Eckdaten:
Für die 154. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1448 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der FPÖ.
Ein Thema, das mir besonders abgeht, ist die Bekämpfung der kalten Progression, wo wir seit Jahren hören und auch in den Reden des Finanzministers immer wieder gehört haben, dass man die kalte Progression bekämpfen müsse. Aber es geschieht nichts! Wahrscheinlich ist die kalte Progression auch dem Computervirus zum Opfer gefallen, anders kann ich es mir nicht erklären, dass wir hier im Budget die Bekämpfung der kalten Progression nicht vorfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jede Verbesserung, die in den letzten Jahren umgesetzt worden ist, wird ja durch die kalte Progression wieder zunichtegemacht, und natürlich muss es unser Interesse sein, die Steigerung der Kaufkraft auch nachhaltig für die österreichische Bevölkerung zu gewährleisten. Eigentlich hätte das im Rahmen dieser großartigen Steuerreform schon erfolgen müssen, da waren aber leider die Registrierkassen, Herr Finanzminister, für Sie offensichtlich wichtiger, als etwas Konkretes, Nachhaltiges für die Menschen in diesem Land zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Betreffend Einmalzahlungen für die Pensionisten: Das ist wieder einmal so ein Ansatz, wo man erkennen kann, dass für die Pensionisten leider Gottes keine nachhaltige Erhöhung sichergestellt wird. Das sind gerade jene Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, die in den Nachkriegsjahren dafür Sorge getragen haben, dass unser Land wieder aufgebaut wurde, letztlich auch in die Gänge gebracht wurde. Heute schrammen viele Pensionisten an der Armutsgrenze. Ich sage, genau da hätten wir eine besondere Verantwortung für diese Menschen, die unser Land aufgebaut haben (Beifall bei der FPÖ), die unermüdlich gearbeitet haben, nachhaltig Pensionserhöhungen dahin gehend sicherzustellen, dass natürlich laufend eine Pensionspreisindexanpassung gerade für Pensionisten sichergestellt wird. Das ist leider nicht der Fall. Das ist schon irgendwie auch zum Genieren, weil diese Menschen leider immer wieder im Stich gelassen werden.
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich ist das immer wieder so ein Debatte, die wir erleben, wo man fast den Eindruck hat, ja nicht nur den Eindruck hat, es ist so, dass die Bundesregierung immer wieder versucht, darzustellen, dass diese Migrationswelle der österreichischen Bevölkerung und dem Land etwas bringt. Das ist eine gewisse ideologische Stoßrichtung, die man immer wieder auch von der österreichischen Regierung vernehmen kann, dass da große positive Effekte zu erwarten seien. Und was die negativen Effekte der Massenzuwanderung betrifft, betreibt die Regierung sehr wohl immer wieder eine gezielte Desinformationspolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage daher ganz klar: Österreich ist weder das Arbeitsmarktservice noch das Sozialamt für Migranten aus aller Herren Länder. Da haben wir längst eine finanzielle, soziale, sicherheits- und gesellschaftspolitische Belastbarkeitsgrenze erreicht beziehungsweise ist sie längst überschritten. Da gehört natürlich auch konsequent gegengesteuert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich vermisse daher auch den konsequenten Ansatz der Regierung – das hat ja auch der Herr Verteidigungsminister durchaus kritisch angemerkt –, nämlich dass man dann, wenn es darum geht, dass viele Personen zu uns gekommen sind, die in Wirklichkeit rechtswidrig hier sind, die nicht Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention sind, die aus wirtschaftlichen Überlegungen hierhergekommen sind, konsequent im Sinne des Rechts auch jene, die rechtswidrig zu uns gekommen sind, daher auch kein Recht auf Asyl haben, wieder nach Hause schickt und auch eine Heimschickung sicherstellt. Nein! Das findet zum großen Teil nicht statt. Das ist natürlich auch ein Versagen dieser Regierung, aber vor allen Dingen auch des Außenministers bis zu einem gewissen Grad, weil er bis heute offenbar Rücknahmeabkommen mit diversen Ländern nicht verhandelt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So gesehen wird es wirklich spannend sein, wie lange diese Regierung überhaupt noch Bestand haben kann, denn bei der Entwicklung, wie wir sie heute erleben, ist in Wirklichkeit nur eine rasche Neuwahl der einzig richtige und konsequente Schritt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind die wesentlichen Herausforderungen. Arbeitslosigkeit ist wohl die größte Herausforderung; da haben wir auch strukturelle Probleme. Arbeitslosigkeit ist aber vor allem nicht nur eine Budgetfrage oder eine statistische Frage, sondern Arbeitslosigkeit ist ein individuelles Problem, denn es stellt jeden Einzelnen, der davon betroffen ist, vor große Probleme, und nicht nur vor wirtschaftliche Probleme. Arbeit als wesentliches Merkmal der Inklusion in der Gesellschaft bedeutet umgekehrt: Wer arbeitslos ist, hat auch die Angst, dass er von der Gesellschaft ausgegrenzt wird. Und allein der tiefe Glaube, dass Arbeit den Menschen Sinn gibt und dass die Menschen arbeiten wollen, ist die sozialdemokratische Triebfeder für alles wirtschaftliche und budgetpolitische Handeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Wo ist denn das budgetiert?
Wir haben nämlich ein Programm, das beinhaltet, dass sich jeder Jugendliche bis 18 Jahre verpflichten muss, eine Ausbildung zu machen, aber der Staat sich auch verpflichtet und garantiert, dass jeder junge Mensch bis 25 eine Ausbildung oder einen Arbeits- oder auch Studienplatz bekommt. (Abg. Kickl: Wo ist denn das budgetiert?) – In der richtigen Untergliederung. (Abg. Kickl: Sind Sie ganz sicher? Da sind Sie ganz sicher, dass das budgetiert ist?) Wenn Sie einmal nachschauen: Nehmen Sie den Stick, stecken Sie ihn hinein, und schauen Sie auf Ihrem Laptop nach, wo es steht, dann werden Sie es auch finden! (Abg. Kickl: Das steht nämlich nirgends, Herr Schieder! Lug und Trug! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Sind Sie ganz sicher? Da sind Sie ganz sicher, dass das budgetiert ist?
Wir haben nämlich ein Programm, das beinhaltet, dass sich jeder Jugendliche bis 18 Jahre verpflichten muss, eine Ausbildung zu machen, aber der Staat sich auch verpflichtet und garantiert, dass jeder junge Mensch bis 25 eine Ausbildung oder einen Arbeits- oder auch Studienplatz bekommt. (Abg. Kickl: Wo ist denn das budgetiert?) – In der richtigen Untergliederung. (Abg. Kickl: Sind Sie ganz sicher? Da sind Sie ganz sicher, dass das budgetiert ist?) Wenn Sie einmal nachschauen: Nehmen Sie den Stick, stecken Sie ihn hinein, und schauen Sie auf Ihrem Laptop nach, wo es steht, dann werden Sie es auch finden! (Abg. Kickl: Das steht nämlich nirgends, Herr Schieder! Lug und Trug! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Das steht nämlich nirgends, Herr Schieder! Lug und Trug! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir haben nämlich ein Programm, das beinhaltet, dass sich jeder Jugendliche bis 18 Jahre verpflichten muss, eine Ausbildung zu machen, aber der Staat sich auch verpflichtet und garantiert, dass jeder junge Mensch bis 25 eine Ausbildung oder einen Arbeits- oder auch Studienplatz bekommt. (Abg. Kickl: Wo ist denn das budgetiert?) – In der richtigen Untergliederung. (Abg. Kickl: Sind Sie ganz sicher? Da sind Sie ganz sicher, dass das budgetiert ist?) Wenn Sie einmal nachschauen: Nehmen Sie den Stick, stecken Sie ihn hinein, und schauen Sie auf Ihrem Laptop nach, wo es steht, dann werden Sie es auch finden! (Abg. Kickl: Das steht nämlich nirgends, Herr Schieder! Lug und Trug! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aufgestockt wird auch die FacharbeiterInnen-Intensivausbildung, damit auch Arbeitssuchende ab 18 Jahren einen Lehrabschluss machen können, und das Fachkräftestipendium wird auch wieder eingeführt. Davon werden übrigens in den nächsten drei Jahren insgesamt 6 500 Leute profitieren. Genau deshalb ist es auch wichtig zu betonen, dass dieser Bereich, nämlich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Eröffnung von Ausbildungschancen, die Ermöglichung von Ausbildungs- und Bildungschancen für die junge Generation, ein zentrales Herzstück des Budgets ist und auch ein zentrales Herzstück aus sozialdemokratischer Sicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
in diesen Bereich investiert als Österreich. Da sehen wir auch, dass es für uns ganz wichtig ist, zu investieren, aber im richtigen Bereich zu investieren und viel zu investieren, nämlich in eine gute Infrastruktur, die letztlich Arbeitsplätze schafft und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so positiv gestaltet, dass Österreichs Wirtschaft optimal davon profitieren kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Es wird jeder vierte Euro für Pensionen ausgegeben!
Ich habe schon zuvor von der finanziellen Nachhaltigkeit gesprochen; es wird aber immer wieder von jenen, die das Budget nicht ganz korrekt gelesen haben, behauptet, dass die Pensionen zum Beispiel einer dieser großen Kostentreiber wären. Wenn man ins Budget schaut, dann sieht man (Abg. Loacker: Es wird jeder vierte Euro für Pensionen ausgegeben!), dass der Budgetbeitrag zum Pensionssystem – also jenes Geld, das der öffentliche Haushalt der Pensionskassa zuschießen muss – 2017 um 870 Millionen € im Vergleich zur Planung des Frühjahrs, zu dem, was wir hier im Frühjahr besprochen haben, sinkt; 870 Millionen € weniger (Zwischenruf des Abg. Loacker) in den Pensionstopf durch den Staat, weil das System ein ausgeglichenes ist. Das kann jeder nachlesen. Nehmen Sie den Finanzrahmenplan her, nehmen Sie das Budget her, vergleichen Sie die beiden Zahlen, und Sie werden sehen: 870 Millionen € weniger!
Zwischenruf des Abg. Loacker
Ich habe schon zuvor von der finanziellen Nachhaltigkeit gesprochen; es wird aber immer wieder von jenen, die das Budget nicht ganz korrekt gelesen haben, behauptet, dass die Pensionen zum Beispiel einer dieser großen Kostentreiber wären. Wenn man ins Budget schaut, dann sieht man (Abg. Loacker: Es wird jeder vierte Euro für Pensionen ausgegeben!), dass der Budgetbeitrag zum Pensionssystem – also jenes Geld, das der öffentliche Haushalt der Pensionskassa zuschießen muss – 2017 um 870 Millionen € im Vergleich zur Planung des Frühjahrs, zu dem, was wir hier im Frühjahr besprochen haben, sinkt; 870 Millionen € weniger (Zwischenruf des Abg. Loacker) in den Pensionstopf durch den Staat, weil das System ein ausgeglichenes ist. Das kann jeder nachlesen. Nehmen Sie den Finanzrahmenplan her, nehmen Sie das Budget her, vergleichen Sie die beiden Zahlen, und Sie werden sehen: 870 Millionen € weniger!
Zwischenruf des Abg. Walser.
Abschließend noch zur Bildung: Das ist die Investition in die Zukunft Österreichs. Da haben wir 8,6 Milliarden € im Voranschlag, das sind insgesamt 300 Millionen € mehr. Der Ausbau von Ganztagsschulen, der Ausbau von Neuen Mittelschulen, steigende Lehrergehälter beziehungsweise auch eine steigende Zahl von Lehrerinnen und Lehrern, das ganze gepaart mit einer Bildungsreform – ich sage nur: Schulautonomie, mehr Entscheidungen vor Ort –, eine Strukturreform, die auch auf den Weg kommt, sind meiner Meinung nach wichtige Punkte. (Zwischenruf des Abg. Walser.)
Abg. Brunner: Aber Sie kennen schon die Definition von „nachhaltig“?
Zusammenfassend – wir werden ja noch die nächsten Tage jedes Detail des Budgets diskutieren – muss man sagen: Im Großen betrachtet, sind Österreichs Finanzen nachhaltig, ist Österreichs Budget nachhaltig. Noch viel wichtiger ist aber: Österreich ist sozial stabil und nachhaltig und nimmt sich die notwendigen Zukunftsinvestitionen nicht nur vor (Abg. Brunner: Aber Sie kennen schon die Definition von „nachhaltig“?), sondern kann sie auch finanzieren. Das ist Budgetpolitik mit sozialdemokratischer Handschrift! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend – wir werden ja noch die nächsten Tage jedes Detail des Budgets diskutieren – muss man sagen: Im Großen betrachtet, sind Österreichs Finanzen nachhaltig, ist Österreichs Budget nachhaltig. Noch viel wichtiger ist aber: Österreich ist sozial stabil und nachhaltig und nimmt sich die notwendigen Zukunftsinvestitionen nicht nur vor (Abg. Brunner: Aber Sie kennen schon die Definition von „nachhaltig“?), sondern kann sie auch finanzieren. Das ist Budgetpolitik mit sozialdemokratischer Handschrift! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
oder der Klimaschutz ist, werden da nicht getroffen, und das ist bedauerlich. Das Dominanteste in diesem Budget ist, so wie bereits im Mai, ein überdimensioniertes Sicherheits- und Verteidigungsbudget. Dort sind die größten Akzente gesetzt worden, aber im Bereich Zukunftsinvestitionen ist das mit Sicherheit nicht der Fall. Ich werde das noch im Detail begründen; im Grunde ist das schade. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Walter Rosenkranz: Na, nicht einmal das!
Das Gleiche gilt für die Bildungsreform: Wir haben jetzt gerade gehört, das sei alles auf Schiene, aber de facto haben wir gerade einmal die strukturelle Lücke, das strukturelle Defizit im Bildungsbereich geschlossen (Abg. Walter Rosenkranz: Na, nicht einmal das!), das von uns ohnehin immer angesprochen wurde, mit dem Hinweis, dass es das geben wird. Von tatsächlichen Strukturreformen und dem Umstand, dass das Geld im Klassenzimmer ankommt, sind wir wirklich noch Monate entfernt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Gleiche gilt für die Bildungsreform: Wir haben jetzt gerade gehört, das sei alles auf Schiene, aber de facto haben wir gerade einmal die strukturelle Lücke, das strukturelle Defizit im Bildungsbereich geschlossen (Abg. Walter Rosenkranz: Na, nicht einmal das!), das von uns ohnehin immer angesprochen wurde, mit dem Hinweis, dass es das geben wird. Von tatsächlichen Strukturreformen und dem Umstand, dass das Geld im Klassenzimmer ankommt, sind wir wirklich noch Monate entfernt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
bare Energien, und sie ist nicht mehr aufzuhalten. Und die Länder, die jetzt nicht dabei sind, versäumen wirklich wahnsinnige Chancen: einerseits, um für ihre Bevölkerung zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen, andererseits, um Investitionen für die Wirtschaft anzubieten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Damit müssen wir uns auseinandersetzen, wir können hier nicht einfach wegschauen, wenn die gesamte Staatengemeinschaft jetzt in eine Richtung unterwegs ist. Selbst amerikanische Bundesstaaten haben sich anders als Trump geäußert. Sie sagen: Wir sind bei dieser Energiewende mit dabei! – Und das ist das, was wir unserer Jugend wirklich schuldig sind: zukunftssichere Arbeitsplätze und den Umbau unserer Gesellschaft in Richtung Sicherheit, nämlich Sicherheit unserer Lebensgrundlagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, es wäre doch hinzubekommen, in den nächsten zwei, drei Tagen noch mit Entschließungsanträgen beziehungsweise mit konkreten Abänderungsanträgen dieses Budget in Richtung Zukunftstauglichkeit zumindest ein wenig umzuschreiben. Das ist auch mein Appell an alle umweltschutz- und klimaschutzinteressierten Abgeordneten dieses Hauses. Sie alle haben Paris ratifiziert – bis auf die Freiheitliche Partei, die hat das nicht gemacht –, und wir sind damit eine große Verpflichtung eingegangen, der wir auch im Budget nachkommen müssen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gerhard Schmid. – Abg. Glawischnig-Piesczek: In der Bildung auch!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, dass Klubobfrau Glawischnig erkannt hat, dass wir einen Schwerpunkt auf Sicherheit setzen. Gerade in dieser Zeit ist das notwendig, Frau Klubobfrau Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gerhard Schmid. – Abg. Glawischnig-Piesczek: In der Bildung auch!)
Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.
Jetzt zu den US-amerikanischen Wahlen: Also jene, die sich wegen TTIP Sorgen gemacht haben, kann man jetzt beruhigen, denn heute in der Früh hat der gewählte US-Präsident Trump via Twitter ganz klar gesagt: Twitter ist vorbei, und vom Freihandel hält er insgesamt ohnehin nicht viel. (Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.) – Twitter ist nicht vorbei, TTIP ist vorbei! (Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.) – TPP, meint der Herr Vizekanzler, ist vorbei, dieses transatlantische Abkommen ist Geschichte (Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!), aber die Frage ist, ob das gut ist für die Europäische Union (Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!), denn der Nationalismus nimmt überall zu: Russland ist aus der internationalen Strafgerichtsbarkeit ausgetreten; China hat immer eine nationalistische Politik betrieben. Und wenn man sich die Entwicklung eines Beitrittskandidaten – noch ist die Türkei Beitrittskandidat – ansieht und sieht, was dort gesellschaftspolitisch passiert, was dort rechtsstaatlich passiert, dann muss man sagen: Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen keinen Schwerpunkt auf Sicherheit gesetzt hätte, dann hätte diese Bundesregierung einen schweren Fehler gemacht, Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP.)
Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.
Jetzt zu den US-amerikanischen Wahlen: Also jene, die sich wegen TTIP Sorgen gemacht haben, kann man jetzt beruhigen, denn heute in der Früh hat der gewählte US-Präsident Trump via Twitter ganz klar gesagt: Twitter ist vorbei, und vom Freihandel hält er insgesamt ohnehin nicht viel. (Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.) – Twitter ist nicht vorbei, TTIP ist vorbei! (Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.) – TPP, meint der Herr Vizekanzler, ist vorbei, dieses transatlantische Abkommen ist Geschichte (Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!), aber die Frage ist, ob das gut ist für die Europäische Union (Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!), denn der Nationalismus nimmt überall zu: Russland ist aus der internationalen Strafgerichtsbarkeit ausgetreten; China hat immer eine nationalistische Politik betrieben. Und wenn man sich die Entwicklung eines Beitrittskandidaten – noch ist die Türkei Beitrittskandidat – ansieht und sieht, was dort gesellschaftspolitisch passiert, was dort rechtsstaatlich passiert, dann muss man sagen: Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen keinen Schwerpunkt auf Sicherheit gesetzt hätte, dann hätte diese Bundesregierung einen schweren Fehler gemacht, Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!
Jetzt zu den US-amerikanischen Wahlen: Also jene, die sich wegen TTIP Sorgen gemacht haben, kann man jetzt beruhigen, denn heute in der Früh hat der gewählte US-Präsident Trump via Twitter ganz klar gesagt: Twitter ist vorbei, und vom Freihandel hält er insgesamt ohnehin nicht viel. (Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.) – Twitter ist nicht vorbei, TTIP ist vorbei! (Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.) – TPP, meint der Herr Vizekanzler, ist vorbei, dieses transatlantische Abkommen ist Geschichte (Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!), aber die Frage ist, ob das gut ist für die Europäische Union (Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!), denn der Nationalismus nimmt überall zu: Russland ist aus der internationalen Strafgerichtsbarkeit ausgetreten; China hat immer eine nationalistische Politik betrieben. Und wenn man sich die Entwicklung eines Beitrittskandidaten – noch ist die Türkei Beitrittskandidat – ansieht und sieht, was dort gesellschaftspolitisch passiert, was dort rechtsstaatlich passiert, dann muss man sagen: Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen keinen Schwerpunkt auf Sicherheit gesetzt hätte, dann hätte diese Bundesregierung einen schweren Fehler gemacht, Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!
Jetzt zu den US-amerikanischen Wahlen: Also jene, die sich wegen TTIP Sorgen gemacht haben, kann man jetzt beruhigen, denn heute in der Früh hat der gewählte US-Präsident Trump via Twitter ganz klar gesagt: Twitter ist vorbei, und vom Freihandel hält er insgesamt ohnehin nicht viel. (Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.) – Twitter ist nicht vorbei, TTIP ist vorbei! (Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.) – TPP, meint der Herr Vizekanzler, ist vorbei, dieses transatlantische Abkommen ist Geschichte (Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!), aber die Frage ist, ob das gut ist für die Europäische Union (Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!), denn der Nationalismus nimmt überall zu: Russland ist aus der internationalen Strafgerichtsbarkeit ausgetreten; China hat immer eine nationalistische Politik betrieben. Und wenn man sich die Entwicklung eines Beitrittskandidaten – noch ist die Türkei Beitrittskandidat – ansieht und sieht, was dort gesellschaftspolitisch passiert, was dort rechtsstaatlich passiert, dann muss man sagen: Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen keinen Schwerpunkt auf Sicherheit gesetzt hätte, dann hätte diese Bundesregierung einen schweren Fehler gemacht, Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt zu den US-amerikanischen Wahlen: Also jene, die sich wegen TTIP Sorgen gemacht haben, kann man jetzt beruhigen, denn heute in der Früh hat der gewählte US-Präsident Trump via Twitter ganz klar gesagt: Twitter ist vorbei, und vom Freihandel hält er insgesamt ohnehin nicht viel. (Abg. Strache: „Twitter ist vorbei“?! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Allgemeine Heiterkeit.) – Twitter ist nicht vorbei, TTIP ist vorbei! (Vizekanzler Mitterlehner: TPP! – Unruhe im Sitzungssaal.) – TPP, meint der Herr Vizekanzler, ist vorbei, dieses transatlantische Abkommen ist Geschichte (Abg. Krainer: Nein, transpazifisch! – Vizekanzler Mitterlehner: Transpazifisch!), aber die Frage ist, ob das gut ist für die Europäische Union (Abg. Krainer: Das ist wie Neusiedler See und Bodensee!), denn der Nationalismus nimmt überall zu: Russland ist aus der internationalen Strafgerichtsbarkeit ausgetreten; China hat immer eine nationalistische Politik betrieben. Und wenn man sich die Entwicklung eines Beitrittskandidaten – noch ist die Türkei Beitrittskandidat – ansieht und sieht, was dort gesellschaftspolitisch passiert, was dort rechtsstaatlich passiert, dann muss man sagen: Wenn man bei diesen Rahmenbedingungen keinen Schwerpunkt auf Sicherheit gesetzt hätte, dann hätte diese Bundesregierung einen schweren Fehler gemacht, Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lugar: Im Budget?
Dieses Budget, über das wir hier abstimmen, berücksichtigt natürlich die Auswirkungen, die es gibt, denn wenn in Aleppo, Raqqa, Mossul oder Kabul Bomben fallen, dann spüren wir das. (Abg. Lugar: Im Budget?) Wir haben es im letzten Jahr, 2015, massiv gespürt, bei dieser Flüchtlingswelle, die Österreich voll erreicht hat. Das verlangt von uns entsprechende Maßnahmen, und dieses Budget 2017 ist dieser rot-weiß-rote Sicherheitsgurt, den wir in dieser Phase brauchen. Dieser rot-weiß-rote Sicherheitsgurt ist das Budget 2017, denn wir geben tatsächlich viel mehr Geld für die Sicherheit im Land aus.
Abg. Kickl: Bravo!
Wir brauchen auch ein Ergebnis bei der Mindestsicherung. Diese Kostenexplosion ist von uns einzudämmen. Wir brauchen die Differenzierung zwischen jenen, die hier im Land leben, und jenen, die zu uns kommen. (Abg. Kickl: Bravo!) Diese Differenzierung ist gerechtfertigt, meine Damen und Herren, wir müssen sie umsetzen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Wir brauchen auch ein Ergebnis bei der Mindestsicherung. Diese Kostenexplosion ist von uns einzudämmen. Wir brauchen die Differenzierung zwischen jenen, die hier im Land leben, und jenen, die zu uns kommen. (Abg. Kickl: Bravo!) Diese Differenzierung ist gerechtfertigt, meine Damen und Herren, wir müssen sie umsetzen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Abg. Kickl: Lang hat’s …! – Abg. Loacker: … Landeshauptleuten!
Wir dürfen nicht warten, bis ein Bundesland nach dem anderen – Niederösterreich hat gezeigt, wie es geht – hier zu einer Umsetzung kommt (Abg. Kickl: Lang hat’s …! – Abg. Loacker: … Landeshauptleuten!), und wir müssen auch mehr Mittel für Integration ausgeben. Im Budget 2017 erhöht sich der Betrag von 54 Millionen € auf immerhin 92 Millionen €, denn ohne Deutschkenntnisse gibt es keine Integration! Wir
Beifall bei der ÖVP.
müssen alles tun, dass die Menschen, die zu uns kommen, den Einstieg in das Arbeitsleben schaffen. Jene, die den Einstieg in das Arbeitsleben nicht schaffen, müssen auch bereit sein, gemeinnützige Arbeit zu leisten. Wenn wir bereit sind, Sozialleistungen zur Verfügung zu stellen, muss bei ihnen die Bereitschaft da sein, wenn sie den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht schaffen, durch gemeinnützige Arbeit hier ihren Beitrag für Österreich zu leisten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: … Unfug!
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, hat Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner einige ganz konkrete Initiativen gesetzt, die in diesem Budget abgebildet sind. Wir tun etwas für Klein- und Mittelbetriebe. Meine Damen und Herren, diese Investitionszuwachsprämie, die hier mit 175 Millionen € für die nächsten zwei Jahre vorgesehen ist (Abg. Öllinger: … Unfug!), soll 25 000 Arbeitsplätze schaffen und ein Investitionsvolumen von mehr als 1 Milliarde € schaffen. (Abg. Öllinger: … Kuckucksei!) Das ist ganz wichtig! Wichtig sind auch die 175 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Loacker), die hier im Zuge des Finanzausgleichs für die Kommunen vorgesehen sind, denn auch die öffentliche Hand hat hier eine Aufgabe, wenn es um Investitionen geht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
Abg. Öllinger: … Kuckucksei!
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, hat Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner einige ganz konkrete Initiativen gesetzt, die in diesem Budget abgebildet sind. Wir tun etwas für Klein- und Mittelbetriebe. Meine Damen und Herren, diese Investitionszuwachsprämie, die hier mit 175 Millionen € für die nächsten zwei Jahre vorgesehen ist (Abg. Öllinger: … Unfug!), soll 25 000 Arbeitsplätze schaffen und ein Investitionsvolumen von mehr als 1 Milliarde € schaffen. (Abg. Öllinger: … Kuckucksei!) Das ist ganz wichtig! Wichtig sind auch die 175 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Loacker), die hier im Zuge des Finanzausgleichs für die Kommunen vorgesehen sind, denn auch die öffentliche Hand hat hier eine Aufgabe, wenn es um Investitionen geht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
Zwischenruf des Abg. Loacker
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, hat Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner einige ganz konkrete Initiativen gesetzt, die in diesem Budget abgebildet sind. Wir tun etwas für Klein- und Mittelbetriebe. Meine Damen und Herren, diese Investitionszuwachsprämie, die hier mit 175 Millionen € für die nächsten zwei Jahre vorgesehen ist (Abg. Öllinger: … Unfug!), soll 25 000 Arbeitsplätze schaffen und ein Investitionsvolumen von mehr als 1 Milliarde € schaffen. (Abg. Öllinger: … Kuckucksei!) Das ist ganz wichtig! Wichtig sind auch die 175 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Loacker), die hier im Zuge des Finanzausgleichs für die Kommunen vorgesehen sind, denn auch die öffentliche Hand hat hier eine Aufgabe, wenn es um Investitionen geht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
Abg. Rossmann: Wollt ihr die Arbeitslosen verhungern lassen?!
Der neue Sektor, nämlich die Start-ups, die hier auch schon von uns behandelt worden sind, ist immerhin mit 62 Millionen € im Budget berücksichtigt; 185 Millionen € wollen wir in diesen Bereich investieren. Grundlage ist eine Wirtschaft, die floriert, und hoffentlich eine Arbeitslosigkeit, die zurückgeht, denn das müssen wir auch sehen: Wir brauchen in diesem nächsten Budget zusätzlich wieder 500 Millionen € – 500 Millionen €! – für den Arbeitsmarktbereich. Wir stellen dort bereits mit 8,6 Milliarden € – 8,6 Milliarden €! – eine riesige Summe zur Verfügung! (Abg. Rossmann: Wollt ihr die Arbeitslosen verhungern lassen?!) Das ist leider der Unterschied zu Deutschland, wo die Arbeitslosigkeit zurückgeht und wo es Finanzminister Schäuble schon geschafft hat, ohne Neuverschuldung auszukommen. Der Finanzminister arbeitet hart an diesem Ziel. Er kann es aber nur dann erreichen, wenn er die Unterstützung der gesamten Bundesregierung hat und auch unsere Unterstützung hier im Haus, wenn er an diesem Ziel festhält. Wir müssen an diesem Ziel festhalten, einmal ein Budget ohne Neuverschuldung zu erreichen. Das muss uns gelingen!
Abg. Brosz: Der Klimaschutz ist euch nicht aufgefallen?!
Es kann uns aber nur dann gelingen, wenn wir auch bereit sind, bei den Kostentreibern Reformen zu machen. Ich weiß nicht, ob es so positiv ist, wenn wir heuer erstmals ein Budget verabschieden, in dem wir für die ÖBB mehr als 5 Milliarden € – mehr als 5 000 Millionen €! – benötigen, nur für diesen Bereich! (Abg. Brosz: Der Klimaschutz ist euch nicht aufgefallen?!) Das ist, meine Damen und Herren, schon eine stolze Summe, und da gäbe es genug an Reformen, wenn ich nur an die Sonderpensionsrechte (Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Weninger) und an andere Bereiche denke. Da brauchen wir Reformbereitschaft im gesamten Haus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Weninger
Es kann uns aber nur dann gelingen, wenn wir auch bereit sind, bei den Kostentreibern Reformen zu machen. Ich weiß nicht, ob es so positiv ist, wenn wir heuer erstmals ein Budget verabschieden, in dem wir für die ÖBB mehr als 5 Milliarden € – mehr als 5 000 Millionen €! – benötigen, nur für diesen Bereich! (Abg. Brosz: Der Klimaschutz ist euch nicht aufgefallen?!) Das ist, meine Damen und Herren, schon eine stolze Summe, und da gäbe es genug an Reformen, wenn ich nur an die Sonderpensionsrechte (Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Weninger) und an andere Bereiche denke. Da brauchen wir Reformbereitschaft im gesamten Haus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es kann uns aber nur dann gelingen, wenn wir auch bereit sind, bei den Kostentreibern Reformen zu machen. Ich weiß nicht, ob es so positiv ist, wenn wir heuer erstmals ein Budget verabschieden, in dem wir für die ÖBB mehr als 5 Milliarden € – mehr als 5 000 Millionen €! – benötigen, nur für diesen Bereich! (Abg. Brosz: Der Klimaschutz ist euch nicht aufgefallen?!) Das ist, meine Damen und Herren, schon eine stolze Summe, und da gäbe es genug an Reformen, wenn ich nur an die Sonderpensionsrechte (Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Weninger) und an andere Bereiche denke. Da brauchen wir Reformbereitschaft im gesamten Haus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: … Sonderpensionsrechte der Oesterreichischen Nationalbank Thema!
Unser Ziel muss es sein, dass Österreich an der Spitze der EU-Staaten bleibt und nicht zurückfällt. Wir müssen an der Spitze bleiben, wenn es um unseren Sozialstaat geht, wenn es um unser Gesundheitssystem geht, wenn es um den Arbeitsmarkt geht. (Abg. Strache: … Sonderpensionsrechte der Oesterreichischen Nationalbank Thema!) An
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: … Koalitionsverhältnis überdenken!
der Spitze können wir nur dann bleiben, wenn wir auch Reformen machen. Wir als Österreichische Volkspartei sind dazu bereit. Wir laden alle Fraktionen, insbesondere unseren Regierungspartner ein, uns dabei zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: … Koalitionsverhältnis überdenken!)
Abg. Strache: Wollen Sie Ihr Sakko nicht ausziehen? Ich kann das nicht lesen! – Abg. Strolz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich werde mich dann frei machen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Klubobmann Dr. Strolz. – Bitte. (Abg. Strache: Wollen Sie Ihr Sakko nicht ausziehen? Ich kann das nicht lesen! – Abg. Strolz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich werde mich dann frei machen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nicht so ungeduldig, H.-C. Strache! Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger! Liebe Steuerzahler, die zuschauen! Diese Budgetdebatte soll noch einmal auf einen Blick veranschaulichen, wohin Österreich im nächsten Jahr geht. Ich möchte schildern, warum ich davon überzeugt bin, dass dieses Budget, Herr Finanzminister, nicht gut ist für Österreich. Es ist nicht gut für die Bevölkerung dieses Landes. Es wird den Menschen nicht guttun!
