Eckdaten:
Für die 85. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1043 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Rudolf Parnigoni und Dr. Peter Wittmann
Petition betreffend „Für mehr Sicherheit in Lanzenkirchen“ (Ordnungsnummer 42) (überreicht von den Abgeordneten Rudolf Parnigoni und Dr. Peter Wittmann)
Allgemeiner Beifall.
Diese Debatte wird mit Gebärdensprachdolmetschung begleitet. – Ich begrüße die Gebärdensprachdolmetscher herzlich. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsparteien sagen, sie sind mit dem Budget zufrieden, sehr zufrieden, es ist das höchste aller Zeiten, und so weiter. Wir sind nicht zufrieden damit, und auch das wird Sie wahrscheinlich wenig verwundern. Im Grunde ist es auch nicht so erheblich, wie wir hier argumentieren, sondern die Frage ist vielmehr: Sind die Schülerinnen und Schüler, sind jene, die im Bildungsbereich tätig sind, die Lehrerinnen und Lehrer, sind die Leute an den Hochschulen mit diesem Bildungsbudget zufrieden? Können sie damit auskommen? Können sie damit gut arbeiten? Und darauf ist unsere Antwort ein klares Nein; darauf richtet sich unsere Hauptkritik. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist genau das Problem, um das es hier geht! Das ist eine unmenschliche, eine unsoziale Art und Weise, wie Sie mit den Menschen umgehen, und das fängt jetzt schon bei den Kleinsten an! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die klare Botschaft, was Sie von den Menschen halten: nämlich weniger, als sie tatsächlich können. Wir werden aber danach trachten, dass den Lehrerinnen und Lehrern auch im Dienstrecht jene Stellung zukommt, die ihnen auf Grund der Ausbildung gebührt. – Verlassen Sie sich darauf! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesem Antrag weisen wir darauf hin, was unbedingt notwendig ist, um das Bildungssystem auf dem Qualitätsstandard zu halten, den diese Elterninitiative fordert, und wir ersuchen Sie: Stimmen Sie diesem Entschließungsantrag zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Herr Dr. Niederwieser, wenn die Hochschülerschaftsstruktur jener der Universitäten, die im Jahre 2002 neu geordnet wurden, angepasst wird, so hat das mit „undemokratischer Vorgangsweise“ überhaupt nichts zu tun! Sie von der SPÖ verharren in Ihrem Struktur-Konservativismus – wir hingegen orientieren uns an den Herausforderungen der Zeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie halten es nicht aus, dass es eine andere als Ihre Mehrheit gibt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie unterstellen uns auch, das würde deshalb gemacht, um vorhandene Mehrheiten zu brechen. – Auch dem ist ganz klar entgegenzuhalten: Jahrzehnte hindurch hat die uns nahe stehende Aktionsgemeinschaft genau mit jenem Modell die Mehrheit in der Österreichischen Hochschülerschaft gehabt – und jetzt, weil linke Gruppen zufällig zwei Mal ÖH-Wahlen gewonnen haben, behaupten Sie von der SPÖ, wir würden deshalb die ÖH verändern wollen! – Das ist doch wirklich absurd! Der Vorwurf „undemokratische Vorgangsweise“ entbehrt doch jeglicher Realität! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie halten es nicht aus, dass es eine andere als Ihre Mehrheit gibt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Budget, das ja eines ist, über das wir uns freuen, mit dem wir sehr zufrieden sind: Da möchte ich, insbesondere was das Kapitel 12 anlangt, das die Bereiche Erwachsenenbildung, Kultur und Schulen umfasst, unserer Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer wirklich aufrichtig gratulieren. Das Budget, das dafür zur Verfügung steht, beträgt 5,95 Milliarden €, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 1,18 Prozent bedeutet, also ein Plus von 69,3 Millionen €. 1 Milliarde Schilling, meine Damen und Herren, die wir heuer für das österreichische Schulsystem mehr ausgeben! Es stellt das das höchste Bildungsbudget seit 1945 dar – und das ist ein sehr schöner Erfolg, Frau Bundesministerin, den Sie verbuchen können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Übrigen gilt das auch für die Personalausgaben: Auch bei den Personalausgaben kann eine Steigerung von rund 71 Millionen € verzeichnet werden, ein Plus von 3,25 Prozent – und da sind die Lohnerhöhungen noch gar nicht enthalten. – Hier den Vorwurf zu erheben, wir würden das Bildungssystem kaputtsparen, ist zweifelsohne nicht gerechtfertigt und geht völlig ins Leere. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Darabos: Das ist die Unwahrheit!
Herr Dr. Niederwieser, wir haben Ihnen zu Recht vorgeworfen, dass Sie immer wieder mit alten Hüten kommen, denn das tun Sie tatsächlich. So werfen Sie uns etwa vor, wir würden Kinder wie „Postpakete“ durch die Gegend schicken. – Offensichtlich haben Sie, Herr Dr. Niederwieser, die Debatte von vor wenigen Wochen schon wieder vergessen, denn Sie von der SPÖ waren es nämlich, die im Österreich-Konvent den Vorschlag gemacht haben, dass es keine kleineren Schulstandorte als solche mit 300 Schülerinnen und Schülern geben soll. Das würde doch bedeuten, meine Damen und Herren von der SPÖ, dass jede zweite Pflichtschule in Österreich von der Schließung beziehungsweise von Zusammenlegungen bedroht wäre! (Abg. Mag. Darabos: Das ist die Unwahrheit!) – Das wird es mit uns nicht geben, das darf ich Ihnen in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Dr. Niederwieser, wir haben Ihnen zu Recht vorgeworfen, dass Sie immer wieder mit alten Hüten kommen, denn das tun Sie tatsächlich. So werfen Sie uns etwa vor, wir würden Kinder wie „Postpakete“ durch die Gegend schicken. – Offensichtlich haben Sie, Herr Dr. Niederwieser, die Debatte von vor wenigen Wochen schon wieder vergessen, denn Sie von der SPÖ waren es nämlich, die im Österreich-Konvent den Vorschlag gemacht haben, dass es keine kleineren Schulstandorte als solche mit 300 Schülerinnen und Schülern geben soll. Das würde doch bedeuten, meine Damen und Herren von der SPÖ, dass jede zweite Pflichtschule in Österreich von der Schließung beziehungsweise von Zusammenlegungen bedroht wäre! (Abg. Mag. Darabos: Das ist die Unwahrheit!) – Das wird es mit uns nicht geben, das darf ich Ihnen in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
entsprechendes Schulangebot haben und nicht schon im Kindesalter zu Pendlern werden müssen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja unglaubwürdig, was Sie da sagen!
Das kommt also für uns nicht in Frage – und da werden Sie unseren erbitterten Widerstand merken! Das ist auch der Grund dafür, warum wir nicht sagen, dass es sofort und mit einem Schlag zu einer Senkung der Klassenschülerhöchstzahl kommen kann, sondern man muss sich das natürlich im Vergleich mit rückläufigen Schülerzahlen ansehen. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja unglaubwürdig, was Sie da sagen!) Daher: Wenn es in Österreich heuer im Pflichtschulbereich um 18 000 Kinder weniger gibt, so muss das logischerweise zur Folge haben, dass wir darauf entsprechend zu reagieren haben.
Abg. Dr. Matznetter: PISA-Studie!
Sie von der SPÖ fahren in der Bildungspolitik einen Kurs, der auf der einen Seite völlig nach hinten gewandt ist, kommen beispielsweise permanent mit dem alten Hut Abschaffung von Noten, Einführung einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen (Abg. Dr. Matznetter: PISA-Studie!), mit dem alten Hut Ganztagsschule, möglichst in verpflichtender Form, und so weiter. – All das, meine Damen und Herren, wollen wir nicht!
Abg. Dr. Jarolim: Sie wollen eine Volksverblödung! Das ist alles, was Sie wollen!
Wir von der ÖVP wollen ein Bildungssystem, das den Neigungen, den Begabungen und Interessen junger Menschen entgegenkommt. (Abg. Dr. Jarolim: Sie wollen eine Volksverblödung! Das ist alles, was Sie wollen!) Wir wollen ein Bildungssystem, das ein differenziertes und leistungsorientiertes Angebot darstellt, ein Bildungssystem also, das den Neigungen und Interessen junger Menschen entspricht. Das, meine Damen und Herren, ist auch in diesem Bereich das einzig Zukunftsweisende! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP wollen ein Bildungssystem, das den Neigungen, den Begabungen und Interessen junger Menschen entgegenkommt. (Abg. Dr. Jarolim: Sie wollen eine Volksverblödung! Das ist alles, was Sie wollen!) Wir wollen ein Bildungssystem, das ein differenziertes und leistungsorientiertes Angebot darstellt, ein Bildungssystem also, das den Neigungen und Interessen junger Menschen entspricht. Das, meine Damen und Herren, ist auch in diesem Bereich das einzig Zukunftsweisende! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Darabos: Wegen Ihrer Politik!
Sie von der SPÖ tun aber damit den Kindern nichts Gutes, denn das hat letztendlich zur Folge, dass immer weniger junge Menschen in Wien eine Lehrstelle finden; auch das sage ich hier sehr deutlich. (Abg. Mag. Darabos: Wegen Ihrer Politik!) Gerade die sehr gute duale Berufsausbildung in Österreich – das betone ich – trägt doch dazu bei, dass wir international gesehen eine so niedrige Jugendarbeitslosenrate haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Es stellt sich die Frage, ob Kollege Amon berechtigt ist, zur Bildungspolitik zu sprechen!
Was aber eine Gefahr für das Bildungssystem und damit für die Zukunft der jungen Menschen darstellt, ist Gleichmacherei, ist ein Einheitsbrei, ist ein Nichteingehen auf Interessen, auf Neigungen und Begabungen junger Menschen, wie Sie von der SPÖ das in Ihren Bildungsprogrammen – jetzt schon im 14-Tages-Rhythmus – der Öffentlichkeit präsentieren, wenngleich man sieht, dass sich die Inhalte nicht wesentlich ändern. Es sind nämlich tatsächlich alte Hüte, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Es stellt sich die Frage, ob Kollege Amon berechtigt ist, zur Bildungspolitik zu sprechen!)
Rufe bei der ÖVP: Jawohl! Stimmt auch! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Amon hat soeben – zum wiederholten Male – behauptet, die SPÖ hätte den Vorschlag gemacht, kleine Schulstandorte zu schließen. (Rufe bei der ÖVP: Jawohl! Stimmt auch! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Das ist genau dasselbe!
Zum wiederholten Male stelle ich das, und zwar gerne, richtig: Die SPÖ hat natürlich nicht diesen Vorschlag gemacht! Uns geht es aber darum, Verwaltungseinheiten zusammenzufassen, um – gerade im Gegenteil! – die kleinen Schulstandorte zu sichern, um weniger Personal für die Verwaltungsebene zu brauchen und mehr Lehrer zu haben! (Abg. Großruck: Das ist genau dasselbe!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Das war keine Berichtigung, das war eine Verstärkung!
Ich stelle das immer wieder und gerne richtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Das war keine Berichtigung, das war eine Verstärkung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es würde mich zu viel Zeit kosten, auf die Ausführungen des Kollegen Amon zu replizieren – und überhaupt war das in einer Form von politischer Auseinandersetzung geprägt, auf die ich nicht eingehen möchte, denn meiner Ansicht nach hat sich die Bildungspolitik etwas mehr Seriosität verdient! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Niederwieser hat vergangene Woche in einer Nebenbemerkung gemeint, jedes Budget, das nur geringfügig steigt, stellt in Wirklichkeit eine Kürzung dar, und man muss schon ganz schön reinschneiden, wenn ein Budget niedriger wird. – Daher: Zu jubilieren, dass es jetzt ein bisschen mehr Geld für diesen Bereich gibt, stellt doch wahrlich kein Kriterium für ein qualitätsvolles und sinnvolles Bildungsbudget dar! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
bereits mit den Zahlen des Jahres 2001, denn so nahe sind wir dort nicht an der Realität oder der Gegenwart, die drittniedrigste Steigerungsrate in der gesamten OECD im Bereich der Schulen, im Bereich der Bildung hatte. Da kommen die Jahre 2002 bis 2005 dazu. Man kann relativ leicht prognostizieren, dass Österreich im Bildungsbereich ganz ans Ende der Steigerungsraten zurückfallen wird. Warum es da viel zu jubeln gibt, dass die Bildungsministerin ein Superbudget vorgelegt hat, das möchte ich Sie schon fragen, Kollege Amon. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dann gab es den großen Jubel über den Finanzausgleich: 12 Millionen € zusätzlich. Das muss man sich anschauen: Zuerst kürzt man von einem Jahr auf das andere um 57 Millionen, dann geht man her und sagt, na ja, aber 12 Millionen – großer Jubel – haben wir bereitgestellt. Wer redlich zusammenzählen kann, wird zu folgendem Ergebnis kommen: 57 Millionen Kürzung, 12 Millionen Nachbudgetierung, macht nur mehr 45 Millionen Kürzung bei den Pflichtschullehrern – nach Ihrer Berechnung im nächsten Jahr immer noch etwa 1 500 Lehrer und Lehrerinnen weniger budgetiert im Pflichtschulbereich. Auch da frage ich Sie, was es da zu jubeln gibt angesichts der Entwicklung, die wir in den letzten Jahren hatten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In drei Wochen werden wir da sitzen, wir werden darüber diskutieren, und Sie werden zu erklären haben, warum Österreich bei der PISA-Studie 2003, veröffentlicht im Jahr 2004, wesentlich schlechter abgeschnitten hat als bei der letzten. Und diese Debatte wird nicht deshalb geführt, weil das ein positives Signal ist – es ist alles andere als das –, sondern weil es endlich die Chance gibt, dass Sie mit diesen platten Argumentationen vielleicht einmal aufhören. Dazu ist es wichtig, dass es hier einen Anstoß gibt, um über das österreichische Bildungssystem in sehr kurzer Zeit sehr ausführlich und wahrscheinlich gründlich zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde das an sich schon sehr bemerkenswert. Da gibt es eine Schulstruktur, die versucht, gegen alle Widerstände, die es da gibt, innovative Projekte vorzuleben, die auch sehr viel Einfluss – das werden ja alle Bildungsexperten bestätigen – auf das Regelschulsystem hat. Montessori-Klassen gibt es mittlerweile auch im Regelschulsystem. Es gibt LehrerInnen, die entsprechend ausgebildet sind. Trotzdem versuchen Sie alles, um ihnen das Leben schwer zu machen. Ich höre da immer: Mehr privat – weniger Staat. Aber man sollte dazusagen: Wo es uns passt. Das fehlt nämlich in diesem Teil noch. Denn dort, wo es uns nicht passt, gilt das nicht. Dort werden Eigeninitiative, pädagogische Innovation bestraft und nicht gefördert. Das halten wir für alles andere als lobenswert, Kollege Amon. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Hakl: Also doch Privatschulen!
(Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Hakl: Also doch Privatschulen!)
Abg. Mag. Hakl: Die Grünen wollen mehr Privatschulen!
Die Grünen wollen ein innovatives und blühendes Schulsystem. Das wollen wir wirklich. Dafür soll es auch die Möglichkeiten durch staatliche Förderungen geben. (Abg. Mag. Hakl: Die Grünen wollen mehr Privatschulen!) Sie wollen offenbar Privat – ich habe es vorhin schon gesagt – dort, wo es Ihnen passt. Und dort, wo es um so etwas wie Kritik geht, um etwas, wo die Jubelstimmung der ÖVP gedämpft wird – auf das werden wir heute ja noch ausführlich zu sprechen kommen –, hat man mit Institutionen generell ein Problem. Ich nehme an, dass das auch im Bereich der Alternativschulen ein Problem und der Grund dafür ist, warum dort die Finanzierung so trist ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
vergessen, dass wir in Österreich eine Situation haben, wo gehörlose Menschen nach wie vor nicht die Berechtigung haben, auch zu unterrichten, wo Gehörlose nach wie vor nicht von Gehörlosen unterrichtet werden dürfen, obwohl mittlerweile wahrscheinlich auch hier im Haus die Erkenntnis, dass die Gebärdensprache eine eigene Sprache ist, um sich gegriffen hat. Es ist hier ganz anders als in vielen anderen Ländern. Ich nenne nur das Vorbildland Schweden, wo es Ausbildungskurse von über 500 Stunden gibt. In Österreich haben wir einen Kurs, der 40 Stunden umfasst. Wenn man sich das anschaut (der Redner zeigt in Richtung Gebärdendolmetscherin), kann man sich vorstellen, dass man in 40 Stunden wahrscheinlich relativ wenig von Gebärdensprache verstehen wird. Es ist mir absolut nicht nachvollziehbar, warum ein Teil der Bevölkerung nach wie vor seiner Sprache einfach beraubt wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Schämen Sie sich! – Rufe bei der SPÖ: Unerhört!
Ich komme zum Schluss: Die Frage, wie man mit kritischen Institutionen umgeht, wird uns heute noch länger beschäftigen, auf der einen Seite die Arbeiterkammerdiskussion, auf der anderen Seite die ÖH-Diskussion. Kollege Grünewald wird dann ja noch intensiv darauf eingehen, dass es offenbar darum geht. Es war ja recht amüsant vom Kollegen Amon, darauf zu verweisen, dass die ÖVP seit Jahrzehnten mit diesem System die Mehrheit gehabt hat und dass es das erste Mal, wo sie die Position als stimmenstärkste Fraktion verliert, genau 18 Monate dauert, dass sie einen Gesetzentwurf vorlegt, wo auf einmal die Mehrheiten sichergestellt werden sollen. (Abg. Mag. Kogler: Schämen Sie sich! – Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das ist demokratiepolitisch wirklich eine ziemliche Zumutung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich komme zum Schluss: Die Frage, wie man mit kritischen Institutionen umgeht, wird uns heute noch länger beschäftigen, auf der einen Seite die Arbeiterkammerdiskussion, auf der anderen Seite die ÖH-Diskussion. Kollege Grünewald wird dann ja noch intensiv darauf eingehen, dass es offenbar darum geht. Es war ja recht amüsant vom Kollegen Amon, darauf zu verweisen, dass die ÖVP seit Jahrzehnten mit diesem System die Mehrheit gehabt hat und dass es das erste Mal, wo sie die Position als stimmenstärkste Fraktion verliert, genau 18 Monate dauert, dass sie einen Gesetzentwurf vorlegt, wo auf einmal die Mehrheiten sichergestellt werden sollen. (Abg. Mag. Kogler: Schämen Sie sich! – Rufe bei der SPÖ: Unerhört!) Das ist demokratiepolitisch wirklich eine ziemliche Zumutung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Waren Sie dabei?
Bei der Arbeiterkammer kann ich nur sagen, was man aus ÖVP-Kreisen so hört. Dort soll ja ein führendes Regierungsmitglied der ÖVP in einer Klubsitzung gesagt haben, man lasse sich von regierungskritischen Institutionen wie der Arbeiterkammer nicht auf den Schädel ... (Abg. Dr. Fekter: Waren Sie dabei?) – Herr Präsident Khol, ich werde den Satz nicht vollenden, weil es, glaube ich, nicht der Würde des Hauses entspräche. Ich möchte nur sagen, Sie haben es weit gebracht mit Ihrem Regierungsstil. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Bei der Arbeiterkammer kann ich nur sagen, was man aus ÖVP-Kreisen so hört. Dort soll ja ein führendes Regierungsmitglied der ÖVP in einer Klubsitzung gesagt haben, man lasse sich von regierungskritischen Institutionen wie der Arbeiterkammer nicht auf den Schädel ... (Abg. Dr. Fekter: Waren Sie dabei?) – Herr Präsident Khol, ich werde den Satz nicht vollenden, weil es, glaube ich, nicht der Würde des Hauses entspräche. Ich möchte nur sagen, Sie haben es weit gebracht mit Ihrem Regierungsstil. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Oh, das tut weh! Herr Präsident Khol, haben Sie zugehört?
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Brosz, das ist eben der Unterschied zwischen Ihrer Bildungspolitik und unserer: Sie setzen sich vehement für Privatschulen ein und wollen, dass Kinder immer mehr in Privatschulen gehen. Ich verstehe das schon, es gibt Alternativschulen, wo einfach das Leistungsprinzip nicht im Vordergrund steht. (Abg. Öllinger: Oh, das tut weh! Herr Präsident Khol, haben Sie zugehört?) Wir setzen uns dafür ein, dass das öffentliche Schulwesen für alle zugänglich bleibt, die Qualität bestmöglich ist und Chancengleichheit gewährleistet ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Brosz, das ist eben der Unterschied zwischen Ihrer Bildungspolitik und unserer: Sie setzen sich vehement für Privatschulen ein und wollen, dass Kinder immer mehr in Privatschulen gehen. Ich verstehe das schon, es gibt Alternativschulen, wo einfach das Leistungsprinzip nicht im Vordergrund steht. (Abg. Öllinger: Oh, das tut weh! Herr Präsident Khol, haben Sie zugehört?) Wir setzen uns dafür ein, dass das öffentliche Schulwesen für alle zugänglich bleibt, die Qualität bestmöglich ist und Chancengleichheit gewährleistet ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Die Kinder des Herrn Präsidenten waren auch in der Waldorfschule! Leistungsfeindlich?
Man spricht aber bei einem Budget insgesamt durchaus oft von in Zahlen gegossener Politik. Auch wenn es die Opposition anders sieht, die Zahlen zerpflückt und Vorschläge auf den Tisch legt, die alte Hüte sind, kann ich sagen, dass wir bei diesem Budget durchaus von einem Budget sprechen können, das eine Qualitätsoffensive beinhaltet und das der Qualität in Zukunft gerecht wird. (Abg. Öllinger: Die Kinder des Herrn Präsidenten waren auch in der Waldorfschule! Leistungsfeindlich?)
Abg. Dr. Jarolim: Grauenhaft, was Sie da sagen!
haben darauf bestanden, dass diese möglichst schnell umgesetzt werden. Wir sind jetzt in der Probephase mit Mathematik, und ich sage durchaus, die Lehrer begrüßen diese Bildungsstandards sehr, weil endlich einmal ein Feedback möglich ist. Bei aller Freude muss man aber doch auch sagen, es wird einmal mehr das Defizit der Stadt Wien sichtbar werden, nämlich genau dort, wo es um eine Diskrepanz geht: zum Beispiel Bildungsstandards der Landhauptschulen versus Bildungsstandards der Hauptschulen in der Stadt Wien, ebenso der einzelnen AHS-Klassen untereinander in der Stadt Wien. (Abg. Dr. Jarolim: Grauenhaft, was Sie da sagen!) Wir wissen, dass es schon Bezirke und AHS gibt, wo mehr als 50 Prozent der Schüler mittlerweile in die AHS gehen, während die Hauptschulen unter Schülerschwund leiden. (Abg. Dr. Niederwieser: Es ist in Graz dasselbe!) Das ist in Graz ebenso, aber in Wien herausstechend.
Abg. Dr. Niederwieser: Es ist in Graz dasselbe!
haben darauf bestanden, dass diese möglichst schnell umgesetzt werden. Wir sind jetzt in der Probephase mit Mathematik, und ich sage durchaus, die Lehrer begrüßen diese Bildungsstandards sehr, weil endlich einmal ein Feedback möglich ist. Bei aller Freude muss man aber doch auch sagen, es wird einmal mehr das Defizit der Stadt Wien sichtbar werden, nämlich genau dort, wo es um eine Diskrepanz geht: zum Beispiel Bildungsstandards der Landhauptschulen versus Bildungsstandards der Hauptschulen in der Stadt Wien, ebenso der einzelnen AHS-Klassen untereinander in der Stadt Wien. (Abg. Dr. Jarolim: Grauenhaft, was Sie da sagen!) Wir wissen, dass es schon Bezirke und AHS gibt, wo mehr als 50 Prozent der Schüler mittlerweile in die AHS gehen, während die Hauptschulen unter Schülerschwund leiden. (Abg. Dr. Niederwieser: Es ist in Graz dasselbe!) Das ist in Graz ebenso, aber in Wien herausstechend.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber ich sage auch, es sind dafür spezielle Lehrpläne und Fördermethoden zu erarbeiten. Wir Freiheitlichen sind wirklich der festen Überzeugung, dass ein befriedigender Integrationsprozess nur dann möglich ist, wenn es uns gelingt, die Kenntnisse der Sprache im frühkindlichen Alter zu vermitteln, die Kenntnisse der deutschen Sprache, die Kenntnisse der Unterrichtssprache. Das ist das Fundament dafür, um in Zukunft eine wirklich befriedigende Integration zu ermöglichen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Das sind Versäumnisse, sage ich Ihnen auch, jahrzehntelange Versäumnisse auch der Sozialdemokratie.
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Wir haben bereits in unserem Volksbegehren „Österreich zuerst“, unter Federführung von unserem Klubobmann Herbert Scheibner, darauf hingewiesen, dass nicht mehr als ein Drittel der Schüler pro Klasse nichtdeutscher Muttersprache sein sollte. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Sie wachen jetzt auf, im Jahr 2004, wir haben bereits vor zehn
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser
Abschließend möchte ich aber festhalten, dass es mit diesem Bildungsbudget wieder ein Plus von 69 Millionen € gibt, was 1 Milliarde Schilling entspricht. Zusätzlich gibt es 12 Millionen € im Finanzausgleich für die Pflichtschulen (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser) für den Erhalt der Kleinstschulen und den sonderpädagogischen
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch wenn Sie es nicht hören wollen: 167 zusätzliche Dienstposten wird es für die Nachmittagsbetreuung geben. Sie wissen, ein Lehrerdienstposten beinhaltet doppelt so viel an Dienstposten für die Erziehungsaufsicht im Rahmen der Nachmittagsbetreuung. Das heißt, wir haben ein großes Abrufkontingent für Nachmittagsbetreuung, und wir werden den Bedarf damit decken können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: ..., weil diese Schulen nicht leistungsfreundlich sind!
Es ist aber auch erfreulich, dass 27 Millionen € für den Sport und den Turnunterricht im Budget zu finden sind. Und last but not least: Die Alternativschulen und die Waldorfschulen – auch wenn es Kollege Brosz nicht hören will – haben ein Plus von mehr als 7 Prozent. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! Wo sonst gibt es ein Plus im Privatbereich? Es ist der Wille dieser Bundesregierung, Privatschulen zu fördern, aber nicht so weit zu fördern, dass sie in großer Konkurrenz zu den öffentlichen Schulen stehen. (Abg. Dr. Van der Bellen: ..., weil diese Schulen nicht leistungsfreundlich sind!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch wenn Sie es nicht hören wollen: Mit diesem Bildungsbudget wird Österreich weiterhin im Spitzenfeld liegen, und zwar vor Deutschland und vor dem von Ihnen so viel gepriesenen Finnland. Nehmen Sie das zur Kenntnis: Wir haben ein sehr gutes Budget, das auch in Zukunft die Qualität des Bildungssystems sichern wird und auch die Qualität der Lehrausbildung weiterhin gewährleistet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe von der Besuchergalerie. Dort stehen in der ersten Reihe Jugendliche in weißen T-Shirts, auf denen jeweils ein Buchstabe abgebildet ist; die Buchstaben ergeben die Worte: ÖH-MUNDTOT.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte zunächst eine Klarstellung anbringen. Herr Kollege Brosz hat gesagt, dass der Finanzminister 18 000 Schüler weniger gerechnet habe und ich gesagt hätte, ich glaube, es seien 12 000. Ich habe im Ausschuss gesagt, die Länder haben 18 000 gemeldet. Ich glaube aber nicht, dass diese Zahl stimmt. (Rufe von der Besuchergalerie. Dort stehen in der ersten Reihe Jugendliche in weißen T-Shirts, auf denen jeweils ein Buchstabe abgebildet ist; die Buchstaben ergeben die Worte: ÖH-MUNDTOT.)
Neuerlicher Ruf von der Galerie.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Bitte die Kundgebung auf der Galerie einzustellen! (Neuerlicher Ruf von der Galerie.)
Anhaltende Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Ist die Sitzung jetzt wieder aufgenommen oder wie?
Meine Damen und Herren! Ich möchte jetzt in meiner ersten Wortmeldung auf den Schulbereich eingehen. (Anhaltende Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Ist die Sitzung jetzt wieder aufgenommen oder wie?)
Abg. Broukal: „Kurier“ von heute, Seite 2!
Ein gutes Bildungsangebot in einem Land erkennt man daran, dass es eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit gibt und dass die jungen Menschen gute Chancen haben. Und schauen Sie sich einmal die Beilagen der Zeitungen an! (Abg. Broukal: „Kurier“ von heute, Seite 2!) Gerade heute war in den „Salzburger Nachrichten“ eine Beilage über alle Bildungsangebote, die es in Österreich gibt, die gefördert, die bezahlt werden: zusätzliche Bildungsangebote im Bereich der Lehrlinge, zusätzliche Bildungsangebote im Bereich der integrativen Lehre, für die Schwächeren, zusätzliche Bildungsangebote für die besonders Begabten durch unser Begabungsförderungsinstitut, zusätzliche Bildungsangebote im Bereich der Bundesschulen, zusätzliche Bildungsangebote im Bereich der Erwachsenenbildung, der Weiterbildung. Denn: Was ist denn die Berufsreifeprüfung anderes als ein zusätzliches Bildungsangebot im Bereich der Erwachsenenbildung, im Bereich des lebensbegleitenden Lernens?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Personalbereich erhalten die Bundesschulen, seit ich Ministerin bin, für die Schüler, die mehr an die Bundesschulen kommen, auch die zusätzlichen Dienstposten. Das hat es vorher überhaupt nicht gegeben. Wir haben eine Schulbauoffensive gestartet, die sich sehen lassen kann, eine Schulbauoffensive, in deren Rahmen fast jeden Monat zwei, drei Schulen neu eröffnet werden. Vor einer Woche habe ich die Sir-Karl-Popper-Schule am Wiedner Gürtel neu eröffnet, heute Abend wird das Gymnasium in Wiener Neustadt neu eröffnet. Da werden überall enorme Mittel zur Verfügung gestellt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und: Es sind 7 420 Ausbildungsplätze neu geschaffen worden.
Abg. Brosz: Das stimmt ja nicht! Sie können doch nicht die Kürzungen wegdiskutieren!
Wir haben heuer im Budget zusätzlich für die Tagesbetreuung über 100 Dienstposten, wir haben zusätzlich für das Schülermehr über 300 Dienstposten, wir haben zusätzlich für die Pflichtschulen 450 Dienstposten. (Abg. Brosz: Das stimmt ja nicht! Sie können doch nicht die Kürzungen wegdiskutieren!) Im Finanzausgleich sind die Rahmenbedingungen für die Personalzuteilung an die Pflichtschulen gefestigt worden, und es kommen 12 Millionen € gerade für die kleinen Schulstandorte, es kommen 12 Millionen € für besondere Maßnahmen in den Ballungsräumen jährlich – jährlich! – für die Länder dazu. Das ist ein sehr schöner Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben heuer im Budget zusätzlich für die Tagesbetreuung über 100 Dienstposten, wir haben zusätzlich für das Schülermehr über 300 Dienstposten, wir haben zusätzlich für die Pflichtschulen 450 Dienstposten. (Abg. Brosz: Das stimmt ja nicht! Sie können doch nicht die Kürzungen wegdiskutieren!) Im Finanzausgleich sind die Rahmenbedingungen für die Personalzuteilung an die Pflichtschulen gefestigt worden, und es kommen 12 Millionen € gerade für die kleinen Schulstandorte, es kommen 12 Millionen € für besondere Maßnahmen in den Ballungsräumen jährlich – jährlich! – für die Länder dazu. Das ist ein sehr schöner Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Äpfel und Birnen!
Da in dieser Diskussion immer wieder über OECD-Zahlen gesprochen wird, meine Damen und Herren: Die OECD-Zahlen sagen aus, wie ein Land im Bereich der Verhältniszahlen, Schüler – Lehrer zum Beispiel, liegt. Schauen Sie sich das doch an! – In Österreich haben wir für 14,5 Volksschüler einen Lehrer. Im OECD-Schnitt sind es 16,9, im viel gelobten Finnland 15,8. (Abg. Öllinger: Äpfel und Birnen!) Die Rahmenbedingungen in Österreich sind also gut.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also: Wir haben Rahmenbedingungen, wir haben ein Budget, das eine Erhöhung erfahren hat – die Gehaltserhöhungen sind noch nicht dabei –, wir haben gute, solide Rahmenbedingungen, wo Lehrer und Lehrerinnen arbeiten können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und das ist es, meine Damen und Herren, was wir brauchen: Das Vertrauen in unsere guten Lehrer und Lehrerinnen, dass sie mit den soliden Rahmenbedingungen das beste Schulangebot in Österreich für die Jugend sichern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Schade!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Guten Morgen, Herr Präsident! Guten Morgen, Frau Bundesministerin! Auch Ihnen allen einen guten Morgen! Ich habe eine Bronchitis und werde daher heute nur sehr leise sprechen können (Rufe bei der ÖVP: Schade!), aber ich hoffe, Sie honorieren das. Es wird sich ausgehen. „Wer hören will, der höre“, steht in der Bibel.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
(Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich sage: schlechter Stil, rücksichtsloser Einsatz einer Mehrheit, fehlende Achtung vor der Demokratie. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Den Studierenden aber sagen wir heute schon – und ich nehme an, das schließt die Grünen mit ein –: Wir führen die Direktwahl der Bundes-ÖH wieder ein, weil wir an einem starken Gegenüber in der Universitätspolitik interessiert sind. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Richtig ist vielmehr, dass durch die Kürzung von 57 Millionen € in etwa eine Größenordnung von 1 500 bis 2 000 Pflichtschullehrer nicht mehr budgetiert ist. Wenn Sie jetzt 450 zusätzlich budgetieren, wird zwar die Kürzung reduziert, es sind aber wesentlich weniger als im Vorjahr. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim.
Das kann nicht der Fall sein, und das kann auch nicht Ihr Ernst sein. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Krainer: Billige Propaganda!
Dazu gleich eine Bemerkung, wenn das Gruppen der Hochschülerschaft jetzt nicht ausreichend gut finden: Erklären Sie doch die Studierenden und die Studierendenvertreter vor Ort nicht zu dummen, unqualifizierten Hascherln, denen eine stärkere demokratische Legitimation nicht zustünde! Sie werden künftig diejenigen sein, die wissen, welche Sorgen die Studierenden haben, welche Lösungen angemessen sind und wie stark und warum die Universitätsstandorte und die Vertretungen dort gestärkt werden sollen. (Abg. Krainer: Billige Propaganda!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Ein starkes Rektorenteam, ein starkes Leitungsdreieck zwischen Rektoren, Uni-Rat und Senat (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und dem muss eine starke Studierendenvertretung gegenüberstehen. Und ich bin der Vorsitzendenkonferenz sehr dankbar, denn sie hat im Wesentlichen diese Punkte schon im Sommer allen Fraktionen in Gesprächen übermittelt oder in schriftlicher Form überreicht, wie ich gehört habe. Dieser Entwurf enthält die Punkte, die wir jetzt berücksichtigen. Er enthält zum Beispiel noch eine stärkere Umverteilung der Mittel. Stärkung heißt ja stärkere demokratische Legitimation und Umverteilung der Mittel, damit dort, wo die Aufgaben anfallen, auch die Mittel zur Verfügung stehen. Und die Mittel sollten nach Vorschlag der Vorsitzendenkonferenz noch stärker zugunsten der Studierendenvertretung vor Ort verteilt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unser Vorschlag, unser Initiativantrag, den wir gemeinsam mit Kollegin Achleitner eingebracht haben, enthält eine maßvolle Umverteilung. Die Studierendenvertretung auf der Bundesebene soll es ja weiter geben. Bitte tun Sie nicht so, als würden wir die abschaffen! Sprechen Sie differenzierter, sprechen Sie sachgerechter! Das gilt natürlich besonders im Zusammenhang mit der Universität, aber eigentlich im Zusammenhang mit jeder politischen Materie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Das wissen wir!
Meine Damen und Herren! Mit dieser Novelle, die wir noch ausreichend diskutieren können, stärken wir auch die kleinen Gruppen an den Universitäten. Durch die weitere Ausdifferenzierung der Universitäten gegenüber einem Zustand etwa nach dem Zweiten Weltkrieg sind die Probleme unterschiedlicher geworden. Die Probleme an der Technischen Universität, Herr Kollege Broukal, die Sie immer so gern ansprechen, sind andere als die an der Kunstuniversität etwa in Graz. (Abg. Dr. Grünewald: Das wissen wir!) Danke! Dann berücksichtigen Sie das! Dann werden Sie wissen, dass diese nicht mehr von einer von einer homogenen Universitätslandschaft ausgehenden Studierendenvertretung vertreten werden können. Das ist der Punkt, meine Damen und Herren!
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Wir werden – und darüber bin ich sehr froh – die Forschungsinfrastrukturverbesserungsmittel bekommen! Seien Sie sich dessen sicher! (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Das ist auch eine logische Sache, weil forschungsgeleitete Lehre von einer guten Forschungsinfrastrukturausstattung profitiert (Abg. Broukal: Das ist ja unwahr, was Sie sagen!), und daher ist das eine Forschungsinvestition. (Abg. Broukal: Das ist unwahr, was Sie sagen!) Die Universitäten werden diese Mittel zur Verfügung haben und werden damit ihre Lehre und ihre Forschung und damit die Qualität des Studienangebots verbessern können.
Abg. Broukal: Das ist ja unwahr, was Sie sagen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Wir werden – und darüber bin ich sehr froh – die Forschungsinfrastrukturverbesserungsmittel bekommen! Seien Sie sich dessen sicher! (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Das ist auch eine logische Sache, weil forschungsgeleitete Lehre von einer guten Forschungsinfrastrukturausstattung profitiert (Abg. Broukal: Das ist ja unwahr, was Sie sagen!), und daher ist das eine Forschungsinvestition. (Abg. Broukal: Das ist unwahr, was Sie sagen!) Die Universitäten werden diese Mittel zur Verfügung haben und werden damit ihre Lehre und ihre Forschung und damit die Qualität des Studienangebots verbessern können.
Abg. Broukal: Das ist unwahr, was Sie sagen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Wir werden – und darüber bin ich sehr froh – die Forschungsinfrastrukturverbesserungsmittel bekommen! Seien Sie sich dessen sicher! (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Das ist auch eine logische Sache, weil forschungsgeleitete Lehre von einer guten Forschungsinfrastrukturausstattung profitiert (Abg. Broukal: Das ist ja unwahr, was Sie sagen!), und daher ist das eine Forschungsinvestition. (Abg. Broukal: Das ist unwahr, was Sie sagen!) Die Universitäten werden diese Mittel zur Verfügung haben und werden damit ihre Lehre und ihre Forschung und damit die Qualität des Studienangebots verbessern können.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Ich kann nur sagen: „Weitermachen!“ ist eine gute Motivation! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Abg. Dr. Brinek: Dann beteiligen Sie sich nicht!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Studierende! Es ist richtig, Frau Brinek: Ich bin nicht überrascht. Aber warum? – Weil mich in dieser Debatte überhaupt nichts mehr überrascht. Es nervt auch, dass in Budgetreden sozusagen diese Fortschreibung des ewigen Pro und Contra (Abg. Dr. Brinek: Dann beteiligen Sie sich nicht!), des Lobens und Kritisierens, die viel geschätzte, von der Bundesregierung propagierte Bewegung eigentlich zum Stillstand kommen lässt. Sie reden dauernd davon, dass man der Wahrheit Genüge tun soll. Ich glaube, alles durch die rosarote Brille zu betrachten, das trübt den Blick; und immer wieder dieselben Argumente zu hören lässt Zuhörer mit oder ohne Hörhilfen einschlafen. Das geht nicht! Ich möchte Ihnen wirklich sagen: Bewegen Sie sich ein Mal nur in die Höhen und Tiefen der Universitäten, und Sie werden feststellen, dass Defizit und Mangel häufiger zu sehen sind, als Sie es beschreiben, und Überfluss und Luxus ein eher seltenes Ereignis sind! (Abg. Dr. Brinek: Wer hat von „Luxus“ gesprochen? – Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Dr. Brinek: Wer hat von „Luxus“ gesprochen? – Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Studierende! Es ist richtig, Frau Brinek: Ich bin nicht überrascht. Aber warum? – Weil mich in dieser Debatte überhaupt nichts mehr überrascht. Es nervt auch, dass in Budgetreden sozusagen diese Fortschreibung des ewigen Pro und Contra (Abg. Dr. Brinek: Dann beteiligen Sie sich nicht!), des Lobens und Kritisierens, die viel geschätzte, von der Bundesregierung propagierte Bewegung eigentlich zum Stillstand kommen lässt. Sie reden dauernd davon, dass man der Wahrheit Genüge tun soll. Ich glaube, alles durch die rosarote Brille zu betrachten, das trübt den Blick; und immer wieder dieselben Argumente zu hören lässt Zuhörer mit oder ohne Hörhilfen einschlafen. Das geht nicht! Ich möchte Ihnen wirklich sagen: Bewegen Sie sich ein Mal nur in die Höhen und Tiefen der Universitäten, und Sie werden feststellen, dass Defizit und Mangel häufiger zu sehen sind, als Sie es beschreiben, und Überfluss und Luxus ein eher seltenes Ereignis sind! (Abg. Dr. Brinek: Wer hat von „Luxus“ gesprochen? – Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wenn Sie von dem vorliegenden Budget sprechen und dieses mit „Weltklasse“ verbinden, dann muss das manchen wie eine reine Luxusrede anmuten – und Luxusreden sind auch überflüssig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, dass in der Wissenschaft – Frau Bundesministerin, da können Sie nicht nein sagen – die Redlichkeit der Argumente, die Übereinstimmung von Aussagen mit der Wirklichkeit schon irgendetwas bedeuten müssen – und nicht nur Weihrauch, Selbstbelobigung und dieser getrübte Blick, wo wiederum Sehhilfen nichts ausrichten werden. Ich verstehe unsere Astronomen und Astrophysiker, dass sie ein Fernrohr, ein Observatorium brauchen, um manche Dinge klarer zu sehen, als Sie es ihnen möglich machen, weil Sie den Beitrag nicht bezahlen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Es ist auch nicht, Frau Brinek, jeder Tag, an dem das Parlament tagt, der 1. April! Sie können Rektoren, Universitäten, Betroffene, Studierende und WissenschafterInnen nicht pausenlos der Unwahrheit und der Übertreibung bezichtigen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Natürlich, Sie sagen es ja: Alles wird „schlecht geredet“. (Abg. Dr. Brinek: Ja, von den Kollegen von euch!) Die Universitäten sind für das, was sie haben, relativ gut! Aber lesen Sie in der Zeitung, was die Rektorenkonferenz sagt: Österreich ist durchschnittlich. – Leider! Sie wissen aber auch, dass die großen Forschungsuniversitäten der USA, deren Namen wir immer wieder hören – und das ist ja so absurd: Klagenfurt, Stanford, Leoben, ETH Zürich zu vergleichen –, also etwa Stanford und Harvard, pro Universität ein Budget haben, das so hoch ist wie jenes, das das ganze Ressort von Gehrer für die Universitäten zur Verfügung hat. Sagen Sie das bitte endlich einmal dazu! (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber nicht vom Staat, bitte! Sagen Sie das einmal dazu! – Abg. Dr. Brinek: Vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen!)
Abg. Dr. Brinek: Ja, von den Kollegen von euch!
Es ist auch nicht, Frau Brinek, jeder Tag, an dem das Parlament tagt, der 1. April! Sie können Rektoren, Universitäten, Betroffene, Studierende und WissenschafterInnen nicht pausenlos der Unwahrheit und der Übertreibung bezichtigen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Natürlich, Sie sagen es ja: Alles wird „schlecht geredet“. (Abg. Dr. Brinek: Ja, von den Kollegen von euch!) Die Universitäten sind für das, was sie haben, relativ gut! Aber lesen Sie in der Zeitung, was die Rektorenkonferenz sagt: Österreich ist durchschnittlich. – Leider! Sie wissen aber auch, dass die großen Forschungsuniversitäten der USA, deren Namen wir immer wieder hören – und das ist ja so absurd: Klagenfurt, Stanford, Leoben, ETH Zürich zu vergleichen –, also etwa Stanford und Harvard, pro Universität ein Budget haben, das so hoch ist wie jenes, das das ganze Ressort von Gehrer für die Universitäten zur Verfügung hat. Sagen Sie das bitte endlich einmal dazu! (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber nicht vom Staat, bitte! Sagen Sie das einmal dazu! – Abg. Dr. Brinek: Vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Aber nicht vom Staat, bitte! Sagen Sie das einmal dazu! – Abg. Dr. Brinek: Vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen!
Es ist auch nicht, Frau Brinek, jeder Tag, an dem das Parlament tagt, der 1. April! Sie können Rektoren, Universitäten, Betroffene, Studierende und WissenschafterInnen nicht pausenlos der Unwahrheit und der Übertreibung bezichtigen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Natürlich, Sie sagen es ja: Alles wird „schlecht geredet“. (Abg. Dr. Brinek: Ja, von den Kollegen von euch!) Die Universitäten sind für das, was sie haben, relativ gut! Aber lesen Sie in der Zeitung, was die Rektorenkonferenz sagt: Österreich ist durchschnittlich. – Leider! Sie wissen aber auch, dass die großen Forschungsuniversitäten der USA, deren Namen wir immer wieder hören – und das ist ja so absurd: Klagenfurt, Stanford, Leoben, ETH Zürich zu vergleichen –, also etwa Stanford und Harvard, pro Universität ein Budget haben, das so hoch ist wie jenes, das das ganze Ressort von Gehrer für die Universitäten zur Verfügung hat. Sagen Sie das bitte endlich einmal dazu! (Abg. Mag. Donnerbauer: Aber nicht vom Staat, bitte! Sagen Sie das einmal dazu! – Abg. Dr. Brinek: Vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, wenn man das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ auf manche Budgetdebatte übertragen würde, würde man sich auf FKK-Strände versetzt fühlen, so sehr bestimmt der Schein die Wirklichkeit und Ihr Sein! Das geht so nicht, sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie Steigerungen nur dadurch erreichen, dass Sie die schlechtesten Budgetjahre der Uni als Bezugspunkt wählen, so sage ich Ihnen: Das ist keine Kunst! Aber dann sage ich Ihnen gleich: Nehmen Sie die Zeit der Türkenkriege her, dann ist die Steigerung, die Sie da geleistet haben, enorm! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Selten, aber doch!
Ich glaube, die ÖH und die Studentenschaft verdienen mehr als die zwei, drei Minuten, die mir jetzt noch verbleiben. Das Wesentliche werde ich daher am Nachmittag sagen. Aber: Der ORF hat in der „Zeit im Bild 3“ ein hervorragendes, ja aufklärerisches – was beim ORF vorkommen kann und tatsächlich vorkommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten, aber doch!) – Säulendiagramm präsentiert, in dem die Wahlergebnisse der ÖH in der Vergangenheit auf die nächstjährigen Wahlen nach dem neuen Gesetz hochgerechnet werden. Und siehe da: Da werden manche Säulchen kleiner und manche größer. Jetzt raten Sie einmal, welche Säulen höher werden! (Abg. Dr. Brinek: Es zählt ja das Ergebnis, Herr Kollege!) – Die Ihrer Fraktionen! Und wenn Sie sagen – das war ja ganz toll, was Amon zuerst gesagt hat –, das trägt nur der neuen Universitätsstruktur Rechnung, dann darf ich Ihnen etwas sagen: Da können Sie gleich Gemeinderatswahlen machen, und die Gemeinden schicken dann die Parlamentarier ins Parlament – was sagen Sie dazu? (Abg. Dr. Brinek: Arbeiterkammerwahlen!) –, nach dem Motto: Wir sind doch ein Bundesstaat, wozu haben wir noch das Parlament? – Also zeichnen Sie vielleicht einmal Säulendiagramme, die zeigen, wie es ohne Parlament oder auf Grund von Gemeinderatswahlen ginge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Gib ihnen keine guten Tipps! Die machen das, Kurt! Vorsicht!)
Abg. Dr. Brinek: Es zählt ja das Ergebnis, Herr Kollege!
Ich glaube, die ÖH und die Studentenschaft verdienen mehr als die zwei, drei Minuten, die mir jetzt noch verbleiben. Das Wesentliche werde ich daher am Nachmittag sagen. Aber: Der ORF hat in der „Zeit im Bild 3“ ein hervorragendes, ja aufklärerisches – was beim ORF vorkommen kann und tatsächlich vorkommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten, aber doch!) – Säulendiagramm präsentiert, in dem die Wahlergebnisse der ÖH in der Vergangenheit auf die nächstjährigen Wahlen nach dem neuen Gesetz hochgerechnet werden. Und siehe da: Da werden manche Säulchen kleiner und manche größer. Jetzt raten Sie einmal, welche Säulen höher werden! (Abg. Dr. Brinek: Es zählt ja das Ergebnis, Herr Kollege!) – Die Ihrer Fraktionen! Und wenn Sie sagen – das war ja ganz toll, was Amon zuerst gesagt hat –, das trägt nur der neuen Universitätsstruktur Rechnung, dann darf ich Ihnen etwas sagen: Da können Sie gleich Gemeinderatswahlen machen, und die Gemeinden schicken dann die Parlamentarier ins Parlament – was sagen Sie dazu? (Abg. Dr. Brinek: Arbeiterkammerwahlen!) –, nach dem Motto: Wir sind doch ein Bundesstaat, wozu haben wir noch das Parlament? – Also zeichnen Sie vielleicht einmal Säulendiagramme, die zeigen, wie es ohne Parlament oder auf Grund von Gemeinderatswahlen ginge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Gib ihnen keine guten Tipps! Die machen das, Kurt! Vorsicht!)
Abg. Dr. Brinek: Arbeiterkammerwahlen!
Ich glaube, die ÖH und die Studentenschaft verdienen mehr als die zwei, drei Minuten, die mir jetzt noch verbleiben. Das Wesentliche werde ich daher am Nachmittag sagen. Aber: Der ORF hat in der „Zeit im Bild 3“ ein hervorragendes, ja aufklärerisches – was beim ORF vorkommen kann und tatsächlich vorkommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten, aber doch!) – Säulendiagramm präsentiert, in dem die Wahlergebnisse der ÖH in der Vergangenheit auf die nächstjährigen Wahlen nach dem neuen Gesetz hochgerechnet werden. Und siehe da: Da werden manche Säulchen kleiner und manche größer. Jetzt raten Sie einmal, welche Säulen höher werden! (Abg. Dr. Brinek: Es zählt ja das Ergebnis, Herr Kollege!) – Die Ihrer Fraktionen! Und wenn Sie sagen – das war ja ganz toll, was Amon zuerst gesagt hat –, das trägt nur der neuen Universitätsstruktur Rechnung, dann darf ich Ihnen etwas sagen: Da können Sie gleich Gemeinderatswahlen machen, und die Gemeinden schicken dann die Parlamentarier ins Parlament – was sagen Sie dazu? (Abg. Dr. Brinek: Arbeiterkammerwahlen!) –, nach dem Motto: Wir sind doch ein Bundesstaat, wozu haben wir noch das Parlament? – Also zeichnen Sie vielleicht einmal Säulendiagramme, die zeigen, wie es ohne Parlament oder auf Grund von Gemeinderatswahlen ginge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Gib ihnen keine guten Tipps! Die machen das, Kurt! Vorsicht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Gib ihnen keine guten Tipps! Die machen das, Kurt! Vorsicht!
Ich glaube, die ÖH und die Studentenschaft verdienen mehr als die zwei, drei Minuten, die mir jetzt noch verbleiben. Das Wesentliche werde ich daher am Nachmittag sagen. Aber: Der ORF hat in der „Zeit im Bild 3“ ein hervorragendes, ja aufklärerisches – was beim ORF vorkommen kann und tatsächlich vorkommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten, aber doch!) – Säulendiagramm präsentiert, in dem die Wahlergebnisse der ÖH in der Vergangenheit auf die nächstjährigen Wahlen nach dem neuen Gesetz hochgerechnet werden. Und siehe da: Da werden manche Säulchen kleiner und manche größer. Jetzt raten Sie einmal, welche Säulen höher werden! (Abg. Dr. Brinek: Es zählt ja das Ergebnis, Herr Kollege!) – Die Ihrer Fraktionen! Und wenn Sie sagen – das war ja ganz toll, was Amon zuerst gesagt hat –, das trägt nur der neuen Universitätsstruktur Rechnung, dann darf ich Ihnen etwas sagen: Da können Sie gleich Gemeinderatswahlen machen, und die Gemeinden schicken dann die Parlamentarier ins Parlament – was sagen Sie dazu? (Abg. Dr. Brinek: Arbeiterkammerwahlen!) –, nach dem Motto: Wir sind doch ein Bundesstaat, wozu haben wir noch das Parlament? – Also zeichnen Sie vielleicht einmal Säulendiagramme, die zeigen, wie es ohne Parlament oder auf Grund von Gemeinderatswahlen ginge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sburny: Gib ihnen keine guten Tipps! Die machen das, Kurt! Vorsicht!)
Abg. Öllinger: Keine Tipps!
Oder: Sie machen Betriebsratswahlen und sagen: Wofür brauche ich noch eine Gewerkschaft, wenn ich Betriebsratswahlen mache? (Abg. Öllinger: Keine Tipps!) Wozu brauche ich noch eine Arbeiterkammer, wenn ich Betriebsratswahlen mache? – Schauen Sie, dieses Argument geht sprichwörtlich in die Hose! (Abg. Öllinger: Die machen das wirklich, Kurt! Vorsicht!)
Abg. Öllinger: Die machen das wirklich, Kurt! Vorsicht!
Oder: Sie machen Betriebsratswahlen und sagen: Wofür brauche ich noch eine Gewerkschaft, wenn ich Betriebsratswahlen mache? (Abg. Öllinger: Keine Tipps!) Wozu brauche ich noch eine Arbeiterkammer, wenn ich Betriebsratswahlen mache? – Schauen Sie, dieses Argument geht sprichwörtlich in die Hose! (Abg. Öllinger: Die machen das wirklich, Kurt! Vorsicht!)
Abg. Öllinger: Servus! Das merkt man!
Was ich abschließend sagen möchte – ich werde am Nachmittag fortsetzen –: Frau Bundesministerin Gehrer, ich habe vor einigen Wochen wirklich ein passables Gespräch mit Ihnen geführt. Damals haben Sie gesagt, Sie werden dieses Hochschülerschaftsgesetz im Konsens mit den Vertretern der Hochschülerinnen und Hochschüler erstellen und den Konsens mit der Opposition suchen. (Abg. Öllinger: Servus! Das merkt man!) – Ich habe Ihnen geglaubt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
ganz grobe Täuschung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie entziehen dieses Gesetz einer seriösen Begutachtung durch die betreffenden Personen. (Abg. Dr. Brinek: Sie distanzieren sich von ...!) – Ich distanziere mich nicht vom Parlament, aber ich distanziere mich davon, dass im Parlament pausenlos 1. April gespielt wird! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Sie distanzieren sich von ...!
ganz grobe Täuschung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie entziehen dieses Gesetz einer seriösen Begutachtung durch die betreffenden Personen. (Abg. Dr. Brinek: Sie distanzieren sich von ...!) – Ich distanziere mich nicht vom Parlament, aber ich distanziere mich davon, dass im Parlament pausenlos 1. April gespielt wird! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ganz grobe Täuschung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie entziehen dieses Gesetz einer seriösen Begutachtung durch die betreffenden Personen. (Abg. Dr. Brinek: Sie distanzieren sich von ...!) – Ich distanziere mich nicht vom Parlament, aber ich distanziere mich davon, dass im Parlament pausenlos 1. April gespielt wird! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) Herr Kollege Broukal! Herr Kollege Grünewald! Ich denke, Sie müssen schon einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch das neue Universitätsgesetz der Bund nicht mehr die Kompetenzzentrale – weder für die Universitäten noch für die Hochschülerschaften – ist. (Abg. Broukal: Ist das jetzt keine Bundeskompetenz mehr, die Universitäten?) Und: Es kann bei Gott nicht die Rede davon sein, dass die Österreichische Hochschülerschaft abgeschafft wird, mundtot gemacht wird oder zerschlagen wird – wie Sie die ganze Zeit von sich geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Sind die Universitäten keine Bundeskompetenz mehr?)
Abg. Broukal: Ist das jetzt keine Bundeskompetenz mehr, die Universitäten?
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) Herr Kollege Broukal! Herr Kollege Grünewald! Ich denke, Sie müssen schon einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch das neue Universitätsgesetz der Bund nicht mehr die Kompetenzzentrale – weder für die Universitäten noch für die Hochschülerschaften – ist. (Abg. Broukal: Ist das jetzt keine Bundeskompetenz mehr, die Universitäten?) Und: Es kann bei Gott nicht die Rede davon sein, dass die Österreichische Hochschülerschaft abgeschafft wird, mundtot gemacht wird oder zerschlagen wird – wie Sie die ganze Zeit von sich geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Sind die Universitäten keine Bundeskompetenz mehr?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Sind die Universitäten keine Bundeskompetenz mehr?
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) Herr Kollege Broukal! Herr Kollege Grünewald! Ich denke, Sie müssen schon einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch das neue Universitätsgesetz der Bund nicht mehr die Kompetenzzentrale – weder für die Universitäten noch für die Hochschülerschaften – ist. (Abg. Broukal: Ist das jetzt keine Bundeskompetenz mehr, die Universitäten?) Und: Es kann bei Gott nicht die Rede davon sein, dass die Österreichische Hochschülerschaft abgeschafft wird, mundtot gemacht wird oder zerschlagen wird – wie Sie die ganze Zeit von sich geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Sind die Universitäten keine Bundeskompetenz mehr?)
Abg. Sburny: Für die Bundes-ÖH!
Die Novellierung des ÖH-Gesetzes spiegelt die Struktur des Universitätsgesetzes wider, wobei die Universitäten, die autonom sind, Kompetenzen haben und dort die Entscheidungen für die Studenten und die Universitäten (Abg. Sburny: Für die Bundes-ÖH!) gefällt werden. Genau dort müssen starke Universitätsvertretungen sein, und dazu stehen wir! Das steht in diesem Hochschülerschaftsgesetz, und das Hochschülerschaftsgesetz hat mehr Transparenz, hat mehr Demokratie, weil auch kleinere Gruppen jetzt die Chance haben, durch Leistungsverbände in die Bundesvertretung zu kommen. Deshalb unterstützen wir dieses Hochschülerschaftsgesetz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Novellierung des ÖH-Gesetzes spiegelt die Struktur des Universitätsgesetzes wider, wobei die Universitäten, die autonom sind, Kompetenzen haben und dort die Entscheidungen für die Studenten und die Universitäten (Abg. Sburny: Für die Bundes-ÖH!) gefällt werden. Genau dort müssen starke Universitätsvertretungen sein, und dazu stehen wir! Das steht in diesem Hochschülerschaftsgesetz, und das Hochschülerschaftsgesetz hat mehr Transparenz, hat mehr Demokratie, weil auch kleinere Gruppen jetzt die Chance haben, durch Leistungsverbände in die Bundesvertretung zu kommen. Deshalb unterstützen wir dieses Hochschülerschaftsgesetz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Daliegen“?! „Daliegen“?! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen
Herr Kollege Grünewald! Ich denke, man kann nicht von einer rosaroten Brille sprechen, wenn Professor Felderer, der Chef des Instituts für Höhere Studien, sagt, dass die Universitäten im internationalen Vergleich sehr gut daliegen, denn mit 1,2 Prozent des BIP (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Daliegen“?! „Daliegen“?! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) an Ausgaben für den tertiären Bereich liegt Österreich gleichauf mit der Schweiz, liegt Österreich besser als Deutschland, besser als Frankreich und auch besser als England. Und das kann sich sehr wohl sehen lassen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Die Universitäten „liegen gut da“!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Die Universitäten „liegen gut da“!
Herr Kollege Grünewald! Ich denke, man kann nicht von einer rosaroten Brille sprechen, wenn Professor Felderer, der Chef des Instituts für Höhere Studien, sagt, dass die Universitäten im internationalen Vergleich sehr gut daliegen, denn mit 1,2 Prozent des BIP (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Daliegen“?! „Daliegen“?! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) an Ausgaben für den tertiären Bereich liegt Österreich gleichauf mit der Schweiz, liegt Österreich besser als Deutschland, besser als Frankreich und auch besser als England. Und das kann sich sehr wohl sehen lassen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Die Universitäten „liegen gut da“!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich ist es für die Universitäten zurzeit nicht einfach; der Aufbau der neuen Strukturen ist eine große Herausforderung. Die Universitäten haben sich diese Autonomie gewünscht, und sie haben daher auch jetzt ein höheres Maß an Eigenverantwortung. Ich denke, Kollege Broukal, aufhetzen und polemisieren hilft den Universitäten überhaupt nichts. Die Unis brauchen Unterstützung und Motivation – auch von uns Politikern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist mir noch wichtig, einen Punkt zu erwähnen: Auch für die Frauenförderung ist in diesem Budget sehr viel vorgesehen. Zwischen 2002 und 2006 stehen über 17 Millionen € für frauenpolitische Maßnahmen zur Verfügung: Doktorandinnenprogramme, internationale Stipendienprogramme, aber auch Anlaufstellen für Kinderbetreuungsfragen und Qualifikationsprogramme, damit Nachwuchsforscherinnen auch in Zukunft besser gefördert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lassen Sie die Unis in Zukunft in Ruhe arbeiten, und nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass die Zeiten des Zentralismus an den österreichischen Universitäten vorbei sind! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Die Universitäten erhalten aber zusätzlich – da wir nicht mehr nach dem alten Gießkannensystem vorgehen – für Forschungsinfrastruktur, die ja auch für die Lehre sehr wichtig ist, 50 Millionen €, die vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung an diesem Vormittag gerade beschlossen wurden. Ich bedanke mich herzlich und freue mich (Beifall bei der ÖVP): 50 Millionen € mehr bis Anfang 2006 für die Forschungsinfrastruktur, die Nachbeschaffung an den Universitäten!
Abg. Sburny: Das frage ich mich bei der Bundespolitik auch immer!
Ich glaube, es ist wirklich der richtige Weg, dass die Universitätsvertretungen vor Ort die Kompetenz und das Gewicht haben, dass sie wirklich die Herausforderungen an den Universitäten lösen. Wie kann ein Bundesvorsitzender aus Salzburg die Verhältnisse in Graz so gut kennen, dass er dort Lösungen herbeiführt? (Abg. Sburny: Das frage ich mich bei der Bundespolitik auch immer!) Deswegen haben wir die Universitätsvertretungen vor Ort, 21 werden direkt, demokratisch und frei gewählt.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner. – Abg. Dr. Pilz: Das ist das Sowjetsystem! Das klassische Sowjetsystem!
Es wird überhaupt niemand mundtot gemacht. Es kann jeder seine Meinung sagen. Aus diesen frei gewählten Universitätsvertretungen gibt es Delegierte, die in geheimer Wahl ihre Vorsitzenden und ihre Stellvertreter wählen. Das ist an und für sich eine äußerst demokratische Vorgangsweise. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner. – Abg. Dr. Pilz: Das ist das Sowjetsystem! Das klassische Sowjetsystem!)
Abg. Broukal: Wer will das abschaffen bei Ihnen? Die ÖVP oder die FPÖ?
Meine Damen und Herren! Es gab auch Diskussionen, die über die ÖH-Pflichtmitgliedschaft geführt wurden. Ich habe mich vehement dafür eingesetzt, dass diese Pflichtmitgliedschaft an den Universitäten bestehen bleibt. (Abg. Broukal: Wer will das abschaffen bei Ihnen? Die ÖVP oder die FPÖ?) Das ist die Pflichtmitgliedschaft, die jeden Studierenden dazu verpflichtet, 14,8 € pro Studierenden an die Hochschülerschaft zu bezahlen. (Abg. Dr. Pilz: „Genossin Gehrer“!) Die Hochschülerschaft hat damit ein Budget von 6,26 Millionen € jährlich. Bisher hat die Bundesvertretung 30 Prozent des Budgets erhalten und die Universitätsvertretungen 70 Prozent.
Abg. Dr. Pilz: „Genossin Gehrer“!
Meine Damen und Herren! Es gab auch Diskussionen, die über die ÖH-Pflichtmitgliedschaft geführt wurden. Ich habe mich vehement dafür eingesetzt, dass diese Pflichtmitgliedschaft an den Universitäten bestehen bleibt. (Abg. Broukal: Wer will das abschaffen bei Ihnen? Die ÖVP oder die FPÖ?) Das ist die Pflichtmitgliedschaft, die jeden Studierenden dazu verpflichtet, 14,8 € pro Studierenden an die Hochschülerschaft zu bezahlen. (Abg. Dr. Pilz: „Genossin Gehrer“!) Die Hochschülerschaft hat damit ein Budget von 6,26 Millionen € jährlich. Bisher hat die Bundesvertretung 30 Prozent des Budgets erhalten und die Universitätsvertretungen 70 Prozent.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Darabos: Wollen Sie das Parlament auch abschaffen? – Abg. Dr. Pilz: Bravo, „Genossin Gehrer“!
Es soll bis zum Jahr 2007 einen langsamen Übergang dahin gehend geben, dass die Universitätsvertretungen 85 Prozent erhalten und die Bundesvertretung 15 Prozent erhält. Ich glaube, das ist richtig so, damit sind die Universitätsvertretungen vor Ort gestärkt. Das sind 21 direkt demokratisch gewählte Universitätsvertretungen, die vor Ort für die Studierenden eintreten, die die Partner der Rektoren und die Partner der Universitätsleitung sind. Das ist eine aus einem breiten Forum gewählte Hochschülerschaft auf Bundesebene, die der Partner der Regierung ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Darabos: Wollen Sie das Parlament auch abschaffen? – Abg. Dr. Pilz: Bravo, „Genossin Gehrer“!)
Abg. Dr. Grünewald: Das war bis jetzt auch so!
Meine Damen und Herren! Ich halte jede Berechung, jetzt zu sagen, das wird im Mai oder im Juni an den Universitäten im Verhältnis so oder so ausschauen, für falsch. Die jungen Studierenden wählen sich ihre Universitätsvertretung selber. (Abg. Dr. Grünewald: Das war bis jetzt auch so!) Da können jetzt keine Berechnungen angestellt werden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden sehen, welche Gruppierungen sich wirklich für die Studierenden einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Universitäten haben in den letzten fünf Jahren 15 Prozent ihres Budgets, gemessen am BIP, verloren, was Sie und die ÖVP verantworten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Kurz noch anschließend an Kollegen Broukal und zu den Zahlen, mit denen uns die Frau Bundesministerin immer wortreich darzustellen versucht, wie gut es den Universitäten geht. Faktum ist, dass der Anteil des Budgets, das für die Universitäten am Gesamtbudget zur Verfügung steht, seitdem Sie an der Regierung sind, Jahr für Jahr sinkt. Und Faktum ist, dass die 100 Millionen €, die die Universitäten dringend als Notprogramm bräuchten, nach wie vor nicht zur Verfügung stehen. Das wollen wir festhalten, auch wenn Sie hier wortreich versuchen, das Gegenteil zu erklären. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Sie dürften es nicht gelesen haben! Da steht nichts von „zerstören“!
Zur Frage der ÖH. Selbstverständlich geht es offensichtlich darum, eine unbequeme Interessenvertretung zu zerstören, mundtot zu machen, ihr den Geldhahn zuzudrehen, sie handlungsunfähig zu machen, zu schwächen et cetera. (Abg. Mag. Donnerbauer: Sie dürften es nicht gelesen haben! Da steht nichts von „zerstören“!) Wenn Sie sich hier herstellen, werte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien, und erklären, das sei doch nur eine notwendige Strukturreform, eine Stärkung der Standorte, das sei eine Folge des neuen Gesetzes und demokratiepolitisch völlig in Ordnung, dann frage ich mich, ob Sie das wirklich glauben. Offen gestanden: Ich kann mir das nicht vorstellen, ich traue mich nicht, mir das vorzustellen, denn damit würde ich irgendwie Ihre Intelligenz unterschätzen. Und, bitte, unterschätzen Sie unsere nicht, wenn Sie so argumentieren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Frage der ÖH. Selbstverständlich geht es offensichtlich darum, eine unbequeme Interessenvertretung zu zerstören, mundtot zu machen, ihr den Geldhahn zuzudrehen, sie handlungsunfähig zu machen, zu schwächen et cetera. (Abg. Mag. Donnerbauer: Sie dürften es nicht gelesen haben! Da steht nichts von „zerstören“!) Wenn Sie sich hier herstellen, werte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien, und erklären, das sei doch nur eine notwendige Strukturreform, eine Stärkung der Standorte, das sei eine Folge des neuen Gesetzes und demokratiepolitisch völlig in Ordnung, dann frage ich mich, ob Sie das wirklich glauben. Offen gestanden: Ich kann mir das nicht vorstellen, ich traue mich nicht, mir das vorzustellen, denn damit würde ich irgendwie Ihre Intelligenz unterschätzen. Und, bitte, unterschätzen Sie unsere nicht, wenn Sie so argumentieren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Broukal: Hört, hört!
Man muss sich das Gesamtbild anschauen, das mit der Idee begonnen hat, als Sie in die Regierung gekommen sind, Oppositionspolitiker, die im Ausland die Regierung kritisieren, strafrechtlich zu verfolgen. (Abg. Broukal: Hört, hört!) Man muss sich den Hauptverband in Erinnerung rufen, den ORF und (Abg. Mag. Donnerbauer: Wenn es bei der Arbeiterkammer funktioniert hat, ...!) die Arbeiterkammer. Das, was dort jetzt passiert, ist, dass der Bundeskanzler von dieser Stelle aus vor wenigen Wochen gesagt hat: Die Arbeiterkammer soll nicht ungestraft derartige Beispiele vorlegen können. – Sie erinnern sich? „Soll nicht ungestraft können“?!
Abg. Mag. Donnerbauer: Wenn es bei der Arbeiterkammer funktioniert hat, ...!
Man muss sich das Gesamtbild anschauen, das mit der Idee begonnen hat, als Sie in die Regierung gekommen sind, Oppositionspolitiker, die im Ausland die Regierung kritisieren, strafrechtlich zu verfolgen. (Abg. Broukal: Hört, hört!) Man muss sich den Hauptverband in Erinnerung rufen, den ORF und (Abg. Mag. Donnerbauer: Wenn es bei der Arbeiterkammer funktioniert hat, ...!) die Arbeiterkammer. Das, was dort jetzt passiert, ist, dass der Bundeskanzler von dieser Stelle aus vor wenigen Wochen gesagt hat: Die Arbeiterkammer soll nicht ungestraft derartige Beispiele vorlegen können. – Sie erinnern sich? „Soll nicht ungestraft können“?!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Diskussionen, die Sie hoffentlich intern führen, halte ich für ganz wichtig. Ich ersuche Sie sehr, diese Dinge sehr ernst zu nehmen und nicht für kleine Schritte zu halten, die nicht von Bedeutung sind. Halten Sie sich immer das Gesamtbild vor Augen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Mag. Kogler: Für den Seipel ist das zu viel! Für den ist überhaupt nichts gut!
Die Basisabgeltung der Bundesmuseen bleibt für den Budgetzeitraum 2005/2006 allerdings gleich. Die Anhebung um 1,16 Millionen € dient der Finanzierung der Erweiterung der Österreichischen Nationalbibliothek durch die Übernahme des Palais Mollard für das Globenmuseum und den nach einer Flächenkorrektur höheren Betriebskosten des Naturhistorischen Museums. Insgesamt ist es jedenfalls ein gutes Kulturbudget, das Ministerin Gehrer mit dem Finanzminister ausverhandelt hat. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Mag. Kogler: Für den Seipel ist das zu viel! Für den ist überhaupt nichts gut!)
Abg. Mag. Kogler: Sie reden völlig an den Fragen vorbei!
Einzelne unkommentierte Punkte aus dem Rohbericht also zum Gegenstand öffentlicher Debatten zu machen, wie das zurzeit geschieht, sie von den Medien interpretieren zu lassen und auf dieser Basis Konsequenzen für die Geschäftsführung des KHM zu fordern, das ist einfach unzulässig. Das ist nicht in Ordnung! (Abg. Mag. Kogler: Sie reden völlig an den Fragen vorbei!)
Beifall bei der ÖVP.
