übernahme der Wiedereingliederungsteilzeit, die es im privaten Arbeitsrecht schon gibt, ins öffentliche Recht, und verschiedene andere Dinge. – Ja, das finde ich gut, gleiches Recht für alle finde ich gut, aber das darf keine Einbahnstraße sein. Dann will ich auch bei der bezahlten Mittagspause gleiches Recht für alle, dann müssen die Beamten ihre Mittagspause auch ausbuchen wie ein normaler Angestellter. Das wäre Mut, das wäre kein Schmäh, aber beim Mut fehlt es halt leider. (Beifall bei den NEOS. – Vizekanzler Strache: Die Beamten haben ein Flexibilisierungsgesetz, da kann sich die Privatwirtschaft anschauen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schellhorn und Vogl
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren der obersten Organe! Ich bin bass erstaunt, es ist nach über 60 Jahren erstmals etwas passiert, woran ja keiner mehr geglaubt hat: Wir werden im Jahr 2019 positive Zahlen schreiben, eine halbe Milliarde Euro plus hat es eben über 60 Jahre nicht mehr gegeben (Zwischenrufe der Abgeordneten Schellhorn und Vogl), und Gott sei Dank ist diese Misswirtschaft von Rot und Schwarz vorbei. Die Roten sind ja schon so ideologisiert, dass sie jede Zahl nur mehr rot sehen können, da sind sie Weltmeister: dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche ziehen, in die eigene hineinstecken, in irgendwelche parteinahen Organisationen oder damit Projekte finanzieren, die sinnentleert sind, nur damit man dort wieder irgendwelche Leute anstellen kann, denen man dann das rote Parteibücherl andrehen kann. (Beifall bei der FPÖ.) Das habt ihr jetzt jahrelang gemacht, und das ist Gott sei Dank jetzt endlich einmal vorbei!
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren der obersten Organe! Ich bin bass erstaunt, es ist nach über 60 Jahren erstmals etwas passiert, woran ja keiner mehr geglaubt hat: Wir werden im Jahr 2019 positive Zahlen schreiben, eine halbe Milliarde Euro plus hat es eben über 60 Jahre nicht mehr gegeben (Zwischenrufe der Abgeordneten Schellhorn und Vogl), und Gott sei Dank ist diese Misswirtschaft von Rot und Schwarz vorbei. Die Roten sind ja schon so ideologisiert, dass sie jede Zahl nur mehr rot sehen können, da sind sie Weltmeister: dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche ziehen, in die eigene hineinstecken, in irgendwelche parteinahen Organisationen oder damit Projekte finanzieren, die sinnentleert sind, nur damit man dort wieder irgendwelche Leute anstellen kann, denen man dann das rote Parteibücherl andrehen kann. (Beifall bei der FPÖ.) Das habt ihr jetzt jahrelang gemacht, und das ist Gott sei Dank jetzt endlich einmal vorbei!
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Diese Regierung ist jetzt nicht mehr rot-schwarz, sondern türkis-blau, und der Filz bricht auf, die Kruste des alten Systems bricht auf. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das Volk sieht Licht am Ende des Tunnels, kriegt ein bisschen ein frisches Lüfterl, es atmet auf, weil euer System vorbei ist. Türkis-Blau ist die Zukunft, und das über viele Jahre, da bin ich mir sicher! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Diese Regierung ist jetzt nicht mehr rot-schwarz, sondern türkis-blau, und der Filz bricht auf, die Kruste des alten Systems bricht auf. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das Volk sieht Licht am Ende des Tunnels, kriegt ein bisschen ein frisches Lüfterl, es atmet auf, weil euer System vorbei ist. Türkis-Blau ist die Zukunft, und das über viele Jahre, da bin ich mir sicher! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Vogl
Diese Regierung schafft in diesem Budget klare Prioritäten: Sicherheitsoffensive; konsequente Abschiebungen von Leuten, die bei uns straffällig werden oder eben einen negativen Asylbescheid bekommen – einer der größten Wünsche der Bevölkerung, den ihr permanent auf die lange Bank geschoben habt –; mehr Geld für Pflege, Wertschätzung dieser Regierung vor allem gegenüber der älteren Generation (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Vogl); ganz ein wichtiges Element, schon jahrelang von uns gefordert: zuerst Deutsch, dann Schule, damit unsere Kinder dann in der Volksschule nicht mehr auf der Strecke bleiben (Zwischenruf des Abg. Vogl); Breitbandinitiative, Digitalisierung; Steuer- und Abgabenquote senken, damit den arbeitenden und leistenden Menschen in diesem Land endlich wieder einmal etwas überbleibt – was ihr ihnen jahrelang aus der Tasche gezogen habt (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ); Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, wo ihr sagt, das ist alles ein Blödsinn. Diese Entlastung des Mittelstandes fordern wir eh schon jahrelang, eigentlich sollte das eure Wählerklientel sein, aber die kann eher uns zuklatschen (Zwischenruf des Abg. Vogl); aber bitte, verstehe euch wer will, ich muss es eh nicht tun und ich bin auch froh, dass ich es nicht tue.
Zwischenruf des Abg. Vogl
Diese Regierung schafft in diesem Budget klare Prioritäten: Sicherheitsoffensive; konsequente Abschiebungen von Leuten, die bei uns straffällig werden oder eben einen negativen Asylbescheid bekommen – einer der größten Wünsche der Bevölkerung, den ihr permanent auf die lange Bank geschoben habt –; mehr Geld für Pflege, Wertschätzung dieser Regierung vor allem gegenüber der älteren Generation (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Vogl); ganz ein wichtiges Element, schon jahrelang von uns gefordert: zuerst Deutsch, dann Schule, damit unsere Kinder dann in der Volksschule nicht mehr auf der Strecke bleiben (Zwischenruf des Abg. Vogl); Breitbandinitiative, Digitalisierung; Steuer- und Abgabenquote senken, damit den arbeitenden und leistenden Menschen in diesem Land endlich wieder einmal etwas überbleibt – was ihr ihnen jahrelang aus der Tasche gezogen habt (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ); Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, wo ihr sagt, das ist alles ein Blödsinn. Diese Entlastung des Mittelstandes fordern wir eh schon jahrelang, eigentlich sollte das eure Wählerklientel sein, aber die kann eher uns zuklatschen (Zwischenruf des Abg. Vogl); aber bitte, verstehe euch wer will, ich muss es eh nicht tun und ich bin auch froh, dass ich es nicht tue.
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ
Diese Regierung schafft in diesem Budget klare Prioritäten: Sicherheitsoffensive; konsequente Abschiebungen von Leuten, die bei uns straffällig werden oder eben einen negativen Asylbescheid bekommen – einer der größten Wünsche der Bevölkerung, den ihr permanent auf die lange Bank geschoben habt –; mehr Geld für Pflege, Wertschätzung dieser Regierung vor allem gegenüber der älteren Generation (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Vogl); ganz ein wichtiges Element, schon jahrelang von uns gefordert: zuerst Deutsch, dann Schule, damit unsere Kinder dann in der Volksschule nicht mehr auf der Strecke bleiben (Zwischenruf des Abg. Vogl); Breitbandinitiative, Digitalisierung; Steuer- und Abgabenquote senken, damit den arbeitenden und leistenden Menschen in diesem Land endlich wieder einmal etwas überbleibt – was ihr ihnen jahrelang aus der Tasche gezogen habt (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ); Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, wo ihr sagt, das ist alles ein Blödsinn. Diese Entlastung des Mittelstandes fordern wir eh schon jahrelang, eigentlich sollte das eure Wählerklientel sein, aber die kann eher uns zuklatschen (Zwischenruf des Abg. Vogl); aber bitte, verstehe euch wer will, ich muss es eh nicht tun und ich bin auch froh, dass ich es nicht tue.
Zwischenruf des Abg. Vogl
Diese Regierung schafft in diesem Budget klare Prioritäten: Sicherheitsoffensive; konsequente Abschiebungen von Leuten, die bei uns straffällig werden oder eben einen negativen Asylbescheid bekommen – einer der größten Wünsche der Bevölkerung, den ihr permanent auf die lange Bank geschoben habt –; mehr Geld für Pflege, Wertschätzung dieser Regierung vor allem gegenüber der älteren Generation (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Vogl); ganz ein wichtiges Element, schon jahrelang von uns gefordert: zuerst Deutsch, dann Schule, damit unsere Kinder dann in der Volksschule nicht mehr auf der Strecke bleiben (Zwischenruf des Abg. Vogl); Breitbandinitiative, Digitalisierung; Steuer- und Abgabenquote senken, damit den arbeitenden und leistenden Menschen in diesem Land endlich wieder einmal etwas überbleibt – was ihr ihnen jahrelang aus der Tasche gezogen habt (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ); Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, wo ihr sagt, das ist alles ein Blödsinn. Diese Entlastung des Mittelstandes fordern wir eh schon jahrelang, eigentlich sollte das eure Wählerklientel sein, aber die kann eher uns zuklatschen (Zwischenruf des Abg. Vogl); aber bitte, verstehe euch wer will, ich muss es eh nicht tun und ich bin auch froh, dass ich es nicht tue.
Zwischenruf des Abg. Vogl
Diese Regierung wird Doppelgleisigkeiten abbauen und Reformen einleiten (Zwischenruf des Abg. Vogl), und da sind wir jetzt bei dem Kapitel, das ich noch ganz kurz anreißen möchte: beim Rechnungshof, der genau diese Doppelgleisigkeiten und den Reformbedarf in zahlreichen seiner Prüfungen immer und immer wieder aufzeigt.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist für mich persönlich irrsinnig schön, erstmals nach fast elf Jahren im Parlament einem Budget zustimmen zu können, weil es sinnvoll ist, weil es gescheite Maßnahmen beinhaltet und weil diese Steuerauszahlungspolitik der Sozialisten endlich vorbei ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Winzig: Ja, super, genau! Kindergarten ist das!
Wir haben das alles eingehend im Budgetausschuss diskutiert, haben auch den neuen Thinktank hinterfragt. Der Herr Bundeskanzler hat eine interessante Antwort auf die Frage, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Thinktank arbeiten, gegeben. Er hat gesagt: vier Stück. Er hat von Stück gesprochen, nicht von Menschen, nicht von Personen, nicht von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern von Stück, und ich glaube, dass sich diese Diktion verbietet. (Abg. Winzig: Ja, super, genau! Kindergarten ist das!) – Genau so ist es, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben das alles eingehend im Budgetausschuss diskutiert, haben auch den neuen Thinktank hinterfragt. Der Herr Bundeskanzler hat eine interessante Antwort auf die Frage, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Thinktank arbeiten, gegeben. Er hat gesagt: vier Stück. Er hat von Stück gesprochen, nicht von Menschen, nicht von Personen, nicht von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern von Stück, und ich glaube, dass sich diese Diktion verbietet. (Abg. Winzig: Ja, super, genau! Kindergarten ist das!) – Genau so ist es, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll
In der Regel hört man vom Kanzler und vom Medienminister wenig, und wenn, dann Beschwichtigendes, wie das Postulat von der Abrüstung der Worte. Ich bin auch sehr für eine Abrüstung der Worte, aber ich möchte einmal darauf hinweisen, wer eigentlich aufgerüstet hat. Aufgerüstet hat zuletzt der ehemalige Vizekanzler dieser Republik und jetzige Stiftungsrat Norbert Steger. Abseits der Entgleisungen, die er sich geleistet hat, würde ich Sie aber bitten, dem Herrn Bundeskanzler wirklich auszurichten, dass Herr Steger aus meiner Sicht weder als Stiftungsrat noch für den Vorsitz des Gremiums geeignet ist. Er hat sich durch seine Aktivitäten völlig disqualifiziert (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll) und ist für die wichtigste Aufsichtsfunktion im öffentlichen Rundfunk untragbar – und wenn er sich nicht unmittelbar und deutlich entschuldigt, dürfen Sie als Regierung ihn auch nicht mehr bestellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Noll: Das reicht nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Noll: Das reicht nicht!
In der Regel hört man vom Kanzler und vom Medienminister wenig, und wenn, dann Beschwichtigendes, wie das Postulat von der Abrüstung der Worte. Ich bin auch sehr für eine Abrüstung der Worte, aber ich möchte einmal darauf hinweisen, wer eigentlich aufgerüstet hat. Aufgerüstet hat zuletzt der ehemalige Vizekanzler dieser Republik und jetzige Stiftungsrat Norbert Steger. Abseits der Entgleisungen, die er sich geleistet hat, würde ich Sie aber bitten, dem Herrn Bundeskanzler wirklich auszurichten, dass Herr Steger aus meiner Sicht weder als Stiftungsrat noch für den Vorsitz des Gremiums geeignet ist. Er hat sich durch seine Aktivitäten völlig disqualifiziert (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll) und ist für die wichtigste Aufsichtsfunktion im öffentlichen Rundfunk untragbar – und wenn er sich nicht unmittelbar und deutlich entschuldigt, dürfen Sie als Regierung ihn auch nicht mehr bestellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Noll: Das reicht nicht!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Herbert.
Abgeordneter Mag. Stefan Schnöll (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Vizekanzler! Damen und Herren der Volksanwaltschaft! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Zunächst ein paar Worte von mir zum Budget im Allgemeinen: Auch wenn es die Opposition nicht gerne hört, ich glaube, es ist durchaus beachtlich, dass wir es zustande bringen, dass ein administrativer Budgetüberschuss zustande kommt und wir endlich wieder einmal in der Lage sind, Schulden zurückzuzahlen. Ich finde, vor allem als Junger muss man das auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Herbert.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir von der Bewegung unserer Kinder sprechen, dann muss man vor allem das Ehrenamt hervorheben. 576 000 Ehrenamtliche, die im Sport tätig sind, die 2,2 Millionen Stunden ehrenamtlich für den Sport leisten, das ist wirklich einmalig und verdient unsere Anerkennung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend noch eine Bemerkung: Es hat mich außerordentlich gefreut, dass wir es gemeinsam mit Kollegin Steger zustande gebracht haben, dass im Sportausschuss einstimmig ein Entschließungsantrag angenommen wurde, nämlich betreffend einen jährlichen Sportbericht. Das zeigt, dass der Stellenwert des Sports insgesamt steigt und dass man über die Parteigrenzen hinausdenkt, damit die Sache im Vordergrund steht, im Sinne der Wirtschaft und im Sinne unserer Gesundheit. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Steger: Habe gesagt, Altlasten von der SPÖ blockieren das Budget!
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Vizekanzler! Herr Bundeskanzler! Herr Minister und werte Damen und Herren von Volksanwaltschaft und Rechnungshof! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Frau Kollegin Steger hat vorhin von einer Wende im Sportbudget gesprochen. Ich finde das ein bisschen übertrieben. In der Sportpolitik ist ein Unterschied zu - - (Abg. Steger: Habe gesagt, Altlasten von der SPÖ blockieren das Budget!) – Im Budget sehe ich die Wende auf jeden Fall nicht. Das Budget ist im Endeffekt eine Fortschreibung von allem, was bisher da war. Da ändert sich aus meiner Sicht relativ wenig
Beifall bei den NEOS.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Loacker: Wenn Sie mir schon Unwissenheit vorwerfen, müssen Sie schon sagen, was falsch ist!
Da sind wir gleich beim Thema, nämlich dem öffentlichen Dienst, und da spreche ich einmal mehr die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ an, denn dieser war ja gerade in den letzten Jahren, als die SPÖ das Kanzleramt, den Kanzleramtsminister innehatte, aber auch die Staatssekretäre, die da für den öffentlichen Dienst zuständig waren, nicht wirklich verwöhnt. (Abg. Loacker: Wenn Sie mir schon Unwissenheit vorwerfen, müssen Sie schon sagen, was falsch ist!) Wenn ich an die vielen Kürzungen im öffentlichen Dienst denke, wenn ich an die Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst denke, wenn ich an die vielen Dienstrechtsreformen mit vielen negativen Auswirkungen für die öffentlich Bediensteten denke, dann muss ich sagen, die SPÖ hat eine klare, wenn auch negative Spur beim öffentlichen Dienst hinterlegt. (Abg. Leichtfried: Hinterlassen!)
Abg. Leichtfried: Hinterlassen!
Da sind wir gleich beim Thema, nämlich dem öffentlichen Dienst, und da spreche ich einmal mehr die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ an, denn dieser war ja gerade in den letzten Jahren, als die SPÖ das Kanzleramt, den Kanzleramtsminister innehatte, aber auch die Staatssekretäre, die da für den öffentlichen Dienst zuständig waren, nicht wirklich verwöhnt. (Abg. Loacker: Wenn Sie mir schon Unwissenheit vorwerfen, müssen Sie schon sagen, was falsch ist!) Wenn ich an die vielen Kürzungen im öffentlichen Dienst denke, wenn ich an die Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst denke, wenn ich an die vielen Dienstrechtsreformen mit vielen negativen Auswirkungen für die öffentlich Bediensteten denke, dann muss ich sagen, die SPÖ hat eine klare, wenn auch negative Spur beim öffentlichen Dienst hinterlegt. (Abg. Leichtfried: Hinterlassen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
richtung und als wichtiger Vollziehungsmotor für die Republik zu bedanken. Ich denke, allen Unkenrufen zum Trotz ist der öffentliche Dienst ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, die Aufgaben und das Wirken der Republik zu erfüllen. In diesem Sinne sage ich noch einmal recht herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht, das ist die falsche Zahl!
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundeskanzler, Sie haben gesagt, Sie sparen im System, Sie sparen gegenüber Ihrem Vorgänger. Wie viele Mitarbeiter haben Sie in Ihrem Kabinett? – Ich höre, 41, Christian Kern hatte als Bundeskanzler 21 Mitarbeiter; das sind um 20 mehr. Das ist sparen? – Na ja. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht, das ist die falsche Zahl!)
Beifall bei der SPÖ.
Bevor ich mich dem Rechnungshof widme, wende ich mich noch kurz an den Herrn Finanzminister: Herr Finanzminister, Sie sparen im System, Sie streichen die Aktion 20 000, und Sie sprechen von dieser Aktion als Scheinaktion und als sinnlose Aktion; das haben Sie heute wieder betont. Herr Finanzminister, haben Sie eine Ahnung, wie es den Betroffenen geht, wie es einem Familienvater über 50 geht, dem Sie die Hoffnung auf Arbeit genommen haben? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Genau deshalb ist es so wichtig, dass der Rechnungshof auch für die weiteren Jahre Planungssicherheit in finanzieller Hinsicht hat, dass wir davon ausgehen können, dass die öffentlichen Gelder entsprechend sorgfältig eingesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Ich bedanke mich bei allen Damen und Herren Abgeordneten dieses Hohen Hauses für ihre Bereitschaft, dass sie an meiner Seite stets für eine starke und funktionierende Finanzkontrolle in Österreich eintreten. Unter stark verstehe ich auch eine Finanzkontrolle, die auf verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen setzt – wie das auch Ausschussvorsitzende Griss angesprochen hat –, und vielleicht gibt es hier auch einen Fortentwicklungsprozess. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
44 000 Euro pro Monat günstiger ist als jenes des Amtsvorgängers. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich ersuche Sie, die richtigen Zahlen zu verwenden, denn sonst wird Ihre Argumentation als parteipolitisches Manöver entlarvt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Letzter Punkt: Auf Einladung von Minister Blümel wird es Anfang Mai im Bundeskanzleramt ein Treffen geben, zu dem erstmals Vertreterinnen und Vertreter der Volksgruppen in großem Rahmen eingeladen sind und bei dem es eine offene Diskussion geben soll, in welchen Bereichen Impulse gesetzt werden können, damit die Existenz der Volksgruppen in Österreich, aber darüber hinaus auch in Europa abgesichert werden kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Finanzminister! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Geschätzte Volksanwaltschaft! Zunächst: Liebe Frau Sieglinde Dörflinger aus Sankt Veit, die Sie mit Ihrer Damenrunde extra hierhergereist sind, ich darf Sie herzlich hier begrüßen und Ihnen alles Gute zum 80. Geburtstag wünschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Das ist Parlamentarismus!
Es ist eine Verblödungsaktion, hier drei Tage über irgendetwas zu sprechen, was ohnehin so beschlossen wird. Es würden fraktionsübergreifend eigentlich zehn Personen reichen, um über dieses Budget zu diskutieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Das ist Parlamentarismus!)
Beifall bei der FPÖ.
kann Ihnen versichern, dass sowohl ich als auch meine Fraktion für Ihre Anliegen immer ein offenes Ohr haben werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Gruber (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Geschätzte Abgeordnete, gestatten Sie mir vorab ein paar Worte zur Rede der Kollegin Steger! So schlecht können die Rahmenbedingungen nicht gewesen sein: Bei aller Wertschätzung Ihrer persönlichen sportlichen Erfolge, ohne Verband, ohne Förderung ist es unmöglich, es im Sport so weit zu schaffen und solche Erfolge zu erzielen. Ich möchte daher auch für die gute Arbeit der Verbände eine Lanze brechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt ist die Politik gefordert, Zusatzangebote wie die tägliche Turnstunde umzusetzen. Alle Studien bestätigen ihre Notwendigkeit. Sollte es an der Finanzierung scheitern, dann ist ein guter Tipp von mir, das Körberlgeld des Herrn Vizekanzlers in Höhe von 15 Millionen Euro doch sinnvoll für unsere Kinder und Jugendlichen einzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist sehr, sehr wichtig, dass der Rechnungshof auch in der Zukunft mit genügend Mitteln ausgestattet ist, damit er seine Aufgaben auch weiterhin bestens erfüllen kann und in der nächsten Zeit, in den nächsten Jahren gute Arbeit gewährleistet ist. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit! – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Der Redner platziert zwei Tafeln neben dem Rednerpult. – Ruf bei der FPÖ: A schön’s Bildl!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Rechnungshofpräsidentin! Herr Volksanwalt! (Der Redner platziert zwei Tafeln neben dem Rednerpult. – Ruf bei der FPÖ: A schön’s Bildl!) – Ein ganz schönes! Der Herr Bundeskanzler hat ja einige interessante Eigenschaften. Eine davon ist, dass er es innerhalb von vier Monaten als Bundeskanzler geschafft hat, zwei sehr interessante Hashtags auf Twitter zu produzieren: Das eine war das Hashtag #answerlikekurz – das war, als er in der letzten Fragestunde eigentlich gar nicht geantwortet hat –, und das Zweite war das Hashtag #retouchierenwiekurz.
Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, die ein Foto, auf dem Bundeskanzler Kurz vor einem gerahmten Bild zu sehen ist, zwei Mal im Vergleich zeigt. Auf dem ersten Foto enthält der Rahmen das Portrait eines rauchenden Angehörigen einer indigenen Ethnie, auf dem zweiten Foto einen Panda.
Da gibt es so nette Bilder. Wir haben schon einige gesehen. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, die ein Foto, auf dem Bundeskanzler Kurz vor einem gerahmten Bild zu sehen ist, zwei Mal im Vergleich zeigt. Auf dem ersten Foto enthält der Rahmen das Portrait eines rauchenden Angehörigen einer indigenen Ethnie, auf dem zweiten Foto einen Panda.) Ich finde, das ist das liebste: mit Panda. Es ist ein liebes Viecherl. (Abg. Gudenus: Nein, das haben wir schon gesehen! – Der Redner hält eine zweite Tafel in die Höhe.) – Da sieht man es größer. Da hat er sogar gewinkt! Wirklich herzig! (Abg. Bösch: Ein bisschen ernsthafter, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen. Er ist eh von dort (in Richtung ÖVP zeigend) drüben.
Abg. Gudenus: Nein, das haben wir schon gesehen! – Der Redner hält eine zweite Tafel in die Höhe.
Da gibt es so nette Bilder. Wir haben schon einige gesehen. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, die ein Foto, auf dem Bundeskanzler Kurz vor einem gerahmten Bild zu sehen ist, zwei Mal im Vergleich zeigt. Auf dem ersten Foto enthält der Rahmen das Portrait eines rauchenden Angehörigen einer indigenen Ethnie, auf dem zweiten Foto einen Panda.) Ich finde, das ist das liebste: mit Panda. Es ist ein liebes Viecherl. (Abg. Gudenus: Nein, das haben wir schon gesehen! – Der Redner hält eine zweite Tafel in die Höhe.) – Da sieht man es größer. Da hat er sogar gewinkt! Wirklich herzig! (Abg. Bösch: Ein bisschen ernsthafter, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen. Er ist eh von dort (in Richtung ÖVP zeigend) drüben.
Abg. Bösch: Ein bisschen ernsthafter, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da gibt es so nette Bilder. Wir haben schon einige gesehen. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, die ein Foto, auf dem Bundeskanzler Kurz vor einem gerahmten Bild zu sehen ist, zwei Mal im Vergleich zeigt. Auf dem ersten Foto enthält der Rahmen das Portrait eines rauchenden Angehörigen einer indigenen Ethnie, auf dem zweiten Foto einen Panda.) Ich finde, das ist das liebste: mit Panda. Es ist ein liebes Viecherl. (Abg. Gudenus: Nein, das haben wir schon gesehen! – Der Redner hält eine zweite Tafel in die Höhe.) – Da sieht man es größer. Da hat er sogar gewinkt! Wirklich herzig! (Abg. Bösch: Ein bisschen ernsthafter, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen. Er ist eh von dort (in Richtung ÖVP zeigend) drüben.
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage ist: Warum tut er das? Tut er das nur bei Bildern oder tut er das überhaupt gern? Sorgt er überhaupt gerne dafür, dass das, was wahr ist, aber ihm nicht passt, retouchiert wird, geschätzte Damen und Herren? – Ich glaube, das ist der Stil des Bundeskanzlers, und dieser Stil ist abzulehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herren, wenn das Retouchieren vorbei ist, werden wir wahrscheinlich mehr zahlen, als wir jemals zuvor gezahlt haben. Das ist der Stil des Herrn Kurz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was mir am meisten Sorgen macht: Beim Retouchieren geht es nicht nur um Zahlen, sondern da geht es auch um Sichtweisen. Er ist angetreten mit der Feststellung: Ich bin ein Pro-Europäer, ich bin ein Demokrat! Geschätzte Damen und Herren, wer sich mit den Orbáns, Kaczyńskis, Putins gemein macht, ist weder ein Pro-Europäer noch ein Demokrat! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Gudenus: Ist Ungarn nicht in der EU?! Haben Sie nichts gelernt? Sie haben von Tuten und Blasen keine Ahnung!
Herr Gudenus, Sie mit Ihrer Fraktion, bitte reden Sie jetzt nicht hinein! (Abg. Gudenus: Ist Ungarn nicht in der EU?! Haben Sie nichts gelernt? Sie haben von Tuten und Blasen keine Ahnung!) – Mit der europäischen Fraktion, ja!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Sonst fällt euch nichts ein! Da gehört zusammengeräumt, in der Hütte!
Dieser Stil, das ist der Stil des Herrn Kurz, geschätzte Damen und Herren! Die Wahrheit tut manchmal weh, man muss sich mit ihr auseinandersetzen, aber sie wegzuretouchieren ist eines Bundeskanzlers nicht würdig! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Sonst fällt euch nichts ein! Da gehört zusammengeräumt, in der Hütte!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die österreichische Beteiligung an den soeben durchgeführten Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang konnte sich ebenso sehen lassen. Darauf kann man gut aufbauen, man muss aber auch weiterhin investieren. Insgesamt sind für den Behindertensport 2,6 Millionen Euro für 2018 budgetiert, das ist erfreulicherweise mehr als im Vorjahr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Hier spanne ich wiederum den Bogen zu mehr barrierefreien Angeboten, denn das beginnt schon beim Spielplatz und ist ein Thema für jede Gemeinde. Kinder mit Behinderung brauchen zum Teil andere oder zumindest adaptierte Spielgeräte, um mit anderen Kindern spielen und vor allem unfallfrei spielen zu können, denn Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Jarolim: ... das falsche Körberl ...!
Fakt ist: Die Bundessportfördermittel wurden seit 2011 nicht mehr erhöht, auch nicht valorisiert, obwohl bekannterweise alles teurer wurde. (Abg. Jarolim: ... das falsche Körberl ...!) Die Forderungen in Sachen Sport sind immer an der Ablehnung des jeweiligen Finanzministers gescheitert, darum verstehe ich die Kritik von Ihrer Seite an Ihren Vorgängern durchaus und kann sie nachvollziehen.
Zwischenruf der Abg. Schimanek
Kollegin Steger und Herr Sportminister Strache haben heute und auch schon im Sportausschuss im Budgetgespräch vieles angesprochen, Ideen präsentiert und angekündigt, was sie umsetzen möchten. Ich halte das für sehr erfreulich. An die Kollegin Steger gerichtet – ich sehe sie jetzt nicht (Zwischenruf der Abg. Schimanek) ‑: Es hat in der Vergangenheit sehr wohl Initiativen für Frauen im Sport gegeben. Ich erinnere
Beifall bei der SPÖ.
Herr Sportminister, du bist der siebente Verantwortliche für den Sportbereich, seit ich im Hohen Haus sein darf. Ich hoffe, es gelingt wieder ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung für den Sport. Wir werden das genau beobachten, mitverfolgen, wie sich die Dinge entwickeln, und immer wieder eine laute, aber konstruktiv-kritische Stimme für den Sport sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Das hat an Klarheit nichts vermissen lassen! – Abg. Lausch: Kollege Jarolim hat es uns aber zugesagt! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist Ihr Budget mit Herz und Hirn. Echt jetzt? Das ist eiskalt, das ist berechnend, das ist herzlos und das ist vor allem beschämend. – Das werden wir nicht mittragen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Das hat an Klarheit nichts vermissen lassen! – Abg. Lausch: Kollege Jarolim hat es uns aber zugesagt! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gesamtbudget der Volksanwaltschaft ist mit 11,4 Millionen Euro angesetzt. Das pendelt sich auch im Jahr 2019 so ein. Schaut man sich allerdings – und das ist, glaube ich, das Wichtige, das man tun muss – den Budgetpfad über mehrere Jahre an, fällt auf, dass ab 2020 ein Rückgang der Budgetmittel gegeben ist, der nicht erklärbar und auch nicht nachvollziehbar ist, meine Damen und Herren. Gestatten Sie mir: Ich habe das Gefühl, dass bei dieser Bundesregierung die Fallzahlen der Volksanwaltschaft nicht sinken, sondern eher steigen werden, wenn man sich anschaut, wie diese Regierung arbeitet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich abschließend und zusammenfassend eines sagen: Eine gute und unabhängige Volksanwaltschaft muss mittel- und langfristig sichergestellt werden. Das geht nur dann, wenn wir diesen Budgetpfad über 2018, 2019 und 2020 fortführen und die Reduktion der Mittel, wie sie jetzt ab 2020 geplant ist, nicht kommt. Da kann man nur appellieren, davon abzusehen und die Volksanwaltschaft ordentlich mit Budget und Personal auszustatten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Angerer.
Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek: Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Präsidentin Kraker! Meine beiden Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie haben einander jetzt viele Stunden sehr aufmerksam zugehört, auch den Vertretern der Bundesregierung, sodass ich mich als Erstes ganz knapp, aber von Herzen für die unterstützenden Worte für die Arbeit der Volksanwaltschaft, vor allem für jene der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Büro, bedanken möchte. Auch den Dank möchte ich gerne mitnehmen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Angerer.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Wir sehen das als gesetzliche Verpflichtung, wir sehen das als moralische und auch als humanistische Verpflichtung nach dem Motto: zuerst die Menschen, dann die Paragrafen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich darf dieses Hohe Haus neuerlich auf diesen – wenn ich es so bezeichnen darf – Defekt hinweisen. Vielleicht geht es sich noch im Laufe dieser Gesetzgebungsperiode aus, diese Prüflücke zu schließen. Es handelt sich um einen Vorteil, den das Hohe Haus gewinnen dürfte. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Es geht um hochbetagte, oft schwer kranke Menschen. Es sind mittlerweile zwei Antragsteller verstorben; das ist besonders tragisch, die konnten diese Anerkennung nicht mehr erleben. Viele Dinge sind wichtig in der Politik, im Parlament, aber ich glaube, dass das eine ganz besondere Aufgabe und eine ganz besondere Verantwortung ist. – Ich danke Ihnen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Werner: Das stimmt ja auch!
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen auf der Galerie! Ich möchte vorweg eines klarstellen: Kollege Werner hat heute in seinem Redebeitrag gesagt, die SPÖ hätte in den vergangenen Jahren den öffentlichen Dienst schlecht behandelt und mit Nulllohnrunden abgestraft. (Abg. Werner: Das stimmt ja auch!) – Herr Kollege Werner, auch wenn Sie bei der FPÖ sind, könnten Sie fair sein und bei der Wahrheit bleiben. Die Wahrheit ist nämlich, dass es im Jahr 2017 eine Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des öffentlichen Dienstes von 2,33 Prozent und im Jahr 2016 eine Gehaltserhöhung von 1,33 Prozent gegeben hat. Wenn Sie das als Nulllohnrunde bezeichnen, dann muss ich schon an Ihren mathematischen Fähigkeiten zweifeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen auf der Galerie! Ich möchte vorweg eines klarstellen: Kollege Werner hat heute in seinem Redebeitrag gesagt, die SPÖ hätte in den vergangenen Jahren den öffentlichen Dienst schlecht behandelt und mit Nulllohnrunden abgestraft. (Abg. Werner: Das stimmt ja auch!) – Herr Kollege Werner, auch wenn Sie bei der FPÖ sind, könnten Sie fair sein und bei der Wahrheit bleiben. Die Wahrheit ist nämlich, dass es im Jahr 2017 eine Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des öffentlichen Dienstes von 2,33 Prozent und im Jahr 2016 eine Gehaltserhöhung von 1,33 Prozent gegeben hat. Wenn Sie das als Nulllohnrunde bezeichnen, dann muss ich schon an Ihren mathematischen Fähigkeiten zweifeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere Sie daran, dass Sie, werte Abgeordnete, sich hier in diesem Hohen Haus ganz bewusst für eine Geste der Verantwortung entschieden haben. Ich spreche hier vom Heimopferrentengesetz, ich spreche hier von den unzähligen Heimkindern, die Opfer von Misshandlungen und Gewalt wurden. Und genau für diese Geste der Verantwortung ist die Volksanwaltschaft zuständig. Daher ist es einfach falsch, bei der Volksanwaltschaft zu sparen. Es zeigt einfach nichts anderes, als dass Sie hier eine Sparpolitik auf dem Rücken der breiten Bevölkerung machen, während Sie Ihre Apparate aufblähen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herbert: Für die Sie verantwortlich sind! Schämen Sie sich!
Es ist für mich in Wirklichkeit nichts anderes als eine Verhöhnung, wenn Sie sich herstellen – der Herr Bundeskanzler ist nicht mehr hier – und behaupten, Sie würden beim System und nicht bei den Menschen sparen. Es ist genau das Gegenteil der Fall! Der Herr Bundeskanzler soll einmal erklären, warum er eigentlich in seinem Ressort 96 neue Posten braucht. Erklären Sie das bitte den 20 000 Langzeitarbeitslosen, denen Sie die Beschäftigungsprogramme gestrichen haben und die jetzt keinen Job mehr haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herbert: Für die Sie verantwortlich sind! Schämen Sie sich!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Es ist die Aufgabe des Bundeskanzlers, dafür zu sorgen, dass alle Menschen in unserem Land ein gutes Leben haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Und was passiert? – Sie nehmen stattdessen das Geld der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen und blähen Ihre PR-Maschinerie unnötig auf! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: So ein Blödsinn! Wenn Sie zugehört hätten, wüssten Sie es!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: So ein Blödsinn! Wenn Sie zugehört hätten, wüssten Sie es!
Es ist die Aufgabe des Bundeskanzlers, dafür zu sorgen, dass alle Menschen in unserem Land ein gutes Leben haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Und was passiert? – Sie nehmen stattdessen das Geld der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen und blähen Ihre PR-Maschinerie unnötig auf! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: So ein Blödsinn! Wenn Sie zugehört hätten, wüssten Sie es!)
Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! Sie können nicht rechnen, nicht zuhören, es intellektuell nicht verarbeiten! Das können Sie nicht!
Jetzt zu Ihnen, Herr Vizekanzler, Sie sind ja im Gegensatz zum Bundeskanzler anwesend: Auch Sie gehen nicht sparsam mit dem Geld der hart arbeitenden Menschen in Österreich um. Sie gönnen sich ein paar Millionen Euro für Ihre Spielwiese. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! Sie können nicht rechnen, nicht zuhören, es intellektuell nicht verarbeiten! Das können Sie nicht!) Erklären Sie uns einmal, warum Sie 70 neue Posten in Ihrem Ressort brauchen (Abg. Herbert: Das hat er ja gerade erklärt! Wo waren Sie? Mittagessen?), wenn Sie selbst in Ihren Interviews sagen, dass Leute von der ÖVP Ihre Reden schreiben! Warum brauchen Sie denn dann 70 neue Posten? (Vizekanzler Strache: Was? – Das stimmt nicht!) – Das haben Sie in einem Interview gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Frau Präsidentin! Ist ein Arzt vorhanden?)
Abg. Herbert: Das hat er ja gerade erklärt! Wo waren Sie? Mittagessen?
Jetzt zu Ihnen, Herr Vizekanzler, Sie sind ja im Gegensatz zum Bundeskanzler anwesend: Auch Sie gehen nicht sparsam mit dem Geld der hart arbeitenden Menschen in Österreich um. Sie gönnen sich ein paar Millionen Euro für Ihre Spielwiese. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! Sie können nicht rechnen, nicht zuhören, es intellektuell nicht verarbeiten! Das können Sie nicht!) Erklären Sie uns einmal, warum Sie 70 neue Posten in Ihrem Ressort brauchen (Abg. Herbert: Das hat er ja gerade erklärt! Wo waren Sie? Mittagessen?), wenn Sie selbst in Ihren Interviews sagen, dass Leute von der ÖVP Ihre Reden schreiben! Warum brauchen Sie denn dann 70 neue Posten? (Vizekanzler Strache: Was? – Das stimmt nicht!) – Das haben Sie in einem Interview gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Frau Präsidentin! Ist ein Arzt vorhanden?)
Vizekanzler Strache: Was? – Das stimmt nicht!
Jetzt zu Ihnen, Herr Vizekanzler, Sie sind ja im Gegensatz zum Bundeskanzler anwesend: Auch Sie gehen nicht sparsam mit dem Geld der hart arbeitenden Menschen in Österreich um. Sie gönnen sich ein paar Millionen Euro für Ihre Spielwiese. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! Sie können nicht rechnen, nicht zuhören, es intellektuell nicht verarbeiten! Das können Sie nicht!) Erklären Sie uns einmal, warum Sie 70 neue Posten in Ihrem Ressort brauchen (Abg. Herbert: Das hat er ja gerade erklärt! Wo waren Sie? Mittagessen?), wenn Sie selbst in Ihren Interviews sagen, dass Leute von der ÖVP Ihre Reden schreiben! Warum brauchen Sie denn dann 70 neue Posten? (Vizekanzler Strache: Was? – Das stimmt nicht!) – Das haben Sie in einem Interview gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Frau Präsidentin! Ist ein Arzt vorhanden?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Frau Präsidentin! Ist ein Arzt vorhanden?
Jetzt zu Ihnen, Herr Vizekanzler, Sie sind ja im Gegensatz zum Bundeskanzler anwesend: Auch Sie gehen nicht sparsam mit dem Geld der hart arbeitenden Menschen in Österreich um. Sie gönnen sich ein paar Millionen Euro für Ihre Spielwiese. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! Sie können nicht rechnen, nicht zuhören, es intellektuell nicht verarbeiten! Das können Sie nicht!) Erklären Sie uns einmal, warum Sie 70 neue Posten in Ihrem Ressort brauchen (Abg. Herbert: Das hat er ja gerade erklärt! Wo waren Sie? Mittagessen?), wenn Sie selbst in Ihren Interviews sagen, dass Leute von der ÖVP Ihre Reden schreiben! Warum brauchen Sie denn dann 70 neue Posten? (Vizekanzler Strache: Was? – Das stimmt nicht!) – Das haben Sie in einem Interview gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Frau Präsidentin! Ist ein Arzt vorhanden?)
Abg. Rosenkranz: Jetzt ist es bald so weit, dass es das rote Fieberthermometer zerreißt!
Sie schieben sich da ganz unauffällig 15 Millionen Euro in Ihr Budget, und es gibt nicht einmal einen Verwendungszweck dafür. (Abg. Rosenkranz: Jetzt ist es bald so weit, dass es das rote Fieberthermometer zerreißt!) Haben Sie wirklich geglaubt, dass es niemandem auffällt? (Abg. Neubauer: Sie recherchieren schlecht!)
Abg. Neubauer: Sie recherchieren schlecht!
Sie schieben sich da ganz unauffällig 15 Millionen Euro in Ihr Budget, und es gibt nicht einmal einen Verwendungszweck dafür. (Abg. Rosenkranz: Jetzt ist es bald so weit, dass es das rote Fieberthermometer zerreißt!) Haben Sie wirklich geglaubt, dass es niemandem auffällt? (Abg. Neubauer: Sie recherchieren schlecht!)
Abg. Rosenkranz: Welche Substanzen haben Sie SPÖ-intern schon freigegeben?
Werte Kollegen und Kolleginnen, lassen Sie sich aber eines gesagt sein: Wir werden ganz genau darauf achten, was in den nächsten zwei Jahren mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler passiert. (Abg. Rosenkranz: Welche Substanzen haben Sie SPÖ-intern schon freigegeben?) Eines ist auf jeden Fall ganz klar: Sie, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, sparen nicht bei den Menschen, sondern Sie sparen beim System. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei ÖVP und FPÖ: Ja, genau! Stimmt! Bravo!)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei ÖVP und FPÖ: Ja, genau! Stimmt! Bravo!
Werte Kollegen und Kolleginnen, lassen Sie sich aber eines gesagt sein: Wir werden ganz genau darauf achten, was in den nächsten zwei Jahren mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler passiert. (Abg. Rosenkranz: Welche Substanzen haben Sie SPÖ-intern schon freigegeben?) Eines ist auf jeden Fall ganz klar: Sie, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, sparen nicht bei den Menschen, sondern Sie sparen beim System. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei ÖVP und FPÖ: Ja, genau! Stimmt! Bravo!)
Abg. Wöginger – in Richtung der Abg. Duzdar –: Sie sind voll traumatisiert! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Steinacker. – Bitte. (Abg. Wöginger – in Richtung der Abg. Duzdar –: Sie sind voll traumatisiert! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Vizekanzler! Du hast uns versichert und angekündigt, dass du dich um die Valorisierung der Sportförderung in Österreich kümmern wirst, und du bist bereit, dafür zu kämpfen, dass zusätzliches Geld in den Sport in Österreich kommt. Ich erachte das als sehr, sehr wichtig, denn das Geld muss nicht nur bei den Sportlerinnen und Sportlern, in den Vereinen, dort, wo im Rahmen von Ehrenamt Großartiges geleistet wird, ankommen, sondern es muss auch nachhaltig für die Entwicklung des Sports in Österreich gesorgt werden, damit unsere Sportlerinnen und Sportler bessere Rahmenbedingungen und Chancen haben. – Danke, dass du dich darum auch persönlich kümmern wirst. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der zweite Schwerpunkt unserer Förderung ist die Gesundheitsförderung. Kollegin Steger hat es ja gesagt: Jeder Euro, der in den Sport investiert wird, spart 5 Euro bei der Gesundheit. Prävention ist also bei der Sportförderung ein Gebot der Stunde. Wir stehen mit der Fit Sport Austria GmbH mit dem Qualitätssiegel für höchste Qualität im Sport für Jung und Alt, für alle Menschen, die in unseren Vereinen Sport betreiben. 550 000 Freiwillige in Österreich leisten so viel, wie wir es uns bezahlt im Sport niemals leisten könnten. Dafür sage ich ein aufrichtiges Danke an alle unsere Funktionäre und Freiwilligen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Vizekanzler, im Rahmen der Sport Strategie Austria hast du einen kooperativen Prozess eingeleitet. Die Sportverantwortlichen von Bund, Ländern, Gemeinden und den verschiedenen Verbänden sind aufgerufen, mitzuwirken, damit Sport mit dem großen Ziel gefördert wird, Österreich zu bewegen, die Menschen in Bewegung zu bringen. Egal ob Jung oder Alt, ob Fitness- oder Gesundheitssport, Leistungssport, Spitzensport – Sport in Österreich soll jeden bewegen und am Ende des Tages begeistern. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Herr Bundeskanzler, haben gebeten, die Regierung an ihren Taten zu messen. Wo sind aber eigentlich jetzt die Taten? Wo sind die Konzepte? Wo sind die Ideen im Bereich Kultur? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Budget, meine Damen und Herren, ist in Zahlen gegossene Politik, und Termine sind in Zeit gegossenes Interesse. In diesem Zusammenhang ist es ja nur folgerichtig und konsequent, dass der Herr Bundesminister auch heute an den Budgetberatungen nicht teilnimmt. Allein ihn in den Ausschuss zu bitten war Schwerarbeit. Offenbar hat er andere Prioritäten. Das ist allerdings leider falsch, denn Kulturpolitik braucht Engagement, Interesse und Leidenschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er bringt schon den zweiten Ausschuss zusammen!
Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Im Parlament wird gearbeitet. Schon Anfang Mai findet der nächste Ausschuss statt. Dort werden all die Fragen – Bundesdenkmalamt, Bundesmuseen und so weiter – erörtert. Vielleicht hat sich der Herr Bundesminister bis dahin das alles schon angesehen, dann macht es auch Sinn, mit ihm zu diskutieren. – Beste Grüße. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er bringt schon den zweiten Ausschuss zusammen!) – Ja, das ist auch in Ordnung. Ich habe zwei im ersten Halbjahr des Vorjahres gehabt, aber es macht nichts. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Im Parlament wird gearbeitet. Schon Anfang Mai findet der nächste Ausschuss statt. Dort werden all die Fragen – Bundesdenkmalamt, Bundesmuseen und so weiter – erörtert. Vielleicht hat sich der Herr Bundesminister bis dahin das alles schon angesehen, dann macht es auch Sinn, mit ihm zu diskutieren. – Beste Grüße. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er bringt schon den zweiten Ausschuss zusammen!) – Ja, das ist auch in Ordnung. Ich habe zwei im ersten Halbjahr des Vorjahres gehabt, aber es macht nichts. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Großbauer bejaht dies.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Großbauer. Ich frage Sie, Frau Abgeordnete, ob Sie mit 3 Minuten auskommen. (Abg. Großbauer bejaht dies.) Dann erteile ich Ihnen das Wort. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abg. Drozda: Aber es liegt ja alles fertig in der Schublade!
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Minister! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Hohes Haus! Herr Kollege Drozda! Die Fakten, die Sie hier ansprechen, die soziale Lage von Künstlerinnen und Künstlern, die Bundesmuseen, das Bundesdenkmalamt – das ist nicht plötzlich in den letzten 100 Tagen aufgepoppt, das ist schon ein bisserl länger so. (Abg. Drozda: Aber es liegt ja alles fertig in der Schublade!) Ich glaube, im letzten Jahr, als Sie Kulturminister waren, hätten Sie auch viele Dinge selbst angehen können. (Abg. Kuntzl: Vorbereitet hat er es alles! – Abg. Neubauer: Gar nichts hat er gemacht außer Postenschacher!)
Abg. Kuntzl: Vorbereitet hat er es alles! – Abg. Neubauer: Gar nichts hat er gemacht außer Postenschacher!
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Minister! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Hohes Haus! Herr Kollege Drozda! Die Fakten, die Sie hier ansprechen, die soziale Lage von Künstlerinnen und Künstlern, die Bundesmuseen, das Bundesdenkmalamt – das ist nicht plötzlich in den letzten 100 Tagen aufgepoppt, das ist schon ein bisserl länger so. (Abg. Drozda: Aber es liegt ja alles fertig in der Schublade!) Ich glaube, im letzten Jahr, als Sie Kulturminister waren, hätten Sie auch viele Dinge selbst angehen können. (Abg. Kuntzl: Vorbereitet hat er es alles! – Abg. Neubauer: Gar nichts hat er gemacht außer Postenschacher!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir sind seit 100 Tagen da. Wir sind gekommen, um etwas zu tun, und wir haben längst damit angefangen. Wir gehen endlich auch in der Kulturpolitik in eine neue Zeit, nicht nur im Umgang und im Dialog mit Kunstschaffenden und Kulturvertretern und in deren Wertschätzung. Ich kann Ihnen versichern: Sowohl Kulturminister Blümel als auch meine Wenigkeit haben großes Interesse, Leidenschaft und Engagement für die Kultur in Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Für das Jahr 2018 liegen im Kulturbudget 456,6 Millionen Euro. Das ist Teil eines hervorragenden Budgets, und als Kultursprecherin danke ich Ihnen und gratuliere Ihnen auch, Herr Finanzminister. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Drozda: Das habe ich nicht gemacht! Das ist nicht mein Stil, Frau Kollegin!
Die Angst vor dem Kahlschlag, die auch Sie, Herr Kollege Drozda, teilweise in der Kulturszene geschürt haben, war also völlig unbegründet, das Gegenteil ist der Fall. (Abg. Drozda: Das habe ich nicht gemacht! Das ist nicht mein Stil, Frau Kollegin!) Die Kultur ist uns ein großes Anliegen, und Sie können sich ganz viel von uns erwarten.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir sind auf jeden Fall immer noch Weltspitze im Bereich Kultur, aber wir müssen jetzt dafür sorgen, dass wir das auch in Zukunft bleiben, mit Budget, aber natürlich auch mit Ideen. Meine Tür steht jedenfalls allen offen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (PILZ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Bundesregierung! Frau Ministerin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Tribüne und vor den Bildschirmen! „Anstatt die Klimapolitik grundlegend neu auszurichten, verzichtet die Regierung auf Ziele, Zeitpläne, Maßnahmen, Zuständigkeiten und vor allem Finanzierung. Damit ist die Klimastrategie nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben steht“, kritisiert Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher von Greenpeace. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist nur ein kleiner Auszug aus vielen, vielen Zitaten, die wir in den letzten Tagen gesammelt haben. Diese Zitate stammen nicht von irgendjemandem, sie stammen von ausgewiesenen Klima- und Energieexpertinnen und -experten, die ob der Umweltpolitik dieser Regierung entsetzt sind. Einige der Zitatspenderinnen und -spender haben heute auf der Galerie Platz genommen. Willkommen im Parlament! Schön, dass Sie hier sind. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Das haben Sie bei der Präsentation der Klimastrategie am 3. April wortwörtlich gesagt. Sie sagten, die Kritik der Umweltorganisationen bringe Sie zum Schmunzeln, denn Sie fragen sich, wohin das führe, was das Ziel sei. Soll die ganze Verantwortung auf die Politik abgeschoben werden? – Nein, Sie möchten emotionalisieren, die Menschen für dieses Thema sensibilisieren, die ganze Bevölkerung erreichen und jeden Österreicher, jede Österreicherin zum persönlichen Klimaschützer machen. – Schieben Sie die Verantwortung nicht auf die Bevölkerung ab! Selbstverständlich ist es die Politik, die die Weichen für die Zukunft stellt! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Eines haben Sie geschafft, Frau Bundesministerin: Ja, Sie haben emotionalisiert, aber nicht die Bevölkerung für den Klimaschutz, sondern gegen diese Bundesregierung und ihre Umwelt- und Klimapolitik. Die Menschen sind enttäuscht, sie sind besorgt und sie sind wütend. Sie erwarten sich nämlich zukunftsorientierte, schlagkräftige, umsetzungsstarke Hands-on-Politik und keine leeren Worthülsen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Noll: Hallo! Zuhören!
In dieser Situation, Frau Bundesministerin, bringt Sie die Kritik der Umweltorganisationen zum Schmunzeln? Für Sie als Nachhaltigkeitsministerin sollten die Umweltorganisationen doch Verbündete sein, auf die sollten Sie doch hören. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Noll: Hallo! Zuhören!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS
Aber Ihre eigentlichen Verbündeten, und das ist ein untragbarer Zustand in dieser Republik, sind die Interessenvertreter der Verschmutzerkonzerne, der Erdöl- und Erdgasbranche (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), an deren Funktionärspostentropf Ihre ganze Partei hängt wie ein Rauschgiftsüchtiger an seiner Nadel. (Abg. Neubauer: Das werden Sie wissen!)
Abg. Neubauer: Das werden Sie wissen!
Aber Ihre eigentlichen Verbündeten, und das ist ein untragbarer Zustand in dieser Republik, sind die Interessenvertreter der Verschmutzerkonzerne, der Erdöl- und Erdgasbranche (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), an deren Funktionärspostentropf Ihre ganze Partei hängt wie ein Rauschgiftsüchtiger an seiner Nadel. (Abg. Neubauer: Das werden Sie wissen!)
Uh-Ruf bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Ich verstehe nicht, die Bevölkerung ist umweltbewusst und wählt dann trotzdem die ÖVP? Da holpert was in der Argumentation!
30 Jahre ÖVP-Umweltpolitik haben unser schönes Land, das international für das hohe Umweltbewusstsein seiner Bevölkerung bekannt ist, im Bereich Klimaschutz zum Schlusslicht Europas gemacht. (Uh-Ruf bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Ich verstehe nicht, die Bevölkerung ist umweltbewusst und wählt dann trotzdem die ÖVP? Da holpert was in der Argumentation!) Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist mir sehr wohl bewusst, es gibt einige in Ihren Reihen, die sehr wohl sachkundig, kompetent und hochmotiviert menschliche Politik hier voranbringen wollen, aber sie haben sich in Ihrer Partei noch nicht durchgesetzt.
Abg. Rosenkranz: Wann war das, was Sie jetzt zitieren?
In dieser an sich korrekten, gesetzeskonformen Vereinbarung im Zuge des Bundes-Energieeffizienzgesetzes unter der EU-Richtlinie wurde ein Absatz hineingeschummelt, in dem steht, dass die Regierung auf unbestimmte Zeit jegliche Belastung für die Erdölindustrie unterlässt. Diese Vereinbarung wurde bis heute nicht gekündigt, und es drängt sich der Verdacht auf, dass das mit ein Grund ist, warum diese ÖVP-FPÖ-Regierung beim Klimaschutz derart auf der Bremse steht. (Abg. Rosenkranz: Wann war das, was Sie jetzt zitieren?) – 2009 (Abg. Rosenkranz: 2009, nur damit wir uns ...!), ist noch gültig. (Abg. Rosenkranz: Ja, ja!)
Abg. Rosenkranz: 2009, nur damit wir uns ...!
In dieser an sich korrekten, gesetzeskonformen Vereinbarung im Zuge des Bundes-Energieeffizienzgesetzes unter der EU-Richtlinie wurde ein Absatz hineingeschummelt, in dem steht, dass die Regierung auf unbestimmte Zeit jegliche Belastung für die Erdölindustrie unterlässt. Diese Vereinbarung wurde bis heute nicht gekündigt, und es drängt sich der Verdacht auf, dass das mit ein Grund ist, warum diese ÖVP-FPÖ-Regierung beim Klimaschutz derart auf der Bremse steht. (Abg. Rosenkranz: Wann war das, was Sie jetzt zitieren?) – 2009 (Abg. Rosenkranz: 2009, nur damit wir uns ...!), ist noch gültig. (Abg. Rosenkranz: Ja, ja!)
Abg. Rosenkranz: Ja, ja!
In dieser an sich korrekten, gesetzeskonformen Vereinbarung im Zuge des Bundes-Energieeffizienzgesetzes unter der EU-Richtlinie wurde ein Absatz hineingeschummelt, in dem steht, dass die Regierung auf unbestimmte Zeit jegliche Belastung für die Erdölindustrie unterlässt. Diese Vereinbarung wurde bis heute nicht gekündigt, und es drängt sich der Verdacht auf, dass das mit ein Grund ist, warum diese ÖVP-FPÖ-Regierung beim Klimaschutz derart auf der Bremse steht. (Abg. Rosenkranz: Wann war das, was Sie jetzt zitieren?) – 2009 (Abg. Rosenkranz: 2009, nur damit wir uns ...!), ist noch gültig. (Abg. Rosenkranz: Ja, ja!)
Abg. Rosenkranz: Es geht um Fossilien, die liegen noch länger zurück!
Aber zurück zur integrierten Klima- und Energiestrategie, denn um diese geht es jetzt. Es gibt zwei Zahlen. (Abg. Rosenkranz: Es geht um Fossilien, die liegen noch länger zurück!) Erst einmal: Für eine detaillierte Kritikanalyse dieser Strategie fehlt hier die Zeit. Ein bisschen gehe ich aber doch auf die Kritik ein. (Abg. Rosenkranz: Doch, 20 Minuten sind viel Zeit!) – Ich habe noch 10 Minuten Zeit, Herr Kollege, da kann man noch viel hineinbringen. Da ist sogar Platz für Zwischenrufe, aber wofür es nicht ausreicht, darüber unterhalten wir uns später. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Doch, 20 Minuten sind viel Zeit!
Aber zurück zur integrierten Klima- und Energiestrategie, denn um diese geht es jetzt. Es gibt zwei Zahlen. (Abg. Rosenkranz: Es geht um Fossilien, die liegen noch länger zurück!) Erst einmal: Für eine detaillierte Kritikanalyse dieser Strategie fehlt hier die Zeit. Ein bisschen gehe ich aber doch auf die Kritik ein. (Abg. Rosenkranz: Doch, 20 Minuten sind viel Zeit!) – Ich habe noch 10 Minuten Zeit, Herr Kollege, da kann man noch viel hineinbringen. Da ist sogar Platz für Zwischenrufe, aber wofür es nicht ausreicht, darüber unterhalten wir uns später. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.
Aber zurück zur integrierten Klima- und Energiestrategie, denn um diese geht es jetzt. Es gibt zwei Zahlen. (Abg. Rosenkranz: Es geht um Fossilien, die liegen noch länger zurück!) Erst einmal: Für eine detaillierte Kritikanalyse dieser Strategie fehlt hier die Zeit. Ein bisschen gehe ich aber doch auf die Kritik ein. (Abg. Rosenkranz: Doch, 20 Minuten sind viel Zeit!) – Ich habe noch 10 Minuten Zeit, Herr Kollege, da kann man noch viel hineinbringen. Da ist sogar Platz für Zwischenrufe, aber wofür es nicht ausreicht, darüber unterhalten wir uns später. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz.
müssen wir genauso sorgsam umgehen wie mit dem Staatsbudget. Warum sprechen wir beim Kohlenstoffbudget nicht vom Nulldefizit? Es ist nämlich beim Geld gleich wie beim CO2: Das, was wir jetzt nicht einsparen, fällt den späteren Generationen zur Last. – Gleiches Prinzip, bitte einfach nur anwenden. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Rosenkranz: Dann wundere ich mich, warum die Opposition immer alles evaluieren will!
Solche Subventionen hätten durch die Klima- und Energiestrategie angepasst werden sollen, auch das steht im Regierungsprogramm. Ich sage „hätten sollen“, denn offensichtlich war das einer der Punkte, die der Öllobby Unbehagen bereitet haben, und nun ist von Evaluierung die Rede. Als gelernte Österreicherin weiß ich ganz genau, was das bedeutet, das bedeutet: Schauen wir einmal!, und ändern tut sich nichts – und so weiter, die Zeit reicht nicht aus für die Kritik. (Abg. Rosenkranz: Dann wundere ich mich, warum die Opposition immer alles evaluieren will!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Um nicht eines Tages wie die Dinosaurier auszusterben, muss diese Partei von der Dinosaurierpartei zur Menschenpartei werden (Zwischenruf des Abg. Neubauer), zur echten sozialen Volkspartei. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Um nicht eines Tages wie die Dinosaurier auszusterben, muss diese Partei von der Dinosaurierpartei zur Menschenpartei werden (Zwischenruf des Abg. Neubauer), zur echten sozialen Volkspartei. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf der Abg. Winzig
Und bedenken Sie (Zwischenruf der Abg. Winzig): Auch die Dinosaurier waren einmal groß, mächtig und scheinbar unbezwingbar. (Abg. Neubauer: Und grün! – Abg. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das weiß man nicht!)
Abg. Neubauer: Und grün! – Abg. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das weiß man nicht!
Und bedenken Sie (Zwischenruf der Abg. Winzig): Auch die Dinosaurier waren einmal groß, mächtig und scheinbar unbezwingbar. (Abg. Neubauer: Und grün! – Abg. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das weiß man nicht!)
Anhaltender Beifall bei der Liste Pilz und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ergreifen Sie die Chance, die sich Ihnen durch die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft, des Ratsvorsitzes eröffnet, um mit einer ambitionierten Klima- und Energiestrategie das Ende des fossilen Zeitalters in Europa einzuleiten. Ich glaube an Sie. Sie sind mutig, mächtig und geschickt genug, um sich gegen die Verschmutzer und die fossilen Lobbymächte durchzusetzen und die lange Tradition der ÖVP-Konzerngesetzgebung zu durchbrechen. Tun Sie es! Glauben Sie an sich, schreiben Sie Geschichte! Ich, Martha Bißmann, die ganze Liste Pilz und unsere Verbündeten in der Bevölkerung und im Parlament helfen Ihnen sehr gerne dabei. (Anhaltender Beifall bei der Liste Pilz und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
wie eine E-Mobilitätsoffensive. Nur mit diesen drei Elementen gemeinsam wird es gelingen, die CO2-Emissionen des Verkehrs um 36 Prozent bis 2030 zu senken. Deshalb habe ich auch die Strategie gemeinsam mit meinem Kollegen Bundesminister Hofer erarbeitet. Ich darf an dieser Stelle ein Dankeschön für die ausgezeichnete Zusammenarbeit aussprechen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Klimaschutz ist eine große Chance für die heimische Wirtschaft. Wir haben klare Stärken insbesondere hinsichtlich erneuerbarer Energie – von der Wasserkraft über Biomasse bis hin zur Wasserstofftechnologie. Auch die E-Mobilität wird verstärkt zum Zugpferd für kleine innovative Unternehmen. In diesem Bereich wollen wir klar Innovationsführer werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sehe die privatwirtschaftlichen Förderungen des Ölkesseltausches überaus kritisch. Gemeinsam mit den Bundesländern erarbeiten wir eine Wärmestrategie, die zum Ziel hat, innerhalb dieser Legislaturperiode eine deutliche Senkung des Energiebedarfs der Gebäude sowie den Ersatz von fossilen durch erneuerbare Energieträger zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich fordere auf EU-Ebene einen europaweiten Mindestpreis für CO2, damit die Erneuerbaren bessere Chancen auf dem Markt haben. Wir haben auch gegen Subventionen für die AKWs Hinkley Point in England und Paks II in Ungarn geklagt, denn auch diese Subventionen verzerren den EU-Energiemarkt und sind deshalb klar abzulehnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend zu diesem Themenkomplex: Ich weise die Vorwürfe der Liste Pilz auf das Schärfste zurück. Diese sind an den Haaren herbeigezogen und am Rande der Verschwörungstheorie. Eine einfache Nachfrage im Ressort hätte genügt, um Klarheit in dieser Sache zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Winzig: Ja, genau!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (PILZ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin, mit diesen Anschuldigungen und dem Vorwurf der Verschwörungstheorie begeben Sie sich in eine Sackgasse. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Winzig: Ja, genau!) Die Frage, welche Anfragen wir stellen und welche Dringlichen Anfragen wir wann einbringen, Frau Bundesministerin, entscheiden immer noch wir und nicht Sie! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Eh!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Eh!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (PILZ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin, mit diesen Anschuldigungen und dem Vorwurf der Verschwörungstheorie begeben Sie sich in eine Sackgasse. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Winzig: Ja, genau!) Die Frage, welche Anfragen wir stellen und welche Dringlichen Anfragen wir wann einbringen, Frau Bundesministerin, entscheiden immer noch wir und nicht Sie! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Eh!)
Abg. Hafenecker: Haben Sie überhaupt schon einen Klubobmann? – Abg. Rosenkranz: Das war ein Kompliment! Sie haben gut von Ihrem Spiritus Rector gelernt!
Wenn es darum geht, Frau Bundesministerin, dass Sie uns Verschwörungstheorien vorwerfen (Abg. Hafenecker: Haben Sie überhaupt schon einen Klubobmann? – Abg. Rosenkranz: Das war ein Kompliment! Sie haben gut von Ihrem Spiritus Rector gelernt!) – hören Sie mir bitte zu! –, so kann ich Ihnen nur sagen: Sie sind es, Frau Bundesministerin, die diese Verschwörungstheorien befeuert, weil Sie die Öffentlichkeit darüber nicht aufgeklärt haben! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn es darum geht, Frau Bundesministerin, dass Sie uns Verschwörungstheorien vorwerfen (Abg. Hafenecker: Haben Sie überhaupt schon einen Klubobmann? – Abg. Rosenkranz: Das war ein Kompliment! Sie haben gut von Ihrem Spiritus Rector gelernt!) – hören Sie mir bitte zu! –, so kann ich Ihnen nur sagen: Sie sind es, Frau Bundesministerin, die diese Verschwörungstheorien befeuert, weil Sie die Öffentlichkeit darüber nicht aufgeklärt haben! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsache! – Abg. Winzig: Genau! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Es ist also Ihr Versäumnis, und dagegen hilft auch nicht der Vorwurf, den Sie uns gegenüber machen, nämlich wir würden hier Verschwörungstheorien in die Welt setzen. (Abg. Rosenkranz: Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsache! – Abg. Winzig: Genau! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Das ist lächerlich, genauso wie das lächerlich ist, was Sie jetzt sagen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Das ist Peter-Pilz-Tradition!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Das ist Peter-Pilz-Tradition!
Es ist also Ihr Versäumnis, und dagegen hilft auch nicht der Vorwurf, den Sie uns gegenüber machen, nämlich wir würden hier Verschwörungstheorien in die Welt setzen. (Abg. Rosenkranz: Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsache! – Abg. Winzig: Genau! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Das ist lächerlich, genauso wie das lächerlich ist, was Sie jetzt sagen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Das ist Peter-Pilz-Tradition!)
Abg. Rauch: Können Sie nicht lesen?
Frau Bundesministerin! Sie haben hier einige Bekenntnisse abgelegt, das ist ja nett. Ja, natürlich: Klimaschutzabkommen von Paris. Wir wissen ja – und ich kann mich noch gut daran erinnern, ich war dabei, als wir das hier im Hohen Haus ratifiziert haben –, dass seit der Ratifizierung des Abkommens in diesem Haus in Österreich leider nichts passiert ist. Ja, jetzt liegt eine integrierte Klima- und Energiestrategie vor – immerhin –, aber einen wichtigen Meilenstein, wie Sie gesagt haben, Frau Ministerin, sehe ich, ehrlich gesagt, nicht. (Abg. Rauch: Können Sie nicht lesen?)
Abg. Bösch: Das verbindet mich mit Ihnen! – Abg. Rosenkranz: Das ist aber auch das Einzige, was euch verbindet!
Ich bringe Ihnen jetzt ein konkretes Beispiel. Ich bin ja leidenschaftlicher Radfahrer – seit vielen Jahrzehnten im Übrigen –, nicht nur zu Freizeitzwecken, sondern auch in der Stadt und sonst. (Abg. Bösch: Das verbindet mich mit Ihnen! – Abg. Rosenkranz: Das ist aber auch das Einzige, was euch verbindet!) Wenn Sie aber – und das ist ja ein tolles Ziel, das Sie sich da gesetzt haben – den Anteil der Fahrradfahrer verdoppeln wollen, dann müssen Sie aber auch konkrete Maßnahmen setzen, von selbst wird das nicht passieren. Da brauchen wir mehr Fahrradwege, da brauchen wir sicherere Fahrradwege. Da brauchen wir aber in den städtischen Regionen vor allem Schnellverbindungen zwischen der Peripherie und den Zentren. All das gibt es in Österreich nicht – im Gegensatz zu anderen Ländern, wie etwa den Niederlanden oder Dänemark. Wenn Sie das aber erreichen wollen und wenn Sie mehr Menschen auf das Fahrrad bringen wollen, Frau Ministerin, dann müssen Sie mehr Geld oder überhaupt Geld in die Hand nehmen. Ohne Geld wird das nicht gehen! (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Ich bringe Ihnen jetzt ein konkretes Beispiel. Ich bin ja leidenschaftlicher Radfahrer – seit vielen Jahrzehnten im Übrigen –, nicht nur zu Freizeitzwecken, sondern auch in der Stadt und sonst. (Abg. Bösch: Das verbindet mich mit Ihnen! – Abg. Rosenkranz: Das ist aber auch das Einzige, was euch verbindet!) Wenn Sie aber – und das ist ja ein tolles Ziel, das Sie sich da gesetzt haben – den Anteil der Fahrradfahrer verdoppeln wollen, dann müssen Sie aber auch konkrete Maßnahmen setzen, von selbst wird das nicht passieren. Da brauchen wir mehr Fahrradwege, da brauchen wir sicherere Fahrradwege. Da brauchen wir aber in den städtischen Regionen vor allem Schnellverbindungen zwischen der Peripherie und den Zentren. All das gibt es in Österreich nicht – im Gegensatz zu anderen Ländern, wie etwa den Niederlanden oder Dänemark. Wenn Sie das aber erreichen wollen und wenn Sie mehr Menschen auf das Fahrrad bringen wollen, Frau Ministerin, dann müssen Sie mehr Geld oder überhaupt Geld in die Hand nehmen. Ohne Geld wird das nicht gehen! (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Da sind jetzt in der Frage der Energiebereitstellung und Energienutzung Sachen drinnen wie Energieabgabenvergütung für energieintensive Betriebe: 450 Millionen Euro, Herstellerprivileg für die Produzenten von Energieerzeugnissen: über 500 Millionen. Oder nehmen wir einige große Brocken aus dem Verkehrsbereich: Das Dieselprivileg kostet ungefähr 700 Millionen Euro, das ist eine 700-Millionen-Begünstigung. Die Mineralölsteuerbefreiung für Kerosin – das ist ja ein Fossil, das gehört ja längst weg! –: 330 Millionen Euro; die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge: 185 Millionen Euro; das Pendlerpauschale: 560 Millionen. Ich werde gleich noch etwas zu diesem Pendlerpauschale sagen. Ich meine nicht, dass man das abschaffen soll, aber man muss es ändern. Oder die völlig unnötige Begünstigung für die Dienstwagenbesteuerung, das ist ein Privileg für Besserverdienende. Das brauchen wir alles nicht, Frau Bundesministerin, da müssen Sie ansetzen. Einige dieser Subventionen sind wirklich fällig für eine Änderung. Das Dieselprivileg – weg damit! Her mit der Angleichung der Mineralölsteuer von Diesel und Benzin! (Beifall bei der Liste Pilz.) Die MÖSt-Befreiung für Kerosin – weg damit!
Abg. Schmuckenschlager: So ein Blödsinn, was Sie da sagen! – Abg. Haider: Erklären Sie das einmal einem Pendler!
Das Pendlerpauschale braucht dringend eine Reform. Wir wissen ja, dass dieses Pendlerpauschale nichts anderes ist als ein Zersiedelungspauschale, das extrem hohe Folgekosten nach sich zieht. (Abg. Schmuckenschlager: So ein Blödsinn, was Sie da sagen! – Abg. Haider: Erklären Sie das einmal einem Pendler!) Wenn wir hier etwas ändern wollen, dann brauchen wir eine Anrechenbarkeit, die schrittweise dahin geht, den privaten Verkehr zu beschränken.
Beifall bei der Liste Pilz.
der Ökologisierung und in der Frage der Bekämpfung der Klimaschäden nicht weiterkommen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Ruf bei der FPÖ: Dabei hätten Sie bleiben sollen!
Natürlich geht es nicht darum, neue Steuern einzuführen und dadurch die Steuerquote anzuheben, nein, es geht darum, gleichzeitig das, was an höheren Steuern hereinkommt, wieder an die Unternehmen und an die privaten Haushalte zurückzugeben, in sozial verträglicher Form. Das Ganze nennt sich ökosoziale Steuerreform. Ich habe das, als ich noch bei den Grünen war, über viele, viele Jahre vertreten. (Ruf bei der FPÖ: Dabei hätten Sie bleiben sollen!) Noch bevor ich in die Politik gegangen bin, habe ich viele Publikationen dazu verfasst. Was aber tun Sie in dieser Frage gemeinsam mit der FPÖ? – Sie vertreten Industrieinteressen. Da steht Ihnen wahrscheinlich der Herr Eder von der Voestalpine im Weg. Da steht Ihnen wahrscheinlich auch die OMV im Weg, aber so werden Sie in der Frage des Klimawandels nicht weiterkommen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Natürlich geht es nicht darum, neue Steuern einzuführen und dadurch die Steuerquote anzuheben, nein, es geht darum, gleichzeitig das, was an höheren Steuern hereinkommt, wieder an die Unternehmen und an die privaten Haushalte zurückzugeben, in sozial verträglicher Form. Das Ganze nennt sich ökosoziale Steuerreform. Ich habe das, als ich noch bei den Grünen war, über viele, viele Jahre vertreten. (Ruf bei der FPÖ: Dabei hätten Sie bleiben sollen!) Noch bevor ich in die Politik gegangen bin, habe ich viele Publikationen dazu verfasst. Was aber tun Sie in dieser Frage gemeinsam mit der FPÖ? – Sie vertreten Industrieinteressen. Da steht Ihnen wahrscheinlich der Herr Eder von der Voestalpine im Weg. Da steht Ihnen wahrscheinlich auch die OMV im Weg, aber so werden Sie in der Frage des Klimawandels nicht weiterkommen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Anhaltender Beifall bei der Liste Pilz.
Hier braucht es, Frau Bundesministerin, ein Umdenken. Also werfen Sie nicht uns die Notwendigkeit des Umdenkens vor, sondern bitte denken Sie um! Dann nämlich wird es und könnte es tatsächlich gelingen, endlich eine ökosoziale Steuerreform zu machen, die nicht das Wort kleckern, sondern das Wort klotzen verdient. Mit einer ökosozialen Steuerreform, die klotzt, können wir auch in der Klimafrage einen Schritt weiterkommen – einen bedeutsamen Schritt. Ergreifen Sie diese Chance, Frau Bundesministerin! – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zinggl.
Die Frau Bundesminister hat vorhin darauf hingewiesen, dass es diese Dringliche Anfrage nicht gebraucht hätte, um an diese Informationen heranzukommen. Das zeigt, dass wir mit Informationen nicht hinterm Berg wollen, sondern dass wir das alles sehr transparent darstellen und dass Sie das alles mit einfachen Anfragen im Ressort längst hätten bekommen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zinggl.)
Abg. Rossmann: Welche Seite?
Auch das steht drinnen (Abg. Rossmann: Welche Seite?) – wenn Sie sich die Mühe machen würden, diese Informationen auch zu lesen. (Abg. Bißmann: ... Budget! ... steht zu wenig drin!)
Abg. Bißmann: ... Budget! ... steht zu wenig drin!
Auch das steht drinnen (Abg. Rossmann: Welche Seite?) – wenn Sie sich die Mühe machen würden, diese Informationen auch zu lesen. (Abg. Bißmann: ... Budget! ... steht zu wenig drin!)
Zwischenruf der Abg. Bißmann.
Auf Seite 53 Leuchtturm 6: „100.000-Dächer Photovoltaik und Kleinspeicher-Pro- gramm [...]; Eigenstromsteuer streichen“ – auch das ist etwas Steuerwirksames – und „Beseitigung von Investitionshindernissen im Wohn- und Anlagenrecht“, denn wir sind hier in einer Materie, die auch in viele andere Bereiche hineingeht. (Zwischenruf der Abg. Bißmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte mich aber dafür bedanken, dass beide Minister – auch der Verkehrsminister – heute hier sind, denn das zeigt die Wertigkeit von Klima- und Umweltpolitik in dieser Regierung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Er kann ja nicht die ganze Zeit hier sein!
Abgeordneter Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Umweltministerin! Herr Verkehrsminister! Der eigentliche De-facto-Umweltminister hat leider den Saal schon verlassen, nämlich der Herr Finanzminister, der fehlt uns heute in dieser Debatte; es wäre schön gewesen, auch ihn heute hier zu haben. (Ruf bei der FPÖ: Er kann ja nicht die ganze Zeit hier sein!)
Abg. Rauch: Das Ministeriengesetz sollte man kennen mittlerweile!
Zum Thema Finanzierung drängt sich einem der Eindruck auf, dass die integrierte Klima- und Energiestrategie als eine Art Schleichwerbung für eine Haushaltskonsolidierung und dauerhafte Senkung des Schuldenstandes missbraucht wird. Abgesehen davon, dass nach einer ersten Grobanalyse des Budgets keine zentralen Energie- und Klimaschutzmaßnahmen im Doppelbudget zu finden sind – darüber werden wir auch morgen noch sprechen –, stagniert das Budget für die thermische Sanierung und die Budgetierung des Klima- und Energiefonds. Klimapolitische Maßnahmen können nur gesetzt werden, wenn das Finanzministerium und damit der eigentliche Umweltminister dem zustimmt. Das heißt, de facto machen nicht mehr die Fachministerien Klimapolitik, sondern das Finanzministerium, und dieses hat ordentlich den Rotstift angesetzt. (Abg. Rauch: Das Ministeriengesetz sollte man kennen mittlerweile!)
Beifall bei der SPÖ.
Fazit: Die meisten Themenfelder außer dem Verkehr sind äußerst allgemein gehalten, nicht so konkret formuliert, um später auch festmachen zu können, wo Erfolge erzielt wurden und wo nicht. Es fehlt wie immer eine strukturierte Vorgangsweise, bei der man auch nachvollziehen kann, wie die Maßnahmenpakete zu den Zielen passen. So, wie sie jetzt vorliegt, kann man die Strategie kaum beurteilen und schon gar nicht monitoren. Zudem fehlt jeglicher budgetäre Spielraum, um tatsächlich Klimaschutzmaßnahmen zu setzen. Wie bereits einmal gesagt: Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rossmann: Und das Budget gibt den Rahmen des Möglichen vor! Das gilt auch für den Verkehr!
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Kurz replizierend auf die Ausführungen des Kollegen Feichtinger: An der Motivation deiner Rede hat man auf der einen Seite schon gemerkt, wie intensiv und wie wichtig du dieses Thema nimmst. Auf der anderen Seite ist sie mir ein bisschen wie eine die vergangene Bundesregierung betreffende Reflektion vorgekommen, denn das Ministeriengesetz besagt explizit, wer für welchen Bereich zuständig ist, und das ist nicht der Finanzminister – für alle Ewigkeit. Das ist im Umweltbereich die zuständige Frau Bundesministerin. (Abg. Rossmann: Und das Budget gibt den Rahmen des Möglichen vor! Das gilt auch für den Verkehr!)
Abg. Haider: Wie früher die Grünen!
Okay, kommen wir zur Dringlichen: Liebe Frau Bißmann, Sie haben sich redlich bemüht, diese Klima- und Umweltstrategie zu zerlegen und das zum Besten zu geben. Im Endeffekt fällt aber auf, dass Ihr eigener Klub sich mit dem Abgang Ihres Klubobmanns zerlegt. Und dann kommt Herr Oberlehrer Rossmann heraus und präsentiert uns, wie super, wie toll und wie oberlehrerhaft sich die Liste Pilz in diesem Haus bewegt. (Abg. Haider: Wie früher die Grünen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Also ganz ehrlich: Bleiben wir bei den Hausaufgaben! Sie hätten die Chance gehabt, eine Anfrage an die Frau Bundesminister zu richten, wie das üblich ist, und die hätten Sie dann auch nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet bekommen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Ja, das ist gut! – Abg. Kassegger: Das hilft sehr!
Wir haben die Ziele. Gehen wir auf die Ziele ein! 36 Prozent weniger CO2 in den nächsten Jahren bis 2030, Strom soll bis 2030 fast zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen. Beim Gesamtenergiebedarf soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger, derzeit bei 35 Prozent, auf 45 bis 50 Prozent gesteigert werden. Die Erzeugung von Wärme soll bis 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie kommen. Das alles ist nachzulesen im Papier zur Klima- und Energiestrategie. Und Sie tun so, als ob das alles von der Hand zu weisen wäre. Ich bitte Sie schon: Bitte lesen, sinnerfassend lesen, und dann auch dementsprechend wiedergeben! (Abg. Rosenkranz: Ja, das ist gut! – Abg. Kassegger: Das hilft sehr!) Das wäre ein Wunschziel von uns, richtig, ja.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich bin davon überzeugt: Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg. Ich bedanke mich bei beiden Ministern und bei beiden Regierungsparteien für die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema, und es freut mich, dass wir ein solch gutes Papier auf den Weg gebracht haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Strolz: Das trifft es sehr gut!
Was wir erwartet hätten, wenn eine Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels, die integrierte Energie- und Klimastrategie vorgestellt wird, ist ein sehr konkreter Zeitplan, wie man in den einzelnen Jahren bis 2050 auch tatsächlich den Ausstieg schaffen will. Warum wurde das nicht gemacht? – Weil diese Regierung keine Verantwortung übernehmen will! Immer dann, wenn es darum geht, dass man konkrete Antworten sucht, macht es jedes einzelne Regierungsmitglied wie Sebastian Kurz: Man versteht alles, man erklärt alles, aber man gibt keine konkrete Antwort. Ähnlich verhält es sich auch mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Strolz: Das trifft es sehr gut!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir müssen lernen, in der Politik die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Visionen wieder zur Realität werden. Wir müssen es auch schaffen, es in unserem Land tatsächlich wieder zuzulassen, dass wir breiter denken als einfach nur im Alltagstrott. Lassen Sie uns gemeinsam wirklich in die Zukunft marschieren und nicht nur Marketingsprüche klopfen! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger – am Rand der FPÖ-Sitzreihen stehend –: Er redet mit dem Umweltsprecher ...!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Feichtinger – wo ist er? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger – am Rand der FPÖ-Sitzreihen stehend –: Er redet mit dem Umweltsprecher ...!) – Ah, sehr gut! Schön, dass Sie zuhören. Auf Tirolerisch sagt man: Der Neid ist ein Luder! Ich glaube, es muss Sie sehr ärgern, dass diese neue Bundesregierung binnen nur drei Monaten eine sehr ambitionierte Klima- und Energiestrategie in den Diskussionsprozess geschickt hat, etwas, was wir mit dem neuen Koalitionspartner innerhalb weniger Wochen zustande gebracht haben – was wir mit Ihnen über Jahre hinweg nicht zustande gebracht haben! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Feichtinger – wo ist er? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger – am Rand der FPÖ-Sitzreihen stehend –: Er redet mit dem Umweltsprecher ...!) – Ah, sehr gut! Schön, dass Sie zuhören. Auf Tirolerisch sagt man: Der Neid ist ein Luder! Ich glaube, es muss Sie sehr ärgern, dass diese neue Bundesregierung binnen nur drei Monaten eine sehr ambitionierte Klima- und Energiestrategie in den Diskussionsprozess geschickt hat, etwas, was wir mit dem neuen Koalitionspartner innerhalb weniger Wochen zustande gebracht haben – was wir mit Ihnen über Jahre hinweg nicht zustande gebracht haben! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das Zweite ist die wahre und erhellende Feststellung der Kollegin Duzdar, die gemeint hat, dass diese Bundesregierung richtigerweise nicht am Menschen spart, sondern am System. Ich finde es sehr erfrischend, dass Frau Duzdar während der Rede offenbar klüger geworden ist. Auch lade ich ein beziehungsweise ersuche ich die Kollegin Duzdar, dass sie mit anderen SPÖ-Kollegen spricht, damit sie am Ende des Tages, am Donnerstag, dann doch noch zustimmen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, wenn ich zu einem Ende komme, dann muss ich feststellen, dass die Klimapolitik der schwarz-blauen Regierung – egal, ob im In- oder auch mit Effekten im Ausland betrachtet – ein ziemliches Trauerspiel ist. Sie sind angetreten, diese schwarz-blaue Regierung ist angetreten und hat uns Leuchttürme angekündigt, und das Einzige, was übrig geblieben ist, sind glimmende Grablichter. Mit diesen glimmenden Grablichtern werden wir das Klima nicht retten. Das ist ziemlich traurig und alarmierend, denn es geht um unsere Zukunft, und es geht um die Zukunft vieler weiterer Generationen, die menschengerecht und menschenwürdig leben sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bayr: Davon sind wir sehr weit entfernt ...!
retten oder das Klima zu retten, sondern in dem Zusammenhang - - (Abg. Bayr: Davon sind wir sehr weit entfernt ...!) – Na ja, das schaffen wir auch nicht. Aber was wir schaffen, ist, für die Republik Österreich, eingebettet in den europäischen Rechtsrahmen und in die europäischen Verpflichtungen, eine Klima- und Energiepolitik zu machen, die zukunftsorientiert und gut ist. Das schaffen wir.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ganz im Gegenteil, wir sind in vielen, vielen Bereichen sehr, sehr gut unterwegs, sehr, sehr gut aufgestellt. Wir sind in manchen Bereichen – gut, da kommt uns natürlich auch die Topografie bis zu einem gewissen Grad zu Hilfe – sogar Musterschüler, etwa im Bereich des Anteils der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch. Da sind wir ja schon weit über den Zielen, die die Europäische Union für 2030 vorgibt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Man kann jetzt natürlich alles krankreden, man kann aber auch, wie gesagt, die Kirche im Dorf lassen. Was sind die Fakten? – Eine integrierte Klima- und Energiestrategie liegt vor, und ich möchte darauf hinweisen, dass das ein einmaliges Ereignis in dieser Republik ist. Diese Bundesregierung hat es geschafft, erstmalig so ein Dokument, so eine Strategie überhaupt vorzulegen. Das ist durchaus auch eine positive Erwähnung wert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Auch da gilt: eine vernünftige Fortsetzung des Ökostromgesetzes mit der letzten Novelle. Wir werden in dieser Regierungsperiode das Ganze völlig neu aufstellen. Das ist auch Bestandteil der Regierungsvereinbarung, nämlich das Energiegesetz Neu mit modernen Zugängen, auch mehr Belohnung von netzkonformem Verhalten zum Beispiel – das ist auch ein Riesenproblem –, mehr marktorientierten Zugängen. Das wird unter anderem in dem Energiegesetz, das für diese Bundesregierung noch auf der Tagesordnung steht, beschlossen werden und umgesetzt werden. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Aber es ist so – und ich ergreife jetzt Partei für die Liste –, dass das einfach auch peinlich ist für Sie, wenn Sie denen Verschwörungstheorien vorwerfen. Das halte ich nicht für gut. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.
Diese Strategie – insgesamt sind es 63 Seiten, aber mit nur 59 Seiten Inhalt; wenn ich die Vorwörter auch noch abziehe, dann sind es 51 – reicht höchstens für einen Marketingwettbewerb bei der „Spatzenpost“, aber für nichts anderes. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.) Also ich als Unternehmer kann es, wenn ich solch eine Strategie vorlege, vielleicht mit ein paar Absichtserklärungen und Sollen und Wollen, aber keine Ziele definiere, keine klaren Ziele definiere und vor allem keine Tools: Wie setze ich es um?, nicht ernst meinen. So können Sie auch nicht ernst meinen, dass das alles sein kann, wenn es um eines der gesellschaftspolitisch wichtigsten Themen für die Zukunft, für die nächste Generation geht.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Es geht um den Klimawandel. – Gut, bei der FPÖ gibt es einige, die noch immer nicht glauben, dass es diesen gibt; aber die glauben auch an Aluhütchen und sonst irgendwelche Dinge. Aber bei Ihnen geht es um Nachhaltigkeit, Frau Minister, da geht es um die nächste Generation. Und das kann nicht das Instrument zur Zielerreichung sein (Zwischenrufe bei der FPÖ), wenn es um eine Energiestrategie geht.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir müssen schauen – und jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten –, wie wir uns für die nächste Generation besser verhalten. Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten. Auch Sie könnten einen Beitrag dazu leisten, wenn Sie nicht nur an Ihre Interessen denken würden, sondern an die nächste Generation. Das ist Ihre Aufgabe in der Politik, darum geht es hier! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie ist es denn jetzt? – Wenn der Herr Vizekanzler vielleicht ein größeres Auto hat, dann denkt er sich: Ja, ich muss am Anfang ein bisschen mehr NoVA zahlen! Aber wie wäre es, wenn er sich denken müsste: Wenn ich jetzt ein größeres Auto habe, das mehr Benzin verbraucht, dann muss ich für eine höhere CO2-Besteuerung aufkommen!? Dann kann er von mir aus ein größeres Auto haben, aber dann muss er dafür auch mehr zahlen. Nur so können wir lenken, nur so können wir von unseren großen Emissionen weg und hin zu einem bewussten Umgang mit der Natur kommen. Solange wir das nicht haben, Frau Minister, nützt auch Ihr inhaltsleeres Strategiepapierl (das Exemplar der Klima- und Energiestrategie zeigend) nichts. Das eignet sich höchstens für den Werbepreis der „Spatzenpost“ und für sonst nichts. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schellhorn: Ich kämpfe immer!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kurz replizierend auf den wahlkämpfenden Sepp Schellhorn (Abg. Schellhorn: Ich kämpfe immer!): erstens, weil du vorhin gemeint hast, es seien keine Ziele definiert: Da schlage ich gleich einmal die Seite 6 auf. Da steht: Österreich bekennt sich zu den Klimazielen, und so weiter und so fort. Und: „Österreich wird seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 36 % gegenüber 2005 reduzieren.“
Beifall bei der ÖVP.
Also die Kritik ist, glaube ich, nicht zu teilen. Wir haben hier noch etliche Exemplare der Klima- und Energiestrategie, und ich lade Sie, dich, euch, alle ein, sich ein Exemplar zu nehmen und das wirklich einmal genau durchzulesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich wiederhole: Das (ein Exemplar der Klima- und Energiestrategie zeigend) ist eine Strategie. Es ist ein wirklich guter Entwurf. Ich lade Sie noch einmal ein: Nehmen Sie an der Diskussion teil! Es gibt ja die Aufforderung, auch durch die Frau Bundesministerin, hier wirklich aktiv mitzutun, sodass wir im Juni ein Programm haben, mit dem wir in die Zukunft gehen und diese Ziele auch wirklich gemeinsam erreichen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Martin Graf: Warum gehen Sie mit dem Kern so ins Gericht?
Ich kann es nur bestätigen – ich merke das seit 130 Tagen –: Es geht hier immer um Ankündigungspolitik. Es geht immer um Marketingblasen, um Worthülsen und nie um etwas Konkretes. (Abg. Martin Graf: Warum gehen Sie mit dem Kern so ins Gericht?) Ich meine jedoch, dass es gerade in der Auseinandersetzung mit dem Klima darum geht, konkret zu sein.
Beifall bei der SPÖ.
nicht weg, sie haben keine Möglichkeit, ihre Freiheit zu leben. Da sollte man sich noch einmal hinsetzen und nachdenken. Auch Leistbarkeit muss ein Thema sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Was in den Diskussionen und auch in den Strategien, die entwickelt werden, viel zu kurz kommt, ist die Nutzung des Raums. Die UNO hat das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt, um darauf aufmerksam zu machen, wie groß der Verbrauch an nutzbarer Fläche ist. Österreich ist da weit vorn. 2,4 Prozent des Bodens in Österreich sind bereits durch Verkehrswege, Straßen, Eisenbahnlinien und auch Parkplätze verbaut. Jeden Tag werden mehr als 40 Hektar versiegelt (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) oder mehr als 20 Hektar versiegelt, und zwar für Siedlungen, Einkaufszentren, Straßen und Verkehrswege.
Abg. Prinz: Sie können aber nicht ...!
Das heißt, dass das Ackerland, dass der Erholungsraum, der zur Verfügung steht, immer weniger wird. Daher braucht es eine vernünftige Raumplanung, denn Raum schafft Verkehr. Wenn Sie in Österreich durchs Land fahren, dann sehen Sie, wie zersiedelt alles ist, dass es Häuser auf der grünen Wiese gibt, dass da Strukturen geschaffen werden müssen, dass man Verkehrswege braucht, dass Leute zur Arbeit pendeln müssen. Da muss man etwas tun. (Abg. Prinz: Sie können aber nicht ...!)
Beifall bei den NEOS.
Zum Schluss noch eine Bemerkung: Diese viel gerühmten Leuchtturmprojekte werden Sie nur dann zum Leuchten bringen, wenn genügend Strom, sprich Geld vorhanden ist, und das fehlt derzeit im Budget. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die erste ist: Wir haben erstmals – und das ist bitte schön für die Republik zum ersten Mal der Fall – eine integrierte Klima- und Energiestrategie. So etwas gab es noch nie – und wir haben diese bereits nach den ersten 100 Tagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die zweite gute Nachricht ist folgende: Das Budget für die Klima- und Umweltpolitik wurde nicht gekürzt. Andere Bereiche mussten Kürzungen hinnehmen. In diesem Bereich wurde das nicht getan, was zeigt, wie wichtig Klima- und Energiepolitik für Österreich und für diese Regierung ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
All das wurde gesagt. Ich glaube, es ist nicht gut, saubere Umweltpolitik in den Schmutz zu ziehen. Warum alles schlecht finden, nur weil es von der Regierung kommt? – Das finde ich persönlich unlogisch und auch nicht produktiv. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Damit der Umweltschutz nicht oberflächlich bleibt, braucht es – und dann nennt er drei Punkte – eine Veränderung vom Konsum zur Bescheidenheit, von der Habgier zur Freigebigkeit und von der Verschwendung zum Teilen. – Zitatende. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Höbart.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Regierungskollegen (auf die leeren Plätze auf der Regierungsbank weisend) haben Sie ja anscheinend im Stich gelassen. Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen, sofern Sie noch nicht weggeschaltet haben! Herr Kollege Lettenbichler, ich muss noch eine Anmerkung zu Ihnen machen – ich weiß jetzt gar nicht, ob Kollege Lettenbichler im Saal ist, aber ich mache sie trotzdem –, weil Sie sich über die Fotomontage so lustig gemacht haben. Ich finde es alles andere als lustig, dass im Umfeld eines Bundeskanzlers oder möglicherweise sogar im Auftrag eines Bundeskanzlers – man weiß es ja nicht – unter dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht, Fotos manipuliert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Höbart.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich finde es alles andere als lustig und ich finde es alles andere als in Ordnung, dass man da nur so drüberstreift. Wenn jemand schon Fotos deswegen manipuliert, nur weil ihm der Hintergrund nicht passt, dann möchte ich gar nicht darüber nachdenken, was er bereit ist, sonst noch zu tun, wenn ihm das eine oder andere nicht passt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Rufe bei der ÖVP: Die SPÖ!
Frau Ministerin! Ich habe auch etwas den Eindruck, dass Sie mit Herrn Kurz – das ist heute von anderen Rednerinnen und Rednern ebenfalls schon gesagt worden – so einen Wettbewerb veranstalten, nämlich: Wer kann am längsten reden und am wenigsten sagen? (Rufe bei der ÖVP: Die SPÖ!) Momentan führen Sie, was Sprechblasen, Worthülsen und Ankündigungen betrifft, aber das liegt wohl daran, dass sich der Kanzler ja eher dem Schweigen verschrieben hat.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Bei der thermischen Sanierung – das werden Sie ohnehin wissen – ist es minus 1 Million Euro, die Umweltförderung im Inland wird von 56,7 Millionen auf 44,6 Millionen Euro gekürzt. Ich möchte nur sagen, das Körberlgeld des Bundeskanzlers im Budget ist mittlerweile höher als die Umweltförderung im Inland. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) Das sollte man vielleicht auch einmal anmerken. Und so zieht sich das in Wirklichkeit wie ein roter Faden durch.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Kollross –: Wenn ich mir das so anschaue, isst er auch gern Schweinshaxen!
Deshalb sage ich etwas, von dem ich glaube, dass es wert ist, darüber nachzudenken und zu diskutieren: Ich glaube, es wäre sinnvoll, wenn wir Ihr Ministerium wieder teilen. Und wenn Sie Landwirtschaftsministerin bleiben, können Sie gerne Schweinshaxen nach China verkaufen, aber ich denke, Sie würden der österreichischen Umwelt einen guten Dienst erweisen, wenn Sie das Umweltressort sein ließen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Kollross –: Wenn ich mir das so anschaue, isst er auch gern Schweinshaxen!)
Abg. Prinz – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bißmann –: Ihre Zeit ist abgelaufen!
Damit ist dazu niemand mehr zu Wort gemeldet. Die Debatte über die Dringliche Anfrage ist geschlossen. (Abg. Prinz – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bißmann –: Ihre Zeit ist abgelaufen!)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Steger.
In einem anderen Bereich, der Medienpolitik, hat Herr Minister Blümel längst schon aufgegeben. Beim ORF führt sich die FPÖ auf, dass einem das Grausen kommt. Das muss ich wirklich sagen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Steger.) – Ja, sprechen Sie nur! Dass gerade Sie sich dazu melden, ist ein bisschen ungustiös, möchte ich sagen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist so, dass die FPÖ unabhängige Journalisten je nach Gusto kündigen will, während Sie die Öffentlichkeit glauben lassen oder Herr Minister Blümel die Öffentlichkeit glauben lässt, mit einer zweitägigen Enquete für den ORF sei wieder alles geregelt, und man streichelt ein bisschen das Volk. – Nein, das ist nicht so! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
In einem anderen Bereich, der Medienpolitik, hat Herr Minister Blümel längst schon aufgegeben. Beim ORF führt sich die FPÖ auf, dass einem das Grausen kommt. Das muss ich wirklich sagen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Steger.) – Ja, sprechen Sie nur! Dass gerade Sie sich dazu melden, ist ein bisschen ungustiös, möchte ich sagen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist so, dass die FPÖ unabhängige Journalisten je nach Gusto kündigen will, während Sie die Öffentlichkeit glauben lassen oder Herr Minister Blümel die Öffentlichkeit glauben lässt, mit einer zweitägigen Enquete für den ORF sei wieder alles geregelt, und man streichelt ein bisschen das Volk. – Nein, das ist nicht so! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.
In einem anderen Bereich, der Medienpolitik, hat Herr Minister Blümel längst schon aufgegeben. Beim ORF führt sich die FPÖ auf, dass einem das Grausen kommt. Das muss ich wirklich sagen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Steger.) – Ja, sprechen Sie nur! Dass gerade Sie sich dazu melden, ist ein bisschen ungustiös, möchte ich sagen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist so, dass die FPÖ unabhängige Journalisten je nach Gusto kündigen will, während Sie die Öffentlichkeit glauben lassen oder Herr Minister Blümel die Öffentlichkeit glauben lässt, mit einer zweitägigen Enquete für den ORF sei wieder alles geregelt, und man streichelt ein bisschen das Volk. – Nein, das ist nicht so! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Zwischenruf der Abg. Steger.
Ihr Parteichef Vizekanzler Strache spricht immer wieder gerne von der Freiheit der Kunst, postet gleichzeitig eine Austrofaschismushymne und stellt dann den ORF als Verbreitungsort der Lügen dar – so kann es in diesem Land nicht sein! So wird es auch nicht sein, und dafür muss die Opposition auch Sorge tragen. So schaut ein Kulturbudget nicht aus! (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Steger: Objektivität!
Darauf hat man sich nicht mehr eingelassen, lieber überlässt die ÖVP die Medienpolitik der FPÖ (Abg. Steger: Objektivität!), und die versucht, den ORF zu zerstören. Das haben Sie vor, und das ist bedenklich! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Drozda.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Drozda.
Darauf hat man sich nicht mehr eingelassen, lieber überlässt die ÖVP die Medienpolitik der FPÖ (Abg. Steger: Objektivität!), und die versucht, den ORF zu zerstören. Das haben Sie vor, und das ist bedenklich! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Drozda.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist der Einzige, der redet!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gemeldet ist nun Herr Abgeordneter Klubobmann Dr. Walter Rosenkranz. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Das ist der Einzige, der redet!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker, Scherak und Strolz.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätztes Mitglied der Bundesregierung! Ich glaube, Kollege Schellhorn ist jetzt durch den Wahlkampf ein wenig angestrengt gewesen, es war oft sehr schwierig, ihm bei der Unterscheidung zwischen Medienpolitik und Kulturpolitik zu folgen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker, Scherak und Strolz.) Wir waren jetzt bei der Kulturpolitik, er hat aber zum Schluss gesagt, der ORF sei jetzt wieder das Problem. Wir sind jetzt einmal bei der Kulturpolitik!
Abg. Drozda: Hier!
Kulturpolitik: Herr Drozda hat gesagt, die Beträge (Abg. Drozda: Hier!) – ja, ich sehe Sie, den Ausruf brauchen wir gar nicht! –, das Kulturbudget sei gestiegen, es gebe mehr Geld. Was haben wir zu Beginn, als klar war, dass es zu einer schwarz/türkis-blauen Koalition kommen, wird, an Unkenrufen der Kulturschaffenden gehört: Um Gottes willen, jetzt wird die Kulturnation zusammenbrechen! Es wird kein Geld mehr für die Künstler geben! Da wird jetzt noch und nöcher gestrichen! Das Furchtbarste überhaupt wird passieren! – Und was gibt es jetzt auf einmal? – Mehr Geld für Kunst und Kultur in diesem Doppelbudget. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Kulturpolitik: Herr Drozda hat gesagt, die Beträge (Abg. Drozda: Hier!) – ja, ich sehe Sie, den Ausruf brauchen wir gar nicht! –, das Kulturbudget sei gestiegen, es gebe mehr Geld. Was haben wir zu Beginn, als klar war, dass es zu einer schwarz/türkis-blauen Koalition kommen, wird, an Unkenrufen der Kulturschaffenden gehört: Um Gottes willen, jetzt wird die Kulturnation zusammenbrechen! Es wird kein Geld mehr für die Künstler geben! Da wird jetzt noch und nöcher gestrichen! Das Furchtbarste überhaupt wird passieren! – Und was gibt es jetzt auf einmal? – Mehr Geld für Kunst und Kultur in diesem Doppelbudget. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Drozda: Das ist unter Ihrem ..., Herr Kollege!
Ich hatte bis jetzt immer den Eindruck, es hat genügt, wenn einer gesagt hat: Ich bin Künstler und ein Freund des Herrn Drozda oder des Herrn Zinggl!; und dann war es das auch schon. (Abg. Drozda: Das ist unter Ihrem ..., Herr Kollege!) Wir wollen uns nicht einmischen, wenn es darum geht, was ein Künstler zu tun, zu denken und zu machen hat. Die Freiheit der Kunst hat von der Parteipolitik außen vor gelassen zu werden. Jeder Künstler wird sich in Österreich frei entfalten können, das ist garantiert. (Abg. Drozda: Sie schlagen sich unter Ihrem Wert!) – Keine Sorge!
Abg. Drozda: Sie schlagen sich unter Ihrem Wert!
Ich hatte bis jetzt immer den Eindruck, es hat genügt, wenn einer gesagt hat: Ich bin Künstler und ein Freund des Herrn Drozda oder des Herrn Zinggl!; und dann war es das auch schon. (Abg. Drozda: Das ist unter Ihrem ..., Herr Kollege!) Wir wollen uns nicht einmischen, wenn es darum geht, was ein Künstler zu tun, zu denken und zu machen hat. Die Freiheit der Kunst hat von der Parteipolitik außen vor gelassen zu werden. Jeder Künstler wird sich in Österreich frei entfalten können, das ist garantiert. (Abg. Drozda: Sie schlagen sich unter Ihrem Wert!) – Keine Sorge!
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Eines gefällt mir übrigens auch an der zeitgenössischen Kunst ganz besonders gut: Da – egal, in welchem Bereich – gibt es überhaupt keine schlechten Kunstwerke. Früher hat es große Künstler gegeben, die gesagt haben: Das war jetzt kein großer Wurf von mir, dieses Manuskript, dieses Bild, diese Komposition vernichte ich! – Heute ist jedes Werk großartig, egal, ob das ein großer bedeutender Künstler oder ein kleiner Künstler ist. Das schätze ich an der zeitgenössischen Kunst. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Abg. Drozda: Da haben Sie recht!
beit, sodass man da auch Geld in der Verwaltung sparen kann. Herr Drozda, Sie haben auch schon in diese Richtung gedacht. (Abg. Drozda: Da haben Sie recht!) Vielleicht liegt sogar etwas in einer Lade, aber ich glaube, Ihr Schreibtisch mit dieser Lade ist ausgeräumt worden; das ist unter Umständen ein Problem. Wir werden da aber schon zusammenkommen, keine Frage. (Zwischenruf des Abg. Drozda.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
beit, sodass man da auch Geld in der Verwaltung sparen kann. Herr Drozda, Sie haben auch schon in diese Richtung gedacht. (Abg. Drozda: Da haben Sie recht!) Vielleicht liegt sogar etwas in einer Lade, aber ich glaube, Ihr Schreibtisch mit dieser Lade ist ausgeräumt worden; das ist unter Umständen ein Problem. Wir werden da aber schon zusammenkommen, keine Frage. (Zwischenruf des Abg. Drozda.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Drozda
Vom Kollegen Schellhorn wurde bereits angesprochen, dass man die Linie der Sammeltätigkeiten der einzelnen Häuser unter Umständen ein wenig nachschärfen kann. Diese Institutionen haben Autonomie bekommen, jetzt aber wieder Lenkungseffekte zu machen, birgt ein gewisses Spannungsfeld (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Drozda), aber das muss man im Rahmen der Kulturpolitik entsprechend lösen.
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Kollege Schellhorn hat angesprochen, wie man Private einbezieht, zum Beispiel Steuerbegünstigungen für Sponsoring. Ja, dafür gibt es ganz interessante Dinge, zum Beispiel dafür, wie man auch private Eigentümer denkmalgeschützter Objekte unterstützen kann, denn das sind nämlich diejenigen, die auch über einen reichen Schatz Österreichs verfügen. Ein Altstadtensemble mit denkmalgeschützten Häusern, zu dem Touristen kommen, um sich das anzuschauen, ist ja nicht nur etwas, was in öffentlicher Hand, sondern in Mehrheit in privater Hand ist. Die privaten Eigentümer müssen sich dann denken: Was mache ich eigentlich? Ich muss dieses Haus aufwendigst herrichten, aber wenn ich zum Beispiel vermieten möchte, muss ich die Mietzinsobergrenze, so wie es die SPÖ vorhat, einhalten! – Das wird nicht zusammenpassen. (Zwischenruf des Abg. Drozda.)
Abg. Drozda: Das hat niemand behauptet!
Eines kann ich angesichts dieses Doppelbudgets sagen: Die Kulturnation Österreich wird nicht untergehen (Abg. Drozda: Das hat niemand behauptet!), aller Unkenrufe zum Trotz.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
hängigen Journalisten und so weiter vorkommen –: Die Freiheit der Kunst wird in keiner Weise infrage gestellt! Vielleicht ist die Freiheit des Steuergelds auf der anderen Seite ein wenig beschränkt, aber das ist eine andere Sache. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Ich war beim ersten Mal gar nicht dabei! Ich bin noch gar nicht so lange dabei! Bei Ihnen verschwimmt Zeit und Raum, aber das ist eine Frage des Alters!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (PILZ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Kollege Rosenkranz, es ist jetzt ziemlich genau 20 Jahre her, damals habe ich als damaliger Bundeskurator allen Parlamentsklubs eine Art Lehrgang in Sachen zeitgenössischer Kunst, Kriterien der Beurteilung und so weiter angeboten. Die Freiheitliche Partei hat mich damals eingeladen, ich habe da referiert. Dann war ungefähr zehn, 15 Jahre lang, was dieses Thema betrifft, halbwegs Ruhe. Jetzt geht die Polemisierung gegen zeitgenössische Kunst wieder los. Vielleicht brauchen Sie eine Auffrischungsimpfung. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Ich war beim ersten Mal gar nicht dabei! Ich bin noch gar nicht so lange dabei! Bei Ihnen verschwimmt Zeit und Raum, aber das ist eine Frage des Alters!) – Dann machen wir das für die Jüngeren, die nur mehr Sensibilität für das Alte haben.
Abg. Rosenkranz: So heißt das Sprichwort!
Jetzt komme ich zum Budget für Kunst und Kultur: Da gibt es drei Kriterien, nach denen man das immer beurteilen kann. Erste Frage: Wurde das Budget erhöht oder ist es zumindest der Inflation angepasst worden? – Sie haben gesagt, es ist erhöht worden – ja, um 3 Euro, aber im Wesentlichen ist es konstant. Das heißt, dass es schon fast zynisch ist, das als Erfolg zu feiern, nämlich angesichts der Fixkosten, die wir alle im Kulturbetrieb haben und die dann letztendlich für die Persönlichkeiten, also für die Kunstschaffenden, weniger übrig lassen als zuvor. Das ist nicht wirklich ein Erfolg. Sie haben aber recht: Es hat Befürchtungen gegeben, dass es schlimmer wird. Schauen wir einmal, wie es wird. Wenn es so bleibt, kann man nur sagen: Wir sind mit einem – darf ich das jetzt sagen? – blauen Auge davongekommen! (Abg. Rosenkranz: So heißt das Sprichwort!)
Abg. Rosenkranz: Hat die keinen gewerkschaftlichen Rechtsschutz?
Während auf der einen Seite eine Direktorin sich nicht nur mit dem Gehalt, das höher als jenes des Bundeskanzlers ist – ich weiß, das ist inklusive Prämien, Sonderzulagen, Jubiläumszuwendungen, Pensionen, Sitzungsgeldern und allem Pipapo –, eine goldene Nase verdient, haben wir auf der anderen Seite für die Bundesmuseen noch immer keine Kollektivverträge – seit 17 Jahren nicht. Wenn das eine Betriebsrätin dann aufzeigt und veröffentlicht, wird sie von der Direktorin mit einer Klage bedroht. Der Anwalt der Direktorin wird natürlich von uns, vom Bund, bezahlt, während die arme Betriebsrätin den Anwalt selbst zahlen musste. So spielt sich das ab! (Abg. Rosenkranz: Hat die keinen gewerkschaftlichen Rechtsschutz?) – Na ja, die hat die GÖD als Gewerkschaft. Dazu, glaube ich, habe ich schon in meinem letzten Referat etwas gesagt; aber egal.
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Wenn es nicht Ihre ist, dann wird meine richtig sein! Das ist eigentlich recht gut!
Wir haben die Situation, dass diese Direktorin dann in der Boulevardpresse sagt, da handle es sich offensichtlich um einen Klassenkampf. Jetzt sage ich Ihnen, was der Klassenkampf daran ist: Der Klassenkampf daran ist nämlich, dass in Wirklichkeit von unten nach oben verteilt wird. Somit ist das etwas, was wir in der Kultur genauso sehen wie bei allen anderen Budgets: Die Kleineren werden zermürbt, kriegen immer weniger, müssen schauen, wo sie bleiben – Prekariate und so weiter –, haben natürlich Angst um ihre Zukunft, die Größeren, die schon gut situiert sind, bekommen immer mehr. Ich glaube nicht, dass das eine Politik ist, die ich vertreten kann – vielleicht können Sie das, Herr Kollege Rosenkranz. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Wenn es nicht Ihre ist, dann wird meine richtig sein! Das ist eigentlich recht gut!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch ich bin sehr oft darauf angesprochen worden – fast hämisch darauf angesprochen worden –, dass wohl damit zu rechnen ist, dass diese Regierung gerade im Bereich Kunst und Kultur große Einsparungen vornehmen wird. Eines kann man heute aber auf jeden Fall schon sagen – und das gilt es auch anzuerkennen –: Ich bin wirklich stolz, dass diese Regierung, dass dieser Minister es durchgesetzt hat, dass es da zu keinen Einsparungen gekommen ist, obwohl in den meisten anderen Ressorts Einsparungen vorgenommen wurden. Auch alle Vorredner der Opposition haben das bestätigt und müssen jetzt sozusagen irgendwelche Argumente dafür finden, warum das vielleicht doch nicht so toll ist. Ich finde, es ist toll, es ist eine erfreuliche Entwicklung. Es gilt, der Regierung und dem Bundesminister dafür wirklich Respekt und Anerkennung auszusprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
wichtig ist, ist, dass wir all die offenen Probleme und Sachfragen sehr sachlich und überhaupt nicht parteipolitisch angegangen sind. Es gibt eine ruhige und faire Abwägung der Probleme. Es gibt viele vom Vorgänger, Herrn Drozda, begonnene Initiativen, die aufgenommen und fortgesetzt werden. Nicht alles, was von Ihnen, Herr Drozda, begonnen wurde, ist partout schlecht – im Gegenteil! Der Minister hat es auch immer so gesagt: Wir wollen im besten Sinne nicht Politik in der Kunst- und Kulturszene machen, sondern für diese. Ich glaube, für eine so sachlich orientierte Politik muss man auch Anerkennung aussprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch das Gedenkjahr 2018 nimmt einen wichtigen Teil des Regierungsprogramms ein. Die Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm jedenfalls ein ganz klares Bekenntnis gegen jede Form des Antisemitismus abgegeben und sich ganz klar zu Mitschuld und Verantwortung Österreichs an den Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus bekannt. Ich habe das extra nachrecherchiert: In dieser Form und Klarheit stand es bisher noch in keinem Programm einer österreichischen Bundesregierung. Auch das gilt es einmal anzuerkennen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eines ist mir noch ein wichtiges Anliegen, nämlich das Projekt der Gedenkmauer mit den Namen der Ermordeten in der Zeit des Nationalsozialismus. Ich halte das für einen wichtigen Schritt, ich glaube, dass es für viele Menschen, auch für mich, ein persönliches Anliegen ist, und zwar mit folgender Überlegung: Die Namen der Opfer der Shoa sollen hier angeführt werden, denn jeder Mensch hat einen Namen; das ist ein wichtiger Leitspruch des Gedenkens. Und wir sollten nicht vergessen: Für viele Opfer gibt es heute nicht einmal einen Grabstein, an dem ihrer gedacht werden kann, und das ist gerade in der jüdischen Tradition ein ganz wichtiger Punkt. Ich weiß von vielen Nachkommen von Menschen, die hier ermordet wurden, dass sie nach Wien kommen und eigentlich gar keinen Platz haben, um das Gedenken an ihre Vorfahren hier überhaupt wahrnehmen zu können. In diesem Sinne ist es auch ein Mahnmal für diese Menschen, aber auch für die zukünftigen Generationen, um sicherzustellen, dass so etwas nie mehr wieder passiert. Ich glaube, es ist ein sehr wichtiges Signal dieser Bundesregierung, und auch dafür gebührt dieser Bundesregierung wieder respektvolle Anerkennung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte damit schließen, dass ich davon überzeugt bin, dass wir in den ersten Wochen – es sind ja nur wenige Monate – schon einiges gerade in diesem Bereich in Bewegung gebracht haben. Ich bin auch stolz darauf, dass das gelungen ist, und bin auch sehr optimistisch, dass wir viele weitere tolle Projekte gerade im Bereich Kunst und Kultur voranbringen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
vereint, hält zusammen, schafft Identität und ist Teil dessen, was wir für ein gutes, vitales und nachhaltiges Leben in den Gemeinden brauchen. Aber bitte verstehen wir Kunst und Kultur nicht ausschließlich als Ortsverschönerung oder unterhaltsames Eventprogramm! Gute Kulturpolitik hofft nicht auf billigen Applaus, sondern auf konstruktive und gute Kritik. Und deswegen ist es auch wichtig, dass wir kritische Kulturinitiativen in den Regionen stärken und nicht kaputtsparen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! So, wie der Besuch von Kulturveranstaltungen keine Frage des Geldbörsls sein darf, dürfen es auch Kulturarbeit und Kulturproduktion nicht sein. Es ist unsere Aufgabe als Politikerinnen und Politiker, dafür zu sorgen, dass Künstlerinnen und Künstler abgesichert sind, finanziell abgesichert sind, sozial abgesichert sind, und ich appelliere deshalb an Sie alle: Stellen Sie ausreichend Fördermittel für die freie Szene und für die Kulturinitiativen in den Regionen zur Verfügung! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
dermann erleben kann und nicht nur eine Elite. Als besonders gelungenes Beispiel, glaube ich, kann man hier das Wolkenturm-Projekt aus Niederösterreich erwähnen, auf Schloss Grafenegg, das mittlerweile ein Aushängeschild weit über das Land hinaus geworden ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher an dieser Stelle auch mein Dank allen professionellen Kulturschaffenden, die Gewaltiges leisten, die damit Österreich wirklich in ein positives Licht rücken, aber auch mein großer Dank den vielen Ehrenamtlichen in all unseren Ortschaften, in all unseren Gemeinden, die mit ihrem Engagement auf vielen verschiedenen Ebenen dieses Land so lebenswert machen. Ich denke dabei zum Beispiel an die über 140 000 Mitglieder in unseren österreichischen Blasmusikkapellen, aber auch an jene in den Laientheatern und an all die vielen, vielen anderen, die vor Ort engagiert sind und den Menschen wirklich Tür und Tor in die Welt der Kunst und Kultur öffnen, auch gedanklich, auch emotional, und damit einen ganz großen und wertvollen Beitrag leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erwähnen möchte ich abschließend noch – und das wird in den nächsten Jahren auch ein wichtiger Schritt sein – die Ankündigung von Bundesminister Blümel, dass auch Transparenz in den Bereich dieser Kulturförderungen Einzug halten muss, dass es eine Abstimmung zwischen den einzelnen Institutionen geben und ersichtlich sein muss, wer in Zukunft was mit welchen Mitteln fördert. Und das Zweite, das er ebenfalls angekündigt hat: die Personalkosten, die unter seiner Hoheit sind, in Zukunft genau zu beobachten und hier eine Gehaltspyramide einzuführen, damit wir einen gerechten Ausgleich für alle Kulturschaffenden in diesem Land haben. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das fügt sich stimmig in dieses Gesamtbild des Kulturbudgets ein, das da lautet: Die Dinge laufen lassen, bloß nicht anecken, nichts Neues wagen, keine Richtung vorgeben, in Kulturfragen ratlos sein. Das wird dem Reichtum an österreichischem Kulturleben in Wirklichkeit nicht gerecht, das macht Österreich weder hinsichtlich des Tourismus noch hinsichtlich der Begeisterung neuer Generationen für Kultur reicher. Mit dieser Politik laufen wir Gefahr, dass Österreich als Kulturstätte zunehmend beliebiger, langweiliger und anspruchsloser wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Sehr geehrter Herr Mag. Drozda! Sie haben richtig gesagt, die Zahlen im Kulturbudget sind in Ordnung. Das freut uns sehr. Und Sie haben auch gesagt, dass das Regierungsprogramm sehr ambitioniert ist. Auch das ist der Fall. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Sie können versichert sein, die Regierung wird sich dieses ambitionierte Regierungsprogramm immer als Vorbild nehmen. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Sehr geehrter Herr Mag. Drozda! Sie haben richtig gesagt, die Zahlen im Kulturbudget sind in Ordnung. Das freut uns sehr. Und Sie haben auch gesagt, dass das Regierungsprogramm sehr ambitioniert ist. Auch das ist der Fall. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Sie können versichert sein, die Regierung wird sich dieses ambitionierte Regierungsprogramm immer als Vorbild nehmen. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Abg. Rosenkranz: Ja, natürlich! Steht ja auch im Regierungsprogramm!
Herr Dr. Rosenkranz! Eine kleine Fußnote erlaube ich mir zu dem zu machen, was Sie gesagt haben, nämlich dass man nur vier Sektionen hätte, die man da bedient: Es gibt eigentlich noch eine sozusagen geheime Kulturpolitik, und die geht über die Unterrichtspolitik, über die Schulen. (Abg. Rosenkranz: Ja, natürlich! Steht ja auch im Regierungsprogramm!) Tatsächlich ist es entscheidend, dass in den Schulen wirklich Kulturpolitik für die Jugend gemacht wird. In diesem Bereich gibt es ja auch größere Zahlen, nebenbei gesagt, und das ist auch ein gutes Zeichen für dieses Land, dass man das fördert und fordert.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Zinggl hat gemeint, dass es zu wenig Geld gibt. Das ist schon eine altbekannte Sache. Das Geld haben die Phönizier erfunden, nur: zu wenig. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber die Herausforderung bei dem Ganzen ist: In Gesellschaften mit knappen Gütern entstanden die größten kulturellen Leistungen. Insofern ist es vielleicht gar nicht das Allerbeste, sozusagen jedem das Schlaraffenland zu geben. Die Herausforderungen, die sich für die Künstlerinnen und Künstler dadurch ergeben, sind viel interessanter, das ist wirklich etwas, was man auch bedenken sollte.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Schellhorn hat gemeint, wir, die ÖVP, hätten die Kulturpolitik aufgegeben, alles wurde der FPÖ überlassen. Ich darf es sagen: Der FPÖ ist nichts überlassen. Wissen Sie, wer Kultur macht und wer Kultur hervorbringt? – Die Kulturschaffenden selbst! Die Kulturschaffenden selbst machen das. (Beifall bei der ÖVP.) Wir schaffen die Rahmenbedingungen, dass sie das machen können, und zwar solche Rahmenbedingungen, die ihnen wirklich eine gute Arbeit ermöglichen.
Abg. Noll: Was, fünf Jahre ist die Verzögerung? – Abg. Loacker: Sie planen die Verzögerung schon ein!
Herr Mag. Zinggl! Betrachten Sie zum Beispiel den Raum, in dem wir hier sind! Es war ein Politiker, von dem Verblendete heute noch immer behaupten, er wäre retro bis dorthinaus, es war ein Politiker, der damals Wirtschaftsminister war und gesagt hat: Diesen Raum gestalten wir mit einem modernen Kunstwerk völlig neu aus. Und wir haben heute die Freude, all diese gigantischen Kunstwerke von Josef Mikl hier zu sehen und, nebenbei gesagt, gleichsam auch diese Aura des Raumes, die vielleicht sogar besser ist als dann in fünf Jahren, wenn wir wieder im alten Parlament sein werden (Abg. Noll: Was, fünf Jahre ist die Verzögerung? – Abg. Loacker: Sie planen die Verzögerung schon ein!), genießen zu dürfen und uns in einer stilvollen und der Kulturnation Österreich angemessenen Umgebung auch über die Kultur unterhalten zu können. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Mag. Zinggl! Betrachten Sie zum Beispiel den Raum, in dem wir hier sind! Es war ein Politiker, von dem Verblendete heute noch immer behaupten, er wäre retro bis dorthinaus, es war ein Politiker, der damals Wirtschaftsminister war und gesagt hat: Diesen Raum gestalten wir mit einem modernen Kunstwerk völlig neu aus. Und wir haben heute die Freude, all diese gigantischen Kunstwerke von Josef Mikl hier zu sehen und, nebenbei gesagt, gleichsam auch diese Aura des Raumes, die vielleicht sogar besser ist als dann in fünf Jahren, wenn wir wieder im alten Parlament sein werden (Abg. Noll: Was, fünf Jahre ist die Verzögerung? – Abg. Loacker: Sie planen die Verzögerung schon ein!), genießen zu dürfen und uns in einer stilvollen und der Kulturnation Österreich angemessenen Umgebung auch über die Kultur unterhalten zu können. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Um wie viel?
Wenn wir uns dann die Zahlen für das Jahr 2019 anschauen – wir haben ja ein Doppelbudget vorliegen –, dann stellen wir fest, da kommt es zu einer echten Kürzung des Budgets, und das halte ich für gar nicht günstig für dieses Land. (Abg. Rosenkranz: Um wie viel?) Und dann erklärt Abgeordneter Rosenkranz: Die Kulturnation Österreich wird mit diesem Budget nicht untergehen. – Die wird nicht untergehen, aber dank der Kulturschaffenden, die für dieses Land enorm viel leisten, und dank der Österreicher, die in die Konzerte und Ausstellungen gehen, aber nicht dank dieser Regierung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Aber ich gehe trotzdem auch ins Konzert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Aber ich gehe trotzdem auch ins Konzert!
Wenn wir uns dann die Zahlen für das Jahr 2019 anschauen – wir haben ja ein Doppelbudget vorliegen –, dann stellen wir fest, da kommt es zu einer echten Kürzung des Budgets, und das halte ich für gar nicht günstig für dieses Land. (Abg. Rosenkranz: Um wie viel?) Und dann erklärt Abgeordneter Rosenkranz: Die Kulturnation Österreich wird mit diesem Budget nicht untergehen. – Die wird nicht untergehen, aber dank der Kulturschaffenden, die für dieses Land enorm viel leisten, und dank der Österreicher, die in die Konzerte und Ausstellungen gehen, aber nicht dank dieser Regierung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Aber ich gehe trotzdem auch ins Konzert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Aber es gehören doch die Ziffernnoten abgeschafft, Herr Kollege! Seien Sie nicht so inkonsequent!
Auch das Bekenntnis zu einer Quote für österreichische Musik bleibt ein Lippenbekenntnis. Wo sind die Leistungen dieser Regierung im Hinblick darauf, dass wir eine Quote zur Förderung österreichischer Musik bekommen? – Nichts wird unternommen! Das ist zu wenig. Das heißt, in Bezug auf Kulturpolitik muss ich der blau-schwarzen Koalition die Note Fünf geben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Aber es gehören doch die Ziffernnoten abgeschafft, Herr Kollege! Seien Sie nicht so inkonsequent!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus und insbesondere liebe Zuseher der heutigen Nationalratssitzung! Kultur ist ein bedeutender Faktor für eine hohe Lebensqualität. Kultur ist identitätsstiftend, sowohl national als auch individuell. Darum freut es mich, dass im Bereich Kunst und Kultur mehr Budget zufließt als in den Jahren zuvor, insgesamt 457 Millionen Euro. Das sind um 6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
schluss das dunkelste Kapitel in unserer Geschichte begonnen. Meine Generation ist die letzte, die noch mit Zeitzeugen über diese Zeit sprechen kann und durch ganz persönliche Erzählungen zumindest erahnen kann, was in dieser Zeit passiert ist. Daher ist es umso wichtiger, dass dieses Gedenken und auch das Bewusstsein für unsere Geschichte und Kultur auch für die nächsten Generationen gesichert ist. Es liegt in unserer Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In den Kindergärten angefangen wollen wir Kinder und dann später auch Jugendliche für Kultur begeistern, und das geschieht mit ganz vielen Maßnahmen. Kultur soll schon im Kindesalter gelernt und gelebt werden, denn es ist förderlich für die Entwicklung der Persönlichkeit und gut für den Umgang miteinander. Das hat viel mit unseren Werten zu tun. Kulturelle Erziehung ist auch notwendig, um die Kreativität der Jugendlichen zu fördern. Im sogenannten digitalen Zeitalter muss uns auch bewusst sein, dass man Kunst, Kultur und Kreativität nicht digitalisieren kann. Das haben wir alles selbst in der Hand, das müssen wir selbst gestalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In den Schulen unterstützen wir die Kooperationen mit Musikschulen. Ich selbst durfte acht Jahre lang in die Musikschule gehen, mehrmals wöchentlich. Das war ein guter und schöner Ausgleich zum stressigen Lernalltag in der Schule. Und auch heute kann ich es mir nicht mehr wegdenken, wenn ich daheim in Oberösterreich bin, die Zeit mit der Musik zu verbringen. Und das Schöne an der Musik ist, dass man gemeinsam musizieren kann, dass mehrere Generationen zusammenkommen, miteinander intensiv proben. Das kann man ein bisschen vergleichen mit dem Parlament, auch wenn es im Orchester meistens harmonischer verläuft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ob Sängerknaben oder Parov Stelar, Kirtag oder Nova Rock, Jedermann oder Mundl Sackbauer, unsere Kultur zeichnet unser Österreich aus. Herzlichen Dank an alle, die sich für gelebte Kultur, die sich für den Erhalt vieler Traditionen und Brauchtümer in Österreich engagieren, und das großteils ehrenamtlich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Circa 3 530 filmschaffende Unternehmungen arbeiten in Österreich an dieser Identitätsstiftung, und diese überwiegend kleinstrukturierten Unternehmungen erwirtschaften einen Umsatz von 650 Millionen Euro und beschäftigen circa 5 500 Mitarbeiter. Ich bedanke mich im Namen aller Unternehmungen in der Filmwirtschaft, dass in diesem Budget die Filmförderung im selben Ausmaß beibehalten worden ist, denn dieses Geld ist ein Investment in das Image Österreichs genauso wie in die Wirtschaftsbereiche, die bei einer Filmproduktion nachgelagert sind. Es ist nicht die Produktion allein, sondern denken wir zum Beispiel an Masken- oder Kostümbildner, an Handwerker, die im Settingbereich tätig sind, und an viele, viele mehr. Es hat aber auch eine mittelbare Auswirkung, denn durch das internationale Interesse am österreichischen Film hat auch der Tourismus in Österreich etwas davon. Somit ist das eine Investition mit einem gewaltigen Return on Investment, wofür ich herzlichen Dank sage. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein ganz kurzes Wort möchte ich noch an Frau Mag. Becher richten, die sozusagen die Beschwerde vorgebracht hat, dass es keine konkreten Aussagen darüber gibt, wer welche Förderung bekommt: Förderungen haben genau diese Besonderheit, dass man um sie ansuchen muss. Das garantiert auch die Vielfalt in Kunst und Kultur, und das ist gut so. Ich glaube, es ist nicht in unserem Sinne, dass wir per se immer allen das Gleiche geben, sondern dass es wirklich Individualität gibt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe politikinteressierte Menschen! Das ist heute mein erster Plenartag zum Thema Budget. Ich habe diese Diskussion heute verfolgt, habe der Opposition zugehört und ich muss sagen, man könnte meinen, mit diesem Budget ist Österreich doch glatt dem Untergang geweiht. Ich frage Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie, dass eine breit gewählte Mehrheit das will? Glauben Sie im Ernst, dass wir es schlecht meinen mit Österreich, mit unserer Heimat und mit den Menschen? Wir sind gewählt worden, weil wir die besseren Ideen und die guten Konzepte haben, und genau das wollen wir mit diesem Budget auch umsetzen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Drozda: Wenn er was tut!
Eine bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden – sie wurde bereits erwähnt – dient der Vernetzung der Kultur in die Regionen. Gerade überregionale Projekte sollen vom Bund noch besonders gefördert werden. Das Programm Kunst in den Regionen ist ein klarer Impuls und ein klares Statement zur Stärkung des ländlichen Raums. Die gute Nachricht ist: Kulturell bauen wir auf einem hervorragend aufbereiteten Fundament auf. Ich danke Kollegen Drozda, der im Ausschuss – das hat mich besonders gefreut – in Richtung Minister Blümel gesagt hat, er werde ihn unterstützen in dem, was er tut. Das hat heute ein bisschen anders geklungen (Abg. Drozda: Wenn er was tut!), aber es hat mich gefreut.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Österreich ist eine Kulturnation – und ja, dieses Budget ist eine gute Grundlage dafür. – Besten Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu gehören auch Initiativen wie all die Institutionen und Initiativen zur globalen Abrüstung. Gerade für uns als Sozialdemokraten ist in Zeiten, in denen die Rüstungsbudgets global explodieren, natürlich die Frage zu stellen: Ist das ein guter Weg für die Welt oder wäre nicht der bessere Weg, dass in Wahrheit auch gezeigt wird, dass weniger in Rüstung und Aufrüstung und mehr in Vermittlung und Diplomatie investiert wird? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kein Rückzug auf nationale Egoismen. – Das ist ein Bekenntnis zur notwendigen Vertiefung der Europäischen Union, und Vertiefung der Europäischen Union heißt, dass die Europäische Union die Mittel bekommen muss, von uns, von den Nationalstaaten, um auf die Herausforderungen der Zukunft auch reagieren zu können. Othmar Karas hat es – vielleicht auch wieder zum Leidwesen von Sebastian Kurz; vielleicht hat dieser auch wieder einmal die Hand im Sack quasi zur Faust geballt, als er das gelesen hat, was Karas gesagt hat, aber umso mehr gefällt es mir recht gut – als Weckruf an die Kleingeister, Bremser, Betonierer und Mutlosen in den Regierungen der Mitgliedstaaten bezeichnet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass gerade die Vertiefung der Europäischen Union die Handlungsfähigkeit ausmacht. Das heißt zum Beispiel auch die Reform der Währungsunion zu einer Wachstumsunion und das heißt auch, beim Europabudget nicht nur kleingeistig darüber zu reden, ob es mehr oder weniger sein darf, sondern viel mehr darüber zu reden, wofür wir das Geld in Europa ausgeben, denn wir müssen das Geld der Europäischen Union viel mehr für sozialen Zusammenhalt, für Wachstum, für Investitionen in Zukunftsprojekte ausgeben. Diese Diskussion hat der Europaminister bis jetzt nicht in diese Richtung geführt, was schade ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Ja, Herr Kollege Schieder, nach Ihrer Rede jetzt weiß man, dass auch beim Kapitel Außenpolitik nach wie vor das gilt, was schon heute Vormittag Kollege Angerer gesagt hat: Es ist halt verdammt schwierig für die Opposition, etwas, das gut ist – wie dieses Budget –, schlechtzureden. Das geht einfach nicht und das geht auch nicht in Bezug auf das Budget für die Außenpolitik. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wie war das? – Steuern und Abgaben senken, Schulden abbauen und Reformen einleiten, das ist das Credo dieser Regierung. Als einer, der seit zehn Jahren in diesem Hohen Haus miterleben muss, wie Reformen in den letzten Jahren verschleppt, ja geradezu torpediert worden sind, freue ich mich wirklich, wenn ich sehe, wie schnell jetzt plötzlich Worte auch wirklich in die Tat umgesetzt werden können, wenn der Wille dazu da ist. Diese Regierung ist jetzt gerade einmal seit einem viertel Jahr im Amt, seit einem viertel Jahr wird auch freiheitliche Politik umgesetzt – und schon stehen in kürzester Zeit adäquate Lösungen für langjährige Probleme parat. Das ist arbeiten für Österreich, das ist arbeiten für den Bürger, meine Damen und Herren, das ist eben die freiheitliche Handschrift in der Regierungsarbeit! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Projektmaßnahmen – und diesbezüglich verstehe ich Sie überhaupt nicht, Herr Kollege Schieder –, die Projektmaßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit, der Austrian Development Agency werden nicht nur sichergestellt, indem das Budget 2018 fortgeschrieben wird, nein, es wird für 2019 sogar um 10 Millionen Euro aufgestockt. Also was wollen Sie denn? – Es wird sogar noch mehr ausgegeben werden als bisher. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Letzter und nicht unwichtigster Punkt: Auch die Mittel für die Integration, für die Umsetzung des Integrationsgesetzes werden in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Gerade im Bereich Integration muss man schon klar darauf hinweisen, dass es mit dieser Regierung eben keine Auszahlungen an Asylsuchende mehr geben wird. Wer kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht hier hat, der ist auch kein Subjekt der Integration, auch wenn das gewissen Bereichen und Teilen der SPÖ nicht gefallen mag. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Das wäre auch nicht im Sinn einer effizienten Asyl- und Integrationspolitik und schon gar nicht im Sinn der Österreicherinnen und Österreicher.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was die Anzahl der Asylsuchenden betrifft, so wissen wir, dass sie sinken wird. Es erwartet uns ein geringerer Zustrom, und zugleich kann auch die Zahl der illegalen Migranten abgebaut werden, nicht zuletzt dank der schnellen und kompetenten Arbeit unseres Innenministers Herbert Kickl – also auch hier freiheitliche Handschrift. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Man sieht also, meine Damen und Herren: Wenn der Wille zur Veränderung da ist, dann kann einiges erreicht werden, und das ist auch ganz genau der Grund dafür, dass die Wählerinnen und Wähler die Freiheitlichen in die Regierung rein- und die SPÖ aus der Regierung rausgewählt haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich würde Sie, Frau Ministerin, um Folgendes ersuchen: Nützen Sie Ihre Kraft und Eloquenz nicht, um uns in den Ausschüssen et cetera vorzuhalten, dass wir den Widerspruch zwischen der Intention und dem Versprochenen und dem Budget thematisieren, sondern, um diesen aufzulösen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was die Mittel für Integration und die Umsetzung des Integrationsgesetzes betrifft, so darf ich zusichern, dass es uns durch diverse Umschichtungen gelungen ist, Maßnahmen des Integrationsgesetzes, vor allem, was die kostenlose Zurverfügungstellung der Sprachkurse mit Niveau A1 und die Gratiswertekurse anbelangt, zu garantieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Wir sind mit der Budgetarbeit unmittelbar, bereits im Jänner, konfrontiert worden, und ich habe innerhalb der ersten Monate versucht zu sichern, was zu sichern war. Ich werde mein Möglichstes dazu beitragen, dass wir innerhalb der EZA etwas zusammenbringen, nicht nur, was das Budgetäre anbelangt. Es geht mir in allem – und das mache ich nicht nur betreffend die EZA, das mache ich in vielen anderen Bereichen – um das Inhaltliche, um das Operative. Was Medien anbelangt, habe ich eine sehr, sehr starke Kürzung vorgeschlagen. Die Medienarbeit wurde in meinem Ressort massiv gekürzt, in einigen Bereichen um 70, 80 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Drozda.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich darf mich, wie gesagt, entschuldigen, ich stehe Ihnen aber für Fragen zur Verfügung. Fragen, die ich nicht beantworten kann, darf ich an meine Kolleginnen und Kollegen weiterreichen, aber solange die Zeit reicht, antworte ich gerne. Ich stehe Ihnen noch für 5 bis 10 Minuten zur Verfügung, danach bitte ich um Verzeihung, aber ich hatte keine andere Möglichkeit zu fliegen. Wir im Außenministerium verwenden keine Bedarfsflieger. Wir sind oftmals mit zwei Zwischenlandungen unterwegs, und eine solche Reise habe ich heute Nacht vor mir. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Auch da leisten Sie sehr viel, wenn wir Wien als Ort des Dialogs anbieten, und jetzt ist wieder die Stunde der Diplomatie gekommen, wenn ich an Syrien denke, um zu Lösungen zu kommen. Diese sind immer viel, viel günstiger als kriegerische. Selbst wenn wir mehr als diese 60 000 Euro pro Tag ausgeben müssten, wäre das gut angelegtes Geld, wenn wir einen Beitrag leisten können. – Das wollte ich zu Beginn sagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Österreich leistet diesbezüglich tatsächlich sehr viel, weit mehr, als es der Größe unseres Landes eigentlich zukommt.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist aber wichtig, diese Staaten miteinzubinden und sie sozusagen nicht von der Europäischen Union ab- und wegzuweisen. Und diese proeuropäische Gesinnung, mit diesem Einsatz, Brücken zu bauen, diese Europäische Union zusammenzuführen, werden wir in die EU-Präsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte mitnehmen. Sie werden sehen, diese dritte Präsidentschaft, die Österreich ausrichtet, wird ebenso gut werden wie die ersten beiden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Haider: Es ist gut! Es ist gut!
Kollegin Krisper hat gemeint, es ist gut, wenn da eingespart wird und das Ganze effizienter wird. Kollege Haider hat auch gemeint, das ist nicht so schlecht (Abg. Haider: Es ist gut! Es ist gut!), vor allem im Vergleich zu dem, was der Vorgänger sozusagen gewirtschaftet hat. Wer war das schnell, Herr Kollege? (Abg. Winzig: Sehr witzig!) Man kann es aber auch noch ein bisschen anders sehen, so, wie ich es sehe.
Abg. Winzig: Sehr witzig!
Kollegin Krisper hat gemeint, es ist gut, wenn da eingespart wird und das Ganze effizienter wird. Kollege Haider hat auch gemeint, das ist nicht so schlecht (Abg. Haider: Es ist gut! Es ist gut!), vor allem im Vergleich zu dem, was der Vorgänger sozusagen gewirtschaftet hat. Wer war das schnell, Herr Kollege? (Abg. Winzig: Sehr witzig!) Man kann es aber auch noch ein bisschen anders sehen, so, wie ich es sehe.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Ich glaube, dieses Kürzen bei der Außen- und bei der Europapolitik zeigt die Wertigkeit, die manche in dieser Koalition für Außen- und Europapolitik empfinden – ich sage nicht alle, ich nehme Sie da bewusst aus, Frau Außenministerin, weil ich Sie bis jetzt als sehr kompetent und sehr engagiert kennengelernt habe. Ich meine aber, man könnte schon, gerade in Zeiten großer Krisen weltweit, in Zeiten einer Europäischen Union, die ihren Weg sehr schwierig und derzeit nicht wirklich konsistent findet, Geld besser in Außenpolitik, in Europapolitik investieren als in etwaiges, schon öfter zitiertes Körberlgeld, das der Herr Bundeskanzler sich verschafft hat, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Lopatka: Das ist mehr als im letzten Regierungsprogramm, Kollege Leichtfried!
Man sieht die Wertigkeit auch im Regierungsprogramm: Wenn drei von 180 Seiten Außen- und Europapolitik betreffen, so ist das nicht viel. Ich habe irgendwie das Gefühl (Abg. Lopatka: Das ist mehr als im letzten Regierungsprogramm, Kollege Leichtfried!), dass eine an sich wirklich kompetente Außenministerin möglichst an der sogenannten kurzen Leine geführt wird, damit nicht allzu viel von anderen Kompetenzen abspenstig gemacht wird, sehr geehrte Damen und Herren – und das ist nicht das, was ich in diesem Fall für richtig halte.