Ruf bei der ÖVP: Da war er acht Jahre alt!
Das hat vor allem damit zu tun, dass wir äußerst konstant, Herr Finanzminister, erschreckend penetrant, ohne jeden Hausverstand Schulden machen, und zwar machen Sie seit 55 Jahren Schulden. (Ruf bei der ÖVP: Da war er acht Jahre alt!) Das nächste Jahr ist das 55. Jahr in Folge, in dem diese Regierung – im Grunde immer dasselbe Machtkartell von Rot-Schwarz – Schulden macht. Davon saß 30 Jahre lang die ÖVP mit am Fahrersitz! Die ÖVP sagt immer: Demnächst, beim nächsten Budget, werden wir schuldenfrei sein!
Der Redner schenkt Wasser in sein Glas ein. – Abg. Lugar: Prost!
Die Zumutung an die Bevölkerung ist, Herr Finanzminister, dass die Einnahmen sprudeln wie arabische Ölquellen. Wir haben die höchsten Einnahmen in der Geschichte dieser Republik, aber wir haben gleichzeitig immer noch den Umstand, dass wir jedes Jahr neue Schulden machen. Da passt natürlich etwas nicht zusammen. Wir haben im nächsten Jahr laut Schelling 77,5 Milliarden € an Ausgaben, wir haben Einnahmen von 73,2 Milliarden €; das heißt, es geht wiederum ein weiteres Loch von 4,3 Milliarden € auf. (Der Redner schenkt Wasser in sein Glas ein. – Abg. Lugar: Prost!)
auf sein T-Shirt – auch andere Abgeordnete der NEOS tragen ein solches – mit der Aufschrift: „34.000 € Schulden pro Kopf“ zeigend
Die Frage ist: Finden Sie das okay? – In Österreich kommen pro Jahr ungefähr 34 000 Kinder auf die Welt. Darüber dürfen wir uns freuen, es dürfen gerne auch mehr sein. Das sind 200 Kinder pro Tag. Wenn man sich das ausrechnet – und wir haben das heute auch auf der Brust stehen (auf sein T-Shirt – auch andere Abgeordnete der NEOS tragen ein solches – mit der Aufschrift: „34.000 € Schulden pro Kopf“ zeigend) –, sind es 34 000 € Schulden, die Sie jedem Kind mit auf den Weg geben – 34 000 €! (Ruf bei der ÖVP: … 80 000 €!) Das heißt, man kommt auf die Welt und hat schon diesen Schuldenrucksack. Folgendes ist auch klar: Sie werden die Schulden nur reduzieren, wenn Sie Reformen machen. (Abg. Vetter: Wir sind für die Reformen!) Hans Jörg Schelling sagt, „dass jeder Tag ohne Reform ein verlorener Tag ist.“ – Und wir sagen: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! Die ÖVP sagt immer, sie ist für Reformen – auch die SPÖ –, aber sie kommen nicht.
Ruf bei der ÖVP: … 80 000 €!
Die Frage ist: Finden Sie das okay? – In Österreich kommen pro Jahr ungefähr 34 000 Kinder auf die Welt. Darüber dürfen wir uns freuen, es dürfen gerne auch mehr sein. Das sind 200 Kinder pro Tag. Wenn man sich das ausrechnet – und wir haben das heute auch auf der Brust stehen (auf sein T-Shirt – auch andere Abgeordnete der NEOS tragen ein solches – mit der Aufschrift: „34.000 € Schulden pro Kopf“ zeigend) –, sind es 34 000 € Schulden, die Sie jedem Kind mit auf den Weg geben – 34 000 €! (Ruf bei der ÖVP: … 80 000 €!) Das heißt, man kommt auf die Welt und hat schon diesen Schuldenrucksack. Folgendes ist auch klar: Sie werden die Schulden nur reduzieren, wenn Sie Reformen machen. (Abg. Vetter: Wir sind für die Reformen!) Hans Jörg Schelling sagt, „dass jeder Tag ohne Reform ein verlorener Tag ist.“ – Und wir sagen: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! Die ÖVP sagt immer, sie ist für Reformen – auch die SPÖ –, aber sie kommen nicht.
Abg. Vetter: Wir sind für die Reformen!
Die Frage ist: Finden Sie das okay? – In Österreich kommen pro Jahr ungefähr 34 000 Kinder auf die Welt. Darüber dürfen wir uns freuen, es dürfen gerne auch mehr sein. Das sind 200 Kinder pro Tag. Wenn man sich das ausrechnet – und wir haben das heute auch auf der Brust stehen (auf sein T-Shirt – auch andere Abgeordnete der NEOS tragen ein solches – mit der Aufschrift: „34.000 € Schulden pro Kopf“ zeigend) –, sind es 34 000 € Schulden, die Sie jedem Kind mit auf den Weg geben – 34 000 €! (Ruf bei der ÖVP: … 80 000 €!) Das heißt, man kommt auf die Welt und hat schon diesen Schuldenrucksack. Folgendes ist auch klar: Sie werden die Schulden nur reduzieren, wenn Sie Reformen machen. (Abg. Vetter: Wir sind für die Reformen!) Hans Jörg Schelling sagt, „dass jeder Tag ohne Reform ein verlorener Tag ist.“ – Und wir sagen: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! Die ÖVP sagt immer, sie ist für Reformen – auch die SPÖ –, aber sie kommen nicht.
Abg. Kickl: Deswegen hat der Haselsteiner den Wrabetz unterstützt!
Wir haben zum Beispiel gesagt – und das haben wir gestern um 12 Uhr gesagt –: Wir wollen die GIS abdrehen, denn wie kann es sein, dass ein Unternehmen in öffentlichem Besitz 600 Millionen € an Zwangsgebühren bekommt (Abg. Kickl: Deswegen hat der Haselsteiner den Wrabetz unterstützt!) und dann, wenn ein Budgetloch aufgeht, sagt: Dann drücken wir den Knopf und bekommen automatisch 40 Millionen € mehr!? Die ÖVP hat in nächtlichen Verhandlungen um den Finanzdirektor im ORF gesagt: Gebt uns bitte den Finanzdirektor, dann sind wir bereit, die Menschen mit 40 Millionen € mehr zu belasten! – Sie wollten also die Menschen Ihren Postenschacher bezahlen lassen. (Abg. Kickl: Sagt der, der den Haselsteiner …! – Abg. Strache: Wie ist das mit dem Haselsteiner?!) Das ist das, was Sie machen, und davon haben die Menschen die Nase gestrichen voll! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kickl: Sagt der, der den Haselsteiner …! – Abg. Strache: Wie ist das mit dem Haselsteiner?!
Wir haben zum Beispiel gesagt – und das haben wir gestern um 12 Uhr gesagt –: Wir wollen die GIS abdrehen, denn wie kann es sein, dass ein Unternehmen in öffentlichem Besitz 600 Millionen € an Zwangsgebühren bekommt (Abg. Kickl: Deswegen hat der Haselsteiner den Wrabetz unterstützt!) und dann, wenn ein Budgetloch aufgeht, sagt: Dann drücken wir den Knopf und bekommen automatisch 40 Millionen € mehr!? Die ÖVP hat in nächtlichen Verhandlungen um den Finanzdirektor im ORF gesagt: Gebt uns bitte den Finanzdirektor, dann sind wir bereit, die Menschen mit 40 Millionen € mehr zu belasten! – Sie wollten also die Menschen Ihren Postenschacher bezahlen lassen. (Abg. Kickl: Sagt der, der den Haselsteiner …! – Abg. Strache: Wie ist das mit dem Haselsteiner?!) Das ist das, was Sie machen, und davon haben die Menschen die Nase gestrichen voll! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben zum Beispiel gesagt – und das haben wir gestern um 12 Uhr gesagt –: Wir wollen die GIS abdrehen, denn wie kann es sein, dass ein Unternehmen in öffentlichem Besitz 600 Millionen € an Zwangsgebühren bekommt (Abg. Kickl: Deswegen hat der Haselsteiner den Wrabetz unterstützt!) und dann, wenn ein Budgetloch aufgeht, sagt: Dann drücken wir den Knopf und bekommen automatisch 40 Millionen € mehr!? Die ÖVP hat in nächtlichen Verhandlungen um den Finanzdirektor im ORF gesagt: Gebt uns bitte den Finanzdirektor, dann sind wir bereit, die Menschen mit 40 Millionen € mehr zu belasten! – Sie wollten also die Menschen Ihren Postenschacher bezahlen lassen. (Abg. Kickl: Sagt der, der den Haselsteiner …! – Abg. Strache: Wie ist das mit dem Haselsteiner?!) Das ist das, was Sie machen, und davon haben die Menschen die Nase gestrichen voll! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kickl: … sagen die, die dem … die Mauer machen!
Deswegen werden in den ersten 24 Stunden bereits über 20 000 Menschen diese Petition unterzeichnet haben. Das ist das, was den Menschen unter den Nägeln brennt, weil sie es nicht mehr verstehen, wie sie von Ihnen abgezockt werden. (Abg. Kickl: … sagen die, die dem … die Mauer machen!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Vetter.
Landeshauptmann Markus Wallner von der ÖVP steht doch tatsächlich im Landtag und sagt: Reformen sind wohl nicht gelungen, aber darauf kommt es auch nicht an. – Das sagt ein Landeshauptmann der ÖVP. Es sind Fürsten der Finsternis, denen geht es nur darum, dass sie die Republik abzocken und, ohne öffentlich Rechenschaft abzulegen, die Milliarden verteilen. Darum geht es Ihnen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Vetter.)
Vizekanzler Mitterlehner: Also jetzt ist es ein bisschen zu viel gewesen!
SPÖ und die ÖVP finden das auch okay. (Vizekanzler Mitterlehner: Also jetzt ist es ein bisschen zu viel gewesen!)
Vizekanzler Mitterlehner: Ja!
Beim Bürokratieabbau, Reinhold Mitterlehner (Vizekanzler Mitterlehner: Ja!), kommt nichts über die Rampe. Bei der Lohnnebenkostensenkung kommt nichts über die Rampe. (Vizekanzler Mitterlehner: Steht drinnen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Pensionsreform wurde mehrfach angekündigt, es kommt nichts auf den Weg. Beim Finanzausgleich ist es dasselbe. Alles, was irgendwie Substanz hätte, verschieben Sie wieder in die Zukunft. Das Benchmarking, also dass man sagt, man schaut sich den Effizienzvergleich zwischen den Bundesländern an, ist verschoben worden und soll erst verhandelt werden. Die Bundesstaatsreform soll 2018 verhandelt werden. Sie schieben alles in die Zukunft, und wenn Sie dann trotzdem einmal einen Zufallstreffer landen, zum Beispiel die Bildungsstiftung, die Sie mit 50 Millionen € dotieren – das ist im Übrigen Geld von Banken –, dann kommen sofort die Sozialpartner und sagen: Wir müssen da unbedingt hinein und brauchen auch ein Mandat, um zu bestimmen, wie das Geld verteilt wird! – Dann sitzt das alte Machtkartell wieder beieinander und verteilt das Geld, das wir nicht haben.
Vizekanzler Mitterlehner: Steht drinnen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Beim Bürokratieabbau, Reinhold Mitterlehner (Vizekanzler Mitterlehner: Ja!), kommt nichts über die Rampe. Bei der Lohnnebenkostensenkung kommt nichts über die Rampe. (Vizekanzler Mitterlehner: Steht drinnen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Pensionsreform wurde mehrfach angekündigt, es kommt nichts auf den Weg. Beim Finanzausgleich ist es dasselbe. Alles, was irgendwie Substanz hätte, verschieben Sie wieder in die Zukunft. Das Benchmarking, also dass man sagt, man schaut sich den Effizienzvergleich zwischen den Bundesländern an, ist verschoben worden und soll erst verhandelt werden. Die Bundesstaatsreform soll 2018 verhandelt werden. Sie schieben alles in die Zukunft, und wenn Sie dann trotzdem einmal einen Zufallstreffer landen, zum Beispiel die Bildungsstiftung, die Sie mit 50 Millionen € dotieren – das ist im Übrigen Geld von Banken –, dann kommen sofort die Sozialpartner und sagen: Wir müssen da unbedingt hinein und brauchen auch ein Mandat, um zu bestimmen, wie das Geld verteilt wird! – Dann sitzt das alte Machtkartell wieder beieinander und verteilt das Geld, das wir nicht haben.
Vizekanzler Mitterlehner: Sehr gut! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Also unter dem Strich – Herr Vizekanzler, für Sie habe ich die Botschaft am Rücken stehen (auf den Schriftzug auf seinem T-Shirt: „Mein Land macht Reformen statt Schulden!“ hinweisend) –: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! – Davon sind wir überzeugt. (Vizekanzler Mitterlehner: Sehr gut! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Das ist, glaube ich, schon eine wichtige Botschaft, die jeder mit Hausverstand verstehen sollte, und wir werden davon nicht heruntersteigen. (Abg. Kickl: Hoffentlich kein Nahost-Leiberl!) Wir wollen ein enkelfittes Österreich, und Sie sind die falschen Geschäftsführer für dieses Land. Deswegen muss das ziemlich rasch ein Ende haben. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Strache.)
Abg. Kickl: Hoffentlich kein Nahost-Leiberl!
Also unter dem Strich – Herr Vizekanzler, für Sie habe ich die Botschaft am Rücken stehen (auf den Schriftzug auf seinem T-Shirt: „Mein Land macht Reformen statt Schulden!“ hinweisend) –: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! – Davon sind wir überzeugt. (Vizekanzler Mitterlehner: Sehr gut! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Das ist, glaube ich, schon eine wichtige Botschaft, die jeder mit Hausverstand verstehen sollte, und wir werden davon nicht heruntersteigen. (Abg. Kickl: Hoffentlich kein Nahost-Leiberl!) Wir wollen ein enkelfittes Österreich, und Sie sind die falschen Geschäftsführer für dieses Land. Deswegen muss das ziemlich rasch ein Ende haben. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Strache.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Strache.
Also unter dem Strich – Herr Vizekanzler, für Sie habe ich die Botschaft am Rücken stehen (auf den Schriftzug auf seinem T-Shirt: „Mein Land macht Reformen statt Schulden!“ hinweisend) –: Unser Land macht Reformen, nicht Schulden! – Davon sind wir überzeugt. (Vizekanzler Mitterlehner: Sehr gut! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Das ist, glaube ich, schon eine wichtige Botschaft, die jeder mit Hausverstand verstehen sollte, und wir werden davon nicht heruntersteigen. (Abg. Kickl: Hoffentlich kein Nahost-Leiberl!) Wir wollen ein enkelfittes Österreich, und Sie sind die falschen Geschäftsführer für dieses Land. Deswegen muss das ziemlich rasch ein Ende haben. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Strache.)
Vizekanzler Mitterlehner: Was steht am Hemd hinten drauf? – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Bei mir steht nichts am Hemd drauf! Ich gebe es zu!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Krainer. Ich stelle Ihnen 4 Minuten Redezeit ein. – Bitte. (Vizekanzler Mitterlehner: Was steht am Hemd hinten drauf? – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Bei mir steht nichts am Hemd drauf! Ich gebe es zu!)
Abg. Steinbichler: Wer ist dafür verantwortlich?!
Die größte Herausforderung für die Politik ist die Arbeitslosigkeit. (Abg. Steinbichler: Wer ist dafür verantwortlich?!) Diese hat im Wesentlichen drei Ursachen – oder eigentlich hat sie eine große Ursache, die aus drei kleineren besteht. Wir schaffen zwar von Jahr zu Jahr mehr Jobs, das heißt, dass mehr Menschen Beschäftigung haben, nämlich heuer mehr als letztes Jahr, letztes Jahr mehr als vorletztes Jahr, das heißt wiederum, dass die Beschäftigung steigt – da gehören wir zu den wenigen Staaten in der Europäischen Union, in denen die Beschäftigung steigt –, aber die Arbeitslosigkeit steigt.
Abg. Strache: … keine Vollzeitjobs!
Wieso steigt dann die Arbeitslosigkeit? – Sie steigt, weil immer mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt sind. Es sind drei große Gruppen, die jetzt mehr auf dem Arbeitsmarkt sind. An erster Stelle sind es Frauen – mehr Frauen wollen arbeiten, mehr Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt. Das ist gut so. Das bedeutet aber, es werden zu wenige Jobs für diese Frauen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, geschaffen. (Abg. Strache: … keine Vollzeitjobs!) Die zweite Gruppe sind die Älteren, die einfach länger in Beschäftigung sind. Es ist wirklich gelungen, das tatsächliche Pensionsantrittsalter anzuheben, das heißt, die Menschen gehen heute später in Pension, sie sind länger
Abg. Kickl: Wenn ihr die ORF-Gebühren abschafft, bleibt den Leuten mehr! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Wie kommen wir in die Situation, dass wir nicht nur mehr Jobs schaffen, sondern dass wir mehr Jobs schaffen, als Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen, sprich, dass die Arbeitslosigkeit sinkt? – Dazu bedarf es einer Reihe von Maßnahmen. Eine der Maßnahmen ist ja gesetzt worden, sie wirkt bereits und wir spüren sie auch, das ist die große Steuerreform. Da geht es darum, den privaten Konsum anzukurbeln, das heißt, diesen Kreislauf zu erhalten – Andi Schieder hat gesagt, Wirtschaft sei ein Kreislauf, und das stimmt natürlich –, also einfach zu schauen, dass mehr Netto vom Brutto bleibt und damit mehr ausgegeben wird, mehr in den Konsum geht und auch indirekt mehr an Nachfrage geschafft wird. (Abg. Kickl: Wenn ihr die ORF-Gebühren abschafft, bleibt den Leuten mehr! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, das war eine sehr, sehr große Leistung, diese Steuerreform zu verhandeln, umzusetzen und zu finanzieren. Ich erinnere mich noch an die letzte Budgetdebatte, bei der es geheißen hat, die Steuerreform sei ein ungedeckter Scheck, das Budget werde explodieren, die Schulden werden explodieren. – Gar nichts davon ist eingetreten. Die Wahrheit ist, das sehen wir heute, die Neuverschuldung ist geringer als noch vor einem Jahr angenommen. Das heißt, die Steuerreform ist finanziert, und das ganze System funktioniert sehr gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also erstens: privaten Konsum durch die Steuerreform ankurbeln. Das Zweite sind öffentliche Investitionen. Wir wissen, dass vernünftige, gescheite Investitionen nützen. Und wo wird investiert? Andi Schieder hat ohnehin gesagt, dass wir um 50 Prozent mehr investieren als die Deutschen. Wir investieren auch noch um 20, 25 Prozent mehr, als wir selber letztes Jahr investiert haben, in klassische Bereiche: Straße, Schiene, Hochbau, aber natürlich auch Forschung und Entwicklung und Bildung. Es ist im Budget auch klar ablesbar, dass die Investitionsquote, die öffentlichen Investitionen steigen. Das ist ein Investitionsbudget, kein Sparbudget, denn das, was wir brauchen, sind Investitionen. Und ich sage Ihnen, Kollege Strolz, auch unsere Kinder haben mehr davon, wenn wir in ein gutes Bildungssystem, in eine gute Infrastruktur investieren, als wenn wir bei Pensionen und ihren Großeltern kürzen. Daher: Ja, mehr für öffentliche Investitionen in diesem Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wir aber auch noch brauchen, das ist soziale Handschrift. Und soziale Handschrift ist es nicht, zu wissen, es gibt Menschen in Österreich, die kein Einkommen haben, aber trotzdem 800 € zum Leben brauchen, und ihnen 400 € zu geben. Das ist nicht soziale Handschrift. Das löst auch keine Probleme, sondern das schafft nur Probleme in der Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.) Das schafft Sicherheitsprobleme, Ausgrenzungsprobleme, gesellschaftliche Probleme. Man muss sich wirklich überlegen, was man hier tut.
Beifall bei der SPÖ.
Soziale Handschrift bedeutet schon etwas anderes, zum Beispiel, dass die Mindestpensionen für alle, die 30 Jahre oder länger gearbeitet haben, auf 1 000 € erhöht werden. Das sind 60, 70, 80, 90, 100, 110 € mehr, und das nicht einmalig, sondern dauerhaft vierzehnmal im Jahr. Das ist auch soziale Handschrift, und darauf sind wir stolz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Zum Teil! Zum Teil!
Wenn man die Frau Ministerin fragt: Warum unterstützen Sie nicht diesen Privatsektor, der ja die gleiche Leistung und sogar noch eine bessere Leistung erbringt als der öffentliche Sektor? (Abg. Walter Rosenkranz: Zum Teil! Zum Teil!), dann sagt sie, das ist nicht mein Fokus, mein Fokus liegt auf dem öffentlichen Bereich, und wenn die im privaten Sektor zusperren, dann kann man nichts machen.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist genau das Problem. Das heißt, wenn wir diesen Bereich unterstützen würden, dann gäbe es in der Sekunde Schulen, die funktionieren, so wie auch in der Vergangenheit. (Beifall beim Team Stronach.) Dann müsste sich ein Elternteil nicht mehr überlegen: Kann ich mein Kind auf eine ordentliche Schule schicken, kann ich mir das leisten, oder muss ich das russische Roulette in Kauf nehmen und mein Kind in eine öffentliche Schule gehen lassen, wo man dann in Gottes Hand ist? Ich meine jetzt nicht den Herrn Pröll, das ist eine andere Geschichte, aber das Problem ist, es gibt sehr, sehr gute öffentliche Schulen und es gibt grottenschlechte öffentliche Schulen. Und das ist dieses russische Roulette. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist genau das Problem. Das heißt, wenn wir diesen Bereich unterstützen würden, dann gäbe es in der Sekunde Schulen, die funktionieren, so wie auch in der Vergangenheit. (Beifall beim Team Stronach.) Dann müsste sich ein Elternteil nicht mehr überlegen: Kann ich mein Kind auf eine ordentliche Schule schicken, kann ich mir das leisten, oder muss ich das russische Roulette in Kauf nehmen und mein Kind in eine öffentliche Schule gehen lassen, wo man dann in Gottes Hand ist? Ich meine jetzt nicht den Herrn Pröll, das ist eine andere Geschichte, aber das Problem ist, es gibt sehr, sehr gute öffentliche Schulen und es gibt grottenschlechte öffentliche Schulen. Und das ist dieses russische Roulette. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn der Chef des AMS Kopf sagt, dass mehr als die Hälfte von diesen Kulturbereicherern, die daherkommen, in den nächsten zehn Jahren arbeitslos bleiben werden, dann sehen wir schon, dass hier der Grundstein für weitere Kosten gelegt wird, die dann wieder im Budget stehen und die dann wieder als neue Schulden bezahlt werden müssen. Und das ist die falsche Politik, die ich hier ankreide! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
schaffen. Das ist Vernunft. Und diese Vernunft vermisse ich leider von Ihnen, Herr Minister. Ich vermisse sie. Was ich vor allem ganz besonders vermisse, ist, dass Sie endlich einmal den Menschen die Wahrheit sagen: Ja, wir sind von der Europäischen Union verpflichtet, diese 37 500 jedes Jahr zu nehmen, und da fährt die Eisenbahn drüber. Oder Sie sagen: Wir als Volk, wir als Parlament haben die Entscheidung selbst zu treffen – und dann treffen wir sie auch, diese Entscheidung! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist die Herausforderung, die wir mit diesem Budget zu bewerkstelligen haben, und ich gehe davon aus, dass, wenn keine außerordentlichen Ereignisse eintreten, dieses Budget auf einem sehr guten Fundament gebaut wurde und für die Zukunft Österreichs einen wesentlichen Beitrag leistet. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lugar: Was ist „sinnerfassend sprechen“? Können Sie mir das erklären?
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Weitere Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin froh, dass der Herr Finanzminister jetzt nach dem Herrn Abgeordneten Lugar gesprochen hat, denn der Herr Lugar hat uns schon im Budgetausschuss in der vergangenen Woche gezeigt, dass er nicht sinnerfassend zuhören kann. Und heute bei seiner Rede hat man gemerkt, dass er eigentlich nicht einmal sinnerfassend sprechen kann. (Abg. Lugar: Was ist „sinnerfassend sprechen“? Können Sie mir das erklären?)
Abg. Lugar: Was denn? Was denn? Was habe ich gesagt? Kannst du dich noch erinnern, was ich gesagt habe?
Abgeordnete Gabriele Tamandl (fortsetzend): Ich nehme es zurück, aber ich möchte schon anmerken, Kollege Lugar, die Anschuldigungen und die Worte, die du bei deinen Reden hier verwendest, auch das, was im Budgetausschuss war, das finde ich nicht in Ordnung. (Abg. Lugar: Was denn? Was denn? Was habe ich gesagt? Kannst du dich noch erinnern, was ich gesagt habe?) Man kann sich mit den Zahlen und Fakten auseinandersetzen, aber bei dir ist immer alles nur schlecht.
Abg. Lugar: Du kannst dich nicht mehr daran erinnern, was ich gesagt habe!
Lassen Sie mich aber konkret auf ein paar Dinge eingehen, die auch meine Vorredner gesagt haben! (Abg. Lugar: Du kannst dich nicht mehr daran erinnern, was ich gesagt habe!) Wir befinden uns in einer Situation, in der die Budgeterstellung für das Jahr 2017 sehr schwierig ist. Wir befinden uns in einer Situation, in der wir mit einer immer weiter steigenden Arbeitslosigkeit zu rechnen haben, und es ist nicht einfach, dass wir für alles, was wir uns vornehmen, auch die nötigen Mittel und den nötigen
Ruf bei der FPÖ: … mit einer Hand!
Es gibt Investitionen in die Zukunft, auch wenn es uns nicht so toll geht, dass wir das Geld mit beiden Händen hinausschmeißen können, so wie sich die Opposition das manchmal vorstellen würde. (Ruf bei der FPÖ: … mit einer Hand!) Wir investieren in Forschung, wir investieren in die Wissenschaft, wir investieren in Integration, in Sicherheit, und es besteht natürlich auch die Notwendigkeit der Umsetzung von verschiedensten Arten von Reformen, wie beispielsweise im Pensionsbereich, im Bildungsbereich, aber auch von Effizienzreformen.
Abg. Kickl: Möglicherweise haben Sie den falschen Partner!
Ich möchte aber darüber hinaus doch auf einige Punkte eingehen, die auch zum Beispiel Kollege Strache erwähnt hat, und komme zum Thema kalte Progression. Für uns ist es ganz klar, dass nach der Steuerreform mit einem Volumen von 5 Milliarden € nun auch das Thema kalte Progression endlich angegangen werden muss. Der Herr Finanzminister hat das angekündigt, das ist richtig, aber momentan sind wir uns eben mit unserem Koalitionspartner noch nicht einig, denn unser Koalitionspartner möchte natürlich noch viel mehr Verteilung von oben nach unten. (Abg. Kickl: Möglicherweise haben Sie den falschen Partner!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen auch keine neuen Steuern. Im Budgethearing wurden auch immer wieder Fantasien im Zusammenhang mit neuen Steuern – Vermögensteuern, Erbschaftsteuern – kundgetan, denn bei allem, was man sich an Investitionen wünscht, glaubt man immer, dass neue Steuern ganz einfach der Weisheit letzter Schluss sind. Wir sagen, wir wollen keine neuen Steuern, denn neue Steuern würden nur das Wirtschaftswachstum, das ohnehin nur eine zarte Pflanze ist, schwächen. (Beifall bei der ÖVP.) Das wollen wir nicht, dafür stehen wir nicht ein. (Ruf: … Vermögensteuer!)
Ruf: … Vermögensteuer!
Wir wollen auch keine neuen Steuern. Im Budgethearing wurden auch immer wieder Fantasien im Zusammenhang mit neuen Steuern – Vermögensteuern, Erbschaftsteuern – kundgetan, denn bei allem, was man sich an Investitionen wünscht, glaubt man immer, dass neue Steuern ganz einfach der Weisheit letzter Schluss sind. Wir sagen, wir wollen keine neuen Steuern, denn neue Steuern würden nur das Wirtschaftswachstum, das ohnehin nur eine zarte Pflanze ist, schwächen. (Beifall bei der ÖVP.) Das wollen wir nicht, dafür stehen wir nicht ein. (Ruf: … Vermögensteuer!)
Abg. Kickl: Die haben wir ja schon!
Wir brauchen keine Vermögensteuern, Kollege, wir brauchen auch keine Erbschaftsteuer, im Gegenteil (Abg. Kickl: Die haben wir ja schon!), wir wollen, dass die Leute eine geringere Steuerlast haben, dafür aber die Steuern gerne bezahlen (Zwischenruf des Abg. Loacker), denn wir wissen auch, dort, wo die Steuern geringer sind, kann man mehr Steuern einheben. Deshalb wollen wir auch die kalte Progression abschaffen.
Zwischenruf des Abg. Loacker
Wir brauchen keine Vermögensteuern, Kollege, wir brauchen auch keine Erbschaftsteuer, im Gegenteil (Abg. Kickl: Die haben wir ja schon!), wir wollen, dass die Leute eine geringere Steuerlast haben, dafür aber die Steuern gerne bezahlen (Zwischenruf des Abg. Loacker), denn wir wissen auch, dort, wo die Steuern geringer sind, kann man mehr Steuern einheben. Deshalb wollen wir auch die kalte Progression abschaffen.
Abg. Lugar: Was? Was genau gefällt dir nicht? Unglaublich!
Ich möchte mich auch bei Herrn Dr. Berger des Budgetdienstes sehr herzlich bedanken, der mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur die Analysen gemacht hat, sondern auch den Abgeordneten im Ausschuss Rede und Antwort gestanden ist. Und ich möchte mich auch – deshalb ärgert es mich, dass sich der Herr Lugar heute hier herstellt und wieder in dieser Art eine Rede hält (Abg. Lugar: Was? Was genau gefällt dir nicht? Unglaublich!) – für die konstruktiven Beratungen der vielen Abgeordneten auch der Opposition bedanken. Trotz unterschiedlicher Standpunkte war es eine sehr konstruktive Debatte im Sinne unseres Hohen Hauses und auch des Hohen Hauses würdig.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Zuletzt möchte ich mich bei meinen beiden Stellvertretern bedanken, beim Herrn Kollegen Matznetter und beim Herrn Kollegen Haider. Wir haben gemeinsam dafür gesorgt, dass das Budget am Donnerstag beschlossen werden kann. Ich hoffe, dass die Fraktionen zur Auffassung gelangen, dass sie dem einen oder anderen Punkt des Budgets, das wir am Donnerstag beschließen, doch noch etwas Gutes abgewinnen können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Frau Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuschauer auf der Galerie und liebe Steuerzahler vor den Fernsehschirmen! Bevor ich mich eingehender der Analyse des Budgets widme, möchte ich noch ein paar Zahlen vorausschicken: Die Staatsschulden betragen derzeit fast 299 Milliarden €, während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 ungefähr 352 Milliarden € beträgt. Das bedeutet also einen Verschuldungsgrad von 85 Prozent, und es ist wohl jedem einsichtig, dass diese Schuldenquote viel zu hoch ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil die Frau Kollegin Tamandl damit geschlossen hat, dass sie hofft, dass die Opposition vielleicht doch etwas Positives an diesem Budget findet, nachdem sich ja die Bundesregierung selbst für dieses vorgelegte Budget schon in der Rede des Finanzministers entschuldigt hat – damit bin ich auch schon beim einzig positiven Ergebnis dieses vorliegenden Budgets –: Die Schuldenquote soll leicht sinken, von 85 Prozent des BIP auf 80,9, also 81 Prozent des BIP. Nur leider – und damit war es das auch schon – sinkt sie deshalb, weil das Bruttoinlandsprodukt steigt. Das heißt, der einzige Grund, warum der Verschuldungsgrad sinkt, ist das steigende Bruttoinlandsprodukt und nicht die Politik dieser Bundesregierung. Nein, ganz im Gegenteil, leider tut sie offensichtlich alles, um diesen Effekt wieder zunichte zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Köchl.
Für den einzelnen Bürger wirkt sich dieses niedrige Zinsniveau äußerst negativ aus. (Zwischenruf des Abg. Köchl.) Für das Ersparte bekommt man fast kein Geld mehr, das Angesparte ist nichts mehr wert, wenn man die Inflation miteinbezieht, und durch diese schleichende und stetige Enteignung der Sparguthaben schröpft der Staat, schröpft diese Bundesregierung den Bürger noch zusätzlich zu den Steuern und Abgaben. Und dabei ist die Abgabenquote in Österreich mit rund 44 Prozent nicht gerade schwach – also fast die Hälfte von dem, was der Bürger erwirtschaftet, kassiert der Staat.