Und wir werden uns ganz bestimmt nicht von dieser unserer korrekten Vorgangsweise abbringen lassen, auch nicht, wenn Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, uns dorthin bringen wollen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das mit Sicherheit!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Irgendwie habe ich das Problem, dass ich auf Grund der Kompetenzverteilung in den Ministerien nicht so recht weiß, was für den Staat Kunst und Kultur ist. Vielleicht wissen Sie es besser. (Abg. Großruck: Das mit Sicherheit!) Da beginnt eigentlich schon die gesamte Problematik der Kulturpolitik, dass nämlich niemand weiß, wo das Ganze hingeht. Das ist genau genommen ein Trauerspiel. Es gibt keine Linie, kein Wollen und keine Freude am herrschenden Diskurs.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Zentral verwaltete Kunstwirtschaft! Sie schaffen an, was Kunst ist!
Schlussendlich gibt es das Ganze im Verhältnis mit einer real existierenden Vollrechtsfähigkeit. Diese bedeutet im Wesentlichen, dass nicht einmal die Aufgaben und die Kompetenzverteilungen dieser Museen geklärt ist. Wir haben im Augenblick ein sehr gutes Beispiel: Vor wenigen Wochen – das haben Sie vielleicht mitbekommen – wurde in der Albertina eine große Rubensausstellung eröffnet, in wenigen Tagen wird auch im Kunsthistorischen Museum eine große Rubensausstellung eröffnet. Ich frage mich wirklich, ob hier nicht ein darwinistischer Verdrängungswettkampf, verbunden mit mangelnder Koordination, besteht, der letzten Endes zu Lasten aller Steuerzahler und des Staatshaushaltes geht. Diese Profilierung der Museen wäre die ureigenste Aufgabe des Ministeriums. Wer sonst sollte denn das leisten? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Zentral verwaltete Kunstwirtschaft! Sie schaffen an, was Kunst ist!)
Abg. Großruck: Das hat er auch verdient!
Da gibt es einen Direktor, dessen Vertrag erst vor kurzem, und zwar ohne jede Ausschreibung natürlich, von der Ministerin verlängert wurde, eines Direktors, der auch das Goldene Ehrenzeichen der Republik trägt (Abg. Großruck: Das hat er auch verdient!), und dieser Direktor wütet ungeniert und ungebremst wie die gefräßige Raupe Nimmersatt. Nicht zufällig sagte die Finanzmanagerin des Kunsthistorischen Museums vor kurzem gegenüber der „Presse“: Na ja, was soll’s? Wer soll uns denn überhaupt noch kontrollieren? – Frau Wolfmayr, das zum Thema „Kontrolle“. (Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr.
Da gibt es einen Direktor, dessen Vertrag erst vor kurzem, und zwar ohne jede Ausschreibung natürlich, von der Ministerin verlängert wurde, eines Direktors, der auch das Goldene Ehrenzeichen der Republik trägt (Abg. Großruck: Das hat er auch verdient!), und dieser Direktor wütet ungeniert und ungebremst wie die gefräßige Raupe Nimmersatt. Nicht zufällig sagte die Finanzmanagerin des Kunsthistorischen Museums vor kurzem gegenüber der „Presse“: Na ja, was soll’s? Wer soll uns denn überhaupt noch kontrollieren? – Frau Wolfmayr, das zum Thema „Kontrolle“. (Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr.)
Beifall bei den Grünen.
Das entlarvt das System! Es liegt lediglich an Ihnen, Frau Bundesministerin, diese Missstände jetzt schon zu beseitigen und aufzupassen, dass nichts schief geht, und dann, wenn etwas schief gegangen ist, entweder das Gesetz zu ändern oder den Museumsdirektor auszutauschen. Aber was machen Sie? – Nichts! Da frage ich mich: Was macht eigentlich eine Kulturministerin, wenn sie Kulturpolitik betreibt? (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: In welchem Zeitraum?
Frau Dr. Partik-Pablé, Sie haben vor wenigen Tagen sozusagen als Positivum des Kunsthistorischen Museums die steigenden Besucherzahlen erwähnt. Ich hoffe, Sie haben sich diese in der Zwischenzeit angesehen. Ich habe nachher zu Ihnen gesagt: In Wirklichkeit sind die Besucher und Besucherinnen weniger geworden, nämlich um 20 Prozent. (Ruf bei der ÖVP: In welchem Zeitraum?) Jetzt frage ich mich: Was ist da los?
Beifall bei den Grünen.
Von Zweckmäßigkeit, von Wirtschaftlichkeit und von Sparsamkeit, so wie es das Gesetz aufträgt, ist überhaupt keine Rede. Wir hören eigentlich nur mehr von Verschwendung und Orientierungslosigkeit. Das ist die Summe der Kulturpolitik, wie sie im Augenblick existiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesministerin, bin ich sehr froh und dankbar, dass im Zuge des Finanzausgleichs zusätzliche Mittel bereitgestellt wurden, um auch die kleinen Schulen erhalten zu können. Es wird nämlich, wie wir wissen, in den nächsten Jahren mit einem weiteren Sinken der Schülerzahlen zu rechnen sein. Dennoch, gerade um da nicht eine Spirale in Gang zu setzen, die nach unten führt, nämlich in Richtung einer für die Familien immer weniger zuträglichen Situation, ist es wichtig, die kleinen Schulen auch auf dem Land zu erhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich meine, dass ein Weg vom differenzierten Schulsystem eine Beschneidung der Möglichkeiten unserer jungen Menschen ist, und ich plädiere dafür, dass man den wirklich alten Hut der Gesamtschule nun endlich einmal vergisst. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Einer der Begriffe, der sich mittlerweile entwickelt hat, um zu charakterisieren, was eigentlich nicht sein sollte, ist der Begriff „Spaßpädagogik“. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Eine Feststellung, die ich wirklich auch aus der Beobachtung von Kindern machen kann, ist: Nichts ist ernsthafter als ein Kind! Könnten wir uns diese Ernsthaftigkeit, die ein Kind im Spiel aufweist, bei unserer Arbeit, bei unseren Projekten, bei dem, was wir zu tun haben, bewahren, würden wir hervorragende Leistungen erbringen.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es ist eine Diffamierung von Kindern, ihnen diese Ernsthaftigkeit nicht zuzuerkennen und sie daran zu hindern, ernsthaft zu sein und natürlich dann auch zur Leistung und zur Leistungsbemessung zu kommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich glaube, es ist absolut nicht kindgerecht, Kindern dies zu verweigern!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn ich das, was Sie, wenn Sie im Bereich der Schulpolitik Verantwortung tragen, liefern, mit dem, was ich woanders sehe, vergleiche, so kann ich sagen: Dieser Vergleich macht mich sicher! Ich glaube, Ihre Schulpolitik kann nicht die richtige sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Vor allem geschätztes ÖH-Vorsitzendenteam, Patrice Fuchs und Barbara Wittinger! Ich wünsche euch viel Kraft, viel Engagement und sehr, sehr viel Rückgrat auf eurem zukünftigen Weg! Wir werden euch dabei unterstützen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Präsident und Frau Ministerin! Die Art und Weise des demokratischen, aber auch des budgetären und des klimatischen Umgangs mit der Bildung und mit der Wissenschaft hat in Österreich eine dramatische Bedenklichkeit erreicht. Die Qualität einer Demokratie wird unter anderem nämlich daran gemessen, wie sich auch in Zukunft unsere Jugend zu mündigen, kritischen und vor allem selbstbewussten Bürgern und Bürgerinnen entwickeln kann. Aber wie geht diese Regierung mit Kritikern und Kritikerinnen um? – Andersdenkende und Oppositionelle werden mit dem Strafrecht bedroht, Mitbestimmung wird durch Günstlingswirtschaft ersetzt, durch brutale Parteipolitik und durch Diktat – siehe Exekutive, siehe Hauptverband, siehe ORF (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), siehe die Budgetkürzungsversuche bei der AK und siehe auch die Zerschlagung bei der ÖH, die im Gange ist. (Beifall bei der SPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.
Herr Präsident und Frau Ministerin! Die Art und Weise des demokratischen, aber auch des budgetären und des klimatischen Umgangs mit der Bildung und mit der Wissenschaft hat in Österreich eine dramatische Bedenklichkeit erreicht. Die Qualität einer Demokratie wird unter anderem nämlich daran gemessen, wie sich auch in Zukunft unsere Jugend zu mündigen, kritischen und vor allem selbstbewussten Bürgern und Bürgerinnen entwickeln kann. Aber wie geht diese Regierung mit Kritikern und Kritikerinnen um? – Andersdenkende und Oppositionelle werden mit dem Strafrecht bedroht, Mitbestimmung wird durch Günstlingswirtschaft ersetzt, durch brutale Parteipolitik und durch Diktat – siehe Exekutive, siehe Hauptverband, siehe ORF (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), siehe die Budgetkürzungsversuche bei der AK und siehe auch die Zerschlagung bei der ÖH, die im Gange ist. (Beifall bei der SPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist, Kollegen von der ÖVP, zutiefst undemokratisch, wenn Sie die Mehrheiten so verbiegen wollen, wie Sie es brauchen. Nur ein Vergleich dessen, was Sie wollen, zur ÖH: Das wäre so, als würden die Landeshauptleute in Österreich in Hinkunft die Nationalratsabgeordneten und die Landtagsabgeordneten persönlich bestimmen. Das wäre zutiefst undemokratisch, das wäre ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung!
Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Vor allem Frau Ministerin! Die jetzige Situation und vor allem die Vorgänge rund um die ÖH machen mich betroffen und erinnern mich an Vorgänge von vor über 30 Jahren. (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung!) Damals gab es zum Ärgernis einer absolut regierenden ÖVP-Studentenvertretung an einer
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Beifall auf der Besuchergalerie.
Ich sage zur Standortbestimmung dieser Bundesregierung, ganz einfach zum Nachdenken: Es hat einmal einer im Zusammenhang mit der Presseförderung gemeint: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht! – Das war Jörg Haider. Damals hat der damalige Klubobmann der ÖVP Andreas Khol gemeint, dass sich dieser Politiker außerhalb des „Verfassungsbogens“ befände. Ich frage mich, ob nicht die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung diesem Weg gefolgt ist, und ich frage mich, wohin sie diesen Bogen verrückt und in wessen Nähe sie diesen Bogen gerückt hat – zum Bedauern für die Demokratie in Österreich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Beifall auf der Besuchergalerie.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Eines muss man schon festhalten, wenn man sich das Bildungsbudget oder auch das Universitäts- und Fachhochschulbudget anschaut: Wir haben im Bildungsbudget unter dem Strich eine Steigerung von 1,18 Prozent; das ist ein Plus von 69,3 Millionen €. In Anbetracht dessen wird hier wohl niemand sagen können, dass ein Plus unter dem Strich etwas Schlechtes ist. Also beharren wir auf das, was es ist, denn es ist etwas Positives! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch da unter dem Strich ein Plus. Das ist Geld, das vor allem der Qualität der Ausbildung und den Studierenden zugute kommen soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Studiengebühren verwendet werden. Das heißt: Transparenz und Klarheit bei der Leistung für den einzelnen Studierenden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Trunk: Ist der Nationalrat ein zentralistisches Organ?
Eines muss man da vorausschicken: Man kann nicht hergehen und die Unis autonom gestalten – die Unis entscheiden selbst über Struktur, Profil und Budget –, aber in der Hochschülerschaft keine Veränderungen in Angriff nehmen. Die Zeit, in welcher direkt und zentralistisch Entscheidungen getroffen worden sind (Abg. Mag. Trunk: Ist der Nationalrat ein zentralistisches Organ?), sich die anderen fügen mussten, sind schon längst vorbei. Diese Novellierung macht eindeutig festgeschriebene und nachvollziehbare Kompetenzen klar, wo die Eigenständigkeit der Universitäten im Vordergrund steht.
Abg. Mag. Wurm: Demokratieabbau heißt das! Und zwar ein massiver!
Genau das gewährleistet diese HSG-Novelle: dass nämlich die Universitäten im Vordergrund stehen, dass die Universität vor Ort entscheidet beziehungsweise dass die Studenten entscheiden, welche der wahlwerbenden Gruppen die beste für sie ist. (Abg. Mag. Wurm: Demokratieabbau heißt das! Und zwar ein massiver!) Ich glaube, dass jede Fakultät beziehungsweise jede wahlwerbende Gruppe an den Universitäten es zustande bringen wird, den Studenten ihr bestmögliches Angebot zu machen, und die Gruppe mit dem besten Angebot wird auch gewinnen. Der Beste wird gewinnen, das sage ich Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Genau das gewährleistet diese HSG-Novelle: dass nämlich die Universitäten im Vordergrund stehen, dass die Universität vor Ort entscheidet beziehungsweise dass die Studenten entscheiden, welche der wahlwerbenden Gruppen die beste für sie ist. (Abg. Mag. Wurm: Demokratieabbau heißt das! Und zwar ein massiver!) Ich glaube, dass jede Fakultät beziehungsweise jede wahlwerbende Gruppe an den Universitäten es zustande bringen wird, den Studenten ihr bestmögliches Angebot zu machen, und die Gruppe mit dem besten Angebot wird auch gewinnen. Der Beste wird gewinnen, das sage ich Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé befindet sich bereits auf dem Weg zum Rednerpult.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mandak. 5 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé befindet sich bereits auf dem Weg zum Rednerpult.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Ministerin Gehrer, Sie haben vorhin gesagt: Die werden gewählt werden, die sich für die Jugendlichen einsetzen! – Die Studierenden haben eine ÖH-Vertretung gewählt, und das Problem ist jetzt, dass Ihnen diese ÖH-Vertretung, die derzeit am Zug ist, in Ihr Konzept nicht hineinpasst, weil das eine Studentenvertretung ist, die aus Ihrer Sicht aufmüpfig ist, die Missstände aufzeigt, die sich zu Wort meldet, die, wenn es notwendig ist, auch auf die Straße geht. Das wollen Sie nicht, das passt Ihnen nicht in den Kram, und deswegen werden Sie jetzt initiativ – aus gar keinem anderen Grund! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Scheibner: Na, ein paar Worte waren das aber nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geschrien hat er es außerdem, nicht „gesagt“!
Es hat hier vor einigen Minuten eine Protestaktion der Studierenden gegeben. Eine Handvoll Studierender sind da oben auf der Besuchergalerie zuerst gesessen, dann gestanden, einer von ihnen hat kurz ein paar Worte gesagt. (Abg. Scheibner: Na, ein paar Worte waren das aber nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geschrien hat er es außerdem, nicht „gesagt“!) Daraufhin ist – ich nehme an, kein Mitarbeiter des Parlaments – ein Kriminalbeamter sofort gekommen, hat diejenigen, die protestiert haben, sehr hart am Oberarm gepackt und weggezogen. (Rufe bei der ÖVP: Na geh!) – Ich habe mir das genau angeschaut. (Abg. Scheibner: ... geschäftsordnungswidriges Verhalten ...!)
Rufe bei der ÖVP: Na geh!
Es hat hier vor einigen Minuten eine Protestaktion der Studierenden gegeben. Eine Handvoll Studierender sind da oben auf der Besuchergalerie zuerst gesessen, dann gestanden, einer von ihnen hat kurz ein paar Worte gesagt. (Abg. Scheibner: Na, ein paar Worte waren das aber nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geschrien hat er es außerdem, nicht „gesagt“!) Daraufhin ist – ich nehme an, kein Mitarbeiter des Parlaments – ein Kriminalbeamter sofort gekommen, hat diejenigen, die protestiert haben, sehr hart am Oberarm gepackt und weggezogen. (Rufe bei der ÖVP: Na geh!) – Ich habe mir das genau angeschaut. (Abg. Scheibner: ... geschäftsordnungswidriges Verhalten ...!)
Abg. Scheibner: ... geschäftsordnungswidriges Verhalten ...!
Es hat hier vor einigen Minuten eine Protestaktion der Studierenden gegeben. Eine Handvoll Studierender sind da oben auf der Besuchergalerie zuerst gesessen, dann gestanden, einer von ihnen hat kurz ein paar Worte gesagt. (Abg. Scheibner: Na, ein paar Worte waren das aber nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geschrien hat er es außerdem, nicht „gesagt“!) Daraufhin ist – ich nehme an, kein Mitarbeiter des Parlaments – ein Kriminalbeamter sofort gekommen, hat diejenigen, die protestiert haben, sehr hart am Oberarm gepackt und weggezogen. (Rufe bei der ÖVP: Na geh!) – Ich habe mir das genau angeschaut. (Abg. Scheibner: ... geschäftsordnungswidriges Verhalten ...!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es ist aber Aufgabe derer, die den Ordnungsdienst ausüben, zuerst zu sagen: Ich fordere Sie auf, den Plenarsaal zu verlassen! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Das ist die Art, wie man üblicherweise in diesem Staat miteinander umgeht, und nicht, indem man Menschen sofort beim Oberarm nimmt und hinauszieht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Es ist aber Aufgabe derer, die den Ordnungsdienst ausüben, zuerst zu sagen: Ich fordere Sie auf, den Plenarsaal zu verlassen! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Das ist die Art, wie man üblicherweise in diesem Staat miteinander umgeht, und nicht, indem man Menschen sofort beim Oberarm nimmt und hinauszieht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!
Wissen Sie, es wird noch schlimmer! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!) Die Reaktion, die ich von Kollegen Wittauer gehört habe, hat zuerst geheißen: Ein Tritt in den Hintern gehört dem! (Abg. Heinisch-Hosek: Wow!), und als Zweites, noch draufgesetzt: Die täte ich mit meinem Güllefassl bearbeiten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) – Also, wenn Sie das zum Lachen finden, dann frage ich mich, welches Demokratieverständnis Sie haben (Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?), wenn das Ihre Reaktion auf eine ganz kurze Protestkundgebung österreichischer Studierender in diesem Parlament ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!)
Abg. Heinisch-Hosek: Wow!
Wissen Sie, es wird noch schlimmer! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!) Die Reaktion, die ich von Kollegen Wittauer gehört habe, hat zuerst geheißen: Ein Tritt in den Hintern gehört dem! (Abg. Heinisch-Hosek: Wow!), und als Zweites, noch draufgesetzt: Die täte ich mit meinem Güllefassl bearbeiten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) – Also, wenn Sie das zum Lachen finden, dann frage ich mich, welches Demokratieverständnis Sie haben (Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?), wenn das Ihre Reaktion auf eine ganz kurze Protestkundgebung österreichischer Studierender in diesem Parlament ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Wissen Sie, es wird noch schlimmer! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!) Die Reaktion, die ich von Kollegen Wittauer gehört habe, hat zuerst geheißen: Ein Tritt in den Hintern gehört dem! (Abg. Heinisch-Hosek: Wow!), und als Zweites, noch draufgesetzt: Die täte ich mit meinem Güllefassl bearbeiten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) – Also, wenn Sie das zum Lachen finden, dann frage ich mich, welches Demokratieverständnis Sie haben (Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?), wenn das Ihre Reaktion auf eine ganz kurze Protestkundgebung österreichischer Studierender in diesem Parlament ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!)
Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?
Wissen Sie, es wird noch schlimmer! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!) Die Reaktion, die ich von Kollegen Wittauer gehört habe, hat zuerst geheißen: Ein Tritt in den Hintern gehört dem! (Abg. Heinisch-Hosek: Wow!), und als Zweites, noch draufgesetzt: Die täte ich mit meinem Güllefassl bearbeiten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) – Also, wenn Sie das zum Lachen finden, dann frage ich mich, welches Demokratieverständnis Sie haben (Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?), wenn das Ihre Reaktion auf eine ganz kurze Protestkundgebung österreichischer Studierender in diesem Parlament ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!
Wissen Sie, es wird noch schlimmer! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, garantiert wird es schlimmer!) Die Reaktion, die ich von Kollegen Wittauer gehört habe, hat zuerst geheißen: Ein Tritt in den Hintern gehört dem! (Abg. Heinisch-Hosek: Wow!), und als Zweites, noch draufgesetzt: Die täte ich mit meinem Güllefassl bearbeiten! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) – Also, wenn Sie das zum Lachen finden, dann frage ich mich, welches Demokratieverständnis Sie haben (Abg. Scheibner: Finden Sie ... demokratiepolitisch in Ordnung?), wenn das Ihre Reaktion auf eine ganz kurze Protestkundgebung österreichischer Studierender in diesem Parlament ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das war rechtswidrig! Sie unterstützen eine rechtswidrige ... Aktion ...!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das ist Ihnen egal!
Eine rechtswidrige Aktion! Ja, es verstößt gegen die Ordnung dieses Hauses. Ja. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das ist Ihnen egal!) Wie viele solcher Aktionen haben wir in diesem Haus schon gehabt? Das war eine kurze Aktion (Abg. Scheibner: Nur immer, wenn es Ihnen passt!), die das parlamentarische Geschehen, bitte, in keiner Weise gestört oder beeinflusst hat! (Abg. Scheibner: Gesetze gelten immer nur dann, wenn sie Ihnen passen!) Das ist doch lächerlich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Gesetze gelten für alle!)
Abg. Scheibner: Nur immer, wenn es Ihnen passt!
Eine rechtswidrige Aktion! Ja, es verstößt gegen die Ordnung dieses Hauses. Ja. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das ist Ihnen egal!) Wie viele solcher Aktionen haben wir in diesem Haus schon gehabt? Das war eine kurze Aktion (Abg. Scheibner: Nur immer, wenn es Ihnen passt!), die das parlamentarische Geschehen, bitte, in keiner Weise gestört oder beeinflusst hat! (Abg. Scheibner: Gesetze gelten immer nur dann, wenn sie Ihnen passen!) Das ist doch lächerlich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Gesetze gelten für alle!)
Abg. Scheibner: Gesetze gelten immer nur dann, wenn sie Ihnen passen!
Eine rechtswidrige Aktion! Ja, es verstößt gegen die Ordnung dieses Hauses. Ja. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das ist Ihnen egal!) Wie viele solcher Aktionen haben wir in diesem Haus schon gehabt? Das war eine kurze Aktion (Abg. Scheibner: Nur immer, wenn es Ihnen passt!), die das parlamentarische Geschehen, bitte, in keiner Weise gestört oder beeinflusst hat! (Abg. Scheibner: Gesetze gelten immer nur dann, wenn sie Ihnen passen!) Das ist doch lächerlich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Gesetze gelten für alle!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Gesetze gelten für alle!
Eine rechtswidrige Aktion! Ja, es verstößt gegen die Ordnung dieses Hauses. Ja. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das ist Ihnen egal!) Wie viele solcher Aktionen haben wir in diesem Haus schon gehabt? Das war eine kurze Aktion (Abg. Scheibner: Nur immer, wenn es Ihnen passt!), die das parlamentarische Geschehen, bitte, in keiner Weise gestört oder beeinflusst hat! (Abg. Scheibner: Gesetze gelten immer nur dann, wenn sie Ihnen passen!) Das ist doch lächerlich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Gesetze gelten für alle!)
Abg. Scheibner: Was sollen wir sonst machen außer Gesetze?
Aber das zeigt sehr deutlich, wie Sie mit Protest umgehen. Sie haben überhaupt keine Kultur! Bei dem, was Ihnen nicht in den Kram passt, heißt es: Weg damit! Fertig! Das, was Sie als Reaktion auf Protest, auf das Aufzeigen von Umständen, die nicht in Ordnung sind, machen, ist, dass Sie hergehen und einen Initiativantrag einbringen. Sie! (Abg. Scheibner: Was sollen wir sonst machen außer Gesetze?) Sie reden immer von Mitbestimmung Jugendlicher – super! –, vom Ernstnehmen Jugendlicher. Mir kommen die Tränen! Sie machen Veranstaltungen, Enqueten, bei denen die Presse dabei ist und man schöne Worte herunterlabert.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn es aber darauf ankommt, was tun Sie dann? – Dann bringen Sie einen Initiativantrag ein, der das beseitigen soll, was Ihnen ein Dorn im Auge ist: Eine kritische ÖH, die sich für die Studierenden einsetzt, für die Studienbedingungen der Studierenden, und die aufzeigt, dass es schlechter wird und nicht besser. Das ist Ihre Reaktion! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Brosz: Waldorf-Schulen!
Ganz kurz noch zu den Alternativschulen. Es ist uns der Vorwurf gemacht worden, wir würden Privatschulen unterstützen, die kein Leistungsprinzip haben. Unser Wunsch ist es, dass Unterrichtsmethoden, die in Alternativschulen angewendet werden, auch im Regelschulsystem angewendet werden. Das ist das, was wir uns wünschen würden! Vielleicht unterhalten Sie sich einmal mit Herrn Präsidenten Khol, der hat ausgezeichnete Erfahrungen mit Alternativschulen. (Abg. Brosz: Waldorf-Schulen!) Fragen Sie ihn, ob das nicht sehr gute Schulen sind, ob Waldorf-Schulen nicht sehr gut darin sind, Kinder weiterzubringen, auch wenn es kein Benotungssystem gibt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber ich merke, dass das nicht der Weg ist, der Ihnen liegt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Sburny: Wir haben es gesehen, wir haben hingeschaut!
Frau Kollegin Mandak hat nämlich gemeint, die Demonstranten wären nicht aufgefordert worden, zu gehen, sondern sofort hart am Ärmel gepackt worden. – Wie sie sieht, dass die hart gepackt worden sind, weiß ich nicht (Abg. Sburny: Wir haben es gesehen, wir haben hingeschaut!), aber, Frau Kollegin, Sie haben den zweiten Beamten nicht gesehen beziehungsweise den ersten, der hier gestanden ist und eindringlich auf die Demonstranten eingeredet hat, dass sie den Saal verlassen sollen. Aber sie haben den Saal nicht verlassen, sondern erst dann, als sie eben ein bisschen energischer dazu aufgefordert worden sind. Das nur zu diesem Vorfall da oben!
Abg. Riepl: Stimmt ja!
Ich möchte aber grundsätzlich etwas zu diesem Budget sagen. Herr Abgeordneter Broukal hat gemeint, die Regierung würde einen Sparkurs fahren auf Teufel komm raus. (Abg. Riepl: Stimmt ja!) Sie tun so, als täten wir das aus reinem Jux und reiner Tollerei. Sie alle haben doch die Budgetrede des Herrn Finanzministers gehört. (Abg. Heinzl: Ja, leider!) Sie haben gehört, wie dringend notwendig es ist, diesen Sparkurs weiterzufahren, weil wir eben eine enorme Schuldenlast geerbt haben, als diese Regierung an die Macht gekommen ist. (Abg. Riepl: Und jetzt steigen die Schulden!) Es wäre verantwortungslos, das Defizit zu erhöhen.
Abg. Heinzl: Ja, leider!
Ich möchte aber grundsätzlich etwas zu diesem Budget sagen. Herr Abgeordneter Broukal hat gemeint, die Regierung würde einen Sparkurs fahren auf Teufel komm raus. (Abg. Riepl: Stimmt ja!) Sie tun so, als täten wir das aus reinem Jux und reiner Tollerei. Sie alle haben doch die Budgetrede des Herrn Finanzministers gehört. (Abg. Heinzl: Ja, leider!) Sie haben gehört, wie dringend notwendig es ist, diesen Sparkurs weiterzufahren, weil wir eben eine enorme Schuldenlast geerbt haben, als diese Regierung an die Macht gekommen ist. (Abg. Riepl: Und jetzt steigen die Schulden!) Es wäre verantwortungslos, das Defizit zu erhöhen.
Abg. Riepl: Und jetzt steigen die Schulden!
Ich möchte aber grundsätzlich etwas zu diesem Budget sagen. Herr Abgeordneter Broukal hat gemeint, die Regierung würde einen Sparkurs fahren auf Teufel komm raus. (Abg. Riepl: Stimmt ja!) Sie tun so, als täten wir das aus reinem Jux und reiner Tollerei. Sie alle haben doch die Budgetrede des Herrn Finanzministers gehört. (Abg. Heinzl: Ja, leider!) Sie haben gehört, wie dringend notwendig es ist, diesen Sparkurs weiterzufahren, weil wir eben eine enorme Schuldenlast geerbt haben, als diese Regierung an die Macht gekommen ist. (Abg. Riepl: Und jetzt steigen die Schulden!) Es wäre verantwortungslos, das Defizit zu erhöhen.
Abg. Krainer: Stimmt gar nicht! – Abg. Broukal: Haben Sie schon gehört, dass die Rektoren das auch verlangen?
Sie verlangen auf Teufel komm raus jede Menge Geld für jeden Bereich. Ich möchte Ihnen das beweisen: Allein, was heute in den ersten zwei Stunden dieser Diskussion von Ihnen gefordert worden ist, würde Hunderte Millionen Euro kosten! Da verlangt Herr Broukal 100 Millionen für die ÖH. (Abg. Krainer: Stimmt gar nicht! – Abg. Broukal: Haben Sie schon gehört, dass die Rektoren das auch verlangen?) Da verlangt Herr Abgeordneter Brosz 5 Millionen jährlich für sofortige Maßnahmen zur Existenzsicherung nichtkonfessioneller Schulen. Da verlangt der Herr DDr. Niederwieser nicht mehr als acht Punkte für eine Verbesserung an den Schulen, wie etwa Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen, Ausbau der Förderstunden und so weiter. Ich bin überzeugt davon, dass das mindestens 200 Millionen € kostet.
Abg. Neudeck: Das ist 30-jährige Tradition bei der SPÖ!
Allein in diesen zwei Stunden haben Sie bereits mehrere Hundert Millionen Euro gefordert, ohne aber zu sagen, woher das Geld denn kommen soll. Das ist ja die Problematik! (Abg. Neudeck: Das ist 30-jährige Tradition bei der SPÖ!) Sagen Sie einmal, woher das Geld kommen soll, dann kann man ja vielleicht darüber reden, wenn Sie einen vernünftigen Vorschlag haben!
Abg. Neudeck: Aus dem „Falter“!
Im Übrigen hat Frau Abgeordnete Trunk gemeint – ich weiß nicht, woher sie das hat –, dass jeder Kritiker der Politik der Bundesregierung eine strafrechtliche Verfolgung zu fürchten hätte. Ich weiß nicht, woher Sie das haben, Frau Abgeordnete. (Abg. Neudeck: Aus dem „Falter“!) Dieses absurde gedankliche Gebilde war überhaupt niemals Gegenstand einer politischen Diskussion, ja nicht einmal eines Gedankens. Ich würde Sie schon bitten: Bleiben Sie doch, bitte, wenigstens bei der Wahrheit (Abg. Scheibner: Das können sie nicht!) und übertreiben Sie nicht so katastrophal! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das können sie nicht!
Im Übrigen hat Frau Abgeordnete Trunk gemeint – ich weiß nicht, woher sie das hat –, dass jeder Kritiker der Politik der Bundesregierung eine strafrechtliche Verfolgung zu fürchten hätte. Ich weiß nicht, woher Sie das haben, Frau Abgeordnete. (Abg. Neudeck: Aus dem „Falter“!) Dieses absurde gedankliche Gebilde war überhaupt niemals Gegenstand einer politischen Diskussion, ja nicht einmal eines Gedankens. Ich würde Sie schon bitten: Bleiben Sie doch, bitte, wenigstens bei der Wahrheit (Abg. Scheibner: Das können sie nicht!) und übertreiben Sie nicht so katastrophal! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen hat Frau Abgeordnete Trunk gemeint – ich weiß nicht, woher sie das hat –, dass jeder Kritiker der Politik der Bundesregierung eine strafrechtliche Verfolgung zu fürchten hätte. Ich weiß nicht, woher Sie das haben, Frau Abgeordnete. (Abg. Neudeck: Aus dem „Falter“!) Dieses absurde gedankliche Gebilde war überhaupt niemals Gegenstand einer politischen Diskussion, ja nicht einmal eines Gedankens. Ich würde Sie schon bitten: Bleiben Sie doch, bitte, wenigstens bei der Wahrheit (Abg. Scheibner: Das können sie nicht!) und übertreiben Sie nicht so katastrophal! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Bauer: Warum machen sie das nicht?
Mir ist auch klar, dass die Opposition fordert, fordert und fordert. Das ist das gute Recht der Opposition. Aber es ist die Pflicht einer Bundesregierung, eine vernünftige und verantwortungsvolle Budgetpolitik zu machen (Abg. Dr. Bauer: Warum machen sie das nicht?), und eine solche wird mit diesem Budget 2005 eben gemacht, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Dr. Zinggl: Zählen Sie die auf!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Zinggl hat gesagt, die Kultur oder was sich da in Österreich abspielt, sei ein Trauerspiel. – Ja bitte, schauen Sie sich den Kulturbericht 2002 an! Man muss doch zugeben, dass das Kulturleben wirklich nicht zum Jammern ist. Ich finde, ein bisschen objektiv können Sie da schon sein! Es gibt Kritikpunkte – ja! –, aber so, wie Sie es jammernd darstellen, ist die Situation wirklich nicht. (Abg. Dr. Zinggl: Zählen Sie die auf!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All die Sonderaktionen und Neuankäufe darf man jedenfalls nicht außer Acht lassen, wenn man sagt, das sei alles ein Trauerspiel, alles ein Jammer! 2,9 Millionen Menschen haben laut Kulturbericht im Jahre 2002 – aus diesem haben wir die Zahlen – österreichische Museen besucht. Das ist doch nicht nichts! Das zeigt vielmehr, dass die Museen attraktiv sind. Nicht alle haben dieselbe Besucherzahl, ich korrigiere. Ich habe seinerzeit nämlich gesagt, auch im Kunsthistorischen Museum sei die Besucherzahl gestiegen. Das ist sie nicht, und man muss natürlich danach trachten, dass es auch dort mehr Besucher gibt. Das ist auch völlig klar! Es lobt ja niemand, wenn ein Missstand eintritt, aber ich finde, man braucht nicht alles nur schlecht und mies zu machen. Das ist ganz einfach nicht gerechtfertigt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Broukal: Da sprechen Sie aus Ihrer Erfahrung, oder?
Herr Abgeordneter Zinggl, Sie sagen, die Frau Minister beziehungsweise die Bundespolitik mache in der Kultur nichts anderes als Direktorenverträge zu verlängern, Reisen zu machen, Kunstwerke anzukaufen und so weiter und so fort! – Na, das ist wirklich eine sehr einfache Betrachtungsweise! Ich sehe schon ein, in der Opposition kann man sich alles erlauben, aber ein verantwortungsvolle Oppositionspolitik ist das nicht gerade! (Abg. Broukal: Da sprechen Sie aus Ihrer Erfahrung, oder?) Selbstverständlich waren wir auch in Opposition, aber wir haben immer eine konstruktive Oppositionspolitik gemacht, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. –) Sie waren damals nicht im Parlament und wissen das deshalb nicht. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber ich kann mich noch gut erinnern! Der Stadler!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. –
Herr Abgeordneter Zinggl, Sie sagen, die Frau Minister beziehungsweise die Bundespolitik mache in der Kultur nichts anderes als Direktorenverträge zu verlängern, Reisen zu machen, Kunstwerke anzukaufen und so weiter und so fort! – Na, das ist wirklich eine sehr einfache Betrachtungsweise! Ich sehe schon ein, in der Opposition kann man sich alles erlauben, aber ein verantwortungsvolle Oppositionspolitik ist das nicht gerade! (Abg. Broukal: Da sprechen Sie aus Ihrer Erfahrung, oder?) Selbstverständlich waren wir auch in Opposition, aber wir haben immer eine konstruktive Oppositionspolitik gemacht, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. –) Sie waren damals nicht im Parlament und wissen das deshalb nicht. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber ich kann mich noch gut erinnern! Der Stadler!)
Abg. Dr. Niederwieser: Aber ich kann mich noch gut erinnern! Der Stadler!
Herr Abgeordneter Zinggl, Sie sagen, die Frau Minister beziehungsweise die Bundespolitik mache in der Kultur nichts anderes als Direktorenverträge zu verlängern, Reisen zu machen, Kunstwerke anzukaufen und so weiter und so fort! – Na, das ist wirklich eine sehr einfache Betrachtungsweise! Ich sehe schon ein, in der Opposition kann man sich alles erlauben, aber ein verantwortungsvolle Oppositionspolitik ist das nicht gerade! (Abg. Broukal: Da sprechen Sie aus Ihrer Erfahrung, oder?) Selbstverständlich waren wir auch in Opposition, aber wir haben immer eine konstruktive Oppositionspolitik gemacht, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. –) Sie waren damals nicht im Parlament und wissen das deshalb nicht. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber ich kann mich noch gut erinnern! Der Stadler!)
Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat kein Kulturverständnis!
Gleiches gilt für die Primavesi-Villa in Wien. Ein riesengroßer Park, der natürlich zu dem gesamten Ensemble gehört, wird mit irgendwelchen Wohnblöcken vollgestopft werden. (Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat kein Kulturverständnis!) – Die Primavesi-Villa geht beispielsweise Wien etwas an. Aber es ist egal, wen es etwas angeht. (Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Die gehört der BAWAG! Das war jetzt ein Eigentor!)
Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Die gehört der BAWAG! Das war jetzt ein Eigentor!
Gleiches gilt für die Primavesi-Villa in Wien. Ein riesengroßer Park, der natürlich zu dem gesamten Ensemble gehört, wird mit irgendwelchen Wohnblöcken vollgestopft werden. (Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat kein Kulturverständnis!) – Die Primavesi-Villa geht beispielsweise Wien etwas an. Aber es ist egal, wen es etwas angeht. (Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Die gehört der BAWAG! Das war jetzt ein Eigentor!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich betone: Wichtige Objekte müssen geschützt werden, Herr Abgeordneter! Da möchte ich jetzt nicht wieder dieses Geplänkel haben, sondern da muss es uns allen um die Sache, um die Erhaltung der Objekte gehen! Frau Minister, ích bitte Sie wirklich, dass Sie da etwas tun! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Großen und Ganzen bin ich davon überzeugt, dass dieses Budget die Möglichkeit gibt, dass die kulturellen Einrichtungen weiterhin mit Erfolg geführt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
Ich berichtige tatsächlich: Josef Broukal hat niemals 100 Millionen € zusätzlich für die Österreichische Hochschülerschaft gefordert, sondern dieses dringend benötigte Geld für die Universitäten! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Zunächst eine kurze Bemerkung zu Ihnen, Frau Dr. Partik-Pablé. Sie haben gemeint, die Ministerin sollte mehr Druck auf die Länder und auf die Gemeinden ausüben, um Kulturgüter zu erhalten. – Sie sollten einmal über Wien hinausschauen! Die Gemeinden machen sehr viel zur Erhaltung der Kulturgüter, vor allem Privatpersonen in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden. – So viel nur zu Ihrer Bemerkung, Druck auszuüben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, Sie haben in Ihrer ersten Stellungnahme gemeint: Woran erkennt man denn ein gutes Bildungssystem? – Sie sagten dann, man erkenne es daran, dass die jungen Leute gute Chancen haben! – Schön! Wie sehen Sie dann das Bildungssystem in Österreich, wenn die Jugendarbeitslosigkeit, also die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen bis 25 Jahren, im dritten Quartal bei 7,6 Prozent liegt, Tendenz steigend? Ist unser Bildungssystem schlecht, Frau Bundesministerin? Wir haben zu viele jugendliche Arbeitslose, also stimmt laut Ihrer Aussage Ihre Bildungspolitik nicht, sehr geehrte Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich allen Lehrerinnen und Lehrer Österreichs, die trotz dieser Schulpolitik und trotz dieses Schulbudgets eine hervorragende Schule in Österreich machen, meinen Dank aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gaßner hat von dem einzigen Punkt, der ein Minus vorne stehen hat, gesprochen, hat aber nicht dazugesagt, dass wir um 18 000 Pflichtschüler weniger haben und daher weniger Dienstposten benötigen und dass deshalb das Minus davorsteht. Wenn er auch das angesprochen hätte, dann wäre das etwas objektiver gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Abgeschrieben von Gehrer!
Damit unterstützen wir die Menschen in unserem Land, die aktiv ihr Leben gestalten und eigenständig auf Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren. Wenn der Wind des Wandels weht, wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Segelschiffe. Ich bin stolz darauf, zu den Segelschiff-Erbauern zu gehören. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Abgeschrieben von Gehrer!)
Abg. Brosz: Manche fahren mit den Segelschiffen gegen Mauern!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Sburny. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 5 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Brosz: Manche fahren mit den Segelschiffen gegen Mauern!)
Beifall bei den Grünen.
Zum Ersten: Wenn man das umrechnet, dann sind 12 Millionen € für 450 Dienstposten 26 000 € Jahreskosten, und das kommt uns doch etwas wenig vor für eine durchschnittliche LehrerInnen-Stelle. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass Sie offensichtlich nur Neuanstellungen vornehmen wollen. Was machen Sie mit den alten und älteren Lehrern und Lehrerinnen? – Es wird doch nicht wieder eine Frühpensionierungswelle anstehen? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Broukal: Ein sehr blamabler Satz! Für einen Finanzminister fast berufsschädigend!
„Wir sehen im Bundesvoranschlag 2003 über 8,2 Milliarden € für Bildung und Wissenschaft vor; 2004 werden diese Ausgaben auf sogar über 9 Milliarden € ansteigen.“ Im Jahre 1999 waren dies noch bescheidene 7,5 Milliarden €. Die Ausgaben für Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen werden sich zwischen 1999 und 2004 fast verdoppeln. (Abg. Broukal: Ein sehr blamabler Satz! Für einen Finanzminister fast berufsschädigend!) – Das ist ein äußerst blamabler Satz.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Erhöhung gegeben, auf jeden Fall nicht in dem Ausmaß, wie Sie behauptet haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte noch einmal feststellen, dass die Gelder, die der Rat für Forschung und Technologieentwicklung zur Verfügung hat, für Investitionen in Forschungsprojekte gedacht sind und nicht für die Sanierung der Infrastruktur der Universität, die dadurch völlig verkommt, weil Sie einfach viel zu wenig Budget vorsehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Letzten eine Frage, auf die Sie vielleicht noch eingehen könnten: Es ist heute sehr viel von der Hochschülerschaft und der Universität die Rede. Angesichts des demokratiepolitischen Anschlags, den Sie mit dem neuen Gesetz vorhaben, ist das auch nicht verwunderlich. Dennoch würden wir gerne bezüglich des Kulturbereichs nachfragen, vielleicht könnten Sie uns doch eine Antwort auf die Frage geben – auf nur eine von vielen, die immer wieder gestellt wurden und auf die es Ihrerseits nie eine Antwort gibt –: Warum sind die Personalkosten im Kulturhistorischen Museum gestiegen? – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das sind Themen, mit denen sich die ÖVP heute beschäftigt, denn uns interessiert auch in Folge, wie wir generell mit der Informationsvermittlung umgehen, wie unsere Kinder mit Informationen und Wissen umgehen, wie wir unsere Lehrer und Lehrerinnen hinsichtlich dieser Aus- und Weiterbildung unterstützen können. Wir beschäftigen uns mit Themen, die die Zukunft betreffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Den kennen Sie aber schon länger, oder?
Es ist, wie gesagt, ein sich durchziehender roter Faden, der auch nach Salzburg führt. Ich bin da auf einen Namen gestoßen, nämlich auf den Namen des Herrn Bürgermeister Schaden (Abg. Broukal: Den kennen Sie aber schon länger, oder?), der mir insofern aufgefallen ist, als er nicht nur gemeinsam mit Bürgermeister Häupl maßgeblicher Betreiber der Maßnahme war, dass die Werbeabgabe nicht abgeschafft wird, die ein Relikt aus der Vergangenheit ist, sondern sich auch ganz intensiv dafür eingesetzt hat, dass das Kulturbudget in Salzburg minimiert wird. Er sagt: Wir müssen reduzieren, aber es wird nicht viele Institutionen betreffen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher bitte ich nur um Fairplay für alle in der Diskussion und darum, nicht nur rein polemisch zu agieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Donabauer: Mäßigen Sie sich! – Abg. Dr. Brinek: Lernen Sie Parlamentarismus! – Abg. Dr. Mitterlehner: Nehmen Sie sich ein bisschen zurück! – Abg. Donabauer: Hallo, so etwas! Mäßigen Sie sich in der Sprache!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Verhalten von Kollegin Brinek und Kollegin Achleitner im Zusammenhang mit der Österreichischen Hochschülerschaft ist, finde ich, eine Schande für dieses Haus. (Abg. Donabauer: Mäßigen Sie sich! – Abg. Dr. Brinek: Lernen Sie Parlamentarismus! – Abg. Dr. Mitterlehner: Nehmen Sie sich ein bisschen zurück! – Abg. Donabauer: Hallo, so etwas! Mäßigen Sie sich in der Sprache!)
Abg. Dr. Brinek: Sie haben keine Ahnung von Parlamentarismus!
Ich kann auch erklären, wieso. Das reiht sich nahtlos ein – das muss man dazusagen – in die Art und Weise, wie diese kleine Koalition seit dem Jahre 2000 versucht, die Demokratie zurückzudrängen und immer weniger Demokratie in unserem Lande zuzulassen. (Abg. Dr. Brinek: Sie haben keine Ahnung von Parlamentarismus!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist unhaltbar!
Zunächst haben die Freiheitlichen im Jahre 2000 begonnen, Ideen zu gebären, wie man die Entsendung der Arbeiterkammer in den Hauptverband der Sozialversicherungsträger ändern kann, damit es dort eine Mehrheit für Schwarz-Blau gibt, damit Sie diesen umfärben können. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist unhaltbar!) Dann kam die Arbeiterkammerwahl – und diese hatte für Sie von der FPÖ eine veritable Niederlage zur Folge. Das hat weiters dazu geführt, dass Sie auch mit diesen neuen Vorschlägen keine Mehrheit gehabt haben – und so haben Sie halt einen neuen Vorschlag gemacht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Bei der Nationalratswahl habt ihr eine Niederlage gehabt, oder? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben dann das Gesetz dahin gehend geändert, dass Sie dort plötzlich eine Mehrheit hatten, obwohl das auf Grund des Wahlergebnisses nicht der Fall war. Ich empfinde das als Schande für die Demokratie! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Bei der Nationalratswahl habt ihr eine Niederlage gehabt, oder? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Nicht wegnehmen, sondern nicht mehr hergeben! Das ist der Unterschied!
Jetzt setzen Sie von ÖVP und FPÖ Sonderkommissionen ein, die prüfen sollen, wie man der Arbeiterkammer Geld wegnehmen und deren Handlungsfähigkeit einschränken könnte. (Abg. Neudeck: Nicht wegnehmen, sondern nicht mehr hergeben! Das ist der Unterschied!) Es stört Sie dabei nicht im Geringsten, dass die Wirtschaftskammer mehr als doppelt so viel Geld als die Arbeiterkammer einnimmt, aber diese ist halt nicht so kritisch, die sind nicht immer vorlaut und reden nicht immer dagegen. (Abg. Dr. Mit-
Abg. Dr. Mitterlehner: Ah geh! – Abg. Neudeck: Sie reden nur so dahin, Grundlagen haben Sie sich keine erarbeitet!
terlehner: Mein Gott!) Sie weisen auch nicht immer nach, welche Politik diese Regierung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land macht. (Abg. Dr. Mitterlehner: Ah geh! – Abg. Neudeck: Sie reden nur so dahin, Grundlagen haben Sie sich keine erarbeitet!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben hier verloren, das ist Ihr Problem!
Jetzt kommt die Österreichische Hochschülerschaft: Als Sie vor vier Jahren dort die Mehrheit verloren haben, als Rot-Grün die Mehrheit gewonnen hat, dachten Sie noch an einen Betriebsunfall. Als Sie vor zwei Jahren auch die relative Mehrheit verloren haben, ist klar geworden, dass sich einiges verändert hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben hier verloren, das ist Ihr Problem!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Offensichtlich haben Sie jetzt den Glauben daran verloren, dass Sie je auf demokratischem Weg auf den Universitäten die Mehrheit wieder zurückgewinnen können. Deswegen ändern Sie einfach die Spielregeln solange, bis Ihnen das Ergebnis, das dabei herauskommt, passt. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Das empfinde ich nicht sehr demokratisch, das finde ich undemokratisch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Offensichtlich haben Sie jetzt den Glauben daran verloren, dass Sie je auf demokratischem Weg auf den Universitäten die Mehrheit wieder zurückgewinnen können. Deswegen ändern Sie einfach die Spielregeln solange, bis Ihnen das Ergebnis, das dabei herauskommt, passt. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Das empfinde ich nicht sehr demokratisch, das finde ich undemokratisch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich! – Abg. Dr. Sonnberger: Letztklassig! – Abg. Dr. Stummvoll: Frau Präsidentin, einen Ordnungsruf! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sagenhaft!
Ganz persönlich kann ich Ihnen nur sagen: Man kann gar nicht so viel Nahrung zu sich nehmen, wie man oral wieder ausscheiden möchte. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich! – Abg. Dr. Sonnberger: Letztklassig! – Abg. Dr. Stummvoll: Frau Präsidentin, einen Ordnungsruf! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sagenhaft!)
Abg. Dr. Sonnberger: Frau Präsidentin! Schauen Sie sich das Protokoll an!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Dr. Brader. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Sonnberger: Frau Präsidentin! Schauen Sie sich das Protokoll an!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Abgeordneter Krainer, eine Schande sind Ihre Formulierungen! Das möchte ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bitte, diesem Antrag Ihre Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich ersuche Sie, sich das Protokoll der Rede des Kollegen Krainer zu besorgen. Ich bin der Auffassung, dass er auf Grund seines letzten Satzes, den er in Richtung der beiden Regierungsfraktionen gesprochen hat, einen Ordnungsruf verdient. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie nehmen überhaupt nichts wahr, was die Sozialisten betrifft, das habe ich schon bemerkt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich bin gerne bereit, dieses Protokoll anzufordern. Meine Wahrnehmung war anders. Wir werden die Sache prüfen, wenn das Protokoll vorliegt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie nehmen überhaupt nichts wahr, was die Sozialisten betrifft, das habe ich schon bemerkt!)
Abg. Neudeck: Wer bildet sie aus?
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Wenn man mit Vertretern der Wirtschaft spricht, so hört man oft von ihnen, dass es ein Standortvorteil sei, wenn die Arbeitnehmer hohe Bildungsstandards haben, wenn ihre Qualifikation hoch ist. Ich denke, diese Argumentation ist richtig. – Man kann es mit einem Satz zusammenfassen: Haben die Arbeitnehmer eine gute Ausbildung, geht es der Wirtschaft gut. (Abg. Neudeck: Wer bildet sie aus?) Damit bin ich beim berufsbildenden Schulwesen.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit der Wiederholung von Ankündigungen werden sich die notwendigen Verbesserungen im berufsbildenden Schulwesen meiner Meinung nach nicht erreichen lassen. – Auch das ist mit ein Grund für die Kritik seitens der SPÖ Ihnen gegenüber, Frau Bundesministerin! Ihre konservative Politik konserviert den gesamten Schulbereich und verhindert, dass jetzt die richtigen Schritte für die Zukunft gesetzt werden. Das ist bedauerlich, und deshalb stimmen wir diesem Budget nicht zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Das ist keine Berichtigung, Entschuldigung! – Rufe bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Richtig ist vielmehr, dass die AK-Vertreter jede Beitragsveränderung im Gesundheitsbereich als unzumutbar hinstellen, selbst aber die Hand aufhalten und jedes Geld nehmen. Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Das ist keine Berichtigung, Entschuldigung! – Rufe bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Dr. Bauer: Das war keine Berichtigung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Donabauer, das war tatsächlich keine Berichtigung, das stelle ich ausdrücklich fest. (Abg. Dr. Bauer: Das war keine Berichtigung!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Franz. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Ich ersuche um Ruhe im Saal!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Vorweg stelle ich fest, dass wir in Österreich durchwegs hervorragende Lehrerinnen und Lehrer haben, die unsere Kinder, unsere Jugendlichen ins Leben begleiten. Ich möchte diesen von dieser Stelle aus herzlichen Dank dafür sagen, dass sie die Bildungsqualität in Österreich auch vor Ort sichern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Bildungsbudget bietet eine gute Basis für Qualität an unseren Schulen. Durch den Finanzausgleich wurden auch ländliche Schulen gestärkt. Ich bin froh: Diese Regierung ist auf einem guten bildungspolitischen Weg! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bildungsbereich dafür bedanken, dass sie sich trotz dieser Kürzungsmaßnahmen noch immer sehr anstrengen, das hohe Niveau im Bildungs- und Hochschulbereich zu halten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Zerstörungswut heißt das!
Die Universitätsreform ist ein gutes Beispiel für die Reformfreudigkeit. (Abg. Dr. Niederwieser: Zerstörungswut heißt das!) Sie brachte Selbständigkeit der Universitäten und klare Entscheidungsstrukturen. Sie ermöglicht Schwerpunktbildung und Profilentwicklung. Ein Globalbudget und Leistungsvereinbarungen sind die Kernpunkte, und diese sorgen für einen Aufschwung der Universitäten. Auch 68 Millionen € für die Forschungsinfrastruktur sind ein beachtlicher Betrag. Wenn die Sozialdemokraten sagen, das sei gar nichts, dann wissen sie nicht mehr, wie mit Geld richtig umzugehen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Universitätsreform ist ein gutes Beispiel für die Reformfreudigkeit. (Abg. Dr. Niederwieser: Zerstörungswut heißt das!) Sie brachte Selbständigkeit der Universitäten und klare Entscheidungsstrukturen. Sie ermöglicht Schwerpunktbildung und Profilentwicklung. Ein Globalbudget und Leistungsvereinbarungen sind die Kernpunkte, und diese sorgen für einen Aufschwung der Universitäten. Auch 68 Millionen € für die Forschungsinfrastruktur sind ein beachtlicher Betrag. Wenn die Sozialdemokraten sagen, das sei gar nichts, dann wissen sie nicht mehr, wie mit Geld richtig umzugehen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letztendlich ist auch das Lernen den Lernenden räumlich näher zu bringen. Wir sind dafür und wir treten dafür ein – im Gegensatz zur SPÖ, die das Gegenteil fordert –, dass die Schulen im ländlichen Raum, auch wenn die Gesamtschülerzahl unter 300 liegt, nicht geschlossen, sondern zu echten Bildungszentren für die Bevölkerung ausgebaut werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Schaffung eines besseren Bildungsverständnisses und die Qualitätssicherung und die Verbesserung der internationalen Bildungszusammenarbeit prägen die Bemühungen in einer modernen Erwachsenenbildung. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Herr Bundeskanzler – weil Sie gerade da sitzen –, wir verhandeln jetzt das Budgetkapitel Bildung und meinen, Sie sollten lieber bei sich selbst sparen als bei der Bildung. Das einmal grundsätzlich zu diesem Budget! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Ein letzter Satz, Frau Bundesministerin: Wir haben das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport 2004, und wir haben Ihnen ein 10-Punkte-Programm der SPÖ übermittelt. – Das Jahr ist noch nicht zu Ende, ich würde mich sehr freuen, auf diesen unseren Brief auch einmal eine Antwort von Ihnen zu erhalten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Abg. Mag. Regler: Das wissen wir schon!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Dr. Sonnberger hat behauptet, die SPÖ wolle Schulen mit weniger als 300 Kindern zusperren. (Abg. Mag. Regler: Das wissen wir schon!) – Diese Behauptung ist – durch drei Jahrzehnte sozialdemokratische Schulpolitik bewiesen – unrichtig!
Beifall bei der SPÖ.
Etwas außerhalb füge ich hinzu: Durch solche Diskussionsbeiträge machen Sie eine konstruktive Arbeit am Österreich-Konvent sehr schwer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die erfolgreichen Fachhochschulen sind ein Schwerpunkt dieser Bundesregierung und werden es auch in Zukunft sein. Sie werden weiterhin ausgebaut, und dazu trägt auch dieser Bundesvoranschlag 2005 bei. Ich danke dafür auch unserer Bundesministerin und ihrem Ministerium. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Kollege Donabauer, es ist eine Unverfrorenheit und eine Unverschämtheit, wenn gerade Sie als Wissensträger hier herauskommen und sich über die Arbeiterkammer und die Kammerbeiträge lustig machen. Wir, die arbeitenden Menschen finanzieren ihre Beiträge selbst; auch bei der Wirtschaftskammer ist das so, Kollege Mitterlehner legt beim Wirtschaftskammertag seine Beiträge fest. Ihre Beiträge zur Landarbeiterkammer, Herr Donabauer, werden zu 70 Prozent aus öffentlichen Geldern bezahlt. Wenn Sie eine Diskussion darüber mit uns wollen, so können wir diese gerne führen, damit wir einmal darstellen, wie das wirklich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben viele Kleinschulen und bekennen uns zu diesen – ich möchte das wirklich bekräftigen, niemand will Kleinschulen auf dem Land abschaffen und damit die Infrastruktur der Gemeinden schädigen –, aber dem Grunde nach sind die städtischen Schulen in Ballungszentren, wie in den Hauptstädten, insbesondere aber in der Stadt Wien, betroffen, weil die Schülerhöchstzahl in den Schulen gleicher Erreichbarkeit einfach von oben her nicht begrenzt ist. Das bedeutet für Schüler weniger Zuwendung durch die Lehrer, keine Sonderbetreuungen und dadurch eine echte Benachteiligung der großen Schulstandorte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Ich denke, wir sind mit diesem Budget gut gerüstet, um die Qualitätsstandards zu halten, und geben somit eine positive Zukunftsperspektive. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lentsch: Können Sie einen positiven Satz sagen?
Frau Bundesministerin! Unser Bildungssystem ist in den letzten Jahren enorm zurückgegangen und entspricht dem, was der „Kurier“ schreibt. (Abg. Lentsch: Können Sie einen positiven Satz sagen?) Vielleicht haben Sie bei Ihren Dienstreisen in den Fernen Osten Anleihen genommen, wo Klassenschülerhöchstzahlen von 50 bis 70 an der Tagesordnung sind. Das ist für Österreich absolut unerträglich. Und wenn Sie behaupten, dass die Kleinstschulen nicht geschlossen werden, dann passt das grundsätzlich nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Einen letzten Satz zum Antrag des Abgeordneten Brader: Wir erteilen diesem Antrag die Zustimmung, obwohl wir mit der Einleitung dieses Antrages absolut nicht einverstanden sind, aber wir geben ihm trotzdem gerne die Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Damen und Herren Gebärdendolmetschern/Gebärdendolmetscherinnen sehr herzlich bedanken. Wir hatten ursprünglich den Sitzungsbeginn für 9 Uhr anberaumt und sind deswegen auch am Zeitlimit des Dolmetschens angekommen. Ich bedanke mich herzlich für die lange und ausdauernde Übersetzung. – Herzlichen Dank! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Niederwieser: Die guten Zeiten sind vorbei – aber sie kommen wieder!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kolegen! Wenn man die heutige Debatte speziell zur Wissenschaft und zu den Universitäten verfolgt hat, so merkt man, dass die Opposition, die sich zwar immer den Anstrich der Progressivität gibt, in Wirklichkeit in diesem Bereich – wie in vielen anderen Bereichen auch; man hat diesen Eindruck – leider in der Vergangenheit lebt, in der Vergangenheit der Universitäten, die Gott sei Dank hinter uns liegt (Abg. Dr. Niederwieser: Die guten Zeiten sind vorbei – aber sie kommen wieder!), die nicht mehr dem heutigen internationalen Standard und auch nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, die in Österreich herrschen, und auch nicht dem, wie das System in Österreich gestaltet wurde.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Wir sparen nicht ein, weder 10 Prozent noch weniger, sondern wir geben den Universitäten mehr Geld und lassen ihnen richtigerweise die Freiheit, das Geld so zu verwenden, wie sie das meinen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Dr. Niederwieser: Andere Ministerien ...! Das Landesverteidigungsministerium zum Beispiel macht das!
Aber es gibt noch einen zweiten wichtigen Unterschied zu dem alten System, in dem die Opposition offensichtlich noch lebt, und zwar: Die Universitäten sind angehalten – sie machen das in den letzten eineinhalb Jahren auch mit Erfolg –, Drittmittel zu lukrieren, sich um Drittmittel zu bemühen. Das geschieht einerseits bei gemeinsamen Forschungsprojekten, andererseits in der Zwischenzeit auch zunehmend bei Stiftungsprofessuren, indem verschiedene Unternehmen, aber auch andere Gebietskörperschaften Professuren für bestimmte Bereiche zur Verfügung stellen und auch finanzieren. (Abg. Dr. Niederwieser: Andere Ministerien ...! Das Landesverteidigungsministerium zum Beispiel macht das!) Das ist sinnvoll so und funktioniert auch sehr gut.
Abg. Dr. Niederwieser: Es kommt auf den Inhalt auch an! – Abg. Sburny: Nicht das, sondern der Inhalt! Das verstehen Sie nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Wie sehen Sie unsere Arbeit hier in diesem Haus, wenn ein Initiativantrag von Abgeordneten dieses Hauses undemokratisch sein soll? Diesen Vorwurf verstehe ich überhaupt nicht. (Abg. Dr. Niederwieser: Es kommt auf den Inhalt auch an! – Abg. Sburny: Nicht das, sondern der Inhalt! Das verstehen Sie nicht!) – Nein, nein, auch die Vorgangsweise wurde immer kritisiert, auch die Vorgangsweise. Diesen Vorwurf verstehe ich überhaupt nicht.
Abg. Sburny: Oder die Wirtschaftskammer!
Aber auch hinsichtlich des Inhalts kommt der Vorwurf, das, was von uns vorgesehen worden ist, wäre undemokratisch. Ich sehe nicht ein, dass etwas undemokratisch sein soll, das in vielen Bereichen in Österreich seit Jahren und Jahrzehnten üblich ist. Nehmen Sie zum Beispiel die Arbeiterkammer (Abg. Sburny: Oder die Wirtschaftskammer!), nehmen Sie andere gesetzliche Interessenvertretungen, auch dort wird keine bundesweite Vertretung von allen Wählerinnen und Wählern gewählt, sondern jeder wählt für seinen Bereich, dort, wo es sinnvoll und notwendig ist, und diese Vertretungen bestimmen dann ihre bundesweite einheitliche Vertretung. Das wird auch bei den Hochschülerschaften funktionieren und ist auch dort genauso sinnvoll, noch dazu, wo es bei den autonomen Universitäten vor allem wichtig ist, bei den Universitäten starke Vertretungen auch der Studierenden zu haben, die dort die Interessen ihrer Mitglieder, der Studierenden mit einbringen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Aber auch hinsichtlich des Inhalts kommt der Vorwurf, das, was von uns vorgesehen worden ist, wäre undemokratisch. Ich sehe nicht ein, dass etwas undemokratisch sein soll, das in vielen Bereichen in Österreich seit Jahren und Jahrzehnten üblich ist. Nehmen Sie zum Beispiel die Arbeiterkammer (Abg. Sburny: Oder die Wirtschaftskammer!), nehmen Sie andere gesetzliche Interessenvertretungen, auch dort wird keine bundesweite Vertretung von allen Wählerinnen und Wählern gewählt, sondern jeder wählt für seinen Bereich, dort, wo es sinnvoll und notwendig ist, und diese Vertretungen bestimmen dann ihre bundesweite einheitliche Vertretung. Das wird auch bei den Hochschülerschaften funktionieren und ist auch dort genauso sinnvoll, noch dazu, wo es bei den autonomen Universitäten vor allem wichtig ist, bei den Universitäten starke Vertretungen auch der Studierenden zu haben, die dort die Interessen ihrer Mitglieder, der Studierenden mit einbringen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Gibt es ja!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Donnerbauer! Was ist undemokratisch? Wir halten Gespräche für demokratisch, Gespräche mit den Betroffenen (Abg. Mag. Donnerbauer: Gibt es ja!), und nicht „speed kills“, drüberfahren und schnell verändern. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Mag. Donnerbauer: Die Gespräche gibt es ja!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Mag. Donnerbauer: Die Gespräche gibt es ja!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Donnerbauer! Was ist undemokratisch? Wir halten Gespräche für demokratisch, Gespräche mit den Betroffenen (Abg. Mag. Donnerbauer: Gibt es ja!), und nicht „speed kills“, drüberfahren und schnell verändern. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Mag. Donnerbauer: Die Gespräche gibt es ja!)
Abg. Dr. Brinek: So, wie das für Häupl auch geschehen ist!
Der Museumsfürst wird jetzt, wie bekannt, vom Rechnungshof sehr massiv kritisiert. Da ist unter anderem die Rede von explodierenden Kosten, von überaus großzügig bemessenen Repräsentationskosten, von fragwürdigen Geschäften, und wir bekommen auch Einblick in das Kunsthistorische Museum als Ort von Festen für ein Regierungsmitglied – natürlich auf Kosten der SteuerzahlerInnen. (Abg. Dr. Brinek: So, wie das für Häupl auch geschehen ist!)
Abg. Dr. Wolfmayr: Nach Vorliegen des Endberichtes, Frau Kollegin!
Es ist schon viel gesagt worden zur Causa Seipel, vom Rechnungshof, von der Opposition, von den Medien, und es ist ermüdend, aber, meine Damen und Herren, wir werden fortfahren und wir werden weiter fragen, bis wir die Antworten bekommen, bis die Ministerin endlich Stellung bezieht und aktiv wird. (Abg. Dr. Wolfmayr: Nach Vorliegen des Endberichtes, Frau Kollegin!) Denn die Causa Seipel ist nur ein Symptom für die Museumspolitik der Regierung, oder vielleicht sollte man auch sagen: für die Nicht-Museumspolitik der Regierung.
Beifall bei der SPÖ.
Offensichtlich besteht nun die Absicht, diese Kulturvermittlung neuerlich finanziell zu beschneiden. Ich finde das äußerst bedenklich, denn kulturelle Bildung und Kulturvermittlung sind in einer globalisierten Welt als Grundvoraussetzung anzusehen. Ich habe von dieser Regierung leider den Eindruck, dass sie Kulturvermittlung mit Kulturexport gleichsetzt. Ob das Österreich gut tut, werden wir sehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Zuerst zum Kulturbereich: Ich weise den Vorwurf, dass ich die Fragen im Ausschuss nicht beantwortet habe, zurück! Ich habe jede Frage beantwortet, und die Fragen, die sich mit dem Rechnungshofbericht beschäftigt haben, habe ich damit beantwortet, dass es derzeit einen Rechnungshofbericht-Rohentwurf gibt, dass eine Stellungnahme vom Kunsthistorischen Museum erarbeitet wurde und dass wir dann, wenn es einen Endbericht gibt, diese Fragen genauer prüfen werden. Ich glaube, dass ist die Antwort auf diese Fragen, die man geben muss, denn ein Rechnungshof-Rohbericht ist kein Gegenstand der öffentlichen Beratung, das wissen Sie alle. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir uns die Museumslandschaft anschauen, dann darf ich doch feststellen, dass wir eine blühende Museumslandschaft haben – mit dem MuseumsQuartier, mit allen Bundesmuseen, die im Bereich des Ausstellungswesens, im Bereich des Veranstaltungswesens unglaublich tolle Angebote für die Österreicherinnen und Österreicher machen und gerade auch im Kulturtourismus einen ganz besonderen Stellenwert haben. Ich meine, dafür ist jenen, die dort tätig sind, ein herzliches Danke zu sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Von Frau Abgeordneter Sburny ist auch gesagt worden, dass das Geld des Rates für Forschung und Technologieentwicklung „kein echtes Geld“ für die Universitäten sei. – Meine Damen und Herren von den Grünen, wollen Sie damit sagen, dass an Universitäten keine echte, keine ernsthafte Grundlagenforschung betrieben wird?! (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ein großer Teil der Arbeit der Universitäten ist Forschung. Und diese Gelder werden für Forschungsstrukturen verwendet (Abg. Sburny: Es wäre gut, wenn es vielleicht einmal eine Basisausstattung gäbe ...!), die auch für die Lehre verwendet werden.
Abg. Sburny: Es wäre gut, wenn es vielleicht einmal eine Basisausstattung gäbe ...!
Von Frau Abgeordneter Sburny ist auch gesagt worden, dass das Geld des Rates für Forschung und Technologieentwicklung „kein echtes Geld“ für die Universitäten sei. – Meine Damen und Herren von den Grünen, wollen Sie damit sagen, dass an Universitäten keine echte, keine ernsthafte Grundlagenforschung betrieben wird?! (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ein großer Teil der Arbeit der Universitäten ist Forschung. Und diese Gelder werden für Forschungsstrukturen verwendet (Abg. Sburny: Es wäre gut, wenn es vielleicht einmal eine Basisausstattung gäbe ...!), die auch für die Lehre verwendet werden.
Abg. Sburny: Eben nicht zusätzlich! Es wird nur umgeschichtet!
Es weiß doch jeder, dass in Bereichen, in denen es technologische Einrichtungen für die Forschung gibt, natürlich auch Lehrveranstaltungen stattfinden, dass das also für beides verwendet wird. Ich verstehe nicht, warum man nicht anerkennen kann, dass – aus Steuergeldern – noch einmal 68 Millionen €, und zwar heuer 18, nächstes Jahr 25 und übernächstes Jahr auch 25 Millionen €, für Erneuerung und Verbesserung der Infrastruktur, für neue Infrastruktur, für Exzellenzzentren, für Verbesserungen, für Schwerpunktsetzung zusätzlich zum Budget zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Sburny: Eben nicht zusätzlich! Es wird nur umgeschichtet!)
Abg. Sburny: Das ist eine Basisausstattung!
Das wird zusätzlich zum normalen Budget zur Verfügung gestellt, und zwar zielorientiert und auf Antrag: für tatsächliche Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur, für die Forschung; aber eben nicht nach dem Gießkannenprinzip. Was zur Verfügung gestellt wird: Ausstattung mit Computern, Vernetzung der Computer, das alles ist für die Forschung notwendig (Abg. Sburny: Das ist eine Basisausstattung!), und zwar für die Forschung genauso wie für die Lehre. Das heißt, die Gelder werden für Infrastruktur, für den Forschungsbereich, der ja auch der Lehre zur Verfügung steht, verwendet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das wird zusätzlich zum normalen Budget zur Verfügung gestellt, und zwar zielorientiert und auf Antrag: für tatsächliche Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur, für die Forschung; aber eben nicht nach dem Gießkannenprinzip. Was zur Verfügung gestellt wird: Ausstattung mit Computern, Vernetzung der Computer, das alles ist für die Forschung notwendig (Abg. Sburny: Das ist eine Basisausstattung!), und zwar für die Forschung genauso wie für die Lehre. Das heißt, die Gelder werden für Infrastruktur, für den Forschungsbereich, der ja auch der Lehre zur Verfügung steht, verwendet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Und Dank an die Frau Minister!
Danke an alle Lehrerinnen und Lehrer, danke an alle Professorinnen und Professoren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Und Dank an die Frau Minister!)
Beifall bei der SPÖ.
Toleranz bedeutet die Respektierung der Meinungen, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen anderer. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Na, na, na!
Ihr Umgang ist intolerant, abgehoben und undemokratisch! (Abg. Scheibner: Na, na, na!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde mir wünschen – gerade heute am Internationalen Tag der Toleranz –, dass die Regierung und vor allem Sie, Frau Ministerin Gehrer, als Kulturministerin mit Werten wie Toleranz und Demokratie nicht leichtfertig umgehen, sondern die Vielfalt und die Meinungsfreiheit akzeptieren, respektieren und dass Sie sich dafür vehement einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Fragen, die wir zu den Lücken im Sicherheitssystem des KHM gestellt haben, wurden mit einem undurchschaubaren Netz von Widersprüchen und legendenhaften Aussagen beantwortet – oder eben auch nicht. Bisher sind keinerlei Konsequenzen gezogen worden – und das halte ich für unverantwortlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, sind als zuständige Ministerin aufgefordert, umgehend aktiv zu werden und für die notwendigen Konsequenzen zu sorgen! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für diese verfehlte Politik tragen Sie, Frau Bundesministerin, die Verantwortung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ – Widerspruch bei der ÖVP
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesministerin Gehrer, Ihr Ministerium trägt den Zusatztitel „Zukunftsministerium“, aber das völlig zu Unrecht (Beifall bei der SPÖ – Widerspruch bei der ÖVP), wenn man sich die Schulpolitik im Allgemeinen und das Budgetkapitel Bildung im Besonderen anschaut.
Beifall bei der SPÖ.
Nachmittagsbetreuung kann beim vorgesehenen Personalstand – trotz anders lautender Absichtserklärungen Ihrerseits; Frau Ministerin – nicht angeboten werden. Das Gleiche gilt auch für den Förderunterricht, den besonders Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen benötigen; aber diese Kinder sind Ihnen offensichtlich nicht wichtig genug. – Uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hingegen sind auch diese Kinder wichtig, und daher sprechen wir uns ganz dezidiert dagegen aus, dass die Bildungs- und damit Zukunftschancen junger Menschen ausschließlich vom Geldbörsel der Eltern abhängen. – Das ist Ihre Ideologie, nicht unsere. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Den Antrag selbst – wenn man ihn neutral nimmt und davon ausgeht, dass Sie seriöse Wissenschafter damit beauftragen werden, die Möglichkeiten von Implantaten und der Gebärdensprache zu überprüfen – könnte man sich schon überlegen, nur: Das Vertrauen darin, dass das Ministerium da wirklich Wert auf Ausgewogenheit legt, ist bei uns so begrenzt, dass wir diesem Antrag nicht zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Jakob Auer: Wo ist denn Herr Broukal?