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Außenpolitik ist aber nicht nur Budget, Außenpolitik ist auch Haltung. Da muss ich sagen, ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit hat mich schon irritiert, und ich meine, dass Österreich da unter Umständen den falschen Weg geht. Es hat in Großbritannien, wir wissen es alle, einen Mordanschlag auf eine junge Frau und ihren Vater gegeben. Sie werden es wahrscheinlich überleben, es ist aber auch ein Polizist sehr krank, der bei diesem Anschlag in Mitleidenschaft gezogen wurde. Als Resultat hat es eine bemerkenswerte Solidarität unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gegen den mutmaßlichen Verursacher gegeben, und Österreich war eines der wenigen Länder, das da nicht dabei war. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!)
Abg. Gudenus: Der unbekannte Täter ist schuld!
Es war auch so, dass dieser Akt von barbarischem Staatsterrorismus von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verurteilt wurde, und nicht nur von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verurteilt wurde, von vielen anderen Staaten weltweit auch. Und Österreich, geschätzte Damen und Herren, war da nicht dabei. (Abg. Gudenus: Der unbekannte Täter ist schuld!) Es war auch so, dass 23 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und andere Staaten Diplomaten ausgewiesen haben. (Bundesministerin Kneissl: 17!) Österreich war nicht dabei, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Haider: Wir sind neutral! Nicht noch Öl ins Feuer gießen! – Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Winzig: Das ist falsch!)
Abg. Haider: Wir sind neutral! Nicht noch Öl ins Feuer gießen! – Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Winzig: Das ist falsch!
Es war auch so, dass dieser Akt von barbarischem Staatsterrorismus von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verurteilt wurde, und nicht nur von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verurteilt wurde, von vielen anderen Staaten weltweit auch. Und Österreich, geschätzte Damen und Herren, war da nicht dabei. (Abg. Gudenus: Der unbekannte Täter ist schuld!) Es war auch so, dass 23 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und andere Staaten Diplomaten ausgewiesen haben. (Bundesministerin Kneissl: 17!) Österreich war nicht dabei, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Haider: Wir sind neutral! Nicht noch Öl ins Feuer gießen! – Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Winzig: Das ist falsch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Und alle Russen sind Mörder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
FPÖ: Österreich ist neutral!) Und, geschätzte Damen und Herren, gegenüber Mördern gibt es auch keine Neutralität. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Und alle Russen sind Mörder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Leichtfried, ich glaube, dass Sie sich ein wenig in Ihrem Redebeitrag vergaloppiert haben (Beifall bei FPÖ und ÖVP), denn dass die Frau Außenminister, von der wir froh sind, dass sie dieses Amt innehat, weil sie eine ausgezeichnete Arbeit macht, nicht auf Verdacht reagiert, sondern nur auf Beweise reagieren will, ist eine Stärke unseres Landes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Leichtfried, ich glaube, dass Sie sich ein wenig in Ihrem Redebeitrag vergaloppiert haben (Beifall bei FPÖ und ÖVP), denn dass die Frau Außenminister, von der wir froh sind, dass sie dieses Amt innehat, weil sie eine ausgezeichnete Arbeit macht, nicht auf Verdacht reagiert, sondern nur auf Beweise reagieren will, ist eine Stärke unseres Landes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist eine Stärke der Republik Österreich, eine Stärke der Karin Kneissl, und es ist auch eine Stärke dieser neuen Bundesregierung, die zweifellos anders regiert, als Sie es getan haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden uns aber bemühen, und die Frau Außenminister und der Herr Bundeskanzler haben das schon gesagt, dass wir auch auf europäischer Ebene neue Schwerpunkte setzen. Es wird nicht genügen, Herr Kollege Schieder, dass wir nur sagen, die Union muss sich vertiefen, sondern wir werden schon die intellektuelle Arbeit leisten müssen, zu sagen, wo sie sich vertiefen soll und wo, in welchen Bereichen sich die Europäische Union zurücknehmen soll. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Arbeit werden wir versuchen in der zweiten Jahreshälfte zu leisten. Es geht dabei nämlich darum, dass die Europäische Union in den großen Dingen endlich funktionsfähig wird und sich in den kleinen zurücknimmt und nicht den Bräunungsgrad von Pommes frites regelt, sondern zum Beispiel die Sicherung der EU-Außengrenze gewährleistet oder eine funktionierende Wirtschafts- und Währungspolitik betreibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb ist es auch wohltuend, wenn wir Politiker in der Außenpolitik haben, die verlangen, dass die Europäische Union eine eigenständige Außenpolitik kreiert. Zu einer eigenständigen Außenpolitik gehört eine Äquidistanz zu den Großmächten USA und Russland und keine einseitige Parteinahme, sondern das Prüfen von Beweisen und dann das Entscheiden, wie sich die Republik Österreich wirklich verhalten wird. Das ist eine vernünftige Außenpolitik. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Außenpolitik nimmt nicht nur in budgetären Bereichen eine gute Entwicklung, sondern auch in inhaltlichen. Wir werden uns auf europäischer und auf internationaler Ebene konsequent einbringen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir diskutieren ja glücklicherweise dieses außenpolitische Budget zu einem Zeitpunkt, da die Beilage zum Entwicklungszusammenarbeitsbudget schon auf dem Tisch liegt, und wenn wir da reinschauen, dann sagen uns dort die Prognosen, dass wir bis zum Jahr 2022 einen ODA-Anteil von 0,24 Prozent haben werden. Sehr geehrte Damen und Herren, das ist genant! Wir sind weit davon entfernt, uns irgendwo in Richtung 0,7 Prozent zu bewegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Entschuldigung!
Abgeordneter Mag. Martin Engelberg (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Ich bin jetzt total aus dem Konzept gekommen. Eigentlich wäre es ja meine Aufgabe als Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, zum Thema Entwicklungszusammenarbeit zu sprechen, aber Herr Kollege Leichtfried hat mich total durcheinandergebracht. (Abg. Leichtfried: Entschuldigung!)
Abg. Kern: Das ist ein Irrtum, Herr Abgeordneter! – Abg. Haider: Na, das stimmt schon!
Sie haben jetzt hier tatsächlich gesagt: Das sind Mörder, und das muss sanktioniert werden. – Jetzt frage ich mich – ich meine, ich bin nicht so lange im Nationalrat, aber ich lebe relativ lange in Österreich –: Wie war die Position der SPÖ im Irakkrieg, bei dem es um einen millionenfachen Mörder ging? Wie war die Position der SPÖ im Syrienkrieg? Wie ist die Position der SPÖ, wenn Anschläge in Israel stattfinden, bei denen immer nicht von Mördern, sondern von Freiheitskämpfern gesprochen wird? (Abg. Kern: Das ist ein Irrtum, Herr Abgeordneter! – Abg. Haider: Na, das stimmt schon!) Wie schaut es aus mit dem Putsch in Moskau, als Gorbatschow gestürzt wurde und die SPÖ davon gesprochen hat, dass man sich vielleicht mit den neuen Machthabern – gleich als Allererster! – arrangieren wird?
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Kollege Leichtfried, Sie sind natürlich ein viel erfahrenerer Kollege hier im Parlament, aber ich muss ehrlich sagen, das hat mich total irritiert. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Ich denke, wir haben eine große Aufgabe, mit dem Geld, das wir zur Verfügung haben, das Optimum rauszuholen. Und vielleicht doch noch einmal – weil es immer wieder und immer wieder jetzt auch von der Opposition kam – zu dieser Kürzung der Mittel für den AKF um 5 Millionen Euro: Bleiben wir doch bitte dabei, was die Ministerin auch hier noch einmal gesagt hat! Es ist sehr wohl so, dass 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen, wenn es in einem Katastrophenfall notwendig ist. (Zwischenruf der Abg. Bayr.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zum Abschluss: Ich würde mir wünschen, dass wir hier im Hohen Haus eine konstruktive Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sowohl mit dem Regierungspartner als auch mit den SprecherInnen der Opposition finden. Ein stetiger Diskurs und Austausch sind wesentliche Faktoren, gemeinsame Anstrengungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu erzielen, um all jenen zu helfen, die unsere Unterstützung brauchen. Verlieren wir uns nicht in Anschuldigungen, sondern packen wir gemeinsam an! – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wir sparen im System! – Abg. Duzdar – am Weg zum Rednerpult –: Das war ein Test! – Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag.a Muna Duzdar. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Wir sparen im System! – Abg. Duzdar – am Weg zum Rednerpult –: Das war ein Test! – Zwischenruf des Abg. Mölzer.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen! Ich möchte nur vorweg festhalten, dass wir als Sozialdemokratie jegliche Anschläge auf Menschen immer verurteilen, und ich möchte diesen Vorwurf, der da im Raum gestanden ist, aufs Heftigste zurückweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Syrien war heute öfters Thema, und ja, in der Tat ist Syrien außenpolitisch eine große Herausforderung und ein schwieriges Pflaster. Daher begrüße ich auch die Ansicht der Außenministerin – wie sie auch im Ausschuss gesagt hat –, dass im Grunde genommen alle Beteiligten an den Verhandlungstisch müssen, und ich teile auch ihre Ansicht, wenn sie sagt, dass Militärschläge ohne UNO-Mandat völkerrechtswidrig sind. Ich denke, daran spießt es sich nämlich, denn während sie an der Völkerrechtswidrigkeit von Militärschlägen ohne UNO-Mandat festhält, spricht der Bundeskanzler davon, dass er Verständnis für Militärschläge hat. Ich frage Sie: Seit wann haben wir als neutrales Land Verständnis für Militärschläge ohne UNO-Mandat, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haider: So ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Die Außenpolitik der österreichischen Bundesregierung ist mehr als widersprüchlich. Manchmal kommt es mir so vor, als ob Außenministerin Kneissl permanent ausrücken und mit einem Gartenschlauch diese außenpolitischen Waldbrände, die von ihren Kollegen und Kolleginnen ausgelöst werden, löschen müsste. Jedes Mal, wenn sie einen Baum löscht, brennen zwei andere Bäume. (Abg. Haider: So ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Hauser.) – Ich erinnere Sie zum Beispiel an die diversesten unqualifizierten Äußerungen von Vizekanzler Strache zu den Konflikten am Balkan, da musste die Außenministerin zurückrudern; an Innenminister Kickl, der beispielsweise auch die Doppelstaatsbürgerschaften für Südtiroler vorantreibt, da musste die Außenministerin beschwichtigen; oder auch an den Bundeskanzler, der jetzt plötzlich ein Militärschlagversteher ist, auch da musste die Außenministerin wieder relativieren.
Abg. Hauser: Gott sei Dank, Sie nicht!
Da frage ich mich, werte Kollegen und Kolleginnen: Wer gibt eigentlich die außenpolitische Linie dieser Bundesregierung vor? (Abg. Hauser: Gott sei Dank, Sie nicht!) Ich sehe hier keine einheitliche Linie, sondern durchgehend Widersprüchlichkeiten.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Winzig: 1,5 Milliarden für die Wirtschaft!
Wenn wir vom Budget für Äußeres sprechen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ja, es geht in der Tat darum, wofür Geld im Sinne der internationalen Beziehungen ausgegeben wird. Ein großer Posten wird natürlich – keine Frage – auch die Chinareise gewesen sein. Ich bitte Sie, mich nicht falsch zu verstehen, ich bin die Letzte, die sagt, die Bundesregierung soll nicht nach China reisen. Ich halte es natürlich für wichtig, wirtschaftlich und auch politisch, nur die wesentliche Frage ist: Was ist der politische Output gewesen? – Ein Pandafoto? Das Pandafoto hätten wir bei einem Ausflug in den Tiergarten Schönbrunn billiger haben können. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Winzig: 1,5 Milliarden für die Wirtschaft!)
Abg. Winzig: Wirtschaft ist nicht wesentlich bei der SPÖ, das wissen wir eh!
Aber was steckt dahinter? – Dahinter steckt, dass das die ganze Zeit Showpolitik ist, dass es nicht um wesentliche Dinge geht. (Abg. Winzig: Wirtschaft ist nicht wesentlich bei der SPÖ, das wissen wir eh!) Das Gleiche wird uns bei der EU-Ratspräsidentschaft begegnen. Da wird es wieder Jubelveranstaltungen geben, schöne Fotos, der Bundeskanzler wird in vielen Zeitungen vorkommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Hauser.) Nur wegweisende Schritte wird es nicht geben, denn diese Bundesregierung betreibt eine Politik der Marketingblasen und der Show. (Abg. Wurm: Aber geh!) – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Hauser.
Aber was steckt dahinter? – Dahinter steckt, dass das die ganze Zeit Showpolitik ist, dass es nicht um wesentliche Dinge geht. (Abg. Winzig: Wirtschaft ist nicht wesentlich bei der SPÖ, das wissen wir eh!) Das Gleiche wird uns bei der EU-Ratspräsidentschaft begegnen. Da wird es wieder Jubelveranstaltungen geben, schöne Fotos, der Bundeskanzler wird in vielen Zeitungen vorkommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Hauser.) Nur wegweisende Schritte wird es nicht geben, denn diese Bundesregierung betreibt eine Politik der Marketingblasen und der Show. (Abg. Wurm: Aber geh!) – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Aber geh!
Aber was steckt dahinter? – Dahinter steckt, dass das die ganze Zeit Showpolitik ist, dass es nicht um wesentliche Dinge geht. (Abg. Winzig: Wirtschaft ist nicht wesentlich bei der SPÖ, das wissen wir eh!) Das Gleiche wird uns bei der EU-Ratspräsidentschaft begegnen. Da wird es wieder Jubelveranstaltungen geben, schöne Fotos, der Bundeskanzler wird in vielen Zeitungen vorkommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Hauser.) Nur wegweisende Schritte wird es nicht geben, denn diese Bundesregierung betreibt eine Politik der Marketingblasen und der Show. (Abg. Wurm: Aber geh!) – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber was steckt dahinter? – Dahinter steckt, dass das die ganze Zeit Showpolitik ist, dass es nicht um wesentliche Dinge geht. (Abg. Winzig: Wirtschaft ist nicht wesentlich bei der SPÖ, das wissen wir eh!) Das Gleiche wird uns bei der EU-Ratspräsidentschaft begegnen. Da wird es wieder Jubelveranstaltungen geben, schöne Fotos, der Bundeskanzler wird in vielen Zeitungen vorkommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Hauser.) Nur wegweisende Schritte wird es nicht geben, denn diese Bundesregierung betreibt eine Politik der Marketingblasen und der Show. (Abg. Wurm: Aber geh!) – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Moment einmal: echauffiert?!
Abgeordneter Wendelin Mölzer (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Zuseher vor den Fernsehbildschirmen! Hohes Haus! Frau Kollegin Duzdar, echauffieren Sie sich nicht so! Die Show, die Sie da abgeliefert haben, war ganz gut. (Abg. Heinisch-Hosek: Moment einmal: echauffiert?!) – Na, na, sie hat sich gerade ziemlich echauffiert. Das ist nicht gut für den Kreislauf, glaube ich.
Beifall bei der FPÖ
Wir wissen, dass diese Minderheit nach wie vor gewissen Diskriminierungen im Alltag ausgesetzt ist (Beifall bei der FPÖ), und da ist es, glaube ich, hoch an der Zeit in einem Europa des 21. Jahrhunderts, dass auch die Republik Slowenien sozusagen ihre Hausaufgaben macht; vor allem wenn man bedenkt, dass wir etwa in Kärnten die slowenischsprachige Minderheit, wie wir ja mehrfach von verschiedenen Seiten attestiert bekommen haben, vorbildhaft schützen und erhalten und hier wirklich wesentliche Maßnahmen ergreifen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Wir wissen, dass diese Minderheit nach wie vor gewissen Diskriminierungen im Alltag ausgesetzt ist (Beifall bei der FPÖ), und da ist es, glaube ich, hoch an der Zeit in einem Europa des 21. Jahrhunderts, dass auch die Republik Slowenien sozusagen ihre Hausaufgaben macht; vor allem wenn man bedenkt, dass wir etwa in Kärnten die slowenischsprachige Minderheit, wie wir ja mehrfach von verschiedenen Seiten attestiert bekommen haben, vorbildhaft schützen und erhalten und hier wirklich wesentliche Maßnahmen ergreifen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht aber nicht nur um Symbole und Symbolpolitik, und deswegen komme ich jetzt auch zum Budget: Ich habe hier im Jahr 2016 bei der letzten Budgetdebatte monieren müssen, dass diese deutschsprachige Minderheit in Slowenien seit Jahr und Tag lediglich 20 000 Euro projektbezogene Förderung bekommt. Erfreulicherweise haben wir diesen Betrag im aktuellen Budget von 20 000 auf 40 000 Euro verdoppeln können. Mir ist bewusst, dass das auch nur ein kleiner Schritt ist, aber es ist einmal ein Schritt in die richtige Richtung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist bewusst, dass das nur kleine Schritte sind oder dass wir hier erst am Anfang stehen, denn als Kärntner weiß ich, was wirklich gute Minderheitenschutzpolitik bedeutet. Ich hoffe oder bin sehr guter Dinge, dass wir da den richtigen Weg eingeschlagen haben und diesen auch erfolgreich und gut weitergehen werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Max, seriös bleiben, bitte! – Abg. Haider: Nicht so wie der Krainer!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Unterrainer. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Abg. Wurm: Max, seriös bleiben, bitte! – Abg. Haider: Nicht so wie der Krainer!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordneter Mag. (FH) Maximilian Unterrainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Frau Bundesministerin! Ich möchte die Rede mit einem Lob beginnen. Frau Bundesministerin Kneissl ist jetzt zwar nicht mehr hier, aber sie ist in ihrer kurzen Amtszeit sicherlich schon öfters und länger im Plenarsaal gewesen, als Kurz es jemals in den vergangenen vier Jahren war. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ.
Das vorliegende Budget zeigt aber eines ganz deutlich: mehr Budget für Marketing der Regierungsparteien und weniger Budget für politische, vermittelnde Präsenz auf internationaler Ebene. Das ist schade, schade für die Menschen, schade für Österreich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Es ist heute schon einige Kritik in Sachen Auslandskatastrophenfonds geübt worden. Wissen Sie, Herr Schieder – ist er überhaupt im Saal?, nein (Zwischenruf bei der SPÖ) –, ich kann die Kritik der Opposition betreffend den Auslandskatastrophenfonds nicht verstehen. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ganz einfach: Wir haben in den Ausschüssen darüber gesprochen, und es ist Ihnen genau beantwortet worden, warum es so ist. Sie wissen genau, 2018 gibt es keine Kürzungen beim Auslandskatastrophenfonds. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Dem Auslandskatastrophenfonds stehen die gleichen Mittel wie 2017 zur Verfügung. Das ist genau der Betrag, den es gab, als Sie von der SPÖ auch in der Regierung waren – und da haben Sie sich nicht selbst kritisiert, meine Damen und Herren?! Da war Ihnen das alles recht und billig genug. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist heute schon einige Kritik in Sachen Auslandskatastrophenfonds geübt worden. Wissen Sie, Herr Schieder – ist er überhaupt im Saal?, nein (Zwischenruf bei der SPÖ) –, ich kann die Kritik der Opposition betreffend den Auslandskatastrophenfonds nicht verstehen. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ganz einfach: Wir haben in den Ausschüssen darüber gesprochen, und es ist Ihnen genau beantwortet worden, warum es so ist. Sie wissen genau, 2018 gibt es keine Kürzungen beim Auslandskatastrophenfonds. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Dem Auslandskatastrophenfonds stehen die gleichen Mittel wie 2017 zur Verfügung. Das ist genau der Betrag, den es gab, als Sie von der SPÖ auch in der Regierung waren – und da haben Sie sich nicht selbst kritisiert, meine Damen und Herren?! Da war Ihnen das alles recht und billig genug. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Es ist heute schon einige Kritik in Sachen Auslandskatastrophenfonds geübt worden. Wissen Sie, Herr Schieder – ist er überhaupt im Saal?, nein (Zwischenruf bei der SPÖ) –, ich kann die Kritik der Opposition betreffend den Auslandskatastrophenfonds nicht verstehen. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ganz einfach: Wir haben in den Ausschüssen darüber gesprochen, und es ist Ihnen genau beantwortet worden, warum es so ist. Sie wissen genau, 2018 gibt es keine Kürzungen beim Auslandskatastrophenfonds. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Dem Auslandskatastrophenfonds stehen die gleichen Mittel wie 2017 zur Verfügung. Das ist genau der Betrag, den es gab, als Sie von der SPÖ auch in der Regierung waren – und da haben Sie sich nicht selbst kritisiert, meine Damen und Herren?! Da war Ihnen das alles recht und billig genug. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Es ist heute schon einige Kritik in Sachen Auslandskatastrophenfonds geübt worden. Wissen Sie, Herr Schieder – ist er überhaupt im Saal?, nein (Zwischenruf bei der SPÖ) –, ich kann die Kritik der Opposition betreffend den Auslandskatastrophenfonds nicht verstehen. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ganz einfach: Wir haben in den Ausschüssen darüber gesprochen, und es ist Ihnen genau beantwortet worden, warum es so ist. Sie wissen genau, 2018 gibt es keine Kürzungen beim Auslandskatastrophenfonds. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Dem Auslandskatastrophenfonds stehen die gleichen Mittel wie 2017 zur Verfügung. Das ist genau der Betrag, den es gab, als Sie von der SPÖ auch in der Regierung waren – und da haben Sie sich nicht selbst kritisiert, meine Damen und Herren?! Da war Ihnen das alles recht und billig genug. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Abg. Bayr: ... 5 Millionen ist nichts Neues!
Wir haben aber jetzt betreffend Katastrophenfonds gesagt, wenn es eine Katastrophe geben sollte, die die Mittel weitgehend - - (Abg. Bayr: ... 5 Millionen ist nichts Neues!) – Das stimmt ja gar nicht, was Sie sagen! (Abg. Bayr: Ah geh! Dann schauen Sie ins Budget!) – Sie müssen eines sehen: Er war ja mit 15 Millionen dotiert, jetzt gibt es noch 10 Millionen Euro dazu, und mit denen sind Sie immer noch nicht zufrieden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr und Yılmaz.) Man hat Ihnen schon mehrmals gesagt, sollte es eine Krise in einem Ausmaß geben, das eine Überschreitung dieser Beträge notwendig macht, so werden natürlich noch weitere Mittel zusätzlich zur Verfügung gestellt. Also was wollen Sie eigentlich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wissen Sie heute schon, welche Katastrophen morgen geschehen? Das werden Sie nicht wissen.
Abg. Bayr: Ah geh! Dann schauen Sie ins Budget!
Wir haben aber jetzt betreffend Katastrophenfonds gesagt, wenn es eine Katastrophe geben sollte, die die Mittel weitgehend - - (Abg. Bayr: ... 5 Millionen ist nichts Neues!) – Das stimmt ja gar nicht, was Sie sagen! (Abg. Bayr: Ah geh! Dann schauen Sie ins Budget!) – Sie müssen eines sehen: Er war ja mit 15 Millionen dotiert, jetzt gibt es noch 10 Millionen Euro dazu, und mit denen sind Sie immer noch nicht zufrieden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr und Yılmaz.) Man hat Ihnen schon mehrmals gesagt, sollte es eine Krise in einem Ausmaß geben, das eine Überschreitung dieser Beträge notwendig macht, so werden natürlich noch weitere Mittel zusätzlich zur Verfügung gestellt. Also was wollen Sie eigentlich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wissen Sie heute schon, welche Katastrophen morgen geschehen? Das werden Sie nicht wissen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr und Yılmaz.
Wir haben aber jetzt betreffend Katastrophenfonds gesagt, wenn es eine Katastrophe geben sollte, die die Mittel weitgehend - - (Abg. Bayr: ... 5 Millionen ist nichts Neues!) – Das stimmt ja gar nicht, was Sie sagen! (Abg. Bayr: Ah geh! Dann schauen Sie ins Budget!) – Sie müssen eines sehen: Er war ja mit 15 Millionen dotiert, jetzt gibt es noch 10 Millionen Euro dazu, und mit denen sind Sie immer noch nicht zufrieden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr und Yılmaz.) Man hat Ihnen schon mehrmals gesagt, sollte es eine Krise in einem Ausmaß geben, das eine Überschreitung dieser Beträge notwendig macht, so werden natürlich noch weitere Mittel zusätzlich zur Verfügung gestellt. Also was wollen Sie eigentlich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wissen Sie heute schon, welche Katastrophen morgen geschehen? Das werden Sie nicht wissen.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bayr.
Wir haben aber jetzt betreffend Katastrophenfonds gesagt, wenn es eine Katastrophe geben sollte, die die Mittel weitgehend - - (Abg. Bayr: ... 5 Millionen ist nichts Neues!) – Das stimmt ja gar nicht, was Sie sagen! (Abg. Bayr: Ah geh! Dann schauen Sie ins Budget!) – Sie müssen eines sehen: Er war ja mit 15 Millionen dotiert, jetzt gibt es noch 10 Millionen Euro dazu, und mit denen sind Sie immer noch nicht zufrieden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr und Yılmaz.) Man hat Ihnen schon mehrmals gesagt, sollte es eine Krise in einem Ausmaß geben, das eine Überschreitung dieser Beträge notwendig macht, so werden natürlich noch weitere Mittel zusätzlich zur Verfügung gestellt. Also was wollen Sie eigentlich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wissen Sie heute schon, welche Katastrophen morgen geschehen? Das werden Sie nicht wissen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann abschließend nur sagen: Ich bedanke mich herzlich bei der Frau Außenministerin, die leider schon gegangen ist, und wir werden auch in Zukunft darauf schauen, dass im außenpolitischen Bereich weiterhin so eine gute Politik wie in den vergangenen Monaten betrieben wird. Ich kann nur ein herzliches Danke an die Beamten sagen, die sich wirklich aufgeopfert haben, dass wir ein solch gutes Budget zustande gebracht haben. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist eh gut, dass Sie hier sind, Frau Ministerin Schramböck. Ich hoffe, Sie interessieren sich ein bisschen mehr für die Integration als die Frau Außenministerin. Ich würde mir wünschen, dass sie 10 Prozent von der Leidenschaft, die sie für die Außenpolitik aufbringt, auch für die Integration aufbringt und auch dafür sorgt, dass die Maßnahmen, die beschlossen wurden, ordnungsgemäß umgesetzt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haider: Finanziell, finanziell, genau hören!
Kollege Haider, Sie haben gesagt, es werden nur mehr die anerkannten Flüchtlinge Unterstützung bekommen. (Abg. Haider: Finanziell, finanziell, genau hören!) – Geld, finanziell. Sie wissen aber schon, dass Asylwerber keine finanziellen Unterstützungen bekommen, oder? Das wissen Sie schon? Zumindest haben Sie es jetzt von mir erfahren. Die bekommen nämlich nichts, das war schon immer so. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Haider, Sie haben gesagt, es werden nur mehr die anerkannten Flüchtlinge Unterstützung bekommen. (Abg. Haider: Finanziell, finanziell, genau hören!) – Geld, finanziell. Sie wissen aber schon, dass Asylwerber keine finanziellen Unterstützungen bekommen, oder? Das wissen Sie schon? Zumindest haben Sie es jetzt von mir erfahren. Die bekommen nämlich nichts, das war schon immer so. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe auch die künstliche Aufregung nicht verstanden, als Kollege Leichtfried gesagt hat, wir brauchen in der Europäischen Union Haltung. Wir können uns nicht immer nach den Stärkeren richten. (Abg. Gudenus: Wir zeigen Haltung! Wir zeigen ja gerade Haltung!) Eine Solidarität innerhalb Europas hat er eingefordert. (Abg. Gudenus: Aber nicht für Blödheiten! Entschuldigung!) Wieso? Was denn für Blödheiten? – Es gibt so etwas wie eine - - (Abg. Gudenus: Wir zeigen gerade Haltung! Wir zeigen ja Haltung!) – Ja, mit den Stärkeren, mit Herrn Putin. Wissen Sie, dass Herr Putin mit Herrn Erdoğan packelt (Abg. Gudenus: Nein, wir zeigen Haltung für Österreich!), haben Sie das mit ihm schon besprochen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gudenus: Ist ja relativ wurscht, wer mit wem packelt!) – Okay, Sie wissen auch nicht, wo Sie stehen. (Ruf bei der FPÖ: Wissen Sie, dass die Franzosen mit dem Trump ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde mir auf jeden Fall mehr Engagement wünschen, und das gemeinsam. Eigentlich sollten wir in der Sache der Integration einen Schulterschluss machen, dann würden und werden wir es hinkriegen. Die Menschen sind hier, die Menschen werden auch hier bleiben. Sie brauchen unsere Unterstützung. Mit diesem Budget wird es leider nicht klappen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Rauchen ist eine Zumutung!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin Schramböck! Das vorliegende Justizbudget kann man eigentlich nur als Zumutung bezeichnen (Abg. Martin Graf: Rauchen ist eine Zumutung!) und nicht wirklich als ein Budget, das intellektuell redlich erstellt worden ist. Man brauchte sich heute nur – und ich hoffe, dass die Frau Präsidentin Griss vielleicht anschließend auch darüber berichten kann – die Demonstration von Hunderten von Personen im Justizpalast anzuschauen. Dabei weiß jeder, dass die Richter alles andere als ein besonders aufmüpfiges, revolutionäres Volk sind, aber sie haben erkannt, dass man mit diesem Budget die Justiz ganz einfach in Grund und Boden fährt und damit eigentlich die größte Sicherheitsgefährdung, die seit mehreren Legislaturperioden in diesem Bereich möglich war, ins Land gebracht hat – und das, obwohl Sie uns allen im Rahmen des Wahlkampfs erzählt haben, wie sehr Sie für die Sicherheit eintreten.
Abg. Winzig: Das ist eine Unterstellung!
Dazu kann man nur sagen, das ist eine Verhöhnung, und ich verstehe auch völlig, dass angesichts dessen beim Herrn Bundesminister für Justiz offensichtlich eine Art psychosomatische Blutvergiftung eingetreten ist. (Abg. Winzig: Das ist eine Unterstellung!) – Das ist keine Unterstellung. Sie waren sicher nicht dabei, und daher glaube ich, es ist besser, Sie sagen nichts. Das ist aus vielerlei Gründen sinnvoll.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Herr Vizekanzler hat sich bemüht und hat zumindest symbolisch gesagt: Ja, wir werden hier unterstützen. – „Symbolisch“ sage ich deshalb, weil es keine Positionen dazu gibt, und daher kann man sich das in die Haare schmieren, was hier guten Willens zugesagt worden ist, aber vielleicht in Unkenntnis dessen, dass es tatsächlich ums Eingemachte geht. Ich möchte den Herren Notaren aus der FPÖ herzlich danken, weil sie auch dazu beigetragen haben, im Rahmen der Budgetdebatte dem Herrn Vizekanzler das beizubringen, was der Herr Kanzler offensichtlich nicht versteht und nicht verstehen will, nämlich dass es keine Sicherheit in diesem Lande gibt, wenn die Justiz nicht entsprechend ausgerüstet ist. Und diese Situation haben wir, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) – Vielen herzlichen Dank.
Abg. Höbart: Das haben Sie noch nie in den Mund nehmen können!
Nächster Punkt: Die Digitalisierung wird von 42 Millionen Euro auf 29 Millionen gekürzt. Der Elektronische Akt ist der große Knüller gewesen. Die große Ankündigung lautete, wir werden modern, und ich weiß nicht, was wir alles machen. Die Analysetools für Großstrafverfahren, meine Damen und Herren, kommen jetzt nicht mehr. Die Großkriminalität wird Ihnen daher sagen: Danke schön dafür, dass zur jetzigen Unfähigkeit – wir haben eine der schlechtesten Ausstattungen bei der Polizei europaweit – auch das noch dazukommt. Wir können in diesem Land aufblühen, wir können hier machen, was wir wollen! – Das ist eine Verhöhnung aller Österreicherinnen und Österreicher. Sie sollte nie mehr das Wort Sicherheit in den Mund nehmen. (Abg. Höbart: Das haben Sie noch nie in den Mund nehmen können!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ich kann Ihnen garantieren: Wir werden von diesem Thema sicher nicht heruntergehen, und Sie werden Ihre Rechnung noch präsentiert bekommen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Jarolim: Ich habe alle Gefühle für den Herrn Minister, aber nicht dafür, wie man mit ihm umgeht! – Abg. Höbart: SPÖ und Sicherheit, das widerspricht sich!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Herr Abgeordneter Jarolim! Das Vortäuschen einer Krankheit zu behaupten ist schon sehr an der Grenze. Ich bitte Sie, dies das nächste Mal nicht zu machen. (Abg. Jarolim: Ich habe alle Gefühle für den Herrn Minister, aber nicht dafür, wie man mit ihm umgeht! – Abg. Höbart: SPÖ und Sicherheit, das widerspricht sich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Michaela Steinacker (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kollegen im Hohen Haus und jene, die es auch wieder sein sollten, nämlich indem sie sich so benehmen, dass sie auch wieder wertgeschätzt werden können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim
vergleichen. Eines aber ist im Großen und Ganzen gleich geblieben: die Wirkungsziele, denen wir alle uns in der Justiz mit diesem Budget verpflichtet fühlen, und diese sind auch einzufordern und einzuhalten. Bei diesen geht es zum Beispiel um die Gewährleistung der Rechtssicherheit und des Rechtsfriedens (Zwischenruf des Abg. Jarolim) und auch des Wortfriedens, Herr Kollege Jarolim.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mehr, als dass ein Justizminister und ein Finanzminister gemeinsam sagen, was Sache ist und wie diese Budgetzahlen zu lesen sind, kann man wirklich nicht verlangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bitte und ersuche ich die Richter, die Staatsanwälte, die Justizwachebeamten und deren organisierte Vertretung von dieser Stelle aus, bestmöglich mitzuwirken, dass der Mitteleinsatz ressourcenschonend erfolgt. Das ist eine Justizpolitik, wie ich sie mir vorstelle, und das ist die Art und Weise, wie ich glaube, dass alle gemeinsam zusammenwirken können – zum Wohle Österreichs, zum Wohle einer Justizpolitik, die gewährleistet, dass die Justiz gesichert arbeiten kann und dass jeder seinen Beitrag dazu im entsprechenden Ausmaß leistet. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Dem, was Herr Abgeordneter Jarolim gesagt hat, möchte ich noch etwas hinzufügen: Diese Einsparungen – und es handelt sich hier um Einsparungen und um Kürzungen – gefährden nicht nur die Sicherheit, sondern sie gefährden auch den Rechtsstaat. Sie erschüttern das Vertrauen in den Staat! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Ich habe mich immer gewundert – und das war auch ein Thema meines Gesprächs mit dem Herrn Rechnungshofpräsidenten, als ich Präsidentin des OGH geworden bin –, dass die Richter, die ja mehr verdienen als das Kanzleipersonal, alles selbst machen müssen und dass man daher mehr Richter braucht, damit die Arbeit gemacht werden kann, während man beim Kanzleipersonal immer einschränkt. Das ist völlig ineffizient, völlig unvernünftig. Der Herr Rechnungshofpräsident hat das damals absolut verstanden. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Steinacker: Warum soll es nicht mehr funktionieren? Es wird kein Richter eingespart!
Warum ist der Rechtsstaat gefährdet? – Weil der Rechtsstaat auf dem Vertrauen in eine funktionierende Justiz aufbaut, und dieses Vertrauen ist erschüttert worden. (Abg. Steinacker: Warum soll es nicht mehr funktionieren? Es wird kein Richter eingespart!) Frau Abgeordnete Steinacker! Wenn nun nicht mehr sichergestellt ist (Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das?), dass Richterinnen, wenn sie in Karenz gehen, vertreten werden (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das? Wo steht das?), dann dauern die Verfahren wesentlich länger, denn diese Posten, dieser Überstand soll nicht mehr besetzt werden.
Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das?
Warum ist der Rechtsstaat gefährdet? – Weil der Rechtsstaat auf dem Vertrauen in eine funktionierende Justiz aufbaut, und dieses Vertrauen ist erschüttert worden. (Abg. Steinacker: Warum soll es nicht mehr funktionieren? Es wird kein Richter eingespart!) Frau Abgeordnete Steinacker! Wenn nun nicht mehr sichergestellt ist (Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das?), dass Richterinnen, wenn sie in Karenz gehen, vertreten werden (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das? Wo steht das?), dann dauern die Verfahren wesentlich länger, denn diese Posten, dieser Überstand soll nicht mehr besetzt werden.
neuerliche Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das? Wo steht das?
Warum ist der Rechtsstaat gefährdet? – Weil der Rechtsstaat auf dem Vertrauen in eine funktionierende Justiz aufbaut, und dieses Vertrauen ist erschüttert worden. (Abg. Steinacker: Warum soll es nicht mehr funktionieren? Es wird kein Richter eingespart!) Frau Abgeordnete Steinacker! Wenn nun nicht mehr sichergestellt ist (Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das?), dass Richterinnen, wenn sie in Karenz gehen, vertreten werden (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Wer sagt das? Wo steht das?), dann dauern die Verfahren wesentlich länger, denn diese Posten, dieser Überstand soll nicht mehr besetzt werden.
Abg. Rädler: Nachhilfe!
Erklären Sie mir, wie das jetzt geschehen soll (Abg. Rädler: Nachhilfe!), da es ja geheißen hat, man wird das aus den Rücklagen abdecken! (Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!) Diese Rücklagen, das ist kein Geld, das im Ministerium liegt (Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!), das ist nicht wie bei einem Unternehmen, wo jemand etwas gespart hat, und dann hat er das Geld da liegen und kann es dafür verwenden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!) Das sind nicht ausgenützte Budgetposten, die bisher nicht budgetwirksam geworden sind, die auch nicht defizitwirksam geworden sind. Die sind bisher nicht finanziert. (Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!) – Aber das wird nicht ausreichen!
Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!
Erklären Sie mir, wie das jetzt geschehen soll (Abg. Rädler: Nachhilfe!), da es ja geheißen hat, man wird das aus den Rücklagen abdecken! (Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!) Diese Rücklagen, das ist kein Geld, das im Ministerium liegt (Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!), das ist nicht wie bei einem Unternehmen, wo jemand etwas gespart hat, und dann hat er das Geld da liegen und kann es dafür verwenden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!) Das sind nicht ausgenützte Budgetposten, die bisher nicht budgetwirksam geworden sind, die auch nicht defizitwirksam geworden sind. Die sind bisher nicht finanziert. (Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!) – Aber das wird nicht ausreichen!
Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!
Erklären Sie mir, wie das jetzt geschehen soll (Abg. Rädler: Nachhilfe!), da es ja geheißen hat, man wird das aus den Rücklagen abdecken! (Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!) Diese Rücklagen, das ist kein Geld, das im Ministerium liegt (Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!), das ist nicht wie bei einem Unternehmen, wo jemand etwas gespart hat, und dann hat er das Geld da liegen und kann es dafür verwenden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!) Das sind nicht ausgenützte Budgetposten, die bisher nicht budgetwirksam geworden sind, die auch nicht defizitwirksam geworden sind. Die sind bisher nicht finanziert. (Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!) – Aber das wird nicht ausreichen!
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!
Erklären Sie mir, wie das jetzt geschehen soll (Abg. Rädler: Nachhilfe!), da es ja geheißen hat, man wird das aus den Rücklagen abdecken! (Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!) Diese Rücklagen, das ist kein Geld, das im Ministerium liegt (Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!), das ist nicht wie bei einem Unternehmen, wo jemand etwas gespart hat, und dann hat er das Geld da liegen und kann es dafür verwenden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!) Das sind nicht ausgenützte Budgetposten, die bisher nicht budgetwirksam geworden sind, die auch nicht defizitwirksam geworden sind. Die sind bisher nicht finanziert. (Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!) – Aber das wird nicht ausreichen!
Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!
Erklären Sie mir, wie das jetzt geschehen soll (Abg. Rädler: Nachhilfe!), da es ja geheißen hat, man wird das aus den Rücklagen abdecken! (Abg. Rädler: Sie kriegen dann Nachhilfe!) Diese Rücklagen, das ist kein Geld, das im Ministerium liegt (Abg. Steinacker: Das wissen wir, aber ...!), das ist nicht wie bei einem Unternehmen, wo jemand etwas gespart hat, und dann hat er das Geld da liegen und kann es dafür verwenden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Jarolim: Bitte sich vorher zu informieren, Frau Kollegin Steinacker!) Das sind nicht ausgenützte Budgetposten, die bisher nicht budgetwirksam geworden sind, die auch nicht defizitwirksam geworden sind. Die sind bisher nicht finanziert. (Abg. Steinacker: Aber der Finanzminister hat gesagt, dass ...!) – Aber das wird nicht ausreichen!
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Das, was mich am meisten stört, ist diese Verunsicherung, zu der das geführt hat. Die Verunsicherung wurde durch den Herrn Justizminister herbeigeführt. Zuerst hieß es, das Erwachsenenschutzgesetz geht mit 1. Juli nicht – das heißt, die Missstände im Sachwalterschaftsbereich bleiben bestehen. Dann hieß es, nein, es wird doch gehen. Dann hieß es, wir können diese Vertretungen nicht mehr sicherstellen. Dann hieß es, die Rechtspraktikanten können jetzt nicht mehr aufgenommen werden. Das ist eine permanente Verunsicherung, und damit wird das Vertrauen in den Rechtsstaat, in die Justiz geschädigt – und das haben Sie zu vertreten. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Und all das – und das stört mich am allermeisten – vor dem Hintergrund der höchsten Gerichtsgebühren in Europa! Die Justiz, die Gerichtsbarkeit nimmt 1,2 Milliarden Euro an Gebühren ein und kostet 1 Milliarde. Erklären Sie jemandem, der ein Verfahren bei Gericht hat, also einem Gebührenzahler: Leider, das kann nicht so schnell durchgeführt werden, weil wir kein Geld haben. Sie zahlen zwar mehr, als das Verfahren kostet, aber – es ist nun einmal so – das fließt ins Budget. – Erklären Sie das! Ich fürchte, Sie werden nicht auf allzu viel Verständnis stoßen. – Danke. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wenn man jetzt den Rednern der Oppositionsparteien zugehört hat, dann glaubt man ja tatsächlich, dass die Justiz ab sofort nicht mehr funktionsfähig ist. Und das, muss ich sagen, ist in Wirklichkeit viel problematischer als die ganze Diskussion darüber, ob wir in Zukunft mehr oder weniger finanzielle Möglichkeiten haben werden, denn das verunsichert tatsächlich die Bevölkerung. Ich finde es auch unverantwortlich, dass Sie sich hier herausstellen und so tun, als würde die Justiz nicht mehr funktionieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ja, die Justiz hat große Herausforderungen zu bewältigen, das stimmt. Es wird das Erwachsenenschutzgesetz ab 1. Juli 2018 in Kraft treten; das wird Planstellen, also Richter, binden. Allerdings gehen auch da die Zahlen, die genannt werden, weit auseinander. Behauptet wurde, es wird 70 Richter binden; das Justizministerium hingegen geht davon aus, dass es jetzt am Anfang einmal etwa 13 sein werden, weil ja nicht jede Sachwalterschaft überprüft werden muss. Wir haben das Sicherheitspaket, die Verschärfung im Strafrecht, wo es um Gewalt- und Sexualdelikte geht; das wird möglicherweise oder wahrscheinlich zu mehr Verurteilungen führen, das ist vollkommen richtig. Und wir haben das Thema des Strafvollzugs, der schon in den letzten Jahren chronisch unterbesetzt ist und wo es vor allem zu immer mehr Ausschreitungen gegen die Justizwachebeamten kommt, wogegen wir unbedingt etwas tun müssen. Deswegen erfolgt hier auch eine Aufstockung der Planstellen um 100 zusätzliche Justizwachebeamte – ein ganz wichtiger Schritt, damit dort die Arbeit ordnungsgemäß durchgeführt werden kann und damit die Sicherheit der Justizwachebeamten gewährleistet ist –, und auch deren Ausrüstung wird verbessert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben es uns zum Ziel gemacht, mit möglichst geringem Aufwand die Qualität der Rechtsprechung und des Strafvollzugs aufrechtzuerhalten, und genau das wird mit diesem Budget umgesetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sind nicht die miesmacherischen oder schlechtredenden Worte der Opposition, sondern das sind die Worte der Betroffenen. Ich meine schon, dass die Mehrheitsfraktionen gut beraten wären, auf sie zu hören. Ich übe meinen Beruf in der Justiz seit 25 Jahren aus und ich sehe bei allen Versprechungen des Justizprogramms oder bei dem, was im Regierungsprogramm einschlägig ist, keinen einzigen Zug, der zur Realisierung der dort angekündigten Ziele führt. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Nehmen wir drei Beispiele her: Im Regierungsprogramm ist die Rede davon, dass die Verfahrensdauer verkürzt werden soll. Was finden wir aber in den Wirkungszielen des Budgets? – Österreich ist derzeit bei der Verfahrensdauer für streitige Scheidungen an achter Stelle. Was ist nach dem Bundesvoranschlag das Ziel für 2020? – Wir sollen auf den zehnten Platz im internationalen Vergleich sinken. Auf die Frage an den Justizminister, wie denn das sein kann, hat er gesagt: Na ja, alle anderen Länder strengen sich an, aber wir haben dafür nicht das Geld. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!) Also eine größere Niederlage diesbezüglich kann man sich vonseiten der Regierung kaum vorstellen.
Zwischenruf bei der FPÖ.
„Iudex non calculat.“ – Der Richter rechnet nicht. Inzwischen mussten die Richter ausrechnen, dass zwölf Polizeipferde so viel kosten wie 36 Staatsanwälte. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie sollten auch Ihre Rechenaufgaben machen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
„Iudex non calculat.“ – Der Richter rechnet nicht. Inzwischen mussten die Richter ausrechnen, dass zwölf Polizeipferde so viel kosten wie 36 Staatsanwälte. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie sollten auch Ihre Rechenaufgaben machen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf heute meinen Ministerkollegen Josef Moser im Hohen Haus vertreten, der sich nach seinem Krankenhausaufenthalt bereits auf dem Wege der Besserung befindet und nächste Woche seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Lassen Sie mich nun kurz auf die wichtigsten Punkte des Budgets des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz eingehen: Es wird zu keiner Reduktion von Planstellen im richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Bereich kommen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Dies ist vor allem auch im Zusammenhang mit dem festgelegten Inkrafttreten des Erwachsenenschutzgesetzes mit 1. Juli 2018 und den sich daraus ergebenden, auf die Richterschaft zukommenden neuen Aufgaben ein besonderes Anliegen für Minister Moser. Auch betont werden muss, dass die österreichische Justiz ihren gesetzlichen Verpflichtungen natürlich weiterhin nachkommen wird und Rechtspraktikanten aufgenommen werden, wie das bisher auch üblich war. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Lassen Sie mich nun kurz auf die wichtigsten Punkte des Budgets des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz eingehen: Es wird zu keiner Reduktion von Planstellen im richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Bereich kommen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Dies ist vor allem auch im Zusammenhang mit dem festgelegten Inkrafttreten des Erwachsenenschutzgesetzes mit 1. Juli 2018 und den sich daraus ergebenden, auf die Richterschaft zukommenden neuen Aufgaben ein besonderes Anliegen für Minister Moser. Auch betont werden muss, dass die österreichische Justiz ihren gesetzlichen Verpflichtungen natürlich weiterhin nachkommen wird und Rechtspraktikanten aufgenommen werden, wie das bisher auch üblich war. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Im Ergebnis werden mit dem Budget des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz für die Jahre 2018 und 2019 die Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit gesichert sein. Es wird möglich sein, wesentliche, für unser Land notwendige Reformprojekte umzusetzen, und dies werden das Ressort und das Ministerium gemeinsam auch bestmöglich tun. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Abschaffung des Artikels 12 der Bundesverfassung ist eine der ersten Maßnahmen, die wir treffen müssen. Es macht keinen Sinn, dass wir hier ein Grundsatzgesetz beschließen und neun Landtage zusätzlich auch noch jeweils ein Ausführungsgesetz beschließen. Es ist notwendig, mit diesem Unsinn, der nur mehr aus der Geschichte des Ersten Weltkriegs, aus dem Misstrauen, das die Menschen untereinander gehabt haben, und aus dem Misstrauen der Institutionen untereinander verständlich ist, aufzuhören. Heute gilt es einen neuen Stil zu haben – einen neuen Stil, der heißt, Vertrauen zueinander und Eigenverantwortung zu haben. Diesen neuen Stil und diese neue Eigenverantwortung brauchen wir. Im System zu sparen heißt, die Verfassung zu entrümpeln, zu deregulieren und den Menschen die Möglichkeit zu geben, mehr für sich selbst herauszuholen und nicht dem System zu geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Daher ist es wichtig, die österreichische Verfassung zu entflechten, eine klare Aufgabenteilung und Aufgabenzuordnung vorzunehmen, die Abschaffung der Grundsatzgesetzgebung mit neun Ausführungsgesetzgebungen durchzuführen und die Ausgaben- und Einnahmenverantwortung zusammenzuführen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist ja heute schon des Öfteren erwähnt und die Wichtigkeit herausgestrichen worden, dass Rechtsstaatlichkeit etwas kostet. Ich sage das auch deshalb, weil der Streit um das Justizbudget von dieser Regierung ja öffentlich ausgetragen wurde, was das Vertrauen der Bevölkerung nicht hebt, ebenso wie die Ablösegerüchte um den Justizminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Justizwachebeamten haben keine große Lobby, man sieht sie nicht auf der Straße, sie werden weniger wahrgenommen, leisten aber genauso gute Arbeit wie die Gerichte und die Exekutive. Die Gefängnisse müssen aufgrund unserer hohen Maßstäbe auch sehr gut funktionieren, sonst bleibt einerseits die Rechtsstaatlichkeit auf der Strecke oder sie sind keine Orte der Resozialisierung, wie wir sie uns vorstellen und wie es im Interesse Österreichs ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Justiz finanziert sich im Wesentlichen selbst, nämlich durch die Gerichtsgebühren zu über 111 Prozent, das ist auch schon gesagt worden. Die Justiz muss ihr Geld zurückbekommen, damit der Rechtsstaat auch weiterhin ordentlich funktionieren kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Kollegin Ruth Becher, wenn man sich hierher stellt und betreffend die Justizwache repliziert, die in den letzten Jahren – unter der Kanzlerschaft der SPÖ – unter die Räder gekommen ist, und man keine einzige Planstelle - - (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) – Wer war denn Kanzler? Die Kanzlerschaft war in SPÖ-Hand, Sie haben den Regierungschef gestellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Betreiben Sie weiter Kindesweglegung, das ist ja Ihre Sache, wie Sie damit in der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit verlieren! (Abg. Jarolim: Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Kollegin Ruth Becher, wenn man sich hierher stellt und betreffend die Justizwache repliziert, die in den letzten Jahren – unter der Kanzlerschaft der SPÖ – unter die Räder gekommen ist, und man keine einzige Planstelle - - (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) – Wer war denn Kanzler? Die Kanzlerschaft war in SPÖ-Hand, Sie haben den Regierungschef gestellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Betreiben Sie weiter Kindesweglegung, das ist ja Ihre Sache, wie Sie damit in der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit verlieren! (Abg. Jarolim: Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Abg. Jarolim: Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Kollegin Ruth Becher, wenn man sich hierher stellt und betreffend die Justizwache repliziert, die in den letzten Jahren – unter der Kanzlerschaft der SPÖ – unter die Räder gekommen ist, und man keine einzige Planstelle - - (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) – Wer war denn Kanzler? Die Kanzlerschaft war in SPÖ-Hand, Sie haben den Regierungschef gestellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Betreiben Sie weiter Kindesweglegung, das ist ja Ihre Sache, wie Sie damit in der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit verlieren! (Abg. Jarolim: Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie sagen! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Herrn Brandstetter müssen Sie das sagen! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
gierung und haben nichts dagegen getan. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Herrn Brandstetter müssen Sie das sagen! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es gab auch eine Bundesministerin Berger, die auch nichts gegen diesen Überbelag gemacht hat.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordne- ten Becher, Jarolim und Vogl.
Ich komme jetzt auf das Budget zurück: Das Budget ist, wie schon unser Justizsprecher angesprochen hat, in gewissen Bereichen knapp kalkuliert. Ich gebe Ihnen auch recht, Kollegin Becher, wir haben 175 Planstellen in vier Monaten Regierungsbeteiligung geschaffen, das habt ihr in zehn Jahren nicht geschafft, keine Einzige mehr. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordne- ten Becher, Jarolim und Vogl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kuntzl.
Ich würde mich genieren, mich hierher zu stellen und eine Regierungsarbeit von vier Monaten zu kritisieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kuntzl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stöger: Wir wurden abgewählt?
Sie kritisieren hier alles und haben aber, und darum wurden Sie auch abgewählt, während Ihrer Regierungsbeteiligung nur versagt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stöger: Wir wurden abgewählt?) Das muss man einfach einmal so zur Kenntnis nehmen und auch der Bevölkerung sagen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Die Bevölkerung weiß das aber ohnedies. Sie stellen sich hierher und tun so, dass man fast annehmen könnte, die SPÖ hätte in den letzten 30 Jahren in diesem Land nicht den Kanzler gestellt, nicht regiert. (Abg. Plessl: Stimmt ja nicht! – Ruf bei der SPÖ: 30 Jahre?) Das ist ja eigentlich alles unglaublich, aber sei es, wie es sei.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Sie kritisieren hier alles und haben aber, und darum wurden Sie auch abgewählt, während Ihrer Regierungsbeteiligung nur versagt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stöger: Wir wurden abgewählt?) Das muss man einfach einmal so zur Kenntnis nehmen und auch der Bevölkerung sagen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Die Bevölkerung weiß das aber ohnedies. Sie stellen sich hierher und tun so, dass man fast annehmen könnte, die SPÖ hätte in den letzten 30 Jahren in diesem Land nicht den Kanzler gestellt, nicht regiert. (Abg. Plessl: Stimmt ja nicht! – Ruf bei der SPÖ: 30 Jahre?) Das ist ja eigentlich alles unglaublich, aber sei es, wie es sei.
Abg. Plessl: Stimmt ja nicht! – Ruf bei der SPÖ: 30 Jahre?
Sie kritisieren hier alles und haben aber, und darum wurden Sie auch abgewählt, während Ihrer Regierungsbeteiligung nur versagt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stöger: Wir wurden abgewählt?) Das muss man einfach einmal so zur Kenntnis nehmen und auch der Bevölkerung sagen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Die Bevölkerung weiß das aber ohnedies. Sie stellen sich hierher und tun so, dass man fast annehmen könnte, die SPÖ hätte in den letzten 30 Jahren in diesem Land nicht den Kanzler gestellt, nicht regiert. (Abg. Plessl: Stimmt ja nicht! – Ruf bei der SPÖ: 30 Jahre?) Das ist ja eigentlich alles unglaublich, aber sei es, wie es sei.
Abg. Vogl: Geh, geh, geh!
Von dieser Stelle aus wünsche ich auch dem Bundesminister gute Genesung. Ich denke, wir sind auf einem richtigen, guten Weg. Es ist natürlich nicht alles Gold, das wissen wir, das haben die Regierungsmitglieder hier auch zugegeben. (Abg. Vogl: Geh, geh, geh!) Aber Sie stellen sich hierher und tun einfach so, als hätten Sie mit der Justiz in den letzten Jahren so gar nichts zu tun gehabt und eigentlich eh immer alles gewusst. Jetzt tun Sie hier kund, dass Sie es gewusst haben, aber getan hat Ihre Partei, Kollegin Becher, herzlich wenig bis gar nichts. (Abg. Keck: Was ist das für eine Ansage?)
Abg. Keck: Was ist das für eine Ansage?
Von dieser Stelle aus wünsche ich auch dem Bundesminister gute Genesung. Ich denke, wir sind auf einem richtigen, guten Weg. Es ist natürlich nicht alles Gold, das wissen wir, das haben die Regierungsmitglieder hier auch zugegeben. (Abg. Vogl: Geh, geh, geh!) Aber Sie stellen sich hierher und tun einfach so, als hätten Sie mit der Justiz in den letzten Jahren so gar nichts zu tun gehabt und eigentlich eh immer alles gewusst. Jetzt tun Sie hier kund, dass Sie es gewusst haben, aber getan hat Ihre Partei, Kollegin Becher, herzlich wenig bis gar nichts. (Abg. Keck: Was ist das für eine Ansage?)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Es klingt dann etwas komisch für mich, wenn man sich hierher stellt und jetzt die guten Lösungen hätte, die man zehn Jahre nicht umgesetzt hat. Das muss ich wirklich sagen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.) Das sollte man, wenn man das Budget seriös kritisiert, nicht machen. Ich glaube, das haben Sie auch nicht notwendig, nämlich Sachen aufs Tapet zu bringen, bei denen man selbst jahrelang, jahrzehntelang weggeschaut hat und es einfach hat geschehen lassen. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Es klingt dann etwas komisch für mich, wenn man sich hierher stellt und jetzt die guten Lösungen hätte, die man zehn Jahre nicht umgesetzt hat. Das muss ich wirklich sagen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.) Das sollte man, wenn man das Budget seriös kritisiert, nicht machen. Ich glaube, das haben Sie auch nicht notwendig, nämlich Sachen aufs Tapet zu bringen, bei denen man selbst jahrelang, jahrzehntelang weggeschaut hat und es einfach hat geschehen lassen. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Abg. Duzdar: Die Message ist angekommen, es passt!
Sie haben den Justizwachebeamten einen Kuschelvollzug auferlegt. Sie haben probiert, Gelder für etwas zu verwenden, was der Justizwache bei der Bewältigung der Sicherheitsaufgaben nicht hilfreich war, weil Sie das Geld anders ausgegeben haben. Das wurde in Ihrer Kanzlerschaft beschlossen. (Abg. Duzdar: Die Message ist angekommen, es passt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Auf Wiedersehen!
In diesem Sinne wünsche ich weiterhin alles Gute. (Abg. Heinisch-Hosek: Auf Wiedersehen!) Ich glaube, das ist kein schlechtes Budget. Natürlich könnte es immer ein bisschen mehr sein. In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich weiterhin alles Gute. (Abg. Heinisch-Hosek: Auf Wiedersehen!) Ich glaube, das ist kein schlechtes Budget. Natürlich könnte es immer ein bisschen mehr sein. In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Harald, kannst du das bitte richtigstellen? Das sind so viele falsche Sachen! – Abg. Neubauer: Das ist eure Eigendefinition!
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! (Abg. Jarolim: Harald, kannst du das bitte richtigstellen? Das sind so viele falsche Sachen! – Abg. Neubauer: Das ist eure Eigendefinition!) Zum ersten Budget der schwarz-blauen Bundesregierung kann ich für das Kapitel Justiz nur sagen: mehr Schein als Sein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hammer und Rädler.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hammer und Rädler.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! (Abg. Jarolim: Harald, kannst du das bitte richtigstellen? Das sind so viele falsche Sachen! – Abg. Neubauer: Das ist eure Eigendefinition!) Zum ersten Budget der schwarz-blauen Bundesregierung kann ich für das Kapitel Justiz nur sagen: mehr Schein als Sein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hammer und Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sagt der Vizekanzler dazu? Was sagt der Bundeskanzler dazu? Was sagt der Justizminister dazu? – Die Lage ist sehr, sehr ernst, und unser Justizsprecher hat auch von der Zertrümmerung der österreichischen Justiz gesprochen. Die gesamte Bundesregierung hat diese Kürzungen abgenickt – abgenickt wie chinesische Hofmandarine. Das ist mir zu wenig, und das ist den Betroffenen der Justiz zu wenig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Bundeskanzler!
Diese Regierung setzt auf Maßnahmen, damit die Gerichtsverfahren durch die Kürzungen noch länger dauern. Opfer ist der österreichische Staatsbürger, der den Rechtsstaat mitunter braucht, um zu seinem Recht zu kommen. Der glücklose Justizminister, der die Probleme zwar erkannt hat und vorsichtig vom Vizekanzler unterstützt wurde, um mit dem Finanzminister neu zu verhandeln, wurde im Regen stehen gelassen. (Abg. Jarolim: Bundeskanzler!)
Abg. Gudenus: Woher kommen die? Die habt ihr reingeholt seit 2015! Das sind eure Freunde!
Die Lage in den Justizanstalten ist schlimm. Es gibt immer mehr problematische Häftlinge. (Abg. Gudenus: Woher kommen die? Die habt ihr reingeholt seit 2015! Das sind eure Freunde!) Es gibt ein Ansteigen der Gewaltbereitschaft. Schwere Aggressionen gegen die Justizwache nehmen zu.
Beifall bei der SPÖ.
Diese Einsparungen werden nicht helfen, die großen Probleme in den Justizanstalten zu lösen. Im Gegenteil! Der Bundesminister für den öffentlichen Dienst zeigt wenig Verständnis für die schwierige Lage der Justizwache, eine Justizwache, die tagtäglich, mitunter bei großen Risiken, dem österreichischen Staat dient. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn möchte ich im Namen meiner Fraktion unserem Justizminister Josef Moser die besten Genesungswünsche übermitteln. Er befindet sich schon auf dem Weg der Besserung und wir alle freuen uns, wenn er bald wieder zu Besuch in diesem Haus sein wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Lassen Sie mich nun Grundsätzliches festhalten: Es gibt nichts Unsozialeres, als jahrzehntelang Schulden zu machen. Ich danke im Namen der Jugend unserem Finanzminister Löger sehr dafür, dass er dieser Schuldenpolitik ein Ende setzt. Ich freue mich besonders als junge Abgeordnete, dieses Budget mitbeschließen zu dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... war aber schon geplant!
Das ist reine Panikmache. Ich halte absolut nichts davon. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... war aber schon geplant!) Fakt ist, dass die Zahl der Rechtspraktikanten gestiegen ist. 2017 waren es durchschnittlich 746 Praktikantinnen und Praktikanten, Anfang dieses Jahres bereits 889, und allein im März 2018 waren es schon 976. Uns allen ist klar, dass das zu einem Mehraufwand führt, der, wie wir heute schon gehört haben, über Rücklagen bedeckt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist reine Panikmache. Ich halte absolut nichts davon. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... war aber schon geplant!) Fakt ist, dass die Zahl der Rechtspraktikanten gestiegen ist. 2017 waren es durchschnittlich 746 Praktikantinnen und Praktikanten, Anfang dieses Jahres bereits 889, und allein im März 2018 waren es schon 976. Uns allen ist klar, dass das zu einem Mehraufwand führt, der, wie wir heute schon gehört haben, über Rücklagen bedeckt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich traue mich zu behaupten, dass der österreichische Juristennachwuchs sehr gut ist. Uns als gesetzgebendem Organ muss es besonders wichtig sein, dass wir auch den exzellenten Nachwuchs nicht ziehen lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Gerichtspraxis steht seit mehr als 150 Jahren Absolventinnen und Absolventen offen. Das wird auch in Zukunft so sein, trotz aller Spekulationen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist in diesem Budget nicht vorgesehen und damit ist es ein abermaliges Grablicht anstatt eines Leuchtturms. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Wir haben hier eingehend die Debatte geführt, wer denn theoretisch der Urheber sein könnte. Urheber sind mitunter jene, Herr Kollege Jarolim, die hier von irgendwelchen Staatsanwaltschaftsabteilungen reden, die angeblich für 16 Staatsanwälte nur eine Mitarbeiterin haben. Tatsächlich sind es an jener Stelle 23. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Hantiere ich mit solchen Zahlen, dann darf ich mich natürlich nicht wundern, wenn am Ende des Tages irgendwo ein paar Leute Fragezeichen in den Augen haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Herr Kollege Jarolim, es heißt zwar: „Iudex non calculat“, aber dem Anwalt sollten die Zahlen, die er verwendet, gelegentlich doch geläufig sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Nein, nein, Herr Kollege, das haben Sie verwendet. Wo immer Sie Ihre Zahlen herhaben, Sie tun auch als Abgeordneter gut daran, diese zu prüfen, bevor Sie sie hier ungeprüft verwenden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Kollege Jarolim, es heißt zwar: „Iudex non calculat“, aber dem Anwalt sollten die Zahlen, die er verwendet, gelegentlich doch geläufig sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Nein, nein, Herr Kollege, das haben Sie verwendet. Wo immer Sie Ihre Zahlen herhaben, Sie tun auch als Abgeordneter gut daran, diese zu prüfen, bevor Sie sie hier ungeprüft verwenden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Das, was Sie und Ihre Fraktion hier tun, ist eine Skandalisierung, eine Handlungsunfähigkeit der Justiz herbeizureden, die vollkommen falsch ist. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Herr Kollege Jarolim, wir sind hier im Parlament und nicht in einem Sektor eines Fußballstadions!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.
Die österreichische Justiz arbeitet gut und hart. Die Arbeit der Justiz hat Qualität, eine Qualität, die Ihren Zwischenrufen, Herr Kollege Jarolim, auch nicht schaden könnte. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und weil wir auf diese Justiz stolz sind, die die Aufgabe der Rechtsprechung hat, die für die Schaffung der Rechtssicherheit, aber auch für die Ausbildung – wie Kollegin Jachs richtig bemerkt hat – unserer jungen, guten juristischen Talente, die wir in allen Bereichen des Staates, aber auch in der Wirtschaft brauchen, zuständig ist, werden wir, meine Damen und Herren, jeden Meter gehen und jeden Schritt tun, damit die Qualität dieser Justiz erhalten bleibt. Darauf können Sie sich verlassen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Kern...!
Abgeordneter Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Zusammenfassend sind im Bereich der Justiz folgende Dinge festzuhalten: Nach dem Ende der Budgetverhandlungen gibt es eine öffentliche Debatte zwischen dem zuständigen Bundesminister und dem Bundesminister für Finanzen um Budgetanpassungen. Der Vizekanzler mengt sich ein, das Ergebnis ist ein aus unserer Sicht höchst fragwürdiges. (Ruf bei der ÖVP: Kern...!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn man das Justizbudget als solches betrachtet, dann kann ich Ihnen in einem Punkt recht geben: Die Justiz funktioniert gut, aber nicht wegen Ihrer Budgetierung, sondern trotz Ihrer Budgetierung. In diesem Fall passt der Satz: Sie sparen im System, aber zum Nachteil der Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Mein Gott, war das tief! Schämen Sie sich! – Abg. Jarolim: Eine hervorragende Rede!
Herr Kollege Gerstl, wenn Sie hier Verfassungsreformen in dieser Form andiskutieren möchten, dann sind wir gerne zu Gesprächen bereit, aber die Verfassung von 1934 wird es nicht wieder geben, auch wenn das dem Wunschbild der ÖVP entsprechen würde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Mein Gott, war das tief! Schämen Sie sich! – Abg. Jarolim: Eine hervorragende Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wünschen sich, dass die Grenzkontrollen fortgesetzt werden, aber selbst die Polizisten wünschen sich, dass diese nicht fortgesetzt werden und man die Stadtpolizeikommanden mit Personal aufstockt. Man muss sich anschauen, wie die einzelnen PIs ausschauen, wie es mit der Sanierung ausschaut. Da ist sehr, sehr viel zu tun, und ich denke, da könnten diese 900 000 Euro, die Sie für die Pferde eingeplant haben, wesentlich sinnvoller und direkt bei den Polizistinnen und Polizisten eingesetzt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll
Wir haben es gerade von der Vorrednerin gehört, es gibt eine Erhöhung um 122 Millionen Euro, das Gesamtbudget wird 2,84 Milliarden Euro betragen. Das ist insofern notwendig, da hier in der Vergangenheit nicht immer so optimal gearbeitet wurde, wie man hätte arbeiten sollen. Das ist sicherlich auch jener Kraft geschuldet, die sich heute auf der Oppositionsbank wiederfindet (Zwischenruf des Abg. Noll), denn wir wissen aus der Vergangenheit, dass Sicherheitspolitik gerade bei der SPÖ nicht unbedingt richtig aufgehoben ist und Sicherheitspolitik bei der SPÖ keinen allzu großen Stellenwert genießt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Greiner.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Greiner.
Wir haben es gerade von der Vorrednerin gehört, es gibt eine Erhöhung um 122 Millionen Euro, das Gesamtbudget wird 2,84 Milliarden Euro betragen. Das ist insofern notwendig, da hier in der Vergangenheit nicht immer so optimal gearbeitet wurde, wie man hätte arbeiten sollen. Das ist sicherlich auch jener Kraft geschuldet, die sich heute auf der Oppositionsbank wiederfindet (Zwischenruf des Abg. Noll), denn wir wissen aus der Vergangenheit, dass Sicherheitspolitik gerade bei der SPÖ nicht unbedingt richtig aufgehoben ist und Sicherheitspolitik bei der SPÖ keinen allzu großen Stellenwert genießt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Greiner.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Ich darf da nur an das Jahr 2015 erinnern, in dem Sie gezeigt haben, was für die SPÖ Sicherheitspolitik in Österreich bedeutet. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Zwischenruf des Abg. Plessl
Das heißt, die Prioritäten werden richtiggestellt. Es kommt zu einer Planstellenvermehrung im Bereich der Exekutive, etwas, das die Freiheitliche Partei seit Jahren gefordert hat (Zwischenruf des Abg. Plessl), wogegen Sie vonseiten der SPÖ sich seit Jahren gewehrt haben, da Sie der Meinung waren, dass das gar nicht notwendig sei.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihre Politik, die Sie über Jahre hinweg verfolgt haben, und dieser Politik wurde bei der Wahl eine Ablehnung erteilt, diese Politik wurde abgewählt. Das muss man ganz einfach zur Kenntnis nehmen. Ich weiß, dass es schwierig ist für Sie. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Noll: Zur Sache!
Ich möchte mich auch bei Herrn Minister Kickl dafür bedanken, dass das neue Fremdenrechtsgesetz jetzt endlich auf dem Weg ist, durch das es auch dazu kommen wird, dass straffällige Asylwerber von der Strafhaft direkt in Schubhaft kommen. Das ist ebenfalls deutlich gezeigte freiheitliche Politik, wie wir es gefordert haben, wie Sie es seit Jahren verhindert haben und wo einfach mit der SPÖ kein Fortkommen war. (Abg. Noll: Zur Sache!)
Zwischenruf der Abg. Duzdar
Zusammengefasst kann man sagen: Diese Bundesregierung setzt neue Prioritäten im Bereich der Sicherheitspolitik. Sie setzt neue Prioritäten im Bereich der Polizei. Sie setzt neue Prioritäten im Bereich von Asyl und Migration, und es ist gut, dass diese Bundesregierung diese neuen Prioritäten setzt (Zwischenruf der Abg. Duzdar), denn hätten wir auf dem Weg weitergemacht, den Sie in den vergangenen Jahren eingeschlagen haben, dann würden wir uns langsam, aber sicher auf den gesellschaftspolitischen Abgrund zubewegen.
Abg. Loacker: Sie sollten sich bei Kickl bedanken!
Das möchte niemand in diesem Haus. Sie wollten es vielleicht, das mag sein, die Mehrheit in diesem Haus will es nicht. Es ist gut, dass es passiert, und ich bedanke mich auch ausdrücklich bei Bundesminister Kickl dafür, dass er die Verantwortung übernimmt und nicht nur aus der zweiten oder dritten Reihe irgendwelche wohlmeinenden Meinungen von sich gibt und dazwischenruft. (Abg. Loacker: Sie sollten sich bei Kickl bedanken!) Es wäre vernünftig gewesen, wenn Sie in den vergangenen Jahren gezeigt hätten, wie man ordentliche Sicherheitspolitik in diesem Land macht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Loacker.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Loacker.
Das möchte niemand in diesem Haus. Sie wollten es vielleicht, das mag sein, die Mehrheit in diesem Haus will es nicht. Es ist gut, dass es passiert, und ich bedanke mich auch ausdrücklich bei Bundesminister Kickl dafür, dass er die Verantwortung übernimmt und nicht nur aus der zweiten oder dritten Reihe irgendwelche wohlmeinenden Meinungen von sich gibt und dazwischenruft. (Abg. Loacker: Sie sollten sich bei Kickl bedanken!) Es wäre vernünftig gewesen, wenn Sie in den vergangenen Jahren gezeigt hätten, wie man ordentliche Sicherheitspolitik in diesem Land macht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Loacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Das haben Sie aber nicht gemacht. Ganz im Gegenteil! Sie haben dafür gesorgt, dass wir einen Sicherheitsnotstand haben, und diese Bundesregierung sorgt jetzt eben dafür, dass dieser Sicherheitsnotstand behoben wird und wir in eine gute Zukunft gehen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Ein toller Wortwitz, haha!
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Pferde oder Staatsanwälte, was ist zentraler für unseren Rechtsstaat und die Sicherheit in diesem Land – berittene Polizei in Wien oder eine schlagkräftige Ermittlungsbehörde im Kampf gegen Kriminalität? Ich muss auf diesem Beispiel herumreiten (Abg. Rosenkranz: Ein toller Wortwitz, haha!), denn es geht um 900 000 Euro für den Probebetrieb der Polizeikavallerie in Wien, und die Richtervereinigung hat schon vorgerechnet, dass wir für dieses hanebüchene Projekt der zwölf Pferde in Kauf nehmen, auf 36 Staatsanwälte zu verzichten. Dieses Beispiel passt ins große Bild. (Abg. Rosenkranz: Ich hab gar nicht gewusst, dass der Herr Bundesminister Staatsanwälte hat!)
Abg. Rosenkranz: Ich hab gar nicht gewusst, dass der Herr Bundesminister Staatsanwälte hat!
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Pferde oder Staatsanwälte, was ist zentraler für unseren Rechtsstaat und die Sicherheit in diesem Land – berittene Polizei in Wien oder eine schlagkräftige Ermittlungsbehörde im Kampf gegen Kriminalität? Ich muss auf diesem Beispiel herumreiten (Abg. Rosenkranz: Ein toller Wortwitz, haha!), denn es geht um 900 000 Euro für den Probebetrieb der Polizeikavallerie in Wien, und die Richtervereinigung hat schon vorgerechnet, dass wir für dieses hanebüchene Projekt der zwölf Pferde in Kauf nehmen, auf 36 Staatsanwälte zu verzichten. Dieses Beispiel passt ins große Bild. (Abg. Rosenkranz: Ich hab gar nicht gewusst, dass der Herr Bundesminister Staatsanwälte hat!)
Abg. Rosenkranz: Der Herr Innenminister soll bei der Justiz auch einmal was machen!
Das tun Sie mit Ihrem populistischen Fokus auf die Stärkung der Exekutive, indem Sie dem Innenministerium das Budget für eine Aufstockung um rund 4 000 Planstellen bis 2022 geben, aber bei der ächzenden Justiz sparen, mit einem Minus von 450 Richtern, Staatsanwälten und Kanzleikräften bis 2022. (Abg. Rosenkranz: Der Herr Innenminister soll bei der Justiz auch einmal was machen!)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz.
Daher muss ich leider mit meinem vielgeliebten Zitat von Karl Valentin schließen: „Nieder mit dem Verstand – es lebe der Blödsinn!“ (Beifall bei NEOS und Liste Pilz.)
Abg. Jarolim: Blockadeverfassung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Noll: Blockadeverfassung!
zunächst auf Herrn Kollegen Dr. Feichtinger replizieren, weil es mich doch einigermaßen erstaunt hat, dass er uns als Volkspartei Sympathien mit der Verfassung aus 1934 unterstellt hat. (Abg. Jarolim: Blockadeverfassung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Noll: Blockadeverfassung!) – Zunächst einmal, Herr Dr. Feichtinger, das reiht sich leider in mehrere Aussagen aus Ihrer Fraktion ein, die schon von einem mangelnden Geschichtsbewusstsein zeugen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger, Noll und Kuntzl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger, Noll und Kuntzl.
zunächst auf Herrn Kollegen Dr. Feichtinger replizieren, weil es mich doch einigermaßen erstaunt hat, dass er uns als Volkspartei Sympathien mit der Verfassung aus 1934 unterstellt hat. (Abg. Jarolim: Blockadeverfassung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Noll: Blockadeverfassung!) – Zunächst einmal, Herr Dr. Feichtinger, das reiht sich leider in mehrere Aussagen aus Ihrer Fraktion ein, die schon von einem mangelnden Geschichtsbewusstsein zeugen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger, Noll und Kuntzl.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Die Verfassung von 1934 ist Ihnen nicht bekannt?! Lernen Sie Geschichte!
Erstens ist mir eine Verfassung aus 1920 bekannt, aus 1934 in der Form nicht. Im Übrigen haben wir für die Vorgänge von 1934 keine Sympathien, das möchte ich Ihnen auch in aller Deutlichkeit sagen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Die Verfassung von 1934 ist Ihnen nicht bekannt?! Lernen Sie Geschichte!) Aber es reiht sich in so ähnliche Aussagen ein wie wir wären jetzt eine Führerpartei. – Auch das zeugt von, sage ich Ihnen, mangelndem Geschichtsbewusstsein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn Ihnen eine Verfassung aus 1934 nicht bekannt ist, wieso replizieren Sie dann darauf? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn Ihnen eine Verfassung aus 1934 nicht bekannt ist, wieso replizieren Sie dann darauf? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Erstens ist mir eine Verfassung aus 1920 bekannt, aus 1934 in der Form nicht. Im Übrigen haben wir für die Vorgänge von 1934 keine Sympathien, das möchte ich Ihnen auch in aller Deutlichkeit sagen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Die Verfassung von 1934 ist Ihnen nicht bekannt?! Lernen Sie Geschichte!) Aber es reiht sich in so ähnliche Aussagen ein wie wir wären jetzt eine Führerpartei. – Auch das zeugt von, sage ich Ihnen, mangelndem Geschichtsbewusstsein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn Ihnen eine Verfassung aus 1934 nicht bekannt ist, wieso replizieren Sie dann darauf? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zweitens: Wenn eine wesentliche Führungspersönlichkeit aus Ihrer Fraktion, Herr Dr. Feichtinger, den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Vizekanzler als zwei Besoffene bezeichnet, dann ist das genau jene Herabwürdigung des politischen Mitbewerbers, gegen die Sie früher immer glaubwürdig aufgetreten sind. Leider tun Sie das heute nicht mehr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist dann schon Folgendes bezeichnend: Frau Kollegin Lueger als Sicherheitssprecherin der Sozialdemokratie hat ja hier selbst aufgelistet, was in absehbarer Zeit alles kommen wird: Schutzwesten, Schutzhelme, Langwaffen, Mobiltelefone, iPads für die Polizeiinspektionen, und wenn dann die einzige Kritik ist, dass das leider nicht schon im Mai, sondern erst im Oktober kommt – na ja, ich würde sagen, mit dieser Kritik können wir ganz gut leben, meine Damen und Herren, das ist in Ordnung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Sicherheit ist uns ein Anliegen. Ich gehe davon aus, dass sie allen Parteien im Hohen Haus ein hohes Gut und ein wichtiges Anliegen ist. Wir gehören zu den sichersten Ländern der Welt, und ich denke, dass das mit dieser in Zahlen gegossenen Politik im Rahmen des Bundesfinanzgesetzes für die Jahre 2018 und 2019 auch ausreichend dokumentiert ist. Herr Bundesminister, ich gratuliere Ihnen zu diesem Budget. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Höbart: Selbstverständlich, ja!
Mit dieser Rhetorik haben Sie für den Bereich der Sicherheit für das Innenressort 2,8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Sie sprechen ja selbst vom größten Sicherheitsbudget der Zweiten Republik. Daher habe ich mir auch erlaubt, mir genau anzusehen, welche Wirkungsziele Sie denn mit diesem Budget verfolgen. Schauen wir uns doch das subjektive Sicherheitsgefühl an, welches Sie zum wichtigsten Anliegen gemacht haben und welches Sie auch stärken wollen! (Abg. Höbart: Selbstverständlich, ja!)
Abg. Höbart: Die Rede hat der Peter Pilz geschrieben?
Beim größten Sicherheitsbudget der Zweiten Republik werden wir ja auch erwarten können, dass Sie Großes vorhaben. Beim genauen Blick auf Ihre Wirkungsziele merkt man aber, dass diese Ihre Ziele nicht nur ausgesprochen unambitioniert sind, sie sind auch des größten Sicherheitsbudgets der Zweiten Republik einfach unwürdig. Das überrascht insbesondere, wenn man sich die Kennzahlen zum subjektiven Sicherheitsgefühl anschaut, Ihrem wichtigsten Anliegen. Sie haben es nicht einmal für wert befunden, sich diese Ziele weiter zu stecken als im Vorjahr. (Abg. Höbart: Die Rede hat der Peter Pilz geschrieben?)
Abg. Rosenkranz: Es ist auch besser, die objektive Sicherheit zu stärken! Wir sind ja nicht bei einer Gefühlsdebatte!
Ganz im Gegenteil! Letztes Jahr war das subjektive Sicherheitsempfinden nach den Kennzahlen ja sogar höher als das, was Sie für 2018 und 2019 planen. Klar streben wir einen Wert an, der höher als 2015 ist. 2015 war auch ein sehr turbulentes Jahr. Aber im Vergleich zu 2016 und auch im längerfristigen Vergleich – ich habe mir ja die Zahlen seit 2011 angeschaut – haben Sie nicht vor, das Sicherheitsgefühl, das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, sondern im Gegenteil: Ihr Ziel ist niedriger als die tatsächlichen Werte vom letzten Jahr. (Abg. Rosenkranz: Es ist auch besser, die objektive Sicherheit zu stärken! Wir sind ja nicht bei einer Gefühlsdebatte!) – Vollkommen richtig, Herr Rosenkranz, wir sind nicht bei einer Gefühlsdebatte. Der Herr Innenminister hat ja auch zu Beginn, bei seiner Antrittsrede gesagt, die Sicherheitslage in Österreich sei sehr gut, aber das subjektive Empfinden eben nicht, und das müssen wir stärken. (Abg. Rosenkranz: Und wodurch? Durch objektive Sicherheit!) Und ich will Ihnen zeigen, dass der Herr Innenminister dieses eben nicht stärkt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rosenkranz: Und wodurch? Durch objektive Sicherheit!
Ganz im Gegenteil! Letztes Jahr war das subjektive Sicherheitsempfinden nach den Kennzahlen ja sogar höher als das, was Sie für 2018 und 2019 planen. Klar streben wir einen Wert an, der höher als 2015 ist. 2015 war auch ein sehr turbulentes Jahr. Aber im Vergleich zu 2016 und auch im längerfristigen Vergleich – ich habe mir ja die Zahlen seit 2011 angeschaut – haben Sie nicht vor, das Sicherheitsgefühl, das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, sondern im Gegenteil: Ihr Ziel ist niedriger als die tatsächlichen Werte vom letzten Jahr. (Abg. Rosenkranz: Es ist auch besser, die objektive Sicherheit zu stärken! Wir sind ja nicht bei einer Gefühlsdebatte!) – Vollkommen richtig, Herr Rosenkranz, wir sind nicht bei einer Gefühlsdebatte. Der Herr Innenminister hat ja auch zu Beginn, bei seiner Antrittsrede gesagt, die Sicherheitslage in Österreich sei sehr gut, aber das subjektive Empfinden eben nicht, und das müssen wir stärken. (Abg. Rosenkranz: Und wodurch? Durch objektive Sicherheit!) Und ich will Ihnen zeigen, dass der Herr Innenminister dieses eben nicht stärkt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ganz im Gegenteil! Letztes Jahr war das subjektive Sicherheitsempfinden nach den Kennzahlen ja sogar höher als das, was Sie für 2018 und 2019 planen. Klar streben wir einen Wert an, der höher als 2015 ist. 2015 war auch ein sehr turbulentes Jahr. Aber im Vergleich zu 2016 und auch im längerfristigen Vergleich – ich habe mir ja die Zahlen seit 2011 angeschaut – haben Sie nicht vor, das Sicherheitsgefühl, das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, sondern im Gegenteil: Ihr Ziel ist niedriger als die tatsächlichen Werte vom letzten Jahr. (Abg. Rosenkranz: Es ist auch besser, die objektive Sicherheit zu stärken! Wir sind ja nicht bei einer Gefühlsdebatte!) – Vollkommen richtig, Herr Rosenkranz, wir sind nicht bei einer Gefühlsdebatte. Der Herr Innenminister hat ja auch zu Beginn, bei seiner Antrittsrede gesagt, die Sicherheitslage in Österreich sei sehr gut, aber das subjektive Empfinden eben nicht, und das müssen wir stärken. (Abg. Rosenkranz: Und wodurch? Durch objektive Sicherheit!) Und ich will Ihnen zeigen, dass der Herr Innenminister dieses eben nicht stärkt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Katastrophe!
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich verstehe das nicht. Mit diesem vermeintlich größten Sicherheitsbudget der Zweiten Republik müsste einfach mehr drinnen sein. Aber vielleicht verfolgen Sie auch ganz andere Ziele. Vielleicht ist es Ihr Ziel, das subjektive Sicherheitsgefühl mit gezieltem Populismus weiter zu senken, um den Nährboden für weitere Wahlerfolge Ihrer Partei vorzubereiten. (Abg. Rädler: Katastrophe!) Oder setzen Sie sich die Ziele absichtlich so niedrig, sodass Sie sie am Ende problemlos erreichen können? Beide Möglichkeiten sprechen nicht für Sie. (Abg. Deimek: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die Sie gar nicht kennen, die Sie gar nicht für möglich halten!)
Abg. Deimek: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die Sie gar nicht kennen, die Sie gar nicht für möglich halten!
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich verstehe das nicht. Mit diesem vermeintlich größten Sicherheitsbudget der Zweiten Republik müsste einfach mehr drinnen sein. Aber vielleicht verfolgen Sie auch ganz andere Ziele. Vielleicht ist es Ihr Ziel, das subjektive Sicherheitsgefühl mit gezieltem Populismus weiter zu senken, um den Nährboden für weitere Wahlerfolge Ihrer Partei vorzubereiten. (Abg. Rädler: Katastrophe!) Oder setzen Sie sich die Ziele absichtlich so niedrig, sodass Sie sie am Ende problemlos erreichen können? Beide Möglichkeiten sprechen nicht für Sie. (Abg. Deimek: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die Sie gar nicht kennen, die Sie gar nicht für möglich halten!)
Abg. Rosenkranz: Sehr gut!
Lassen Sie mich noch ein paar Sätze zum Bundesvoranschlag zu Asyl und Migration sagen! Im Jahr 2018 sind für die Grundversorgung rund 300 Millionen Euro geplant und im Jahr 2019 50 Millionen Euro weniger. Das ist im Vergleich zur jetzigen Situation eine Halbierung der budgetären Mittel. (Abg. Rosenkranz: Sehr gut!)
Beifall bei der Liste Pilz.
gration und tragen weiter zur Spaltung der Gesellschaft bei. Ihre Sparpläne tragen Sie auf dem Rücken der Armen und der Ärmsten aus. Diese Menschengruppe kann dann bei der Wienwahl auch gut als Sündenbock herhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Abgeordneter Mag. Günther Kumpitsch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Zuhörer! Hohes Haus! Was mussten wir in den letzten Jahren alles erleben: nicht nur einen Verschleiß an Kanzlern, Vizekanzlern und Ministern, der wäre ja mehr oder weniger verschmerzbar gewesen, wenn sich da auch der Spruch: Etwas Besseres kommt nicht nach! bekräftigt hat – viel schlimmer aber ist, dass wir zum Leidwesen der Bevölkerung auch einen sicherheitspolizeilichen Kahlschlag erleben mussten, der die Exekutive voll traf. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen und vor allem Kollegin Zadić! Sie haben schon recht: Sie verstehen es einfach nicht. Tatsächlich ist der Tag heute ein Tag der Freude, denn wir haben tatsächlich das größte Sicherheitsbudget der Zweiten Republik. Es ist – und das verstehen Sie vielleicht nicht – ein Zeichen des Willens der Regierung und unseres Herrn Innenministers, unserer Bevölkerung den bestmöglichen Schutz vor Terroristen, vor Kriminellen, vor illegaler Migration und vor der Ausnützung des Sozialsystems zu geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Yılmaz: Genau deswegen!
Im Gegenzug – und das ist auch wichtig zu wissen – werden für den Bereich der Untergliederung Asyl und Migration 420 Millionen Euro veranschlagt. Diese Untergliederung wurde erstmals in die Darstellung aufgenommen und sorgt für Transparenz, damit man nun endlich sieht, wie viele Millionen Euro tatsächlich für Asyl und Migration verwendet werden. (Abg. Yılmaz: Genau deswegen!) – Genau deswegen. Gleichzeitig werden wir 40 Prozent weniger als im letzten Jahr für diesen Posten ausgeben, und eine weitere Reduzierung um 11,7 Prozent oder 370 Millionen Euro ist für das Jahr 2019 geplant. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Gegenzug – und das ist auch wichtig zu wissen – werden für den Bereich der Untergliederung Asyl und Migration 420 Millionen Euro veranschlagt. Diese Untergliederung wurde erstmals in die Darstellung aufgenommen und sorgt für Transparenz, damit man nun endlich sieht, wie viele Millionen Euro tatsächlich für Asyl und Migration verwendet werden. (Abg. Yılmaz: Genau deswegen!) – Genau deswegen. Gleichzeitig werden wir 40 Prozent weniger als im letzten Jahr für diesen Posten ausgeben, und eine weitere Reduzierung um 11,7 Prozent oder 370 Millionen Euro ist für das Jahr 2019 geplant. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, mit diesem Budget halten wir ein Versprechen, das wir der Bevölkerung gegeben haben, ein. Wir haben nun die budgetären Voraussetzungen geschaffen, die es uns ermöglichen, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten. Das ist der Anfang. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein nächster Schritt wird die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen sein, die es uns ermöglichen, die Kriminalität und illegale Migration wirksam zu bekämpfen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich richte meine ersten paar Worte ganz gezielt an die Opposition und darf Ihnen sagen, Sie brauchen sich überhaupt keine Sorgen zu machen, die Sicherheit des Landes und die Sicherheit der Bevölkerung ist bei dieser Bundesregierung und bei mir als Innenminister in den besten Händen, und ich glaube, Sie wissen das auch ganz genau. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – He-Rufe bei SPÖ und Liste Pilz.
Frau Abgeordnete Zadić, dass Sie nicht wissen, was ein Größer- und ein Kleinerzeichen ist und wie man das zu interpretieren hat, haben Sie schon im Ausschuss bewiesen. Ich habe gesehen, dass Sie diese Bildungslücke seit damals nicht geschlossen haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – He-Rufe bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Krisper, bitte seien Sie mir auch nicht böse, aber eigentlich müsste man von einer Juristin verlangen können, dass sie weiß, was die Zuständigkeit des Innenressorts und was die Zuständigkeit des Justizressorts ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krisper und Duzdar.
Suppe zu finden, weil Sie in Wahrheit wissen, dass es ein sehr, sehr gutes Sicherheitsbudget und ein großer Sprung für die Sicherheit in Österreich ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krisper und Duzdar.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar
Es ist einfach eine Tatsache, und die können Sie nicht wegdiskutieren, dass noch nie in der Geschichte dieser Republik eine Bundesregierung so viel Geld für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung ausgegeben hat, wie es diese Bundesregierung tut. Ich halte das eigentlich für eine Selbstverständlichkeit (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar) und ich glaube, dass wir dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen dadurch gerecht werden. Eigentlich würde ich mir erwarten, dass alle hier in diesem Haus begeistert zustimmen. Es ist eine Tatsache, dass noch nie einer Bundesregierung die Sicherheit der Menschen in diesem Land so viel wert gewesen ist, wie es diese Bundesregierung unter Beweis stellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Plessl: Ja, genau!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Plessl: Ja, genau!
Es ist einfach eine Tatsache, und die können Sie nicht wegdiskutieren, dass noch nie in der Geschichte dieser Republik eine Bundesregierung so viel Geld für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung ausgegeben hat, wie es diese Bundesregierung tut. Ich halte das eigentlich für eine Selbstverständlichkeit (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar) und ich glaube, dass wir dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen dadurch gerecht werden. Eigentlich würde ich mir erwarten, dass alle hier in diesem Haus begeistert zustimmen. Es ist eine Tatsache, dass noch nie einer Bundesregierung die Sicherheit der Menschen in diesem Land so viel wert gewesen ist, wie es diese Bundesregierung unter Beweis stellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Plessl: Ja, genau!)
Abg. Plessl: Wer: Sie?!
Ich sage Ihnen, dass wir das auch deshalb tun, weil wir aus Fehlern gelernt haben, die andere gemacht haben, wenn ich nur an rote Kanzlerschaften in Serie denke. Wir wetzen die Scharten aus, das, was Sie uns eingebrockt haben (Abg. Plessl: Wer: Sie?!), und wir gehen noch einen Schritt weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, dass wir das auch deshalb tun, weil wir aus Fehlern gelernt haben, die andere gemacht haben, wenn ich nur an rote Kanzlerschaften in Serie denke. Wir wetzen die Scharten aus, das, was Sie uns eingebrockt haben (Abg. Plessl: Wer: Sie?!), und wir gehen noch einen Schritt weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.
Wir schauen auch nach vorne und antizipieren Dinge, damit wir nicht von Entwicklungen und Ereignissen überrascht werden, von denen wir ganz genau wissen, dass sie auf uns zukommen. Ich glaube, dass das auch etwas ist, was sich die österreichische Bevölkerung erwartet. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es hat noch nie eine Bundesregierung gegeben, die die Zahl der Polizistinnen und Polizisten so massiv aufgestockt hat, die die Ausrüstung so massiv aufgestockt hat und die so darauf achtet, dass auch die entsprechend notwendige Qualitätssteigerung etwa im Bereich der Ausbildung erfolgt, wie es diese Bundesregierung tut. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Wir sind hier im Parlament, Sie sollten das Hohe Haus respektieren!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich denke, dass wir gerade auch diese letzte Maßnahme unseren Polizistinnen und Polizisten schuldig sind, denen, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr den Kopf für unser aller Sicherheit hinhalten. Vielleicht denken Sie auch darüber einmal nach, denn insgesamt wäre das doch alles auch für Sie ein Grund zur großen Freude. Ich darf Sie also einladen, sich aus dieser autosuggestiven Depressionsschleife, in die Sie sich da hineingeredet haben, wieder zu befreien und den Tatsachen ins Auge zu sehen. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Wir sind hier im Parlament, Sie sollten das Hohe Haus respektieren!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die großen Gewinnerinnen und Gewinner dieses Sicherheitsbudgets, das sind die Österreicherinnen und Österreicher, und das sollte für uns alle eigentlich ein Grund zur Freude sein. Die Österreicherinnen und Österreicher sind Gewinner, weil sie wieder Vertrauen in eine Regierung haben können, der es darum geht, dass die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung an erster Stelle steht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kuntzl: Kennen Sie den Sobotka?
Die Sicherheit ist ein Kerngeschäft des Staates, das ist nichts, was man nebenher betreiben kann, das ist nichts, was man so passieren lassen kann oder womit man gar schludrig umgeht, wie das manchmal in der Vergangenheit passiert ist. Nein, nein, da haben wir vonseiten dieser Bundesregierung eine andere Einstellung. (Abg. Kuntzl: Kennen Sie den Sobotka?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Noll: Warum entwürdigen Sie sich selbst mit einem derartigen Vokabular? – Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Plessl und Höbart.
wie es sie in der Vergangenheit etwa vonseiten einer abgewählten Kanzlerpartei gegeben hat, die den Menschen immer wieder erklärt, dass das, was sie wahrnehmen, überhaupt nicht den Tatsachen entspricht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Noll: Warum entwürdigen Sie sich selbst mit einem derartigen Vokabular? – Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Plessl und Höbart.) Die Menschen können wieder Vertrauen in eine Bundesregierung haben, die zwar spart, aber nicht an der falschen Stelle spart. Deshalb wird bei der Sicherheit nicht gespart, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Drozda.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Drozda.
wie es sie in der Vergangenheit etwa vonseiten einer abgewählten Kanzlerpartei gegeben hat, die den Menschen immer wieder erklärt, dass das, was sie wahrnehmen, überhaupt nicht den Tatsachen entspricht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Noll: Warum entwürdigen Sie sich selbst mit einem derartigen Vokabular? – Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Plessl und Höbart.) Die Menschen können wieder Vertrauen in eine Bundesregierung haben, die zwar spart, aber nicht an der falschen Stelle spart. Deshalb wird bei der Sicherheit nicht gespart, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Drozda.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar
Wenn Sie mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Stadt gehen und wenn Sie vielleicht auch den einen oder anderen Hotspot aufsuchen, dann werden Sie merken, dass sich seit den großen Entwicklungen rund um die Migrationsbewegung 2015 einiges in der Sicherheitslage Österreichs (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar) verändert hat: Messerattacken sind schon fast an der Tagesordnung, so wie wachsender religiöser Fanatismus und die Gewaltbereitschaft von Fremden, insbesondere auch gegenüber Exekutivbediensteten. Und dann gibt es auch neue Bedrohungsszenarien, die aus der rasanten Entwicklung im Internet und im Cyberbereich resultieren.
Abg. Duzdar: Das hat ja niemand bezweifelt! – Abg. Plessl: Das können wir bestätigen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage Ihnen, dass unsere Exekutive ausgezeichnete Arbeit leistet. (Abg. Duzdar: Das hat ja niemand bezweifelt! – Abg. Plessl: Das können wir bestätigen!) Die Aufklärungsquote ist auf einem Rekordhoch und in vielen, vielen Bereichen der Kriminalität gelingt es, die Entwicklungen in eine richtige Richtung zu bringen und sie zurückzudrängen. Ich gratuliere allen Polizistinnen und Polizisten dazu – und zwar genau deshalb, weil sie sich all das mühsam erarbeiten und in manchen Bereichen auch erkämpfen müssen, gegen Rahmenbedingungen, die eben nicht so sind, wie sie in vielen Fällen sein sollten. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage Ihnen, dass unsere Exekutive ausgezeichnete Arbeit leistet. (Abg. Duzdar: Das hat ja niemand bezweifelt! – Abg. Plessl: Das können wir bestätigen!) Die Aufklärungsquote ist auf einem Rekordhoch und in vielen, vielen Bereichen der Kriminalität gelingt es, die Entwicklungen in eine richtige Richtung zu bringen und sie zurückzudrängen. Ich gratuliere allen Polizistinnen und Polizisten dazu – und zwar genau deshalb, weil sie sich all das mühsam erarbeiten und in manchen Bereichen auch erkämpfen müssen, gegen Rahmenbedingungen, die eben nicht so sind, wie sie in vielen Fällen sein sollten. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Und die Rechtsextremisten?
Genau bei diesen Rahmenbedingungen setzen wir mit diesem Budget an – mit einem Gesamtpaket, das für mich zwei Funktionen erfüllt: Zum einen ist dieses Gesamtpaket eine Kampfansage an die organisierte Kriminalität, an die Extremisten, an die Islamisten und all diejenigen, die meinen, sie können sich straflos an unseren Polizistinnen und Polizisten vergreifen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Und die Rechtsextremisten?) Zum anderen ist dieses Paket eine Motivationsspritze und ein Motivationsturbo für unsere Polizistinnen und Polizisten und soll ihnen viel von ihrem Leidensdruck, den sie viel zu lange erdulden mussten, nehmen.
Abg. Plessl: Wie viel?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Zahlen lügen nicht. Das Gesamtbudget liegt für das Jahr 2018 bei 3,26 Milliarden Euro. 2,84 Milliarden Euro davon gehen in den klassischen Kernbereich der Aufgabe des Bundesministeriums für Inneres, in die Kriminalitätsbekämpfung, in die polizeiliche Präsenz, in die Ausrüstung und in die Qualitätssicherung. Wir werden diesen Anteil, der 93 Prozent des Gesamtbudgets beträgt, im Jahr 2019 noch weiter erhöhen. Jetzt werden Sie sagen: Na ja, aber das Gesamtbudget im Jahr 2019 geht ein wenig zurück. – Ja, das ist richtig. Trotz dieses leichten Rückganges erhöhen wir diese Investition im Kernbereich und wir sparen an einer anderen Stelle. (Abg. Plessl: Wie viel?) Wir sparen an einer anderen Stelle – dort, wo es manchen im Land wehtut, nämlich im Asylbereich. Dort werden wir restriktiver vorgehen. (Beifall bei der FPÖ.) Dort wird gekürzt. Das ist kein Zufall, sondern das ist das Ergebnis einer ganz, ganz klaren Richtungsänderung, zu der sich diese Bundesregierung bekennt. (Abg. Plessl: Wie viele Millionen?)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Zahlen lügen nicht. Das Gesamtbudget liegt für das Jahr 2018 bei 3,26 Milliarden Euro. 2,84 Milliarden Euro davon gehen in den klassischen Kernbereich der Aufgabe des Bundesministeriums für Inneres, in die Kriminalitätsbekämpfung, in die polizeiliche Präsenz, in die Ausrüstung und in die Qualitätssicherung. Wir werden diesen Anteil, der 93 Prozent des Gesamtbudgets beträgt, im Jahr 2019 noch weiter erhöhen. Jetzt werden Sie sagen: Na ja, aber das Gesamtbudget im Jahr 2019 geht ein wenig zurück. – Ja, das ist richtig. Trotz dieses leichten Rückganges erhöhen wir diese Investition im Kernbereich und wir sparen an einer anderen Stelle. (Abg. Plessl: Wie viel?) Wir sparen an einer anderen Stelle – dort, wo es manchen im Land wehtut, nämlich im Asylbereich. Dort werden wir restriktiver vorgehen. (Beifall bei der FPÖ.) Dort wird gekürzt. Das ist kein Zufall, sondern das ist das Ergebnis einer ganz, ganz klaren Richtungsänderung, zu der sich diese Bundesregierung bekennt. (Abg. Plessl: Wie viele Millionen?)
Abg. Plessl: Wie viele Millionen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Zahlen lügen nicht. Das Gesamtbudget liegt für das Jahr 2018 bei 3,26 Milliarden Euro. 2,84 Milliarden Euro davon gehen in den klassischen Kernbereich der Aufgabe des Bundesministeriums für Inneres, in die Kriminalitätsbekämpfung, in die polizeiliche Präsenz, in die Ausrüstung und in die Qualitätssicherung. Wir werden diesen Anteil, der 93 Prozent des Gesamtbudgets beträgt, im Jahr 2019 noch weiter erhöhen. Jetzt werden Sie sagen: Na ja, aber das Gesamtbudget im Jahr 2019 geht ein wenig zurück. – Ja, das ist richtig. Trotz dieses leichten Rückganges erhöhen wir diese Investition im Kernbereich und wir sparen an einer anderen Stelle. (Abg. Plessl: Wie viel?) Wir sparen an einer anderen Stelle – dort, wo es manchen im Land wehtut, nämlich im Asylbereich. Dort werden wir restriktiver vorgehen. (Beifall bei der FPÖ.) Dort wird gekürzt. Das ist kein Zufall, sondern das ist das Ergebnis einer ganz, ganz klaren Richtungsänderung, zu der sich diese Bundesregierung bekennt. (Abg. Plessl: Wie viele Millionen?)
Beifall bei der FPÖ.
sich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler durch harte Arbeit sozusagen verdienen müssen und sie haben es an den Staat abgetreten, damit er ihre Kernbedürfnisse erfüllt, damit er dem nachkommt, was sie an Erwartungshaltung an die politisch Verantwortlichen herantragen. Da steht die Sicherheit an erster Stelle. Genau deshalb machen wir es so, wie wir es machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Plessl: Budgetmäßig auch?
Es ist schon von diesem Personalpaket, von diesen 4 100 zusätzlichen Planstellen gesprochen worden. Selbstverständlich ist im Budget auch Sorge dafür getragen, dass wir die entsprechenden Rahmenbedingungen baulicher Art und dass wir die entsprechenden Rahmenbedingungen pädagogischer Art sicherstellen. (Abg. Plessl: Budgetmäßig auch?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Das macht man nicht im Hohen Haus! – Abg. Noll: Unwürdig!
Wir wollen nicht nur eine quantitative Aufstockung, sondern wir wollen auch eine qualitative Aufstockung. Herr Plessl sprudelt jetzt vor lauter Fragen über, und im Ausschuss war nach eindreiviertel Stunden Schluss, weil ihm nichts mehr eingefallen ist. Nur damit das hier jetzt auch einmal richtiggestellt wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Duzdar: Das macht man nicht im Hohen Haus! – Abg. Noll: Unwürdig!)
Abg. Noll: Doch, Sie stehen an!
Eine Verbindung von Qualität und Quantität, das werden wir brauchen, damit das hohe Vertrauen in die Polizistinnen und die Polizisten auch in Zukunft gewährleistet ist. Ich stehe nicht an, den Polizistinnen und Polizisten von dieser Stelle aus meinen Dank auszusprechen. (Abg. Noll: Doch, Sie stehen an!) Danke für das hohe Maß an Motivation, für den Einsatz, der hier gebracht wird – unter Bedingungen, bei denen ich manchmal sagen muss, dass so manche NGOs, die sich das im Zusammenhang mit irgendwelchen Asylunterkünften in Österreich ansehen würden, laut aufschreien und sagen würden: Es ist menschenunwürdig, unter welchen Rahmenbedingungen teilweise Polizistinnen und Polizisten in diesem Land ihren Dienst verrichten. Es ist höchst an der Zeit, dass wir hier endlich einmal Abhilfe schaffen und etwas gegen diese Zustände unternehmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine Verbindung von Qualität und Quantität, das werden wir brauchen, damit das hohe Vertrauen in die Polizistinnen und die Polizisten auch in Zukunft gewährleistet ist. Ich stehe nicht an, den Polizistinnen und Polizisten von dieser Stelle aus meinen Dank auszusprechen. (Abg. Noll: Doch, Sie stehen an!) Danke für das hohe Maß an Motivation, für den Einsatz, der hier gebracht wird – unter Bedingungen, bei denen ich manchmal sagen muss, dass so manche NGOs, die sich das im Zusammenhang mit irgendwelchen Asylunterkünften in Österreich ansehen würden, laut aufschreien und sagen würden: Es ist menschenunwürdig, unter welchen Rahmenbedingungen teilweise Polizistinnen und Polizisten in diesem Land ihren Dienst verrichten. Es ist höchst an der Zeit, dass wir hier endlich einmal Abhilfe schaffen und etwas gegen diese Zustände unternehmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Fichtinger und Rädler.
Ein weiterer Teil geht in den Bereich der Grenzraumüberwachung. Hier wird aufgestockt, weil ich so etwas, wie es dies 2015 in diesem Land gegeben hat, nie mehr erleben will und weil wir das der österreichischen Bevölkerung nicht zumuten können. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Fichtinger und Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Jetzt können Sie sagen: Aber bitte, die Zahl der Asylanträge ist rückläufig und es kommen weniger Menschen! – Ja, aber ich sage Ihnen schon: Wo gibt es denn einen Grund zur Entwarnung und welche Garantie können Sie abgeben, dass es nicht in wenigen Monaten aus anderen Gründen wieder Wanderungsbewegungen in unsere Richtung gibt? (Zwischenruf des Abg. Knes.) Dann müssen wir gerüstet sein. Das nenne ich eine verantwortungsbewusste Sicherheitspolitik – und nicht, sich von Dingen überrollen zu lassen, von denen antizipierbar ist, dass sie auf uns zukommen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt können Sie sagen: Aber bitte, die Zahl der Asylanträge ist rückläufig und es kommen weniger Menschen! – Ja, aber ich sage Ihnen schon: Wo gibt es denn einen Grund zur Entwarnung und welche Garantie können Sie abgeben, dass es nicht in wenigen Monaten aus anderen Gründen wieder Wanderungsbewegungen in unsere Richtung gibt? (Zwischenruf des Abg. Knes.) Dann müssen wir gerüstet sein. Das nenne ich eine verantwortungsbewusste Sicherheitspolitik – und nicht, sich von Dingen überrollen zu lassen, von denen antizipierbar ist, dass sie auf uns zukommen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
sind davon einigermaßen weit entfernt, möchte ich sagen. Das bedeutet für uns die Verpflichtung, alle Maßnahmen zu setzen, damit wir selbst für die Bedrohungen jederzeit entsprechend gerüstet sind und darauf reagieren können. Das ist eine große Lehre aus den Jahren 2015 und folgende. Ich erlebe überall, wo ich mit den Menschen darüber rede, großen Zuspruch für und große Übereinstimmung mit dieser aktiven Politik, die nach vorne schaut. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Horch zu!
Wir werden selbstverständlich zusätzliches Personal im Bereich der Ausbildung und im Bereich der aktuellen Notwendigkeiten, insbesondere in der Bekämpfung neuer Kriminalitätsfelder, wie die Cyberkriminalität eines ist, investieren. Es gibt aber nicht nur ein großes Personalpaket, sondern es gibt auch einen Modernisierungsschub oder einen Technologieschub, wenn Sie so wollen. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Horch zu!) Dazu gehört auch das Sicherheitspaket, das von manchen von Ihnen als Überwachungspaket verunglimpft wurde. (Abg. Plessl: Darüber können wir am Freitag eh noch reden!)
Abg. Plessl: Darüber können wir am Freitag eh noch reden!
Wir werden selbstverständlich zusätzliches Personal im Bereich der Ausbildung und im Bereich der aktuellen Notwendigkeiten, insbesondere in der Bekämpfung neuer Kriminalitätsfelder, wie die Cyberkriminalität eines ist, investieren. Es gibt aber nicht nur ein großes Personalpaket, sondern es gibt auch einen Modernisierungsschub oder einen Technologieschub, wenn Sie so wollen. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Horch zu!) Dazu gehört auch das Sicherheitspaket, das von manchen von Ihnen als Überwachungspaket verunglimpft wurde. (Abg. Plessl: Darüber können wir am Freitag eh noch reden!)
Abg. Plessl: Muss der Minister eigentlich auch zum Thema sprechen?
Ich hätte diesen Damen und Herren gewünscht, heute in der Früh mit mir bei einer Konferenz gegen die organisierte Kriminalität auf der Westbalkanroute sein zu können und dann einmal zu hören, was die Praktiker dort sagen, die hinter diesen Banden Tag und Nacht her sind. Die sagen, wie sehr es für sie eine Notwendigkeit ist, dass sie mit diesen neuen technischen Hilfsmitteln ausgestattet werden. (Abg. Plessl: Muss der Minister eigentlich auch zum Thema sprechen?) Das geschieht nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie damit ganz gefährliche kriminelle Subjekte aus dem Verkehr ziehen können – viel leichter, als das bisher möglich ist. Da geht es um Menschenhändler, Drogenhändler und potenzielle Terroristen. Mir persönlich erscheint es einigermaßen verantwortungslos, wenn man sich diesen Notwendigkeiten verweigert und gleichzeitig davon spricht, die österreichische Bevölkerung schützen zu wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hätte diesen Damen und Herren gewünscht, heute in der Früh mit mir bei einer Konferenz gegen die organisierte Kriminalität auf der Westbalkanroute sein zu können und dann einmal zu hören, was die Praktiker dort sagen, die hinter diesen Banden Tag und Nacht her sind. Die sagen, wie sehr es für sie eine Notwendigkeit ist, dass sie mit diesen neuen technischen Hilfsmitteln ausgestattet werden. (Abg. Plessl: Muss der Minister eigentlich auch zum Thema sprechen?) Das geschieht nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie damit ganz gefährliche kriminelle Subjekte aus dem Verkehr ziehen können – viel leichter, als das bisher möglich ist. Da geht es um Menschenhändler, Drogenhändler und potenzielle Terroristen. Mir persönlich erscheint es einigermaßen verantwortungslos, wenn man sich diesen Notwendigkeiten verweigert und gleichzeitig davon spricht, die österreichische Bevölkerung schützen zu wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Angesprochen wurden schon Schutzwesten, Schutzhelme, Gilets mit Stichschutz. Ich darf noch erwähnen, dass es Hubschrauber geben wird, die dazu in der Lage sind, entsprechende Kapazitäten und Mannstärken, die etwa für Antiterroreinsätze gebraucht werden, Scharfschützen und Ähnliches, an Ort und Stelle zu bringen, die auch die Transportkapazitäten haben, und so weiter, und so weiter. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gestatten Sie mir noch ein Wort zum Thema Asyl! Ich halte es für notwendig, dass in diesem Budget erstmals der Bereich Sicherheit vom Bereich Asyl und Zuwanderung getrennt ist. Das ist ein Akt der Transparenz, ein Akt der Kostenwahrheit und auch eine Möglichkeit, die Dinge zu steuern. Mir ist es wichtig, zu sagen, dass wir die Investitionen in den Bereich Sicherheit erhöhen, während wir die Ausgaben für Asyl und Migration systematisch reduzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich habe es aus dem Wahlergebnis so abgeleitet, dass es unsere Aufgabe ist, das umzusetzen. Machen Sie uns bitte jetzt nicht den Vorwurf, dass wir das tun, was Sie nie gemacht haben, nämlich Wahlversprechen einhalten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lassen Sie mich auch noch ein Wort zum Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sagen, denn hier sind Beamtinnen und Beamte am Werk, die mit größter Akribie arbeiten, die jeden Einzelfall genau prüfen. Ich muss die Vorgangsweise, die da manchmal von den Medien und leider auch von Vertreterinnen und Vertretern dieses Hauses diesen Beamtinnen und Beamten gegenüber an den Tag gelegt wird, schärfstens zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wird mit Verdrehungen, Fehlinterpretationen und Falschdarstellungen gearbeitet, nur, weil man nicht damit einverstanden ist, dass jetzt in Österreich ein neuer Wind in der Asylpolitik weht. Es ist ein frischer Wind, meine sehr geehrten Damen und Herren, der hier weht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fasse zusammen: Das größte Sicherheitsbudget der Zweiten Republik ist ein Garant dafür, dass die Bevölkerung in ihrem Sicherheitsbedürfnis endlich ernst genommen wird. Es ist ein Garant dafür, dass die Polizei das Personal und das Rüstzeug, das sie braucht, um ihrer Aufgabe nachzukommen, an die Hand bekommt. Es ist ein Garant dafür, dass die Schlepper auf dieser Welt wissen, dass Österreich kein lohnendes Land ist, um zu versuchen, als Wirtschaftsflüchtling über die Hintertür des Asyls bei uns einen Aufenthalt zu ergattern. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe: Mikrofon!
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Es war ja zu erwarten - - (Rufe: Mikrofon!) – Frau Präsidentin, ich versuche es noch einmal. Das Mikro funktioniert nicht. (Ruf bei der FPÖ: Sie müssen ja eh nur zustimmen! Sie brauchen dem Innenminister nur zuzustimmen! – Bundesminister Kickl verweist auf das Mikrofon an seinem Platz.) – Jetzt geht es, danke, Herr Innenminister!
Ruf bei der FPÖ: Sie müssen ja eh nur zustimmen! Sie brauchen dem Innenminister nur zuzustimmen! – Bundesminister Kickl verweist auf das Mikrofon an seinem Platz.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Es war ja zu erwarten - - (Rufe: Mikrofon!) – Frau Präsidentin, ich versuche es noch einmal. Das Mikro funktioniert nicht. (Ruf bei der FPÖ: Sie müssen ja eh nur zustimmen! Sie brauchen dem Innenminister nur zuzustimmen! – Bundesminister Kickl verweist auf das Mikrofon an seinem Platz.) – Jetzt geht es, danke, Herr Innenminister!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Innenminister! Es war ja zu erwarten, dass sich diese Bundesregierung und die Regierungsparteien im Sicherheitsbereich heute hier mit Lobeshymnen überschlagen werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber das, was heute hier abgelaufen ist, ist ja schon paradox. Es ist ja paradox, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Innenminister! Es war ja zu erwarten, dass sich diese Bundesregierung und die Regierungsparteien im Sicherheitsbereich heute hier mit Lobeshymnen überschlagen werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber das, was heute hier abgelaufen ist, ist ja schon paradox. Es ist ja paradox, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wer war Kanzler? – Ruf bei der SPÖ: Schüssel!
Dass FPÖ-Abgeordnete kein großes Geschichtsbewusstsein haben, das wissen wir, aber, Herr Abgeordneter Jenewein, an das Jahr 2000 sollten Sie sich doch noch erinnern können, denn seit 2000 gibt es nur ÖVP-Innenminister – ausschließlich. (Ruf bei der FPÖ: Wer war Kanzler? – Ruf bei der SPÖ: Schüssel!) Wenn der Herr Innen-
Ruf bei der FPÖ: Ihnen war ja der schon zu viel!
minister jetzt davon spricht, welche Baustelle und Missstände er übernommen hat und die ÖVP applaudiert noch dazu, dann ist das ja unglaublich. Das war ein Strasser, der inzwischen und gleich danach im Justizbereich viele Erfahrungen gesammelt hat. (Ruf bei der FPÖ: Ihnen war ja der schon zu viel!) Es waren Fekter, Platter, Sobotka. Das ist der Zustand, den der Herr Innenminister übernommen hat! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Rufe bei der FPÖ: Sie haben ja keine Ahnung! Wo kommen denn Sie her?)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Rufe bei der FPÖ: Sie haben ja keine Ahnung! Wo kommen denn Sie her?
minister jetzt davon spricht, welche Baustelle und Missstände er übernommen hat und die ÖVP applaudiert noch dazu, dann ist das ja unglaublich. Das war ein Strasser, der inzwischen und gleich danach im Justizbereich viele Erfahrungen gesammelt hat. (Ruf bei der FPÖ: Ihnen war ja der schon zu viel!) Es waren Fekter, Platter, Sobotka. Das ist der Zustand, den der Herr Innenminister übernommen hat! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Rufe bei der FPÖ: Sie haben ja keine Ahnung! Wo kommen denn Sie her?)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Kumpitsch – wieder einer, der sich an nichts mehr erinnern kann. Die letzten Polizeiposten, die zugesperrt wurden, waren unter Schwarz-Blau I zwischen 2000 und 2006. Das müssen Sie auch zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Na, das halten wir aus! – Abg. Rosenkranz: Armselig! Sie sind ja uninformiert! – Abg. Gudenus: Peinlich!
Die entscheidende Frage, Herr Innenminister, ist, wie man das Mehr an Mitteln einsetzt. Die Frage ist, ob es wirklich zu mehr Personal kommt – Frau Kollegin Lueger hat schon angekündigt, wie schwierig das sein kann –, oder ob Sie das anders nutzen. Wo Sie schon Personal eingesetzt haben, das ist in Ihren Kabinetten. Ihr Kabinett kostet im Jahr 2 Millionen Euro, das des Generalsekretärs 1,2 Millionen Euro im Jahr. Da setzen Sie Ihre Mittel ein, da haben Sie schon einmal Personal eingesetzt, aber auf der Straße haben wir noch nicht mehr Polizisten, Herr Innenminister, und das ist das Problem. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Na, das halten wir aus! – Abg. Rosenkranz: Armselig! Sie sind ja uninformiert! – Abg. Gudenus: Peinlich!)
Ruf bei der FPÖ: Informieren Sie sich!
Richtig wären die Mittel in guter und bester Ausrüstung eingesetzt. Was Sie machen, ist aber, Ihr Lieblingsprojekt der berittenen Polizei zu verfolgen. Was Sie machen: Sie setzen 4 Millionen Euro für Inserate ein. (Ruf bei der FPÖ: Informieren Sie sich!) Das ist die freiheitliche Politik, die wir leider in diesem Land haben. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Richtig wären die Mittel in guter und bester Ausrüstung eingesetzt. Was Sie machen, ist aber, Ihr Lieblingsprojekt der berittenen Polizei zu verfolgen. Was Sie machen: Sie setzen 4 Millionen Euro für Inserate ein. (Ruf bei der FPÖ: Informieren Sie sich!) Das ist die freiheitliche Politik, die wir leider in diesem Land haben. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Neben den Kürzungen im Justizbereich gibt es nicht mehr Sicherheit. Sie verunsichern die Bevölkerung. Das zeichnet sich mit dem Überwachungspaket ab, das wir am Freitag auf der Tagesordnung haben werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei NEOS und Liste Pilz.
Abgeordneter Efgani Dönmez, PMM (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei NEOS und Liste Pilz.) – Ich hoffe, ein bisschen mehr Ruhe und Sachlichkeit auch zu später Stunde einläuten zu können. Der Herr Bundesminister hat etwas gemacht, was bisher keine Regierung gemacht hat. Gerade die SPÖ – daran kann ich mich sehr gut erinnern – hat ja immer gesagt, man muss Migration und Sicherheit voneinander trennen. Das ist das erste Mal, dass im Budget – und das Budget ist eben in Zahlen gegossene Politik – eine Unterscheidung zwischen der inneren Sicherheit und den Migrationsagenden gemacht wird. Also ich verstehe die Aufregung teilweise nicht. Was wollen Sie überhaupt? (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Efgani Dönmez, PMM (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei NEOS und Liste Pilz.) – Ich hoffe, ein bisschen mehr Ruhe und Sachlichkeit auch zu später Stunde einläuten zu können. Der Herr Bundesminister hat etwas gemacht, was bisher keine Regierung gemacht hat. Gerade die SPÖ – daran kann ich mich sehr gut erinnern – hat ja immer gesagt, man muss Migration und Sicherheit voneinander trennen. Das ist das erste Mal, dass im Budget – und das Budget ist eben in Zahlen gegossene Politik – eine Unterscheidung zwischen der inneren Sicherheit und den Migrationsagenden gemacht wird. Also ich verstehe die Aufregung teilweise nicht. Was wollen Sie überhaupt? (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Im Jahr 2015 gab es in etwa 425 Asylanträge pro Tag, heute in etwa 25. Dass man darauf im System adäquat reagieren muss, ist doch logisch und eine Selbstverständlichkeit. Wir verzeichnen in der Grundversorgung einen Rückgang von 1 500 Grundversorgten pro Monat. Da ist es doch auch logisch, dass man darauf reagiert und nicht so weitermacht, als ob nichts geschehen wäre. Das ist Politik mit Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Vor allem im Fremdenrechtsänderungsgesetz 2017 haben wir schon die Weichen dafür gestellt. Deswegen gibt es auch einen Rückgang bei den Asylantragszahlen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eines muss man aber auch mit aller Deutlichkeit sagen: Es kommt die Kritik, dass wir im Integrationsbereich angeblich sparen. – Das ist nicht der Fall. Die Frau Außenministerin, die für Integration zuständig ist, und auch der Finanzminister haben es mehrmals gesagt: Es wird im Integrationsbereich nicht gespart. Wir haben dennoch überall in Österreich flächendeckend Deutschkurse, wir haben flächendeckend Wertekurse. Hören Sie auf, die Menschen zu verunsichern! Genauso mit der leidigen Diskussion um die AUVA: Auch die wird nicht geschlossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eines möchte ich an dieser Stelle festhalten – schauen Sie sich das Titelblatt (dieses zeigend) der heutigen „Kronen Zeitung“ an! –: Kleine verschleierte Mädchen. Im „Kurier“ sieht man ebenfalls ein Bild (einen Zeitungsausschnitt zeigend), auf dem zu sehen ist, dass in einer Moschee in Wien kleine Kinder in Militäruniformen stecken. Wenn Sie glauben, dass man dieses Problem mit Integrations- und Wertekursen lösen kann, dann träumen Sie von warmen Eislutschern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Da braucht es Klarheit. Da braucht es nicht ein Mehr an Integrationskursen und Sprachkursen, sondern da muss man ganz klare Kante zeigen, denn die Gesichter des politischen Islams, die diese Kinder missbrauchen, müssen wir von der Mehrheit der Muslime und der Migranten, die mit diesen Geisteskindern nichts zu tun haben möchten, isolieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die verlängerten Arme von Erdoğan und der Muslimbruderschaft werden auch in den nächsten 50 Jahren nicht Teil dieser Gesellschaft werden. Ich sage das in aller Deutlichkeit. Jeglicher Euro, der in diese Richtung ausgegeben wird, ist ein verschwendeter Euro. Da braucht es Klarheit! (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das werden wir über den Aufenthaltstitel regeln müssen, über verstärkte und bessere Koordination und über einen verstärkten und besseren Austausch der Behörden untereinander, damit wir diesen Unsinn abschaffen und die Mehrheit der Migranten und Muslime vor genau diesen Einflüssen schützen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Im Jahr 2014 wurden während der rot-schwarzen Regierung unter Bundeskanzler Werner Faymann 16 Polizeiinspektionen geschlossen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie sich wieder beruhigt haben, dann können wir ja fortfahren. Ich verstehe natürlich, dass die Regierungsparteien da nervös werden. (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Unruhe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Nichtsdestotrotz, es geht um das Budget für den Bereich der inneren Sicherheit. (Unruhe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich kann mir vorstellen, dass ich Sie nervös mache, aber das dürfte für Sie kein Problem sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nichtsdestotrotz, es geht um das Budget für den Bereich der inneren Sicherheit. (Unruhe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich kann mir vorstellen, dass ich Sie nervös mache, aber das dürfte für Sie kein Problem sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
An dieser Stelle muss schon gesagt werden, dass beim Thema Sicherheit in allen Lebensbereichen wie bei einem Zahnrad eines in das andere greifen sollte. Nur: Ein Budget zu erhöhen, Herr Minister, ohne dass eine große Strategie dahinter steht, ist eindeutig zu wenig. Was meine ich damit? – Der Herr Innenminister will sich mit der Anschaffung seiner zwölf Polizeipferde, inklusive dem dazugehörigen Equipment, anscheinend einen Kindheitstraum erfüllen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben also einen Budgetposten von 900 000 Euro für Hafer und Pferdedecken im Jahr, also von Pferdedecken bis zum Tierarzt, vom Stall bis zum Hufschmied, und nicht zu vergessen, bitte, dass die Pferde auch hoffentlich eine ordentliche Schutzausrüstung verdienen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ohne dass ich diesbezüglich auf die Sinnhaftigkeit und auf den Tierschutz näher eingehen möchte, fehlen mir diese 900 000 Euro im Jahr für die wirkliche Polizeiarbeit und das Mindestmaß an Sicherheit in Österreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Frau Abgeordnete Hochstetter-Lackner ist am Wort. – Bitte sehr. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Kollegin Lueger hat es vorhin gesagt, sie hat es sehr charmant gesagt. Es wäre schön, wenn man schneller Schutzwesten bekommen könnte. Herr Minister, ich fordere Sie heute hier auf: Schauen Sie auf unsere Polizistinnen und Polizisten! Schauen Sie darauf! Sie riskieren tagtäglich ihr Leben für unsere Sicherheit. Schauen Sie auf sie! Sie haben die Verantwortung dafür. Sie sind der Dienstgeber. Schauen Sie, dass die KollegInnen sofort Schutzwesten bekommen! – Da müssen Sie nicht gleich den Saal verlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, machen Sie sich auch einmal ein Bild davon, was die Polizistinnen und Polizisten tagtäglich leisten und wie wenig von ihrem Arbeitsalltag der Bekämpfung drängender Probleme gehört. Dafür müssen sie tagtäglich eine Menge Bürokratie erledigen – auch das gehört verhindert. Sie müssen für die wirkliche Polizeiarbeit wieder Zeit haben und nicht für Facebook-&-Co.-Geschichten, die Sie gerne verkaufen möchten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist an der Zeit, Herr Minister, dass Sie Ihrer Tätigkeit als Minister nachkommen! Sie sind kein Reitlehrer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Um mit den Worten des Kollegen Einwallner zu beginnen: Es ist wirklich paradox – paradox, was Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, hier für eine Show abziehen wider besseres Wissen, denn ich glaube ja nicht, dass Sie so engstirnig sind. Ich glaube ja nicht oder will nicht glauben, dass Sie sich so schlecht vorbereitet haben. Ich will gar nicht glauben, dass das, was Sie hier vom Rednerpult aus darbieten, tatsächlich Ihre Einstellung ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das wäre ja ein Wahnsinn, ein Wahnsinn gegenüber unseren Polizistinnen und Polizisten, aber auch gegenüber unserer Bevölkerung, die tagtäglich mehr Sicherheit und mehr Polizistinnen und Polizisten einfordert, bei einer Sicherheitslage, angesichts derer ich Sie einladen darf: Gehen Sie kurz einmal auf den Praterstern! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kommen Sie heraus aus Ihrem roten Puppenhaus und begeben Sie sich in die Realität des brutalen Alltags der Polizeiarbeit! (Beifall bei der FPÖ.) Da können Sie erleben, wie die Polizeiarbeit in der Realität wirklich tickt.
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre ja ein Wahnsinn, ein Wahnsinn gegenüber unseren Polizistinnen und Polizisten, aber auch gegenüber unserer Bevölkerung, die tagtäglich mehr Sicherheit und mehr Polizistinnen und Polizisten einfordert, bei einer Sicherheitslage, angesichts derer ich Sie einladen darf: Gehen Sie kurz einmal auf den Praterstern! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kommen Sie heraus aus Ihrem roten Puppenhaus und begeben Sie sich in die Realität des brutalen Alltags der Polizeiarbeit! (Beifall bei der FPÖ.) Da können Sie erleben, wie die Polizeiarbeit in der Realität wirklich tickt.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gerade weil wir ja die Wiederkehr der normalen Polizeiarbeit einfordern, gerade weil wir sicherstellen wollen, dass die Polizisten wieder mehr Zeit haben, ihren ureigenen polizeilichen Aufgaben nachzukommen, gerade weil wir auch sicherstellen wollen, dass dem Anspruch der Bevölkerung, wieder Polizisten auf der Straße zu sehen und nicht erst, wenn etwas passiert ist – weil man zu Hause einen Einbruch gehabt hat, das Auto gestohlen wurde oder irgendwelche anderen kriminellen Handlungen am Eigentum passiert sind –, sondern im Vorfeld, sodass man sich sicher fühlen kann, Genüge getan wird, brauchen wir diese zusätzlichen Polizisten. Unser Innenminister Kickl ist mit diesem Budget, das wir heute besprechen, aber auch mit dem Sicherheitspaket, das er bereits angesprochen hat, ein Garant dafür, dass das auch passiert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
darf ich Ihnen einmal einen Vergleich nahebringen: Überlegen Sie einmal, was ein Motorboot am Wörthersee oder bei der Strompolizei kostet oder was der motorisierte Einsatz oder der Ankauf von Fahrzeugen für die Alpinpolizei kostet! (Zwischenruf des Abg. Knes.) Da ist das alles kein Thema.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nur weil Sie aus einem missglückten geschichtlichen Aufarbeitungsprozess heraus offensichtlich ein Déjà-vu-Erlebnis aus vergangenen Zeiten subsumieren, erheben Sie jetzt den Anspruch, die berittene Polizei zu kritisieren. Ich denke, das ist nicht fair gegenüber unseren Polizistinnen und Polizisten, denn für viele ist der Einsatz einer berittenen Polizei eine wirklich wichtige und sinnvolle Ergänzung, vielleicht nicht für Polizisten, die sozialistisch gefärbt sind, mit denen Sie sich umgeben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Plessl: ... in der Partei ihre eigene Polizei ...!
Ich darf Sie einladen, gehen Sie einmal in die tatsächlichen Brennpunktwachzimmer, dort hören Sie, was Sache ist. (Abg. Plessl: ... in der Partei ihre eigene Polizei ...!) In diesem Sinne – nicht aufgeregt sein, Kollege Plessl, du wirst schon noch drankommen – darf ich mich dem vom Herrn Bundesminister ausgesprochenen Dank anschließen und mich namens meiner Fraktion bei allen Polizistinnen und Polizisten für ihren tagtäglichen Einsatz für die Sicherheit unserer Bevölkerung recht herzlich bedanken.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist wohl auch eine Berufung, den Beruf des Polizisten oder der Polizistin auszuüben, denn er ist so unverwechselbar und so unvergleichbar mit anderen Berufen, es erscheint wohl kaum möglich, das irgendwie in einem Rastervergleich ausmachen zu können. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Polizistinnen und Polizisten tagtäglich für Sie, für die Bevölkerung, zum Schutz von uns allen im Einsatz sind. Dafür gebührt ihnen mein allergrößter Dank und meine höchste Wertschätzung. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich habe eine ehrliche und nicht zynische Frage an die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP: Wie geht es Ihnen eigentlich wirklich damit, dass Herr Bundesminister Kickl so tut, als wäre er der erste Innenminister in der Zweiten Republik? Wie geht es Ihnen? Wie geht es Ihnen, Herr Präsident? (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Bundesminister Kickl stellt sich hierher, als hätte er ein Bürgerkriegsland übernommen. Also wirklich, es ist ja unglaublich, übertreiben kann man, aber Sie haben kein Bürgerkriegsland übernommen, Herr Minister! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wir sind nach wie vor eines der sichersten Länder. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Trotz SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Trotz SPÖ!
Bundesminister Kickl stellt sich hierher, als hätte er ein Bürgerkriegsland übernommen. Also wirklich, es ist ja unglaublich, übertreiben kann man, aber Sie haben kein Bürgerkriegsland übernommen, Herr Minister! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wir sind nach wie vor eines der sichersten Länder. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Trotz SPÖ!)
Abg. Kassegger: Ganz so witzig ist das nicht!
Herr Bundesminister, was mir wirklich sehr aufgestoßen ist und unerträglich ist, das ist (Abg. Kassegger: Ganz so witzig ist das nicht!), wie Sie Abgeordnete abtun, nur weil sie Ihnen im Ausschuss Fragen stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, was mir wirklich sehr aufgestoßen ist und unerträglich ist, das ist (Abg. Kassegger: Ganz so witzig ist das nicht!), wie Sie Abgeordnete abtun, nur weil sie Ihnen im Ausschuss Fragen stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lausch: Dafür haben wir den Präsidenten, nicht Sie!
Was glauben Sie, wozu Sie dort sind? Wir kontrollieren Sie und wir haben Fragen (Abg. Lausch: Dafür haben wir den Präsidenten, nicht Sie!), und Sie haben diese zu beantworten (Zwischenrufe bei der FPÖ) oder nicht, aber die einzelnen Abgeordneten namentlich zu nennen und auf die Frage zu antworten, dass sie es nicht wert wäre, das ist echt unerträglich. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Was glauben Sie, wozu Sie dort sind? Wir kontrollieren Sie und wir haben Fragen (Abg. Lausch: Dafür haben wir den Präsidenten, nicht Sie!), und Sie haben diese zu beantworten (Zwischenrufe bei der FPÖ) oder nicht, aber die einzelnen Abgeordneten namentlich zu nennen und auf die Frage zu antworten, dass sie es nicht wert wäre, das ist echt unerträglich. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was glauben Sie, wozu Sie dort sind? Wir kontrollieren Sie und wir haben Fragen (Abg. Lausch: Dafür haben wir den Präsidenten, nicht Sie!), und Sie haben diese zu beantworten (Zwischenrufe bei der FPÖ) oder nicht, aber die einzelnen Abgeordneten namentlich zu nennen und auf die Frage zu antworten, dass sie es nicht wert wäre, das ist echt unerträglich. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Neubauer: Wir haben Sie akustisch nicht verstanden!) – Entschuldigung! Wie kann man es erklären, dass Bescheide des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl, also erster Instanz, zu 42,4 Prozent zurückgeworfen werden (Zwischenruf bei der ÖVP), also aufgehoben werden?
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Rechtsstaat! – Abg. Krist: Schlechtes Beispiel!
Jetzt sind sehr viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hier: Stellen Sie sich vor, Kolleginnen und Kollegen, 42 Prozent Ihrer Bescheide und Entscheidungen würden aufgehoben. Was passiert dann? (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Rechtsstaat! – Abg. Krist: Schlechtes Beispiel!)
Ruf bei der ÖVP: Das würden Sie ... wünschen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr Rädler, sind doch Bürgermeister. Stellen Sie sich vor, Ihre Entscheidungen werden zu über 40 Prozent zurückgewiesen und man sagt Ihnen: Hören Sie, lesen Sie sich das noch einmal durch! (Ruf bei der ÖVP: Das würden Sie ... wünschen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Also ich glaube, wir und nicht nur Sie, Herr Innenminister – es ist nicht so, dass das seit 100 Tagen der Fall ist (Zwischenruf des Abg. Lausch) –, haben dort schon länger ein Problem, das ist unser aller Problem. Nehmen wir das Ganze ernst!
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Eines muss ich noch zur Durchsetzung von Wahlversprechen sagen: Herr Bundesminister, Sie waren derjenige, der das Überwachungspaket als Stasi-Methode bezeichnet hat. Was ist in diesen 100 Tagen passiert? Was ist geschehen? (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie sind Bundesminister und tun so, als hätten Sie das Gesetz selbst geschrieben. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz. – Rufe bei der FPÖ: Ein Wahnsinn! – Peinlich!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz. – Rufe bei der FPÖ: Ein Wahnsinn! – Peinlich!
Eines muss ich noch zur Durchsetzung von Wahlversprechen sagen: Herr Bundesminister, Sie waren derjenige, der das Überwachungspaket als Stasi-Methode bezeichnet hat. Was ist in diesen 100 Tagen passiert? Was ist geschehen? (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie sind Bundesminister und tun so, als hätten Sie das Gesetz selbst geschrieben. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz. – Rufe bei der FPÖ: Ein Wahnsinn! – Peinlich!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Als Zivildienstsprecher unseres Parlamentsklubs ist es mir wirklich auch ein Anliegen, die Gelegenheit zu nutzen, den Zivildienstleistenden in Österreich einmal Danke zu sagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Scherak: Wehrersatzdienst!
Das verdient, glaube ich, wirklich Applaus, die Zahlen sind nämlich beeindruckend: Wir haben in etwa 15 000 Zivildienstleistende in Österreich. Wir wissen, die machen das nicht ganz freiwillig, werden nicht sonderlich gut bezahlt. Ich habe immer wieder die Gelegenheit, Gespräche mit Zivildienstleistenden zu führen, und habe den Eindruck, die nehmen aus dem Zivildienst wirklich etwas mit (Abg. Scherak: Wehrersatzdienst!), sie leisten 15 Millionen Stunden. – Wehrersatzdienst, danke.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Zivildienst ist eine Erfolgsgeschichte, es freut mich, dass er auch im neuen Budget entsprechend dotiert ist. Ich wünsche natürlich allen Zivildienstleistenden in Österreich alles Gute. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Richtig!
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! An und für sich kann ich verstehen, dass die Opposition heute so aufgewühlt ist und davon spricht, dass da nichts funktioniert, dass da nichts geht. Ich kann nur eines sagen: Das kann bei diesem Sicherheitsbudget, das wir heute besprechen, nur der blanke Neid sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Richtig!) Bei Ihnen, meine Damen und Herren, ist ja in den letzten Jahren nichts weitergegangen. Oja, eines ist bei Ihnen weitergegangen (Zwischenruf des Abg. Bacher – Abg. Vogl – in Richtung Präsident Sobotka deutend ‑: Dorthin müssen Sie Ihre Kritik richten! – Abg. Rosenkranz: Neid ist die offenste Form der Anerkennung! – Abg. Scherak: Welche Partei beleidigen wir jetzt?), lassen Sie mich das sagen: Das einzige Sicherheitsmerkmal, das unter Ihnen zustande gekommen ist, sind die Poller beim Bundeskanzleramt. Sonst haben Sie nichts zustande gebracht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bacher – Abg. Vogl – in Richtung Präsident Sobotka deutend ‑: Dorthin müssen Sie Ihre Kritik richten! – Abg. Rosenkranz: Neid ist die offenste Form der Anerkennung! – Abg. Scherak: Welche Partei beleidigen wir jetzt?
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! An und für sich kann ich verstehen, dass die Opposition heute so aufgewühlt ist und davon spricht, dass da nichts funktioniert, dass da nichts geht. Ich kann nur eines sagen: Das kann bei diesem Sicherheitsbudget, das wir heute besprechen, nur der blanke Neid sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Richtig!) Bei Ihnen, meine Damen und Herren, ist ja in den letzten Jahren nichts weitergegangen. Oja, eines ist bei Ihnen weitergegangen (Zwischenruf des Abg. Bacher – Abg. Vogl – in Richtung Präsident Sobotka deutend ‑: Dorthin müssen Sie Ihre Kritik richten! – Abg. Rosenkranz: Neid ist die offenste Form der Anerkennung! – Abg. Scherak: Welche Partei beleidigen wir jetzt?), lassen Sie mich das sagen: Das einzige Sicherheitsmerkmal, das unter Ihnen zustande gekommen ist, sind die Poller beim Bundeskanzleramt. Sonst haben Sie nichts zustande gebracht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! An und für sich kann ich verstehen, dass die Opposition heute so aufgewühlt ist und davon spricht, dass da nichts funktioniert, dass da nichts geht. Ich kann nur eines sagen: Das kann bei diesem Sicherheitsbudget, das wir heute besprechen, nur der blanke Neid sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Richtig!) Bei Ihnen, meine Damen und Herren, ist ja in den letzten Jahren nichts weitergegangen. Oja, eines ist bei Ihnen weitergegangen (Zwischenruf des Abg. Bacher – Abg. Vogl – in Richtung Präsident Sobotka deutend ‑: Dorthin müssen Sie Ihre Kritik richten! – Abg. Rosenkranz: Neid ist die offenste Form der Anerkennung! – Abg. Scherak: Welche Partei beleidigen wir jetzt?), lassen Sie mich das sagen: Das einzige Sicherheitsmerkmal, das unter Ihnen zustande gekommen ist, sind die Poller beim Bundeskanzleramt. Sonst haben Sie nichts zustande gebracht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bacher hebt die Hände in die Höhe.
Das war genau für Ihren Bundeskanzler, der sich dort eingeigelt hat. Sonst haben Sie nichts zustande gebracht, gar nichts. (Abg. Bacher hebt die Hände in die Höhe.) – Ja, heben Sie nur die Hand, sehr richtig. Sie haben nichts zustande gebracht, und heute herrscht, weil wir über das beste Sicherheitsbudget der Zweiten Republik sprechen, auf allen Linien nur Neid, meine Damen und Herren! Sie können ja in Wien nicht einmal ein Krankenhaus bauen, geschweige denn Sicherheit garantieren. Das ist das Problem, das Sie haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Scherak.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Scherak.