Beifall bei der FPÖ.
Auch die im Vorjahr beschlossene und heuer erstmals in Kraft getretene Tarifreform hat hier kaum Abhilfe geschaffen. Es sind zwar auf der einen Seite die Einnahmen aus Einkommen- und Vermögensteuern leicht gesunken, auf der anderen Seite sind aber die Einnahmen aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern fast im selben Ausmaß gestiegen. In Summe ist die Abgabenleistung unserer Bürger fast gleich geblieben. Herr Finanzminister, eine echte Senkung der Abgabenquote stelle ich mir ganz anders vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Das steht auch so im Gesetz drinnen!
Da kann man der EU vormachen: Ja, darin sind ja 2 Milliarden € Kosten für Flüchtlinge aus dieser durch die offenen Grenzen selbst verschuldeten Flüchtlings- und Einwanderungskrise enthalten!, und dergleichen, aber bezahlen muss man das trotzdem. Und was macht diese Bundesregierung? – Diese Differenz von den erlaubten 0,45 Prozent auf die tatsächlichen 0,9 Prozent wird auf ein Korrekturkonto gebucht, und damit ist alles wieder in Ordnung. So lügt man sich in Österreich in die eigene Tasche. Das ist Budgettrickserei, so werden bei uns Gesetze umgangen. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Das steht auch so im Gesetz drinnen!) – „Das steht auch so im Gesetz drinnen!“, sagt der Herr Bundesminister: eine gesetzlich gedeckte Trickserei, aber eine Trickserei bleibt es trotzdem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann man der EU vormachen: Ja, darin sind ja 2 Milliarden € Kosten für Flüchtlinge aus dieser durch die offenen Grenzen selbst verschuldeten Flüchtlings- und Einwanderungskrise enthalten!, und dergleichen, aber bezahlen muss man das trotzdem. Und was macht diese Bundesregierung? – Diese Differenz von den erlaubten 0,45 Prozent auf die tatsächlichen 0,9 Prozent wird auf ein Korrekturkonto gebucht, und damit ist alles wieder in Ordnung. So lügt man sich in Österreich in die eigene Tasche. Das ist Budgettrickserei, so werden bei uns Gesetze umgangen. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Das steht auch so im Gesetz drinnen!) – „Das steht auch so im Gesetz drinnen!“, sagt der Herr Bundesminister: eine gesetzlich gedeckte Trickserei, aber eine Trickserei bleibt es trotzdem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Das ist die Crux mit dieser Bundesregierung (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling): Selbst wenn wie bei der Schuldenbremse oder auch bei der Transparenzdatenbank – das sind ja alles gute Ideen! – ein guter Ansatz verfolgt wird, schafft es diese Bundesregierung, dass diese guten Ideen ins Unkenntliche verzerrt und jeglicher Sinnhaftigkeit beraubt werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Ruf bei der ÖVP: Da sitzt niemand!
Sicherlich gäbe es noch viel zu sagen zu den Kostentreibern im Budget – die Kosten für Soziales, Pensionen, Bildung steigen immer mehr – und sicherlich gibt es auch Reformbedarf, damit man diese Kosten in den Griff bekommt, aber die wahren Kostentreiber, die sitzen hinter mir (Ruf bei der ÖVP: Da sitzt niemand!): Die wahren Kostentreiber, das ist diese Bundesregierung. Sie sind die größten Kostentreiber in diesem Land, und das bestätigt dieses Budget wieder einmal eindrucksvoll. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger – in Richtung des Abg. Haider –: Die größten Kostentreiber sitzen hinter dir!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger – in Richtung des Abg. Haider –: Die größten Kostentreiber sitzen hinter dir!
Sicherlich gäbe es noch viel zu sagen zu den Kostentreibern im Budget – die Kosten für Soziales, Pensionen, Bildung steigen immer mehr – und sicherlich gibt es auch Reformbedarf, damit man diese Kosten in den Griff bekommt, aber die wahren Kostentreiber, die sitzen hinter mir (Ruf bei der ÖVP: Da sitzt niemand!): Die wahren Kostentreiber, das ist diese Bundesregierung. Sie sind die größten Kostentreiber in diesem Land, und das bestätigt dieses Budget wieder einmal eindrucksvoll. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger – in Richtung des Abg. Haider –: Die größten Kostentreiber sitzen hinter dir!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, als Vorsitzender des Verkehrsausschusses ist es natürlich das Thema der gut ausgebauten Infrastruktur, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Meines Erachtens ist klar: Der Ausbau und der Erhalt der Infrastruktur und der öffentliche Verkehr sind zentrale Aufgaben des Staates, das heißt der öffentlichen Hand. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.
Selbstverständlich wird aber auch in die großen Korridore investiert. Die Modernisierung und die Attraktivierung der Südbahn und die Verbindung von Wien ostwärts haben oberste Priorität. Das Ziel lautet, sehr geehrte Damen und Herren, die Strecke Wien–Klagenfurt mit der Bahn in Zukunft in 2 Stunden 40 Minuten zurückzulegen – ohne Stau, ohne Stress. Ich glaube, wir sind da alle einer Meinung: Da wird Bahnfahren erst so richtig Spaß machen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem Ausbau der umweltfreundlichen Schiene sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft Österreichs wahrlich gestellt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein Satz in der bisherigen Debatte hat mich sehr hellhörig gemacht: Österreich muss in Sachen Sozialstaat an der Spitze bleiben. – Dieser Satz aus Ihrem Munde, Herr Klubobmann Lopatka, ist wohl eine Verhöhnung für jeden Bezieher und jede Bezieherin der Mindestsicherung. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie, Herr Klubobmann Lopatka, waren nämlich in den vergangenen Wochen der Gipfelstürmer für die Kürzung der Mindestsicherung (Abg. Lopatka: Da bleiben wir trotzdem an der Spitze!), und Sie sind auch dafür verantwortlich, Herr Kollege, dass es zu keiner österreichweit einheitlichen Regelung für die Mindestsicherung gekommen ist. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie zeichnen auch dafür verantwortlich, dass wir diesen sozialpolitischen Rückschritt bei der Mindestsicherung haben. Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Der hat ja keinen Genierer!)
Abg. Lopatka: Da bleiben wir trotzdem an der Spitze!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein Satz in der bisherigen Debatte hat mich sehr hellhörig gemacht: Österreich muss in Sachen Sozialstaat an der Spitze bleiben. – Dieser Satz aus Ihrem Munde, Herr Klubobmann Lopatka, ist wohl eine Verhöhnung für jeden Bezieher und jede Bezieherin der Mindestsicherung. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie, Herr Klubobmann Lopatka, waren nämlich in den vergangenen Wochen der Gipfelstürmer für die Kürzung der Mindestsicherung (Abg. Lopatka: Da bleiben wir trotzdem an der Spitze!), und Sie sind auch dafür verantwortlich, Herr Kollege, dass es zu keiner österreichweit einheitlichen Regelung für die Mindestsicherung gekommen ist. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie zeichnen auch dafür verantwortlich, dass wir diesen sozialpolitischen Rückschritt bei der Mindestsicherung haben. Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Der hat ja keinen Genierer!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein Satz in der bisherigen Debatte hat mich sehr hellhörig gemacht: Österreich muss in Sachen Sozialstaat an der Spitze bleiben. – Dieser Satz aus Ihrem Munde, Herr Klubobmann Lopatka, ist wohl eine Verhöhnung für jeden Bezieher und jede Bezieherin der Mindestsicherung. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie, Herr Klubobmann Lopatka, waren nämlich in den vergangenen Wochen der Gipfelstürmer für die Kürzung der Mindestsicherung (Abg. Lopatka: Da bleiben wir trotzdem an der Spitze!), und Sie sind auch dafür verantwortlich, Herr Kollege, dass es zu keiner österreichweit einheitlichen Regelung für die Mindestsicherung gekommen ist. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie zeichnen auch dafür verantwortlich, dass wir diesen sozialpolitischen Rückschritt bei der Mindestsicherung haben. Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Der hat ja keinen Genierer!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Der hat ja keinen Genierer!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein Satz in der bisherigen Debatte hat mich sehr hellhörig gemacht: Österreich muss in Sachen Sozialstaat an der Spitze bleiben. – Dieser Satz aus Ihrem Munde, Herr Klubobmann Lopatka, ist wohl eine Verhöhnung für jeden Bezieher und jede Bezieherin der Mindestsicherung. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie, Herr Klubobmann Lopatka, waren nämlich in den vergangenen Wochen der Gipfelstürmer für die Kürzung der Mindestsicherung (Abg. Lopatka: Da bleiben wir trotzdem an der Spitze!), und Sie sind auch dafür verantwortlich, Herr Kollege, dass es zu keiner österreichweit einheitlichen Regelung für die Mindestsicherung gekommen ist. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie zeichnen auch dafür verantwortlich, dass wir diesen sozialpolitischen Rückschritt bei der Mindestsicherung haben. Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Der hat ja keinen Genierer!)
Abg. Fekter: Ja, wird es!
Nun aber zum Budget 2017: Das Budget ist ja eines der zentralen Steuerungsinstrumente für die zentralen Herausforderungen, denen wir uns in Österreich gegenübersehen, und die Kernfrage ist: Wird dieses Budget den zentralen Herausforderungen gerecht oder nicht? (Abg. Fekter: Ja, wird es!) – Na ja, warten Sie ein bisschen!
Abg. Fekter: Moscovici … Kommunist, oder?
Das hat im Übrigen auch, Herr Minister, die Europäische Kommission gesagt, denn EU-Kommissar Moscovici hat ja eine vorsichtige Trendwende, ein Weg von diesem Austeritätskurs gefordert (Abg. Fekter: Moscovici … Kommunist, oder?), indem er gemeint hat, dass Europa einen expansiveren Budgetkurs – das heißt mehr Investitionen – braucht. Und das aus dem Munde eines EU-Kommissars!
Abg. Fekter: Ist er wieder für neue Steuern?
wenn wir die Trendwende am Arbeitsmarkt schaffen wollen. (Abg. Fekter: Ist er wieder für neue Steuern?) – Es gibt Spielräume, habe ich gesagt, Frau Kollegin.
Beifall bei den Grünen.
Die Grünen haben bereits 1998 ein Konzept für eine ökosoziale Steuerreform vorgelegt. Bis heute ist das nicht umgesetzt. Sie, Herr Finanzminister, haben uns im Ausschuss gesagt, Sie werden eine Arbeitsgruppe einsetzen. – Na ja, mein Gott, so viele Arbeitsgruppen werden eingesetzt und nie wird etwas umgesetzt. Im Übrigen sind Sie wie auch Herr Vizekanzler Mitterlehner stets der Ansicht, dass eine ökosoziale Steuerreform nur dann Platz greifen kann, wenn dies im internationalen Gleichklang erfolgt. – Nein, das ist überhaupt nicht notwendig, denn Österreich ist bei den Ökosteuern beileibe nicht an der Spitze der europäischen Staaten. Es gibt also Spielräume. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fekter: Die Grünen als Steuertreiber!
Wenn also der Herr Klubobmann von den NEOS behauptet hat, Österreich habe die zweithöchste Abgabenquote nach Belgien, so ist das schlicht und einfach falsch. Es stimmt nicht. Höhere Abgabenquoten haben andere Staaten, dazu gehören Dänemark und Frankreich, dann kommt erst Belgien, dann kommt Finnland und dann kommt Österreich. (Abg. Fekter: Die Grünen als Steuertreiber!) – Frau Kollegin, schauen Sie sich einmal eine Tabelle an! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.
Wenn also der Herr Klubobmann von den NEOS behauptet hat, Österreich habe die zweithöchste Abgabenquote nach Belgien, so ist das schlicht und einfach falsch. Es stimmt nicht. Höhere Abgabenquoten haben andere Staaten, dazu gehören Dänemark und Frankreich, dann kommt erst Belgien, dann kommt Finnland und dann kommt Österreich. (Abg. Fekter: Die Grünen als Steuertreiber!) – Frau Kollegin, schauen Sie sich einmal eine Tabelle an! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn der Herr Minister permanent davon spricht, dass wir ein Ausgabenproblem haben, so zielt er immer auf den Pensionsbereich ab. Kollege Schieder hat dankenswerterweise schon darauf hingewiesen, dass die Pensionen in den letzten Jahren nicht der Kostentreiber waren; und auch langfristig sind sie nicht der Kostentreiber. Herr Minister, Ihre eigenen, von Ihnen selbst beauftragten Studien, die langfristige Budgetprognose vom Frühjahr, zeigen das. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) Also hören Sie endlich mit dieser Panikmache à la FPÖ auf! Führen Sie die Kürzungen, die Sie ankündigen, in der Pensionsversicherung durch, handeln wir uns in Österreich ein veritables Problem der Altersarmut ein. Wir wollen das nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Und der Walser klatscht da?!
Ich zitiere jetzt Herrn Landeshauptmann Wallner, der in einer APA-Aussendung zitiert wird. Wallner hat nämlich die Parteien des Vorarlberger Landtages dazu angehalten, den Finanzausgleich praktisch zu betrachten und mit dem Theoretisieren aufzuhören. – Na gut, das geht ja noch, aber dann kommt es: „Unter dem Strich zähle, wie viel Geld nach Vorarlberg fließt und wie frei das Land darüber entscheiden kann.“ Er sagt weiter: „Vorarlberg wolle zurück, was Vorarlberg einzahle, dann sei man auch zur Unterstützung anderer bereit.“ – Solange dieser Geist in Finanzausgleichsverhandlungen herrscht, Herr Minister, werden wir die verlotterten föderalen Strukturen in Österreich nicht überwinden können, niemals! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Und der Walser klatscht da?!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Zum Kollegen Rossmann: Über Soziales entscheiden Sie nicht – Gott sei Dank, sage ich dazu –, denn das, was Sie wollen, neue Belastungen, höhere Steuern, das kann sicher nicht sozial sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Jessas Maria!
Zum Kollegen Haider von den Freiheitlichen: Ja, ich gebe zu, und das stimmt mich auch immer bedenklich, die Schuldenquote – das sagt auch unser Finanzminister – ist tatsächlich zu hoch. Da liegt viel in der Vergangenheit, unter anderem auch ein Debakel, das in Kärnten seine Ursache hat. (Ruf bei der FPÖ: Jessas Maria!) Das wissen Sie, und Sie sollten auch immer wieder dazusagen, warum in den letzten Jahren diese Schuldenquote so in die Höhe geschossen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Kollegen Haider von den Freiheitlichen: Ja, ich gebe zu, und das stimmt mich auch immer bedenklich, die Schuldenquote – das sagt auch unser Finanzminister – ist tatsächlich zu hoch. Da liegt viel in der Vergangenheit, unter anderem auch ein Debakel, das in Kärnten seine Ursache hat. (Ruf bei der FPÖ: Jessas Maria!) Das wissen Sie, und Sie sollten auch immer wieder dazusagen, warum in den letzten Jahren diese Schuldenquote so in die Höhe geschossen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Im Übrigen – Kollege Strolz ist jetzt nicht da –: Auch die 34 000 €, die heute hier plakativ auf den T-Shirts der NEOS dargestellt werden, sind mir zu viel. Aber man sollte differenziert darstellen, denn diesen 34 000 €, so sie überhaupt stimmen, stehen ja auch Werte gegenüber, und auch das sollten wir immer in dieser Diskussion dazusagen (Zwischenruf des Abg. Loacker) – Werte unter anderem – Kollege Anton Heinzl hat es auch schon dargestellt –, die wir beispielsweise in die Infrastruktur stecken. Wir beschließen auch den sogenannten Rahmenplan, der gewährleistet, dass langfristige Projekte in der Schieneninfrastruktur umgesetzt werden können.
Abg. Moser: Wie wird das finanziert?
Zusammengefasst: Wir investieren sehr viel in die Schieneninfrastruktur. Das kommt den Bürgerinnen und Bürgern zugute, da die Bahn damit noch attraktiver wird; über 2 Milliarden € fließen in diese Bauprogramme in den nächsten Jahren pro Jahr. (Abg. Moser: Wie wird das finanziert?)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss: Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe Vertrauen in unseren Finanzminister und auch in seine Mitarbeiter. Eines ist nämlich in diesem Zusammenhang auch entscheidend: Es geht um den tatsächlichen Vollzug im Jahr 2017. Wie gesagt, da habe ich Vertrauen in den Minister und sein Team, dass er darauf achtet, dass das Budget auch entsprechend eingehalten wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Sie machen ständig und immer weiter Politik, wo man über die eigenen Verhältnisse hinauslebt, und hinterlassen der nächsten Generation einen immer größeren Schuldenberg. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Dieser Schuldenberg ist eine tickende Zeitbombe. Da wir relativ geringe Zinsen haben, mag das vielleicht im Moment nicht so schlimm ausschauen, aber das entwickelt ja eine Dynamik, die das immer schlimmer werden lässt.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
jemand zahlen! Wir sind weiterhin nicht fähig, die wirklichen Probleme im Pensionssystem anzugehen – immer noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Vorschläge zu dieser Minireform, zu diesem Reförmchen, das im Pensionsbereich gemacht werden soll, die jetzt auf dem Tisch liegen, werden absolut kein einziges Problem lösen. (Abg. Matznetter: Die haben das geschafft!) Man geht weiterhin die Luxuspensionen nicht an, die Luxuspensionen, für die sich vor allem der Sektor auf der linken Seite immer wieder sehr engagiert einsetzt. – Danke dafür. (Abg. Matznetter: Sie haben gratis studieren können, weil wir das geschafft haben!) Es ist ungerecht, dass es im Bildungsbudget immer noch eine chronische Lücke gibt und die Hochschulen weiterhin chronisch unterfinanziert sind; das ist ungerecht! (Abg. Königsberger-Ludwig: Generationenvertrag!)
Abg. Matznetter: Die haben das geschafft!
jemand zahlen! Wir sind weiterhin nicht fähig, die wirklichen Probleme im Pensionssystem anzugehen – immer noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Vorschläge zu dieser Minireform, zu diesem Reförmchen, das im Pensionsbereich gemacht werden soll, die jetzt auf dem Tisch liegen, werden absolut kein einziges Problem lösen. (Abg. Matznetter: Die haben das geschafft!) Man geht weiterhin die Luxuspensionen nicht an, die Luxuspensionen, für die sich vor allem der Sektor auf der linken Seite immer wieder sehr engagiert einsetzt. – Danke dafür. (Abg. Matznetter: Sie haben gratis studieren können, weil wir das geschafft haben!) Es ist ungerecht, dass es im Bildungsbudget immer noch eine chronische Lücke gibt und die Hochschulen weiterhin chronisch unterfinanziert sind; das ist ungerecht! (Abg. Königsberger-Ludwig: Generationenvertrag!)
Abg. Matznetter: Sie haben gratis studieren können, weil wir das geschafft haben!
jemand zahlen! Wir sind weiterhin nicht fähig, die wirklichen Probleme im Pensionssystem anzugehen – immer noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Vorschläge zu dieser Minireform, zu diesem Reförmchen, das im Pensionsbereich gemacht werden soll, die jetzt auf dem Tisch liegen, werden absolut kein einziges Problem lösen. (Abg. Matznetter: Die haben das geschafft!) Man geht weiterhin die Luxuspensionen nicht an, die Luxuspensionen, für die sich vor allem der Sektor auf der linken Seite immer wieder sehr engagiert einsetzt. – Danke dafür. (Abg. Matznetter: Sie haben gratis studieren können, weil wir das geschafft haben!) Es ist ungerecht, dass es im Bildungsbudget immer noch eine chronische Lücke gibt und die Hochschulen weiterhin chronisch unterfinanziert sind; das ist ungerecht! (Abg. Königsberger-Ludwig: Generationenvertrag!)
Abg. Königsberger-Ludwig: Generationenvertrag!
jemand zahlen! Wir sind weiterhin nicht fähig, die wirklichen Probleme im Pensionssystem anzugehen – immer noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Vorschläge zu dieser Minireform, zu diesem Reförmchen, das im Pensionsbereich gemacht werden soll, die jetzt auf dem Tisch liegen, werden absolut kein einziges Problem lösen. (Abg. Matznetter: Die haben das geschafft!) Man geht weiterhin die Luxuspensionen nicht an, die Luxuspensionen, für die sich vor allem der Sektor auf der linken Seite immer wieder sehr engagiert einsetzt. – Danke dafür. (Abg. Matznetter: Sie haben gratis studieren können, weil wir das geschafft haben!) Es ist ungerecht, dass es im Bildungsbudget immer noch eine chronische Lücke gibt und die Hochschulen weiterhin chronisch unterfinanziert sind; das ist ungerecht! (Abg. Königsberger-Ludwig: Generationenvertrag!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Das ist unglaublich!
Wir Jungen dürfen uns das nicht mehr länger gefallen lassen! Wir alle dürfen uns das nicht mehr länger gefallen lassen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Das ist unglaublich!) Wir setzen uns für enkelfitte Sozialsysteme und für eine gerechte Budgetpolitik ein, und das heißt: keine weiteren Schulde!. – Tick, tock! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Schauen Sie Ihrer Großmutter damit in die Augen …! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter und Loacker.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Schauen Sie Ihrer Großmutter damit in die Augen …! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter und Loacker.
Wir Jungen dürfen uns das nicht mehr länger gefallen lassen! Wir alle dürfen uns das nicht mehr länger gefallen lassen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Das ist unglaublich!) Wir setzen uns für enkelfitte Sozialsysteme und für eine gerechte Budgetpolitik ein, und das heißt: keine weiteren Schulde!. – Tick, tock! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Schauen Sie Ihrer Großmutter damit in die Augen …! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter und Loacker.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Scherak.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister! Frau Gamon, Sie sind noch jung und daher sei Ihnen erläutert: Wir in Österreich haben einen sogenannten Generationenvertrag, der es rechtfertigt, dass wir die Generationen, die Ihnen Ihre Schulen gebaut, Ihnen Ihre Universität gebaut, Ihnen das Studium finanziert haben, dass wir diese Menschen, die das alles erarbeitet haben, im Alter nicht vergessen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Scherak.)
Abg. Lugar: Wo?
Im Dezember 2011 haben wir die Schuldenbremse gesetzlich verankert. Ich war damals stolz darauf, denn ich war damals die Finanzministerin. Seit damals haben wir einen konsequenten Pfad in Richtung Nulldefizit. (Abg. Lugar: Wo?) Für alle, die es schon vergessen haben: Nach 2009 haben wir gegengesteuert, damit wir den Wohlstand und die Stabilität in Österreich erhalten. Dadurch ist das Defizit erhöht worden, und dann haben wir die Bremse gezogen, nämlich gesetzlich die Schuldenbremse verankert und sukzessive geschaut, dass die Defizite wieder herunterkommen. Das nenne ich verantwortungsvolle Politik!
Abg. Neubauer: Da hat man einen Airbag!
Gerechtfertigt ist ein Defizit dann, wenn man für Unvorhergesehenes gegensteuern muss, aber auch, damit nicht eine zu rasante Bremsung vorgenommen wird. Es ist so wie bei einem fahrenden Auto: Wenn man eine Notbremsung macht, fliegt man durch die Windschutzscheibe. (Abg. Neubauer: Da hat man einen Airbag!) Daher muss man, damit die Wirtschaft nicht abgebremst wird, damit die Forschung nicht ohne Geld dasteht, damit der Wohlfahrtsstaat nicht ins Schwanken gerät, behutsam vorgehen. (Abg. Kassegger: Sind Sie nicht angeschnallt?) Der Finanzminister hat das gemacht,
Abg. Kassegger: Sind Sie nicht angeschnallt?
Gerechtfertigt ist ein Defizit dann, wenn man für Unvorhergesehenes gegensteuern muss, aber auch, damit nicht eine zu rasante Bremsung vorgenommen wird. Es ist so wie bei einem fahrenden Auto: Wenn man eine Notbremsung macht, fliegt man durch die Windschutzscheibe. (Abg. Neubauer: Da hat man einen Airbag!) Daher muss man, damit die Wirtschaft nicht abgebremst wird, damit die Forschung nicht ohne Geld dasteht, damit der Wohlfahrtsstaat nicht ins Schwanken gerät, behutsam vorgehen. (Abg. Kassegger: Sind Sie nicht angeschnallt?) Der Finanzminister hat das gemacht,
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
und bereits zum dritten Mal haben wir ein strukturelles Nulldefizit. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Rossmann: Ursache … nicht verwechseln!
Alle, die glauben, diese Finanzmarktstabilität brauche man nicht, die glauben, diese Ziele könne man über Bord werfen – Maastricht-Defizit, was kümmert’s uns? Schuldenquote, was kümmert’s uns? –, sollen nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Irland schauen. – Dort gibt es keinen Spielraum mehr für den Wohlfahrtsstaat oder für Zukunftsinvestitionen! Das ist daher gefährlich und raubt uns jeden Spielraum. – Herr Rossmann, das sei auch Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Abg. Rossmann: Ursache … nicht verwechseln!) Mit neuen Steuerfantasien werden wir dieses Land nicht auf Zukunftskurs bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Alle, die glauben, diese Finanzmarktstabilität brauche man nicht, die glauben, diese Ziele könne man über Bord werfen – Maastricht-Defizit, was kümmert’s uns? Schuldenquote, was kümmert’s uns? –, sollen nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Irland schauen. – Dort gibt es keinen Spielraum mehr für den Wohlfahrtsstaat oder für Zukunftsinvestitionen! Das ist daher gefährlich und raubt uns jeden Spielraum. – Herr Rossmann, das sei auch Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Abg. Rossmann: Ursache … nicht verwechseln!) Mit neuen Steuerfantasien werden wir dieses Land nicht auf Zukunftskurs bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Kein Wunder, weil die Regierung …!
Wir schauen in die Zukunft, und wir schauen uns auch Österreich an. Die Opposition findet alles schlecht, das Gejammere, dass Budgets nicht halten, kenne ich zur Genüge! (Abg. Steinbichler: Kein Wunder, weil die Regierung …!) Aber ich sage Ihnen eines: Österreich ist ein schönes Land, Österreich ist ein stabiles Land, Österreich ist ein sicheres Land, Österreich ist ein reiches Land. Der Dank gilt den Menschen unseres Landes, denn sie zahlen Steuern und arbeiten fleißig für bescheidenen Wohlstand. (Abg. Moser: Sie haben ein besseres Budget verdient!) Wir hier im Parlament tragen die Verantwortung, dies zu erhalten, und wir von den Regierungsparteien nehmen diese Verantwortung wahr. Mit Mut zur Leistung und mit Optimismus für die Zukunft wird uns das auch gelingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Sie haben ein besseres Budget verdient!
Wir schauen in die Zukunft, und wir schauen uns auch Österreich an. Die Opposition findet alles schlecht, das Gejammere, dass Budgets nicht halten, kenne ich zur Genüge! (Abg. Steinbichler: Kein Wunder, weil die Regierung …!) Aber ich sage Ihnen eines: Österreich ist ein schönes Land, Österreich ist ein stabiles Land, Österreich ist ein sicheres Land, Österreich ist ein reiches Land. Der Dank gilt den Menschen unseres Landes, denn sie zahlen Steuern und arbeiten fleißig für bescheidenen Wohlstand. (Abg. Moser: Sie haben ein besseres Budget verdient!) Wir hier im Parlament tragen die Verantwortung, dies zu erhalten, und wir von den Regierungsparteien nehmen diese Verantwortung wahr. Mit Mut zur Leistung und mit Optimismus für die Zukunft wird uns das auch gelingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir schauen in die Zukunft, und wir schauen uns auch Österreich an. Die Opposition findet alles schlecht, das Gejammere, dass Budgets nicht halten, kenne ich zur Genüge! (Abg. Steinbichler: Kein Wunder, weil die Regierung …!) Aber ich sage Ihnen eines: Österreich ist ein schönes Land, Österreich ist ein stabiles Land, Österreich ist ein sicheres Land, Österreich ist ein reiches Land. Der Dank gilt den Menschen unseres Landes, denn sie zahlen Steuern und arbeiten fleißig für bescheidenen Wohlstand. (Abg. Moser: Sie haben ein besseres Budget verdient!) Wir hier im Parlament tragen die Verantwortung, dies zu erhalten, und wir von den Regierungsparteien nehmen diese Verantwortung wahr. Mit Mut zur Leistung und mit Optimismus für die Zukunft wird uns das auch gelingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler stellt eine Tafel mit einem Cartoon, der einen reitenden Cowboy mit einer Flagge mit der Aufschrift „Konzernsteuer“ auf dem Sattel zeigt, der drei verängstigt dreinblickende Rinder mit den Aufschriften „IKEA“, „Starbucks“ und „Google“ mit einem Lasso verfolgt, auf das Rednerpult. – Abg. Fekter: Ein Taferl!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte. (Abg. Steinbichler stellt eine Tafel mit einem Cartoon, der einen reitenden Cowboy mit einer Flagge mit der Aufschrift „Konzernsteuer“ auf dem Sattel zeigt, der drei verängstigt dreinblickende Rinder mit den Aufschriften „IKEA“, „Starbucks“ und „Google“ mit einem Lasso verfolgt, auf das Rednerpult. – Abg. Fekter: Ein Taferl!)
Beifall beim Team Stronach.
Jugend ist die Zukunft, ist maßgeblich für eine gute gemeinsame Zukunft. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: So wie du!
Ich möchte kleine Unterschiede darstellen und komme gleich zu den Ausführungen von Herrn Klubobmann Lopatka. Ein ganz gutes Beispiel ist folgendes: Wenn man immer noch CETA und TTIP nachweint, dann ist das so eine Logik, die wir in der Praxis auch oft haben: Wenn jemand zu Hause seinen Betrieb nicht im Griff hat (Ruf bei der ÖVP: So wie du!), dann geht er in die weite Welt und erhält sich dort. Das ist, glaube ich, genau das Problem!
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Ich war erst gestern in der Wirtschaftskammer in Vöcklabruck und habe erlebt, welch fatale Stimmung unter den Unternehmerinnen und Unternehmern herrscht, die zu der Informationsveranstaltung über die Absetzmöglichkeiten für das heurige Steuerjahr gekommen sind. Sie haben mit Betroffenheit die Auswirkungen der Registrierkassenpflicht in allen Details erfahren, und das hat bei 90 Prozent der hundert Anwesenden Kopfschütteln ausgelöst. Ich habe gesagt, es wäre gut, wenn viele der Kolleginnen und Kollegen hier im Parlament tatsächlich öfters die Auswirkungen der Gesetzgebung in der Praxis nicht nur erörtern, sondern auch erfahren würden. Ich glaube, das wäre ganz wesentlich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Punkt, der ganz positiv zu erwähnen ist, ist Deutschland. Ich habe schon einmal den Wirtschaftsökonomen Wiegard erwähnt, Herr Minister, der für den damaligen Kanzler Schröder die Agenda 2010 entwickelt hat, die wesentliche Punkte enthalten hat, deren Früchte Kanzlerin Merkel eigentlich heute noch erntet. Da wurden zeitgerecht einschneidende Maßnahmen gesetzt – spürbare Maßnahmen, nicht kosmetische Maßnahmen –, die heute noch wirksam sind und von denen Deutschland heute noch lebt, und zwar im Unterschied zu Österreich gut lebt. Wir hatten ja eine Exkursion nach Berlin in den Bundestag. Im großen Unterschied zu Österreich, wo ein kleines Wirtschaftsreförmchen als riesige Reform verkauft wird, herrscht dort eine optimale Auftragslage, die Unternehmer sind zufrieden, sie sprechen fast davon, dass sie die Aufträge nicht erfüllen können. Und zum selben Zeitpunkt, zu dem die Wirtschaft boomt, arbeitet man in Deutschland bereits wieder an einem Aktionsprogramm Mittelstand. – So, denke ich, muss man zukunftsorientierte Politik machen. Auch Fußballmannschaften sind dann erfolgreich, wenn sie nicht nach dem Eins-zu-Null zurückfallen und sagen: Jetzt verteidigen wir!, sondern angreifen und mit einem Drei-zu-null-Sieg nach Hause fahren. Ich glaube, das ist der große Unterschied. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Fekter: Ja, weil sie es in Asien machen!
Daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen – und es gibt diese Beispiele, wir brauchen nicht immer irgendwelche Hirngespinste wie etwa internationale Handelsabkommen. Jetzt bin ich wieder beim Thema und komme auf die Ausführungen von Klubobmann Lopatka zurück. Ich möchte ein typisches Beispiel für ein Unternehmen nennen, das es geschafft hat, und zwar ohne TTIP und CETA. Ich habe letzthin den Magna-Konzern von Frank Stronach genannt, heute möchte ich ein Industrieunternehmen aus meinem Bezirk, Vöcklabruck, nennen, das vorige Woche Rekordzahlen veröffentlich hat, und zwar die Lenzing AG: 3 500 Beschäftigte, internationale Konkurrenz aus China, aus Amerika, aus Indien, und die schaffen zu diesem Zeitpunkt diese Erfolge – ohne CETA, ohne TTIP. Und wie schafft man das? (Abg. Fekter: Ja, weil sie es in Asien machen!) – Danke, Frau Kollegin Fekter, aber es ist genau umgekehrt! Da sieht man die Vorurteile von sogenannten Wirtschaftsvertretern! Genau das Gegenteil ist der Fall! Das war jetzt der passende Zwischenruf zum richtigen Zeitpunkt!
Beifall beim Team Stronach.
Österreich ist tatsächlich ein super Standort, Österreich ist konkurrenzfähig, und Österreich braucht keine internationalen Freihandelsabkommen, sondern wir dürfen unsere innovativen Unternehmer, Manager, Arbeiterinnen und Arbeiter einfach nicht behindern, dann geht es gut. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Steinbichler: Mit Qualität wird es immer …!
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meinem Vorredner möchte ich nur sagen – er hat es wahrscheinlich irgendwie vergessen –, dass Österreich eine Exportquote von weit über 60 Prozent hat. Mehr als 60 Prozent gehen in den Export, und Österreich kann und wird sich nicht abschotten. Österreich braucht den Markt außerhalb Österreichs (Abg. Steinbichler: Mit Qualität wird es immer …!), nur ist das heutige Thema, meine geschätzten Damen und Herren, weder CETA noch TTIP. Über solche Dinge redet man dann, wenn man nicht weiß, worum es im Budget geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meinem Vorredner möchte ich nur sagen – er hat es wahrscheinlich irgendwie vergessen –, dass Österreich eine Exportquote von weit über 60 Prozent hat. Mehr als 60 Prozent gehen in den Export, und Österreich kann und wird sich nicht abschotten. Österreich braucht den Markt außerhalb Österreichs (Abg. Steinbichler: Mit Qualität wird es immer …!), nur ist das heutige Thema, meine geschätzten Damen und Herren, weder CETA noch TTIP. Über solche Dinge redet man dann, wenn man nicht weiß, worum es im Budget geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kogler: Bei uns rutscht die ganze Regierung, nicht der Hang!
Als langjährige Bürgermeisterin weiß ich, was es heißt, ein Budget zu erstellen. Ich habe das 15 Mal gemacht. Das Wesentliche und Wichtige war, dass das, was wir ausgemacht haben, was wir mit den anderen Fraktionen besprochen haben, auch gehalten hat. Natürlich kann es im Rahmen eines Budgets auch einmal sein, dass vielleicht ein Hang abrutscht oder ein Unwetter Schäden verursacht. (Abg. Kogler: Bei uns rutscht die ganze Regierung, nicht der Hang!) Man muss natürlich flexibel sein, man muss schauen, dass man die Mittel auch aufstellen kann, es geht aber auch um die Sicherheit für die österreichische Bevölkerung, dass das, was man mit anderen Ressorts, mit anderen Ministern verhandelt hat, dass das, was der Bundesminister für
Beifall bei der ÖVP.
Finanzen vorlegt, dass dieses Budget nicht nur akzeptiert wird, sondern auch mitgetragen wird. – Das erwarte ich mir eigentlich auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren, wir, die Österreichische Volkspartei, stehen für einen budgetpolitischen Kurs der Konsolidierung und der Wachstumsförderung gleichermaßen – alles mit Maß und Ziel –, und das hat der Herr Finanzminister mit diesem Budget bewiesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Fekter: O ja, 42,7 Prozent!
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Im internationalen Vergleich liegen wir mit einer Abgabenquote von 44,4 Prozent im Jahr 2015 im Spitzenfeld der Hochsteuerländer. Das bedeutet also, dass bei einem österreichischen Durchschnittsgehalt im Jahr 2015 fast jeder zweite Euro an den Staat geflossen ist. Aufgrund der Steuerreform sieht es für 2016 nicht viel besser aus. (Abg. Fekter: O ja, 42,7 Prozent!) – Lesen Sie die Statistik Austria, Frau Kollegin!
Abg. Fekter: Gesunken!
Österreich gehört damit zu den wenigen EU-Ländern (Abg. Fekter: Gesunken!), denen die EU-Kommission so wie in den Vorjahren auch für 2017 und 2018 Reallohnverluste prophezeit (Abg. Fekter: Auf 42,7 Prozent!), Frau Finanzministerin a. D.. Nur durch die Abschaffung der kalten Progression kann man den Mittelstand dauerhaft und real entlasten, aber nicht durch neue Steuern wie die investitions- und standortfeindliche Maschinensteuer. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Die Steuerquote ist gesunken!)
Abg. Fekter: Auf 42,7 Prozent!
Österreich gehört damit zu den wenigen EU-Ländern (Abg. Fekter: Gesunken!), denen die EU-Kommission so wie in den Vorjahren auch für 2017 und 2018 Reallohnverluste prophezeit (Abg. Fekter: Auf 42,7 Prozent!), Frau Finanzministerin a. D.. Nur durch die Abschaffung der kalten Progression kann man den Mittelstand dauerhaft und real entlasten, aber nicht durch neue Steuern wie die investitions- und standortfeindliche Maschinensteuer. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Die Steuerquote ist gesunken!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Die Steuerquote ist gesunken!
Österreich gehört damit zu den wenigen EU-Ländern (Abg. Fekter: Gesunken!), denen die EU-Kommission so wie in den Vorjahren auch für 2017 und 2018 Reallohnverluste prophezeit (Abg. Fekter: Auf 42,7 Prozent!), Frau Finanzministerin a. D.. Nur durch die Abschaffung der kalten Progression kann man den Mittelstand dauerhaft und real entlasten, aber nicht durch neue Steuern wie die investitions- und standortfeindliche Maschinensteuer. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Die Steuerquote ist gesunken!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Finanzminister, die Steuerzahler lassen sich weder von Ihnen noch vom Herrn Bundeskanzler mit Ihrer Hinhaltetaktik für dumm verkaufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Durch die Steuerreform 2015/2016 werden den Steuerzahlern ab heuer 5 Milliarden € zurückgegeben, die man ihnen seit 2009, also in der Vergangenheit, durch die kalte Progression bereits weggenommen hat. Sie, Herr Finanzminister, und der Herr Bundeskanzler vertrösten die Steuerzahler jedoch mit der fadenscheinigen Ausrede, dass die kalte Progression erst wieder in ein paar Jahren greifen kann. Das stimmt aber nicht. Die kalte Progression greift nicht erst 2019, sondern bereits heuer, sie muss daher sofort abgeschafft werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn der Herr Bundeskanzler meint, dass die Abschaffung der kalten Progression legistisch nicht so einfach umzusetzen sei, dann bringen wir uns hier gerne legistisch ein. Ich werde daher noch diese Woche einen Entschließungsantrag zur Abschaffung der kalten Progression einbringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
eine Scheingewinnbesteuerung, die genauso abgeschafft werden muss wie die kalte Progression. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ein bisschen uninspiriert ist die ganze Debatte hier schon. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Vielleicht hat ja der Herr Finanzminister die Lust am eigenen Budget und am Regieren schon verloren, ganz möchte man es ihm ja nicht verübeln, allein, es hilft nicht, den sogenannten – und ich scheue mich nicht, hier das Wort auszusprechen, obwohl es schon ein richtiger Begriff ist, der schon durch verschiedene Kommentatoren und durch unsere eigene Branche, der Politik, verhunzt wurde – Reformbedarf zu verschweigen, von dem es ja genug gäbe.
Abg. Fekter: Ist doch so!
Es wird hier immer der Opposition vorgehalten – ausgerechnet die Frau Finanzministerin außer Dienst Dr. Fekter hat das hier in die Arena geworfen –, sie sei immer gegen alles. (Abg. Fekter: Ist doch so!) – Mein Gott, schauen Sie, wollen wir uns nicht länger mit ihrer Biographie hier auseinandersetzen, sondern eines klar sagen: Auf der anderen Seite ist es doch so, dass es immer wieder – wurscht, von welcher Fraktion – hier Vorschläge gibt, wie wir in ein sinnvolles Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben – und das ist im Kern dann das Budget – kommen können.
Abg. Fekter nickt zustimmend.
Wo sieht man das noch? – Das sieht man auch bei der Intransparenz der Förderungen. Das ist ja unglaublich! Wir wissen bis heute nicht, welche Firmen welche Förderungen bekommen – oft von den Kommunen über die Länder bis zum Bund. Beim Bund erfolgen im Übrigen, wie schon öfter erwähnt wurde, die Förderungen noch am transparentesten. Da ist einiges gelungen. (Abg. Fekter nickt zustimmend.) – Sie nicken zu Recht! (Abg. Fekter: Doch man muss auch sagen, dass …!)
Abg. Fekter: Doch man muss auch sagen, dass …!
Wo sieht man das noch? – Das sieht man auch bei der Intransparenz der Förderungen. Das ist ja unglaublich! Wir wissen bis heute nicht, welche Firmen welche Förderungen bekommen – oft von den Kommunen über die Länder bis zum Bund. Beim Bund erfolgen im Übrigen, wie schon öfter erwähnt wurde, die Förderungen noch am transparentesten. Da ist einiges gelungen. (Abg. Fekter nickt zustimmend.) – Sie nicken zu Recht! (Abg. Fekter: Doch man muss auch sagen, dass …!)
Beifall bei den Grünen.
Man wird vom Herrn Bundeskanzler schön langsam auch verlangen können, dass er mehr einlöst von dem, was er hier durchaus PR-talentiert verkündet. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Loacker trägt ebenfalls – wie auch andere Abgeordnete von den NEOS – ein T-Shirt mit der Aufschrift „34.000 € Schulden pro Kopf“.
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Loacker. – Bitte. (Abg. Loacker trägt ebenfalls – wie auch andere Abgeordnete von den NEOS – ein T-Shirt mit der Aufschrift „34.000 € Schulden pro Kopf“.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik will sich die Regierung die verschiedenen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, der Arbeitsmarktförderung, genauer anschauen; die machen aber nur ein Fünftel des Arbeitsmarktbudgets aus. Was man aber völlig außer Acht lässt, sind die passiven Leistungen. Da fließen in Arbeitslosengeld und Notstandshilfe samt dazugehörigen Pensionsbeiträgen 5,5 Milliarden € – ohne jede Steuerungswirkung! Es können all die Schulungsmaßnahmen und so weiter nur dann eine Wirkung entfalten, wenn auch Arbeitslosengeld und Notstandshilfe eine Steuerungswirkung haben. Das geht aber nicht, weil das Zeug linear ausgezahlt wird. Wir produzieren da Langzeitarbeitslosigkeit. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Sie sehen das auch an der Entwicklung der Zahlen in der Notstandshilfe, die viele Leute 10, 15, 20 Jahre beziehen, ohne dass sich etwas bewegt.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Jetzt geben wir den Pensionisten einen Mitleidshunderter! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Neubauer: Ich gehe nie zum Stammtisch!
Das machen Sie, denn damit kann natürlich der Herr Neubauer genauso an den Stammtisch gehen wie alle roten Kollegen (Abg. Neubauer: Ich gehe nie zum Stammtisch!) und alle schwarzen Kollegen, und sie können sagen: Ich habe euch einen Hunderter verschafft!
Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Heute auf Kosten der Alten!
Dass die jungen Menschen das zahlen müssen – zusätzlich zu dem Schuldenberg, den Sie ihnen bereits hinterlassen haben –, ist Ihnen schnurzpiepegal. Das ist gnadenlose Klientelpolitik auf Kosten der Jungen. Und Sie genieren sich nicht einmal dafür. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Heute auf Kosten der Alten!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Heute trifft sich der Personalausschuss der Casinos Austria AG, die zu einem Drittel im Eigentum der Republik steht. Und Herr Stoss, Vorarlberger Landsmann, wird dort eine Vertragsverlängerung mit einem Pensionsanspruch bis zu 550 000 € im Jahr bekommen. 14 Mal 39 000 € Pension kann man bei der Casinos Austria AG immer noch abziehen. Da sitzen Vertreter der Republik Österreich im Aufsichtsrat und nicken das ab. Und Herr Rothensteiner – der gehört auf diese Seite hinüber (in Richtung ÖVP zeigend) – nickt das auch ab. Das ist Ihnen egal! (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Und was die Bürger davon haben, ist die Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann. Die wissen längst, dass so das System und die Republik mit Hochgeschwindigkeit an die Wand gefahren werden. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Doch Sie unterhöhlen weiterhin systematisch das Vertrauen der Bevölkerung in Nachhaltigkeit und vor allem in Gerechtigkeit. Davon wird dauerhaft nichts übrig bleiben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und was die Bürger davon haben, ist die Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann. Die wissen längst, dass so das System und die Republik mit Hochgeschwindigkeit an die Wand gefahren werden. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Doch Sie unterhöhlen weiterhin systematisch das Vertrauen der Bevölkerung in Nachhaltigkeit und vor allem in Gerechtigkeit. Davon wird dauerhaft nichts übrig bleiben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das Familiensilber darf nicht – das wäre kurzsichtig – um jeden Preis verkauft werden. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei der Budgetwahrheit, die ja auch vertrauensbildend sein soll, gibt es erheblichen Nachholbedarf für die Bundesregierung. Das fängt an mit der Kunstkennzahl „strukturelles Nulldefizit“, von der immer gesprochen wird. Ich möchte betonen: Die Ergebnishaushalte der vier Jahre von 2014 bis 2017 sehen folgendermaßen aus: 2014: minus 9 Milliarden, 2015: minus 4,7 Milliarden, 2016: vermutlich minus 9,3 Milliarden, 2017: budgetiert minus 9 Milliarden. Also in Anbetracht dessen von einem Nulldefizit zu sprechen, ist geradezu absurd. Bei diesen Zahlen von einem Konsolidierungskurs zu sprechen, ist geradezu absurd. Das ist Schuldenmachen in einem Ausmaß, das unverantwortlich ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na hallo!
Dann komme ich noch zu einem Punkt, der auch angesprochen worden ist, nämlich zur Budgetwahrheit. Der Budgetdienst sagt zum Beispiel, dass in der UG Justiz seit Jahren sowohl die Einzahlungen als auch die Auszahlungen zu niedrig angesetzt werden. Man weiß, die Zahlen stimmen nicht. Da bewegt sich das ganze Rechenwerk in eine Richtung, die absolut nicht gut ist. Oder: Bei der UG 14 Landesverteidigung weiß man jetzt schon, dass Einzahlungen in Höhe von rund 40 Millionen € kommen werden, die aber nicht im Budget drinnen stehen. – Also das zur Budgetwahrheit. (Ruf bei der FPÖ: Na hallo!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich schließe mit der Beurteilung des Budgetdienstes, auch dieser sagt: Es wird alles komplizierter, unübersichtlicher und aussageloser. – Herr Bundesminister, rein vom Handwerklichen her ist dieses Budget also – neben den inhaltlichen Fragen – kein Meisterwerk. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Herr Minister! Ich gestehe Ihnen zu, dass dieses Budget auch gute Ansätze hat, das steht außer Frage, aber was soll das Budget aussagen, wenn die gesamten Kosten für die Flüchtlinge herausgerechnet werden? Diese Kosten finden keinen Niederschlag im Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren. Diese Kosten tragen die fleißigen, anständigen Menschen in Österreich, und das ist der falsche Weg. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Abg. Willi überreicht auf dem Weg zum Rednerpult Schriftstücke an Bundesminister Schelling sowie Staatssekretärin Duzdar.
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Willi. – Bitte. (Abg. Willi überreicht auf dem Weg zum Rednerpult Schriftstücke an Bundesminister Schelling sowie Staatssekretärin Duzdar.)
Abg. Heinzl: Das stimmt ja nicht! – Abg. Moser: Stimmt schon!
Kollege Krainer hat gesagt, wie wichtig Arbeitsplätze sind. Ja, das sehe ich genauso. Man kann Investitionen so lenken, dass viele Arbeitsplätze entstehen, dass die regionale Wirtschaft boomt, oder man kann sie so lenken, dass vor allem irgendwelche Riesenmaschinen arbeiten und relativ wenige Arbeitsplätze entstehen. (Abg. Heinzl: Das stimmt ja nicht! – Abg. Moser: Stimmt schon!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister, ich bin froh, dass Sie zuhören: Unser Ansatz und unser Appell ist, dass wir den gesamten ÖBB-Rahmenplan einmal kritisch auf die Frage hin durchleuchten, wie wir erstens möglichst schnell möglichst viele Menschen auf die Bahn bringen und wie wir zweitens Wertschöpfung und möglichst viele Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Wenn Sie das hinbringen, dann haben Sie uns beim nächsten Mal auf Ihrer Seite. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Berichtigung, oder?! – Abg. Steinbichler stellt wieder die Tafel mit dem Cartoon, der einen reitenden Cowboy mit einer Flagge mit der Aufschrift „Konzernsteuer“ auf dem Sattel zeigt, der drei verängstigt dreinblickende Rinder mit den Aufschriften „IKEA“, „Starbucks“ und „Google“ mit einem Lasso verfolgt, auf das Rednerpult.
Präsident Karlheinz Kopf: Ein zweites Mal zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Berichtigung, oder?! – Abg. Steinbichler stellt wieder die Tafel mit dem Cartoon, der einen reitenden Cowboy mit einer Flagge mit der Aufschrift „Konzernsteuer“ auf dem Sattel zeigt, der drei verängstigt dreinblickende Rinder mit den Aufschriften „IKEA“, „Starbucks“ und „Google“ mit einem Lasso verfolgt, auf das Rednerpult.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb die Bitte an den Finanzminister – und damit bin ich schon am Ende meiner Ausführungen –: Wenn die Konzerne schon Steuervorteile haben, wenn die Konzerne schon vor Besteuerung flüchten, sollte man sie dann umgekehrt bei den Asylkosten, die ja horrend sind und ins Exorbitante steigen, in die Pflicht nehmen. Sie sind ja zum Großteil auch die Auslöser dieser Wirtschafts- und Klimaflucht. Geschätzte 80 Prozent der Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind Klima- und Wirtschaftsflüchtlinge. Deshalb denke ich, es wäre fair von allen Finanzministern in Europa, wenn man da dann die Konzerne zur Kasse bittet. Das wäre mein Ansatz. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Ähnliches gilt für das Bundesverwaltungsgericht. Auch dazu muss man anerkennend sagen: Wir haben alle gemeinsam, durchaus auch auf Betreiben der FPÖ, durchgesetzt, dass es eine Verwaltungsgerichtsbarkeit gibt, die diesen Namen zu Recht trägt. Daher gibt es eben auch das Bundesverwaltungsgericht, das dem Bundeskanzleramt unterstellt ist. Das ist ein wirklich gut funktionierendes neues System, wir haben damit für mehr Rechtsstaatlichkeit in Österreich gesorgt. Auch in diesem Bereich ist das Hauptproblem, dass wir dort aufstocken müssen, sehr viel Geld hineinstecken müssen, weil wir die Asylverfahren in Wirklichkeit nur mit einem riesigen Aufwand im Griff haben. Dadurch wird der Steuerzahler ganz massiv belastet. Da sieht man also, dass das System allein in diesem Detailbereich sehr viel Geld investieren muss. In Wirklichkeit haben wir einen großen Schaden angerichtet, indem wir nicht von Anfang an konsequent mit diesem Thema umgegangen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sonst, wie gesagt, sehen wir das, was die anderen obersten Organe betrifft, durchaus anerkennend. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Moser – ein Buch mit dem Titel „Das Kapital des Staates“ in die Höhe haltend –: Da haben wir eh das passende Buch!
700 Millionen € fließen in den Bildungsbereich, das heißt: Ausbau der Ganztagsschulen – auch das führt ja wieder dazu, dass es Beschäftigung gibt. Also der Staat macht da schon seine Hausaufgaben, und man kann nicht immer alles nur vor dem Hintergrund des Sparsamkeitsgedankens sehen. Der Staat ist auch verpflichtet, wenn Investitionen der Privatwirtschaft nicht so fließen, seiner Funktion als Investor nachzukommen. (Abg. Moser – ein Buch mit dem Titel „Das Kapital des Staates“ in die Höhe haltend –: Da haben wir eh das passende Buch!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Moser: … Rechnungshof! – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Das heißt, die obersten Organe sind mit den Reformen, die wir gesetzt haben, zufrieden. Bei der Bundesverwaltungsgerichtsbarkeit haben wir immerhin 120 Behörden eingespart. Das hat sich bewährt, es ist nicht schlechter geworden, sondern besser geworden, und dieses System hat sich mittlerweile eingespielt. Ich glaube, man sollte das auch von dieser Stelle aus einmal sagen, dass die Reformen, die stattgefunden haben, in den Medien aber nicht unbedingt jene Öffentlichkeit gefunden haben, die sie hätten finden sollen, sich äußerst positiv auf diesen Staat und auf die Verwaltung dieses Staates ausgewirkt haben. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Moser: … Rechnungshof! – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Dem ist daher nichts hinzuzufügen, und wenn wir jetzt wissen, dass Flüchtlinge kommen und die Frau Staatssekretärin dem vorausschauend entgegensetzt, dass wir heuer bereits zusätzlich 40 Richter beim Bundesverwaltungsgericht angestellt haben und zusätzlich 120 Richter anstellen werden, dann ist das eine Antwort, die eben auch auf Probleme, die sich neu ergeben, Bezug nimmt und sie zu lösen versucht – anstatt alles krankzujammern, wie es mein Vorredner gemacht hat. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Doppler.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Vertreter der Volksanwaltschaft! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Meine Damen und Herren! Ja, die Regierungsbank ist zwar dünn besetzt, aber immerhin haben wichtige oberste Organe heute im Parlament noch eine besondere Bedeutung. (Beifall des Abg. Doppler.)
Zwischenruf des Abg. Mayer.
Herr Kollege Wittmann! Wenn wir doch endlich die Reformen, die wir beim Verfassungsgerichtshof, beim Verwaltungsgerichtshof durchgesetzt haben, auch im Rechnungshofbereich durchsetzen könnten, dann hätten wir Milliarden gespart und dann hätten wir ein ganz anderes Budget. Ich sage es nur deshalb gleich vorneweg, weil: Hätte der Rechnungshof die Unternehmungen prüfen können, an denen die öffentliche Hand mit 25,1 Prozent beteiligt ist, hätte das Hypo-Alpe-Adria-Debakel nicht stattfinden können. (Zwischenruf des Abg. Mayer.) – Nein, in dem Umfang sicher nicht! 17 Milliarden € den Bach hinunter! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mayer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mayer.
Herr Kollege Wittmann! Wenn wir doch endlich die Reformen, die wir beim Verfassungsgerichtshof, beim Verwaltungsgerichtshof durchgesetzt haben, auch im Rechnungshofbereich durchsetzen könnten, dann hätten wir Milliarden gespart und dann hätten wir ein ganz anderes Budget. Ich sage es nur deshalb gleich vorneweg, weil: Hätte der Rechnungshof die Unternehmungen prüfen können, an denen die öffentliche Hand mit 25,1 Prozent beteiligt ist, hätte das Hypo-Alpe-Adria-Debakel nicht stattfinden können. (Zwischenruf des Abg. Mayer.) – Nein, in dem Umfang sicher nicht! 17 Milliarden € den Bach hinunter! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mayer.)
Abg. Mayer: Genau das haben sie verschlafen …!
Mit der Prüfkompetenz des Rechnungshofes hätten wir früher die Reißleine ziehen können. (Abg. Mayer: Genau das haben sie verschlafen …!) Schauen Sie sich den Bericht des Rechnungshofes an, Herr Kollege, Sie kennen ihn ja! (Abg. Mayer: Gegen diese Gaunerei gibt es kein Gesetz! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Es hätte in Kärnten längst ein anderes System Platz greifen können, wenn rechtzeitig Transparenz geherrscht hätte, wenn der Rechnungshof rechtzeitig hätte prüfen können. – Das ist
Abg. Mayer: Gegen diese Gaunerei gibt es kein Gesetz! – Zwischenruf bei der FPÖ.
Mit der Prüfkompetenz des Rechnungshofes hätten wir früher die Reißleine ziehen können. (Abg. Mayer: Genau das haben sie verschlafen …!) Schauen Sie sich den Bericht des Rechnungshofes an, Herr Kollege, Sie kennen ihn ja! (Abg. Mayer: Gegen diese Gaunerei gibt es kein Gesetz! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Es hätte in Kärnten längst ein anderes System Platz greifen können, wenn rechtzeitig Transparenz geherrscht hätte, wenn der Rechnungshof rechtzeitig hätte prüfen können. – Das ist
Abg. Mayer: Das hat er verschlafen! Das ist falsch! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
einmal eine erste Feststellung. (Abg. Mayer: Das hat er verschlafen! Das ist falsch! – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer
Zweitens, zum Budget für die obersten Organe im Gerichtsbereich oder im Bereich der Volksanwaltschaft. Der Volksanwaltschaft danke ich übrigens auch sehr herzlich für die Umsicht und für das Engagement, was gerade die Anliegen einzelner Menschen in Österreich anlangt; das ist ja nicht selbstverständlich. Viele sind Opfer von Verwaltungsmissständen (Zwischenruf des Abg. Krainer), und die Volksanwaltschaft ist da sehr rege am Werk – also danke auch Ihnen und Ihren Mitarbeitern!
Abg. Mayer: Das stimmt!
Beim Rechnungshofbudget haben wir aber bitte über Jahre hinweg eine Kürzungsorgie. Das haben Sie selbst, Herr Kollege Mayer, im Ausschuss durchaus mit Bedauern, sage ich jetzt einmal, festgestellt. (Abg. Mayer: Das stimmt!); nur beim Bedauern ist es leider bis jetzt geblieben. Da gilt es jetzt endlich einmal den Hebel anzusetzen, weil wir ja mit den Steuergeldern verantwortungsbewusst umgehen müssen. Dazu haben wir als Parlament ein Instrument, ein Organ, so heißt das, das ist der Rechnungshof. Das ist so eine Art Wirtschaftsprüfer, das ist auch so eine Art Consulter, kann man sagen, der schaut, wie die Verwaltung verbessert werden kann. Da gibt es zahlreiche Vorschläge und Empfehlungen, die leider nicht umgesetzt werden, zum Beispiel auch den Vorschlag, Unternehmen, an denen die Republik mit 25,1 Prozent beteiligt ist, zu prüfen.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Gamon und Scherak.
Ich hoffe deshalb doch noch auf gewisse Änderungsmöglichkeiten zumindest im nächsten Jahr; ich glaube, heuer haben Sie ja bereits mehr oder weniger beschlossen, dieses Hungerbudget für den Rechnungshof durch eine Abstimmung auch wirklich gültig zu machen. Das ist mir natürlich sehr unangenehm, aber, meine Güte, vielleicht ändern sich die Mehrheiten. Wir werden für die Menschen daran arbeiten, mit intensiver Kontrollarbeit, dass mit den Steuergeldern verantwortungsbewusst umgegangen wird. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Gamon und Scherak.)
Abg. Brosz: Wer zahlt’s?
Die Gewaltentrennung erfordert ein starkes Parlament, und daher haben wir uns im Parlament auch vorgenommen, vor allem zwei Punkte zu stärken: die Transparenz im Gesetzgebungsverfahren auf der einen Seite und die Mitwirkung durch die Bevölkerung und von Experten auf der anderen Seite. Daher haben wir uns in der Enquete-Kommission zum Thema direkte Demokratie vorgenommen, zur Stärkung des Parlaments folgende Punkte in den nächsten Monaten hier zur Beschlussfassung zu bringen: erstens: verstärkte Einbindung der Bürger in ein Begutachtungsverfahren, die vor allem über die Homepage des Parlaments erfolgen soll; zweitens: einen direkten Zugriff auf den Rechts- und Legislativdienst für alle Abgeordneten ähnlich wie beim Budgetdienst – das würde einen großen Vorteil für die parlamentarische Arbeit bringen –; drittens: dass die Ausschussobleute und deren Stellvertreter entsprechende Mitarbeiter bekommen und die Fachausschüsse gestärkt werden, damit wir auch mit den Fachausschüssen zur Bevölkerung, zum Souverän gehen und unsere Arbeit in den Ausschüssen verstärkt transparent nach außen tragen können; viertens: ein eigenes Parlaments-TV – dafür ist eigentlich alles vorbereitet, wir könnten das allen Sendern anbieten, das sollte meines Erachtens auch rasch umgesetzt werden –; fünftens: öffentliche Ausschusssitzungen mit einem Livestream zu versehen. Auch das sind Punkte, die für mehr Transparenz sorgen können. (Abg. Brosz: Wer zahlt’s?)
Beifall bei der ÖVP.
Das möchte ich uns allen für all die Punkte, die wir hier betreffend Rechtsschutz noch beschließen wollen, mitgeben, damit wir unser System weiterhin handlungsfähig erhalten und nicht die Gerichtsbarkeit zur Nichthandlungsfähigkeit bringen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Gerstl und Windbüchler-Souschill.
Wenn wir uns den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament im Vergleich anschauen, dann sehen wir, was lebendiger, selbstbewusster Parlamentarismus ist; dazu braucht es halt auch die entsprechenden Mittel, und da sollten wir uns hier im österreichischen Parlament in Zukunft auch weit mehr Geld zur Verfügung stellen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Gerstl und Windbüchler-Souschill.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein wesentlicher Teil dieser 20 Millionen € fließt in das AT:net-Förderprogramm. Das ist ein Programm, das zum Ziel hat, innovative digitale Unternehmen zu fördern, wenn sie eben in einer kritischen Phase sind, sie dabei zu unterstützen, Marktreife zu erlangen. Wir erkennen ja, wie stark die Digitalisierung alle gesellschaftlichen Bereiche durchflutet, und es ist uns auch vonseiten der Politik wichtig, davon nicht überrannt zu werden, sondern die Digitalisierung auch aktiv mitzugestalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
worden. Es gibt 355 Bundeslehrer und -lehrerinnen mehr. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Walter Rosenkranz: Unabhängig vor allem!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Es geht jetzt natürlich auch um die Grundpfeiler der Demokratie, und wir haben in den letzten Tagen auch über die Presseförderung und allfällige Gebühren für den ORF diskutiert, daher: In der Sendung „Im Zentrum“ zu den amerikanischen Wahlen hat eine „Profil“-Journalistin gesagt, durch die Wahlen zeige sich, wie wichtig eigentlich öffentlich-rechtliche Medien seien (Abg. Walter Rosenkranz: Unabhängig vor allem!) – und unabhängig. Das ist ein Gebot, das die Journalisten, die dort tätig sind, auch wirklich nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen versuchen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Es geht jetzt natürlich auch um die Grundpfeiler der Demokratie, und wir haben in den letzten Tagen auch über die Presseförderung und allfällige Gebühren für den ORF diskutiert, daher: In der Sendung „Im Zentrum“ zu den amerikanischen Wahlen hat eine „Profil“-Journalistin gesagt, durch die Wahlen zeige sich, wie wichtig eigentlich öffentlich-rechtliche Medien seien (Abg. Walter Rosenkranz: Unabhängig vor allem!) – und unabhängig. Das ist ein Gebot, das die Journalisten, die dort tätig sind, auch wirklich nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen versuchen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur um die Größenordnung zu kennen, über die wir sprechen: Im Schnitt bekommt der ORF ungefähr 16 bis 17 € pro Kopf pro Monat, also zwei Drittel der Gebühren, die eingenommen werden, und ein Drittel geht, in unterschiedlicher Größenordnung, an Länder, an Kultureinrichtungen und auch in Abgaben und was auch immer. Jetzt diskutieren wir über rund 1 € bis 1,5 € mehr pro Kopf pro Monat für den ORF. Es geht um 1 € bis 1,5 € mehr pro Kopf pro Monat für den ORF. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Ich meine, da ist die Grundsatzdiskussion berechtigt, wenn man sich die Frage stellt, ob ein öffentlich-rechtliches Unternehmen auch in Zukunft – und besonders in Österreich – zur Wahrung der österreichischen Kulturidentität und der Unabhängigkeit gegenüber internationalen Konzernen und Medien beitragen soll (Zwischenruf des Abg. Lausch) – und jetzt schaue ich der FPÖ ganz tief in ihre blauen Augen; Sie sollten jetzt nämlich langsam aufspringen, wenn ich Ihnen das jetzt so sage, und langsam zu jubeln beginnen – und es daher vielleicht doch sinnvoll ist, für eine Existenzab-
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Der Herr Minister lacht schon! Der Herr Minister hat gelacht!
sicherung des ORF einzutreten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Der Herr Minister lacht schon! Der Herr Minister hat gelacht!)