Ich bitte auch hier jene Damen und Herren, die die Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Jakob Auer: Wo ist denn Herr Broukal?) – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt.
Abg. Bucher: Bravo!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wie ist eigentlich der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Arbeit? – Er ist ein sehr einfacher: Geht es den Menschen gut, dann geht es der Wirtschaft gut. (Abg. Bucher: Bravo!) Und: Haben die Menschen Arbeit, geht es den Menschen gut. Dieser Zusammenhang ist, glaube ich, allen ein Anliegen, und das soll auch so sein.
Abg. Rädler: Matznetter will ja ...!
Aber die Wirtschaftspolitik, die diese Bundesregierung betreibt, führt dazu, dass es den Menschen, und zwar immer mehr Menschen, schlechter geht. (Abg. Rädler: Matznetter will ja ...!) Wir hatten die Diskussion über die Pensionskürzungen, wir haben jetzt die Diskussion über die neue Krankensteuer. Das führt dazu, dass es immer mehr Leuten schlechter geht. Sie machen eine Politik – das haben wir auch in letzter Zeit erlebt – für die Großkonzerne, und Sie nehmen den kleinen Leuten das Geld wieder weg, wie wir das mit den Sehbehelfen in jüngster Zeit erlebt haben.
Beifall bei der SPÖ.
lieren, werden wieder zusätzliche Arbeitsplätze verlieren. Sie treiben mit dieser Politik immer mehr Leute in die Armutsfalle, und dafür sind Sie, Herr Minister, verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man kann diese Entwicklung auch mit Kennzahlen belegen. Österreich dümpelt beim Wirtschaftswachstum hinterher, wir sind zurückgefallen, das Wirtschaftswachstum bleibt sehr schwach. Österreich hat seit zwanzig Jahren die höchste Arbeitslosigkeit, über 250 000 Leute haben keine Arbeit. Das wirkt sich auf die Nachfrage aus. Insbesondere betroffen – das wird dann noch ausführlich diskutiert werden – sind Jugendliche, Frauen und ältere Arbeitnehmer. Sie bieten dieser Gruppe keine Perspektive, auch dafür sind Sie verantwortlich, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Aber überhaupt nicht!
Wir werden einen nächsten Punkt diskutieren. Ihr Kartenhaus der Stromliberalisierung ist zusammengebrochen. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Aber überhaupt nicht!) Sie sind seit 1986 für die Energiepolitik in diesem Land verantwortlich. Es werden Stromleitungen nicht gebaut, es gibt Versorgungsengpässe, es fehlen uns die Kraftwerke. Auch dafür, Herr Minister, sind Sie verantwortlich! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Wir werden einen nächsten Punkt diskutieren. Ihr Kartenhaus der Stromliberalisierung ist zusammengebrochen. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Aber überhaupt nicht!) Sie sind seit 1986 für die Energiepolitik in diesem Land verantwortlich. Es werden Stromleitungen nicht gebaut, es gibt Versorgungsengpässe, es fehlen uns die Kraftwerke. Auch dafür, Herr Minister, sind Sie verantwortlich! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Böhm: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die roten Raunzer!
Ein nächster wichtiger Punkt zeigt sich, wenn wir die Konkursstatistik anschauen. Österreich ist innerhalb der Industrieländer an zweitschlechtester Stelle. Wir haben mit Abstand die meisten Konkurse zu verzeichnen, die es in den letzten Jahren gegeben hat, über 6 000 Unternehmen werden heuer in Konkurs gehen. (Abg. Böhm: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die roten Raunzer!) Schauen Sie sich die Konkursstatistik an, da steht das schwarz auf weiß! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!) Der KSV ist keine SPÖ-nahe Organisation. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!
Ein nächster wichtiger Punkt zeigt sich, wenn wir die Konkursstatistik anschauen. Österreich ist innerhalb der Industrieländer an zweitschlechtester Stelle. Wir haben mit Abstand die meisten Konkurse zu verzeichnen, die es in den letzten Jahren gegeben hat, über 6 000 Unternehmen werden heuer in Konkurs gehen. (Abg. Böhm: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die roten Raunzer!) Schauen Sie sich die Konkursstatistik an, da steht das schwarz auf weiß! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!) Der KSV ist keine SPÖ-nahe Organisation. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!
Ein nächster wichtiger Punkt zeigt sich, wenn wir die Konkursstatistik anschauen. Österreich ist innerhalb der Industrieländer an zweitschlechtester Stelle. Wir haben mit Abstand die meisten Konkurse zu verzeichnen, die es in den letzten Jahren gegeben hat, über 6 000 Unternehmen werden heuer in Konkurs gehen. (Abg. Böhm: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die roten Raunzer!) Schauen Sie sich die Konkursstatistik an, da steht das schwarz auf weiß! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!) Der KSV ist keine SPÖ-nahe Organisation. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rot auf weiß!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist kein Spiel! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Dieses Spiel kann man fortsetzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist kein Spiel! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir haben die höchste Budgetdefizitrate seit langem. Mit 19 000 € pro Kopf ist Österreich verschuldet. Das ist die höchste Pro-Kopf-Verschuldung, die es jemals in dieser Republik gegeben hat. (Abg. Scheibner: Hören Sie einmal mit dem Märchen auf!)
Abg. Scheibner: Hören Sie einmal mit dem Märchen auf!
Dieses Spiel kann man fortsetzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist kein Spiel! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir haben die höchste Budgetdefizitrate seit langem. Mit 19 000 € pro Kopf ist Österreich verschuldet. Das ist die höchste Pro-Kopf-Verschuldung, die es jemals in dieser Republik gegeben hat. (Abg. Scheibner: Hören Sie einmal mit dem Märchen auf!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hans Christian Andersen der SPÖ!
Was macht der Wirtschaftsminister? – Die zuständige Fördergesellschaft Austria Wirtschaftsservice liegt weiterhin quasi im Koma. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hans Christian Andersen der SPÖ!) Dort wird weniger Fördervolumen mit mehr Aufwand viel langsamer abgewickelt. Das sind nicht Zahlen von mir; das sagt die Junge Wirtschaft, das sagen die Investmentbanker, das sagen auch andere Banken. (Abg. Scheibner: Welche?) Diese wichtige Institution liegt im Koma. (Abg. Scheibner: Wer sagt das? Zitieren Sie den!)
Abg. Scheibner: Welche?
Was macht der Wirtschaftsminister? – Die zuständige Fördergesellschaft Austria Wirtschaftsservice liegt weiterhin quasi im Koma. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hans Christian Andersen der SPÖ!) Dort wird weniger Fördervolumen mit mehr Aufwand viel langsamer abgewickelt. Das sind nicht Zahlen von mir; das sagt die Junge Wirtschaft, das sagen die Investmentbanker, das sagen auch andere Banken. (Abg. Scheibner: Welche?) Diese wichtige Institution liegt im Koma. (Abg. Scheibner: Wer sagt das? Zitieren Sie den!)
Abg. Scheibner: Wer sagt das? Zitieren Sie den!
Was macht der Wirtschaftsminister? – Die zuständige Fördergesellschaft Austria Wirtschaftsservice liegt weiterhin quasi im Koma. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hans Christian Andersen der SPÖ!) Dort wird weniger Fördervolumen mit mehr Aufwand viel langsamer abgewickelt. Das sind nicht Zahlen von mir; das sagt die Junge Wirtschaft, das sagen die Investmentbanker, das sagen auch andere Banken. (Abg. Scheibner: Welche?) Diese wichtige Institution liegt im Koma. (Abg. Scheibner: Wer sagt das? Zitieren Sie den!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Gesundheitsdebatte?
Ein zweiter wichtiger Punkt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Gesundheitsdebatte?): Die Bundeswirtschaftsbehörde jammert und leidet massiv unter Personalnotstand. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Bundeswettbewerbsbehörde, Herr Kollege!) – Die Bundeswettbewerbsbehörde leidet unter Personal- und Geldmangel; man ist dort nicht einmal in der Lage, die Überstunden zu zahlen. Wir wissen, dass Wettbewerbspolitik für die Konsumenten wichtig ist. Aber dort wird nicht mehr das Personal zur Verfügung gestellt, dort wird nicht das Geld zur Verfügung gestellt, und das geht
Bundesminister Dr. Bartenstein: Bundeswettbewerbsbehörde, Herr Kollege!
Ein zweiter wichtiger Punkt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Gesundheitsdebatte?): Die Bundeswirtschaftsbehörde jammert und leidet massiv unter Personalnotstand. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Bundeswettbewerbsbehörde, Herr Kollege!) – Die Bundeswettbewerbsbehörde leidet unter Personal- und Geldmangel; man ist dort nicht einmal in der Lage, die Überstunden zu zahlen. Wir wissen, dass Wettbewerbspolitik für die Konsumenten wichtig ist. Aber dort wird nicht mehr das Personal zur Verfügung gestellt, dort wird nicht das Geld zur Verfügung gestellt, und das geht
Beifall bei der SPÖ.
auf Kosten der Konsumenten. Auch dafür sind Sie verantwortlich, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden in der Diskussion noch sehr viele andere Punkte anführen, die nicht funktionieren. Aber ein Zusammenhang bleibt auch unter Schwarz-Blau gültig: Wenn es den Menschen schlechter geht, geht es auch der Wirtschaft schlechter. Sie als Wirtschafts- und Arbeitsminister tragen dafür die Verantwortung, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das war schlecht!
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was Herr Kollege Moser hier zum Besten gegeben hat, war nicht sehr seriös (Abg. Scheibner: Das war schlecht!), denn eigentlich hat schon die vorangegangene Debatte, die Grundsatzdebatte ums Budget gezeigt, dass Sie mit Zahlen operieren, die einfach falsch sind. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich etwas anderes erwartet?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich etwas anderes erwartet?
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was Herr Kollege Moser hier zum Besten gegeben hat, war nicht sehr seriös (Abg. Scheibner: Das war schlecht!), denn eigentlich hat schon die vorangegangene Debatte, die Grundsatzdebatte ums Budget gezeigt, dass Sie mit Zahlen operieren, die einfach falsch sind. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich etwas anderes erwartet?)
Abg. Silhavy: Genauso wie ...!
Wenn Sie beispielsweise sagen (Abg. Silhavy: Genauso wie ...!), wir haben die höchste Arbeitslosigkeit seit zwanzig Jahren, dann haben Sie offensichtlich nicht die bedauerlichen Zahlen des Jahres 1997 und auch des Jahres 1998 in Erinnerung, die absolut wesentlich höher waren. (Abg. Gradwohl: Selektive Wahrnehmung!) Wenn Sie sich an die Diskussion erinnern – Herr Professor Van der Bellen sitzt ja hier –, was das Defizit anbelangt, dann war – jetzt nicht in absoluten Zahlen gemessen, sondern an den Prozentsätzen gemessen – das Netto-Defizit im Jahr 2000, im Jahr 1998, im Jahr 1997 marginal höher. Das sollten Sie einfach differenziert darstellen.
Abg. Gradwohl: Selektive Wahrnehmung!
Wenn Sie beispielsweise sagen (Abg. Silhavy: Genauso wie ...!), wir haben die höchste Arbeitslosigkeit seit zwanzig Jahren, dann haben Sie offensichtlich nicht die bedauerlichen Zahlen des Jahres 1997 und auch des Jahres 1998 in Erinnerung, die absolut wesentlich höher waren. (Abg. Gradwohl: Selektive Wahrnehmung!) Wenn Sie sich an die Diskussion erinnern – Herr Professor Van der Bellen sitzt ja hier –, was das Defizit anbelangt, dann war – jetzt nicht in absoluten Zahlen gemessen, sondern an den Prozentsätzen gemessen – das Netto-Defizit im Jahr 2000, im Jahr 1998, im Jahr 1997 marginal höher. Das sollten Sie einfach differenziert darstellen.
Beifall bei der ÖVP.
Daher muss ich Ihnen eines sagen, Herr Kollege: Zusammengebrochen ist nicht die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, sondern zusammengebrochen sind nur Ihre Thesen im neuen Wirtschaftsprogramm. Die haben nicht einmal einer Berichterstattung in den Medien über ein paar Tage hinaus standgehalten und mussten eigenständig immer geändert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Zweite, Herr Kollege: Sie setzen irgendwo die Zusammenhänge falsch. Denn wenn Sie sagen: „Geht es den Menschen gut, dann geht es der Wirtschaft gut“, dann ist das die Umkehrung eines Zusammenhangs, der genau anders lautet: „Geht es der Wirtschaft gut“, weil die Wirtschaft erst einmal etwas erarbeiten muss, dass man etwas zum Verteilen hat, „dann geht es auch den Menschen gut“! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Was Sie in dem Zusammenhang sagen, ist eben die alte, falsche sozialistische Wirtschaftspolitik (Abg. Dr. Matznetter: Wer ist „die Wirtschaft“?), dass man vorerst einmal, und sei es auch auf Schuldenbasis, verteilen muss.
Abg. Dr. Matznetter: Wer ist „die Wirtschaft“?
Das Zweite, Herr Kollege: Sie setzen irgendwo die Zusammenhänge falsch. Denn wenn Sie sagen: „Geht es den Menschen gut, dann geht es der Wirtschaft gut“, dann ist das die Umkehrung eines Zusammenhangs, der genau anders lautet: „Geht es der Wirtschaft gut“, weil die Wirtschaft erst einmal etwas erarbeiten muss, dass man etwas zum Verteilen hat, „dann geht es auch den Menschen gut“! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Was Sie in dem Zusammenhang sagen, ist eben die alte, falsche sozialistische Wirtschaftspolitik (Abg. Dr. Matznetter: Wer ist „die Wirtschaft“?), dass man vorerst einmal, und sei es auch auf Schuldenbasis, verteilen muss.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich weiß, meine Herren und Damen, es tut Ihnen weh, wenn Sie das hören müssen. Aber es ist eben grundlegend falsch, und die Falsifizierung hat sich in den letzten Jahren leider auch erwiesen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Warum gibt’s dann die höchste Arbeitslosigkeit?
Ich möchte damit dort hingehen, wo wir stehen. Wo stehen wir? – Der Wirtschaft geht es erfreulicherweise besser, nicht nur was das Wirtschaftswachstum des Jahres 2004 anbelangt (Abg. Silhavy: Warum gibt’s dann die höchste Arbeitslosigkeit?), wo wir ein Wachstum von etwa 2,0 Prozent erreichen werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Matz-
Beifall bei der ÖVP.
Genau dort sind wir jetzt! Im Herbst dieses Jahres werden die Investitionen noch einmal steigen, nicht nur durch die Investitionszuwachsprämie, sondern auch durch die steuerlichen Maßnahmen, deren Wirkung sich jetzt schon abzeichnet. Das schätzen die Unternehmer selbst so ein; wir werden es heute vorstellen. Wirtschaftsbarometer Austria: 14 Prozent der Unternehmer erwarten vor allem im letzten Quartal 2004 entsprechende Steigerungen bei den Investitionen und dann auf der anderen Seite auch bei den Arbeitsplätzen. Das heißt, die Stimmung ist gut, die Wirtschaft wird ihrer Verantwortung gerecht. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Wirtschaftswachstum ...!
Was haben wir – nicht nur durch dieses Paket, das ist klar, sondern auch durch das Wirtschaftswachstum – erreicht? – Wir haben erreicht, dass wir nach Aussagen des Wifo heuer zirka 10 Prozent an Wirtschafts-, nein, Exportwachstum erreichen werden. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Wirtschaftswachstum ...!) – Wirtschaftswachstum wäre noch besser. – Sie wissen, dass eine Steigerung um 1 Prozent im Exportbereich 10 000 neue Arbeitsplätze schafft. Da haben wir Steigerungsraten beispielsweise mit der Slowakei 14,9 Prozent, mit Lettland 19 Prozent, mit Estland 24,7 Prozent heuer im ersten Halbjahr, gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher die Fragestellung: Liegt die Wirtschaftspolitik, vor allem Kapitel 9, mit ihren Förderungen und Aktivitäten richtig? – Ja! Wir setzen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zur richtigen Zeit die richtigen Maßnahmen, werden dadurch Wachstum steigern und letztendlich nächstes Jahr ganz sicher auch die Arbeitsplatzsituation verbessern. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Mitterlehner, ich finde es immerhin interessant, dass das Kaufkraftargument wenigstens jetzt zieht. Als wir das vor zwei Jahren thematisiert haben, als es notwendig gewesen wäre, waren Sie noch auf beiden Ohren taub gegenüber diesem Argument, hier etwas zu investieren. – Immerhin! (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben das Wachstum der Exportwirtschaft gelobt. Es ist sicher richtig, dass das ein wesentlicher Aspekt ist, man darf sich aber schon fragen, warum dann gerade in diesem Bereich die Fördermittel 2005 gesenkt werden. Die Verminderung der Ausgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung für den Exportbereich um 16 Millionen € für KMUs ist im Budget festgeschrieben, und interessanterweise wird das auch vom Ministerium gar nicht bestritten. Was behauptet wird, ist, dass es deswegen geringer ist, weil es zu einer Aufteilung dieser Fördermittel auf zwei Jahre kommt, nämlich 2005 und 2006. Dennoch ist der Gesamtbetrag nicht so groß, das heißt, für 2005 gibt es tatsächlich eine geringere Förderung, und diese Kürzung um 4,5 Millionen € wird in einer Anfragebeantwortung vom Ministerium durchaus zugestanden. Daher frage ich mich: Wenn die Exportwirtschaft so wichtig ist – worin wir durchaus einer Meinung sein könnten –, warum kürzen Sie dann gerade für den Bereich der KMUs die Mittel? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Felzmann: Das stimmt überhaupt nicht! Schauen Sie sich einmal die Statistik an!
Ein zweiter wichtiger Bereich ist die Information, die da zum Tragen kommt, beziehungsweise die Nicht-Information. Kleine Betriebe werden über die Möglichkeiten, die es gibt, in der Regel sehr viel schlechter als große Betriebe informiert. Das liegt zu einem Teil daran, dass sie nicht einmal noch entsprechend vernetzt sind. Interessant ist da eine ... (Abg. Felzmann: Das stimmt überhaupt nicht! Schauen Sie sich einmal die Statistik an!) Interessant ist da eine Unterlage zur KMU-Forschung, die Sie vielleicht auch einmal lesen könnten, wenn Sie hier schon von Statistiken reden. Da
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Felzmann
Das heißt, alle Ihre wunderschönen Homepages, Ihre Informationen, die über das Netz gehen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Felzmann), kann nur ein Teil der Betriebe überhaupt zur Kenntnis nehmen und sich darüber informieren. Tatsache ist, dass es – mittlerweile, muss man sagen, es ist nämlich durchaus im Steigen begriffen – noch immer nur 87 Prozent sind, die überhaupt einen Internetzugang haben; laut KMU-Forschung, nicht meine Zahlen, das wird Ihnen vielleicht vertraut sein. Ich halte das einfach für zu wenig. Ein Betrieb in Österreich, der keinen Zugang zum Internet hat, wo sämtliche Möglichkeiten zur Forschung, über Ausschreibungen, über Förderungen auch über das Internet gehen – da ist das einfach zu wenig.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aus meiner Sicht wird einiges getan werden müssen, bis dorthin, dass sich die großartige so genannte Breitbandinitiative der Regierung im Jahr 2004 in einem budgetären Niemandsland von letztlich, glaube ich, 20 Millionen € befunden hat. Das ist definitiv viel zu wenig, um hier von einer Initiative sprechen zu können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Es geht bei dieser Dienstleistungsrichtlinie darum, dass Betriebe aus EU-Ländern zum Beispiel in Österreich ihre Dienstleistungen anbieten können, was an sich natürlich kein Problem ist. Das Problem ist jedoch, dass nach dem so genannten Herkunftslandprinzip verfahren werden soll, das heißt, dass in Österreich im Extremfall 25 Rechtsvorschriften gelten werden, weil jeweils die Rechtsvorschrift des Herkunftslandes gilt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich halte es für notwendig, diese Dienstleistungsrichtlinie sehr offensiv zu diskutieren. Ich denke, dass durch sie auf unsere Wirtschaft sowie auch auf die ArbeitnehmerInnen einiges an Unbill zukommen wird einschließlich der damit zusammenhängenden Rechtsunsicherheit. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: 1997 und 1998!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner hat in der Replik auf Abgeordneten Mag. Moser behauptet, dass es in den Jahren 1996 und 1997 mehr Arbeitslose gegeben habe. (Abg. Dr. Mitterlehner: 1997 und 1998!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Wie jeder unschwer unter www.ams.or.at unter Statistikberichte nachlesen kann – die gibt es übrigens seit 1946 –, erreichte die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen 2003 einen historischen Höchststand von 240 079. In keinem der Jahre davor wurde jemals eine Zahl von über 240 000 erreicht. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Matznetter steht nicht auf der Rednerliste. Warum, weiß ich nicht, vielleicht genießt er nicht mehr das Vertrauen seines Klubobmannes oder er wird uns womöglich wieder ein neues Wirtschaftsprogramm bieten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter, wenn Sie schon mit einer Statistik kommen, dann sagen Sie doch auch dazu, dass es noch nie einen derartig hohen Beschäftigungsstand in Österreich gab als jenen, den wir jetzt und heute zu verzeichnen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Wer ist denn „die Wirtschaft“? – Abg. Mag. Johann Moser: Who is who?
Ich darf noch kurz auf die Ausführungen des Kollegen Moser eingehen, der festgestellt hat: „Geht es den Menschen gut, dann geht es der Wirtschaft gut“. Kollege Dr. Mitterlehner hat seine Sichtweise dargestellt. Er hat gesagt: „Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es auch den Menschen gut“. (Abg. Gradwohl: Wer ist denn „die Wirtschaft“? – Abg. Mag. Johann Moser: Who is who?) Da ja immer auch die Position die Sichtweise bestimmt, werden wir das wohl nicht endgültig lösen können, aber wir können uns darauf einigen, dass es auf jeden Fall eine Wechselbeziehung zwischen Wirtschaft und den Menschen gibt. (Abg. Dr. Matznetter: Eine Wirtschaft ohne Menschen gibt es nicht!)
Abg. Dr. Matznetter: Eine Wirtschaft ohne Menschen gibt es nicht!
Ich darf noch kurz auf die Ausführungen des Kollegen Moser eingehen, der festgestellt hat: „Geht es den Menschen gut, dann geht es der Wirtschaft gut“. Kollege Dr. Mitterlehner hat seine Sichtweise dargestellt. Er hat gesagt: „Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es auch den Menschen gut“. (Abg. Gradwohl: Wer ist denn „die Wirtschaft“? – Abg. Mag. Johann Moser: Who is who?) Da ja immer auch die Position die Sichtweise bestimmt, werden wir das wohl nicht endgültig lösen können, aber wir können uns darauf einigen, dass es auf jeden Fall eine Wechselbeziehung zwischen Wirtschaft und den Menschen gibt. (Abg. Dr. Matznetter: Eine Wirtschaft ohne Menschen gibt es nicht!)
Abg. Mag. Johann Moser: Und wo ist da der Zusammenhang?
Als falsch hingegen betrachte ich die Aussage des Kollegen Moser, der behauptet hat, den Kleinen werde das Geld weggenommen, um es den großen, internationalen Konzernen sozusagen in den Rachen zu werfen. Das ist mit Sicherheit nicht richtig. Sie müssen immer eines machen, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, Sie müssen beide Steuerreformschritte zusammen sehen, denn insgesamt wurde eine ganze Menge gerade für die kleinen und mittleren Einkommensbezieher getan. Nicht umsonst beträgt das reale Einkommenswachstum immerhin 2 Prozent. (Abg. Mag. Johann Moser: Und wo ist da der Zusammenhang?)
Abg. Mag. Johann Moser: Das war der KSV, bitte!
Geschätzte Damen und Herren! Ich halte es für unseriös, wenn man Statistiken anführt, deren Ursprung nicht bekannt ist und auch nicht angegeben wird, und dabei noch offensichtlich mit falschen Zahlen operiert. Ich halte es tatsächlich für unseriös, was Kollege Moser mit der Insolvenzstatistik getan hat. (Abg. Mag. Johann Moser: Das war der KSV, bitte!) Wie Sie es gemacht haben, wenn Sie zu derartigen Mitteln greifen müssen, zeigt einmal mehr die Hilflosigkeit der Opposition auf.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Es war ja auch symptomatisch, dass von den Oppositionsrednern niemand internationale Vergleiche angesprochen hat, mit Ausnahme des einen Vergleichs bezüglich der Insolvenzen, den Kollege Moser angesprochen hat. Warum machen Sie das nicht? – Weil Sie sonst in Lobeshymnen über diese Bundesregierung ausbrechen müssten! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Selbstverständlich, denn wissen Sie, in den neunziger Jahren hat es seitens namhafter internationaler Institutionen Kritik an der Wirtschaftspolitik, an der Sozialpolitik und an der Budgetpolitik gegeben. Diese Kritik seitens internationaler Institutionen wie beispielsweise des Internationalen Währungsfonds hat sich nunmehr in Lob verwandelt. Es gibt also Lob durch den Internationalen Währungsfonds, aber auch durch die OECD, die Österreich als Musterbeispiel erfolgreicher Reformpolitik sieht. (Abg. Mag. Johann Moser: Und wie schaut es mit der Arbeitslosigkeit aus? 270 000 Arbeitslose hat es in Österreich noch nie gegeben!)
Abg. Mag. Johann Moser: Und wie schaut es mit der Arbeitslosigkeit aus? 270 000 Arbeitslose hat es in Österreich noch nie gegeben!
Es war ja auch symptomatisch, dass von den Oppositionsrednern niemand internationale Vergleiche angesprochen hat, mit Ausnahme des einen Vergleichs bezüglich der Insolvenzen, den Kollege Moser angesprochen hat. Warum machen Sie das nicht? – Weil Sie sonst in Lobeshymnen über diese Bundesregierung ausbrechen müssten! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Selbstverständlich, denn wissen Sie, in den neunziger Jahren hat es seitens namhafter internationaler Institutionen Kritik an der Wirtschaftspolitik, an der Sozialpolitik und an der Budgetpolitik gegeben. Diese Kritik seitens internationaler Institutionen wie beispielsweise des Internationalen Währungsfonds hat sich nunmehr in Lob verwandelt. Es gibt also Lob durch den Internationalen Währungsfonds, aber auch durch die OECD, die Österreich als Musterbeispiel erfolgreicher Reformpolitik sieht. (Abg. Mag. Johann Moser: Und wie schaut es mit der Arbeitslosigkeit aus? 270 000 Arbeitslose hat es in Österreich noch nie gegeben!)
Abg. Mag. Johann Moser: Und wo liegt Österreich mit seinen Arbeitslosen?
Geschätzte Damen und Herren! Der Internationale Währungsfonds stellt fest, dass der strategische Wandel in der Politik Österreichs es zu einem europäischen Vorzeigeland für Reformen gemacht hat. Er hob die Bereiche öffentliche Finanzen, Budget, Pensionsreform, die begonnene Steuerreform – ich sage dazu, dass der Bericht vom Mai 2004 ist –, die einheitliche Finanzmarktaufsicht, eine Modernisierung der Wettbewerbsbedingungen und entsprechende Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt und bei Forschung und Entwicklung hervor. (Abg. Mag. Johann Moser: Und wo liegt Österreich mit seinen Arbeitslosen?)
Abg. Riepl: Bis wann?
Meine Damen und Herren! Ziel dieser Bundesregierung ist es, die Steuer- und Abgabenquote bis zum Jahr 2000 auf 40 Prozent zu senken. (Abg. Riepl: Bis wann?) Ich bin sehr zuversichtlich und wir können auch davon ausgehen, dass wir im Jahr 2006 realistischerweise eine Abgabenquote von 40,6 Prozent erreichen werden. Die privaten Haushalte werden mehr Geld haben, die Bürger werden mehr Geld haben, die Kaufkraft und die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen wird gestärkt. (Abg. Mag. Johann Moser: Was wird mit den Arbeitslosen sein?)
Abg. Mag. Johann Moser: Was wird mit den Arbeitslosen sein?
Meine Damen und Herren! Ziel dieser Bundesregierung ist es, die Steuer- und Abgabenquote bis zum Jahr 2000 auf 40 Prozent zu senken. (Abg. Riepl: Bis wann?) Ich bin sehr zuversichtlich und wir können auch davon ausgehen, dass wir im Jahr 2006 realistischerweise eine Abgabenquote von 40,6 Prozent erreichen werden. Die privaten Haushalte werden mehr Geld haben, die Bürger werden mehr Geld haben, die Kaufkraft und die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen wird gestärkt. (Abg. Mag. Johann Moser: Was wird mit den Arbeitslosen sein?)
Abg. Silhavy: Davon hat aber kein Arbeitsloser was!
Wissen Sie, ich würde mir wünschen, dass Sie einmal den internationalen Vergleich der Arbeitslosenquote anstellten. Wenn Sie das tun, dann operieren Sie mit Zahlen, die niemand kennt, deren Herkunft niemand kennt. Wenn Sie das bei den Arbeitslosenzahlen aber einmal in nachvollziehbarer Art und Weise tun würden, dann würden Sie feststellen, dass wir innerhalb der Europäischen Union die drittniedrigste Arbeitslosenquote haben. (Abg. Silhavy: Davon hat aber kein Arbeitsloser was!) – Das weiß ich auch, Frau Kollegin, dass das dem einzelnen Arbeitslosen nicht hilft. Darum gibt es auch entsprechende Anstrengungen durch diese Bundesregierung und durch diese Regierungskoalition. (Abg. Riepl: Die sind aber nicht sichtbar!) Wir betrachten das als Aufgabe, und es werden auch künftig entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. (Abg. Silhavy: Und wo schlägt sich das im Budget nieder?)
Abg. Riepl: Die sind aber nicht sichtbar!
Wissen Sie, ich würde mir wünschen, dass Sie einmal den internationalen Vergleich der Arbeitslosenquote anstellten. Wenn Sie das tun, dann operieren Sie mit Zahlen, die niemand kennt, deren Herkunft niemand kennt. Wenn Sie das bei den Arbeitslosenzahlen aber einmal in nachvollziehbarer Art und Weise tun würden, dann würden Sie feststellen, dass wir innerhalb der Europäischen Union die drittniedrigste Arbeitslosenquote haben. (Abg. Silhavy: Davon hat aber kein Arbeitsloser was!) – Das weiß ich auch, Frau Kollegin, dass das dem einzelnen Arbeitslosen nicht hilft. Darum gibt es auch entsprechende Anstrengungen durch diese Bundesregierung und durch diese Regierungskoalition. (Abg. Riepl: Die sind aber nicht sichtbar!) Wir betrachten das als Aufgabe, und es werden auch künftig entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. (Abg. Silhavy: Und wo schlägt sich das im Budget nieder?)
Abg. Silhavy: Und wo schlägt sich das im Budget nieder?
Wissen Sie, ich würde mir wünschen, dass Sie einmal den internationalen Vergleich der Arbeitslosenquote anstellten. Wenn Sie das tun, dann operieren Sie mit Zahlen, die niemand kennt, deren Herkunft niemand kennt. Wenn Sie das bei den Arbeitslosenzahlen aber einmal in nachvollziehbarer Art und Weise tun würden, dann würden Sie feststellen, dass wir innerhalb der Europäischen Union die drittniedrigste Arbeitslosenquote haben. (Abg. Silhavy: Davon hat aber kein Arbeitsloser was!) – Das weiß ich auch, Frau Kollegin, dass das dem einzelnen Arbeitslosen nicht hilft. Darum gibt es auch entsprechende Anstrengungen durch diese Bundesregierung und durch diese Regierungskoalition. (Abg. Riepl: Die sind aber nicht sichtbar!) Wir betrachten das als Aufgabe, und es werden auch künftig entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. (Abg. Silhavy: Und wo schlägt sich das im Budget nieder?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Der Beifall war jetzt aber nicht sehr überzeugend!
Auf die Exporte und die Steigerung der Exporte wurde bereits hingewiesen. Wir sehen also einer durchaus positiven Zukunft entgegen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Der Beifall war jetzt aber nicht sehr überzeugend!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie sollten nicht immer wieder die notwendigen Reformen, von denen auch Sie wissen, dass sie notwendig sind, dazu benutzen, um bei der Bevölkerung Unsicherheit und Verunsicherung zu erzeugen. Sie verstärken das durch Ihre Maßnahmen. Diese Regierungskoalition dagegen sichert eine gute Zukunft. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das denke ich mir auch oft!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Budgetkapitel Wirtschaft und Arbeit ist ein willkommener Anlass, über die Situation der Wirtschaft in diesem Land zu sprechen. Der Wirtschaftssprecher der sozialdemokratischen Opposition, Herr Moser, hat unter anderem gesagt, wir würden den großen internationalen Unternehmungen das Geld nachwerfen. – Er hat es weniger höflich gesagt, aber ich bediene mich eben dieser Diktion. – Da dachte ich mir doch: Was habe ich denn heute im „Kurier“ gelesen? (Abg. Scheibner: Das denke ich mir auch oft!) Ein international agierendes Unternehmen, die Voest, von einem Ihrer Landeshauptmann-Stellvertreter ja unverdientermaßen durch einen Landtagswahlkampf gezerrt, schreibt exzellente Rekordergebnisse. (Abg. Gradwohl: Wer wollte denn dieses Familiensilber verscherbeln?)
Abg. Gradwohl: Wer wollte denn dieses Familiensilber verscherbeln?
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Budgetkapitel Wirtschaft und Arbeit ist ein willkommener Anlass, über die Situation der Wirtschaft in diesem Land zu sprechen. Der Wirtschaftssprecher der sozialdemokratischen Opposition, Herr Moser, hat unter anderem gesagt, wir würden den großen internationalen Unternehmungen das Geld nachwerfen. – Er hat es weniger höflich gesagt, aber ich bediene mich eben dieser Diktion. – Da dachte ich mir doch: Was habe ich denn heute im „Kurier“ gelesen? (Abg. Scheibner: Das denke ich mir auch oft!) Ein international agierendes Unternehmen, die Voest, von einem Ihrer Landeshauptmann-Stellvertreter ja unverdientermaßen durch einen Landtagswahlkampf gezerrt, schreibt exzellente Rekordergebnisse. (Abg. Gradwohl: Wer wollte denn dieses Familiensilber verscherbeln?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Wie viel Steuer zahlen die Ihnen?
Oder haben Sie vielleicht die Bank Austria gemeint, das Unternehmen, das unverdientermaßen von Parteifreunden, nicht aus der Steiermark, sondern aus Wien, nach Deutschland in dem Fall nicht verkauft, sondern wirklich verscherbelt worden ist? – Wir wissen es jetzt: Es hätte umgekehrt wesentlich besser ausgesehen. Die Bank Austria hätte die HVB übernehmen sollen, das wäre der richtige Weg gewesen. – Haben Sie die gemeint? 700, 800 Millionen € Ergebnis, ein exzellentes Unternehmen, nur leider von der Eigentümerstruktur her von Ihnen in die falschen Hände gelegt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Wie viel Steuer zahlen die Ihnen?)
Die Abgeordneten Dr. Matznetter und Gradwohl: Siehe Lannach!
Oder meinen Sie Österreichs Mittelstand, dem es gut geht? Vielleicht nicht allen, es geht nicht immer allen Unternehmungen gut, aber einer deutlichen Mehrheit der Unternehmungen geht es gut und wir tun etwas dazu: die steuerliche Entlastung und vieles andere mehr. (Die Abgeordneten Dr. Matznetter und Gradwohl: Siehe Lannach!)
Abg. Gradwohl: Das war das AMS!
Kollege Moser, Kollege Matznetter und auch Kollegin Sburny: Ich halte mich an Ihre Vorgaben. Sie haben gesagt: Reden wir über Kennzahlen, reden wir über Statistiken! Ich habe hier ein Blatt vor mir, das ich kurz referieren möchte. Es ist nichts anderes als die zusammengefasste Herbstprognose der Europäischen Kommission – Herr Kollege Matznetter, nicht ORF online von irgendetwas, sondern die Herbstprognose der Europäischen Union. (Abg. Gradwohl: Das war das AMS!) Es sind dies die acht Parameter, acht Größen, anhand derer die europäische Wirtschaft klassifiziert wird.
Abg. Mag. Kogler: Achtung! Grasser hat auch so angefangen!
Ich darf Ihnen diese acht Kenngrößen der Wirtschaft kurz referieren, und zwar jeweils Österreichs Wert für 2005, denn es geht um das Jahr 2005, wir wollen ja gemeinsam in die Zukunft blicken, in eine für das Land noch bessere Zukunft. (Abg. Mag. Kogler: Achtung! Grasser hat auch so angefangen!) Die Gegenwart ist gut, die Zukunft wird noch besser sein. (Abg. Mag. Kogler: Genau so!)
Abg. Mag. Kogler: Genau so!
Ich darf Ihnen diese acht Kenngrößen der Wirtschaft kurz referieren, und zwar jeweils Österreichs Wert für 2005, denn es geht um das Jahr 2005, wir wollen ja gemeinsam in die Zukunft blicken, in eine für das Land noch bessere Zukunft. (Abg. Mag. Kogler: Achtung! Grasser hat auch so angefangen!) Die Gegenwart ist gut, die Zukunft wird noch besser sein. (Abg. Mag. Kogler: Genau so!)
Abg. Dr. Matznetter: Wie viele waren es in den neunziger Jahren?
Zur Arbeitslosenquote: Frau Kollegin Silhavy, ich pflichte Ihnen vollkommen bei, jeder Arbeitslose, jede Arbeitslose ist eine/r zu viel. (Abg. Dr. Matznetter: Wie viele waren es in den neunziger Jahren?) – Ich weiß schon, Herr Matznetter, bei diesen Kennzahlen, die zu unseren Gunsten und zu Ihren Lasten sprechen, werden Sie immer besonders nervös und besonders laut, aber ich habe die Kraft des Mikrophons bei mir und lasse mich durch Sie höchstens motivieren und ganz sicher nicht einengen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Machen Sie doch einen ehrlichen Vergleich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Machen Sie doch einen ehrlichen Vergleich!
Zur Arbeitslosenquote: Frau Kollegin Silhavy, ich pflichte Ihnen vollkommen bei, jeder Arbeitslose, jede Arbeitslose ist eine/r zu viel. (Abg. Dr. Matznetter: Wie viele waren es in den neunziger Jahren?) – Ich weiß schon, Herr Matznetter, bei diesen Kennzahlen, die zu unseren Gunsten und zu Ihren Lasten sprechen, werden Sie immer besonders nervös und besonders laut, aber ich habe die Kraft des Mikrophons bei mir und lasse mich durch Sie höchstens motivieren und ganz sicher nicht einengen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Machen Sie doch einen ehrlichen Vergleich!)
Abg. Dr. Matznetter: Und wie sieht die Refinanzierungsquote aus?
Eine ganz wichtige Größe, Herr Kollege Moser, sind die Investitionen, denn wer heute investiert, wird morgen Wertschöpfung, Wachstum und damit Arbeitsplätze schaffen. Österreich im nächsten Jahr plus 4,0 Prozent – im Übrigen nach plus 6,2 Prozent im Jahr 2003 und heuer plus 2,9 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Und wie sieht die Refinanzierungsquote aus?) Die Europäische Union plus 3,8 Prozent.
Abg. Sburny: Die Leute haben weniger Geld!
Trotzdem wäre es mir auch recht, wenn die Konsumausgaben auch heuer schon stärker anstiegen, aber sie steigen um 1,2 Prozent. (Abg. Sburny: Die Leute haben weniger Geld!) Im nächsten Jahr sollen es plus 2,1 Prozent werden. In der Europäischen Union plus 2,0 Prozent. (Abg. Mag. Johann Moser: Für die Arbeitslosen gilt das nicht!)
Abg. Mag. Johann Moser: Für die Arbeitslosen gilt das nicht!
Trotzdem wäre es mir auch recht, wenn die Konsumausgaben auch heuer schon stärker anstiegen, aber sie steigen um 1,2 Prozent. (Abg. Sburny: Die Leute haben weniger Geld!) Im nächsten Jahr sollen es plus 2,1 Prozent werden. In der Europäischen Union plus 2,0 Prozent. (Abg. Mag. Johann Moser: Für die Arbeitslosen gilt das nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet, auch ich nicht und gerade auch Sie nicht, Herr Matznetter, aber die Europäische Kommission ist für uns in ihrer Publikation doch so etwas wie eine sehr ernst zu nehmende Daten- beziehungsweise Kennzahlen- und Statistikquelle. Von acht Schlüsselparametern der Wirtschaft liegt Österreich in sieben Fällen über dem europäischen Schnitt, in einem Fall genau im europäischen Durchschnitt. Ich meine, das ist eine recht gute Ausgangsposition für eine Budgetdebatte zum Kapitel Wirtschaft und Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abgeordneten Eder –: Da muss man aber jetzt einiges richtig stellen! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Aus Sicht der OMV!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Eder. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abgeordneten Eder –: Da muss man aber jetzt einiges richtig stellen! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Aus Sicht der OMV!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Und warum lehnen Sie das dann jetzt ab?
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich meine, man sollte hier wirklich einiges insofern richtig stellen, dass man zwischen Theorie und Praxis zart unterscheidet. Der Herr Bundesminister hat natürlich zu Recht eine Reihe von österreichischen Unternehmen genannt, die gute Gewinne machen und die auch Herzeigeunternehmen sind. Unter anderem hat er auch die OMV erwähnt, von der er meint, dass auch die Eigentümerstruktur eine sehr moderne sei und hat auch einen Eigentümer, nämlich Abu Dhabi, genannt. Ich darf feststellen, dass, als Abu Dhabi als weiterer Eigentümer zur OMV kam, noch die Sozialdemokraten regiert haben. Dafür danke ich Ihnen, dass Sie uns hier dieses Lob ausgesprochen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Und warum lehnen Sie das dann jetzt ab?) Herr Bundesminister, wenn man Ihnen beim Thema Wirtschaft zuhört, dann hat man den Eindruck, Sie hören ein bisschen zu wenig auf die Menschen in unserem Land. Die Realität ist doch so, dass sehr, sehr viel gespart wird, aber nicht deswegen, weil die Leute so viel Einkommen
Abg. Bucher: Wir haben einen Beschäftigungsrekord!
Wenn man sich – Kollege Hofmann als einer meiner Vorredner hat das gesagt – über die höchste Beschäftigung, die wir je hatten, sehr freut, dann mag das schon in Ordnung sein, nur muss man auch bedenken, dass Arbeitsplatz ja nicht gleich Arbeitsplatz ist. Schauen wir uns doch einmal an, wo die Menschen und wie die Menschen beschäftigt sind, wie viele in Teilzeit sind – das betrifft vor allem die Frauen – und wie die Einkommenssituation ist. (Abg. Bucher: Wir haben einen Beschäftigungsrekord!) Trotz Beschäftigung, Kollege Hofmann, gibt es Armut bei den Menschen, trotz Beschäftigung können die Menschen die Mieten oft nicht mehr bezahlen, trotz Beschäftigung können die Menschen die Strompreise und die Energiekosten in ihren Haushalten nicht bezahlen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Hunderttausende Menschen sind davon betroffen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Hunderttausende Menschen sind davon betroffen!
Wenn man sich – Kollege Hofmann als einer meiner Vorredner hat das gesagt – über die höchste Beschäftigung, die wir je hatten, sehr freut, dann mag das schon in Ordnung sein, nur muss man auch bedenken, dass Arbeitsplatz ja nicht gleich Arbeitsplatz ist. Schauen wir uns doch einmal an, wo die Menschen und wie die Menschen beschäftigt sind, wie viele in Teilzeit sind – das betrifft vor allem die Frauen – und wie die Einkommenssituation ist. (Abg. Bucher: Wir haben einen Beschäftigungsrekord!) Trotz Beschäftigung, Kollege Hofmann, gibt es Armut bei den Menschen, trotz Beschäftigung können die Menschen die Mieten oft nicht mehr bezahlen, trotz Beschäftigung können die Menschen die Strompreise und die Energiekosten in ihren Haushalten nicht bezahlen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Hunderttausende Menschen sind davon betroffen!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Eder?
Also so rosig und so gut schaut es nicht aus mit der Wirtschaftspolitik in unserem Land. Wenn Sie das „profil“ – ich will es gar nicht mehr vorlesen – vom Montag auf Seite 68 aufschlagen, dann steht dort, dass zum Beispiel voestalpine-Chef Eder oder Sanochemia-Gründer Frantsits und so weiter sogar daran denken, das Land mit ihren Unternehmungen zu verlassen, weil wir eine unternehmensfreundlichere Wirtschaftspolitik brauchen. (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Eder?) – Er ist nicht verwandt mit mir. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Eder will gehen? Androsch auch? Eder und Androsch wollen gehen?) Herr Minister, das sind keine Renommierzeilen! Das sollte man sich auch anschauen, und wir sollten miteinander versuchen, diese Unternehmen dazu zu bringen, in Österreich zu bleiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Eder will gehen? Androsch auch? Eder und Androsch wollen gehen?
Also so rosig und so gut schaut es nicht aus mit der Wirtschaftspolitik in unserem Land. Wenn Sie das „profil“ – ich will es gar nicht mehr vorlesen – vom Montag auf Seite 68 aufschlagen, dann steht dort, dass zum Beispiel voestalpine-Chef Eder oder Sanochemia-Gründer Frantsits und so weiter sogar daran denken, das Land mit ihren Unternehmungen zu verlassen, weil wir eine unternehmensfreundlichere Wirtschaftspolitik brauchen. (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Eder?) – Er ist nicht verwandt mit mir. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Eder will gehen? Androsch auch? Eder und Androsch wollen gehen?) Herr Minister, das sind keine Renommierzeilen! Das sollte man sich auch anschauen, und wir sollten miteinander versuchen, diese Unternehmen dazu zu bringen, in Österreich zu bleiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Also so rosig und so gut schaut es nicht aus mit der Wirtschaftspolitik in unserem Land. Wenn Sie das „profil“ – ich will es gar nicht mehr vorlesen – vom Montag auf Seite 68 aufschlagen, dann steht dort, dass zum Beispiel voestalpine-Chef Eder oder Sanochemia-Gründer Frantsits und so weiter sogar daran denken, das Land mit ihren Unternehmungen zu verlassen, weil wir eine unternehmensfreundlichere Wirtschaftspolitik brauchen. (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Eder?) – Er ist nicht verwandt mit mir. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Eder will gehen? Androsch auch? Eder und Androsch wollen gehen?) Herr Minister, das sind keine Renommierzeilen! Das sollte man sich auch anschauen, und wir sollten miteinander versuchen, diese Unternehmen dazu zu bringen, in Österreich zu bleiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Eder: Das sind aber die „kleinen Leute“, von denen ihr immer redet!
Da führt uns Kollege Eder als neuen Indikator für Wirtschafts- und Arbeitserfolg am 16. November den Verkauf am Christkindlmarkt an. (Abg. Eder: Das sind aber die „kleinen Leute“, von denen ihr immer redet!) Da erzählt uns Kollege Moser, der Hauptredner der SPÖ zu diesem Kapitel, zum Gesamtkapitel Wirtschaft und Arbeit, dass es im Bereich der Wettbewerbsbehörde zu wenige Planstellen und zu wenige Überstunden gibt. – Ein wahrhaft interessanter Parameter, um Wirtschafts- und Arbeitsmarkterfolg in einem Land messen zu können.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mitterlehner: Genau! Bravo!
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass es Österreichs Wirtschaft und Arbeitsmarkt nicht verdient haben, diesen seltsamen Zickzackkurs der SPÖ auch im Einzelnen als Maßstab unterlegt zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mitterlehner: Genau! Bravo!)
Beifall bei der ÖVP.
eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Arbeit und zusätzliche Arbeit ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein. – Abg. Steibl: Vielleicht will der Herr Bundesminister das!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielleicht will Kollege Tancsits dem Kollegen Jarolim noch etwas in direkter Rede antworten. Ich stelle da gern noch ein paar Sekunden zur Verfügung. Ich habe nämlich auch nicht vor, mich in den Streit einzumischen, ob Abu Dhabi der richtige Partner ist und wer ihn gefunden hat. Das halte ich, ehrlich gesagt, für ziemlich irrelevant. Und ich würde auch meinen, man könnte darüber nachdenken, ob es wirklich gescheit war, Anteile gerade eines prosperierenden Unternehmens wie der OMV an Abu Dhabi zu verkaufen. Aber die Debatte so weit zu treiben, das würde zu einem anderen Feld führen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein. – Abg. Steibl: Vielleicht will der Herr Bundesminister das!)
Abg. Mag. Molterer: Besonders angestrengt schaut der Minister nicht drein!
Mein Thema, Herr Bundesminister – Sie können beruhigt aufatmen oder eigentlich nicht beruhigt sein, sondern angestrengt und aufmerksam zuhören –, ist natürlich in erster Linie der Arbeitsmarkt. (Abg. Mag. Molterer: Besonders angestrengt schaut der Minister nicht drein!)
Abg. Bucher: Die Beschäftigung steigt!
Wir waren Spitzenreiter in Europa und verlieren nun sukzessive – das ist auch an den Arbeitsmarktdaten erkennbar – an Terrain. Die Arbeitslosenzahlen steigen, das sollten Sie nicht verschweigen, und die Beschäftigungszahlen (Abg. Bucher: Die Beschäftigung steigt!) – geben Sie mir bitte nicht auch noch das Stichwort –, die Beschäftigungszahlen steigen nur deshalb, weil die Kindergeldbezieherinnen eingerechnet werden, weil die Zahl der Kindergeldbezieherinnen höher ist als jemals die Zahl der Karenzgeldbezieherinnen (Abg. Steibl: Die wurden auch eingerechnet!), die auch eingerechnet wurden, aber die tatsächlich berufstätig waren. Und das ist der Punkt. Die Präsenzdiener sind eingerechnet. Es sind auch Arbeitslose eingerechnet, die in Schulungsmaßnahmen sind. Die sind als beschäftigt gemeldet. (Abg. Steibl: Das war doch immer so! – Abg. Bucher: War das vorher nicht so?)
Abg. Steibl: Die wurden auch eingerechnet!
Wir waren Spitzenreiter in Europa und verlieren nun sukzessive – das ist auch an den Arbeitsmarktdaten erkennbar – an Terrain. Die Arbeitslosenzahlen steigen, das sollten Sie nicht verschweigen, und die Beschäftigungszahlen (Abg. Bucher: Die Beschäftigung steigt!) – geben Sie mir bitte nicht auch noch das Stichwort –, die Beschäftigungszahlen steigen nur deshalb, weil die Kindergeldbezieherinnen eingerechnet werden, weil die Zahl der Kindergeldbezieherinnen höher ist als jemals die Zahl der Karenzgeldbezieherinnen (Abg. Steibl: Die wurden auch eingerechnet!), die auch eingerechnet wurden, aber die tatsächlich berufstätig waren. Und das ist der Punkt. Die Präsenzdiener sind eingerechnet. Es sind auch Arbeitslose eingerechnet, die in Schulungsmaßnahmen sind. Die sind als beschäftigt gemeldet. (Abg. Steibl: Das war doch immer so! – Abg. Bucher: War das vorher nicht so?)
Abg. Steibl: Das war doch immer so! – Abg. Bucher: War das vorher nicht so?
Wir waren Spitzenreiter in Europa und verlieren nun sukzessive – das ist auch an den Arbeitsmarktdaten erkennbar – an Terrain. Die Arbeitslosenzahlen steigen, das sollten Sie nicht verschweigen, und die Beschäftigungszahlen (Abg. Bucher: Die Beschäftigung steigt!) – geben Sie mir bitte nicht auch noch das Stichwort –, die Beschäftigungszahlen steigen nur deshalb, weil die Kindergeldbezieherinnen eingerechnet werden, weil die Zahl der Kindergeldbezieherinnen höher ist als jemals die Zahl der Karenzgeldbezieherinnen (Abg. Steibl: Die wurden auch eingerechnet!), die auch eingerechnet wurden, aber die tatsächlich berufstätig waren. Und das ist der Punkt. Die Präsenzdiener sind eingerechnet. Es sind auch Arbeitslose eingerechnet, die in Schulungsmaßnahmen sind. Die sind als beschäftigt gemeldet. (Abg. Steibl: Das war doch immer so! – Abg. Bucher: War das vorher nicht so?)
Abg. Steibl: Sie können nicht nur von den letzten drei Jahren reden! Was ist in den letzten zehn Jahren passiert?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das war vorher auch so. Nur – nächstes Stichwort, Herr Kollege Bucher –, wir hatten in den neunzig Jahren – darauf haben Sie hingewiesen – 20 000 Menschen in Schulungen, jetzt sind es 50 000 Menschen. Für sich genommen ein Erfolg, aber wenn man die Qualität der Schulungen kennt – über die ist noch nicht geredet worden, nur ansatzweise vom Kollegen Tancsits –, dann schaut es schon nicht mehr so gut aus. Die Schulungen sind verkürzt worden, die Schulungen sind ausgedünnt worden, auf der anderen Seite zählen die Schulungsteilnehmer ... (Abg. Steibl: Sie können nicht nur von den letzten drei Jahren reden! Was ist in den letzten zehn Jahren passiert?) – Beruhigen Sie sich bitte! Jetzt rede ich. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das war vorher auch so. Nur – nächstes Stichwort, Herr Kollege Bucher –, wir hatten in den neunzig Jahren – darauf haben Sie hingewiesen – 20 000 Menschen in Schulungen, jetzt sind es 50 000 Menschen. Für sich genommen ein Erfolg, aber wenn man die Qualität der Schulungen kennt – über die ist noch nicht geredet worden, nur ansatzweise vom Kollegen Tancsits –, dann schaut es schon nicht mehr so gut aus. Die Schulungen sind verkürzt worden, die Schulungen sind ausgedünnt worden, auf der anderen Seite zählen die Schulungsteilnehmer ... (Abg. Steibl: Sie können nicht nur von den letzten drei Jahren reden! Was ist in den letzten zehn Jahren passiert?) – Beruhigen Sie sich bitte! Jetzt rede ich. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Ich möchte Sie nicht drausbringen!
Sie können gerne einen Zwischenruf machen, das stört mich überhaupt nicht, aber dann sollte ich ihn auch verstehen können. Aber wenn Sie ununterbrochen reden, dann kann ich das nicht mehr verstehen, dann ist das nur mehr ein „Lärmteppich“! Tut mir Leid. – Bitte, Sie wollten einen Zwischenruf machen?! (Abg. Steibl: Ich möchte Sie nicht drausbringen!) – Sie können mich nicht drausbringen. (Abg. Steibl: Sie haben aber vergessen, was in den letzten 20 Jahren passiert im AMS bei der Ausbildung, wenn Sie von der Qualität der Seminare sprechen! ... bei den Schulungen! Sie können nicht nur von den letzten Jahren reden!)
Abg. Steibl: Sie haben aber vergessen, was in den letzten 20 Jahren passiert im AMS bei der Ausbildung, wenn Sie von der Qualität der Seminare sprechen! ... bei den Schulungen! Sie können nicht nur von den letzten Jahren reden!
Sie können gerne einen Zwischenruf machen, das stört mich überhaupt nicht, aber dann sollte ich ihn auch verstehen können. Aber wenn Sie ununterbrochen reden, dann kann ich das nicht mehr verstehen, dann ist das nur mehr ein „Lärmteppich“! Tut mir Leid. – Bitte, Sie wollten einen Zwischenruf machen?! (Abg. Steibl: Ich möchte Sie nicht drausbringen!) – Sie können mich nicht drausbringen. (Abg. Steibl: Sie haben aber vergessen, was in den letzten 20 Jahren passiert im AMS bei der Ausbildung, wenn Sie von der Qualität der Seminare sprechen! ... bei den Schulungen! Sie können nicht nur von den letzten Jahren reden!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Das ist ein Riesenproblem. Sie werden wahrscheinlich in wenigen Jahren spüren, dass denen diese Qualifikationsangebote fehlen. Ich sage ja nicht, der Herr Minister soll das aus diesem Budget auch noch finanzieren, dann würde ja die Qualität noch schlechter werden. Ich weise nur darauf hin. Wir haben in den letzten Jahren schon mehrmals erlebt, dass eine Gruppe herausgegriffen wurde, zum Beispiel Ältere, dann hat man gesehen, dann steigt das Problem bei den Jüngeren an. Jetzt versuchen Sie den Doppelangriff, jetzt nehmen Sie sich die Jüngeren und die Älteren, und denken sich, es wird schon irgendetwas passieren. Na klar, die dazwischen wird es erwischen. Da gehen Sie von dem Konzept aus, dass die sich am besten am Arbeitsmarkt behaupten können. Nur: Das stimmt so nicht! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) – Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, darauf zu antworten.
Abg. Silhavy: Das ist wirklich skandalös!
Arbeiterkammer. (Abg. Silhavy: Das ist wirklich skandalös!) Am Samstag wurde Herr Nationalratspräsident Khol zitiert. Er möchte eine Studiengruppe zur Beobachtung der Arbeiterkammer einsetzen, die prüfen wird, ob die Arbeiterkammer ihr Geld richtig ausgibt. Und dann sagt er noch dazu, der Schelm: Das Ganze darf nicht den Eindruck einer Bestrafungsaktion erwecken. Das muss so ausschauen, als ob das einfach eine objektive Prüfung wäre. Herr Nationalratspräsident Khol hat wahrscheinlich weitergedacht und zum Handy gegriffen und gesagt: Geh, lieber Martin Bartenstein, wie wäre das? Der Bundesminister übernimmt und sagt: Bis zum Jahresende wollen wir eine Prüfung haben, und die Arbeiterkammer soll Vorschläge zur Einsparung präsentieren, denn Einsparung ist schon einmal vorgegeben.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt möchte ich nur eines, Herr Bundesminister, dass Sie hinterfragen oder eine Antwort geben: Wo soll eingespart werden? Die Arbeiterkammer hat in den letzten Jahren – und ich kann mich gut erinnern, das erfolgte mit den Stimmen der ÖVP und mit den Stimmen der Grünen; wir waren und Sie waren maßgeblich daran beteiligt – den Rechtsschutz, die Rechtsberatung ausgebaut. Ich stehe dazu, das war ein Fortschritt. Der Rechtsschutz und die Rechtsberatung der Arbeiterkammern kosten einen Haufen Geld, das ist sauteuer, aber es ist erfolgreich. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Und von den Mengen des Budgets der Arbeiterkammer – das weiß auch Kollege Tancsits – ist es der einzige Bereich, wo man sofort sagen könnte: Da kann man einsparen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Höre ich da etwas, Herr Bundesminister? Wollen Sie wirklich bei der Rechtsberatung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einsparen? Wollen Sie wirklich, Herr Tancsits, dass die Arbeiterkammer das Angebot, das sie zum Beispiel auch prekär Beschäftigten zur Verfügung stellt, einschränkt? Die neuen Selbständigen werden nicht von der Bundeswirtschaftskammer vertreten! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Da habe ich völlig Recht. Da wird Kollege Mitterlehner aufmerksam, Bundeswirtschaftskammer, das war das Stichwort.
Abg. Mag. Tancsits: Wollen Sie wirklich behaupten, dass die Arbeiterkammer einen Anteil von der Höchstbeitragsgrundlage bekommen soll?
Ich finde es sinnvoll, dass freie Dienstnehmer, prekär Beschäftigte aller anderen Art auch von der Arbeiterkammer beraten werden. (Abg. Mag. Tancsits: Wollen Sie wirklich behaupten, dass die Arbeiterkammer einen Anteil von der Höchstbeitragsgrundlage bekommen soll?) Die zahlen klarerweise keinen Beitrag bei der Arbeiterkammer, aber dass sie in einem beschränkten Ausmaß Beratung erhalten, finde ich gut. Das halte ich für einen Fortschritt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Mit uns gibt es diese Einsparungen nicht, denn bei der Rechtsberatung und der Rechtstätigkeit und auch bei dem sonst wenig verfügbaren öffentlichen Angebot der Arbeiterkammer, das gut und qualifiziert ist, kann man nicht einsparen. Es wäre am falschen Ort und zu Lasten der unselbständig und teilweise auch selbständig prekär Beschäftigten gespart. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Warum nicht auch bei der Landwirtschaftskammer?
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Öllinger, über die Zweckbindung der Arbeiterkammerumlage kann man immer philosophieren. Wenn Geld zur Verfügung gestellt wird – egal, ob von Landesregierungen oder von der Bundesregierung –, dann will man halt auch, so wie überall im Leben, irgendwie mitreden, wofür das Geld verwendet wird. (Abg. Öllinger: Warum nicht auch bei der Landwirtschaftskammer?) Und wenn man dort sinnvolle Dinge macht wie den Bildungsscheck und so weiter, wenn man Fahrtkostenzuschüsse gewährt für jene, die ein geringeres Einkommen haben und die das von der Arbeiterkammer erhalten, dann ist das in Ordnung.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich könnte man das prüfen, aber es würde sich jeder einen gewissen Automatismus, zum Beispiel bei der Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage, wünschen. Mitzuziehen und automatisch eine Erhöhung zu haben, ohne dass man dafür etwas tun muss, das würde man in sämtlichen anderen Bereichen wahrscheinlich auch gutheißen. Das hat natürlich Vorteile für die Arbeiterkammer, weil sie nicht als Bittsteller auftreten will, wenn sie das erhöhen will, das ist auch klar. Aber darüber können wir ja ein anderes Mal diskutieren. Zur Arbeitsmarktpolitik, die du angeschnitten hast, Kollege Öllinger, muss ich eines sagen: Die aktive Arbeitsmarktpolitik ist von dieser Bundesregierung vehement forciert worden. Wenn im Vorjahr die aktive Arbeitsmarktförderung mit 767 Millionen € dotiert worden ist, heuer mit 784 Millionen und im nächsten Jahr sogar mit 796 Millionen, dann muss ich sagen: Hut ab! Wir haben die aktive Arbeitsmarktpolitik forciert, wovon überdurchschnittlich viele Frauen profitieren. Auch die Effizienz der Arbeitsmarktvermittlung ist dadurch wesentlich gesteigert worden. Individuelle Betreuungspläne sind für jeden Arbeitsuchenden erstellt worden, was früher auch nicht der Fall war, und eine Qualifikationsoffensive für jüngere und ältere Arbeitnehmer wurde durchgeführt. – Das dazu, nur um einiges richtig zu stellen hier von diesem Pult aus. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ziel ist es, Vollbeschäftigung zu haben, Arbeit und Einkommen zu sichern – das sind meiner Meinung nach die wirksamsten Mittel gegen Armut und soziale Ausgrenzung, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wenn sie welche machen!
Durch die Einführung einer modernen Gruppenbesteuerung ist Österreich beispielgebend in Europa; die Senkung der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent sichert den Wirtschaftsstandort ebenfalls ab. Wenn oft bekrittelt wird, vor allem von sozialdemokratischer Seite, das würde nur den Großunternehmen, den Konzernen und den Kapitalgesellschaften zugute kommen, dann muss ich eines dazu sagen: 1,4 Millionen Arbeitnehmer sind in Kapitalgesellschaften beschäftigt. Und wenn man sagt, die Klein- und Mittelbetriebe profitieren auch nicht davon, dann muss ich dem entgegenhalten, diese profitieren von der begünstigten Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne. (Abg. Mag. Kogler: Wenn sie welche machen!)
Abg. Silhavy: Das ist die falsche Rede, Kollege Dolinschek!
Der Allgemeine Absetzbetrag ist ebenfalls im Lohnsteuertarif eingearbeitet, und der ... (Abg. Silhavy: Das ist die falsche Rede, Kollege Dolinschek!) – Das gehört alles dazu, das gehört zum Budget, sehr geehrte Frau Kollegin und Sozialsprecherin der Sozialdemokratischen Partei. (Abg. Riepl: Und wie groß sind die Pensionsverluste?) Man kann das eine vom anderen nicht trennen, und die Steuerreform ist das wesentliche Element in diesem Budget, das die Kaufkraft in Österreich stärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Riepl: Und wie groß sind die Pensionsverluste?
Der Allgemeine Absetzbetrag ist ebenfalls im Lohnsteuertarif eingearbeitet, und der ... (Abg. Silhavy: Das ist die falsche Rede, Kollege Dolinschek!) – Das gehört alles dazu, das gehört zum Budget, sehr geehrte Frau Kollegin und Sozialsprecherin der Sozialdemokratischen Partei. (Abg. Riepl: Und wie groß sind die Pensionsverluste?) Man kann das eine vom anderen nicht trennen, und die Steuerreform ist das wesentliche Element in diesem Budget, das die Kaufkraft in Österreich stärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Allgemeine Absetzbetrag ist ebenfalls im Lohnsteuertarif eingearbeitet, und der ... (Abg. Silhavy: Das ist die falsche Rede, Kollege Dolinschek!) – Das gehört alles dazu, das gehört zum Budget, sehr geehrte Frau Kollegin und Sozialsprecherin der Sozialdemokratischen Partei. (Abg. Riepl: Und wie groß sind die Pensionsverluste?) Man kann das eine vom anderen nicht trennen, und die Steuerreform ist das wesentliche Element in diesem Budget, das die Kaufkraft in Österreich stärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: ... Pensionen!
Diese Steuerreform ... (Abg. Reheis: ... Pensionen!) – Zu den Pensionen spreche ich morgen und übermorgen, wenn es um die Pensionsharmonisierung geht, Herr Kollege Reheis. Zur Pensionsharmonisierung wirst du morgen von mir mehr hören, und du wirst sehen, dass wir hier auch Nägel mit Köpfen machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.
Diese Steuerreform ... (Abg. Reheis: ... Pensionen!) – Zu den Pensionen spreche ich morgen und übermorgen, wenn es um die Pensionsharmonisierung geht, Herr Kollege Reheis. Zur Pensionsharmonisierung wirst du morgen von mir mehr hören, und du wirst sehen, dass wir hier auch Nägel mit Köpfen machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.
Ich glaube, Herr Dr. Mitterlehner verwechselt Wirtschaft mit Unternehmen, und das ist der springende Punkt. Wenn wir von Wirtschaft reden, reden wir von uns allen. Darauf möchte ich schon Wert legen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Na natürlich! Zur Wirtschaft gehören auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oder glauben Sie, Herr Dr. Bartenstein hat sich alles selber erwirtschaftet? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Natürlich gehören auch die Unternehmer zur Wirtschaft! (Abg. Riepl: Die Schuhbänder hat er sich selber erwirtschaftet!) Ja, das ist richtig – aber ich wollte eigentlich zum Thema Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik sprechen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Ich glaube, Herr Dr. Mitterlehner verwechselt Wirtschaft mit Unternehmen, und das ist der springende Punkt. Wenn wir von Wirtschaft reden, reden wir von uns allen. Darauf möchte ich schon Wert legen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Na natürlich! Zur Wirtschaft gehören auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oder glauben Sie, Herr Dr. Bartenstein hat sich alles selber erwirtschaftet? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Natürlich gehören auch die Unternehmer zur Wirtschaft! (Abg. Riepl: Die Schuhbänder hat er sich selber erwirtschaftet!) Ja, das ist richtig – aber ich wollte eigentlich zum Thema Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik sprechen.
Abg. Riepl: Die Schuhbänder hat er sich selber erwirtschaftet!
Ich glaube, Herr Dr. Mitterlehner verwechselt Wirtschaft mit Unternehmen, und das ist der springende Punkt. Wenn wir von Wirtschaft reden, reden wir von uns allen. Darauf möchte ich schon Wert legen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Na natürlich! Zur Wirtschaft gehören auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oder glauben Sie, Herr Dr. Bartenstein hat sich alles selber erwirtschaftet? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Natürlich gehören auch die Unternehmer zur Wirtschaft! (Abg. Riepl: Die Schuhbänder hat er sich selber erwirtschaftet!) Ja, das ist richtig – aber ich wollte eigentlich zum Thema Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik sprechen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Wenn man sich Ihren Budgetvoranschlag anschaut, dann kann man nicht sagen, dass da irgendetwas Aktives darunter ist, denn wenn ich sehe, dass Sie dem Budget 2005 7 Prozent Arbeitslosigkeit zugrunde legen, dann frage ich mich, was Sie tatsächlich gegen diese Arbeitslosigkeit zu tun gedenken, denn das ist eine bloße Bankrotterklärung, die Sie hier liefern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was mich aber schon sehr verblüfft, ist, wenn Sie als zuständiger Minister eine Statistik des AMS, die Kollege Matznetter als Unterlage hatte, mit einer des ORF verwechseln. Als zuständiger Minister sollten Sie AMS und ORF schon unterscheiden können, würde ich Ihnen raten, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir schon über finanzielle Mittel reden: Die Wirtschaftskammer Österreich hat 580 Millionen € zur Verfügung, die Arbeiterkammer, die sehr viele unselbständig Beschäftigte betreut, hat 270 Millionen € zur Verfügung. Und wenn man von Transparenz redet, Herr Kollege Molterer, dann reden wir einmal von der Transparenz der Landwirtschaftskammern, da gibt es nämlich überhaupt keine Transparenz! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem machen Sie eine Politik zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und das setzen Sie auch in diesem Budgetkapitel fort. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Das war jetzt eine gute Rede! – Abg. Silhavy – in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner –: Auf jeden Fall besser als Ihre!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kopf. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das war jetzt eine gute Rede! – Abg. Silhavy – in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner –: Auf jeden Fall besser als Ihre!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie haben vorher versucht, Wirtschaft und Menschen auseinander zu dividieren, und haben gesagt, nach uns wären die Arbeitnehmer nicht dabei. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Ich sage, in den Unternehmen sind sowohl Unternehmer als auch Mitarbeiter
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
tätig. Vielleicht haben Sie das übersehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Einem: Natürlich! Wer denn sonst?
Ich sage Ihnen zu diesen beiden Vergleichen: Da geht es nicht um den Streit „Henne oder Ei?“. Ich sage, die Wirtschaftskammer hat Recht, und zwar nur die Wirtschaftskammer hat Recht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Einem: Natürlich! Wer denn sonst?) Aus einem ganz einfachen Grund: Es ist natürlich richtig, dass es den Menschen gut gehen soll, aber wann kann es denn den Menschen gut gehen? Nicht wenn eine Regierung ihnen irgendetwas zukommen lässt oder irgendwelche Gesetze beschließt, sondern schlicht und einfach dann, wenn es der Wirtschaft in einem Land so gut geht, dass man in der Lage ist, in der gesamten Volkswirtschaft so viel zu verdienen, dass daraus Wohlstand entsteht. Aber nicht umgekehrt: Den Menschen geht es gut, und deshalb geht es auch der Wirtschaft gut! Es kann nur umgekehrt sein!
Beifall bei der ÖVP.
Das scheint offenbar doch ein bisschen mehr zu sein als die Frage, was war zuerst da, sondern das ist eine ideologische Frage. Man muss das Geld, das die Menschen zum Konsum und für ihren Wohlstand verwenden wollen, zuerst einmal verdienen. Das ist der große Unterschied in unserer Auffassung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Hoscher.
Sie haben auch kritisiert, dass man vor drei, vier Jahren, als die Konjunkturschwäche weltweit begonnen hat, Ihren Vorschlägen nicht gefolgt ist. Was hätten Sie denn tun wollen? Sie hätten eine neue Verschuldung eingehen wollen, hätten Entlastungen beschließen wollen zu einem ganz falschen Zeitpunkt. Jeder Volkswirtschaftler wird Ihnen sagen, dass das in einer Zeit weltweiter Konjunkturschwäche nichts bringt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Hoscher.) Wir haben zu dieser Zeit Konjunkturpakete gemacht, die Investitionen angereizt haben, die Bildungsinvestitionen und Forschungsinvestitionen gefördert haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich denke, die ausländischen Unternehmerinnen und Unternehmer haben offenbar weit mehr Ahnung von Wirtschaftspolitik und Wirtschaft als die SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Kopf hat gerade ein wirklich interessantes Glaubensbekenntnis abgelegt; von der Faktenlage war ja nicht wirklich viel die Rede. Das Glaubensbekenntnis Nummer eins hieß sinngemäß: Die Wirtschaftskammer hat immer Recht! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da kenne sich aus, wer mag! Herr Abgeordneter Kopf, das war wohl eher eine kulinarische Anreicherung denn ein Debattenbeitrag. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich wollte aber über drei Themen reden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Kulinarische daran war die höfliche Umschreibung für den Salat, den er gerade serviert hat. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Das Wort „kulinarisch“ ist da unpassend gewesen!) – Das Wort „kulinarisch“ mag vielleicht für manche ein bisschen zu anspruchsvoll gewesen sein, ich verwende es aber trotzdem, immerhin sind wir ja im Hohen Haus. (Ruf bei der ÖVP: Grüner Eintopf schmeckt nicht besonders!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Das Wort „kulinarisch“ ist da unpassend gewesen!
