Eckdaten:
Für die 91. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1710 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Vorschlag betrifft den Verfassungsgerichtshof. Es wäre sinnvoll, wenn der Verfassungsgerichtshof ebenfalls bereits bei der Gesetzwerdung eingebunden und befragt werden könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es sollte also eine verbindliche Stellungnahme des Verfassungsgerichtshofs geben, damit es nicht dazu kommt, was wir etwa in den letzten drei Jahren feststellen mussten: Es waren etwa 30 Gesetze, die wieder aufgehoben werden mussten. Das bedeutet einen unglaublichen auch finanziellen Aufwand und natürlich auch eine Einschränkung der Rechtssicherheit der Bevölkerung, die sich dann ja nicht mehr sicher sein kann, dass die Gesetze rechtmäßig zustande kommen. Es wäre also sinnvoll, den Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt aufzulösen und stattdessen verbindliche Auskünfte vom Verfassungsgerichtshof einzuholen und so auch eine größere Rechtssicherheit zu schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Wir wollen mehr, Harald! Wir wollen mehr!
Es gibt zu diesem Tagesordnungspunkt noch viel zu sagen. (Abg. Strache: Wir wollen mehr, Harald! Wir wollen mehr!) Ja, gerne auch mehr, aber die zur Verfügung stehende Zeit erlaubt das nicht.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann also den Regierungsparteien ans Herz legen, die Situation, dass jetzt drei Jahre lang keine Wahlen vor der Tür stehen, zu nutzen und den erforderlichen Mut aufzubringen. Wir werden sie dabei auf jeden Fall unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Betriebe würden vom Arbeitsinspektorat in derselben Sekunde geschlossen, meine Damen und Herren! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und BZÖ.
Ich trete, wir treten daher dafür ein, dass, wenn dieser Entschließungsantrag schon nicht reicht, dann aus meiner Sicht eine gesetzliche Regelung eingeführt werden muss, damit endlich Transparenz und klare Spielregeln die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung bestimmen und diese Regeln auch eingehalten werden, meine Damen und Herren. Da sind wir den Steuerzahlern verpflichtet. Wir können nicht woanders Sparen verlangen, während im eigenen Bereich die Spielregeln nicht gelten. (Beifall bei ÖVP, Grünen und BZÖ.)
Abg. Dr. Schüssel: Das stimmt doch so nicht!
nicht in den kapitalistischen Ländern der Fall. Starten Sie den Vergleich: Ein Millionenerbe zahlt null Steuern. Ein normaler Arbeitnehmer muss dafür 20 Jahre arbeiten, und er zahlt im Durchschnitt dann für Steuern und Sozialversicherungsabgaben die Hälfte weg. (Abg. Dr. Schüssel: Das stimmt doch so nicht!)
Abg. Dr. Schüssel: Von jedem Vermögen ist schon mehrfach Steuer gezahlt worden!
Na selbstverständlich stimmt das! Gewissermaßen über Nacht bekommst du eine Millionenerbschaft und zahlst dafür gar nichts, aber wenn du eine Million mit Arbeiten verdienst, selbständig oder unselbständig, dann zahlst du. (Abg. Dr. Schüssel: Von jedem Vermögen ist schon mehrfach Steuer gezahlt worden!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Altkanzler! Das ist doch ein völliger Blödsinn! Schon immer ist alles versteuert worden, das ist ja auch völlig logisch. Jeder Vorgang wird besteuert, jeder Konsum, alles! So gesehen dürfte man auch andere Vorgänge nicht besteuern. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Selbstverständlich nicht. Jeder Vorgang eignet sich dazu. Das ist ja unglaublich! Aus Sicht dessen, der erbt, ist es ein Einkommen. Was denn sonst? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Altkanzler! Das ist doch ein völliger Blödsinn! Schon immer ist alles versteuert worden, das ist ja auch völlig logisch. Jeder Vorgang wird besteuert, jeder Konsum, alles! So gesehen dürfte man auch andere Vorgänge nicht besteuern. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Selbstverständlich nicht. Jeder Vorgang eignet sich dazu. Das ist ja unglaublich! Aus Sicht dessen, der erbt, ist es ein Einkommen. Was denn sonst? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie dazu übergegangen sind, das Budget um fünf, sechs Wochen zu spät einzubringen, dann wird es, nebenbei bemerkt, auf diese Zeit auch nicht mehr ankommen. Da werden ganz klare parlamentarische Möglichkeiten genutzt, um eben die Standpunkte klarzumachen. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum das von Abgeordneten selbst als Aktionismus oder sonst was diffamiert wird – damit werden wir uns noch extra auseinandersetzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Zum Budget des Bundeskanzleramtes: 2,6 Prozent werden hier eingespart. Auch das Bundeskanzleramt geht also mit Einsparungen sehr sorgfältig um und geht mit Beispielen voran. Erfreulich ist, dass die Einsparungen nicht bei den Minderheiten und auch nicht bei den Frauen vorgenommen werden, sondern im Wesentlichen im Bereich der Medienkooperation und in jenem der Presseförderung. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Bei der Presseförderung wird massiv gespart, und ich glaube, das ist auch vernünftig.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Aber was mir beim Bundeskanzleramt-Budget noch auffällt, ist – und das ist wirklich anachronistisch –, dass dort noch immer die Autos der Landeshauptleute enthalten sind. Ich glaube, die Landeshauptleute oder die Länder wären durchaus in der Lage, sich das selbst zu bezahlen. Ich glaube, da sollte man einmal das Selbstbewusstsein der Länder auch in die Richtung hin fördern, dass sie das selbst bezahlen, wenn sie das Geld ausgeben. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, im Großen und Ganzen ist es bei den Obersten Organen gelungen, ein doch sparsames, aber sehr wirksames, für die Gerichtshöfe unmerkbares Sparprogramm zu gestalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.
Es ist wirklich ein Unding, wir brauchen diese Informationen nicht! Selbstverständlich, dass das Sozialministerium über Pensionsregelungen informieren soll, gut, überhaupt keine Frage, dass, wenn es irgendetwas Neues gibt, darüber berichtet wird. Aber wirklich nur, weil man anscheinend eine positive Berichterstattung in anderen Bereichen haben möchte, seitenlang das Konterfei der Minister zu publizieren, das ist wirklich unerträglich und gehört abgestellt oder zumindest transparent gestaltet, damit man sieht, wofür das Steuergeld in diesen Bereichen ausgegeben wird. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall beim BZÖ.
senmäherartig eingespart, ohne wirklich Schwerpunkte zu setzen – und gerade bei der Zukunft, etwa bei der Bildung, aber auch bei der Sicherheit wird am meisten eingespart. Ein Armutszeugnis für diese Bundesregierung, kann ich nur sagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine letzte Anmerkung noch, und zwar etwas, was auch zum Bundeskanzleramt ressortiert: E-Government ist ein sehr großes Verwaltungsreform-Projekt, das nicht jetzt begonnen, sondern schon vor längerer Zeit begonnen wurde. Vorige Woche hat EU-Kommissarin Kroes bekanntgegeben, dass Österreich in diesem Ranking, das im Rahmen der EU gemacht wird, wieder den ersten Platz eingenommen hat. Ich meine, das ist etwas, was man auch positiv hervorheben muss. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Haus stattfinden mussten, damit sie in Sicherheit sind, von Frauen, die Schutz vor eigenen Familienangehörigen in diesen Einrichtungen gesucht haben, dann ist ganz klar, dass dieser Budgetansatz ein richtiger und wichtiger ist. Ich bin daher auch sehr dankbar dafür, dass da keinerlei Kürzungen vorgenommen wurden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, es ist an der Zeit, endlich nicht nur die lang geforderten dienstrechtlichen Fachbestimmungen bei den Lehrern, sondern auch das seitens der Exekutive schon seit langem geforderte Exekutivdienstrecht oder auch das beim Bundesheer dringend erforderliche Militärdienstrecht zur Umsetzung zu bringen. Damit könnten Sie Weitblick beweisen, meine Damen und Herren der Bundesregierung, mit dem vorgelegten Budget haben Sie es ja nicht getan – sehr zum Leidwesen des öffentlichen Dienstes. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Dass durch dieses Budget jetzt Rahmenverträge geschaffen werden können, die über drei Jahre gehen, auch das ist wichtig für die Arbeit der Frauenberatungsstellen, für die Mädchenberatungsstellen, auch in ländlichen Bereichen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das weiß der Herr Kollege Hörl genau, wie wichtig das ist und wie oft wir die Länder unterstützen müssen, weil hier die Förderung vielleicht oft nicht ganz so fließt, wie wir sie gerne hätten, zum Beispiel in Tirol, Herr Kollege Hörl.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben noch viel zu tun in der Frauenpolitik, doch sind wir auf dem richtigen Weg. Und dass hier nicht gespart wurde, das ist ein guter und richtiger Ansatz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Weil es schon davor zu wenig Frauen gibt!
Da muss man schon darüber nachdenken, warum ist es so, dass Frauen in Österreich – und derer gibt es ja viele, die hier kompetent wären – nicht dieses Amt anstreben. (Abg. Mag. Wurm: Weil es schon davor zu wenig Frauen gibt!) Das ist eines der
Beifall bei den Grünen.
Im Ausschuss haben wir auch über die Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit gesprochen, wo ja demnächst eine Aussprache im Verfassungsgerichtshof ansteht, und ich hoffe, Herr Staatssekretär Ostermayer, dass das ein Programm ist, wo die Bundesregierung nicht vor den Ländern in die Knie geht, sondern wo Sie die durchaus sinnvollen Reformen, die Sie ja bereits im März dieses Jahres vorgelegt haben, auch tatsächlich in Verhandlungen mit den Ländern durchziehen. Ich appelliere an Sie, hier nicht vor den Ländern in die Knie zu gehen, sondern Nägel mit Köpfen zu machen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frauenpolitik ist eine Querschnittsmaterie. Das haben wir des Öfteren gehört, das steht auch im Regierungsprogramm. Nur, wir müssen Lösungen anbieten, und hier ist es Ihre Aufgabe, Frau Ministerin, Lösungen zu erarbeiten und Lösungen anzubieten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Kinderbetreuungsangebote auszubauen, flexibler zu machen, beinhaltet auch für uns die Gestaltungsfreiheit respektive die Wahlfreiheit der Familien, dass sie ihr Kind entweder zu Hause betreuen oder eben in eine Kinderbetreuungseinrichtung geben. Eine weitere Lösung unsererseits wäre die Anerkennung von unbezahlter Familienarbeit. Karenz, Kindererziehungszeiten und Pflege von Angehörigen sollen bei der zukünftigen Gehaltseinstufung mit einberechnet und den Frauen angerechnet werden und so auch zu einer besseren Entlohnung führen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist Ländersache! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Mit dem vorhandenen Budget, Frau Ministerin, haben Sie nicht viel Spielraum, das ist schon richtig, aber ich möchte an Sie appellieren, das vorhandene Geld sinnvoll und richtig einzusetzen. Ich darf nur daran erinnern, dass die Subventionen für die überlaufenen Frauenhäuser gerade einmal 7 300 € betragen. (Ruf bei der SPÖ: Das ist Ländersache! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.) – Nein, mit 7 300 € werden 16 Frauenhäuser österreichweit vom Bund gefördert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Mag. Wurm: Das ist ohne die Kosten für die Mitarbeiterinnen!) Aber im Jahr 2010 wurden für Kampagnen, für Inserate 706 398 € ausgegeben, meine sehr geehrten Damen und Herren. 706 398 € für Inserate, für Kampagnen! Hier hätten sicher Frauenhäuser mehr davon gehabt, wenn sie da eingesetzt worden wären. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das ist ohne die Kosten für die Mitarbeiterinnen!
Mit dem vorhandenen Budget, Frau Ministerin, haben Sie nicht viel Spielraum, das ist schon richtig, aber ich möchte an Sie appellieren, das vorhandene Geld sinnvoll und richtig einzusetzen. Ich darf nur daran erinnern, dass die Subventionen für die überlaufenen Frauenhäuser gerade einmal 7 300 € betragen. (Ruf bei der SPÖ: Das ist Ländersache! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.) – Nein, mit 7 300 € werden 16 Frauenhäuser österreichweit vom Bund gefördert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Mag. Wurm: Das ist ohne die Kosten für die Mitarbeiterinnen!) Aber im Jahr 2010 wurden für Kampagnen, für Inserate 706 398 € ausgegeben, meine sehr geehrten Damen und Herren. 706 398 € für Inserate, für Kampagnen! Hier hätten sicher Frauenhäuser mehr davon gehabt, wenn sie da eingesetzt worden wären. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mit dem vorhandenen Budget, Frau Ministerin, haben Sie nicht viel Spielraum, das ist schon richtig, aber ich möchte an Sie appellieren, das vorhandene Geld sinnvoll und richtig einzusetzen. Ich darf nur daran erinnern, dass die Subventionen für die überlaufenen Frauenhäuser gerade einmal 7 300 € betragen. (Ruf bei der SPÖ: Das ist Ländersache! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.) – Nein, mit 7 300 € werden 16 Frauenhäuser österreichweit vom Bund gefördert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Mag. Wurm: Das ist ohne die Kosten für die Mitarbeiterinnen!) Aber im Jahr 2010 wurden für Kampagnen, für Inserate 706 398 € ausgegeben, meine sehr geehrten Damen und Herren. 706 398 € für Inserate, für Kampagnen! Hier hätten sicher Frauenhäuser mehr davon gehabt, wenn sie da eingesetzt worden wären. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abschließend nochmal mein Appell an Sie, Frau Ministerin: Setzen Sie das Geld, das Ihnen zur Verfügung steht, richtig und sinnvoll ein! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, wenn vorhin gelächelt oder sogar gelacht wurde über Begriffe, die gefallen sind, wie Gender Mainstreaming und Gender Budgeting, also Methoden und Strategien, um zu einer aktiven Gleichstellungspolitik zu gelangen, oder wenn hier gewitzelt und gescherzt wird, wenn das Wort Frauen fällt, dann denke ich, dass das Ausnahmen sind, die in dieses Haus eigentlich überhaupt nicht herein gehören und hier überhaupt nicht in diesem Sinn verbreitet werden sollten. (Beifall bei der SPÖ.) Aber das spricht für sich, denke ich, wenn manche dieser Ansicht sind. (Abg. Mag. Wurm – in Richtung der FPÖ-Abgeordneten –: Pubertär ist das! Pubertär seid ihr!)
Abg. Mag. Wurm – in Richtung der FPÖ-Abgeordneten –: Pubertär ist das! Pubertär seid ihr!
Das heißt, wenn vorhin gelächelt oder sogar gelacht wurde über Begriffe, die gefallen sind, wie Gender Mainstreaming und Gender Budgeting, also Methoden und Strategien, um zu einer aktiven Gleichstellungspolitik zu gelangen, oder wenn hier gewitzelt und gescherzt wird, wenn das Wort Frauen fällt, dann denke ich, dass das Ausnahmen sind, die in dieses Haus eigentlich überhaupt nicht herein gehören und hier überhaupt nicht in diesem Sinn verbreitet werden sollten. (Beifall bei der SPÖ.) Aber das spricht für sich, denke ich, wenn manche dieser Ansicht sind. (Abg. Mag. Wurm – in Richtung der FPÖ-Abgeordneten –: Pubertär ist das! Pubertär seid ihr!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher möchte ich mich bei allen, die mit mir verhandelt haben, bei den Sozialpartnern, bei der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, sehr herzlich bedanken, aber auch in diesem Sinne bei allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes allgemein. Es sind an die 132 000, die hier sehr wohl mit vielen Aufgaben konfrontiert sind. Sie mögen zwar viele Erleichterungen haben, aber trotzdem haben sie, weil wir letztendlich weit über 2 000 Planstellen einsparen, mit weniger Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Gleiches oder mehr zu leisten. Dafür möchte ich mich abschließend bei allen sehr, sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ja, wenn in einer Debatte über die Obersten Organe von zwölf Rednern sieben zum Thema Frauen sprechen, dann wissen wir, wer die obersten Organe im Staat Österreich sind. Und das ist ja etwas, was mich sehr begeistert. Sie kennen mich, Frau Kollegin Wurm, als Unterstützer und Förderer der Frauen, insbesondere dann, wenn es um die Frau als Mutter geht und um die Stellung der Frau als Mutter. (Beifall bei der FPÖ.) Hier bringen wir gleich einmal eine kleine Korrektur zu Kollegen Wittmann an, der von einem Sparpaket gesprochen hat. Das ist falsch! Es ist eindeutig ein Belastungspaket, ein Belastungspaket, das zu Lasten der Familien geht, genau jener, die wir im Staat am notwendigsten brauchen, die wir eigentlich fördern sollten angesichts der dramatischen demographischen Entwicklungen, die wir haben, und denen wir nicht das Geld aus den Säcken ziehen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ja, wenn in einer Debatte über die Obersten Organe von zwölf Rednern sieben zum Thema Frauen sprechen, dann wissen wir, wer die obersten Organe im Staat Österreich sind. Und das ist ja etwas, was mich sehr begeistert. Sie kennen mich, Frau Kollegin Wurm, als Unterstützer und Förderer der Frauen, insbesondere dann, wenn es um die Frau als Mutter geht und um die Stellung der Frau als Mutter. (Beifall bei der FPÖ.) Hier bringen wir gleich einmal eine kleine Korrektur zu Kollegen Wittmann an, der von einem Sparpaket gesprochen hat. Das ist falsch! Es ist eindeutig ein Belastungspaket, ein Belastungspaket, das zu Lasten der Familien geht, genau jener, die wir im Staat am notwendigsten brauchen, die wir eigentlich fördern sollten angesichts der dramatischen demographischen Entwicklungen, die wir haben, und denen wir nicht das Geld aus den Säcken ziehen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich brauche nur daran zu denken, dass beispielsweise die BIG Handymasten auf Schulen aufgestellt hat. Das ist nicht nur den Schülern, sondern auch den Eltern nicht sehr recht, daher – das ist bekannt – muss so etwas auch überprüft und beeinsprucht werden können. Dann geht es letztlich auch ums Geld, wenn nämlich diese Handymasten wieder abmontiert werden. Dafür ist aber nichts budgetiert, und ich frage mich daher, ob diese Ausweitung überhaupt beabsichtigt ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Bei beiden Institutionen weiß man: Ihr seid – im Gegensatz zu dieser Bundesregierung – auf der Seite des Bürgers, und dafür dürfen wir uns hier wirklich bedanken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Molterer, Sie haben uns jedenfalls mit Sicherheit an Ihrer Seite, wenn dem Geist eines Fünf-Parteien-Antrages nicht Rechnung getragen wird, dass man hier gesetzliche Regelungen herbeiführt. Das wäre auch etwas Gescheites gewesen, wenn Sie das im Rahmen dieser Budgetgesetze mit eingebracht hätten. Was Sie tun, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, ist ein Hohn für alle, die geschröpft werden! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Budget, das Sie vorgelegt haben, ist alles andere als dazu angetan, hier Loblieder zu singen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Kriegen wir alle eine Kartei angehängt?
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Ich hoffe, dass die Abgeordneten, die hier fotografiert werden, auch in Zukunft im Nationalrat verbleiben dürfen und nicht möglicherweise von Abschiebungen bedroht sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Kriegen wir alle eine Kartei angehängt?) Schauen wir also einmal, was die Frau Bundesministerin hier fotografiert! Aber eigentlich wollte ich zur Presseförderung sprechen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, Herr Brosz, Sie hätte ich nicht fotografiert!) – Mich nicht, immerhin; es sind ja noch andere zum Fotografieren da. (Abg. Dr. Graf: ... im EKIS drinnen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, was sie damit macht!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, Herr Brosz, Sie hätte ich nicht fotografiert!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Ich hoffe, dass die Abgeordneten, die hier fotografiert werden, auch in Zukunft im Nationalrat verbleiben dürfen und nicht möglicherweise von Abschiebungen bedroht sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Kriegen wir alle eine Kartei angehängt?) Schauen wir also einmal, was die Frau Bundesministerin hier fotografiert! Aber eigentlich wollte ich zur Presseförderung sprechen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, Herr Brosz, Sie hätte ich nicht fotografiert!) – Mich nicht, immerhin; es sind ja noch andere zum Fotografieren da. (Abg. Dr. Graf: ... im EKIS drinnen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, was sie damit macht!)
Abg. Dr. Graf: ... im EKIS drinnen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, was sie damit macht!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Frau Präsidentin! Ich hoffe, dass die Abgeordneten, die hier fotografiert werden, auch in Zukunft im Nationalrat verbleiben dürfen und nicht möglicherweise von Abschiebungen bedroht sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Kriegen wir alle eine Kartei angehängt?) Schauen wir also einmal, was die Frau Bundesministerin hier fotografiert! Aber eigentlich wollte ich zur Presseförderung sprechen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, Herr Brosz, Sie hätte ich nicht fotografiert!) – Mich nicht, immerhin; es sind ja noch andere zum Fotografieren da. (Abg. Dr. Graf: ... im EKIS drinnen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wer weiß, was sie damit macht!)
Bundesministerin Heinisch-Hosek: Im Vordergrund auch! – Weitere Zwischenrufe.
Faktum ist dennoch, dass es in den nächsten Jahren zu einer spürbaren Reduzierung der Presseförderung kommen wird. Ich frage mich, wie Sie das dann machen werden. Wenn nämlich der Fonds ausgeräumt ist und nichts mehr zum Rüberschieben da sein wird, werden Sie die Mittel wieder irgendwie bereitstellen müssen. – Fotografiergeräusche im Hintergrund sind irgendwie ganz originell. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Im Vordergrund auch! – Weitere Zwischenrufe.) Vielleicht führen wir hier einmal die Fotoaktionen durch und machen dann weiter.
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, was die Parteien machen, steht ihnen ja frei. Wenn Sie als SPÖ nur in der „Kronen Zeitung“ inserieren wollen, nur in „Österreich“ inserieren wollen, das können Sie ja machen. Aber als Bundeskanzler, der ja auch die Verantwortung hat, für Informationsarbeit zu sorgen, die wohl dem ganzen Land irgendwie zugutekommen sollte, wenn es schon eine Information ist, die man irgendwie inserieren kann, da ist das etwas anderes, das hat wirklich einen Anspruch darauf, dass man nicht zusätzlich Medienpolitik macht, indem man als Bundeskanzler gewisse Medien herausnimmt und sie fördert und anderen gar nichts gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist etwas, was wir dem Bundeskanzler Faymann seit Jahren ankreiden, und wir werden auch in Zukunft sehr genau darauf achten, ob hier eine Änderung bei der Transparenz und Inseratenpolitik des Bundeskanzlers erfolgt. Ich würde ihm das wirklich empfehlen, weil das eigentlich einer Medienpolitik in einer entwickelten Demokratie unwürdig ist, dass man versucht, Medien in Form von Inseraten bei der Berichterstattung zu beeinflussen. Und dieser Vorwurf ist Werner Faymann zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Vorsorge wurde diesbezüglich keine getroffen. Die Sachaufwände wurden massiv gekürzt. Die Arbeitsbedingungen für die Polizistinnen und Polizisten werden von Tag zu Tag schlechter. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ja, dafür kann ich Ihnen gleich einige Beweise bringen. Ihnen wird maximale Verfügbarkeit nach dem Muster einer Billa-Regalbetreuerin abverlangt, und das bei minimaler sozialer Absicherung zum Beispiel im Falle eines länger andauernden Krankenstandes.
Beifall bei der FPÖ.
So sage nicht nur ich, dass diese ungustiösen Zustände und Umstände um den Fall Kampusch eine Steuergeldverschwendung der Sonderklasse sind. Solche Vorkommnisse kosten dem Land dermaßen viel Ansehen und vor allem viel Motivation der Polizeibediensteten. Diese Umstände müssen raschest aufgeklärt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Abschließend gibt es noch ein Ersuchen an die Frau Minister, nämlich sich mehr hinter die Polizei zu stellen. Polizisten brauchen Rückhalt durch die Politiker! (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann könnten Sie sich vielleicht eine sehr kostspielige Werbeaktion, wie sie in den Medien erfolgt, ersparen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Mayerhofer, eines muss ich dir schon sagen: Du hast auf jeden Fall mit deiner Rede bewiesen, dass du dir das Budget überhaupt nicht angeschaut hast. Du hast überhaupt keine Ahnung, was im Budget drinnen steht, denn bei der Sicherheit wird in diesem Budget überhaupt nicht gespart, das muss man klar und deutlich zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!) – Das ist einmal Punkt eins.
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sie sind ... !
Also bei der Sicherheit wird überhaupt nicht gespart, es wird auch in den nächsten Jahren steigende Budgetzahlen geben. Das ist nun einmal klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, und ich möchte dir sagen, dass du dir das Budget überhaupt nicht angeschaut hast. Das ist einmal ein Faktum. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sie sind ... !)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben auch in der Opfervorsorge Maßnahmen getroffen, und auch in der Prävention gibt es dementsprechende Mittel. Also es ist wirklich ein hervorragendes Budget, das von der Frau Bundesminister verhandelt worden ist und wodurch Polizeiarbeit mit hoher Qualität auch zukünftig gewährleistet sein wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun. – Abg. Ing. Westenthaler: Das steht noch nirgends im Budget!
Generell wird es im Asyl- und Fremdenbereich sicherlich so sein, dass es durch das neue Bundesamt für Asyl und Migration eine raschere Abwicklung der Verfahren geben wird. Wir haben jetzt schon gesehen, dass wir sehr gut unterwegs sind, denn wir haben gerade in diesem Bereich eine Einsparung von 18 Millionen € erreichen können. Dieses Geld, diese Einsparung ist ganz wichtig gewesen, weil wir es nun anders einsetzen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun. – Abg. Ing. Westenthaler: Das steht noch nirgends im Budget!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also wir haben für 2011 ein ausgesprochen gutes Budget im Innenbereich zur Verfügung. Im Sicherheitsbereich gibt es keine Sparmaßnahmen, ganz im Gegenteil, da wird zusätzliches Geld eingesetzt, und wir können wirklich froh und stolz sein, dass auch zukünftig die hohe Qualität im Sicherheitsbereich gewährleistet ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das sagst gerade du?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Schön, dass einige von den Regierungsparteien beim Budgetnachsitzen noch unter uns weilen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das sagst gerade du?) Ich erzähle einmal kurz aus dem Budgetausschuss:
Ruf bei der ÖVP: Red nicht so einen Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Antwort der Innenministerin: Na ja, im Bundeskriminalamt haben wir so 800 plus, und in den Ländern haben wir, Daumen mal Pi, auch ein paar Hundert, ich glaube 250. (Ruf bei der ÖVP: Red nicht so einen Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kößl macht die Scheibenwischerbewegung
So, ich habe mir das genau mitgeschrieben, und andere haben es auch gehört. Ich habe dann um die genauen Zahlen ersucht. Die 250 waren dann mehr als 2 500. Das ist keine Erfolgsbilanz der hinter mir sitzenden Innenministerin, sondern ich habe mir dann überlegt: Was ist eigentlich los (Abg. Kößl macht die Scheibenwischerbewegung), wofür interessiert sich eine Innenministerin, die nicht einmal annähernd weiß, nicht einmal eine diffuse Vorstellung davon hat, über wie viele Kriminalbeamte sie in ihrem Ressort verfügt? (Bundesministerin Dr. Fekter: Sie haben die Wachkörperreform verschlafen!) Na wenn man nicht weiß, wie viele Leute man hat, dann weiß man auch nicht, was man
Bundesministerin Dr. Fekter: Sie haben die Wachkörperreform verschlafen!
So, ich habe mir das genau mitgeschrieben, und andere haben es auch gehört. Ich habe dann um die genauen Zahlen ersucht. Die 250 waren dann mehr als 2 500. Das ist keine Erfolgsbilanz der hinter mir sitzenden Innenministerin, sondern ich habe mir dann überlegt: Was ist eigentlich los (Abg. Kößl macht die Scheibenwischerbewegung), wofür interessiert sich eine Innenministerin, die nicht einmal annähernd weiß, nicht einmal eine diffuse Vorstellung davon hat, über wie viele Kriminalbeamte sie in ihrem Ressort verfügt? (Bundesministerin Dr. Fekter: Sie haben die Wachkörperreform verschlafen!) Na wenn man nicht weiß, wie viele Leute man hat, dann weiß man auch nicht, was man
Bundesministerin Dr. Fekter: Es gibt keine ... ! Sie haben die Wachkörperreform verschlafen!
tun kann. (Bundesministerin Dr. Fekter: Es gibt keine ... ! Sie haben die Wachkörperreform verschlafen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.
Erstens: Bitte, Frau Bundesministerin, benehmen Sie sich hinter mir nicht wie in der Österreichischen Volkspartei, sondern wie im Parlament. Sie können sich ja nachher zu Wort melden. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, sie sinkt! Sie wächst nicht, sie sinkt um 10 Prozent!
Zweitens: Wenn man einmal wüsste, wie viele Kriminalbeamte und ‑beamtinnen man hat – das wäre eine wichtige Voraussetzung –, dann könnte man sich einmal überlegen, wie man ihnen eine faire Chance verschafft, die wachsende Kriminalität in dieser Republik zu bekämpfen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, sie sinkt! Sie wächst nicht, sie sinkt um 10 Prozent!)
Rufe bei der ÖVP: Unerhört! – Unruhe im Saal.
Hören Sie doch auf, hinter mir zu singen, denn durch Ihr Singen sinkt die Kriminalität mit Sicherheit nicht! (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! – Unruhe im Saal.) Also reden wir darüber, wie die Kriminalbeamtinnen und -beamten eine Chance bekommen, das Verbrechen zu bekämpfen.
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.
Ich nehme ein wichtiges Beispiel: die Automatenspielsucht. In Wien, und zumindest das werden Sie hoffentlich wissen, weist uns die Kriminalpolizei darauf hin, dass Automatenspielsucht in der Beschaffungskriminalität bereits ein größeres Problem ist als Drogensucht. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.) Also muss man den Beamten und Beamtinnen da Unterstützung und eine faire Chance geben.
Abg. Ing. Westenthaler: ... ist aber der Finanzausschuss zuständig!
Was macht die Bundesregierung? – Sie legt diesem Nationalrat einen Gesetzentwurf vor, der beinhaltet, dass die Einsätze in Automaten-Casinos verzehnfacht werden und ein Spiel pro Sekunde möglich ist. Das heißt, erstmals ... (Abg. Ing. Westenthaler: ... ist aber der Finanzausschuss zuständig!) – Sie haben recht, Herr Kollege Westenthaler. Wir haben es im Finanzausschuss verhandelt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ich rede vom Parlament in seiner Gesamtverantwortung.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Was macht die Bundesregierung? – Sie legt diesem Nationalrat einen Gesetzentwurf vor, der beinhaltet, dass die Einsätze in Automaten-Casinos verzehnfacht werden und ein Spiel pro Sekunde möglich ist. Das heißt, erstmals ... (Abg. Ing. Westenthaler: ... ist aber der Finanzausschuss zuständig!) – Sie haben recht, Herr Kollege Westenthaler. Wir haben es im Finanzausschuss verhandelt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ich rede vom Parlament in seiner Gesamtverantwortung.
Abg. Neubauer: Frechheit!
Warum haben Sie das getan? Warum haben Sie sich für die Automaten-Mafia und gegen die Sicherheitsinteressen entschieden? – Weil es von Firmen wie Novomatic und anderen Geld für SPÖ, ÖVP und FPÖ gibt. (Abg. Neubauer: Frechheit!) Die Sicherheitspolitik in dieser Republik kann gekauft werden, und sie wird gekauft – über Parteispenden, über gekaufte Abgeordnete, über Inserate in der „Neuen Freien Zeitung“. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Na selbstverständlich!
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Warum haben Sie das getan? Warum haben Sie sich für die Automaten-Mafia und gegen die Sicherheitsinteressen entschieden? – Weil es von Firmen wie Novomatic und anderen Geld für SPÖ, ÖVP und FPÖ gibt. (Abg. Neubauer: Frechheit!) Die Sicherheitspolitik in dieser Republik kann gekauft werden, und sie wird gekauft – über Parteispenden, über gekaufte Abgeordnete, über Inserate in der „Neuen Freien Zeitung“. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Na selbstverständlich!
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.
Wenn weder die Innenministerin noch SPÖ, ÖVP und FPÖ die Menschen vor dieser Form der politisch geduldeten Kriminalität schützen, dann hat auch die beste Kriminalpolizei der Welt keine Chance. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.) Das ist unser Hauptvorwurf, Frau Innenministerin: dass Sie letzten Endes die
Abg. Neubauer: Legen Sie Beweise vor!
Exekutive – und wir haben sehr gute Beamtinnen und Beamte in der Kriminalpolizei – in ihrem Kampf gegen die Kriminalität im Stich lassen (Abg. Neubauer: Legen Sie Beweise vor!), dass Ihnen die Interessen Ihrer Partei, von der Parteienfinanzierung bis zum beherrschenden Parteibuch im Innenministerium, wichtiger sind als die Sicherheit der Menschen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.
Exekutive – und wir haben sehr gute Beamtinnen und Beamte in der Kriminalpolizei – in ihrem Kampf gegen die Kriminalität im Stich lassen (Abg. Neubauer: Legen Sie Beweise vor!), dass Ihnen die Interessen Ihrer Partei, von der Parteienfinanzierung bis zum beherrschenden Parteibuch im Innenministerium, wichtiger sind als die Sicherheit der Menschen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Ruf bei der ÖVP: Das glauben aber nur Sie!
Solange für eine Innenministerin wie Sie die Sicherheit der Österreichischen Volkspartei wichtiger ist als die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher, so lange kann aus dieser Sicherheitspolitik nichts werden. (Ruf bei der ÖVP: Das glauben aber nur Sie!) Das ist mit ein wesentlicher Grund dafür, warum wir dieses Budget selbstverständlich ablehnen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Solange für eine Innenministerin wie Sie die Sicherheit der Österreichischen Volkspartei wichtiger ist als die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher, so lange kann aus dieser Sicherheitspolitik nichts werden. (Ruf bei der ÖVP: Das glauben aber nur Sie!) Das ist mit ein wesentlicher Grund dafür, warum wir dieses Budget selbstverständlich ablehnen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Also die zwei in einen Topf zu werfen ... !
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Beide Debattenbeiträge – sowohl jener des Kollegen Pilz als auch jener des Kollegen Mayerhofer – haben wieder gezeigt, dass es gut ist, dass die österreichische Bundesregierung für die Sicherheitspolitik in diesem Land verantwortlich ist. (Abg. Dr. Rosenkranz: Also die zwei in einen Topf zu werfen ... !)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Sie das Budget darüber definieren, dass es in Europa soziale Unruhen geben könnte und in Österreich dafür nicht vorgesorgt ist, dann, so meine ich, haben Sie offensichtlich bei den Budgetdebatten heute nicht gut aufgepasst. Ich glaube, Österreich steht sehr gut da. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit diesem Budget wurde auch gezeigt, dass nicht überall gespart wird, sondern dass gerade dort, wo es notwendig ist – man denke an die Ausbildung, an zusätzliches Personal, auch an Ausrüstungsgegenstände und vieles andere mehr –, Geld für die Kriminalitätsbekämpfung zur Verfügung gestellt wird. Das ist meiner Meinung nach der richtige Weg, und ich glaube, man kann auch in diesem Bereich diesem Budget wirklich zustimmen, weil es ein gutes Budget ist. Nur dadurch ist auch gewährleistet, dass die österreichischen Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hervorragende Arbeit leisten. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: ... dass Vollmond ist!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! In einem Punkt muss ich Herrn Abgeordnetem Pilz sehr wohl recht geben (Ruf bei der ÖVP: ... dass Vollmond ist!), nämlich was die durchaus spürbare Ahnungslosigkeit dieser Ministerin betrifft. Sie hat ja wirklich von wenig eine Ahnung, aber bei der Sicherheitspolitik hat sie jedenfalls die Ahnungslosigkeit geradezu zum Prinzip erhoben, wie man auch im Innenausschuss gemerkt hat. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!)
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! In einem Punkt muss ich Herrn Abgeordnetem Pilz sehr wohl recht geben (Ruf bei der ÖVP: ... dass Vollmond ist!), nämlich was die durchaus spürbare Ahnungslosigkeit dieser Ministerin betrifft. Sie hat ja wirklich von wenig eine Ahnung, aber bei der Sicherheitspolitik hat sie jedenfalls die Ahnungslosigkeit geradezu zum Prinzip erhoben, wie man auch im Innenausschuss gemerkt hat. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!)
Zwischenrufe bei BZÖ und ÖVP.
Bundesministerin Fekter wollte uns als einzige Ministerin durch alle Ausschüsse hindurch erklären, dass ein Budget eigentlich nur ein Nachschlagewerk für Minister ist – das ist interessant, das hat sie im Ausschuss eigentlich wortwörtlich von sich gegeben –, ein Nachschlagewerk deshalb, weil sie die Kennzahlen nicht kennt und auch sonst das meiste gar nicht gewusst hat. Das ist interessant! (Zwischenrufe bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Strutz.
Ministerin Fekter ist wahrscheinlich auch die einzige Politikerin – oder zumindest eine der wenigen in diesem Land –, die noch immer von sinkender Kriminalität spricht. Das findet in ihren Broschüren, in ihren veranstalteten Statistiken statt, aber nicht in der Öffentlichkeit, nicht in der Wirklichkeit, denn da steigt die Kriminalität weiter. Und dieses Budget tut dagegen überhaupt nichts, Herr Kollege Kößl! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Strutz.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Es nützt auch nichts, wenn Sie von der ÖVP sich als Schönsprecher dieser Ministerin und dieser Regierung hier ans Rednerpult stellen, aber überhaupt keine Ahnung haben, wie es auf Polizeiposten zugeht, auf desolaten Polizeidienststellen, die Sie offenbar gar nicht kennen. Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... Polizeiposten!
Frau Ministerin, dieses Budget ist nicht nur ein sehr defensiver Ansatz – da kann man schon sagen, okay, es wird nicht viel gekürzt –, es wird auch keine offensive Bekämpfung der Kriminalität angegangen. (Ruf bei der ÖVP: ... Polizeiposten!)
Abg. Amon: ... aber lupenrein dargestellt!
Was Frau Ministerin Fekter schon gar nicht schafft – das hat sie auch im Ausschuss nicht zustande gebracht –, sind Berechnungen über zusätzliche Exekutivbeamte, denn diese sind alle durch die Bank falsch. (Abg. Amon: ... aber lupenrein dargestellt!) Es geht sich hinten und vorne nicht aus mit Ihren versprochenen 1000 Polizisten mehr!
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Amon sitzt da schön in der ersten Reihe. Sie waren es, der wenige Tage vor der steirischen Landtagswahl in einer Aussendung den Steirerinnen und Steirern 300 Beamte mehr versprochen hat. – Nicht einen Einzigen gibt es bis heute mehr! Das war ein leeres Versprechen, denn es geht sich hinten und vorne nicht aus! (Beifall beim BZÖ.) In Wirklichkeit schwindeln Sie die Menschen an.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Aber was noch interessant war: Der Herr Finanzminister hat in seiner Budgetrede groß angekündigt – und alle, auch Herr Kollege Kößl, haben das gesagt –: Es kommt jetzt ein Bundesamt für Migration und Asyl. Im Ausschuss haben wir die Ministerin gefragt, wie das sein wird, wie das ausschauen wird. Sie hat erklärt, man werde bis Mitte des nächsten Jahres die grundlegenden Schritte gesetzt haben, das werde eingerichtet und umgesetzt. Sie hat uns lang und breit erklärt, was da jetzt alles kommen wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Da haben wir gesagt: Frau Ministerin, wo steht denn das im Budget, dieses Bundesamt für Migration und Asyl? – Da hat sie keine Antwort mehr gehabt, weil nichts drinnen steht! Sie kündigen etwas an, das nicht budgetiert ist, und halten die Leute zum Narren. Das ist in Wirklichkeit das, was Sie hier machen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was außerdem ganz falsch ist, Frau Ministerin – es ist zwar nicht Ihr Budgetbereich, aber es fällt in Ihren politischen Bereich hinein –, ist, dass in diesem Land Sozialhilfe an Terroristen ausbezahlt wird. Das gehört auch einmal gesagt. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist passiert, und das hat man bemerkt, als man hier einen Schläfer dingfest gemacht hat, der jahrelang von Steuergeldern, von Sozialhilfe gelebt hat – und die Regierung und die Ministerin schauen dabei zu. Das ist ein echter Skandal, und darum sollten Sie sich kümmern! Das ist Ihre Aufgabe und nicht Schönsprechen und Schönreden, wie es Herr Kollege Kößl hier macht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was außerdem ganz falsch ist, Frau Ministerin – es ist zwar nicht Ihr Budgetbereich, aber es fällt in Ihren politischen Bereich hinein –, ist, dass in diesem Land Sozialhilfe an Terroristen ausbezahlt wird. Das gehört auch einmal gesagt. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist passiert, und das hat man bemerkt, als man hier einen Schläfer dingfest gemacht hat, der jahrelang von Steuergeldern, von Sozialhilfe gelebt hat – und die Regierung und die Ministerin schauen dabei zu. Das ist ein echter Skandal, und darum sollten Sie sich kümmern! Das ist Ihre Aufgabe und nicht Schönsprechen und Schönreden, wie es Herr Kollege Kößl hier macht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Kößl, Herrn Kollegem Mayerhofer zu unterstellen, er hätte sich mit dem Budget nicht auseinandergesetzt, ist eine Geringschätzung eines Abgeordneten dieses Hauses, die absolut zurückzuweisen ist. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Rosenkranz.
Herr Kollege Fazekas, wenn Sie meinen, es ist nicht zulässig, von politischen Vorkommnissen in anderen Staaten auf eventuelle polizeiliche Einsätze im eigenen Land rückzuschließen, dann bin ich froh, dass ich nicht in dieser Welt lebe, in der Sie offensichtlich zu Hause sind – sicherheitspolizeilich nämlich –, denn es ist ein schwerer Fehler, keine Rückschlüsse auf die heimische Politik und auf die heimische Sicherheit zu ziehen. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Alles in allem kann ich nur sagen, die Lobgesänge der Vertreter der beiden Regierungsparteien sind eher peinlich und eher eine gefährliche Drohung gegenüber unseren Exekutivbeamten, die trotz der widrigen Rahmenbedingungen, die ihnen seitens des Innenministeriums geboten werden, eigentlich gute, ja hervorragende Arbeit leisten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: ... Kollegen keine Überstunden abgelten wollen! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Ich darf daran erinnern, dass wir in einer Zeit leben, in der die Exekutive von Überstundendiensten förmlich explodiert, weil zu viele Einsätze durch zu wenige Beamte nicht mehr gewährleistet und gesichert werden können. (Abg. Amon: ... Kollegen keine Überstunden abgelten wollen! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich darf Sie einladen, meine Damen und Herren – auch der Regierungsparteien –, diesen Antrag zu unterstützen. Es wurde schon oft eine sogenannte Mehrbelastungs- oder auch Ballungszentrumszulage von der Regierung versprochen, geschehen ist bis dato aber nichts. Ich denke, das ist ein guter Ansatz, einen neuen Anlauf zu nehmen. Geben Sie sich einen Ruck! Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten hervorragende Arbeit, trotz der widrigen Umstände, die ihnen von dieser Bundesregierung geboten werden. Geben wir ihnen die erforderlichen Rahmenbedingungen, die ihnen dieses Budget leider nicht gibt! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf: Das ist noch besser!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Es sitzt die ÖVP doch durchgehend seit 24 Jahren in der Bundesregierung. Die ÖVP stellt seit zehn Jahren den Innenminister beziehungsweise die Innenministerin (Ruf: Das ist noch besser!), und die ÖVP hat über Jahrzehnte Migrations- und Integrationspolitik verschlafen.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
sität Wien. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, es ist nicht nur unglaublich, sondern googeln Sie einfach den Namen August Gächter, googeln Sie das Institut für Höhere Studien, dann werden Sie diese Studie von ihm finden, wo er das mit Zahlen und Beweisen belegt. Das können Sie sich dann einfach anschauen, dann werden Sie hoffentlich nicht mehr sagen, dass es unglaublich ist.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, langsam müssen wir uns fragen, warum wir eigentlich als Bürgerinnen und Bürger überhaupt Steuern zahlen, wenn das nicht für sinnvolle Integrationsarbeit verwendet werden soll. Warum sollen wir als Bürgerinnen und Bürger einerseits Steuern zahlen und ein Gemeinwesen weiterhin aufrechterhalten und finanzieren und gleichzeitig und zusätzlich an NGOs, an zivilgesellschaftliche Organisationen, spenden, damit eigentlich staatliche Aufgaben, Aufgaben der Kommunen, Aufgaben der Bundesländer von diesen NGOs aus Spendengeldern finanziert werden können? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage noch einmal: Dieses Budget ist in vielen Bereichen, auch im Integrations- und Menschenrechtsbereich eine Bankrotterklärung, und das wird sich rächen. Und Sie allein, die ÖVP und die SPÖ, tragen dann die Verantwortung für das Versagen in diesen Politikbereichen. Wir werden Sie bei jeder Gelegenheit daran erinnern, denn Sie verspielen die Zukunft unseres Landes. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Nach dem Budgetausschuss hat mein Haus 50 Fragen binnen vier Tagen zu beantworten gehabt. Selbstverständlich haben wir die Antworten auf diese 50 Fragen innerhalb von vier Tagen dem Parlament prompt geliefert. Darunter war auch die Frage, wie denn der Nationale Aktionsplan für Integration gefördert wird. Aber, Frau Korun, Sie haben diese Beantwortung wahrscheinlich nicht gelesen! Sie haben zwar zuerst die Frage gestellt, aber dann war es Ihnen wurscht! Ansonsten könnten Sie nicht so falsche Dinge von sich geben, wie Sie es gerade vom Rednerpult aus getan haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben Ihnen das schriftlich im Detail mitgeteilt, und Sie stellen sich hier heraus und behaupten genau das Gegenteil, weil Sie es nicht der Mühe wert gefunden haben, sich anzuschauen, was wir Ihnen innerhalb kürzester Zeit übermittelt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Dasselbe gilt für die Dolmetschkosten. Die Dolmetschkosten sind mit über 20 Millionen € veranschlagt. Und Sie haben heute mit dem Budgetbegleitgesetz auch beschlossen, dass über das Justizressort und die Bereitstellungsagentur, nämlich die Personalbereitstellungsagentur des Justizressorts, Dolmetschleistungen auch dem Innenressort zur Verfügung gestellt werden. – Haben Sie das auch nicht gelesen, Frau Korun? (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ansonsten könnten Sie auch diesen Unsinn nicht von sich geben! Die Mittel zur Abdeckung der Dolmetschkosten werden wir selbstverständlich gemeinsam mit dem Justizressort zur Verfügung stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dasselbe gilt für die Dolmetschkosten. Die Dolmetschkosten sind mit über 20 Millionen € veranschlagt. Und Sie haben heute mit dem Budgetbegleitgesetz auch beschlossen, dass über das Justizressort und die Bereitstellungsagentur, nämlich die Personalbereitstellungsagentur des Justizressorts, Dolmetschleistungen auch dem Innenressort zur Verfügung gestellt werden. – Haben Sie das auch nicht gelesen, Frau Korun? (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ansonsten könnten Sie auch diesen Unsinn nicht von sich geben! Die Mittel zur Abdeckung der Dolmetschkosten werden wir selbstverständlich gemeinsam mit dem Justizressort zur Verfügung stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Und die Tage werden immer länger!
Es ist schon 2 Uhr früh, und Vollmond ist auch, habe ich vernommen. (Ruf bei der SPÖ: Und die Tage werden immer länger!) Darauf wird wohl zurückzuführen sein, dass auch die Kollegen Westenthaler und Pilz Unsinn von sich gegeben haben. (Zwischenrufe.)
Zwischenrufe.
Es ist schon 2 Uhr früh, und Vollmond ist auch, habe ich vernommen. (Ruf bei der SPÖ: Und die Tage werden immer länger!) Darauf wird wohl zurückzuführen sein, dass auch die Kollegen Westenthaler und Pilz Unsinn von sich gegeben haben. (Zwischenrufe.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Mitzis Phantasieland! Mitzi Sackbauer!
Es ist nämlich die Kriminalität nicht gestiegen, sondern ganz im Gegenteil im Jahr 2010 wirklich signifikant gesunken. Die Gesamtkriminalität ist um 10 Prozent gesunken, die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser ist um 40,9 Prozent gesunken, die Zahl der Diebstähle von Kraftfahrzeugen ist um 51,9 Prozent gesunken, die Zahl der Lkw-Diebstähle ist um 72,53 Prozent gesunken. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Mitzis Phantasieland! Mitzi Sackbauer!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Fragen Sie mal die Menschen!
Wenn Sie sich hier herausstellen und sagen, die Kriminalität steigt, dann muss ich sagen, da haben Sie etwas verschlafen, Herr Westenthaler, denn die Kriminalität ist wirklich rückläufig! Das ist uns mit den Maßnahmen der Polizei gelungen, und darauf bin ich stolz! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Fragen Sie mal die Menschen!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber, und da bin ich jetzt beim Punkt, das hat Kollege Mayerhofer vorhin schon angesprochen: Ein großes Problem sind erstens die Überstunden, die die noch vorhandenen Beamten leisten müssen, weil zu wenig Beamte da sind, zur Verfügung stehen. Wenn ich dann als Exekutivbeamter für Nachtdienste, für Wochenenddienste und für Werktagsdienste pro Überstunde im Schnitt 7 € netto bekomme, dann muss ich sagen, jede Putzfrau erhält mindestens 10 €. Da muss ich fragen: Was ist dieser Regierung die Polizeiarbeit wert, meine Damen und Herren? (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister, wenn Sie mir im Ausschuss erklären wollen, dass die Beamten diese Überstunden freiwillig leisten, dann kann ich nur Folgendes dazu sagen: Ja, es gibt einen gewissen Prozentsatz von Beamten, der freiwillig Überstunden macht, und zwar sehr viele. Aber diese Leute sind aus finanziellen Gründen dazu gezwungen! Das liegt daran, dass die Exekutivbeamten ein sehr geringes Grundgehalt haben und dieses nur mit entsprechenden Überstunden und Nebengebühren auffetten können, um ihr und ihrer Familien Überleben sichern zu können. (Beifall beim BZÖ.) Und das ist der falsche Weg!
Beifall beim BZÖ.
Zum Schluss möchte ich noch etwas ansprechen: Kollege Mayerhofer hat vorhin den Antrag betreffend den Nachwuchs gebracht. Wir haben ein großes Problem. Wenn wir nicht ordentlich investieren, werden wir keine Leute bekommen. Fakt ist nun einmal, dass jemand, der eine Lehre absolviert hat und Exekutivbeamter werden möchte, zusätzlich vielleicht noch eine Familie zu ernähren hat, von 900 € brutto nicht leben kann! Das ist der Punkt, an dem das scheitert. Deswegen werden Sie kein ordentliches Personal bekommen, wenn Sie kein Geld in die Hand nehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da müssen Sie in die Zukunft investieren, Frau Ministerin. Und ich gebe Ihnen den Tipp: Gehen Sie einmal hinaus, reden Sie mit den Leuten, dann sehen Sie, was wirklich geschieht! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das ist wirklich bemerkenswert, denn das ist auch das, was heute in der Früh Herr Kollege Plessl von der SPÖ ganz anders hier dargestellt hat, als seine eigenen Kollegen in Linz das wiedergeben. Auch die SPÖ muss hier endlich umdenken, wenn die eigenen Personalvertreter der Sozialdemokratie in Linz um Hilfe schreien. Das hier im Parlament einfach zu negieren, das ist mir zu billig, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einen zweiten Punkt, der mir noch am Herzen liegt, muss ich Ihnen auch sagen und Sie darauf ansprechen. Ich möchte gerne wissen, welch groteske Idee das war, in Innsbruck auf den Adventmärkten italienische Carabinieri einzusetzen und die Tiroler Bevölkerung komplett zu verunsichern. Ich hätte gerne gewusst, wessen Schnapsidee das war. Es ist ein Akt gegen die Souveränität Österreichs und auch eine grobe Geschmacklosigkeit, wenn man an die Teilung des Landes Tirol denkt, dass man gerade italienische Carabinieri ins Land holt, um hier für Ordnung zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Das ist eine Gemeinheit! Waren es doch genau diese Carabinieri, die in den letzten Jahrzehnten immer dafür gesorgt haben, dass in Südtirol die Menschen verfolgt wurden, dass die Traditionen und das Brauchtum unterdrückt wurden, dass die Menschen gefoltert wurden. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Und jetzt holen Sie diese Menschen zu uns ins Land!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gerade im Vorjahr, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat man Jugendliche in den Kasernen in Meran gefoltert. Hier die Bilder von diesen Folterungen. (Der Redner hält einige Fotos in die Höhe.) Diese Gemeinheiten sind bis heute unterdrückt und nicht aufgeklärt worden. Das ist ein Carabiniere (auf ein Foto deutend), wie er gerade einen dieser 16-Jährigen verprügelt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das Außenministerium ist auch eingeschaltet. Das ist die Wahrheit. Und solche Leute holen Sie zu uns nach Innsbruck, um hier für Recht und Ordnung zu sorgen!? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Leute fragen sich ja, was der nächste Streich sein wird, den Sie vorhaben, ob vielleicht slowenische Einheiten in Klagenfurt für Recht und Ordnung sorgen sollen, welch groteske Dinge die EU noch auf Lager hat, denen Sie nichts entgegensetzen. Frau Minister, das ist wirklich ein Skandal! Ich ersuche Sie, dass Sie in Zukunft von derartigen Aktionen Abstand nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Aber, bitte, der Minister schaut ganz gut aus! Sie müssen das nicht kommentieren!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Frau Präsidentin! Danke, Herr Minister, für Ihr Erscheinen zu dieser nicht mehr ganz taufrischen Zeit. Die sinnvollen Aktionen unserer ... (Abg. Mag. Wurm: Aber, bitte, der Minister schaut ganz gut aus! Sie müssen das nicht kommentieren!) Ich bedanke mich für das Erscheinen, ich habe nicht kommentiert. Ob er im Fitnesscenter war oder bis jetzt vor seinem Schreibtisch gearbeitet hat, das ist ein zweiter Punkt.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch andere haben viele Änderungen verlangt!
Aber die grünen Kollegen haben es uns ermöglicht, dass wir einander zu so später Stunde treffen. Ob es sinnvoll ist, dass wir jetzt um viertel drei ein so wichtiges Kapitel verhandeln, ob es sinnvoll war, dass wir zu einer Zeit, in der vielleicht noch Energie und Aufmerksamkeit da waren, in der es noch eine dichte Schar von Zuschauern und Journalisten gegeben hat, vier Stunden dazu verwendet haben, um sinnlose namentliche Abstimmungen zu machen, das bleibt dahingestellt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch andere haben viele Änderungen verlangt!) Frau Kollegin, das bleibt dahingestellt. Sie werden das anders beurteilen als ich. Sie werden auch einiges von dem, was ich jetzt sage, anders beurteilen als ich. Aber das ist so. Auch der Herr Minister wird mir nicht in allem zustimmen. Da bin ich auch sicher. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Aber die grünen Kollegen haben es uns ermöglicht, dass wir einander zu so später Stunde treffen. Ob es sinnvoll ist, dass wir jetzt um viertel drei ein so wichtiges Kapitel verhandeln, ob es sinnvoll war, dass wir zu einer Zeit, in der vielleicht noch Energie und Aufmerksamkeit da waren, in der es noch eine dichte Schar von Zuschauern und Journalisten gegeben hat, vier Stunden dazu verwendet haben, um sinnlose namentliche Abstimmungen zu machen, das bleibt dahingestellt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch andere haben viele Änderungen verlangt!) Frau Kollegin, das bleibt dahingestellt. Sie werden das anders beurteilen als ich. Sie werden auch einiges von dem, was ich jetzt sage, anders beurteilen als ich. Aber das ist so. Auch der Herr Minister wird mir nicht in allem zustimmen. Da bin ich auch sicher. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Wurm: Gendergesellschaft? Das ist ein ganz neuer Ausdruck!
gesellschaft, die vielleicht sogar gewisse Ähnlichkeiten mit der Gendergesellschaft hat, wie sie die Frau Ministerin Heinisch-Hosek vorgestellt hat. Das ist auch so eine Gesellschaft, die ich parallel nenne. (Abg. Mag. Wurm: Gendergesellschaft? Das ist ein ganz neuer Ausdruck!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Als was? – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Frau Ministerin hat gemeint, dass sie 4,3 Millionen – soweit ich mich richtig erinnere – Frauen vertritt. Ich wage die These, dass sie nicht 4,3 Millionen Frauen vertritt, sondern vielleicht 100 000 oder 200 000 oder 250 000 Frauen, die ich, wenn ich uncharmant wäre, als Radikalemanzen bezeichnen würde. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Als was? – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
in Richtung der Abg. Mag. Wurm, die gerade mit Abg. Mag. Muttonen spricht
Gehen wir allein von der Stellung des diplomatischen Personals aus. Wir haben das im Ausschuss schon vertreten. Es ist auch innerhalb der Europäischen Union so, dass das diplomatische Personal ... Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Mag. Wurm, die gerade mit Abg. Mag. Muttonen spricht), Sie können sich dann nachher aufregen, jetzt reden wir einmal über das diplomatische Personal, und dann können wir wieder über Ausdrücke streiten. (Abg. Mag. Wurm: Wir haben über die „Gendergesellschaft“ geredet!)
Abg. Mag. Wurm: Wir haben über die „Gendergesellschaft“ geredet!
Gehen wir allein von der Stellung des diplomatischen Personals aus. Wir haben das im Ausschuss schon vertreten. Es ist auch innerhalb der Europäischen Union so, dass das diplomatische Personal ... Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Mag. Wurm, die gerade mit Abg. Mag. Muttonen spricht), Sie können sich dann nachher aufregen, jetzt reden wir einmal über das diplomatische Personal, und dann können wir wieder über Ausdrücke streiten. (Abg. Mag. Wurm: Wir haben über die „Gendergesellschaft“ geredet!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher: Ich glaube, wir können stolz sein auf unseren diplomatischen Dienst. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Der Minister beweist, wie man mit wenig Geld sehr intelligent umgehen kann. Ich glaube, das sollten wir gemeinsam anerkennen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, das sind viele, viele kleine Schritte. Und noch einmal: In Summe brauchen wir uns für den auswärtigen Dienst überhaupt nicht nur nicht zu genieren, wir können stolz sein auf diese schlagkräftige Organisation. Wir sollten gerade in diesem Bereich durchaus den Nachweis erbringen, dass man intelligent sparen kann. Der Minister hat hier sicher einiges vor. Das ist nicht leicht, aber ich traue ihm zu, dass er das gut bewältigen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gradauer – auf Fotografen in der Presseloge deutend –: Frau Präsidentin!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Kollege Schüssel, ich bin durchaus bei Ihnen, dass es sich hier um ein kleines, aber sehr feines Ressort handelt, mit einer Fülle von Know-how über Jahrzehnte gewachsen. Ich bin nur der Meinung, dass wir mit diesem Budget und angesichts der Entwicklung, die der Bundesfinanzrahmenplan abzeichnet, diese Ansammlung von Eggheads sozusagen zu einem Schrumpfkopf machen. Ich bin der Meinung, dass es sich Österreich nicht leisten sollte, zu einer Zeit der Europäisierung der Probleme, der Internationalisierung, der Globalisierung ausgerechnet das Außenministerium, dessen Budget immer schon bescheiden war, in dieser Weise weiter zu schrumpfen. (Abg. Gradauer – auf Fotografen in der Presseloge deutend –: Frau Präsidentin!) Was ist?
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Herr Minister Spindelegger hat im Ausschuss gesagt, na ja, nächstes Jahr werden wir das schon irgendwie sozusagen durch eine Kürzung der Overheads hereinbringen und durch eine Reduzierung der Präsenz am Westbalkan. Mag sein, Herr Minister, aber das ändert gar nichts daran, dass dann spätestens 2012 die Kürzungen in die Substanz gehen werden. Dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn vor dem Parlament von karitativen Organisationen, von der Caritas mit einer, wie soll ich sagen, transparteilichen Besetzung 3 000 Kreuze aufgestellt werden. Exkommissar Fischler war dabei, Exminister Ferdinand Lacina war dabei, und natürlich war Herr Küberl dort bei dieser Demonstration, wenn man so will, bei saukaltem Winterwetter. Das sind genau die Effekte, die eintreten, wenn man die Mittel für bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit kürzt. Da können Sie sich nicht darauf ausreden, dass die Präsenz am Westbalkan eingestellt wird und dass daher nächstes Jahr noch keine Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit stattfinden werden, die an die Substanz gehen. Mag sein, aber 2012 folgende wird es so sein! Und bis einschließlich 2014 summieren sich diese Kürzungen, verglichen mit 2010, auf über 80 Millionen €. Das ist eine Schande, liebe Kolleginnen und Kollegen, für ein relativ wohlhabendes Land wie Österreich! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Selbst Minister Spindelegger hat zugegeben, dass wir die internationale Verpflichtung der Erhöhung der Mittel für Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des BIP bis 2015 natürlich nie erreichen werden! Das ist völlig ausgeschlossen bei diesem Budgetpfad, ungeachtet der zahllosen Unterschriften, die Österreich im Rahmen der Vereinten Nationen unter solche Dokumente gesetzt hat. Das ist äußerst bedauerlich. Und wir bedauern es auch sehr, dass die Vorschläge, die ja von NGO-Seite gekommen sind – zum Beispiel die Flugticketabgabe für die Entwicklungshilfe zweckzubinden –, von ÖVP und SPÖ nicht aufgenommen worden sind. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Warum stimmen Sie dann zu? Das ist ja völlig inkonsequent!
fen, sondern wir sind auch internationale Verpflichtungen eingegangen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Warum stimmen Sie dann zu? Das ist ja völlig inkonsequent!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Ich würde Sie ersuchen, sich umgehend dafür einzusetzen, dass sie freigelassen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Scheibner –: Erinnere sie daran, dass in Nordkorea auch noch ein paar Häftlinge einsitzen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Scheibner. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Scheibner –: Erinnere sie daran, dass in Nordkorea auch noch ein paar Häftlinge einsitzen!)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, da sollte man schon mit gleichem Maß messen, denn dort geht es um ein Regime, das den Weltfrieden bedroht – eine Atommacht! Da ist man ganz leise, da sind die Menschenrechte nicht so wichtig. So gibt es auch noch andere Länder – aber dort, wo es einem politisch in den Kram passt, ist man dann vehement! (Beifall beim BZÖ.) Ich glaube, da sollte man bei der Kritik schon einen einheitlichen Maßstab anlegen. (Abg. Mag. Muttonen: ... auch kein Anlass!)
Abg. Mag. Muttonen: ... auch kein Anlass!
Ich glaube, da sollte man schon mit gleichem Maß messen, denn dort geht es um ein Regime, das den Weltfrieden bedroht – eine Atommacht! Da ist man ganz leise, da sind die Menschenrechte nicht so wichtig. So gibt es auch noch andere Länder – aber dort, wo es einem politisch in den Kram passt, ist man dann vehement! (Beifall beim BZÖ.) Ich glaube, da sollte man bei der Kritik schon einen einheitlichen Maßstab anlegen. (Abg. Mag. Muttonen: ... auch kein Anlass!)
Abg. Mag. Stadler: Heinzl ist hinausgegangen und hat gesagt ...!
Na ja, ich glaube, bei Nordkorea hätte man permanent einen Anlass! Aber Sie messen eben mit zweierlei Maß, bitte schön. (Abg. Mag. Stadler: Heinzl ist hinausgegangen und hat gesagt ...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Es gäbe hier auch die Möglichkeit (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), in einer Zeit der Sparsamkeit, lieber Kollege Pirklhuber, einmal auf die Effizienz zu achten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auch!) Die Effizienz wäre wichtig. Wir haben im sicherheitspolitischen Bereich in Europa – das kritisiert man – in 27 Ländern 27 Armeen. Das müsste man zusammenfassen, dann würde man effizienter Sicherheit produzieren.
Abg. Dr. Pirklhuber: Auch!
Es gäbe hier auch die Möglichkeit (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), in einer Zeit der Sparsamkeit, lieber Kollege Pirklhuber, einmal auf die Effizienz zu achten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auch!) Die Effizienz wäre wichtig. Wir haben im sicherheitspolitischen Bereich in Europa – das kritisiert man – in 27 Ländern 27 Armeen. Das müsste man zusammenfassen, dann würde man effizienter Sicherheit produzieren.
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, es wäre wichtig, dass wir in Österreich, aber auch auf der EU-Ebene dafür sorgen, dass man einmal gemeinsame Aktionen setzt, gemeinsam koordiniert, gemeinsam finanziert, aber auch entsprechend kontrolliert, wie die Mittel verwendet werden. Da würde man den Betroffenen viel mehr helfen als mit dem einen oder anderen Tausender, der hier mehr investiert werden soll. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist also viel zu tun. Nur, Herr Außenminister, Ihr Budget, ohnehin ein kleines Budget, hat einen großen Anteil an Einsparungen zu tragen. Auch das ist nicht unbedingt ein Signal, dass dieser Bundesregierung eine aktive Außenpolitik wichtig ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber dennoch möchte ich festhalten: Was da an Aktionismus vor dem Hohen Haus passiert ist, 3 000 Kreuze symbolisch dafür aufzustellen, dass 3 000 Kinderleben im nächsten Jahr ausgelöscht werden, weil wir nicht entsprechend dotieren – meine Damen und Herren, das ist auch blanker Zynismus! (Beifall bei der ÖVP.) Kein einziges Kind wird davon betroffen sein. Dadurch werden Eindrücke erweckt, die eigentlich nicht gerechtfertigt sind.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das ist daher insgesamt ein Budget, das zwar nicht angenehm zu vertreten ist, aber dem entspricht, was andere Ressorts einsparen. Wir werden auch mit neuen Strukturen und neuen Ideen versuchen, diese Herausforderung zu bewältigen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Fritz Neugebauer: Ich danke dem Herrn Bundesminister, und ich erlaube mir, ihm zum heutigen Geburtstag die besten Wünsche zu übermitteln. (Allgemeiner Beifall.)
Ruf: Wo ist der Entschließungsantrag?
Aber ich denke, dass es wirklich notwendig und machbar wäre, bei den erwartbaren besseren Wirtschaftsleistungen genau das zu tun, genau diesen Weg zu gehen, internationale Solidarität zu zeigen, mehr zu investieren und in (Ruf: Wo ist der Entschließungsantrag?) – Ich komme gleich dazu, wo der Entschließungsantrag ist.
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe sehr, dass sich bis Mittwoch, bis vor der Abstimmung, alle wirklich noch ihrer Verantwortung bewusst werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie zumindest in diesem Zusammenhang um Unterstützung. Ich glaube, es geht tatsächlich um das Wesen und um eine seriöse Fortführung der EZA in Österreich. Und das sind alles Dinge, die dafür notwendig wären. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt ist die Österreichische Volkspartei offensichtlich draufgekommen, dass dieser Zentralismus der Europäischen Union – der sich übrigens mit dem Herrn Van Rompuy verschärft hat, da hat sich nichts verbessert – schlimmer geworden ist. Auch das sagt übrigens Kollege Wolfgang Schüssel heute in einer Tageszeitung, wenn er richtig zitiert wird. Ich teile diese Auffassung, Herr Bundesminister. Beginnen Sie damit, in Brüssel ein anderes Auftreten Österreichs zu gewährleisten, als es der Herr Bankenminister bei jeder Gelegenheit tut – im Übrigen zulasten des österreichischen Steuerzahlers. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: ... Publikumsratswahl!
Es geht darum, dass es als ungerecht empfunden wird, wenn es in Österreich eine Gruppe gibt, die keine Rundfunkgebühren bezahlt. Das sind ungefähr 10 000 Häftlinge in den 28 Justizanstalten, die keine GIS-Gebühren bezahlen. Sie dürfen zwar fernsehen, aber müssen eigentlich nichts dafür bezahlen. (Abg. Amon: ... Publikumsratswahl!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das ist schon richtig!
Das ist das, was auch die Bevölkerung als gerecht empfindet und was man hier wirklich einmal umsetzen wird können. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das ist schon richtig!) Kollege Cap, ich weiß es in besten Händen, und wir freuen uns auf Ihre Zustimmung.
Abg. Mag. Rudas: Schweigepflicht!
Es gibt auch etwas anderes, was mir aufgefallen ist: Natürlich sind im Justizministerium sehr viele Reformen angedacht, die in der nächsten Zeit kommen sollen, aber ich möchte die Aufmerksamkeit auch auf einen anderen Punkt aus meiner beruflichen Tätigkeit lenken: Ich habe erst unlängst eine kleine Verfahrenshilfesache, eine Strafsache auf den Tisch bekommen. Was liest man über den Beschuldigten, der untergetaucht ist? Nicht nur, dass er nicht österreichischer Staatsbürger ist – er ist Jahrgang 1980 –, er ist auch Frühpensionsbezieher via AMS. Den findet man nicht. (Abg. Mag. Rudas: Schweigepflicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Da muss etwas passieren, damit staatliche Zahlungen eingefroren werden, wenn jemand im Verdacht steht, eine strafbare Handlung gemacht zu haben und wenn nach ihm gesucht wird – dass man das Geld nicht einfach jemandem überweist. Ich glaube, da sind Sie gefordert, dass Sie mit den entsprechenden anderen Ministerien, insbesondere dem Sozialminister, eine Lösung finden, dass dann gesagt wird: Wenn man dich sucht, dann frieren wir deine Gelder ein, die du vom Staat bekommst, bis du dich stellst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
leicht auch zu mehr Aufklärung bei Verbrechen führen können. Da freut sich auch unsere Innenministerin. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Allerdings hat es hier zwei Fraktionen gegeben, denen es wichtiger war, sechs Stunden lang zu einer attraktiveren Zeit Abstimmungen zu machen und dafür das Budget nach hinten zu verschieben. Für das nächste Mal kann ich den Kolleginnen und Kollegen von den Grünen durchaus sagen: Es sind keine 26 namentlichen Abstimmungen notwendig, um unsere Positionen klar zu machen. Wir stehen zu unseren Positionen und sind auch gerne bereit, das zu bestätigen. Dafür braucht es keine namentliche Abstimmung und kein Protokoll. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Ruf beim BZÖ: Bezirksgericht Bludenz, Bezirksgericht Dornbirn ...!
Aber jetzt zum Budget im Bereich Justiz, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wenn man das ablaufende Jahr 2010 Revue passieren lässt, so war es durchaus ein schwieriges Jahr, aber für die Justiz auch ein erfolgreiches Jahr – und zwar vor allem ein Erfolg der Frau Justizministerin. Wenn wir uns erinnern, so haben wir im letzten Jahr etwa 150 zusätzliche Planstellen im Bereich Justiz aufgestockt. (Ruf beim BZÖ: Bezirksgericht Bludenz, Bezirksgericht Dornbirn ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend noch zur Anregung des Kollegen Rosenkranz von vorher: Wie Sie genau wissen, Herr Kollege, ist das Fernsehen für Häftlinge nicht nur eine Begünstigung, sondern es ist auch im Sinne eines besseren Zusammenlebens in einer Haftanstalt für weniger Gewaltbereitschaft notwendig – und unter diesem Aspekt muss man das sehen. Aber Ihr Hinweis ist wichtig, wir werden das auch aufgreifen und sind gerne bereit, uns anzusehen, wie man mit dieser Sache umgehen kann. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Die Liste könnte beliebig verlängert werden. Die größte Gefahr droht dem Rechtsstaat dadurch, dass er ausgehöhlt wird, indem er ressourcenmäßig immer schlechter ausgestattet wird. Ich muss leider feststellen, dass es da bei Ihnen keine Trendumkehr gibt, sondern dass die Gefahr der Aushöhlung des Rechtsstaates auch durch diese Budgetierung gegeben ist. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt doch gar nicht!
Das ändert natürlich nichts daran, dass es Personalbedürfnisse gibt, keine Frage. Es ist auch immer ein Thema, welche Mittel zur Verfügung stehen und wo man Prioritäten setzen kann. Der Strafvollzug ist natürlich momentan wirklich einer der Brennpunkte. Allerdings muss man auch dazusagen, dass es nicht die Idee der nunmehrigen Justizministerin war, den Jugendgerichtshof aufzulösen. Das war eine extrem fahrlässige Entscheidung (Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt doch gar nicht!), an der wir jetzt nach wie vor zu kiefeln haben.
Ruf beim BZÖ: ... Sexualstraftäter!
Wenn man also sieht, dass tagtäglich Jugendliche im Grauen Haus im Strafvollzug vergewaltigt werden, dann ist das unerträglich. Ich glaube, Frau Ministerin, und ich darf Sie wirklich herzlich ersuchen, dass, auch wenn wir die Baumgasse jetzt verschieben müssen, es andere Möglichkeiten geben muss, da einzugreifen. Es ist völlig unmöglich, dass am Freitag am Abend um 16 Uhr bis am Sonntag in der Früh bei sechs Leuten mehr oder weniger die Bewachung herausgenommen wird. Noch dazu gibt es ja relativ wenig Freizeitausgleich, wenig Sport. Da staut sich natürlich etwas auf, und dann sind die Schwächsten jeweils die, die unter die Räder kommen – da müssen wir sicherlich stark dagegen auftreten. (Ruf beim BZÖ: ... Sexualstraftäter!)
Beifall bei der SPÖ.
besonders vernünftig. Aber ich glaube, dass wir viele Diskussionen führen werden, um gute justizpolitische Arbeit zu leisten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zunächst, Herr Kollege Donnerbauer: Wenn man die Debatte zur Nachtstunde beklagt und die namentlichen Abstimmungen dafür verantwortlich macht, dann muss ich daran erinnern, dass die Bundesregierung durch einen Bruch der Verfassung dieses Budget erst in den letzten Dezembertagen dem Parlament zuleitet. Da kann man nicht die Nachtstunden und die Abstimmung beklagen – die einzigen Möglichkeiten, die die Opposition hat, sich zur Wehr zu setzen und Protest gegen Ihren Verfassungsbruch zu üben, meine Damen und Herren. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Schrei net so!
Das war der entscheidende Punkt, warum wir diesen Protest gemacht haben: Weil Sie verspätet waren, weil Sie die Verfassung gebrochen haben. Tut nicht Täter- und Opferrolle verkehren! Es war Ihre eigene Bundesregierung, Ihr eigener Bankenminister, der aus wahltaktischen Gründen das Budget nicht rechtzeitig dem Parlament zugeleitet hat. (Rufe bei der ÖVP: Schrei net so!) Also vergießen Sie hier keine Krokodilstränen, beklagen Sie sich bei Ihrem eigenen Bankenminister!
Abg. Dr. Kräuter: Was geht denn das Sie an?
Zweite Vorbemerkung: Herr Kollege Kräuter, ich weiß nicht, ob ich die aktuelle Rednerliste habe, aber ich vermisse Ihre Wortmeldung in dieser Debatte. Sie haben doch im Ausschuss großspurig angekündigt, dass Sie hier Telefonabhörprotokolle verlesen wollen. (Abg. Dr. Kräuter: Was geht denn das Sie an?) – Bitte? Ich frage Sie ja nur. Was geht das mich an? (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.
Zweite Vorbemerkung: Herr Kollege Kräuter, ich weiß nicht, ob ich die aktuelle Rednerliste habe, aber ich vermisse Ihre Wortmeldung in dieser Debatte. Sie haben doch im Ausschuss großspurig angekündigt, dass Sie hier Telefonabhörprotokolle verlesen wollen. (Abg. Dr. Kräuter: Was geht denn das Sie an?) – Bitte? Ich frage Sie ja nur. Was geht das mich an? (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Er macht eine großspurige Ankündigung, reißt seinen Rachen auf und sagt, dass er hier – zur Immunisierung – die Debatte dazu benutzen wird, die Telefonabhörprotokolle zu verlesen. Wo sind sie? (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Ach, Sie kommen noch? Der Herr Kräuter kommt noch. Ich bin extra hier geblieben und habe mir gedacht, heute bekomme ich endlich die Abhörprotokolle des Herrn Kräuter geliefert.
Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!
Nun, wo sind denn die Abhörprotokolle? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Sie kommen noch. Heute noch? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Morgen kommen sie. Wann? Können wir erfahren, wann? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Er weiß es noch nicht. Haben Sie die Abhörprotokolle schon? Wann wollen Sie die Telefonabhörprotokolle bringen? Beim Landwirtschaftsbudget, oder wann wollen Sie sie bringen? (Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!) – Nein. Wann dann? Beim Verkehrskapitel? Das könnte sein, das Telefon hat etwas mit dem Verkehr zu tun. Auch eine Möglichkeit. Also wann kommt das morgen, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Abwarten müssen wir.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Nun, wo sind denn die Abhörprotokolle? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Sie kommen noch. Heute noch? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Morgen kommen sie. Wann? Können wir erfahren, wann? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Er weiß es noch nicht. Haben Sie die Abhörprotokolle schon? Wann wollen Sie die Telefonabhörprotokolle bringen? Beim Landwirtschaftsbudget, oder wann wollen Sie sie bringen? (Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!) – Nein. Wann dann? Beim Verkehrskapitel? Das könnte sein, das Telefon hat etwas mit dem Verkehr zu tun. Auch eine Möglichkeit. Also wann kommt das morgen, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Abwarten müssen wir.
Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Nun, wo sind denn die Abhörprotokolle? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Sie kommen noch. Heute noch? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Morgen kommen sie. Wann? Können wir erfahren, wann? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Er weiß es noch nicht. Haben Sie die Abhörprotokolle schon? Wann wollen Sie die Telefonabhörprotokolle bringen? Beim Landwirtschaftsbudget, oder wann wollen Sie sie bringen? (Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!) – Nein. Wann dann? Beim Verkehrskapitel? Das könnte sein, das Telefon hat etwas mit dem Verkehr zu tun. Auch eine Möglichkeit. Also wann kommt das morgen, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Abwarten müssen wir.
Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!
Nun, wo sind denn die Abhörprotokolle? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Sie kommen noch. Heute noch? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Morgen kommen sie. Wann? Können wir erfahren, wann? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Er weiß es noch nicht. Haben Sie die Abhörprotokolle schon? Wann wollen Sie die Telefonabhörprotokolle bringen? Beim Landwirtschaftsbudget, oder wann wollen Sie sie bringen? (Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!) – Nein. Wann dann? Beim Verkehrskapitel? Das könnte sein, das Telefon hat etwas mit dem Verkehr zu tun. Auch eine Möglichkeit. Also wann kommt das morgen, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Abwarten müssen wir.
Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!
Nun, wo sind denn die Abhörprotokolle? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Sie kommen noch. Heute noch? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Morgen kommen sie. Wann? Können wir erfahren, wann? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Er weiß es noch nicht. Haben Sie die Abhörprotokolle schon? Wann wollen Sie die Telefonabhörprotokolle bringen? Beim Landwirtschaftsbudget, oder wann wollen Sie sie bringen? (Abg. Dr. Kräuter: Nein, ...!) – Nein. Wann dann? Beim Verkehrskapitel? Das könnte sein, das Telefon hat etwas mit dem Verkehr zu tun. Auch eine Möglichkeit. Also wann kommt das morgen, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Abwarten!) – Abwarten müssen wir.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Also wir halten fest: Kollege Kräuter hat eine großspurige Ankündigung getätigt, ist aber nicht in der Lage, diese Telefonabhörprotokolle hier vorzutragen. Meine Damen und Herren, halten wir das für das Protokoll fest! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Können wir irgendwann im Laufe der nächsten Jahre damit rechnen, dass es diese Abhörprotokolle geben wird? – Abwarten, ja, ich habe es verstanden. Gut.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Daher sage ich, Frau Bundesministerin: Ihr Ressort ist relativ glimpflich davongekommen, aber es gibt einige Kritikpunkte, die auch in diesem Ressort anzubringen sind. Ich kritisiere beispielsweise auch, dass man jetzt eine Mindestgebühr von 400 € einführt, wenn man die Jahresabschlüsse zu spät vorlegt (Zwischenrufe bei der SPÖ) – bitte?; die Untergrenze ist 700 € –, oder dass man bei Firmenbucheintragungen oder Grundbucheintragungen die Gebühren hinaufsetzt.
Beifall beim BZÖ.
Daher, Frau Bundesministerin: Diese Tendenz muss irgendwann wieder umgekehrt werden, sodass man dem Bürger den Zugang zur Rechtspflege nicht verteuert, sondern eben erleichtert und Gebühren wieder herabsetzt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Doppler: Sicher nicht! – Beifall bei der FPÖ.
untergebracht werden, dann frage ich Sie: Kennen Sie das alte Jugendgericht mit dem Gefangenenhaus in der Rüdengasse? Haben Sie das jemals besucht? (Abg. Doppler: Sicher nicht! – Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kennen Sie das überhaupt? Sogar die Jugendlichen in Österreich sagen, diese Unterbringung im 3. Bezirk war eine Zumutung und gehörte geschlossen. Dass Sie ein ideologisches Problem haben und hier Standesvertretung machen, weil kein Roter Präsident des neuen Jugendgerichts wurde, das verstehe ich schon. Aber hier so zu tun, als ob in den österreichischen Haftanstalten täglich zwei oder drei Jugendliche vergewaltigt würden, ist schlicht ein Witz. Da kennen Sie sich nicht aus! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Jarolim, genau! Na wer da ahnungslos ist!
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Frau Bundesministerin, vom Budget 2009 zum Budget 2011 steigern Sie in Ihrem Haus – und das ist ein bisschen verwerflich, das habe ich Ihnen schon beim letzten Mal gesagt – die Personalausgaben um genau 1 Million €. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) – Ja, ich weiß, die Aufregung ist groß, aber das sind die Tatsachen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Ja, die Jugendhoffnung meldet sich auch.
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Frau Bundesministerin, vom Budget 2009 zum Budget 2011 steigern Sie in Ihrem Haus – und das ist ein bisschen verwerflich, das habe ich Ihnen schon beim letzten Mal gesagt – die Personalausgaben um genau 1 Million €. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) – Ja, ich weiß, die Aufregung ist groß, aber das sind die Tatsachen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Ja, die Jugendhoffnung meldet sich auch.
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Redezeit! – Abg. Lausch – das Rednerpult verlassend –: Ich bin eh schon fertig!
(Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Redezeit! – Abg. Lausch – das Rednerpult verlassend –: Ich bin eh schon fertig!)
Abg. Lausch: Sagen Sie! Das ist Ihre Meinung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
oder vor allem jugendjustizpolitisch keine Ahnung! (Abg. Lausch: Sagen Sie! Das ist Ihre Meinung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich war im Jugendgerichtshof Rüdengasse. Es war ein altes Gebäude, aber eines war klar: Der Jugendgerichtshof Rüdengasse ist auf die Bedürfnisse und die Notwendigkeiten von jungen und jugendlichen Gefangenen eingegangen. Das kann die Justizanstalt Josefstadt nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie hier Polemiken betreiben, indem Sie hier über irgendwelche Besetzungsparanoia sprechen, dann fahren Sie damit über all die Jugendlichen hinweg, die genau dieser Gewalt, die Kollege Jarolim ausgesprochen hat, tagtäglich ausgesetzt sind. Und das ist zynisch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und in diesem Sinne: Gute Nacht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Was uns aber im Ausschuss besonders irritiert hat, war die Diskussion über die Häftlingszahlen und die Frage: Ist es aufgrund der hohen Häftlingszahlen notwendig, ein neues Gefangenenhaus zu errichten? Sie haben gesagt, Ihnen ist lieber, die Häftlinge zu entlassen als ein neues Gefängnis zu bauen. Ich sage Ihnen, da haben wir eine andere Meinung. Wenn jemand zu einer Strafhaft verurteilt worden ist, dann soll er diese auch absitzen, und nicht dass Sie sagen – das klingt ja schon nach Broda’schen Ideen –, Sie sind froh, wenn es keine Häftlinge gibt. Das sind wir auch, aber wenn sie verurteilt sind, dann sollen sie ihre Strafe auch absitzen. Und da haben Sie die Verantwortung, dass die notwendigen Gebäude vorhanden sind und die entsprechende Infrastruktur eingerichtet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Justizministerin, da würden wir uns mehr Initiativen von Ihnen erwarten. Das ist Ihre Verpflichtung. Da hätten Sie auch unsere Unterstützung. Da ist im Ausschuss leider sehr wenig gekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt sehr wohl ein Interesse an Aufdeckung, aber vor Vernaderung, Verleumdung und vor Amtsmissbrauch muss man die Bevölkerung schützen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr Budget ist kein gerechtes, kein sozial ausgeglichenes, sondern es ist ein Belastungsbudget! Es ist ein Budget, das die Familien, die Kinder, die Pendler, die Autofahrer, die Bankkunden und, und, und ausgesprochen belastet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal ein kleiner Satz als Abschluss in Richtung der SPÖ, zum Kollegen Cap. Er war ja heute am Vormittag der Meinung, dass das Budget ein Weg der Gerechtigkeit ist, der weitergegangen werden muss. Ich darf Ihnen dazu die „Kleine Zeitung“ vom 16. Dezember zitieren. Dort steht unter dem Titel „Sauer auf Koalition“: 51 Prozent sind nicht der Meinung, dass es in unserem Land alles in allem gerecht zugeht. – Mehr, glaube ich, ist dazu nicht zu sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
mehr weiß, das ist ja erst in den letzten Tagen und Wochen diskutiert worden, auch in der Öffentlichkeit – hat gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur eine lebenslange Kontrolle und Aufsicht über Sexualstraftäter durchzuführen, sondern vor allem, Frau Ministerin, ersuchen wir Sie noch einmal eindringlichst, zu überlegen, die Tilgungs- und Verjährungsfristen bei Sexualstrafdelikten einer genauen Prüfung zu unterziehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Genauso wie bei den vorzeitigen Haftentlassungen, wo allein seit dem Jahr 2006 1 880 Rückfalltäter wieder einsitzen, die vorzeitig bedingt entlassen worden sind. Allein in den Jahren 2008 bis 2010 waren es 310 Sexualstraftäter, Sexualstraftäter mit zum Teil schweren Delikten, die vorzeitig bedingt entlassen worden sind, und davon sind 29 Rückfalltäter. 29 weitere Fälle! Da geht es nicht um einen Fall bei diesen Rückfalltätern, sondern meistens gleich und mehrere, um Serientäter, die da ihr Unwesen getrieben haben. Daher ist es wirklich dringend notwendig, zu überlegen, wie man diesen Sexualstraftätern tatsächlich den Garaus macht in dem Sinne, dass man sie nicht mehr auf die Öffentlichkeit, auf die Familien und auf die Kinder loslässt, sondern endgültig wegsperrt oder lebenslang kontrolliert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Also so aus der Luft gegriffen ist es nicht, dass auch aus Ihrem Haus ganz gezielt Akten den Medien zugespielt werden. Da haben Sie eine Verantwortung, dass Sie, ähnlich wie der Rechnungshof oder ähnlich wie das Innenministerium, Methoden der Codierung, der Sicherung von Akten finden, damit nicht ständig Menschen, die auch unschuldig sind, wo sich herausstellt, es gibt überhaupt kein Verfahren oder das Verfahren wird eingestellt, in den Medien vorverurteilt werden. Da haben Sie einfach eine Verantwortung, Frau Ministerin. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dort wurde auch ganz klar, dass die österreichische Justiz sich keineswegs zu verstecken braucht, ganz im Gegenteil, dass wir sehr, sehr stolz sein können auf unser Justizsystem. Wir sind im Opferschutz Nummer eins, wir sind in den vordersten Rängen, was die Schnelligkeit der Verfahren anlangt, und wir sind vor allem für den Steuerzahler sehr günstig. Also ich lasse mir nicht immer alles schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz kurz noch zum Strafvollzug. Den einen gibt es zu viele bedingte Entlassungen, den anderen gibt es zu wenig bedingte Entlassungen, den einen gibt es zu viel Betreuung im Strafvollzug, und den anderen gibt es zu wenig Betreuung im Strafvollzug. Das ist doch der beste Beweis dafür, dass wir genau den richtigen Weg gehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
(Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister, Sie wissen, Sie haben in uns im organisierten Sport einen Partner in jeder Beziehung. Schauen wir, dass diese finanzielle Ausstattung dorthin kommt, wo sie hinkommen soll, nämlich zu den Vereinen und zu den Sportlern, damit wir weiterhin ein erfolgreiches Sportland bleiben! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Sprichst du jetzt zum Sport?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer: Sprichst du jetzt zum Sport?) Das würde dir so passen! Selbstverständlich nicht, selbstverständlich zu den 27 000 höchstgefährdeten jungen Männern, die, wenn nicht bald eine vernünftige Entscheidung getroffen wird, wieder Tranche für Tranche zu einem vollkommen sinnlosen militärischen Zwangsdienst eingezogen werden.
Abg. Strache: Es geht auch um die Zivildiener, um die soziale Sicherheit! Die Zivildiener werden ja dann auch gestrichen! Das darf man nicht vergessen!
Nur: Niemand außer diesen seltsamen Menschen mit ihren seltsamen Freizeitvorstellungen braucht diese Miliz. (Abg. Strache: Es geht auch um die Zivildiener, um die soziale Sicherheit! Die Zivildiener werden ja dann auch gestrichen! Das darf man nicht vergessen!) Niemand braucht diese freiheitlichen Abenteuerspielplätze. Das ist völlig überflüssig und kostet sehr, sehr viel Geld.
Abg. Strache: Machen wir doch eine Volksabstimmung! Ich freue mich auf das Ergebnis!
Im Gegensatz zur Freiheitlichen Partei, die die Interessen der Jugend vollkommen ignoriert (Abg. Strache: Machen wir doch eine Volksabstimmung! Ich freue mich auf das Ergebnis!), die die Interessen alter Milizabenteurer gegen die österreichische Jugend vertritt, stelle ich beim Verteidigungsminister fest, dass er, trotz früherer Äußerungen, in den letzten Monaten begonnen hat, sich politisch zu bewegen. Ich glaube auch, dass die Diskussion bei der Enquete im Hilton auch für ihn durchaus überzeugend gezeigt hat, dass überall dort, wo es beim Militärischen nicht mehr primär um Landesverteidigung geht, sondern um das sinnvolle Organisieren internationaler Friedenseinsätze im Rahmen der Vereinten Nationen, es mit der Wehrpflicht vorbei ist.
Abg. Strache: Oder die Schweiz!
Nur die Staaten die ausschließlich oder weitgehend auf Landesverteidigung setzen, werden noch in absehbarer Zeit eine Wehrpflicht haben, und das sind so unterschiedliche Staaten wie Finnland oder die Türkei. (Abg. Strache: Oder die Schweiz!) Und jetzt vertritt die Freiheitliche Partei offensichtlich die Position, dass türkische Militärvorstellungen uns näher sind als deutsche, schwedische, britische, holländische, italienische, tschechische, slowenische und so weiter. (Abg. Strache: Die Schweiz ist uns sehr, sehr nahe! Die Schweiz ist das beste Vorbild!)
Abg. Strache: Die Schweiz ist uns sehr, sehr nahe! Die Schweiz ist das beste Vorbild!
Nur die Staaten die ausschließlich oder weitgehend auf Landesverteidigung setzen, werden noch in absehbarer Zeit eine Wehrpflicht haben, und das sind so unterschiedliche Staaten wie Finnland oder die Türkei. (Abg. Strache: Oder die Schweiz!) Und jetzt vertritt die Freiheitliche Partei offensichtlich die Position, dass türkische Militärvorstellungen uns näher sind als deutsche, schwedische, britische, holländische, italienische, tschechische, slowenische und so weiter. (Abg. Strache: Die Schweiz ist uns sehr, sehr nahe! Die Schweiz ist das beste Vorbild!)
Abg. Strache – Beifall spendend –: Hoffentlich!
Sie wissen ganz genau, der militärische Zwangsdienst geht dem Ende zu. Das wird überprüft, und es wird nächstes Jahr eine Volksabstimmung geben. Wir werden in diesem Haus den Antrag auf Durchführung einer Volksabstimmung einbringen. (Abg. Strache – Beifall spendend –: Hoffentlich!) Und wenn Sie auf der anderen Seite stehen, dann werden Sie, Herr Strache, einmal eine Lektion in direkter Demokratie erleben (Abg. Strache: Dann werden Sie auch sehen, wo die Mehrheit ist!), dann wird die österreichische Jugend, und nicht nur die männliche Jugend, Ihnen eine Lektion bei einer Volksabstimmung erteilen und dann werden Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Vorstellungen, das Geld ins Militär statt in die Schulen, das Geld für Panzer und Kanonen statt in die Pflege und in die Sozialberufe zu investieren, keine Zukunft hat und Sie auch in diesem Punkt eine radikale Minderheit vertreten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Meinen Sie die 8 Prozent der Grünen in diesem Haus?)
Abg. Strache: Dann werden Sie auch sehen, wo die Mehrheit ist!
Sie wissen ganz genau, der militärische Zwangsdienst geht dem Ende zu. Das wird überprüft, und es wird nächstes Jahr eine Volksabstimmung geben. Wir werden in diesem Haus den Antrag auf Durchführung einer Volksabstimmung einbringen. (Abg. Strache – Beifall spendend –: Hoffentlich!) Und wenn Sie auf der anderen Seite stehen, dann werden Sie, Herr Strache, einmal eine Lektion in direkter Demokratie erleben (Abg. Strache: Dann werden Sie auch sehen, wo die Mehrheit ist!), dann wird die österreichische Jugend, und nicht nur die männliche Jugend, Ihnen eine Lektion bei einer Volksabstimmung erteilen und dann werden Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Vorstellungen, das Geld ins Militär statt in die Schulen, das Geld für Panzer und Kanonen statt in die Pflege und in die Sozialberufe zu investieren, keine Zukunft hat und Sie auch in diesem Punkt eine radikale Minderheit vertreten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Meinen Sie die 8 Prozent der Grünen in diesem Haus?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Meinen Sie die 8 Prozent der Grünen in diesem Haus?
Sie wissen ganz genau, der militärische Zwangsdienst geht dem Ende zu. Das wird überprüft, und es wird nächstes Jahr eine Volksabstimmung geben. Wir werden in diesem Haus den Antrag auf Durchführung einer Volksabstimmung einbringen. (Abg. Strache – Beifall spendend –: Hoffentlich!) Und wenn Sie auf der anderen Seite stehen, dann werden Sie, Herr Strache, einmal eine Lektion in direkter Demokratie erleben (Abg. Strache: Dann werden Sie auch sehen, wo die Mehrheit ist!), dann wird die österreichische Jugend, und nicht nur die männliche Jugend, Ihnen eine Lektion bei einer Volksabstimmung erteilen und dann werden Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Vorstellungen, das Geld ins Militär statt in die Schulen, das Geld für Panzer und Kanonen statt in die Pflege und in die Sozialberufe zu investieren, keine Zukunft hat und Sie auch in diesem Punkt eine radikale Minderheit vertreten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Meinen Sie die 8 Prozent der Grünen in diesem Haus?)
Abg. Strache: Pilz für Berufssoldaten! Pilz für die Berufsarmee!
Ich halte es für sehr, sehr wichtig, dass hier in der SPÖ, die aus vollkommen anderen Gründen für die Wehrpflicht ist – das hat etwas mit Geschichte und Vorstellungen von Demokratie zu tun –, in Bezug auf die Wehrpflicht ein Umdenken stattfindet und sie sich Schritt für Schritt neuen Modellen nähert. (Abg. Strache: Pilz für Berufssoldaten! Pilz für die Berufsarmee!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Pilz für ein Berufsheer!
Nächstes Jahr wird es so weit sein, und ich bin mir sicher, dass es auch nächstes Jahr so weit ist, dass wir in diesem Haus eine klare parlamentarische Mehrheit gegen die klassisch freiheitlichen Vorstellungen von militärischen Zwangsdiensten haben. Ich freue mich auf die Volksabstimmung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Pilz für ein Berufsheer!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Grundlage wird die Verteidigungsdoktrin sein, und dann haben wir einen Auftrag zur Erarbeitung eines Konzepts, dann haben wir Farbe zu bekennen, was es uns wert ist, die Landesverteidigung in Österreich zu finanzieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Kollege Prähauser, Bundesminister Darabos hat – im Auftrag der SPÖ offensichtlich – das Bundesheer in die schwerste Krise der Gegenwart geführt. (Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Trotzdem hat Bundesminister Darabos – in politischem Gehorsam! – ein weiteres Sparpaket beim Bundesheer, nämlich in Höhe von 530 Millionen €, ohne Widerrede akzeptiert! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Sparen, geschätzte Damen und Herren, geht zu Lasten der letzten noch verbliebenen militärischen Einsatzbereitschaft – und wird vom BZÖ strikt abgelehnt! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Auf Teufel komm raus wird plötzlich „reformiert“ und „reformiert“ – und die ÖVP sieht tatenlos zu! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist doch geradezu erschütternd, dass die ÖVP da nicht einschreitet. Der Alleingang dieses Verteidigungsministers gehört abgestellt!
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Das Dulden der ÖVP zeigt, dass sich die ÖVP als Sicherheitspartei längst verabschiedet hat. Diese Verantwortung hat das BZÖ bereits übernommen (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), auch beim Bundesheer Neu.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie, Herr Bundesminister Darabos, und Ihr Generalstab, der heute keine Nachtschicht eingelegt hat, wären gut beraten, unsere Modelle zu übernehmen, damit Schutz und Hilfe für Österreich garantiert werden können. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, gerade hier sitzen Parteien – auch in der Opposition –, die stets ein bündnisfreies und neutrales Österreich auf ihre Fahnen heften. Aber davon ist wirklich nicht mehr viel zu sehen! Ein Berufsheer ohne allgemeine Wehrpflicht und ohne Milizkomponente kann nicht nur die geforderten Inlandsaufgaben nicht erfüllen, sondern da ist doch auch die Bündnisfreiheit und Neutralität unseres Landes in Frage gestellt. Und das stellen Sie in Frage – nicht wir! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Liebe Freunde, liebe Kollegen von der SPÖ, zu dieser Diskussion, die wir jetzt hier haben – auch die Ausführungen des Herrn Pilz zeigen das –, sind wir aber nicht zuletzt deshalb gekommen, weil ein gewisser Bürgermeister Häupl in Wien diese Diskussion auf unseriöse Art und Weise losgetreten hat. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, was wir jetzt erleben, ist unkoordiniert, ohne Konzept, ist ein Sparen nach der Rasenmäher-Methode. Ich will jetzt gar nicht alle Punkte aufzählen, denn das geht über den Abbau von 1 000 Mitarbeitern; die Flottenkilometer sollen beschränkt werden und ebenso die Flugstunden. Massive Einschnitte wird es geben bei der Truppe und ebenso massive Reduktionen im mechanisierten Bereich. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, so kann man keine seriöse Sicherheitspolitik machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe: Es ist vier Uhr früh!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist fünf vor zwölf in diesem Bereich! (Rufe: Es ist vier Uhr früh!) – In diesem Bereich ist es fünf vor zwölf, und ich bitte Sie daher, diesem Antrag zuzustimmen. Ich glaube, das sind wir dem Bundesheer – lieber Kurt List, du bist auch davon betroffen – und vor allen Dingen auch den Bediensteten des Bundesheeres schuldig. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist fünf vor zwölf in diesem Bereich! (Rufe: Es ist vier Uhr früh!) – In diesem Bereich ist es fünf vor zwölf, und ich bitte Sie daher, diesem Antrag zuzustimmen. Ich glaube, das sind wir dem Bundesheer – lieber Kurt List, du bist auch davon betroffen – und vor allen Dingen auch den Bediensteten des Bundesheeres schuldig. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
wir die Zahl der Panzer halbieren, dass wir ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie haben uns Untätigkeit vorgeworfen, aber wir arbeiten seit längerer Zeit daran, und ich freue mich, dass zumindest dieser Punkt bei Ihnen auf Konsens trifft.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Darüber hinaus ist das Verteidigungsministerium eines jener Ressorts – ich habe das heute sehr genau verfolgt, hier live aber auch über das TV-Gerät: gerade von der FPÖ ist ja dauernd die Forderung nach Verwaltungsreform gekommen –, das eine Verwaltungsreform tatsächlich umsetzt. Und ich bitte Sie da auch um Ihre Unterstützung. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Ich würde Sie daher um Ihre Unterstützung in diesem Bereich bitten (Beifall bei der SPÖ) – und nicht nur sozusagen in den Reden hier vom Podium aus zu sagen, man solle in der Verwaltung sparen, man solle Beamte einsparen, aber wenn das dann tatsächlich getan wird, dann dafür keine Unterstützung zu geben. – Okay, aber das ist ja von Ihnen nicht zu erwarten gewesen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bedanke mich, dass hier im Hohen Haus vor allem in Bezug auf den Bereich Sport Einhelligkeit herrscht, und ich bin sicher, dass wir mit den 129 Millionen € für den österreichischen Sport Gutes nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport schaffen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Spät in der Debatte, aber früh am Morgen stelle ich mir die Frage: Was bleibt von diesen rund 17 Stunden, die wir da herinnen verbracht haben? Insgesamt 100 Mal ist der Name Bucher gefallen. Ob das seine Sympathiewerte gehoben hat, weiß ich nicht ganz genau; das überlasse ich anderen Abgeordneten. Wahrscheinlich aber ist Kollege Bucher so fertig, dass er jetzt schon ins Bett schlafen gehen musste. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Ich halte diese Eigenwerbung auf dem Rücken der MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion für nicht für in Ordnung. Diese haben jedenfalls auch heute ganz tolle Arbeit geleistet mit den rund 20 durchzuführenden namentlichen Abstimmungen. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.) Diese namentlichen Abstimmungen waren zumindest blutdruckanregend und haben uns in Bewegung gebracht, was ja aus sportlicher Sicht in Ordnung ist. Höchstleistungen der SchriftführerInnen konnten wir heute gleichfalls erleben.
Abg. Strache: Vergessen Sie nicht auf die Mitarbeiter! – Abg. Dr. Graf: Die Mitarbeiter haben auch etwas geleistet!
Das ist, wie gesagt, aus sportlicher Sicht sehr erfreulich, aber ich meine trotzdem, dass relativ wenige Damen und Herren der Opposition eine Ahnung davon haben, was die ParlamentsmitarbeiterInnen leisten müssen, wenn die Geschäftsordnung so exzessiv ausgenützt wird. Daher noch einmal ein großes Danke an die Mitarbeiterinnen! (Abg. Strache: Vergessen Sie nicht auf die Mitarbeiter! – Abg. Dr. Graf: Die Mitarbeiter haben auch etwas geleistet!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben uns ja dazu verpflichtet, im Jahre 2011 die Reform der Sportförderung anzugehen; wir werden das gemeinsam umsetzen. Für Jänner kommenden Jahres erwarte ich die ersten umfassenden Unterlagen hiezu; das wurde uns zugesagt. Wir werden dann eine intensive Diskussion im Sportausschuss haben. Der Herr Vorsitzende hat ja schon angekündigt, dass wir das wie immer konstruktiv erledigen werden. Und schlussendlich soll das in ein neues, modernes und richtungsweisendes Sportfördergesetz münden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher: Freuen wir uns auf ein intensives, spannendes und arbeitsreiches Jahr 2011! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Nicht die Tatsachen verdrehen!
Wenn man bei solchen Projekten eine Halle errichtet, die einen höheren zweistelligen Millionenbetrag gekostet hat, es dann aber keine Mittel gibt, um den laufenden Betrieb zu fördern, dann frage ich mich, was eigentlich in der Sportpolitik so vorgeht. (Ruf bei der SPÖ: Nicht die Tatsachen verdrehen!) – Was heißt, „die Tatsachen verdrehen“?! Na Entschuldigung, wo sind denn die laufenden Förderungen?! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das glaube ich auch, dass es ganz gut wäre, wenn das hier gewusst würde.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn man bei solchen Projekten eine Halle errichtet, die einen höheren zweistelligen Millionenbetrag gekostet hat, es dann aber keine Mittel gibt, um den laufenden Betrieb zu fördern, dann frage ich mich, was eigentlich in der Sportpolitik so vorgeht. (Ruf bei der SPÖ: Nicht die Tatsachen verdrehen!) – Was heißt, „die Tatsachen verdrehen“?! Na Entschuldigung, wo sind denn die laufenden Förderungen?! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das glaube ich auch, dass es ganz gut wäre, wenn das hier gewusst würde.
Beifall bei den Grünen.