Allgemeiner Beifall.
Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle, weil das heute, wie ich glaube, noch niemand gemacht hat, beim Budgetdienst des Parlaments für die hervorragenden Unterlagen, für die begleitenden Budgetunterlagen bedanken, weil daraus sehr viel herauszulesen ist, sehr viele Informationen mitzunehmen sind. Dafür möchte ich mich zum Abschluss ganz herzlich bedanken. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich beim Minister und bei der Kunst- und Kultursektion, die mit einer sehr behutsamen Vorgangsweise die Gelder sorgsam in ganz Österreich ausgibt und nicht nur für die Wiener Institutionen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Werte Staatssekretäre! Geschätzte Volksanwälte! Frau Präsident des Rechnungshofes! Bevor ich mich mit dem Rechnungshof als eigentlichem Thema beschäftige, noch ein kurzer Seitenschwenk zum Kollegen Cap, der hier für seinen angeblich so unabhängigen Parteisender wieder einmal Gebührenwerbung gemacht hat. Ich muss ganz ehrlich sagen: Nicht einmal einen Cent möchte ich für das zahlen, was da vom ORF geliefert wird – das Programm kannst du vergessen, und die Inhalte mit ihrer Steuerung aus politischer Sicht sowieso! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Es ist eine Unglaublichkeit, was da von Ihnen dem Gebühren- und Steuerzahler mit diesem Parteisender aufgelastet wird! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das sage ich Ihnen jetzt einmal ganz ehrlich und ganz unabhängig. (Abg. Heinzl: Der war gut! – Zwischenruf der Abg. Moser. – Abg. Höbart: Österreichischer Rotfunk!)
Abg. Heinzl: Der war gut! – Zwischenruf der Abg. Moser. – Abg. Höbart: Österreichischer Rotfunk!
Es ist eine Unglaublichkeit, was da von Ihnen dem Gebühren- und Steuerzahler mit diesem Parteisender aufgelastet wird! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das sage ich Ihnen jetzt einmal ganz ehrlich und ganz unabhängig. (Abg. Heinzl: Der war gut! – Zwischenruf der Abg. Moser. – Abg. Höbart: Österreichischer Rotfunk!)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Jetzt zum Thema Rechnungshof: Die Kollegin Moser hat es schon angesprochen, der Rechnungshof ist eigentlich der einzige Verwaltungskörper in Österreich, der sich bei entsprechender Umsetzung der von ihm ausgesprochenen Empfehlungen tatsächlich ordentlich selbst rechnen würde. Faktum ist halt, dass die schwerfällige Umsetzung, die es in Österreich gibt, durchaus ein bisschen Antrieb gebrauchen könnte, den wir hier im Parlament durchaus initiieren könnten und sollten. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Abg. Moser: Das ist ein Unterschied!
stellen gesprochen – so ganz stimmt das nicht, denn die 278 sind Vollbeschäftigungsäquivalente, und die anderen, die 323, sind die Planposten, also es ergibt sich so nicht ganz. (Abg. Moser: Das ist ein Unterschied!) Es wäre zwar sehr schön, wenn wir sagen könnten, dass quasi um ein Sechstel zu wenig Leute sind, stimmt aber in dem Fall nicht ganz. (Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Hakel.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Hakel.
stellen gesprochen – so ganz stimmt das nicht, denn die 278 sind Vollbeschäftigungsäquivalente, und die anderen, die 323, sind die Planposten, also es ergibt sich so nicht ganz. (Abg. Moser: Das ist ein Unterschied!) Es wäre zwar sehr schön, wenn wir sagen könnten, dass quasi um ein Sechstel zu wenig Leute sind, stimmt aber in dem Fall nicht ganz. (Zwischenrufe der Abgeordneten Moser und Hakel.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Jetzt dränge ich wieder einmal darauf und sage das auch in Richtung der Koalitionsparteien: Es wurde uns zugesagt, dass ihr innerhalb eurer Koalition ein Gespräch führt, was man machen kann. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Wir haben gesagt: Okay, warten wir das ab! Das Warten dauert jetzt aber schon ein bisschen lang, also könnten wir da vielleicht einmal ein bisschen aufs Tempo drücken, geschätzter Kollege Mayer? Bei dir kann ich mich nämlich wenigstens erinnern, dass du auch etwas bewegen willst. Ich hoffe, das wird sich in den nächsten Wochen dann auch zeigen, es würde mich wirklich freuen.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Moser.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrem Team alles Gute, freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und hoffe, wenn Sie irgendetwas brauchen, dass Sie dann auch zu uns kommen. Wir haben immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen im Rechnungshof. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein wichtiger Punkt, den ich abschließend noch erwähnen möchte, weil er auch zum Bereich Finanzierung von Kunst und Kultur gehört, ist das Thema Urheberrecht. Wir haben vor knapp zwei Jahren, vor eineinhalb Jahren eine lang verhandelte Urheberrechtsnovelle beschlossen. Schon damals habe ich gesagt, dass diese Novelle für mich nur ein Zwischenschritt sein kann und noch viele Punkte, wie zum Beispiel eine Nachfolgeregelung der Cessio legis, also ein Urhebervertragsrecht, in dieser Novelle ganz klar fehlen. Da möchte ich Sie bitten: Lassen Sie uns dieses Thema noch einmal gemeinsam im Parlament aufnehmen und hier weiter verhandeln! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die heurige Antwort hat mich überrascht. Die heurige Antwort war nämlich: „Aufgrund der zahlreichen Finanzpositionen wird aus verwaltungsökonomischen Gründen von einer detaillierten Darstellung abgesehen.“ – Ich sage Ihnen, Herr Minister: Das lasse ich mir als Abgeordneter dieses Hauses nicht bieten! Diese Frage ist 2013 beantwortet worden, 2014 beantwortet worden, 2015 beantwortet worden und 2016 beantwortet worden – und für das Jahr 2017 soll das plötzlich aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht mehr möglich sein, aufzuschlüsseln, welche Budgetposten der Datenschutzbehörde zur Verfügung stehen. Das ist eine inakzeptable Vorgangsweise, die einem einzigen Grund geschuldet ist, nämlich der Verschleierung, dass die Datenschutzbehörde chronisch unterdotiert ist und ihren Aufgaben schon lange nicht mehr nachkommen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das ist fahrlässig, und wäre die Datenschutzbehörde die Baupolizei, dann würde ich mir um die Sicherheit der österreichischen Gebäude und damit um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger massive Sorgen machen! Ich mache mir nur trotzdem Sorgen, weil ich mir um die Daten der Bürgerinnen und Bürger massive Sorgen mache. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist inakzeptabel. Das ist ein Kontrollmissstand, der beseitigt gehört. Die Lösung liegt nicht darin, das Problem zu vertuschen, sondern die Lösung liegt darin, die Datenschutzbehörde in diesem Bereich ausreichend zu budgetieren. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Heute geht es hier jedoch auch um das Kapitel des Rechnungshofes: Auch in die Kontrolle des Staates wird investiert. Frau Kollegin Moser, der Rechnungshof hat kein Hungerbudget, sondern der Rechnungshof hat ein knappes, aber trotzdem stabiles Budget, mit dem die Aufgaben des Rechnungshofes absolut gewährleistet bleiben. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Dazu werden Rücklagen aufgelöst, es ist ja bekannt, dass wir beim Rechnungshof bis 2013 Rücklagen hatten, und diese werden jetzt sukzessive aufgelöst. Dank Bundesminister Schelling war es auch möglich, dass wir 700 000 € aus den Rücklagen für IT und Datensicherheit investieren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Moser.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Moser.
Heute geht es hier jedoch auch um das Kapitel des Rechnungshofes: Auch in die Kontrolle des Staates wird investiert. Frau Kollegin Moser, der Rechnungshof hat kein Hungerbudget, sondern der Rechnungshof hat ein knappes, aber trotzdem stabiles Budget, mit dem die Aufgaben des Rechnungshofes absolut gewährleistet bleiben. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Dazu werden Rücklagen aufgelöst, es ist ja bekannt, dass wir beim Rechnungshof bis 2013 Rücklagen hatten, und diese werden jetzt sukzessive aufgelöst. Dank Bundesminister Schelling war es auch möglich, dass wir 700 000 € aus den Rücklagen für IT und Datensicherheit investieren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Moser.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Der zweite Bereich ist die ganze Kommunikation. Die Frau Präsident hat uns ja allen hier schon mitgeteilt, dass sie alle drei Jahre alle Abgeordneten – nicht nur jene, die Mitglieder des Rechnungshofausschusses sind – betreffend Zufriedenheit der Arbeit des Rechnungshofes befragen wird. Der erste Fragebogen liegt bereits vor. Danke, Frau Präsident! (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich bedanken. Der österreichische Rechnungshof – das sollte in diesem Haus auch erwähnt werden – hat im internationalen Vergleich durchaus hohe Standards, leistet gute Arbeit und so soll es in Zukunft auch bleiben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Kitzmüller.
Für diese demokratisch wichtige Aufgabe reicht es aber nicht – wie vom Herrn Minister vorgeschlagen –, die Förderung circa zu verdreifachen, sondern da ist es auch notwendig, gerade in Österreich, auch den ORF zu integrieren. Der ORF muss sich der Realität stellen! In diesem Punkt unterscheidet sich unsere Kritik auch sehr stark von der Kritik der FPÖ zum Beispiel, die nur sagt: Nein, uns gefällt das Programm nicht, dafür will ich nichts zahlen! – Nein, unsere Kritik geht schon ein Stück weiter. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Kitzmüller.)
Heiterkeit des Abg. Scherak
werbung mache (Heiterkeit des Abg. Scherak), aber mit Panem und Circenses kann es nicht weitergehen!
Abg. Hübner: Was? Ice on …?
Kollege Cap, wenn Sie meinen, dass es nur zu einer Erhöhung von ein paar Euro pro Person oder pro Gebührenzahler kommen wird, darf ich Sie darauf hinweisen, dass die Einnahmen aus den Programmentgelten auch ohne Zutun einer Gebührenerhöhung gestiegen sind, und zwar einfach dadurch, dass die Bevölkerungszahl zugenommen hat. Das heißt, wir haben eine Situation, die man beschreiben könnte mit: „There’s blood on the windows and ice on the sheets“. Die Frage ist: Was ist hier zu tun? (Abg. Hübner: Was? Ice on …?) – „Ice on the sheets“, Marc Heal, das haben Sie sicher erkannt. Der Herr Minister hat es sicher erkannt, der ist kulturell ein wenig anders gebildet. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Kollege Cap, wenn Sie meinen, dass es nur zu einer Erhöhung von ein paar Euro pro Person oder pro Gebührenzahler kommen wird, darf ich Sie darauf hinweisen, dass die Einnahmen aus den Programmentgelten auch ohne Zutun einer Gebührenerhöhung gestiegen sind, und zwar einfach dadurch, dass die Bevölkerungszahl zugenommen hat. Das heißt, wir haben eine Situation, die man beschreiben könnte mit: „There’s blood on the windows and ice on the sheets“. Die Frage ist: Was ist hier zu tun? (Abg. Hübner: Was? Ice on …?) – „Ice on the sheets“, Marc Heal, das haben Sie sicher erkannt. Der Herr Minister hat es sicher erkannt, der ist kulturell ein wenig anders gebildet. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir sollten den ORF so aufstellen, dass er in den nächsten Jahren auch noch Relevanz hat, denn wenn er so weitermacht, verliert er genau diese. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hübner: Aber vielleicht wissen Sie, was „ice on the sheets“ ist!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Damen und Herren Volksanwälte! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss jetzt nach dieser spannenden Diskussion über Kunst, Kultur und Medien noch einmal auf die Niederungen des Rechnungshofes zurückkommen. (Abg. Hübner: Aber vielleicht wissen Sie, was „ice on the sheets“ ist!) Ich verstehe, ich würde, wenn ich auf der Oppositionsbank sitzen würde, auch sagen: Das wird ausgehungert, und das Budget des Rechnungshofes wird gekürzt. Ganz so ist das nicht, man muss das schon auf das zurückführen, was es ist.
Zwischenruf der Abg. Moser.
Ich gehe, so oft ich kann, mit meinem zuständigen Fachsekretär in den Rechnungshof, bespreche mit den Beamten die einzelnen Prüfberichte und Prüfergebnisse, und ich stelle fest: Der Rechnungshof ist schlank, fit und agil wie ein Turnschuh! Manche sagen: Das ist eine alte müde Kiste und ausgehungert, da tut sich nichts! – So ist das Ganze nicht. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, für uns ist der Rechnungshof wichtig! Der Rechnungshof wurde weder ausgehungert noch liefert er irgendwelche vagen Ergebnisse. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Rechnungshof auch in Zukunft – und darauf können Sie sich verlassen, Frau Präsidentin – jene Mittel hat, die er braucht, um entsprechend qualitätsvoll prüfen zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
lose Transparenz und vor allem auch eine faire Verteilung der Mittel. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den vielen, vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern recht herzlich bedanken, die die ländliche Kultur und vor allem auch das österreichische, das regionale Brauchtum – das ein ganz, ganz wichtiger Teil der österreichischen Kulturlandschaft ist – so herzeigenswert pflegen! Es wäre, glaube ich, im Sinne vieler, wenn man darauf vielleicht auch im Budget einen Schwerpunkt legen könnte. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Volksanwältinnen und Volksanwälte! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Meine Damen und Herren! Zuerst möchte ich einen ganz besonderen Dank an die Volksanwaltschaft, an alle Volksanwälte und ihre Mitarbeiter und an die Kommissionen richten, die ihre Arbeit zur besten Zufriedenheit aller Bürgerinnen und Bürger quer durch ganz Österreich erledigen. Ich möchte Ihnen dafür wirklich herzlich danken! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Geschätzte Volksanwälte! Ich hoffe, dass wir – so wie bisher – auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit pflegen. Ich kann Ihnen versichern, dass wir, unsere Fraktion, die ÖVP, den berechtigten Anliegen der Volksanwaltschaft auch in Zukunft offen gegenüberstehen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Carmen Schimanek (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Geschätzte Volksanwälte! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch ich als Vorsitzende des Volksanwaltschaftsausschusses möchte natürlich zum Budget der Volksanwaltschaft sprechen. Die Volksanwaltschaft ist sicher das kleinste, aber sparsamste Oberste Organ, nichtsdestotrotz genießt sie sehr große Wertschätzung in der Bevölkerung. Ich möchte mich an dieser Stelle ebenfalls bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksanwaltschaft und bei den Volksanwälten seitens unserer Fraktion herzlich bedanken. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Entwurf zum Bundesvoranschlag 2017 sieht für die Volksanwaltschaft mit Ausgaben in Höhe von 10,8 Millionen € eine kleine Erhöhung mit 1,9 Prozent vor – Kollege Sieber hat das gerade erklärt. Der größte Aufwand betrifft die Personalkosten, geplant sind drei neue Planstellen, aber – auch das wurde heute schon angesprochen – es kam zu einem massiven Anstieg bei den Beschwerden an die Volksanwaltschaft im Vergleich zum Vorjahr mit Stichtag 1. Oktober dieses Jahres, rund 14 Prozent, in einigen Bereichen sogar mehr. Im Bereich von Fremdenwesen und Asyl verzeichnet die Volksanwaltschaft einen Anstieg der Zahl der Beschwerden von 53 Prozent und im Justizbereich einen solchen von 27 Prozent, das heißt, da besteht ein sehr großer Bedarf an administrativer Arbeit, da gehört die Volksanwaltschaft unterstützt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir sind es der Volksanwaltschaft schuldig, ihr ausreichend finanzielle Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. Und da müssen wir mutiger und weitsichtiger handeln. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Johann Hell (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Vorerst einmal darf ich die 4. Klasse des Holztechnikum Kuchl, die heute hier zu Gast ist, recht herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall der Abg. Schimanek.
Die Volksanwaltschaft verfügt laut Personalplan 2017 über 75 Planstellen. Über eine personelle Aufstockung – und das wurde auch in den Vorberatungen besprochen – wird im Frühjahr 2017 entschieden. Wir stehen dieser Entscheidung sehr positiv gegenüber. (Beifall der Abg. Schimanek.)
Beifall bei der SPÖ.
Arbeit bedanken. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass die Menschen in unserer Republik zu ihrem Recht kommen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Das hat mit einer transparenten und vernünftigen Medienförderung und Medienpolitik mit Sicherheit nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Strolz: Das gibt es in Schweden!
Ich habe zwar den Zwischenruf von den NEOS nicht verstanden, aber dieser führt mich zum nächsten Thema, zur Frage: Braucht es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk? – Es ist schon klar, das Modell, das die NEOS vorschlagen, beinhaltet an sich die Auflösung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Jetzt kann man den Kopf schütteln, aber wenn man sagt, wir lösen den ORF auf, es gibt keinen Sender mehr dahinter, die Redaktionen produzieren Content, und der Content kann dann gekauft werden – das war das Alm-Modell, also so neu ist es ja nicht, und es ist auch schon mehrfach beschrieben worden –, dann weiß man, dass das nicht funktionieren kann. (Abg. Strolz: Das gibt es in Schweden!) – In Schweden gibt es das. Gut, da gibt es keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es mag ja auch sein, dass das vielleicht nicht notwendig ist.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strolz: Ihr seid echt strukturkonservativ!
Diese Zukunft sehe ich mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strolz: Ihr seid echt strukturkonservativ!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dem Finanzminister ist es mit diesem Budget auch gelungen, alle EU-Vorgaben zu erfüllen. Zum dritten Mal in Folge erreichen wir ein strukturelles Nulldefizit. Die Erfüllung von EU-Vorgaben sollte aber auch darüber hinaus selbstverständlich sein. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Umsetzung der Vergaberichtlinie, die schon längst erfolgen hätte sollen. Eine fehlende beziehungsweise mangelhafte Richtlinienumsetzung kann in letzter Konsequenz zur Staatshaftung führen, und darauf sollten wir es nicht ankommen lassen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt möchte ich noch ein alternatives Argument bringen, das den Regierungsparteien womöglich helfen könnte, sich dafür zu entscheiden, dem Rechnungshof mehr Geld zu geben: Die Wahrscheinlichkeit ist nicht so gering, dass einer von Ihnen beiden in der nächsten Periode vielleicht nicht mehr in der Regierung sitzt. Das heißt, Sie werden Oppositionspartei sein, und dann kann es vielleicht in Ihrem Interesse sein, ein starkes Kontrollorgan zu haben und das auch entsprechend auszustatten. Das könnten Sie jetzt als Incentive sehen, dem Rechnungshof bei nächster Gelegenheit mehr Geld zu geben, denn spätestens dann werden Sie merken, dass es sehr gut ist, als Opposition ein gutes Kontrollorgan zu haben, das sich nicht nur mit Verwaltungsmonsteraufgaben wie dem Parteiengesetz beschäftigen muss, sondern ordentlich prüfen kann. Und ich hoffe, dass Sie das vielleicht überzeugt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich appelliere daher an Sie, sehr geehrte Damen und Herren: Unterstützen Sie mich dabei, für eine funktionierende Kontrolle in Österreich zu sorgen! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
„Geste der Verantwortung“ hieß die Veranstaltung hier im Haus letzten Donnerstag. Viele können erst nach Jahrzehnten darüber sprechen. Es ging um Kinder und Jugendliche in Heimen und Internaten, die dort misshandelt wurden, denen Gewalt angetan wurde. Entsetzen, kein Schlussstrich, Entschuldigung, Bedauern, Entschädigung von Staat und Kirche waren der Tenor der Reden der höchsten Repräsentanten. Die Betroffenheit ist groß. Die Wunden sind noch nicht verheilt. Viele haben gesagt, wie wichtig ihnen dieses Bekenntnis der Schuld von Staat und Kirche ist. Für uns heißt es, alles zu tun, um Ähnliches zu verhindern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte gerne noch einmal auf den Rechnungshof zurückkommen, weil uns das ein besonderes Anliegen ist, und ich möchte mich bei den Mitarbeitern und bei Ihnen, Frau Präsidentin, sehr herzlich für Ihre wertvolle Arbeit bedanken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ex-Rechnungshofpräsident Dr. Moser hat 1 007 Empfehlungen für die Bundesregierung hinterlassen, vor allem große Strukturreformen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales, Pensionen und Förderungen. Die Bundesregierung ist gefordert, diese Reformen umzusetzen, denn – ich zitiere Dr. Moser aus einem Presseinterview vor einigen Wochen –: Ohne schnelle Reformen fährt Österreich bald gegen die Wand. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Vor Kurzem hat es auch die Tagung der europäischen Volksgruppenjugend unter dem Titel „Rušiti zid(in|ov)e_Breaking walls“ gegeben, und auch diese hat darauf aufmerksam gemacht, dass es in ganz Europa ein Bestreben geben muss, diese Einzigartigkeit unserer europäischen vielfältigen Kultur zu bewahren und zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Also würde ich doch vorschlagen, ein bisschen mehr Rücksicht auf die Volksgruppen zu nehmen und in Zukunft diese Förderung anzuheben. Meine schriftliche Anfrage diesbezüglich wird, salopp formuliert, folgendermaßen beantwortet: Die sollen froh sein, dass das nicht gekürzt worden ist! – Also das ist kein guter Umgang, und ich würde das überdenken. Ich schlage vor, im nächsten Jahr eine deutliche Erhöhung des Budgets für die Volksgruppen einzuplanen. – Besten Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein abschließendes Wort zum ORF: Sie wissen, dass ich in dieser Frage kein undifferenzierter Befürworter jedweder Beitragserhöhung bin und auch in diesem Zusammenhang alle wesentlichen Akteure zum Thema der ORF-Finanzierung eingeladen habe, um die Medienförderung neu und insgesamt im ersten Quartal zu diskutieren. Ich gehe davon aus, dass wir da zu Modellen der Finanzierung kommen, die jedenfalls die Unabhängigkeit des ORF sicherzustellen haben, denn jede andere Finanzierungsform, wo man ein öffentlich-rechtliches Medium in eine Budget-Bargaining-Situation bringt, halte ich für ziemlich problematisch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend halte ich fest: Fokussierte Wirkungsziele und eine fokussierte Wirkungskontrolle sind geeignete Instrumente, um sicherzustellen, dass öffentliche Gelder sparsam und zweckmäßig eingesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Da gäbe es viel zu tun. Da gäbe es viel Geld zu heben. Und darauf sollten Sie Ihren Fokus legen. Wenn Sie da erfolgreich sind, haben Sie so viele Millionen für Ihre Digitalisierung, dass Sie gar nicht mehr wissen, wohin damit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Tätigkeit der Volksanwälte ist für 2017 abgesichert. Wem nützt das? – Ganz klar: den Bürgerinnen und Bürgern! Sie können weiterhin mit ihren Sorgen und Beschwerden zu den Volksanwälten kommen. Dafür danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Institution der Volksanwaltschaft hat sich in Jahrzehnten den Respekt und das Vertrauen der Bevölkerung erworben. Wir vom Kollegium der Volksanwaltschaft wissen, dass diese Wertschätzung jeden Tag immer wieder neu erworben, bestätigt und mit Leben erfüllt werden muss, und das geht nur mit Ihrer Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Windbüchler-Souschill und Schenk.
Das ist eine gute Gelegenheit, mich für die Unterstützung der Anliegen der Volksanwaltschaft in diesem, aber auch in vielen anderen Punkten durch Novellen sehr herzlich zu bedanken. Dass wir auch weiterhin wesentliche Dinge, die den Menschen am Herzen liegen, verbessern, das wünsche ich mir auch für das neue Jahr. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Windbüchler-Souschill und Schenk.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Schenk.
In diesem Sinne ist nun schon vieles und alles gesagt, und ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Schenk.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben hier alle die leider leeren Versprechen einer Transparenzdatenbank im Ohr, die auch andere Bereiche der Finanzgebarung betreffen sollte. Im Kulturbereich wäre sie besonders notwendig, um Mehrgleisigkeiten zu vermeiden. Auch daran sind wir Freiheitlichen weiter interessiert. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass diese Transparenz tatsächlich hergestellt wird. – Danke für die Aufmerksamkeit! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Insofern kann man sagen: Das, was man mit dem Budget für die Entwicklung der Höchstgerichte machen kann, ist getan worden. Wahrscheinlich muss man noch darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, die Ausgaben für Richter als Sachaufwand zu positionieren. Ich glaube, da wird man sicher noch das eine oder andere ändern müssen, aber ansonsten halte ich das Budget in diesem Bereich für sehr positiv; und wir werden dem daher zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eine einmalige Irregularität in unserem Rechtsstaat und auch in unserem demokratischen System, dass eine Steuer – etwas das aufgrund gesetzlicher Basis zwangsweise von allen Bürgern eingehoben wird, die gewisse Voraussetzungen erfüllen – von demjenigen, der die Steuer kassiert, auch vorgeschrieben und erhöht wird. Das kann es nicht sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt kann aber wohl nicht die Lösung dahin gehend sein, dass wir sagen: So, jetzt werden Steuern vermehrt eingesammelt und an alle wird Geld verteilt, damit der ORF ja nicht sparen muss! – Ich glaube vielmehr, und es ist ganz klar: Es muss dem ORF die Kompetenz, sich das Geld selbst zu holen, entzogen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Errichtung des Hauses der Geschichte ist in jedem Regierungsprogramm der letzten 16 Jahre verankert. Seit den neunziger Jahren wurden immer wieder Initiativen gestartet. Der Europarat hat bereits seit 1996 empfohlen, so ein Zeitgeschichtemuseum zu errichten, und jetzt ist diese Initiative von Josef Ostermayer gestartet worden. Es ist sicher ein würdiger Abschluss, wenn es in Betrieb geht. Seit letztem Donnerstag können sich Interessierte auf der Homepage auch online bewerben. Ich bin optimistisch, dass dieser Zeitplan halten wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Buchhandlungen und Büchereien haben diese Aufgabe, nämlich das Buch in den Mittelpunkt zu stellen, das ganze Jahr über. Es ist daher sehr wichtig, dass im Kulturbudget 2017 wieder Mittel bereitstehen, um die Angebote der Büchereien zu erweitern und im nächsten Jahr einen Buchhandelspreis vergeben zu können, mit dem wir fünf besonders kreative und engagierte BuchhändlerInnen mit jeweils 10 000 € unterstützen wollen. So wollen wir deutlich machen, wie wichtig uns ihre Geschäfte in den Innenstädten und ihr Engagement für Bildung, Kultur und Literatur sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
teil: Wir wollen die Relevanz dieses wichtigen öffentlich-rechtlichen Medienhauses erhalten. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Zu Kunst und Kultur 2017: Wir werden die Mittel für Kunst und Kultur im Budget 2017 um 13 Millionen € anheben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Justizanstalt Simmering ist ja bekannt für ihre sehr modernen Resozialisierungsprojekte und für die sehr praktische Berufsausbildung, damit Häftlinge nach ihrem Neustart ins Leben gute Chancen haben, wieder sozialisiert zu werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
In der Schweiz sind die Gebühren in etwa doppelt so hoch. Das kann man von mir aus mit dem Lohnniveau argumentieren, es zeigt aber, dass es zumindest vergleichbar ist. Das Modell, sozusagen im deutschsprachigen Umland zu sagen: In Österreich brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr!, das kann ich schlicht und einfach nicht nachvollziehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist schon etwas geschehen, aber tatsächlich ist es notwendig, weiterzumachen. Es ist ja auch angekündigt worden, die Gebühren zu evaluieren. Es ist auch unser fester Wunsch, dass daran weitergearbeitet wird, um den Menschen den Zugang zum Recht nicht unnötig zu erschweren und damit das Budget zu finanzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte, dem wohlwollend zuzustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scherak.
Der Fahrplan ist fixiert. Meine Damen und Herren, nach der Beschlussfassung geht es ans Umsetzen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scherak.)
Abg. Steinbichler: … sind die Gebühren zu hoch!
Schauen wir uns an, wie viel Prozent ihres Budgets die Justiz selbst erwirtschaftet! Es sind 75 Prozent, und nur 25 Prozent des Budgets kommen aus den allgemeinen Finanzmitteln. (Abg. Steinbichler: … sind die Gebühren zu hoch!) – Die Gebühren sind zu hoch, das ist der logische Schluss, und die geringen Finanzmittel – genau das habe ich gesagt – führen zu dem Druck, dass die Gebühren hoch bleiben.
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Insgesamt wird da im Parlament immer argumentiert: Das gesamte Budget ist getragen von dem Gedanken, mehr Sicherheit zu schaffen. Ich sehe nur ein massives Missverhältnis, denn bei der Polizei und beim Bundesheer wird das Geld relativ locker ausgegeben. Die Militärblasmusik ist wieder in voller Mannstärke hergestellt (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) – wenn das das subjektive oder objektive Sicherheitsgefühl stärkt, bitte! Ich habe gehört, im Bereich der Polizei überlegt man, Polizeimusikkapellen zu gründen, damit man das Geld im Rahmen der Sicherheitsoffensive ausgibt.
Abg. Rädler: Ja hallo!
Okay, Innenminister Sobotka gründet Polizeimusikkapellen, das ist sein sicherheitspolitischer Schwerpunkt. (Abg. Rädler: Ja hallo!) Ich hätte das Geld lieber im Strafvollzug gesehen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.
Sehr geehrter Herr Justizminister! Ich muss Ihnen zugutehalten, dass Sie in vielen Punkten bemüht sind. Ich glaube nur, dass dieses Budget mittelfristig für Sie ein Problem werden wird, weil ich weder die Bauoffensive noch, wenn Sie jetzt Rücklagen auflösen müssen, eine längerfristige Sicherung dieses an sich sehr hohen Qualitätsstandards sehe. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Musikkapellen in den einzelnen Bundesländern sind sicher etwas Feines, keine Frage, aber wenn man jetzt bewerten muss, ob man denen, die an der Grenze der Besachwalterung stehen oder schon besachwaltet sind – nach dem derzeitigen Terminus noch –, helfen kann, mit mehr Entscheidungsfindung selbstverwaltet zu leben, dann steht das ja im Vordergrund. Ich glaube, es ist ein wirklich parteiübergreifender Aufruf, dass wir uns zusammensetzen und das einfach machen, wie auch immer das geht. Vom Parlament kann jedenfalls nicht akzeptiert werden, dass wir das einfach nicht durchsetzen können. (Beifall bei der SPÖ.) – Danke schön.