Ich wollte aber über drei Themen reden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Kulinarische daran war die höfliche Umschreibung für den Salat, den er gerade serviert hat. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Das Wort „kulinarisch“ ist da unpassend gewesen!) – Das Wort „kulinarisch“ mag vielleicht für manche ein bisschen zu anspruchsvoll gewesen sein, ich verwende es aber trotzdem, immerhin sind wir ja im Hohen Haus. (Ruf bei der ÖVP: Grüner Eintopf schmeckt nicht besonders!)
Ruf bei der ÖVP: Grüner Eintopf schmeckt nicht besonders!
Ich wollte aber über drei Themen reden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Kulinarische daran war die höfliche Umschreibung für den Salat, den er gerade serviert hat. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Das Wort „kulinarisch“ ist da unpassend gewesen!) – Das Wort „kulinarisch“ mag vielleicht für manche ein bisschen zu anspruchsvoll gewesen sein, ich verwende es aber trotzdem, immerhin sind wir ja im Hohen Haus. (Ruf bei der ÖVP: Grüner Eintopf schmeckt nicht besonders!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Reden wir als Erstes über das Thema Arbeitslosigkeit. Einige Ausführungen zu dem Thema kamen von Vorrednerinnen und Vorrednern schon. Das, was noch ausgeblendet blieb – und hier zitiere ich eine APA-Meldung, keine Presseaussendung der Grünen –, war, dass der Zuwachs an Arbeitslosigkeit ausschließlich zu Lasten der Frauen geht. Das heißt, Arbeitslosigkeit ist inzwischen weiblich geworden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie kennen hoffentlich die Statistiken, die einschlägige Homepage, wo man das alles nachlesen kann, wurde heute schon empfohlen. Für den Fall, dass Sie es noch nicht getan haben: www.ams.or.at.
Abg. Großruck: Das AMS hat noch nie so effizient gearbeitet wie jetzt!
Was Sie in den letzten Jahren gemacht haben, ist hinlänglich bekannt: Die Mittel des AMS wurden in allen Bereichen, wo es um eine Förderung der Frauenerwerbstätigkeit gegangen wäre, um Schulungsmaßnahmen et cetera, dramatisch gekürzt. Die Schulungen und wozu sie im Wesentlichen dienen, hat mein Kollege Öllinger schon beschrieben. (Abg. Großruck: Das AMS hat noch nie so effizient gearbeitet wie jetzt!) Und zusätzlich macht diese Bundesregierung noch Löcher auf, wodurch wieder Arbeitslosigkeit für Frauen entsteht, Stichwort Kinderbetreuungsgeld, sodass wir heute nicht nur die schon vorher bestehende Situation haben, dass Frauen ab 40 als schwer vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt gelten, dass junge Frauen genauso wie junge Männer, insbesondere höher qualifizierte, neuerdings keine Jobs mehr finden, sondern auch die Situation, dass die Frauen aus der Kinderpause heraus ihren Job verlieren oder nur noch in Teilzeit- und geringfügige Beschäftigungen wieder einsteigen können.
Abg. Öllinger: Ein kleines Kurserl!
Herr Minister Bartenstein, was machen Sie eigentlich zur Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit? Ich habe es mit Interesse versucht herauszufinden, zu recherchieren: Was immer Sie an Arbeit investieren, geht offensichtlich nicht für die Behebung der Frauenarbeitslosigkeit drauf. (Abg. Öllinger: Ein kleines Kurserl!) Ja, dreimal hintereinander den Kurs „Wie bewerbe ich mich richtig?“ bekommen vor allem Frauen serviert, stimmt.
Demonstrativer Beifall der Abg. Felzmann.
Punkt zwei: Reden wir über die Wirtschaftsförderung; Sie sind ja auch Wirtschaftsminister. Auch da hätten Sie ein breites Betätigungsfeld für Frauenförderung, wenn Sie diese machen wollen, zum Beispiel die Unternehmerinnenförderung. Herr Abgeordneter Kopf hat ja nur von den Unternehmern gesprochen, aber es gibt auch Unternehmerinnen. Es sollte noch sehr viele mehr geben. (Demonstrativer Beifall der Abg. Felzmann.)
Abg. Großruck: „Brachial“, das stimmt!
Herr Minister, Sie hätten zum Beispiel bei der Steuerreform, wo die Unternehmen alles andere als leer ausgegangen sind, eine Riesenchance gehabt, geschlechtsspezifisch korrigierende Elemente einzuziehen. Sie könnten im Rahmen der Wirtschaftsförderung eine Wirtschaftssuperförderung für Unternehmen machen, die das Potential, das zur Verfügung steht, voll ausschöpft. Und wir wissen aus Studien – da gibt es Studien mit dem klingenden Titel „Frauen, das ungenützte Potential in der Wirtschaft“ –, dass da jede Menge Brachial, pardon: Potential brachliegt. (Abg. Großruck: „Brachial“, das stimmt!) – Das war jetzt ein schöner Freud’scher, denn brachial wenig geschieht nämlich in diesem Zusammenhang. Also da hätten Sie jede Menge Betätigungsfeld. Herr Minister, was tun Sie denn in diesem Betätigungsfeld? – Nichts!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ah ja – ich warte darauf, wo. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da seid ihr euch immer einig gewesen!
Das fängt gleich einmal damit an, wie man mit den Arbeiterkammern umgeht. Sie werden sich noch an die Zeit erinnern, als die SPÖ unter Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky die absolute Mehrheit hatte. (Abg. Scheibner: Da seid ihr euch immer einig gewesen!) Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man damals über die Bundeswirtschaftskammerbeiträge diskutiert hat und darüber, um wie viel Prozent man sie absenken könnte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man damals über das Genossenschaftsrecht von Raiffeisen diskutiert hätte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man über die Landwirtschaftskammer diskutiert hat. Ich kann mich aber daran erinnern, dass damals die Position der Bauern eine andere wurde, die Pensionsversicherung der Bauern eine andere wurde. An das kann ich mich erinnern. Das war eine liberale Gesellschaft, für die damals die Sozialdemokratie gestanden ist, und nicht eine Gesellschaft, in der man mit Diktat, Repression und letztlich mit politischen und materiellen Drohungen arbeitet, wie Sie das tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das fängt gleich einmal damit an, wie man mit den Arbeiterkammern umgeht. Sie werden sich noch an die Zeit erinnern, als die SPÖ unter Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky die absolute Mehrheit hatte. (Abg. Scheibner: Da seid ihr euch immer einig gewesen!) Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man damals über die Bundeswirtschaftskammerbeiträge diskutiert hat und darüber, um wie viel Prozent man sie absenken könnte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man damals über das Genossenschaftsrecht von Raiffeisen diskutiert hätte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man über die Landwirtschaftskammer diskutiert hat. Ich kann mich aber daran erinnern, dass damals die Position der Bauern eine andere wurde, die Pensionsversicherung der Bauern eine andere wurde. An das kann ich mich erinnern. Das war eine liberale Gesellschaft, für die damals die Sozialdemokratie gestanden ist, und nicht eine Gesellschaft, in der man mit Diktat, Repression und letztlich mit politischen und materiellen Drohungen arbeitet, wie Sie das tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Was ist mit Tumpel-Gugerell ...?
Wenn ich mich richtig erinnere, ist sogar der Klubobmann der ÖVP Stephan Koren Präsident der Oesterreichischen Nationalbank geworden. Heute muss man sich sogar um einen Portierposten bemühen, wenn man nicht ein schwarzes Parteibuch hat – Modell Niederösterreich, sage ich nur, auf ganz Österreich erstreckt, unter dem Titel: Lieber Erwin, lieber Wolfgang. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit Tumpel-Gugerell ...?) Das sei hier einmal in aller Deutlichkeit gesagt.
Abg. Scheibner: Wenn es Wahrheiten sind!
sagen hatten (Abg. Scheibner: Wenn es Wahrheiten sind!), haben Sie begonnen, über die Kammerumlage zu diskutieren. Das ist doch in Wahrheit undemokratisch! Das ist doch Aufgabe der Arbeiterkammern, dass sie das tun. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Rädler: Parteipolitische Inserate!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Rädler: Parteipolitische Inserate!
sagen hatten (Abg. Scheibner: Wenn es Wahrheiten sind!), haben Sie begonnen, über die Kammerumlage zu diskutieren. Das ist doch in Wahrheit undemokratisch! Das ist doch Aufgabe der Arbeiterkammern, dass sie das tun. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Rädler: Parteipolitische Inserate!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man aber jetzt beginnen will, die Arbeit der Arbeiterkammer zu beobachten, und dann zu dem Schluss kommt, wenn zu viel Regierungskritik dabei ist und das Ergebnis der Beobachtung ist, dass sie regierungskritisch ist, dann muss man als Gesetzgeber tätig werden und hier gegen den Willen der Mitglieder dieser Kammer, die froh sind, dass ihre Interessen vertreten werden, gesetzliche Schritte setzen, dann muss ich betonen: Das rüttelt am Grundkonsens der Zweiten Republik. Das müssen Sie einmal hier zur Kenntnis nehmen. Das werden wir nicht akzeptieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Dann kommen wir letztlich zu einem ganz aktuellen Punkt, nämlich zur Frage, wie man mit der Österreichischen Hochschülerschaft umgeht. Klubobmann Molterer war meines Wissens Mandatar in der Österreichischen Hochschülerschaft, ebenso Kollege Ikrath und der Herr Präsident. Es wird da einige geben, die Mandatare in der Österreichischen Hochschülerschaft waren, auch ich. Ich war im Zentralausschuss, ich war im Hauptausschuss. Es gibt sicherlich auch noch einige von uns, die ebenfalls dort tätig waren. Wir waren in der Österreichischen Hochschülerschaft tätig, weil wir der Meinung waren, es ist notwendig, dass die Interessen der Studierenden vertreten werden, es ist zugleich aber auch ein Modell, dass es ein allgemeinpolitisches Mandat gibt und dass der Zentralausschuss der Österreichischen Hochschülerschaft natürlich auch direkt gewählt wird. Denn es ist letztendlich eine andere Legitimation, wenn man direkt gewählt wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Brinek, bitte sich einmal ein bisschen zu konzentrieren! Sie sind von der Pragmatisierung vielleicht noch ein bisschen vernebelt! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber ich möchte Ihnen sagen, es geht hier wirklich darum, dass es eine politische ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich nehme „vernebelt“ zurück und sage: beeinflusst.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Brinek, bitte sich einmal ein bisschen zu konzentrieren! Sie sind von der Pragmatisierung vielleicht noch ein bisschen vernebelt! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber ich möchte Ihnen sagen, es geht hier wirklich darum, dass es eine politische ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich nehme „vernebelt“ zurück und sage: beeinflusst.
Abg. Scheibner: Auf mich brauchst du nicht zu zeigen!
Und da gehen wir wieder zurück in die Zeit, als die SPÖ unter Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky die absolute Mehrheit hatte. Ich kann mich erinnern, da hat es eine absolute Mehrheit der ÖVP-Studenten gegeben; bis auf jene Hochschulen, in denen der Ring Freiheitlicher Studenten – damals hat es den Ring Freiheitlicher Studenten noch gegeben (Abg. Scheibner: Auf mich brauchst du nicht zu zeigen!) – einen maßgeblichen Stimmenanteil hatte. Ja können Sie sich erinnern, dass es damals eine
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Initiative der SPÖ-Alleinregierung gegeben hätte, nur weil dort eine absolute ÖVP-Mehrheit war, am Vertretungsrecht der Hochschülerschaft zu rütteln oder gar das direkte Wahlrecht abzuschaffen?! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) – Kein einziges Mal hat es das gegeben!
Abg. Scheibner: Falsch!
Die Stärke der damaligen Zeit, also in den siebziger Jahren, war, dass man versucht hat, als Regierung und gerade unter den Bedingungen der absoluten Mehrheit alle Österreicherinnen und Österreicher zu vertreten, sich im Inland um Konsens zu bemühen und im Ausland, in der Außenpolitik die Interessen Österreichs, und zwar aller Österreicherinnen und Österreicher, zu vertreten. In der damaligen Zeit hat es keine illiberalen Züge gegeben. (Abg. Scheibner: Falsch!)
Abg. Dr. Brinek: Das war keine Nacht- und Nebelaktion!
Erinnern Sie sich, als es um die Strafrechtsreform gegangen ist, wie viel Zeit man sich hier im Parlament genommen hat, wie verhandelt wurde, wie wirklich versucht worden ist, die Opposition in den Gesetzwerdungsprozess einzubeziehen! Nicht in einer Nacht- und Nebelaktion, wie beim Hochschülerschaftsgesetz, einen Initiativantrag einbringen und nicht begutachten lassen! Frau Abgeordnete Brinek, Sie waren das, deswegen habe ich Sie vorhin so scharf angesehen. In einer Nacht- und Nebelaktion als Initiativantrag einbringen, damit es nicht einmal eine Begutachtung durch die, die davon betroffen sind, geben kann! (Abg. Dr. Brinek: Das war keine Nacht- und Nebelaktion!) Diese Geisteshaltung ist doch undemokratisch! Das müssen Sie doch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was ist das für ein Verständnis: ein Recht der Abgeordneten als undemokratisch zu bezeichnen! Herr Klubobmann, lernen Sie die Geschäftsordnung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was ist das für ein Verständnis: ein Recht der Abgeordneten als undemokratisch zu bezeichnen! Herr Klubobmann, lernen Sie die Geschäftsordnung!
Erinnern Sie sich, als es um die Strafrechtsreform gegangen ist, wie viel Zeit man sich hier im Parlament genommen hat, wie verhandelt wurde, wie wirklich versucht worden ist, die Opposition in den Gesetzwerdungsprozess einzubeziehen! Nicht in einer Nacht- und Nebelaktion, wie beim Hochschülerschaftsgesetz, einen Initiativantrag einbringen und nicht begutachten lassen! Frau Abgeordnete Brinek, Sie waren das, deswegen habe ich Sie vorhin so scharf angesehen. In einer Nacht- und Nebelaktion als Initiativantrag einbringen, damit es nicht einmal eine Begutachtung durch die, die davon betroffen sind, geben kann! (Abg. Dr. Brinek: Das war keine Nacht- und Nebelaktion!) Diese Geisteshaltung ist doch undemokratisch! Das müssen Sie doch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was ist das für ein Verständnis: ein Recht der Abgeordneten als undemokratisch zu bezeichnen! Herr Klubobmann, lernen Sie die Geschäftsordnung!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist ein gutes Stichwort! Genau das wollen wir heute machen!
Nein, Herr Klubobmann Molterer, das Verständnis ist das: Wir wollen einmal die Unterschiede (Abg. Mag. Molterer: Das ist ein gutes Stichwort! Genau das wollen wir heute machen!) – nein! – zwischen diesen beiden Formen von Regierungspolitik und Regierungsstil aufarbeiten. Nein, das wollen wir aufarbeiten!
Abg. Dr. Sonnberger: Es geht um die Zukunft, Herr Cap!
Wir wollen das deswegen aufarbeiten, weil hier das sozialdemokratische Modell der demokratischen, liberalen, offenen Gesellschaft und des wirklich demokratischen Umgangs auch mit den politischen Mitbewerbern ist. (Abg. Dr. Sonnberger: Es geht um die Zukunft, Herr Cap!) Sie haben das Modell – ich würde so sagen –: von oben nach unten! Ein bisschen Metternich’sche Beeinflussung, ein bisschen autoritär, ein bisschen illiberal, manchmal auch undemokratisch – auf alle Fälle dort, wo es Ihnen nicht passt, mit materiellen Reduktionen zu drohen, sie unter Umständen auch umzusetzen und Demokratie abzubauen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler, das ist das Modell, für das Sie stehen, das Sie verantworten! All diese Initiativen kommen ja nicht ohne Ihr Wissen – wie ich höre, sind Sie ja bei den Klubsitzungen der ÖVP in einer maßgeblichen koordinierenden Rolle tätig: Nichts passiert drinnen, was Sie nicht wollen. Das ist eine sehr straffe Organisation, die Sie im Klub haben! In der Regierung gelingt es Ihnen nicht, da geht es drunter und drüber. Aber wenigstens der Klub soll so organisiert sein, wenn schon die Regierung nicht so organisiert ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein, nicht hier aufmüpfig sein! Bei der Klubsitzung aufmüpfig sein, wenn der Kanzler den Vorsitz führt! Bei mir können Sie leicht aufmüpfig sein, ich bin ja hier nur der Oppositionsredner! Die Emanzipationsübungen bitte wieder morgen um 8 Uhr in der Früh, aber nicht jetzt hier! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Bundeskanzler, das ist das Modell, für das Sie stehen, das Sie verantworten! All diese Initiativen kommen ja nicht ohne Ihr Wissen – wie ich höre, sind Sie ja bei den Klubsitzungen der ÖVP in einer maßgeblichen koordinierenden Rolle tätig: Nichts passiert drinnen, was Sie nicht wollen. Das ist eine sehr straffe Organisation, die Sie im Klub haben! In der Regierung gelingt es Ihnen nicht, da geht es drunter und drüber. Aber wenigstens der Klub soll so organisiert sein, wenn schon die Regierung nicht so organisiert ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein, nicht hier aufmüpfig sein! Bei der Klubsitzung aufmüpfig sein, wenn der Kanzler den Vorsitz führt! Bei mir können Sie leicht aufmüpfig sein, ich bin ja hier nur der Oppositionsredner! Die Emanzipationsübungen bitte wieder morgen um 8 Uhr in der Früh, aber nicht jetzt hier! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Sonnberger: Das ist ungeheuerlich!
unserer Gesellschaft ... (Abg. Dr. Sonnberger: Das ist ungeheuerlich!) – Ja, ungeheuerlich, kann ich nur sagen, ist gleich das Nächste, nämlich die Art und Weise, wie Sie mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger umgehen.
Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!
Da hat der Verfassungsgerichtshof gesprochen, und jetzt müssen Sie bis 31. Dezember 2004 eine verfassungskonforme Lösung finden. Faktum ist (Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!) – genau! –, der neue Begutachtungsentwurf zur Neuordnung ist im Endeffekt natürlich wieder das Gleiche! Da haben sich eben ein paar von Ihren Advokaten hingesetzt und gesagt: Wie können wir jetzt das Gleiche machen, was wir vorher gemacht haben, nämlich dass Schwarz und Blau da drin eine Mehrheit haben, denn wir wollen da drin eine Mehrheit ausüben?! Das alles ist zwar teurer, es wird zwar den Versicherungsträgern nicht mehr bringen, in der Gesundheit bringen wir zwar sowieso nichts weiter, das wird zwar sowieso keinen „gescheiten“ Einfluss haben; wo wir die ganzen Mittel aufbringen, wissen wir ohnehin noch immer nicht, aber wir wollen da drin die Mehrheit haben! Das ist unser Selbstverständnis von Machtausübung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da hat der Verfassungsgerichtshof gesprochen, und jetzt müssen Sie bis 31. Dezember 2004 eine verfassungskonforme Lösung finden. Faktum ist (Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!) – genau! –, der neue Begutachtungsentwurf zur Neuordnung ist im Endeffekt natürlich wieder das Gleiche! Da haben sich eben ein paar von Ihren Advokaten hingesetzt und gesagt: Wie können wir jetzt das Gleiche machen, was wir vorher gemacht haben, nämlich dass Schwarz und Blau da drin eine Mehrheit haben, denn wir wollen da drin eine Mehrheit ausüben?! Das alles ist zwar teurer, es wird zwar den Versicherungsträgern nicht mehr bringen, in der Gesundheit bringen wir zwar sowieso nichts weiter, das wird zwar sowieso keinen „gescheiten“ Einfluss haben; wo wir die ganzen Mittel aufbringen, wissen wir ohnehin noch immer nicht, aber wir wollen da drin die Mehrheit haben! Das ist unser Selbstverständnis von Machtausübung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und da sage ich Ihnen: Das ist ein Bruch des politischen Grundkonsenses, was Sie da machen! Und das werden wir nicht akzeptieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nicht auf der einen Seite im Österreich-Konvent von Verfassungsentwürfen und von neuen Wegen im Rahmen der Verfassungswirklichkeit reden und dann in der Tagespolitik diese Schritte setzen! Da werden Sie auf den Widerstand eines großen Teiles dieses Hauses und auch in der Bevölkerung stoßen! Bei dem, was Sie da machen, sind Sie auch nicht mehr im Trend der Zeit. Ich würde sagen, Sie sind mit dieser Geisteshaltung ungefähr 40, 50 Jahre zu spät dran, aber Sie wollen das trotzdem allen aufzwingen. Wir werden uns jedenfalls dagegen zur Wehr setzen, das kann ich Ihnen heute wirklich versprechen, vor allem auch was die Frage des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger im Endeffekt betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Sie waren ja gar nicht da!
Da wir gerade den Sozialbereich behandeln, möchte ich doch noch auf die Sitzung des Sozialausschusses zurückkommen, die wir vor kurzem hatten. Also ich sage Ihnen ... (Abg. Steibl: Sie waren ja gar nicht da!) Wissen Sie, was mich dabei stört? – Wenn Sie mit dem ganzen Pensionsharmonisierungsprojekt nicht zu Rande kommen, dann verhandeln Sie in der Zeit, dann schauen Sie, dass Sie fertig werden, dann schauen Sie, dass es ein besseres Regierungsmanagement gibt! (Abg. Mag. Molterer: Waren Sie im Ausschuss?)
Abg. Mag. Molterer: Waren Sie im Ausschuss?
Da wir gerade den Sozialbereich behandeln, möchte ich doch noch auf die Sitzung des Sozialausschusses zurückkommen, die wir vor kurzem hatten. Also ich sage Ihnen ... (Abg. Steibl: Sie waren ja gar nicht da!) Wissen Sie, was mich dabei stört? – Wenn Sie mit dem ganzen Pensionsharmonisierungsprojekt nicht zu Rande kommen, dann verhandeln Sie in der Zeit, dann schauen Sie, dass Sie fertig werden, dann schauen Sie, dass es ein besseres Regierungsmanagement gibt! (Abg. Mag. Molterer: Waren Sie im Ausschuss?)
Abg. Mag. Molterer: Sie waren nicht im Ausschuss, Herr Cap!
Das Problem ist, es gibt da drin seitens des Bundeskanzlers kein richtiges Regierungsmanagement und es gibt ja auch in den Ressorts kein richtiges Ressortmanagement. Die FPÖ-Abgeordneten haben plötzlich im Sozialausschuss, wie mir berichtet wurde, das Ausmaß der Belastungen in seiner vollen Dimension erkannt – während der Sitzung des Sozialausschusses! (Abg. Mag. Molterer: Sie waren nicht im Ausschuss, Herr Cap!)
Abg. Scheibner: Ist das ein neuer Abgeordneter von euch?
Ich frage mich, was haben diese Abgeordneten in den letzten Monaten getan? Welche Informationsarbeit hat das Sozialministerium geleistet? Was wurde da eigentlich getan, damit alle Abgeordneten im Sozialausschuss seitens der Regierungsmehrheit Bescheid wissen oder Bescheid wissen wollen, was hier überhaupt beschlossen wird? – Da geht es um Kürzungen von bis zu 20 Prozent, und manche sitzen dort wie der Abgeordnete Hase und sagen: Mein Name ist Hase! Jessas na, da wird gekürzt; na wenn ich das früher gewusst hätte! Da müssen wir nachverhandeln! (Abg. Scheibner: Ist das ein neuer Abgeordneter von euch?)
Beifall bei der SPÖ.
Und dann kommt noch das Beste: Wenn es schon eine Sitzung des Sozialausschusses gibt – das könnte man bei so manchem anderen Ausschuss auch aufarbeiten –, dann ist es doch das Recht, dass man dort wirklich auch die Abänderungsanträge zeitgerecht serviert bekommt. Natürlich ist das nicht rechtzeitig da, natürlich wird es eine Reihe von Abänderungsanträgen in der zweiten Lesung geben, natürlich ist das eine Behandlung des Sozialausschusses, wo ich sage: Das ist wirklich undemokratisch und das ist kein Respekt vor dem Parlament, den wir auch von einer Regierungsmehrheit hier im Haus einzufordern haben und einfordern wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Er hat gar keine Fragen gestellt!
Der letzte Punkt in der Anfrage betrifft die Massenneubesetzung im Bereich der Exekutive und des Innenministeriums. (Abg. Großruck: Er hat gar keine Fragen gestellt!) – Ja, die Fragen sind diese vier! Nachher Brille nehmen, durchlesen! Ich sage Ihnen etwas: Genau zu diesen vier Punkten, die ich jetzt hier angesprochen habe, sind die Fragen, nämlich ob man diese demokratischen Einrichtungen zum Beispiel verfassungsrechtlich absichern will.
Rufe bei der ÖVP: Fragen?!
Das ist Ihre Mentalität! Und da muss ich Ihnen sagen, es ist gerechtfertigt, sich Sorgen um die Demokratie in Österreich zu machen! (Rufe bei der ÖVP: Fragen?!)
Beifall bei der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen noch etwas: Glauben Sie nicht, dass das so weitergehen kann! Glauben Sie nicht, dass wir permanent unsere Mitarbeit im Österreich-Konvent fortsetzen werden, wenn Sie gleichzeitig hier diesen Demokratieabbau betreiben! Da werden wir nicht mitspielen – glauben Sie uns das! (Beifall bei der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Uns haben Sie ja gar nicht eingeladen!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Hohes Haus! Ich darf auf die Dringliche Anfrage Bezug nehmen, zunächst auf das Gedankenjahr 2005. – Herr Abgeordneter, ich hätte Sie gerne eingeladen oder gerne gesehen bei der Präsentation des Programms. (Abg. Dr. Gusenbauer: Uns haben Sie ja gar nicht eingeladen!) Da hätten Sie nämlich gesehen, dass wir überhaupt nicht Wert darauf legen, das einseitig zu sehen. Für mich hat die Geschichte im Jahr 1970 nicht geendet, und ich hoffe, dass Sie bei Ihnen nicht mit 1970, mit Bruno Kreisky, begonnen und mit dem Ende des vorigen Jahrhunderts geendet hat. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir wollen ganz bewusst das volle Spektrum der Zweiten Republik – Gegenwart und Zukunft – beleuchten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Hohes Haus! Ich darf auf die Dringliche Anfrage Bezug nehmen, zunächst auf das Gedankenjahr 2005. – Herr Abgeordneter, ich hätte Sie gerne eingeladen oder gerne gesehen bei der Präsentation des Programms. (Abg. Dr. Gusenbauer: Uns haben Sie ja gar nicht eingeladen!) Da hätten Sie nämlich gesehen, dass wir überhaupt nicht Wert darauf legen, das einseitig zu sehen. Für mich hat die Geschichte im Jahr 1970 nicht geendet, und ich hoffe, dass Sie bei Ihnen nicht mit 1970, mit Bruno Kreisky, begonnen und mit dem Ende des vorigen Jahrhunderts geendet hat. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir wollen ganz bewusst das volle Spektrum der Zweiten Republik – Gegenwart und Zukunft – beleuchten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Hohes Haus! Ich darf auf die Dringliche Anfrage Bezug nehmen, zunächst auf das Gedankenjahr 2005. – Herr Abgeordneter, ich hätte Sie gerne eingeladen oder gerne gesehen bei der Präsentation des Programms. (Abg. Dr. Gusenbauer: Uns haben Sie ja gar nicht eingeladen!) Da hätten Sie nämlich gesehen, dass wir überhaupt nicht Wert darauf legen, das einseitig zu sehen. Für mich hat die Geschichte im Jahr 1970 nicht geendet, und ich hoffe, dass Sie bei Ihnen nicht mit 1970, mit Bruno Kreisky, begonnen und mit dem Ende des vorigen Jahrhunderts geendet hat. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir wollen ganz bewusst das volle Spektrum der Zweiten Republik – Gegenwart und Zukunft – beleuchten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein bisschen Schönfärberei, Herr Bundeskanzler!
Von den 21 Anträgen der sozialdemokratischen Fraktion hat seit 2000 lediglich ein einziger – einer von 21! – zu einer gänzlichen Aufhebung geführt, sieben haben in ganz wenigen einzelnen Punkten zu Aufhebungen geführt. Und das ist völlig legitim. Dafür haben wir ein Höchstgericht, das ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Rechte, der Verfassung und der Gesetze hat. Und das ist gut so, meine Damen und Herren, und wir halten uns daran. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein bisschen Schönfärberei, Herr Bundeskanzler!)
Abg. Dr. Jarolim: Das war unseriös!
Auch wieder nur einige ganz wenige Fakten, um vielleicht doch den Vorwurf zu entkräften, dass wir uns jetzt in einem Jammertal befänden. (Abg. Dr. Jarolim: Das war unseriös!) Wir in Österreich haben – übrigens genau so wie auch in den vergangenen
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Seit dem Jahr 1999 haben wir in Österreich zwar 30 000 Arbeitslose mehr, aber 200 000 zusätzliche Arbeitsplätze. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Ist das kein Grund zum Optimismus? – Ich denke schon. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Seit dem Jahr 1999 haben wir in Österreich zwar 30 000 Arbeitslose mehr, aber 200 000 zusätzliche Arbeitsplätze. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Ist das kein Grund zum Optimismus? – Ich denke schon. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Zur Sache!
Denken Sie daran, dass wir seit dem Jahr 1999 in Österreich 42 000 zusätzliche Unternehmungen in Österreich haben! Das ist die Erfolgsbilanz der Zweiten Republik. Die stellen Sie ja in Frage. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Zur Sache!)
Abg. Bures: Ein Schönheitsfehler ist die hohe Arbeitslosenzahl!
Und wenn wir über die Arbeiter und Arbeitnehmer in Österreich reden, dann vergleichen wir doch auch die Lohnsumme (Abg. Bures: Ein Schönheitsfehler ist die hohe Arbeitslosenzahl!): Im Jahr 1999 betrug die Lohnsumme 82 Milliarden €, heute 12 Milliarden € mehr, nämlich 94 Milliarden €. Das sind immerhin 15 Prozent! Ein Jammertal? – Nein, sondern wir sind eines der stabilsten und sichersten in Europa geworden und geblieben. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: ... in Prozent des BIP!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: ... in Prozent des BIP!
Und wenn wir über die Arbeiter und Arbeitnehmer in Österreich reden, dann vergleichen wir doch auch die Lohnsumme (Abg. Bures: Ein Schönheitsfehler ist die hohe Arbeitslosenzahl!): Im Jahr 1999 betrug die Lohnsumme 82 Milliarden €, heute 12 Milliarden € mehr, nämlich 94 Milliarden €. Das sind immerhin 15 Prozent! Ein Jammertal? – Nein, sondern wir sind eines der stabilsten und sichersten in Europa geworden und geblieben. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: ... in Prozent des BIP!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Maier: Und wie schaut es mit den Arbeitslosen aus?
Was die Exporte anlangt: In der Zeit, wo Sie uns unterstellten, wir können nicht regieren, hat sich der Export aus Österreich von 60 auf 90 Milliarden € gesteigert, immerhin plus 50 Prozent! – Meine Damen und Herren, kein Grund zum Jammern, sondern ein Grund zur Freude! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Maier: Und wie schaut es mit den Arbeitslosen aus?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Unfaires Verhalten in sozialen Dingen!
Da Sie von der SPÖ immer wieder mit den Pensionsbeispielen kommen, nur eine einzige Zahl: Die Ausgaben für die Pensionen – ich lasse die Beamten jetzt sogar beiseite – in Österreich sind seit dem Jahr 1999, verglichen mit dem nächsten Jahr, um 4 Milliarden €, von 19,5 auf 23,5 Milliarden €, gestiegen. Und da wollen Sie uns soziale Kälte vorwerfen? 4 Milliarden € mehr für die Pensionisten in fünf Jahren – und Sie sprechen von sozialer Kälte?! Herr Abgeordneter Cap, das ist nicht seriös – und die Öffentlichkeit soll das wissen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Unfaires Verhalten in sozialen Dingen!)
Abg. Mag. Wurm: Für Männer!
Jetzt zu den so genannten exorbitanten Kürzungen. – Herr Abgeordneter Cap, ich habe das ja ein Jahr lang mit den Sozialpartnern verhandelt. Fritz Verzetnitsch sitzt hier, und die anderen Sozialpartner, Herbert Tumpel, Rudi Schwarzböck und Christoph Leitl, wissen es ja auch: Die Forderung, der Wunsch oder die Anregung nach einem „Korridor“, also nach einer frühzeitigen Pension, nach einer Pension vor dem gemeinsam außer Streit gestellten Alter von 65 Jahren, kam von ... (Abg. Mag. Wurm: Für Männer!) – Nein, für alle, wenn wir dort so weit sind. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Für Männer!) – Nein, 65 steht für alle außer Streit!
Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Für Männer!
Jetzt zu den so genannten exorbitanten Kürzungen. – Herr Abgeordneter Cap, ich habe das ja ein Jahr lang mit den Sozialpartnern verhandelt. Fritz Verzetnitsch sitzt hier, und die anderen Sozialpartner, Herbert Tumpel, Rudi Schwarzböck und Christoph Leitl, wissen es ja auch: Die Forderung, der Wunsch oder die Anregung nach einem „Korridor“, also nach einer frühzeitigen Pension, nach einer Pension vor dem gemeinsam außer Streit gestellten Alter von 65 Jahren, kam von ... (Abg. Mag. Wurm: Für Männer!) – Nein, für alle, wenn wir dort so weit sind. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Für Männer!) – Nein, 65 steht für alle außer Streit!
in Richtung des Abg. Verzetnitsch
Lassen Sie mich diesen Gedanken zu Ende führen! Die Anregung, einen „Korridor“ einzuführen, kam nicht von mir – Sie (in Richtung des Abg. Verzetnitsch) werden es bestätigen, Herr Präsident –, das war ein Wunsch, eine Anregung der Sozialpartner. Und die Sozialpartner haben außer Streit gestellt, wie das versicherungsmathematisch berechnet werden muss. Das ist doch, bitte, keine Kürzung! Die Lebenserwartung für einen Pensionisten steht außer Streit. Sie beträgt zum Beispiel für einen durchschnittlichen Mann, der mit 65 in Pension geht, über 18 Jahre. Die einzige Frage ist: Will er die Pension, die ihm zusteht, über 18,5 Jahre oder über 21,5 Jahre ausgewiesen haben? Die Summe der Pension, die ausgezahlt wird, ist übrigens, damit Sie die Wahrheit sagen, keine Kürzung für den, der drei Jahre früher geht, sondern sogar leicht höher, weil ja immerhin das 13. und 14. Gehalt noch dazukommt. Daher ist die
Abg. Mag. Wurm: Fragen Sie einmal die Pensionisten!
Lebenspension für den „Korridor-Pensionisten“ um 1,5 Prozent höher. (Abg. Mag. Wurm: Fragen Sie einmal die Pensionisten!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Verunsichern Sie, Herr Abgeordneter Cap, daher nicht die vielen Millionen Pensionisten oder jene, die knapp vor der Pension stehen! Es ist Ihr Vorschlag gewesen, und wir haben ihn umgesetzt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Das macht es nicht besser!
Die Frage 1 bezieht sich auf die Arbeiterkammer. – Ich kann hier eigentlich nicht wirklich nachvollziehen, warum Sie sich gar so aufregen. Im Jahr 2000 stand im Regierungsprogramm, dass wir die Sozialpartner auffordern, auch von ihrer Seite einen Nachdenkbeitrag zur Absenkung, zur Verringerung der Lohnnebenkosten zu leisten. Das steht dort nachzulesen! Ich habe es auch hier von diesem ... (Abg. Dr. Puswald: Das macht es nicht besser!) – Entschuldigen Sie, aber Sie tun ja gerade so, als wenn das eine überfallsartige Diskussion wäre. Die Diskussion hat einen Bart, der reicht dreimal um den Tisch. Viereinhalb Jahre schon wird darüber geredet!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, ich würde sehr dringend empfehlen: Wenn wir die Sozialpartnerschaft ernst meinen, dann sollte jede Organisation auch im Interesse ihrer Mitglieder – denn von dort kommt ja das Geld, wir nehmen gar nichts in die Hand, es gibt auch keinen Regierungsplan zu diesem Thema – sparsam mit diesen Mitteln umgehen. Die Diskussion, dass man Sparsamkeit nicht nur vom Staat, sondern auch von der eigenen Organisation verlangen kann, ist aus meiner Sicht eine absolut sinnvolle. Darum geht es, und um nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Ja, ja, natürlich!
Zur Frage 2: die Österreichische Hochschülerschaft. – Nach dem UOG 2002 hat sich ja manches verändert, wie die Abgeordneten besser als manche andere wissen. Es hat sich nämlich das Zentrum der Entscheidung an die Universitäten verlagert. Dort fallen heute alle wichtigen Entscheidungen – über das Budget, über die Dienstposten, über die Verteilung der Mittel, über die Prioritäten. Deswegen sollen natürlich die Vertretungen vor Ort gestärkt werden, was auch geschieht. (Abg. Mag. Posch: Ja, ja, natürlich!) – Wenn Sie ohnehin „natürlich!“ sagen, ist es ja in Ordnung.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Bures: Sie haben „nichts“ damit zu tun! Nein!
Was jetzt in dem Antrag – auch das keine Regierungsinitiative, sondern ein Antrag von Abgeordneten – vorgenommen wird, ist nicht einmal die volle Erfüllung ... (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Bures: Sie haben „nichts“ damit zu tun! Nein!) – Sie haben ja mich gefragt, daher darf ich auch argumentieren, oder?
Ruf bei der SPÖ: Nein!
Ist der ÖGB undemokratisch zusammengesetzt? (Ruf bei der SPÖ: Nein!) – Sicher nicht. Dort werden die Betriebsräte gewählt. Die haben die Teilgewerkschaften, und dort wird dann zentral die Bundesvertretung gewählt.
Abg. Mandak: Aber der Unterschied ist, dass Sie es per Verordnung festlegen!
Ist die Wirtschaftskammer undemokratisch zusammengesetzt? – Dort stimmen die Mitglieder über ihre Fachgruppe, über ihre Innung ab. Die Innung wählt die Landesvertretung, und insgesamt ergibt sich dann eine gemeinsame Repräsentanz auf der Bundesebene. (Abg. Mandak: Aber der Unterschied ist, dass Sie es per Verordnung festlegen!)
Abg. Mag. Johann Maier: Das ist unseriös!
Genauso ist es bei der Landwirtschaft. Auch hier werden direkt die Landesvertretungen, in dem Fall die Universitäten, gewählt, und die haben dann ein indirektes weiteres Vertretungsrecht. Also mit Verlaub ... (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist unseriös!) – Das ist nicht unseriös! Das ist die Wahrheit, Herr Abgeordneter, begreifen Sie das doch endlich einmal! Es passt Ihnen vielleicht nicht; mag sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Genauso ist es bei der Landwirtschaft. Auch hier werden direkt die Landesvertretungen, in dem Fall die Universitäten, gewählt, und die haben dann ein indirektes weiteres Vertretungsrecht. Also mit Verlaub ... (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist unseriös!) – Das ist nicht unseriös! Das ist die Wahrheit, Herr Abgeordneter, begreifen Sie das doch endlich einmal! Es passt Ihnen vielleicht nicht; mag sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Über die Köpfe hinweg!
Ich verstehe auch, wenn man das kritisieren möchte, aber wogegen ich auftrete – zur Verteidigung der österreichischen Sozialpartnerschaft –, ist, dass die bei allen anderen Interessenvertretungen bewährte Vertretung plötzlich, wie Sie das tun mit dem Vorwurf gegenüber den Plänen der Abgeordneten Brinek & Co, undemokratisch sein soll. Wenn das so vertreten wird (Abg. Mag. Wurm: Über die Köpfe hinweg!), dann heißt das, auch die anderen Vertretungsspielregeln bei der Sozialpartnerschaft sind ungerecht, und das ist einfach nicht richtig, Frau Abgeordnete!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letzter Punkt: Die Frage der verfassungsmäßigen Verankerung bitte ich einfach im Konvent zu diskutieren. Ob zu den rechtlichen Absicherungen, die ja unbestritten sind – Sozialpartnerschaft, ÖH, Hauptverband –, noch eine zusätzliche Absicherung notwendig ist, werden Sie zu beurteilen haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler Hohes Haus! Ihre Antwort auf unsere Dringliche war eine Provokation und zeigt deutlich, dass es sehr dringlich war, dieses Thema hier in diesem Hohen Haus anzusprechen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ihre Antwort war nämlich genau von jenem Geist getragen, den wir hier kritisieren: Demokratiefeindlichkeit und nicht volle Aufklärung und Transparenz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler Hohes Haus! Ihre Antwort auf unsere Dringliche war eine Provokation und zeigt deutlich, dass es sehr dringlich war, dieses Thema hier in diesem Hohen Haus anzusprechen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ihre Antwort war nämlich genau von jenem Geist getragen, den wir hier kritisieren: Demokratiefeindlichkeit und nicht volle Aufklärung und Transparenz. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben vom „Jammertal“ gesprochen. – Jawohl, Österreich befindet sich in einem Jammertal! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Seit dem Jahre 1999 entwickelt sich Österreich in allen Kennzahlen nach unten. Das haben Sie mit Ihrer Politik zu verantworten! Sie nehmen Österreich in vielen Bereichen die Zukunft, und Sie nehmen vor allem älteren Menschen auch die Würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Zum eigentlichen Thema kommend: Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist richtig, habe ich gerade von dort drüben (in Richtung ÖVP-Bänke deutend) gehört. – Das hat ein Minister gesagt, der auf die Verfassung angelobt worden ist. Und er hat es nicht in einem Streit um ein Gesetz gesagt, wo es vielleicht eine rot-grüne Opposition gibt, die dieses Gesetz bekämpft, nein: Er hat es im Zusammenhang mit einem Verfassungsgerichtsurteil gesagt. Er hat die höchste Instanz dieser Republik mit dieser Art und Weise der Kommentierung in Frage gestellt. Und ich sage Ihnen ganz offen: In jedem anderen zivilisierten europäischen Staat wäre das allein ein Rücktrittsgrund für den Innenminister gewesen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum eigentlichen Thema kommend: Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist richtig, habe ich gerade von dort drüben (in Richtung ÖVP-Bänke deutend) gehört. – Das hat ein Minister gesagt, der auf die Verfassung angelobt worden ist. Und er hat es nicht in einem Streit um ein Gesetz gesagt, wo es vielleicht eine rot-grüne Opposition gibt, die dieses Gesetz bekämpft, nein: Er hat es im Zusammenhang mit einem Verfassungsgerichtsurteil gesagt. Er hat die höchste Instanz dieser Republik mit dieser Art und Weise der Kommentierung in Frage gestellt. Und ich sage Ihnen ganz offen: In jedem anderen zivilisierten europäischen Staat wäre das allein ein Rücktrittsgrund für den Innenminister gewesen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das gerade in einem Bereich, wo die Demokratie sehr sensibel zu handhaben ist! Aber das fügt sich nahtlos ein in Ihr Verständnis von Demokratie. Am Beginn von Schwarz-Blau, 2000/2001, wurde der Umgang mit der Demokratie noch krampfhaft verschleiert. Man hat sich in Marketingblasen geflüchtet. So hat beispielsweise Innenminister Strasser immer von einem rot-weiß-roten Ministerium gesprochen. Das Ministerium ist, wie alle Österreicherinnen und Österreicher wissen, mittlerweile tiefschwarz eingefärbt, und zwar gesetzwidrig tiefschwarz eingefärbt. Gesetzwidrig tiefschwarz eingefärbt! Sie haben es schwarz auf weiß vom Verfassungsgerichtshof: Die Entfernung von hoch qualifizierten Beamten im Sicherheitsbereich ist gesetzwidrig erfolgt. Das war der erste Schritt eines negativen und eines sehr eigenartigen Zugangs zur Demokratie seitens dieser schwarz-blauen Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Wie schaut es bei der Bank Burgenland aus?
Das ist ein demokratisches Prinzip? – Unser demokratisches Prinzip ist das nicht! (Abg. Rädler: Wie schaut es bei der Bank Burgenland aus?)
Abg. Großruck: Glauben Sie selber, was Sie sagen? – Er hält sich selber am Schmäh!
Das Innenministerium betreffend hat es neben diesen Einfärbungen auch eine Reihe von Urteilen des Verfassungsgerichtshofes gegeben, die eine eigenartige Geisteshaltung, was den Zugang Ihrer Regierung zur Demokratie angeht, an den Tag gebracht haben, beispielsweise eine zweifache Aufhebung im Zivildienstbereich. Der Innenminister ist nach wie vor, obwohl er es schon schwarz auf weiß vom Verfassungsgerichtshof bekommen hat, nicht bereit, Zivildiener adäquat zu bezahlen. Er ist nicht bereit, Urteile des Verfassungsgerichtshofes umzusetzen. Das ist Ihr Zugang zur Demokratie? – Das ist mittlerweile schon politischer Alltag geworden. (Abg. Großruck: Glauben Sie selber, was Sie sagen? – Er hält sich selber am Schmäh!) Kaum jemand regt sich hier darüber auf. Wir werden das, auch nach der heutigen Sitzung, immer stärker thematisieren.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Schattenkabinett!
Sie haben versucht, den Zugriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF zu verstärken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Schattenkabinett!) Es ist Ihnen in vielen Bereichen leider Gottes gelungen. Sie haben die ÖBB zerschlagen und zerteilt, mit der Intention, auch dort in Ihrem Sinne politisch einzufärben. Ein Gesetz nach dem anderen wurde vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben, angefangen von der Unfallrentenbesteuerung über die Ambulanzgebühren bis hin zur Zivildienstgesetz-Novelle. Ich verstehe schon, dass Sie den Ausdruck „soziale Kälte“ nicht gerne hören, aber gerade an diesen Urteilen, die der Verfassungsgerichtshof aufgehoben hat, sieht man die soziale Kälte Ihrer Regierungsarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben versucht, den Zugriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF zu verstärken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Schattenkabinett!) Es ist Ihnen in vielen Bereichen leider Gottes gelungen. Sie haben die ÖBB zerschlagen und zerteilt, mit der Intention, auch dort in Ihrem Sinne politisch einzufärben. Ein Gesetz nach dem anderen wurde vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben, angefangen von der Unfallrentenbesteuerung über die Ambulanzgebühren bis hin zur Zivildienstgesetz-Novelle. Ich verstehe schon, dass Sie den Ausdruck „soziale Kälte“ nicht gerne hören, aber gerade an diesen Urteilen, die der Verfassungsgerichtshof aufgehoben hat, sieht man die soziale Kälte Ihrer Regierungsarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Na geh, bitte! – Ruf bei der SPÖ: Ein Originalzitat!
Der Höhepunkt dieser gesamten Diskussion ist jetzt das laute Nachdenken über die „Bestrafung“ – unter Anführungszeichen – der Arbeiterkammer. Herr Bundeskanzler, Sie haben selbst in diesem Haus von Strafaktionen gesprochen. Sie haben gesagt, hier könne man ungestraft alles sagen, das sei Ihnen gar nicht recht. Das ist offensichtlich sozusagen die Geisteshaltung, der Sie anhängen und der Ihre Regierung anhängt. (Abg. Dr. Stummvoll: Na geh, bitte! – Ruf bei der SPÖ: Ein Originalzitat!)
Beifall bei der SPÖ.
Da Sie hier die Diskussion betreffend die Arbeiterkammer auch salopp vom Tisch wischen und sagen: Alle müssen sparen!, dann möchte ich Ihnen schon Folgendes ins Stammbuch schreiben: Die Arbeiterkammer ist nicht a priori regierungskritisch, sondern sie ist regierungskritisch, weil die Maßnahmen, die Sie pausenlos setzen – 44 Belastungsmaßnahmen! –, jene Menschen betreffen, die die Arbeiterkammer zu vertreten hat. Es ist der ureigenste Auftrag der Arbeiterkammer, diese Menschen zu vertreten, und sie wird sich von Ihnen nicht mundtot machen lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Für Sie wäre es auch gut, wenn Sie einen Gedanken einlegen würden!
Sie könnten vielleicht, wenn Sie von Sparsamkeit reden, darüber nachdenken – auch am Beginn des so genannten Gedankenjahres, das Sie ausgerufen haben –, ob es nicht möglich wäre, sparsamer zu wirtschaften, was Ihre Ausgaben betrifft (Abg. Großruck: Für Sie wäre es auch gut, wenn Sie einen Gedanken einlegen würden!), von denen Sie immerhin 72 Millionen € für Propagandazwecke fließen lassen.
Abg. Mag. Wurm: „Bravo“! „Super“! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer sagt dazu „bravo!“?
Beim ÖH-Gesetz sagen Sie auch salopp, das sei ja eine ganz demokratische Entscheidung. – Sehr „demokratisch“, wenn 20 Prozent der Wählerstimmen jetzt nach Ihrer Novelle, nach Ihrer Reform 40 Prozent der Studentinnen und Studenten vertreten sollen. (Abg. Mag. Wurm: „Bravo“! „Super“! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer sagt dazu „bravo!“?) Die Studenten haben ein Recht auf eine bundesweite Vertretung!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das war schwach!
Sie von der ÖVP werden im Gedenkjahr an Figl und Raab erinnern. – Ich sage Ihnen ganz offen: Figl und Raab bis hin zu Kreisky und den weiteren Bundeskanzlern, die von der Sozialdemokratie gestellt wurden, haben einen demokratischen Zugang gehabt. Sie aber gefährden diesen demokratischen Grundkonsens in Österreich. Ich würde Sie bitten und an Sie appellieren, am Beginn des „Gedankenjahres 2005“ Ihre diesbezügliche Haltung zu überdenken und zur Demokratie in Österreich zurückzukehren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das war schwach!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ein Konsulent des Schattenkabinetts!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ein Konsulent des Schattenkabinetts!)
Abg. Mag. Molterer: So wie es der Öllinger gern hätte!
Aus einer korrekten Betrachtung der Zahl der unselbständig Beschäftigten in Österreich, egal, welchen Vergleichszeitraum Sie nehmen – 2000 oder auch 2001 mit 2003 verglichen –, ergibt sich, dass zwischen September 2000 und September 2004 die Zahl der unselbständig Beschäftigten um nur 16 700 gestiegen ist. Im September 2000 war die Zahl der unselbständig Beschäftigten – ich kann es Ihnen auch vorrechnen – 3 099 594, im September 2004 war sie 3 116 294, bereinigt um die Zahl der Kinderbetreuungsgeldbezieherinnen, der Präsenzdiener und der Zivildiener (Abg. Mag. Molterer: So wie es der Öllinger gern hätte!), weil diese ja tatsächlich nicht unselbständig beschäftigt sind.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Auch wenn Sie eine andere Vergleichszahl hernehmen und das Jahr 2001 mit dem Jahr 2003 vergleichen, wird die Bilanz nicht besser, sondern schlechter: Zwischen 2001 und 2003 ist die Zahl der unselbständig Beschäftigten insgesamt gefallen (Zwischenrufe bei der ÖVP), meine sehr geehrten Damen und Herren – und das sollten Sie ohne Aufregung zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Was ist das für ein Debattenbeitrag?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Was ist das für ein Debattenbeitrag?
Auch wenn Sie eine andere Vergleichszahl hernehmen und das Jahr 2001 mit dem Jahr 2003 vergleichen, wird die Bilanz nicht besser, sondern schlechter: Zwischen 2001 und 2003 ist die Zahl der unselbständig Beschäftigten insgesamt gefallen (Zwischenrufe bei der ÖVP), meine sehr geehrten Damen und Herren – und das sollten Sie ohne Aufregung zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Was ist das für ein Debattenbeitrag?)
Abg. Mag. Wurm: Jawohl!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jawohl, Klubobmann Cap, es kann eine arrogante Machtpolitik geben. (Abg. Mag. Wurm: Jawohl!) Niemand darf sich selbst von vornherein von diesem Vorwurf freisprechen, und jeder muss schauen (Abg. Mag. Wurm: Dass er nicht erwischt wird!), wie er mit diesem Problem zurechtkommt. Aber es kann auch eine arrogante Oppositionspolitik geben, und ich würde Sie bitten, einmal darüber nachzudenken, wie es sich damit verhält. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Ihr langjähriger Klubobmann, unser jetziger Bundespräsident Heinz Fischer. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist die Grundfrage: wie wir miteinander umgehen, mit welchen Mitteln wir Politik betreiben.
Abg. Mag. Wurm: Dass er nicht erwischt wird!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jawohl, Klubobmann Cap, es kann eine arrogante Machtpolitik geben. (Abg. Mag. Wurm: Jawohl!) Niemand darf sich selbst von vornherein von diesem Vorwurf freisprechen, und jeder muss schauen (Abg. Mag. Wurm: Dass er nicht erwischt wird!), wie er mit diesem Problem zurechtkommt. Aber es kann auch eine arrogante Oppositionspolitik geben, und ich würde Sie bitten, einmal darüber nachzudenken, wie es sich damit verhält. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Ihr langjähriger Klubobmann, unser jetziger Bundespräsident Heinz Fischer. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist die Grundfrage: wie wir miteinander umgehen, mit welchen Mitteln wir Politik betreiben.
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jawohl, Klubobmann Cap, es kann eine arrogante Machtpolitik geben. (Abg. Mag. Wurm: Jawohl!) Niemand darf sich selbst von vornherein von diesem Vorwurf freisprechen, und jeder muss schauen (Abg. Mag. Wurm: Dass er nicht erwischt wird!), wie er mit diesem Problem zurechtkommt. Aber es kann auch eine arrogante Oppositionspolitik geben, und ich würde Sie bitten, einmal darüber nachzudenken, wie es sich damit verhält. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Ihr langjähriger Klubobmann, unser jetziger Bundespräsident Heinz Fischer. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist die Grundfrage: wie wir miteinander umgehen, mit welchen Mitteln wir Politik betreiben.
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jawohl, Klubobmann Cap, es kann eine arrogante Machtpolitik geben. (Abg. Mag. Wurm: Jawohl!) Niemand darf sich selbst von vornherein von diesem Vorwurf freisprechen, und jeder muss schauen (Abg. Mag. Wurm: Dass er nicht erwischt wird!), wie er mit diesem Problem zurechtkommt. Aber es kann auch eine arrogante Oppositionspolitik geben, und ich würde Sie bitten, einmal darüber nachzudenken, wie es sich damit verhält. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Wissen Sie, wer das gesagt hat? – Ihr langjähriger Klubobmann, unser jetziger Bundespräsident Heinz Fischer. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist die Grundfrage: wie wir miteinander umgehen, mit welchen Mitteln wir Politik betreiben.
Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!
Wie komme ich zu dem? – Selbstverständlich haben wir Abgeordnete rund um die Uhr für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, wir haben uns der Diskussion zu stellen und das, was wir machen, auch zu verantworten. Aber bitte lassen Sie unsere Familien, unsere Kinder aus dem Spiel! (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Ja!) Es ist jetzt nämlich schon mehrfach etwas passiert, wie zuletzt am Freitag (Abg. Großruck: Das ist ein Skandal!): Im Sozialausschuss wird die Pensionsharmonisierung verhandelt; zu Hause wird die Familie von Abgeordnetem Donabauer besucht, es wird der Betrieb der Kollegin Mikesch besucht (Abg. Scheibner: Das ist eine Frechheit!), und dort werden von Polit-Agiteuren (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) – ich kann das nicht anders nennen – des ÖGB unsere Familien, unsere Kinder dafür verantwortlich gemacht, was wir an Politik machen! (Abg. Großruck: Das ist eine Sauerei!) Ist das der Grundkonsens? (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! Unerhört!)
Abg. Parnigoni: Übernehmen Sie die Verantwortung!
Ist das der Grundkonsens, den wir gemeinsam wollen? Jawohl, eine harte Auseinandersetzung hier im Haus! (Abg. Parnigoni: Übernehmen Sie die Verantwortung!) Wir übernehmen die Verantwortung, aber ich bitte Sie: Lassen Sie meine Frau und meine Kinder aus dem Spiel, wenn es um die Politik geht, die wir machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Ist das der Grundkonsens, den wir gemeinsam wollen? Jawohl, eine harte Auseinandersetzung hier im Haus! (Abg. Parnigoni: Übernehmen Sie die Verantwortung!) Wir übernehmen die Verantwortung, aber ich bitte Sie: Lassen Sie meine Frau und meine Kinder aus dem Spiel, wenn es um die Politik geht, die wir machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Bures: Die Menschen sind Ihnen Wurscht!
Selbstverständlich sagen wir ja zu einer starken Interessenvertretung. Selbstverständlich ist die Österreichische Volkspartei für die Arbeiterkammer, für die Wirtschaftskammer, für die Landwirtschaftskammer – wir sind ja auch die einzige Fraktion, die in all diesen Kammern Präsidenten stellt, die einzige! Und das bedeutet „Volkspartei“ – nur Sie vergessen das oft –, und die Volkspartei tritt natürlich auch für die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern ein. Aber ich sage Ihnen eines: Pflichtmitgliedschaft verlangt auch eine besondere Verantwortung bei jenen, die mit diesem Votum ausgestattet sind! Und daher wehren wir uns schon dagegen, wenn dann Panikmache betrieben wird. (Abg. Bures: Die Menschen sind Ihnen Wurscht!)
Ruf: Schifferer!
Schauen Sie – ich nenne Ihnen jetzt nur ein Beispiel, und ich könnte Ihnen viele andere nennen –: Eine junge Frau – Claudia Zifferer wird sie hier genannt (Ruf: Schifferer!) – sagt, sie möchte zwei Kinder haben, aber das würde für sie bedeuten: minus 36 Prozent. Die geplanten Kürzungen seien frauenfeindlich. – Das lehnen wir ab, wenn hier von der Arbeiterkammer das genaue Gegenteil der Wahrheit verbreitet wird, wenn Panikmache betrieben wird! Bitte, es ist einzigartig in Europa, meine Damen und Herren, dass in Hinkunft vier Jahre pro Frau als pensionsbegründend anrechenbar sind. (Abg. Bures: Da dürfen die Kinder nicht einmal noch auf der Welt sein!)
Abg. Bures: Da dürfen die Kinder nicht einmal noch auf der Welt sein!
Schauen Sie – ich nenne Ihnen jetzt nur ein Beispiel, und ich könnte Ihnen viele andere nennen –: Eine junge Frau – Claudia Zifferer wird sie hier genannt (Ruf: Schifferer!) – sagt, sie möchte zwei Kinder haben, aber das würde für sie bedeuten: minus 36 Prozent. Die geplanten Kürzungen seien frauenfeindlich. – Das lehnen wir ab, wenn hier von der Arbeiterkammer das genaue Gegenteil der Wahrheit verbreitet wird, wenn Panikmache betrieben wird! Bitte, es ist einzigartig in Europa, meine Damen und Herren, dass in Hinkunft vier Jahre pro Frau als pensionsbegründend anrechenbar sind. (Abg. Bures: Da dürfen die Kinder nicht einmal noch auf der Welt sein!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: ... nicht für eine Frau, die heute ein Kind hat!
Ihnen von der SPÖ ist es, solange Sie in der Regierung waren, nie eingefallen, in diesem Bereich für Frauen etwas zu tun. Das ist der große Unterschied! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: ... nicht für eine Frau, die heute ein Kind hat!)
Abg. Dr. Gusenbauer: ..., das ist ja richtig!
Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir einerseits selbstverständlich für starke gesetzliche Interessenvertretungen sind, aber es ist niemand unter einem Glassturz, und auch an der Arbeiterkammer muss Kritik möglich sein, ja es ist notwendig, Kritik an ihr zu üben, wenn derartige Panikmache betrieben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., das ist ja richtig!) – Das ist nicht richtig! Das Beispiel mit den minus 36 Prozent ist an den Haaren herbeigezogen und ist falsch! (Abg. Bures: Beweisen Sie es!)
Abg. Bures: Beweisen Sie es!
Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir einerseits selbstverständlich für starke gesetzliche Interessenvertretungen sind, aber es ist niemand unter einem Glassturz, und auch an der Arbeiterkammer muss Kritik möglich sein, ja es ist notwendig, Kritik an ihr zu üben, wenn derartige Panikmache betrieben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., das ist ja richtig!) – Das ist nicht richtig! Das Beispiel mit den minus 36 Prozent ist an den Haaren herbeigezogen und ist falsch! (Abg. Bures: Beweisen Sie es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Verdrehen Sie nicht die Fakten!
Meine Damen und Herren, nächster Punkt: In den letzten Jahren hatte kaum jemand in der Republik einen solchen Zuwachs an Mitteln, die er automatisch bekommen hat, wie die Arbeiterkammer. Es sind seit dem Jahr 2000 30 Millionen € zusätzlich! Und wer 270 Millionen € im Jahr an Arbeiterkammerumlage zur Verfügung hat, der nagt nicht am Hungertuch, meine Damen und Herren! Daher sage ich Ihnen: Verdrehen Sie nicht die Fakten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Verdrehen Sie nicht die Fakten!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Gegenteil von dem ist nämlich die Wirtschaftskammer! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß nicht, ob Sie es wissen: Die Bundeswirtschaftskammer hat in den letzten Jahren 150 Millionen € eingespart, und gerade erst heute hat in Oberösterreich die Wirtschaftskammer wieder bekannt gegeben, ihren Mitgliedern 1,7 Millionen € zu ersparen. (Abg. Bures: Wie viele Mitglieder hat sie? Wie viel Geld ...?)
Abg. Bures: Wie viele Mitglieder hat sie? Wie viel Geld ...?
Das Gegenteil von dem ist nämlich die Wirtschaftskammer! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß nicht, ob Sie es wissen: Die Bundeswirtschaftskammer hat in den letzten Jahren 150 Millionen € eingespart, und gerade erst heute hat in Oberösterreich die Wirtschaftskammer wieder bekannt gegeben, ihren Mitgliedern 1,7 Millionen € zu ersparen. (Abg. Bures: Wie viele Mitglieder hat sie? Wie viel Geld ...?)
Abg. Marizzi: Eh nicht!
Warum sage ich Ihnen das? – Weil wir alle, politische Parteien genauso wie öffentliche Interessenvertretungen, aufgefordert sind, sparsam mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, umzugehen. Ich möchte Ihnen schon eines sagen: Keine Kammer ist im Besitz einer Partei! (Abg. Marizzi: Eh nicht!) In der Arbeiterkammer wird aber oft vergessen, dass es auch einen Präsidenten Dinkhauser, einen Präsidenten Fink gibt, vor allem dann, wenn Sie Vertreter von der Bundesarbeitskammer zu entsenden haben. (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?) Diesen beiden fehlt dann ein entscheidendes Qualifikationskriterium: Das ist nämlich das SPÖ-Parteibuch, sage ich Ihnen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?)
Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?
Warum sage ich Ihnen das? – Weil wir alle, politische Parteien genauso wie öffentliche Interessenvertretungen, aufgefordert sind, sparsam mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, umzugehen. Ich möchte Ihnen schon eines sagen: Keine Kammer ist im Besitz einer Partei! (Abg. Marizzi: Eh nicht!) In der Arbeiterkammer wird aber oft vergessen, dass es auch einen Präsidenten Dinkhauser, einen Präsidenten Fink gibt, vor allem dann, wenn Sie Vertreter von der Bundesarbeitskammer zu entsenden haben. (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?) Diesen beiden fehlt dann ein entscheidendes Qualifikationskriterium: Das ist nämlich das SPÖ-Parteibuch, sage ich Ihnen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?)
Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?
Warum sage ich Ihnen das? – Weil wir alle, politische Parteien genauso wie öffentliche Interessenvertretungen, aufgefordert sind, sparsam mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, umzugehen. Ich möchte Ihnen schon eines sagen: Keine Kammer ist im Besitz einer Partei! (Abg. Marizzi: Eh nicht!) In der Arbeiterkammer wird aber oft vergessen, dass es auch einen Präsidenten Dinkhauser, einen Präsidenten Fink gibt, vor allem dann, wenn Sie Vertreter von der Bundesarbeitskammer zu entsenden haben. (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?) Diesen beiden fehlt dann ein entscheidendes Qualifikationskriterium: Das ist nämlich das SPÖ-Parteibuch, sage ich Ihnen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat der Dinkhauser ... gesagt?)
Rufe der Missbilligung bei der ÖVP.
verständlich alle von der SPÖ! (Rufe der Missbilligung bei der ÖVP.) Ist das überparteiliche Vertretung? – Ganz sicher nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Neun ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Neun ...!
verständlich alle von der SPÖ! (Rufe der Missbilligung bei der ÖVP.) Ist das überparteiliche Vertretung? – Ganz sicher nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Neun ...!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Kollege Darabos! Ich weiß nicht, ob Sie die Persönlichkeiten kennen, die ich Ihnen jetzt nenne: Kennen Sie Frau Tumpel-Gugerell in der Europäischen Zentralbank? Kennen Sie Herrn Dr. Zöllner in der Oesterreichischen Nationalbank? Kennen Sie den höchst erfolgreichen Dr. Ruttenstorfer in der OMV? Kennen Sie Herrn Dr. Zilk in der Bundesheerreformkommission? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Viele sind Ihnen nicht eingefallen! – Abg. Bures: Haben Sie noch jemanden auf der Liste?
Nicht das Parteibuch war für sie entscheidend, sondern ihre Qualifikation hat sie in die jeweilige Funktion gebracht! Das ist das einzige Kriterium, das für uns Geltung hat. Nur: In Ihrer Welt tun Sie sich schwer mit dieser Vorgangsweise, Kollege Darabos! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Viele sind Ihnen nicht eingefallen! – Abg. Bures: Haben Sie noch jemanden auf der Liste?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Lesen Sie doch weiter!
Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Lesen Sie doch weiter!) Nur, Sie sehen: Das rote Licht hier blinkt, und ich möchte Ihnen noch eines sehr deutlich sagen, weil es mir sehr wichtig ist. (Abg. Dr. Gusenbauer: Setzen Sie die Liste doch fort! Lesen Sie doch weiter! Wer ist denn der Rest der Leute? – Das ist ja unglaublich: Ganze vier sind ihm eingefallen! Vier Lebende!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Setzen Sie die Liste doch fort! Lesen Sie doch weiter! Wer ist denn der Rest der Leute? – Das ist ja unglaublich: Ganze vier sind ihm eingefallen! Vier Lebende!
Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Lesen Sie doch weiter!) Nur, Sie sehen: Das rote Licht hier blinkt, und ich möchte Ihnen noch eines sehr deutlich sagen, weil es mir sehr wichtig ist. (Abg. Dr. Gusenbauer: Setzen Sie die Liste doch fort! Lesen Sie doch weiter! Wer ist denn der Rest der Leute? – Das ist ja unglaublich: Ganze vier sind ihm eingefallen! Vier Lebende!)
Abg. Bures: Sie haben es ja gar nicht gelesen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie sind nicht schlecht, wenn Sie in einzelnen Papieren Forderungen erheben, die vielleicht in die Zukunft weisen. Wenn ich Ihr Pensionspapier durchlese, die „Fairness-Pension für alle Österreicher und Österreicherinnen“ (Abg. Bures: Sie haben es ja gar nicht gelesen!), dann sehe ich, dass Sie darin selbstverständlich die Pensionsharmonisierung ansprechen. Sie, Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, sind gemeinsam mit Parnigoni aufgetreten und haben die Zusammenlegung der Gendarmerie mit der Polizei gefordert. (Abg. Parnigoni: Was haben wir? Was haben wir?)
Abg. Parnigoni: Was haben wir? Was haben wir?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie sind nicht schlecht, wenn Sie in einzelnen Papieren Forderungen erheben, die vielleicht in die Zukunft weisen. Wenn ich Ihr Pensionspapier durchlese, die „Fairness-Pension für alle Österreicher und Österreicherinnen“ (Abg. Bures: Sie haben es ja gar nicht gelesen!), dann sehe ich, dass Sie darin selbstverständlich die Pensionsharmonisierung ansprechen. Sie, Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, sind gemeinsam mit Parnigoni aufgetreten und haben die Zusammenlegung der Gendarmerie mit der Polizei gefordert. (Abg. Parnigoni: Was haben wir? Was haben wir?)
Abg. Bures: Erzählen Sie keine Märchen! Das glaubt Ihnen ja niemand!
Es gibt nur einen großen Unterschied zwischen Ihnen und uns: Sie stellen Forderungen auf, aber wenn es um die Umsetzung geht, dann fehlen Ihnen Kraft, Courage und Mut, das tatsächlich zu machen. Das ist der große Unterschied zu uns: Wir setzen die notwendigen Reformen richtig um und machen diese wichtigen Reformen! Sie hingegen bleiben dabei stehen, dass Sie Forderungen erheben. – Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns – und angesichts dessen, wie ich Sie hier im Hohen Haus erlebe, gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. (Abg. Bures: Erzählen Sie keine Märchen! Das glaubt Ihnen ja niemand!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Kein Mensch glaubt Ihnen das!
Daher sage ich Ihnen: Der einzige verlässliche Partner für die Österreicherinnen und Österreicher, wenn es darum geht, notwendige Reformen – die zwischendurch auch nicht angenehm sind, die aber notwendig und richtig sind – umzusetzen, sind wir! Leider haben Sie weder die Kraft noch den Mut, dabei mitzugehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP
bedroht (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP) und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesprochen hätten.
Abg. Kopf: Ja, ja, ja, ja!
Tatsächlich richtig ist (Abg. Kopf: Ja, ja, ja, ja!), dass ein Herr Emmerich Wahringer – eine Du-Bekanntschaft von Herrn Abgeordnetem Donabauer – bei dessen Haus war, ihn dort nicht angetroffen und dessen Frau gebeten hat, sie möge ihm etwas mitteilen. (Lebhafte Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Dasselbe ist bei der zweiten Abgeordneten passiert. In beiden Fällen handelt es sich um Du-Bekanntschaften, das halte ich auch noch fest! (Abg. Grillitsch: War das bei Frau Mikesch?)
Lebhafte Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Tatsächlich richtig ist (Abg. Kopf: Ja, ja, ja, ja!), dass ein Herr Emmerich Wahringer – eine Du-Bekanntschaft von Herrn Abgeordnetem Donabauer – bei dessen Haus war, ihn dort nicht angetroffen und dessen Frau gebeten hat, sie möge ihm etwas mitteilen. (Lebhafte Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Dasselbe ist bei der zweiten Abgeordneten passiert. In beiden Fällen handelt es sich um Du-Bekanntschaften, das halte ich auch noch fest! (Abg. Grillitsch: War das bei Frau Mikesch?)
Abg. Grillitsch: War das bei Frau Mikesch?
Tatsächlich richtig ist (Abg. Kopf: Ja, ja, ja, ja!), dass ein Herr Emmerich Wahringer – eine Du-Bekanntschaft von Herrn Abgeordnetem Donabauer – bei dessen Haus war, ihn dort nicht angetroffen und dessen Frau gebeten hat, sie möge ihm etwas mitteilen. (Lebhafte Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Dasselbe ist bei der zweiten Abgeordneten passiert. In beiden Fällen handelt es sich um Du-Bekanntschaften, das halte ich auch noch fest! (Abg. Grillitsch: War das bei Frau Mikesch?)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie das freie Mandat nur hier im Haus verstehen – wir haben ein anderes Verständnis: dass wir auch bei den Bürgerinnen und Bürgern darüber reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben lediglich darüber geredet, inwieweit man die Behördenstruktur der Sicherheitsbehörden neu ordnet. – Das ist einzig und allein die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wofür?