Dass die Hallenfinanzierung jetzt noch einmal vom Bund aufgefettet wird, ist okay, aber das ist ein anderes Kapitel. Dort aber eine Trainingshalle hinzustellen, wo klar ist, dass man dort keine Einnahmen in einem bestimmten Maße lukrieren kann und man nachher sagt, man zahlt keine Betriebskosten, das ist für mich völlig unverständlich und meiner Überzeugung nach ein völlig falsches Modell von Sportförderung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Was Dopingkontrollen betrifft: Es gibt wieder mehr Budget für Dopingkontrollen – und das ist gut so. Es soll auch mehr kontrolliert werden, nur eines darf es nicht geben: dass eine Kontrolle 2 000 € kostet. Ich finde, solche Kontrollen müssen günstiger und leistbarer werden, damit noch mehr und noch effizienter kontrolliert werden kann. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ein „Betthupferl“ möchte ich jetzt nicht unbedingt hier als letzter Redner loswerden, aber zumindest kurz zu den Ausführungen des Kollegen Krist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Eines muss man schon feststellen, auch zu dieser späten oder frühen Stunde: Letztendlich ist die Regierung daran schuld, dass das Budget so spät vorgelegt wurde. Das heißt, Sie brauchen hier nicht die beleidigte Leberwurst zu spielen, weil wir hier zu später Stunde sitzen. Das muss man an dieser Stelle schon festhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ein „Betthupferl“ möchte ich jetzt nicht unbedingt hier als letzter Redner loswerden, aber zumindest kurz zu den Ausführungen des Kollegen Krist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Eines muss man schon feststellen, auch zu dieser späten oder frühen Stunde: Letztendlich ist die Regierung daran schuld, dass das Budget so spät vorgelegt wurde. Das heißt, Sie brauchen hier nicht die beleidigte Leberwurst zu spielen, weil wir hier zu später Stunde sitzen. Das muss man an dieser Stelle schon festhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Man hat Ihnen von den Regierungsparteien schon angemerkt, dass Sie das mehr oder weniger nicht goutieren, dass wir hier zu dieser Stunde noch im Parlament sitzen. (Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich gutes Gelingen mit diesem Sportbudget. Wie gesagt: ein ganz klein wenig Licht bei sehr viel Schatten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
sichtigt, dass man es hier seit Wochen, ja seit Monaten mit einer innovations- und gerechtigkeitsresistenten Bundesregierung zu tun hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz
Nein, meine Damen und Herren, wenn auch ich hier von einer schwarzen Null rede, dann ist das, glaube ich, eher eine politische Charakterdefinition für einen der Hauptverantwortlichen (Zwischenruf des Abg. Grosz) – ja, ja, der ist auch ein Pflichtverteidiger von ihm – für dieses Budget, nämlich für den Herrn Finanzminister und für den Herrn ÖVP-Parteichef. Das ist die eigentliche schwarze Null in der ganzen Budgetdebatte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, meine Damen und Herren, wenn auch ich hier von einer schwarzen Null rede, dann ist das, glaube ich, eher eine politische Charakterdefinition für einen der Hauptverantwortlichen (Zwischenruf des Abg. Grosz) – ja, ja, der ist auch ein Pflichtverteidiger von ihm – für dieses Budget, nämlich für den Herrn Finanzminister und für den Herrn ÖVP-Parteichef. Das ist die eigentliche schwarze Null in der ganzen Budgetdebatte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
haben überhaupt kein Problem damit, wenn autobusweise Rumänen und Bulgaren ins Land kommen und sich eine Auffettung ihrer Mindestpension holen. Das ist für Sie dann der Ausgleich im Rahmen einer Sozialunion, wie Sie sich das vorstellen. Für uns ist das ein räuberischer Anschlag, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Sie, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, gehen räuberisch gegen die österreichischen Familien vor, indem Sie Leistungen kürzen, aber Sie haben überhaupt kein Problem damit, dass wir Jahr für Jahr Millionen und Abermillionen an Euro ins Ausland exportieren für Kinder von Personen, die sich zwar in Österreich aufhalten, aber deren Kinder im Ausland leben. Das ist eine Inländerdiskriminierung, die Sie da produzieren (Beifall bei der FPÖ), weil Sie ja genau wissen, dass der Wert der Familienleistungen dann auch in Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei – und da warten wir noch auf den 1. Mai des kommenden Jahres – ungleich höher ist als in Österreich.
Beifall bei der FPÖ.
Und noch etwas zum Thema Familien. Wenn wir Freiheitlichen von Familie reden, dann meinen wir die österreichischen Familien. So klar ist das hier herinnen in diesem Hohen Haus aber offensichtlich nicht bei allen. Da haben wir eine große Lobby für die Zogajs, Zekajs und Zukajs und wie sie alle heißen. Aber mit den österreichischen Familien, denen kein Asylbetrug anzulasten ist, meinen Sie es nicht gut, mit denen gehen Sie räuberisch um, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die neue Form von Umverteilung Marke Sozialdemokratie – von der ÖVP rede ich gar nicht –: Umverteilung von denjenigen, die fleißig und leistungsbereit sind, zu denjenigen, die dadurch auffallen, dass sie permanent über die Stränge schlagen und sich um keine Regeln kümmern. Umverteilung von denen ganz unten hinauf zu den Banken. Dazu kann ich Ihnen nur gratulieren, Herr Sozialminister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herausgekommen ist ein Flächenbombardement gegen den Mittelstand, gegen die Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen, gegen die Pensionisten und gegen die Behinderten, die darf man nicht vergessen, denn die Behinderten, meine Damen und Herren, sind so etwas wie Stiefkinder Ihrer Sozialpolitik. Nicht nur dass Sie das Pflegegeld, Stufe 1 und 2, dadurch kürzen, dass Sie den Zugang durch Bestimmungen einfach erschweren und damit natürlich die Behinderten treffen, gehen Sie in Zeiten, in denen Sie ansonsten Baumaßnahmen vorziehen, um die Konjunktur zu beleben, auch noch her und öffnen ein Hintertürl dafür, dass Sie die Barrierefreiheit, das heißt den Umbau von Institutionen und Einrichtungen in eine behindertengerechte Variante, in der Option bis 2019 nach hinten verschieben. Sie sollten nie mehr hergehen und von Antidiskriminierung reden, solange Sie so etwas fabrizieren, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie argumentieren gerne damit, dass Sie alles unternehmen, um diese Krise zu bekämpfen. – Ich sage Ihnen: Kein Wort davon ist wahr! Wahr ist vielmehr, dass Sie diese Krise sind, und diese Krise werden wir erst dann überwinden, wenn wir dieses rot-schwarze Proporzsystem und damit diese Bundesregierung überwunden haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bucher und Grosz. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Bucher, es freut uns, dass Sie der Debatte auch wieder folgen, nachdem Sie sich gestern nach dem Abstimmungsmarathon verabschiedet haben, den Sie selber mitzuverantworten hatten. Schön, dass Sie wieder hier sind, Herr Klubobmann Bucher. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bucher und Grosz. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und das ist am wichtigsten, meine Damen und Herren, denn das Wichtigste ist, dass die Menschen in unserem Land einen Arbeitsplatz haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
(Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Es sollte uns alle freuen, meine Damen und Herren, dass wir in diesem Bereich eine so positive Entwicklung haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
(Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Es sollte uns alle freuen, meine Damen und Herren, dass wir in diesem Bereich eine so positive Entwicklung haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Für die Zukunft, meine Damen und Herren, ist auf alle Fälle eine raschere Harmonisierung aller Pensionssysteme, die wir haben, notwendig. Wir müssen die Systeme an das ASVG-System angleichen. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist ein Akt der Gerechtigkeit, meine Damen und Herren! Wir haben Systeme – und ich nenne bewusst keine Betriebe und keine Landesorganisationen –, bei denen wir mit 52, 54, 56 Jahren in Pension gehen. Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nichts dafür. Ich betone das! Wir stehen in der Verantwortung, dass wir diese Systeme ändern, dass wir auch da Gerechtigkeit schaffen, indem wir das an ASVG-System angleichen. Das ist unsere Aufgabe, meine Damen und Herren! Das ist notwendig für die Absicherung eines der weltweit besten Pensionssysteme.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Österreich hat insgesamt ein dicht geknüpftes Sozialnetz mit sehr guten Sozialleistungen. Wir müssen aber dieses System weiterentwickeln und an demographischen Veränderungen anpassen. Das ist unsere Aufgabe, die wir auch wahrnehmen werden! Diesem Budget 2011 stimmen wir jedenfalls zu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Ein anderer Teil der Rednerinnen und Redner – und da habe ich sehr gut aufgepasst – war aber der Meinung: Das, was wir jetzt beim Budget machen müssen, ist, den Sozialstaat, der überbordend ist, ein bisschen niederbügeln! Es wird zu viel für Soziales ausgegeben! Es gibt einen überbordenden Wohlfahrtsstaat in Österreich! Den Leuten geht es zu gut! Das wurde zwar nicht so gesagt, aber das steht ja dahinter. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich weiß schon, gerade in Teilen der ÖVP hört man das doch häufiger als bei anderen Parteien. Aber da würde ich Sie schon bitten, dass Sie sich zunächst einmal in der Analyse, in der Beschreibung, warum überhaupt jetzt so drastische Maßnahmen im Budget gesetzt werden müssen, einig sind. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber schauen wir uns Großbritannien an! – Die Maßnahmen, die dort bei den Einsparungen gesetzt werden, betreffen zu zwei Drittel den Sozialbereich. Genau das Gleiche passiert in Österreich! Ich gestehe schon zu: In Österreich um eine Potenz niedriger als in Großbritannien! Aber Großbritannien, kann doch, bitte, wirklich nicht der Maßstab sein dafür, wann und wo und warum wir in Österreich im Sozialbereich hineinschneiden wollen und sollen. Aber das ist offensichtlich für Sie ein Bezugspunkt geworden. Für mich ist das, was in Großbritannien abläuft beziehungsweise was jetzt dort von einer konservativ-liberal-demokratischen Regierung gemacht wird, wirklich äußerst brutal. Das ist Raub an der Zukunft und Raub an den Menschen zur Potenz. Überhaupt keine Frage! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Also irgendetwas stimmt da nicht. Gehen wir es der Reihe nach durch! Das, was Sie im Bereich Soziales machen, ist noch nicht der soziale Kahlschlag, richtig, aber einzelne Maßnahmen sind es dennoch wert, dass man sie sich näher anschaut, und man stellt fest: Sie sind nicht gerecht und sie sind teilweise unsinnig und bösartig gegenüber den Menschen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und kommen Sie mir bitte, Herr Sozialminister, nicht wieder mit der Erklärung daher: Na ja, in den Pflegestufen 1 und 2 wird das Pflegegeld ja oft irgendwie als Zubrot für die zu Pflegenden betrachtet! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
meistens werden die Frauen älter, in der Regel dieses Geld – und das wissen auch Sie aus Untersuchungen – verwenden, um sich damit Pflege- oder Betreuungsleistungen im weitesten Sinn einzukaufen. Das passiert! Und es ist gut, dass es passiert. Und ausgerechnet dort wird gespart?! – Nein, Herr Sozialminister, ganz sicher nicht mit uns! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich halte das für grundsätzlich falsch, weil Sie so tun, als ob diese Einsparungen oder Verschärfungen in diesem Bereich kompensiert werden könnten durch mehr Sachleistungen. Das geht sich nicht aus! Das können sich die Leute gar nicht einkaufen! Dazu haben sie nicht das Geld und dazu gibt es nicht die erforderlichen Betreuungsleistungen! Dieses „Hin- und Her-Spielen“ ist grundsätzlich falsch und für die Betroffenen tatsächlich eine drastische Verschärfung! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Dritter Punkt: Bereich Pensionen. – Es fehlt mir natürlich jetzt die Zeit, alles dazu im Detail zu erzählen, aber, lieber Kollege Wöginger, eine Bemerkung sei mir schon gestattet: Ausgerechnet die ÖVP beziehungsweise der ÖAAB, deren Vertreter hier immer ans Rednerpult herausgekommen sind und sich ... (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Wöginger habe ich gesagt. (Abg. Mag. Molterer: Nein, Öllinger haben Sie gesagt!) Dass Sie sich also mit der Langzeitversichertenpension gebrüstet haben, vulgo Hacklerregelung, also ausgerechnet die Vertretung des ÖAAB in Gestalt des Kollegen Wöginger kommt hier heraus und sagt: Das können wir uns nicht leisten, bei uns gehen die Leute zu früh in Pension!
Abg. Mag. Molterer: Nein, Öllinger haben Sie gesagt!
Dritter Punkt: Bereich Pensionen. – Es fehlt mir natürlich jetzt die Zeit, alles dazu im Detail zu erzählen, aber, lieber Kollege Wöginger, eine Bemerkung sei mir schon gestattet: Ausgerechnet die ÖVP beziehungsweise der ÖAAB, deren Vertreter hier immer ans Rednerpult herausgekommen sind und sich ... (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Wöginger habe ich gesagt. (Abg. Mag. Molterer: Nein, Öllinger haben Sie gesagt!) Dass Sie sich also mit der Langzeitversichertenpension gebrüstet haben, vulgo Hacklerregelung, also ausgerechnet die Vertretung des ÖAAB in Gestalt des Kollegen Wöginger kommt hier heraus und sagt: Das können wir uns nicht leisten, bei uns gehen die Leute zu früh in Pension!
Abg. Kopf: Stimmt ja nicht!
Wir reden jetzt konkret von denjenigen, die mindestens 45 Jahre gearbeitet haben oder 47, 48 Jahre! (Abg. Kopf: Stimmt ja nicht!) Das alles geht sich noch aus mit den Regelungen, die Sie für die Zeit ab nächstem Jahr beschließen. Das sind nicht jene Leute, die kurz im Erwerbsleben stehen, aber für diese verschärfen Sie es. Und das ist der Punkt, über den wir ernsthaft miteinander reden müssen!
Abg. Wöginger: Braucht man nicht!
Selbstverständlich kann man darüber reden, dass diese Leute auch mit geringeren Abschlägen in die Pension gehen sollen. Nur: Erzählen Sie mir dann auch, inwiefern es gerecht ist, dass man etwa im öffentlichen Dienst mit 42 Jahren in die Langzeitversichertenpension gehen kann, während man, wenn man in der Privatwirtschaft ist, in Zukunft als Mann 47 Jahre braucht, wenn man mit 15 Jahren einsteigt! (Abg. Wöginger: Braucht man nicht!) Selbstverständlich! Erzählen Sie mir, wo das Gerechtigkeit erzeugt!
Beifall bei den Grünen
Das ist ungerecht, meine sehr geehrte Damen und Herren (Beifall bei den Grünen), und deshalb werden wir bei derartigen Husch-Pfusch-Regelungen nicht mitmachen!
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Sich jetzt herzustellen als große Reformer und zu sagen: Wir wollen das alles wieder gerechter machen und ändern!, damit verleugnen Sie die Geschichte der letzen Jahre, an der ja noch einige andere Herrschaften in diesem Haus beteiligt waren. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wir ganz sicher nicht! Wir haben unsere Position klar erläutert.
Beifall bei den Grünen.
Und eines sage ich Ihnen: Sozial gerecht muss es sein – und das ist es leider nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Sie war gut!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Das war leider wieder einmal sehr typisch für die FPÖ, Ihre Rede, Herr Kickl: Sie war polemisch (Abg. Neubauer: Sie war gut!), sie war menschenverachtend, und Sie haben schlecht geredet! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist das Einzige, was Sie können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf mit Ihren Märchen!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Das war leider wieder einmal sehr typisch für die FPÖ, Ihre Rede, Herr Kickl: Sie war polemisch (Abg. Neubauer: Sie war gut!), sie war menschenverachtend, und Sie haben schlecht geredet! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist das Einzige, was Sie können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf mit Ihren Märchen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf mit Ihren Märchen!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Das war leider wieder einmal sehr typisch für die FPÖ, Ihre Rede, Herr Kickl: Sie war polemisch (Abg. Neubauer: Sie war gut!), sie war menschenverachtend, und Sie haben schlecht geredet! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist das Einzige, was Sie können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf mit Ihren Märchen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Keine Ahnung!
Erinnern Sie sich zurück: Was war denn da, als Sie Regierungsverantwortung mitgetragen haben? – Da gab es die höchste Arbeitslosenrate in diesem Land. Da haben sehr viele junge Menschen keine Arbeit gehabt. Und Sie haben damals eine reale Pensionskürzung vorgenommen, indem Sie den sogenannten Übergenuss den Pensionistinnen und Pensionisten weggenommen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Keine Ahnung!) Daran erinnern Sie sich nicht gerne! (Abg. Kickl: Keine Ahnung!)
Abg. Kickl: Keine Ahnung!
Erinnern Sie sich zurück: Was war denn da, als Sie Regierungsverantwortung mitgetragen haben? – Da gab es die höchste Arbeitslosenrate in diesem Land. Da haben sehr viele junge Menschen keine Arbeit gehabt. Und Sie haben damals eine reale Pensionskürzung vorgenommen, indem Sie den sogenannten Übergenuss den Pensionistinnen und Pensionisten weggenommen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Keine Ahnung!) Daran erinnern Sie sich nicht gerne! (Abg. Kickl: Keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Doch, doch, er ist daran sehr interessiert!
Und bei dieser Gelegenheit möchte ich schon feststellen: Ihr Herr Klubobmann ist an Sozialpolitik nicht besonders interessiert, denn sonst wäre er auch zu dieser frühen Morgenstunde hier bei uns im Saal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Doch, doch, er ist daran sehr interessiert!)
Abg. Neubauer: Wer so viel verdient, der darf ...!
Ich möchte mich in meinen weiteren Ausführungen schwerpunktmäßig mit dem Thema „Arbeitsmarkt“ auseinandersetzen und das, was vonseiten der FPÖ völlig falsch dargestellt worden ist, ins rechte Licht rücken. (Abg. Neubauer: Wer so viel verdient, der darf ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Maßnahmen der beiden Konjunkturpakete und der Arbeitsmarktpakete sowie das Rekordbudget im Zusammenhang mit Arbeitsmarktpolitik waren richtige Schritte zur richtigen Zeit. Infolgedessen gehört Österreich seit Monaten zu den Ländern Europas mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit, und darauf, glaube ich, können wir alle sehr stolz sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
so, das ist richtig so, die Maßnahmen unserer Bundesregierung haben gegriffen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit zeigt sich ganz deutlich, meine Damen und Herren, dass unsere Bundesregierung mit Bundeskanzler Werner Faymann auch weiter den erfolgreichen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit fortsetzen wird. Für uns ist eines ganz entscheidend: Jeder Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zu viel. Denn: Eine hohe Erwerbsquote, sichere Arbeitsplätze mit einem guten Einkommen sind die Voraussetzung dafür, dass einerseits das hervorragende Sozialsystem, das wir in Österreich haben, auch weiter aufrechterhalten bleiben kann; und das Zweite ist, dass wir durch eine hohe Erwerbsquote Armut verringern und vielen Menschen das Schicksal ersparen, dass sie arbeitslos werden, dass sie ausgegrenzt werden, dass sie keine Perspektiven mehr haben, was dann oft in Verzweiflung und Krankheit endet. Dafür lohnt es sich zu kämpfen, diese negativen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit zu verringern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zum Schluss lassen Sie mich Folgendes sagen: Ganz wichtig und entscheidend ist es, dass für uns nach wie vor die zwei obersten Prinzipien gelten, nämlich einerseits alles dafür zu tun, dass Arbeitsplätze erhalten werden, dass Menschen eine Beschäftigung finden mit einem Einkommen, mit dem sie auch auskommen können, denn damit ist andererseits auch die Kaufkraft gesichert. Dieses Budget trägt entscheidend dazu bei, und ich bedanke mich sehr herzlich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich frage Sie, ich frage mich: Halten sich wirklich alle daran mit dem Gürtel-enger-Schnallen? Wie schaut es wirklich aus mit jenen, die politisch verantwortlich sind, wenn es darum geht, den Gürtel enger zu schnallen, in Sachen Strukturreformen, in Sachen Reformen des Systems das endlich anzugehen, im Gesundheitssystem, im Schulsystem? Wie sieht es aus mit einer Aufgabenreform? Wer fragt sich wirklich nachhaltig: Was braucht, was muss ein Staat heute, im 21. Jahrhundert, noch leisten? Wie schaut es aus mit der Verkleinerung der politischen Gremien bei jenen, die jetzt politische Verantwortung tragen? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Geh bitte!
Ich sage, meine Damen und Herren, wir haben hier ein großes Ungleichgewicht, wir haben eine große Unverhältnismäßigkeit, denn die Sanierung des Budgets besteht einerseits aus Kürzungen und Streichungen von Leistungen und andererseits aus Steuererhöhungen und der Einführung neuer Steuern. Die Hauptlast, meine Damen und Herren, tragen die Familien, die Autofahrer, die Pflegebedürftigen und die Menschen mit Behinderungen, die Schülerinnen und Schüler, die Studierenden, aber auch die ältere Generation. Sie zahlen den Preis für ein Belastungspaket, das nicht zukunftsorientiert ist, das nicht leistungsorientiert ist. Sie zahlen den Preis für eine rot-schwarze Regierung, der das Gespür für die reale Lebenssituation Tausender Menschen immer mehr abhandenkommt. (Abg. Dr. Bartenstein: Geh bitte!) Sie zahlen den Preis für eine Regierung, die vor den Wahlen immer sehr viel verspricht und nach den Wahlen – siehe 13. Familienbeihilfe – immer sehr viel streicht.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Im Sinne von sozialer, aber auch von Generationengerechtigkeit fordern wir vom BZÖ an dieser Stelle noch einmal sehr deutlich, im System zu sparen und nicht auf dem Rücken der Menschen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher werden wir nicht nur an dieser Stelle, sondern in allen weiteren parlamentarischen Beratungen und Sitzungen weiter vehement einfordern: Das Pflegegeld muss wertangepasst werden, das Pflegegeld muss valorisiert werden – denn wenn Gebühren und Tarife jährlich an den Index angepasst werden, muss das auch für das Pflegegeld gelten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was die Menschen mit Behinderungen betrifft, so möchte ich an dieser Stelle noch einmal Folgendes festhalten: Sie genießen nicht oberste Priorität in dieser Bundesregierung. Ich erinnere nur an die Budgetrede des „Bankenministers“, der die Menschen mit Behinderungen und die Anliegen und Sorgen, die sie haben, mit keinem Wort erwähnt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kollegin Lapp, die im Jahr 2004 Behindertensprecherin der SPÖ war, hat damals – ich kann mich erinnern – gesagt: Die Behinderten sind mit dieser schwarz-blau-orangen Regierung auf der Wartebank. Jetzt frage ich Sie, Frau Kollegin Lapp: Was sind die Behinderten jetzt, wenn die Barrierefreiheit wieder hinausgeschoben wird? – Sie sitzen weiter auf der Wartebank, und ich sage, sie sitzen mehr denn je im Abseits. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Solange es Pensionsprivilegien bei den ÖBB, bei der Nationalbank, bei hohen Politikerpensionen gibt, dürfen die Kleinen, Fleißigen und Tüchtigen nicht zur Kasse gebeten werden. Dafür werden wir vom BZÖ uns auch dementsprechend einsetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für uns vom BZÖ heißt soziale Verantwortung, dass wir die Verantwortung für die Generationen wahrnehmen, dass wir im Sinne der kommenden Generationen denken und handeln, dass wir am System sparen und nicht bei den Menschen und dass wir dort investieren, wo Zukunft ist: in der Bildung, in der Familie, in der Forschung und in einer qualitätsvollen Pflege. Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, verstehen auch die Menschen. Das wollen auch die Menschen, diese Ehrlichkeit und diese Verlässlichkeit. Und wenn das so ist, dann werden sie auch bereit sein, bei sich selbst ab und zu den Gürtel etwas enger zu schnallen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler, Dolinschek und Grosz.
Herr Abgeordneter Haberzettl ist der Nächste, der zu Wort gelangt. Ich stelle die Uhr auf 5 Minuten. – Bitte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler, Dolinschek und Grosz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Privilegiensprecher!
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Verehrte Damen und Herren! Herr Bucher, Sie können schon mit Zwischenrufen beginnen! Ich sage Ihnen, was mir einfällt, wenn ich Ihnen ins Gesicht schaue: Da fällt mir Unfallrentenbesteuerung ein, da fallen mir Ambulanzgebühren ein. Und wenn Sie wollen, kann ich noch eine Stunde weitererzählen, welche Grausamkeiten Ihnen, Herr Westenthaler, eingefallen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Privilegiensprecher!)
Abg. Grosz: Erzählen Sie uns einmal von den Privilegien bei den ÖBB! – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Geschätzte Damen und Herren! Lassen Sie mich zurückblenden in das Jahr 2008. (Abg. Grosz: Erzählen Sie uns einmal von den Privilegien bei den ÖBB! – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Herr Bucher, Sie können nicht Zug fahren, Sie kennen sich auf der Eisenbahn nicht aus, und Sie kennen sich im Gesundheitswesen auch nicht aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Oberprivilegienritter der Nation sind Sie!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Oberprivilegienritter der Nation sind Sie!
Geschätzte Damen und Herren! Lassen Sie mich zurückblenden in das Jahr 2008. (Abg. Grosz: Erzählen Sie uns einmal von den Privilegien bei den ÖBB! – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Herr Bucher, Sie können nicht Zug fahren, Sie kennen sich auf der Eisenbahn nicht aus, und Sie kennen sich im Gesundheitswesen auch nicht aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Oberprivilegienritter der Nation sind Sie!)
Abg. Dolinschek: Ihr Zug ist abgefahren! – Heiterkeit des Abg. Bucher
Lassen Sie mich zurückblenden in das Jahr 2008. Im Jahr 2008 wurde zum Thema Langzeitversichertenregelung (Abg. Dolinschek: Ihr Zug ist abgefahren! – Heiterkeit des Abg. Bucher) hier in diesem Haus ein einstimmiger Beschluss gefasst, nicht das Auslaufen der Langzeitversichertenregelung 2008 zur Kenntnis zu nehmen, sondern ei
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr Zug ist bereits abgefahren!
ne Verlängerung der sogenannten Hacklerregelung bis zum Jahr 2013 vorzunehmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr Zug ist bereits abgefahren!) Es war natürlich zum damaligen Zeitpunkt bekannt, dass im Jahr 2013 mit dieser Ausnahmeregelung oder mit dieser Sonderregelung für lange Versicherungszeiten Schluss sein wird.
Abg. Ing. Westenthaler: Leider keine Änderungen bei den ÖBB!
Zum Abschluss einige Bemerkungen: Ich glaube, Österreich hat den Weg aus der Wirtschaftskrise geschafft. Es ist aber nicht so, dass die Wirtschaftskrise selbst schon zur Gänze vorbei ist. Ich denke, es ist unumstritten, dass das Bankenpaket notwendig war, es ist aber auch unumstritten, dass das Konjunkturpaket notwendig war. Wir alle wussten bei Beschlussfassung dieser Pakete aber auch, dass, wenn sich die Wirtschaft wieder stabilisiert, zu sparen ist. Und es ist dieser Bundesregierung erstmals gelungen, unter der Führung von Bundeskanzler Faymann den ersten Schritt im Bereich der Vermögenszuwachsbesteuerung zu setzen, den ersten Schritt im Bereich einer Bankenabgabe zu setzen. Es gab Änderungen bei der Stiftungsbesteuerung, und es gab Änderungen bei der Konzernbesteuerung bei Zukäufen. (Abg. Ing. Westenthaler: Leider keine Änderungen bei den ÖBB!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich glaube, im Zuge der Diskussion darüber, wie wir die Belastungen aufteilen, ist auch klar und deutlich zutage getreten, dass das ein ungemein schwieriger Spagat ist – ich denke, wir haben ihn geschafft. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der SPÖ.
Gleichzeitig möchte ich aber auch betonen, dass der Druck in Richtung einer Steuerreform, um hier mehr Gerechtigkeit herzustellen, enorm gewachsen ist. Ich möchte hier Bundeskanzler Faymann zitieren, der gesagt hat, wir sollten uns bemühen, in dieser Legislaturperiode noch eine Steuerreform im Sinne der Gerechtigkeit über die Bühne zu bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Zu meinem Vorredner ein Wort: Es ist natürlich schon besonders pikant, wenn sich hier der ÖBB-Gewerkschafter herstellt und sagt: Wir wollen die Leute nicht in die Pension „drücken“!, wenn man andererseits weiß, dass bei den ÖBB das Pensionsantrittsalter im Vergleich zum Vorjahr auch noch gesunken ist und jetzt die ÖBB-Bediensteten bereits mit durchschnittlich 51 Jahren in Pension gehen – und das vor dem Hintergrund dessen, dass man allen anderen Arbeitnehmern in diesem Land wirklich das letzte Hemd auszieht! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Kickl: Fleischzerleger, Herr Minister!
Fleischhauer – das wissen wir spätestens seit dem letzten Ausschuss – ist ja sozusagen der große Mangelberuf in Österreich. Fleischhauer aus der ganzen Welt können jetzt nach Österreich kommen. (Abg. Kickl: Fleischzerleger, Herr Minister!)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Rot-Weiß-Rot-Card ist in Wirklichkeit völlig sinnlos, undurchsichtig und bringt nicht den Effekt, den wir eigentlich erwartet haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, es gibt natürlich eine reale Kürzung im Pflegebereich. Das sind arme Leute, das sind kranke Leute, und bei diesen wird eingespart! Auf deren Kosten wird eingespart, damit wir die Mindestsicherung an Menschen auszahlen können, die gar nicht gewillt sind zu arbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Das ist so ein Blödsinn!
Sie wissen ganz genau, dass es in ungarischen, in rumänischen, in bulgarischen Tageszeitungen schon Annoncen gibt, mit denen Leuten für drei Monate ein Wohnsitz in Österreich angeboten wird. Sie müssen sich nur melden, dann bekommen sie den Hauptwohnsitz in Österreich und können die Mindestsicherung beziehen. (Abg. Mag. Gaßner: Das ist so ein Blödsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, Sie sparen bei den Pflegebedürftigen ein, um das Geld dann den Ausländern zu geben. (Beifall bei der FPÖ.) Sie sollen bei uns in Österreich die Mindestsicherung bekommen, mit der sie dann in ihren Heimatländern in Osteuropa ein feines Leben führen können. Das ist Ihre Sozialpolitik!
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Herr Bundesminister, Sie wissen es ganz genau – wir haben das auch schon im Ausschuss geklärt –: Diese Mindestsicherung ist nicht vor Missbrauch gefeit, ganz im Gegenteil. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Sie wissen genau, die Vermögenswerte von Menschen, die im Ausland leben, sind nicht nachweisbar! Sie konnten uns auch im Ausschuss nicht erklären, wie Sie das überprüfen wollen. Sie haben keine Möglichkeit, das zu überprüfen.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine Umverteilung von Pflegebedürftigen, von Menschen, die das Geld brauchen, von sozial Schwachen hin zu Ausländern, die bei uns noch nie gearbeitet haben, die nur kommen, um das Sozialsystem auszunützen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihre Sozialpolitik. – Herr Bundesminister, Sie haben als Sozialminister abgedankt! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Bartenstein –: Bitte, korrigieren Sie das!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Bartenstein gelangt nun zu Wort. Gewünschte Redezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Bartenstein –: Bitte, korrigieren Sie das!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Sozialbericht des Ministers sagt uns, dass im Jahr 2009 die Sozialquote auf den neuen Rekordstand von 30,7 Prozent unserer gesamten Wirtschaftsleistung angestiegen ist – eine relativ abstrakte Zahl. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) 84,1 Milliarden € geben wir pro Jahr in diesem Land für Soziales aus – auch noch eine relativ abstrakte Zahl.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich darf sie herunterbrechen auf den jeweiligen Österreicher und die jeweilige Österreicherin: Das sind mehr als 10 000 € pro Österreicher, die für Soziales aufgewendet werden – mehr als 10 000 € pro Kopf und Nase! Und das ist doch sehr herzeigbar und zeigt, auf welch hohem Niveau dieser Sozialstaat Österreich weiterhin geleitet und geführt wird. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir uns da in einer Art Finale mit den Holländern – Fußball ist es ja nicht, da hätten wir keine Chance – matchen um den ersten Platz innerhalb der Europäischen Union – auch das hat schon Tradition –, so ist das gut. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: In internationalen, das ist ja logisch! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Zu dem, was die Freiheitlichen einmal mehr sagen – ich möchte fast despektierlich sagen: von sich geben, aber diese Formulierung ist durchaus überlegt –, meine sehr verehrten Damen und Herren, nämlich die Rot-Weiß-Rot-Card sei so schlecht, Folgendes: Lesen Sie internationale Zeitungen, sogar in diesen wird die Rot-Weiß-Rot-Card als sinnvolles Instrument gewürdigt. (Abg. Dr. Rosenkranz: In internationalen, das ist ja logisch! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Das muss ja erst kommen, es wundert mich daher, Frau Belakowitsch-Jenewein, dass Sie schon wissen, wie das ausgehen wird.
Abg. Kickl – in der letzten Bankreihe sitzend –: Hier!
Herr Kollege Kickl, das, was Sie in Sachen Übergangsfristen hier einmal mehr an die Wand gemalt haben – er ist, glaube ich, im Moment nicht mehr im Saale; macht nichts, Wortmeldung abgegeben. (Abg. Kickl – in der letzten Bankreihe sitzend –: Hier!) – Ah, ganz hinten. (Abg. Kickl: Damit ich Sie besser sehen kann!) Okay. Vielleicht ein Platz, der Ihnen auch zusteht. (Abg. Neubauer: Sie sind aber auch schon weiter hinten gesessen! Sie sind auch schon einmal auf der Regierungsbank gesessen!)
Abg. Kickl: Damit ich Sie besser sehen kann!
Herr Kollege Kickl, das, was Sie in Sachen Übergangsfristen hier einmal mehr an die Wand gemalt haben – er ist, glaube ich, im Moment nicht mehr im Saale; macht nichts, Wortmeldung abgegeben. (Abg. Kickl – in der letzten Bankreihe sitzend –: Hier!) – Ah, ganz hinten. (Abg. Kickl: Damit ich Sie besser sehen kann!) Okay. Vielleicht ein Platz, der Ihnen auch zusteht. (Abg. Neubauer: Sie sind aber auch schon weiter hinten gesessen! Sie sind auch schon einmal auf der Regierungsbank gesessen!)
Abg. Neubauer: Sie sind aber auch schon weiter hinten gesessen! Sie sind auch schon einmal auf der Regierungsbank gesessen!
Herr Kollege Kickl, das, was Sie in Sachen Übergangsfristen hier einmal mehr an die Wand gemalt haben – er ist, glaube ich, im Moment nicht mehr im Saale; macht nichts, Wortmeldung abgegeben. (Abg. Kickl – in der letzten Bankreihe sitzend –: Hier!) – Ah, ganz hinten. (Abg. Kickl: Damit ich Sie besser sehen kann!) Okay. Vielleicht ein Platz, der Ihnen auch zusteht. (Abg. Neubauer: Sie sind aber auch schon weiter hinten gesessen! Sie sind auch schon einmal auf der Regierungsbank gesessen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Herr Kollege Kickl, es wird deswegen nicht besser, weil Sie es jedes Mal neu bringen. Wir Österreicher meinen, dass wir unseren Arbeitsmarkt so fit haben, dass wir den 1. Mai in Sachen Zuwanderung gut bewältigen werden, wenn die Übergangsfristen fallen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wissen Sie, was uns die Hacklerregelung heute kostet gegenüber einem Status, bei dem es sie nicht gäbe? – 2 Milliarden € pro Jahr! Wir reden hier über viel, viel geringere Summen, die wir da und dort einsparen müssen und die wehtun. 2 Milliarden € pro Jahr! Und wenn es wenigstens die Hackler wären, die davon begünstigt werden, die am Bau sind, die Schicht arbeiten in den großen Industriebetrieben, bei Nacht und Nebel, bei Kälte und Hitze, aber die sind es ja nicht, die die Hacklerpension in Anspruch nehmen können, sondern es sind Beamte, es sind andere Bedienstete, die eben kontinuierliche Beschäftigungsverhältnisse haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
ist es so, dass die PVA (Zwischenruf des Abg. Kickl), meine sehr verehrten Damen und Herren, 300 Anträge auf Nachkaufzeiten pro Tag zu bearbeiten hat! 300 Anträge! Ein richtiger Run hat da eingesetzt.
Abg. Neubauer: Das wissen mittlerweile alle anderen auch!
Deswegen ist es wichtig und richtig, dass Sozialminister Hundstorfer hier erste Gegenmaßnahmen entwickelt hat – aus meiner Sicht hätten sie weiter gehend sein können; orten Sie da den Ansatz eines Dissenses. Aber ein Anfang ist gemacht, und so gesehen wird der Sozialstaat gut weiterentwickelt. Die 30,7 Prozent Sozialquote sprechen für sich. Wir sind und bleiben ein Staat, in dem es sich gut leben lässt. (Abg. Neubauer: Das wissen mittlerweile alle anderen auch!) Und wenn es einmal nicht so gut geht, dann ist man sozial abgesichert. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Deswegen ist es wichtig und richtig, dass Sozialminister Hundstorfer hier erste Gegenmaßnahmen entwickelt hat – aus meiner Sicht hätten sie weiter gehend sein können; orten Sie da den Ansatz eines Dissenses. Aber ein Anfang ist gemacht, und so gesehen wird der Sozialstaat gut weiterentwickelt. Die 30,7 Prozent Sozialquote sprechen für sich. Wir sind und bleiben ein Staat, in dem es sich gut leben lässt. (Abg. Neubauer: Das wissen mittlerweile alle anderen auch!) Und wenn es einmal nicht so gut geht, dann ist man sozial abgesichert. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Beim Maßnahmenpaket fehlt mir etwas: Die Ausgleichstaxe ist zu wenig erhöht. Der Betrag muss mindestens über dem Mindestgehalt liegen. Warum sollte eine Firma einen behinderten Menschen einstellen, was ist der Vorteil für ein Unternehmen? Wir müssen Role Models zeigen, was behinderte Menschen können, welche Stärken sie haben. Das Gesamtpaket muss man zeigen, und das vermisse ich hier. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was ich damit sagen wollte: Diese Punkte sind natürlich nicht alles, es gibt noch so viel, worüber wir uns unterhalten könnten: dass der Spritpreis gestiegen ist für Menschen mit Behinderungen, einige Dinge weggefallen sind, die doppelte Familienbeihilfe gestrichen wird. Ein Problem beim Studium sind die Zugangsbeschränkungen, die baulichen Maßnahmen werden verschoben. Das ist die eine Seite, dass die baulichen Maßnahmen verschoben werden, aber auf der anderen Seite sagt man: Studieren Sie schneller! – Das geht nicht. Man muss sich überlegen, wie man das machen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was, bitte, wird umgesetzt? Haben Sie vielleicht etwas gesehen oder gehört? – Nein, damit Sie sich nicht wundern, nichts. Ich hoffe, auf ein Weihnachtswunder! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Na, na, na! – Abg. Dr. Moser: Das war noch milde formuliert!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Haubner und Frau Kollegin Jarmer! Sie zeichnen hier ein Bild vom Herrn Bundesminister Hundstorfer, mit dem ich nicht ganz einverstanden bin. (Abg. Öllinger: Na, na, na! – Abg. Dr. Moser: Das war noch milde formuliert!) Es ist nicht so, dass die Behindertenpolitik auf der Warteliste steht. Das ist keinesfalls so. Es ist auch keinesfalls so, dass der Herr Bundesminister Behindertenorganisationen nicht einbindet, ganz im Gegenteil.
Abg. Mag. Widmann: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen!
Wenn man sich anschaut, was in den letzten beiden Jahren im Behindertenbereich alles passiert ist (Abg. Mag. Widmann: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen!), dann muss man ja auch – oder kann man ja auch, wenn man möchte – einmal das Positive sehen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte ein paar positive Dinge herausstreichen. Zum Beispiel wurde im vergangenen Jahr die Unfallversicherung in den Beschäftigungstherapien umgesetzt. Es wurde die Verbesserung der Behindertenvertrauensperson durchgesetzt, die Änderung der Einstufungskriterien. Das Budget für begleitende Hilfen, für Arbeitsassistenz, das schon angesprochen worden ist, wurde nicht gekürzt und wird auch nicht gekürzt. Ein Berufsausbildungsgesetz für jugendliche Behinderte wurde verbessert. Es gibt eine Grundlage für eine österreichweite Arzneimittel-Hotline. Ich finde auch, dass der veränderte Kündigungsschutz hoffentlich dazu beitragen wird, dass noch mehr behinderte Menschen in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden, weil ich davon überzeugt bin, dass das beste Mittel zur Inklusion die Teilhabe am Arbeitsmarkt ist und damit auch die Möglichkeit zum selbstbestimmten Leben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Donabauer.
Es werden auch alle Lebensbereiche von Menschen mit Behinderungen in diesen nationalen Aktionsplan mit aufgenommen. Bei der Sitzung des Bundesbehindertenbeirats wurde das ja eindeutig mitgeteilt, dass es darum geht, die Menschenrechte anzuschauen, die Barrierefreiheit anzuschauen, die Bildung anzuschauen, den Arbeitsmarkt anzuschauen, vor allem auch das selbstbestimmte Leben für Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt zu stellen, ebenso wie Gesundheit und Rehabilitation. Ich denke mir, das ist doch ein ganz, ganz wichtiger Schritt, um tatsächlich mehr zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen beizutragen. Ich bin ja ganz Ihrer Ansicht, Frau Kollegin Jarmer, es sollten vor allem die Stärken von Menschen mit Behinderungen betrachtet werden und nicht die Defizite. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Donabauer.)
Abg. Neubauer: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Ich habe noch ein paar Anmerkungen zum Pflegegeld. So oft wurde heute gesagt, dass das Pflegegeld gekürzt wird. Geschätzte Damen und Herren, das ist immer so, wie man die Sachlage betrachtet. Es ist tatsächlich so, dass das siebenstufige Einstufungsverfahren erhalten bleibt. Es ist tatsächlich so, dass das Pflegegeld als Geldleistung erhalten bleibt. Wie viel ist da im Vorhinein hineininterpretiert worden! Diese Dinge bleiben erhalten, und niemand in Österreich, geschätzte Damen und Herren auch an den Fernsehschirmen, der jetzt im Pflegegeldsystem ist, wird auch nur einen Euro oder einen Cent verlieren. (Abg. Neubauer: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Alle Menschen werden die gleiche Leistung erhalten, auch jene, die nur befristete Bescheide haben. (Abg. Neubauer: Lesen Sie die Einschätzungsverordnung!)
Abg. Neubauer: Lesen Sie die Einschätzungsverordnung!
Ich habe noch ein paar Anmerkungen zum Pflegegeld. So oft wurde heute gesagt, dass das Pflegegeld gekürzt wird. Geschätzte Damen und Herren, das ist immer so, wie man die Sachlage betrachtet. Es ist tatsächlich so, dass das siebenstufige Einstufungsverfahren erhalten bleibt. Es ist tatsächlich so, dass das Pflegegeld als Geldleistung erhalten bleibt. Wie viel ist da im Vorhinein hineininterpretiert worden! Diese Dinge bleiben erhalten, und niemand in Österreich, geschätzte Damen und Herren auch an den Fernsehschirmen, der jetzt im Pflegegeldsystem ist, wird auch nur einen Euro oder einen Cent verlieren. (Abg. Neubauer: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Alle Menschen werden die gleiche Leistung erhalten, auch jene, die nur befristete Bescheide haben. (Abg. Neubauer: Lesen Sie die Einschätzungsverordnung!)
Abg. Neubauer: Seit wann kennen wir die demographische Entwicklung? – Abg. Kickl: Seit der Krise!
demographische Entwicklung uns dazu zwingen wird, und auch zum Teil die finanzielle Situation der Gemeinden. (Abg. Neubauer: Seit wann kennen wir die demographische Entwicklung? – Abg. Kickl: Seit der Krise!) Auch da ist Bundesminister Hundstorfer auf einem sehr, sehr guten Weg, weil er mit den Ländern in Gespräche eingetreten ist und der Pflegefonds Abhilfe schaffen wird, weil es einfach wichtig ist, dass wir das Pflegegeldsystem in dieser Qualität auch aufrechterhalten.
Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Ihr bevorzugt’s Ausländer!
Geschätzte Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, dass die Herausforderungen der Zukunft in vielen Bereichen sehr groß sind, nicht nur im Bereich des Pflegegeldes. Wovon ich aber auch überzeugt bin, ist, dass es nicht dienlich ist, Frau Belakowitsch-Jenewein, wenn man die Gesellschaft auseinanderdividiert, sondern wir müssen darauf achten, dass der soziale Friede gewahrt wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Ihr bevorzugt’s Ausländer!) Das passiert nicht mit Polemik und Populismus, sondern mit verantwortungsvoller Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, dass die Herausforderungen der Zukunft in vielen Bereichen sehr groß sind, nicht nur im Bereich des Pflegegeldes. Wovon ich aber auch überzeugt bin, ist, dass es nicht dienlich ist, Frau Belakowitsch-Jenewein, wenn man die Gesellschaft auseinanderdividiert, sondern wir müssen darauf achten, dass der soziale Friede gewahrt wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Ihr bevorzugt’s Ausländer!) Das passiert nicht mit Polemik und Populismus, sondern mit verantwortungsvoller Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Ins Budgetdefizit müsste eigentlich das mit einbezogen werden, so wie es die EU jetzt in Zukunft vorhat. Dann schaut das wieder ganz anders aus. Dann steigt dieses Budgetdefizit, und beim Finanzstabilitätspakt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) ist die Pflegefinanzierung noch ausständig, Herr Kollege Matznetter. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2006, kurz vor der Nationalratswahl. Da hat die SPÖ sogar den Pflegenotstand ausgerufen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja!) Passiert ist bis heute gar nichts. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt kürzt man noch in der Pflege. Man erschwert den Zugang zur Pflegestufe 1 und Pflegestufe 2.
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja!
Ins Budgetdefizit müsste eigentlich das mit einbezogen werden, so wie es die EU jetzt in Zukunft vorhat. Dann schaut das wieder ganz anders aus. Dann steigt dieses Budgetdefizit, und beim Finanzstabilitätspakt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) ist die Pflegefinanzierung noch ausständig, Herr Kollege Matznetter. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2006, kurz vor der Nationalratswahl. Da hat die SPÖ sogar den Pflegenotstand ausgerufen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja!) Passiert ist bis heute gar nichts. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt kürzt man noch in der Pflege. Man erschwert den Zugang zur Pflegestufe 1 und Pflegestufe 2.
Beifall beim BZÖ.
Ins Budgetdefizit müsste eigentlich das mit einbezogen werden, so wie es die EU jetzt in Zukunft vorhat. Dann schaut das wieder ganz anders aus. Dann steigt dieses Budgetdefizit, und beim Finanzstabilitätspakt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) ist die Pflegefinanzierung noch ausständig, Herr Kollege Matznetter. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2006, kurz vor der Nationalratswahl. Da hat die SPÖ sogar den Pflegenotstand ausgerufen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja!) Passiert ist bis heute gar nichts. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt kürzt man noch in der Pflege. Man erschwert den Zugang zur Pflegestufe 1 und Pflegestufe 2.
Abg. Neubauer: Aufgrund der ... Verordnung!
Das ist nicht alles, Frau Kollegin Königsberger-Ludwig. Es ist nicht so, wenn jemand schon die Pflegestufe 1 oder 2 hat, dass er auf dieser Stufe bleibt, denn wenn er eine Nachuntersuchung hat, kann er dort auch herausfallen. (Abg. Neubauer: Aufgrund der ... Verordnung!) So ist es! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist nicht alles, Frau Kollegin Königsberger-Ludwig. Es ist nicht so, wenn jemand schon die Pflegestufe 1 oder 2 hat, dass er auf dieser Stufe bleibt, denn wenn er eine Nachuntersuchung hat, kann er dort auch herausfallen. (Abg. Neubauer: Aufgrund der ... Verordnung!) So ist es! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist nicht alles, Frau Kollegin Königsberger-Ludwig. Es ist nicht so, wenn jemand schon die Pflegestufe 1 oder 2 hat, dass er auf dieser Stufe bleibt, denn wenn er eine Nachuntersuchung hat, kann er dort auch herausfallen. (Abg. Neubauer: Aufgrund der ... Verordnung!) So ist es! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Bleiben Sie bei der Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Ein großer Brocken auf der Einnahmenseite ist die Erhöhung der Mineralölsteuer. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Diese Erhöhung der Mineralölsteuer mit 4 Cent auf Benzin und 5 Cent auf Diesel ist eine Steuer auf die Steuer und trifft die vielen PendlerInnen in Österreich. Wir haben zirka 1,8 Millionen Pendler, und nur 56 Prozent von diesen können überhaupt eine Pendlerpauschale beantragen, der Rest fällt heraus. Das sind Teilzeitbeschäftigte, das sind Beschäftigte in atypischen Berufen und so weiter. (Abg. Neubauer: Genau!) Wenn jemand nicht elf Tage zur Arbeit fährt, fällt er sowieso schon heraus. Das gehört alles umgestellt, Herr Sozialminister. Das gehört umgestellt. (Bundesminister Hundstorfer schüttelt den Kopf.)
Abg. Neubauer: Genau!
Ein großer Brocken auf der Einnahmenseite ist die Erhöhung der Mineralölsteuer. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Diese Erhöhung der Mineralölsteuer mit 4 Cent auf Benzin und 5 Cent auf Diesel ist eine Steuer auf die Steuer und trifft die vielen PendlerInnen in Österreich. Wir haben zirka 1,8 Millionen Pendler, und nur 56 Prozent von diesen können überhaupt eine Pendlerpauschale beantragen, der Rest fällt heraus. Das sind Teilzeitbeschäftigte, das sind Beschäftigte in atypischen Berufen und so weiter. (Abg. Neubauer: Genau!) Wenn jemand nicht elf Tage zur Arbeit fährt, fällt er sowieso schon heraus. Das gehört alles umgestellt, Herr Sozialminister. Das gehört umgestellt. (Bundesminister Hundstorfer schüttelt den Kopf.)
Bundesminister Hundstorfer schüttelt den Kopf.
Ein großer Brocken auf der Einnahmenseite ist die Erhöhung der Mineralölsteuer. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Diese Erhöhung der Mineralölsteuer mit 4 Cent auf Benzin und 5 Cent auf Diesel ist eine Steuer auf die Steuer und trifft die vielen PendlerInnen in Österreich. Wir haben zirka 1,8 Millionen Pendler, und nur 56 Prozent von diesen können überhaupt eine Pendlerpauschale beantragen, der Rest fällt heraus. Das sind Teilzeitbeschäftigte, das sind Beschäftigte in atypischen Berufen und so weiter. (Abg. Neubauer: Genau!) Wenn jemand nicht elf Tage zur Arbeit fährt, fällt er sowieso schon heraus. Das gehört alles umgestellt, Herr Sozialminister. Das gehört umgestellt. (Bundesminister Hundstorfer schüttelt den Kopf.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß schon, dass Sie jetzt nicht dafür zuständig sind. Da ist der Herr Bankenminister zuständig. Aber Sie könnten das ja anregen als Sozialminister, dass das endlich einmal auf eine kilometerabhängige Pendlerbeihilfe umgestellt wird. Das wäre richtig. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Zahlen lesen muss man können!
Was mir schon zu denken gibt: Es ist ja heuer das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Ich muss sagen, ich bin überrascht. Es wird der Arbeitsmarkt hochgejubelt, das hat auch der ehemalige Wirtschaftsminister Bartenstein gesagt, die Zahlen sind erfreulich. Da sage ich: Klar, die Arbeitslosenzahlen sind sehr niedrig in Österreich. Darauf sind wir alle stolz. Das ist keine Frage. Aber was mich dabei so wundert, ist, dass die Einkommensschere immer weiter auseinandergeht und jeder Achte in Österreich armutsgefährdet ist. Das ist immerhin eine Million Menschen in Österreich, die armutsgefährdet ist. Und in Zeiten einer steigenden Verschuldung und in Zeiten einer Finanzkrise werden die Mittel für die Schuldnerberatung auch noch gekürzt, Herr Sozialminister und Konsumentenschutzminister. Das gibt mir auch zu denken. Das ist nicht im Sinne der Bevölkerung. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Zahlen lesen muss man können!)
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Kein Thema waren bisher die älteren Arbeitnehmer. Länger im Erwerbsleben bleiben, nur wie? Es fehlen hier konkrete Maßnahmen, die gesetzt werden sollten. Ich lese immer wieder in Gewerkschaftszeitschriften, in Kolumnen von Arbeiterkammern, der Faktor Arbeit, der gehört entlastet. Ja, tun Sie endlich einmal etwas! (Anhaltender Beifall beim BZÖ.) Da sitzen jede Menge Sozialpartner hier im Parlament und auch in der Bundesregierung, aber sie tun nichts. (Abg. Dr. Matznetter: Ihr wart es ... Stiftungen und Spekulanten!) Nichts tun Sie! Leere Worthülsen von Ihrer Seite, das ist die Sozialdemokratie, die für die Leute überhaupt nichts tut, null tut, null! So ist es. Das ist die Wahrheit. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind ein Parlament!)
Abg. Dr. Matznetter: Ihr wart es ... Stiftungen und Spekulanten!
Kein Thema waren bisher die älteren Arbeitnehmer. Länger im Erwerbsleben bleiben, nur wie? Es fehlen hier konkrete Maßnahmen, die gesetzt werden sollten. Ich lese immer wieder in Gewerkschaftszeitschriften, in Kolumnen von Arbeiterkammern, der Faktor Arbeit, der gehört entlastet. Ja, tun Sie endlich einmal etwas! (Anhaltender Beifall beim BZÖ.) Da sitzen jede Menge Sozialpartner hier im Parlament und auch in der Bundesregierung, aber sie tun nichts. (Abg. Dr. Matznetter: Ihr wart es ... Stiftungen und Spekulanten!) Nichts tun Sie! Leere Worthülsen von Ihrer Seite, das ist die Sozialdemokratie, die für die Leute überhaupt nichts tut, null tut, null! So ist es. Das ist die Wahrheit. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind ein Parlament!)
Ruf bei der SPÖ: Wir sind ein Parlament!
Kein Thema waren bisher die älteren Arbeitnehmer. Länger im Erwerbsleben bleiben, nur wie? Es fehlen hier konkrete Maßnahmen, die gesetzt werden sollten. Ich lese immer wieder in Gewerkschaftszeitschriften, in Kolumnen von Arbeiterkammern, der Faktor Arbeit, der gehört entlastet. Ja, tun Sie endlich einmal etwas! (Anhaltender Beifall beim BZÖ.) Da sitzen jede Menge Sozialpartner hier im Parlament und auch in der Bundesregierung, aber sie tun nichts. (Abg. Dr. Matznetter: Ihr wart es ... Stiftungen und Spekulanten!) Nichts tun Sie! Leere Worthülsen von Ihrer Seite, das ist die Sozialdemokratie, die für die Leute überhaupt nichts tut, null tut, null! So ist es. Das ist die Wahrheit. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind ein Parlament!)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Was ist in den Bereichen der Sozialversicherung? Die Ausgaben bei den Sozialversicherungsanstalten steigen. Wie es zu Einsparungen kommen soll, ist mir ein Rätsel. Wir haben noch immer den Luxus von 22 verschiedenen Sozialversicherungsanstalten. Wir brauchen eine Unfallversicherung, eine Krankenversicherung, eine Pensionsversicherung. Die Ansätze sind seinerzeit gemacht worden, als wir die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter und der Angestellten zusammengelegt haben. Heute noch vermisse ich ein Zusammengehen von allen. Das Allgemeine Pensionsgesetz hätte die Voraussetzungen dafür geschaffen, nur sitzt man noch immer auf den Sesseln. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege Donabauer, wozu braucht man eigentlich noch eine Sozialversicherungsanstalt der Bauern? Berechnet wird sowieso alles bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen. Wozu braucht man so viele Generaldirektoren in jedem Bundesland? Das geht nur auf Kosten der Bauern, diese Beiträge, die es da gibt. Da gehört alles einmal zusammengeführt. So gehört das einmal gemacht in diesem Bereich. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hagen – auf Abg. Haberzettl weisend –: Der Haberzettl ... !
her gehen können. (Abg. Hagen – auf Abg. Haberzettl weisend –: Der Haberzettl ... !) Bei den Sonderbestimmungen, wie Nachkauf von Sozialversicherungszeiten und so weiter, in diesem Bereich gehört angesetzt.
Zwischenruf des Abg. Krist.
Es gibt keine Weichenstellung hin zu einer besseren Generationengerechtigkeit. Das vermisse ich alles hier im Budget. Keine nachhaltigen Maßnahmen sind gesetzt worden, sondern lediglich Änderungen im geringfügigen Bereich, eine Dämpfung der Kostenexplosion bei den Pensionen. Diese Einsparungen allein sind viel zu wenig, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Krist.) Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt keine Weichenstellung hin zu einer besseren Generationengerechtigkeit. Das vermisse ich alles hier im Budget. Keine nachhaltigen Maßnahmen sind gesetzt worden, sondern lediglich Änderungen im geringfügigen Bereich, eine Dämpfung der Kostenexplosion bei den Pensionen. Diese Einsparungen allein sind viel zu wenig, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Krist.) Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Csörgits.
Die Verlängerung der Frist zur Herstellung der Barrierefreiheit ebenfalls. Frau Kollegin Lapp, Sie waren damals, 2005, Behindertensprecherin und haben gesagt: Diese Frist bis zum Jahr 2016 ist viel zu lang. Jetzt wird sie noch einmal um vier Jahre verlängert, und jetzt gehen Sie, Frau Kollegin Königsberger-Ludwig, hier heraus und sagen, das ist notwendig bei diesen alten Gebäuden der Ministerien, beim Rechnungshof, beim Verwaltungsgerichtshof, beim Verfassungsgerichtshof und so weiter. Die öffentlichen Ausschreibungen für die Bauwirtschaft sind um 25 Prozent zurückgegangen. Die Bauwirtschaft würde es ankurbeln, wenn man die Herstellung der Barrierefreiheit forcieren und nicht zurückstellen würde. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Ja, aber genau das ist es, Frau Kollegin Csörgits. Das müsste eigentlich forciert werden und nicht zurückgestellt werden. Das ist das Problem dabei.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: Solche Sturzpiloten wie Sie brauchen wir nicht! – Ruf: Der Donabauer war ein Bruchpilot! – Abg. Grosz: ... Förderungen fladern! – Abg. Dr. Jarolim: Der Dolinschek war ein Bruchpilot und kein Pilot! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Geschätzte Damen und Herren, ich komme zum Schluss. Eine Reform in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit, Pension und Pflege ist unumgänglich. Wir haben leider keinen Piloten mehr in der Bundesregierung, sondern nur mehr Systemverteidiger eines überholten Systems in Österreich. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: Solche Sturzpiloten wie Sie brauchen wir nicht! – Ruf: Der Donabauer war ein Bruchpilot! – Abg. Grosz: ... Förderungen fladern! – Abg. Dr. Jarolim: Der Dolinschek war ein Bruchpilot und kein Pilot! – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Ruf beim BZÖ: Wann wurde da evaluiert?
Es ist zum Beispiel drinnen gestanden, lieber Herr Abgeordneter, dass es beim Pflegegeld sehr wohl bei den Befristungen eine Übergangsbestimmung gibt. (Ruf beim BZÖ: Wann wurde da evaluiert?) Man muss es nur lesen. Es ist sehr wohl klargestellt, dass die Einstufungen, die jetzt unbefristet bestehen, auch weiter auf der Basis der jetzigen Einstufungsverordnung weitergehen und so weiter. Das ist alles geschehen. Man muss es nur zur Kenntnis nehmen, was wirklich dort steht. – Das ist einmal Punkt 1. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: „Das Pflegegeld wird erhöht! Muss man nur lesen!“ – Die Arroganz der Macht!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: „Das Pflegegeld wird erhöht! Muss man nur lesen!“ – Die Arroganz der Macht!
Es ist zum Beispiel drinnen gestanden, lieber Herr Abgeordneter, dass es beim Pflegegeld sehr wohl bei den Befristungen eine Übergangsbestimmung gibt. (Ruf beim BZÖ: Wann wurde da evaluiert?) Man muss es nur lesen. Es ist sehr wohl klargestellt, dass die Einstufungen, die jetzt unbefristet bestehen, auch weiter auf der Basis der jetzigen Einstufungsverordnung weitergehen und so weiter. Das ist alles geschehen. Man muss es nur zur Kenntnis nehmen, was wirklich dort steht. – Das ist einmal Punkt 1. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: „Das Pflegegeld wird erhöht! Muss man nur lesen!“ – Die Arroganz der Macht!)
Abg. Kickl: Naiv sind schon Sie!
Ich weiß, dass ein politischer Mitbewerber sich sehr massiv bemüht und mit einem Wort immer wieder zur Kenntnis bringen will, dass es eine bestimmte Menschengruppe in diesem Land gibt, die bevorzugt wird. Ich weiß, dass dieses Wort bei gewissen Mitbürgerinnen und Mitbürgern emotional hie und da ankommt. Sie gestatten mir auch hier die Feststellung: Halten Sie auf Dauer gesehen die Österreicherinnen und Österreicher und die Menschen, die hier leben, nicht für so naiv (Abg. Kickl: Naiv sind schon Sie!), nicht für so desillusioniert, nicht für so gebildet (Abg. Markowitz: Wie sind Sie gebildet?), wie Sie das hier darstellen. Nicht für so ungebildet, wie Sie das hier darstellen. (Abg. Strache: Das war schon der richtige freudsche Versprecher! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Markowitz: Wie sind Sie gebildet?
Ich weiß, dass ein politischer Mitbewerber sich sehr massiv bemüht und mit einem Wort immer wieder zur Kenntnis bringen will, dass es eine bestimmte Menschengruppe in diesem Land gibt, die bevorzugt wird. Ich weiß, dass dieses Wort bei gewissen Mitbürgerinnen und Mitbürgern emotional hie und da ankommt. Sie gestatten mir auch hier die Feststellung: Halten Sie auf Dauer gesehen die Österreicherinnen und Österreicher und die Menschen, die hier leben, nicht für so naiv (Abg. Kickl: Naiv sind schon Sie!), nicht für so desillusioniert, nicht für so gebildet (Abg. Markowitz: Wie sind Sie gebildet?), wie Sie das hier darstellen. Nicht für so ungebildet, wie Sie das hier darstellen. (Abg. Strache: Das war schon der richtige freudsche Versprecher! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das war schon der richtige freudsche Versprecher! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich weiß, dass ein politischer Mitbewerber sich sehr massiv bemüht und mit einem Wort immer wieder zur Kenntnis bringen will, dass es eine bestimmte Menschengruppe in diesem Land gibt, die bevorzugt wird. Ich weiß, dass dieses Wort bei gewissen Mitbürgerinnen und Mitbürgern emotional hie und da ankommt. Sie gestatten mir auch hier die Feststellung: Halten Sie auf Dauer gesehen die Österreicherinnen und Österreicher und die Menschen, die hier leben, nicht für so naiv (Abg. Kickl: Naiv sind schon Sie!), nicht für so desillusioniert, nicht für so gebildet (Abg. Markowitz: Wie sind Sie gebildet?), wie Sie das hier darstellen. Nicht für so ungebildet, wie Sie das hier darstellen. (Abg. Strache: Das war schon der richtige freudsche Versprecher! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Und was ist mit den Arbeitslosen oder ...! Ah, genau! Und bekommen sie die Mindestsicherung?
Zum Beispiel die Familienbeihilfe: Die Familienbeihilfe geht nur zu jenen Wohnsitzen von EU-Bürgern, wo der EU-Bürger hier arbeitet, hier Steuer zahlt. (Abg. Kickl: Und was ist mit den Arbeitslosen oder ...! Ah, genau! Und bekommen sie die Mindestsicherung?) Fragen Sie sich auch: Ab wann kann ich denn überhaupt arbeitslos werden? Arbeitslos kann ich nur dann werden, wenn ich die Voraussetzungen dafür hier am inländischen Arbeitsmarkt erfüllt habe. Da sind wir uns einmal einig. Wir sollten uns auch darüber einig sein, dass auch die Mindestsicherung nur zu ganz speziellen Spielregeln an ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger gegeben werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Beispiel die Familienbeihilfe: Die Familienbeihilfe geht nur zu jenen Wohnsitzen von EU-Bürgern, wo der EU-Bürger hier arbeitet, hier Steuer zahlt. (Abg. Kickl: Und was ist mit den Arbeitslosen oder ...! Ah, genau! Und bekommen sie die Mindestsicherung?) Fragen Sie sich auch: Ab wann kann ich denn überhaupt arbeitslos werden? Arbeitslos kann ich nur dann werden, wenn ich die Voraussetzungen dafür hier am inländischen Arbeitsmarkt erfüllt habe. Da sind wir uns einmal einig. Wir sollten uns auch darüber einig sein, dass auch die Mindestsicherung nur zu ganz speziellen Spielregeln an ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger gegeben werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Sie haben die Verhandlungen verweigert! – Abg. Kickl: Da reden Sie von der Krise ... !
Weil Sie hier dauernd den 1. Mai 2011 propagieren: Ich war es nicht, der damals, im Jahr 2004, in der Regierung gehockt ist. (Abg. Strache: Sie haben die Verhandlungen verweigert! – Abg. Kickl: Da reden Sie von der Krise ... !) Das waren Sie! – Punkt eins.
Abg. Kickl: Schauen Sie einmal, dass die ihre Verträge einhalten!
Punkt zwei: Ich stehe dazu, dass man Verträge einhält. (Abg. Kickl: Schauen Sie einmal, dass die ihre Verträge einhalten!) – Ich stehe dazu, dass man Verträge einhält, und ich stehe dazu, dass wir uns über die letzten Jahre sehr, sehr gut vorbereitet haben. Ich stehe dazu, dass wir über die letzten Jahre vieles in der Vorbereitung getan haben, und wir werden in den nächsten Wochen hier im Haus auch noch beim Lohn- und Sozialdumping etwas tun – das ist auch ein Teil des Programms. Und es ist gleichfalls ein Teil des Programms, für die Drittstaatsangehörigen mit der Rot-Weiß-Rot-Card einen geordneten, geregelten Zugang zu ermöglichen – wenn wir sie brauchen, und das ist der ganz entscheidende Unterschied.
Abg. Kickl: Ich sehe Sie schon auf Werbetour in Afrika!
Es gibt mit der Rot-Weiß-Rot-Card, so wie es heute bei den Mangelberufen keinen ungeordneten Zugang gibt, auch morgen keinen ungeordneten Zugang (Abg. Kickl: Ich sehe Sie schon auf Werbetour in Afrika!), denn wir haben heute bei den Mangelberufen ein sehr geordnetes System mit sehr vielen Prüfverfahren und werden morgen ein ebensolches haben. Dazwischen haben wir nur eine Überschrift geändert: Es gibt eine Rot-Weiß-Rot-Card. (Abg. Kickl: Erklären Sie uns einmal, was Sie für die eigenen Leute tun! – Ruf bei der SPÖ: Mehr als ... die anderen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Grosz: ... dass der Matznetter ...! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Warum wurden Sie hinausgeschmissen? – Abg. Grosz: Das ist schon traurig!)
Abg. Kickl: Erklären Sie uns einmal, was Sie für die eigenen Leute tun! – Ruf bei der SPÖ: Mehr als ... die anderen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Grosz: ... dass der Matznetter ...! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Warum wurden Sie hinausgeschmissen? – Abg. Grosz: Das ist schon traurig!
Es gibt mit der Rot-Weiß-Rot-Card, so wie es heute bei den Mangelberufen keinen ungeordneten Zugang gibt, auch morgen keinen ungeordneten Zugang (Abg. Kickl: Ich sehe Sie schon auf Werbetour in Afrika!), denn wir haben heute bei den Mangelberufen ein sehr geordnetes System mit sehr vielen Prüfverfahren und werden morgen ein ebensolches haben. Dazwischen haben wir nur eine Überschrift geändert: Es gibt eine Rot-Weiß-Rot-Card. (Abg. Kickl: Erklären Sie uns einmal, was Sie für die eigenen Leute tun! – Ruf bei der SPÖ: Mehr als ... die anderen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Grosz: ... dass der Matznetter ...! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Warum wurden Sie hinausgeschmissen? – Abg. Grosz: Das ist schon traurig!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es sei mir gestattet, Ihnen hier zum Pflegegeld ein paar Dinge noch einmal etwas vertieft näherzubringen. Österreich ist beim Pflegegeld Weltmeister. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden kein Land der Welt finden, wo, in der Relation zur Gesamtbevölkerung, so viele Menschen Pflegegeld beziehen wie in Österreich. (Abg. Kickl: Sie werden aber auch andere Länder finden, ...!) In der Relation zur Gesamtbevölkerung beziehen 5,1 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Pflegegeld: Der weltweite Schnitt derjenigen Länder, die sich in der OECD vereinigt fühlen, ist 2,3 Prozent; wir haben 5,1 Prozent Pflegegeldbezug. (Abg. Ing. Westenthaler: Davon kann sich kein einziger Pflegebedürftiger etwas kaufen, von dem, was Sie da erzählen!)
Abg. Kickl: Sie werden aber auch andere Länder finden, ...!
Sehr geehrte Damen und Herren, es sei mir gestattet, Ihnen hier zum Pflegegeld ein paar Dinge noch einmal etwas vertieft näherzubringen. Österreich ist beim Pflegegeld Weltmeister. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden kein Land der Welt finden, wo, in der Relation zur Gesamtbevölkerung, so viele Menschen Pflegegeld beziehen wie in Österreich. (Abg. Kickl: Sie werden aber auch andere Länder finden, ...!) In der Relation zur Gesamtbevölkerung beziehen 5,1 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Pflegegeld: Der weltweite Schnitt derjenigen Länder, die sich in der OECD vereinigt fühlen, ist 2,3 Prozent; wir haben 5,1 Prozent Pflegegeldbezug. (Abg. Ing. Westenthaler: Davon kann sich kein einziger Pflegebedürftiger etwas kaufen, von dem, was Sie da erzählen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Davon kann sich kein einziger Pflegebedürftiger etwas kaufen, von dem, was Sie da erzählen!
Sehr geehrte Damen und Herren, es sei mir gestattet, Ihnen hier zum Pflegegeld ein paar Dinge noch einmal etwas vertieft näherzubringen. Österreich ist beim Pflegegeld Weltmeister. (Beifall bei der SPÖ.) Sie werden kein Land der Welt finden, wo, in der Relation zur Gesamtbevölkerung, so viele Menschen Pflegegeld beziehen wie in Österreich. (Abg. Kickl: Sie werden aber auch andere Länder finden, ...!) In der Relation zur Gesamtbevölkerung beziehen 5,1 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Pflegegeld: Der weltweite Schnitt derjenigen Länder, die sich in der OECD vereinigt fühlen, ist 2,3 Prozent; wir haben 5,1 Prozent Pflegegeldbezug. (Abg. Ing. Westenthaler: Davon kann sich kein einziger Pflegebedürftiger etwas kaufen, von dem, was Sie da erzählen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Hauptsache, wir zahlen Sozialhilfe für ...!
Was sagt diese Zahl? – Diese Zahl sagt, dass wir ein zugängliches System haben, und wir werden auch in Zukunft dieses zugängliche System haben (Abg. Ing. Westenthaler: Hauptsache, wir zahlen Sozialhilfe für ...!), weil alle diejenigen, die in Zukunft nicht – so wie heute – glatt die Pflegestufe 2 erreichen, automatisch in die Pflegestufe 1 eingereiht werden. Dadurch stimmt diese Zahl 24 000 nicht, denn 24 000 ist die Gesamtzahl. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und die, die schon einzahlen?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und die, die schon einzahlen?
Was sagt diese Zahl? – Diese Zahl sagt, dass wir ein zugängliches System haben, und wir werden auch in Zukunft dieses zugängliche System haben (Abg. Ing. Westenthaler: Hauptsache, wir zahlen Sozialhilfe für ...!), weil alle diejenigen, die in Zukunft nicht – so wie heute – glatt die Pflegestufe 2 erreichen, automatisch in die Pflegestufe 1 eingereiht werden. Dadurch stimmt diese Zahl 24 000 nicht, denn 24 000 ist die Gesamtzahl. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und die, die schon einzahlen?)
Abg. Kickl: Was bremsen Sie denn bei den Managergehältern? – Abg. Strache: Dort, wo öffentliche Gelder ..., kann man nichts bremsen! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler
In Wahrheit bremsen wir den Zugang für 10 000 Menschen: Wir haben derzeit einen jährlichen Zugang von 60 000, und dieser jährliche Zugang von 60 000 wird auf 50 000 gebremst. Das ist die Reform, die gestern mit dem Budgetbegleitgesetz hier beschlossen wurde. Diese Bremse ist verträglich, ist nachvollziehbar (Abg. Kickl: Was bremsen Sie denn bei den Managergehältern? – Abg. Strache: Dort, wo öffentliche Gelder ..., kann man nichts bremsen! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler), denn wir haben in Wahrheit ganz einfach auch weiterhin das bestausgeprägte System, das es beim Pflegegeld gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die jubeln schon alle, die Pflegebedürftigen! – Abg. Strache: Freudentänze auf den Straßen! – Abg. Ing. Westenthaler: Huldigungen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die jubeln schon alle, die Pflegebedürftigen! – Abg. Strache: Freudentänze auf den Straßen! – Abg. Ing. Westenthaler: Huldigungen!
In Wahrheit bremsen wir den Zugang für 10 000 Menschen: Wir haben derzeit einen jährlichen Zugang von 60 000, und dieser jährliche Zugang von 60 000 wird auf 50 000 gebremst. Das ist die Reform, die gestern mit dem Budgetbegleitgesetz hier beschlossen wurde. Diese Bremse ist verträglich, ist nachvollziehbar (Abg. Kickl: Was bremsen Sie denn bei den Managergehältern? – Abg. Strache: Dort, wo öffentliche Gelder ..., kann man nichts bremsen! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler), denn wir haben in Wahrheit ganz einfach auch weiterhin das bestausgeprägte System, das es beim Pflegegeld gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die jubeln schon alle, die Pflegebedürftigen! – Abg. Strache: Freudentänze auf den Straßen! – Abg. Ing. Westenthaler: Huldigungen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber Sozialhilfe für Terroristen!
Das wahre Problem beim Pflegegeld ist etwas ganz anderes. Das wahre Problem beim Pflegegeld entsteht doch in Wahrheit überall dort, wo Menschen, die Sozialhilfe brauchen, Leistungen einkaufen. Dieser Anstieg bei der Sozialhilfe ist in vielen Gemeinden nicht mehr finanzierbar. Das ist unser wahres Problem, weil 42 Prozent (Abg. Ing. Westenthaler: Aber Sozialhilfe für Terroristen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es ist besser, auf gewisse naive Zwischenrufe nicht einmal mehr zu antworten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Es sei auch mir als Regierungsvertreter gestattet, hie und da einmal ein bisschen polemisch zu sein. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Ich muss mir Ihre Polemik auch anhören.
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Meine Damen und Herren! Es ist besser, auf gewisse naive Zwischenrufe nicht einmal mehr zu antworten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Es sei auch mir als Regierungsvertreter gestattet, hie und da einmal ein bisschen polemisch zu sein. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Ich muss mir Ihre Polemik auch anhören.
Abg. Kickl: Nein, das Problem ist, dass Sie das Gesundheitssystem ...!
42 Prozent der österreichischen Pflegegeldbezieher kaufen Leistungen zu und 58 Prozent kaufen keine Leistungen zu – 42 Prozent kaufen Leistungen zu! Leistungszukauf kann alles sein, und das ist ganz einfach unser wahres Problem: die Finanzierung dieses Leistungszukaufs. (Abg. Kickl: Nein, das Problem ist, dass Sie das Gesundheitssystem ...!) Deswegen werden wir, die Bundesregierung, in den nächsten Tagen und Wochen sehr wohl diesen Pflegefonds einrichten. Wir werden das entsprechend zusammenbringen!
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
Dabei gibt es zwei Etappen. – Frau Haubner, wir sind uns, glaube ich, einig, dass in Österreich ab 2014 eine neue Finanzausgleichsperiode beginnt und dass das in der Finanzausgleichsperiode von 2014 bis 2020 zu regeln ist. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei der SPÖ
Wir stimmen aber auch darin überein, dass die österreichischen Gemeinden 2011, 2012 und 2013 ebenfalls dringendsten Finanzierungsbedarf haben, und das gehört in einer ersten Etappe geregelt (Beifall bei der SPÖ), weil – ich glaube, wir sind uns auch darüber einig – der jetzige Finanzausgleich wegen dieser drei Jahre ganz einfach nicht mehr aufgeschnürt wird. Wir müssen das mit einer anderen Konstruktion lösen.
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!
Es sei mir, zum Schluss kommend, noch ein Kommentar gestattet. Nehmen Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, auch wenn es Ihnen keinen Spaß macht, auch wenn es Ihnen nicht gefällt, Folgendes zur Kenntnis: Wir haben die niedrigsten Arbeitslosenzahlen (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!), wir haben den stärksten Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen, wir haben den stärksten Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit und wir haben auch weiterhin einen Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt, inklusive der Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer. Diese Zahlen werden nie verheimlicht; sie wurden nie verheimlicht und werden auch in Zukunft nicht verheimlicht, denn die Gesamtstatistik zeigt die Zahlen inklusive der Schulungsteilnehmer.
Abg. Strache: Na, die McJobs tun den Österreichern weh! Wo ist denn die Vollzeitbeschäftigung? Lauter McJobs! – Abg. Ing. Westenthaler: Und was sind das für Jobs?
Ich weiß, dass es Ihnen wehtut, dass Sie hier keine Angriffsfläche mehr haben (Abg. Strache: Na, die McJobs tun den Österreichern weh! Wo ist denn die Vollzeitbeschäftigung? Lauter McJobs! – Abg. Ing. Westenthaler: Und was sind das für Jobs?), aber seien wir doch endlich einmal froh, dass wir in Österreich den Menschen sagen können: Bist du 15, 16 Jahre alt, dann hast du eine Ausbildungsgarantie. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich weiß, dass es Ihnen wehtut, dass Sie hier keine Angriffsfläche mehr haben (Abg. Strache: Na, die McJobs tun den Österreichern weh! Wo ist denn die Vollzeitbeschäftigung? Lauter McJobs! – Abg. Ing. Westenthaler: Und was sind das für Jobs?), aber seien wir doch endlich einmal froh, dass wir in Österreich den Menschen sagen können: Bist du 15, 16 Jahre alt, dann hast du eine Ausbildungsgarantie. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat schon der Klima gesagt! Daran ist schon der Klima gescheitert! – Abg. Strache: Aber warum scheitern Sie dann daran?
Seien wir doch froh, dass wir den jungen Menschen Perspektive bieten, seien wir doch froh, dass den jungen Menschen Ausbildung geboten wird! Was ich von Ihnen erwartet hätte, ist eine Forderung, die ich Ihnen jetzt sage: Wir müssen es zusammenbringen, dass jeder 15-, 16-Jährige in diesem Land nach seiner Pflichtschulzeit eine Ausbildung machen muss – eine Ausbildung machen muss! Das ist unser Prinzip. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat schon der Klima gesagt! Daran ist schon der Klima gescheitert! – Abg. Strache: Aber warum scheitern Sie dann daran?)
Abg. Ing. Westenthaler: Den Kalauer versprechen Sie schon seit 20 Jahren!
Es scheitert überhaupt nichts an dieser Bundesregierung, denn wir alle sind eingeladen, die Ausbildungsgarantie der österreichischen Bundesregierung (Abg. Ing. Westenthaler: Den Kalauer versprechen Sie schon seit 20 Jahren!), die weltweit anerkannt ist, wegen der ganze Delegationen von Arbeitsmarktverwaltungen zu uns kommen, um sich das anzuschauen, weiterzuentwickeln. Dazu sind alle herzlichst eingeladen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: 70 000 ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Seit 20 Jahren versprechen Sie ..., die war noch nie da!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: 70 000 ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Seit 20 Jahren versprechen Sie ..., die war noch nie da!
Es scheitert überhaupt nichts an dieser Bundesregierung, denn wir alle sind eingeladen, die Ausbildungsgarantie der österreichischen Bundesregierung (Abg. Ing. Westenthaler: Den Kalauer versprechen Sie schon seit 20 Jahren!), die weltweit anerkannt ist, wegen der ganze Delegationen von Arbeitsmarktverwaltungen zu uns kommen, um sich das anzuschauen, weiterzuentwickeln. Dazu sind alle herzlichst eingeladen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: 70 000 ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Seit 20 Jahren versprechen Sie ..., die war noch nie da!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, auch liebe Vertreter der Opposition! Wir haben eine sehr schwierige Phase hinter uns und auch vor uns: eine Krise, wegen der, so glaube ich, es die Menschen in Österreich verdient haben, dass wir alle, die wir hier herinnen sind, gemeinsam politische Lösungsansätze finden. Das, was hier passiert und wie hier diskutiert wird, dieser Theaterdonner, das haben die Menschen in Österreich nicht verdient, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
der hier sind, beispielsweise auch Frau Kollegin Glawischnig, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Kraut-und-Rüben-Budget!
Wir haben eine Aufgabe hier in diesem Hohen Haus, nämlich die Zukunft zu sichern. Und die Zukunft zu sichern heißt, Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer die Wirtschaft Arbeitsplätze schaffen kann, durch die die Menschen Einkommen haben, durch die wir die Wertschöpfung in diesem Land behalten können und auch die Lebensgrundlagen sichern. Ich sage Ihnen, dieses Budget, das so schlechtgeredet wird, ist in Wahrheit ein verantwortungsbewusstes Budget für die Zukunft dieser Menschen! (Abg. Kickl: Kraut-und-Rüben-Budget!)
Abg. Kickl: Seit wann wissen Sie das? – Abg. Strache: Seit vier Jahrzehnten hat die Anti-Familienpartei ÖVP versagt! Sie schwächen die Familien in Österreich!
Dieses Budget ist aber auch generationenverträglich, meine Damen und Herren – es trägt in sich die Generationenverträglichkeit, die ganz, ganz wichtig ist, was wir erkennen können, wenn wir uns die demografischen Entwicklungen ansehen. In Wirklichkeit erwarten wir bis 2025 eine demografische Explosion, meine Damen und Herren (Abg. Kickl: Seit wann wissen Sie das? – Abg. Strache: Seit vier Jahrzehnten hat die Anti-Familienpartei ÖVP versagt! Sie schwächen die Familien in Österreich!), nach der es mehr von uns Älteren geben wird als Junge, Herr Kollege Kickl. Es wird mehr Ältere geben als Junge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl), daher haben wir diese Herausforderungen auch entsprechend zu lösen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl
Dieses Budget ist aber auch generationenverträglich, meine Damen und Herren – es trägt in sich die Generationenverträglichkeit, die ganz, ganz wichtig ist, was wir erkennen können, wenn wir uns die demografischen Entwicklungen ansehen. In Wirklichkeit erwarten wir bis 2025 eine demografische Explosion, meine Damen und Herren (Abg. Kickl: Seit wann wissen Sie das? – Abg. Strache: Seit vier Jahrzehnten hat die Anti-Familienpartei ÖVP versagt! Sie schwächen die Familien in Österreich!), nach der es mehr von uns Älteren geben wird als Junge, Herr Kollege Kickl. Es wird mehr Ältere geben als Junge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl), daher haben wir diese Herausforderungen auch entsprechend zu lösen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dieses Budget ist aber auch generationenverträglich, meine Damen und Herren – es trägt in sich die Generationenverträglichkeit, die ganz, ganz wichtig ist, was wir erkennen können, wenn wir uns die demografischen Entwicklungen ansehen. In Wirklichkeit erwarten wir bis 2025 eine demografische Explosion, meine Damen und Herren (Abg. Kickl: Seit wann wissen Sie das? – Abg. Strache: Seit vier Jahrzehnten hat die Anti-Familienpartei ÖVP versagt! Sie schwächen die Familien in Österreich!), nach der es mehr von uns Älteren geben wird als Junge, Herr Kollege Kickl. Es wird mehr Ältere geben als Junge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl), daher haben wir diese Herausforderungen auch entsprechend zu lösen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Reden wir nicht daran vorbei, sondern bringen wir Lösungsansätze! Wir müssen schauen, wie wir die Pensionen sichern können. Wir müssen schauen, wie wir die Pflege finanzieren können. Und wir müssen die Frage beantworten: Welche zukunftsorientierte Krankenkassenfinanzierung haben wir? (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: ... als Bauern-... verkaufen ...!
Reden Sie mit den Bürgermeistern draußen, wie es ihnen bei der Sicherung der Sozialausgaben, bei der Sicherung der Pflege, bei der Sicherung der Spitalsfinanzierung geht! Reden Sie mit Ihnen! – Ja, Sie haben kaum Gelegenheit, weil Sie keinen Bürgermeister haben, das verstehe ich schon. (Abg. Neubauer: ... als Bauern-... verkaufen ...!)
Abg. Strache: Sparen Sie einmal bei der Verwaltung und nicht bei den Menschen! ... Banken Milliarden, aber bei den Menschen ...! Das ist ein Witz! – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ich appelliere auch an die ältere Generation: Tragen Sie es mit und übernehmen auch Sie Verantwortung! Und an die Vertreter der älteren Generation weiter: Nehmen auch Sie die Verantwortung für die Zukunft wahr! (Abg. Strache: Sparen Sie einmal bei der Verwaltung und nicht bei den Menschen! ... Banken Milliarden, aber bei den Menschen ...! Das ist ein Witz! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme aus einer Gruppe, Herr Kollege Strache, die ein Einkommensminus von 28 Prozent gehabt hat. Wir nehmen auch in diesem Budget Verantwortung wahr, weil wir dieses Budgetziel mittragen, um zu sparen und die Menschen nicht nur zu belasten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, danke, danke!
Beispielsweise wurde der Bereich der bäuerlichen Sozialversicherung, die sparsam und effizient arbeitet, vom Rechnungshof geprüft. Aber wir haben auch ein demographisches Problem, das wir lösen müssen, und das werden wir nur gemeinsam lösen können. Deswegen danke ich auch dem Herrn Sozialminister recht herzlich für seine Handschlagqualität (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, danke, danke!), dafür, dass es gelungen ist, auch das fiktive Ausgedinge abzusenken.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Das ist eine Qualität, die mich auch ermutigt, zu sagen: Wir brauchen diese Reformpartnerschaft! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Ich bitte Sie, Herr Minister, aber auch um Folgendes: Nehmen Sie Kollegen in Ihrem Regierungskreis zur Seite, wie beispielsweise Ihren Kollegen Stöger, der die Bäuerinnen und Bauern nur einseitig belasten will mit AGES-Beiträgen und der Erhöhung der Unfallversicherungs- und Krankenkassenbeiträgen! Reden Sie mit ihm!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der beim BAWAG-Kredit geglaubt hat, es handelt sich um eine Anwesenheitsliste!
Wählen wir das Modell Hundstorfer, dieses Reformmodell, diese Qualität per Handschlag! Dann, glaube ich, werden wir auch in Zukunft entsprechend für die Menschen arbeiten können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der beim BAWAG-Kredit geglaubt hat, es handelt sich um eine Anwesenheitsliste!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Herr Bundesminister, ich habe den Aufschrei von Ihnen, ich habe Aktionen von Ihnen und von der Bundesregierung vermisst, um hier eine Regelung zu finden, um 330 000 Menschen ein entsprechend würdiges Leben in diesem Winter zu ermöglichen. Das habe ich wirklich vermisst! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abgeordnete der SPÖ machen eine beschwichtigende Handbewegung. – Ruf bei der SPÖ: Schrei nicht so!
sen Menschen? (Abgeordnete der SPÖ machen eine beschwichtigende Handbewegung. – Ruf bei der SPÖ: Schrei nicht so!) Weil alles so „toll“ ist in diesem Land? – Das ist ja unglaublich! Gleichzeitig setzen Sie eine Mindestsicherung ein, die die Fleißigen und Tüchtigen bezahlen dürfen, um den Ausländern, um den Faulen in diesem Land das Auskommen zu sichern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
sen Menschen? (Abgeordnete der SPÖ machen eine beschwichtigende Handbewegung. – Ruf bei der SPÖ: Schrei nicht so!) Weil alles so „toll“ ist in diesem Land? – Das ist ja unglaublich! Gleichzeitig setzen Sie eine Mindestsicherung ein, die die Fleißigen und Tüchtigen bezahlen dürfen, um den Ausländern, um den Faulen in diesem Land das Auskommen zu sichern! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Aha!?
Herr Bundesminister, ist Ihnen klar, dass seit dem vergangenen Jahr, seitdem es diese Regelung statt der Sozialhilfe gibt, der Anstieg bei der Mindestsicherung um das Dreifache angestiegen ist? Das werden wir uns auf Dauer nicht mehr leisten können! (Abg. Öllinger: Aha!?) Und das, was Sie mit der Rechten bekommen, nehmen Sie mit der Linken weg. Das ist Ihre Politik des Gebens und Nehmens!
Abg. Öllinger: Der kann ja nur brüllen!
Und eines dieser Beispiele ist (Abg. Öllinger: Der kann ja nur brüllen!), dass Sie zum Beispiel die Wartefrist – vor dem Jahr 2008 groß angekündigt; als unsozialer Akt von Bundeskanzler Faymann abgeschafft – jetzt wieder einführen. Das bedeutet für die Pensionisten, dass sie teilweise bis zu 23 Monate Wartefrist haben, um in den Genuss einer Pensionsanpassung zu kommen. Dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren und sehr geehrter Herr Bundesminister, müssen Sie sich wirklich schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und eines dieser Beispiele ist (Abg. Öllinger: Der kann ja nur brüllen!), dass Sie zum Beispiel die Wartefrist – vor dem Jahr 2008 groß angekündigt; als unsozialer Akt von Bundeskanzler Faymann abgeschafft – jetzt wieder einführen. Das bedeutet für die Pensionisten, dass sie teilweise bis zu 23 Monate Wartefrist haben, um in den Genuss einer Pensionsanpassung zu kommen. Dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren und sehr geehrter Herr Bundesminister, müssen Sie sich wirklich schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Der ist ja auch schon in Pension, der Blecha!
Gleichzeitig wird der Alleinverdienerabsetzbetrag bei den Pensionisten gestohlen. Den Pensionisten wird der Alleinverdienerabsetzbetrag genommen! Wissen Sie, was das trotz Pensionsanpassung für diese Pensionisten bedeutet? – Ein Minus von 240 € im Jahr. Und das sage nicht ich, sondern das sagen die Vertreter des Seniorenrates, und einer von diesen ist unter anderem Herr Karl Blecha von der SPÖ. (Abg. Vilimsky: Der ist ja auch schon in Pension, der Blecha!)
Abg. Öllinger: Das waren ja Ihre Leute! Das waren Ihre Leute!
Bei der Hacklerregelung sind Sie wieder einmal umgefallen. Bei der Pensionsharmonisierung wollen Sie keinen Finger rühren. Und betreffend Pensionsharmonisierung, Kollege Haberzettl, ist es schon dreist, was Sie hier betreiben: Sie gehen hier heraus, beschimpfen Mitglieder des Hohen Hauses, obwohl Sie selbst in einem Unternehmen sind, in dem Sie Mitverantwortung tragen sollten, ein Unternehmen, das im Jahr 400 Millionen € auf den Kapitalmärkten verspekuliert hat, 250 Millionen € Defizit macht (Abg. Öllinger: Das waren ja Ihre Leute! Das waren Ihre Leute!), das Bedienstete hat, die zehnmal so viel Subvention für die ASVG-Pension bekommen als alle anderen und mit 52 Jahren in Pension gehen – 13 Jahre vor der Pensionsregelung. (Zwischenruf des Abg. Haberzettl.)
Zwischenruf des Abg. Haberzettl.
Bei der Hacklerregelung sind Sie wieder einmal umgefallen. Bei der Pensionsharmonisierung wollen Sie keinen Finger rühren. Und betreffend Pensionsharmonisierung, Kollege Haberzettl, ist es schon dreist, was Sie hier betreiben: Sie gehen hier heraus, beschimpfen Mitglieder des Hohen Hauses, obwohl Sie selbst in einem Unternehmen sind, in dem Sie Mitverantwortung tragen sollten, ein Unternehmen, das im Jahr 400 Millionen € auf den Kapitalmärkten verspekuliert hat, 250 Millionen € Defizit macht (Abg. Öllinger: Das waren ja Ihre Leute! Das waren Ihre Leute!), das Bedienstete hat, die zehnmal so viel Subvention für die ASVG-Pension bekommen als alle anderen und mit 52 Jahren in Pension gehen – 13 Jahre vor der Pensionsregelung. (Zwischenruf des Abg. Haberzettl.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Das ist ein Skandal! Da sollten Sie etwas tun, Herr Haberzettl, und sich nicht hier herstellen und die Menschen dieses Hauses beleidigen! Das steht Ihnen nämlich wirklich nicht zu! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
und hier reden Sie alles schön! Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach Durchsicht des Sozialbudgets muss man zu der Ansicht gelangen: Dieses Budget ist nicht ausgewogen, dieses Budget ist nicht gerecht, dieses Budget ist schlicht und einfach unsozial! Und daher sind Sie eigentlich rücktrittsreif, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Absurder geht es nicht mehr!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Absurder geht es nicht mehr!
und hier reden Sie alles schön! Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach Durchsicht des Sozialbudgets muss man zu der Ansicht gelangen: Dieses Budget ist nicht ausgewogen, dieses Budget ist nicht gerecht, dieses Budget ist schlicht und einfach unsozial! Und daher sind Sie eigentlich rücktrittsreif, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Absurder geht es nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Warum glauben Sie eigentlich, dass der Zugang zur Mindestsicherung ansteigt, was Sie beklagen, wo Sie die Wortwahl „Ausländer“ und „Faulen“ getroffen haben? – Die Armen sind es, Kollege Neubauer, die diese Mindestsicherung in Anspruch nehmen! (Beifall bei der SPÖ.) Und das ist der erfolgreiche Weg, der in Österreich gegangen wird. Das Mindestsicherungs-Projekt ist überhaupt das erfolgreichste Sozialprojekt der letzten zehn Jahre. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Warum glauben Sie eigentlich, dass der Zugang zur Mindestsicherung ansteigt, was Sie beklagen, wo Sie die Wortwahl „Ausländer“ und „Faulen“ getroffen haben? – Die Armen sind es, Kollege Neubauer, die diese Mindestsicherung in Anspruch nehmen! (Beifall bei der SPÖ.) Und das ist der erfolgreiche Weg, der in Österreich gegangen wird. Das Mindestsicherungs-Projekt ist überhaupt das erfolgreichste Sozialprojekt der letzten zehn Jahre. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen und mich bei den Kolleginnen und Kollegen des Vereins für Konsumenteninformation für die hervorragende Tätigkeit im Beratungsbereich, bei Tests, aber auch in der Rechtschutztätigkeit recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ich möchte dem Kollegen Dolinschek schon eines sagen: Bitte, Kollege Dolinschek, nicht schwindeln! Bei der Schuldnerberatung wird überhaupt kein Geld eingespart. Die Schuldnerberatung bekommt vom Sozialministerium genau denselben Betrag wie im Jahr zuvor. Bitte das Budget lesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
reren Verfahren wurde uns bereits recht gegeben, dass diese Zahlscheingebühr nicht gerechtfertigt, dass sie illegal ist. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Grosz: Prolactal!
Das Hauptproblem aber liegt sicherlich im Anlagebereich. Sie erinnern sich vielleicht noch daran, dass es einmal einen Finanzminister namens Grasser gegeben hat, der Anlageprodukte beworben hat, die so sicher seien wie ein Sparbuch, oder andere Angebote, bei denen von Mündelsicherheit die Rede war. – Es gibt zurzeit Hunderte Prozesse, die der Verein für Konsumenteninformation führt, Sammelklagen, um den geschädigten Anlegern in diesem Bereich zu helfen. Das betrifft den AWD ebenso wie natürlich auch die Erste Bank oder aktuell Prolactal; der VKI hat gerade eine Sammelklage gegen Prolactat eingebracht. (Abg. Grosz: Prolactal!) – Prolactal, Herr Kollege, ja, natürlich!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Kräuter wurde zurückgepfiffen! Er darf nicht mehr lesen!
Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Genau für derartige Fälle sind der Verein für Konsumenteninformation und die Arbeiterkammer zuständig, um die entsprechenden Klagen durchzuführen. – Herzlichen Dank, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der Herr Kräuter wurde zurückgepfiffen! Er darf nicht mehr lesen!)
Beifall bei den Grünen
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Vorsitzender! Meine Damen und Herren! Ich bin ziemlich irritiert von der Art, wie diese Debatte geführt wird. Dieses laute Brüllen von – ich sage jetzt einmal – älteren Männern (Beifall bei den Grünen) geht nicht in Richtung einer qualitativ hochwertigen Debatte. Besonders eigenartig finde ich auch das Lamento des Abgeordneten Grillitsch, der aber auch schon wieder weg ist, obwohl er sich darüber beschwert, dass unsere Klubobfrau Glawischnig gerade nicht hier ist.
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, wir alle sollten einmal überlegen: Warum ist es so weit gekommen? – Wer hat denn die Verfassung gebrochen und das Budget derart spät vorgelegt, dass es jetzt notwendig ist, das alles in kürzester Zeit abzuhandeln, dass es notwendig ist, derart überlange Sitzungen abzuhalten? Vielleicht sollten Sie künftig darauf achten und nicht im Zuge des Budgetverfahrens die Verfassung brechen, dann könnten wir uns nämlich alle mehr Zeit für die Debatte nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Sie könnten jetzt endlich beginnen!
Ich möchte auch anregen, dass wir uns insgesamt überlegen, ob diese Art von Debatten für irgendjemanden Sinn macht, ob das überhaupt irgendeinen Beitrag zur Qualitätssteigerung in der Budgetpolitik leisten kann. (Abg. Neubauer: Sie könnten jetzt endlich beginnen!) Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns diese Frage stellen. Herr Abgeordneter Grillitsch und die ÖVP könnten dazu sicher einen wichtigen Beitrag leisten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte auch anregen, dass wir uns insgesamt überlegen, ob diese Art von Debatten für irgendjemanden Sinn macht, ob das überhaupt irgendeinen Beitrag zur Qualitätssteigerung in der Budgetpolitik leisten kann. (Abg. Neubauer: Sie könnten jetzt endlich beginnen!) Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns diese Frage stellen. Herr Abgeordneter Grillitsch und die ÖVP könnten dazu sicher einen wichtigen Beitrag leisten. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?
Ich möchte auch noch auf einige Zwischenrufe eingehen. Ich habe das schwierige Vergnügen, neben dem BZÖ zu sitzen, heute neben Herrn Abgeordnetem Brosz (Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?), der wiederholt geäußert hat, dass Herr Minister Hundstorfer ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?) – Grosz. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!) Grosz! – Fakt ist, er hat zum wiederholten Male auch in Form eines Zwischenrufes geäußert, Herr Minister Hundstorfer hätte das intellektuelle Niveau einer Suppenschüssel. (Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!) Herr Abgeordneter, es sind vielmehr Aussagen wie diese, die das intellektuelle Niveau unserer Debatten extrem hinunterdrücken und zu einer einzigen Peinlichkeit verkommen lassen. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?
Ich möchte auch noch auf einige Zwischenrufe eingehen. Ich habe das schwierige Vergnügen, neben dem BZÖ zu sitzen, heute neben Herrn Abgeordnetem Brosz (Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?), der wiederholt geäußert hat, dass Herr Minister Hundstorfer ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?) – Grosz. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!) Grosz! – Fakt ist, er hat zum wiederholten Male auch in Form eines Zwischenrufes geäußert, Herr Minister Hundstorfer hätte das intellektuelle Niveau einer Suppenschüssel. (Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!) Herr Abgeordneter, es sind vielmehr Aussagen wie diese, die das intellektuelle Niveau unserer Debatten extrem hinunterdrücken und zu einer einzigen Peinlichkeit verkommen lassen. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!
Ich möchte auch noch auf einige Zwischenrufe eingehen. Ich habe das schwierige Vergnügen, neben dem BZÖ zu sitzen, heute neben Herrn Abgeordnetem Brosz (Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?), der wiederholt geäußert hat, dass Herr Minister Hundstorfer ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?) – Grosz. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!) Grosz! – Fakt ist, er hat zum wiederholten Male auch in Form eines Zwischenrufes geäußert, Herr Minister Hundstorfer hätte das intellektuelle Niveau einer Suppenschüssel. (Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!) Herr Abgeordneter, es sind vielmehr Aussagen wie diese, die das intellektuelle Niveau unserer Debatten extrem hinunterdrücken und zu einer einzigen Peinlichkeit verkommen lassen. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!
Ich möchte auch noch auf einige Zwischenrufe eingehen. Ich habe das schwierige Vergnügen, neben dem BZÖ zu sitzen, heute neben Herrn Abgeordnetem Brosz (Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?), der wiederholt geäußert hat, dass Herr Minister Hundstorfer ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?) – Grosz. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!) Grosz! – Fakt ist, er hat zum wiederholten Male auch in Form eines Zwischenrufes geäußert, Herr Minister Hundstorfer hätte das intellektuelle Niveau einer Suppenschüssel. (Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!) Herr Abgeordneter, es sind vielmehr Aussagen wie diese, die das intellektuelle Niveau unserer Debatten extrem hinunterdrücken und zu einer einzigen Peinlichkeit verkommen lassen. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Ich möchte auch noch auf einige Zwischenrufe eingehen. Ich habe das schwierige Vergnügen, neben dem BZÖ zu sitzen, heute neben Herrn Abgeordnetem Brosz (Rufe beim BZÖ: Brosz? Grosz?), der wiederholt geäußert hat, dass Herr Minister Hundstorfer ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brosz?) – Grosz. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben gesagt, Brosz!) Grosz! – Fakt ist, er hat zum wiederholten Male auch in Form eines Zwischenrufes geäußert, Herr Minister Hundstorfer hätte das intellektuelle Niveau einer Suppenschüssel. (Abg. Grosz: Den intellektuellen Radius einer Suppenschüssel!) Herr Abgeordneter, es sind vielmehr Aussagen wie diese, die das intellektuelle Niveau unserer Debatten extrem hinunterdrücken und zu einer einzigen Peinlichkeit verkommen lassen. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Was heißt das konkret?
Ich möchte jetzt nicht den Herrn Minister in Schutz nehmen, denn das ist schwierig, weil sich Ihre Argumentation natürlich hauptsächlich nach der der rechten Parteien hier im Haus richtet. Sie halten nur mehr Verteidigungsreden gegen die inhaltlich falsche Polemik der Rechten, und das ist wirklich bedauerlich. (Abg. Mag. Widmann: Was heißt das konkret?) Was hätten Sie dem entgegenzusetzen? – Sie hätten dem derart entgegenzusetzen, dass Sie eine gute, effiziente, offensive Politik machen. Aber das tun Sie nicht, Sie reden nur davon. Sie legen Inserate vor, in denen Sie sich selbst bejubeln, aber wir alle haben die Studien, haben die Daten, die klar besagen, dass das, was Sie sagen, was Sie uns erklären, was Sie uns weismachen wollen, nicht der Realität entspricht. Und noch viel wichtiger ist: Die gefühlte Realität der Menschen ist eine andere. Sie können noch so oft sagen, Sie bemühen sich, es sei alles in Ordnung. – Es ist nicht in Ordnung! Das wäre eigentlich die Antwort, die Sie den Rechten geben müssten: eine bessere Sozial- und Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte jetzt nicht den Herrn Minister in Schutz nehmen, denn das ist schwierig, weil sich Ihre Argumentation natürlich hauptsächlich nach der der rechten Parteien hier im Haus richtet. Sie halten nur mehr Verteidigungsreden gegen die inhaltlich falsche Polemik der Rechten, und das ist wirklich bedauerlich. (Abg. Mag. Widmann: Was heißt das konkret?) Was hätten Sie dem entgegenzusetzen? – Sie hätten dem derart entgegenzusetzen, dass Sie eine gute, effiziente, offensive Politik machen. Aber das tun Sie nicht, Sie reden nur davon. Sie legen Inserate vor, in denen Sie sich selbst bejubeln, aber wir alle haben die Studien, haben die Daten, die klar besagen, dass das, was Sie sagen, was Sie uns erklären, was Sie uns weismachen wollen, nicht der Realität entspricht. Und noch viel wichtiger ist: Die gefühlte Realität der Menschen ist eine andere. Sie können noch so oft sagen, Sie bemühen sich, es sei alles in Ordnung. – Es ist nicht in Ordnung! Das wäre eigentlich die Antwort, die Sie den Rechten geben müssten: eine bessere Sozial- und Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Sie reden 10 Minuten, aber sagen überhaupt nichts! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Jetzt habe ich leider einen Großteil meiner Redezeit dafür verwendet, meiner Bestürzung über die Art der Debatte Ausdruck zu verleihen. (Abg. Scheibner: Sie reden 10 Minuten, aber sagen überhaupt nichts! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, leider ist dieses Budget kein positives Signal für die nächsten Jahre. Es ist weitgehend mutlos, es ist perspektivenlos, es ist der Ausdruck des kleinsten gemeinsamen Nenners, den Sie in der Koalition gefunden haben. Das ist schade, und ich hoffe, dass es künftig anders weitergeht in diesem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Klikovits begibt sich zum Rednerpult und platziert dort zwei Pappkartons, von denen einer mit orange-grün-blau-gestreiftem, der andere mit rot-schwarzem Geschenkpapier überzogen ist. – Abg. Dr. Lichtenecker: Oh, Weihnachtsgeschenke! – Abg. Grosz: Das ist eine Verhöhnung aller Menschen in diesem Land, die sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Klikovits. – Bitte. (Abg. Klikovits begibt sich zum Rednerpult und platziert dort zwei Pappkartons, von denen einer mit orange-grün-blau-gestreiftem, der andere mit rot-schwarzem Geschenkpapier überzogen ist. – Abg. Dr. Lichtenecker: Oh, Weihnachtsgeschenke! – Abg. Grosz: Das ist eine Verhöhnung aller Menschen in diesem Land, die sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können!)
Abg. Grosz: Das ist eine Verhöhnung aller Menschen, die sich nichts zu Weihnachten leisten können!
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Grosz, hören Sie einmal zu, dann werden Sie vielleicht auch etwas lernen! (Abg. Grosz: Das ist eine Verhöhnung aller Menschen, die sich nichts zu Weihnachten leisten können!) Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem auch liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen! Seit fast 24 Stunden diskutieren wir Abgeordnete hier das Budget 2011, natürlich mit unterschiedlichen Zugängen. Ich erlaube mir, für Sie darzustellen, welches politische Paket die Opposition Ihnen vorlegt und welches wir als Regierungsparteien den Österreicherinnen und Österreichern unter den Christbaum legen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das (der Redner hält das orange-grün-blau-gestreifte Paket in die Höhe) ist das Budgetpaket der Opposition. Sie sehen (der Redner öffnet den Karton; er ist leer), es ist inhaltsleer, es ist nur gespickt mit Polemik. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Es ist nur gespickt mit politischem Gejammere und Gejeiere. (Rufe bei der FPÖ: Da ist keine Polemik drin! Es ist leer! – Abg. Neubauer: Keine Belastungen!) Das ist das politische Paket, das ist das Budget, das die Österreicherinnen und Österreicher von der Opposition erwarten können.
Rufe bei der FPÖ: Da ist keine Polemik drin! Es ist leer! – Abg. Neubauer: Keine Belastungen!
Das (der Redner hält das orange-grün-blau-gestreifte Paket in die Höhe) ist das Budgetpaket der Opposition. Sie sehen (der Redner öffnet den Karton; er ist leer), es ist inhaltsleer, es ist nur gespickt mit Polemik. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Es ist nur gespickt mit politischem Gejammere und Gejeiere. (Rufe bei der FPÖ: Da ist keine Polemik drin! Es ist leer! – Abg. Neubauer: Keine Belastungen!) Das ist das politische Paket, das ist das Budget, das die Österreicherinnen und Österreicher von der Opposition erwarten können.