Das war genau für Ihren Bundeskanzler, der sich dort eingeigelt hat. Sonst haben Sie nichts zustande gebracht, gar nichts. (Abg. Bacher hebt die Hände in die Höhe.) – Ja, heben Sie nur die Hand, sehr richtig. Sie haben nichts zustande gebracht, und heute herrscht, weil wir über das beste Sicherheitsbudget der Zweiten Republik sprechen, auf allen Linien nur Neid, meine Damen und Herren! Sie können ja in Wien nicht einmal ein Krankenhaus bauen, geschweige denn Sicherheit garantieren. Das ist das Problem, das Sie haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Scherak.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Sie kritisieren einen Bundesminister, der das beste und sicherste Budget liefert, einen Bundesminister, der aufgestockt hat. Für das Personal hat er 2 100 Planstellen zusätzlich vorgesehen, 2 000 weitere Ausbildungsplätze sind geplant – und das kritisieren Sie? Ja welch ein Sicherheitsbudget wollen Sie in Zukunft haben? Was wollen Sie? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Keine Polizisten, niemanden am Praterstern, nur Asylwerber, nur Verbrecher, nur Drogendealer – was wollen Sie eigentlich? Wir haben das gemacht, unser Bundesminister war fähig, dort jeden Tag die Polizei hinzuschicken. Es gab jeden Tag ein Planquadrat an jeder Ecke. (Abg. Rädler: ... Zustände!) Das ist das Problem, das wir gehabt haben. Das wird es hoffentlich in Zukunft nicht mehr geben.
Abg. Rädler: ... Zustände!
Sie kritisieren einen Bundesminister, der das beste und sicherste Budget liefert, einen Bundesminister, der aufgestockt hat. Für das Personal hat er 2 100 Planstellen zusätzlich vorgesehen, 2 000 weitere Ausbildungsplätze sind geplant – und das kritisieren Sie? Ja welch ein Sicherheitsbudget wollen Sie in Zukunft haben? Was wollen Sie? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Keine Polizisten, niemanden am Praterstern, nur Asylwerber, nur Verbrecher, nur Drogendealer – was wollen Sie eigentlich? Wir haben das gemacht, unser Bundesminister war fähig, dort jeden Tag die Polizei hinzuschicken. Es gab jeden Tag ein Planquadrat an jeder Ecke. (Abg. Rädler: ... Zustände!) Das ist das Problem, das wir gehabt haben. Das wird es hoffentlich in Zukunft nicht mehr geben.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir wollen, dass dort Frauen am Abend mit der U-Bahn nach Hause fahren können und unbehelligt über den Praterstern gehen können. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gibt es ja jetzt im Moment nicht.
Abg. Hauser: Rot-Grün! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Sie kritisieren, wenn unser Bundesminister ein Konzept erstellt, sodass endlich einmal Sicherheit in diesem Land vorherrscht – vor allem in Wien. Westbahnhof, andere Dinge, jeden Tag Messerstechereien, aber diesbezüglich gibt es von Ihnen keine Kritik. (Abg. Hauser: Rot-Grün! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.) Ich höre immer nur: Das ist nichts. Das braucht man nicht! Wozu sollen wir das machen? – Das ist genau Ihre Politik, die Sie über Jahre fortgesetzt haben. (Ruf bei der ÖVP: Abgewählt!) Sie sehen es ja selbst: Es hat nicht funktioniert. Wir machen mit unserem Koalitionspartner endlich – endlich! – eine Politik, die mit Ihnen nicht einmal im Ansatz möglich war. Es ist nicht einmal im Ansatz möglich gewesen, mit Ihnen eine vernünftige Sicherheitspolitik zu machen, meine Damen und Herren.
Ruf bei der ÖVP: Abgewählt!
Sie kritisieren, wenn unser Bundesminister ein Konzept erstellt, sodass endlich einmal Sicherheit in diesem Land vorherrscht – vor allem in Wien. Westbahnhof, andere Dinge, jeden Tag Messerstechereien, aber diesbezüglich gibt es von Ihnen keine Kritik. (Abg. Hauser: Rot-Grün! – Zwischenruf der Abg. Duzdar.) Ich höre immer nur: Das ist nichts. Das braucht man nicht! Wozu sollen wir das machen? – Das ist genau Ihre Politik, die Sie über Jahre fortgesetzt haben. (Ruf bei der ÖVP: Abgewählt!) Sie sehen es ja selbst: Es hat nicht funktioniert. Wir machen mit unserem Koalitionspartner endlich – endlich! – eine Politik, die mit Ihnen nicht einmal im Ansatz möglich war. Es ist nicht einmal im Ansatz möglich gewesen, mit Ihnen eine vernünftige Sicherheitspolitik zu machen, meine Damen und Herren.
Abg. Vogl: Das ist kein Meilenstein, das ist ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Plessl und Scherak.
Ein Meilenstein, über den Sie sich natürlich auch echauffieren und aufregen werden, ist der Asylbereich – ein zentrales Thema. Da passiert jetzt etwas, Freunde. Da wird abgeschoben – ohne Wenn und Aber – und nicht nachgeschaut, ob es demjenigen gut oder schlecht geht. Der wird abgeschoben, wenn er zum Abschieben ist, meine Damen und Herren. (Abg. Vogl: Das ist kein Meilenstein, das ist ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Plessl und Scherak.)
Abg. Bacher: Das Lamperl leuchtet!
Wir sprechen heute über dieses Budget. Große Kritik hat es Ihrerseits ja nicht gegeben. Es hat nur Aufschreie gegeben, wie: Das ist nichts, damit kann man nichts machen! – Aber in Wahrheit, in Ihrem Innersten müssen Sie diesem Budget eigentlich zustimmen, meine Damen und Herren (Abg. Bacher: Das Lamperl leuchtet!), denn viel von Ihrer Kritik ist in Wahrheit nicht hängen geblieben. (Abg. Duzdar: Dass bei Ihnen nichts hängen bleibt, glaube ich gerne!) Sie haben halt einen Aufschrei in alle Richtungen gemacht, rechts, links, rauf und runter, kritisiert, aber es war mehr oder weniger nichts. Das ist genau Ihre Politik.
Abg. Duzdar: Dass bei Ihnen nichts hängen bleibt, glaube ich gerne!
Wir sprechen heute über dieses Budget. Große Kritik hat es Ihrerseits ja nicht gegeben. Es hat nur Aufschreie gegeben, wie: Das ist nichts, damit kann man nichts machen! – Aber in Wahrheit, in Ihrem Innersten müssen Sie diesem Budget eigentlich zustimmen, meine Damen und Herren (Abg. Bacher: Das Lamperl leuchtet!), denn viel von Ihrer Kritik ist in Wahrheit nicht hängen geblieben. (Abg. Duzdar: Dass bei Ihnen nichts hängen bleibt, glaube ich gerne!) Sie haben halt einen Aufschrei in alle Richtungen gemacht, rechts, links, rauf und runter, kritisiert, aber es war mehr oder weniger nichts. Das ist genau Ihre Politik.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen abschließend nur sagen: Sehr geehrter Herr Bundesminister, machen Sie weiter, lassen Sie die Opposition schreien! Es ist gut, wenn sie sich aufregen und schreien, denn nur so wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jarolim: ... Staraufgebot heute! – Abg. Zanger: Muppetshow! – Abg. Rosenkranz: Roter Star! Grüner Star! – Abg. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mahrer –: Das war an Ihren Vorredner gerichtet!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Karl Mahrer. – Bitte. (Abg. Jarolim: ... Staraufgebot heute! – Abg. Zanger: Muppetshow! – Abg. Rosenkranz: Roter Star! Grüner Star! – Abg. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mahrer –: Das war an Ihren Vorredner gerichtet!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn wir in dieser Woche das höchste Sicherheitsbudget dieser Republik beschließen werden, dann ist das auch ein Zeichen der Wertschätzung und des Rückhalts für diese Polizistinnen und Polizisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Loacker: Fast so alt wie ich!
Meine Damen und Herren, noch ein Bild fällt mir da ein. Was wollen die Menschen eigentlich von Politikern? Ich bin ja ein ganz junger Politiker, aber ich spüre es schon. (Abg. Loacker: Fast so alt wie ich!) Was wünschen sich die Menschen von der Politik gerade im Zusammenhang mit unserem jetzigen Thema? – Einerseits wünschen sie sich, dass Parteien und Politiker ihre Versprechen einhalten, die sie vor der Wahl gegeben haben, andererseits wünschen sie sich, dass ihr Grundbedürfnis Nummer eins – der Bundesminister hat es erwähnt: Sicherheit – auch erfüllt wird. Sie wünschen sich, dass sie in diesem Land in Freiheit leben können, weil in diesem Land Sicherheit gegeben ist.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, wir erfüllen diese Ansprüche Punkt für Punkt. FPÖ und ÖVP haben in der Wahlbewegung gesagt und versprochen, wofür sie stehen: Wir investieren in den kommenden zwei Jahren allein 250 Millionen mehr für den Kernbereich Sicherheit. Wir führen die bereits begonnene Sicherheitsoffensive, die Innenminister Wolfgang Sobotka gestartet hat, jetzt in der Verantwortung unseres neuen Bundesministers Herbert Kickl durch. Wir setzen das Sicherheitspaket um. Genau das, nämlich keine Schuldzuweisungen, sondern eine geordnete und klare Politik, ist das, was sich die Menschen in dieser Republik von der Politik erwarten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Kannst du überhaupt mit dem Handy telefonieren oder nur per Festnetz? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Der weiß alles besser!
Zwei Inhalte, die, glaube ich, sehr wichtig sind und die heute noch nicht in der entsprechenden Dimension genannt worden sind, möchte ich noch erwähnen: Bis 2019 wird jeder Exekutivbedienstete über ein Smartphone verfügen. Jede Dienststelle wird über ein Tablet verfügen, und es wird Software vorhanden sein, damit rascher gefahndet und weniger administriert wird. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Kannst du überhaupt mit dem Handy telefonieren oder nur per Festnetz? – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Zanger: Der weiß alles besser!) Die körperliche Sicherheit, meine Damen und Herren, die ist gewährleistet. Die ballistischen Schutzgilets kommen, für jeden Exekutivbediensteten in Österreich. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass dieser Bundesregierung die Sicherheit der Polizistinnen und Polizisten ganz intensiv am Herzen liegt.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Höbart: Ja!
Ein Letztes noch zu den Damen und Herren und Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: Arbeiten Sie an der Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls ganz konkret mit! Überzeugen Sie die neue und jetzt tätige Wiener SPÖ davon, dass sie sich endlich dazu bekennt, an öffentlichen Orten für Ordnung zu sorgen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Höbart: Ja!)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Ich möchte mich abschließend bei der gesamten Bundesregierung bedanken, bei Bundeskanzler Sebastian Kurz, bei Vizekanzler Strache, bei Finanzminister Löger und ganz besonders bei Innenminister Herbert Kickl, der dieses Budget verhandelt hat und der es jetzt auch umsetzen wird. (Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ganz zum Schluss – und das ist mir besonders wichtig – an alle Abgeordneten, die es heute angesprochen haben: Frau Yılmaz, Herr Einwallner, es wird Ihnen, verzeihen Sie, in aller Höflichkeit, nicht gelingen, einen Keil zwischen die Regierungsparteien zu treiben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Mit diesem Sicherheitsbudget halten wir gemeinsam unsere Versprechen. Wir geben der Polizei Rückhalt und wir werden Österreich zum sichersten Land dieser Welt machen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Ganz zum Schluss – und das ist mir besonders wichtig – an alle Abgeordneten, die es heute angesprochen haben: Frau Yılmaz, Herr Einwallner, es wird Ihnen, verzeihen Sie, in aller Höflichkeit, nicht gelingen, einen Keil zwischen die Regierungsparteien zu treiben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Mit diesem Sicherheitsbudget halten wir gemeinsam unsere Versprechen. Wir geben der Polizei Rückhalt und wir werden Österreich zum sichersten Land dieser Welt machen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Abgeordneter Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Damen und Herren! Wenn man diese Debatte ein bisschen Revue passieren lässt, vor allem die Redebeiträge der Damen und Herren von der SPÖ, fällt auf, in welcher hoch aufgeregten Art und Weise Sie verzweifelt versuchen, dieses Paket des Innenministers, dieser Bundesregierung im Asylbereich, im Sicherheitsbereich schlechtzureden. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Es gelingt Ihnen nicht, da die Argumente ja nicht auf Ihrer Seite sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Damen und Herren! Wenn man diese Debatte ein bisschen Revue passieren lässt, vor allem die Redebeiträge der Damen und Herren von der SPÖ, fällt auf, in welcher hoch aufgeregten Art und Weise Sie verzweifelt versuchen, dieses Paket des Innenministers, dieser Bundesregierung im Asylbereich, im Sicherheitsbereich schlechtzureden. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Es gelingt Ihnen nicht, da die Argumente ja nicht auf Ihrer Seite sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, warum sinkt das? – Kollege Dönmez hat es ja auch schon angesprochen: Selbstverständlich dadurch, dass es derzeit weniger Asylanträge gibt – derzeit! (Zwischenruf bei der SPÖ); man muss auch für andere Zeiten wieder gerüstet sein, wie der Innenminister richtig angeführt hat (Oh-Rufe bei der SPÖ) –, dass die illegale Migration gestoppt wird, dass es in diesem Land endlich wieder eine restriktive Abschiebepolitik gibt. Na selbstverständlich verursacht das weniger Kosten! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, warum sinkt das? – Kollege Dönmez hat es ja auch schon angesprochen: Selbstverständlich dadurch, dass es derzeit weniger Asylanträge gibt – derzeit! (Zwischenruf bei der SPÖ); man muss auch für andere Zeiten wieder gerüstet sein, wie der Innenminister richtig angeführt hat (Oh-Rufe bei der SPÖ) –, dass die illegale Migration gestoppt wird, dass es in diesem Land endlich wieder eine restriktive Abschiebepolitik gibt. Na selbstverständlich verursacht das weniger Kosten! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, warum sinkt das? – Kollege Dönmez hat es ja auch schon angesprochen: Selbstverständlich dadurch, dass es derzeit weniger Asylanträge gibt – derzeit! (Zwischenruf bei der SPÖ); man muss auch für andere Zeiten wieder gerüstet sein, wie der Innenminister richtig angeführt hat (Oh-Rufe bei der SPÖ) –, dass die illegale Migration gestoppt wird, dass es in diesem Land endlich wieder eine restriktive Abschiebepolitik gibt. Na selbstverständlich verursacht das weniger Kosten! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.
Auch die Maßnahmen, die zukünftig umgesetzt werden, werden zu budgetären Einsparungen führen, weil es natürlich eine Milchmädchenrechnung ist: Weniger Zuwanderer ins Sozialsystem und in die Grundversorgung bedeuten weniger Kosten. Meine Damen und Herren, welches vernünftige Argument soll es zum Beispiel gegen die von Minister Kickl geplante Anschlussschubhaft für straffällige Asylwerber geben? – Na, selbstverständlich! Wenn eine Person zu uns kommt und das Gastrecht in diesem Land Österreich, das dieser Person Schutz und Hilfe bietet, mit Füßen tritt und missbraucht, hat diese Person natürlich wieder zu gehen, meine Damen und Herren. Das ist ja ganz klar! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.)
Abg. Plessl: Sie reden über das Sicherheitspaket, nicht über das Budget!
Dazu kommt auch der Zugriff auf mitgeführtes Bargeld von Asylwerbern, der in diesem Paket enthalten ist, das Minister Kickl morgen in den Ministerrat einbringen wird. (Abg. Plessl: Sie reden über das Sicherheitspaket, nicht über das Budget!) Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass jene, die hier Kost und Logis geboten bekommen, auch einen – ohnehin nur sehr kleinen – Beitrag zu dem ganzen Prozedere leisten. (Abg. Rosenkranz: Das ist schon budgetrelevant!)
Abg. Rosenkranz: Das ist schon budgetrelevant!
Dazu kommt auch der Zugriff auf mitgeführtes Bargeld von Asylwerbern, der in diesem Paket enthalten ist, das Minister Kickl morgen in den Ministerrat einbringen wird. (Abg. Plessl: Sie reden über das Sicherheitspaket, nicht über das Budget!) Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass jene, die hier Kost und Logis geboten bekommen, auch einen – ohnehin nur sehr kleinen – Beitrag zu dem ganzen Prozedere leisten. (Abg. Rosenkranz: Das ist schon budgetrelevant!)
Abg. Plessl: Das ist eine Themenverfehlung!
Die Auswertung von Handys - - (Abg. Plessl: Das ist eine Themenverfehlung!) – Nein, das ist keine Themenverfehlung, das sind alles Maßnahmen, die auch budgetär zu spüren sein werden, Herr Kollege, denn da werden wir auch mehr Geld für die Asylanten und Asylwerber ausgeben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das kostet auch etwas! Das hat schon mit dem Budget zu tun!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das kostet auch etwas! Das hat schon mit dem Budget zu tun!
Die Auswertung von Handys - - (Abg. Plessl: Das ist eine Themenverfehlung!) – Nein, das ist keine Themenverfehlung, das sind alles Maßnahmen, die auch budgetär zu spüren sein werden, Herr Kollege, denn da werden wir auch mehr Geld für die Asylanten und Asylwerber ausgeben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das kostet auch etwas! Das hat schon mit dem Budget zu tun!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Auswertung der Handydaten von jenen Menschen, die glauben, unsere Behörden an der Nase herumführen zu können, und die beschleunigte Aberkennung des Asylrechts bei Heimaturlaub von Asylberechtigten – es ist ja höchst an der Zeit, dass jene Menschen, die in diesen Gegenden Urlaub machen, die so furchtbar sind, dass sie dort verfolgt werden und fliehen müssen, selbstverständlich gerne auch dort bleiben können – sind wichtige und richtige Schritte. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Kurz zusammengefasst noch einmal das Wichtigste: Österreich muss für Asylbegehrer aus aller Herren Länder unattraktiver werden und unattraktiv gemacht werden. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.) Da gehört natürlich in Zukunft, was wir im Budget sehen werden, auch die Bedarfsorientierte Mindestsicherung dazu, wo die Sozialministerin gerade dabei ist, diesen Fleckerlteppich in Österreich zu vereinheitlichen, um diesen Sozial- und Mindestsicherungstourismus innerhalb Österreichs abzustellen. Die Gespräche mit den Sozialreferenten der Länder laufen, aber eines sage ich Ihnen, meine Damen und Herren von der SPÖ: Das Mindestsicherungsschlaraffenland im rot-grünen Wien wird sicher nicht das Vorbild für die bundeseinheitliche Mindestsicherung sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Kurz zusammengefasst noch einmal das Wichtigste: Österreich muss für Asylbegehrer aus aller Herren Länder unattraktiver werden und unattraktiv gemacht werden. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.) Da gehört natürlich in Zukunft, was wir im Budget sehen werden, auch die Bedarfsorientierte Mindestsicherung dazu, wo die Sozialministerin gerade dabei ist, diesen Fleckerlteppich in Österreich zu vereinheitlichen, um diesen Sozial- und Mindestsicherungstourismus innerhalb Österreichs abzustellen. Die Gespräche mit den Sozialreferenten der Länder laufen, aber eines sage ich Ihnen, meine Damen und Herren von der SPÖ: Das Mindestsicherungsschlaraffenland im rot-grünen Wien wird sicher nicht das Vorbild für die bundeseinheitliche Mindestsicherung sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Diese Bundesregierung spart bei den Ausgaben für Fremde, sie investiert hingegen in die Sicherheit für die Österreicher und stellt auch Entlastungen für die österreichischen Bürger sicher, meine Damen und Herren. Das Zeitalter der Willkommensklatscher, der Asylromantiker und der linken Träumer ist vorbei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt ist die Zeit der verantwortungsbewussten Realisten in diesem Land, und das ist gut für Österreich! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung spart bei den Ausgaben für Fremde, sie investiert hingegen in die Sicherheit für die Österreicher und stellt auch Entlastungen für die österreichischen Bürger sicher, meine Damen und Herren. Das Zeitalter der Willkommensklatscher, der Asylromantiker und der linken Träumer ist vorbei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt ist die Zeit der verantwortungsbewussten Realisten in diesem Land, und das ist gut für Österreich! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Plessl: Jetzt kriegen wir ja hoffentlich Zahlen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Bundesminister Herbert Kickl. – Bitte. (Abg. Plessl: Jetzt kriegen wir ja hoffentlich Zahlen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Sie bekommen jetzt dort ein paar Fakten, wo Sie sie brauchen, Herr Kollege. Zunächst einmal zur Frau Abgeordneten Yılmaz: Ich bin ja ganz Ihrer Meinung, dass Österreich selbstverständlich kein Bürgerkriegsland ist. Ich würde Sie natürlich auch darum ersuchen, dass Sie meine Meinung teilen, dass Österreich aber auch kein Einwanderungsland ist, wo Asyl und Zuwanderung, Kraut und Rüben miteinander vermischt werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Abg. Duzdar: Wer hat das gesagt?
Ich würde Sie auch um eine entsprechende Zustimmung dafür ersuchen, dass Österreich auch kein Land sein soll, in dem die Schlepper bestimmen, wer Schutz bekommt und wer nicht. (Abg. Duzdar: Wer hat das gesagt?) Ich glaube, wir könnten uns vielleicht auch darüber verständigen, dass Österreich kein Land sein soll, wo es unterm Strich auf das Gleiche herauskommt, ob man einen positiven oder einen negativen Asylbescheid bekommt, weil man sowieso im Land bleibt. Mit meinem rechtsstaatlichen Verständnis verträgt sich das nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde Sie auch um eine entsprechende Zustimmung dafür ersuchen, dass Österreich auch kein Land sein soll, in dem die Schlepper bestimmen, wer Schutz bekommt und wer nicht. (Abg. Duzdar: Wer hat das gesagt?) Ich glaube, wir könnten uns vielleicht auch darüber verständigen, dass Österreich kein Land sein soll, wo es unterm Strich auf das Gleiche herauskommt, ob man einen positiven oder einen negativen Asylbescheid bekommt, weil man sowieso im Land bleibt. Mit meinem rechtsstaatlichen Verständnis verträgt sich das nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Selbstverständlich sind jene Polizistinnen und Polizisten, die im Botschaftsbewachungsdienst arbeiten, schon jetzt mit entsprechenden Schutzwesten ausgestattet. Die anderen kommen dann dazu. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Noll und Stöger.
Dazu kommt noch ein Punkt, der, glaube ich, nicht unerheblich ist: Es wird immer so viel Kritik an den Entscheidungen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl geübt. Da muss man sich schon auch einmal ein bisschen genauer anschauen, was es denn bedeutet, wenn es zu einer Abänderung oder einer Behebung einer entsprechenden Entscheidung dieses Bundesamts durch das Bundesverwaltungsgericht kommt. Das ist ganz interessant, weil nämlich nicht jede Abänderung oder nicht jede Behebung eines negativen Bescheids dann automatisch auch zu einer Schutzgewährung führt. Das ist aber das, was hier immer suggeriert wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Noll und Stöger.) Das Bundesverwaltungsgericht zählt natürlich in seiner Statistik eine Abänderung bereits dann, wenn auch nur ein einziger Punkt eines entsprechenden Spruchs geändert wird. (Abg. Scherak: Das ist ja in Ordnung!)
Abg. Scherak: Das ist ja in Ordnung!
Dazu kommt noch ein Punkt, der, glaube ich, nicht unerheblich ist: Es wird immer so viel Kritik an den Entscheidungen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl geübt. Da muss man sich schon auch einmal ein bisschen genauer anschauen, was es denn bedeutet, wenn es zu einer Abänderung oder einer Behebung einer entsprechenden Entscheidung dieses Bundesamts durch das Bundesverwaltungsgericht kommt. Das ist ganz interessant, weil nämlich nicht jede Abänderung oder nicht jede Behebung eines negativen Bescheids dann automatisch auch zu einer Schutzgewährung führt. Das ist aber das, was hier immer suggeriert wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Noll und Stöger.) Das Bundesverwaltungsgericht zählt natürlich in seiner Statistik eine Abänderung bereits dann, wenn auch nur ein einziger Punkt eines entsprechenden Spruchs geändert wird. (Abg. Scherak: Das ist ja in Ordnung!)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Ein anderes Beispiel: Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl trifft eine Rückkehrentscheidung in Verbindung mit einem Einreiseverbot für einen Zeitraum von zehn Jahren. Dann geht das Bundesverwaltungsgericht her und sagt: Na gut, kein Einreiseverbot für zehn Jahre, sondern ein Einreiseverbot für fünf Jahre. Das ändert überhaupt nichts an der Qualität des Spruchs, gilt aber als entsprechende Abänderung. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Ich glaube, es ist einfach unzulässig, dass man dann so tut, als ob jede Abänderung eine Aufhebung eines negativen Spruchs nach sich zöge. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ein anderes Beispiel: Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl trifft eine Rückkehrentscheidung in Verbindung mit einem Einreiseverbot für einen Zeitraum von zehn Jahren. Dann geht das Bundesverwaltungsgericht her und sagt: Na gut, kein Einreiseverbot für zehn Jahre, sondern ein Einreiseverbot für fünf Jahre. Das ändert überhaupt nichts an der Qualität des Spruchs, gilt aber als entsprechende Abänderung. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Ich glaube, es ist einfach unzulässig, dass man dann so tut, als ob jede Abänderung eine Aufhebung eines negativen Spruchs nach sich zöge. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Scherak: Da freut sich der Präsident!
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Kollegin Yılmaz hat sich Sorgen um die ÖVP gemacht. Frau Kollegin, ich darf Ihnen mitteilen: Österreich war auch unter den ÖVP-Innenministern Sobotka, Mikl-Leitner und Fekter ein sicheres Land und wird auch unter dem jetzigen Innenminister ein sicheres Land bleiben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Scherak: Da freut sich der Präsident!)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Mit dem vorliegenden Budget – die Zahlen wurden ja schon ausführlich erläutert – schaffen wir die Rahmenbedingungen dafür, dass wir auf die Veränderungen und die Herausforderungen, was die öffentliche Sicherheit betrifft, reagieren und agieren können. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Es geht darum, dass wir gezielt in Personal investieren. 3 von 4 Euro fließen in die Planstellen, und ich glaube, das ist wichtig und gut so.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ein weiterer Punkt ist auch der gesamte Bereich des Grenzschutzes, der ja auch uns Tiroler betrifft. Wir sind dankbar dafür, dass man gerade im Bereich der Migration diese Grenzschutzmaßnahmen trifft. Diesbezüglich werden wir auch in Zukunft Vorsorge treffen müssen, wenn es notwendig sein sollte. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Insgesamt ist dieses Budget eine der Voraussetzungen dafür, dass die Sicherheit in Österreich nicht in Gefahr ist, dass wir die Sicherheit in Österreich gewährleisten und sicherstellen können. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir hier gemeinsam daran arbeiten und dass wir die Dinge, die uns tagtäglich begleiten, ernst nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Somit ist es auch ein Budget, das in die Zukunft gerichtet ist, das sich auch neuen und zukünftigen Bedrohungslagen anpasst. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Gudenus: Was soll denn das schon wieder?
Herr Innenminister Kickl, Sie können stolz sein! Wenn ich aber mit den Forderungen des Generalsekretärs Kickl vergleiche, der für die Verhandlungen im Bereich Sicherheit – für Landesverteidigung, aber auch für Inneres – zuständig war, und wenn ich diesen Bereich mit dem Budget vergleiche, das hier vorgesehen ist, dann haben Sie bei der Landesverteidigung versagt. (Abg. Gudenus: Was soll denn das schon wieder?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Gott sei Dank habt ihr überhaupt noch ein Gefühl!
Wir werden gerade das Landesverteidigungsbudget morgen behandeln. Ich habe ja das Gefühl, dass sich Minister Kickl auf Kosten seines Partners da die Budgetmittel zugeteilt hat, die ihm der Koalitionspartner zur Verfügung gestellt hat. Wir werden morgen noch genau aufarbeiten, wo das genau hingekommen ist. Das ist aber das Gefühl, das wir haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Gott sei Dank habt ihr überhaupt noch ein Gefühl!)
Abg. Rosenkranz: Nach drei Monaten?! Entschuldige!
Zum Budget: Sie haben hier 3,26 Milliarden Euro genannt. Das ist eine schöne Summe, aber es gibt noch ein paar Ergänzungen. Da müssen wir noch Bereinigungen durchführen, damit man auch weiß, welche Zahlen wo eingebucht sind. Wir haben hier zum Beispiel den EU-Vorsitz. Sie haben in der schriftlichen Beantwortung gesagt, dass dieser nicht extra ausgewiesen ist, aber über 15 Millionen Euro vorgesehen sind. Wir haben aber auch einen Personalunterstand. Wir brauchen darüber nicht zu diskutieren, wir kennen auch die Ursache: In den Jahren 2000 bis 2006 gab es im Innenressort 3 000 Polizisten weniger. Wir haben seit 2008 aufgebaut und wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Ich gebe Ihnen auch recht, dass Sie jetzt nicht für den Unterstand verantwortlich sind. (Abg. Rosenkranz: Nach drei Monaten?! Entschuldige!) Das sind Ihre Vorgänger, die ehemaligen ÖVP-Minister Sobotka, Mikl-Leitner, aber auch Fekter.
Abg. Jarolim: Das ist interessant!
Sie müssen jetzt verteuert Personal aufnehmen, weil damals die ÖVP-Minister nicht jene Leute genommen haben, die den Aufnahmetest bestanden haben. Warum? – Das kann ich auch sagen, dazu gibt es schriftliche Anfragen von mir und von Kollegen, wobei festgehalten worden ist: 40 Prozent der Kollegen haben den Aufnahmetest bestanden, die ÖVP-Minister haben aber nur 20 Prozent aufgenommen. (Abg. Jarolim: Das ist interessant!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Ihr seid noch immer in Verantwortung! Ihr seid an allem schuld!
Da ist ein Missstand, den Sie mitziehen müssen, Herr Innenminister. Das kostet mehr, und das sind Versäumnisse, die wir jetzt noch immer abarbeiten müssen. Wessen Verantwortung das ist, wissen wir auch. Da braucht niemand von der FPÖ mit dem Argument zu kommen, dass wir in Verantwortung gewesen sind, denn die konkreten Zahlen waren auch vorgesehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Ihr seid noch immer in Verantwortung! Ihr seid an allem schuld!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ein großer Unterschied, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist folgender: Der SPÖ-Minister Doskozil hat dafür gesorgt, dass die Beamten schon lange vorher diese Stichschutzweste hatten. Bei Ihnen bedarf es erst eines entsprechenden Vorfalls, damit Sie auch diese Anschaffung bis Ende des Jahres endlich einmal umgesetzt haben. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Im Regierungsprogramm Ihrer zwei Parteien wird festgehalten, dass Sie ein beschleunigtes Asylverfahren durchführen wollen, aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sind umgefallen. Sie sind umgefallen, und zwar deswegen - - (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich möchte noch sagen, warum, dann höre ich auf, Herr Präsident. (Abg. Lausch: Super!)
Abg. Lausch: Super!
Im Regierungsprogramm Ihrer zwei Parteien wird festgehalten, dass Sie ein beschleunigtes Asylverfahren durchführen wollen, aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sind umgefallen. Sie sind umgefallen, und zwar deswegen - - (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich möchte noch sagen, warum, dann höre ich auf, Herr Präsident. (Abg. Lausch: Super!)
Abg. Rosenkranz: Sichere Drittstaaten!
120 Posten werden im Bundesverwaltungsgericht eingespart, in jenem Bereich, der dafür zuständig ist, die Asylverfahren in zweiter Instanz zu bearbeiten. Also wo wollen Sie eine Beschleunigung herbeiführen, wenn Sie in diesem Bereich einsparen? (Abg. Rosenkranz: Sichere Drittstaaten!) Das ist nicht in Ordnung. Ich habe eher die Befürchtung, dass Sie wie Orbán Ihre Feindbilder bis zur nächsten Wahl erhalten wollen. – Danke. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Liste Pilz.
120 Posten werden im Bundesverwaltungsgericht eingespart, in jenem Bereich, der dafür zuständig ist, die Asylverfahren in zweiter Instanz zu bearbeiten. Also wo wollen Sie eine Beschleunigung herbeiführen, wenn Sie in diesem Bereich einsparen? (Abg. Rosenkranz: Sichere Drittstaaten!) Das ist nicht in Ordnung. Ich habe eher die Befürchtung, dass Sie wie Orbán Ihre Feindbilder bis zur nächsten Wahl erhalten wollen. – Danke. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Plessl! (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Bei deiner Rede hatte ich phasenweise den Eindruck, dass du in Wirklichkeit in deinem Inneren eigentlich froh bist über die Veränderungen und die Tatsachen, die im Budget abgebildet sind, dass du das aber nicht sagen darfst, weil du dich da in deiner eigenen Fraktion sozusagen in der Minderheit fühlst. So etwas soll es geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Plessl! (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Bei deiner Rede hatte ich phasenweise den Eindruck, dass du in Wirklichkeit in deinem Inneren eigentlich froh bist über die Veränderungen und die Tatsachen, die im Budget abgebildet sind, dass du das aber nicht sagen darfst, weil du dich da in deiner eigenen Fraktion sozusagen in der Minderheit fühlst. So etwas soll es geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir sollten auch nicht vergessen, dass Integration auch machbar sein muss. Wir können nun einmal nicht jeden und jede, die nach Österreich kommen, integrieren. Ich glaube, jeder und jede von uns kennt gute Beispiele der Integration, aber auch sehr viele, wo großer Handlungsbedarf besteht. Ich möchte schon festhalten: Es gelten für alle, die zu uns kommen und bei uns bleiben wollen, drei Grundregeln: die Sprache lernen, arbeiten wollen und unsere Werte und unsere Lebensordnung respektieren und anerkennen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Inhaltlich darf ich auf die Rede um circa 17.30 Uhr des Kollegen Mag. Martin Engelberg verweisen, in der alles gesagt wurde, was einzuhalten ist. Wirklich Respekt für die Art und Weise, wie das formuliert wurde! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne einen schönen Abend und eine gute Nacht! Morgen um 9 Uhr geht es weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Zanger: Natürlich!
Verkehrsbudget. Auch dieses Budget zum Bereich Verkehr zeigt, was sich generell zeigt, nämlich dass bei den Menschen gespart wird. (Abg. Zanger: Natürlich!) Das Verkehrsbudget wurde gegenüber dem Finanzrahmen 2017 bis 2020 stark gekürzt. Wir merken, dass im ÖBB-Rahmenplan bei den Investitionen 1,8 Milliarden Euro eingespart werden. Wir merken, dass durch die Asfinag ein zusätzliches Körberlgeld für den Finanzminister herausgekommen ist. Wenn Sie auf der Autobahn fahren, dann zahlen Sie Maut, vor allem die Lkw-Fahrer und die Frächter, und da hat man 100 Millionen Euro aus dem Bereich der Asfinag zusätzlich als Dividende in das Finanzministerium umgeschichtet. Das geht natürlich auf der Straße ab. Diese Kürzungen zeigen, es wird bei den Menschen gespart.
Abg. Hauser: So ein Blödsinn!
Was bedeutet das? – 2 Milliarden Euro weniger bedeuten weniger Aufträge für Firmen. (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!) Das entspricht laut IHS, das kann man nachlesen, 30 000 Arbeitsplätzen – Arbeitsplätze, die wir dringend brauchen.
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Die Kürzungen bestrafen die Leute am Land, die Älteren und vor allem die Menschen mit weniger Einkommen. Übrigens: Kürzungen gehen auf Kosten der Lebensqualität. Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Stau! Das ist nicht das, was wir wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend ist zu sagen: Sie kürzen die Arbeitsplätze für die Leute, Sie kürzen betreffend Mobilität die Freiheit der Menschen, Sie kürzen bei der Lebensqualität und Sie kürzen sogar bei der Sicherheit der Bevölkerung. Es ändert nichts, wenn Sie den Menschen mithilfe des Körberlgelds für viel Marketing genau das Gegenteil erzählen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Guten Morgen die Herren Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Interessant ist, dass gestern nur die Frau Kollegin Duzdar verstanden hat, worum es der Regierung wirklich geht: Wir sparen im System und eben nicht bei den Menschen. Vielleicht gibt es da noch eine Dialogmöglichkeit mit dem Kollegen Stöger. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Von einem ehemaligen Verkehrsminister hätte ich mir übrigens auch mehr erwartet, als dass er sein demokratiepolitisches Polytrauma am Rednerpult auslebt. – Aber gut, das sei ihm überlassen. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Guten Morgen die Herren Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Interessant ist, dass gestern nur die Frau Kollegin Duzdar verstanden hat, worum es der Regierung wirklich geht: Wir sparen im System und eben nicht bei den Menschen. Vielleicht gibt es da noch eine Dialogmöglichkeit mit dem Kollegen Stöger. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Von einem ehemaligen Verkehrsminister hätte ich mir übrigens auch mehr erwartet, als dass er sein demokratiepolitisches Polytrauma am Rednerpult auslebt. – Aber gut, das sei ihm überlassen. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ziele, die wir uns im Regierungsprogramm gesteckt haben, bereits nach vier Monaten in die Tat umsetzen können, dass wir wirklich ein Budget präsentieren können, von dem man sagen muss, das hat die SPÖ die letzten vier Jahre nicht zusammengebracht. Da Kollege Stöger vorhin gerade hier stand und alles bejammerte, was in der Verkehrspolitik nicht funktioniert, muss man schon die Frage stellen: Wo ist denn die Priorität der SPÖ in der Verkehrspolitik in den letzten vier Jahren gelegen, außer dass sie in diesem Zeitraum jedes Jahr den zuständigen Minister ausgewechselt hat? Es sind ja alle in diesem Ressort gescheitert, angefangen von Frau Bures über Herrn Stöger, der auch gescheitert ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Jetzt liest er eh schon wieder die Zeitung (auf den eine Zeitung lesenden Abg. Stöger weisend), es dürfte für ihn also nicht ganz so interessant sein, zu hören, was es hier am Rednerpult zu erzählen gibt. (Zwischenruf des Abg. Krist.) Der Einzige, dem man vielleicht zugetraut hätte, das Ganze in die richtige Richtung zu bringen, war Herr Kollege Leichtfried, aber er ist ja dann leider Gottes vom Wähler überrumpelt worden.
auf den eine Zeitung lesenden Abg. Stöger weisend
Ziele, die wir uns im Regierungsprogramm gesteckt haben, bereits nach vier Monaten in die Tat umsetzen können, dass wir wirklich ein Budget präsentieren können, von dem man sagen muss, das hat die SPÖ die letzten vier Jahre nicht zusammengebracht. Da Kollege Stöger vorhin gerade hier stand und alles bejammerte, was in der Verkehrspolitik nicht funktioniert, muss man schon die Frage stellen: Wo ist denn die Priorität der SPÖ in der Verkehrspolitik in den letzten vier Jahren gelegen, außer dass sie in diesem Zeitraum jedes Jahr den zuständigen Minister ausgewechselt hat? Es sind ja alle in diesem Ressort gescheitert, angefangen von Frau Bures über Herrn Stöger, der auch gescheitert ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Jetzt liest er eh schon wieder die Zeitung (auf den eine Zeitung lesenden Abg. Stöger weisend), es dürfte für ihn also nicht ganz so interessant sein, zu hören, was es hier am Rednerpult zu erzählen gibt. (Zwischenruf des Abg. Krist.) Der Einzige, dem man vielleicht zugetraut hätte, das Ganze in die richtige Richtung zu bringen, war Herr Kollege Leichtfried, aber er ist ja dann leider Gottes vom Wähler überrumpelt worden.
Zwischenruf des Abg. Krist.
Ziele, die wir uns im Regierungsprogramm gesteckt haben, bereits nach vier Monaten in die Tat umsetzen können, dass wir wirklich ein Budget präsentieren können, von dem man sagen muss, das hat die SPÖ die letzten vier Jahre nicht zusammengebracht. Da Kollege Stöger vorhin gerade hier stand und alles bejammerte, was in der Verkehrspolitik nicht funktioniert, muss man schon die Frage stellen: Wo ist denn die Priorität der SPÖ in der Verkehrspolitik in den letzten vier Jahren gelegen, außer dass sie in diesem Zeitraum jedes Jahr den zuständigen Minister ausgewechselt hat? Es sind ja alle in diesem Ressort gescheitert, angefangen von Frau Bures über Herrn Stöger, der auch gescheitert ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Jetzt liest er eh schon wieder die Zeitung (auf den eine Zeitung lesenden Abg. Stöger weisend), es dürfte für ihn also nicht ganz so interessant sein, zu hören, was es hier am Rednerpult zu erzählen gibt. (Zwischenruf des Abg. Krist.) Der Einzige, dem man vielleicht zugetraut hätte, das Ganze in die richtige Richtung zu bringen, war Herr Kollege Leichtfried, aber er ist ja dann leider Gottes vom Wähler überrumpelt worden.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Großteil des Budgets, wie man weiß, wenn man dieses Ressort kennt, fließt in die ÖBB. Da möchte ich mich ganz herzlich bei den Mitarbeitern der ÖBB bedanken, die selbstverständlich voller Tatendrang daran mitgearbeitet haben, da die Effizienz zu steigern und auch Produktivitätssteigerungen vorzunehmen. – Danke von unserer Seite. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scherak: Das wäre wichtig! – Heiterkeit bei den NEOS.
Herr Kollege Leichtfried, vielleicht noch eine Information für Sie: Wir werden auch schauen, dass wir das Problem mit Hasendorf tatsächlich lösen, also 2018 ist das Jahr von Hasendorf. (Abg. Scherak: Das wäre wichtig! – Heiterkeit bei den NEOS.)
Abg. Jarolim: Falscher Tagesordnungspunkt!
Flexibilität im Gleichklang mit Sicherheit: Deswegen gibt es auch entsprechende Programme für autonomes Fahren und auch E-Mobilität. (Abg. Jarolim: Falscher Tagesordnungspunkt!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Budget im Verkehrsbereich räumt nicht nur den SPÖ-Scherbenhaufen auf, sondern es setzt unverzichtbare Impulse für die Zukunft. Ich möchte daher dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Bundesminister für Verkehr einen großen Dank aussprechen. Und eines ist klar: Wir haben nicht nur Visionen, sondern wir haben auch den Plan zur Umsetzung. Das ist der Unterschied zur SPÖ-Regierung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Woher wissen Sie das?
Nun zum Budget: Herr Minister, ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Sie sich da in Prestigeprojekten verlaufen. Es ist immer wieder dieser Gedanke da, tolle Versprechen zu machen. Egal, ob das die Seidenstraße, die angesprochen wurde, oder das Breitband ist – ich komme dann ohnehin noch genauer darauf zu sprechen –, es sind große Projekte, die Sie ankündigen, aber meistens ist weniger dahinter oder es ist nicht so budgetiert, wie oft gesagt wird. Der Güterterminal wurde schon angesprochen. Sie sprechen da von so vielen Arbeitsplätzen, wie Innsbruck Einwohner hat. Das wird in der Realität nicht machbar sein. (Abg. Neubauer: Woher wissen Sie das?) Sie geben da irgendwelche Floskeln von sich und machen große Ankündigungen, die am Ende
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben in China gesagt, dass Österreich bei der Kooperation mit China First Mover sein wird – Neue Seidenstraße war da natürlich auch ein Thema. Wenn man sich aber die Fakten anschaut, dann sieht man, dass es First Movers bereits gibt. 16 europäische Staaten, viele davon in Ost- und in Südeuropa, elf davon EU-Mitglieder, sind bereits in der Initiative 16+1, also in einer Initiative, die bereits mit China zusammenarbeitet und da intensiven Kontakt hält. Warum erzählen Sie uns, dass wir First Mover sind, wenn 16 weitere Staaten schon längst in einer Initiative sind? (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Das ist aber wichtig ...!
Sie haben den Breitbandausbau angesprochen. Ja, ich bin bei Ihnen, der ist ganz extrem wichtig und wir müssen das Breitband in Österreich ausbauen. Da gibt es viele Probleme – nicht nur Hasendorf, wie mir meine Kollegen aus der letzten Gesetzgebungsperiode erzählt haben. (Abg. Hafenecker: Das ist aber wichtig ...!) Wir müssen uns aber auch anschauen, warum Sie jetzt mehr Geld zur Verfügung haben. Das liegt daran, dass in den letzten Jahren – und das ist nicht Ihr Fehler, aber sehr wohl auch der Fehler Ihres Koalitionspartners gewesen – einfach nicht die Mittel ausgegeben wurden, die budgetiert waren. Es wurden in den letzten Jahren im Bereich Breitbandausbau die Mittel bei Weitem nicht ausgeschöpft – jeder, der sich mit dem Budget beschäftigt hat, weiß das –, und das ist der Grund dafür, warum jetzt mehr Mittel zur Verfügung stehen. Ich bitte Sie daher, die Maßnahmen zu setzen, dass diese Mittel wirklich eingesetzt werden und der Ausbau damit auch möglich ist.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz.
Es heißt sehr oft, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. Das mag ein Stück weit stimmen, aber die Politik geht nachher genauso weiter. Ich glaube, die Umsetzung ist das Wichtige, das wir nicht vergessen dürfen. In der Umsetzung müssen wir ganz genau darauf achten, dass Klientelpolitik keinen Platz hat, dass Machtmissbrauch, falls irgendwo angewendet, keinen Platz hat und dass insbesondere Symbolpolitik keinen Platz hat. Alle drei Punkte, insbesondere den ersten und den letzten Punkt, orte ich ein bisschen in Ihrem Budget. Deswegen habe ich durchaus Sorge, dass das kein nachhaltiges Budget ist, das auch für die nächsten Generationen eine gute Infrastruktur hinterlässt, denn Infrastruktur ist etwas höchst Langfristiges, und dementsprechend ist da Nachhaltigkeit einer der wichtigsten Punkte. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Regierungsprogramm wieder –, einen ökoeffizienten Verkehr zu gestalten. Was meine ich damit? – Das ist auf der einen Seite natürlich die ökologische Komponente. Da wird sehr viel investiert. Herr Kollege Stöger, Herr Kollege Leichtfried, Sie wissen als ehemalige Minister sehr gut, dass wir in den kommenden Jahren in den Bahnausbau, in die Bahninfrastruktur mehr als je zuvor investieren, mehr als unter Ihrer jeweiligen Ministerschaft. Ich glaube, es würde sich auch gehören, das zu sagen und nicht von Kürzungen zu sprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Sagen Sie die Sätze zu Ende! Wir reden nicht von Kürzungen, sondern davon – was Tatsache ist –, dass manche Projekte zeitlich verschoben werden, damit wir sie uns auch leisten können. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das ist, glaube ich, eine redliche Haushaltspolitik, die wir in diesem Land brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sagen Sie die Sätze zu Ende! Wir reden nicht von Kürzungen, sondern davon – was Tatsache ist –, dass manche Projekte zeitlich verschoben werden, damit wir sie uns auch leisten können. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das ist, glaube ich, eine redliche Haushaltspolitik, die wir in diesem Land brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Indem Sie sagen, wir produzieren „Mobilitätsarmut“ – ich glaube, so haben Sie es genannt –, machen Sie da Angst. Ich glaube, gerade – der Herr Kollege hat es ja vorhin gerade gesagt – wir in Österreich investieren verhältnismäßig weit über dem Durchschnitt der Europäischen Union in unsere Verkehrsinfrastruktur, insbesondere in den Bahnausbau. Ich denke – Sie haben ja damals auch daran mitgewirkt –, wir können durchaus stolz darauf sein, dass wir unseren Beitrag leisten – im Sinne des Klimaschutzes, aber auch im Sinne der Förderung des öffentlichen Verkehrs für unsere Pendlerinnen und Pendler, für all diejenigen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrer Arbeit fahren, und für all diejenigen, die kein Auto haben, auch keines haben wollen. Da sind wir weiterhin auf einem sehr, sehr guten Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Insgesamt, glaube ich, ist das in diesem Bereich ein sehr gutes Budget. Ich danke den beiden Ministern, dass sie da verantwortungsvoll im Sinne des Ganzen gehandelt haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Gestern haben wir gehört, dass Evaluierung nichts bringt!
Mein Appell an Sie ist vor allem: Bitte schließen Sie den Evaluierungsprozess, den Sie im Ausschuss erwähnt haben, schnellstmöglich ab, um das praxistauglich zu lösen und umzusetzen! (Abg. Rosenkranz: Gestern haben wir gehört, dass Evaluierung nichts bringt!) Mir wäre es wichtig, dass Sie, Herr Minister Hofer, nicht nur den Verkehr auf den Autobahnen beschleunigen, sondern auch die Entwicklung einerseits des Datenbank-Highways und andererseits der Transparenz in unserem Land. – Danke schön. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Mein Appell an Sie ist vor allem: Bitte schließen Sie den Evaluierungsprozess, den Sie im Ausschuss erwähnt haben, schnellstmöglich ab, um das praxistauglich zu lösen und umzusetzen! (Abg. Rosenkranz: Gestern haben wir gehört, dass Evaluierung nichts bringt!) Mir wäre es wichtig, dass Sie, Herr Minister Hofer, nicht nur den Verkehr auf den Autobahnen beschleunigen, sondern auch die Entwicklung einerseits des Datenbank-Highways und andererseits der Transparenz in unserem Land. – Danke schön. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, was die Investitionen in die Bahn anbelangt, möchte ich festhalten, dass es gelungen ist, in diesem Rahmenplan mit einem Betrag von 13,5 Milliarden Euro die höchste Investitionssumme sicherzustellen, die in der Geschichte Österreichs jemals in die Schiene investiert worden ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Genau!
In Wien ist es so, dass wir richtigerweise den Bau von U-Bahnen mit 50 Prozent aus Bundesmitteln mit unterstützen. (Ruf bei der SPÖ: Genau!) In Graz, in Linz, in Salzburg gibt es keine U-Bahn, aber auch diese Städte brauchen Unterstützung. Ich freue mich sehr darüber, dass es beispielsweise in Graz, aber auch in Linz Überlegungen gibt, eine Stadtseilbahn zu errichten. Das sind Projekte, die rasch umgesetzt werden können und wesentlich weniger kosten als die Schiene auf der Straße. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch solche Projekte mit dazu beitragen können, die Verkehrsprobleme der Zukunft zu lösen – als ein Bestandteil. Ich überlege mir jetzt, auch in Gesprächen mit den Verantwortlichen in den Städten, wie auch der Bund in diesen Bereichen mit unterstützen kann.
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Insgesamt freue ich mich über diese Steigerung der Investitionen in die Schiene. Wir können vom Jahr 2017 bis ins Jahr 2021 bei den Investitionen eine Rekordsteigerung von 50 Prozent verbuchen. Wir haben jetzt große Projekte, große Tunnelbauprojekte, die abgewickelt werden. Damit können wir sicherstellen, dass wir im Jahr 2026 mit der Bahn von Wien nach Klagenfurt in 2 Stunden und 40 Minuten reisen können. Das ist nicht mein Verdienst, das ist der Verdienst meiner Vorgänger, bei denen ich mich auch sehr herzlich bedanken möchte. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
deswegen denke ich auch, dass der wirtschaftliche Austausch mit China von Vorteil ist. Es geht ja nicht nur darum, Produkte aus China nach Europa zu karren, sondern es geht auch darum, dass Produkte, die hier hergestellt werden, die eine hohe Qualität haben, auch eine Chance bekommen, auf einem anderen Markt zu reüssieren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Ich glaube, wir brauchen neben den Elektrotankstellen auch Wasserstofftankstellen in Österreich. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben derzeit fünf, wir werden aber mehr benötigen, denn ich glaube, dass das ein ganz wichtiges Feld ist, nicht nur für das Auto, sondern auch zum Beispiel für die Zillertalbahn und für andere Projekte, die auf Wasserstoff setzen werden. Es kommen die ersten alltagstauglichen Fahrzeuge auf den Markt, die mit Wasserstoff betrieben werden; man hat 3 Kilo Wasserstoff an Bord und kann damit 400 Kilometer fahren, und aus dem Auspuff kommt nur mehr Wasserdampf.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Für uns wird es wichtig sein, dass wir in diesem Bereich einige organisatorische Verbesserungen vornehmen – Sie haben es angesprochen, Frau Abgeordnete Cox –, um Redundanzen zu vermeiden, um bürokratische Abläufe zu optimieren. Das Wichtigste wird aber das Forschungsförderungsgesetz sein. Aus meiner Sicht ist das so wichtig, weil ja auch Unternehmen, die Forschung betreiben, Sicherheit benötigen, was die Mittel anbelangt, die sie im nächsten oder übernächsten Jahr für die eigenen Projekte abrufen können. Deswegen glaube ich, dass das Hauptaugenmerk darauf liegen muss, ein wirklich kluges und gutes Forschungsförderungsgesetz auf die Beine zu stellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abschließend möchte ich mich beim Herrn Bundesminister für die gute Zusammenarbeit bedanken, bei Ihnen, meine Damen und Herren, weil die Diskussionen in den Ausschüssen überaus sachlich verlaufen sind, bei den Mitarbeitern meines Hauses und noch einmal bei meinen Vorgängern, weil es natürlich so ist, dass alles, auf das ich jetzt aufsetzen kann, auch eine Leistung meiner Vorgänger ist. – Herzlichen Dank! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: ... keine Ahnung!
Da ist es nicht sinnvoll, dem Herrn Bundesminister oder seinen Vorgängern einen Vorwurf zu machen, sondern da muss man sich überlegen, was in den Bundesländern passiert, warum sich manche Gedanken machen. Stichwort Hasendorf, Niederösterreich, der Kollege hat es genannt. Warum gibt es in Niederösterreich eine Gesellschaft, die sich darum kümmert? Warum gibt es in Oberösterreich eine Gesellschaft, die sich darum kümmert? – Weil sich dort die Landesregierungen bewusst sind, dass sie viele periphere Regionen haben, die sie zu versorgen gedenken. (Ruf bei der ÖVP: ... keine Ahnung!) Wenn es Landesregierungen gibt, denen das egal ist, dann müssen sie sich die Frage der Sinnhaftigkeit stellen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ein Wort möchte ich noch zu China sagen: Der Herr Bundesminister hat völlig richtig gesagt, Österreich ist der First Mover in Richtung China, wir haben die ersten verbindlichen Vertragsvereinbarungen mit China, rund um die Seidenstraße. Wir haben über dieses Projekt Unterlagen und Verträge, die es so in Europa noch nicht gab. Ich denke dabei an etliche Firmen, die Produkte aus China beziehen oder nach China exportieren. Heute braucht ein Schiff zum Gütertransport sechs Wochen, egal in welche Richtung. Dazu kommt noch zusätzliches Handling im Hafen, zusätzliches Handling, wenn die Güter dann in Europa noch weiter verteilt werden sollen, und so weiter. Mit der Eisenbahn geht das trotz Umspuren – oder, wenn Breitspur durchgezogen wird, ohne Umspuren – wesentlich günstiger, auch schneller, einfacher, logistisch einfacher. Ich kann nur sagen: Herr Bundesminister, Hut ab vor dem, was Sie vorhaben, und alles Gute dafür! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: Was Sie gesät haben!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herren Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren im Haus und vor den Schirmen! Es gibt in der Verkehrspolitik anscheinend drei Phänomene: Eines dürfte ein österreichisches Spezifikum sein, nämlich dass bei jeder Debatte der Ortsteil Hasendorf erwähnt wird. Das Zweite ist, dass Verkehrspolitik so ist, dass man meistens das erntet, was andere gesät haben (Abg. Rädler: Was Sie gesät haben!), und dann sät, damit andere etwas ernten können; die Zeiträume sind relativ lang. Das Dritte ist, dass Verkehrspolitik unglaublich viele andere Politikfelder beeinflusst und wesentliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat. Deshalb, geschätzte Damen und Herren, ist sie mit sehr, sehr großer Verantwortung verbunden. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herren Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren im Haus und vor den Schirmen! Es gibt in der Verkehrspolitik anscheinend drei Phänomene: Eines dürfte ein österreichisches Spezifikum sein, nämlich dass bei jeder Debatte der Ortsteil Hasendorf erwähnt wird. Das Zweite ist, dass Verkehrspolitik so ist, dass man meistens das erntet, was andere gesät haben (Abg. Rädler: Was Sie gesät haben!), und dann sät, damit andere etwas ernten können; die Zeiträume sind relativ lang. Das Dritte ist, dass Verkehrspolitik unglaublich viele andere Politikfelder beeinflusst und wesentliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat. Deshalb, geschätzte Damen und Herren, ist sie mit sehr, sehr großer Verantwortung verbunden. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade der öffentliche schienengebundene Verkehr ist die große Antwort auf viele, viele Probleme, die es jetzt gibt. Selbstverständlich muss es Individualverkehr geben, selbstverständlich wird sich der anders entwickeln, insbesondere in der Motorenentwicklung, aber der schienengebundene, elektrifizierte öffentliche Verkehr ist die Maßgabe, und was da investiert wird, wirkt sich überall massiv aus. Man muss ganz offen sagen: Herr Ottenschläger hat teilweise recht; ja, es wird sehr viel investiert, aber dann kommt wieder ein bisschen das ÖVP-Retuschieren, denn es stimmt auch, dass verglichen mit dem, was die letzte Regierung geplant hat, um 1,8 Milliarden Euro weniger investiert wird, geschätzte Damen und Herren. Das heißt: 1,8 Milliarden weniger für Klimaschutz, 1,8 Milliarden weniger für Verkehr, 1,8 Milliarden weniger für Lebensqualität. – Das ist auch Faktum, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht!
Geschätzte Damen und Herren! Allein mit den 66 Millionen Euro Körberlgeld für den Herrn Bundeskanzler, für den Herrn Vizekanzler könnte man in Graz, in Linz, in Innsbruck die Straßenbahn so ausbauen, dass sie besser funktioniert, dass wir weniger Feinstaub, weniger Emissionen und besseren öffentlichen Verkehr haben. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Eines möchte ich zuletzt noch erwähnen: Es hängt immer auch an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und wir haben in Österreich in allen öffentlichen Verkehrsbetrieben Menschen, die herausragend arbeiten, die extrem gute Leistungen bringen und dafür sorgen, dass der öffentliche Verkehr funktioniert. Ihnen, geschätzte Damen und Herren, gebührt unser aller Respekt und Dank. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, kontinuierlich die Ausgaben, die Investitionen für Forschung und Entwicklung zu steigern. Das ist auch ein Verdienst der Vorgängerregierung, das möchte ich hier der Fairness halber auch anmerken, denn ich glaube, gerade Forschung und Entwicklung sollten kein ideologisches Kampffeld sein, sondern eine gemeinsame Anstrengung, der wir uns alle widmen sollten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Also ist das insgesamt ein Budget für 2018 und 2019, mit dem wir gut weiterarbeiten, eine Grundlage für eine positive Entwicklung und eine gedeihliche Zukunft für Österreich, für die Österreicherinnen und Österreicher schaffen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Drei Säulen sind dafür ganz besonders wichtig, Sie haben es selbst schon erwähnt: Es geht um Exzellenz in der Grundlagenforschung. Das ist ganz wichtig, aber Sie, Herr Minister, kann ich für die ständige Unterdotierung des FWF nicht verantwortlich machen. Auf der anderen Seite geht es um angewandte Forschung und Entwicklung, und da wurde über die letzten Jahre hinweg ein Maßnahmenset entwickelt, das sich sehr bewährt hat, das Unternehmen unterstützt und auch die Kooperation mit Universitäten, mit Fachhochschulen sehr fördert. Bei der dritten Säule geht es um Start-ups und um Gründungen, und da rede ich von technologieorientierten, innovationsbasierten Gründungen, denn diesen Unternehmen – das zeigen alle Studien – wird besonders bescheinigt, dass sie viele Arbeitsplätze, hochqualitative Arbeitsplätze schaffen, hohe Innovationskraft zeigen, sich an internationalen Märkten orientieren und eine sehr, sehr hohe Überlebensrate aufweisen. Fakt ist aber auch, diese Gründungen sind forschungsbasiert, damit risikobehaftet und sehr kapitalintensiv. Da sehe ich den Auftrag der öffentlichen Hand, in die Intervention zu gehen. Überall dort, wo Marktversagen vorliegt, ist es der Auftrag der öffentlichen Hand, gegenzusteuern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
len für die Folgejahre sind nämlich schon in den vergangenen Jahren erreicht worden. Das zeigt auch, wie wenig ambitioniert da geplant wird. Schade, ich würde mir hier wirklich mehr erwarten, um die Gründungsszene in Österreich zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die zweite Feststellung: Diese Bundesregierung hat klare Zielsetzungen in diesem Zusammenhang. Es wird unter dieser Bundesregierung bei der Sicherheit nicht gespart und es wird bei Bildung, Innovation und Forschung nicht gespart. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was will ich damit sagen? – Es liegt der Fokus unseres Bundesministers Norbert Hofer absolut auf diesen Bereichen, und jetzt geht es darum, diese Dinge im Laufe der Legislaturperiode umzusetzen, und da bin ich sehr, sehr guter Dinge, dass das auch hervorragend gelingt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Türkis-Blau!
Diese Linie zieht sich durch das ganze Budget. Schwarz-Blau spart bei den Menschen und nicht im System. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Türkis-Blau!) Dieses Budget ist gut für Kurz und Strache, die sich 166 zusätzliche Planstellen gönnen, und dieses Budget ist schlecht für die Justiz, wo 40 Planstellen eingespart werden. Dieses Budget bringt für Kurz und Strache Spielgeld von 66 Millionen Euro, während es Kürzungen beim AMS und bei der AUVA gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Sie sind bei der falschen UG! Wir sind bei UG 34! Das war gestern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Sie sind bei der falschen UG! Wir sind bei UG 34! Das war gestern!
Diese Linie zieht sich durch das ganze Budget. Schwarz-Blau spart bei den Menschen und nicht im System. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Türkis-Blau!) Dieses Budget ist gut für Kurz und Strache, die sich 166 zusätzliche Planstellen gönnen, und dieses Budget ist schlecht für die Justiz, wo 40 Planstellen eingespart werden. Dieses Budget bringt für Kurz und Strache Spielgeld von 66 Millionen Euro, während es Kürzungen beim AMS und bei der AUVA gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Sie sind bei der falschen UG! Wir sind bei UG 34! Das war gestern!)
Abg. Zanger: Türkis und Blau!
Dieses Budget ist gut für Schwarz und Blau und ihre Generalsekretäre (Abg. Zanger: Türkis und Blau!), aber dieses Budget ist schlecht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!
Dieses Budget ist gut für Schwarz und Blau und ihre Generalsekretäre (Abg. Zanger: Türkis und Blau!), aber dieses Budget ist schlecht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Hohes Haus! Verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Gott sei Dank ist Österreich kein Billiglohnland, sondern ein Innovationsstandort. Ich glaube, darauf können wir stolz sein. Unser Erfolgsrezept dafür hat vor allem zwei Zutaten: einerseits exzellent ausgebildete Menschen und andererseits forschungsfreundliche Rahmenbedingungen. Zu den Letzteren gehört auch das Forschungsbudget; erfreulich ist daher die Erhöhung des Universitätsbudgets und der Mittel für die Nationalstiftung. Auch mit der Anhebung der Forschungsprämie auf 14 Prozent wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um forschungsintensive Unternehmen nach Österreich zu holen und diese vor allem auch bei uns zu halten, denn uns ist jeder Arbeitsplatz, vor allem dann, wenn er nachhaltig ist, wichtig. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Angesichts der allgemeinen Senkung von Förderungen ist auch die Steigerung im Bereich der angewandten Forschung im BMVIT erfreulich. Man sieht daran die hohe Bedeutung der angewandten Forschung – mein Dank dafür gilt dem Herrn Minister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
fristig erfolgreich zu sein, brauchen wir einerseits Rechtssicherheit, aber auch eine langfristige Planbarkeit. Daher brauchen wir ein Forschungsfinanzierungsgesetz, auch um mittelfristig eine Forschungsquote von 3,76 Prozent zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Gerade in Österreich müssen wir aber auch die europäische Forschungsförderung mitdenken, denn wir sind ein Nettoprofiteur. Aus dem größten transnationalen Forschungsförderungsprogramm, dem Horizon 2020, hat Österreich in den letzten Jahren über 870 Millionen Euro an Förderungen erhalten: unsere Universitäten, unsere Forschungseinrichtungen und unsere Unternehmen. Ich glaube, Nettoprofiteur zu sein ist nicht so schlecht, und wir sollten versuchen, weitere Mittel aus diesem Rahmenprogramm zu lukrieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich hoffe, dass wir diese Erfolgsgeschichte auch weiter schreiben können, im Sinne Europas, im Sinne Österreichs und im Sinne der nächsten Generationen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Bereich der Schieneninfrastruktur investieren wir im Zeitraum 2018 bis 2023 507 Millionen Euro in Salzburg. Neu im Rahmenplan sind die Errichtung der Haltestelle Seekirchen Süd und die Finanzierung der Grundeinlösen Neubaustrecke Neumarkt–Köstendorf–Salzburg. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Aber zurück zu den Menschen, die diese Regierung beim Treffen ihrer Maßnahmen so oft vergisst: Wenn man bedenkt, dass laut einer IHS-Studie 1 Milliarde Euro Investition in die Infrastruktur gleichbedeutend ist mit der Schaffung und Sicherung von 15 000 Arbeitsplätzen, dann kann man hochrechnen, was die Einsparung von 1,8 Milliarden Euro bedeutet! Das bedeutet den möglichen Verlust von mehr als 25 000 Arbeitsplätzen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) 25 000 Arbeitsplätze sind durch diese Politik höchst gefährdet, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber zurück zu den Menschen, die diese Regierung beim Treffen ihrer Maßnahmen so oft vergisst: Wenn man bedenkt, dass laut einer IHS-Studie 1 Milliarde Euro Investition in die Infrastruktur gleichbedeutend ist mit der Schaffung und Sicherung von 15 000 Arbeitsplätzen, dann kann man hochrechnen, was die Einsparung von 1,8 Milliarden Euro bedeutet! Das bedeutet den möglichen Verlust von mehr als 25 000 Arbeitsplätzen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) 25 000 Arbeitsplätze sind durch diese Politik höchst gefährdet, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Setzen Sie das um, was Sie bei den Wahlen versprochen haben! Sichern Sie Arbeitsplätze und schaffen Sie sie nicht mit diesen Maßnahmen ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Günther Kumpitsch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Geschätzte Zuhörer auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Hohes Haus! Herr Kollege Stöger, Sie haben gesagt: Das Stehen im Stau ist nicht das, was wir wollen. – Mir kommen die Tränen! Ich darf Sie an das Knoflacher-Konzept erinnern, das Sie ja so hofieren. Nein! Das Stehen im Stau ist nicht das, was Sie wollen, aber es ist das, was Sie praktizieren, und zwar täglich überall dort, wo Sie regieren beziehungsweise wo Sie Verantwortung tragen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Schieder: Sie sind ja der Experte!
Ich möchte mich dann auch bei Ihnen, Herr Minister, für Ihren Einsatz in Indien – Entschuldigung –, ich meine, ich möchte mich für Ihren Einsatz in China bedanken. (Abg. Schieder: Sie sind ja der Experte!) Damit soll der Verkehr zwischen dem riesigen Land China und Europa, insbesondere auch nach Österreich, durch die Breitspurbahn möglich gemacht werden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wenn es uns gelingt, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, dann ist das die beste Umweltpolitik, die wir betreiben können. Das haben wir vor. Wir haben ein Budget, mit dem wir jetzt nachhaltige, vernünftige und umweltfreundliche Verkehrspolitik betreiben können. Aber wir werden insbesondere etwas nicht tun, was vor allem Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ und den ehemaligen Grünen, mit Vorliebe tun: Wir werden nicht die Autofahrer, wir werden nicht die Pendler und wir werden nicht die Lenker von Dieselkraftfahrzeugen mit ungerechtfertigten Steuern belasten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Nurten Yılmaz. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Mein Schwerpunkt in diesem Ausschuss beziehungsweise in dieser Arbeitsgruppe betrifft Frauen in der Forschung. Es war auch erfrischend, mit Ihnen zu diskutieren und festzustellen, dass es auch Ihnen nicht egal ist, wie viele Frauen in der Forschung tätig sind oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Wie bitte? (Abg. Zanger: Ein guter Minister!) Ach so, ja. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Zanger: Man muss ihn loben!) Sie haben mich gelobt, ich habe den Herrn Minister gelobt, und Sie loben wiederum den Herrn Minister. Okay, gut! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Zanger: Ein guter Minister!
Mein Schwerpunkt in diesem Ausschuss beziehungsweise in dieser Arbeitsgruppe betrifft Frauen in der Forschung. Es war auch erfrischend, mit Ihnen zu diskutieren und festzustellen, dass es auch Ihnen nicht egal ist, wie viele Frauen in der Forschung tätig sind oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Wie bitte? (Abg. Zanger: Ein guter Minister!) Ach so, ja. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Zanger: Man muss ihn loben!) Sie haben mich gelobt, ich habe den Herrn Minister gelobt, und Sie loben wiederum den Herrn Minister. Okay, gut! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Zanger: Man muss ihn loben!
Mein Schwerpunkt in diesem Ausschuss beziehungsweise in dieser Arbeitsgruppe betrifft Frauen in der Forschung. Es war auch erfrischend, mit Ihnen zu diskutieren und festzustellen, dass es auch Ihnen nicht egal ist, wie viele Frauen in der Forschung tätig sind oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Wie bitte? (Abg. Zanger: Ein guter Minister!) Ach so, ja. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Zanger: Man muss ihn loben!) Sie haben mich gelobt, ich habe den Herrn Minister gelobt, und Sie loben wiederum den Herrn Minister. Okay, gut! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Mein Schwerpunkt in diesem Ausschuss beziehungsweise in dieser Arbeitsgruppe betrifft Frauen in der Forschung. Es war auch erfrischend, mit Ihnen zu diskutieren und festzustellen, dass es auch Ihnen nicht egal ist, wie viele Frauen in der Forschung tätig sind oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Wie bitte? (Abg. Zanger: Ein guter Minister!) Ach so, ja. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Zanger: Man muss ihn loben!) Sie haben mich gelobt, ich habe den Herrn Minister gelobt, und Sie loben wiederum den Herrn Minister. Okay, gut! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf jeden Fall ist es sehr erfreulich, dass Sie die Programme und Vorhaben Ihrer Vorgängerinnen und Vorgänger weiterführen, denn wir brauchen diese auch. Was wir aber gleichfalls weiterhin brauchen, Herr Minister, sind neue Schritte. Wir stagnieren. Die Quote der Frauen in Forschung und Entwicklung stagniert seit 2013. Da geht nichts weiter. Daher sind wir da, um mit Ihnen darüber zu diskutieren, was wir noch tun können. Ich glaube, es wäre insbesondere sehr wichtig, mit den betroffenen Frauen und Institutionen darüber zu diskutieren, an welchen Schrauben wir noch drehen müssen, damit wir Frauen in Forschung und Entwicklung nicht verlieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stöger: Zahlen anschauen!
haben Sie das noch gelobt, was von der Asfinag dem Bund zugeführt werden kann. Ich bitte also um mehr Wahrheit in diesem Zusammenhang. Aber das ist halt das Problem. Auf die Asfinag sollte man eigentlich stolz sein, meine Herren! (Abg. Stöger: Zahlen anschauen!)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Schauen Sie sich die Zahlen an! Ich kann Ihnen die Zahlen sagen: 2 Milliarden Euro werden durch die Maut auf den rund 2 800 Kilometern, die die Asfinag zu bewirtschaften hat, eingenommen, und allein in den nächsten zwei Jahren werden 1,4 Milliarden Euro wieder investiert. Insgesamt werden es bis 2022 – das wissen Sie, wenn Sie sich das Budget angeschaut haben – 8 Milliarden Euro sein. Ich glaube, im Hinblick darauf kann man von einem Erfolgsmodell Asfinag sprechen, das muss man nicht schlechtreden. Aber das Schlechtreden ist ja jetzt Programm bei der Opposition. (Zwischenruf des Abg. Noll.) – Herr Kollege von der Liste Pilz! Da kommt ja die Opposition ins Stottern. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Gestern hat eine freiheitliche Kollegin diesen Kolbenreiber angesprochen. Damit es ein Verkehrsthema bleibt, bleiben wir bei den Motoren. (Abg. Noll: Ist es besser, wenn Sie unter die Räder kommen?)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Schauen Sie sich die Zahlen an! Ich kann Ihnen die Zahlen sagen: 2 Milliarden Euro werden durch die Maut auf den rund 2 800 Kilometern, die die Asfinag zu bewirtschaften hat, eingenommen, und allein in den nächsten zwei Jahren werden 1,4 Milliarden Euro wieder investiert. Insgesamt werden es bis 2022 – das wissen Sie, wenn Sie sich das Budget angeschaut haben – 8 Milliarden Euro sein. Ich glaube, im Hinblick darauf kann man von einem Erfolgsmodell Asfinag sprechen, das muss man nicht schlechtreden. Aber das Schlechtreden ist ja jetzt Programm bei der Opposition. (Zwischenruf des Abg. Noll.) – Herr Kollege von der Liste Pilz! Da kommt ja die Opposition ins Stottern. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Gestern hat eine freiheitliche Kollegin diesen Kolbenreiber angesprochen. Damit es ein Verkehrsthema bleibt, bleiben wir bei den Motoren. (Abg. Noll: Ist es besser, wenn Sie unter die Räder kommen?)
Abg. Noll: Ist es besser, wenn Sie unter die Räder kommen?
Schauen Sie sich die Zahlen an! Ich kann Ihnen die Zahlen sagen: 2 Milliarden Euro werden durch die Maut auf den rund 2 800 Kilometern, die die Asfinag zu bewirtschaften hat, eingenommen, und allein in den nächsten zwei Jahren werden 1,4 Milliarden Euro wieder investiert. Insgesamt werden es bis 2022 – das wissen Sie, wenn Sie sich das Budget angeschaut haben – 8 Milliarden Euro sein. Ich glaube, im Hinblick darauf kann man von einem Erfolgsmodell Asfinag sprechen, das muss man nicht schlechtreden. Aber das Schlechtreden ist ja jetzt Programm bei der Opposition. (Zwischenruf des Abg. Noll.) – Herr Kollege von der Liste Pilz! Da kommt ja die Opposition ins Stottern. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Gestern hat eine freiheitliche Kollegin diesen Kolbenreiber angesprochen. Damit es ein Verkehrsthema bleibt, bleiben wir bei den Motoren. (Abg. Noll: Ist es besser, wenn Sie unter die Räder kommen?)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Ich nenne Ihnen jetzt eine Erkenntnis der letzten Tage: Wir hatten oben im Lokal 7 die Budgetausschussberatungen. Von dort kann man auf den Heldenplatz hinuntergehen, und das habe ich auch getan. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Am nächsten Tag habe ich mir gedacht, als ich mit dem Auto – das zum Thema Verkehr – wieder hierhergefahren bin: Jetzt werde ich bei der OSZE hineingehen und fragen, ob ich da hinaufgehen kann, denn hinausgehen kann ich ja. – Dort antwortet mir aber der Mann vom Wachpersonal: Nein, das geht nicht. Ich mache Sie darauf aufmerksam. Bitte höflichst, das zur Kenntnis zu nehmen! – Darauf sage ich: Gerne. Ich werde rundherum gehen. Aber was meinen Sie, wenn Sie sagen, dass ich das höflichst zur Kenntnis nehmen soll? – Darauf sagt er: Ich hatte gestern als SPÖ-Wähler ein Erlebnis mit dem Herrn Klubobmann Schieder: Er wollte auch da hineingehen, und Herr Klubobmann Schieder hat zu mir gesagt: Wissen Sie denn nicht, wer ich bin?
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Das ist das Denken der SPÖ: gleich beleidigt zu sein und große Überheblichkeit an den Tag zu legen! – Sie dürfen sich nicht wundern, warum Sie bei fehlender Bürgernähe in Wien nicht zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich mir einen ernsteren Zugang und mehr Unterstützung für den Brennerbasistunnel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf recht herzlich Mitglieder der Neuen Mittelschule aus Fließ in Tirol und Mitarbeiter des Notariatsbüros aus Leoben bei uns auf der Galerie begrüßen. Herzlich willkommen hier im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
in Österreich war auch in den vergangenen Jahren nicht schlecht; vielleicht waren die Erfolge nicht immer sichtbar. Den ernsteren Zugang würde ich mir in Bezug auf jene Projekte wünschen, die jetzt realisiert werden. Wir sollten bedenken, dass die Projekte in der Verkehrspolitik, die damals auf Schiene gebracht wurden – das hat ja heute auch der ehemalige Minister Leichtfried schon angesprochen –, langfristige Projekte sind und dass wir jetzt einiges umzusetzen haben. Ihre Kritik jetzt verstehe ich aber nicht, muss ich ehrlich sagen, denn wenn Sie sich den Budgetvoranschlag anschauen, dann sehen Sie ganz klar, dass viele der Projekte umgesetzt werden, dass wir die Volumen sehr gut erhalten und dass wir da oder dort aufgrund der neuen Zugänge zu einer moderneren Politik vielleicht auch schnellere, effizientere Wege gefunden haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zu dem Satz: Stellen Sie sich vor, Sie stecken im Stau!, kann ich nur sagen, das ist nicht das, was wir wollen, das ist ja wirklich lächerlich. Schauen wir uns die Verkehrssituation in Wien an, wie hier gewollt wird, dass Pendlerinnen und Pendler im Stau stehen – das ist politisches Ziel in Wien, das wurde auch schon aufgedeckt –, und führen wir uns die gesamte Situation der Wiener Stadtregierung letztendlich vor Augen, die Milliarden, die im Krankenhaus Nord versenkt werden – damit könnten wir rund um Wien einen schönen Ring mit Park-and-ride-Anlagen errichten, wodurch wir bestmögliche Zugänge hätten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir berücksichtigen, dass wir um 13 Prozent mehr für ÖBB-Infrastrukturprojekte ausgeben, dann können wir nicht davon sprechen, dass da irgendwo gestoppt und gespart wird. Als Beispiel möchte ich den Marchegger Ast erwähnen, der im ÖBB-Rahmenplan nun auch vorgezogen wird. Diese Streckenverbindung zwischen Wien und Bratislava ist ganz wichtig, um den zentraleuropäischen Raum bestmöglich zu erschließen. Daran könnte man sich in Wien ein Beispiel nehmen und vielleicht mit dem Lobautunnel ein bisschen weiter vorankommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich darf dazu abschließend nur ein Beispiel aus der Verkehrspolitik anführen: Der Bahnhof Tullnerfeld Mitte an der Westbahn, der vom Bürgermeister aus Michelhausen, Herrn Rudolf Friewald, immer sehr stark vorangetrieben wurde, ist für die gesamte Region eine Lebensader und entwickelt nun ein gesamtes Gebiet im Vorfeld von Wien. Man kann dann bestmöglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Bundeshauptstadt oder auch in den Westen kommen. Dort ist für viele Anrainer und Pendler etwas geschaffen worden, was ohne Initiative der Bürgermeister vor Ort nicht möglich gewesen wäre. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch für die kommenden Generationen sollte für die Zukunft eine gesunde Umwelt in Österreich gesichert sein, doch exakt in diesem Bereich ist bei der Budgetuntergliederung 34 leider durchaus Kritik zu üben, und zwar schon am Fundament, an den Wirkungszielen. Kollegin Hammerschmid hat es vorhin erwähnt: Die Wirkungsziele sind nicht nur nicht ambitioniert, sondern beim Wirkungsziel 2 wurden sogar der Klimawandel und die Ressourcenknappheit herausgestrichen. – Gerade seit der gestrigen Diskussion über die Dringliche Anfrage muss uns doch bewusst sein, dass der Klimawandel, dass das Thema Klima präsenter denn je sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.
Ich weiß nicht, ob ich etwas versäumt habe, aber ich glaube, der Klimawandel ist ein Faktum und noch immer nicht annähernd ausreichend bekämpft, weshalb ich diese Streichung von Klimawandel und Ressourcenknappheit aus dem Wirkungsziel absolut nicht nachvollziehen kann. Ich glaube, es ist der falsche Schritt, diese wichtigen, vielleicht von manchen durchaus verleugneten Realitäten und Knackpunkte des Klimawandels und der Ressourcenknappheit aus den Wirkungszielen zu streichen, sind sie doch der Leitfaden für eine weitere Schwerpunktsetzung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
metern und 5 192 Brücken errichtet. Das – das darf man schon sagen – ist ein Spezifikum Österreichs und stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar, und diese Herausforderung, meine sehr geehrten Damen und Herren, nehmen 2 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Asfinag wahr, die ein möglichst reibungsloses Benutzen dieses hochwertigen Straßennetzes garantieren. – An dieser Stelle ihnen allen einen besonderen Dank für diese wertvolle Arbeit in unserem Land! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir dürfen stolz sein auf die Leistungen der Asfinag, und wir haben auch ein Investitionsprogramm, das zur Verbesserung unseres Straßennetzes in Zukunft Wesentliches beiträgt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Hohes Haus! Geschätzte ZuseherInnen hier auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Als Abgeordnete aus dem Weinviertel möchte ich auf die von Kollegen Keck bereits erwähnten Einsparungen im ÖBB-Rahmenplan für das Bundesland Niederösterreich eingehen. 270 Millionen Euro an geplanten Kürzungen des Investitionsvolumens durch die Regierung treffen unser Bundesland, ein Bundesland der Pendlerinnen und Pendler, besonders stark, denn die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind tagtäglich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Sie werden wahrscheinlich die Projekte anführen, die in der vorgesehenen Zeit auch erledigt werden können, was wir als sozialdemokratische Parlamentsfraktion auch als sehr gut empfinden, doch ich möchte die Projekte anführen, bei denen es Kürzungen und Verschiebungen gibt: bei der Strecke Wiener Neustadt–Loipersdorf, der Schleife Ebenfurth, der Strecke Süßenbrunn–Bernhardsthal oder der Elektrifizierung, Adaptierung der Strecke Herzogenburg–Krems. Das alles bedeutet ein Aufschieben von verbesserter Lebensqualität für die Menschen in der Region. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Was mich aber ganz besonders wundert und auch ein wenig ärgert, ist, dass vor der letzten niederösterreichischen Landtagswahl niederösterreichische ÖVP-Landespolitiker bergauf und bergab gefahren sind und man in jedem Bezirk Versprechungen abgegeben hat, was nicht alles kommen mag. Wenn man sich dann den Rahmenplan ansieht, muss man erkennen, dass über die meisten dieser Versprechungen leider nichts zu finden ist: so zum Beispiel nichts über den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn oder die notwendigen Kreuzungsbahnhöfe der S 2 auf der Strecke Wolkersdorf–Laa a.d. Thaya. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das finde ich schon sehr, sehr schade, dass immer versprochen wird und dann, wenn es darum geht, Nägel mit Köpfen zu machen, nichts getan wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was mich aber ganz besonders wundert und auch ein wenig ärgert, ist, dass vor der letzten niederösterreichischen Landtagswahl niederösterreichische ÖVP-Landespolitiker bergauf und bergab gefahren sind und man in jedem Bezirk Versprechungen abgegeben hat, was nicht alles kommen mag. Wenn man sich dann den Rahmenplan ansieht, muss man erkennen, dass über die meisten dieser Versprechungen leider nichts zu finden ist: so zum Beispiel nichts über den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn oder die notwendigen Kreuzungsbahnhöfe der S 2 auf der Strecke Wolkersdorf–Laa a.d. Thaya. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das finde ich schon sehr, sehr schade, dass immer versprochen wird und dann, wenn es darum geht, Nägel mit Köpfen zu machen, nichts getan wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots stellt ein Kernelement einer zukunfts- und wohlstandsorientierten Politik dar, und wir als sozialdemokratische Parlamentsfraktion haben immer darauf geachtet und werden auch weiterhin darauf achten, dass wir in diesem Bereich zukunftsfähige Angebote für Pendlerinnen und Pendler haben werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir brauchen Chancengleichheit für die Menschen in den ländlichen Regionen, und ich darf mich bei Ihnen, Herr Minister, schon im Vorhinein dafür bedanken, dass das abgeändert wird! Dank auch an Landeshauptmann Haslauer für diesen Vorstoß im Sinne der Chancengleichheit für die Jugend auch in Salzburg! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wöginger – in Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl in Salzburg –: Jetzt ist der 4er vorn!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Rosenberger. – Bitte. (Abg. Wöginger – in Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl in Salzburg –: Jetzt ist der 4er vorn!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.
Herzlichen Dank an alle, die in diesen Unternehmungen, in den Forschungsorganisationen arbeiten. Sie arbeiten zukunftsträchtig und nachhaltig, und in diesem Sinne haben wir in diesem Bereich ein gutes Budget, das den Innovations- und Wirtschaftsstandort Österreich stärkt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Die zügige Fertigstellung des Brennerbasistunnels ist für Tirol lebensnotwendig. Bereits heute sind die Tiroler Autobahnen durch die Transitlawine regelmäßig verstopft. Immer öfter passiert es, dass man es nur mit Mühe und Not schafft, von der Autobahn abzufahren; die Lücken zwischen den Lkw-Kolonnen werden immer geringer. Die heimischen Transporteure haben Mühe und Not, zu ihren Baustellen und zu ihren Kunden zu kommen; die rechte Spur wird vom Lkw-Verkehr, vom Transitverkehr vereinnahmt. Für mich als Tiroler Abgeordnete ist sehr erfreulich, dass der Bau des Brennerbasistunnels im neuen ÖBB-Rahmenplan weiterhin oberste Priorität hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Minister, ich danke Ihnen vorab für Ihre Unterstützung! – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Hervorheben möchte ich zum Beispiel die Österreichische Akademie der Wissenschaften. Die ÖAW wurde bereits 1847 gegründet und ist nicht nur aufgrund ihres Alters eine sehr bedeutende Forschungseinrichtung, sondern auch wegen ihrer 770 Mitglieder. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Rund 1 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreiben dort Grundlagenforschung, und ihnen stehen in den nächsten zwei Jahren 363 Millionen Euro zur Verfügung. Das bedeutet ein Plus von 8 Prozent über den gesamten Zeitraum der nächsten zwei Jahre. Die budgetäre Situation ist somit grundsätzlich sehr positiv, die Förderungen für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden nicht eingestellt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unabhängige Forschung braucht entsprechende Rahmenbedingungen. Dafür werden wir uns einsetzen, und wir freuen uns alle schon darauf, bald wieder Auszeichnungen für unsere Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher made in Austria zu erhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen auch – das darf ich noch einmal unterstreichen, es wurde heute schon mehrfach gesagt – eine flächendeckende Breitbandversorgung in den regionalen Räumen, und das, meine Damen und Herren, muss zur Staatsaufgabe Nummer eins in Sachen Digitalisierung werden. – Ich danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Eine gute Politik zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein gutes Budget vorlegt, mit dem sie spart, und zwar nicht zum Selbstzweck, sondern um Spielräume zu schaffen, damit man auch in genau dieses Lebensgefühl investieren kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das alles erfolgt mit diesem Budget, und deshalb ist Forschung wieder cool. Ich ersuche auch die Abgeordneten der Opposition: Geben Sie sich einen Ruck und stimmen wir gemeinsam zu, gerade was dieses Kapitel Forschung betrifft, damit wir gemeinsam den Weg beschreiten können, Österreich wieder an die Spitze zu führen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dominik Schrott (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf vorab noch die Neue Mittelschule aus Fließ, aus meinem Wahlkreis, recht herzlich hier im Hohen Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu zwei kurze Punkte: Um die Menschen bestmöglich vom Verkehr zu entlasten, müssen wir Straße und Schiene intelligent miteinander verknüpfen. Dafür sind im Budget 227 Millionen Euro gesichert. Meine Kollegen aus Tirol haben das Jahrhundertprojekt Brennerbasistunnel schon angesprochen. Es kann nicht sein, dass wir Österreicher dabei wieder als Musterschüler vorausgehen und unsere Nachbarn Italien und Deutschland sich nicht an die internationalen Vereinbarungen halten. Das können wir so nicht hinnehmen, und das dürfen wir uns auch nicht gefallen lassen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Budget enthält das Maß für die Finanzierung und lässt auch ausreichend Spielraum für notwendige und sinnvolle Projekte, mit dem Ziel, die Mobilität im ganzen Land leistbar zu machen und zu fördern. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Schlechter Vergleich!
Abgeordneter Rudolf Plessl (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren hier auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Als Bereichssprecher der SPÖ darf ich dieses Budget, das uns hier zur Beschlussfassung vorliegt, zuerst analysieren. Ich habe lange überlegt, wie man diese Zahlen mit einem Bild illustrieren kann, das zeigt, wie das Ganze abgelaufen ist. Die selbsternannte Sicherheitspartei wird sicher mit ihrem gepanzerten Fahrzeug zur ÖVP gefahren sein, um die Budgetverhandlungen für den Bereich Sicherheit durchzuführen. Gerade als die Verhandlungen abgeschlossen worden sind und sie wieder fortfahren, kommt es zu dem sogenannten Budget-Elchtest, und sie kommen drauf, dass gerade in diesem Bereich die notwendigen Budgetmittel nicht zur Verfügung stehen. (Abg. Neubauer: Schlechter Vergleich!)
Abg. Lausch: Plessl! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Die Genossen vom Plessl!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, und jetzt wird nachgedacht: Wer ist schuld? Wer ist schuld daran, dass fürs Landesverteidigungsressort zu wenig Budget zur Verfügung steht? Es wird nachgedacht, ob vielleicht Kommandant Strache schuld ist oder Navigator Kickl oder vielleicht eine andere Person, die gemeinsam mit ihnen im Fahrzeug gesessen ist. (Abg. Lausch: Plessl! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Die Genossen vom Plessl!)
Abg. Hammer: Das war die Innen-Debatte!
Wenn ich aber die erste Budgetrede des Finanzministers Revue passieren lasse – der Herr Finanzminister hat während der Reden sehr viele Notizen gemacht –, dann muss ich schon festhalten, dass das Wort Landesverteidigung gar nicht vorgekommen ist, genauso wenig wie bei den Ausführungen des Kollegen Amon gestern, der nur mitgeteilt hat, Sicherheit sei für ihn wichtig und das Innenressort müsse Budget haben. (Abg. Hammer: Das war die Innen-Debatte!) Genau in diesem Bereich hat er nachher auch Bildung und Forschung erwähnt, das Wort Landesverteidigung ist jedoch nicht vorgekommen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich spreche meinen Kollegen von ÖVP und FPÖ auch nicht ab, dass sie engagiert an das Thema herangegangen sind, aber dieses Budget ist weit, weit weg von dem, was nötig ist, damit die notwendigen Aufgaben auch erfüllt werden können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vor der letzten Nationalratswahl wurde vonseiten der FPÖ – da gibt es mehrere Aussagen: Kassegger, Bösch und so weiter – noch von mindestens 1 Prozent gesprochen. Es ist sogar noch am 28.11. in der „Kronen Zeitung“ mitgeteilt worden: „Fix sei laut FPÖ-Verhandlern auch die massive Aufstockung der Mittel: Das Verteidigungsbudget werde in drei Jahresschritten von derzeit 2,072 Milliarden Euro (das sind 0,66 Prozent des Bruttoinlandsproduktes) auf 3,139 Milliarden Euro erhöht, also auf ein Prozent des BIP.“ Das war die Forderung bei den Regierungsverhandlungen. Was ist herausgekommen? – Wesentlich weniger! Wir sind bei 0,6 Prozent des BIP, weit weg von dem, was Sie gefordert haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das heißt, Sie sind umgefallen! Sie sind umgefallen und stellen nicht die ausreichenden Budgetmittel zur Verfügung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer – auf das blinkende Lämpchen am Rednerpult deutend –: „Ob du recht hast oder nicht, sagt dir gleich das Licht!“
Ich möchte aber auch einzelne Beispiele anführen, die aufzeigen, wie wichtig es wäre, die notwendigen Ressourcen budgetmäßig zur Verfügung zu stellen. Auslandseinsätze: 1 100 Personen – Damen und Herren – wären für diesen Bereich vorgesehen, mit September 2017 waren noch 1 032 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Sie führen friedenstiftende Einsätze durch, wichtige Maßnahmen, aber mit Stichtag 4.4. 2018 sind es nur mehr 874 Damen und Herren. (Abg. Neubauer – auf das blinkende Lämpchen am Rednerpult deutend –: „Ob du recht hast oder nicht, sagt dir gleich das Licht!“)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist aber nicht gemacht worden. Einfach herzugehen und zu sagen, das wird jetzt ausgesetzt, ist nicht der richtige Weg. Viele Kollegen vom Bundesheer sind jetzt verunsichert, und das haben sie sich nicht verdient, weil sie ordentliche Einsätze durchführen, auch im Ausland sehr gefragt sind und dafür sorgen, dass wir in der Europäischen Union und auch weltweit einen guten Stand haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Plessl.
Die Republik hat zwei Schwerter, um die Sicherheit herzustellen, und sie hat dafür zu sorgen, dass beide Schwerter scharf sind. – Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Plessl.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Diese Bundesregierung hat mit den beiden Budgets für 2018 und 2019 jene Wiederaufbaubewegung ab 2015, die Sie angesprochen haben, nach diesem Allparteienantrag, den wir hier im Hohen Haus gefasst haben, weitergeführt. Sie kann sicherstellen, dass mit diesen beiden Budgets dieser Aufbau des österreichischen Bundesheeres weitergeführt wird. Wir werden in beiden Jahren ein Plus von etwa 181 Millionen Euro haben, wir werden im laufenden Jahr ein Plus von 112 Millionen Euro haben und im Jahr 2019 ein Plus von 69 Millionen Euro. Wir werden verschiedenste Neuanschaffungen durchführen können, und wir werden auch den Abbau des Investitionsstaus, der uns seit vielen Jahren begleitet, weiterführen können. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen aber auch klarmachen, und ich sage das auch in aller Deutlichkeit, Herr Finanzminister, dass wir ab dem Jahr 2020, in dem wir in etwa 2,5 Milliarden Euro für das österreichische Bundesheer lukrieren werden, neue Lösungen brauchen werden. Wir brauchen neue Lösungen, und wir werden es nicht verschweigen, dass wir uns bemühen werden, diese Zahl Richtung 3 Milliarden Euro zu bewegen. Dass das ein ehrgeiziges Ziel ist, weiß ich, dass wir aber in diesen Bemühungen nicht nachlassen dürfen, ist eine Selbstverständlichkeit für mich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Regierung hat erklärt, dass sie bei der Bildung und bei der Sicherheit nicht sparen wird, und dieses Versprechen wird von dieser Bundesregierung eingehalten. Wir müssen uns darüber klar sein, dass die Sicherheit sicherlich nicht alles ist – Sicherheit bedeutet nicht alles, es gibt viele andere Bereiche, um die budgetär gerungen wird –, aber es muss uns auch klar sein, dass ohne Sicherheit in einem Lande alles andere nichts ist. Wenn wir die Sicherheit nicht garantieren können, dann sind alle anderen Bereiche der Politik Nebensächlichkeiten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es muss unser Ziel sein, Situationen, wie sie das Jahr 2015 gebracht hat, hinkünftig verhindern zu können, und dazu gehört, meine Damen und Herren, ein österreichisches Bundesheer, das funktionsfähig ist, das ausreichend budgetär bedeckt wird und das sich auch weiterentwickeln kann, hin zu einer modernen Armee. Deshalb können wir sagen, dass die beiden Budgets für 2018 und 2019 weitere großartige Schritte in dieser Weiterentwicklung zu einer modernen Armee sind, dass wir aber darauf werden achten müssen – und wenn hier eine gemeinsame Anstrengung von allen Fraktionen festzustellen ist, so soll mir das recht sein –, diese Weiterentwicklung sicherzustellen. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe von der Galerie.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hoyos-Trauttmansdorff. (Zwischenrufe von der Galerie.) – Herr Abgeordneter, ich würde Sie ersuchen, kurz zu warten. (Ein Besucher wird von Ordnern von der Galerie geleitet.) – Danke vielmals.
Beifall bei den NEOS.
Herr Minister, ich habe es Ihnen auch im Ausschuss schon gesagt, ich gebe Ihnen nicht alleine die Schuld dafür. Ich weiß, dass Sie in einer schwierige Situation waren. Sie wurden, so hört man es in den Medien, erst ganz knapp vor dem Abschluss der Verhandlungen drangenommen, Ihr Ressort war eines der letzten, und Sie wurden da wahrscheinlich ein Stück weit von der eigenen Partei, aber auch insbesondere vom Koalitionspartner, der Sicherheitspartei ÖVP, über den Tisch gezogen. Ich verstehe, dass das keine einfache Situation für Sie ist, aber trotzdem ist dieses Budget kein Erfolg für Sie, sondern ein klarer Nichterfolg, und für das österreichische Bundesheer langfristig eine echte Katastrophe. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Verteidigungsminister! Herr Staatssekretär! Ich darf vorweg auf der Galerie eine Gruppe der Jungen ÖVP Steiermark begrüßen; der vorhin negativ aufgefallene Peter Wurm gehört nicht zu dieser Gruppe. Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Herr Kollege Plessl, wenn Sie meinem Kollegen Amon vorwerfen, dass er beim Kapitel innere Sicherheit nichts über die Landesverteidigung sagt (Zwischenruf bei der SPÖ), dann könnte ich mit demselben Argument sagen: Sie haben beim Kapitel Sicherheit/Landesverteidigung nichts zur sozialen Sicherheit gesagt!, die gibt es nämlich auch. Also das ist fadenscheinig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Plessl, wenn Sie meinem Kollegen Amon vorwerfen, dass er beim Kapitel innere Sicherheit nichts über die Landesverteidigung sagt (Zwischenruf bei der SPÖ), dann könnte ich mit demselben Argument sagen: Sie haben beim Kapitel Sicherheit/Landesverteidigung nichts zur sozialen Sicherheit gesagt!, die gibt es nämlich auch. Also das ist fadenscheinig! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Genau!
Liebe Kollegen von der SPÖ! Wenn man sich hier herstellt und sagt, die Budgets 2018 und 2019 für die Landesverteidigung sind zu niedrig oder nicht ausreichend, dann möchte ich schon sagen: Es hat im Herbst letzten Jahres eine Nationalratswahl mit dem Ergebnis einer neuen Regierung gegeben, ein Jahr vor dem ursprünglichen Wahltermin. Hätte die Regierung noch Fortbestand gehabt, dann hätte es gemäß Bundesfinanzrahmen für das Jahr 2018 um 112 Millionen Euro weniger gegeben. (Ruf bei der FPÖ: Genau!) Also die von Ihnen so gelobten Doskozil-Jahre – die hätten für 2018 noch gegolten – hätten 112 Millionen Euro weniger für die Landesverteidigung bedeutet. (Abg. Lausch: ... Doskozil ...!) Da ist mir das Budget, das wir jetzt haben, deutlich lieber, weil es deutlich mehr ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Lausch: ... Doskozil ...!
Liebe Kollegen von der SPÖ! Wenn man sich hier herstellt und sagt, die Budgets 2018 und 2019 für die Landesverteidigung sind zu niedrig oder nicht ausreichend, dann möchte ich schon sagen: Es hat im Herbst letzten Jahres eine Nationalratswahl mit dem Ergebnis einer neuen Regierung gegeben, ein Jahr vor dem ursprünglichen Wahltermin. Hätte die Regierung noch Fortbestand gehabt, dann hätte es gemäß Bundesfinanzrahmen für das Jahr 2018 um 112 Millionen Euro weniger gegeben. (Ruf bei der FPÖ: Genau!) Also die von Ihnen so gelobten Doskozil-Jahre – die hätten für 2018 noch gegolten – hätten 112 Millionen Euro weniger für die Landesverteidigung bedeutet. (Abg. Lausch: ... Doskozil ...!) Da ist mir das Budget, das wir jetzt haben, deutlich lieber, weil es deutlich mehr ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Liebe Kollegen von der SPÖ! Wenn man sich hier herstellt und sagt, die Budgets 2018 und 2019 für die Landesverteidigung sind zu niedrig oder nicht ausreichend, dann möchte ich schon sagen: Es hat im Herbst letzten Jahres eine Nationalratswahl mit dem Ergebnis einer neuen Regierung gegeben, ein Jahr vor dem ursprünglichen Wahltermin. Hätte die Regierung noch Fortbestand gehabt, dann hätte es gemäß Bundesfinanzrahmen für das Jahr 2018 um 112 Millionen Euro weniger gegeben. (Ruf bei der FPÖ: Genau!) Also die von Ihnen so gelobten Doskozil-Jahre – die hätten für 2018 noch gegolten – hätten 112 Millionen Euro weniger für die Landesverteidigung bedeutet. (Abg. Lausch: ... Doskozil ...!) Da ist mir das Budget, das wir jetzt haben, deutlich lieber, weil es deutlich mehr ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
bemühen, diesen Aufwärtstrend entsprechend zu verstärken; er kann mit dem vorliegenden Doppelbudget 2018/2019 auf jeden Fall fortgesetzt werden. Darüber sollten wir uns freuen, weil es mehr ist – und mehr ist nun einmal mehr! –, und auf dem aufbauend sollten wir die Zukunft im Sinne der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger gestalten. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höbart
Dass Kollege Bösch damit nicht so weit danebenliegt, das bestätigen nicht nur zahlreiche Bedienstete des Bundesheers, die sich aufgrund der teilweise unzumutbaren Zustände (Zwischenruf des Abg. Höbart) an die Parlamentarische Bundesheerkommission gewandt haben, sondern sogar Generalstabschef Commenda, der zugleich auch noch von einer sich international verschärfenden Bedrohungslage warnt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höbart.
Man könnte also meinen, dass es bei der Regierung angekommen ist, dass im Bereich der Landesverteidigung dringend Handlungsbedarf gegeben ist, doch ein Blick auf dieses Doppelbudget, ein Blick auf die Realität des Budgets 2018/2019 sorgt schon für einiges an Enttäuschung. Im Bundesvoranschlag, im Ergebnisvoranschlag wird das Verteidigungsbudget im Jahr 2018 mit 2,25 Milliarden und im Jahr 2019 mit 2,28 Milliarden Euro dotiert. In Prozent des BIPs gemessen – in Prozent des BIPs gemessen, um das noch einmal zu betonen – bedeutet dies nach Schätzung der Statistik Austria, nach Schätzung des Wifo einen Rückgang des Landesverteidigungsbudgets von 0,58 auf 0,57 Prozent des BIPs. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höbart.) Wir sind also weit weg vom selbst gesteckten Ziel, 1 Prozent des BIPs oder 3,5 Milliarden Euro für das Bundesheer zur Verfügung zu stellen.
Beifall bei der Liste Pilz.
Ja, und wenn wir einen Blick auf das Bundesfinanzrahmengesetz 2018 bis 2021 und 2019 bis 2022 werfen, so weist dieses gemäß der Analyse des Budgetdiensts des Parlaments mit minus 0,7 Prozent sogar eine Entwicklung unterhalb der Inflationsrate auf. Es sind erschütternde Zahlen, die hier auf dem Tisch liegen und uns auf den Tisch gelegt werden, und sie werden wahrscheinlich bei dem einen oder anderen Angehörigen der Streitkräfte für Überlegungen sorgen und Zweifel aufkommen lassen, ob sie den richtigen Beruf gewählt haben. Die budgetäre Wertschätzung, die öffentliche Wertschätzung, die sich im Budget ausdrückt, ist jedenfalls nicht in dem Ausmaß vorhanden, wie die Angehörigen unserer Streitkräfte es eigentlich verdient hätten. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, stimmen Sie zu! – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das österreichische Bundesheer leistet – das wissen Sie und das wissen auch die Österreicherinnen und Österreicher – sehr viel: ob das im Bereich der Inlandseinsätze ist, wo wir aktuell, zu dieser Stunde mit rund 900 Mann an der Grenze im Einsatz sind oder auch hier in Wien die Botschaftsbewachungen durchführen; ob wir, wie gestern und vorgestern wieder, in der Steiermark im Katastropheneinsatz stehen, wo das Bundesheer immer dann zur Stelle ist, wenn es darum geht, Schutz und Hilfe zu leisten, nämlich dann, wenn es andere nicht mehr können; oder natürlich auch im Rahmen unserer internationalen Verpflichtungen, die wir selbstverständlich, Herr Abgeordneter Plessl, in Zukunft auch entsprechend durchführen werden – wir hatten ja das Vergnügen, gemeinsam im Libanon gewesen zu sein. Ich glaube, wir haben auch eine Verantwortung, die große Wertschätzung, die Österreich im internationalen Konnex genießt, auch in Zukunft sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, ich brauche jetzt nicht in der Geschichte des Bundesheeres der letzten Jahre und Jahrzehnte zu kramen, Sie alle wissen, ein Sparkurs jagte den anderen. Wir haben Budgetentscheidungen erlebt, aufgrund derer wir massivste Einschnitte in den Dienstbetrieb hatten, aufgrund derer wir Übungen gestrichen haben, aufgrund derer es nicht mehr möglich gewesen ist, einen hohen Ausbildungslevel zu halten, aber wir natürlich trotzdem – und deshalb möchte ich heute hier auch ein großes Dankeschön an die Soldatinnen und Soldaten aussprechen – in der Lage gewesen sind, alle unsere Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der Österreicherinnen und Österreicher durchzuführen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das war es jetzt auch schon mit dem Rückblick. Ich bin nicht angetreten, um hier die Missstände, die durch meine Amtsvorgänger herbeigeführt wurden, zu bejammern, sondern ich will diese zu etwas Positivem verändern, für Sicherheit sorgen, diesen Investitionsstau abarbeiten und selbstverständlich auch die Attraktivierung des Grundwehrdienstes fortführen. Hinsichtlich dessen haben wir Österreicherinnen und Österreicher 2013 Gott sei Dank die richtige Entscheidung getroffen, die Wehrpflicht zu erhalten, aber damit einhergehend ist auch ein klarer Auftrag an uns, an die Politik ergangen, diese Attraktivierung entsprechend voranzuführen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das Gleiche gilt für das Jahr 2019, aber selbstverständlich besteht – und selbstkritisch muss man sein – ab dem Jahr 2021, wenn dieser vermeintliche Rückgang im Budget sichtbar wird, der eben mit den auslaufenden Sonderpaketen in der Darstellung einhergeht, die Notwendigkeit, im Rahmen der politischen Prozesse, gemeinsam mit dem Finanzminister, mit dem Koalitionspartner, aber selbstverständlich auch hier im Parlament, im Hohen Haus, für entsprechende Lösungen zu sorgen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich kann hier gerne – das ist auch im Rahmen der Anfragen im Budgetausschuss gekommen – auch Zahlen für die Bundesländer nennen. Eines kann ich sagen: Im Bereich der Infrastruktur wird nicht gespart, es wird investiert. Es ist dringend und ganz, ganz notwendig, da weitere Investitionsschritte zu setzen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, damit werden wir auch den Erwartungen gerecht, damit hält die Bundesregierung Wort, dass uns Sicherheit etwas wert ist, und damit halten wir auch Wort, dass wir für das Bundesheer mehr Budgetmittel zur Verfügung stellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Am Rande möchte ich noch bemerken, obwohl es keine militärischen Kernkompetenzen sind, aber sie doch auch zu uns gehören: Die Militärmusik – das war ein heißes Thema in den letzten Legislaturperioden, ich kann mich gut erinnern, was man da geplant und auch durchgeführt hat, nämlich Reduktionen in vielen Bereichen – wird wieder hochgefahren. Wir werden wieder vollwertige Militärmusiken erleben, meine sehr geehrten Damen und Herren, ganz besonders wichtig für eure Militärkommandanten, für die Bundesländer und auch für den kulturellen Beitrag, den das österreichische Bundesheer in diesem Bereich leistet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird auch kein Sparen beim Heeressport geben – dort, wo unsere erfolgreichen Sportler sind, wo wir auch großartige Medaillengewinner haben. Auch dieser, ich nenne ihn jetzt nicht Randbereich, aber Nichtkernbereich der militärischen Landesverteidigung wird in diesem Budget entsprechend abgebildet. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja zu einem starken Bundesheer! Die Österreicherinnen und Österreicher wünschen es sich, und die Republik Österreich braucht es. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Herr Bundesminister Kunasek! Ich möchte eingangs ein bissel weiter ausholen und noch einmal in Erinnerung rufen, insbesondere bei der SPÖ – und ich weiß, dass auch die SPÖ nicht einheitlicher Meinung war, was das Thema betrifft –, dass die SPÖ letztlich in der politischen Kommunikation 2013 der maßgebliche Treiber war, um das Bundesheer in dieser Form, insbesondere die Wehrpflicht, abzuschaffen, sozusagen umzubringen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Das ist nicht gelungen, Gott sei Dank nicht gelungen, weil die Volksbefragung entsprechend ausgegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Lausch: Sozialdemokraten sind keine Sicherheitsvertreter!) – Das insbesondere jetzt, da die SPÖ in großer Sorge um das Bundesheer in dieser Form ist.
Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Lausch: Sozialdemokraten sind keine Sicherheitsvertreter!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Herr Bundesminister Kunasek! Ich möchte eingangs ein bissel weiter ausholen und noch einmal in Erinnerung rufen, insbesondere bei der SPÖ – und ich weiß, dass auch die SPÖ nicht einheitlicher Meinung war, was das Thema betrifft –, dass die SPÖ letztlich in der politischen Kommunikation 2013 der maßgebliche Treiber war, um das Bundesheer in dieser Form, insbesondere die Wehrpflicht, abzuschaffen, sozusagen umzubringen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Das ist nicht gelungen, Gott sei Dank nicht gelungen, weil die Volksbefragung entsprechend ausgegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Lausch: Sozialdemokraten sind keine Sicherheitsvertreter!) – Das insbesondere jetzt, da die SPÖ in großer Sorge um das Bundesheer in dieser Form ist.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die einzige Partei oder eine Partei, die sich jedenfalls immer, durch die Jahre hindurch, vorbehaltlos zum Bundesheer bekannt hat, zum Bundesheer als Bundesheer auf Grundlage einer allgemeinen Wehrpflicht mit einer Milizkomponente, war die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Plessl: ... des Investitionsplans! Da fehlt die Grundlage!
Durchaus stehen wir auch nicht an, zuzugeben beziehungsweise zu betonen, dass Bundesminister Doskozil da eine Trendwende gelungen ist – Ehre, wem Ehre gebührt, das ist der Fall –, und diese Trendwende gilt es jetzt fortzusetzen, und das gelingt der Freiheitlichen Partei mit Bundesminister Mario Kunasek durchaus hervorragend. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist natürlich kein Wunschkonzert, natürlich könnte alles besser sein, aber es besteht keine Veranlassung, das jetzt krankzureden und zu sagen, das Bundesheer werde zu Tode gespart. Wir haben die Zahlen schon gehört, es gibt mehr Mittel als bei den Doskozil-Budgets, und zwar erheblich mehr Mittel. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Plessl: ... des Investitionsplans! Da fehlt die Grundlage!)
Abg. Plessl: Aber zumindest ... Prozent zu geben!
Wir sprechen von 60 Millionen Euro mehr heuer, weiteren 30 Millionen Euro, also in Summe 90 Millionen Euro mehr 2019 in Relation zum Bezugsjahr 2017. Es ist uns durchaus bewusst – das haben meine Vorredner, insbesondere Wehrsprecher Dr. Bösch, aber auch der Herr Bundesminister bereits angesprochen –, dass insbesondere im Bereich der großen Investitionen ein erheblicher Rückstau aufgebaut wurde, aber bitte nicht von Herrn Bundesminister Mario Kunasek, sondern von seinen Vorgängern. Erwarten Sie jetzt bitte nicht von unserem Bundesminister, dass er in zehn Wochen die Welt niederreißt und das Bundesheer komplett saniert! Das ist nicht möglich. (Abg. Plessl: Aber zumindest ... Prozent zu geben!) – Ja, wir haben – und das ist auch schon mehrfach angesprochen worden – das ordentliche Budget, das im Wesentlichen Personal, Betrieb und Instandhaltung abdeckt, aber für größere Sonderinvestitionen wird es zukünftig Gesprächen mit dem Herrn Finanzminister bedürfen; diese sind nicht aus dem ordentlichen Budget abzudecken. Aber präjudizieren Sie jetzt nicht, Sie wissen nicht, was bei diesen Gesprächen rauskommt! Evident wird das 2020 sein, spätestens dann wird man sich dem Thema intensiv widmen müssen. (Abg. Plessl: Sie wissen, die Planbarkeit ist dann nie gegeben!)
Abg. Plessl: Sie wissen, die Planbarkeit ist dann nie gegeben!
Wir sprechen von 60 Millionen Euro mehr heuer, weiteren 30 Millionen Euro, also in Summe 90 Millionen Euro mehr 2019 in Relation zum Bezugsjahr 2017. Es ist uns durchaus bewusst – das haben meine Vorredner, insbesondere Wehrsprecher Dr. Bösch, aber auch der Herr Bundesminister bereits angesprochen –, dass insbesondere im Bereich der großen Investitionen ein erheblicher Rückstau aufgebaut wurde, aber bitte nicht von Herrn Bundesminister Mario Kunasek, sondern von seinen Vorgängern. Erwarten Sie jetzt bitte nicht von unserem Bundesminister, dass er in zehn Wochen die Welt niederreißt und das Bundesheer komplett saniert! Das ist nicht möglich. (Abg. Plessl: Aber zumindest ... Prozent zu geben!) – Ja, wir haben – und das ist auch schon mehrfach angesprochen worden – das ordentliche Budget, das im Wesentlichen Personal, Betrieb und Instandhaltung abdeckt, aber für größere Sonderinvestitionen wird es zukünftig Gesprächen mit dem Herrn Finanzminister bedürfen; diese sind nicht aus dem ordentlichen Budget abzudecken. Aber präjudizieren Sie jetzt nicht, Sie wissen nicht, was bei diesen Gesprächen rauskommt! Evident wird das 2020 sein, spätestens dann wird man sich dem Thema intensiv widmen müssen. (Abg. Plessl: Sie wissen, die Planbarkeit ist dann nie gegeben!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Das geht sich net aus ... !
Also zusammenfassend: Das Bundesheer ist nicht tot, Doskozil hat die Trendwende eingeleitet, Kunasek wird diese Trendwende erfolgreich fortsetzen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Das geht sich net aus ... !)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Sie vergleichen sich ganz gerne mit Ihren Vorgängern, ich würde Ihnen empfehlen: Tun Sie das nicht! Die Schuhe sind Ihnen wahrscheinlich etwas zu groß. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Vergleichen Sie sich lieber mit Ihren eigenen Vorgaben! Sie haben im Wahlkampf gesagt, 1 Prozent des BIPs wird für die Landesverteidigung ausgegeben werden. Jetzt sagen Sie schon selbst, dass wir weit darunter sind (Abg. Gerstner: Da hat sie recht!) und wir werden noch weiter darunter kommen. Sie wissen das selbst und Sie haben es selbst auch schon erwähnt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Abg. Gerstner: Da hat sie recht!
Sie vergleichen sich ganz gerne mit Ihren Vorgängern, ich würde Ihnen empfehlen: Tun Sie das nicht! Die Schuhe sind Ihnen wahrscheinlich etwas zu groß. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Vergleichen Sie sich lieber mit Ihren eigenen Vorgaben! Sie haben im Wahlkampf gesagt, 1 Prozent des BIPs wird für die Landesverteidigung ausgegeben werden. Jetzt sagen Sie schon selbst, dass wir weit darunter sind (Abg. Gerstner: Da hat sie recht!) und wir werden noch weiter darunter kommen. Sie wissen das selbst und Sie haben es selbst auch schon erwähnt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Sie vergleichen sich ganz gerne mit Ihren Vorgängern, ich würde Ihnen empfehlen: Tun Sie das nicht! Die Schuhe sind Ihnen wahrscheinlich etwas zu groß. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Vergleichen Sie sich lieber mit Ihren eigenen Vorgaben! Sie haben im Wahlkampf gesagt, 1 Prozent des BIPs wird für die Landesverteidigung ausgegeben werden. Jetzt sagen Sie schon selbst, dass wir weit darunter sind (Abg. Gerstner: Da hat sie recht!) und wir werden noch weiter darunter kommen. Sie wissen das selbst und Sie haben es selbst auch schon erwähnt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Doch was bedeutet es für die Landesverteidigung, immer weniger Geld zur Verfügung zu haben? Seit dem Regierungsantritt hören wir vom Herrn Minister immer, dass er sich die Dinge genauer anschauen möchte. Dagegen spricht ja an und für sich nichts, es ist ja gut, wenn sich jemand einarbeitet und dabei alles genau anschaut. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Jetzt aber, Herr Minister, geht es um das Budget. Der Minister betrachtet noch immer genauer und findet leider nicht zu den passenden Antworten.
Abg. Hauser: Is eh super, wenn der Minister zur Bevölkerung geht!
Beispielsweise hat der Herr Minister einen ganzen Tag lang Kärnten besucht. (Abg. Hauser: Is eh super, wenn der Minister zur Bevölkerung geht!) Er hat dann über eine OTS-Aussendung verkündet, dass in Kärnten Infrastrukturmaßnahmen in der Höhe von über 10 Millionen Euro geplant sind und er legte ein Bekenntnis zum Kasernenneubau in der Stadt Villach ab. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Mittlerweile können wir froh sein, wenn die neu gekauften Panzer ein Dach über dem Kopf bekommen und nicht wegrosten werden, wenn ich das einmal so sagen darf, wir wissen nicht, ob diese Baustelle nicht auch noch abgesagt wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe Ihnen dazu auch eine klare Frage gestellt.
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Beispielsweise hat der Herr Minister einen ganzen Tag lang Kärnten besucht. (Abg. Hauser: Is eh super, wenn der Minister zur Bevölkerung geht!) Er hat dann über eine OTS-Aussendung verkündet, dass in Kärnten Infrastrukturmaßnahmen in der Höhe von über 10 Millionen Euro geplant sind und er legte ein Bekenntnis zum Kasernenneubau in der Stadt Villach ab. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Mittlerweile können wir froh sein, wenn die neu gekauften Panzer ein Dach über dem Kopf bekommen und nicht wegrosten werden, wenn ich das einmal so sagen darf, wir wissen nicht, ob diese Baustelle nicht auch noch abgesagt wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe Ihnen dazu auch eine klare Frage gestellt.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Beispielsweise hat der Herr Minister einen ganzen Tag lang Kärnten besucht. (Abg. Hauser: Is eh super, wenn der Minister zur Bevölkerung geht!) Er hat dann über eine OTS-Aussendung verkündet, dass in Kärnten Infrastrukturmaßnahmen in der Höhe von über 10 Millionen Euro geplant sind und er legte ein Bekenntnis zum Kasernenneubau in der Stadt Villach ab. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Mittlerweile können wir froh sein, wenn die neu gekauften Panzer ein Dach über dem Kopf bekommen und nicht wegrosten werden, wenn ich das einmal so sagen darf, wir wissen nicht, ob diese Baustelle nicht auch noch abgesagt wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe Ihnen dazu auch eine klare Frage gestellt.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Im Jahr 2019 in einer Garnisonsstadt wie Villach 300 000 Euro für Infrastrukturmaßnahmen auszugeben, das wird wohl ein bisschen sehr, sehr wenig sein! Noch dazu habe ich Sie das nicht gefragt, ich habe Sie nämlich ganz klar nach den Investitionen für das Land Kärnten gefragt und darauf habe ich auch keine Antwort bekommen. Sie haben vorhin selbst gesagt, Sie haben noch Antworten, vielleicht können Sie uns diese noch nachreichen. Ich hätte sie ganz gerne schriftlich von Ihnen, das muss ich auch dazusagen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Hammer
Wir reden da von absoluten Experten, die nicht einfach so zum Bundesheer gehen wollen oder können. Wir brauchen in diesem Bereich eine ganz besondere Form des Personalrecruitings. Vielleicht gibt es aber auch schon Leute beim Bundesheer, die nicht richtig eingesetzt sind (Zwischenruf des Abg. Hammer), vielleicht können Sie sich das einmal genauer anschauen. Auch dazu habe ich eine Frage gestellt und bin mit der lapidaren Antwort, dass Budgetmittel da sind, aber nicht extra ausgewiesen werden können – für einen Bereich, der absolut wichtig ist –, abgefertigt worden.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich denke, es wird Zeit, dass sich der Minister nicht nur etwas überlegt, sondern endlich Rahmenbedingungen schafft. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Eine perfekt vorbereitete Strukturreform seiner Vorgängers Doskozil hat er einfach mit der Hand weggewischt und abgesagt. Was mir jetzt fehlt, das sind die verteidigungspolitischen Vorstellungen von Ihnen und die Strategie dahinter. Es gibt unter Ihnen, Herr Minister, bisher nur ein Verwalten der Landesverteidigung, es gibt keine Ziele, kein aktives Gestalten, keine Zukunft und keine Inhalte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es wird Zeit, dass sich der Minister nicht nur etwas überlegt, sondern endlich Rahmenbedingungen schafft. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Eine perfekt vorbereitete Strukturreform seiner Vorgängers Doskozil hat er einfach mit der Hand weggewischt und abgesagt. Was mir jetzt fehlt, das sind die verteidigungspolitischen Vorstellungen von Ihnen und die Strategie dahinter. Es gibt unter Ihnen, Herr Minister, bisher nur ein Verwalten der Landesverteidigung, es gibt keine Ziele, kein aktives Gestalten, keine Zukunft und keine Inhalte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: ... in Stein gemeißelt!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Johann Höfinger. – Bitte. (Abg. Rädler: ... in Stein gemeißelt!)
Abg. Hammer: Das sind überhaupt die Ärgsten, die zwei!
vielen Waffengattungen einen hohen Investitionsbedarf gibt, da es eben ein unglaubliches Vakuum gibt, das darauf zurückzuführen ist – da muss ich jetzt zwei Minister explizit nennen, nämlich den Kollegen Darabos und den Kollegen Klug (Abg. Hammer: Das sind überhaupt die Ärgsten, die zwei!), die dafür verantwortlich sind –, dass dieses System ausgehöhlt und finanziell ausgehungert wurde. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
vielen Waffengattungen einen hohen Investitionsbedarf gibt, da es eben ein unglaubliches Vakuum gibt, das darauf zurückzuführen ist – da muss ich jetzt zwei Minister explizit nennen, nämlich den Kollegen Darabos und den Kollegen Klug (Abg. Hammer: Das sind überhaupt die Ärgsten, die zwei!), die dafür verantwortlich sind –, dass dieses System ausgehöhlt und finanziell ausgehungert wurde. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Peinlich!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sich jetzt hierher zu stellen, lieber Kollege Rudi Plessl, und die aktuelle Sachlage zu bejammern (Ruf bei der ÖVP: Peinlich!), das ist wirklich mehr als scheinheilig, das ist unglaubwürdig und nur mehr peinlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Denn genau diese Reaktionen, liebe Kolleginnen und Kollegen, hätte ich mir damals unter Klug und unter Darabos erwartet, als wir dazu gestanden sind, als wir gesagt haben, wir brauchen mehr. Wir haben immer wieder gefordert, wir haben immer wieder Anträge eingebracht, wir haben immer wieder versucht, mit dem Bundesminister zu diskutieren, aber da habt ihr euch geduckt, da wart ihr weg, da habt ihr euch weggedreht. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der Einzige, der gestanden ist, das war damals Otto Pendl (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und sonst keiner. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sich jetzt hierher zu stellen, lieber Kollege Rudi Plessl, und die aktuelle Sachlage zu bejammern (Ruf bei der ÖVP: Peinlich!), das ist wirklich mehr als scheinheilig, das ist unglaubwürdig und nur mehr peinlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Denn genau diese Reaktionen, liebe Kolleginnen und Kollegen, hätte ich mir damals unter Klug und unter Darabos erwartet, als wir dazu gestanden sind, als wir gesagt haben, wir brauchen mehr. Wir haben immer wieder gefordert, wir haben immer wieder Anträge eingebracht, wir haben immer wieder versucht, mit dem Bundesminister zu diskutieren, aber da habt ihr euch geduckt, da wart ihr weg, da habt ihr euch weggedreht. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der Einzige, der gestanden ist, das war damals Otto Pendl (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und sonst keiner. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sich jetzt hierher zu stellen, lieber Kollege Rudi Plessl, und die aktuelle Sachlage zu bejammern (Ruf bei der ÖVP: Peinlich!), das ist wirklich mehr als scheinheilig, das ist unglaubwürdig und nur mehr peinlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Denn genau diese Reaktionen, liebe Kolleginnen und Kollegen, hätte ich mir damals unter Klug und unter Darabos erwartet, als wir dazu gestanden sind, als wir gesagt haben, wir brauchen mehr. Wir haben immer wieder gefordert, wir haben immer wieder Anträge eingebracht, wir haben immer wieder versucht, mit dem Bundesminister zu diskutieren, aber da habt ihr euch geduckt, da wart ihr weg, da habt ihr euch weggedreht. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der Einzige, der gestanden ist, das war damals Otto Pendl (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und sonst keiner. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sich jetzt hierher zu stellen, lieber Kollege Rudi Plessl, und die aktuelle Sachlage zu bejammern (Ruf bei der ÖVP: Peinlich!), das ist wirklich mehr als scheinheilig, das ist unglaubwürdig und nur mehr peinlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Denn genau diese Reaktionen, liebe Kolleginnen und Kollegen, hätte ich mir damals unter Klug und unter Darabos erwartet, als wir dazu gestanden sind, als wir gesagt haben, wir brauchen mehr. Wir haben immer wieder gefordert, wir haben immer wieder Anträge eingebracht, wir haben immer wieder versucht, mit dem Bundesminister zu diskutieren, aber da habt ihr euch geduckt, da wart ihr weg, da habt ihr euch weggedreht. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der Einzige, der gestanden ist, das war damals Otto Pendl (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und sonst keiner. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sich jetzt hierher zu stellen, lieber Kollege Rudi Plessl, und die aktuelle Sachlage zu bejammern (Ruf bei der ÖVP: Peinlich!), das ist wirklich mehr als scheinheilig, das ist unglaubwürdig und nur mehr peinlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Denn genau diese Reaktionen, liebe Kolleginnen und Kollegen, hätte ich mir damals unter Klug und unter Darabos erwartet, als wir dazu gestanden sind, als wir gesagt haben, wir brauchen mehr. Wir haben immer wieder gefordert, wir haben immer wieder Anträge eingebracht, wir haben immer wieder versucht, mit dem Bundesminister zu diskutieren, aber da habt ihr euch geduckt, da wart ihr weg, da habt ihr euch weggedreht. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der Einzige, der gestanden ist, das war damals Otto Pendl (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und sonst keiner. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich denke, Herr Bundesminister, der Anfang ist gemacht, wir sind auf einem guten Weg und auf unsere Unterstützung kannst du dich verlassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Krist – auf dem Weg zum Rednerpult –: Teilweise!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Hermann Krist. – Bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Krist – auf dem Weg zum Rednerpult –: Teilweise!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: ... abschaffen!
Man darf aber nicht vergessen, dass dieses Budget jahrzehntelang von ÖVP-Ministern im Verteidigungsministerium und im Finanzministerium in Grund und Boden gewirtschaftet wurde und unter Hans Peter Doskozil, das haben jetzt alle bestätigt, ein Aufwärtstrend eingeleitet wurde, auf dem jetzt der neue Verteidigungsminister gut aufbauen kann. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: ... abschaffen!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lieber Kollege Rädler! Ich darf den Präsidenten Khol in Erinnerung rufen, der immer gesagt hat: wenn schon Zwischenrufe, dann sollen sie intelligent sein. – Vielleicht kannst du dich an das halten. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hauser: Das ist eine perfekte Selbstanklage!
Es gibt nach wie vor viel zu tun, bei den Beschäftigten in den Kasernen genauso wie bei der Truppe; von den Wahlkampfankündigungen ist nicht viel übrig geblieben. Ich darf einige Beispiele aus Oberösterreich zitieren, die ich gestern noch abgerufen habe. Es sollte heutzutage eigentlich nicht mehr möglich sein, dass sich zwölf Beschäftigte in einer Kaserne ein 16 Quadratmeter großes Büro teilen müssen. Es sollte eigentlich nicht mehr Standard sein, dass 22 Grundwehrdiener in einem Zimmer zusammen leben müssen. (Abg. Hauser: Das ist eine perfekte Selbstanklage!) Es ist eigentlich nicht in Ordnung, dass sich 100 Personen vier Toiletten teilen müssen. (Abg. Haider: Das habt ihr jahrelang zugelassen!) Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns würde als wichtige Ausbildungsstätte dringend eine Sporthalle brauchen. Auch in Ried und in Hörsching gäbe es viel zu tun. (Abg. Haider: Eine perfekte Selbstanklage! Das ist ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Haider: Das habt ihr jahrelang zugelassen!
Es gibt nach wie vor viel zu tun, bei den Beschäftigten in den Kasernen genauso wie bei der Truppe; von den Wahlkampfankündigungen ist nicht viel übrig geblieben. Ich darf einige Beispiele aus Oberösterreich zitieren, die ich gestern noch abgerufen habe. Es sollte heutzutage eigentlich nicht mehr möglich sein, dass sich zwölf Beschäftigte in einer Kaserne ein 16 Quadratmeter großes Büro teilen müssen. Es sollte eigentlich nicht mehr Standard sein, dass 22 Grundwehrdiener in einem Zimmer zusammen leben müssen. (Abg. Hauser: Das ist eine perfekte Selbstanklage!) Es ist eigentlich nicht in Ordnung, dass sich 100 Personen vier Toiletten teilen müssen. (Abg. Haider: Das habt ihr jahrelang zugelassen!) Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns würde als wichtige Ausbildungsstätte dringend eine Sporthalle brauchen. Auch in Ried und in Hörsching gäbe es viel zu tun. (Abg. Haider: Eine perfekte Selbstanklage! Das ist ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Haider: Eine perfekte Selbstanklage! Das ist ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es gibt nach wie vor viel zu tun, bei den Beschäftigten in den Kasernen genauso wie bei der Truppe; von den Wahlkampfankündigungen ist nicht viel übrig geblieben. Ich darf einige Beispiele aus Oberösterreich zitieren, die ich gestern noch abgerufen habe. Es sollte heutzutage eigentlich nicht mehr möglich sein, dass sich zwölf Beschäftigte in einer Kaserne ein 16 Quadratmeter großes Büro teilen müssen. Es sollte eigentlich nicht mehr Standard sein, dass 22 Grundwehrdiener in einem Zimmer zusammen leben müssen. (Abg. Hauser: Das ist eine perfekte Selbstanklage!) Es ist eigentlich nicht in Ordnung, dass sich 100 Personen vier Toiletten teilen müssen. (Abg. Haider: Das habt ihr jahrelang zugelassen!) Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns würde als wichtige Ausbildungsstätte dringend eine Sporthalle brauchen. Auch in Ried und in Hörsching gäbe es viel zu tun. (Abg. Haider: Eine perfekte Selbstanklage! Das ist ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es sollte auch für Oberösterreich ein angemessenes Budget geben, die Leute haben es sich verdient. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Schaut man sich die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow an, dann wird man feststellen, dass auf der zweiten Stufe dieser fünfstufigen Pyramide das Thema Sicherheit vorkommt, und das betrifft nicht nur die soziale Sicherheit, sondern auch jene Sicherheit, die die Kolleginnen und Kollegen im Innenressort und im Verteidigungsressort tagtäglich für alle Österreicher gewährleisten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist denn das für ... ? – Abg. Gudenus: Empört euch!
Aus dieser budgetären Not heraus wurde eine Volksspende für die Armee ins Leben gerufen, die sogenannte Fliegerspende. Mit diesen Mitteln wurden Jagdflugzeuge für das Bundesheer der Ersten Republik angekauft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist denn das für ... ? – Abg. Gudenus: Empört euch!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schandor übergibt Bundesminister Löger den erwähnten Beleg in einem Bilderrahmen.
Damit es Ihnen, Herr Bundesminister Kunasek, nicht so wie Ihrem Vorgänger aus der Ersten Republik ergeht, darf ich heute dem Finanzminister einen Originalbeleg dieser Volksspende übergeben. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schandor übergibt Bundesminister Löger den erwähnten Beleg in einem Bilderrahmen.)
Abg. Gudenus: Frustriert und abgewählt!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Harald Troch. – Bitte. (Abg. Gudenus: Frustriert und abgewählt!)
Abg. Kassegger: Weil es keine Pläne gegeben hat!
Zur Aufbruchsstimmung: Ich muss leider feststellen, auch nach Gesprächen mit vielen Kadern vom Bundesheer, dass die Aufbruchsstimmung im Bundesheer verpufft ist. Es gibt große Unsicherheit auf allen Ebenen des Heeres und der Doskozil-Spirit ist inzwischen eigentlich gekillt. Das ist sehr, sehr schnell gegangen. (Abg. Kassegger: Weil es keine Pläne gegeben hat!)
Beifall bei der SPÖ.
Meiner Meinung nach ist das österreichische Bundesheer mit diesem Finanzpfad Richtung 2021, 2022 in der Form nicht zu halten. Die Situation ist sehr, sehr ernst. Österreich braucht gerade in diesen international unsicheren Zeiten ein gut gerüstetes und verlässliches Heer. Die Finanzplanungen von ÖVP und FPÖ tragen nicht zur Sicherheit Österreichs bei. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Plessl: „Selbstanklage“?
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Leider erspähe ich Kollegen Krist nicht mehr, den ich ja grundsätzlich sehr schätze, aber mit seiner hemmungslosen Selbstanklage (Abg. Plessl: „Selbstanklage“?), die er vorhin vom Stapel gelassen hat, hat er mir schon fast leidgetan. Er hat sich über die Zustände in den Kasernen und in den Büros beschwert.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gerade von einem Arbeitnehmervertreter, der Herr Krist ja einer ist – ein gelernter noch dazu –, hätte ich mir erwartet, dass er sagt, dass in den letzten Gesetzgebungsperioden mit SPÖ-Verteidigungsministern all diese Dinge aufgearbeitet wurden. Das ist aber offensichtlich nicht passiert, wie uns Kollege Krist ja gesagt hat. Ich habe jetzt eine Empfehlung an die SPÖ: Machen Sie einmal gemeinsam einen Klubausflug, vielleicht zur Firma Humboldt, belegen Sie dort den Kurs: Wie funktioniert Opposition?! Vielleicht tun Sie sich dann leichter. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Rede von Frau Kollegin Hochstetter-Lackner ist – daran anschließend – so zu bewerten. Die Frau Kollegin hat gesagt, sie mache sich Sorgen, dass unsere Panzer verrosten, weil die Garagen dafür nicht gebaut worden sind oder nicht zur Verfügung stehen. Frau Kollegin Lackner, fahren wir einmal gemeinsam zum ehemaligen Panzerbataillon 33, dort haben Sie, also die SPÖ-Verteidigungsminister, die Schlüssel der Panzer abgezogen und die Panzer zum Kilopreis verscherbelt. Dort kann nichts mehr verrosten, weil das Panzerbataillon dank der Verteidigungsdoktrin der SPÖ mittlerweile zu Fuß geht. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Plessl: Für Schutz und Verteidigung!
Erstaunt bin ich auch über die Ausführungen von Herrn Kollegen Plessl, der sich fast schelmisch darüber gefreut hat, dass es ein nicht mehr ganz so hohes Verteidigungsbudget gibt. Kollege Plessl, wissen Sie, was Sie vergessen haben zu sagen? – Ihr Minister Doskozil hat letztes Jahr einen Vorgriff von 300 Millionen Euro auf das Budget 2018 gemacht. (Abg. Plessl: Für Schutz und Verteidigung!) Das sind 300 Millionen Euro, die uns jetzt fehlen, Herr Kollege Plessl, das haben Sie aber vergessen mitzuteilen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Erstaunt bin ich auch über die Ausführungen von Herrn Kollegen Plessl, der sich fast schelmisch darüber gefreut hat, dass es ein nicht mehr ganz so hohes Verteidigungsbudget gibt. Kollege Plessl, wissen Sie, was Sie vergessen haben zu sagen? – Ihr Minister Doskozil hat letztes Jahr einen Vorgriff von 300 Millionen Euro auf das Budget 2018 gemacht. (Abg. Plessl: Für Schutz und Verteidigung!) Das sind 300 Millionen Euro, die uns jetzt fehlen, Herr Kollege Plessl, das haben Sie aber vergessen mitzuteilen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was bedeutet das, werte Kollegen, in Zahlen? – Herr Kollege Plessl, es wurden im Jahr 2018 bereits 130 000 Übungstage freiwillig geleistet. Ich glaube, es steht uns an, uns dafür ganz herzlich bei den Soldaten zu bedanken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Derzeit leisten in Österreich 16 000 Soldaten freiwilligen Milizdienst, opfern ihre Freizeit, opfern die Zeit mit ihren Familien und setzen auch oft ihren Urlaub für unsere Sicherheit ein. Ich glaube, das gehört entsprechend gewürdigt. Ich möchte daher auch die Gelegenheit nützen, auf der einen Seite diesen Soldaten Dank und Anerkennung auszusprechen, auf der anderen Seite aber auch einen Aufruf zu starten – da noch immer Bedarf an Milizsoldaten in Österreich herrscht – und zu ermutigen, sich zur Miliz zu melden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin seit nunmehr 34 Jahren beim österreichischen Bundesheer tätig und freue mich daher besonders über die positiven Entwicklungen für unsere Landesverteidigung im Budget. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das jahrelange Kaputtsparen unseres Heeres hat ein Ende, und das Budget stellt eine gute Basis für die Fortführung der positiven Trendwende beim Bundesheer dar. Das Budget für das österreichische Bundesheer für 2018 ist um über 112 Millionen Euro und für 2019 um knapp 70 Millionen Euro höher als ursprünglich veranschlagt.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mir als Personalvertreter ganz wichtig erscheint, ist, dass an den Organisationsplänen intensiv gearbeitet wird, um unseren Bediensteten wieder ein Mehr an Arbeitsplatz- und Laufbahnsicherheit zu gewährleisten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bedanke mich bei unserem Herrn Landesverteidigungsminister Mario Kunasek für die gute Arbeit. Dieses Budget verdeutlicht, dass sich unsere Bundesregierung klipp und klar dazu bekennt, dass bei der Sicherheit Österreichs nicht gespart werden darf. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Landesverteidigung Mario Kunasek: Frau Präsidentin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich möchte ganz kurz auf die aufgetretenen Fragen eingehen. Abgeordneter Krist ist im Moment nicht im Saal, aber ich darf hier festhalten, dass wir 2017, was den Heeressport betrifft, 9,7 Millionen Euro zur Verfügung hatten und dass es 2018 und 2019 jeweils 13 Millionen Euro sein werden; das heißt, es wird mehr sein. Auch was den Bereich des Personals mit rund 300 Heeressportlern, darunter auch einige Behindertenspitzensportler, betrifft, bleibt alles gleich. Geben Sie das bitte an Abgeordneten Krist weiter! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Zu Herrn Abgeordneten Troch noch einen oder zwei Sätze – ich habe es bereits in meinem Eingangsstatement gesagt –: Selbstverständlich bekennen wir uns dazu, unser Engagement bei den Auslandseinsätzen, im internationalen Bereich weiterhin auf einem hohen Niveau aufrechtzuerhalten. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Wir waren kürzlich gemeinsam im Libanon, wir waren gemeinsam am Balkan, und wir wissen, wie hochgeschätzt unser Einsatz dort wird. Das deckt sich ja auch mit der strategischen Ausrichtung der Bundesregierung, selbstverständlich ist der Westbalkan auch ein Schwerpunkt der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr, und das zu Recht, weil Frieden und Stabilität dort auch Sicherheit für Österreich bedeuten.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute verspüren natürlich viele – vor allen Dingen im Bereich der Kommandostrukturen und bei den Offizieren – eine berechtigte Verunsicherung, wie es weitergeht. Sie wurde nicht durch uns ausgelöst, sondern von uns erkannt und wird jetzt einer Lösung zugeführt. Es wird schmale Kommandostrukturen geben, mehr zur Truppe – und ja, ich sage es auch hier im Hohen Haus –, weg von Überschriften und Luftschlössern, hin zu einer effizienten, schlagkräftigen, aber trotzdem schlanken Armee. Das ist der Weg, den wir gemeinsam gehen wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der zweite Bereich, in dem wir großartige militärische Fähigkeiten haben – die Westösterreicher, die Tiroler, Vorarlberger und Salzburger wissen das –, ist der Gebirgskampf, wo österreichische Soldaten international nicht nur spitze, sondern die eindeutige Nummer eins sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Dort haben wir sehr viel Kompetenz, die es – mit besten Grüßen nach Salzburg und Tirol – selbstverständlich auszubauen gilt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der zweite Bereich, in dem wir großartige militärische Fähigkeiten haben – die Westösterreicher, die Tiroler, Vorarlberger und Salzburger wissen das –, ist der Gebirgskampf, wo österreichische Soldaten international nicht nur spitze, sondern die eindeutige Nummer eins sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Dort haben wir sehr viel Kompetenz, die es – mit besten Grüßen nach Salzburg und Tirol – selbstverständlich auszubauen gilt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
wirkt: Jeder Würstelstand, jeder Bäcker, jeder Metzger ums Eck zahlt mehr Steuern als Starbucks. (Beifall bei der SPÖ.) Was genau macht die Regierung gegen diese Steuertrickserei, gegen all diese Großkonzerne, die keine Steuern abführen? – Nichts! Im Gegenteil: Sie kürzt lieber bei den Betriebsprüfern.