Sie wollten dann ein Foto machen, weil sie es zur Dokumentation brauchten (Ruf bei der ÖVP: Wofür?) – ich weiß nicht, wem gegenüber.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Das ist die Wahrheit, und das muss ich Ihnen sagen. Ich halte das für ungeheuerlich, denn ich betrachte die Situation so, dass derjenige, der sein Mandat ausübt, sich der Sache zu stellen hat. Die Familie muss aus diesem Streit herausgehalten werden, und ich verbitte mir solche Aktionen! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Präsident Verzetnitsch, ich habe auch in Ihrer Fraktion einige Du-Freunde, und ich stehe dazu. Aber ich bitte Sie, schicken Sie mir, wenn Sie mir irgendetwas ausrichten wollen, diese Du-Freunde nicht zu mir nach Hause, sondern erklären Sie mir hier Ihre Kritik, denn hier gehört das her – und nicht in die Privatwohnungen von Abgeordneten dieses Hauses! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
In dieser Dringlichen Anfrage sagen Sie auch richtig, dass das der Erfolg der Österreicherinnen und Österreicher war. Die Politik hat – und das war auch gut so – den notwendigen Rahmen dazu geboten, dass man dieses Ziel des Wiederaufbaus, des sozialen Friedens und des Erhaltes und Aufbaus des Wohlstandes in die erste Reihe gestellt hat. So weit, so richtig – auch in der Einleitung zu Ihrer Dringlichen Anfrage. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Freizeiteinrichtungen war und dass man durchaus auch mit einer grundsatzpolitischen und ideologischen Sicht versucht hat, die Menschen vom Kind – von den Krabbelstuben – bis zu den Altenheimen in den Einflussbereich der politischen Parteien zu bringen. Meine Damen und Herren! Das war auch Ihr Konzept für Österreich in der zweiten Hälfte dieser guten Wiederaufbauphase. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Cap! Da unterscheiden wir uns von Ihnen sehr bewusst. Ihr Konzept ist: Die Partei ist alles, die Partei steht im Zentrum, und der Bürger ist in Wirklichkeit Bittsteller bei der politischen Partei. – Unser Konzept ist es, dass die Partei nicht Selbstzweck ist, sondern sie hat Dienstleister zu sein, sie hat Plattform für politische Ideen zu sein und für das Land und für die Menschen Arbeit zu leisten. Das ist die einzige Voraussetzung und der einzige Zweck von politischen Parteien in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Das hat dann in den neunziger Jahren nicht mehr funktioniert, weil es die Leute satt gehabt haben, die grotesken Ausformungen und letztlich die Auswüchse dieser Grundstimmung zur Kenntnis zu nehmen, wo dann ein „Club 45“, ein AKH-Skandal oder Privilegien mit Doppel-, Dreifach- und Vierfachgehältern möglich geworden sind. – Das alles war den Leuten zu viel. (Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Abg. Bures: Das ist ein Skandal!
Da hat man – Demokratieverständnis, Herr Kollege Cap! – die Leute bedroht, um sie davon abzuhalten, Instrumente der direkten Demokratie wie etwa Volksbegehren zu unterzeichnen. Da sind Ihre Parteifunktionäre in die Gemeindewohnungen gegangen und haben gesagt, wenn ihr ein Volksbegehren unterschreibt, das uns nicht gefällt, dann werdet ihr eure Wohnung verlieren. (Abg. Bures: Das ist ein Skandal!) Da sind die Betriebsräte ... (Abg. Bures: Das ist ja verrückt, was Sie da sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß es, Frau Kollegin, denn zu uns sind die Leute gekommen, die verzweifelt waren, und haben gesagt, sie trauen sich diese Initiative nicht zu unterschreiben. Das waren die Tatsachen, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: Das ist ein Schwachsinn, was Sie da behaupten!)
Abg. Bures: Das ist ja verrückt, was Sie da sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da hat man – Demokratieverständnis, Herr Kollege Cap! – die Leute bedroht, um sie davon abzuhalten, Instrumente der direkten Demokratie wie etwa Volksbegehren zu unterzeichnen. Da sind Ihre Parteifunktionäre in die Gemeindewohnungen gegangen und haben gesagt, wenn ihr ein Volksbegehren unterschreibt, das uns nicht gefällt, dann werdet ihr eure Wohnung verlieren. (Abg. Bures: Das ist ein Skandal!) Da sind die Betriebsräte ... (Abg. Bures: Das ist ja verrückt, was Sie da sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß es, Frau Kollegin, denn zu uns sind die Leute gekommen, die verzweifelt waren, und haben gesagt, sie trauen sich diese Initiative nicht zu unterschreiben. Das waren die Tatsachen, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: Das ist ein Schwachsinn, was Sie da behaupten!)
Abg. Bures: Das ist ein Schwachsinn, was Sie da behaupten!
Da hat man – Demokratieverständnis, Herr Kollege Cap! – die Leute bedroht, um sie davon abzuhalten, Instrumente der direkten Demokratie wie etwa Volksbegehren zu unterzeichnen. Da sind Ihre Parteifunktionäre in die Gemeindewohnungen gegangen und haben gesagt, wenn ihr ein Volksbegehren unterschreibt, das uns nicht gefällt, dann werdet ihr eure Wohnung verlieren. (Abg. Bures: Das ist ein Skandal!) Da sind die Betriebsräte ... (Abg. Bures: Das ist ja verrückt, was Sie da sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß es, Frau Kollegin, denn zu uns sind die Leute gekommen, die verzweifelt waren, und haben gesagt, sie trauen sich diese Initiative nicht zu unterschreiben. Das waren die Tatsachen, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: Das ist ein Schwachsinn, was Sie da behaupten!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Wahrheit schmerzt!
Aber Sie haben ja dann auch die Rechnung dafür bekommen. Das war Ihre Ansicht von Demokratie: Demokratie nur dort, wo es Ihnen passt. Wenn jemand eine andere Meinung hat, dann wird er beeinflusst und unter Druck gesetzt. Das war Ihr System! Von diesem System unterscheiden wir uns bewusst, Frau Kollegin Bures, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Wahrheit schmerzt!)
Abg. Öllinger: Und jetzt?
Wie war es denn hier im Hohen Haus, als es darum gegangen ist, die Opposition einzubinden, meine Damen und Herren auch von den Grünen? (Abg. Öllinger: Und jetzt?) Wir haben das jahrelang erlebt, als es nicht darum gegangen ist, eine 24-Stunden-Frist um ein oder zwei Stunden nicht einzuhalten, sondern da sind in zweiter Lesung mit dem letzten Redner massive Abänderungsanträge eingebracht worden.
Abg. Dr. Glawischnig: Aber jetzt machen Sie es genau gleich! – Abg. Dr. Van der Bellen: Und jetzt?
(Abg. Dr. Glawischnig: Aber jetzt machen Sie es genau gleich! – Abg. Dr. Van der Bellen: Und jetzt?) – Das gibt es jetzt wohl nicht mehr, Herr Kollege Van der Bellen! (Widerspruch bei den Grünen.)
Widerspruch bei den Grünen.
(Abg. Dr. Glawischnig: Aber jetzt machen Sie es genau gleich! – Abg. Dr. Van der Bellen: Und jetzt?) – Das gibt es jetzt wohl nicht mehr, Herr Kollege Van der Bellen! (Widerspruch bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Herr Kollege Scheibner! Wie ist es jetzt?
Meine Damen und Herren! Damals sind wir in den Ausschüssen gesessen und haben Abänderungsanträge eingebracht. Ich kann mich noch an Abgeordnete erinnern, die gesagt haben, es wäre alles recht gescheit, was wir da eingebracht haben, aber sie könnten, sie dürften nichts abändern, denn dieses Gesetz sei von den Sozialpartnern verhandelt worden und hier ins Parlament eingebracht worden. (Abg. Öllinger: Herr Kollege Scheibner! Wie ist es jetzt?) Sie dürften nichts mehr abändern, keinen Punkt und keinen Beistrich dürften sie da abändern.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Da kriegen Sie aber einen roten Kopf!
Meine Damen und Herren! Das war Demokratie, so wie es sich Kollege Cap vorstellt. Das ist nicht unser Modell von Demokratie. Da haben die Volksvertreter die Gesetze zu machen. Da haben die Wähler zu entscheiden, wer die Gesetze macht, und nicht andere Institutionen – die wichtig und notwendig sind, die aber nicht für die Gesetzeswerdung verantwortlich und nicht zum Gesetzesbeschluss berufen sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Da kriegen Sie aber einen roten Kopf!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Abgehobene Politik!
Oder in wichtigen Fragen wie zum Beispiel dem EU-Beitritt, meine Damen und Herren! Wie haben Sie denn versucht, etwa in dieser wichtigen Frage der EU-Mitgliedschaft Österreichs die Opposition einzubinden? – Gar nicht, weil Sie gesagt haben, Sie wollen etwa die Freiheitlichen nicht am Verhandlungstisch sehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Abgehobene Politik!) Mit einer Freiheitlichen Partei, die damals über eine Million Österreicher vertreten hat, gab es in dieser wichtigen Frage keine Verhandlungen, keine Gespräche, nicht einmal den Versuch eines Konsenses. (Abg. Mag. Wurm: Der Herr Schüssel war dabei! Wo war denn da die ÖVP?)
Abg. Mag. Wurm: Der Herr Schüssel war dabei! Wo war denn da die ÖVP?
Oder in wichtigen Fragen wie zum Beispiel dem EU-Beitritt, meine Damen und Herren! Wie haben Sie denn versucht, etwa in dieser wichtigen Frage der EU-Mitgliedschaft Österreichs die Opposition einzubinden? – Gar nicht, weil Sie gesagt haben, Sie wollen etwa die Freiheitlichen nicht am Verhandlungstisch sehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Abgehobene Politik!) Mit einer Freiheitlichen Partei, die damals über eine Million Österreicher vertreten hat, gab es in dieser wichtigen Frage keine Verhandlungen, keine Gespräche, nicht einmal den Versuch eines Konsenses. (Abg. Mag. Wurm: Der Herr Schüssel war dabei! Wo war denn da die ÖVP?)
Abg. Öllinger: Was passiert denn? Was passiert mit den Urteilen?
Oder der Verfassungsgerichtshof, den Sie jetzt immer wieder zitieren: Gott sei Dank gibt es jetzt die Möglichkeit der Kontrolle durch den Verfassungsgerichtshof. (Abg. Öllinger: Was passiert denn? Was passiert mit den Urteilen?) Wir haben das oft diskutiert. Sie haben mit Ihrer Zweidrittelmehrheit diese Kontrolle des Verfassungsgerichtshofes ausgeschlossen, unmöglich gemacht.
Abg. Mag. Wurm: Sie haben keine Zweidrittelmehrheit, das ist der einzige Unterschied!
Ich habe letztes Mal ein Beispiel von Kollegem Kräuter zitiert, da hat man schon vorsorglich – da war das Erkenntnis noch gar nicht da – gesagt, man werde auf jeden Fall ein Gesetz vorbereiten. Egal, wie dieses Erkenntnis ausgeht, wird man die eigene Meinung durchsetzen. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben keine Zweidrittelmehrheit, das ist der einzige Unterschied!) Das war Ihr Verständnis von politischer Kontrolle, nicht unser System, Herr Kollege Cap! Wir stehen zu dieser politischen Kontrolle auch unserer Gesetze durch den Verfassungsgerichtshof als höchste Instanz in diesem Bereich.
Abg. Öllinger: Brav müssen sie sein!
Oder die Sozialpartner, meine Damen und Herren: Ja, wir bekennen uns auch zur Sozialpartnerschaft, aber das darf keine Schattenregierung sein. (Abg. Öllinger: Brav müssen sie sein!) Die Sozialpartner, egal woher sie kommen, ob Wirtschaftskammer oder Arbeiterkammer, Herr Kollege Öllinger, müssen sehr vorsichtig beim Umgang mit den Beiträgen der Zwangsmitglieder sein. (Abg. Öllinger: Gehorsam!)
Abg. Öllinger: Gehorsam!
Oder die Sozialpartner, meine Damen und Herren: Ja, wir bekennen uns auch zur Sozialpartnerschaft, aber das darf keine Schattenregierung sein. (Abg. Öllinger: Brav müssen sie sein!) Die Sozialpartner, egal woher sie kommen, ob Wirtschaftskammer oder Arbeiterkammer, Herr Kollege Öllinger, müssen sehr vorsichtig beim Umgang mit den Beiträgen der Zwangsmitglieder sein. (Abg. Öllinger: Gehorsam!)
Abg. Öllinger: Gefügig!
Sie müssen sehr, sehr sparsam sein. (Abg. Öllinger: Gefügig!) Die Wirtschaftskammer hat Sparprogramme umgesetzt. (Abg. Öllinger: Servil!) Die Arbeiterkammer hat es versprochen und nicht gemacht.
Abg. Öllinger: Servil!
Sie müssen sehr, sehr sparsam sein. (Abg. Öllinger: Gefügig!) Die Wirtschaftskammer hat Sparprogramme umgesetzt. (Abg. Öllinger: Servil!) Die Arbeiterkammer hat es versprochen und nicht gemacht.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich! Mehr Geld ohne mehr Leistung! Ungeheuerlich!
ständnis Sie von dieser Institution haben! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich! Mehr Geld ohne mehr Leistung! Ungeheuerlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welch Drohung!
Meine Damen und Herren! Der Schlusssatz: Wir sehen, welches Modell die SPÖ da hatte und auch jetzt hat, wenn man sagt, im Konvent werde man gar nicht mehr mitarbeiten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welch Drohung!) Sie sind nicht bereit, Verantwortung zu tragen – weder im Österreich-Konvent noch bei der Pensionsreform, noch bei der Gesundheit, und auch nicht bei der Demokratie.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir sind stolz darauf, dass unser System sich von Ihrem sehr positiv unterscheidet! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist richtig! – Abg. Scheibner: Das war so! Das war schändlich!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Scheibner hat gerade die Behauptung aufgestellt, dass die Sozialdemokratie Gemeindewohnhaus-Mietern die Kündigung angedroht hat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist richtig! – Abg. Scheibner: Das war so! Das war schändlich!)
Widerspruch bei den Freiheitlichen
Ich berichtige vielmehr: Die Sozialdemokratie ist jene Partei, die sich immer für den Mieterschutz und den Kündigungsschutz eingesetzt hat (Widerspruch bei den Freiheitlichen), im Unterschied zu dieser Regierung, die gerade drauf und dran ist, die Mieter aus ihren Wohnungen zu treiben und den Kündigungsschutz aufzuweichen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine zynische Berichtigung und keine tatsächliche!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine zynische Berichtigung und keine tatsächliche!
Ich berichtige vielmehr: Die Sozialdemokratie ist jene Partei, die sich immer für den Mieterschutz und den Kündigungsschutz eingesetzt hat (Widerspruch bei den Freiheitlichen), im Unterschied zu dieser Regierung, die gerade drauf und dran ist, die Mieter aus ihren Wohnungen zu treiben und den Kündigungsschutz aufzuweichen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine zynische Berichtigung und keine tatsächliche!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wünschen Sie sich Schwarz-Grün?
Befremden deswegen, weil ich den Eindruck habe, dass Sie eigentlich ein sehr intelligenter und mit sehr rascher Auffassungsgabe gesegneter Politiker sind und eigentlich den Sinn und die Stoßrichtung dieser Anfrage sehr wohl verstanden haben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wünschen Sie sich Schwarz-Grün?) Deshalb ist mein Schluss eigentlich offenkundig, dass Sie auf das Thema, um das es heute hier geht, eigentlich überhaupt keine Antwort geben wollten.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben über Wirtschaftswachstum, über Arbeitslosigkeit und über die Pensionsharmonisierung gesprochen. Wie Sie darüber gesprochen haben und was Sie ausgeblendet haben, ist symptomatisch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Das sagen die Grünen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Selbsterkenntnis!
seriös und ernsthaft mit der Problematik auseinander setzt. (Abg. Ellmauer: Das sagen die Grünen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Selbsterkenntnis!) Das ist das Wie.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Frage habt ihr euch noch nie gestellt!
Das andere ist das Was. Das Thema, um das es nämlich heute geht, ist nicht die Frage, ob diese Pensionsreform gerecht ist oder ob man sie in einer anderen Form durchführen kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Frage habt ihr euch noch nie gestellt!), sondern das Thema ist eigentlich ein ganz sensibles, nämlich Macht, Machtmissbrauch, der Missbrauch von Mehrheiten und die Frage, wie man damit umgeht, wenn man mittelfristig das Augenmaß verloren hat. – Und ich glaube, Sie haben das Augenmaß verloren, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das andere ist das Was. Das Thema, um das es nämlich heute geht, ist nicht die Frage, ob diese Pensionsreform gerecht ist oder ob man sie in einer anderen Form durchführen kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Frage habt ihr euch noch nie gestellt!), sondern das Thema ist eigentlich ein ganz sensibles, nämlich Macht, Machtmissbrauch, der Missbrauch von Mehrheiten und die Frage, wie man damit umgeht, wenn man mittelfristig das Augenmaß verloren hat. – Und ich glaube, Sie haben das Augenmaß verloren, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben das schon bei mehreren Anlassfällen zu thematisieren versucht: Ich denke, es wäre für eine Republik, die auf eine solche Geschichte zurückblickt, wie wir das tun, sehr angebracht, so etwas wie Demut und auch einen gewissen Respekt vor Macht und vor Andersdenkenden zu haben. Das ist das Thema, das Sie eben nicht verstehen wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagen ausgerechnet Sie!
Das setzt etwas ganz Wichtiges voraus, nämlich den Respekt vor dem Andersdenkenden, den Respekt vor demjenigen, der einer anderen ethischen oder religiösen Orientierung angehört, der kritisch ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagen ausgerechnet Sie!) Ich denke, das Wesen von Demokratie ist es, genau diese Kritiker nicht nur zuzulassen, sondern sie auch zu fördern und das als etwas Positives zu begreifen. Das ist das Wesen von Demokratie: Andersdenkende als Bereicherung, als Vielfalt, als Stärke der Demokratie zu begreifen. Und das vermisse ich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das setzt etwas ganz Wichtiges voraus, nämlich den Respekt vor dem Andersdenkenden, den Respekt vor demjenigen, der einer anderen ethischen oder religiösen Orientierung angehört, der kritisch ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagen ausgerechnet Sie!) Ich denke, das Wesen von Demokratie ist es, genau diese Kritiker nicht nur zuzulassen, sondern sie auch zu fördern und das als etwas Positives zu begreifen. Das ist das Wesen von Demokratie: Andersdenkende als Bereicherung, als Vielfalt, als Stärke der Demokratie zu begreifen. Und das vermisse ich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: ... etwas unfair!
In Bezug auf diesen Respekt vor Andersdenkenden haben wir in den letzten vier, fünf Jahren einiges erlebt. Es sind tatsächlich Umfärbungen passiert – in der ÖIAG, im ORF. Es sind Redakteure als „weiße Elefanten“ aufs Abstellgleis gestellt worden. (Abg. Kopf: ... etwas unfair!) Auch hier im Parlament findet eine Aushöhlung statt.
Abg. Scheibner: Ist ja nicht wahr!
Herr Scheibner, das sei Ihnen auch einmal ins Stammbuch geschrieben: Mich wundert es immer, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie völlig richtige Kritikpunkte an der Vergangenheit beschreiben. Bis 1999 regierte Rot-Schwarz. Um was es da gegangen ist, dass Anträge nicht zugelassen worden sind, dass unendliche Vertagungspraxis geübt worden ist, dass etwas Logisches, nämlich zum Beispiel ein Minderheitenrecht auf Untersuchungsausschuss, über Jahrzehnte blockiert wird, all das waren Positionen der FPÖ. – Das haben Sie alles vergessen. Sie machen genau dasselbe, und zwar eins zu eins! (Abg. Scheibner: Ist ja nicht wahr!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir haben als Ausschussvorsitzende immer die Geschäftsordnung eingehalten!
Das ist genau derselbe Missbrauch von Mehrheiten und Macht, wie es bei der ÖVP mittlerweile seit Jahrzehnten üblich und an der Tagesordnung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir haben als Ausschussvorsitzende immer die Geschäftsordnung eingehalten!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es geht um diese sensiblen Grenzüberschreitungen, den Respekt vor den Andersdenkenden, vor denjenigen, mit denen man gemeinsam eigentlich die Spielregeln der Demokratie gestalten sollte. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich bin zutiefst enttäuscht darüber, dass genau jetzt im Verfassungskonvent über diese Themen überhaupt nicht gesprochen wird.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So scheinheilig!
Es geht nämlich genau um die Frage: Welche Werte vertritt der Staat gegenüber dem Bürger, der Bürgerin? Wie geht man damit um, dass die mehr mitreden wollen? Wie geht man mit Volksbegehren um? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So scheinheilig!) Wie geht man mit den Grundrechten um? – Es ist zutiefst beschämend, dass sich im Bereich der Grundrechte solche Fragen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht einmal in der Sozialpartnereinigung irgendwie finden, dass es nicht eine Selbstverständlichkeit ist, sich um Fragen wie die Diskriminierung von älteren Menschen, von Kindern und von Frauen zu kümmern. Das sind moderne Demokratiefragen, und nicht die Aufteilung zwischen Rot und Schwarz, sage ich jetzt einmal ganz kritisch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht nämlich genau um die Frage: Welche Werte vertritt der Staat gegenüber dem Bürger, der Bürgerin? Wie geht man damit um, dass die mehr mitreden wollen? Wie geht man mit Volksbegehren um? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So scheinheilig!) Wie geht man mit den Grundrechten um? – Es ist zutiefst beschämend, dass sich im Bereich der Grundrechte solche Fragen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht einmal in der Sozialpartnereinigung irgendwie finden, dass es nicht eine Selbstverständlichkeit ist, sich um Fragen wie die Diskriminierung von älteren Menschen, von Kindern und von Frauen zu kümmern. Das sind moderne Demokratiefragen, und nicht die Aufteilung zwischen Rot und Schwarz, sage ich jetzt einmal ganz kritisch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist heute davon gesprochen worden, dass die geplante Reform des ÖH-Wahlrechts total unproblematisch sei, weil das ohnehin das gleiche System wie in der Wirtschaftskammer sei. Wir haben das System der Wirtschaftskammer immer massiv kritisiert. Es ist zutiefst undemokratisch. Ich brauche Ihnen das, glaube ich, nicht vorzurechnen. Wenn man über dieses Delegiertensystem, über die Innungen und Fachgruppen zum Beispiel in Wien aus 50 Prozent der Stimmen 64 Prozent der Wirtschaftsparlamentmandate bekommt, die de facto dann alle automatisch dem Wirtschaftsbund zuzuordnen sind, dann stimmt da irgendwas nicht. Das als fair und gerecht zu bezeichnen, ist wirklich skurril und absurd. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie dem Präsidenten Meinungsäußerung verbieten? Es ist keine Meinungsäußerung erlaubt, oder was?
Ich finde es auch befremdlich, sehr geehrter Herr Nationalratspräsident Khol – es tut mir Leid, dass ich Sie wieder einmal kritisieren muss! –, dass Sie sich in diese Diskussion mit der Arbeiterkammer einmischen, mit so Sätzen wie: das gehöre reduziert, aber es dürfe nicht der Eindruck einer Bestrafungsaktion erweckt werden. – Ich weiß, dass Sie dazu jetzt nichts sagen können, aber ich finde es trotzdem befremdlich, selbst organisierten, selbst verwalteten Organisationen als Nationalratspräsident solche Dinge irgendwie auszurichten. Ich würde da um Zurückhaltung bitten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie dem Präsidenten Meinungsäußerung verbieten? Es ist keine Meinungsäußerung erlaubt, oder was?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Letztes zur ÖH und zu den Universitäten. Ich möchte Ihnen nur einen einzigen Satz mitgeben. Die Universitäten haben über viele Jahrzehnte und eigentlich Jahrhunderte einen kritischen Geist bewahrt, egal, welche BildungsministerInnen es gegeben hat. Es sei euch beziehungsweise Ihnen folgender Satz mitgegeben: Und sie bewegt sich doch! Der kritische Geist der Universitäten ist unausrottbar – egal, welche ÖH-Reform Sie machen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da stellt sich ganz einfach ein Regierungspartner hin und verkündet, dass quasi über Nacht der AK das Geld ihrer Mitglieder eingefroren wird, ohne dass vorher zu dieser ganz wichtigen Frage auch nur ein einziges Gespräch geführt wurde. Das halte ich für extrem undemokratisch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Die schicken die Leute eh zum ÖGB für Auskünfte, die Arbeiterkammer!
Des Weiteren gehört dazugesagt, dass das Geldvolumen, das die Wirtschaftskammer Österreich hat, genauso hoch ist wie das Geldvolumen, das dem ÖGB und der Arbeiterkammer gemeinsam zur Verfügung steht. (Abg. Scheibner: Die schicken die Leute eh zum ÖGB für Auskünfte, die Arbeiterkammer!) Das gehört auch noch dazugesagt, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Des Weiteren gehört dazugesagt, dass das Geldvolumen, das die Wirtschaftskammer Österreich hat, genauso hoch ist wie das Geldvolumen, das dem ÖGB und der Arbeiterkammer gemeinsam zur Verfügung steht. (Abg. Scheibner: Die schicken die Leute eh zum ÖGB für Auskünfte, die Arbeiterkammer!) Das gehört auch noch dazugesagt, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das darf ja echt nicht wahr sein!
Was bedeutet denn eine überfallsartige Einfrierung der Beiträge für die Arbeiterkammer? – Es bedeutet weniger Schutz, es bedeutet weniger Service, und es bedeutet auch weniger Rechte für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. (Abg. Scheibner: Das darf ja echt nicht wahr sein!)
Abg. Kopf: Mit Aktionen wie ... und Donabauer schwächt sich die Arbeiterkammer selbst!
Wenn Sie offensichtlich die Arbeiterkammer als Anwältin für Arbeitnehmer schwächen wollen, dann ist das der richtige Weg. Dass Sie mit dem, was Sie tun, die Rechte schwächen wollen, ist auch deshalb wohl die einzige Erklärung, weil es sonst keine andere Erklärung für Ihre Handlungen gibt. (Abg. Kopf: Mit Aktionen wie ... und Donabauer schwächt sich die Arbeiterkammer selbst!) Es glaubt Ihnen ja sowieso kein Mensch, dass das in irgendeiner Form in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform steht. Es ist ein reiner Willkürakt mit dem Ziel, die Arbeiterkammer mundtot zu machen.
Abg. Scheibner: Sie wissen nicht, wovon Sie reden!
Oder sollte ich vielleicht besser sagen, es ist ein Racheakt? – Weil die FPÖ zum Beispiel bei den letzten Arbeiterkammerwahlen extreme Verluste eingefahren hat (Abg. Scheibner: Sie wissen nicht, wovon Sie reden!), weil die Arbeiterkammer Ihnen mit
Abg. Scheibner: Das Geld würden Sie schon nehmen von der angeblich unsozialen Pensionsreform!
ihrer völlig gerechtfertigten Kritik Ihre soziale Kälte immer wieder vor Augen hält – siehe Pensionsreform und Pensionsharmonisierung. (Abg. Scheibner: Das Geld würden Sie schon nehmen von der angeblich unsozialen Pensionsreform!)
Abg. Gahr: Gute Zeitung!
Herr Präsident Khol, ich würde Sie wirklich darum ersuchen, dass Sie, wenn das so ist, dies einer breiteren Öffentlichkeit zukommen lassen. Die „Tiroler Tageszeitung“ ist zwar wichtig, aber sie ist sicherlich nicht ein Blatt, das sehr stark gelesen wird. (Abg. Gahr: Gute Zeitung!)
Abg. Scheibner: Das hat Minister Haupt schon mehrfach gezeigt!
Meine Damen und Herren! Die Mitglieder der Bundesregierung, aber auch die Abgeordneten der ÖVP und FPÖ haben in den letzten Wochen immer wieder gesagt, dass die Beispiele der Arbeiterkammer im Zusammenhang mit der Pensionsharmonisierung falsch sind. Tatsächlich beweisen, dass diese Beispiele falsch sind, oder ein einziges falsches Beispiel aufzeigen, konnten sie allerdings nicht. (Abg. Scheibner: Das hat Minister Haupt schon mehrfach gezeigt!)
Abg. Scheibner: Haupt hat schon mehrfach nachgewiesen, dass die Berechnungen der Arbeiterkammer falsch sind!
Interessant ist auch, Herr Kollege Scheibner, dass gerade im Sozialausschuss letzte Woche vom Bundesministerium Berechnungen vorgelegt worden sind (Abg. Scheibner: Haupt hat schon mehrfach nachgewiesen, dass die Berechnungen der Arbeiterkammer falsch sind!), die im Grunde genommen die Berechnungen der Arbeiterkammer total unterstützt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Interessant ist auch, Herr Kollege Scheibner, dass gerade im Sozialausschuss letzte Woche vom Bundesministerium Berechnungen vorgelegt worden sind (Abg. Scheibner: Haupt hat schon mehrfach nachgewiesen, dass die Berechnungen der Arbeiterkammer falsch sind!), die im Grunde genommen die Berechnungen der Arbeiterkammer total unterstützt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das ist Ihr Ziel!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie das Geld der Arbeiterkammer kürzen, dann bedeutet das, dass die Mitglieder nicht mehr die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben und dass sie nicht mehr ausreichend beraten werden. (Abg. Mag. Wurm: Das ist Ihr Ziel!) Und das wäre schade! Sehr viele Mitglieder brauchen diese Beratung, brauchen diesen Rat und brauchen diese Unterstützung.
Beifall bei der SPÖ.
Egal, ob Beratung oder Interessenvertretung: Die Arbeiterkammer sorgt dafür, dass ihre Mitglieder nicht nur Rechte haben, sondern diese Rechte auch bekommen. Das ist gerade jetzt wichtiger denn je. Demokratie, meine sehr geschätzten Damen und Herren, braucht Auseinandersetzung, keine Einschränkung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Mag. Posch.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die Sozialpartnerschaft in unserem Lande ist eine institutionelle Errungenschaft, die ich nicht, die auch meine Partei in Österreich nicht missen möchten. (Zwischenrufe des Abg. Mag. Posch.) Wenn es sie nicht gäbe, dann müsste man sie sehr schnell für dieses Land erfinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die Sozialpartnerschaft in unserem Lande ist eine institutionelle Errungenschaft, die ich nicht, die auch meine Partei in Österreich nicht missen möchten. (Zwischenrufe des Abg. Mag. Posch.) Wenn es sie nicht gäbe, dann müsste man sie sehr schnell für dieses Land erfinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: ... Urabstimmung ...!
Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der einen Seite, alle Unternehmerinnen und Unternehmer oder Landwirte und Landwirtinnen auf der anderen Seite sind verpflichtend Mitglieder in ihren Organisationen und machen sie durch diese umfassende Vertretung auch tatsächlich so stark, wie sie sind. (Abg. Grillitsch: ... Urabstimmung ...!) – Völlig richtig, lieber Kollege Grillitsch, es ist durch Urabstimmungen bei den Mitgliedern abgesichert und verbrieft, dass sie diese Mitgliedschaft auch so wollen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Oder: Der Nationalrat, der diesen Organisationen ja durch entsprechende Gesetze ihre Legitimation gegeben hat und ihnen zum Beispiel die Pflichtmitgliedschaft per Gesetz abgesichert hat, hat selbstverständlich auch das Recht, deren Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit zu hinterfragen. Wenn daher unser oberster Repräsentant des Nationalrates, der Herr Präsident, eine kritische Anmerkung dazu macht, dann ist das nicht nur sein gutes Recht, sondern geradezu seine Pflicht, diese Dinge kritisch zu beobachten. Frau Kollegin Glawischnig, ich verstehe es überhaupt nicht und kann es auch nicht akzeptieren, dass Sie dem Herrn Präsidenten dieses Recht auf seine Meinung und Meinungsäußerung in dieser ihm sogar zugeordneten Aufsichtspflicht nehmen wollen. Das kann ich nicht akzeptieren, das muss ich auf das Schärfste zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist haarsträubend!
Wenn wir schon bei der Sparsamkeit dieser Organisationen sind, so muss ich festhalten: Die Wirtschaftskammer war sich im besonderen Maße dessen bewusst, dass sie die Pflichtmitgliedschaft ihrer Mitglieder auch legitimieren muss (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist haarsträubend!), dass es eben gilt, mit den Mitteln sparsam und zweckmäßig umzugehen. Die Wirtschaftskammer hat sich selbst ein Sparprogramm verordnet und in dessen Folge die Beiträge für die Mitglieder um 30 Prozent, um 150 Millionen € pro Jahr gesenkt. (Zwischenrufe des Abg. Faul.) Das führt dazu, dass das, was vorher gesagt worden ist, inzwischen nicht mehr stimmt.
Zwischenrufe des Abg. Faul.
Wenn wir schon bei der Sparsamkeit dieser Organisationen sind, so muss ich festhalten: Die Wirtschaftskammer war sich im besonderen Maße dessen bewusst, dass sie die Pflichtmitgliedschaft ihrer Mitglieder auch legitimieren muss (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist haarsträubend!), dass es eben gilt, mit den Mitteln sparsam und zweckmäßig umzugehen. Die Wirtschaftskammer hat sich selbst ein Sparprogramm verordnet und in dessen Folge die Beiträge für die Mitglieder um 30 Prozent, um 150 Millionen € pro Jahr gesenkt. (Zwischenrufe des Abg. Faul.) Das führt dazu, dass das, was vorher gesagt worden ist, inzwischen nicht mehr stimmt.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man die Serviceeinrichtung der Außenwirtschaftsorganisation und die Aufwendungen für die gesamte Wirtschaft einmal abzieht, dann ist das Budget der Wirtschaftskammer an sich – ohne diese Organisation – inzwischen niedriger als jenes der Arbeiterkammer. So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Über die Anzahl der Mitglieder vielleicht?
Worüber reden wir denn hier eigentlich? (Abg. Sburny: Über die Anzahl der Mitglieder vielleicht?) Wir reden doch nicht, wie es wieder die Diktion der Frau Csörgits war, von einer überfallsartigen Kürzung der Beiträge und der Einnahmen der Arbeiterkammer. Wir reden davon, dass durch eine zusätzliche Finanzierungsmaßnahme für das Gesundheitswesen, nur aus diesem Titel, nämlich der Anhebung der Höchstbemessungsgrundlagen, keine zusätzliche Einnahme, über die normalen Einnahmensteigerungen hinaus, für die Arbeiterkammer hätte entstehen sollen. Über nichts anderes haben wir geredet. Es muss doch wohl noch erlaubt sein, darüber eine Diskussion zu beginnen, dass so ein Windfall Profit nicht entstehen soll.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bekenne mich dazu, dass die Eigenständigkeit der Interessenorganisationen respektiert wird – auch von diesem Hohen Haus – und dass man dort nicht direkt eingreift. Aber eine Diskussion über das, was ich gerade expliziert habe, muss wohl noch erlaubt sein. Ich würde die Arbeiterkammer dringend darum ersuchen, nicht nur diese Diskussion zuzulassen, sondern sie von sich aus, zur Legitimation der eigenen Einrichtung, zu beginnen und einmal darzulegen, wie es denn mit der Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit im Umgang mit verpflichtend geleisteten Beiträgen ihrer Mitglieder ausschaut. Ich lade sie herzlich dazu ein, dasselbe zu tun wie die Wirtschaftskammer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Karlheinz Kopf hat behauptet, dass die Wirtschaftskammer die Beiträge für ihre Mitglieder um 30 Prozent gesenkt hätte. (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt!) – Das ist insofern unwahr, als seither Mitglieder für einzelne Leistungen, die sie von der Kammer erhalten, zusätzliche Beiträge leisten müssen, sodass der Saldo ein anderer ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Karlheinz Kopf hat behauptet, dass die Wirtschaftskammer die Beiträge für ihre Mitglieder um 30 Prozent gesenkt hätte. (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt!) – Das ist insofern unwahr, als seither Mitglieder für einzelne Leistungen, die sie von der Kammer erhalten, zusätzliche Beiträge leisten müssen, sodass der Saldo ein anderer ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie, meine Damen und Herren von den Oppositionsparteien, verwechseln da immer etwas. Wenn man eine andere Meinung zu einem Gesetz hat, dann ist man doch nicht „undemokratisch“! Sie aber meinen, jeder, der eine Gesetzesvorlage, von der Sie selbst nicht überzeugt sind, befürwortet, sei undemokratisch beziehungsweise gar ein Rechtsbrecher. Ich glaube, Sie sollten da Ihre Meinung revidieren – vor allem aber, nicht nur in der Theorie über Respekt vor einem Andersdenkenden reden, sondern das auch einmal leben, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen und der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Ihre Schuldenpolitik hat doch dazu geführt, dass jetzt eine Reformpolitik gemacht werden muss, um die Pensionen, um das Gesundheitssystem zu sichern, um die Familien abzusichern. Sie von der SPÖ haben niemals die Gelegenheit wahrgenommen – auch nicht in wirtschaftlich guten Zeiten –, Finanzmaßnahmen zu ergreifen, die es möglich gemacht hätten, in schlechten Zeiten darauf zurückzugreifen und zu verhindern, dass solch tief greifende Maßnahmen wie jetzt beschlossen werden müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Von den sozialdemokratischen Sozialministern könnte man meinen, meine Damen und Herren, dass diese unter dem Motto tätig waren: Hinter mir die Sintflut! Sie von der SPÖ haben ein Pensionssystem hinterlassen, das gerade zwei oder drei Jahre lang gereicht hat, aber nicht länger, sodass diese Bundesregierung eben auch eine weit reichende Pensionsreform durchführen muss. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Unter Ihrer Politik sind Tausende Arbeitsplätze verloren gegangen: in der verstaatlichten Industrie 60 000 Arbeitsplätze; 120 Milliarden Schilling sind verloren gegangen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Ich verweise weiters auf die DDSG und die Pleite mit der „Mozart“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wenn ich an das zurückdenke, schaudert es mich!): Damals hat Herr Bundeskanzler Vranitzky die „Verantwortung übernommen“, hat er zumindest gesagt. Aber wie hat diese „Verantwortung“ ausgesehen? – Dass die Österreicherinnen und Österreicher eine halbe Milliarde Schilling bezahlen mussten – und Herr Vranitzky hat zwar eine gute Pension, aber für das Desaster der „Mozart“ hat er in Wirklichkeit überhaupt keine Verantwortung übernommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bures.) – Frau Abgeordnete Bures, da gibt es wirklich nichts zu verteidigen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wenn ich an das zurückdenke, schaudert es mich!
Unter Ihrer Politik sind Tausende Arbeitsplätze verloren gegangen: in der verstaatlichten Industrie 60 000 Arbeitsplätze; 120 Milliarden Schilling sind verloren gegangen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Ich verweise weiters auf die DDSG und die Pleite mit der „Mozart“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wenn ich an das zurückdenke, schaudert es mich!): Damals hat Herr Bundeskanzler Vranitzky die „Verantwortung übernommen“, hat er zumindest gesagt. Aber wie hat diese „Verantwortung“ ausgesehen? – Dass die Österreicherinnen und Österreicher eine halbe Milliarde Schilling bezahlen mussten – und Herr Vranitzky hat zwar eine gute Pension, aber für das Desaster der „Mozart“ hat er in Wirklichkeit überhaupt keine Verantwortung übernommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bures.) – Frau Abgeordnete Bures, da gibt es wirklich nichts zu verteidigen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bures.
Unter Ihrer Politik sind Tausende Arbeitsplätze verloren gegangen: in der verstaatlichten Industrie 60 000 Arbeitsplätze; 120 Milliarden Schilling sind verloren gegangen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Ich verweise weiters auf die DDSG und die Pleite mit der „Mozart“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wenn ich an das zurückdenke, schaudert es mich!): Damals hat Herr Bundeskanzler Vranitzky die „Verantwortung übernommen“, hat er zumindest gesagt. Aber wie hat diese „Verantwortung“ ausgesehen? – Dass die Österreicherinnen und Österreicher eine halbe Milliarde Schilling bezahlen mussten – und Herr Vranitzky hat zwar eine gute Pension, aber für das Desaster der „Mozart“ hat er in Wirklichkeit überhaupt keine Verantwortung übernommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bures.) – Frau Abgeordnete Bures, da gibt es wirklich nichts zu verteidigen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.
Unter Ihrer Politik sind Tausende Arbeitsplätze verloren gegangen: in der verstaatlichten Industrie 60 000 Arbeitsplätze; 120 Milliarden Schilling sind verloren gegangen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Ich verweise weiters auf die DDSG und die Pleite mit der „Mozart“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wenn ich an das zurückdenke, schaudert es mich!): Damals hat Herr Bundeskanzler Vranitzky die „Verantwortung übernommen“, hat er zumindest gesagt. Aber wie hat diese „Verantwortung“ ausgesehen? – Dass die Österreicherinnen und Österreicher eine halbe Milliarde Schilling bezahlen mussten – und Herr Vranitzky hat zwar eine gute Pension, aber für das Desaster der „Mozart“ hat er in Wirklichkeit überhaupt keine Verantwortung übernommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bures.) – Frau Abgeordnete Bures, da gibt es wirklich nichts zu verteidigen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.)
Oh-Rufe bei den Freiheitlichen.
Noch etwas anderes: Sie von der SPÖ haben Innenminister Strasser vorgeworfen, er hätte sich über ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes mokiert. – Ich erinnere Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, daran, dass Herr Abgeordneter Jarolim in der Kanzlei Lansky an einer Besprechung teilgenommen hat, bei der sich sozialistische Politiker den Kopf darüber zerbrochen haben, wie man den sozialistischen Einfluss in der Richterschaft verstärken könnte! (Oh-Rufe bei den Freiheitlichen.) Das ist Ihre Sicht von Demokratie! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da brauchen Sie jetzt gar nicht so vor sich hinzulächeln, sondern da sollten Sie sich eher an die Brust klopfen und sagen: Ja, das waren unsere Verfehlungen!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Noch etwas anderes: Sie von der SPÖ haben Innenminister Strasser vorgeworfen, er hätte sich über ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes mokiert. – Ich erinnere Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, daran, dass Herr Abgeordneter Jarolim in der Kanzlei Lansky an einer Besprechung teilgenommen hat, bei der sich sozialistische Politiker den Kopf darüber zerbrochen haben, wie man den sozialistischen Einfluss in der Richterschaft verstärken könnte! (Oh-Rufe bei den Freiheitlichen.) Das ist Ihre Sicht von Demokratie! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da brauchen Sie jetzt gar nicht so vor sich hinzulächeln, sondern da sollten Sie sich eher an die Brust klopfen und sagen: Ja, das waren unsere Verfehlungen!
Abg. Öllinger: Ja, ja!
Wenn jemand den Grundkonsens wirklich gebrochen hat, dann waren es Mitglieder von der SPÖ beziehungsweise den Grünen (Abg. Öllinger: Ja, ja!), die damals, als diese Bundesregierung aus FPÖ und ÖVP installiert wurde, nach Brüssel oder auch nach England gereist sind und dort – teilweise mit Sektglas, teilweise ohne Sektglas in der Hand – Stimmung gegen Österreich gemacht haben! Das war ein Bruch des Grundkonsenses, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
Wenn jemand den Grundkonsens wirklich gebrochen hat, dann waren es Mitglieder von der SPÖ beziehungsweise den Grünen (Abg. Öllinger: Ja, ja!), die damals, als diese Bundesregierung aus FPÖ und ÖVP installiert wurde, nach Brüssel oder auch nach England gereist sind und dort – teilweise mit Sektglas, teilweise ohne Sektglas in der Hand – Stimmung gegen Österreich gemacht haben! Das war ein Bruch des Grundkonsenses, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen
Den „Drei Weisen“ gegenüber haben Herr Gusenbauer beziehungsweise auch Herr Van der Bellen bestimmte Meinungen über Österreich deponiert, sodass Sie jetzt gegen eine Freigabe dieser Berichte sind, weil Sie damals solche Anschuldigungen gegen Österreich gemacht haben. Wenn das nicht stimmt, dann sagen Sie doch, dass diese Berichte endlich vorgelegt werden sollen! Sie von SPÖ und Grünen haben Österreich vernadert (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen) – und das war der größte Bruch des Grundkonsenses überhaupt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Den „Drei Weisen“ gegenüber haben Herr Gusenbauer beziehungsweise auch Herr Van der Bellen bestimmte Meinungen über Österreich deponiert, sodass Sie jetzt gegen eine Freigabe dieser Berichte sind, weil Sie damals solche Anschuldigungen gegen Österreich gemacht haben. Wenn das nicht stimmt, dann sagen Sie doch, dass diese Berichte endlich vorgelegt werden sollen! Sie von SPÖ und Grünen haben Österreich vernadert (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen) – und das war der größte Bruch des Grundkonsenses überhaupt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Bures: Sie haben sie zum Teufel geschickt!
Sie haben damals Ihr wahres Gesicht gezeigt – und haben auch gezeigt, wie „ernst“ Ihnen ein Grundkonsens wirklich ist. Wir haben aber trotzdem mit Ihnen zusammengearbeitet, und zuallererst hat Ihnen Vizekanzlerin Riess-Passer angeboten, mit Ihnen zusammen die Regierungspolitik zu gestalten. (Abg. Bures: Sie haben sie zum Teufel geschickt!) – Aber Sie von SPÖ und Grünen haben dieses Angebot nicht angenommen! Von Ihnen hörte und hört man immer nur Kritik. Dann aber versuchen Sie, uns von FPÖ und ÖVP vorzuwerfen, wir hätten den Grundkonsens gebrochen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch rote Raunzer!) Das ist nicht wahr, sondern: Wir stehen für ein friedliches Zusammenleben aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch rote Raunzer!
Sie haben damals Ihr wahres Gesicht gezeigt – und haben auch gezeigt, wie „ernst“ Ihnen ein Grundkonsens wirklich ist. Wir haben aber trotzdem mit Ihnen zusammengearbeitet, und zuallererst hat Ihnen Vizekanzlerin Riess-Passer angeboten, mit Ihnen zusammen die Regierungspolitik zu gestalten. (Abg. Bures: Sie haben sie zum Teufel geschickt!) – Aber Sie von SPÖ und Grünen haben dieses Angebot nicht angenommen! Von Ihnen hörte und hört man immer nur Kritik. Dann aber versuchen Sie, uns von FPÖ und ÖVP vorzuwerfen, wir hätten den Grundkonsens gebrochen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch rote Raunzer!) Das ist nicht wahr, sondern: Wir stehen für ein friedliches Zusammenleben aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!
Sie haben damals Ihr wahres Gesicht gezeigt – und haben auch gezeigt, wie „ernst“ Ihnen ein Grundkonsens wirklich ist. Wir haben aber trotzdem mit Ihnen zusammengearbeitet, und zuallererst hat Ihnen Vizekanzlerin Riess-Passer angeboten, mit Ihnen zusammen die Regierungspolitik zu gestalten. (Abg. Bures: Sie haben sie zum Teufel geschickt!) – Aber Sie von SPÖ und Grünen haben dieses Angebot nicht angenommen! Von Ihnen hörte und hört man immer nur Kritik. Dann aber versuchen Sie, uns von FPÖ und ÖVP vorzuwerfen, wir hätten den Grundkonsens gebrochen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch rote Raunzer!) Das ist nicht wahr, sondern: Wir stehen für ein friedliches Zusammenleben aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie hat gesagt, sie werde jede dieser Varianten diskutieren, mit der Hochschülerschaft einen Konsens suchen und die Opposition einbinden. – Wahr ist aber vielmehr, dass wirklich überfallsartig ein Initiativantrag der Kolleginnen Brinek und Achleitner gekommen ist, wobei es offensichtlich lupenrein so ist, dass sie diesen Initiativantrag nicht selbst geschrieben haben. Er wurde im Parlament geschrieben. Sie schmücken sich mit fremden Federn; wenn das so weitergeht, haben sie bald einen Federschmuck wie ein Indianerhäuptling aus dem Stamm der Schwarzfüße. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie haben diesen Antrag nicht geschrieben.
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Mag. Hakl.
Gibt es noch einen Finanzminister? Gibt es Frau Ministerin Gehrer noch? Ich frage mich: Hat sie keinen Einfluss auf das Unibudget? (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Mag. Hakl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weiters hat Herr Bundeskanzler Schüssel gesagt, er beziehungsweise die Frau Ministerin habe ein Schreiben der Vorsitzendenkonferenz. – Herr Bundeskanzler, die Vorsitzendenkonferenz ist beratendes Organ der Bundes-ÖH. Sie haben satte neun Unterschriften von 21 Universitäten, und da steht nichts von der Abschaffung der Direktwahl, kein Satz von der Abschaffung der Direktwahl! Und unterschrieben ist dieses Papier von zwei AG-Mitgliedern. – Soll so sein, aber das ist kein legitimiertes Organ! Daran wollte ich Sie nur so nebenbei erinnern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie heute schon einmal gesagt!
Wenn schon Autonomie, dann frage ich mich: Warum sind wir nicht sparsam? Ich gebe Ihnen einen Spartipp! Machen Sie in Österreich nur Gemeinderatswahlen, alles andere ersparen wir uns, und die Gemeinden entsenden dann die Parlamentarier! Das ist auch Autonomie! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie heute schon einmal gesagt!) Molterer, der Funktionär in der Studentenschaft war, war Landwirtschaftsminister. Bitte, erklären Sie mir: Warum brauchen wir einen Landwirtschaftsminister? Rufen wir die Autonomie der Bauernhöfe und der Äcker und der Ställe aus! (Abg. Parnigoni: Das ist eine gute Idee!) Die vor Ort wissen nämlich besser Bescheid: Die Zwetschken wachsen auf den Bäumen und die Erdäpfel im Boden. Dazu brauche ich keinen Minister! Die Autonomie muss leben!
Abg. Parnigoni: Das ist eine gute Idee!
Wenn schon Autonomie, dann frage ich mich: Warum sind wir nicht sparsam? Ich gebe Ihnen einen Spartipp! Machen Sie in Österreich nur Gemeinderatswahlen, alles andere ersparen wir uns, und die Gemeinden entsenden dann die Parlamentarier! Das ist auch Autonomie! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie heute schon einmal gesagt!) Molterer, der Funktionär in der Studentenschaft war, war Landwirtschaftsminister. Bitte, erklären Sie mir: Warum brauchen wir einen Landwirtschaftsminister? Rufen wir die Autonomie der Bauernhöfe und der Äcker und der Ställe aus! (Abg. Parnigoni: Das ist eine gute Idee!) Die vor Ort wissen nämlich besser Bescheid: Die Zwetschken wachsen auf den Bäumen und die Erdäpfel im Boden. Dazu brauche ich keinen Minister! Die Autonomie muss leben!
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Irre ich mich, Herr Bundeskanzler, wenn ich davon ausgehe, dass die Gesetze vom Bund gemacht werden und die Befindlichkeit der Universitäten von Bundesgesetzen beeinflusst ist? Und diese Bundesvertretung bekommt um 50 Prozent weniger Geld und wird entsandt und nicht mehr frei gewählt! (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) – Frau Kollegin Hakl, über Universitäten sollten Sie nicht zu viel reden, denn das ist nicht Ihr Spezialgebiet, um es gelinde zu sagen! (Beifall und Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall und Heiterkeit bei den Grünen.
Irre ich mich, Herr Bundeskanzler, wenn ich davon ausgehe, dass die Gesetze vom Bund gemacht werden und die Befindlichkeit der Universitäten von Bundesgesetzen beeinflusst ist? Und diese Bundesvertretung bekommt um 50 Prozent weniger Geld und wird entsandt und nicht mehr frei gewählt! (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) – Frau Kollegin Hakl, über Universitäten sollten Sie nicht zu viel reden, denn das ist nicht Ihr Spezialgebiet, um es gelinde zu sagen! (Beifall und Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist ja nicht wahr!
Noch etwas: Die ÖH war ja nicht die Erste. Mit dem letzten Universitätsgesetz wurde die Rektorenkonferenz abgeschafft, es gibt diese nicht mehr, sie ist ein Verein geworden. Auch die Professorenkonferenz gibt es nicht mehr, auch sie ist ein Verein geworden. Und die Bundeskonferenz Wissenschaftliches Personal gibt es überhaupt nicht mehr. (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja nicht wahr!) Natürlich ist das wahr! Bitte erzählen Sie mir jetzt keine Märchen! Ich habe Ihnen das vom Kaiser und seinen Kleidern schon erzählt!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gebe zu: Horkheimer, Marcuse und Adorno sind vielleicht schwer zu lesen. Aber es ist nicht alles, was schwer zu lesen ist, Unsinn. – Ich hoffe, zumindest in diesem Punkt pflichten Sie mir bei! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rasinger: Aber nein, der Glücksstern, der Weihnachtsstern!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Rasinger, mein Unglücksstern! Hüten Sie sich vor meiner Nähe, wenn ich rede! (Abg. Dr. Rasinger: Aber nein, der Glücksstern, der Weihnachtsstern!) Ah, jetzt mein Glücksstern? – Also gut!
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Als Vorsitzende der Vorsitzendenkonferenz muss ich betonen, dass weder das Ministerium noch Mitglieder der Bundesregierung jemals an uns, noch an die Vorsitzenden der Universitätsvertretungen herangetreten sind, um die HSG-Novelle zu verhandeln. – Zitatende. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt 21 Uni-ÖH-Vorsitzende, aber nur elf von ihnen haben sich geäußert, und auch diese elf haben sich nicht dafür ausgesprochen, die Direktwahl zur Bundeshochschülerschaft abzuschaffen. – Frau Brinek, warum sagen Sie im Fernsehen die Unwahrheit? Die Abschaffung der Direktwahl der Bundes-ÖH ist Ihr Wunsch, nicht der Wunsch der Uni-ÖH-Vorsitzenden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wollen die selbstbewusste Bundes-ÖH mundtot machen, und das ein paar Monate vor der nächsten ÖH-Wahl. Das ist schlechter Stil, das ist rücksichtsloser Einsatz einer Mehrheit, und das ist fehlende Achtung vor der Demokratie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Wie ist denn das bei den Gemeinderatswahlen?
Wissen Sie eigentlich, was Sie tun? Stehen Sie noch auf dem Boden der Verfassung? Ich nehme an, der Verfassungsgerichtshof wird Sie auch diesfalls wieder auf den Boden der Verfassung zurückholen müssen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Wie ist denn das bei den Gemeinderatswahlen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich kann gleich an die Ausführungen meiner Vorrednerinnen und Vorredner anknüpfen. – Frau Csörgits hat gesagt: Demokratie heißt Auseinandersetzung. – Da stimmen wir zu! Wenn allerdings die Einbringung eines Initiativantrages in den Abendstunden eines Parlaments, das mehrmals im Jahr beziehungsweise in der Regel länger als bis 9 Uhr am Abend tagt, als „Gefährdung des Grundkonsenses der Zweiten Republik“, als sittenwidrig und als „Schande“ bezeichnet und apostrophiert wird, Herr Kollege Krainer, dann kann man dem nicht mehr zustimmen und dieser Auffassung anhängen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Ja! – Abg. Eder: Ja! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Ja!
Meine Damen und Herren! Das ist ein Grund zum Entsetzen und zur demokratiepolitischen Sorge. Ich brauche jetzt nur daran zu denken, dass wir alle hier mit Besucherinnen und Besuchern, Schülerinnen und Schülern durchs Haus gehen und immer den sanften Vorwurf und die Nachfrage hören: Sind Sie nicht eigentlich der verlängerte Arm der Bundesregierung? (Abg. Dr. Grünewald: Ja! – Abg. Eder: Ja! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Ja!) Wann sind Sie denn selbst initiativ? – Wir sind mit diesem Initiativantrag initiativ geworden und haben unser parlamentarisches Selbstbewusstsein entwickelt, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist ein Grund zum Entsetzen und zur demokratiepolitischen Sorge. Ich brauche jetzt nur daran zu denken, dass wir alle hier mit Besucherinnen und Besuchern, Schülerinnen und Schülern durchs Haus gehen und immer den sanften Vorwurf und die Nachfrage hören: Sind Sie nicht eigentlich der verlängerte Arm der Bundesregierung? (Abg. Dr. Grünewald: Ja! – Abg. Eder: Ja! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Ja!) Wann sind Sie denn selbst initiativ? – Wir sind mit diesem Initiativantrag initiativ geworden und haben unser parlamentarisches Selbstbewusstsein entwickelt, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie sich überhaupt über Ihre Motivation, hier in diesem Haus zu sein, befragen. Das ist der entscheidende Punkt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Ich darf übrigens in Erinnerung bringen: Selbständige Initiativanträge der SPÖ: 68 an der Zahl. Selbständige Anträge der Grünen: 38 Stück. – Sind diese die besseren, und ist meiner und der von Frau Kollegin Achleitner der schlechtere Antrag? Welches Demokratieverständnis haben Sie denn, meine geschätzten Damen und Herren? – Messen Sie nicht mit zweierlei Maß! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
die Notariatskammer und so weiter organisiert sind. Sind all das keine demokratischen Einrichtungen? Sind diese Strukturen vielleicht auch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu ändern? – Sie nehmen sich doch selbst nicht ernst, meine Damen und Herren, wenn Sie das so apostrophieren! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die direkt-demokratischste Legitimation ist die der Basis. Ist etwa die Basis der Uni Wien mit 60 000 Studierenden nicht ernst zu nehmen und zu stärken? – Wer hier das Gegenteil behauptet, möge heraustreten und das sagen! Ich sage: 60 000 Studierende der Uni Wien beziehungsweise deren Studierendenvertretung verdienen, gestärkt zu werden, und diese Stärkung manifestiert sich in einer stärkeren Mittelzuteilung und in einer stärkeren, besseren demokratischen Legitimation. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wer hat das gesagt? Von welcher Partei war diese Person?
Sie hat dann auch noch gesagt: Das ist das erste Mal ... (Abg. Dr. Stummvoll: Wer hat das gesagt? Von welcher Partei war diese Person?) Frau Ministerin Firnberg von der SPÖ hat gesagt: Auch wenn diese nicht mitgehen können, können wir nichts machen!
Abg. Broukal: Warum haben Sie im Fernsehen die Unwahrheit gesagt?
Frau Minister Firnberg hat auch gesagt, dass das Hochschülerschaftsgesetz ohne die Stimmen der Opposition verabschiedet wird. Was soll’s?, hat sie gesagt, wir können nicht endlos diskutieren! – Dabei hat sie von einer anderen Universität gesprochen. In den siebziger Jahren haben 44 Prozent der Studierenden an der ÖH-Wahl teilgenommen, 44 Prozent! Heute sind es knapp 29 Prozent. Das ist ein Alarmsignal! Das rote Licht ist angesagt! Wir müssen die Strukturen ändern, meine Damen und Herren, und nicht so weitermachen! (Abg. Broukal: Warum haben Sie im Fernsehen die Unwahrheit gesagt?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der (SPÖ.
Meine Damen und Herren! Mit dieser Dringlichen Anfrage ist Ihnen gar nichts geglückt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der (SPÖ.)
Abg. Broukal: Der RFS sieht es anders!
Hochschülerschaft doch wohl überhaupt keine Rede sein! (Abg. Broukal: Der RFS sieht es anders!)
Abg. Broukal: Und die Bundes-ÖH?
Wenn Sie den Vorschlag für die Novellierung gelesen haben, dann werden Sie festgestellt haben, dass 21 Universitätsvertretungen gewählt werden. Sie werden auch in Zukunft direkt-demokratisch von den Studenten wie bisher gewählt. (Abg. Broukal: Und die Bundes-ÖH?) Die Bundesvertretung wird es nach wie vor geben, sie wird sich aus den Universitätsvertretungen rekrutieren. Die ÖH wird nicht zerschlagen, so wie Kollegin Trunk in einer Aussendung heute dargelegt hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Positiv und gut ist, dass die Interessen der einzelnen Universitäten in Zukunft dadurch besser vertreten sein werden.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie den Vorschlag für die Novellierung gelesen haben, dann werden Sie festgestellt haben, dass 21 Universitätsvertretungen gewählt werden. Sie werden auch in Zukunft direkt-demokratisch von den Studenten wie bisher gewählt. (Abg. Broukal: Und die Bundes-ÖH?) Die Bundesvertretung wird es nach wie vor geben, sie wird sich aus den Universitätsvertretungen rekrutieren. Die ÖH wird nicht zerschlagen, so wie Kollegin Trunk in einer Aussendung heute dargelegt hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Positiv und gut ist, dass die Interessen der einzelnen Universitäten in Zukunft dadurch besser vertreten sein werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin Glawischnig hat gesagt: Kritische Geister sind unausrottbar. – Ja! Sie sollen auch unausrottbar sein, denn kritische Studenten sind bei der Universitätsvertretung gefragt, wenn sie sich für die Studenten vor Ort an den Universitäten einsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ging jetzt aber schnell mit dem Ordnungsruf!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Preineder! Sie telefonieren jetzt nachhaltig im Plenum. Ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ging jetzt aber schnell mit dem Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Jarolim: Durch die Abschaffung von Wahlen!
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Sie fordern immer mehr Transparenz, und gerade dieser wird im neuen Hochschülerschaftsgesetz besonders Rechnung getragen. (Abg. Dr. Jarolim: Durch die Abschaffung von Wahlen!) Die Transparenz wird erhöht, wenn die Studiengebühren genauer dargelegt werden, wenn die Studenten das Informationsrecht bekommen, zu erfahren, was mit den Studiengebühren geschieht und dass dieses Geld nicht irgendwo im Budget verschwindet. Weiters haben auch die Studenten das Recht, zu überprüfen, wie die ÖH-Beiträge verwendet werden, indem alle zwei Jahre ein Leistungsbericht vorgelegt werden muss. (Abg. Dr. Grünewald: Aber an das Parlament!)
Abg. Dr. Grünewald: Aber an das Parlament!
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Sie fordern immer mehr Transparenz, und gerade dieser wird im neuen Hochschülerschaftsgesetz besonders Rechnung getragen. (Abg. Dr. Jarolim: Durch die Abschaffung von Wahlen!) Die Transparenz wird erhöht, wenn die Studiengebühren genauer dargelegt werden, wenn die Studenten das Informationsrecht bekommen, zu erfahren, was mit den Studiengebühren geschieht und dass dieses Geld nicht irgendwo im Budget verschwindet. Weiters haben auch die Studenten das Recht, zu überprüfen, wie die ÖH-Beiträge verwendet werden, indem alle zwei Jahre ein Leistungsbericht vorgelegt werden muss. (Abg. Dr. Grünewald: Aber an das Parlament!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Und die größeren werden kleiner gemacht! Das nennt sich „Demokratie“!
Kollege Broukal, ich muss Sie noch einmal erwähnen: Sie haben am 12. November in einer Aussendung gesagt, dass das politisch bunte Studierenden-Parlament erhalten bleiben soll. – Ja, genau! In dieser Novellierung werden kleinere Fraktionen gestärkt, indem sie die Chance haben, sich zu Listenverbänden zusammenzuschließen, und deswegen auch die kleineren Fraktionen Chancen haben, in der Bundesvertretung vertreten zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Und die größeren werden kleiner gemacht! Das nennt sich „Demokratie“!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es kommt zu einer Stärkung der direkten Uni-Vertretung, zu mehr Transparenz und Demokratie. – Das ist ein wirkliches Ja zu einer starken Interessenvertretung, und deswegen werden auch wir dieser vorliegenden ÖH-Novelle zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es hat ja Verhandlungen darüber gegeben!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist jetzt etwas ganz Eigenartiges passiert: Kollegin Achleitner erklärte soeben, noch bevor das Gesetz überhaupt hier im Hohen Hause ist: Wir werden zustimmen! – Das ist spannend! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es hat ja Verhandlungen darüber gegeben!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das zweite Eigenartige ist, dass uns Frau Kollegin Brinek lang zu erklären versuchte, dass sie den Initiativantrag verfasst hat. Frau Kollegin Brinek, lassen Sie mich nicht die Frage an Sie stellen: Glauben Sie wirklich, dass Sie selbst diesen Antrag geschrieben haben? Wollen Sie uns glauben machen, dass Sie selbst diesen Antrag geschrieben haben? Das ist wirklich unglaublich, Frau Kollegin Brinek! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bucher: Wo war die Hasspropaganda?
Das ist nicht unsere Republik, wo auf Ausländer und andere Gruppen in diesem Land gehetzt wurde, wo einer gegen den anderen privilegienmäßig ausgespielt wurde! Das ist nicht unsere Vorstellung von einer Republik! (Abg. Bucher: Wo war die Hasspropaganda?)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch
Die Bundesregierung, im Jahr 2000 von Schwarz/Blau gebildet, hätte die Chance gehabt – wenn sie nicht diese Zusammensetzung gehabt hätte –, hier zu zeigen, dass sie es anders, dass sie es besser machen kann. Sie hätte die Chance gehabt, nicht einzufärben, nicht auf Klüngelabsprachen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch) – Herr Kollege Scheuch, Sie kommen noch dran, oder? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich hoffe!) – angewiesen zu sein, nicht dort, wo es Kritik an den anderen gibt, zu schweigen, weil man selbst auch nicht kritisiert werden will. All das hätten Sie thematisieren können.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich hoffe!
Die Bundesregierung, im Jahr 2000 von Schwarz/Blau gebildet, hätte die Chance gehabt – wenn sie nicht diese Zusammensetzung gehabt hätte –, hier zu zeigen, dass sie es anders, dass sie es besser machen kann. Sie hätte die Chance gehabt, nicht einzufärben, nicht auf Klüngelabsprachen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch) – Herr Kollege Scheuch, Sie kommen noch dran, oder? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich hoffe!) – angewiesen zu sein, nicht dort, wo es Kritik an den anderen gibt, zu schweigen, weil man selbst auch nicht kritisiert werden will. All das hätten Sie thematisieren können.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem
laufen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem) –, den Hauptverband, die Gesundheitsagenturen, die Selbstverwaltung, die Uniräte, die Hochschülerschaft, die Arbeiterkammern bis hin zu den Postenbesetzungen im Innenministerium und in den anderen Ressorts.
Abg. Rädler: Ein bisschen? – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Sie, die Freiheitlichen, sind in den achtziger Jahren ausgezogen, um genau das zu kritisieren. Doch jetzt halten Sie brav den Mund und machen mit. Sie loben die ÖH-Reform, noch bevor sie im Parlament eingebracht wurde. Sie sagen: Da sind wir dabei!, denn Sie erkennen den Zweck: Da geht es darum, Andersmeinende, Andersdenkende mundtot zu machen. Dort, wo es nicht um das Mundtotmachen geht, geht es zumindest darum, ihnen die Chance zu nehmen, sich in Funktionen zu bewähren, oder darum, einen deutlichen Hinweis zu geben, wie bei den Arbeiterkammern, der da lautet: Wehe, wenn ihr noch einmal kritisiert, dann kann euch ein bisschen Geld weggenommen werden! (Abg. Rädler: Ein bisschen? – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das ist nicht ein Mundtotmachen, aber das ist ein deutlicher Hinweis darauf, was man sich in diesen Reihen vorstellen kann.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie versuchen, dem Thema auszuweichen. Damit werden Sie nicht durchkommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, er sagt etwas zur Kollegin Brinek!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Natürlich, Herr Präsident! (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, er sagt etwas zur Kollegin Brinek!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich berichtige: Die Freiheitliche Partei ist mit Politik für die Menschen groß und stark geworden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Die Sicherheitsdebatte ist später!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Nach all den undemokratischen Vorgangsweisen, wie bei der ÖH, folgt jetzt der Versuch des Innenministers, die totale Macht an sich zu reißen. Er will eine Exekutive schaffen, die ausschließlich ihm unterstellt ist, er bricht mit allen Traditionen der Behördenstruktur dieser Republik. (Abg. Rädler: Die Sicherheitsdebatte ist später!) So etwas – meine Damen und Herren, das zu Ihrem Verständnis vom Grundkonsens! – gibt es in ganz Europa nicht – außer in Systemen, zu denen man Diktatur sagt. (Abg. Dr. Fasslabend: Bitte?! – Abg. Rädler: Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Fasslabend: Bitte?! – Abg. Rädler: Ordnungsruf!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Nach all den undemokratischen Vorgangsweisen, wie bei der ÖH, folgt jetzt der Versuch des Innenministers, die totale Macht an sich zu reißen. Er will eine Exekutive schaffen, die ausschließlich ihm unterstellt ist, er bricht mit allen Traditionen der Behördenstruktur dieser Republik. (Abg. Rädler: Die Sicherheitsdebatte ist später!) So etwas – meine Damen und Herren, das zu Ihrem Verständnis vom Grundkonsens! – gibt es in ganz Europa nicht – außer in Systemen, zu denen man Diktatur sagt. (Abg. Dr. Fasslabend: Bitte?! – Abg. Rädler: Ordnungsruf!)
Abg. Rädler: Österreich ist keine Diktatur! – Abg. Silhavy – in Richtung des Abg. Rädler –: Das hat er auch nicht gesagt! – Abg. Rädler, replizierend: Sicher! – Abg. Silhavy – abermals in Richtung des Abg. Rädler –: Nein, das hat er nicht gesagt!
Sie schaffen polizeistaatliche Strukturen, wonach alle Exekutivorgane unmittelbar dem Innenminister unterstellt sind. Meine Damen und Herren, das ist in Wirklichkeit ein Skandal! (Abg. Rädler: Österreich ist keine Diktatur! – Abg. Silhavy – in Richtung des Abg. Rädler –: Das hat er auch nicht gesagt! – Abg. Rädler, replizierend: Sicher! – Abg. Silhavy – abermals in Richtung des Abg. Rädler –: Nein, das hat er nicht gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend
Meine Damen und Herren! Es ist auch der unternommene Versuch, mit dem Sicherheitspolizeigesetz alle Funktionen neu auszuschreiben, einer, der wirklich skandalös ist. Der Herr Bundeskanzler stellt sich hier her und spricht von neun Landespolizeikommandanten, deren Posten ausgeschrieben werden. In einer Anfragebeantwortung im Bundesrat hat Herr Minister Pröll in Vertretung von Herrn Minister Strasser Folgendes gesagt: 9 Landespartei-..., äh, Landespolizeikommandanten, 9 Stellvertreter (Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend) – na ja, klar, Herr Fasslabend, genau, so wird es nämlich sein: Für Sie werden das Parteikommanden werden! –, 53 Abteilungsleiter, 47 Abteilungsleiter-Stellvertreter, 60 weitere leitende Beamte, 138 Fach-, Ermittlungs- und Assistenzbereichsleiter, 138 Stellvertreter dieser Funktionen, 1 497 sonstige Beamte der E 2a, mit und ohne Qualifikation, und 3 363 sonstige Exekutiv- und Verwaltungsbeamte. Für all das werden Posten ausgeschrieben.
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Meine Damen und Herren! Ich halte noch Folgendes fest: Es werden Tausende Exekutivbeamte um ihre Funktion und um die soziale Absicherung ihrer Familien – ich betone das, weil wir heute so viel von Familien gesprochen haben – fürchten müssen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Das, Kollege Kößl, ist wirklich eine Frechheit! (Abg. Kößl: Bleib bei der Wahrheit!)
Abg. Kößl: Bleib bei der Wahrheit!
Meine Damen und Herren! Ich halte noch Folgendes fest: Es werden Tausende Exekutivbeamte um ihre Funktion und um die soziale Absicherung ihrer Familien – ich betone das, weil wir heute so viel von Familien gesprochen haben – fürchten müssen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Das, Kollege Kößl, ist wirklich eine Frechheit! (Abg. Kößl: Bleib bei der Wahrheit!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.
Faktum ist: Sie bedrohen 5 300 Exekutivbeamte in ihrer Existenz, denn keiner von ihnen weiß, was mit ihm geschehen wird! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist ein Maulkorberlass par excellence! Das ist ein demokratiepolitischer Skandal! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und das spricht für Ihre Politik, die in Wirklichkeit der Demokratie und dem Rechtsstaat den Boden entzieht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Maulkorberlass par excellence! Das ist ein demokratiepolitischer Skandal! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und das spricht für Ihre Politik, die in Wirklichkeit der Demokratie und dem Rechtsstaat den Boden entzieht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Das sind keine Fakten, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich berichtige: Das ist falsch! (Abg. Eder: Das sind keine Fakten, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist bestenfalls eine tatsächliche Lüge! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist falsch, was Sie da behaupten, denn es bleibt besoldungsmäßig alles beim Alten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist bestenfalls eine tatsächliche Lüge! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Das im 21. Jahrhundert als eine Gefährdung der Demokratie zu bezeichnen, wenn das Allernotwendigste gemacht wird, nämlich dass zwei Wachekörper zusammengelegt werden und damit ein effizientes Instrument zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität geschaffen wird, bleibt Ihnen anheimgestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni schüttelt verneinend den Kopf.