Der Redner öffnet den rot-schwarzen Karton; er ist gefüllt mit Naschwerk. – Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Ich darf Ihnen im Gegensatz dazu natürlich auch das andere Paket, gefüllt mit 70 Milliarden 126 Millionen, zeigen. (Der Redner öffnet den rot-schwarzen Karton; er ist gefüllt mit Naschwerk. – Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Das ist das Budget, das wir den Österreicherinnen und Österreichern vorlegen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Ing. Westenthaler: Setz dich wieder nieder!), das in jedem Fall Inhalte hat und das dafür sorgt (Abg. Ing. Westenthaler: Niedersetzen! – Abg. Ing. Höbart: Da sollten Glasperlen drin sein!), dass Österreich auf einen guten Weg weiterkommt. (Weitere zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Ing. Westenthaler: Setz dich wieder nieder!
Ich darf Ihnen im Gegensatz dazu natürlich auch das andere Paket, gefüllt mit 70 Milliarden 126 Millionen, zeigen. (Der Redner öffnet den rot-schwarzen Karton; er ist gefüllt mit Naschwerk. – Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Das ist das Budget, das wir den Österreicherinnen und Österreichern vorlegen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Ing. Westenthaler: Setz dich wieder nieder!), das in jedem Fall Inhalte hat und das dafür sorgt (Abg. Ing. Westenthaler: Niedersetzen! – Abg. Ing. Höbart: Da sollten Glasperlen drin sein!), dass Österreich auf einen guten Weg weiterkommt. (Weitere zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Niedersetzen! – Abg. Ing. Höbart: Da sollten Glasperlen drin sein!
Ich darf Ihnen im Gegensatz dazu natürlich auch das andere Paket, gefüllt mit 70 Milliarden 126 Millionen, zeigen. (Der Redner öffnet den rot-schwarzen Karton; er ist gefüllt mit Naschwerk. – Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Das ist das Budget, das wir den Österreicherinnen und Österreichern vorlegen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Ing. Westenthaler: Setz dich wieder nieder!), das in jedem Fall Inhalte hat und das dafür sorgt (Abg. Ing. Westenthaler: Niedersetzen! – Abg. Ing. Höbart: Da sollten Glasperlen drin sein!), dass Österreich auf einen guten Weg weiterkommt. (Weitere zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Weitere zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich darf Ihnen im Gegensatz dazu natürlich auch das andere Paket, gefüllt mit 70 Milliarden 126 Millionen, zeigen. (Der Redner öffnet den rot-schwarzen Karton; er ist gefüllt mit Naschwerk. – Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Das ist das Budget, das wir den Österreicherinnen und Österreichern vorlegen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Ing. Westenthaler: Setz dich wieder nieder!), das in jedem Fall Inhalte hat und das dafür sorgt (Abg. Ing. Westenthaler: Niedersetzen! – Abg. Ing. Höbart: Da sollten Glasperlen drin sein!), dass Österreich auf einen guten Weg weiterkommt. (Weitere zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Herr Kollege Grosz, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Das (der Redner zeigt ein weiteres, wesentlich kleineres rot-schwarzes Päckchen) ist das Belastungspaket dazu, das wir den Österreicherinnen und Österreichern leider Gottes auch unter den Christbaum legen müssen, das aber auch mithelfen soll ... (Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Reißt euch z’sammen, behält eure Nerven! Wenigstens habe ich es geschafft, dass ihr wieder munter seid. Mit der Schläfertruppe von der Opposition, die gestern Abend nicht anwesend gewesen ist, geht es wieder aufwärts. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz tritt ans Rednerpult und nimmt ein paar Zuckerl aus dem rot-schwarzen Karton.
eben. (Abg. Dr. Rosenkranz tritt ans Rednerpult und nimmt ein paar Zuckerl aus dem rot-schwarzen Karton.) – Sie bekommen dann etwas, Herr Kollege! Schauen Sie, wie gierig sich die Opposition auf unser Budget stürzt. (Beifall bei der ÖVP.) Also dürften wir gar nicht so falsch liegen. Ich weiß, dass Sie nicht nur politisch ausgehungert sind, sondern auch mit Ihren Vorschlägen. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
eben. (Abg. Dr. Rosenkranz tritt ans Rednerpult und nimmt ein paar Zuckerl aus dem rot-schwarzen Karton.) – Sie bekommen dann etwas, Herr Kollege! Schauen Sie, wie gierig sich die Opposition auf unser Budget stürzt. (Beifall bei der ÖVP.) Also dürften wir gar nicht so falsch liegen. Ich weiß, dass Sie nicht nur politisch ausgehungert sind, sondern auch mit Ihren Vorschlägen. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
eben. (Abg. Dr. Rosenkranz tritt ans Rednerpult und nimmt ein paar Zuckerl aus dem rot-schwarzen Karton.) – Sie bekommen dann etwas, Herr Kollege! Schauen Sie, wie gierig sich die Opposition auf unser Budget stürzt. (Beifall bei der ÖVP.) Also dürften wir gar nicht so falsch liegen. Ich weiß, dass Sie nicht nur politisch ausgehungert sind, sondern auch mit Ihren Vorschlägen. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz – ein Zuckerl in die Höhe haltend –: Das ist ja abgelaufen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, was wir hier in diesem Paket haben, diese 70 Milliarden, stellen wir den Österreicherinnen und Österreichern zur Verfügung ... (Abg. Dr. Rosenkranz – ein Zuckerl in die Höhe haltend –: Das ist ja abgelaufen!) – Das ist nicht abgelaufen! Sie sind vielleicht abgelaufen, politisch. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, was wir hier in diesem Paket haben, diese 70 Milliarden, stellen wir den Österreicherinnen und Österreichern zur Verfügung ... (Abg. Dr. Rosenkranz – ein Zuckerl in die Höhe haltend –: Das ist ja abgelaufen!) – Das ist nicht abgelaufen! Sie sind vielleicht abgelaufen, politisch. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Geschätzte Damen und Herren, ich möchte gar nicht verhehlen, dass dieses Belastungspaket nicht nur die österreichische Bevölkerung schmerzt, sondern natürlich auch uns, aber das sind Maßnahmen, die wir setzen müssen, um den nächsten Generationen, um unseren Kindern – ich habe zwei – auch Chancen in der Zukunft zu bieten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Kollege Zanger, Schnellredner.
Abg. Öllinger: Was ist da drin?
Ich möchte auch sagen, dass dieses Budget, das wir zur Verfügung stellen, Österreich mit auf den Weg bringt, dass dieses Budget dafür sorgt, dass die Menschen in diesem Land abgesichert sind. Daher müssen wir auch dieses kleine Belastungspaket (der Redner hält noch einmal das kleine rot-schwarze Päckchen in die Höhe), fair, aber gerecht und vor allem generationensicher, beilegen. (Abg. Öllinger: Was ist da drin?)
Zwischenrufe beim BZÖ – Gegenrufe bei der ÖVP – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Ich möchte alle, vor allem Sie, Herr Kollege Grosz, weil Sie der nächste Redner sind (Zwischenrufe beim BZÖ – Gegenrufe bei der ÖVP – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), fragen, ob ich die Kartons stehen lassen darf, denn Leistung soll sich lohnen, und die Opposition will ja auch mitnaschen bei unserem Kuchen. Ich erlaube mir, das hier stehen zu lassen, und jeder Redner darf sich am Ende seiner Ausführungen eine dieser Köstlichkeiten aus dem Budget mitnehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Klikovits verlässt das Pult ohne seine Kartons. – Rufe beim BZÖ: Mitnehmen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Klikovits verlässt das Pult ohne seine Kartons. – Rufe beim BZÖ: Mitnehmen!
Ich möchte alle, vor allem Sie, Herr Kollege Grosz, weil Sie der nächste Redner sind (Zwischenrufe beim BZÖ – Gegenrufe bei der ÖVP – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), fragen, ob ich die Kartons stehen lassen darf, denn Leistung soll sich lohnen, und die Opposition will ja auch mitnaschen bei unserem Kuchen. Ich erlaube mir, das hier stehen zu lassen, und jeder Redner darf sich am Ende seiner Ausführungen eine dieser Köstlichkeiten aus dem Budget mitnehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Klikovits verlässt das Pult ohne seine Kartons. – Rufe beim BZÖ: Mitnehmen!)
Abg. Grosz: Er soll das bitte wegnehmen!
Präsident Fritz Neugebauer: Ich danke für das freundliche Angebot. Ich gehe davon aus, dass der nächste Redner mir sagen wird, ob er sich dadurch gestört fühlt. – Herr Kollege Grosz, Sie sind der nächste Redner. Fühlen Sie sich gestört? (Abg. Grosz: Er soll das bitte wegnehmen!) Ich darf Kollegen Klikovits bitten, seine Päckchen zu entfernen. (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Kasperl! So ein Abgeordnetenkasperl!)
Abg. Ing. Westenthaler: So ein Kasperl! So ein Abgeordnetenkasperl!
Präsident Fritz Neugebauer: Ich danke für das freundliche Angebot. Ich gehe davon aus, dass der nächste Redner mir sagen wird, ob er sich dadurch gestört fühlt. – Herr Kollege Grosz, Sie sind der nächste Redner. Fühlen Sie sich gestört? (Abg. Grosz: Er soll das bitte wegnehmen!) Ich darf Kollegen Klikovits bitten, seine Päckchen zu entfernen. (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Kasperl! So ein Abgeordnetenkasperl!)
Beifall beim BZÖ
Schokozuckerl zu verteilen vier Tage vor Weihnachten, zu einem Zeitpunkt, zu dem in Österreich 1 Million Menschen unter der Armutsgrenze leben (Beifall beim BZÖ), Schokozuckerl als politische Antwort darauf, dass wir in diesem Land 347 000 Pflegegeldbezieher haben,
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Schokozuckerl Ihrer Regierung als Antwort darauf, dass Sie 1 Million Menschen in diesem Land, die mit Behinderung leben, die Behindertenförderung kürzen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Bevor wir uns endgültig lächerlich machen, ersuche ich Sie, sich in dieser schwierigen Situation unseres Landes endlich zu besinnen, endlich Politik für die Menschen zu machen, sie nicht zu verhöhnen, ihnen nicht ins Gesicht zu lügen und sie nicht mit Almosen in Form von Schokozuckerln in irgendeiner Form befriedigen zu meinen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege, es ist zu viel der Präpotenz! Ein bissel herunter mit dem Tonfall! – Bitte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Land haben wir in Zukunft den Sozialbereich gestärkt und nicht geschwächt, wie Sie es mit diesem Budget machen – man muss ja nur lesen können! Irgendwo wird es schon drinnen stehen, die Vergünstigung, in dem Haufen Papier. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Na servus, das ist eine Blamage!
Sie haben jetzt am Freitag über die Parlamentsdirektion noch versucht, die Beilagen als PDF-Dokumente auf die Parlamentshomepage zu stellen. Im Amtsblatt der „Wiener Zeitung“ wurden diese Beilagen nicht kundgemacht. Daher ist Ihr Mindestsicherungsgesetz nicht ordnungsgemäß kundgemacht. (Abg. Petzner: Na servus, das ist eine Blamage!) Und Sie haben damit Tür und Tor geöffnet, dass wir diesem Schandgesetz endlich auch über den Verfassungsgerichtshof begegnen können. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Blamage sondergleichen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Eine Blamage sondergleichen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben jetzt am Freitag über die Parlamentsdirektion noch versucht, die Beilagen als PDF-Dokumente auf die Parlamentshomepage zu stellen. Im Amtsblatt der „Wiener Zeitung“ wurden diese Beilagen nicht kundgemacht. Daher ist Ihr Mindestsicherungsgesetz nicht ordnungsgemäß kundgemacht. (Abg. Petzner: Na servus, das ist eine Blamage!) Und Sie haben damit Tür und Tor geöffnet, dass wir diesem Schandgesetz endlich auch über den Verfassungsgerichtshof begegnen können. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Blamage sondergleichen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist zum Genieren!
Wir haben es gelesen, wir haben es gespürt und wir sehen, wie viele Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher unter diesem Budget, unter Ihrer Verwaltung des politischen Elends in Österreich tagtäglich leiden. Jawohl, Sie und Ihre Politik sind das Synonym dafür, dass in Österreich politisches Elend verwaltet wird. Die Erfüllung der Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes wird auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben: keinerlei Barrierefreiheit für die Behinderten. Das wird auf die lange Bank geschoben, weil man es sich ja mit der Wirtschaft in irgendeiner Form verscherzen könnte. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist zum Genieren!) Man könnte doch wenigstens die eigenen Behörden dazu zwingen, die Behindertengleichstellung endlich durchzuführen. (Abg. Krist: Absurd! Falsch!)
Abg. Krist: Absurd! Falsch!
Wir haben es gelesen, wir haben es gespürt und wir sehen, wie viele Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher unter diesem Budget, unter Ihrer Verwaltung des politischen Elends in Österreich tagtäglich leiden. Jawohl, Sie und Ihre Politik sind das Synonym dafür, dass in Österreich politisches Elend verwaltet wird. Die Erfüllung der Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes wird auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben: keinerlei Barrierefreiheit für die Behinderten. Das wird auf die lange Bank geschoben, weil man es sich ja mit der Wirtschaft in irgendeiner Form verscherzen könnte. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist zum Genieren!) Man könnte doch wenigstens die eigenen Behörden dazu zwingen, die Behindertengleichstellung endlich durchzuführen. (Abg. Krist: Absurd! Falsch!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben es zu verantworten, dass die langen Verfahren zu den Pflegegeldeinstufungen in Österreich dazu führen, dass Menschen, denen Pflegegeld zusteht, noch lange kein Pflegegeld bekommen. Sie selbst wissen, dass der Rechnungshof festgestellt hat, dass gerade bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft die Pflegegeldeinstufungen vorne und hinten nicht klappen und sehr viele Menschen den ersten Bezug des Pflegegeldes überhaupt nicht mehr erleben. – Sehr geehrte Damen und Herren, das ist menschenverachtender Zynismus, das ist ein Schandstück dieser Bundesregierung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist die Wahrheit, die Ihre eigenen Parteigänger, Unterläufer und Gewerkschaftsfunktionäre in den Bundesländern selbstverständlich spüren, aber Sie in Ihrem Elfenbeinturm im Sozialministerium nicht wahrhaben wollen! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
bei, dass der Herr Donabauer als Obmann der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, in der dritten Reihe der ÖVP sitzend, weiterhin mit Dienstwagen, Chauffeur und seinem Chefarzt in der Gegend herumkurvt, und belasten somit die Beitragszahler aller Berufsschichten in diesem Land. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Wir wollen das nicht und haben daher gestern auch hundert Anträge im Parlament eingebracht. Und im Gegensatz zu den Grünen sitzen unsere Abgeordneten jetzt auch wieder da. Denn, Frau Kollegin Schatz: Ihre eigene Klubobfrau bequemt sich irgendwann einmal um 11 Uhr am Vormittag mit ihrem Frühstück und ihrem Teehäferl herein, frühstückt und verlässt dann wieder den Saal. Das ist keine gute Arbeitsmoral: dieses Parlament mit Aktionismus zu lähmen, aber keine Inhalte zu bringen! (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Im Gegensatz, Herr Abgeordneter Klikovits, zu Ihrem unwürdigen Schauspiel sind im Paket der orangen Opposition mit 101 Anträgen zahllose Verbesserungsvorschläge enthalten, wie wir uns Österreich in Zukunft sozialer, zukunftssicherer und wirtschaftlich erfolgreicher vorstellen. – Herzlichen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Grosz –: Der Klikovits war dreimal so gut wie du!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Riepl. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Grosz –: Der Klikovits war dreimal so gut wie du!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich werde mich bemühen, in den vier Minuten Redezeit, die ich habe, die Sachlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Schreien, diffamieren, andere ausspotten, das ist nicht mein Stil, nicht Stil der SPÖ und, da bin ich mir sicher, auch nicht Stil der ÖVP. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: Klein, nicht Grosz!
Sehr geehrte Damen und Herren! Abgeordneter Grosz vom BZÖ (Abg. Rädler: Klein, nicht Grosz!) hat gefordert, wir sollen eine Politik für die Menschen machen. Schauen wir uns die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt einmal an, der Herr Bundesminister hat schon auf die Arbeitsmarktzahlen hingewiesen. (Abg. Kickl: Schauen wir uns einmal Ihr Pensionssystem an, Herr Riepl!) Beschäftigte im Jahresvergleich: im letzten Jahr plus 55 000 Arbeitslose, heuer minus 13 400. Die Zahl jener, die in Schulung sind, hat sich um 5 600 reduziert. Also insgesamt haben wir in unserem Land innerhalb eines Jahres um rund 19 000 Arbeitslose weniger. Bei den Jungen haben wir ein Minus von 8,4 Prozent, aber sogar bei den älteren Arbeitslosen ist die Zahl etwas geringer geworden, zwar nicht sehr viel geringer, aber wenigstens etwas.
Abg. Kickl: Schauen wir uns einmal Ihr Pensionssystem an, Herr Riepl!
Sehr geehrte Damen und Herren! Abgeordneter Grosz vom BZÖ (Abg. Rädler: Klein, nicht Grosz!) hat gefordert, wir sollen eine Politik für die Menschen machen. Schauen wir uns die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt einmal an, der Herr Bundesminister hat schon auf die Arbeitsmarktzahlen hingewiesen. (Abg. Kickl: Schauen wir uns einmal Ihr Pensionssystem an, Herr Riepl!) Beschäftigte im Jahresvergleich: im letzten Jahr plus 55 000 Arbeitslose, heuer minus 13 400. Die Zahl jener, die in Schulung sind, hat sich um 5 600 reduziert. Also insgesamt haben wir in unserem Land innerhalb eines Jahres um rund 19 000 Arbeitslose weniger. Bei den Jungen haben wir ein Minus von 8,4 Prozent, aber sogar bei den älteren Arbeitslosen ist die Zahl etwas geringer geworden, zwar nicht sehr viel geringer, aber wenigstens etwas.
Abg. Kickl: Bei Ihrer Politikerpension, wie ist es denn da?
Sehr verehrte Damen und Herren! Zum Bereich Pensionen hat Kollege Wöginger von der ÖVP am Beginn der heutigen Debatte gemeint, der Bundesbeitrag steige dramatisch. – Ja, das ist richtig, wir haben einen Anstieg des Bundeszuschusses für die Pensionen, aber man muss sich auch anschauen: Wer braucht den größten Zuschuss? Wie schaut es da aus? Es sind die Bauern und auch die Selbständigen, die im Verhältnis zur Pensionsleistung einen großen Zuschussbedarf haben. Das hängt ein bisschen auch damit zusammen, dass die Beitragsleistung von diesen von mir genannten Personengruppen geringer ist als im ASVG-Bereich. (Abg. Kickl: Bei Ihrer Politikerpension, wie ist es denn da?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Was heißt das?
Ich habe es so verstanden: Wenn Sie von Familien reden, dann reden Sie von rein österreichischen Familien. – Ich erlaube mir dieses Wort „rein“ hinzuzufügen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was heißt das?) Ich darf Ihnen sagen: Wenn wir von der SPÖ von Familien reden, dann reden wir von allen Familien, die in Österreich leben. Das ist ein Unterschied, auf den ich aber stolz bin, Herr Abgeordneter Kickl! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe es so verstanden: Wenn Sie von Familien reden, dann reden Sie von rein österreichischen Familien. – Ich erlaube mir dieses Wort „rein“ hinzuzufügen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was heißt das?) Ich darf Ihnen sagen: Wenn wir von der SPÖ von Familien reden, dann reden wir von allen Familien, die in Österreich leben. Das ist ein Unterschied, auf den ich aber stolz bin, Herr Abgeordneter Kickl! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Beispiel möchte ich nur nennen, das Sie auch alle kennen: Wenn ein Mensch in Österreich eine Zahnprothese benötigt, dann geht er zu seinem Zahnarzt und bezahlt dort einen gewissen Betrag, den wir Selbstbehalt nennen. Wenn er nach Ungarn fährt und dieselbe Leistung dort in Anspruch nimmt, zahlt er auch einen gewissen Betrag, bekommt aber den gesamten Betrag vollständig von seiner Krankenkasse retourniert. Und ich sage Ihnen, die Konsequenzen sind keine Kleinigkeit, sondern die Konsequenzen sind Kaufkraftausfälle, Steuerausfälle und Kaufkraftabfluss. Viele Menschen trifft das wirklich bis ins Mark. Ich kann nicht verstehen, dass ein aktiver Sozialpolitiker diese Verwerfungen einfach in Kauf nimmt und hier keine gegensteuernden Maßnahmen setzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der dritte Punkt, warum wir sagen, dass Österreich vom Verlust des Wohlstands bedroht ist, ist jener, dass die Menschen aus dem ehemaligen Osten ab 1. Mai massiv in unser Sozialsystem einwandern werden. Die Menschen interessieren keine theoretischen Abhandlungen, sondern sie interessiert aktive Sozialpolitik, die sich an den realen Problemen orientiert und die Alltagssorgen mindert. Es müssen daher im Sozialbereich für unsere Menschen Maßnahmen ergriffen werden, damit es nicht mehr nötig ist, Österreich zu verlassen, um die notwendigen sozialen und medizinischen Leistungen zu erhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Eine Million lebt an der Armutsgrenze – und Sie reden von Wohlstand für alle! Das ist ja unglaublich!
Natürlich ist es so, dass die Budgetdebatte Emotionen aufkommen lässt, und ich denke, es lohnt sich nicht, alles zu loben, es ist aber auch nicht richtig, alles zu tadeln und zu kritisieren. Alle, die sich hier herstellen und sich als Besserwisser darstellen, wer immer es ist, sollen beginnen, die Dinge besser zu machen. Das haben Sie von der Opposition bis heute noch nicht gezeigt. (Abg. Petzner: Eine Million lebt an der Armutsgrenze – und Sie reden von Wohlstand für alle! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Petzner: Und genau Ihre Partei verhindert das!
Damit das alles auch in Zukunft funktioniert, brauchen wir wettbewerbsfähige und vor allem faire Produktionsvoraussetzungen in all unseren Betrieben. Dabei ist Bildungspolitik wichtig, und ich würde mir wünschen, dass wir die Debatte über die Bildungspolitik möglichst bald auf den Punkt bringen und wirklich das erreichen, was wir brauchen, nämlich die beste Ausbildung für unsere Jugend, damit sie nach der Schule auch in die Arbeitswelt eintreten kann. (Abg. Petzner: Und genau Ihre Partei verhindert das!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Jannach macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.
Es hat keinen Sinn, sich gegenseitig aufzurechnen, wer mehr zahlt. Einer meiner Vorredner hat vorhin gemeint, die Bauern zahlen zu wenig oder die Wirtschaft zahlt zu wenig. – Nehmen wir die Dinge, wie sie sind! Wir alle, und das ist sozialpartnerschaftlich vereinbart, zahlen in das Pensionssystem 22,8 Prozent an Beiträgen ein. Der Dienstnehmer zahlt 10,25 Prozent, der Dienstgeber 12,55 Prozent. Sie sehen also: ein duales System. Die Wirtschaft zahlt 17,5 Prozent, und der Rest wird, weil sie andere Sozialleistungen in Anspruch nehmen, eben dazugegeben. Die Bauern zahlen in Zukunft 16 Prozent und haben dazu viele Eigenleistungen, so zum Beispiel das fiktive Ausgedinge oder die Sonderabgabe bei der Grundsteuer. Das alles muss man berücksichtigen, nur dann führt man eine Debatte über soziale Ausgewogenheit richtig, ehrlich und korrekt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Jannach macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.)
Abg. Öllinger: Ja, ja!
Wir müssen aber auch fair darüber diskutieren, weil wir auch der Jugend Hoffnung geben sollen. Viele junge Menschen fragen uns: Freunde, was hat das für einen Sinn? – Ich denke, wir sind in Summe gut unterwegs. (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Herr Bundesminister, wenn wir im Pflegegeldbereich Korrekturen vornehmen, dann ist das zwar nicht angenehm, aber insgesamt, so denke ich, vertretbar, weil es stimmt, dass wir europaweit, ja weltweit die besten Leistungen haben, und die wollen wir auch in Zukunft halten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.
Wir müssen aber auch fair darüber diskutieren, weil wir auch der Jugend Hoffnung geben sollen. Viele junge Menschen fragen uns: Freunde, was hat das für einen Sinn? – Ich denke, wir sind in Summe gut unterwegs. (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Herr Bundesminister, wenn wir im Pflegegeldbereich Korrekturen vornehmen, dann ist das zwar nicht angenehm, aber insgesamt, so denke ich, vertretbar, weil es stimmt, dass wir europaweit, ja weltweit die besten Leistungen haben, und die wollen wir auch in Zukunft halten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Kurt, bitte! – Abg. Dr. Moser: Bring’s ins Lot! Die Stimme der Vernunft!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Kurt, bitte! – Abg. Dr. Moser: Bring’s ins Lot! Die Stimme der Vernunft!)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, man muss auf Bildung schauen und man muss auf Einkommen schauen. Es geht nicht an, dass eine Frau, die keinen Pflichtschulabschluss erlangt hat, sechs Jahre kürzer lebt als eine Akademikerin in höherer Position. Das ist ein soziales Ärgernis, und von Gleichheit und Fairness kann da nicht die Rede sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Weniger Zucker essen!
Es haben viele in der ÖVP versucht, Krankheit mit Schuld gleichzusetzen. Die oder der müsste sich einfach gesünder verhalten, weniger rauchen, mehr spazieren gehen, vernünftiger essen (Abg. Dr. Rosenkranz: Weniger Zucker essen!) – weniger Zucker es
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Wenn man jetzt sagt, man hat etwas in der 24-Stunden-Betreuung getan – was ja nicht ganz falsch ist –, dann muss man mit bedenken, dass nur 3 Prozent eine solche brauchen, und viele anderen Leute stehen finanziell im Regen. Wir sind dafür, dass Sorge dafür getragen wird, dass es eine Art Grundrecht auf humanitäre und erschwingliche Pflege gibt. Das sollte so sein! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mayerhofer.
Dann zum Föderalismus, der mir auch schon irgendwie an die Nieren geht, also in diesem Ausmaß gesundheitsschädigend ist. In Tirol kommt man drauf, dass dort, verglichen mit anderen Bundesländern, viel, viel mehr Leute in Pflegestufe 1 und 2 eingestuft sind. – Ich möchte nicht, dass die Qualität der Pflege vom Bio-Rhythmus und vom Horoskop von Landeshauptleuten beziehungsweise vom Meldezettel abhängt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mayerhofer.) Ich will bundeseinheitliche Qualitätssicherung und bundeseinheitliche Garantien, dass die Leute gut gepflegt werden.
Beifall bei den Grünen.
Zum Schluss zur Hospiz: Wenn ein Ministerium sagt, Sterben ist Ländersache, und neun Sozialreferenten oder SoziallandesrätInnen sagen, sie stecken in das Hospizsystem kein Geld, dann frage ich mich, ob Geburt und Tod nicht beides Lebenden widerfährt und warum man dann diesen Unterschied macht. Zweiklassenmedizin bis ins Sterben halte ich absolut für einen Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch einmal: Ich glaube, Gesundheit und Soziales gehören vernetzt. Die Qualität der Systeme muss bundeseinheitlich garantiert werden. Ich würde Sie bitten – und ich halte Sie für fähig –, leisten auch Sie Widerstand wie viele andere, auch wenn es den Partner gelegentlich stört! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Oh, oh, oh!
Herr Kollege Grosz hat ja vom politischen Elend gesprochen. Da hat er wohl eine Eigendefinition des BZÖ gewählt, wenn man an die Zeit der Regierungsbeteiligung dieser Partei und deren sozialpolitische Auswirkungen denkt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Oh, oh, oh!)
Abg. Grosz: Eher weniger!
Herr Kollege Klikovits hat auf seine Art und Weise mehr oder weniger anschaulich demonstriert (Abg. Grosz: Eher weniger!), wie er dieses Budget empfindet, wobei er aber interessanterweise das Belastungspaket als schwarzes Paket mit rotem Deckel dargestellt hat. (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht gezeigt, was drinnen ist!)
Ruf bei der FPÖ: Aber nicht gezeigt, was drinnen ist!
Herr Kollege Klikovits hat auf seine Art und Weise mehr oder weniger anschaulich demonstriert (Abg. Grosz: Eher weniger!), wie er dieses Budget empfindet, wobei er aber interessanterweise das Belastungspaket als schwarzes Paket mit rotem Deckel dargestellt hat. (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht gezeigt, was drinnen ist!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ein rotes Paket mit schwarzen Einschnürungen!
grenzt werden und dass es mehr soziale Ausgewogenheit gibt. – Und dafür kämpfen wir, dafür stehen wir und dafür steht auch unser Bundesminister Hundstorfer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ein rotes Paket mit schwarzen Einschnürungen!)
Abg. Kickl: Aber denen, die weniger verdienen, nützen die steuerlichen Entlastungen nichts!
Menschen, die eine existenzsichernde Arbeit haben, fördern auch eine positive Wirtschaftsentwicklung, weil sie natürlich die Binnennachfrage erhöhen. Und das macht man ja auch, indem man versucht, eben mit steuerlichen Maßnahmen auch Binnennachfrage und Einkommen der Menschen zu lenken. Auch diesbezüglich unterstützen wir die Intentionen des Bundeskanzlers, noch in dieser Legislaturperiode für die arbeitenden Menschen steuerliche Entlastungen zustande zu bringen. (Abg. Kickl: Aber denen, die weniger verdienen, nützen die steuerlichen Entlastungen nichts!)
Abg. Kickl: Sie haben sich sicher schon eingedeckt!
Wir können in den letzten Tagen immer wieder Jubelmeldungen vom Handel hinsichtlich des florierenden Weihnachtsgeschäftes hören, Herr Kollege Kickl. (Abg. Kickl: Sie haben sich sicher schon eingedeckt!) Allerdings – und das muss man schon offen sagen – stehen wir gerade im Hinblick auf gute soziale Netze vor einer großen Herausforderung.
Abg. Kickl: Der Minister schläft schon ein!
Aber auch da bin ich wieder bei einem wichtigen Punkt. Es geht darum, Herr Bundesminister, dass auch in diesem Bereich die Entwicklung in Richtung ganzjährige Beschäftigung geht. (Abg. Kickl: Der Minister schläft schon ein!) Das muss ein gemeinsames Ziel von Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik für den Tourismus sein.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne werden wir dem Budget unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! „Haben und nicht geben ist in manchen Fällen schlimmer als stehlen.“ Dieses Zitat stammt von Marie von Ebner-Eschenbach. Die Kürzung im Pflegebereich für die Pflegestufen 1 und 2 ist ein solcher Fall, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt frage ich Sie: Was sagen Sie den Frauen, den Männer, den Kindern, die wöchentlich 50, wie bisher, oder 75 Stunden, in der Stufe 2, an Pflegebedarf haben? Was sagen Sie denen? Was geben Sie denen? Was bekommen die von Ihnen? – Nichts bekommen sie von Ihnen, Herr Minister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, stimmen Sie diesem Antrag im Sinne der Pflegebedürftigen in Österreich zu! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
So ist beispielsweise die Rede davon gewesen, dass bei der Behindertenintegration am Arbeitsmarkt eingespart wird, dass es keine Berufsausbildungsassistenten mehr geben wird. Ich habe natürlich beim Bundessozialamt nachgefragt, und Fakt ist, dass bei den Bundessozialämtern zwar eingespart wird, dass aber die Ziele zur beruflichen Integration im Jahr 2011 voll erfüllt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Diese Maßnahmen sind jahrelang umstritten gewesen und sind dazu angetan, mehr behinderte Menschen in Beschäftigung zu bringen. Außerdem werden die Behindertenvertrauenspersonen mehr anerkannt, bekommen mehr Möglichkeiten. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man hier Maßnahmen setzt. Es gibt weltweit 650 Millionen behinderte Menschen, 80 Prozent davon leben in Entwicklungsländern, in Schwellenländern. Ich meine, es ist eine gewisse solidarische Verantwortung notwendig. Es muss ein Schwerpunkt 2011 sein, diesbezüglich eine Lösung zu finden. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Großruck: Dänemark!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist einiges faul im Staate Österreich. (Abg. Großruck: Dänemark!) Es gibt eine Fülle von Problemen, aber die Regierung schafft es nicht, die Lebensumstände zu verbessern, und das Budget, das beschlossen werden soll, verschärft diese Probleme sogar noch.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist – gerade im Gegenteil! – so, das Budget ist so, dass man sich wirklich fürchten muss, gerade im Sozial- und Familienbereich. Und das ist eine Schande. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“!
Es gibt ja nicht nur Parallelgesellschaften, die durch die massive Einwanderung entstanden sind und durch eine Multikultiideologie gefördert wurden, sondern es gibt auch Parallelwelten, in denen Politiker agieren, völlig losgelöst von den wahren Bedürfnissen der Menschen in unserem Land. (Abg. Dr. Bartenstein: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“!)
Abg. Dr. Bartenstein: Ich habe mit Hamlet geantwortet! – Abg. Großruck: „Auch du, mein Sohn Brutus?“
Herr Kollege Bartenstein! Ich habe Ihren Zwischenruf leider nicht verstanden und kann somit auch nicht darauf reagieren. Tut mir leid. (Abg. Dr. Bartenstein: Ich habe mit Hamlet geantwortet! – Abg. Großruck: „Auch du, mein Sohn Brutus?“) – Na ja, war doch gut von mir als Kultursprecherin, oder? (Heiterkeit der Rednerin.)
Heiterkeit der Rednerin.
Herr Kollege Bartenstein! Ich habe Ihren Zwischenruf leider nicht verstanden und kann somit auch nicht darauf reagieren. Tut mir leid. (Abg. Dr. Bartenstein: Ich habe mit Hamlet geantwortet! – Abg. Großruck: „Auch du, mein Sohn Brutus?“) – Na ja, war doch gut von mir als Kultursprecherin, oder? (Heiterkeit der Rednerin.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
In meinen Augen ist das wirklich unmenschlich, Kinder ... (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Sie hat einen verpflichtenden Kindergartenbesuch ab zwei Jahren verlangt. Man geht damit überhaupt nicht auf die Bedürfnisse der Kinder ein. (Abg. Brosz: Zwei Jahre vor der Geburt!)
Abg. Brosz: Zwei Jahre vor der Geburt!
In meinen Augen ist das wirklich unmenschlich, Kinder ... (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Sie hat einen verpflichtenden Kindergartenbesuch ab zwei Jahren verlangt. Man geht damit überhaupt nicht auf die Bedürfnisse der Kinder ein. (Abg. Brosz: Zwei Jahre vor der Geburt!)
Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Neubauer.
Mit solchen Ideen stellen diese Politikerinnen Paradebeispiele der Umsetzung linker Ideologien dar, ausgehend von Marx und Lenin. Wir haben das hier schon öfter diskutiert. Auch Ihre Lieblinge Marcuse und so weiter wollen Werte wie Familie, Heimat, Vaterland, Muttersprache – in den Augen der Grünen sowieso verdächtige Wörter –, Mutterschaft – ganz schlimm – diffamieren und damit zerstören. (Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre ganz wichtig – das sagen die Linken –, dass man diese Rollenbilder aufweicht, so als ob es nicht Männer und Frauen gäbe. Diese behaupten, sie spielen nur eine Rolle. Wir sind der Meinung, dass es Mütter und Väter gibt und dass Mütter und Väter nicht eine Rolle spielen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich weiß, das sind grundsätzliche Gedanken. Aber genau aus diesen Gedanken kommen ja die verschiedenen Ideologien, die auch zu verschiedenen Wertungen und zu verschiedenen Entscheidungen hier im Haus führen. Die Tatsache, dass Österreich im europäischen Vergleich eines der Länder mit der niedrigsten Geburtenrate ist, zeigt auf, dass hier etwas schiefgelaufen ist. Dies zeigt, dass es hier ein gesellschaftliches Klima gibt, in dem sich die Frauen nicht bestärkt und nicht geborgen fühlen, Kinder zu bekommen. Die Entscheidung, Kinder zu bekommen und großzuziehen, darf kein Nachteil sein. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Kein Geld für Gesellschaftsutopien, die an den wahren Bedürfnissen der Menschen vorbeigehen! Wir Freiheitliche wollen, dass die Familien gestärkt werden und dass die Menschen ihre persönliche Lebensgestaltung auch selbst bestimmen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: ... anderen können sich unsere nichts kaufen!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Nur ganz kurz: Frau Kollegin Unterreiner, ich glaube, man müsste sich unser Budget und dann die Budgets der ande- ren Länder einmal im internationalen und im europäischen Vergleich anschauen. (Abg. Kickl: ... anderen können sich unsere nichts kaufen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn wir davon ausgehen, dass wir in einer sehr angespannten Wirtschaftskrise ein solches Budget zustande gebracht haben, wie wir es jetzt verabschieden werden, ein sozial ausgeglichenes Budget, dann kann man wirklich froh sein, dass das geglückt ist, und insofern noch herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu einem funktionierenden Sozialstaat gehört natürlich auch ein entsprechender Zugang zum Recht. Ich möchte mich hier, da es eine lange Diskussion gegeben hat, herzlich dafür bedanken, dass es uns allen gelungen ist, den Amtstag doch nicht abzuschaffen. Ich sage das wirklich in alle Richtungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Meischberger!
hier nur die Namen Meinl, Immofinanz, Grasser, BUWOG, Hypo Alpe-Adria (Abg. Riepl: Meischberger!) – alles Fälle, wo viele Menschen, die nicht viel Geld hatten, denen man vorgegaukelt hat, sie sollten, anstelle Geld in ihr Sparschwein zu geben, Aktien kaufen, Wertpapiere kaufen, durch diese Fonds um ihr letztes Geld umgefallen sind. (Abg. Dr. Strutz: Da war Gusenbauer Berater!)
Abg. Dr. Strutz: Da war Gusenbauer Berater!
hier nur die Namen Meinl, Immofinanz, Grasser, BUWOG, Hypo Alpe-Adria (Abg. Riepl: Meischberger!) – alles Fälle, wo viele Menschen, die nicht viel Geld hatten, denen man vorgegaukelt hat, sie sollten, anstelle Geld in ihr Sparschwein zu geben, Aktien kaufen, Wertpapiere kaufen, durch diese Fonds um ihr letztes Geld umgefallen sind. (Abg. Dr. Strutz: Da war Gusenbauer Berater!)
Abg. Dr. Strutz: Was hat Herr Lacina im Aufsichtstrat getan? Wie viel hat Herr Gusenbauer für Beratung bekommen?
Daher ist es notwendig, dass wir unsere Staatsanwaltschaften entsprechend stärken, den Dingen wirklich auf den Zahn fühlen. (Abg. Dr. Strutz: Was hat Herr Lacina im Aufsichtstrat getan? Wie viel hat Herr Gusenbauer für Beratung bekommen?) – Ich weiß schon, dass es sehr schwierig ist, mit dieser Angelegenheit umzugehen, sich zu wehren und damit der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen.
Abg. Dr. Strutz: Das war der einzige unabhängige Minister!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Strutz, es gibt ja kaum einen anderen Justizminister oder überhaupt einen Minister, der der Republik derartig viel Schaden zugefügt hat wie Herr Minister Böhmdorfer. (Abg. Dr. Strutz: Das war der einzige unabhängige Minister!) Wenn ich mir anschaue, welche Gebäude, wie etwa der Jugendgerichtshof beispielsweise, quasi zertrümmert, verkauft worden sind und dass neue Gebäude, an denen wir bis dato noch zahlen, gebaut werden mussten und wir jetzt die Jugend im Grauen Haus haben, wo sie täglich missbraucht wird, so kann ich nur sagen: Auf diese Politik können wir gerne verzichten.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bin froh – zum Abschluss kommend –, dass wir dieses soziale Budget beschließen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Frau Kollegin Unterreiner, Sie haben das ganz missverstanden. Im Regierungsübereinkommen der Wiener Grünen mit der SPÖ steht, dass wir wollen, dass die Kinder schon zwei Jahre vor der Geburt in den Kindergarten gehen und dass die Männer die Kinder bekommen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist natürlich ein Scherz. Aber Sie sollten mit dem Begriff „Gender“ vielleicht einmal verantwortungsvoller umgehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Frau Kollegin Unterreiner, Sie haben das ganz missverstanden. Im Regierungsübereinkommen der Wiener Grünen mit der SPÖ steht, dass wir wollen, dass die Kinder schon zwei Jahre vor der Geburt in den Kindergarten gehen und dass die Männer die Kinder bekommen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist natürlich ein Scherz. Aber Sie sollten mit dem Begriff „Gender“ vielleicht einmal verantwortungsvoller umgehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist mittlerweile nichts Neues. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Budget, dass nämlich gerade dort, wo die Lobby schwach ist, wo es wenig Widerspruch gibt, am meisten eingegriffen wurde. Das betrifft die Studierenden, das betrifft die Familien, das betrifft Menschen in Entwicklungsländern und nicht zuletzt sehr viele Frauen in Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist nur teuer!
Es gibt noch viel Bedarf, gerade im Frauenministerium, für Frauenhäuser, für die Gleichbehandlungsanwaltschaften und vieles mehr. Da bleibt auch die Lobby fern. Aber gerade bei den anderen Ressorts, wenn es darum geht, zu schauen, wie es um die Auswirkungen auf Männer und Frauen steht, wenn es um das Zauberwort „Gender Budgeting“ geht – Frau Unterreiner ist jetzt hinausgegangen und muss nachlesen, was „gendern“ wirklich bedeutet –, da gibt es einiges an Nachholbedarf. Auch wenn Sie es nie verstehen wollen, Gender Budgeting ist kein Teufelszeug, das ist keine große Hexerei. Das heißt nur, dass man sich das Budget ... (Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist nur teuer!) – Das ist auch nicht teuer.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Man schaut sich das Budget auf seine Auswirkungen auf Frauen und Männer an. Das ist eine ganz einfache Angelegenheit. Man muss nur einmal klick machen und einen Blick darauf werfen. Das sollten auch Sie tun. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: ... im Jänner!
Wie Sie alle wissen, leben wir in einem Land, in dem die Einkommensschere jetzt zwar minimal zugegangen ist, ich befürchte aber, dass wir gerade nach diesen Budgetmaßnahmen da nicht gegensteuern, dass wir nach wie vor einen Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt nur auf dem Papier haben. Da geschieht nichts. (Abg. Mag. Wurm: ... im Jänner!) Das Gesetz im Jänner – da bin ich skeptisch. Sie wissen, da gibt es einige Punkte, die nicht so gut sind. Vor allem wird es nie die Masse an Frauen treffen, die arbeiten, was die Einkommenstransparenz betrifft, weil die meisten Betriebe, die da geprüft werden, nicht die Betriebe sind ... (Abg. Mag. Wurm: 2014! Stufenplan!)
Abg. Mag. Wurm: 2014! Stufenplan!
Wie Sie alle wissen, leben wir in einem Land, in dem die Einkommensschere jetzt zwar minimal zugegangen ist, ich befürchte aber, dass wir gerade nach diesen Budgetmaßnahmen da nicht gegensteuern, dass wir nach wie vor einen Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt nur auf dem Papier haben. Da geschieht nichts. (Abg. Mag. Wurm: ... im Jänner!) Das Gesetz im Jänner – da bin ich skeptisch. Sie wissen, da gibt es einige Punkte, die nicht so gut sind. Vor allem wird es nie die Masse an Frauen treffen, die arbeiten, was die Einkommenstransparenz betrifft, weil die meisten Betriebe, die da geprüft werden, nicht die Betriebe sind ... (Abg. Mag. Wurm: 2014! Stufenplan!)
Abg. Mag. Wurm: Dann freuen wir uns gemeinsam!
Einen Stufenplan gibt es, aber trotzdem wird es bis 2014 die große Zahl von kleinen Unternehmen, wo vor allem Frauen beschäftigt sind, nicht treffen. Wir diskutieren im Jänner weiter, Frau Kollegin. (Abg. Mag. Wurm: Dann freuen wir uns gemeinsam!)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Gibt es jetzt neue Schulden oder nicht?
Abgeordneter Jochen Pack (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich glaube, die heutige Debatte hat gezeigt, es ist unumstritten, dass eine Budgetkonsolidierung nicht einfach, aber notwendig, ja unvermeidbar ist. Wir haben ja am Beispiel vieler anderer Länder gesehen, was passieren kann, wenn man über die Verhältnisse lebt. (Abg. Kickl: Gibt es jetzt neue Schulden oder nicht?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist auch einer der Gründe für die Notwendigkeit dieser Konsolidierung und dafür, dass Einsparungen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik auch akzeptabel sind. Herr Sozialminister, Sie haben in diesem Budgetbereich im richtigen Ausmaß gespart und reduziert, und trotzdem ist es Ihnen gelungen, immerhin noch das drittgrößte Budget im Bereich des AMS zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das AMS hat die Mittel und auch das Budget zur Verfügung. Es ist aber relativ schwierig – und Sie haben das auch immer im Ausschuss erwähnt –, auf regionale Aspekte einzugehen, und manche Lehrlinge haben eben andere Berufswünsche als in der Region ausgebildet wird. Das Ganze erschwert es natürlich, entsprechende Maßnahmen zu setzen, wenn das AMS, statt regional Budgets auszuschreiben, landesweit oder bundesweit Budgets ausschreibt und damit nicht auf die regionalen Aspekte eingeht. – Herr Bundesminister, wenn Sie darauf noch schauen würden, würden wir uns in diesem Bereich leichter tun. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vielleicht sollte man den Konsumentenschutz dem Justizministerium zuordnen – aber das ist keine Kritik an Ihrer Arbeit, Herr Minister –, weil die Justiz mehr Verhandlungsmöglichkeiten hat, etwa bei der Festsetzung von Höchstprämien, Verordnungen oder Kontrollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, suchen Sie den Konsens mit den Kollegen der anderen Bereiche, um den Konsumentenschutz auch gut und wirkungsvoll umzusetzen! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Bundesregierung unter Bundeskanzler Werner Faymann ist es das wichtigste Anliegen, dass Arbeitslosigkeit bekämpft wird, dass Arbeitsplätze gefördert und Arbeitsplätze geschaffen werden. Und es hat sich auch gezeigt, dass wir hier erfolgreich unterwegs waren, denn als einziges Land in Europa neben den Niederlanden haben wir von der Europäischen Kommission und von der OECD ein Lob bekommen, internationales Lob, das uns attestiert, dass wir die Arbeitsmarktsituation im Griff haben – trotz einer riesigen Wirtschaftskrise. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Was heißt „einen“? Viele!
Ich kann nur feststellen, dass bei den Freiheitlichen diesbezüglich ein fokussierter Tunnelblick vorherrscht. Wenn die Kollegin Unterreiner hier davon spricht, wie Familien bedroht sind in unserer heutigen Gesellschaft, oder wenn der Kollege Kickl hier davon spricht, dass er bei jedem Schalter bei einer Krankenkassa oder bei einem Sozialamt oder beim Bundessozialamt oder bei sonstigen Einrichtungen einen Rumänen wittert (Abg. Mag. Stefan: Was heißt „einen“? Viele!), dann, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen, würde ich Ihnen empfehlen: Schalten Sie diesen Tunnelblick einmal aus! Das brächte auch für Ihre Politik eine gewisse Bereicherung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur feststellen, dass bei den Freiheitlichen diesbezüglich ein fokussierter Tunnelblick vorherrscht. Wenn die Kollegin Unterreiner hier davon spricht, wie Familien bedroht sind in unserer heutigen Gesellschaft, oder wenn der Kollege Kickl hier davon spricht, dass er bei jedem Schalter bei einer Krankenkassa oder bei einem Sozialamt oder beim Bundessozialamt oder bei sonstigen Einrichtungen einen Rumänen wittert (Abg. Mag. Stefan: Was heißt „einen“? Viele!), dann, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen, würde ich Ihnen empfehlen: Schalten Sie diesen Tunnelblick einmal aus! Das brächte auch für Ihre Politik eine gewisse Bereicherung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Sagen Sie, glauben Sie das auch alles, was Sie da sagen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Kampf um diese Einnahmen war von lautstarken Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Es ist der harten Arbeit der sozialdemokratischen Mitglieder in der Regierung zu verdanken, dass wir die Bankensteuer haben (Abg. Grosz: Sagen Sie, glauben Sie das auch alles, was Sie da sagen?), dass wir die Vermögenszuwachssteuer haben, dass wir Stiftungsbesteuerung und Konzernbesteuerung haben. (Abg. Grosz: Redezeit!)
Abg. Grosz: Redezeit!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Kampf um diese Einnahmen war von lautstarken Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Es ist der harten Arbeit der sozialdemokratischen Mitglieder in der Regierung zu verdanken, dass wir die Bankensteuer haben (Abg. Grosz: Sagen Sie, glauben Sie das auch alles, was Sie da sagen?), dass wir die Vermögenszuwachssteuer haben, dass wir Stiftungsbesteuerung und Konzernbesteuerung haben. (Abg. Grosz: Redezeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Danke, die Nächste, bitte! Wiederschaun! Haltungsnote: Nichtgenügend!
Herr Kollege Grosz, ich finde, es wäre wirklich schon an der Zeit, dass Sie endlich Mäuse, Ameisen oder sonst was melken gehen, denn Ihre Beiträge im Hohen Haus sind nicht gerade gekennzeichnet von Augenmaß, Verlässlichkeit und Gerechtigkeit, wie es das Budget der sozialdemokratisch geführten Bundesregierung ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Danke, die Nächste, bitte! Wiederschaun! Haltungsnote: Nichtgenügend!)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.
Abgeordnete Carmen Gartelgruber (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Kollegin Lapp, nur ein kleiner Zusatz: Wir haben keinen Tunnelblick, wir sind die einzige Partei mit Weitblick in Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein besonders trauriger Höhepunkt dieser unsozialen Einsparungen, die die Regierung jetzt vornimmt, sind jene bei den behinderten Menschen. So wird auch im Zuge der Senkung des Pflegegeldes der Zugang zu Stufe 1 und 2 massiv erschwert. Sie, Herr Sozialminister, haben uns vorhin erzählt, diese Maßnahmen werden 10 000 Personen betreffen. Ich sage Ihnen: Das wird weit mehr Personen betreffen, und ich sage Ihnen auch, Sie werfen hier bewusst mit falschen Zahlen um sich, um uns alle zu täuschen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie, meinen Antrag zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren mit dem Weitblick! Ich möchte kurz auf die Vorrednerin zu sprechen kommen, und zwar wegen dem „Chauffeur“. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch Regierungsmitglieder in den Landesregierungen der FPÖ mit Chauffeur fahren. Und ich glaube, das ist auch gut so. Wichtig ist – und das möchte ich auch für die ÖVP-Regierungsmitglieder in den Ländern und im Bund in Anspruch nehmen –, dass die Arbeit stimmt, und dann braucht man auch einen Chauffeur, weil man gewisse Distanzen zurückzulegen hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das kann so nicht weitergehen. Das ist eine soziale Ungerechtigkeit. Die Generationengerechtigkeit kommt mir in der gesamten Gerechtigkeitsdebatte viel zu kurz. Das ist nicht gegen die Pensionisten gerichtet. Österreich hat unabhängig von der Finanz- und Wirtschaftskrise auch ein strukturelles Problem. Es sind die teuren und unsozialen Zugänge zur Pension. Im Jahr 2009 hatten die männlichen Pensionsantrittspersonen bereits eine Pensionsbezugsdauer von 22 Jahren und die Damen von 28 Jahren zu erwarten. Das kann mit den Beiträgen nicht mehr gedeckt werden. Da kommen wir in einen Teufelskreis für unseren Staatshaushalt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Der Trend zum frühzeitigen Pensionsantritt muss gestoppt werden! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Er war da!
(Abg. Jakob Auer: Er war da!) Ich war bis zum Schluss der Sitzung anwesend, also kann ich es sagen. Und dennoch war ich heute schon um acht Uhr im Hauptausschuss. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
(Abg. Jakob Auer: Er war da!) Ich war bis zum Schluss der Sitzung anwesend, also kann ich es sagen. Und dennoch war ich heute schon um acht Uhr im Hauptausschuss. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Jakob Auer: Sie sagen die Unwahrheit! – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Dr. Bartenstein.
So machen Sie Politik. Sie zeigen mit dem Finger auf andere, und selbst machen Sie das Gegenteil. (Abg. Jakob Auer: Sie sagen die Unwahrheit! – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Dr. Bartenstein.) Das ist die Politik der ÖVP, meine Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Wenn ich dann beobachten muss, wie Sie die Pendler, die Arbeiter, die Angestellten, die zur Arbeit fahren müssen, hiemit belasten, dann muss ich sagen: Sie haben Ihr Wort gebrochen! Das ist die Politik der SPÖ, Herr Minister! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lassen Sie mich noch kurz auf die Arbeit zurückkommen! Der BZÖ-Leitsatz lautet: Arbeit muss sich lohnen, Leistung muss sich bezahlt machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie (in Richtung ÖVP) haben das auch schon übernommen, weil Sie eingesehen haben, dass das der richtige Weg ist. (Abg. Wöginger: Da hat es dich noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Wöginger: Da hat es dich noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Lassen Sie mich noch kurz auf die Arbeit zurückkommen! Der BZÖ-Leitsatz lautet: Arbeit muss sich lohnen, Leistung muss sich bezahlt machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie (in Richtung ÖVP) haben das auch schon übernommen, weil Sie eingesehen haben, dass das der richtige Weg ist. (Abg. Wöginger: Da hat es dich noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Krainer: Vielleicht zahlen Sie einfach zu wenig!
Ich sage Ihnen jetzt etwas: Vor einigen Tagen hat mich ein Betriebsleiter gebeten, ich möge ihm helfen, für seine Firma mehrere Arbeitskräfte vom AMS zu bekommen, weil er einfach zu wenige Leute hat. Dabei handelte es sich um 30 Personen. Ich habe daraufhin persönlich beim AMS angerufen und sie haben auch wirklich Arbeiter geschickt. Nur – jetzt kommt die Krux an der Sache! –, kein Einziger davon wollte sich einstellen lassen. Wissen Sie, warum? – Weil das Sozialsystem bei uns so etwas von übertrieben ist, dass diese Leute nämlich mehr verdienen, wenn sie nicht arbeiten. Mit den zahlreichen Gebührennachlässen und Wohnungsförderungen – und was sie noch alles bekommen – haben sie am Ende des Tages mehr in der Tasche, als wenn sie arbeiten gehen und 1 100 € brutto verdienen. (Abg. Krainer: Vielleicht zahlen Sie einfach zu wenig!)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!
Meine Damen und Herren, das ist die falsche Politik. Da müssen Sie eingreifen, um den Staat nach vorne zu treiben und wieder Steuern hereinzubringen. (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, zum Abschluss schlage ich Ihnen vor, eine Verwaltungsreform zu machen. Sparen Sie die 21 Sozialversicherungen ein und machen sie eine daraus! Sie haben immer gesagt, wir machen keine konkreten Vorschläge: Hier haben Sie einen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Nein, stimmt nicht!
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Hagen, von heute Nacht und der Anwesenheit wissen wir nur: Es waren noch fünf Mitglieder des BZÖ hier, und Ihr Vorsitzender Bucher war auch nicht da. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Nein, stimmt nicht!)
Abg. Grosz: Balduin, das Nachtgespenst!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es geht heute in der Debatte um drei Bereiche: Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. (Abg. Grosz: Balduin, das Nachtgespenst!) Herr Bundesminister, Sie haben zwar mit großer Leidenschaft Arbeit und Soziales vorgetragen, Sie haben aber leider kein einziges Wort zum Konsumentenschutz verloren, und das ist schade, denn in diesem Bereich geht es um den unmittelbaren Schutz von Menschen.
Beifall bei der ÖVP.
Daher sage ich: Wir haben in diesem Bereich viel Arbeit. Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie diese Arbeit noch verstärken. Ich bin aber überzeugt davon und gehe davon aus, dass Sie diese Verantwortung auch intensiv wahrnehmen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, nützen Sie diese Möglichkeit! Denken Sie um und unterstützen Sie unseren Antrag! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: „Freibetrag“?!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen, noch einmal auf zwei Punkte einzugehen. Der eine Punkt ist: Bei der NoVA-Rückvergütung muss man Folgendes aufklären. Wir machen aus einem System, bei dem es in der Vergangenheit 3 600 Betroffene gab, jetzt einen neuen Freibetrag, der 30 000 Menschen betreffen wird. Das heißt, statt 3 600 Menschen können 30 000 Menschen diesen Freibetrag beantragen. (Abg. Öllinger: „Freibetrag“?!)
Abg. Öllinger: Das stimmt!
Mir aber gleichzeitig vorzuwerfen, dass die Zahl der Mindestsicherungsbezieher ansteigt, ist perfide. Gerade die Mindestsicherung ist ein Teil der Antwort, um diesen Personen zu helfen. (Abg. Öllinger: Das stimmt!) Das sollten Sie bitte zur Kenntnis nehmen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Mir aber gleichzeitig vorzuwerfen, dass die Zahl der Mindestsicherungsbezieher ansteigt, ist perfide. Gerade die Mindestsicherung ist ein Teil der Antwort, um diesen Personen zu helfen. (Abg. Öllinger: Das stimmt!) Das sollten Sie bitte zur Kenntnis nehmen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist die falsche Antwort. Sie machen hier eine Budget, das jeder einzelne Österreicher zu spüren bekommen wird – die ärmsten Schichten ganz massiv –, und auf Gemeindeebene dasselbe Spiel noch einmal. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein Fraktionskollege von mir hat Sie schon aufgefordert, darüber nachzudenken, warum Sie sich denn so beharrlich einer Verwaltungs- und Staatsreform verweigern. Das ist doch die Antwort auf die ÖVP, wenn sie immer sagt, dieses Paket sei alternativlos. – Ganz im Gegenteil! Sie haben sich nicht drübergetraut. Sie versagen bei einer Gesundheitsreform, Sie versagen bei der Pflegereform, Sie versagen in allen Bereichen, wo Reformen auf den Tisch gehören. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie verharren beharrlich im nichtreformwilligen Bereich. Sie wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass dort Geld genug liegt, das es zu heben gilt. Entlasten Sie endlich auch die Gemeinden, denn sonst werden Sie nach einem Bankenrettungspaket sehr bald ein Gemeinderettungspaket benötigen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Durch „Betriebsunfälle“!
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Sozialminister! Jetzt haben wir es bald überstanden. Sehr traurig stimmt mich natürlich in der ganzen Budgetdebatte, dass wir tagelang darüber diskutieren können, verschiedene Vorschläge einbringen können, aber sich in Wirklichkeit kein Beistrich am Budget – auch wenn die Vorschläge der Opposition noch so gut sind – ändern wird. (Abg. Kickl: Durch „Betriebsunfälle“!) – Bis auf „Betriebsunfälle“ bei Abstimmungen, verursacht durch SPÖ und ÖVP! Dann ändert sich etwas. Das war ja für uns sehr erfreulich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Sozialminister! Jetzt haben wir es bald überstanden. Sehr traurig stimmt mich natürlich in der ganzen Budgetdebatte, dass wir tagelang darüber diskutieren können, verschiedene Vorschläge einbringen können, aber sich in Wirklichkeit kein Beistrich am Budget – auch wenn die Vorschläge der Opposition noch so gut sind – ändern wird. (Abg. Kickl: Durch „Betriebsunfälle“!) – Bis auf „Betriebsunfälle“ bei Abstimmungen, verursacht durch SPÖ und ÖVP! Dann ändert sich etwas. Das war ja für uns sehr erfreulich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da müsste man sparen, dann hätte die Bevölkerung auch Verständnis für Einsparungen im Familien- und im Pflegebereich, aber nicht, wenn Sie hier nicht sparen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!
Aber nein, das wollen Sie nicht. Sie wollen hier nichts angehen – und das wissen Sie genau! –, weil die Sozialversicherungen genau zwischen Rot und Schwarz aufgeteilt sind. Die Gebietskrankenkassen sind rot, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern ist schwarz geführt, die Betriebskassen sind rot, und die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft ist wiederum schwarz. So zieht sich das durch. Überall gibt es Vorstandsmitglieder, überall Aufsichtsräte, überall Generaldirektoren, die ausschließlich von Rot und Schwarz in trauter koalitionärer Eintracht eingesetzt werden, und dagegen wehren wir uns massiv. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!)
Abg. Hornek: Bei den Klubbeiträgen!
Ich sage Ihnen noch einen Bereich, wo Sie sparen können, weil ich der Agrarsprecher der FPÖ bin. (Abg. Hornek: Bei den Klubbeiträgen!)
Abg. Grillitsch: Das ist nichts als die Unwahrheit!
Wir haben es schon einmal besprochen: Wie können Sie es verantworten, dass Hunderttausende Euro an Agrarförderungen an 3 Prozent der österreichischen Betriebe gehen? Wie können Sie als Sozialminister, der eine Mindestsicherung einführt, es verantworten, dass Sie einer Gräflichen Landwirtschaft St. Martin 170 000 € pro Jahr nachschmeißen, dass Sie einem Landgut Allacher 270 000 € nachschmeißen – alles steuerfrei –, dass Sie einem Landwirtschaftsbetrieb Stift Schotten 378 000 € nachschmeißen, dass Sie einer Heinrich Privatstiftung 1 Million € nachschmeißen oder dass Sie einer Stiftung Fürst Liechtenstein in Kalwang 1,7 Millionen € steuerfrei pro Jahr nachschmeißen? (Abg. Grillitsch: Das ist nichts als die Unwahrheit!)
Beifall bei der FPÖ.
Das können Sie als Sozialminister nicht verantworten. Dagegen wehren wir uns. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
adel!) Da müssen Sie wirklich effektiv sparen. Herr Sozialminister, es ist eine Bitte: Schnallen Sie den Gürtel dort enger, wo es die eigenen Günstlinge und Freunde betrifft, denn dann bräuchten Sie nicht bei den Familien, im Pflegebereich oder bei den Behinderten zu sparen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Herr Sozialminister, noch nicht zusammenpacken! Wir sind noch nicht fertig. Noch ist der Weihnachtsurlaub nicht gekommen, Herr Sozialminister! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihre heutige Rede hier in Ihrer ganzen Selbstherrlichkeit, die Sie von der Regierungsbank aus verkörpert haben, hat mich schon auch herausgefordert, einige Dinge klarzustellen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Herr Sozialminister, noch nicht zusammenpacken! Wir sind noch nicht fertig. Noch ist der Weihnachtsurlaub nicht gekommen, Herr Sozialminister! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihre heutige Rede hier in Ihrer ganzen Selbstherrlichkeit, die Sie von der Regierungsbank aus verkörpert haben, hat mich schon auch herausgefordert, einige Dinge klarzustellen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Sozialminister, da sind Sie völlig falsch gewickelt. Und wenn Sie das wirklich glauben, was Sie hier heute gesagt haben, dann tun Sie mir nur mehr leid, Herr Sozialminister. Dann tun Sie mir wirklich nur mehr leid. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Er findet das lustig!
Wenn Sie heute eine Tageszeitung aufschlagen, nämlich die Tageszeitung „Heute“, die auch von 100 000 Menschen gelesen wird, so lesen Sie etwa die Schlagzeile – es ist keine billige, polemische Behauptung der Opposition, wie Sie immer sagen –: „108.000 kalte Wohnungen!“ – Allein in Wien, Herr Sozialminister! Bewegt Sie das? (Abg. Dr. Strutz: Er findet das lustig!) Haben Sie heute dazu Stellung genommen? – In 108 000 Wohnungen bleibt es kalt.
Abg. Öllinger: Mindestsicherung erhöhen!
Soll ich essen oder heizen? – Ich füge hinzu, sie müssen noch überlegen: Oder soll ich Miete zahlen? (Abg. Öllinger: Mindestsicherung erhöhen!) Denn sie können nur unterscheiden zwischen essen oder heizen oder Miete zahlen (Abg. Öllinger: Mindestsicherung!), weil die Menschen sich nichts anderes leisten können.
Abg. Öllinger: Mindestsicherung!
Soll ich essen oder heizen? – Ich füge hinzu, sie müssen noch überlegen: Oder soll ich Miete zahlen? (Abg. Öllinger: Mindestsicherung erhöhen!) Denn sie können nur unterscheiden zwischen essen oder heizen oder Miete zahlen (Abg. Öllinger: Mindestsicherung!), weil die Menschen sich nichts anderes leisten können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Zu den Menschen in den 108 000 Haushalten, die in Wien sitzen, in Pullover, in Strickwesten mit Kapuzen, mit Fäustlingen am Weihnachtsabend, weil sie sich das Heizen nicht leisten können (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), kommen noch einmal 200 000 quer durch Österreich dazu; insgesamt sind es 300 000 Haushalte, Herr Sozialminister, und Sie wollen uns hier die heile Welt vorgaukeln! Das ist doch ein Skandal, was Sie heute gesagt haben zu dem, was in der Öffentlichkeit auch immer wieder gesagt wird! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zu den Menschen in den 108 000 Haushalten, die in Wien sitzen, in Pullover, in Strickwesten mit Kapuzen, mit Fäustlingen am Weihnachtsabend, weil sie sich das Heizen nicht leisten können (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), kommen noch einmal 200 000 quer durch Österreich dazu; insgesamt sind es 300 000 Haushalte, Herr Sozialminister, und Sie wollen uns hier die heile Welt vorgaukeln! Das ist doch ein Skandal, was Sie heute gesagt haben zu dem, was in der Öffentlichkeit auch immer wieder gesagt wird! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Blau-Schwarz!
Oder was tun Sie dagegen, dass allein in den letzten zehn Jahren, und ganz besonders in den letzten drei Jahren, sämtliche Kosten für Energie, für Mobilität (Abg. Öllinger: Blau-Schwarz!), für Strom, für das Heizen durchschnittlich pro Haushalt um 5 000 € pro Jahr angestiegen sind, Herr Sozialminister? – Da höre ich nichts von Ihnen.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Das ist die Realität in diesem Land, und nicht Ihre Schönfärberei und Ihre Schönrederei über den Sozialstaat, den es in der Form, wie Sie es glauben, gar nicht gibt, Herr Sozialminister! Das ist die Wahrheit wenige Tage vor Weihnachten. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist die wahre Situation, Herr Sozialminister, in diesem Land, und das negieren Sie. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Das negieren Sie völlig, das ist Ihnen völlig egal. Es sind Ihnen die Pendler egal. Es sind Ihnen die Menschen, die in den kalten Wohnungen sitzen, egal. Es sind Ihnen die alleinerziehenden Mütter egal, die sich das Essen nicht mehr leisten können, aber Sie haben wunderschöne Weihnachten, Herr Sozialminister. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – auf dem Weg zurück zu seinem Sitzplatz in Richtung Bundesminister Hundstorfer –: Das ist Ihnen egal, dass die Leute in kalten Wohnungen sitzen! Alles super! Aber Hauptsache, Sie beißen in die Weihnachtsgans, eine wirklich fette! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.
Sie werden wunderbare Weihnachten am Freitag feiern, mit einem reichen Gabentisch, Sie werden vielleicht noch einen schönen Urlaub machen, aber Ihr soziales Gewissen, Herr Sozialminister, haben Sie längst abgegeben. Sie sind unglaubwürdig, Sie sind kein Sozialminister, Sie sind ein Antisozialminister und sollten eigentlich zurücktreten! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – auf dem Weg zurück zu seinem Sitzplatz in Richtung Bundesminister Hundstorfer –: Das ist Ihnen egal, dass die Leute in kalten Wohnungen sitzen! Alles super! Aber Hauptsache, Sie beißen in die Weihnachtsgans, eine wirklich fette! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Vielen Dank, Herr Kollege, für diese Vorschusslorbeeren, ich werde mich bemühen.
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser
Das ist ebenso eine Baustelle im Gesundheitsressort, wie es viele, viele andere gibt, wie Sie überhaupt keine Lösung haben für E-Medikation, für ELGA und so weiter. All diese Baustellen lassen Sie offen. All diese Finanzierungen sind nicht gegeben, und Sie haben keine einzige Frage im Ausschuss beantwortet. Sie haben auf keine einzige Frage eine konkrete Antwort gegeben, Ihre einzige Antwort war, dass Sie uns gesagt haben – wörtliches Zitat des Herrn Bundesministers im Ausschuss (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser) –: Es ist mein Goodwill, dass der Kassenstrukturfonds in den nächsten Jahren jeweils 40 Millionen € bekommt. – Frau Kollegin Oberhauser, Sie saßen ja dabei, Sie müssen es ja gehört haben. (Abg. Dr. Oberhauser: Wir müssen in einem unterschiedlichen Ausschuss gewesen sein!)
Abg. Dr. Oberhauser: Wir müssen in einem unterschiedlichen Ausschuss gewesen sein!
Das ist ebenso eine Baustelle im Gesundheitsressort, wie es viele, viele andere gibt, wie Sie überhaupt keine Lösung haben für E-Medikation, für ELGA und so weiter. All diese Baustellen lassen Sie offen. All diese Finanzierungen sind nicht gegeben, und Sie haben keine einzige Frage im Ausschuss beantwortet. Sie haben auf keine einzige Frage eine konkrete Antwort gegeben, Ihre einzige Antwort war, dass Sie uns gesagt haben – wörtliches Zitat des Herrn Bundesministers im Ausschuss (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser) –: Es ist mein Goodwill, dass der Kassenstrukturfonds in den nächsten Jahren jeweils 40 Millionen € bekommt. – Frau Kollegin Oberhauser, Sie saßen ja dabei, Sie müssen es ja gehört haben. (Abg. Dr. Oberhauser: Wir müssen in einem unterschiedlichen Ausschuss gewesen sein!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, das ist eine sehr schwache Ansage für ein Budget für einen Bereich, der doch sehr wichtig ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
und für das sich Abheben insofern, als er sachlich und sachgerecht antwortete, was in anderen Ausschüssen so nicht der Fall gewesen war. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Das Zweite betreffend die 40 Millionen € – das, was Sie vorgelesen haben – widerspricht in keiner Weise dem, was wir jetzt haben. Natürlich hätte dieser Fonds, der mit 100 Millionen € im Jahr 2010 dotiert war, im Jahr 2011 mit 200 Millionen €, 300 Millionen €, 400 Millionen € oder sonst was dotiert werden können, aber es war keine Zahl drinnen, und es ist auch keine Frage, dass wir uns nicht freuen, dass nur 40 Millionen € drinnen sind. Aber wir freuen uns, dass es zumindest 40 Millionen € sind – und jetzt fix vorgeschrieben auf die nächsten Jahre. Das heißt, wir haben erstmalig Steuergeld mit einer fixen Zusage für die nächsten vier Jahre im System. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) – Klarerweise hätte es mehr sein können, das ist keine Frage, aber es widerspricht nicht dem, was Sie sagen.
Abg. Ing. Westenthaler: Lieber nicht!
Herr Abgeordneter Grillitsch hat hier von der unsolidarischen Leistung des Gesundheitsministers gesprochen, er solle sich ein Beispiel an Rudi Hundstorfer nehmen in der Frage, wie man mit Bauern umgeht. (Abg. Ing. Westenthaler: Lieber nicht!) Also es ist ganz klar, dass die Krankenkasse, auch die bäuerliche, kein Sparverein ist. Das heißt, wir werden jetzt einmal schauen, wie es in den nächsten Jahren weitergeht – Kollege Donabauer lacht –, weil wir auch für die nächsten Jahre ganz klar gesagt haben, dass so weiter ein Projekt und eine Struktur geschaffen werden müssen, dass auch die bäuerliche Unfallversicherung in den nächsten Jahren für ihre Mitglieder da sein kann.
Ruf: Umgefallen!
Da ist Minister Stöger vor allem mit seinen Vorschlägen für ein einheitliches Krankenanstaltenrecht, aber auch für eine transparente Finanzierung (Ruf: Umgefallen!) auf dem richtigen Weg – überhaupt nicht umgefallen, sondern auf dem richtigen Weg. Der Hauptverbandschef Schelling unterstützt ihn in diesen Plänen, und ich bin überzeugt davon, dass Minister Stöger dieses Problem auch auf die Reihe bringen wird, so wie er alle anderen Probleme auch auf die Reihe gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.
Da ist Minister Stöger vor allem mit seinen Vorschlägen für ein einheitliches Krankenanstaltenrecht, aber auch für eine transparente Finanzierung (Ruf: Umgefallen!) auf dem richtigen Weg – überhaupt nicht umgefallen, sondern auf dem richtigen Weg. Der Hauptverbandschef Schelling unterstützt ihn in diesen Plänen, und ich bin überzeugt davon, dass Minister Stöger dieses Problem auch auf die Reihe bringen wird, so wie er alle anderen Probleme auch auf die Reihe gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, Sie sollten wirklich aufzeigen, wo die Defizite sind. Und die Leute, die diese Defizite in der Versorgung haben, müssen versorgt werden wie alle anderen. Ich halte es für extrem ungerecht, Personen- und Diagnosegruppen, das trifft Sie jetzt, einfach auszugrenzen, indem etwas voll finanziert, nur halb finanziert oder momentan überhaupt nicht finanziert wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir wünschen, dass jetzt nicht Hauptverband und Ministerium zeigen, wer ist der Bessere, sondern zusammenarbeiten, um zu einem Ziel zu kommen, das allen Österreicherinnen und Österreichern die Chance auf mehr Gesundheit gibt. Das ist budgetwirksam. Gesund ist billiger als krank! – Das sollten Sie dem Herrn Finanzminister Pröll einmal ganz kräftig sagen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Grünewald: Wie könnte es anders sein?
Wie das bewältigt wird, der Fall X, wenn Sie umfallen und einen Herzinfarkt kriegen, das ist die entscheidende Frage im Gesundheitswesen. Darum hat es ein Regierungsprogramm gegeben, und in diesem Regierungsprogramm steht ein ganz toller Satz drinnen, weil er von mir ist. (Abg. Dr. Grünewald: Wie könnte es anders sein?) – Nein, nicht von mir, aber von mir voll mitgetragen: Die Bundesregierung bekennt sich zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung für alle – zuhören! –, unabhängig von Alter, Einkommen, Herkunft, Religion und Geschlecht.
Zwischenruf beim BZÖ.
Zweitens: Wenn wir vom österreichischen Gesundheitswesen reden, dann wird es immer dargestellt wie ein krankes Wesen. Heute hat der Abgeordnete vom BZÖ gefragt, wann die Gesundheitsreform endlich komme. – Die Gesundheitsreform ist ein tagtägliches Bemühen. Es gibt nicht den großen Big Bang, die große Rakete, die man startet, und dann entsteht die Gesundheitsreform. Es ist auch unfair, die Gesundheitsreform mit einer Schulreform zu vergleichen. (Zwischenruf beim BZÖ.) In der Schule ist die Situation so – sagt Androsch, nicht ich –: vierthöchste Kosten, viertschlechteste Ergebnisse. Ich bin mir nicht sicher, Herr Minister, ob wir im Gesundheitswesen Weltmarkt
Beifall bei der ÖVP.
führer sind, aber jedenfalls sind wir ziemlich gut. (Beifall bei der ÖVP.) – Danke. Auch ich freue mich über Applaus.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Neue Ehrlichkeit heißt, dass wir auch die Ziele neu und besser definieren sollen. Dazu braucht man keinen Masterplan, man braucht auch nicht die zigste nationale Gesundheitskonferenz. Man braucht auch nicht neue Eitelkeiten, sondern man muss nur lesen, was im Regierungsprogramm drinnen steht. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Da haben wir schon Punkte drinnen: Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs, Demenz, Diabetes, Übergewicht, Bewegung, Ernährung und – was mir ganz wichtig zu sein scheint – Suizid.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
fehlen 5 500 Ärzte. Warum? – Weil 60-Stunden-Wochen und schwere Arbeitsverhältnisse – vor allem für Frauen – keine attraktiven Bedingungen sind. In Österreich liegt – wenn ich das richtig gelesen habe – die Burn-out-Rate bei Ärzten bei 30 Prozent, bei den Schwestern weiß ich es nicht, aber die Verweildauer im Beruf ist sehr kurz. Wir müssen auch sehr pfleglich umgehen mit den 400 000 Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten. Darum plädiere ich für neue Ehrlichkeit und nicht für Aktionismus. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Spadiut (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Große Änderungen im Gesundheitsbudget sind nicht zu erkennen, es sind ja auch keine Reformen angedacht. Der Gesundheitsminister spart durch Streichung des Bundesbeitrags zur Unfallversicherung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern 28,9 Millionen € und belastet dadurch die Bauern zusätzlich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Ein Minderbedarf entsteht durch eine geringere Dotierung des Krankenkassenstrukturfonds (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – er liegt bei 60 Millionen € –, dafür ist der Mehrbedarf durch Einführung der Mindestsicherung 20 Millionen €. Die Aufwendungen für den Bereich Veterinärwesen, Lebensmittelangelegenheiten, Gentechnologie und Strahlenschutz werden von 21 Millionen € auf 10 Millionen € für das Jahr 2011 gesenkt, da die gemäß tierseuchenrechtlichen Bestimmungen zu leistenden Entschädigungen nicht mehr finanziert werden sollen. Das bedeutet wieder eine Belastung für die Bauern.
Beifall beim BZÖ.
Das zeigt einmal mehr die Vorliebe unseres Gesundheitsministers für aufgeblähte Verwaltungen. (Beifall beim BZÖ.) Kein Wunder, dass sich der allgemeine Verwaltungsaufwand seines Ministeriums innerhalb von zwei Jahren um 10 Millionen € erhöht hat, kein Wunder, dass der Minister nicht daran denkt, die 22 Sozialversicherungsträger zusammenzulegen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, wandeln Sie sich! Wandeln Sie sich von einem passiven Verwaltungsminister in einen aktiven Reformminister! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Ist noch nicht vorbei!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Drei Jahre Wirtschaftskrise und drei Jahre Kampf gegen das Versagen von Banken und Spekulanten haben auch in Österreich ihre Spuren hinterlassen. Doch anders als in vielen anderen Ländern hat unsere Bundesregierung den Kampf gegen den wirtschaftspolitischen Kollaps gewonnen. Bei uns sinkt die Arbeitslosigkeit, bei uns steigen die Löhne (Abg. Kickl: Ist noch nicht vorbei!), und bei uns wächst die Wirtschaft wieder. Dieses Sparpaket, Kollege Kickl, ist der Preis, den uns die weltweite Wirtschaftskrise gekostet hat (Abg. Kickl: Geh!), und trotzdem sind wir dank der Arbeit unserer Regierung in der Lage, dass bei uns nicht der Rasenmäher regiert beim Sparpaket und dass es Bereiche gibt, die wir von einer Rasenmäherphilosophie ausklammern können.
Abg. Kickl: Geh!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Drei Jahre Wirtschaftskrise und drei Jahre Kampf gegen das Versagen von Banken und Spekulanten haben auch in Österreich ihre Spuren hinterlassen. Doch anders als in vielen anderen Ländern hat unsere Bundesregierung den Kampf gegen den wirtschaftspolitischen Kollaps gewonnen. Bei uns sinkt die Arbeitslosigkeit, bei uns steigen die Löhne (Abg. Kickl: Ist noch nicht vorbei!), und bei uns wächst die Wirtschaft wieder. Dieses Sparpaket, Kollege Kickl, ist der Preis, den uns die weltweite Wirtschaftskrise gekostet hat (Abg. Kickl: Geh!), und trotzdem sind wir dank der Arbeit unserer Regierung in der Lage, dass bei uns nicht der Rasenmäher regiert beim Sparpaket und dass es Bereiche gibt, die wir von einer Rasenmäherphilosophie ausklammern können.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Spadiut.
Das alles wird 2011 möglich sein mit einem Budget, das ein gutes Signal für den Tierschutz ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Spadiut.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass die Patienten theoretisch in ein Krankenhaus ausweichen können, ist auch kein Geheimnis, widerspricht aber all dem, worüber wir hier dauernd diskutieren, und auch einer effizienten und patientennahen Versorgung. Wir müssen uns dieses System genauer anschauen, denn wenn solche Praktiken in einem Fachbereich einreißen – was natürlich auch Auswirkungen auf die Patientenzufriedenheit hat –, dann ist es leider nicht mehr fern, dass sie in einem breiteren Rahmen im Bereich der Finanzierung und vor allem der Versorgung einreißen. Das dürfen wir uns alle zusammen nicht gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Huber: Bankenminister!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist keine Frage, die Gesamtverantwortung für das Budget trägt der Finanzminister mit seinen Staatssekretären. (Abg. Huber: Bankenminister!) Und sie machen ihren Job gut! Die konkrete Ausführung haben die Einzelminister zu verantworten. Der Gesundheitsminister ist heute bei uns, und wir haben die Möglichkeit, mit ihm zu diskutieren.
Beifall bei der ÖVP.
zu fürchten. Wir müssen nur die besseren Argumente haben, dann werden wir gewinnen. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Mir ist aufgefallen, dass Sie sich von den Kernaufgaben Lebensmittelsicherheit, Arzneimittelsicherheit und Seuchensicherheit verabschieden und alles auslagern. Mir ist auch noch aufgefallen, dass die finanziellen Mittel zur Bedeckung von Vorsorge und Prävention, die auch ein wichtiges Gesundheitsziel im Masterplan sind, gleich bleiben. Gerade dafür, so denke ich, müsste eigentlich mehr Geld in die Hand genommen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gerade diese Regierung spricht immer so gerne davon, dass wir über die Grenzen schauen sollen, um zu beurteilen, wie gut oder auch weniger gut wir sind. Auch in diesem Bereich sollten wir das tun. In Deutschland sind Therapien bis zum 18. Lebensjahr in der Krankenversicherung inkludiert, es ist also überhaupt nichts dafür zu bezahlen. In der Schweiz gibt es einen nur 10-prozentigen Selbstbehalt. Diese Anregungen und Ideen sollte man aufgreifen, denn wenn wir in diesen Bereich, also in die Kinder- und Jugendgesundheit, investieren, investieren wir in die Zukunft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ haben schon viele Anträge in diese Richtung eingebracht. Wir werden auch im nächsten Ausschuss die Einrichtung eines Unterausschusses beantragen, denn ein so wichtiges Thema soll nicht nur nebenbei behandelt, sondern muss sehr intensiv von allen getragen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Das waren Fragen!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haubner, Sie formulieren einen riesigen Forderungskatalog an den Herrn Bundesminister. (Abg. Ursula Haubner: Das waren Fragen!) Sie wissen schon, dass Sie selbst sechs Jahre lang Zeit gehabt hätten, all das umzusetzen, was Sie hier jetzt fordern. (Abg. Ursula Haubner: Gesundheit war nicht in meinem Ressort! Vielleicht werde ich ja noch Gesundheitsministerin!) Sie waren doch in der Regierung! (Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.) Ja, ja, dann braucht sie es hier heute nicht zu fordern.
Abg. Ursula Haubner: Gesundheit war nicht in meinem Ressort! Vielleicht werde ich ja noch Gesundheitsministerin!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haubner, Sie formulieren einen riesigen Forderungskatalog an den Herrn Bundesminister. (Abg. Ursula Haubner: Das waren Fragen!) Sie wissen schon, dass Sie selbst sechs Jahre lang Zeit gehabt hätten, all das umzusetzen, was Sie hier jetzt fordern. (Abg. Ursula Haubner: Gesundheit war nicht in meinem Ressort! Vielleicht werde ich ja noch Gesundheitsministerin!) Sie waren doch in der Regierung! (Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.) Ja, ja, dann braucht sie es hier heute nicht zu fordern.
Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haubner, Sie formulieren einen riesigen Forderungskatalog an den Herrn Bundesminister. (Abg. Ursula Haubner: Das waren Fragen!) Sie wissen schon, dass Sie selbst sechs Jahre lang Zeit gehabt hätten, all das umzusetzen, was Sie hier jetzt fordern. (Abg. Ursula Haubner: Gesundheit war nicht in meinem Ressort! Vielleicht werde ich ja noch Gesundheitsministerin!) Sie waren doch in der Regierung! (Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.) Ja, ja, dann braucht sie es hier heute nicht zu fordern.
Abg. Petzner: Die Geschichte Österreichs beginnt 1945 und nicht erst 2000!
Ein Sparpaket ohne Leistungsreduktion ist die Charakteristik dieses Gesundheitsbudgets. Österreich liegt im europäischen Vergleich sehr gut. (Abg. Petzner: Die Geschichte Österreichs beginnt 1945 und nicht erst 2000!) Sie können dann hier ans Pult kommen. Jetzt aber ein bisschen Geduld, bitte.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Herr Bundesminister, wir unterstützen Ihren Weg als Grundlage für mehr Effizienz und vor allem auch für Versorgungssicherheit in Zukunft. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Abg. Dr. Rasinger: Sein Präsident!
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Mein Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! (Abg. Dr. Rasinger: Sein Präsident!) Ich habe leider die Rede des Abgeordneten Keck vorhin nicht gehört. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass er Ähnliches wie schon bei der ersten Lesung erklärt haben wird, nämlich dass es im Tierschutzbereich kaum zu Kürzungen oder zu gar keinen Kürzungen gekommen ist. Herr Minister! Das wundert mich nicht, denn im Tierschutzbereich hat der Bund ja schon seit Jahren – schon vor Ihrer Zeit – kaum ein Budget, denn der Tierschutz ist in Österreich letzten Endes privatisiert.
Beifall bei der FPÖ.
Das Tierschutzgesetz sieht die Möglichkeit vor, die Tiere und auch den Lkw zu beschlagnahmen. Wenn wirklich einmal der Chauffeur eines Tiertransports zu Fuß nach Hause gehen muss, weil es einen groben Verstoß gegeben hat, dann schaue ich mir an, ob das ein Wiederholungstäter wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie schon in der Einleitung ausgeführt, sind bei uns in Österreich zahlreiche Tierschutzaufgaben privatisiert. Das machen gemeinnützige Vereine. Die Erhaltung der Tierheime beispielsweise ist an die Länder übertragen, und die übertragen das budgetär zu zwei Drittel an diese gemeinnützigen Vereine weiter. Wenn wir schon die Tierschutzarbeit privatisieren und an gemeinnützige Vereine abtreten, so sollten wir ihnen wenigstens durch die steuerliche Absetzbarkeit der Spenden ihre Arbeit erleichtern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: ... kein durchschlagender Erfolg!
Sehr geehrter Herr Minister, Sie haben mit dem Nationalen Aktionsplan Ernährung bereits einen ersten Schritt gesetzt. Ein Nationaler Aktionsplan Bewegung, wie auch schon des Öfteren angesprochen, vom Kindergartenalter an über die Schule bis hin zu Bewegungsförderung in den Betrieben, wäre der logische nächste Schritt. (Abg. Petzner: ... kein durchschlagender Erfolg!)
Abg. Zanger: Sehr einfühlsam!
Ein zweiter Bereich, den ich gerne ansprechen möchte, ist der Bereich Gender-Medizin – auch wenn ich weiß, dass das Wort „Gender“ bei manchen wahrscheinlich durchaus Pusteln hervorruft. Es ist im Regierungsübereinkommen von Forschung in diesem Bereich die Rede (Abg. Zanger: Sehr einfühlsam!), speziell auch, was die Wirkung von Medikamenten angeht, die ja hauptsächlich oder zur Gänze an Männern getestet wurde. Das ist, glaube ich, ein sehr positiver Bereich von Gender: Ich schaue mir einfach an, wie Medikamente auf Männer und auf Frauen wirken. Ich habe dieses Thema im Gleichbehandlungsausschuss schon angesprochen, und da wurde auch auf die Kooperation mit Ihrem Ressort verwiesen, Herr Minister. Da erwarten wir uns auch Aktivitäten.
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, Prävention wird sich immer mehr als Schlüssel zur Aufrechterhaltung unseres guten Gesundheitswesens erweisen. Ich ersuche Sie eigentlich nur, gemäß dem Regierungsübereinkommen die entsprechenden Maßnahmen rasch zu ergreifen, es ist schon fünf nach zwölf! Unsere Unterstützung haben Sie, Herr Minister. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Es gibt längst eine Zweiklassenmedizin!
Genau das Gegenteil ist hier der Fall: Wir haben mit diesem Budget auch sichergestellt, dass die Leistungen ausgeweitet werden können. (Abg. Petzner: Es gibt längst eine Zweiklassenmedizin!) Wir weiten die Leistungen in dem Bereich aus, dass wir die e-card und damit den Zugang zur Krankenversicherung für alle Menschen in Österreich erstmals sicherstellen. Erstmals in dieser Republik haben alle Menschen Anspruch auf Krankenversicherung! Nicht nur das: Wir erweitern den Unfallversicherungsschutz für Kinder im Kindergarten, und wir erweitern den Unfallversicherungsschutz für Menschen, die in Behinderteneinrichtungen stehen. Ich denke, dieses Budget kann sich sehen lassen.
Abg. Grosz: ... die keine Ärzte sind!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, lassen Sie mich abschließend bei jenen Menschen bedanken, die tagtäglich die Arbeit im Gesundheitswesen machen. Ich möchte mich bei ihnen dafür bedanken, dass Sie diese Weltmarktführerschaft tagtäglich aufrechterhalten. Ich danke stellvertretend allen Abgeordneten, die hier im Haus Ärztinnen und Ärzte sind, und danke auch den Abgeordneten (Abg. Grosz: ... die keine Ärzte sind!), die hier die Krankenpfleger vertreten. Ich denke, hier wird gute Arbeit geleistet, und dieses Budget stellt sicher, dass das auch im nächsten Jahr möglich ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, lassen Sie mich abschließend bei jenen Menschen bedanken, die tagtäglich die Arbeit im Gesundheitswesen machen. Ich möchte mich bei ihnen dafür bedanken, dass Sie diese Weltmarktführerschaft tagtäglich aufrechterhalten. Ich danke stellvertretend allen Abgeordneten, die hier im Haus Ärztinnen und Ärzte sind, und danke auch den Abgeordneten (Abg. Grosz: ... die keine Ärzte sind!), die hier die Krankenpfleger vertreten. Ich denke, hier wird gute Arbeit geleistet, und dieses Budget stellt sicher, dass das auch im nächsten Jahr möglich ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Ist Sektionschef Auer ...?
Herr Sektionschef Auer! Herr Gesundheitsminister! Allein, wenn man auf die Homepage blickt, dann wissen Sie, dass über die Planungsphase, dass über Arbeitsgruppen, dass über Projekte hinaus nichts vorzuweisen ist. (Abg. Grosz: Ist Sektionschef Auer ...?) Wo ist der Patientenindex, der bereits für 2009 versprochen wurde? – Sie wissen, dass auch die gesundheitlichen, die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht realisiert worden sind, gar nicht zu sprechen vom Portal, das nach Ihren eigenen Vorgaben eigentlich schon im Jahr 2009 Realität sein sollte.
Beifall bei der FPÖ.
Die Bilanz hat Ihre eigene Abteilung gegeben, haben die Sozialversicherungen im Bereich Masterplan gegeben. Ich frage Sie: Wann werden Sie die Punkte, die Sie im Regierungsprogramm selbst angekündigt haben, die Sie mit Fristen und Zeiten verbunden haben – Ende 2009 –, tatsächlich in Angriff nehmen, damit eine derartige Explosion, wie wir sie aus Ihrem eigenen Budget entnehmen können, in Zukunft verhindert werden kann? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, unsere Unterstützung ist Ihnen sicher, und wir wünschen Ihnen bei diesem großen Vorhaben weiterhin alles Gute! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
das Jahr 2011? – Das Jahr 2011 ist das Jahr der Gesundheit. Es muss das Jahr der Gesundheit sein, denn, wie Sie gesagt haben, Herr Bundesminister, wir sind zwar Weltmeister in den Leistungen, aber das sollte uns nicht daran hindern, noch besser zu werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gerade im Gesundheitsbereich ist es möglich, gesund, intelligent zu sparen. Machen wir das! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.
Das Wichtige im Leben ist die Gesundheit. Zur Erhaltung unseres Gesundheitssystems können wir hier für die Zukunft wesentliche Sicherstellungen bieten. Herr Bundesminister, ich bedanke mich für Ihre Bemühungen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, dass wir gerade im Gesundheitsbereich auf einem erfolgreichen, guten Weg sind. Ich bedanke mich auch bei allen, die im Pflege- beziehungsweise im Gesundheitswesen arbeiten. Ich persönlich könnte das nicht. Daher: Hochachtung gegenüber diesen Menschen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass wir im kommenden Jahr mit unserem Gesundheitssystem, auch mit dem dafür vorgesehenen Budget sehr gut unterwegs sind, und bin zuversichtlich, dass wir diesen hohen internationalen Standard auch weiterhin, über das Jahr 2011 hinaus, halten werden können. – Ein Dankeschön an Sie, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wir haben einen schlechten Gesundheitsminister, einen Bakterienminister!
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Wir haben das beste Gesundheitssystem der Welt, aber es ist ein Umbau notwendig. Diesen Umbau hat unser Gesundheitsminister Alois Stöger in den letzten zwei Jahren begonnen (Abg. Grosz: Wir haben einen schlechten Gesundheitsminister, einen Bakterienminister!), und er betreibt ihn mit Kompetenz, Augenmaß und Beharrlichkeit ständig voran; denn das Schlimmste im Gesundheitswesen ist, wenn Menschen verunsichert werden. Und da zeigt sich, dass dieser Kassenstrukturfonds vom Bundesminister für die nächsten vier Jahre eingerichtet wurde, um Sicherheit zu schaffen, um Planungen machen zu können, um eben den Menschen Sicherheit zu geben.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich ansieht, dass das Gesundheitswesen auf viele, viele Bereiche aufgeteilt ist, dass die Finanzierung auf die Gemeinden, die Länder, den Bund, aber auch auf andere Kompetenzen verteilt ist, dann weiß man, welchen Spagat das Gesundheitsministerium machen muss. Ich möchte den Mitarbeitern des Ministeriums recht herzlich dafür danken, dass es trotz Kürzungen im Budget zu keinen Leistungseinschränkungen gekommen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Wer ist der Gesundheitsreferent Kärntens? – Der Herr Kaiser von der SPÖ!
Aber es gibt, wie gesagt, Positives und Negatives. (Abg. Dr. Strutz: Wer ist der Gesundheitsreferent Kärntens? – Der Herr Kaiser von der SPÖ!) – Ihre Partei hat ein Gesetz beschlossen, Herr Strutz, das darin besteht, dass ein Gesundheitsreferent keine Möglichkeit mehr hat. Sie wissen das ja ganz genau und werden auch die Folgen davon zu tragen haben!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lipitsch reicht Bundesminister Stöger die Hand.
über die beste Gesundheitsvorsorge Europas. – Danke, Herr Bundesminister! Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lipitsch reicht Bundesminister Stöger die Hand.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ursula Haubner: Traumatische Zeit? Dann müsst ihr in Therapie gehen, Psychotherapie! – Abg. Grosz: Du hast die Steirische Gebietskrankenkasse hingemacht!
Damit es für alle hier klar ist: Ich bekenne mich auch heute noch dazu. Denn: Hätten wir im Vorjahr nicht gemeinsam in diesem Bereich viel, viel Geld in die Hand genommen, dann hätten wir vielleicht die gleichen hohen Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen wie in den Zeiten, als BZÖ/FPÖ in der Bundesregierung waren, als man – in einer Hochkonjunktur! – 305 000 Arbeitslose zu verzeichnen hatte. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ursula Haubner: Traumatische Zeit? Dann müsst ihr in Therapie gehen, Psychotherapie! – Abg. Grosz: Du hast die Steirische Gebietskrankenkasse hingemacht!)
Abg. Grosz: Du bist ein Pleitier, ein Konkursant!
Wenn heute ein bekannter Krakeeler des BZÖ vom grauenvollsten Sparpaket der Zweiten Republik gesprochen hat, dann darf ich daran erinnern, dass es gerade in Zeiten der Regierungsbeteiligungen von FPÖ/BZÖ das massivste Sparpaket gegeben hat, welches bewirkt hat, dass das Kranksein extrem teuer geworden ist. Man denke nur an die Erhöhung des Spitalskostenbeitrags – um 43 Prozent habt ihr ihn erhöht! Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags bei den Pensionisten, bei den Angestellten, Kürzungen beim Krankengeld für die Schwerstkranken von 78 auf 52 Wochen! Das ist eure soziale Einstellung! (Abg. Grosz: Du bist ein Pleitier, ein Konkursant!)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Grosz.
Und wenn der Herr Grosz immer wieder von Verwaltungskosten redet, von denen er ja keine Ahnung hat, dann möchte ich nur sagen: Die Verwaltungskosten bei der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse sind unter 2,5 Prozent! Und da stellen sich ein paar Politiker heraus, wie der Kollege Strutz, der sagt: Das Budget ist im Gesundheitsbereich explodiert. – Es ist deswegen explodiert, weil man den Krankenkassen – auch das sollte man offen ansprechen – zusätzliche Leistungen aufs Aug’ gedrückt hat, die Kosten in Höhe von Millionen Euro zusätzlich verursacht haben, und diese hätten sie fast in den Ruin getrieben. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Du bist ein Konkursant! Mit Geld von anderen hast du spekuliert!
zember 2009 die Unternehmer Außenstände von 1 Milliarde € bei den Gebietskrankenkassen haben. (Abg. Grosz: Du bist ein Konkursant! Mit Geld von anderen hast du spekuliert!)
Rufe beim BZÖ: Ordnungsruf!
Da müssen wir einmal schauen, das kann es nicht sein. Darum kann ich nicht in einer polemischen Art wie der „klaane Obzwickte“ da in der ersten Reihe immer hergehen (Rufe beim BZÖ: Ordnungsruf!), und für alles die Sozialversicherung verantwortlich machen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: „Klaaner Obzwickter“ – ein Ordnungsruf, ein klassischer!
Für mich ist das Budget alles in allem sicherlich kein Wunschpaket, das sage ich auch, sondern ein – wenn auch mit Bauchweh – notwendig zu setzender Schritt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: „Klaaner Obzwickter“ – ein Ordnungsruf, ein klassischer!)
Beifall beim BZÖ
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Sehr geehrter Herr Abgeordneter Erwin Spindelberger! Ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf (Beifall beim BZÖ) ob der Aussage in Richtung eines Abgeordnetenkollegen, er sei ein „klaaner Obzwickter“.
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Frau Kollegin Aubauer hat vorhin gemeint, 2011 soll das Jahr der Gesundheit werden. Ich glaube, es wäre aus aktuellem Anlass angezeigt, das Jahr 2011 zum „Jahr der Bildung“ auszurufen. Ich glaube, ein gutes Jahr der Bildung fängt auch damit an, dass die Frau Bundesministerin bereit war und ist, Mitte Jänner bei sich einen Runden Tisch sämtlicher Bildungssprecher einzuberufen. Ich glaube, das ist eine gute Sache. Damit ist sie einer freiheitlichen Forderung nachgekommen. (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Jetzt redet der Richtige davon, dass etwas uralt ist!
nigstens von außen in irgendeiner Form Bewegung kommt. (Abg. Mag. Gaßner: Jetzt redet der Richtige davon, dass etwas uralt ist!) Jedenfalls, die Gesamtschule der 10- bis 14-Jährigen, das soll das Programm sein, das soll das sein, was hier durchgesetzt werden soll.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Eine Elite brauchen wir doch noch!
Dazu eine freiheitliche Position: Wir unterstützen jede Verbesserung der Hauptschule als Regelschule im gesamten ländlichen Bereich – auch wenn sie in Zukunft Mittelschule heißen soll oder kann –, und zwar gerade im ländlichen Bereich mit der Möglichkeit der Durchlässigkeit bis zur Matura und bis zum Studium, jedoch nicht unter Aufgabe des Gymnasiums in der Langform. Es muss beides, ein durchlässiges, ein gegliedertes Schulsystem, nach wie vor erhalten bleiben – mit der Chance für alle. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Eine Elite brauchen wir doch noch! )
Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie für den sozialen Ausgleich? – Abg. Mag. Josef Auer: Sind Sie für soziale Gerechtigkeit?
Das wollen wir verhindern. (Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie für den sozialen Ausgleich? – Abg. Mag. Josef Auer: Sind Sie für soziale Gerechtigkeit?) Wir wollen auch die Möglichkeit haben, dass sich Eltern ein Bildungssystem aussuchen können, ohne über eine dicke Brieftasche zu verfügen. (Abg. Mag. Josef Auer: Warum seid ihr dann dagegen?) Aber das wollen Sie nicht, denn wenn Sie es nämlich logisch weiterdenken, dann müssen Sie gleichzeitig, wenn Sie diese Gesamtschule einführen wollen, sämtliche konfessionellen oder andere Privatschulen in diesem Altersbereich ebenfalls abschaffen. Und das möchte ich mir ebenfalls anschauen.
Abg. Mag. Josef Auer: Warum seid ihr dann dagegen?
Das wollen wir verhindern. (Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie für den sozialen Ausgleich? – Abg. Mag. Josef Auer: Sind Sie für soziale Gerechtigkeit?) Wir wollen auch die Möglichkeit haben, dass sich Eltern ein Bildungssystem aussuchen können, ohne über eine dicke Brieftasche zu verfügen. (Abg. Mag. Josef Auer: Warum seid ihr dann dagegen?) Aber das wollen Sie nicht, denn wenn Sie es nämlich logisch weiterdenken, dann müssen Sie gleichzeitig, wenn Sie diese Gesamtschule einführen wollen, sämtliche konfessionellen oder andere Privatschulen in diesem Altersbereich ebenfalls abschaffen. Und das möchte ich mir ebenfalls anschauen.
Abg. Dr. Matznetter: Finnland!
Wenn in einem Land die Gesamtschule öffentlich und generell eingeführt ist, so wie in Frankreich, in England, in den USA, wohin gehen dann ... (Abg. Dr. Matznetter: Finnland!) Zu Finnland kommen wir noch, Kollege Matznetter. Seien Sie nicht so ungeduldig! Ich werde mich schon damit beschäftigen. Aber gerade dort sieht man, wo die soziale Ungerechtigkeit hingeht. Dort geht man ins katholische Lycée, ins britische Internat oder in die teure Privatschule in den USA, damit die Kinder dort eine andere Bildung bekommen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber nicht zum Schaden der Kinder!) Also was zum Schaden der Kinder ist, da bin ich mir bei Ihrer Art der Bildungspolitik nicht ganz sicher, ob das nicht genau der Hauptpunkt wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Aber nicht zum Schaden der Kinder!
Wenn in einem Land die Gesamtschule öffentlich und generell eingeführt ist, so wie in Frankreich, in England, in den USA, wohin gehen dann ... (Abg. Dr. Matznetter: Finnland!) Zu Finnland kommen wir noch, Kollege Matznetter. Seien Sie nicht so ungeduldig! Ich werde mich schon damit beschäftigen. Aber gerade dort sieht man, wo die soziale Ungerechtigkeit hingeht. Dort geht man ins katholische Lycée, ins britische Internat oder in die teure Privatschule in den USA, damit die Kinder dort eine andere Bildung bekommen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber nicht zum Schaden der Kinder!) Also was zum Schaden der Kinder ist, da bin ich mir bei Ihrer Art der Bildungspolitik nicht ganz sicher, ob das nicht genau der Hauptpunkt wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn in einem Land die Gesamtschule öffentlich und generell eingeführt ist, so wie in Frankreich, in England, in den USA, wohin gehen dann ... (Abg. Dr. Matznetter: Finnland!) Zu Finnland kommen wir noch, Kollege Matznetter. Seien Sie nicht so ungeduldig! Ich werde mich schon damit beschäftigen. Aber gerade dort sieht man, wo die soziale Ungerechtigkeit hingeht. Dort geht man ins katholische Lycée, ins britische Internat oder in die teure Privatschule in den USA, damit die Kinder dort eine andere Bildung bekommen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber nicht zum Schaden der Kinder!) Also was zum Schaden der Kinder ist, da bin ich mir bei Ihrer Art der Bildungspolitik nicht ganz sicher, ob das nicht genau der Hauptpunkt wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wollen wir nicht. Wir wollen, dass auch ein Kind aus einem Arbeiterbezirk oder aus einer Bauernfamilie eine gute und eine gerechte Bildungschance erfährt und nicht letztlich die Brieftasche entscheidet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Wer sagt etwas dagegen?
Ich sage Ihnen eines: Gerechte Schule ist eine Schule der Leistung, und das ist das Entscheidende. (Abg. Dr. Matznetter: Wer sagt etwas dagegen?) Es darf die Leistung nicht diskriminiert werden, wie zum Beispiel durch Liberalisierung oder Abschaffung der Notengebung, durch eine Geringschätzung von Wissen (Abg. Mag. Johann Auer: Wer sagt das?), durch eine Vernachlässigung solider Sprachkenntnisse – das ist in Österreich die deutsche Sprache – oder Verzicht auf Auswendiglernen oder zum Beispiel
Abg. Mag. Johann Auer: Wer sagt das?
Ich sage Ihnen eines: Gerechte Schule ist eine Schule der Leistung, und das ist das Entscheidende. (Abg. Dr. Matznetter: Wer sagt etwas dagegen?) Es darf die Leistung nicht diskriminiert werden, wie zum Beispiel durch Liberalisierung oder Abschaffung der Notengebung, durch eine Geringschätzung von Wissen (Abg. Mag. Johann Auer: Wer sagt das?), durch eine Vernachlässigung solider Sprachkenntnisse – das ist in Österreich die deutsche Sprache – oder Verzicht auf Auswendiglernen oder zum Beispiel
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Oje! Oje!