Abg. Winzig: Wir haben bessere Maßnahmen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor ein paar Wochen traf ich mich nicht unweit von hier, ein paar Räume weiter, mit VertreterInnen der Start-up-Szene. Es geht da um jene Vertreter, die Unternehmen fördern, die innovativ sind und die künftig viele Arbeitsplätze schaffen könnten. Diese haben mir mitgeteilt, dass sie große Angst haben, dass Förderungen gestrichen würden. Genau das ist mit Ihrem Budget eingetroffen. (Abg. Winzig: Wir haben bessere Maßnahmen!) Die Streichungen, die es im Start-up-Paket gibt, sind eine Katastrophe für diese Szene. (Abg. Haubner: Geh, geh, geh!) Sie haben uns im Ausschuss versichert, die Förderungen würden gekürzt und gestrichen, weil sie nicht angenommen werden. Das stimmt nicht, das wissen Sie auch. Das ist auch kein visionärer Ansatz in diesem Bereich, das ist despektierlich und fern jeder Realität, und das werden Ihnen auch die Vertreter der Start-up-Szene bestätigen.
Abg. Haubner: Geh, geh, geh!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor ein paar Wochen traf ich mich nicht unweit von hier, ein paar Räume weiter, mit VertreterInnen der Start-up-Szene. Es geht da um jene Vertreter, die Unternehmen fördern, die innovativ sind und die künftig viele Arbeitsplätze schaffen könnten. Diese haben mir mitgeteilt, dass sie große Angst haben, dass Förderungen gestrichen würden. Genau das ist mit Ihrem Budget eingetroffen. (Abg. Winzig: Wir haben bessere Maßnahmen!) Die Streichungen, die es im Start-up-Paket gibt, sind eine Katastrophe für diese Szene. (Abg. Haubner: Geh, geh, geh!) Sie haben uns im Ausschuss versichert, die Förderungen würden gekürzt und gestrichen, weil sie nicht angenommen werden. Das stimmt nicht, das wissen Sie auch. Das ist auch kein visionärer Ansatz in diesem Bereich, das ist despektierlich und fern jeder Realität, und das werden Ihnen auch die Vertreter der Start-up-Szene bestätigen.
Abg. Winzig: Da würde ich Kollegen Kern fragen, der ist Spezialist!
Ich gebe Ihnen auch etwas auf Ihren Weg mit, Frau Ministerin: Anstatt mehr Geld in Ihre Öffentlichkeitsarbeit zu investieren (Abg. Winzig: Da würde ich Kollegen Kern fragen, der ist Spezialist!), schlage ich vor, das Geld zu nehmen, in die Vermarktung von Fördermöglichkeiten für Start-ups zu stecken, damit genau diese Unternehmen wachsen können, innovativ sein können und bei uns hier in Österreich bleiben und viele Arbeitsplätze schaffen können. Ich weiß schon, als Ministerin kann man keine Insolvenz anmelden, aber so, wie Sie werkeln, wären Sie, würden Sie das in der Wirtschaft machen, jetzt in der Insolvenz. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Cornelia, das war kein guter Abschluss! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Cornelia, das war kein guter Abschluss! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich gebe Ihnen auch etwas auf Ihren Weg mit, Frau Ministerin: Anstatt mehr Geld in Ihre Öffentlichkeitsarbeit zu investieren (Abg. Winzig: Da würde ich Kollegen Kern fragen, der ist Spezialist!), schlage ich vor, das Geld zu nehmen, in die Vermarktung von Fördermöglichkeiten für Start-ups zu stecken, damit genau diese Unternehmen wachsen können, innovativ sein können und bei uns hier in Österreich bleiben und viele Arbeitsplätze schaffen können. Ich weiß schon, als Ministerin kann man keine Insolvenz anmelden, aber so, wie Sie werkeln, wären Sie, würden Sie das in der Wirtschaft machen, jetzt in der Insolvenz. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Cornelia, das war kein guter Abschluss! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Bevor ich zu Kollegin Ecker komme, möchte ich den Klub der Freunde von Europe alive mit Präsidentin Franziska Stampfer ganz herzlich im Hohen Haus begrüßen. Grüß Gott, meine Damen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ecker: Fragen Sie die Start-ups, die werden es Ihnen bestätigen!
Frau Kollegin Ecker, ich glaube, so, wie Sie das schildern, ist es nicht. Wir von der ÖVP haben ja auch den Mut, wenn wir erkennen, dass eine Maßnahme nicht die richtige ist, diese einfach zurückzunehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ecker: Fragen Sie die Start-ups, die werden es Ihnen bestätigen!) Beim Beschäftigungsbonus und bei diesen Dingen waren es Maßnahmen, die während einer Phase der Hochkonjunktur nicht die richtigen Schritte und die richtigen Impulse bringen. Also Mut gehört auch dazu.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Team und durch die Unternehmerinnen und Unternehmer, die hervorragende Arbeit leisten, die besten Zahlen aufweist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich denke, Sie könnten schon auch ein wenig stolz auf Ihr Bundesland sein.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eine gute Nachricht ist, dass wir einen Wirtschaftsoptimismus in unserem Lande haben, der den höchsten Wert seit 25 Jahren erreicht hat. Diese Konjunkturstimmung in Österreich ist erfreulich. Die Stimmung ist vielleicht auch deshalb so gut, weil wir keine Bremser und Überregulierer in unserer Regierung haben. Das Signal dieser Regierung ist, dass endlich etwas weitergeht, und dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Menschen merken, dass wir etwas verändern wollen. Die Menschen merken, dass wir nicht mehr ausgeben wollen, als wir einnehmen. Und die Menschen merken, dass wir arbeiten und nicht streiten. Ich denke, das ist gut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ecker.
Noch einmal auf Kollegin Ecker zurückkommend, möchte ich schon sagen: Die Start-up-Szene in Österreich ist sehr gut, sowohl in Wien als auch in Salzburg. Es ist sehr erfreulich, dass es viele junge Unternehmer gibt, die sich engagieren und Innovation zeigen. (Zwischenruf der Abg. Ecker.) Hat man aber eine Maßnahme, die eben von nicht einmal 50 Prozent oder nur von knapp über 50 Prozent angenommen wird, dann muss man hinterfragen, ob es die richtige Maßnahme ist, die wir gesetzt haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb haben wir Unterstützungsmaßnahmen für Start-ups und KMUs, die sich bewähren. Wir haben zum Beispiel den gesamten Rahmen, das Garantieprogramm des AWS ausgebaut. Ich glaube, einer der wesentlichen Punkte ist, dass man sagt: Okay, es geht nicht nur um Förderungen, sondern es geht darum, dass man eben jemandem, der investiert, eine Garantie dafür gibt und die Haftung übernimmt. Ich denke, dieses Projekt ist die richtige Maßnahme, die Unternehmer zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schellhorn – im Gang zwischen den hinteren Sitzreihen stehend –: Bin schon da!
Der zweite Punkt, der mich natürlich sehr freut, ist, dass wir die Exportquote in diesem Jahr weiter steigern. Die Internationalisierungsoffensive der Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer – jetzt ist Kollege Schellhorn nicht da, denn bei der Wirtschaftskammer schüttelt er immer den Kopf (Abg. Schellhorn – im Gang zwischen den hinteren Sitzreihen stehend –: Bin schon da!) – ist eine der richtigen Maßnahmen, um da Impulse zu setzen. Wir verdienen 6 von 10 Euro im Ausland, und wir haben – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – seit dem Jahr 2000 durch die Internationalisierung unserer Wirtschaft 500 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. – Danke an die UnternehmerInnen und Unternehmen in unserem Land. Ich denke, so macht man wirklich erfolgreiche Wirtschaftspolitik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der zweite Punkt, der mich natürlich sehr freut, ist, dass wir die Exportquote in diesem Jahr weiter steigern. Die Internationalisierungsoffensive der Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer – jetzt ist Kollege Schellhorn nicht da, denn bei der Wirtschaftskammer schüttelt er immer den Kopf (Abg. Schellhorn – im Gang zwischen den hinteren Sitzreihen stehend –: Bin schon da!) – ist eine der richtigen Maßnahmen, um da Impulse zu setzen. Wir verdienen 6 von 10 Euro im Ausland, und wir haben – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – seit dem Jahr 2000 durch die Internationalisierung unserer Wirtschaft 500 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. – Danke an die UnternehmerInnen und Unternehmen in unserem Land. Ich denke, so macht man wirklich erfolgreiche Wirtschaftspolitik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist auch sehr erfreulich, dass wir in der Bundesregierung eine Digitalisierungsministerin haben. Die Frau Ministerin trägt die Digitalisierung praktisch in ihrer DNA, denn sie kommt aus diesem Bereich und ist da ein absoluter Vollprofi. Wir alle sind dazu aufgefordert, sie auf dem Weg, Österreich zur digitalen Nummer eins in Europa zu machen, zu unterstützen. Unsere Unterstützung, Frau Minister, haben Sie auf jeden Fall dabei! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Frau Minister Schramböck erwähnt immer wieder, dass die Förderungen gar nicht abgeholt werden, und dazu möchte ich Ihnen sagen, dass das stimmt. Unterhält man sich mit Unternehmern von Klein- und Mittelbetrieben, dann sagen diese: Ja, die hole ich mir nicht ab, weil ich mir den bürokratischen Wahnsinn nicht mehr antue. Da brauche ich viel mehr Zeit, bis ich alle Anforderungen erfülle, damit ich zu Förderungen komme. Sie sprechen aber immer wieder von Digitalisierung. Ich kann das Wort Digitalisierung nicht mehr hören, wenn Sie es nicht umsetzen! – Das ist das Thema! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Höbart: Du wirst es gleich hören, was wir alles durchführen!
Das macht mich wütend! Das macht mich nicht nur wütend als Unternehmer, das macht mich auch wütend als Politiker. Es ist mittlerweile peinlich, denn bei jeder Diskussion hört man: Digitalisierung! Digitalisierung! – und es kommt nichts dabei heraus. Es werden keine Schritte gesetzt. Es werden auch keine Schritte dahin gehend gesetzt, dass entbürokratisiert wird. (Abg. Höbart: Du wirst es gleich hören, was wir alles durchführen!)
einen Schlüsselbund mit einem Anhänger, auf dem „Polizei“ steht, in der Hand haltend – Abg. Höbart: Schöner Schlüssel!
Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen, und dazu kommt wieder mein Schlüssel in Verwendung. Mein Schlüssel war es, der es mir ermöglichte (einen Schlüsselbund mit einem Anhänger, auf dem „Polizei“ steht, in der Hand haltend – Abg. Höbart: Schöner Schlüssel!) – ja, da ist die Polizei auch dran –, die Freiheit zu besitzen, mir damals, als mein ältester Sohn zur Welt gekommen ist, ein eigenes Heim zu schaffen. Es ist aber ein zweiter Schlüssel auf dem Bund. Das ist leider der Schlüssel, der es so vielen Unternehmen schwer macht, wenn sie ihren Betrieb zusperren müssen. Sie können nicht mehr aufsperren, weil ihnen der Schlüssel genommen worden ist. Sie leiden darunter, dass der Behördenwahnsinn derart um sich greift, dass sie einfach nicht mehr können. Sie können vielleicht auch nicht mehr, weil sie keine Nachfolger mehr finden, da es einen Fachkräftemangel gibt. Sie können aber wahrscheinlich auch nicht mehr, weil der Behördenwahnsinn um sich greift. Der Behördenwahnsinn insofern, als sie dann sagen: Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Oder sie sagen: Ich kann meine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen. Das kann auch sein.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Cox.
Das macht mir Angst! Es macht mir Angst, dass die Menschen da draußen und die Klein- und Mittelbetriebe denken: Meine Stimme ist nichts mehr wert, sie zählt nichts mehr, denn ihr habt uns etwas ganz anderes versprochen. Das ist das Thema. Und das trifft euch gar nicht, denn ihr merkt gar nicht, was für Probleme die Klein- und Mittelbetriebe haben. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Cox.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ihr habt die größte Angst davor, dass eine Transparenzdatenbank kommt. Ihr wollt sie verhindern, damit nicht Offenheit und Klarheit und Licht in die letzten Ecken kommt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Darum und um nichts anderes geht es! Macht ihr einmal die Transparenzdatenbank! Dann wissen wir, woher die Förderungen kommen und wohin sie gehen. Dann wissen wir, da gibt es einen schwarzen Sportverein, einen roten Sportverein und einen blauen Sportverein (Abg. Svazek: Nein, gibt’s nicht!), und diese kriegen ein bissel Geld, und dann gibt es das, das und das. Das ist das Leben in Österreich, auf diese Art und Weise werden die Förderungen versickern. Darum brauchen wir Transparenz!
Abg. Svazek: Nein, gibt’s nicht!
Ihr habt die größte Angst davor, dass eine Transparenzdatenbank kommt. Ihr wollt sie verhindern, damit nicht Offenheit und Klarheit und Licht in die letzten Ecken kommt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Darum und um nichts anderes geht es! Macht ihr einmal die Transparenzdatenbank! Dann wissen wir, woher die Förderungen kommen und wohin sie gehen. Dann wissen wir, da gibt es einen schwarzen Sportverein, einen roten Sportverein und einen blauen Sportverein (Abg. Svazek: Nein, gibt’s nicht!), und diese kriegen ein bissel Geld, und dann gibt es das, das und das. Das ist das Leben in Österreich, auf diese Art und Weise werden die Förderungen versickern. Darum brauchen wir Transparenz!
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Laimer.
72 Prozent der Unternehmer sagen: Wir wollen eigentlich gar keine Förderungen. Wir wollen erstens, dass die Lohnnebenkosten sinken, und zweitens wollen wir nicht so drangsaliert werden. Darum geht es und nicht um irgendwelche Verteilungsmechanismen, die Sie erstellen. Es geht um den Schlüssel (besagten Schlüsselbund in die Höhe haltend), mit dem jeder Unternehmer am nächsten Tag in der Früh noch aufsperren kann. Darum geht es, und dahin gehend sollten Sie schleunigst für Transparenz sorgen. Das ist umzusetzen und nicht, die Angst fortzuführen! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Laimer.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Ich gebe dir aber in vielen Dingen recht. Die kleinen und mittelständischen Betriebe sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, und das nicht nur seit den letzten Jahren, sondern seit dem Zweiten Weltkrieg, als unser Land ganz, ganz tüchtig und fleißig wiederaufgebaut wurde. Was mich schon ein bisschen verwundert, ist, dass du aus einer Position heraus angreifst, aus der du ganz genau weißt, so wie die übrige Opposition auch, dass wir erst vor vier Monaten in Betrieb gegangen sind. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Eine entscheidende Sache, die jeden Betrieb, aber auch den Staat betrifft, ist, dass ein aufgeblähter Staat nie positiv agieren können wird. Wir brauchen einen schlanken Staat! Wir müssen unsere Planposten an den Vorgaben der Besten orientieren. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Ich nenne ein Beispiel: In meiner Heimatgemeinde sind 16 Planposten in der Verwaltung vorgesehen, und wir haben 8,3 Stellen besetzt, das entspricht ungefähr 52 Prozent. Da kann man nicht in anderen Institutionen von einem guten Wert sprechen, wenn man einen Besetzungsgrad von 92 Prozent hat. Da können wir noch vieles machen, da können wir noch gewaltig herunterkommen. Wir müssen das auch tun, wenn wir besser werden wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine entscheidende Sache, die jeden Betrieb, aber auch den Staat betrifft, ist, dass ein aufgeblähter Staat nie positiv agieren können wird. Wir brauchen einen schlanken Staat! Wir müssen unsere Planposten an den Vorgaben der Besten orientieren. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Ich nenne ein Beispiel: In meiner Heimatgemeinde sind 16 Planposten in der Verwaltung vorgesehen, und wir haben 8,3 Stellen besetzt, das entspricht ungefähr 52 Prozent. Da kann man nicht in anderen Institutionen von einem guten Wert sprechen, wenn man einen Besetzungsgrad von 92 Prozent hat. Da können wir noch vieles machen, da können wir noch gewaltig herunterkommen. Wir müssen das auch tun, wenn wir besser werden wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Wer macht unterjährige Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung?
Oder auch die Genehmigungsverfahren für die Betriebe: Diese müssen an einer Stelle abgewickelt werden, das muss schneller gehen. Oder, was auch schon in Angriff genommen wird: dass Lohnabgaben an eine Stelle zu schicken sind. Es kann doch niemand in Abrede stellen, dass das Sinn macht. Das wird für die Unternehmen eine gewaltige Erleichterung sein. Diese Lohnabgaben, wo es zurzeit über tausend verschiedenste Möglichkeiten gibt, sind für die Betriebe nicht handelbar! Da haben wir alle Hände voll zu tun, dass das anders wird. (Abg. Loacker: Wer macht unterjährige Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir müssen bei der Arbeitslosenversicherung danach gehen, wie viel Arbeitslosigkeit wir haben, und die Arbeitslosigkeit geht zurück. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich komme noch darauf zurück, weil es immer heißt: die 50-jährigen Arbeitslosen. Ich habe beste Erfahrungen mit Mitarbeitern gemacht, die ich über 50-jährig in meinem Betrieb eingestellt habe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Der Unterschied liegt nur darin: Will ich arbeiten oder will ich nicht arbeiten, kann ich arbeiten oder kann ich nicht arbeiten? – Das muss man bewerkstelligen. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen bei der Arbeitslosenversicherung danach gehen, wie viel Arbeitslosigkeit wir haben, und die Arbeitslosigkeit geht zurück. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich komme noch darauf zurück, weil es immer heißt: die 50-jährigen Arbeitslosen. Ich habe beste Erfahrungen mit Mitarbeitern gemacht, die ich über 50-jährig in meinem Betrieb eingestellt habe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Der Unterschied liegt nur darin: Will ich arbeiten oder will ich nicht arbeiten, kann ich arbeiten oder kann ich nicht arbeiten? – Das muss man bewerkstelligen. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.)
Zwischenruf des Abg. Bernhard.
Wir müssen bei der Arbeitslosenversicherung danach gehen, wie viel Arbeitslosigkeit wir haben, und die Arbeitslosigkeit geht zurück. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich komme noch darauf zurück, weil es immer heißt: die 50-jährigen Arbeitslosen. Ich habe beste Erfahrungen mit Mitarbeitern gemacht, die ich über 50-jährig in meinem Betrieb eingestellt habe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Der Unterschied liegt nur darin: Will ich arbeiten oder will ich nicht arbeiten, kann ich arbeiten oder kann ich nicht arbeiten? – Das muss man bewerkstelligen. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Was war jetzt die Aussage dieser Rede? – Abg. Vogl: Dass wir nur einen Fluss graben müssen! – Abg. Noll: Frag nicht nach dem Unerreichbaren!
Zuletzt möchte ich etwas Essenzielles sagen: Wenn wir unsere Familien nicht wieder gewollt, leistbar und gesellschaftlich anerkannt machen, dann wird die Sache keinen guten Ausgang nehmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Was war jetzt die Aussage dieser Rede? – Abg. Vogl: Dass wir nur einen Fluss graben müssen! – Abg. Noll: Frag nicht nach dem Unerreichbaren!)
Abg. Höbart: Ist aber auch schon eine Zeitlang her! Das war vor drei, vier Jahren!
Die erste Anmerkung zum Wirkungsziel 2: Das Wirkungsziel 2 betrifft die Erhöhung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes. Der österreichische Wirtschaftsstandort wird immer schlechtgeredet. Das ist schon Tradition. Wir erinnern uns an die Aussage von Christoph Leitl über den „abgesandelten“ Wirtschaftsstandort. Auf den Internetseiten der Wirtschaftskammer Österreich steht immer das Gegenteil, aber es kommt halt gut, da man damit auch Forderungen verknüpfen kann. (Abg. Höbart: Ist aber auch schon eine Zeitlang her! Das war vor drei, vier Jahren!)
Abg. Winzig: Dritter Markt!
kapitalmarktes, um die Eigenkapitalsituation von KMUs zu stärken. (Abg. Winzig: Dritter Markt!) – Genau, Dritter Markt.
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Der Herr Finanzminister und ich waren ja vergangene Woche zu einer Diskussion des Aktienforums eingeladen, und im Vorfeld dieser Diskussion hat sich der Herr Finanzminister für eine Öffnung des Dritten Kapitalmarktes für Klein- und Mittelbetriebe ausgesprochen. Ja, es ist sicherlich etwas dran, dass es in Österreich Maßnahmen braucht, um die Eigenkapitalbasis von Klein- und Mittelbetrieben zu stärken, aber der Weg über die Öffnung des Dritten Marktes ist aus meiner Sicht ein falscher Weg. Ich werde jetzt begründen, warum das so ist. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Es reicht als Maßnahme auch nicht, zu sagen, wir machen eine Sammelverwahrung bei der Oesterreichischen Kontrollbank, um das Problem der Anonymität zu lösen. Die Anonymität ist in Zeiten, in denen in Europa und weltweit die Steuerflucht und die Hinterziehung von Steuern bekämpft werden sollen, untragbar. (Beifall bei der Liste Pilz.) Transparenz ist eine der stärksten Waffen, die wir im Kampf gegen Steuerflucht und Steuerbetrug haben, daher ist dieser Weg einer, der meiner Ansicht nach nicht beschritten werden darf.
Beifall bei der Liste Pilz.
Was die Anleger brauchen, ist natürlich Information über das Unternehmen. Bei Klein- und Mittelbetrieben gibt es keine Heerscharen von Analysten, die beurteilen, wie das Unternehmen dasteht, nein, diese Information muss sich der Anleger selbst beschaffen. Daher braucht es ganz dringend Transparenzvorschriften, wenn tatsächlich an einen Schritt in diese Richtung gedacht werden soll. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Jarolim.
Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, dass dieser Weg der Öffnung des Dritten Marktes – noch einmal: das ist ein unregulierter Markt – der falsche Weg zur Stärkung des Eigenkapitals von Klein- und Mittelbetrieben ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In Zeiten des Wirtschaftswachstums – es ist schon erwähnt worden, wir befinden uns Gott sei Dank in so einer Phase – ist es ganz wichtig, darauf zu schauen, die richtigen Instrumente einzusetzen, gerade die für die KMUs wichtigen Instrumente. Dort sind es ganz klar die Garantien – und nicht so sehr die Förderungen –, die den UnternehmerInnen und Gründerinnen und Gründern helfen, ihre Projekte voranzutreiben. Deshalb haben wir als Allererstes das Thema Garantien durch das AWS in das Budget ganz klar aufgenommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Als weiterer Punkt ist ganz klar zu sehen, dass Österreich eine Exportnation ist, dass 6 von 10 Euro von den großen Unternehmen wie von den mittelständischen Unternehmen im Export erwirtschaftet werden. Da ist es unsere Aufgabe, die Betriebe im Ausland stark zu unterstützen, und das ist keine Kür, sondern es ist eine Pflicht. Deshalb arbeiten wir eine Außenwirtschaftsstrategie aus, und mit dieser stärken wir die Austrian Business Agency. Das treiben wir voran, ebenso wie das Thema Internationalisierung. Das Programm go-international, das schon sehr, sehr erfolgreich ist, werden wir fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein ganz wesentlicher weiterer Punkt sind die Fachkräfte. Die Fachkräfte sind der Schlüssel für den Erfolg der österreichischen Wirtschaft. Deshalb legen wir einen ganz klaren Schwerpunkt auf die Fachkräfteausbildung, auf die Lehrlinge; darauf, die Lehrlinge zu stärken, diese Ausbildungsform zu stärken und die Digitalisierung der Lehrberufe voranzutreiben. Dies deshalb, damit auch unsere Jugend eine Zukunft hat und das lernt, was sie in Zukunft in den Unternehmen gut brauchen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ganz wichtig – wir haben es gehört – ist das Thema mittelständische Unternehmen. KMUs, Kleinst- und Mittelbetriebe zu fördern ist mir wichtig, und deshalb setzen wir einen Schwerpunkt, erweitern und führen das Programm KMU Digital fort und investieren dort 6,7 Millionen Euro. Wir sind also weit davon entfernt, die mittelständischen Unternehmen nicht zu unterstützen. Im Gegenteil! Wir schaffen Programme, um sie besonders zu fördern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Weitere Förderungsprogramme im Bereich der Digitalisierung, die es früher nicht gegeben hat, die wir jetzt, 2018, einführen, möchte ich hier nun nennen, zum Beispiel die Digital Innovation Hubs. Die hat es in ganz Europa schon gegeben, nur in Österreich nicht. Wir haben diese im Budget vorgesehen und werden sie in diesem Jahr, 2018 umsetzen. Das Programm Forschungskompetenzen für die Wirtschaft werden wir fortsetzen und auch Coin, Cooperation & Innovation. Wir werden für diese drei Programme das Budget von 8 auf 15 Millionen Euro anheben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Gemeinsam haben wir für meinen Bereich – und damit auch meinen Dank an den Herrn Finanzminister – ein Budget festgelegt, das die Zukunft ermöglicht und gleichzeitig Notwendiges gewährleistet, die Effizienzen im System hebt. Das bringt uns in der Digitalisierung ebenso voran wie den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir sind mit unserem Wirtschaftsstandort gut dran. Unser Wirtschaftsstandort ist sehr erfolgreich, wir sind angetreten, um ihn noch erfolgreicher zu machen, und mit diesem Budget gibt es die beste Grundlage hierfür. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist bezeichnend, den Ausführungen des Kollegen Rossmann zu folgen, er anerkennt zwar schwammig die Leistungen der Wirtschaft, schürt einen Satz später aber wieder den Neid und denkt schon wieder nach, wie man umverteilen kann, wie man wieder Geld wegnehmen kann. Wirtschaft, Herr Kollege Rossmann, ist auch viel Psychologie. Da braucht es nicht nur Signale, nicht nur eine gute Stimmung gegenüber der Wirtschaft und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sondern es braucht auch konkrete Aktion, konkrete Handlungen, und diese Bundesregierung ist angetreten, um den Arbeits- und Wirtschaftsstandort merklich zu verbessern. Daran werden wir uns messen lassen – sehr gerne messen lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deswegen finde ich es nicht verwerflich, wie Sie meinen, dass der Standort, der Arbeits- und Wirtschaftsstandort als eines der Staatsziele festgelegt werden soll. Auch das ist gerade auch in dieser Phase ein wichtiges Signal. Die Wirtschaft floriert auch deswegen so gut, weil Signale und auch Handlungen der Bundesregierung kommen werden: Es wird nicht gehemmt, es wird nicht geschaut, dass man in die Taschen hineingreift, sondern es wird Freiheit gegeben. Wir wollen entlasten statt belasten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Es ist aber nicht nur das, sondern auch, dass im Budget – der Herr Finanzminister weiß es – explizit Mittel für Digitalisierung vorgesehen sind, in Summe rund 86,5 Millionen Euro. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wir haben ein eigenes Ministerium, nicht wie in Deutschland, wo es nur eine Staatssekretärin gibt. Es wurden die Zeichen der Zeit erkannt, Digitalisierung ist wichtig. Ich darf Kollegen Leichtfried noch einmal zitieren, der vor ein, zwei Jahren gesagt hat, die Digitalisierung ist wie eine Welle, wir müssen lernen, darauf zu reiten, oder wir werden mitgerissen, hinuntergerissen. Hierfür werden die richtigen Weichen gestellt.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist auch eine ganze Anzahl von konkreten Maßnahmen angeführt, das AWS-Garantieprogramm, die Unterstützung von Gründungen und beim Aufbau von jungen und innovativen technologieorientierten Unternehmen, das Pilotprogramm JumpStart und vieles, vieles mehr; da werden die Kolleginnen und Kollegen noch darauf zurückkommen. Sie können sich aber sicher sein, wir werden sehr viel in diesem Land bewegen, nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit nachfolgende Generationen es noch besser haben, als wir es haben werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Ein Blick in die UG 40 ist ein wenig ernüchternd, würde ich sagen. Ich beginne mit dem Positiven: Seed Financing, das wurde schon erwähnt, bleibt uns zumindest in den nächsten zwei Jahren erhalten. Die ganz wichtige Lohnnebenkostensenkung für die ersten drei Mitarbeiter von Start-ups – gerade eingeführt – wurde aber schon wieder gestrichen, eine Maßnahme, die laut der Studie „Land der Gründer“ – von Ihrem Haus, liebe Frau Ministerin – von 93 Prozent der GründerInnen dringend gefordert wird. Ebenfalls 93 Prozent der GründerInnen bitten intensiv um die Unterstützung der Förderung des ersten Mitarbeiters in ihren Unternehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Abg. Hauser: So wie in der Bildung!
Ein Blick in Ihre eigene Studie zeigt: Business Angels investieren in Österreich wenige Millionen Euro pro Jahr, und wir rangieren im internationalen und europäischen Vergleich auf Rang 20. Die Austrian Venture Capital Organisation reiht uns auf Platz 18 von 22 im Bereich Venturecapital. (Abg. Hauser: So wie in der Bildung!) Frau Bundesministerin, ich glaube, dass Sie durch die einschränkenden Maßnahmen, durch die Rücknahme der Instrumente dieses lange Jahre bestellte Biotop für Gründerinnen und Gründer in Österreich wirklich gefährden. Sie kürzen in diesen Bereichen, und diese zarten Pflänzchen, die gewachsen sind, lassen Sie jetzt wieder verdursten.
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Kann man so was eigentlich Standortpolitik nennen? – Standortvernichtungspolitik!
Als Nächster ist Herr Abgeordneter Kassegger zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Jarolim: Kann man so was eigentlich Standortpolitik nennen? – Standortvernichtungspolitik!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Kollege Lettenbichler hat schon gesagt, Wirtschaftspolitik, Forschungspolitik ist auch viel Psychologie. Dem stimme ich absolut zu. Wir bekommen durch verschiedenste Umfragen auch die Bestätigung, dass wir als Bundesregierung auf dem richtigen Weg sind. Noch nie war die Stimmung – und Wirtschaft ist getragen von Stimmung, und Stimmung ergibt Erwartungshaltungen, das wissen wir – in Österreich so gut. Das ist erfreulich und schön und wird sich auch in den nächsten Jahren in entsprechenden Ergebnissen äußern und zeigen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.
Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, die Kooperation zwischen den Trägern der anwendungsorientierten Forschung, nämlich dem BMVIT und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, funktioniert ganz hervorragend. Es sind ausreichend Mittel in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro da. Es sind klare Ziele und Programme definiert. Die Regierung ist in diesem Bereich, der essenziell wichtig für den Wirtschaftsstandort Österreich ist, auf einem sehr, sehr guten Weg und wird den auch mit aller Konsequenz weiter fortsetzen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch eine kurze Bemerkung: Es gibt einen einzigen Bereich im Budget, der belegt, dass Mieten gesenkt werden, nämlich bei der Bundesimmobiliengesellschaft. Da sind die Mietansätze bei den Ministerien und bei den Schulen gekürzt worden. Das ist insgesamt ja ein Nullsummenspiel, das heißt, der Bund zahlt sich selbst in Zukunft weniger. Die Regierung ist uns eine Erklärung schuldig, wozu dies gut sein soll. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Einleitend zu diesem Tagesordnungspunkt, bei dem es um die Wirtschaft geht, haben Frau Kollegin Ecker zum Thema Wirtschaft und Herr Kollege Schellhorn über seine zwei Schlüssel gesprochen. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.) Dazu möchte ich Folgendes festhalten:
Abg. Bernhard: Wir sind’s alle nicht!
Ich bin jetzt zwölf Jahre hier in diesem Hohen Haus und ich glaube, ich brauche niemandem zu erklären, wer bessere Wirtschaftspolitik macht, gerade für Kleinunternehmen, ob das die ÖVP oder die jetzige Regierung mit der FPÖ ist oder ob das die SPÖ oder die Grünen sind; die sind jetzt nicht mehr hier, von mir aus die Liste Pilz. Ich glaube, das Verständnis für die Wirtschaft und dafür, warum dieses Land zu diesem Wohlstand gekommen ist (Abg. Bernhard: Wir sind’s alle nicht!) – auch NEOS, aber Herr Schellhorn hat ja gesagt, er sperrt lieber zu als auf, also wahrscheinlich geht er in die Politik, verstehst du mich? –, braucht man, glaube ich, niemandem zu erklären. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich bin jetzt zwölf Jahre hier in diesem Hohen Haus und ich glaube, ich brauche niemandem zu erklären, wer bessere Wirtschaftspolitik macht, gerade für Kleinunternehmen, ob das die ÖVP oder die jetzige Regierung mit der FPÖ ist oder ob das die SPÖ oder die Grünen sind; die sind jetzt nicht mehr hier, von mir aus die Liste Pilz. Ich glaube, das Verständnis für die Wirtschaft und dafür, warum dieses Land zu diesem Wohlstand gekommen ist (Abg. Bernhard: Wir sind’s alle nicht!) – auch NEOS, aber Herr Schellhorn hat ja gesagt, er sperrt lieber zu als auf, also wahrscheinlich geht er in die Politik, verstehst du mich? –, braucht man, glaube ich, niemandem zu erklären. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Regierung ist auf einem richtigen Weg. Ich sage ganz ehrlich, ich bin als Unternehmer stolz darauf, dass ich da noch einmal dabei sein kann. Es wird genau das getan, was im Sinne der Wirtschaft immer gefordert wurde, nämlich weniger Steuern zu verlangen, weniger Förderungen zu geben, Bürokratie abzubauen und das Unternehmertum und die Mitarbeiter frei arbeiten zu lassen, damit sie arbeiten können. Der Bürokratieabbau kommt nämlich hauptsächlich den Kleinstunternehmern zugute, denn ein Hotel mit 200 Betten muss heute die gleichen Vorschriften einhalten wie ein Gasthaus mit fünf oder zehn Betten, der Unternehmer hat den gleichen bürokratischen Aufwand. Genau diese Oberbürokratie macht die Kleinstunternehmer so mutlos, daher, wie gesagt: weniger Abgaben, weniger Förderung! – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Das hat er nicht gesagt, du solltest besser zuhören! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Kollege Schellhorn hat gesagt, bei vielen Betrieben sperrt der Schlüssel nicht mehr und sie können nicht mehr aufsperren, weil sie aufgrund der Bürokratie zum Aufsperren keine Luft mehr bekommen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Das hat er nicht gesagt, du solltest besser zuhören! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Hauser: 120 Tage, wissen Sie das?
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Geschätzte Damen und Herren! Kollege Obernosterer! So nebenbei: Glauben heißt nichts wissen. Ja, diese Bundesregierung wird Österreich verändern, aber leider in vielen Bereichen nicht zum Besseren. Das Blaue beziehungsweise Türkis-Blaue vom Himmel wurde versprochen, Österreich würde durchstarten, die Wirtschaft entfesselt (Abg. Hauser: 120 Tage, wissen Sie das?), allerdings, ohne dass dabei genauer dazugesagt worden wäre, welcher Teil der Wirtschaft.
Abg. Höbart: 2015, nicht? Da sind viele Facharbeiter gekommen! – Abg. Gudenus: Facharbeiterinvasion!
Förderung, um Talente nach Österreich zu bekommen: Da gibt es ein sehr interessantes Konzept in den USA, nämlich die L-Visa, die für ausgebildete Zuwanderer gedacht sind. So könnte man auch nach Österreich ausgebildete Zuwanderer bringen. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels durchaus eine Initiative, wie ich meine. (Abg. Höbart: 2015, nicht? Da sind viele Facharbeiter gekommen! – Abg. Gudenus: Facharbeiterinvasion!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Abg. Jarolim: Vielleicht sollte man ...! – Abg. Gudenus: Silberstein!
Da ich hier immer nur von Kürzungen rede: Eine Gruppe darf sich freuen, es ist die Gruppe jener Konzerne, die nach wie vor, weil Sie so lange untätig sind, weniger Steuern zahlen als jeder Würstelstand. Da geht es nicht um Peanuts, sondern um Milliarden, die für viele, viele notwendige Bereiche wie beispielsweise die Aktion 20 000 eingesetzt werden könnten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Abg. Jarolim: Vielleicht sollte man ...! – Abg. Gudenus: Silberstein!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Zweiten finde ich es spannend, wenn die Sozialdemokratie das Wort Wirtschaft überhaupt in den Mund nimmt. Ich glaube, keine Partei in dieser Republik hat in den letzten Jahren dermaßen wirtschaftsfeindlich, muss man schon fast sagen, agiert wie die Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie als Sozialisten beziehungsweise Sozialdemokraten haben immer nur das Gießkannenprinzip gekannt, und auch aus der Geschichte der Verstaatlichten Industrie, die mit Bomben und Granaten danebengegangen ist, haben Sie leider nicht gelernt, was modernes Wirtschaften überhaupt bedeutet. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir könnten jetzt beginnen, zu definieren, was Wirtschaft überhaupt bedeutet. Das würde ich Ihnen ganz gerne ins Stammbuch schreiben, dafür fehlt mir jetzt allerdings die Zeit.
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Wir sollten uns alle darin einig sein, auch die Damen und Herren von der Sozialdemokratie: Geht es der Wirtschaft gut, geht es letztendlich auch den Menschen gut. Der Ansatz der Bundesregierung ist jener, dass uns bewusst ist, dass die Wirtschaft nur dann wachsen und gedeihen kann, wenn man erkennt - - (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Sie sind der erfolgloseste Bürgermeister von Wiener Neustadt gewesen. Heute müssen wir von der Freiheitlichen Partei gemeinsam mit der Österreichischen Volkspartei diesen Scherbenhaufen wegräumen, Herr Kollege Wittmann! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir sollten uns alle darin einig sein, auch die Damen und Herren von der Sozialdemokratie: Geht es der Wirtschaft gut, geht es letztendlich auch den Menschen gut. Der Ansatz der Bundesregierung ist jener, dass uns bewusst ist, dass die Wirtschaft nur dann wachsen und gedeihen kann, wenn man erkennt - - (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Sie sind der erfolgloseste Bürgermeister von Wiener Neustadt gewesen. Heute müssen wir von der Freiheitlichen Partei gemeinsam mit der Österreichischen Volkspartei diesen Scherbenhaufen wegräumen, Herr Kollege Wittmann! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wittmann: Hypo Alpe-Adria!
Letztendlich geht es einfach darum, zu erkennen, dass Wirtschaft nur dann wachsen und gedeihen kann, wenn auch die Arbeitskräfte entsprechend ausgebildet werden. Das findet sich auch im Budget wieder, nämlich das Zusammenspiel der Unternehmer mit den Arbeitnehmern. (Abg. Wittmann: Hypo Alpe-Adria!) Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam, das ist wie ein Getriebe, das funktionieren muss; nicht so, wie ihr es macht, indem ihr ständig nur reine Klientelpolitik betreibt; und da habt ihr, wie gesagt, seit den Zeiten der Verstaatlichten keinen Millimeter dazugelernt.
Abg. Hafenecker – in Richtung des Abg. Wittmann –: Kommunalkredit, Herr Kollege! – Abg. Wittmann: Terminal Tower!
Die Wirtschaft sichert Löhne und Gehälter, die Wirtschaft sichert unseren Wohlstand. Genau aus diesen Gründen hat sich die Bundesregierung dem Thema Wirtschaft und der Spezialdisziplin Digitalisierung so massiv verschrieben. (Abg. Hafenecker – in Richtung des Abg. Wittmann –: Kommunalkredit, Herr Kollege! – Abg. Wittmann: Terminal Tower!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Zusammenfassend: Es ist ein sehr gutes, ambitioniertes Budget in der Untergliederung 40: Wirtschaft, um den Wirtschaftsstandort Österreich im Sinne der Unternehmer und der Angestellten und Arbeiter entsprechend gedeihen zu lassen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Gudenus: In eigener Sache! – Abg. Wittmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: In eigener Sache, ja!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Wittmann zu einer tatsächlichen Berichtigung. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Gudenus: In eigener Sache! – Abg. Wittmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: In eigener Sache, ja!)
Abg. Höbart: Das sieht man jetzt!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Abgeordneter Höbart hat behauptet, dass ich während meiner Zeit als Bürgermeister wirtschaftlich nicht erfolgreich gewesen sei. (Abg. Höbart: Das sieht man jetzt!)
Abg. Neubauer: Das heißt, nicht erfolgreich!
Ich korrigiere: Ich habe in all den Jahren meiner Bürgermeisterzeit ein ausgeglichenes Budget gehabt (Abg. Neubauer: Das heißt, nicht erfolgreich!) und habe der Regierung, die jetzt an der Macht ist, 20 Millionen Euro an Rücklagen hinterlassen, die sie erbärmlich verbraucht hat. Aber FPÖ-Wirtschaftskompetenz hat ...
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (fortsetzend): ... der Terminal Tower ja bewiesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Winzig: Aha! Ich dachte, ihr wolltet nicht, dass große Unternehmen Förderungen bekommen!
KMUs und große Unternehmen und auch der auslaufende Beschäftigungsbonus. Bei Investitionen in die Wirtschaftsförderung in dieser Höhe schmerzt es umso mehr, dass der Beschäftigungsbonus das gleiche Schicksal erlitten hat wie die Aktion 20 000 und mit Jahresanfang eingestellt wurde. Der Beschäftigungsbonus wurde ja geschaffen, um Unternehmen finanziell dabei zu unterstützen, langzeitarbeitslose Menschen einzustellen. (Abg. Winzig: Aha! Ich dachte, ihr wolltet nicht, dass große Unternehmen Förderungen bekommen!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Winzig.
Sehr geehrte Damen und Herren! In den letzten Jahren, in denen ich hilfesuchende Menschen beraten durfte, habe ich viele Menschen getroffen, die unverschuldet arbeitslos geworden sind – teilweise krankheitsbedingt und teilweise aufgrund von Einsparungen; die Gründe dafür können sehr vielfältig sein, das sieht man, wenn man sich damit auseinandersetzt. Alle hatten eines gemeinsam: Alle hatten Angst – Angst und Sorge, keine neue Arbeitsstelle zu finden und keine Chance mehr zu bekommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Winzig.) Nach unzähligen, manchmal Hunderten Bewerbungen, auf die man meistens auch keine Antwort bekommt, sinkt die Hoffnung auf eine neue Arbeitsstelle und damit das Selbstwertgefühl und die Motivation der Betroffenen. Schade für die Arbeitsuchenden in unserem Land, dass bei so vielen Fördermitteln genau für diese Menschen nichts mehr drin ist! (Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht!) Das ist doppelt schlimm, da auch die Mittel für das AMS-Budget gekürzt werden und, damit nicht genug, zusätzlich über eine Abschaffung der Notstandshilfe diskutiert wird. Das hätte zur Folge, dass Zehntausende Menschen in die Mindestsicherung rutschen.
Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht!
Sehr geehrte Damen und Herren! In den letzten Jahren, in denen ich hilfesuchende Menschen beraten durfte, habe ich viele Menschen getroffen, die unverschuldet arbeitslos geworden sind – teilweise krankheitsbedingt und teilweise aufgrund von Einsparungen; die Gründe dafür können sehr vielfältig sein, das sieht man, wenn man sich damit auseinandersetzt. Alle hatten eines gemeinsam: Alle hatten Angst – Angst und Sorge, keine neue Arbeitsstelle zu finden und keine Chance mehr zu bekommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Winzig.) Nach unzähligen, manchmal Hunderten Bewerbungen, auf die man meistens auch keine Antwort bekommt, sinkt die Hoffnung auf eine neue Arbeitsstelle und damit das Selbstwertgefühl und die Motivation der Betroffenen. Schade für die Arbeitsuchenden in unserem Land, dass bei so vielen Fördermitteln genau für diese Menschen nichts mehr drin ist! (Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht!) Das ist doppelt schlimm, da auch die Mittel für das AMS-Budget gekürzt werden und, damit nicht genug, zusätzlich über eine Abschaffung der Notstandshilfe diskutiert wird. Das hätte zur Folge, dass Zehntausende Menschen in die Mindestsicherung rutschen.
Beifall bei der SPÖ.
All diese Maßnahmen treffen eine Gruppe: die Arbeitsuchenden, die arbeitslosen Menschen in unserem Land. Für diese Menschen ist das eine Abwärtsspirale in die Armut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Gudenus.
Wichtig ist, dass man auch Dinge evaluiert, die nicht gegriffen haben, und sie ersetzt, oder Dinge beibehält, die greifen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Gudenus.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dieser neue Zugang ist wichtig, weswegen ich gerne das Wort auch an Frau Ecker richten würde. Ich glaube, wir haben einen anderen Zugang. Lassen Sie mich das so vergleichen: Wenn jemand zu Ihnen kommt und Durst hat, dann ist es hochanständig und sehr sozial von Ihnen, ihm ein Glas Wasser anzubieten. Ich glaube, es ist jedoch wesentlich sinnvoller, mit ihm gemeinsam die Schaufel in die Hand zu nehmen und ihm zu zeigen, wie man einen Brunnen gräbt. Das meinen wir mit Hilfe zur Selbsthilfe. Das schafft nämlich die Freiheit, sich auch selbst versorgen zu können, und nicht die Abhängigkeit, immer wieder um ein Glas Wasser bitten zu müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein großes Dankeschön möchte ich an die Frau Bundesminister für ihre Rede richten; das geht mir als Vertreter von Ausbildungsbetrieben – verzeihen Sie mir, wenn ich das so sage – runter wie Butter. Danke für die Wertschätzung! Dadurch, dass Sie den Fokus auf die Lehre legen, geben Sie die Wertschätzung auch an die Ausbildungsbetriebe weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Initiative und tut den Betrieben gut – abseits von Förderungen. Manchmal tut Lob auch gut, herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein großes Dankeschön möchte ich an die Frau Bundesminister für ihre Rede richten; das geht mir als Vertreter von Ausbildungsbetrieben – verzeihen Sie mir, wenn ich das so sage – runter wie Butter. Danke für die Wertschätzung! Dadurch, dass Sie den Fokus auf die Lehre legen, geben Sie die Wertschätzung auch an die Ausbildungsbetriebe weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Initiative und tut den Betrieben gut – abseits von Förderungen. Manchmal tut Lob auch gut, herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Der nie da ist! – Abg. Strolz: Der muss vielleicht auch einmal aufs Klo! – Ruf bei der FPÖ: Der ist gacksi!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wenn ich jetzt ein bisschen die Diskussion Revue passieren lasse, muss ich sagen, es sind ein paar Punkte sehr auffällig. Ein Punkt ist, dass ein NEOS-Abgeordneter, Sepp Schellhorn, der Wirtschaftssprecher (Abg. Neubauer: Der nie da ist! – Abg. Strolz: Der muss vielleicht auch einmal aufs Klo! – Ruf bei der FPÖ: Der ist gacksi!) – er ist im Moment nicht hier, er wird vielleicht wahlkämpfen sein; das ist auch sein Recht –, hauptsächlich von Förderungen redet. Er redet von Förderungen, die SPÖ-Vertreter reden von Zuschüssen und Förderungen – alles im Zusammenhang mit Wirtschaftspolitik.
Abg. Haubner: Genau! – Abg. Winzig: Genau, das war es!
Ich habe da ein anderes Verständnis. Ich bin selbst mit Leib und Seele Unternehmer, führe einen Familienbetrieb und habe in den letzten Jahren auch zahlreiche Betriebsbesuche absolviert. Da war eines ganz klar: Was die Kolleginnen und Kollegen, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die KMUs wirklich wollen, das sind im Wesentlichen zwei Punkte: Entlastung und Vereinfachung. Das Wort Vereinfachung gefällt mir mittlerweile besser als das Wort Entbürokratisierung. Das waren die zwei Hauptpunkte, die alle formuliert haben. Gleichzeitig haben sie – und vor allem die kleinen und mittleren Betriebe – gesagt, dass sie von den Förderungen eigentlich nicht wirklich etwas halten, weil es sie zu sehr aufhält, sie quasi von ihrem eigentlichen Geschäft abhält und weil – jetzt komme ich zum Beispiel zum Beschäftigungsbonus – hauptsächlich die großen Betriebe davon profitieren und nicht die kleinen. (Abg. Haubner: Genau! – Abg. Winzig: Genau, das war es!) Hier wird ja immer wieder behauptet, wir nähmen den Kleinen etwas weg. Die wollen Vereinfachung und Entlastung, und das ist das, wofür wir stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe da ein anderes Verständnis. Ich bin selbst mit Leib und Seele Unternehmer, führe einen Familienbetrieb und habe in den letzten Jahren auch zahlreiche Betriebsbesuche absolviert. Da war eines ganz klar: Was die Kolleginnen und Kollegen, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die KMUs wirklich wollen, das sind im Wesentlichen zwei Punkte: Entlastung und Vereinfachung. Das Wort Vereinfachung gefällt mir mittlerweile besser als das Wort Entbürokratisierung. Das waren die zwei Hauptpunkte, die alle formuliert haben. Gleichzeitig haben sie – und vor allem die kleinen und mittleren Betriebe – gesagt, dass sie von den Förderungen eigentlich nicht wirklich etwas halten, weil es sie zu sehr aufhält, sie quasi von ihrem eigentlichen Geschäft abhält und weil – jetzt komme ich zum Beispiel zum Beschäftigungsbonus – hauptsächlich die großen Betriebe davon profitieren und nicht die kleinen. (Abg. Haubner: Genau! – Abg. Winzig: Genau, das war es!) Hier wird ja immer wieder behauptet, wir nähmen den Kleinen etwas weg. Die wollen Vereinfachung und Entlastung, und das ist das, wofür wir stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das steht schon im Regierungsprogramm beziehungsweise haben wir es auch in unserem Wahlprogramm schon formuliert und sind dafür auch gewählt worden. Meine Vorrednerin hat es auch schon richtig gesagt und auch einige vor ihr. Ich gebe aber zu, ich sage das auch hier ganz offen, dass ich in der letzten Gesetzgebungsperiode bei gewissen Maßnahmen mitgestimmt habe, allerdings mit Bauchweh, weil ich ein anderes Wirtschaftsverständnis habe. Eine nachhaltige Wirtschaftspolitik setzt auf die Maßnahmen, die diese Bundesregierung jetzt vorhat. Ich glaube, wir sollten sie dabei unterstützen. Das heißt, noch einmal: Entlastung, Vereinfachung und weniger Bürokratie. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Alles in allem: Eine seriöse Finanzpolitik ist Voraussetzung für den Standort. Mehr Luft zum Arbeiten für die Unternehmer – da sind wir auf einem guten Weg. – Weiter so, ich unterstütze Sie gerne dabei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gott sei Dank ist die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft das Gegenteil von dem, was wir von der Opposition gehört haben, insbesondere von der SPÖ. Die Stimmung ist gut und wir sollten diese gute Stimmung nützen. Das ist auch im Interesse der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer; das sage ich gerne in Richtung SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da bin ich froh, dass Sie mit der Digitalisierung auch einen weiteren Schwerpunkt setzen, denn wir müssen alles tun, damit wir als Wirtschaftsnation, als Exportnation an der Spitze in Europa bleiben. Da wäre es auch gut, wenn die Opposition mehr Optimismus und mehr positive Kraft entwickeln könnte, als es in der bisherigen Debatte der Fall war. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schnöll: Wie hat der vorige Bundeskanzler geheißen?
Man kann bei der Digitalisierung zwei Wege gehen. Man kann sich, wie das die erfolgreichen Staaten tun, an die Spitze der Veränderung stellen, ganz vorne dabei sein. (Abg. Schnöll: Wie hat der vorige Bundeskanzler geheißen?) Bei den Zielsetzungen muss man überlegen, was wir denn machen und was die größten Ziele sein könnten. Wir müssen die Allerbesten auf der Welt werden und könnten uns auch diese Messlatte legen.
Abg. Schnöll: Sie zeigen es vor!
Das Spannende ist: Was ist der Weg von Schramböck und Kurz in diesem Bereich? – Die machen das ganz anders. (Abg. Schnöll: Sie zeigen es vor!) Die haben sich Wirkungsziele vorgenommen, und das ist so superspannend und ja auch im Budget nachzulesen, wo man sich für die Zukunft vornimmt, Dinge zu erreichen, die wir schon längst geschafft haben. Das heißt, die Frau Wirtschaftsministerin erzählt uns: Wenn wir die nächsten Jahre ordentlich Gas geben, wenn wir ganz, ganz fleißig sind, dann werden wir das schaffen, was Kollege Mitterlehner vor zwei Jahren schon geschafft hat. Ist das ambitioniert? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bißmann und Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bißmann und Noll.
Das Spannende ist: Was ist der Weg von Schramböck und Kurz in diesem Bereich? – Die machen das ganz anders. (Abg. Schnöll: Sie zeigen es vor!) Die haben sich Wirkungsziele vorgenommen, und das ist so superspannend und ja auch im Budget nachzulesen, wo man sich für die Zukunft vornimmt, Dinge zu erreichen, die wir schon längst geschafft haben. Das heißt, die Frau Wirtschaftsministerin erzählt uns: Wenn wir die nächsten Jahre ordentlich Gas geben, wenn wir ganz, ganz fleißig sind, dann werden wir das schaffen, was Kollege Mitterlehner vor zwei Jahren schon geschafft hat. Ist das ambitioniert? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bißmann und Noll.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Das heißt, endlich weiß ich, dieser neue Stil dürfte eine Mischung aus Mutlosigkeit, aus Stillstand und ganz, ganz viel Marketing sein. Damit habe ich das jetzt hoffentlich ungefähr getroffen. Ihre Politik betreffend Budget legt das jedenfalls nahe. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ.
Und wisst ihr, was ganz spannend ist? – Auf der ganzen Welt – ihr werdet es vielleicht wissen – strengen sich alle erfolgreichen Staaten an und sagen: Wir brauchen mehr Start-ups, weil sie in zukunftsorientierten Branchen tätig sind, weil sie Arbeitsplätze schaffen. In Österreich streichen wir den Start-ups nicht nur das Geld, nein, wir gehen noch einen Schritt weiter. Kollegin Schramböck sagt nämlich: In Wirklichkeit haben wir schon viel zu viele Start-ups. Wir nehmen aus den Wirkungszielen die Steigerung heraus und sagen dazu: Es muss sich stabilisieren, es muss alles so bleiben, wie es ist. Wir haben schon viel zu viele Start-ups. – Was ist denn das für eine mutlose Politik im Wirtschaftsbereich? Eigentlich unfassbar, was Sie hier machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und weil heute so oft die kleinen und mittelständischen Unternehmen angesprochen worden sind: Man könnte da auch den Weg gehen und sagen: Die haben es ohnehin schwer. Die stehen milliardenschweren Konzernen wie Amazon gegenüber. Gerade denen müssten wir bei der Innovation doch irgendwie helfen. Das sind die Betriebe, die vor Ort sind, in unseren Städten und Gemeinden. Was geschieht? – Da streicht man das Innovationsbudget um 13 Prozent zusammen. 13 Prozent weniger Budget für die kleinen und mittleren Unternehmen, die vor Ort bei uns in den Städten und Gemeinden Arbeitsplätze schaffen und auch für die Versorgung der Menschen da sind. Ist das eine tolle Politik? Das ist doch rückwärtsgewandt! Minus 13 Prozent für die kleinen Unternehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Homepage, Sebastian Kurz muss ja auch online vertreten sein. Und dann fragen wir die Frau Ministerin: Sie sind ja für Digitalisierung zuständig, warum ist denn das Budget auf einmal bei Sebastian Kurz? Da sagt sie: Ich möchte mich nicht überall einmischen, es hat jeder eine Eigenverantwortung. – Das ist so ein bisschen eine Laisser-faire-Politik. Warum auch eine Gesamtstrategie im Bereich der Digitalisierung? Das machen ja nur die erfolgreichen Staaten dieser Welt. In Österreich machen wir Laisser-faire. Sie machen Ihre Internetkurse, die Sie jetzt in allen Bundesländern groß ankündigen. Das hat der Ostbahn-Kurti vor 20 Jahren schon mit dem Internet zustande gebracht. Das ist alles rückwärtsgewandt, was Sie hier auf die Beine stellen. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Bösch: Ich glaube, Sie haben das falsche Budget gelesen!
Abschließend: Wir könnten wirklich noch einige Punkte zu diesem mutlosen Budget anführen, das hier vorgelegt wird. Digitalisierung ist mehr, das braucht wirklich eine Gesamtstrategie und nicht nur Stückwerk, das auch Sie persönlich vorlegen. (Abg. Bösch: Ich glaube, Sie haben das falsche Budget gelesen!) – Wissen Sie, was minus 13 Prozent ist? Sie brauchen nur einmal die Zahlen zu lesen. Das ist leider der Nachteil, wenn man dauernd nur den eigenen Presseaussendungen glaubt, wenn man sich die Fakten nicht mehr ansieht. Das ist der Nachteil an diesem Marketingschmäh des neuen Stils. Irgendwann glauben Sie ja selbst, was Ihnen sozusagen auch von der ÖVP eingeredet wird. Knapp 13 Prozent werden eingespart! Der Budgetdienst hat das nachgewiesen; das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Das sind Zahlen und Fakten, auch in Zeiten von Fake News. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wir könnten wirklich noch einige Punkte zu diesem mutlosen Budget anführen, das hier vorgelegt wird. Digitalisierung ist mehr, das braucht wirklich eine Gesamtstrategie und nicht nur Stückwerk, das auch Sie persönlich vorlegen. (Abg. Bösch: Ich glaube, Sie haben das falsche Budget gelesen!) – Wissen Sie, was minus 13 Prozent ist? Sie brauchen nur einmal die Zahlen zu lesen. Das ist leider der Nachteil, wenn man dauernd nur den eigenen Presseaussendungen glaubt, wenn man sich die Fakten nicht mehr ansieht. Das ist der Nachteil an diesem Marketingschmäh des neuen Stils. Irgendwann glauben Sie ja selbst, was Ihnen sozusagen auch von der ÖVP eingeredet wird. Knapp 13 Prozent werden eingespart! Der Budgetdienst hat das nachgewiesen; das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Das sind Zahlen und Fakten, auch in Zeiten von Fake News. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Um zumindest in einem Punkt positiv weiterzumachen: Wenn es heißt, es ist egal, wenn die kleinen Unternehmen pleitegehen, weil wir ihnen nicht helfen können, das ist der Wirtschaftsministerin eigentlich egal, das sind so profane Themen, darum kann sich eine Ministerin nicht bundesweit kümmern, wie es mit unseren Geschäften in den Städten und Gemeinden weitergeht, so ist da zumindest im sozialpolitischen Bereich eine klare Linie zu erkennen. Einer 53-jährigen Frau richtet man aus: Ob du einen Job hast oder nicht, das ist uns völlig egal! Das ist dann die sogenannte Eigenverantwortung; das ist auch so ein ÖVP-Spruch. Das ist leider alles tragisch, was ihr aufführt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Zusammenfassend: mutlos. Um das so zu beschreiben: Jeder von uns, der es irgendwann einmal in seinem Leben mit großer Mühe auf einen kleinen Hügel geschafft hat, ist aus eurer Sicht ein Reinhold Messner, ist ein Extremsportler. Man legt sich in allem die Latte sehr, sehr niedrig. In Wirklichkeit ist das Kurz-Budget im Wirtschaftsbereich ganz leicht zusammenzufassen und auf einen Nenner zu bringen, nämlich: Mittelmaß ist die neue Weltklasse. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Zwischenruf der Abg. Ecker.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerinnen! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Das Doppelbudget 2018 und 2019 ist ein ehrliches, stabiles Fundament für die Zukunft, aber auch für die Gegenwart. Herr Kollege Kucher! Erstens nennen Sie nur Prozentzahlen ohne die Begründung. Und zweitens zu den Start-up-Unternehmen: Sie, die SPÖ, waren dagegen, dass man da Crowdfunding macht. Sie waren diejenigen, die da dagegen sind! (Zwischenruf der Abg. Ecker.)
Rufe bei der SPÖ: Das haben nicht alle gewählt! Das Budget hat niemand gewählt!
Frau Kollegin! Das ist das Budget, das die Österreicherinnen und Österreicher gewählt haben. (Rufe bei der SPÖ: Das haben nicht alle gewählt! Das Budget hat niemand gewählt!) Sie haben Veränderung gewählt, und das ist kein mutloses Budget, das ist Verantwortung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Kollegin! Das ist das Budget, das die Österreicherinnen und Österreicher gewählt haben. (Rufe bei der SPÖ: Das haben nicht alle gewählt! Das Budget hat niemand gewählt!) Sie haben Veränderung gewählt, und das ist kein mutloses Budget, das ist Verantwortung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kucher: Die waren schon da!
Und dieses Budget ist gelebte Verantwortung für den Standort Österreich, den Sie schlechtreden, aber wir lassen uns diesen sicherlich nicht schlechtreden. Da wir von Digitalisierung gesprochen haben: Plus 20 Millionen Euro, in Kombination mit der Breitbandmilliarde. (Abg. Kucher: Die waren schon da!) Das ist da, aber wir haben es aufgemotzt, und wir brauchen das. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: „Aufgemotzt“! Genau!) – Lieber Herr Kollege! Wir brauchen das. Sie sind aus dem ländlichen Raum; das haben wir gestern besprochen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) 70 Prozent der Menschen leben dort, und diese Digitalisierung brauchen unsere Klein- und Mittelbetriebe, denn durch sie werden hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: „Aufgemotzt“! Genau!
Und dieses Budget ist gelebte Verantwortung für den Standort Österreich, den Sie schlechtreden, aber wir lassen uns diesen sicherlich nicht schlechtreden. Da wir von Digitalisierung gesprochen haben: Plus 20 Millionen Euro, in Kombination mit der Breitbandmilliarde. (Abg. Kucher: Die waren schon da!) Das ist da, aber wir haben es aufgemotzt, und wir brauchen das. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: „Aufgemotzt“! Genau!) – Lieber Herr Kollege! Wir brauchen das. Sie sind aus dem ländlichen Raum; das haben wir gestern besprochen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) 70 Prozent der Menschen leben dort, und diese Digitalisierung brauchen unsere Klein- und Mittelbetriebe, denn durch sie werden hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Und dieses Budget ist gelebte Verantwortung für den Standort Österreich, den Sie schlechtreden, aber wir lassen uns diesen sicherlich nicht schlechtreden. Da wir von Digitalisierung gesprochen haben: Plus 20 Millionen Euro, in Kombination mit der Breitbandmilliarde. (Abg. Kucher: Die waren schon da!) Das ist da, aber wir haben es aufgemotzt, und wir brauchen das. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: „Aufgemotzt“! Genau!) – Lieber Herr Kollege! Wir brauchen das. Sie sind aus dem ländlichen Raum; das haben wir gestern besprochen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) 70 Prozent der Menschen leben dort, und diese Digitalisierung brauchen unsere Klein- und Mittelbetriebe, denn durch sie werden hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und dieses Budget ist gelebte Verantwortung für den Standort Österreich, den Sie schlechtreden, aber wir lassen uns diesen sicherlich nicht schlechtreden. Da wir von Digitalisierung gesprochen haben: Plus 20 Millionen Euro, in Kombination mit der Breitbandmilliarde. (Abg. Kucher: Die waren schon da!) Das ist da, aber wir haben es aufgemotzt, und wir brauchen das. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: „Aufgemotzt“! Genau!) – Lieber Herr Kollege! Wir brauchen das. Sie sind aus dem ländlichen Raum; das haben wir gestern besprochen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) 70 Prozent der Menschen leben dort, und diese Digitalisierung brauchen unsere Klein- und Mittelbetriebe, denn durch sie werden hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bin Bürgermeister einer steirischen Gemeinde; ich weiß, wovon ich spreche. Hochwertige Arbeitsplätze sind bei uns wichtig, und die brauchen wir unbedingt. Dieses mehr als erfolgreiche Budget steht mit all seinen Maßnahmen daher im Besonderen im Zeichen der ländlichen Räume, die Sie angesprochen haben, und stärkt sie. Es sorgt somit für die Erhaltung dieser starken, zukunftsfähigen Räume. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Gudenus: Wie bitte? – Abg. Kassegger: Na hallo!
Es handelt sich da nämlich um Menschen, die die Cojones haben (Abg. Gudenus: Wie bitte? – Abg. Kassegger: Na hallo!), Menschen, die den Mut haben – Herr Gudenus, den Mut, für Sie übersetzt –, nicht nur von Lösungen zu sprechen, sondern diese auch umzusetzen. Und das ist der große Unterschied, und genau das braucht unser Land, dass wir nicht nur von Problemen sprechen, von Lösungen sprechen, sondern diese auch umsetzen. Das sind nämlich auch die Menschen, die Österreich, wie Sie das so gern immer sagen, wieder an die Spitze bringen. Ich glaube eigentlich, dass wir schon ziemlich weit oben sind, aber das sind Menschen, die sich mit Technologien auseinandersetzen, die Österreich nicht nur an die Spitze bringen, sondern zum Mond und zu anderen Planeten schießen.
Beifall bei der Liste Pilz.
Was ist aber dann passiert? – Die Scheidung kam, und das Start-up-Paket wurde zum Scheidungskind, zum Stiefkind. Das heißt: Nichts mehr mit Hashtag-Gründerland Nummer eins, was aus Ihren Reihen kam. (In Richtung ÖVP:) Eher: etwas in Richtung Lohnnebenkosten streichen – das haben wir schon gehört –, Risikokapitalprämie. Nicht nur das, sondern man spricht jetzt von Themen wie Anschlussfinanzierung. Und die Frage stelle ich mir schon, Frau Ministerin: Wie soll das funktionieren? Anschlussfinanzierung, was heißt das? Es ist wichtig und richtig, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen. Es geht aber nicht darum, weitere Trendwörter zu erfinden, ohne sie mit Leben zu erfüllen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Haubner: Jeder kann investieren, wo er will!
Durch das, was mit dem Start-up-Paket passiert ist, hat man sehr viel Frustration geschaffen. Mir wurde erst gestern – und ich bin ständig in Gesprächen mit Investoren – wieder gesagt: Bitte lasst mich außen vor! Ich habe gerne beim ersten Vorschlag 2016 mitgearbeitet, aber haltet mich da raus, denn im Endeffekt macht die Politik dann ohnehin wieder, was sie will. – Das tut mir eben weh. Mir tut das weh, weil ich denke: Das sind Leute, das sind fähige Menschen, die wollen Geld investieren, die wollen Innovation im Land vorantreiben, und die stößt man so vor den Kopf, wenn man die Dinge dann einfach nur weiter so macht wie bisher und wenn man sie jetzt nicht mitreinnimmt und sagt: Okay, Lohnnebenkosten senken, Risikokapitalprämie wären wichtig. Nein, man muss sie ins Boot holen, wenn man von Innovation spricht, aber auch Start-ups und dadurch Innovationen fördern möchte. (Abg. Haubner: Jeder kann investieren, wo er will!)
Beifall bei der Liste Pilz.
Dafür ist wichtig, dass man aufhört, das Start-up-Paket als Stiefkind zu betrachten. Es geht darum, dass wir Menschen unterstützen müssen, wir müssen die Probleme nicht nur erkennen und Lösungen finden, sondern diese dann auch umsetzen. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Am Beginn der Debatte zum Umweltbudget eine Ankündigung: Die Frau Umweltministerin und die Abgeordneten der Regierungsfraktionen werden uns in der folgenden guten Stunde erzählen, dass im Budget nicht gekürzt wird, alle Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden und im Umweltbereich in Österreich ohnehin alles bestens ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Anmerkung noch zum gestern von der ÖVP im Personalbereich des Bundeskanzlers angezogenen Thema der Arbeitsleihverträge: Angesichts der Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Frau Bundesministerin, die beim Umweltbundesamt angestellt und über Leihverträge tätig sind, kann man Richtung ÖVP wohl mit Fug und Recht sagen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Dann aber auch noch in einer Anfragebeantwortung festzuhalten, Frau Bundesministerin, dass Entscheidungen externer Unternehmen – in diesem Fall des Umweltbundesamtes – über Anstellungen von MitarbeiterInnen, die nur deshalb beim Umweltbundesamt angestellt wurden, um an Ihr Kabinett verliehen zu werden, keinen Gegenstand der Vollziehung Ihres Ministeriums betreffen, überschreitet wirklich bereits die Grenze zur Verhöhnung des Parlaments. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einmal mehr: Das ist kein Sparen im System, sondern bei den Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aus Sicht der Bäuerinnen und Bauern darf ich mich recht herzlich bedanken, denn auch für uns sind stabile Verhältnisse sichergestellt. Ich möchte da schon festhalten, dass die öffentlichen Mittel, die einen großen Teil unseres Einkommens ausmachen, gerechtfertigt und für uns unbedingt notwendig sind, damit die bäuerlichen Strukturen, die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich auch so weiterentwickelt werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird auch in Zukunft notwendig sein, Signale in das Berggebiet, in die Almwirtschaft und ins Grünland auszusenden, aber auch – aus aktuellem Anlass – in die Gunstlage und den Ackerbau, weil es da Bereiche gibt, bei denen der Schuh drückt. Ich darf die Situation der österreichischen Zuckerrübenbauern erwähnen, die momentan durchaus eine große Krise erleben. Wir werden uns schon gemeinsam Gedanken darüber machen müssen, ob wir die einheimische Zuckerproduktion in Österreich absichern wollen. Ich glaube, das wird auch hier im Parlament ein gemeinsames Ziel sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich darf mich noch einmal bei Frau Bundesministerin Köstinger und bei Herrn Bundesminister Löger bedanken. Das Budget macht Mut. Das Budget ist auch ein Auftrag dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern in Zukunft ihren Beitrag in diesem Land leisten werden. Das kann ich Ihnen von dieser Stelle aus mit Sicherheit versprechen. – Danke schön und alles Gute! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Schieder – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Strasser –: Wir wünschen eine erfolgreiche Rübensaison!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Doppelbauer zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Schieder – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Strasser –: Wir wünschen eine erfolgreiche Rübensaison!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Frau Bundesministerin, die richtigen Kennzahlen zu wählen, ist ein erster Schritt. Ich hoffe sehr, dass Sie mit Ihrer Expertise auch die nächsten Schritte zur Erhöhung der Treffsicherheit in den gesamten Förderprogrammen machen werden, denn das ist das, was wir brauchen, um in Zukunft vor allem eine unternehmerische und nachhaltige Landwirtschaft in die Wege zu leiten. Das müssen Sie in Ihrer jetzigen Funktion aktiv mitgestalten! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Vergleichszahlen!
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Für den Kollegen Feichtinger eine kurze Nachhilfestunde betreffend das Umweltbudget – in Zahlen gegossen –: 104 Millionen Euro Umweltförderung im Inland, 37 Millionen Euro Klima- und Energiefonds, 57 Millionen Euro Altlastensanierung und 350 Millionen Euro Siedlungswasserwirtschaft. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Vergleichszahlen!) All das sind Gelder, die explizit für den Umweltschutz in diesem Land verwendet werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Für den Kollegen Feichtinger eine kurze Nachhilfestunde betreffend das Umweltbudget – in Zahlen gegossen –: 104 Millionen Euro Umweltförderung im Inland, 37 Millionen Euro Klima- und Energiefonds, 57 Millionen Euro Altlastensanierung und 350 Millionen Euro Siedlungswasserwirtschaft. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Vergleichszahlen!) All das sind Gelder, die explizit für den Umweltschutz in diesem Land verwendet werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... gesagt, es ist alles in bester Ordnung!
Auch eine Nachhilfestunde hinsichtlich der Schwerpunkte im Schutz vor Naturgefahren: Die budgetären Maßnahmen im Bereich des hochwassersicheren Österreichs umfassen alleine in den beiden Jahren 2018 und 2019 200 Millionen Euro. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... gesagt, es ist alles in bester Ordnung!) Auch da werden Maßnahmen getroffen. Wir investieren mehr in den Hochwasserschutz zum Schutz unserer Bürger und unserer Bevölkerung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Auch eine Nachhilfestunde hinsichtlich der Schwerpunkte im Schutz vor Naturgefahren: Die budgetären Maßnahmen im Bereich des hochwassersicheren Österreichs umfassen alleine in den beiden Jahren 2018 und 2019 200 Millionen Euro. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: ... gesagt, es ist alles in bester Ordnung!) Auch da werden Maßnahmen getroffen. Wir investieren mehr in den Hochwasserschutz zum Schutz unserer Bürger und unserer Bevölkerung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Vergleichszahlen!
Eine weitere Maßnahme sind 162 Millionen Euro im Bereich der schutzbaulichen Maßnahmen bei Bundesgewässern und auch bei Interessengewässern. Auch diese Maßnahmen werden explizit dem Bürger zugutekommen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Vergleichszahlen!) Das ist eine Maßnahme zum Schutz vor Naturkatastrophen –
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
wie auch schon medial bekannt ist, gab es solche in den letzten beiden Tagen in der Steiermark, in Graz, auch Teile meiner Heimat sind betroffen –, die wir nun mit diesem Paket machen können. Das ist ein entscheidender Zug dieser Bundesregierung: direkt dem Menschen und direkt vor Ort zu helfen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weitere konkrete Ziele und Maßnahmen dieser Bundesregierung in den nächsten Jahren sind: die Klima- und Energiestrategie umzusetzen und auch zu konkretisieren, eine Luftreinhaltestrategie zu erstellen, die Reform der Ökostromförderung, die Ausarbeitung eines neuen Energiegesetzes, die Evaluierung und Weiterentwicklung von Energie und energierelevanten Förderungen. – Das sind alles Maßnahmen, die dem Umweltschutz zugutekommen, und das ist auch gut so! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Liebe Frau Bundesminister, Danke für diesen Rahmen, Danke für dieses Budget und auch Danke für unsere Zukunft in den nächsten beiden Jahren! Wir sind im Umweltbereich auf einem guten Weg. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Darüber hinaus wird die Kontinuität bei den übertragenen Förderungen speziell auch für den Bereich Tourismus sichergestellt. Von der bereits beschlossenen Senkung der Umsatzsteuer von 13 auf 10 Prozent profitieren mehr als 30 000 Tourismusbetriebe in ganz Österreich. Das macht natürlich auch dringend notwendige Investitionen möglich. Es geht uns dabei im Speziellen um klein- und mittelständische Tourismusbetriebe wie Pensionen, Campingplätze und Familienbetriebe. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das Gesamtvolumen dieser Steuersenkung beträgt rund 120 Millionen Euro pro Jahr, und der Entgang im Budget wird zu zwei Dritteln vom Bund getragen, den Rest teilen sich Länder und Gemeinden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit dieser Budgetpolitik setzen wir klare Prioritäten und stärken den gesamten ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Es geht uns vorwiegend um die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen auch in den ländlichen Gebieten. Es geht uns vorwiegend um kleinstrukturierte bäuerliche Familienbetriebe, die dringend gestärkt werden müssen, denn sie versorgen uns mit sicheren und qualitativ
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zusammenfassend halte ich zur UG 42 fest: Es wurden zwar Einsparungen erbracht, aber an den richtigen Stellen, nämlich in der Bürokratie und in der Verwaltung. – Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Bißmann – auf dem Weg zum Rednerpult in Richtung Präsidentin Kitzmüller –: Jetzt bin ich wirklich dran!
Die nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Bißmann. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Bißmann – auf dem Weg zum Rednerpult in Richtung Präsidentin Kitzmüller –: Jetzt bin ich wirklich dran!)
Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (PILZ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin, vielen Dank für Ihre Worte! Ich möchte nur an eine Usance in diesem Haus erinnern: Der Minister oder die Ministerin meldet sich erst zu Wort, wenn bereits eine Person pro Fraktion gesprochen hat. – Vielleich hören Sie mir aber nun umso aufmerksamer zu. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir haben hier gestern ausführlich über den Klimawandel debattiert, über seine Auswirkungen und über die angeblich mutige, aber real-faktisch gar nicht mutige Klimapolitik der Regierung. Die Redebeiträge der Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen haben gezeigt, wie berechtigt die Kritik an der Klimapolitik der Regierung ist. Diese waren nämlich inhaltlich sehr dünn, wenn nicht sogar substanzlos. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schnöll.
Im vorliegenden Bundesvoranschlag werden für das Jahr 2018 die prognostizierten Auszahlungen in den Bereichen Umwelt, Energie und Klima mit 627 Millionen Euro beziffert. Diese Mittel gehen aber nicht alle direkt in den Klimaschutz. Setzen wir diese Zahl ins Verhältnis zu den bereits aktuell vorhandenen Kosten des Nichthandelns beim Klimawandel, sind das heute schon 2,1 bis 4,2 Milliarden Euro pro Jahr: 627 Millionen Euro auf der einen Seite, 2,1 bis 4,2 Milliarden Euro auf der anderen Seite, Schaden versus Investition. (Zwischenruf des Abg. Schnöll.) Und es zeigt sich nicht, dass diese Investitionen in den Klimaschutz zunehmen sollen, nein, sie werden gekürzt.
Abg. Schnöll: Wo habt’s denn die Zahlen her?
Frau Bundesministerin, die Kosten des Nichthandelns beim Klimawandel – Sie haben das gestern noch selbst in den Mund genommen – werden steigen und ab 2050 8,8 Milliarden Euro betragen. Nur in Österreich haben wir pro Jahr 8,8 Milliarden Euro Schaden durch den Klimawandel, wenn wir nichts tun. Es gibt einen variablen Anteil von 5 Milliarden Euro, den wir vermeiden können, wenn wir handeln. (Abg. Schnöll: Wo habt’s denn die Zahlen her?) – Das ist eine Studie des Klima- und Energiefonds, beauftragt von der Regierung.
Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen Wasserkraft demonstriert!
Ein weiterer Mythos ist, Österreich sei so ein Vorreiterland bei der Energiewende und der Bekämpfung des Klimawandels und das 100-Prozent-Ausbauziel wird von vorne bis hinten gepriesen. Die Sache ist nur die: Wir haben seit vielen Jahren 70 Prozent Anteil an erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugung, das ist aber die Großwasserkraft, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde und längst abgeschrieben ist. Wir haben heute 72 bis 75 Prozent, je nach Wasserjahr, das ist nicht sehr toll. Vorreiterland bei der Energiewende in Europa ist überraschenderweise ein ganz anderes Land. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen Wasserkraft demonstriert!) Es ist Portugal, ein wirtschaftlich viel schwächer dastehendes Land als Österreich. Portugal hat im März dieses Jahres im Strommix 100 Prozent erneuerbare Energie erreicht. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen die Wasserkraft demonstriert im Vorjahr! Das ist die Realität!) – Ja, wir sind nicht für den Totalausbau der Kleinwasserkraft, es gibt da andere Alternativen. Schauen wir uns den Wasserstoff an, schauen wir uns die konzentrierte Solarthermie an! (Abg. Schnöll: Sie sind gegen alles!) – Ja, ja, man muss es differenziert betrachten. Sehr, sehr recht haben Sie.
Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen die Wasserkraft demonstriert im Vorjahr! Das ist die Realität!
Ein weiterer Mythos ist, Österreich sei so ein Vorreiterland bei der Energiewende und der Bekämpfung des Klimawandels und das 100-Prozent-Ausbauziel wird von vorne bis hinten gepriesen. Die Sache ist nur die: Wir haben seit vielen Jahren 70 Prozent Anteil an erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugung, das ist aber die Großwasserkraft, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde und längst abgeschrieben ist. Wir haben heute 72 bis 75 Prozent, je nach Wasserjahr, das ist nicht sehr toll. Vorreiterland bei der Energiewende in Europa ist überraschenderweise ein ganz anderes Land. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen Wasserkraft demonstriert!) Es ist Portugal, ein wirtschaftlich viel schwächer dastehendes Land als Österreich. Portugal hat im März dieses Jahres im Strommix 100 Prozent erneuerbare Energie erreicht. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen die Wasserkraft demonstriert im Vorjahr! Das ist die Realität!) – Ja, wir sind nicht für den Totalausbau der Kleinwasserkraft, es gibt da andere Alternativen. Schauen wir uns den Wasserstoff an, schauen wir uns die konzentrierte Solarthermie an! (Abg. Schnöll: Sie sind gegen alles!) – Ja, ja, man muss es differenziert betrachten. Sehr, sehr recht haben Sie.
Abg. Schnöll: Sie sind gegen alles!
Ein weiterer Mythos ist, Österreich sei so ein Vorreiterland bei der Energiewende und der Bekämpfung des Klimawandels und das 100-Prozent-Ausbauziel wird von vorne bis hinten gepriesen. Die Sache ist nur die: Wir haben seit vielen Jahren 70 Prozent Anteil an erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugung, das ist aber die Großwasserkraft, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde und längst abgeschrieben ist. Wir haben heute 72 bis 75 Prozent, je nach Wasserjahr, das ist nicht sehr toll. Vorreiterland bei der Energiewende in Europa ist überraschenderweise ein ganz anderes Land. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen Wasserkraft demonstriert!) Es ist Portugal, ein wirtschaftlich viel schwächer dastehendes Land als Österreich. Portugal hat im März dieses Jahres im Strommix 100 Prozent erneuerbare Energie erreicht. (Abg. Schnöll: In Graz hat der Peter Pilz gegen die Wasserkraft demonstriert im Vorjahr! Das ist die Realität!) – Ja, wir sind nicht für den Totalausbau der Kleinwasserkraft, es gibt da andere Alternativen. Schauen wir uns den Wasserstoff an, schauen wir uns die konzentrierte Solarthermie an! (Abg. Schnöll: Sie sind gegen alles!) – Ja, ja, man muss es differenziert betrachten. Sehr, sehr recht haben Sie.
Abg. Schwarz: So ein Quatsch!
Ein weiterer Mythos ist, dass wir im Klimaschutz gut unterwegs sind, angeblich gehen die Emissionen in Österreich zurück. Das behauptet die Regierung auch bei der Präsentation der Klimastrategie. Es ist aber nur möglich, das zu behaupten, wenn man mit den Zahlen ein bisschen schummelt. Die heutigen Treibhausgasemissionen sind immer noch höher als 1990. Jetzt sind sie angeblich im Sinken begriffen, aber das deshalb, weil Sie das Referenzjahr 2005 verwenden, ein Jahr, in dem die Emissionen so hoch waren wie noch nie in Österreich und in der ganzen EU. Das heißt, Referenzjahr 2005, ja, die Emissionen haben abgenommen, aber jetzt sind sie schon wieder im Ansteigen begriffen und wir sind immer noch über dem Referenzjahr 1990. Wir unterbieten die EU in den Klimaschutzzielen und die EU unterbietet das internationale Klimaschutzabkommen von Paris. (Abg. Schwarz: So ein Quatsch!)
Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Ein letzter Satz noch zur ökosozialen Steuerreform: Ich kann es nicht fassen, dass wir diese in Österreich noch immer nicht haben. Es ist kein weltfremdes Projekt. Diese Reform ist heute State of the Art in der Steuer- und Umweltpolitik, immer mehr Länder führen sie ein. Nicht nur unsere heimischen Ökonomen, auch der Internationale Währungsfonds, OECD und Weltbank sprechen sich für die ökosoziale Steuerreform aus. Es darf Sie nicht gruseln beim Wort Steuererhöhung, denn wir erheben Steuern auf das, was verschmutzt, auf CO2, und wir reduzieren die Steuern auf der anderen Seite auf das, wovon wir mehr brauchen, nämlich Arbeit. Und insgesamt geht sich das schön aus, der Verbraucher hat keine Mehrbelastung. Diese Geschichte werden wir hier so oft und so lange und so intensiv erzählen, bis wir in Österreich endlich eine ökosoziale Steuerreform umgesetzt haben werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Scherak: Was ist kleinlich?
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Der Hinweis auf die Usancen des Hauses mag legitim und richtig sein, aber ich glaube, es ist ein bisschen kleinlich. (Abg. Scherak: Was ist kleinlich?) Sie sollten Ihre Vorgängerpartei auch ein bisschen genauer betrachten, denn dieser moralisierende, erhobene Zeigefinger jedes Mal, diese Beschulmeisterungen brauchen die Leute nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Der Hinweis auf die Usancen des Hauses mag legitim und richtig sein, aber ich glaube, es ist ein bisschen kleinlich. (Abg. Scherak: Was ist kleinlich?) Sie sollten Ihre Vorgängerpartei auch ein bisschen genauer betrachten, denn dieser moralisierende, erhobene Zeigefinger jedes Mal, diese Beschulmeisterungen brauchen die Leute nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Scherak: Aber es ist immer noch unser Haus!
Anfrage, die Sie in diesem Haus gestellt haben, bei Ihrer eigenen Rede nicht einmal im Sitzungssaal anwesend waren. (Abg. Scherak: Aber es ist immer noch unser Haus!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Konsolidierung dieses Budgets ist letztendlich den Umweltanliegen geschuldet. Wir müssen den Schutz vor Naturkatastrophen verbessern. Ich glaube, wir sollten Klimaschutz nicht als Bestrafung wahrnehmen, sondern als eine Chance, wir können damit Arbeitsplätze in Österreich generieren und ein sauberes Klima schaffen. – Diesen Zukunftsauftrag hat die Bundesregierung angenommen, und er spiegelt sich auch im Budget des Ressorts von Ministerin Köstinger wider. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zunächst möchte ich mich sehr herzlich bei den Landwirten für ihre Arbeit bedanken, die sie für die Sicherung der Lebensmittelversorgung in Österreich leisten. Ich bedanke mich aber auch sehr herzlich bei allen KonsumentInnen, die sehr gerne bereit sind, auch nationale Produkte zu kaufen. Ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Nachhaltigkeitsministerin, Sie wollen den Masterplan für den ländlichen Raum umsetzen und verwirklichen, haben aber weder im Ausschuss noch jetzt gesagt, wie hoch die Kosten diesbezüglich gewesen sind und ob es noch Restzahlungen für das Jahr 2018 für die Erstellung diverser Broschüren, für Inserate oder Sachleistungen gibt. Der Masterplan, das wissen wir, ist ein wichtiges Instrument für die Gesamtentwicklung der ländlichen Regionen und sollte daher auch einem parlamentarischen Prozess unterliegen. (Beifall bei der SPÖ.) Im Ausschuss haben Sie gemeint, das ist nicht notwen-
Abg. Schieder: Redezeit!
Kolleginnen und Kollegen! Noch ganz kurz: Das Forschungsprojekt Bienen umfasst 70 000 Euro für 2018 (Abg. Schieder: Redezeit!) und für die gesamte Programmlaufzeit 681 000 Euro, was prinzipiell positiv zu bewerten ist. Ein entsprechender Antrag der Regierungsfraktionen betreffend Glyphosat fand leider nicht den Weg in den letzten Landwirtschaftsausschuss. Das zeigt, dass es zum Schutz der Insektenvielfalt und der Bienen, was Bestäubung und Biolandwirtschaft betrifft, anscheinend nur Lippenbekenntnisse seitens der Regierung gibt, aber keine Nachhaltigkeit. Wir wollen nicht Zustände wie in China, wo die Bestäubung bereits durch Drohnen durchgeführt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kolleginnen und Kollegen! Noch ganz kurz: Das Forschungsprojekt Bienen umfasst 70 000 Euro für 2018 (Abg. Schieder: Redezeit!) und für die gesamte Programmlaufzeit 681 000 Euro, was prinzipiell positiv zu bewerten ist. Ein entsprechender Antrag der Regierungsfraktionen betreffend Glyphosat fand leider nicht den Weg in den letzten Landwirtschaftsausschuss. Das zeigt, dass es zum Schutz der Insektenvielfalt und der Bienen, was Bestäubung und Biolandwirtschaft betrifft, anscheinend nur Lippenbekenntnisse seitens der Regierung gibt, aber keine Nachhaltigkeit. Wir wollen nicht Zustände wie in China, wo die Bestäubung bereits durch Drohnen durchgeführt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Redezeit!
Sie haben auch gesagt, Frau Ministerin, dass Sie dafür stehen, dass der ländliche Raum gestärkt wird. Aufgrund der Kürzung der Finanzmittel im Bereich der sozialen Dienste, was die zweite Säule der GAP betrifft, kann ich das nicht glauben. 118 Millionen Euro stehen dafür im kommenden Jahr 2019 zur Verfügung. 2019 stehen – und das ist mir abschließend noch wichtig zu sagen – seitens des Bundes an Transferzahlungen an Gemeinden, an Eltern und auch an betroffene AlleinerzieherInnen (Abg. Schieder: Redezeit!) sage und schreibe nur 1 000 Euro für das gesamte Bundesgebiet zur Verfügung. Daher meine ich, Sie sparen nicht im System, Frau Nachhaltigkeitsministerin, sondern nachhaltig sparen Sie und Ihr Ministerium bei den Menschen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben auch gesagt, Frau Ministerin, dass Sie dafür stehen, dass der ländliche Raum gestärkt wird. Aufgrund der Kürzung der Finanzmittel im Bereich der sozialen Dienste, was die zweite Säule der GAP betrifft, kann ich das nicht glauben. 118 Millionen Euro stehen dafür im kommenden Jahr 2019 zur Verfügung. 2019 stehen – und das ist mir abschließend noch wichtig zu sagen – seitens des Bundes an Transferzahlungen an Gemeinden, an Eltern und auch an betroffene AlleinerzieherInnen (Abg. Schieder: Redezeit!) sage und schreibe nur 1 000 Euro für das gesamte Bundesgebiet zur Verfügung. Daher meine ich, Sie sparen nicht im System, Frau Nachhaltigkeitsministerin, sondern nachhaltig sparen Sie und Ihr Ministerium bei den Menschen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Ich habe jetzt die Debatte mehr oder weniger den ganzen Tag lang verfolgt und mir kommt vor, ich bin wirklich im falschen Film. Was lernt man aus der bisherigen Debatte? – Das geht jetzt in Richtung SPÖ: Auch Oppositionsarbeit muss man können, das muss gelernt sein (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), und vor allem muss die Oppositionsarbeit auch glaubwürdig sein.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben zehn Jahre den Bundeskanzler gestellt, diese Regierung ist seit 120 Tagen in Amt und Würden. Zehn Jahre sind 3 600 Tage, und Sie kommen nach 120 Tagen hier heraus und sagen, was die Regierung nicht gemacht hat. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, das ist eine perfekte Selbstanklage! Wieso habt ihr das nicht gemacht? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Euch fehlt jede Glaubwürdigkeit!
Abg. Rendi-Wagner: Waren das nicht Sie?
Ich möchte in Erinnerung rufen, welchen Scherbenhaufen ihr im Bereich Tourismus hinterlassen habt – auch für die Bevölkerung draußen und für alle Personen vor dem Fernsehschirm –: Ihr habt bekanntermaßen die Mehrwertsteuer erhöht. (Abg. Rendi-Wagner: Waren das nicht Sie?) – Der Bundeskanzler ist der Chef der Republik. Ich kann in einer Firma auch nicht dem Abteilungsleiter die Schuld geben, wenn die Firma nicht funktioniert. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Lernen Sie Verfassung!) Ihr habt die Regierung angeführt, ihr habt die Mehrwertsteuer erhöht, das waren über die Jahre 300 Millionen Euro für die Beherbergungsbetriebe mehr, 120 Millionen pro Jahr. Ihr habt allein 55 Millionen an Umstellungskosten für die Betriebe verursacht. Ihr habt die Abschreibungsdauer im Tourismus von 25 Jahren auf 40 Jahre verlängert – unfassbar, ein Anschlag auf den Tourismus!
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Lernen Sie Verfassung!
Ich möchte in Erinnerung rufen, welchen Scherbenhaufen ihr im Bereich Tourismus hinterlassen habt – auch für die Bevölkerung draußen und für alle Personen vor dem Fernsehschirm –: Ihr habt bekanntermaßen die Mehrwertsteuer erhöht. (Abg. Rendi-Wagner: Waren das nicht Sie?) – Der Bundeskanzler ist der Chef der Republik. Ich kann in einer Firma auch nicht dem Abteilungsleiter die Schuld geben, wenn die Firma nicht funktioniert. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Lernen Sie Verfassung!) Ihr habt die Regierung angeführt, ihr habt die Mehrwertsteuer erhöht, das waren über die Jahre 300 Millionen Euro für die Beherbergungsbetriebe mehr, 120 Millionen pro Jahr. Ihr habt allein 55 Millionen an Umstellungskosten für die Betriebe verursacht. Ihr habt die Abschreibungsdauer im Tourismus von 25 Jahren auf 40 Jahre verlängert – unfassbar, ein Anschlag auf den Tourismus!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scherak: Lustig, dass die ÖVP auch klatscht!
Ihr habt bürokratische Belastungen sonder Zahl eingeführt: Allergenverordnung – Gold Plating. Rauchergeschichte: Zuerst habt ihr die Unternehmer investieren lassen und gesagt: Ihr habt Wahlfreiheit, also investiert, macht Raucher- und Nichtraucherbereiche! Kaum war die Investition getätigt, sagt ihr: Ätsch, bätsch, alles retour, jetzt kommt das totale Rauchverbot! – Das ist keine Politik! Die Unternehmer waren frustriert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scherak: Lustig, dass die ÖVP auch klatscht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Es hat sich eine Endzeitstimmung in der Branche breitgemacht, und durch diese Regierung (Zwischenrufe bei der SPÖ), durch diesen Neustart von uns mit der ÖVP kommt Optimismus auf. Dieser Optimismus hat sich in der Branche breitgemacht. Natürlich hat der gute Winter, der viele Schnee dazu beigetragen, aber die Tourismusbetriebe spüren, dass diese Regierung etwas Neues machen will. Ihr habt in der ganzen Budgetdebatte von verlorenen Chancen, von verlorenem Budget gesprochen – wir gehen einen neuen Weg: Stopp bei den Belastungen, Arbeit muss sich lohnen, runter mit den Steuern auf 40 Prozent, auch das ist noch genug! Dieses Signal kommt draußen an. Und Gott sei Dank ist es uns gelungen, die Mehrwertsteuer von 13 auf 10 Prozent zu reduzieren.
Beifall bei der FPÖ.
Wir nehmen also das Geld von 30 000 Betrieben und verteilen es in Richtung jener Betriebe um, die leider Gottes am Markt nicht existieren können. So kann ehrliche, gute, gesunde Politik nicht ausschauen, das ist alte Politik, das ist SPÖ-Politik, das ist eine Politik, die über Jahrzehnte gescheitert ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Jetzt noch ein grundsätzliches Wort, da wir beim Thema Tourismus sind: Wir waren auf der ITB, und ich habe gestern auch die Kulturdebatte hier im Hohen Haus mit Spannung mitverfolgt. In Richtung SPÖ sage ich: Mir ist es egal, ob jemand schwul oder nicht schwul, lesbisch oder nicht lesbisch ist, das hat jeder für sich zu entscheiden, aber dass Österreich eine Kulturnation, Wien eine Kulturhauptstadt ist, ist unstrittig. Wie aber ist der Tourismusverband Wien auf der ITB aufgetreten? – Sie waren auf drei Ständen ohne einen Hinweis auf ein Kulturhighlight vertreten. Es gab allerdings einen Hinweis: Wien, die Lesben- und Schwulenhauptstadt. Das war die Botschaft, die man auf der ITB gesendet hat. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Ruf bei den NEOS: Das ist so provinziell!
Wenn man sich noch die Internetseiten der Wiener Tourismuswerbung ansieht – und Wien wird links regiert –, dann sieht man, wie man mit dem wertvollen Kulturerbe der Republik Österreich, mit unserem Erbe umgeht. (Ruf bei den NEOS: Das ist so provinziell!) Ich zitiere die Botschaften des Wiener Tourismusverbandes: „Die Hauptstadt Österreichs atmet schwule und lesbische Geschichte wie kaum eine andere europäische Metropole. Schwule Kaiser, Kriegsherren und Komponisten von gestern ebenso wie schwule und lesbische Wiener/innen von heute machen die Stadt zu einer spannenden Urlaubsdestination.“ (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Wenn man sich noch die Internetseiten der Wiener Tourismuswerbung ansieht – und Wien wird links regiert –, dann sieht man, wie man mit dem wertvollen Kulturerbe der Republik Österreich, mit unserem Erbe umgeht. (Ruf bei den NEOS: Das ist so provinziell!) Ich zitiere die Botschaften des Wiener Tourismusverbandes: „Die Hauptstadt Österreichs atmet schwule und lesbische Geschichte wie kaum eine andere europäische Metropole. Schwule Kaiser, Kriegsherren und Komponisten von gestern ebenso wie schwule und lesbische Wiener/innen von heute machen die Stadt zu einer spannenden Urlaubsdestination.“ (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei den NEOS: Das ist peinlich, was Sie da reden!
So kann erfolgreiche Kulturpolitik nicht ausschauen! (Ruf bei den NEOS: Das ist peinlich, was Sie da reden!) – Seien wir froh, dass wir mit der ÖVP gemeinsam auch kulturell eine Wende zustande gebracht haben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört!
So kann erfolgreiche Kulturpolitik nicht ausschauen! (Ruf bei den NEOS: Das ist peinlich, was Sie da reden!) – Seien wir froh, dass wir mit der ÖVP gemeinsam auch kulturell eine Wende zustande gebracht haben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört!)
Weitere Rufe und Gegenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Michael Bernhard. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Weitere Rufe und Gegenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) Der Herr Abgeordnete Michael Bernhard ist am Wort! – Bitte.
Anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Es tut mir leid, dass Sie die Ausführungen des Abgeordneten Hauser ertragen mussten, ich geniere mich für solche in diesem Haus. (Anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz.
All das passiert nicht wegen der Nachhaltigkeitspolitik dieser Regierung – und auch nicht der letzten –, sondern trotz der Nachhaltigkeitspolitik der letzten Regierungen. Jetzt würde ich abschließend die Frage in den Raum stellen: Was könnten wir aus unserem Land herausholen, wenn wir eine ordentliche Nachhaltigkeitspolitik und keine Besitzstandswahrerpolitik vorantreiben würden? – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In Summe schaue ich für die Tourismuswirtschaft positiv gestimmt in die kommende Sommersaison. Der Winter war gut, und wie gesagt: Weniger belasten, mehr entlasten ist die beste Förderung, die der Tourismus erfahren kann. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Bißmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich brauche aber keine 14 Minuten!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Bißmann zum zweiten Mal. Es stehen nur mehr 14 Minuten zur Verfügung. – Bitte. (Abg. Bißmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich brauche aber keine 14 Minuten!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Frau Nachhaltigkeitsministerin Köstinger hat das Abkommen gefeiert, und mit ihr die fünf größten Schlachtbetriebe, die nun österreichisches Schweinefleisch 16 000 Kilometer rund um den Erdball transportieren dürfen. Was bringt das aber unseren Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und der heimischen Biolandwirtschaft, die Sie ja – das sind Ihre eigenen Worte – fördern möchten? – Nichts, es schadet ihnen! Die Füße und Köpfe erfreuen sich in China großer Nachfrage. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ja, das war das Argument, warum wir diesen Deal so feiern. (Abg. Schwarz und Abg. Strasser: Was ist da der Zusammenhang?) – Ja, es kommt noch.
Abg. Schwarz und Abg. Strasser: Was ist da der Zusammenhang?
Frau Nachhaltigkeitsministerin Köstinger hat das Abkommen gefeiert, und mit ihr die fünf größten Schlachtbetriebe, die nun österreichisches Schweinefleisch 16 000 Kilometer rund um den Erdball transportieren dürfen. Was bringt das aber unseren Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und der heimischen Biolandwirtschaft, die Sie ja – das sind Ihre eigenen Worte – fördern möchten? – Nichts, es schadet ihnen! Die Füße und Köpfe erfreuen sich in China großer Nachfrage. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ja, das war das Argument, warum wir diesen Deal so feiern. (Abg. Schwarz und Abg. Strasser: Was ist da der Zusammenhang?) – Ja, es kommt noch.
Beifall bei der Liste Pilz.
(Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
diskussionen machen es manchmal erforderlich, dass man ein bissel überzieht, dass die Opposition – no na – jedes Haar in der Suppe sucht und wir von der Regierung alles als positiv bezeichnen. Wenn ich aber erlebe, dass der letzte und der vorletzte Verkehrsminister von der SPÖ hier heraußen stehen und die schlechten Zustände der Straßen und des öffentlichen Verkehrs kritisieren, muss ich wirklich sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Das ist ja wohl wirklich ein bissel viel überzogen und frech. In der Politik kann man ruhig überzeichnen, aber wenn Sie sich herausstellen und sagen: Vor vier Monaten waren wir noch zuständig, aber alles ist schlecht, in Österreich ist alles daneben!, dann, glaube ich, durchschaut der Bürger sehr wohl, wer es ehrlich meint und wer eigentlich nur auf einen politischen Wirbel aus ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ganz besonders freut es mich aber, dass die Programme Schulobst und Schulmilch weitergeführt werden, denn wir wissen heute, wie selten die Kinder gesunde Jausen mit in die Schule bekommen. Ich bin froh, dass es noch viele Lehrer gibt, die sich die Arbeit antun, dieses Projekt in den Schulen umzusetzen, und natürlich darüber, dass das Geld dafür vonseiten der Regierung zur Verfügung gestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
finden können und auch in diesem Bereich die Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf auf der Galerie die Schülerinnen und Schüler der HTL Rennweg recht herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
In Richtung Bundesministerin Köstinger:
Abgeordneter Mag. (FH) Maximilian Unterrainer (SPÖ): Herr Präsident! (In Richtung Bundesministerin Köstinger:) Frau Abteilungsleiterin, herzlich willkommen! Zu meinem Kollegen Hauser: Ich möchte mich bei dir wirklich dafür bedanken, dass du Gott und der Welt, sprich ganz Österreich, gesagt hast, wofür sozialdemokratische Politik steht, nämlich für die Hilfe für Klein- und Mittelbetriebe und für deren Unterstützung, und dass sich die Sozialdemokratie nicht wie Türkis-Blau von Großkonzernen kaufen lässt, die die Steuern nicht zahlen, weil sie die Gewinne ins Ausland verschieben. – Danke dafür, jetzt wissen es alle. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herbert: 30 000 Betriebe! Dafür steht sie!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herbert: 30 000 Betriebe! Dafür steht sie!
Abgeordneter Mag. (FH) Maximilian Unterrainer (SPÖ): Herr Präsident! (In Richtung Bundesministerin Köstinger:) Frau Abteilungsleiterin, herzlich willkommen! Zu meinem Kollegen Hauser: Ich möchte mich bei dir wirklich dafür bedanken, dass du Gott und der Welt, sprich ganz Österreich, gesagt hast, wofür sozialdemokratische Politik steht, nämlich für die Hilfe für Klein- und Mittelbetriebe und für deren Unterstützung, und dass sich die Sozialdemokratie nicht wie Türkis-Blau von Großkonzernen kaufen lässt, die die Steuern nicht zahlen, weil sie die Gewinne ins Ausland verschieben. – Danke dafür, jetzt wissen es alle. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Herbert: 30 000 Betriebe! Dafür steht sie!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Kanzler Kurz spricht nicht lange, er kürzt ganz einfach, vollziehen tut es Bundesminister Löger. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Er kürzt das Budget und die Maßnahmen, die den Menschen auch in der Tourismusbranche normalerweise Schutz bieten oder über Durststrecken helfen sollten, wenn sie aufgrund ihres Alters, ihres Gesundheitszustands oder weil sie einfach zu teuer sind, in die Arbeitslosigkeit geraten. Das Einzige,
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass in den jeweiligen Querschnittsministerien, die da tangiert werden, auch die entsprechenden Tourismusbudgets versteckt sind. Hoffentlich kommen sie zum Tragen, denn im Tourismusministerium findet sich dazu viel zu wenig, um nicht zu sagen: einfach nichts. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Unterrainer: Das war Ihr Kollege Hauser!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, ich ersuche Sie, den Minister so anzureden, wie er es verdient, und nicht als Abteilungsleiter zu titulieren. (Abg. Unterrainer: Das war Ihr Kollege Hauser!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bißmann und Holzinger-Vogtenhuber. – Abg. Loacker: Das ist in der Geschäftsordnung!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Ich darf kurz auf die Ausführungen von Kollegin Bißmann eingehen, weil sie sich ja bemüßigt gefühlt hat, die Frau Ministerin zu tadeln, was die Usancen des Hohen Hauses betrifft. Ich darf mir in diesem Zusammenhang auch den zarten Hinweis erlauben, dass es ebenfalls Usance ist, dass man sich als Abgeordneter zu einem Tagesordnungspunkt nur einmal zu Wort meldet, auch wenn man, so wie in Ihrem Fall, mehrere Sprecherfunktionen hat. Das haben andere Abgeordnete kleinerer Fraktionen aktuell und in vergangenen Perioden auch geschafft, und das sollte dann in Ihrem Fall auch gelten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bißmann und Holzinger-Vogtenhuber. – Abg. Loacker: Das ist in der Geschäftsordnung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen uns aber nicht ausruhen, sondern wir haben mit einer ambitionierten Klima- und Energiestrategie eine allumfassende Strategie präsentiert, die es dann im Juni zu beschließen und in weiterer Folge in den kommenden Monaten und Jahren mit Gesetzen umzusetzen gilt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das sieht man im Budget aber nicht!
Wir wollen mit dieser Klima- und Energiestrategie die Leute mitnehmen. Es werden auch da nicht die Mittel gekürzt, wie Sie vielerorts sagen. Wir halten ja trotz der Budgetsituation und der Vorgaben die Ausgaben im selben Ausmaß wie in der Vergangenheit, sind auch gewillt, mehr Geld in die Hand zu nehmen, damit wir die ambitionierten Ziele erreichen können. (Ruf bei der SPÖ: Das sieht man im Budget aber nicht!) Wir wollen dies aber nicht mit neuen Steuern erreichen, sondern wir wollen die Leute entlasten, wir wollen die Leute auch mitnehmen, wir wollen auch weniger allgemein mit Verboten arbeiten, sondern nur punktuell, wo es einfach notwendig ist. Wir definieren uns in dieser Regierung nicht als eine Verbotsgesellschaft. Wir haben bei Verbotsparteien wie den Grünen ja gesehen, wohin das führt: Sie sind zu Recht rausgewählt worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen mit dieser Klima- und Energiestrategie die Leute mitnehmen. Es werden auch da nicht die Mittel gekürzt, wie Sie vielerorts sagen. Wir halten ja trotz der Budgetsituation und der Vorgaben die Ausgaben im selben Ausmaß wie in der Vergangenheit, sind auch gewillt, mehr Geld in die Hand zu nehmen, damit wir die ambitionierten Ziele erreichen können. (Ruf bei der SPÖ: Das sieht man im Budget aber nicht!) Wir wollen dies aber nicht mit neuen Steuern erreichen, sondern wir wollen die Leute entlasten, wir wollen die Leute auch mitnehmen, wir wollen auch weniger allgemein mit Verboten arbeiten, sondern nur punktuell, wo es einfach notwendig ist. Wir definieren uns in dieser Regierung nicht als eine Verbotsgesellschaft. Wir haben bei Verbotsparteien wie den Grünen ja gesehen, wohin das führt: Sie sind zu Recht rausgewählt worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Zur Debatte selber darf ich mich in Richtung SPÖ wenden: Ich habe jetzt keine Stricherlliste gemacht, Herr Kollege Loacker, aber in den vergangenen Tagen hat man schon das Gefühl, dass der neue Spindoktor der SPÖ vorgegeben hat, ihr müsst in jeder Rede sechsmal das Wort kürzen, fünfmal das Wort sparen sagen. Man kann es dann auch ein wenig übertreiben, wie Kollegin Holzleitner, die heute Vormittag meinte, dass die Regierung ein Ziel verfolge, nämlich die Streichung des Klimawandels. – Diese Regierung geht mit sehr viel Kraft an die Dinge heran, sie ist gewillt, viel Gutes und Positives für dieses Land und für die Bevölkerung zu tun, aber da wird ihre Kraft überschätzt: Die Streichung des Klimawandels wird die Regierung vor allem im Budget nicht zustande bekommen. Wir sind aber gewillt, diesen Klimawandel zu bekämpfen. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit dieser Klima- und Energiestrategie haben wir ein geeignetes Mittel gefunden. Wir werden diese auch umsetzen, und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schimanek: Wir sprechen jetzt nicht von der Infrastruktur!
In meinem Heimatbundesland Niederösterreich wurden mehrere Schienenprojekte aus dem Rahmenprogramm gestrichen. Mehr als eine Viertelmilliarde Euro wird allein in Niederösterreich nicht in die umweltfreundliche Bahn investiert. Dafür gibt es ein fettes Körberlgeld für die Regierungsspitze. Das bedeutet keine Stärkung, sondern leider eine Schwächung des schienengebundenen Verkehrs, und es ist kein Leuchtturm, sondern ein ökologischer Retourgang des Tandems Köstinger-Hofer. – Dieses Bild kann ich Ihnen nicht ersparen, Frau Minister. (Abg. Schimanek: Wir sprechen jetzt nicht von der Infrastruktur!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Meine Damen und Herren, eines müssen wir uns wirklich alle in unserer Verantwortung vor Augen führen: Schaffen wir die Energiewende nicht, dann werden am Ende des Tages nicht Umweltgesetze, sondern vielmehr physikalische Gesetze wirksam, mit Folgen, die für uns alle heute noch nicht vorstellbar sind. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Ich möchte kurz die Aussage von Herrn Lettenbichler korrigieren. Ich habe nicht gesagt, dass die Regierung den Klimawandel gestrichen hat, sondern sie hat – wie auch der Budgetdienst analysiert hat – aus dem Wirkungsziel 2 der UG 34 „Klimawandel und Ressourcenknappheit“ rausgestrichen. – Danke. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Abg. Ecker: Jetzt wird es peinlich!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Kollegen! Geschätzte Zuseher! Ich bin etwas überrascht: Jetzt auf einmal kommt die SPÖ drauf, dass es Bauern gibt. (Abg. Ecker: Jetzt wird es peinlich!) Jetzt auf einmal hat die SPÖ Interesse an der Landwirtschaft und hält diese für wichtig. (Abg. Kuntzl: Jetzt auf einmal merken Sie es!) Seit wann? – In den letzten zehn Jahren haben Sie den Kanzler gestellt. In den letzten zehn Jahren hat man von Ihnen zu diesem Bereich nichts gehört. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Kuntzl: Jetzt auf einmal merken Sie es!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Kollegen! Geschätzte Zuseher! Ich bin etwas überrascht: Jetzt auf einmal kommt die SPÖ drauf, dass es Bauern gibt. (Abg. Ecker: Jetzt wird es peinlich!) Jetzt auf einmal hat die SPÖ Interesse an der Landwirtschaft und hält diese für wichtig. (Abg. Kuntzl: Jetzt auf einmal merken Sie es!) Seit wann? – In den letzten zehn Jahren haben Sie den Kanzler gestellt. In den letzten zehn Jahren hat man von Ihnen zu diesem Bereich nichts gehört. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Kollegen! Geschätzte Zuseher! Ich bin etwas überrascht: Jetzt auf einmal kommt die SPÖ drauf, dass es Bauern gibt. (Abg. Ecker: Jetzt wird es peinlich!) Jetzt auf einmal hat die SPÖ Interesse an der Landwirtschaft und hält diese für wichtig. (Abg. Kuntzl: Jetzt auf einmal merken Sie es!) Seit wann? – In den letzten zehn Jahren haben Sie den Kanzler gestellt. In den letzten zehn Jahren hat man von Ihnen zu diesem Bereich nichts gehört. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Ecker: Sie sind nicht die Regierung!
Wir als Regierung sorgen für eine bessere Absicherung der land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe. (Abg. Ecker: Sie sind nicht die Regierung!) Wir sorgen für eine wettbewerbsfähige und flächendeckende österreichische Land- und Forstwirtschaft. Wir sorgen dafür, dass unser hoher Umwelt- und Tierschutzstandard erhalten wird. Österreich hält am Weg einer umweltgerechten Landwirtschaft fest. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir als Regierung sorgen für eine bessere Absicherung der land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe. (Abg. Ecker: Sie sind nicht die Regierung!) Wir sorgen für eine wettbewerbsfähige und flächendeckende österreichische Land- und Forstwirtschaft. Wir sorgen dafür, dass unser hoher Umwelt- und Tierschutzstandard erhalten wird. Österreich hält am Weg einer umweltgerechten Landwirtschaft fest. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Noll: Da gab es schon bessere Salzburger!
Im Gegensatz zu Ihnen setzen wir um, im Gegensatz zu Ihnen handeln wir nachhaltig. Sie haben jahrzehntelang versagt, und deshalb wurden Sie abgewählt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Noll: Da gab es schon bessere Salzburger!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Elisabeth Feichtinger, BEd BEd (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ich möchte nur sagen: Auch wir setzen uns für die Landwirte ein, im Speziellen für die kleinen, die von Ihnen kein Gehör bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Bürgermeisterin erlebe ich jeden Tag, wie wichtig das ist. Speziell in diesen Bereichen und bei diesen Themen ist es am Land sehr, sehr wichtig, sehr schnell und möglichst rasch zu handeln, um den ländlichen Raum speziell für die jungen Leute und die Familien, die eine Perspektive brauchen, noch attraktiver zu machen. Das gilt besonders für die jungen Frauen, denen wir endlich die Freiheit und die Möglichkeit geben müssen, Familie und berufliche Entfaltung unter einen Hut zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ihr Masterplan, Frau Ministerin, ist leider kein Masterplan, sondern ein auf Hochglanz polierter Wunschzettel, der in Ihrer eigenen Regierung auf taube Ohren stößt. Ausbaden dürfen diese Fehler letztlich wieder die Menschen auf dem Land, insbesondere die Frauen, für die sich die Lage wieder nicht verbessern wird. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Frau Kollegin, Sie geheimnissen hier in den Masterplan für den ländlichen Raum etwas hinein, was er nicht ist, nämlich ein allumfassendes, Österreich sanierendes Konzept. Das ist es ja nicht, es ist ein Masterplan für den ländlichen Raum. Sie müssen schon fair sein, wenn Sie hier schwerste Vorwürfe machen und dann aber bei den Dingen, die den Masterplan umsetzen, nicht mitstimmen. Die Senkung der Umsatzsteuer beim Tourismus ist zum Beispiel ein Teil dieses Masterplans, um dem Tourismus im ländlichen Raum zu helfen; Sie haben dagegen gestimmt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Einführung des Familienbonus ist eine Unterstützung für Familien auch im ländlichen Raum; Sie waren auch nicht unbedingt dafür. Ich meine also: Bitte fair und gerecht bleiben bei diesen Dingen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Übrigen ist meine Information – weil Sie beklagt haben, dass der Masterplan hier im Parlament nicht behandelt wurde –, dass die SPÖ keinen Anlass dazu gesehen hat, den Masterplan hier zu diskutieren. Also bitte fair sein in der Argumentation! Nicht vor einem Jahr so reden und heute anders, das ist nicht okay. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne ist bei der Budgetdebatte zum Landwirtschaftsbereich die wirklich gute Nachricht, dass die Programme der ländlichen Entwicklung ausfinanziert werden. Ich weiß, wie das in der Vergangenheit war. Das Landwirtschafts- und Umweltressort war immer auch damit konfrontiert, Kürzungen vorzunehmen. Was uns gelungen ist, ist auch der Bundesministerin – dir, liebe Elli! – gelungen, nämlich dass diese Programme trotz Sparzwang ausfinanziert werden. Dazu gratuliere ich, denn das ist eine große Leistung, die dir gelungen ist. Alles Gute! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Insofern, Frau Kollegin Doppelbauer, haben Sie sich ja widersprochen. Sie sagen, die Landwirtschaft hat einen Status quo, es ändert sich nicht viel. Sie haben aber gleichzeitig gesagt, dass dies einer der innovativsten Bereiche ist. Faktum ist: Ohne diese Programme, zum Beispiel auch das Bioprogramm, hätten wir nicht eine dermaßen starke Biolandwirtschaft in Österreich. Die Agrarexporte steigen sogar! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Dass aber die Bruttowertschöpfung unter Umständen sinkt, wenn ich ein Frostjahr habe, wenn die Weinbauern nicht liefern können oder wenn der Milchpreis sinkt, ist klar. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Deswegen haben wir ja Versicherungssysteme ausgebaut, die zum Beispiel die Bauern auch vor den Entwicklungen im Klimabereich schützen sollen, eben einen Ausgleich schaffen sollen. In diesem Sinne ist da also viel zu tun, und es ist ein wichtiger Punkt, dass diese Programme ausfinanziert werden.
Abg. Schieder: Raiffeisen!
Abschließend: Es ist gut, dass sich die Ministerin jetzt auch dem Thema der unlauteren Handelspraktiken widmet. Auch die Europäische Union macht das. Es muss die Rolle der Bauern, auch der kleinen Bauern, und auch der gewerblichen Lebensmittelerzeuger in der Marktposition gegenüber den großen Handelsketten gestärkt werden, denn die drohen unter die Räder zu kommen. (Abg. Schieder: Raiffeisen!) – Andi, ideologischer Reflex! Es geht um die großen Supermärkte, die eine derartige Marktposition haben, dass es zu unlauteren Handelspraktiken kommt. Auf der Strecke bleiben die kleinen gewerblichen Fleischhauer, Bäcker, aber auch der Landwirtschaftssektor. Das soll gestärkt werden. Wir unterstützen das, denn das soll auch Einkommen im Agrarsektor sichern, das auch den kleinen Bauern zugutekommt. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend: Es ist gut, dass sich die Ministerin jetzt auch dem Thema der unlauteren Handelspraktiken widmet. Auch die Europäische Union macht das. Es muss die Rolle der Bauern, auch der kleinen Bauern, und auch der gewerblichen Lebensmittelerzeuger in der Marktposition gegenüber den großen Handelsketten gestärkt werden, denn die drohen unter die Räder zu kommen. (Abg. Schieder: Raiffeisen!) – Andi, ideologischer Reflex! Es geht um die großen Supermärkte, die eine derartige Marktposition haben, dass es zu unlauteren Handelspraktiken kommt. Auf der Strecke bleiben die kleinen gewerblichen Fleischhauer, Bäcker, aber auch der Landwirtschaftssektor. Das soll gestärkt werden. Wir unterstützen das, denn das soll auch Einkommen im Agrarsektor sichern, das auch den kleinen Bauern zugutekommt. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Klimaschutzbereich machen könnte, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Hört, hört!
Eine Frage, die mich aber ganz besonders interessiert, habe ich gestern leider nicht mehr stellen können. Frau Umweltministerin, Sie haben sich ja noch zu Wort gemeldet, vielleicht können Sie das beantworten: Es gibt im Budget zu fast allen Kapiteln Beilagen, nur zum Umweltschutz fehlt komischerweise die Beilage. Das hat noch niemand angesprochen, aber mich würde es interessieren: Warum gibt es diese Beilage im Umweltschutzbereich nicht? Warum fehlt die? Ich höre, dass sie angeblich fertig ist, aber sie wird ganz bewusst zurückgehalten (Abg. Schieder: Hört, hört!), weil angeblich die Zahlen nicht so toll sind, wie man es gerne hätte. Da Sie nachher noch zu Wort gemeldet sind, wäre es sehr interessant (Abg. Schieder: ... etwas verheimlicht?), zu erfahren, wo diese Beilage zum Thema Umweltschutz ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Schieder: ... etwas verheimlicht?
Eine Frage, die mich aber ganz besonders interessiert, habe ich gestern leider nicht mehr stellen können. Frau Umweltministerin, Sie haben sich ja noch zu Wort gemeldet, vielleicht können Sie das beantworten: Es gibt im Budget zu fast allen Kapiteln Beilagen, nur zum Umweltschutz fehlt komischerweise die Beilage. Das hat noch niemand angesprochen, aber mich würde es interessieren: Warum gibt es diese Beilage im Umweltschutzbereich nicht? Warum fehlt die? Ich höre, dass sie angeblich fertig ist, aber sie wird ganz bewusst zurückgehalten (Abg. Schieder: Hört, hört!), weil angeblich die Zahlen nicht so toll sind, wie man es gerne hätte. Da Sie nachher noch zu Wort gemeldet sind, wäre es sehr interessant (Abg. Schieder: ... etwas verheimlicht?), zu erfahren, wo diese Beilage zum Thema Umweltschutz ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eine Frage, die mich aber ganz besonders interessiert, habe ich gestern leider nicht mehr stellen können. Frau Umweltministerin, Sie haben sich ja noch zu Wort gemeldet, vielleicht können Sie das beantworten: Es gibt im Budget zu fast allen Kapiteln Beilagen, nur zum Umweltschutz fehlt komischerweise die Beilage. Das hat noch niemand angesprochen, aber mich würde es interessieren: Warum gibt es diese Beilage im Umweltschutzbereich nicht? Warum fehlt die? Ich höre, dass sie angeblich fertig ist, aber sie wird ganz bewusst zurückgehalten (Abg. Schieder: Hört, hört!), weil angeblich die Zahlen nicht so toll sind, wie man es gerne hätte. Da Sie nachher noch zu Wort gemeldet sind, wäre es sehr interessant (Abg. Schieder: ... etwas verheimlicht?), zu erfahren, wo diese Beilage zum Thema Umweltschutz ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf jeden Fall, meine sehr geehrten Damen und Herren, muss man, glaube ich, wenn man sich dieses Umweltbudget anschaut, leider feststellen: Es fehlt an Engagement, es fehlt an Ernsthaftigkeit, es fehlt der Wille, den Kampf gegen den Klimawandel wirklich zu führen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man darf andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energie nicht vernachlässigen, wie eben zum Beispiel die Kleinwasserkraftwerke, die von mir schon erwähnt wurden. In den seltensten Fällen sind es Umweltverträglichkeitsprüfungen, die bei Kleinwasserkraftwerken das Ganze etwas erschweren, zumal es sehr viele Anlagen gibt, die nur revitalisiert gehören. Darüber hinaus haben Kleinwasserkraftwerkanlagen aber durch die dezentrale Energieversorgung einen hohen Stellenwert für die Versorgungssicherheit. Außerdem garantiert die Nutzung von Kleinwasserkraftwerken Wertschöpfungseffekte für die österreichische Wirtschaft durch Schaffung von Arbeitsplätzen beim Bau, bei der Erweiterung und bei der Revitalisierung der Anlagen. (Beifall bei der FPÖ.) – Danke.
Beifall bei der FPÖ.
der jährlich an die 600 Milliarden Euro in erneuerbare Energie investieren. Wir in Österreich wollen zeigen, dass wir eine Vorreiterrolle haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nicht vorlesen!
Sinnvolle Förderungen in allen Bereichen, um Effizienz zu steigern und um Projekte rascher bearbeiten zu können, schaffen mehr Arbeitsplätze, schonen die Umwelt und stellen Österreich in ein positives Licht für unsere nächste Generation. (Ruf bei der SPÖ: Nicht vorlesen!) – Danke, es kommt schon besser. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sinnvolle Förderungen in allen Bereichen, um Effizienz zu steigern und um Projekte rascher bearbeiten zu können, schaffen mehr Arbeitsplätze, schonen die Umwelt und stellen Österreich in ein positives Licht für unsere nächste Generation. (Ruf bei der SPÖ: Nicht vorlesen!) – Danke, es kommt schon besser. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist eine durchwegs positive Nebenerscheinung, wenn man sich die Umweltpolitik richtig zu Herzen nimmt. Das ist eine ordentliche Umweltpolitik, für die wir uns stark machen, um unsere Generation sinnvoll zu schützen und um unseren Kindern und Kindeskindern ein schönes und sauberes Österreich zu hinterlassen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) So, jetzt ist Schluss mit dem Lesen, danke. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Das ist eine durchwegs positive Nebenerscheinung, wenn man sich die Umweltpolitik richtig zu Herzen nimmt. Das ist eine ordentliche Umweltpolitik, für die wir uns stark machen, um unsere Generation sinnvoll zu schützen und um unseren Kindern und Kindeskindern ein schönes und sauberes Österreich zu hinterlassen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) So, jetzt ist Schluss mit dem Lesen, danke. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Zur Sache!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich noch ein paar Worte über die Polizeipferde verlieren, denn das ist eigentlich mein Thema. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Zur Sache!) – Zur Sache, genau. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich werde es euch schon erklären. Vielleicht darf ich kurz ausreden, dann können wir gerne weiterdiskutieren. (Abg. Drozda: Bei dem Thema wollen wir Sie nicht unterbrechen!) – Das ist ganz nett von Ihnen.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich noch ein paar Worte über die Polizeipferde verlieren, denn das ist eigentlich mein Thema. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Zur Sache!) – Zur Sache, genau. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich werde es euch schon erklären. Vielleicht darf ich kurz ausreden, dann können wir gerne weiterdiskutieren. (Abg. Drozda: Bei dem Thema wollen wir Sie nicht unterbrechen!) – Das ist ganz nett von Ihnen.
Abg. Drozda: Bei dem Thema wollen wir Sie nicht unterbrechen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich noch ein paar Worte über die Polizeipferde verlieren, denn das ist eigentlich mein Thema. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Zur Sache!) – Zur Sache, genau. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich werde es euch schon erklären. Vielleicht darf ich kurz ausreden, dann können wir gerne weiterdiskutieren. (Abg. Drozda: Bei dem Thema wollen wir Sie nicht unterbrechen!) – Das ist ganz nett von Ihnen.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Das Thema Polizeipferde betrifft Umwelt, Landwirtschaft und Tierschutz. Wenn gestern behauptet wurde – leider ist der Herr nicht mehr da –, dass zwölf Polizeipferde so viel kosten wie 30 Staatsanwälte, dann ist das Lohndumping pur. Ich glaube nicht, dass das, was ein Pferd in der Haltung kostet, so teuer ist wie drei oder vier Staatsanwälte. Die werden nicht so viel verdienen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da hat der liebe Herr Kollege, glaube ich, Äpfel mit Birnen verwechselt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Thema Polizeipferde betrifft Umwelt, Landwirtschaft und Tierschutz. Wenn gestern behauptet wurde – leider ist der Herr nicht mehr da –, dass zwölf Polizeipferde so viel kosten wie 30 Staatsanwälte, dann ist das Lohndumping pur. Ich glaube nicht, dass das, was ein Pferd in der Haltung kostet, so teuer ist wie drei oder vier Staatsanwälte. Die werden nicht so viel verdienen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da hat der liebe Herr Kollege, glaube ich, Äpfel mit Birnen verwechselt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Gerstner (fortsetzend): Ich glaube, Sie haben keine Ahnung. Wenn Sie mich ausreden lassen – ich habe vorhin gebeten, mich ausreden zu lassen ‑, dann können Sie gerne Ihre Meinung dazu sagen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich glaube, hier wurden die Gesamtkosten, die durch die Polizeipferde möglicherweise inklusive der berittenen Polizeibeamten entstehen, zusammengerechnet und dem Gehalt der 30 Staatsanwälte gegenübergestellt. 30 Staatsanwälte brauchen aber jedenfalls Büroräumlichkeiten, brauchen Schreibkräfte, brauchen etliches andere auch. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Könnt ihr nicht folgen, oder was? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Furchtbar. (Abg. Drozda: Meinen Sie, die berittenen Polizeipferde wüssten das nicht? – Heiterkeit bei der SPÖ.) Was, was, was? Es wird nicht besser. Die Zwischenrufe werden mir aber hoffentlich von meiner Redezeit abgezogen. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Drozda: Meinen Sie, die berittenen Polizeipferde wüssten das nicht? – Heiterkeit bei der SPÖ.
Könnt ihr nicht folgen, oder was? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Furchtbar. (Abg. Drozda: Meinen Sie, die berittenen Polizeipferde wüssten das nicht? – Heiterkeit bei der SPÖ.) Was, was, was? Es wird nicht besser. Die Zwischenrufe werden mir aber hoffentlich von meiner Redezeit abgezogen. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Könnt ihr nicht folgen, oder was? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Furchtbar. (Abg. Drozda: Meinen Sie, die berittenen Polizeipferde wüssten das nicht? – Heiterkeit bei der SPÖ.) Was, was, was? Es wird nicht besser. Die Zwischenrufe werden mir aber hoffentlich von meiner Redezeit abgezogen. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wenn gelegentlich das Wort Tierquälerei im Zusammenhang mit Polizeipferden fällt, dann muss ich sagen, dass diese Leute, die da von Tierquälerei sprechen, keine Ahnung davon haben, was Tierquälerei ist – denn Tierquälerei sind für mich Schächten, Massentierhaltung und Tiertransporte. In dem Sinne glaube ich, dass die berittene Polizei eine sehr positive Geschichte ist. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Gerstner: Bitte?
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Kollege Gerstner, das mit den Pferden und den Büroräumlichkeiten müssen Sie mir heute irgendwann noch einmal erklären. (Abg. Gerstner: Bitte?) Das mit den Pferden und den Büroräumlichkeiten müssten Sie mir heute noch einmal erklären! (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Kollege Gerstner, das mit den Pferden und den Büroräumlichkeiten müssen Sie mir heute irgendwann noch einmal erklären. (Abg. Gerstner: Bitte?) Das mit den Pferden und den Büroräumlichkeiten müssten Sie mir heute noch einmal erklären! (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.)
in Richtung Bundesministerin Köstinger, die sich mit Abg. Eßl unterhält
Vergessen wurde auch, dass von Ihrem - - Frau Ministerin (in Richtung Bundesministerin Köstinger, die sich mit Abg. Eßl unterhält), würden Sie mir vielleicht zuhören? – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vergessen wurde auch, dass von Ihrem - - Frau Ministerin (in Richtung Bundesministerin Köstinger, die sich mit Abg. Eßl unterhält), würden Sie mir vielleicht zuhören? – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vergessen – und das finde ich sehr schade – wurde auch die von Ihrem Vorgänger, Bundesminister Rupprechter, versprochene Umstiegsförderung. Wenn ein Landwirtschaftsbetrieb konventionell geführt wird und auf Bio umsteigen möchte, gibt es keine Umstiegsförderung, dafür ist kein eigener Budgetposten vorgesehen. Ein Ja zu Bio sieht für mich anders aus. Auch da stellt sich die Regierung gegen die Interessen der Menschen in unserem Land und betreibt ganz offensichtlich Klientelpolitik. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte aber schon auch bemerken, dass dieses Gerede von der Opposition, es gehe hier alles so schlecht, nicht ganz stimmen kann. Ein Drittel der österreichischen Fläche – 27 Prozent – steht unter Schutz. Wir sind bei Natura 2000 mit 15 Prozent, glaube ich, auch in Europa führend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn ich mir das große Herz der Frau Bundesminister anschaue, was die Unterstützung der alpinen Vereine mit 3,6 Millionen Euro betrifft, ohne dass dafür Projekte vorgelegt werden müssen und angesucht werden muss – was normale Betriebe schon tun –, dann denke ich mir, dass sich die Frau Bundesminister in dem Bereich sehr anstrengt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Schauen wir uns die Nachhaltigkeitsziele im Bereich Energiegewinnung an, so liegt Österreich mit 33,6 Prozent nachhaltiger Energie, glaube ich, auch an der Spitze Europas. Wir in Tirol haben 41 Prozent der Elektroenergie aus Wasserkraft, und das Ziel liegt in Tirol bei 100 Prozent bis 2050. Ich denke, wir sind da auf einem ordentlichen Weg, und das bedeutet einen Dreifacheffekt: gut für unseren Standort, besser für unsere Umwelt und am besten für unsere Kinder. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die #mission 2030 startet mit der Präsentation des Entwurfs der Klima- und Energiestrategie, und ich darf noch einmal jeden einladen, sich unter mission2030.bmnt.gv.at am Konsultationsprozess zu beteiligen. – Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Du bist ein echter Vogel!
Zu den Begriffen sicher, transparent und ambitioniert darf sich jetzt jeder selbst ein Bild machen; das erklärt, warum wir Ihrer Regierung und Ihrer Politik und vor allem diesem vorgelegten Budget kritisch gegenüberstehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Du bist ein echter Vogel!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, es ist unbestritten, wir leben in einem sehr schönen Land mit einer sehr hohen Lebensqualität. Es ist auch unbestritten, dass für die schöne Landschaft die Landwirtschaft zuständig ist, sie bewirtschaftet und pflegt. Das sehen nicht nur wir so, sondern das sehen viele andere Menschen so, und darum kommen so viele Touristen zu uns. Das ist sehr gut und darum gratuliere ich unserer Bundesministerin, dass sie den Tourismus zur Landwirtschaft gebracht hat, um auch die Synergien nutzen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist auch unbestritten, dass unsere Landwirte sehr hochqualitative, für uns leistbare Lebensmittel produzieren, und zwar mit sehr hohen Tier- und Pflanzenschutzstandards. Österreich hat eine kleinstrukturierte Landwirtschaft, der Wettbewerb ist aber trotzdem ganz schön groß, wir müssen uns mit der Welt messen. Das ist eine große Leistung, dazu gratuliere ich unseren Landwirten und sage herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten werden kann, braucht sie unsere Unterstützung in Form dieser Ausgleichszahlungen, das ist ganz wichtig. Ich gratuliere auch der Frau Bundesminister zu diesem Budget, das sicherstellt, dass auch in Zukunft die Direktzahlungen und die Zahlungen aus der zweiten Säule gesichert sind. Mit 2,8 Milliarden Euro, 1,6 davon für die Landwirtschaft, inklusive der Mittel aus der EU, stellen wir sicher, dass unsere Landwirtschaft auch in Zukunft professionell, innovativ und wettbewerbsfähig sein kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lassen Sie mich noch eine kurze Bemerkung zu meinen Vorrednern aus der SPÖ machen: Ich bin froh über die Wortmeldung von Cornelia Ecker, die die Biolandwirtschaft angesprochen hat. Ich habe jetzt genau mitgezählt, es sind acht Redner zum Bereich Umwelt und Landwirtschaft gewesen, sie war aber die einzige, die zur Landwirtschaft gesprochen hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend muss ich sagen: So, wie Sie die Menschen mit der Ankündigung von sogenannten Leuchtturmprojekten in der Region täuschen, so täuschen Sie die Menschen auch mit diesem Budget, denn Sie sparen mit diesem Budget nicht im System, sondern Sie sparen bei den Menschen! Sie ermöglichen aber ein zusätzliches Körberlgeld für den Herrn Kanzler und den Herrn Vizekanzler. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir diskutieren heute ein Budget mit einer langfristigen Strategie; Förderungszusagen sind in dieses Budget eingearbeitet. Dieses Budget ist ein historisches. Es ist noch von niemandem angesprochen worden, dass es seit Jahrzehnten das erste Umweltbudget in diesem Haus ohne Zutun einer grünen Fraktion sein wird. Das geht auch, und niemandem ist eigentlich ein Redebeitrag der Grünen abgegangen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Zanger: Der Faymann!
Aber vielleicht noch ein Wort dazu, weil ich das vormittags nicht habe anbringen können: Es wurde von SPÖ-Abgeordneten kritisiert, dass Minister aus der FPÖ inserieren und Geld für die Darstellung ihrer Arbeit im Ministerium und im Parlament ausgeben. – Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, wer der Inseratenkanzler in dieser Republik war? (Abg. Zanger: Der Faymann!) – Nicht Faymann, obwohl Faymann schon ein wirkliches Rekordergebnis zusammengebracht hat. Aber jetzt ist bekannt geworden, dass 3,7 Millionen Euro aus dem Kanzleramt im Auftrag des abgewählten Bundeskanzlers Kern für Inserate an den Boulevard gegangen sind.
Ruf bei der SPÖ: Das ist nicht zum Thema!
Da habe ich mir eine Seite – das hätte er gratis auch haben können, natürlich in einer negativen Form – aus der „Kronen Zeitung“ von heute mitgenommen, nämlich die Seite mit den Leserbriefen (die angesprochene Zeitungsseite zeigend), in denen sich die Bevölkerung wirklich ihre eigenen Gedanken gemacht hat. Also, liebe Freunde von der SPÖ, wenn da eine Kollegin gesagt hat - - (Ruf bei der SPÖ: Das ist nicht zum Thema!) – Ja, ich komme zum Thema! Die Frau Kollegin aus Oberösterreich ist jetzt nicht
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat denn die mit durchgesetzt?
Wo ist denn die Frau Gesundheitsminister außer Dienst? – Da ist sie. Ich frage Sie: Wo sind denn die ländlichen Bereiche in Ihrer Tätigkeit geblieben? Was war denn mit den Problemen im Zusammenhang mit der Besetzung von Arztstellen, die aufgearbeitet werden müssen? Das ist ja eine Problematik, die von euch total vernachlässigt wurde. In diesem Masterplan sind die Primärversorgungseinheiten drinnen. Das müssen jetzt die Länder machen, weil Sie in der Gesundheitspolitik versagt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat denn die mit durchgesetzt?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich möchte gleich vorweg einmal dir, liebe Frau Bundesminister, herzlichen Dank dafür sagen, dass du den Grundsatz auch in deinem Ressort durchgezogen hast, im System zu sparen und nicht bei den Leuten, sprich den Bäuerinnen und Bauern, und damit die Kofinanzierung sichergestellt hast. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend bedanke ich mich bei allen, die hier mitmachen, denn Klimawandel geht uns alle an. Wir sind schon einige Schritte gegangen, gehen wir den nächsten Schritt, helfen wir alle zusammen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Wenn man so wie ich das erste Mal bei einer Budgetdebatte dabei ist, dann kommt man schon ein wenig ins Staunen, denn würde man alles, was Sie, vereinigte Opposition, hier verlangen, von Kollegen Strolz über die SPÖ bis hin zur Liste Pilz, in ein Budget einpreisen müssen, dann hätten wir den größten Schuldenberg aller Zeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Wo ist denn die Schuldenbremse?