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen, Herr Minister, unsere Unterstützung zusichern und Sie auch ersuchen, dazu beizutragen, dass im Bereich Kriminalitätsverfolgung, gerade bei Wirtschaftskriminalität, die Mittel, die da für den Finanzminister freigespielt worden sind, für sinnvolle Sachen verwendet werden, aber nicht zur Vermeidung des Erwachsenenschutzgesetzes. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen, Herr Minister, hier mein gewohnter Appell an Sie: Schauen wir, dass wir diese unerträgliche Situation nachhaltig und dauerhaft in den Griff bekommen, weil den rechtsuchenden Menschen in Österreich jedenfalls damit gedient ist! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Herr Justizminister hat mir gerade ins Ohr geflüstert: Tacitus-Zitat. Ich habe mir die Kritik in Ihrer letzten Rede natürlich zu Herzen genommen und ein entsprechendes herausgesucht. Tacitus sagt – und das passt, glaube ich, hier –: Manchmal „wird durch Gefälligkeit mehr gesündigt als durch Härte“. Das passt, glaube ich, nicht nur in diesem konkreten Fall, sondern auch für die Justiz insgesamt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Lieber Herr Kollege Vetter! Man müsste eigentlich diese Utensilien, die Justitia in Österreich schon bei sich hat, noch um etwas ergänzen, nämlich um einen Klingelbeutel. Das wäre vielleicht das richtige, das österreichische Symbol, denn das Volk muss zuerst etwas einwerfen, damit die Justitia überhaupt etwas macht. So könnte man das deuten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dass die Gerichtsgebühren viel zu hoch sind, Herr Minister, und das zeigt sich auch immer wieder. Es sollte eigentlich jedem möglich sein, ohne auf die finanziellen Verhältnisse schauen zu müssen, bei Gericht zu seinem Recht zu kommen. Einen Teil dieser Gerichtsgebühren – Kollege Stefan hat das angesprochen – nimmt man, bei Grundbucheintragungen und so weiter, halt wieder einmal bei denen, die sich vielleicht ein bisschen etwas gespart haben und etwas besitzen. Es ist meiner Ansicht nach der falsche Weg, die Gebühren weiter hinaufzuschrauben. Damit könnte man ruhig einmal ein bisschen heruntergehen. Es ist heutzutage nicht mehr so leicht, ein Grundstück zu erwerben, ein Haus zu bauen oder etwas zu sparen. Bei diesen Steuern, die der Staat einem vorschreibt, ist das schon ein bisschen schwierig. Ich glaube, da sollte man nicht mehr kassieren, als unbedingt notwendig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir hatten vor Kurzem im Straflandesgericht eine Diskussion – Kollege Jarolim war auch dabei –, wo meiner Meinung nach sehr gewichtige Argumente dafür gekommen sind, dass man die Geschworenengerichtsbarkeit überdenken sollte, beziehungsweise auch Ansätze, wie man sie reformieren könnte, um da wieder eine gute Qualität zu erreichen. Was mir am meisten zu denken gegeben hat, war der Punkt, dass ein Rechtsanwalt, der dort auch anwesend war – ein sehr bekannter Rechtsanwalt –, gesagt hat: Das Problem ist, dass viele Geschworene sich entschuldigen lassen, die in einer gewissen höheren Position sind, die dementsprechend beruflich engagiert sind, und dann immer wieder Ersatzgeschworene kommen, die halt teilweise – unter Anführungszeichen – „nichts anderes zu tun haben“. Er hat auch über die Qualität der Geschworenen gesprochen, was mir ein wenig zu denken gibt. Daher meine ich, man sollte überlegen, wie die Volksgerichtsbarkeit, die Laiengerichtsbarkeit so gestaltet werden kann, dass sich möglichst alle Gesellschaftsschichten darin wiederfinden. Das ist ein wichtiger Punkt, auf den ich Sie heute aufmerksam machen wollte. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Regierungsprogramm ist vorgesehen, eine bezirksübergreifende Ausweitung der Schlichtungsstellen vorzunehmen. Und das möchte ich im Rahmen dieser Budgetdebatte in Erinnerung rufen, schließlich gäbe es für das Budget dadurch vieles zu gewinnen, aber nichts zu verlieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich darf abschließend feststellen, dass gerade im Bereich der Gerichte alles mit den Mitarbeitern steht und fällt. Gut ausgebildete und gut motivierte Mitarbeiter sind essenziell. Es darf daher in Ihrem Bereich künftig keine weiteren Personaleinsparungen geben. Sie selbst haben auch immer wieder betont, dass Sie das nicht mehr mittragen werden. Es darf keine Engpässe bei der Ausbildung geben, weder bei den richterlichen Mitarbeitern noch beim nichtrichterlichen Personal. Und man sollte, wie ich bereits erwähnt habe, auch die Kennzahlen noch einmal durchforsten, auch im Hinblick darauf, dass die Entwicklung künftig eine andere sein wird, Stichwort Justiz 3.0. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Zugang zum Recht ist in Österreich gegeben. Es gibt internationale Vergleiche, die zeigen, dass es hier keine besonderen Vorkommnisse gibt, die dazu veranlassen würden zu sagen, man käme nicht zu seinem Recht. Daher ist der Weg richtig, und wir müssen schauen, dass die Unabhängigkeit der Justiz auch in budgetärer Hinsicht gewährleistet ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir haben schon länger auf dieses Problem hingewiesen, und genau der Umstand, dass 62 Prozent der neu Inhaftierten keine Österreicher sind, führt zu den Problemen, zu den vermehrten Attacken auf Justizwachebeamte. Jeden Tag, wenn man die Zeitung aufschlägt, liest man mehr zu diesem Thema. Und nun schlägt sich das auch im Budget nieder: mehr Planstellen, stichfeste Westen. – Wir sagen Danke, denn es ist wichtig, dass wir diejenigen schützen, die tagtäglich den Kopf für uns hinhalten. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Gefährliche Drohungen sind jetzt schon strafbar!
Ich habe heute die Zeitung aufgeschlagen und gelesen, dass in einem Wiener Mafia-Prozess Zeugen bedroht wurden. Das zeigt eindeutig, wie wichtig es ist, dass wir in diesem Bereich endlich tätig werden. Am liebsten wäre mir gewesen, dass das schon im Jahr 2015 durchgesetzt worden wäre, als ich diesen Antrag gestellt habe, der aber damals leider von den Regierungsparteien niedergestimmt wurde, aber wenigstens jetzt soll es so weit sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Gefährliche Drohungen sind jetzt schon strafbar!) – Ich meinte damals Straferhöhungen, Herr Kollege.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, wir sind ein zuverlässiger Partner, wenn es darum geht, wie schon anfangs angekündigt, diejenigen zu schützen, die uns täglich schützen. Machen wir gemeinsam etwas für Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Herr Bundesminister! Sie haben auch im Ausschuss schon darauf hingewiesen – Herr Kollege Schrangl hat vorher das Thema mit den Haftkosten erwähnt –, dass bei den Haftkosten auch bauliche Maßnahmen, Investitionen in der Durchschnittsberechnung enthalten sind und dass ein gewisser Projektstau der letzten Jahre im Bereich der Haftanstalten abgearbeitet worden ist und auch neue Projekte sozusagen in der Tube sind, wobei allerdings auch Rücklagen aufgelöst werden müssen, wodurch dann ab 2018 keine mehr zur Verfügung stehen werden. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Vetter hat vorher angemerkt, welche Merkmale Justitia sozusagen persönlich trägt. – Herr Bundesminister! Kollege Jarolim hat schon erwähnt, dass das Erwachsenenschutzgesetz fertig verhandelt ist, es wäre einzubringen. Wir haben gehört, dass der Bundesminister für Finanzen die Mittel dafür derzeit nicht freigeben möchte. Ich würde Sie ersuchen: Ergreifen Sie das Schwert von Justitia, heben Sie einen Schild auf und werden Sie im besten Sinne des Wortes zum Schirmherrn dieser Menschen, denn ich glaube, wir brauchen dieses Gesetz; das hat nur positive Auswirkungen, und das Geld dafür wird der Justizminister dem Finanzminister wohl noch mit dem Schwert Justitias herauspieksen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verstehe, dass Sie das alles 2017 nicht radikal umsetzen können, denn das gibt dieses Budget leider Gottes wieder einmal nicht her. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Moser: Das geht ja schon seit …!
Auch Kollege Jarolim hat durchaus recht mit seiner Kritik. Seine Forderung nach Sammelklagen kann ich dadurch ergänzen, dass wir tatsächlich intensiv daran arbeiten. Aber wissen Sie, auch unsere Kapazitäten sind irgendwo begrenzt. (Abg. Moser: Das geht ja schon seit …!) Ich habe im Vergleich nicht so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier wirklich eingesetzt werden können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ungeheuer fleißig und arbeiten intensiv daran.
Abg. Lausch: Der Justizausschuss wäre die Gelegenheit!
An dieser Stelle möchte ich schon eines sagen: Vielleicht – es ist vom Kollegen Lausch auch angesprochen worden – ist es richtig, dass man in unserem Bereich von manchem zu wenig hört. Wie haben Sie gesagt? – Da haben wir schon lange nichts mehr gehört! – Ja, das liegt vielleicht auch daran, dass sich nicht etwa nichts tut, sondern dass wir eher darauf spezialisiert sind, Eier zu legen, und weniger darauf, zu gackern. Das gibt es auch. Vielleicht sollten wir in Zukunft auch ein bisschen mehr von dem berichten, was wir tun – und das ist sehr, sehr viel. (Abg. Lausch: Der Justizausschuss wäre die Gelegenheit!) Das halte ich für wesentlich.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Es ist schon richtig: Wir haben kurzfristig kein Problem mit dem Budget, mittelfristig würde ich schon meinen, da braucht es neue budgetäre Mittel. Aber Sie können sicher sein: Die Linie dieses Hauses, des Justizressorts, ist so, dass alles, was wir an Budgetmitteln bekommen, wirklich sparsam und sorgfältig eingesetzt wird. Das wird auch so bleiben. Nehmen Sie das als mein Versprechen! Ich stehe dazu. Und wenn wir wirklich ein neues Budget brauchen – und die Budgetverhandlungen 2018 beginnen ja bald –, dann bitte ich auch um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese zwei Rechtsgutachten gehen auch auf die ganz spezifische Situation ein, wie man denn Tochterunternehmen oder Zulieferbetriebe in die Verantwortung nehmen könnte. Es wird auch sehr viel auf ausländische Erfahrungen, europäische Erfahrungen mit der Umsetzung dieser stärkeren Verantwortungen eingegangen, und im Sinne einer kohärenten Entwicklungspolitik würde es mich sehr freuen, wenn wir über dieses wichtige Thema nicht nur im Gespräch bleiben könnten, sondern als Österreich auch aktiver werden könnten, als wir das bislang sind. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine den gesetzlichen Grundlagen entsprechende Justiz erfordert gut geschultes Personal, an dessen Aus- und Weiterbildung sowie Ausstattung nicht gespart werden soll. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Vetter
Diese Verhältnismäßigkeit ist es auch, die meiner Meinung nach wirklich Anlass zur Sorge gibt. Ich habe weniger Probleme bei der Grunderwerbsteuer, weil in diesem Fall Vermögenswerte da sind (Zwischenruf des Abg. Vetter), die letztendlich weitergegeben werden, und wenn ein Vermögenswert da ist, dann muss man sich auch leisten können, mit ihm zu handeln oder ihn zu verhandeln.
Beifall bei der SPÖ.
Die leichte Kritik an den Gebühren wird bestehen bleiben, und ich glaube, dass wir eine permanente Lösung anbieten werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Frau Kollegin Steinacker hat zwar gemeint, dass die Rechtsstaatlichkeit ein sehr ambitioniertes Ziel ist, das wir erreichen müssen, das meine ich aber nicht. Rechtsstaatlichkeit ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit in der staatlichen Verwaltung. Das gilt natürlich auch für das Thema, wer sich bei uns aufhält beziehungsweise nicht aufhalten darf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Cap: Ja! – Abg. Walter Rosenkranz: … schon ganz gespannt!
Wie komme ich jetzt zum Kapitel Äußeres? – Das fragt schon der Kollege Cap. (Abg. Cap: Ja! – Abg. Walter Rosenkranz: … schon ganz gespannt!) Sehr einfach: Das Außenministerium kann zwar nicht die Aufenthaltstitel regeln, aber es kann ermöglichen, dass das Innenministerium oder die österreichischen Behörden in die Lage versetzt werden, Leute, die sich illegal im Land aufhalten, dorthin zurückzubringen, wo
Beifall bei der FPÖ.
Was kann das Ministerium dazu tun? – Es kann das tun, was der Herr Minister ohnehin selbst vorschlägt und fordert und für richtig ansieht, was er aber in der Regierung nicht durchsetzen kann, nämlich österreichische Unterstützungszahlungen daran binden, dass sich die Länder an die Gepflogenheiten guter internationaler Zusammenarbeit halten und ihre eigenen, illegal in Österreich aufhältigen, teilweise straffällig gewordenen, teilweise nicht straffällig gewordenen Bürger selbstverständlich zurücknehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Ein Wahnsinn!
Das geschieht aber nicht. Das geschieht nicht auf österreichischer Ebene und schon gar nicht auf europäischer Ebene. Wir kennen etwa die Groteske mit Marokko. Es sind jetzt fast zwölf Jahre, in denen die EU mit Marokko über das Rücknahmeabkommen ihrer illegalen Staatsbürger verhandelt. Zwölf Jahre ist nach wie vor nichts passiert. Nach wie vor fließt das Geld ohne jede Auflage. Im letzten Jahr sind aus EU-Mitteln etwa 660 Millionen € nach Marokko geflossen. (Abg. Walter Rosenkranz: Ein Wahnsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hübner: Ja!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Außenminister! Kollege Hübner! (Abg. Hübner: Ja!) Ich glaube, wir sind uns einig: Besser ist es, alles zu tun, dass sich Flüchtlinge nicht auf den Weg zu uns machen und dass wir die Außengrenzen schützen. (Ruf bei der FPÖ: Auch tun!) Hinten anzusetzen, wenn sie einmal bei uns sind, und uns dann mit Abschiebungen abzumühen, das ist nicht die Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Die Lösung ist genau der Kurs, den der Außenminister eingeschlagen hat: Schließung der Westbalkanroute, alles tun, dass die EU-Außengrenzen geschützt werden, um uns dann vieles von dem zu ersparen, was uns tatsächlich jetzt sehr beschäftigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Das eine tun, das andere nicht lassen! – Zwischenruf des Abg. Hübner.) – Gut, da sind wir uns einig. Der bessere Weg ist aber, ganz klar auszuschildern: Wir tun alles, um die EU-Außengrenzen zu sichern. Wir unterstützen die Staaten, die auf der Westbalkanroute liegen, sodass sie nicht alleingelassen werden, und wir setzen uns auch ein, dass vor Ort etwas passiert.
Ruf bei der FPÖ: Auch tun!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Außenminister! Kollege Hübner! (Abg. Hübner: Ja!) Ich glaube, wir sind uns einig: Besser ist es, alles zu tun, dass sich Flüchtlinge nicht auf den Weg zu uns machen und dass wir die Außengrenzen schützen. (Ruf bei der FPÖ: Auch tun!) Hinten anzusetzen, wenn sie einmal bei uns sind, und uns dann mit Abschiebungen abzumühen, das ist nicht die Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Die Lösung ist genau der Kurs, den der Außenminister eingeschlagen hat: Schließung der Westbalkanroute, alles tun, dass die EU-Außengrenzen geschützt werden, um uns dann vieles von dem zu ersparen, was uns tatsächlich jetzt sehr beschäftigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Das eine tun, das andere nicht lassen! – Zwischenruf des Abg. Hübner.) – Gut, da sind wir uns einig. Der bessere Weg ist aber, ganz klar auszuschildern: Wir tun alles, um die EU-Außengrenzen zu sichern. Wir unterstützen die Staaten, die auf der Westbalkanroute liegen, sodass sie nicht alleingelassen werden, und wir setzen uns auch ein, dass vor Ort etwas passiert.
Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Außenminister! Kollege Hübner! (Abg. Hübner: Ja!) Ich glaube, wir sind uns einig: Besser ist es, alles zu tun, dass sich Flüchtlinge nicht auf den Weg zu uns machen und dass wir die Außengrenzen schützen. (Ruf bei der FPÖ: Auch tun!) Hinten anzusetzen, wenn sie einmal bei uns sind, und uns dann mit Abschiebungen abzumühen, das ist nicht die Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Die Lösung ist genau der Kurs, den der Außenminister eingeschlagen hat: Schließung der Westbalkanroute, alles tun, dass die EU-Außengrenzen geschützt werden, um uns dann vieles von dem zu ersparen, was uns tatsächlich jetzt sehr beschäftigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Das eine tun, das andere nicht lassen! – Zwischenruf des Abg. Hübner.) – Gut, da sind wir uns einig. Der bessere Weg ist aber, ganz klar auszuschildern: Wir tun alles, um die EU-Außengrenzen zu sichern. Wir unterstützen die Staaten, die auf der Westbalkanroute liegen, sodass sie nicht alleingelassen werden, und wir setzen uns auch ein, dass vor Ort etwas passiert.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Das eine tun, das andere nicht lassen! – Zwischenruf des Abg. Hübner.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Außenminister! Kollege Hübner! (Abg. Hübner: Ja!) Ich glaube, wir sind uns einig: Besser ist es, alles zu tun, dass sich Flüchtlinge nicht auf den Weg zu uns machen und dass wir die Außengrenzen schützen. (Ruf bei der FPÖ: Auch tun!) Hinten anzusetzen, wenn sie einmal bei uns sind, und uns dann mit Abschiebungen abzumühen, das ist nicht die Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Die Lösung ist genau der Kurs, den der Außenminister eingeschlagen hat: Schließung der Westbalkanroute, alles tun, dass die EU-Außengrenzen geschützt werden, um uns dann vieles von dem zu ersparen, was uns tatsächlich jetzt sehr beschäftigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Das eine tun, das andere nicht lassen! – Zwischenruf des Abg. Hübner.) – Gut, da sind wir uns einig. Der bessere Weg ist aber, ganz klar auszuschildern: Wir tun alles, um die EU-Außengrenzen zu sichern. Wir unterstützen die Staaten, die auf der Westbalkanroute liegen, sodass sie nicht alleingelassen werden, und wir setzen uns auch ein, dass vor Ort etwas passiert.
Beifall bei der ÖVP.
Wir hatten eine Situation – und das weiß ich noch aus der Zeit, als ich selbst im Außenministerium war –, in der leider die Mittel immer weniger geworden sind. Hier ist jetzt eine Trendwende gelungen. Wir haben für das nächste Jahr eine Steigerung von 77 Millionen € auf 92 Millionen €, und wir werden bis 2021 für diesen wichtigen Bereich die Mittel verdoppeln können. Das ist ganz wichtig, denn jeder Euro, der dort eingesetzt wird, erspart uns in Wirklichkeit ein Vielfaches. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Warum … gekürzt?
Ich selbst habe in den Flüchtlingslagern im Libanon gesehen, wie bitter notwendig zum Beispiel auch unsere Mittel zum World Food Programme sind. Kollege Pilz war ja hier auch einer, der sich immer wieder dafür starkgemacht hat. (Abg. Moser: Warum … gekürzt?) Im Übrigen ist der zuständige Verantwortliche dort vor Ort ein Österreicher, der dieses World Food Programme im Libanon sehr professionell aufgesetzt hat.
Zwischenruf der Abg. Korun.
rasch die deutsche Sprache zu erlernen, um alles zu tun, um auch den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen, dass er auch die Bereitschaft mitzubringen hat, hier gemeinnützige Arbeit zu leisten, wenn er den Einstieg nicht schafft. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Das ist ein ganz wichtiger Punkt, bei dem wir auch Ihre Unterstützung brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
rasch die deutsche Sprache zu erlernen, um alles zu tun, um auch den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen, dass er auch die Bereitschaft mitzubringen hat, hier gemeinnützige Arbeit zu leisten, wenn er den Einstieg nicht schafft. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Das ist ein ganz wichtiger Punkt, bei dem wir auch Ihre Unterstützung brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich – und komme auch schon zum Schluss – bei unseren Diplomaten und Diplomatinnen für die professionelle Arbeit, die sie leisten. Der Durchschnittsösterreicher hat dann mit dem Außenamt zu tun, wenn sich über Nacht eine politische Krise ereignet. Man ist in einem Urlaubsland, in dem beispielsweise eine Naturkatastrophe passiert, dann brauchen unsere Bürger und Bürgerinnen das Außenamt. Das ist da sehr professionell unterwegs, auch als Serviceeinrichtung nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern mit den neuen Schwerpunktsetzungen der Botschaften auch für unsere Wirtschaft. Wenn ich an Singapur denke, wenn ich an Katar denke: Da werden die richtigen Schwerpunkte gesetzt; und dieser Kurs, den der Außenminister eingeschlagen hat, verdient die Unterstützung des gesamten Hauses. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hübner: Gott sei Dank nicht!
Die Herausforderungen brauchen tatsächlich Personal, um sie auch bearbeiten zu können. Es ist aber auch in diesem Budget nicht angedacht, die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erhöhen (Abg. Hübner: Gott sei Dank nicht!), es ist auch in diesem Budget nicht angedacht, dass die hoch motivierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Unterstützung bekommen. Gleichzeitig braucht es aber wahrscheinlich fast 24 Stunden, sieben Tage die Woche, um die Krisen und Kriege zu beobachten, zu verorten und auch zu analysieren. Solange das Personal in den politischen Abteilungen nicht aufgestockt wird, so lange kann auch eigentlich keine aktive Außenpolitik gestaltet werden.
Beifall bei den Grünen.
Die Neueröffnungen der Botschaften beziehen sich in erster Linie auf Kleinbotschaften. Das bedeutet einen Botschafter, eine Botschafterin und eine Unterstützungskraft. Das sehe ich sehr kritisch und ich bezweifle, dass die Arbeit, die in Botschaften einfach anfällt, so auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Das heißt nicht, dass die Diplomaten, Diplomatinnen nicht engagiert sind. Das heißt nur, dass die Herausforderungen einfach so immens gestiegen sind, dass es einfach mehr Personal für das gesamte Außenministerium braucht, um nachhaltige Außenpolitik zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, Herr Minister, bei Polizei und Landesverteidigung wurde im Namen der Sicherheit ganz rasch ganz viel Geld neu aufgestellt. Diplomatie gehört genauso zum Thema Sicherheit; genauso ist es mit der Arbeit des diplomatischen Dienstes und der Arbeit mit der Zivilgesellschaft. Dort fehlt es einfach, da haben anscheinend die Verhandlungen nicht so gut funktioniert. Anscheinend ist es auch nicht Ihr Ziel, Herr Minister, der Tradition der österreichischen Außenpolitik zu folgen, Dialog und Friedensinitiativen zu forcieren. Auch die Debatte von gerade eben unterstützt dieses Bild, denn meine zwei Vorredner haben sich zuvor mehr auf Innenpolitik bezogen als auf tatsächlich aktive Außenpolitik, Dialog und Friedensinitiative. Da wäre einfach extrem viel zu tun. Schauen wir uns die Situation in Syrien an: Mauern und Zäune in Europa werden nicht den Krieg beenden. Das ist jetzt nichts Neues, aber es ist eine Tatsache. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch einmal zur Türkei: Herr Minister, diese Woche findet der Außenpolitischen Rat statt, den wir einberufen haben, aber trotzdem ist es wichtig, ganz genau hinzuschauen, welche Maßnahmen denn tatsächlich gesetzt werden müssen, damit das, was in der Türkei passiert, auch endlich klare Konsequenzen erfährt. Die Rute für Präsident Erdoğan und seine AKP ins Fenster zu stellen, ist zu wenig, meine sehr verehrten Damen und Herren. Da braucht es Maßnahmen, und dabei geht es halt um ein Waffenembargo und da geht es halt darum, die Heranführungshilfen vonseiten der Europäischen Union tatsächlich auszusetzen. Es geht auch darum, die Enthaftung der Oppositionellen, der Richter und Richterinnen, der Journalisten und Journalistinnen nicht nur zu fordern, sondern aktiv auch vor Ort einzufordern. Gerade in diesen Bereichen vermisse ich auch aktive Außenpolitik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sehe keine Strategie in der Erhöhung der Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in diesem Punkt, und freue ich mich nicht so wie Kollegin Bayr, dass die Erhöhung erfolgt ist, sondern ich sage, es braucht tatsächlich eine Strategie betreffend Entwicklungszusammenarbeit, um Armut auf dieser Welt zu reduzieren. Das ist unsere internationale Verpflichtung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abgeordneten Muttonen und Dietrich.
Jetzt scheint das anders zu sein, jetzt scheint da eine gewisse Politik des Protektionismus, eine Politik der Isolation im Mittelpunkt zu stehen. Ob das so bleibt, wird man sehen. Was ist jedoch der Hintergedanke einer europäischen Armee? – Das macht mich etwas unrund, denn da muss es ja Feindbilder geben, die dargestellt werden. Ich sehe die Perspektive dagegen eher in einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland. Ich glaube, dass es da eine wirtschaftliche Kooperation aller europäischer Länder – eben auch bis hin zum Kaukasus, bis hinunter zur Türkei, bei aller Kritik – geben muss, um Stabilität zu erzielen und vorzubeugen, sodass man nicht wieder Aufrüstungsstrategien macht, dann Raketen aufstellt und quasi die alten Feindbilder schürt, wie damals in den Zeiten des Kalten Krieges, denn dann geht das Ganze wieder von vorne los. Das wäre eine riesige Vernichtung von Kapital, Steuergeldern und Ressourcen, es würden wieder Ängste verbreitet – davon halte ich gar nichts! (Beifall der Abgeordneten Muttonen und Dietrich.)
Beifall bei der SPÖ.
Es weiß keiner, wer dann die Befehlskompetenz in einer allfälligen europäischen Armee hat, wer in welchem Fall befiehlt, wer beschließt, mit welcher Beschreibung das alles vor sich gehen soll, also das ist mir absolut schleierhaft. Ich kann nur sagen, ich bin da von stärkstem Misstrauen erfüllt und möchte das eigentlich gar nicht, sondern ich möchte, dass wir eine friedliche Entwicklung, einen Frieden des Konsenses, des Dialoges, der wirtschaftlichen Zusammenarbeit haben und dass wir hier wieder näher zusammenrücken. Das ist die einzige Lösung, um da als ernst zu nehmender Partner global gegenüber China, den USA und den anderen Kontinenten auftreten zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Tatsache ist, dass sich Österreich diesen Herausforderungen nicht entziehen kann. Die Sicherheit, der Wohlstand, die Zukunft Österreichs, all das entscheidet sich längst nicht mehr nur innerhalb unserer Grenzen, sondern entscheidet sich zum Teil auch in Afghanistan, in Libyen, im Irak oder irgendeinem fernen Land, das von einer Naturkatastrophe heimgesucht wird. Und um schnell und aktiv auf globale Entwicklungen reagieren zu können, braucht es ein starkes weltweites Vertretungsnetz. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Das Vorbeugen und das Warnen vor Krisen ist meines Erachtens, Herr Bundesminister, noch immer die billigste Lösung, und die Opportunitätskosten eines schmalspurig angelegten diplomatischen Netzwerks könnten für Österreich unter Umständen viel höher sein, als wir es gerne hätten. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Also: Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir sind noch nicht am Ziel, aber der Weg ist der richtige. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte die Entwicklungszusammenarbeit noch kurz streifen: Es ist so – und das wissen auch Sie, meine Damen und Herren –, dass wir diese im momentanen Zustand als kritisch ansehen. Entwicklungshilfeleistungen sind nur dann sinnvoll, wenn deren ordnungsgemäße Verwendung garantiert werden kann und effektive Kontrollmechanismen sicherstellen, dass österreichische Steuergelder nicht in dubiosen Kanälen versickern. Wie schon gesagt, die Entwicklungshilfe muss an Bedingungen geknüpft werden, und da gelten keine Ausreden. Es müssen Rückführungsabkommen ausverhandelt, beschlossen und auch exekutiert werden. Da dürfen wir uns nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Herr Minister! Es gibt viele Krisengebiete, vom Nahen Osten über Afrika bis hin zur Ukraine. Die neue US-Administration nach der Wahl stellt für manche hier im Hohen Haus eine große Herausforderung dar – nicht für uns Freiheitliche. Die neuen handelnden Personen werden schlagartig die Ausrichtung der US-Politik verschieben. Das bedeutet für manche Verwerfungen, aber es bedeutet auch große Chancen für Österreich – große Chancen für Österreich deswegen, weil wir von der FPÖ, wofür wir immer belächelt und kritisiert worden sind, in der Vergangenheit Kontakte zu Personen aufgebaut haben, zu anständigen, konsequenten, prinzipientreuen und authentischen Persönlichkeiten, die jetzt in höchste Funktionen in der Administration der USA kommen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben diese Kontakte, und das heißt, auch unser Präsidentschaftskandidat kann dann darauf zurückgreifen. Wir haben heute – und da mögen Sie lächeln und uns dafür kritisieren – beste Kontakte in die USA, das geht schlagartig, und wir haben sie bis dato auch schon nach Russland. Das heißt, unser Präsidentschaftskandidat hat diese Kontakte in die USA und nach Russland, das möchte ich hier einmal betonen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da wird wahnsinnig viel außenpolitisches Porzellan zerschlagen und genau das Gegenteil von dem gesagt, was am Vormittag verkündet worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, der Herr Bundespräsident hat eine große Symbolwirkung im Ausland. Ich kann nur sagen, wenn mit diesen Aussagen, mit dieser jetzigen Konstellation ein Herr Van der Bellen dieses Amt übernimmt, dann ist bereits zumindest nach Westen hin wirklich Porzellan zerschlagen worden, dann droht eine diplomatische Eiszeit mit den USA. Er hat sich benommen wie ein Elefant im Porzellanladen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Abgeordneter Dr. Andreas F. Karlsböck (fortsetzend): Ich bin auch schon am Ende, meine Damen und Herren – das gehört zum Budget dazu –, und möchte damit schließen: Die Schmähungen der Unwissenden muss man sich mit Gleichmut anhören. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag. Muttonen zu Wort. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Karlsböck, wie der Herr Präsident schon gesagt hat, ist das hier eine Budgetdebatte und keine Wahlkampfbühne. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Zweitens kann ich Ihnen versichern: Kontakte haben wir alle – in alle Richtungen. Drittens mache ich mir angesichts dessen, wie Sie hier agieren, Sorgen um das Ansehen Österreichs. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Karlsböck, wie der Herr Präsident schon gesagt hat, ist das hier eine Budgetdebatte und keine Wahlkampfbühne. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Zweitens kann ich Ihnen versichern: Kontakte haben wir alle – in alle Richtungen. Drittens mache ich mir angesichts dessen, wie Sie hier agieren, Sorgen um das Ansehen Österreichs. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
für eine gemeinsame Sicherheit einzusetzen, als auf Abschreckung und Aufrüstung zu setzen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Ruf: Sind alles Kärntner!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie, die uns zuschauen und zuhören! (Ruf: Sind alles Kärntner!) Wenn wir vom Zusammenleben und von gesellschaftlicher Integration sprechen, dann meinen wir das Zusammenleben von uns allen als Gesellschaft, begründet auf den Prinzipien Demokratie, Menschenwürde, die für jeden Menschen gleich ist, egal, wo er geboren ist, wie er heißt und welche Religion er hat. Unser Zusammenleben ist auf Menschenrechten, Frauenrechten und Kinderrechten begrün-det. – Das wollte ich vorausschicken, weil es, wenn wir über gesellschaftliche Integration sprechen, wichtig ist, dass wir dasselbe meinen.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ist es sehr begrüßenswert und eine richtige Entscheidung, dass das Integrationsbudget von 2016 auf 2017 erhöht wird. Das möchte ich – man kann es nicht oft genug sagen – ausdrücklich loben und noch einmal unterstreichen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
In diesem Sinne: Auf ein gutes Zusammenleben, auf ein gutes Zusammenwachsen! – Danke vielmals. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Hohes Haus! Bevor ich zu meinen Ausführungen komme, darf ich noch eine Gruppe aus dem schönen Kärnten begrüßen, und zwar die Obernosterer-Gruppe mit über 100 Personen. Herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Auch zur Türkei ist das so passiert, Frau Abgeordnete Windbüchler-Souschill! Sebastian Kurz hat eindeutig Stellung genommen, indem er gesagt hat, ein Land, in dem Journalisten und Oppositionspolitiker verhaftet werden, hat keinen Platz in der Europäischen Union. – Also bitte, klarer können die Positionen nicht sein! (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Ein Teil der Außenpolitik ist auch eine aktive Regionalpolitik in Europa. Es hat eine Initiative von Niederösterreich und Landeshauptmann Pröll gegeben, um ab 2020 eine aktive Regionalpolitik weiterzuführen. 339 Partner aus 22 Mitgliedsländern haben sich angeschlossen und sagen: Ja, wir brauchen eine erneuerte aktive Regionalpolitik, um Projekte in Europa zu realisieren und damit Arbeitsplätze zu schaffen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pendl
müssen (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pendl), solange diese Europäische Union nicht handlungsfähig ist, Herr Kollege Berlakovich – solange diese Europäische Union nicht handlungsfähig ist!