Kopfrechnen. Eine Bildung braucht Inhalte und nicht nur die Methode im Vordergrund. Wir brauchen einen fachlich fundierten Schulunterricht und nicht einen Kompetenzerwerb. Ich bin nicht gegen fächerübergreifendes oder vernetztes Lernen, aber um etwas vernetzen zu können, braucht man auch Inhalte. Das Vernetzen von Nullsummen bringt nämlich überhaupt nichts. Daher ist auch der Inhalt wichtig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Oje! Oje!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Also Volksschule! Da sind in der Bildung dann alle gleichberechtigt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Zum Schluss meiner kurzen Ausführungen: Wer nichts weiß, muss alles glauben. Wir wollen einen mündigen Bürger, und das nicht durch irgendeine linke Bildungspolitik, aus den Händen der verantwortungsvollen Eltern genommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Also Volksschule! Da sind in der Bildung dann alle gleichberechtigt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Geh, geh, geh!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Ja, ich habe lange gebraucht. Ich habe eigentlich gedacht, es seien nur ein paar wirklich übriggebliebene christliche und zum Teil auch andere Gewerkschafter im Bereich der AHS, die noch so in der Vergangenheit hängen wie der Kollege Rosenkranz. So was Ewiggestriges, wie hier vorgetragen wurde, habe ich lange nicht gehört. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Geh, geh, geh!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Alle anderen europäischen Länder können sehr gut damit leben!
Ich bedaure, ich habe Sie bisher für einen intelligenten Menschen gehalten, der zumindest das auch vertreten kann, was er hier sagt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Alle anderen europäischen Länder können sehr gut damit leben!) Sie versprechen mir schon seit zwei Jahren, Sie kommen endlich mit Studien daher, die das belegen können. Sie haben sie natürlich nicht. Aber das tut einfach so weh, das tut so weh, was Sie daherbringen! (Abg. Dr. Rosenkranz geht mit einem dicken Ordner zum Rednerpult!) Ja, komm, komm! Ein bisschen schneller, Sie stehlen mir die Zeit. Geben Sie es her! (Abg. Dr. Rosenkranz – dem Redner den offenen Ordner hinhaltend –: Da schau! Das kannst du vorlesen!) Ja, legen Sie es hierher! Legen Sie es her da! Ich nehme es gerne mit. Lassen Sie es mir da! (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kopiere es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz geht mit einem dicken Ordner zum Rednerpult!
Ich bedaure, ich habe Sie bisher für einen intelligenten Menschen gehalten, der zumindest das auch vertreten kann, was er hier sagt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Alle anderen europäischen Länder können sehr gut damit leben!) Sie versprechen mir schon seit zwei Jahren, Sie kommen endlich mit Studien daher, die das belegen können. Sie haben sie natürlich nicht. Aber das tut einfach so weh, das tut so weh, was Sie daherbringen! (Abg. Dr. Rosenkranz geht mit einem dicken Ordner zum Rednerpult!) Ja, komm, komm! Ein bisschen schneller, Sie stehlen mir die Zeit. Geben Sie es her! (Abg. Dr. Rosenkranz – dem Redner den offenen Ordner hinhaltend –: Da schau! Das kannst du vorlesen!) Ja, legen Sie es hierher! Legen Sie es her da! Ich nehme es gerne mit. Lassen Sie es mir da! (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kopiere es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz – dem Redner den offenen Ordner hinhaltend –: Da schau! Das kannst du vorlesen!
Ich bedaure, ich habe Sie bisher für einen intelligenten Menschen gehalten, der zumindest das auch vertreten kann, was er hier sagt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Alle anderen europäischen Länder können sehr gut damit leben!) Sie versprechen mir schon seit zwei Jahren, Sie kommen endlich mit Studien daher, die das belegen können. Sie haben sie natürlich nicht. Aber das tut einfach so weh, das tut so weh, was Sie daherbringen! (Abg. Dr. Rosenkranz geht mit einem dicken Ordner zum Rednerpult!) Ja, komm, komm! Ein bisschen schneller, Sie stehlen mir die Zeit. Geben Sie es her! (Abg. Dr. Rosenkranz – dem Redner den offenen Ordner hinhaltend –: Da schau! Das kannst du vorlesen!) Ja, legen Sie es hierher! Legen Sie es her da! Ich nehme es gerne mit. Lassen Sie es mir da! (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kopiere es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kopiere es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich bedaure, ich habe Sie bisher für einen intelligenten Menschen gehalten, der zumindest das auch vertreten kann, was er hier sagt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Alle anderen europäischen Länder können sehr gut damit leben!) Sie versprechen mir schon seit zwei Jahren, Sie kommen endlich mit Studien daher, die das belegen können. Sie haben sie natürlich nicht. Aber das tut einfach so weh, das tut so weh, was Sie daherbringen! (Abg. Dr. Rosenkranz geht mit einem dicken Ordner zum Rednerpult!) Ja, komm, komm! Ein bisschen schneller, Sie stehlen mir die Zeit. Geben Sie es her! (Abg. Dr. Rosenkranz – dem Redner den offenen Ordner hinhaltend –: Da schau! Das kannst du vorlesen!) Ja, legen Sie es hierher! Legen Sie es her da! Ich nehme es gerne mit. Lassen Sie es mir da! (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kopiere es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also das ist sowas von peinlich: Da kommt er her mit einem Bene-Ordner mit ein paar Zeitungskopien! Also bitte, sei mir nicht böse, Kollege Rosenkranz, so kann man nicht Bildungspolitik machen! Das tut sowas von weh, was Sie da aufführen. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nur noch peinlich, und das ist eines Bildungssprechers einer relativ großen Parlamentsfraktion nicht würdig. Das, was Sie dargelegt haben, ist nur noch peinlich, ist ewiggestrig und ist Gott sei Dank überholt. Das ist einfach sowas von peinlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie etwas zur Sache!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie etwas zur Sache!
Also das ist sowas von peinlich: Da kommt er her mit einem Bene-Ordner mit ein paar Zeitungskopien! Also bitte, sei mir nicht böse, Kollege Rosenkranz, so kann man nicht Bildungspolitik machen! Das tut sowas von weh, was Sie da aufführen. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nur noch peinlich, und das ist eines Bildungssprechers einer relativ großen Parlamentsfraktion nicht würdig. Das, was Sie dargelegt haben, ist nur noch peinlich, ist ewiggestrig und ist Gott sei Dank überholt. Das ist einfach sowas von peinlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie etwas zur Sache!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ihnen geht es nicht um Bildung!
Das Zweite: Sie fordern ein Jahr der Bildungsarbeit. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ihnen geht es nicht um Bildung!) Seit Claudia Schmied hier ist, tut sie nichts anderes, als Reformen, zum Teil auch gegen massiven Widerstand, auf die Beine zu stellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wieso wissen Sie das? Betreiben Sie Gehirnforschung?) Sie ist weiter dran, Schritt für Schritt, beginnend bei den kleineren Klassenschülerzahlen, bis hin zu kleineren Gruppen, bis hin zur neuen Matura, bis hin zu Bildungsstandards. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wunderbar!) Die Liste ist unendlich lang. (Abg. Mag. Josef Auer: Er weiß es eh!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wieso wissen Sie das? Betreiben Sie Gehirnforschung?
Das Zweite: Sie fordern ein Jahr der Bildungsarbeit. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ihnen geht es nicht um Bildung!) Seit Claudia Schmied hier ist, tut sie nichts anderes, als Reformen, zum Teil auch gegen massiven Widerstand, auf die Beine zu stellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wieso wissen Sie das? Betreiben Sie Gehirnforschung?) Sie ist weiter dran, Schritt für Schritt, beginnend bei den kleineren Klassenschülerzahlen, bis hin zu kleineren Gruppen, bis hin zur neuen Matura, bis hin zu Bildungsstandards. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wunderbar!) Die Liste ist unendlich lang. (Abg. Mag. Josef Auer: Er weiß es eh!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wunderbar!
Das Zweite: Sie fordern ein Jahr der Bildungsarbeit. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ihnen geht es nicht um Bildung!) Seit Claudia Schmied hier ist, tut sie nichts anderes, als Reformen, zum Teil auch gegen massiven Widerstand, auf die Beine zu stellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wieso wissen Sie das? Betreiben Sie Gehirnforschung?) Sie ist weiter dran, Schritt für Schritt, beginnend bei den kleineren Klassenschülerzahlen, bis hin zu kleineren Gruppen, bis hin zur neuen Matura, bis hin zu Bildungsstandards. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wunderbar!) Die Liste ist unendlich lang. (Abg. Mag. Josef Auer: Er weiß es eh!)
Abg. Mag. Josef Auer: Er weiß es eh!
Das Zweite: Sie fordern ein Jahr der Bildungsarbeit. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ihnen geht es nicht um Bildung!) Seit Claudia Schmied hier ist, tut sie nichts anderes, als Reformen, zum Teil auch gegen massiven Widerstand, auf die Beine zu stellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wieso wissen Sie das? Betreiben Sie Gehirnforschung?) Sie ist weiter dran, Schritt für Schritt, beginnend bei den kleineren Klassenschülerzahlen, bis hin zu kleineren Gruppen, bis hin zur neuen Matura, bis hin zu Bildungsstandards. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wunderbar!) Die Liste ist unendlich lang. (Abg. Mag. Josef Auer: Er weiß es eh!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Lassen Sie Ihre Sprechblasen, Herr Oberlehrer! Sie wollen die Bildungspolitik den Lehrern wegnehmen!
Parlament zu hören, das ist sowas von peinlich! (Abg. Dr. Rosenkranz: Lassen Sie Ihre Sprechblasen, Herr Oberlehrer! Sie wollen die Bildungspolitik den Lehrern wegnehmen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir geben Kinder – und das wurde jetzt gerade bestätigt durch den Kollegen Rosenkranz – möglichst schon mit acht, neun Jahren in die Schublade von Sonderschule, Hauptschule, Neue Mittelschule, AHS, und da sollen sie möglichst drin bleiben, ohne die Chancen für die Zukunft zu nützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen es. Reden Sie mit Ihren Lehrern, die in den Pflichtschulen tätig sind, reden Sie mit den Eltern, reden Sie mit den Wirtschaftskämmerern, reden Sie mit der Industriellenvereinigung, reden Sie mit der katholischen Kirche, reden Sie, mit wem Sie wollen, Sie werden feststellen: Jawohl, wir brauchen eine gemeinsame Schule, wo man die neuen Erkenntnisse, wie man denn unterrichten soll, auch tatsächlich umsetzt, indem man schaut, wie man Begabte optimal fördern und sie gleichzeitig in soziale Strukturen mit einbinden kann, die wir brauchen für die Zukunft – Schlagwort: Sozialkompetenz.
Abg. Dr. Rosenkranz: Aber geh!
Wenn wir diesen Schritt nicht schaffen im kommenden Jahr, dann ist jede Bildungsreform zum Scheitern verurteilt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber geh!) Wir müssen diesen Schritt gemeinsam schaffen, sonst wird man zu Recht sagen, diese große Koalition ist in der Bildungspolitik gescheitert. (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht nur dort!) Und das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nicht nur dort!
Wenn wir diesen Schritt nicht schaffen im kommenden Jahr, dann ist jede Bildungsreform zum Scheitern verurteilt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber geh!) Wir müssen diesen Schritt gemeinsam schaffen, sonst wird man zu Recht sagen, diese große Koalition ist in der Bildungspolitik gescheitert. (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht nur dort!) Und das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir diesen Schritt nicht schaffen im kommenden Jahr, dann ist jede Bildungsreform zum Scheitern verurteilt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber geh!) Wir müssen diesen Schritt gemeinsam schaffen, sonst wird man zu Recht sagen, diese große Koalition ist in der Bildungspolitik gescheitert. (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht nur dort!) Und das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Ein guter Vorsatz!
Ich habe gestern meine Rede mit einer positiven Botschaft begonnen. Ich möchte sie auch heute eigentlich mit einer positiven beginnen. (Abg. Amon: Ein guter Vorsatz!) Das ist mir jetzt nicht gelungen in dem Fall.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Ja, das ist so! – Abg. Vock: Gut! Das ist gut!
Herr Rosenkranz, es betrifft die FPÖ. Es gibt auch in der FPÖ vernünftige Kräfte. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Ja, das ist so! – Abg. Vock: Gut! Das ist gut!) Das ist die gute Botschaft des heutigen Tages. Ich darf die Abgeordnete und Bildungssprecherin der FPÖ im Vorarlberger Landtag zitieren, die vehement die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen fordert. Bravo! (Beifall bei der SPÖ.) Weiter so! Vielleicht geht das ein bisschen ringsum.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Rosenkranz, es betrifft die FPÖ. Es gibt auch in der FPÖ vernünftige Kräfte. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Ja, das ist so! – Abg. Vock: Gut! Das ist gut!) Das ist die gute Botschaft des heutigen Tages. Ich darf die Abgeordnete und Bildungssprecherin der FPÖ im Vorarlberger Landtag zitieren, die vehement die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen fordert. Bravo! (Beifall bei der SPÖ.) Weiter so! Vielleicht geht das ein bisschen ringsum.
Abg. Dr. Rosenkranz: Bayern, Baden-Württemberg!
Heute können die Deutschen aber auch in anderer Hinsicht die Früchte ihrer Reformen ernten, wenn ich etwa daran erinnere, dass in vielen Bundesländern das dreigliedrige System zurückgefahren wurde in ein zweigliedriges und in den erfolgreichsten Bundesländern Sachsen, Thüringen – (Abg. Dr. Rosenkranz: Bayern, Baden-Württemberg!) – in Bayern leider nicht, ich habe es gerade gesagt –, genau in diesen zwei Bundesländern, die Einführung der gemeinsamen, der wirklich gemeinsamen Schule der bis zu Vierzehnjährigen diskutiert und angedacht ist.
Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das hat keiner gesagt!
Meine Damen und Herren, was sind denn gute und schlechte Lehrer nach dieser Logik? – Die guten sind in der AHS, und die schlechten sind in der Hauptschule? (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das hat keiner gesagt!) Wenn mir jemand eine andere Interpretation dieses Satzes sagen kann, dann setze ich einen Preis aus. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist sozial nicht gerecht!) Das können Sie nicht! Und das ist eine Unverschämtheit gegenüber jenen Lehrkräften, die Sie in der Schule alleine lassen (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann haben Sie zuletzt mit Gymnasialdirektoren geredet?), denen Sie keine Möglichkeit geben, das zu verwirklichen, was Pädagoginnen und Pädagogen verwirklichen wollen: eine sozial gerechte Schule, eine Schule, in der alle Kinder die gleichen Chancen haben und in der es keine Privilegierten gibt.
Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist sozial nicht gerecht!
Meine Damen und Herren, was sind denn gute und schlechte Lehrer nach dieser Logik? – Die guten sind in der AHS, und die schlechten sind in der Hauptschule? (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das hat keiner gesagt!) Wenn mir jemand eine andere Interpretation dieses Satzes sagen kann, dann setze ich einen Preis aus. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist sozial nicht gerecht!) Das können Sie nicht! Und das ist eine Unverschämtheit gegenüber jenen Lehrkräften, die Sie in der Schule alleine lassen (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann haben Sie zuletzt mit Gymnasialdirektoren geredet?), denen Sie keine Möglichkeit geben, das zu verwirklichen, was Pädagoginnen und Pädagogen verwirklichen wollen: eine sozial gerechte Schule, eine Schule, in der alle Kinder die gleichen Chancen haben und in der es keine Privilegierten gibt.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wann haben Sie zuletzt mit Gymnasialdirektoren geredet?
Meine Damen und Herren, was sind denn gute und schlechte Lehrer nach dieser Logik? – Die guten sind in der AHS, und die schlechten sind in der Hauptschule? (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das hat keiner gesagt!) Wenn mir jemand eine andere Interpretation dieses Satzes sagen kann, dann setze ich einen Preis aus. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es ist sozial nicht gerecht!) Das können Sie nicht! Und das ist eine Unverschämtheit gegenüber jenen Lehrkräften, die Sie in der Schule alleine lassen (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann haben Sie zuletzt mit Gymnasialdirektoren geredet?), denen Sie keine Möglichkeit geben, das zu verwirklichen, was Pädagoginnen und Pädagogen verwirklichen wollen: eine sozial gerechte Schule, eine Schule, in der alle Kinder die gleichen Chancen haben und in der es keine Privilegierten gibt.
lebhafte Heiterkeit des Abg. Rosenkranz
Wir werden diesbezüglich energischen Widerstand leisten (lebhafte Heiterkeit des Abg. Rosenkranz), wir werden im Interesse der Schülerinnen und Schüler dieses Landes dafür sorgen, dass Sie diese Pläne nicht umsetzen können und wir im österreichischen Schulwesen endlich die entscheidenden Schritte machen, Schritte, die von Eltern massiv eingefordert werden, die von den Lehrkräften massiv eingefordert werden und die in den nächsten Jahren kommen müssen. Wir müssen aber unmittelbar jetzt damit starten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden diesbezüglich energischen Widerstand leisten (lebhafte Heiterkeit des Abg. Rosenkranz), wir werden im Interesse der Schülerinnen und Schüler dieses Landes dafür sorgen, dass Sie diese Pläne nicht umsetzen können und wir im österreichischen Schulwesen endlich die entscheidenden Schritte machen, Schritte, die von Eltern massiv eingefordert werden, die von den Lehrkräften massiv eingefordert werden und die in den nächsten Jahren kommen müssen. Wir müssen aber unmittelbar jetzt damit starten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich habe durchaus ein gewisses Verständnis, insbesondere so kurz vor Weihnachten, wenn hier in der Nostalgie verhaftete Spätachtziger einer Eintopfschule das Wort reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Dann lesen Sie was über PISA 2003 oder 2006! Das ist effizient genug!
ge zuvor die OECD mitteilt, dass die Daten, die veröffentlicht werden, nur unter großem Vorbehalt überhaupt veröffentlicht werden. (Abg. Dr. Walser: Dann lesen Sie was über PISA 2003 oder 2006! Das ist effizient genug!)
Abg. Dr. Walser: Das ist auch eine Möglichkeit: Augen zu und durch!
Sie wissen, in welcher aufgeheizten Stimmung diese Testungen stattgefunden haben, Sie wissen, dass es Boykott-Aufrufe der Schülervertretung gegeben hat, dass es heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Bildungsministerium und der Lehrerschaft zu diesem Zeitpunkt gegeben hat und dass daher die Validität, die Gültigkeit dieser Testungen sehr infrage zu stellen ist. (Abg. Dr. Walser: Das ist auch eine Möglichkeit: Augen zu und durch!)
Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber, meine Damen und Herren, wenn wir schon die Testungen ernst nehmen und wenn wir auch unterstellen, es würde alles passen, dann möchte ich jenen, die so PISA-gläubig sind, einmal eine Frage stellen. Es sind nämlich genau jene, die üblicherweise gegen punktuelle Testungen auftreten. (Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es sind jene, die gegen jede Form von Aufnahmeprüfung sind, weil sie sagen, dass da nur die Tagesverfassung eines Kindes zählt und es keine Möglichkeit gibt, eine Prognose aufgrund einer Testung an einem Tag zu erstellen.
Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Ja, was ist denn PISA? PISA ist nichts anderes als eine Testung an einem Tag, und zwar einer Altersgruppe in drei Fächern. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) Und was leiten Sie daraus ab? – Eine Systemdiskussion. Und das ist völlig verfehlt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.
Ja, was ist denn PISA? PISA ist nichts anderes als eine Testung an einem Tag, und zwar einer Altersgruppe in drei Fächern. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) Und was leiten Sie daraus ab? – Eine Systemdiskussion. Und das ist völlig verfehlt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.)
Abg. Dr. Matznetter: Hanebüchen! Unsinn!
Man muss das aber natürlich ernst nehmen. Schon die letzten Studien senden uns die Botschaft, dass – und das sind eben dann die Details dieser Ergebnisse, Herr Kollege Matznetter – ein Viertel der Fünfzehnjährigen offenbar – und da streite ich jetzt nicht, ob das 22, 25, 27 Prozent sind – nicht sinnerfassend lesen kann. Tragisch genug! Es ist die Frage berechtigt, wo die Ursache liegt. (Abg. Dr. Matznetter: Hanebüchen! Unsinn!)
Abg. Dr. Matznetter: Nach dem PISA-Test!
Ich glaube, Frau Bundesministerin, dass wir auch im Regierungsübereinkommen ein paar sehr interessante Ansätze haben, die wir umsetzen müssen, etwa die Frage der Sprachstandsfeststellung. Wir haben die Schuleinschreibung auf das 5. Lebensjahr vorverlegt, um zu schauen: Kann das Kind die Unterrichtssprache? Ist das Kind imstande, dem Unterricht zu folgen? (Abg. Dr. Matznetter: Nach dem PISA-Test!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walser und Dr. Matznetter.
Die Frage ist aber: Wie standardisiert läuft diese Überprüfung der Unterrichtssprachenkenntnisse ab? Ist das nur ein Fragen nach dem Namen, oder gibt es hier ein Procedere, ein standardisiertes Verfahren, um das festzustellen? Was ist die Konsequenz, wenn ein Kind die Unterrichtssprache nicht beherrscht? (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walser und Dr. Matznetter.) Gehen wir dann in Richtung einer verpflichtenden Vorschule, um einem Kind die Unterrichtssprache beizubringen, oder hoffen wir darauf, dass das im Kindergarten umgesetzt wird? Die Idee, da einen Kindergartenbildungsplan zu entwickeln, ist zweifelsohne ein richtiger Ansatz. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Die Frage ist aber: Wie standardisiert läuft diese Überprüfung der Unterrichtssprachenkenntnisse ab? Ist das nur ein Fragen nach dem Namen, oder gibt es hier ein Procedere, ein standardisiertes Verfahren, um das festzustellen? Was ist die Konsequenz, wenn ein Kind die Unterrichtssprache nicht beherrscht? (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walser und Dr. Matznetter.) Gehen wir dann in Richtung einer verpflichtenden Vorschule, um einem Kind die Unterrichtssprache beizubringen, oder hoffen wir darauf, dass das im Kindergarten umgesetzt wird? Die Idee, da einen Kindergartenbildungsplan zu entwickeln, ist zweifelsohne ein richtiger Ansatz. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Aufwachen! 15 Jahre ... !
Wir haben eine gemeinsame Schule in Österreich, die Volksschule, die gemeinsame Schule der Sechs- bis Zehnjährigen ist das, in sich undifferenziert. Und wir haben am Ende dieser Schule zum Teil dramatische Probleme: Die Kinder beherrschen die Kulturtechniken nicht: nicht Lesen, nicht Schreiben, nicht Rechnen. Auch das drückt uns ja PISA aus. Also ist es offensichtlich nicht die Organisationsform das Problem, sondern die Frage des Inhaltes. Konzentrieren wir uns wieder auf die wesentlichen Dinge und nicht auf die ganze Lyrik, die drumherum aufgebaut wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Aufwachen! 15 Jahre ... !)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Insgesamt, meine Damen und Herren – und wir debattieren ja das Budget, ich möchte auch der Frau Bildungsministerin zu diesem Budget gratulieren –, ist es ein sehr ordentliches Budget, das zukunftsweisend ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.) Dass es aber auch im Wissenschaftsressort so ist, dass wir in beiden Ressorts 80 Millionen € zusätzlich in unsere jungen Menschen investieren, ist auch dem Herrn Finanzminister zu danken. Er ist heute durch den Herrn Staatssekretär vertreten. Ich glaube, das sind wichtige und richtige Signale, die zeigen, dass uns Bildung, Wissenschaft und Forschung ganz, ganz wichtige Anliegen sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt, meine Damen und Herren – und wir debattieren ja das Budget, ich möchte auch der Frau Bildungsministerin zu diesem Budget gratulieren –, ist es ein sehr ordentliches Budget, das zukunftsweisend ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.) Dass es aber auch im Wissenschaftsressort so ist, dass wir in beiden Ressorts 80 Millionen € zusätzlich in unsere jungen Menschen investieren, ist auch dem Herrn Finanzminister zu danken. Er ist heute durch den Herrn Staatssekretär vertreten. Ich glaube, das sind wichtige und richtige Signale, die zeigen, dass uns Bildung, Wissenschaft und Forschung ganz, ganz wichtige Anliegen sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Da ist niemand dagegen!
Ein solches Modell, meine Damen und Herren, wollen wir in Österreich nicht, und das bringt auch zum Ausdruck, dass man nicht ein System, das in einem anderen Land historisch gewachsen ist, eins zu eins über unser System drüberstülpen kann. Man muss das eigene System weiterentwickeln. Autonomie der Schule heißt mehr Verantwortung an der Schule, heißt ein mittleres Management in der Schule, heißt, dem Lehrer und insbesondere dem Direktor mehr Kompetenzen in Personalfragen zuzuordnen – in der Frage der Klassenschülerhöchstzahl, in der Frage der Teilungszahlen. (Abg. Dr. Walser: Da ist niemand dagegen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Das ist das Zukunftsprogramm. Und wir, Frau Bundesministerin, sind uns ja auch einig: Das sind Punkte, die im Regierungsprogramm stehen und die der Umsetzung harren. Ich glaube, wir sollten diese leidige Diskussion über die Organisationsform, die uns Spätachtundsechziger hier aufs Auge drücken wollen, beenden, und wir sollten endlich in die Offensive kommen bei der Bildungspolitik. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Ruf bei der ÖVP: Schluss mit Hippie-... !
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Haubner gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Schluss mit Hippie-... !)
Abg. Amon: 68! – Abg. Dr. Matznetter: 2068!
Nur, wenn ich mir jetzt diese Debatte anhöre, dann schleicht sich bei mir schon das Gefühl ein, dass die Schuldebatte nach wie vor eine sehr ideologisch behaftete ist und manche eigentlich stehen geblieben sind und den Blick eher in die Vergangenheit richten als in die Zukunft. (Abg. Amon: 68! – Abg. Dr. Matznetter: 2068!) Ich bin kein Achtundsechziger, nein, bin ich nicht, aber ich richte den Blick in die Zukunft, was die Schule anbelangt. Schule muss weiterentwickelt werden und kann sich nicht an einem Bereich, nämlich an der gemeinsamen Schule der Sechs- bis Vierzehnjährigen, orientieren. Es ist ein wichtiger Teil davon, aber das allein ist nicht die Schulreform.
Beifall beim BZÖ.
Wir dürfen auch nicht vernachlässigen, dass in der Familie auch schon Gründe liegen, warum Kinder heute so wenig oder auch so schlecht lesen können. Also daher halte ich nichts von Schuldzuweisungen. Ich halte auch nichts vom politischen Hick-Hack, denn ich glaube, es muss uns allen endlich gelingen, dass die Schule zu einer parteipolitikfreien Zone wird. (Beifall beim BZÖ.) Ich sage nicht zu einer politikfreien, aber einer parteipolitikfreien Zone, in der sich vieles ändern muss, sich vieles weiter entwickeln muss und in der Gutes bestehen kann – aber nicht so, dass man auf den verschiedensten Dingen beharrt.
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte Sie, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, diese Einladung, dieses Angebot anzunehmen, diesen Antrag zu unterstützen, denn es geht letztendlich um unsere Kinder und nicht um machtpolitische Interessen, und wie Rechnungshofpräsident Moser einmal auch in diesem Zusammenhang gesagt hat: Wenn wir in der Schule nichts tun, dann frisst die Vergangenheit die Zukunft auf! – Das wollen wir sicher alle nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Amon.
Ich habe daher sehr gerne Ihre Anregung, Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz, aufgenommen und mir erlaubt, für Jänner schon zu einem Runden Tisch einzuladen, um dabei auch das Jahresprogramm für 2011 zu besprechen. Ich glaube, es sind da viele Vorhaben dabei, jenseits ideologischer Überfrachtungen, die wir gemeinsam, so wie ja auch bisher, Schritt für Schritt lösen können. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Amon.)
Demonstrativer Beifall beim BZÖ.
Ich möchte das unterstreichen, was auch Sie, Frau Abgeordnete Haubner, betont haben: Hören wir auf mit Schuldzuweisungen! Vergessen wir das Dramadreieck – wer ist schuld? –: Täter, Retter, Opfer – Eltern, Schüler, Lehrer! Arbeiten wir gemeinsam an Leistung und Erfolg! (Demonstrativer Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Soweit eine Übersicht zu den Vorhaben, ein Ausblick auf das Jahr 2011. Ich möchte mich von dieser Stelle aus zum einen für die immer auch konstruktive Zusammenarbeit vor allem im Unterrichtsausschuss bedanken. Auch die Einrichtung des Unterausschusses des Unterrichtsausschusses begrüße ich sehr. Und ich freue mich auf den Runden Tisch als Beginn für eine intensive Zusammenarbeit im Jahr 2011. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meiner Überzeugung nach ist es daher sehr wichtig, dass diese Maßnahmen, dass diese Reformen selbstverständlich weitergeführt werden. Für mich ist es auch sehr wichtig und hat es oberste Priorität, dass es beim Modellversuch Neue Mittelschule zum Wegfall der 10-Prozent-Klausel kommt. Ich appelliere jetzt sehr an die ÖVP, ich appelliere sehr an Sie, Herr Kollege Amon, dass es bei Ihnen zu einem Umdenken kommt, damit alle Schülerinnen und Schüler sehr wohl die Chance haben, in einem zeitgemäßen Bildungssystem ausgebildet zu werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Zuallererst möchte ich etwas zu den Ausführungen der beiden Kollegen sagen, die sich da in einer wahren Suada über Walter Rosenkranz ausgelassen haben. Das war unwürdig, das war aggressiv, das war nicht zu akzeptieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist erschreckend!
Wenn man sich ein bisschen umhört, dann stellt man fest, dass es wirklich so ist, dass wir Freiheitlichen wirklich die Einzigen hier im Haus sind, für die Kultur das Fundament der Gesellschaft ist, das Fundament, auf dem sie baut und auf dem sie steht. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist erschreckend!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich kann mich erinnern, Frau Muttonen hat sich immer dagegen ausgesprochen, sie hat immer gesagt, das sei ja rückwärtsgewandt. – Frau Kollegin, das ist nicht rückwärtsgewandt (Zwischenruf bei der SPÖ) – ich habe es nachgelesen –, sondern es ist unsere Pflicht, unseren kulturellen Reichtum, der in Jahrhunderten gewachsen ist, zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ja, ich lese die Reden meiner Kollegen nach.
Beifall bei der FPÖ.
Das MAK zum Beispiel, eines Ihrer Lieblingsmuseen, bekommt 9,6 Millionen €, das wird wirklich sehr gut gefördert. Wenn man das aber umgesetzt auf die Besucherzahl betrachtet – das MAK hat nämlich die geringste Zahl von Besuchern, müssen Sie wissen –, dann sieht man, dass eine Karte mit 52 € gefördert wird. Ich meine, das ist eine Ungeheuerlichkeit, denn auf der anderen Seite bekommt das Volkskundemuseum, das wissen Sie alle wahrscheinlich, nur einen Bruchteil davon, nämlich 400 000 €. Daran sieht man ja schon die Wertigkeit, die mangelnde Wertschätzung unserer eigenen Identität. Das ist eigentlich ein wirklich gravierender Fehler in der österreichischen Kulturpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Also statt für völlig sinnlose Förderungen Geld hinauszuschmeißen – Frau Ministerin, ich erinnere Sie an die 1 Million € für eine Umdichtung der Bundeshymne, das war wohl eines der großen Negativbeispiele (Zwischenruf bei der SPÖ); das haben wir in Form einer Antwort auf eine Anfrage erfahren, und es ist in unseren Augen eine Schande, dass man für das Umdichten der Bundeshymne Geld ausgibt (Beifall bei der FPÖ) – wäre es, meinen wir eben, wichtiger, dass wir unsere großen Kulturinstitutionen unterhalten: Kunsthochschulen, Museen, Theater und Opernhäuser, Denkmalschutz, Bibliotheken, traditionelle Festwochen, denn der Erhalt dieser großen Institutionen kann den Zusammenhalt und die Stabilität einer Gesellschaft garantieren. Das ist ja auch eine sehr wichtige Rolle, die Kunst und Kultur innerhalb eines Landes spielen können.
Beifall bei der FPÖ
Also statt für völlig sinnlose Förderungen Geld hinauszuschmeißen – Frau Ministerin, ich erinnere Sie an die 1 Million € für eine Umdichtung der Bundeshymne, das war wohl eines der großen Negativbeispiele (Zwischenruf bei der SPÖ); das haben wir in Form einer Antwort auf eine Anfrage erfahren, und es ist in unseren Augen eine Schande, dass man für das Umdichten der Bundeshymne Geld ausgibt (Beifall bei der FPÖ) – wäre es, meinen wir eben, wichtiger, dass wir unsere großen Kulturinstitutionen unterhalten: Kunsthochschulen, Museen, Theater und Opernhäuser, Denkmalschutz, Bibliotheken, traditionelle Festwochen, denn der Erhalt dieser großen Institutionen kann den Zusammenhalt und die Stabilität einer Gesellschaft garantieren. Das ist ja auch eine sehr wichtige Rolle, die Kunst und Kultur innerhalb eines Landes spielen können.
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen Prioritäten setzen. Die Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Na servas! Das ist genau der Punkt!
Abgeordnete Mag. Silvia Fuhrmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Frau Kollegin Unterreiner, Sie haben in der Rede des Finanzministers zum Budget die schönen Worte zur Kultur vermisst. Wissen Sie, das liegt daran, dass wir es nicht so mit den schönen Worten halten, sondern messen Sie uns lieber an den Taten, die wir setzen. (Abg. Petzner: Na servas! Das ist genau der Punkt!) Das spricht für sich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Silvia Fuhrmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Frau Kollegin Unterreiner, Sie haben in der Rede des Finanzministers zum Budget die schönen Worte zur Kultur vermisst. Wissen Sie, das liegt daran, dass wir es nicht so mit den schönen Worten halten, sondern messen Sie uns lieber an den Taten, die wir setzen. (Abg. Petzner: Na servas! Das ist genau der Punkt!) Das spricht für sich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, kulturpolitisch sind wir auf einem guten Weg. Ich hoffe, dass es auch in der nächsten Zeit so sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass wir das noch erleben. Ich bezweifle es, wenn ich mir die letzten Monate ansehe. Ich glaube, Sie sollten mehr agieren und auf die aktuellen Notwendigkeiten reagieren, anstatt das Budget nur zu verwalten und den Laden laufen zu lassen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit ist meiner Meinung nach ein ideales Zusammenführen der bis jetzt so streng geteilten Aufgabenbereiche geglückt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Sie wissen, Frau Ministerin – und diese Garantie haben Sie von uns –, dass Sie für Ihre Reformbestrebungen im Bildungsbereich die volle Unterstützung des BZÖ haben, weil wir glauben, dass es dringend notwendig ist, umfassende Reformschritte im Bildungsbereich zu setzen, und wir die Blockadepolitik der ÖVP in diesem Bereich nie verstanden haben und auch nie verstehen werden, meine Damen und Herren (Beifall beim BZÖ), weil es zum Schaden und zu Lasten unserer Kinder ist, für die eine optimale Bildung der entscheidende Schlüssel für ein gelungenes und gutes Leben ist.
Beifall beim BZÖ.
Ein paar Beispiele für Reformen im Bildungsbereich, die wir nennen wollen: Wir müssen die Schulverwaltung vereinfachen und entpolitisieren. Wir wollen keine Verländerung der Schulkompetenz, sondern wir wollen die alleinige Zuständigkeit des Bundes. Wir wollen die Neue Mittelschule. Wir wollen die Forcierung der Neuen Mittelschule, und wir wollen keine „Pröll-Schule“ nach altem System, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es steht, meine Damen und Herren, ein Bildungsvolksbegehren des seinerzeitigen Ministers Hannes Androsch auch auf der Agenda. Nur: Ich hoffe, dass er mit diesem Volksbegehren nicht so umgeht, wie er seinerzeit als Minister mit Volksbegehren umgegangen ist. Ich erinnere da an das Volksbegehren gegen den Bau des Konferenzzentrums, das erfolgreichste Volksbegehren aller Zeiten, das damals vom Herrn Androsch, der jetzt große Volksbegehren initiiert und für diese um Unterschriften wirbt, mit einem Handstreich vom Tisch gewischt wurde und wo das Konferenzzentrum gegen den Willen der Bevölkerung trotzdem gebaut wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihnen, Frau Bundesministerin, kann ich abschließend versichern, dass Sie auch im neuen Jahr 2011 mit der Unterstützung des BZÖ für Ihre Reformbestrebungen rechnen können. In diesem Sinne alles Gute! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wie bereits im Budgetausschuss auf Anregung von Herrn Abgeordnetem Dr. Rosenkranz besprochen, sollten wir die Präsenz und Wahrnehmung des zeitgenössischen Kunstschaffens erhöhen. Wir werden die Ausstellung „In Between“, eine Ausstellung über zeitgenössische Kunst, im Jahr 2011 fortsetzen. Wir wollen auch, dass Preisverleihungen, Auszeichnungen größere mediale Aufmerksamkeit bekommen. Und ich kann als Kunst- und Kulturministerin nur betonen, dass Aktivitäten des Parlaments, Aktivitäten des Hohen Hauses in diesem Zusammenhang sehr willkommen sind. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: Ist das das neue Bildungskonzept der Volkspartei? Ist das schon akkordiert mit Ihrer Partei?
Insbesondere ist uns die individuelle Förderung besonders wichtig, und diese auch in allen Lebensphasen zu fördern und zu ermöglichen. Dafür benötigen wir den aufeinander abgestimmten, durchlässigen und aufeinander aufbauenden Bildungskanon, ein entsprechendes Bildungsangebot, welches ein lebensbegleitendes Lernen vom Kindergarten über die Schule, Hochschule bis hin zur Weiterbildung ermöglicht. Bildung darf keine Sackgasse sein! Kein Abschluss ohne Anschluss! Das muss unser gemeinsamer Ansatz sein. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: Ist das das neue Bildungskonzept der Volkspartei? Ist das schon akkordiert mit Ihrer Partei?)
Abg. Petzner: Beenden Sie einmal die Reformblockade! Blockiererpartei!
Modern heißt für uns, Kollege Petzner, dass es künftig in jeder Lebensphase möglich sein soll, weitere und höhere Bildungsabschlüsse zu erwerben. (Abg. Petzner: Beenden Sie einmal die Reformblockade! Blockiererpartei!) Das bedeutet beispielsweise für die Jugendlichen ohne oder nur mit Pflichtschulabschluss, dass sie eine zweite und dritte Chance bekommen. Das bedeutet beispielsweise aber genauso, dass Lehrlinge Lehre und Matura kombinieren können. Das bedeutet, die Berufsreifeprüfung noch stärker zu bewerben und sie als Eintritt in die Hochschule zu propagieren.
Abg. Petzner: Was ist das Ergebnis?
Die im internationalen Vergleich hohen Ausgaben setzen sich in Österreich aber auch für die Jugendlichen in der Berufsbildung fort. Auch hier liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt und über dem OECD-Durchschnitt. Österreich gibt im Vergleich zu Deutschland fast doppelt so viel in der Berufsbildung aus. (Abg. Petzner: Was ist das Ergebnis?) Wir haben daher die geringste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa. Das ist ein Grund, auf unser Bildungssystem, auf unsere Berufsbildung stolz zu sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! – Abg. Öllinger: Der Kollege Petzner hat recht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! – Abg. Öllinger: Der Kollege Petzner hat recht!
Die im internationalen Vergleich hohen Ausgaben setzen sich in Österreich aber auch für die Jugendlichen in der Berufsbildung fort. Auch hier liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt und über dem OECD-Durchschnitt. Österreich gibt im Vergleich zu Deutschland fast doppelt so viel in der Berufsbildung aus. (Abg. Petzner: Was ist das Ergebnis?) Wir haben daher die geringste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa. Das ist ein Grund, auf unser Bildungssystem, auf unsere Berufsbildung stolz zu sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! – Abg. Öllinger: Der Kollege Petzner hat recht!)
Abg. Petzner: Das ist eine Bankrotterklärung! ... abgedankt!
Wir brauchen Verlässlichkeit im Abschluss, um den Anschluss zu ermöglichen. Wir brauchen daher wieder mehr Bildungsstandards, die auch wirklich evaluiert werden, Bildungsabschlüsse, die verlässlich sind, die den Übergang von einem Bildungsangebot in ein anderes ermöglichen. (Abg. Petzner: Das ist eine Bankrotterklärung! ... abgedankt!)
Beifall bei der ÖVP.
Kolleginnen und Kollegen! Bei den 10- bis 14-Jährigen gibt es schon einen gemeinsamen Lehrplan! Ich hoffe, dass Sie mittlerweile alle angekommen sind und dass wir uns daranmachen, sicherzustellen, dass dieser gemeinsame Lehrplan auch wirklich gemeinsam umgesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Der Herr Rosenkranz hat aber gegen die Neue Mittelschule geredet! Was ist denn da los bei euch?
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Frau Kollegin Cortolezis-Schlager, ich glaube, Sie haben die falsche Rede gehabt. Man glaubt ja, man ist im falschen Film, wenn man hört, wie toll unser Bildungssystem ist. Fakt ist, dass wir in Europa Spitze bei den Ausgaben für das Bildungssystem sind, Fakt ist aber auch, dass aus dem Bildungssektor und aus diesem Bildungsangebot zu wenig herauskommt. Deswegen bin ich auch geistig und auch mit meinem Herz bei unserer Unterrichtsministerin, die die Neue Mittelschule auf den Weg gebracht hat, die vor allem in Kärnten auf einem sehr guten Weg ist. Und es gibt in den Hauptschulen tatsächlich Defizite, das kann man nicht von der Hand weisen. Ich möchte mich daher bei der Frau Unterrichtsministerin noch einmal bedanken und ihr viel Kraft wünschen, um diese Neue Mittelschule (Abg. Petzner: Der Herr Rosenkranz hat aber gegen die Neue Mittelschule geredet! Was ist denn da los bei euch?)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Petzner –: Hör doch zu! Zuhören!
Kollege Petzner, dass du dich im schulischen und im Bildungsbereich nicht sehr gut auskennst, beweist dein Redebeitrag. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Petzner –: Hör doch zu! Zuhören!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jury reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand. – Abg. Wöginger – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Jury –: Jury, jetzt hast wieder a paar Tausender hamzaht!
Damit sollen diese positive Kräfte unterstützenden Maßnahmen, Kunstvermittlungsprogramme, Kulturinitiativen und Projekte auch für die Zukunft unterstützt und abgesichert werden. – Alles Gute, Frau Minister! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jury reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand. – Abg. Wöginger – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Jury –: Jury, jetzt hast wieder a paar Tausender hamzaht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand.
In diesem Sinne freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit im Unterrichtsausschuss und vor allem mit unserer Unterrichtsministerin. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl reicht Bundesministerin Dr. Schmied die Hand.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Na, schämen Sie sich!
Ich habe mittlerweile die Perspektive noch in einer zweiten Form gewechselt: Meine Kinder sind jetzt elf und dreizehn und sind so richtig in der Gymnasialzeit gelandet. (Abg. Dr. Rosenkranz: Na, schämen Sie sich!) Dort hat man dann die Diskussion: Wir haben Schularbeit! – Wenn man sich die Eltern im Umfeld anschaut, dann weiß man in etwa auch, wie die Nachmittage ablaufen und wo Lernen im hohen Ausmaß stattfindet: nämlich nicht in der Schule, sondern in einem hohen Ausmaß nach wie vor auch bei den Eltern. Man kann sich in etwa ausrechnen, welchen Anteil die Möglichkeit der Eltern ausmacht, sich mit den Kindern auseinanderzusetzen, ihnen auch zu helfen, und wie das die Kinder von jenen unterscheidet, wo das zu Hause nicht der Fall ist.
Beifall bei den Grünen.
Ich kann Ihnen sagen, wenn Sie als Vater von 11- und 13-jährigen Kindern erleben, wie Schule heute noch funktioniert, dann ist es in vielen Fällen so, dass sie sich von meiner Schulzeit überhaupt nicht unterscheidet, und das ist jetzt mittlerweile in etwa 30 Jahre her – abgesehen davon, dass sie originellerweise zum Teil die gleichen Lehrer haben, die ich gehabt habe, wenn man so die gleiche Schulkarriere durchgeht. Aber wenn man sich anschaut, wie Schule sich verändert hat, dann muss man sagen: Wenn wir in anderen Berufen so wenig an Innovation mitbekommen hätten, dann wäre das ein ordentliches Problem. Der Kernpunkt der weiteren Schulentwicklung ist meiner Ansicht nach einfach, dass die Selbständigkeit beim Lernen in den Mittelpunkt rücken muss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Geh bitte, das haben wir ja schon 30 Jahre!
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Grundsätzlich ist festzustellen, dass das Bildungsbudget seit 2001 kontinuierlich angestiegen ist, und das ist sehr erfreulich. Es sind auch viele positive Dinge passiert: Die Mittags-, die Nachmittagsbetreuung wurde ausgebaut, die Sprachförderung hat sich verbessert, die Klassen sind kleiner geworden. Und es gibt auch eine große Anzahl an Schulversuchen, mit einer noch größeren Vielfalt an Modellversuchen. Das ist grundsätzlich positiv, nur sollte nach einem Versuch einmal evaluiert werden, um dann zu entscheiden, ob das jeweilige Modell das richtige ist, ob es in das Regelschulwesen übernommen werden soll oder ob die Stopptaste gedrückt wird. (Abg. Öllinger: Geh bitte, das haben wir ja schon 30 Jahre!)
Abg. Öllinger: Sie wissen aber auch die Position der ÖVP!
Beispielsweise Ethikunterricht: Es laufen einige sehr erfolgreiche Schulversuche in diesem Bereich, und ich würde mir wünschen, dass gerade dieser Ethikunterricht ins Regelschulwesen übernommen werden könnte. (Abg. Öllinger: Sie wissen aber auch die Position der ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP.
Da müssten doch die Fragen erlaubt sein: Welche Schulen sind die besten? Warum sind sie die besten? Was können wir von ihnen lernen? Und wie kann man die schlechtesten nach oben bringen? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wer tut denn das?
Es kann nicht sein, dass permanent eine Berufsgruppe schlechtgeredet wird, dass öffentlich Lehrer-Bashing betrieben wird (Abg. Öllinger: Wer tut denn das?) und dass man die Lehrer mit lächerlichen Anfangsgehältern abspeist. Wundern wir uns daher nicht, wenn wir einem großen Lehrermangel entgegensehen – bei uns in Vorarlberg ist er schon sehr deutlich zu spüren.
Beifall bei der ÖVP.
Die Lehrer sind es, die schlussendlich verantwortlich sind für einen spannenden, einen ertragreichen Unterricht, in dem die Schüler neugierig sind, neugierig gemacht werden, gefordert, aber auch gefördert werden. Das Entscheidende sind nicht die Architektur, nicht das Gebäude, sondern die Menschen, die mit Engagement, mit Motivation, mit pädagogischem Geschick in der Schule unterrichten, und das sind die Lehrpersonen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Franz, ich bin ganz Ihrer Meinung, wenn Sie sagen, dass „Lehrer“ aufgewertet werden müssen. Natürlich benötigen sie unsere Unterstützung, weil sie einen verantwortungsvollen und harten Job ausüben, aber dann müssen Sie auch verstehen, dass ich die Debatte nicht verstanden habe, was die zwei Stunden mehr betrifft, denn da sind 500 Millionen drinnen, was die Steuerreform betrifft. Sie werden verstehen, dass man dieses Geld sehr gut brauchen kann, um es in die Schulen zu investieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jury und Dr. Rosenkranz.
Kollege Jury, du bist ja jetzt da. Vorher haben wir gesagt: Wir sind natürlich für die Neue Mittelschule – die natürlich auch von Dr. Jörg Haider vorangetrieben wurde, wie du weißt, und das ist das, was Stefan Petzner vorher gemeint hat –, die auch jahrelang ein Erfolgskonzept in Kärnten war. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jury und Dr. Rosenkranz.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, aber ich mache Sie darauf aufmerksam, dass man hier im Parlament auch andere Meinungen haben kann ...! Demokratie nennt sich das!
Herr Rosenkranz, ich weiß nicht, sind Sie Kärntner, oder warum sprechen Sie da jetzt mit? Sie sind wahrscheinlich der Allwissenssprecher von FPÖ/FPK. (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, aber ich mache Sie darauf aufmerksam, dass man hier im Parlament auch andere Meinungen haben kann ...! Demokratie nennt sich das!) Ich spreche für mein Bundesland, und damit ist das Thema für mich auch schon erledigt.
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, ich ersuche Sie, diesbezüglich tätig zu werden. Sie haben im Ausschuss gesagt, das Projekt habe für Sie keine Priorität. Wenn dem wirklich so ist, dann sollten wir das Projekt stoppen – was ich sehr schade fände, vor allem nach den Bemühungen der letzten elf Jahre –, dann könnten wir das Geld sicher woanders auch gut investieren. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche Ihnen, Frau Ministerin, weiterhin viel Mut und Kraft für diese große Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Was?
Es geht im Wesentlichen immer um Inhalte. Ich weiß, bei der Bildung ist es ungefähr so wie bei der Gesundheit: Wir haben heute gehört, wir haben in Österreich das beste Gesundheitssystem, nur wissen wir auch, dass es sich die meisten Leute nicht mehr leisten können (Abg. Kopf: Was?), und dann hat man auch nichts davon. Es ist also auch wichtig, dass wir ein Schulsystem haben, das sich alle leisten können. Und das ist auch so eine Sache.
Beifall bei der FPÖ.
Von den Ausführungen meiner Vorrednerinnen und Vorredner nehme ich noch ein Wort mit, das hat auch sehr viel mit der Wertschätzung zu tun – ich glaube auch, die Entideologisierung dieses Bildungssystems ist ein wesentlicher Schritt. Wir können nicht wirklich hier eingemauert stehen, sondern wir müssen uns weiter nach vorne bewegen. Und da ist die ganze Geschichte die, dass wir voraussetzen und sagen: Kinder sind Humankapital, das ist Kapital! (Beifall bei der FPÖ.) Und dieses Kapital bedingt natürlich unser aller Wertschätzung.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Ich komme zum Schluss, weil das Licht schon ständig leuchtet – das macht mich so nervös –: Wir müssen den Lehrern wieder mehr Freude und Wertschätzung geben. Der Lehrer ist ja wirklich oft der Letzte. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Der ist der Letzte!
Beifall bei der FPÖ.
Bitte, Ausschlüsse! Wir müssen die Position des Lehrers stärken, denn sonst wird er zum Hampelmann – das wissen die Schüler, die sind ja nicht nur lieb, sondern auch kleine Bestien, liebenswürdige Bestien, und ich glaube, das ist auch wichtig gegenüber Elternvereinigungen. Verhelfen wir den Lehrern wieder zu jenem Respekt, den sie verdienen, denn wie die Mütter erziehen sie auch die Zukunft und die Blüte unseres Volkes. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.
Der letzte Punkt wäre, dass die Sonderschulen mit ihren vielen Erfahrungen umgewandelt werden in Individualpädagogische Zentren, dass individualisierter Unterricht in allen Schulen Platz greift. Ich glaube, dass solch ein Inklusionsfahrplan im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes möglich sein sollte. – Danke. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Bekommt er vielleicht „ein bisschen“, 5 Stunden, Assistenzkräfte, um „ein bisschen“ mitzumachen? Nein, das ist hier nicht so! Er ist voll integriert und hat hier auch die Möglichkeit, voll zu arbeiten. – Im schulischen Bereich ist diese Möglichkeit noch nicht vorhanden. Deswegen ist auch der Inklusionsfahrplan, genau wie mein Kollege Huainigg das bereits gesagt hat, total wichtig. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dabei ist insbesondere bei gehörlosen Kindern wichtig – und da wiederhole ich mich gerne –, dass LehrerInnen nicht verpflichtet sind, und zwar überhaupt nicht verpflichtet sind, Gebärdensprachkompetenz vorzuweisen. Das ist in Zukunft für eine Inklusion nicht möglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich formuliere es so: Ist die Bildung schlecht, ist angesichts einer hohen Arbeitslosenrate auch die Zukunftsperspektive sehr schlecht. Sparen wir jetzt, gibt es auch für die Zukunft keine guten Aussichten; haben wir jetzt eine gute Situation bei den Investitionen, wird auch die Zukunft rosig aussehen. – Vielen Dank, liebe KollegInnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir es demnächst doch schaffen werden, die 10-Prozent-Grenze aufzugeben und hier weitere Programme ausbauen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Lösung darf nicht sein, Bewährtes zu zerschlagen – Bewährtes wie unsere Gymnasien –, sondern wir müssen einen guten Dialog, ein gutes Miteinander von Hauptschulen und Gymnasien, so wie es in Tirol bestens funktioniert, finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: O ja!
Frau Bundesminister – Sie ist leider nicht da (Rufe bei der SPÖ: O ja!) – ah, sie ist wieder da. Grüß Gott, hallo! Ich habe hinten keine Augen, tut mir leid! Sparen Sie bei den Gagen von diversen monopolistisch agierenden Beratern und geben wir das Geld stattdessen den Hauptschulen, damit unsere Kinder bestmögliche Unterstützung erhalten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister – Sie ist leider nicht da (Rufe bei der SPÖ: O ja!) – ah, sie ist wieder da. Grüß Gott, hallo! Ich habe hinten keine Augen, tut mir leid! Sparen Sie bei den Gagen von diversen monopolistisch agierenden Beratern und geben wir das Geld stattdessen den Hauptschulen, damit unsere Kinder bestmögliche Unterstützung erhalten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
meldungen als Replik auf mich eigentlich nur die Worte „peinlich, peinlich, peinlich, ewiggestrig, ewiggestrig“ gehört. – Ich hoffe, dass Sie als Lehrer nicht nur über einen restringierten Code verfügen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber sehr sachkundig hat das nicht gewirkt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung. (Abg. Dr. Jarolim: Aber sehr sachkundig hat das nicht gewirkt!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kopf: Das ist eine Überinterpretation!
Ich finde, das ist auch eine Aufgabe, die dazu passt – in der Förderung steht ja sogar drinnen, dass die Wettbewerbsfähigkeit abzusichern ist –, und die Ministerin leistet einen Beitrag dazu. Ich finde, das wäre etwas, was Minister Mitterlehner „mitschultern“ könnte, und dann könnte man die Digitalisierung durchziehen. Das Lächeln fasse ich jetzt einfach als Zustimmung auf: Sie werden es ihm ausrichten. – Ich danke Ihnen herzlich. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kopf: Das ist eine Überinterpretation!)
Abg. Mag. Gaßner: Geh, Nikolaus!
Organisation und Verwaltung sollten möglichst nahe bei den Betroffenen sein. Deshalb wäre es sinnvoll, für die Zukunft Wege zu finden, wo die großen Bildungsentscheidungen wie Bildungsziele, Lerninhalte et cetera auf Bundesebene entschieden werden und die Organisation des Schulwesens den Ländern übertragen wird. (Abg. Mag. Gaßner: Geh, Nikolaus!) Gespräche, ohne vorher einen Justamentstandpunkt einzunehmen, sollten es möglich machen, hier gemeinsame Lösungen zu finden.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Die Rede hat dir der Pühringer geschrieben!
Österreich hat im Grunde genommen ein sehr gutes, durchlässiges und zweckmäßiges Schul- und Bildungswesen. Dies gilt es, entsprechend effizient zu machen und in der Zukunft noch zu verbessern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Die Rede hat dir der Pühringer geschrieben!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Als Abgeordnete eines Regionalbezirkes weiß man nur zu gut, wie wichtig solche kleinen Bildungsstätten sind. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Durch diese Neuregelung ist es auch in strukturschwächeren Regionen möglich, den BesucherInnen ein umfangreiches Bildungsangebot zu bieten. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Bildung, ein wichtiger Schritt in Richtung niederschwelligerer Zugang und ein wichtiger Schritt in Richtung Emanzipation. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Mag. Muttonen.
Viele wichtige Kunst- und Kulturprojekte, kunst- und kulturpolitische Anliegen wurden heute schon diskutiert, und auch die Frau Ministerin hat ihre Schwerpunkte genannt, die in der Kulturvermittlung, in der Nachwuchsförderung liegen. Mir ist es ganz besonders wichtig, dass auch weiterhin investiert wird und Bauprojekte planmäßig weitergeführt werden; so zum Beispiel das 20er Haus, das Literaturmuseum und die Kunstkammer. (Beifall der Abg. Mag. Muttonen.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin Schmied wird mit den ihr zur Verfügung stehenden Budgetmitteln auch dazu beitragen, dass in Österreich weiterhin ein progressives Kunst- und Gesellschaftsverständnis diskutiert wird. Kunstrezeption führt zu einer anderen, weiteren offenen Einstellung zu Kunst, zu sozialer Umwelt und zum Leben an sich. Das sehr gut dotierte Kunst- und Kulturbudget 2011, das bis ins Jahr 2014 hinausreicht, hilft jedenfalls weiterhin mit, dass Kunst und Kultur in Österreich lebendig, weltoffen, kritisch, diskursiv und am Puls der Zeit bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Frau Bundesministerinnen, ich darf Sie ersuchen – wie schon eine andere Kollegin in einem anderen Zusammenhang –: Wirken Sie gemeinsam mit uns auf das Land Niederösterreich ein, dass dieses Weltkulturerbe durch die Einstellung dieser kulturtechnisch wirklich sehr interessanten Strecke nicht gefährdet wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Teil der SPÖ-Stricherlliste!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Königsberger-Ludwig. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Teil der SPÖ-Stricherlliste!)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Ich würde mir diesen Konsens in der Kulturpolitik auch für die Bildungspolitik wünschen, weil ich wirklich davon überzeugt bin, dass es uns wichtig sein muss, die Chancen für alle Kinder zu nützen, und dass wir es uns nicht leisten können, nur ein einziges Kind auf dem Weg ins Erwachsenenleben zu verlieren. Das gilt auch für Kinder mit Behinderungen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die Frau Bundesministerin auch diesbezüglich Initiativen setzen wird. Ich sehe die Diskussion über die gemeinsame Schule wirklich als Chance auch für eine inklusive Schule und bin gerne bereit, dabei mitzuarbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Was ist am IT-Ausbau falsch?
Frau Minister, setzen Sie das bei allen Universitäten durch! Das ist doch ein ganz Leichtes, dass die das machen. (Abg. Mag. Molterer: Was ist am IT-Ausbau falsch?) – Am IT-Ausbau ist nichts falsch, da haben Sie mich falsch verstanden. Ich möchte, dass auf allen Universitäten Online-Studien und Ähnliches wie bei der FernUni Hagen eingeführt werden. Das kann die Frau Ministerin durchsetzen. (Abg. Mag. Molterer: Ach so, alle Universitäten zu Scharinger-Universitäten!) – Nein, nein, dieser Name wird von den Studenten ab und zu verwendet. Er ist aber auch nicht falsch; er ist vielleicht inhaltlich falsch, aber nicht vom Sinn her.
Abg. Mag. Molterer: Ach so, alle Universitäten zu Scharinger-Universitäten!
Frau Minister, setzen Sie das bei allen Universitäten durch! Das ist doch ein ganz Leichtes, dass die das machen. (Abg. Mag. Molterer: Was ist am IT-Ausbau falsch?) – Am IT-Ausbau ist nichts falsch, da haben Sie mich falsch verstanden. Ich möchte, dass auf allen Universitäten Online-Studien und Ähnliches wie bei der FernUni Hagen eingeführt werden. Das kann die Frau Ministerin durchsetzen. (Abg. Mag. Molterer: Ach so, alle Universitäten zu Scharinger-Universitäten!) – Nein, nein, dieser Name wird von den Studenten ab und zu verwendet. Er ist aber auch nicht falsch; er ist vielleicht inhaltlich falsch, aber nicht vom Sinn her.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir im Bereich Universitäten wirklich etwas machen, dann machen wir doch das, was auch in der Wirtschaft üblich ist, nämlich eine Produktbereinigung und dann eine Standortbereinigung! Schauen wir uns an, welche Studienrichtungen auf den Universitäten in den letzten Jahren neu errichtet wurden, beispielsweise auf der Wirtschaftsuni. Herr Badelt macht Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, und dann beschwert er sich, dass er ein volles Haus mit Studenten hat. – Das kann es ja nicht sein. Es gibt Informatik, und es gibt Recht, wir brauchen diese zwei Studienrichtungen auf der WU wirklich nicht neu zu erfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind nicht die Maßnahmen, die wir uns vorstellen. Sie verpulvern zwar nur 500 000 € an Inseratenvolumen, stellen aber nicht sicher, dass in den MINT-Fächern, in Maschinenbau, in Elektrotechnik, in Mathematik, Informatik und so weiter, die Studenten auch wirklich einen Platz haben. – So stellen wir uns Wissenschaftspolitik nicht vor. Bitte, ändern Sie das! Wir lehnen Ihre Maßnahmen jedenfalls ab. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ.
Es liegen in den nächsten Jahren große Aufgaben vor Ihnen, Frau Bundesministerin, um diese Entscheidungen auch auf den entsprechenden Grundlagen treffen zu können. Der Hochschulplan wird ein ganz entscheidendes und wichtiges Projekt sein, um die wirklich sachorientierten Grundlagen für diese Entscheidungen zu bieten. Die Vorbereitung der Studienplatzfinanzierung und die Umstellung auf dieses Modell der Finanzierung der Universitäten zählen auch zu den ganz, ganz großen Herausforderungen der nächsten Jahre. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Von dem merkt man aber nichts!
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Herr Vorsitzender! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die österreichische Bundesregierung ist mit dem Ziel, die Zukunft zu sichern, an die Budgetgestaltung 2011 herangegangen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Von dem merkt man aber nichts!) Der Erfolg von Politik zeigt sich in der Vorschau, aber auch in den Ergebnissen – und die Ergebnisse der vergangenen Jahre im Hochschulbereich können sich sehen lassen.
Beifall bei der ÖVP.
Im Zeitraum von 2005 bis 2009 erhöhte sich das Universitätsbudget um 25 Prozent von 2,1 Milliarden auf 2,6 Milliarden €. In diesen vier Jahren wuchs auch die Studierendenzahl um 26 Prozent. Im Jahr 2005 haben sechs von zehn Studierenden ihr Studium positiv abgeschlossen, im Jahr 2009 waren es bereits acht von zehn. Die Anzahl der Studienabschlüsse erhöhte sich ebenfalls um 30 Prozent. Das alles gelang mit Studienbeiträgen. Studienbeiträge hindern daher nicht am Studium, sondern sie regeln ganz einfach die Kapazitätsplanung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen eine klare Studieneingangsphase, wir brauchen Transparenz in den Aufnahmekriterien, wir brauchen einen international angemessenen privaten Beitrag zu den Studienkosten. Wir haben außergewöhnlich hochkarätige Ausbildungen, beispielsweise an unseren Kunstuniversitäten. Aber warum müssen Studierende aus Drittstaaten, die nicht sozial bedürftig sind, für dieses hochkarätige Angebot nicht zahlen? Das ist international nicht mehr vertretbar. Unsere Universitäten haben einen Wert, und dieser Wert soll sich auch entsprechend ausdrücken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann mir eine Reform bei der Hacklerregelung durchaus vorstellen, aber es gibt mehrere Möglichkeiten, wie wir gemeinsam zu einer Sicherstellung des Budgets kommen. Irgendeine aber müssen wir finden, Frau Kollegin Kuntzl, denn einfach nur zu sagen, wir wollen mehr, ist zu wenig. Wir müssen uns gemeinsam einigen, ob wir umschichten oder Zugangsregelungen finden, ob wir die Studienbeiträge wieder einführen. Letzteres, glaube ich, ist dringend notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Planbarkeit ist derzeit noch nicht gegeben, daher brauchen wir in den nächsten Monaten eine gemeinsame Herangehensweise in der Koalition, um diese Planbarkeit, wie wir sie bei den Fachhochschulen auch schon geschaffen haben, nun auch für die Universitäten herzustellen. Das ist international State of the Art, das bringt international die Möglichkeit für unsere Hochschulen, sich entsprechend mit ihrer Qualität präsentieren zu können. Sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Universitäten, geben wir ihnen die Möglichkeit, sich international zu positionieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das ist ja überhaupt nicht wahr!
Wenn Sie Studiengebühren einführen würden für 330 000 Studenten, liebe Kollegen von der FPÖ, würde die Situation so ausschauen, es ist ganz leicht auszurechnen: 500 pro Semester sind 1 000 pro Jahr; 330 000 mal 1 000 ergibt 330 Millionen € Zusatzmittel, mit denen man leicht entsprechende Studienbeihilfen finanzieren und auch die Basisfinanzierung der Unis sicherstellen kann. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das ist ja überhaupt nicht wahr!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: 70, wenn du willst, 75 Millionen! Mehr wird es nicht bei zweimal 500 pro Semester!
Ihr wollt immer nur verteilen, von der Wiege bis zur Bahre, aber ihr wollt nicht einen leistungsgerechten Staat, ihr wollt nicht, dass die Universitäten ordentlich ausgerüstet sind. Das ist das Dilemma der FPÖ. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: 70, wenn du willst, 75 Millionen! Mehr wird es nicht bei zweimal 500 pro Semester!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Welche 330 000 Studenten zahlen das, wenn wir nicht einmal 300 000 haben?
Daher ist auch die FPÖ mitverantwortlich dafür, dass wir schlechte Studienbedingungen haben und dass wir an den Universitäten von Ausländern überflutet werden, anstatt zuerst einmal auf die Österreicher zu schauen und für diese gute Voraussetzungen zu schaffen. Das ist das Dilemma der FPÖ: so zu reden und anders zu handeln. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Welche 330 000 Studenten zahlen das, wenn wir nicht einmal 300 000 haben?) – Kollege Deimek, du redest von 500 000 €, die für MINT-Inserate völlig verfehlt ausgegeben wurden. Das war mein Thema, ich habe das erfragt im Ausschuss, du replizierst richtig.
Beifall beim BZÖ.
Schaffen Sie endlich die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen an den Unis in Österreich! Es ist höchste Zeit, denn die Uni brennt noch immer. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Muss man sich das wirklich wieder anhören?!
Es wurde ja bereits darauf hingewiesen, dass es für die Universitäten und für die Fachhochschulen ab 2011 jährlich 80 Millionen € zusätzlich geben wird. (Abg. Mag. Kogler: Muss man sich das wirklich wieder anhören?!)
Abg. Mag. Widmann: 1,5 Milliarden € fehlen!
Insgesamt möchte ich schon noch festhalten, dass in unserer Hochschullandschaft nicht alles schlecht ist und dass auch an den Universitäten nicht alles schlecht ist. In den Reden der Abgeordneten ist vorgekommen, dass die Universitäten Baustellen seien, dass sie schlecht seien. Ich darf Sie nur bitten, genauer hinzuschauen. (Abg. Mag. Widmann: 1,5 Milliarden € fehlen!) An unseren Universitäten passiert auch viel Großartiges. (Abg. Mag. Widmann: Trotzdem!) Natürlich haben wir auch Problembereiche, an denen man ansetzen muss. Diese Herausforderungen nehme ich sehr gerne an. Vergessen Sie aber nicht, dass unsere Universitäten auch Großartiges im Bereich von Lehre und Forschung leisten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Trotzdem!
Insgesamt möchte ich schon noch festhalten, dass in unserer Hochschullandschaft nicht alles schlecht ist und dass auch an den Universitäten nicht alles schlecht ist. In den Reden der Abgeordneten ist vorgekommen, dass die Universitäten Baustellen seien, dass sie schlecht seien. Ich darf Sie nur bitten, genauer hinzuschauen. (Abg. Mag. Widmann: 1,5 Milliarden € fehlen!) An unseren Universitäten passiert auch viel Großartiges. (Abg. Mag. Widmann: Trotzdem!) Natürlich haben wir auch Problembereiche, an denen man ansetzen muss. Diese Herausforderungen nehme ich sehr gerne an. Vergessen Sie aber nicht, dass unsere Universitäten auch Großartiges im Bereich von Lehre und Forschung leisten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Insgesamt möchte ich schon noch festhalten, dass in unserer Hochschullandschaft nicht alles schlecht ist und dass auch an den Universitäten nicht alles schlecht ist. In den Reden der Abgeordneten ist vorgekommen, dass die Universitäten Baustellen seien, dass sie schlecht seien. Ich darf Sie nur bitten, genauer hinzuschauen. (Abg. Mag. Widmann: 1,5 Milliarden € fehlen!) An unseren Universitäten passiert auch viel Großartiges. (Abg. Mag. Widmann: Trotzdem!) Natürlich haben wir auch Problembereiche, an denen man ansetzen muss. Diese Herausforderungen nehme ich sehr gerne an. Vergessen Sie aber nicht, dass unsere Universitäten auch Großartiges im Bereich von Lehre und Forschung leisten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Fritz Neugebauer: Bevor ich Frau Abgeordneter Silhavy das Wort erteile, darf ich einen Gast aus Israel sehr herzlich bei uns begrüßen, und zwar den stellvertretenden Minister für die Entwicklung von Negev und Galiläa, Herrn Ayub Kara, der auch stellvertretender Sprecher der Knesset ist. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Mag. Widmann: Auch der Voves!
Ich möchte aber trotzdem vor allem auch auf die Ausführungen von Kollegin Cortolezis-Schlager eingehen, die ja immer wieder die Studiengebühren als eines ihrer ganz wesentlichen Themen aufwirft. (Abg. Mag. Widmann: Auch der Voves!) Ich darf daran erinnern, dass wir im UG einen Ersatz für die Abschaffung der Studiengebühren geschaffen haben, nämlich 157 Millionen €, meine Damen und Herren. Das müssten Sie schon gegenrechnen, Herr Kollege. Das haben Sie nämlich nicht gemacht. (Zwischenruf des Abg. List.) Sie rechnen immer nur so, wie es Ihnen passt, und das kann nicht ganz funktionieren, denn letzten Endes zählt das, was tatsächlich überbleibt. (Abg. Grosz: Was macht eigentlich Kollegin Silhavy?)
Zwischenruf des Abg. List.
Ich möchte aber trotzdem vor allem auch auf die Ausführungen von Kollegin Cortolezis-Schlager eingehen, die ja immer wieder die Studiengebühren als eines ihrer ganz wesentlichen Themen aufwirft. (Abg. Mag. Widmann: Auch der Voves!) Ich darf daran erinnern, dass wir im UG einen Ersatz für die Abschaffung der Studiengebühren geschaffen haben, nämlich 157 Millionen €, meine Damen und Herren. Das müssten Sie schon gegenrechnen, Herr Kollege. Das haben Sie nämlich nicht gemacht. (Zwischenruf des Abg. List.) Sie rechnen immer nur so, wie es Ihnen passt, und das kann nicht ganz funktionieren, denn letzten Endes zählt das, was tatsächlich überbleibt. (Abg. Grosz: Was macht eigentlich Kollegin Silhavy?)
Abg. Grosz: Was macht eigentlich Kollegin Silhavy?
Ich möchte aber trotzdem vor allem auch auf die Ausführungen von Kollegin Cortolezis-Schlager eingehen, die ja immer wieder die Studiengebühren als eines ihrer ganz wesentlichen Themen aufwirft. (Abg. Mag. Widmann: Auch der Voves!) Ich darf daran erinnern, dass wir im UG einen Ersatz für die Abschaffung der Studiengebühren geschaffen haben, nämlich 157 Millionen €, meine Damen und Herren. Das müssten Sie schon gegenrechnen, Herr Kollege. Das haben Sie nämlich nicht gemacht. (Zwischenruf des Abg. List.) Sie rechnen immer nur so, wie es Ihnen passt, und das kann nicht ganz funktionieren, denn letzten Endes zählt das, was tatsächlich überbleibt. (Abg. Grosz: Was macht eigentlich Kollegin Silhavy?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe, dass wir mit diesem Budget in diesen Punkten, wo keine Kürzungen kommen, nämlich in der Frauenförderung und im Genderbereich, wieder ein Stück weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Glaubt ihr das wirklich?
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Minister, ich darf Ihnen vorab gratulieren, gratulieren dazu, dass es trotz dieses Konsolidierungsbudgets zu keinerlei Einschnitten, zu keinerlei Kürzungen im universitären Bereich gekommen ist. – Im Gegenteil! 80 Millionen € Offensivmaßnahmen für die Hochschulen sollen in die Verbesserung der Studienbedingungen in den Massenfächern oder in den Ausbau der Fachhochschulen fließen. (Abg. Mag. Widmann: Glaubt ihr das wirklich?) Trotz dieser schwierigen finanziellen Situation investiert unsere Bundesregierung in die Zukunft des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Österreich.
Beifall bei der ÖVP
Wichtig ist, meine Damen und Herren, dass wir in unserem Land ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grundlagenforschung einerseits und angewandter Forschung andererseits haben. Dieser Mix ist in Österreich gegeben. Ich will an dieser Stelle eine Lanze für unsere internationalen Leitbetriebe brechen, denn sie werden von manchen hier im Hause gerne herangezogen, wenn es gegen die Großen, gegen die Konzerne geht (Beifall bei der ÖVP), die ja nur ihre Headquarters hier haben, denn sie sind die wahren Innovationsträger.
Beifall bei der ÖVP.
Wir geben viel Geld für Wissenschaft und Forschung aus, wir wollen aber auch mehr Wissenschaft und Forschung für dieses Geld. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kollegen von der ÖVP! Ja, wenn man etwas lang genug wiederholt, dann glaubt man es schon selber. Das ist eine psychologische Eigenart des Menschen, oder? (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.)
Heiterkeit der Abg. Dr. Lichtenecker.
Ich schlage Ihnen vor, das nächste Mal das Budget um 300 Millionen € gegenüber dem alten Bundesfinanzrahmen im Frühjahr zu kürzen, das im Herbst im Budget zu korrigieren – zack, haben Sie ein Offensivprogramm von 300 Millionen! (Heiterkeit der Abg. Dr. Lichtenecker.) Wunderbar, ja?! Das kann man ja beliebig nach oben verschieben.
Beifall bei den Grünen.
Und was die 2 Prozent des BIP für die Universitäten oder für den tertiären Sektor insgesamt, inklusive Fachhochschulen, betrifft, wo stehen wir da heute? – Bei 1,3 Prozent. Gut. Wie viel ist die Differenz in Millionen Euro auf 2 Prozent des BIP? – Na ungefähr 2 Milliarden € jährlich zusätzlich – nicht die 80 Millionen €, die Sie jetzt behaupten, die 40 Millionen €, die es in Wirklichkeit nicht einmal sind, sondern 2 Milliarden €. Wir brauchen einen Pfad dorthin, und den verweigern Sie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin der Meinung, Sie sind der Meinung – ich höre es ja in jeder Sonntagsrede, wie wichtig diese Zukunftsausgaben sind. Und wie schaut die Realität aus? – Es geht ganz woanders hin! Sie haben keine Prioritäten im Bereich Unterricht, Wissenschaft und Forschung. Wenn Sie sie hätten, hätten Sie in diesem Budget für 2011 und ganz besonders im Bundesfinanzrahmenplan bis 2014 andere Maßnahmen setzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Wien soll ... ausgeben, was der Bund versäumt hat?! Super! Schön wär’s!
Ich möchte auch noch kurz meinen Vorredner, Herrn Kollegen Van der Bellen, ansprechen. Soweit ich weiß, Herr Kollege, sind Sie ja Uni-Beauftragter der Stadt Wien. Ich denke, in dieser Funktion können Sie sich zur Verbesserung der Situation an den Unis auch ab sofort entsprechend positiv einbringen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wien soll ... ausgeben, was der Bund versäumt hat?! Super! Schön wär’s!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Die Ministerin redet von 250 Millionen! Wo sind die?
Eine zweite Anmerkung hätte ich noch zu machen. Sie haben gesagt, dass ab 2011 den Universitäten 300 Millionen € fehlen. Die Frau Ministerin hat vorhin ausgeführt, dass die Universitäten 2011 80 Millionen € mehr bekommen. Jetzt möchte ich gerne in Erfahrung bringen, wer von Ihnen beiden recht hat. (Abg. Dr. Van der Bellen: Die Ministerin redet von 250 Millionen! Wo sind die?) Aber Sie könnten ja, Herr Kollege, anschließend noch ein zweites Mal das Wort ergreifen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Lesen Sie einfach das Budget! Dann wissen Sie es!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Lesen Sie einfach das Budget! Dann wissen Sie es!
Eine zweite Anmerkung hätte ich noch zu machen. Sie haben gesagt, dass ab 2011 den Universitäten 300 Millionen € fehlen. Die Frau Ministerin hat vorhin ausgeführt, dass die Universitäten 2011 80 Millionen € mehr bekommen. Jetzt möchte ich gerne in Erfahrung bringen, wer von Ihnen beiden recht hat. (Abg. Dr. Van der Bellen: Die Ministerin redet von 250 Millionen! Wo sind die?) Aber Sie könnten ja, Herr Kollege, anschließend noch ein zweites Mal das Wort ergreifen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Lesen Sie einfach das Budget! Dann wissen Sie es!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch den Wunsch äußern, dass man im Fachhochschulbereich auch in Zukunft mehr Augenmerk auf die Ausbildung entsprechender Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitssektor legen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie, was Sie da sagen? Völliger Unsinn!
Letzten Sonntag wurde das Thema zur Chefsache erklärt. Faymann pfeift seine Landeshauptleute zurück. Solange er Kanzler ist, wird es keine Studiengebühren geben. – Damit verweigert der Kanzler den Universitäten sehr viel Geld. (Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie, was Sie da sagen? Völliger Unsinn!)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, Ihr Sparprogramm demontiert den Forschungsstandort Österreich und den internationalen Ruf weiter. Hier haben Sie akuten Handlungsbedarf. Übernehmen Sie die BZÖ-Forderungen im Wissenschaftsbereich! Diese wurden von unserem Wissenschaftssprecher, Mag. Widmann, vor wenigen Minuten wieder und vehement eingefordert. Die Schwerpunkte sind klar: die Sofortmilliarde für den universitären Bereich, für den Hochschulbereich und die Wiedereinführung von Studiengebühren. Nur unsere Maßnahmen, diese Maßnahmen des BZÖ, garantieren, dass die Universitäten Werkstätten der Zukunft bleiben. Frau Bundesministerin, setzen Sie diese Themen um! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
sei auch einmal gesagt. Ich sehe das ganz anders als manche meiner Vorredner. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich persönlich, das sage ich Ihnen ganz ehrlich, war sehr lange eine recht hartnäckige Verfechterin keiner Studiengebühren. Das hat mit meinem persönlichen Hintergrund zu tun. Aber ich habe auch erlebt, was Studiengebührenfreiheit oder freier Hochschulzugang, wenn man es jetzt breiter fasst, nicht leisten kann, nämlich mehr soziale Gerechtigkeit. Wenn wir uns das anschauen: Die soziale Durchmischung ist interessanterweise in den Fachhochschulen größer als an den Universitäten. Sie kann auch nicht leisten eine höhere Akademikerquote – das sehen wir auch im internationalen Vergleich, wenn wir uns die verschiedenen Modelle anschauen. Und Studiengebührenfreiheit kann auch eine höhere Qualifikation, Qualität auch in Lehre und Forschung nicht leisten. Also vielleicht ist es ganz einfach an der Zeit, dass wir einmal mit diesen ideologischen Schlachtrufen aufhören und uns mit den Fakten beschäftigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Über eine gemeinsame Schule ...!
Wir haben uns mit diesen Themen der Massenuniversität auseinanderzusetzen. Wir haben uns auch damit auseinanderzusetzen – und das macht die Frau Bundesministerin in sehr couragierter Weise –, dass es hier zum Teil unzumutbare Studienbedingungen für die Studenten gibt. Ich vertraue ihrer Entschlossenheit, ich vertraue ihrer Sachkompetenz, und ich hoffe, dass wir endlich einmal zu diesen wichtigen und gesellschaftlich relevanten Themen eine etwas ideologiefernere Diskussion insgesamt führen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Über eine gemeinsame Schule ...!)
Abg. Mag. Widmann: Wo sind die Studiengebühren?
Wenn man bedenkt, dass Studienplätze im Ausland, beispielsweise in Deutschland, um ein Vielfaches höher durch die öffentliche Hand finanziert werden als in Österreich, dann ist auch klar, warum diese Plätze in den vielen Rankings als Standort diesbezüglich vorne sind. In Deutschland kostet ein Studienplatz 26 000 €, an der Uni Wien werden gerade einmal 2 900 € investiert. (Abg. Mag. Widmann: Wo sind die Studiengebühren?) Das sind ja Riesenunterschiede, die können mit Schönreden hier nicht wettgemacht werden!
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, Sie werden an den Zukunftsinvestitionen gemessen werden, und das, seien Sie sich dessen bewusst, ist im Moment viel zu wenig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Letztes noch – jetzt ist leider Herr Abgeordneter Grillitsch nicht da; er hat sich das auch so sehr gewünscht –: Wenn das Bundesministerium nicht ums Sparen herumkommt, aus welchem Grund auch immer, dann sollte zumindest sinnvoll gespart werden. Wenn ich an die ungewisse Finanzierung des Universitätszentrums Rottenmann denke: Das ist zum Beispiel etwas, wo ich nicht sparen würde, bei einem Zentrum, das ausgezeichnet in die regionalen Förderungspläne passt und dem Anliegen der Auffächerung der Studienabsolventinnen und -absolventen entspricht. Dieses Zentrum wird dem Sparstift zum Opfer fallen. Das ist ein Vorhaben, das Sie, Frau Ministerin, mir und vielen anderen Menschen im Bezirk Liezen auch einmal sinnerfüllend erklären müssen, denn das ist bis dato noch nicht passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die 12 Millionen €, die Sie dafür veranschlagt haben, sind ja auch kein frisches Geld, denn die nehmen Sie ja vorher den außeruniversitären Instituten weg, damit Sie es ihnen dann wieder zurückgeben – ähnlich, wie Kollege Van der Bellen das auch gesagt hat –, und teilweise auch nicht den Universitäten, sondern der Akademie der Wissenschaften. Das ist sicher gut, wenn die das bekommt, aber es wird vorne und hinten mit Taschenspielertricks gearbeitet. Frustrierend, dass wir über 80 Millionen € überhaupt diskutieren müssen, aber jämmerlich, dass es nicht einmal die sind! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt auch Professoren, die nicht ... wollen!
Man kann nicht Studierende, die vielleicht gar nicht wirklich studieren wollen – auch die gibt es! (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt auch Professoren, die nicht ... wollen!) –, einfach inskribieren lassen, die Unis mit den Inskribierten alleine lassen, sie aufgrund dieser völlig falschen Datenlage alles planen lassen und im Nachhinein draufkommen, dass nur 80 oder nur 70 Prozent von diesen Studenten eine Prüfung gemacht haben.
Beifall des Abg. Amon.
Wir müssen das andersherum schaffen. Wir müssen vorher wissen: Wer will wirklich studieren?, und für diejenigen Studierenden die besten Rahmenbedingungen schaffen. (Beifall des Abg. Amon.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist in Zukunft umso wichtiger, als wir gerade im Bereich von Forschung und Innovation auf eine verstärkte Zusammenarbeit auch zwischen den Universitäten und unseren Unternehmen bauen. Neben der finanziellen Mehrförderung bei der Forschungsprämie und der finanziellen Aufstockung der FFG müssen wir verstärkt auf die Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft setzen. Gerade für unsere KMU, die unsere Innovationskraft ausmachen, stellen wir für neue Forschungsprojekte mehr Geld in der FFG zur Verfügung – und auch sie sollen an eine Zusammenarbeit mit den Hochschulen hingeführt werden. Das ist nur mit besserer Planbarkeit auf den Universitäten überhaupt vorstellbar und möglich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie, auch dabei sehr engagiert – wie Sie es bisher gemacht haben – die Unterrichtsministerin zu unterstützen, denn wir brauchen die neue LehrerInnenausbildung in der Bildungspolitik so dringend wie einen Bissen Brot. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Das wollen wir alle!
schung, und wir wollen auch die besten Studenten. (Abg. Mag. Widmann: Das wollen wir alle!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Ehre, wem Ehre gebührt!
Ich finde es positiv, dass es im universitären Bereich Offensivmaßnahmen im Ausmaß von 80 Millionen € gibt. Man kann natürlich über die Höhe streiten. Man hat schon andere Beträge gehört, etwa von einer Uni-Milliarde, die in diesem Bereich gewünscht wird. Ich möchte aber doch eines anmerken: Die Budgethöhe sagt noch lange nichts über die Qualität aus. Dazu gibt es ein aktuelles Beispiel in der Fußballbundesliga. Da hat der Verein mit dem kleinsten Budget die Herbstmeisterschaft gewonnen. Das war der SV Ried. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Ehre, wem Ehre gebührt!) Ich weiß, der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen, aber ich sage es so gerne, da es mein Heimatverein ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es positiv, dass es im universitären Bereich Offensivmaßnahmen im Ausmaß von 80 Millionen € gibt. Man kann natürlich über die Höhe streiten. Man hat schon andere Beträge gehört, etwa von einer Uni-Milliarde, die in diesem Bereich gewünscht wird. Ich möchte aber doch eines anmerken: Die Budgethöhe sagt noch lange nichts über die Qualität aus. Dazu gibt es ein aktuelles Beispiel in der Fußballbundesliga. Da hat der Verein mit dem kleinsten Budget die Herbstmeisterschaft gewonnen. Das war der SV Ried. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Ehre, wem Ehre gebührt!) Ich weiß, der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen, aber ich sage es so gerne, da es mein Heimatverein ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mich hat es gefreut, dass die SPÖ-Landeshauptleute in puncto Studiengebühren schon etwas zugänglicher geworden sind. Die SPÖ-Granden haben aber dann wieder den Rückmarsch bei diesem Thema angetreten. Sie haben Angst, bei dem Hauptthema der SPÖ – ein Nein zu Studiengebühren – umzufallen. Aber haben Sie keine Angst, umzufallen, wir werden Sie auffangen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin sehr froh darüber, dass für die außeruniversitären Einrichtungen eine Lösung gefunden wird, Frau Bundesministerin! Wenn welche dabei sind, die nicht förderungswürdig sind, dann muss man hier die Konsequenzen ziehen, das ist keine Frage! Im Grunde genommen ist es, wie ich meine, schon sehr wichtig, sehr tolle Einrichtungen, die zum Teil seinerzeit an den Universitäten nicht gewünscht waren, weil die Professoren, die dort entschieden haben, das nicht wollten, oder die zum Teil gegründet wurden, weil die Forscher vom Ministerium selbst animiert wurden, außeruniversitär tätig zu werden und sich so finanzieren zu lassen, nicht einfach sozusagen zu killen. Wenn es hier eine Lösung gibt, dann ist es sehr gut auch für den Forschungsstandort Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Weil Sie gegen die Studiengebühren sind, ganz einfach! Das ist eine Folge Ihrer Politik!
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin, Sie haben am Ende Ihres Statements gesagt: Man soll die Universitäten und die Leistungen, die dort erbracht werden, nicht schlechtreden. – Da haben Sie vollkommen recht. Aber dann verstehe ich nicht, warum Sie mit Ihrer Diskussion über Zugangsbeschränkungen alles daran setzen, weniger Studierende an die Unis zu kriegen und die Studierenden von dort zu vertreiben, denn unbenommen ist ... (Abg. Mag. Molterer: Weil Sie gegen die Studiengebühren sind, ganz einfach! Das ist eine Folge Ihrer Politik!) – Also: Wir sind gegen Studiengebühren, und Sie vertreiben die Studenten. Das ist irgendwie eine interessante Logik, finde ich. (Abg. Mag. Molterer: Nein, nein! Sie haben eine andere Frage gestellt! Sie haben die Frage gestellt, warum es die Zugangsbeschränkungen gibt, die übrigens der Faymann auch begrüßt! Weil Sie Studiengebühren ablehnen!) – Ja, das stimmt!
Abg. Mag. Molterer: Nein, nein! Sie haben eine andere Frage gestellt! Sie haben die Frage gestellt, warum es die Zugangsbeschränkungen gibt, die übrigens der Faymann auch begrüßt! Weil Sie Studiengebühren ablehnen!
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin, Sie haben am Ende Ihres Statements gesagt: Man soll die Universitäten und die Leistungen, die dort erbracht werden, nicht schlechtreden. – Da haben Sie vollkommen recht. Aber dann verstehe ich nicht, warum Sie mit Ihrer Diskussion über Zugangsbeschränkungen alles daran setzen, weniger Studierende an die Unis zu kriegen und die Studierenden von dort zu vertreiben, denn unbenommen ist ... (Abg. Mag. Molterer: Weil Sie gegen die Studiengebühren sind, ganz einfach! Das ist eine Folge Ihrer Politik!) – Also: Wir sind gegen Studiengebühren, und Sie vertreiben die Studenten. Das ist irgendwie eine interessante Logik, finde ich. (Abg. Mag. Molterer: Nein, nein! Sie haben eine andere Frage gestellt! Sie haben die Frage gestellt, warum es die Zugangsbeschränkungen gibt, die übrigens der Faymann auch begrüßt! Weil Sie Studiengebühren ablehnen!) – Ja, das stimmt!
Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.
Schüler oder -Schülerinnen schaffen es zu einem größeren Teil an die Universitäten, schaffen es bis zur Matura und zu einem Studium. Die Schüler in der dritten Leistungs-gruppe der Hauptschule schaffen es manchmal nicht einmal, einen Lehrplatz zu bekommen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.) Das heißt, das ist das Ergebnis unseres selektiven Schulsystems.
Beifall bei der SPÖ – Abg. Amon: Geh, bitte!
Die Universitäten brauchen mehr Geld, aber wir wissen ganz genau, dass dieses reiche Land auch andere Möglichkeiten hätte, Gelder zur Verfügung zu stellen. Wir bräuchten nur eine gerechtere Besteuerung von Vermögen in diesem Land, und wir hätten sofort eine bessere Lösung (Beifall bei der SPÖ – Abg. Amon: Geh, bitte!), und wir hätten sofort die Möglichkeit, mehr Studierende an die Universitäten zu bekommen! – Danke. (Abg. Mag. Molterer: Da klatscht nicht einmal der Otto Pendl! Das verstehe ich!)
Abg. Mag. Molterer: Da klatscht nicht einmal der Otto Pendl! Das verstehe ich!
Die Universitäten brauchen mehr Geld, aber wir wissen ganz genau, dass dieses reiche Land auch andere Möglichkeiten hätte, Gelder zur Verfügung zu stellen. Wir bräuchten nur eine gerechtere Besteuerung von Vermögen in diesem Land, und wir hätten sofort eine bessere Lösung (Beifall bei der SPÖ – Abg. Amon: Geh, bitte!), und wir hätten sofort die Möglichkeit, mehr Studierende an die Universitäten zu bekommen! – Danke. (Abg. Mag. Molterer: Da klatscht nicht einmal der Otto Pendl! Das verstehe ich!)
Abg. Dr. Moser: Ganz wurscht wie schnell!
Kommen wir zum Verkehrsthema, zu den Straßen und zu den Autos als Erstes. Unser Motto ist – ich glaube, das ist hinreichend bekannt –: Freie Fahrt für freie Bürger! (Abg. Dr. Moser: Ganz wurscht wie schnell!) Ich weiß schon, da hat man bei den Grünen ab und zu Probleme. Die Frau Moser ist ja pünktlich gekommen! Richtig! Danke, dass Sie mir lauschen.
Abg. Dr. Moser: Ganz richtig!
Schauen wir uns ein paar Sachen an, die Sie vielleicht interessieren könnten, zum Beispiel NoVA und MÖSt (Abg. Dr. Moser: Ganz richtig!), wo der Bund mit den ganzen sechs Cent pro Liter, die wir haben, eine Scheinökologisierung betreibt.
Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung!
Wissen Sie, wir kommen schön langsam dorthin, wo die Grünen immer hinwollten, wenn sie zum Beispiel höhere Treibstoffpreise oder sonstige Sachen, Mauten et cetera gefordert haben. Die Grünen haben uns immer versprochen, wenn das umgesetzt wird, dann werde der Individualverkehr um so viel weniger. Jetzt sind wir dort angekommen, und der Individualverkehr ist nicht weniger geworden, er ist eigentlich mehr geworden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung!) – Richtig, der Herr Kogler sagt das, er ist der Einzige ... (Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Wissen Sie, ich kann in 10 Minuten das sagen, was Sie in 13 Stunden sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Widmann: Eine Fahrradspur beim Westring!) Es ist einfach inhaltsleer, was Sie dauernd bringen.
Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Wissen Sie, wir kommen schön langsam dorthin, wo die Grünen immer hinwollten, wenn sie zum Beispiel höhere Treibstoffpreise oder sonstige Sachen, Mauten et cetera gefordert haben. Die Grünen haben uns immer versprochen, wenn das umgesetzt wird, dann werde der Individualverkehr um so viel weniger. Jetzt sind wir dort angekommen, und der Individualverkehr ist nicht weniger geworden, er ist eigentlich mehr geworden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung!) – Richtig, der Herr Kogler sagt das, er ist der Einzige ... (Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Wissen Sie, ich kann in 10 Minuten das sagen, was Sie in 13 Stunden sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Widmann: Eine Fahrradspur beim Westring!) Es ist einfach inhaltsleer, was Sie dauernd bringen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Widmann: Eine Fahrradspur beim Westring!
Wissen Sie, wir kommen schön langsam dorthin, wo die Grünen immer hinwollten, wenn sie zum Beispiel höhere Treibstoffpreise oder sonstige Sachen, Mauten et cetera gefordert haben. Die Grünen haben uns immer versprochen, wenn das umgesetzt wird, dann werde der Individualverkehr um so viel weniger. Jetzt sind wir dort angekommen, und der Individualverkehr ist nicht weniger geworden, er ist eigentlich mehr geworden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja keine Ahnung!) – Richtig, der Herr Kogler sagt das, er ist der Einzige ... (Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Wissen Sie, ich kann in 10 Minuten das sagen, was Sie in 13 Stunden sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Widmann: Eine Fahrradspur beim Westring!) Es ist einfach inhaltsleer, was Sie dauernd bringen.
Abg. Dr. Moser: Lebensgefährlich!
Vielleicht noch ein Wort zu den Grünen: Ihr sagt ja lieber: Freie Fahrt für freie Radler! – Ich halte das wirklich für eine gefährliche Drohung. (Abg. Dr. Moser: Lebensgefährlich!) Die Burschen auf den Fahrrädern haben keine Kennzeichen, sie haben keine Versicherung (Abg. Mag. Widmann: Sie zahlen keine Steuer!), sie betreiben laufend
Abg. Mag. Widmann: Sie zahlen keine Steuer!
Vielleicht noch ein Wort zu den Grünen: Ihr sagt ja lieber: Freie Fahrt für freie Radler! – Ich halte das wirklich für eine gefährliche Drohung. (Abg. Dr. Moser: Lebensgefährlich!) Die Burschen auf den Fahrrädern haben keine Kennzeichen, sie haben keine Versicherung (Abg. Mag. Widmann: Sie zahlen keine Steuer!), sie betreiben laufend
Beifall bei der FPÖ.
Also bitte: Das könnt ihr euch irgendwo „einkasteln“! Wir wollen den Straßenverkehr mit Autos und Motorrädern, aber nicht unbedingt mit Fahrrädern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Ja, unter Ihrer Kollegin Forstinger!
Mein großes Anliegen an die Frau Bundesminister wäre die Erstellung eines Infrastruktur- und Verkehrsplans im Gesamtzusammenhang. Denken wir zurück: Der letzte wurde im Jahr 2002 von der Frau Forstinger erstellt. (Abg. Dr. Moser: Ja, unter Ihrer Kollegin Forstinger!) Richtig, der wurde auch von Gorbach nachgebetet! Und jemand anderer hat noch keinen gemacht. Auch die Grünen haben nicht einmal ein Papierl dazu zusammengebracht. (Abg. Dr. Moser: Und der hat uns das alles eingebrockt! Und das war fürchterlich!)
Abg. Dr. Moser: Und der hat uns das alles eingebrockt! Und das war fürchterlich!
Mein großes Anliegen an die Frau Bundesminister wäre die Erstellung eines Infrastruktur- und Verkehrsplans im Gesamtzusammenhang. Denken wir zurück: Der letzte wurde im Jahr 2002 von der Frau Forstinger erstellt. (Abg. Dr. Moser: Ja, unter Ihrer Kollegin Forstinger!) Richtig, der wurde auch von Gorbach nachgebetet! Und jemand anderer hat noch keinen gemacht. Auch die Grünen haben nicht einmal ein Papierl dazu zusammengebracht. (Abg. Dr. Moser: Und der hat uns das alles eingebrockt! Und das war fürchterlich!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Warum? Es sind natürlich nicht nur 45 000 Eisenbahner, die wirklich ordentlich arbeiten und die es sich nicht verdienen, bei jeder Verkehrsdiskussion in den Dreck gezogen zu werden – nicht einmal von der ÖVP! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, bitte schauen Sie darauf, dass die Schulden tatsächlich abgebaut werden, dass auch entsprechend die Zinsen bezahlt werden und dass in diesem Bereich eine Sanierung kommt! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Ich mache es ganz kurz, ich beschäftige mich mit dem Bereich außeruniversitäre Forschung, Technologie und Innovation. Ich glaube, man kann Ihnen wirklich umfassend gratulieren zu diesem wirklich tollen Budget. Es wird wahrscheinlich für die UnternehmerInnen gar nicht so leicht sein, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die ihnen dieses Budget bietet. Ich bin sehr froh darüber. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin aber auch sehr froh über die Fokussierung auf einige wenige große Schwerpunkte und ganz besonders darüber erfreut, dass die Produktionswissenschaft einen Schwerpunkt in der nächsten Zukunft im BMVIT darstellen wird. Wie gesagt, herzliche Gratulation, Sie haben extrem erfolgreich verhandelt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Frau Moser, nehmen Sie sich ein Beispiel an Gartlehner!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dr. Moser. 7 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Mag. Molterer: Frau Moser, nehmen Sie sich ein Beispiel an Gartlehner!)
Abg. Mag. Molterer: Sie brauchen das dringend!
Herr Kollege Kopf, hören Sie dem Finanzminister Pröll zu, der gesagt hat: 3,1 Milliarden € jährlich Investition in den Schienen- und Straßenausbau als Neuverschuldung. Dort werden die Schulden angehäuft, dort gibt es eine Schuldendynamik, dort ist das Schuldendynamit. Sie brauchen nicht meine Budgetreden nachzulesen aus den Jahren 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, sondern Sie brauchen nur in der Zeitung zu lesen. Sie brauchen nur den heutigen „Kurier“ nochmals aufzuschlagen, Sie brauchen nur das „Morgenjournal“ zu hören. Wir haben ganz konkret durch diese massive Verschuldung für den Schienen- und vor allem auch für den Straßenausbau außerbudgetär ein massives Problem. Das sind ja nicht irgendwelche Kinkerlitzchen-Beträge, das sind 35 Milliarden €, und Sie wissen ganz genau, dass Eurostat laut Statistik Austria neue Regeln oder neue Maßstäbe anlegen wird. Sie haben eine Beratungsagentur, Herr Kollege Molterer. Wie heißt diese? – Euro Agency oder Euro Capacity oder so ähnlich. Sie müssten ja beraten. (Abg. Mag. Molterer: Sie brauchen das dringend!) – Ja, ich habe leider den Zettel weggeworfen, wo der Name draufsteht. (Abg. Mag. Molterer: Ich mache es günstiger für Sie!)
Abg. Mag. Molterer: Ich mache es günstiger für Sie!
Herr Kollege Kopf, hören Sie dem Finanzminister Pröll zu, der gesagt hat: 3,1 Milliarden € jährlich Investition in den Schienen- und Straßenausbau als Neuverschuldung. Dort werden die Schulden angehäuft, dort gibt es eine Schuldendynamik, dort ist das Schuldendynamit. Sie brauchen nicht meine Budgetreden nachzulesen aus den Jahren 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, sondern Sie brauchen nur in der Zeitung zu lesen. Sie brauchen nur den heutigen „Kurier“ nochmals aufzuschlagen, Sie brauchen nur das „Morgenjournal“ zu hören. Wir haben ganz konkret durch diese massive Verschuldung für den Schienen- und vor allem auch für den Straßenausbau außerbudgetär ein massives Problem. Das sind ja nicht irgendwelche Kinkerlitzchen-Beträge, das sind 35 Milliarden €, und Sie wissen ganz genau, dass Eurostat laut Statistik Austria neue Regeln oder neue Maßstäbe anlegen wird. Sie haben eine Beratungsagentur, Herr Kollege Molterer. Wie heißt diese? – Euro Agency oder Euro Capacity oder so ähnlich. Sie müssten ja beraten. (Abg. Mag. Molterer: Sie brauchen das dringend!) – Ja, ich habe leider den Zettel weggeworfen, wo der Name draufsteht. (Abg. Mag. Molterer: Ich mache es günstiger für Sie!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist ja unglaublich! – Abg. Mag. Kuzdas: Was macht denn Oberösterreich mit den MÖSt-Mitteln? – Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie kürzen, sodass die ÖBB zum Beispiel schaffnerlos fahren. Was heißt denn das? – Die Reichen haben ein schönes, wunderbares Auto, sind mit dieser wunderbaren Mobilität ausgestattet, noch dazu eine vergleichsweise günstige NoVA, wahrscheinlich ist es ein Firmenwagen. Der Firmenwagen ist steuerlich auch sehr günstig. Wir wissen, insgesamt gibt es Steuergeschenke von einer halben Milliarde angesichts der steuerlichen Bevorzugung von Firmen-Wagen. Aber die einfachen Menschen, die „kleinen“ Frauen und Männer, die sind darauf angewiesen, mit dem Zug zu fahren, und wenn der Automat nicht funktioniert, dann kostet das Ticket 65 €. (Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist ja unglaublich! – Abg. Mag. Kuzdas: Was macht denn Oberösterreich mit den MÖSt-Mitteln? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kuzdas: Der grüne Anschober zahlt nichts dazu!
Andererseits dort, wo gefahren wird, wo die Fahrgäste unterwegs sind, da sparen Sie, etwa bei den Zugsverbindungen. Eine umsteiglose Verbindung zwischen den Landeshauptstädten wurde zwischen Linz und Graz gestrichen, wurde zwischen Graz und Salzburg gestrichen und wurde zwischen Graz und Innsbruck gestrichen. Da darf man als einfacher Mensch ohne einen Firmenwagen immer umsteigen. – Danke schön! (Abg. Mag. Kuzdas: Der grüne Anschober zahlt nichts dazu!)
Abg. Mag. Molterer: Ist eh gescheiter!
Weiters: Energieabgabe. Auf einmal dürfen die ÖBB Energieabgabe zahlen, wackere 27 Millionen €. Frau Ministerin, ich weiß, da sind nicht Sie direkt schuld, aber Sie müssen das auslöffeln. Wir haben indirekt ein Verkehrsbudget bei den ÖBB, wo wir zusätzliche Belastungen haben zu dem, was sowieso schon an Schulden da ist. Ich will ja gar nicht reden von den Missmanagement-Belastungen (Abg. Mag. Molterer: Ist eh gescheiter!), die ebenfalls dort angesiedelt sind.
Ruf bei der SPÖ: Das ist eine völlig verzerrte Darstellung, Frau Kollegin!
Wir haben insgesamt eine Vorgangsweise, die der Bauwirtschaft dient, die die Reichen fördert, die Bauwirtschaft vergoldet und den Privaten, den einfachen Menschen teilweise Subsistenz raubt. (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine völlig verzerrte Darstellung, Frau Kollegin!) Da das ja Tradition hat in diesem Haus, darf ich noch an das erinnern, was ich eingangs gesagt habe, an dieses schwarz-blaue Erbe. Dieses schwarz-blaue Erbe darf ich Ihnen jetzt als Ersatz des Vierzeilers vom Kollegen Großruck durch ein Originalzitat vergegenwärtigen.
Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Sumpftruppe!
Dieses schwarz-blaue Erbe geht zurück auf einen Herrn namens Finanzminister Grasser. Um ihn gab es den Freundeskreis. Der Freundeskreis kassierte immer bei Privatisierungen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Sumpftruppe!) Da diese Freunde dann nicht wussten, wofür sie eigentlich die Geldleistungen bekamen – es waren 200 000 €, es waren 500 000 €, es waren manchmal auch 10 Millionen € –, riefen sie an. Ja, wen riefen sie denn an? – Den ehemaligen Herrn Finanzminister! (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blauer Sumpf, zum Speiben!) Und dann sagt der ehemalige Finanzminister, seines Zeichens auch durchaus ÖVP-nahe: Na, aber das würd’ ich mir ein bissel genauer anschauen, in welchen Ländern ist die PORR, in welchen Projekten war sie tätig. Ein bisschen in die Richtung argumentieren, in die sie auch selber argumentieren. – Und dann sagt Meischberger darauf: Da bin ich jetzt supernackt, das weiß ich nicht. (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blaue Koalitionstruppe!)
Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blauer Sumpf, zum Speiben!
Dieses schwarz-blaue Erbe geht zurück auf einen Herrn namens Finanzminister Grasser. Um ihn gab es den Freundeskreis. Der Freundeskreis kassierte immer bei Privatisierungen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Sumpftruppe!) Da diese Freunde dann nicht wussten, wofür sie eigentlich die Geldleistungen bekamen – es waren 200 000 €, es waren 500 000 €, es waren manchmal auch 10 Millionen € –, riefen sie an. Ja, wen riefen sie denn an? – Den ehemaligen Herrn Finanzminister! (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blauer Sumpf, zum Speiben!) Und dann sagt der ehemalige Finanzminister, seines Zeichens auch durchaus ÖVP-nahe: Na, aber das würd’ ich mir ein bissel genauer anschauen, in welchen Ländern ist die PORR, in welchen Projekten war sie tätig. Ein bisschen in die Richtung argumentieren, in die sie auch selber argumentieren. – Und dann sagt Meischberger darauf: Da bin ich jetzt supernackt, das weiß ich nicht. (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blaue Koalitionstruppe!)
Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blaue Koalitionstruppe!
Dieses schwarz-blaue Erbe geht zurück auf einen Herrn namens Finanzminister Grasser. Um ihn gab es den Freundeskreis. Der Freundeskreis kassierte immer bei Privatisierungen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Sumpftruppe!) Da diese Freunde dann nicht wussten, wofür sie eigentlich die Geldleistungen bekamen – es waren 200 000 €, es waren 500 000 €, es waren manchmal auch 10 Millionen € –, riefen sie an. Ja, wen riefen sie denn an? – Den ehemaligen Herrn Finanzminister! (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blauer Sumpf, zum Speiben!) Und dann sagt der ehemalige Finanzminister, seines Zeichens auch durchaus ÖVP-nahe: Na, aber das würd’ ich mir ein bissel genauer anschauen, in welchen Ländern ist die PORR, in welchen Projekten war sie tätig. Ein bisschen in die Richtung argumentieren, in die sie auch selber argumentieren. – Und dann sagt Meischberger darauf: Da bin ich jetzt supernackt, das weiß ich nicht. (Abg. Mag. Kogler: Schwarz-blaue Koalitionstruppe!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, wir wollen diese Zustände nicht haben, wir wollen einen Strich darunter ziehen, wir wollen das parlamentarisch untersuchen. Wir brauchen vor allem auch ein Verkehrsbudget, das den Leuten dient und nicht diese schwarz-blaue Misswirtschaft teilweise fortführt und vor allem die Großprojekte weiter trägt zu Lasten der Generation in der Zukunft. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Sagen Sie einmal was zur Korruption in der BIG!