Möglicherweise haben Sie das nicht gemacht. Möglicherweise hat es die SPÖ nie beschlossen. Möglicherweise hat sie es beschlossen und, wie wir das schon gewohnt sind, 24 Stunden später sofort wieder widerrufen. Das weiß ich nicht. Jedenfalls haben die „Oberösterreichischen Nachrichten“ das unter dem Titel „Dokumentation“ so erfasst, weil sie geglaubt haben, dass das Ihre Ansicht ist. (Abg. Parnigoni schüttelt verneinend den Kopf.) Wenn Sie jetzt sagen, das gefährde den „Grundkonsens der Zweiten Republik“, dann ist das wieder eine ganz andere Sache.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen dazu Folgendes sagen: Die öffentliche Verwaltung in Österreich ist von der Verfassung her von den Grundsätzen der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit geprägt beziehungsweise gibt es einen Verfassungsauftrag, diese so zu führen, und das gilt selbstverständlich auch für die Selbstverwaltung. Wenn da ohne Ausweitung der Aufgaben innerhalb von nur vier Jahren eine Steigerung in der Beitragsleistung von fast 20 Prozent erfolgte, dann darf man das sicherlich in Frage stellen. Wenn auch das bloße Infragestellen bereits eine Verletzung des Grundkonsenses der Zweiten Republik darstellt, dann habe ich das Gefühl, dass manche den Grundkonsens der Zweiten Republik nicht verstanden haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Das ist ja klar, weil Sie es vorher ... beschlossen haben!
Sie haben als Letztes auch den Hauptverband angesprochen, und ich möchte Ihnen dazu Folgendes sagen: Sie wissen ganz genau, das wir durch ein höchstgerichtliches Urteil verpflichtet sind, den Hauptverband neu zu organisieren, und das geschieht zurzeit. (Abg. Silhavy: Das ist ja klar, weil Sie es vorher ... beschlossen haben!) Ich wiederhole: Das geschieht! Weil da sofort wieder der Grundkonsens in Frage gestellt wurde, möchte ich Ihnen ein Gegenbeispiel bringen.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Dem Kollegen Cap mag es gelungen sein, mit der Initiative ein bisschen in den Gegenangriff zu gehen. Vielleicht schreibt morgen die eine oder andere Zeitung: Ja, das ist fraglich!, oder: Da könnte irgendetwas dran sein! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Trotzdem wird Ihnen dieser Punkt wahrscheinlich auf den Kopf fallen – das sage ich Ihnen –, denn was ist passiert? Wissen Sie, was im Zuge der Gesundheitsreform passiert ist? – Es ist tatsächlich der Grundkonsens der Republik in Frage gestellt worden (Abg. Parnigoni: Ja, ja!), nämlich der Grundkonsens, der bis jetzt davon ausgegangen ist, dass das Prinzip „pacta sunt servanda“ gelten soll, dass Vereinbarungen halten sollen. Zweitens ist der Grundkonsens darüber in Frage gestellt worden, dass dann, wenn alle Gebietskörperschaften eine Vereinbarung treffen (Abg. Mag. Wurm: Rebus sic stantibus!), das parteipolitisch nicht missbraucht werden soll. Vielleicht haben Sie für einen Tag mehrere Medien auf Ihrer Seite, aber ich behaupte nicht mehr und nicht weniger:
Abg. Parnigoni: Ja, ja!
Dem Kollegen Cap mag es gelungen sein, mit der Initiative ein bisschen in den Gegenangriff zu gehen. Vielleicht schreibt morgen die eine oder andere Zeitung: Ja, das ist fraglich!, oder: Da könnte irgendetwas dran sein! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Trotzdem wird Ihnen dieser Punkt wahrscheinlich auf den Kopf fallen – das sage ich Ihnen –, denn was ist passiert? Wissen Sie, was im Zuge der Gesundheitsreform passiert ist? – Es ist tatsächlich der Grundkonsens der Republik in Frage gestellt worden (Abg. Parnigoni: Ja, ja!), nämlich der Grundkonsens, der bis jetzt davon ausgegangen ist, dass das Prinzip „pacta sunt servanda“ gelten soll, dass Vereinbarungen halten sollen. Zweitens ist der Grundkonsens darüber in Frage gestellt worden, dass dann, wenn alle Gebietskörperschaften eine Vereinbarung treffen (Abg. Mag. Wurm: Rebus sic stantibus!), das parteipolitisch nicht missbraucht werden soll. Vielleicht haben Sie für einen Tag mehrere Medien auf Ihrer Seite, aber ich behaupte nicht mehr und nicht weniger:
Abg. Mag. Wurm: Rebus sic stantibus!
Dem Kollegen Cap mag es gelungen sein, mit der Initiative ein bisschen in den Gegenangriff zu gehen. Vielleicht schreibt morgen die eine oder andere Zeitung: Ja, das ist fraglich!, oder: Da könnte irgendetwas dran sein! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Trotzdem wird Ihnen dieser Punkt wahrscheinlich auf den Kopf fallen – das sage ich Ihnen –, denn was ist passiert? Wissen Sie, was im Zuge der Gesundheitsreform passiert ist? – Es ist tatsächlich der Grundkonsens der Republik in Frage gestellt worden (Abg. Parnigoni: Ja, ja!), nämlich der Grundkonsens, der bis jetzt davon ausgegangen ist, dass das Prinzip „pacta sunt servanda“ gelten soll, dass Vereinbarungen halten sollen. Zweitens ist der Grundkonsens darüber in Frage gestellt worden, dass dann, wenn alle Gebietskörperschaften eine Vereinbarung treffen (Abg. Mag. Wurm: Rebus sic stantibus!), das parteipolitisch nicht missbraucht werden soll. Vielleicht haben Sie für einen Tag mehrere Medien auf Ihrer Seite, aber ich behaupte nicht mehr und nicht weniger:
Beifall bei der ÖVP.
Herr Cap und Herr Gusenbauer! Die Verletzung dieses Grundkonsenses der Zweiten Republik wird Ihnen früher oder später auf den Kopf fallen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Aber nein!
Kollegin Brinek, Sie haben hier heute mitgeteilt, dass es eine Art parlamentarisches Selbstbewusstsein sei, wenn Sie hier einen Initiativantrag einbringen, der eigentlich nicht mehr und nicht weniger – und ich glaube, das muss man auch so offen aussprechen – als eine Auflösung des Studentenparlaments ist, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Brinek: Aber nein!) Wenn das Ihre Bestätigung des Selbstbewusstseins ist, dann halte ich das für schauderhaft und beschämend, das darf ich Ihnen auch gleich zu Beginn sagen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.) – Danke sehr!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Kollegin Brinek, Sie haben hier heute mitgeteilt, dass es eine Art parlamentarisches Selbstbewusstsein sei, wenn Sie hier einen Initiativantrag einbringen, der eigentlich nicht mehr und nicht weniger – und ich glaube, das muss man auch so offen aussprechen – als eine Auflösung des Studentenparlaments ist, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Brinek: Aber nein!) Wenn das Ihre Bestätigung des Selbstbewusstseins ist, dann halte ich das für schauderhaft und beschämend, das darf ich Ihnen auch gleich zu Beginn sagen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.) – Danke sehr!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
einem gewachsenen Wahlrecht. Würde die Arbeiterkammer-Wahl insgesamt bundesweit durchgeführt, gäbe es da eine „einstimmige Mehrheit“ für die Sozialdemokratie. Ich weiß nicht, warum Sie da jetzt – gerade umgekehrt – sagen, das wäre das Vorbild. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Abg. Dr. Brinek: Es gibt ja ...!
Meine Damen und Herren! Kollege Neugebauer! Wir haben alle noch den vorhin schon angesprochenen „Standard“-Artikel aus dem Jahre 2003 im Kopf, in dem wir lesen konnten, dass es im Rahmen der Universitätsgesetznovelle, die Sie damals beschlossen haben, eine Definitivstellung für alle zukünftig – nämlich ab 1. Jänner 2004 – nicht mehr geben soll. (Abg. Dr. Brinek: Es gibt ja ...!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Anlässlich der Definitivstellung Ihrer eigenen Person, Frau Kollegin Brinek – und das ist das, was ich so beschämend finde –, hat es ein Gutachten gegeben, in dem gestanden ist, Brinek solle dem Antrag nach mangels Qualifikationen nicht definitiv gestellt werden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dann gab es eine Intervention, und Sie sind es geworden! (Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja!)
Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja!
Anlässlich der Definitivstellung Ihrer eigenen Person, Frau Kollegin Brinek – und das ist das, was ich so beschämend finde –, hat es ein Gutachten gegeben, in dem gestanden ist, Brinek solle dem Antrag nach mangels Qualifikationen nicht definitiv gestellt werden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dann gab es eine Intervention, und Sie sind es geworden! (Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Ja! Sie sind ein beschämender Fall!
Ich halte es für beschämend, dass Sie sich hier herausstellen und verteidigen, dass das Studentenparlament aufgelöst werden soll, und gleichzeitig versuchen, die erste Geige zu spielen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Ja! Sie sind ein beschämender Fall!)
Abg. Scheibner: Nein! Aber wo!
Ich gehe sonst an sich nicht so ins Persönliche (Abg. Scheibner: Nein! Aber wo!), aber wenn sich jemand so wie Sie hier herstellt und versucht, im Glashaus sitzend zu schießen, dann ist es notwendig!
Beifall bei der SPÖ.
Vor dem Hintergrund der Jubiläumsfeiern müssen Sie, glaube ich, zur Kenntnis nehmen: Die willkürlichste und demokratiegefährdendste Regierung der Zweiten Republik ist wahrlich diese Regierung, die nunmehr im Amt ist! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Nein! Ich habe gesagt ...!
keine Hochschullehrer pragmatisiert beziehungsweise definitiv gestellt werden. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Jarolim: Nein! Ich habe gesagt ...!) Das ist falsch!
Abg. Bures: Sie diskriminieren die Pensionisten! – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Und selbst wenn Sie versuchen, mich als Parlamentarierin und als Hochschullehrerin zu diskriminieren und zu diffamieren, wird Ihnen das nicht gelingen! Ich habe nichts zu verbergen! (Abg. Bures: Sie diskriminieren die Pensionisten! – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Lassen Sie diese Versuche, die stehen Ihnen nicht gut an! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und selbst wenn Sie versuchen, mich als Parlamentarierin und als Hochschullehrerin zu diskriminieren und zu diffamieren, wird Ihnen das nicht gelingen! Ich habe nichts zu verbergen! (Abg. Bures: Sie diskriminieren die Pensionisten! – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Lassen Sie diese Versuche, die stehen Ihnen nicht gut an! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort ist nunmehr zwar Herr Abgeordneter Riepl gemeldet, aber die Redezeit seiner Fraktion ist erschöpft. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Von einer politischen Grundsatzdebatte zurück zu einer wirtschaftspolitischen Grundsatzdebatte, die nun eine Fortsetzung findet. Ich möchte dort anschließen, wo meine Vorrednerin, Frau Kollegin Weninger, aufgehört hat. (Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!) Sie hat nämlich vehement Kritik geübt und den Minister gefragt: Was tun Sie eigentlich gegen die zunehmende Frauenarbeitslosigkeit? (Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!) – Weinzinger! Entschuldigung!
Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Von einer politischen Grundsatzdebatte zurück zu einer wirtschaftspolitischen Grundsatzdebatte, die nun eine Fortsetzung findet. Ich möchte dort anschließen, wo meine Vorrednerin, Frau Kollegin Weninger, aufgehört hat. (Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!) Sie hat nämlich vehement Kritik geübt und den Minister gefragt: Was tun Sie eigentlich gegen die zunehmende Frauenarbeitslosigkeit? (Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Weinzinger!) – Weinzinger! Entschuldigung!
Beifall bei den Freiheitlichen.
politik, die herzeigbar ist in Europa, und letztendlich auch mit einer Sozialpolitik, die treffsicher ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Warum reden Sie nicht über Kärnten oder die Steiermark?
Österreich hat nur dann Chancen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Standortattraktivität in den Regionen und Bundesländern gewährleistet werden. Während die Steiermark und Kärnten und auch das Burgenland an Attraktivität gewonnen haben, schneidet Wien sehr schlecht ab. Es gibt eine neue Studie von A.T.Kearney über die Attraktivität von Städten als Wirtschaftsstandorte; in dieser scheint Wien (Abg. Parnigoni: Warum reden Sie nicht über Kärnten oder die Steiermark?) – hören Sie nur zu! – als derartig schlecht auf, dass Firmen sogar empfohlen wird: Bevor sie sich in Wien ansiedeln, sollen sie besser nach Prag gehen! – So weit ist die Stadt Wien schon! Sie können das nachlesen, Herr Kollege Parnigoni (Abg. Parnigoni: Wo?), ich lasse Ihnen das zukommen. (Abg. Parnigoni: Gerne! Bitte!) Sie werden lachen, da gibt es eine ausführliche Studie, die sogar in der „tourist austria“ zitiert wurde. (Abg. Parnigoni: Sehr gut! Ja! Lassen Sie mir das zukommen! Ich bedanke mich!) Diese Zeitung lesen Sie als ehemaliger Tourismussprecher vielleicht noch hin und wieder.
Abg. Parnigoni: Wo?
Österreich hat nur dann Chancen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Standortattraktivität in den Regionen und Bundesländern gewährleistet werden. Während die Steiermark und Kärnten und auch das Burgenland an Attraktivität gewonnen haben, schneidet Wien sehr schlecht ab. Es gibt eine neue Studie von A.T.Kearney über die Attraktivität von Städten als Wirtschaftsstandorte; in dieser scheint Wien (Abg. Parnigoni: Warum reden Sie nicht über Kärnten oder die Steiermark?) – hören Sie nur zu! – als derartig schlecht auf, dass Firmen sogar empfohlen wird: Bevor sie sich in Wien ansiedeln, sollen sie besser nach Prag gehen! – So weit ist die Stadt Wien schon! Sie können das nachlesen, Herr Kollege Parnigoni (Abg. Parnigoni: Wo?), ich lasse Ihnen das zukommen. (Abg. Parnigoni: Gerne! Bitte!) Sie werden lachen, da gibt es eine ausführliche Studie, die sogar in der „tourist austria“ zitiert wurde. (Abg. Parnigoni: Sehr gut! Ja! Lassen Sie mir das zukommen! Ich bedanke mich!) Diese Zeitung lesen Sie als ehemaliger Tourismussprecher vielleicht noch hin und wieder.
Abg. Parnigoni: Gerne! Bitte!
Österreich hat nur dann Chancen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Standortattraktivität in den Regionen und Bundesländern gewährleistet werden. Während die Steiermark und Kärnten und auch das Burgenland an Attraktivität gewonnen haben, schneidet Wien sehr schlecht ab. Es gibt eine neue Studie von A.T.Kearney über die Attraktivität von Städten als Wirtschaftsstandorte; in dieser scheint Wien (Abg. Parnigoni: Warum reden Sie nicht über Kärnten oder die Steiermark?) – hören Sie nur zu! – als derartig schlecht auf, dass Firmen sogar empfohlen wird: Bevor sie sich in Wien ansiedeln, sollen sie besser nach Prag gehen! – So weit ist die Stadt Wien schon! Sie können das nachlesen, Herr Kollege Parnigoni (Abg. Parnigoni: Wo?), ich lasse Ihnen das zukommen. (Abg. Parnigoni: Gerne! Bitte!) Sie werden lachen, da gibt es eine ausführliche Studie, die sogar in der „tourist austria“ zitiert wurde. (Abg. Parnigoni: Sehr gut! Ja! Lassen Sie mir das zukommen! Ich bedanke mich!) Diese Zeitung lesen Sie als ehemaliger Tourismussprecher vielleicht noch hin und wieder.
Abg. Parnigoni: Sehr gut! Ja! Lassen Sie mir das zukommen! Ich bedanke mich!
Österreich hat nur dann Chancen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Standortattraktivität in den Regionen und Bundesländern gewährleistet werden. Während die Steiermark und Kärnten und auch das Burgenland an Attraktivität gewonnen haben, schneidet Wien sehr schlecht ab. Es gibt eine neue Studie von A.T.Kearney über die Attraktivität von Städten als Wirtschaftsstandorte; in dieser scheint Wien (Abg. Parnigoni: Warum reden Sie nicht über Kärnten oder die Steiermark?) – hören Sie nur zu! – als derartig schlecht auf, dass Firmen sogar empfohlen wird: Bevor sie sich in Wien ansiedeln, sollen sie besser nach Prag gehen! – So weit ist die Stadt Wien schon! Sie können das nachlesen, Herr Kollege Parnigoni (Abg. Parnigoni: Wo?), ich lasse Ihnen das zukommen. (Abg. Parnigoni: Gerne! Bitte!) Sie werden lachen, da gibt es eine ausführliche Studie, die sogar in der „tourist austria“ zitiert wurde. (Abg. Parnigoni: Sehr gut! Ja! Lassen Sie mir das zukommen! Ich bedanke mich!) Diese Zeitung lesen Sie als ehemaliger Tourismussprecher vielleicht noch hin und wieder.
Abg. Parnigoni: Sagen Sie das dem Minister hinter Ihnen!
Es ist eigentlich sehr traurig, dass mittlerweile Prag statt Wien als Standort empfohlen wird. (Abg. Parnigoni: Sagen Sie das dem Minister hinter Ihnen!) Und ich füge hinzu, das ist leider überall dort zu finden – damit schließt sich der Kreis wieder –, wo allmächtige rote Politik, vor allem rote Wirtschaftspolitik am Werk ist. (Abg. Parnigoni: ... Bartenstein ...!) Da helfen auch die Notprogramme Ihres Bürgermeisters Häupl zu seinem zehnjährigen Jubiläum nicht viel. Er muss Taten setzen und soll nicht jubilieren. Richten Sie ihm das aus! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer. – Ruf bei der SPÖ: So ein Unfug!)
Abg. Parnigoni: ... Bartenstein ...!
Es ist eigentlich sehr traurig, dass mittlerweile Prag statt Wien als Standort empfohlen wird. (Abg. Parnigoni: Sagen Sie das dem Minister hinter Ihnen!) Und ich füge hinzu, das ist leider überall dort zu finden – damit schließt sich der Kreis wieder –, wo allmächtige rote Politik, vor allem rote Wirtschaftspolitik am Werk ist. (Abg. Parnigoni: ... Bartenstein ...!) Da helfen auch die Notprogramme Ihres Bürgermeisters Häupl zu seinem zehnjährigen Jubiläum nicht viel. Er muss Taten setzen und soll nicht jubilieren. Richten Sie ihm das aus! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer. – Ruf bei der SPÖ: So ein Unfug!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer. – Ruf bei der SPÖ: So ein Unfug!
Es ist eigentlich sehr traurig, dass mittlerweile Prag statt Wien als Standort empfohlen wird. (Abg. Parnigoni: Sagen Sie das dem Minister hinter Ihnen!) Und ich füge hinzu, das ist leider überall dort zu finden – damit schließt sich der Kreis wieder –, wo allmächtige rote Politik, vor allem rote Wirtschaftspolitik am Werk ist. (Abg. Parnigoni: ... Bartenstein ...!) Da helfen auch die Notprogramme Ihres Bürgermeisters Häupl zu seinem zehnjährigen Jubiläum nicht viel. Er muss Taten setzen und soll nicht jubilieren. Richten Sie ihm das aus! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer. – Ruf bei der SPÖ: So ein Unfug!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir wenigstens werden weiter daran arbeiten, dass diese Bundesregierung diesen wirtschaftspolitischen Kurs fortsetzt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Hoscher –: Sag ihnen das mit Wien!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Hoscher. 3 Minuten Wunschredezeit. (Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Hoscher –: Sag ihnen das mit Wien!)
Zwischenruf der Abg. Felzmann.
Aber nun zu den Aussagen der Kollegin Rossmann: Die objektiven Zahlen sind jene, dass Wien, gemessen am ökonomischen Entwicklungsniveau, zu den Top 10 in der europäischen Städte-Hierarchie gehört. Wien ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, die achtreichste Region der Europäischen Union. Die Forschungsquote ist in Wien mit 3,7 Prozent des Bruttoregionalproduktes doppelt so hoch wie jene in Gesamtösterreich. (Zwischenruf der Abg. Felzmann.)
Abg. Gradwohl: Hört, hört!
In Wien sind die meisten Betriebsneugründungen aller Bundesländer zu finden. Jeder vierte neu gegründete Betrieb entsteht in Wien. Wenn Sie die „tourist austria“ mit Prag ansprechen, dann sollten Sie auch dazusagen, dass dabeigestanden ist – und das ist der wahre Grund –, dass die Verkehrsverbindungen in Prag eben besser ausgebaut sind. (Abg. Gradwohl: Hört, hört!) Sagen Sie das also bitte Ihrer eigenen Bundesregierung, denn diese Bundesregierung ist für den Ausbau der Infrastruktur zuständig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni – in Richtung Freiheitliche –: Ihr Vizekanzler! ...! Ihr Hubert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni – in Richtung Freiheitliche –: Ihr Vizekanzler! ...! Ihr Hubert!
In Wien sind die meisten Betriebsneugründungen aller Bundesländer zu finden. Jeder vierte neu gegründete Betrieb entsteht in Wien. Wenn Sie die „tourist austria“ mit Prag ansprechen, dann sollten Sie auch dazusagen, dass dabeigestanden ist – und das ist der wahre Grund –, dass die Verkehrsverbindungen in Prag eben besser ausgebaut sind. (Abg. Gradwohl: Hört, hört!) Sagen Sie das also bitte Ihrer eigenen Bundesregierung, denn diese Bundesregierung ist für den Ausbau der Infrastruktur zuständig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni – in Richtung Freiheitliche –: Ihr Vizekanzler! ...! Ihr Hubert!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist Ihr „demokratischer“ Umgang mit Anträgen, die hier im Hohen Haus eingebracht werden. Der Opposition wird dann vorgeworfen, sie mache Totalopposition, Fundamentalopposition. – Mehr als die Hälfte der Gesetze in diesem Haus wird einstimmig beschlossen. Aber wehe, es kommt einmal ein Entschließungsantrag oder Initiativantrag der Opposition, Herr Kollege Scheibner, dann vertagt man ihn oder nimmt ihn gar nicht auf die Tagesordnung! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Zeit, Dietmar!
Diese Unterdotierung findet dann natürlich auch ihren Niederschlag in an und für sich sinnvollen Aktionen, die in diesem Budget vorgesehen sind. Eine durchaus unterstützenswerte, sinnvolle Aktion des Wirtschaftsministeriums ist etwa das Schwerpunktprogramm Kulturtourismus. Das wurde übrigens auch Anfang dieses Jahres in einer Pressekonferenz von uns Sozialdemokraten gefordert. Aber die Mittel, die dazu zur Verfügung gestellt werden, sind schlicht und einfach zu gering. (Rufe bei der SPÖ: Zeit, Dietmar!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Vertreter der Regierungsparteien betonen immer wieder, auch im Zusammenhang mit diesem Budgetkapitel, dass dieses Budget von lauter „Meilensteinen“ geprägt ist. Das lässt letztlich nur einen Schluss zu: Offensichtlich haben Ihnen diese Meilensteine die Sicht auf die Realität verstellt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Großruck –: Bitte keinen Vierzeiler! Das ist schon peinlich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Großruck. 4 Minuten Redezeit. (Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Großruck –: Bitte keinen Vierzeiler! Das ist schon peinlich!)
Abg. Parnigoni: Vielleicht ein Dreizeiler!?
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Herr Kollege Parnigoni, warten Sie ab, lassen Sie sich überraschen! (Abg. Parnigoni: Vielleicht ein Dreizeiler!?) – Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Mein Vorredner hat gesagt, die Regierungsparteien würden der Opposition, vor allem der SPÖ, Totalopposition vorwerfen. – Das stimmt schon lange nicht mehr. Ich glaube, eher stimmt der Begriff, den unser Klubobmann geprägt hat: Sie machen eine Zickzack-Politik! Es kennt sich eigentlich niemand mehr aus. Was wollen Sie überhaupt?
Abg. Bures: ... falsch!
Dasselbe geschah beim Finanzausgleich. Da war Herr Gusenbauer dabei, dann war er nicht dabei, dann hat es sich um Kommunikationsschwierigkeiten gehandelt (Abg. Bures: ... falsch!), dann war er nur informiert, dann hat Herr Darabos zugeben
Abg. Mag. Darabos: Gusenbauer war nicht dabei! Das wissen Sie genau!
müssen, dass er doch dabei war. (Abg. Mag. Darabos: Gusenbauer war nicht dabei! Das wissen Sie genau!)
Abg. Scheibner: Doppelgänger!
Also wie war es wirklich? War er dabei? (Abg. Scheibner: Doppelgänger!) War er nicht dabei? Haben Sie einen Konsens erzielt? (Abg. Silhavy: ... genau dargestellt!) Meine Damen und Herren! Hören Sie sich noch einmal an, was der Bürgermeister von Wien über diese Vorgangsweise gesagt hat! Und wenn Sie zwischen den Zeilen hören (Abg. Mag. Darabos: Zwischen den Zeilen kann man nicht hören! Das ist ziemlich schwierig!) und es lesen können, dann wissen Sie genau, wie sehr er auch Ihre Politik hier in diesem Haus kritisiert hat. Also: eine Zickzack-Politik!
Abg. Silhavy: ... genau dargestellt!
Also wie war es wirklich? War er dabei? (Abg. Scheibner: Doppelgänger!) War er nicht dabei? Haben Sie einen Konsens erzielt? (Abg. Silhavy: ... genau dargestellt!) Meine Damen und Herren! Hören Sie sich noch einmal an, was der Bürgermeister von Wien über diese Vorgangsweise gesagt hat! Und wenn Sie zwischen den Zeilen hören (Abg. Mag. Darabos: Zwischen den Zeilen kann man nicht hören! Das ist ziemlich schwierig!) und es lesen können, dann wissen Sie genau, wie sehr er auch Ihre Politik hier in diesem Haus kritisiert hat. Also: eine Zickzack-Politik!
Abg. Mag. Darabos: Zwischen den Zeilen kann man nicht hören! Das ist ziemlich schwierig!
Also wie war es wirklich? War er dabei? (Abg. Scheibner: Doppelgänger!) War er nicht dabei? Haben Sie einen Konsens erzielt? (Abg. Silhavy: ... genau dargestellt!) Meine Damen und Herren! Hören Sie sich noch einmal an, was der Bürgermeister von Wien über diese Vorgangsweise gesagt hat! Und wenn Sie zwischen den Zeilen hören (Abg. Mag. Darabos: Zwischen den Zeilen kann man nicht hören! Das ist ziemlich schwierig!) und es lesen können, dann wissen Sie genau, wie sehr er auch Ihre Politik hier in diesem Haus kritisiert hat. Also: eine Zickzack-Politik!
Abg. Bures: Ahnungslos!
Es geht aber nicht nur um diese Zickzack-Politik, meine Damen und Herren, sondern es geht auch um eine echte Rückschrittspolitik. Wenn Sie das neue Wohnprogramm der SPÖ anschauen, das vorige Woche vorgestellt worden ist, dann, glaube ich, kann man wirklich von Rückschritt in das vorige Jahrhundert oder sogar in das Mittelalter sprechen. (Abg. Bures: Ahnungslos!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! All das, was Sie im Wohnprogramm fordern, kann die Stadt Wien als größter Wohnungsbesitzer Österreichs vorexerzieren und zeigen, wie das geht. Probieren Sie es dort einmal aus! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Realisieren Sie einmal Ihre Forderungen in Wien – freiwillig kann man ja auf höhere Mieten verzichten –, dann werden wir sehen, was in der Praxis herauskommt! (Abg. Bures: Was ist denn Ihr Programm?)
Abg. Bures: Was ist denn Ihr Programm?
Meine Damen und Herren von der SPÖ! All das, was Sie im Wohnprogramm fordern, kann die Stadt Wien als größter Wohnungsbesitzer Österreichs vorexerzieren und zeigen, wie das geht. Probieren Sie es dort einmal aus! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Realisieren Sie einmal Ihre Forderungen in Wien – freiwillig kann man ja auf höhere Mieten verzichten –, dann werden wir sehen, was in der Praxis herauskommt! (Abg. Bures: Was ist denn Ihr Programm?)
Abg. Eder: Der versteht ja nichts vom ... Wohnbau!
Mit Ihrem Programm werden die Mieten nämlich teurer, steigen die Wohnkosten und werden die Wohnungen nicht erschwinglich (Abg. Eder: Der versteht ja nichts vom ... Wohnbau!), denn wir wissen, dass uns nur der gute Mix, den wir in Österreich an Eigentum, an Mietwohnungen, an Mietkauf, an geförderten Wohnungen haben, zum, was die Wohnkosten anbelangt, viertbilligsten Land in Europa macht. Das ist eine erfolgreiche Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit Ihrem Programm werden die Mieten nämlich teurer, steigen die Wohnkosten und werden die Wohnungen nicht erschwinglich (Abg. Eder: Der versteht ja nichts vom ... Wohnbau!), denn wir wissen, dass uns nur der gute Mix, den wir in Österreich an Eigentum, an Mietwohnungen, an Mietkauf, an geförderten Wohnungen haben, zum, was die Wohnkosten anbelangt, viertbilligsten Land in Europa macht. Das ist eine erfolgreiche Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Eder
Und das ist der Zugang, den wir haben (Zwischenruf des Abg. Eder), nicht Zickzack, nicht: Einmal so, einmal so und keiner kennt sich mehr aus!, also keine Oppositionspolitik, keine Totalopposition! Wir wissen ja, ganz ehrlich gesagt, nicht mehr, was Sie wollen! Auch die Leute wissen das nicht mehr.
Abg. Bures: Sie wissen gar nichts!
Wo ist die SPÖ heute berechenbar, wie weiß man, woran man sie festmachen kann? – Es gibt gar nichts mehr, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: Sie wissen gar nichts!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Nicht schlecht!
(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Nicht schlecht!)
Abg. Großruck: Euer Wirtschaftsprogramm kann man vergessen!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Was ich allerdings besser weiß, ist, dass die Wirtschaftspolitik, die in Österreich und in Europa gemacht wird (Abg. Großruck: Euer Wirtschaftsprogramm kann man vergessen!), offensichtlich falsch ist und auch von viel Kritik begleitet wird.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist doch eine falsche Wirtschaftspolitik, eine Wirtschaft, die arm macht. Ein wettbewerbsfähiges Europa braucht eine sehr starke soziale Absicherung. Ansätze, die als Anreiz für den Arbeitsmarkt gelten, kann ich in diesem Budget ebenfalls nicht feststellen, denn Vollbeschäftigung, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein übergeordnetes Ziel und sollte eigentlich von allen verfolgt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wer hat gesungen?
Ich möchte noch darauf verweisen, dass diese Wirtschaftspolitik von einem eigenartigen „Wording“ – so möchte ich das bezeichnen – gekennzeichnet ist. In Österreich wird die Wirtschaftspolitik als erfolgreich bezeichnet und hingestellt, als wäre es der große Etappensieg. In Wahrheit ist es seit drei Jahren zu einem sehr geringen Fortschritt gekommen, aber auch bezüglich Lissabon-Strategie – das hat auch Bundeskanzler Schüssel festgestellt –, also bezüglich der Herausforderungen für Europa, wurde genau das gleiche Lied gesungen, indem man immer wieder von erfolgreichen Initiativen spricht. (Abg. Scheibner: Wer hat gesungen?) In Wirklichkeit beweist der Kok-Bericht, dass man weit davon entfernt ist, die Ziele, die man sich in Lissabon gesteckt hat, nämlich Vollbeschäftigung und Wachstum, zu erreichen.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne ist das eine Aufforderung an Österreich, weil man auch in unserem Land mehr Konvergenz in der Wirtschaftspolitik anstreben sollte. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Bitte!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dies sei vor allem in Richtung Opposition gesagt: Ich werde versuchen, nicht so sehr parteipolitisch zu agieren. (Abg. Öllinger: Bitte!) – Das wird schwierig, das gebe ich zu, weil es natürlich im Rahmen einer solchen Debatte äußerst schwer fällt, nicht in einen parteipolitischen Jargon zu verfallen. (Abg. Öllinger: Wie agieren Sie dann? Als Mensch?)
Abg. Öllinger: Wie agieren Sie dann? Als Mensch?
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dies sei vor allem in Richtung Opposition gesagt: Ich werde versuchen, nicht so sehr parteipolitisch zu agieren. (Abg. Öllinger: Bitte!) – Das wird schwierig, das gebe ich zu, weil es natürlich im Rahmen einer solchen Debatte äußerst schwer fällt, nicht in einen parteipolitischen Jargon zu verfallen. (Abg. Öllinger: Wie agieren Sie dann? Als Mensch?)
Abg. Gradwohl: Das ist eine Unterstellung!
Wenn Sie hier die Bundesregierung und ihre Maßnahmen ständig kritisieren, dann übertragen Sie diesen Konflikt implizit auch auf die österreichische Wirtschaft. Was Sie damit signalisieren, ist eine schlechte Stimmung in Österreich, eine schlechte Stimmung innerhalb der österreichischen Wirtschaft, und das ist nachweislich nicht der Fall. (Abg. Gradwohl: Das ist eine Unterstellung!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Wenn Sie sich die Umfragen anschauen, dann werden Sie draufkommen, dass die Mehrzahl der Unternehmer positiv gesinnt ist, was die wirtschaftliche Entwicklung, die zukünftigen Aussichten und das Investitionsklima betrifft. Schauen Sie sich diese Umfragen einmal an, und nehmen Sie diese endlich einmal zur Kenntnis! (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: ... sind uns schon einig, dass die Mehrheit dieses Klima schafft!
Ich glaube, das, was die Unternehmer am meisten fürchten, ist parteipolitische Agitation auf ihrem Rücken. Es ist auch den vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht zumutbar, dass wir das wirtschaftliche Klima in Österreich schlecht machen. Das kann auch nicht in Ihrem Interesse sein. Es muss in unser aller Interesse liegen, dass wir für die vielen Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich ein positives Klima schaffen, damit sie an die Zukunft und an das Land glauben und damit sie auch Vertrauen in das Land haben, ihren Wirtschaftsbetrieb weiter betreiben und Arbeitsplätze für die vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: ... sind uns schon einig, dass die Mehrheit dieses Klima schafft!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Schauen Sie, da sollten wir uns treffen. Sie können die einzelnen Maßnahmen kritisieren, wenn Sie ein besseres Konzept vorlegen. Herr Kollege Großruck hat schon in seinen Ausführungen erwähnt, dass wir bis heute auf irgendwelche Maßnahmen warten. Sie fordern bei jedem Kapitel die eine oder andere Milliarde mehr, sagen aber nicht dazu, wie Sie all das finanzieren wollen, geschweige denn, dass Sie ein Wirtschaftsankurbelungskonzept vorlegen können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Gradwohl: Behandeln wir es einmal im Ausschuss!
Wir sind auf Grund der Regierungsbeteiligung aufgerufen gewesen, daran mitzuarbeiten, dass es eine Steuerreform gibt, dass es zu einer Entlastung in der Höhe von 4 Milliarden € kommt und dass ein Wirtschaftsaufschwung in Etappen eintreten wird. Aber von Ihnen hört man immer nur irgendwelche Diskussionen innerhalb der Partei, es gibt eine unschlüssige Haltung zu einem Wirtschaftsprogramm, auf das wir bis heute warten. Im Grunde genommen gibt es also von Ihnen kein Rezept, wie Sie mit uns gemeinsam zu einer noch dynamisierenderen wirtschaftlichen Entwicklung kommen können. (Abg. Gradwohl: Behandeln wir es einmal im Ausschuss!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dr. Bartenstein.
Meine Damen und Herren! Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Bundesregierung mit diesem Wirtschaftskurs auf dem richtigen Weg ist, und sie wird auch unsere Unterstützung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns passt dieser wirtschaftsliberale Kurs natürlich nicht. Wir sehen zu wenige Gewinner und zu viele Verlierer bei dieser Politik, und daher, glaube ich, wäre es an der Zeit, diese Politik zu adaptieren und wieder zu einer Konsenspolitik in Österreich zurückzufinden, die in den letzten Jahren abhanden gekommen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Dieses geringe Wachstum ist besonders bedenklich, obwohl die Exportquote explodiert. Die dynamischen Märkte in den Reformländern wie China geben uns die Chance, mit zu partizipieren. Darauf können wir beziehungsweise die österreichische Politik nicht wirklich stolz sein, denn das ergibt sich positiv. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, dass die Chinesen und die neuen Beitrittsländer nicht dieses überdurchschnittliche Wachstum in der Höhe von 8 bis 10 Prozent aufweisen würden, dann frage ich mich: Wo wäre das österreichische Wachstum, wenn diese Exportquote nicht gegeben wäre? (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Daran sieht man schon, dass es derzeit in Österreich kein Wachstum gibt. Ein Inlandswachstum in dem Sinne existiert nicht, und das ist schade. Das ist natürlich, wie wir glauben, das Ergebnis dieser falschen Politik.
Abg. Pfeffer: Zeit!
(Abg. Pfeffer: Zeit!) Das heißt, es wird keine effiziente und gute Arbeit im Sinne der Wiedereingliederung von Menschen in Beschäftigung gemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe schon eine Warnung von meiner Ordnerin bekommen, daher schließe ich diese Rede abrupt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Als in Wien!
Heizungskosten ausschaut. All diese Kosten sind dramatisch billiger als in Österreich. (Abg. Dr. Brinek: Als in Wien!) – Als in Wien natürlich.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich würde einmal die Kollegen einladen, einen kurzen Besuch in Berlin zu machen. Dort gibt es einen verwandten Bürgermeister – ich meine jetzt parteipolitisch verwandt –, der Ihnen das eine oder andere an Know-how liefern könnte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Frau Kollegin! Bei einer Wirtschaftsdebatte muss man dazusagen, dass sich im Jahr 2003 39 ausländische Betriebe in Wien angesiedelt haben. Das sind 48 Prozent aller Unternehmen, die sich in Österreich angesiedelt haben. Und die Betriebe, die sich angesiedelt haben, haben 1 000 Arbeitsplätze nach Wien gebracht. Eine Summe in der Höhe von 1,2 Milliarden € ist damit in Wien investiert worden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Ohne Österreich!
Ich könnte Ihnen noch einige positive Beispiele bringen. – Herr Kollege, sie haben sich angesiedelt, weil Wien ein gutes Investitionsklima bietet. Wir lassen uns Wien nicht immer von Ihnen madig machen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Ohne Österreich!) – Ja, ich habe nichts gesagt. Wien hat ein gutes Investitionsklima. Aber nun wieder zurück zur Wirtschaftsdebatte.
Abg. Dr. Mitterlehner: 1998 war sie bei 7 Prozent!
Noch etwas, Herr Kollege Mitterlehner: Sie haben gesagt: Im Jahr 1997 waren die Sozialdemokraten an der Regierung, und damals war die Arbeitslosigkeit weit höher als heute. (Abg. Dr. Mitterlehner: 1998 war sie bei 7 Prozent!) – Ich darf Sie an Folgendes erinnern: In den Jahren 1997/98 war die ÖVP in der Bundesregierung, und der Wirtschaftsminister wurde von der ÖVP gestellt und hat Farnleitner geheißen. Das haben Sie anscheinend verdrängt, Herr Kollege Mitterlehner! Anscheinend ist das für manche von Ihnen sehr amüsant.
Abg. Dr. Mitterlehner: Sie berichtigen etwas, was ich nie gesagt habe!
240 000 Menschen sind zurzeit ohne Arbeit, Herr Kollege Mitterlehner! (Abg. Dr. Mitterlehner: Sie berichtigen etwas, was ich nie gesagt habe!) Schauen wir uns die Bilanz an, seitdem Sie in der Regierung sind: 2000: 194 000 Arbeitslose, 2001: 203 000,
Beifall bei der SPÖ.
2002: 232 000 und 2003: 240 000 Arbeitslose. Wir hoffen, dass sich das nicht fortsetzt, denn sonst ist das wirklich dilettantisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wirtschaft schafft Arbeit, Wirtschaft sichert Arbeit, und diese Regierung sichert die Zukunft der Österreicherinnen und Österreicher durch die Steuerreform (Zwischenruf des Abg. Parnigoni) – ich habe schon auf Ihre Zwischenrufe gewartet, um zu wissen, ob Sie zuhören; danke vielmals – und durch die Konjunkturbelebungspakete. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wirtschaft schafft Arbeit, Wirtschaft sichert Arbeit, und diese Regierung sichert die Zukunft der Österreicherinnen und Österreicher durch die Steuerreform (Zwischenruf des Abg. Parnigoni) – ich habe schon auf Ihre Zwischenrufe gewartet, um zu wissen, ob Sie zuhören; danke vielmals – und durch die Konjunkturbelebungspakete. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Eder: Welche? Welche Maßnahmen?
Dadurch kommt es auf der einen Seite zu Entlastungen, und auf der anderen Seite werden auch Maßnahmen gesetzt, die langfristig wirken und den Aufschwung stärken. (Abg. Eder: Welche? Welche Maßnahmen?) So gibt es zum Beispiel – bitte zuhören! – den neuen Forschungsfreibetrag, Investitionen sind leichter möglich, und die Baubranche wächst. Außerdem wird sehr viel für Betriebsgründungen getan. Dafür gilt mein Dank auch Herrn Bundesminister Bartenstein; gerade er weiß, wie wichtig es ist, Jungunternehmer/Jungunternehmerinnen zu haben, und diese werden in Österreich auch ausgezeichnet unterstützt.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir sind verantwortlich. – Wie sieht das die SPÖ? (Zwischenruf bei der SPÖ.) Hören Sie bitte zu! Die SPÖ möchte, so wie das in jener Zeit war, als sie in der Regierung war, weitere Schulden machen, die SPÖ will die Abgabenquote erhöhen und damit den Bürgern noch mehr Steuern vorschreiben. Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden: Wir senken Steuern, damit Familien mehr zum Leben und Unternehmen mehr Möglichkeiten für Investitionen haben. (Abg. Parnigoni: Und die Arbeitnehmer sollen alles zahlen!)
Abg. Parnigoni: Und die Arbeitnehmer sollen alles zahlen!
Wir sind verantwortlich. – Wie sieht das die SPÖ? (Zwischenruf bei der SPÖ.) Hören Sie bitte zu! Die SPÖ möchte, so wie das in jener Zeit war, als sie in der Regierung war, weitere Schulden machen, die SPÖ will die Abgabenquote erhöhen und damit den Bürgern noch mehr Steuern vorschreiben. Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden: Wir senken Steuern, damit Familien mehr zum Leben und Unternehmen mehr Möglichkeiten für Investitionen haben. (Abg. Parnigoni: Und die Arbeitnehmer sollen alles zahlen!)
Abg. Parnigoni: Was die Arbeitnehmer alles zahlen!
Deshalb ist es uns auch besonders wichtig, die Unternehmen zu entlasten, damit sie Mittel zur Verfügung haben, um Arbeitsplätze zu schaffen und langfristig zu sichern. (Abg. Parnigoni: Was die Arbeitnehmer alles zahlen!) Herr Kollege, mit diesen Investitionen stärken wir den Standort Österreich.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein konkretes Beispiel dazu: Magna Steyr in Graz, eine Niederlassung mit über 9 000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Erst kürzlich konnte Magna Steyr einen neuen Chrysler-Auftrag an Land ziehen. Das bedeutet, dass 650 neue Arbeitsplätze für den Grazer Standort geschaffen werden, und darauf, glaube ich, kann man stolz sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Die Arbeitslosigkeit steigt aber deutlich!
Sehr geehrte Damen und Herren! Einen Punkt, der heute immer wieder angesprochen worden ist, möchte ich noch einmal wiederholen: Dieser Regierung ist auch die Steigerung der Frauenerwerbsquote besonders wichtig. In Österreich steigt diese Quote kontinuierlich nach oben – nicht, wie die KollegInnen von Seiten der SPÖ und der Grünen behaupten, nach unten. Sie ist auch viel höher als die im gesamten EU-Durchschnitt. (Abg. Dr. Glawischnig: Die Arbeitslosigkeit steigt aber deutlich!) Ich denke, dass die Meldungen, die über die APA kommen, nicht falsch sind, und daher
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne: Ich denke, wir gestalten Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten uns halt glauben!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Krainer, ich habe mir das Wortprotokoll Ihrer Rede von heute Mittag kommen lassen. Für Ihren Schlusssatz, der akustisch für mich nicht mehr wahrnehmbar war, den ich an dieser Stelle auch nicht wiederholen möchte, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten uns halt glauben!)
Abg. Steibl: Nein! Ich habe nur Vertrauen in seriöse Zeitungen!
Abgeordneter Georg Oberhaidinger (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Steibl, sind Sie ganz sicher, dass Sie als Vorlage für diese Ihre Rede nicht ein Wunschprogramm des ÖAAB erwischt haben, mit dem Sie sich leider Gottes gegenüber Ihrer Bundesregierung nicht durchsetzen konnten? (Abg. Steibl: Nein! Ich habe nur Vertrauen in seriöse Zeitungen!) Mit der Realität hat das wirklich nicht viel zu tun gehabt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Georg Oberhaidinger (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Steibl, sind Sie ganz sicher, dass Sie als Vorlage für diese Ihre Rede nicht ein Wunschprogramm des ÖAAB erwischt haben, mit dem Sie sich leider Gottes gegenüber Ihrer Bundesregierung nicht durchsetzen konnten? (Abg. Steibl: Nein! Ich habe nur Vertrauen in seriöse Zeitungen!) Mit der Realität hat das wirklich nicht viel zu tun gehabt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: Wasserkraft!
Herr Bundesminister! Noch – ich sage bewusst: noch – haben wir im Vergleich zu unseren Nachbarstaaten, ausgenommen Tschechien, die günstigsten Stromtarife; nicht zur Gänze innerhalb der Europäischen Union. Wenn wir uns, so meine ich, aber zunehmend von ausländischen Stromlieferungen abhängig machen, dann bin ich nicht sicher, wie lange wir diese günstigen Stromtarife noch halten können. (Abg. Jakob Auer: Wasserkraft!) Ja, wenn wir entsprechende Anreize zum Bau derartiger Anlagen geben, dann bin ich auf alle Fälle dafür, aber Ökostrom ist ein anderes Thema, Kollege Auer.
Abg. Eder: Richtig!
Themen wie Versorgungssicherheit, Netzkostentransparenz auf dem österreichischen Strommarkt und vieles mehr beschäftigen die Öffentlichkeit. Das sind alles Fragen und Probleme, auf die klare Antworten und für die Lösungen vom Wirtschaftsminister erwartet werden. (Abg. Eder: Richtig!) Ich darf dich darum ersuchen, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Themen wie Versorgungssicherheit, Netzkostentransparenz auf dem österreichischen Strommarkt und vieles mehr beschäftigen die Öffentlichkeit. Das sind alles Fragen und Probleme, auf die klare Antworten und für die Lösungen vom Wirtschaftsminister erwartet werden. (Abg. Eder: Richtig!) Ich darf dich darum ersuchen, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Erfolgsstory des österreichischen Tourismus wird – bei den Rahmenbedingungen dieser Bundesregierung – auch sicherlich in Zukunft anhalten. Dazu wünsche ich allen viel Glück. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Wer hat denn Semperit verkauft?
Es ist schwer, Ihre Regierungspolitik, Ihre Wirtschaftspolitik vernünftig zu beurteilen. Die Gegenwart ist gut, die Zukunft wird noch besser, sagten Sie, Herr Bundesminister. – Ich bitte Sie, Herr Minister, vielleicht ein bisschen weiter hinunter zu schauen – und nicht nur immer den Oberblick zu halten (Bundesminister Dr. Bartenstein: Wer hat denn Semperit verkauft?), ein bisschen weiter hinunter zu schauen auf die Ebene, wo die Menschen sind; dort hinzuschauen wäre vielleicht ein bisschen interessanter.
Abg. Grillitsch: Was sind die Beschäftigtenzahlen?
Argumentiert wird seitens der Regierungsparteien aber immer so: Im Vergleich zu Europa und anderen Regionen stehen wir eh gut da! (Abg. Grillitsch: Was sind die Beschäftigtenzahlen?) In Prozenten wird das dann alles ausgedrückt. – Man sollte sich aber schon, wie ich meine, die Frage stellen, ob Sie, Herr Bundesminister, wirklich der Meinung sind, dass es den Arbeitslosen in unserem Land besser geht, wenn sie hören, dass die Arbeitslosigkeit in anderen Ländern in Europa höher ist. – Ich denke, dem ist nicht so; das ist für sie kein Trost.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur Arbeitslosenentwicklung: Diese ist insofern ganz interessant, als im Westen unseres Landes die Arbeitslosigkeit steigt; in Wien hingegen sinkt sie. Wien ist also Vorbild für andere Bundesländer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Schauen Sie sich doch die Zahlen an! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Zur Arbeitslosenentwicklung: Diese ist insofern ganz interessant, als im Westen unseres Landes die Arbeitslosigkeit steigt; in Wien hingegen sinkt sie. Wien ist also Vorbild für andere Bundesländer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Schauen Sie sich doch die Zahlen an! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine daher: Es ist Zeit für einen Wechsel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Diese beeindruckende Zahl ist die bislang jüngste unter den zahlreichen Erfolgen, die der von dieser Bundesregierung eingesetzte Lehrlingsbeauftragte, Kommerzialrat Egon Blum, mittlerweile erzielen konnte. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit dazu nutzen, Herrn Kommerzialrat Blum unseren verbindlichsten Dank für sein Engagement und seine Arbeit auszusprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Einmal mehr, meine Damen und Herren: Der Vergleich macht uns sicher! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Abgeordnete Erika Scharer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Kollegin, genau das, was Sie ausgeführt haben, zeigt, was passiert, wenn man Arbeitsmarktpolitik einseitig betreibt. Es stimmt tatsächlich, dass sich die Lehrlingssituation entspannt hat, aber mit Ende Oktober waren über 30 000 Jugendliche im Alter von 19 bis 24 Jahren, die zwar eine gute Ausbildung haben, aber keine Jobaussichten, arbeitslos. Wenn man diese Gruppen nicht beobachtet, dann passiert genau das: dass man die Mittel in einen Bereich hineinsteckt (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) und die anderen Zielgruppen außer Acht lässt.
neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Über 42 000 ältere Arbeitslose, also Arbeitslose über 50 Jahre, sind vorgemerkt (neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein), die nur erschwert auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen sind. Doch Sie, Herr Minister, rühmen sich weiterhin ob der drittniedrigsten Arbeitslosenrate in Europa. Das, meine Damen
Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Förderbudget verdoppelt worden?
Laut Wifo-Prognosen wird sich die Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren um rund 240 000 Menschen im Jahresdurchschnitt bewegen. Das Förderbudget ist verdoppelt worden und muss administriert werden (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... Förderbudget verdoppelt worden?) – im Laufe der Zeit –, der förderbare Personenkreis hat sich verdreifacht, und die politischen Forderungen wie Rechtsanspruch auf Schulungsmaßnahmen und so weiter und in nächster Zeit vor allem die Abwicklung des Dienstleistungsschecks bedeuten wesentlich mehr Anforderungen an die AMS-MitarbeiterInnen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Zerschlagen Sie nicht das europaweit anerkannte AMS! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mikesch bringt eine Stofffigur mit zum Rednerpult. – Abg. Mag. Posch: Das ist der kleine Wolfi, da bin ich mir ziemlich sicher!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zum Wort gelangt Frau Abgeordnete Mikesch. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Mikesch bringt eine Stofffigur mit zum Rednerpult. – Abg. Mag. Posch: Das ist der kleine Wolfi, da bin ich mir ziemlich sicher!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Das funktioniert nur offenbar nicht!
Zwar haben 87 Prozent der Betriebe Internet, aber die Wirtschaftskammer setzt sehr wohl auf das persönliche Informationsgespräch, wo wir sehr viel „rüberbringen“. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Das funktioniert nur offenbar nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Können Sie sich vorstellen, wie viele Kontakte pro Jahr es in Niederösterreich in unseren Bezirksstellen, Fachgruppen und Fachgremien überhaupt gibt? – Insgesamt 116 000 bei 78 000 Betrieben. Man sieht ganz einfach, wir haben wirklich mit unseren Betrieben Kontakt. Daher möchte ich mich heute einmal sehr, sehr herzlich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Wirtschaftskammern bedanken, denn sie leisten hervorragende Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber nun zum Budget. Das Budget ist der in Zahlen gegossene politische Wille. Als Unternehmerin weiß ich, dass ein Budget nicht etwas nur für das nächste Jahr, für welches das Budget erstellt, ist, sondern für viele Jahre im voraus, damit man gesetzte Ziele erreichen und umsetzen kann – und wir, die Regierungsparteien, machen das. Wir senken die Steuer- und Abgabenquote bis zum Jahr 2010 auf zumindest 40 Prozent. Nicht reagieren ist die Devise, sondern gestalten! (Beifall bei der ÖVP.) Das ist die beste Wirtschaftspolitik, die beste Wirtschaftsförderung und die effektivste Arbeitsmarktpolitik für die Zukunft!
Abg. Mag. Posch: Jetzt kommt es!
Gerade in der Wirtschaft ist Nachhaltigkeit verbunden mit regionalen Strukturen, mit unseren Klein- und Mittelbetrieben. Das haben wir auch bei unserer Klub-Enquete am 4. November festgestellt. Daher möchte ich Ihnen heute noch ein kleines Beispiel aus dieser Klub-Enquete bringen. (Abg. Mag. Posch: Jetzt kommt es!)
Abg. Mag. Posch: Wolfi im Wunderland!
Eine Stadt, Mank, mit vielen Gesichtern hat schon viele Projekte gestartet. Eines der wichtigsten Projekte in den letzten Jahren: Es ist ein Märchen, das vom Leben in einer kleinen Stadt handelt, entstanden, ein Märchen zum Nachdenken. (Abg. Mag. Posch: Wolfi im Wunderland!) Und zwar ist es so, dass der Ortskern durch zu wenige Einkäufe vor Ort ausgestorben ist, nach langer Zeit ist dann der Fiffikus (die Rednerin zeigt die Stofffigur) von außen gekommen und hat von außen hineingetragen: Es geht auch anders, Vereinsleben kann wieder gestärkt werden, Betriebe vor Ort können gestärkt werden, wenn wir den Ort stärken! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Mag. Posch –: Davon verstehen karenzierte Lehrer nicht viel, das ist klar!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Mag. Posch –: Davon verstehen karenzierte Lehrer nicht viel, das ist klar!
Eine Stadt, Mank, mit vielen Gesichtern hat schon viele Projekte gestartet. Eines der wichtigsten Projekte in den letzten Jahren: Es ist ein Märchen, das vom Leben in einer kleinen Stadt handelt, entstanden, ein Märchen zum Nachdenken. (Abg. Mag. Posch: Wolfi im Wunderland!) Und zwar ist es so, dass der Ortskern durch zu wenige Einkäufe vor Ort ausgestorben ist, nach langer Zeit ist dann der Fiffikus (die Rednerin zeigt die Stofffigur) von außen gekommen und hat von außen hineingetragen: Es geht auch anders, Vereinsleben kann wieder gestärkt werden, Betriebe vor Ort können gestärkt werden, wenn wir den Ort stärken! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Mag. Posch –: Davon verstehen karenzierte Lehrer nicht viel, das ist klar!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, auch der Ansatzpunkt: Bewusstseinsbildung beginnt bei den Kindern! ist sehr, sehr wichtig. Gerade das Wort „Bewusstseinsbildung“ ist für mich ein Zauberwort. Aber dies ist mit positiven Botschaften verbunden, mit Mut und Konsequenz, denn Wirtschaftspolitik hat viel mit Stimmung zu tun. Gute Stimmung bedeutet Sicherheit und regt zu neuen Investitionen an. Das Krankjammern und Schlechtreden seitens der Opposition hilft uns dabei sicher nicht weiter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Herbei! Herbei!
Manchmal, meine Damen und Herren von der SPÖ, würde ich Ihnen wünschen, dass auch zu Ihnen einmal der Fiffikus kommt, um Ihnen bei gewissen Dingen die Augen zu öffnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Herbei! Herbei!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man viel lernen!
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Wenn man sich hier einige Redner von den Regierungsparteien anhört (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man viel lernen!), so kommt man oder könnte man zu der Auffassung kommen: Die Wirtschaftspolitik dieser Regierung ist in Ordnung, es gibt mehr Beschäftigung, es gibt weniger Arbeitslose. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Wenn man sich hier einige Redner von den Regierungsparteien anhört (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man viel lernen!), so kommt man oder könnte man zu der Auffassung kommen: Die Wirtschaftspolitik dieser Regierung ist in Ordnung, es gibt mehr Beschäftigung, es gibt weniger Arbeitslose. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Die Realität ist eine völlig andere. Ich bin in meinem Beruf als Gewerkschaftssekretär (Zwischenrufe bei der ÖVP) in den letzten Wochen mit einer Reihe von ganz konkreten Fällen konfrontiert worden, wo die Regierung versagt hat, wo keine ordentlichen Rahmenbedingungen da sind.
Abg. Gradwohl: Was haben Sie getan, Herr Minister?
Ich nenne auch Fakten: Firma Carrera-Optyl in Traun: 473 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dort haben den Job verloren. (Abg. Gradwohl: Was haben Sie getan, Herr Minister?)
Abg. Gradwohl: Was haben Sie getan, Herr Minister?
Wir verhandeln zurzeit in der Firma Dreefs in Peuerbach – ein Betrieb der Elektro-, der Elektronikindustrie; 120 Arbeitsplätze werden in die Bundesrepublik Deutschland verlagert. 120 Arbeitsplätze! (Abg. Gradwohl: Was haben Sie getan, Herr Minister?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Wir verhandeln zurzeit einen Sozialplan der Firma Högl im Bezirk Schärding, wo 60 Frauen in den nächsten Tagen, in den nächsten Wochen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Wir haben die Situation – Herr Mitterlehner, hören Sie zu! –, dass mehr als 200 Frauen vor kurzem den Arbeitsplatz bei der Firma Eterna in Schärding, einer Hemden- und Blusenproduktion, auf Grund einer Verlagerung nach Ungarn verloren haben. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Was kann die Regierung dafür?
Wir wissen seit heute, 13 Uhr, auf Grund einer Information des Finanzvorstandes von ZF Passau, dass die gesamte Montage in die Bundesrepublik Deutschland verlagert wird. Wieder verlieren in diesem Unternehmen 200 Kollegen und Kolleginnen den Arbeitsplatz, und der restliche Bereich, der Bereich der Produktion mit fast 400 Beschäftigten (Abg. Dr. Mitterlehner: Was kann die Regierung dafür?), wird an ein Unternehmen verkauft, von dem bis zur Stunde noch nicht sicher ist, ob die Produktion à la longue in Österreich gehalten werden kann.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist auch der Grund, warum unsere Fraktion, die Sozialdemokratie, diesem Budget nicht zustimmen kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Hallo! Geh bitte!
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Kollege Gewerkschaftssekretär, es wundert mich nicht, dass es nicht einfach ist, wenn Gewerkschaftssekretäre verhandeln gehen, denn, meine Damen und Herren, wenn da die Unternehmen und die Verantwortungsträger zuhören, dann kann ich mir schon vorstellen, dass sie ausweichen. Im Übrigen muss man sich ja auch fragen: Warum und wieso? (Abg. Öllinger: Hallo! Geh bitte!)
Abg. Silhavy: Was ist bei der ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Dass bei einer Wirtschaftsdebatte für die Opposition nicht viel zu gewinnen ist, ist auch bekannt. Nicht umsonst schwindet die Kompetenz der SPÖ und auch der Grünen permanent. Aber man braucht ja nur in die Reihen zu schauen: Es ist weder der Wirtschaftssprecher noch der Budgetsprecher der SPÖ hier, es ist auch der ... (Abg. Silhavy: Was ist bei der ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes ist da, meine Kollegen, aber wo ist euer Wirtschaftsprofessor? Wo sind denn die, die immer die Wirtschaft erfunden haben wollen? – Sie glänzen durch Abwesenheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Was bilden Sie sich ein, dass Sie ...?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Was bilden Sie sich ein, dass Sie ...?
Meine Damen und Herren! Dass bei einer Wirtschaftsdebatte für die Opposition nicht viel zu gewinnen ist, ist auch bekannt. Nicht umsonst schwindet die Kompetenz der SPÖ und auch der Grünen permanent. Aber man braucht ja nur in die Reihen zu schauen: Es ist weder der Wirtschaftssprecher noch der Budgetsprecher der SPÖ hier, es ist auch der ... (Abg. Silhavy: Was ist bei der ÖVP? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes ist da, meine Kollegen, aber wo ist euer Wirtschaftsprofessor? Wo sind denn die, die immer die Wirtschaft erfunden haben wollen? – Sie glänzen durch Abwesenheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Was bilden Sie sich ein, dass Sie ...?)
Abg. Öllinger: Wer sind Sie denn? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Eigentlich muss man ja froh sein ... (Abg. Öllinger: Wer sind Sie denn? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Man muss froh sein, meine Damen und Herren, dass Sie die Herausforderung Wirtschaft nicht annehmen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie der ÖVP.) Wenn man an den Zickzackkurs eines Kollegen Matznetter denkt, mit einem Wirtschaftskonzept und den Zurücknahmen, dem Hin und Her und den Drohgebärden ... (Abg. Brosz: Sind Sie Abgeordneter? – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus! – Abg. Silhavy: Oje ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus!) – Aber freilich, Herr Kollege, mit größtem Vergnügen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie der ÖVP.
Eigentlich muss man ja froh sein ... (Abg. Öllinger: Wer sind Sie denn? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Man muss froh sein, meine Damen und Herren, dass Sie die Herausforderung Wirtschaft nicht annehmen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie der ÖVP.) Wenn man an den Zickzackkurs eines Kollegen Matznetter denkt, mit einem Wirtschaftskonzept und den Zurücknahmen, dem Hin und Her und den Drohgebärden ... (Abg. Brosz: Sind Sie Abgeordneter? – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus! – Abg. Silhavy: Oje ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus!) – Aber freilich, Herr Kollege, mit größtem Vergnügen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Sind Sie Abgeordneter? – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus! – Abg. Silhavy: Oje ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus!
Eigentlich muss man ja froh sein ... (Abg. Öllinger: Wer sind Sie denn? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Man muss froh sein, meine Damen und Herren, dass Sie die Herausforderung Wirtschaft nicht annehmen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie der ÖVP.) Wenn man an den Zickzackkurs eines Kollegen Matznetter denkt, mit einem Wirtschaftskonzept und den Zurücknahmen, dem Hin und Her und den Drohgebärden ... (Abg. Brosz: Sind Sie Abgeordneter? – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus! – Abg. Silhavy: Oje ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus!) – Aber freilich, Herr Kollege, mit größtem Vergnügen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eigentlich muss man ja froh sein ... (Abg. Öllinger: Wer sind Sie denn? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Man muss froh sein, meine Damen und Herren, dass Sie die Herausforderung Wirtschaft nicht annehmen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie der ÖVP.) Wenn man an den Zickzackkurs eines Kollegen Matznetter denkt, mit einem Wirtschaftskonzept und den Zurücknahmen, dem Hin und Her und den Drohgebärden ... (Abg. Brosz: Sind Sie Abgeordneter? – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus! – Abg. Silhavy: Oje ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Kogler: Weisen Sie sich einmal aus!) – Aber freilich, Herr Kollege, mit größtem Vergnügen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie können schon gehen! Setzen Sie sich wieder!
Wenn man sich auch anhört, was an Drohgebärden kommt – mit Steuererhöhungen, mit wirtschaftsfeindlichen Maßnahmen –, dann braucht man sich nicht zu wundern. Tatsache ist aber – und bleiben wir bei den Fakten, meine Damen und Herren! (Abg. Eder: Sie können schon gehen! Setzen Sie sich wieder!) –: Wir haben im Jahr 2003 innerhalb der Euro-Zone ein doppelt so hohes Wirtschaftswachstum gehabt, wie es der Durchschnitt ausmacht. Wir haben weniger als die halbe Arbeitslosigkeit, wir haben weniger als das halbe Budgetdefizit, meine Damen und Herren! Die Summe an Konjunkturbelebungspaketen bis hin zur Steuerreform bewirkt immerhin Wirtschaftsimpulse im Ausmaß von mehr als 3,6 Milliarden €! (Abg. Eder: So ein präpotenter Mensch!)
Abg. Eder: So ein präpotenter Mensch!
Wenn man sich auch anhört, was an Drohgebärden kommt – mit Steuererhöhungen, mit wirtschaftsfeindlichen Maßnahmen –, dann braucht man sich nicht zu wundern. Tatsache ist aber – und bleiben wir bei den Fakten, meine Damen und Herren! (Abg. Eder: Sie können schon gehen! Setzen Sie sich wieder!) –: Wir haben im Jahr 2003 innerhalb der Euro-Zone ein doppelt so hohes Wirtschaftswachstum gehabt, wie es der Durchschnitt ausmacht. Wir haben weniger als die halbe Arbeitslosigkeit, wir haben weniger als das halbe Budgetdefizit, meine Damen und Herren! Die Summe an Konjunkturbelebungspaketen bis hin zur Steuerreform bewirkt immerhin Wirtschaftsimpulse im Ausmaß von mehr als 3,6 Milliarden €! (Abg. Eder: So ein präpotenter Mensch!)
Abg. Eder: Keine Ahnung! Schwafelt etwas daher!
Ein bestes Indiz dafür, dass die Wirtschaft, dass die Firmen Vertrauen zum Wirtschaftsstandort Österreich haben, zeigt die Bilanz der Austrian Business Agency. (Abg. Eder: Keine Ahnung! Schwafelt etwas daher!) Da wird erkennbar (Abg. Eder: So ein Geschwafel!), dass im Jahr 2003 82 Firmen mehr nach Österreich gekommen sind, dass dadurch immerhin rund 2 000 Arbeitsplätze geschaffen wurden und dass die Anfragen, weil das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort stimmt ... (Abg. Silhavy: Wie viele sind in Konkurs gegangen?) – Frau Kollegin, gut zuhören! Dann werden Sie in der nächsten Rede auch weniger mies machen, sondern vielleicht mehr Mut machen, was
Abg. Eder: So ein Geschwafel!
Ein bestes Indiz dafür, dass die Wirtschaft, dass die Firmen Vertrauen zum Wirtschaftsstandort Österreich haben, zeigt die Bilanz der Austrian Business Agency. (Abg. Eder: Keine Ahnung! Schwafelt etwas daher!) Da wird erkennbar (Abg. Eder: So ein Geschwafel!), dass im Jahr 2003 82 Firmen mehr nach Österreich gekommen sind, dass dadurch immerhin rund 2 000 Arbeitsplätze geschaffen wurden und dass die Anfragen, weil das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort stimmt ... (Abg. Silhavy: Wie viele sind in Konkurs gegangen?) – Frau Kollegin, gut zuhören! Dann werden Sie in der nächsten Rede auch weniger mies machen, sondern vielleicht mehr Mut machen, was
Abg. Silhavy: Wie viele sind in Konkurs gegangen?
Ein bestes Indiz dafür, dass die Wirtschaft, dass die Firmen Vertrauen zum Wirtschaftsstandort Österreich haben, zeigt die Bilanz der Austrian Business Agency. (Abg. Eder: Keine Ahnung! Schwafelt etwas daher!) Da wird erkennbar (Abg. Eder: So ein Geschwafel!), dass im Jahr 2003 82 Firmen mehr nach Österreich gekommen sind, dass dadurch immerhin rund 2 000 Arbeitsplätze geschaffen wurden und dass die Anfragen, weil das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort stimmt ... (Abg. Silhavy: Wie viele sind in Konkurs gegangen?) – Frau Kollegin, gut zuhören! Dann werden Sie in der nächsten Rede auch weniger mies machen, sondern vielleicht mehr Mut machen, was
Abg. Silhavy: Wie viele Betriebe sind in Konkurs gegangen?
wieder dem Wirtschaftsstandort gut tut. (Abg. Silhavy: Wie viele Betriebe sind in Konkurs gegangen?)
Abg. Riepl: Die Zeit ist abgelaufen!
Dann sieht man auch, wenn man sich nach Niederösterreich wendet (Abg. Riepl: Die Zeit ist abgelaufen!), dass dort mehr als 5 700 Neugründungen passiert sind, dass es gerade in Niederösterreich eine unglaublich prosperierende Betriebsansiedelungs- und Standortpolitik gibt, dass mit MedAustron 120 Millionen € und mehrere hundert Millionen an Folgeinvestitionen kommen werden, dass durch diesen konsequenten Weg der Veränderungen, durch Flexibilität und Innovationskraft der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich sehr geschätzt wird (Abg. Öllinger: Geht es Ihnen besser, wenn Sie sich auf die Brust klopfen?), dass wir uns auf der Überholspur befinden und dass wir auf einem Kurs sind, um den uns viele beneiden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber als Geisterfahrer sind Sie auf der Überholspur!)
Abg. Öllinger: Geht es Ihnen besser, wenn Sie sich auf die Brust klopfen?
Dann sieht man auch, wenn man sich nach Niederösterreich wendet (Abg. Riepl: Die Zeit ist abgelaufen!), dass dort mehr als 5 700 Neugründungen passiert sind, dass es gerade in Niederösterreich eine unglaublich prosperierende Betriebsansiedelungs- und Standortpolitik gibt, dass mit MedAustron 120 Millionen € und mehrere hundert Millionen an Folgeinvestitionen kommen werden, dass durch diesen konsequenten Weg der Veränderungen, durch Flexibilität und Innovationskraft der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich sehr geschätzt wird (Abg. Öllinger: Geht es Ihnen besser, wenn Sie sich auf die Brust klopfen?), dass wir uns auf der Überholspur befinden und dass wir auf einem Kurs sind, um den uns viele beneiden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber als Geisterfahrer sind Sie auf der Überholspur!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber als Geisterfahrer sind Sie auf der Überholspur!
Dann sieht man auch, wenn man sich nach Niederösterreich wendet (Abg. Riepl: Die Zeit ist abgelaufen!), dass dort mehr als 5 700 Neugründungen passiert sind, dass es gerade in Niederösterreich eine unglaublich prosperierende Betriebsansiedelungs- und Standortpolitik gibt, dass mit MedAustron 120 Millionen € und mehrere hundert Millionen an Folgeinvestitionen kommen werden, dass durch diesen konsequenten Weg der Veränderungen, durch Flexibilität und Innovationskraft der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich sehr geschätzt wird (Abg. Öllinger: Geht es Ihnen besser, wenn Sie sich auf die Brust klopfen?), dass wir uns auf der Überholspur befinden und dass wir auf einem Kurs sind, um den uns viele beneiden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Aber als Geisterfahrer sind Sie auf der Überholspur!)
Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort (Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) gelangt Frau Abgeordnete Königsberger-Ludwig. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 2 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Er hört ja nicht einmal zu!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Ledolter, wir wollen nicht mies machen. Aber ich denke, wir werden wohl Ihre Versäumnisse hier bei der Debatte noch aufzeigen dürfen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Er hört ja nicht einmal zu!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Die Kollegen von den Regierungsparteien sind so stolz darauf, dass nächstes Jahr 2,4 Millionen Menschen keine Steuern mehr zahlen müssen, und meinen, dass diese daher von der Steuerreform so großartig profitieren. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es ist egal, wie viele. (Abg. Grillitsch: Das ist nicht egal, wie viele!) Herr Minister, Sie wissen wahrscheinlich, dass von diesen 2,4 Millionen oder 2,5 Millionen Menschen tatsächlich nur 2,2 Millionen Menschen von der Steuerreform profitieren werden, weil die anderen bis jetzt schon keine Steuern gezahlt haben – und die profitieren von der Steuerreform überhaupt nicht! Das werden Sie doch hoffentlich auch wissen, Herr Kollege Grillitsch.
Abg. Grillitsch: Das ist nicht egal, wie viele!
Die Kollegen von den Regierungsparteien sind so stolz darauf, dass nächstes Jahr 2,4 Millionen Menschen keine Steuern mehr zahlen müssen, und meinen, dass diese daher von der Steuerreform so großartig profitieren. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es ist egal, wie viele. (Abg. Grillitsch: Das ist nicht egal, wie viele!) Herr Minister, Sie wissen wahrscheinlich, dass von diesen 2,4 Millionen oder 2,5 Millionen Menschen tatsächlich nur 2,2 Millionen Menschen von der Steuerreform profitieren werden, weil die anderen bis jetzt schon keine Steuern gezahlt haben – und die profitieren von der Steuerreform überhaupt nicht! Das werden Sie doch hoffentlich auch wissen, Herr Kollege Grillitsch.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich appelliere daher an Sie: Stellen Sie ausreichend Mittel zur Verfügung, damit eine ordentliche aktive Arbeitsmarktpolitik für alle betroffenen arbeitslosen Menschen gemacht werden kann! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist, dass die Gesamtzahl der Ansiedlungen 82 war. – Lesen Sie das im Protokoll nach! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Und mehr Arbeitslosigkeit!