Diese Regierung steht in erster Linie einmal dafür, das Haus und die Finanzen der Republik in Ordnung zu bringen. Ein Dach muss man neu decken, wenn draußen die Sonne scheint – und jetzt scheint draußen die Sonne. Wir haben eine gute Konjunktur und wir haben eine sehr mutige Regierung. (Ruf bei der SPÖ: Wo ist denn die Schuldenbremse?) Wenn man das Dach nicht rechtzeitig deckt, dann wird es auch an der Substanz Schäden geben, und wir sind angetreten, in allen Bereichen Ordnung zu machen.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich jetzt konkret auf das Budget im Umweltbereich eingehe: Natürlich, es könnte immer mehr sein, wir könnten immer mehr Förderungen ausschütten, aber es geht am Ende des Tages nicht nur um Finanzen, es geht auch um Effizienz und Effektivität; Effektivität in dem Sinne, die richtigen Dinge zu tun und jene Dinge, die man tut, auch richtig zu machen, also effizient zu machen. Dafür steht auch unsere Bundesministerin, dafür steht auch die Klima- und Energiestrategie dieser Bundesregierung: die Dinge richtig zu tun und die richtigen Dinge anzugehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mein Appell an Sie, liebe Opposition, lieber Herr Klubobmann Strolz, liebe SPÖ und liebe Liste Pilz, wäre: Kommen Sie raus aus dem Keller der Opposition und steigen Sie mit uns auf das Dach hinauf, um es zu decken, solange die Sonne scheint! Jetzt scheint sie, und wir sind dafür gewählt, die Dinge für die zukünftigen Generationen in die Hand zu nehmen. Machen Sie dabei mit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie schaut es aber in so einem Familienbetrieb aus? Wie geht es uns eigentlich in den Familienbetrieben? – Keiner fragt, wie viele Stunden am Tag wir als Selbstständige im Betrieb sind. Keiner fragt, wie es uns geht, was mit dem Betrieb los ist, wenn wir längerfristig krank werden. Und keiner fragt, wie man als Selbstständiger nach einem 16-Stunden-Tag noch mit dem ganzen Bürokratismus fertig werden soll und ob wir nicht zusätzlich noch eine Sekretärin bräuchten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt ist es so weit, jetzt haben wir ein Regierungsprogramm und endlich ein Budget, mit dem auch Familienbetriebe und unser Mittelstand entlastet werden. Da kann man wirklich ein großes Danke sagen: Danke dem Herrn Finanzminister Hartwig Löger mit seinem Team, der binnen 100 Tagen ein Doppelbudget auf die Füße gestellt hat – das muss man sich einmal vorstellen! –, aber auch danke unserer Frau Bundesminister Elli Köstinger, die wirklich für uns, für die Land- und Forstwirtschaft, für den Tourismus, für Umwelt und Energie das Beste für das Budget ausverhandelt hat. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Dank gilt allen Bäuerinnen und Bauern, denn Landwirt sein heißt nicht, die Idylle des Landes zu genießen und mit sprechenden Schweinen vermeintlich entlaufene Stiere zu suchen. Bäuerin und Bauer zu sein bedeutet, mit den Gegebenheiten der Region, mit Grund und Boden wirtschaften zu können, denn Landwirtschaft ist Wirtschaft am Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Danke, Frau Bundesminister, für dieses erfolgversprechende Budget! Es wird sicher eine positive Zukunft für unsere Landwirtschaft garantieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Eigenkapitalquote ist zu niedrig; das wissen wir, dass die Eigenkapitalquote im Tourismus bei Weitem niedriger ist als in anderen Branchen. Warum ist das so? – Weil natürlich alles investiert wird. Dessen müssen wir uns bewusst sein: Alles, was die Betriebe einnehmen, investieren sie sofort in die heimische Wirtschaft, und das ist großartig. Darum ist die Senkung der Mehrwertsteuer umso notwendiger, um wieder mehr Geld für die Investitionen zu haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines möchte ich noch erwähnen, es ist schon angesprochen worden: Unsere Hotelbetriebe haben eine unheimliche Konkurrenz durch die Buchungsplattformen. Das Urlaubsverhalten der Menschen wird immer volatiler, und wir müssen uns bewusst sein: Es gibt keine Garantie dafür, dass die Menschen bei uns in Österreich Urlaub machen, sie können auch überall anders hinfahren, etwa in die Nachbarländer. Sie kommen aber nach Österreich, weil unsere Häuser einfach tipptopp beieinander sind, und dafür müssen wir unseren Betrieben auch einmal danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend noch einen Satz zum Fachkräftemangel: Das ist ein großes Problem, dessen sind wir uns bewusst. Ich kenne keinen Betrieb in Salzburg in diesem Bereich, der nicht auf der Suche nach Facharbeitskräften wäre. Darum bin ich dankbar, dass es einen Masterplan für den Tourismus gibt, der auch das berücksichtigt, der die Player vernetzt. Ich glaube, wenn wir alle zusammenhelfen und im Speziellen die Arbeitsplätze im Tourismus wieder attraktivieren, dann werden auch wieder heimische Leute gern im Tourismus arbeiten. Das wäre doch ein wünschenswertes Ziel, das es gemeinsam zu verfolgen gälte. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Apropos Werbung: Wie mein Kollege Rädler schon angesprochen hat, ist Werbung etwas, das die SPÖ, allen voran Herr Kern, besonders gut kann, schließlich hat sie im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Euro für Eigenwerbung ausgegeben. Meine Damen und Herren von der SPÖ, mit diesem Geld hätten wir österreichweit allen Schülerinnen und Schülern einen kostenlosen Skiaufenthalt, eine Skiwoche, finanzieren können; führen Sie sich das einmal vor Augen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Österreich ist ein Tourismusland, 90 000 heimische Betriebe beschäftigen über 770 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bereits im Regierungsprogramm wurde die Entwicklung einer neuen Gesamttourismusstrategie mit jährlichem Monitoring festgeschrieben. Mit dem „Plan T – Masterplan für Tourismus“ wird diese Gesamtstrategie derzeit von Bundesministerin Elisabeth Köstinger entwickelt. Mit dem Doppelbudget für die Jahre 2018 und 2019 können wir die Unternehmen bestmöglich unterstützen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Weniger Schulden, weniger Steuern, mehr für die Menschen ist das Credo der Regierung für die künftige Politik, und das ist gut so, denn das bedeutet Nachhaltigkeit. 2,2 Milliarden Euro stehen für den Bereich Landwirtschaft, Natur und Tourismus zur Verfügung, und das ist ein gutes Ergebnis. Herr Kollege Feichtinger, Frau Minister Köstinger hat gut verhandelt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist mit diesem Budget möglich, dass alle wesentlichen Dinge finanziert werden können: die Direktzahlungen, die Ausgleichszulage für die Bergbauern, die Investitionsförderung. Ich möchte zu diesem Punkt allerdings anmerken, dass die Abwicklung etwas umfangreich ist. Ich lobe mir da eine Initiative von Landesrat Sepp Schwaiger im Bundesland Salzburg, der ein vereinfachtes Verfahren für Investitionen bis 70 000 Euro entwickelt und ermöglicht hat. Dieses Modell sollte beispielgebend für Europa sein, es nützt den Bauern, und darum werden die Bauern am Sonntag natürlich die ÖVP, Landesrat Sepp Schwaiger und Wilfried Haslauer als Landeshauptmann wählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf mich daher abschließend bei dir, Frau Bundesminister Köstinger, für das solide Agrarbudget bedanken. Ich bedanke mich auch bei den KonsumentInnen als wichtigste Partner der Bäuerinnen und der Bauern, und ich bedanke mich letztendlich auch bei den Bäuerinnen und bei den Bauern für ihre Tüchtigkeit und Verlässlichkeit – und ersuche um Zustimmung zum Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu Beginn dafür Danke sagen, dass wir das Kapitel Frauen und Gleichstellung extra diskutieren. Das war ja so nicht vorgesehen, es war ursprünglich im Kapitel Familien und Jugend versteckt. Dass das jetzt so ist, finde ich gut, vielen Dank noch einmal dafür. Ich finde es nur schade und bedauerlich, dass die Idee, das Thema Frauenbudget extra zu diskutieren, nicht von Ihnen selbst gekommen ist, Frau Ministerin, sondern dass diese Idee von der Opposition kommen musste – leider. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Zanger: Die Mädchen wollen Friseurinnen werden, Kosmetikerinnen!
rung nicht gesichert. (Abg. Zanger: Die Mädchen wollen Friseurinnen werden, Kosmetikerinnen!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Gamon.
Sie machen auch nichts zum Gedenkjahr, Sie machen nichts zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht, aber, und das ist mein bedauerlicher Schluss, Sie haben heute, weil im Ministerrat das Einstimmigkeitsprinzip vorherrscht, zugestimmt, dass kaum eine Frau in diesem Land von der Erhöhung der Mindestpension profitieren wird, weil die Kindererziehungszeiten nicht angerechnet werden, weil Zeiten der Krankheit und der Arbeitslosigkeit nicht angerechnet werden und weil kaum eine Frau 40 Arbeitsjahre wird vorweisen können, um diese 1 200 Euro zu bekommen. Das ist wirklich ein Armutszeugnis, Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Gamon.)
Abg. Heinisch-Hosek spricht mit Abg. Kuntzl.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek, Sie haben gesagt, es ist schade und bedauerlich. Ich finde das jetzt ganz lustig, denn so lange ist es ja doch noch nicht her – vielleicht ein Zeiterl, dass Sie sich schon nicht mehr erinnern können –, Sie hätten das ja vorher machen können, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek spricht mit Abg. Kuntzl.) – Sie hört mich jetzt nicht, sie muss sich unterhalten. So wichtig war das Thema anscheinend doch nicht für sie. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek, Sie haben gesagt, es ist schade und bedauerlich. Ich finde das jetzt ganz lustig, denn so lange ist es ja doch noch nicht her – vielleicht ein Zeiterl, dass Sie sich schon nicht mehr erinnern können –, Sie hätten das ja vorher machen können, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek spricht mit Abg. Kuntzl.) – Sie hört mich jetzt nicht, sie muss sich unterhalten. So wichtig war das Thema anscheinend doch nicht für sie. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Sie aber auch!
Frauen- und Gleichbehandlungspolitik ist in Österreich ein Bereich, um den leider ganz viele einen großen Bogen machen. (Ruf bei der SPÖ: Sie aber auch!) Vielleicht ist das auch deshalb der Fall, weil dieses überschaubar positive Image da ist, weil man das in der Vergangenheit immer mit so einer gewissen Grundhaltung transportiert hat, die ich nicht wirklich richtig finde. Ich finde es schön, dass wir jetzt einmal einen positiven Ansatz im Budgetvoranschlag haben.
Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede, Frau Kollegin!
Unser gemeinsames Ziel ist das Empowerment, dass wir die Frauen wirklich einmal stärken und ihnen sagen: Hey, gehen wir es gemeinsam an, wir unterstützen euch, egal in welchem Bereich ihr euch befindet! Ich finde es ganz schön, dass diese Regierung es jetzt schafft, Frauen Stabilität, Sicherheit und Vertrauen zu geben. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede, Frau Kollegin!) Die geplanten Gewaltschutzzentren, die jetzt kommen werden (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert!), Notunterkünfte, Übergangswohnungen, all das sind Dinge, die entstehen, und das ist schön so. (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert! 0 Cent!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert!
Unser gemeinsames Ziel ist das Empowerment, dass wir die Frauen wirklich einmal stärken und ihnen sagen: Hey, gehen wir es gemeinsam an, wir unterstützen euch, egal in welchem Bereich ihr euch befindet! Ich finde es ganz schön, dass diese Regierung es jetzt schafft, Frauen Stabilität, Sicherheit und Vertrauen zu geben. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede, Frau Kollegin!) Die geplanten Gewaltschutzzentren, die jetzt kommen werden (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert!), Notunterkünfte, Übergangswohnungen, all das sind Dinge, die entstehen, und das ist schön so. (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert! 0 Cent!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert! 0 Cent!
Unser gemeinsames Ziel ist das Empowerment, dass wir die Frauen wirklich einmal stärken und ihnen sagen: Hey, gehen wir es gemeinsam an, wir unterstützen euch, egal in welchem Bereich ihr euch befindet! Ich finde es ganz schön, dass diese Regierung es jetzt schafft, Frauen Stabilität, Sicherheit und Vertrauen zu geben. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede, Frau Kollegin!) Die geplanten Gewaltschutzzentren, die jetzt kommen werden (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert!), Notunterkünfte, Übergangswohnungen, all das sind Dinge, die entstehen, und das ist schön so. (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht budgetiert! 0 Cent!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was reden Sie da daher? – Abg. Wittmann: Das ist schon sehr abgehoben!
Ich möchte noch auf einen ganz anderen Aspekt eingehen – ein persönliches Herzensanliegen, das wir alle gemeinsam haben sollten –, und zwar: die Entscheidung einer Frau, ein Kind zu bekommen. Wir haben aus der Familienforschung im Moment sehr, sehr gute, valide Zahlen. Wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben und Steuerzahler geworden sind, haben Frauen, das sehen wir ganz klar an den Zahlen, oft das Gefühl, sie wollen nicht wieder einen Abstieg. Sie haben das Gefühl, sie müssten ihren Lebensstandard wieder verringern. (Abg. Heinisch-Hosek: Was reden Sie da daher? – Abg. Wittmann: Das ist schon sehr abgehoben!) Das ist einfach ein Thema.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das passt eh! Frauenpolitik ist Familienpolitik!
Genau dafür haben wir jetzt eine Maßnahme geschaffen, nämlich den Familienbonus Plus, den ich ganz klar nicht als reine Familienmaßnahme sehe, sondern für mich ist das eine ganz klare Frauenfördermaßnahme. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das passt eh! Frauenpolitik ist Familienpolitik!) – Das ist jetzt ein bisschen ein Witz, na?! Der Kollege hat gerade gemeint, Familienpolitik ist Frauenpolitik – meiner Meinung nach ist Frauenpolitik Standortpolitik, wir reden da über Wirtschaftspolitik. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede! – Abg. Zanger: Gute Rede! Wirklich eine gute Rede!) Und unser Standort hat nur dann eine Chance, wenn wir alle gemeinsam Verbesserungen anstreben, dass die Maßstäbe passen, dass die Rahmenbedingungen passen, damit unsere jungen Frauen wieder bereit sind, Kinder zu bekommen. Also unsere gemeinsame Aufgabe kann es nur sein, dass wir die Frauen dazu ermächtigen, dass sie selbstbestimmt handeln. Ich schlage vor, wir tun das gemeinsam und verleihen dem Ganzen – alle Fraktionen gemeinsam – hier im Haus ein bisschen ein besseres Image. Das wäre mein Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede! – Abg. Zanger: Gute Rede! Wirklich eine gute Rede!
Genau dafür haben wir jetzt eine Maßnahme geschaffen, nämlich den Familienbonus Plus, den ich ganz klar nicht als reine Familienmaßnahme sehe, sondern für mich ist das eine ganz klare Frauenfördermaßnahme. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das passt eh! Frauenpolitik ist Familienpolitik!) – Das ist jetzt ein bisschen ein Witz, na?! Der Kollege hat gerade gemeint, Familienpolitik ist Frauenpolitik – meiner Meinung nach ist Frauenpolitik Standortpolitik, wir reden da über Wirtschaftspolitik. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede! – Abg. Zanger: Gute Rede! Wirklich eine gute Rede!) Und unser Standort hat nur dann eine Chance, wenn wir alle gemeinsam Verbesserungen anstreben, dass die Maßstäbe passen, dass die Rahmenbedingungen passen, damit unsere jungen Frauen wieder bereit sind, Kinder zu bekommen. Also unsere gemeinsame Aufgabe kann es nur sein, dass wir die Frauen dazu ermächtigen, dass sie selbstbestimmt handeln. Ich schlage vor, wir tun das gemeinsam und verleihen dem Ganzen – alle Fraktionen gemeinsam – hier im Haus ein bisschen ein besseres Image. Das wäre mein Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Genau dafür haben wir jetzt eine Maßnahme geschaffen, nämlich den Familienbonus Plus, den ich ganz klar nicht als reine Familienmaßnahme sehe, sondern für mich ist das eine ganz klare Frauenfördermaßnahme. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das passt eh! Frauenpolitik ist Familienpolitik!) – Das ist jetzt ein bisschen ein Witz, na?! Der Kollege hat gerade gemeint, Familienpolitik ist Frauenpolitik – meiner Meinung nach ist Frauenpolitik Standortpolitik, wir reden da über Wirtschaftspolitik. (Abg. Heinisch-Hosek: Falsche Rede! – Abg. Zanger: Gute Rede! Wirklich eine gute Rede!) Und unser Standort hat nur dann eine Chance, wenn wir alle gemeinsam Verbesserungen anstreben, dass die Maßstäbe passen, dass die Rahmenbedingungen passen, damit unsere jungen Frauen wieder bereit sind, Kinder zu bekommen. Also unsere gemeinsame Aufgabe kann es nur sein, dass wir die Frauen dazu ermächtigen, dass sie selbstbestimmt handeln. Ich schlage vor, wir tun das gemeinsam und verleihen dem Ganzen – alle Fraktionen gemeinsam – hier im Haus ein bisschen ein besseres Image. Das wäre mein Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja genau!
Abgeordnete Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Ministerin! Mein Puls ist jetzt gerade ein bisschen gestiegen, denn ich habe das Gefühl, dass wir in unterschiedlichen Budgetausschüssen gesessen sind, Frau Kollegin Jeitler! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja genau!)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Es ist keine Überraschung, es geht ums Geld, und wir sind uns auch alle darin einig, dass Frauenpolitik Querschnittsmaterie ist. Jeder Minister, jede Ministerin sollte sich dafür zuständig fühlen, das steht ganz außer Frage! (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Wem Geschlechtergerechtigkeit ein ehrliches Anliegen ist, der kann und sollte sich auch nicht darauf verlassen, dass das in einem Ressort gemacht werden kann, das 10 Millionen Euro zur Verfügung hat. Damit kann man keine Berge bewegen, aber ein bisschen etwas kann man schon machen.
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Der Herr Bundeskanzler hat im Februar hier im Saal vor dem Bundesrat versprochen, eine aktive Frauenpolitik betreiben zu wollen. „Österreich müsse mehr Sicherheit für Frauen bieten, immerhin seien im Vorjahr rund 50.000 Frauen Opfer von Gewaltdelikten geworden.“ – Das kann man in einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz nachlesen. So viel Pathos und so wenig Ehrlichkeit! (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!)
Abg. Zanger: Sicher! Ausreichend!
Ich habe angenommen, dass wir jetzt eine Budgetdebatte führen und dass wir auch über das Budget sprechen können, aber wir haben es hier offensichtlich mit vielleicht fiktiven Maßnahmen zu tun, die zur Erreichung der Ziele herangezogen werden, denn eigentlich wissen wir nicht, ob das, was da angenommen wird, um die Ziele zu erreichen, überhaupt, und wenn ja, in welchem Ausmaß, budgetiert ist. (Abg. Zanger: Sicher! Ausreichend!) Wann sollten wir das diskutieren, wenn nicht in der Budgetdebatte?! Wir tun uns also ein wenig schwer damit, beurteilen zu können, ob das etwas bringen wird oder nicht.
Beifall bei NEOS und SPÖ.
(Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wir reden da auch nicht von Riesenbeträgen, von denen heute zum Beispiel im Verkehrsbereich und so weiter immer die Rede war, sondern wir reden da von einem Budget von 10 Millionen Euro. Wenn es uns das nicht wert ist, dann haben wir wirklich ein Problem. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wurde in der Budgetdebatte am 25.11.2015 von der ehemaligen Ministerin Heinisch-Hosek gesagt. – Wie schnell sich doch die Zeiten ändern, Frau Kollegin! Nehmen Sie sich selber eigentlich noch ernst? (Beifall bei der FPÖ.) Vor einigen Jahren haben Sie uns gegenüber ein Budget mit 10 Millionen Euro noch verteidigt und heute kritisieren Sie es.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!
Ich stehe nicht an, zu sagen, auch ich hätte mir gewünscht, auch für dieses Jahr die Überschreitungsermächtigung weiterhin haben zu können, aber, Frau Kollegin, Sie waren von 2008 bis 2016 Frauenministerin – bis 2017 dann noch Frau Kollegin Rendi-Wagner – und Sie haben es verabsäumt, uns in all diesen Jahren ein Frauenbudget zur Verfügung zu stellen, damit wir auch nachhaltig noch länger darüber diskutieren und verfügen können. Stellen Sie sich bitte jetzt nicht hierher und sagen Sie nicht, das Budget sei zu niedrig, denn Sie haben es selber jahrelang verabsäumt, ein entsprechendes Budget auszuverhandeln! (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, damals war meine Partei noch in der Opposition, ich habe Ihnen immer wieder mehrere Anträge zur Sicherstellung der Finanzierung der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen vorgelegt (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alles verwechseln bitte!), und Sie haben sie abgelehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alles verwechseln bitte!
Ich stehe nicht an, zu sagen, auch ich hätte mir gewünscht, auch für dieses Jahr die Überschreitungsermächtigung weiterhin haben zu können, aber, Frau Kollegin, Sie waren von 2008 bis 2016 Frauenministerin – bis 2017 dann noch Frau Kollegin Rendi-Wagner – und Sie haben es verabsäumt, uns in all diesen Jahren ein Frauenbudget zur Verfügung zu stellen, damit wir auch nachhaltig noch länger darüber diskutieren und verfügen können. Stellen Sie sich bitte jetzt nicht hierher und sagen Sie nicht, das Budget sei zu niedrig, denn Sie haben es selber jahrelang verabsäumt, ein entsprechendes Budget auszuverhandeln! (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, damals war meine Partei noch in der Opposition, ich habe Ihnen immer wieder mehrere Anträge zur Sicherstellung der Finanzierung der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen vorgelegt (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alles verwechseln bitte!), und Sie haben sie abgelehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich stehe nicht an, zu sagen, auch ich hätte mir gewünscht, auch für dieses Jahr die Überschreitungsermächtigung weiterhin haben zu können, aber, Frau Kollegin, Sie waren von 2008 bis 2016 Frauenministerin – bis 2017 dann noch Frau Kollegin Rendi-Wagner – und Sie haben es verabsäumt, uns in all diesen Jahren ein Frauenbudget zur Verfügung zu stellen, damit wir auch nachhaltig noch länger darüber diskutieren und verfügen können. Stellen Sie sich bitte jetzt nicht hierher und sagen Sie nicht, das Budget sei zu niedrig, denn Sie haben es selber jahrelang verabsäumt, ein entsprechendes Budget auszuverhandeln! (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, damals war meine Partei noch in der Opposition, ich habe Ihnen immer wieder mehrere Anträge zur Sicherstellung der Finanzierung der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen vorgelegt (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alles verwechseln bitte!), und Sie haben sie abgelehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Bereich Frauengesundheit haben wir viele Aspekte mitaufgenommen; auch die Unterstützung von schwangeren Frauen. Ich habe erst unlängst gehört, dass in Österreich circa 12 000 Schwangere an Schwangerschaftsdiabetes erkranken. Wir werden das in Zukunft im Mutter-Kind-Pass berücksichtigen. Das wird ebenfalls zur Vorsorgeuntersuchung gehören und auch das wird eine Verbesserung für die Frauen sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was hat das mit dem Frauenbudget zu tun?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Punkt, der heute auch beschlossen worden ist, ist die Verschärfung des Asylrechts. Das ist mir sehr, sehr wichtig; es geht dabei um die Anschlussschubhaft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat das mit dem Frauenbudget zu tun?) Ich finde es nämlich mehr als bedenklich, dass Flüchtlinge, die hier bei uns in Österreich eine Straftat begehen, sich vielleicht an Frauen und Kindern vergehen, dann noch weiterhin unter uns leben. Ich glaube, wer sich an Frauen und Kindern in Österreich vergeht, hat jedes Recht darauf, hier zu leben, verwirkt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Punkt, der heute auch beschlossen worden ist, ist die Verschärfung des Asylrechts. Das ist mir sehr, sehr wichtig; es geht dabei um die Anschlussschubhaft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat das mit dem Frauenbudget zu tun?) Ich finde es nämlich mehr als bedenklich, dass Flüchtlinge, die hier bei uns in Österreich eine Straftat begehen, sich vielleicht an Frauen und Kindern vergehen, dann noch weiterhin unter uns leben. Ich glaube, wer sich an Frauen und Kindern in Österreich vergeht, hat jedes Recht darauf, hier zu leben, verwirkt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Frau Ministerin, im Ausschuss meinten Sie, dass Sie erst mit den jeweiligen Einrichtungen sprechen müssen, um zu wissen, wo der Schuh drückt. Frau Ministerin, es gibt Studien dazu, und meine Vorrednerinnen haben es auch schon auf den Punkt gebracht: Wir müssen jetzt und hier handeln. Wir können nicht weitere Todesopfer, Gewaltopfer in Kauf nehmen und das auf die lange Bank schieben. Es liegen die Fakten auf dem Tisch, vor allem durch die Grevio-Schattenberichte aus dem Jahr 2016. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Genderbasierte Gewalt ist kein Frauenthema, das man, wie bereits erwähnt, als Familiendrama unter den Tisch kehren kann. Wir sprechen hier von einem Sicherheitsthema, dem wir uns gemeinsam stellen müssen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe Bildungsprojekte gemacht! – Abg. Höbart: Ja, Bildungsprojekte! – Abg. Zanger: Die Schulbücher gegendert, dass sie keiner mehr lesen kann! – Ruf bei der SPÖ: Ja, du vielleicht!
Wir hatten einmal, im Jahr 2017, eine Budgetmittelüberschreitung – diese wird nicht fortgeschrieben –, aber ich möchte betonen, dass wir seit 2009 das gleiche Frauenbudget haben und es auch meine Vorgängerinnen nicht geschafft haben, das Frauenbudget zu erhöhen. (Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe Bildungsprojekte gemacht! – Abg. Höbart: Ja, Bildungsprojekte! – Abg. Zanger: Die Schulbücher gegendert, dass sie keiner mehr lesen kann! – Ruf bei der SPÖ: Ja, du vielleicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich darf hier gerade das Bundesministerium für Inneres erwähnen. Das Frauenbudget beträgt 10,17 Millionen Euro, ein Großteil davon geht in Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen. Diese werden gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres gefördert, und es wird immer wieder eine Wertanpassung durchgeführt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Es geht hier auch noch um eine Interventionsstelle gegen Zwangsheirat. Diese Stellen werden unterstützt und jährlich wird da das Budget aufgestockt.
Abg. Wittmann: Kein Plan! Was bekommen Sie für ein ...?
Ich möchte hier auch kurz auf die Betreuungsplätze für Gewaltopfer zu sprechen kommen, weil das von meinen Vorrednerinnen angesprochen wurde. Wir werden 100 Betreuungsplätze für Opfer von Gewalt bis zum Jahr 2022 schaffen, aber – und das ist ein Anspruch, den ich an mich als Wissenschafterin stelle – ich möchte zuerst einmal herausfinden, wo genau diese Betreuungsplätze gebraucht werden. Ich habe in den letzten Wochen schon sehr viele Gespräche in Frauenhäusern geführt, ich war in der Gewaltschutzstelle, ich war in Frauenberatungsstellen. Ich möchte zuerst wirklich erfahren, wo wir diese Plätze brauchen. Das ist von Bundesland zu Bundesland anders, manche brauchen die Plätze in Übergangswohnungen, manche brauchen sie in Akutunterkünften. (Abg. Wittmann: Kein Plan! Was bekommen Sie für ein ...?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der zweite große Brocken des Budgetanteils für Frauen und Gleichstellung geht in Mädchen- und Frauenberatungsstellen. Diese Beratungsstellen sind extrem wichtig, denn sie unterstützen Frauen und Mädchen dabei, in allen Lebenslagen gute Beratung zu bekommen, wo auch immer sie gebraucht wird. Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig, um für soziale Sicherheit vor allem im Alter zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich denke, diese Beratungsstellen sind extrem treffsicher. Es ist ganz wichtig, dass das Frauenbudget dahin gehend abgesichert ist, damit Frauen und Mädchen auch weiterhin gut beraten werden können.
Abg. Wittmann: Wer hat die Rede geschrieben?
Rund 45 Prozent des Frauenbudgets gehen in den Gewaltschutz, in Gewaltschutzzentren, in Interventionsstellen und in die Interventionsstelle gegen Frauenhandel. Wie schon gesagt, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres werden die Kosten dafür abgedeckt. Diese Stellen werden jährlich von 18 250 Frauen in Anspruch genommen. Rund 54 Prozent dienen Beratungs- und Betreuungsangeboten für Mädchen und Frauen in Österreich. (Abg. Wittmann: Wer hat die Rede geschrieben?) Da geht es um 130 Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen, fünf Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt, eine österreichweite, rund um die Uhr verfügbare Hotline, sechs Notwohnungen, wie schon vorhin erwähnt, und Wohngemeinschaften. Es geht aber auch um ganz wichtige Beratungen in Frauenhäusern. Dieses Angebot wird jährlich von etwa 90 000 Frauen und Mädchen in Anspruch genommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Wer hat diese Rede geschrieben? Bitte zahlen Sie ihm nichts!
Das restliche Frauenbudget kann für Bewusstseinsbildung in Anspruch genommen werden. Ich glaube, auch das ist ein ganz wichtiges Thema, denn wir müssen Bewusstsein für sensible Frauenthemen schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Wer hat diese Rede geschrieben? Bitte zahlen Sie ihm nichts!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich darf noch einmal erwähnen, dass das Frauenbudget seit 2009 unverändert ist. Wir konnten dieses Frauenbudget absichern, und wir werden damit eine gemeinsame Zukunft für Österreichs Frauen sichern und in eine gemeinsame Zukunft für Österreichs Frauen investieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen hier im Hohen Haus und zu Hause vor den Fernsehgeräten! Bevor ich auf das Budget für das Frauenressort zu sprechen komme, möchte ich mich recht herzlich bei unserer Bundesministerin und dem Ministerium für die geleistete Arbeit bedanken. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Jede fünfte Frau in Österreich und jede dritte Frau in Europa ist einmal in ihrem Leben mit Gewalt konfrontiert, deshalb ist die Arbeit des Frauenministeriums sehr, sehr wichtig. Tausenden Frauen und Mädchen in Österreich wird tagtäglich Schutz geboten und geholfen, nämlich in 130 Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen, in sechs Notwohnungen sowie in Gewaltschutzzentren, Interventionsstellen und Beratungseinrichtungen. Hunderte Frauen leisten dort sehr wichtige Arbeit für Frauen und Mädchen, denen es nicht so gut geht, deshalb möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei diesen Frauen, die so viel Hilfe angedeihen lassen, bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bis zum Jahr 2022 wird unsere Bundesministerin – sie hat es schon gesagt –100 Betreuungsplätze für Frauen schaffen, die von Gewalt betroffen sind. Nun gilt es, herauszufinden, in welchem Bereich diese Plätze fehlen. Zusätzlich wird in die Schaffung von frauen- und mädchenspezifischen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen investiert, denn Frauen und Mädchen in schwierigen Situationen sollen darauf vertrauen, dass sie in ihrer sicheren Umgebung Hilfe finden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Schmidt!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Hochgeschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein deutscher Bundeskanzler hat einmal in einem berühmten Zitat gesagt, das ich hiermit abwandle: Die Unvernunft von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden. (Rufe bei der FPÖ: Schmidt!) – Helmut Schmidt (Abg. Hafenecker: Wissen wir!) im Originalzitat: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“ (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Die SPÖ, oder ...!)
Abg. Hafenecker: Wissen wir!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Hochgeschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein deutscher Bundeskanzler hat einmal in einem berühmten Zitat gesagt, das ich hiermit abwandle: Die Unvernunft von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden. (Rufe bei der FPÖ: Schmidt!) – Helmut Schmidt (Abg. Hafenecker: Wissen wir!) im Originalzitat: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“ (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Die SPÖ, oder ...!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Die SPÖ, oder ...!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Hochgeschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein deutscher Bundeskanzler hat einmal in einem berühmten Zitat gesagt, das ich hiermit abwandle: Die Unvernunft von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden. (Rufe bei der FPÖ: Schmidt!) – Helmut Schmidt (Abg. Hafenecker: Wissen wir!) im Originalzitat: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“ (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Die SPÖ, oder ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Abg. Dei- mek: ... weil ihr einfach überall dagegen seid!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Politik von ÖVP und FPÖ ist schon sehr bezeichnend; das sieht man gerade jetzt bei dieser Debatte. Wenn man sich die RednerInnenliste anschaut: Es reden zu diesem Thema nur Frauen – und ein Mann. Meine sehr geehrten Damen und Herren, Frauen- und Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauensache, Frauen- und Gleichstellungspolitik ist Frauen- und Männerangelegenheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Abg. Dei- mek: ... weil ihr einfach überall dagegen seid!)
Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.
Zum Frauenbudget: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade im Frauenbudget zeichnet sich Ihre Politik ab, auch hinsichtlich Ihrer Prioritäten. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) Der ÖVP-Chef genehmigt sich 51 Millionen Euro, der FPÖ-Chef genehmigt sich 15 Millionen Euro (Abg. Zanger: Hast du es noch immer nicht kapiert?!), und außerdem genehmigen sich beide zusammen 166 zusätzliche Planstellen (Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen!), und das Frauen- und Gleichstellungsbudget beträgt läppische 10 Millionen Euro. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen! ... 50 Millionen!)
Abg. Zanger: Hast du es noch immer nicht kapiert?!
Zum Frauenbudget: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade im Frauenbudget zeichnet sich Ihre Politik ab, auch hinsichtlich Ihrer Prioritäten. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) Der ÖVP-Chef genehmigt sich 51 Millionen Euro, der FPÖ-Chef genehmigt sich 15 Millionen Euro (Abg. Zanger: Hast du es noch immer nicht kapiert?!), und außerdem genehmigen sich beide zusammen 166 zusätzliche Planstellen (Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen!), und das Frauen- und Gleichstellungsbudget beträgt läppische 10 Millionen Euro. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen! ... 50 Millionen!)
Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen!
Zum Frauenbudget: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade im Frauenbudget zeichnet sich Ihre Politik ab, auch hinsichtlich Ihrer Prioritäten. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) Der ÖVP-Chef genehmigt sich 51 Millionen Euro, der FPÖ-Chef genehmigt sich 15 Millionen Euro (Abg. Zanger: Hast du es noch immer nicht kapiert?!), und außerdem genehmigen sich beide zusammen 166 zusätzliche Planstellen (Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen!), und das Frauen- und Gleichstellungsbudget beträgt läppische 10 Millionen Euro. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen! ... 50 Millionen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen! ... 50 Millionen!
Zum Frauenbudget: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade im Frauenbudget zeichnet sich Ihre Politik ab, auch hinsichtlich Ihrer Prioritäten. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) Der ÖVP-Chef genehmigt sich 51 Millionen Euro, der FPÖ-Chef genehmigt sich 15 Millionen Euro (Abg. Zanger: Hast du es noch immer nicht kapiert?!), und außerdem genehmigen sich beide zusammen 166 zusätzliche Planstellen (Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen!), und das Frauen- und Gleichstellungsbudget beträgt läppische 10 Millionen Euro. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Den Kern hast du vergessen! ... 50 Millionen!)
Abg. Deimek: Ich habe gedacht, das machen die Sozialpartner! Sind sie zu dumm oder zu faul? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das heißt, zwei Männer haben 66 Millionen Euro Spielgeld, und für Frauen und Gleichstellung gibt es 10 Millionen Euro. (Abg. Deimek: Ich habe gedacht, das machen die Sozialpartner! Sind sie zu dumm oder zu faul? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist ein Skandal, und es ist vor allem der Frauen in Österreich nicht würdig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das heißt, zwei Männer haben 66 Millionen Euro Spielgeld, und für Frauen und Gleichstellung gibt es 10 Millionen Euro. (Abg. Deimek: Ich habe gedacht, das machen die Sozialpartner! Sind sie zu dumm oder zu faul? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist ein Skandal, und es ist vor allem der Frauen in Österreich nicht würdig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Deimek: Wie ist das jetzt mit den Sozialpartnern?
Zu den Frauenberatungsstellen: Vorweg darf ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der über 400 Familienberatungsstellen bedanken. Danke für Ihre beeindruckende und wichtige Arbeit! (Abg. Deimek: Wie ist das jetzt mit den Sozialpartnern?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
eingespart werden. Das ist Österreichs nicht würdig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das ist Kern! – Abg. Schimanek: Sie sollten sich schämen, so etwas zu sagen!
Zur Budgetpolitik von ÖVP und FPÖ kann ich nur sagen: Wasser predigen und Champagner trinken, das ist Ihr Motto. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das ist Kern! – Abg. Schimanek: Sie sollten sich schämen, so etwas zu sagen!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Jedem seine Sache!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend an Kollegen Hauser: Ich bin schwul und stolz darauf. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Jedem seine Sache!) Sie, Herr Hauser, sind peinlich, homophob, menschenverachtend und eine Schande für dieses Haus! (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von NEOS. – Abg. Deimek: Er hat zitiert! – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von NEOS. – Abg. Deimek: Er hat zitiert! – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend an Kollegen Hauser: Ich bin schwul und stolz darauf. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Jedem seine Sache!) Sie, Herr Hauser, sind peinlich, homophob, menschenverachtend und eine Schande für dieses Haus! (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von NEOS. – Abg. Deimek: Er hat zitiert! – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert!
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren (Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert!) – Herr Abgeordneter, jetzt bin ich am Wort –, ich kann ja gut verstehen, dass bei Budgetdebatten auch einmal die Emotionen hochgehen. (Abg. Lausch: Aber der ist ein Wahnsinn!) Ich würde nur wirklich darum ersuchen, weil wir bei der Begrüßung auch immer auf die Menschen Bezug nehmen, die uns zusehen, dass wir mit unserer Wortwahl die Würde des Hauses nicht verletzen. Das ist heute nicht das erste Mal der Fall, sondern es war schon mehrfach so, und trotzdem haben wir seitens des Präsidiums immer versucht, eine gewisse Lebendigkeit in der Diskussion zu ermöglichen.
Abg. Lausch: Aber der ist ein Wahnsinn!
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren (Abg. Hauser: Ich habe nur zitiert!) – Herr Abgeordneter, jetzt bin ich am Wort –, ich kann ja gut verstehen, dass bei Budgetdebatten auch einmal die Emotionen hochgehen. (Abg. Lausch: Aber der ist ein Wahnsinn!) Ich würde nur wirklich darum ersuchen, weil wir bei der Begrüßung auch immer auf die Menschen Bezug nehmen, die uns zusehen, dass wir mit unserer Wortwahl die Würde des Hauses nicht verletzen. Das ist heute nicht das erste Mal der Fall, sondern es war schon mehrfach so, und trotzdem haben wir seitens des Präsidiums immer versucht, eine gewisse Lebendigkeit in der Diskussion zu ermöglichen.
Abg. Hauser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Tatsächliche Berichtigung!
Ich würde aber darum bitten, dass Sie sich auch Ihrer Verantwortung bewusst sind, was das Bild betrifft, das wir in der Öffentlichkeit abgeben. (Abg. Hauser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Tatsächliche Berichtigung!) – Nein, zu Wort gelangt jetzt Frau Abgeordnete Susanne Fürst. Sie können sich aber gerne zu Wort melden, wenn Sie wollen. – Bitte, Frau Abgeordnete, Sie haben jetzt das Wort. (Abg. Lausch: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Lausch: Das ist ja unglaublich!
Ich würde aber darum bitten, dass Sie sich auch Ihrer Verantwortung bewusst sind, was das Bild betrifft, das wir in der Öffentlichkeit abgeben. (Abg. Hauser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Tatsächliche Berichtigung!) – Nein, zu Wort gelangt jetzt Frau Abgeordnete Susanne Fürst. Sie können sich aber gerne zu Wort melden, wenn Sie wollen. – Bitte, Frau Abgeordnete, Sie haben jetzt das Wort. (Abg. Lausch: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Sprechen Sie einmal mit Ihren Kollegen! Es ist höchste Zeit!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Was die sexuelle Orientierung mit einer Budgetdebatte zu tun hat, ist mir schleierhaft. Ich finde, das gehört eigentlich zum Privatleben und nicht in die Öffentlichkeit. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Sprechen Sie einmal mit Ihren Kollegen! Es ist höchste Zeit!) Ich werde meine Orientierung nicht outen.
Abg. Wittmann: Da gibt es doch ein Körberlgeld, oder ...?
Dass diese Regierung bei Frauen spart, ist nicht wahr, ganz im Gegenteil: Wir haben das größte Frauenbudget, das es jemals seit Bestehen dieser Republik gegeben hat. Es ist nämlich milliardenschwer, und ich werde Ihnen gleich erklären, warum. (Abg. Wittmann: Da gibt es doch ein Körberlgeld, oder ...?) Man darf nämlich nicht so einen verengten Blick haben wie die Opposition und nur diese 10 Millionen Euro (Zwischenruf des Abg. Wittmann), die von der Frau Bundesminister vorbildlich verwaltet werden, sehen, sondern man muss das große Ganze sehen.
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Dass diese Regierung bei Frauen spart, ist nicht wahr, ganz im Gegenteil: Wir haben das größte Frauenbudget, das es jemals seit Bestehen dieser Republik gegeben hat. Es ist nämlich milliardenschwer, und ich werde Ihnen gleich erklären, warum. (Abg. Wittmann: Da gibt es doch ein Körberlgeld, oder ...?) Man darf nämlich nicht so einen verengten Blick haben wie die Opposition und nur diese 10 Millionen Euro (Zwischenruf des Abg. Wittmann), die von der Frau Bundesminister vorbildlich verwaltet werden, sehen, sondern man muss das große Ganze sehen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Würden Sie mir zuhören, Herr Abgeordneter Wittmann (Abg. Lausch: Das kann er nicht!), eine Dame unterbricht man nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!) Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil vom großen Ganzen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Jetzt hören Sie wieder nicht auf, machen Sie das zu Hause! (Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!)
Abg. Lausch: Das kann er nicht!
Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Würden Sie mir zuhören, Herr Abgeordneter Wittmann (Abg. Lausch: Das kann er nicht!), eine Dame unterbricht man nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!) Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil vom großen Ganzen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Jetzt hören Sie wieder nicht auf, machen Sie das zu Hause! (Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!
Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Würden Sie mir zuhören, Herr Abgeordneter Wittmann (Abg. Lausch: Das kann er nicht!), eine Dame unterbricht man nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!) Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil vom großen Ganzen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Jetzt hören Sie wieder nicht auf, machen Sie das zu Hause! (Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Würden Sie mir zuhören, Herr Abgeordneter Wittmann (Abg. Lausch: Das kann er nicht!), eine Dame unterbricht man nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!) Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil vom großen Ganzen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Jetzt hören Sie wieder nicht auf, machen Sie das zu Hause! (Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!)
Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!
Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Würden Sie mir zuhören, Herr Abgeordneter Wittmann (Abg. Lausch: Das kann er nicht!), eine Dame unterbricht man nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Er hat keine Manieren!) Diese 10 Millionen Euro sind nur ein ganz kleiner Teil vom großen Ganzen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Jetzt hören Sie wieder nicht auf, machen Sie das zu Hause! (Abg. Hafenecker: Sie haben keine Manieren, Herr Kollege!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Ein guter Teil der Rekordsicherheitsmilliarden, von denen wir gestern in der Debatte mit Herrn Innenminister Kickl gehört haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann), kommt nämlich den Frauen zugute, weil damit die innere Sicherheit wiederhergestellt wird. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Anhebung der Mindestpension kommt zigtausenden Frauen nach jahrzehntelanger Arbeit zugute. (Abg. Wittmann: Falsche Rede! ... Frauen, nicht um Inneres!) – Unglaublich! (Ruf bei der FPÖ: Kein Benehmen, der Mann!) Der Familienbonus drückt die Wertschätzung dieser Regierung für Familien und Familienarbeit aus. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Frauen sind nämlich nicht nur im entgeltlichen Sektor, sondern in ihrer Selbstlosigkeit auch im unentgeltlichen Sektor tätig – und das wird endlich einmal von einer Regierung anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Hafenecker: Hast du ... erwischt in der Mittagpause?
Zum Kernthema dieser Regierung: Sicherheit, sowohl auf nationaler Ebene als auch als Motto der EU-Ratspräsidentschaft. (Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Hafenecker: Hast du ... erwischt in der Mittagpause?) Es ist das absolute Kernthema, aber nicht, weil es sich hier um eine rechte Regierung handelt, die Law and Order spielt (Abg. Heinisch-Hosek: Sondern?!), sondern weil es den August 2015 gegeben hat, in dem unter der Federführung der SPÖ die innere Sicherheit in Österreich aufs Spiel gesetzt wurde und in Scherben ging. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Was hat das jetzt mit den Frauen zu tun?)
Abg. Heinisch-Hosek: Sondern?!
Zum Kernthema dieser Regierung: Sicherheit, sowohl auf nationaler Ebene als auch als Motto der EU-Ratspräsidentschaft. (Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Hafenecker: Hast du ... erwischt in der Mittagpause?) Es ist das absolute Kernthema, aber nicht, weil es sich hier um eine rechte Regierung handelt, die Law and Order spielt (Abg. Heinisch-Hosek: Sondern?!), sondern weil es den August 2015 gegeben hat, in dem unter der Federführung der SPÖ die innere Sicherheit in Österreich aufs Spiel gesetzt wurde und in Scherben ging. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Was hat das jetzt mit den Frauen zu tun?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Was hat das jetzt mit den Frauen zu tun?
Zum Kernthema dieser Regierung: Sicherheit, sowohl auf nationaler Ebene als auch als Motto der EU-Ratspräsidentschaft. (Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Hafenecker: Hast du ... erwischt in der Mittagpause?) Es ist das absolute Kernthema, aber nicht, weil es sich hier um eine rechte Regierung handelt, die Law and Order spielt (Abg. Heinisch-Hosek: Sondern?!), sondern weil es den August 2015 gegeben hat, in dem unter der Federführung der SPÖ die innere Sicherheit in Österreich aufs Spiel gesetzt wurde und in Scherben ging. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wittmann: Was hat das jetzt mit den Frauen zu tun?)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, hat gestern eine Kollegin gesagt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Ja, das stimmt, wir haben das jahrzehntelang aufgebaut und es ist in sehr kurzer Zeit vernichtet worden. Der Herr Innenminister ist jetzt dabei, diese Scherben wieder zusammenzuklauben (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Noll), durch Maßnahmen wie die Aufstockung bei der Polizei, Ausrüstung, Überwachungsmaßnahmen, fremdenrechtliche Verschärfungen. All das dient der Erhöhung der Sicherheit der Frauen. Jeder zusätzliche Polizist auf der Straße, jeder in Schubhaft genommene ausländische Straftäter (Abg. Wittmann: Das ist eine peinliche Rede! – Zwischenruf der Abg. Greiner), jeder Straftäter, der Österreich aufgrund der besseren Grenzüberwachung gar nicht betreten darf, sorgt für mehr Sicherheit und erspart insbesondere Frauen leidvolle Erfahrungen. Das ist echte Frauenpolitik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Noll
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, hat gestern eine Kollegin gesagt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Ja, das stimmt, wir haben das jahrzehntelang aufgebaut und es ist in sehr kurzer Zeit vernichtet worden. Der Herr Innenminister ist jetzt dabei, diese Scherben wieder zusammenzuklauben (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Noll), durch Maßnahmen wie die Aufstockung bei der Polizei, Ausrüstung, Überwachungsmaßnahmen, fremdenrechtliche Verschärfungen. All das dient der Erhöhung der Sicherheit der Frauen. Jeder zusätzliche Polizist auf der Straße, jeder in Schubhaft genommene ausländische Straftäter (Abg. Wittmann: Das ist eine peinliche Rede! – Zwischenruf der Abg. Greiner), jeder Straftäter, der Österreich aufgrund der besseren Grenzüberwachung gar nicht betreten darf, sorgt für mehr Sicherheit und erspart insbesondere Frauen leidvolle Erfahrungen. Das ist echte Frauenpolitik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittmann: Das ist eine peinliche Rede! – Zwischenruf der Abg. Greiner
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, hat gestern eine Kollegin gesagt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Ja, das stimmt, wir haben das jahrzehntelang aufgebaut und es ist in sehr kurzer Zeit vernichtet worden. Der Herr Innenminister ist jetzt dabei, diese Scherben wieder zusammenzuklauben (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Noll), durch Maßnahmen wie die Aufstockung bei der Polizei, Ausrüstung, Überwachungsmaßnahmen, fremdenrechtliche Verschärfungen. All das dient der Erhöhung der Sicherheit der Frauen. Jeder zusätzliche Polizist auf der Straße, jeder in Schubhaft genommene ausländische Straftäter (Abg. Wittmann: Das ist eine peinliche Rede! – Zwischenruf der Abg. Greiner), jeder Straftäter, der Österreich aufgrund der besseren Grenzüberwachung gar nicht betreten darf, sorgt für mehr Sicherheit und erspart insbesondere Frauen leidvolle Erfahrungen. Das ist echte Frauenpolitik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, hat gestern eine Kollegin gesagt. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Ja, das stimmt, wir haben das jahrzehntelang aufgebaut und es ist in sehr kurzer Zeit vernichtet worden. Der Herr Innenminister ist jetzt dabei, diese Scherben wieder zusammenzuklauben (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Noll), durch Maßnahmen wie die Aufstockung bei der Polizei, Ausrüstung, Überwachungsmaßnahmen, fremdenrechtliche Verschärfungen. All das dient der Erhöhung der Sicherheit der Frauen. Jeder zusätzliche Polizist auf der Straße, jeder in Schubhaft genommene ausländische Straftäter (Abg. Wittmann: Das ist eine peinliche Rede! – Zwischenruf der Abg. Greiner), jeder Straftäter, der Österreich aufgrund der besseren Grenzüberwachung gar nicht betreten darf, sorgt für mehr Sicherheit und erspart insbesondere Frauen leidvolle Erfahrungen. Das ist echte Frauenpolitik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! Keine Ahnung!
Sicherheitspolitik ist Frauenpolitik, die man, Frau Abgeordnete Cox, nicht durch immer mehr Beratungsstellen (Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! Keine Ahnung!) und dadurch, dass man im Nachhinein die Opfer betreut, macht – das muss man auch tun, aber noch besser ist es, wenn man sie verhindert, und das kann man nur mit einer effizienten Sicherheitspolitik erreichen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wittmann: Das ist eher peinlich! – Abg. Lausch: Peinlich seid ihr!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wittmann: Das ist eher peinlich! – Abg. Lausch: Peinlich seid ihr!
Sicherheitspolitik ist Frauenpolitik, die man, Frau Abgeordnete Cox, nicht durch immer mehr Beratungsstellen (Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! Keine Ahnung!) und dadurch, dass man im Nachhinein die Opfer betreut, macht – das muss man auch tun, aber noch besser ist es, wenn man sie verhindert, und das kann man nur mit einer effizienten Sicherheitspolitik erreichen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wittmann: Das ist eher peinlich! – Abg. Lausch: Peinlich seid ihr!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann – Abg. Lausch: ... in Wiener Neustadt!
Wenn hier eingewendet wird, dass die Verschärfungen im Asylrecht, im Fremdenrecht überflüssig seien, weil der Migrationsdruck ja so nachgelassen habe, so nenne ich Ihnen nur ein paar Zahlen: Äthiopien 1970: 28 Millionen Einwohner, jetzt: über 100 Millionen; Nigeria 1970: 56 Millionen Einwohner (Zwischenruf des Abg. Wittmann – Abg. Lausch: ... in Wiener Neustadt!), jetzt: 190 Millionen. – Also wenn noch irgendjemand hier in diesem Haus erwähnt, dass der Migrationsdruck nachlassen wird, macht er sich vollkommen lächerlich. (Abg. Wittmann: ... tut weh! – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Abg. Wittmann: ... tut weh! – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Wenn hier eingewendet wird, dass die Verschärfungen im Asylrecht, im Fremdenrecht überflüssig seien, weil der Migrationsdruck ja so nachgelassen habe, so nenne ich Ihnen nur ein paar Zahlen: Äthiopien 1970: 28 Millionen Einwohner, jetzt: über 100 Millionen; Nigeria 1970: 56 Millionen Einwohner (Zwischenruf des Abg. Wittmann – Abg. Lausch: ... in Wiener Neustadt!), jetzt: 190 Millionen. – Also wenn noch irgendjemand hier in diesem Haus erwähnt, dass der Migrationsdruck nachlassen wird, macht er sich vollkommen lächerlich. (Abg. Wittmann: ... tut weh! – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Großteil der Frauenpolitik muss in dieser Regierungsperiode – dank der Vorgängerregierung – in die Zuständigkeit des Innenministeriums fallen und nicht in jene des Frauenministeriums, sodass Herr Kickl vielmehr ein Frauenminister ist als ein Innenminister. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich weiß nicht, ob ihm das bewusst ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ein Großteil der Frauenpolitik muss in dieser Regierungsperiode – dank der Vorgängerregierung – in die Zuständigkeit des Innenministeriums fallen und nicht in jene des Frauenministeriums, sodass Herr Kickl vielmehr ein Frauenminister ist als ein Innenminister. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich weiß nicht, ob ihm das bewusst ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!
Was die SPÖ an Frauenpolitik geboten hat und jetzt bietet, kann man auf der Homepage der SPÖ sehen. (Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!) Die ausgewiesenen Frauenexpertinnen Rendi-Wagner und Heinisch-Hosek kündigen da an: „[...] eine starke Stimme für Frauen“ und „Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen“. – Wenn wir das tun, sind wir mehr als verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Rendi-Wagner schreibt noch: „Wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen.“ – Ein Scherz nach dieser Politik Ihrer Parteikollegen! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das ist ein Armutszeugnis, Frau Heinisch-Hosek, die nicht mehr hier ist (Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!) – Entschuldigung – und das vorhin unserer Frauenpolitik bescheinigt hat. (Abg. Wittmann: ... eher peinlich!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Was die SPÖ an Frauenpolitik geboten hat und jetzt bietet, kann man auf der Homepage der SPÖ sehen. (Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!) Die ausgewiesenen Frauenexpertinnen Rendi-Wagner und Heinisch-Hosek kündigen da an: „[...] eine starke Stimme für Frauen“ und „Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen“. – Wenn wir das tun, sind wir mehr als verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Rendi-Wagner schreibt noch: „Wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen.“ – Ein Scherz nach dieser Politik Ihrer Parteikollegen! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das ist ein Armutszeugnis, Frau Heinisch-Hosek, die nicht mehr hier ist (Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!) – Entschuldigung – und das vorhin unserer Frauenpolitik bescheinigt hat. (Abg. Wittmann: ... eher peinlich!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Was die SPÖ an Frauenpolitik geboten hat und jetzt bietet, kann man auf der Homepage der SPÖ sehen. (Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!) Die ausgewiesenen Frauenexpertinnen Rendi-Wagner und Heinisch-Hosek kündigen da an: „[...] eine starke Stimme für Frauen“ und „Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen“. – Wenn wir das tun, sind wir mehr als verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Rendi-Wagner schreibt noch: „Wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen.“ – Ein Scherz nach dieser Politik Ihrer Parteikollegen! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das ist ein Armutszeugnis, Frau Heinisch-Hosek, die nicht mehr hier ist (Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!) – Entschuldigung – und das vorhin unserer Frauenpolitik bescheinigt hat. (Abg. Wittmann: ... eher peinlich!)
Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!
Was die SPÖ an Frauenpolitik geboten hat und jetzt bietet, kann man auf der Homepage der SPÖ sehen. (Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!) Die ausgewiesenen Frauenexpertinnen Rendi-Wagner und Heinisch-Hosek kündigen da an: „[...] eine starke Stimme für Frauen“ und „Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen“. – Wenn wir das tun, sind wir mehr als verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Rendi-Wagner schreibt noch: „Wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen.“ – Ein Scherz nach dieser Politik Ihrer Parteikollegen! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das ist ein Armutszeugnis, Frau Heinisch-Hosek, die nicht mehr hier ist (Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!) – Entschuldigung – und das vorhin unserer Frauenpolitik bescheinigt hat. (Abg. Wittmann: ... eher peinlich!)
Abg. Wittmann: ... eher peinlich!
Was die SPÖ an Frauenpolitik geboten hat und jetzt bietet, kann man auf der Homepage der SPÖ sehen. (Abg. Wittmann: Diese Rede tut wirklich weh! – Abg. Gudenus: Die Wahrheit tut weh!) Die ausgewiesenen Frauenexpertinnen Rendi-Wagner und Heinisch-Hosek kündigen da an: „[...] eine starke Stimme für Frauen“ und „Frauen in Österreich können sich auf uns verlassen“. – Wenn wir das tun, sind wir mehr als verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Rendi-Wagner schreibt noch: „Wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen.“ – Ein Scherz nach dieser Politik Ihrer Parteikollegen! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Das ist ein Armutszeugnis, Frau Heinisch-Hosek, die nicht mehr hier ist (Abg. Heinisch-Hosek – mit beiden Händen winkend –: Hallo!) – Entschuldigung – und das vorhin unserer Frauenpolitik bescheinigt hat. (Abg. Wittmann: ... eher peinlich!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Zanger: Endlich einmal eine vernünftige ...!
Natürlich wird auch das Frauenvolksbegehren von der SPÖ unterstützt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Zanger: Endlich einmal eine vernünftige ...!) Zur Forderung nach der Einführung der 30-Stunden-Woche: Warum soll es ein Anliegen von Frauen sein, die Wirtschaft zu schädigen? Man braucht nur nach Frankreich zu blicken, da hat es eine Diskussion betreffend 35-Stunden-Woche gegeben, diese ist auch eingeführt worden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Folge war: Die Personalkosten sind gestiegen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hat gelitten, die Wirtschaft liegt darnieder, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Wollen wir das unbedingt nachmachen (Zwischenruf des Abg. Noll), und das mit einer 30-Stunden-Arbeitswoche? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Umsetzung würde nur das Vorurteil bekräftigen, dass Frauen von Wirtschaft nichts verstehen; das gilt aber nur für die linken Frauen. Das alles ist keine Frauenpolitik.
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Natürlich wird auch das Frauenvolksbegehren von der SPÖ unterstützt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Zanger: Endlich einmal eine vernünftige ...!) Zur Forderung nach der Einführung der 30-Stunden-Woche: Warum soll es ein Anliegen von Frauen sein, die Wirtschaft zu schädigen? Man braucht nur nach Frankreich zu blicken, da hat es eine Diskussion betreffend 35-Stunden-Woche gegeben, diese ist auch eingeführt worden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Folge war: Die Personalkosten sind gestiegen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hat gelitten, die Wirtschaft liegt darnieder, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Wollen wir das unbedingt nachmachen (Zwischenruf des Abg. Noll), und das mit einer 30-Stunden-Arbeitswoche? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Umsetzung würde nur das Vorurteil bekräftigen, dass Frauen von Wirtschaft nichts verstehen; das gilt aber nur für die linken Frauen. Das alles ist keine Frauenpolitik.
Zwischenruf des Abg. Noll
Natürlich wird auch das Frauenvolksbegehren von der SPÖ unterstützt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Zanger: Endlich einmal eine vernünftige ...!) Zur Forderung nach der Einführung der 30-Stunden-Woche: Warum soll es ein Anliegen von Frauen sein, die Wirtschaft zu schädigen? Man braucht nur nach Frankreich zu blicken, da hat es eine Diskussion betreffend 35-Stunden-Woche gegeben, diese ist auch eingeführt worden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Folge war: Die Personalkosten sind gestiegen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hat gelitten, die Wirtschaft liegt darnieder, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Wollen wir das unbedingt nachmachen (Zwischenruf des Abg. Noll), und das mit einer 30-Stunden-Arbeitswoche? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Umsetzung würde nur das Vorurteil bekräftigen, dass Frauen von Wirtschaft nichts verstehen; das gilt aber nur für die linken Frauen. Das alles ist keine Frauenpolitik.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich wird auch das Frauenvolksbegehren von der SPÖ unterstützt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Abg. Zanger: Endlich einmal eine vernünftige ...!) Zur Forderung nach der Einführung der 30-Stunden-Woche: Warum soll es ein Anliegen von Frauen sein, die Wirtschaft zu schädigen? Man braucht nur nach Frankreich zu blicken, da hat es eine Diskussion betreffend 35-Stunden-Woche gegeben, diese ist auch eingeführt worden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Folge war: Die Personalkosten sind gestiegen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hat gelitten, die Wirtschaft liegt darnieder, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Wollen wir das unbedingt nachmachen (Zwischenruf des Abg. Noll), und das mit einer 30-Stunden-Arbeitswoche? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Umsetzung würde nur das Vorurteil bekräftigen, dass Frauen von Wirtschaft nichts verstehen; das gilt aber nur für die linken Frauen. Das alles ist keine Frauenpolitik.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie schüren so viel Angst!
Wie gesagt, man muss das wesentlich größer sehen. Mehr Sicherheit ist echte Frauenpolitik, denn eine gefährliche Sicherheitslage beendet die Freiheit der Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Sie schüren so viel Angst!), so wie wir sie gekannt haben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Jetzt klatscht niemand mehr, jetzt ist es vorbei!) Wenn wir sicher sind, erreichen wir alles andere auch. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Fürst – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Jetzt können Sie sprechen!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Jetzt klatscht niemand mehr, jetzt ist es vorbei!
Wie gesagt, man muss das wesentlich größer sehen. Mehr Sicherheit ist echte Frauenpolitik, denn eine gefährliche Sicherheitslage beendet die Freiheit der Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Sie schüren so viel Angst!), so wie wir sie gekannt haben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Jetzt klatscht niemand mehr, jetzt ist es vorbei!) Wenn wir sicher sind, erreichen wir alles andere auch. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Fürst – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Jetzt können Sie sprechen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Fürst – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Jetzt können Sie sprechen!
Wie gesagt, man muss das wesentlich größer sehen. Mehr Sicherheit ist echte Frauenpolitik, denn eine gefährliche Sicherheitslage beendet die Freiheit der Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Sie schüren so viel Angst!), so wie wir sie gekannt haben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Jetzt klatscht niemand mehr, jetzt ist es vorbei!) Wenn wir sicher sind, erreichen wir alles andere auch. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Fürst – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Jetzt können Sie sprechen!)
Oh-Ruf des Abg. Noll – Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzter Kollege – oder: nicht geschätzter Kollege – Lindner (Oh-Ruf des Abg. Noll – Zwischenrufe bei der SPÖ), ich halte fest: Sie haben mir unterstellt, ich hätte homophobe oder sonstige Aussagen in meiner Rede getätigt. – Das stimmt nicht.
Abg. Noll: Sie halten gar nichts!
Ich halte lediglich fest (Abg. Noll: Sie halten gar nichts!), dass ich den Auftritt des Tourismusverbandes Wien auf der ITB in Berlin zitiert habe und festgestellt habe, dass ich es vermisst habe, dass der Tourismusverband Wien auf der ITB Wien als Kulturhauptstadt Österreichs präsentiert (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll); stattdessen hat er Wien als Schwulen- und Lesbenhauptstadt präsentiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Waren Sie dort? Waren Sie dort?) Ich habe diesbezüglich aus der Broschüre der Tourismuswerbung zitiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren ja gar nicht dort!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll
Ich halte lediglich fest (Abg. Noll: Sie halten gar nichts!), dass ich den Auftritt des Tourismusverbandes Wien auf der ITB in Berlin zitiert habe und festgestellt habe, dass ich es vermisst habe, dass der Tourismusverband Wien auf der ITB Wien als Kulturhauptstadt Österreichs präsentiert (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll); stattdessen hat er Wien als Schwulen- und Lesbenhauptstadt präsentiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Waren Sie dort? Waren Sie dort?) Ich habe diesbezüglich aus der Broschüre der Tourismuswerbung zitiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren ja gar nicht dort!)
Abg. Heinisch-Hosek: Waren Sie dort? Waren Sie dort?
Ich halte lediglich fest (Abg. Noll: Sie halten gar nichts!), dass ich den Auftritt des Tourismusverbandes Wien auf der ITB in Berlin zitiert habe und festgestellt habe, dass ich es vermisst habe, dass der Tourismusverband Wien auf der ITB Wien als Kulturhauptstadt Österreichs präsentiert (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll); stattdessen hat er Wien als Schwulen- und Lesbenhauptstadt präsentiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Waren Sie dort? Waren Sie dort?) Ich habe diesbezüglich aus der Broschüre der Tourismuswerbung zitiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren ja gar nicht dort!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren ja gar nicht dort!
Ich halte lediglich fest (Abg. Noll: Sie halten gar nichts!), dass ich den Auftritt des Tourismusverbandes Wien auf der ITB in Berlin zitiert habe und festgestellt habe, dass ich es vermisst habe, dass der Tourismusverband Wien auf der ITB Wien als Kulturhauptstadt Österreichs präsentiert (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll); stattdessen hat er Wien als Schwulen- und Lesbenhauptstadt präsentiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Waren Sie dort? Waren Sie dort?) Ich habe diesbezüglich aus der Broschüre der Tourismuswerbung zitiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie waren ja gar nicht dort!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich habe lediglich zitiert, schauen Sie sich das Protokoll an! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich empfehle Ihnen, zukünftig bei meinen Reden vernünftig zuzuhören und mir nicht das Wort im Mund umzudrehen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.
Ich habe lediglich zitiert, schauen Sie sich das Protokoll an! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich empfehle Ihnen, zukünftig bei meinen Reden vernünftig zuzuhören und mir nicht das Wort im Mund umzudrehen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Abg. Deimek: Hat euch damals nicht gepasst, passt euch heute nicht ...!
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe immer geglaubt, Frauenminister Haupt war irgendwie so der Gipfel der – sozusagen – Besetzung des Frauenministeriums (Abg. Deimek: Hat euch damals nicht gepasst, passt euch heute nicht ...!), aber wenn jetzt Kickl auch noch Frauenminister wird, ist das, glaube ich, eine zusätzliche Draufgabe. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: War aber gut! Ein guter Frauenminister ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: War aber gut! Ein guter Frauenminister ...!
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe immer geglaubt, Frauenminister Haupt war irgendwie so der Gipfel der – sozusagen – Besetzung des Frauenministeriums (Abg. Deimek: Hat euch damals nicht gepasst, passt euch heute nicht ...!), aber wenn jetzt Kickl auch noch Frauenminister wird, ist das, glaube ich, eine zusätzliche Draufgabe. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: War aber gut! Ein guter Frauenminister ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: ... 55 Millionen gehabt! 55 Millionen! Waren Sie vorher nicht da?
Ich komme wieder zurück zum Frauenbudget: 10,17 Millionen Euro sind für die Jahre 2018 und 2019 budgetiert, das ist weniger, als im Jahr 2017 ausgegeben wurde, das waren nämlich 10,65 Millionen Euro; das ist jetzt eine halbe Million weniger, bei einem ohnehin schon minimalen Budget. 10,17 Millionen Euro für die Hälfte der Bevölkerung, das sind 2,28 Euro für jede Frau in Österreich. Im Vergleich dazu – und das ist wirklich zum Schämen –: Zwei Männer, nämlich der Kanzler und der Vizekanzler, leisten sich ein Körberlgeld von 66 Millionen Euro. Das ist nicht nur zum Schämen, das ist eine Unverschämtheit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: ... 55 Millionen gehabt! 55 Millionen! Waren Sie vorher nicht da?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Die Istanbulkonvention, der wir uns verpflichtet haben, ist schon erwähnt worden; wir haben uns dazu verpflichtet, alle in unserer Macht stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um Gewalt zu verhindern und Gewaltschutzmaßnahmen durchzusetzen und umzusetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Sie haben auch schon den Grevio-ExpertInnenbericht erwähnt, der im Herbst 2017 erstellt worden ist. Wir sehen da klaren Handlungsbedarf: Wir brauchen finanzielle Mittel für den Ausbau von Schutzeinrichtungen, wir brauchen finanzielle Mittel für Gewaltschutz und -prävention, und wir brauchen Mittel für Sensibilisierungs- und Schutzmaßnahmen bei Polizei und Justiz.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Unterstützen Sie unseren Antrag, und sagen Sie uns heute, wie viel Geld Sie für die Umsetzung von Gewaltschutzmaßnahmen aus dem Körberlgeld von Kanzler und Vizekanzler abzuzweigen bereit sind! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abgeordneten Griss und Holzinger-Vogtenhuber.
Prävention sowie eine Verbesserung der Situation von von Gewalt betroffenen Frauen mit Behinderung kann vor allem aber nur dann gelingen, wenn sie umfassende Gleichstellung erfahren und keine Abhängigkeitsverhältnisse bestehen. Ziel muss sein, dass Menschen und insbesondere Frauen mit Behinderung in einer inklusiven Gesellschaft leben können, in der die Kategorien Behinderung oder Geschlecht keine diskriminierende Rolle spielen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abgeordneten Griss und Holzinger-Vogtenhuber.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Griss.
Seien wir uns dessen bewusst, dass Gewalt und Diskriminierung dort beginnen, wo fremdbestimmt wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Griss.)
Abg. Höbart: Das nächste Taferl! Ist da der Herr Kern mit seinen Pizzas drauf? – Abg. Yildirim – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nur die Ruhe, Herr Kollege!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag.a Selma Yildirim. – Bitte. (Abg. Höbart: Das nächste Taferl! Ist da der Herr Kern mit seinen Pizzas drauf? – Abg. Yildirim – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nur die Ruhe, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Sehr geehrte Präsidentin! Hohes Haus! Werte Ministerin! Ich stelle bei diesen Debatten fest, wenn sich die FPÖ in Debatten einmischt, ist der einzige Unterschied zum Innsbrucker Gemeinderat, dass sich die FPÖ-Kollegen dort, wenn sie reden, zwar auch auf die Ausländerinnen-, Ausländerthemen stürzen, aber in diesem Haus weitet man das Thema aus und bringt die Homosexualität oder einfach die unterschiedliche sexuelle Orientierung von anderen Menschen auch noch hinein. Ich finde das sehr traurig. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist eher nicht egal!
Ich finde es traurig, weil es wichtig ist, dass wir bei dem Kapitel Frauen und Gleichstellung tatsächlich über Visionen dieses Landes – egal wer jetzt in der Regierung ist (Ruf bei der FPÖ: Das ist eher nicht egal!) – hinsichtlich Gleichstellung reden. Gleichstellung von Frauen und Männern sollte in einer Gesellschaft den höchsten Stellenwert haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es traurig, weil es wichtig ist, dass wir bei dem Kapitel Frauen und Gleichstellung tatsächlich über Visionen dieses Landes – egal wer jetzt in der Regierung ist (Ruf bei der FPÖ: Das ist eher nicht egal!) – hinsichtlich Gleichstellung reden. Gleichstellung von Frauen und Männern sollte in einer Gesellschaft den höchsten Stellenwert haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ah geh!
Ich erinnere an die Aussage Ihrer Vorgängerin Sophie Karmasin, die gesagt hat: Das größte Problem innerhalb der ÖVP war, dass das Wort Kinderbetreuung immer ein Reizthema war und dass es immer Widerstände gab; damit klar ist, warum eine fortschrittliche Frauenpolitik in diesem Land zum Scheitern verurteilt war. (Ruf bei der ÖVP: Ah geh!)
Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Weil Sie gesagt haben, Sie konsolidieren: Also das kann es wohl nicht sein, Frau Ministerin, die Prioritäten, die Schwarz-Blau setzt, wenn es darum geht, zu konsolidieren! (Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Wo da die Prioritäten gesetzt werden, wird hier sehr deutlich veranschaulicht. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) – Das ist es.
Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.
Weil Sie gesagt haben, Sie konsolidieren: Also das kann es wohl nicht sein, Frau Ministerin, die Prioritäten, die Schwarz-Blau setzt, wenn es darum geht, zu konsolidieren! (Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Wo da die Prioritäten gesetzt werden, wird hier sehr deutlich veranschaulicht. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter der Überschrift „Schwarz-blaue Prioritäten“ drei unterschiedlich hohe Säulen zu sehen sind, die folgendermaßen beschriftet sind: „Spielgeld“, „51 Mio € für Kurz“; „Spielgeld“, „15 Mio € für Strache“; „10 Mio € für Frauen & Gleichstellung“.) – Das ist es.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Und weil Sie gefragt haben, Frau Ministerin: Wir hatten uns ja gefreut, dass es zumindest 100 neue Plätze geben wird; Sie haben ursprünglich gesagt, Frauenhausplätze, danach haben Sie relativiert und gesagt, es seien Notunterkünfte – wie auch immer. Die Gewaltbetroffenheit von Frauen braucht nicht mehr wissenschaftlich erhoben zu werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) Der Europarat rechnet uns das ständig vor. Sie haben gesagt, Sie möchten sich erkundigen, wo es denn das noch gibt. Als Tiroler Abgeordnete kann ich Ihnen versichern: In Tirol brauchen wir, ohne dass es eine wissenschaftliche Erhebung braucht, ohne dass Rücksprache mit Einrichtungen, Beratungsstellen gehalten wird, sage und schreibe 43 Frauenhausplätze; von Übergangswohnungen oder Notwohnungen rede ich gar nicht. – Da gehört angesetzt, und da braucht es eine erfolgreiche Fortschreibung.
Abg. Höbart: ... Innsbrucker Bahnhof ...!
In diesem Sinne hoffe ich einfach, dass Sie über diese ideologischen Ausrichtungen hinaus an die Frauen denken, an die gewaltbetroffenen Frauen denken, für die es unzumutbar ist, in Gefahr für Leib und Leben zu sein. (Abg. Höbart: ... Innsbrucker Bahnhof ...!) Daher appelliere ich (die oben beschriebene Tafel neuerlich in die Höhe haltend): Ändern Sie Ihre Prioritäten! Sehen Sie das Wesentliche, und verzichten Sie auf Generalsekretäre und Ähnliches! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich einfach, dass Sie über diese ideologischen Ausrichtungen hinaus an die Frauen denken, an die gewaltbetroffenen Frauen denken, für die es unzumutbar ist, in Gefahr für Leib und Leben zu sein. (Abg. Höbart: ... Innsbrucker Bahnhof ...!) Daher appelliere ich (die oben beschriebene Tafel neuerlich in die Höhe haltend): Ändern Sie Ihre Prioritäten! Sehen Sie das Wesentliche, und verzichten Sie auf Generalsekretäre und Ähnliches! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die häusliche Gewalt und der Missbrauch an Frauen nehmen leider nicht ab, der Bedarf an Gewaltschutzeinrichtungen ist immer noch viel zu hoch. Ich bin seit zehn Jahren Mitglied im Frauenhausvorstand der Landeshauptstadt Klagenfurt und kenne die Zahlen, ich kenne die Menschen, aber ich kenne auch – ich kenne leider auch – die schrecklichen Schicksale, die die vielen Frauen gemeinsam mit ihren Kindern in das Frauenhaus Klagenfurt bringen. Genau aus diesem Grund möchte ich unterstreichen, dass uns Gewaltschutz für Frauen besonders wichtig ist. Wir investieren nahezu 50 Prozent des Frauenbudgets in Gewaltprävention und Gewaltschutzzentren. Als junge Abgeordnete freut es mich persönlich ganz besonders, dass ich dieses Budget, dieses Frauenbudget mitbeschließen darf. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Plessl.
Ich möchte an dieser Stelle auch dankend auf die bereits umgesetzte Maßnahme zur Verstärkung der Polizeipräsenz am Klagenfurter Hauptbahnhof durch Innenminister Herbert Kickl verweisen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Noll.
Meine Ausführungen möchte ich nun mit einer Einladung beenden; das Frauenbudget beinhaltet ja auch viele Initiativen für Frauen und Mädchen. Am nächsten Donnerstag, dem 26. April, findet der Girls’ Day statt, und ich möchte alle Mädchen ins Parlament und zum Bundesheer einladen, damit sie auch die technischen, innovativen und zukunftsorientierten Berufe kennenlernen können. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Verena Nussbaum (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe ZuseherInnen hier auf der Galerie und liebe ZuseherInnen zu Hause vor den Bildschirmen! Frauen verdienen in der Privatwirtschaft immer noch um 20,1 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das entsprechende Wirkungsziel, die Verringerung des Gender Pay Gaps, ist in Ihrer Budgetvorlage aber einfach verschwunden; es ist einfach weg. Ist Ihnen als Frauenministerin das Schließen der Einkommensschere kein Anliegen mehr? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ fordern Einkommenstransparenz. Die Gehälter von Frauen und Männern müssen endlich offengelegt werden, denn nur so kommt es zu einer Gleichstellung in der Arbeitswelt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Noll und Zadić.
Das Schlimmste aber ist, und das muss ich noch einmal erwähnen, die Gesamtsumme des Budgets. Wenn man im Vergleich das Körberlgeld des Kanzlers und des Vizekanzlers von 66 Millionen Euro hernimmt, dann sind die 10 Millionen Euro, die für die Frauen zur Verfügung stehen, ein schlechter Witz. Es ist extrem peinlich, wie wenig Ihnen die Frauen in unserem Land wert sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Noll und Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper, Bißmann und Noll.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte gleich in medias res gehen und den Kurs der Regierung beim Thema Jugendpolitik ansprechen und großen Dank an die verschiedenen Jugendorganisationen in Österreich aussprechen, die tolle, großteils ehrenamtliche Arbeit leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper, Bißmann und Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper, Holzinger-Vogtenhuber und Noll.
Ich möchte auch noch kurz auf das Thema Armut zu sprechen kommen, denn ich glaube, für ein Land wie Österreich ist jede Person, die noch immer in Armut leben muss, eine Schande. Dennoch stellte die Bundesjugendvertretung in ihrer Kampagne kürzlich fest: Jedes fünfte Kind in Österreich ist nach wie vor von Armut betroffen oder bedroht. Eine soziale Absicherung von Kindern sucht man im Budget aber vergeblich. Offenbar geht die Regierung davon aus, dass Armut etwas ist, das mit den aktuellen Hilfen eh irgendwie kontinuierlich zurückgeht – aber das stimmt nicht. Es muss aktive Unterstützung her, und zwar jetzt. Kinderarmut darf in Österreich nämlich keinen Platz haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper, Holzinger-Vogtenhuber und Noll.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Ich will nicht verhehlen, dass ich mich heute hier als Familiensprecher meiner Fraktion freue, aber dass ich mich auch mit den österreichischen Familien freue, dass diese Regierung mit ihrer Politik ein derart klares Bekenntnis zu den österreichischen Familien abgibt. Geschätzte Frau Minister, ich möchte Ihnen auch gratulieren, dass Sie es in der Verhandlung verstanden haben, dieses Familienbudget, so wie es ist, aufzustellen. – Herzliche Gratulation und danke, Frau Minister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Null!
nen Kinder zur Verfügung. Man kann dazu festhalten, dass auch an die Bezieher der niedrigsten Einkommen, an diejenigen, die keine Lohn- und Einkommensteuer bezahlen, noch gedacht wurde (Abg. Heinisch-Hosek: Null!), dass dafür je 250 Euro (Abg. Heinisch-Hosek: Null!) bereitgestellt wurden. Ich glaube, auch da zeigen wir, dass wir sozial denken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Null!
nen Kinder zur Verfügung. Man kann dazu festhalten, dass auch an die Bezieher der niedrigsten Einkommen, an diejenigen, die keine Lohn- und Einkommensteuer bezahlen, noch gedacht wurde (Abg. Heinisch-Hosek: Null!), dass dafür je 250 Euro (Abg. Heinisch-Hosek: Null!) bereitgestellt wurden. Ich glaube, auch da zeigen wir, dass wir sozial denken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
nen Kinder zur Verfügung. Man kann dazu festhalten, dass auch an die Bezieher der niedrigsten Einkommen, an diejenigen, die keine Lohn- und Einkommensteuer bezahlen, noch gedacht wurde (Abg. Heinisch-Hosek: Null!), dass dafür je 250 Euro (Abg. Heinisch-Hosek: Null!) bereitgestellt wurden. Ich glaube, auch da zeigen wir, dass wir sozial denken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Mit solchen Mitteln arbeiten Sie, und da kann man auch hinzufügen: Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Sie reden immer vom „Körberlgeld“ für unseren Kanzler und Vizekanzler. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) 51 Millionen Euro „Körberlgeld“ wird hier immer vorgehalten, aber Sie vergessen dabei, dazuzusagen, dass Ihr ehemaliger Kanzler, der jetzige Klubobmann, 55 Millionen Euro budgetiert hat, und dazu sind noch 3,5 Millionen Euro an Inseratenkosten gekommen (Abg. Kuntzl: Die kommen noch dazu, die Inseratenkosten!), die Herr Kern bekommen hat, das noch dazu, ohne dass es in dieser Zeit einen Ratsvorsitz gegeben hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Die muss man addieren, die Inseratenkosten!) Also hören Sie auf mit dieser Mär vom „Körberlgeld“, das nimmt Ihnen kein Mensch ab! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kuntzl: Die kommen noch dazu, die Inseratenkosten!
Mit solchen Mitteln arbeiten Sie, und da kann man auch hinzufügen: Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Sie reden immer vom „Körberlgeld“ für unseren Kanzler und Vizekanzler. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) 51 Millionen Euro „Körberlgeld“ wird hier immer vorgehalten, aber Sie vergessen dabei, dazuzusagen, dass Ihr ehemaliger Kanzler, der jetzige Klubobmann, 55 Millionen Euro budgetiert hat, und dazu sind noch 3,5 Millionen Euro an Inseratenkosten gekommen (Abg. Kuntzl: Die kommen noch dazu, die Inseratenkosten!), die Herr Kern bekommen hat, das noch dazu, ohne dass es in dieser Zeit einen Ratsvorsitz gegeben hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Die muss man addieren, die Inseratenkosten!) Also hören Sie auf mit dieser Mär vom „Körberlgeld“, das nimmt Ihnen kein Mensch ab! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die muss man addieren, die Inseratenkosten!
Mit solchen Mitteln arbeiten Sie, und da kann man auch hinzufügen: Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Sie reden immer vom „Körberlgeld“ für unseren Kanzler und Vizekanzler. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) 51 Millionen Euro „Körberlgeld“ wird hier immer vorgehalten, aber Sie vergessen dabei, dazuzusagen, dass Ihr ehemaliger Kanzler, der jetzige Klubobmann, 55 Millionen Euro budgetiert hat, und dazu sind noch 3,5 Millionen Euro an Inseratenkosten gekommen (Abg. Kuntzl: Die kommen noch dazu, die Inseratenkosten!), die Herr Kern bekommen hat, das noch dazu, ohne dass es in dieser Zeit einen Ratsvorsitz gegeben hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Die muss man addieren, die Inseratenkosten!) Also hören Sie auf mit dieser Mär vom „Körberlgeld“, das nimmt Ihnen kein Mensch ab! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit solchen Mitteln arbeiten Sie, und da kann man auch hinzufügen: Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Sie reden immer vom „Körberlgeld“ für unseren Kanzler und Vizekanzler. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) 51 Millionen Euro „Körberlgeld“ wird hier immer vorgehalten, aber Sie vergessen dabei, dazuzusagen, dass Ihr ehemaliger Kanzler, der jetzige Klubobmann, 55 Millionen Euro budgetiert hat, und dazu sind noch 3,5 Millionen Euro an Inseratenkosten gekommen (Abg. Kuntzl: Die kommen noch dazu, die Inseratenkosten!), die Herr Kern bekommen hat, das noch dazu, ohne dass es in dieser Zeit einen Ratsvorsitz gegeben hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Die muss man addieren, die Inseratenkosten!) Also hören Sie auf mit dieser Mär vom „Körberlgeld“, das nimmt Ihnen kein Mensch ab! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die Armut wird steigen, das wissen Sie genau!
Familienpolitisch wichtig ist aber auch, dass diese Regierung mit der Schuldenpolitik Schluss macht, denn ein Schuldenrucksack von 33 000 Euro – vom Kleinkind bis zum Greis – ist einfach zu viel, und ich bin froh, dass diese Regierung sich aufmacht, diesen Rucksack entsprechend leichter zu machen. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Armut wird steigen, das wissen Sie genau!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dabei möchte ich es auch belassen, denn das Licht auf dem Rednerpult blinkt schon, und ich möchte meine Ausführungen beenden, indem ich Ihrer Kollegin Frau Duzdar vollkommen recht gebe, wenn sie wie gestern sagt, diese Regierung spart im System und nicht bei den Menschen. Wie wahr! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Noll: Beides! Beides!
Deswegen stelle ich mir die Frage, und ich kann sie nicht beantworten, ich möchte sie auch gar nicht beantworten: Ist das Budget dumm oder bösartig? – Wissen können es nur diejenigen, die es sich ausgedacht haben. (Abg. Noll: Beides! Beides!) – „Beides“ wäre vielleicht eine dritte Antwortmöglichkeit, gäbe es eine Umfrage dazu.
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Damit komme ich zum nächsten Punkt in der Familienpolitik, der Familienbeihilfe; da verhält es sich genauso. Die europäische Rechtsprechung ist da sehr klar: Ein Unionsbürger, eine Unionsbürgerin darf durch eine Sozialleistung nicht diskriminiert werden, was bei der Familienbeihilfe in Bezug auf ArbeitnehmerInnen – die es mehrheitlich betrifft – der Fall wäre, da diese in Österreich anders behandelt werden, je nachdem, wo deren Kind den Wohnsitz hat. Warum ist das so? (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Das ist aus einem einfachen Grund so: weil es um eine Verteilung zwischen jenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geht, die ein Kind haben, und jenen, die keines haben. Das war die Idee, und die Belastung – das ist für mich sehr spannend – führt zu einem Risiko, das nirgends budgetiert ist.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Es gibt ausreichend Rechtsprechung, es gibt ausreichend Kenntnis, es besser zu machen – all das haben Sie in Ihren Vorbereitungen ignoriert. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseher auf der Besuchergalerie! Mein Vorredner hat ja schon einiges betreffend das Budget für Familien und Jugend erwähnt. Es umfasst 7,3 Milliarden Euro für das Jahr 2018 und 7,2 Milliarden Euro für das Jahr 2019. Den größten Posten in diesem Budget stellt die Familienbeihilfe mit 3,5 Milliarden beziehungsweise 3,4 Milliarden Euro für 2018/2019 dar. Gegenüber dem Jahr 2017 bedeutet dies einen Anstieg von rund 90 Millionen Euro, der auf die Erhöhung der Familienbeihilfe um 1,9 Prozent zurückzuführen ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Viele Jahre haben wir eine steuerliche Entlastung für Familien angestrebt, und mit 1. Jänner 2019 ist es so weit, der Familienbonus Plus tritt in Kraft. Dank ihm erhalten Familien mit einem Bruttoeinkommen von mindestens 1 750 Euro monatlich 1 500 Euro pro Jahr, und das pro Kind bis zum Alter von 18 Jahren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das habe ich ja gar nicht gesagt! Sie haben nicht aufgepasst!
Die SPÖ meint immer, der Familienbonus kommt nur den Großverdienern, den Reichen zugute. Frau Heinisch-Hosek hat gestern hier am Rednerpult gesagt, es wird von den Kleinen genommen und den Großen gegeben. Dazu kann ich Ihnen nur sagen, Sie liegen total falsch, denn mit 1 750 Euro brutto ist man weder Großverdiener, noch ist man reich. (Abg. Heinisch-Hosek: Das habe ich ja gar nicht gesagt! Sie haben nicht aufgepasst!) Frau Heinisch-Hosek, richtig ist, dass das die größte Steuerentlastung für den Mittelstand ist. Es ist die größte steuerliche Familienentlastung seit Jahrzehnten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja nichts dagegen gesagt! Sie haben nicht zugehört!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja nichts dagegen gesagt! Sie haben nicht zugehört!
Die SPÖ meint immer, der Familienbonus kommt nur den Großverdienern, den Reichen zugute. Frau Heinisch-Hosek hat gestern hier am Rednerpult gesagt, es wird von den Kleinen genommen und den Großen gegeben. Dazu kann ich Ihnen nur sagen, Sie liegen total falsch, denn mit 1 750 Euro brutto ist man weder Großverdiener, noch ist man reich. (Abg. Heinisch-Hosek: Das habe ich ja gar nicht gesagt! Sie haben nicht aufgepasst!) Frau Heinisch-Hosek, richtig ist, dass das die größte Steuerentlastung für den Mittelstand ist. Es ist die größte steuerliche Familienentlastung seit Jahrzehnten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja nichts dagegen gesagt! Sie haben nicht zugehört!)
Abg. Heinisch-Hosek: Bitte was tue ich?
Frau Heinisch-Hosek, Sie jammern immer so. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte was tue ich?) Sie müssten ja froh sein, dass wir für die Familien endlich ein tolles Programm haben (Abg. Heinisch-Hosek: Was mache ich? Was haben Sie gesagt?), dass wir eine tolle Familienentlastung machen. Sie müssten froh und uns dankbar sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Bitte nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was mache ich? Was haben Sie gesagt?
Frau Heinisch-Hosek, Sie jammern immer so. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte was tue ich?) Sie müssten ja froh sein, dass wir für die Familien endlich ein tolles Programm haben (Abg. Heinisch-Hosek: Was mache ich? Was haben Sie gesagt?), dass wir eine tolle Familienentlastung machen. Sie müssten froh und uns dankbar sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Bitte nicht!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Bitte nicht!
Frau Heinisch-Hosek, Sie jammern immer so. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte was tue ich?) Sie müssten ja froh sein, dass wir für die Familien endlich ein tolles Programm haben (Abg. Heinisch-Hosek: Was mache ich? Was haben Sie gesagt?), dass wir eine tolle Familienentlastung machen. Sie müssten froh und uns dankbar sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Bitte nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Dann ist das kein Familienbonus, sondern ein Steuerbonus!
Insgesamt profitieren 950 000 Familien mit ihren 1,6 Millionen Kindern von dieser Maßnahme im Umfang von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Frau Heinisch-Hosek, naturgemäß können von einer Steuerentlastung nur diejenigen profitieren, die auch Steuern zahlen. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann ist das kein Familienbonus, sondern ein Steuerbonus!) Für jene, die ein geringes Einkommen haben, für alleinerziehende Mütter und Väter und alleinverdienende Mütter und Väter wird ein Kindermehrbetrag in der Höhe von 250 Euro eingeführt.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stöger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Bundesregierung investiert in unsere Zukunft, sie investiert in unsere Familien und ihre Kinder. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stöger.)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Überdies wird auch noch ein Nulldefizit angepeilt. Dies ist auch notwendig, denn seit 65 Jahren hat der Staat unglaubliche 290 Milliarden Euro an Staatsschulden aufgebaut, und das bedeutet, dass jedes Baby, das in Österreich geboren wird, mit einem Schuldenrucksack von 33 000 Euro auf die Welt kommt. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Wir müssen endlich aufhören, auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder zu leben, alles andere wäre gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern, unseren Nachkommen unfair. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Überdies wird auch noch ein Nulldefizit angepeilt. Dies ist auch notwendig, denn seit 65 Jahren hat der Staat unglaubliche 290 Milliarden Euro an Staatsschulden aufgebaut, und das bedeutet, dass jedes Baby, das in Österreich geboren wird, mit einem Schuldenrucksack von 33 000 Euro auf die Welt kommt. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Wir müssen endlich aufhören, auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder zu leben, alles andere wäre gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern, unseren Nachkommen unfair. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Nicht zuletzt werden durch die Indexierung der ins Ausland fließenden Familienbeihilfe – eine langjährige freiheitliche Forderung – 114 Millionen Euro für unsere Familien gespart. Es muss endlich Schluss damit sein, dass so viel Geld in Form von Familienbeihilfe für Kinder, die nicht in Österreich leben, ins Ausland fließt. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.) Wir brauchen unser Geld für unsere Kinder, denn unsere Familien und ihre Kinder haben lange genug durch die Finger geschaut.
Abg. Bernhard: Noch mehr!
An die Opposition: Wenn Ihnen die Familien und die Kinder genauso viel wert sind und genauso am Herzen liegen wie uns (Abg. Bernhard: Noch mehr!), dann müssen Sie dem Budget zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
An die Opposition: Wenn Ihnen die Familien und die Kinder genauso viel wert sind und genauso am Herzen liegen wie uns (Abg. Bernhard: Noch mehr!), dann müssen Sie dem Budget zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Im Regierungsprogramm hat man sich in der Familienpolitik hohe Ziele gesteckt. Im Kapitel „Fairness und Gerechtigkeit“ werden wunderschöne Floskeln auf einem Silbertablett serviert, die einen denken lassen, das klingt auf den ersten Blick ganz gut. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Die Regierung will laut Regierungsabkommen gesicherte finanzielle Verhältnisse für Familien schaffen – schön –, aber sträubt sich mit Vehemenz dagegen, die im Wahlkampf von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache versprochene Unterhaltsgarantie umzusetzen, die alleinerziehende Mütter und alleinerziehende Väter vor Armut schützt und Kinder dieser Familien vor Armut schützen soll. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Noll: Bravo! Sehr gut!
Frau Ministerin, der Familienbonus als Steuererleichterung bekämpft nicht einmal zu einem kleinen Anteil Armut, zu keinem Millimeter bekämpft der Familienbonus Kinderarmut. Mit dem Familienbonus erhalten Sie persönlich 4 500 Euro pro Jahr. Ich darf Ihnen dazu gratulieren (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Noll: Bravo! Sehr gut!), ich weiß nur nicht, ob das gerecht ist. Ich weiß nur nicht, ob es Ihrem Anspruch von Fairness und Gerechtigkeit im Regierungsabkommen entspricht. (Abg. Rossmann: Kann es sein, dass das Klientelpolitik ist?) Vielleicht ein weiteres Beispiel: Auch Abgeordnete der Regierungsparteien werden fürstlich vom Familienbonus profitieren, den sie selbstverständlich selbst beschließen werden.
Abg. Rossmann: Kann es sein, dass das Klientelpolitik ist?
Frau Ministerin, der Familienbonus als Steuererleichterung bekämpft nicht einmal zu einem kleinen Anteil Armut, zu keinem Millimeter bekämpft der Familienbonus Kinderarmut. Mit dem Familienbonus erhalten Sie persönlich 4 500 Euro pro Jahr. Ich darf Ihnen dazu gratulieren (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Noll: Bravo! Sehr gut!), ich weiß nur nicht, ob das gerecht ist. Ich weiß nur nicht, ob es Ihrem Anspruch von Fairness und Gerechtigkeit im Regierungsabkommen entspricht. (Abg. Rossmann: Kann es sein, dass das Klientelpolitik ist?) Vielleicht ein weiteres Beispiel: Auch Abgeordnete der Regierungsparteien werden fürstlich vom Familienbonus profitieren, den sie selbstverständlich selbst beschließen werden.
Beifall und Bravorufe bei der Liste Pilz. – Abg. Rossmann: Sechs Kinder, bravo! – Abg. Schimanek: Eine Neiddebatte hier herinnen ist aber schon recht schäbig!
Lieber Abgeordneter Kühberger von der ÖVP, ich darf Ihnen zu 9 000 Euro Familienbonus jährlich gratulieren. Herzliche Gratulation! (Beifall und Bravorufe bei der Liste Pilz. – Abg. Rossmann: Sechs Kinder, bravo! – Abg. Schimanek: Eine Neiddebatte hier herinnen ist aber schon recht schäbig!) Ich weiß nur nicht, ob es gerecht ist und ob es einer Alleinerzieherin gegenüber fair ist, die vielleicht 250 Euro pro Jahr erhalten wird. Ich weiß nicht, ob es gerecht ist, für sich selbst einen Bonus zu beschließen, der einem persönlich 750 Euro pro Monat bringt, und dabei Alleinerziehende mit 250 Euro oder 0 Euro abzuspeisen. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Schimanek: Das ist schäbig! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Lächerlich!)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Schimanek: Das ist schäbig! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Lächerlich!
Lieber Abgeordneter Kühberger von der ÖVP, ich darf Ihnen zu 9 000 Euro Familienbonus jährlich gratulieren. Herzliche Gratulation! (Beifall und Bravorufe bei der Liste Pilz. – Abg. Rossmann: Sechs Kinder, bravo! – Abg. Schimanek: Eine Neiddebatte hier herinnen ist aber schon recht schäbig!) Ich weiß nur nicht, ob es gerecht ist und ob es einer Alleinerzieherin gegenüber fair ist, die vielleicht 250 Euro pro Jahr erhalten wird. Ich weiß nicht, ob es gerecht ist, für sich selbst einen Bonus zu beschließen, der einem persönlich 750 Euro pro Monat bringt, und dabei Alleinerziehende mit 250 Euro oder 0 Euro abzuspeisen. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Schimanek: Das ist schäbig! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Lächerlich!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, lassen Sie sich das gesagt sein: Ein armutsgefährdetes Kind erhält nichts von diesem Bonus! Es ist ein Armutszeugnis dieser Bundesregierung, sich so ein wichtiges Thema wie die Armutsbekämpfung nicht vorzuknöpfen. Familienpolitik sollte auf das Wohl der Kinder fokussiert sein und nicht auf das Einkommen der Eltern. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mölzer: Was führen Sie für eine Neiddebatte? Da können Sie wieder zurück zur SPÖ gehen!
Wir wollen mit unserer Politik die Kinder in den Mittelpunkt stellen und rücken jene 312 000 Kinder, die in Österreich von Armut bedroht sind, hiermit heute in unseren speziellen Fokus. Das ist echt sozial! Wenn diese schwarz-blaue Regierung ungeniert für Großunternehmer und Reiche lobbyiert (Abg. Mölzer: Was führen Sie für eine Neiddebatte? Da können Sie wieder zurück zur SPÖ gehen!) und mit Steuergeschenken um sich wirft – ich sage nur KÖSt-Senkung –, dann werden wir die Lobby für Kinder sein.
Ruf bei der FPÖ: Nein!
Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung für diesen Antrag. Stimmen Sie zu (Ruf bei der FPÖ: Nein!), wenn Sie wirklich vorhaben, Familienpolitik so zu machen, dass damit auch Kinderarmut bekämpft werden kann. – Danke sehr. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Deimek: Wenn ihr das jetzt macht, brauchen wir nicht mehr zuzustimmen! – Abg. Neubauer: Sie sind besser bei der KPÖ aufgehoben!)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Deimek: Wenn ihr das jetzt macht, brauchen wir nicht mehr zuzustimmen! – Abg. Neubauer: Sie sind besser bei der KPÖ aufgehoben!
Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung für diesen Antrag. Stimmen Sie zu (Ruf bei der FPÖ: Nein!), wenn Sie wirklich vorhaben, Familienpolitik so zu machen, dass damit auch Kinderarmut bekämpft werden kann. – Danke sehr. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Deimek: Wenn ihr das jetzt macht, brauchen wir nicht mehr zuzustimmen! – Abg. Neubauer: Sie sind besser bei der KPÖ aufgehoben!)
Abg. Noll: Aber sie tut nichts dafür!
Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend im Bundeskanzleramt Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger! Die Bundesregierung hat sich zur Familie bekannt (Abg. Noll: Aber sie tut nichts dafür!), denn die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft, und Familie ist überall dort, wo Kinder sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend im Bundeskanzleramt Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger! Die Bundesregierung hat sich zur Familie bekannt (Abg. Noll: Aber sie tut nichts dafür!), denn die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft, und Familie ist überall dort, wo Kinder sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alle!
Wenn ich mir das Budget der UG 25 anschaue, dann muss ich sagen, Familie ist dort, wo Kinder sind; mit diesem Budget unterstützen wir die Kinder in Österreich. (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alle!) Wir geben, wie bereits erwähnt, 9,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Kinder in Österreich aus. Allein in der UG 25 sind davon 7 Milliarden Euro verankert; ich möchte das wiederholen: 7 Milliarden Euro sind 9 Prozent des gesamten Bundesbudgets. Ich denke, wir in Österreich tun sehr viel für unsere Kinder. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Noll: Aber ungleich behandelt werden sie! – Abg. Rossmann: Verteilungsgerecht ist das nicht! – Abg. Noll: Warum sollen wir für Ihre Kinder mehr zahlen als für andere?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Noll: Aber ungleich behandelt werden sie! – Abg. Rossmann: Verteilungsgerecht ist das nicht! – Abg. Noll: Warum sollen wir für Ihre Kinder mehr zahlen als für andere?
Wenn ich mir das Budget der UG 25 anschaue, dann muss ich sagen, Familie ist dort, wo Kinder sind; mit diesem Budget unterstützen wir die Kinder in Österreich. (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alle!) Wir geben, wie bereits erwähnt, 9,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Kinder in Österreich aus. Allein in der UG 25 sind davon 7 Milliarden Euro verankert; ich möchte das wiederholen: 7 Milliarden Euro sind 9 Prozent des gesamten Bundesbudgets. Ich denke, wir in Österreich tun sehr viel für unsere Kinder. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Noll: Aber ungleich behandelt werden sie! – Abg. Rossmann: Verteilungsgerecht ist das nicht! – Abg. Noll: Warum sollen wir für Ihre Kinder mehr zahlen als für andere?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Während die Ausgaben für unsere Kinder in den letzten Jahren um 43 Prozent gestiegen sind, ist die Indexierung um 32 Prozent gestiegen, das heißt, wir liegen bei unseren Ausgaben 10 Prozent über der Indexierung; wir tun etwas gegen Kinderarmut, denn Kinderarmut in Österreich wird weniger. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Für die Jahre 2018 und 2019 nehmen wir je 300 Millionen Euro zusätzlich in die Hand. Wir haben heuer die Familienbeihilfe erhöht, wir haben Mehrausgaben für das Kinderbetreuungsgeld, und wir haben auch Mehrausgaben, weil wir die Sachleistungen anpassen und erhöhen, die wir für unsere Kinder in Österreich bezahlen. Die Bundesregierung hat einige Vorhaben in den Mittelpunkt gestellt, unter anderem den Familienbonus Plus. Wir nehmen da 1,5 Milliarden Euro für Familien in Österreich in die Hand und entlasten vor allem gering- und mittelverdienende Familien. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rossmann: Was ist, wenn ich nur 1 000 Euro verdiene?
Die Entlastung – das möchte ich ganz besonders betonen – findet ab dem ersten Steuereuro statt. Wenn Sie 1 750 Euro brutto verdienen, dann bekommen Sie am Ende des Jahres eine hundertprozentige Steuerentlastung und 1 500 Euro mehr für ein Kind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rossmann: Was ist, wenn ich nur 1 000 Euro verdiene?) Wenn Sie 2 350 Euro brutto verdienen, sind Sie bei zwei Kindern bereits zur Gänze steuerentlastet und haben am Ende des Jahres 3 000 Euro mehr für Ihre Kinder in der Hand. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schieder: Blöd ist es halt nur für die Alleinverdiener!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schieder: Blöd ist es halt nur für die Alleinverdiener!
Die Entlastung – das möchte ich ganz besonders betonen – findet ab dem ersten Steuereuro statt. Wenn Sie 1 750 Euro brutto verdienen, dann bekommen Sie am Ende des Jahres eine hundertprozentige Steuerentlastung und 1 500 Euro mehr für ein Kind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rossmann: Was ist, wenn ich nur 1 000 Euro verdiene?) Wenn Sie 2 350 Euro brutto verdienen, sind Sie bei zwei Kindern bereits zur Gänze steuerentlastet und haben am Ende des Jahres 3 000 Euro mehr für Ihre Kinder in der Hand. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schieder: Blöd ist es halt nur für die Alleinverdiener!)
Abg. Rossmann: Aber nur wenn sie arbeiten! Schämen Sie sich!
leinerzieher und Alleinverdiener 250 Euro pro Jahr und Kind ausgeben. (Abg. Rossmann: Aber nur wenn sie arbeiten! Schämen Sie sich!) Ich darf hier noch einmal erwähnen, dass der Familienbonus eine Steuerentlastung ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Eine Frau in Teilzeit hat nicht Steuern zu zahlen!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Eine Frau in Teilzeit hat nicht Steuern zu zahlen!
leinerzieher und Alleinverdiener 250 Euro pro Jahr und Kind ausgeben. (Abg. Rossmann: Aber nur wenn sie arbeiten! Schämen Sie sich!) Ich darf hier noch einmal erwähnen, dass der Familienbonus eine Steuerentlastung ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Eine Frau in Teilzeit hat nicht Steuern zu zahlen!)
Abg. Heinisch-Hosek: Mit einem Nullbudget?
Menschen, die Kinder haben und arbeiten, haben eine doppelte Belastung, und deswegen entlasten wir steuerzahlende Familien mit dem Familienbonus Plus. (Abg. Heinisch-Hosek: Mit einem Nullbudget?) Dazu nehmen wir für 950 000 Familien 1,5 Milliarden Euro in die Hand. Ich denke, das ist die größte budgetäre Entlastung, die es für Familien in Österreich jemals gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Krist: Das sind Geschichten!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Krist: Das sind Geschichten!
Menschen, die Kinder haben und arbeiten, haben eine doppelte Belastung, und deswegen entlasten wir steuerzahlende Familien mit dem Familienbonus Plus. (Abg. Heinisch-Hosek: Mit einem Nullbudget?) Dazu nehmen wir für 950 000 Familien 1,5 Milliarden Euro in die Hand. Ich denke, das ist die größte budgetäre Entlastung, die es für Familien in Österreich jemals gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Krist: Das sind Geschichten!)
Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.
Wie können wir Familien noch entlasten? – Wir wollen die Kinderbetreuung ausbauen und wir werden das weiterhin tun. (Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.) Wir werden Verhandlungen mit den Ländern führen und dann wird es zweckgebundenes Geld zum Ausbau der Kinderbetreuung geben, wie in den letzten Jahren. Im Jahr 2017 wurden 142 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung, für das Gratiskindergartenjahr und für den Sprachförderunterricht in die Hand genommen. Auch in Zukunft werden wir die Kinderbetreuung ausbauen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo steht das?); von 2008 bis 2016 wurden 65 000 Kinderbetreuungsplätze geschaffen, 38 000 davon waren für unter Dreijährige. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, weil wir es verhandelt haben!)
Abg. Heinisch-Hosek: Wo steht das?
Wie können wir Familien noch entlasten? – Wir wollen die Kinderbetreuung ausbauen und wir werden das weiterhin tun. (Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.) Wir werden Verhandlungen mit den Ländern führen und dann wird es zweckgebundenes Geld zum Ausbau der Kinderbetreuung geben, wie in den letzten Jahren. Im Jahr 2017 wurden 142 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung, für das Gratiskindergartenjahr und für den Sprachförderunterricht in die Hand genommen. Auch in Zukunft werden wir die Kinderbetreuung ausbauen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo steht das?); von 2008 bis 2016 wurden 65 000 Kinderbetreuungsplätze geschaffen, 38 000 davon waren für unter Dreijährige. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, weil wir es verhandelt haben!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, weil wir es verhandelt haben!
Wie können wir Familien noch entlasten? – Wir wollen die Kinderbetreuung ausbauen und wir werden das weiterhin tun. (Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.) Wir werden Verhandlungen mit den Ländern führen und dann wird es zweckgebundenes Geld zum Ausbau der Kinderbetreuung geben, wie in den letzten Jahren. Im Jahr 2017 wurden 142 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung, für das Gratiskindergartenjahr und für den Sprachförderunterricht in die Hand genommen. Auch in Zukunft werden wir die Kinderbetreuung ausbauen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo steht das?); von 2008 bis 2016 wurden 65 000 Kinderbetreuungsplätze geschaffen, 38 000 davon waren für unter Dreijährige. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, weil wir es verhandelt haben!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Ausbau der Kinderbetreuung liegt mir besonders am Herzen, aber natürlich möchten wir auch noch andere Initiativen setzen. Wir werden den Qualitätsrahmen weiterentwickeln, damit Kinderbetreuung in Österreich überall gleich aussieht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir werden die Au-pair-Regelung weiterentwickeln. Wir werden neue Betreuungsformen schaffen, wir werden die Ausbildung von Tageseltern, Tagesvätern und Tagesmüttern, weiterhin fördern. Wir werden Kinderbetreuung als ganz wichtiges Thema in meinem Ressort ansehen und auch weiterhin in die Kinderbetreuung und vor allem in die qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in Österreich investieren, um die Familien, die Kinder haben, zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Lueger und Loacker.
Als letztes Thema möchte ich gerne die Indexierung der Familienleistungen ansprechen: In den letzten fünf Jahren kam es zu Mehrkosten in der Höhe von 70 Millionen Euro, was die Auszahlung der Kinderbeihilfe ins Ausland angeht. Im Jahr 2013 wurden für 94 000 Kinder im EU-Ausland, in der EWR und in der Schweiz 192 Millionen Euro bezahlt, im Jahr 2017 waren es gar 253 Millionen Euro. (Zwischenrufe der Abgeordneten Lueger und Loacker.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.
Wir möchten, dass die Kinderbeihilfe, die die Lebenshaltungskosten ersetzt, gerecht und fair ist, vor allem für die Kinder in Österreich. Mit der Kinderbeihilfe kann man in Österreich nur gewisse Lebenshaltungskosten ersetzen, während man in anderen Ländern mit diesen 200 Euro wesentlich mehr bezahlen kann. In gewissen Ländern ist das fast schon ein Durchschnittseinkommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.) Mit dieser Indexierung bleiben uns 78 Millionen Euro an Familienbeihilfe, die wir anderwärtig für Familien in Österreich verwenden können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir möchten, dass die Kinderbeihilfe, die die Lebenshaltungskosten ersetzt, gerecht und fair ist, vor allem für die Kinder in Österreich. Mit der Kinderbeihilfe kann man in Österreich nur gewisse Lebenshaltungskosten ersetzen, während man in anderen Ländern mit diesen 200 Euro wesentlich mehr bezahlen kann. In gewissen Ländern ist das fast schon ein Durchschnittseinkommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.) Mit dieser Indexierung bleiben uns 78 Millionen Euro an Familienbeihilfe, die wir anderwärtig für Familien in Österreich verwenden können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Wir wollen natürlich anonyme und kostenlose Beratungsleistungen für Familien fördern, wir wollen Elternbildung fördern. Elternbildung ist ein ganz wichtiges Instrument, damit diese dann ihre Kinder darauf hinweisen, wie sie zum Beispiel mit einem Handy umgehen, wie sie mit einem Tablet umgehen. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Ich denke, gerade in diese neuen Medien muss man investieren, aber vor allem auch in die Elternbildung in diesem Zusammenhang. Wir wollen Gewaltprävention und natürlich auch Projekte fördern, die Eltern und Kinder in schwierigen Situationen begleiten.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Außerdem ist mir natürlich die Jugendpolitik ein ganz wichtiges Anliegen, das wurde bereits am Anfang erwähnt. Ich möchte den Jugendlichen in Österreich wirklich für ihr Engagement danken. Ich freue mich auch, dass so viele Jugendliche in der außerschulischen Arbeit ganz viel machen, bei vielen Projekten dabei sind und auch wirklich viel im Ehrenamt tun. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das im Budget?
Jugendmobilität ist uns auch ganz wichtig. Im diesem Sinne freue ich mich, dass wir während unserer EU-Ratspräsidentschaft die neue europäische Jugendstrategie mitentwickeln dürfen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist das im Budget?)
Lang anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Schütterer Applaus!
Mit diesem Budget stellen wir sicher, dass die Familien in Österreich die nötige Unterstützung erhalten und dass wir eine Weichenstellung für die Zukunft unserer Kinder vornehmen. (Lang anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Schütterer Applaus!)
Abg. Krainer: Aber letztes Jahr sind die Schulden zurückgegangen! – Abg. Haider – in Richtung Abg. Krainer –: Das ist ein Irrtum! – Abg. Krainer: Nein! Nein! Kollege Fuchs, um wie viele Milliarden sind die Schulden zurückgegangen?
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen der heutigen Nationalratssitzung! 175 Abgeordnete hier herinnen haben seit ihrer Geburt eine Politik des Schuldenmachens erlebt – 175 von 183 Abgeordneten! (Abg. Krainer: Aber letztes Jahr sind die Schulden zurückgegangen! – Abg. Haider – in Richtung Abg. Krainer –: Das ist ein Irrtum! – Abg. Krainer: Nein! Nein! Kollege Fuchs, um wie viele Milliarden sind die Schulden zurückgegangen?) Nur acht von uns waren schon auf der Welt, als die Republik zum letzten Mal Schulden abgebaut hat, das war vor über 60 Jahren. Seither erleben wir permanente Schuldenpolitik, eine Schuldenpolitik auf Kosten der nächsten Generationen. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen der heutigen Nationalratssitzung! 175 Abgeordnete hier herinnen haben seit ihrer Geburt eine Politik des Schuldenmachens erlebt – 175 von 183 Abgeordneten! (Abg. Krainer: Aber letztes Jahr sind die Schulden zurückgegangen! – Abg. Haider – in Richtung Abg. Krainer –: Das ist ein Irrtum! – Abg. Krainer: Nein! Nein! Kollege Fuchs, um wie viele Milliarden sind die Schulden zurückgegangen?) Nur acht von uns waren schon auf der Welt, als die Republik zum letzten Mal Schulden abgebaut hat, das war vor über 60 Jahren. Seither erleben wir permanente Schuldenpolitik, eine Schuldenpolitik auf Kosten der nächsten Generationen. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Sieber.
Baut man ein Haus, so überlegt man sich die Finanzierung gut und genau, man will seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln keine Schulden hinterlassen. Jeder geht sorgsam mit seinem privaten Geld um. Und so gehen auch wir sorgsam und verantwortungsbewusst mit dem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher um. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diese Woche beschließen wir das Budget für 2018 und 2019, diese Woche beschließen wir nach über 60 Jahren ein Ende der Schuldenpolitik. Das ist die beste Nachricht für die Jugend von heute und von morgen. Durch einen vernünftigen und verantwortungsvollen Staatshaushalt ermöglichen wir viele Investitionen in die Zukunft und somit in die Jugend. Gleichzeitig verzichten wir auf neue oder erhöhte Steuern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Österreich liegt im Spitzenfeld, im Spitzenfeld die Steuerquote betreffend, denn diese liegt momentan bei 43 Prozent. Wir entlasten die Menschen, wir entlasten Familien. Eine von vielen Maßnahmen wurde heute schon viel diskutiert, nämlich der Familienbonus. Ab 2019 reduziert sich die Steuerlast pro Kind und pro Jahr um 1 500 Euro, dafür nehmen wir 1,5 Milliarden Euro in die Hand. Vom Familienbonus profitieren 950 000 Familien mit 1,6 Millionen Kindern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wofür wird also das Budget im Bereich Familien und Jugend verwendet? – Mit diesem Budget werden die Familienbeihilfe, Mittel zur Kinderbetreuung, Schülerfreifahrten, Schulbücher finanziert, aber beispielsweise auch Jugendorganisationen und Beratungsstellen gefördert. Jugendpolitik betrifft alle Ressorts, vor allem dann, wenn wir zukunftsfitte Politik machen wollen. Darum freut es mich, dass die österreichische Jugendstrategie weitergeführt wird, denn es ist notwendig, dass jedes Ministerium darüber nachdenkt, welche Konsequenzen die eigene Politik für die nächsten Generationen hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn wir über Jugendpolitik reden, dann ist wichtig, dass wir nicht nur über Jugendliche reden, sondern auch mit Jugendlichen. Das gelingt uns im Parlament schon teilweise, denn 13 Abgeordnete hier herinnen sind unter 30 Jahre alt. Ich denke, es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um Jugendliche zu Wort kommen zu lassen, zwei davon wären die Senkung des Wahlalters bei Betriebsratswahlen auf 16 Jahre und die gesetzliche Verankerung von Schülerparlamenten hier im Plenarsaal des Nationalrates. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Jugendarbeit passiert in erster Linie in Vereinen, ob im Sport, bei der Feuerwehr, bei der Musik oder in einer von 37 Jugendorganisationen mit insgesamt 1,6 Millionen Mitgliedern in Österreich. Die Förderungen für die Jugendorganisationen bleiben in gleicher Höhe, denn wir unterstützen gerne diese wertvolle und sinnvolle Jugendarbeit. Ein herzlicher Dank allen, die sich großteils ehrenamtlich in vielen Vereinen und Organisationen für die Jugend engagieren und somit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Sieber.
Meine Rede möchte ich mit einem Satz aus der Budgetrede von Finanzminister Hartwig Löger abschließen: „Strengen wir uns an, dass diese einzigartige Heimat für unsere Kinder und für unsere Enkelkinder nicht eine Last [...], sondern ein Sprungbrett in eine gute Zukunft ist.“ – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Sieber.)
Abg. Plakolm: 175!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Kollegin Plakolm hat soeben gesagt, dass 173 Abgeordnete (Abg. Plakolm: 175!) in ihrer Lebenszeit ausschließlich Schuldenpolitik gesehen hätten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das war eine Wortmeldung! Bei den Genossen geht heute alles durch!
Herr Staatssekretär Fuchs steht sicher für detaillierte Auskünfte zur Verfügung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das war eine Wortmeldung! Bei den Genossen geht heute alles durch!)
Abg. Kitzmüller: 1 700 Euro ist viel verdienen? Na, danke schön!
Früher hat es geheißen: Jedes Kind ist gleich viel wert, wir wollen alle Kinder gleich unterstützen, gleich fördern! Es wurden Diskussionen darüber geführt, wie man Kinder, die bei Eltern leben, die wenig haben, noch mehr unterstützen kann. Sie aber drehen das jetzt um. Sie sagen: Wir unterstützen die Kinder von Eltern, die viel verdienen, viel mehr, und Kinder von Eltern, die ganz wenig verdienen, bekommen nichts! (Abg. Kitzmüller: 1 700 Euro ist viel verdienen? Na, danke schön!) Das ist wirklich ein beschämender Kurswechsel in der Familienpolitik, darauf brauchen Sie gar nicht stolz zu sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Früher hat es geheißen: Jedes Kind ist gleich viel wert, wir wollen alle Kinder gleich unterstützen, gleich fördern! Es wurden Diskussionen darüber geführt, wie man Kinder, die bei Eltern leben, die wenig haben, noch mehr unterstützen kann. Sie aber drehen das jetzt um. Sie sagen: Wir unterstützen die Kinder von Eltern, die viel verdienen, viel mehr, und Kinder von Eltern, die ganz wenig verdienen, bekommen nichts! (Abg. Kitzmüller: 1 700 Euro ist viel verdienen? Na, danke schön!) Das ist wirklich ein beschämender Kurswechsel in der Familienpolitik, darauf brauchen Sie gar nicht stolz zu sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
„Ausbau der Kinderbetreuung“, sagt die Frau Ministerin: Im Budget findet sich das nicht, ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren gab es die gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern, beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze weiterzukommen, den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in gemeinsamer Kraftanstrengung voranzutreiben. Davon verabschieden Sie sich jetzt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Die 52 Millionen Euro, die eingestellt waren, reduzieren Sie auf de facto null – von 52 Millionen auf 1 000 Euro, also auf null. Wie Sie damit den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, von dem uns hier märchenhaft erzählt wird, gewährleisten wollen, bleibt völlig unbeantwortet. Gleichzeitig gönnen sich Herr Kurz und Herr Strache Körberlgeld in der Höhe von 66 Millionen Euro. (Abg. Sieber: Wie hoch war das beim Herrn Kern?)
Abg. Sieber: Wie hoch war das beim Herrn Kern?
„Ausbau der Kinderbetreuung“, sagt die Frau Ministerin: Im Budget findet sich das nicht, ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren gab es die gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern, beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze weiterzukommen, den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in gemeinsamer Kraftanstrengung voranzutreiben. Davon verabschieden Sie sich jetzt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Die 52 Millionen Euro, die eingestellt waren, reduzieren Sie auf de facto null – von 52 Millionen auf 1 000 Euro, also auf null. Wie Sie damit den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, von dem uns hier märchenhaft erzählt wird, gewährleisten wollen, bleibt völlig unbeantwortet. Gleichzeitig gönnen sich Herr Kurz und Herr Strache Körberlgeld in der Höhe von 66 Millionen Euro. (Abg. Sieber: Wie hoch war das beim Herrn Kern?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber, Haider und Zanger.
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese 66 Millionen Euro wären im Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen sehr gut angelegt. Überlegen Sie sich das noch einmal! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber, Haider und Zanger.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Aber einen Zwischenruf darf man schon machen! – Abg. Hafenecker: Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was Wittmann vorhin aufgeführt hat!
Sehr geehrte Herren von den Freiheitlichen, wie hat es vorhin bei Ihrer Rednerin geheißen? – „Eine Dame unterbricht man nicht!“ Vielleicht gilt das auch für andere Frauen in diesem Haus, alle werden gleich behandelt, oder? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Aber einen Zwischenruf darf man schon machen! – Abg. Hafenecker: Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was Wittmann vorhin aufgeführt hat!)
Beifall bei der SPÖ.
Also: 66 Millionen Euro für Kurz und Strache zu den Kinderbetreuungseinrichtungen umleiten; das Körberlgeld brauchen wir nicht, die Kinderbetreuungseinrichtungen sehr dringend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Jugendpolitik ist nicht nur Politik für Jugendliche, sondern vor allem Politik mit Jugendlichen. Zugleich ist es auch eine Querschnittsmaterie, wie wir heute schon gehört haben. Aufgabe der Politik muss und soll aber sein, die richtigen Strategien für die Bedürfnisse und Anliegen der jungen Menschen zu entwickeln, damit unsere Jugend in Österreich optimale Rahmenbedingungen für ihre Zukunft vorfindet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
entwicklung. Um die Lebensrealitäten von jungen Menschen besser berücksichtigen zu können, wird die Österreichische Jugendstrategie in dieser Legislaturperiode in ihrer inhaltlichen Ausrichtung erweitert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ein weiterer Punkt und eine Uraltforderung der FPÖ war und ist die Umsetzung eines bundesweit einheitlichen Jugendschutzgesetzes. Es ist schon bemerkenswert, dass sich in einem vergleichsweise relativ kleinen Land wie Österreich neun unterschiedliche Gesetze zum Jugendschutz über Jahrzehnte gehalten haben, da die Realität doch so ist, dass man in manchen Regionen von einem Bundesland ins andere zu Fuß gehen kann. Frau Bundesminister Dr. Bogner-Strauß ist sehr bestrebt, da zu einer bundeseinheitlichen Lösung zu kommen. Die Gespräche laufen dahin gehend sehr gut, wie sie mir auch persönlich im Gespräch versichert hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Da komme ich auch schon zum Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche. Im Sinne eines verbesserten Nichtraucherschutzes für Kinder und Jugendliche wird zum Beispiel das Rauchverbot in Fahrzeugen in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre umgesetzt – eine meines Erachtens enorm wichtige, aber auch enorm richtige Maßnahme, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zusammenfassend kann ich festhalten: Jugend ist unsere Zukunft und Familie garantiert diese Zukunft. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Genau aus diesem Grund ist es unser oberstes Ziel, gemeinsam mit dieser Bundesregierung die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Jugendlichen und für unsere Familien zu schaffen, um ihnen einen erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen. Dafür müssen wir insbesondere unsere Jugendlichen aktiv, aber vor allem auch präventiv vor Gewalt, Alkohol, Nikotin und Drogenmissbrauch schützen und ihnen Alternativen, vor allem aber zukunftsträchtige Perspektiven bieten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zusammenfassend kann ich festhalten: Jugend ist unsere Zukunft und Familie garantiert diese Zukunft. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Genau aus diesem Grund ist es unser oberstes Ziel, gemeinsam mit dieser Bundesregierung die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Jugendlichen und für unsere Familien zu schaffen, um ihnen einen erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen. Dafür müssen wir insbesondere unsere Jugendlichen aktiv, aber vor allem auch präventiv vor Gewalt, Alkohol, Nikotin und Drogenmissbrauch schützen und ihnen Alternativen, vor allem aber zukunftsträchtige Perspektiven bieten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Zanger: Familie ist da, wo Kinder gezeugt werden!
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Werte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie! Zuerst, Frau Minister: Ich bin jetzt bei Ihren Worten schon ein bisschen irritiert gewesen, und zwar haben Sie davon gesprochen, dass Familie dort ist, wo Kinder sind. Das war Ihre Aussage. Aus meiner Sicht ist das schon eine sehr enge Fassung des Familienbegriffs. Für mich ist Familie dort, wo Menschen zueinanderfinden und füreinander Verantwortung übernehmen wollen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Zanger: Familie ist da, wo Kinder gezeugt werden!) Ich glaube, dass es eine wichtige Positionierung Ihres Ressorts wäre, da offener zu sein und auch eine langfristige Perspektive aufzunehmen.
O-ja-Ruf bei der FPÖ.
Das ist aber nicht möglich, weil wir eben diesen Schuldenberg haben. Wir kommen mit 39 000 Euro Schulden auf die Welt, und das wird sich auch mit Ihrem Budget nicht ändern. (O-ja-Ruf bei der FPÖ.) – Na ja, dann können Sie nicht rechnen. Sie erzählen uns groß vom Überschuss, den Sie 2019 haben werden. 500 Millionen Euro gegenüber 290 Milliarden Euro, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Da bleibt nichts zur Schuldentilgung über. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ganz ehrlich? Ganz ehrlich, das ist eine Verarschung jedes ... (Abg. Rädler: Hallo! – Abg. Hafenecker: Das war nicht sehr gräflich, Herr Graf!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Das ist aber nicht möglich, weil wir eben diesen Schuldenberg haben. Wir kommen mit 39 000 Euro Schulden auf die Welt, und das wird sich auch mit Ihrem Budget nicht ändern. (O-ja-Ruf bei der FPÖ.) – Na ja, dann können Sie nicht rechnen. Sie erzählen uns groß vom Überschuss, den Sie 2019 haben werden. 500 Millionen Euro gegenüber 290 Milliarden Euro, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Da bleibt nichts zur Schuldentilgung über. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ganz ehrlich? Ganz ehrlich, das ist eine Verarschung jedes ... (Abg. Rädler: Hallo! – Abg. Hafenecker: Das war nicht sehr gräflich, Herr Graf!)
Abg. Rädler: Hallo! – Abg. Hafenecker: Das war nicht sehr gräflich, Herr Graf!
Das ist aber nicht möglich, weil wir eben diesen Schuldenberg haben. Wir kommen mit 39 000 Euro Schulden auf die Welt, und das wird sich auch mit Ihrem Budget nicht ändern. (O-ja-Ruf bei der FPÖ.) – Na ja, dann können Sie nicht rechnen. Sie erzählen uns groß vom Überschuss, den Sie 2019 haben werden. 500 Millionen Euro gegenüber 290 Milliarden Euro, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Da bleibt nichts zur Schuldentilgung über. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ganz ehrlich? Ganz ehrlich, das ist eine Verarschung jedes ... (Abg. Rädler: Hallo! – Abg. Hafenecker: Das war nicht sehr gräflich, Herr Graf!)
Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich würde Sie bitten, das zurückzunehmen. – Danke. (Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wie in der Schule! Wie in der Schule!
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (fortsetzend): Ich nehme das zurück, aber ich bleibe bei der inhaltlichen Klarheit, dass das einfach nicht der Wahrheit entspricht. Die 39 000 Euro bleiben 39 000 Euro. (Ruf bei der FPÖ: Wie in der Schule! Wie in der Schule!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das braucht man nicht!
Es wäre wichtig, dass Sie eine Pensionsreform groß angehen. Ich sehe den ersten Schritt, den Sie jetzt machen, aber da fehlen noch ganz, ganz viele Dinge, die Angleichung des Frauenpensionsalters beispielsweise (Abg. Heinisch-Hosek: Das braucht man nicht!), all diese Dinge, die notwendig sind, um für die nächste Generation etwas zu hinterlassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es wäre wichtig, dass Sie eine Pensionsreform groß angehen. Ich sehe den ersten Schritt, den Sie jetzt machen, aber da fehlen noch ganz, ganz viele Dinge, die Angleichung des Frauenpensionsalters beispielsweise (Abg. Heinisch-Hosek: Das braucht man nicht!), all diese Dinge, die notwendig sind, um für die nächste Generation etwas zu hinterlassen. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Ja wo denn?
Am Ende des Tages bleiben genau diese Fragezeichen über. Das sind die Fragezeichen in den Augen unserer Generation. Wir denken uns: Na ja, da passiert ja nichts, Sie erzählen viel, angekündigt haben Sie viel, bleiben tut nichts! Das Einzige, was man momentan merkt, ist eine Politik der Abschottung, und das war es schon wieder. (Ruf bei der FPÖ: Ja wo denn?)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gerade für uns als Generation Europa ist Europa ein ganz wichtiges Thema – Sie haben Erasmus+, ein großartiges Programm, angesprochen. Da kommen Sie jetzt mit einer Politik der Abschottung. Sie sprechen nur noch darüber, ob das Kinder von Österreichern sind oder Kinder von Menschen, die nur in Österreich arbeiten, und dividieren die auseinander. Das halte ich für fragwürdig und halte ich für die nächsten Generationen für sehr gefährlich. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Eigentlich sollten wir der nächsten Generation Perspektiven geben. Wir sollten ihr Mut machen für die Herausforderungen, die auf sie warten; da gibt es ganz, ganz viele, vor denen jeder junge Menschen in seinem Leben stehen wird. In diesem Budget sehe ich aber null Perspektive für junge Menschen. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Das Plus im Budget von 2018 ist vor allem den plus 1,9 Prozent bei der Familienbeihilfe geschuldet. Wenn man das Jahr 2019 anschaut, muss man sagen, es wird voraussichtlich ein kleines Minus geben, weil wir die Familienbeihilfe, die ins Ausland geht, indexieren wollen. Das heißt schlicht und einfach, ich gehe davon aus, dass das, was für England möglich gewesen wäre, für Österreich in der EU möglich sein wird. Damit geht es in diese Richtung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Liebe Frau Kollegin Mühlberghuber, zu Ihrem Wunsch, dass das gute Budget mit vielen Perspektiven von der linken Reichshälfte eher anerkannt werden müsste – es wird kritisiert –: Das wird es nicht spielen. Positive Anerkennung von dieser Hälfte gibt es erst dann, wenn wir uns für Politik einsetzen, die in die Richtung geht, dass Kinder sofort, wenn sie auf die Welt kommen, in Ganztagskrippen unterkommen, dann im Ganztagskinderhort und in der Ganztagsschule und die Mutter bei der roten Gewerkschaft – dann findet man Anerkennung, sonst nicht. Das können wir vergessen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Ja, Frau Heinisch-Hosek, Sie gehören da dazu. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen immer Wahlfreiheit! Mäßigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen immer Wahlfreiheit! Mäßigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Mühlberghuber, zu Ihrem Wunsch, dass das gute Budget mit vielen Perspektiven von der linken Reichshälfte eher anerkannt werden müsste – es wird kritisiert –: Das wird es nicht spielen. Positive Anerkennung von dieser Hälfte gibt es erst dann, wenn wir uns für Politik einsetzen, die in die Richtung geht, dass Kinder sofort, wenn sie auf die Welt kommen, in Ganztagskrippen unterkommen, dann im Ganztagskinderhort und in der Ganztagsschule und die Mutter bei der roten Gewerkschaft – dann findet man Anerkennung, sonst nicht. Das können wir vergessen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Ja, Frau Heinisch-Hosek, Sie gehören da dazu. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen immer Wahlfreiheit! Mäßigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Meine Damen und Herren! Eine wesentliche, positive Maßnahme, die mit 1.1.2019 umgesetzt wird, ist der Familienbonus. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist schlicht und einfach eine steuerliche Entlastung für Familien (Abg. Zanger: Jawohl, grandioses Projekt!), für Frauen und Männer mit Kindern, die Lohnsteuer beziehungsweise Einkommensteuer bezahlen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Zanger: Jawohl, grandioses Projekt!
Meine Damen und Herren! Eine wesentliche, positive Maßnahme, die mit 1.1.2019 umgesetzt wird, ist der Familienbonus. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist schlicht und einfach eine steuerliche Entlastung für Familien (Abg. Zanger: Jawohl, grandioses Projekt!), für Frauen und Männer mit Kindern, die Lohnsteuer beziehungsweise Einkommensteuer bezahlen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Meine Damen und Herren! Eine wesentliche, positive Maßnahme, die mit 1.1.2019 umgesetzt wird, ist der Familienbonus. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist schlicht und einfach eine steuerliche Entlastung für Familien (Abg. Zanger: Jawohl, grandioses Projekt!), für Frauen und Männer mit Kindern, die Lohnsteuer beziehungsweise Einkommensteuer bezahlen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.
Ich hätte eine Bitte an die Liste Pilz: Vielleicht können Sie Frau Kollegin Holzinger-Vogtenhuber etwas ausrichten, sie ist nach ihrer Rede hinausgegangen – wobei ich das verstehe; nach diesem persönlichen Tiefgang wäre ich auch hinausgegangen, da kann man nicht herinnen bleiben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.) Es war nämlich ein persönlicher Tiefgang gegenüber der Frau Bundesminister und gegenüber Kollegen Kühberger. Ganz direkt gesagt: Eigentlich war es ja eine Rede, die triefend vor Neid oder sonst etwas war. Ich glaube, wir sollten Familien, die sich zu Kindern bekennen, Wertschätzung entgegenbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich hätte eine Bitte an die Liste Pilz: Vielleicht können Sie Frau Kollegin Holzinger-Vogtenhuber etwas ausrichten, sie ist nach ihrer Rede hinausgegangen – wobei ich das verstehe; nach diesem persönlichen Tiefgang wäre ich auch hinausgegangen, da kann man nicht herinnen bleiben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Noll.) Es war nämlich ein persönlicher Tiefgang gegenüber der Frau Bundesminister und gegenüber Kollegen Kühberger. Ganz direkt gesagt: Eigentlich war es ja eine Rede, die triefend vor Neid oder sonst etwas war. Ich glaube, wir sollten Familien, die sich zu Kindern bekennen, Wertschätzung entgegenbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Kollege Kühberger hat die Entscheidung, sich mit seiner Frau Brigitte zu sechs Kindern zu bekennen und damit eine gewaltige Leistung für diese Republik zu erbringen, schon lange, bevor er ins Parlament gekommen ist, getroffen. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dass wir jetzt eine Bundesregierung haben, die Familienarbeit auch steuerlich anerkannt, ist positiv. Das sollte man auch durchaus wertschätzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube, wir dürfen festhalten: An Geldleistungen für die Familien mangelt es in Österreich nicht, aber es braucht mehr persönliche Wertschätzung. So, wie wir über Familien reden, die mehr Kinder haben, ist es ein klares Zeichen der Wertschätzung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Heißt das, es wird in diesem Land weniger arme Kinder geben? – Nein, ich glaube nicht, dass es weniger arme Kinder geben wird, und zwar ist es so, dass es daran scheitern wird, dass eine gerechte Verteilung erfolgt. Ich finde es sehr schade, dass man dort, wo man tatsächlich Gerechtigkeit üben könnte, nämlich bei mehr oder weniger Steuergeschenken, so möchte ich es einmal vorsichtig nennen, nicht in Sachleistungen investiert – dann hätten sehr, sehr viele Kinder in diesem Land mehr Möglichkeiten und wären am nähesten dran, dass sie faire und gleiche Chancen in dieser Gesellschaft haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kitzmüller: Das stimmt ja nicht!
Nebenbei gesagt, Frau Ministerin: Ich bitte Sie sehr, erzählen Sie der Bevölkerung doch die Wahrheit! Erzählen Sie doch auch den Fremdenfeindlichen oder vielleicht jenen, die Vorbehalte gegenüber Menschen aus anderen Ländern haben, die Wahrheit! Meine sehr geehrten Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, Sie wissen doch, dass die Indexierung der Familienbeihilfe EU-rechtswidrig ist (Abg. Kitzmüller: Das stimmt ja nicht!), dass die betreffende EU-Verordnung geändert werden muss und dass wir EU-weit keine qualifizierte Mehrheit dafür bekommen werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nebenbei gesagt, Frau Ministerin: Ich bitte Sie sehr, erzählen Sie der Bevölkerung doch die Wahrheit! Erzählen Sie doch auch den Fremdenfeindlichen oder vielleicht jenen, die Vorbehalte gegenüber Menschen aus anderen Ländern haben, die Wahrheit! Meine sehr geehrten Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, Sie wissen doch, dass die Indexierung der Familienbeihilfe EU-rechtswidrig ist (Abg. Kitzmüller: Das stimmt ja nicht!), dass die betreffende EU-Verordnung geändert werden muss und dass wir EU-weit keine qualifizierte Mehrheit dafür bekommen werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also: Mehr Mut für eine moderne, ehrliche Familienpolitik! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Werter Kollege Krainer – jetzt ist er gerade wieder gekommen –, ich möchte mich ganz herzlich für Ihre tatsächliche Berichtigung bedanken. Die hatte, muss ich sagen, einen gewissen Humorfaktor. Wissen Sie, dazu fällt mir nur ein: Wissen ist nicht immer alles, manchmal ist Schweigen auch Gold. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Es ist großartig, dass Sie hier noch einmal für die Öffentlichkeit festgehalten haben, dass Sie nicht 100 Prozent der Zeit Schulden gemacht haben, sondern tatsächlich nur 99,9 Prozent der Zeit. Ich gratuliere Ihnen zu dieser Leistung, darauf können Sie als Abgeordneter der SPÖ stolz sein. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Werter Kollege Krainer – jetzt ist er gerade wieder gekommen –, ich möchte mich ganz herzlich für Ihre tatsächliche Berichtigung bedanken. Die hatte, muss ich sagen, einen gewissen Humorfaktor. Wissen Sie, dazu fällt mir nur ein: Wissen ist nicht immer alles, manchmal ist Schweigen auch Gold. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Es ist großartig, dass Sie hier noch einmal für die Öffentlichkeit festgehalten haben, dass Sie nicht 100 Prozent der Zeit Schulden gemacht haben, sondern tatsächlich nur 99,9 Prozent der Zeit. Ich gratuliere Ihnen zu dieser Leistung, darauf können Sie als Abgeordneter der SPÖ stolz sein. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, kommen wir zum Jugendbudget: Kollegin Holzleitner, auch von der SPÖ, hat ja die Kürzungen, die es bei den Jugendorganisationen leider gegeben hat, die zwar sehr gering sind, kritisiert. Natürlich ist das nicht wünschenswert, natürlich würden wir gerne immer alles mehr fördern, aber, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, wissen Sie, was die Jugend wirklich bewegt? Wissen Sie was die Jugend wirklich stört? – Das ist Ihre unverantwortliche Schuldenpolitik der vergangenen zehn Jahre unter sozialistischer Führung, das stört die Jugend in Wirklichkeit. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Friedl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie, was mir dazu einfällt? – Ich kann es Ihnen sagen: Jugendvergessenheit fällt mir dazu ein, Jugendvergessenheit aufgrund von Schulden, Schulden und noch mehr Schulden in diesem Land. (Zwischenruf der Abg. Friedl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Stellen Sie sich einmal vor – ich versuche, es Ihnen einfach zu erklären –, Sie würden einen Kredit aufnehmen, Sie würden sich dann ein tolles Luxushaus und einen Luxusurlaub leisten, und Sie würden als tilgende Zahler dieses Kredits die Kinder und Enkelkinder eintragen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Friedl.) Das ist die unverantwortliche Politik der vergangenen Jahre, und dafür sind Sie unter SPÖ-Kanzlerschaft verantwortlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Friedl.
Wissen Sie, was mir dazu einfällt? – Ich kann es Ihnen sagen: Jugendvergessenheit fällt mir dazu ein, Jugendvergessenheit aufgrund von Schulden, Schulden und noch mehr Schulden in diesem Land. (Zwischenruf der Abg. Friedl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Stellen Sie sich einmal vor – ich versuche, es Ihnen einfach zu erklären –, Sie würden einen Kredit aufnehmen, Sie würden sich dann ein tolles Luxushaus und einen Luxusurlaub leisten, und Sie würden als tilgende Zahler dieses Kredits die Kinder und Enkelkinder eintragen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Friedl.) Das ist die unverantwortliche Politik der vergangenen Jahre, und dafür sind Sie unter SPÖ-Kanzlerschaft verantwortlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wissen Sie, was mir dazu einfällt? – Ich kann es Ihnen sagen: Jugendvergessenheit fällt mir dazu ein, Jugendvergessenheit aufgrund von Schulden, Schulden und noch mehr Schulden in diesem Land. (Zwischenruf der Abg. Friedl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Stellen Sie sich einmal vor – ich versuche, es Ihnen einfach zu erklären –, Sie würden einen Kredit aufnehmen, Sie würden sich dann ein tolles Luxushaus und einen Luxusurlaub leisten, und Sie würden als tilgende Zahler dieses Kredits die Kinder und Enkelkinder eintragen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Friedl.) Das ist die unverantwortliche Politik der vergangenen Jahre, und dafür sind Sie unter SPÖ-Kanzlerschaft verantwortlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ihre Leistungen oder was Sie sich geleistet haben, war zwar kein Haus, aber Sie haben sich eine unverantwortliche Asyl- und Migrationspolitik geleistet, die Milliarden gekostet hat. Das haben Sie sich geleistet, anstatt dass Sie in Ihre eigene Jugend in diesem Land investiert haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Doch damit, sehr geehrte Damen und Herren, ist endgültig Schluss. Zum ersten Mal werden wir mit diesem Budget mehr einnehmen als ausgeben, und das ist eine generationengerechte Politik, das ist eine jugendgerechte Politik in diesem Land. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
sprochen wichtig, und daher freut es mich, dass Sie das auch noch einmal ausdrücklich erwähnt haben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
Das möchte ich an dieser Stelle auch einmal sagen: Ein Land, das zu wenige Facharbeiter ausbildet, verliert seine Qualifikation, ein Produktionsstandort zu sein. Statt Facharbeiter auszubilden, haben Sie in den vergangenen Jahren lieber Facharbeiter importiert. Auch das war der falsche Zugang, sehr geehrte Damen und Herren. Wir investieren lieber in die Ausbildung der eigenen Jugend. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es wurden noch viele weitere Bereiche genannt, wo die Jugend Vorteile bekommt, zum Beispiel durch die familienfreundliche Politik, die durch diese Regierung sichergestellt wurde. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sogar im Bereich des Bundesheers hat die Jugend in Zukunft Vorteile durch die Attraktivierung des Grundwehrdienstes. Auch das ist eine sinnvolle und gute Maßnahme unseres Landesverteidigungsministers Mario Kunasek. (Ruf bei der SPÖ: Was hat er da gemacht?)
Ruf bei der SPÖ: Was hat er da gemacht?
Es wurden noch viele weitere Bereiche genannt, wo die Jugend Vorteile bekommt, zum Beispiel durch die familienfreundliche Politik, die durch diese Regierung sichergestellt wurde. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sogar im Bereich des Bundesheers hat die Jugend in Zukunft Vorteile durch die Attraktivierung des Grundwehrdienstes. Auch das ist eine sinnvolle und gute Maßnahme unseres Landesverteidigungsministers Mario Kunasek. (Ruf bei der SPÖ: Was hat er da gemacht?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kommen wir noch einmal zurück zum Budget der UG 25. Wie gesagt, dort ist der Handlungsspielraum nicht groß, dort handelt es sich um Förderungen von 8,9 Millionen Euro, die an verschiedene Jugendorganisationen ausgezahlt werden. Das sind einerseits die politischen Jugendorganisationen wie die Freiheitliche Jugend, die Sozialistische Jugend und viele weitere. Leider kommt es da zu Kürzungen, aber wissen Sie, was es mit dieser Regierung nicht mehr geben wird? – Es wird nicht geben, was es zum Beispiel in der Vergangenheit gegeben hat, dass verschiedenste Ministerien Förderungen in Form von Inseraten an zum Beispiel den Studienplaner der Sozialistischen Jugend auszahlen. Da wurden von roten Ministerien 90 000 Euro an Inseraten zusätzlich zur Jugendförderung ausgezahlt. Das wird es mit dieser Regierung mit Sicherheit auch nicht mehr geben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen zu eigenständigen, selbständigen, eigenverantwortlichen Personen entwickeln können und damit auch in der Lage sind, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.) Mit diesem Budget ist dafür eine ausgezeichnete Grundlage für die nächsten Jahre gelegt worden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen zu eigenständigen, selbständigen, eigenverantwortlichen Personen entwickeln können und damit auch in der Lage sind, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.) Mit diesem Budget ist dafür eine ausgezeichnete Grundlage für die nächsten Jahre gelegt worden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist speziell der Familienbonus angesprochen worden, und ich muss dieses Thema jetzt noch einmal erwähnen – Kollegin Holzinger-Vogtenhuber ist leider noch immer nicht da –: Es ist eigentlich zum Schämen, so etwas zu sagen und gegen unseren Kollegen Kühberger eine Neiddebatte zu schüren. Gratulation, die Familie hat sich entschieden, sechs Kinder zu bekommen. Fragen Sie ihn einmal, was seine Frau gefragt wird, wenn sie mit sechs Kindern unterwegs ist! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit diesem Budget, einem Budget mit Hausverstand, beenden wir die Schuldenpolitik. Wir setzen um, wofür wir im Oktober gewählt worden sind. Wir arbeiten im Sinne unserer Kinder, unserer Familien, wir arbeiten für unser Österreich. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Hoyos-Trauttmansdorff, mein Familienbild ist folgendes, das halte ich gleich klipp und klar fest: Familie ist dort, wo Kinder gezeugt werden. – Punktum, aus, fertig. (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Der Familienbonus ist ein großartiges Projekt, eine großartige Maßnahme. 950 000 Familien werden gefördert, 1 600 000 Kinder, 1 500 Euro pro Kind und Jahr, wobei das noch dazu aufgeteilt werden kann. Dieser Bonus greift ab einem Einkommen von 1 700 Euro brutto im Monat voll. Das betrifft also, geschätzte Zuseher, auch vor den Fernsehschirmen, jene, die 1 700 Euro brutto verdienen. Das sind also jene, über die die SPÖ sagt, das sind Reiche, Besserverdiener und so weiter, die viel zu gut verdienen, um sich diesen Bonus auszahlen zu lassen. (Zwischenruf des Abg. Drozda.)