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, der Herr Außenminister und der Herr Klubobmann der ÖVP sind etwas oberflächlich über unseren freiheitlichen Antrag hinweggegangen, der zum Inhalt hat, dass wir die Zahlung von Entwicklungshilfegeldern von der Bereitschaft dieser Länder abhängig machen wollen, von unserer Seite als Illegale Ausgewiesene wieder aufzunehmen. – Wir haben das ernst gemeint, und auch Kollege Hübner hat das nicht zynisch gemeint, als er gesagt hat, er will hier die Politik des Außenministers unterstützen. Wir wollen das von Ihnen als ernst gemeint empfangen wissen, Herr Kollege Klubobmann! Wir meinen das so. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen Sie in dieser Politik bestärken. Wir Freiheitlichen sehen Sie da auf einem guten Weg, und Sie sollten das hier nicht so oberflächlich abtun, Herr Kollege Lopatka! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deutsch lernen und sich in unsere Gesellschaft integrieren. Tun Sie das, Herr Minister! Bereiten Sie diese Menschen auf ihre Rückkehr vor! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Bayr, MA (SPÖ): Herr Präsident! Herr Außenminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Karlsböck, ich schlage vor, entweder Sie hören auf, haltlose Unterstellungen in den Raum zu stellen, nämlich dass österreichische Entwicklungsgelder in irgendwelchen dubiosen Kanälen versickern würden, oder Sie legen Fakten auf den Tisch. Das ist auch interessant für uns, weil es in unser aller Interesse ist, dass das nicht passiert. Die freiheitliche Strategie, irgendetwas zu behaupten mit der Absicht, irgendetwas werde schon einmal picken bleiben, egal ob es wahr ist oder nicht, ist jedenfalls keine sehr fruchtbringende, und ich würde Sie wirklich ersuchen, damit aufzuhören. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Alles in allem sind wir zwar – sehr langsam und mit vielen Beschwerden – auf einem richtigen Weg, aber ich denke, es gäbe vieles zu tun, Entwicklungspolitik in Österreich auf zwei wirklich starke und gut gehende Beine zu stellen. Ich hoffe nach wie vor, dass es die Bereitschaft dazu gibt, auch politisch weiter darüber zu diskutieren. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann man sich schon zu Recht fragen, warum wir unserer altösterreichischen Minderheit in Slowenien nicht auch entsprechende Geldmittel zukommen lassen beziehungsweise überhaupt den deutschsprachigen Minderheiten in den Nachfolgestaaten der K.-u.-k.-Monarchie nicht entsprechende Förderungen zukommen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammengefasst kann man sagen: Es ist ein Budget, das sich sehen lassen kann und mit dem wichtige Aufgaben, die vor uns liegen, auch ordentlich erledigt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
wünschenswert, und es liegt durchaus noch ein langer Weg vor uns, um unsere Ziele im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen, aber wir sind dankbar und froh, dass es gelungen ist, im Bereich des Auslandskatastrophenfonds eine Vervierfachung und im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit eine Verdoppelung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeitsmittel bis zum Jahr 2021 zu ermöglichen. Ich bin froh, dass wir mit diesem Geld das Leid der Menschen in anderen Teilen dieser Welt ein Stück weit lindern können und einen Beitrag dazu leisten können, dass die Menschen dort etwas erträglichere Lebensbedingungen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Weiter sehr sparsam müssen wir nicht nur in diesen Bereichen haushalten, sondern auch im Bereich unseres Vertretungsnetzes. Mit 99 Vertretungsbehörden haben wir Gott sei Dank die Möglichkeit, direkt oder indirekt alle Länder dieser Welt abzudecken. Wir bemühen uns, mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben, ein Maximum an Serviceleistungen für die Österreicherinnen und Österreicher, aber auch für die österreichischen Unternehmen sicherzustellen. Das geschieht mit einem beschränkten Maß an Ressourcen, und ich möchte daher ganz besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums danken, die mit diesen Geldern ein Maximum möglich machen. – Vielen Dank für die tolle Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Kumpitsch und Mölzer.
werden. Sichern wir unsere Grenzen selbst, denn weder auf die EU geschweige denn auf die Türkei ist Verlass! – Danke. (Beifall der Abgeordneten Kumpitsch und Mölzer.)
Beifall bei der SPÖ.
Der 4. Dezember hat enorme Sprengkraft. Wir wollen vorbereitet sein, und als SPÖ, meine Damen und Herren, sind und bleiben wir ein verlässlicher Partner der Weiterentwicklung der Südtirolautonomie. Für Rückschritte sind wir sicher nicht zu haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lugar – in Richtung des Abg. Hagen –: Christoph, gib alles!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hagen. – Bitte. (Abg. Lugar – in Richtung des Abg. Hagen –: Christoph, gib alles!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen vernünftige Regeln, um diese Menschen wieder außer Landes bringen zu können und unsere Bevölkerung vor diesen Menschen schützen zu können. Da muss man im Notfall auch die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit kürzen oder vielleicht ganz aussetzen, um Marokko vielleicht einmal auf den Weg zu bringen, mit uns vernünftig zu verhandeln und eine gute Lösung zu erzielen, und das erwarte ich mir von Ihnen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
schaftspartnerschaften ein nachhaltiger Weg, und man kann die Hebelwirkung dadurch auch entscheidend vergrößern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Kurz! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die jüngsten Forderungen der EU, ein eigenes EU-Heer aufzustellen, lehne ich ganz entschieden ab! Ihre Meinung dazu wäre natürlich gefragt, aber ich glaube, Sie haben schon Ihre Ausführungen getätigt. Ich meine, die EU in dieser Form braucht kein eigenes Heer. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Wir haben jetzt ein schönes Budget für Integrationsmaßnahmen, nun wird es aber darauf ankommen: Wann kommt dies bei den Gemeinden, Initiativen und ländlichen Gebieten an? – Davon wird es abhängen, ob wir Erfolg haben oder nicht. Jetzt haben wir den ersten schönen Schritt getan, wir nehmen Geld in die Hand, und dann müssen wir schauen, wann das Geld bei den Betroffenen ankommt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka. – Ruf bei der FPÖ: Jetzt müsst ihr nur noch miteinander reden! – Ruf beim Team Stronach: Das ist der Weihnachtsfriede!
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klubobmann Lopatka hat in unsere Richtung wortwörtlich gesagt: „Was wir aber auch brauchen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, ist das neue Integrationsgesetz.“ – Ja, liebe ÖVP, die liebe SPÖ denkt auch so! Wir brauchen das, und unsere Vorschläge liegen am Tisch, Herr Klubobmann Lopatka. (Zwischenruf des Abg. Lopatka. – Ruf bei der FPÖ: Jetzt müsst ihr nur noch miteinander reden! – Ruf beim Team Stronach: Das ist der Weihnachtsfriede!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben unsere Vorschläge gemacht. Es wird verhandelt, es gibt Punkte, bei denen wir uns nahe sind, und es gibt Punkte, bei denen wir Kompromisse finden müssen, und dann gibt es rote Linien, und dazu gehören zum Beispiel Ein-Euro-Jobs. Sehr geehrte Damen und Herren! Ein-Euro-Jobs sind Lohndumping für alle arbeitenden Menschen in Österreich. Niederösterreich hat uns das vor Kurzem gezeigt, dass jetzt alle betroffen sind, und das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Wir sind jedoch verhandlungsbereit, wir wollen dieses Gesetz. Ganz verwundert war ich, als ich vorige Woche las, dass Herr Bundesminister Kurz gesagt habe, die SPÖ blockiere. – Nein, ich versichere Ihnen, Herr Bundesminister, die SPÖ ist sehr an diesem Gesetz interessiert; wir müssen nur weiterverhandeln. In diesem Sinne: vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Wir sind jetzt beim Kapitel Sicherheit, und der Herr Bundesminister für Äußeres ist gerade gegangen – ich hätte ihm gerne noch etwas zu diesem Gesetz zur Integration gesagt, das hier soeben erwähnt wurde. Weil er schon einmal gesagt hat, der Islam gehöre zu Österreich, möchte ich ihm sagen: Nein, der Islam gehört nicht zu Öster-reich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walser
Dies als Feststellung meinerseits, dass es darum geht, was Kultur bedeutet (Zwischenruf des Abg. Walser) – Herr Kollege Walser, ich bitte Sie! (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Walser) –, dass es darum geht, dass 1908 Bosnien-Herzegowina von der öster-reich-ungarischen Monarchie annektiert wurde und deshalb dann eine große muslimische Bevölkerungsgruppe in die K.-u.-k.-Monarchie durch Annexion eingegliedert wurde. So ein Überfall, so ein völkerrechtswidriger Akt kann doch nicht bedeuten, dass etwas Teil unserer Kultur wird, oder irre ich mich da vollkommen? – Aber eines ist festzustellen: Religionsfreiheit ist in Österreich selbstverständlich gewährt. (Ironische Bravorufe bei den Grünen.) – Applaus von den Grünen, danke.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Walser
Dies als Feststellung meinerseits, dass es darum geht, was Kultur bedeutet (Zwischenruf des Abg. Walser) – Herr Kollege Walser, ich bitte Sie! (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Walser) –, dass es darum geht, dass 1908 Bosnien-Herzegowina von der öster-reich-ungarischen Monarchie annektiert wurde und deshalb dann eine große muslimische Bevölkerungsgruppe in die K.-u.-k.-Monarchie durch Annexion eingegliedert wurde. So ein Überfall, so ein völkerrechtswidriger Akt kann doch nicht bedeuten, dass etwas Teil unserer Kultur wird, oder irre ich mich da vollkommen? – Aber eines ist festzustellen: Religionsfreiheit ist in Österreich selbstverständlich gewährt. (Ironische Bravorufe bei den Grünen.) – Applaus von den Grünen, danke.
Zwischenruf der Abg. Korun.
Herr Kollege Walser und vielleicht auch Herr Kollege Öllinger daneben, ich bin gespannt, wie es Ihnen gelingen wird, meine Rede, meine Ausführungen hier wieder als Angstmache, als Schüren diffuser Ängste darzustellen. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Dabei bringe ich ausschließlich Zitate des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, aus dem ORF, aus der Tageszeitung „Kurier“, aus der APA oder von Innenministeriumssprecher Grundböck. Da bin ich schon gespannt, wie Sie sich diesmal verrenken müssen. (Abg. Walser: Sie haben zu viel Angst!)
Abg. Walser: Sie haben zu viel Angst!
Herr Kollege Walser und vielleicht auch Herr Kollege Öllinger daneben, ich bin gespannt, wie es Ihnen gelingen wird, meine Rede, meine Ausführungen hier wieder als Angstmache, als Schüren diffuser Ängste darzustellen. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Dabei bringe ich ausschließlich Zitate des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, aus dem ORF, aus der Tageszeitung „Kurier“, aus der APA oder von Innenministeriumssprecher Grundböck. Da bin ich schon gespannt, wie Sie sich diesmal verrenken müssen. (Abg. Walser: Sie haben zu viel Angst!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist doch absurd, dass jede Gemeinde bei uns dafür sorgen muss, obwohl es eigentlich ein Bundesthema ist, und wir nicht imstande sind, das gesetzlich zu regeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (fortsetzend): Herr Präsident, selbstverständlich! Wir sind beim Bereich der Sicherheit, und ich möchte das gern so hineinbringen, dass Sie mir jetzt durch diese Zwischenfrage nicht unnötig Redezeit wegnehmen. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter, das war am Rande eines Ordnungsrufes! Wenn ich Sie zur Sache rufe – und Sie haben nicht zur Sache gesprochen, sondern zum Thema Sicherheit, aber nicht zum Sicherheitsbudget –, dann bitte ich Sie, das zur Kenntnis zu nehmen und mich nicht zu belehren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pilz
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (fortsetzend): Herr Präsident, ich höre jetzt in Ihrer zweiten Erläuterung zum ersten Mal von Ihnen den Wortlaut „zur Sache gesprochen“. Sie haben mich nur aufgefordert, das Wort Budget in den Mund zu nehmen, aber das ist vielleicht bei der freien Rede einfach allein so nicht möglich. Ich werde aber selbstverständlich Ihrer Aufforderung, „zur Sache zu sprechen“, umgehend – so wie in der ganzen Rede über (Zwischenruf des Abg. Pilz) – entsprechend nachkommen, denn es ist notwendig, dieses Gesetz auf den Weg zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (fortsetzend): Herr Präsident, ich höre jetzt in Ihrer zweiten Erläuterung zum ersten Mal von Ihnen den Wortlaut „zur Sache gesprochen“. Sie haben mich nur aufgefordert, das Wort Budget in den Mund zu nehmen, aber das ist vielleicht bei der freien Rede einfach allein so nicht möglich. Ich werde aber selbstverständlich Ihrer Aufforderung, „zur Sache zu sprechen“, umgehend – so wie in der ganzen Rede über (Zwischenruf des Abg. Pilz) – entsprechend nachkommen, denn es ist notwendig, dieses Gesetz auf den Weg zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sich diese Begleitmaßnahme zur Sicherheitsoffensive auch budgetär niedergeschlagen hat, ergibt sich auch hier zwingend der Zusammenhang mit dem zu diskutierenden und abzustimmenden und von unserer Seite leider abzulehnenden Budget. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Deimek.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich darf die Budgetdebatte zum Kapitel Inneres beginnen, nachdem Kollege Rosenkranz nur durch einen rhetorischen Trick das Wort Budget verwendet hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Deimek.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … warte ein bisschen!
Ich glaube, mit dem Projekt Gemeinsam Sicher – Herr Bundesminister, ich darf mich sehr, sehr herzlich bedanken, dass dieses flächendeckend ausgerollt wird – können wir diesem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung Rechnung tragen und auch den Kontakt zwischen Bevölkerung und Polizei nachhaltig stärken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … warte ein bisschen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin überzeugt, dass die Regierung – und ich möchte mich dafür auch bedanken, speziell beim Innenminister – den Bedürfnissen im Sicherheitsbereich entsprechend Rechnung trägt und dieses Sicherheitsbudget eine klare Ansage für mehr Sicherheit der Bevölkerung in Österreich ist. Ich sage dafür herzlichen Dank! – Wir werden dem Budget natürlich zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen, SPÖ und ÖVP.
itatives Mittel zum Gebet zu Ehren Allahs.“ (Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen, SPÖ und ÖVP.) „Der muslimische Rosenkranz besteht entweder aus 99 oder 33 Perlen.“ (Abg. Walter Rosenkranz: Der muslimische!) „Der christliche Rosenkranz beruht auf dem muslimischen Vorbild.“
Abg. Walter Rosenkranz: Der muslimische!
itatives Mittel zum Gebet zu Ehren Allahs.“ (Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen, SPÖ und ÖVP.) „Der muslimische Rosenkranz besteht entweder aus 99 oder 33 Perlen.“ (Abg. Walter Rosenkranz: Der muslimische!) „Der christliche Rosenkranz beruht auf dem muslimischen Vorbild.“
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Werter Kollege Rosenkranz, ich habe volles Verständnis, dass Sie Interesse daran haben, Ihre muslimischen Wurzeln aufzuarbeiten, aber bitte schön, tun Sie es nicht dauernd im Plenum des Nationalrates! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Oh!
Es gibt muslimische Extremisten aus Terrororganisationen, etwa von der Gamaa Islamija. Wissen Sie, wer die Gamaa Islamija ist? – Das ist die Terrororganisation, die im Jahr 1997 den Anschlag von Luxor durchgeführt hat, bei dem 62 Menschen, davon 58 Touristen und Touristinnen, umgebracht worden sind. Zu ihnen gehören drei Herrschaften namens Mohammed al-Fiqi, Osama Suleiman und Amer Abdel-Rahim. Diese drei waren auf Einladung eines Abgeordneten des Nationalrates Gäste hier im Parlament. Der Nationalrat, der geladen hat, war der freiheitliche Abgeordnete Hübner. (Abg. Öllinger: Oh!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.
Warum lädt ein freiheitlicher Abgeordneter islamistische ägyptische Terroristen ins österreichische Parlament ein? – Doch nicht um den Rosenkranz zu üben, da wird es ja wohl irgendwelche anderen Gründe geben! Legen Sie endlich einmal Ihre Verbindung zur Muslimbruderschaft, die bis ins Parlament reicht, auf den Tisch. (Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.) Ich kenne das, auf der einen Seite schimpfen wie ein Rohrspatz und auf der anderen Seite Herrschaften, bei denen niemand von uns anstreifen würde, in dieses Parlament einladen. (Abg. Öllinger: … Geschäfte machen!)
Abg. Öllinger: … Geschäfte machen!
Warum lädt ein freiheitlicher Abgeordneter islamistische ägyptische Terroristen ins österreichische Parlament ein? – Doch nicht um den Rosenkranz zu üben, da wird es ja wohl irgendwelche anderen Gründe geben! Legen Sie endlich einmal Ihre Verbindung zur Muslimbruderschaft, die bis ins Parlament reicht, auf den Tisch. (Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.) Ich kenne das, auf der einen Seite schimpfen wie ein Rohrspatz und auf der anderen Seite Herrschaften, bei denen niemand von uns anstreifen würde, in dieses Parlament einladen. (Abg. Öllinger: … Geschäfte machen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber – in Richtung Bundesminister Sobotka –: Der wischt nur in seinem Smartphone herum …!
Herr Innenminister, ich ersuche Sie um einen diesbezüglichen Bericht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber – in Richtung Bundesminister Sobotka –: Der wischt nur in seinem Smartphone herum …!)
Abg. Rädler: So ist es auch nicht! … Demonstrationen! – Abg. Yilmaz: Demonstrieren ist ja nicht …!
Herr Kollege Rosenkranz, für Ihr kleines Stammbüchlein: Die türkische Bevölkerung, die Wohnbevölkerung in Wien, ist meiner persönlichen Erfahrung nach die friedlichste ethnische Minderheit, die wir in dieser Republik haben. (Abg. Rädler: So ist es auch nicht! … Demonstrationen! – Abg. Yilmaz: Demonstrieren ist ja nicht …!) Wir müssen einfach unterbinden, dass vom Ausland her Einzelne finanziert und angeleitet werden, Demonstrationen zu veranstalten, Geschäfte anzugreifen, Vorgärten kurz und klein zu schlagen und türkische Zustände nach Wien zu exportieren. – Das dürfen wir nicht zulassen!
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Das geht bis in die Islamische Glaubensgemeinschaft, Herr Innenminister! Sollten Sie der Meinung sein, an der Spitze der Islamischen Glaubensgemeinschaft heute Ge-sprächspartner vorzufinden, dann warne ich Sie! Diese Herrschaften sind von der türkischen Religionsbehörde finanziert und arbeiten engst mit den drei Residenten des türkischen Geheimdienstes MİT an der türkischen Botschaft zusammen. Es ist schlimm genug, zu wissen, dass große Teile der Islamischen Glaubensgemeinschaft heute von Erdoğan finanziert und instrumentalisiert werden. (Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Innenminister, ich ersuche Sie, das zu unterstützen; nicht nur für die vielen Demokraten und Demokratinnen, Journalisten und Journalistinnen und inhaftierten Abgeordneten, die alle unsere Unterstützung brauchen, sondern auch für unsere eigene Sicherheit. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich glaube, dass dieses Budget, das hier zur Diskussion und zur Beschlussfassung vorliegt, ein gutes Budget ist. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Ich sage extra dazu, es gibt viele Investitionen in vielen Bereichen der Politik, aber vor allem möchte ich der Regierung dafür danken, dass wir ein ordentliches Sicherheitsbudget vorliegen haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass dieses Budget, das hier zur Diskussion und zur Beschlussfassung vorliegt, ein gutes Budget ist. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Ich sage extra dazu, es gibt viele Investitionen in vielen Bereichen der Politik, aber vor allem möchte ich der Regierung dafür danken, dass wir ein ordentliches Sicherheitsbudget vorliegen haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Pilz und Hagen.
Herr Bundesminister, ich möchte auch nicht verabsäumen, hier bei dieser Budget-debatte auch das Verständnis anzusprechen, das wir hinsichtlich der normalen Investitionen – Ausrüstung, Beschaffung, alle Bereiche aller Untergliederungen des Ressorts – haben. Mir gefällt vor allem der Ansatz, die PIs zu stärken, nämlich sowohl, was die Ausstattung betrifft, als auch, was die Planstellen betrifft, denn das sind die Ersten, die – egal, was passiert – bei den Bürgerinnen und Bürgern beziehungsweise in der jeweiligen Situation sind. Das ist auch wirklich ein wichtiger Schritt für unsere Polizei. Ich glaube, dass unsere Polizistinnen und Polizisten Hervorragendes leisten, deshalb sollten wir ihnen wenigstens auch bei dieser Budgetdebatte Danke sagen. Ich tue das sehr gerne und bin überzeugt davon. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Pilz und Hagen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.
Ich lade Sie ein, diesem hervorragenden Sicherheitsbudget auch Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.)
Beifall bei den NEOS.
Cyberkriminalität und Cybersicherheit werden zu einer gesamtstaatlichen Herausforderung werden. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesheer ist da auch wichtig. Prävention ist wichtig, es ist aber auch eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche wichtig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
da draufgelegt werden – das größte Budget im Innenressort seit 1945. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, diese Steigerung um 14,6 Prozent bringt für mich – und ich habe das auch schon im Ausschuss gesagt – zwei Aspekte zum Ausdruck: Einerseits kommt es ja nicht so oft vor, dass wir Budgetsteigerungsraten um 14 Prozent und mehr haben. Das ist auch Ausdruck dessen, dass wir uns in Sicherheitsfragen durchaus in einer besonderen Situation befinden, der Rechnung getragen wird. Diese Steigerung bringt aber auch ein Zweites zum Ausdruck, nämlich dass diese Bundesregierung die Frage der Sicherheit ganz besonders ernst nimmt, meine Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich möchte Ihnen in diesem Sinne zu diesem Budget herzlich gratulieren. Ich denke, es ist gut, dass wir unsere Polizei so gut ausstatten können, wie Sie das vorsehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Da immer wieder davon gesprochen wird, wie es mit dem Personal aussieht: Natürlich, der Hauptteil, 61 Prozent des Gesamtbudgets, wird für das Personal ausgegeben. Es gibt immer wieder Personen, die bei den Angaben zu den Nettozuwächsen behaupten, das stimme alles nicht und in Wirklichkeit würden nur die natürlichen Abgänge, die Pensionierungen aufgefüllt: Das ist schlicht nicht wahr, denn netto haben wir im Zeitraum von 2009 bis 2017 um 3 059 Polizistinnen und Polizisten mehr im Einsatz als im Jahr 2008. Davon zu sprechen, dass die Sicherheit nicht ernst genommen wird, ist schlicht und einfach falsch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Herr Bundesminister, ich möchte Ihnen für die Art und Weise, wie Sie das Ressort führen, nämlich mit großer Übersicht, mit großer Sorgfalt, mit unglaublicher Klarheit, aber vor allem mit einer bewundernswerten Unaufgeregtheit in ganz schwierigen Zeiten, danken und Ihnen dafür auch meine Hochachtung aussprechen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich finde das positiv, Herr Minister, daher ein großes Lob dafür, dass Sie auch auf das Fachpersonal bei der Polizei hören. Das hat nicht jeder Minister gemacht, ich danke dafür. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche Sie, im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher diese Maßnahme auch bei Ihrer Fraktion durchzusetzen, sodass wir für diesen Antrag am Donnerstag die Zustimmung bekommen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wenn wir ins Jahr 2006 zurückblicken, so hatten wir damals bei circa 590 000 strafbaren Handlungen eine Aufklärungsrate, die bei 38,9 Prozent lag. Wenn wir in die Zeit vor der Reduzierung der Planstellen bei der Polizei zurückblicken, so hatten wir damals im Jahr 2000 bei knapp 500 000 strafbaren Handlungen eine Aufklärungsrate von 51,4 Prozent. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch ein persönliches Anliegen, Herr Innenminister – wir haben auch schon im Budgetausschuss darüber gesprochen –: Es gibt 1 000 Polizisten, die im Dienst verletzt worden sind. Sie haben leider bis jetzt noch keine Antwort auf die Frage gegeben, wie hoch im Innenressort die Kosten für die verletzten Polizisten gewesen sind. Da geht es um jene Kosten, die durch Überstunden, aber auch durch die Weiterzahlungen angefallen sind. Zusätzlich möchte ich bitte noch eine Auskunft betreffend Regressforderungen – die habe ich bis jetzt auch nicht erhalten –, nämlich wie hoch die Regressforderungen bei den Tätern sind, damit wir auch diesbezüglich im Budget entsprechende Transparenz walten lassen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
bitte eine Kritik: Seit Jahren fordern wir Freiheitliche mehr Planstellen und mehr Personal! (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Und was hat die Bevölkerung, zumindest in der Steiermark, erhalten? – Zugesperrte Polizeiinspektionen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Pendl und Plessl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pendl und Plessl.
bitte eine Kritik: Seit Jahren fordern wir Freiheitliche mehr Planstellen und mehr Personal! (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Und was hat die Bevölkerung, zumindest in der Steiermark, erhalten? – Zugesperrte Polizeiinspektionen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Pendl und Plessl.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere nur an das Anhaltezentrum Vordernberg, wo aufgrund eines dubiosen Vertrages 16 Jahre lang die Bewachungsfirma nicht gekündigt werden kann und wir im Monat 450 000 € zahlen, sodass dieser Vertrag uns im Endeffekt 86 Millionen € kosten wird. Das ist auch eine Belastung des Budgets! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das passt nicht zusammen! Zuerst … und dann für eine Belastungszulage sorgen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das wäre jene Wertschätzung, die unsere Exekutive wirklich verdient. Und Sie haben jetzt die Möglichkeit, Ihre Zustimmung dazu zu geben. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das passt nicht zusammen! Zuerst … und dann für eine Belastungszulage sorgen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lausch.
Die weiche Seite ist die, dass die Bundesregierung heute beschlossen hat, für die Sternenkinder endlich eine Möglichkeit zu schaffen, ins Personenstandsregister aufgenommen zu werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Preiner und Hafenecker.
Dem schließen wir uns alle an. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Preiner und Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass Österreich weiterhin eines der sichersten Länder der Welt bleiben wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte hier aber auch noch einen zweiten Punkt ansprechen, der nicht nur mit Investitionen zu bewältigen ist. Es geht mir um die 1 000 verletzten Polizistinnen und Polizisten oder auch um getötete Polizisten. 1 000 verletzte Polizisten und Polizistinnen in einem Jahr – diese hohe Zahl kann auch hier im Hohen Haus niemandem egal sein. Es kann nicht sein, dass es keine Hemmschwelle gegenüber der Polizei gibt, dass die Polizisten als ausführende Organe der Staatsgewalt immer wieder durch gewaltsame Anfeindungen unter die Räder kommen. Es kann auch nicht sein, dass sich in unserem Land Gruppen bilden, die den Staat nicht anerkennen, die die Polizei nicht anerkennen und sogar militant dagegen vorgehen. Diesen Leuten, die gegen unser Rechtssystem, gegen unsere Vollzugsorgane vorgehen, müssen wir mit aller Kraft entgegenwirken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere deshalb auch, dass entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen ausgearbeitet und in diesem Haus auch beschlossen werden, damit die Zahl der verletzten Polizisten wieder deutlich gesenkt werden kann. Es wird auch höchste Zeit, nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen und die polizeilichen Rahmenbedingungen zu verändern, sondern auch die finanzielle Abgeltung dieser hervorragenden Arbeit auf solide Beine zu stellen. Jene, die Tag für Tag für uns einstehen, die Gefahr und Verletzungen ausgesetzt sind, sollten nicht nur von Überstunden und Zulagen leben können, sondern auch dementsprechend entlohnt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das Personal wurde erhöht!
Man muss aber dazu, dass jetzt so viele Schutzwesten und viele andere Dinge auch noch – Hubschrauber und so weiter – neu kommen, auch eines sagen: In den letzten Jahren ist ja an und für sich nichts passiert bei der Exekutive. Im Gegenteil, die haben gar nichts mehr bekommen! (Ruf bei der SPÖ: Das Personal wurde erhöht!) – Das Personal wurde nicht erhöht. Darauf komme ich dann noch im Detail zu sprechen.
Abg. Plessl: Wie viel Personal haben die Wiener, Herr Kollege?!
Von allen Delikten, die in den letzten sechs Monaten in ganz Österreich verzeichnet wurden, geschahen 43,7 Prozent in Wien. 43,7 Prozent aller Straftaten in Österreich passieren in Wien. Zweitstärkstes Bundesland ist Niederösterreich mit 13,7 Prozent, und Schlusslicht ist, Gott sei Dank, das Burgenland mit nur 1,8 Prozent aller Delikte. (Abg. Plessl: Wie viel Personal haben die Wiener, Herr Kollege?!)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.
Dazu muss man eines sagen: Es ist wichtig, Herr Minister! Ankündigen ist eine Sache, Umsetzen eine zweite. Ich bitte Sie also: Setzen Sie etwas um, kündigen Sie nicht ständig an! Das wäre meine Bitte an Sie: weitaus mehr Polizisten insbesondere für Wien. Wir brauchen das zum Schutz aller in Wien Lebenden. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann nur sagen: Ich bitte um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lasar: Wo sind denn die 1 000, 1 500 Polizisten?
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Herr Kollege Lasar, ich habe Ihnen genau zugehört. Lassen Sie mich dazu sagen: Unser Herr Bundesminister kündigt nicht an, er ist ein Umsetzer (Abg. Lasar: Wo sind denn die 1 000, 1 500 Polizisten?), und dass es so ist, sieht man ja wohl auch an diesem Budget. Es gibt eine Aufstockung des Budgets für innere Sicherheit um 440 Millionen € – die Details wurden alle schon genannt.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist eine große Aufgabe, sie kostet viel Geld, und jede kriminelle Tat ist eine zu viel. Das wissen wir, aber trotzdem können wir mit Stolz sagen, dass wir uns in einem Land bewegen, in dem wir noch relativ sicher sind, insbesondere wenn wir über unsere Grenzen hinausblicken. Jeder von euch ist auch in der Welt unterwegs. Nennt mir irgendeinen Staat auf dieser Welt, in dem man sich in der Nacht noch so frei bewegen kann – am Land oder in der Stadt, irgendwo –, wie hier bei uns in Österreich. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Innenminister, Ihnen und allen Polizistinnen und Polizisten und Ihrem Stab: Danke, dass Sie diese klare Linie fortführen. Sie sind ein Minister, der nicht ankündigt, Sie sind ein Minister, der umsetzt! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ja, das Budget ist auch aus unserer Sicht ein Schritt in die richtige Richtung – das muss man so sagen. Nur eines muss man natürlich auch dazusagen: Dieses Budget war dringend notwendig, um das von dieser Bundesregierung im September 2015 verursachte Asylchaos zu reparieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Vorschlag, um die Sicherheit der Polizisten wirklich zu erhöhen: Dazu würde schon beitragen, dass bei der Ausmusterung den Polizisten eigene Einsatztaschen gegeben werden, in denen alles drinnen ist – schusssichere Weste und, und, und – und dass man berücksichtigt, dass Schutzausrüstung nur dann eine solche ist, wenn sie passt – und nicht eine in irgendeinem Auto liegt und dem diensthabenden Polizisten gar nicht passt. Darauf sollte natürlich Rücksicht genommen werden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, ein Punkt, der mir persönlich sehr wichtig ist: Um das Abdriften von Menschen in Elend und Armut zu verhindern, durch das sie in weiterer Folge in die Kriminalität getrieben werden, braucht es ein Sozialsystem, das ein bescheidenes, aber menschenwürdiges Leben ermöglicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich sagen, dass es meine Hoffnung ist, dass das Schließen der Personallücke bei der Polizei und die Investitionen in eine bessere Ausrüstung den Arbeitsalltag der Polizistinnen und Polizisten, der wahrlich nicht leicht ist, erleichtern werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das BK ist gerade, was die Ausbildung anlangt, auch international in besonderer Art und Weise bekannt geworden. Es ist ein besonderes Zeichen, wenn unser höchster Beamter nach Amerika eingeladen wird, um dort an einer Führungsausbildung teilzunehmen, weil man sich dort die Leute wirklich in der ganzen Welt aussucht, um die Besten der Besten zu begleiten. Ich denke, das ist einmal mehr ein Beweis, dass wir auf unsere Polizei sehr stolz sein können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
stattfindet. Wir tun alles, um ihn zu verhindern. Die verdeckten Ermittlungen, die Aufklärungsarbeit, die unser BVT leistet, sind einzigartig und bezüglich der Ergebnisse eine ganz besondere Arbeit. Daher möchte ich den Damen und Herren, die im BVT diese Arbeit tagtäglich verrichten – 365 Tage, 24 Stunden – ein ganz großes Kompliment aussprechen: Sie sind immer wieder in Situationen, in denen sie Nervenstärke beweisen müssen und befinden sich letzten Endes in einer ganz besonderen Position. Einen herzlichen Dank gerade auch diesen Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zur Rauschgift- oder Suchtgiftkriminalität: Warum ist diese angestiegen? – Weil wir mit gewaltigem Ermittlungsdruck und vor allem auch mit einer gesetzlichen Anpassung die Möglichkeit verbessert haben, der Täter habhaft zu werden. Sie wissen, dass die polizeiliche Arbeit in den letzten Monaten ihre Früchte getragen hat. Überzeugen Sie sich davon an der U6 oder am Praterstern! Es ist aber wichtig und notwendig, nicht nachzulassen, sondern dort weiterhin das Auge des Gesetzes walten zu lassen, denn jede Frau in Österreich soll sich zu jeder Zeit und an jedem Ort sicher fühlen und in der Öffentlichkeit auftreten können, ohne dass sie ein ungutes Gefühl hat. Das ist unser Ziel, unser gemeinsames Ziel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein klares Wort zur Asylpolitik: für die, die es brauchen, ja, aber den Wirtschaftsflüchtlingen ein deutliches Nein. Die können wir nicht aufnehmen. Daher funktioniert es in der Europäischen Union zumindest den Worten nach das erste Mal, dass man wieder eine klare gemeinsame Ausrichtung im Außengrenzschutz und in der Frage der Registrierung an den Tag legt. Es muss Dublin, es muss in Europa auch eine gemeinsame Asylpolitik funktionieren. Wenn Europa das aufgibt, dann hat es auch die Sicherheitspolitik insgesamt aufgegeben. Wir werden das mit all unseren Möglichkeiten unterstützen, aber bis dorthin sind auch nationale Maßnahmen notwendig und sind diese nationalen Maßnahmen auch zu ergreifen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind erfolgreich mit Frontex. Wir sind heute in der Europäischen Union der Spitzenreiter, was die Rückstellungen anlangt. Ich war erst gestern in Warschau, um das dort mit dem Direktor auch für kommende Zeiten zu besprechen. Das gehört für uns zur Umsetzung der Politik: Asyl ja, Wirtschaftsflüchtling nein und Rückstellung. Das ist für uns letzten Endes das Kriterium unserer gemeinsamen Asylpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich bedanke mich für die intensive Diskussion. Sie misst dem Kapitel Sicherheit eine große Bedeutung zu – und es gibt genügend Herausforderungen in Zukunft, insbesondere was die Cyberkriminalität und die Weiterentwicklung im gesamten europäischen Kontext anlangt –, und das ist das große gemeinsame Ganze, für das ich mich bei allen Parlamentariern in diesem Haus bedanke. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall der Abg. Schenk.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube, wir gehen da schon einen richtigen Weg. Die Menschen in Österreich haben ein Recht auf Sicherheit, und das soll auch so bleiben. Dazu brauchen wir ausreichend Sicherheitskräfte mit bester Ausrüstung. – Herzlichen Dank. (Beifall der Abg. Schenk.)