So haben zum Beispiel die Konjunkturpakete I und II laut Wifo einen Wachstumsimpuls von 0,75 Prozent im Jahr 2004 mit sich gebracht. (Abg. Riepl: Und mehr Arbeitslosigkeit!) Anzuführen wären dabei beispielsweise die 10 Prozent an Investitionszuwachsprämie und die 7-prozentige Sonderabschreibung für bauliche Maßnahmen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Meine Redezeit ist zu Ende, der Vergleich macht mich aber sicher: Die Bundesregierung ist mit ihrer aktiven und verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg, ein Zickzackkurs à la Opposition wäre fatal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Herr Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit! Ich betone das Wort auch deswegen, weil ich glaube, dass Sie bis heute überhaupt nicht registriert haben, dass Sie auch für die arbeitenden Menschen in unserem Lande Verantwortung zeigen sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Herr Bundesminister, reden auf der einen Seite von Rekordbeschäftigung, aber nicht davon, dass wir, wenn man das auf Vollarbeitszeitplätze umrechnet, in den letzten Jahren viel weniger Menschen in unserem Land hatten, die Beschäftigung gefunden haben. Warum kein Wort darüber, dass immer mehr Menschen teilzeitbeschäftigt sind oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen müssen? Warum kein Wort von Ihnen über die 280 000 Arbeitslosen in Österreich? Doch der Kollege Steindl stellt sich hier her und sagt: Bei uns ist alles bestens! – Diese Horrorzahlen haben Sie, meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien, zu verantworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ist Ihnen entgangen, Frau Kollegin Marek – weil Sie gesagt haben, die Augen müssen geöffnet werden –, dass auf Grund der verfehlten Politik in den letzten Jahren die Jugendarbeitslosigkeit um 48 Prozent gestiegen ist? – Eine unsoziale Politik, mit der wir nichts zu tun haben wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Das ist einfach nicht wahr!
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Steuerreform 2004 und 2005 bringt allen Österreichern eine Entlastung, eine Einkommensstärkung der Familien und auch eine Attraktivierung des österreichischen Wirtschafts- und Arbeitsstandortes. (Abg. Reheis: Das ist einfach nicht wahr!) Diese Vorteile der Steuerreform hat mein Kollege Steindl bereits eingehend erläutert.
Abg. Riepl: Was machen Sie dagegen?
Ich komme persönlich aus einem schönen, aber wirtschaftlich schwachen Bezirk mit 10 Prozent Arbeitslosen. (Abg. Riepl: Was machen Sie dagegen?) Daher, meine Damen und Herren, hat die Arbeitsplatzschaffung und -sicherung bei uns natürlich höchste Priorität. Auch bei uns hat die Steuerreform ihre positiven Auswirkungen, vor allem in der Zukunft, im nächsten Jahr wird sie wirksam. Ich möchte das anhand einiger Beispiele erläutern.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke der Bundesregierung für die richtigen Schritte zur richtigen Zeit. Ein guter Weg für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Politik, die wir ablehnen. Daher hat die Sozialdemokratie im Unterschied zu Ihnen, die Sie sich nur mit Verscherbeln und der Einschränkung von Mieterrechten beschäftigten, ein wohnpolitisches Programm entwickelt, in dem die Mieterinnen und Mieter im Mittelpunkt stehen und wo es uns unabhängig davon, ob es Mieter oder Wohnungseigentümer sind, darum geht, dass Wohnen ein Grundrecht sein muss, dass Wohnen etwas ist, das nicht nur Sie sich leisten können, sondern alle Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Sehr geehrte Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte auf die Arbeitsmarktsituation für behinderte Menschen eingehen. Es gibt ein Bündel von Maßnahmen dieser Bundesregierung, das auch Wirkung zeigt: 2002 gab es noch 31 000 behinderte Menschen, die als arbeitslos gemeldet waren, 2003 waren es 30 500, und darin zeichnete sich die erste Wende ab, die entgegen dem allgemeinen Trend wirkte. Vergleicht man die Zahlen des Oktober 2003 mit jenen des Oktober 2004, dann sieht man wiederum eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation um 5,8 Prozent, oder, anders ausgedrückt, es ist gelungen, 1 600 neue Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herausforderung, eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen, und das tun wir auch. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das zweite Beispiel ist die Übersiedlung der drei Gerichte aus der Riemergasse in den City Tower Vienna. Die Riemergasse steht seit mehr als einem Jahr leer. Die Leerstehungskosten betragen 1,5 Millionen € pro Jahr. Es gibt keine Nachmieter, und es ist unprofessionell, abzusiedeln und keine Nachmieter zu haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend bewertet ist das „Management by Chaos“, ein Chaos, das zu Lasten der MieterInnen und Steuerzahler geht, und das lehnen wir ab. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Wie ist das Budget in der Steiermark?
Nein, Spindelberger stimmt in das Geheule ein und bejammert dieses Budget. Ich frage mich schon, ob hier wohl wirklich die gleichen Unterlagen verteilt worden sind. Die einen jammern, die anderen loben. Ich möchte jedoch sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass das Kapitel „Arbeit und Wirtschaft“ ... (Abg. Eder: Wie ist das Budget in der Steiermark?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke Ihnen, Sie motivieren mich ein bisserl. Ich fühle mich eh schon so einsam ohne Zwischenrufe. Ich danke Ihnen herzlich, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es muss Ihnen klar sein, dass bei der Jugendarbeitslosigkeit die Zahlen vehement zurückgegangen sind: bei den bis zu 19-Jährigen betrug die Vormerkdauer für 20,6 Prozent drei bis sechs Monate und für 20,3 Prozent sechs bis zwölf Monate. Insgesamt gesehen, österreichweit ist die Jugendarbeitslosigkeit um 5,2 Prozent gesunken. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Tourismus ist positiv, wertschöpfend und arbeitsplatzsichernd und ist ein Vorteil für den ländlichen Raum. Und wenn ich schon beim ländlichen Raum bin, nur noch ein Satz, Herr Minister: INTERREG und LEADER sind ein großer Vorteil für diese Gebiete, schaffen Investitionen, schaffen Arbeitsplätze, und ich bitte darum, sich, wenn diese Programme zu Ende sind, um ein weiteres zu bemühen. – Ich danke herzlichst. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Was? Das ist ja der Tourismus-Minister!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herzlichen Dank für das Stichwort Tourismus – ein Stiefkind des Herrn Bundesministers. (Abg. Kopf: Was? Das ist ja der Tourismus-Minister!) Die Mittel für das Schutzhüttenprogramm sind seit drei Jahren nicht mehr erhöht worden, der Alpenverein hat gerade einen Hilfeschrei ausgestoßen: Sie müssen einzelne Hütten zusperren, weil sie die nicht mehr erhalten können. Das ist also offensichtlich nicht so erfolgreich, aber vielleicht fragen Sie einmal beim Alpenverein nach. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herzlichen Dank für das Stichwort Tourismus – ein Stiefkind des Herrn Bundesministers. (Abg. Kopf: Was? Das ist ja der Tourismus-Minister!) Die Mittel für das Schutzhüttenprogramm sind seit drei Jahren nicht mehr erhöht worden, der Alpenverein hat gerade einen Hilfeschrei ausgestoßen: Sie müssen einzelne Hütten zusperren, weil sie die nicht mehr erhalten können. Das ist also offensichtlich nicht so erfolgreich, aber vielleicht fragen Sie einmal beim Alpenverein nach. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Stört Sie das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Frau!
Eine interessante Zahl ist mir beim Studium des Budgetwerks untergekommen, und zwar was die Expo 2005 betrifft. Die Expo findet von März bis September 2005 in Japan statt. Zunächst hätte der Ministerrat Herrn Leopold Maderthaner entsendet, aber dieser ist dann aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage gekommen, und so hat Mares Rossmann diese Funktion übernommen. (Abg. Scheibner: Stört Sie das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Frau!)
Abg. Scheibner: Das müssen Sie uns jetzt aber genau erklären, was eine No-na!-Antwort ist!
Unter dem Thema „Weisheit der Natur“ geht es immer auch um Tourismus und Nachhaltigkeit. Auf der Internetplattform des Bundesministeriums lese ich, dass es für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit von größtem Interesse sei, wie die regionalen und lokalen Initiativen und Maßnahmen eines nachhaltigen Tourismus auf Bundesebene unterstützt werden können. Wir haben daraufhin gefragt, welche Maßnahmen im Sinne des Öko-Tourismus und des nachhaltigen Tourismus im Jahr 2005 geplant sind, und wir haben die lapidare Antwort erhalten: Wie in den vergangenen Jahren werden weiterhin touristische – auch ökotouristische – Projekte aus Tourismusförderungsmitteln unterstützt. – No na! Was ist das für eine Antwort auf eine korrekte Frage? Das ist eine No-na!-Antwort! (Abg. Scheibner: Das müssen Sie uns jetzt aber genau erklären, was eine No-na!-Antwort ist!)
Abg. Scheibner: Meine Verzweiflung hat ganz andere Gründe! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir sind wegen ganz was anderem verzweifelt! – Gegenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wie hoch sind die Mittel in den Vorjahren gewesen? Unter dem Budgetansatz 1/63 156 findet sich unter Förderungsbeitrag der Betrag von 100 000 € für alle Initiativen im Sinne des nachhaltigen Tourismus österreichweit! – Herr Scheibner, jetzt schauen Sie selber ein bisschen verzweifelt. Das ist doch ein bisschen läppisch, oder? (Abg. Scheibner: Meine Verzweiflung hat ganz andere Gründe! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir sind wegen ganz was anderem verzweifelt! – Gegenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Im Jahre 2003 war der ausgeschöpfte Betrag 109 831 €. Mager, sehr mager!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und als Letztes zur österreichischen Wirtschaft auch etwas Gutes – Sie wollen doch immer auch Gutes hören –: Ich finde es sehr schön, dass wir in Österreich Firmen haben, die mit neuartiger Technologie auf den Weltmarkt exportieren. Diese Firmen arbeiten im Bereich der Solarenergie, sie arbeiten im Bereich der Biomassekesselerzeuger, sie arbeiten im Bereich der Windräder. Herr Minister, Sie werden uns das doch nicht allen Ernstes antun wollen, dass mit einem Ökostromgesetz diese tolle Entwicklung, die in der österreichischen Wirtschaft begonnen hat, wieder massiv heruntergebremst wird! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wo denn?
Die Wirtschaft, meine geschätzten Damen und Herren, befindet sich im Aufschwung, und ich denke, wir alle spüren bereits die positiven Auswirkungen der Konjunkturpakete dieser Bundesregierung. (Abg. Öllinger: Wo denn?) In einigen Bereichen sind wir heute bereits im Spitzenfeld der Europäischen Union, und das, obwohl uns von Seiten der sozialistischen Finanzminister ein sehr schweres Erbe hinterlassen worden ist. Die haben nämlich Schulden gemacht, und wir müssen die Zinsen bezahlen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Wirtschaft, meine geschätzten Damen und Herren, befindet sich im Aufschwung, und ich denke, wir alle spüren bereits die positiven Auswirkungen der Konjunkturpakete dieser Bundesregierung. (Abg. Öllinger: Wo denn?) In einigen Bereichen sind wir heute bereits im Spitzenfeld der Europäischen Union, und das, obwohl uns von Seiten der sozialistischen Finanzminister ein sehr schweres Erbe hinterlassen worden ist. Die haben nämlich Schulden gemacht, und wir müssen die Zinsen bezahlen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie in den Jahren bis 1999?
Zum Zeitpunkt des Antritts der Regierung Schüssel I haben wir jährlich über 7 Milliarden € an Zinsen bezahlt; das sind pro Tag über 20 Millionen € Zinsen. (Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie in den Jahren bis 1999?) In diesen fünf Jahren sind das also 35 Milliarden € Zinsen, die wir für die Altschulden bezahlt haben. (Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie?) Und wenn wir diese nicht bezahlen müssten, dann täten wir uns leicht damit, Schulden abzubauen.
Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie?
Zum Zeitpunkt des Antritts der Regierung Schüssel I haben wir jährlich über 7 Milliarden € an Zinsen bezahlt; das sind pro Tag über 20 Millionen € Zinsen. (Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie in den Jahren bis 1999?) In diesen fünf Jahren sind das also 35 Milliarden € Zinsen, die wir für die Altschulden bezahlt haben. (Abg. Mag. Darabos: Wo waren Sie?) Und wenn wir diese nicht bezahlen müssten, dann täten wir uns leicht damit, Schulden abzubauen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also: Sie, meine geschätzten Damen und Herren, haben Schulden gemacht, wir setzen Maßnahmen, um zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Steuerreform ist eine der Maßnahmen, um zu entlasten und für die Wirtschaft geeignete Bedingungen zu sichern, damit sie auch wettbewerbsfähig bleibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft bedeutet Arbeitsplätze. Ich weiß schon, dass Sie, Herr Matznetter, mit Ihrem Papier nichts für die Wirtschaft übrig haben und nichts für die Arbeitsplätze übrig haben. Darum regen Sie sich jetzt so auf und fuchteln herum. – Sie können ruhig weiter fuchteln – wir arbeiten für die Bürger in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Steuerreform ist eine der Maßnahmen, um zu entlasten und für die Wirtschaft geeignete Bedingungen zu sichern, damit sie auch wettbewerbsfähig bleibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft bedeutet Arbeitsplätze. Ich weiß schon, dass Sie, Herr Matznetter, mit Ihrem Papier nichts für die Wirtschaft übrig haben und nichts für die Arbeitsplätze übrig haben. Darum regen Sie sich jetzt so auf und fuchteln herum. – Sie können ruhig weiter fuchteln – wir arbeiten für die Bürger in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eßl wendet sich Richtung Präsidium und gibt zu verstehen, dass er seine Ausführungen noch nicht beendet hat. – Heiterkeit.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist ... (Abg. Eßl wendet sich Richtung Präsidium und gibt zu verstehen, dass er seine Ausführungen noch nicht beendet hat. – Heiterkeit.) – Pardon! Ich war der Meinung, Sie hätten Ihre Rede beendet, Herr Abgeordneter. Es tut mir Leid!
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Eßl (fortsetzend): Frau Präsidentin! Ich habe noch kein Licht gesehen! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Eßl (fortsetzend): Frau Präsidentin! Es sollte natürlich in der Rede eines Abgeordneten, auch wenn’s nur drei Minuten sind, mehrere Höhepunkte geben dürfen. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das war jetzt der Höhepunkt!
Meine geschätzten Damen und Herren! Zum Budget für das Jahr 2005 darf ich zusammenfassend sagen: Mit diesem Haushaltsvoranschlag finden wir ein Zahlenwerk vor, das sehr geeignet ist, um die Wirtschaft in unserem Land weiter anzukurbeln. Die Bundesregierung mit Wolfgang Schüssel an der Spitze schafft Arbeitsplätze zum Wohle der Menschen in Österreich. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das war jetzt der Höhepunkt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mindestens drei Höhepunkte! – Weitere Rufe in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. 5 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mindestens drei Höhepunkte! – Weitere Rufe in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Molterer: Des SPÖ-Klubs?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Da ist nicht anzuschließen. Ich gebe allen Recht, die mir das zurufen wollen. Es ist überhaupt eine eigenartige Performance des SPÖ-Klubs. (Abg. Mag. Molterer: Des SPÖ-Klubs?) Zuerst kommt einer heraus, der sich nicht ausweisen kann, jetzt hat einer ohne Licht drei Höhepunkte. Aber bitte! (Heiterkeit und Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Heiterkeit und Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Da ist nicht anzuschließen. Ich gebe allen Recht, die mir das zurufen wollen. Es ist überhaupt eine eigenartige Performance des SPÖ-Klubs. (Abg. Mag. Molterer: Des SPÖ-Klubs?) Zuerst kommt einer heraus, der sich nicht ausweisen kann, jetzt hat einer ohne Licht drei Höhepunkte. Aber bitte! (Heiterkeit und Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Heiterkeit.
Ich hätte mich nicht zu Wort gemeldet, wenn es nicht auch etwas Ernstes gäbe in der Republik. Ich gebe zu, diese Kurve ist schwer zu nehmen, aber ich versuche es trotzdem. (Heiterkeit.)
Abg. Öllinger: Ein Monat! Ein Tag!
Sie haben Anfang September, genau am 7. September dieses Jahres, gesagt: Die Republik sieht sich als stabiler Kernaktionär der VA-Tech, und das soll auch in absehbarer Zeit so bleiben. – Ich darf Sie fragen: Was ist absehbar? (Abg. Öllinger: Ein Monat! Ein Tag!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt frage ich mich: Wie ist das eigentlich zu qualifizieren, dass ein Beratungs- und PR-Unternehmen, das in ganz engem Kontakt mit der ÖVP steht, jetzt auch Siemens promotet bei der ganzen Vorgangsweise? Denn das Einzige, was jetzt zu tun ist, ist offensichtlich, alles, was vor ein paar Wochen gesagt wurde, ins Gegenteil zu verkehren. Da haben Sie eine gewisse Übung – siehe Schuldenpolitik –, aber in dieser Kürze noch nicht. Deshalb ein PR-Unternehmen, und ich finde das ein bisschen eigenartig, wenn der größte, nunmehr sehr private, Konzern der Republik sich in PR-Gemeinschaft mit dem Bundeskanzler begibt, um all das wegzudiskutieren, was vor ein paar Wochen absolut richtig war, aber jetzt auf einmal nicht mehr gelten soll. Erklären Sie uns das bitte! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was ist jetzt mit Ihrer Marktwirtschaft und mit dem frohen und fröhlichen Kapitalismus? Sind das nicht die Schattenseiten? Ist es nicht unsere Bundesregierung, die vor ein paar Wochen noch geschrieen hat, das kann drohen, und jetzt gilt das alles nicht mehr? Und wieder wird mit irgendwelchen PR-Beratungen alles zugewischt? – Erklären Sie uns das! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das war jetzt zu offensichtlich!
Herr Bundesminister Strasser, ich sage Ihnen: Getürkte Statistiken an die Öffentlichkeit zu bringen, während immer mehr Wiener zum Opfer der Sicherheitspolitik des Strasser-Grasser-Teams werden, kann doch nur als Provokation empfunden werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das war jetzt zu offensichtlich!)
Abg. Scheibner: Das war ja zu offensichtlich!
Jetzt muss ich mich allerdings entschuldigen. Ich habe nämlich vergessen, zu sagen, was ich da zitiert habe. Das habe nämlich nicht ich erfunden, und ich habe wirklich darauf gewartet, dass Sie mir das „Hölzl“ werfen, Herr Scheibner. Ich möchte Ihnen das nicht vorenthalten: Dieser Satz, den ich hier zur Kenntnis gebracht habe, stammt aus dem Klub der Freiheitlichen Pressestelle! (Abg. Scheibner: Das war ja zu offensichtlich!)
Abg. Scheibner: Lesen können wir selber!
Oder nehmen wir den „Kurier“ von morgen her: Alarm im Advent. Polizei warnt vor Raubüberfällen. An jedem zweiten Werktag ein Raubüberfall. (Abg. Scheibner: Lesen können wir selber!)
Abg. Großruck – eine Zeitung in die Höhe haltend –: Lesen Sie das auch vor!
Oder nehmen wir den „Kurier“ vom 14. November: Versicherungen stöhnen unter der Einbruchsflut. Im Vergleich zu 2003 steigen die Delikte um 15 Prozent. (Abg. Großruck – eine Zeitung in die Höhe haltend –: Lesen Sie das auch vor!) Sie sollten jetzt Ihren nächsten Vierzeiler auswendig lernen, Herr Großruck. Lernen Sie Ihren Vierzeiler auswendig, das ist viel gescheiter. Das sind doch keine Zwischenrufe, das disqualifiziert sich ja von selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder nehmen wir den „Kurier“ vom 14. November: Versicherungen stöhnen unter der Einbruchsflut. Im Vergleich zu 2003 steigen die Delikte um 15 Prozent. (Abg. Großruck – eine Zeitung in die Höhe haltend –: Lesen Sie das auch vor!) Sie sollten jetzt Ihren nächsten Vierzeiler auswendig lernen, Herr Großruck. Lernen Sie Ihren Vierzeiler auswendig, das ist viel gescheiter. Das sind doch keine Zwischenrufe, das disqualifiziert sich ja von selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zweytick: Das ist eine Unterstellung! Das ist aus den Wolken gegriffen!
Die wesentliche Frage ist: Wenn die Delikte weiterhin so steigen und sich die Versicherungswirtschaft schon jetzt massiv darüber beklagt, ist natürlich auch eine Steigerung der Versicherungsbeiträge, der Versicherungsprämien zu erwarten. Das heißt, diese Regierung nimmt in Kauf, dass sie die Bevölkerung neuerlich belastet, womit sie ihre soziale Kälte neuerlich unter Beweis stellt. (Abg. Zweytick: Das ist eine Unterstellung! Das ist aus den Wolken gegriffen!) Herr Kollege Zweytick, Ihr Welschriesling ist nicht so gut, dass Sie solche Zwischenrufe machen können! (Abg. Zweytick: Du hast einen schlechten Geschmack!) Aber ich sage Ihnen, Herr Zweytick, sogar die Wirtschaft ... (Abg. Zweytick: Du hast schon einen besseren Geschmack gehabt!) Das ist meine persönliche Meinung, die werde ich noch sagen dürfen. Ich habe ihn ja gekostet. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zweytick: Du hast einen schlechten Geschmack!
Die wesentliche Frage ist: Wenn die Delikte weiterhin so steigen und sich die Versicherungswirtschaft schon jetzt massiv darüber beklagt, ist natürlich auch eine Steigerung der Versicherungsbeiträge, der Versicherungsprämien zu erwarten. Das heißt, diese Regierung nimmt in Kauf, dass sie die Bevölkerung neuerlich belastet, womit sie ihre soziale Kälte neuerlich unter Beweis stellt. (Abg. Zweytick: Das ist eine Unterstellung! Das ist aus den Wolken gegriffen!) Herr Kollege Zweytick, Ihr Welschriesling ist nicht so gut, dass Sie solche Zwischenrufe machen können! (Abg. Zweytick: Du hast einen schlechten Geschmack!) Aber ich sage Ihnen, Herr Zweytick, sogar die Wirtschaft ... (Abg. Zweytick: Du hast schon einen besseren Geschmack gehabt!) Das ist meine persönliche Meinung, die werde ich noch sagen dürfen. Ich habe ihn ja gekostet. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zweytick: Du hast schon einen besseren Geschmack gehabt!
Die wesentliche Frage ist: Wenn die Delikte weiterhin so steigen und sich die Versicherungswirtschaft schon jetzt massiv darüber beklagt, ist natürlich auch eine Steigerung der Versicherungsbeiträge, der Versicherungsprämien zu erwarten. Das heißt, diese Regierung nimmt in Kauf, dass sie die Bevölkerung neuerlich belastet, womit sie ihre soziale Kälte neuerlich unter Beweis stellt. (Abg. Zweytick: Das ist eine Unterstellung! Das ist aus den Wolken gegriffen!) Herr Kollege Zweytick, Ihr Welschriesling ist nicht so gut, dass Sie solche Zwischenrufe machen können! (Abg. Zweytick: Du hast einen schlechten Geschmack!) Aber ich sage Ihnen, Herr Zweytick, sogar die Wirtschaft ... (Abg. Zweytick: Du hast schon einen besseren Geschmack gehabt!) Das ist meine persönliche Meinung, die werde ich noch sagen dürfen. Ich habe ihn ja gekostet. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die wesentliche Frage ist: Wenn die Delikte weiterhin so steigen und sich die Versicherungswirtschaft schon jetzt massiv darüber beklagt, ist natürlich auch eine Steigerung der Versicherungsbeiträge, der Versicherungsprämien zu erwarten. Das heißt, diese Regierung nimmt in Kauf, dass sie die Bevölkerung neuerlich belastet, womit sie ihre soziale Kälte neuerlich unter Beweis stellt. (Abg. Zweytick: Das ist eine Unterstellung! Das ist aus den Wolken gegriffen!) Herr Kollege Zweytick, Ihr Welschriesling ist nicht so gut, dass Sie solche Zwischenrufe machen können! (Abg. Zweytick: Du hast einen schlechten Geschmack!) Aber ich sage Ihnen, Herr Zweytick, sogar die Wirtschaft ... (Abg. Zweytick: Du hast schon einen besseren Geschmack gehabt!) Das ist meine persönliche Meinung, die werde ich noch sagen dürfen. Ich habe ihn ja gekostet. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zweytick: Na geh, bitte!
Ich denke, es ist an der Zeit, dass man den Notruf der Exekutive, den Notruf 133, unterstützt, denn in den letzten Jahrzehnten ist dieser Notruf ein Symbol für die gute Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und der Exekutive geworden. In Ihrer Regierungszeit muss sich die Exekutive mit einem Notruf an die Bevölkerung und an die Politik wenden! (Abg. Zweytick: Na geh, bitte!) Und das ist ein schlechtes Zeichen. Sie machen eine dilettantische Politik, die die Sicherheit der Menschen gefährdet. Sie sollten den Notruf der Exekutive ernst nehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es ist an der Zeit, dass man den Notruf der Exekutive, den Notruf 133, unterstützt, denn in den letzten Jahrzehnten ist dieser Notruf ein Symbol für die gute Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und der Exekutive geworden. In Ihrer Regierungszeit muss sich die Exekutive mit einem Notruf an die Bevölkerung und an die Politik wenden! (Abg. Zweytick: Na geh, bitte!) Und das ist ein schlechtes Zeichen. Sie machen eine dilettantische Politik, die die Sicherheit der Menschen gefährdet. Sie sollten den Notruf der Exekutive ernst nehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass wir heute ein äußerst erfreuliches Budget zu beschließen haben, ja ich möchte fast sagen, ein Erfolgsbudget. 1,9 Milliarden € für das Jahr 2005 für das Budget Inneres – das ist ein Plus von 163 Millionen €, also rund 10 Prozent mehr als im heurigen Jahr. Außerdem gibt es für das Jahr 2005 ein Plus von 500 Exekutivbeamten im dienstbaren Stand. Also es wird alles gemacht, damit Österreich auch weiterhin im Bereiche der Sicherheit Weltspitze bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir können schon jetzt auf eine bedeutende Modernisierung und Weiterentwicklung zurückblicken: Die Ausbildung von Polizei und Gendarmerie wurde vereinheitlicht. Die Spezialeinheiten Cobra und Wega wurden neu ausgerichtet. Das Bundeskriminalamt wurde installiert. Die internationale Zusammenarbeit durch 14 Verbindungsbeamte in strategisch wichtigen Ländern wurde eingerichtet beziehungsweise ausgeweitet. Weiters kam es zur Schaffung einer Soforteingreiftruppe, zu einer Ausweitung der DNA-Analysen, einer ganz wichtigen Sache zur Bekämpfung der Schwerkriminalität, und, was hier ganz besonders zu erwähnen ist, zur Erneuerung der Dienststellen von Polizei und Gendarmerie. In den letzten vier Jahren sind 448 Gendarmerie- und Polizeidienststellen neu gebaut, adaptiert, erweitert oder saniert worden – eine großartige Leistung, und auch an dieser Stelle ein Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieses Budget kann sich sehen lassen. Dieses Budget bedeutet mehr Sicherheit für die Menschen in unserem Land und ist auch für die Exekutivbeamten ein Erfolg. Unser Dank gilt denjenigen, die sich für dieses ausgezeichnete Budget eingesetzt haben, Bundesminister Strasser und seinem Team, aber auch denjenigen, die Tag und Nacht für unsere Sicherheit sorgen, den Polizisten und Gendarmen, die mit mehr Geld im dienstlichen wie auch im privaten Bereich auf ein gutes Jahr 2005 blicken können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wo ist der Pilz?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Öllinger. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Scheibner: Wo ist der Pilz?)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Anders als die sozialdemokratische Fraktion, die in Bezug auf die Zusammenlegung Kritik geäußert hat, hätten wir Grüne durchaus Verständnis für eine Zusammenlegung der unterschiedlich und historisch gewachsenen Wachkörper. Das wäre nicht der Punkt. Der Punkt ist der – und dort beginnt die Kritik; das war aber auch zu erahnen, und das ist das Problem –, dass überall dort, wo etwas zusammengelegt wird, natürlich auch neue Posten besetzt werden müssen. Und der Umfang dieser Postenbesetzungen, dieser Neuausschreibungen ist nicht nur überraschend, sondern wirft alles, was wir kennen und im Zusammenhang mit Neubesetzungen durch den Bundesminister befürchten müssen, über den Haufen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Ich könnte Ihnen Beispiele sagen, wo es nicht so ist!
Herr Kößl, wir haben jetzt schon gesehen, wie der Herr Bundesminister bei Stellenausschreibungen, bei Neubesetzungen oder bei der Entfernung von Trägern wichtiger Spitzenfunktionen vorgegangen ist. Jetzt stehe ich nicht an zu sagen, es muss ja nicht immer ein Sozialdemokrat Spitzenmanager eines Wachkörpers sein. Selbstverständlich nicht. Aber es muss und darf auch nicht so sein, dass er durch ein ÖVP-Mitglied ersetzt wird. Was wir derzeit erleben und in den letzten Jahren der Amtsführung dieses Innenministers erlebt haben, war, dass genau das immer herausgekommen ist: Sozialdemokraten sind aus Funktionen „herausgesäubert“ worden und ÖVP- beziehungsweise ÖVP-nahe Spitzenfunktionäre sind eingesetzt worden. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Ich könnte Ihnen Beispiele sagen, wo es nicht so ist!)
Abg. Dr. Brinek: Andere auch!
Merken Sie, worauf ich hinauswill? Zwei Ressorts gewinnen stark dazu: Justiz und Sicherheit (Abg. Dr. Brinek: Andere auch!) – und alle anderen Ressorts gewinnen nicht in diesem Umfang dazu. Da kann ich Ihnen aus der Sicht eines nicht aus diesem Ressortwinkel Denkenden nur sagen: Schauen Sie sich an, wohin die Entwicklungen gehen!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Könnten Sie das wiederholen, ich habe nicht aufgepasst!
Es gibt in anderen Ländern durchaus die Situation, dass klar mehr für Gefängnisse, mehr für die Exekutive ausgegeben wird als für die Bildung. Wir sind, gebe ich zu, weit davon entfernt, aber Entwicklungen, Tendenzen spürbar, sichtbar zu machen ist auch eine Aufgabe der Politik, und man muss sehr sensibel gerade im Sicherheitsbereich damit umgehen. Da sind schnell Ängste bei der Bevölkerung erzeugt, Ängste geschürt, und Sie in der ÖVP beherrschen – gestatten Sie mir diese Nebenbemerkung – dieses Spiel auch fast so gut wie die Abgeordnete Partik-Pablé. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Könnten Sie das wiederholen, ich habe nicht aufgepasst!) – Zu spät, das nächste Mal, Frau Abgeordnete. Sie können es im Protokoll nachlesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich wollte darauf eingehen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich wollte darauf eingehen!
Es gibt in anderen Ländern durchaus die Situation, dass klar mehr für Gefängnisse, mehr für die Exekutive ausgegeben wird als für die Bildung. Wir sind, gebe ich zu, weit davon entfernt, aber Entwicklungen, Tendenzen spürbar, sichtbar zu machen ist auch eine Aufgabe der Politik, und man muss sehr sensibel gerade im Sicherheitsbereich damit umgehen. Da sind schnell Ängste bei der Bevölkerung erzeugt, Ängste geschürt, und Sie in der ÖVP beherrschen – gestatten Sie mir diese Nebenbemerkung – dieses Spiel auch fast so gut wie die Abgeordnete Partik-Pablé. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Könnten Sie das wiederholen, ich habe nicht aufgepasst!) – Zu spät, das nächste Mal, Frau Abgeordnete. Sie können es im Protokoll nachlesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich wollte darauf eingehen!)
Abg. Zweytick: Da verwechselst du irgendetwas mit „unfassbaren Verhältnissen“ in diesem Land! Wir sind in Österreich!
Wenn die Menschen hier in Österreich mit derartigen Lebensverhältnissen konfrontiert sind, dann ist das ein Problem, und das betrifft nicht nur InländerInnen, sondern natürlich auch Personen, die nach Österreich kommen und da für sie völlig unfassbare Verhältnisse vorfinden. Wir müssen uns sehr viel mehr um diese Verhältnisse, um diese Beziehungen kümmern und sehr viel mehr ... (Abg. Zweytick: Da verwechselst du irgendetwas mit „unfassbaren Verhältnissen“ in diesem Land! Wir sind in Österreich!) Aber geh, du hast schon wieder nicht aufgepasst! Du bist zu viel mit dem Jungwein beschäftigt. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Wenn die Menschen hier in Österreich mit derartigen Lebensverhältnissen konfrontiert sind, dann ist das ein Problem, und das betrifft nicht nur InländerInnen, sondern natürlich auch Personen, die nach Österreich kommen und da für sie völlig unfassbare Verhältnisse vorfinden. Wir müssen uns sehr viel mehr um diese Verhältnisse, um diese Beziehungen kümmern und sehr viel mehr ... (Abg. Zweytick: Da verwechselst du irgendetwas mit „unfassbaren Verhältnissen“ in diesem Land! Wir sind in Österreich!) Aber geh, du hast schon wieder nicht aufgepasst! Du bist zu viel mit dem Jungwein beschäftigt. (Heiterkeit.)
Abg. Mag. Johann Maier: Unfassbar!
Herr Bundesminister, wenn das Ihre Verantwortung und Ihre Wahrnehmung von Verfassungsgerichtshofurteilen ist: Ja, solange das noch nicht im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist, schieben wir ab, egal, wen es betrifft, Frauen, Kinder, raus mit ihnen, das geht ja noch so lange, bis das im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist! (Abg. Mag. Johann Maier: Unfassbar!), also wenn das stimmen soll ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!) Das schreibt Amnesty International, bis jetzt eine Organisation, die nicht schlecht beleumundet ist, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Österreich immer mies gemacht hat, Österreich immer in den Schmutz gezogen hat!)
Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!
Herr Bundesminister, wenn das Ihre Verantwortung und Ihre Wahrnehmung von Verfassungsgerichtshofurteilen ist: Ja, solange das noch nicht im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist, schieben wir ab, egal, wen es betrifft, Frauen, Kinder, raus mit ihnen, das geht ja noch so lange, bis das im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist! (Abg. Mag. Johann Maier: Unfassbar!), also wenn das stimmen soll ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!) Das schreibt Amnesty International, bis jetzt eine Organisation, die nicht schlecht beleumundet ist, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Österreich immer mies gemacht hat, Österreich immer in den Schmutz gezogen hat!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Österreich immer mies gemacht hat, Österreich immer in den Schmutz gezogen hat!
Herr Bundesminister, wenn das Ihre Verantwortung und Ihre Wahrnehmung von Verfassungsgerichtshofurteilen ist: Ja, solange das noch nicht im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist, schieben wir ab, egal, wen es betrifft, Frauen, Kinder, raus mit ihnen, das geht ja noch so lange, bis das im Bundesgesetzblatt abgedruckt ist! (Abg. Mag. Johann Maier: Unfassbar!), also wenn das stimmen soll ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!) Das schreibt Amnesty International, bis jetzt eine Organisation, die nicht schlecht beleumundet ist, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Österreich immer mies gemacht hat, Österreich immer in den Schmutz gezogen hat!)
Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!
Wenn das stimmt, Herr Bundesminister ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!) Sie haben die Möglichkeit zu antworten. Das reiht sich ein in eine Kette von anderen Vorfällen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Amnesty International versucht immer nur alles schlecht zu machen, Polizei und alles!) Ich kann mich noch gut erinnern, wir sind im Vorjahr – auch ich bin dort gestanden – gemeinsam mit den Menschenrechtsorganisationen in den Dezemberwochen vor Ihrem Ministerium gestanden, weil damals Frauen, Kinder nicht nur aus dem Flüchtlingslager Traiskirchen abgeschoben worden sind, sondern einfach von überall her auf die Straße gestellt worden sind.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Amnesty International versucht immer nur alles schlecht zu machen, Polizei und alles!
Wenn das stimmt, Herr Bundesminister ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!) Sie haben die Möglichkeit zu antworten. Das reiht sich ein in eine Kette von anderen Vorfällen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Amnesty International versucht immer nur alles schlecht zu machen, Polizei und alles!) Ich kann mich noch gut erinnern, wir sind im Vorjahr – auch ich bin dort gestanden – gemeinsam mit den Menschenrechtsorganisationen in den Dezemberwochen vor Ihrem Ministerium gestanden, weil damals Frauen, Kinder nicht nur aus dem Flüchtlingslager Traiskirchen abgeschoben worden sind, sondern einfach von überall her auf die Straße gestellt worden sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gut, jetzt werden sie offensichtlich nicht mehr vor Weihnachten auf die Straße gestellt; es hat dann auch einen kurzen Weihnachtsfrieden gegeben, es hat geordnetere Bahnen zur Unterbringung gegeben, auch positiv zu würdigende Schritte – trotz aller extremen Unzulänglichkeiten. Aber so etwas, was Amnesty International da schreibt, das darf einem Innenminister, der gerade ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes „kassieren“ musste, nicht passieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber Sie ahnen es wahrscheinlich!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Öllinger hat nicht wiederholt, warum er mich apostrophiert hat, deshalb kann ich auch nicht darauf eingehen. (Abg. Öllinger: Aber Sie ahnen es wahrscheinlich!) Nein, ich ahne es nicht einmal, stellen Sie sich vor! Aber ich gehe trotzdem auf Ihre Rede ein, und zwar auf die Vorwürfe, die Sie dem Innenminister wegen angeblicher parteipolitischer Besetzungen machen. Dazu möchte ich Folgendes sagen:
Abg. Mag. Wurm: 700 000 Vergehen und Verbrechen!
zur Herstellung eines solchen rot-weiß-roten Ministeriums hat, das möchte ich Ihnen vor Augen führen. (Abg. Mag. Wurm: 700 000 Vergehen und Verbrechen!)
Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!
Im Jahr 2000, als dieser Bundesminister in die Regierung kam, hat es neun Landesgendarmeriekommandanten gegeben – allesamt SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Bundespolizeidirektionen – allesamt rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Zentralinspektoren – alle rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); und es gab 14 Kriminalinspektoren – alle rot; der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit – natürlich rot (Abg. Mag. Wurm: Im Einvernehmen mit den Landeshauptleuten beschlossen worden!); 14 Polizeidirektoren – alle rot. Ein Überbleibsel ist ja noch der Polizeidirektor von Wien, der Herr Dr. Stiedl.
Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!
Im Jahr 2000, als dieser Bundesminister in die Regierung kam, hat es neun Landesgendarmeriekommandanten gegeben – allesamt SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Bundespolizeidirektionen – allesamt rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Zentralinspektoren – alle rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); und es gab 14 Kriminalinspektoren – alle rot; der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit – natürlich rot (Abg. Mag. Wurm: Im Einvernehmen mit den Landeshauptleuten beschlossen worden!); 14 Polizeidirektoren – alle rot. Ein Überbleibsel ist ja noch der Polizeidirektor von Wien, der Herr Dr. Stiedl.
Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!
Im Jahr 2000, als dieser Bundesminister in die Regierung kam, hat es neun Landesgendarmeriekommandanten gegeben – allesamt SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Bundespolizeidirektionen – allesamt rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Zentralinspektoren – alle rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); und es gab 14 Kriminalinspektoren – alle rot; der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit – natürlich rot (Abg. Mag. Wurm: Im Einvernehmen mit den Landeshauptleuten beschlossen worden!); 14 Polizeidirektoren – alle rot. Ein Überbleibsel ist ja noch der Polizeidirektor von Wien, der Herr Dr. Stiedl.
Abg. Mag. Wurm: Im Einvernehmen mit den Landeshauptleuten beschlossen worden!
Im Jahr 2000, als dieser Bundesminister in die Regierung kam, hat es neun Landesgendarmeriekommandanten gegeben – allesamt SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Bundespolizeidirektionen – allesamt rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); 14 Zentralinspektoren – alle rot (Abg. Mag. Wurm: Blödsinn!); und es gab 14 Kriminalinspektoren – alle rot; der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit – natürlich rot (Abg. Mag. Wurm: Im Einvernehmen mit den Landeshauptleuten beschlossen worden!); 14 Polizeidirektoren – alle rot. Ein Überbleibsel ist ja noch der Polizeidirektor von Wien, der Herr Dr. Stiedl.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das heißt, wenn Sie so etwas befürchten, dann deshalb, weil Sie ganz genau wissen, wie es unter Ihrem sozialistischen Innenminister war, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. Und der Herr Öllinger weiß das auch. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Wie kompliziert!
Jetzt haben Sie spät, aber doch gehandelt. Der Innenminister ist auch nicht sehr bereit oder freut sich auch nicht sehr darüber, dass es diese Reisepässe geben wird. Ich muss sagen, ich befürworte es. (Abg. Mag. Wurm: Wie kompliziert!) Die Freiheitliche Partei hat schon 1999 vorgeschlagen, dass biometrische Merkmale in die Reisepässe aufgenommen werden sollen, weil unsere Reisepässe enorm fälschungsanfällig sind. Frau Abgeordnete Wurm! Das erlebt man immer wieder.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Super! Sehr gut!
Herr Minister, wenn Sie damals schon unseren Forderungen stattgegeben hätten oder nachgekommen wären, dann hätten sich die Österreicher einiges Geld erspart. Jetzt haben die meisten Leute schon Reisepässe, die EU-Kriterien entsprechen. Man hätte schon damals die biometrischen Daten aufnehmen sollen. Sie sollten den freiheitlichen Forderungen wirklich Rechnung tragen und nicht warten, bis die EU unsere Forderungen übernimmt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Super! Sehr gut!) – Das also zu den Reisepässen.
Abg. Mag. Johann Maier: Das war in der „Kronen Zeitung“!
Herr Minister, wichtig ist auch noch, die Banküberfälle einzudämmen sowie jene Delikte, die im Zusammenhang mit Bankbesuchen geschehen. Fast jeden zweiten Tag wird eine Bank überfallen. (Abg. Mag. Johann Maier: Das war in der „Kronen Zeitung“!) – Das steht auch in der Zeitung drinnen, ja. Es wird aber, wie gesagt, überhaupt nicht präventiv vorgegangen. Die Banken leben so sorglos, als ob es keine Verbrecher gäbe. Während es in anderen Ländern beispielsweise Sperrgitter oder Sichtschutz vor dem Bankschalter gibt, ist es bei uns so, dass der Dritte in der Reihe ganz genau sieht, was das alte Mutterl abhebt, dann dieser alten Frau oder auch dem alten Mann oder auch einer jüngeren Frau folgt und ungehindert seine kriminelle Energie ausleben kann.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Da würde ich Sie wirklich bitten, initiativ zu werden, denn so wie auch der private Bürger Prävention machen muss, indem er sich stärkere Schlösser, Sicherheitstüren und so weiter anschafft und gewisse Investitionen tätigt, muss auch eine Bank für eine bessere Prävention sorgen. Das ist, wie ich meine, dringend notwendig. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich komme schon zum Schluss. Ich habe Ihnen einige Aufträge erteilt, Herr Minister, und ich hoffe, dass Sie sie befolgen. Natürlich würden wir alle befürworten, dass im Innenressort mehr Geld zur Verfügung steht, damit wirklich diese 1 000 Polizisten aufgenommen werden können. Heute ist bereits von dem Respekt in der Politik und so weiter gesprochen worden, und dazu gehört auch, dass man Standpunkte versteht. Es ist nun einmal so, dass im Budget die vorhandenen knappen Mittel auf viele Ressorts aufgeteilt werden müssen, und das Innenressort gehört ohnehin zu jenen Ressorts, die mehr Geld zur Verfügung haben, weil eben die Situation sehr kritisch ist. Aber es muss mit diesen knappen Mitteln eben auch sehr wirtschaftlich umgegangen werden, und ich hoffe wirklich, Herr Minister, dass es gelingt, die Kriminalität einzudämmen, denn das erwartet die Bevölkerung von uns. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich freue mich, hier vor diesem Hohen Haus sagen zu können, dass wir in sehr konstruktiven, manchmal auch längeren Verhandlungen mit dem Finanzminister und – ich möchte ausdrücklich betonen – auch mit Hilfe des österreichischen Bundeskanzlers erreicht haben, dass wir mit dem Budget 2005 ein echtes Sicherheitsbudget für die Republik und für die Bürger vorlegen können. Ich bedanke mich beim Finanzminister und beim Bundeskanzler dafür. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn ich hier die Debatte so verfolge, dann muss ich sagen, es sind schon manche Punkte durchaus interessant. Die Fakten sind, die Kriminalität geht zurück. Es ist zweitens ein Faktum, dass wir bereits innerhalb von fünf Jahren zum zweiten Mal von jenem internationalen Institut, das diese Bewertungen vornimmt, als sicherstes Land der Welt ausgewiesen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Sonnberger: Bravo!
Ich bedanke mich einmal mehr bei jenen Mitgliedern dieses Hohen Hauses, die uns mit dem Sicherheitsbudget für das Jahr 2004 36 Millionen zusätzlich ermöglicht haben, um für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher zu sorgen und, was besonders schwierig, aber dennoch gelungen ist, 150 zusätzliche Planposten für die österreichische Sicherheit zu bekommen. Dennoch wird von Einzelnen der österreichische Sicherheitsapparat, ich möchte schon fast sagen, krank geredet. Das tut mir Leid. Das haben sich die Beamtinnen und Beamten der österreichischen Polizei und Gendarmerie und des Kriminaldienstes nicht verdient. Sie leisten hervorragende Arbeit, sie machen ihre Arbeit unter schwierigen Bedingungen, weil wir in einer besonderen geopolitischen Lage sind, ausgezeichnet. Sie bekämpfen erfolgreich die importierte Kriminalität. Ich danke allen Mitgliedern des Hohen Hauses, die diese Arbeit auch unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Sonnberger: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Das Ergebnis der Verhandlungen, das Ergebnis für das Budget 2005 bedeutet klar, wir haben für das Innenministerium 800 Mitarbeiter mehr im Budget als vorgesehen. Damit können wir die Exekutive weiter aufstocken, und das bedeutet für Polizei und Gendarmerie, dass wir im Jahr 2005 nicht weniger, sondern um 500 Beamte mehr im Einsatz haben werden als im Sommer 2004. Damit können wir bis Ende 2005 800 jungen Männern und Frauen die Aufnahme in die österreichische Polizei ermöglichen. Das ist das Ergebnis, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe gestern an einer Sicherheitsdiskussion in Wien teilgenommen. Dort haben die Wiener Kollegen der Bevölkerung sagen können, dass auf Grund der Voraussetzungen, die unter anderem durch dieses Budget geschaffen werden, in Wien bis zum 1. Dezember 2005 234 Beamte zusätzlich für den Außendienst zur Verfügung stehen werden und bis zum 31. August 2006 279 Mitarbeiter zusätzlich im Außendienst zur Verfügung stehen werden. Das bedeutet, dass in den nächsten eineinhalb Jahren auf Grund dieser budgetären Situation allein in Wien zusätzlich mehr als 500 Beamte für den Außendienst zur Verfügung stehen können. Das ist das Ergebnis dieser Verhandlungen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Sachaufwand: Ich finde es bedauerlich und mache auch kein Hehl daraus, dass die Sozialdemokratie und die Grünen dem Sicherheitsbudget, den 36 Millionen im Dezember 2003 nicht ihre Zustimmung geben konnten. Ich bedaure es außerordentlich, dass sie der Erhöhung des Sachbudgets um mehr als 100 Millionen Schilling nach den Worten ihrer Spitzensprecher nicht ihre Zustimmung geben können. Das ist schade, denn wir können das Geld sehr gut gebrauchen, für technische Innovationen, für die Erneuerung der EDV, für ein modernes Funksystem, für einen modernen Fahrzeugpark und andere Dinge. Ich bedanke mich bei jenen Abgeordneten, die mit ihrer Stimme unterstützen, dass wir 106 Millionen € mehr für die Sachausgaben des österreichischen Innenministeriums verwenden können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedaure es überhaupt nicht, dass wir über 20 Prozent unseres Personals in der Verwaltung eingespart haben. Ich bedaure es nicht und halte es für richtig, dass wir 17 Prozent unseres Personals in den Landesgendarmeriekommandos eingespart haben. Effiziente Verwaltung, effiziente Arbeit in der öffentlichen Behörde sind notwendig und eine Voraussetzung dafür, dass man dann, wenn man mehr Geld und mehr Personal braucht, es auch bekommt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Da fangen die Probleme an!
Da auch ein klares Wort, Herr Abgeordneter Öllinger. Wir haben derzeit 45 Kommandostellen und Kommandozentralen im Bereich der Exekutive in Österreich. Das neue Konzept sieht vor, dass es in Zukunft neun Kommandostellen geben wird, in jedem Bundesland eine. Das scheint sinnvoll, das scheint auch richtig zu sein, das ist unbestritten. Ja wie wollen Sie denn die Weiterentwicklung von 45 auf neun Kommandostellen vorantreiben? – Indem Sie diese Bereiche ausschreiben und dann in einem Verfahren, wie es das Ausschreibungsgesetz vorsieht, dies auch durchführen. (Abg. Öllinger: Da fangen die Probleme an!) Das ist der ganz normale Weg, den wir beschritten haben, den wir beschreiten werden, und das ist auch der vernünftige Weg, wie man eine große Organisationsänderung durchführt. Das haben wir bewiesen bei der Reform der Polizei Wien, das haben wir bewiesen bei der Reform des Bundeskriminalamtes, das haben wir bewiesen bei der Reform der Staatspolizei, und das werden wir wieder beweisen bei der sehr gut und genau vorbereiteten Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das klingt wie eine Drohung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das klingt wie eine Drohung!
Da auch ein klares Wort, Herr Abgeordneter Öllinger. Wir haben derzeit 45 Kommandostellen und Kommandozentralen im Bereich der Exekutive in Österreich. Das neue Konzept sieht vor, dass es in Zukunft neun Kommandostellen geben wird, in jedem Bundesland eine. Das scheint sinnvoll, das scheint auch richtig zu sein, das ist unbestritten. Ja wie wollen Sie denn die Weiterentwicklung von 45 auf neun Kommandostellen vorantreiben? – Indem Sie diese Bereiche ausschreiben und dann in einem Verfahren, wie es das Ausschreibungsgesetz vorsieht, dies auch durchführen. (Abg. Öllinger: Da fangen die Probleme an!) Das ist der ganz normale Weg, den wir beschritten haben, den wir beschreiten werden, und das ist auch der vernünftige Weg, wie man eine große Organisationsänderung durchführt. Das haben wir bewiesen bei der Reform der Polizei Wien, das haben wir bewiesen bei der Reform des Bundeskriminalamtes, das haben wir bewiesen bei der Reform der Staatspolizei, und das werden wir wieder beweisen bei der sehr gut und genau vorbereiteten Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das klingt wie eine Drohung!)
Abg. Mag. Posch: Hat es sich doch ausgezahlt, dass wir einen Krawall gemacht haben!
Nachdem die Dame, die im ersten Vorschlag als gleich gereiht gewertet worden ist, ihre Bewerbung zurückgezogen hat, werde ich dem Vorschlag des Menschenrechtsbeirates folgen. (Abg. Mag. Posch: Hat es sich doch ausgezahlt, dass wir einen Krawall gemacht haben!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den Ausführungen von Frau Abgeordneter Partik-Pablé darf ich durchaus konstruktiv bemerken, dass jede gute Idee im Bereich der Sicherheit willkommen ist, egal, von wem sie kommt, und egal, wer sie hat. In diesem Sinn sind alle Fraktionen im Parlament eingeladen, ihre guten Ideen zu präsentieren, nicht nur im Innenausschuss, sondern auch in direkten Gesprächen. Wir sind dafür offen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Ergebnis für die österreichische Sicherheit im Jahr 2005 bedeutet in wenigen Worten zusammengefasst: mehr Stellen für mehr Mitarbeiter, damit Hunderte Beamte mehr für den Einsatz im Außendienst und über 100 Millionen € mehr für die österreichische Sicherheit. – Das ist ein gutes Ergebnis für die Sicherheit Österreichs. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu den Ausführungen von Frau Abgeordneter Partik-Pablé darf ich durchaus konstruktiv bemerken, dass jede gute Idee im Bereich der Sicherheit willkommen ist, egal, von wem sie kommt, und egal, wer sie hat. In diesem Sinn sind alle Fraktionen im Parlament eingeladen, ihre guten Ideen zu präsentieren, nicht nur im Innenausschuss, sondern auch in direkten Gesprächen. Wir sind dafür offen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Ergebnis für die österreichische Sicherheit im Jahr 2005 bedeutet in wenigen Worten zusammengefasst: mehr Stellen für mehr Mitarbeiter, damit Hunderte Beamte mehr für den Einsatz im Außendienst und über 100 Millionen € mehr für die österreichische Sicherheit. – Das ist ein gutes Ergebnis für die Sicherheit Österreichs. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Was? Was?
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie auch mich einen Dank an die Exekutive aussprechen: Die Beamten der Exekutive haben ihre Arbeit vorbildlich gemacht, gut gemacht, und das war nicht immer leicht unter diesem Innenminister. (Rufe bei der ÖVP: Was? Was?) – Herzlichen Dank an die Beamten und Beamtinnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie auch mich einen Dank an die Exekutive aussprechen: Die Beamten der Exekutive haben ihre Arbeit vorbildlich gemacht, gut gemacht, und das war nicht immer leicht unter diesem Innenminister. (Rufe bei der ÖVP: Was? Was?) – Herzlichen Dank an die Beamten und Beamtinnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Offene Grenzen, Zusammenwachsen der Länder ...!
Zu meiner Vorrednerin, Frau Dr. Pablé: Wenn Sie gesagt haben, das Problem war nicht die Einfärbung und der Herr Minister hätte sich quasi mit einem durch und durch roten Beamten-Apparat abplagen müssen, dann sage ich Ihnen: Den Österreichern und Österreicherinnen ist es egal, welche Farbe jemand hat, sondern die Österreicher wollen ein sicheres Österreich haben – und das war bis 2000 ein sichereres Land, als es das von 2000 bis 2004 ist. Das ist Faktum – ein trauriges Faktum. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Offene Grenzen, Zusammenwachsen der Länder ...!)
Abg. Kößl: Kriminalpolizeilicher Beratungsdienst! Videoüberwachung, Schutzzonen ...!
Ich habe schon im Budgetausschuss die Frage an Sie gerichtet, Herr Bundesminister: Was haben Sie im Budgetkapitel Inneres für Verbrechensverhütung vorgesehen? Wir wissen nämlich, dass die beste Kriminalpolitik die ist, dass Verbrechen gar nicht passieren. (Abg. Kößl: Kriminalpolizeilicher Beratungsdienst! Videoüberwachung, Schutzzonen ...!) Da schaut es nicht besonders gut aus, und da bin ich auch schon beim Kollegen Öllinger, der gesagt hat, Sicherheitspolitik sei mehr als Exekutivbeamte und Aufstockung von Justizwachebeamten in der Justizpolitik. – Daher muss Prävention eine wichtige Rolle spielen!
Abg. Kößl: Das stimmt!
Ich möchte hier auch Christian Broda zitieren, der einmal gesagt hat: Die beste Kriminalpolitik, die beste Sicherheitspolitik ist eine gute Sozialpolitik. – Auch das sollte man nicht außer Acht lassen. (Abg. Kößl: Das stimmt!)
Abg. Miedl: Was schlagen Sie vor?
Sie wissen, dass es bezüglich des Menschenhandels, der oft mit Frauenhandel einhergeht, notwendig wäre, neben Wiener Stellen auch andere Opferschutz-Einrichtungen zu installieren, zum Beispiel im Westen Österreichs. Wir sind im Grenzgebiet, und hier wäre es notwendig, eine Opferschutz-Einrichtung einzurichten. (Abg. Miedl: Was schlagen Sie vor?) Hier fehlt etwas in Ihrem Konzept – das ist nicht vorhanden! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.) Opferschutz-Einrichtungen in Bezug auf Schlepper-Kriminalität, nicht Interventionsstellen! Das verwechseln Sie, Herr Bundesminister.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Sie wissen, dass es bezüglich des Menschenhandels, der oft mit Frauenhandel einhergeht, notwendig wäre, neben Wiener Stellen auch andere Opferschutz-Einrichtungen zu installieren, zum Beispiel im Westen Österreichs. Wir sind im Grenzgebiet, und hier wäre es notwendig, eine Opferschutz-Einrichtung einzurichten. (Abg. Miedl: Was schlagen Sie vor?) Hier fehlt etwas in Ihrem Konzept – das ist nicht vorhanden! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.) Opferschutz-Einrichtungen in Bezug auf Schlepper-Kriminalität, nicht Interventionsstellen! Das verwechseln Sie, Herr Bundesminister.
Abg. Kößl: Jugendgesetze sind Landesgesetze!
Jetzt noch etwas zu einem Thema, das ich im Budgetausschuss besprochen habe, das aber von Ihnen nicht wirklich beantwortet wurde; Sie haben in altbekannter Manier Ihre Hände in Unschuld gewaschen. Ich habe Sie gefragt: Was tun Sie gegen den verstärkten Verstoß der Jugendlichen gegen die verschiedenen Jugendschutzgesetze?, und ich habe besonders auf die neuen Alkohol-Drinks hingewiesen. (Abg. Kößl: Jugendgesetze sind Landesgesetze!)
Beifall bei der SPÖ.
Da sind Maßnahmen notwendig, vor allem präventiver Natur. Wir dürfen nicht warten, bis noch mehr passiert! Hier wünsche ich mir von Ihnen, Herr Bundesminister, mehr Handeln und weniger schöne Reden – die schönen Reden allein genügen uns nicht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihr Heimatland? Das ist nicht nur Ihres, das ist auch unseres!
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Sozialdemokraten! Mit Jammern und Schlechtreden wurden noch nie Probleme gelöst. Hören Sie endlich auf, unser Heimatland Österreich immer in den Dreck zu ziehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihr Heimatland? Das ist nicht nur Ihres, das ist auch unseres!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend halte ich fest: Im Kapitel Inneres des Budgets 2005 sind richtige Maßnahmen zur richtigen Zeit richtig budgetiert. Deshalb: Danke, Herr Bundesminister! – Ich stimme dem Kapitel Inneres gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!
Herr Minister! 10 000 junge Männer leisten Arbeit für die Republik Österreich (Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!) – ja: wichtige Arbeit für die Republik Österreich –, ohne deren Leistungen, so wurde das zumindest in den letzten Tagen immer wieder gesagt, man gar nicht mehr auskommen könnte. Wenn das so ist, Herr Minister ... (Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.) – Herr Minister, ich wünsche mir, dass Sie mir zuhören! Sie können ja dann später Ihre Privatgespräche führen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!) – Wir haben aber jetzt eine Plenarsitzung, und der Herr Bundesminister täte nicht schlecht daran, mir zuzuhören (Beifall bei den Grünen), denn hätte er mir jemals zugehört, dann hätte er zumindest schon einen Teil von dem umgesetzt, was wir seit Jahren von ihm fordern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!)
Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.
Herr Minister! 10 000 junge Männer leisten Arbeit für die Republik Österreich (Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!) – ja: wichtige Arbeit für die Republik Österreich –, ohne deren Leistungen, so wurde das zumindest in den letzten Tagen immer wieder gesagt, man gar nicht mehr auskommen könnte. Wenn das so ist, Herr Minister ... (Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.) – Herr Minister, ich wünsche mir, dass Sie mir zuhören! Sie können ja dann später Ihre Privatgespräche führen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!) – Wir haben aber jetzt eine Plenarsitzung, und der Herr Bundesminister täte nicht schlecht daran, mir zuzuhören (Beifall bei den Grünen), denn hätte er mir jemals zugehört, dann hätte er zumindest schon einen Teil von dem umgesetzt, was wir seit Jahren von ihm fordern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!
Herr Minister! 10 000 junge Männer leisten Arbeit für die Republik Österreich (Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!) – ja: wichtige Arbeit für die Republik Österreich –, ohne deren Leistungen, so wurde das zumindest in den letzten Tagen immer wieder gesagt, man gar nicht mehr auskommen könnte. Wenn das so ist, Herr Minister ... (Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.) – Herr Minister, ich wünsche mir, dass Sie mir zuhören! Sie können ja dann später Ihre Privatgespräche führen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!) – Wir haben aber jetzt eine Plenarsitzung, und der Herr Bundesminister täte nicht schlecht daran, mir zuzuhören (Beifall bei den Grünen), denn hätte er mir jemals zugehört, dann hätte er zumindest schon einen Teil von dem umgesetzt, was wir seit Jahren von ihm fordern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!)
Beifall bei den Grünen
Herr Minister! 10 000 junge Männer leisten Arbeit für die Republik Österreich (Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!) – ja: wichtige Arbeit für die Republik Österreich –, ohne deren Leistungen, so wurde das zumindest in den letzten Tagen immer wieder gesagt, man gar nicht mehr auskommen könnte. Wenn das so ist, Herr Minister ... (Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.) – Herr Minister, ich wünsche mir, dass Sie mir zuhören! Sie können ja dann später Ihre Privatgespräche führen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!) – Wir haben aber jetzt eine Plenarsitzung, und der Herr Bundesminister täte nicht schlecht daran, mir zuzuhören (Beifall bei den Grünen), denn hätte er mir jemals zugehört, dann hätte er zumindest schon einen Teil von dem umgesetzt, was wir seit Jahren von ihm fordern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!
Herr Minister! 10 000 junge Männer leisten Arbeit für die Republik Österreich (Abg. Ellmauer: Wichtige Arbeit!) – ja: wichtige Arbeit für die Republik Österreich –, ohne deren Leistungen, so wurde das zumindest in den letzten Tagen immer wieder gesagt, man gar nicht mehr auskommen könnte. Wenn das so ist, Herr Minister ... (Ein Mitarbeiter von Bundesminister Dr. Strasser spricht mit diesem.) – Herr Minister, ich wünsche mir, dass Sie mir zuhören! Sie können ja dann später Ihre Privatgespräche führen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja ein dienstliches Gespräch! Sie sehen ja, dass das sein Sekretär ist!) – Wir haben aber jetzt eine Plenarsitzung, und der Herr Bundesminister täte nicht schlecht daran, mir zuzuhören (Beifall bei den Grünen), denn hätte er mir jemals zugehört, dann hätte er zumindest schon einen Teil von dem umgesetzt, was wir seit Jahren von ihm fordern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben ihm das ohnehin vorige Woche schon gesagt!)
Widerspruch des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Dr. Strasser.
Herr Minister, Sie bestrafen also jeden Zivildiener nicht nur mit 65 € pro Monat weniger, sondern auch dadurch, dass sie ihnen lediglich 6 € pro Tag für Essen geben, wobei Sie, Herr Minister, sogar gesagt haben, 4,86 € wären genug. (Widerspruch des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Dr. Strasser.) – Natürlich! Schauen Sie sich doch Ihre eigenen Unterlagen an! (Abg. Kößl: Kollegin, das Budget für den Zivildienst wird erhöht!) – Ein Grundwehrdiener, der in seiner Einrichtung nicht verpflegt werden kann, bekommt ganz selbstverständlich 13,60 € pro Tag. Das heißt, jemand, der Zivildienst macht, wird dafür noch bestraft, indem er eben weniger Geld für Essen als ein Wehrdiener bekommt!
Abg. Kößl: Kollegin, das Budget für den Zivildienst wird erhöht!
Herr Minister, Sie bestrafen also jeden Zivildiener nicht nur mit 65 € pro Monat weniger, sondern auch dadurch, dass sie ihnen lediglich 6 € pro Tag für Essen geben, wobei Sie, Herr Minister, sogar gesagt haben, 4,86 € wären genug. (Widerspruch des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Dr. Strasser.) – Natürlich! Schauen Sie sich doch Ihre eigenen Unterlagen an! (Abg. Kößl: Kollegin, das Budget für den Zivildienst wird erhöht!) – Ein Grundwehrdiener, der in seiner Einrichtung nicht verpflegt werden kann, bekommt ganz selbstverständlich 13,60 € pro Tag. Das heißt, jemand, der Zivildienst macht, wird dafür noch bestraft, indem er eben weniger Geld für Essen als ein Wehrdiener bekommt!
Rufe bei der ÖVP: Das stimmt doch alles nicht!
Herr Bundesminister Strasser, das müssen Sie in dieser Republik erst einmal rechtfertigen, wieso Menschen, die Sozialleistungen für unser Land erbringen, nur getreten und sozusagen mit Ohrfeigen „bedankt“ werden, indem man ihnen kein Geld gibt, damit sie sich Essen kaufen können, indem man ihnen kein Geld gibt, damit sie irgendwo wohnen können, indem man ihnen kein Geld gibt, damit sie heizen können! (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt doch alles nicht!)
Abg. Kößl: Das Budget für den Zivildienst wird um 27 Prozent erhöht!
Sagen Sie doch nicht, das stimmt nicht! Ich versuche, es Ihnen, die Sie es noch immer nicht wissen, zu erklären, weil Sie offensichtlich nicht lesen können oder wollen: Ein Zivildiener bekommt täglich bis zu 6 € an Verpflegungskosten. Ein Grundwehrdiener ... (Abg. Kößl: Das Budget für den Zivildienst wird um 27 Prozent erhöht!) – Herr Kößl,
Heiterkeit. – Abg. Kößl: Sind Sie so viel bei den Zivildienern unterwegs?
hören Sie mir zu, sonst sagen Sie in spätestens zwei Minuten, dass Sie es schon wieder nicht verstanden haben! Und ewig hab’ auch ich nicht Zeit, Ihnen etwas zu erklären! (Heiterkeit. – Abg. Kößl: Sind Sie so viel bei den Zivildienern unterwegs?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ein Grundwehrdiener, der nicht in seiner Einheit verpflegt werden kann, nämlich in der Kaserne, bekommt 13,60 € – ein Zivildiener hingegen 6 €. Jetzt rechnen Sie sich das einmal aus! Es ist klar, dass es sich bei den Zivildienern um kritische junge Männer handelt, die sich sehr wohl überlegt haben, warum sie nicht zum Bundesheer gehen, weil sie eben den Dienst mit der Waffe strikt ablehnen – so, wie das Herr Bundesminister Strasser ja auch getan hat. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bundesminister Strasser hat ja auch den Dienst mit der Waffe verweigert, weil er sich wahrscheinlich auch gesagt hat – wie diese 10 000 jungen Männer heute –: Ich mache etwas Sinnvolles und leiste Zivildienst! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Und dafür werden diese jungen Männer bestraft! (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ein Grundwehrdiener, der nicht in seiner Einheit verpflegt werden kann, nämlich in der Kaserne, bekommt 13,60 € – ein Zivildiener hingegen 6 €. Jetzt rechnen Sie sich das einmal aus! Es ist klar, dass es sich bei den Zivildienern um kritische junge Männer handelt, die sich sehr wohl überlegt haben, warum sie nicht zum Bundesheer gehen, weil sie eben den Dienst mit der Waffe strikt ablehnen – so, wie das Herr Bundesminister Strasser ja auch getan hat. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bundesminister Strasser hat ja auch den Dienst mit der Waffe verweigert, weil er sich wahrscheinlich auch gesagt hat – wie diese 10 000 jungen Männer heute –: Ich mache etwas Sinnvolles und leiste Zivildienst! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Und dafür werden diese jungen Männer bestraft! (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Ein Grundwehrdiener, der nicht in seiner Einheit verpflegt werden kann, nämlich in der Kaserne, bekommt 13,60 € – ein Zivildiener hingegen 6 €. Jetzt rechnen Sie sich das einmal aus! Es ist klar, dass es sich bei den Zivildienern um kritische junge Männer handelt, die sich sehr wohl überlegt haben, warum sie nicht zum Bundesheer gehen, weil sie eben den Dienst mit der Waffe strikt ablehnen – so, wie das Herr Bundesminister Strasser ja auch getan hat. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bundesminister Strasser hat ja auch den Dienst mit der Waffe verweigert, weil er sich wahrscheinlich auch gesagt hat – wie diese 10 000 jungen Männer heute –: Ich mache etwas Sinnvolles und leiste Zivildienst! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Und dafür werden diese jungen Männer bestraft! (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser. – Abg. Kößl: Ich habe durch die Bank ein positives Feedback von den Zivildienern!
Es werden aber nicht nur diese jungen Männer bestraft, sondern auch deren Familie, denn diese hat für die restlichen Kosten aufzukommen! Die Familie muss dann diese jungen Männer ernähren – oder die jungen Männer machen Schulden. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser. – Abg. Kößl: Ich habe durch die Bank ein positives Feedback von den Zivildienern!) – Das kann ich mir vorstellen, dass Sie ein positives Feedback haben, wenn Sie Leute in Ihren Altenheimen und Gemeinden haben, die praktisch zum Nulltarif, für 6 € pro Tag für das Essen, sozusagen hackeln wie die Viecher. Das glaube ich, dass das für Sie positiv ist, und genauso behandeln Sie diese Menschen auch! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Kommen Sie zu mir zum Roten Kreuz nach Amstetten und reden wir darüber!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Kommen Sie zu mir zum Roten Kreuz nach Amstetten und reden wir darüber!
Es werden aber nicht nur diese jungen Männer bestraft, sondern auch deren Familie, denn diese hat für die restlichen Kosten aufzukommen! Die Familie muss dann diese jungen Männer ernähren – oder die jungen Männer machen Schulden. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser. – Abg. Kößl: Ich habe durch die Bank ein positives Feedback von den Zivildienern!) – Das kann ich mir vorstellen, dass Sie ein positives Feedback haben, wenn Sie Leute in Ihren Altenheimen und Gemeinden haben, die praktisch zum Nulltarif, für 6 € pro Tag für das Essen, sozusagen hackeln wie die Viecher. Das glaube ich, dass das für Sie positiv ist, und genauso behandeln Sie diese Menschen auch! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Kommen Sie zu mir zum Roten Kreuz nach Amstetten und reden wir darüber!)
Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle!
Wenn Sie die Arbeit von Zivildienern anerkennen würden, dann würden Sie sie nicht mit einem solchen geringen Betrag am Ende des Monats heimgehen lassen! (Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle!) – Herr Kößl, wir wissen, Sie haben eine Vorliebe für Leute, die nichts kosten und arbeiten wie die „Blöden“! (Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle vielleicht!) Ja, Herr Kößl, das ist Ihre Politik; wir kennen das!
Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle vielleicht!
Wenn Sie die Arbeit von Zivildienern anerkennen würden, dann würden Sie sie nicht mit einem solchen geringen Betrag am Ende des Monats heimgehen lassen! (Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle!) – Herr Kößl, wir wissen, Sie haben eine Vorliebe für Leute, die nichts kosten und arbeiten wie die „Blöden“! (Abg. Kößl: Das sind Einzelfälle vielleicht!) Ja, Herr Kößl, das ist Ihre Politik; wir kennen das!
Abg. Murauer: Was haben sie davon, wenn sie ihre Arbeit niederlegen?
Herr Bundesminister Strasser, ich sage Ihnen: Wenn Sie nicht bereit sind, endlich den Zivildienern das zu geben, was ihnen zusteht, nämlich eine ordentliche Verpflegung und dieselbe Pauschalvergütung, wie sie die Grundwehrdiener auch haben, dann dürfen Sie sich nicht wundern – und das haben Sie zu verantworten! –, wenn eines Tages einmal alle Zivildiener gemeinsam und gleichzeitig für zwei, drei Tage ihre Arbeit niederlegen! (Abg. Murauer: Was haben sie davon, wenn sie ihre Arbeit niederlegen?) Dann würden Sie einmal sehen, was Sie davon haben, dass Sie die Zivildiener so schlecht bezahlen – und wie die neuen Sklaven in Österreich behandeln! Das würden Sie dann sehen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Reden Sie sich das nicht ein, Frau Haidlmayr?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Reden Sie sich das nicht ein, Frau Haidlmayr?
Herr Bundesminister Strasser, ich sage Ihnen: Wenn Sie nicht bereit sind, endlich den Zivildienern das zu geben, was ihnen zusteht, nämlich eine ordentliche Verpflegung und dieselbe Pauschalvergütung, wie sie die Grundwehrdiener auch haben, dann dürfen Sie sich nicht wundern – und das haben Sie zu verantworten! –, wenn eines Tages einmal alle Zivildiener gemeinsam und gleichzeitig für zwei, drei Tage ihre Arbeit niederlegen! (Abg. Murauer: Was haben sie davon, wenn sie ihre Arbeit niederlegen?) Dann würden Sie einmal sehen, was Sie davon haben, dass Sie die Zivildiener so schlecht bezahlen – und wie die neuen Sklaven in Österreich behandeln! Das würden Sie dann sehen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Reden Sie sich das nicht ein, Frau Haidlmayr?)