Frau Kollegin Moser, das wird Sie jetzt wundern, ich möchte Sie ganz massiv unterstützen bei dem, was Sie jetzt mit den Protokollen hier aufgebracht haben, weil ich denke, bei den ÖBB und in anderen Bereichen gibt es große Sparpotenziale, und da gibt es Korruption in einem Ausmaß, wo ich froh bin, Frau Kollegin Moser, dass Sie jetzt die Finger in die Wunden legen, und ich glaube, auch in die richtigen Wunden legen. (Abg. Öllinger: Sagen Sie einmal was zur Korruption in der BIG!) – Jetzt hören Sie einmal zu, Herr Kollege Öllinger! (Abg. Mag. Kogler: Ihr habt ja alle adoptiert, die sitzen alle bei euch!)
Abg. Mag. Kogler: Ihr habt ja alle adoptiert, die sitzen alle bei euch!
Frau Kollegin Moser, das wird Sie jetzt wundern, ich möchte Sie ganz massiv unterstützen bei dem, was Sie jetzt mit den Protokollen hier aufgebracht haben, weil ich denke, bei den ÖBB und in anderen Bereichen gibt es große Sparpotenziale, und da gibt es Korruption in einem Ausmaß, wo ich froh bin, Frau Kollegin Moser, dass Sie jetzt die Finger in die Wunden legen, und ich glaube, auch in die richtigen Wunden legen. (Abg. Öllinger: Sagen Sie einmal was zur Korruption in der BIG!) – Jetzt hören Sie einmal zu, Herr Kollege Öllinger! (Abg. Mag. Kogler: Ihr habt ja alle adoptiert, die sitzen alle bei euch!)
Abg. Mag. Kogler: Ärger als in Sizilien! Jagdgesellschaft! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Tatsächlich bin ich der Überzeugung, dass die ganze Problematik erheblich größer ist als das, was Kollegin Moser mit den Protokollen jetzt aufgedeckt hat, auch sehr viel länger zurückgeht und sehr viel schlimmer ist als all das, was wir bislang in der Zeitung lesen konnten und mussten. (Abg. Mag. Kogler: Ärger als in Sizilien! Jagdgesellschaft! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP.
Ich war in den neunziger Jahren bei der Brenner Eisenbahn GmbH tätig. Pöchhacker und andere waren damals bereits in ihren Funktionen, und ich habe erlebt, welcher Druck auf vergebende Unternehmen gemacht wird von Seiten der Bauwirtschaft, aber auch von Seiten des Ministeriums, Auftragsvergaben in eine bestimmte Richtung zu steuern. (Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Ich wünsche mir, Frau Bundesminister, dass das jetzt auch mit dem derzeitigen Aufsichtsratspräsidenten der ÖBB passiert. Pöchhacker war damals schon und ist heute noch da einfach mittendrin! Und die Dinge, die passieren, sind viel schlimmer, Frau Kollegin Moser, als Sie glauben. Die Korruption ist nicht, wie Sie vielleicht annehmen, in der Politik zu suchen. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe, dass hier die Staatsanwaltschaft sehr viel tiefer gehende Untersuchungen einleitet und wir alle an einem Strang ziehen, um das abzustellen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir hier über Einsparungspotenziale von vielen, vielen hundert Millionen reden, resultierend aus Aufträgen, die zu Unrecht an Baufirmen mit überhöhten und überteuerten Preisen vergeben werden. Und ich hoffe, dass wir irgendwann einmal in der Lage sind, dieses seit über 20 Jahren existierende System endlich zu knacken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: ... nein!
Den Unterschied erkennt man an den Bahnhöfen und den Zügen. Die Bahnhöfe sind in der Schweiz immer sehr belebt. Kürzlich war ich um 18 Uhr am Bahnhof Innsbruck, schreibt er hier, dieser Bahnhof war leer. (Ruf bei der SPÖ: ... nein!) – Ja, schreibt er mir. (Ruf bei der SPÖ: 25 000 jeden Tag!) – Nein. (Ruf bei der SPÖ: Doch!) Das Publikum in den Zügen ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Noch 1990 hat man in der Schweiz gesagt, es fahren nur die vier A mit der Bahn: die Alten, die Auszubildenden, die Armen und die Ausgeflippten.
Ruf bei der SPÖ: 25 000 jeden Tag!
Den Unterschied erkennt man an den Bahnhöfen und den Zügen. Die Bahnhöfe sind in der Schweiz immer sehr belebt. Kürzlich war ich um 18 Uhr am Bahnhof Innsbruck, schreibt er hier, dieser Bahnhof war leer. (Ruf bei der SPÖ: ... nein!) – Ja, schreibt er mir. (Ruf bei der SPÖ: 25 000 jeden Tag!) – Nein. (Ruf bei der SPÖ: Doch!) Das Publikum in den Zügen ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Noch 1990 hat man in der Schweiz gesagt, es fahren nur die vier A mit der Bahn: die Alten, die Auszubildenden, die Armen und die Ausgeflippten.
Ruf bei der SPÖ: Doch!
Den Unterschied erkennt man an den Bahnhöfen und den Zügen. Die Bahnhöfe sind in der Schweiz immer sehr belebt. Kürzlich war ich um 18 Uhr am Bahnhof Innsbruck, schreibt er hier, dieser Bahnhof war leer. (Ruf bei der SPÖ: ... nein!) – Ja, schreibt er mir. (Ruf bei der SPÖ: 25 000 jeden Tag!) – Nein. (Ruf bei der SPÖ: Doch!) Das Publikum in den Zügen ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Noch 1990 hat man in der Schweiz gesagt, es fahren nur die vier A mit der Bahn: die Alten, die Auszubildenden, die Armen und die Ausgeflippten.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, da erfasst man, wo die Fehler liegen. Die ÖBB hatten einfach ein falsches Konzept in den neunziger Jahren, und damals war bekanntlich noch kein FPÖ- beziehungsweise BZÖ-Verkehrsminister am Ruder. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Ja eh!
Meine Damen und Herren! Die Milliardenschulden, die hier angehäuft worden sind, sind eine Zeitbombe fürs Budget. (Abg. Dr. Moser: Ja eh!) Wir wissen, dass wir jedes Jahr 7 Milliarden € in die Bahn investieren beziehungsweise in die ÖBB. Doch wir müssen hinnehmen, dass hier geradezu mit Pensionen geprasst wird – mit dem Wissen, dass die ÖBB das früheste Pensionssystem hat, was bedeutet, dass im Schnitt die ÖBBler mit 52 Jahren in Pension gehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer) Hinzu kommt, dass die ÖBBler nicht nur mit 100 Prozent der Bezüge – wie die anderen Beamten auch, wenn sie entsprechende Nebengebühren haben – in Pension gehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer), sondern auch, dass die Überstunden – also die Nebengebühren – so abgerechnet werden, dass sie als Mehrdienstleistung gelten, und sie dann noch früher in Pension gehen können. Dieses System muss verändert werden.
Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer
Meine Damen und Herren! Die Milliardenschulden, die hier angehäuft worden sind, sind eine Zeitbombe fürs Budget. (Abg. Dr. Moser: Ja eh!) Wir wissen, dass wir jedes Jahr 7 Milliarden € in die Bahn investieren beziehungsweise in die ÖBB. Doch wir müssen hinnehmen, dass hier geradezu mit Pensionen geprasst wird – mit dem Wissen, dass die ÖBB das früheste Pensionssystem hat, was bedeutet, dass im Schnitt die ÖBBler mit 52 Jahren in Pension gehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer) Hinzu kommt, dass die ÖBBler nicht nur mit 100 Prozent der Bezüge – wie die anderen Beamten auch, wenn sie entsprechende Nebengebühren haben – in Pension gehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer), sondern auch, dass die Überstunden – also die Nebengebühren – so abgerechnet werden, dass sie als Mehrdienstleistung gelten, und sie dann noch früher in Pension gehen können. Dieses System muss verändert werden.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer
Meine Damen und Herren! Die Milliardenschulden, die hier angehäuft worden sind, sind eine Zeitbombe fürs Budget. (Abg. Dr. Moser: Ja eh!) Wir wissen, dass wir jedes Jahr 7 Milliarden € in die Bahn investieren beziehungsweise in die ÖBB. Doch wir müssen hinnehmen, dass hier geradezu mit Pensionen geprasst wird – mit dem Wissen, dass die ÖBB das früheste Pensionssystem hat, was bedeutet, dass im Schnitt die ÖBBler mit 52 Jahren in Pension gehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer) Hinzu kommt, dass die ÖBBler nicht nur mit 100 Prozent der Bezüge – wie die anderen Beamten auch, wenn sie entsprechende Nebengebühren haben – in Pension gehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer), sondern auch, dass die Überstunden – also die Nebengebühren – so abgerechnet werden, dass sie als Mehrdienstleistung gelten, und sie dann noch früher in Pension gehen können. Dieses System muss verändert werden.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, wenn wir jetzt auf die letzten vier Jahre zurückschauen, in denen die SPÖ in der Regierung und eine SPÖ-Verkehrsministerin am Ruder ist – beziehungsweise davor der jetzige Bundeskanzler Verkehrsminister war –, dann muss ich sagen: Wort gebrochen! Frau Minister, Sie kennen das Papier, nehme ich an. – Wort gebrochen! Sie haben den Preis für die Vignette mehrfach erhöht, Sie haben die Mineralölsteuer extrem erhöht. Die Autofahrer – und man denke dabei an die vielen Pendler und Arbeiter, die mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen – sind aber von insgesamt acht Steuern betroffen: die Mineralölsteuer, die Mehrwertsteuer mit 1,8 Milliarden Ertrag, die Umsatzsteuer beim Kauf eines Fahrzeuges, die NoVA als Steuer auf eine Steuer, die motorbezogene Versicherungssteuer, die Versicherungssteuer, die Vignette als Abgabe und die CO2-Strafsteuer auf Neuwagen. Wenn wir das alles addieren und sehen, wie die Autofahrer abkassiert werden, Frau Minister, dann läuft hier vieles falsch. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das alles liegt nicht nur in Ihrer Hand, sondern es liegt auch in ÖVP-Hand, bei Ihrem Koalitionspartner. Frau Minister! Hier sind Sie und die ÖVP säumig. Ich glaube, hier ist dringend Weiterarbeit voranzutreiben. Damit will ich es für heute belassen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In den ersten drei Jahren wurde der Innovationsscheck allein in Oberösterreich von 650 Betrieben, im gesamten Bundesgebiet von beachtlichen 3 500 Betrieben in Anspruch genommen. Damit wurde und wird die positive Weiterentwicklung der Klein- und Mittelbetriebe ganz wesentlich unterstützt und das Wachstum gestärkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dann gehen wir weiter: Nur in Ihrem Haus, im BMVIT – Werbeausgaben. Sie geben im Jahr 2011 – so haben Sie es budgetiert – für Werbung 2,5 Millionen € aus. Ich denke, das ist wieder einmal ein komplett falsches Zeichen, ein Zeichen in die falsche Richtung für die Bevölkerung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Werbung ist Ihnen wichtig, dass Sie sich in der Bevölkerung, in den Medien besser darstellen können, ist Ihnen 2,5 Millionen € wert.
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben heute, wie gesagt, die Möglichkeit, dieses Wahlversprechen gegenüber der Bevölkerung einzulösen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ich will heute zur Frage des Güterverkehrs im Donaukorridor sprechen.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
An der March selber haben wir erlebt, dass nach dem schlimmen Hochwasser und den Dammbrüchen tolle Planungen begonnen haben, die mittlerweile im Wesentlichen umgesetzt werden. Wir sind in der letzten Ausbauphase, und hier würde ich sagen, dass die via donau wirklich gute Arbeit leistet. Natürlich ist die Diskussion mit der Bevölkerung jeden Tag neu zu führen. Nicht alles geht reibungslos, aber die Diskussionskultur hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Das Gespräch ist gut, es geht etwas weiter. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Ich muss sagen, im Großen und Ganzen gibt es viele Bereiche, die in dieser Republik funktionieren. Die via donau und der Umgang mit den Wasserstraßen funktionieren, Verbesserungen sind überall möglich. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Grünen.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn es keine Leerformel bleiben soll – wie das Kanzler Faymann, Vizekanzler Pröll und Ministerin Bures immer wieder fordern –, dass Österreich zu den innovativsten Ländern gehören soll, dann unterstützen Sie heute unseren Entschließungsantrag. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Grillitsch.
Punkt eins, zur Frage des Baus des Koralm-Tunnels: Abgeordnete Hakl – sie ist jetzt nicht mehr da – hat die Sinnhaftigkeit dieses Projekts in Frage gestellt. Ich war bis zu dem Zeitpunkt, zu dem noch nicht sicher war, dass wir auch den Semmering-Basistunnel ausbauen und damit dann tatsächlich eine zentrale Verkehrsachse schaffen können, die wir auch als Straße haben, zurückhaltend. Wir haben zwei zentrale Verkehrsadern in Österreich, die West Autobahn und die Süd Autobahn. Als Alternative dazu brauche ich die Bahn als Verkehrsträger, damit das erfolgen kann, was wir verkehrspolitisch festgelegt haben, nämlich eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Da es gelungen ist, die Südstrecke, den gesamten Korridor auch von den Verfahren her, in den Bauplänen aneinanderzurücken, und damit nicht nur auf der Weststrecke, sondern in Zukunft auch auf der Südstrecke eine Alternative zur Straße zu haben, macht es Sinn, diese Eisenbahnstrecke zu modernisieren. (Beifall bei SPÖ und BZÖ sowie des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Petzner. – Abg. Petzner – in Richtung ÖVP –: Sehr richtig!
Frau Abgeordnete Hakl, wenn man schon die Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens in Frage stellt – auch ich glaube, dass man jedes Projekt immer wieder auf seine Sinnhaftigkeit überprüfen sollte –, dann kann ich nicht nachvollziehen, wieso Sie noch vor Kurzem im Parlament mit eingebracht haben, dass ich gegen das Ausschreibungsgesetz die Vergabe des Baus des Koralm-Tunnels vorziehen soll. Da war Frau Abgeordnete Hakl beteiligt, und das ist, so finde ich, nicht redlich. Bei aller Bereitschaft, über jedes Projekt und dessen Sinnhaftigkeit zu diskutieren, braucht es eine klare politische Linie, und das erwarte ich mir auch vom Koalitionspartner. Ich glaube allerdings, es handelt sich da nur um die Abgeordnete Hakl allein. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Petzner. – Abg. Petzner – in Richtung ÖVP –: Sehr richtig!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir reden also von 2,7 Milliarden € Investitionen in Straßen, in die Schiene, in die Luftfahrt, in die Donau, in den Ausbau der Wasserstraßen. Wir müssen uns also von der Beschwörung von Riesensummen verabschieden, auch wenn das populär ist, auch wenn es gut klingt. Heute reden wir über insgesamt 2,7 Milliarden € Investitionen im Jahr 2011 im gesamten Verkehrsbereich. Zu denen stehe ich, und ich denke auch, es ist gut investiertes Geld. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hagen betritt soeben den Sitzungssaal.
Dritter Punkt. Herr Abgeordneter Hagen – er ist auch nicht mehr da. (Abg. Hagen betritt soeben den Sitzungssaal.) – Also doch! Sie gehören auch zu jenen, mit denen wir uns in Fragen der Verkehrspolitik trefflich streiten. Da bin ich schon dafür. Ich habe aber auch immer klar gesagt, dass ich, was die Verkehrsträger Straße und Schiene betrifft, eine klare Priorisierung vertrete. Ich halte es auch für die Zukunft für wichtig, dass Österreich auf ökologische Verkehrsmittel setzt. Das heißt aber nicht, dass ich zu jenen gehöre, die die Autofahrer zur Melkkuh der Nation erklären, sondern ganz im Gegenteil. Wir haben so Dinge wie Wechselkennzeichen, wir haben Regelungen bei der Autobahnvignette und Mautsysteme. Dies allemal.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben, wie ich glaube, ein faires System in Österreich. Wenn wir den Vignettenpreis – nur weil Sie das Thema auch angeschnitten haben – von 2010 auf 2011 um 30 Cent erhöhen, von 76,20 € auf 76,50 €, und Sie dann 10 Sekunden Ihrer Redezeit darauf verschwenden, eine Indexanpassung dafür zu nutzen, vom Autofahrer als Melkkuh der Nation zu reden, so halte ich das wahrlich für überzogen und nicht angebracht angesichts einer Erhöhung von 30 Cent. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Oh je! Nur nicht wie bei den ÖBB, bitte!
Zum fünften Punkt: Was die Fragen, wer wo spart, Repräsentationskosten, Verwaltungskosten im BMVIT anlangt, ist Folgendes ganz klar: Jeder Zweite in diesem Bereich Tätige, der in Pension geht, wird nicht nachbesetzt. Wir werden im BMVIT eine Strukturreform durchführen, wie wir das bei den ÖBB gemacht haben, die Effizienz sichert und Doppelgleisigkeiten beseitigt. (Abg. Grosz: Oh je! Nur nicht wie bei den ÖBB, bitte!) Wir werden also in diesem Bereich massiv sparen und es wird bei den Repräsentationskosten kein Cent mehr ausgegeben werden. Ich weiß nicht genau, um welche Zahlen es sich gehandelt hat, aber das Budget liegt Ihnen ja vor, und, was die Budgetzahlen betrifft, ist ganz klar: Gegenüber dem Budgetvoranschlag 2010 wird es bei den Repräsentationsausgaben im Budgetvoranschlag 2011 keine Erhöhung geben, nicht um einen Cent. Das ist mir noch wichtig festzuhalten.
Abg. Dr. Moser: Bildung und Wissenschaft!
Wir wissen, dass die OECD von drei Faktoren spricht, die für ein Land ganz entscheidend sind, was seine Leistungsfähigkeit, die Beschäftigungslage und das Wirtschaftswachstum anlangt. (Abg. Dr. Moser: Bildung und Wissenschaft!) Ein Punkt ist Bildung. Das haben Sie schon diskutiert; das ist auch nicht unmittelbar mit mir zu diskutieren.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.
auch gespart werden, und genau das ist angewandte Verwaltungsreform, die wir durchführen werden. Ich werde bei mir im eigenen Haus sparen, und ich werde dort sparen, wo überzogene Projekte, die verkehrspolitisch nicht notwendig sind, redimensioniert oder nur teilrealisiert werden. Ich denke, das ist klug so. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.
Ich kann Ihnen wirklich reinen Gewissens sagen: Wenn wir da an einem Strang ziehen, wenn wir – Wissenschaft, Wirtschaft, Politik – uns da tatsächlich bewusst sind, wie wesentlich das für uns alle ist, dass wir in diesen Bereich investieren und das auch zu unserem zentralen Thema machen, dann werden wir da auch erfolgreich sein. Die Zahlen, die auf dem Tisch liegen, die Sie morgen beschließen werden, zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind und das auch erreicht werden kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Abg. Dr. Moser: Das ist ja noch ärger!
Zum Thema von Frau Moser, zum schaffnerlosen Betrieb: Es heißt nicht schaffnerloser Betrieb, sondern es heißt Null-zu-Null-Betrieb. (Abg. Dr. Moser: Das ist ja noch ärger!) Null-zu-Null-Betrieb heißt kein Zugführer mehr im Zug. Dieser hat beim Zug betriebliche Aufgaben zu erledigen. Diese betrieblichen Aufgaben fallen nicht mehr an, weil die Fahrzeuge entsprechend umgebaut worden sind und vom Triebfahrzeugführer übernommen werden. Null-zu-Null-Betrieb wird nur im Nahverkehr eingesetzt.
Abg. Dr. Moser: Das gilt aber nicht zwischen Schlierbach und Linz!
Frau Abgeordnete Moser, wenn Sie vom Westbahnhof nach Hütteldorf fahren und mit der U-Bahn unterwegs sind, fahren Sie Null-zu-Null. Wenn Sie künftig in einem TW 4024 nach Hütteldorf fahren, werden Sie auch Null-zu-Null fahren. Da gibt es also keine großen Unterschiede. (Abg. Dr. Moser: Das gilt aber nicht zwischen Schlierbach und Linz!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Thema des Abgeordneten Hagen, die SBB betreffend: Die SBB – die Frau Bundesministerin hat bereits im Ausschuss darauf hingewiesen – bedient überwiegend Hauptstrecken. Die Regionalstrecken in der Schweiz sind teilweise im Besitz der Kantone und werden auch von diesen zusätzlich finanziell unterstützt. bedient. Daher hat es die SBB einfach leichter, weil sie sich nur um den Betrieb der Hauptbahnen kümmern muss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin, Sie werden sich jetzt vielleicht wundern, aber in großen Teilen dessen, was Sie ausgeführt haben, kann ich Ihnen nur beipflichten, vor allem was die Modernisierung der Infrastruktur und die Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung betrifft. Wo es keine funktionierende Infrastruktur gibt, dort funktioniert auch keine Wirtschaft. Das ist nun einmal so! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da geht es nicht nur um die Verbindung zwischen Klagenfurt und Graz, sondern es geht um die transeuropäische Achse von den baltischen Staaten bis hinunter nach Süditalien. Darum geht es – und darum, dass wir da eingebunden sind. Der Verkehr wird nicht abnehmen, sondern er wird zunehmen. Deswegen ist es auch wichtig, dass das Verkehrsnetz ausgebaut wird, das auch im europäischen Interesse. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt haben wir die A 2, die Süd Autobahn. Wir haben die West Autobahn. Wir haben Nord-Süd-Verbindungen, wir haben Ost-West-Verbindungen, und wir brauchen moderne Verkehrswege. Es gibt da engstirnige Leute. Mit Kollegin Hakl verstehe ich mich ansonsten ausgezeichnet und schätze sie auch, aber das, was sie heute von sich gegeben hat, kann ich nicht nachvollziehen. Aiginger vom Wifo behauptet auch, dass wir diesen Koralm-Tunnel überhaupt nicht brauchen. Solche Leute denken überhaupt nicht nach, denen ist es einfach egal, ja sie sind gegen den Ausbau der Südbahn als transeuropäische Achse. Wenn seinerzeit Carl Ritter von Ghega so gedacht hätte, hätten wir die Semmeringbahn bis heute noch nicht. So kann es in diesem Bereich Infrastruktur natürlich nicht gehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
hin? Da hat niemand mehr eine Aussicht! Da gehört einmal eine Verwaltungs- und Bundesstaatsreform durchgezogen, damit wir aus diesem Schlamassel herauskommen. Das ist einmal das Wichtige in diesem Bereich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann muss ich noch eines sagen: Es gehören zweifellos Maßnahmen gesetzt, nur: So etwas wie die Erhöhung der Mineralölsteuer, eine Steuer auf die Steuer – auch das machen nicht Sie, aber Sie sind indirekt mit betroffen; es ist der Bankenminister, der da schuld ist – schwächt die Massenkaufkraft und heizt die Teuerung an. Das kann nicht im Sinne der Erfinder sein. Man sollte vielmehr darüber nachdenken, und Sie als Sozialdemokratin müssten auch einmal daran arbeiten, dass endlich diese Pendlerpauschale, die nicht mehr zeitgemäß ist, abgeschafft und ein kilometerabhängiger Fahrtkostenzuschuss gewährt wird. Das gehört in diesem Bereich gemacht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte dort anknüpfen, wo ich gestern meine Rede beendet habe, nämlich bei der Bedeutung des Schuldenabbaus für unsere Jugend. Ich bin davon überzeugt, dass niemand von uns seinen Kindern Schulden übergeben will. Niemand von uns will die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, Ihr Ministerium ist gefordert, diese Roadmap mit konkreten Inhalten zu füllen und auf eine breite politische Basis zu stellen. Gründe dafür gibt es genug. Einige habe ich genannt. Der österreichischen Luftfahrt kommen im Vergleich zu allen anderen Verkehrsträgern am wenigsten öffentliche Mittel zu. Umso dringender müssen gesicherte konstante Rahmenbedingungen geschaffen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Graz-Umgebung!
Ich möchte noch einmal auf meine Vorredner zurückkommen. Eine sehr wichtige Investition – und da sollten wir uns alle einig sein – sind der Koralmtunnel und die Südbahn. Meine sehr geschätzten Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, ganz besonders Frau Abgeordnete Hakl: Ist die ÖVP jetzt dafür? Ist sie dagegen? Abgeordnete Steibl aus der Steiermark oder Fritz Grillitsch oder Bernd Schönegger: Sind wir dafür, oder sind wir gegen den Koralmtunnel? (Abg. Steibl: Graz-Umgebung!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen, was Ihr Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer sagt: Jemand, der den Koralmtunnel in Frage stellt, wird uns kennenlernen! – Daher würde ich euch wirklich bitten, vielleicht auch ein bisschen die Kommunikation in diesem Bereich zu verbessern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage auch ganz offen: Die Argumentation der ÖBB hinsichtlich Wirtschaftlichkeit ist für uns hier nicht zulässig! Dann müssen eben die Attraktivität gesteigert oder Alternativen gefunden werden! Ich weiß aus unzähligen Gesprächen mit ÖBB-Bediensteten, dass es diese Alternativen gibt. Man muss sich nur die Mühe machen, diese Alternativen zu suchen, zu finden und dann auch umzusetzen. Eines muss uns klar sein: Wenn wir Kundenzufriedenheit herstellen möchten und Leute von der Straße auf die Schiene bekommen möchten, dann müssen wir auch eine Attraktivitätssteigerung erreichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sparen wir in der Verwaltung, sparen wir bei den Managergehältern, sparen wir bei den Bonuszahlungen – aber sparen wir nicht bei der Attraktivierung der ÖBB und bei der Bahn! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Einen Bereich muss ich jetzt aber noch anschneiden, denn Kollege Hagen, der immer ganz verschmitzt dort oben sitzt und so tut, als hätte er von allem keine Ahnung, war ja Bundesrat in der Ära Hubert Gorbach und dann auch Wegbegleiter des Hubert Gorbach von der FPÖ zum BZÖ, unter dem Motto: „Die Besten im Westen für die Posten im Osten“ – so hat es früher geheißen. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Zahl, Herr Kollege Hagen, möchte ich nennen, weil sie einfach so beeindruckend ist, auch für unser kleines Bundesland. Allein in den Jahren 2011 bis 2016 gibt es im Bereich ÖBB/Eisenbahn-Infrastruktur eine Gesamtinvestition von 675,4 Millionen €. Dazu kommen die ASFINAG-Gelder für den Ausbau im Straßenbereich, inklusive Pfändertunnel et cetera, mit 434 Millionen €. Insgesamt sind das von 2011 bis 2016 über 1,1 Milliarden €, und das allein für das kleine Bundesland Vorarlberg! Sie hätten allen Grund, der Ministerin zu danken und hier nicht Kritik zu üben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Und was ist das Nächste? ... wie in Niederösterreich?
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich glaube, dass wir ein ausgewogenes Verkehrsbudget erstellt haben: plus 3 Prozent bei den gesamtwirtschaftlichen Leistungen, bei einem Konsolidierungsbedarf von 550 Millionen € in diesem Budgetbereich. (Abg. Dr. Moser: Und was ist das Nächste? ... wie in Niederösterreich?) – Ja, liebe Frau Moser, Ihre Politik ist nach der Philosophie ausgerichtet: Schützt die Bäume, esst mehr Biber! – Aber da können wir alle miteinander nicht mit. (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich glaube, dass wir ein ausgewogenes Verkehrsbudget erstellt haben: plus 3 Prozent bei den gesamtwirtschaftlichen Leistungen, bei einem Konsolidierungsbedarf von 550 Millionen € in diesem Budgetbereich. (Abg. Dr. Moser: Und was ist das Nächste? ... wie in Niederösterreich?) – Ja, liebe Frau Moser, Ihre Politik ist nach der Philosophie ausgerichtet: Schützt die Bäume, esst mehr Biber! – Aber da können wir alle miteinander nicht mit. (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Zurück zur Verkehrspolitik. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) – Ja, ja. Es gibt wichtige strategische Punkte in diesem Budget, dafür sind wir sehr dankbar. Es wurden die Themen Westbahn und Südbahn angeschnitten, wo es notwendig ist, Infrastrukturmaßnahmen zu setzen. (Abg. Dr. Moser: Ich habe kein einziges Mal einen Baum ...!) Es ist weiter notwendig – aber da haben Sie keine Ahnung –, dass 33 Millionen € in den Breitbandausbau investiert werden. Das müsste eigentlich auch Sie erfreuen, damit können auch in Oberösterreich und im ländlichen Raum neue Infrastrukturen und eine Standorterweiterung für unsere Betriebe geschaffen werden.
Abg. Dr. Moser: Ich habe kein einziges Mal einen Baum ...!
Zurück zur Verkehrspolitik. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) – Ja, ja. Es gibt wichtige strategische Punkte in diesem Budget, dafür sind wir sehr dankbar. Es wurden die Themen Westbahn und Südbahn angeschnitten, wo es notwendig ist, Infrastrukturmaßnahmen zu setzen. (Abg. Dr. Moser: Ich habe kein einziges Mal einen Baum ...!) Es ist weiter notwendig – aber da haben Sie keine Ahnung –, dass 33 Millionen € in den Breitbandausbau investiert werden. Das müsste eigentlich auch Sie erfreuen, damit können auch in Oberösterreich und im ländlichen Raum neue Infrastrukturen und eine Standorterweiterung für unsere Betriebe geschaffen werden.
Bundesministerin Bures: Schade!
Jetzt soll mir einmal irgendjemand, der einen Führerschein hat, erklären, ob das sinnvoll ist. Ich hoffe auf die Vernunft! Ich möchte jetzt nicht mit Ihnen in Streit treten, Frau Bundesminister (Bundesministerin Bures: Schade!) – nein, nicht „schade“ –, sondern ich bin mir sicher, dass Sie hier mit Ihrer praxisbezogenen Politik eine Lösung finden werden. Sonst müssten Kollege Hechtl von Ihrer Partei und ich – und ich hoffe, auch Sie – uns wie angekündigt auf die Südautobahn setzen und diese Strecke angemeldet lahmlegen.
Beifall bei der ÖVP.
Daher bitte ich, dass Sie einschreiten und den Beamten sagen, was hier wirklich wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Genau! Da bin ich einmal deiner Meinung!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Kollegin Hakl, jetzt sind Sie Gott sei Dank wieder im Saal: Ich meine, was bilden Sie sich eigentlich ein, hier einmal mehr herauszukommen und den Koralmtunnel in Frage zu stellen?! (Abg. Steibl: Genau! Da bin ich einmal deiner Meinung!) – Bis heute! Selbst in Ihrer eigenen Fraktion ist es unerklärlich (Beifall beim BZÖ), warum gerade Sie einmal mehr in den Chor der Mayers und der Wifo-Aigingers und wie sie alle heißen, einstimmen und den Koralmtunnel, eine zentrale Verkehrsachse, einmal mehr torpedieren, noch dazu mit irgendwelchen Vorwürfen, die wir hier nicht überprüfen können!
Beifall beim BZÖ
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Kollegin Hakl, jetzt sind Sie Gott sei Dank wieder im Saal: Ich meine, was bilden Sie sich eigentlich ein, hier einmal mehr herauszukommen und den Koralmtunnel in Frage zu stellen?! (Abg. Steibl: Genau! Da bin ich einmal deiner Meinung!) – Bis heute! Selbst in Ihrer eigenen Fraktion ist es unerklärlich (Beifall beim BZÖ), warum gerade Sie einmal mehr in den Chor der Mayers und der Wifo-Aigingers und wie sie alle heißen, einstimmen und den Koralmtunnel, eine zentrale Verkehrsachse, einmal mehr torpedieren, noch dazu mit irgendwelchen Vorwürfen, die wir hier nicht überprüfen können!
Beifall beim BZÖ.
Ich frage mich daher wirklich, warum Sie hier einmal mehr heraustreten und – offenbar auch gegen den Willen Ihrer eigenen Fraktion und zum Unmut Ihrer eigenen Fraktion – wieder eine Debatte zum Koralmtunnel anzetteln. Wenn Sie sich bei den Freiheitlichen wohler fühlen, dann sagen Sie es! (Beifall beim BZÖ.) Treten Sie dann auch gleich in die nächste Fraktion über, wenn Sie Ihre politische Zukunft sichern wollen, aber belästigen Sie nicht dieses Haus, wenn es um dieses wesentliche Zukunftsprojekt geht, das zwischen SPÖ und ÖVP und einer Mehrheit dieses Hauses außer Streit gestellt ist! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Ich frage mich daher wirklich, warum Sie hier einmal mehr heraustreten und – offenbar auch gegen den Willen Ihrer eigenen Fraktion und zum Unmut Ihrer eigenen Fraktion – wieder eine Debatte zum Koralmtunnel anzetteln. Wenn Sie sich bei den Freiheitlichen wohler fühlen, dann sagen Sie es! (Beifall beim BZÖ.) Treten Sie dann auch gleich in die nächste Fraktion über, wenn Sie Ihre politische Zukunft sichern wollen, aber belästigen Sie nicht dieses Haus, wenn es um dieses wesentliche Zukunftsprojekt geht, das zwischen SPÖ und ÖVP und einer Mehrheit dieses Hauses außer Streit gestellt ist! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen
Ich glaube, gerade das ist sinnvoll: nicht in diesem Bereich, im Bereich des öffentlichen Verkehrs zu sparen. Frau Bundesminister, sparen Sie bei Ihren Inseraten, die Sie überall schalten! Seitenweise Inserate mit kleinem Passfoto unten: „Ihre Doris Bures“. Sparen Sie bei Ihren Ausgaben bei der ÖBB, die Sie, Ihr Herr Haberzettl (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) und Ihr Management zu verantworten haben, aber sparen Sie nicht bei der Zukunft dieses Landes, nämlich beim Verkehr und seiner Wirtschaftlichkeit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, gerade das ist sinnvoll: nicht in diesem Bereich, im Bereich des öffentlichen Verkehrs zu sparen. Frau Bundesminister, sparen Sie bei Ihren Inseraten, die Sie überall schalten! Seitenweise Inserate mit kleinem Passfoto unten: „Ihre Doris Bures“. Sparen Sie bei Ihren Ausgaben bei der ÖBB, die Sie, Ihr Herr Haberzettl (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) und Ihr Management zu verantworten haben, aber sparen Sie nicht bei der Zukunft dieses Landes, nämlich beim Verkehr und seiner Wirtschaftlichkeit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Seitens der sozialdemokratischen Fraktion darf ich festhalten: Für uns ist klar, der Koralmtunnel muss gebaut werden, die Koralmbahn muss gebaut werden! (Beifall bei SPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Es sollte vor allem etwas darauf fahren!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Dass rund zwei Drittel des Geldes in die Schiene fließen, ist, glaube ich, ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr und auch zu mehr Umweltschutz. Diese Investition in die Schiene ist auch deshalb notwendig, weil, wie wir wissen, große Teile des Schienennetzes noch aus der Zeit der Monarchie stammen. Deshalb ist der weitere Ausbau, der massive Ausbau einer modernen Bahninfrastruktur, unbedingt notwendig. (Abg. Dr. Moser: Es sollte vor allem etwas darauf fahren!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, zusammenfassend: Der Ausbau der Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft des Landes. In Zeiten knapper finanzieller Mittel gilt es, das Geld besonders zielgerichtet zu verwenden. Oberste Priorität muss dabei ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz und – was mir auch besonders wichtig ist – die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Großruck: ... Seilbahn?!
Eine Bahnlinie nach der anderen wird eingestellt. Die Nebenbahnen, die wir mühsam erstellt haben, sind alle eingestellt. Da kann man dann nicht mehr sagen, die öffentlichen Verkehrsmittel sind attraktiv, sondern: Ich steh’ auf dem Bahnsteig und woat auf an Zug, oba der kummt ned – weil diese Nebenbahnen eingestellt sind! Während Politiker der Monarchie Weitblick zeigten und ein Eisenbahnnetz mit Nebenbahnen großzügig ausgebaut haben, werden diese Errungenschaften heute durch rot-schwarze Politiker abgebaut. Das Verkehrsministerium hat die niederösterreichischen Nebenbahnen unter Ihrer Führung ermordet! Landeshauptmann Pröll ist der Totengräber! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Großruck: ... Seilbahn?!)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Grosz.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Ich möchte kurz berichtigen: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist kein Totengräber! (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Was ist er denn?
Experten verlangen schon länger einen mittel- und längerfristigen Finanzierungsplan für die ÖBB. (Abg. Grosz: Was ist er denn?) Dieser Finanzierungsplan soll auch das Finanzszenario von 2011 bis 2020 beinhalten und klare Ziele definieren. (Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?) Heute zahlt jeder Österreicher pro Jahr bereits 2 500 € an Steuergeld, ohne auch nur einmal in einem Zug gesessen zu sein. (Abg. Grosz: Kerzenhalter?) Aber besonderes Fingerspitzengefühl haben die Manager bei der neuen Einstellung des Ticketverkaufs in Nahverkehrszügen bewiesen. (Abg. Grosz: Armleuchter?) Da wird in Zukunft der Ticketverkauf im Zug nicht mehr möglich sein. (Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?) – Landeshauptmann von Niederösterreich!
Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?
Experten verlangen schon länger einen mittel- und längerfristigen Finanzierungsplan für die ÖBB. (Abg. Grosz: Was ist er denn?) Dieser Finanzierungsplan soll auch das Finanzszenario von 2011 bis 2020 beinhalten und klare Ziele definieren. (Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?) Heute zahlt jeder Österreicher pro Jahr bereits 2 500 € an Steuergeld, ohne auch nur einmal in einem Zug gesessen zu sein. (Abg. Grosz: Kerzenhalter?) Aber besonderes Fingerspitzengefühl haben die Manager bei der neuen Einstellung des Ticketverkaufs in Nahverkehrszügen bewiesen. (Abg. Grosz: Armleuchter?) Da wird in Zukunft der Ticketverkauf im Zug nicht mehr möglich sein. (Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?) – Landeshauptmann von Niederösterreich!
Abg. Grosz: Kerzenhalter?
Experten verlangen schon länger einen mittel- und längerfristigen Finanzierungsplan für die ÖBB. (Abg. Grosz: Was ist er denn?) Dieser Finanzierungsplan soll auch das Finanzszenario von 2011 bis 2020 beinhalten und klare Ziele definieren. (Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?) Heute zahlt jeder Österreicher pro Jahr bereits 2 500 € an Steuergeld, ohne auch nur einmal in einem Zug gesessen zu sein. (Abg. Grosz: Kerzenhalter?) Aber besonderes Fingerspitzengefühl haben die Manager bei der neuen Einstellung des Ticketverkaufs in Nahverkehrszügen bewiesen. (Abg. Grosz: Armleuchter?) Da wird in Zukunft der Ticketverkauf im Zug nicht mehr möglich sein. (Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?) – Landeshauptmann von Niederösterreich!
Abg. Grosz: Armleuchter?
Experten verlangen schon länger einen mittel- und längerfristigen Finanzierungsplan für die ÖBB. (Abg. Grosz: Was ist er denn?) Dieser Finanzierungsplan soll auch das Finanzszenario von 2011 bis 2020 beinhalten und klare Ziele definieren. (Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?) Heute zahlt jeder Österreicher pro Jahr bereits 2 500 € an Steuergeld, ohne auch nur einmal in einem Zug gesessen zu sein. (Abg. Grosz: Kerzenhalter?) Aber besonderes Fingerspitzengefühl haben die Manager bei der neuen Einstellung des Ticketverkaufs in Nahverkehrszügen bewiesen. (Abg. Grosz: Armleuchter?) Da wird in Zukunft der Ticketverkauf im Zug nicht mehr möglich sein. (Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?) – Landeshauptmann von Niederösterreich!
Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?
Experten verlangen schon länger einen mittel- und längerfristigen Finanzierungsplan für die ÖBB. (Abg. Grosz: Was ist er denn?) Dieser Finanzierungsplan soll auch das Finanzszenario von 2011 bis 2020 beinhalten und klare Ziele definieren. (Abg. Grosz: Der Chefpompfüneberer?) Heute zahlt jeder Österreicher pro Jahr bereits 2 500 € an Steuergeld, ohne auch nur einmal in einem Zug gesessen zu sein. (Abg. Grosz: Kerzenhalter?) Aber besonderes Fingerspitzengefühl haben die Manager bei der neuen Einstellung des Ticketverkaufs in Nahverkehrszügen bewiesen. (Abg. Grosz: Armleuchter?) Da wird in Zukunft der Ticketverkauf im Zug nicht mehr möglich sein. (Abg. Grosz: Was ist Ihre Definition?) – Landeshauptmann von Niederösterreich!
Zwischenruf des Abg. Vock.
Alternativen nicht umgehen können, Probleme entstehen, seien Sie ohne Sorge, denn für Senioren und Interessierte machen die ÖBB Infotouren an den Automatenkassen. Ich hoffe nur, dass sie vorher kein Ticket dafür kaufen müssen. (Zwischenruf des Abg. Vock.)
Abg. Grosz: Herr Abgeordneter, sind Sie Ministrant?!
Zugbegleiter soll es auch weiterhin auf den Strecken mit Selbstbedienung im Nahverkehr geben. Ihre Aufgabe wird sich jedoch vom Ticketverkauf in Richtung Kundenservice und Kontrolltätigkeit entwickeln. Das System wird umgestellt, mit dem Erfolg, dass wir weiterhin die Zugbegleiter haben, sie aber nicht mehr zum Kassieren, sondern zum Strafen im Zug sitzen. – Also Kundenservice sieht anders aus! (Abg. Grosz: Herr Abgeordneter, sind Sie Ministrant?!)
Abg. Heinzl: Junger Mann, nicht „großspurig“ ...!
Aber ein zweites Thema, zu den Holztransporten: Herr Heinzl, Sie haben hier vorher großspurig auch davon geredet, die (Abg. Heinzl: Junger Mann, nicht „großspurig“ ...!) – Doch, Sie haben davon gesprochen, den Transport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ein wirklich tolles Ziel. Nur macht die Rail Cargo Austria genau das Gegenteil: Mit der Preiserhöhung gerade bei den Holztransporten zwingt sie über 200 000 Lkw-Fuhren wieder zurück auf die Straße, weil sonst eine Zukunftsbranche wie die Holzbranche in Österreich nicht mehr konkurrenzfähig sein könnte. Das ist Ihre Politik! So sieht die Kundenfreundlichkeit der ÖBB aus! Zukunftsbahn muss anders aussehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das ist ja das Unternehmen vom Haberzettl!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das ist ja das Unternehmen vom Haberzettl!
Aber ein zweites Thema, zu den Holztransporten: Herr Heinzl, Sie haben hier vorher großspurig auch davon geredet, die (Abg. Heinzl: Junger Mann, nicht „großspurig“ ...!) – Doch, Sie haben davon gesprochen, den Transport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ein wirklich tolles Ziel. Nur macht die Rail Cargo Austria genau das Gegenteil: Mit der Preiserhöhung gerade bei den Holztransporten zwingt sie über 200 000 Lkw-Fuhren wieder zurück auf die Straße, weil sonst eine Zukunftsbranche wie die Holzbranche in Österreich nicht mehr konkurrenzfähig sein könnte. Das ist Ihre Politik! So sieht die Kundenfreundlichkeit der ÖBB aus! Zukunftsbahn muss anders aussehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das ist ja das Unternehmen vom Haberzettl!)
Beifall bei der SPÖ.
Junge, engagierte Topmitarbeiter mit Topausbildung sind der größte Wert eines jeden Unternehmens. Diesem Grundsatz wird in den ÖBB-Lehrwerkstätten Rechnung getragen. Die jährlichen 20 Millionen € an Förderungen und Subventionen für Lehrlinge durch das BMVIT sind eine sehr sinnvolle Investition in die Zukunft der jungen Menschen und in die Infrastruktur unseres Landes. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit. – Anhaltende Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kößl: Eine Steigerung an Blödheit gibt’s da nimmer!
Ich berichtige tatsächlich, angesichts seiner Politik der verbrannten Erde ist er wohl eher ein Feuerbestatter. (Heiterkeit. – Anhaltende Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kößl: Eine Steigerung an Blödheit gibt’s da nimmer!)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.
Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. Eingestellte Redezeit: 1 Minute. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.) – Ihre Fraktion hat in Summe noch 2 Minuten Restredezeit, diese stelle ich Ihnen ein. Ist das okay? Es stehen noch 2 Minuten zur Verfügung, und diese bekommen Sie in der vollen Länge. – Bitte.
Beifall bei den Grünen.
Es soll jetzt ein Ende mit Schrecken geben. Was man hört: 350 000 € Abfertigung. Hinzu kommen Konsulentenverträge, gerüchtehalber ebenfalls in der Höhe von 350 000 €. Es ist eine der vornehmen Aufgaben der Opposition, da Kontrolle auszuüben. Ich glaube, ein besonderer Dank gilt diesbezüglich unserer Abgeordneten Gabriela Moser, die in den letzten Wochen in vielerlei Hinsicht für Aufsehen und für Sauberkeit in diesem Staat gesorgt hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
gewährleisten. Deshalb haben wir diesen Antrag eingebracht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Keine Klubführung!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Dr. Walser, der Antrag, den Sie jetzt eingebracht haben, ist bei uns am Präsidium noch nicht schriftlich eingelangt. (Abg. Grosz: Keine Klubführung!)
Zahlreiche Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident, ein Ordnungsruf!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Lieber Herr Kollege Grosz, ich wäre beinahe versucht, zu sagen: Wenn da etwas verbrannt ist, dann ist es das Hirn des Kollegen Grosz! Aber das wäre beinahe (Zahlreiche Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident, ein Ordnungsruf!)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Grosz: Auch Faul musste gehen!
Abgeordneter Franz Eßl (fortsetzend): Sehr geehrter Herr Präsident! Ich habe gesagt, ich wäre beinahe versucht, aber nachdem der Kollege Faul schon nach diesem Organ gesucht und es nicht gefunden hat, ist es nicht möglich! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Grosz: Auch Faul musste gehen!)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dem Budget können wir, glaube ich, durchaus einverstanden sein. Es ermöglicht, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere Sie wirklich auf, dazu klare Aussagen zu tätigen! Die Tiroler haben genug von Versprechungen und möchten von Ihnen klare Antworten haben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Josef Auer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stauber –: Geh, Peter, stell das richtig!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Stauber. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Josef Auer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stauber –: Geh, Peter, stell das richtig!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Stauber (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal, Frau Bundesminister, Gratulation zu diesem Budget! Ordentlich, klug wird investiert, wo es notwendig ist, und dort, wo es möglich ist, wird auch gespart. Das ist, glaube ich, eine gute und vernünftige Vorgangsweise. Ich gratuliere dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Grosz
Für mich als Kärntner Abgeordneten ist natürlich auch der Koralmtunnel ein ganz besonders wichtiges Projekt (Beifall des Abg. Grosz), und ich muss schon sagen, das, was wir heute hier zu hören bekommen haben von einer gewissen Frau Hakl, das schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. (Beifall des Abg. Grosz sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall des Abg. Grosz sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Für mich als Kärntner Abgeordneten ist natürlich auch der Koralmtunnel ein ganz besonders wichtiges Projekt (Beifall des Abg. Grosz), und ich muss schon sagen, das, was wir heute hier zu hören bekommen haben von einer gewissen Frau Hakl, das schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. (Beifall des Abg. Grosz sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall des Abg. Grosz sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich denke, wenn jetzt von vielen Abgeordneten betont worden ist, zum Beispiel von der Frau Kollegin aus Tirol, dass der Brenner-Basistunnel wichtig ist, vom Salzburger, dass die Salzburger Projekte wichtig sind, dann ist natürlich auch für uns Kärntner und Steirer der Koralmtunnel wichtig und das gesamte Südbahnprojekt. Dazu stehen wir auch. (Beifall des Abg. Grosz sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Bravoruf des Abg. Petzner. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Die ÖVP-Abgeordneten nicken bejahend!
Ein Projekt, das hier in diesem Haus beschlossen wurde, das von den Ländern Kärnten und Steiermark vertraglich mitfinanziert wird, das von der EU anerkannt wird, für das bereits 1,4 Millionen verbaut und 600 Millionen € bereits vergeben sind, noch immer in Frage zu stellen, das stellt wirklich in Frage, ob Sie, geschätzte Frau Hakl, wissen, was Wirtschaften heißt und wie man Geld in den Sand setzt. Ich glaube, das wissen Sie ganz gut. (Beifall beim BZÖ. – Bravoruf des Abg. Petzner. – Abg. Grosz: Fürs Protokoll: Die ÖVP-Abgeordneten nicken bejahend!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Danke schön, und ich hoffe, wir werden dieses Projekt weiterbauen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe mir das herausgesucht. 13 Jahre Alleinregierung Bruno Kreisky, damals in Schilling 420 Milliarden Schulden, und dann kam die schwarze Partei dazu, die ÖVP, das waren auch 13 Jahre, und es waren um 110 Prozent mehr. Das waren 981 Milliarden, die dazugekommen sind. Noch dazu ist es eine Zeit gewesen, in der es viele, viele Erneuerungen gab, in der es viele Ausbaumaßnahmen gab, vor allem wenn ich an die Totengräber der Bildungspolitik derzeit denke. Damals wurde die Anzahl der Lehrer verdoppelt, viele weiterführende Schulen wurden gebaut, und, und, und. Wir haben also damals für die Zukunft Infrastruktur gebaut, und davon können wir heute zum Teil noch leben. Ich hoffe also, dass Sie so etwas in Zukunft nicht mehr sagen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Vorsicht, Kollege Haberzettel!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Haberzettl. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz: Vorsicht, Kollege Haberzettel!)
Abg. Grosz: Ja, ganz genau!
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! – Kollege Grosz, ein Angebot: Weihnachtsfriede? (Abg. Grosz: Ja, ganz genau!) Okay.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Grosz.
Frau Hakl, ich denke, heute eine Diskussion über den Koralmtunnel zu beginnen, ist schlichtweg vergossene Milch und ein bisschen verschlafene Zeit. Der Koralmtunnel ist so auf Schiene, dass das irreversibel ist. Der Zug fährt und ist einfach nicht mehr aufzuhalten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Grosz.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gab im Lokal VI ein Hearing, und ich habe Ihnen damals gesagt, es wird in fünf bis sieben Jahren ein enormes Problem mit dieser Struktur geben. Sie haben das Problem jetzt auf dem Tisch. Sie jammern über die Preisgestaltung im Holztransport, Sie jammern über die Preisgestaltung im Lebensmittelbereich. Ja, Sie haben die ÖBB in die Eigenständigkeit entsandt, und ein eigenständiges Unternehmen hat einfach Vorschriften, nach denen es zu bilanzieren und nach denen es zu kalkulieren hat. Das haben Sie zu verantworten! Und jetzt haben Sie das Problem: Sie können damit nicht umgehen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, Sie reden von der Infrastruktur. Das ist ein bisschen etwas anderes. Sie dürfen nicht Äpfel und Birnen vertauschen. Sie haben natürlich einen Lehrer da hinten sitzen, das ist schon richtig, aber seien Sie doch so ehrlich: Welchem Unternehmen in dieser Republik rechnen Sie die Pensionskosten an? Nicht bei Siemens, keiner Polizei, keinem Staatsdienst, nur der ÖBB. Nehmen Sie sich doch einmal einen Spiegel und halten Sie ihn sich vor! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gab im Lokal VI ein Hearing, und ich habe Ihnen damals gesagt, es wird in fünf bis sieben Jahren ein enormes Problem mit dieser Struktur geben. Sie haben das Problem jetzt auf dem Tisch. Sie jammern über die Preisgestaltung im Holztransport, Sie jammern über die Preisgestaltung im Lebensmittelbereich. Ja, Sie haben die ÖBB in die Eigenständigkeit entsandt, und ein eigenständiges Unternehmen hat einfach Vorschriften, nach denen es zu bilanzieren und nach denen es zu kalkulieren hat. Das haben Sie zu verantworten! Und jetzt haben Sie das Problem: Sie können damit nicht umgehen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, Sie reden von der Infrastruktur. Das ist ein bisschen etwas anderes. Sie dürfen nicht Äpfel und Birnen vertauschen. Sie haben natürlich einen Lehrer da hinten sitzen, das ist schon richtig, aber seien Sie doch so ehrlich: Welchem Unternehmen in dieser Republik rechnen Sie die Pensionskosten an? Nicht bei Siemens, keiner Polizei, keinem Staatsdienst, nur der ÖBB. Nehmen Sie sich doch einmal einen Spiegel und halten Sie ihn sich vor! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und so würde ich Sie ersuchen, gehen Sie auch fair mit diesem Unternehmen um. Sie haben ja eines geschafft, Herr Staatssekretär: Sie haben als Mitglied einer Bundesregierung ein eigenes Unternehmen samt den dort Beschäftigten in der Öffentlichkeit so madig gemacht, dass es eine Katastrophe wäre, wenn dieses Unternehmen an der Börse wäre. Das ist ja fahrlässig, wenn nicht sogar vorsätzlicher Rufmord an einem Unternehmen. So schaut die Wirklichkeit aus! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Vock: Weichen zum Endbahnhof!
Ich möchte aber auch noch einen kurzen Blick in die Zukunft werfen, weil das Budget letztendlich auch etwas darüber aussagt, wie die Zukunft in der Verkehrspolitik ausschaut. Und ich glaube, hier sind einige Weichen gestellt, die sehr wichtig werden in der zukünftigen Diskussion. (Abg. Vock: Weichen zum Endbahnhof!)
Bundesministerin Bures: Danke schön! – Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesminister! Ihnen wünsche ich im Jahr 2011 weiterhin viel Erfolg! Leider ist es ein kleiner Sparkurs, aber auch den werden Sie meistern. Alles Gute! (Bundesministerin Bures: Danke schön! – Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch in ihrem Namen kann man die Mittel, die im UG 41 bereitgestellt werden, als gute und als richtige Investitionen bezeichnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Der Großruck bringt wieder einen Vierzeiler!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner des heutigen Tages zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Großruck. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Heinzl: Der Großruck bringt wieder einen Vierzeiler!)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren! Geschätzte Frau Bundesministerin! Obwohl ich aus Oberösterreich bin, keine Angst, ich werde jetzt nicht auf die Westtangente und die Westumfahrung eingehen, obwohl ich heute im Teletext gelesen habe, dass die Mühlkreis Autobahn und die Linzer Autobahn mit 28 Millionen Fahrzeugen inzwischen zu den meistfrequentierten in Österreich gehören und es deshalb, glaube ich, notwendig ist, dass mit dem Westring eine entsprechende Lösung und Variante kommt. (Beifall bei der FPÖ), und ich bin überzeugt, dass der Herr Landeshauptmann Dr. Pühringer zusam
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
men mit Ihnen, zusammen mit dem Herrn Bundeskanzler, zusammen mit dem Herrn Finanzminister eine für Oberösterreich entsprechend ordentliche Lösung zustande bringen wird. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Zur Sache!
Aber ich komme zum Schluss, meine Damen und Herren, ich komme zum Vierzeiler. Gestern haben wir eine ominöse Sitzung gehabt, die, glaube ich, für jene, die geglaubt haben, sie könnten punkten, gründlich in die Hose gegangen ist. Denn wenn man sich heute die Medien angehört/angesehen hat, konnte man feststellen, es ist nicht viel berichtet worden. Die Menschen, mit denen wir heute gesprochen haben, haben kein Verständnis gehabt für die sechs oder sieben Stunden Abstimmung. (Abg. Mag. Kogler: Zur Sache!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Ich habe einige Telefonate bekommen, auch von zu Hause, wo mich Leute gefragt haben, ob wir noch alle Tassen – nicht wir, sondern manche hier herinnen – im Schrank haben. Es war gestern, glaube ich, der teuerste Kindergarten Österreichs, den wir gehabt haben (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), und das letztklassige Kasperltheater Österreichs. So möchte ich das bezeichnen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist so ein Schrott, was Sie da reden! Sie sind als Abgeordneter untragbar! Sie haben keine Ahnung!) Ja, regen Sie sich nur auf, Herr Kogler. Sie können ja dann noch fünf Stunden reden. (Abg. Mag. Kogler: Sie machen der Regierung nur die Räuberleiter! Dafür werden Sie nicht bezahlt!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist so ein Schrott, was Sie da reden! Sie sind als Abgeordneter untragbar! Sie haben keine Ahnung!
Ich habe einige Telefonate bekommen, auch von zu Hause, wo mich Leute gefragt haben, ob wir noch alle Tassen – nicht wir, sondern manche hier herinnen – im Schrank haben. Es war gestern, glaube ich, der teuerste Kindergarten Österreichs, den wir gehabt haben (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), und das letztklassige Kasperltheater Österreichs. So möchte ich das bezeichnen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist so ein Schrott, was Sie da reden! Sie sind als Abgeordneter untragbar! Sie haben keine Ahnung!) Ja, regen Sie sich nur auf, Herr Kogler. Sie können ja dann noch fünf Stunden reden. (Abg. Mag. Kogler: Sie machen der Regierung nur die Räuberleiter! Dafür werden Sie nicht bezahlt!)
Abg. Mag. Kogler: Sie machen der Regierung nur die Räuberleiter! Dafür werden Sie nicht bezahlt!
Ich habe einige Telefonate bekommen, auch von zu Hause, wo mich Leute gefragt haben, ob wir noch alle Tassen – nicht wir, sondern manche hier herinnen – im Schrank haben. Es war gestern, glaube ich, der teuerste Kindergarten Österreichs, den wir gehabt haben (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), und das letztklassige Kasperltheater Österreichs. So möchte ich das bezeichnen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist so ein Schrott, was Sie da reden! Sie sind als Abgeordneter untragbar! Sie haben keine Ahnung!) Ja, regen Sie sich nur auf, Herr Kogler. Sie können ja dann noch fünf Stunden reden. (Abg. Mag. Kogler: Sie machen der Regierung nur die Räuberleiter! Dafür werden Sie nicht bezahlt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ein unglaublicher Unsinn, was Sie da reden!
Da wäre es mir viel lieber gewesen, wir wären hinausgegangen in den sechs Stunden, wären in ein Asylantenheim gegangen und hätten dort vielleicht Suppen verteilt oder gekocht. Das wäre viel produktiver gewesen als das, was Sie gestern gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ein unglaublicher Unsinn, was Sie da reden!)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
(Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr. – Danke vielmals. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht!
Ja, Herr Bundesminister, wenn man sich das Budget Wirtschaft anschaut und den Teil, der für Familien dort gedacht ist, wegnimmt, dann sieht man, dass Sie eigentlich nur ein Minimalbudget zur Verfügung haben. (Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht!) Aber das ist eigentlich nicht der gravierende Punkt. Der gravierende Punkt ist der, dass in diesem Budget auch absolut keine Strategien und keine Visionen erkennbar sind, wie Wirtschaftspolitik in Österreich in Zukunft gemacht werden soll, und das ist eigentlich das Fatale an dieser ganzen Sache.
Beifall bei der FPÖ.
Sie können heute Wirtschaft und Arbeit nicht voneinander trennen, auch nicht im Ministerium, weil dies unmittelbar zusammengehört. (Beifall bei der FPÖ.) Sie wissen, dass die österreichische Wirtschaft sehr kleinstrukturiert ist und es heute nicht so ist, dass bei einem Drei-, Vier- oder Fünfmannbetrieb der große Überdrüber der Chef ist, während der kleine Unterdrunter der Arbeitnehmer ist.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist grundsätzlich auch falsch, von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu sprechen, sondern wir sprechen hier ausschließlich von Erwerbstätigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gien dafür fehlen, wie sich die kleinstrukturierte Wirtschaft in den nächsten Jahren in Österreich entwickeln soll. Sie wissen, dass wir eine Reindustrialisierung brauchen, davon sind Sie weit entfernt. Sie wissen, dass zum Beispiel bei den lohnabhängigen Abgaben Österreich mit 31,6 Prozent im Vergleich zu Deutschland mit 19,3 Prozent weit weg von jeder Realität ist. Das heißt, wir sind im internationalen Vergleich absolut nicht konkurrenzfähig, wenn es uns nicht gelingt, diese Abgaben entsprechend zu senken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auf 19 Seiten wird in über 130 Punkten angeführt, welche Maßnahmen zur Entlastung der österreichischen Firmen gedacht sind. Und wenn Sie es schaffen, Herr Bundesminister, mir von diesen 130 Maßnahmen nur 10 Prozent aufzuzählen, die Sie umgesetzt haben, dann wünsche ich Ihnen viel Vergnügen. Sie haben nichts gemacht! Wenn Sie den Wirtschaftsstandort Österreich in Zukunft aufrechterhalten und die österreichische Wirtschaft und damit Arbeitsplätze nicht weiterhin gefährden wollen, dann tun Sie etwas! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Wirtschaft hat aber in dieser Krise, und das war ganz entscheidend, den Kurs gehalten. Viele kleine Unternehmer, mittelständische Betriebe und natürlich auch die Industriebetriebe haben ihre Beschäftigten im Betrieb gehalten und haben damit in der Wirtschaftsflaute an und für sich auf Weiterbildung und Innovation gesetzt. (Beifall bei der ÖVP.) Das zeichnet die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer aus, dass sie, wenn es darauf ankommt, für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch da sind und in kooperativer Art und Weise zusammenarbeiten.
Beifall bei der ÖVP.
Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Wenn man sich das anschaut – und da stimme ich mit dem Kollegen Themessl nicht überein –, dann sehen wir, wir haben einen wirtschaftlichen Aufschwung, und das ist das Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer. Getragen wird dieser Aufschwung von der Exportwirtschaft. Wir werden auch heuer wieder die 100 Milliarden €-Grenze knacken. Und das ist ein Verdienst der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind am Arbeitsmarkt Spitze, in Österreich haben wir mit 4,8 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in Europa, und wir sind in der Jugendbeschäftigung absolute Spitze. Und was die Jugendbeschäftigung betrifft, so ist die duale Ausbildung in Österreich eines der Erfolgssysteme unserer Ausbildung. Wir müssen daher diese betriebliche Lehrlingsausbildung weiter fördern. Sie ist ein ganz zentrales Element, denn wenn sich über 40 Prozent der Jugendlichen für einen Lehrberuf entscheiden, dann, muss ich sagen, sind unsere Betriebe attraktive Ausbilder, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Kollege Haubner! Durchführen, nicht reden!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler Faymann hat am Sonntag in der „Pressestunde“ gesagt, dass wir den Faktor Arbeit entlasten müssen. – Ja, das ist die richtige Ansage. Der Faktor Arbeit muss entlastet werden! (Abg. Dolinschek: Kollege Haubner! Durchführen, nicht reden!) Wir haben eine der höchsten Abgabenquoten in Europa, und hier sind wir gefordert. Aber das kann nicht über Vermögenssteuern funktionieren, denn Vermögenssteuern sind Eigentumssteuern, und Vermögensteuern sind Gift für den Wirtschaftsstandort Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler Faymann hat am Sonntag in der „Pressestunde“ gesagt, dass wir den Faktor Arbeit entlasten müssen. – Ja, das ist die richtige Ansage. Der Faktor Arbeit muss entlastet werden! (Abg. Dolinschek: Kollege Haubner! Durchführen, nicht reden!) Wir haben eine der höchsten Abgabenquoten in Europa, und hier sind wir gefordert. Aber das kann nicht über Vermögenssteuern funktionieren, denn Vermögenssteuern sind Eigentumssteuern, und Vermögensteuern sind Gift für den Wirtschaftsstandort Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Überall gibt es sie!
Wir gefährden damit den Wirtschaftsstandort, die Unternehmen, und wir gefährden damit Arbeitsplätze. Und darum gibt es auch in Europa kaum ein Land, wo es Vermögenssteuern gibt. (Abg. Mag. Gaßner: Überall gibt es sie!) Und wenn es Vermögenssteuern gibt, dann werden sie gerade abgeschafft, so wie in Frankreich.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Deshalb glaube ich, dass wir in Österreich gefordert sind, damit wir auch zukünftig ein stabiler Lebens- und Wirtschaftsstandort bleiben. Lieber unsere Systeme erneuern als unser Eigentum besteuern! – Danke. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Die gibt’s ja gar nicht mehr!
Ich möchte Sie noch einmal bitten, sich vor Augen zu führen, mit welchen Argumenten Sie diesen Familien begegnen. Die ÖVP argumentiert sehr gerne mit dem Schuldenberg der Zukunft, den sie nicht den Kindern und den Enkelkindern überantworten möchte. Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Familie mit drei Kindern, mit vier Kindern oder mit fünf Kindern! (Abg. Neubauer: Die gibt’s ja gar nicht mehr!) Da ist allein schon der Alltag, jede Stunde, jeder Tag, einfach die Bewältigung des Alltags eine unglaubliche Leistung, und ich verbeuge mich vor solchen Familien, weil ich mich immer frage: Wie schaffen das Eltern mit drei Kindern? – Ich habe nur zwei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte Sie noch einmal bitten, sich vor Augen zu führen, mit welchen Argumenten Sie diesen Familien begegnen. Die ÖVP argumentiert sehr gerne mit dem Schuldenberg der Zukunft, den sie nicht den Kindern und den Enkelkindern überantworten möchte. Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Familie mit drei Kindern, mit vier Kindern oder mit fünf Kindern! (Abg. Neubauer: Die gibt’s ja gar nicht mehr!) Da ist allein schon der Alltag, jede Stunde, jeder Tag, einfach die Bewältigung des Alltags eine unglaubliche Leistung, und ich verbeuge mich vor solchen Familien, weil ich mich immer frage: Wie schaffen das Eltern mit drei Kindern? – Ich habe nur zwei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und dann kommt das Argument der ÖVP: Es ist alternativenlos. Wir dürfen unseren Kindern keinen Schuldenberg hinterlassen! – Stattdessen stürzen wir also jene Kinder, die es jetzt schon schwer haben, die jetzt schon armutsgefährdet sind, weiter in die Armutsfalle? – Das kann ja kein vernünftiges Argument sein! Niemand hat jemals dagegen argumentiert und behauptet, das Budget müsse nicht konsolidiert werden. Selbstverständlich muss das Budget konsolidiert werden. Aber Sie signalisieren diesen Familien, dass es keine einzige Alternative gibt, um 20 Millionen € einzusparen, als ihre Situation und die Situation ihrer Kinder noch weiter zu verschlimmern. Und das kann kein Argument sein! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden das bekämpfen. Wir werden jedenfalls mit den Betroffenen zum Verfassungsgerichtshof gehen. Wir werden sie juristisch, prozedural und auch von der Rückenstärkung her unterstützen, das zu Fall zu bringen. Und die Chancen stehen gut! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Viertel! Das heißt, diese Personengruppe, die von dieser Maßnahme betroffen ist, ist seit der Krise bedeutend größer geworden. Und die brauchen gerade jetzt in der Krise zusätzliche Unterstützung und nicht weniger Unterstützung! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steibl
„Man muss ganz ideologiefrei und objektiv eingestehen, dass die Familienpolitik gescheitert ist – das Motto ,Mehr Geld für Familien bedeutet mehr Geburten’ war nicht erfolgreich. Also müssen wir überlegen, was wir falsch gemacht haben.“ – Das ist ein guter Ansatz. Man kann auch einmal überlegen, was man falsch gemacht hat. – „Und da sieht man im Vergleich mit Schweden oder Frankreich, dass wir viel zu wenig Kinderbetreuungseinrichtungen“ (Zwischenruf der Abg. Steibl) – hören Sie jetzt zu! – „oder Ganztagsschulen haben.“ – Andreas Khol, 8. November 2010.
Abg. Steibl: Die Länder haben eine Verantwortung!
Ja, was ist die Konsequenz? – Der Wirtschaftsminister verkündet, dass der Kindergartenausbau für 2011 weiter eingeschränkt wird, dass die Ausbaumillionen (Abg. Steibl: Die Länder haben eine Verantwortung!), die den Ländern zur Verfügung gestellt wurden (Abg. Wöginger: Das ist Länderkompetenz!), gekürzt werden. – Ja, das ist Länderkompetenz, natürlich. Und wer finanziert die Länder, wer finanziert den Ausbau? – Das ist Bundeszuständigkeit. Wenn Sie glauben, das geht uns nichts an, dann täuschen Sie sich gewaltig. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wöginger: Das ist Länderkompetenz!
Ja, was ist die Konsequenz? – Der Wirtschaftsminister verkündet, dass der Kindergartenausbau für 2011 weiter eingeschränkt wird, dass die Ausbaumillionen (Abg. Steibl: Die Länder haben eine Verantwortung!), die den Ländern zur Verfügung gestellt wurden (Abg. Wöginger: Das ist Länderkompetenz!), gekürzt werden. – Ja, das ist Länderkompetenz, natürlich. Und wer finanziert die Länder, wer finanziert den Ausbau? – Das ist Bundeszuständigkeit. Wenn Sie glauben, das geht uns nichts an, dann täuschen Sie sich gewaltig. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, was ist die Konsequenz? – Der Wirtschaftsminister verkündet, dass der Kindergartenausbau für 2011 weiter eingeschränkt wird, dass die Ausbaumillionen (Abg. Steibl: Die Länder haben eine Verantwortung!), die den Ländern zur Verfügung gestellt wurden (Abg. Wöginger: Das ist Länderkompetenz!), gekürzt werden. – Ja, das ist Länderkompetenz, natürlich. Und wer finanziert die Länder, wer finanziert den Ausbau? – Das ist Bundeszuständigkeit. Wenn Sie glauben, das geht uns nichts an, dann täuschen Sie sich gewaltig. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Das ist ja abstrus, was Sie da behaupten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Länderkompetenz bei der Kinderbetreuung führt dazu, dass die Qualität der Kinderbetreuung von der Postleitzahl abhängig ist. (Abg. Hornek: Das ist ja abstrus, was Sie da behaupten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ja ein völlig verrücktes System: Da sitzen 16 Kinder, dort sitzen 8. Da schließt es um 12 Uhr, dort um 16 Uhr. – Das ist kein Zustand! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Wöginger sowie weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Kein Wunder, dass Sie sich so aufregen. Sie kommen ja aus Niederösterreich, und dort (Abg. Wöginger: Oberösterreich!) ist die Situation besonders schlimm. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Wöginger sowie weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Die Länderkompetenz bei der Kinderbetreuung führt dazu, dass die Qualität der Kinderbetreuung von der Postleitzahl abhängig ist. (Abg. Hornek: Das ist ja abstrus, was Sie da behaupten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ja ein völlig verrücktes System: Da sitzen 16 Kinder, dort sitzen 8. Da schließt es um 12 Uhr, dort um 16 Uhr. – Das ist kein Zustand! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Wöginger sowie weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Kein Wunder, dass Sie sich so aufregen. Sie kommen ja aus Niederösterreich, und dort (Abg. Wöginger: Oberösterreich!) ist die Situation besonders schlimm. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!)
Abg. Wöginger: Oberösterreich!
Die Länderkompetenz bei der Kinderbetreuung führt dazu, dass die Qualität der Kinderbetreuung von der Postleitzahl abhängig ist. (Abg. Hornek: Das ist ja abstrus, was Sie da behaupten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ja ein völlig verrücktes System: Da sitzen 16 Kinder, dort sitzen 8. Da schließt es um 12 Uhr, dort um 16 Uhr. – Das ist kein Zustand! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Wöginger sowie weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Kein Wunder, dass Sie sich so aufregen. Sie kommen ja aus Niederösterreich, und dort (Abg. Wöginger: Oberösterreich!) ist die Situation besonders schlimm. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Die Länderkompetenz bei der Kinderbetreuung führt dazu, dass die Qualität der Kinderbetreuung von der Postleitzahl abhängig ist. (Abg. Hornek: Das ist ja abstrus, was Sie da behaupten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ja ein völlig verrücktes System: Da sitzen 16 Kinder, dort sitzen 8. Da schließt es um 12 Uhr, dort um 16 Uhr. – Das ist kein Zustand! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Wöginger sowie weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Kein Wunder, dass Sie sich so aufregen. Sie kommen ja aus Niederösterreich, und dort (Abg. Wöginger: Oberösterreich!) ist die Situation besonders schlimm. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!)
Beifall bei den Grünen.
Dort, wo das vorbildlich geregelt ist, kommen drei bis vier Kinder auf eine Betreuungsperson. Und dann wundern Sie sich über die PISA-Ergebnisse?! – Ihnen ist ja nicht mehr zu helfen! Hören Sie auf Andreas Khol, kann ich nur sagen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Abschluss – letzter Satz –: Wenn Ihnen Familien – in Ihrer Diktion, das heißt Eltern mit Kindern – wirklich wichtig sind, dann bringen Sie dieses Familienpaket noch zu Fall! Andernfalls haben Sie jede Glaubwürdigkeit als Familienpartei ÖVP verloren, für immer. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Das stimmt, Frau Präsidentin! Aber bei uns auch!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren! Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, darf ich Sie wirklich inständig auffordern, erstens den Geräuschpegel zu senken – es ist ein derart lautes Gemurmel hier im Saal; der Eindruck, der dadurch vermittelt wird, ist nicht der beste –, und zweitens, was die Zwischenrufe betrifft, so gehören diese natürlich dazu, aber auch da darf ich um ein gewisses Maß an Disziplin bitten. (Abg. Bucher: Das stimmt, Frau Präsidentin! Aber bei uns auch!)
Abg. Bucher: Gott sei Dank, sonst wüsstet ihr nicht einmal, worüber ihr reden sollt, wem ihr die Schuld geben sollt!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Wir sind im Jahr zweieinhalb, nicht ganz 27 Monate nach Ausbruch der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten 80 Jahre. Ja, es ist nicht länger her, seit die Lehman Brothers in Konkurs gegangen sind. (Abg. Bucher: Gott sei Dank, sonst wüsstet ihr nicht einmal, worüber ihr reden sollt, wem ihr die Schuld geben sollt!) Wir sind daher an einem Punkt angelangt, an dem man kurz einmal Bilanz ziehen kann, was bisher bei uns geschah und wie es weitergeht. Und das Kapitel Wirtschaft im Budget für das Krisenjahr drei und der Aufräumarbeiten für das, was bisher schon an Dingen zu machen war, ist eine gute Gelegenheit, das zu tun.
Abg. Bucher: Wer? – Ein negativer Leuchtturm, oder was?
Ich setze dort an, wo Kollege Haubner zu Recht hervorgehoben hat, dass es in Österreich durch die kleingliedrige Struktur vieler Klein- und Kleinstunternehmen gelungen ist, die Beschäftigung im Lande in einem Ausmaß zu halten, dass wir leuchtendes Vorbild für ganz Europa sind. (Abg. Bucher: Wer? – Ein negativer Leuchtturm, oder was?) Der Dank gilt in diesem Fall allen Beteiligten, den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die gemeinsam auch in so schwierigen Phasen eines bewiesen haben: Sozialpartnerschaft funktioniert nicht nur im politischen Bereich, sie funktioniert am allerbesten auf der betrieblichen Ebene, weil die Menschen in Österreich fleißige Leute sind und in solchen Situationen beweisen, dass sie zusammenstehen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich setze dort an, wo Kollege Haubner zu Recht hervorgehoben hat, dass es in Österreich durch die kleingliedrige Struktur vieler Klein- und Kleinstunternehmen gelungen ist, die Beschäftigung im Lande in einem Ausmaß zu halten, dass wir leuchtendes Vorbild für ganz Europa sind. (Abg. Bucher: Wer? – Ein negativer Leuchtturm, oder was?) Der Dank gilt in diesem Fall allen Beteiligten, den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die gemeinsam auch in so schwierigen Phasen eines bewiesen haben: Sozialpartnerschaft funktioniert nicht nur im politischen Bereich, sie funktioniert am allerbesten auf der betrieblichen Ebene, weil die Menschen in Österreich fleißige Leute sind und in solchen Situationen beweisen, dass sie zusammenstehen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
fort- und durchzubeschäftigen. Mit der Ausweitung der Forschungsmittel, mit der Ausweiterung der Förderungen im Bereich des Austria Wirtschaftsservice, aber auch der Konjunkturpakete der Länder – ich denke an Mikrokredite, wie es sie in Wien und der Steiermark gegeben hat, an die Klein-ERP-Aktion, wo Minister Mitterlehner es möglich gemacht hat, dass man auch ab 10 000 € so etwas bekommt –, mit all diesen Maßnahmen ist es gelungen, dass wir Nummer eins bei der Arbeitslosigkeit sind. Das ist ein Erfolg, darauf sind wir stolz, und da geht ein Dankeschön an alle, die mitgemacht haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Aber das ist vorbei!
Nützen wir diese Gelegenheit aber auch, um die Frage zu stellen: Wie sind wir überhaupt in diese Krise gekommen? Es ist Zeit, gerade jetzt, wo wir gemeinsam Aufräumarbeiten durchgeführt haben, all jenen – oft erstaunlicherweise durchaus wertkonservativen Menschen –, die in den letzten 20 Jahren von Deregulierung gesprochen haben, die gesagt haben, den Staat brauchen wir nicht mehr, Regeln brauchen wir nicht mehr, die Frage zu stellen: War das alles so richtig? War eine qualifizierte Regulierung, die dafür sorgt, dass ein Meisterbetrieb ein Meisterbetrieb ist, das Schlechteste? War ein gesichertes Arbeitsverhältnis, und nicht „hire and fire“, nicht eine Grundlage dafür, dass wir so tolle Erfolge haben, dass, wenn ein österreichisches Unternehmen ins Ausland ausrückt, dort die Aufträge den Österreichern gegeben werden, weil sie perfekt arbeiten? (Abg. Scheibner: Aber das ist vorbei!)
Beifall bei der SPÖ.
Tut mir leid, unsere Tourismusbetriebe – die übrigens in dieser Krise die Gäste hervorragend betreut und auch Erfolge zu verzeichnen haben – haben immer ihren Kredit für das Hotel, da hat keiner einen Nettowert von über einer Million €. Die Trafiken haben es nicht, die Gewerbebetriebe haben es nicht, die kleinen Werkstätten haben es nicht. Die sind es ja nicht. Wir haben aber 67 000 Finanz-Euro-Millionäre, rund um den halben Wörthersee, mit den Häusern am See. Ehrlicherweise – sagt das den Freundinnen und Freunden!; meist sind es ja Männer, die das besitzen –, die können ein bisschen etwas zahlen. Dann müssten wir uns die Kritik am Familienpaket nicht anhören. Wir sollten in diese Richtung weiterdenken. Das schadet nicht und nützt der Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen eine Lösung, die außerhalb der Union weiter die alte Steuerfreiheit vorsieht und innerhalb der Union einen entsprechenden Freibetrag. Da werden Sie sehen, Herr Kollege Themessl: Auch da stehen wir auf der Seite der Betriebe und ihrer Beschäftigten. Sie sind es, die dafür sorgen, dass dieses Land läuft. Und unser Land läuft super, auch wegen der Regierung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auf welcher Seite Rot und Schwarz stehen, das sieht man ja auch, wenn man ins Budget schaut. Nur, Herr Kollege Matznetter, das ist absolute neoliberale Politik, die Sie hier vertreten. Das ist neoliberale Politik! Sie schmeißen den Banken das Geld hinterher. So schnell können die Banken gar nicht schauen, wie sie in Österreich und im gesamten europäischen Raum zu Geld kommen! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.) – Das ist ja an neoliberalem Gedankengut geradezu nicht mehr zu überbieten!
Abg. Riepl: Ihr habt Kärnten in die Pleite geführt, das BZÖ!
Das alles, Herr Kollege Matznetter, ohne wirklich konstruktive und funktionierende Finanzmarktaufsicht (Abg. Riepl: Ihr habt Kärnten in die Pleite geführt, das BZÖ!), die gibt es weder in Österreich noch auf europäischer Ebene, ohne Konkursrecht für Banken. Überlegen Sie sich das einmal! Sie waren ja auch einmal im Finanzministerium (Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie einmal die Protokolle ...!), da hätten Sie sich schon längt einmal mit diesen Regelwerken auseinandersetzen können.
Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie einmal die Protokolle ...!
Das alles, Herr Kollege Matznetter, ohne wirklich konstruktive und funktionierende Finanzmarktaufsicht (Abg. Riepl: Ihr habt Kärnten in die Pleite geführt, das BZÖ!), die gibt es weder in Österreich noch auf europäischer Ebene, ohne Konkursrecht für Banken. Überlegen Sie sich das einmal! Sie waren ja auch einmal im Finanzministerium (Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie einmal die Protokolle ...!), da hätten Sie sich schon längt einmal mit diesen Regelwerken auseinandersetzen können.
Abg. Dr. Matznetter: ... und 600 zahlen keine!
Und jetzt schaffen Sie eine Bankenabgabe! – Herr Kollege Matznetter, die Bankenabgabe – das sollten Sie eigentlich schon wissen, weil Sie ja ein Wirtschaftsprüfer sind – wird letztendlich auf die Bankkunden abgewälzt werden. (Abg. Dr. Matznetter: ... und 600 zahlen keine!) Das ist das Natürlichste auf der ganzen Welt. Jeder Betrieb, der Fixkosten aufgebürdet bekommt, überwälzt sie an die Kunden, wodurch sich der Endpreis erhöht. (Abg. Dolinschek: Das zahlt immer der Endverbraucher!) Das ist das Einfachste in der Gesamtrechnung, und das sollten Sie endlich einmal begreifen.
Abg. Dolinschek: Das zahlt immer der Endverbraucher!
Und jetzt schaffen Sie eine Bankenabgabe! – Herr Kollege Matznetter, die Bankenabgabe – das sollten Sie eigentlich schon wissen, weil Sie ja ein Wirtschaftsprüfer sind – wird letztendlich auf die Bankkunden abgewälzt werden. (Abg. Dr. Matznetter: ... und 600 zahlen keine!) Das ist das Natürlichste auf der ganzen Welt. Jeder Betrieb, der Fixkosten aufgebürdet bekommt, überwälzt sie an die Kunden, wodurch sich der Endpreis erhöht. (Abg. Dolinschek: Das zahlt immer der Endverbraucher!) Das ist das Einfachste in der Gesamtrechnung, und das sollten Sie endlich einmal begreifen.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Aber das ist ja auch die Wirtschaftspolitik von Rot und Schwarz: immer nur für die Banken und für die Konzerne da zu sein. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Frau Präsidentin! Sie wissen, ich komme aus Kärnten. Wir haben in Kärnten im schönen Gurktal einen Zwergerlpark. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Für mich war in der Vergangenheit immer klar, dass die Zwerge privat überwintern, aber für mich ist neu, dass die Zwergerl aus dem Gurktaler Zwergerlpark im Parlament überwintern. Das wusste ich nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Präsidentin! Sie wissen, ich komme aus Kärnten. Wir haben in Kärnten im schönen Gurktal einen Zwergerlpark. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Für mich war in der Vergangenheit immer klar, dass die Zwerge privat überwintern, aber für mich ist neu, dass die Zwergerl aus dem Gurktaler Zwergerlpark im Parlament überwintern. Das wusste ich nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Die sind immer nur laut ...!
Und dass sie sich aus den hinteren Reihen der ÖVP so laut zu Wort melden, wusste ich auch nicht. (Abg. Scheibner: Die sind immer nur laut ...!)
Abg. Riepl: Bei eurer Wirtschaftspolitik hat man eh gesehen, wohin die führt!
Aber das ist buchstäblich Wirtschaftspolitik à la ÖVP (Abg. Riepl: Bei eurer Wirtschaftspolitik hat man eh gesehen, wohin die führt!), indem man bei den Forschungsmitteln kürzt. Die angewandte betriebliche Forschung wird bestraft!
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Sie sollten sich auch einmal überlegen, Herr Wirtschaftsminister, warum die kleine und mittelständische Wirtschaft immer durch den Rost fällt, wenn es um Forschung geht. Sie wissen, dass, wenn sie in der Wirtschaft innovativ bleiben möchten, auch kleine Betriebe in der Größenordnung von 20, 30 Mitarbeitern in die Forschung investieren müssen. Aber diesen Betrieben wird der Zugang zu Forschungsmitteln ständig erschwert, indem sie eigene Forschungsstätten errichten müssen. Ja welcher Betrieb mit einer Größenordnung von 20, 30 Mitarbeitern kann sich eine eigene Forschungsstätte leisten? Da werden Forschung und Produktion zusammengelegt. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sollte man, wenn man die kleine und mittelständische Wirtschaft unterstützen möchte, gerade dort die Förderung ansetzen und nicht immer bei der Wissenschaft, bei den Universitäten und bei den Konzernen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Denn Innovation findet überall statt, egal welche Größe ein Betrieb hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Stichwort Taferl!
Auch beim Austria Wirtschaftsservice werden die Mittel gekürzt – wieder die kleine und mittelständische Wirtschaft, die geschröpft wird. (Abg. Rädler: Stichwort Taferl!) Das Fass zum Überlaufen bringt ja jetzt die neue Lebensmittelsteuer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da fangen die Zwerge schon wieder an zu schreien, Frau Präsidentin. (Abg. Grosz: Hinten sind die Lauten, und vorne brauchen sie ...!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Auch beim Austria Wirtschaftsservice werden die Mittel gekürzt – wieder die kleine und mittelständische Wirtschaft, die geschröpft wird. (Abg. Rädler: Stichwort Taferl!) Das Fass zum Überlaufen bringt ja jetzt die neue Lebensmittelsteuer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da fangen die Zwerge schon wieder an zu schreien, Frau Präsidentin. (Abg. Grosz: Hinten sind die Lauten, und vorne brauchen sie ...!)
Abg. Grosz: Hinten sind die Lauten, und vorne brauchen sie ...!
Auch beim Austria Wirtschaftsservice werden die Mittel gekürzt – wieder die kleine und mittelständische Wirtschaft, die geschröpft wird. (Abg. Rädler: Stichwort Taferl!) Das Fass zum Überlaufen bringt ja jetzt die neue Lebensmittelsteuer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da fangen die Zwerge schon wieder an zu schreien, Frau Präsidentin. (Abg. Grosz: Hinten sind die Lauten, und vorne brauchen sie ...!)
Abg. Grosz: Das ist Raubrittertum!
Wir haben die HCCP-, diese Hygieneverordnung, vor vielen Jahren von Rot und Schwarz eingeführt, die ohnehin schon jedem Lebensmittelhändler und -produzenten das Leben schwer macht, und jetzt muss er auch noch eine Lebensmittelsteuer zahlen! (Abg. Grosz: Das ist Raubrittertum!) Das sieht niemand mehr ein!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Diese Lebensmittelsteuer wird so wie viele andere Steuererhöhungen und Maßnahmen der Bundesregierung auch dazu beitragen, dass die Preise in die Höhe schnellen werden, dass wir in den nächsten Jahren eine höhere Inflation haben werden. Aber das kann ja nicht im Interesse vor allem der Sozialdemokratie sein. Sie sollten endlich einmal begreifen, dass eine hohe Inflation die Steuer der kleinen Einkommensbezieher ist. Begreifen Sie das endlich einmal und bauen Sie das in Ihre politischen Überlegungen mit ein! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: ... Voodoo!
Sie kürzen bei wichtigen Infrastrukturprojekten. Die großen Infrastrukturprojekte, meine sehr geehrten Damen und Herren (Bundesminister Dr. Mitterlehner: ... Voodoo!), sind auf die lange Bank geschoben!
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Das ist kein Voodoo-Zauber, Herr Bundesminister, sondern das ist augenscheinlich, wenn man Ihr Budget anschaut. Sie sollten sich einmal ressortübergreifend interessieren, beispielsweise dafür, welche Kürzungen im Infrastrukturbereich vorgenommen werden, welche Kürzungen im Gemeindebereich vorgenommen werden, weil die Gemeinden einfach pleite sind und kein Geld mehr haben. Die Gemeinden sind aber der größte Auftraggeber der Republik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Das wird auch die kleine, mittelständische Wirtschaft zu spüren bekommen, diese Betriebe werden von der Rücknahme der öffentlichen Investitionen getroffen.
Beifall beim BZÖ.
Und hiezu kommt, dass wir die Banken großartig gefördert haben, die Banken das Geld bekommen haben – ohne dass wir sie beaufsichtigen und ohne dass wir dafür sorgen, dass diese Geldspritzen auch tatsächlich den Betrieben in Form von Krediten weitergegeben werden, denn die Betriebe brauchen das Geld für Investitionen und zur Aufrechterhaltung ihrer Infrastrukturen und betrieblichen Leistungen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Taferl!
All das spielt sich ab vor dem Hintergrund eines Höchststeuerlandes: 44 Prozent Steuer- und Abgabenquote. (Abg. Rädler: Taferl!) Es gibt im gesamten europäischen Raum nur noch zwei Länder, die einen höheren Steuer- und Abgabensatz haben als Österreich, nämlich Schweden und Dänemark. Stolz soll man darauf sein, auf den „Nationalpark Hohe Steuern“?! Und das bei gleichzeitig wachsendem Schuldenstand!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der Schuldenstand wächst schneller als die Wirtschaft, das ist das Dogma der Wirtschaftspolitik des Herrn Bankenministers Pröll. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Kärnten!
Das ist ja die Perversion, die hinter dieser Budgetpolitik steht, denn in Wirklichkeit haben wir in Österreich nicht 200 Milliarden € Schulden, sondern 260 Milliarden € Schulden. (Ruf bei der ÖVP: Kärnten!) Sie verstecken mit Ihren Hütchenspielen die Schulden unseres Landes in außerbudgetären Bereichen, bei der Asfinag, bei den ÖBB, bei der Bundesimmobiliengesellschaft, bei den Gemeinden und bei den Ländern, und getrauen sich nicht die Wahrheit zu sagen, nämlich welchen Schuldenstand wir tatsächlich haben und wie belastet Österreich tatsächlich ist! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Das ist ja die Perversion, die hinter dieser Budgetpolitik steht, denn in Wirklichkeit haben wir in Österreich nicht 200 Milliarden € Schulden, sondern 260 Milliarden € Schulden. (Ruf bei der ÖVP: Kärnten!) Sie verstecken mit Ihren Hütchenspielen die Schulden unseres Landes in außerbudgetären Bereichen, bei der Asfinag, bei den ÖBB, bei der Bundesimmobiliengesellschaft, bei den Gemeinden und bei den Ländern, und getrauen sich nicht die Wahrheit zu sagen, nämlich welchen Schuldenstand wir tatsächlich haben und wie belastet Österreich tatsächlich ist! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall beim BZÖ.
Daher lautet die Devise des BZÖ gegenzusteuern, gegen diese Bundesregierung von Rot und Schwarz, weil sie nicht in der Lage ist, wirklich Reformen anzugehen und über Reformen das Budget zu sanieren, gegen die Steuern aufzutreten. Es wäre doch höchst an der Zeit, eine Steuerreform zu machen und die Steuern zu senken anstatt sie zu erhöhen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Niedrigere Steuern führen zu mehr Steuereinnahmen, meine sehr geehrten Damen und Herren, daher ist es notwendig, gegenzusteuern, für Reformen zu sein, für eine Modernisierung zu sein, damit sich Leistung wieder lohnt! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Bucher: 8 Milliarden mehr Schulden! – Abg. Dr. Lichtenecker: Natürlich, ist es uns auch!
Gerade das ist auch das Anliegen der Bundesregierung mit Bundeskanzler Werner Faymann von der SPÖ, und Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll will und muss verhindern, dass die Staatsschulden weiter anwachsen. Das müsste der Opposition, den Grünen, dem BZÖ und der FPÖ, ja auch ein Anliegen sein (Abg. Bucher: 8 Milliarden mehr Schulden! – Abg. Dr. Lichtenecker: Natürlich, ist es uns auch!), wenngleich die Diskussionen, egal ob im Budgetausschuss oder in den letzten Tagen hier, nicht in diese Richtung gehen.
Abg. Bucher zeigt eine Tafel mit der Aufschrift: „BZÖ“, „Nationalrat halbieren!
Ich denke, dass Sie nicht verantwortungsvoll handeln, das muss man hier einmal klar sagen, denn nur wettern über etwas und keine Vorschläge zu haben, das ist zu wenig. (Abg. Bucher zeigt eine Tafel mit der Aufschrift: „BZÖ“, „Nationalrat halbieren!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht!
Alle Experten drängen die Regierung dazu, die Staatsfinanzen nach Ende der Krise wieder ins Lot zu bringen, auch alle Experten im Budgetausschuss. Und wir machen das mit Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll! Er hat ein Budget für eine gesicherte Zukunft für unsere Familien, für unsere Kinder, für unsere Jugend vorgelegt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht!) – Ich glaube das. Sie wissen das nicht. (Ruf beim BZÖ: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?) – Ich schreibe meine Reden selbst, denn sie haben Inhalt, bei Ihren bin ich mir nicht so sicher. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?
Alle Experten drängen die Regierung dazu, die Staatsfinanzen nach Ende der Krise wieder ins Lot zu bringen, auch alle Experten im Budgetausschuss. Und wir machen das mit Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll! Er hat ein Budget für eine gesicherte Zukunft für unsere Familien, für unsere Kinder, für unsere Jugend vorgelegt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht!) – Ich glaube das. Sie wissen das nicht. (Ruf beim BZÖ: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?) – Ich schreibe meine Reden selbst, denn sie haben Inhalt, bei Ihren bin ich mir nicht so sicher. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Alle Experten drängen die Regierung dazu, die Staatsfinanzen nach Ende der Krise wieder ins Lot zu bringen, auch alle Experten im Budgetausschuss. Und wir machen das mit Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll! Er hat ein Budget für eine gesicherte Zukunft für unsere Familien, für unsere Kinder, für unsere Jugend vorgelegt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht!) – Ich glaube das. Sie wissen das nicht. (Ruf beim BZÖ: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?) – Ich schreibe meine Reden selbst, denn sie haben Inhalt, bei Ihren bin ich mir nicht so sicher. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Eines möchte ich auch sagen: Sie haben auch die Verantwortung, die Wahrheit zu sagen. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Das, was wir in der letzten Zeit an Familienleistungen eingebracht haben, ist europaweit nach wie vor Spitze.
Abg. Kickl: Export der Familienleistungen, ein Vorschlag der ...!
Ich nehme nur ein paar Beispiele heraus: die Einführung des einkommensabhängigen Kindergeldes oder der Ausbau der Kinderbetreuung. (Abg. Kickl: Export der Familienleistungen, ein Vorschlag der ...!) Und ich frage: Wo ist Frau Kollegin Glawischnig? Sie kommt herein, hält eine Rede und marschiert wieder. Wo ist sie? Wo übernimmt sie Verantwortung? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich nehme nur ein paar Beispiele heraus: die Einführung des einkommensabhängigen Kindergeldes oder der Ausbau der Kinderbetreuung. (Abg. Kickl: Export der Familienleistungen, ein Vorschlag der ...!) Und ich frage: Wo ist Frau Kollegin Glawischnig? Sie kommt herein, hält eine Rede und marschiert wieder. Wo ist sie? Wo übernimmt sie Verantwortung? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Folgendes möchte ich Ihnen auch sagen – vielleicht spricht sie von Wien, aber dort haben die Grünen ja die Chance, etwas zu verändern –: In der Steiermark ist der Kindergarten ab dem dritten Lebensjahr gratis. Wir haben übrigens den Kindergarten verpflichtend ab dem 5. Jahr eingeführt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) In Niederösterreich ab zweieinhalb Jahren gratis, in Oberösterreich ab zweieinhalb Jahren gratis. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Folgendes möchte ich Ihnen auch sagen – vielleicht spricht sie von Wien, aber dort haben die Grünen ja die Chance, etwas zu verändern –: In der Steiermark ist der Kindergarten ab dem dritten Lebensjahr gratis. Wir haben übrigens den Kindergarten verpflichtend ab dem 5. Jahr eingeführt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) In Niederösterreich ab zweieinhalb Jahren gratis, in Oberösterreich ab zweieinhalb Jahren gratis. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, und das Barcelona-Ziel werden wir auch erreichen. Sie brauchen uns nicht immer mit Frankreich zu vergleichen, Österreich ist ein gutes Land, wo Familien zu Hause sein können. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun
Aber weiter im Nachhilfeunterricht (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun): Das Budget für die Familien beträgt über 6 Milliarden €, und wir sind mit diesen 6 Milliarden für unsere Familien, für unsere Kinder europaweit nach wie vor an der Spitze. Ja, jede Veränderung ist schmerzlich, ja, wir haben zur Budgetsanierung auch etwas beitragen müssen (Abg. Kickl: Sie nicht!), aber wir liegen hinsichtlich der Budgetsituation nach wie vor beim Niveau von 2008. Ja, es ist auch so, dass manchmal wahrscheinlich durch voreiliges Vorgehen Fehler gemacht werden, aber wir positionieren uns neu, und wir bleiben in der Spitzenposition in Europa.
Abg. Kickl: Sie nicht!
Aber weiter im Nachhilfeunterricht (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun): Das Budget für die Familien beträgt über 6 Milliarden €, und wir sind mit diesen 6 Milliarden für unsere Familien, für unsere Kinder europaweit nach wie vor an der Spitze. Ja, jede Veränderung ist schmerzlich, ja, wir haben zur Budgetsanierung auch etwas beitragen müssen (Abg. Kickl: Sie nicht!), aber wir liegen hinsichtlich der Budgetsituation nach wie vor beim Niveau von 2008. Ja, es ist auch so, dass manchmal wahrscheinlich durch voreiliges Vorgehen Fehler gemacht werden, aber wir positionieren uns neu, und wir bleiben in der Spitzenposition in Europa.
Abg. Mag. Gaßner: Das ist schon seit Bruno Kreisky!
Eines möchte ich auch noch dazusagen, das verschweigen oder vergessen Sie: Zum Beispiel die Schulbücher sind zur Gänze gratis, denn der Selbstbehalt wird gestrichen, was eine jährliche Entlastung der Eltern in der Höhe von 9,7 Millionen € ausmacht. (Abg. Mag. Gaßner: Das ist schon seit Bruno Kreisky!)
Zwischenrufe des Abg. Kickl.
Oder: Die Zuverdienstgrenze bei der Familienbeihilfe wird auf 10 000 € angehoben. (Zwischenrufe des Abg. Kickl.) – Hören Sie bitte zu!
Abg. Kickl: Ha, ha! Homoehe!
Ich kann Ihnen nur versichern, Familie und Kinder waren, sind und werden auch in Zukunft ein zentrales Anliegen der ÖVP sein. (Abg. Kickl: Ha, ha! Homoehe!) Dafür stehe ich, dafür steht die Österreichische Volkspartei, dafür stehen unser Familienminister und unsere Frau Staatssekretärin. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich kann Ihnen nur versichern, Familie und Kinder waren, sind und werden auch in Zukunft ein zentrales Anliegen der ÖVP sein. (Abg. Kickl: Ha, ha! Homoehe!) Dafür stehe ich, dafür steht die Österreichische Volkspartei, dafür stehen unser Familienminister und unsere Frau Staatssekretärin. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Heiterkeit
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das war nicht der von Ihnen so gefürchtete Oppositionsführer Heinz-Christian Strache (Heiterkeit), das war kein Politiker der Freiheitlichen, nein (Abg. Kopf: Sie sehen uns zittern!), das war – davon gehe ich aus, Herr Minister – der von Ihnen geschätzte Präsident der Bundeswirtschaftskammer Christoph Leitl. (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Sie sehen uns zittern!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das war nicht der von Ihnen so gefürchtete Oppositionsführer Heinz-Christian Strache (Heiterkeit), das war kein Politiker der Freiheitlichen, nein (Abg. Kopf: Sie sehen uns zittern!), das war – davon gehe ich aus, Herr Minister – der von Ihnen geschätzte Präsident der Bundeswirtschaftskammer Christoph Leitl. (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das war nicht der von Ihnen so gefürchtete Oppositionsführer Heinz-Christian Strache (Heiterkeit), das war kein Politiker der Freiheitlichen, nein (Abg. Kopf: Sie sehen uns zittern!), das war – davon gehe ich aus, Herr Minister – der von Ihnen geschätzte Präsident der Bundeswirtschaftskammer Christoph Leitl. (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, man hat etwas ganz anderes gemacht. Man hat 327 Millionen €, das sind per Saldo 80 Prozent, von den 406 Millionen € Gesamtausgaben bei den Familien eingespart. Und wenn ich dem die Steigerung des Sozialetats in der Höhe von 159 Millionen € gegenüberstelle, dann kann ich nur den Schluss ziehen, dass es eine krasse Umverteilung von den Familien zu anderen Zielgruppen gegeben hat. Und angesichts der demographischen Entwicklung kann ich nur sagen: Das ist der falsche Schritt, der führt uns in einen Abgrund. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Welche? Was sind das für Onkel?
Ich gehe einmal davon aus, dass die beiden Onkel – Erwin und Michael – jeden Schritt, den sie vorlegen, blockieren. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Welche? Was sind das für Onkel?) – Onkel Erwin wird Ihnen ja bekannt sein, auch Onkel Michael aus Wien. (Ruf bei der SPÖ: Das ist danebengegangen!) Das ist nicht danebengegangen. (Ruf bei der SPÖ: Die ganze Rede geht daneben!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist danebengegangen!
Ich gehe einmal davon aus, dass die beiden Onkel – Erwin und Michael – jeden Schritt, den sie vorlegen, blockieren. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Welche? Was sind das für Onkel?) – Onkel Erwin wird Ihnen ja bekannt sein, auch Onkel Michael aus Wien. (Ruf bei der SPÖ: Das ist danebengegangen!) Das ist nicht danebengegangen. (Ruf bei der SPÖ: Die ganze Rede geht daneben!)
Ruf bei der SPÖ: Die ganze Rede geht daneben!
Ich gehe einmal davon aus, dass die beiden Onkel – Erwin und Michael – jeden Schritt, den sie vorlegen, blockieren. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Welche? Was sind das für Onkel?) – Onkel Erwin wird Ihnen ja bekannt sein, auch Onkel Michael aus Wien. (Ruf bei der SPÖ: Das ist danebengegangen!) Das ist nicht danebengegangen. (Ruf bei der SPÖ: Die ganze Rede geht daneben!)
Abg. Grillitsch: Nein! Nein!
Oder die Bankensteuer, die eingeführt wird: Wer ist davon wieder ausgenommen? – Der ganze oder fast der ganze Raiffeisensektor. (Abg. Grillitsch: Nein! Nein!)
Beifall bei der FPÖ.
Daher aus meiner Sicht: weg mit Bagatellsteuern und eine umfassende Steuerreform! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Budget sind die Regierung und Bundesminister Pröll nicht nur sich selbst, sondern auch der österreichischen Bevölkerung in den Rücken gefallen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Ein Ressort!
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Sie erleben soeben ein Wechselspiel der Debatte zwischen Wirtschaftspolitik und Familienpolitik. Beides kann aber miteinander diskutiert werden, weil es ja auch unmittelbar zusammenhängt. (Abg. Kickl: Ein Ressort!)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Meine Damen und Herren, nicht uninteressant in diesem Zusammenhang ist auch, dass ein Viertel der rund 8,2 Millionen Krankenversicherten kostenlos mitversichert ist, davon sind drei Viertel Kinder. 15 Prozent der Ausgaben werden für Mitversicherte investiert (Zwischenruf des Abg. Kickl) – das ist richtig, das ist notwendig.
Beifall bei der SPÖ.
Das Budget, meine Damen und Herren, ist eine notwendige Maßnahme, um bestehende Leistungen einerseits abzusichern, andererseits zu stabilisieren. Gleichzeitig jedoch ist es für mich und für meine Fraktion auch Auftrag, Alternativen zu erarbeiten, zukunftsweisende Vorschläge zu diskutieren und anstehende Probleme und Themenfelder zu bearbeiten. Uns geht es weiterhin um Verteilungsgerechtigkeit: Es geht um die gerechte Verteilung von vorhandenen Mitteln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Hinblick auf die Ausführungen von Frau Kollegin Glawischnig lassen Sie mich Folgendes sagen: Die Kindergärtnerinnen vor Ort leisten hervorragende Arbeit im Sinne der Kinder – auch dafür ein großes Danke! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wir müssen auch andere Themen noch weiter behandeln: Jugendschutzgesetz, Jugendhilfegesetz (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), Väterkarenz, Väterbeteiligung. Meine Damen und Herren, wir haben viel zu tun!
Beifall bei der SPÖ.
Letztendlich besteht die Familienpolitik aus einem Mix aus Sach- und Geldleistungen. Es geht um die Vielfalt, um die Verantwortung, um die Herausforderung der Zukunft der nächsten Jahre für die Familien in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Ja, bitte?
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Frau Kollegin Steibl (Abg. Steibl: Ja, bitte?), ich fürchte ja manchmal, dass Sie glauben, was Sie da sagen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Propaganda!) Ich befürchte das, denn wenn Sie das wirklich glauben, dann muss man wirklich die Angst haben, dass sich Ihre Politik, Ihre Familienpolitik hier niemals ändern wird.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Propaganda!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Frau Kollegin Steibl (Abg. Steibl: Ja, bitte?), ich fürchte ja manchmal, dass Sie glauben, was Sie da sagen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Propaganda!) Ich befürchte das, denn wenn Sie das wirklich glauben, dann muss man wirklich die Angst haben, dass sich Ihre Politik, Ihre Familienpolitik hier niemals ändern wird.
Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Mag. Donnerbauer.
Frau Kollegen Steibl, Sie glauben wirklich, dass Sie hier zum Wohle der Familien agieren, Sie glauben wirklich, dass dieses Budget ein Budget ist, mit dem, wie Sie sagen, unsere gegenwärtige Generation nicht auf Kosten unserer Kinder lebt, eines, das diesen Vorsatz unterstützt? Dem ist nicht so, dem ist absolut nicht so! (Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Mag. Donnerbauer.)
Abg. Steibl: ... keine Ahnung von der Wirklichkeit!