Zwischenruf der Abg. Kuntzl.
Frau Kollegin Kuntzl, ich werde Ihnen jetzt einmal vorrechnen, wie so ein Besserverdiener im Sinne der SPÖ ausschaut: Wenn man 1 700 Euro brutto verdient, bleiben netto 1 310 Euro über. Damit muss man jetzt das Leben finanzieren. Eine Wohnung kostet – und ich rede jetzt nur davon, wie es bei mir auf dem Land ist – rund 500 Euro; dazu kommen noch Kosten für Heizung und Strom, weil man nicht im Kalten leben will. (Zwischenruf der Abg. Kuntzl.) 200 Euro rechne ich jetzt noch dazu, weil man auf dem Land auch ein Auto braucht (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!), man ist abhängig davon. Bei uns fahren keine U-Bahnen quer von einem Tal ins andere. Das ergibt dann in Summe rund 1 000 Euro an Haushaltskosten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!) Das heißt, zum Leben, zum Essen, Trinken und Anziehen bleiben den Leuten 300 Euro oder von mir aus 400 Euro über. Und das sind Ihre Besserverdiener! – Danke! Ich hoffe, das haben jetzt alle Leute gehört. Jeder Voest-
Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!
Frau Kollegin Kuntzl, ich werde Ihnen jetzt einmal vorrechnen, wie so ein Besserverdiener im Sinne der SPÖ ausschaut: Wenn man 1 700 Euro brutto verdient, bleiben netto 1 310 Euro über. Damit muss man jetzt das Leben finanzieren. Eine Wohnung kostet – und ich rede jetzt nur davon, wie es bei mir auf dem Land ist – rund 500 Euro; dazu kommen noch Kosten für Heizung und Strom, weil man nicht im Kalten leben will. (Zwischenruf der Abg. Kuntzl.) 200 Euro rechne ich jetzt noch dazu, weil man auf dem Land auch ein Auto braucht (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!), man ist abhängig davon. Bei uns fahren keine U-Bahnen quer von einem Tal ins andere. Das ergibt dann in Summe rund 1 000 Euro an Haushaltskosten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!) Das heißt, zum Leben, zum Essen, Trinken und Anziehen bleiben den Leuten 300 Euro oder von mir aus 400 Euro über. Und das sind Ihre Besserverdiener! – Danke! Ich hoffe, das haben jetzt alle Leute gehört. Jeder Voest-
Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!
Frau Kollegin Kuntzl, ich werde Ihnen jetzt einmal vorrechnen, wie so ein Besserverdiener im Sinne der SPÖ ausschaut: Wenn man 1 700 Euro brutto verdient, bleiben netto 1 310 Euro über. Damit muss man jetzt das Leben finanzieren. Eine Wohnung kostet – und ich rede jetzt nur davon, wie es bei mir auf dem Land ist – rund 500 Euro; dazu kommen noch Kosten für Heizung und Strom, weil man nicht im Kalten leben will. (Zwischenruf der Abg. Kuntzl.) 200 Euro rechne ich jetzt noch dazu, weil man auf dem Land auch ein Auto braucht (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!), man ist abhängig davon. Bei uns fahren keine U-Bahnen quer von einem Tal ins andere. Das ergibt dann in Summe rund 1 000 Euro an Haushaltskosten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie etwas zu den 150 000 ...!) Das heißt, zum Leben, zum Essen, Trinken und Anziehen bleiben den Leuten 300 Euro oder von mir aus 400 Euro über. Und das sind Ihre Besserverdiener! – Danke! Ich hoffe, das haben jetzt alle Leute gehört. Jeder Voest-
Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Hackler, jeder, der draußen am Bau steht und 1 300 Euro netto am Gehaltszettel hat, ist laut SPÖ ein Besserverdiener! (Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Diesen Menschen, denen pro Monat 300 Euro oder 400 Euro netto zum Leben übrig bleiben, geben wir mit dem Familienbonus jetzt 125 Euro im Monat zurück. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Das sind fast 25 Prozent von dem, was sie jetzt haben. Das ist eine gute Leistung, machen Sie sie nicht schlecht! Denken Sie einmal nach über das, was Sie gesagt haben! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Diesen Menschen, denen pro Monat 300 Euro oder 400 Euro netto zum Leben übrig bleiben, geben wir mit dem Familienbonus jetzt 125 Euro im Monat zurück. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Das sind fast 25 Prozent von dem, was sie jetzt haben. Das ist eine gute Leistung, machen Sie sie nicht schlecht! Denken Sie einmal nach über das, was Sie gesagt haben! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Frechheit!
Was haben Sie im Gegensatz dazu diesen Menschen bis jetzt genommen? – 1 200 Euro bis 1 500 Euro Steuergeld haben Sie ihnen bis jetzt aus der Tasche gezogen! 950 000 Familien haben dafür gezahlt, dass ihr Kinderweglegungseinrichtungen bezahlt habt (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Frechheit!), um das Kind so früh wie möglich von den Eltern wegzunehmen und ihm die staatliche Erziehung angedeihen zu lassen. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Was haben Sie im Gegensatz dazu diesen Menschen bis jetzt genommen? – 1 200 Euro bis 1 500 Euro Steuergeld haben Sie ihnen bis jetzt aus der Tasche gezogen! 950 000 Familien haben dafür gezahlt, dass ihr Kinderweglegungseinrichtungen bezahlt habt (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Frechheit!), um das Kind so früh wie möglich von den Eltern wegzunehmen und ihm die staatliche Erziehung angedeihen zu lassen. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Gamon: Ordnungsruf! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr habt 950 000 Familien dafür bluten lassen, dass unter dem Denkmantel Flüchtlinge alle hereinkommen und gleich alle Sozialleistungen in Anspruch nehmen können. Ihr habt die Aktion gratis Bahnfahren organisiert – für illegale Migranten, vom Oberschlepper Kern, der sie alle mit den ÖBB durchs Land kutschiert hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Gamon: Ordnungsruf! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Diese 950 000 Familien haben für die, die reinkommen und kein Wort Deutsch können, zahlen dürfen; ihr habt 950 000 Familien belastet, und zwar für sinnlose Integrationsprojekte. Erinnert euch an die gestrige Rede des Kollegen Dönmez, er weiß, wovon er spricht! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr habt 950 000 Familien belastet, um Geld aus dem Fenster zu schmeißen, nämlich für alle, die sagen: Warum sollen wir arbeiten, wenn wir eh mit der Mindestsicherung durchkommen?
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dafür habt ihr das Geld ausgegeben und schlussendlich noch für euch selber, denn auch die Abgeordneten werden aus dem Budget, mit Steuergeld bezahlt, dafür, dass ein roter Abgeordneter hergeht und zu einem Wähler, zu einem einfachen Arbeiter, der unten steht, sagt: Wissen Sie nicht, wer ich bin? (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wissen Sie was? – Kollege Schieder soll einmal zu uns in die Steiermark kommen, das werden wir dort erzählen. Dann soll er dort einmal vor seine Hackler treten und sagen: Wissen Sie nicht, wer ich bin? Wissen Sie, was die tun? – Die jagen ihn mit dem sprichwörtlichen nassen Fetzen wieder nach Wien zurück! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Groß geworben habt ihr, mit einem Foto von Kern und der Botschaft „Hol dir, was dir zusteht.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wissen Sie, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, wer in diesem Land weiß, was ihm zusteht? – Wissen tut das jeder illegale Migrant, denn die habt ihr vorher schon geschult. So weiß ein jeder, was er kriegt und wo er ansuchen kann. Wissen tut es auch jeder Wohlhabende, weil die sich damit auseinandersetzen. Wer es nicht weiß, das sind jene einfachen Leute, die draußen hackeln und denen wir zurückgeben, was ihnen zusteht, was ihr ihnen vorher genommen habt! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Groß geworben habt ihr, mit einem Foto von Kern und der Botschaft „Hol dir, was dir zusteht.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wissen Sie, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, wer in diesem Land weiß, was ihm zusteht? – Wissen tut das jeder illegale Migrant, denn die habt ihr vorher schon geschult. So weiß ein jeder, was er kriegt und wo er ansuchen kann. Wissen tut es auch jeder Wohlhabende, weil die sich damit auseinandersetzen. Wer es nicht weiß, das sind jene einfachen Leute, die draußen hackeln und denen wir zurückgeben, was ihnen zusteht, was ihr ihnen vorher genommen habt! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Kugler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Da raucht es noch ein bisschen, ich rede aber jetzt trotzdem!
Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Kugler zu Wort. – Bitte. (Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Kugler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Da raucht es noch ein bisschen, ich rede aber jetzt trotzdem!)
Zwischenruf des Abg. Bernhard.
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Minister! Auch ich mache mir ein bisschen Sorgen um die NEOS, aber vielleicht aus Gründen, die jetzt noch nicht genannt wurden. Herr Kollege Bernhard hat gefordert, die finanziellen Leistungen für Familien durch Sachleistungen auszuwechseln, um den Frauen zu helfen, schnell in die Erwerbstätigkeit einzusteigen. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.) Ich glaube, dass wir das eigentlich eine Art Bevormundung nennen können. Es geht hier anscheinend nicht um Wahlfreiheit und Selbstbestimmung, und da muss man sich wundern, was sich unter dem Denkmantel „liberal“ alles versteckt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Minister! Auch ich mache mir ein bisschen Sorgen um die NEOS, aber vielleicht aus Gründen, die jetzt noch nicht genannt wurden. Herr Kollege Bernhard hat gefordert, die finanziellen Leistungen für Familien durch Sachleistungen auszuwechseln, um den Frauen zu helfen, schnell in die Erwerbstätigkeit einzusteigen. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.) Ich glaube, dass wir das eigentlich eine Art Bevormundung nennen können. Es geht hier anscheinend nicht um Wahlfreiheit und Selbstbestimmung, und da muss man sich wundern, was sich unter dem Denkmantel „liberal“ alles versteckt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein Schmankerl ist die Schülerfreifahrt: Eine Jahreskarte für einen Erwachsenen kostet bei den Wiener Linien 365 Euro, der Flaf zahlt aber für ein Ticket für Kinder über 500 Euro. Hier, glaube ich, besteht Reformbedarf. Warum soll der Flaf reformiert werden? – Damit wir die Familienleistungen langfristig sichern können. Ein Ziel ist auch, dass wir, wenn die Familienleistungen des Flaf gesichert sind, dann vielleicht die Familienleistungen auch valorisieren können. Das wäre eine große Aufgabe für unsere Familienpolitik. Der Frau Ministerin möchte ich dafür auch ganz herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe bei ÖVP und FPÖ: Presseaussendung! – Abg. Martin Graf: Berichtige dich selbst!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Ich berichtige meine Abgeordnetenkollegin, die gesagt hat, ich hätte in meinem Redebeitrag gesagt, dass die Geldleistungen durch Sachleistungen ersetzt werden sollen. Vielmehr ist richtig, dass ich in meiner Rede heute überhaupt nicht über Sach- und Geldleistungen im Konkreten gesprochen habe. – Vielen Dank. (Rufe bei ÖVP und FPÖ: Presseaussendung! – Abg. Martin Graf: Berichtige dich selbst!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Christian Kovacevic (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf die Gelegenheit nutzen, gleich zu Beginn den Besuch aus meiner Heimatstadt Wörgl hier bei uns recht herzlich willkommen zu heißen und zu begrüßen. Hallo, willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Kassegger: Was ist denn so schwer? – Abg. Hafenecker: Die Wahrheit ist schwer!
Ich habe mir bei meinem Antritt hier im Hohen Haus ganz fest vorgenommen, nicht auf die Art und Weise von Redebeiträgen von Kolleginnen und/oder Kollegen einzugehen, aber besonders die Vorrednerinnen und Vorredner der FPÖ machen es mir wahnsinnig schwer. (Abg. Kassegger: Was ist denn so schwer? – Abg. Hafenecker: Die Wahrheit ist schwer!) Ich hoffe, das war nicht zu subtil, aber speziell angesichts Ihrer letzten Rede, Kollege Zanger, frage ich mich, warum Sie beim Thema Budget 5 Minuten dafür verwenden, auf die SPÖ einzuprügeln und alles schlechtzureden, und nicht ein positives Wort über Ihr Budget verlieren, von dem Sie überzeugt sind – denn dafür ist es eigentlich gedacht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wo waren Sie denn, als ...? – Abg. Zanger: Sinnerfassend zuhören!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wo waren Sie denn, als ...? – Abg. Zanger: Sinnerfassend zuhören!
Ich habe mir bei meinem Antritt hier im Hohen Haus ganz fest vorgenommen, nicht auf die Art und Weise von Redebeiträgen von Kolleginnen und/oder Kollegen einzugehen, aber besonders die Vorrednerinnen und Vorredner der FPÖ machen es mir wahnsinnig schwer. (Abg. Kassegger: Was ist denn so schwer? – Abg. Hafenecker: Die Wahrheit ist schwer!) Ich hoffe, das war nicht zu subtil, aber speziell angesichts Ihrer letzten Rede, Kollege Zanger, frage ich mich, warum Sie beim Thema Budget 5 Minuten dafür verwenden, auf die SPÖ einzuprügeln und alles schlechtzureden, und nicht ein positives Wort über Ihr Budget verlieren, von dem Sie überzeugt sind – denn dafür ist es eigentlich gedacht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wo waren Sie denn, als ...? – Abg. Zanger: Sinnerfassend zuhören!)
Beifall bei der SPÖ.
Erlauben Sie mir aber bitte, dass wir doch auf die Inhalte zurückkommen. Das Thema Familienbudget ist unweigerlich auch mit dem Thema Kinderbetreuung verbunden. Da gibt es die sogenannte Vereinbarung gemäß Artikel 15a zwischen Bund und Ländern, die sicherstellt, dass die nötigen finanziellen Mittel für Kinderbetreuungsplätze vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Dazu haben wir von der Frau Ministerin vorhin gehört, dass diese 15a-Vereinbarungen leider noch nicht ausverhandelt sind. Da enthält der Budgetentwurf jetzt lediglich Absichtserklärungen. Das erschwert es natürlich den Ländern und Gemeinden, da Planungen für die nächsten Jahre vorzunehmen und die Finanzierung sicherzustellen. Es ist ein bisschen schade, dass das im Budget nicht wirklich in Zahlen festgeschrieben ist. Vor allem aber bedeutet es auch für die Familien, für die Eltern und die Kinder Unsicherheit, weil mit einer reinen Absichtserklärung keine ausreichende Qualität und Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen gewährleistet werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Thema Familienbonus haben wir schon überstrapaziert. Es ist klar, dass Sie dieses Thema immer wieder verwenden, wenn es Kritik am Budget gibt; nur scheint mir, dass Sie diesen Familienbonus, von dem sich mittlerweile herausgestellt hat, dass er eine reine Steuererleichterung ist, immer als Deckmantel hernehmen. Kommt Kritik am Familienbudget, am Jugendbudget, dann sprechen wir über den Familienbonus, der soll alles andere überdecken und auch die anderen Versäumnisse irgendwo abdecken. Das ist mir aber, tut mir leid, zu wenig. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Gestatten Sie mir bitte noch ein paar Gedanken zum Thema Jugend: Vor den Wahlen sind Jugendliche und junge Wähler immer das Zielobjekt der wahlwerbenden Parteien, nach den Wahlen ist es aber relativ schnell wieder vorbei. Da hört man nicht mehr so viel, da verschwinden diese Themen ein bisschen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir haben heute das erste Mal auch ein bisschen etwas über Jugendthemen gehört. Von den VorrednerInnen ist es das erste Mal von Kollegin Berger angesprochen worden.
Beifall bei der SPÖ.
Da ist es mir wichtig, zu sagen: Es reicht nicht, nur junge Gesichter zu präsentieren oder irgendwo junge Menschen aufzustellen, die dann altbekannte oder konservative Positionen vertreten. Ich denke, wir sollten auch einmal, und das ist ganz ernst gemeint, die Themen anpacken, die für Jugendliche und junge Menschen wirklich wichtig sind. Beispielsweise haben wir von Kollegin Plakolm gehört, wie toll dieses Budget nicht sei, aber auf die Bundesjugendorganisationen und auf die fehlende Valorisierung geht sie nicht ein. Ich glaube, das sind genau die Punkte, wo wir ansetzen müssen. (Beifall bei der SPÖ.) Gleichzeitig wird nämlich laut darüber nachgedacht, Jugendvertrauensräte abzuschaffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind genau die Maßnahmen, die der Jugend nicht dienlich sind.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da ist es mir wichtig, zu sagen: Es reicht nicht, nur junge Gesichter zu präsentieren oder irgendwo junge Menschen aufzustellen, die dann altbekannte oder konservative Positionen vertreten. Ich denke, wir sollten auch einmal, und das ist ganz ernst gemeint, die Themen anpacken, die für Jugendliche und junge Menschen wirklich wichtig sind. Beispielsweise haben wir von Kollegin Plakolm gehört, wie toll dieses Budget nicht sei, aber auf die Bundesjugendorganisationen und auf die fehlende Valorisierung geht sie nicht ein. Ich glaube, das sind genau die Punkte, wo wir ansetzen müssen. (Beifall bei der SPÖ.) Gleichzeitig wird nämlich laut darüber nachgedacht, Jugendvertrauensräte abzuschaffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind genau die Maßnahmen, die der Jugend nicht dienlich sind.
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden uns im Rahmen unserer parlamentarischen Tätigkeit dafür einsetzen, dass wir wirklich die Themen anpacken, die den Jugendlichen wichtig sind, und nicht nur leere Worthülsen bringen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Abgeordnetenreihen und vor allem auch liebe ZuseherInnen vor den Bildschirmen! Ich möchte mit einem Dank beginnen, nämlich bei dir, Frau Ministerin, und zwar dafür, dass du das Thema Familie in der Regierung und in der gesamten bundespolitischen Debatte in den Mittelpunkt rückst – denn Familienpolitik ist Zukunftspolitik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Heute war die Junge ÖVP Steiermark hier im Haus, und sie hat sich auch schon mit dem Thema Familie auseinandergesetzt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist besonders wichtig, denn es ist wichtig, gerade jungen Menschen, jungen Familien Mut zu machen, in Kinder und in die Zukunft zu investieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: 1 Million weniger!
Seit einigen Jahren habe ich sowohl beruflich, aber auch als Gemeinderätin und als Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Jugend, Kinder und Soziales in Graz mit unterschiedlichen Familien zu tun und ich kenne unterschiedliche Familien bei uns. Es ist besonders wichtig, dass auch bundespolitisch auf die Eltern- und Familienberatungsstellen geschaut wird. An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die da einen großartigen Einsatz leisten, dafür bedanken, dass sie das Tag für Tag tun und viele Familien und Eltern begleiten. Das ist eine ganz besonders wichtige Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: 1 Million weniger!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin Grazer Abgeordnete und komme aus dem zweitgrößten Bezirk in Graz, nämlich Lend. Für alle, die Graz nicht so gut kennen: Das ist der Bezirk mit dem Bahnhof. Wir haben bei uns im Bezirk sehr, sehr viele Familien mit ganz unterschiedlichen Zugängen. Da wäre eine Familie: Stefan und Chiara, er ist Arbeiter, sie ist in der Verwaltung tätig, haben zwei Kinder miteinander, Max und Anna. Die drehen jeden Euro um. Mit dem Familienbonus gelingt es uns, genau da zu unterstützen. Genau die Familien, die jeden Tag hart arbeiten, die vor großen Herausforderungen stehen, alle Aufgaben in der Familie zu bewältigen, können wir jetzt steuerlich entlasten und ihnen zusätzlich 3 000 Euro zur Verfügung stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
heute sind die Erwachsenen von morgen. Sie sind unsere Zukunft. – Heute wünsche ich uns einen schönen Abend. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Schon wieder! – Abg. Martin Graf: Das ist ja Murphy’s Gesetz!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! (Abg. Neubauer: Schon wieder! – Abg. Martin Graf: Das ist ja Murphy’s Gesetz!) – Ja, der kommt schon wieder, die tatsächliche Berichtigung hat nicht ausgereicht. Auf das, was Abgeordnete Kugler gesagt hat, möchte ich schon noch eingehen, weil sie große Sorge um unser Familienbild hat. Das möchte ich zurechtrücken.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bißmann.
Für uns NEOS ist ganz klar, dass die Menschen, die Familien sich in ihren Wohnzimmern ausmachen, wie sie als Familie zueinander stehen. Das ist nicht die Aufgabe der Politik. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bißmann.)
Abg. Martin Graf: Das muss dann aber für Flüchtlinge auch gelten, oder?
Das, worauf Frau Abgeordnete Kugler sich bezogen hat, war eine Aussendung der Parlamentsdirektion, die ja nicht von mir ist. Da ging es um Folgendes: Wir wissen, dass internationale Studien belegen, dass Sachleistungen stärker bei den Kindern ankommen als Geldleistungen und dass Sachleistungen eher zum Erfolg führen, wenn es wo ein großes Ungleichgewicht gibt. (Abg. Martin Graf: Das muss dann aber für Flüchtlinge auch gelten, oder?)
Abg. Haider: Was ist denn das für ein Gewäsch?
Wir NEOS sind nicht nur tatsächlich offen und liberal in unserer Familienpolitik, sondern denken auch evidenzbasiert. Wenn wir wissen, was funktioniert, dann werden wir natürlich nachfragen können, was die Ministerin da genau geplant hat. (Abg. Haider: Was ist denn das für ein Gewäsch?) Die Antwort der Ministerin war im Übrigen, dass sie diese internationalen Studien, die allgemein Anerkennung finden, nicht weiter berücksichtigen wird. – So viel dazu.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das war der ganze Stand der Dinge. Für uns ist ganz klar: Sachleistung kommt direkt bei den Kindern an, und für uns NEOS zählt das Wohl der Kinder, die stellen wir ins Zentrum unseres politischen Handelns. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Liste Pilz.
Lassen Sie mich mit dem Faktencheck beginnen: Auf den ersten Blick erhöht sich die Summe für die UG 30 im Jahr 2018 um 138 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Ein Blick auf die Details genügt allerdings, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt, nämlich dringende Investitionen in räumliche Infrastruktur – gar keine Frage –, und die Erhöhung ist natürlich auch der Erhöhung der Gehälter für Pädagoginnen und Pädagogen geschuldet, denen ich an dieser Stelle herzlich für ihr tagtägliches Engagement zum Wohle unserer Kinder danken möchte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Liste Pilz.)
Ruf bei der ÖVP: Die Sie hinterlassen haben!
Es ist dies kein visionäres Budget mit Gestaltungsspielraum, nein, ich wage sogar zu behaupten, dass es ein Budget ist, das nicht einmal die strukturelle Lücke abdecken wird, deren Schließung die ÖVP-Finanzminister seit vielen Jahren verweigert haben. (Ruf bei der ÖVP: Die Sie hinterlassen haben!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Was auch gestrichen wurde – mit einem einfachen Handstreich –, ist der Integrationstopf. Damit kippen 450 Sprachpädagoginnen und -pädagogen, 250 Integrationspädagogen, 85 Psychologen und die Mitglieder der Mobilen Teams aus dem System. Sie werden den Schulen weggenommen – und das in einer Zeit, in der Integration ein ganz wichtiges Thema ist. Sie, Herr Bundesminister, wissen als Migrationsexperte und ausgewiesener Wissenschafter in diesem Bereich genau, dass Integration kein Zweijahresprojekt ist, sondern eine längerfristige Anstrengung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Steinacker: Es geht immer nur um Geld! Es geht doch um Strukturen!
Sie argumentieren auch noch in einer Anfragebeantwortung, die sinkenden Budgets für die Neue Mittelschule und für die Primarstufe spiegeln nur die sinkenden SchülerInnenzahlen wider. Wenn man aber den Schultyp Neue Mittelschule stärken, die SchülerInnenzahlen steigern und die Attraktivität erhöhen will, muss man doch mehr Geld dafür in die Hand nehmen! Das mit der Stärkung der Neuen Mittelschule kann also nicht so ernst gemeint sein. (Abg. Steinacker: Es geht immer nur um Geld! Es geht doch um Strukturen!)
Abg. Hauser: Das wäre aber schon Ihr Job gewesen! Eine Selbstanklage!
In den Wirkungszielen betonen Sie, Herr Bundesminister, die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie 4.0. Ich selbst war an deren Entwicklung beteiligt, war verantwortlich dafür und weiß daher, wie teuer es ist, wenn man sie realistisch und innovativ umsetzen will. Allein die Maßnahmen für die Infrastruktur – WLAN-Ausstattung, Breitband; wir haben erst heute Früh gehört, wie schlecht wir da im internationalen Vergleich sind (Abg. Hauser: Das wäre aber schon Ihr Job gewesen! Eine Selbstanklage!) – kosten 100 Millionen Euro, es ist aber kein einziger Euro im Budget für Digitalisierung zu finden beziehungsweise eingepreist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In den Wirkungszielen betonen Sie, Herr Bundesminister, die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie 4.0. Ich selbst war an deren Entwicklung beteiligt, war verantwortlich dafür und weiß daher, wie teuer es ist, wenn man sie realistisch und innovativ umsetzen will. Allein die Maßnahmen für die Infrastruktur – WLAN-Ausstattung, Breitband; wir haben erst heute Früh gehört, wie schlecht wir da im internationalen Vergleich sind (Abg. Hauser: Das wäre aber schon Ihr Job gewesen! Eine Selbstanklage!) – kosten 100 Millionen Euro, es ist aber kein einziger Euro im Budget für Digitalisierung zu finden beziehungsweise eingepreist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hauser: Sie haben ja nicht einmal die strukturelle Lücke geschlossen!
Letztes Thema: ganztägige Schule. Sie strecken einfach die Mittel auf sieben Jahre hinaus bis 2032; das ist eine Halbierung der Mittel. Wenn Sie schon immer wieder und zu Recht darüber reden, dass unsere Schülerinnen und Schüler besser lesen, schreiben und rechnen können sollten, dann ist jedoch genau das das probate Mittel, um die Grundkompetenzen zu erhöhen, denn an den Ganztagsschulen ist Zeit, mit den Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, sie zu fördern und sie zu fordern. (Abg. Hauser: Sie haben ja nicht einmal die strukturelle Lücke geschlossen!) Auch Gemeindebundpräsident Riedl mahnt ein: Bitte mehr Mittel in die ganztägigen Schulen! Im urbanen Bereich ist die Nachfrage sowieso ungebrochen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sie sparen im Bildungspaket und im Budget an allen Ecken und Enden. Das ist in Zahlen gegossene Retropolitik auf dem Rücken unserer Kinder und unserer Pädagoginnen und Pädagogen. Das ist eine Politik der Zukunftsvergessenheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Am Montagabend hatte ich im Rahmen einer Veranstaltung über Schule und Bildungspolitik das Vergnügen, die Direktorin einer sogenannten Brennpunktvolksschule – so nennt man das – im 3. Bezirk kennenzulernen, und diese zarte, kleine Dame erzählte mir Folgendes: Als ein Elternpaar zu ihr gekommen ist, um über ihr Kind zu sprechen, hat der Vater erklärt: Die Frau kommt in die Ecke hinten, ich spreche allein mit Ihnen. Darauf sie: Kommt nicht in Frage. Antwort: Aber die versteht ja nichts. Die Direktorin: Dann übersetzen Sie ihr, und was sie sagt – und sie wird etwas zu sagen haben – übersetzen Sie dann mir. Zum Schluss hat dieser Herr der Direktorin auch brav die Hand gegeben. – Dieses Budget ist entworfen, solche Lehrer zu unterstützen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Gerade diese Deutschförderklassen sind sehr wichtig, denn, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Hoffnung, dass die Kinder, wenn sie vier Jahre in der Integration sitzen, aber kein Wort Deutsch können, plötzlich integriert sind, ist ja eine Illusion. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, es war Paul Valéry, der gesagt hat: „Le bon esprit est sec.“ – Der gute Geist ist trocken. Damit ist gemeint, wir müssen die Dinge nüchtern betrachten. Wir dürfen uns von ideologischen Vorurteilen nicht irgendwie beeinflussen lassen. Wir müssen die Dinge so sehen, wie sie sind, und danach die Gelder verteilen, die dafür ausreichend vorhanden sind, und das wird geschehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Jarolim: Keine Gewalt gegen Kinder ...!
In diesem Sinne sind uns die Lehrer dankbar dafür, dass wir die Dinge nüchtern betrachten. Wir werden uns bemühen, wir werden vielleicht nicht alles perfekt machen, wir wären auch sehr dankbar, wenn uns von vielen Seiten Hinweise gegeben werden – aber bitte Hinweise, die konstruktiv sind und nicht einfach nur gegeben werden, damit die Bevölkerung hinhört, welche Vorurteile man verbreiten möchte. Für wirklich konstruktive Hinweise sind wir sicherlich offen. Wir machen das ja für die Zukunft des Landes, wir machen das für die Schulen Österreichs, wir machen das für eine gute Zukunft dieses Landes. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Jarolim: Keine Gewalt gegen Kinder ...!)
Rufe bei ÖVP und FPÖ: Sich! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich heraus! – Abg. Winzig: Da stellen Sie „Ihnen“ heraus! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich Ihnen heraus!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Wir verhandeln das Bildungsbudget! Herr Taschner, Sie sind ja Mathematiker, da stellen S’ Ihnen außa - - (Rufe bei ÖVP und FPÖ: Sich! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich heraus! – Abg. Winzig: Da stellen Sie „Ihnen“ heraus! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich Ihnen heraus!) – Er ist ja Mathematiker, kein Deutschlehrer. (Abg. Rosenkranz: Wegen der Förderklassen wäre es, Herr Kollege Strolz!) Da stellen Sie sich hier heraus und referieren, dass dieses Budget für die Lösung des Sprachthemas, das wir in der österreichischen Schule tatsächlich haben, gemacht wurde.
Abg. Rosenkranz: Wegen der Förderklassen wäre es, Herr Kollege Strolz!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Wir verhandeln das Bildungsbudget! Herr Taschner, Sie sind ja Mathematiker, da stellen S’ Ihnen außa - - (Rufe bei ÖVP und FPÖ: Sich! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich heraus! – Abg. Winzig: Da stellen Sie „Ihnen“ heraus! – Abg. Rosenkranz: Da stellen Sie sich Ihnen heraus!) – Er ist ja Mathematiker, kein Deutschlehrer. (Abg. Rosenkranz: Wegen der Förderklassen wäre es, Herr Kollege Strolz!) Da stellen Sie sich hier heraus und referieren, dass dieses Budget für die Lösung des Sprachthemas, das wir in der österreichischen Schule tatsächlich haben, gemacht wurde.
Abg. Rosenkranz: Ist super!
Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Zahlen bringen: Diese Bundesregierung (Abg. Rosenkranz: Ist super!) gibt vor, dass sie mit 80 sogenannten Deutschförderklassen das Thema löst. Herr Taschner, wie viele Klassen haben wir insgesamt im österreichischen Schulsystem? Wie viele? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Wir haben über 55 000 Schulklassen in diesem Land, und jetzt kommt die Regierung und sagt: Da machen wir 80 Klassen und das Problem ist gelöst! (Neuerlicher Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Zahlen bringen: Diese Bundesregierung (Abg. Rosenkranz: Ist super!) gibt vor, dass sie mit 80 sogenannten Deutschförderklassen das Thema löst. Herr Taschner, wie viele Klassen haben wir insgesamt im österreichischen Schulsystem? Wie viele? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Wir haben über 55 000 Schulklassen in diesem Land, und jetzt kommt die Regierung und sagt: Da machen wir 80 Klassen und das Problem ist gelöst! (Neuerlicher Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei NEOS und SPÖ.
Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Zahlen bringen: Diese Bundesregierung (Abg. Rosenkranz: Ist super!) gibt vor, dass sie mit 80 sogenannten Deutschförderklassen das Thema löst. Herr Taschner, wie viele Klassen haben wir insgesamt im österreichischen Schulsystem? Wie viele? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Wir haben über 55 000 Schulklassen in diesem Land, und jetzt kommt die Regierung und sagt: Da machen wir 80 Klassen und das Problem ist gelöst! (Neuerlicher Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben ein echtes Problem – und das ist die nationale Koryphäe für Mathematik? Da rollt es dir die Zehennägel auf, ich sag es dir! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Äpfel und Birnen vergleichen ist falsch!
Dass wir natürlich beim Thema gemeinsame Unterrichtssprache Deutsch, Herr Minister, ein Problem haben, das wissen wir alle. (Abg. Steinacker: Äpfel und Birnen vergleichen ist falsch!) Insgesamt ist Sprache ein Thema, das Zugewanderte wie auch Autochthone betrifft. Das hat damit zu tun, dass sich die sozialen Verhältnisse geändert haben, dass sich die Familienverbände in der Zusammensetzung geändert haben. Die Dreigenerationenfamilie ist nicht mehr vorhanden, es sind nicht so viele Geschwister da et cetera.
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Ruf: Gewaltig!
Das Problem ist nur: Was machen Sie mit dem Kindergarten? – Das Thema zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, das auch im Sinne der Chancengerechtigkeit so wichtig wäre, lassen Sie völlig links liegen. Der 15a-Vereinbarung, die dazu irgendwie in Aussicht gestellt wurde, traue ich nicht – sie ist auch budgetär nicht hinterlegt. Zum Thema Ausbau der Kinderbetreuung veranschlagen Sie im Jahr 2019 – und jetzt, Herr Taschner, anhalten, es kommt wieder eine doch beklemmende Zahl! – tatsächlich 1 000 Euro. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Ruf: Gewaltig!)
Ruf bei der SPÖ: Lächerlich!
1 000 Euro – machen Sie das, um KindergartenpädagogInnen noch zu provozieren oder zu beleidigen, oder was soll das? Das ist ja völlig sinnbefreit! Ein Budgetansatz von 1 000 Euro für Hunderttausende Kinder (Ruf bei der SPÖ: Lächerlich!), das ist lächerlich. (Abg. Noll – in Richtung SPÖ –: Das muss er wiederholen!)
Abg. Noll – in Richtung SPÖ –: Das muss er wiederholen!
1 000 Euro – machen Sie das, um KindergartenpädagogInnen noch zu provozieren oder zu beleidigen, oder was soll das? Das ist ja völlig sinnbefreit! Ein Budgetansatz von 1 000 Euro für Hunderttausende Kinder (Ruf bei der SPÖ: Lächerlich!), das ist lächerlich. (Abg. Noll – in Richtung SPÖ –: Das muss er wiederholen!)
Abg. Rädler: Warum gehen Sie nicht gleich zur SPÖ? Sie Linker!
Dann schaue ich ins Budget – und deswegen ist mein Schmerz aufgrund dieses Budgets ein dreifacher –: Sie gehen im Bereich der Chancengerechtigkeit keinen Schritt voran. (Abg. Rädler: Warum gehen Sie nicht gleich zur SPÖ? Sie Linker!) Das Thema Chancenindex, das Thema Sozialindex wurde zwar von der letzten Regierung angerissen, aber Sie befüllen es nicht mit Zahlen. Sie werden es nicht machen, weil Sie die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreiben wollen. Das ist Ihr Thema! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Dann schaue ich ins Budget – und deswegen ist mein Schmerz aufgrund dieses Budgets ein dreifacher –: Sie gehen im Bereich der Chancengerechtigkeit keinen Schritt voran. (Abg. Rädler: Warum gehen Sie nicht gleich zur SPÖ? Sie Linker!) Das Thema Chancenindex, das Thema Sozialindex wurde zwar von der letzten Regierung angerissen, aber Sie befüllen es nicht mit Zahlen. Sie werden es nicht machen, weil Sie die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreiben wollen. Das ist Ihr Thema! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Neuerlicher Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Es sind nämlich nicht Ihre Kinder, das ist mir schon klar. Es sind nicht Ihre Kinder und Sie pfeifen drauf. (Neuerlicher Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie stülpen über das Gymnasium die Käseglocke und glauben, es bleibt alles gut. Ich sage: Ja, die Gymnasien leisten vielerorts gute Arbeit – ich will sie auch weiter mit dieser guten Arbeiten erhalten –, aber Sie müssen sich mehr um eine soziale Durchmischung kümmern, und da kommt von Ihnen gar nichts! Von Ihnen kommt da nichts! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Es sind nämlich nicht Ihre Kinder, das ist mir schon klar. Es sind nicht Ihre Kinder und Sie pfeifen drauf. (Neuerlicher Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie stülpen über das Gymnasium die Käseglocke und glauben, es bleibt alles gut. Ich sage: Ja, die Gymnasien leisten vielerorts gute Arbeit – ich will sie auch weiter mit dieser guten Arbeiten erhalten –, aber Sie müssen sich mehr um eine soziale Durchmischung kümmern, und da kommt von Ihnen gar nichts! Von Ihnen kommt da nichts! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Sie stellen sich hierher und referieren über Brennpunktschulen. Mit Ihrer Politik befeuern Sie die Brennpunktschulen (Zwischenruf des Abg. Rädler), damit Sie anschließend einen Flächenbrand haben und so Ihr politisches Geschäftsmodell weiter betreiben können. – Das ist das Problem! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Sie stellen sich hierher und referieren über Brennpunktschulen. Mit Ihrer Politik befeuern Sie die Brennpunktschulen (Zwischenruf des Abg. Rädler), damit Sie anschließend einen Flächenbrand haben und so Ihr politisches Geschäftsmodell weiter betreiben können. – Das ist das Problem! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zum Thema Digitalisierung: In jeder McDonald’s-Filiale kann ich mich ins WLAN einklinken; in den österreichischen Schulen schaffen wir das nicht, und das im Jahr 2019. – Wir schaffen es nicht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ.
Es ist doch lächerlich, dass jede McDonald’s-Filiale es schafft, aber die österreichischen Schulen es nicht schaffen, und dass wir Schlusslicht bei Glasfaser sind, dass wir diesbezüglich auch in diesem Budget null veranschlagt haben. Ich kann Ihnen auch da wieder eine Zahl nennen. Zum Thema Digitalisierung und Lehrerfortbildung hat der Herr Minister noch im Ausschuss gesagt: Ja, es wurde ohnehin etwas veranschlagt, nämlich 500 000 Euro – bei 120 000 Lehrern. Das sind 4 müde Euro pro Jahr pro Lehrer. 4 Euro?! – Das ist wirklich eine mächtige Offensive! (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ.) Damit kann er eine Dating-App herunterladen, mehr nicht! 4 Euro! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es ist doch lächerlich, dass jede McDonald’s-Filiale es schafft, aber die österreichischen Schulen es nicht schaffen, und dass wir Schlusslicht bei Glasfaser sind, dass wir diesbezüglich auch in diesem Budget null veranschlagt haben. Ich kann Ihnen auch da wieder eine Zahl nennen. Zum Thema Digitalisierung und Lehrerfortbildung hat der Herr Minister noch im Ausschuss gesagt: Ja, es wurde ohnehin etwas veranschlagt, nämlich 500 000 Euro – bei 120 000 Lehrern. Das sind 4 müde Euro pro Jahr pro Lehrer. 4 Euro?! – Das ist wirklich eine mächtige Offensive! (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ.) Damit kann er eine Dating-App herunterladen, mehr nicht! 4 Euro! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Nein, da schalten ... sie ab! – Abg. Rädler: In den Kinderzimmern ...!
In den Kinderzimmern ist die Digitalisierung angekommen (Abg. Belakowitsch: Nein, da schalten ... sie ab! – Abg. Rädler: In den Kinderzimmern ...!), aber nicht in Ihren Köpfen, und mit Ihrem Budget wird sie auch im Klassenzimmer nicht ankommen. Das ist ein echtes Problem.
Abg. Belakowitsch: Wir haben Kriegsspiele in der Moschee!
hatten vor 2015 mächtige Probleme in der Integration und wir haben sie heute. (Abg. Belakowitsch: Wir haben Kriegsspiele in der Moschee!) Und zu sagen, wir schneiden das jetzt mit dem Topf weg, das ist wirklich Zukunftsraub gegenüber diesen jungen Menschen. Da gibt es nur Verlierer, egal ob mit inländischen oder ausländischen Wurzeln. Da gibt es nur Verlierer, und Sie wissen das. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
hatten vor 2015 mächtige Probleme in der Integration und wir haben sie heute. (Abg. Belakowitsch: Wir haben Kriegsspiele in der Moschee!) Und zu sagen, wir schneiden das jetzt mit dem Topf weg, das ist wirklich Zukunftsraub gegenüber diesen jungen Menschen. Da gibt es nur Verlierer, egal ob mit inländischen oder ausländischen Wurzeln. Da gibt es nur Verlierer, und Sie wissen das. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie wissen aber auch, dass Sie mit Ihrer Art von Symbolpolitik einfach Ihr politisches Geschäftsmodell weiter aufrechterhalten, indem Sie schreien: Da gibt es einen Brand!, aber nicht bereit sind, diesen Brand zu löschen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie leben mit Ihrem politischen Geschäftsmodell von diesem Brand und Sie wollen ihn größer machen. (Abg. Belakowitsch: Aber sie haben ... in der Moschee!)
Abg. Belakowitsch: Aber sie haben ... in der Moschee!
Sie wissen aber auch, dass Sie mit Ihrer Art von Symbolpolitik einfach Ihr politisches Geschäftsmodell weiter aufrechterhalten, indem Sie schreien: Da gibt es einen Brand!, aber nicht bereit sind, diesen Brand zu löschen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie leben mit Ihrem politischen Geschäftsmodell von diesem Brand und Sie wollen ihn größer machen. (Abg. Belakowitsch: Aber sie haben ... in der Moschee!)
Abg. Lugar: Weiß das die SPÖ, was Sie da sagen?
Deswegen kürzen Sie zum Beispiel das Budget der Innovationsstiftung von 50 Millionen auf 2 Millionen Euro. Ihre Botschaft ist: Wir brauchen und wollen keine Innovation in der österreichischen Schule, weil ohnehin alles gut ist. – Das ist eine Fehlanalyse und das ist politisch natürlich ein völliger Fail (Abg. Lugar: Weiß das die SPÖ, was Sie da sagen?), wie die jungen Menschen sagen würden.
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Jarolim: Ihr ... ist im Budget immanent! – Ruf bei der FPÖ: Inhärent! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mölzer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Deutschkurs!
Hier geht es also um die legistische Umsetzung, nicht um das Budget. In beiden Bereichen muss man leider ein Totalversagen konstatieren. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Jarolim: Ihr ... ist im Budget immanent! – Ruf bei der FPÖ: Inhärent! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mölzer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Deutschkurs!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Ich bin Politiker!
Ihren Aussagen teilweise: Si tacuisses, philosophus mansisses, also, hätten Sie geschwiegen, wären Sie Philosoph geblieben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Ich bin Politiker!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie haben ja in vielen Punkten recht: Stichwort Kindergarten, frühkindliche Erziehung, Elementarpädagogik. Wir haben – das haben wahrscheinlich auch Sie gelesen – diesbezüglich in unserem Regierungsprogramm weitreichende Maßnahmen festgeschrieben, die wir definitiv dann auch umsetzen werden. Der Herr Minister arbeitet gemeinsam mit uns daran, und da wird sicher etwas weitergehen. Wenn Sie dann dazwischen aber immer wieder mit Ihren Polemiken und Unterstellungen arbeiten – uns beispielsweise unterstellen, wir würden die Gesellschaft entzweien, Sie aber in Wahrheit nichts anderes machen und versuchen, das anders darzustellen –, dann ist das einfach nicht in Ordnung und zurückzuweisen. Die Prämisse unserer Politik ist natürlich die, dass wir an alle Mitglieder unserer Gesellschaft denken und insbesondere die Schwächsten – das sind in diesem Fall die Kinder – entsprechende Berücksichtigung finden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Immer dieselbe Leier!
Meine Damen und Herren, es ist ganz interessant – ich habe das in den letzten Reden schon gesagt –, wenn sich Frau Kollegin Hammerschmid hierher stellt, die gemeinsam mit Ihrer Partei mehr als zehn Jahre lang die Verantwortung im Bildungsbereich getragen hat, und uns dann erklärt, dass da alles schlecht läuft. Ich frage mich, was Sie die letzten zehn Jahre gemacht haben (Abg. Heinisch-Hosek: Immer dieselbe Leier!), Kollegin Heinisch-Hosek, Kollegin Hammerschmid! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir ja alleine regiert haben, oder?!) Die Kollegin Schmied ist nicht hier – ich weiß nicht, ob sie vielleicht gerade mit der Kommunalkredit beschäftigt ist.
Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir ja alleine regiert haben, oder?!
Meine Damen und Herren, es ist ganz interessant – ich habe das in den letzten Reden schon gesagt –, wenn sich Frau Kollegin Hammerschmid hierher stellt, die gemeinsam mit Ihrer Partei mehr als zehn Jahre lang die Verantwortung im Bildungsbereich getragen hat, und uns dann erklärt, dass da alles schlecht läuft. Ich frage mich, was Sie die letzten zehn Jahre gemacht haben (Abg. Heinisch-Hosek: Immer dieselbe Leier!), Kollegin Heinisch-Hosek, Kollegin Hammerschmid! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir ja alleine regiert haben, oder?!) Die Kollegin Schmied ist nicht hier – ich weiß nicht, ob sie vielleicht gerade mit der Kommunalkredit beschäftigt ist.
Ruf: Weder indirekt noch direkt, sondern gar nicht!
Eines ist aus unserer Sicht klar, und das ist ganz wesentlich: Ihre Kritik, muss ich sagen, gibt uns indirekt recht, und ich sehe, dass wir auch mit diesem Budget und mit unserem Regierungsprogramm nicht alles falsch machen, sondern dass wir, im Gegenteil, den richtigen Weg eingeschlagen haben. (Ruf: Weder indirekt noch direkt, sondern gar nicht!) Und ich muss auch sagen: Wir würden, glaube ich, unsere Wähler verraten, würden wir Ihre Politik fortführen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Eines ist aus unserer Sicht klar, und das ist ganz wesentlich: Ihre Kritik, muss ich sagen, gibt uns indirekt recht, und ich sehe, dass wir auch mit diesem Budget und mit unserem Regierungsprogramm nicht alles falsch machen, sondern dass wir, im Gegenteil, den richtigen Weg eingeschlagen haben. (Ruf: Weder indirekt noch direkt, sondern gar nicht!) Und ich muss auch sagen: Wir würden, glaube ich, unsere Wähler verraten, würden wir Ihre Politik fortführen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek – am Rande des Saals stehend –: Da bin ich! – Ruf bei der SPÖ: Da hinten ist sie, man muss nur schauen!
Meine geschätzten Damen und Herren! Der Herr Minister hat im Budgetausschuss gesagt, dass das ein schönes Budget ist. – Ohne Frage, es ist kein perfektes Budget, wir haben eben in diesem Bereich Altlasten zu reparieren. Die Bildungslücke – Frau Kollegin Heinisch-Hosek ist schon gegangen (Abg. Heinisch-Hosek – am Rande des Saals stehend –: Da bin ich! – Ruf bei der SPÖ: Da hinten ist sie, man muss nur schauen!); vielleicht sucht sie, wie sie die Bildungslücke gemacht hat – mussten wir stopfen.
Ruf bei der SPÖ: O ja, das ist auch eine Frage!
Keine Frage, es ist leider Gottes nicht so, dass wir dort mehr Milliarden hineinpumpen können, aber unterm Strich gibt es auf jeden Fall mehr Geld. Wir teilen es ein bisschen anders auf – ja, das ist auch keine Frage (Ruf bei der SPÖ: O ja, das ist auch eine Frage!) –, es wird da interessante Schwerpunkte geben, und wir werden auf jeden Fall interessante Maßnahmen setzen.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen ja gar nicht, was Teamteaching ist!
Ein Punkt: NMS. Da geht es um Effizienzsteigerung, das ist überhaupt keine Frage. Wir wissen, was der Rechnungshof kritisiert hat, Stichwort Teamteaching et cetera. Das werden wir uns anschauen. Da werden wir die Mittel besser verteilen müssen, und dann wird es durch eine Effizienzsteigerung auch indirekt mehr Geld geben und es wird mehr beim Schüler im Klassenzimmer ankommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen ja gar nicht, was Teamteaching ist!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?
Ein weiterer Punkt – den haben Sie völlig vernachlässigt, weil es Ihnen nicht in den ideologischen Kram gepasst hat – sind die AHS, für die es mehr Geld geben wird. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Die AHS leiden darunter, dass sie immer mehr Schüler haben, Frau Kollegin, die deswegen dorthin kommen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – Bleiben Sie bei der Sache, wir sind hier ja nicht in der Schule bei Ihnen! (Abg. Heinisch-Hosek: Ich bin bei der Sache!) Ja, ja.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Ein weiterer Punkt – den haben Sie völlig vernachlässigt, weil es Ihnen nicht in den ideologischen Kram gepasst hat – sind die AHS, für die es mehr Geld geben wird. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Die AHS leiden darunter, dass sie immer mehr Schüler haben, Frau Kollegin, die deswegen dorthin kommen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – Bleiben Sie bei der Sache, wir sind hier ja nicht in der Schule bei Ihnen! (Abg. Heinisch-Hosek: Ich bin bei der Sache!) Ja, ja.
Abg. Heinisch-Hosek: Ich bin bei der Sache!
Ein weiterer Punkt – den haben Sie völlig vernachlässigt, weil es Ihnen nicht in den ideologischen Kram gepasst hat – sind die AHS, für die es mehr Geld geben wird. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Die AHS leiden darunter, dass sie immer mehr Schüler haben, Frau Kollegin, die deswegen dorthin kommen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – Bleiben Sie bei der Sache, wir sind hier ja nicht in der Schule bei Ihnen! (Abg. Heinisch-Hosek: Ich bin bei der Sache!) Ja, ja.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und ein weiterer Punkt – weil Sie die Tagesbetreuung angesprochen haben –: Natürlich nehmen wir auch dafür weiterhin Geld in die Hand, nur geht es uns in diesem Zusammenhang um Wahlfreiheit und nicht um den sozialistischen Zwang, den Sie mit dem verschränkten Ganztagesunterricht haben wollten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?
Keine Frage, wir haben auch einen Paradigmenwechsel in Sachen Integrationspolitik! Die Deutschpflicht ist diesbezüglich ein Meilenstein. Sie haben sie in den letzten Jahren immer verweigert. Da hätten wir Zeit gewinnen können, aber so haben wir Zeit verloren. Wir machen das jetzt und werden das umsetzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Das stößt, und da sind Sie vielleicht im Elfenbeinturm, leider Gottes oder zum Glück – leider Gottes aus Ihrer Sicht, zum Glück aus unserer Sicht – auf sehr viel Zustimmung im System. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Kollege Taschner hat das schon zu recht erzählt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Gehen Sie, lassen Sie mich doch zufrieden mit Ihren Geschichten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es stößt wirklich auf breite Zustimmung und ist eine wesentliche Maßnahme.
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?
Keine Frage, wir haben auch einen Paradigmenwechsel in Sachen Integrationspolitik! Die Deutschpflicht ist diesbezüglich ein Meilenstein. Sie haben sie in den letzten Jahren immer verweigert. Da hätten wir Zeit gewinnen können, aber so haben wir Zeit verloren. Wir machen das jetzt und werden das umsetzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Das stößt, und da sind Sie vielleicht im Elfenbeinturm, leider Gottes oder zum Glück – leider Gottes aus Ihrer Sicht, zum Glück aus unserer Sicht – auf sehr viel Zustimmung im System. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Kollege Taschner hat das schon zu recht erzählt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Gehen Sie, lassen Sie mich doch zufrieden mit Ihren Geschichten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es stößt wirklich auf breite Zustimmung und ist eine wesentliche Maßnahme.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Keine Frage, wir haben auch einen Paradigmenwechsel in Sachen Integrationspolitik! Die Deutschpflicht ist diesbezüglich ein Meilenstein. Sie haben sie in den letzten Jahren immer verweigert. Da hätten wir Zeit gewinnen können, aber so haben wir Zeit verloren. Wir machen das jetzt und werden das umsetzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Das stößt, und da sind Sie vielleicht im Elfenbeinturm, leider Gottes oder zum Glück – leider Gottes aus Ihrer Sicht, zum Glück aus unserer Sicht – auf sehr viel Zustimmung im System. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Kollege Taschner hat das schon zu recht erzählt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Gehen Sie, lassen Sie mich doch zufrieden mit Ihren Geschichten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es stößt wirklich auf breite Zustimmung und ist eine wesentliche Maßnahme.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Keine Frage, wir haben auch einen Paradigmenwechsel in Sachen Integrationspolitik! Die Deutschpflicht ist diesbezüglich ein Meilenstein. Sie haben sie in den letzten Jahren immer verweigert. Da hätten wir Zeit gewinnen können, aber so haben wir Zeit verloren. Wir machen das jetzt und werden das umsetzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Das stößt, und da sind Sie vielleicht im Elfenbeinturm, leider Gottes oder zum Glück – leider Gottes aus Ihrer Sicht, zum Glück aus unserer Sicht – auf sehr viel Zustimmung im System. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist Teamteaching?) Kollege Taschner hat das schon zu recht erzählt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Gehen Sie, lassen Sie mich doch zufrieden mit Ihren Geschichten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es stößt wirklich auf breite Zustimmung und ist eine wesentliche Maßnahme.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Was ich spannend finde: Sie reden immer wieder über mehr Geld im Zusammenhang mit Integration. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wir reden da einerseits von Pflicht und andererseits – und das fehlt mir in der Debatte, Herr Kollege Strolz, auch bei Ihnen ein bisschen – müssen wir darüber reden: Wo ist denn der Integrationswille derer, die zu uns kommen? Das ist ein Punkt, der in den letzten Jahren viel zu wenig diskutiert worden ist, wo man den Menschen, die aus welchen Gründen auch immer zu uns kommen, klarmachen muss: Es muss auch den Willen geben, sich zu integrieren. Dieser fehlt mir nämlich vielfach. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Gamon: Wir reden von Kindern!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Gamon: Wir reden von Kindern!
Was ich spannend finde: Sie reden immer wieder über mehr Geld im Zusammenhang mit Integration. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wir reden da einerseits von Pflicht und andererseits – und das fehlt mir in der Debatte, Herr Kollege Strolz, auch bei Ihnen ein bisschen – müssen wir darüber reden: Wo ist denn der Integrationswille derer, die zu uns kommen? Das ist ein Punkt, der in den letzten Jahren viel zu wenig diskutiert worden ist, wo man den Menschen, die aus welchen Gründen auch immer zu uns kommen, klarmachen muss: Es muss auch den Willen geben, sich zu integrieren. Dieser fehlt mir nämlich vielfach. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Gamon: Wir reden von Kindern!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Warum darf Heinisch-Hosek nicht reden? – Ruf: Nur dazwischenreden, und nicht einmal ...! – Abg. Loacker: Geht’s, gebt der Rednerin 2 Minuten!
Mit diesem Budget, meine Damen und Herren, geschätzte Kollegen, ist ein erster Schritt gemacht. Aufgrund der Voraussetzungen ist es sicher keine einfache Geschichte, es werden aber noch, dessen können Sie gewiss sein, viele weitere Schritte kommen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Warum darf Heinisch-Hosek nicht reden? – Ruf: Nur dazwischenreden, und nicht einmal ...! – Abg. Loacker: Geht’s, gebt der Rednerin 2 Minuten!)
Abg. Rosenkranz: Na ja, das ist ja jetzt wirklich so eine Sache!
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (PILZ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister Faßmann! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Herr Minister, wie soll ich das jetzt sagen? (Abg. Rosenkranz: Na ja, das ist ja jetzt wirklich so eine Sache!) – Wie soll ich das sagen? Ich habe leider Sie, Herr Rosenkranz, jetzt nicht darum gebeten, dass Sie etwas sagen! Ich bin am Wort, danke schön! (Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Rosenkranz: Was hören Sie denn eigentlich bei mir? Was hat die da vorne?)
Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Rosenkranz: Was hören Sie denn eigentlich bei mir? Was hat die da vorne?
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (PILZ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister Faßmann! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Herr Minister, wie soll ich das jetzt sagen? (Abg. Rosenkranz: Na ja, das ist ja jetzt wirklich so eine Sache!) – Wie soll ich das sagen? Ich habe leider Sie, Herr Rosenkranz, jetzt nicht darum gebeten, dass Sie etwas sagen! Ich bin am Wort, danke schön! (Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Rosenkranz: Was hören Sie denn eigentlich bei mir? Was hat die da vorne?)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Vor allem betreffend die Bildung ist es aber doch so, dass diese ein ideologisch und emotional sehr besetzter Bereich ist. Das kann man aber auch niemandem verübeln, denn da geht es ja um die Zukunft der Kinder. Da geht es um das Wohlergehen unserer Kinder, da geht es auch um die Zukunft unseres Landes, das heißt, das beinhaltet natürlich viel Emotion. (Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lugar. – Abg. Noll: Jetzt haltet einmal den ...! – Abg. Rosenkranz: Aber, Kollege Noll, Gleichbehandlung ist für Sie schon ein Thema, oder?
So, jetzt komme ich zum mittleren Teil des Sandwiches: Sie haben letzte Woche im Budgetausschuss auf meine Frage nach der Innovationsstiftung und danach, was mit den 2 Millionen Euro statt der 50 Millionen Euro im Jahr passiert, aufgezählt, worauf dabei der Fokus gelegt wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lugar. – Abg. Noll: Jetzt haltet einmal den ...! – Abg. Rosenkranz: Aber, Kollege Noll, Gleichbehandlung ist für Sie schon ein Thema, oder?)
Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ja, passt! Setzen! – Abg. Hammer: Reden Sie über das Wetter!
Ich würde nun gerne zum Positiven übergehen, aber mir fällt zu dem Budget jetzt nichts mehr ein. (Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ja, passt! Setzen! – Abg. Hammer: Reden Sie über das Wetter!) Ich bin aber sehr gerne bereit, Sie zu unterstützen, wenn Sie sich trotzdem auf die Progressivität besonnen haben, sich besinnen und sich damit auseinandergesetzt haben, was das für Sie im Bildungsbereich bedeutet. Ich bin nämlich überzeugt davon, dass wir eine progressive Bildungspolitik, eine progressive Bildung brauchen und wir brauchen generell eine progressive Politik. (Beifall bei Liste Pilz und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich würde nun gerne zum Positiven übergehen, aber mir fällt zu dem Budget jetzt nichts mehr ein. (Beifall bei Liste Pilz und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ja, passt! Setzen! – Abg. Hammer: Reden Sie über das Wetter!) Ich bin aber sehr gerne bereit, Sie zu unterstützen, wenn Sie sich trotzdem auf die Progressivität besonnen haben, sich besinnen und sich damit auseinandergesetzt haben, was das für Sie im Bildungsbereich bedeutet. Ich bin nämlich überzeugt davon, dass wir eine progressive Bildungspolitik, eine progressive Bildung brauchen und wir brauchen generell eine progressive Politik. (Beifall bei Liste Pilz und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Das Mikrofon etwas lauter stellen! – Abg. Hammer: Das hilft nichts bei dir!
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Hohes Haus! Ja, jetzt bin ich angekommen im politischen Diskurs. (Abg. Jarolim: Das Mikrofon etwas lauter stellen! – Abg. Hammer: Das hilft nichts bei dir!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Jetzt bin ich angekommen im politischen Diskurs. – Ich habe das in meiner Berufslaufbahn so eigentlich nicht angestrebt, aber es ist so. Ich höre hier Dinge wie, ich will die Spaltung der Gesellschaft, die Gesellschaft brennt, ich bin nicht an der Zukunft interessiert! – Herr Strolz, alles das sind natürlich Unterstellungen! Ich verstehe, dass man dies im politischen Jargon so gebrauchen kann, ich würde mich aber dennoch freuen, wenn wir den bildungspolitischen Diskurs in einer Art und Weise führen könnten, wie wir ihn auch in den Ausschüssen führen. Ich glaube, damit erreicht man mehr für die Sache als mit Unterstellungen, dass man an den Dingen nicht interessiert ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
rufsgruppe ohne Lohnausgleich mehr arbeiten, wenn es andere nicht tun? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was wir machen können und was wir machen werden, ist sicherlich, ausreichend Ressourcen für die Deutschförderklassen bereitzustellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Wenn die ÖVP von Parlamentarismus redet! Lächerlich!
Ich höre von Sonja Hammerschmid, ich hätte diesbezüglich einen Zickzackkurs eingeschlagen. Ich weiß nicht, ich habe immer gedacht, dass der parlamentarische Diskussionsprozess auch darin besteht, dass man Gesetzesvorlagen in einen Stellungnahmeprozess einbringt und dass man diesen Stellungnahmeprozess auch ernst nimmt, hinhört, sensibel hinhört, auf die Bedürfnisse und Interessen unterschiedlicher Stakeholder Rücksicht nimmt und dann mit einem Vorschlag kommt. Wenn das jetzt mit Zickzackkurs negativ belegt wird, dann habe ich, das muss ich noch einmal sagen, eine andere Vorstellung eines parlamentarischen Prozesses. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Wenn die ÖVP von Parlamentarismus redet! Lächerlich!)
Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.
Dahin gehend ist klar: Das ist eine Maßnahme. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Wir werden diese Maßnahme installieren, wir werden sie implementieren, wir werden schauen, wie zielorientiert sie ist, und man wird sie nachjustieren, wenn man sieht, dass sie vielleicht weniger gut funktioniert. Ich werde mich freuen, wenn sie gut funktioniert. Seien Sie sicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dahin gehend ist klar: Das ist eine Maßnahme. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Wir werden diese Maßnahme installieren, wir werden sie implementieren, wir werden schauen, wie zielorientiert sie ist, und man wird sie nachjustieren, wenn man sieht, dass sie vielleicht weniger gut funktioniert. Ich werde mich freuen, wenn sie gut funktioniert. Seien Sie sicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Strolz! Eines hat mich aber schon gewundert, weil ich Sie für einen aufmerksamen Leser auch der Budgetentwürfe gehalten habe: Die 15a-Vereinbarung zur sprachlichen Frühförderung ist etwas ganz Wichtiges, d’accord. Wir müssen sicherlich im Kindergarten bereits anfangen, damit wir uns dann die Deutschprobleme beim Übertritt vom Kindergarten in die Volksschule vielleicht ersparen können. Die sprachliche Frühförderung ist budgetiert, sie ist aber dort budgetiert, wo sie – wenn Sie so wollen – kompetenzmäßig auch durchaus hingehören kann, nämlich im Integrationsministerium. Es gibt aber die Vereinbarung mit dem Integrationsministerium, dass mein Haus die 15a-Vereinbarungen verhandeln und auch die entsprechenden Ressourcen verwenden wird. Nehmen Sie also zur Kenntnis: Geld für die sprachliche Frühförderung ist vorhanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Strolz: Digitalisierung! – Abg. Steinacker – in Richtung Abg. Strolz –: Das ist auch das Einzige, was bleibt, sonst war nichts mehr zu finden! – Abg. Rosenkranz: Peinlich!
ßenordnung von über 230 Millionen pro Jahr budgetiert. (Abg. Strolz: Digitalisierung! – Abg. Steinacker – in Richtung Abg. Strolz –: Das ist auch das Einzige, was bleibt, sonst war nichts mehr zu finden! – Abg. Rosenkranz: Peinlich!) Wo ist jetzt Ihr Vorwurf, dass mit 230 Millionen keine Lehrerfortbildung stattfinden könnte?
Abg. Strolz: Herr Minister, Sie kürzen das Budget um 96 Prozent! Das ist ein Kahlschlag! Es ist lächerlich, zu sagen, das ist super, nach so einer Kürzung!
Ich muss auch etwas zu dieser Bildungs-Innovationsstiftung sagen, die eine sehr gute Konstruktion ist. Ich schmücke mich hier gar nicht mit fremden Federn, die Bildungs-Innovationsstiftung ist in der alten oder anderen oder vorangegangenen Koalitionsregierung beschlossen worden. Wir haben den Auffüllrahmen, den Auffüllzeitpunkt hinausgeschoben, aber die Innovationsstiftung selbst bleibt von ihrer Zielrichtung und von ihrer Konstruktion her auch als ein – wenn man so will – Instrument, um weitere Gelder über Substiftungen hereinzubringen, vollkommen erhalten. (Abg. Strolz: Herr Minister, Sie kürzen das Budget um 96 Prozent! Das ist ein Kahlschlag! Es ist lächerlich, zu sagen, das ist super, nach so einer Kürzung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Strolz! Was ich Ihnen im Ausschuss schon gesagt habe, und das ist das Entscheidende, ist, wir haben so viele unterschiedliche Bildungsförderungen und so viele unterschiedliche kleine Töpfe für Bildungsinnovationsförderung. Der FWF kann etwas machen. Wir haben die Pädagogischen Hochschulen, die ich Ihnen aufgezählt habe. Wir haben an den Universitäten bildungswissenschaftliche Fakultäten. Jeder macht ein bisschen etwas. Ich habe Ihnen gesagt, wir werden das stärker zusammenführen, damit wir eine klare Übersichtlichkeit im Bereich der erziehungswissenschaftlichen Forschung herstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben auch das Projekt Lehre mit Matura weitergeführt und dafür 25 Millionen Euro veranschlagt. Das ist eine wesentliche Sache, eine gute Sache, damit die duale Ausbildung an Attraktivität gewinnt und jene, die eine duale Ausbildung gewählt haben, auch leichter und auch finanziell unterstützt Matura machen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Insgesamt aber – und wenn man sich die Fakten anschaut, muss man das sagen – zählt die UG hinsichtlich der budgetären Zunahme zu den Gewinner-UGs. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, mit ruhigem Gewissen der UG 30 zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Es ist ja nicht nur für Herrn Faßmann die erste Budgetdebatte, es ist auch für mich die erste Budgetdebatte. Das Ganze erinnert mich ein bisschen an meine Lieblingsserie „Columbo“. Da weiß man ja auch am Anfang schon, wie es ausgeht, und man schaut es sich trotzdem noch eine Stunde lang an. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.)
Abg. Hammerschmid: Ja wer hat denn die erhöht?
Besonders stolz bin ich zum Beispiel auf die Erhöhung der Studienbeihilfe. (Abg. Hammerschmid: Ja wer hat denn die erhöht?) Wir geben Studierenden, die ein Studium ohne finanzielle Unterstützung nicht absolvieren könnten, 109 Millionen Euro mehr an Förderung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lindner – auf Abg. Hammerschmid deutend –: Da sitzt sie, da können Sie sich bedanken!) Das ist übrigens eine Steigerung um mehr als die Hälfte. Das heißt, dass die durchschnittlich ausgeschüttete Studienbeihilfe pro Person von 5 000 Euro auf 6 000 Euro angehoben wird. (Abg. Vogl: Das wart aber nicht ihr, da wart ihr nur zufälligerweise dabei!) Nicht nur das, wir machen auch die ganze Abwicklung leichter, damit mehr Studierende in den Genuss dieser Studienbeihilfe kommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lindner – auf Abg. Hammerschmid deutend –: Da sitzt sie, da können Sie sich bedanken!
Besonders stolz bin ich zum Beispiel auf die Erhöhung der Studienbeihilfe. (Abg. Hammerschmid: Ja wer hat denn die erhöht?) Wir geben Studierenden, die ein Studium ohne finanzielle Unterstützung nicht absolvieren könnten, 109 Millionen Euro mehr an Förderung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lindner – auf Abg. Hammerschmid deutend –: Da sitzt sie, da können Sie sich bedanken!) Das ist übrigens eine Steigerung um mehr als die Hälfte. Das heißt, dass die durchschnittlich ausgeschüttete Studienbeihilfe pro Person von 5 000 Euro auf 6 000 Euro angehoben wird. (Abg. Vogl: Das wart aber nicht ihr, da wart ihr nur zufälligerweise dabei!) Nicht nur das, wir machen auch die ganze Abwicklung leichter, damit mehr Studierende in den Genuss dieser Studienbeihilfe kommen.
Abg. Vogl: Das wart aber nicht ihr, da wart ihr nur zufälligerweise dabei!
Besonders stolz bin ich zum Beispiel auf die Erhöhung der Studienbeihilfe. (Abg. Hammerschmid: Ja wer hat denn die erhöht?) Wir geben Studierenden, die ein Studium ohne finanzielle Unterstützung nicht absolvieren könnten, 109 Millionen Euro mehr an Förderung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lindner – auf Abg. Hammerschmid deutend –: Da sitzt sie, da können Sie sich bedanken!) Das ist übrigens eine Steigerung um mehr als die Hälfte. Das heißt, dass die durchschnittlich ausgeschüttete Studienbeihilfe pro Person von 5 000 Euro auf 6 000 Euro angehoben wird. (Abg. Vogl: Das wart aber nicht ihr, da wart ihr nur zufälligerweise dabei!) Nicht nur das, wir machen auch die ganze Abwicklung leichter, damit mehr Studierende in den Genuss dieser Studienbeihilfe kommen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haider.
Kommen wir nach dieser wichtigen sozialen Maßnahme zum Bildungsbudget. Bis 2022 werden ja 670 Millionen Euro mehr in den Bildungsbereich investiert. Herr Kollege Strolz, wissen Sie, wie viel Gulasch das wäre? – Ich glaube, mehr als genug. Deswegen, glaube ich, können wir auch davon sprechen, dass wir diese Bildungslücke, die angesprochen wurde, schließen werden. Nicht nur das, es gibt auch Handlungsspielräume, die dadurch frei werden. Ich nenne nur die Lehre mit Matura – 25 Millionen Euro gibt es da mehr –, aber auch die Deutschförderklassen als Beispiel. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haider.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!
kann, wenn man Schüler, ohne dass sie die Unterrichtssprache beherrschen, in den Regelschulunterricht setzt. Das frustriert sie. Selbst die motiviertesten Schüler werden so frustriert, und das können wir so nicht weiter stehen lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Allein in Wien sind in der ersten Klasse Volksschule 35 Prozent der Schüler außerordentliche Schüler. Das heißt, sie können die Unterrichtssprache nicht ausreichend. 35 Prozent! Das sind Schüler, die vorher auch schon das verpflichtende Kindergartenjahr absolviert haben. Das heißt, wenn sie danach nicht schon halbwegs Deutsch können, dann muss doch am System grundsätzlich etwas falsch sein. Wir sollten diesen Missstand wirklich besser heute als morgen beheben, und dieses Modell ist die Lösung dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Noll: Das fragt sich die ÖVP?
Der Herr Minister hat es angesprochen: Die Opposition spricht von einem Zickzackkurs. Entschuldigung, nehmen wir als Parlament uns eigentlich ernst? (Abg. Noll: Das fragt sich die ÖVP?) Wir geben hier Tipps, es gibt eine Begutachtungsphase, es gibt viele Dinge, die dann eingearbeitet werden. Das ist der neue Stil, der am 15. Oktober gewählt wurde, nämlich dass wir konstruktiv und sinnvoll zusammenarbeiten und nicht so polemisch herumagitieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Scherak: Nico, das glaubst du ja selbst nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Scherak: Nico, das glaubst du ja selbst nicht!
Der Herr Minister hat es angesprochen: Die Opposition spricht von einem Zickzackkurs. Entschuldigung, nehmen wir als Parlament uns eigentlich ernst? (Abg. Noll: Das fragt sich die ÖVP?) Wir geben hier Tipps, es gibt eine Begutachtungsphase, es gibt viele Dinge, die dann eingearbeitet werden. Das ist der neue Stil, der am 15. Oktober gewählt wurde, nämlich dass wir konstruktiv und sinnvoll zusammenarbeiten und nicht so polemisch herumagitieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Scherak: Nico, das glaubst du ja selbst nicht!)
Zwischenruf des Abg. Noll
Das ist auch mein ernst gemeintes Angebot an die Stadt Wien. Es geht nicht um Rot-Grün gegen Schwarz-Blau (Zwischenruf des Abg. Noll), sondern es geht um die Zukunft unserer Kinder, und ich sage Ihnen: Wenn Sie Ihre Faust öffnen, sind wir gesprächsbereit! Wir wollen das gemeinsam im Sinne der Kinder in unserem Land lösen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist auch mein ernst gemeintes Angebot an die Stadt Wien. Es geht nicht um Rot-Grün gegen Schwarz-Blau (Zwischenruf des Abg. Noll), sondern es geht um die Zukunft unserer Kinder, und ich sage Ihnen: Wenn Sie Ihre Faust öffnen, sind wir gesprächsbereit! Wir wollen das gemeinsam im Sinne der Kinder in unserem Land lösen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Jarolim: Wie schaut das dann sonst aus?
Ich fasse zusammen: 670 Millionen Euro mehr für Bildung. 420 Millionen Euro mehr für die Wissenschaft. Ich glaube, die Message ist verständlich: Dieser Bereich ist ganz eindeutig ein Schwerpunkt der Bundesregierung. Ich bin vorsichtig mit Superlativen, aber wir als Nationalrat werden heute dieses Budget, dieses größte Wissenschaftsbudget aller Zeiten beschließen. (Abg. Jarolim: Wie schaut das dann sonst aus?) Sie können entscheiden, ob Sie nur dabei gewesen sein wollen oder ob Sie ein Teil davon sein wollen. Darum geht es nämlich heute. Ich werde mir auf jeden Fall den 19. April 2018 im Kalender ganz fett anstreichen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich fasse zusammen: 670 Millionen Euro mehr für Bildung. 420 Millionen Euro mehr für die Wissenschaft. Ich glaube, die Message ist verständlich: Dieser Bereich ist ganz eindeutig ein Schwerpunkt der Bundesregierung. Ich bin vorsichtig mit Superlativen, aber wir als Nationalrat werden heute dieses Budget, dieses größte Wissenschaftsbudget aller Zeiten beschließen. (Abg. Jarolim: Wie schaut das dann sonst aus?) Sie können entscheiden, ob Sie nur dabei gewesen sein wollen oder ob Sie ein Teil davon sein wollen. Darum geht es nämlich heute. Ich werde mir auf jeden Fall den 19. April 2018 im Kalender ganz fett anstreichen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Duzdar: Das war die SPÖ!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Im Wissenschaftsbudget gibt es tatsächlich einige erfreuliche Entwicklungen zu vermerken: Zum einen wird es in den nächsten Jahren deutlich mehr Mittel für die Universitäten geben und zum anderen wird es auch deutlich mehr Mittel für die Studienförderung geben. (Abg. Duzdar: Das war die SPÖ!) Das sind Beschlüsse, die wir noch vor den Wahlen gefasst haben. Was die Studienförderung betrifft, so haben wir viele, viele Jahre darauf gedrängt, dass da entscheidende Schritte gesetzt werden müssen, weil uns wichtig ist, dass junge Menschen, die entsprechende Fähigkeiten und Talente haben, studieren können, eine gute Ausbildung bekommen, auch wenn die Eltern keine dicke Brieftasche haben. Daher ist diese Unterstützung besonders wichtig.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren anscheinend nicht dabei!
Meinem Vorredner kann ich nur sagen: Schmücken Sie sich bitte nicht mit fremden Federn! Wir haben zu diesem Beschluss, den wir noch vor den Wahlen fassen konnten, die ÖVP wirklich hintragen müssen. Wir sind sehr froh, dass uns das gelungen ist, aber es war nicht leicht, sie dazu zu bringen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren anscheinend nicht dabei!)
Abg. Strasser: Der Beschluss war nicht vollständig, Frau Kollegin!
Der zweite wichtige Beschluss, nämlich dass die Universitäten in Österreich in den nächsten Jahren mehr Mittel, die sie dringend brauchen, zur Verfügung haben werden, ist in diesem Hause sogar gegen die Stimmen der ÖVP gefasst worden. Sie, Herr Bundesminister, profitieren jetzt von diesem Beschluss. Ich denke, dass Sie das auch so sehen. (Abg. Strasser: Der Beschluss war nicht vollständig, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird in den nächsten Jahren über 1 Milliarde Euro mehr an Mittel für die österreichischen Universitäten geben. Das ist an sich gut so. Wir haben das beschlossen, verbunden mit dem Auftrag, diese Mittel dafür einzusetzen, um in den Studien, die besonders stark nachgefragt sind, die Betreuung zu verbessern. Diese Studien sind ja nicht zufällig besonders stark nachgefragt, sondern deshalb, weil sich die jungen Menschen davon eine gute Ausbildung und gute Berufschancen erwarten. Aber was machen Sie jetzt? – Sie nehmen diese Mittel für die Universitäten, Sie beschließen aber gleichzeitig ein Gesetz, das dazu führt, dass es in den nächsten drei Jahren 20 000 Anfängerplätze weniger an den österreichischen Universitäten geben wird. Das war, sehr geehrte Damen und Herren, gar nicht Sinn der Sache. Sinn der Sache wäre, die Chancen junger Leute auszubauen und nicht zu kürzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Taschner
Diese 20 000 Plätze weniger sind ja nur der Anfang. Sie haben ja auch im Gesetz einen Mechanismus eingebaut, mit dem es zu einem Dominoeffekt kommen wird. Es besteht die Möglichkeit, in weiteren Studien die Zahl der Plätze zu verringern. Das heißt, wir werden in den nächsten Jahren – Sie haben die Weichen dafür gestellt – deutlich weniger Anfängerplätze an den Universitäten haben (Zwischenruf des Abg. Taschner); das bedeutet 20 000 junge Menschen, die studieren wollen, die dazu fähig sind, die die entsprechenden Talente haben, die aber nicht anfangen können.
Abg. Winzig: Ja, in Wels!
Haben Sie Kompensation dafür geschaffen? Haben Sie an anderer Stelle für gute Plätze gesorgt, für gute Ausbildung, zum Beispiel an den Fachhochschulen? (Abg. Winzig: Ja, in Wels!) – Nein. Da sprechen Sie davon, dass es 450 Plätze mehr geben wird in den nächsten Jahren. Diese 450 zusätzlichen Plätze sind auch nicht neu, die gehen auf einen Beschluss aus dem Jahr 2017 zurück, der jetzt budgetiert wird. Das heißt: Sie streichen 20 000 Plätze – fürs Erste – an den Universitäten und schaffen dafür 450 Plätze an den Fachhochschulen. Das heißt auch, wir werden damit rechnen müssen, dass künftig junge Menschen auf der Straße stehen, arbeitslos sind und auf dem Arbeitsmarkt für eine entsprechende Verengung sorgen werden. (Abg. Strasser: Das steigert die Absolventen! – Abg. Taschner: Falsche Rechnung! – Abg. Jarolim: Super Politik!) Dieses Sparen, dieses Verkürzen von Chancen von jungen Menschen haben Sie zu verantworten. Das ist absolut nicht in unserem Sinne. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Abg. Strasser: Das steigert die Absolventen! – Abg. Taschner: Falsche Rechnung! – Abg. Jarolim: Super Politik!
Haben Sie Kompensation dafür geschaffen? Haben Sie an anderer Stelle für gute Plätze gesorgt, für gute Ausbildung, zum Beispiel an den Fachhochschulen? (Abg. Winzig: Ja, in Wels!) – Nein. Da sprechen Sie davon, dass es 450 Plätze mehr geben wird in den nächsten Jahren. Diese 450 zusätzlichen Plätze sind auch nicht neu, die gehen auf einen Beschluss aus dem Jahr 2017 zurück, der jetzt budgetiert wird. Das heißt: Sie streichen 20 000 Plätze – fürs Erste – an den Universitäten und schaffen dafür 450 Plätze an den Fachhochschulen. Das heißt auch, wir werden damit rechnen müssen, dass künftig junge Menschen auf der Straße stehen, arbeitslos sind und auf dem Arbeitsmarkt für eine entsprechende Verengung sorgen werden. (Abg. Strasser: Das steigert die Absolventen! – Abg. Taschner: Falsche Rechnung! – Abg. Jarolim: Super Politik!) Dieses Sparen, dieses Verkürzen von Chancen von jungen Menschen haben Sie zu verantworten. Das ist absolut nicht in unserem Sinne. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.
Haben Sie Kompensation dafür geschaffen? Haben Sie an anderer Stelle für gute Plätze gesorgt, für gute Ausbildung, zum Beispiel an den Fachhochschulen? (Abg. Winzig: Ja, in Wels!) – Nein. Da sprechen Sie davon, dass es 450 Plätze mehr geben wird in den nächsten Jahren. Diese 450 zusätzlichen Plätze sind auch nicht neu, die gehen auf einen Beschluss aus dem Jahr 2017 zurück, der jetzt budgetiert wird. Das heißt: Sie streichen 20 000 Plätze – fürs Erste – an den Universitäten und schaffen dafür 450 Plätze an den Fachhochschulen. Das heißt auch, wir werden damit rechnen müssen, dass künftig junge Menschen auf der Straße stehen, arbeitslos sind und auf dem Arbeitsmarkt für eine entsprechende Verengung sorgen werden. (Abg. Strasser: Das steigert die Absolventen! – Abg. Taschner: Falsche Rechnung! – Abg. Jarolim: Super Politik!) Dieses Sparen, dieses Verkürzen von Chancen von jungen Menschen haben Sie zu verantworten. Das ist absolut nicht in unserem Sinne. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Abg. Rädler: Ihr Rezept?
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Ihnen offensichtlich besonders wichtig (Abg. Rädler: Ihr Rezept?), dass die 66 Millionen Euro an Spielgeld für die Herren Kurz und Strache, damit sie sich besser in Szene setzen können, gesichert sind. Wichtig wäre, das Geld zu nehmen und für bessere Bildungschancen für die Kinder und jungen Menschen in unserem Land zu sorgen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Leere Worthülsen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Leere Worthülsen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Ihnen offensichtlich besonders wichtig (Abg. Rädler: Ihr Rezept?), dass die 66 Millionen Euro an Spielgeld für die Herren Kurz und Strache, damit sie sich besser in Szene setzen können, gesichert sind. Wichtig wäre, das Geld zu nehmen und für bessere Bildungschancen für die Kinder und jungen Menschen in unserem Land zu sorgen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Leere Worthülsen!)
Abg. Kuntzl: Aber vollständig!
Ich möchte nur in Erinnerung rufen, wer das beschlossen hat, nämlich die SPÖ, die FPÖ und die Grünen (Abg. Kuntzl: Aber vollständig!) – nur um das einmal festzuhalten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie auch, wer nicht?! Wer nicht?) – Ja, das ergibt sich dann. Das können Sie ergänzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kuntzl: Sagen Sie auch, wer nicht?! Wer nicht?
Ich möchte nur in Erinnerung rufen, wer das beschlossen hat, nämlich die SPÖ, die FPÖ und die Grünen (Abg. Kuntzl: Aber vollständig!) – nur um das einmal festzuhalten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie auch, wer nicht?! Wer nicht?) – Ja, das ergibt sich dann. Das können Sie ergänzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte nur in Erinnerung rufen, wer das beschlossen hat, nämlich die SPÖ, die FPÖ und die Grünen (Abg. Kuntzl: Aber vollständig!) – nur um das einmal festzuhalten. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie auch, wer nicht?! Wer nicht?) – Ja, das ergibt sich dann. Das können Sie ergänzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kuntzl: Aus den Unterlagen des Ministeriums!
Im Übrigen weiß ich nicht, wo Sie die Zahl 20 000 herhaben. (Abg. Kuntzl: Aus den Unterlagen des Ministeriums!) – Ich habe die nicht gelesen. (Abg. Kuntzl: Na schau! – Oh-Ruf des Abg. Jarolim.) Also da dürfte mir etwas entgangen sein, aber das können wir dann noch bilateral abklären. Die möchte ich einmal hinterfragen, diese Zahl 20 000. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Kuntzl: Na schau! – Oh-Ruf des Abg. Jarolim.
Im Übrigen weiß ich nicht, wo Sie die Zahl 20 000 herhaben. (Abg. Kuntzl: Aus den Unterlagen des Ministeriums!) – Ich habe die nicht gelesen. (Abg. Kuntzl: Na schau! – Oh-Ruf des Abg. Jarolim.) Also da dürfte mir etwas entgangen sein, aber das können wir dann noch bilateral abklären. Die möchte ich einmal hinterfragen, diese Zahl 20 000. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Übrigen weiß ich nicht, wo Sie die Zahl 20 000 herhaben. (Abg. Kuntzl: Aus den Unterlagen des Ministeriums!) – Ich habe die nicht gelesen. (Abg. Kuntzl: Na schau! – Oh-Ruf des Abg. Jarolim.) Also da dürfte mir etwas entgangen sein, aber das können wir dann noch bilateral abklären. Die möchte ich einmal hinterfragen, diese Zahl 20 000. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
als auch für die Republik. Wir verwenden wesentlich mehr Geld. Der Kollege hat es vorhin schon angedeutet: Das ist das höchste Universitätsbudget in der Zweiten Republik. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Darum geht es ja hier in der Budgetdebatte: Was ist ein Budget oder was ist Politik? – Dem Grunde nach ganz allgemein grundsätzlich die Festlegung: Was nehmen wir den Leuten über Steuern, Abgaben et cetera weg und wofür geben wir das aus? Da gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte innerhalb der politischen Parteien. Die Freiheitliche Partei hat sich gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner ÖVP dazu entschlossen, im Rahmen der Budgets viel Geld für Sicherheit, viel Geld für Bildung, viel Geld für Wissenschaft und Forschung auszugeben, dieses auch effizient und effektiv einzusetzen, aber weniger Geld oder gar kein Geld – und da schaue ich jetzt den Herrn Finanzminister an – für so, ich sage es, sozialistische Wirtschaftsmaßnahmen wie einen Beschäftigungsbonus in Zeiten der Hochkonjunktur auszugeben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schüler der Camillo Sitte Lehranstalt recht herzlich bei uns auf der Galerie begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
An dieser Stelle muss auch einmal dem ehemaligen Herrn Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner Danke gesagt werden. Er hat damals seine Rolle, auch in Kombination als Vizekanzler, bestens ausgenützt, um der Wissenschaft und der Forschung einen Dienst zu erweisen, um diese Reformen, die wir in dieser neuen Periode schon beschließen konnten, überhaupt erst möglich zu machen. Also Danke an Reinhold Mitterlehner dafür, dass die Wissenschaft und die Forschung jetzt mit einem vergleichsweise guten Budget weiterarbeiten können. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Ja, liebe ÖVP, Sie dürfen schon auch klatschen. Das war einer von Ihnen.
Abg. Strolz: Geschichtsklitterung! Absolut!
Ja, die Unis haben jetzt mehr Geld. Die Entstehungsgeschichte dieser Budgeterhöhung möchte ich jetzt hier nicht noch einmal durchkauen. Bezüglich dessen, wie wir da zu mehr Geld gekommen sind, gibt es ein bisschen Geschichtsverklärung. (Abg. Strolz: Geschichtsklitterung! Absolut!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit dem vorliegenden Budget und mit diesen Maßnahmen, die uns auch der Herr Minister heute schon teilweise skizziert hat, gelingt es uns, eine Veränderung in unserem Bildungssystem herbeizuführen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Kassegger.
Als Sprecherin der ÖVP für Berufsausbildung und Lehre möchte ich zuerst zu diesem Bereich ein paar Worte sagen. Wir haben im internationalen Vergleich viele Möglichkeiten für unsere jungen Österreicherinnen und Österreicher in dieser Ausbildungsform. Wir sind stolz auf sie, wir haben Weltmeisterinnen und Weltmeister in diesen Lehrberufen. Wir haben gute, gut ausgebildete junge Menschen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Allerdings stehen wir vor folgender Herausforderung – das sind Zahlen aus dem Jänner –: Es gibt 20 000 offene Lehrstellen und nur 10 000 Lehrstellensuchende. Wir müssen da ansetzen! Ich kann hier nur allen Jugendlichen, die im Moment dabei sind, zu überlegen, was sie weiter machen wollen, ob sie im Herbst weiter in die Schule gehen oder einen Beruf erlernen werden, Folgendes mitgeben: Schaut euch die gesamte Breite der 200 Lehrberufe, die wir in Österreich haben, an! Wenn ihr den Weg der Berufsausbildung einschlagt, werdet ihr eine gute Zukunftsperspektive haben. Diesen Appell möchte ich auch an die Eltern richten. Es gibt wirklich gute Möglichkeiten – es ist heute schon angesprochen worden –, wir werden auch im Bereich der Berufsschulen investieren. 17 Millionen Euro wird es zusätzlich für Unterrichtsstunden für Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
schen besser ausgebildet werden. Wir schaffen damit ein Betreuungsverhältnis, das weit niedriger ist als das bisherige. Damit können wir die Qualität auch auf unseren Universitäten enorm verbessern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Weiters freut es mich, dass wir damit auch jungen Menschen, die sich gerade für die Forschung interessieren und in diesem Bereich auf der Universität ihren Karriereweg sehen, eine Perspektive bieten; genau das gelingt uns mit diesem Budget. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend möchte ich noch etwas sagen, was mir besonders wichtig ist: Auch mit diesen zusätzlichen Stellen an den Universitäten können wir gerade jungen ForscherInnen in den unterschiedlichsten Bereichen eine Zukunftsperspektive bieten. Mit diesem Bildungsmix von der Lehre bis zur Universität ist Österreich für die Zukunft gut aufgestellt. Stimmen wir also heute diesem Budget auch gemeinsam zu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (PILZ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ja, hier scheint die Sonne erhöhter Mittelzufuhr im Wissenschaftsbereich; ich als Oppositioneller sage, das ist gut so, wir sind dafür, und das ist ein wichtiger und eminent wesentlicher Schritt für die Zukunft. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rädler: Wir sind ja nicht bei der Liste Pilz!
Wenn man aber einen Blick auf die Landschaft wirft, die von dieser Sonne beschienen wird, dann sieht man, dass die Mehrheitsfraktionen hier im Haus vorhaben – oder es zum Teil auch schon getan haben –, einige autokratische Bäumchen zu pflanzen, die durchaus in der Lage sind, ganz antidemokratische Triebe auszubilden. (Abg. Rädler: Wir sind ja nicht bei der Liste Pilz!)
Abg. Loacker: Aber passen würde er schon!
Herr Rädler, Sie sind sicher nicht bei uns (Abg. Loacker: Aber passen würde er schon!), Sie werden auch nicht zu uns kommen. (Heiterkeit und Beifall bei der Liste Pilz.)
Heiterkeit und Beifall bei der Liste Pilz.
Herr Rädler, Sie sind sicher nicht bei uns (Abg. Loacker: Aber passen würde er schon!), Sie werden auch nicht zu uns kommen. (Heiterkeit und Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Genau das ist das Kennzeichen der Unterdotierung des FWF. Hier wäre schnell und rasch nachzurüsten; ich hoffe, Sie tun das. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Christian Schandor (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Unterrichtsminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Zuseher auf der Besuchergalerie! Meine Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehgeräten! Schule ist neben dem Elternhaus jener Bereich, der über ein gelingendes Leben entscheidet. In welches Elternhaus ein Kind hineingeboren wird, obliegt dem Zufall. Welche Bildung es bekommt, darf jedoch nicht vom Zufall und nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Um diese Chancengleichheit zu gewährleisten und soziale Benachteiligungen auszugleichen, muss all das von Anfang an – das ist das Entscheidende – für das Elternhaus kostenfrei sein. Dafür setzt sich diese Bundesregierung ein. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Elisabeth Feichtinger, BEd BEd (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Anwesende auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Unsere Schulen haben nicht nur entscheidenden Einfluss darauf, welche beruflichen Chancen unsere Kinder haben, sie prägen auch den ersten Blick, den junge Menschen auf unser Land und unsere Gesellschaft haben, und wie sie sich selbst und ihre Rolle darin definieren. Sie sorgen dafür, dass sie sich wohlfühlen und ein Teil unserer Gesellschaft werden, dass sie lernen, sich einzubringen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten, dass keiner den Anschluss verliert und sich von Kindheit an ausgegrenzt fühlt, sondern dass sie lernen, dass Österreich eine inklusive und starke Gemeinschaft ist, wo man zusammenhält und einander gegenseitig hilft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dafür ist es wichtig und unbedingt notwendig, Herr Minister, dass wir gerade die Neuen Mittelschulen wieder stärken, dass wir das Teamteaching vorantreiben, dass wir die Klassenschülerhöchstzahlen niedrig halten und dass wir vor allem endlich den Chancenindex umsetzen und die Mittel dort gezielt einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich all meinen Kolleginnen und Kollegen ein herzliches Dankeschön von meiner Seite für ihr tagtägliches Engagement in den Schulen sagen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir uns im Land umschauen und uns die Ballungsräume anschauen, dann wissen wir und sehen wir, dass wir einen ganz massiven Migrationsdruck in den Städten haben. Wir haben Situationen in Wien, Linz, Graz – rechtes Murufer – oder Wels, in denen der Migrationsdruck an den Schulen für die Lehrerinnen und Lehrer sichtbar und spürbar wird. Von dieser Stelle aus ein großes Danke für den Einsatz der Pädagoginnen und Pädagogen; diese leisten in unseren Schulen hervorragende Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dieser Migrationsdruck führt dazu, dass wir Schulklassen haben, in denen bis zu 90 Prozent der Kinder Deutsch nicht als Muttersprache oder gar als Umgangssprache haben. Das ist eine enorme Herausforderung, denn das nimmt den Kindern Chancengleichheit. Deswegen mein Appell auch an die SPÖ: Raus aus der ideologischen Sackgasse, um den Schritt zu wagen, die Deutschförderklassen zu unterstützen, denn die Deutschförderklassen geben unseren Kindern eine Chance! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Warum komme ich jetzt dazu, die SPÖ im Besonderen anzusprechen? – Das rot-grüne Wien verweigert sich dieser Diskussion. Im Vergleich dazu ein Beispiel: In Wiener Neustadt ist Klaus Schneeberger Bürgermeister, und dort gibt es eine Volksschule, in der 90 Prozent der Kinder in einer Klasse nicht Deutsch sprechen. Dort wurde die Initiative ergriffen, es wurde eine Deutschklasse eingerichtet, und das Besondere an dem System ist: Bereits nach drei Monaten hatten über 70 Prozent der Kinder einen Fortschritt erzielt, und das sind 70 Prozent mehr Chancengleichheit für Kinder mit Migrationshintergrund! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Herr Minister Faßmann, danke für Ihren Einsatz für eine Schule, die Integration ermöglicht, für eine Schule, die etwas aufbaut, was wichtig für unser Land ist, nämlich ein gemeinsames Miteinander, denn wir wollen keine Gesellschaft des Gegeneinander und keine Gesellschaft des Nebeneinander! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Man muss immer auf den Anteil achten!
Ich möchte jetzt gerne noch einmal auf das Thema der Deutschförderklassen zurückkommen: Es gibt verschiedenste wissenschaftliche Studien, die belegen, dass eine Trennung zwischen Sprachlernen und Fachlernen den Spracherwerb erschwert. Das heißt also, dass das Modell nicht wirklich hilfreich ist, sondern dass die Kinder schneller und besser Deutsch lernen, wenn sie eben nicht separiert werden. Im Hinblick darauf stelle ich mir die Frage: Warum vertraut man diesen Expertenmeinungen nicht? Warum vertraut man diesen Fachleuten nicht? Selbsternannte Experten, deren es offensichtlich viele gibt, glauben, dieses Thema besser einschätzen zu können als die Fachleute, die sich sehr intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Man muss immer auf den Anteil achten!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Ich kenne das Thema auch sehr gut aus der Praxis. In Tirol haben wir vor vielen Jahren schon versucht, Sprachstarterklassen einzuführen, auch in meiner Heimatstadt, und es sind in der Praxis sehr viele besorgte Eltern zu uns gekommen und haben gesagt: Bitte stecken Sie unsere Kinder nicht in Ausländerklassen! Wie sollen sie sich denn dann jemals integrieren? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist dies also eine doppelte Verschlechterung, und das ist das eigentliche Dilemma. Das Ergebnis wird sein, dass man sich in 20 Jahren immer noch wundern wird, warum gelebte Integration in unserer Gesellschaft nicht funktioniert. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Minister Faßmann, Sie haben wahrlich kein leichtes Erbe übernommen! Deswegen wundert es mich, dass sich Ihre Vorgängerin heute hier herstellen und gewisse Feststellungen treffen kann! Heute Früh haben wir gehört, wie schlecht wir bei der Digitalisierung sind. Frau Exministerin, das ist eine perfekte Selbstanklage! Wir sind vier Monate am Arbeiten, und wir haben die vielen Versäumnisse des SPÖ-geführten Bildungsministeriums der letzten zehn Jahre wettzumachen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.)
Abg. Kuntzl: Auch regieren muss man können! – Abg. Rosenkranz: Frau Kollegin! Sie können beides nicht!
Sie können sich nicht heute hier herstellen und überzeugend all das, was Sie in der Vergangenheit nicht getan haben, beklagen! Das ist keine gute Oppositionspolitik! Ich habe das schon gestern festgestellt: Auch in Opposition zu sein muss man können! Sie können das noch nicht! (Abg. Kuntzl: Auch regieren muss man können! – Abg. Rosenkranz: Frau Kollegin! Sie können beides nicht!)
Abg. Rosenkranz: Wer war denn da Minister?
Richtig ist es, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, und wenn man sich auf den Weg macht, dann muss man sich fragen: Wie schaut der Status quo aus? – Der Status quo ist nicht berauschend! Die letzten Pisa-Ergebnisse waren erschreckend (Abg. Rosenkranz: Wer war denn da Minister?); im Bereich Naturwissenschaft minus elf Punkte, Platz 20 unter 38 OECD-Staaten. Auch der Bereich Lesen ist ein Desaster: Wir waren signifikant unter dem OECD-Schnitt, Platz 25 von 38. Sie wissen es: Ein Drittel unserer Schüler kann nicht sinnerfassend lesen und schreiben und hat auch höchste Defizite beim Rechnen. – Das ist der Status quo, den wir nach zehn Jahren sozialistischer Bildungspolitik übernommen haben: Das ist erschreckend! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Danke, SPÖ!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Danke, SPÖ!
Richtig ist es, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, und wenn man sich auf den Weg macht, dann muss man sich fragen: Wie schaut der Status quo aus? – Der Status quo ist nicht berauschend! Die letzten Pisa-Ergebnisse waren erschreckend (Abg. Rosenkranz: Wer war denn da Minister?); im Bereich Naturwissenschaft minus elf Punkte, Platz 20 unter 38 OECD-Staaten. Auch der Bereich Lesen ist ein Desaster: Wir waren signifikant unter dem OECD-Schnitt, Platz 25 von 38. Sie wissen es: Ein Drittel unserer Schüler kann nicht sinnerfassend lesen und schreiben und hat auch höchste Defizite beim Rechnen. – Das ist der Status quo, den wir nach zehn Jahren sozialistischer Bildungspolitik übernommen haben: Das ist erschreckend! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Danke, SPÖ!)
Zwischenruf des Abg. Gudenus.
Die Quote an Risikoschülern, die dem Unterricht nicht folgen können, ist signifikant gestiegen. Die Quote der Spitzenschüler ist hingegen innerhalb der letzten zehn Jahre unter den OECD-Schnitt zurückgefallen: Vor zehn Jahren waren noch 20 Prozent unserer Schüler Spitzenschüler, nach zehn Jahren sozialistischer Bildungspolitik ist diese Quote auf 15 Prozent zurückgefallen; im OECD-Schnitt liegt sie bei 16 Prozent. Sie sehen also: In allen Bereichen ist unser Bildungssystem nicht einmal Mittelmaß. Sie stellen sich aber hier her und sagen, was wir alles schlecht machen! (Zwischenruf des Abg. Gudenus.)
Beifall bei der FPÖ.
4 700 Euro pro Schüler und in der Neuen Mittelschule auf 7 200 Euro pro Schüler. – Das war also der falsche Weg! Wir werden unsere Gymnasien natürlich unterstützen, weil sie funktionieren und weil dort wirklich gute Arbeit gemacht wurde. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Richtig, so ist es!
Parallel dazu boomen die Privatschulen. Ich darf in diesem Zusammenhang den Wissenschaftler Paul Liessmann zitieren, der zu den Privatschulen Folgendes festgestellt hat – ich zitiere –: „Wenn politisch Verantwortliche die Gesamtschule propagieren, ihre eigenen Kinder jedoch in die katholische Privatschule schicken, weiß man, was los ist.“ (Abg. Rosenkranz: Richtig, so ist es!) Diese Aussage kann ich nur unterstreichen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz – in Richtung SPÖ –: Da ist auch wieder alles still da drüben!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz – in Richtung SPÖ –: Da ist auch wieder alles still da drüben!
Parallel dazu boomen die Privatschulen. Ich darf in diesem Zusammenhang den Wissenschaftler Paul Liessmann zitieren, der zu den Privatschulen Folgendes festgestellt hat – ich zitiere –: „Wenn politisch Verantwortliche die Gesamtschule propagieren, ihre eigenen Kinder jedoch in die katholische Privatschule schicken, weiß man, was los ist.“ (Abg. Rosenkranz: Richtig, so ist es!) Diese Aussage kann ich nur unterstreichen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz – in Richtung SPÖ –: Da ist auch wieder alles still da drüben!)
Abg. Kuntzl: Sie wurden überhaupt nicht geprügelt! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sind für gewaltfreie Erziehung! – Abg. Rosenkranz: Aber wir sind nicht für hirnfreie Erziehung!
Es ist höchste Zeit, dass wir diese Bildungsdefizite, die mangelnden beziehungsweise nicht vorhandenen Sprachkenntnisse beim Eintritt in die Schule, endlich beseitigen. Das war das, was wir als Freiheitliche Partei über Jahre hinweg intensiv eingefordert haben: Deutsch vor Schuleintritt! Dafür wurden wir von Ihnen geprügelt, für diesen richtigen Ansatz wurden wir jahrelang geprügelt. (Abg. Kuntzl: Sie wurden überhaupt nicht geprügelt! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sind für gewaltfreie Erziehung! – Abg. Rosenkranz: Aber wir sind nicht für hirnfreie Erziehung!) Sie wissen, ich bin im Hauptberuf Lehrer und habe das Lehramt auch jahrelang ausgeübt. Für mich war und ist es unvorstellbar, Kinder zu unterrichten, die dem Unterricht nicht folgen können. Das ist denkunmöglich (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und nebenbei maximal diskriminierend, weil nämlich all die anderen Schüler, die Deutsch können, was das Unterrichtsziel betrifft, auch zurückbleiben.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Es ist höchste Zeit, dass wir diese Bildungsdefizite, die mangelnden beziehungsweise nicht vorhandenen Sprachkenntnisse beim Eintritt in die Schule, endlich beseitigen. Das war das, was wir als Freiheitliche Partei über Jahre hinweg intensiv eingefordert haben: Deutsch vor Schuleintritt! Dafür wurden wir von Ihnen geprügelt, für diesen richtigen Ansatz wurden wir jahrelang geprügelt. (Abg. Kuntzl: Sie wurden überhaupt nicht geprügelt! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sind für gewaltfreie Erziehung! – Abg. Rosenkranz: Aber wir sind nicht für hirnfreie Erziehung!) Sie wissen, ich bin im Hauptberuf Lehrer und habe das Lehramt auch jahrelang ausgeübt. Für mich war und ist es unvorstellbar, Kinder zu unterrichten, die dem Unterricht nicht folgen können. Das ist denkunmöglich (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und nebenbei maximal diskriminierend, weil nämlich all die anderen Schüler, die Deutsch können, was das Unterrichtsziel betrifft, auch zurückbleiben.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Dieses System ist ungerecht. Es ist höchste Zeit, dass wir Deutschförderklassen einrichten, die endlich einmal die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dem Unterricht überhaupt gefolgt werden kann. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Das ist der richtige Weg, das ist der richtige Ansatz, und ich bin froh, dass diese freiheitliche Idee unter der neuen Regierung jetzt endlich umgesetzt wird. (Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Rosenkranz.
Dieses System ist ungerecht. Es ist höchste Zeit, dass wir Deutschförderklassen einrichten, die endlich einmal die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dem Unterricht überhaupt gefolgt werden kann. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Das ist der richtige Weg, das ist der richtige Ansatz, und ich bin froh, dass diese freiheitliche Idee unter der neuen Regierung jetzt endlich umgesetzt wird. (Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Sie haben es auch nicht können! – Abg. Rosenkranz: Aber wir schaffen das im Gegensatz zu Ihnen!
Abgeordneter Walter Bacher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Hauser, auch Regierung muss man können – Sie können es nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Sie haben es auch nicht können! – Abg. Rosenkranz: Aber wir schaffen das im Gegensatz zu Ihnen!)
Abg. Rosenkranz: Lesen, Rechnen, Schreiben!
und entsprechend nutzen zu können, gehört mehr dazu (Abg. Rosenkranz: Lesen, Rechnen, Schreiben!), nämlich ein fundiertes Wissen von klein auf. Einen digitalen Inhalt richtig einordnen zu können, ein sorgsamer Umgang mit sensiblen Daten, ein ebenso sorgsamer und respektvoller Umgang mit Daten anderer, das sind die Eckpfeiler (Abg. Rosenkranz: Das Einmaleins, das Alphabet!), die die jungen Menschen als Teil der Bildung von klein auf lernen müssen.
Abg. Rosenkranz: Das Einmaleins, das Alphabet!
und entsprechend nutzen zu können, gehört mehr dazu (Abg. Rosenkranz: Lesen, Rechnen, Schreiben!), nämlich ein fundiertes Wissen von klein auf. Einen digitalen Inhalt richtig einordnen zu können, ein sorgsamer Umgang mit sensiblen Daten, ein ebenso sorgsamer und respektvoller Umgang mit Daten anderer, das sind die Eckpfeiler (Abg. Rosenkranz: Das Einmaleins, das Alphabet!), die die jungen Menschen als Teil der Bildung von klein auf lernen müssen.
Abg. Belakowitsch: Im Kindergarten?
Deshalb fragte ich Sie, Herr Bundesminister, wie hoch die finanziellen Mittel 2018/2019 für die Ausweitung der Digitalisierung im Unterricht an den österreichischen Schulen sind. – Die Antwort von Ihnen, dass nur für Bundesschulen, AHS, BMS, BHS, Budgets für Investitionen in diesem Bereich veranschlagt sind, irritiert ein wenig. Das spricht nicht für ein ganzheitliches Bildungskonzept, schließlich hat die Regierung noch vor Kurzem ganz stolz erklärt, dass nun die gesamte Bildung, inklusive Elementarbildung, auch in den Kindergärten, in einem Bildungsministerium zusammengefasst ist. Halten Sie digitale Bildung erst für Schülerinnen und Schüler ab 14 oder 15 Jahren für notwendig (Abg. Belakowitsch: Im Kindergarten?), weil nur in mittleren und höheren Schulen Mittel dafür budgetiert worden sind? Es gibt auch für die Berufsschulen kein Budget für digitale Bildung. Laut Ihrer Anfragebeantwortung sind Sie nicht zuständig, aber selbst wenn man sich die Finanzierung für die Berufsschulen mit den Ländern teilt, der Bildungsauftrag ist definitiv bei Ihnen zu suchen.
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Bacher, Digitalisierung ist nicht alles! Ich möchte auch den Vorrednern der Opposition schon einen Wink geben: Die Wissensvermittlung erfolgt trotzdem im großen Stil durch unsere Pädagoginnen und Pädagogen. Das Schlechtreden unseres Schulsystems und unserer Pädagoginnen und Pädagogen ist wirklich etwas, was ein Lehrer nicht hören möchte, denn, wie gesagt, es erfolgt sehr viel Wissensvermittlung und es steckt persönliches Engagement über das normale Maß hinaus drin; das haben sie sich nicht verdient. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir investieren auch in den Schulbau; 540 Millionen Euro, das ist ein großes Budget. Vor allem die AHS, die wahrscheinlich aufgrund ideologischer Befindlichkeiten in den letzten Jahren ein bissl stiefmütterlich behandelt worden sind, können sich freuen, dass jetzt wieder in den Schulbau investiert wird; auch die Neuen Mittelschulen können sich freuen. Mir ist schon bewusst, dass es gerade bei den Neuen Mittelschulen sehr gute Schulen gibt, vor allem im ländlichen Raum, aber mir sind auch die Probleme im städtischen Bereich bekannt, daher freut es mich umso mehr, dass wir die Deutschförderklassen einrichten können. Es ist ja logisch: Wer die Sprache nicht versteht, kann dem Unterricht nicht folgen. Es ist somit eine logische Notwendigkeit, dass wir diese schaffen, und ich gratuliere unserem Herrn Bundesminister dazu. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend noch einmal herzlichen Dank an unsere Pädagoginnen und Pädagogen für die von ihnen geleistete Arbeit. Sie bilden unsere nächste Generation aus und sie leisten einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, Sie wissen auch, dass Spitzenforschung, dass Innovation die Schlüssel für den Wohlstand in Österreich sind und auch gewährleisten, dass dieser auch für die Zukunft abgesichert ist und die gesellschaftlichen Herausforderungen von morgen besser gemeistert werden können. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Herr Minister Faßmann, weil Sie Jahrzehnte in der akademischen Welt sehr aktiv und engagiert verbracht haben, hätte ich mir – und da bin ich nicht allein, da steht die ganze Wissenschaft hinter mir – gerade von Ihnen als quasi Kollegen eine Wende in der Grundlagenforschungsförderung erwartet. Leider ist diese Wende nicht eingetreten. Das Budget, so wie es jetzt auf dem Tisch liegt, trägt den wahren Bedürfnissen der Forschung in Österreich – und Sie wissen das besser als ich, weil Sie viel länger dort tätig waren – jedenfalls nicht Rechnung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Lassen Sie mich ein Statement einer amerikanischen Wissenschafterin, die an der Universität von Wisconsin, in New York und Oxford lehrt, vorbringen. Sie sagt: „If you think research is expensive, try disease!“ Mit anderen Worten: Wenn es uns gelingt, über Forschung Krankheiten zu verhindern oder Probleme zu lösen, so bringt das nicht nur immens weniger Leid für den Patienten, sondern natürlich auch eine deutliche Kostenersparnis. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Kucher.
Österreich nimmt in der onkologischen Forschung, also in der Krebsforschung, eine durchaus sehr gute Position ein, aber es sind Strukturveränderungen notwendig, damit Österreich in diesem Bereich konkurrenzfähig bleibt. Dazu erforderlich sind vermehrt nationale und internationale Forschungsnetzwerke, finanzielle Mittel und – als wichtiger Ansatz – die Nachwuchsförderung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Kucher.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir alle – Sie, ich – haben im Grunde genommen nur zwei Wünsche: alt zu werden und dabei jung zu bleiben. Wir kommen diesen Wünschen in kleinen Schritten ein wenig näher. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schüler der HTL Rennweg, die soeben auf unserer Galerie angekommen sind, herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich schließe mich der Meinung von Frau Gamon an, die (in Richtung Sitzreihen der NEOS), glaube ich, noch im Saal ist, und sage: Ja, das ist eine historische Chance für diese Universitäten, und die Universitäten müssen diese historische Chance auch nützen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Aus der langjährigen Erfahrung mit Universitäten weiß ich, dass das kein Selbstläufer ist. Mein Haus, unser Haus, das Bundesministerium, muss dabei sein, um diese historische Chance tatsächlich auch realisieren zu können.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diesbezüglich, Frau Kuntzl, kommen wir, glaube ich, nie zusammen. Mir kommt es darauf an, gute Studienbedingungen für die aktiven Studierenden zu schaffen, und ich schaue und trachte danach, dass Studierende ihr Studium auch abschließen. Das ist das Entscheidende. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Die Frage, wie viele ein Studium beginnen, ist nicht das Entscheidende. Sie, Frau Kuntzl, argumentieren mit 20 000 Anfängerplätzen. – Die Universitäten kennen das System der Anfängerplätze nicht. Es gilt bei den meisten Studien der freie Hochschulzugang. Wieso können Sie dann definieren, was ein Anfängerplatz ist? Sie können mit der Platzdefinition bei den Fachhochschulen reüssieren, aber nicht bei den meisten Studien an den Universitäten. Daher geht es auch bei der Frage, wie viele Studienanfängerplätze wegfallen, um eine rein fiktive Rechengröße. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Kuntzl: Wie ist das dann in der Medizin mit den Anfängerplätzen?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Kuntzl: Wie ist das dann in der Medizin mit den Anfängerplätzen?
Diesbezüglich, Frau Kuntzl, kommen wir, glaube ich, nie zusammen. Mir kommt es darauf an, gute Studienbedingungen für die aktiven Studierenden zu schaffen, und ich schaue und trachte danach, dass Studierende ihr Studium auch abschließen. Das ist das Entscheidende. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Die Frage, wie viele ein Studium beginnen, ist nicht das Entscheidende. Sie, Frau Kuntzl, argumentieren mit 20 000 Anfängerplätzen. – Die Universitäten kennen das System der Anfängerplätze nicht. Es gilt bei den meisten Studien der freie Hochschulzugang. Wieso können Sie dann definieren, was ein Anfängerplatz ist? Sie können mit der Platzdefinition bei den Fachhochschulen reüssieren, aber nicht bei den meisten Studien an den Universitäten. Daher geht es auch bei der Frage, wie viele Studienanfängerplätze wegfallen, um eine rein fiktive Rechengröße. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Kuntzl: Wie ist das dann in der Medizin mit den Anfängerplätzen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die ERC Grants, die vom ERC, dem European Research Council, dem Europäischen Forschungsrat, hoch kompetitiv vergeben werden, sind sozusagen die prestigeträchtigsten Preise, und wir stehen – bezogen auf die Bevölkerungszahl – mit 218 ERC Grants auf Nummer vier. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Wenn das kein guter Indikator ist, dann weiß ich nicht! Dieser gute Indikator kann nur deswegen zustande kommen, weil eben unsere Rahmenbedingungen für jene, die studieren und forschen wollen, auch gut sind. Sie wissen auch, Frau Gamon, dass unsere Absolventen ganz geringe Arbeitslosenquoten aufweisen. Wenn das, dass unsere Absolventen auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, kein guter Indikator für die Rahmenbedingungen ist, dann weiß ich auch nicht, was dann ein guter Indikator sein soll? (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.
Es ist auch klar, dass der FWF über sogenannte Matching Funds mit den Ländern eine weitere Budgetexpansion durchführen können wird. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Ich weiß nicht, warum Sie den FWF so schlechtreden wollen. Wir wissen ganz genau, dass wir ihn in eine Expansionsphase hineingebracht haben, und diese Expansionsphase wird nicht aufhören – auch nicht mit diesem Doppelbudget –, sondern weitergehen. Das ist etwas, was sicherlich notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist auch klar, dass der FWF über sogenannte Matching Funds mit den Ländern eine weitere Budgetexpansion durchführen können wird. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Ich weiß nicht, warum Sie den FWF so schlechtreden wollen. Wir wissen ganz genau, dass wir ihn in eine Expansionsphase hineingebracht haben, und diese Expansionsphase wird nicht aufhören – auch nicht mit diesem Doppelbudget –, sondern weitergehen. Das ist etwas, was sicherlich notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Warum erwähnen Sie diese Dinge nicht, wenn Sie von den schlechten Rahmenbedingungen sprechen? – Ich denke, weil das ein Widerspruch zu Ihrer Aussage wäre. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe vorhin gesagt, dass das Hohe Haus meiner Ansicht nach mit einem guten Gefühl, mit einem guten Gewissen, mit sehr viel Rationalität der UG 30 zustimmen kann. Mit der UG 31 kann man wirklich zufrieden sein, da kann man zustimmen – und auch wenn einige Argumente dagegen angeführt wurden: Ich lasse mir meine gute Stimmung im Zusammenhang mit der UG 31 nicht nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Angerer: System!
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Liebe Schülerinnen und Schüler auf der Galerie! (Abg. Angerer: System!) Ich habe mich vorgestern am Ende meiner Rede ein wenig versprochen, und Sie, Herr Bundesminister Faßmann, scheinen sich im Budgetausschuss auch versprochen zu haben! Ich kann mich nämlich genau erinnern, dass Sie einen Satz gesagt haben – und diesen habe ich mir gut gemerkt –, den ich von einem ÖVPler noch nie gehört habe. Sie haben gesagt, Sie möchten auch nicht, dass die Universitäten quasi zu Institutionen für Eliten werden. – Herr Bundesminister, Sie müssen sich da versprochen haben, denn Ihre Politik und Ihre Handlungen bedeuten genau das, nämlich eine Elitenbildung an den Universitäten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Wie sonst ist es zu verstehen, Herr Bundesminister, dass Sie die Studiengebühren für berufstätige Studierende wieder einführen?
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Liebe Schülerinnen und Schüler auf der Galerie! (Abg. Angerer: System!) Ich habe mich vorgestern am Ende meiner Rede ein wenig versprochen, und Sie, Herr Bundesminister Faßmann, scheinen sich im Budgetausschuss auch versprochen zu haben! Ich kann mich nämlich genau erinnern, dass Sie einen Satz gesagt haben – und diesen habe ich mir gut gemerkt –, den ich von einem ÖVPler noch nie gehört habe. Sie haben gesagt, Sie möchten auch nicht, dass die Universitäten quasi zu Institutionen für Eliten werden. – Herr Bundesminister, Sie müssen sich da versprochen haben, denn Ihre Politik und Ihre Handlungen bedeuten genau das, nämlich eine Elitenbildung an den Universitäten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Wie sonst ist es zu verstehen, Herr Bundesminister, dass Sie die Studiengebühren für berufstätige Studierende wieder einführen?
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Damen und Herren der Bundesregierung reden permanent über die Leistungsträger: Wir müssen wieder Politik machen für die Leistungsträger, wir müssen für all jene da sein, die ins System einzahlen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie führen ab Herbst 2018 die Studiengebühren für die berufstätigen Studierenden ein. Da muss ich Sie aber schon fragen: Sind diese Studierenden, die nebenbei arbeiten gehen, für Sie vielleicht keine Leistungsträger und Leistungsträgerinnen? Zahlen die nicht ins System ein? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Die Damen und Herren der Bundesregierung reden permanent über die Leistungsträger: Wir müssen wieder Politik machen für die Leistungsträger, wir müssen für all jene da sein, die ins System einzahlen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie führen ab Herbst 2018 die Studiengebühren für die berufstätigen Studierenden ein. Da muss ich Sie aber schon fragen: Sind diese Studierenden, die nebenbei arbeiten gehen, für Sie vielleicht keine Leistungsträger und Leistungsträgerinnen? Zahlen die nicht ins System ein? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Wenn ich das sage, dann spreche ich aus eigener Erfahrung, denn als ich 1996 zu studieren begonnen habe, gab es keine Studiengebühren. 2001 wurden die Studiengebühren eingeführt, und ich kann mich noch genau daran erinnern, welche Belastung das war, dafür aufzukommen. Ich denke, da sind wir an einem springenden Punkt angelangt, denn, sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen, die Hemmschwelle, zu studieren, ist für Kinder aus Arbeiterfamilien enorm hoch. Es ist ein Skandal, dass im Jahr 2018 in einem solch wunderschönen und großartigen Land wie Österreich Bildung nach wie vor vererbt wird. Das ist ein großer Skandal! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Gleichzeitig befindet sich Österreich in einer hervorragende Wirtschaftslage, die Konjunktur steigt, das Geld wäre da – es scheitert daher schlicht und einfach daran, dass Sie nicht wollen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hauser und Neubauer.
Bundesminister Faßmann, ich bewundere die Geduld und die Kompetenz des Wissenschafters. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hauser und Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Im zukünftigen Fachhochschulentwicklungsplan wird ein Ausbau des FH-Systems Platz greifen. Es gibt derzeit 600 Studiengänge, es wird für alle Studierenden ein Platz dabei sein, der ihren Interessen und Neigungen entspricht. Das ist wichtig für die Entlastung der Universitäten, und die Erfolgsgeschichte der Fachhochschulen kann auch aufgrund der Budgets 2018/2019 fortgesetzt werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörer! Ich beziehe mich in meinen Ausführungen auf den Bildungsbereich, auf das diesbezügliche Budget für die Jahre 2018 und 2019. Vorweg möchte ich mich aber bei allen Pädagoginnen und Pädagogen an allen Schulen Österreichs – vom Burgenland bis nach Vorarlberg – für ihre ausgezeichnete Arbeit, für ihr Engagement und für ihren Einsatz sehr herzlich bedanken. Ein herzliches Dankeschön für eure Arbeit direkt in den Schulen vor Ort. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Schieder.
Herr Finanzminister Löger und auch Sie, Herr Bildungsminister, haben für das Jahr 2019 für die institutionelle Kinderbetreuung für alle Gemeinden und Kindergärten in Österreich sage und schreibe 1 000 Euro budgetiert, das bedeutet circa 47 Cent pro Gemeinde. Das ist schlichtweg Hohn, das kann so nicht hingenommen werden. Das ist wieder ein Paradebeispiel dafür, dass bei den Jüngsten, bei den sozial Schwächeren gespart wird und dass man in die Taschen der Eltern greift. Das ist nicht korrekt, das ist alles andere als fair, das ist äußerst unfair. (Beifall des Abg. Schieder.)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Schieder. – Abg. Winzig: Das ist der Retrostil der SPÖ!
Ich hätte einen Vorschlag, wie man aus dieser Misere herauskommt: 2019 schlägt bei Ihnen ein Budgetüberschuss von 541 Millionen Euro zu Buche, das heißt, einen Teil dieses Geldes könnte man dazu verwenden, die Gemeinden finanziell zu stärken, die Kindergärten finanziell zu stärken und natürlich die Geldbörsl der Eltern und der Alleinerzieherinnen zu entlasten. Das wäre sozial gerecht, nachhaltig und würde auch für mehr Chancengleichheit sorgen. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Schieder. – Abg. Winzig: Das ist der Retrostil der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Das ist der Retrostil der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Minus eins! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne danke ich auch Ihnen sehr herzlich, Herr Bildungsminister, dass Sie mir zugehört haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Das ist der Retrostil der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Minus eins! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was meine ich damit? – In Österreich gibt es zum Beispiel keine Forschung, die von einem Militärapparat finanziert wird, es gibt auch keine Forschung, die von der Atomlobby finanziert wird, da wir ja aus der friedlichen Forschung der Kernkraft ausgestiegen sind. Es werden auch relativ wenig Mittel durch die Gentechniklobby finanziert, weil wir auch da sehr restriktive Rahmenbedingungen in Österreich gesetzt haben. Wir haben auch ethische Schranken zu befolgen, die wir uns freiwillig selbst auferlegt haben, so sind zum Beispiel Tierversuche nur sehr, sehr eingeschränkt möglich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker.
Wir werden uns vielleicht auch einmal die Österreichische Hochschülerschaft ansehen müssen, nämlich dahin gehend, was die mit den Geldern der Studierenden macht. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Parteipolitisch ideologisierte Mittelverwendung von 100 Prozent der Einnahmen von den Studierenden ist nicht das, was wir uns vorstellen. Das ist aber das Hauptaugenmerk der derzeitigen Führung der Österreichischen Hochschülerschaft, dort das allgemeinpolitische Mandat stellvertretend vielleicht für die SPÖ oder die nicht mehr vorhandenen Grünen in der Opposition zu übernehmen. Aber das kann nicht Aufgabe sein, dass die Mehrheit der Studenten linkslinken Ideologien auch noch die Finanzierung ermöglicht. Das müssen wir uns einmal genauer anschauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich glaube, die Redezeit ist zu Ende!
Aber wenn ich schon bei diesem Thema bin: Wir werden uns in den nächsten Jahren – in der Zeit, in der der tertiäre Sektor finanziell sehr gut aufgestellt ist und wir auch Luft dafür haben – auch vielleicht einmal akademisch und dann auch umsetzend damit beschäftigen, ob unsere Organisationsformen, nämlich der Zersplitterung im universitären Bereich, überhaupt so noch notwendig sind. Warum haben wir eigentlich in Wien drei Kunstuniversitäten, die auf zwei Universitäten – Bildende und Angewandte – auch oftmals gleiche Studienrichtungen anbieten? Die eine Universität – und es sind meistens links geführte Universitäten oder immer links geführte Universitäten, wie wir ja wissen – hat 600 oder 700 Studierende und die andere Universität hat 900 oder 1 200 Studierende. Beide haben ein Rektorat, beide haben eine überbordende Verwaltung, beide haben ausreichend Zeit dafür, dass sich das gesamte Führungspersonal permanent mit linkslinker Ideologie beschäftigt und diese auch entsprechend artikuliert, und vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Drozda. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich glaube, die Redezeit ist zu Ende!)
Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!
Da muss man schon fragen, ob es noch zeitgemäß ist, solche Strukturen in die Zukunft mitzunehmen. (Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!) Zumindest eine akademische Diskussion sollte einmal darüber begonnen werden, und dafür trete ich ein. (Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?) Sie treten nicht dafür ein, denn Sie versuchen, Ihre geschützten Werkstätten finanziell durchzufüttern. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!) Aber vielleicht können wir Geld, das in die Verwaltung fließt, mehr in die Forschung, auch in die Ausbildung, Bildung und in die Förderung der Kunst und Kultur stecken, sodass es bei den Kulturschaffenden und Kunstschaffenden landet und weniger bei den sogenannten Kulturmanagern, die sowieso nur ideologisiert unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?
Da muss man schon fragen, ob es noch zeitgemäß ist, solche Strukturen in die Zukunft mitzunehmen. (Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!) Zumindest eine akademische Diskussion sollte einmal darüber begonnen werden, und dafür trete ich ein. (Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?) Sie treten nicht dafür ein, denn Sie versuchen, Ihre geschützten Werkstätten finanziell durchzufüttern. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!) Aber vielleicht können wir Geld, das in die Verwaltung fließt, mehr in die Forschung, auch in die Ausbildung, Bildung und in die Förderung der Kunst und Kultur stecken, sodass es bei den Kulturschaffenden und Kunstschaffenden landet und weniger bei den sogenannten Kulturmanagern, die sowieso nur ideologisiert unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!
Da muss man schon fragen, ob es noch zeitgemäß ist, solche Strukturen in die Zukunft mitzunehmen. (Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!) Zumindest eine akademische Diskussion sollte einmal darüber begonnen werden, und dafür trete ich ein. (Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?) Sie treten nicht dafür ein, denn Sie versuchen, Ihre geschützten Werkstätten finanziell durchzufüttern. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!) Aber vielleicht können wir Geld, das in die Verwaltung fließt, mehr in die Forschung, auch in die Ausbildung, Bildung und in die Förderung der Kunst und Kultur stecken, sodass es bei den Kulturschaffenden und Kunstschaffenden landet und weniger bei den sogenannten Kulturmanagern, die sowieso nur ideologisiert unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da muss man schon fragen, ob es noch zeitgemäß ist, solche Strukturen in die Zukunft mitzunehmen. (Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!) Zumindest eine akademische Diskussion sollte einmal darüber begonnen werden, und dafür trete ich ein. (Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?) Sie treten nicht dafür ein, denn Sie versuchen, Ihre geschützten Werkstätten finanziell durchzufüttern. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!) Aber vielleicht können wir Geld, das in die Verwaltung fließt, mehr in die Forschung, auch in die Ausbildung, Bildung und in die Förderung der Kunst und Kultur stecken, sodass es bei den Kulturschaffenden und Kunstschaffenden landet und weniger bei den sogenannten Kulturmanagern, die sowieso nur ideologisiert unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin vorderhand einmal zufrieden mit unserem Budget und werde daher diesem Budget auch gerne zustimmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steger: Das habt ihr seit Jahren!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Herr Kollege Graf – wo sitzt er? –, dass ihr ein bisschen ein Problem mit der direkten Demokratie habt (Abg. Steger: Das habt ihr seit Jahren!) – die Frau Gesundheitsministerin ist ja anwesend –, das wissen wir seit der Raucherdebatte, wo ja die direkte Demokratie auch verhindert wird. Dass man jetzt dann aber auch versucht, die Österreichische Hochschülerschaft und studentische Wahlen einzuschränken (Abg. Belakowitsch: Langsamer! Man versteht so schwer!), und Sie vielleicht in Zukunft entscheiden möchten, wer in der ÖH den Vorsitz stellt – so wird es in Österreich nicht funktionieren. Ein bisschen demokratisches Grundverständnis sollten auch Sie haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Abg. Belakowitsch: Langsamer! Man versteht so schwer!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Herr Kollege Graf – wo sitzt er? –, dass ihr ein bisschen ein Problem mit der direkten Demokratie habt (Abg. Steger: Das habt ihr seit Jahren!) – die Frau Gesundheitsministerin ist ja anwesend –, das wissen wir seit der Raucherdebatte, wo ja die direkte Demokratie auch verhindert wird. Dass man jetzt dann aber auch versucht, die Österreichische Hochschülerschaft und studentische Wahlen einzuschränken (Abg. Belakowitsch: Langsamer! Man versteht so schwer!), und Sie vielleicht in Zukunft entscheiden möchten, wer in der ÖH den Vorsitz stellt – so wird es in Österreich nicht funktionieren. Ein bisschen demokratisches Grundverständnis sollten auch Sie haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Herr Kollege Graf – wo sitzt er? –, dass ihr ein bisschen ein Problem mit der direkten Demokratie habt (Abg. Steger: Das habt ihr seit Jahren!) – die Frau Gesundheitsministerin ist ja anwesend –, das wissen wir seit der Raucherdebatte, wo ja die direkte Demokratie auch verhindert wird. Dass man jetzt dann aber auch versucht, die Österreichische Hochschülerschaft und studentische Wahlen einzuschränken (Abg. Belakowitsch: Langsamer! Man versteht so schwer!), und Sie vielleicht in Zukunft entscheiden möchten, wer in der ÖH den Vorsitz stellt – so wird es in Österreich nicht funktionieren. Ein bisschen demokratisches Grundverständnis sollten auch Sie haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der SPÖ.
Das reiht sich nämlich nahtlos auch in das ein, was ihr beim ORF macht – da wird alles umgefärbt. Es dürfen in letzter Folge aber schon noch die Wählerin und der Wähler das letzte Wort haben und nicht Sie. Dass gewisse demokratische Grundprinzipien gelten, sollte kein Nachteil sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich habe Sie heute ganz genau beobachtet, als Sie über die Mühen der Ebene gesprochen haben – darüber, wie das als neuer Minister so ist, und über die Schwierigkeiten im Reformbereich –, und ich habe ganz genau gemerkt, wo Sie hingeschaut haben: in Richtung ÖVP. Immer dann, wenn Sie darüber gesprochen haben, dass es schwierig war beim Budget, und wenn es um Blockade gegangen ist, haben Sie ganz genau gewusst, in welchem Sektor die Ursache der Blockade zu finden ist. Das hat man heute ganz genau gesehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist – wie so oft – immer dieselbe kleine militante Gruppe von schwarzen Beamtengewerkschaftern, die jede Reform in diesem Bereich seit Jahrzehnten blockiert, weil sich nichts ändern darf. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Also wenn die ÖVP nichts ändern wollte, dann hätten wir jetzt noch einen roten Kanzler! Dann hätten wir sogar noch einen SPÖ-Kanzler! Wer will denn das?
Das ist Veränderungsfeindlichkeit: Es darf sich nichts ändern. – Regen Sie sich nicht auf! In Wahrheit lacht ja selbst der Wirtschaftsbund über euch, weil das standortfeindlich ist, weil es jungen Menschen auch die Chancen raubt. (Abg. Rosenkranz: Also wenn die ÖVP nichts ändern wollte, dann hätten wir jetzt noch einen roten Kanzler! Dann hätten wir sogar noch einen SPÖ-Kanzler! Wer will denn das?) Es ist wirklich rückwärtsgewandte Politik, die die ÖVP im Bildungsbereich verfolgt. Eine kleine Gruppe treibt da die ganze ÖVP vor sich her, und der Herr Bundesminister ist der Leidtragende. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist Veränderungsfeindlichkeit: Es darf sich nichts ändern. – Regen Sie sich nicht auf! In Wahrheit lacht ja selbst der Wirtschaftsbund über euch, weil das standortfeindlich ist, weil es jungen Menschen auch die Chancen raubt. (Abg. Rosenkranz: Also wenn die ÖVP nichts ändern wollte, dann hätten wir jetzt noch einen roten Kanzler! Dann hätten wir sogar noch einen SPÖ-Kanzler! Wer will denn das?) Es ist wirklich rückwärtsgewandte Politik, die die ÖVP im Bildungsbereich verfolgt. Eine kleine Gruppe treibt da die ganze ÖVP vor sich her, und der Herr Bundesminister ist der Leidtragende. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Und diese Debatte setzt sich jetzt fort: Wofür brauchen wir denn Tablets in den Schulen? Streichen wir das! Das gute, alte Hausarbeitenheft ist doch bitte seit Jahrzehnten erprobt. Bleiben wir doch bei den alten Wegen! – Das ist leider das Denken der ÖVP im Bildungsbereich. Das bringt uns nicht einen Millimeter weiter. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
hirnhälfte schauen, ist klar!) und die Metapher bemüht, dass wir eben in Österreich kein Erdöl haben. Aber wenn es konkret darum geht, dass wir in junge Menschen investieren, dann ist plötzlich kein Geld da. Geht es um milliardenschwere Steuergeschenke für die Großspender von Sebastian Kurz, dann spielt Geld überhaupt keine Rolle, aber bei den jungen Leuten muss man einsparen, denen nimmt man die Zukunft weg. Und dann heißt es, das erfolgt aufgrund einer budgetären Gesamtverantwortung. – So kann es nicht sein! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ.
Die ÖVP redet auch immer von Leistung, die sich lohnen muss, aber jene zwei Drittel der jungen Menschen an den Unis, die nebenbei arbeiten müssen, damit sie sich ihr Studium überhaupt leisten können, die bestraft man jetzt. Da sagt man, ihr zahlt jetzt Studiengebühren dafür, dass ihr länger studiert, weil ihr nebenbei arbeitet. Ist das leistungsfreundlich oder ist das leistungsfeindlich, dass man junge Menschen, deren Eltern das nötige Geld nicht haben, bestraft? – Da müssten wir gegensteuern. Es darf keinen Unterschied machen, ob die Eltern sich die Nachhilfe leisten können oder nicht. Es geht doch um die besten Köpfe und um die Talente, und da müssten wir investieren. Das fehlt leider in diesem Budget zur Gänze. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Drozda.
Ich darf Sie deswegen bitten, Herr Bundesminister: Sie werden jede Unterstützung auch hier im Parlament haben, aber kämpfen Sie gegen diese Retropolitiker in der ÖVP! Es gibt genug Leute in der ÖVP, die wirklich – ich möchte jetzt das Wort nicht verwenden –, die es satt haben, sich damit herumschlagen zu müssen, dass im Bildungsbereich nichts weitergeht, weil man immer wieder sagt: Die Maria Theresia wird sich ja bei den Schulreformen etwas gedacht haben, da müssen wir jetzt nicht vorschnell irgendetwas verändern. Warten wir ab und schauen wir einmal, was passiert! – So kann doch Bildungspolitik nicht funktionieren. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Drozda.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Die Maria Theresia war aber sicher keine Sozialistin! – Abg. Kucher: War die Maria Theresia ein ÖAAB-Mitglied?
Wenn es in Zeiten einer Hochkonjunktur, in der auch die Steuereinnahmen sprudeln, nicht möglich ist, in diesen Zukunftsbereich zu investieren, dann will man es einfach nicht. Seid doch so ehrlich und sagt, dass ihr in diesen Bereich nicht investieren wollt – denn für die Milliardensteuerzuckerl für die Freunde von Sebastian Kurz ist die Brieftasche immer offen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Abg. Wöginger: Die Maria Theresia war aber sicher keine Sozialistin! – Abg. Kucher: War die Maria Theresia ein ÖAAB-Mitglied?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Grüße übermitteln. – Schön, dass Sie hier sind! Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kucher: Aber gegen den ÖAAB, bitte!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mir war heute am Morgen, als ich den Plenarsaal betreten habe, schon bewusst, dass das Thema Bildung sehr emotional und intensiv diskutiert werden wird. Bildung ist sicher eines unserer wichtigsten Themen. Lieber Kollege aus Kärnten, du hast sehr emotional gesprochen. Ich bin auch Gewerkschafterin, und vielleicht hast du es im letzten Jahr nicht mitverfolgt: Wir haben ein Schulautonomiepaket beschlossen, gemeinsam auch mit der Lehrergewerkschaft (Abg. Kucher: Aber gegen den ÖAAB, bitte!); und den Lehrergewerkschaftern liegt vor allem am Herzen, die Ausbildung unserer Kinder, der Schülerinnen und Schüler voranzutreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mir war heute am Morgen, als ich den Plenarsaal betreten habe, schon bewusst, dass das Thema Bildung sehr emotional und intensiv diskutiert werden wird. Bildung ist sicher eines unserer wichtigsten Themen. Lieber Kollege aus Kärnten, du hast sehr emotional gesprochen. Ich bin auch Gewerkschafterin, und vielleicht hast du es im letzten Jahr nicht mitverfolgt: Wir haben ein Schulautonomiepaket beschlossen, gemeinsam auch mit der Lehrergewerkschaft (Abg. Kucher: Aber gegen den ÖAAB, bitte!); und den Lehrergewerkschaftern liegt vor allem am Herzen, die Ausbildung unserer Kinder, der Schülerinnen und Schüler voranzutreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vonseiten der SPÖ wird verkündet, dass sich der Ausbau ganztägiger Schulformen verzögert. Zum Ausbau ganztägiger Schulformen braucht man allerdings die Gemeinden und die Schulerhalter. Die Gemeinden wissen sehr genau, dass sie mit den vorhandenen Budgetmitteln verantwortungsbewusst und nachhaltig umzugehen haben. Da mit der Brechstange vorzugehen wäre verantwortungslose Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Aber in die falsche Richtung!
Wenn wir heute hier auch von der Streckung des Bildungsinvestitionsgesetzes sprechen, dann sprechen wir von einer verantwortungsvollen Politik mit kleinen Schritten. Es gibt nämlich nichts Sinnloseres, als mit großen Schritten zu marschieren (Abg. Kassegger: Aber in die falsche Richtung!), aber nicht zu wissen, wohin die Reise geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir heute hier auch von der Streckung des Bildungsinvestitionsgesetzes sprechen, dann sprechen wir von einer verantwortungsvollen Politik mit kleinen Schritten. Es gibt nämlich nichts Sinnloseres, als mit großen Schritten zu marschieren (Abg. Kassegger: Aber in die falsche Richtung!), aber nicht zu wissen, wohin die Reise geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir hören hier im Hohen Haus vonseiten der SPÖ auch immer von der Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler den ganzen Tag in der Schule zu belassen, denn nur das schaffe Chancengleichheit. Wir haben in Österreich ein ausgezeichnetes differenziertes Bildungssystem mit einer Wahlfreiheit, was die ganztägige Schulform betrifft. Unser Bildungssystem bietet unserer nächsten Generation alle Möglichkeiten einer guten Ausbildung. Im Mittelpunkt unseres Bildungssystems stehen der Mensch und seine Bereitschaft zu lernen – und diese Bereitschaft zu lernen ist die Grundlage für eine gute Ausbildung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das wissen wir!
Nach drei Tagen Budgetdebatte möchte ich allerdings noch eines anbringen: Sozial, meine Damen und Herren, ist nicht Links oder Rechts, sozial ist verantwortungsvolles Handeln, und verantwortungsvolles Handeln heißt, zukunftsorientierte Maßnahmen zu setzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das wissen wir!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit diesem Budget, das uns vorliegt, und vor allem mit diesem Bildungsbudget gehen wir in die richtige Richtung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Kitzmüller.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Die UG 31, das Wissenschaftsbudget, ist sicher ein herausragendes Highlight des Doppelbudgets 2018 und 2019, denn für die Universitäten kommt damit wirklich sattes Geld dazu. Insgesamt werden es 11 Milliarden Euro für die nächste dreijährige Leistungsvereinbarung sein, ein Plus von 13 Prozent. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zu den Zulassungsbedingungen möchte ich etwas aus der Erfahrung im Bereich Medizin beisteuern, speziell aus der Universität, aus der ich komme: Mit dem Einführen eines Auswahlverfahrens ist es nicht nur gelungen, die durchschnittliche Studiendauer nahe an die Mindeststudiendauer heranzuführen, sondern, was noch viel eindrucksvoller ist, die Drop-out-Rate, die früher über 50 Prozent betragen hat, ist nun auf etwa 5 Prozent zurückgegangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir bringen sogar oft mehr Absolventinnen und Absolventen hervor, als das in so manchen Jahren des sogenannten freien Zugangs der Fall war, wo wir die Studierenden dann einem „Numerus erosivus“ überlassen hatten. Es ist einfach fair, von Anfang an klare Verhältnisse und gute Studienbedingungen zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Kassegger.