Abg. Murauer: Das würde ich Ihnen raten, dass Sie Vernunft annehmen!
Und ich garantiere Ihnen: Dieser Tag kommt! – Oder Sie nehmen endlich Vernunft an (Abg. Murauer: Das würde ich Ihnen raten, dass Sie Vernunft annehmen!) und gestehen Zivildienern dasselbe zu wie Grundwehrdienern. Aber das ist nicht Ihre Intention, denn noch billigere Sklaven als Zivildiener kann diese Republik gar nicht mehr anbieten! Sie werden also auf dieses Potential zugreifen, solange dies möglich ist.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Nicht verallgemeinern!
Das aber, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, hat mit christlich-sozial oder wie immer Sie sich nennen wollen, absolut nichts mehr zu tun, sondern das ist Ausbeutung ersten Ranges! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Nicht verallgemeinern!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Einleitend möchte ich anmerken, dass auch der Militärdienst seine Notwendigkeit hat und sinnvoll ist – und nicht nur der Zivildienst! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Und Zivildiener!
Ich schaue mir nämlich an, wer in Zeiten der Landesverteidigung, wenn diese notwendig ist, oder des Hochwassers dann dort steht und beispielsweise Sandsäcke schlichtet. – Das waren unsere Grundwehrdiener! Sie haben dafür gesorgt, dass dort ... (Abg. Mag. Wurm: Und Zivildiener!) Unsere Grundwehrdiener, die Soldaten des Bundesheeres waren das, die dort ihren Dienst am Vaterland geleistet haben! Ich weise es jedenfalls aufs Schärfste zurück, dass hier irgendwelche Wertungen abgegeben werden. Wir haben einen Wehrdienst und wir haben einen Wehrersatzdienst. (Abg. Neudeck: Der Gusenbauer war in Frankreich!) Und ich fasse zusammen: Beides ist sinnvoll, beides ist notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Der Gusenbauer war in Frankreich!
Ich schaue mir nämlich an, wer in Zeiten der Landesverteidigung, wenn diese notwendig ist, oder des Hochwassers dann dort steht und beispielsweise Sandsäcke schlichtet. – Das waren unsere Grundwehrdiener! Sie haben dafür gesorgt, dass dort ... (Abg. Mag. Wurm: Und Zivildiener!) Unsere Grundwehrdiener, die Soldaten des Bundesheeres waren das, die dort ihren Dienst am Vaterland geleistet haben! Ich weise es jedenfalls aufs Schärfste zurück, dass hier irgendwelche Wertungen abgegeben werden. Wir haben einen Wehrdienst und wir haben einen Wehrersatzdienst. (Abg. Neudeck: Der Gusenbauer war in Frankreich!) Und ich fasse zusammen: Beides ist sinnvoll, beides ist notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich schaue mir nämlich an, wer in Zeiten der Landesverteidigung, wenn diese notwendig ist, oder des Hochwassers dann dort steht und beispielsweise Sandsäcke schlichtet. – Das waren unsere Grundwehrdiener! Sie haben dafür gesorgt, dass dort ... (Abg. Mag. Wurm: Und Zivildiener!) Unsere Grundwehrdiener, die Soldaten des Bundesheeres waren das, die dort ihren Dienst am Vaterland geleistet haben! Ich weise es jedenfalls aufs Schärfste zurück, dass hier irgendwelche Wertungen abgegeben werden. Wir haben einen Wehrdienst und wir haben einen Wehrersatzdienst. (Abg. Neudeck: Der Gusenbauer war in Frankreich!) Und ich fasse zusammen: Beides ist sinnvoll, beides ist notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wie ist es aber überhaupt um die Sicherheit in Österreich bestellt? Wie sehen die Gefährdungspotentiale der Zukunft aus? Kollege Maier – jetzt wie gewohnt nicht anwesend, irgendwohin entschwunden – hat bei meiner Kollegin Partik-Pablé angemerkt, dass wir unsere Information nur aus der „Kronen Zeitung“ beziehen. – Mitnichten! Nehmen wir zum Beispiel einmal den Sicherheitsbericht 2003 als einen der Ansätze her. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – 2003! Frau Kollegin, hören Sie zu und lernen Sie! (Abg. Mag. Wurm: Was? Was?) – In diesem Sicherheitsbericht 2003 ist der verstärkte Andrang von tschetschenischen Asylwerbern ausgewiesen, und es wird zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass damit ein Gefährdungspotential entsteht. Und wenn wir wissen, dass 95 Prozent dieser Anträge positiv behandelt werden, und bedauerlicherweise schon feststellen müssen, dass sich solche Gruppen zu organisieren beginnen, so bedeutet das, dass wir für die Zukunft gesehen ein weiteres Problem haben, das auf uns zukommt.
Abg. Mag. Wurm: Was? Was?
Wie ist es aber überhaupt um die Sicherheit in Österreich bestellt? Wie sehen die Gefährdungspotentiale der Zukunft aus? Kollege Maier – jetzt wie gewohnt nicht anwesend, irgendwohin entschwunden – hat bei meiner Kollegin Partik-Pablé angemerkt, dass wir unsere Information nur aus der „Kronen Zeitung“ beziehen. – Mitnichten! Nehmen wir zum Beispiel einmal den Sicherheitsbericht 2003 als einen der Ansätze her. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – 2003! Frau Kollegin, hören Sie zu und lernen Sie! (Abg. Mag. Wurm: Was? Was?) – In diesem Sicherheitsbericht 2003 ist der verstärkte Andrang von tschetschenischen Asylwerbern ausgewiesen, und es wird zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass damit ein Gefährdungspotential entsteht. Und wenn wir wissen, dass 95 Prozent dieser Anträge positiv behandelt werden, und bedauerlicherweise schon feststellen müssen, dass sich solche Gruppen zu organisieren beginnen, so bedeutet das, dass wir für die Zukunft gesehen ein weiteres Problem haben, das auf uns zukommt.
Abg. Mag. Wurm: Alle „-ismen“ sind schlecht!
„Ethnischer, nationalistisch/separatistischer und ideologischer Extremismus mit Auslandsbezug ist nach wie vor von sicherheitspolizeilicher Bedeutung. Im Berichtszeitraum“ – 2003 wurde da beleuchtet – „stellte jedoch der sunnitische islamische Extremismus und Terrorismus die dominierende Gefahrenlage dar.“ (Abg. Mag. Wurm: Alle „-ismen“ sind schlecht!) „Ethnische, religiöse und ideologische Gemeinschaften und ihre Diasporen fungieren als kommunizierende Gefäße, die eine hohe Durchlässigkeit für Ideen, Materialien und Personen unter Beweis stellen.“
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Prävention ist heute schon von der Frau Kollegin Wurm angesprochen worden, und Prävention ist auch aus meiner Sicht eine Notwendigkeit: Prävention im Vorfeld als ein Mittel der inneren Sicherheit – das ist ein sehr wesentlicher Teil! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die österreichischen Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf ein sicheres Österreich! Uns geht es nicht um die Schaffung eines Polizeistaates, sondern um das Bedürfnis aller Österreicherinnen und Österreicher, in einem sicheren Land zu wohnen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Kollege Strasser – „Kollege“ als Zivildienst-Veteran (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP) –, es hat mich ein bisschen belustigt, als Sie in Ihrer Replik auf die ersten vier Redner die Hilfe des Bundeskanzlers ausdrücklich herausgestrichen haben. Ich kann mich noch erinnern, Sie haben vor einigen Wochen im Fernsehen in der Sendung „Report“ gesagt: Freunde suche ich mir selbst aus! – Dieser Sinneswandel wird noch einmal zu hinterfragen sein. (Abg. Kößl: Was? Was? Was?)
Abg. Kößl: Was? Was? Was?
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Kollege Strasser – „Kollege“ als Zivildienst-Veteran (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP) –, es hat mich ein bisschen belustigt, als Sie in Ihrer Replik auf die ersten vier Redner die Hilfe des Bundeskanzlers ausdrücklich herausgestrichen haben. Ich kann mich noch erinnern, Sie haben vor einigen Wochen im Fernsehen in der Sendung „Report“ gesagt: Freunde suche ich mir selbst aus! – Dieser Sinneswandel wird noch einmal zu hinterfragen sein. (Abg. Kößl: Was? Was? Was?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Sache! – Abg. Kößl: Realitätsverweigerung? Wer macht denn Realitätsverweigerung um Gottes willen?
Ich habe Sie auch in anderen Funktionen kennen gelernt, mit einer ganz guten Gesprächsbasis ausgestattet, und ich finde es nicht okay von Ihnen, wenn Sie sich hier herstellen und diese Realitätsverweigerung der ÖVP weiterspinnen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Sache! – Abg. Kößl: Realitätsverweigerung? Wer macht denn Realitätsverweigerung um Gottes willen?) bei einer Steigerung der Kriminalität von 450 000 Kriminalitätsfällen im Jahr 1999 auf jetzt 700 000 Kriminalitätsfälle. (Abg. Kößl: ... das Gesellschaftsbild ...! ..., dass sich das Gesellschaftsbild verändert hat, dann tut es mir Leid!) Und die Aufklärungsrate ist rückläufig von 51 Prozent auf 37 Prozent! – Das ist nicht zum Aufregen, Herr Kollege Kößl, sondern das ist einfach zum Nachdenken, und ich würde meinen, wir sollten alle gemeinsam nachdenken (Abg. Kößl: Genau das ist es: Ihr schreit „mehr Kriminalität“, aber wenn es mehr Geld gibt, dann seid ihr dagegen!), wie wir diese Situation verbessern können – anstatt sich hier herzustellen und Realitätsverweigerung zu betreiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: ... das Gesellschaftsbild ...! ..., dass sich das Gesellschaftsbild verändert hat, dann tut es mir Leid!
Ich habe Sie auch in anderen Funktionen kennen gelernt, mit einer ganz guten Gesprächsbasis ausgestattet, und ich finde es nicht okay von Ihnen, wenn Sie sich hier herstellen und diese Realitätsverweigerung der ÖVP weiterspinnen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Sache! – Abg. Kößl: Realitätsverweigerung? Wer macht denn Realitätsverweigerung um Gottes willen?) bei einer Steigerung der Kriminalität von 450 000 Kriminalitätsfällen im Jahr 1999 auf jetzt 700 000 Kriminalitätsfälle. (Abg. Kößl: ... das Gesellschaftsbild ...! ..., dass sich das Gesellschaftsbild verändert hat, dann tut es mir Leid!) Und die Aufklärungsrate ist rückläufig von 51 Prozent auf 37 Prozent! – Das ist nicht zum Aufregen, Herr Kollege Kößl, sondern das ist einfach zum Nachdenken, und ich würde meinen, wir sollten alle gemeinsam nachdenken (Abg. Kößl: Genau das ist es: Ihr schreit „mehr Kriminalität“, aber wenn es mehr Geld gibt, dann seid ihr dagegen!), wie wir diese Situation verbessern können – anstatt sich hier herzustellen und Realitätsverweigerung zu betreiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: Genau das ist es: Ihr schreit „mehr Kriminalität“, aber wenn es mehr Geld gibt, dann seid ihr dagegen!
Ich habe Sie auch in anderen Funktionen kennen gelernt, mit einer ganz guten Gesprächsbasis ausgestattet, und ich finde es nicht okay von Ihnen, wenn Sie sich hier herstellen und diese Realitätsverweigerung der ÖVP weiterspinnen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Sache! – Abg. Kößl: Realitätsverweigerung? Wer macht denn Realitätsverweigerung um Gottes willen?) bei einer Steigerung der Kriminalität von 450 000 Kriminalitätsfällen im Jahr 1999 auf jetzt 700 000 Kriminalitätsfälle. (Abg. Kößl: ... das Gesellschaftsbild ...! ..., dass sich das Gesellschaftsbild verändert hat, dann tut es mir Leid!) Und die Aufklärungsrate ist rückläufig von 51 Prozent auf 37 Prozent! – Das ist nicht zum Aufregen, Herr Kollege Kößl, sondern das ist einfach zum Nachdenken, und ich würde meinen, wir sollten alle gemeinsam nachdenken (Abg. Kößl: Genau das ist es: Ihr schreit „mehr Kriminalität“, aber wenn es mehr Geld gibt, dann seid ihr dagegen!), wie wir diese Situation verbessern können – anstatt sich hier herzustellen und Realitätsverweigerung zu betreiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe Sie auch in anderen Funktionen kennen gelernt, mit einer ganz guten Gesprächsbasis ausgestattet, und ich finde es nicht okay von Ihnen, wenn Sie sich hier herstellen und diese Realitätsverweigerung der ÖVP weiterspinnen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Sache! – Abg. Kößl: Realitätsverweigerung? Wer macht denn Realitätsverweigerung um Gottes willen?) bei einer Steigerung der Kriminalität von 450 000 Kriminalitätsfällen im Jahr 1999 auf jetzt 700 000 Kriminalitätsfälle. (Abg. Kößl: ... das Gesellschaftsbild ...! ..., dass sich das Gesellschaftsbild verändert hat, dann tut es mir Leid!) Und die Aufklärungsrate ist rückläufig von 51 Prozent auf 37 Prozent! – Das ist nicht zum Aufregen, Herr Kollege Kößl, sondern das ist einfach zum Nachdenken, und ich würde meinen, wir sollten alle gemeinsam nachdenken (Abg. Kößl: Genau das ist es: Ihr schreit „mehr Kriminalität“, aber wenn es mehr Geld gibt, dann seid ihr dagegen!), wie wir diese Situation verbessern können – anstatt sich hier herzustellen und Realitätsverweigerung zu betreiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Was? Was?
Wenn Sie die Beamten hier herausstreichen und sagen, die Beamten haben sich nicht verdient, kritisiert zu werden, dann sage ich Ihnen: Niemand kritisiert die Beamten, aber ich glaube, die Beamten haben sich diese Ressortführung nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Was? Was?)
Abg. Ing. Kapeller: Wieso wehren Sie sich so gegen ...?
Der letzte Punkt, den Sie angesprochen und hier bejubelt haben, ist die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie. Ich glaube, richtig informiert zu sein, dass Sie vor nicht allzu langer Zeit behauptet haben: Bevor unter Ihrer Ressortführung Polizei und Gendarmerie zusammengelegt werden, werden die evangelische und die katholische Kirche zusammengelegt. (Abg. Ing. Kapeller: Wieso wehren Sie sich so gegen ...?) – So viel zur Glaubwürdigkeit in der Politik.
Rufe: Haidlmayr!
Ich möchte auch an Kollegin Haidlmoser anschließen (Rufe: Haidlmayr!) – Verzeihung: Haidlmayr (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte!); danke! –, die sich auf den Zivildienstbereich konzentriert hat. Ich habe bei der Durchsicht des Budgets keinen Ansatz gefunden, der darauf abzielt, das Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis im Hinblick auf die Zivildienst-Novelle des Jahres 2000 entsprechend budgetär einzuplanen (Abg. Kößl: Plus 27 Prozent für das Budget Zivildienst!), nämlich dass die Zivildiener nicht, wie Sie es machen, mit 6 € abgespeist werden, sondern mit 13,6 €. – Das ist nicht meine Forderung, sondern die Forderung des Verfassungsgerichtshofes.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte!
Ich möchte auch an Kollegin Haidlmoser anschließen (Rufe: Haidlmayr!) – Verzeihung: Haidlmayr (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte!); danke! –, die sich auf den Zivildienstbereich konzentriert hat. Ich habe bei der Durchsicht des Budgets keinen Ansatz gefunden, der darauf abzielt, das Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis im Hinblick auf die Zivildienst-Novelle des Jahres 2000 entsprechend budgetär einzuplanen (Abg. Kößl: Plus 27 Prozent für das Budget Zivildienst!), nämlich dass die Zivildiener nicht, wie Sie es machen, mit 6 € abgespeist werden, sondern mit 13,6 €. – Das ist nicht meine Forderung, sondern die Forderung des Verfassungsgerichtshofes.
Abg. Kößl: Plus 27 Prozent für das Budget Zivildienst!
Ich möchte auch an Kollegin Haidlmoser anschließen (Rufe: Haidlmayr!) – Verzeihung: Haidlmayr (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte!); danke! –, die sich auf den Zivildienstbereich konzentriert hat. Ich habe bei der Durchsicht des Budgets keinen Ansatz gefunden, der darauf abzielt, das Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis im Hinblick auf die Zivildienst-Novelle des Jahres 2000 entsprechend budgetär einzuplanen (Abg. Kößl: Plus 27 Prozent für das Budget Zivildienst!), nämlich dass die Zivildiener nicht, wie Sie es machen, mit 6 € abgespeist werden, sondern mit 13,6 €. – Das ist nicht meine Forderung, sondern die Forderung des Verfassungsgerichtshofes.
Abg. Kößl: Wo steht das?
Wenn man das weiterdenkt (Abg. Kößl: Wo steht das?), heißt das, dass 2 700 € pro Zivildiener im Jahr in Ihrem Ressort anfallen werden. Bei 10 000 Zivildienern jährlich sind das 26,7 Millionen €. Wenn man das auf die Jahre hochrechnet, die Sie das den Zivildienern jetzt schon schulden, sind das 100 Millionen €. Ich würde Sie dringend dazu aufrufen, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie Sie dieses Geld aufbringen wollen.
Beifall bei der SPÖ.
Österreich erbringen, deswegen sollen sie auch gleich behandelt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Darabos, wir tun uns wirklich schwer, Ihre Wünsche zu erfüllen, denn wir wissen nicht, ob Sie morgen noch die gleichen Wünsche haben. Bei dem Zickzackkurs, den Sie ununterbrochen fahren, wissen wir nicht, was Sie heute und morgen wollen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Ach so? Dürfen sie denn das?
Es ist schon abenteuerlich, Herr Kollege Darabos: Da beklagt die Opposition, dass die Kriminalität so sehr steigt. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Dürfen sie denn das?) Und mir kommt vor, Frau Kollegin Wurm, als ob Sie sich nach jedem Einbruch diebisch freuen: Ha, wieder einer passiert! Wir hängen das dem Minister um! – Ja, glauben Sie, er bestellt den Einbrecher? Glauben Sie, wir haben eine Freude, dass das so ist? (Abg. Mag. Wurm: ... für die Verbrechensbekämpfung und -verhütung!) Glauben Sie, dass das in Deutschland anders ist, Frau Kollegin Wurm, in Schweden oder in Frankreich? (Ruf bei der ÖVP: Das ist europaweit ...!) Es ist leider Gottes ein europäisches Phänomen geworden. (Abg. Riepl: Sie tun nichts dagegen!) – Hören Sie zu, Herr Kollege! Lassen Sie mich ausreden, dann sage ich Ihnen gerne, was wir tun.
Abg. Mag. Wurm: ... für die Verbrechensbekämpfung und -verhütung!
Es ist schon abenteuerlich, Herr Kollege Darabos: Da beklagt die Opposition, dass die Kriminalität so sehr steigt. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Dürfen sie denn das?) Und mir kommt vor, Frau Kollegin Wurm, als ob Sie sich nach jedem Einbruch diebisch freuen: Ha, wieder einer passiert! Wir hängen das dem Minister um! – Ja, glauben Sie, er bestellt den Einbrecher? Glauben Sie, wir haben eine Freude, dass das so ist? (Abg. Mag. Wurm: ... für die Verbrechensbekämpfung und -verhütung!) Glauben Sie, dass das in Deutschland anders ist, Frau Kollegin Wurm, in Schweden oder in Frankreich? (Ruf bei der ÖVP: Das ist europaweit ...!) Es ist leider Gottes ein europäisches Phänomen geworden. (Abg. Riepl: Sie tun nichts dagegen!) – Hören Sie zu, Herr Kollege! Lassen Sie mich ausreden, dann sage ich Ihnen gerne, was wir tun.
Ruf bei der ÖVP: Das ist europaweit ...!
Es ist schon abenteuerlich, Herr Kollege Darabos: Da beklagt die Opposition, dass die Kriminalität so sehr steigt. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Dürfen sie denn das?) Und mir kommt vor, Frau Kollegin Wurm, als ob Sie sich nach jedem Einbruch diebisch freuen: Ha, wieder einer passiert! Wir hängen das dem Minister um! – Ja, glauben Sie, er bestellt den Einbrecher? Glauben Sie, wir haben eine Freude, dass das so ist? (Abg. Mag. Wurm: ... für die Verbrechensbekämpfung und -verhütung!) Glauben Sie, dass das in Deutschland anders ist, Frau Kollegin Wurm, in Schweden oder in Frankreich? (Ruf bei der ÖVP: Das ist europaweit ...!) Es ist leider Gottes ein europäisches Phänomen geworden. (Abg. Riepl: Sie tun nichts dagegen!) – Hören Sie zu, Herr Kollege! Lassen Sie mich ausreden, dann sage ich Ihnen gerne, was wir tun.
Abg. Riepl: Sie tun nichts dagegen!
Es ist schon abenteuerlich, Herr Kollege Darabos: Da beklagt die Opposition, dass die Kriminalität so sehr steigt. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Dürfen sie denn das?) Und mir kommt vor, Frau Kollegin Wurm, als ob Sie sich nach jedem Einbruch diebisch freuen: Ha, wieder einer passiert! Wir hängen das dem Minister um! – Ja, glauben Sie, er bestellt den Einbrecher? Glauben Sie, wir haben eine Freude, dass das so ist? (Abg. Mag. Wurm: ... für die Verbrechensbekämpfung und -verhütung!) Glauben Sie, dass das in Deutschland anders ist, Frau Kollegin Wurm, in Schweden oder in Frankreich? (Ruf bei der ÖVP: Das ist europaweit ...!) Es ist leider Gottes ein europäisches Phänomen geworden. (Abg. Riepl: Sie tun nichts dagegen!) – Hören Sie zu, Herr Kollege! Lassen Sie mich ausreden, dann sage ich Ihnen gerne, was wir tun.
Abg. Mag. Darabos spricht laut in Richtung eines Abgeordneten der ÖVP-Fraktion.
Sie haben zig Jahre hindurch nichts getan, meine Kollegen von der SPÖ! (Abg. Mag. Darabos spricht laut in Richtung eines Abgeordneten der ÖVP-Fraktion.) – Herr Kollege Darabos! Hören Sie mir zu? Reden Sie mit einem anderen? Sind wir hier im Plenum oder irgendwo? – Danke vielmals.
Abg. Mag. Posch: ... Philosophicum!
Zwei Dinge sind aus unserer Sicht ursächlich dafür, dass wir diese Zustände haben. Erstens: Verbrecher brauchen sich, wie bekannt, an kein Gesetz zu halten, die Exekutive hingegen muss das. (Abg. Mag. Posch: ... Philosophicum!) Und: Die Mobilität der Verbrecher hat zugenommen. – Auch eine Erkenntnis, die für Darabos und Parnigoni möglicherweise neu ist. – Und es geht auch darum, dass viele aus den angrenzenden Ländern, Herr Kollege, ihre neue Freiheit auch missbrauchen. Und neu ist auch, dass die Elektronik genutzt wird und es viele neue Formen der Kriminalität gibt, die es bislang nicht gegeben hat. – Und jetzt gibt es ein paar Strategien.
Abg. Dr. Puswald: Fragen Sie einen Kollegen! – Abg. Mag. Darabos: Fragen Sie doch Ihre Kollegen!
Die zweite Strategie: Wir brauchen motivierte Sicherheitsfachleute. Wir brauchen eine motivierte Exekutive! Und das, was Sie von der Opposition – vor allem Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ – betreiben, ist alles andere als eine Motivation der Sicherheitsfachleute. (Abg. Dr. Puswald: Fragen Sie einen Kollegen! – Abg. Mag. Darabos: Fragen Sie doch Ihre Kollegen!) Sie fahren aus parteipolitischen Gründen überall hinein, wo es nur geht. Ich selbst war Zeuge solcher Agitation, meine Damen und Herren, und das tut uns nicht gut. Das ist auch staatspolitisch verkehrt, Herr Kollege Darabos – Sie wissen das ganz genau!
Beifall bei der ÖVP.
E-Mail gegeben hat, so lang ist das schon her! – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) – Guten Morgen, Herr Kollege! Sie sind gut unterwegs! Wissen Sie, wie lange es das E-Mail schon gibt? Herr Kollege, Sie sind Rechtsanwalt? Sie haben aber noch nicht viele Fälle behandelt in Ihrem Leben, gell? Hauptsächlich politisch unterwegs gewesen! (Beifall bei der ÖVP.) – Also moderne Strukturen brauchen wir!
Beifall bei der ÖVP.
Ich erwähne nur eines: die Drogenkriminalität. Da spielt ja die SPÖ eine gar sonderbare Rolle. Die Drogenkriminalität nimmt in einem Ausmaß zu, das sich wirklich gewaschen hat. Meine Damen und Herren, heute habe ich auf der Homepage des ORF gelesen, dass es in Wien laut Schätzung in etwa 50 Lokale gibt, wo neben dem Alkoholkonsum oder nach dem Alkoholkonsum oder während des Konsums auch Drogen angeboten werden. Und dann gibt es gleichzeitig die Homepage der Sozialistischen Jugend, wo nach wie vor sozusagen angeboten wird: „Lieber bekifft ficken als besoffen fahren!“ – Das sind auch Strategien der SPÖ, muss ich sagen, mit denen ich nicht so leicht zurechtkomme, meine Damen und Herren. – Und dann gibt es noch immer eine grüne Fraktion, die für die Freigabe von Cannabis ist. Das verstehe ich nicht, wie man das tun kann angesichts der Tatsache, dass inzwischen jedermann bekannt ist, dass Cannabis mindestens so gefährlich ist wie viele andere Suchtgifte auch, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Abschließend – ich hätte so viel zu sagen! –: Exekutivarbeit ist das Ausüben staatlicher Gewalt. Das ist nicht immer einfach, weil der, gegen den sich diese Gewalt richtet, nicht immer – oder kaum – damit einverstanden ist. Trotzdem muss in der Demokratie mit solchen Machtmitteln sehr sensibel und sehr transparent umgegangen werden. Und ich denke mir, da gibt es einen Minister, der diese Grundsätze beherzigt, und der ist es wert, unterstützt zu werden. Ich bitte Sie daher um Ihre Unterstützung in dieser Frage. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na geh, bitte!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich zuerst auf einige Vorredner eingehen. – Da war Kollege Fauland, der über die Notwendigkeit der Sicherheit gesprochen hat. Dabei habe ich mir gedacht: Vielleicht sollte er über die Frage der Sicherheit innerhalb der Freiheitlichen Partei reden, denn bezüglich solcher Dinge wie Säbel-Fechten, Duelle und Ähnlichem (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na geh, bitte!) stellt sich für mich schon die Frage, ob das nicht auch die Sicherheit gefährdet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich zuerst auf einige Vorredner eingehen. – Da war Kollege Fauland, der über die Notwendigkeit der Sicherheit gesprochen hat. Dabei habe ich mir gedacht: Vielleicht sollte er über die Frage der Sicherheit innerhalb der Freiheitlichen Partei reden, denn bezüglich solcher Dinge wie Säbel-Fechten, Duelle und Ähnlichem (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na geh, bitte!) stellt sich für mich schon die Frage, ob das nicht auch die Sicherheit gefährdet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer ist nicht im Sitzungssaal. – Abg. Großruck: Ich verdecke ihn!
Auch ein Wort zum Kollegen Ellmauer. – Herr Kollege Ellmauer, ... (Abg. Ellmauer ist nicht im Sitzungssaal. – Abg. Großruck: Ich verdecke ihn!) Ja? – Da bin ich mir nicht so sicher! (Abg. Großruck: Zu mir, bitte! Ich sag es ihm dann!) Ich habe den Kollegen Ellmauer im Menschenrechtsausschuss eigentlich immer als einen sehr besonnenen Kollegen der ÖVP kennen gelernt, der, gerade wenn es um Menschenrechtsangelegenheiten gegangen ist, auch immer versucht hat, zu einem Konsens zu kommen, Kritik in einer Form zu äußern, dass sie auch anerkannt werden kann, und überhaupt auch Kritik zu äußern. Insofern war ich jetzt schon sehr erstaunt, als er auf einmal zu jemandem sagte – es war entweder jemand von der SPÖ oder von den Grünen, ich weiß es nicht mehr –: Hören Sie endlich auf, unser Land in den Dreck zu ziehen! (Abg. Murauer: Wenn Ellmauer einmal so was sagt, dann hat das schon eine Bedeutung!)
Abg. Großruck: Zu mir, bitte! Ich sag es ihm dann!
Auch ein Wort zum Kollegen Ellmauer. – Herr Kollege Ellmauer, ... (Abg. Ellmauer ist nicht im Sitzungssaal. – Abg. Großruck: Ich verdecke ihn!) Ja? – Da bin ich mir nicht so sicher! (Abg. Großruck: Zu mir, bitte! Ich sag es ihm dann!) Ich habe den Kollegen Ellmauer im Menschenrechtsausschuss eigentlich immer als einen sehr besonnenen Kollegen der ÖVP kennen gelernt, der, gerade wenn es um Menschenrechtsangelegenheiten gegangen ist, auch immer versucht hat, zu einem Konsens zu kommen, Kritik in einer Form zu äußern, dass sie auch anerkannt werden kann, und überhaupt auch Kritik zu äußern. Insofern war ich jetzt schon sehr erstaunt, als er auf einmal zu jemandem sagte – es war entweder jemand von der SPÖ oder von den Grünen, ich weiß es nicht mehr –: Hören Sie endlich auf, unser Land in den Dreck zu ziehen! (Abg. Murauer: Wenn Ellmauer einmal so was sagt, dann hat das schon eine Bedeutung!)
Abg. Murauer: Wenn Ellmauer einmal so was sagt, dann hat das schon eine Bedeutung!
Auch ein Wort zum Kollegen Ellmauer. – Herr Kollege Ellmauer, ... (Abg. Ellmauer ist nicht im Sitzungssaal. – Abg. Großruck: Ich verdecke ihn!) Ja? – Da bin ich mir nicht so sicher! (Abg. Großruck: Zu mir, bitte! Ich sag es ihm dann!) Ich habe den Kollegen Ellmauer im Menschenrechtsausschuss eigentlich immer als einen sehr besonnenen Kollegen der ÖVP kennen gelernt, der, gerade wenn es um Menschenrechtsangelegenheiten gegangen ist, auch immer versucht hat, zu einem Konsens zu kommen, Kritik in einer Form zu äußern, dass sie auch anerkannt werden kann, und überhaupt auch Kritik zu äußern. Insofern war ich jetzt schon sehr erstaunt, als er auf einmal zu jemandem sagte – es war entweder jemand von der SPÖ oder von den Grünen, ich weiß es nicht mehr –: Hören Sie endlich auf, unser Land in den Dreck zu ziehen! (Abg. Murauer: Wenn Ellmauer einmal so was sagt, dann hat das schon eine Bedeutung!)
Abg. Großruck: Und was machen Sie? – Sie kritisieren ihn jetzt!
Also solche Worte vom Kollegen Ellmauer sind mir neu. Vielleicht richten Sie ihm das aus, Kollege Großruck, denn das heißt eigentlich nur etwas, was wir heute Nachmittag auch schon diskutiert haben: Sie halten es nicht aus, wenn jemand Kritik äußert! (Abg. Großruck: Und was machen Sie? – Sie kritisieren ihn jetzt!) Und ich meine, da bräuchten wir gar nicht als Opposition und Regierung im Parlament zu sitzen, wenn Sie nicht bereit sind, sich Kritik anzuhören! – Also solche Ausdrücke verbitte ich mir gerade von jemandem aus der ÖVP, den ich eigentlich bisher als sehr besonnen kennen gelernt habe. (Abg. Großruck: ... „den Saustall Österreich einmal ausmisten“! – Wer war das?)
Abg. Großruck: ... „den Saustall Österreich einmal ausmisten“! – Wer war das?
Also solche Worte vom Kollegen Ellmauer sind mir neu. Vielleicht richten Sie ihm das aus, Kollege Großruck, denn das heißt eigentlich nur etwas, was wir heute Nachmittag auch schon diskutiert haben: Sie halten es nicht aus, wenn jemand Kritik äußert! (Abg. Großruck: Und was machen Sie? – Sie kritisieren ihn jetzt!) Und ich meine, da bräuchten wir gar nicht als Opposition und Regierung im Parlament zu sitzen, wenn Sie nicht bereit sind, sich Kritik anzuhören! – Also solche Ausdrücke verbitte ich mir gerade von jemandem aus der ÖVP, den ich eigentlich bisher als sehr besonnen kennen gelernt habe. (Abg. Großruck: ... „den Saustall Österreich einmal ausmisten“! – Wer war das?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister, ich würde gerne von Ihnen hören, was Sie zu dieser Kritik sagen. Wir haben das auch schon in der Dringlichen letzte Woche diskutiert. Ihre Vorgehensweise in diesem Zusammenhang, die Vorgangsweise Ihres Ministeriums war mindestens bedenklich, die war abzulehnen! Die war eines demokratischen Systems nicht würdig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und ich bin sehr froh darüber, dass der Menschenrechtsbeirat Herrn Bürstmayr nun wieder bestellt hat.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
angesprochen. Als Sie sich zu Wort gemeldet haben, meinten Sie, es sei ohnehin schon gesagt worden, dass solche „Dublin-Abschiebungen“ jetzt nicht mehr geschehen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.) – In der Form nicht mehr geschehen, so habe ich es verstanden. Ich habe mir die entsprechende APA-Meldung angesehen. Da steht, dass nach der Zustellung des VfGH-Erkenntnisses die Erlassung von Dublin-Bescheiden ausgesetzt wird.
Bundesminister Dr. Strasser: Also ist es doch gestiegen!
Aber – und jetzt kommt das große Aber! – was Sie in Ihr Kapitel zum Gender-Aspekt im Budget nicht hineinschreiben, ist, dass diese Interventionsstellen viel zu wenig Budgetmittel zur Verfügung haben, dass sie auch jetzt noch nicht wissen, wie es 2005 aussehen wird, dass sie auch 2004, gerade die Wiener Interventionsstelle, Kürzungen zu erleiden hatten und dass sich, wie schon im Jahr 2003 gegenüber dem Innenministerium festgestellt wurde, die Betreuungsfälle seit 1998 mehr als verzehnfacht haben, während das Budget aber nur um 40 Prozent gestiegen ist. (Bundesminister Dr. Strasser: Also ist es doch gestiegen!)
Abg. Wöginger begibt sich zur Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dr. Strasser.
Sie haben vorhin gesagt, man müsse nicht überall mehr Leute und mehr Budget haben, aber es sei wichtig, dass man dann, wenn man Personal braucht, es auch bekommt. (Abg. Wöginger begibt sich zur Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dr. Strasser.) Da frage ich mich schon, wie Sie es verantworten können, die Interventionsstellen als großen Punkt im Gender-Aspekt des Budgets in die Erläuterungen zum Budget hineinzuschreiben und gleichzeitig diesen Stellen aber immer weniger Geld zu geben – immer weniger Geld im Verhältnis dazu, was sie zu arbeiten haben.
Abg. Wöginger: Der Kollege, Frau Kollegin! – Abg. Freund: Das ist der Herr Wöginger!
Jetzt werde ich kurz warten, bis der Mitarbeiter aufgehört hat, mit dem Minister zu sprechen. (Abg. Wöginger: Der Kollege, Frau Kollegin! – Abg. Freund: Das ist der Herr Wöginger!) – Entschuldigung, es ist sonst nicht üblich, das dort hinten ein Abgeordneter steht!
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Solange Sie – und das ist nur ein Aspekt des Innenbudgets – nicht bereit sind, diesen Organisationen Finanzmittel entsprechend dem Bedarf zur Verfügung zu stellen, wird es in dem Bereich ein Problem geben und werden die Menschen dort ihre Arbeit nicht so machen können, wie es notwendig wäre. Wie gesagt, es geht da um den Schutz von – vor allem – Frauen und Kindern in den eigenen vier Wänden. – Auch das ist ein wichtiger Teil von Sicherheit. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Das Sicherheitsgefühl ist eines der wesentlichen Bedürfnisse jedes Menschen in Österreich. Diese Bundesregierung ist mit dem vorliegenden Budget bemüht, noch mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt konkret: plus 163 Millionen € für das Ressort Inneres, plus 70 Millionen € für militärische Angelegenheiten und ein Plus von 100 Millionen € für die Justiz. – Das ist ein Mehr von 330 Millionen € für die Sicherheit in Österreich (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Trotz Strasser!
Diese Regierung ist angetreten, um ein sicheres Österreich zu gestalten, und nun zeigen sich auch Erfolge dieser Politik. Die Kriminalität in Österreich sinkt. Erstmals seit eineinhalb Jahren ist die Zahl der Verbrechen in fünf Bundesländern rückläufig – dank Innenminister Strasser und seiner und unserer Politik. (Abg. Gaál: Trotz Strasser!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Von Jänner bis Oktober 2004 gab es im Vergleich zum Vorjahr um 7 000 Anzeigen weniger, und sogar in Wien ist ein Rückgang zu verzeichnen. Das beweist für mich, dass unsere Exekutivbeamten hervorragende Arbeit leisten. Ich möchte mich an dieser Stelle für ihren Einsatz für unser aller Sicherheit bedanken, der oft über das Maß der Pflichterfüllung hinausgeht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Und 150 gehen in Pension!
Seit dem Jahre 2000 ist die Zahl der Beamten im Außendienst um rund 560 gestiegen. Die Zahl wird laufend aufgestockt. In Oberösterreich beispielsweise treten im Herbst wieder 50 neue Exekutivbeamte ihre Ausbildung an. Der Außendienst der oberösterreichischen Exekutive konnte heuer bereits um rund 150 Beamte verstärkt werden. 81 weitere Polizei- und Gendarmerieschüler sind in Ausbildung. (Abg. Parnigoni: Und 150 gehen in Pension!)
Abg. Parnigoni: Was sagen Sie zur FPÖ-Forderung? ... 600 Polizisten ...!
Das sind insgesamt etwa 280 Exekutivbeamte mehr für Oberösterreich. Ich verstehe deshalb die Kritik von Landeshauptmann-Stellvertreter Haider in Oberösterreich überhaupt nicht, der ständig noch mehr Beamte verlangt, wenn bereits massiv entgegengewirkt wird. (Abg. Parnigoni: Was sagen Sie zur FPÖ-Forderung? ... 600 Polizisten ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzter Herr Bundesminister! Ich danke dir für deine hervorragende Arbeit und für deinen Einsatz und stimme dem vorliegenden Budget natürlich gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es wurde heute schon sehr viel Richtiges und Gescheites gesagt, im Besonderen von den Kolleginnen und Kollegen der Opposition! (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Ähnlich erfolgreich verläuft es auch mit der Kindersicherheitsolympiade – „Safety-Tour 2004“. Daran waren heuer auf Bezirks- und auf Landesebene mehr als 42 000 Kinder beteiligt, und unser Konzept, auf spielerische Weise Sicherheit und richtiges Verhalten in Not- und Katastrophenfällen zu lernen, ist voll aufgegangen. Da möchte ich mich bei Ihnen auch für die großartige Unterstützung bedanken. Wir haben europaweit großes Interesse und Anerkennung gefunden. Wie Sie wissen – wir konnten Ihnen das ja berichten –, sind wir dabei, diese Sicherheitsinitiative als Europaprojekt in den anderen EU-Ländern durchzuführen. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) – In diesem Fall ist der Applaus ausnahmsweise sehr wohl berechtigt.
Oje-Rufe bei der ÖVP.
Aber, Herr Bundesminister, leider lässt sich dieser Erfolg nicht so ganz ohne weiteres auch auf die Sicherheitssituation in Wien übertragen, und das macht mir sehr große Sorgen. (Oje-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
auch für die Polizeiverwaltung. Es fehlt Polizei an allen Ecken und Enden. Die Politik, Herr Bundesminister, ist verpflichtet, der Bevölkerung Schutz und Sicherheit zu geben. Dieser Politik sind wir verpflichtet. Daher können wir den Weg, den Sie gehen, nicht mitgehen, und daher findet diese Politik auch nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Posch: Gibt es schon eine Einigung? Wie ist die Einigung?
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich bedanke mich bei dir hinsichtlich der in einer Phase der Umorganisation befindlichen Sicherheitsexekutive Österreichs sehr herzlich für den guten sozialen Dialog, den wir gefunden haben. (Abg. Mag. Posch: Gibt es schon eine Einigung? Wie ist die Einigung?)
Abg. Parnigoni: Das mit der Pensionierung musst du auch dazusagen!
Die Kollegenschaft akzeptiert sehr positiv, dass es bis Ende 2005 800 neue Aufnahmen geben wird, und ist sehr angetan davon, dass das Budget für den Sachaufwand um 106 Millionen € erhöht wird. (Abg. Parnigoni: Das mit der Pensionierung musst du auch dazusagen!)
Abg. Mag. Posch: Der Herr Neugebauer spricht nicht mit ....! Eine unangenehme Sache!
Wir haben in der Frage der Erprobung der Dienstzeitsysteme gemeinsam befunden, dass wir bei den bewährten Dienstzeitsystemen bleiben, und wir haben auch das Exekutivdienstgesetz nach guten Vorberatungen mit dem Lebensarbeitszeitmodell – schwieriges Wort, Herr Kollege, da musst du dich ein bisschen vertiefen – entsprechend in Verhandlung genommen. (Abg. Mag. Posch: Der Herr Neugebauer spricht nicht mit ....! Eine unangenehme Sache!)
Abg. Mag. Posch: Mut! Entschlossenheit! Durchsetzungsfähigkeit! Integrität!
Ich darf jetzt berichten, dass es nach unseren Vorgesprächen nun gelungen ist, mit dem Herrn Bundesminister für Soziales die Schwerarbeiterregelung auch für die Kollegen der Exekutive in Angriff zu nehmen. Ich sage das deswegen, weil der Herr Klubobmann – nicht der geschäftsführende, sondern der Herr Klubobmann – unlängst moniert hat, dass die Schwerarbeiterregelung, die im Raume steht, noch nicht mit Leben erfüllt ist. Das ist sie inzwischen. Wir haben sie auch entsprechend dargelegt. (Abg. Mag. Posch: Mut! Entschlossenheit! Durchsetzungsfähigkeit! Integrität!)
Abg. Dr. Cap: Gibt es schon eine Einigung?
Es werden nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz besondere Arbeiten unter Hitze und Kälte und schwere körperliche Arbeit berücksichtigt werden, aber auch Schicht- und Wechseldienste und all jene Verpflichtungen zu berufsbedingtem Gefahraufsuchen, und das wir unsere Kolleginnen und Kollegen der Exekutive auch entsprechend treffen. (Abg. Dr. Cap: Gibt es schon eine Einigung?) Das ist bereits vorbereitet und mit dem Herrn Sozialminister auch ausverhandelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es werden nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz besondere Arbeiten unter Hitze und Kälte und schwere körperliche Arbeit berücksichtigt werden, aber auch Schicht- und Wechseldienste und all jene Verpflichtungen zu berufsbedingtem Gefahraufsuchen, und das wir unsere Kolleginnen und Kollegen der Exekutive auch entsprechend treffen. (Abg. Dr. Cap: Gibt es schon eine Einigung?) Das ist bereits vorbereitet und mit dem Herrn Sozialminister auch ausverhandelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Entschlossenheit! Mut! Integrität!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Posch: Entschlossenheit! Mut! Integrität!) Ich darf an dieser Stelle schon sehr herzlich dafür danken, dass die Kolleginnen und Kollegen des Exekutivbereiches nicht nur jene sind, die bei Sonne, Hitze, Regen, Schnee, bei Tag und bei Nacht, an Sonn- und Feiertagen unterwegs sind, sondern dass es ihr Auftrag ist, auch die Gefahr aufzusuchen. Und ich glaube, dass dieses Berufsfeld mit dieser Gefährdung unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. (Abg. Mag. Posch: Widerständigkeit!) Herr Bundesminister! Ich bedanke mich für die Kooperation. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Diese Rede verteilen wir morgen gleich an alle Kollegen! Sofort das Stenographische Protokoll anfordern!)
Abg. Mag. Posch: Widerständigkeit!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Posch: Entschlossenheit! Mut! Integrität!) Ich darf an dieser Stelle schon sehr herzlich dafür danken, dass die Kolleginnen und Kollegen des Exekutivbereiches nicht nur jene sind, die bei Sonne, Hitze, Regen, Schnee, bei Tag und bei Nacht, an Sonn- und Feiertagen unterwegs sind, sondern dass es ihr Auftrag ist, auch die Gefahr aufzusuchen. Und ich glaube, dass dieses Berufsfeld mit dieser Gefährdung unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. (Abg. Mag. Posch: Widerständigkeit!) Herr Bundesminister! Ich bedanke mich für die Kooperation. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Diese Rede verteilen wir morgen gleich an alle Kollegen! Sofort das Stenographische Protokoll anfordern!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Diese Rede verteilen wir morgen gleich an alle Kollegen! Sofort das Stenographische Protokoll anfordern!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Posch: Entschlossenheit! Mut! Integrität!) Ich darf an dieser Stelle schon sehr herzlich dafür danken, dass die Kolleginnen und Kollegen des Exekutivbereiches nicht nur jene sind, die bei Sonne, Hitze, Regen, Schnee, bei Tag und bei Nacht, an Sonn- und Feiertagen unterwegs sind, sondern dass es ihr Auftrag ist, auch die Gefahr aufzusuchen. Und ich glaube, dass dieses Berufsfeld mit dieser Gefährdung unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. (Abg. Mag. Posch: Widerständigkeit!) Herr Bundesminister! Ich bedanke mich für die Kooperation. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Diese Rede verteilen wir morgen gleich an alle Kollegen! Sofort das Stenographische Protokoll anfordern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Wir bedanken uns auch für den intellektuellen Mut des Kollegen Neugebauer!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn Herr Minister Strasser heute gemeint hat, dass Österreich ein sicheres Land ist, dann freuen wir uns alle darüber. Dass Österreich ein sicheres Land ist, verdanken wir der österreichischen Exekutive. Wir wissen das zu schätzen, und wir bedanken uns bei unseren Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Wir bedanken uns auch für den intellektuellen Mut des Kollegen Neugebauer!)
Abg. Kößl: 163 Millionen mehr!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jetzt verwende ich einmal Ihre eigene Relationsrechnung: Wie hätten wir es denn gern? – Bei dem einen Budgetkapitel wird mit absoluten Zahlen argumentiert, beim anderen Budgetkapitel stellt man es hingegen in Relation. Liebe Freunde! So ist es! (Abg. Kößl: 163 Millionen mehr!)
Abg. Kößl: Du musst 1996, 1997 und 1998 anfangen!
Lieber Freund Günter Kößl, wir können uns schon über 500 zukünftige Planstellen unterhalten. Wer hat sich denn 2000, 2001, 2002, 2003, 2004 und 2005 darüber unterhalten? (Abg. Kößl: Du musst 1996, 1997 und 1998 anfangen!) Warte ein bisserl! Es gab Hunderte Pensionierungen, um die 700 jährlich. Das heißt: Ihr senkt den Personalstand um über 3 000 Personen ab und feiert, wenn wir ein paar hundert Leute zusätzlich bekommen! – Das ist ja eine Milchmädchenrechnung par excellence, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Neugebauer ist jetzt gerade fortgegangen, aber ich möchte, wenn wir schon so viel von Gerechtigkeit reden, noch etwas festhalten: Die Diskussion über das Exekutivdienstgesetz ist eine alte, ihr könnt jetzt aber schnell beweisen, wie ihr den öffentlichen Dienst lebt! Sagt ja zu einer ordentlichen Gehaltserhöhung – da freuen sich alle, Günter! – und stimmt unserem Entschließungsantrag zu: 1 000 Planstellen mehr für die Exekutive! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Das ist eine glatte Unwahrheit! Und da du das ganz bewusst sagst, ist es sogar eine Ungeheuerlichkeit!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoch geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte, weil dieses Thema heute schon so oft angeschnitten wurde, damit beginnen: Bis 2000 war es ein ungeschriebenes Ernennungserfordernis für den gehobenen Polizeidienst, dass man ein SPÖ-Parteibuch hat. (Abg. Parnigoni: Das ist eine glatte Unwahrheit! Und da du das ganz bewusst sagst, ist es sogar eine Ungeheuerlichkeit!) Und nur weil jetzt endlich auch die klugen Köpfe gefragt sind, sehen Sie die Welt untergehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoch geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte, weil dieses Thema heute schon so oft angeschnitten wurde, damit beginnen: Bis 2000 war es ein ungeschriebenes Ernennungserfordernis für den gehobenen Polizeidienst, dass man ein SPÖ-Parteibuch hat. (Abg. Parnigoni: Das ist eine glatte Unwahrheit! Und da du das ganz bewusst sagst, ist es sogar eine Ungeheuerlichkeit!) Und nur weil jetzt endlich auch die klugen Köpfe gefragt sind, sehen Sie die Welt untergehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das kann es doch nicht sein! Das Einzige nämlich, das in Wahrheit sinkt, sind die roten Sterne in diesem Ressort. Einige haben nicht begriffen, dass sie den Beamteneid nicht auf einen SPÖ-Minister abgelegt haben, sondern auf die Republik Österreich, und zu jenen gehören eben auch manche Generäle! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Noch etwas möchte ich an dieser Stelle sagen: Schauen wir uns die Zahlen an! Es wurde noch nie so viel in bauliche Maßnahmen investiert wie unter diesem Minister Dr. Ernst Strasser. Es gibt allein 53 entweder neu gebaute oder renovierte Sicherheitsdienststellen in Oberösterreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit unserer Politik ist es der Exekutive, meinen Kolleginnen und Kollegen ganz einfach möglich, auch in Zukunft das Dienstleistungsprodukt Sicherheit für die Österreicherinnen und Österreicher zu gewährleisten. Dafür sage ich dir, Herr Minister Strasser, sowie deinen Beamten herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Kößl: Das stimmt doch, nicht wahr?
Sie haben in einem Interview gesagt, dass Sie von ungefähr 550 zusätzlichen Asylwerbern ausgehen werden, wobei ich persönlich es bedaure, dass Sie es bedauern, dass Österreich angeblich mit diesem Erkenntnis ein attraktiveres Asylzielland geworden ist. (Abg. Kößl: Das stimmt doch, nicht wahr?)
Beifall bei der SPÖ.
angemerkt werden, weil wir glauben, dass das wirklich ein Fall von Schnüffelei und von sittenwidriger Nachstellung war. Wir meinen, dass das keinen guten Stil verraten hat und eine äußerst unangenehme Geschichte im Bereich Ihres Ministeriums war. Dass Sie eingelenkt haben, wollen wir anerkennen. Das ist erfreulich, man braucht darüber nicht mehr viel zu reden. Manchmal ist es auch ganz gut, wenn die Opposition etwas aufzeigt und die Sache sich in der richtigen Art und Weise wendet. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mich im Rahmen der Diskussion zum Budget innere Sicherheit vor allem bei jenen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die vor Ort tagein tagaus zu jeder Stunde für die Sicherheit sorgen, und ich darf Ihnen garantieren, dass wir von der Österreichischen Volkspartei in der Bundesregierung auch in Zukunft alles unternehmen werden, dass sie optimale Voraussetzungen für diesen Dienst vorfinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gaál: Ich bin der Wahrheit verpflichtet!
Kollege Pendl hat darauf hingewiesen und Kollege Gaál hat sich am Anfang auch beim Minister für das bedankt, was er im Bereich des Zivilschutzes und auch in anderen Bereichen getan hat. Nachher ist leider Gottes wieder die Oppositionsrolle durchgekommen. (Abg. Gaál: Ich bin der Wahrheit verpflichtet!)
Abg. Miedl: Es geht um Sicherheit!
Gar nicht anfangen: Ja, das wäre grundsätzlich wohl am besten, und dies aus mehreren Gründen. – Da gibt es einmal massive Einsprüche von Verfassungsexperten dass der von Ihnen gewählte Weg bei der Zusammenlegung der Wachkörper nicht verfassungskonform ist. Trotzdem sind Sie nicht bereit, die Umsetzung der Polizeireform auf Eis zu legen oder zumindest so lange zu warten, bis die Verfassungskonformität geklärt ist, denn es geht um viel Macht und viele Entscheidungsmöglichkeiten, die Sie sich durch das neue Gesetz selbst verschaffen. (Abg. Miedl: Es geht um Sicherheit!) Um Sicherheit geht es auch, natürlich! Aber mit der Zusammenlegung sind alle Exekutivorgane unmittelbar dem Innenminister unterstellt, und Sie können überall direkt durchgreifen.
Abg. Kößl: Eine Erhöhung in diesem Ausmaß hat es noch nie gegeben!
Solche Aktionen sind nicht nur undemokratisch, sondern sie lassen auch eine große soziale Kälte spürbar werden. Herr Bundesminister! Auch wenn das Budget für Inneres heuer um mehr als 9 Prozent erhöht wurde, muss es trotzdem in Relation zum Gesamtbudget gesehen werden, und da zeigt sich klar, dass dieser Anteil geringer ist als im Jahr 1999 unter einem SPÖ-Innenminister. (Abg. Kößl: Eine Erhöhung in diesem Ausmaß hat es noch nie gegeben!) Da waren es mehr als 3 Prozent, und jetzt liegen wir deutlich unter diesem Wert.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nicht so, dass wir die Arbeit der Beamtinnen und Beamten nicht würdigen und schätzen. Wir anerkennen ihre gute Arbeit, und ich darf den Beamtinnen und Beamten auch an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Inneres am Staatshaushalt in der Höhe von 2,7 Prozent. Wenn Sie, Frau Kollegin Pfeffer, sagen, dass das deutlich unter 3 Prozent liegt, dann weiß ich nicht, ob Sie in der Schule in Rechnen aufgepasst haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Abg. Gaál: Das haben wir schon gehört!
Herr Innenminister Strasser war bei den Budgetverhandlungen äußerst erfolgreich und hat damit einen klaren Erfolg für unsere Sicherheit erzielt. Im nächsten Jahr – wir haben es schon oft genug gehört – stehen im Innenministerium rund 163 € mehr zur Verfügung. (Abg. Gaál: Das haben wir schon gehört!) Sie haben auch genug wiederholt!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade mich als Wienerin ärgert besonders, dass die Wiener SPÖ und allen voran Bürgermeister Häupl immer wieder nach mehr Polizisten, nach einem Plus von 1 000 Polizisten schreien. Ich betone: Es wurde noch nie so viel für Wiens Sicherheit getan wie unter dem ÖVP-Innenminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und noch etwas muss man ganz klar festhalten: Es hat auch noch nie ein Innenminister so zu seinen Beamten gehalten wie unser Innenminister Strasser! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf nun dem Herrn Innenminister noch für die Maßnahmen, die er für Wien setzt, damit Wien weiterhin eine sichere Weltstadt bleibt, setzt, danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, egal, ob Sie diese falschen Aussagen bewusst oder aus Unfähigkeit gemacht haben: Beides disqualifiziert Sie jedenfalls als Innenminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Auch in der Luft!
Aber an dieser Stelle darf ich Sie auch auffordern: Wir brauchen Sicherheit am Boden und nicht in der Luft! (Abg. Murauer: Auch in der Luft!) Diese Regierung schmeißt sehr viel Geld mit beiden Händen für diese unbrauchbaren Eurofighter hinaus.
Beifall bei der SPÖ.
Diese Ihre Politik richtet sich wie in so vielen anderen Fällen gegen die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher. Doch der nächste Wahltag kommt auch für Sie. Und dieser Wahltag wird für Sie alle von der ÖVP und FPÖ ein Zahltag werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Dr. Ernst Strasser: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Sie gestatten mir, dass ich ein paar Feststellungen zu einigen Aussagen treffe. Es ist eine Tatsache und nachzulesen, dass wir einen Rückgang der Kriminalität in ganz Österreich um fast 1,5 Prozent und in Wien um fast 8 Prozent haben. Das ist ein Erfolg der neuen Struktur, das ist ein Erfolg der Beamten, die dort arbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Gern!
Im Jahr 2002 gab es alleine 133 000, im Jahr 2003 156 000 Alkoholkontrollen. Vielleicht kann das jemand Frau Abgeordneter Wurm ausrichten. (Abg. Parnigoni: Gern!) Hier ist der Herr Bürgermeister von Imst (in Richtung des Abg. Reheis), der da sicher eine Nahebeziehung hat. Wissen Sie, wie die Lage inzwischen im Rapoldipark ist?
in Richtung des Abg. Reheis
Im Jahr 2002 gab es alleine 133 000, im Jahr 2003 156 000 Alkoholkontrollen. Vielleicht kann das jemand Frau Abgeordneter Wurm ausrichten. (Abg. Parnigoni: Gern!) Hier ist der Herr Bürgermeister von Imst (in Richtung des Abg. Reheis), der da sicher eine Nahebeziehung hat. Wissen Sie, wie die Lage inzwischen im Rapoldipark ist?
Beifall bei der ÖVP.
Vielleicht kann man Herrn Abgeordnetem Darabos Folgendes ausrichten, weil er sich mit dem Zivildienst beschäftigt hat: Das Zivildienstsystem funktioniert sehr gut. Wenn ich mir die Zahlen anschaue, dann sehe ich, wir hatten im Jahr 2000 5 000 Zivildiener, im Jahr 2001 7 000, im Jahr 2002 8 200, im Jahr 2003 8 700, im Jahr 2004 werden wir 9 599 Zivildiener haben. Das Budget für den Zivildienst wird für das Jahr 2005 um 9 Millionen € erhöht. Das sind die Fakten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch ein Wort zur Entlohnung. Das wurde mir gesagt, ich habe das nicht nachgeprüft, aber ich habe keinen Zweifel daran, diese Information des Herrn Nationalrates Wöginger allen Mitgliedern des Nationalrates weiterzugeben. Die Summe von 13,60 €, die Sie immer ins Treffen führen, wenn es um die Entlohnung von Präsenzdienern beim Bundesheer geht, wird dann fällig, wenn es sich um eine Dienstreise außerhalb der Kaserne handelt oder wenn sich jemand nicht in der Kaserne befindet. Sonst wird mit 3,40 € entlohnt, wird mir gesagt. Das muss man selbstverständlich in Relation setzen, wenn man diskutiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nächster Punkt: Herr Abgeordneter Gaál, ich darf Sie herzlich einladen: Kommen Sie in die Marokkanerkaserne! Sie werden dort keinen freien Platz finden, weil die Marokkanerkaserne überfüllt ist. Wissen Sie, wie die Situation in Wirklichkeit ist? – Wir bilden derzeit so viele Polizistinnen und Polizisten in Wien aus, dass wir sogar einen Kurs nach Kärnten gegeben haben, weil wir in der Marokkanerkaserne keinen Platz mehr haben. Das ist die Situation dahin gehend, wie viele junge Männer und Frauen neu in die Polizei einrücken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Damit zum Personalstand der Sicherheitswache in Wien. Das sind Zahlen, die ich aus der Bundespolizeidirektion Wien habe. 1995 hatten wir 4 232 Mitarbeiter, die in Wien auf der Straße Dienst gemacht haben. Im Jahr 2000 waren es 4 316, im Jahr 2003 waren es 4 539, im Jahr 2004 sind es 4 605. Noch nie haben so viele Mitarbeiter auf den Straßen Wiens Dienst gemacht. Es stimmt, dass wir nicht so viele Mitarbeiter in der Verwaltung haben. Dort, mit Verlaub, werden sie auch nicht so gebraucht wie auf der Straße, wo wir sie einsetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Herrn Abgeordnetem Neugebauer möchte ich zu dem Ergebnis gratulieren, das die Personalvertretung Öffentlicher Dienst mit dem Sozialminister zur Schwerarbeiterregelung gefunden hat. Das wird eine massive Verbesserung der Arbeitssituation und der gesamten Lebenssituation für unsere Polizisten und Gendarmen sein. – Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Man braucht qualifiziertes Personal!
Ich darf Ihnen ganz offen sagen, weil Sie zum UBAS gesprochen haben: Mehr Personal bedeutet normalerweise mehr Output. Beim UBAS sichtlich nicht, denn dort gibt es seit einiger Zeit um zehn Mitarbeiter mehr, aber im letzten Monat hatte der UBAS trotzdem wieder weniger Output. Dort gilt das anscheinend nicht. Das Problem ist, dass die Herrschaften dort tun und lassen können, was sie wollen – ohne irgendeine Anordnung. Da müssen wir etwas tun, dort müssen wir ansetzen, der UBAS funktioniert in Österreich derzeit nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Man braucht qualifiziertes Personal!)
Abg. Parnigoni nickt
derösterreichischer Abgeordneter? Herr Abgeordneter Parnigoni, wenn Sie so lieb wären, das dem Abgeordneten Pendl zu sagen (Abg. Parnigoni nickt) –, wenn wir den Prozentanteil des BMI-Budgets im Bundesbudget zum Beispiel seit 1994 anschauen, zu sagen: Da war der Prozentanteil 1994 2,49 Prozent, 1995 2,96, 1997 2,80, 1998 2,83, 1999 und 2000 jeweils 3,02 Prozent, jetzt ist er 2,96 Prozent. Das ist der zweithöchste Prozentsatz. Zweimal ist es gelungen, einen höheren zu haben, aber ich darf Ihnen sagen – ich bitte, das auch dem Abgeordneten Pendl zu sagen –, das ist der zweithöchste Prozentsatz, den das Innenministerium jemals erreicht hat. – Auch das, damit der historischen Wahrheit zum Durchbruch verholfen wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
derösterreichischer Abgeordneter? Herr Abgeordneter Parnigoni, wenn Sie so lieb wären, das dem Abgeordneten Pendl zu sagen (Abg. Parnigoni nickt) –, wenn wir den Prozentanteil des BMI-Budgets im Bundesbudget zum Beispiel seit 1994 anschauen, zu sagen: Da war der Prozentanteil 1994 2,49 Prozent, 1995 2,96, 1997 2,80, 1998 2,83, 1999 und 2000 jeweils 3,02 Prozent, jetzt ist er 2,96 Prozent. Das ist der zweithöchste Prozentsatz. Zweimal ist es gelungen, einen höheren zu haben, aber ich darf Ihnen sagen – ich bitte, das auch dem Abgeordneten Pendl zu sagen –, das ist der zweithöchste Prozentsatz, den das Innenministerium jemals erreicht hat. – Auch das, damit der historischen Wahrheit zum Durchbruch verholfen wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu Frau Nationalrätin Pfeffer. Frau Abgeordnete, Sie kritisieren, dass nach der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei die Exekutive dem Innenminister unterstellt sein wird. – Ja wem ist sie denn jetzt unterstellt? Dem Verteidigungsminister? Der Bildungsministerin? Einem Bürgermeister? Einem Bezirkshauptmann? Einem Landeshauptmann? (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Selbstverständlich ist es sinnvoll und notwendig, dass die Exekutive dem Innenminister unterstellt wird. (Abg. Parnigoni: Sie wissen schon, worum es geht!)
Abg. Parnigoni: Sie wissen schon, worum es geht!
Zu Frau Nationalrätin Pfeffer. Frau Abgeordnete, Sie kritisieren, dass nach der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei die Exekutive dem Innenminister unterstellt sein wird. – Ja wem ist sie denn jetzt unterstellt? Dem Verteidigungsminister? Der Bildungsministerin? Einem Bürgermeister? Einem Bezirkshauptmann? Einem Landeshauptmann? (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Selbstverständlich ist es sinnvoll und notwendig, dass die Exekutive dem Innenminister unterstellt wird. (Abg. Parnigoni: Sie wissen schon, worum es geht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit zum Abgeordneten Dobnigg. Ich darf Ihnen das sehr offen sagen, ich habe das mit dem Maulkorberlass auch gelesen. Dieser Maulkorberlass wurde einem der besten Beamten in der Kriminalitätsbekämpfung, den Niederösterreich hat, quasi umgehängt. Das ist Kollege Polzer. Kollege Polzer ist ein Mann, der ganz sicher nicht meiner Partei nahe steht oder angehört. Er ist ein hervorragender Beamter. Ich habe ihn gebeten – und er hat dieses Amt auch übernommen –, die Gesamtkoordination für die Kriminalitätsprävention und Kriminalitätsbekämpfung in Niederösterreich zu übernehmen. Ich vertraue diesem Mann voll, ich unterstütze ihn. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, ihm solche Dinge zu unterstellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Die innere und äußere Sicherheit Österreichs ist eine ständige Herausforderung. Daher brauchen wir Strukturreformen, um diesem Auftrag nachzukommen. (Beifall bei der ÖVP.) Österreich ist ein Asylland. Dr. Zilk schreibt: Österreich ist „Asyl-Weltmeister“. Wir sind Weltranglisten-Erster. – Das ist durchaus positiv, aber daraus ergeben sich auch Probleme, welche wir angehen müssen.
Abg. Reheis: Das sind keine Zuwanderer!
Man sieht also, dass es Probleme auch im Drogenbereich gibt, auch in der Landeshauptstadt von Tirol und in einigen Bezirkshauptstädten. Es geht darum, dass wir die Drogenproblematik erkennen und dass wir Antworten geben auf diese ... (Abg. Reheis: Das sind keine Zuwanderer!) – Das sind keine Zuwanderer, aber in deiner Stadt speziell – ich wollte das heute nicht ansprechen, um hier nicht Populismus zu verbreiten – gibt es Probleme, und dieser Problematik müssen wir uns stellen.
Abg. Reheis: ... nicht mit Zuwanderern verbinden!
Gerade deswegen brauchen wir neue Strukturen. (Abg. Reheis: ... nicht mit Zuwanderern verbinden!) – Nein, mit Zuwanderern bringe ich es nicht in Verbindung. Da sind einerseits die Asylanten, andererseits ist es Drogenkonsum, welcher durchaus im eigenen Land entstanden ist.
Abg. Mandak: Sind Sie auch für das Alkoholverbot?
Es geht also in Zukunft darum, dass wir neue Strukturen schaffen. Bundesminister Strasser hat hier die Weichen gestellt. In vielen Bereichen werden die Strukturen angepasst, es wird die Polizei- und Gendarmeriereform umgesetzt. (Abg. Mandak: Sind Sie auch für das Alkoholverbot?) Es gibt auch in anderen Bereichen neue Ausrichtungen, um gerade die Problematiken der heutigen Zeit zu verbessern oder zu Optimierungen zu kommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Sicherheit braucht in Österreich leistungsfähige und schlanke Strukturen, beste Ausbildung der Mitarbeiter und moderne Methoden, aber auch mehr Flexibilität. Bundesminister Strasser bemüht sich, die Schwachstellen abzubauen, um die Sicherheit für Österreichs Bürger zu erhöhen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau in dasselbe Horn hat auch Kollege Kapeller gestoßen. Ich denke, das ist eine Diffamierung all jener Beamten, die schon vor Bundesminister Strasser im Dienst gewesen sind. Das weisen wird auf das Schärfste zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte auch ich mich bei allen Beamten und Beamtinnen für die wertvolle Arbeit im Sinne der Sicherheit in Österreich bedanken, die oft unter schwierigen Bedingungen arbeiten müssen und die eine hervorragende Arbeit leisten – und das trotz eines Innenministers Strasser. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass es großartig ist, dass wir auf Grund der gesetzten Maßnahmen schon die Top 1 bei der Sicherheit schon sind. Daher heißt es für uns auch weiterhin: null Toleranz für Verbrecher! Wir müssen schauen, dass wir im europäischen Raum stark zusammenarbeiten, um zu erreichen, dass die Kriminalität nicht weiterhin so grenzübergreifend ist wie jetzt. Wir müssen uns da noch viel, viel stärker im gesamteuropäischen Raum zusammentun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte abschließend nur noch sagen: Ich gratuliere sehr herzlich zu dieser Arbeit! Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Herrn Ministers und dem Herrn Minister und wünsche ein gutes Gelingen. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Auch Sie, Herr Bundesminister, haben Zahlen genannt, die eindeutig zeigen, dass es jetzt weniger Sicherheitswachebeamte auf der Straße gibt als zum Beispiel 1999. Außerdem: Die Zahlen für 2004 enthalten offensichtlich auch die in Ausbildung Befindlichen. Das heißt, dass sie jetzt in Wirklichkeit nicht zur Verfügung stehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum wir zusätzliche Beamte in Wien verlangen, das ist sehr leicht erklärt, Frau Kollegin: Das Sicherheitsgefühl ist gesunken, die Kriminalität hat zugenommen. Der Bürgermeister von Wien trägt natürlich auch Verantwortung für das Lebensgefühl, für die Lebensqualität in Wien, und daher verlangt er auch mehr Beamte. Ich halte es für unabdingbar, dass er auch mehr Beamte bekommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist sehr erfreulich, dass die Polizei so gut mit den Interventionsstellen zusammenarbeitet – im Übrigen auch mit den Frauenhäusern –, dass es diesbezüglich ein gesteigertes Bewusstsein bei der Polizei gibt, und dafür möchte ich den Polizistinnen und Polizisten auch sehr herzlich danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es für die Integration von unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sehr wichtig ist, dass sie die Möglichkeit und die Chance haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, dass sie die Möglichkeit und die Chance haben, sich voll in unsere Gesellschaft zu integrieren. Auch das ist ein wichtiges Thema, das wir gemeinsam angehen sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Im Sinne meines Kollegen Jochen Pack lasse ich jetzt alles, was wichtig ist, beiseite und beschränke mich auf die sehr wichtigen Dinge. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Für mich als Abgeordneten aus Vorarlberg ist besonders wichtig, dass die Erhaltung der regionalen Strukturen Berücksichtigung findet. Es freut mich, hier sagen zu können, dass sechs Gendarmerieposten neu errichtet wurden und 36 Gendarmerieposten beziehungsweise 18 Grenzkontrollstellen generalsaniert wurden. Ich möchte dem Minister für diese Investition in die Sicherheit in unserem Land herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
geben die richtigen Antworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Da hat sie Recht!
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sicherheit ist ein wichtiges und berechtigtes Grundbedürfnis der Bevölkerung. Ich habe der heutigen Debatte sehr aufmerksam zugehört und bin über die doch teilweise fehlende Sachlichkeit enttäuscht. Wenn Frau Abgeordnete Pfeffer sagt, es gehe bei dieser Polizeireform um Macht und nicht um Sicherheit (Abg. Gradwohl: Da hat sie Recht!) – das hat sie gesagt! (Abg. Gradwohl: Dann hat sie Recht!) –, dann ist sie, wie ich meine, noch in der Zeit der SPÖ-Innenminister, betrachtet man die Statistik und die Einfärbelung der roten Minister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Dann hat sie Recht!
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sicherheit ist ein wichtiges und berechtigtes Grundbedürfnis der Bevölkerung. Ich habe der heutigen Debatte sehr aufmerksam zugehört und bin über die doch teilweise fehlende Sachlichkeit enttäuscht. Wenn Frau Abgeordnete Pfeffer sagt, es gehe bei dieser Polizeireform um Macht und nicht um Sicherheit (Abg. Gradwohl: Da hat sie Recht!) – das hat sie gesagt! (Abg. Gradwohl: Dann hat sie Recht!) –, dann ist sie, wie ich meine, noch in der Zeit der SPÖ-Innenminister, betrachtet man die Statistik und die Einfärbelung der roten Minister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sicherheit ist ein wichtiges und berechtigtes Grundbedürfnis der Bevölkerung. Ich habe der heutigen Debatte sehr aufmerksam zugehört und bin über die doch teilweise fehlende Sachlichkeit enttäuscht. Wenn Frau Abgeordnete Pfeffer sagt, es gehe bei dieser Polizeireform um Macht und nicht um Sicherheit (Abg. Gradwohl: Da hat sie Recht!) – das hat sie gesagt! (Abg. Gradwohl: Dann hat sie Recht!) –, dann ist sie, wie ich meine, noch in der Zeit der SPÖ-Innenminister, betrachtet man die Statistik und die Einfärbelung der roten Minister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Stimmen Sie diesem Budget zum Wohle Österreichs und eines sicheren Österreich auch zu! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieses Service zielt genau auf solche Delikte ab, deren Zahl vor allem im ländlichen Raum wesentlich zugenommen hat. Das zeigt, dass wir einfach mehr brauchen als nur ein finanziell und personell gut ausgestattetes Innenministerium. Gefragt sind auch einsatzbereite Bürger und innovative Bürgermeister. – Einen wunderschönen Abend noch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)