Wir haben einen Antrag gestellt. Sie haben ihn vertagt, haben aber bei dieser Verta-gung im Ausschuss gesagt, das wird natürlich verlängert und wird kommen. – Und was hören wir dann vom Wirtschaftsminister im Budgetausschuss? – Dass evaluiert wird! (Abg. Steibl: ... keine Ahnung von der Wirklichkeit!) Verzeihung, evaluiert wird dann, Arbeitsgruppen gibt es dann, wenn man nicht entscheiden will, das gibt es dann, wenn man verzögern will, das gibt es dann, wenn man draußen nicht zugeben will, dass man eben genau nicht investieren will – und das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben einen Antrag gestellt. Sie haben ihn vertagt, haben aber bei dieser Verta-gung im Ausschuss gesagt, das wird natürlich verlängert und wird kommen. – Und was hören wir dann vom Wirtschaftsminister im Budgetausschuss? – Dass evaluiert wird! (Abg. Steibl: ... keine Ahnung von der Wirklichkeit!) Verzeihung, evaluiert wird dann, Arbeitsgruppen gibt es dann, wenn man nicht entscheiden will, das gibt es dann, wenn man verzögern will, das gibt es dann, wenn man draußen nicht zugeben will, dass man eben genau nicht investieren will – und das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... die Wiener SPÖ!
Aber Sie haben auch heute hier wieder die Gelegenheit, Ihre Worte in Taten umzusetzen. Ich werde zwei Anträge einbringen und Sie können diesen zustimmen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... die Wiener SPÖ!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Unsere gegenwärtige Generation darf also nicht auf Kosten unserer Kinder leben. Was sind denn die Kosten für unsere Kinder, was brauchen denn Kinder überhaupt? – Kinder brauchen in erster Linie Liebe und Fürsorge, das werden wir hier ihnen nicht geben, das werden wir unseren eigenen Kindern und unseren Kindeskindern und unseren Kindeskindeskindeskindern, falls es solche in diesem Haus schon gibt, geben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Das ist Aufgabe der Familien, und dort, wo diese das nicht können, Aufgabe der sozialen Institutionen, die das ersetzen, und das ist glücklicherweise nicht sehr oft notwendig.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: In allen Räumen!
Aber was sie auch brauchen, ist Existenzsicherung, ist eine Heizung in ihrer Wohnung (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: In allen Räumen!), ist Kleidung, ist Essen, ist Schulunterricht, ist Bildung, ist Urlaub, Freizeit, Freunde, ist alles Mögliche, all das – und das wird mit Ihrer Politik nicht unterstützt. (Abg. Kopf: Das muss der Staat organisieren?!)
Abg. Kopf: Das muss der Staat organisieren?!
Aber was sie auch brauchen, ist Existenzsicherung, ist eine Heizung in ihrer Wohnung (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: In allen Räumen!), ist Kleidung, ist Essen, ist Schulunterricht, ist Bildung, ist Urlaub, Freizeit, Freunde, ist alles Mögliche, all das – und das wird mit Ihrer Politik nicht unterstützt. (Abg. Kopf: Das muss der Staat organisieren?!)
Abg. Kopf: Das lassen Sie aber unsere Sorge sein!
Was Sie machen, ist Klientelpolitik. Ich würde sie gerne unterstützen, ich fürchte nur, Sie haben Ihre Klientel schon längst verloren, denn wenn man sich anschaut, welche ... (Abg. Kopf: Das lassen Sie aber unsere Sorge sein!) – das ist klarerweise nicht meine Sorge, aber wenn man sich anschaut, welche Institutionen ... (Abg. Steibl: Sie haben keine Ahnung, um was es hier geht!) – Lassen Sie mich aussprechen, dann höre ich Ihnen kurz zu.
Abg. Steibl: Sie haben keine Ahnung, um was es hier geht!
Was Sie machen, ist Klientelpolitik. Ich würde sie gerne unterstützen, ich fürchte nur, Sie haben Ihre Klientel schon längst verloren, denn wenn man sich anschaut, welche ... (Abg. Kopf: Das lassen Sie aber unsere Sorge sein!) – das ist klarerweise nicht meine Sorge, aber wenn man sich anschaut, welche Institutionen ... (Abg. Steibl: Sie haben keine Ahnung, um was es hier geht!) – Lassen Sie mich aussprechen, dann höre ich Ihnen kurz zu.
Abg. Steibl: Die Kirche hat ihre ...!
Wenn man sich anschaut, welche Institutionen hier laut aufgeschrien und protestiert haben, dann war das der Katholische Familienverband, dann war das die Caritas, dann waren das diverse kirchliche Organisationen (Abg. Steibl: Die Kirche hat ihre ...!) und dann war das die Arbeiterkammer – alles Institutionen, die personell durchaus auch mit Personen aus Ihren Parteien durchsetzt sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sich anschaut, welche Institutionen hier laut aufgeschrien und protestiert haben, dann war das der Katholische Familienverband, dann war das die Caritas, dann waren das diverse kirchliche Organisationen (Abg. Steibl: Die Kirche hat ihre ...!) und dann war das die Arbeiterkammer – alles Institutionen, die personell durchaus auch mit Personen aus Ihren Parteien durchsetzt sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Wo haben Sie Vorschläge?
Das zeigt Ihre „Diskussionsbereitschaft“ und das zeigt Ihre Form des Politikmachens: Sie sind auf diese Vorwürfe und auf diesen Aufschrei überhaupt nicht eingegangen! Sie sagen uns, wir wettern über etwas und haben keine Vorschläge. (Abg. Steibl: Wo haben Sie Vorschläge?) Ich habe vorgestern Vorschläge gebracht – ich weiß nicht, ob Sie sie gehört haben –: Warum haben Sie den Kinderfreibetrag nicht zurückgenommen? – 165 Millionen € wären hier einzusparen gewesen!
Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Großruck
Frau Kollegin Ablinger hat gleichfalls gesagt, ja, das wäre ein Vorschlag gewesen, der ihr gut gefallen hätte (Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Großruck), ein Vorschlag, der von der Arbeiterkammer, aber auch von anderen gekommen ist. Das ist ein Vorschlag, aber warum wollen Sie diesen Vorschlag nicht? Weil die jetzige Situation Ihre Klientel unterstützt, weil sie die Gut- und Besserverdienenden unterstützt, und nicht diejenigen ... (Abg. Steibl: ... Gutmenschen!) – Ich bin kein Gutmensch, nein! Wir alle sind keine Gutmenschen, das ist auch nicht unser Handlungsziel in der Politik. Unser Handlungsziel ist, hier verantwortungsvoll zu arbeiten, und das tun Sie nicht! – So. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Abg. Steibl: ... Gutmenschen!
Frau Kollegin Ablinger hat gleichfalls gesagt, ja, das wäre ein Vorschlag gewesen, der ihr gut gefallen hätte (Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Großruck), ein Vorschlag, der von der Arbeiterkammer, aber auch von anderen gekommen ist. Das ist ein Vorschlag, aber warum wollen Sie diesen Vorschlag nicht? Weil die jetzige Situation Ihre Klientel unterstützt, weil sie die Gut- und Besserverdienenden unterstützt, und nicht diejenigen ... (Abg. Steibl: ... Gutmenschen!) – Ich bin kein Gutmensch, nein! Wir alle sind keine Gutmenschen, das ist auch nicht unser Handlungsziel in der Politik. Unser Handlungsziel ist, hier verantwortungsvoll zu arbeiten, und das tun Sie nicht! – So. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.
Frau Kollegin Ablinger hat gleichfalls gesagt, ja, das wäre ein Vorschlag gewesen, der ihr gut gefallen hätte (Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Großruck), ein Vorschlag, der von der Arbeiterkammer, aber auch von anderen gekommen ist. Das ist ein Vorschlag, aber warum wollen Sie diesen Vorschlag nicht? Weil die jetzige Situation Ihre Klientel unterstützt, weil sie die Gut- und Besserverdienenden unterstützt, und nicht diejenigen ... (Abg. Steibl: ... Gutmenschen!) – Ich bin kein Gutmensch, nein! Wir alle sind keine Gutmenschen, das ist auch nicht unser Handlungsziel in der Politik. Unser Handlungsziel ist, hier verantwortungsvoll zu arbeiten, und das tun Sie nicht! – So. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Zwischenruf der Abg. Steibl
Der zweite Antrag bezieht sich auf die Beibehaltung der bisherigen Höhe des Mehrkindzuschlags (Zwischenruf der Abg. Steibl), wozu sich Klubobfrau Glawischnig schon inhaltlich geäußert hat.
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Gelegenheit, hier wirklich soziale, faire, gerechte Familienpolitik zu machen, und keine Klientelpolitik. (Beifall bei den Grünen.)
R. Mitterlehner, profil Nr.45/10 8.11.2010
„Die Kosten des Systems stehen in keiner Relation zu den Ergebnissen. Unsere vornehmlich auf Geldleistungen ausgerichtete Familienpolitik hat nicht zu einer höheren Geburtenrate geführt. Rein finanzielle Anreize haben sich europaweit nicht bewährt.“ () „Bei uns herrscht das Bild, dass Kinder nur in der behüteten Umgebung der Familie gut aufwachsen. Das entspricht nicht der Realität. Wir müssen Sachleistungen wie Kindergartenplätze ausbauen.“ (R. Mitterlehner, profil Nr.45/10 8.11.2010)
Abg. Kickl: Ja, weil sich nichts ändert! – Abg. Mag. Stefan: Leider! Schön wäre es, wenn er sie einmal anders halten könnte!
Ich darf mit Herrn Kollegem Themessl beginnen, der zwischenzeitlich weg war. Ich glaube, er hat seine Rede wieder archiviert, denn im Endeffekt halten Sie seit drei Jahren die gleiche Rede (Abg. Kickl: Ja, weil sich nichts ändert! – Abg. Mag. Stefan: Leider! Schön wäre es, wenn er sie einmal anders halten könnte!), nämlich dass sich die Kompetenzen im Bereich Wirtschaft und Arbeit geändert haben. – Ja, das ist richtig! Wir haben eine andere Kompetenzaufteilung, und ich würde Sie auch bitten, dass Sie die Maßnahmen, die Sie immer aus dem Jahr 2008 zitieren, auch evaluieren. Wir hatten eine Wirtschaftskrise (Abg. Bucher: Wir haben eine Regierungskrise!) und jetzt eine Strukturerneuerung. – Es wäre ganz gut, das anzupassen.
Abg. Bucher: Wir haben eine Regierungskrise!
Ich darf mit Herrn Kollegem Themessl beginnen, der zwischenzeitlich weg war. Ich glaube, er hat seine Rede wieder archiviert, denn im Endeffekt halten Sie seit drei Jahren die gleiche Rede (Abg. Kickl: Ja, weil sich nichts ändert! – Abg. Mag. Stefan: Leider! Schön wäre es, wenn er sie einmal anders halten könnte!), nämlich dass sich die Kompetenzen im Bereich Wirtschaft und Arbeit geändert haben. – Ja, das ist richtig! Wir haben eine andere Kompetenzaufteilung, und ich würde Sie auch bitten, dass Sie die Maßnahmen, die Sie immer aus dem Jahr 2008 zitieren, auch evaluieren. Wir hatten eine Wirtschaftskrise (Abg. Bucher: Wir haben eine Regierungskrise!) und jetzt eine Strukturerneuerung. – Es wäre ganz gut, das anzupassen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Herr Kollege! Insgesamt haben wir 580 Millionen € Rückvergütung, davon werden jetzt im Budget 100 Millionen € weniger rückvergütet, und laut der Stellungnahme der Wirtschaftskammer betrifft das den Tourismus mit insgesamt 35 Millionen €. Das ist immer noch unangenehm, aber – auf Ihre Rede zurückkommend – es ist ein Zehntel dessen, was Sie gesagt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Und ich hoffe, dass man bei Ihren Argumenten und anderen Angaben nicht auch überall ein Zehntel nehmen muss, um auf das wirkliche Niveau zu kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege! Insgesamt haben wir 580 Millionen € Rückvergütung, davon werden jetzt im Budget 100 Millionen € weniger rückvergütet, und laut der Stellungnahme der Wirtschaftskammer betrifft das den Tourismus mit insgesamt 35 Millionen €. Das ist immer noch unangenehm, aber – auf Ihre Rede zurückkommend – es ist ein Zehntel dessen, was Sie gesagt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Und ich hoffe, dass man bei Ihren Argumenten und anderen Angaben nicht auch überall ein Zehntel nehmen muss, um auf das wirkliche Niveau zu kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Und Sie schauen einmal nach Niederösterreich!
das Partizipationskapital entsprechend zurückzahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Und Sie schauen einmal nach Niederösterreich!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – zwei Tafeln hochhaltend –: Ein paar gute Ideen haben wir da!
Meine Damen und Herren! (Die Abgeordneten des BZÖ halten Tafeln mit verschiedenen Aufschriften hoch.) – Ja, es ist schön, Herr Kollege Bucher, dass Sie und Ihre Truppe den PISA-Test verstanden haben. Sie können offensichtlich lesen – aber ob Sie sinnerfassend argumentieren können, weiß ich nicht. Das ist noch des Beweises würdig. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – zwei Tafeln hochhaltend –: Ein paar gute Ideen haben wir da!)
Abg. Grosz: ... aber er hat es ja noch nicht verstanden! Wir müssen ihn nachsitzen lassen! Er ist ja ...!
Bitte, Herr Bundesminister. (Abg. Grosz: ... aber er hat es ja noch nicht verstanden! Wir müssen ihn nachsitzen lassen! Er ist ja ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner (fortsetzend): Herr Kollege Westenthaler und Co, Sie sollten wirklich einmal schauen, ob Ihnen nicht etwas Neues einfällt. Das hat Haider schon vor Jahren gemacht, Sie kommen immer mit dem Gleichen. Das ist irgendwie fad. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Wenn Sie, meine Damen und Herren, auf das Jahr 2009 schauen, dann haben wir die Krise sehr gut bewältigt. Es ist mir klar, das war nicht die Bundesregierung oder das Parlament allein, sondern unsere MitarbeiterInnen und die Eigentümer der Betriebe, gar keine Frage (Beifall bei der ÖVP), aber ich glaube, die richtigen Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Kurzarbeit, im Bereich thermische Sanierung, im Bereich Ökoprämie und die Steuerreform haben dazu geführt, dass wir eben besser abgeschnitten haben als andere Länder.
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Herr Kollege Bucher, beim AWS haben wir im nächsten Jahr einen Rückgang von 18,25 Millionen € auf 17,25 Millionen € und wir werden die Haftungsrahmen ein wenig zurückschrauben müssen, aber im Endeffekt wird das Niveau, die Finanzierungsfähigkeit für die Betriebe nicht kleiner werden. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Das wird nicht kleiner werden, daher ist die Wettbewerbsfähigkeit da gesichert.
Abg. Bucher: Das ist aber so!
Es dürfte Ihnen auch entgangen sein, was wir im Bereich Forschung und Entwicklung haben: Wir haben das Niveau aufrechterhalten können. Wir haben 10 Millionen € weniger Budget, weil das ein Teil des Konjunkturprogrammes war – das war vor allem für die Umstrukturierung des automotiven Bereichs gedacht. Das ist passiert, das ist geschehen, daher sind wir dort gut unterwegs. Und außerdem sollten Sie wissen, wir erwarten doch nicht von einem Klein- und Mittelbetrieb, dass er eine eigene Forschungsabteilung aufbaut! (Abg. Bucher: Das ist aber so!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Interessant ist es, Anreize zu geben, und dafür gibt es den Innovationsscheck, das funktioniert – 2 500 €; viele Betriebe haben den Weg in die Forschung gefunden –, und zum Zweiten erhöhen wir jetzt die Forschungsprämie von 8 auf 10 Prozent. Das sind die Maßnahmen, die die Betriebe nötig haben, aber nicht irgendwelche alten Modelle, die wir eigentlich nicht mehr brauchen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich etwas zur Familienpolitik sagen: Was ist die beste Familienpolitik? – Die beste Familienpolitik ist, wenn die Wirtschaft Arbeitsplätze hat, wenn derjenige, der Geld in die Familie bringt, oder diejenigen, die das tun, auch wirklich arbeiten können, wenn Männer und Frauen arbeiten können und die Unternehmen erfolgreich sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, wem? Die Frage ist, wem nehmen Sie es weg? Für manche Leute sind 100 € schon viel!
Und da, meine Damen und Herren, bitte ich Sie einfach zu relativieren: Frau Kollegin Glawischnig! Wir haben neulich diskutiert, und zwar sehr sachlich diskutiert, genauso wie auch heute. Wir haben im Jahr 2009 und im Jahr 2010 940 Millionen € – bedingt durch die Wirtschaftskrise und weil es auch notwendig war – mehr an Förderung in den Familienbereich gegeben. Heuer beziehungsweise im Budget für das nächste Jahr nehmen wir von den 940 Millionen € 234 Millionen € wieder heraus. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, wem? Die Frage ist, wem nehmen Sie es weg? Für manche Leute sind 100 € schon viel!) 234 Millionen €! Da von einem Anschlag zu sprechen, ist einfach unrichtig.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... einmal diesen FLAF!
Wir haben auch einige Abrundungen getroffen. Ich weiß, das stößt bei den Betroffenen nicht auf Freude – sie sehen die negative Maßnahme; auch ich bedauere, dass wir hier überhaupt einschränken müssen –, aber schauen Sie einfach den FLAF an! Der FLAF hat Ausgaben in einer Größenordnung von rund 6,6 Milliarden € und Einnahmen von 5,7 Milliarden €, also ein Defizit. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... einmal diesen FLAF!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie, Frau Glawischnig, sagen, in dem Zusammenhang schmerzt die Familien das Argument der Steuerlast, dann ist nicht das Argument schmerzvoll, schmerzvoll ist die Steuerlast! Was wir tun, ist, die Steuerlast und die Schuldenlast, die auf diesem ganzen Problem liegt, entsprechend zu beheben, und wenn die Schulden weg sind, haben wir eine größere Handlungsfähigkeit. (Beifall bei der ÖVP.) – Daher nehmen wir in dem Bereich zurück.
Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Zweiter Punkt: Kinderbetreuung, Anschlussfinanzierung; auch dazu die Fakten, Frau Glawischnig. Wir haben eine 15a-Vereinbarung, und die läuft im Jahr 2010 aus. (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.) Frau Musiol, wenn es heißt, dass wir evaluieren, so steht das in der Vereinbarung drin. Der Bund hat die Vereinbarung auf Punkt, auf Cent und Euro eingehalten, aber die anderen haben zum Teil noch keine Abrechnungen vorgelegt, gar nichts. Vier Bundesländer haben diese Aufgabe erledigt, fünf Bundesländer nicht. Daher ist es notwendig, zu evaluieren, und dann wird es eine Anschlussförderung geben. Aber ich sage Ihnen auch: Das ist ein Thema der Länder, das ist eine Sachleistung. Der Bund ist Multiplikator, um die Barcelona-Ziele zu erreichen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Deswegen hinterfrage ich das Modell!
Dritter Punkt, wenn wir von Familie reden, sind die Studenten. Mir ist aufgefallen, dass viele Studenten gar nicht so heftig protestiert haben, weil offensichtlich teilweise die Familienbeihilfe bei den Eltern verbleibt, nicht überall weitergegeben wird. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Deswegen hinterfrage ich das Modell!) Jetzt mag es sein – und da beziehe ich mich auf einen hier eingebrachten Entschließungsantrag –, dass einige Studenten das „Hotel Mama“ bis zum 50. Lebensjahr beanspruchen, aber die Wirklichkeit schaut doch so aus, dass viele Studenten ganz allein oder mit anderen Kollegen zusammen und nicht mehr zu Hause wohnen. Daher ist eine Überlegung: Sollten wir nicht andere Systeme in Betracht ziehen und beispielsweise die Familienbeihilfe direkt an die Studenten ausbezahlen? Dazu gibt es sogar einen Entschließungsantrag im Nationalrat. Das ist natürlich auch mit Nachteilen verbunden, wenn Sie ja sagen. Dann gibt es nämlich möglicherweise nicht mehr die Förderung für mehrere Kinder oder die Begünstigung bei der Altersgrenze, weil das Kind ja nicht mehr im gemeinsamen Haushalt lebt. Daher muss man das auch von den steuerlichen Gegebenheiten her betrachten und vielleicht eine entsprechende Umstellung vornehmen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, zum Schluss kommend: Betrachten Sie beide Kapitel! Der Familienbereich weist teilweise Einschränkungen, aber andererseits auch ein hohes Niveau auf, ohne dass die Gesamtfähigkeit des Systems leidet. Der Wirtschaftsbereich ist strukturell immer noch ausgezeichnet aufgestellt, weil das die Voraussetzung dafür ist, dass alles andere in anderen Bereichen mitfinanziert werden kann, ob Arbeitsmarkt, Pensionen oder Gesundheit. Florierende Wirtschaft heißt florierendes Gesamtsystem. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist deswegen einigermaßen gut aus dieser Krise herausgekommen, weil die klein- und mittelständischen Unternehmen, die immerhin 75 Prozent der Beschäftigten in Österreich halten und sehr eng mit ihren Mitarbeitern verbunden sind, ihre Mitarbeiter zum großen Teil behalten haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Aber es ist gerechter! – Abg. Kopf: Nein!
Es wird auch erforderlich sein, dass wir weiterhin wettbewerbsfähige Abgabenquoten in Österreich haben. Wir haben die 44-Prozent-Marke erreicht, wir dürfen diese nicht mehr erhöhen. Wir sollten – das sage ich auch unserem Koalitionspartner – nicht noch über eine zusätzliche Vermögensteuer nachdenken. Wir wissen alle, dass diese, gerade was den Verwaltungsaufwand betrifft, mehr kosten, als sie letztlich bringen würde. (Abg. Dr. Lichtenecker: Aber es ist gerechter! – Abg. Kopf: Nein!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf darauf verweisen, dass die Vermögensteuer im Jahr 1989 von Lacina/Ditz abgeschafft wurde. Anstelle der Vermögensteuer wurde die KESt für Dividenden und Zinserträge eingeführt. Damals hat die Vermögensteuer ein Jahresaufkommen von in etwa 800 Millionen € gebracht, die KESt bringt heute in etwa 5 Milliarden € Aufkommen. Ich glaube, das war eine durchaus richtige Entscheidung, wir haben die richtigen Maßnahmen getroffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das, glaube ich, ist der richtige Weg. Ich danke der Regierung für diese Maßnahmen. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ist eh aktiv!
Aber, Herr Bundesminister, das allein reicht nicht. Wir brauchen gerade in der Krise eine aktive Wirtschaftspolitik für die Wirtschaft. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ist eh aktiv!) Sehr „aktiv“! – Fragen Sie einmal vor allem die kleinen und mittleren Betriebe und nicht die Großindustrie! Natürlich, die Großindustrie hat selbstverständlich alle Möglichkeiten, auch international zu agieren. Sie hat auch die vollen Kassen im Hintergrund, die notwendig sind, um langfristig Märkte zu bearbeiten, auch das eine oder andere Wellental zu durchtauchen. Aber fragen Sie die vielen tausend kleinen und mittleren Betriebe in Österreich, wie es ihnen geht!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn ich von den Theoretikern der Regierungsparteien höre: Die Krise ist überstanden, es ist alles wunderbar!, dann ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein Praktiker, weil ich als Unternehmer auch international tätig bin (Beifall beim BZÖ) und auch österreichische Unternehmen berate, die versuchen, in den Zukunftsmärkten, die der Herr Bundesminister hier angesprochen hat, Fuß zu fassen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie sind im Bankensektor tätig, und da ist es natürlich ganz toll im Bankensektor. Das würden sich auch die kleinen Unternehmen wünschen: dass sie die Gewinne, wenn sie welche machen, selbst behalten können, und für Verluste, die sie machen, steht dann der Steuerzahler mit Paketen, so wie für die Banken, gerade. Aber so funktioniert das leider nicht, Herr Kollege! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Wenn ich von den Theoretikern der Regierungsparteien höre: Die Krise ist überstanden, es ist alles wunderbar!, dann ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein Praktiker, weil ich als Unternehmer auch international tätig bin (Beifall beim BZÖ) und auch österreichische Unternehmen berate, die versuchen, in den Zukunftsmärkten, die der Herr Bundesminister hier angesprochen hat, Fuß zu fassen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie sind im Bankensektor tätig, und da ist es natürlich ganz toll im Bankensektor. Das würden sich auch die kleinen Unternehmen wünschen: dass sie die Gewinne, wenn sie welche machen, selbst behalten können, und für Verluste, die sie machen, steht dann der Steuerzahler mit Paketen, so wie für die Banken, gerade. Aber so funktioniert das leider nicht, Herr Kollege! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn ich von den Theoretikern der Regierungsparteien höre: Die Krise ist überstanden, es ist alles wunderbar!, dann ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein Praktiker, weil ich als Unternehmer auch international tätig bin (Beifall beim BZÖ) und auch österreichische Unternehmen berate, die versuchen, in den Zukunftsmärkten, die der Herr Bundesminister hier angesprochen hat, Fuß zu fassen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie sind im Bankensektor tätig, und da ist es natürlich ganz toll im Bankensektor. Das würden sich auch die kleinen Unternehmen wünschen: dass sie die Gewinne, wenn sie welche machen, selbst behalten können, und für Verluste, die sie machen, steht dann der Steuerzahler mit Paketen, so wie für die Banken, gerade. Aber so funktioniert das leider nicht, Herr Kollege! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn ich von den Theoretikern der Regierungsparteien höre: Die Krise ist überstanden, es ist alles wunderbar!, dann ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein Praktiker, weil ich als Unternehmer auch international tätig bin (Beifall beim BZÖ) und auch österreichische Unternehmen berate, die versuchen, in den Zukunftsmärkten, die der Herr Bundesminister hier angesprochen hat, Fuß zu fassen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie sind im Bankensektor tätig, und da ist es natürlich ganz toll im Bankensektor. Das würden sich auch die kleinen Unternehmen wünschen: dass sie die Gewinne, wenn sie welche machen, selbst behalten können, und für Verluste, die sie machen, steht dann der Steuerzahler mit Paketen, so wie für die Banken, gerade. Aber so funktioniert das leider nicht, Herr Kollege! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine AWS-Garantie – das muss man sich vorstellen! –, eine staatliche AWS-Garantie war für viele Großbanken nicht ausreichend, um den kleinen und mittleren Betrieben die notwendigen Kredite zu geben. Das ist die Realität, über die ich nichts höre von den Theoretikern hier von SPÖ und ÖVP! (Beifall beim BZÖ.) Hier wünscht sich die Wirtschaft Unterstützung, denn das darf ganz einfach nicht sein.
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?
Herr Bundesminister, wie Sie richtigerweise gesagt haben, sind die Zukunftsmärkte nicht in Österreich. Sie sind nicht in Europa, und auch das viel gelobte Osteuropa ist bald ausgereizt, sondern die Zukunftsmärkte liegen in Asien, im Mittleren Osten. – Sie lachen die ganze Zeit, Herr Minister. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Ich sage Ihnen, den Wirtschaftsbetrieben ist das Lachen vergangen, die können nicht lachen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Nein, Sie sollten sinnerfassende Wirtschaftspolitik machen, die den Unternehmungen tatsächlich hilft (Beifall beim BZÖ), denn die haben den langen Atem nicht. Man braucht oft Jahre, um auf diesen Märkten Fuß zu fassen, man muss die Kosten entsprechend vorfinanzieren.
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?
Herr Bundesminister, wie Sie richtigerweise gesagt haben, sind die Zukunftsmärkte nicht in Österreich. Sie sind nicht in Europa, und auch das viel gelobte Osteuropa ist bald ausgereizt, sondern die Zukunftsmärkte liegen in Asien, im Mittleren Osten. – Sie lachen die ganze Zeit, Herr Minister. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Ich sage Ihnen, den Wirtschaftsbetrieben ist das Lachen vergangen, die können nicht lachen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Nein, Sie sollten sinnerfassende Wirtschaftspolitik machen, die den Unternehmungen tatsächlich hilft (Beifall beim BZÖ), denn die haben den langen Atem nicht. Man braucht oft Jahre, um auf diesen Märkten Fuß zu fassen, man muss die Kosten entsprechend vorfinanzieren.
Beifall beim BZÖ
Herr Bundesminister, wie Sie richtigerweise gesagt haben, sind die Zukunftsmärkte nicht in Österreich. Sie sind nicht in Europa, und auch das viel gelobte Osteuropa ist bald ausgereizt, sondern die Zukunftsmärkte liegen in Asien, im Mittleren Osten. – Sie lachen die ganze Zeit, Herr Minister. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Ich sage Ihnen, den Wirtschaftsbetrieben ist das Lachen vergangen, die können nicht lachen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Soll ich weinen?) Nein, Sie sollten sinnerfassende Wirtschaftspolitik machen, die den Unternehmungen tatsächlich hilft (Beifall beim BZÖ), denn die haben den langen Atem nicht. Man braucht oft Jahre, um auf diesen Märkten Fuß zu fassen, man muss die Kosten entsprechend vorfinanzieren.
Beifall beim BZÖ.
Dagegen muss man etwas unternehmen. Das verlangen wir, und das verlangt die Wirtschaft auch von einer aktiven Wirtschaftspolitik Österreichs und der Europäischen Union, aber davon sieht man noch relativ wenig. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Wirtschaftskammer hat Werbespots und Inserate gemacht wie: keine neuen Steuern, wir brauchen das nicht, Schulden reduzieren. – Viele, die hier sitzen, kommen ja aus diesem Bereich. Sie beschließen die Belastungen, aber die Wirtschaftskammer muss aus den Beiträgen der Unternehmungen diese Inserate bezahlen. Das ist der falsche Weg. Wir fordern eine aktive Politik für die Wirtschaft, denn die Wirtschaft stützt die Gesellschaft und das Sozialsystem. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mayerhofer: Er hat Mumm, das stimmt! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Mehr als Sie schon! – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ
Herr Kollege Themessl, Sie haben schon Mumm (Abg. Mayerhofer: Er hat Mumm, das stimmt! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Mehr als Sie schon! – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ), Sie stellen sich hier ans Rednerpult und behaupten, dass es jetzt die höchste Steuerbelastung gibt. Darauf kann ich nur mit den Worten des Herrn Ministers antworten: Sie müssen ein bisschen besser recherchieren! Wahrscheinlich aber hört es irgendwo einmal auf, da können Sie dann nicht mehr recherchieren, weil auch die blaue Fraktion sehr wohl einmal in einer Bundesregierung vertreten war. Damals – und das sind Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank, die sicherlich nicht anzuzweifeln sind – lag die Steuer- und Abgabenquote bei 47,1 Prozent im Gegensatz zu jetzt, wo sie bei 43 Prozent liegt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Themessl, Sie haben schon Mumm (Abg. Mayerhofer: Er hat Mumm, das stimmt! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Mehr als Sie schon! – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ), Sie stellen sich hier ans Rednerpult und behaupten, dass es jetzt die höchste Steuerbelastung gibt. Darauf kann ich nur mit den Worten des Herrn Ministers antworten: Sie müssen ein bisschen besser recherchieren! Wahrscheinlich aber hört es irgendwo einmal auf, da können Sie dann nicht mehr recherchieren, weil auch die blaue Fraktion sehr wohl einmal in einer Bundesregierung vertreten war. Damals – und das sind Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank, die sicherlich nicht anzuzweifeln sind – lag die Steuer- und Abgabenquote bei 47,1 Prozent im Gegensatz zu jetzt, wo sie bei 43 Prozent liegt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, das Budget ist das erste Mal so erstellt worden, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist – und dazu haben wir auch einen entscheidenden Beitrag geleistet –, denn erstmals wurden auch jene herangezogen, die Vermögen besitzen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, damit wir einmal zu echter Verteilungsgerechtigkeit kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kollegen! Sehr geehrte Zuseher hier und zu Hause! Weil Sie hier wieder mit Ihrem Gejammer über die schwarz-blaue Koalition begonnen haben: Ohne schwarz-blaue Koalition wäre die Familienpolitik und wäre Österreich nicht das, was es heute ist! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und Sie picken sich heute noch die guten, die wirklich wohlüberlegten Körner heraus. Davon leben Sie heute noch! Das sind die einzigen Dinge, von denen die Familien heute noch ein bisschen etwas haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kollegen! Sehr geehrte Zuseher hier und zu Hause! Weil Sie hier wieder mit Ihrem Gejammer über die schwarz-blaue Koalition begonnen haben: Ohne schwarz-blaue Koalition wäre die Familienpolitik und wäre Österreich nicht das, was es heute ist! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und Sie picken sich heute noch die guten, die wirklich wohlüberlegten Körner heraus. Davon leben Sie heute noch! Das sind die einzigen Dinge, von denen die Familien heute noch ein bisschen etwas haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
ÖVP und SPÖ stützen ihre Apparate, ihre reformunfähigen Verwaltungseinheiten in Bund und Ländern. Sie trauen sich nicht, dort hineinzugreifen, Sie trauen sich auch nicht, dort Geld einzusparen. Dort, in diesen Strukturen, versickert das Geld. In diesen Ihnen über alles heiligen Systemen wird nichts gemacht. In diesen Systemen wird nichts angetastet und nichts angerührt. Und deshalb, meine Damen und Herren, müssen wir, müssen die Wähler von Rot genauso wie von Schwarz, von Grün, von Blau und Orange bluten. Es bluten auch die Nichtwähler. Egal aber auch, nicht? Hauptsache, es gibt kein Eingreifen in Bereiche, in denen es Widerstand geben könnte. Bei den Verwaltungsdinosauriern gibt es Widerstand, deshalb wird dort auch nichts getan. Natürlich, beim Volk wird eingespart, denn über den Widerstand unserer Bevölkerung haben Sie von SPÖ und ÖVP sich schon längst hinweggesetzt, das lässt Sie kalt, da reagieren Sie nicht einmal mit einem Ohrenzucken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Am meisten trifft es dabei natürlich die Familien. Die Familien haben von diesen Regierungsparteien überhaupt keine Unterstützung. Und da zeigt es sich wieder einmal: Die Einzigen, die sich für die Familien einsetzen, sind wir Freiheitliche (Beifall bei der FPÖ), denn bei den Regierungsparteien stehen die Familien vor verschlossenen Türen.
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
In diesem ganzen Bereich wurde, wie schon erwähnt worden ist, eine Einsparung von insgesamt 406 Millionen € getätigt, wovon 80,5 Prozent, das sind 327 Millionen €, bei den Familien eingespart werden. Eine „tolle“ Leistung! Gratuliere! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Unfassbar!
Ein Beispiel: Eine klassische Familie im freiheitlichen Sinne mit Vater, Mutter, zwei Kindern, einem Studenten mit 25 Jahren, einem zweiten Kind mit 16 Jahren, das noch in die Schule geht, was verliert diese Familie jährlich aufgrund dieses Sparbudgets? – 3 000 €. (Abg. Neubauer: Unfassbar!) Meine Damen und Herren, 3 000 € für eine Familie sind ein ganz gewaltiger Betrag! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Beispiel: Eine klassische Familie im freiheitlichen Sinne mit Vater, Mutter, zwei Kindern, einem Studenten mit 25 Jahren, einem zweiten Kind mit 16 Jahren, das noch in die Schule geht, was verliert diese Familie jährlich aufgrund dieses Sparbudgets? – 3 000 €. (Abg. Neubauer: Unfassbar!) Meine Damen und Herren, 3 000 € für eine Familie sind ein ganz gewaltiger Betrag! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Der zahlt ja hier Steuern! – Abg. Kickl – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Na und?! Na und?!
Aber es geht noch weiter, meine Damen und Herren, bei der Familienbeihilfe: Was ist mit der Familienbeihilfe, die ausgezahlt wird an Kinder, die nicht in Österreich leben? Warum passt man da die Familienleistung nicht an das Niveau des Heimatlandes an? Das wäre gerecht und fair. Zum Beispiel in Polen gibt es die Familienbeihilfe bis 24 Jahre in der Höhe von 24 €. Damit hat ein Pole, der dort seine Kinder hat und hier bei uns Familienbeihilfe bezieht, einen Gewinn von 106,90 €. Und solche Beispiele ließen sich noch lange fortführen. (Abg. Dr. Matznetter: Der zahlt ja hier Steuern! – Abg. Kickl – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Na und?! Na und?!)
Beifall bei der FPÖ.
Da muss ich Ihnen schon sagen, meine Damen und Herren: Sanieren wir unsere Familien, und lassen wir hier bei uns die soziale Gerechtigkeit einziehen! (Beifall bei der FPÖ.) Schließen wir die Tore vor diesem Missbrauch!
Beifall bei der FPÖ.
Und dazu, meine Damen und Herren zu Hause und hier auf der Galerie, lade ich Sie ein, auf www.unzensuriert.at bei unserer Umfrage mitzumachen und so Ihre Meinung kundzutun, ob da nicht eine faire Besteuerung und eine faire Leistung für uns Österreicher angesagt wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget, meine Damen und Herren, verdient unsere Ablehnung, denn uns Freiheitlichen geht es um das Wohl unserer Familien und nicht um das Wohl der anderen, und wir sind die Einzigen, die die Familien unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Hat sie eh gerade gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Silvia Fuhrmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Wenn Frau Kollegin Kitzmüller kritisiert, dass diese Bundesregierung zwei Monate Zeit gehabt hätte, um ein ordentliches Budget vorzulegen, was es aus meiner Sicht auch ist, dann muss ich ihr entgegenhalten, dass auch ihre Partei zwei Monate Zeit gehabt hätte, um sich Gegenvorschläge zu überlegen, aber das haben Sie von der FPÖ nicht getan. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Hat sie eh gerade gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel kosten zwei Wurstsemmeln?
Sie stellen sich hier her und sagen: Der Wähler, die Wählerin müssen bluten. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel kosten zwei Wurstsemmeln?) Oder ein anderer Sager, den ich gehört habe: Die Regierungsparteien würden sich an den Weihnachtstisch setzen und bei der Weihnachtsgans mitschneiden. – Ich weiß nicht, wer Ihnen solche Sager entwirft und aufschreibt. (Abg. Scheibner: Und was war mit eurer Zuckerl-Aktion?)
Abg. Scheibner: Und was war mit eurer Zuckerl-Aktion?
Sie stellen sich hier her und sagen: Der Wähler, die Wählerin müssen bluten. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel kosten zwei Wurstsemmeln?) Oder ein anderer Sager, den ich gehört habe: Die Regierungsparteien würden sich an den Weihnachtstisch setzen und bei der Weihnachtsgans mitschneiden. – Ich weiß nicht, wer Ihnen solche Sager entwirft und aufschreibt. (Abg. Scheibner: Und was war mit eurer Zuckerl-Aktion?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Dann tun Sie das! Übernehmen Sie Verantwortung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zwei Monate sind lang genug, dass man sich in Rhetorikseminaren übt, aber als Politiker müsste man eigentlich die Verantwortung und den Anstand haben, sich seriös mit den Dingen auseinanderzusetzen, und das tut Ihre Partei definitiv nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Dann tun Sie das! Übernehmen Sie Verantwortung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Sie haben einen Horizont von zwölf bis zu Mittag! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn es nach Ihnen geht, dann schaut das Konzept so aus: Ein bisschen Populismus, ein bisschen reißerische Sager vermischt mit Ausländerhetze, und wir sind schon wieder – Ihrer Ansicht nach – ein paar Prozente vorne. Aber ist das der Anspruch, warum Sie hier im Hohen Haus Nationalratsabgeordnete sind? Gehen Sie am Abend nach Hause und können Sie, wenn Sie die Familien schon so hoch leben lassen, Ihren Kindern, vielleicht auch Enkelkindern noch in die Augen blicken? Können Sie das? – Ich könnte das nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Sie haben einen Horizont von zwölf bis zu Mittag! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Wurstsemmerl-Fuhrmann!
serungen, was die Familienbeihilfe betrifft, und zwar für jene, deren Studien länger dauern; Präsenz- und Zivildienste wurden eingerechnet. (Abg. Neubauer: Wurstsemmerl-Fuhrmann!)
Abg. Mag. Stefan: Zurückgerudert oder wie?
Der Selbstbehalt bei Schulbüchern fällt weg, das wurde schon angesprochen. Es gibt 100 € zu Beginn eines Schuljahres, auch das wurde schon gesagt, aber anscheinend muss man es wiederholen, damit auch Sie es zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Stefan: Zurückgerudert oder wie?) Nicht zuletzt gab es auch bei der Steuerreform im Jahr 2009 für Familien eine Entlastung von 500 Millionen €. (Abg. Neubauer: Ich glaube, Sie sind noch immer in der Sauna in Loipersdorf!)
Abg. Neubauer: Ich glaube, Sie sind noch immer in der Sauna in Loipersdorf!
Der Selbstbehalt bei Schulbüchern fällt weg, das wurde schon angesprochen. Es gibt 100 € zu Beginn eines Schuljahres, auch das wurde schon gesagt, aber anscheinend muss man es wiederholen, damit auch Sie es zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Stefan: Zurückgerudert oder wie?) Nicht zuletzt gab es auch bei der Steuerreform im Jahr 2009 für Familien eine Entlastung von 500 Millionen €. (Abg. Neubauer: Ich glaube, Sie sind noch immer in der Sauna in Loipersdorf!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Den Vorschlag von Herrn Bundesminister Mitterlehner, die Familienbeihilfe direkt an Studierende auszuzahlen, finde ich gut. Ich denke, das sollten wir machen. Es ist nämlich nicht so, dass Jugendliche nur von den Eltern leben, sondern viele junge Menschen müssen sich ihr Studium selbst verdienen, und deshalb ist das wichtig. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Warum kürzen Sie dann bei den Familien? 80 Prozent der Kürzungen sind bei den Familien! Warum gerade bei den Familien? Ist das die ÖVP-Familienpolitik? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Folgendes noch zum Schluss: Ich bin der Meinung, dass wir die Politik, die wir hier machen, einer Generationen- und Jugendverträglichkeitsprüfung unterziehen sollten. (Abg. Mag. Stefan: Warum kürzen Sie dann bei den Familien? 80 Prozent der Kürzungen sind bei den Familien! Warum gerade bei den Familien? Ist das die ÖVP-Familienpolitik? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dann könnten wir uns Sager, wie wir sie vorher gehört haben, ersparen. (Beifall bei der ÖVP.) Das wäre etwas, was nicht nur für die Zukunft relevant ist, sondern vor allem für heute, denn Jugendliche wollen auch heute eine Unterstützung haben und nicht Sager hören wie „die Zukunft von morgen“. (Abg. Mag. Stefan: Warum wird gerade bei den Familien gekürzt?)
Beifall bei der ÖVP.
Folgendes noch zum Schluss: Ich bin der Meinung, dass wir die Politik, die wir hier machen, einer Generationen- und Jugendverträglichkeitsprüfung unterziehen sollten. (Abg. Mag. Stefan: Warum kürzen Sie dann bei den Familien? 80 Prozent der Kürzungen sind bei den Familien! Warum gerade bei den Familien? Ist das die ÖVP-Familienpolitik? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dann könnten wir uns Sager, wie wir sie vorher gehört haben, ersparen. (Beifall bei der ÖVP.) Das wäre etwas, was nicht nur für die Zukunft relevant ist, sondern vor allem für heute, denn Jugendliche wollen auch heute eine Unterstützung haben und nicht Sager hören wie „die Zukunft von morgen“. (Abg. Mag. Stefan: Warum wird gerade bei den Familien gekürzt?)
Abg. Mag. Stefan: Warum wird gerade bei den Familien gekürzt?
Folgendes noch zum Schluss: Ich bin der Meinung, dass wir die Politik, die wir hier machen, einer Generationen- und Jugendverträglichkeitsprüfung unterziehen sollten. (Abg. Mag. Stefan: Warum kürzen Sie dann bei den Familien? 80 Prozent der Kürzungen sind bei den Familien! Warum gerade bei den Familien? Ist das die ÖVP-Familienpolitik? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dann könnten wir uns Sager, wie wir sie vorher gehört haben, ersparen. (Beifall bei der ÖVP.) Das wäre etwas, was nicht nur für die Zukunft relevant ist, sondern vor allem für heute, denn Jugendliche wollen auch heute eine Unterstützung haben und nicht Sager hören wie „die Zukunft von morgen“. (Abg. Mag. Stefan: Warum wird gerade bei den Familien gekürzt?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Die zehnfache Landesmutter Fuhrmann! – Ruf bei der FPÖ – in Richtung ÖVP –: Kauft ihr ein Wurstsemmerl! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Das soll Ihnen auch bei Ihren Weihnachtsgebeten in Erinnerung bleiben, wenn Sie andächtig mit Ihrer Familie Weihnachten feiern, was uns hoffentlich nach Ende dieser Plenarberatungen auch gelingen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Die zehnfache Landesmutter Fuhrmann! – Ruf bei der FPÖ – in Richtung ÖVP –: Kauft ihr ein Wurstsemmerl! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Machen Sie weiter, es hält Sie niemand auf! – Abg. Scheibner: Wir sind im Parlament, Frau Präsidentin! Da werden wir nicht wie die Kaninchen warten, bis Sie wieder jemanden aufrufen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wenn sich die Damen und Herren wieder etwas beruhigt haben, werden wir mit der Sitzung fortsetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Machen Sie weiter, es hält Sie niemand auf! – Abg. Scheibner: Wir sind im Parlament, Frau Präsidentin! Da werden wir nicht wie die Kaninchen warten, bis Sie wieder jemanden aufrufen!) Trotzdem gebührt diesem Haus eine gewisse Ordnung. Ich werde Ihnen gerne die E-Mails auch nach diesen Sitzungen wieder zukommen lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihre selber geschriebenen E-Mails können Sie sich behalten, Frau Präsidentin! Ihre Mails interessieren uns nicht! Die interessieren keinen Menschen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihre selber geschriebenen E-Mails können Sie sich behalten, Frau Präsidentin! Ihre Mails interessieren uns nicht! Die interessieren keinen Menschen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wenn sich die Damen und Herren wieder etwas beruhigt haben, werden wir mit der Sitzung fortsetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Machen Sie weiter, es hält Sie niemand auf! – Abg. Scheibner: Wir sind im Parlament, Frau Präsidentin! Da werden wir nicht wie die Kaninchen warten, bis Sie wieder jemanden aufrufen!) Trotzdem gebührt diesem Haus eine gewisse Ordnung. Ich werde Ihnen gerne die E-Mails auch nach diesen Sitzungen wieder zukommen lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihre selber geschriebenen E-Mails können Sie sich behalten, Frau Präsidentin! Ihre Mails interessieren uns nicht! Die interessieren keinen Menschen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Dann gab es die Runden Tische, und dann ist man draufgekommen: Hoppala, vielleicht sollte es doch noch ein paar Abfederungen geben! Hoppala, vielleicht sind wir doch ein bisschen zu streng, was das Jugendbudget anlangt, was das Kinderbudget anlangt, was das Familienbudget anlangt. – Sich dann hier herauszustellen und zu meinen, wir brauchen eine Kinder- und Jugendverträglichkeitsprüfung, ist zynisch, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
„Schmerzlich“, „bedauerlich“, „ein Schritt in die richtige Richtung“ sind Wörter, die hier von den Regierungsparteien im Zusammenhang mit der Budgetkonsolidierung gefallen sind. Das sind keine politischen Größen, meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind auch keine Entscheidungsfindungsprozesse im Sinne von Kinder- und Jugendpolitik oder Familienpolitik. Was heißt es denn, sich hier herauszustellen und zu sagen: Das ist schmerzlich!, oder: Es tut mir so leid, dass Studierende keine Familienbeihilfenbezüge mehr bekommen, wenn sie über 24 Jahre alt sind!? – Das ist eine Form der Politik, das ist eine Form der Demokratie, die es nicht wert ist, hier in diesem Haus überhaupt ausgesprochen zu werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Damit setzen Sie ein Zeichen für aktive Jugendpolitik, für aktive Bildungspolitik, für aktive Politik der Unis und der Studierenden und für ein Wirtschaftssystem und ein Bildungssystem, die den Namen auch wirklich verdient haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Stimmt ja alles!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! „Müssen Rabenmutter-Image abbauen. Unternehmen, die auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzen, sind Unternehmen der Zukunft. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die große Herausforderung unserer Zeit. Familie und Erwerbstätigkeit dürfen einander nicht ausschließen, sondern haben sich so zu ergänzen, dass eine befriedigende Lebensführung für alle möglich wird“ .– Dies sagt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich. (Abg. Hörl: Stimmt ja alles!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Mehr als 60 Prozent wollen zuhause bleiben!
Das ist eine Offensive, wie sie die Familien, wie sie die jungen Frauen, die jungen Männer brauchen, weil das genau das ist, was wir – all jene, die lesen wollen, können und es sich dann auch noch merken können – aus all den Studien herausgelesen haben, nämlich dass Familien, Frauen, Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wollen; alles andere ist vorgestrig. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zanger: Mehr als 60 Prozent wollen zuhause bleiben!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
lich zum Beispiel das einkommensabhängige Kindergeld. Zwei Drittel der Männer wollen diese Art des Karenzurlaubes und des Kindergeldes in Anspruch nehmen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Mehr als 60 Prozent der Frauen wollen zuhause bleiben die erste Zeit, aber sie müssen es sich auch leisten können!
Es scheitert aber oft noch am Bewusstsein. Da ist es wichtig – sehr wichtig! –, dass Unternehmen, dass der ÖGB, dass die Sozialpartner bewusstseinsbildende Maßnahmen setzen, damit wir auf europäisches Niveau kommen. Mindestens 30 Prozent der Eltern, der Väter sollen diese Möglichkeit in Anspruch nehmen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Zanger: Mehr als 60 Prozent der Frauen wollen zuhause bleiben die erste Zeit, aber sie müssen es sich auch leisten können!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was wollen Sie uns sagen?
Was ich mir für die Frauen in unserem Land weiters wünsche, ist nicht nur, dass sie arbeiten gehen können und dass die Kinder gut versorgt sind, in schönen, adäquaten, qualitativ hochwertigen Bildungseinrichtungen, sondern auch, dass sie entsprechend genug verdienen, Frau Kollegin Windbüchler-Souschill. Das ist mein Wunsch: dass man mit dem Einkommen auch auskommt. Dann braucht man nicht laufend über Förderungen zu reden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was wollen Sie uns sagen?)
Abg. Dr. Rosenkranz: In der Regierung ist es eher ein „Nicht-Kompetenz-Unwesen“!
Nächster wichtiger Punkt: Es wurde hier schon Verschiedenes über das „Kompetenz-Unwesen“ erzählt, das Österreich oft durchzieht. (Abg. Dr. Rosenkranz: In der Regierung ist es eher ein „Nicht-Kompetenz-Unwesen“!)
Abg. Bucher: Heraus aus der Schublade! Gönnen Sie dem Vorschlag die Freiheit! Heraus damit!
Die Kinderbetreuung etwa liegt in der Kompetenz der Länder. Ich würde schon lange dafür plädieren – und wir haben bereits Gesetzesvorschläge für ein Rahmengesetz in der Schublade –, dass endlich einmal Mindeststandards für ganz Österreich geschaffen werden. (Abg. Bucher: Heraus aus der Schublade! Gönnen Sie dem Vorschlag die Freiheit! Heraus damit!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum haben Sie das in der Schublade und nicht mit?
Wir in Tirol haben zum Beispiel die Möglichkeit, dass Kinder zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahr gratis in den Kindergarten oder in eine Kinderbildungseinrichtung gehen können. In Wien kann das Kind zum Beispiel ganzjährig ganztägig in eine Kinderbildungseinrichtung gehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum haben Sie das in der Schublade und nicht mit?) Aber es ist ganz unterschiedlich. Es ist in ländlichen Gebieten nicht selten, dass Juli/August Sperrzeit für Kindergärten ist. Es ist nicht selten der Fall, dass die Kinder mittags vor verschlossenen Türen stehen – in der Schule und auch im Kindergarten –, und, und, und. (Abg. Bucher: In SPÖ-Gemeinden ist das leider der Fall!)
Abg. Bucher: In SPÖ-Gemeinden ist das leider der Fall!
Wir in Tirol haben zum Beispiel die Möglichkeit, dass Kinder zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahr gratis in den Kindergarten oder in eine Kinderbildungseinrichtung gehen können. In Wien kann das Kind zum Beispiel ganzjährig ganztägig in eine Kinderbildungseinrichtung gehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum haben Sie das in der Schublade und nicht mit?) Aber es ist ganz unterschiedlich. Es ist in ländlichen Gebieten nicht selten, dass Juli/August Sperrzeit für Kindergärten ist. Es ist nicht selten der Fall, dass die Kinder mittags vor verschlossenen Türen stehen – in der Schule und auch im Kindergarten –, und, und, und. (Abg. Bucher: In SPÖ-Gemeinden ist das leider der Fall!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist viel zu tun, aber Sie haben uns an Ihrer Seite. Wir werden nicht aufgeben, und der nächste Schritt erfolgt im Jänner, damit Einkommenstransparenz gelebt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die ÖVP ist wirklich eine Enttäuschung. (Beifall beim BZÖ.) Die ÖVP ist für viele Menschen in diesem Land eine herbe Enttäuschung. Oder glauben Sie ernsthaft, dass Sie die Menschen belügen können und damit durchkommen? (Rufe bei der ÖVP: Hör auf! Na, bitte!)
Rufe bei der ÖVP: Hör auf! Na, bitte!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die ÖVP ist wirklich eine Enttäuschung. (Beifall beim BZÖ.) Die ÖVP ist für viele Menschen in diesem Land eine herbe Enttäuschung. Oder glauben Sie ernsthaft, dass Sie die Menschen belügen können und damit durchkommen? (Rufe bei der ÖVP: Hör auf! Na, bitte!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Josef Pröll hat weiters gesagt: Die Griechenland-Hilfe ist alternativlos. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Heute wissen wir, dass es zur Griechenland-Hilfe sehr wohl eine Alternative gegeben hätte, die uns keine 600 Millionen € – so viel ist es bis dato – gekostet hätte. Wenn wir uns diese 600 Millionen € gespart hätten, dann hätten wir uns auch sämtliche Grauslichkeiten in diesem Budget sparen können. Wen wundert es deshalb, dass die Menschen enttäuscht von der ÖVP sind, wenn sie permanent belogen werden. Deshalb sage ich: Hören Sie damit auf, die Menschen zu belügen!
Abg. Rädler: Na, er nicht!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Abgeordneter, Sie wissen ganz genau, welchen Sprachschatz wir meiden sollten. (Abg. Rädler: Na, er nicht!) – Das Wort „Lüge“ fällt jedenfalls darunter. Sie werden auch mit einer anderen Formulierung durchaus gehört. (Abg. Grosz: Aber es ist die Wahrheit!)
Abg. Grosz: Aber es ist die Wahrheit!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Abgeordneter, Sie wissen ganz genau, welchen Sprachschatz wir meiden sollten. (Abg. Rädler: Na, er nicht!) – Das Wort „Lüge“ fällt jedenfalls darunter. Sie werden auch mit einer anderen Formulierung durchaus gehört. (Abg. Grosz: Aber es ist die Wahrheit!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (fortsetzend): Herr Präsident, ich habe natürlich Verständnis für die Würde dieses Hohen Hauses, nur: Wenn jemand ein Jahr vorher etwas sagt und dann ein Jahr später genau das Gegenteil davon macht, was soll ich dann dazu sagen? Ist das dann die Wahrheit, oder ist es eine Lüge? Das bleibt Ihnen überlassen, wie Sie das bewerten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Weninger: Das BZÖ ... sensationell!
Mich hat vor Kurzem ein Journalist gefragt, warum sich die Opposition so aufregt. Wir könnten uns ja zurücklehnen und uns über diese furchtbare Performance der Regierung freuen. Wir könnten uns darüber freuen, dass die Umfragewerte der Opposition hoch sind, die Regierung sich hingegen in einem Umfragetief befindet. Aber so einfach ist die Welt nicht. (Abg. Weninger: Das BZÖ ... sensationell!) Eines Tages werden auch wir in der Regierung sein. Eines Tages wird auch die Opposition regieren, und bis dorthin wird es, wenn Sie so weitertun, gar nicht mehr so lange dauern. (Ironische Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.
Mich hat vor Kurzem ein Journalist gefragt, warum sich die Opposition so aufregt. Wir könnten uns ja zurücklehnen und uns über diese furchtbare Performance der Regierung freuen. Wir könnten uns darüber freuen, dass die Umfragewerte der Opposition hoch sind, die Regierung sich hingegen in einem Umfragetief befindet. Aber so einfach ist die Welt nicht. (Abg. Weninger: Das BZÖ ... sensationell!) Eines Tages werden auch wir in der Regierung sein. Eines Tages wird auch die Opposition regieren, und bis dorthin wird es, wenn Sie so weitertun, gar nicht mehr so lange dauern. (Ironische Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Genauso das Gesundheitssystem: Das Gesundheitssystem muss endlich von einem Krankheitsverwaltungssystem zu einem tatsächlichen Gesundheitserhaltungssystem umgebaut werden. All diese Dinge tun Sie nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Zentralismus!
Oder auch die Länder: Die Länderkompetenzen machen seit Jahrzehnten Probleme, und wenn wir sie nicht endlich beschneiden, dann werden wir keine positive Zukunft in diesem Lande zusammenbringen. (Abg. Hörl: Zentralismus!) Sie müssen sich deshalb endlich über die großen Brocken der Verwaltungsreform drübertrauen. Wenn ich dann schon die Ausreden höre, Sie hätten keine Zweidrittelmehrheit, dann kann ich Ihnen sagen: Wenn es um die Zweidrittelmehrheit geht – wir geben sie Ihnen! Wir vom BZÖ geben Ihnen die Möglichkeit, mit einer Zweidrittelmehrheit all jene Baustellen anzugehen, die in diesem Land eine Zweidrittelmehrheit brauchen, auch die Länderbaustellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber das muss bis 2013 passieren, sonst ist es zu spät!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Aber das muss bis 2013 passieren, sonst ist es zu spät!
Oder auch die Länder: Die Länderkompetenzen machen seit Jahrzehnten Probleme, und wenn wir sie nicht endlich beschneiden, dann werden wir keine positive Zukunft in diesem Lande zusammenbringen. (Abg. Hörl: Zentralismus!) Sie müssen sich deshalb endlich über die großen Brocken der Verwaltungsreform drübertrauen. Wenn ich dann schon die Ausreden höre, Sie hätten keine Zweidrittelmehrheit, dann kann ich Ihnen sagen: Wenn es um die Zweidrittelmehrheit geht – wir geben sie Ihnen! Wir vom BZÖ geben Ihnen die Möglichkeit, mit einer Zweidrittelmehrheit all jene Baustellen anzugehen, die in diesem Land eine Zweidrittelmehrheit brauchen, auch die Länderbaustellen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber das muss bis 2013 passieren, sonst ist es zu spät!)
Abg. Dr. Rosenkranz: 2013 ist es vorbei!
Also bitte, ergreifen Sie diese einmalige Gelegenheit, denn sie kommt nicht wieder! (Abg. Dr. Rosenkranz: 2013 ist es vorbei!) Wir haben jetzt drei Jahre lang keine Wahlen. In diesen drei Jahren können wir einiges für Österreich bewegen. Deshalb kann ich Sie nur anflehen: Bitte, ergreifen Sie die Gelegenheit! Machen Sie die Reformen, auf die die Österreicher schon Jahrzehnte warten, und setzen wir gemeinsam diesen Schritt für ein besseres Österreich! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Also bitte, ergreifen Sie diese einmalige Gelegenheit, denn sie kommt nicht wieder! (Abg. Dr. Rosenkranz: 2013 ist es vorbei!) Wir haben jetzt drei Jahre lang keine Wahlen. In diesen drei Jahren können wir einiges für Österreich bewegen. Deshalb kann ich Sie nur anflehen: Bitte, ergreifen Sie die Gelegenheit! Machen Sie die Reformen, auf die die Österreicher schon Jahrzehnte warten, und setzen wir gemeinsam diesen Schritt für ein besseres Österreich! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! – Abg. Ursula Haubner: Interpretiert! – Abg. Mag. Stadler: Solche Komplimente macht er nicht! – Abg. Scheibner: Sinnerfassend zuhören!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Frau Staatssekretärin! Herr Kollege Scheibner hat vorher gesagt, dass wir in der ÖVP nur lauter Theoretiker seien. (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! – Abg. Ursula Haubner: Interpretiert! – Abg. Mag. Stadler: Solche Komplimente macht er nicht! – Abg. Scheibner: Sinnerfassend zuhören!) – Sie haben das sehr wohl gesagt! Ich habe das gehört, ich bin da oben gesessen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Also ich kann Ihnen sagen, allein an den unter diesem Tagesordnungspunkt behandelten Themen sind erfolgreiche Unternehmer wie beispielsweise Herr Kollege Hörl, Herr Kollege Obernosterer, Frau Kollegin Fürntrath-Moretti oder Herr Kollege Steindl, der heute schon gesprochen hat, beteiligt gewesen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen aus der Praxis, wie es den Unternehmen geht. Ich selbst komme aus der Steuerberatung, und ich weiß sehr wohl aus der Praxis, wie es den Unternehmen geht. Ich möchte Ihnen sagen, unsere Kollegen hier schaffen mehrere hundert Arbeitsplätze. Ich möchte nur wissen, Herr Kollege Scheibner, wie viele Arbeitsplätze Sie schaffen oder Herr Kollege Lugar, der immer so gescheit redet – wahrscheinlich keinen einzigen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Zurück zur Familienpolitik: Frau Kollegin Musiol hat heute gesagt, wir bedienen mit dem Kinderfreibetrag unsere Klientel. – Frau Kollegin Musiol, ich weiß nicht, wollen Sie sich von den steuerzahlenden Menschen in diesem Land abwenden? Wollen Sie nur mehr für jene Menschen da sein, die keine Lohn- und Einkommensteuer bezahlen? Für diese Menschen tun wir sehr viel – genug –, und ich weiß nicht, woher das Geld kommen soll, wenn wir ständig auf die steuerzahlenden Menschen in diesem Land hinhacken. Sie sagen, den Kinderfreibetrag brauchen wir nicht, den können wir abschaffen. – Gerade für Menschen, die Steuern zahlen, ist er aber gut, weil da Steuern für Familien mit Kindern minimiert werden, und deshalb werden wir ihn auch beibehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist heute schon ein paar Mal gefallen – auch von Ihnen, Frau Kollegin Musiol –, dass den Menschen in Alleinerzieherfamilien oder auch Alleinverdienerfamilien sehr wenig Geld zur Verfügung steht. Ich möchte Ihnen nur sagen, dass beispielsweise seit der Steuerreform 2003/2004 einer Alleinerzieherin oder einer Alleinverdienerfamilie mit beispielsweise drei Kindern – weil Sie das ja auch immer so hervorstreichen, dass diese Familien armutsgefährdet sind – allein aufgrund der Negativsteuer – wenn jemand keine Lohn- und Einkommensteuer bezahlt und Alleinverdiener oder Alleinerzieher ist – zirka 1 000 €, nämlich 999 €, vom Staat an Negativsteuern – nämlich an Steuern, die nicht bezahlt wurden – zurückbezahlt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn das „nichts“ ist, dann, muss ich Ihnen sagen, verhöhnen wir alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die in den Topf einbezahlen, damit wieder etwas verteilt werden kann – weil darauf kommt es nämlich an! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: Millionen, nicht Milliarden! – Abg. Grosz: „2,7 Milliarden Menschen in Österreich zahlen keine Steuern!“ – Rechnen ist schon schwer!
Ich habe heute schon ein paar Mal gehört, wir brauchen eine Steuerreform, wir müssen die Menschen entlasten. Ich möchte noch einmal Folgendes in Erinnerung rufen: Wir haben im Jahr 2009 eine Steuerreform mit einem Volumen von 3,6 Milliarden € auf den Weg gebracht. Allein das Familienpaket hat 510 Millionen € ausgemacht, und weitere 2,3 Milliarden € die Tarifreform, mittels derer wir gerade niedrige und mittlere Einkommen entlastet haben, Menschen, die netto 11 000 € im Jahr verdienen. – Da ist jetzt noch nicht das dabei, was ich vorhin an Transferleistungen genannt habe. 2,7 Milliarden Menschen in Österreich zahlen aufgrund dieser Steuerreform überhaupt keine Steuern. (Rufe beim BZÖ: Millionen, nicht Milliarden! – Abg. Grosz: „2,7 Milliarden Menschen in Österreich zahlen keine Steuern!“ – Rechnen ist schon schwer!)
Abg. Scheibner: Sie haben das beschlossen?! – Wir haben das beschlossen!
Frau Kollegin Musiol, wenn Sie sagen, Herr Präsident Khol hätte gesagt, die Familienpolitik sei gescheitert, dann frage ich mich schon ... Wir sind dabei, die Familienpolitik weiterzuentwickeln. Wir haben das Kinderbetreuungsgeld, das wir 2002 beschlossen haben, weiterentwickelt. (Abg. Scheibner: Sie haben das beschlossen?! – Wir haben das beschlossen!) Es gibt mittlerweile fünf Varianten und sogar eine Pauschalvariante mit 1 000 €, und sogar Frauen, die vorher nichts verdient haben, können jetzt diese 1 000 € für 12 Monate – plus zwei Monate der Partner – bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Musiol, wenn Sie sagen, Herr Präsident Khol hätte gesagt, die Familienpolitik sei gescheitert, dann frage ich mich schon ... Wir sind dabei, die Familienpolitik weiterzuentwickeln. Wir haben das Kinderbetreuungsgeld, das wir 2002 beschlossen haben, weiterentwickelt. (Abg. Scheibner: Sie haben das beschlossen?! – Wir haben das beschlossen!) Es gibt mittlerweile fünf Varianten und sogar eine Pauschalvariante mit 1 000 €, und sogar Frauen, die vorher nichts verdient haben, können jetzt diese 1 000 € für 12 Monate – plus zwei Monate der Partner – bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Abschließend möchte ich noch eines sagen: Zur Familienpolitik gehört viel mehr! Wir haben beispielsweise mit 2005 eine Anrechnung der Kindererziehungszeiten für Frauen eingeführt – für die ersten vier Lebensjahre der Kinder. Das sind im Jahr 2010 1 550 €! Das verdient manche Frau gar nicht, also reden Sie bitte nicht davon, dass wir keine gute Familienpolitik machen. Wir machen eine hervorragende Familienpolitik, und das ist der ÖVP und ihrem Koalitionspartner zu verdanken. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Tamandl, Sie haben vollkommen recht, und wir wissen es auch: Sie von der ÖVP haben einige erfolgreiche Unternehmer in Ihren Reihen. Das ist wahrscheinlich auch genau der Grund dafür, warum kein Einziger von denen jetzt hier ans Rednerpult kommt, um dieses Budget zu verteidigen – denn die erfolgreichen Unternehmer werden diesen Spagat nicht schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Diese Budgetkapitel, in denen es um das Ressort von Minister Mitterlehner geht, kann kein Mensch schönreden. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das sind die Kapitel der Grauslichkeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind die Kapitel, an denen Sie gemessen werden, und da haben Sie kräftig danebengehauen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Diese Budgetkapitel, in denen es um das Ressort von Minister Mitterlehner geht, kann kein Mensch schönreden. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das sind die Kapitel der Grauslichkeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind die Kapitel, an denen Sie gemessen werden, und da haben Sie kräftig danebengehauen! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Lueger: Das sind ja Maßnahmen ...!
Gleichzeitig steigt aber der Sozialetat – Hundstorfer lässt grüßen – um 159 Millionen €. (Abg. Lueger: Das sind ja Maßnahmen ...!) Das heißt also, es findet hier eine Umschichtung von den Familien hin zu anderen Zielgruppen statt. Dieses Ausgabensenkungsprogramm ist also überwiegend ein Sparprogramm zulasten von Familien und Jugend, mit allen Problemen, die sich daraus ergeben: mit den demographischen Auswirkungen, mit den Auswirkungen auf den Inlandskonsum und auf das Wirtschaftswachstum.
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Belastungen, die auf die Familien zukommen, werden Sie diese Sozialamtserfahrung der Frau Staatssekretärin gut gebrauchen können, das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja wieso eigentlich? Vier Tage ist Zeit!
Aber es wäre einmal ein Thema für eine Präsidiale: dass Anfragebeantwortungen bei der Debatte im Plenum noch immer nicht vorliegen, meine sehr geehrten Damen und Herren. – So viel zum Familienbereich. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja wieso eigentlich? Vier Tage ist Zeit!)
Beifall bei der FPÖ.
Aber die Pendlerpauschale haben Sie erhöht. Das ist „super“! Abgesehen davon, dass das bei Weitem nicht ausreicht, um die Mehrbelastung durch die Erhöhung der Mineralölsteuer auch nur annähernd auszugleichen, meine sehr geehrten Damen und Herren, denke ich mir schon, Herr Bundesminister, dass gerade Sie, der Sie aus Oberösterreichs Pendlerbezirk schlechthin kommen, nämlich aus dem Bezirk Rohrbach, ganz genau wissen, dass die meisten Pendler nicht einmal genug verdienen, um überhaupt in den Genuss der Pendlerpauschale zu kommen. Da nützt die ganze Erhöhung nichts! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Redezeit, Herr Präsident!
Aber ich weiß schon, Herr Bundesminister, das Thema Pendler ist für Sie ohnehin ein wunder Punkt, denn den Rohrbacher Pendlern werden Sie nämlich erklären müssen, was aus dem großartig angekündigten Veto gegen die Streichungspläne der Frau Verkehrsminister betreffend den Linzer Westring geworden ist. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit, Herr Präsident!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister Mitterlehner, Ihr Ressort sieht also aus wie ein Christbaum am 6. Jänner: abgeräumt und ausgedörrt – und nicht einmal das billige Lametta hat man Ihnen gelassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Unter lauten Rufen von der Galerie werden Flugzettel ins Plenum geworfen. Außerdem wird versucht, ein Transparent aufzuspannen.
(Unter lauten Rufen von der Galerie werden Flugzettel ins Plenum geworfen. Außerdem wird versucht, ein Transparent aufzuspannen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich begrüße jene Damen und Herren – insbesondere die Jugend – auf der Galerie, die gewohnt sind, sich an eine Hausordnung zu halten. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und demonstrativer Beifall bei den Grünen. – Ruf beim BZÖ: Na hallo! – Abg. Scheibner: In welcher Partei sind Sie denn eigentlich? Sind Sie nicht aus der sozialdemokratischen Fraktion? Stimmen Sie gegen das Budget heute? Das ist ungeheuerlich! Das schauen wir uns an, wie Sie heute beim Budget abstimmen!
Abgeordnete Elisabeth Hakel (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – In einer Demokratie ist freie Meinungsäußerung absolut in Ordnung, und ich verstehe natürlich, dass sich die Jugend Sorgen macht, wie es hier mit der Politik weitergeht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und demonstrativer Beifall bei den Grünen. – Ruf beim BZÖ: Na hallo! – Abg. Scheibner: In welcher Partei sind Sie denn eigentlich? Sind Sie nicht aus der sozialdemokratischen Fraktion? Stimmen Sie gegen das Budget heute? Das ist ungeheuerlich! Das schauen wir uns an, wie Sie heute beim Budget abstimmen!)
Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Aber jetzt komme ich wieder zurück zur Kreativwirtschaft und möchte darauf zu sprechen kommen, dass die Behauptungen der Wirtschaftskammer, dass ein Schritt in die Selbständigkeit aus reiner Freude und freiwillig geschieht, natürlich nicht ... (Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Rädler: Hören Sie auf!
Ich komme darauf zu sprechen, dass die Wirtschaftskammer behauptet, dass der Schritt in die Selbständigkeit aus reiner Freude und freiwillig geschieht. Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht vieler prekär arbeitender Ein-Personen-Unternehmen, Herr Minister. (Abg. Rädler: Hören Sie auf!) Und angesichts dieser Fakten stellt sich die Frage eigentlich kaum mehr, ob man dem Herrn Minister nicht auch die „Gender-Brille“ aufsetzen lässt und über verstärkte Frauenförderung auch im EVOLVE-Programm zur Förderung der Kreativwirtschaft zu diskutieren hat.
Abg. Rädler: Hören Sie auf!
Es ist schon längst an der Zeit, denn auch da geht es um Verteilungsgerechtigkeit, Herr Minister, und man kann darüber nachdenken, gerade im Kreativbereich einmal das Wagnis einzugehen und über den Tellerrand zu blicken: Was braucht die Kreativwirtschaft an Lebensraum? In welchem Umfeld entwickelt sich dieser Sektor? All das ist aber keine klassische Wirtschaftsförderung. Aber Kreativwirtschaft ist auch alles andere als eine klassische Wirtschaftsform. (Abg. Rädler: Hören Sie auf!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie haben heute wirklich den Vogel abgeschossen mit dieser Rede!
Eine längerfristige Entwicklungsperspektive braucht eine längerfristige Förderungssicherheit. Und daher freut es mich auch ganz besonders, dass der Förderungsinitiative EVOLVE der Wirtschaftskammer und des Ministeriums nahezu wöchentlich mehr Budget zugesprochen wird. Spricht das Ministerium noch von veranschlagten 18 Millionen € bis 2013, gibt sich der Bundesminister via Pressemitteilung mit 25 Millionen € großzügig – und darüber freue ich mich sehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie haben heute wirklich den Vogel abgeschossen mit dieser Rede!)
Abg. Hörl: Aha, organisiert war das!
Und für die Damen und Herren auf den Tribünen und an den Bildschirmen: Was für Flugzettel sind denn gekommen? Darauf steht: „Nicht mit uns!“ (Abg. Hörl: Aha, organisiert war das!) Herr Kollege, das wurde heruntergeschmissen, Sie hätten es sich nehmen können, wenn Sie sich dafür interessieren würden, wie es der Jugend geht. (Abg. Hörl: Haben Sie das organisiert? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Haben Sie das organisiert? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und für die Damen und Herren auf den Tribünen und an den Bildschirmen: Was für Flugzettel sind denn gekommen? Darauf steht: „Nicht mit uns!“ (Abg. Hörl: Aha, organisiert war das!) Herr Kollege, das wurde heruntergeschmissen, Sie hätten es sich nehmen können, wenn Sie sich dafür interessieren würden, wie es der Jugend geht. (Abg. Hörl: Haben Sie das organisiert? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das endet mit dem Schlusssatz: „Soziale Ungerechtigkeit lässt sich nicht abschleifen!“ (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber das, was Sie gemacht haben, was Sie, einen Verfassungsbruch riskierend, auf den Tisch geknallt haben, ist genau das Gegenteil. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das wäre der richtige Weg! So kämen wir in einem der wichtigen Zukunftsthemen voran, würden Arbeitsplätze sichern, könnten Energiekosten sparen und würden das Klima schützen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was wir wollen und was wir Ihnen anbieten, sind innovative, mutige und zukunftsweisende Vorschläge. Und ich versichere Ihnen: Wir werden nicht ruhen, wir werden nicht lockerlassen, bis Ihre großkoalitionäre Verkrustung aufbricht. So werden wir dieses Jahr beenden und so werden wir auch in das neue Jahr 2011 starten! (Beifall bei den Grünen.)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hörl. – Bitte. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Rufe beim BZÖ: Freie Rede! Freie Rede!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! (Rufe beim BZÖ: Freie Rede! Freie Rede!) Liebe Kollegen vom BZÖ, ich werde frei reden, natürlich!
Abg. Scheibner: Hier! Schauen, bitte!
Herr Scheibner – er ist wieder nicht im Haus (Abg. Scheibner: Hier! Schauen, bitte!) – und Herr Haider, ich sage Ihnen: Hier steht ein erfolgreicher Tiroler Unternehmer! Ich verantworte mit meinem Team über hundert Mitarbeiter, und ich setze mich ernsthaft mit den Problemen dieses Landes auseinander! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Herr Scheibner – er ist wieder nicht im Haus (Abg. Scheibner: Hier! Schauen, bitte!) – und Herr Haider, ich sage Ihnen: Hier steht ein erfolgreicher Tiroler Unternehmer! Ich verantworte mit meinem Team über hundert Mitarbeiter, und ich setze mich ernsthaft mit den Problemen dieses Landes auseinander! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Scheibner, meine Firmen sind in Tirol und nicht im Ausland; ich wollte Ihnen das nur sagen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Nicht lesen, frei reden!
Als verantwortungsvoller Unternehmer weiß ich natürlich (Abg. Grosz: Nicht lesen, frei reden!), dass am Ende einer solchen Krise, gegen die wir über 6 Milliarden in Form von Konjunkturpaketen eingesetzt haben, von denen wir übrigens eineinhalb Milliarden in die Kärntner Bank gesteckt haben – das ist der halbe Haushalt des Bundeslandes Tirol, was wir nach Kärnten investiert haben (Abg. Grosz: Frei reden, nicht lesen!) –, dass am Ende einer solchen Krise gespart werden muss. Und dieses Budget ist natürlich (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Grosz.)
Abg. Grosz: Frei reden, nicht lesen!
Als verantwortungsvoller Unternehmer weiß ich natürlich (Abg. Grosz: Nicht lesen, frei reden!), dass am Ende einer solchen Krise, gegen die wir über 6 Milliarden in Form von Konjunkturpaketen eingesetzt haben, von denen wir übrigens eineinhalb Milliarden in die Kärntner Bank gesteckt haben – das ist der halbe Haushalt des Bundeslandes Tirol, was wir nach Kärnten investiert haben (Abg. Grosz: Frei reden, nicht lesen!) –, dass am Ende einer solchen Krise gespart werden muss. Und dieses Budget ist natürlich (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Grosz.)
Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Grosz.
Als verantwortungsvoller Unternehmer weiß ich natürlich (Abg. Grosz: Nicht lesen, frei reden!), dass am Ende einer solchen Krise, gegen die wir über 6 Milliarden in Form von Konjunkturpaketen eingesetzt haben, von denen wir übrigens eineinhalb Milliarden in die Kärntner Bank gesteckt haben – das ist der halbe Haushalt des Bundeslandes Tirol, was wir nach Kärnten investiert haben (Abg. Grosz: Frei reden, nicht lesen!) –, dass am Ende einer solchen Krise gespart werden muss. Und dieses Budget ist natürlich (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Grosz.)
Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege, einen Augenblick! (Der Redner spricht unbeirrt weiter.) Herr Kollege, einen Augenblick! (Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall beim BZÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der lebendige Diskurs ... (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner spricht, nach hinten gewandt, mit Abg. Grosz.) Herr Kollege Scheibner, Sie wissen als langjähriger Parlamentarier, dass der Diskurs im Parlament auch von Zwischenrufen lebt, aber wenn sie nur dazu dienen, dass sie nicht einen Beitrag zur Rede, zum Inhalt leisten, sondern dass sie nur stören, dann goutiere ich das nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Er soll nicht vorlesen! – Abg. Grosz: Er soll nicht lesen!)
Abg. Scheibner spricht, nach hinten gewandt, mit Abg. Grosz.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der lebendige Diskurs ... (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner spricht, nach hinten gewandt, mit Abg. Grosz.) Herr Kollege Scheibner, Sie wissen als langjähriger Parlamentarier, dass der Diskurs im Parlament auch von Zwischenrufen lebt, aber wenn sie nur dazu dienen, dass sie nicht einen Beitrag zur Rede, zum Inhalt leisten, sondern dass sie nur stören, dann goutiere ich das nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Er soll nicht vorlesen! – Abg. Grosz: Er soll nicht lesen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er soll nicht vorlesen! – Abg. Grosz: Er soll nicht lesen!
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der lebendige Diskurs ... (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner spricht, nach hinten gewandt, mit Abg. Grosz.) Herr Kollege Scheibner, Sie wissen als langjähriger Parlamentarier, dass der Diskurs im Parlament auch von Zwischenrufen lebt, aber wenn sie nur dazu dienen, dass sie nicht einen Beitrag zur Rede, zum Inhalt leisten, sondern dass sie nur stören, dann goutiere ich das nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Er soll nicht vorlesen! – Abg. Grosz: Er soll nicht lesen!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Das ist nicht ein Beitrag zur politischen Bildung angesichts der jungen Menschen, die hier im Hause sind. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Freie Rede!
Abgeordneter Franz Hörl (fortsetzend): Schauen wir uns allein die Energieabgabenrückvergütung an, gewiss ein schmerzlicher Punkt für die Wirtschaft: Hotels, Seilbahnen werden einiges zu zahlen haben, auch Bäder wird es treffen (Abg. Ing. Westenthaler: Freie Rede!), aber der Herr Bundesminister und wir haben geschaut, dass wir die kleinen Betriebe, die Metzger, die Bäcker, die Greißler, die Pensionen und die Gasthöfe nicht damit belasten. (Rufe beim BZÖ: Freie Rede!) Und von den 100 Millionen €, die hier einzusparen sind, bezahlen die Österreichischen Bundesbahnen, Sozialversicherungen und öffentliche Gebäude die Hälfte.
Rufe beim BZÖ: Freie Rede!
Abgeordneter Franz Hörl (fortsetzend): Schauen wir uns allein die Energieabgabenrückvergütung an, gewiss ein schmerzlicher Punkt für die Wirtschaft: Hotels, Seilbahnen werden einiges zu zahlen haben, auch Bäder wird es treffen (Abg. Ing. Westenthaler: Freie Rede!), aber der Herr Bundesminister und wir haben geschaut, dass wir die kleinen Betriebe, die Metzger, die Bäcker, die Greißler, die Pensionen und die Gasthöfe nicht damit belasten. (Rufe beim BZÖ: Freie Rede!) Und von den 100 Millionen €, die hier einzusparen sind, bezahlen die Österreichischen Bundesbahnen, Sozialversicherungen und öffentliche Gebäude die Hälfte.
Abg. Grosz: Das ist nicht das Weihnachtsevangelium!
Auf der anderen Seite haben wir in diesem Budget über 100 Millionen € für die thermische Sanierung, für die Wirtschaft, für die regionale Wirtschaft. (Abg. Grosz: Das ist nicht das Weihnachtsevangelium!) Ich denke, unter dem Aspekt, dass die Hälfte dieser Einsparungen die öffentliche Hand und die Österreichischen Bundesbahnen zu bezahlen haben, ist dies nicht gar so ein schlechtes Geschäft. Wir haben geschaut, dass die
Abg. Petzner: Hallo! Freie Rede!
Auch bei den Förderungsbanken, bei der aws und bei der ÖHT, kam es zu Kürzungen, wie ich denke, zu verkraftbaren Kürzungen. (Abg. Petzner: Hallo! Freie Rede!) Wir sind auf dem Stand von vor 2008, aber als Unternehmer ist es mir allemal lieber, ich bekomme weniger Förderungen und habe dafür nicht höhere Belastungen zu erdulden.
Abg. Petzner: Vorlesung!
Bei der Österreich Werbung konnte das Budget gehalten werden. Ich denke, gut investiertes Geld: 126 Millionen Nächtigungen, 25 Milliarden € an Umsätzen, die aus diesem Wirtschaftszweig kommen. (Abg. Petzner: Vorlesung!)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Freie Rede!
Wir, die Wirtschaft, leisten unseren Beitrag für dieses Land, für den Standort Österreich, weil wir wissen, dass wir handlungsfähig bleiben müssen. Ich gratuliere Ihnen, Herr Bundesminister, Ihr Teil dieses Budgets ist hervorragend. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Freie Rede!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Rufe beim BZÖ: So ist es!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Wir haben vor Kurzem ein Lehrbeispiel unehrlicher Politik dargestellt bekommen – unehrlicher Politik, indem eine Regierungsfraktion wie die SPÖ, wahrscheinlich mit grüner Allianz, eine Aktion gegen ihre eigene Politik von oben bestellt. Und das ist unehrlich! Das ist unehrlich! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Rufe beim BZÖ: So ist es!)
Abg. List: Wahnsinn!
Ich frage Sie: Was denken sich die Menschen zu Hause vor den Fernsehschirmen? – Die Frau Kollegin Rudas kommt heraus und gibt noch der Kollegin Hakel Anweisungen, was sie zu sagen hat. (Abg. List: Wahnsinn!) Es war wirklich offensichtlich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage: Schämen Sie sich für diese Aktion! Sie ist unehrlich, sie ist unfair und einer Regierungspartei nicht würdig! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich frage Sie: Was denken sich die Menschen zu Hause vor den Fernsehschirmen? – Die Frau Kollegin Rudas kommt heraus und gibt noch der Kollegin Hakel Anweisungen, was sie zu sagen hat. (Abg. List: Wahnsinn!) Es war wirklich offensichtlich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage: Schämen Sie sich für diese Aktion! Sie ist unehrlich, sie ist unfair und einer Regierungspartei nicht würdig! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich frage Sie: Was denken sich die Menschen zu Hause vor den Fernsehschirmen? – Die Frau Kollegin Rudas kommt heraus und gibt noch der Kollegin Hakel Anweisungen, was sie zu sagen hat. (Abg. List: Wahnsinn!) Es war wirklich offensichtlich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage: Schämen Sie sich für diese Aktion! Sie ist unehrlich, sie ist unfair und einer Regierungspartei nicht würdig! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ sowie Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Familienpaket. Sie können es drehen, wenden, abschleifen, abfedern, abrunden, wie Sie wollen: Es ist und bleibt keine substanzielle Veränderung oder Verbesserung. Es ist und bleibt ein Belastungspaket für die Leistungsträger Familie. Die Familien werden schamlos zur Kasse gebeten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich verstehe nicht, dass Sie sich, Frau Staatssekretärin, seit Sie im Amt sind, überhaupt noch nicht geäußert haben beziehungsweise nicht mehr zu diesem Paket äußern. Sie nehmen alles hin, so wie es ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie, Herr Bundesminister, haben ja im Ausschuss gesagt, im Jahr 2005 hatten wir Kosten von 5 Millionen € für die Verwaltung und jetzt, im Jahr 2010, haben wir 14,8 Millionen € nur für die Verwaltung des Kinderbetreuungsgeldes. Das ist ungeheuerlich! Das ist ja Geld, das den Familien genommen wird. Daher hat gerade unsere Forderung, die Zuverdienstgrenze abzuschaffen, eine einfache Verwaltung, eine unabhängige Familienleistung für das Kinderbetreuungsgeld, nach wie vor Bedeutung. Und wir werden diesen Antrag auch wieder einbringen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit diesem Raubzug an den Familien haben die Regierungsparteien, auch bei allen Protesten, die sie sich bestellen, ihre Glaubwürdigkeit verloren, und sie nehmen es nicht ernst mit der Wertschätzung der Familien. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich lade Sie herzlich ein, das heute zu unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner hält ein Plakat mit der Aufschrift „ÖBB privatisieren!“, Abg. Hagen ein Plakat mit der Aufschrift „Bildungssystem reformieren!“ in die Höhe.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Bei allem Verständnis für harte politische Konfrontationen, für das Aufeinanderprallen von Argumenten und Gegenargumenten, aber bei dem, was die Opposition in diesen Tagen zumutet, da geht es längst nicht mehr um die Würde des Hauses, da geht es darum, ob die österreichische Bevölkerung noch länger bereit sein wird, die demokratischen Strukturen zu akzeptieren, angesichts dessen, was hier herinnen mancherorts geboten wird. Wenn da mit Unterstellungen und Zwischenrufen gearbeitet wird, die keinerlei Beitrag dazu leisten, dass das Budget inhaltlich verändert wird, dann bringt uns das keinen Schritt weiter und schadet dem Ansehen der Politik im Ganzen. Ich glaube, das sollte man bei dieser Debatte mit bedenken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner hält ein Plakat mit der Aufschrift „ÖBB privatisieren!“, Abg. Hagen ein Plakat mit der Aufschrift „Bildungssystem reformieren!“ in die Höhe.)
Beifall bei der SPÖ.
rum, die Krise, die wir zu bewältigen haben, zu analysieren, die politischen Instrumente für die Zukunft zu entwickeln, und nicht darum, im Parlament nur Radau zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nicht umsonst sprechen alle Rankings in Europa, was sozialpolitische, arbeitsmarktpolitische und finanzpolitische Faktoren betrifft, von Österreich als Musterland und als Vorzugsschüler. Darauf können wir gemeinsam stolz sein, denn viele dieser Beschlüsse haben wir in diesem Hohen Haus gemeinsam gefasst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ wird diesen Weg der sozialen Gerechtigkeit, der Wohlstandssicherung und der wirtschaftlichen Stärke auch weitergehen. Ich lade alle dazu ein, uns mit konstruktiven Vorschlägen dabei zu begleiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, dürften wir wissen: Gibt es eigentlich eine Staatssekretärin für Familie, oder sitzen Sie nur auf der Regierungsbank? Kriegt sie nur das Gehalt, oder spricht sie auch im Parlament? Ich wollte es nur wissen! Dolce&Gabbana-Einkauf!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mühlberghuber. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, dürften wir wissen: Gibt es eigentlich eine Staatssekretärin für Familie, oder sitzen Sie nur auf der Regierungsbank? Kriegt sie nur das Gehalt, oder spricht sie auch im Parlament? Ich wollte es nur wissen! Dolce&Gabbana-Einkauf!)
Abg. Mag. Stadler: Staatssekretärin für Dolce & Gabbana!
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Der Herr Finanzminister hat bei seiner Budgetrede gesagt, alle müssen einen Beitrag leisten. Er meinte damit, alle Familien müssen einen Beitrag leisten. (Abg. Mag. Stadler: Staatssekretärin für Dolce & Gabbana!) Es ist ja überwiegend ein Sparprogramm zu Lasten der Familien. Die Einsparungen bei den Familien betragen 326 Millionen €, das sind 80,5 Prozent – bitte, 80,5 Prozent! – der gesamten Ausgabenreduktion von 406 Millionen €!
Abg. Weninger: Hier!
Und die SPÖ spricht immer von sozialer Gerechtigkeit. Wo ist die soziale Gerechtigkeit bei der 13. Familienbeihilfe (Abg. Weninger: Hier!), wenn sie nur mehr ein Pauschalbetrag von 100 € für Schüler zwischen sechs und 15 Jahren ist? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und die SPÖ spricht immer von sozialer Gerechtigkeit. Wo ist die soziale Gerechtigkeit bei der 13. Familienbeihilfe (Abg. Weninger: Hier!), wenn sie nur mehr ein Pauschalbetrag von 100 € für Schüler zwischen sechs und 15 Jahren ist? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wo ist die soziale Gerechtigkeit beim Mehrkindzuschlag ab dem dritten Kind, wenn gekürzt wird von 36,40 € auf nur mehr 20 €? – Diese Kürzung des Mehrkindzuschlages ist ein falsches gesellschaftspolitisches Signal. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weninger: Hier!
Und wo ist die soziale Gerechtigkeit beim Pflegegeld? (Abg. Weninger: Hier!) – 80 Prozent der pflegebedürftigen Personen werden von Familienangehörigen gepflegt. Gerade in den ersten beiden Pflegestufen ist der Anteil der pflegenden Familienangehörigen am höchsten. (Abg. Grosz – in Richtung Staatssekretärin Mag. Remler –: Gibt es Sie nur auf der Gehaltsliste? – Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 €!) Diese Leistungen werden vor allem von Töchtern, von Schwiegertöchtern erbracht, die dann meistens auch noch die eigenen Kinder zu betreuen und zu erziehen haben.
Abg. Grosz – in Richtung Staatssekretärin Mag. Remler –: Gibt es Sie nur auf der Gehaltsliste? – Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 €!
Und wo ist die soziale Gerechtigkeit beim Pflegegeld? (Abg. Weninger: Hier!) – 80 Prozent der pflegebedürftigen Personen werden von Familienangehörigen gepflegt. Gerade in den ersten beiden Pflegestufen ist der Anteil der pflegenden Familienangehörigen am höchsten. (Abg. Grosz – in Richtung Staatssekretärin Mag. Remler –: Gibt es Sie nur auf der Gehaltsliste? – Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 €!) Diese Leistungen werden vor allem von Töchtern, von Schwiegertöchtern erbracht, die dann meistens auch noch die eigenen Kinder zu betreuen und zu erziehen haben.
Beifall bei der FPÖ.
Wo ist die soziale Gerechtigkeit bei der Familienbeihilfe für die Studenten, die dann nur mehr bis 24 Jahre gilt und darüber gestrichen wird? – Es betrifft wieder diese Eltern, die ihren Kindern ein Studium finanzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Thematisch ausgeklammert blieb der Bezug österreichischer Familienbeihilfe durch Ausländer. Herr Bundesminister, es wird zum Beispiel eine Familienbeihilfe von 130 € von Österreich in die Slowakei überwiesen. Da die Familienbeihilfe in der Slowakei nur 17,81 € ausmacht – wäre es nicht sinnvoll, die Zahlung aus Österreich zumindest an das Niveau des dortigen Heimatlandes anzupassen? (Beifall bei der FPÖ.) Meine Kollegin Kitzmüller hat dazu auch einen Entschließungsantrag eingebracht.
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt noch zum Thema Kinderbetreuung. Herr Bundesminister, ich habe in einer Tageszeitung ein Interview gefunden. Da sagen Sie – ich zitiere –: „Nicht jeder findet es gut, wenn Mütter arbeiten gehen. Frauen sollten jedenfalls die Wahlmöglichkeit haben.“ Weiters: „In Österreich gibt es nach wie vor sehr viele, die meinen, dass die beste Erziehung daheim bei den Eltern, bei der Mutter stattfindet.“ (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, das freut uns Freiheitliche natürlich sehr, weil wir auch dieser Meinung und dieser Überzeugung sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Waren Sie schon einkaufen bei Dolce & Gabbana, Frau Staatssekretärin? Hatten Sie keine Zeit, Ihre Rede vorzubereiten, weil Sie einkaufen mussten?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Fürntrath-Moretti. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren Sie schon einkaufen bei Dolce & Gabbana, Frau Staatssekretärin? Hatten Sie keine Zeit, Ihre Rede vorzubereiten, weil Sie einkaufen mussten?)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie soll sagen, was sie geleistet hat bisher!
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Sie soll sagen, was sie geleistet hat bisher!) – Herr Abgeordneter Westenthaler, ich glaube, jetzt bin ich am Wort, sonst müssten Sie herauskommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich komme eh schon!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich komme eh schon!
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Sie soll sagen, was sie geleistet hat bisher!) – Herr Abgeordneter Westenthaler, ich glaube, jetzt bin ich am Wort, sonst müssten Sie herauskommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich komme eh schon!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Haider, Sie haben gesagt, es gibt keine Unternehmer in der ÖVP, die hier herauskommen und das Budget verteidigen. – Ich bin eine Unternehmerin und verteidige das Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Nein! Nein!
Herr Haider! Sie haben gesagt, Sie hätten die Antworten auf Ihre Budgetanfragen nicht rechtzeitig bekommen. – Das ist unrichtig. Die Ministerien haben zeitgerecht die Antworten an das Parlament weitergeleitet. (Rufe bei der FPÖ: Nein! Nein!) Diese sind infolge auch zeitgerecht und fristgerecht an die Parlamentarier ergangen. Vielleicht haben Sie sie zu spät gelesen? Das mag ja sein. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Haider! Sie haben gesagt, Sie hätten die Antworten auf Ihre Budgetanfragen nicht rechtzeitig bekommen. – Das ist unrichtig. Die Ministerien haben zeitgerecht die Antworten an das Parlament weitergeleitet. (Rufe bei der FPÖ: Nein! Nein!) Diese sind infolge auch zeitgerecht und fristgerecht an die Parlamentarier ergangen. Vielleicht haben Sie sie zu spät gelesen? Das mag ja sein. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, weil die Kürzung der Familienbeihilfe immer so kritisiert wird: Seien wir froh, dass wir die Familienbeihilfe bis jetzt so lange auszahlen konnten! Aber im Moment haben wir zu wenig Geld im Familienlastenausgleichfonds. Warum ist das so? – Weil 80 Prozent in diesem Fonds von den Unternehmerinnen und Unternehmern aufgebracht werden. Im Moment ist eben nicht so viel Geld da. Da muss man noch einmal den Unternehmerinnen und Unternehmern danke sagen, die uns die Leistungen aus diesem Fonds ermöglichen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage daher: Wir von der ÖVP stehen für Sparen mit Augenmaß, für kluge und zukunftsorientierte Investitionen. Wir stehen für soziale Ausgewogenheit, für Leistung und Fairness und für zukunftsorientierte Politik. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nur kassieren und nicht reden!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Frau Staatssekretärin, vielleicht werden Sie sich ja heute hier noch erklären aufgrund vielfach geäußerter Wünsche der Abgeordneten. Das wäre wahrscheinlich nicht so schlecht, um nicht wieder den Eindruck zu erwecken, dass einzelne Regierungsmitglieder eigentlich nur (Abg. Ing. Westenthaler: Nur kassieren und nicht reden!) – nein, das will ich nicht sagen – in der Form existieren, dass man mehr über das Inserat und das Plakat erfährt als über das, was wirklich passiert. (Abg. Grosz: Und Dolce&Gabbana-Brillen!)
Abg. Grosz: Und Dolce&Gabbana-Brillen!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Frau Staatssekretärin, vielleicht werden Sie sich ja heute hier noch erklären aufgrund vielfach geäußerter Wünsche der Abgeordneten. Das wäre wahrscheinlich nicht so schlecht, um nicht wieder den Eindruck zu erwecken, dass einzelne Regierungsmitglieder eigentlich nur (Abg. Ing. Westenthaler: Nur kassieren und nicht reden!) – nein, das will ich nicht sagen – in der Form existieren, dass man mehr über das Inserat und das Plakat erfährt als über das, was wirklich passiert. (Abg. Grosz: Und Dolce&Gabbana-Brillen!)
Beifall bei den Grünen.
Aber Sie wären ja damit nicht die Einzige. Der Herr Umweltminister zum Beispiel entzieht sich ja jedem Diskurs – dafür schmeißt er Millionen Steuergelder für Inseratenkampagnen hinaus. (Beifall bei den Grünen.) Aber zum effizienten Mitteleinsatz werden wir ja noch kommen.
Beifall bei den Grünen.
Die kommen aber nicht voran. Die kommen nicht in dem Ausmaß voran, wie sie sollten – aber nicht, weil sie es nicht besser wollten, sondern weil sie daran gehindert werden, weil sie in die Pflichtseminare gar nicht mehr hineinkommen. Das ist doch das Problem! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Dann stehen Sie auf der anderen Seite da und sagen: So, jetzt wird gekappt!, und: Wie schaut denn das überhaupt aus?, und „Hotel Mama“ und was man sich da heute noch alles hat anhören müssen. So geht das nicht! Ich halte das für ganz zynisch. Ich bin das von Ihnen gar nicht gewohnt, Herr Bundesminister Mitterlehner. Ich schätze Sie an sich, das wissen Sie. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das geht aber zu weit.
Beifall bei den Grünen.
Man kann sagen, ein paar Dinge sind passiert, wie der Wegfall von Spekulationsfristen – jawohl, das ist sogar eine sehr gute Sache –, aber gemessen am Großen und Ganzen ist es relativ wenig, ja viel zu wenig. Wir haben hier (die entsprechenden Unterlagen vorweisend) Studien allein zur Steuergerechtigkeit und zur Disharmonie der Verteilung in Österreich. Das sind aber nur die Auszüge daraus und die Zusammenfassungen und Empfehlungen, wie wir mehr Steuergerechtigkeit in diesem Land erzeugen könnten, auch vom Wirtschaftsforschungsinstitut. Aber Sie wollen davon nichts wissen! Und genau das ist das Problem der ÖVP: Sie haben mit Gerechtigkeit nichts am Hut! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nach dem Prinzip dürfte es überhaupt keine Mehrwertsteuer mehr geben, meine Damen und Herren von der ÖVP, weil alle haben schon Einkommensteuer gezahlt. Und wenn sich Frau Fuhrmann eine Wurstsemmel kaufen geht, muss sie trotzdem wieder Mehrwertsteuer zahlen. (Beifall bei den Grünen.) Das ist doch ganz normal und regulär.
Widerspruch bei der ÖVP
Sie haben ja überhaupt keine Ahnung! Sie haben sich ideologisch völlig verrannt, weil Sie in Wahrheit die Schutzpatrone der Superreichen sind (Widerspruch bei der ÖVP) und bei den Familien, entgegen dem Ruf, den Sie sich gerne umhängen, kürzen wollen. Das geht sich nicht aus – Gerechtigkeit und Innovation schauen anders aus!
Beifall bei den Grünen.
Halten Sie sich an unsere Vorgaben, und stimmen Sie unseren Anträgen zu! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Die Ansichten und die Meinungen (Zwischenruf des Abg. Petzner) – ja, Herr Kollege, du bist dann eh nach mir dran – sind natürlich unterschiedlich hinsichtlich dessen, wie man ein Budget konsolidieren kann, soll und muss. Und wenn wir alle 183 Abgeordneten hier im Hohen Haus fragen würden, wo sie denn den Hebel ansetzen würden, hätten wir wahrscheinlich 183 verschiedene Meinungen. Tatsache ist, dass ein zusätzliches Verteilen natürlich wesentlich angenehmer ist, als einzusparen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, seitens der SPÖ und ÖVP wollen wir, was Investitionen betrifft, für die Zukunft noch wesentlich mehr ausarbeiten. Wir wollen mit umweltwirksamen Bauinvestitionen den Wirtschaftsstandort Österreich, unsere Umwelt und somit auch unsere heimische Kaufkraft stärken und sichern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben erfolgreich entgegengesteuert, was die Finanz- und Wirtschaftskrise angeht, und wir werden dieses notwendige Budget zur Sanierung auch beschließen, weil wir bereits ab 2012 wieder mehr an Investitionen in unsere Strukturen, in unser Land tätigen wollen. Mit dieser Bundesregierung, mit diesen beiden Regierungsparteien und den für Wirtschaft verantwortlichen Bundesminister Reinhold Mitterlehner wird uns das auch gelingen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie können schon einläuten! Es gibt keine einzige Wortmeldung der Frau Staatssekretärin!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Petzner. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie können schon einläuten! Es gibt keine einzige Wortmeldung der Frau Staatssekretärin!)
Der Redner hält einen Laptop mit einem Foto von Staatssekretärin Mag. Remler, auf dem diese eine Brille trägt, in die Höhe. – Abg. Silhavy: Geh bitte! Das ist letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Und vor allem Frau Staatssekretärin Remler! (Diese geht gerade zu ihrem Platz.) Vielleicht können auch Sie sich auf die Regierungsbank begeben. Sie sind ja als Familienstaatssekretärin eigentlich zuständig für das Kapitel, das wir hier heute diskutieren, und es ist erstaunlich, dass Sie sich bisher noch nicht zu Wort gemeldet haben zu diesem wichtigen Thema. Es ist aber schon klar, dass durch die Dolce&Gabbana-Brille, die Sie heute tragen, die Familienpolitik ganz anders ausschaut, als sie tatsächlich ist. (Der Redner hält einen Laptop mit einem Foto von Staatssekretärin Mag. Remler, auf dem diese eine Brille trägt, in die Höhe. – Abg. Silhavy: Geh bitte! Das ist letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Sie, Frau Staatssekretärin Remler, sind keine Familienstaatssekretärin, für die Familien und Kinder dieses Landes, sondern Sie sind eine Staatssekretärin für Dolce & Gabbana – und sonst gar nichts! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Ist das ein Anzug von der Stange, Herr Petzner? – Weitere Zwischenrufe.
Das ist eine Schande für die einstige Familienpartei ÖVP, meine Damen und Herren: Die teuerste Staatssekretärin mit einem Grundgehalt von 11 000 € – ein Einkommen, das sich so manche Familien nur wünschen könnten. (Abg. Mag. Wurm: Ist das ein Anzug von der Stange, Herr Petzner? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Gaßner: Ausländische?! Ein Wahnsinn!
es schon für eigenartig, dass die SPÖ gemeinsam mit den Grünen Demonstranten gegen ihr eigenes Budget organisiert und auf der Tribüne platziert und dass noch dazu auch noch sehr viele ausländische Studierende dabei waren, die unseren heimischen Studenten den Platz versitzen. (Abg. Mag. Gaßner: Ausländische?! Ein Wahnsinn!) Damit haben Sie gezeigt, was Sie im Bereich der Uni-Politik, der Studentenpolitik wirklich für Ziele verfolgen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Woher wissen Sie, dass das ausländische waren?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Woher wissen Sie, dass das ausländische waren?
es schon für eigenartig, dass die SPÖ gemeinsam mit den Grünen Demonstranten gegen ihr eigenes Budget organisiert und auf der Tribüne platziert und dass noch dazu auch noch sehr viele ausländische Studierende dabei waren, die unseren heimischen Studenten den Platz versitzen. (Abg. Mag. Gaßner: Ausländische?! Ein Wahnsinn!) Damit haben Sie gezeigt, was Sie im Bereich der Uni-Politik, der Studentenpolitik wirklich für Ziele verfolgen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Woher wissen Sie, dass das ausländische waren?)
Ruf bei der SPÖ: Völlig niveaulos!
Unserer Ansicht nach ist es, wenn man zum Beispiel an die Belastungen für die Familien mit Kindern denkt – Frau Staatssekretärin für Dolce & Gabbana (Ruf bei der SPÖ: Völlig niveaulos!), vielleicht sagen Sie noch etwas dazu –, wenn man an die Belastungen für die Pendler und die Pflegebedürftigen denkt, wenn man an die Belastungen für die Pensionisten denkt, kein Bundesgesetz über die Bewilligung des Bundesvoranschlages für das Jahr 2011, wie es im Titel heißt, sondern dann muss der Titel dieses Gesetzes anders lauten.
Abg. Hagenhofer: Wie war das mit der Hypo Alpe-Adria?