Somit darf ich insgesamt sagen, es ist ein gutes, es ist ein zukunftsweisendes Budget. Ich gratuliere dir, Herr Bundesminister, für das gute Verhandeln, für dieses Plus für den tertiären Sektor. Es ist eine ambitionierte Investition in die Zukunft, in unsere Jugend! – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Kassegger.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir finden die Wichtigkeit, die Sie hier in unterschiedlichen Beiträgen in den letzten Tagen und Wochen angesprochen haben, nicht im Budget; im Gegenteil, Sie stellen sich hierher und unternehmen wirklich alles, um Ihren geplanten Sozialabbau schönzureden. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie spalten unsere Gesellschaft, indem Sie ungleich verteilen. Ich nenne einige Beispiele: Mit Ihrem Familienbonus, den Sie so groß loben und so breit kommunizieren, fördern Sie Familien mit Kindern ungleich. (Abg. Neubauer: Schon wieder! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Familien mit hohen Einkommen, mit mehr Steueraufkommen werden stärker belastet, Familien mit weniger Steueraufkommen werden weniger belastet, und Familien, die keine Steuern zahlen, weil sie nämlich zu wenig verdienen, oder alleinerziehende Mütter werden mit einem Almosen von 250 Euro pro Jahr abgespeist.
Abg. Neubauer: Schon wieder! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Wir finden die Wichtigkeit, die Sie hier in unterschiedlichen Beiträgen in den letzten Tagen und Wochen angesprochen haben, nicht im Budget; im Gegenteil, Sie stellen sich hierher und unternehmen wirklich alles, um Ihren geplanten Sozialabbau schönzureden. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie spalten unsere Gesellschaft, indem Sie ungleich verteilen. Ich nenne einige Beispiele: Mit Ihrem Familienbonus, den Sie so groß loben und so breit kommunizieren, fördern Sie Familien mit Kindern ungleich. (Abg. Neubauer: Schon wieder! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Familien mit hohen Einkommen, mit mehr Steueraufkommen werden stärker belastet, Familien mit weniger Steueraufkommen werden weniger belastet, und Familien, die keine Steuern zahlen, weil sie nämlich zu wenig verdienen, oder alleinerziehende Mütter werden mit einem Almosen von 250 Euro pro Jahr abgespeist.
Abg. Gödl: Alle profitieren!
Warum sind Ihnen nicht alle Kinder in Österreich gleich viel wert? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Warum spalten Sie unsere Gesellschaft schon bei den Kindern? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Ich sage Ihnen etwas ganz offen zum Gießkannenprinzip – wir haben es oft diskutiert –: Jede soziale Förderung nach dem Gießkannenprinzip ist sozialer als das, was Sie jetzt mit dem Familienbonus aufführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Alle Familien profitieren von diesem Budget! – Abg. Haider: Unglaublich! – Abg. Neubauer: Das sagt ein Gewerkschafter! Unfassbar!)
Abg. Gödl: Alle profitieren!
Warum sind Ihnen nicht alle Kinder in Österreich gleich viel wert? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Warum spalten Sie unsere Gesellschaft schon bei den Kindern? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Ich sage Ihnen etwas ganz offen zum Gießkannenprinzip – wir haben es oft diskutiert –: Jede soziale Förderung nach dem Gießkannenprinzip ist sozialer als das, was Sie jetzt mit dem Familienbonus aufführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Alle Familien profitieren von diesem Budget! – Abg. Haider: Unglaublich! – Abg. Neubauer: Das sagt ein Gewerkschafter! Unfassbar!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Alle Familien profitieren von diesem Budget! – Abg. Haider: Unglaublich! – Abg. Neubauer: Das sagt ein Gewerkschafter! Unfassbar!
Warum sind Ihnen nicht alle Kinder in Österreich gleich viel wert? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Warum spalten Sie unsere Gesellschaft schon bei den Kindern? (Abg. Gödl: Alle profitieren!) Ich sage Ihnen etwas ganz offen zum Gießkannenprinzip – wir haben es oft diskutiert –: Jede soziale Förderung nach dem Gießkannenprinzip ist sozialer als das, was Sie jetzt mit dem Familienbonus aufführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Alle Familien profitieren von diesem Budget! – Abg. Haider: Unglaublich! – Abg. Neubauer: Das sagt ein Gewerkschafter! Unfassbar!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Nächstes Beispiel: die Unfallversicherung. Sie sagen, die Unfallversicherung muss einen Vorschlag liefern, wie sie 500 Millionen Euro einspart. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) 500 Millionen Euro an Einsparungen bedeuten minus 38 Prozent im Budget, der Verwaltungsaufwand macht aber 92 Millionen Euro aus. Wenn wir die ganze Verwaltung abschaffen, haben Sie Ihr Einsparungsziel noch immer nicht erreicht. Jeder von Ihnen kennt ein Beispiel, jemanden, der schwer verunglückt ist, der einen Arbeitsunfall gehabt hat, der einen schweren Sportunfall gehabt hat und von den Expertinnen und Experten in den Unfallkrankenhäusern bestens behandelt worden ist.
Beifall bei der SPÖ.
rung bei 500 Millionen Euro weniger im Budget aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Super, oder?
Zu den Pensionen: Wir haben gestern im Ministerrat vernommen, dass zur Kenntnis genommen wird, die Mindestpensionen, die Ausgleichszulage bei 480 Beitragsmonaten ab 2020 auf 1 200 Euro für Einzelpersonen zu erhöhen. (Abg. Belakowitsch: Super, oder?) 480 Beitragsmonate – Beitragsmonate bedeutet Arbeitsmonate –, das hört sich gut an, ist aber kaum treffsicher. (Abg. Belakowitsch: Warum wollen Sie es dann schon ab 2019? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir wollen ja etwas dazu! – Ruf bei der SPÖ: Genau!)
Abg. Belakowitsch: Warum wollen Sie es dann schon ab 2019? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir wollen ja etwas dazu! – Ruf bei der SPÖ: Genau!
Zu den Pensionen: Wir haben gestern im Ministerrat vernommen, dass zur Kenntnis genommen wird, die Mindestpensionen, die Ausgleichszulage bei 480 Beitragsmonaten ab 2020 auf 1 200 Euro für Einzelpersonen zu erhöhen. (Abg. Belakowitsch: Super, oder?) 480 Beitragsmonate – Beitragsmonate bedeutet Arbeitsmonate –, das hört sich gut an, ist aber kaum treffsicher. (Abg. Belakowitsch: Warum wollen Sie es dann schon ab 2019? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir wollen ja etwas dazu! – Ruf bei der SPÖ: Genau!)
Abg. Neubauer: Woher weißt denn du das?
Ich sage Ihnen, warum: Männer mit 40 Beitragsjahren erreichen zu einem großen, überwiegenden Anteil jetzt schon diese 1 200 Euro Pension. Bei Frauen hingegen ist diese Regelung total unwirksam. Wie viele Frauen gibt es, die 40 Beitragsjahre erreichen? Sie gehen rein von Beitragsmonaten aus, Sie berücksichtigen nicht Krankheit, Sie berücksichtigen nicht Arbeitslosigkeit, Sie berücksichtigen nicht Kindererziehungszeiten. (Abg. Neubauer: Woher weißt denn du das?) Gerade deshalb glauben wir, dass wir da unbedingt handeln müssen. Wir werden dazu heute einen Entschließungsantrag einbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, warum: Männer mit 40 Beitragsjahren erreichen zu einem großen, überwiegenden Anteil jetzt schon diese 1 200 Euro Pension. Bei Frauen hingegen ist diese Regelung total unwirksam. Wie viele Frauen gibt es, die 40 Beitragsjahre erreichen? Sie gehen rein von Beitragsmonaten aus, Sie berücksichtigen nicht Krankheit, Sie berücksichtigen nicht Arbeitslosigkeit, Sie berücksichtigen nicht Kindererziehungszeiten. (Abg. Neubauer: Woher weißt denn du das?) Gerade deshalb glauben wir, dass wir da unbedingt handeln müssen. Wir werden dazu heute einen Entschließungsantrag einbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Wo ist jetzt der Unterschied?
Wenn Ihnen Sozialpolitik wirklich am Herzen liegt, stimmen Sie diesem Antrag zu! Kinder zu bekommen und Kinder zu erziehen darf beim Erwerb einer Mindestpension kein Nachteil sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Belakowitsch: Wo ist jetzt der Unterschied?)
Abg. Gödl: Das hat der Herr Stöger festgelegt!
Zum Pflegeregress: Allein dafür, Ihre Schlagzeile – Nulldefizit erreicht – auch wirklich zu erfüllen, sind Ihnen alle Mittel recht, um im Budget zu streichen. Sie budgetieren lächerliche 100 Millionen Euro für die Gegenfinanzierung zur Abschaffung des Pflegeregresses (Abg. Gödl: Das hat der Herr Stöger festgelegt!) und Sie machen nichts, was die Finanzierung der notwendigen 650 - - (Abg. Neubauer: Frag einmal ihn! – Abg. Gödl: Das war der Herr Stöger! Da drüben sitzt er! – Abg. Deimek: Das würde ich gleich den Richtigen fragen, der sitzt da drüben! – Zwischenruf des Abg. Lindner.)
Abg. Neubauer: Frag einmal ihn! – Abg. Gödl: Das war der Herr Stöger! Da drüben sitzt er! – Abg. Deimek: Das würde ich gleich den Richtigen fragen, der sitzt da drüben! – Zwischenruf des Abg. Lindner.
Zum Pflegeregress: Allein dafür, Ihre Schlagzeile – Nulldefizit erreicht – auch wirklich zu erfüllen, sind Ihnen alle Mittel recht, um im Budget zu streichen. Sie budgetieren lächerliche 100 Millionen Euro für die Gegenfinanzierung zur Abschaffung des Pflegeregresses (Abg. Gödl: Das hat der Herr Stöger festgelegt!) und Sie machen nichts, was die Finanzierung der notwendigen 650 - - (Abg. Neubauer: Frag einmal ihn! – Abg. Gödl: Das war der Herr Stöger! Da drüben sitzt er! – Abg. Deimek: Das würde ich gleich den Richtigen fragen, der sitzt da drüben! – Zwischenruf des Abg. Lindner.)
Abg. Gödl: Stöger hat das festgesetzt!
Sie machen das Budget 2018, Sie machen das Budget 2019, und Sie stellen diese Mittel nicht zur Verfügung. Durch Ihr Nichthandeln, Frau Sozialministerin, gibt es erste ÖVP-Landeshauptleute (Abg. Gödl: Stöger hat das festgesetzt!) – auch jener der Steiermark, dein Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer –, die die Abschaffung des Pflegeregresses infrage stellen. Durch dieses Nichthandeln, was die Gegenfinanzierung betrifft, gefährden wir unseren gemeinsamen Beschluss aus dem Jahr 2017, den Pflegeregress abzuschaffen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Die Abschaffung des Pflegeregresses muss aufrecht bleiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Sie machen das Budget 2018, Sie machen das Budget 2019, und Sie stellen diese Mittel nicht zur Verfügung. Durch Ihr Nichthandeln, Frau Sozialministerin, gibt es erste ÖVP-Landeshauptleute (Abg. Gödl: Stöger hat das festgesetzt!) – auch jener der Steiermark, dein Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer –, die die Abschaffung des Pflegeregresses infrage stellen. Durch dieses Nichthandeln, was die Gegenfinanzierung betrifft, gefährden wir unseren gemeinsamen Beschluss aus dem Jahr 2017, den Pflegeregress abzuschaffen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Die Abschaffung des Pflegeregresses muss aufrecht bleiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie machen das Budget 2018, Sie machen das Budget 2019, und Sie stellen diese Mittel nicht zur Verfügung. Durch Ihr Nichthandeln, Frau Sozialministerin, gibt es erste ÖVP-Landeshauptleute (Abg. Gödl: Stöger hat das festgesetzt!) – auch jener der Steiermark, dein Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer –, die die Abschaffung des Pflegeregresses infrage stellen. Durch dieses Nichthandeln, was die Gegenfinanzierung betrifft, gefährden wir unseren gemeinsamen Beschluss aus dem Jahr 2017, den Pflegeregress abzuschaffen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Die Abschaffung des Pflegeregresses muss aufrecht bleiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Aber wir können nichts dafür, dass die Leute mit 55 in Pension gehen!
Zur Altersteilzeit – auch diesbezüglich ist Ihre Absicht ganz klar erkennbar –: Sie sagen, die Altersteilzeit braucht eine Reform. In Wirklichkeit bedeutet das, länger zu arbeiten und später in Pension gehen zu können. Mit der Anhebung des Antrittsalters bei Männern und Frauen zwingen Sie diese bei der Inanspruchnahme von Altersteilzeit, länger zu arbeiten und dementsprechend später in Pension zu gehen. (Abg. Neubauer: Aber wir können nichts dafür, dass die Leute mit 55 in Pension gehen!) Die Frage ist, ob das tatsächlich überall auch in der Praxis so ist, gerade in der Privatwirtschaft. Wir werden nicht viele Firmen in der Privatwirtschaft finden, die sagen: Bleiben Sie zwei Jahre länger und gehen Sie dann in die Altersteilzeit! – Auch dazu werden wir heute einen Entschließungsantrag einbringen.
Zwischenruf bei der ÖVP
beginn einen Freibrief bekommen (Zwischenruf bei der ÖVP), indem sie maximal 855 Euro an Säumniszuschlag bezahlen müssen; unabhängig davon, ob sie zehn, 50 oder 100 Mitarbeiter später anmelden. Das ist mit 855 Euro gedeckelt.
Abg. Loacker: Du weißt, dass das nicht stimmt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jahrelang für die Anmeldung vor Arbeitsbeginn gekämpft. Im Zeitalter der Digitalisierung, wo man jederzeit und von überall in Österreich aus einen Mitarbeiter per App bei der Gebietskrankenkasse anmelden kann, gehen Sie her und sagen, das gehört verändert. Das ist ein Freibrief für all jene, die nicht ordnungsgemäß rechtzeitig anmelden. (Abg. Loacker: Du weißt, dass das nicht stimmt!) Die Wiener Gebietskrankenkasse hatte 2017 30 000 Meldeverstöße betreffend die ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung zu verzeichnen. Jetzt frage ich Sie, nachdem Sie das gelockert haben: Werden es jetzt weniger Verstöße werden oder mehr? – Es werden wesentlich mehr Verstöße werden. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jahrelang für die Anmeldung vor Arbeitsbeginn gekämpft. Im Zeitalter der Digitalisierung, wo man jederzeit und von überall in Österreich aus einen Mitarbeiter per App bei der Gebietskrankenkasse anmelden kann, gehen Sie her und sagen, das gehört verändert. Das ist ein Freibrief für all jene, die nicht ordnungsgemäß rechtzeitig anmelden. (Abg. Loacker: Du weißt, dass das nicht stimmt!) Die Wiener Gebietskrankenkasse hatte 2017 30 000 Meldeverstöße betreffend die ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung zu verzeichnen. Jetzt frage ich Sie, nachdem Sie das gelockert haben: Werden es jetzt weniger Verstöße werden oder mehr? – Es werden wesentlich mehr Verstöße werden. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!)
Abg. Lugar: „Die Nase vor der Tür“ ist schwierig! – Abg. Schimanek: „Die Nase vor der Tür“?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist das Spiegelbild Ihrer Politik. Sie sparen bei der Integration, Sie sparen bei der Qualifizierung, Sie sparen bei der Ausbildung, Sie sparen bei der Jugend, Sie sparen bei den Schwächsten, bei Kindern und Frauen, bei den Arbeitslosen, bei den Pensionisten. Sie sparen vor allem mit dem Ende der Beschäftigungsaktion 20 000 – dazu muss ich den Antrag noch einbringen – bei jenen, die es wirklich brauchen, gerade in diesem Bereich haben Sie vielen Menschen, die eine Chance gehabt hätten, über die Gemeinden einen Job zu finden, die Nase vor der Tür zugeschlagen. (Abg. Lugar: „Die Nase vor der Tür“ ist schwierig! – Abg. Schimanek: „Die Nase vor der Tür“?!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Sozialministerin, bitte machen Sie eine Auswertung, welche Gemeinden diese Aktion in Anspruch genommen haben! Sie werden sehen, dass es überwiegend ÖVP-Gemeinden sind, die diese Aktion in Anspruch genommen haben. Ich bin überrascht, dass da kein Aufschrei von euch kommt, offenbar ist die Parteidisziplin wesentlich wichtiger, als soziale Verantwortung für die Menschen in diesem Land zu übernehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie sparen nicht im System, Sie sparen eindeutig bei den Menschen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Muchitsch: Beitragsjahre!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Muchitsch, man hat es gemerkt, du hast dich wirklich plagen müssen, um beim Sozialbudget irgendein Haar in der Suppe zu finden, das ist mir aufgefallen. Es begann damit, zu kritisieren, dass die neue Bundesregierung es geschafft hat, die Mindestpension beziehungsweise die Ausgleichszulage nach 40 Dienstjahren auf 1 200 Euro zu erhöhen. (Abg. Muchitsch: Beitragsjahre!) Das hast du kritisiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!) – Oh, Frau Kollegin Heinisch-Hosek meldet sich zu Wort. Sie wird heute hier einen Antrag auf Änderung auf 40 Versicherungsjahre einbringen, das ist deckungsgleich mit Beitragsmonaten. Sie kritisieren also das, was Sie heute einbringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!) Das muss mir einmal einer glaubhaft erklären! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Muchitsch, man hat es gemerkt, du hast dich wirklich plagen müssen, um beim Sozialbudget irgendein Haar in der Suppe zu finden, das ist mir aufgefallen. Es begann damit, zu kritisieren, dass die neue Bundesregierung es geschafft hat, die Mindestpension beziehungsweise die Ausgleichszulage nach 40 Dienstjahren auf 1 200 Euro zu erhöhen. (Abg. Muchitsch: Beitragsjahre!) Das hast du kritisiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!) – Oh, Frau Kollegin Heinisch-Hosek meldet sich zu Wort. Sie wird heute hier einen Antrag auf Änderung auf 40 Versicherungsjahre einbringen, das ist deckungsgleich mit Beitragsmonaten. Sie kritisieren also das, was Sie heute einbringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!) Das muss mir einmal einer glaubhaft erklären! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Muchitsch, man hat es gemerkt, du hast dich wirklich plagen müssen, um beim Sozialbudget irgendein Haar in der Suppe zu finden, das ist mir aufgefallen. Es begann damit, zu kritisieren, dass die neue Bundesregierung es geschafft hat, die Mindestpension beziehungsweise die Ausgleichszulage nach 40 Dienstjahren auf 1 200 Euro zu erhöhen. (Abg. Muchitsch: Beitragsjahre!) Das hast du kritisiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!) – Oh, Frau Kollegin Heinisch-Hosek meldet sich zu Wort. Sie wird heute hier einen Antrag auf Änderung auf 40 Versicherungsjahre einbringen, das ist deckungsgleich mit Beitragsmonaten. Sie kritisieren also das, was Sie heute einbringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!) Das muss mir einmal einer glaubhaft erklären! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Muchitsch, man hat es gemerkt, du hast dich wirklich plagen müssen, um beim Sozialbudget irgendein Haar in der Suppe zu finden, das ist mir aufgefallen. Es begann damit, zu kritisieren, dass die neue Bundesregierung es geschafft hat, die Mindestpension beziehungsweise die Ausgleichszulage nach 40 Dienstjahren auf 1 200 Euro zu erhöhen. (Abg. Muchitsch: Beitragsjahre!) Das hast du kritisiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!) – Oh, Frau Kollegin Heinisch-Hosek meldet sich zu Wort. Sie wird heute hier einen Antrag auf Änderung auf 40 Versicherungsjahre einbringen, das ist deckungsgleich mit Beitragsmonaten. Sie kritisieren also das, was Sie heute einbringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!) Das muss mir einmal einer glaubhaft erklären! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gudenus: Und mit der Staatsbürgerschaft!
Wiener SPÖ-Führung in der Sozialpolitik passiert ist. Dort haben wir beispielsweise ein Ausufern bei der Mindestsicherung, das pfeifen die Spatzen von den Dächern, und zwar seit vielen, vielen Jahren. Ihr Zugang in Wien ist immer: Jeden, der nach Österreich kommt, das Wort Asyl irgendwie ausspricht, ohne zu wissen, was es bedeutet, am liebsten sofort mit der Mindestsicherung zu bedenken. (Abg. Gudenus: Und mit der Staatsbürgerschaft!) Das ist Ihr Zugang und das ist Ihr Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wiener SPÖ-Führung in der Sozialpolitik passiert ist. Dort haben wir beispielsweise ein Ausufern bei der Mindestsicherung, das pfeifen die Spatzen von den Dächern, und zwar seit vielen, vielen Jahren. Ihr Zugang in Wien ist immer: Jeden, der nach Österreich kommt, das Wort Asyl irgendwie ausspricht, ohne zu wissen, was es bedeutet, am liebsten sofort mit der Mindestsicherung zu bedenken. (Abg. Gudenus: Und mit der Staatsbürgerschaft!) Das ist Ihr Zugang und das ist Ihr Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Schatz.
Das machen Sie, weil Ihnen in Wahrheit die Wähler davongelaufen sind. Wenn man sehen will, was die Stadt Wien sonst noch zustande gebracht hat in Bezug auf ihre ach so geliebten Menschen, schaut man in die Moschee in der Dammstraße, in der kleine Buben Krieg spielen. (Zwischenruf der Abg. Schatz.) Das ist Integration und das ist Sozialpolitik à la SPÖ, und das wollen wir auf Bundesebene eben nicht haben! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das machen Sie, weil Ihnen in Wahrheit die Wähler davongelaufen sind. Wenn man sehen will, was die Stadt Wien sonst noch zustande gebracht hat in Bezug auf ihre ach so geliebten Menschen, schaut man in die Moschee in der Dammstraße, in der kleine Buben Krieg spielen. (Zwischenruf der Abg. Schatz.) Das ist Integration und das ist Sozialpolitik à la SPÖ, und das wollen wir auf Bundesebene eben nicht haben! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Heute stellen Sie sich hierher und sagen: Wir haben das alles nicht gewusst! – Das ist genau das, das sind diese Auswüchse, die wir in Wien erleben, einerseits mit den schlechten Förderungen, mit dem Verein Atib, der von Ihnen gefördert wird. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Und Sie sagen dazu, das wusste man nicht. Ich sage Ihnen, hier (auf Abg. Gudenus weisend) sitzt der ehemalige Wiener Vizebürgermeister, der seit Jahren auf diese Missstände aufmerksam gemacht hat, und trotzdem laufen die Förderungen immer noch weiter.
auf Abg. Gudenus weisend
Heute stellen Sie sich hierher und sagen: Wir haben das alles nicht gewusst! – Das ist genau das, das sind diese Auswüchse, die wir in Wien erleben, einerseits mit den schlechten Förderungen, mit dem Verein Atib, der von Ihnen gefördert wird. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Und Sie sagen dazu, das wusste man nicht. Ich sage Ihnen, hier (auf Abg. Gudenus weisend) sitzt der ehemalige Wiener Vizebürgermeister, der seit Jahren auf diese Missstände aufmerksam gemacht hat, und trotzdem laufen die Förderungen immer noch weiter.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Genau deshalb bin ich so froh, dass diese Bundesregierung jetzt einen Paradigmenwechsel vollziehen wird (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), einen Paradigmenwechsel dahin gehend, Sozialpolitik für jene Menschen treffsicher zu machen, die es wirklich brauchen und die es notwendig haben, die unverschuldet in Notsituationen geraten. Da sind auch Familien mit Kindern dabei, vor allem die Alleinerzieherinnen, die in dieser Republik einiges leisten. Auf die haben Sie in Wahrheit immer vergessen, von denen haben Sie immer nur gesprochen. Wir schauen auf diese Menschen.
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Mehr als Sie!
Sie bezeichnen den Familienbonus als so schlecht, und da muss ich Sie schon fragen: Wo waren Sie denn in den letzten Jahren? Was haben Sie denn für diese Menschen gemacht? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Mehr als Sie!) Jetzt gibt es für alle Familien und für alle Kinder Geld, eine neue Gerechtigkeit im Steuersystem. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Ich weiß schon, mit Gerechtigkeit haben Sie nicht viel am Hut. Die SPÖ-Gerechtigkeit ist eine andere. Wir schauen auf Gerechtigkeit in unserem Steuersystem. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Sie bezeichnen den Familienbonus als so schlecht, und da muss ich Sie schon fragen: Wo waren Sie denn in den letzten Jahren? Was haben Sie denn für diese Menschen gemacht? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Mehr als Sie!) Jetzt gibt es für alle Familien und für alle Kinder Geld, eine neue Gerechtigkeit im Steuersystem. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Ich weiß schon, mit Gerechtigkeit haben Sie nicht viel am Hut. Die SPÖ-Gerechtigkeit ist eine andere. Wir schauen auf Gerechtigkeit in unserem Steuersystem. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie bezeichnen den Familienbonus als so schlecht, und da muss ich Sie schon fragen: Wo waren Sie denn in den letzten Jahren? Was haben Sie denn für diese Menschen gemacht? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Mehr als Sie!) Jetzt gibt es für alle Familien und für alle Kinder Geld, eine neue Gerechtigkeit im Steuersystem. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Ich weiß schon, mit Gerechtigkeit haben Sie nicht viel am Hut. Die SPÖ-Gerechtigkeit ist eine andere. Wir schauen auf Gerechtigkeit in unserem Steuersystem. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer war es denn, der die bundeseinheitliche Regelung bei der Mindestsicherung sozusagen kaputtgemacht hat? – Das war Ihr Sozialminister Stöger. Dort drüben sitzt er. Er hat es nicht geschafft! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und das hat dazu geführt, dass wir neun unterschiedliche Gesetze haben, dass es Wanderungsbewegungen von einem Bundesland in das andere gibt, dass Menschen, die einen Arbeitsplatz hatten, gekündigt haben, sich aufgemacht haben, um nach Wien zu gehen. In Wien hat man nämlich mehr Mindestsicherung bekommen, als man in manch anderen Bundesländern für Arbeit bekommen hat. Das sind die Missstände, die endlich abgestellt werden müssen, und daher ist es auch so notwendig, dass die Bundesregierung sich genau dieses Themas annimmt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Kennen Sie das VfGH-Urteil? – Abg. Deimek: In Oberösterreich funktioniert es!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Kennen Sie das VfGH-Urteil? – Abg. Deimek: In Oberösterreich funktioniert es!
Wer war es denn, der die bundeseinheitliche Regelung bei der Mindestsicherung sozusagen kaputtgemacht hat? – Das war Ihr Sozialminister Stöger. Dort drüben sitzt er. Er hat es nicht geschafft! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und das hat dazu geführt, dass wir neun unterschiedliche Gesetze haben, dass es Wanderungsbewegungen von einem Bundesland in das andere gibt, dass Menschen, die einen Arbeitsplatz hatten, gekündigt haben, sich aufgemacht haben, um nach Wien zu gehen. In Wien hat man nämlich mehr Mindestsicherung bekommen, als man in manch anderen Bundesländern für Arbeit bekommen hat. Das sind die Missstände, die endlich abgestellt werden müssen, und daher ist es auch so notwendig, dass die Bundesregierung sich genau dieses Themas annimmt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Kennen Sie das VfGH-Urteil? – Abg. Deimek: In Oberösterreich funktioniert es!)
Abg. Drozda: Ob Sie das VfGH-Urteil zu Niederösterreich kennen?
Ich habe Sie leider akustisch nicht verstanden, aber fragen Sie noch einmal, Herr Kollege, wenn es Ihnen wichtig ist. (Abg. Drozda: Ob Sie das VfGH-Urteil zu Niederösterreich kennen?) – Ja, Herr Kollege, das kenne ich. Und wer hat verursacht – darüber haben wir ja gerade geredet –, dass es bis heute keine bundeseinheitliche Lösung gibt? – Das war Stögers Versagen, dass wir die nicht haben, und das wissen Sie ganz genau, meine Damen und Herren. (Abg. Neubauer: Der hat die Studie in Auftrag gegeben!) Die Bundesregierung wird genau das jetzt reparieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Der hat die Studie in Auftrag gegeben!
Ich habe Sie leider akustisch nicht verstanden, aber fragen Sie noch einmal, Herr Kollege, wenn es Ihnen wichtig ist. (Abg. Drozda: Ob Sie das VfGH-Urteil zu Niederösterreich kennen?) – Ja, Herr Kollege, das kenne ich. Und wer hat verursacht – darüber haben wir ja gerade geredet –, dass es bis heute keine bundeseinheitliche Lösung gibt? – Das war Stögers Versagen, dass wir die nicht haben, und das wissen Sie ganz genau, meine Damen und Herren. (Abg. Neubauer: Der hat die Studie in Auftrag gegeben!) Die Bundesregierung wird genau das jetzt reparieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich habe Sie leider akustisch nicht verstanden, aber fragen Sie noch einmal, Herr Kollege, wenn es Ihnen wichtig ist. (Abg. Drozda: Ob Sie das VfGH-Urteil zu Niederösterreich kennen?) – Ja, Herr Kollege, das kenne ich. Und wer hat verursacht – darüber haben wir ja gerade geredet –, dass es bis heute keine bundeseinheitliche Lösung gibt? – Das war Stögers Versagen, dass wir die nicht haben, und das wissen Sie ganz genau, meine Damen und Herren. (Abg. Neubauer: Der hat die Studie in Auftrag gegeben!) Die Bundesregierung wird genau das jetzt reparieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Muchitsch: Die Abschaffung! – Abg. Neubauer: Die SPÖ war dabei!
Zum Pflegeregress: Herr Kollege Muchitsch, es ist unredlich, sich hierherzustellen und den Leuten einzureden, der Pflegeregress werde wieder eingeführt. Wir haben den Pflegeregress hier mit großer Mehrheit gemeinsam beschlossen. (Abg. Muchitsch: Die Abschaffung! – Abg. Neubauer: Die SPÖ war dabei!) Sie wissen, das ist eine Verfassungsbestimmung. Wie wollen Sie denn die abschaffen? Es sei denn, die SPÖ will sie auch wieder abschaffen. Das funktioniert nicht, das ist reine Panikmache, um die Menschen zu verunsichern. Davon halte ich nichts. Der Pflegeregress wurde mit einer Verfassungsmehrheit abgeschafft, und er wird auch abgeschafft bleiben.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind froh und stolz, dass wir es endlich schaffen, unser Sozialsystem auf nachhaltige Beine zu stellen, damit in Zukunft wieder jene Menschen, die es brauchen, vom Sozialsystem profitieren können und nicht das sozialistische Gießkannenprinzip à la Wien auf Österreich umgelegt wird. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Schieder: Bitte kein Vorbild nehmen!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich sehe meinen Ruf als ärgster Sozialsprecher dahinschwinden, wenn Kollegin Belakowitsch redet. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Schieder: Bitte kein Vorbild nehmen!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben, glaube ich, aus China nicht nur den Pandabär bekommen, sondern auch gleich das chinesische Wirtschaftswachstum ins Arbeitsmarktbudget hineinbudgetiert. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Der Budgetdienst geht davon
Abg. Höbart: Schön, dass Sie sich so um die Ausländer kümmern! Sind Sie vielleicht auf einmal auch ein bissel ausländerfeindlich?
1 200 Euro. Und diese Mindestpension – und das haben die Freiheitlichen übersehen, denn europäisch denken sie nicht – ist exportierbar. Es ist jedem klar, wenn ein Oberösterreicher fünf Jahre in Deutschland und 35 Jahre in Österreich gearbeitet hat, dann werden Sie ihm diese 40 Jahre auch anerkennen wollen. Aber leider funktioniert es auch umgekehrt. Wenn da statt fünf und 35 35 und fünf steht und wenn statt Deutschland Rumänien oder Slowakei dort steht, dann funktioniert das Spiel auch. Mit 35 Jahren in Rumänien haben Sie aber nicht 1 200 Euro Pension. Das heißt, diese Super-Mindestpension, die Sie da verkaufen, werden wir zum großen Teil nach Osteuropa schicken, denn die Österreicher brauchen diesen Betrag gar nicht. (Abg. Höbart: Schön, dass Sie sich so um die Ausländer kümmern! Sind Sie vielleicht auf einmal auch ein bissel ausländerfeindlich?)
Beifall bei den NEOS.
Das ist der Pensionsschmäh, mit dem Sie hausieren gehen, das ist der Budgetschmäh, mit dem Sie hausieren gehen. Die Bürger werden am Schmäh gehalten, und dieser Teil des Budgets ist hochgradig peinlich. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kassegger: Richtig!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist höchst an der Zeit, in dieser Debatte einige Dinge klarzustellen. Das ist auch wichtig für die Zuseherinnen und Zuseher, denn ich glaube, sie können mit einer UG 20 wenig anfangen. Ich weiß nicht, wer in der Bevölkerung weiß, was die UG 20 ist. (Abg. Kassegger: Richtig!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist so!
Wir geben rund die Hälfte unserer Einnahmen für den Bereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie aus. Wir haben ein Budget von in etwa 80 Milliarden Euro, und 40 Milliarden davon werden für diese Bereiche ausgegeben. Und wer sich hier ans Pult stellt und sagt, wir investieren nicht in den Arbeitsmarkt, in unseren Sozialstaat, in unsere Familien, der hat das Budget nicht verstanden, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist so!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ja, Herr Kollege Muchitsch, die Familien sind uns wichtig, und ich verstehe gar nicht, warum ihr als Spitzengewerkschafter, die ihr jahrelang gute Gehaltsverhandlungen bei den Kollektivverträgen geführt habt - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Du wirst doch nicht Österreich erklären wollen, es gibt keine Menschen in diesem Land, die über 1 500 Euro brutto verdienen. (Abg. Muchitsch: Alleinerziehende! Teilzeitbeschäftigte, Herr Abgeordneter, Teilzeitbeschäftigte!) Das wird momentan nämlich so dargestellt, und auf der anderen Seite rühmt ihr euch für gute Gehaltsabschlüsse. Nehmen wir zum Beispiel den gesamten Metallerbereich her. Kollege Vogl könnte bei MAN Steyr eigentlich jetzt mit Foldern mit dem Familienbonus durch die Hallen gehen, denn dort hat er Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von diesem Familienbonus in voller Höhe profitieren werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Muchitsch: Arbeitslose!)
Abg. Muchitsch: Alleinerziehende! Teilzeitbeschäftigte, Herr Abgeordneter, Teilzeitbeschäftigte!
Ja, Herr Kollege Muchitsch, die Familien sind uns wichtig, und ich verstehe gar nicht, warum ihr als Spitzengewerkschafter, die ihr jahrelang gute Gehaltsverhandlungen bei den Kollektivverträgen geführt habt - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Du wirst doch nicht Österreich erklären wollen, es gibt keine Menschen in diesem Land, die über 1 500 Euro brutto verdienen. (Abg. Muchitsch: Alleinerziehende! Teilzeitbeschäftigte, Herr Abgeordneter, Teilzeitbeschäftigte!) Das wird momentan nämlich so dargestellt, und auf der anderen Seite rühmt ihr euch für gute Gehaltsabschlüsse. Nehmen wir zum Beispiel den gesamten Metallerbereich her. Kollege Vogl könnte bei MAN Steyr eigentlich jetzt mit Foldern mit dem Familienbonus durch die Hallen gehen, denn dort hat er Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von diesem Familienbonus in voller Höhe profitieren werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Muchitsch: Arbeitslose!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Muchitsch: Arbeitslose!
Ja, Herr Kollege Muchitsch, die Familien sind uns wichtig, und ich verstehe gar nicht, warum ihr als Spitzengewerkschafter, die ihr jahrelang gute Gehaltsverhandlungen bei den Kollektivverträgen geführt habt - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Du wirst doch nicht Österreich erklären wollen, es gibt keine Menschen in diesem Land, die über 1 500 Euro brutto verdienen. (Abg. Muchitsch: Alleinerziehende! Teilzeitbeschäftigte, Herr Abgeordneter, Teilzeitbeschäftigte!) Das wird momentan nämlich so dargestellt, und auf der anderen Seite rühmt ihr euch für gute Gehaltsabschlüsse. Nehmen wir zum Beispiel den gesamten Metallerbereich her. Kollege Vogl könnte bei MAN Steyr eigentlich jetzt mit Foldern mit dem Familienbonus durch die Hallen gehen, denn dort hat er Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von diesem Familienbonus in voller Höhe profitieren werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Muchitsch: Arbeitslose!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Und warum macht das die Opposition nicht? – Weil es nicht von der Opposition gekommen ist! Und wenn etwas nicht von den Roten kommt, dann wird es auch nicht vermarktet. Das ist die Realität in diesem Lande! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alle Kinder!
Wir werden das tun, denn wenn man bei 1 750 Euro 1 500 Euro netto pro Jahr für ein Kind zusätzlich bekommt, meine Damen und Herren, dann ist und bleibt das die größte steuerliche Entlastung für Familien mit Kindern, die es je gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Nicht alle Kinder!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein, ist ja nicht wahr!
tiert!) Natürlich ist sie budgetiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, ist ja nicht wahr!) Mit diesem Oberschmäh kommt ihr schon die ganze Zeit daher. Natürlich sind diese 140 Millionen Euro budgetiert, natürlich ist das abbildbar. (Abg. Heinisch-Hosek: Sicher nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sicher nicht!
tiert!) Natürlich ist sie budgetiert! (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, ist ja nicht wahr!) Mit diesem Oberschmäh kommt ihr schon die ganze Zeit daher. Natürlich sind diese 140 Millionen Euro budgetiert, natürlich ist das abbildbar. (Abg. Heinisch-Hosek: Sicher nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist keine ordentliche Budgetierung!
Zum Zweiten: Würden wir ein Problem bekommen, das wir nicht haben, weil die Arbeitslosigkeit Gott sei Dank sinkt, aber würden wir ein Problem bekommen, wäre das noch dazu in der Abgangsdeckung drinnen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist keine ordentliche Budgetierung!) Das war eine Ausrede der Sozialdemokratie, um dieser Maßnahme nicht zustimmen zu müssen. Warum nicht? – Weil sie nicht von der Sozialdemokratie kommt! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zum Zweiten: Würden wir ein Problem bekommen, das wir nicht haben, weil die Arbeitslosigkeit Gott sei Dank sinkt, aber würden wir ein Problem bekommen, wäre das noch dazu in der Abgangsdeckung drinnen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist keine ordentliche Budgetierung!) Das war eine Ausrede der Sozialdemokratie, um dieser Maßnahme nicht zustimmen zu müssen. Warum nicht? – Weil sie nicht von der Sozialdemokratie kommt! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Frauen? Frauen! Frauen!
Wir helfen den Beziehern niedriger Einkommen, den Tischlern, jenen, die im Gastgewerbe tätig sind, die im Handel tätig sind (Abg. Heinisch-Hosek: Frauen? Frauen! Frauen!) Die arbeiten 40 Stunden in der Woche (Abg. Heinisch-Hosek: Und mehr!) für 1 500, 1 600, 1 700 Euro. Und jenen Menschen, das sind Leistungsträger für uns, geben wir rund 300 Euro pro Jahr zurück, weil sie es sich verdient haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Und mehr!
Wir helfen den Beziehern niedriger Einkommen, den Tischlern, jenen, die im Gastgewerbe tätig sind, die im Handel tätig sind (Abg. Heinisch-Hosek: Frauen? Frauen! Frauen!) Die arbeiten 40 Stunden in der Woche (Abg. Heinisch-Hosek: Und mehr!) für 1 500, 1 600, 1 700 Euro. Und jenen Menschen, das sind Leistungsträger für uns, geben wir rund 300 Euro pro Jahr zurück, weil sie es sich verdient haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wir helfen den Beziehern niedriger Einkommen, den Tischlern, jenen, die im Gastgewerbe tätig sind, die im Handel tätig sind (Abg. Heinisch-Hosek: Frauen? Frauen! Frauen!) Die arbeiten 40 Stunden in der Woche (Abg. Heinisch-Hosek: Und mehr!) für 1 500, 1 600, 1 700 Euro. Und jenen Menschen, das sind Leistungsträger für uns, geben wir rund 300 Euro pro Jahr zurück, weil sie es sich verdient haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Dann reden Sie von den Kürzungen!
Das AMS-Budget wurde bis dato gar nicht angesprochen oder nur so am Rande, und es ist interessant, warum nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann reden Sie von den Kürzungen!) Wir haben rund 1,4 Milliarden Euro im AMS. Und was ist im Verwaltungsrat des AMS geschehen? – Einstimmigkeit! (Abg. Neubauer: Na geh!) Alle haben zugestimmt! Und im Verwaltungsrat des AMS sind Arbeitnehmervertreter, Arbeitgebervertreter und die Regierung vertreten. Bei den Arbeitnehmervertretern, das wissen wir, sind auch SPÖ-Gewerkschaftsvertreter dabei. (Ruf bei der ÖVP: Leider!) Das wurde einstimmig beschlossen! Dieses Budget wurde dort einstimmig beschlossen. Also wenn dort die roten Gewerkschafter zustimmen, meine Damen und Herren, dann kann es nur ein gutes Budget sein, und das ist es auch. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Na geh!
Das AMS-Budget wurde bis dato gar nicht angesprochen oder nur so am Rande, und es ist interessant, warum nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann reden Sie von den Kürzungen!) Wir haben rund 1,4 Milliarden Euro im AMS. Und was ist im Verwaltungsrat des AMS geschehen? – Einstimmigkeit! (Abg. Neubauer: Na geh!) Alle haben zugestimmt! Und im Verwaltungsrat des AMS sind Arbeitnehmervertreter, Arbeitgebervertreter und die Regierung vertreten. Bei den Arbeitnehmervertretern, das wissen wir, sind auch SPÖ-Gewerkschaftsvertreter dabei. (Ruf bei der ÖVP: Leider!) Das wurde einstimmig beschlossen! Dieses Budget wurde dort einstimmig beschlossen. Also wenn dort die roten Gewerkschafter zustimmen, meine Damen und Herren, dann kann es nur ein gutes Budget sein, und das ist es auch. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Leider!
Das AMS-Budget wurde bis dato gar nicht angesprochen oder nur so am Rande, und es ist interessant, warum nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann reden Sie von den Kürzungen!) Wir haben rund 1,4 Milliarden Euro im AMS. Und was ist im Verwaltungsrat des AMS geschehen? – Einstimmigkeit! (Abg. Neubauer: Na geh!) Alle haben zugestimmt! Und im Verwaltungsrat des AMS sind Arbeitnehmervertreter, Arbeitgebervertreter und die Regierung vertreten. Bei den Arbeitnehmervertretern, das wissen wir, sind auch SPÖ-Gewerkschaftsvertreter dabei. (Ruf bei der ÖVP: Leider!) Das wurde einstimmig beschlossen! Dieses Budget wurde dort einstimmig beschlossen. Also wenn dort die roten Gewerkschafter zustimmen, meine Damen und Herren, dann kann es nur ein gutes Budget sein, und das ist es auch. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das AMS-Budget wurde bis dato gar nicht angesprochen oder nur so am Rande, und es ist interessant, warum nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann reden Sie von den Kürzungen!) Wir haben rund 1,4 Milliarden Euro im AMS. Und was ist im Verwaltungsrat des AMS geschehen? – Einstimmigkeit! (Abg. Neubauer: Na geh!) Alle haben zugestimmt! Und im Verwaltungsrat des AMS sind Arbeitnehmervertreter, Arbeitgebervertreter und die Regierung vertreten. Bei den Arbeitnehmervertretern, das wissen wir, sind auch SPÖ-Gewerkschaftsvertreter dabei. (Ruf bei der ÖVP: Leider!) Das wurde einstimmig beschlossen! Dieses Budget wurde dort einstimmig beschlossen. Also wenn dort die roten Gewerkschafter zustimmen, meine Damen und Herren, dann kann es nur ein gutes Budget sein, und das ist es auch. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir haben im Budget 2018 sogar etwas mehr Mittel pro Arbeitslosen zur Verfügung, als wir im Jahr 2017 pro Arbeitslosen ausgegeben haben. Das ist Realität, und das soll die Bevölkerung auch wissen! Uns liegen die Menschen, die keinen Job haben, am Herzen, aber wir müssen schauen, dass wir sie auch wieder in den Arbeitsmarkt zurückvermitteln, und das so schnell wie möglich. Das ist unser Ansatz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Und die Frauen gehen leer aus!
Auch zu den Pensionen noch ein Wort, weil jetzt die Maßnahme eingefordert wird, die wir ohnehin schon gestern im Ministerrat gehabt haben. Wir haben immer gesagt – und das steht im Regierungsprogramm –: Bei 40 Beitragsjahren soll es 1 200 Euro geben. (Abg. Heinisch-Hosek: Und die Frauen gehen leer aus!) Und, Herr Kollege Loacker, das ist nicht so, dass das sowieso alle hätten. Ich lade dich gerne einmal ins Innviertel ein, da gibt es Tausende von Pensionisten, die früher in Deutschland gearbeitet haben, eine schlechte Pension bekommen für 20, 25 Jahre, bei uns daheim auch in etwa 500 Euro bekommen für 20 Jahre, die haben 1 000 Euro. Und da wird der Familienrichtsatz schlagend, weil viele Frauen von diesen Männern nicht gearbeitet haben. Die haben Kinder großgezogen, wie das auch in meiner Familie der Fall war, haben 14 Jahre ohne Pflegegeld gepflegt, ohne soziale Absicherung, ohne dass Pensionszeiten einbezahlt wurden. Das sind Leistungsträger! Das sind Familien, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, Herr Kollege Loacker! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Auch zu den Pensionen noch ein Wort, weil jetzt die Maßnahme eingefordert wird, die wir ohnehin schon gestern im Ministerrat gehabt haben. Wir haben immer gesagt – und das steht im Regierungsprogramm –: Bei 40 Beitragsjahren soll es 1 200 Euro geben. (Abg. Heinisch-Hosek: Und die Frauen gehen leer aus!) Und, Herr Kollege Loacker, das ist nicht so, dass das sowieso alle hätten. Ich lade dich gerne einmal ins Innviertel ein, da gibt es Tausende von Pensionisten, die früher in Deutschland gearbeitet haben, eine schlechte Pension bekommen für 20, 25 Jahre, bei uns daheim auch in etwa 500 Euro bekommen für 20 Jahre, die haben 1 000 Euro. Und da wird der Familienrichtsatz schlagend, weil viele Frauen von diesen Männern nicht gearbeitet haben. Die haben Kinder großgezogen, wie das auch in meiner Familie der Fall war, haben 14 Jahre ohne Pflegegeld gepflegt, ohne soziale Absicherung, ohne dass Pensionszeiten einbezahlt wurden. Das sind Leistungsträger! Das sind Familien, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, Herr Kollege Loacker! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir an der Regierung waren und das entsprechend ausgearbeitet haben!
recht? Das haben wir gemeinsam beschlossen – nur zur Information! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir an der Regierung waren und das entsprechend ausgearbeitet haben!) Wir haben die Regelung 1 000 Euro bei 30 Beitragsjahren, und jetzt gibt es 1 200 Euro bei 40 Beitragsjahren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Und wie wir die Beitragsjahre ausgestalten, das steht noch gar nicht drinnen und darüber haben wir uns noch gar nicht geeinigt, also lasst euch überraschen bei dieser Maßnahme. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) Wir werden ein gutes Gesetz vorlegen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
recht? Das haben wir gemeinsam beschlossen – nur zur Information! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir an der Regierung waren und das entsprechend ausgearbeitet haben!) Wir haben die Regelung 1 000 Euro bei 30 Beitragsjahren, und jetzt gibt es 1 200 Euro bei 40 Beitragsjahren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Und wie wir die Beitragsjahre ausgestalten, das steht noch gar nicht drinnen und darüber haben wir uns noch gar nicht geeinigt, also lasst euch überraschen bei dieser Maßnahme. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) Wir werden ein gutes Gesetz vorlegen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Ruf bei der SPÖ: Nein!
recht? Das haben wir gemeinsam beschlossen – nur zur Information! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir an der Regierung waren und das entsprechend ausgearbeitet haben!) Wir haben die Regelung 1 000 Euro bei 30 Beitragsjahren, und jetzt gibt es 1 200 Euro bei 40 Beitragsjahren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Und wie wir die Beitragsjahre ausgestalten, das steht noch gar nicht drinnen und darüber haben wir uns noch gar nicht geeinigt, also lasst euch überraschen bei dieser Maßnahme. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) Wir werden ein gutes Gesetz vorlegen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!
recht? Das haben wir gemeinsam beschlossen – nur zur Information! (Abg. Heinisch-Hosek: Weil wir an der Regierung waren und das entsprechend ausgearbeitet haben!) Wir haben die Regelung 1 000 Euro bei 30 Beitragsjahren, und jetzt gibt es 1 200 Euro bei 40 Beitragsjahren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Und wie wir die Beitragsjahre ausgestalten, das steht noch gar nicht drinnen und darüber haben wir uns noch gar nicht geeinigt, also lasst euch überraschen bei dieser Maßnahme. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) Wir werden ein gutes Gesetz vorlegen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Jedenfalls werden wir ein besseres Gesetz vorlegen, als Kollege Stöger bei der Abschaffung des Pflegeregresses vorgelegt hat. Ja, wir stehen zur Abschaffung des Pflegeregresses, aber das war ein schlechtes Gesetz, auch in der Rechtsauslegung. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Wir wissen bis heute nicht, wie es zu handhaben ist, wenn zu Ostern jemand verstorben ist, der schon fünf Jahre im Pflegeheim gelegen ist, was dann wirklich mit dem Pflegeregress ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Von Ihnen wird das dann vereinfacht! Ja, ja!) Das ist ein schlechtes Gesetz, und wir haben jetzt die Aufgabe, es zu reparieren. Wir machen das auch, und wir werden den Ländern und Gemeinden den reinen Einnahmenentfall ersetzen. Diese Zusage gibt es, und das werden wir auch umsetzen, aber es ist ein Gesetz, das höchst reparaturbedürftig ist, weil es schlecht gemacht wurde, das möchte ich auch erwähnen. Wir aber nehmen unsere Verantwortung wahr, auch für die Pflege, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Von Ihnen wird das dann vereinfacht! Ja, ja!
Jedenfalls werden wir ein besseres Gesetz vorlegen, als Kollege Stöger bei der Abschaffung des Pflegeregresses vorgelegt hat. Ja, wir stehen zur Abschaffung des Pflegeregresses, aber das war ein schlechtes Gesetz, auch in der Rechtsauslegung. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Wir wissen bis heute nicht, wie es zu handhaben ist, wenn zu Ostern jemand verstorben ist, der schon fünf Jahre im Pflegeheim gelegen ist, was dann wirklich mit dem Pflegeregress ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Von Ihnen wird das dann vereinfacht! Ja, ja!) Das ist ein schlechtes Gesetz, und wir haben jetzt die Aufgabe, es zu reparieren. Wir machen das auch, und wir werden den Ländern und Gemeinden den reinen Einnahmenentfall ersetzen. Diese Zusage gibt es, und das werden wir auch umsetzen, aber es ist ein Gesetz, das höchst reparaturbedürftig ist, weil es schlecht gemacht wurde, das möchte ich auch erwähnen. Wir aber nehmen unsere Verantwortung wahr, auch für die Pflege, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Jedenfalls werden wir ein besseres Gesetz vorlegen, als Kollege Stöger bei der Abschaffung des Pflegeregresses vorgelegt hat. Ja, wir stehen zur Abschaffung des Pflegeregresses, aber das war ein schlechtes Gesetz, auch in der Rechtsauslegung. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Wir wissen bis heute nicht, wie es zu handhaben ist, wenn zu Ostern jemand verstorben ist, der schon fünf Jahre im Pflegeheim gelegen ist, was dann wirklich mit dem Pflegeregress ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Von Ihnen wird das dann vereinfacht! Ja, ja!) Das ist ein schlechtes Gesetz, und wir haben jetzt die Aufgabe, es zu reparieren. Wir machen das auch, und wir werden den Ländern und Gemeinden den reinen Einnahmenentfall ersetzen. Diese Zusage gibt es, und das werden wir auch umsetzen, aber es ist ein Gesetz, das höchst reparaturbedürftig ist, weil es schlecht gemacht wurde, das möchte ich auch erwähnen. Wir aber nehmen unsere Verantwortung wahr, auch für die Pflege, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Kollege Wöginger, ich kann Ihrem Wunsch nach mehr Fokus auf das AMS-Budget gerne nachkommen, denn im Vergleich zum Budgetprovisorium 2018, März 2018, wird genau beim AMS-Budget im Ausmaß von fast einer halben Milliarde Euro gekürzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Wir stehen einer Situation gegenüber, in der heuer, im laufenden Jahr, 540 Millionen Euro gekürzt werden und in der nächstes Jahr, im Jahr 2019, noch eines dazukommt, nämlich eine Kürzung des AMS-Budgets um weitere 90 Millionen Euro. (Abg. Wöginger: Es gibt eben weniger Arbeitslose! – Abg. Neubauer: Weniger Arbeitslose bedeuten weniger Ausgaben – das ist eine Rechnung nach Adam Riese!)
Abg. Wöginger: Es gibt eben weniger Arbeitslose! – Abg. Neubauer: Weniger Arbeitslose bedeuten weniger Ausgaben – das ist eine Rechnung nach Adam Riese!
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Kollege Wöginger, ich kann Ihrem Wunsch nach mehr Fokus auf das AMS-Budget gerne nachkommen, denn im Vergleich zum Budgetprovisorium 2018, März 2018, wird genau beim AMS-Budget im Ausmaß von fast einer halben Milliarde Euro gekürzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Wir stehen einer Situation gegenüber, in der heuer, im laufenden Jahr, 540 Millionen Euro gekürzt werden und in der nächstes Jahr, im Jahr 2019, noch eines dazukommt, nämlich eine Kürzung des AMS-Budgets um weitere 90 Millionen Euro. (Abg. Wöginger: Es gibt eben weniger Arbeitslose! – Abg. Neubauer: Weniger Arbeitslose bedeuten weniger Ausgaben – das ist eine Rechnung nach Adam Riese!)
Abg. Belakowitsch: Woher nehmen Sie denn das?
Sie verursachen durch die Streichung des Integrationsjahres zudem vorsätzlich eine staatlich verordnete Massenkündigung von bis zu 2 000 Menschen in privaten Bildungseinrichtungen, die aktuell Deutschkurse geben, die Kompetenzchecks durchführen, und, und, und. Sie streichen diesen 2 000 Menschen, 2 000 DeutschtrainerInnen, TrainerInnen, die Kompetenzchecks durchführen, und, und, und – wir sprechen da, für FPÖ und ÖVP so ausgedrückt, von österreichischen StaatsbürgerInnen –, den Job und damit die Lebensgrundlage, und das ohne mit der Wimper zu zucken. (Abg. Belakowitsch: Woher nehmen Sie denn das?) Ohne mit der Wimper zu zucken! Das sind offizielle Auskünfte des AMS und der GPA. (Abg. Belakowitsch: Ja wenn Sie das für bare Münze nehmen! – Abg. Deimek: Aha! – Abg. Neubauer: Das AMS-Budget ist einstimmig beschlossen worden!)
Abg. Belakowitsch: Ja wenn Sie das für bare Münze nehmen! – Abg. Deimek: Aha! – Abg. Neubauer: Das AMS-Budget ist einstimmig beschlossen worden!
Sie verursachen durch die Streichung des Integrationsjahres zudem vorsätzlich eine staatlich verordnete Massenkündigung von bis zu 2 000 Menschen in privaten Bildungseinrichtungen, die aktuell Deutschkurse geben, die Kompetenzchecks durchführen, und, und, und. Sie streichen diesen 2 000 Menschen, 2 000 DeutschtrainerInnen, TrainerInnen, die Kompetenzchecks durchführen, und, und, und – wir sprechen da, für FPÖ und ÖVP so ausgedrückt, von österreichischen StaatsbürgerInnen –, den Job und damit die Lebensgrundlage, und das ohne mit der Wimper zu zucken. (Abg. Belakowitsch: Woher nehmen Sie denn das?) Ohne mit der Wimper zu zucken! Das sind offizielle Auskünfte des AMS und der GPA. (Abg. Belakowitsch: Ja wenn Sie das für bare Münze nehmen! – Abg. Deimek: Aha! – Abg. Neubauer: Das AMS-Budget ist einstimmig beschlossen worden!)
Abg. Belakowitsch: Wofür gibt es die ...?
Würden Sie einer Kündigung dieser Größenordnung in der Privatwirtschaft gegenüberstehen, würde normalerweise – davon würde man normalerweise ausgehen und bisher war es auch so – in den Regierungsfraktionen hektische Betriebsamkeit ausbrechen. Nichts dergleichen geschieht aber jetzt! (Abg. Belakowitsch: Wofür gibt es die ...?) Wenn Sie das verursachen, wenn Sie das staatlich anordnen, dass bis zu 2 000 Menschen ihre Jobs im Bereich des Integrationsjahres gestrichen werden, dann ist von Sozialmaßnahmen nichts zu sehen. (Abg. Neubauer: Sie kennen sich nicht aus!) Ich merke nichts von Sozialmaßnahmen. Welche Maßnahmen setzen Sie, um diese Menschen nun vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren oder sie umzubilden, auszubilden und zu fördern? (Abg. Belakowitsch: Doch nicht durch uns! Das sind Maßnahmen des AMS! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Das ist also Ihre Sozialpolitik!)
Abg. Neubauer: Sie kennen sich nicht aus!
Würden Sie einer Kündigung dieser Größenordnung in der Privatwirtschaft gegenüberstehen, würde normalerweise – davon würde man normalerweise ausgehen und bisher war es auch so – in den Regierungsfraktionen hektische Betriebsamkeit ausbrechen. Nichts dergleichen geschieht aber jetzt! (Abg. Belakowitsch: Wofür gibt es die ...?) Wenn Sie das verursachen, wenn Sie das staatlich anordnen, dass bis zu 2 000 Menschen ihre Jobs im Bereich des Integrationsjahres gestrichen werden, dann ist von Sozialmaßnahmen nichts zu sehen. (Abg. Neubauer: Sie kennen sich nicht aus!) Ich merke nichts von Sozialmaßnahmen. Welche Maßnahmen setzen Sie, um diese Menschen nun vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren oder sie umzubilden, auszubilden und zu fördern? (Abg. Belakowitsch: Doch nicht durch uns! Das sind Maßnahmen des AMS! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Das ist also Ihre Sozialpolitik!)
Abg. Belakowitsch: Doch nicht durch uns! Das sind Maßnahmen des AMS! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Das ist also Ihre Sozialpolitik!
Würden Sie einer Kündigung dieser Größenordnung in der Privatwirtschaft gegenüberstehen, würde normalerweise – davon würde man normalerweise ausgehen und bisher war es auch so – in den Regierungsfraktionen hektische Betriebsamkeit ausbrechen. Nichts dergleichen geschieht aber jetzt! (Abg. Belakowitsch: Wofür gibt es die ...?) Wenn Sie das verursachen, wenn Sie das staatlich anordnen, dass bis zu 2 000 Menschen ihre Jobs im Bereich des Integrationsjahres gestrichen werden, dann ist von Sozialmaßnahmen nichts zu sehen. (Abg. Neubauer: Sie kennen sich nicht aus!) Ich merke nichts von Sozialmaßnahmen. Welche Maßnahmen setzen Sie, um diese Menschen nun vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren oder sie umzubilden, auszubilden und zu fördern? (Abg. Belakowitsch: Doch nicht durch uns! Das sind Maßnahmen des AMS! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Das ist also Ihre Sozialpolitik!)
Abg. Schimanek: Ist ja gar nicht wahr!
Man muss bei der Analyse der Budgets 2018/2019 einfach zu dem Schluss kommen, dass diese Menschen wohl für die aktuelle Bundesregierung nicht im Fokus stehen und nicht so wichtig sind, wie sie das eigentlich sein sollten. Es sind Ihnen junge Menschen mit mangelnder Qualifizierung, Menschen, die wegen längerer Arbeitslosigkeit keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und ältere Menschen, die arbeitslos sind, egal. Diese Menschen sind Ihnen einfach egal! (Abg. Schimanek: Ist ja gar nicht wahr!) Es sind Ihnen geflüchtete Menschen egal, die einen anerkannten Asylgrund haben und hier bleiben dürfen. Ja, und natürlich auch jene Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. (Abg. Belakowitsch: Ja, ja, die in dem Bereich arbeiten!) Sie streichen einfach die Mittel.
Abg. Belakowitsch: Ja, ja, die in dem Bereich arbeiten!
Man muss bei der Analyse der Budgets 2018/2019 einfach zu dem Schluss kommen, dass diese Menschen wohl für die aktuelle Bundesregierung nicht im Fokus stehen und nicht so wichtig sind, wie sie das eigentlich sein sollten. Es sind Ihnen junge Menschen mit mangelnder Qualifizierung, Menschen, die wegen längerer Arbeitslosigkeit keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und ältere Menschen, die arbeitslos sind, egal. Diese Menschen sind Ihnen einfach egal! (Abg. Schimanek: Ist ja gar nicht wahr!) Es sind Ihnen geflüchtete Menschen egal, die einen anerkannten Asylgrund haben und hier bleiben dürfen. Ja, und natürlich auch jene Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. (Abg. Belakowitsch: Ja, ja, die in dem Bereich arbeiten!) Sie streichen einfach die Mittel.
Abg. Belakowitsch: Wer gehört denn zu diesem „wir“?
Daher stellen wir folgenden Antrag (Abg. Belakowitsch: Wer gehört denn zu diesem „wir“?):
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Belakowitsch: Können wir nicht unterstützen!
Ich glaube, das ist ein zielführender Antrag. Es können damit die Maßnahmen, die man gesetzt hat, wirklich weitergeführt und weiter aufrechterhalten werden. Ich bitte um Zustimmung. – Danke sehr. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Belakowitsch: Können wir nicht unterstützen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrte Frau Präsident! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Am Wahltag haben wir Österreicherinnen und Österreicher für eine Veränderung und eine Erneuerung unserer Heimat gestimmt, und diesen Auftrag – das ist auch der feste Wille der Bundesregierung – wollen wir erfüllen: Veränderung im Sinne unserer Heimat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Gerade weil ich den Arbeitskräftebedarf der österreichischen Unternehmer nach qualifizierten Kräften ernst nehme, werde ich dem Fachkräftemangel entschieden entgegenwirken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin der Ansicht, dass dem Fachkräftebedarf primär durch eine Intensivierung der Ausbildung im Inland und durch eine bestmögliche Qualifizierung der vorhandenen Arbeitskräfte begegnet werden soll. Dazu werden umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen gesetzt, die bereits bei jungen Menschen greifen sollen. Im Rahmen des Programms Job Aktiv steht für die Ausbildung bis 18 im Jahr 2018 42 Millionen Euro und im Jahr 2019 sogar noch mehr, nämlich 53 Millionen Euro, zur Verfügung, um Jugendliche über den Pflichtschulabschluss hinaus zu qualifizieren und damit für den Arbeitsmarkt wirklich fit zu machen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die legale Migration wird sich in Zukunft streng an den Bedürfnissen Österreichs orientieren. Jene Zuwanderer, die bereits jetzt Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt haben, werden künftig durch die Einrichtung von Competence Centers mit entsprechender Fachexpertise aus allen integrationsrelevanten Bereichen gefördert, aber auch gefordert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Angerer.
Und nun zu den Frauen: Die Erwerbskarriere vieler Frauen ist von familienbedingten Unterbrechungen sowie Teilzeitarbeit geprägt. Um das Wirkungsziel, Frauen und Wiedereinsteigerinnen nach Erwerbsunterbrechungen verstärkt am Erwerbsleben zu beteiligen, zu erreichen, werden frauenspezifische Maßnahmen im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gesetzt. Information, Beratung und Betreuung werden in speziellen Kursangeboten wie zum Beispiel „Wiedereinstieg mit Zukunft“ angeboten. Im Jahr 2018 sind dafür 10 Millionen Euro vorgesehen, um 6 400 Frauen bei der erfolgreichen Rückkehr in den Beruf zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Angerer.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ebenso soll auch die Umsetzung der im Nationalen Aktionsplan Behinderung vorgesehenen Maßnahmen zur Reduktion beziehungsweise Verhinderung von Arbeitslosigkeit und Erhöhung der Beschäftigung beitragen. Die Sicherstellung von ausreichend qualifiziertem Personal im Pflegebereich – der Bedarf wird dort ja, wie wir wissen, immer höher – ist eine der größten Herausforderungen für uns in der Zukunft. Aus diesem Grund führt das AMS Programme durch, die stark auf die Qualifizierung nach Bedarf ausgerichtet sind. So werden derzeit jährlich 6 000 Personen im Bereich der Pflege und der Gesundheitsberufe ausgebildet beziehungsweise höher qualifiziert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir geben im AMS für die Förderbudgets um 79 Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr – 79 Millionen Euro, obwohl die Arbeitslosigkeit sinkt. Als Ergebnis steht damit für den Arbeitslosen ein Förderbudget von 3 633 Euro zur Verfügung, das sind um 414 Euro mehr an Förderungsmöglichkeit als voriges Jahr oder die Jahre davor. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun noch einmal zur Aktion 20 000: Wir würden damit, sage ich einmal, ein Ungleichgewicht und ungleiche Chancen bewirken, denn bei einer Fortführung der Aktion 20 000 würden nur einige wenige Menschen das Förderbudget in Anspruch nehmen, während sich die große Masse der Arbeitslosen dann mit nur 2 200 Euro Förderbudget im Jahr begnügen müsste – derzeit haben sie, wie gesagt, etwa 3 600 Euro, das wären also um 982 Euro weniger für jeden einzelnen Arbeitslosen. Ich verstehe das nicht unter Chancengleichheit, denn es ist aus meiner Sicht zutiefst ungerecht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Zum Thema Arbeitsinspektion: Der neue Erlass zur Steuerung der Arbeitsinspektion ist eine Sofortmaßnahme und auch ein erster Schritt in die richtige Richtung: beraten statt strafen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Arbeitsinspektoren sind fachliche Profis in diesen Fragen und leisten unabhängig von der Erlassdiskussion wertvolle Dienste an der Gesellschaft, denn sie verhindern persönliches Leid. Mir ist die wichtige Aufgabe dieser Arbeitsinspektoren bewusst. Ich stehe voll hinter meinen Arbeitsinspektoren, denn ich habe großes Vertrauen in sie und große Wertschätzung für sie. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Im Zusammenhang mit der Mindestsicherung konnte auf der Landessozialreferentenkonferenz letzten Freitag in Leoben eine Einigung dahin gehend erzielt werden, dass mir die Länder bis 30. Juni dieses Jahres einen Vorschlag zu einer österreichweit einheitlichen Lösung unterbreiten. Sollte es zu keiner Einigung mit der Bundesregierung kommen, wird ein Grundsatzgesetz für eine österreichweit harmonisierte Mindestsicherungsregelung ausgearbeitet werden. Die Zielsetzung dafür möchte ich in drei Punkten anführen: erstens Armut bekämpfen, zweitens Zuwanderung in das österreichische Sozialsystem stoppen und drittens verstärkte Arbeitsanreize setzen. – Das sind die Zielsetzungen für die Mindestsicherung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gilt für uns dabei der Grundsatz, dass die Selbstbestimmung im Vordergrund stehen muss. Die Sicherstellung einer menschenwürdigen und hochwertigen Pflege und Betreuung hat für mich in der Pflege die höchste Priorität. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich bekenne mich zur rechtlichen und sozialen Absicherung der pflegenden Angehörigen. Die vermehrte Unterstützung pflegender Angehöriger durch den Ausbau der Angebote für Erholung, Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit, eine psychologische Unterstützung sowie eine Information und Unterweisung in pflegerischer Tätigkeit ist für alle Menschen in Österreich in bestmöglicher Qualität nachhaltig sicherzustellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Loacker.
zur Verfügung stehen, die wirklich tolle und qualifizierte Leistungen erbringen und große Herausforderungen in ihrem Tun haben. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In einem ersten Schritt soll ein bundeseinheitliches, transparentes Gütesiegel für Vermittlungsagenturen erstellt und vergeben werden, um dem Ziel einer qualitativ hochwertigen Betreuung gerecht zu werden. In diesem ersten Punkt stehen die Agenturen im Fokus, in weiterer Folge möchte ich aber auch die Betreuerinnen unterstützen. Gerade Kommunikation ist dabei ein oberstes Ziel, sie soll beispielsweise durch Deutschkurse verbessert werden. Als weiteren Qualitätssicherungsschritt beabsichtige ich, dass die verpflichtenden Hausbesuche unabhängig von der Qualifikationsart der Betreuungskräfte bei allen Förderungswerbern durchgeführt werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das höchste Gut für Menschen mit Behinderung ist nach Rimann eben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Das heißt, das gleichberechtigte Recht von Menschen mit Behinderung auf Arbeit – wie das von allen anderen Menschen – muss gesichert werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
lage, welche europarechtlich als beitragsunabhängige Sonderleistung zu qualifizieren ist und der europarechtlichen Exportpflicht entgegenzuwirken hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Er ist jetzt leider nicht hier.
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Kolba.
Damit wir aber diesem Ziel näher kommen, braucht es ein Handeln auf mehreren Ebenen: Wir müssen mehr Verbraucherbewusstsein schaffen und das Verbrauchervertrauen stärken. Wir müssen die Konsumentenrechte verbessern, damit Konsumenten den Unternehmen auf Augenhöhe begegnen können. Und wir müssen dafür sorgen, dass die vorhandenen Rechte durchgesetzt werden können, wenn sie nicht beachtet werden. Das nützt nicht nur den Konsumenten, sondern schützt auch rechtskonform agierende Unternehmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Kolba.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
Die Förderung der Durchsetzung der Rechte der Verbraucher ist ein wesentlicher Schwerpunkt. Ich habe es gerade im Rahmen eines Auftrages hinsichtlich des VW-Dieselskandals geschafft, dass es eine Sammelklage geben wird und wir einen Prozessfinanzierer dafür bekommen. Ich freue mich irrsinnig darüber, dass uns das gelungen ist. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben uns ein hohes Ziel gesetzt, welches wir nur gemeinsam erreichen können und wollen. Wir dürfen nie vergessen, es geht um die Menschen in unserem Land, und es geht um Österreich! Ich werde alles dazu beitragen, was in meiner Macht steht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen haben damals aber gemahnt, dass das alleinige Bekenntnis zu diesem Umlageverfahren zu wenig sein wird, um das System auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte hinaus für die Menschen dieses Landes sicherzustellen, und haben Maßnahmen gefordert. Ich bin sehr froh darüber, dass diese Bundesregierung jetzt in ihrem Regierungsprogramm vier Wirkungsziele zum Erhalt des Pensionssystems definiert hat, weil ich glaube, dass das wichtige Schritte sind: zum Ersten die Anhebung des durchschnittlichen faktischen Pensionsantrittsalters, zum Zweiten die Erhöhung des Anteils der Frauen mit Anspruch auf eine eigenständige, tatsächlich anständige Pension, zum Dritten die Bekämpfung der Armut in Österreich – das ist auch für mich persönlich ein ganz, ganz wichtiges Thema – sowie zum Vierten der Kampf gegen den sozialen Missbrauch und die nachhaltige Abschaffung der Pensionsprivilegien, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Strasser und Schwarz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben bereits vom Jahr 2008 bis heute massive Anträge zur Armutsbekämpfung eingebracht. Immerhin gibt es in Österreich, wie in der Enquete betreffend Armut, die wir erst vor Kurzem in diesem Haus abgehalten haben, festgestellt wurde, 900 000 Menschen, die armutsgefährdet sind und 500 000 Menschen, die manifest arm sind. Das darf und soll es in einem Land wie Österreich in Zukunft in diesem Ausmaß natürlich nicht mehr geben. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Strasser und Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben daher bereits im Jahr 2008 einen Antrag diesbezüglich eingebracht. Er hatte zum Inhalt, eine Mindestpension von 1 200 Euro zu ermöglichen, 1 500 Euro, wenn ein Ehepartner mindestens 40 Jahre im Arbeitsleben absolviert hat. Wir wurden allerdings zehn Jahre lang blockiert, man wurde in den Ausschüssen abgeschasselt und mit Zahlen konfrontiert, die bar jeglicher Realität waren. Mit Verweis auf Milliardenbeträge wurde unser Anliegen von Herrn Minister Hundstorfer und Herrn Minister Stöger immer wieder vertagt und auf die lange Bank geschoben. Die jetzige Bundesregierung hat – auf freiheitlichen Vorschlag – die Mindestpension von 1 200 Euro ins Regierungsprogramm übernommen, sie hat gestern bereits den Ministerrat passiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herzlichen Dank dafür! Es ist das ein Meilenstein der österreichischen Sozialpolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich bin auch froh, dass die Sozialdemokraten diesen Antrag jetzt nicht mehr blockieren können, weil Sie dazu Gott sei Dank nicht mehr die entsprechende Mehrheit in diesem Hause haben. Ich verstehe die Sozialdemokraten nicht – wenn 40 000 Menschen von dieser klugen Regelung profitieren können und ein wichtiger Schritt gegen die Altersarmut möglich ist –, bei einer solch tollen sozialen Maßnahme dagegen zu sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Folge? – Sie ziehen sich zurück, sie verlieren die sozialen Kontakte, es treten Krankheiten auf, sie werden depressiv. Wenn wir diese Mindestpension vor zehn Jahren eingeführt und das indexangepasst gemacht hätten, dann wären wir heute schon viel weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) – Sie haben das verhindert, das tut mir wirklich leid. Herr Kollege Stöger, was Sie damals geritten hat, diese tolle Idee zehn Jahre lang gemeinsam mit dem Kollegen Hundstorfer immer wieder zu boykottieren, weiß ich nicht. Das müssen Sie Ihren Wählerinnen und Wählern klar machen. Wir haben dazu immer eine klare Position gehabt.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man jetzt diese Mindestpension von 1 200 € hernimmt und gleichzeitig – auch das ist im Regierungsprogramm enthalten – den Kampf gegen die massive Teuerung in Österreich aufnimmt, dann haben wir zwei Eckpfeiler, die einer zukünftigen Altersarmut massiv entgegenwirken können. Das ist freiheitliche Sozialpolitik, meine Damen und Herren, darauf können wir stolz sein und da können wir den Menschen in die Augen sehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Sozialdemokratie hat das aufgrund ihres zehn Jahre langen Boykotts verhindert, sodass einem Pensionisten in diesen zehn Jahren 50 000 Euro Verlust entstanden sind. Wir haben das ausgerechnet. Auf zehn Jahre gerechnet, hat jeder Pensionist auf-grund der Haltung der SPÖ einen Verlust von 50 000 Euro. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dafür wäre hier von diesem Pult aus eine Entschuldigung fällig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Der Redner hält ein Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in Richtung SPÖ in die Höhe.) – 50 000 Euro pro Pensionist, liebe Kollegin! – Da waren Sie noch nicht hier, vielleicht stimmen Sie ja unserem Antrag zu. (Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Beifall bei der FPÖ. – Der Redner hält ein Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in Richtung SPÖ in die Höhe.
Die Sozialdemokratie hat das aufgrund ihres zehn Jahre langen Boykotts verhindert, sodass einem Pensionisten in diesen zehn Jahren 50 000 Euro Verlust entstanden sind. Wir haben das ausgerechnet. Auf zehn Jahre gerechnet, hat jeder Pensionist auf-grund der Haltung der SPÖ einen Verlust von 50 000 Euro. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dafür wäre hier von diesem Pult aus eine Entschuldigung fällig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Der Redner hält ein Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in Richtung SPÖ in die Höhe.) – 50 000 Euro pro Pensionist, liebe Kollegin! – Da waren Sie noch nicht hier, vielleicht stimmen Sie ja unserem Antrag zu. (Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Zwischenruf der Abg. Yildirim.
Die Sozialdemokratie hat das aufgrund ihres zehn Jahre langen Boykotts verhindert, sodass einem Pensionisten in diesen zehn Jahren 50 000 Euro Verlust entstanden sind. Wir haben das ausgerechnet. Auf zehn Jahre gerechnet, hat jeder Pensionist auf-grund der Haltung der SPÖ einen Verlust von 50 000 Euro. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dafür wäre hier von diesem Pult aus eine Entschuldigung fällig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Der Redner hält ein Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in Richtung SPÖ in die Höhe.) – 50 000 Euro pro Pensionist, liebe Kollegin! – Da waren Sie noch nicht hier, vielleicht stimmen Sie ja unserem Antrag zu. (Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Maßnahmen der Bundesregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden in Zukunft Folgendes verhindern: Pensionisten werden mit dieser Bundesregierung nicht mehr zu Almosenempfängern degradiert. Sie werden zu keinen Bittstellern, die einem Parteibuch entsprechend bewertet werden – auch das werden wir nicht tun. Es wird weniger Armut in diesem Land geben und das ist gut so. – Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Bundesregierung, das ist der Stil des neuen Regierens. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ja, bitte, bitte, tun Sie es auch!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Es wäre so gut, wenn wir bei der Wahrheit bleiben könnten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ja, bitte, bitte, tun Sie es auch!) Es ist unglaublich! Wenn Sie Taferln hochhalten, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, warum gewisse Dinge in der Vergangenheit nicht passieren konnten. (Abg. Belakowitsch: Weil Sie nicht wollten!) Schauen Sie bitte zu Ihrem jetzigen Koalitionspartner! (Abg. Neubauer: Die Minister waren alle bei der SPÖ! Alle bei der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wir haben das nicht allein bestimmen können, das wissen auch Sie. (Abg. Belakowitsch: Ja, wir haben es durchgesetzt ...!)
Abg. Belakowitsch: Weil Sie nicht wollten!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Es wäre so gut, wenn wir bei der Wahrheit bleiben könnten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ja, bitte, bitte, tun Sie es auch!) Es ist unglaublich! Wenn Sie Taferln hochhalten, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, warum gewisse Dinge in der Vergangenheit nicht passieren konnten. (Abg. Belakowitsch: Weil Sie nicht wollten!) Schauen Sie bitte zu Ihrem jetzigen Koalitionspartner! (Abg. Neubauer: Die Minister waren alle bei der SPÖ! Alle bei der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wir haben das nicht allein bestimmen können, das wissen auch Sie. (Abg. Belakowitsch: Ja, wir haben es durchgesetzt ...!)
Abg. Neubauer: Die Minister waren alle bei der SPÖ! Alle bei der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Es wäre so gut, wenn wir bei der Wahrheit bleiben könnten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ja, bitte, bitte, tun Sie es auch!) Es ist unglaublich! Wenn Sie Taferln hochhalten, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, warum gewisse Dinge in der Vergangenheit nicht passieren konnten. (Abg. Belakowitsch: Weil Sie nicht wollten!) Schauen Sie bitte zu Ihrem jetzigen Koalitionspartner! (Abg. Neubauer: Die Minister waren alle bei der SPÖ! Alle bei der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wir haben das nicht allein bestimmen können, das wissen auch Sie. (Abg. Belakowitsch: Ja, wir haben es durchgesetzt ...!)
Abg. Belakowitsch: Ja, wir haben es durchgesetzt ...!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Es wäre so gut, wenn wir bei der Wahrheit bleiben könnten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ja, bitte, bitte, tun Sie es auch!) Es ist unglaublich! Wenn Sie Taferln hochhalten, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, warum gewisse Dinge in der Vergangenheit nicht passieren konnten. (Abg. Belakowitsch: Weil Sie nicht wollten!) Schauen Sie bitte zu Ihrem jetzigen Koalitionspartner! (Abg. Neubauer: Die Minister waren alle bei der SPÖ! Alle bei der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wir haben das nicht allein bestimmen können, das wissen auch Sie. (Abg. Belakowitsch: Ja, wir haben es durchgesetzt ...!)
Abg. Belakowitsch: ... das ist falsch!
Zwei Richtigstellungen habe ich auch noch zu machen: Frau Kollegin Belakowitsch, Sie reden sich ja sowieso regelmäßig in einen Wirbel hinein, in dem ganz viel Neid, ganz viel Missgunst, ganz viel Hass vorkommt, und dann vergessen Sie, Frau Kollegin, dass Versicherungsjahre Beitragsjahre und Ersatzzeiten sind. Es ist also völlig korrekt, wie wir es benennen. – Sie haben gerade das Gegenteil behauptet. (Abg. Belakowitsch: ... das ist falsch!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Herr Kollege Wöginger – er ist jetzt gerade nicht im Saal – hat sich ebenfalls in einen Wirbel hineingeredet und Dinge verwechselt oder vergessen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Der Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice bekommt ein Budget vorgelegt und kann maximal über dessen Verteilung abstimmen. Und wissen Sie, warum FSG-Gewerkschafter zugestimmt haben? – Weil es mehr für die Jugendbeschäftigung in diesem Budget gibt. (Abg. Belakowitsch: Na, schau!) – Ganz genau! Das war die zweite Richtigstellung! – Bleiben Sie bei der Wahrheit, wenn Sie hier heraußen stehen, das wäre für die Zuseherinnen und Zuseher viel, viel günstiger! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Na, schau!
Herr Kollege Wöginger – er ist jetzt gerade nicht im Saal – hat sich ebenfalls in einen Wirbel hineingeredet und Dinge verwechselt oder vergessen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Der Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice bekommt ein Budget vorgelegt und kann maximal über dessen Verteilung abstimmen. Und wissen Sie, warum FSG-Gewerkschafter zugestimmt haben? – Weil es mehr für die Jugendbeschäftigung in diesem Budget gibt. (Abg. Belakowitsch: Na, schau!) – Ganz genau! Das war die zweite Richtigstellung! – Bleiben Sie bei der Wahrheit, wenn Sie hier heraußen stehen, das wäre für die Zuseherinnen und Zuseher viel, viel günstiger! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Wöginger – er ist jetzt gerade nicht im Saal – hat sich ebenfalls in einen Wirbel hineingeredet und Dinge verwechselt oder vergessen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Der Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice bekommt ein Budget vorgelegt und kann maximal über dessen Verteilung abstimmen. Und wissen Sie, warum FSG-Gewerkschafter zugestimmt haben? – Weil es mehr für die Jugendbeschäftigung in diesem Budget gibt. (Abg. Belakowitsch: Na, schau!) – Ganz genau! Das war die zweite Richtigstellung! – Bleiben Sie bei der Wahrheit, wenn Sie hier heraußen stehen, das wäre für die Zuseherinnen und Zuseher viel, viel günstiger! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Es passiert aber in der Schnelligkeit der Maßnahmen der Regierung, beim Hudeln passieren eben auch Fehler. Vizekanzler Strache hat eine Maßnahme gefordert, die wir noch vor der Wahl beschlossen haben, nämlich nach 30 Beitragsjahren den Tausender Mindestpension/Ausgleichszulage zu bekommen. Woran ist es gescheitert, dass wir die Ersatzzeiten mitbestimmen oder mitbeschließen konnten? – Wieder an der ÖVP (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), die damals mit uns in der Regierung war.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das heißt, aus diesen 30 Jahren plus Ersatzzeiten, die vielen Frauen zugutegekommen wären, sind 30 Jahre ohne Ersatzzeiten geworden. Das, was jetzt vorliegt, diese 40 Jahre und die 1 200 Euro, bringt mich wieder zum Hudeln und Schnellsein. Woher Sie die 40 000 Personen haben, weiß ich nicht – keine Ahnung –, unsere Berechnungen ergeben, dass es maximal 10 000 Betroffene sind, davon zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer hält erneut das Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in die Höhe
Daher bringe ich einen Entschließungsantrag ein, damit wir alle die Möglichkeit haben, das gemeinsam zu korrigieren (Abg. Neubauer hält erneut das Plakat mit der Aufschrift „50.000 Euro Verlust für unsere PensionistInnen. Das ist die Verantwortung der SPÖ.“ in die Höhe), denn Sie (in Richtung ÖVP) haben es seinerzeit verhindert:
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Genuss kommen und nicht erst in zwei Jahren, im Jahr 2020. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das halte ich einer Gruppe von Menschen gegenüber, die ihr Leben lang gearbeitet haben und jetzt nichts davon haben, für absolut geringschätzend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genuss kommen und nicht erst in zwei Jahren, im Jahr 2020. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das halte ich einer Gruppe von Menschen gegenüber, die ihr Leben lang gearbeitet haben und jetzt nichts davon haben, für absolut geringschätzend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ausgehend von der Nachkriegszeit bis jetzt haben wir es geschafft, Wirtschaftskraft, Wertschöpfung, Wohlstand und soziale Sicherheit in unserem Land zu etablieren. Ich möchte an dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön an alle Menschen in diesem Land aussprechen, die mit ihren Steuerleistungen sicherstellen, dass Österreich ein Land mit einem ganz starken sozialen Netz ist. – Vielen Dank! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir werden darauf schauen, dass es in diesem Land eine neue Gerechtigkeit gibt, und wir werden mit ganzer Kraft an diesem Projekt arbeiten. – Danke schön! Alles Gute! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Werte Kolleginnen und Kollegen! In der gestrigen Debatte zum Frauenbudget waren sich eigentlich alle Fraktionen einig, dass Geschlechtergerechtigkeit nicht in einem Ressort gelöst werden kann, sondern dass es eine Querschnittsmaterie ist. Jetzt diskutieren wir über diese UGs, mit denen man wirklich Berge für die Frauen in Österreich bewegen könnte: Arbeit, Soziales, Pensionen. In diesen Bereichen kann am meisten für das Thema Geschlechtergerechtigkeit getan werden, und da wird auch das meiste falsch gemacht – das muss man dazusagen. In genau diesen Bereichen kann man nämlich das in Zahlen gegossene Ziel der Regierung herauslesen: zurück an den Herd, zurück nach Hause, zurück zu konservativen Rollenbildern – Frauenarmut. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Der bereits vieldiskutierte Familienbonus – gerade eben wieder von Kollegen Strasser angesprochen – ist eben nicht der große familienpolitische Wurf, wie er uns hier vorgegaukelt wird, ganz im Gegenteil. Echte Geschlechtergerechtigkeit bedeutet nämlich nicht, dass Frauen dank dem Familienbonus – eh schon wieder und eh wieder länger – zu Hause bleiben können, sondern echte Geschlechtergerechtigkeit würde bedeuten, dass Frauen die Möglichkeit haben, unabhängig und selbstbestimmt leben zu können. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Herr Strasser hat gesagt, das Geld geht dorthin, wo Kinder leben. Genau das passiert mit dem Familienbonus eben nicht: Das Geld geht dorthin, wo Eltern leben. Es ist eben keine Leistung, die den Kindern zugutekommt, da müsste man mehr in Sachleistungen investieren anstatt in Geldleistungen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die letzte Regierung hat es auch nicht geschafft, das durchschnittliche Pensionsantrittsalter von Frauen signifikant zu erhöhen. Die aktuelle Regierung steckt beim Thema Frauenpensionen gleich den Kopf in den Sand, will es erst gar nicht probieren. Eine konkrete Maßnahme, damit Frauen aus eigener Kraft im Alter mit einer eigenen Pension leben können, gibt es nicht. Und das ist eigentlich sehr traurig. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn man sagt, Frauen, habt keine Angst, es gibt schon einen Mann, der sich um euch kümmert, euer Ehemann oder Vater Staat, ist das nicht meine Vorstellung von Selbstbestimmtheit. Wir müssen Frauen die Möglichkeit geben, sich ihre eigene Pension erarbeiten zu können, damit sie im Alter selbstbestimmt leben können und nicht in Abhängigkeit von einem Mann leben müssen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll
Ich kann mich erinnern – weil ich selbst Sozialreferent des Landes Kärnten war (Zwischenruf des Abg. Noll) –, wie oft wir blockiert wurden, es ist immer an der Finanzierungsfrage gescheitert. Das allein ist aber nicht der entscheidende Grund, sondern auch die Frage der Ausbildung, die parallel dazu geregelt werden muss.
Abg. Loacker: Gibt es in Österreich auch!
Wenn das die Verantwortung ist, die eine ausgebildete Krankenschwester heute hat, dann haben wir ein falsches System. Die Deutschen zeigen uns seit über 15 Jahren vor, dass man Medikamente verblistern kann. (Abg. Loacker: Gibt es in Österreich auch!) Die Schweden haben es schon längst eingeführt und sich mittlerweile über 300 Millionen Euro nur mit diesem System erspart.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir müssen auch einen Schritt weiterdenken. Wir reden immer über neue Lehr- und Pflegeberufe, aber die Schweizer praktizieren es uns vor. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Dort gibt es seit zehn Jahren eine Pflegelehre für junge Menschen, dort hat man ihnen einen neuen Pfad ermöglicht, den sie gegangen sind. – Das ist der eine Bereich.
Beifall bei der FPÖ.
geheim, sondern in den alternativen Lebensräumen versorgt werden. Das sind unsere Kernaufgabengebiete, die wir lösen werden müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Da kann man nur der Frau Minister alles Gute wünschen und sie unterstützen, damit sie diesen Weg auch mit uns gemeinsam geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Wo sind die Baldrian?
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kolba. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Belakowitsch: Wo sind die Baldrian?)
Beifall bei Liste Pilz und FPÖ
Ich habe vor etwas über einem Jahr nach 26 Dienstjahren den Verein für Konsumenteninformation im Einvernehmen verlassen, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sowohl die Arbeiterkammer, als ordentliches Mitglied, als auch das Sozialministerium, als außerordentliches Mitglied des VKI, Sammelklagen gegen VW unterbunden haben. Daher freut es mich wirklich sehr, dass Sie das heute ankündigen (Beifall bei Liste Pilz und FPÖ) und ich hoffe, dass sich von den 340 000 VW-Diesel-Geschädigten viele an dieser Aktion beteiligen werden. Wer uns heute zuhört, muss wissen: Bis 20. Mai muss man sich melden, also man muss da jetzt auch rasch sein.
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Wurm: Kollege, das stimmt ja nicht!
Was mich bei all diesen Ankündigungen am meisten fasziniert, ist die Art und Weise, wie Sie diese verstärkten Aufgaben mit einem drastisch sinkenden Budget erfüllen wollen. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Wurm: Kollege, das stimmt ja nicht!) Das ist auf den ersten Blick schlicht nicht nachvollziehbar. Mehr Aufgaben und weniger Geld – wie das gehen soll, das werden wir sehen! (Abg. Wurm: Das stimmt so nicht!)
Abg. Wurm: Das stimmt so nicht!
Was mich bei all diesen Ankündigungen am meisten fasziniert, ist die Art und Weise, wie Sie diese verstärkten Aufgaben mit einem drastisch sinkenden Budget erfüllen wollen. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Wurm: Kollege, das stimmt ja nicht!) Das ist auf den ersten Blick schlicht nicht nachvollziehbar. Mehr Aufgaben und weniger Geld – wie das gehen soll, das werden wir sehen! (Abg. Wurm: Das stimmt so nicht!)
Abg. Wurm: Das haben wir doch im Ausschuss erklärt! – Abg. Belakowitsch: ... versteht er nicht!
Das Budget sinkt von 5,6 Millionen auf 3,6 Millionen Euro im Jahr 2019. (Abg. Wurm: Das haben wir doch im Ausschuss erklärt! – Abg. Belakowitsch: ... versteht er nicht!) Ich glaube, ich habe Ihren Trick durchschaut. Sie können ganz offensichtlich zaubern. Der Trick ist ein berühmter Zaubertrick: Wasser aus Indien, dabei gießt der Magier aus einer Karaffe Wasser in ein Glas, das Glas ist voll, die Karaffe ist leer, und mit Simsalabim geht das noch einmal. Man nimmt wieder die Karaffe, gießt wieder ein Glas voll, und das geht dauernd so weiter. Das ist also ein Zaubertrick, der impliziert: Wasser – oder in unserem Fall die Budgetmittel im Konsumentenschutz – versiegt nie. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Budget sinkt von 5,6 Millionen auf 3,6 Millionen Euro im Jahr 2019. (Abg. Wurm: Das haben wir doch im Ausschuss erklärt! – Abg. Belakowitsch: ... versteht er nicht!) Ich glaube, ich habe Ihren Trick durchschaut. Sie können ganz offensichtlich zaubern. Der Trick ist ein berühmter Zaubertrick: Wasser aus Indien, dabei gießt der Magier aus einer Karaffe Wasser in ein Glas, das Glas ist voll, die Karaffe ist leer, und mit Simsalabim geht das noch einmal. Man nimmt wieder die Karaffe, gießt wieder ein Glas voll, und das geht dauernd so weiter. Das ist also ein Zaubertrick, der impliziert: Wasser – oder in unserem Fall die Budgetmittel im Konsumentenschutz – versiegt nie. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das kenne ich, ehrlich gesagt, als einen Zaubertrick aus dem Zauberbedarfshandel, und ich sage es jetzt ganz offen – man tut das zwar nicht, dass man Zaubertricks verrät –: Natürlich ist die Karaffe manipuliert. Das wird aber bei Ihnen nicht funktionieren. Das heißt, ich gebe Ihnen jetzt einen Vertrauensvorschuss, dass Sie tatsächlich zaubern können. Wenn das nicht so ist, also wenn Sie diese Zauberkräfte irgendwo auf dem Weg verlassen werden, dann werden wir uns hier wiedersehen, und dann werde ich Ihnen sehr kritische Fragen stellen. – Danke schön. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Riemer: Peter Kolba wird mir immer sympathischer!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Zarits. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Riemer: Peter Kolba wird mir immer sympathischer!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Zum ersten Mal seit 65 Jahren werden wir wieder mehr einnehmen als ausgeben. Das ist das Motto der neuen Bundesregierung. Wohin eine Schuldenpolitik führen kann, hat man auch in der EU am Beispiel Griechenland gesehen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Wir alle haben die Konsequenzen gesehen und gemerkt, wer die Zeche und wer den Preis für eine Schuldenpolitik bezahlen muss, nämlich der kleine Mann, es war der Mittelstand und es waren die Kleinverdiener. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Zum ersten Mal seit 65 Jahren werden wir wieder mehr einnehmen als ausgeben. Das ist das Motto der neuen Bundesregierung. Wohin eine Schuldenpolitik führen kann, hat man auch in der EU am Beispiel Griechenland gesehen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Wir alle haben die Konsequenzen gesehen und gemerkt, wer die Zeche und wer den Preis für eine Schuldenpolitik bezahlen muss, nämlich der kleine Mann, es war der Mittelstand und es waren die Kleinverdiener. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das brauchen wir in Österreich nicht. Wir wollen keine neuen Schulden, wir sparen im System, wir entlasten die Menschen und die Familien, wir entlasten jene Menschen, die arbeiten, die fleißig sind, Steuern zahlen und mit ihren Steuern auch das Sozialsystem finanzieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir stellen mit dem Budget sicher, dass die kommenden Generationen in Österreich sicher leben können und gut leben können und wir blicken in eine gute Zukunft. Mit dem Familienbonus Plus entlasten wir die Familien mit einem Betrag von 1 500 Euro pro Kind und Jahr. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein weiterer Schritt ist die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages. Wir wollen all jene Menschen unterstützen, Herr Kollege, die arbeiten, die fleißig sind und die etwas leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Das ist die neue soziale Gerechtigkeit, meine geschätzten Damen und Herren. (Abg. Knes: So?!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir stellen mit dem Budget sicher, dass die kommenden Generationen in Österreich sicher leben können und gut leben können und wir blicken in eine gute Zukunft. Mit dem Familienbonus Plus entlasten wir die Familien mit einem Betrag von 1 500 Euro pro Kind und Jahr. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein weiterer Schritt ist die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages. Wir wollen all jene Menschen unterstützen, Herr Kollege, die arbeiten, die fleißig sind und die etwas leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Das ist die neue soziale Gerechtigkeit, meine geschätzten Damen und Herren. (Abg. Knes: So?!)
Abg. Knes: So?!
Wir stellen mit dem Budget sicher, dass die kommenden Generationen in Österreich sicher leben können und gut leben können und wir blicken in eine gute Zukunft. Mit dem Familienbonus Plus entlasten wir die Familien mit einem Betrag von 1 500 Euro pro Kind und Jahr. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein weiterer Schritt ist die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages. Wir wollen all jene Menschen unterstützen, Herr Kollege, die arbeiten, die fleißig sind und die etwas leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Das ist die neue soziale Gerechtigkeit, meine geschätzten Damen und Herren. (Abg. Knes: So?!)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Da müssen wir auch Themen ansprechen, die die Menschen zu Recht in den letzten Jahren aufgeregt und auch bewegt haben. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Viele zahlen auf der einen Seite ihr Leben lang ein, arbeiten ein Leben lang, haben auf der anderen Seite aber das Gefühl, dass ihnen immer weniger zum Leben bleibt und immer weniger im Börserl bleibt. Wir müssen jene schützen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Knes), die arbeiten und in das System einzahlen, darum müssen wir die Steuer- und Abgabenquote endlich auf 40 Prozent senken. Dafür stehe ich, dafür steht die neue Volks-
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Knes
Da müssen wir auch Themen ansprechen, die die Menschen zu Recht in den letzten Jahren aufgeregt und auch bewegt haben. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Viele zahlen auf der einen Seite ihr Leben lang ein, arbeiten ein Leben lang, haben auf der anderen Seite aber das Gefühl, dass ihnen immer weniger zum Leben bleibt und immer weniger im Börserl bleibt. Wir müssen jene schützen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Knes), die arbeiten und in das System einzahlen, darum müssen wir die Steuer- und Abgabenquote endlich auf 40 Prozent senken. Dafür stehe ich, dafür steht die neue Volks-
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
partei und dafür steht die neue Bundesregierung, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Knes: Na gut!
Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, dass jemand, der nicht arbeitet, fast gleich gut aussteigt wie jemand, der arbeitet, das ist nicht sozial, das ist nicht gerecht und das ist nicht fair. Da müssen wir ansetzen. Die Mindestsicherung ist eines der wichtigsten Mittel, um Armutsgefährdung zu bekämpfen (Abg. Knes: Na gut!), sie ist vor allem aber als Überbrückung gedacht und darf keine Dauerlösung werden. Was die Mindestsicherung auf keinen Fall sein darf, ist ein Anreizsystem für die Zuwanderung in unser Sozialsystem.
Abg. Knes: ... ist ein Wahnsinn!
Ich halte es für richtig und wichtig, soziale Sicherheit auch im Alter zu garantieren. (Abg. Knes: ... ist ein Wahnsinn!) Jemand, der sein Leben lang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, muss sich auf eine staatliche Pension verlassen können. Das ist nicht nur fair für die ältere Generation, das sind wir der älteren Generation auch schuldig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Menschen mit 40 Beitragsjahren erhalten in Zukunft 1 200 Euro Mindestpension monatlich, Ehepaare mit 40 Beitragsjahren eines Partners mindestens 1 500 Euro monatlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Für uns ist eines klar: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch finanziell abgesichert sein.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich halte es für richtig und wichtig, soziale Sicherheit auch im Alter zu garantieren. (Abg. Knes: ... ist ein Wahnsinn!) Jemand, der sein Leben lang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, muss sich auf eine staatliche Pension verlassen können. Das ist nicht nur fair für die ältere Generation, das sind wir der älteren Generation auch schuldig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Menschen mit 40 Beitragsjahren erhalten in Zukunft 1 200 Euro Mindestpension monatlich, Ehepaare mit 40 Beitragsjahren eines Partners mindestens 1 500 Euro monatlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Für uns ist eines klar: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch finanziell abgesichert sein.
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich halte es für richtig und wichtig, soziale Sicherheit auch im Alter zu garantieren. (Abg. Knes: ... ist ein Wahnsinn!) Jemand, der sein Leben lang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, muss sich auf eine staatliche Pension verlassen können. Das ist nicht nur fair für die ältere Generation, das sind wir der älteren Generation auch schuldig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Menschen mit 40 Beitragsjahren erhalten in Zukunft 1 200 Euro Mindestpension monatlich, Ehepaare mit 40 Beitragsjahren eines Partners mindestens 1 500 Euro monatlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Für uns ist eines klar: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch finanziell abgesichert sein.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Wir gehen mit dem Budget 2018/2019 neue Wege, wir gehen in eine gute und sichere Zukunft. Die Menschen haben uns gewählt, um Österreich positiv zu verändern. Wir gehen gemeinsam den Weg der neuen sozialen Gerechtigkeit. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Gödl: Na, Sie haben ein Ausführungsgesetz versprochen und das nicht gehalten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Er und Abgeordneter Lopatka haben es maßgeblich verhandelt. Es ist insofern ein schlechtes Gesetz, weil der Vorschlag der SPÖ – die Pflege zu finanzieren, indem wir eine Steuer einführen, die dazu führt, dass jene, die große Erbschaften haben, auch einen Beitrag dazu leisten – mit der ÖVP nicht realisiert werden konnte. (Abg. Gödl: Na, Sie haben ein Ausführungsgesetz versprochen und das nicht gehalten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Die waren aber sehr kreativ!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte mich bei allen Bürgermeistern/allen Bürgermeisterinnen bedanken, die kreativ waren und dazu beigetragen haben, Menschen, die älter als 50 Jahre sind und ein Jahr arbeitslos waren, in Beschäftigung zu bringen. (Abg. Wurm: Die waren aber sehr kreativ!) Da waren viele ÖVP-Bürgermeister dabei, die die christlich-soziale Tradition noch in ihrem Herzen tragen. Danke, Respekt! (Beifall bei der SPÖ.) Sie haben den Menschen Würde zurückgegeben, Sie haben den Menschen ein Gesicht gegeben.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte mich bei allen Bürgermeistern/allen Bürgermeisterinnen bedanken, die kreativ waren und dazu beigetragen haben, Menschen, die älter als 50 Jahre sind und ein Jahr arbeitslos waren, in Beschäftigung zu bringen. (Abg. Wurm: Die waren aber sehr kreativ!) Da waren viele ÖVP-Bürgermeister dabei, die die christlich-soziale Tradition noch in ihrem Herzen tragen. Danke, Respekt! (Beifall bei der SPÖ.) Sie haben den Menschen Würde zurückgegeben, Sie haben den Menschen ein Gesicht gegeben.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Frau Bundesministerin hat gesagt, mit der Aktion 20 000 haben wir es geschafft, 4 400 Menschen in Beschäftigung zu bringen. Ich glaube, das sind Ergebnisse, da quatschen wir nicht, sondern da helfen wir den Menschen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Ihr DDR-Modell!
Sie sparen nicht im System, Sie sparen bei den Menschen. Und das ist bei unserem Modell nicht der Fall. (Abg. Belakowitsch: Ihr DDR-Modell!) Ich halte das für eine wichtige Veränderung, man muss den Menschen ihre Würde zurückgeben. Auch bei der Pflege darf es nicht davon abhängen, wie viel Geld man hat, wenn man gepflegt wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sparen nicht im System, Sie sparen bei den Menschen. Und das ist bei unserem Modell nicht der Fall. (Abg. Belakowitsch: Ihr DDR-Modell!) Ich halte das für eine wichtige Veränderung, man muss den Menschen ihre Würde zurückgeben. Auch bei der Pflege darf es nicht davon abhängen, wie viel Geld man hat, wenn man gepflegt wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bacher: Friedlich bleiben! – Abg. Noll: Er ist Raucher, der ist friedlich!
Ich übergebe nun das Wort an den Herrn Abgeordneten Wurm. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Bacher: Friedlich bleiben! – Abg. Noll: Er ist Raucher, der ist friedlich!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man muss zugeben, es ist nichts Neues, dass das Konsumentenschutzbudget traditionell in den letzten Jahrzehnten in Österreich eine geringe Bedeutung hatte, ganz egal, wer in der Regierung war. Wir haben uns, glaube ich, auch mit allen Konsumentenschutzsprechern darauf einigen können, und mit Unterstützung der Frau Minister, dass wir es schaffen sollten, spätestens ab 2020 auf ein Zehntelpromille des Gesamtbudgets zu kommen. Das würde dann in etwa 8 Millionen Euro pro Jahr bedeuten. Das würde sich der Konsumentenschutz in Österreich verdienen und ich bin sehr optimistisch, dass wir das gemeinsam auch schaffen werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Ganze kostet einen Organisations- oder Unkostenbeitrag von 120 Euro, alle anderen Prozesskosten und Risiken sind gedeckt. Ich würde jedem dazu raten, denn es geht dann doch um einige tausend Euro pro Pkw-Besitzer, sich hier auch anzuschließen, denn gemeinsam – davon bin ich überzeugt – werden wir eine Lösung für Hunderttausende österreichische Konsumenten erreichen. Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich bei der Frau Minister, dass Sie das durchgekämpft haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich möchte die Frau Minister bitten, der Sache nachzugehen, ich werde die Details nachreichen. Aber das sind Dinge, die möchte ich in Österreich nicht haben. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Da geht es um eine 52-jährige Frau, Kollege Vogl, die selbst einen Job gefunden hat und beim AMS die Auskunft bekommt, es könne den Kurs in Höhe von 900 Euro nicht mehr zahlen, weil keine Budgetmittel mehr da sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die Wahrheit!) Also da würde ich die Kollegen der Sozialdemokratie bitten, auch ihre Funktionäre draußen in den Strukturen aufmerksam zu machen, dass das nicht im Sinne der Bevölkerung in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die Wahrheit!
Ich möchte die Frau Minister bitten, der Sache nachzugehen, ich werde die Details nachreichen. Aber das sind Dinge, die möchte ich in Österreich nicht haben. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Da geht es um eine 52-jährige Frau, Kollege Vogl, die selbst einen Job gefunden hat und beim AMS die Auskunft bekommt, es könne den Kurs in Höhe von 900 Euro nicht mehr zahlen, weil keine Budgetmittel mehr da sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die Wahrheit!) Also da würde ich die Kollegen der Sozialdemokratie bitten, auch ihre Funktionäre draußen in den Strukturen aufmerksam zu machen, dass das nicht im Sinne der Bevölkerung in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte die Frau Minister bitten, der Sache nachzugehen, ich werde die Details nachreichen. Aber das sind Dinge, die möchte ich in Österreich nicht haben. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Da geht es um eine 52-jährige Frau, Kollege Vogl, die selbst einen Job gefunden hat und beim AMS die Auskunft bekommt, es könne den Kurs in Höhe von 900 Euro nicht mehr zahlen, weil keine Budgetmittel mehr da sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die Wahrheit!) Also da würde ich die Kollegen der Sozialdemokratie bitten, auch ihre Funktionäre draußen in den Strukturen aufmerksam zu machen, dass das nicht im Sinne der Bevölkerung in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Noll
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Lieber Werner Neubauer (Heiterkeit des Abg. Noll), wenn du nur zehn Jahre zurückblickst, kannst du natürlich enorm viel verschleiern, in Bezug auf deine Ansage, diese Reformen der Jahre von 2007 bis 2017 hätten zu massivsten Einsparungen bei den Pensionisten geführt. Du musst 15 Jahre zurückblicken, denn der wirklich größte Pensionsraub in der Geschichte Österreichs passierte 2003 unter einer schwarz-blau geführten Regierung Schüssel I (Abg. Neubauer: Ihr habt das nicht rückgängig gemacht!), in der die Weichen für Maßnahmen gestellt wurden, die die Pensionistinnen und Pensionisten jetzt tragen müssen. Es war 2003 und nicht später.
Abg. Neubauer: Ihr habt das nicht rückgängig gemacht!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Lieber Werner Neubauer (Heiterkeit des Abg. Noll), wenn du nur zehn Jahre zurückblickst, kannst du natürlich enorm viel verschleiern, in Bezug auf deine Ansage, diese Reformen der Jahre von 2007 bis 2017 hätten zu massivsten Einsparungen bei den Pensionisten geführt. Du musst 15 Jahre zurückblicken, denn der wirklich größte Pensionsraub in der Geschichte Österreichs passierte 2003 unter einer schwarz-blau geführten Regierung Schüssel I (Abg. Neubauer: Ihr habt das nicht rückgängig gemacht!), in der die Weichen für Maßnahmen gestellt wurden, die die Pensionistinnen und Pensionisten jetzt tragen müssen. Es war 2003 und nicht später.
Abg. Neubauer: Das habe ich auch nicht gesagt!
Unser Pensionssystem steht auf sehr soliden Beinen, und das in erster Linie deswegen, weil in Zeiten der SPÖ-geführten Regierung eine sehr, sehr gute Arbeit für dieses System geleistet wurde. Die Pensionsreformen seit dem Jahr 2010, lieber Werner, sind hauptverantwortlich für die guten Budgetzahlen, da genau die richtigen Schritte gesetzt wurden. Und die immer wieder behaupteten Kostenexplosionen, die es nicht gibt, die nicht eingetreten sind und auch bis heute nicht vorhanden sind, sind nicht da. (Abg. Neubauer: Das habe ich auch nicht gesagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Da unser Pensionssystem von unserer Gegnern immer lange totgeredet wird, möchte ich einige Zahlen und Fakten auf den Tisch legen. Nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 wurde ein Anstieg der Bundesmittel zu den Pensionen von 2,99 Prozent des BIPs auf 3,6 Prozent des BIPs bis 2016 und 4 Prozent des BIPs bis 2021 prognostiziert. Tatsächlich machen aber die Bundesmittel im Jahr 2017 nur rund 2,6 Prozent des BIPs aus. Und das ist ein Wert, der vor der Wirtschaftskrise war und in etwa auch dem des Jahres 1970 entspricht. Trotz Wirtschaftskrise ist es gelungen, die Bundesmittel relativ zum BIP zu senken, in den Jahren 2015, 2016 und 2017 sind die Bundesmittel nominell gesunken. Also von wegen unser Pensionssystem sei tot – das ist nicht tot, sondern das ist ein Topsystem, das wir in Österreich haben und um das wir weltweit beneidet werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Das fragst du den Stöger, das ist eh dein Freund!
Meine Damen und Herren, was hat die aktuelle Regierung eigentlich nun in Bezug auf Pensionen vor? Eine Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters von angeblich aktuell 59,9 Jahren auf 60,3 Jahre. Ich sage deshalb angeblich, da die Zahl 59,9 einfach falsch ist, meine Damen und Herren, denn das Sozialministerium hat 2016 schon ein faktisches Pensionsantrittsalter von 60,3 Jahren festgestellt. Und die Regierung nimmt sich nun vor, dieses Ziel erst 2020 zu erreichen, das 2016 schon festgestellt wurde. Also irgendetwas stimmt da nicht. Was soll mit dieser Zahlentrickserei eigentlich erreicht werden? (Abg. Neubauer: Das fragst du den Stöger, das ist eh dein Freund!)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Belakowitsch, Schimanek und Haider: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Darüber freuen sich weder das AMS noch die Arbeiterkammer und am allerwenigsten die Arbeiterkammern Tirol und Vorarlberg. Sie können sich das vorstellen. Ich bitte daher zur Kenntnis zu nehmen, dass das keine Strukturen der SPÖ sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Belakowitsch, Schimanek und Haider: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Scherak: Danke!
Ich möchte aber auch noch ein Wort an die Opposition richten – die NEOS möchte ich hier vielleicht ausnehmen (Abg. Scherak: Danke!) –, denn es ist für mich vollkommen richtig und klar, dass wir bei diesem Budget natürlich verschiedene Zugänge haben, dass Sie manches anders sehen und manches vielleicht auch anders finanzieren würden. Aber, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es ist einfach zu wenig, eigentlich bei jedem Unterpunkt des Budgets zu sagen: Da ist zu wenig Geld vorhanden und da brauchen wir mehr Geld. Das ist einfach zu wenig und vollkommen einfallslos, denn ich sage Ihnen und verrate Ihnen vielleicht ein Geheimnis: Es gibt ihn nicht! Es gibt ihn nicht, den Bankomaten, der im Himmel befüllt und auf Erden ausgeschöpft wird. (Abg. Wittmann: Aber ein Körberlgeld!)
Abg. Wittmann: Aber ein Körberlgeld!
Ich möchte aber auch noch ein Wort an die Opposition richten – die NEOS möchte ich hier vielleicht ausnehmen (Abg. Scherak: Danke!) –, denn es ist für mich vollkommen richtig und klar, dass wir bei diesem Budget natürlich verschiedene Zugänge haben, dass Sie manches anders sehen und manches vielleicht auch anders finanzieren würden. Aber, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es ist einfach zu wenig, eigentlich bei jedem Unterpunkt des Budgets zu sagen: Da ist zu wenig Geld vorhanden und da brauchen wir mehr Geld. Das ist einfach zu wenig und vollkommen einfallslos, denn ich sage Ihnen und verrate Ihnen vielleicht ein Geheimnis: Es gibt ihn nicht! Es gibt ihn nicht, den Bankomaten, der im Himmel befüllt und auf Erden ausgeschöpft wird. (Abg. Wittmann: Aber ein Körberlgeld!)
Beifall bei der ÖVP.
Kommen Sie bitte auf den Boden der Realität! Wir reichen Ihnen die Hand zur Zusammenarbeit, dass wir vielleicht auch manches miteinander beschließen können. Stimmen Sie diesem guten Budget zu! Es ist die Basis für eine gute Entwicklung der österreichischen finanziellen Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Bitte bei der Wahrheit bleiben!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Vogl. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Belakowitsch: Bitte bei der Wahrheit bleiben!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt bin ich aber auch Vorsitzender der GPA-djp Oberösterreich und wir vertreten sehr viele Bereiche, unter anderem auch Handel, die sozialen Bereiche, wo viele Frauen – und das ist nicht immer nur freiwillig gewählte Teilzeit – nicht die Möglichkeit haben, so viel zu verdienen, dass sie den Familienbonus in voller Höhe ausschöpfen können. Und das ist der Unterschied zwischen uns: zum einen einmal das Wissen, dass die persönliche Leistung nicht immer mit dem gleichzusetzen ist, was ich verdienen kann, und zum Zweiten, dass uns alle Menschen gleich viel wert sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Das gibt es ja! Da hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!
Lassen Sie mich aber auf das Thema Beschäftigung Älterer eingehen! Es ist hier schon oft über die Aktion 20 000 gesprochen worden, und ich möchte noch einmal Folgendes klarstellen: Das Anrufsammeltaxi BIS ist erwähnt worden, und da geht es schon um das Thema Würde, das der ehemalige Sozialminister Stöger angesprochen hat. Wisst ihr, das ist ein riesiger Unterschied – hört doch einmal zu! –: Ihr redet ständig von der Stärkung des ländlichen Raumes. Im ländlichen Raum gibt es ältere Menschen, die einfach auch den Anspruch auf Rechte haben. Die wollen nicht immer bitten und betteln müssen, dass sie irgendjemand wo hinfährt. Die möchten einfach einmal die Möglichkeit haben, wo anzurufen, und dann werden sie geführt. Sie werden zum Arzt geführt, sie werden zu ihren FreundInnen geführt. (Abg. Gödl: Das gibt es ja! Da hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!) Das gibt es, und diese Aktion wird es jetzt dadurch, dass die Aktion 20 000 eingestellt wird, nicht mehr geben. Das macht den Unterschied zwischen uns aus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo bist du daheim?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo bist du daheim?
Lassen Sie mich aber auf das Thema Beschäftigung Älterer eingehen! Es ist hier schon oft über die Aktion 20 000 gesprochen worden, und ich möchte noch einmal Folgendes klarstellen: Das Anrufsammeltaxi BIS ist erwähnt worden, und da geht es schon um das Thema Würde, das der ehemalige Sozialminister Stöger angesprochen hat. Wisst ihr, das ist ein riesiger Unterschied – hört doch einmal zu! –: Ihr redet ständig von der Stärkung des ländlichen Raumes. Im ländlichen Raum gibt es ältere Menschen, die einfach auch den Anspruch auf Rechte haben. Die wollen nicht immer bitten und betteln müssen, dass sie irgendjemand wo hinfährt. Die möchten einfach einmal die Möglichkeit haben, wo anzurufen, und dann werden sie geführt. Sie werden zum Arzt geführt, sie werden zu ihren FreundInnen geführt. (Abg. Gödl: Das gibt es ja! Da hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!) Das gibt es, und diese Aktion wird es jetzt dadurch, dass die Aktion 20 000 eingestellt wird, nicht mehr geben. Das macht den Unterschied zwischen uns aus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo bist du daheim?)
Beifall bei der SPÖ.
Eure Antwort darauf ist, die Rot-Weiß-Rot-Karte aufzumachen und dann die Mangelbedarfsliste zu regionalisieren. Das bedeutet null Unterstützung für die Älteren in unserem Land, sondern wir holen uns Billigarbeitskräfte herein. Ist das die Linie der FPÖ, nach dem, was ihr jahrelang vertreten habt? – Echt super, was ihr zu diesem Thema zusammenbringt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Warum steht es nicht 16 : 0? Rechenfehler, Herr Kollege!
Nur ein Beispiel, um zu zeigen, dass die Leute draußen in den Betrieben auch mitbekommen, was ihr macht: Wir hatten letztens bei uns im Unternehmen Arbeiterbetriebsratswahl. Wir hatten ursprünglich 14 : 2, 14 rote, zwei blaue Mandate, inzwischen steht es 15 : 0. Die Leute wissen, was da auf sie zukommt. (Abg. Hafenecker: Warum steht es nicht 16 : 0? Rechenfehler, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich nenne nur das Thema Altersteilzeit: Seid ihr wahnsinnig – darf ich das sagen? –, einfach den Zugang zur Altersteilzeit um zwei Jahre nach oben zu schrauben? Ich meine, so etwas ist im Sinne des Vertrauensschutzes absolut unsozial. Habt ihr euch irgendwann einfach einmal klargemacht, was das für die Frauen heißt? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Verfügung steht, auskommen, und wir werden die Leistungen, die wir für den Sozialstaat brauchen, auch bedienen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da wir das aus guten Gründen abgeschafft haben, müssen wir uns also jetzt ganz klar dazu bekennen, wie wir langfristig den Bedarf an Pflege in den verschiedensten Formen finanzieren, ob es die Betreuung bei den mobilen Diensten ist, ob es die 24-Stunden-Betreuung ist oder ob es eben auch die stationäre Pflege ist. Dazu bedarf es auch einer ganz großen politischen Anstrengung, und da möchte ich jetzt schon alle Fraktionen in diesem Haus bitten: Hier brauchen wir ein Maximum an Sachpolitik und ein Minimum an Parteipolitik. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Wie im Lesezirkel!
Wir brauchen wirksame Integrationsmaßnahmen für den Arbeitsmarkt, vor allen Dingen auch wieder spezielle Maßnahmen für Frauen, wie uns die Zahlen hier auch deutlich zeigen. Betriebe müssen dazu angehalten werden, Behinderte einzustellen und sich nicht permanent freizukaufen. Ich möchte hier als positives Beispiel die Arbeiterkammern anführen, die in allen Bundesländern die Pflichtzahl übererfüllen. (Abg. Hafenecker: Wie im Lesezirkel!) Die Wirtschaftskammer und die Ärztekammer zum Beispiel erfüllen diese Zahl hingegen nicht. Wie sollen Betriebe diese Zahl erfüllen, wenn sich schon die eigene Standesvertretung nicht damit anfreunden kann und ihnen auch kein gutes Beispiel dabei vorlebt? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Das ist kein Lesewettbewerb!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Das ist kein Lesewettbewerb!
Wir brauchen wirksame Integrationsmaßnahmen für den Arbeitsmarkt, vor allen Dingen auch wieder spezielle Maßnahmen für Frauen, wie uns die Zahlen hier auch deutlich zeigen. Betriebe müssen dazu angehalten werden, Behinderte einzustellen und sich nicht permanent freizukaufen. Ich möchte hier als positives Beispiel die Arbeiterkammern anführen, die in allen Bundesländern die Pflichtzahl übererfüllen. (Abg. Hafenecker: Wie im Lesezirkel!) Die Wirtschaftskammer und die Ärztekammer zum Beispiel erfüllen diese Zahl hingegen nicht. Wie sollen Betriebe diese Zahl erfüllen, wenn sich schon die eigene Standesvertretung nicht damit anfreunden kann und ihnen auch kein gutes Beispiel dabei vorlebt? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Das ist kein Lesewettbewerb!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
der Politik für behinderte Menschen darf es aber kein Dagegen geben. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuschauer! Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz ist für 60 Milliarden Euro verantwortlich. Das ist eine gewaltige Summe und zugleich auch der Beweis dafür, dass wir Solidarität und Zusammenhalt in unserem Land leben, ein Beweis für den hohen Stellenwert, den die Gesundheit, die Pensionen und die Sozialleistungen bei uns genießen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei den NEOS: Na, jetzt erzähl einmal!
Wenn Sie von der SPÖ immer die soziale Kälte strapazieren, kann ich nur eines sagen: Von sozialer Kälte, Herr Kollege Muchitsch, ist keine Spur. Das Bild, das Sie erzeugen wollen, entbehrt jeglicher Grundlage. Es entspricht nicht den Fakten und ist in vielerlei Hinsicht falsch. (Ruf bei den NEOS: Na, jetzt erzähl einmal!) Es sind vielmehr die heutigen frühlingshaften Temperaturen, die viel eher unserem Budget entsprechen, das für den Aufbruch, für den Neuanfang und für den Elan steht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie von der SPÖ immer die soziale Kälte strapazieren, kann ich nur eines sagen: Von sozialer Kälte, Herr Kollege Muchitsch, ist keine Spur. Das Bild, das Sie erzeugen wollen, entbehrt jeglicher Grundlage. Es entspricht nicht den Fakten und ist in vielerlei Hinsicht falsch. (Ruf bei den NEOS: Na, jetzt erzähl einmal!) Es sind vielmehr die heutigen frühlingshaften Temperaturen, die viel eher unserem Budget entsprechen, das für den Aufbruch, für den Neuanfang und für den Elan steht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich werde mich nun auf das Budgetkapitel Arbeit konzentrieren, weil wir in Österreich fast alles der Leistung, dem Einsatz und der Arbeit unserer Bürger verdanken. Mit allem, was hart erarbeitet wurde, gilt es sorgsam umzugehen. Unser Budget beweist das. Das hart erarbeitete Steuergeld aller Österreicherinnen und Österreicher wird sparsam eingesetzt und nicht mit beiden Händen unüberlegt aus dem Fenster geworfen. Wir machen das, was uns der Hausverstand sagt, das, was jeder Haushalt und jeder Unternehmer mit Verantwortung tut: Wir geben nicht mehr aus, als wir einnehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bürgerinnen, und dieses Budget leitet die gewünschte Veränderung ein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Für mich ganz besonders wichtig – es ist schon mehrmals erwähnt worden, sehr geehrte Damen und Herren – ist die Garantie, dass der VKI unabhängig bleibt, und vor allem, dass die Mittel erhöht werden, denn 107 000 Euro, Frau Ministerin, ist ein bisschen wenig. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Diese Liste könnte ich noch lange weiterführen. Es gibt so viele brandaktuelle Themen, die vor allem die Unterstützung für junge Menschen betreffen. Warum gehen Sie die nicht endlich an? – Ich weiß schon, dafür braucht es Geld, das Sie nicht bekommen haben, aber vielleicht gehen Sie halt noch einmal zum Herrn Kanzler und fragen ihn, vielleicht gibt er Ihnen etwas aus dem Körberlgeld. Er hat sich da ja einiges auf die Seite gelegt, um sich selbst zu inszenieren und sich selbst zu bewerben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist Steuergeld, es gehört eigentlich den Menschen, und für die Menschen sollte es auch verwendet werden. Wenn Ihnen die Menschen und die KonsumentInnen so wichtig sind, wie Sie es am Anfang gesagt haben, dann tun Sie bitte auch etwas! Beginnen Sie endlich mit der Arbeit und lächeln Sie nicht immer alles schön! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Als ich mir so manche Rede heute angehört habe, war ich fast geneigt, hinauszulaufen und einen Spaziergang durch die Wiener Innenstadt zu machen, um ein bisschen nachzuschauen, wo denn die hungernden, darbenden und verdurstenden Massen liegen, die ohne jede medizinische Grundversorgung dort gerade zugrunde gehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Erasim.) Und siehe da, ich fand das blühende Leben vor. Nicht nur die Touristen sind wohlgenährt, sondern sogar die einheimischen Bürgerinnen und Bürger, die ihre wohlgenährten Hunde dort draußen spazieren führen, sind bester Dinge.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, Herr Abgeordneter Muchitsch in Abwesenheit! Da ist in den Sozialversicherungen schon ein Metternich’sches System hochgezogen worden. Das sieht man nicht nur bei den Lohnprüfungen, das sieht man auch bei diesen Briefen, die da hereinkommen: Ein kleines Versehen kostet viel. Wir sind der Meinung, dass es auch Versehen und nicht nur Vorsatz gibt. Ihre permanente Unterstellung allen Unternehmern gegenüber, sie seien potenzielle Sozialbetrüger, weise ich hier für die österreichische Unternehmerschaft auf das Schärfste zurück! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Diese Strafen, diese Strafdrohungen und diese Verfahren, die den Unternehmen zuteilwerden, sind außerhalb jeder Relation.
Abg. Belakowitsch: Macht nichts!
Ich möchte noch – leider Gottes ist auch mein zweiter hochgeschätzter Ansprechpartner und oberösterreichischer Abgeordnetenkollege Stöger nicht im Saal (Abg. Belakowitsch: Macht nichts!) – namens meines Klubobmannes eine kleine Mitteilung machen: Richtig ist natürlich, dass der durchaus wohlüberlegte Pflegeregress mit wunderbar fundierten Kostenschätzungen des Sozialministeriums gemeinsam beschlossen worden ist, die legistische Umsetzung hingegen darbt ein wenig vor sich hin. (Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Loacker.) Es wäre gut gewesen, wenn wir Übergangs- und Schlussbestimmungen zustande gebracht hätten, die nicht wir mitverhandelt haben, dann hätten wir jetzt nicht Sozialhilfeverbände, die in manch ein Verfahren verwickelt sind.
Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Loacker.
Ich möchte noch – leider Gottes ist auch mein zweiter hochgeschätzter Ansprechpartner und oberösterreichischer Abgeordnetenkollege Stöger nicht im Saal (Abg. Belakowitsch: Macht nichts!) – namens meines Klubobmannes eine kleine Mitteilung machen: Richtig ist natürlich, dass der durchaus wohlüberlegte Pflegeregress mit wunderbar fundierten Kostenschätzungen des Sozialministeriums gemeinsam beschlossen worden ist, die legistische Umsetzung hingegen darbt ein wenig vor sich hin. (Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Loacker.) Es wäre gut gewesen, wenn wir Übergangs- und Schlussbestimmungen zustande gebracht hätten, die nicht wir mitverhandelt haben, dann hätten wir jetzt nicht Sozialhilfeverbände, die in manch ein Verfahren verwickelt sind.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich kann Sie trösten: Bei über 40 Milliarden Euro Aufwand im Bereich Soziales kann ich Ihnen sicher sagen, dass wir auch in zwei, drei und vier Jahren hier noch blühende Landschaften vorfinden werden. – Ich wünsche einen schönen Tag. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie genauso wie vor den Fernsehgeräten! Herr Kollege Fürlinger, nur zu Ihrer Information: Es wurde nicht der Pflegeregress beschlossen, sondern dessen Abschaffung. Vielleicht beziehungsweise wahrscheinlich war das auch nur ein Freud’scher Versprecher von Ihnen, weil Sie im Herbst lieber den Pflegeregress als dessen Abschaffung beschlossen hätten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Vortanzen? Was soll das?
Nun kann man darüber diskutieren, ob es 400 Millionen Euro, 500 Millionen Euro oder 600 Millionen Euro sind, das weiß man ja nicht ganz genau, dazu gibt es unterschiedliche Schätzungen, eines weiß man aber ganz genau: 100 Millionen Euro sind es auf keinen Fall, was die Kosten durch die Abschaffung des Pflegeregresses betrifft. Deshalb würde ich gerne ersuchen, dass uns Herr Wöginger und der Herr Finanzminister vielleicht einmal vortanzen, wie das funktioniert (Abg. Belakowitsch: Vortanzen? Was soll das?), dass man 100 Millionen Euro budgetiert und sagt, die Länder und die Gemeinden sollen nicht belastet werden, aber gleichzeitig nicht sagt, wie das funktioniert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ihr wart aber dabei, ihr habt mitgestimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ihr wart aber dabei, ihr habt mitgestimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nun kann man darüber diskutieren, ob es 400 Millionen Euro, 500 Millionen Euro oder 600 Millionen Euro sind, das weiß man ja nicht ganz genau, dazu gibt es unterschiedliche Schätzungen, eines weiß man aber ganz genau: 100 Millionen Euro sind es auf keinen Fall, was die Kosten durch die Abschaffung des Pflegeregresses betrifft. Deshalb würde ich gerne ersuchen, dass uns Herr Wöginger und der Herr Finanzminister vielleicht einmal vortanzen, wie das funktioniert (Abg. Belakowitsch: Vortanzen? Was soll das?), dass man 100 Millionen Euro budgetiert und sagt, die Länder und die Gemeinden sollen nicht belastet werden, aber gleichzeitig nicht sagt, wie das funktioniert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Ihr wart aber dabei, ihr habt mitgestimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich frage mich, wie das seitens des Finanzministers funktioniert, dass er weiß – oder angeblich weiß –, dass hier etwas ausgegeben werden muss, nämlich 400 Millionen Euro oder 500 Millionen Euro laut Klubobmann Wöginger, er aber nur 100 Millionen Euro budgetiert hat. Oder wurde uns hier ein Budget vorgelegt, das von Haus aus nicht stimmt? Anders kann es ja nicht sein. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Hier wurde von Haus aus ein Budget vorgelegt, das, wenn das stimmt, was Herr Wöginger sagt, nämlich dass die Gemeinden und die Länder nicht zur Kasse gebeten werden, falsche Zahlen hat.
Beifall bei der SPÖ.
sagt, die Länder und die Gemeinden sollen es nicht finanzieren. Dann können es ja nur die Betroffenen zahlen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Vorneweg möchte ich Folgendes festhalten: Die Frau Bundesministerin ist sehr couragiert, auch was den Bereich des Konsumentenschutzes betrifft. Wir befinden uns in einem ständigen und guten Dialog, in dem sie von ihrer Seite her immer wieder betont, wie wichtig es ist, da eine Verbesserung herbeizuführen. Für dieses Engagement möchte ich Ihnen ganz herzlich danken, Frau Bundesministerin. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Deswegen muss man hier auch ganz klar festhalten: Es darf in Österreich niemals amerikanische Verhältnisse geben, dass nämlich US-Anwälte in ihrer typischen Manier mit Prozessfinanzierern unserer kleinen und mittelständischen Wirtschaft und den Säulen unserer Wirtschaft auf die Pelle rücken und hier viele Leistungen unmöglich werden lassen, die wir in Österreich benötigen, um Wohlstand zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich orte diesbezüglich große Zustimmung vonseiten des Herrn Infrastrukturministers. Ich denke, dass wir dazu Vorschläge bekommen werden, die wir hier im Hohen Haus beschließen können, um diesen Missstand abzuschaffen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne danke ich Ihnen nochmals für Ihr Engagement, Frau Bundesministerin, auch im Bereich des Konsumentenschutzes. Glück auf! – Beschließen wir gemeinsam dieses wichtige Budget! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Konsumentenschutz soll nicht Selbstzweck sein; in den letzten Jahren war es nämlich fast so. Der Konsumentenschutz hat ein Ausmaß angenommen, das den Konsumenten nicht mehr direkt nutzt. Kunden müssen sich mit seitenlangen Informationen herumschlagen, die Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich betreffend Informationen juristisch in alle Richtungen informieren. Daher sollten alle konsumentenschutzrechtlichen Bestimmungen auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert werden. Einfache, leicht verständliche und unbürokratische Regelungen sollten schlussendlich das Ziel sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eine klare Kennzeichnung bietet Schutz vor falschen Kaufentscheidungen. Es ist eine Win-win-Situation, nämlich zum einen für die ehrliche, faire heimische Produktion, zum anderen für den Konsumenten, der nicht mehr der Unwissenheit ausgeliefert ist und sich für etwas entscheiden kann – für Gentechnikfreiheit, für das Tierwohl, für faire Arbeitsbedingungen und für regionale bäuerliche Lebensmittel. Auch das ist Konsumentenschutz. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eines zeigt sich schon, und das möchte ich vor allem den Kollegen von der SPÖ ausrichten: Was unterscheidet die Sozialpolitik, die wir in der neuen Bundesregierung jetzt machen, von der, die Sie verantwortet haben? – Soziales – ich möchte mich auf den Bereich des Arbeitsmarktes konzentrieren – ist aus unserer Sicht in erster Linie das, was Arbeit schafft und die Menschen in Beschäftigung bringt. Deswegen setzen wir ganz gezielt Maßnahmen, um Menschen in Beschäftigung zu bekommen, was auf der anderen Seite auch Steuereinnahmen generiert und Mittel freisetzt, die wiederum für das Sozialsystem eingesetzt werden können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir überlegen ganz gezielt, durch welche Maßnahmen diese Beschäftigung erreicht werden kann – durch die Wirtschaftsförderung, durch Investitionen in den Arbeitsmarkt. Wir machen uns Gedanken darüber, anders als in der Vergangenheit, als es nur darum gegangen ist, wie wir etwas verteilen oder umverteilen, und man sich wenig Gedanken darüber gemacht hat, wer es erwirtschaftet und wie es erwirtschaftet wird. Wir machen uns also Gedanken darüber, wie es erwirtschaftet wird, und schauen dann, dass diese Mittel auch effizient eingesetzt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend noch ein Satz – man muss es leider immer wieder sagen, weil die Kollegen von der SPÖ hier Kindesweglegung betreiben –: Der damalige Sozialminister Alois Stöger war es, der uns Gemeinden und Ländern das mit den 100 Millionen Euro, die zu wenig sind, eingebrockt hat. Er hat damals bei der Gesetzeskostenabschätzung die 100 Millionen Euro hineingeschrieben. Das war der Wahnsinn, und den hat Alois Stöger zu verantworten. Wir werden jetzt schauen, dass wir das reparieren, nämlich im Sinne der Länder und Gemeinden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Nehammer: Das ist jetzt schon eine alte Leier, hundertmal widerlegt!
Sehr geehrte Damen und Herren, was man mit 66 Millionen Euro mehr im Gesundheitsbudget hätte machen können, ist sehr viel. (Abg. Nehammer: Das ist jetzt schon eine alte Leier, hundertmal widerlegt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Povysil: Der kommt ja! – Abg. Schieder: Ja, den brauchen wir dringend!
Sie hätten weiters den lange ersehnten und von mir geplanten elektronischen Impfpass einführen können – ein hochwirksames Instrument, um die niedrigen Impfraten in Österreich zu erhöhen und die Impflücken in der Bevölkerung endlich erfolgreich zu schließen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Povysil: Der kommt ja! – Abg. Schieder: Ja, den brauchen wir dringend!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Ambition einer Gesundheitsministerin eines Landes sollte doch vielmehr sein, dafür zu sorgen, dass so viel Geld wie möglich für die notwendige Gesundheitsversorgung in einem Land zur Verfügung steht, nicht weniger! Das liegt auf der Hand. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Bleibt so!
Was sagen Sie den Österreicherinnen und Österreichern auf die Frage, wie die AUVA eine halbe Milliarde einsparen soll, ohne Leistungen zu kürzen, ohne ihre sechs Unfallspitäler zu schließen und Rehazentren einzusparen? Was sagen Sie den Arbeitern dieses Landes, die tagtäglich bei ihrer harten Arbeit ihr persönliches Unfallrisiko am eigenen Leib verspüren? Und was sagen Sie 6 000 Beschäftigten der AUVA – hoch qualifizierte, bestens ausgebildete Unfallchirurginnen und Unfallchirurgen, Physikalisten, Pflegekräfte, Anästhesisten, die dort Tag und Nacht hervorragende, international beachtete Arbeit leisten –, die durch Sie und diese Diskussion eine unsichere Zukunft vor sich haben? (Abg. Neubauer: Bleibt so!) – Ihnen sagen Sie, genau: Alles bleibt gleich! (Abg. Neubauer: Es wird besser!) Ich habe Ihnen gut zugehört, Sie sagen sogar: Alles wird besser! Aber ich sage Ihnen ehrlich, das ist fast so, als würde ich meiner kleinen Tochter sagen: Ab morgen bekommst du die Hälfte des Tagesgeldes, aber reg dich nicht auf, du kannst trotzdem damit zwei Jolly mehr kaufen! Das nimmt meine kleine Tochter mir nicht ab, und zu Recht nimmt sie es mir nicht ab. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Was, wenn ich kein Jolly mag?)
Abg. Neubauer: Es wird besser!
Was sagen Sie den Österreicherinnen und Österreichern auf die Frage, wie die AUVA eine halbe Milliarde einsparen soll, ohne Leistungen zu kürzen, ohne ihre sechs Unfallspitäler zu schließen und Rehazentren einzusparen? Was sagen Sie den Arbeitern dieses Landes, die tagtäglich bei ihrer harten Arbeit ihr persönliches Unfallrisiko am eigenen Leib verspüren? Und was sagen Sie 6 000 Beschäftigten der AUVA – hoch qualifizierte, bestens ausgebildete Unfallchirurginnen und Unfallchirurgen, Physikalisten, Pflegekräfte, Anästhesisten, die dort Tag und Nacht hervorragende, international beachtete Arbeit leisten –, die durch Sie und diese Diskussion eine unsichere Zukunft vor sich haben? (Abg. Neubauer: Bleibt so!) – Ihnen sagen Sie, genau: Alles bleibt gleich! (Abg. Neubauer: Es wird besser!) Ich habe Ihnen gut zugehört, Sie sagen sogar: Alles wird besser! Aber ich sage Ihnen ehrlich, das ist fast so, als würde ich meiner kleinen Tochter sagen: Ab morgen bekommst du die Hälfte des Tagesgeldes, aber reg dich nicht auf, du kannst trotzdem damit zwei Jolly mehr kaufen! Das nimmt meine kleine Tochter mir nicht ab, und zu Recht nimmt sie es mir nicht ab. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Was, wenn ich kein Jolly mag?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Was, wenn ich kein Jolly mag?
Was sagen Sie den Österreicherinnen und Österreichern auf die Frage, wie die AUVA eine halbe Milliarde einsparen soll, ohne Leistungen zu kürzen, ohne ihre sechs Unfallspitäler zu schließen und Rehazentren einzusparen? Was sagen Sie den Arbeitern dieses Landes, die tagtäglich bei ihrer harten Arbeit ihr persönliches Unfallrisiko am eigenen Leib verspüren? Und was sagen Sie 6 000 Beschäftigten der AUVA – hoch qualifizierte, bestens ausgebildete Unfallchirurginnen und Unfallchirurgen, Physikalisten, Pflegekräfte, Anästhesisten, die dort Tag und Nacht hervorragende, international beachtete Arbeit leisten –, die durch Sie und diese Diskussion eine unsichere Zukunft vor sich haben? (Abg. Neubauer: Bleibt so!) – Ihnen sagen Sie, genau: Alles bleibt gleich! (Abg. Neubauer: Es wird besser!) Ich habe Ihnen gut zugehört, Sie sagen sogar: Alles wird besser! Aber ich sage Ihnen ehrlich, das ist fast so, als würde ich meiner kleinen Tochter sagen: Ab morgen bekommst du die Hälfte des Tagesgeldes, aber reg dich nicht auf, du kannst trotzdem damit zwei Jolly mehr kaufen! Das nimmt meine kleine Tochter mir nicht ab, und zu Recht nimmt sie es mir nicht ab. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Was, wenn ich kein Jolly mag?)
Abg. Neubauer: Weil Sie sie verunsichern! – Abg. Haider: ... Rauchverbot!
Frau Bundesministerin! Die Menschen sind verunsichert – Stichwort :AUVA, Stichwort: Rauchverbot, Stichwort: Elga-Daten. (Abg. Neubauer: Weil Sie sie verunsichern! – Abg. Haider: ... Rauchverbot!) Was ich wirklich nicht verstehe – und das sage ich Ihnen auch persönlich –, ist, dass es in den letzten Wochen und Monaten immer die Gesundheit war und ist, die als Spielball in der Koalition herhalten musste und muss. Bitte lassen Sie das nicht zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Die Menschen sind verunsichert – Stichwort :AUVA, Stichwort: Rauchverbot, Stichwort: Elga-Daten. (Abg. Neubauer: Weil Sie sie verunsichern! – Abg. Haider: ... Rauchverbot!) Was ich wirklich nicht verstehe – und das sage ich Ihnen auch persönlich –, ist, dass es in den letzten Wochen und Monaten immer die Gesundheit war und ist, die als Spielball in der Koalition herhalten musste und muss. Bitte lassen Sie das nicht zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Rendi-Wagner –: War das die Abschiedsrede? – Abg. Rädler: Auf nach Wien!
Es ist eigentlich ganz einfach: Alles, was die Menschen in diesem Lande wollen, ist, gesund zu bleiben und zu wissen, dass sie im Krankheitsfall in unserem Land gut, ja bestens versorgt sind. Genau das, Frau Bundesministerin, ist in Ihrer Hand. Genau das ist in Ihrer Verantwortung. Ich appelliere daher an Sie: Fangen Sie endlich an, Gesundheitsministerin zu sein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Rendi-Wagner –: War das die Abschiedsrede? – Abg. Rädler: Auf nach Wien!)
Abg. Neubauer: Das glaub ich nicht!
Meine Damen und Herren! Die sozialdemokratische ehemalige Stadträtin Sonja Wehsely hat bereits im Jahr 2013 die Sinnhaftigkeit von 22 Sozialversicherungen infrage gestellt. (Abg. Neubauer: Das glaub ich nicht!) – Doch, es ist wahr! (Abg. Neubauer: Wer sagt das?)
Abg. Neubauer: Wer sagt das?
Meine Damen und Herren! Die sozialdemokratische ehemalige Stadträtin Sonja Wehsely hat bereits im Jahr 2013 die Sinnhaftigkeit von 22 Sozialversicherungen infrage gestellt. (Abg. Neubauer: Das glaub ich nicht!) – Doch, es ist wahr! (Abg. Neubauer: Wer sagt das?)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Erasim: Sprechen Sie von etwas, wo Sie sich auskennen!