Das ist es nämlich, was Sie hier heute vorlegen! Es ist kein Bundesvoranschlag, es ist ein Belastungspaket für die Österreicherinnen und Österreicher, die die Verfehlungen Ihrer Politik ausbaden müssen. (Abg. Hagenhofer: Wie war das mit der Hypo Alpe-Adria?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kickl: Geh, hör auf! Das ist ja peinlich!
men Sie das zur Kenntnis, meine Damen und Herren von der SPÖ, meine Damen und Herren von der ÖVP! Nehmen Sie das zur Kenntnis, Frau Staatssekretärin für Dolce & Gabbana! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kickl: Geh, hör auf! Das ist ja peinlich!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte hier in aller Deutlichkeit feststellen, dass sowohl die Zwischenrufe des Kollegen Westenthaler gegenüber der neuen Staatssekretärin als auch die Rede, die Kollege Petzner jetzt gehalten hat, unfair, frauenfeindlich und hier im Haus deplatziert sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Riepl: Jetzt spricht der Vorbestrafte!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Westenthaler, bitte. (Abg. Riepl: Jetzt spricht der Vorbestrafte!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Zunächst einmal, Herr Klubobmann Cap – das wissen Sie genauso gut wie ich –, das war keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Sie haben keinen Antrag eingebracht. Sie wissen also nicht einmal, wie die Geschäftsordnung zu handhaben ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber ich repliziere gerne, Herr Klubobmann Cap. Ich halte es für ungeheuerlich, dass den Familien das Geld aus der Tasche gezogen wird, die sich nicht einmal mehr das Heizen leisten können, und hier eine Familienstaatssekretärin sitzt, die es nicht der Mühe wert findet, sich hier zu Wort zu melden, aber als Staatssekretärin monatlich 15 000 € kassiert. Das ist der Skandal! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist erst die Einleitung, Herr Präsident!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege! Ich finde es schon eigenartig, dem Kollegen Cap vorzuwerfen, dass er nicht zur Geschäftsbehandlung gesprochen hat, und Sie tun das Gleiche. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist erst die Einleitung, Herr Präsident!) Das ist erst die Einleitung? – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Was war das mit der Brille? Das ist ja unfassbar!)
Abg. Dr. Cap: Was war das mit der Brille? Das ist ja unfassbar!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege! Ich finde es schon eigenartig, dem Kollegen Cap vorzuwerfen, dass er nicht zur Geschäftsbehandlung gesprochen hat, und Sie tun das Gleiche. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist erst die Einleitung, Herr Präsident!) Das ist erst die Einleitung? – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Was war das mit der Brille? Das ist ja unfassbar!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (fortsetzend): Das ist erst die Einleitung, Herr Präsident, denn ich fordere die Staatssekretärin hiermit auf, sich doch hier zu äußern. Denn das ist Ihr Beruf, Frau Staatssekretärin, sich von der Regierungsbank auch hier zu äußern und Ihre Meinung zu den Kürzungen im Familienbereich, die ein Skandal sind, hier auch kundzutun. Wir protestieren dagegen auf das Schärfste! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir erleben jetzt nicht nur in diesen drei Tagen, sondern eigentlich schon viel länger ein wirklich unflätiges Verhalten von Abgeordneten, insbesondere des BZÖ (Beifall bei ÖVP und SPÖ), mit unqualifizierten Zwischenrufen, jetzt auch mit einer wirklich absolut ins Persönliche gehenden Rede gegen die Frau Staatssekretärin durch den Abgeordneten Petzner.
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr solltet euch schämen, dass ihr den Familien das Geld wegnehmt!
Meine Damen und Herren vom BZÖ, ihr solltet euch wirklich schämen! (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr solltet euch schämen, dass ihr den Familien das Geld wegnehmt!) Ihr
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
würdigt dieses Parlament in einer Art und Weise herab, und ihr seid die Hauptverantwortlichen dafür, dass die Menschen draußen vor diesem Parlament keinen Respekt mehr haben können. Ihr seid die Verantwortlichen dafür! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung ÖVP –: Raubritter der Familien!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Abgeordneter Kickl, bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung ÖVP –: Raubritter der Familien!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bussi, Bussi! – Abg. Petzner: Geh bitte!
Aber ich sage einmal so: Das eine ist die inhaltliche Debatte, die wir führen – auch in aller Härte und in aller Konsequenz –, das andere ist das, was das BZÖ hier in einer unglaublich peinlichen Art und Weise aufzuführen versucht (Abg. Ing. Westenthaler: Bussi, Bussi! – Abg. Petzner: Geh bitte!), wo sich jemand, der selbst in Designer-Klamotten gehüllt ist, da herstellt und irgendeine Brille kritisiert. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.) Das hat mit einer Budgetkritik überhaupt gar nichts zu tun.
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Aber ich sage einmal so: Das eine ist die inhaltliche Debatte, die wir führen – auch in aller Härte und in aller Konsequenz –, das andere ist das, was das BZÖ hier in einer unglaublich peinlichen Art und Weise aufzuführen versucht (Abg. Ing. Westenthaler: Bussi, Bussi! – Abg. Petzner: Geh bitte!), wo sich jemand, der selbst in Designer-Klamotten gehüllt ist, da herstellt und irgendeine Brille kritisiert. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.) Das hat mit einer Budgetkritik überhaupt gar nichts zu tun.
Abg. Ing. Westenthaler: Schoßhund der Regierung!
Ich schau mir nur den Fuhrpark der BZÖ-Abgeordneten da vorm Haus an (Abg. Ing. Westenthaler: Schoßhund der Regierung!) und dann weiß ich: Da ist kein einziger Mittelklassewagen dabei, sondern da stehen nur Luxuslimousinen. Fangt einmal bei euch selber an! Das hat nichts mit einer Budgetkritik zu tun. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Ich schau mir nur den Fuhrpark der BZÖ-Abgeordneten da vorm Haus an (Abg. Ing. Westenthaler: Schoßhund der Regierung!) und dann weiß ich: Da ist kein einziger Mittelklassewagen dabei, sondern da stehen nur Luxuslimousinen. Fangt einmal bei euch selber an! Das hat nichts mit einer Budgetkritik zu tun. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Rufe beim BZÖ: Bravo FPÖ! ...führer der Nation ... über Stilfragen!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig-Piesczek, bitte. (Rufe beim BZÖ: Bravo FPÖ! ...führer der Nation ... über Stilfragen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Frau Oberlehrerin!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Liebe Kollegen vom BZÖ, könnt ihr einmal zuhören? Das wäre wirklich hilfreich, wenn ihr einfach einmal zuhört und nicht dreinredet! (Abg. Ing. Westenthaler: Frau Oberlehrerin!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: ...15 000 € Schmerzensgeld!
Allerdings: Die Kritik und die Art, wie sie hier vorgetragen wird, zielt sehr stark auf die Tatsache, dass Sie offensichtlich als Frau dieses Amt antreten. Das finde ich dermaßen niederschmetternd, dass Sie (in Richtung BZÖ) nicht fähig sind, Ihre Kritik sachlich vorzutragen, sondern ausschließlich ins Aggressive verfallen, wenn es um Frauen geht. Arbeiten Sie bitte ein bisschen an Ihrem Stil! – Danke. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: ...15 000 € Schmerzensgeld!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Pflichtverteidiger! – Abg. Grosz: Die Frau Staatssekretärin!
Zu Wort gelangt Herr Bundesminister Dr. Mitterlehner. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Pflichtverteidiger! – Abg. Grosz: Die Frau Staatssekretärin!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So wie Sie das Parlament ...!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist eigentlich, was das Auftreten anbelangt, schon alles gesagt worden. Ich finde es auch disqualifizierend, wenn man da mit dem iPad herausgeht und vorher schon diese Zwischenrufe mit der Brille macht. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So wie Sie das Parlament ...!)
Abg. Mag. Stadler: Man sollte keine Fremdwörter verwenden, wenn man sie nicht ...!
Das ist für alle Beteiligten und vor allem für die Zuschauer ausgesprochen unangenehm. Und zum Zweiten ist es auch unangenehm, wenn Sie glauben, Sie können mit Zurufen die Redezeiten oder Ähnliches indoktrinieren. (Abg. Mag. Stadler: Man sollte keine Fremdwörter verwenden, wenn man sie nicht ...!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wann denn? Sie traut sich ja gar nicht!
Wir haben gemeinsam vereinbart, dass das Budget, das ich im Wesentlichen mit Christine Marek verhandelt habe, auch von uns vertreten wird. Die Frau Staatssekretärin wird genügend Zeit haben, ihre Positionen – es gibt viel zu tun in diesem Bereich – auch entsprechend im Parlament darzustellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wann denn? Sie traut sich ja gar nicht!) Jetzt, wo die Redezeit noch 2 Minuten beträgt, zu sagen, sie soll eine inhaltliche Stellungnahme grundsätzlicher Natur einbringen, finde ich einigermaßen befremdlich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie kann es auch außerhalb der Fernsehzeit machen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie kann es auch außerhalb der Fernsehzeit machen!
Wir haben gemeinsam vereinbart, dass das Budget, das ich im Wesentlichen mit Christine Marek verhandelt habe, auch von uns vertreten wird. Die Frau Staatssekretärin wird genügend Zeit haben, ihre Positionen – es gibt viel zu tun in diesem Bereich – auch entsprechend im Parlament darzustellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wann denn? Sie traut sich ja gar nicht!) Jetzt, wo die Redezeit noch 2 Minuten beträgt, zu sagen, sie soll eine inhaltliche Stellungnahme grundsätzlicher Natur einbringen, finde ich einigermaßen befremdlich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie kann es auch außerhalb der Fernsehzeit machen!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Nächste ist die Insultierung. Das ist eine Sache, die man in der Form auch beurteilen können wird. Aber dass jemand – nämlich aus Ihren Reihen – dann noch hergeht und jenen gratuliert, finde ich auch nicht sehr angebracht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum zweiten Punkt in dem Zusammenhang – und das ist eine entscheidendere Frage. Herr Haider und andere haben gesagt: Wo waren Sie, als das verhandelt worden ist? – Ich sage Ihnen, wo ich war: dabei! Und zwar aus einem ganz eindeutigen Grund: Wenn wir im Familienlastenausgleichsfonds nichts getan hätten, hätten wir im Jahr 2014 6 Milliarden € Schulden. Und daher gilt es, Gegenmaßnahmen in vertretbarer Form festzulegen. Daher haben wir nicht irgendjemanden gefährdet, sondern wir haben die Zukunft gesichert. Das gilt es festzustellen, und nichts anderes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
in einem Stil, der sachgerecht ist und mit Emotionen und so weiter wenig zu tun hat. Das bringt uns sicherlich nicht weiter. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt muss das Budget wieder konsolidiert werden. Diese Sonderaktionen werden, wie gesagt, wieder zurückgenommen. Die Energieabgabenrückführung tut natürlich der Dienstleistungsbranche sehr, sehr weh. Sie wurde aber auch erst vor einigen Jahren eingeführt. Was uns aber sehr, sehr hilft – und gerade der Tourismus ist ja eine starke Branche, die wahnsinnig viel investiert –, ist, dass die Streichung der Kreditgebühr endlich durchgezogen wird. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Wenn man die Marktstudie anschaut, sieht man, warum die Gäste so gerne nach Österreich kommen und warum Österreich als Tourismusland international so positiv positioniert ist: erstens weil wir so tüchtige Unternehmer und Mitarbeiter in der Tourismusbranche haben, zweitens aufgrund der schönen Hotels und der guten Infrastruktur. Wir haben eine wunderschöne Landschaft, aber die Touristen kommen auch deshalb so gerne nach Österreich, weil Österreich so ein sicheres Land ist (Beifall bei der ÖVP), weil man sich hier wohlfühlt, weil man sich sicher fühlt. Wenn jemand krank wird, wird er hier medizinisch versorgt. Das heißt, wenn er nach Österreich fährt, fühlt er sich in allen Belangen einfach sicher.
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe diese Diskussion in den letzten Tagen beobachtet und muss sagen: Ich muss daran zweifeln, wenn ich die Worte gewisser Abgeordneter höre. Ich möchte daher nur sagen: Wir leben in einem guten Land. Seien wir stolz, dass wir in diesem Land leben können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen, dass wir zu den sichersten, zu den saubersten Ländern gehören. Wir wissen, dass wir die besten Pensionssysteme und den höchsten Arbeitsmarktanteil haben. Machen wir uns das nicht kaputt! Bleiben wir bei der Sache und arbeiten wir für Österreich, damit wir weiterhin in diesem Land so leben können wie bis jetzt! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Wirtschaftsminister Mitterlehner hat heute bei seiner Rede hier die unterschiedlichen Familienförderungen kritisiert. Ich glaube, dass es ihm als Oberösterreicher schon ein bisserl wehtut, dass wir in Kärnten 0,1 Prozent des BIP für Familienförderungen ausgeben, Oberösterreich aber nur 0,03 Prozent des BIP ausgibt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Auch in Kärnten sind die Zahlen nicht gut, aber wir sind auf dem Weg der Konsolidierung schon wesentlich weiter als diese Bundesländer. Ich bitte Sie einfach, das einmal zu akzeptieren und nicht immer wieder „untertänig“ Kärnten schlechtzumachen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Obernosterer: Die AWS!
Gabriel Obernosterer sagte vom Rednerpult aus, die Österreichische Hotel- und Tourismusbank hat mehr bekommen. Richtig ist, 2007 hat die ÖHT 35 Millionen € bekommen, 2010 nur mehr 25,8 Millionen €, und von 2010 auf 2011 wird das noch einmal um 1 Million € gekürzt. (Abg. Obernosterer: Die AWS!) – Du hast gesagt, die ÖHT bekommt weniger Geld!
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, der richtige Weg muss sein, dass wir für die 188 000 Menschen, die im Tourismus arbeiten, ein Zeichen setzen, dass wir wenigstens die vorhandenen Leistungen lassen und nicht weiter kürzen und so den Tourismus nicht abwürgen, sondern ihn fördern und international betrachtet konkurrenzfähig halten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz – in Richtung Staatssekretärin Mag. Remler –: Es gibt keine Redezeitbeschränkung nach der Fernsehzeit!
ment an alle Beteiligten in der Regierung, dass wir als Gewerkschaften und als Arbeitnehmer diese Möglichkeit hatten! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz – in Richtung Staatssekretärin Mag. Remler –: Es gibt keine Redezeitbeschränkung nach der Fernsehzeit!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Hakel.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste und ZuseherInnen zu Hause! Ich finde es schon ein bisschen eigenartig, dass hier bei manchen Panik auftaucht, wenn sich junge Menschen engagieren. Ich denke: Seien wir doch froh, wenn sie sich engagieren und in die Politik einbringen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Hakel.) Es wäre auch eine Möglichkeit, dass wir ihnen zuhören und sie einbinden. (Ruf beim BZÖ: Hausordnung!)
Ruf beim BZÖ: Hausordnung!
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste und ZuseherInnen zu Hause! Ich finde es schon ein bisschen eigenartig, dass hier bei manchen Panik auftaucht, wenn sich junge Menschen engagieren. Ich denke: Seien wir doch froh, wenn sie sich engagieren und in die Politik einbringen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Hakel.) Es wäre auch eine Möglichkeit, dass wir ihnen zuhören und sie einbinden. (Ruf beim BZÖ: Hausordnung!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie jetzt die Hausordnung und die Würde des Hauses ansprechen, wundere ich mich schon, dass man diese Aktionen infrage stellt – bei all dem, was hier gerade abgegangen ist. (Beifall bei den Grünen.) Ich freue mich, dass die Jugendlichen immer noch dageblieben sind. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wenn Sie jetzt die Hausordnung und die Würde des Hauses ansprechen, wundere ich mich schon, dass man diese Aktionen infrage stellt – bei all dem, was hier gerade abgegangen ist. (Beifall bei den Grünen.) Ich freue mich, dass die Jugendlichen immer noch dageblieben sind. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Amon: Aber in jedem Ausschusslokal!
Ich möchte eingangs auch erwähnen – da das der vorvorletzte Tag meiner 30 Tage ist, in denen ich kein Plastik kaufe –, dass hier (auf das Rednerpult weisend) sowie auf der Regierungsbank Gläser und Glasflaschen stehen. Das ist sonst im Haus leider nicht durchgängig der Fall. (Abg. Amon: Aber in jedem Ausschusslokal!) Das ist vielleicht auch etwas, woran wir arbeiten könnten.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Ich denke, es ist offensichtlich, dass diese Regelung bisher nicht funktioniert hat. Die Konsequenz daraus, dass es nicht funktioniert hat, kann aber nicht sein, dass man sie gleich abschafft, sondern ich denke, dann braucht es halt bessere Regelungen. Ich glaube nicht, dass es der richtige Weg ist, das in die Länder zu verlagern. Wir wissen ja, wie auf Landesebene und auch vonseiten der Bürgermeister immer wieder dem Druck der Industrie nachgegeben wird. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Wir sehen ja die Konsequenzen! Es breitet sich immer weiter aus.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Ich denke, das ist auch keine gute Basis für Ihre Energiestrategie, auf die ich als Nächstes zu sprechen komme. Ich habe gesagt, das verursacht alles mehr Energie. Wenn Sie Energie sparen wollen, dann ist Raumordnung das Erste, wo man ansetzen muss. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Herr Wirtschaftsminister, ich möchte Sie auch warnen, denn ich sehe überhaupt nicht ein, dass die Verschmutzung aus Umweltgeldern bezahlt wird. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie es wollen, dann reservieren Sie Geld in Ihrem Budget dafür, denn Umweltmittel sind das sicher keine. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Herr Wirtschaftsminister, ich möchte Sie auch warnen, denn ich sehe überhaupt nicht ein, dass die Verschmutzung aus Umweltgeldern bezahlt wird. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie es wollen, dann reservieren Sie Geld in Ihrem Budget dafür, denn Umweltmittel sind das sicher keine. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch daran wird ziemlich klar, dass Österreich ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium braucht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich glaube, jetzt kommt gleich die Rede der Frau Staatssekretärin!
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich glaube, jetzt kommt gleich die Rede der Frau Staatssekretärin!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Nur Mut, Frau Staatssekretärin!
Kollege Linder, ich bin sehr überrascht und finde es sehr gewagt, dass Sie Oberösterreich mit Kärnten vergleichen. Ich darf daran erinnern: Oberösterreich hat bis zum Jahr 2010 ausgeglichene Budgets erstellt und hat keine Schulden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Nur Mut, Frau Staatssekretärin!)
Abg. Mag. Kogler: Zuhören will gelernt sein!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin im Gegensatz zu Frau Kollegin Brunner sehr froh, dass es zusätzliche Mittel für die thermische Sanierung gibt, nämlich 100 Millionen € ab dem Jahr 2011 aus den Budgets der Minister Mitterlehner und Berlakovich. (Abg. Mag. Kogler: Zuhören will gelernt sein!) Sie werden die thermische Sanierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden zusätzlich fördern. Daraus ergibt sich natürlich ein hoher Mehrfachnutzen. Ich führe hier nur die steigende Wohnqualität, die niedrigeren Betriebskosten für jeden Einzelnen, die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen, die Reduktion des Energieverbrauchs und die Senkung der CO2-Emissionen an.
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, als Bürgermeister in der Klima- und Energiemodellregion Steyr-Kirchdorf freue ich mich besonders auf diese Mittel, weil sie uns im Bestreben unterstützen, Energie einzusparen. Sehr geehrte Damen und Herren! Die Mittel für die thermische Sanierung sind Beweis dafür, dass dieses Budget auch wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vornimmt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Weg! Nicht da! Schon nach Hause gegangen!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zunächst einmal: Wo ist die Frau Kollegin Glawischnig? (Abg. Ing. Westenthaler: Weg! Nicht da! Schon nach Hause gegangen!) Ich sage Ihnen in aller Form – und jeder, der mich kennt, weiß es –, dass ich Frauen und Männer gleich behandle, und zwar auch dann, wenn ich mit ihnen politisch debattiere. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zunächst einmal: Wo ist die Frau Kollegin Glawischnig? (Abg. Ing. Westenthaler: Weg! Nicht da! Schon nach Hause gegangen!) Ich sage Ihnen in aller Form – und jeder, der mich kennt, weiß es –, dass ich Frauen und Männer gleich behandle, und zwar auch dann, wenn ich mit ihnen politisch debattiere. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Schönpass: Meinungsfreiheit gibt es aber schon!
Mit der Feminismuskeule braucht mir keiner in diesem Haus zu kommen, kein Einziger! Ich mache da keinen Unterschied. Und glauben Sie mir: Ich mache auch keinen Unterschied, wenn es darum geht, ob eine Staatssekretärin eine gute Wahl oder eine schlechte Wahl war, und es ist mir da völlig wurscht, welches Geschlecht der betreffende Staatssekretär/die betreffende Staatssekretärin hat. Das möchte ich vorausschicken. (Abg. Schönpass: Meinungsfreiheit gibt es aber schon!)
Beifall beim BZÖ.
Natürlich gibt es Meinungsfreiheit! Sie sollten nur nicht mit falschen Argumenten daherkommen. Die Feminismuskeule auszupacken, nur weil eine Staatssekretärin, eine mit 15 000 € hoch bezahlte Staatssekretärin nicht in der Lage ist, zur Familienpolitik auch nur eine Silbe zu verlieren, während man gleichzeitig die Familien belastet, das halte ich für ein starkes Stück! Und da kommt man dann mit der Feminismuskeule daher. Bei mir nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Das war auch nicht in Ordnung!
Es war Frau Präsidentin Prammer, die in der Debatte anlässlich der Vorstellung der Staatssekretärin behauptet hat – tatsachenwidrig –, es gebe eine Usance, wir hätten Staatssekretärinnen quasi zu schonen. Wir haben Ihnen nachgewiesen, dass die Sozialisten bereits bei der Präsentation der Frau Bundesminister Sickl eine Dringliche gemacht haben. Da hat auch niemand von Feminismus gesprochen, meine Damen und Herren, Hohes Haus. (Abg. Amon: Das war auch nicht in Ordnung!) Also kommen Sie mir nicht mit dieser Feminismuskeule daher, Sie verfängt nicht! Sie haben eine falsche Wahl getroffen! Culpa in eligendo!
Beifall beim BZÖ.
Aber dafür haften Sie, meine Damen und Herren! Dass Sie eine Staatssekretärin haben, die in freier Rede keine fünf geraden Sätze herausbringt, ist nicht mein, sondern Ihr Problem. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Sie bekommt Schweigegeld!
Das außerdem just in einer Zeit, in der niemand so belastet wird wie die Familien und damit die Zukunft. Ich sage es Ihnen zum wiederholten Mal: Die Familien sind die Zukunft dieses Landes – und genau bei dieser Zukunft schneidet Ihr Bankenminister am tiefsten hinein, und die Staatssekretärin, die dafür bezahlt wird, die Interessen der Familien zu wahren, bringt keine Silbe heraus, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Sie bekommt Schweigegeld!)
Beifall beim BZÖ.
Dann kommt der Sittenwächter des Hauses, der arbiter elegantiarum daher, Herr Kollege Kopf, und erklärt uns etwas über die „Würde des Hauses“. – Die Würde der Familien, der armen Familien, der kinderreichen Familien, die hat er nicht im Kopf, wenn er heute von der Würde des Hauses spricht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wissen Sie, wenn man sich als Sittenwächter geriert, aber selbst im Glashaus sitzt, dann sollte man zumindest in der eigenen Fraktion dafür sorgen, dass die Würde des Hauses gewahrt bleibt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Regierungsmannequin!
Mir geht es jedoch nicht um die Würde des Hauses! Das hält ein jeder aus! Dafür bekommen Sie genug Schmerzensgeld. Sie übrigens auch, Frau Staatssekretärin! 15 000 € sind genug Schmerzensgeld für Sie. (Abg. Ing. Westenthaler: Regierungsmannequin!)
Beifall beim BZÖ.
Mir geht es um die Würde der Familien, um die Würde der armen, kinderreichen Familien, meine Damen und Herren! Um diese Würde geht es uns, meine Damen und Herren, Herr Präsident! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
So, nun aber zum Nächsten, der sich heute als Sittenwächter aufspielt. Der Generalsekretär der FPÖ, der Generalsekretär für politische Stubenreinheit, der Generalsekretär für politische Stilfragen kommt heraus und springt der ÖVP bei. Das lässt auch tief blicken, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie (in Richtung FPÖ) haben auch nicht die Würde der Familie im Auge! Anstatt sich bei der ÖVP anzubiedern, wäre es gescheiter, Sie würden sich um die Familien kümmern, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir darauf warten, bis die FPÖ die Familien vertritt, können wir lange warten. Die FPÖ nutzt die erste Gelegenheit, sich der ÖVP anzudienen; das haben wir heute bei der Rede des Herrn Generalsekretärs Kickl gesehen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das ist eine Schande – und das haben die Familien schön langsam satt. Den österreichischen Familien, den österreichischen Müttern und Vätern hängen Politiker zum Hals heraus, die sich Kinder auf Plakatflächen nur als Beiwerk ausleihen, meine Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist nicht die Familienpolitik der Österreichischen Volkspartei, die Sie ständig propagieren. Die ÖVP ist als Familienpartei abgetreten, und zwar ganz erbärmlich abgetreten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Regierungsmannequin!
Die ÖVP ist eine Bankenpartei geworden, ist eine Lobbyistenpartei geworden, ist eine Funktionärskasten-Partei geworden, und Ihre Staatssekretärin Remler ist das beste Beispiel dafür! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Regierungsmannequin!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben eine angenehmere Stimme!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Ich habe das zweifelhafte Glück, wieder einmal nach Kollegen Ewald Stadler reden zu dürfen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben eine angenehmere Stimme!) Die Klubobmänner der anderen Parteien haben ihr Urteil zum Verhalten der Abgeordneten des BZÖ sehr treffend ausgedrückt, geholfen hat es nichts. (Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 € für Schweigen auf der Regierungsbank sind schon recht üppig! – Abg. Mag. Kogler: Schreien ist auch nicht das Wahre!)
Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 € für Schweigen auf der Regierungsbank sind schon recht üppig! – Abg. Mag. Kogler: Schreien ist auch nicht das Wahre!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Ich habe das zweifelhafte Glück, wieder einmal nach Kollegen Ewald Stadler reden zu dürfen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben eine angenehmere Stimme!) Die Klubobmänner der anderen Parteien haben ihr Urteil zum Verhalten der Abgeordneten des BZÖ sehr treffend ausgedrückt, geholfen hat es nichts. (Abg. Ing. Westenthaler: 15 000 € für Schweigen auf der Regierungsbank sind schon recht üppig! – Abg. Mag. Kogler: Schreien ist auch nicht das Wahre!)
Beifall bei der ÖVP.
Gott sei Dank ist die Fernsehzeit bald vorüber, und dann wird wahrscheinlich auch in Ihren Reihen wieder Ruhe einkehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie ist einfach zu feig, um etwas zu sagen!
Ich möchte nun aber zum Thema kommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie ist einfach zu feig, um etwas zu sagen!) Ein Problem, das wir eigentlich weltweit und auch in Österreich haben, ist, dass die städtischen Räume immer mehr boomen, immer mehr wachsen, die ländlichen Räume dagegen eher an Wachstum und Bevölkerung verlieren. Das gibt es in Österreich zwar in abgeschwächter Form, aber eben doch auch. Wir verlieren Arbeitsplätze, Wertschöpfung im ländlichen Raum. In der Folge – wir haben das in den letzten Tagen in den Medien öfters präsentiert bekommen – können die Gemeinden ihre Infrastruktur nicht mehr wirklich aufrechterhalten.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Es wird letztlich notwendig sein, dass wir auch einen gerechten Finanzausgleich zustande bringen. Es ist meiner Meinung nach absolut nicht einzusehen, warum ein Einwohner in der Stadt mehr wert sein soll als einer am Land. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
In dem Zusammenhang hoffe ich, dass wir mit diesen vier Offensivmaßnahmen in Zukunft nachhaltiges Wachstum auch im ländlichen Raum sichern können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weninger: Lernen Sie Geschichte!
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Vielleicht noch ein paar Worte zu den Ausführungen von Herrn Weninger, der in seiner Rede vorhin Wirtschafts- und Familienprogramme aus den siebziger Jahren gewürdigt hat. Da muss ich wirklich lachen. Dass man die Ära Kreisky heranzieht für eine zukunftsträchtige Programmatik, das ist an Lächerlichkeit ja wirklich nicht zu überbieten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weninger: Lernen Sie Geschichte!)
Beifall bei der FPÖ.
Speziell für die ÖVP, Vizekanzler Pröll, euren Bundesparteiobmann: Josef Pröll, „der entzauberte Hoffnungsträger“. Als „politischer Wunderwuzzi“ entsprungen, „als Bettvorleger“ seines Onkels – Landeshauptmann Pröll – „gelandet“. – Mehr kann man dem nicht hinzufügen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Es geht nicht darum, Kinder zu bekommen und sie sofort in irgendwelche Kinderbetreuungseinrichtungen abzuschieben. Entwickeln Sie endlich ein attraktives Steuermodell wie das des Familiensteuersplittings der Freiheitlichen Partei, das letztendlich bedeutet: mehr Kinder, weniger Steuern. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das wäre nur gerecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht nicht darum, Kinder zu bekommen und sie sofort in irgendwelche Kinderbetreuungseinrichtungen abzuschieben. Entwickeln Sie endlich ein attraktives Steuermodell wie das des Familiensteuersplittings der Freiheitlichen Partei, das letztendlich bedeutet: mehr Kinder, weniger Steuern. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das wäre nur gerecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschlusssatz: Das Budget mit diesen fatalen Einschnitten bei Familien- und Jugendleistungen entspringt einer Rasenmähermethode bei den Einsparungen. Dabei wird die FPÖ sicher niemals mitziehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister Mitterlehner, Sie waren Sekretär der Wirtschaftskammer. Ich denke mir, da müssen in Zukunft mehr Impulse Ihrerseits kommen. Sie sind doch jemand, der für die Lehrlinge eintritt, zumindest habe ich mir das gedacht. Deswegen müssen wir in Zukunft die KMUs entlasten, die Klein- und Mittelbetriebe stärken, damit wieder mehr Lehrlinge aufgenommen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Ein wichtiger Punkt ist, dass die Bundesregierung zahlreiche überbetriebliche Lehrwerkstätten geschaffen hat. Natürlich ist mir jeder Jugendliche in einer Lehrwerkstätte wichtig. Es werden damit jedoch Lehrlinge zweiter Klasse geschaffen, und das wissen Sie ganz genau. Wenn ich mir die Ausbildungsentschädigung – es ist ja keine Lehrlingsentschädigung, sondern eine Ausbildungsbeihilfe – anschaue, so verdienen die Lehrlinge im ersten und im zweiten Lehrjahr 240 €. Jetzt erklären Sie mir, wie jemand mit 240 € über die Runden kommt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Ich war selbst einmal Lehrling, deswegen sage ich Ihnen das hier klipp und klar. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Ein wichtiger Punkt ist, dass die Bundesregierung zahlreiche überbetriebliche Lehrwerkstätten geschaffen hat. Natürlich ist mir jeder Jugendliche in einer Lehrwerkstätte wichtig. Es werden damit jedoch Lehrlinge zweiter Klasse geschaffen, und das wissen Sie ganz genau. Wenn ich mir die Ausbildungsentschädigung – es ist ja keine Lehrlingsentschädigung, sondern eine Ausbildungsbeihilfe – anschaue, so verdienen die Lehrlinge im ersten und im zweiten Lehrjahr 240 €. Jetzt erklären Sie mir, wie jemand mit 240 € über die Runden kommt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Ich war selbst einmal Lehrling, deswegen sage ich Ihnen das hier klipp und klar. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall beim BZÖ.
Und ich sage Ihnen noch etwas in aller Deutlichkeit und in aller Klarheit: Es werden hier Lehrlinge zweiter Klasse geschaffen! Wenn ich mir dagegen die ÖBB anschaue, bei denen ein Lehrling im dritten Lehrjahr bis zu 1 300 € verdient, weil sie sonst keine Lehrlinge mehr finden, so ist das ein Skandal, wenn Sie mich fragen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Weiters gehört die Attraktivität der Lehrberufe im Tourismus massiv gestärkt, denn in diesem Bereich haben wir mehr offene Lehrstellen, für die sich keine Jugendlichen mehr finden, die wir dort unterbringen könnten. Ich habe mir auch die anderen Branchen und die Zahlen des Burgenlands und Oberösterreichs vom November angesehen: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es dort mehr Lehrstellensuchende und weniger offene Lehrstellen. Wir müssen also danach trachten, noch mehr Jugendliche auf den Arbeitsmarkt zu bringen und für sie einen Arbeitsplatz zu finden. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wichtig für Österreich ist, dass wir die Jugend stärken, dass wir die Lehrlinge stärken. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Und das ist mir wichtig. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wichtig für Österreich ist, dass wir die Jugend stärken, dass wir die Lehrlinge stärken. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Und das ist mir wichtig. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir können uns nicht vorstellen, dass wir diese zusätzlichen Overheads überall bezahlen wollen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Schenk –: Wie viele Kinder haben Sie? – Ruf bei der SPÖ: Sie müssen sich ... entschuldigen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Schenk. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Schenk –: Wie viele Kinder haben Sie? – Ruf bei der SPÖ: Sie müssen sich ... entschuldigen!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Budget ist unsozial, ungerecht und familienfeindlich. Ich glaube, mit diesen drei Eigenschaften kann man das Budget kurz und bündig zusammenfassen. Das ist wahrlich kein Grund, stolz darauf zu sein, denn nahezu jede Österreicherin und jeder Österreicher ist von diesen Sparmaßnahmen betroffen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall des Abg. Bucher. – Abg. Strache: Außer Bucher klatscht niemand! Die Live-Übertragung ist vorbei!
Die Regierung ist da anscheinend beratungsresistent, denn sie hat weder Vorschläge des Rechnungshofs betreffend die Einsparung bei der Verwaltungsreform noch Vorschläge von den Oppositionsparteien, im Besonderen von unserer Fraktion – über 900 Anträge liegen unbehandelt in den Ausschüssen – aufgegriffen. Das ist evident. Ganz besonders betroffen von den Einsparungen und den Sparmaßnahmen sind die Familien, sind die Leistungsträger in unserem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall des Abg. Bucher. – Abg. Strache: Außer Bucher klatscht niemand! Die Live-Übertragung ist vorbei!)
Beifall beim BZÖ.
„Mit dem Überalterungsprozess in Österreich und den wenigen Kindern, die es bei uns gibt, sind unsere Sozialsysteme von alleine nicht mehr tragfähig (...) Wir müssen realistisch in die Zukunft blicken.“ – Das ist ein Zitat Ihres Außenministers! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Seit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes im Jahr 2002 wurde dieses nicht evaluiert. Der Kinderabsetzbetrag, die Familienbeihilfe und das Pflegegeld erfuhren eine einmalige Erhöhung. Das macht aber bei Weitem den Wertverlust nicht wett: 18 Prozent Wertverlust beim Kinderbetreuungsgeld, 13 Prozent Wertverlust bei der Familienbeihilfe – und das trotz Einführung der 13. Familienbeihilfe, die nun ja partiell dem Sparwahn zum Opfer gefallen ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte um Ihre Zustimmung und danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir schenken es der Staatssekretärin! – Abg. Grosz: Wir sind ja nicht mehr in der Fernsehübertragung! – Abg. Mag. Stadler: Es zählt die Geschäftsordnung, Herr Präsident!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jetzt noch zwei Redner der Fraktion des BZÖ, die sich zu Wort gemeldet haben, aber Ihre gesamte Redezeit für diesen Tagesordnungspunkt – die in der Präsidiale vereinbart wurde – ist zur Gänze konsumiert, sodass keine Restredezeit mehr übrig ist, und daher kann ich Sie gemäß allen Vereinbarungen nicht aufrufen. Es tut mir leid, aber das ist die Vereinbarung. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir schenken es der Staatssekretärin! – Abg. Grosz: Wir sind ja nicht mehr in der Fernsehübertragung! – Abg. Mag. Stadler: Es zählt die Geschäftsordnung, Herr Präsident!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Es ist für den ganzen Tag für unsere Fraktion eine Redezeit von 84 Minuten vereinbart: in der Fernsehzeit 41 Minuten, und jetzt haben wir noch 43 Minuten zur Verfügung. Genau um das geht es: Wenn man jetzt außerhalb der Fernsehzeit, zu welchem Kapitel auch immer, spricht, so ist das in die Gesamtredezeit einzurechnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!)
Ruf beim BZÖ: Es geht ja doch, Herr Präsident!
Dann rufe ich Herrn Abgeordneten Grosz auf. Wie viele Minuten soll ich Ihnen einstellen? – 3 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Ruf beim BZÖ: Es geht ja doch, Herr Präsident!)
Abg. Ing. Westenthaler: Seit sie 15 000 € kriegt!
Sie können jetzt 20, 30, 40 Minuten reden! – Und, Frau Staatssekretärin, das wollen wir auch von Ihnen, denn wie lange sind Sie jetzt Staatssekretärin? Eineinhalb, zwei Monate? (Staatssekretärin Mag. Remler: Nein!) Wenn Sie nicht einmal das wissen, dann wird es sehr gefährlich. (Abg. Ing. Westenthaler: Seit sie 15 000 € kriegt!) Sie sind
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich nehme an, Sie haben sich schon in einigen sündteuren Broschüren Ihres Ministeriums verewigt. Ich gehe auch davon aus, dass Sie sich schon einen Dienstwagen angeschafft haben und dass bei den sieben, acht Mitarbeitern auch der Chauffeur mit eingerechnet ist. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Mag. Stadler: Wären!
Das heißt, Sie, Frau Staatssekretärin, sind seit zirka zwei Monaten auf volle Regimentskosten beigeordnetes Hilfsorgan – laut Verfassung – eines Bundesministers und sind (Abg. Mag. Stadler: Wären!) für die Familien in diesem Land zuständig – und wenn mich jetzt nicht alles täuscht, verhandeln wir jetzt gerade in dieser Untergruppe 25 Familie und Jugend. Da werden wir ja wohl gnädigerweise, nachdem es so viel Aufregung der ÖVP zum Niveau gegeben hat, von Ihnen verlangen können, dass Sie sich bei diesem Kapitel endlich im Hohen Haus auch erklären und zu Wort melden! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das heißt, Sie, Frau Staatssekretärin, sind seit zirka zwei Monaten auf volle Regimentskosten beigeordnetes Hilfsorgan – laut Verfassung – eines Bundesministers und sind (Abg. Mag. Stadler: Wären!) für die Familien in diesem Land zuständig – und wenn mich jetzt nicht alles täuscht, verhandeln wir jetzt gerade in dieser Untergruppe 25 Familie und Jugend. Da werden wir ja wohl gnädigerweise, nachdem es so viel Aufregung der ÖVP zum Niveau gegeben hat, von Ihnen verlangen können, dass Sie sich bei diesem Kapitel endlich im Hohen Haus auch erklären und zu Wort melden! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Schleimspur!
Da helfen auch die netten Aktionen des Herrn Abgeordneten Strache nichts, der sagt: Nein, nein, Sie sind ja eh so arm!, und dieses Schleppentragen, das Sie gegenüber der Regierung tun, und auch die verzweifelten Rufe von SPÖ und ÖVP helfen nichts. (Abg. Mag. Stadler: Schleimspur!) Das, was wir in einem gelebten Parlamentarismus wollen, ist, dass Sie sich beim Kapitel Familie, wo es um tiefe Einschnitte in dem Land geht und auch um die Zukunft aller künftigen Generationen, endlich zu Wort melden und Ihre Politik diesem Haus erklären! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Primitivität kann man nicht lernen, die hat man!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Primitivität kann man nicht lernen, die hat man!
Da helfen auch die netten Aktionen des Herrn Abgeordneten Strache nichts, der sagt: Nein, nein, Sie sind ja eh so arm!, und dieses Schleppentragen, das Sie gegenüber der Regierung tun, und auch die verzweifelten Rufe von SPÖ und ÖVP helfen nichts. (Abg. Mag. Stadler: Schleimspur!) Das, was wir in einem gelebten Parlamentarismus wollen, ist, dass Sie sich beim Kapitel Familie, wo es um tiefe Einschnitte in dem Land geht und auch um die Zukunft aller künftigen Generationen, endlich zu Wort melden und Ihre Politik diesem Haus erklären! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Primitivität kann man nicht lernen, die hat man!)
Rufe beim BZÖ: FlyNiki!
Denn Sie und Ihre Politik, Sie gefährden die Zukunft! Ich versuche, es für die ÖVP zu erklären: Sie geben ja immer vor, der Landwirtschaft besonders affin zu sein. (Rufe beim BZÖ: FlyNiki!) Was macht ein Altbauer, wenn er seinen Hof übergibt? – Er übergibt seinen Hof ordentlich an eine nachfolgende Generation.
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Was aber machen Sie? – Sie sind kein Totengräber, sondern Sie brennen den Hof gleich nieder, damit ja für die künftigen Generationen nichts mehr zur Verfügung steht. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Sie belasten flächendeckend in allen Bereichen: Mineralölsteuer, Pendlerpauschale, Sie belasten in der Gesundheit, Sie belasten bei den Behinderten – anstatt dass Sie endlich hergehen und dieses Jahr 2009/2010, diese Wirtschaftskrise dazu nutzen, am Scheideweg einen anderen Weg einzuschlagen, nämlich endlich eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform zu starten, sodass wir in Zukunft Österreich leistbarer gestalten, dass wir es als sicheren Standort mit einer hohen Lebensqualität in Zukunft erhalten. Das machen Sie nicht. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Was aber machen Sie? – Sie sind kein Totengräber, sondern Sie brennen den Hof gleich nieder, damit ja für die künftigen Generationen nichts mehr zur Verfügung steht. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Sie belasten flächendeckend in allen Bereichen: Mineralölsteuer, Pendlerpauschale, Sie belasten in der Gesundheit, Sie belasten bei den Behinderten – anstatt dass Sie endlich hergehen und dieses Jahr 2009/2010, diese Wirtschaftskrise dazu nutzen, am Scheideweg einen anderen Weg einzuschlagen, nämlich endlich eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform zu starten, sodass wir in Zukunft Österreich leistbarer gestalten, dass wir es als sicheren Standort mit einer hohen Lebensqualität in Zukunft erhalten. Das machen Sie nicht. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Amon: Wer war es denn?
Mich erinnert Ihre politische Aktion – und ich zitiere, Herr Präsident – an ein Zitat eines weststeirischen ÖVP-Bürgermeisters (Abg. Amon: Wer war es denn?), der gemeint hat: Wissen Sie, wie die ÖVP ist? Zuerst schneiden sie dir die Gurgel durch und dann sagen sie: wird schon aufhören zu bluten!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Finden Sie das lustig auch noch? – Ruf bei der SPÖ: Wer ist eigentlich der Sachwalter des Herrn Grosz?
Frau Staatssekretärin, ich ersuche Sie jetzt wirklich eindringlich – Sie haben jetzt freie Redezeit –, sich endlich zum Familienkapitel, zum Jugendkapitel, zu diesem Budgetkapitel zu äußern. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Finden Sie das lustig auch noch? – Ruf bei der SPÖ: Wer ist eigentlich der Sachwalter des Herrn Grosz?)
Abg. Markowitz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Eine Minute!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner in dieser Debatte ist Herr Abgeordneter Markowitz zu seinem zweiten Redebeitrag zu Wort gemeldet. Wie viel Zeit soll ich Ihnen einstellen? (Abg. Markowitz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Eine Minute!) 1 Minute Redezeit ist eingestellt. – Bitte.
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das war extrem dringlich!
Vielen Dank! – Und ich freue mich über die Zustimmung. (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das war extrem dringlich!)
Ruf beim BZÖ: Jetzt kommt die Frau Staatssekretärin, oder? – Abg. Ing. Westenthaler: Treten Sie gleich wieder zurück! – Weitere Rufe beim BZÖ: Werden Sie Geschäftsführerin bei Dolce & Gabbana! – Das für 15 000 €! Unfassbar!
Die Beratungen zu diesem Themenbereich sind somit erledigt. (Ruf beim BZÖ: Jetzt kommt die Frau Staatssekretärin, oder? – Abg. Ing. Westenthaler: Treten Sie gleich wieder zurück! – Weitere Rufe beim BZÖ: Werden Sie Geschäftsführerin bei Dolce & Gabbana! – Das für 15 000 €! Unfassbar!)
Abg. Strache: Man muss sie nicht persönlich beleidigen!
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Es ist ja noch immer ihre freie Entscheidung, ob sie reden will oder nicht. Das steht ihr frei. Ich persönlich hätte mir auch gewünscht, dass sie etwas zu Familie und Jugend sagt. (Abg. Strache: Man muss sie nicht persönlich beleidigen!) Das ist richtig. Ja, man muss sich auch im Ton ... (Zwischenruf beim BZÖ.) Bussi, Bussi muss man nicht machen, aber wie gesagt, gewünscht hätten wir es uns. (Abg. Mag. Stadler: Schleimspur! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Es ist ja noch immer ihre freie Entscheidung, ob sie reden will oder nicht. Das steht ihr frei. Ich persönlich hätte mir auch gewünscht, dass sie etwas zu Familie und Jugend sagt. (Abg. Strache: Man muss sie nicht persönlich beleidigen!) Das ist richtig. Ja, man muss sich auch im Ton ... (Zwischenruf beim BZÖ.) Bussi, Bussi muss man nicht machen, aber wie gesagt, gewünscht hätten wir es uns. (Abg. Mag. Stadler: Schleimspur! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Schleimspur! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Es ist ja noch immer ihre freie Entscheidung, ob sie reden will oder nicht. Das steht ihr frei. Ich persönlich hätte mir auch gewünscht, dass sie etwas zu Familie und Jugend sagt. (Abg. Strache: Man muss sie nicht persönlich beleidigen!) Das ist richtig. Ja, man muss sich auch im Ton ... (Zwischenruf beim BZÖ.) Bussi, Bussi muss man nicht machen, aber wie gesagt, gewünscht hätten wir es uns. (Abg. Mag. Stadler: Schleimspur! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Ruf beim BZÖ: So ist es!
Ich erspare mir heute, weil die Debatte jetzt schon drei Tage lang läuft, das Vorlesen dieser ganzen fürstlich-gräflichen Stiftungen, dieser Industriebetriebe, die Hunderttausende an Euro kassieren, während die kleinen Bauern auf der Strecke bleiben. Ich frage mich auch Folgendes – und das frage ich auch den Landwirtschaftsminister –: Alle wissen mittlerweile, dass 4 000 oder 5 000 Bauern heuer keine AMA-Förderungen ausbezahlt bekommen haben. Mich würde interessieren, ob ein Großbetrieb darunter ist, der diese Förderung auch nicht ausbezahlt bekommen hat. Wir können uns das nicht vorstellen. Das betrifft nur die kleinen Bauern, die werden nicht ausbezahlt. Kein einziger Industrie- und Handelsbetrieb, keine einzige Landwirtschaftskammer hat diese Förderung heuer nicht erhalten. Alles in diesem Bereich ist ausbezahlt worden, aber den Bauern wird nichts ausbezahlt. Das verstehen wir nicht. (Ruf beim BZÖ: So ist es!)
Abg. Mag. Brunner: Null!
Frau Kollegin Brunner hat heute kritisiert, dass im Umweltbereich – für den auch der Herr Minister Berlakovich zuständig ist – wenig bis gar nichts passiert oder passieren soll. (Abg. Mag. Brunner: Null!) Wir haben uns natürlich die Umweltpolitik des Landwirtschaftsministers angesehen und fanden außer ganzseitigen Inseraten in den Tageszeitungen, Sie erinnern sich (der Redner hält eine Kopie einer Zeitungsseite in die Höhe), in denen er sich selbst Fragen stellt, wenig. (Abg. Grosz: Flugberichte aus Paris!) – Flugberichte, das übrigens auch.
Abg. Grosz: Flugberichte aus Paris!
Frau Kollegin Brunner hat heute kritisiert, dass im Umweltbereich – für den auch der Herr Minister Berlakovich zuständig ist – wenig bis gar nichts passiert oder passieren soll. (Abg. Mag. Brunner: Null!) Wir haben uns natürlich die Umweltpolitik des Landwirtschaftsministers angesehen und fanden außer ganzseitigen Inseraten in den Tageszeitungen, Sie erinnern sich (der Redner hält eine Kopie einer Zeitungsseite in die Höhe), in denen er sich selbst Fragen stellt, wenig. (Abg. Grosz: Flugberichte aus Paris!) – Flugberichte, das übrigens auch.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die Umweltpolitik à la Berlakovich. Dafür wird viel Geld ausgegeben, und in anderen Bereichen fehlt das Geld für sinnvolle Maßnahmen im Umweltbereich. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
der EU, bei ihren Großbetrieben –, dies zu akzeptieren? Herr Kollege Jannach, also seien Sie mir nicht böse, das ist zwar nett, das ist etwas für das Wirtshaus, aber in der Sache selber hilft uns das nicht weiter. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Brunner: Jedes andere europäische Land!
Zum Zweiten, meine Damen und Herren: Dem Minister Untätigkeit in der Umweltpolitik vorzuwerfen, grenzt schon ein bisschen an eine Zumutung. Seien Sie mir nicht böse, Österreich ist das europäische Musterland in der Umweltpolitik. Das sollten Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! Zeigen Sie mir ein zweites Land, wo so viel für nachwachsende Energie, wo so viel im ÖPUL, im Umweltprogramm, gemacht wird wie in Österreich! (Abg. Mag. Brunner: Jedes andere europäische Land!) Zeigen Sie mir ein zweites Land in der Europäischen Union, dann können Sie sich mit uns auf eine sachliche Debatte einigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Zweiten, meine Damen und Herren: Dem Minister Untätigkeit in der Umweltpolitik vorzuwerfen, grenzt schon ein bisschen an eine Zumutung. Seien Sie mir nicht böse, Österreich ist das europäische Musterland in der Umweltpolitik. Das sollten Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! Zeigen Sie mir ein zweites Land, wo so viel für nachwachsende Energie, wo so viel im ÖPUL, im Umweltprogramm, gemacht wird wie in Österreich! (Abg. Mag. Brunner: Jedes andere europäische Land!) Zeigen Sie mir ein zweites Land in der Europäischen Union, dann können Sie sich mit uns auf eine sachliche Debatte einigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja, der Jakob Auer!
Landwirtschaft ist Wirtschaft am Land, hat einmal jemand gesagt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja, der Jakob Auer!) Meine Damen und Herren, dem ist nichts hinzufügen, denn Tatsache ist – und seien wir doch ein bisschen stolz darauf –, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern hervorragend produzieren: umweltgerecht, nachvollziehbar, bei Betriebsgrößen, die im internationalen Wettbewerb Miniaturausführungen sind, die im klimatischen Bereich Nachteile haben und unter sehr strengen – um nicht zu sagen strengsten – Tierschutzbestimmungen beste Qualität erzeugen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Es war bemerkenswert: Im Agrarausschuss – also in der Budgetberatung zum Agrarkapitel – gab es durchaus berechtigte Fragen über bestimmte Größenordnungen bei Schweinemastbetrieben, Zuchtbetrieben in der Steiermark. Da könnte man meinen, das seien riesige Betriebe. Wenn ich aber diese Broschüre hier sehe – 67 500 Stück –, muss ich sagen: Seien wir doch stolz, dass österreichische Firmen das Know-how dorthin liefern. (Der Redner hält eine Broschüre in die Höhe.) Oder in Schottland: 220 Kühe mit einer Milchproduktion von täglich 11 000 Litern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Mit diesem Wettbewerb, meine Damen und Herren, müssen wir täglich in Konkurrenz treten.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Oder: Hier kann man lesen, wie das Agrarbusiness zur Hochtechnologiebranche wird – Brasilien. Die führen uns auf dem Weltmarkt sozusagen an der Nase herum, und wir in Österreich glauben ständig, neue Kontrollen, neue Aufgaben, AGES-Gebühren und weitere Erschwernisse bewältigen zu müssen. Meine Damen und Herren! Das wird nicht möglich sein. Wir haben uns auch dem Wettbewerb zu stellen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Wenn ich dann immer noch vernehmen muss, dass gerade eine Kampagne gefahren wird, dass es ständig heißt, dass die Lebensmittel nicht mehr leistbar wären, obwohl man heute nachweisbar im Schnitt 12 Prozent braucht, dann darf ich einigen in Erinnerung rufen, wie sich die Entwicklung der Verbraucherpreise darstellt: Trinkmilch ist vom Jahr 1983 bis heuer um 6,3 Prozent billiger geworden, Butter um 20 Prozent, Emmentaler um 19,4 Prozent. Wissen Sie, wie sich der Verbraucherpreisindex im gleichen Zeitraum entwickelt hat? – Ein Plus von 37 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja, wer verdient denn? Wer verdient daran? Wer verdient?
Dann immer so zu tun, als ob sich die Produkte der Bauern preislich sozusagen unendlich entwickeln würden, das ist schön langsam eine Zumutung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja, wer verdient denn? Wer verdient daran? Wer verdient?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja sicher!
Rindfleisch oder Schweinefleisch, die Milch –; und jeder weiß, dass die Ausgleichszahlungen nur die Abgeltung eines Teiles dieser Leistungen sind, die die Bauern erbringen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja sicher!) Ich habe kein Verständnis dafür, wenn ständig so getan wird, als würden die Bauern zur Preistreiberei beitragen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Kitzmüller.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Kitzmüller.
Rindfleisch oder Schweinefleisch, die Milch –; und jeder weiß, dass die Ausgleichszahlungen nur die Abgeltung eines Teiles dieser Leistungen sind, die die Bauern erbringen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja sicher!) Ich habe kein Verständnis dafür, wenn ständig so getan wird, als würden die Bauern zur Preistreiberei beitragen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Kitzmüller.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Meine Damen und Herren, wir sollten uns ein wenig darauf besinnen – und ich behaupte, den Bauern steht auch eine faire Chance zu –, Produktionsbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass man auch produzieren kann. Manche meinen ja, man müsste noch schärfere Tierschutzbestimmungen haben. Ja, ich bekenne mich auch zum Tierschutz (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner), aber wer fragt denn, wie es jenen geht – gerade Sie, Frau Kollegin Brunner –, die Tierhaltung zu betreiben haben? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine Damen und Herren, wir sollten uns ein wenig darauf besinnen – und ich behaupte, den Bauern steht auch eine faire Chance zu –, Produktionsbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass man auch produzieren kann. Manche meinen ja, man müsste noch schärfere Tierschutzbestimmungen haben. Ja, ich bekenne mich auch zum Tierschutz (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner), aber wer fragt denn, wie es jenen geht – gerade Sie, Frau Kollegin Brunner –, die Tierhaltung zu betreiben haben? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Vor Kurzem ist eine alte Bäuerin tödlich verunglückt, weil eine Kuh ihr – leider – einen solchen Tritt versetzt hat, dass sie gestorben ist. Das ist dem österreichischen Fernsehen keine Nachricht wert (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), aber die Rettung eines Entenpaars in einem deutschen Teich ist natürlich eine Meldung wert. Da fragt man sich dann, was an Werthaltung bei der Berichterstattung notwendig wäre.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, wirklich nachzudenken, wie Wirtschaft auf dem Lande auch in Zukunft funktionieren könnte. Es ist nicht möglich, weitere Bedingungen, weitere Erschwernisse, weitere Auflagen – Tiergesundheitsdienst, Tierseuchengesetz, Tierseuchenkassa, AGES-Gebühren und so weiter – zu ertragen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist die Grenze in diesem Bereich. Herr Kollege Pirklhuber, schreien Sie nicht so! Helfen Sie mit bei einer konstruktiven Lösung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel!) Das hilft den Bauern und Bäuerinnen, aber nicht das blöde Geschrei, das hier ständig zu hören ist! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Super!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel!
Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, wirklich nachzudenken, wie Wirtschaft auf dem Lande auch in Zukunft funktionieren könnte. Es ist nicht möglich, weitere Bedingungen, weitere Erschwernisse, weitere Auflagen – Tiergesundheitsdienst, Tierseuchengesetz, Tierseuchenkassa, AGES-Gebühren und so weiter – zu ertragen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist die Grenze in diesem Bereich. Herr Kollege Pirklhuber, schreien Sie nicht so! Helfen Sie mit bei einer konstruktiven Lösung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel!) Das hilft den Bauern und Bäuerinnen, aber nicht das blöde Geschrei, das hier ständig zu hören ist! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Super!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Super!
Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, wirklich nachzudenken, wie Wirtschaft auf dem Lande auch in Zukunft funktionieren könnte. Es ist nicht möglich, weitere Bedingungen, weitere Erschwernisse, weitere Auflagen – Tiergesundheitsdienst, Tierseuchengesetz, Tierseuchenkassa, AGES-Gebühren und so weiter – zu ertragen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist die Grenze in diesem Bereich. Herr Kollege Pirklhuber, schreien Sie nicht so! Helfen Sie mit bei einer konstruktiven Lösung! (Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel!) Das hilft den Bauern und Bäuerinnen, aber nicht das blöde Geschrei, das hier ständig zu hören ist! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Super!)
Ruf bei der ÖVP: Seien Sie vorsichtig, was Sie sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Ich werde versuchen, mich jetzt trotzdem auf meine Punkte zu konzentrieren, weil es nicht möglich ist, diese ganze Schizophrenie irgendwie aufzuwerten. (Ruf bei der ÖVP: Seien Sie vorsichtig, was Sie sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn gesagt wird, wir seien Umweltmusterland und wir hätten hohe Tierschutzauflagen, aber es sei nicht möglich, mehr Auflagen zu erteilen, dann wundere ich mich schon. (Abg. Grillitsch: Was glauben Sie überhaupt? Schämen Sie sich! ... Sauerei! – Zwischenrufe des Abg. Amon.)
Abg. Grillitsch: Was glauben Sie überhaupt? Schämen Sie sich! ... Sauerei! – Zwischenrufe des Abg. Amon.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Ich werde versuchen, mich jetzt trotzdem auf meine Punkte zu konzentrieren, weil es nicht möglich ist, diese ganze Schizophrenie irgendwie aufzuwerten. (Ruf bei der ÖVP: Seien Sie vorsichtig, was Sie sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn gesagt wird, wir seien Umweltmusterland und wir hätten hohe Tierschutzauflagen, aber es sei nicht möglich, mehr Auflagen zu erteilen, dann wundere ich mich schon. (Abg. Grillitsch: Was glauben Sie überhaupt? Schämen Sie sich! ... Sauerei! – Zwischenrufe des Abg. Amon.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dass Österreich im Umweltbereich noch halbwegs gut dasteht, sind ausschließlich Verdienste aus der Vergangenheit. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir fallen im Umweltbereich überall zurück: bei der Müllvermeidung, in der Luftverschmutzung und beim Klimaschutz. (Abg. Grillitsch: Was glauben Sie ...?!)
Abg. Grillitsch: Was glauben Sie ...?!
Dass Österreich im Umweltbereich noch halbwegs gut dasteht, sind ausschließlich Verdienste aus der Vergangenheit. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir fallen im Umweltbereich überall zurück: bei der Müllvermeidung, in der Luftverschmutzung und beim Klimaschutz. (Abg. Grillitsch: Was glauben Sie ...?!)
Abg. Grillitsch: Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich!
Jetzt zu sagen, Österreich sei Vorbild im Klimaschutz – obwohl wir Klimaschutzschlusslicht sind, Klimaschutz die Umweltfrage dieses Jahrhunderts ist, und Menschen bereits sterben, weil wir so wirtschaften, wie wir es tun –, ist schon ziemlich ein Hohn, finde ich. (Abg. Grillitsch: Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich!) – Nein! Ich habe es satt, dass jedem, der kritisiert, dass wir nicht mehr Umweltmusterland sind, vorgeworfen wird, quasi Nestbeschmutzer zu sein. (Rufe bei der ÖVP: Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben! Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!) Das lasse ich mir wirklich nicht vorwerfen, weil es
Rufe bei der ÖVP: Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben! Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!
Jetzt zu sagen, Österreich sei Vorbild im Klimaschutz – obwohl wir Klimaschutzschlusslicht sind, Klimaschutz die Umweltfrage dieses Jahrhunderts ist, und Menschen bereits sterben, weil wir so wirtschaften, wie wir es tun –, ist schon ziemlich ein Hohn, finde ich. (Abg. Grillitsch: Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich! Entschuldigen Sie sich!) – Nein! Ich habe es satt, dass jedem, der kritisiert, dass wir nicht mehr Umweltmusterland sind, vorgeworfen wird, quasi Nestbeschmutzer zu sein. (Rufe bei der ÖVP: Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben! Entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!) Das lasse ich mir wirklich nicht vorwerfen, weil es
Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!
mir sicher keinen Spaß macht, wenn ich international auf unsere miserable Umweltbilanz angesprochen werde. (Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!)
Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!
Mein Ziel ist es, dass Österreich wieder Umweltmusterland wird. (Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!) Herr Landwirtschaftsminister, ich fordere von Ihnen, dass Sie endlich etwas tun, damit wir auch wieder dorthin kommen. Wir können uns jetzt gern anschauen, wie das Umweltbudget ausschaut, das schaut nämlich genauso aus, wie auch die Situation ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben nicht einmal ein eigenes Umweltministerium, und das spiegelt sich im Budget auch wider. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: ... nicht in Ordnung! – Abg. Grillitsch: Haben Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mein Ziel ist es, dass Österreich wieder Umweltmusterland wird. (Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!) Herr Landwirtschaftsminister, ich fordere von Ihnen, dass Sie endlich etwas tun, damit wir auch wieder dorthin kommen. Wir können uns jetzt gern anschauen, wie das Umweltbudget ausschaut, das schaut nämlich genauso aus, wie auch die Situation ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben nicht einmal ein eigenes Umweltministerium, und das spiegelt sich im Budget auch wider. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: ... nicht in Ordnung! – Abg. Grillitsch: Haben Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: ... nicht in Ordnung! – Abg. Grillitsch: Haben Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mein Ziel ist es, dass Österreich wieder Umweltmusterland wird. (Ruf bei der ÖVP: Frau Kollegin, entschuldigen Sie sich für das, was Sie gesagt haben!) Herr Landwirtschaftsminister, ich fordere von Ihnen, dass Sie endlich etwas tun, damit wir auch wieder dorthin kommen. Wir können uns jetzt gern anschauen, wie das Umweltbudget ausschaut, das schaut nämlich genauso aus, wie auch die Situation ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben nicht einmal ein eigenes Umweltministerium, und das spiegelt sich im Budget auch wider. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: ... nicht in Ordnung! – Abg. Grillitsch: Haben Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: ... sehr ernster Vorwurf! – Abg. Grillitsch: Wenn Sie Anstand haben, entschuldigen Sie sich! – Ruf beim BZÖ: Geh, Herr Präsident ...!
Ich bin jetzt am Wort! Wir können das nachher gerne ausdiskutieren. (Rufe bei der ÖVP: ... sehr ernster Vorwurf! – Abg. Grillitsch: Wenn Sie Anstand haben, entschuldigen Sie sich! – Ruf beim BZÖ: Geh, Herr Präsident ...!) – Kann ich ausreden, Herr Präsident? (Ruf: Bitte, der Vorwurf ...!)
Ruf: Bitte, der Vorwurf ...!
Ich bin jetzt am Wort! Wir können das nachher gerne ausdiskutieren. (Rufe bei der ÖVP: ... sehr ernster Vorwurf! – Abg. Grillitsch: Wenn Sie Anstand haben, entschuldigen Sie sich! – Ruf beim BZÖ: Geh, Herr Präsident ...!) – Kann ich ausreden, Herr Präsident? (Ruf: Bitte, der Vorwurf ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe genau verfolgt, was Frau Kollegin Brunner gesagt hat. Sie hat niemandem eine Geisteskrankheit vorgeworfen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie hat eine Politikart bezeichnet. (Abg. Grillitsch: Lassen Sie sich das Stenographische Protokoll kommen!) Ich werde mir auch das Protokoll beischaffen, um das noch einmal nachzulesen. Es kann ja auch sein, dass ich es nicht richtig gehört habe. (Abg. Grillitsch: Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie sich das Protokoll beschaffen!)
Abg. Grillitsch: Lassen Sie sich das Stenographische Protokoll kommen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe genau verfolgt, was Frau Kollegin Brunner gesagt hat. Sie hat niemandem eine Geisteskrankheit vorgeworfen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie hat eine Politikart bezeichnet. (Abg. Grillitsch: Lassen Sie sich das Stenographische Protokoll kommen!) Ich werde mir auch das Protokoll beischaffen, um das noch einmal nachzulesen. Es kann ja auch sein, dass ich es nicht richtig gehört habe. (Abg. Grillitsch: Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie sich das Protokoll beschaffen!)
Abg. Grillitsch: Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie sich das Protokoll beschaffen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe genau verfolgt, was Frau Kollegin Brunner gesagt hat. Sie hat niemandem eine Geisteskrankheit vorgeworfen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie hat eine Politikart bezeichnet. (Abg. Grillitsch: Lassen Sie sich das Stenographische Protokoll kommen!) Ich werde mir auch das Protokoll beischaffen, um das noch einmal nachzulesen. Es kann ja auch sein, dass ich es nicht richtig gehört habe. (Abg. Grillitsch: Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie sich das Protokoll beschaffen!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte, auch zur Kenntnis zu nehmen, wenn der eine oder andere Zwischenruf erfolgt, dass das jetzt wirklich wesentlich moderater ist als noch vor einer halben Stunde, und da jetzt nicht zu zimperlich zu sein, sondern einfach fortzusetzen mit der Rede. – Bitte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (fortsetzend): Ich bin gerne jederzeit dazu bereit, die Widersprüche in der Umweltpolitik zu diskutieren, auch mit dem Herrn Minister öffentlich, aber er entzieht beziehungsweise widersetzt sich leider jeder öffentlichen Diskussion. Ich gehe jetzt trotzdem meine Punkte durch, und möchte zuerst einmal auf die Altlastensanierung ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: ... öffentliche Diskussion!) – Ja, es ist öffentlich. Sie können mir jetzt in den Rücken keppeln, aber das wird öffentlich niemand mitkriegen. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das wird eine Freude sein!
Wir können uns gerne einmal treffen, damit wir auch einen Diskurs haben – jederzeit. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: ... öffentliche Diskussion!) – Ja, okay, vielleicht an die Kollegen vom ORF: Der Herr Minister ist gerne bereit, mit mir öffentlich zu diskutieren – dann kann man nämlich auch ein bisschen Argumente austauschen. (Ruf bei der ÖVP: Das wird eine Freude sein!) – Für mich auch, das können Sie mir glauben! (Abg. Grillitsch: Das wird dem Minister eine Freude sein!)
Abg. Grillitsch: Das wird dem Minister eine Freude sein!
Wir können uns gerne einmal treffen, damit wir auch einen Diskurs haben – jederzeit. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: ... öffentliche Diskussion!) – Ja, okay, vielleicht an die Kollegen vom ORF: Der Herr Minister ist gerne bereit, mit mir öffentlich zu diskutieren – dann kann man nämlich auch ein bisschen Argumente austauschen. (Ruf bei der ÖVP: Das wird eine Freude sein!) – Für mich auch, das können Sie mir glauben! (Abg. Grillitsch: Das wird dem Minister eine Freude sein!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
titionen in Klimaschutzprojekte im Ausland – was nichts anderes ist als ein Freikaufen – in der Höhe von 89 Millionen €. Mit diesen 89 Millionen € könnte man auch Klimaschutzmaßnahmen – zum Beispiel – in Österreich machen, um auch die Wertschöpfung bei uns zu behalten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Was für mich aber dem Fass den Boden ausschlägt – und ich habe mir schon mehrmals gedacht in der Umweltpolitik, jetzt kann mich wirklich nichts mehr erschüttern, aber es ist immer wieder möglich (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler) –, das ist der Punkt, dass aus Ihrem Budget, aus dem Umweltbudget, mit dem Umweltschutzmaßnahmen finanziert werden sollen, die Verschmutzung durch die Industrie finanziert wird.
Beifall des Abg. Dr. Pirklhuber. – Ruf bei den Grünen: Das Image hat er eh nicht!
Sie bezahlen den CO2-Ausstoß von – zum Beispiel – einem neuen Gaskraftwerk. Ich frage mich, wie das mit Ihrem Image als Mister Energieautarkie zusammengeht. (Beifall des Abg. Dr. Pirklhuber. – Ruf bei den Grünen: Das Image hat er eh nicht!) – Dem gewollten Image. 93 Millionen € an Steuergeldern zahlen Sie dafür, dass die Industrie CO2 ausstoßen darf – und das bei einer Klimabilanz, die jenseitig ist, und obwohl die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler noch 1 Milliarde € zahlen müssen für die Strafzahlungen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Endlich das Gesetz ändern!
Sie werden sagen, das sei gesetzlich geregelt. Das stimmt. Aber ich an Ihrer Stelle würde aufschreien, so laut ich nur könnte (Abg. Dr. Pirklhuber: Endlich das Gesetz ändern!), damit ich nicht aus dem Umweltbudget Umweltverschmutzung bezahlen müsste. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das widerstrebt jedem. Ich habe vorhin den Herrn Wirtschaftsminister aufgefordert, in seinem Budget, im Wirtschaftsbudget, Mittel dafür vorzusehen, wenn das schon der Fall sein muss. Ich hätte mir erwartet, dass das von Ihnen kommt. Das haben Sie nicht gemacht.
Zwischenruf bei den Grünen.
Sie werden sagen, das sei gesetzlich geregelt. Das stimmt. Aber ich an Ihrer Stelle würde aufschreien, so laut ich nur könnte (Abg. Dr. Pirklhuber: Endlich das Gesetz ändern!), damit ich nicht aus dem Umweltbudget Umweltverschmutzung bezahlen müsste. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das widerstrebt jedem. Ich habe vorhin den Herrn Wirtschaftsminister aufgefordert, in seinem Budget, im Wirtschaftsbudget, Mittel dafür vorzusehen, wenn das schon der Fall sein muss. Ich hätte mir erwartet, dass das von Ihnen kommt. Das haben Sie nicht gemacht.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich werde ganz sicher Initiativen setzen, dass das geändert wird, weil es das nicht sein kann. Das ist eine umweltpolitische Kapitulation, und ich denke, spätestens heute muss jedem klar sein, dass Österreich ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium braucht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich werde ganz sicher Initiativen setzen, dass das geändert wird, weil es das nicht sein kann. Das ist eine umweltpolitische Kapitulation, und ich denke, spätestens heute muss jedem klar sein, dass Österreich ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium braucht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Sie wissen aber schon, dass !
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Gaßner. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Rädler: Sie wissen aber schon, dass !)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Herr Rädler, kann ich jetzt etwas sagen, oder wollen Sie? – Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Auer, eine Frage habe ich jetzt zu deiner einleitenden Aussage, dass die Deutschen nicht mitgehen würden, wenn wir Förderobergrenzen einzögen. Soweit ich weiß, sind Förderobergrenzen durchaus eine nationale Angelegenheit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Das hat zumindest so auch der ehemalige Agrarkommissar Fischer behauptet (Rufe bei der ÖVP: Fischler!) –Fischler –, der gesagt hat, wir hätten in Österreich schon lange diese großen Zahlungen an Betriebe – an Industriebetriebe, an Großgrundbesitzer – kürzen können. (Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!) Also ich glaube, das ist durchaus national möglich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Herr Rädler, kann ich jetzt etwas sagen, oder wollen Sie? – Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Auer, eine Frage habe ich jetzt zu deiner einleitenden Aussage, dass die Deutschen nicht mitgehen würden, wenn wir Förderobergrenzen einzögen. Soweit ich weiß, sind Förderobergrenzen durchaus eine nationale Angelegenheit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Das hat zumindest so auch der ehemalige Agrarkommissar Fischer behauptet (Rufe bei der ÖVP: Fischler!) –Fischler –, der gesagt hat, wir hätten in Österreich schon lange diese großen Zahlungen an Betriebe – an Industriebetriebe, an Großgrundbesitzer – kürzen können. (Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!) Also ich glaube, das ist durchaus national möglich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!)
Rufe bei der ÖVP: Fischler!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Herr Rädler, kann ich jetzt etwas sagen, oder wollen Sie? – Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Auer, eine Frage habe ich jetzt zu deiner einleitenden Aussage, dass die Deutschen nicht mitgehen würden, wenn wir Förderobergrenzen einzögen. Soweit ich weiß, sind Förderobergrenzen durchaus eine nationale Angelegenheit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Das hat zumindest so auch der ehemalige Agrarkommissar Fischer behauptet (Rufe bei der ÖVP: Fischler!) –Fischler –, der gesagt hat, wir hätten in Österreich schon lange diese großen Zahlungen an Betriebe – an Industriebetriebe, an Großgrundbesitzer – kürzen können. (Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!) Also ich glaube, das ist durchaus national möglich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!)
Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Herr Rädler, kann ich jetzt etwas sagen, oder wollen Sie? – Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Auer, eine Frage habe ich jetzt zu deiner einleitenden Aussage, dass die Deutschen nicht mitgehen würden, wenn wir Förderobergrenzen einzögen. Soweit ich weiß, sind Förderobergrenzen durchaus eine nationale Angelegenheit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Das hat zumindest so auch der ehemalige Agrarkommissar Fischer behauptet (Rufe bei der ÖVP: Fischler!) –Fischler –, der gesagt hat, wir hätten in Österreich schon lange diese großen Zahlungen an Betriebe – an Industriebetriebe, an Großgrundbesitzer – kürzen können. (Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!) Also ich glaube, das ist durchaus national möglich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Herr Rädler, kann ich jetzt etwas sagen, oder wollen Sie? – Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Auer, eine Frage habe ich jetzt zu deiner einleitenden Aussage, dass die Deutschen nicht mitgehen würden, wenn wir Förderobergrenzen einzögen. Soweit ich weiß, sind Förderobergrenzen durchaus eine nationale Angelegenheit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Das hat zumindest so auch der ehemalige Agrarkommissar Fischer behauptet (Rufe bei der ÖVP: Fischler!) –Fischler –, der gesagt hat, wir hätten in Österreich schon lange diese großen Zahlungen an Betriebe – an Industriebetriebe, an Großgrundbesitzer – kürzen können. (Abg. Huber: Unterstützen Sie unseren Antrag!) Also ich glaube, das ist durchaus national möglich. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Öllinger: Die ÖVP kann halt nicht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!
Bauernbundes ausgebrochen ist, als das Landwirtschaftsbudget bekannt wurde. Man kann das in der „APA“ nachlesen. Das hat mich ein bisschen zur Vorsicht gemahnt und erhöhte Aufmerksamkeit von mir gefordert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
Man muss nämlich eines bedenken: Zu diesen 2,140 Milliarden € Bundesvoranschlag für die Landwirtschaft kommen ja aus verschiedenen anderen Ressorts noch einige Milliönchen dazu. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Ich sage nur: Exporterstattung, Agrardiesel aus dem Finanzministerium, bäuerliche Sozialversicherung aus dem Sozialministerium; die Hagelversicherung (Abg. Dr. Pirklhuber: Katastrophenschutz!) kommt von den Ländern, vom Finanzausgleich – also eine ganz schöne Latte. Und dazu kommen noch die Förderungen der Länder und der Gemeinden. Diese 2,1 Milliarden € sind ja noch lange nicht alle Förderungen, die hier verbraucht beziehungsweise ausbezahlt werden.
Abg. Dr. Pirklhuber: Katastrophenschutz!
Man muss nämlich eines bedenken: Zu diesen 2,140 Milliarden € Bundesvoranschlag für die Landwirtschaft kommen ja aus verschiedenen anderen Ressorts noch einige Milliönchen dazu. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Ich sage nur: Exporterstattung, Agrardiesel aus dem Finanzministerium, bäuerliche Sozialversicherung aus dem Sozialministerium; die Hagelversicherung (Abg. Dr. Pirklhuber: Katastrophenschutz!) kommt von den Ländern, vom Finanzausgleich – also eine ganz schöne Latte. Und dazu kommen noch die Förderungen der Länder und der Gemeinden. Diese 2,1 Milliarden € sind ja noch lange nicht alle Förderungen, die hier verbraucht beziehungsweise ausbezahlt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Um aber den Arbeitsplatz Bauernhof erhalten zu können, wird es notwendig sein, doch einmal über das Fördersystem entschieden nachzudenken. Es kann nicht sein, dass wir all die kleineren und mittleren Betriebe dadurch vertreiben, an ihrer Arbeit hindern beziehungsweise zwingen, zuzusperren, weil die großen einfach zu viele Förderungen in Anspruch nehmen. Gerade die kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe sind unsere wesentlichen Partner im ländlichen Raum. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, das ist nicht ein Hirngespinst von mir oder von uns in der Sozialdemokratie, sondern das hat sogar – ganz kurz zwar nur – der Herr Finanzminister in seiner Budgetrede gesagt, als er gemeint hat – ich zitiere (Zwischenruf bei der FPÖ) –: „Wir haben hier“ – und er meinte den ländlichen Raum – „... Schwerpunkte bei der Finanzierung von Projekten in der Ländlichen Entwicklung gesetzt.“ – (Abg. Dr. Pirklhuber: ... kürzt er! ... kürzt er!) – Also, was wollen wir noch mehr? Wir nehmen doch den Herrn Finanzminister sehr ernst.
Abg. Dr. Pirklhuber: ... kürzt er! ... kürzt er!
Meine Damen und Herren, das ist nicht ein Hirngespinst von mir oder von uns in der Sozialdemokratie, sondern das hat sogar – ganz kurz zwar nur – der Herr Finanzminister in seiner Budgetrede gesagt, als er gemeint hat – ich zitiere (Zwischenruf bei der FPÖ) –: „Wir haben hier“ – und er meinte den ländlichen Raum – „... Schwerpunkte bei der Finanzierung von Projekten in der Ländlichen Entwicklung gesetzt.“ – (Abg. Dr. Pirklhuber: ... kürzt er! ... kürzt er!) – Also, was wollen wir noch mehr? Wir nehmen doch den Herrn Finanzminister sehr ernst.
Beifall des Abg. Grillitsch
Im Regierungsprogramm – ich sagte das schon einmal an dieser Stelle – steht dezidiert drinnen: „Die österreichische Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass der ländliche Raum als Wirtschafts-, Arbeits- und Erholungsraum für alle Menschen aus der Stadt und aus dem Land erhalten bleibt.“ – Ja, wenn das unsere Zielsetzung ist, dass das Budget für die Landwirtschaft ein gutes ist, Herr Bundesminister (Beifall des Abg. Grillitsch), dann liegt es nur mehr an uns, an unserem Wollen. Tun wir es doch endlich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Grillitsch: Und dass wir was gut machen ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Grillitsch: Und dass wir was gut machen ...!
Im Regierungsprogramm – ich sagte das schon einmal an dieser Stelle – steht dezidiert drinnen: „Die österreichische Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass der ländliche Raum als Wirtschafts-, Arbeits- und Erholungsraum für alle Menschen aus der Stadt und aus dem Land erhalten bleibt.“ – Ja, wenn das unsere Zielsetzung ist, dass das Budget für die Landwirtschaft ein gutes ist, Herr Bundesminister (Beifall des Abg. Grillitsch), dann liegt es nur mehr an uns, an unserem Wollen. Tun wir es doch endlich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Grillitsch: Und dass wir was gut machen ...!)
Abg. Dr. Pirklhuber: FlyNiki!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Flying-Niki-Minister! Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Dr. Pirklhuber: FlyNiki!) Dieses Budget ist einzig und allein mutlos, es ist phantasielos, es ist es normalerweise nicht einmal wert, dass man es kritisiert. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Flying-Niki-Minister! Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Dr. Pirklhuber: FlyNiki!) Dieses Budget ist einzig und allein mutlos, es ist phantasielos, es ist es normalerweise nicht einmal wert, dass man es kritisiert. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Kommissar! Nicht Kommissionär! – Ruf bei der ÖVP: Kommissar! Kommissionär ist ganz was anderes!
Aber, liebe Freunde der ÖVP und vor allem Kollege Gaßner, du hast den ehemaligen Kommissionär (Abg. Grillitsch: Kommissar! Nicht Kommissionär! – Ruf bei der ÖVP: Kommissar! Kommissionär ist ganz was anderes!) – ist er noch ÖVP-Mitglied? – zitiert.
Abg. Grillitsch: Was hat er kommissioniert?
Auf den Antrag vom BZÖ hat Herr Ex-Kommissar Fischler gesagt, er fordere alle Politiker in Österreich dringendst auf, energisch dafür einzutreten, dass es zu dieser Deckelung kommt. (Abg. Grillitsch: Was hat er kommissioniert?) Aber für euch ist das alles zum Lachen. Der Grillitsch kann da nur blöd reden (Zwischenrufe bei der ÖVP), ist zwar Bauernbundpräsident, verrät jeden Tag die Bauern, aber kann nichts anderes, als gescheit dazwischenzurufen. Bitte, das Interview mit Fischler ist einfach Faktum.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Auf den Antrag vom BZÖ hat Herr Ex-Kommissar Fischler gesagt, er fordere alle Politiker in Österreich dringendst auf, energisch dafür einzutreten, dass es zu dieser Deckelung kommt. (Abg. Grillitsch: Was hat er kommissioniert?) Aber für euch ist das alles zum Lachen. Der Grillitsch kann da nur blöd reden (Zwischenrufe bei der ÖVP), ist zwar Bauernbundpräsident, verrät jeden Tag die Bauern, aber kann nichts anderes, als gescheit dazwischenzurufen. Bitte, das Interview mit Fischler ist einfach Faktum.
Abg. Grillitsch: Genau! Genau!
Meine Damen und Herren, alle Nettozahler in der EU – alle Nettozahler – wollen, dass das Agrarbudget gekürzt wird. Das wissen auch unsere Herren Bundesminister – der Herr Bankenminister gemeinsam mit unserem Flugminister. Sie wissen das ganz genau. Wenn es zu solchen Kürzungen kommt, dann müssen wir heute handeln. Wir müssen heute dafür sorgen, dass die Förderungen der Industriellen, der ÖVP-Multimillionäre und der Raiffeisen-Funktionäre gekürzt werden. (Abg. Grillitsch: Genau! Genau!) Schichten wir das um! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, alle Nettozahler in der EU – alle Nettozahler – wollen, dass das Agrarbudget gekürzt wird. Das wissen auch unsere Herren Bundesminister – der Herr Bankenminister gemeinsam mit unserem Flugminister. Sie wissen das ganz genau. Wenn es zu solchen Kürzungen kommt, dann müssen wir heute handeln. Wir müssen heute dafür sorgen, dass die Förderungen der Industriellen, der ÖVP-Multimillionäre und der Raiffeisen-Funktionäre gekürzt werden. (Abg. Grillitsch: Genau! Genau!) Schichten wir das um! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Wieso hört man da nichts mehr? Herr Präsident! Man hört nichts mehr!
Das BZÖ hat ja schon den Antrag eingebracht, dass man diese Obergrenze auf 25 000 € kürzt. (Abg. Mag. Stadler: Wieso hört man da nichts mehr? Herr Präsident! Man hört nichts mehr!) So sichern wir den Arbeitsplatz Bauernhof ab. Lieber Kollege Gaßner, warum stimmt ihr da nicht mit? Das ist ja ganz einfach. Man kann auch über die Höhe reden. Das ist kein Problem. Man kann darüber reden, man kann über die Höhe reden. Wir müssen da umschichten, weil das ein Verrat am Bauernstand ist. Die Bauern wollen nicht länger Bittsteller der ÖVP sein. Die Bauern wollen von ihren Produkten leben können, und wir haben die Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber die Politik von unserem Herrn Bundesminister spricht ja für sich.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Die Zeitung „ÖSTERREICH“ von heute: Nichts als Selbstbeweihräucherung des Herrn Bundesministers! Ihr schlagt ja den Bauern ins Gesicht. Die Bauern zahlen Millionen. Jeder Bauer wird von der AMA versklavt, zahlt Marketingbeiträge. Und wer macht Werbung? – Der Herr Bundesminister macht Eigenwerbung, und die AMA tut nichts. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Die AMA kommt nicht einmal mit den Kontrollen nach. Das sind Fakten.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Aus dem Ausschuss wissen wir genau – das haben Experten gesagt –: Wenn es das Milchkontingent so nicht mehr gibt und die Politik nicht reagiert, werden im ländlichen Raum alle Almen sterben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Ihr werdet doch nicht glauben, dass irgendein Bauer im Zillertal noch Milch auf der Alm produziert! Wer zahlt denn diese Milliardenschäden für den Tourismus? Darüber denkt ihr ja überhaupt nicht nach.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Vergleichen wir einmal EU-Länder, vergleichen wir Italien, Deutschland und Österreich. Vergleichen wir einmal die Genossenschaften: Wo es 60 Jahre lang Raiffeisen-Genossenschaften gegeben hat, sind die Bauern finanziell am Ende und versklavt – das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihr habt immer gepredigt: Wir brauchen große Molkereien, kleine sind nicht sinnvoll zu führen. – Ich bringe euch jetzt ein Beispiel. In Cussignacco – das ist bei Udine, 120 Kilometer von Lienz entfernt – gibt es eine private Genossenschaft mit 17 Mitgliedern. Diese 17 Mitglieder haben heute einen Milchpreis von 1,20 €, und es wurden im Jahr 2009 noch 17 000 € Gewinn an die Mitglieder verteilt! In Österreich wird der Gewinn genauso gemacht, nur müssen sich hier hunderttausende Bauern schinden, damit Raiffeisen seine großen Gewinne machen kann. Da braucht es eine Befreiung, da braucht es eine Umschichtung! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Nicht so aggressiv!
Wir müssen auch endlich damit aufhören, den Industriellen, den Millionären die Stützungen hinten hineinzuschieben. Nehmt euch ein Beispiel an der Schweiz! An der Schweiz kann man es genau sehen: Dort sind 97 Prozent der Bauern Mitglieder der Landwirtschaftskammer, aber es gibt keine Pflichtmitgliedschaft. (Abg. Hornek: Nicht so aggressiv!) Die Schweiz hat es eingeführt, dass die Bauern buchhaltungspflichtig sind, dass sie das Einkommen ermitteln müssen. Die Bauern haben nichts dagegen! Wenn man es richtig macht, dann schafft auch die Politik die Rahmenbedingungen, dass der Landwirt von seinem Produkt leben kann und somit in der Existenz gesichert ist.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig!
Oder: Allein in Tirol haben wir 25 000 Stalllöcher – warum machen wir da nicht Photovoltaikanlagen drauf? (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig!) Warum gehen wir nicht her und sagen: Nicht die TIWAG soll Millionen kassieren, damit die ÖVP Wahlkämpfe mit Millionen der TIWAG gesponsert führen kann, sondern der Bauer soll profitieren!? Warum machen wir das nicht? (Abg. Dr. Pirklhuber: Da hast du recht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Da hast du recht!
Oder: Allein in Tirol haben wir 25 000 Stalllöcher – warum machen wir da nicht Photovoltaikanlagen drauf? (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig!) Warum gehen wir nicht her und sagen: Nicht die TIWAG soll Millionen kassieren, damit die ÖVP Wahlkämpfe mit Millionen der TIWAG gesponsert führen kann, sondern der Bauer soll profitieren!? Warum machen wir das nicht? (Abg. Dr. Pirklhuber: Da hast du recht!)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Man sagt nicht: Wir stehen zur Familie, wir stehen zum Bauern! (Beifall bei BZÖ und Grünen.) Aber mit diesem Verrat wird jetzt der Bauer munter! Der Bauer will nicht mehr von der Raiffeisenbank allein abhängig sein. Er will frei sein, und er will von seinem Produkt leben. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Man sagt nicht: Wir stehen zur Familie, wir stehen zum Bauern! (Beifall bei BZÖ und Grünen.) Aber mit diesem Verrat wird jetzt der Bauer munter! Der Bauer will nicht mehr von der Raiffeisenbank allein abhängig sein. Er will frei sein, und er will von seinem Produkt leben. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Huber – beim Verlassen des Rednerpultes –: Da hat einer seine Rede lassen!
Stimmt diesem Antrag zu und hört mit den polemischen Zwischenrufen auf! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Huber – beim Verlassen des Rednerpultes –: Da hat einer seine Rede lassen!)
Abg. Mag. Gaßner: Ist ja eine Sauerei!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Huber! Für die Behauptung „Der Abgeordnete Grillitsch kann da nur blöd reden“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Mag. Gaßner: Ist ja eine Sauerei!)
Abg. Huber: Machen, nicht schön reden!
Die Budgets im Agrar- und Umweltbereich sind Budgets der Verlässlichkeit und gleichzeitig auch der Zukunftssicherung. (Abg. Huber: Machen, nicht schön reden!) Die Einsparungspotenziale betreffen im Ressort die Verwaltung, die Nutzung von Synergien aus den verschiedensten Bereichen, und so darf ich im Einzelnen auf die Kapitel eingehen.
Abg. Mag. Brunner: Wir machen es nicht schlecht!
Diesen Weg haben wir eingeschlagen, und die Zahlen sind so: Wir sind Bio-Weltmeister, kein einziger Staat in der Welt hat dermaßen viel Fläche biologisch bewirtschaftet wie Österreich. – Ich weiß nicht, was Sie da erheitert und warum Sie als Grüne konsequent Österreich schlechtmachen. Ich verstehe das nicht. (Abg. Mag. Brunner: Wir machen es nicht schlecht!) Die objektiven Zahlen sagen, dass wir eine Ökofläche haben wie niemand anderer, dass wir Umweltmusterland sind, und Sie gefallen sich in der Rolle des Schlechtmachens. Ich verstehe es nicht. Erklären Sie das den Österreichern und Österreicherinnen, ich verstehe es nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Sorry, tut mir leid. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie machen es sich sehr leicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Diesen Weg haben wir eingeschlagen, und die Zahlen sind so: Wir sind Bio-Weltmeister, kein einziger Staat in der Welt hat dermaßen viel Fläche biologisch bewirtschaftet wie Österreich. – Ich weiß nicht, was Sie da erheitert und warum Sie als Grüne konsequent Österreich schlechtmachen. Ich verstehe das nicht. (Abg. Mag. Brunner: Wir machen es nicht schlecht!) Die objektiven Zahlen sagen, dass wir eine Ökofläche haben wie niemand anderer, dass wir Umweltmusterland sind, und Sie gefallen sich in der Rolle des Schlechtmachens. Ich verstehe es nicht. Erklären Sie das den Österreichern und Österreicherinnen, ich verstehe es nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Sorry, tut mir leid. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie machen es sich sehr leicht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sie machen es sich sehr leicht!
Diesen Weg haben wir eingeschlagen, und die Zahlen sind so: Wir sind Bio-Weltmeister, kein einziger Staat in der Welt hat dermaßen viel Fläche biologisch bewirtschaftet wie Österreich. – Ich weiß nicht, was Sie da erheitert und warum Sie als Grüne konsequent Österreich schlechtmachen. Ich verstehe das nicht. (Abg. Mag. Brunner: Wir machen es nicht schlecht!) Die objektiven Zahlen sagen, dass wir eine Ökofläche haben wie niemand anderer, dass wir Umweltmusterland sind, und Sie gefallen sich in der Rolle des Schlechtmachens. Ich verstehe es nicht. Erklären Sie das den Österreichern und Österreicherinnen, ich verstehe es nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Sorry, tut mir leid. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie machen es sich sehr leicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Das wäre der falsche Weg gewesen, denn hätten wir diese Mittel gekürzt, hätten wir Geld in Brüssel liegen lassen. Es war immer unsere Politik, dass wir jeden €, der in Brüssel liegt, auslösen und damit die Nettozahlerbilanz Österreichs verbessern. Das ist eine eindeutige Politik, das wurde gesichert. Gleichzeitig hätten wir Einkommen bei den Bauern gekürzt, Flächenprämien, wo sie Ökoleistungen vollbringen, und das wäre falsch gewesen. Es ist mir gelungen, das herauszuverhandeln, und das ist ganz wichtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke den Interessensgruppen dafür, dass sie diesen Weg gemeinsam gehen. Es ist nicht einfach, wenn man hier Dinge umstrukturieren muss. Auch in der Agrarverwaltung wird gespart, auch die AMA wird gekürzt, um Einsparungspotenziale zu heben, und so weiter. Alles das soll bedeuten, dass wir einerseits neue Strukturen schaffen, die Strukturen überdenken, sie aktualisieren, sie modernisieren, gleichzeitig aber eine Dynamik im Agrarsektor in Richtung Lebensmittelproduktion und Lebensmittelsicherheit haben, dass sich die Menschen in Österreich auch zu vernünftigen Preisen ernähren können, dass die Ernährung auch in heimischen Regionen gesichert wird und dass trotzdem der Feinkostladen Österreich wahr wird, indem wir im Ausland, auf ausländischen Märkten, erfolgreich sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Brunner: Wir machen nicht Österreich schlecht! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Darüber hinaus geht es um die Umweltförderung im Inland, die Klima- und Energiemodellregionen. Maßnahmen wie die Förderung der Elektromobilität in bestimmten Regionen, die wir auch ausweiten, bis hin zum „klima:aktiv“-Programm sind dafür verantwortlich. Dass wir im Klimaschutz mehr machen müssen, ist unbestritten. Wir müssen beim Klimaschutz mehr machen, aber das, wogegen ich mich wende, ist, dass Sie konsequent Österreich schlechtreden, was die Umweltbedingungen angeht. Das verstehe ich nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Brunner: Wir machen nicht Österreich schlecht! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Geh bitte! Halten Sie uns nicht für blöd! – Weitere Zwischenrufe.
Das verstehe ich nicht, denn es ist objektiv so, dass Österreich ein Umweltmusterland ist, während andere Staaten ihre Klimaschutzziele erreichen, weil sie auf Atomkraft setzen, Frankreich zum Beispiel. Deutschland verlängert jetzt die Laufzeiten der AKWs – Sie sind offensichtlich dafür, wenn Sie das sagen –, und damit erreicht Deutschland seine Klimaschutzziele. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Geh bitte! Halten Sie uns nicht für blöd! – Weitere Zwischenrufe.) Das ist doch ein Faktum! Österreich hat keine Atomkraft.
Abg. Brosz: Welche Initiative meinen Sie?
Österreich ist auch gentechnikfrei. Andere Staaten setzen auf die Gentechnik, wir tun das nicht. Meine Initiative wurde von der Kommission aufgegriffen, indem Kommissionspräsident Barroso sagt: Wir wollen, dass zukünftig Staaten wie Österreich ein Selbstbestimmungsrecht des Nationalstaates haben. (Abg. Brosz: Welche Initiative meinen Sie?) – Wir wollen selbst entscheiden, was auf unseren Äckern passiert, und wir wollen gentechnikfrei bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist auch gentechnikfrei. Andere Staaten setzen auf die Gentechnik, wir tun das nicht. Meine Initiative wurde von der Kommission aufgegriffen, indem Kommissionspräsident Barroso sagt: Wir wollen, dass zukünftig Staaten wie Österreich ein Selbstbestimmungsrecht des Nationalstaates haben. (Abg. Brosz: Welche Initiative meinen Sie?) – Wir wollen selbst entscheiden, was auf unseren Äckern passiert, und wir wollen gentechnikfrei bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen
Das heißt, wir haben Spitzenpositionen im Umweltbereich, die durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden konnten. Es sind gemeinsame Anstrengungen, die unsere Bevölkerung stolz machen können, da sehr vieles geleistet wurde und auch geleistet wird (Zwischenrufe bei den Grünen), weil der Klimawandel eine Bedrohung ist, aber der Klimaschutz Chancen bietet, indem wir Green Jobs schaffen, insbesondere auch für Frauen, hochqualifizierte Jobs in den Bereichen erneuerbare Energie und Bio-Landwirtschaft, auch in der Umwelttechnologie, wo wir in Österreich Spitzenunternehmen im Bereich der Abfallwirtschaft, der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung haben, wo wir im Inland technische Lösungen anbieten, aber sehr wohl auch im Ausland Antworten für die Welt haben, gerade im Zusammenhang mit dem Klimaschutz.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
tor anlangt. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grillitsch spricht mit Abg. Mag. Brunner. – Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn doch Kollege Grillitsch ...! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! 3 Minuten zum Thema Umwelt, das Fernsehen überträgt auch nicht mehr, die Kollegen sind woanders: Ich verstehe, dass Frau Brunner unzufrieden ist. – Ich hätte gern, dass wenigstens sie mir jetzt zuhört, aber auch das ist mir nicht gestattet. (Abg. Grillitsch spricht mit Abg. Mag. Brunner. – Abg. Dr. Pirklhuber: Wenn doch Kollege Grillitsch ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Ruf bei der SPÖ: Da reden sie ein Mal miteinander!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben in Österreich eine erfreuliche Situation. (Ruf bei der SPÖ: Da reden sie ein Mal miteinander!) Umweltmusterland – der Herr Bundesminister hat es deutlich ausgeführt. Unsere Umweltsprecherin von den Grünen sagt sogar wörtlich: dass Österreich „halbwegs gut dasteht“; ich bedanke mich sehr dafür. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist das erste Mal, dass Sie uns wirklich gelobt haben. (Abg. Mag. Brunner: Nicht „uns“! Ich habe gesagt: Österreich! Sie verwechseln das!) Ja, dass Österreich „halbwegs gut dasteht“, ich bedanke mich sehr dafür.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben in Österreich eine erfreuliche Situation. (Ruf bei der SPÖ: Da reden sie ein Mal miteinander!) Umweltmusterland – der Herr Bundesminister hat es deutlich ausgeführt. Unsere Umweltsprecherin von den Grünen sagt sogar wörtlich: dass Österreich „halbwegs gut dasteht“; ich bedanke mich sehr dafür. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist das erste Mal, dass Sie uns wirklich gelobt haben. (Abg. Mag. Brunner: Nicht „uns“! Ich habe gesagt: Österreich! Sie verwechseln das!) Ja, dass Österreich „halbwegs gut dasteht“, ich bedanke mich sehr dafür.
Abg. Mag. Brunner: Nicht „uns“! Ich habe gesagt: Österreich! Sie verwechseln das!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben in Österreich eine erfreuliche Situation. (Ruf bei der SPÖ: Da reden sie ein Mal miteinander!) Umweltmusterland – der Herr Bundesminister hat es deutlich ausgeführt. Unsere Umweltsprecherin von den Grünen sagt sogar wörtlich: dass Österreich „halbwegs gut dasteht“; ich bedanke mich sehr dafür. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist das erste Mal, dass Sie uns wirklich gelobt haben. (Abg. Mag. Brunner: Nicht „uns“! Ich habe gesagt: Österreich! Sie verwechseln das!) Ja, dass Österreich „halbwegs gut dasteht“, ich bedanke mich sehr dafür.
Beifall bei der ÖVP.
Ganz sicher ist aber, dass Klimaschutz ein Thema ist, das wir in Österreich nicht mehr allein lösen können, und dass die wirklichen Fragen der Umwelt europäische oder gar internationale Fragen sind. Deswegen bin ich sehr froh darüber, dass sich unsere österreichischen Verhandler – auf der einen Seite die Beamten, in der Endphase auch unser Herr Bundesminister Berlakovich – in Cancún so bewährt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Klimaschutz heißt nichts anderes, als unsere Wirtschaft und unsere Einkommen am Wachsen zu erhalten, und es heißt nichts anderes, als Wertschöpfung im Land zu halten. „Ländliche Entwicklung“ ist genau das. Und, Herr Kollege Gaßner, ich darf eines sagen, wenn wir über ländliche Entwicklung reden: Vergessen Sie nie, das Rückgrat des ländlichen Raumes sind die Bauern! (Beifall bei der ÖVP.) Dort, wo es funktioniert, sind es die Bauern. Meine Damen und Herren, das wird immer so bleiben! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Danke, dass Sie mich zitiert haben! Genau das habe ich gesagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Danke, dass Sie mich zitiert haben! Genau das habe ich gesagt!
Klimaschutz heißt nichts anderes, als unsere Wirtschaft und unsere Einkommen am Wachsen zu erhalten, und es heißt nichts anderes, als Wertschöpfung im Land zu halten. „Ländliche Entwicklung“ ist genau das. Und, Herr Kollege Gaßner, ich darf eines sagen, wenn wir über ländliche Entwicklung reden: Vergessen Sie nie, das Rückgrat des ländlichen Raumes sind die Bauern! (Beifall bei der ÖVP.) Dort, wo es funktioniert, sind es die Bauern. Meine Damen und Herren, das wird immer so bleiben! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Danke, dass Sie mich zitiert haben! Genau das habe ich gesagt!)
Abg. Brosz: Das stimmt aber so nicht!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: An Frau Kollegin Brunner gerichtet Folgendes: Sie haben der ÖVP-Fraktion in der Gesamtheit ob des Politikfeldes Landwirtschaft „Schizophrenität“ vorgeworfen. (Abg. Brosz: Das stimmt aber so nicht!) Ich habe Einsicht in das Stenographische Protokoll genommen.
Beifall bei der FPÖ.
Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Projekte sollen verschoben werden. Ich denke, dass das ein ganz entscheidender und wichtiger Punkt ist, weil die ländliche Entwicklung und der ländliche Raum, wie schon gesagt wurde, nicht nur für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und die Bauern sehr wichtig ist. Im ländlichen Bereich sind nicht nur Bauern zu Hause, das ist für die gesamte Bevölkerung wichtig. Und da der ländliche Raum für die Sozialdemokratie von größter Bedeutung ist, ersuche ich Sie, Herr Minister, um besondere Vorsicht, was die Entwicklung des ländlichen Raumes betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erfreulich ist, meine Damen und Herren, dass es der Bundesregierung gemeinsam gelungen ist, im Bereich von Förderungen – insbesondere von der EU – zu erreichen, dass die Förderungen und die Ausgleichszahlungen bis zum Dezember 2013 gleich bleiben. Ich möchte aber erwähnen, dass wir doch größtes Interesse daran haben müssen, zu versuchen, die Förderungen gerechter zu verteilen. Dazu gibt es vor allem vom Kollegen Gaßner eine Reihe von sehr konstruktiven Vorschlägen. Diese Vorschläge sollten wir bei den zukünftigen Diskussionen verstärkt berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Huber.
Da bin ich bei Herrn Bundesminister Berlakovich. Herr Minister, es ist wirklich äußerst unangenehm und bedenklich, dass Sie keine Gelegenheit auslassen, um vom Regierungssitz herunter gegen die Opposition zu polemisieren. Nichts anderes ist das, was Sie tun. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Huber.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Nichts anderes, wenn Sie sagen, wir würden uns im Schlechtmachen gefallen. – Was ist denn das Gegenteil von Schlechtmachen? – Schönreden, ist es das? Ist es das, wovon Sie auch ablenken wollen, dass Sie vielleicht doch so manches schönreden? Und ist solch eine Geisteshaltung, der Opposition Schlechtreden vorzuwerfen und selbst alles schönzureden, nicht irgendwie sehr nahe dem, was man als gespaltene Zunge bezeichnet – oder, wie man im Volksmund sagt: Das ist ja eine völlig schizophrene Situation, nämlich a zu sagen und b zu tun!? (Zwischenruf des Abg. Amon.) Ja, das sind die Probleme, vor denen die Menschen stehen, nämlich die Bäuerinnen und Bauern, die Konsumenten, die BürgerInnen in diesem Land, wenn Sie sagen: Alles ist im grünen Bereich. Die grünen Jobs ...
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Auch wenn Sie es schön umschrieben haben, mit einer Parabel in diesem Fall, bitte ich Sie, zu berücksichtigen, dass man in einer Demokratie auch der Haltung anderer Menschen Respekt entgegenbringt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Huber.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (fortsetzend): Herr Präsident! Selbstverständlich, gerne! Den Respekt zolle ich auch den Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen, selbstverständlich auch dem Herrn Minister. Ich erwarte mir aber, dass Sie dasselbe auch dem Herrn Minister sagen. Denn genau dasselbe würde ich mir auch von Herrn Minister Berlakovich erwarten – und nicht diese Art von Polemik vonseiten der Regierung. Darum geht es hier, um das klarzustellen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Huber.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Das ist unglaublich! Durchschnittliches Einkommen – schauen wir uns das durchschnittliche Einkommen in der Landwirtschaft an –: 19 000 €. Es ist absurd, davon zu sprechen, dass die Bäuerinnen und Bauern zu viel verdienen, wenn es im Durchschnitt 19 000 € sind! Und von diesen landwirtschaftlichen Einkommen – auch das will keiner hören von der ÖVP – sind bereits 92 Prozent landwirtschaftliche Förderungen! (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ja, richtig, das muss man diskutieren, Kollege Eßl. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist unglaublich! Durchschnittliches Einkommen – schauen wir uns das durchschnittliche Einkommen in der Landwirtschaft an –: 19 000 €. Es ist absurd, davon zu sprechen, dass die Bäuerinnen und Bauern zu viel verdienen, wenn es im Durchschnitt 19 000 € sind! Und von diesen landwirtschaftlichen Einkommen – auch das will keiner hören von der ÖVP – sind bereits 92 Prozent landwirtschaftliche Förderungen! (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ja, richtig, das muss man diskutieren, Kollege Eßl. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Ist ja unverschämt, was Sie da sagen!
Diese Gutmenschenaktion, die Sie da gestartet haben, ist ein trauriges Kapitel für die Agrarpolitik. Wenn es uns nicht gelingt ... (Abg. Hornek: Ist ja unverschämt, was Sie da sagen!) – Ja, das ist traurig, Kollege Hornek. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Gutmenschenaktion, die Sie da gestartet haben, ist ein trauriges Kapitel für die Agrarpolitik. Wenn es uns nicht gelingt ... (Abg. Hornek: Ist ja unverschämt, was Sie da sagen!) – Ja, das ist traurig, Kollege Hornek. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Huber und Windholz
Es steht der Verdacht im Raum, dass Sie gerade jene Betriebe bestrafen, die politisch aktiv sind (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Huber und Windholz), die sich vielfältig beschäftigen und divers arbeiten – das hat kürzlich auch Kollege Gaßner angemerkt –, und das gehört dringend angeschaut. Denn: Die Risikobewertung der AMA möchten wir endlich auf dem Tisch haben! Sie hätten genug Zeit gehabt, sie uns vorzulegen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Herr Kollege Pirklhuber, einen konkreten Hinweis!)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Herr Kollege Pirklhuber, einen konkreten Hinweis!