Der frühere Minister Alois Stöger – er ist zurzeit nicht im Raum – hat bei der London School of Economics eine Studie zur Reform der Sozialversicherungen in Auftrag gegeben. Der Bundesrechnungshof hat hier ebenfalls Handlungsbedarf gesehen. Das alles wurde initiiert, dann war Stille. Der Mantel des Vergessens breitete sich über viele bereits eingeleitete Initiativen. Es kam eine Wahl, die Regierung wechselte, die Sozialdemokraten gingen in Opposition, und plötzlich haben sie alles vergessen, was sie vorher initiiert hatten. – Es geht jetzt um Zerschlagung, es geht um Destruktion, es geht um Populismus pur, meine Damen und Herren. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Erasim: Sprechen Sie von etwas, wo Sie sich auskennen!)
Beifall bei der FPÖ.
Was wollen wir? – Wir wollen eine moderne, transparente, schlanke, effiziente Sozialversicherungsstruktur. (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen einen der modernen Medizin angepassten Leistungskatalog. Wir wollen eine Harmonisierung der Leistungen, wo es notwendig ist. Wir wollen gleiche Leistungen für gleiche Beiträge in ganz Österreich, wo es notwendig ist. Es kann nicht sein, dass ein Krebspatient in Salzburg oder in einem anderen Bundesland nicht mehr behandelt wird und in ein anderes Bundesland in diesem kleinen Österreich geschickt wird, weil nur dort die notwendige Behandlung zur Verfügung steht.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hier müssen – wenn auch vordergründig unpopuläre – Systemänderungen stattfinden, auch wenn das, meine Damen und Herren, Machtverlust bedeutet, auch wenn das die Opposition massiv bekämpft, denn sie bekämpft das, was sie jahrelang nicht tun konnte und versäumt hat zu tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Die erwähnte Stöger-Studie der London School of Economics sieht auch eine organisatorische Veränderung der AUVA vor. Jetzt plötzlich weiß niemand mehr etwas davon. Jetzt plötzlich haben wir hier die Hüter der AUVA. Alles, was vorher war, wurde vergessen und die Patienten werden verunsichert. Man muss schon wissen, dass im Verwaltungsbereich der AUVA in den letzten zehn Jahren 150 Posten mehr für Verwaltungsbeamte geschaffen wurden – und es gab keinen einzigen Arzt zusätzlich. Man muss schon wissen, dass es 16 Generaldirektoren und -direktorinnen gibt – in einer Haupt- und vier Landesstellen. Man muss auch wissen, dass die AUVA 30 Millionen Euro verspekuliert hat. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Kanzler, Vizekanzler und Bundesministerin haben garantiert: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! Auch wenn Sie es nicht hören wollen: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Allerdings – und da muss man etwas von moderner Medizin verstehen –: Natürlich arbeitet man heute in Zentren und natürlich sollen Traumazentren aufgebaut werden, natürlich gibt es Beispiele wie - - (Abg. Schieder: Die ganze Regierung ist ein Traumazentrum!) – Völlig unqualifizierte Meldung vonseiten der Sozialdemokratie, wie immer. (Abg. Hafenecker: Deshalb wird er nicht Bürgermeister! – Abg. Erasim – in Richtung des Abg. Hafenecker –: Danke für die qualifizierte Meldung!)
Abg. Schieder: Die ganze Regierung ist ein Traumazentrum!
Meine Damen und Herren! Kanzler, Vizekanzler und Bundesministerin haben garantiert: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! Auch wenn Sie es nicht hören wollen: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Allerdings – und da muss man etwas von moderner Medizin verstehen –: Natürlich arbeitet man heute in Zentren und natürlich sollen Traumazentren aufgebaut werden, natürlich gibt es Beispiele wie - - (Abg. Schieder: Die ganze Regierung ist ein Traumazentrum!) – Völlig unqualifizierte Meldung vonseiten der Sozialdemokratie, wie immer. (Abg. Hafenecker: Deshalb wird er nicht Bürgermeister! – Abg. Erasim – in Richtung des Abg. Hafenecker –: Danke für die qualifizierte Meldung!)
Abg. Hafenecker: Deshalb wird er nicht Bürgermeister! – Abg. Erasim – in Richtung des Abg. Hafenecker –: Danke für die qualifizierte Meldung!
Meine Damen und Herren! Kanzler, Vizekanzler und Bundesministerin haben garantiert: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! Auch wenn Sie es nicht hören wollen: Es werden keine Unfallkrankenhäuser geschlossen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Allerdings – und da muss man etwas von moderner Medizin verstehen –: Natürlich arbeitet man heute in Zentren und natürlich sollen Traumazentren aufgebaut werden, natürlich gibt es Beispiele wie - - (Abg. Schieder: Die ganze Regierung ist ein Traumazentrum!) – Völlig unqualifizierte Meldung vonseiten der Sozialdemokratie, wie immer. (Abg. Hafenecker: Deshalb wird er nicht Bürgermeister! – Abg. Erasim – in Richtung des Abg. Hafenecker –: Danke für die qualifizierte Meldung!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Beispiel aus Oberösterreich: Wir hatten eine kleine, hoch spezialisierte und auch wirklich hervorragende Verbrennungseinheit. Leider Gottes mussten wir aufgrund einer Pensionierungswelle – Ärzte gingen in Pension – und des unglaublichen Finanzvolumens bei einer Verbrennungseinheit diese Verbrennungsstation aufgeben. Nun haben wir zwei Zentren in Österreich, in die die Patienten geschickt werden – eines in Graz und eines in Wien. Man kann sich sogar überlegen, ob eines oder zwei notwendig sind in Österreich. Kein Patient nimmt Schaden, sondern die Versorgung ist dort hoch qualifiziert und finanziell tragbar möglich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Angesichts dieser Tatsachen, meine Damen und Herren, ist es beschämend, dass seitens der Sozialdemokraten unserer Bundesministerin persönliche Rachegelüste der AUVA gegenüber vorgeworfen werden. Frau Professor Rotraud Perner hat darauf in der Presse geantwortet. Sie hat das Wort Projektion aus der Psychoanalyse genommen und mit einem Bibelzitat geantwortet: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen bemerkst du nicht?“ – Weil es nur um eines geht: um die persönliche politische Diskreditierung! Das ist vielleicht vermeintlich populär, aber grottenschlechte Politik. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Knapp 60 Prozent der Ärzte gehen bis 2025 in Pension. Das ist in sieben Jahren, wo wir alle noch leben – so Gott will. Immer weniger junge Ärzte wollen Allgemeinmediziner werden, da sie den beruflichen Druck und die Verantwortung rund um die Uhr scheuen. Und diesen jungen Medizinern wird nun ermöglicht, ihre Arbeit bei ihren bereits langjährig tätigen Kollegen vor Ort in den Ordinationen kennenzulernen und sich dadurch mit dem Aufgabengebiet vertraut zu machen. Die Finanzierung der Lehrpraxen ist nun mit 12 Millionen Euro pro Jahr gesichert. Das ist eine ewige Forderung von uns, die von der Frau Bundesministerin – ein Erfolg – nach langjährigem Kampf umgesetzt, erfüllt wurde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.
Meine Damen und Herren! Endlich bekommen die Elektronen den richtigen Spin, verlassen ihr langsames Energielevel, Energie wird frei und das System bewegt sich endlich einmal. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht ist unsere Politik nicht immer offensichtlich populär, aber sie ist glaubhaft, handelt verantwortungsbewusst und ist zukunftsorientiert. Gehen Sie mit uns! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Bravoruf bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Vorweg möchte ich festhalten, dass eine sehr wirksame Maßnahme im Sinne der Gesundheit gar nichts gekostet hätte, nämlich das Rauchverbot. Das hätte sich im Budget gar nicht niedergeschlagen. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Liste Pilz. – Bravoruf bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Kumpitsch: Es ist Betrug! – Abg. Schimanek: Betrug ist Betrug!
Ansonsten zieht sich der Schmäh, mit dem die Bevölkerung am Nasenring vorgeführt wird, auch durch das Gesundheitsbudget. Zum Beispiel soll, wie Kollegin Povysil ausgeführt hat, der Sozialbetrug bekämpft werden, indem ein Foto auf die e-card kommt. Jetzt wissen aber die Kenner des Themas, dass das Foto auf der e-card mehr kostet, als der gesamte Betrug mit der Karte überhaupt an Schaden verursacht. (Abg. Kumpitsch: Es ist Betrug! – Abg. Schimanek: Betrug ist Betrug!) Aber es lässt sich halt so schön verkaufen. Das ist ein schöner Verkaufsschmäh, das mag diese Regierung gern.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
kaputtbürokratisieren. Das schaffen Sie wunderbar. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei den NEOS.
So ist wohl auch die angekündigte Reform der Sozialversicherungsträger ein Schmäh aus der Propagandamaschine von Kurz und Strache. – Sehr schade! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diese Sorge teilen wir selbstverständlich, denn egal, wie viel Einkommen, welches Geschlecht, welcher Beruf, welches Alter: Es muss gewährleistet sein, dass Menschen, denen es in Österreich nicht gut geht, geholfen wird, und das auf höchstem medizinischen Niveau. Dafür steht dieses Gesundheitsbudget. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn Sie sich in einer solch extremen Situation, aber auch im normalen Krankheitsfall bewegen, dann erwarten Sie sich Antworten von uns, von denen, die Gesundheitspolitik machen, auf die Fragen: Was sind die nächsten Schritte? Wie komme ich zum Beispiel als Onko-Patientin zu einer Perücke? Wie ist das mit der Reha? Wer betreut mich psychosozial? Welche Möglichkeiten der Lymphdrainage et cetera habe ich? – Hunderte von Fragen, die sich auftun, beantwortet von Ärzten, von Fachärzten, von Pflegekräften, von allen Menschen, die in unserem Gesundheitssystem extrem wichtige Arbeit leisten. Dafür von mir ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was sich die Patientinnen und Patienten bei meiner Hausärztin in St. Georgen – das ist ein Ortsteil von Eisenstadt – wünschen, ist, dass sie Zeit hat; und das wünscht sich auch meine Ärztin. Das heißt, ich würde es sehr begrüßen, wenn wir es möglichst bald auf die Reihe bringen, dass Ärzte Ärzte anstellen können, um zu gewährleisten, dass sich die Wartezeiten in den Warteräumen verkürzen und mehr PatientInnen mehr Zeit bei ihren Hausärztinnen und Hausärzten genießen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ein Ziel, so wie viele andere Ziele auch – ich mache es jetzt kurz –: Ich war ein ganzes Leben lang eine Teamplayerin. Ich hoffe, dass das mit dem Ministerium genauso gut weitergeht, und ich erwarte mir von all jenen, die etwas dazu beizutragen haben, nicht immer zu sagen, was alles nicht geht, sondern ich möchte wissen, wie es geht oder wie es zumindest gehen könnte. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Dienste aller, die in Österreich unsere Hilfe brauchen. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.
staffel und Schnüffelstaat. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.) Ich glaube, Sicherheit für Menschen in diesem Land bedeutet, dass sie darauf vertrauen können, dass sie nach einem arbeitsreichen Leben in Würde und in guter Pflege alt werden können. Das ist Sicherheit, und da würde ich Sie bitten, sich dafür mehr einzusetzen als für Reiterstaffeln und Ähnliches. – Danke schön. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.
staffel und Schnüffelstaat. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.) Ich glaube, Sicherheit für Menschen in diesem Land bedeutet, dass sie darauf vertrauen können, dass sie nach einem arbeitsreichen Leben in Würde und in guter Pflege alt werden können. Das ist Sicherheit, und da würde ich Sie bitten, sich dafür mehr einzusetzen als für Reiterstaffeln und Ähnliches. – Danke schön. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Diese Herausforderung für unser Gesundheitssystem ist eine sehr verantwortungsvolle und eine sehr große. Ich als Gesundheitsministerin stehe dafür, dass die Menschen in unserem Land, die das Gesundheitssystem benötigen, es qualifiziert nutzen können, dass die entsprechende Qualität vorhanden ist, dass die Berufsgruppen vorhanden sind, die sie benötigen, dass sie keine Wartezeiten haben und dass sie medizinischen Standard bekommen, der weltweit bekannt ist, und sonst nichts. Also ich möchte, dass jeder das bekommt, was er im Gesundheitswesen braucht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Gerade die Selbstgestaltungsmöglichkeit der persönlichen Gesundheitsfürsorge stellt für mich den Träger eines funktionierenden Miteinanders und Füreinanders dar. Daher werden Sie auch sehen, dass wir unser Versprechen und mein Versprechen einlösen und Anreize und Unterstützung zur Raucherprävention und Raucherentwöhnung geben werden, gerade bei den Jugendlichen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit, für die eigene Familie und für sein Umfeld heißt für mich, dass ich mich gegen eine Impfpflicht für alle einsetze und die Bürgerinnen und Bürger über die tatsächlichen Vor- und Nachteile, Risiken und Nutzen aufklären will und damit jeder Bürgerin und jedem Bürger eine freie und bewusste Entscheidung ermögliche. Eine Förderung des Gratisimpfprogramms fällt hier genauso darunter wie eine Werbemaßnahme und ein umfassendes Informationsmanagement. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wenn man an kalorienbewusste Ernährung denkt – auch das wurde heute schon kurz angerissen –, dann steht das im direkten Zusammenhang mit dem immer größer werdenden Bewegungsmangel. Dieser führt nicht nur zu Übergewicht, sondern verursacht und verschlimmert auch viele Zivilisationserkrankungen. Daher starten der Vizekanzler und ich mit einer Kampagne zur Bewegungsförderung für jedes Alter und für alle Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen motivieren und vorzeigen, wie wichtig und gut Bewegung und Sport sind, und hoffen auf einen nationalen Schulterschluss, gerade auch hier im Nationalrat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Der Mutter-Kind-Pass ist ein Erfolgsprojekt und steht für die gute Versorgungslandschaft in Österreich. Dennoch ist er in die Jahre gekommen und – ohne etwas schlechtreden zu wollen – sind Anpassungen dringend notwendig. Ein Projekt der Evaluierung läuft in meinem Ressort schon seit 2010. 2014 gab es dazu ein offizielles Kickoff, und dennoch hat es nach sieben langen Jahren erstaunlicherweise noch kein Endergebnis gegeben. Im Herbst gibt es eines, Frau Abgeordnete Rendi-Wagner! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mit meinem Amtsantritt habe ich das Projekt im Sinne der Mütter und Babys priorisiert, und wir werden Ihnen im Herbst konkrete Ergebnisse vorstellen. Dazu kommt dann noch – weiterentwickelt – der Jugendpass, der die Versorgung der Jugendlichen auf ein gleich hohes Niveau heben wird. So werden wir für unsere Kinder und auch für die Zukunft, wenn sie Erwachsene sein werden, einen gesundheitlichen Vorteil schaffen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Jetzt zum Thema Elga: Zu der derzeitigen Diskussion zur Freigabe der Daten kann ich Ihnen mitteilen, dass es von meiner Seite her – Frau Kollegin Povysil hat es schon gesagt – definitiv keine Freigabe gibt. Ebenso wie die Justizdaten und das Strafregister müssen auch Elga-Daten im Forschungsorganisationsgesetz ausgeschlossen werden. Die Gesundheitsdaten gehören zu den wichtigsten und sensibelsten Daten. Diese sind zu schützen, und dafür stehe ich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Erfreulicherweise zeigt sich, dass es aufgrund der Vielzahl von Reduktionsmaßnahmen im Veterinärbereich über die letzten Jahre zu einer deutlichen Einsparung an eingesetzten Antibiotika gekommen ist. Vor dem Hintergrund einer stetig kritischen Resistenzsituation gegenüber antimikrobiell wirksamen Substanzen besteht nach wie vor die Notwendigkeit, entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen. Es bedarf eines sorgsamen Umgangs mit Arzneimitteln sowohl im Human- als auch im Veterinärsektor, und das natürlich insbesondere bei Antibiotika. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Jetzt zum Thema AUVA: Meine Damen und Herren, die AUVA hat es sich nicht verdient, zum politischen Spielball zu werden (Heiterkeit bei der SPÖ) – und das machen Sie (in Richtung SPÖ). Ich habe das schon mehrfach sehr klar und deutlich gesagt: Frau Abgeordnete Rendi-Wagner (Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!), es gibt sieben Unfallkrankenhäuser, nicht sechs! (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Sie haben sechs gesagt. Es ist traurig genug, dass Sie nicht wissen, dass es sieben sind. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Alle Versuche, daraus jetzt im Vorfeld der Salzburger Wahlen politisches Kapital schlagen zu wollen, verunsichern Patienten und Mitarbeiter der Unfallkrankenanstalten und sind ausschließlich – ausschließlich! – politisch motiviert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!
Jetzt zum Thema AUVA: Meine Damen und Herren, die AUVA hat es sich nicht verdient, zum politischen Spielball zu werden (Heiterkeit bei der SPÖ) – und das machen Sie (in Richtung SPÖ). Ich habe das schon mehrfach sehr klar und deutlich gesagt: Frau Abgeordnete Rendi-Wagner (Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!), es gibt sieben Unfallkrankenhäuser, nicht sechs! (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Sie haben sechs gesagt. Es ist traurig genug, dass Sie nicht wissen, dass es sieben sind. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Alle Versuche, daraus jetzt im Vorfeld der Salzburger Wahlen politisches Kapital schlagen zu wollen, verunsichern Patienten und Mitarbeiter der Unfallkrankenanstalten und sind ausschließlich – ausschließlich! – politisch motiviert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Jetzt zum Thema AUVA: Meine Damen und Herren, die AUVA hat es sich nicht verdient, zum politischen Spielball zu werden (Heiterkeit bei der SPÖ) – und das machen Sie (in Richtung SPÖ). Ich habe das schon mehrfach sehr klar und deutlich gesagt: Frau Abgeordnete Rendi-Wagner (Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!), es gibt sieben Unfallkrankenhäuser, nicht sechs! (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Sie haben sechs gesagt. Es ist traurig genug, dass Sie nicht wissen, dass es sieben sind. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Alle Versuche, daraus jetzt im Vorfeld der Salzburger Wahlen politisches Kapital schlagen zu wollen, verunsichern Patienten und Mitarbeiter der Unfallkrankenanstalten und sind ausschließlich – ausschließlich! – politisch motiviert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Jetzt zum Thema AUVA: Meine Damen und Herren, die AUVA hat es sich nicht verdient, zum politischen Spielball zu werden (Heiterkeit bei der SPÖ) – und das machen Sie (in Richtung SPÖ). Ich habe das schon mehrfach sehr klar und deutlich gesagt: Frau Abgeordnete Rendi-Wagner (Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!), es gibt sieben Unfallkrankenhäuser, nicht sechs! (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Sie haben sechs gesagt. Es ist traurig genug, dass Sie nicht wissen, dass es sieben sind. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Alle Versuche, daraus jetzt im Vorfeld der Salzburger Wahlen politisches Kapital schlagen zu wollen, verunsichern Patienten und Mitarbeiter der Unfallkrankenanstalten und sind ausschließlich – ausschließlich! – politisch motiviert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.
Jetzt zum Thema AUVA: Meine Damen und Herren, die AUVA hat es sich nicht verdient, zum politischen Spielball zu werden (Heiterkeit bei der SPÖ) – und das machen Sie (in Richtung SPÖ). Ich habe das schon mehrfach sehr klar und deutlich gesagt: Frau Abgeordnete Rendi-Wagner (Abg. Zanger: Ein sonniges Wesen!), es gibt sieben Unfallkrankenhäuser, nicht sechs! (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Sie haben sechs gesagt. Es ist traurig genug, dass Sie nicht wissen, dass es sieben sind. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Alle Versuche, daraus jetzt im Vorfeld der Salzburger Wahlen politisches Kapital schlagen zu wollen, verunsichern Patienten und Mitarbeiter der Unfallkrankenanstalten und sind ausschließlich – ausschließlich! – politisch motiviert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bacher.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie können mich beim Wort nehmen: Wir investieren in Leistungen und bauen mehrgleisige Organisationsformen ab. Wir investieren in medizinische Leistungen, in Traumazentren. Das ist der Stand der Fachgesellschaften, das ist unser Ziel! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wurm: Genau!
Der Herr Vizekanzler, ich und die gesamte Regierung garantieren, dass es keinesfalls – keinesfalls! – zu Leistungskürzungen für den Patienten kommen wird, denn es darf nur einen Gewinner bei den Reformen geben, und das ist der Patient, der Steuerzahler, der Versicherte, der Mensch in unserem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wurm: Genau!)
Zwischenruf des Abg. Lindner.
Ganz oben in unserem Gesundheitssystem geht es nämlich immer nur um Privilegien und Versorgungsposten; ich habe das selber im Hauptverband erlebt. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) Wir wollen daher weniger Verwaltungsspeck und eine zukunftsfitte Gesundheitsversorgung. Jeder wird verstehen, dass es absurd ist, wenn in Österreich bei neun Bundesländern über 20 Krankenkassen mit unterschiedlichen Leistungssystemen und zig Verwaltungssystemen finanziert werden. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Bacher und Wurm.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Bacher und Wurm.
Ganz oben in unserem Gesundheitssystem geht es nämlich immer nur um Privilegien und Versorgungsposten; ich habe das selber im Hauptverband erlebt. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) Wir wollen daher weniger Verwaltungsspeck und eine zukunftsfitte Gesundheitsversorgung. Jeder wird verstehen, dass es absurd ist, wenn in Österreich bei neun Bundesländern über 20 Krankenkassen mit unterschiedlichen Leistungssystemen und zig Verwaltungssystemen finanziert werden. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Bacher und Wurm.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Taschner.
Derzeit gibt es einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem durch Ärztemangel in den vorgelagerten Bereichen, was sowohl Allgemein- als auch Fachärzte betrifft, und eine Zweiklassenmedizin mit zum Teil unzumutbaren Wartezeiten. Wenn Ärzten ihre tägliche Arbeit bis zu 40 Prozent mit Verwaltung zugedeckt wird, dann läuft etwas nicht richtig! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Taschner.)
Abg. Höbart: Der Verwaltungsspeck muss weg!
Ich sage Ihnen sehr klar, was wir von der AUVA erwarten: Wir erwarten eine organisatorische Verschlankung der Zentrale, eine Reduktion von Direktionen und Zusammenlegungen von Abteilungen und eine Vermeidung von Mehrgleisigkeiten in den Einrichtungen, um eine effiziente, einheitliche Führung sicherzustellen. (Abg. Höbart: Der Verwaltungsspeck muss weg!) Allein durch effiziente IT-Systeme könnten innerhalb der AUVA Millionenbeträge eingespart werden. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.
Ich sage Ihnen sehr klar, was wir von der AUVA erwarten: Wir erwarten eine organisatorische Verschlankung der Zentrale, eine Reduktion von Direktionen und Zusammenlegungen von Abteilungen und eine Vermeidung von Mehrgleisigkeiten in den Einrichtungen, um eine effiziente, einheitliche Führung sicherzustellen. (Abg. Höbart: Der Verwaltungsspeck muss weg!) Allein durch effiziente IT-Systeme könnten innerhalb der AUVA Millionenbeträge eingespart werden. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Bacher. – Abg. Höbart: Der Verwaltungsspeck muss weg!
Wir erwarten den weiteren Ausbau der Kooperationen mit anderen Krankenkassen, wie es zum Teil schon ansatzweise geschieht. In Wien zum Beispiel gibt es eine Hauptstelle und eine Landesstelle – ein Paradebeispiel für unnötige Geldverschwendung und politische Günstlingswirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Bacher. – Abg. Höbart: Der Verwaltungsspeck muss weg!)
Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!
Wie schon gesagt wurde, gibt es eine Studie der London School of Economics, die immerhin 630 000 Euro gekostet hat. Sie sieht ebenfalls eine organisatorische Änderung der AUVA vor. (Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!) Die SPÖ und ihre Funktionäre stehlen sich jetzt aus der Verantwortung und tun so, als ob sie die Hüter des Systems wären. (Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!)
Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!
Wie schon gesagt wurde, gibt es eine Studie der London School of Economics, die immerhin 630 000 Euro gekostet hat. Sie sieht ebenfalls eine organisatorische Änderung der AUVA vor. (Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!) Die SPÖ und ihre Funktionäre stehlen sich jetzt aus der Verantwortung und tun so, als ob sie die Hüter des Systems wären. (Abg. Stöger: Frau Bundesministerin, lesen! Lesen!)
Beifall bei der FPÖ.
Jüngere und modernere Systeme lassen eine eigenständige Unfallversicherung vermissen, dies aus der Erkenntnis daraus, dass das Leistungsrecht der Unfallversicherung weitgehend jenes der Krankenversicherung und jenes der Pensionsversicherung überlappt. Nicht im ganzen Ausmaß dieser Überlappung, aber doch im erheblichen Bereich kommt es zu Doppelversorgung. Funktionell gesehen entspricht daher der Aufbau und eine eigene Unfallversicherungsorganisation keinen zwingenden sozialen Bedürfnissen. (Beifall bei der FPÖ.) Das sagt Ihr Kollege Dragaschnig. (Abg. Stöger: 1988!) Das ist aus der Festschrift anlässlich 100 Jahre österreichische Sozialversicherung.
Abg. Stöger: 1988!
Jüngere und modernere Systeme lassen eine eigenständige Unfallversicherung vermissen, dies aus der Erkenntnis daraus, dass das Leistungsrecht der Unfallversicherung weitgehend jenes der Krankenversicherung und jenes der Pensionsversicherung überlappt. Nicht im ganzen Ausmaß dieser Überlappung, aber doch im erheblichen Bereich kommt es zu Doppelversorgung. Funktionell gesehen entspricht daher der Aufbau und eine eigene Unfallversicherungsorganisation keinen zwingenden sozialen Bedürfnissen. (Beifall bei der FPÖ.) Das sagt Ihr Kollege Dragaschnig. (Abg. Stöger: 1988!) Das ist aus der Festschrift anlässlich 100 Jahre österreichische Sozialversicherung.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!
Viele werden es absurd finden, dass in der AUVA 16 Generaldirektoren und Direktoren in der Hauptstelle und vier Landesstellen existieren. Allein in der Hauptstelle gibt es 20 Abteilungen und Stabsstellen – andere Sozialversicherungen, die ja Dreifachträger sind, kommen in Relation mit viel weniger aus –, und während der Personalstand im medizinischen Bereich in den letzten zehn Jahren gleich geblieben ist, wurde die Verwaltung mit weiteren 150 Personen aufgebläht. Das heißt, es ist höchste Zeit für Reformen und nicht Obstruktion. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!)
Abg. Höbart: Die SPÖ ist nicht reformfähig!
Das Regierungsprogramm sieht auch eine weitreichende Leistungsharmonisierung im Gesundheitswesen im Sinne von Gerechtigkeit und gleichzeitig eine Reduktion der Zahl der Träger vor. (Abg. Höbart: Die SPÖ ist nicht reformfähig!) Die Verschlankung der Strukturen in der Sozialversicherung wird eines der großen Reformprojekte dieser Bundesregierung und auch von mir sein, denn die Bürger in unserem Land haben als Einzahler in das Gesundheitssystem – egal, ob über Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge – ein Recht darauf, dass mit Geldern effizient und leistungsgerecht umgegangen wird. Wir wollen weder Gangbetten noch eine Zweiklassenmedizin, genauso wenig wie überfüllte Ambulanzen und unzumutbare Wartezeiten, denn uns geht es um Fairness und Effizienz. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Zanger: Das war eine Superrede! – Abg. Höbart: Danke, Frau Minister! – Abg. Amesbauer: Mit uns geht was weiter!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Zanger: Das war eine Superrede! – Abg. Höbart: Danke, Frau Minister! – Abg. Amesbauer: Mit uns geht was weiter!
Das Regierungsprogramm sieht auch eine weitreichende Leistungsharmonisierung im Gesundheitswesen im Sinne von Gerechtigkeit und gleichzeitig eine Reduktion der Zahl der Träger vor. (Abg. Höbart: Die SPÖ ist nicht reformfähig!) Die Verschlankung der Strukturen in der Sozialversicherung wird eines der großen Reformprojekte dieser Bundesregierung und auch von mir sein, denn die Bürger in unserem Land haben als Einzahler in das Gesundheitssystem – egal, ob über Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge – ein Recht darauf, dass mit Geldern effizient und leistungsgerecht umgegangen wird. Wir wollen weder Gangbetten noch eine Zweiklassenmedizin, genauso wenig wie überfüllte Ambulanzen und unzumutbare Wartezeiten, denn uns geht es um Fairness und Effizienz. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Zanger: Das war eine Superrede! – Abg. Höbart: Danke, Frau Minister! – Abg. Amesbauer: Mit uns geht was weiter!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Richtig!
Zu allem Überfluss sind wir auch noch sehr spitalslastig, das heißt, zu viele Behandlungen werden in zu hochwertigen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Spitälern durchgeführt. Um auf diese Istzustandsanalyse zu kommen, hätte man meiner Meinung nach nicht 630 000 Euro an die London School of Economics zahlen müssen, wir hätten auch einfach das „Länderprofil Gesundheit 2017“ der Europäischen Union hernehmen können, wo derselbe Befund getroffen wurde. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Richtig!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
21,3 Millionen Euro, das sind gut 2 Prozent. Ich würde nicht sagen, dass das nichts ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen Effizienzsteigerungen in unserem Gesundheitssystem bewirken, und wenn man jetzt auf die Studie der London School of Economics zurückgreift und sie sich anschaut, dann muss man sagen, diese Studie besagt, dass wir allein durch die Reform der Sozialversicherungen ein Potenzial von 600 bis 800 Millionen Euro pro Jahr lukrieren können. Dieses Geld, Frau Kollegin, wollen wir für mehr Leistungen am Patienten einsetzen, und wir wollen weniger Geld für Verwaltung und Direktionsposten ausgeben. Wir werden den Menschen wieder in den Mittelpunkt unseres Systems stellen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.
Wir werden auch für mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie sorgen, sowohl in den Spitälern und in den Primärversorgungseinheiten durch die Etablierung der klinischen Pharmazie als auch für die Menschen zu Hause, die sehr viele Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen und unter unvorhersehbaren Wechsel- und Nebenwirkungen leiden. Das werden wir im Rahmen des Medikationsmanagements für Polypharmazie beheben. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Klarerweise muss der niedergelassene Bereich gestärkt werden, wenn wir Leistungen aus dem teuren Spitalsbereich an den Patienten heran in den niedergelassenen Bereich bringen werden. 200 Millionen Euro sind als Anschubfinanzierung für die Primärversorgungseinheiten vorgesehen. Ich frage: Was bringen uns diese 200 Millionen Euro, was bringt uns diese Verlagerung in die Primärversorgungseinheiten? – Es bewirkt, dass jeder Versicherte, jeder Patient schneller und näher Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen kann, dass wir längere Öffnungszeiten für die Patienten haben, dass wir durch interdisziplinäre Zusammenarbeit eine höhere Qualität in der Versorgung haben. Das wird das alles bringen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch was die Nachbesetzung von Landarztordinationen anbelangt: Die Anstellungsmöglichkeiten von Ärzten durch Ärzte werden nicht nur die Gründung von Gruppenpraxen erleichtern, sondern es wird auch leichter sein, dass sich zwei oder sogar drei Ärzte zusammentun und eine vakante Landarztstelle, eine Kassenstelle wieder aufnehmen, so dass die Versorgung im ländlichen Bereich erhalten bleibt. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.
Ein letzter Punkt, der mir auch persönlich sehr wichtig ist, ist die Prävention, die Verhinderung von Erkrankungen. Die Frau Ministerin hat ja schon einige Programme angesprochen; Impfungen sind sicherlich ein großes Thema, aber ich bin auch der Meinung, dass wir wirklich viel mehr im Bereich der Gesundheitsbildung für unsere Bevölkerung tun müssen. Da müssen wir schon in den Schulen anfangen, und wir brauchen koordinierte Maßnahmen und keine Doppel- und Mehrgleisigkeiten, die im Nirwana verlaufen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben in den letzten Sitzungen des Gesundheitsausschusses schon einige vernünftige Ansätze diskutiert. Herr Kollege Loacker, der hier sitzt: Es ist nicht zum Verzweifeln, wir sind auf einem guten Weg! Sie haben auch einige wirklich gute und innovative Anträge eingebracht, einige davon waren ihrer Zeit noch etwas voraus, aber geben Sie die Hoffnung nicht auf! Auch Herr Kollege Kucher hat in der Diskussion sehr vernünftige Ansätze gehabt, was die Stärkung des niedergelassenen Bereichs und auch der öffentlichen Apotheken anbelangt; dafür möchte ich mich an dieser Stelle auch bedanken. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus, lassen Sie uns doch gemeinsam die notwendigen Gesundheitsreformen im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher umsetzen, damit unser Gesundheitssystem auch in Zukunft eines der besten der Welt bleibt! – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben es angesprochen, Frau Ministerin: Antibiotikaresistenzen sind ein Thema, mit dem wir uns wirklich auseinandersetzen sollten. Ich denke, da braucht es auch von Ihnen sehr viel Engagement, weil, wie Sie es richtig angesprochen haben, nur ein Teil dieses Problems bei Ihnen liegt. Ein großer Teil der Antibiotikaresistenzen resultiert aus der Landwirtschaft. Das heißt, die Frage lautet diesbezüglich auch, wie Sie gemeinsam mit der Landwirtschaft etwas erreichen können, denn das, was aus diesem Bereich in Abwässern schon derzeit nachweisbar ist, ist besorgniserregend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Was sagt die Frau Ministerin zu diesen Zahlen?
Sie schreiben Folgendes: „Angestrebt wird eine Erhöhung der Teilnahmerate pro Jahr überproportional zugunsten der Männer“. Das heißt, eine Steigerung von 0,2 Prozent bei den Männern gegenüber 0,3 Prozent bei den Frauen ist für Sie eine überproportionale Steigerung. – Ich verstehe deshalb, dass es für Sie ein überproportional gutes Budget ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Was sagt die Frau Ministerin zu diesen Zahlen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Nun, gerade angesichts dieser Verhältnisse kommt der Zentrale im Bund eine ganz, ganz wesentliche Steuerungsfunktion zu, und dieser Steuerungsfunktion kommt sie auch sehr, sehr gut nach. Es wird jetzt weiterhin große Herausforderungen im Gesundheitswesen geben, aber ein ganz wesentliches Ziel wird sein, dass möglichst jede Leistung dort erbracht wird, wo sie am besten, am effizientesten und am sichersten erbracht werden kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das Budget für das Gesundheitsressort ist stabil, die Aufgaben sind groß. Ich bin überzeugt, dass es brillant gemeistert werden wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Eigentlich hätte ich mir jetzt von Dr. Smolle erwartet, dass er heute irgendetwas zum Nichtraucherschutz sagt, denn bei der Abstimmung damals hat er gefehlt (Beifall bei der SPÖ), aber anscheinend hat er das auch heute nicht tun dürfen.
Beifall bei der SPÖ
Sie sehen, meine Damen und Herren, die Regierung ist wirklich vom Ankündigungsriesen zum Umsetzungszwerg mutiert. Viele Worte und absolut nichts steckt dahinter (Beifall bei der SPÖ), übrig bleibt eine Politik zulasten der Menschen, meine Damen und Herren! Diese Regierung ignoriert die Einleitung eines Volksbegehrens, welches auf dem besten Weg ist, zu einem der erfolgreichsten Volksbegehren aller Zeiten in Österreich zu werden. Meinungsforscher sagen sogar, dass die Millionenmarke übersprungen werden könnte. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sehen, meine Damen und Herren, die Regierung ist wirklich vom Ankündigungsriesen zum Umsetzungszwerg mutiert. Viele Worte und absolut nichts steckt dahinter (Beifall bei der SPÖ), übrig bleibt eine Politik zulasten der Menschen, meine Damen und Herren! Diese Regierung ignoriert die Einleitung eines Volksbegehrens, welches auf dem besten Weg ist, zu einem der erfolgreichsten Volksbegehren aller Zeiten in Österreich zu werden. Meinungsforscher sagen sogar, dass die Millionenmarke übersprungen werden könnte. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Wer aber glaubt, meine Damen und Herren, dass diese Regierung dieses Signal der Bevölkerung zum Anlass nimmt, ihre falsche Politik zu überdenken, der irrt ganz, ganz gewaltig; im Gegenteil: Der klar ersichtliche Volkswille, der sich da abzeichnet, wird mit Füßen getreten. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wo – wenn Sie schon meinen, zwischenrufen zu müssen – ist die von der FPÖ so glorifizierte direkte Demokratie geblieben, Herr Abgeordneter Graf? (Abg. Schimanek: Der Herr Vizekanzler hat das klargestellt!) Zuerst schön mit dem Strom schwimmen und vor den Wahlen viel versprechen, aber sobald man in der Verantwortung steht, kann man sich an nichts mehr erinnern – das ist der Weg, den Sie gehen, nichts anderes machen Sie!
Abg. Schimanek: Der Herr Vizekanzler hat das klargestellt!
Wer aber glaubt, meine Damen und Herren, dass diese Regierung dieses Signal der Bevölkerung zum Anlass nimmt, ihre falsche Politik zu überdenken, der irrt ganz, ganz gewaltig; im Gegenteil: Der klar ersichtliche Volkswille, der sich da abzeichnet, wird mit Füßen getreten. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wo – wenn Sie schon meinen, zwischenrufen zu müssen – ist die von der FPÖ so glorifizierte direkte Demokratie geblieben, Herr Abgeordneter Graf? (Abg. Schimanek: Der Herr Vizekanzler hat das klargestellt!) Zuerst schön mit dem Strom schwimmen und vor den Wahlen viel versprechen, aber sobald man in der Verantwortung steht, kann man sich an nichts mehr erinnern – das ist der Weg, den Sie gehen, nichts anderes machen Sie!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Der Herr Vizekanzler hat das klargestellt, mehrfach!
Ich kann nur sagen, die, die die Interessen der Bevölkerung in Österreich wirklich vertreten, sind wir – Sie schon gar nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Der Herr Vizekanzler hat das klargestellt, mehrfach!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Kollege Keck, in freier Abwandlung des Herrn Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft der Wähler! Das ist halt einmal so. (Beifall bei der FPÖ.) Ich habe noch nie so viel Konjunktiv gehört: hätte, hätte, hätte. Nicht einmal Napoleon hätte es geschafft, in hundert Tagen alles so zu ermöglichen, was wir alles hätten tun sollen. Aber bitte, warum nicht?! Man traut dieser Bundesregierung viel zu, wenn man sagt: hätte, hätte – und sie macht das auch.
Ruf bei der SPÖ: Alkohol!
Ich habe mir im Prinzip nur die Leitlinien des Koalitionsabkommens angesehen, und dort steht drin: „Prävention und Gesundheitsförderung“. Auch zu den einzelnen Punkten in dem Budgetvoranschlag – lassen wir die Zahlen weg; es ist eh mehr geworden –, steht: Prävention und Gesundheitsförderung, eine ganz tolle Geschichte. Dazu – da gebe ich Kollegen Vogl vollkommen recht – gehört auch der ganze Bereich der Ernährung. Ja, das gehört dazu. Was machen wir mit der Drogenproblematik – auch das gehört zur Prävention –, was mit den legalen Drogen, mit Nikotin bei Jugendlichen? Ja, auch das gehört dazu. (Ruf bei der SPÖ: Alkohol!) – Ja, natürlich, Alkohol gehört dazu. Es wäre auch möglich, über Fast Food et cetera nachzudenken, aber das möchte ich gar nicht ausführen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, wesentlich ist auch der Bezug zu den Sozialversicherungen. 1881 hat Bismarck ein System zur sozialen Sicherung auf den Tisch geknallt, in Graz, in Wien hat es schon hundert Jahre vorher Ansätze dahin gehend gegeben. Was ist damit passiert? – In dem Begriff stecken die Wörter sozial und Versicherung. Ja bitte, man kann sozial sein, aber je höher die Ansprüche werden, umso mehr Geld kostet das. Wie regelt man das vernünftig, dass die Bevölkerung sich überhaupt eine Versicherung leisten kann? Dass jetzt vonseiten der Sozialdemokratie Dinge gefordert werden, die sie uns in unserer Oppositionszeit verweigert hat, schmeichelt der Opposition, das heißt, wir waren auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe überlegt, was denn damit eigentlich passiert. Tierschutz macht Schule, diesen Verein haben schon hervorragende Damen und Herren vor uns initiiert, das habe ich immer geschätzt, Tierschutz macht Schule muss ich zum anderen aber auch so interpretieren: Tierschutz wird in den Schulen zu wenig fabriziert – ein Versagen natürlich auch der Vorgängerregierung, sie hätte dieses Thema wesentlich mehr in die Schulen implementieren müssen, da geht es um sehr wertvolle Dinge. Frau Mag. Beate Hartinger-Klein wird so zitiert: „Der Verein ,Tierschutz macht Schule‘ vermittelt Kindern einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Dass das Ganze auch noch Spaß bringt, macht den Verein noch unterstützenswerter.“ – Ich finde, das ist ein ganz tolles Zitat, danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Oder das Problem mit der Katzenkastration: Da geht es um eine Million streunende Katzen jedes Jahr in Österreich. Ja (in Richtung SPÖ), ihr lacht natürlich wieder, aber es ist ein Wahnsinn, was mit diesen Tieren passiert. Und da macht man sich hier im Parlament noch lustig darüber, dass sich einige Idealisten dieser Sache annehmen?! 20 000 Euro müssen durch Privatgelder aufgebracht werden, und eigentlich müsste jeder Abgeordnete Geld dafür spenden, das ist eigentlich Sache, aber stattdessen werden diese Idealisten nur belächelt. In dieser Sache muss eine Regelung gefunden werden, da muss das Gesetz nachgeschärft werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Wir müssen auch eine Regelung für die Hunde finden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) – Herr Schellhorn, als Wirtschaftskaiser – oder sind Sie es nicht? – sei Ihnen gesagt, Hunde bringen 1,2 Milliarden Euro Wertschöpfung in Österreich. Welcher Betrieb kann das schon? Ich rede von den Assistenzhunden, nicht von den Hunden für die Jagd, ich rede von Diabeteshunden, Blindenhunden et cetera. Da müssen wir etwas tun, vor allem für die Verantwortlichen, die sich dafür einsetzen. Das ist unsere Aufgabe auch im Sinne von Tierschutz.
Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
In diesem Sinne sage ich Danke schön – ich hätte mich jetzt fast aufgeregt, weil es eben um die Viecher geht. (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Du warst das!
Der zweite Punkt, den man offen ansprechen muss: Sie reden von Wahnsinn, wenn die Menschen in Österreich wegen der Unfallkrankenhäuser besorgt sind. Wer hat denn diese Debatte völlig frei von Fakten losgetreten? – Das waren Sie! Also zu diesen Fakten muss man auch wieder zurückkehren. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Du warst das!)
Beifall bei der SPÖ.
helfen! Wie ist das, wenn 500 Millionen Euro als Steuerzuckerl für die Großspender von Sebastian Kurz aus dem System herausgenommen werden – 500 Millionen Euro – und man sagt, das Ganze müsse im Bereich der Verwaltung eingespart werden, die gesamten Verwaltungskosten aber nur 92 Millionen Euro ausmachen? – Das geht sich ja hinten und vorne nicht aus! Das heißt, selbst wenn man jede einzelne Sekretärin auf die Straße stellt, selbst wenn man die gesamte Verwaltung einspart, fehlt noch immer ein bisserl etwas. Das nachzurechnen sollte normalerweise kein mathematisches Problem sein. Wir haben hier unter uns auch einen absoluten Fachmann, Frau Ministerin, vielleicht kann man das bilateral noch einmal nachrechen lassen, denn so geht es nicht. (Beifall bei der SPÖ.) 500 Millionen Euro für die Großspender von Sebastian Kurz – und die Menschen zahlen drauf, und dann ist auf einmal die kleine Sekretärin schuld, im Unfallkrankenhaus vielleicht, zu deren Schaden die Kosten eingespart werden sollen. So wird es nicht funktionieren.
Beifall bei der SPÖ.
Genau so wie ich das jetzt geschildert habe, erleben wir das im Bildungsbereich. Man spart auf Kosten der jungen Menschen und wundert sich dann, dass all die jungen Menschen irgendwann beim AMS landen. Man könnte auch da einmal bilateral darüber reden, dass es schon ein Sparen gibt, das in Wahrheit dann mehr kostet, als man vorher eingespart hat. Das (in Richtung Bundesminister Löger und Bundesministerin Hartinger-Klein) wäre vielleicht auch ein Thema für Sie beide. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt tolle Projekte in Österreich. In Kärnten zum Beispiel ist unsere Landeshauptmannstellvertreterin Beate Prettner ganz intensiv dahinter. Wir sind nach Oberösterreich die Nummer zwei im Bereich Gesunde Gemeinde. Wenn man einfach zur Bevölkerung rausgeht, wenn man in Landgasthäusern Vorträge hält, wenn auf einmal Nachbarn, Freunde, Bekannte ganz offen über Gesundheitsthemen reden, wenn Tabuthemen abgebaut werden, dann ist das auch Gesundheitspolitik. Also: mehr Geld für die Prävention! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Lieber Kollege Kucher, wie man ein Plus von 670 Millionen Euro im Bildungsbereich als Kürzung darstellen kann, das ist, glaube ich, ein intellektueller Kunstgriff, den nur Sie verstehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Kommen wir zum Gesundheitsbereich: Gerade junge Menschen beschäftigen sich mit ihrer Gesundheit leider erst dann, wenn sie krank werden, und zu oft nehmen wir Gesundheit als zu selbstverständlich wahr. Gleiches gilt bisher leider auch für unser Gesundheitssystem. Solange es sich irgendwie ausgeht, reden wir nicht darüber, aber irgendwann wird es halt zu spät sein. Als einer der jüngsten Abgeordneten im Hohen Haus bin ich wirklich sehr froh, dass die Bundesregierung das jetzt anders macht und dieses heiße Eisen endlich anpackt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es geht aber auch um die Reform der Sozialversicherungen. 22 Sozialversicherungsträger sind für so ein kleines Land wie Österreich einfach zu viel. Fünf sind ausreichend, damit schaffen wir eine effizientere Verwaltung und endlich auch eine überfällige Harmonisierung der Leistungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) So können wir dieses System auch langfristig für künftige Generationen absichern.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Daran, ob wir diese Reform schaffen, werden wir eines Tages gemessen werden, und ich glaube, vollkommen zu Recht. – Packen wir es an! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Loacker: Na geh, bitte!
Abgeordnete Mag. Verena Nussbaum (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihr Angriff auf die AUVA, Ihr Angriff auf die Krankenkassen ist ein Angriff auf den sozialen Frieden in Österreich. (Abg. Loacker: Na geh, bitte!) Nicht umsonst gibt es in unserem Land das Modell der wirklichen Selbstverwaltung und keines mit staatlichem Durchgriffsrecht. Es gibt einen guten Grund dafür, dass ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen selbst über ihre Beiträge wachen. Das ist eine Form der Demokratie, für die Ihnen offenbar das Verständnis fehlt. (Abg. Loacker: Bei der Verwaltung bleiben die ganzen Versager im Amt ...!) Genau diese Selbstverwaltung greifen Sie gleich mehrmals an, auf eine Art und Weise, die dieses Land noch nicht gesehen hat.
Abg. Loacker: Bei der Verwaltung bleiben die ganzen Versager im Amt ...!
Abgeordnete Mag. Verena Nussbaum (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihr Angriff auf die AUVA, Ihr Angriff auf die Krankenkassen ist ein Angriff auf den sozialen Frieden in Österreich. (Abg. Loacker: Na geh, bitte!) Nicht umsonst gibt es in unserem Land das Modell der wirklichen Selbstverwaltung und keines mit staatlichem Durchgriffsrecht. Es gibt einen guten Grund dafür, dass ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen selbst über ihre Beiträge wachen. Das ist eine Form der Demokratie, für die Ihnen offenbar das Verständnis fehlt. (Abg. Loacker: Bei der Verwaltung bleiben die ganzen Versager im Amt ...!) Genau diese Selbstverwaltung greifen Sie gleich mehrmals an, auf eine Art und Weise, die dieses Land noch nicht gesehen hat.
Abg. Höbart: Da klatschen nicht einmal die eigenen Leute!
Sie haben der AUVA ein unerfüllbares Ultimatum gestellt, nur um sie dann zu zerschlagen. Sie wollen die Anzahl der Sozialversicherungsträger auf fünf reduzieren. Wie Sie auf diese Zahl kommen, können Sie nicht erklären, vermutlich haben Sie gewürfelt, denn wenn Sie die LSE-Studie wirklich gelesen hätten, wären Sie zu dem Schluss gekommen, dass alle dort vorgeschlagenen Modelle Weiterentwicklungen vorsehen, aber keine schlagartigen Veränderungen und Zerstörungen als notwendig erachtet wurden. (Abg. Höbart: Da klatschen nicht einmal die eigenen Leute!)
Beifall bei der SPÖ.
Der dritte Schritt der Zerstörung der Selbstverwaltung ist die Beitragseinhebung durch das Finanzministerium, durch die Finanzämter, das wäre jedoch verfassungswidrig. Bei der Selbstverwaltung geht es eben um die Verwaltung und Verwendung der Gelder und nicht nur um die Verwaltung irgendeines Klopapiereinkaufs. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höbart.
Außerdem ist laut Rechnungshof die Sozialversicherung besser dazu geeignet, die Beitragsprüfung durchzuführen – klar, eine Erfolgsquote von 99,7 Prozent ist schwer zu überbieten. Auch die Effizienz der Verwaltung ist rekordverdächtig. In den Gebietskrankenkassen fließen von 100 Euro, die eingenommen werden, 97 Euro in die Leistungen für die Versicherten, aber darum geht es Ihnen nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höbart.) Es geht Ihnen darum, in einem ersten Schritt den Einfluss des Staates zu vergrößern, um dann eine Privatisierung einzuleiten.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben in Österreich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Wir werden um die Erhaltung des solidarisch finanzierten Systems kämpfen, denn Gesundheit darf nicht zum Luxus werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Angerer: Ich werde es Ihnen erklären! – Zwischenrufe des Abgeordneten Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was das Defizit betrifft, war an und für sich ein Überschuss für nächstes Jahr programmiert, der kommt jetzt erst später. Das heißt, Sie sind langsamer dabei, einen ausgeglichenen Haushalt herzustellen. Es gibt einen PR-Überschuss, den Sie hier fleißig akklamieren und immer wieder betonen. Dieser ist allerdings genauso viel wert wie das sogenannte Nulldefizit von Grasser, er beruht nämlich administrativ auf Einmaleffekten, etwa auf der Rückzahlung des Geldes, das die Bayern der Republik noch von der Hypo schulden. Sie wissen eh, die FPÖ in Kärnten hat uns das eingebrockt. (Abg. Angerer: Ich werde es Ihnen erklären! – Zwischenrufe des Abgeordneten Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Über 800 Millionen Euro werden sie uns nächstes Jahr zurückzahlen, und der Überschuss, der daraus am Schluss resultiert, sollen 500 Millionen Euro sein. Der Budgetdienst hat dazu vorgerechnet, dass alleine die Einmaleffekte circa dreimal so hoch sind wie das, was Sie als administrativen Überschuss feiern. Das heißt, das ist ein PR-Gag à la Grasser, und mit dem würde ich nicht allzu groß hausieren gehen, denn wie Sie wissen, ist so etwas meistens ein Bumerang. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Was das Defizit betrifft, war an und für sich ein Überschuss für nächstes Jahr programmiert, der kommt jetzt erst später. Das heißt, Sie sind langsamer dabei, einen ausgeglichenen Haushalt herzustellen. Es gibt einen PR-Überschuss, den Sie hier fleißig akklamieren und immer wieder betonen. Dieser ist allerdings genauso viel wert wie das sogenannte Nulldefizit von Grasser, er beruht nämlich administrativ auf Einmaleffekten, etwa auf der Rückzahlung des Geldes, das die Bayern der Republik noch von der Hypo schulden. Sie wissen eh, die FPÖ in Kärnten hat uns das eingebrockt. (Abg. Angerer: Ich werde es Ihnen erklären! – Zwischenrufe des Abgeordneten Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Über 800 Millionen Euro werden sie uns nächstes Jahr zurückzahlen, und der Überschuss, der daraus am Schluss resultiert, sollen 500 Millionen Euro sein. Der Budgetdienst hat dazu vorgerechnet, dass alleine die Einmaleffekte circa dreimal so hoch sind wie das, was Sie als administrativen Überschuss feiern. Das heißt, das ist ein PR-Gag à la Grasser, und mit dem würde ich nicht allzu groß hausieren gehen, denn wie Sie wissen, ist so etwas meistens ein Bumerang. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, es ist ein Budget der sozialen Kälte, der Intransparenz, der Unehrlichkeit und der Verunsicherung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda
Es ist relativ leicht, wir stellten die Frage: Wie hoch sind die Personalkosten für Ihr Büro? Als Antwort würde man sich eine Angabe in Euro erwarten, die Antwort lautet jedoch: „Die Personalkosten für die MitarbeiterInnen meines Kabinetts werden in den Jahren 2018 und 2019 aus dem für die gesamte Zentralstelle veranschlagten Budget beglichen werden.“ – Wir haben Sie nicht danach gefragt, aus welchem Topf Sie das bezahlen (Zwischenruf des Abg. Drozda), sondern wie viel Geld die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Büros kosten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer übergibt Bundesminister Löger ein Schriftstück. – Abg. Jarolim: Das ist ein Service! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ. – Abg. Noll: Wollt ihr die nächste Koalition vorbereiten?
Ich möchte Sie ersuchen, das nachzuholen; vielleicht können Sie das gleich bei Ihrer Rede machen. Ich lasse Ihnen die Fragen gleich da, und ich habe sie auch schon für Sie angestrichen. – Insofern vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer übergibt Bundesminister Löger ein Schriftstück. – Abg. Jarolim: Das ist ein Service! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ. – Abg. Noll: Wollt ihr die nächste Koalition vorbereiten?)
Abg. Kopf – bereits am Rednerpult stehend –: Lassen wir den Scherz des Kollegen Jarolim noch abklingen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kopf. – Bitte. (Abg. Kopf – bereits am Rednerpult stehend –: Lassen wir den Scherz des Kollegen Jarolim noch abklingen!)
Abg. Drozda: ... für solche Sprüche!
Ich stelle bei diesem Budget fest, dass es nach dem Motto verläuft: weniger ist mehr – nämlich weniger an Bürokratie beziehungsweise weniger Geld für Bürokratie, weniger Schulden – zugegeben, die waren auch letztes Jahr schon nominell weniger, aber es schadet ja nicht, dass wir den Kurs fortsetzen –, weniger Steuern, weniger für Nichtösterreicher in manchen Bereichen und weniger für manche wirkungslose AMS-Projekte. Das setzen wir ein für ein Mehr für Bildung (Abg. Drozda: ... für solche Sprüche!), für ein Mehr für Sicherheit, für ein Mehr für Forschung, für ein Mehr für Familien und für ein Mehr für Pflege und Soziales. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich stelle bei diesem Budget fest, dass es nach dem Motto verläuft: weniger ist mehr – nämlich weniger an Bürokratie beziehungsweise weniger Geld für Bürokratie, weniger Schulden – zugegeben, die waren auch letztes Jahr schon nominell weniger, aber es schadet ja nicht, dass wir den Kurs fortsetzen –, weniger Steuern, weniger für Nichtösterreicher in manchen Bereichen und weniger für manche wirkungslose AMS-Projekte. Das setzen wir ein für ein Mehr für Bildung (Abg. Drozda: ... für solche Sprüche!), für ein Mehr für Sicherheit, für ein Mehr für Forschung, für ein Mehr für Familien und für ein Mehr für Pflege und Soziales. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn man einen Blick voraus in das Jahr 2020 wagt, sieht man, dass eine Steuerreform mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro in Vorbereitung ist, vor allem im Bereich der Lohn- und Einkommensteuer, auf der anderen Seite die Unternehmensbesteuerung, die Körperschaftsteuer, aber rechtsformneutral auch die einkommensteuerpflichtigen Einzelunternehmer betreffend – ein Riesenprojekt, welches wiederum zu einer Stärkung der Leistungsbereiten, der Leistungswilligen in diesem Land führen wird, die das System in diesem Lande tragen. Natürlich führt es auch zu einer Verbesserung und einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich, und das auch noch gepaart mit einer Reihe von zusätzlichen Investitionsanreizen, die, wie gesagt, den Standort natürlich massiv stärken werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, mit diesem Budget wird Österreich entgegen allen Unkenrufen fairer und wettbewerbsfähiger. Mit diesem Budget beschreiten wir einen wachstums- und leistungsorientierten Konsolidierungskurs, und ich kann nur alle hier in diesem Hause einladen, uns auf diesem Wege zu folgen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Die Abgeordneten Martin Graf und Höbart: Na geh!
Herr Finanzminister! Sie werden sich nicht sehr wundern, dass NEOS diesem Doppelbudget 2018 und 2019 und auch dem Budgetbegleitgesetz nicht zustimmen wird. (Die Abgeordneten Martin Graf und Höbart: Na geh!) Das haben Sie vermutlich alle geahnt. Für uns ist dieses in Zahlen gegossene Fundament der Politik der Regierung für die Jahre 2018 und 2019 nicht ambitioniert genug, es ist visionslos, es ist ein Biedermeierbudget. Sie erhalten den Status quo, und das für fast die Hälfte der Regierungsperiode. Aber vielleicht haben Sie in dem einen oder anderen Punkt sogar recht – ich will das gar nicht ausschließen, das wird die Zeit weisen und das werden wir sehen.
Beifall bei den NEOS.
Ich wünsche uns allen hier vor allem eine anhaltende, gute Hochkonjunktur, muss ich sagen, und Ihnen, Herr Finanzminister, im Interesse Österreichs beim Budgetvollzug viel Erfolg. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die SchülerInnen der Hans-Mandl-Berufsschule herzlich auf unserer Galerie begrüßen. Schön, dass ihr da seid. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Brückl (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Dieses Doppelbudget 2018/2019 läutet eine budgetpolitische Wende ein, es läutet ein neues Zeitalter in der Budgetpolitik in Österreich ein. Wenn davon gesprochen wird, dass ein Budget in Zahlen gegossene Politik ist, dann kann man auch sagen, dass es für eine gesellschaftspolitische Wende in Österreich steht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Hohes Haus! Daher ist dieses Budget ein Wendebudget. Es läutet ein neues Zeitalter in der Budgetpolitik ein, und FPÖ, Volkspartei und diese Bundesregierung stehen auch mit diesem Budget für ein zukunftsfittes Österreich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist eine gesellschaftspolitische Wende weg von linker, sozialistischer Verschwendungspolitik hin zu einer ausgabenorientierten und einnahmenorientierten Politik, die beidem gerecht wird, weil man darauf achtet, dass das Budget auch in Zukunft ausgeglichen sein wird. So geht Budget und so geht Verantwortung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Lassen Sie mich zum Abschluss dieser dreitägigen Budgetdebatte – wir werden demnächst über das Budget abstimmen – noch meine Rede mit einem Zitat beenden, das, glaube ich, diese dreitägigen Budgetberatungen und auch dieses Budget am besten charakterisiert. Ich zitiere die Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei Muna Duzdar, die gesagt hat: Diese Regierung spart im System und nicht bei den Menschen. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist schon gerecht!
Jetzt frage ich mich vor dem Hintergrund der Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit: Ist das gerecht, Herr Finanzminister? – Ich würde glauben, nein. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon gerecht!) Ist es gerecht, Herr Kollege (Ruf bei der FPÖ: Freilich! Das ist endlich gerecht!), dass die Frauen nur ein Viertel von diesen 1 500 Millionen Euro bekommen, die Männer aber drei Viertel, obwohl die Frauen die Erziehungsarbeit für diese Kinder leisten, um die es eigentlich geht? Ist das gendergerecht? – Natürlich nein (Ruf bei der FPÖ: Pfeif auf gendergerecht!), das ist nicht gendergerecht. Und ist es gerecht, wenn wir in Österreich eine Gesamtabgabenbelastung haben, die für Bezieher hoher Einkommen nur unmerklich höher ist als für das untere Einkommensdrittel, also für Menschen, die keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen? – Natürlich ist das nicht gerecht, und es widerspricht auch dem Leistungsfähigkeitsprinzip.
Ruf bei der FPÖ: Freilich! Das ist endlich gerecht!
Jetzt frage ich mich vor dem Hintergrund der Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit: Ist das gerecht, Herr Finanzminister? – Ich würde glauben, nein. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon gerecht!) Ist es gerecht, Herr Kollege (Ruf bei der FPÖ: Freilich! Das ist endlich gerecht!), dass die Frauen nur ein Viertel von diesen 1 500 Millionen Euro bekommen, die Männer aber drei Viertel, obwohl die Frauen die Erziehungsarbeit für diese Kinder leisten, um die es eigentlich geht? Ist das gendergerecht? – Natürlich nein (Ruf bei der FPÖ: Pfeif auf gendergerecht!), das ist nicht gendergerecht. Und ist es gerecht, wenn wir in Österreich eine Gesamtabgabenbelastung haben, die für Bezieher hoher Einkommen nur unmerklich höher ist als für das untere Einkommensdrittel, also für Menschen, die keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen? – Natürlich ist das nicht gerecht, und es widerspricht auch dem Leistungsfähigkeitsprinzip.
Ruf bei der FPÖ: Pfeif auf gendergerecht!
Jetzt frage ich mich vor dem Hintergrund der Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit: Ist das gerecht, Herr Finanzminister? – Ich würde glauben, nein. (Ruf bei der FPÖ: Das ist schon gerecht!) Ist es gerecht, Herr Kollege (Ruf bei der FPÖ: Freilich! Das ist endlich gerecht!), dass die Frauen nur ein Viertel von diesen 1 500 Millionen Euro bekommen, die Männer aber drei Viertel, obwohl die Frauen die Erziehungsarbeit für diese Kinder leisten, um die es eigentlich geht? Ist das gendergerecht? – Natürlich nein (Ruf bei der FPÖ: Pfeif auf gendergerecht!), das ist nicht gendergerecht. Und ist es gerecht, wenn wir in Österreich eine Gesamtabgabenbelastung haben, die für Bezieher hoher Einkommen nur unmerklich höher ist als für das untere Einkommensdrittel, also für Menschen, die keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen? – Natürlich ist das nicht gerecht, und es widerspricht auch dem Leistungsfähigkeitsprinzip.
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Gödl: Das ist ja nicht wahr!
Jetzt wissen wir aber, dass diejenigen, die bis zu 1 381 Euro brutto monatlich verdienen, schon vor dem Beschluss dieser Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge keine bezahlt haben. Also das, was der Herr Bundeskanzler uns hier in diesem Hohen Haus und den Menschen vor den Fernsehschirmen und sonst wo erzählt, ist schlichtweg falsch. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Gödl: Das ist ja nicht wahr!)
Ruf bei der FPÖ: Die Leistungsträger werden wieder mehr ...!
Na ja, und die Damen und Herren von der FPÖ haben ja offenbar ihr Interesse für den kleinen Mann längst aufgegeben, das spielt keine Rolle mehr. Jetzt sind sie an der Macht, jetzt müssen sie sich um diesen selbst nicht mehr kümmern. (Ruf bei der FPÖ: Die Leistungsträger werden wieder mehr ...!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was plant die Regierung noch an verteilungspolitischen Zuckerln für die Großen? – Nehmen wir das Beispiel der Senkung der Körperschaftsteuer her! Diese soll auf nicht entnommene Gewinne halbiert werden. Kosten: etwa 2 bis 3 Milliarden Euro. Wie das finanziert werden soll, darüber werde ich vielleicht noch etwas sagen, aber das ist im Wesentlichen ein Steuergeschenk an die großen Konzerne, Herr Finanzminister. Nicht die kleinen GmbHs profitieren davon! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Beispiel möchte ich herausgreifen: Geplant ist ja die Abschaffung der Notstandshilfe, das heißt der direkte Übergang vom Arbeitslosengeld in die Mindestsicherung. Wenn die Vermögensanrechnung kommt, dann führt das dazu, dass mittlere Einkommen quasi mit einer Vermögensteuer belastet werden. Das ist wirklich eine Sauerei vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die hohen Vermögen in Österreich keiner Vermögensbesteuerung unterworfen werden, dass die hohen Vermögen in Österreich auch keiner Erbschaftssteuer unterworfen werden. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Noll: Leistungsträger halt, ja!
Ich meine, die zehn reichsten Menschen in Österreich, Herr Finanzminister – ich weiß nicht, ob Sie das wissen –, besitzen etwa so viel, wie ein Bundesbudget ausmacht, über das wir in wenigen Minuten hier eine Beschlussfassung vornehmen müssen, also rund 80 Milliarden Euro. Zehn Milliardäre besitzen so viel, wie ein Gesamtbudget des Bundes für ein Jahr ausmacht! (Abg. Noll: Leistungsträger halt, ja!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wir daher unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit brauchen, ist, dass wir endlich die niedrigen Einkommen entlasten müssen, finanziert aus Steuern auf Vermögen der Reichen und Superreichen in diesem Land! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gödl: Die Arbeitslosenversicherungsbeiträge sind gesenkt!
Aber nicht über eine Senkung des Einkommensteuertarifs, Herr Finanzminister! Das funktioniert nicht. Nein, es muss über eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge geschehen. (Abg. Gödl: Die Arbeitslosenversicherungsbeiträge sind gesenkt!) – Sozialversicherungsbeiträge habe ich gesagt, wenn Sie vielleicht zugehört haben. (Ruf bei der ÖVP: Ja, das fällt schwer, das Zuhören, bei Ihnen!)
Ruf bei der ÖVP: Ja, das fällt schwer, das Zuhören, bei Ihnen!
Aber nicht über eine Senkung des Einkommensteuertarifs, Herr Finanzminister! Das funktioniert nicht. Nein, es muss über eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge geschehen. (Abg. Gödl: Die Arbeitslosenversicherungsbeiträge sind gesenkt!) – Sozialversicherungsbeiträge habe ich gesagt, wenn Sie vielleicht zugehört haben. (Ruf bei der ÖVP: Ja, das fällt schwer, das Zuhören, bei Ihnen!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber auch die Klimafrage ist eine eminente verteilungspolitische Frage – viele in diesem Saal wollen das nur nicht wahrhaben. Was wir daher brauchen, ist auch eine ökologische, eine ökosoziale Steuerreform. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn die Versprechungen, die hier dreifach von der Regierungsbank abgegeben worden sind, ernst gemeint sind, dann, meine Damen und Herren, erwarte ich hier in wenigen Minuten ein Ja zu diesem Entschließungsantrag. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie, Herr Finanzminister, müssen, um Steuergerechtigkeit herzustellen, aber natürlich weitaus mehr tun – Stichwort: Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuervermeidung. Es kann doch nicht sein, dass jeder kleine Buchhändler in Eisenstadt, Klagenfurt oder anderswo mehr Steuern zahlt als Amazon. Herr Finanzminister, wir brauchen nicht eine Politik für Konzerne, wir brauchen eine Steuerpolitik, die dafür sorgt, dass wir ein gerechteres Steuersystem haben und nicht den Großkonzernen die Steuerleistungen ersparen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein letzter Punkt noch: Der Ausbruch der Finanzkrise liegt nunmehr fast zehn Jahre zurück. Seit zehn Jahren warten wir in Österreich und anderswo auf eine Finanztransaktionssteuer. Finanztransaktionen und Vorgänge auf den Kapitalmärkten sind in Österreich de facto nicht besteuert. Ich finde, es ist jetzt Zeit, Schluss zu machen damit, dass Ihnen die Finanzlobbyisten auf der Nase herumtanzen und Sie daran hindern, eine Finanztransaktionssteuer zu beschließen. Herr Finanzminister, sorgen Sie in Brüssel dafür, dass eine Finanztransaktionssteuer zur Bekämpfung der Spekulation eingeführt wird! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sorgen Sie aber insbesondere auch auf nationaler Ebene dafür, dass wir in diesem Land ein gerechtes Steuer- und Abgabensystem haben, das diesen Namen auch verdient! – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich verhehle nicht, dass ich beeindruckt bin, beeindruckt durchaus auch von der Qualität der konstruktiv-kritischen Diskussionen, die ich vielfach erleben konnte. Zum anderen finde ich es als Neuling und Quereinsteiger – das sage ich ganz unverblümt – auch ab und zu verblüffend, mit welcher Polemik und ideologischen Grundhaltung hier am Thema vorbeidiskutiert wird und in besonderer Art und Weise den Österreicherinnen und Österreichern, unabhängig vom Thema, Angst gemacht wird. Das alles passiert in einer Phase, in der das Budget, das wir für 2018 und 2019 vorlegen, genau das Gegenteil bringt – es bringt Sicherheit für alle Österreicherinnen und Österreicher und eine Perspektive für eine Zukunft, die positiv und hoffnungsvoll ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Wir werden diesen Weg auch mit einer Einkommensteuergesetzgebung, wirksam ab Jänner 2020, fortsetzen, damit die Leute wieder Hoffnung haben und sich Arbeit, Leistung und Wirtschaften lohnen. Das ist unser Verständnis und das ist die Grundlage für die nächsten Jahre. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Beiträge liefern. Das ist die klare Zielsetzung und die wird auch die richtige Grundlage für Österreich sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Stöger: Mit einem ÖVP-Finanzminister!
Lassen Sie mich noch etwas zum Thema, das auch Kollege Krainer angesprochen hat, ausführen: das Verständnis für ein Budgetdefizit, einen Budgetüberschuss oder auch nicht. Wir hören immer wieder, dieser Überschuss im Jahr 2019 sei ein Selbstläufer und es wäre bereits 2018 die Erkenntnis da gewesen, diesen Überschuss zu haben, weil die Konjunktur ja alles ins Haus liefert. Herr Krainer, ich rufe in Erinnerung: Die alte, vergangene, SPÖ-geführte Regierung hat es geschafft (Abg. Stöger: Mit einem ÖVP-Finanzminister!), auf Grundlage der Planung eines Wirtschaftswachstums von 1,5 Prozent für das Jahr 2017 – das war die Annahme – Maßnahmen zu setzen, die sehr stark von einem Halbregierungsprogramm der SPÖ getragen waren, und ist davon ausgegangen, mit diesen Maßnahmen einen Defizitansatz von 4,2 Milliarden Euro zu erwirtschaften.
Abg. Knes: Der Schelling war nicht dabei?
Das Ergebnis ist – auch wenn ich als glücklicher Finanzminister bezeichnet werde, bin ich nicht so glücklich, wie Sie es waren –, dass Ihnen das Faktum der Konjunktur am Ende des Jahres 3 Prozent Wachstum gebracht hat und Sie es trotzdem geschafft haben – mit Maßnahmen, die teilweise gegen die Entwicklung der Konjunktur gegangen sind –, ein Defizit von 6,9 Milliarden Euro zu erwirtschaften (Abg. Knes: Der Schelling war nicht dabei?), das heißt, Sie haben auch im letzten Jahr 6,9 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. (Abg. Knes: Die ÖVP war nicht dabei? Unglaublich!) Wir setzen eine Trendwende und ändern auch die Grundlage deutlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.– Abg. Noll: Geh bitte! Herr Minister, schämen Sie sich! – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Lindner.)
Abg. Knes: Die ÖVP war nicht dabei? Unglaublich!
Das Ergebnis ist – auch wenn ich als glücklicher Finanzminister bezeichnet werde, bin ich nicht so glücklich, wie Sie es waren –, dass Ihnen das Faktum der Konjunktur am Ende des Jahres 3 Prozent Wachstum gebracht hat und Sie es trotzdem geschafft haben – mit Maßnahmen, die teilweise gegen die Entwicklung der Konjunktur gegangen sind –, ein Defizit von 6,9 Milliarden Euro zu erwirtschaften (Abg. Knes: Der Schelling war nicht dabei?), das heißt, Sie haben auch im letzten Jahr 6,9 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. (Abg. Knes: Die ÖVP war nicht dabei? Unglaublich!) Wir setzen eine Trendwende und ändern auch die Grundlage deutlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.– Abg. Noll: Geh bitte! Herr Minister, schämen Sie sich! – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Lindner.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.– Abg. Noll: Geh bitte! Herr Minister, schämen Sie sich! – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Lindner.
Das Ergebnis ist – auch wenn ich als glücklicher Finanzminister bezeichnet werde, bin ich nicht so glücklich, wie Sie es waren –, dass Ihnen das Faktum der Konjunktur am Ende des Jahres 3 Prozent Wachstum gebracht hat und Sie es trotzdem geschafft haben – mit Maßnahmen, die teilweise gegen die Entwicklung der Konjunktur gegangen sind –, ein Defizit von 6,9 Milliarden Euro zu erwirtschaften (Abg. Knes: Der Schelling war nicht dabei?), das heißt, Sie haben auch im letzten Jahr 6,9 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. (Abg. Knes: Die ÖVP war nicht dabei? Unglaublich!) Wir setzen eine Trendwende und ändern auch die Grundlage deutlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.– Abg. Noll: Geh bitte! Herr Minister, schämen Sie sich! – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Lindner.)
Abg. Knes: Das ist ja ein Widerspruch sondergleichen!
Zu allerletzt – weil es jetzt ja um die Untergliederungen, die das Finanzministerium betreffen, geht – der dritte wichtige Punkt, der immer wieder infrage gestellt wird: Ehrliche Entlastungen für die Bürger bedeuten, auch durch Einsparungen in der Verwaltung im System etwas zu tun; beispielhaft dabei ist das Finanzministerium. Ich hole jetzt bewusst etwas weiter aus, da mir in der Debatte unterstellt wurde, dass ich in die Vergangenheit gerichtet nur negativ kommentiere. Im Gegenteil! Die von Ihnen oft zitierten Finanzminister der ÖVP der letzten Jahre haben es geschafft, seit dem Jahr 2000 konsequent in der Finanzverwaltung zu sparen (Abg. Knes: Das ist ja ein Widerspruch sondergleichen!), beispielsweise 30 Prozent Einsparungen bei Personalkosten in diesem Bereich.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Margreiter.
Der Personalstand der letzten 15 Jahre hat sich im Gesamtausmaß von 30 Prozent konsequent reduziert. Das ist ein konkretes Beispiel, das zeigt, dass auch die ÖVP und ihre Finanzminister in der Lage sind, konsequent im System zu sparen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Margreiter.) Es gibt viele weitere Beispiele, die aber jetzt den Rahmen sprengen würden.
Abg. Krainer: Geh bitte!
Herr Krainer, Sie dürfen sich beruhigen, ich kann Ihnen viele Zahlen nennen und werde für Sie jede einzelne Planstelle meines Kabinetts noch im Detail durchleuchten, darf aber vorwegnehmen, dass sich die Gesamtkosten für das Kabinett des Finanzministers in den letzten zehn Jahren von 2,5 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro Iststand reduziert haben. (Abg. Krainer: Geh bitte!) Auch das, denke ich, ist eine klare Botschaft, dass auch da sinnhaft und konsequent gespart wurde. Das bitte ich, auch zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Krainer, Sie dürfen sich beruhigen, ich kann Ihnen viele Zahlen nennen und werde für Sie jede einzelne Planstelle meines Kabinetts noch im Detail durchleuchten, darf aber vorwegnehmen, dass sich die Gesamtkosten für das Kabinett des Finanzministers in den letzten zehn Jahren von 2,5 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro Iststand reduziert haben. (Abg. Krainer: Geh bitte!) Auch das, denke ich, ist eine klare Botschaft, dass auch da sinnhaft und konsequent gespart wurde. Das bitte ich, auch zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
te oder schlechte Schulden sind –, wie von Ihren Experten im Budgethearing angeregt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Bevor wir diese Diskussion führen, müssen wir zur Kenntnis nehmen, es sind zu hohe Schulden, und wir werden sie in den nächsten Jahren konsequent senken, damit unsere Kinder und Kindeskinder eine Perspektive und auch eine vernünftige Zukunft in unserem Land haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
te oder schlechte Schulden sind –, wie von Ihren Experten im Budgethearing angeregt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Bevor wir diese Diskussion führen, müssen wir zur Kenntnis nehmen, es sind zu hohe Schulden, und wir werden sie in den nächsten Jahren konsequent senken, damit unsere Kinder und Kindeskinder eine Perspektive und auch eine vernünftige Zukunft in unserem Land haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Knes.
Sie haben einen Begriff, aus welcher Ecke auch immer – ich habe das, gestehe ich, noch nicht eruieren können –, aufgeworfen. Dieses Budget, Herr Krainer – das kann ich auch allen anderen Abgeordneten versichern – ist kein Feel-free-Budget, mitnichten, es ist ein Feel-good-feel-well-Budget für die Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir werden das Regierungsprogramm konsequent umsetzen, dieses Budget gibt uns die Grundlage dazu. Das ist unsere Antwort auf die jahrzehntelange Politik einer SPÖ, die das Thema Leistung nach dem Motto feel free – vielleicht kommt es daher – verstanden hat, feel free, dir Förderungen und Leistungen zu holen. Wir sagen feel good, indem die Leistung, die erbracht wird, belohnt wird. Dafür steht diese Regierung. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, ich fühle mich gut mit diesem Budget. Danke vielmals, Herr Finanzminister, für Ihre klaren Worte. (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte zu Kollegen Rossmann – weil wir ja auch schon im Ausschuss entsprechende Auseinandersetzungen hatten – eines sagen: Ich glaube, egal, ob er bei den Grünen ist, ob er bei der Liste Pilz ist oder zu den Kommunisten wechselt, er wird seine Position nicht ändern, und das ist eine Position, die wir nicht teilen können. Das muss hier auch einmal ganz klar gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir nutzen natürlich die gute Konjunktur, keine Frage, aber man muss auch all jenen danken, die mit ihrer Leistung, mit ihrem fleißigen Arbeiten und mit ihrem Unternehmertum dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Denen möchte ich ganz herzlich Danke schön sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann
Wir machen keine neuen Schulden und wir heben keine neuen Steuern ein. Der Herr Finanzminister hat es ja schon gesagt, wir können nur die entlasten, die belastet werden. Wir können also nur die steuerlich entlasten, die jetzt Steuern zahlen (Zwischenruf des Abg. Rossmann), und das tun wir hiermit. Deshalb ist es ja erfreulich, dass wir hier die richtigen Akzente setzen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Summa summarum ist das ein hervorragendes Budget. Wir arbeiten weiter an der Veränderung Österreichs. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch dazu sieht man, wenn man sich in die EZA-Vorlage vertieft, dass der ODA-Pfad, wenn ab dem Jahr 2021 diese falsch vorgetragenen Entschuldungen dann nicht mehr da sind – und wir sind für unsere ODA-Quote 2017 von 0,3 Prozent von der OECD gerügt worden –, auf 0,25 und 0,24 Prozent des BNE im Jahr 2022 zurückfallen wird. Wenn das Bekenntnis des Regierungsprogramms ist, sich in Richtung 0,7 Prozent zu entwickeln, dann, Herr Finanzminister, ist das die falsche Richtung. Es geht hinunter, wir müssen aber von 0,3 auf 0,7 Prozent hinauf. Das ist kein Leuchtturm, den Sie uns da präsentieren, sondern ein weiteres schwarz-blaues Grablicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.
Diese Woche war – der Herr Minister hat es schon erwähnt – von Polemik und Behauptungen, die einfach nicht wahr sind, nicht stimmen und wo Dinge falsch dargestellt wurden, geprägt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Abg. Brückl: Zum siebenten Mal!
Eine dieser Behauptungen von Kai Jan Krainer – jetzt ist er leider wieder nicht im Raum – kann ich als Kärntner natürlich hier nicht so stehen lassen. Er hat wieder einmal die Hypo herangezogen und gesagt, 800 Millionen Euro, der Schaden, den ihr Kärntner verursacht habt, fließt jetzt zurück. Ich habe ihm schon im Ausschuss versprochen, dass ich ihm das noch einmal erklären werde (Abg. Brückl: Zum siebenten Mal!), weil er die Frage gestellt hat, dass es ja eigentlich am Ende 1,2 Milliarden Euro sein müssten. Das stimmt, es werden am Ende 1,2 Milliarden Euro sein.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was die 1,2 Milliarden Euro von Kärnten betrifft, so ist das auch noch eine interessante Sache. Da gibt es nämlich ein Angebot vom damaligen Finanzminister Spindelegger an Kärnten – auch im Hypo-Ausschuss festgelegt und in einem Protokoll nachzulesen –, der Kärnten einen Generalvergleich mit 500 Millionen Euro angeboten hat. Den haben Frau Schaunig und Herr Kaiser nicht angenommen. Warum die am Ende 1,2 Milliarden Euro gezahlt haben und damit für Kärnten noch einmal einen Schaden von 700 Millionen Euro verursacht haben, das wird auch in einem Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag noch zu klären sein. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Angerer: Wieder eine Polemik!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Wenn man Kollegen Angerer zuhört, dann muss man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass die Hypo-Geschichte der Kärntner eh ein Supergeschäft war und dass man so etwas öfter machen sollte. (Abg. Angerer: Wieder eine Polemik!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Falls Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, jetzt auf den angekündigten Angriff auf Pensionsprivilegien durch die neue Bundesregierung warten, auf die viel zitierte neue Gerechtigkeit, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Eine Harmonisierung der Pensionssysteme ist nämlich nicht vorgesehen; die neue Gerechtigkeit findet nämlich nur dort statt, wo es den Herren und den Damen gefällt. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Der Herr Finanzminister sollte sich diese Fehlkonstruktion vielleicht einmal anschauen: Das Dienstrecht für die Beamten macht jetzt das Vizekanzleramt. Während der Beamte arbeitet, ist das jeweilige Ministerium für ihn zuständig und hat die Bezugskosten. Wenn er dann im Ruhestand ist, dann läuft er auf die Rechnung des Finanzministeriums. Das ist natürlich unlogisch, denn die Ministerien können die Leute, die sie weghaben wollen, dienstunfähig schreiben, und dann zahlt der Finanzminister und der Fachminister ist fein raus. Das ist eine Fehlkonstruktion, die zu Fehlanreizen führt, und da sollte einmal eingeschritten werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich möchte am Ende einer doch schon langen Budgetdebatte noch einmal zusammenfassend festhalten: Das Doppelbudget 2018/2019 leitet eine Zeitenwende ein, einen Paradigmenwechsel! Erstmals seit 65 Jahren werden auf Bundesebene keine neuen Schulden mehr gemacht. Und das ist die positive Nachricht, und das verdient durchaus einen Applaus. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Also: Wahr ist, dass dieser Paradigmenwechsel erst mit dem Budget 2019 eingeleitet wird, denn 2018 haben wir auch noch einen Finanzierungsbedarf. Wahr ist auch, dass es 2019 strukturell noch ein Minus gibt. Natürlich ist das neue Budget getragen von der guten Konjunktur, von den niedrigen Zinsen. Da hilft aber ein Blick in die mittelfristige Finanzplanung, weil natürlich auch in den nächsten Jahren Überschüsse budgetiert sind. Ganz bemerkenswert finde ich persönlich, dass 2022 dann sogar strukturell ein Überschuss budgetiert wird, auch wenn wir quasi die Konjunktureffekte berücksichtigen. Man muss natürlich dazusagen: Da gibt es Unwägbarkeiten; wir wissen nicht, wie sich die Konjunktur entwickelt, das Zinsniveau, die Arbeitslosigkeit, aber alleine schon sich das Ziel zu setzen, Schulden abzubauen, nicht nur relativ, sondern auch absolut, halte ich für ein bemerkenswertes, ein sehr, sehr richtiges, und deshalb ist auch das Doppelbudget 2018/2019 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2022 eine hervorragende und sehr, sehr gut für Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend möchte ich festhalten: Besser noch, als Schulden gut zu managen, ist es natürlich, keine neuen Schulden mehr zu machen. Und das geschieht in Zukunft, und darüber freue ich mich sehr. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Haider: Des differenzierten Betrachters!
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie, vor den Bildschirmen und Fernsehern zu Hause! Kollege Anger! Die Wahrheit liegt offensichtlich wirklich im Blickpunkt des Betrachters. (Abg. Haider: Des differenzierten Betrachters!) Ich möchte in vielen Punkten Kollegen Rossmann recht geben und mich seinen Ausführungen anschließen. Die Prioritäten in diesem Budget vermitteln wirklich den Eindruck, als hätten sich die reichsten 5 Prozent dieses Landes getroffen, ihre Wünsche deponiert, und letztlich setzt die Regierung das dann eins zu eins um. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie, vor den Bildschirmen und Fernsehern zu Hause! Kollege Anger! Die Wahrheit liegt offensichtlich wirklich im Blickpunkt des Betrachters. (Abg. Haider: Des differenzierten Betrachters!) Ich möchte in vielen Punkten Kollegen Rossmann recht geben und mich seinen Ausführungen anschließen. Die Prioritäten in diesem Budget vermitteln wirklich den Eindruck, als hätten sich die reichsten 5 Prozent dieses Landes getroffen, ihre Wünsche deponiert, und letztlich setzt die Regierung das dann eins zu eins um. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.
Ganz im Gegenteil! Es wird gekürzt, gekürzt in vielen Bereichen wie etwa bei Großbetriebsprüfern, gekürzt in der Justiz, bei der Gesundheit, der Wirtschaft und da – wir haben das gestern schon gehört – in einem ganz wesentlichen Bereich wie zum Beispiel bei den Start-ups oder auch EPUs. Gekürzt wird auch bei der Bildung, bei den Unis und erst recht dort, wo es um Modelle zur Bekämpfung von Langzeit- und Altersarbeitslosigkeit geht, bei der Aktion 20 000, dem Beschäftigungsbonus und generell beim AMS. (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Der SPÖ waren die Frauen, die daheim Kinder aufziehen, nichts wert!
Mit diesem Budget müssen Studierende teilweise wieder Studiengebühren zahlen, und Sie bestrafen sie, weil sie neben ihrem Studium durch Arbeit genau eben jenes finanzieren. Und genauso müssen wir heute aufgrund Ihrer Politik feststellen, dass Kinder von Menschen mit geringerem Einkommen für den Staat weniger wert sind. Sie begründen das damit, dass jene, die mehr leisten, auch mehr entlastet werden sollen. Ich sage Ihnen heute als Mutter von drei Töchtern: Wenn Sie wirklich Ahnung vom echten Leben da draußen hätten, dann wüssten Sie, dass Leistung nicht alleine vom Arbeitseinkommen abhängt, erst recht nicht, wenn man eine Frau ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Der SPÖ waren die Frauen, die daheim Kinder aufziehen, nichts wert!)
Widerspruch bei der ÖVP.
Herr Finanzminister und liebe Abgeordnete der ÖVP, wenn Sie immer von der Reduzierung der Schulden für unsere nachkommenden Generationen sprechen: Ihre Partei ist es, die bis auf wenige Jahre immer in der Bundesregierung war und seit vielen, vielen Jahren den Finanzminister gestellt hat. (Widerspruch bei der ÖVP.) Und sagen Sie das bitte auch Ihrem Koalitionspartner FPÖ, denn es ist nicht so, wie Sie, Herr Kollege Anger, es darstellen. (Abg. Haider: Angerer heißt er!) Es ist nicht ausschließlich der Hypo-Skandal, der begründet, dass Sie einen Schuldenberg und wirklich ein Desaster hinterlassen haben, sondern sehr, sehr viel mehr. Aber keine Sorge, dort geht es mit unserem Sozialdemokraten Peter Kaiser und seinem Team jetzt wieder aufwärts.
Abg. Haider: Angerer heißt er!
Herr Finanzminister und liebe Abgeordnete der ÖVP, wenn Sie immer von der Reduzierung der Schulden für unsere nachkommenden Generationen sprechen: Ihre Partei ist es, die bis auf wenige Jahre immer in der Bundesregierung war und seit vielen, vielen Jahren den Finanzminister gestellt hat. (Widerspruch bei der ÖVP.) Und sagen Sie das bitte auch Ihrem Koalitionspartner FPÖ, denn es ist nicht so, wie Sie, Herr Kollege Anger, es darstellen. (Abg. Haider: Angerer heißt er!) Es ist nicht ausschließlich der Hypo-Skandal, der begründet, dass Sie einen Schuldenberg und wirklich ein Desaster hinterlassen haben, sondern sehr, sehr viel mehr. Aber keine Sorge, dort geht es mit unserem Sozialdemokraten Peter Kaiser und seinem Team jetzt wieder aufwärts.
Beifall bei der SPÖ.
Kurz zusammengefasst: Meinem Verständnis von Veränderung entspricht dieses Budget wie gesagt nicht. Politik mit Zukunftsblick schaut gänzlich anders aus! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer befindet sich nicht im Sitzungssaal.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Neubauer. – Bitte. (Abg. Neubauer befindet sich nicht im Sitzungssaal.)
Rufe bei der SPÖ: Sie ist da!
Dann nehmen wir Frau Abgeordnete Selma Yildirim. (Rufe bei der SPÖ: Sie ist da!) – Bitte.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Gut! Sehr gut! – Abg. Deimek: Sie wissen schon, dass das andere System schon vor Jahren pleitegegangen ist, die UdSSR, die ČSSR, die DDR und so weiter pleitegegangen sind?
Ich finde es schon sehr ideologisch, Herr ÖVP-Abgeordneter Kopf und auch Sie, Herr Abgeordneter von der FPÖ, wenn Sie sagen: weniger Staat, weniger Steuern. Na, wenn das nicht ideologisch ist, bitte was ist es denn dann? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Gut! Sehr gut! – Abg. Deimek: Sie wissen schon, dass das andere System schon vor Jahren pleitegegangen ist, die UdSSR, die ČSSR, die DDR und so weiter pleitegegangen sind?)
Abg. Deimek: Gehen Sie doch nach China, wenn das so toll für Sie ist!
Das ist das, was mich in dieser Debatte, bei diesem Budget enttäuscht. Es wird noch einmal strenger und schlimmer werden. Wie gesagt, meine Kollegin wird dann noch näher ausführen, wie es den KollegInnen der GPLA geht, die jetzt, nach dieser so viel zitierten Reform der GPLA, mit 50 Prozent weniger Personal, also nur noch mit 50 Prozent des Personals 100 Prozent der Arbeit machen sollen. Wie sieht da die Arbeitsqualität aus? Da wundert mich gar nicht mehr, dass die Industriellenvereinigung die Regierung fast wöchentlich lobt und warum das dem ehemaligen Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl fast schon peinlich ist, der noch eine Person der früheren Sozialpartnerschaft war. (Abg. Deimek: Gehen Sie doch nach China, wenn das so toll für Sie ist!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne können Sie also nicht stolz sein. Ich finde das sehr traurig. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die SchülerInnen der Neuen Mittelschule aus Köflach herzlich auf unseren Rängen begrüßen. Schön, dass ihr da seid! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.
Sehr geehrte Damen und Herren! Neben der Senkung der Schuldenquote wollen wir aber auch die Steuern und Ausgaben senken. Seit Jahren leidet der Standort Österreich unter einer im internationalen Vergleich hohen Abgabenquote. In kaum einem anderen Land sind die Belastungen so hoch wie bei uns. Das trifft vor allem die arbeitenden Menschen. Man stelle sich vor: Jeder netto verdiente Euro wird zusätzlich mit 89 Cent belastet. Der OECD-Schnitt liegt bei 62 Cent. In wissenschaftlichen Studien wird uns deshalb prophezeit: Wenn wir jetzt nicht etwas ändern, droht Österreich langfristig der Abstieg. Das darf nicht passieren, meine Damen und Herren! Das dürfen wir nicht zulassen! Die hohe Abgabenquote von derzeit circa 43 Prozent in der Legislaturperiode auf 40 Prozent zu senken, ist deshalb auch vorrangiges Anliegen unserer Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind angetreten, um dieses Land positiv zu verändern. Die Veränderung hat begonnen. Ich lade Sie alle ein: Seien Sie mit dabei! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sparen im System und nicht bei den Menschen! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!) – So die viel beanspruchte Überschrift der Reden der Abgeordneten der Regierungsparteien sowie der Bundesregierung in den letzten Tagen.
Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! Nicht schon wieder!
Ich habe vorgestern den Herrn Bundeskanzler gefragt, wie viele Mitarbeiter in seinem Kabinett sind. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! Nicht schon wieder!) Ich habe keine konkrete Zahl gehört. Wir haben aus eigenen Informationen von 41 gehört. Das sind 20 mehr als zuvor bei Bundeskanzler Christian Kern. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ein ÖVP-Kollege hat daraufhin erwähnt, dass Kurz 44 000 Euro in seinem Kabinett spart. 44 000 Euro Einsparung bei 20 Mitarbeitern mehr (Ruf bei der ÖVP: Die Rede der Arbeiterkammer ...!): Wie geht das? Arbeiten die gratis? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: 3,4 Millionen Euro mehr! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich habe vorgestern den Herrn Bundeskanzler gefragt, wie viele Mitarbeiter in seinem Kabinett sind. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! Nicht schon wieder!) Ich habe keine konkrete Zahl gehört. Wir haben aus eigenen Informationen von 41 gehört. Das sind 20 mehr als zuvor bei Bundeskanzler Christian Kern. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ein ÖVP-Kollege hat daraufhin erwähnt, dass Kurz 44 000 Euro in seinem Kabinett spart. 44 000 Euro Einsparung bei 20 Mitarbeitern mehr (Ruf bei der ÖVP: Die Rede der Arbeiterkammer ...!): Wie geht das? Arbeiten die gratis? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: 3,4 Millionen Euro mehr! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Die Rede der Arbeiterkammer ...!
Ich habe vorgestern den Herrn Bundeskanzler gefragt, wie viele Mitarbeiter in seinem Kabinett sind. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! Nicht schon wieder!) Ich habe keine konkrete Zahl gehört. Wir haben aus eigenen Informationen von 41 gehört. Das sind 20 mehr als zuvor bei Bundeskanzler Christian Kern. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ein ÖVP-Kollege hat daraufhin erwähnt, dass Kurz 44 000 Euro in seinem Kabinett spart. 44 000 Euro Einsparung bei 20 Mitarbeitern mehr (Ruf bei der ÖVP: Die Rede der Arbeiterkammer ...!): Wie geht das? Arbeiten die gratis? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: 3,4 Millionen Euro mehr! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: 3,4 Millionen Euro mehr! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich habe vorgestern den Herrn Bundeskanzler gefragt, wie viele Mitarbeiter in seinem Kabinett sind. (Ruf bei der FPÖ: Geh bitte! Nicht schon wieder!) Ich habe keine konkrete Zahl gehört. Wir haben aus eigenen Informationen von 41 gehört. Das sind 20 mehr als zuvor bei Bundeskanzler Christian Kern. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Ein ÖVP-Kollege hat daraufhin erwähnt, dass Kurz 44 000 Euro in seinem Kabinett spart. 44 000 Euro Einsparung bei 20 Mitarbeitern mehr (Ruf bei der ÖVP: Die Rede der Arbeiterkammer ...!): Wie geht das? Arbeiten die gratis? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: 3,4 Millionen Euro mehr! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Die AMS-Mittel – ich weiß, das ist Ihnen nicht wichtig (Zwischenruf bei der ÖVP) – wurden um 600 Millionen Euro gekürzt. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Die Aktion 20 000 ist sistiert. Der Herr Finanzminister hat selbst von einer Scheinaktion, von einer sinnlosen Aktion gesprochen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Die AMS-Mittel – ich weiß, das ist Ihnen nicht wichtig (Zwischenruf bei der ÖVP) – wurden um 600 Millionen Euro gekürzt. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Die Aktion 20 000 ist sistiert. Der Herr Finanzminister hat selbst von einer Scheinaktion, von einer sinnlosen Aktion gesprochen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Die AMS-Mittel – ich weiß, das ist Ihnen nicht wichtig (Zwischenruf bei der ÖVP) – wurden um 600 Millionen Euro gekürzt. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Die Aktion 20 000 ist sistiert. Der Herr Finanzminister hat selbst von einer Scheinaktion, von einer sinnlosen Aktion gesprochen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der FPÖ: Heute Nachmittag war sie auch noch da!
Heute zu Mittag war die Frau Sozialministerin bei uns zu Gast (Ruf bei der FPÖ: Heute Nachmittag war sie auch noch da!) und hat gesagt: Von dieser Aktion 20 000 haben nur einige wenige profitiert. – Es waren 4 000, nebenbei bemerkt. Sie hat gesagt: Die Masse der Arbeitslosen hat nichts davon, daher ist das ungerecht. – Wissen Sie, was ungerecht ist? – Einem Menschen, der über 50 und arbeitslos ist, die Chance zu verwehren, arbeiten zu können. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!
Heute zu Mittag war die Frau Sozialministerin bei uns zu Gast (Ruf bei der FPÖ: Heute Nachmittag war sie auch noch da!) und hat gesagt: Von dieser Aktion 20 000 haben nur einige wenige profitiert. – Es waren 4 000, nebenbei bemerkt. Sie hat gesagt: Die Masse der Arbeitslosen hat nichts davon, daher ist das ungerecht. – Wissen Sie, was ungerecht ist? – Einem Menschen, der über 50 und arbeitslos ist, die Chance zu verwehren, arbeiten zu können. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Ruf bei der FPÖ: Dass sie richtig ist!
Was sagen eigentlich Experten zur Streichung dieser Aktion 20 000? (Ruf bei der FPÖ: Dass sie richtig ist!) Viele nationale und internationale Experten verstehen (Abg. Höbart: Die Renner-Institut-Experten, ja!) diese Streichung nicht. Im Gegenteil: Der Grundtenor lautet (Abg. Zanger: Sozialistische Experten, oder?), dass es gerade jetzt, wo wir eine wirklich gute Konjunktur haben, darum ginge, aktiv Beschäftigungspolitik zu betreiben und Anreize zu setzen, weil die Prognosen sagen, dass es leider ab 2020 wieder mehr Arbeitslose geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höbart: Die Renner-Institut-Experten, ja!
Was sagen eigentlich Experten zur Streichung dieser Aktion 20 000? (Ruf bei der FPÖ: Dass sie richtig ist!) Viele nationale und internationale Experten verstehen (Abg. Höbart: Die Renner-Institut-Experten, ja!) diese Streichung nicht. Im Gegenteil: Der Grundtenor lautet (Abg. Zanger: Sozialistische Experten, oder?), dass es gerade jetzt, wo wir eine wirklich gute Konjunktur haben, darum ginge, aktiv Beschäftigungspolitik zu betreiben und Anreize zu setzen, weil die Prognosen sagen, dass es leider ab 2020 wieder mehr Arbeitslose geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Sozialistische Experten, oder?
Was sagen eigentlich Experten zur Streichung dieser Aktion 20 000? (Ruf bei der FPÖ: Dass sie richtig ist!) Viele nationale und internationale Experten verstehen (Abg. Höbart: Die Renner-Institut-Experten, ja!) diese Streichung nicht. Im Gegenteil: Der Grundtenor lautet (Abg. Zanger: Sozialistische Experten, oder?), dass es gerade jetzt, wo wir eine wirklich gute Konjunktur haben, darum ginge, aktiv Beschäftigungspolitik zu betreiben und Anreize zu setzen, weil die Prognosen sagen, dass es leider ab 2020 wieder mehr Arbeitslose geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sagen eigentlich Experten zur Streichung dieser Aktion 20 000? (Ruf bei der FPÖ: Dass sie richtig ist!) Viele nationale und internationale Experten verstehen (Abg. Höbart: Die Renner-Institut-Experten, ja!) diese Streichung nicht. Im Gegenteil: Der Grundtenor lautet (Abg. Zanger: Sozialistische Experten, oder?), dass es gerade jetzt, wo wir eine wirklich gute Konjunktur haben, darum ginge, aktiv Beschäftigungspolitik zu betreiben und Anreize zu setzen, weil die Prognosen sagen, dass es leider ab 2020 wieder mehr Arbeitslose geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Es wäre jetzt bei den Langzeitarbeitslosen über 50 und bei den prekär Beschäftigten anzusetzen. In diesem Bereich zu sparen ist verantwortungslos und unverständlich. Die Bundesregierung übersieht in dieser Frage komplett die gesellschaftspolitische Relevanz. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister Löger, ich habe im Ausschuss mit Ihnen über die kolportierten Einsparungen bei den Großbetriebsprüfern gesprochen, und Sie haben gesagt, dass Sie gute Maßnahmen der Vorgängerregierung natürlich weiterführen werden. Herr Minister, ich nehme Sie beim Wort! Ich gehe davon aus, dass Sie bei Großbetriebsprüfern nicht einsparen werden. Wir wissen, dass sich gerade diese bis zum 30-Fachen rechnen und sie mindestens 600 000 Euro im Jahr bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ein letzter Punkt: Dieser konzeptlose Angriff auf die AUVA ist wirklich sehr entbehrlich. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Wie kommen Patienten und Bedienstete dazu, dass eine derartige Diskussion auf ihrem Rücken ausgetragen wird? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Habt ihr es noch immer nicht verstanden?) – Herr Kollege, hoffentlich kommen Sie nie ins Unfallkrankenhaus! Ich war vor Kurzem dort und konnte mich selbst davon überzeugen, wie hervorragend die Leute dort arbeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer. –Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Habt ihr es noch immer nicht verstanden?
Ein letzter Punkt: Dieser konzeptlose Angriff auf die AUVA ist wirklich sehr entbehrlich. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Wie kommen Patienten und Bedienstete dazu, dass eine derartige Diskussion auf ihrem Rücken ausgetragen wird? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Habt ihr es noch immer nicht verstanden?) – Herr Kollege, hoffentlich kommen Sie nie ins Unfallkrankenhaus! Ich war vor Kurzem dort und konnte mich selbst davon überzeugen, wie hervorragend die Leute dort arbeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer. –Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer. –Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ein letzter Punkt: Dieser konzeptlose Angriff auf die AUVA ist wirklich sehr entbehrlich. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Wie kommen Patienten und Bedienstete dazu, dass eine derartige Diskussion auf ihrem Rücken ausgetragen wird? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Habt ihr es noch immer nicht verstanden?) – Herr Kollege, hoffentlich kommen Sie nie ins Unfallkrankenhaus! Ich war vor Kurzem dort und konnte mich selbst davon überzeugen, wie hervorragend die Leute dort arbeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer. –Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Falschinformationen!
Sehr geehrte Damen und Herren (Ruf bei der FPÖ: Falschinformationen!), diese Regierung spart nicht im System (Zwischenruf des Abg. Zanger) – ich erinnere an die 66 Millionen Euro Körberlgeld für die Regierenden. Diese Personen sparen bei den Menschen, und das tragen wir nicht mit! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Sehr geehrte Damen und Herren (Ruf bei der FPÖ: Falschinformationen!), diese Regierung spart nicht im System (Zwischenruf des Abg. Zanger) – ich erinnere an die 66 Millionen Euro Körberlgeld für die Regierenden. Diese Personen sparen bei den Menschen, und das tragen wir nicht mit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren (Ruf bei der FPÖ: Falschinformationen!), diese Regierung spart nicht im System (Zwischenruf des Abg. Zanger) – ich erinnere an die 66 Millionen Euro Körberlgeld für die Regierenden. Diese Personen sparen bei den Menschen, und das tragen wir nicht mit! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Ing. Wolfgang Klinger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Da Frau Kollegin Greiner gerade von der AUVA gesprochen hat: In Oberösterreich, wo das AUVA-Krankenhaus direkt neben dem Allgemeinen Krankenhaus liegt, war es bis vor Kurzem – ich weiß nicht, ob das nun schon möglich ist – nicht möglich, digital zu kommunizieren, sodass man also Befunde vom Unfallkrankenhaus direkt an das Allgemeine Krankenhaus weiterleiten hätte können. Man musste die ganzen Untersuchungen noch einmal von vorne machen. Wenn da kein Handlungsbedarf gegeben ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), dann frage ich mich, wo wir sonst anfangen sollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Wolfgang Klinger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Da Frau Kollegin Greiner gerade von der AUVA gesprochen hat: In Oberösterreich, wo das AUVA-Krankenhaus direkt neben dem Allgemeinen Krankenhaus liegt, war es bis vor Kurzem – ich weiß nicht, ob das nun schon möglich ist – nicht möglich, digital zu kommunizieren, sodass man also Befunde vom Unfallkrankenhaus direkt an das Allgemeine Krankenhaus weiterleiten hätte können. Man musste die ganzen Untersuchungen noch einmal von vorne machen. Wenn da kein Handlungsbedarf gegeben ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), dann frage ich mich, wo wir sonst anfangen sollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss aber schon klar sein: Wer zu spät draufkommt, dass wir in zehn Jahren ein ganz gewaltiges Defizit bei den notwendigen Beamten haben werden – die für dieses Land beste Arbeit leisten und auch dann noch zur Verfügung stehen müssen –, und wer glaubt, dass man von vornherein einfach alles kreuz und quer kleinhacken kann, was die Planposten betrifft, der wird in seiner Annahme völlig schiefliegen. Man muss nämlich zu einem gewissen Zeitpunkt entsprechend Vorsorge dafür treffen, dass in zehn Jahren genügend Personal vorhanden ist. Da kann es auch sein, dass kurzfristig mehr Menschen eingestellt werden müssen. In der Summe der Dinge werden wir die Planposten aber tatsächlich entsprechend reduzieren, um einen schlanken Staat aufstellen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Drozda: Da hat er ja recht!
Ich habe mir die letzten drei Tage einige Schlagworte, die von Kolleginnen und Kollegen gebracht wurden, aufgeschrieben. Zum Beispiel hat der ehemalige Bundeskanzler Kern hier am Rednerpult gesagt, der Beamtenapparat werde aufgebläht. – Ich glaube, ich habe gerade erklärt, dass das nicht der Fall sein wird. (Abg. Drozda: Da hat er ja recht!) – Nein, eben nicht! Ich habe ja gerade erklärt, dass wir in Zukunft weniger Planposten haben werden.
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Ich möchte noch etwas zur Äußerung vom Kollegen Strolz sagen, der Finanzminister sei eine „differenzierte“ Person, er gehe keine Reformen an: Es kommt mir bei den NEOS so vor, als wüssten sie immer alles besser (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer), was in der Vergangenheit gewesen ist und gemacht werden hätte müssen, aber für die Zukunft bleiben sie alles schuldig. Sie müssen selber die Reformvorschläge einbringen, die dann dafür sorgen, dass es in dieser Republik vorwärtsgeht!
Abg. Loacker: Also neoliberal sind dann schon wir! – Heiterkeit bei den NEOS
Oder Kollege Rossmann: keine Zeitenwende, eine „neoliberale Zeitenwende“. – Ich würde wie so vielen auch einmal dem Kollegen Rossmann empfehlen (Abg. Loacker: Also neoliberal sind dann schon wir! – Heiterkeit bei den NEOS), überhaupt einmal zu sagen, warum er heute von Neoliberalismus spricht. Der Neoliberalismus wurde in den Dreißigerjahren eingeführt (Zwischenruf des Abg. Loacker), um eine Weltwirtschafts-
Zwischenruf des Abg. Loacker
Oder Kollege Rossmann: keine Zeitenwende, eine „neoliberale Zeitenwende“. – Ich würde wie so vielen auch einmal dem Kollegen Rossmann empfehlen (Abg. Loacker: Also neoliberal sind dann schon wir! – Heiterkeit bei den NEOS), überhaupt einmal zu sagen, warum er heute von Neoliberalismus spricht. Der Neoliberalismus wurde in den Dreißigerjahren eingeführt (Zwischenruf des Abg. Loacker), um eine Weltwirtschafts-
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
krise zu beenden. Heute spricht man genau im Gegenteil davon, dass dadurch eine Weltwirtschaftskrise entstehen könnte. Das ist ein völliges Missverstehen der Begriffe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Und dann der Kollege Schieder: Es wird alles „schöngefärbt“. Wir sparen im System – ich weiß nicht, wie oft wir das gehört haben –, oder sparen wir doch bei den Menschen? – Die Opposition muss sich, glaube ich, zuerst einmal selbst finden, in sich gehen und eine ordentliche Klubdebatte anstreben. Eines ist aber klar: Es wäre für die Opposition intelligenter gewesen, öfter nichts zu sagen als das, was sie gesagt hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei diesem Generalangriff verschießt die Opposition ihr Pulver viel zu schnell. Es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Viel schlimmer ist aber: Sie haben in diesem Kanonadeszenario die Orientierung völlig verloren, Sie versenken mit Ihrer unsäglichen Polemik nämlich bereits die eigenen Schiffe. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Ich muss Ihnen zu Beginn ein Lob aussprechen, weil Sie dieser Debatte wirklich sehr ausführlich und ausdauernd gefolgt sind. Wenn Sie allerdings sagen, dass diese Debatten sehr stark ideologisch geprägt waren, dann kann ich Ihnen nur meinen persönlichen Eindruck wiedergeben: Für einen Gutteil dieser Ideologie waren Sie mit Ihren Redebeiträgen mitverantwortlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist halt schwierig, wenn Sie hier ein Budget vorlegen, in dem gewisse Risiken nicht abgedeckt sind – mehrmals angesprochen wurde schon der Pflegeregress sowie die Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 25 ab 2019. Natürlich setzen Sie mit diesem Budget Schwerpunkte, die wir – und das ist, glaube ich, auch das Recht der Opposition – kritisch betrachten. Den Tourismus mit dieser Mehrwertsteuersenkung zu entlasten, sehen wir nicht als eine zielgerichtete Förderung für den Tourismus, denn da wird mit der Gießkanne Geld verteilt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Man sollte auch einmal erwähnen, glaube ich, wenn Sie sich ständig hier herausstellen und sagen, dass jedes Kind mit über 30 000 Euro Schulden auf die Welt kommt, dass das Vermögen, mit dem jedes Kind bei seiner Geburt ausgestattet ist, deutlich höher ist als die Schulden, mit denen es auf die Welt kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sollten sich auch wirklich noch einmal genau überlegen, ob die Einführung der Generalsekretäre mit unseren demokratisch legitimierten Grundsätzen vereinbar ist. Das sind die Aufgaben, die wir gemeinsam zu erfüllen haben. Ich würde mir wünschen, dass wir gemeinsam dafür kämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In den nächsten Wochen wird mit dem Bau von Wohnungen begonnen. Wir bieten junges und betreutes Wohnen unter einem Dach an. Man muss Möglichkeiten für junge Menschen schaffen, um sie im Dorf zu halten, und gleichzeitig muss man dafür sorgen, dass die älteren Menschen ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung verbringen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich möchte einige Schwerpunkte, die mir sehr am Herzen liegen, hervorheben. Länder und Gemeinden erhalten über 300 Millionen Euro mehr pro Jahr für Mehraufwendungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales. Ebenfalls wird der Pflegefonds bis 2021 verlängert und ausgehend von 350 Millionen Euro pro Jahr jährlich um 4,5 Prozent erhöht. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es stehen auch 18 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr für die Ausweitung des Angebots an Hospiz- und Palliativeinrichtun-
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, dieses Budget legt den Grundstein dafür und schafft gute Voraussetzungen, damit wir stolz an die nächste Generation übergeben können. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Zwei Bürgermeister zum Schluss beim Budget: Das ist ein gutes Omen, gell, liebe Kollegin! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sehr geehrte Frau Präsident! Herren und Damen Minister! Geschätzte Kolleginnen, geschätzte Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren!
Abg. Noll: Kommt drauf an, wer ihn mir zuwirft!
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von der SPÖ und von der Liste Pilz, stellen Sie sich vor, dass Sie mit dem Ertrinken auf hoher See kämpfen! Das Wasser steht Ihnen immer höher, Sie kämpfen und kämpfen – ein, zwei Stunden –, und plötzlich bekommen Sie einen Rettungsring. Sie sind glücklich und schöpfen Kraft. (Abg. Noll: Kommt drauf an, wer ihn mir zuwirft!) Und nach zwei Stunden wird Ihnen der Ring wieder weggenommen, und Sie kämpfen wieder gegen das Ertrinken. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) – Genau das passiert bei der Aktion 20 000. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Menschen, die arbeitslos sind, werden irgendwo in die öffentlichen Stellen hineingeschleust, um sie nach zwei Jahren wieder entlassen zu müssen. Das ist die Realität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Lindner.)
Zwischenruf des Abg. Lindner.
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von der SPÖ und von der Liste Pilz, stellen Sie sich vor, dass Sie mit dem Ertrinken auf hoher See kämpfen! Das Wasser steht Ihnen immer höher, Sie kämpfen und kämpfen – ein, zwei Stunden –, und plötzlich bekommen Sie einen Rettungsring. Sie sind glücklich und schöpfen Kraft. (Abg. Noll: Kommt drauf an, wer ihn mir zuwirft!) Und nach zwei Stunden wird Ihnen der Ring wieder weggenommen, und Sie kämpfen wieder gegen das Ertrinken. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) – Genau das passiert bei der Aktion 20 000. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Menschen, die arbeitslos sind, werden irgendwo in die öffentlichen Stellen hineingeschleust, um sie nach zwei Jahren wieder entlassen zu müssen. Das ist die Realität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Lindner.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von der SPÖ und von der Liste Pilz, stellen Sie sich vor, dass Sie mit dem Ertrinken auf hoher See kämpfen! Das Wasser steht Ihnen immer höher, Sie kämpfen und kämpfen – ein, zwei Stunden –, und plötzlich bekommen Sie einen Rettungsring. Sie sind glücklich und schöpfen Kraft. (Abg. Noll: Kommt drauf an, wer ihn mir zuwirft!) Und nach zwei Stunden wird Ihnen der Ring wieder weggenommen, und Sie kämpfen wieder gegen das Ertrinken. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) – Genau das passiert bei der Aktion 20 000. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Menschen, die arbeitslos sind, werden irgendwo in die öffentlichen Stellen hineingeschleust, um sie nach zwei Jahren wieder entlassen zu müssen. Das ist die Realität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Lindner.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Lindner.
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von der SPÖ und von der Liste Pilz, stellen Sie sich vor, dass Sie mit dem Ertrinken auf hoher See kämpfen! Das Wasser steht Ihnen immer höher, Sie kämpfen und kämpfen – ein, zwei Stunden –, und plötzlich bekommen Sie einen Rettungsring. Sie sind glücklich und schöpfen Kraft. (Abg. Noll: Kommt drauf an, wer ihn mir zuwirft!) Und nach zwei Stunden wird Ihnen der Ring wieder weggenommen, und Sie kämpfen wieder gegen das Ertrinken. (Zwischenruf des Abg. Lindner.) – Genau das passiert bei der Aktion 20 000. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Menschen, die arbeitslos sind, werden irgendwo in die öffentlichen Stellen hineingeschleust, um sie nach zwei Jahren wieder entlassen zu müssen. Das ist die Realität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Lindner.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Wir selbst haben in unserer Gemeinde zwei Arbeitslose eingestellt. Das Erste, das ich jedem beim Vorstellungsgespräch sagen musste, war: Meine liebe Dame, mein lieber Herr, nach zwei Jahren ist das Arbeitsverhältnis beendet. (Zwischenruf der Abg. Greiner.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.
Aufgrund des Stellenrahmenplans hat man keine Chance, jemanden länger zu beschäftigen. Das ist die Wahrheit! Bei 90 Prozent der geschaffenen Arbeitsplätze passiert auf diese Art dasselbe. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) Die müssen nach zwei Jahren wieder entlassen werden. (Abg. Muchitsch: Warum?) – Weil es keine freien Arbeitsplätze dafür gibt (Zwischenrufe bei der SPÖ), weil es einen strikten Stellenplan gibt, der einzuhalten ist.
Abg. Muchitsch: Warum?
Aufgrund des Stellenrahmenplans hat man keine Chance, jemanden länger zu beschäftigen. Das ist die Wahrheit! Bei 90 Prozent der geschaffenen Arbeitsplätze passiert auf diese Art dasselbe. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) Die müssen nach zwei Jahren wieder entlassen werden. (Abg. Muchitsch: Warum?) – Weil es keine freien Arbeitsplätze dafür gibt (Zwischenrufe bei der SPÖ), weil es einen strikten Stellenplan gibt, der einzuhalten ist.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Aufgrund des Stellenrahmenplans hat man keine Chance, jemanden länger zu beschäftigen. Das ist die Wahrheit! Bei 90 Prozent der geschaffenen Arbeitsplätze passiert auf diese Art dasselbe. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) Die müssen nach zwei Jahren wieder entlassen werden. (Abg. Muchitsch: Warum?) – Weil es keine freien Arbeitsplätze dafür gibt (Zwischenrufe bei der SPÖ), weil es einen strikten Stellenplan gibt, der einzuhalten ist.
Zwischenruf bei der SPÖ.
dieselbe Arbeit wieder alleine machen müssen! – Das ist das nächste Problem. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Nein, meine Dame! Ohne dass ein Bescheid mehr geschrieben wird, wird plötzlich eine Kraft mehr eingestellt, die danach wieder entlassen wird. Ich glaube, das Problem bei dieser Aktion ist: Sie hat keine Nachhaltigkeit, sie ist ein wirklich kurzes Salbe-drüber-Streichen, das nicht mehr ausgibt.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf: Herr Kollege, wer hat denn das beschlossen?
Dass man, meine lieben Damen und Herren, auch auf andere Art und Weise Arbeitsplätze schaffen kann, zeigt das Kommunalinvestitionsgesetz. Mit dem Kommunalinvestitionsgesetz war geplant, mit 175 Millionen Euro an Förderungen an die Gemeinden 750 Millionen Euro an Investitionen auszulösen. Bisher sind 52,6 Millionen Euro abgerufen worden, und mit diesen 52,6 Millionen Euro wurden schon 584 Millionen an Investitionen ausgelöst. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf: Herr Kollege, wer hat denn das beschlossen?)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Dazu eines noch: Man hat gemerkt, dass diese 175 Millionen Euro vorsichtig kalkuliert waren. Im Gegensatz zur Kalkulation von Minister Stöger wäre eine gute Maßnahme das Abschaffen des Pflegeregresses, der dafür 100 Millionen Euro veranschlagt hat, und wir Gemeinden wissen heute nicht mehr, wie wir die restlichen 400 oder 500 Millionen aufbringen werden. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Gott sei Dank hat Finanzminister Löger gesagt: Wir werden eine Lösung finden, und ich hoffe, dass wir etwas zugunsten der Gemeinden finden, das passt und machbar ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Dazu eines noch: Man hat gemerkt, dass diese 175 Millionen Euro vorsichtig kalkuliert waren. Im Gegensatz zur Kalkulation von Minister Stöger wäre eine gute Maßnahme das Abschaffen des Pflegeregresses, der dafür 100 Millionen Euro veranschlagt hat, und wir Gemeinden wissen heute nicht mehr, wie wir die restlichen 400 oder 500 Millionen aufbringen werden. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Gott sei Dank hat Finanzminister Löger gesagt: Wir werden eine Lösung finden, und ich hoffe, dass wir etwas zugunsten der Gemeinden finden, das passt und machbar ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, wir von der Koalition ÖVP und FPÖ verstehen Wirtschafts- und Arbeitspolitik so, dass sie nachhaltig und ehrlich kalkuliert ist. Ich glaube, mit diesem Budget haben wir den Beweis geliefert, dass es nachhaltig ist, ehrlich ist und wirklich den Menschen zugutekommt. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Lang anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Damit sind die Abstimmungen erledigt. (Lang anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich freue mich, dass ich ein sehr starkes, breit aufgestelltes Team an meiner Seite habe, die Expertise, die meine Kolleginnen und Kollegen einbringen werden, und ich hoffe, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, auf eine konstruktive Zusammenarbeit in diesem Ausschuss. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielleicht noch eines: Es ist, wie gesagt, schon eine Ergänzung durchgeführt worden. Wir wollen einfach gemeinsam mit den anderen Parteien etwas Licht in das Darknet Eurofighter bringen. Ich lade alle ein, gemeinsam mit uns etwas zu tun, damit der Steuerzahler, der da unheimlich viel geleistet hat, auch nachvollziehen kann, wofür dieses Geld aufgewendet wurde und wer vielleicht unzulässige Zahlungen bekommen hat. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Geschäftsordnungsausschuss hat einstimmig den Untersuchungsgegenstand umrissen, daran werden wir uns halten und auch konsequent für Aufklärung sorgen. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir wollen die Themen aufdecken und wollen dann die Lehren daraus ziehen, damit in Zukunft kein Steuergeld verschwendet wird. Dafür bitte ich um Ihre Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Haider: Ist wohl nicht ernst gemeint, oder?
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es ist nicht zu glauben, aber kaum mehr als vier Monate nach der Angelobung dieser Bundesregierung sieht sich das Parlament bereits dazu genötigt, mit zwei Untersuchungsausschüssen das Treiben von Schwarz-Blau zu durchleuchten. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Haider: Ist wohl nicht ernst gemeint, oder?)
Beifall bei der Liste Pilz.
Wir wollen endlich auf dem parlamentarischen Weg dieses peinliche Kapitel der österreichischen Rüstungspolitik abschließen können. Es ist Aufgabe der Regierenden, aber auch des Parlaments, unserem Bundesheer die geeigneten Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Diesem Anspruch wurde aber die schwarz-blaue Regierung, damals unter Schüssel, als Exekutivkomitee des internationalen Rüstungslobbyismus nicht nur nicht gerecht, nein, mit dem Ankauf der Eurofighter haben wir uns einen sündteuren Sportwagen geleistet, der aber mit den wichtigen Elementen, wie etwa Scheinwerfern, Airbag oder Sitzen, aus Kostengründen nicht ausgestattet wurde. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Mit Blick auf das aktuelle Heeresbudget können wir feststellen, dass wir uns diesen Sportwagen nach wie vor noch immer nicht leisten können. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir sollten daraus unsere Konsequenzen ziehen und endlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Eurofighter ziehen.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Vielleicht zur Information, weil es doch von Interesse ist, wie sich diese Eurofighter-Flotte auf unser Budget auswirkt: Eine Flugstunde, meine Damen und Herren, kostet so viel wie etwa ein mittleres Jahreseinkommen eines Soldaten. Die Betriebskosten der gesamten Flotte für ein einziges Jahr sind ungefähr gleichzusetzen mit den Anschaffungskosten für rund 100 Lkw (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker) oder der Ausrüstung von 17 000 Soldaten mit geeigneten Kampfanzügen. Diese sind besonders notwendig, denn liest man im Jahresbericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission nach, so sind diese Investitionen dringend notwendig (Abg. Rosenkranz: Die Liste Pilz glaubt, dass man Landes ...!), denn Heeresangehörige haben bemängelt, dass der aktuell in Verwendung befindliche Kampfanzug 03 grobe Mängel aufweist – Reißverschlüsse reißen, Nähte reißen, Clips und Druckknöpfe brechen ab –, es ist also dringend notwendig, da sparsam umzugehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Die Liste Pilz glaubt, dass man Landes ...!
Vielleicht zur Information, weil es doch von Interesse ist, wie sich diese Eurofighter-Flotte auf unser Budget auswirkt: Eine Flugstunde, meine Damen und Herren, kostet so viel wie etwa ein mittleres Jahreseinkommen eines Soldaten. Die Betriebskosten der gesamten Flotte für ein einziges Jahr sind ungefähr gleichzusetzen mit den Anschaffungskosten für rund 100 Lkw (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker) oder der Ausrüstung von 17 000 Soldaten mit geeigneten Kampfanzügen. Diese sind besonders notwendig, denn liest man im Jahresbericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission nach, so sind diese Investitionen dringend notwendig (Abg. Rosenkranz: Die Liste Pilz glaubt, dass man Landes ...!), denn Heeresangehörige haben bemängelt, dass der aktuell in Verwendung befindliche Kampfanzug 03 grobe Mängel aufweist – Reißverschlüsse reißen, Nähte reißen, Clips und Druckknöpfe brechen ab –, es ist also dringend notwendig, da sparsam umzugehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Vielleicht zur Information, weil es doch von Interesse ist, wie sich diese Eurofighter-Flotte auf unser Budget auswirkt: Eine Flugstunde, meine Damen und Herren, kostet so viel wie etwa ein mittleres Jahreseinkommen eines Soldaten. Die Betriebskosten der gesamten Flotte für ein einziges Jahr sind ungefähr gleichzusetzen mit den Anschaffungskosten für rund 100 Lkw (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker) oder der Ausrüstung von 17 000 Soldaten mit geeigneten Kampfanzügen. Diese sind besonders notwendig, denn liest man im Jahresbericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission nach, so sind diese Investitionen dringend notwendig (Abg. Rosenkranz: Die Liste Pilz glaubt, dass man Landes ...!), denn Heeresangehörige haben bemängelt, dass der aktuell in Verwendung befindliche Kampfanzug 03 grobe Mängel aufweist – Reißverschlüsse reißen, Nähte reißen, Clips und Druckknöpfe brechen ab –, es ist also dringend notwendig, da sparsam umzugehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Der Untersuchungsausschuss ist wichtig, wir sind dafür und wir werden uns auch entsprechend einbringen. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Ruf bei der ÖVP: Und euch blamiert!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir von der SPÖ haben vor circa vier Wochen bereits ein Verlangen eingebracht (Ruf bei der ÖVP: Und euch blamiert!), das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und die Vorgänge, die es dort gegeben hat, zu untersuchen. (Ruf bei der FPÖ: Blamage!)
Ruf bei der FPÖ: Blamage!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir von der SPÖ haben vor circa vier Wochen bereits ein Verlangen eingebracht (Ruf bei der ÖVP: Und euch blamiert!), das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und die Vorgänge, die es dort gegeben hat, zu untersuchen. (Ruf bei der FPÖ: Blamage!)
Abg. Hammer: Weil ihr so an schlechten Antrag ...!
Es gab dazu ja schon mehrere Debatten hier in diesem Haus. Dieses Verlangen war genauso konkret, teilweise auch wesentlich konkreter als für Untersuchungsausschüsse in der Vergangenheit, zum Beispiel zur Hypo. Dann passierte das erste Foul. (Abg. Hammer: Weil ihr so an schlechten Antrag ...!)
Abg. Hammer: Ein richtiger Schaß war das!
Präsident Sobotka hat erstmals vom Rechts- und Legislativdienst ein Gutachten über ein Verlangen zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses oder auch für einen Antrag (Abg. Hammer: Ein richtiger Schaß war das!) auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses verlangt. Das hat es vorher nie gegeben.
Abg. Kitzmüller: Sie haben einen falschen Antrag gestellt!
Das zweite Foul ist dann im Geschäftsordnungsausschuss passiert. Nachdem die Regierungsparteien gesagt haben, der Antrag ist zu unklar formuliert, haben wir gesagt: Was wollt ihr ändern?, Reden wir darüber!, und haben selbst einen Vertagungsantrag gestellt. Dieser Vertagungsantrag wurde von den Regierungsparteien abgelehnt. Das war das zweite Foul in dieser Causa. (Abg. Kitzmüller: Sie haben einen falschen Antrag gestellt!)
Abg. Hammer: Sie hätten ... Expertise gebraucht!
Gut! Das ist Schnee von gestern, wir haben diesen Fehdehandschuh aufgegriffen (Abg. Hammer: Sie hätten ... Expertise gebraucht!) und haben gestern (ein Schriftstück in die Höhe haltend) unser neues Verlangen eingebracht. Dieses Verlangen haben wir mit der Liste Pilz und mit den NEOS erarbeitet, haben das intern und extern genauestens prüfen lassen. Wenn Sie der Meinung waren, fünf Jahre Untersuchungszeitraum für den BVT-Ausschuss sind zu viel, dann kann ich Ihnen sagen: Jetzt geht es um zehn Jahre BVT.
Zwischenruf bei der ÖVP
Betreff: BVT-Untersuchungsausschuss. Nach meinem Dafürhalten entspricht die mir übermittelte Fassung uneingeschränkt den Erfordernissen des Bundes-Verfassungsgesetzes (Zwischenruf bei der ÖVP) und des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates. Der aktuelle Antrag bildet eine tragfähige Grundlage für die Arbeit des Ausschusses. – Zitatende. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Betreff: BVT-Untersuchungsausschuss. Nach meinem Dafürhalten entspricht die mir übermittelte Fassung uneingeschränkt den Erfordernissen des Bundes-Verfassungsgesetzes (Zwischenruf bei der ÖVP) und des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates. Der aktuelle Antrag bildet eine tragfähige Grundlage für die Arbeit des Ausschusses. – Zitatende. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Kitzmüller: Hättet ihr gleich einen ordentlichen Antrag gemacht!
Ich würde sagen, es ist relativ einfach: Schluss mit der Verzögerung! Es sollte so sein, dass der Geschäftsordnungsausschuss noch heute tagt, dann kann der BVT-Ausschuss auch morgen beginnen. Sie wissen ganz genau, dass es, wenn wir zum Verfassungsgerichtshof gegangen wären, dann noch einmal acht Wochen gedauert hätte. (Abg. Kitzmüller: Hättet ihr gleich einen ordentlichen Antrag gemacht!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ich würde Sie herzlich dazu einladen, dass wir heute noch eine Sitzung des Geschäftsordnungsausschusses abhalten und diesen Antrag so zur Kenntnis nehmen, damit wir den Untersuchungsausschuss morgen bereits einsetzen können. Das ist auch genau das, was Klubobmann Wöginger zugesagt hat, dass nämlich, wenn wir unser altes Verlangen zurückziehen und ein neues einbringen, das der Fahrplan sein wird. Wir vertrauen einmal darauf, dass das, was angekündigt ist, eingehalten wird, damit wir mit der Untersuchung beginnen können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Haider: Er hat sich dem Klubzwang entzogen!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! 5 Minuten Redezeit ist natürlich für einen Ausschuss, der zehn Jahre umfassen soll – also nicht der Ausschuss, aber der Untersuchungszeitraum –, wenig Redezeit. Ich bedauere auch sehr, dass der SPÖ-Vorsitzende nicht hier ist, auch schon bei der Abstimmung zum Budget war er nicht hier. Offenbar ist das Budget zu gut und er konnte einfach nicht dagegen stimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Haider: Er hat sich dem Klubzwang entzogen!) Er konnte das einfach nicht, jetzt ist er nicht da.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Kollege Krainer hat von zwei Fouls im letzten Ausschuss gesprochen. Das muss ich schon zurückweisen, Herr Kollege Krainer. Sie haben bejammert, dass der Verfassungsgerichtshof noch keine Entscheidung getroffen hat. Ja, natürlich, denn das Minderheitsrecht ist ein neues Recht, und es kommt einer Mehrheit im Ausschuss zu, zu beurteilen, ob sie zunächst einmal der Meinung ist, dass die Anträge verfassungskonform sind oder nicht. Wir waren der Meinung, dass das eben nicht dem entspricht, was im B-VG vorgesehen ist, nämlich, dass es sich um einen abgeschlossenen Akt der Vollziehung handeln muss. Das war nicht erkennbar und deshalb haben wir das zurückgewiesen. Sie sind offensichtlich nach eingehender Beratung mit Ihren Juristen zum gleichen Schluss gekommen und haben sich deshalb nicht getraut, zum Verfassungsgerichtshof zu gehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es war also kein Foul, sondern Sie hätten ja das Rechtsmittel ergreifen können. Das haben Sie nicht getan.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dann haben Sie von einem zweiten Foul gesprochen, nämlich dass wir Ihrem Vertagungsantrag dann nicht zugestimmt haben. Wenn wir der Meinung sind, das ist nicht verfassungskonform, und Sie ein Rechtsmittel haben, zum Verfassungsgerichtshof zu gehen, und das nicht tun, dann ist das Ihre Angelegenheit und kein Foul unsererseits. Das möchte ich auch sagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
gegen den Herrn Dr. Lansky wegen schwerer Spionagevorwürfe ermittelt hat. Wir werden uns das im Untersuchungsausschuss sehr genau anschauen, das wird interessant werden. Wir werden uns entsprechend einbringen, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?
Im Umfeld für diesen neuen Ausschuss - - (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Wie bitte? (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Natürlich, ganz klar. Ich danke, dass Sie auch das feststellen. Danke, dass Sie mir auch den Sportexperten zuerkennen. Ich mag es, wenn man mich lobt, liebe Genossinnen und Genossen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?
Im Umfeld für diesen neuen Ausschuss - - (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Wie bitte? (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Natürlich, ganz klar. Ich danke, dass Sie auch das feststellen. Danke, dass Sie mir auch den Sportexperten zuerkennen. Ich mag es, wenn man mich lobt, liebe Genossinnen und Genossen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Im Umfeld für diesen neuen Ausschuss - - (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Wie bitte? (Abg. Knes: Sie sind Sportreporter?) – Natürlich, ganz klar. Ich danke, dass Sie auch das feststellen. Danke, dass Sie mir auch den Sportexperten zuerkennen. Ich mag es, wenn man mich lobt, liebe Genossinnen und Genossen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich muss ihm auch noch etwas anderes sagen: Kollege Krainer, ja, ich verzichte darauf, dass ich auf einem Antrag als Zweiter draufstehe. Es war nämlich Ihr Hauptanliegen, ob beim grundsätzlichen Beweisbeschluss – beim Entwurf ist Amon, Rosenkranz, Krainer, Krisper, Zadić draufgestanden – der Kollege Krainer nicht als Zweiter und – weil wir beim Sport sind – als Silbermedaillengewinner draufstehen kann. – Ja, bitte, Sie können mich sogar als Letzten draufstellen und NEOS und Liste Pilz ex aequo auf die Bronzemedaille hinsetzen, weil mir das komplett wurscht ist, ob ich jetzt bei dem Antrag vorne oder hinten draufstehe. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus, die Sie alle das Vergnügen, die Ehre und auch die Verpflichtung haben werden, für lückenlose Aufklärung zu sorgen: Es ist für genug Arbeit gesorgt, im Interesse, im Dienst der Republik Österreich und ihrer Bürger. Schauen Sie auch darauf, dass die Mittel, die so ein Untersuchungsausschuss verschlingt, entsprechend verantwortungsvoll eingesetzt werden – zum Wohl der Republik Österreich, des Parlamentarismus und einer reibungslosen, transparenten Verwaltung auch im Bereich der Spionage. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Rosenkranz: Auch zu Trump, wir haben überall enge Kontakte!
Hier besteht also der Verdacht eines Machtspiels, der unsere europäischen Geheimdienstpartner verunsichert, die eigentlich ohnedies schon verunsichert sind, seit die FPÖ das Innenministerium in Händen hält, eine FPÖ, die enge Kontakte zu Putin und anderen Kräften pflegt, wie sie Geheimdienstorganisationen nicht gerne sehen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Rosenkranz: Auch zu Trump, wir haben überall enge Kontakte!) Hiermit ist schon die Sicherheit in unserem Land gefährdet.
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Damit da eben in Zukunft nicht die Freunderln am Werke sind, sondern die Kompetentesten für die Sicherheit im Land, damit wir wissen, dass die Daten in Sicherheit sind, braucht es eine Aufklärung in einem U-Ausschuss, um aus diesen Machtspielchen die Konsequenzen für die Sicherheit in unserem Land zu ziehen. –Vielen Dank. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP! Sie haben sich gewiss keinen Gefallen damit getan, das erste Verlangen der SPÖ abzulehnen, denn durch diese Ablehnung haben Sie uns erst die Möglichkeit gegeben, uns hier einzubringen und das Verlangen gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien wesentlich weiterzuentwickeln. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Einen Fehler haben sie gemacht!
In juristischer und politischer Präzisionsarbeit haben wir ein Verlangen erarbeitet, welches in entscheidenden Punkten über das alte hinausgeht. (Abg. Rädler: Einen Fehler haben sie gemacht!) Diese Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass wir Missstände im Verfassungsschutz nicht nur in den letzten fünf Jahren prüfen werden, sondern die letzten zehn Jahre untersuchen werden. So haben wir auch die Möglichkeit, nicht nur die versuchte Machtübernahme der FPÖ genauestens zu untersuchen, sondern insbesondere auch das ÖVP-Netzwerk. Wir werden untersuchen, ob dieses ÖVP-Netzwerk in den letzten zehn Jahren unseren Verfassungsschutz auf Kosten unserer Sicherheit und für parteipolitische Zwecke politisch beeinflusst hat. Diese politisch motivierte Einflussnahme durch das Innenministerium und seine hochrangigen Kabinettsmitarbeiter müssen wir im Parlament genau prüfen und untersuchen. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.
In juristischer und politischer Präzisionsarbeit haben wir ein Verlangen erarbeitet, welches in entscheidenden Punkten über das alte hinausgeht. (Abg. Rädler: Einen Fehler haben sie gemacht!) Diese Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass wir Missstände im Verfassungsschutz nicht nur in den letzten fünf Jahren prüfen werden, sondern die letzten zehn Jahre untersuchen werden. So haben wir auch die Möglichkeit, nicht nur die versuchte Machtübernahme der FPÖ genauestens zu untersuchen, sondern insbesondere auch das ÖVP-Netzwerk. Wir werden untersuchen, ob dieses ÖVP-Netzwerk in den letzten zehn Jahren unseren Verfassungsschutz auf Kosten unserer Sicherheit und für parteipolitische Zwecke politisch beeinflusst hat. Diese politisch motivierte Einflussnahme durch das Innenministerium und seine hochrangigen Kabinettsmitarbeiter müssen wir im Parlament genau prüfen und untersuchen. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Das wollen wir gar nicht, aber rechtlich sind wir auf den Verfassungsgerichtshof angewiesen!
ten. (Abg. Rosenkranz: Das wollen wir gar nicht, aber rechtlich sind wir auf den Verfassungsgerichtshof angewiesen!) Ich appelliere daher an Sie, sich auf Ihre Funktion als Parlamentarier zurückzubesinnen und nicht nur verlängerter Arm der Regierung zu sein. Herr Rosenkranz, Sie sind gewählter Volksvertreter im Parlament (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ), daher gehört es zu Ihren Aufgaben, diese Regierung und die Vorgängerregierungen zu kontrollieren.
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ
ten. (Abg. Rosenkranz: Das wollen wir gar nicht, aber rechtlich sind wir auf den Verfassungsgerichtshof angewiesen!) Ich appelliere daher an Sie, sich auf Ihre Funktion als Parlamentarier zurückzubesinnen und nicht nur verlängerter Arm der Regierung zu sein. Herr Rosenkranz, Sie sind gewählter Volksvertreter im Parlament (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ), daher gehört es zu Ihren Aufgaben, diese Regierung und die Vorgängerregierungen zu kontrollieren.
Abg. Rosenkranz: Genau!
Beteiligen Sie sich an der Aufarbeitung der Missstände im Verfassungsschutz! Wir brauchen einen funktionierenden Verfassungsschutz. (Abg. Rosenkranz: Genau!) Wir werden sicherstellen, dass dieser Verfassungsschutz kein Verfassungsschutz der FPÖ ist und auch kein Verfassungsschutz der ÖVP (Abg. Gudenus: Peter Pilz ist der höchste Verfassungsschützer!), sondern ein Verfassungsschutz (Abg. Rädler: Des Peter Pilz!) dieser Republik Österreich (Abg. Rädler: Danke, Peter!), der Bürgerinnen und Bürger Österreichs.
Abg. Gudenus: Peter Pilz ist der höchste Verfassungsschützer!
Beteiligen Sie sich an der Aufarbeitung der Missstände im Verfassungsschutz! Wir brauchen einen funktionierenden Verfassungsschutz. (Abg. Rosenkranz: Genau!) Wir werden sicherstellen, dass dieser Verfassungsschutz kein Verfassungsschutz der FPÖ ist und auch kein Verfassungsschutz der ÖVP (Abg. Gudenus: Peter Pilz ist der höchste Verfassungsschützer!), sondern ein Verfassungsschutz (Abg. Rädler: Des Peter Pilz!) dieser Republik Österreich (Abg. Rädler: Danke, Peter!), der Bürgerinnen und Bürger Österreichs.
Abg. Rädler: Des Peter Pilz!
Beteiligen Sie sich an der Aufarbeitung der Missstände im Verfassungsschutz! Wir brauchen einen funktionierenden Verfassungsschutz. (Abg. Rosenkranz: Genau!) Wir werden sicherstellen, dass dieser Verfassungsschutz kein Verfassungsschutz der FPÖ ist und auch kein Verfassungsschutz der ÖVP (Abg. Gudenus: Peter Pilz ist der höchste Verfassungsschützer!), sondern ein Verfassungsschutz (Abg. Rädler: Des Peter Pilz!) dieser Republik Österreich (Abg. Rädler: Danke, Peter!), der Bürgerinnen und Bürger Österreichs.
Abg. Rädler: Danke, Peter!
Beteiligen Sie sich an der Aufarbeitung der Missstände im Verfassungsschutz! Wir brauchen einen funktionierenden Verfassungsschutz. (Abg. Rosenkranz: Genau!) Wir werden sicherstellen, dass dieser Verfassungsschutz kein Verfassungsschutz der FPÖ ist und auch kein Verfassungsschutz der ÖVP (Abg. Gudenus: Peter Pilz ist der höchste Verfassungsschützer!), sondern ein Verfassungsschutz (Abg. Rädler: Des Peter Pilz!) dieser Republik Österreich (Abg. Rädler: Danke, Peter!), der Bürgerinnen und Bürger Österreichs.
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Rädler: Danke, Peter!
Das ist unser gemeinsames Ziel. Daran wird uns auch niemand hindern, denn die Sicherheit hier im Lande ist zu wichtig, um sie der schwarz-blauen Parteipolitik zu opfern. – Vielen Dank. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Rädler: Danke, Peter!)