Es steht der Verdacht im Raum, dass Sie gerade jene Betriebe bestrafen, die politisch aktiv sind (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Huber und Windholz), die sich vielfältig beschäftigen und divers arbeiten – das hat kürzlich auch Kollege Gaßner angemerkt –, und das gehört dringend angeschaut. Denn: Die Risikobewertung der AMA möchten wir endlich auf dem Tisch haben! Sie hätten genug Zeit gehabt, sie uns vorzulegen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Herr Kollege Pirklhuber, einen konkreten Hinweis!)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordnete Anna Höllerer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Jetzt wieder weg von diesen unhaltbaren Verdächtigungen, die mit nichts begründbar sind, Herr Abgeordneter (Beifall bei der ÖVP), und weg von der unnötigen Polemik, die in der Landwirtschaft ebenfalls keinen Platz hat, wieder hin zu einer sachorientierten und objektiven Politik!
Beifall bei der ÖVP.
Das sind Maßnahmen, die die bäuerliche Berufsgruppe zu verkraften hat, das sind gewaltige Herausforderungen. Aber wir wissen, dass im Sinne eines konsolidierten Zukunftsbudgets auch diese Maßnahmen bewältigt werden müssen. So wie die Landwirtschaft das Rückgrat für den ländlichen Raum ist, so ist dieses Budget eben das Rückgrat für stabile zukünftige Finanzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Diese sollen bei über 4 000 Bauern – ich glaube, es sind 4 700 – erst im Februar 2011 ausbezahlt werden. Diese Betriebe haben am 10. Dezember 2010 auch noch die Information erhalten, dass sie auf die Auszahlung der Betriebsprämien bis Ende April warten müssen. Herr Minister, dieser Zustand ist für die Bauern wirklich nicht tragbar, und die Schuld für diese Verzögerung liegt wohl eindeutig bei der AMA! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, wie mit den Bauern umgegangen wird, ist eine Schande! Bitte beenden Sie die Vorgangsweise bei der AMA und bringen Sie die AMA in Ordnung, die sich darauf besinnen soll, dass sie für die Bauern und nicht gegen sie da zu sein hat. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Schultes: Jawohl!
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Lieber Rest des Hohen Hauses, der diese Landwirtschaftsdebatte hoffentlich aufmerksam verfolgt! Lieber Kollege Schultes, liebe Anna Höllerer, ihr habt davon gesprochen, dass die Bauern das Rückgrat des ländlichen Raumes sind. (Abg. Ing. Schultes: Jawohl!) Ich darf das doch etwas anders auslegen: Ihr seid ein wichtiger Teil des ländlichen Raumes. Leider ist das Rückgrat durch die Agrarpolitik der letzten Jahre schon schwach geworden, sodass der ländliche Raum sehr gekrümmt daherkommt, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen und des BZÖ. – Abg. Eßl: Sagen Sie das dem Kollegen Prähauser!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen und des BZÖ. – Abg. Eßl: Sagen Sie das dem Kollegen Prähauser!
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Lieber Rest des Hohen Hauses, der diese Landwirtschaftsdebatte hoffentlich aufmerksam verfolgt! Lieber Kollege Schultes, liebe Anna Höllerer, ihr habt davon gesprochen, dass die Bauern das Rückgrat des ländlichen Raumes sind. (Abg. Ing. Schultes: Jawohl!) Ich darf das doch etwas anders auslegen: Ihr seid ein wichtiger Teil des ländlichen Raumes. Leider ist das Rückgrat durch die Agrarpolitik der letzten Jahre schon schwach geworden, sodass der ländliche Raum sehr gekrümmt daherkommt, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen und des BZÖ. – Abg. Eßl: Sagen Sie das dem Kollegen Prähauser!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher weiß ich, wie wichtig es ist, dass wir im ländlichen Raum und gerade in diesen schwachen Regionen investieren, und um deren positive Weiterentwicklung hat sich die SPÖ-Agrarfraktion im Ausschuss und in ihrem gesamten Tun sehr bemüht. Darüber hinaus bemühen wir uns um eine zeitgemäße Agrarpolitik und setzen uns sehr deutlich dafür ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das finden wir gut!
Wofür genau, sehr geehrte Damen und Herren? – Wir setzen uns ein für mehr Einkommensgerechtigkeit für die arbeitenden Menschen im bäuerlichen Betrieb. Wir setzen uns ein für eine Reform des Systems, das die Förderungen gerechter als bisher verteilen muss (Abg. Dr. Pirklhuber: Das finden wir gut!), das den Wert der Arbeitskraft höher ansetzt und als Maß nimmt und nicht die großen Flächen und die industriellen Produktionsformen! (Abg. Dr. Pirklhuber: Da haben Sie unsere Unterstützung! Tun Sie auch etwas!) Und wir treten auch für die Beseitigung einzementierter Regelungen ein, wie zum Beispiel Einheitswerte, die die Grundlage für viele längst überholte Leistungen sind.
Abg. Dr. Pirklhuber: Da haben Sie unsere Unterstützung! Tun Sie auch etwas!
Wofür genau, sehr geehrte Damen und Herren? – Wir setzen uns ein für mehr Einkommensgerechtigkeit für die arbeitenden Menschen im bäuerlichen Betrieb. Wir setzen uns ein für eine Reform des Systems, das die Förderungen gerechter als bisher verteilen muss (Abg. Dr. Pirklhuber: Das finden wir gut!), das den Wert der Arbeitskraft höher ansetzt und als Maß nimmt und nicht die großen Flächen und die industriellen Produktionsformen! (Abg. Dr. Pirklhuber: Da haben Sie unsere Unterstützung! Tun Sie auch etwas!) Und wir treten auch für die Beseitigung einzementierter Regelungen ein, wie zum Beispiel Einheitswerte, die die Grundlage für viele längst überholte Leistungen sind.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Davon lebt ihr heute noch! Auf die Zukunft! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte damit schließen, was ich draußen von vielen im ländlichen Raum und von den Bauern oft noch höre. 40 Jahre ist es her, dass Kreisky große Reformen für die Bauern gesetzt hat, und viele sagen: Das waren halt noch Zeiten, als der Kreisky für uns gute Reformen gemacht hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Davon lebt ihr heute noch! Auf die Zukunft! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Kollege Eßl, wenn ich an die letzte Landwirtschaftsausschusssitzung denke, in der du ganz klar gesagt hast: Wir müssen in den Gunstlagen die Milchkontingentierung aufrechterhalten!, muss ich sagen, ich denke, das ist kein Signal an die „entlegene“ Landwirtschaft, an die kleinen Betriebe. Wenn wir die erhalten wollen, müssen wir versuchen, die Kontingentierung in Form von einem Lieferrecht diesen Landwirten dort weiterhin zuzugestehen. Oder aber wir gehen den Weg, zu sagen: hinein in die große Landwirtschaft, möglichst große Betriebe – aber dann haben wir kein Rückgrat im ländlichen Gebiet mehr. Denn nicht die Landwirtschaft, sondern die Bauern mit ihren Familien sind das Rückgrat, das es zu stützen gilt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb: Denken wir darüber nach, die großen Einkommen – 600 000, 700 000, 800 000 € – zu kürzen und zu versuchen, den kleineren Betrieben wirklich Perspektiven und Garantien zu geben, damit sie wissen, dass sie mit einer Größenordnung von 10 000, 15 000, 20 000 € in Zukunft rechnen können. Dann, glaube ich, wird es uns gelingen, junge Leute in der Landwirtschaft zu halten und das von euch viel gerühmte Rückgrat in Form von Bauern und bäuerlichen Familien wirklich zu stützen und zu erhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Wo ist der Grillitsch? Warum spricht der Grillitsch nicht?
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Selbstverständlich sind die Bäuerinnen und Bauern das Rückgrat des ländlichen Raumes, die Bauern und Bäuerinnen sind unverzichtbar. Darum werden wir sie auch in der Zukunft bestens unterstützen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Wo ist der Grillitsch? Warum spricht der Grillitsch nicht?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage auch noch eines zur Kritik an der Agrarpolitik, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, Herr Kollege Sacher, Herr Kollege Linder. Wenn wir nicht eine solch gute Agrarpolitik in den letzten Jahren gemacht hätten, dann wäre die Hälfte der Bauern, die heute da sind, nicht mehr da. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Vergleichen Sie bitte mit den anderen Ländern in Europa! Bayern ist noch ein Land, das uns am ehesten entgegenkommt, aber in Bayern gibt es, umgelegt auf die Fläche und auf die Einwohnerzahl, nur halb so viele Bauern wie bei uns. Es gibt 80 000 Bauern in ganz Bayern, in Österreich gibt es 180 000 Bauern. Das zeigt, dass unsere Politik, mit der wir die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe unterstützt haben, auch gewirkt hat. Und das wollen wir auch in der Zukunft tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Linder: Nicht binden! Ein Lieferrecht sollen sie haben!
Dazu ist es notwendig, dass wir tatsächlich im Budget entsprechend Vorsorge treffen, dass man die Bauern nicht behindert. Kollege Linder, was wäre denn das für eine Lösung, wenn ich in den Gunstlagen in der Produktion alles freigebe und die Bergbauern oben mit irgendwelchen Kontingenten binde? Das wäre ja komplett widersinnig und kontraproduktiv. Damit würde ich ja nur die Gunstlagen entsprechend fördern. (Abg. Linder: Nicht binden! Ein Lieferrecht sollen sie haben!)
Beifall des Abg. Hörl.
Ich darf auch anmerken, dass es mich nicht freut, dass man über einen Tierseuchenfonds in dieser Form nachdenkt. Man kann über Tierseuchenfonds nachdenken, aber nicht darüber, dass die Bauern ihn finanzieren sollten. Tiergesundheit, Seuchenbekämpfung sind Aufgabe des Bundes, und da hat der Bundesminister zu schauen, woher er das Geld bekommt, aber nicht von den Bäuerinnen und von den Bauern. Das möchte ich ganz kategorisch ablehnen. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Wann spricht der Grillitsch?
In Summe darf ich feststellen, dass der Budgetentwurf, was die Landwirtschaft betrifft, akzeptabel ist, und bitte darum, dass man dem zustimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Wann spricht der Grillitsch?)
Beifall bei SPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Ich finde es etwas traurig, dass der Bauernbundpräsident Grillitsch bei der Agrardebatte nicht anwesend ist. (Beifall bei SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Positiv ist, dass die europaweit anerkannte Bundesanstalt für Bergbauernfragen in ihrer Eigenständigkeit erhalten wird. Dafür danke ich Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Berlakovich. Das war eine weise Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist – Zeit für eine gerechte Verteilung der Agrarförderungen an Bäuerinnen und Bauern, Zeit, die Arbeit und Arbeitserschwernis zu unterstützen und damit am besten den Fortbestand der Bauernhöfe zu fördern. Unser Koalitionspartner täte gut daran, im Sinne der überwiegenden Mehrheit der hart arbeitenden Bauern und Bäuerinnen gemeinsam mit der SPÖ für mehr Gerechtigkeit auch im Agrarbereich einzutreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie schon getan?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Bundesminister Berlakovich, ich erlebe Ihr Tun seit mittlerweile zwei Jahren. Also eigentlich müsste ich mich verbessern: Ihr Nichttun erlebe ich seit mehr als zwei Jahren. Sie stellen sich immer wieder her und erzählen uns ganz wortreich, was Sie alles für die Umwelt tun wollen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie schon getan?)
Abg. Amon: Wie können Sie sagen, da passiert nichts!? Differenzieren Sie ein bisschen!
Herr Molterer, wenn Sie damit ansprechen, dass man als Oppositionspolitiker weniger zu vernünftigen Gesetzen beitragen kann als ein Minister, dann haben Sie recht. Ein Minister hat die Verantwortung, vor allem als Umweltminister hat er die Verantwortung, ordentliche Umweltpolitik zu machen. Wenn ich mir die Performance des Herrn Berlakovich so ansehe, dann muss ich sagen, da passiert nichts. (Abg. Amon: Wie können Sie sagen, da passiert nichts!? Differenzieren Sie ein bisschen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir haben ein Problem mit dem Kyoto-Ziel. Wir liegen da meilenweit vom Ziel entfernt. Wir werden wahrscheinlich Strafzahlungen im Umfang von 500 Millionen € bis zu 1 Milliarde € leisten müssen, und der Herr Umweltminister wirkt hier als Beruhigungszäpfchen für all jene, denen Umweltpolitik wirklich am Herzen liegt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, ich würde Sie auch bitten, nehmen Sie sich nicht so wichtig, wenn es um Flugreisen geht, wenn es um Befindlichkeiten geht. Schauen Sie, dass Sie in der Umweltpolitik etwas weiterbringen! Das würden wir Ihnen viel mehr danken, als dass Sie hier den starken Mann spielen und versuchen, über das hinwegzutäuschen, was die Wahrheit ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deshalb in unser aller Interesse, Herr Minister: Schauen Sie, dass Sie in den nächsten drei Jahren etwas weiterbringen, sonst gehen Sie in die Geschichte ein als Minister – wie alle ÖVP-Minister, die vor Ihnen am Werk waren –, der auch wieder nur der Energielobby das Wort geredet und in der Sache nichts weitergebracht hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir müssen uns ja nur selbst beim Wort nehmen. Sie haben heute hier gesagt – ich kann es zitieren –: Wir müssen im Klimaschutz mehr machen. Das haben Sie heute gesagt. Ja machen Sie es, Herr Minister, machen Sie es! Machen Sie mehr im Klimaschutz und hören Sie damit auf, wenn die Opposition Ihre Performance hier im Hohen Haus kritisiert, zu sagen, wir kritisieren Österreich. Das ist doch nicht wahr. Wir kritisieren Ihre Arbeit, nicht Österreich. Sie sind nicht Österreich, Herr Minister! Was wir kritisieren, ist Ihre Arbeit und nicht Österreich. Und deshalb: Machen Sie etwas für dieses Land, machen Sie etwas für die Umweltpolitik! Dann werden wir auch aufhören, Sie zu kritisieren. So einfach ist das! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, das ist auch in unser aller Interesse. Damit gehen wir nicht in Richtung besteuern, weil das ja aufkommensneutral sein soll, sondern steuern in die Richtung, dass eben Energie eingespart wird. Und genau solche Maßnahmen würde ich mir auch in Zukunft von Ihnen, Herr Minister, wünschen und auch, dass Sie einmal eine Initiative dahin gehend setzen, dass wir etwas für die Verbesserung der Klimabilanz in diesem Land, für die Erreichung des Kyoto-Ziels und der Energieautarkie tun, die Sie sich ja immer so dringend wünschen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Lugar: Wer bestreitet das?
Wärmedämmung ist gut für die Wirtschaft, speziell für Klein- und Mittelbetriebe. Wärmedämmung ist gut für österreichische Arbeitsplätze. (Abg. Ing. Lugar: Wer bestreitet das?) Sie schafft und sichert Tausende Green Jobs. Wärmedämmung ist wertvoll in Bezug auf Verringerung von Importabhängigkeit. Wärmedämmung ist wertvoll für den Staatshaushalt in Form erhöhter Steuereinnahmen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Er ist sehr versiert auf internationalen Flughäfen! Ein sehr eleganter Mensch, eine noble Erscheinung!
Und an die Kollegin Brunner gerichtet: Österreich hat einen hervorragenden Landwirtschaftsminister und Österreich hat einen hervorragenden Umweltminister. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Er ist sehr versiert auf internationalen Flughäfen! Ein sehr eleganter Mensch, eine noble Erscheinung!)
Beifall bei der FPÖ.
Mein Schlusssatz: Herr Minister, schauen Sie einmal in Ihr Kapitel Gender Budgeting! Da werden Sie sehen, dass gerade wir Frauen diejenigen sind, die sehr ansprechbar sind für alternative Energien und Energiesparen. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie, Herr Minister, doch sehr bitten, mit dieser Klientel, auch wenn es manches Mal Schwierigkeiten gibt, etwas „gentlemanliker“ umzugehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Das Beispiel ist die Tierfabrik in Gralla, wo 2 100 Zuchtsauen und 50 000 Ferkel eine neue Heimat bekommen sollen, wo eine Tierfabrik in unmittelbarer Nähe von Wasserschongebieten errichtet werden soll, wo der Grundwasserspiegel 1,20 Meter beträgt und wo auch drei Trinkwasserbrunnen vorhanden sind, welche mehr als hunderttausend Menschen mit Trinkwasser versorgen. Wir haben es bereits in der Südsteiermark erlebt, dass unser Grundwasser durch Gülleausbringung verseucht wurde. Wir wollen das nicht noch einmal haben und schon gar nicht, Herr Bauernbundpräsident, wenn man weiß, dass wir eine Überproduktion an Schweinen haben, wenn man weiß, dass wir eine Überproduktion an Gülle haben. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn die Gemeinden in der Südsteiermark dann von der Bezirkshauptmannschaft 275 Bescheide übermittelt bekommen, wonach der Wasserpreis erhöht und keine Gülle in den Wintermonaten ausgeführt werden soll, dann frage ich euch wirklich, wo da die Vernunft ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
es bereits 1990 in der Südsteiermark erleben mussten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Gehst du schon heim?
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Am Ende des heutigen Tages und am Ende von drei Tagen Budgetberatung beleuchten wir noch einmal das Kapitel Landwirtschaft. (Rufe bei der ÖVP: Gehst du schon heim?) Da sollte doch einmal Ursachenforschung dafür betrieben werden, woher denn das Bauernsterben kommt, meine Herren von der ÖVP, Kollege Hörl, Kollege Grillitsch, Kollege Eßl. Woher kommt denn das Bauernsterben? Ihr bejammert das Bauernsterben, das Sterben des ländlichen Raumes, aber was tut ihr dagegen! Ihr werdet weiter im Rahmen der europäischen Agrarpolitik vorgeschoben, an der Europa scheitern wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Am Ende des heutigen Tages und am Ende von drei Tagen Budgetberatung beleuchten wir noch einmal das Kapitel Landwirtschaft. (Rufe bei der ÖVP: Gehst du schon heim?) Da sollte doch einmal Ursachenforschung dafür betrieben werden, woher denn das Bauernsterben kommt, meine Herren von der ÖVP, Kollege Hörl, Kollege Grillitsch, Kollege Eßl. Woher kommt denn das Bauernsterben? Ihr bejammert das Bauernsterben, das Sterben des ländlichen Raumes, aber was tut ihr dagegen! Ihr werdet weiter im Rahmen der europäischen Agrarpolitik vorgeschoben, an der Europa scheitern wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Regierung! Kehren Sie um, verlassen Sie den Irrweg der europäischen Wirtschaftspolitik, verlassen Sie den Irrweg der europäischen Agrarpolitik! Wir sind in einer Situation, in der unsere kleinen Gewerbetreibenden sterben, wir sind in einer Situation, in der unsere Bauern sterben, Sie aber an Ihrer Politik nichts ändern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Könnten Sie frei reden, Herr Abgeordneter, nicht lesen?
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Mein Respekt, Herr Lebensminister! 60 Millionen € Einsparungen in Ihrem Ressort und keine Einsparungen bei den Bauern, keine Einsparungen bei den Höfen. Dringend notwendig, gewiss. 14 000 € Jahreseinkommen, wir haben das heute schon gehört. Da sind Ausgleichszahlungen ein Muss. Es wäre natürlich völlig ungerecht, wenn man bei den Bauern sparen würde. Sie verdienen allergrößten Respekt, dass Sie in Ihrem Ressort zwar sparen und Ihren Beitrag zu diesem Budget leisten, aber nicht bei den Bauern sparen. (Abg. Grosz: Könnten Sie frei reden, Herr Abgeordneter, nicht lesen?) Das alles, Frau Kollegin Brunner, in einer intakten Umwelt mit einem tollen Trinkwasser, auch im Energiebereich mit großen Erfolgen. 50 Millionen € aus Ihrem Ressort für die Förderung der
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf auch sagen, dass ich denke, dass die gute Zusammenarbeit der beiden Wortführer Grillitsch und Gaßner dazu beigetragen hat, dass auch die AGES abgewendet worden ist. Vonseiten unserer Fraktion allerhöchster Respekt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Vielleicht kann man da frei reden! Vielleicht sagen Sie etwas zum Flughafenauftritt des Herrn Ministers! Charles de Gaulle!
Bauern und Wirte, Tourismus und Landwirtschaft sind Partner. (Abg. Grosz: Vielleicht kann man da frei reden! Vielleicht sagen Sie etwas zum Flughafenauftritt des Herrn Ministers! Charles de Gaulle!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Herr Präsident! „Großer Großmaulfrosch“!
Ihnen, Herr Kollege Grosz, mit Ihren ständigen Zwischenrufen möchte ich etwas sagen: Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie aus den Tiefen des steirischen Burgbrunnens den großen Großmaulfrosch herausholen und ihn in den Ozean verpflanzen, sein Niveau bleibt das Loch, in dem er wohnte. Schönen Tag! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Herr Präsident! „Großer Großmaulfrosch“!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ich werde das in Zukunft auch verklausuliert formulieren, Herr Präsident, vor allem, wenn Sie am Wort sind!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Er hat nicht Sie damit gemeint, sondern er hat gesagt Aber wenn Sie sich betroffen fühlen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ich werde das in Zukunft auch verklausuliert formulieren, Herr Präsident, vor allem, wenn Sie am Wort sind!)
Abg. Grillitsch: Das ist auch so!
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Lieber Herr Kollege Eßl, ich habe gedacht, das ist wie beim Tarockieren, Mut kann man nicht kaufen. (Abg. Grillitsch: Das ist auch so!) Aber sich mit so einem Mut hier herzustellen, um zu behaupten, dass bei uns eine gute Agrarpolitik gemacht wird, und das im Wissen dessen, dass in den letzten Jahren hunderttausend Bauern den Betrieb aufgeben mussten, das, muss ich sagen, ringt sogar mir Respekt ab. Hier herzugehen und zu sagen: Wir machen gute Agrarpolitik!, obwohl hunderttausend Bauern ihren Betrieb aufgeben mussten, das ist wirklich mutig. Das ringt mir Respekt ab. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie sind ein Realitätsverweigerer!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie sind ein Realitätsverweigerer!
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Lieber Herr Kollege Eßl, ich habe gedacht, das ist wie beim Tarockieren, Mut kann man nicht kaufen. (Abg. Grillitsch: Das ist auch so!) Aber sich mit so einem Mut hier herzustellen, um zu behaupten, dass bei uns eine gute Agrarpolitik gemacht wird, und das im Wissen dessen, dass in den letzten Jahren hunderttausend Bauern den Betrieb aufgeben mussten, das, muss ich sagen, ringt sogar mir Respekt ab. Hier herzugehen und zu sagen: Wir machen gute Agrarpolitik!, obwohl hunderttausend Bauern ihren Betrieb aufgeben mussten, das ist wirklich mutig. Das ringt mir Respekt ab. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie sind ein Realitätsverweigerer!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
weiß nicht, ob Sie mir diese Frage beantworten können, ob Sie diese Zahl wissen. Wahrscheinlich wissen Sie sie nicht. Das ist auch kein besonderes Armutszeugnis, das muss man nicht wissen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil Sie hier nicht klagen, trotz der Tatsache, dass österreichische Interessen massiv beeinträchtigt wurden – weil die Umweltverträglichkeitsprüfung nicht gemacht wurde, weil hier EU-Recht ganz massiv gefährdet und beschnitten wurde –, werden wir hier nicht zuschauen, sondern werden im Jänner eine Vertragsbrucherklärung bei der EU einbringen. Denn wir sind der Ansicht, wenn die Bundesregierung schon hier schläft – und weil ja uns als Opposition immer vorgeworfen wird, dass wir keine Vorschläge und keine Anträge einbringen –, werden wir selbst agieren und die Interessen der österreichischen Bevölkerung bei der EU wahrnehmen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Der Gusenbauer?
Eines ist auch noch klar: Wenn heute der Atombeauftragte von Oberösterreich an die Parlamentarier herantritt, weil er diese Atompolitik Österreichs mittlerweile nicht mehr versteht, ja sie sogar verurteilt und deshalb österreichische Parlamentarier auffordert – als dringender Hilferuf gedacht –, diesbezüglich einen Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen, damit man der Frage nachgeht, warum die Interessen eines ehemaligen Bundeskanzlers Schüssel in Bezug auf die Atompolitik so sind, wie sie eben sind, warum die Interessen Österreichs so sind, dass der Herr ehemalige Bundeskanzler Gusenbauer plötzlich der Berater für die Atomlobby ist, dann wird das schon seinen entsprechenden Grund und Hintergrund haben. (Abg. Mag. Gaßner: Der Gusenbauer?) – Auch der Herr Gusenbauer natürlich. Auch der ist in dem Papier erwähnt, lieber Kollege Gaßner. (Abg. Mag. Gaßner: Ja?)
Abg. Mag. Gaßner: Ja?
Eines ist auch noch klar: Wenn heute der Atombeauftragte von Oberösterreich an die Parlamentarier herantritt, weil er diese Atompolitik Österreichs mittlerweile nicht mehr versteht, ja sie sogar verurteilt und deshalb österreichische Parlamentarier auffordert – als dringender Hilferuf gedacht –, diesbezüglich einen Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen, damit man der Frage nachgeht, warum die Interessen eines ehemaligen Bundeskanzlers Schüssel in Bezug auf die Atompolitik so sind, wie sie eben sind, warum die Interessen Österreichs so sind, dass der Herr ehemalige Bundeskanzler Gusenbauer plötzlich der Berater für die Atomlobby ist, dann wird das schon seinen entsprechenden Grund und Hintergrund haben. (Abg. Mag. Gaßner: Der Gusenbauer?) – Auch der Herr Gusenbauer natürlich. Auch der ist in dem Papier erwähnt, lieber Kollege Gaßner. (Abg. Mag. Gaßner: Ja?)
Beifall bei der FPÖ.
Und eines auch noch, weil Sie sich als Bundesminister immer so sehr geweigert haben, uns die exakten Zahlen zu geben, inwieweit denn die Beiträge Österreichs zu EURATOM laufen: Sie werden Gelegenheit haben, dazu Ihre Auskünfte zu erteilen. Ich gebe hier bekannt, dass am 28. Februar in ganz Österreich die Einleitung eines Volksbegehrens zum Thema „Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag“ starten wird. Der gesamte Freiheitliche Parlamentsklub hat diesen Antrag mit unterschrieben, und ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass das so war. Wir vertreten nämlich die Meinung, dass dieser EURATOM-Vertrag nur dazu dient, die Interessen der Atomlobby in Europa zu unterstützen, und keinesfalls der Sicherheit und der Gesundheit der Bevölkerung dient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb ersuche ich hier und heute alle, ab 28. Februar des nächsten Jahres zu ihrer Gemeinde hinzugehen und dafür zu unterschreiben, dass dieses Parlament und dieser Bundesminister, der sich bis jetzt hartnäckig geweigert hat, die Auskünfte zu erteilen, derer wir dringend bedürfen, dezidiert auch endlich einmal Rechenschaft ablegen und erklären werden müssen, wofür sie tatsächlich stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.
Drittens, meine Damen und Herren, insgesamt zum Kapitel Landwirtschaft. Wir Sozialdemokratinnen und -demokraten meinen, dass eine gerechte Verteilung der Fördermittel und eine gerechte Besteuerung der Vermögen notwendig ist, um die berechtigterweise geforderte Neugestaltung der österreichischen Förderkulisse umzusetzen, und weiters, dass auch eine Art Verwaltungsreform bei den Institutionen der Landwirtschaft interessant wäre. Das Ziel muss sein, dass die kleinen Strukturen, die ländliche Bevölkerung und die kleinstrukturierten Bauernhöfe, die Bäuerinnen und Bauern in Österreich auch in Zukunft überleben können. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, ich darf auch dir herzlichen Dank sagen für dein Engagement für die Steiermark und eben für den Bereich Feldbach, Radkersburg und Fürstenfeld. Und es würde mich freuen, wenn du dir die Zeit nehmen könntest, dass du diese Gegend einfach einmal besuchst und uns etwas für die Zukunft mitgibst – eine Änderung, eine Verbesserung –, die unsere Frauen und Männer dann entsprechend umsetzen. Gott sei Dank, dass wir das haben. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und dann könnten wir auch gemeinsam versuchen, durch bessere Arbeitsplätze mehr Chancen zu schaffen, vor allem auch für die Frauen in den ländlichen Regionen, denn gerade die Frauen sind es ja, die in die Ballungszentren gehen, weil sie eben dort andere Chancen sehen, weil sie andere Perspektiven sehen, auch im Hinblick auf ein eigenständiges Leben und eine eigenständige Lebenssicherung. Wenn wir versuchen, allen Menschen im ländlichen Raum ähnliche Chancen zu geben, dann werden wir auch gemeinsam in dieser Politik erfolgreich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es gelangt nun Herr Abgeordneter Prinz zu Wort. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Gerald Grosz, im Gegensatz zu dir glaube ich, dass ich von der Landwirtschaft ein bisschen etwas verstehe. Vor allem kenne ich die manuelle Arbeit in der Landwirtschaft und weiß, wie das ist, wenn man von der Landwirtschaft lebt und nicht im Parlament Theater spielt so wie du. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Die bäuerlichen Familien haben bereits sehr viele Auflagen zu berücksichtigen. Für die Zukunft brauchen wir Entlastungen und nicht noch mehr Auflagen in der Bürokratie beziehungsweise Produktion. Das gilt für die europäische Ebene genauso wie für die österreichische Ebene. Und ich denke hier durchaus auch an einige Parteien, speziell an die Grünen und manche Damen und Herren in der SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Vor allem auf internationalen Flughäfen!
Die bäuerlichen Familien leisten viel und sind eine Säule im ländlichen Raum. Unterstützen wir sie gemeinsam mit vernünftigen Rahmenbedingungen! Bundesminister Berlakovich und seine Arbeit sind Garanten dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Vor allem auf internationalen Flughäfen!)
Beifall bei der SPÖ.
Viele neue Rahmenbedingungen sind noch dafür notwendig, um eine wirklich kohärente Klimapolitik zu leisten, wie ein Energieeffizienzgesetz, die Dotierung des Leitungsausbaugesetzes, mehr Gelder für die Umweltförderung im Inland, um den Rucksack abzubauen, und ein ökologisches Steuermodell. Aber Politik ist ja ein langer Prozess. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ach, sonst nicht?!
Abgeordneter Peter Mayer (ÖVP): Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir sind es ja gewohnt, dass in den Agrardebatten etwas Polemik mitspielt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ach, sonst nicht?!), aber der Vorwurf oder die Unterstellung des Abgeordneten Pirklhuber, der gesagt hat, dass er glaubt, dass Bauern, die politisch tätig sind, von der AMA bewusst kontrolliert werden, geht schon in Richtung Märchenstunde. Als ich vor einigen Wochen kontrolliert wurde, hätte ich auch den Kontrolleur fragen können, ob er deswegen kommt, weil ich im Nationalrat sitze. Dieser Vorwurf ist also schon etwas weit hergeholt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Mayer (ÖVP): Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir sind es ja gewohnt, dass in den Agrardebatten etwas Polemik mitspielt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ach, sonst nicht?!), aber der Vorwurf oder die Unterstellung des Abgeordneten Pirklhuber, der gesagt hat, dass er glaubt, dass Bauern, die politisch tätig sind, von der AMA bewusst kontrolliert werden, geht schon in Richtung Märchenstunde. Als ich vor einigen Wochen kontrolliert wurde, hätte ich auch den Kontrolleur fragen können, ob er deswegen kommt, weil ich im Nationalrat sitze. Dieser Vorwurf ist also schon etwas weit hergeholt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Es ist ein Irrglaube, wenn man behauptet, die MÖSt-Erhöhung treffe die Landwirtschaft nicht. Es gibt einige Presseaussendungen, die dieses Argument untermauern. Auch Kollege Kogler hat in seiner Marathonrede gesagt: Sogar die Bauern, die mit ihren großen Traktoren durch die Gegend „hirseln“ – wortwörtlich –, sind von der MÖSt-Erhöhung verschont geblieben. Da muss mir Kollege Kogler auch einmal erklären, was er mit „hirseln“ eigentlich gemeint hat! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich weiß, dass man mit Traktoren pflügen kann, mähen kann, aber dafür, was „hirseln“ bedeutet, ist er sicher noch eine Erklärung schuldig.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Tatsache ist, die Rückvergütung für Agrardiesel hat es schon immer gegeben, und diese ist mit 50 Millionen € gedeckelt. Diese 50 Millionen € wurden jedes Jahr fast zur Gänze ausgeschöpft. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Und wenn es da eine Erhöhung gibt, dann schlägt diese Erhöhung bei den Bauern zur Gänze durch. Das ist daher ein echter Beitrag zur Budgetsanierung.
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt aber zum Beispiel bei den ÖBB bei der Rückvergütung keinen Deckel. Die Pendler werden mit einer Erhöhung der Pendlerpauschale belohnt. Die Transportunternehmen bekommen eine zusätzliche Förderung. In Deutschland hat man aufgrund der erschwerten Einkommensbedingungen für die Landwirtschaft die Agrardieselrückvergütung erhöht. Es wäre auch bei uns angebracht gewesen, diesbezüglich etwas zu erreichen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch einen weiteren Punkt anregen, der mir sehr wichtig ist, denn die höchsten Sanierungsraten in diesem Bereich weisen seit Jahren die Gemeinnützigen auf. Daher ist es meines Erachtens sinnvoll, dass diese Förderschiene der thermischen Sanierung nicht nur für den privaten Sektor und den gewerblichen Bereich gilt, sondern auch auf den gemeinnützigen Bereich, also auf die Genossenschaften ausgeweitet werden soll. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben vergessen, wer den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht hat!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Es sind schon obskure Diskussionen, die da manchmal geführt werden: Die Freiheitlichen, sonst EU-feindlich, entdecken in der Atompolitik, wenn sie aufflattert, wieder Brüssel, werden sich dort einsetzen. Die Grünen haben ganz vergessen, dass sie in Deutschland mitregiert haben, sie hätten es dort in der Hand gehabt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben vergessen, wer den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht hat!) Nein, nein, Sie haben es in Deutschland vergessen. (Abg. Brosz: Was haben wir vergessen?) Wir wollen daher dieses Modell in Österreich gar nicht haben.
Abg. Brosz: Was haben wir vergessen?
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Es sind schon obskure Diskussionen, die da manchmal geführt werden: Die Freiheitlichen, sonst EU-feindlich, entdecken in der Atompolitik, wenn sie aufflattert, wieder Brüssel, werden sich dort einsetzen. Die Grünen haben ganz vergessen, dass sie in Deutschland mitregiert haben, sie hätten es dort in der Hand gehabt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben vergessen, wer den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht hat!) Nein, nein, Sie haben es in Deutschland vergessen. (Abg. Brosz: Was haben wir vergessen?) Wir wollen daher dieses Modell in Österreich gar nicht haben.
Abg. Dr. Moser: Ein Prozent Sanierungsrate!
Die thermische Sanierung wurde bereits angesprochen: 100 Millionen € werden dafür alljährlich zur Verfügung gestellt. Und das ist nicht allein Bundesaufgabe, sondern – schauen wir uns die Länder an – allein in Niederösterreich zum Beispiel wurden 10 000 Wohneinheiten aufgrund der thermischen Sanierung im Energiebereich umgestaltet. Und das ist gut so. (Abg. Dr. Moser: Ein Prozent Sanierungsrate!) – Österreichweit ein Prozent, Frau Abgeordnete Moser, schauen Sie sich die Bundesländer an! (Abg. Dr. Moser: Das ist Datenstand!)
Abg. Dr. Moser: Das ist Datenstand!
Die thermische Sanierung wurde bereits angesprochen: 100 Millionen € werden dafür alljährlich zur Verfügung gestellt. Und das ist nicht allein Bundesaufgabe, sondern – schauen wir uns die Länder an – allein in Niederösterreich zum Beispiel wurden 10 000 Wohneinheiten aufgrund der thermischen Sanierung im Energiebereich umgestaltet. Und das ist gut so. (Abg. Dr. Moser: Ein Prozent Sanierungsrate!) – Österreichweit ein Prozent, Frau Abgeordnete Moser, schauen Sie sich die Bundesländer an! (Abg. Dr. Moser: Das ist Datenstand!)
Abg. Öllinger: Nein! Geh, bitte!
Und dann kommen noch die Gemeinden dazu. Es gibt Gemeinden, die Vorbilder sind, die eine ökologische Wohnbauförderung haben, wie meine Gemeinde. Wir fördern nicht nur die thermische Sanierung, sondern wir fördern auch Maßnahmen zur Fotovoltaik, Solarenergie und so weiter. Das ist praxisbezogene Umweltpolitik! Frau Moser, Sie reden eigentlich immer nur davon, aber aus der Praxis kann man von Ihnen eigentlich nirgendwo etwas nachlesen. (Abg. Öllinger: Nein! Geh, bitte!) Ich konnte noch nichts nachlesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und dann kommen noch die Gemeinden dazu. Es gibt Gemeinden, die Vorbilder sind, die eine ökologische Wohnbauförderung haben, wie meine Gemeinde. Wir fördern nicht nur die thermische Sanierung, sondern wir fördern auch Maßnahmen zur Fotovoltaik, Solarenergie und so weiter. Das ist praxisbezogene Umweltpolitik! Frau Moser, Sie reden eigentlich immer nur davon, aber aus der Praxis kann man von Ihnen eigentlich nirgendwo etwas nachlesen. (Abg. Öllinger: Nein! Geh, bitte!) Ich konnte noch nichts nachlesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
desminister verdient hätten. Wir hätten uns oft auch eine bessere Opposition verdient! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich um Folgendes ersuchen: Die Gemeinden sollten im Zusammenhang mit dem Finanzausgleich Parteienstellung erhalten, damit sie in Zukunft mehr Geld zur Verfügung haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen die Frage auch politisch beantworten, und zwar ganz offen: Welche Form der Landwirtschaft wollen wir? Wir wissen, welche Form wir wollen. Wir wollen diese bäuerliche Form, diese nachvollziehbare, diese transparente Form, diese umweltgerechte, diese ökologisierte Form und keine industrialisierte Form, bei der Gentechnik, Hormone, Sklavenarbeit erlaubt sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Genau das ist die zentrale Herausforderung, meine Damen und Herren, vor der wir stehen. Und deswegen sage ich heute hier, Herr Bundesminister: ein tolles Budget in einer schwierigen Phase, wo es darum gegangen ist, nicht bei den Bäuerinnen und Bauern zu sparen, sondern bei der Verwaltung, bei der Kontrolle und bei der Bürokratie. Das ist hervorragend gelungen! (Beifall bei der ÖVP.) Und dafür sage ich auch im Namen aller österreichischen Bäuerinnen und Bauern ein herzliches Dankeschön an unseren Bundesminister Nikolaus Berlakovich. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Genau das ist die zentrale Herausforderung, meine Damen und Herren, vor der wir stehen. Und deswegen sage ich heute hier, Herr Bundesminister: ein tolles Budget in einer schwierigen Phase, wo es darum gegangen ist, nicht bei den Bäuerinnen und Bauern zu sparen, sondern bei der Verwaltung, bei der Kontrolle und bei der Bürokratie. Das ist hervorragend gelungen! (Beifall bei der ÖVP.) Und dafür sage ich auch im Namen aller österreichischen Bäuerinnen und Bauern ein herzliches Dankeschön an unseren Bundesminister Nikolaus Berlakovich. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Die Opposition stellt sich hier her und kritisiert, und wir von der ÖVP – das unterscheidet uns –, wir vom Bauernbund haben den Bauern nie etwas versprochen, was wir nicht halten konnten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Abg. Grosz: Glaubst du das alles, was du sagst?
Das unterscheidet uns, denn der Bauernbund möchte den Bäuerinnen und Bauern helfen (Abg. Grosz: Glaubst du das alles, was du sagst?), auch im Sinne der Konsumenten, ihnen sichere, verlässliche, abrufbare Programme bieten. (Abg. Zanger: Märchenstund’ vom Bauernbund! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Zanger: Märchenstund’ vom Bauernbund! – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Das unterscheidet uns, denn der Bauernbund möchte den Bäuerinnen und Bauern helfen (Abg. Grosz: Glaubst du das alles, was du sagst?), auch im Sinne der Konsumenten, ihnen sichere, verlässliche, abrufbare Programme bieten. (Abg. Zanger: Märchenstund’ vom Bauernbund! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Sag uns etwas zur Reisepolitik des Landwirtschaftsministers!
Herr Kollege Grosz, Feder der großen Lippe (Abg. Grosz: Sag uns etwas zur Reisepolitik des Landwirtschaftsministers!), wir wissen, was wir tun, im Gegensatz zu vielen anderen, die heute auch hier sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Grosz, Feder der großen Lippe (Abg. Grosz: Sag uns etwas zur Reisepolitik des Landwirtschaftsministers!), wir wissen, was wir tun, im Gegensatz zu vielen anderen, die heute auch hier sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Wo dann? Wo dann?
Kollege Grillitsch hat gerade gesagt, dass nur bei der Verwaltung gespart wird und nicht bei den Landwirten. (Abg. Grillitsch: Wo dann? Wo dann?) – Bitte, sinngemäß lesen lernen und nachlesen! (Ruf: Und erfassen!)
Ruf: Und erfassen!
Kollege Grillitsch hat gerade gesagt, dass nur bei der Verwaltung gespart wird und nicht bei den Landwirten. (Abg. Grillitsch: Wo dann? Wo dann?) – Bitte, sinngemäß lesen lernen und nachlesen! (Ruf: Und erfassen!)
Beifall beim BZÖ.
Im Budget steht: Bis 2014 werden an Förderungen 156 Millionen € eingespart und in der Verwaltung 24 Millionen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Es ist mir sehr wohl bewusst und es ist mir klar, dass für Klimaschutzmaßnahmen hohe Investitionen benötigt werden. Und es ist mir auch bewusst und klar, dass die vorgesehenen Inlandsinvestitionen für den Klimaschutz 2011 weit höher sein könnten. Ich finde es aber trotzdem positiv, dass sich Minister Berlakovich zum Klimaschutz bekennt (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) und dass er dies auch gestern in der Tageszeitung „oekonews“ bekräftigt hat, indem er gesagt hat, dass es trotz Sparbudget gelungen ist, die 2010-Dotierung des Umweltressorts für den Klimafonds im Umfang von 75 Millionen € ohne Kürzungen für 2011 aufrechtzuerhalten, und dass es keine Kürzungen beim Klimaschutz gibt. – Sehr geehrter Herr Minister, wir werden Sie sehr wohl auch an Ihren Worten messen.
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Ich möchte hiezu ein Beispiel anführen: Betriebe, die sich nicht dem Klimaschutz unterwerfen, können so viel CO2 emittieren, wie sie für notwendig halten (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner), und müssen dafür nichts oder fast gar nichts bezahlen. Das bedeutet wiederum, dass energieintensive Betriebe ihre Standorte in diese Länder verlegen und dann sogar noch mehr klimaschädliche Abgase emittieren als zuvor.
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Unser Ziel muss es sein, durch ökologische Maßnahmen, die sich mit ökonomischen Maßnahmen vereinbaren lassen, eine lebens- und erlebenswerte Umwelt zu schaffen und unsere Investitionen dahin gehend zu evaluieren. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Eine funktionierende Wasserver- und Abwasserentsorgung ist in Österreich eigentlich schon fast eine Selbstverständlichkeit. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Dabei hat sich auch das Förderinstrument der Siedlungswasserwirtschaft seit Jahrzehnten entsprechend gut bewährt.
Abg. Pendl: Sensationell!
Nun wissen wir aber auch, dass die meisten Investitionen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft von den Gemeinden ausgehen, die bestehende Netze ausbauen, sanieren oder durch zusätzliche Baumaßnahmen entsprechend erweitern müssen. Über 90 Prozent der Haushalte in Österreich sind an die Kanalisation angeschlossen. Wir im Burgenland gehen mit gutem Beispiel voran: Über 98 Prozent der Haushalte sind an die Kanalisation angeschlossen. (Abg. Pendl: Sensationell!) Das ist natürlich auch ein Verdienst des jetzigen Umweltministers in seiner vormaligen Funktion als zuständiger Landesrat im Burgenland. – Ein herzliches Dankeschön, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun wissen wir aber auch, dass die meisten Investitionen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft von den Gemeinden ausgehen, die bestehende Netze ausbauen, sanieren oder durch zusätzliche Baumaßnahmen entsprechend erweitern müssen. Über 90 Prozent der Haushalte in Österreich sind an die Kanalisation angeschlossen. Wir im Burgenland gehen mit gutem Beispiel voran: Über 98 Prozent der Haushalte sind an die Kanalisation angeschlossen. (Abg. Pendl: Sensationell!) Das ist natürlich auch ein Verdienst des jetzigen Umweltministers in seiner vormaligen Funktion als zuständiger Landesrat im Burgenland. – Ein herzliches Dankeschön, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Zum Stichwort sauberes Wasser noch eine grundsätzliche aktuelle Anmerkung betreffend industrielle Massentierhaltung: Wir wissen, an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze versuchen sich immer wieder Schweinemastzuchtbetriebe anzusiedeln, und das direkt im Grundwasserbereich der Neufelder Brunnen, die für die Trinkwasserversorgung des gesamten Nordburgenlandes – knapp 200 000 Menschen – von zentraler Bedeutung sind. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch eines, Herr Minister: Sie kennen auch das geplante Projekt der Reststoffdeponie in Neudorf bei Parndorf. Diesbezüglich haben Sie in einer Anfragebeantwortung auf eine Anfrage meinerseits versprochen, dass Sie die Sorgen und Nöte der Bevölkerung, der Gemeinden, der Bürgerinitiativen in der Region entsprechend ernst nehmen werden. Ich ersuche daher Sie als Entscheidungsträger, alles im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu tun, damit diese Reststoffdeponie in der geplanten Form nicht zur Realisierung kommen möge, und bedanke mich im Sinne aller Betroffenen. Ich hoffe, dass Sie als Burgenländer auch noch ein Herz für das Burgenland haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Eine Bemerkung bezüglich des Gesamtbudgets möchte ich aber schon machen – ich hatte ja nicht die Möglichkeit, etwas zum Gesamtbudget zu sagen. Ich darf vielleicht doch ein Zitat des Altlandeshauptmannes von Tirol Eduard Wallnöfer bringen, der einmal gesagt hat, die ÖVP ist das Klavier, auf dem der Bauernbund spielt. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Zwischenruf des Abg. Bucher
Das ist eine sehr schöne Aussage, die mir unter anderem eben auch erklärt, warum wir so große Probleme haben, sodass wir es bei der Landwirtschaftsförderung nicht zustandebringen, dass Großgrundbesitzer oder Stiftungen wie die Stiftung Fürst Liechtenstein zum Beispiel (Zwischenruf des Abg. Bucher) oder auch Industriebetriebe wie die Firma Rauch 9,5 Millionen € kassieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr! – Abg. Dr. Bartenstein: Wollen Sie, dass die Firma Rauch die Produktion ins Ausland verlegt? – Abg. Hornek: Das können Sie ... der Firma Rauch erklären!) Das würde dem Gesamtbudget sehr gut tun.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr! – Abg. Dr. Bartenstein: Wollen Sie, dass die Firma Rauch die Produktion ins Ausland verlegt? – Abg. Hornek: Das können Sie ... der Firma Rauch erklären!
Das ist eine sehr schöne Aussage, die mir unter anderem eben auch erklärt, warum wir so große Probleme haben, sodass wir es bei der Landwirtschaftsförderung nicht zustandebringen, dass Großgrundbesitzer oder Stiftungen wie die Stiftung Fürst Liechtenstein zum Beispiel (Zwischenruf des Abg. Bucher) oder auch Industriebetriebe wie die Firma Rauch 9,5 Millionen € kassieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr! – Abg. Dr. Bartenstein: Wollen Sie, dass die Firma Rauch die Produktion ins Ausland verlegt? – Abg. Hornek: Das können Sie ... der Firma Rauch erklären!) Das würde dem Gesamtbudget sehr gut tun.
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Was mir umweltpolitisch auch noch ein großes Anliegen ist (Zwischenruf des Abg. Öllinger), das ist die Erzeugung von Energie. Und wenn ich da in Richtung Grüne schaue – sogar die Frau Klubobmann ist jetzt da, was mich sehr freut –, lautet ein Appell von mir als Tiroler Abgeordneter, er gilt aber für Österreich insgesamt, folgenderma
Abg. Dr. Pirklhuber: Haben wir auch: Kleinwasserkraftwerke!
ßen: Energieerzeugung durch Wasserkraft, das ist mir wirklich ein großes Anliegen, und ich würde mir wünschen, dass die Grünen da vielleicht noch ein bisschen mehr Herz hineinlegen würden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Haben wir auch: Kleinwasserkraftwerke!) Die Wasserkraft ist eine Alternativenergie und müsste von euch mehr unterstützt werden!
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber da passt das Wording nicht! Das sind Solarscheichs, nicht Ölscheichs!
Und auch für die Bauern kann ich diesbezüglich das Wort ergreifen. Die Bauern könnten die Ölscheichs von Mitteleuropa werden, auch bei uns in Österreich. Wenn wir die Solarenergie noch mehr ausbauen würden (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber da passt das Wording nicht! Das sind Solarscheichs, nicht Ölscheichs!), dann wäre das natürlich für die Förderungen auch noch doppelt dienlich. Also Ölscheichs zu werden, das wäre eine Herausforderung für die Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und auch für die Bauern kann ich diesbezüglich das Wort ergreifen. Die Bauern könnten die Ölscheichs von Mitteleuropa werden, auch bei uns in Österreich. Wenn wir die Solarenergie noch mehr ausbauen würden (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber da passt das Wording nicht! Das sind Solarscheichs, nicht Ölscheichs!), dann wäre das natürlich für die Förderungen auch noch doppelt dienlich. Also Ölscheichs zu werden, das wäre eine Herausforderung für die Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pendl: Solarscheichs!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Werte Präsidentin! Herr Minister! Lieber Kollege Auer! Ich glaube, wir sollten uns auf „Solarscheichs“ einigen und nicht auf Ölscheichs. (Abg. Pendl: Solarscheichs!) Da gibt es sicher etwas Gemeinsames.
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die AMA eingerichtet. Sie haben die AMA sozusagen als Schnittstelle, die auch die Finanzabwicklungen vorantreibt, gegründet. Und nun?– Die AMA zahlt nicht und sagt, die Kontrolldaten sind nicht aufgearbeitet. Gerade das ist die Aufgabe der AMA, und Sie lassen die Bäuerinnen und Bauern einfach im Stich! Das ist wirklich – entschuldigen Sie den agrarischen Ausdruck – gegenüber den Bäuerinnen und Bauern eine Schweinerei, eine wahre Schweinerei! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Nächstes Altlastenproblem im Parlament: die Anti-AKW-Politik. Herr Minister! Wir haben es jetzt schon öfter von Ihnen gehört: Sie bemühen sich zwar, nur bringen Sie nichts weiter, und dass Sie sich endlich einmal couragiert für den EURATOM-Ausstieg aussprechen, gerade als Umweltminister, das habe ich noch nicht gehört. – Vielleicht gibt es heute noch eine Chance. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nächstes Stichwort – das ressortiert sehr wohl bei Ihnen –: die Finanzierung der Lebensmittelkontrolle, die AGES. Ich habe bereits – ich glaube, das ist schon fast zehn Jahre her – darauf hingewiesen, dass die Ausgliederung der AGES, der Lebensmittelkontrolle Finanzprobleme mit sich bringt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Und was haben wir jetzt? – Wir haben jetzt die Finanzprobleme! Auch da, in die Richtung, gehört mehr budgetiert, gerade für die KonsumentInnen und mit Rücksichtnahme auf gesunde Ernährung.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler
Das letzte Stichwort (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) – von vielen KollegInnen angesprochen –: thermische Sanierung. Ja, 50 Millionen € von Ihnen, 50 Millionen € von Ihrem Kollegen Mitterlehner sind okay, nur brauchen wir an sich das Dreifache!
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nur, was wird wieder gemacht? – Es gibt läppische 100 Millionen €, die in erster Linie den Eigenheimen zugutekommen, und deswegen brauchen wir auch eine gesetzliche Verbesserung für die Möglichkeit, thermisch zu sanieren. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Im Mietrecht ist vieles möglich, nur tun Sie es endlich! Wir brauchen einen Bautenausschuss, der sich einmal dieses Problems annimmt, und dazu laden wir Sie auch sehr, sehr gerne ein, Herr Minister.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Bartenstein: Na geh!
Allerletztes Stichwort, allerletztes Faktum: Es hätte mich sehr gefreut, Herr Minister, wenn Sie nicht im Ausland Österreich schlechtgemacht hätten mit Ihren Bemerkungen am Flughafen in Frankreich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Bartenstein: Na geh!) Diese Äußerungen und diese – wie soll man sagen? – Drohungen waren wirklich weder österreichwürdig noch ministerwürdig. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Allerletztes Stichwort, allerletztes Faktum: Es hätte mich sehr gefreut, Herr Minister, wenn Sie nicht im Ausland Österreich schlechtgemacht hätten mit Ihren Bemerkungen am Flughafen in Frankreich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Bartenstein: Na geh!) Diese Äußerungen und diese – wie soll man sagen? – Drohungen waren wirklich weder österreichwürdig noch ministerwürdig. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Jakob Auer: Da hat er recht! Wo er recht hat, hat er recht!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Frau Präsident! Herr Minister! Nichts gegen den Umweltminister, aber ich hätte mir doch erwartet, dass bei den Finanzpunkten jemand von der Finanzverwaltung oder vom Finanzamt hier wäre. (Abg. Jakob Auer: Da hat er recht! Wo er recht hat, hat er recht!) So ist es leider Gottes nicht, das spricht allerdings Bände.
Abg. Mag. Kuzdas: Das steht dann eh im Protokoll!
Jetzt einige Zahlen dazu, und ich bitte Herrn Krainer, mitzuschreiben; ich werde langsam reden. (Abg. Mag. Kuzdas: Das steht dann eh im Protokoll!) – Ja, das ist richtig, aber er müsste es sich natürlich auch anschauen.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Die Zahlen sind nicht von mir, sondern vom Wifo, von der Wirtschaftskammer und vom Rechnungshof, aber das wäre eine Möglichkeit, die Zinsenlast zu reduzieren. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Krainer: Aber wie geht das bei der AUA?
Es sind Reserven vorhanden. Sie erinnern sich an das Thema Bekämpfung der Schwarzarbeit; 22 Milliarden, wofür es keine Steuern gibt. Das Eintreiben von Steuerschulden würde 6 Milliarden bringen, das Eintreiben von Gebietskrankenkassenschulden 1 Milliarde, man müsste die Unfähigkeit zum Beispiel bei AUA, ÖBB, Skylink und so weiter – das kommt ja alles wieder – bekämpfen, und es müsste auch möglich sein, ein mittelfristiges neues Steuersystem auf die Beine zu bringen (Abg. Krainer: Aber wie geht das bei der AUA?), zum Beispiel Reverse Charge statt jetziger Umsatzsteuer.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, jeder vernünftige Österreicher, der etwas zu sagen hat, müsste bei all diesen Dingen verantwortungsvoll mitentscheiden und auch zugunsten der Bevölkerung entscheiden. Nur so würde es gehen, denn Sie müssen wissen, es gibt eine noch viel größere Bedrohung, die wir hier im eigenen Land nicht bewältigen können – was ich soeben erklärt habe –: die Bedrohung über den Euro. Wir wissen nicht, was passiert, wenn die Dinge ins Rutschen kommen. Vor allem muss Österreich, wenn es soweit ist, entsprechend stabil dastehen, um dieser Bedrohung begegnen zu können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Doch! Doch!
Mir sind bei dieser Budgetdebatte drei Dinge aufgefallen, die kennzeichnend sind. Erstens: Es gibt keine Alternative zum Sparen, es gibt keine Alternative zum Schulden-Bremsen. Das wurde uns schon am ersten Tag im Budgethearing von allen Experten bestätigt. (Abg. Grosz: Doch! Doch!) Die Illusion, Herr Kollege, dass Staaten auf Dauer mehr ausgeben können, als sie einnehmen, ist geplatzt – auch im Rahmen der Finanzkrise.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir erleben derzeit, was mit Ländern geschieht, die ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung haben. – Sie werden zum Spielball der Finanzmärkte. Wir, meine Damen und Herren, wollen nie in die Situation kommen, dass andere – die EU oder der Währungsfonds – uns diktieren, was wir zu machen haben, damit wir noch Geld bekommen. In diese Situation wollen wir nie kommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Ein bisserl aber schon!
Zweiter Punkt: Mir ist aufgefallen, meine Damen und Herren, dass auch eine zweite Illusion geplatzt ist, nämlich die Illusion, dass es ein Sparpaket geben kann, das niemand spürt. – Eine Illusion! Der Finanzminister hat immer gesagt, jeder wird seinen Beitrag leisten müssen – jeder nach seiner Leistungsfähigkeit. Genau das ist geschehen. Damit ist diese Erkenntnis auch eine Absage an all jene, die glauben, mit einer Reichensteuer, mit einer Vermögenssteuer, mit einer Stiftungssteuer, mit einer Konzernsteuer könne man ein Budget sanieren. Das geht leider nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Ein bisserl aber schon!)
Abg. Riepl: Zu Recht!
Zu den Konzernen, und da spreche ich jetzt meine Kollegen von der SPÖ an: Sie feiern im Jänner „100 Jahre Bruno Kreisky“. (Abg. Riepl: Zu Recht!) Er war der Erste – und er würde sich heute im Grabe umdrehen –, der wirklich Konzerne nach Österreich gebracht hat, mit Lockangeboten sogar, Stichwort General Motors. Das hat Bruno Kreisky gemacht, und das war richtig. Er hat genau erkannt: Das Rückgrat der Wirtschaft ist zwar die große Zahl unserer Klein- und Mittelbetriebe, aber auch Konzerne, die viele kleine Zulieferer brauchen, sind wichtig für dieses Land. Er würde sich heute
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Es gibt Konzerne, die zahlen überhaupt keine Steuern!
im Grab umdrehen, wenn er hören könnte, wie negativ Sie über Konzerne reden, meine Damen und Herren, denn sie sichern auch Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Riepl: Es gibt Konzerne, die zahlen überhaupt keine Steuern!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte – ich bitte Herrn Staatssekretär Lopatka, es dem Herrn Finanzminister auszurichten – dem Herrn Finanzminister dazu gratulieren, dass die renommierte Ratingagentur Standard & Poor’s Österreich heute neuerlich das Triple A bestätigt hat. Triple A heißt: weltweit beste Bonität. Das, meine Damen und Herren, ist ein Ergebnis einer soliden Finanz- und Budgetpolitik, für die unser Finanzminister, für die unsere Bundesregierung steht. – Ich danke Ihnen vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
davon haben. Somit hätten wir schon einmal nicht nur ein paar Millionen gespart, sondern vor allem auch Glaubwürdigkeit gewonnen. Aber das wird noch ein langer Weg. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer
Sie drehen es immer so hin, als ob die Erbschafts- und Schenkungssteuer etwas wäre, das wieder nur jeden Kleinen trifft. – Das ist eine Frage der Konfiguration. Natürlich, wenn man Freibeträge von mehreren hunderttausend Euro macht, dann bleibt immer noch genug übrig bei dem, was in Österreich vererbt wird. Und es ist wirklich nicht einsehbar, dass für mehrere Millionen Erbschaft überhaupt kein Cent Steuer mehr anfällt. Da hilft auch nicht das Argument (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer) – jetzt haben das ausgerechnet Sie hereingerufen, dieser Unfug ist sonst immer der ÖVP vorbehalten geblieben –, dass das schon einmal versteuert worden wäre. Das gilt ja überall.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: So ist es!
Abgesehen davon, fangen wir einmal bei dem an, dem es nutzt, nämlich beim Erben! Er bekommt das Erbe einfach! Er müsste 20 Jahre lang oder, wenn er mehr verdient, entsprechend weniger, vielleicht fünf, zehn Jahre lang arbeiten, um diese Summe zu verdienen, würde aber im Durchschnitt Steuern und Sozialversicherungsabgaben von 50 Prozent zahlen. Das ist doch Unfug. Das ist ja genau das Gegenteil von Leistungsprinzip! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: So ist es!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
reich so hoch besteuert und dadurch auch behindert und geschädigt werden, ebenso die ganze Argumentation rund um die Arbeitsplätze und von mir aus auch bei den selbständigen Einkommen – es geht ja nicht nur um die ArbeitnehmerInnen –, während ein Erbe, also ein mitunter auch sehr hohes arbeitsloses Einkommen, steuerfrei sein soll. Das ist mit einem christlich-sozialen Verständnis, aber auch mit dem Leistungsprinzip überhaupt nicht vereinbar. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei den Grünen.
Sie müssen halt einmal einsehen, dass wir das aus der Perspektive des Erben betrachten. Man kann ja auch viel gewinnen. Man steuert ja nicht nur drauf los, um jemandem zu schaden, sondern man steuert damit das System um, und man kann dort entsprechende Steuernachlässe geben, wo das durchaus vernünftig ist, worüber wir uns sofort wieder einig werden könnten. Aber so viel Zeit ist jetzt gar nicht, um Ihre Widerborstigkeit zu durchbrechen, weil Sie einfach Ihrer Kampagne treu bleiben. Manchmal erzählen Sie es sich so lange, bis Einzelne von Ihnen das wirklich glauben. Als wir neulich Gelegenheit gehabt haben, uns im Budgetausschuss diesbezüglich einmal eine Spur eingehender zu unterhalten, haben Sie zum Schluss selbst alle genickt. So war es doch, und Sie haben zu Recht genickt! Aber es wird noch ein bisschen Zeit brauchen, dann werden Sie auch hier Ihren Widerstand aufgeben müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
sprechend zurückbekommen, wird das insgesamt sehr wohl ein Verlust. Aber das haben ja auch andere mitzuverantworten. Das ist schon klar. Eine Frage bleibt natürlich schon angesichts des Risikos, das in dem Fall der Steuerzahler für die Haftungen, die da rausgegangen sind, übernimmt. Das sind ja zig Milliarden, die da an Haftungen tatsächlich eingegangen wurden. Selbst bei diesem sogenannten Partizipationskapital haben wir auch nur das Risiko auf der Staatsseite, denn dann, wenn keine Gewinne in der Bank geschrieben werden, gibt es nichts. Da gilt auf einmal das Kapitalprinzip. (Beifall bei den Grünen.) Ansonsten ist das gestaltet wie ein Kredit. Ich frage mich eh, warum die EU das nicht stärker beanstandet, aber vielleicht kommt es ja noch dazu.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Resümee, Herr Stummvoll, das Sie da angestellt haben oder anstellen wollten oder zu dem Sie auch andere eingeladen haben, das am Schluss der Debatte zu ziehen, fällt für mich an einer Stelle natürlich auch anders aus, zumal ja immer wieder – Kollege Cap ist jetzt nicht da – kritisiert worden ist, dass da im Parlament quasi der Aktionismus ausgebrochen ist. Den einzigen Aktionismus, den ich bis jetzt hier habe erkennen können, gab es ganz am Anfang. Aber dafür ist „Aktionismus“ ein bisschen eine euphemistische Bezeichnung, denn das war der organisierte Verfassungsbruch dieser Bundesregierung. Das ist eine Verniedlichung, wenn man dazu „Aktionismus“ sagt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das werden wir uns nicht bieten lassen! Insofern war das genau richtig, dass – und das haben Sie auch eingefordert – die Abgeordneten oder die Fraktionen hier ihre Gegenvorschläge im Zuge des parlamentarischen Geschehens in Form von Anträgen – präziser geht es nicht, denn darin drücken sie ihre Gegenvorschläge aus – eingebracht haben und zur Abstimmung gebracht haben. Und dass wir dafür dann auch noch namentliche Abstimmungen verlangt haben, ist doch dem geschuldet, dass Sie nicht bei jeder Weihnachtsansprache das Gegenteil von dem erzählen, was Sie hier tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Endlich einmal was Gescheites war das!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Öllinger: Endlich einmal was Gescheites war das!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Geh, Karl, wir haben doch 13 Stunden was Gescheites gehört, oder? Das irritiert mich jetzt schon, dass du jetzt so tust, als ob es das erste Mal wäre. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Dr. Stummvoll: Hat er Konzerne geholt oder nicht?
Aber bevor ich loslege, wollte ich nur zum Kollegen Stummvoll sagen: Wenn Sie über Kreisky sprechen, also prinzipiell, wenn irgendeine Partei oder ein Vertreter einer Partei über Kreisky spricht, bin ich als Sozialdemokrat natürlich immer recht skeptisch, weil es da in aller Regel nicht darum geht, etwas authentisch zu interpretieren. Lassen Sie sich einmal von mir, von einem Sozialdemokraten, den Unterschied erklären zwischen dem, was Kreisky gemacht hat, und dem, was Sie machen! (Abg. Dr. Stummvoll: Hat er Konzerne geholt oder nicht?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ja, Kreisky hat gefördert, dass Konzerne sich in Österreich ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen. Ja, das hat er gemacht! Was aber machen Sie? Sie fördern, wenn Arbeitsplätze verloren gehen. Das ist das, was Sie in Wahrheit mit der Firmenwertabschreibung machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was passiert, wenn eine (Abg. Hornek: Androsch, junger Mann!) – Also Sie wissen das gar nicht? Okay, dann erkläre ich Ihnen einmal, was Sie machen.
Abg. Hornek: Androsch, junger Mann!
Ja, Kreisky hat gefördert, dass Konzerne sich in Österreich ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen. Ja, das hat er gemacht! Was aber machen Sie? Sie fördern, wenn Arbeitsplätze verloren gehen. Das ist das, was Sie in Wahrheit mit der Firmenwertabschreibung machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was passiert, wenn eine (Abg. Hornek: Androsch, junger Mann!) – Also Sie wissen das gar nicht? Okay, dann erkläre ich Ihnen einmal, was Sie machen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Wie viele Arbeitsplätze hat die Verstaatlichte gekostet?
So. Was machen Sie? Sie sagen dem Unternehmer: Den halben Kaufpreis kannst du auf 15 Jahre von der Steuer abschreiben. Das heißt, Sie fördern eine Aktivität, die zu weniger Arbeitsplätzen und zu weniger Wettbewerb führt, und das ist ganz etwas anderes, als Bruno Kreisky gemacht hat. Der hat Aktivitäten gefördert, durch die Arbeitsplätze und auch mehr Wettbewerb entstanden sind. Und das ist ganz etwas anderes als das, was Sie machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Wie viele Arbeitsplätze hat die Verstaatlichte gekostet?)
Abg. Mag. Stefan: Im Gegensatz zu sonst!
Die Wahrheit ist: Ja, die Welt ist von einer Weltwirtschaftskrise erfasst worden. Ja, auch Österreich ist davon betroffen worden. Wir haben ein Riesen-Minus beim Bruttoinlandsprodukt gehabt, das größte seit 1945. Die Volkswirtschaft hat sicher die schwerste Krise erlebt. Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich auf Rekordniveau gestiegen. Wir haben ein riesiges Budgetdefizit in Kauf genommen, um hier gegenzusteuern. Wir haben sehr viel Geld in die Hand genommen, damit das Finanzsystem stabilisiert wird. Und wir haben gleich immer gesagt, wir fahren jetzt bewusst mit den Schulden hinauf, und wir müssen, wenn das Wirtschaftswachstum wieder anzieht, mit den Schulden runterkommen – und das machen wir jetzt. (Abg. Mag. Stefan: Im Gegensatz zu sonst!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Ihr ja auch! Du hast ja auch dagegen gestimmt! – Abg. Krainer: Sicher nicht! Das zeigst du mir im Protokoll, dass ich dagegen gestimmt habe!
Ein Wort noch zur Verwaltungsreform, weil hier alle die Verwaltungsreform so groß schreiben. Jetzt hat der Bundesminister für Verteidigung gesagt, ich habe eine eigene Forstverwaltung im Bundesheer, das brauche ich doch nicht, das ist nicht meine Kernaufgabe, es gibt aber jemanden, der das viel besser kann als ich, nämlich die Österreichischen Bundesforste. Und was haben die drei Oppositionsparteien hier gemacht? – Sie haben dagegen gestimmt, gegen eine vernünftige Verwaltungsreform! Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Worte und an das, was Sie in der Praxis hier machen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Ihr ja auch! Du hast ja auch dagegen gestimmt! – Abg. Krainer: Sicher nicht! Das zeigst du mir im Protokoll, dass ich dagegen gestimmt habe!)
Abg. Ing. Lugar begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „Flat-Tax statt Steuerdschungel“.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Lugar. – Bitte. (Abg. Ing. Lugar begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „Flat-Tax statt Steuerdschungel“.)
Beifall beim BZÖ.
der Verwaltung einfaches Steuermodell implementieren. Deshalb bitte ich Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Öllinger.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Lugar, ich verstehe Ihre Wortmeldung auch als Ersuchen an mich, einen Antrag – das ist nämlich keine Selbstverständlichkeit – kopieren und zur Verteilung bringen zu lassen. Und ich möchte Sie alle herzlich dazu einladen, die bisherigen Gepflogenheiten aufrechtzuerhalten und schon vorher zu fragen, denn nur so kann die Parlamentsdirektion vorarbeiten, und wir kommen nicht wieder in das Dilemma, im letzten Augenblick dann unkopierte und nicht verteilte Anträge zu haben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Wo ist er denn?
Österreich stellt sich dieser Aufgabe, die österreichische Bundesregierung stellt sich dieser Aufgabe, Josef Pröll stellt sich dieser Aufgabe, und er weicht dieser Aufgabe nicht aus. (Abg. Öllinger: Wo ist er denn?)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt daher zu diesem Handeln keine Alternative, um nicht in den negativen Sog dieser Entwicklung, die in Europa in anderen Ländern eingetreten ist, hineinzukommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Dann halten Sie sie uns wieder vor, die Verantwortung!
In diesem Sinne denke ich, es war eine wichtige, manchmal nicht unbedingt von der höchsten Qualität und vom besten Stil geprägte Diskussion. Aber diese gemeinsame Verantwortung, der kann und darf die Opposition, wenn sie glaubwürdig sein will, auch nicht ausweichen. (Abg. Mag. Stadler: Dann halten Sie sie uns wieder vor, die Verantwortung!) Die Regierungsparteien tun es nicht! Die Österreichische Volkspartei steht zu
Abg. Öllinger: Geh, bitte!
dieser Verantwortung (Abg. Öllinger: Geh, bitte!), und Josef Pröll nimmt sie wahr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Für eine Predigt war das zu schlecht! – Abg. Mag. Molterer: Herr Öllinger, Sie wissen ja nicht einmal, wie eine Kirche von innen ausschaut!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Für eine Predigt war das zu schlecht! – Abg. Mag. Molterer: Herr Öllinger, Sie wissen ja nicht einmal, wie eine Kirche von innen ausschaut!
dieser Verantwortung (Abg. Öllinger: Geh, bitte!), und Josef Pröll nimmt sie wahr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Für eine Predigt war das zu schlecht! – Abg. Mag. Molterer: Herr Öllinger, Sie wissen ja nicht einmal, wie eine Kirche von innen ausschaut!)
Abg. Mag. Molterer: Das war das erste Jahr, wo wir wieder unter 60 Prozent Schuldenquote gekommen sind!
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Etwas verwundert bin ich schon von den Worten des Herrn Ex-Finanzministers Molterer, wenn er von den Jahren 2008, 2009 spricht. Wir könnten auch über das Jahr 2007 sprechen, Herr Ex-Finanzminister. Das war ein gutes Konjunkturjahr, das war ein Jahr, in dem die Staatseinnahmen gesprudelt sind, wo Sie Milliarden an Mehreinnahmen hatten und wo Sie leicht ein ausgeglichenes oder sogar positives Budget hätten zusammenbringen können. (Abg. Mag. Molterer: Das war das erste Jahr, wo wir wieder unter 60 Prozent Schuldenquote gekommen sind!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wann war es das erste Mal, dass wir wieder unter 60 Prozent Schuldenquote gekommen sind? 2007!
Nur: Sie haben die Ausgaben wieder ins Kraut schießen lassen und haben wieder ein Minus produziert. Deshalb wundert es mich, wenn Sie von Budgetdisziplin reden. Ich glaube, Sie sollten da etwas vorsichtig sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wann war es das erste Mal, dass wir wieder unter 60 Prozent Schuldenquote gekommen sind? 2007!) Ja, darüber können wir schon noch reden, über das Jahr 2007. Das graben wir schon noch aus.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das muss man sich einmal vorstellen! Das Bundesministerium für Finanzen ist überhaupt nicht darüber informiert, wie es mit den österreichischen Banken, mit der Prüfung der Banken, mit ihrer Bonität, mit ihrer Sicherheit aussieht. Das Bundesministerium für Finanzen ist aber ermächtigt, über das 100-Milliarden-€-Bankenpaket zu entscheiden. So kann es doch nicht sein, Herr Staatssekretär! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Hypo Niederösterreich!
Herr Staatssekretär, abschließend noch zur Finanzmarktaufsicht: Ich nenne Ihnen noch einige Banken und Finanzdienstleister, hinsichtlich derer sich diese Finanzmarktaufsicht auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat: BAWAG-PSK, Bank Burgenland, Hypo Alpe-Adria, Meinl Bank, Bank Medici, Bank Austria, Kommunalkredit Austria AG – das ist übrigens das Institut, in dem die Frau Bildungsministerin Dr. Claudia Hase, in Klammer: weiß von nichts, vormals Schmied, verantwortlich tätig war –, die Constantia Privatbank (Abg. Mag. Stadler: Hypo Niederösterreich!), Firma AMIS, Meinl European Land, Meinl International Power, Auer von Welsbach, Immofinanz, Immoeast, die Finanzfirma Globe, AWD – alles Finanzinstitute, bei denen die Finanzmarktaufsicht an sich versagt hat und wo Anleger zu Schaden gekommen sind.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Staatssekretär, ich fordere Sie auf, in diesem Bereich der Finanzmarktaufsicht Klarheit und Ordnung zu schaffen, im Sinn der österreichischen Sparer und im Sinne der Sicherheit dieses Finanzplatzes Österreich. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hagen: Das gibt einen Most!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Dr. Königshofer, Äpfel mit Birnen zu vermischen ist selbst beim Kompottkochen relativ schwierig (Abg. Hagen: Das gibt einen Most!), weil die Birnen nämlich länger zum Sieden brauchen. Das sollten Sie auch berücksichtigen, wenn es um die Frage geht, inwieweit das Finanzministerium Einsicht in die letzten Prüfungsberichte bekommt und gleichzeitig Hilfen nach dem Finanzmarktstabilitätsgesetz gewährt. – Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Abg. Dr. Königshofer: Um das geht es ja gar nicht! Die FMA gibt dem Finanzministerium keine Auskunft!
Ganz anders ist es natürlich, wenn eine Anfrage eines Abgeordneten zum Nationalrat erfolgt. Das ist ein anderes Problem. Da gebe ich Ihnen recht, dass wir in der Konstruktion der FMA als selbständige Behörde in Wirklichkeit eine Art Durchbrechung des Interpellationsrechts der Abgeordneten haben. Wir haben dieses Problem in diesem Haus mehrfach diskutiert, da war Ihre Fraktion noch Regierungspartei und der Herr Grasser Finanzminister. Er hat sich strikt geweigert, die entsprechende Herstellung des Fragerechts der Abgeordneten via FMA auch gesetzlich zu fundieren. Es stimmt auch die Beantwortung nur teilweise. (Abg. Dr. Königshofer: Um das geht es ja gar nicht! Die FMA gibt dem Finanzministerium keine Auskunft!)
Abg. Grosz: Die letzten Stunden der Republik!
Nun aber zu den heutigen entscheidenden letzten Stunden dieses Budgets. (Abg. Grosz: Die letzten Stunden der Republik!) Es ist meiner Meinung nach unstrittig, dass wir nach den Ausgaben von 2009 jetzt entschieden gegensteuern, und das tun wir mit diesem Budget.
Abg. Hörl: Ja, das ist wahr! – Abg. Dr. Graf: Es gibt viele Zechpreller!
Jetzt zahlen sie einmal, und wenn sie wieder einmal Hilfe brauchen, werden wir sie wahrscheinlich wieder gewähren müssen – und wir werden es das nächste Mal wieder so machen. Dann kommt aber wieder der Kassazettel. Im Wirtshaus muss man auch zahlen, wenn man konsumiert hat. (Abg. Hörl: Ja, das ist wahr! – Abg. Dr. Graf: Es gibt viele Zechpreller!) – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt zahlen sie einmal, und wenn sie wieder einmal Hilfe brauchen, werden wir sie wahrscheinlich wieder gewähren müssen – und wir werden es das nächste Mal wieder so machen. Dann kommt aber wieder der Kassazettel. Im Wirtshaus muss man auch zahlen, wenn man konsumiert hat. (Abg. Hörl: Ja, das ist wahr! – Abg. Dr. Graf: Es gibt viele Zechpreller!) – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Für die nächste Krise!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem BZÖ-Logo und der Aufschrift: „Verwaltungsreform jetzt“ auf das Rednerpult.) Es ist ja fast eine gefährliche Drohung, Herr Kollege Matznetter, wenn Sie sagen, Sie machen es im nächsten Jahr wieder so wie in diesem Jahr. (Abg. Dr. Matznetter: Für die nächste Krise!) Das heißt, Sie werden auch im nächsten Jahr Reformen verweigern, Sie werden im nächsten Jahr die Steuern erhöhen, und Sie werden im nächsten Jahr wiederum alle guten Vorschläge der Opposition ablehnen. – Also das ist wirklich gefährlich, wenn Sie das heute bereits ankündigen! (Abg. Mag. Stadler: Und das Budget wird wieder verspätet vorgelegt!) – Und das Budget werden Sie auch noch verspätet vorlegen, also wieder Verfassungsbruch begehen – das wissen wir also jetzt, das wird auch 2011 wieder stattfinden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Und das Budget wird wieder verspätet vorgelegt!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem BZÖ-Logo und der Aufschrift: „Verwaltungsreform jetzt“ auf das Rednerpult.) Es ist ja fast eine gefährliche Drohung, Herr Kollege Matznetter, wenn Sie sagen, Sie machen es im nächsten Jahr wieder so wie in diesem Jahr. (Abg. Dr. Matznetter: Für die nächste Krise!) Das heißt, Sie werden auch im nächsten Jahr Reformen verweigern, Sie werden im nächsten Jahr die Steuern erhöhen, und Sie werden im nächsten Jahr wiederum alle guten Vorschläge der Opposition ablehnen. – Also das ist wirklich gefährlich, wenn Sie das heute bereits ankündigen! (Abg. Mag. Stadler: Und das Budget wird wieder verspätet vorgelegt!) – Und das Budget werden Sie auch noch verspätet vorlegen, also wieder Verfassungsbruch begehen – das wissen wir also jetzt, das wird auch 2011 wieder stattfinden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem BZÖ-Logo und der Aufschrift: „Verwaltungsreform jetzt“ auf das Rednerpult.) Es ist ja fast eine gefährliche Drohung, Herr Kollege Matznetter, wenn Sie sagen, Sie machen es im nächsten Jahr wieder so wie in diesem Jahr. (Abg. Dr. Matznetter: Für die nächste Krise!) Das heißt, Sie werden auch im nächsten Jahr Reformen verweigern, Sie werden im nächsten Jahr die Steuern erhöhen, und Sie werden im nächsten Jahr wiederum alle guten Vorschläge der Opposition ablehnen. – Also das ist wirklich gefährlich, wenn Sie das heute bereits ankündigen! (Abg. Mag. Stadler: Und das Budget wird wieder verspätet vorgelegt!) – Und das Budget werden Sie auch noch verspätet vorlegen, also wieder Verfassungsbruch begehen – das wissen wir also jetzt, das wird auch 2011 wieder stattfinden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das Taferl ist verkehrt!
Es ist ja wirklich kein Kunststück, ein Budget mit 70 Milliarden € Ausgaben und 62,5 Milliarden € Einnahmen vorzulegen. (Abg. Dr. Graf: Das Taferl ist verkehrt!) – Das Taferl ist richtig, Herr Kollege! – Aber dann zu behaupten, Sie machen eine Budgetkonsolidierung, Sie machen das Land schuldenfrei, Sie befreien die Jugend von den zukünftigen Lasten, das stimmt einfach so nicht, ganz im Gegenteil: Der Zinsendienst wird bereits im nächsten Jahr rund 8 Milliarden € ausmachen, Tendenz stark steigend. Nur damit wir wissen, wovon wir reden: Das ist im Prinzip ein Vielfaches von dem, was wir für Wissenschaft und Forschung ausgeben, und in etwa das, was die Bundeszuschüsse zu den Pensionen ausmachen.
Beifall beim BZÖ.
Diese Anträge werden letztlich zur Nagelprobe für diese Regierung werden. Es geht nicht darum, ob die Opposition hier knapp unterliegt, es geht darum, ob dieses Land eine Zukunft hat. Auch wenn Sie sich freuen, wenn wir die Anträge knapp nicht durch-bringen, letztlich ist das dann ein Misserfolg, eine Missachtung der Interessen der Bürger, der Studenten, der Familien, der Pendler, der Behinderten und daher ein schlechter Erfolg für dieses Land, wenn Sie diese Abstimmung nicht mittragen. – Daher ersuche ich Sie, unsere Anträge zu unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Bitte, Frau Präsidentin, das wurde bereits vorab durchgeführt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich sage es jetzt noch einmal, denn das ärgert mich jetzt ein bisschen: Ich verstehe Ihre Ausführungen dahin gehend, dass Sie das Ersuchen an mich gestellt haben, den Antrag zur Verteilung zu bringen. (Abg. Mag. Widmann: Bitte, Frau Präsidentin, das wurde bereits vorab durchgeführt!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Am Ende der durchaus interessanten und spannenden, lange dauernden Budgetberatungen möchte ich zuerst einmal meinen Stellvertretern im Budgetausschuss, Frau Kollegin Tamandl, Herrn Kollegen Gradauer und Herrn Kollegen Gartlehner, ein sehr herzliches Dankeschön sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ein Danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Klubs, die bemüht waren, uns entsprechend zur Seite zu stehen, vor allem aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion, die uns professionell wie immer geholfen haben. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Mag. Stadler: Jakob, nicht einmal die ÖVP applaudiert!
Der von der FPÖ nominierte Experte meinte sogar, es könnte bis zu 6 Prozent gehen, dasselbe meinte Bruno Rossmann – mindestens 5 Prozent Budgetdefizit – und so weiter. Was herausgekommen ist, weiß man: Dank der professionellen Arbeit des Herrn Bundesministers für Finanzen, dank der professionellen Arbeit der Beamten im Ministerium und der hervorragenden Regierungspolitik ist das Budgetdefizit deutlich geringer, die Wirtschaft wächst und die Fakten und Einnahmen sind deutlich besser als ursprünglich prognostiziert. (Abg. Mag. Stadler: Jakob, nicht einmal die ÖVP applaudiert!) Professor Lehner war mit seiner Expertise am nächsten.
Abg. Kopf: Sagen wir, 80 Prozent!
95 Prozent seines Beitrages waren, so meine ich, durchaus auch anerkennenswert und als wirklicher Redebeitrag zu werten. (Abg. Kopf: Sagen wir, 80 Prozent!) Aber er hat sich, da er so viel Zeit hatte, besonders mit den Steuererfindungen beschäftigt. Er meinte wörtlich – ich habe mitgeschrieben –, es wäre notwendig, bei den vermögensbezogenen Steuern kräftig zuzulangen; einige Hunderttausend – er hat es dann konkretisiert: 500 000 € – sollten Steuerfreibetrag sein, und den das übersteigenden Betrag, so meinte er, müsste man mit 25 Prozent versteuern.
Abg. Mag. Gaßner: 1,5 Millionen € Verkehrswert, das muss aber am Stadtrand sein!
Ich sage Ihnen nun ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie haben eine kleine Landwirtschaft – im europäischen Vergleich eine Miniaturlandwirtschaft – mit 20 bis vielleicht 25 Hektar, je nach Bonität, Verkehrswert 1,5 Millionen € – 500 000 € steuerfrei, 1 Million zu versteuern, wenn es zu vererben ist, also 250 000 € Steuern, wenn es nach dem Modell Kogler geht. (Abg. Mag. Gaßner: 1,5 Millionen € Verkehrswert, das muss aber am Stadtrand sein!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Linder.
Ich garantiere Ihnen, Kollege Kogler kann diese Betriebe dann selber übernehmen – die jungen Bauern wären dazu nicht mehr in der Lage. Da kann er dann seinen Träumen nachhängen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Linder.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist ein Bauer am Linzer Stadtrand, oder?
Insgesamt ist dieses Budget die richtige Antwort auf die Krise gewesen. Insgesamt ist dieses Budget aufgrund der Bedingungen, die durch die Krise gegeben sind, eine professionelle Antwort und wird sicherstellen, dass die kommenden Jahre letztlich auch zu meistern sind, im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist ein Bauer am Linzer Stadtrand, oder?)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Interessant in diesem Zusammenhang ist – und dass das nicht alle sagen, ist mir schon klar – diese Graphik der Statistik Austria (hält dieselbe in die Höhe), wo man Folgendes sieht: Schuldenkaiser ist das Land Steiermark mit 670 Millionen €, und Salzburg, das zu jenen gehört, die auch die höchsten Bedarfszuweisungen erhalten, liegt im Plus mit 38 Millionen €. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Es muss mehr Verantwortungsbewusstsein einziehen, und ich glaube, dazu kann dieser Diskussionsprozess über den Finanzausgleich und über die Verwaltungsreform ganz unten mithelfen. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Das war eine sehr interessante Rede!
Unser Ziel muss sein – und das geht nur mit einer modernen Finanzmarktverwaltung –, ausgeglichen und sozial gerecht, soweit man das überhaupt machen kann, Budgets in Zukunft zu verwalten, aber auch zu gestalten. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Das war eine sehr interessante Rede!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herren Staatssekretäre – ja, einer steht da drüben! Als Resümee dieser Budgetsitzungen kann man eines ziehen, nämlich den Inhalt zweier Zitate, eines von Herrn Kollegen Krainer, wo er gesagt hat: Wir haben nicht mehr zusammengebracht!, und eines vom Herrn Bundesminister Pröll, wo es hieß: Bei dieser Konstellation war nicht mehr drinnen! – Ich glaube, das sagt alles! Mehr ist dem nicht hinzuzufügen (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
So gesehen auch hier eine gewisse Ausgewogenheit, der wir uns etwas stärker befleißigen sollten: Solidarität mit den Schwachen, aber denken wir auch daran, dass es auch eine Solidarität mit den Zahlenden in diesem Lande braucht. Es sind derer viele – es ist der Mittelstand –, und die zahlen recht kräftig. Wir sind, wie Sie alle wissen, in Wirklichkeit ein Hochsteuerland. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.)
Abg. Hornek: Was?!
Wenn ich dann in seiner Presseaussendung lese, wie hoch die Pro-Kopf-Verschuldung ist, so stelle ich fest: Am höchsten ist die Pro-Kopf-Verschuldung in den niederösterreichischen Gemeinden, und zwar 2 311 € pro Einwohner. Danach kommt Oberösterreich mit 1 800 €, danach kommt Vorarlberg mit 1 700 €, und dann folgt die Steiermark mit 1 600 €. Das ist für mich ein weiterer Beweis, dass wir im finanziellen Bereich in Kärnten auf dem richtigen Weg sind. (Abg. Hornek: Was?!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Grund dafür, dass die Kärntner Gemeinden wesentlich besser dastehen als die übrigen österreichischen Gemeinden, sind zu einem sicherlich die mittlerweile gestiegenen Ertragsanteile, aber auch ein sehr schlaues und intelligentes BZ-Verteilungsmodell, wo die Gemeinden, die sparsam wirtschaften, entlohnt werden, und der Umstand, dass überdurchschnittliche Strukturkosten wiederum die Bedarfszuweisungsmittel kürzen und die Gemeinden selbst an sich arbeiten müssen, damit sie die vollen BZ-Mittel ausschöpfen können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Den Grünen sei gesagt – im Übrigen, eine Sitzreihe bei den Grünen ist komplett leer, es sind nur mehr zwei oder drei Abgeordnete hier –: Ihr seid diejenigen, die am meisten die Gemeinden kritisieren, die die Gemeinden anschütten und sagen: Weg damit, zusammenlegen, reformieren, die sollen arbeiten lernen! Aber wenn ich mir den Zinnober vor Augen führe, der hier am Montag aufgeführt wurde: hundert Abstimmungen, 24 namentliche, bei den 24 wart ihr von den Grünen die Antragsteller, so kann ich, glaube ich, sagen, liebe Kollegen von den Grünen: Es hat kein einziger von euch mehr das Recht, eine Gemeinde zu kritisieren, solange ihr euch hier herinnen wie Kinder aufführt! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Öllinger: Völlig daneben!
Ich glaube, solange man sich hier herinnen so benimmt, so eine Art an den Tag legt, hat man in keiner Weise mehr das Recht, die Gemeinden zu kritisieren (Abg. Öllinger: Völlig daneben!), sollte sich ein Beispiel am Demokratieverständnis der Gemeinden nehmen (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und sollte, bevor man Kritik übt, an sich selbst arbeiten und hier ein gutes Beispiel abgeben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Ich glaube, solange man sich hier herinnen so benimmt, so eine Art an den Tag legt, hat man in keiner Weise mehr das Recht, die Gemeinden zu kritisieren (Abg. Öllinger: Völlig daneben!), sollte sich ein Beispiel am Demokratieverständnis der Gemeinden nehmen (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und sollte, bevor man Kritik übt, an sich selbst arbeiten und hier ein gutes Beispiel abgeben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, solange man sich hier herinnen so benimmt, so eine Art an den Tag legt, hat man in keiner Weise mehr das Recht, die Gemeinden zu kritisieren (Abg. Öllinger: Völlig daneben!), sollte sich ein Beispiel am Demokratieverständnis der Gemeinden nehmen (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und sollte, bevor man Kritik übt, an sich selbst arbeiten und hier ein gutes Beispiel abgeben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was ist mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die arbeitslos werden? – So etwas kann ja passieren im Zuge einer Wahl. Was ist mit der Rückerstattung der Pensionsbeiträge? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das müssen wir auch unbedingt klären, das werden wir auch in den nächsten Wochen und Monaten tun.
Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Rädler.
Meine Damen und Herren, es gehört ja wirklich diese Ungerechtigkeit beseitigt, dass ASVG-Versicherte schlechter behandelt werden, wo es Ruhensbestimmungen gibt, als die beamteten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. (Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist eine gemeinsame Aufgabe, der sollten wir uns gleich in den nächsten Wochen und Monaten des neuen Jahres widmen. Unsere Gemeindeverantwortlichen haben das wirklich verdient. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Ich rege an, vorerst einmal festzustellen, ob die eine Fraktion, die überhaupt abhanden gekommen ist, noch existiert. Vom BZÖ habe ich seit einer halben Stunde überhaupt niemanden mehr gesehen. Haben Sie Informationen, Herr Präsident, ob es die noch gibt? (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Ich habe keine, aber ich werde auch die Sitzung nicht wegen einer Suche unterbrechen. (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tatsache ist: Wenn ich etwas ändern will, dann muss ich zu den Inhalten gehen, und wenn ich die Leute dazu bringen will, dass sie lernen zu lesen, dann müssen die Leute auch lesen und nicht lernen zu lesen. Denn sofern ich auch ein Jahr lang Lernen lerne, werde ich am Schluss durch das Lernenlernen nichts gelernt haben, außer Lernen zu lernen. – Effekt null! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese ganzen strukturellen Kernfehler unseres Systems müssen wir ansprechen. Wenn wir das nicht tun, wenn wir dazu nicht bereit sind, dann ist es hohl und für die Leute nicht nur unbefriedigend, sondern – sagen wir einmal – politikerdeklassierend, immer wieder zu hören: Wir schützen, wir machen, wir anerkennen, wir wollen nicht, wir stabilisieren. Denn dann wissen die Leute, dass es nichts anderes ist als Gerede. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche mir abschließend – vielleicht nicht ein Wunsch ans Christkind, sondern an Sie, meine Damen und Herren Abgeordnete dieses Hauses –, dass wir auch immer wieder – und in den letzten drei Tagen habe ich sehr viele Forderungen gehört, die an den Staat und an die Ausgaben des Staates herangetragen werden – Folgendes bedenken: Wir sollten bei jeder Forderung daran denken, dass das Geld dafür vorher irgendwo im Staatshaushalt einzunehmen ist. Da sollten wir auch maßvoller damit umgehen und vielleicht überlegter unsere Forderungen stellen. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Aber auch die Abfertigung neu!
Wenn ich in diesem Zusammenhang aufgrund der damaligen politischen Fehlentscheidung die Performance der Pensionskassen anschaue, dann ist nicht einmal mehr das Geld drinnen, das ich einbezahlt habe. Da frage ich mich wirklich, wer diese Millionen in den Pensionskassen abgezockt hat und wohin diese Unsummen eigentlich geflossen sind. Ich glaube, da haben wir alle miteinander größten Handlungsbedarf, den Pensionskassen in dieser Sache den Kampf anzusagen. (Abg. Öllinger: Aber auch die Abfertigung neu!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
sion gehen und andere bis 62 bei immer geringer werdenden Pensionsansprüchen „hackeln“ gehen müssen. Es wäre ja gelacht, dass wir das nicht zusammenbringen, wenn wir das doch alle miteinander wollen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Auer hat sich heute schon bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses bedankt. Ich glaube, dem Kollegen Kogler – und vielleicht richten Sie es ihm aus – wäre es auch gut angestanden, er hätte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion dafür bedankt, dass sie unzählige Nachtstunden wegen seiner fast 13-stündigen Rede hier verbringen mussten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
mussten und für das, was der Herr Kogler verzapft hat, länger arbeiten mussten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Starke Gemeinden, starke Städte stärken den Gesamtstaat. Ich möchte mich der Wertschätzung der Verantwortlichen vor Ort, in den Gemeinden, durch Günther Kräuter anschließen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Das reicht nicht! Mehr!
Wenn man zusätzlich die Aufwendungen und Außenstände der ÖBB, ASFINAG und BIG in der Größenordnung von 30 Milliarden dazurechnet, sind das noch einmal 2,3 Milliarden. (Abg. Bucher: Das reicht nicht! Mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Sparen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist weder populär noch angenehm, aber unabdingbar notwendig. Wenn wir soziale Leistungen absichern wollen, müssen wir manche Dinge verändern. Das Budget mit 40 Prozent Neueinnahmen und 60 Prozent Einsparungen trägt dem Rechnung. Wer Gutes bewahren will, muss manches ändern – das hat dieses Budget als Ansatz. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir die Finanzierung unserer Zukunft in Infrastruktur, Forschung, Wissenschaft; Gesundheit und Pflege, in Universitäten und Bildung sicherstellen wollen, dann brauchen wir frisches Geld. Die Forderung nach einer strukturellen Steuerreform, wie sie auch von Bundeskanzler Werner Faymann in der „Pressestunde“ zuletzt erhoben wurde, ist mehr als gerechtfertigt, und die erforderlichen Vorarbeiten müssen unbedingt angegangen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: ... ein Gstanzl singen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Großruck. – Bitte. (Abg. Öllinger: ... ein Gstanzl singen!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Beide Maßnahmen, meine Damen und Herren, haben unserer Meinung nach positive verteilungspolitische Effekte und treffen Bevölkerungs- und Konsumentengruppen, denen diese Abgaben durchaus zumutbar sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich habe drei Wünsche: Ich wünsche der österreichischen Bevölkerung, dass sich die Wirtschaft sehr rasch erholt. Ich wünsche mir persönlich, dass Karl-Heinz Grasser angeklagt wird. Und ich wünsche Ihnen persönlich vor allem Gesundheit und ein besinnliches Weihnachtsfest. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir jedenfalls sind der Meinung, dass das vorliegende Budget eine verträgliche Antwort auf die vor uns liegende Zeit ist, und wir werden daher auch gerne zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach drei Tagen intensiver Beratungen hier im Hohen Haus und nach einigen Tagen Ausschussberatungen bleibt nur noch die Feststellung zu treffen, dass Rot und Schwarz, dass diese Bundesregierung diesen eingeschlagenen Irrweg weiter fortsetzen will und fortsetzen wird – zum Schaden Österreichs, zum Schaden der österreichischen Bevölkerung, aber vor allem zum Schaden vieler Familien, vieler Pflegebedürftiger in unserem Land und der sozial Schwachen in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie denken nicht in Alternativen. Sie denken nicht an die Zukunft unseres Landes, sondern, Herr Finanzminister, Sie tricksen und täuschen, wo Sie nur können. (Beifall beim BZÖ.) Und wenn man sich das ansieht (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh!) – Natürlich! Das erinnert an ein Hütchenspiel. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin ja kein Kärntner!) Sie kennen die Hütchenspiele? Da müssen Sie kein Kärntner sein, das können Niederösterreicher noch viel besser. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.) Ihr Onkel macht uns das ja förmlich vor, wie man Schulden versteckt. Aber Sie sind auf dem besten Weg, Ihren Onkel zu übertreffen, denn unter jedem Hütchen verstecken sich wieder Milliarden.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh!
Sie denken nicht in Alternativen. Sie denken nicht an die Zukunft unseres Landes, sondern, Herr Finanzminister, Sie tricksen und täuschen, wo Sie nur können. (Beifall beim BZÖ.) Und wenn man sich das ansieht (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh!) – Natürlich! Das erinnert an ein Hütchenspiel. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin ja kein Kärntner!) Sie kennen die Hütchenspiele? Da müssen Sie kein Kärntner sein, das können Niederösterreicher noch viel besser. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.) Ihr Onkel macht uns das ja förmlich vor, wie man Schulden versteckt. Aber Sie sind auf dem besten Weg, Ihren Onkel zu übertreffen, denn unter jedem Hütchen verstecken sich wieder Milliarden.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin ja kein Kärntner!
Sie denken nicht in Alternativen. Sie denken nicht an die Zukunft unseres Landes, sondern, Herr Finanzminister, Sie tricksen und täuschen, wo Sie nur können. (Beifall beim BZÖ.) Und wenn man sich das ansieht (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh!) – Natürlich! Das erinnert an ein Hütchenspiel. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin ja kein Kärntner!) Sie kennen die Hütchenspiele? Da müssen Sie kein Kärntner sein, das können Niederösterreicher noch viel besser. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.) Ihr Onkel macht uns das ja förmlich vor, wie man Schulden versteckt. Aber Sie sind auf dem besten Weg, Ihren Onkel zu übertreffen, denn unter jedem Hütchen verstecken sich wieder Milliarden.
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
Sie denken nicht in Alternativen. Sie denken nicht an die Zukunft unseres Landes, sondern, Herr Finanzminister, Sie tricksen und täuschen, wo Sie nur können. (Beifall beim BZÖ.) Und wenn man sich das ansieht (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh!) – Natürlich! Das erinnert an ein Hütchenspiel. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin ja kein Kärntner!) Sie kennen die Hütchenspiele? Da müssen Sie kein Kärntner sein, das können Niederösterreicher noch viel besser. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.) Ihr Onkel macht uns das ja förmlich vor, wie man Schulden versteckt. Aber Sie sind auf dem besten Weg, Ihren Onkel zu übertreffen, denn unter jedem Hütchen verstecken sich wieder Milliarden.
Beifall beim BZÖ.
Der Trick Nummer zwei, den wir im Zuge der Budgetberatungen aufdecken konnten, ist ein noch viel schlimmerer, meine sehr geehrten Damen und Herren, nämlich dass Sie die Kredite nicht in jenem Ausmaß zurückbezahlen wie Ihre Vorgänger, sondern dass Sie bei der Schuldentilgung, bei den Kreditrückzahlungen Kürzungen in der Größenordnung von 2,5 Milliarden € vornehmen und dadurch auch ein geringeres Budgetdefizit ausweisen. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!
Das erinnert schon sehr an Griechenland, wenn man solche Tricksereien an den Tag legt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!) Das ist Griechenland, meine sehr geehrten Damen und Herren! Erinnern wir uns: Griechenland hat über viele Jahre der Eu
Beifall beim BZÖ.
ropäischen Union völlig falsche Zahlen geliefert. Jetzt beginnt Finanzminister Pröll damit, die Österreicherinnen und Österreicher hinters Licht zu führen, aber auch die Europäische Union zu tricksen und zu täuschen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Koralm!
In Wirklichkeit ist das eine reine Budgetkosmetik, damit Sie mit diesem Budget nicht so belämmert dastehen, wie es sich in Wahrheit aber darstellen wird, wenn man vom Rechnungshof dann in ein oder zwei Jahren die Überprüfung bekommt. Dann werden viele die Augen öffnen. Dann werden Sie feststellen, dass wir uns in einer budgetären Todesspirale befinden, die sich stetig nach unten dreht. Sie verschieben damit sündteu- re Belastungen weiter in die Zukunft, die die nächsten Generationen zu bezahlen haben. (Abg. Dr. Moser: Koralm!)
Beifall beim BZÖ.
Hören Sie endlich einmal auf, zu reden und zu argumentieren, dass Sie jene Partei sind, die auf die Schulden und auf die nächsten Generationen schaut! Es hat noch nie in der Zweiten Republik einen Finanzminister gegeben, der einen so hohen Schuldenberg zu verantworten hat wie Sie, Herr Finanzminister, Herr Bankenminister Pröll! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt wäre es an der Zeit gewesen, für ein massives Verständnis zu sorgen, dass wir einen Reformkurs einschlagen müssen. Wenn wir es mit der Zukunft unseres Landes ernst meinen, wenn wir es mit der Jugend, mit den nächsten Generationen ernst meinen, dann bleibt es uns nicht erspart, aus Österreich mit diesem schwerfälligen Verwaltungsapparat einen modernen Dienstleistungsstaat mit einem modernen Zuschnitt zu machen, der für die nächsten Generationen auch finanzierbar ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nein, Sie gehen genau den entgegengesetzten Weg der Steuererhöhungen und Kürzungen bei den Beihilfen und Förderungen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie mästen die Banken, Sie mästen die ÖBB und Sie mästen die Europäische Union beziehungsweise die Reformländer der Europäischen Union und jene, die in marode Finanznöte geraten sind. – Das alles geht zulasten der Familien, das alles geht zulasten der Pflegebedürftigen und der sozial Schwächeren in unserem Land! (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Schlechte Rede!
Sie sollten – und das sollte vielleicht einmal eine denkwürdige Übung für Sie sein – vor den Spiegel treten und sich fragen, ob Sie in Anbetracht dieses Budgets, das Sie hier vorlegen, überhaupt noch ein Gewissen besitzen. Denn es kann ja nicht Ihr Ernst sein, dass Sie jetzt all jene zur Kasse bitten, die für diese Krise, in der sich die gesamte Europäische Union befindet, überhaupt nichts können. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Schlechte Rede!) – Nein, das ist keine schlechte Rede, Herr Finanzminister, das ist – ganz simpel gesagt – die Realität! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie sollten – und das sollte vielleicht einmal eine denkwürdige Übung für Sie sein – vor den Spiegel treten und sich fragen, ob Sie in Anbetracht dieses Budgets, das Sie hier vorlegen, überhaupt noch ein Gewissen besitzen. Denn es kann ja nicht Ihr Ernst sein, dass Sie jetzt all jene zur Kasse bitten, die für diese Krise, in der sich die gesamte Europäische Union befindet, überhaupt nichts können. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Schlechte Rede!) – Nein, das ist keine schlechte Rede, Herr Finanzminister, das ist – ganz simpel gesagt – die Realität! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Menschen empfinden das auch so. Sie haben kein Verständnis dafür, dass sie zur Kasse gebeten werden, nur weil die Regierenden in unserem Land noch immer nicht begriffen haben, welche Funktion und Aufgabe sie tatsächlich zu erfüllen haben. Das ist die Realität. Sie verstehen nicht, warum die Politik einen so riesigen, aufgeblähten, bürokratischen Verwaltungsstaat zulässt, der nicht mehr finanzierbar ist, den Sie nicht mehr „daheben“, den Sie nicht mehr bewegen können, weil Sie nur ein Interesse haben, nämlich dass Ihre schwarzen Beamten in unserem Staat über die nächsten Generationen weiter gefüttert werden. (Beifall beim BZÖ.) Das ist die eigentliche Realität, vor der wir stehen und vor der wir uns fürchten, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Beifall beim BZÖ.
Wir brauchen in Zukunft, wenn wir das Land wettbewerbsfähig erhalten wollen, Initiativen zur Förderung der Familien, zur Förderung der Bildung und Geld für Forschung, Entwicklung und Innovation. Nur an diesen drei Säulen hängt die Zukunft unseres Landes. Das sollte Ihnen bewusst sein. Und gerade dort nehmen Sie Kürzungen vor – zum Nachteil des Wirtschaftsstandortes und der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Wohlstandsverteilung innerhalb der Europäischen Union wird uns, wenn Sie so weitermachen, viele, viele Milliarden Euro kosten. Und diese politische Auseinandersetzung wird dann nicht mehr im Parlament, sondern auf der Straße stattfinden, wenn Sie nicht hier im Hohen Haus endlich zur Vernunft kommen und die richtige Entscheidung treffen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Ja, wie wollen Sie denn in Zukunft die Schulden abtragen, wenn wir mit der Steuerbelastung schon am Plafond sind? Was für Maßnahmen haben Sie, um das Budget noch einigermaßen in den Griff zu bekommen? Es gibt keine andere Möglichkeit mehr, als endlich die Reformen anzugehen, aus Österreich einen modernen Dienstleistungsstaat zu machen, die Bürokratie abzubauen und vor allem die Bevölkerung zu entlasten, damit sich Leistung wieder lohnt und wir auf unser Land wieder stolz sein können. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Klatscht nur zu den Belastungen! Da wird noch applaudiert zu den Familienbelastungen!
Damit ist das Budget für das Jahr 2011 verabschiedet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Klatscht nur zu den Belastungen! Da wird noch applaudiert zu den Familienbelastungen!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Allgemeiner Beifall.
Es wird daher so vorgegangen. Die Frau Präsidentin verliest das Amtliche Protokoll. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Der Entschließungsantrag Beilage 1/1 EA wird abgelehnt.“ (Unruhe im Saal.) – Jetzt geht es wieder von vorne los, ich muss noch um etwas Geduld bitten. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Der Entschließungsantrag Beilage 1/30 EA wird abgelehnt.“ (Unruhe im Saal.) – Es hilft nichts. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Der Entschließungsantrag Beilage 1/33 EA wird abgelehnt.“ (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)