Beifall bei der ÖVP.
Trotz hoher Lebensqualität in unserem Land – und das zeigen Umfragen, vor allem aber auch Gespräche in der eigenen Umgebung mit den Menschen zu Hause – steigt ein gewisses Unsicherheitsempfinden in der Bevölkerung. Genau hier gilt es anzusetzen. Mit mehr Polizisten vor Ort, mit mehr Information und mehr Aufklärung müssen wir die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nehmen und für die Belange und Ängste der Menschen ein offenes Ohr haben. Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten das sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag. Dafür gilt ihnen ein herzlicher Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir dürfen die Augen vor den Problemen nicht verschließen. Die Menschen erwarten sich von uns zu Recht Lösungen statt Warnungen und Ankündigungen. Diese Lösungen müssen wir gemeinsam erarbeiten und auch umsetzen. Bei allem Verständnis für eine lange und ausführliche Diskussion, es gibt auch den Zeitpunkt für eine Entscheidung, und in beiden Bereichen ist der Punkt für eine Entscheidung erreicht. Setzen wir den auch in Zukunft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Rädler.
Lernen wir aus den Fehlern der Vergangenheit! Angesichts unseres hohen Budgetdefizits ist mit öffentlichen Geldern entsprechend umsichtig umzugehen. Sicherheit ist jedoch oberstes Gebot. – Danke. (Beifall des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Auf der anderen Seite ist Österreich eines der sichersten Länder auf dieser Welt, aber das subjektive Unsicherheitsgefühl der österreichischen Bevölkerung macht mir Sorgen. Wie kommt das? Wie kann so etwas sein? – Da gibt es nicht nur eine Antwort, da gibt es mehrere Antworten, aber eine davon ist mit Sicherheit, sehr geehrte Damen und Herren, dass Politikerinnen und Politiker nicht hetzen dürfen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Obmann einer Oppositionspartei von bürgerkriegsähnlichen Zuständen spricht. Was sollen die verunsicherten Menschen denken? Und wie sollen sie in unserem Staat wieder Sicherheit gewinnen? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist unser aller gemeinsame Aufgabe, dieses subjektive Unsicherheitsgefühl ernst zu nehmen und auf unsere Sprache zu achten.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aslan.
Sehr geehrter Herr Minister! Ich bin auch sehr dafür, dass wir uns anstrengen sollten, Menschen, die mehrsprachig sind, für die Polizei zu gewinnen, insbesondere Österreicherinnen und Österreicher, die eine Migrationsbiografie haben. Die werden wir brauchen. Es hat eine Kampagne in Wien gegeben – die hätte auch besser sein können, aber wir haben zusätzliche mehrsprachige Beamte gewonnen. Ich hoffe, wir versuchen es noch einmal, gehen es noch einmal an, denn wir werden die noch sehr für die Sicherheit unseres Landes brauchen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aslan.)
Beifall bei der ÖVP.
Da wir am Ende eines Sitzungstages angelangt sind, möchte ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Polizistinnen und Polizisten sowie an alle Sicherheitskräfte von der Justizwache bis zum Kriminaldienst anschließen. Gemeinsam sorgen wir für ein sicheres Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte heute mit einem Lob beginnen, und zwar mit einem Lob für unseren Herrn Finanzminister. Das wird Sie vielleicht überraschen, aber er hat tatsächlich im Zuge seiner Budgetrede etwas sehr, sehr Wichtiges gesagt, und das kann ich nur voll und ganz unterschreiben; das ist ein sehr zutreffender Satz, der den Bereich Arbeitsmarkt betrifft – ich zitiere –: Der Arbeitsmarkt allerdings muss uns Sorge bereiten. „Jedes Jahr pumpen wir mehr Mittel in diesen Bereich, und trotzdem haben wir die höchste Arbeitslosigkeit“ seit den 1950er-Jahren. – Mehr Geld für schlechtere Ergebnisse! (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Nun, er hat recht! Der Herr Finanzminister hat vollkommen recht. Würde ich das jetzt in Schulnoten übersetzen, dann wäre das ein glattes Nicht genügend, ein glatter Fetzen, der da für die Budgetarbeit der letzten Jahre unter maßgeblicher Ressortverantwortung der Sozialistischen Partei, deren Repräsentant hier hinter mir sitzt, ausgestellt wird. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Ja, ja, ich weiß; die Sozialistische Partei, zu Ihrer Erinnerung, das ist diejenige Partei, die vor einiger Zeit noch das Prinzip der Vollbeschäftigung vor sich hergetragen hat. (Abg. Heinzl: Wie ist das mit …? Erklären Sie das einmal!) Das Prinzip der Vollbeschäftigung hat man in der Zwischenzeit verräumt, das ist beiseitegestellt worden und durch das Prinzip der Zuwanderung und des Multikultitums ersetzt worden. Das ist die neue Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinzl: Wie ist das mit …? Erklären Sie das einmal!
Nun, er hat recht! Der Herr Finanzminister hat vollkommen recht. Würde ich das jetzt in Schulnoten übersetzen, dann wäre das ein glattes Nicht genügend, ein glatter Fetzen, der da für die Budgetarbeit der letzten Jahre unter maßgeblicher Ressortverantwortung der Sozialistischen Partei, deren Repräsentant hier hinter mir sitzt, ausgestellt wird. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Ja, ja, ich weiß; die Sozialistische Partei, zu Ihrer Erinnerung, das ist diejenige Partei, die vor einiger Zeit noch das Prinzip der Vollbeschäftigung vor sich hergetragen hat. (Abg. Heinzl: Wie ist das mit …? Erklären Sie das einmal!) Das Prinzip der Vollbeschäftigung hat man in der Zwischenzeit verräumt, das ist beiseitegestellt worden und durch das Prinzip der Zuwanderung und des Multikultitums ersetzt worden. Das ist die neue Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun, er hat recht! Der Herr Finanzminister hat vollkommen recht. Würde ich das jetzt in Schulnoten übersetzen, dann wäre das ein glattes Nicht genügend, ein glatter Fetzen, der da für die Budgetarbeit der letzten Jahre unter maßgeblicher Ressortverantwortung der Sozialistischen Partei, deren Repräsentant hier hinter mir sitzt, ausgestellt wird. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Ja, ja, ich weiß; die Sozialistische Partei, zu Ihrer Erinnerung, das ist diejenige Partei, die vor einiger Zeit noch das Prinzip der Vollbeschäftigung vor sich hergetragen hat. (Abg. Heinzl: Wie ist das mit …? Erklären Sie das einmal!) Das Prinzip der Vollbeschäftigung hat man in der Zwischenzeit verräumt, das ist beiseitegestellt worden und durch das Prinzip der Zuwanderung und des Multikultitums ersetzt worden. Das ist die neue Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwentner: … Wahlkampf!
Es gibt nämlich zwei Arten von Problemen auf dem Arbeitsmarkt: Es gibt die echten – auf die komme ich dann auch noch zu sprechen – und es gibt die eingebildeten Probleme. Betreffend die eingebildeten Probleme des Arbeitsmarkts fällt mir als Allererster ein gewisser Herr Van der Bellen ein; Sie kennen diesen Herrn. (Abg. Schwentner: … Wahlkampf!)
Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Walter Rosenkranz: Auch der Bundespräsident kostet Geld!
Dieser Herr Van der Bellen will Bundespräsident dieser Republik werden (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Walter Rosenkranz: Auch der Bundespräsident kostet Geld!), und zu diesem Behufe zieht er durch das Land, von Fernsehstation zu Fernsehstation, von Zeitung zu Zeitung, und malt gemeinsam mit seinem Financier Haselsteiner ein furchtbares Gespenst an die Wand – das Gespenst der Arbeitslosigkeit. Das ist das, wovor sich jetzt alle fürchten sollen. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Das macht der Herr Van der Bellen!
Zwischenruf des Abg. Walser.
Dieser Herr Van der Bellen will Bundespräsident dieser Republik werden (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Walter Rosenkranz: Auch der Bundespräsident kostet Geld!), und zu diesem Behufe zieht er durch das Land, von Fernsehstation zu Fernsehstation, von Zeitung zu Zeitung, und malt gemeinsam mit seinem Financier Haselsteiner ein furchtbares Gespenst an die Wand – das Gespenst der Arbeitslosigkeit. Das ist das, wovor sich jetzt alle fürchten sollen. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Das macht der Herr Van der Bellen!
Zwischenruf des Abg. Walser.
Das macht er: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, fürchtet euch ganz furchtbar! (Zwischenruf des Abg. Walser.) Wenn ich, Alexander Van der Bellen, nicht Bundespräsident werde, dann steigt die Arbeitslosigkeit! – Das versucht er, uns überall zu erklären (Zwischenruf bei der SPÖ), und so versucht er, den Menschen in diesem Land Angst zu machen. (Ruf bei den Grünen: … von Kickl!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Das macht er: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, fürchtet euch ganz furchtbar! (Zwischenruf des Abg. Walser.) Wenn ich, Alexander Van der Bellen, nicht Bundespräsident werde, dann steigt die Arbeitslosigkeit! – Das versucht er, uns überall zu erklären (Zwischenruf bei der SPÖ), und so versucht er, den Menschen in diesem Land Angst zu machen. (Ruf bei den Grünen: … von Kickl!)
Ruf bei den Grünen: … von Kickl!
Das macht er: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, fürchtet euch ganz furchtbar! (Zwischenruf des Abg. Walser.) Wenn ich, Alexander Van der Bellen, nicht Bundespräsident werde, dann steigt die Arbeitslosigkeit! – Das versucht er, uns überall zu erklären (Zwischenruf bei der SPÖ), und so versucht er, den Menschen in diesem Land Angst zu machen. (Ruf bei den Grünen: … von Kickl!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid
Der Tourismus wird den Bach runtergehen! – Das hört man interessanterweise gerade von einem Repräsentanten einer Partei, die gegen jede Liftanlage, gegen jede Beschneiungsanlage, gegen jede Zufahrt ist (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid), also in Wirklichkeit ein Hemmnis für den österreichischen Tourismus und damit ein Produzent von Arbeitslosigkeit ist!
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger, Brosz und Walser.
Wie auch immer, er zieht also als Angstprediger durch die Lande. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger, Brosz und Walser.) Einen Nachweis für diese Behauptung gibt es natürlich nicht. Einen Nachweis oder Fakten gibt es zu dieser Behauptung natürlich nicht, aber die braucht der Herr Van der Bellen auch nicht, denn er hat ja in seinem Buch zur Wahl geschrieben, Fakten brauchen wir nicht, wenn es notwendig ist, wenn es seinem Zweck dient, dann wird gelogen, auf Fakten können wir gerne verzichten. (Abg. Walser: … Budget! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber. – Ruf bei der FPÖ: Geh, seid nicht so wehleidig!) Meine Damen und Herren, so schaut das aus, so
Abg. Walser: … Budget! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber. – Ruf bei der FPÖ: Geh, seid nicht so wehleidig!
Wie auch immer, er zieht also als Angstprediger durch die Lande. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger, Brosz und Walser.) Einen Nachweis für diese Behauptung gibt es natürlich nicht. Einen Nachweis oder Fakten gibt es zu dieser Behauptung natürlich nicht, aber die braucht der Herr Van der Bellen auch nicht, denn er hat ja in seinem Buch zur Wahl geschrieben, Fakten brauchen wir nicht, wenn es notwendig ist, wenn es seinem Zweck dient, dann wird gelogen, auf Fakten können wir gerne verzichten. (Abg. Walser: … Budget! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber. – Ruf bei der FPÖ: Geh, seid nicht so wehleidig!) Meine Damen und Herren, so schaut das aus, so
Abg. Pirklhuber: Schämen Sie sich!
läuft das ab in Österreich, und die Medien spielen dabei mit! (Abg. Pirklhuber: Schämen Sie sich!)
Heiterkeit bei den Grünen
Als Beispiel – Herr Öllinger, weil Sie schon wieder in der Schnappatmung sind oder dazu tendieren (Heiterkeit bei den Grünen) – folgendes Faktum: Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt seit dem Jahr 2011 kontinuierlich an. Wenn man einen genaueren Blick auf die Zahlen zur Arbeitslosigkeit wirft, dann zeigt sich folgendes Bild – die Zahlen sind aus dem Juni 2016 (Abg. Öllinger: … nur verschwommen!) –: Von allen Arbeitslosen in Österreich sind 28,2 Prozent Ausländer. Nehme ich den Migrationshintergrund noch dazu, dann wirft die Statistik eine Gesamtzahl von 41,2 Prozent aus; und wenn ich mir ansehe, wie viele von den Schulungsteilnehmern Ausländer sind, dann komme ich auf einen Anteil von 37 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Walser: … durcheinandergebracht! Das ist der Chef des Arbeitsmarktservice, der kennt sich aus im Gegensatz zu Ihnen!)
Abg. Öllinger: … nur verschwommen!
Als Beispiel – Herr Öllinger, weil Sie schon wieder in der Schnappatmung sind oder dazu tendieren (Heiterkeit bei den Grünen) – folgendes Faktum: Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt seit dem Jahr 2011 kontinuierlich an. Wenn man einen genaueren Blick auf die Zahlen zur Arbeitslosigkeit wirft, dann zeigt sich folgendes Bild – die Zahlen sind aus dem Juni 2016 (Abg. Öllinger: … nur verschwommen!) –: Von allen Arbeitslosen in Österreich sind 28,2 Prozent Ausländer. Nehme ich den Migrationshintergrund noch dazu, dann wirft die Statistik eine Gesamtzahl von 41,2 Prozent aus; und wenn ich mir ansehe, wie viele von den Schulungsteilnehmern Ausländer sind, dann komme ich auf einen Anteil von 37 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Walser: … durcheinandergebracht! Das ist der Chef des Arbeitsmarktservice, der kennt sich aus im Gegensatz zu Ihnen!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Walser: … durcheinandergebracht! Das ist der Chef des Arbeitsmarktservice, der kennt sich aus im Gegensatz zu Ihnen!
Als Beispiel – Herr Öllinger, weil Sie schon wieder in der Schnappatmung sind oder dazu tendieren (Heiterkeit bei den Grünen) – folgendes Faktum: Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt seit dem Jahr 2011 kontinuierlich an. Wenn man einen genaueren Blick auf die Zahlen zur Arbeitslosigkeit wirft, dann zeigt sich folgendes Bild – die Zahlen sind aus dem Juni 2016 (Abg. Öllinger: … nur verschwommen!) –: Von allen Arbeitslosen in Österreich sind 28,2 Prozent Ausländer. Nehme ich den Migrationshintergrund noch dazu, dann wirft die Statistik eine Gesamtzahl von 41,2 Prozent aus; und wenn ich mir ansehe, wie viele von den Schulungsteilnehmern Ausländer sind, dann komme ich auf einen Anteil von 37 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Walser: … durcheinandergebracht! Das ist der Chef des Arbeitsmarktservice, der kennt sich aus im Gegensatz zu Ihnen!)
Zwischenruf der Abg. Mückstein
Nun ja, Sie wird das nicht stören, aber das sind die Fakten, Herr Öllinger, das sind die traurigen Fakten! Etwas anderes ist auch noch Faktum, und dafür schauen wir nach Wien, denn Wien ist wie immer der Hotspot dieser negativen Entwicklungen. Schauen Sie nach Wien und hören Sie sich die Fakten an! Von allen Arbeitslosen in Wien, Herr Öllinger, sind fast 39 Prozent Ausländer, und wenn man den Migrationshintergrund dazurechnet (Zwischenruf der Abg. Mückstein), dann sind das 58 Prozent Ausländeranteil hinsichtlich Arbeitslosigkeit in Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und zum Schulungsbereich ist zu sagen, der Anteil von Ausländern unter den Schulungsteilnehmern beträgt 55 Prozent. (Abg. Öllinger: … Statistik lesen!) Das sind die Fakten, das sind die traurigen Fakten, Herr Öllinger! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: … Statistik lesen!
Nun ja, Sie wird das nicht stören, aber das sind die Fakten, Herr Öllinger, das sind die traurigen Fakten! Etwas anderes ist auch noch Faktum, und dafür schauen wir nach Wien, denn Wien ist wie immer der Hotspot dieser negativen Entwicklungen. Schauen Sie nach Wien und hören Sie sich die Fakten an! Von allen Arbeitslosen in Wien, Herr Öllinger, sind fast 39 Prozent Ausländer, und wenn man den Migrationshintergrund dazurechnet (Zwischenruf der Abg. Mückstein), dann sind das 58 Prozent Ausländeranteil hinsichtlich Arbeitslosigkeit in Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und zum Schulungsbereich ist zu sagen, der Anteil von Ausländern unter den Schulungsteilnehmern beträgt 55 Prozent. (Abg. Öllinger: … Statistik lesen!) Das sind die Fakten, das sind die traurigen Fakten, Herr Öllinger! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun ja, Sie wird das nicht stören, aber das sind die Fakten, Herr Öllinger, das sind die traurigen Fakten! Etwas anderes ist auch noch Faktum, und dafür schauen wir nach Wien, denn Wien ist wie immer der Hotspot dieser negativen Entwicklungen. Schauen Sie nach Wien und hören Sie sich die Fakten an! Von allen Arbeitslosen in Wien, Herr Öllinger, sind fast 39 Prozent Ausländer, und wenn man den Migrationshintergrund dazurechnet (Zwischenruf der Abg. Mückstein), dann sind das 58 Prozent Ausländeranteil hinsichtlich Arbeitslosigkeit in Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und zum Schulungsbereich ist zu sagen, der Anteil von Ausländern unter den Schulungsteilnehmern beträgt 55 Prozent. (Abg. Öllinger: … Statistik lesen!) Das sind die Fakten, das sind die traurigen Fakten, Herr Öllinger! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walser
Wenn Sie sich das anschauen, dann erkennen Sie natürlich auch, wohin ein immer größer werdender Teil der Mittel für die Arbeitsmarktpolitik geht. Die 350 Millionen € zusätzlich für aktivierende Arbeitsmarktpolitik (Zwischenruf des Abg. Walser), das zusätzliche Personal – 400 Personen –, das das AMS braucht, all diese Dinge kommen natürlich zu einem Großteil der Abarbeitung dieses Problembereichs zu – na, selbstverständlich, Herr Öllinger, genau darum geht es! Das sind Qualifizierungsmaßnahmen, in gar nicht so wenigen Bereichen überhaupt erst Alphabetisierungsmaßnahmen, für diejenigen Menschen, über die wir vor Kurzem noch gehört haben, dass sie als Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu uns ins Land kommen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Das sind die Fakten, meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind die traurigen Fakten in diesem Land!
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wenn Sie sich das anschauen, dann erkennen Sie natürlich auch, wohin ein immer größer werdender Teil der Mittel für die Arbeitsmarktpolitik geht. Die 350 Millionen € zusätzlich für aktivierende Arbeitsmarktpolitik (Zwischenruf des Abg. Walser), das zusätzliche Personal – 400 Personen –, das das AMS braucht, all diese Dinge kommen natürlich zu einem Großteil der Abarbeitung dieses Problembereichs zu – na, selbstverständlich, Herr Öllinger, genau darum geht es! Das sind Qualifizierungsmaßnahmen, in gar nicht so wenigen Bereichen überhaupt erst Alphabetisierungsmaßnahmen, für diejenigen Menschen, über die wir vor Kurzem noch gehört haben, dass sie als Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu uns ins Land kommen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Das sind die Fakten, meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind die traurigen Fakten in diesem Land!
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Walser.
Jetzt wird es spannend, denn nun stellen wir uns die Frage nach der Verantwortung für diese Entwicklung, und dann landen wir bei der SPÖ, dann landen wir bei der ÖVP, dann landen wir bei den Grünen. Das heißt, wir landen bei all denjenigen, die Herrn Van der Bellen dafür unterstützen, dass alles so bleibt, wie es ist; und dieser Herr Van der Bellen stellt sich hin und sagt, er mache sich Sorgen wegen der Arbeitslosigkeit. – Also glaubwürdig ist das nicht, und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es fast zum Lachen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Walser.) Diesen Herrn kann man nicht wählen, über diesen Herrn kann man sich nur wundern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt wird es spannend, denn nun stellen wir uns die Frage nach der Verantwortung für diese Entwicklung, und dann landen wir bei der SPÖ, dann landen wir bei der ÖVP, dann landen wir bei den Grünen. Das heißt, wir landen bei all denjenigen, die Herrn Van der Bellen dafür unterstützen, dass alles so bleibt, wie es ist; und dieser Herr Van der Bellen stellt sich hin und sagt, er mache sich Sorgen wegen der Arbeitslosigkeit. – Also glaubwürdig ist das nicht, und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es fast zum Lachen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Walser.) Diesen Herrn kann man nicht wählen, über diesen Herrn kann man sich nur wundern. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage ja nicht, dass Sie nichts tun, das sage ich ja nicht (Zwischenruf bei den Grünen); aber da hat der Herr Finanzminister einen weiteren interessanten Begriff geprägt, nämlich den von der „Zeitschleife“. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist das Problem: Wir treffen uns jedes Jahr hier wieder, und jedes Jahr wird die Arbeitslosigkeit als eines der größten Probleme in diesem Land und logischerweise daraus folgend auch der Budgeterstellung thematisiert. Krokodilstränen, jeder Arbeitslose ist einer zu viel! – jedes Jahr das Gleiche. (Abg. Pirklhuber: Sie denunzieren die Arbeitslosen!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage ja nicht, dass Sie nichts tun, das sage ich ja nicht (Zwischenruf bei den Grünen); aber da hat der Herr Finanzminister einen weiteren interessanten Begriff geprägt, nämlich den von der „Zeitschleife“. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist das Problem: Wir treffen uns jedes Jahr hier wieder, und jedes Jahr wird die Arbeitslosigkeit als eines der größten Probleme in diesem Land und logischerweise daraus folgend auch der Budgeterstellung thematisiert. Krokodilstränen, jeder Arbeitslose ist einer zu viel! – jedes Jahr das Gleiche. (Abg. Pirklhuber: Sie denunzieren die Arbeitslosen!)
Abg. Pirklhuber: Sie denunzieren die Arbeitslosen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage ja nicht, dass Sie nichts tun, das sage ich ja nicht (Zwischenruf bei den Grünen); aber da hat der Herr Finanzminister einen weiteren interessanten Begriff geprägt, nämlich den von der „Zeitschleife“. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das ist das Problem: Wir treffen uns jedes Jahr hier wieder, und jedes Jahr wird die Arbeitslosigkeit als eines der größten Probleme in diesem Land und logischerweise daraus folgend auch der Budgeterstellung thematisiert. Krokodilstränen, jeder Arbeitslose ist einer zu viel! – jedes Jahr das Gleiche. (Abg. Pirklhuber: Sie denunzieren die Arbeitslosen!)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Jedes Jahr gibt es dann Maßnahmenpakete, die auf den Weg gebracht werden, und es wird uns hier von Ihnen erklärt, dass diese Maßnahmenpakete jetzt das Ruder herumreißen und diese Probleme lösen werden. Und ein Jahr später stehen wir wieder da mit dem Ergebnis, dass die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen ist, dass sie neue Rekordhöhen erreicht hat – und dann geht dieses Spiel wieder von vorne los, nach dem gleichen Muster. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Das ist diese Endlosschleife, in der wir uns befinden.
Abg. Öllinger: Das Wasser …!
Warum ist das so? – Sie haben ein großes Problem bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, weil Sie das Problem nur von einer Seite sehen; ein Problem, das zwei Seiten hat, betrachten Sie nur von einer Seite. Sie erinnern mich an jemanden, dessen Keller dauernd unter Wasser steht. Sie stellen eine Pumpe in den einen Raum, eine Pumpe in den anderen Raum, dann holen Sie noch ein paar Kübel und fangen an, zu schaufeln – sehr lobenswert –, um das Wasser aus diesem Keller hinauszubringen, was Sie aber vollkommen vergessen, ist, den Wassereinbruch zu stoppen. Das ist das Problem, da sind Sie blind, und da sind Sie nicht bereit, entsprechende Maßnahmen zu setzen. (Abg. Öllinger: Das Wasser …!)
Beifall bei der FPÖ.
Da gibt es eine Vielzahl an Problemen, die alle hausgemacht sind, und wir haben schon in der Generaldebatte über viele dieser Dinge diskutiert: Bürokratie, Steuererlass, Abgabenlast et cetera et cetera und im Bereich des Arbeitsmarkts ganz speziell der ungeregelte Zugang zu unserem Arbeitsmarkt, der logischerweise einen Verdrängungswettbewerb schafft, der zulasten der Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ.) Sie wollen nicht verstehen, dass wir in diesem Land nicht so viele Arbeitsplätze haben, wie Sie an Arbeitskräften oder möglichen Arbeitskräften hereinholen. Solange Sie diesen Kurs fortsetzen, werden Sie das, was ich als Wassereinbruch bezeichnet habe, nicht stoppen können, da können Sie hinten Pumpen hineinstellen, so viel Sie wollen! (Abg. Walser: Menschenverachtende Sprache, die Sie da haben!)
Abg. Walser: Menschenverachtende Sprache, die Sie da haben!
Da gibt es eine Vielzahl an Problemen, die alle hausgemacht sind, und wir haben schon in der Generaldebatte über viele dieser Dinge diskutiert: Bürokratie, Steuererlass, Abgabenlast et cetera et cetera und im Bereich des Arbeitsmarkts ganz speziell der ungeregelte Zugang zu unserem Arbeitsmarkt, der logischerweise einen Verdrängungswettbewerb schafft, der zulasten der Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ.) Sie wollen nicht verstehen, dass wir in diesem Land nicht so viele Arbeitsplätze haben, wie Sie an Arbeitskräften oder möglichen Arbeitskräften hereinholen. Solange Sie diesen Kurs fortsetzen, werden Sie das, was ich als Wassereinbruch bezeichnet habe, nicht stoppen können, da können Sie hinten Pumpen hineinstellen, so viel Sie wollen! (Abg. Walser: Menschenverachtende Sprache, die Sie da haben!)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Wenn Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, es ernst meinen, auch mit der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, dann müssen Sie die Bereitschaft haben, Ihre eingefahrenen Dogmen über Bord zu werfen und weiterzudenken! (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Das hat sich im Fall der Zäune an der Grenze gezeigt: Zuerst hat es geheißen: Geht nicht!; jetzt haben wir sie. Das zeigt sich bei der Debatte um die Differenzierung zwischen Zuwanderern und Österreichern bei der Mindestsicherung: Zuerst haben Sie gesagt, es geht nicht, jetzt wird darüber diskutiert. Das zeigt sich bei der Debatte über die Familienbeihilfe, den Export: Zuerst hat es geheißen, es geht nicht, jetzt erkennen Sie, dass es anders nicht mehr möglich ist. Und ich garantiere Ihnen: Der nächste Schritt wird die Frage einer sektoralen Zugangsbeschränkung für den österreichischen Arbeitsmarkt sein. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Wenn Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, es ernst meinen, auch mit der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, dann müssen Sie die Bereitschaft haben, Ihre eingefahrenen Dogmen über Bord zu werfen und weiterzudenken! (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Das hat sich im Fall der Zäune an der Grenze gezeigt: Zuerst hat es geheißen: Geht nicht!; jetzt haben wir sie. Das zeigt sich bei der Debatte um die Differenzierung zwischen Zuwanderern und Österreichern bei der Mindestsicherung: Zuerst haben Sie gesagt, es geht nicht, jetzt wird darüber diskutiert. Das zeigt sich bei der Debatte über die Familienbeihilfe, den Export: Zuerst hat es geheißen, es geht nicht, jetzt erkennen Sie, dass es anders nicht mehr möglich ist. Und ich garantiere Ihnen: Der nächste Schritt wird die Frage einer sektoralen Zugangsbeschränkung für den österreichischen Arbeitsmarkt sein. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzter Herr Sozialminister! Sehr geschätzter Herr Finanzminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich bin heute in der Früh eigentlich mit der Erwartung hergefahren, wir reden heute über das Budget, wir beginnen mit dem Kapitel Soziales (Zwischenruf bei der FPÖ); ich hätte mir aber vielleicht denken können, dass die Debatte doch dazu genutzt wird, die Bundespräsidentenwahl ins Spiel zu bringen oder auch das Feindbild der FPÖ – alles, was mit Ausländern zu tun hat – hervorzuholen. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler. – Abg. Mölzer: … die Zahlen, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler. – Abg. Mölzer: … die Zahlen, Herr Kollege!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzter Herr Sozialminister! Sehr geschätzter Herr Finanzminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich bin heute in der Früh eigentlich mit der Erwartung hergefahren, wir reden heute über das Budget, wir beginnen mit dem Kapitel Soziales (Zwischenruf bei der FPÖ); ich hätte mir aber vielleicht denken können, dass die Debatte doch dazu genutzt wird, die Bundespräsidentenwahl ins Spiel zu bringen oder auch das Feindbild der FPÖ – alles, was mit Ausländern zu tun hat – hervorzuholen. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler. – Abg. Mölzer: … die Zahlen, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Fakt ist – ich hoffe, wir sind uns da einig –, dass wir, wenn es um Maßnahmen im Bereich Höherqualifizierung, Ausbildung geht, von allen Arbeitsuchenden in Österreich reden, unabhängig davon, welcher Nationalität sie sind, wenn sie sich legal in diesem Land aufhalten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Ruf bei der FPÖ: Wo?
Ich glaube, das Ziel ist immer das Gleiche: mehr Beschäftigung zu erreichen und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ich würde mir wünschen, die Freiheitliche Partei würde sich hier einmal herstellen und sagen: Ja, es hat auch Maßnahmen gegeben, mit denen wir im Jahr 2016 die Arbeitslosigkeit senken konnten! (Ruf bei der FPÖ: Wo?) Das geschah in einer der größten Problemgruppen, nämlich in der Bauwirtschaft. Es wäre schön, wenn man das auch hier einmal entsprechend kundtun und sagen würde, warum das gelungen ist.
Heiterkeit der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Kollegin Belakowitsch-Jenewein hat das in der Budgetausschusssitzung sehr schön gesagt, indem sie meinte, das sei ein spannender Ausschuss, den wir da haben, nämlich der Ausschuss für Arbeit und Soziales, und es sei da auch einiges gemeinsam weitergegangen. (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir werden nicht in allen Punkten Einigkeit erlangen, keine Frage, aber es ist, wie sie meinte, auch einiges weitergegangen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Diese Aussage war nicht öffentlich, Frau Kollegin!
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Kollegin Belakowitsch-Jenewein hat das in der Budgetausschusssitzung sehr schön gesagt, indem sie meinte, das sei ein spannender Ausschuss, den wir da haben, nämlich der Ausschuss für Arbeit und Soziales, und es sei da auch einiges gemeinsam weitergegangen. (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir werden nicht in allen Punkten Einigkeit erlangen, keine Frage, aber es ist, wie sie meinte, auch einiges weitergegangen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Diese Aussage war nicht öffentlich, Frau Kollegin!
Abg. Neubauer: Warum sagen Sie nichts über die Regierung?
All jene, die immer wieder Kritik üben und in unserem Land pessimistische Stimmung verbreiten, sollen einen Blick über die Grenze wagen (Abg. Neubauer: Warum sagen Sie nichts über die Regierung?) und dann beim Kritisieren daraus lernen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und hoffe, dass es am heutigen Tag gerade bei diesem sensiblen Kapitel Soziales eine sachliche Diskussion gibt, in der man noch auf vieles andere eingehen kann. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger.
Alter gut geht? Wie gehen wir mit neuen Phänomenen um, wie zum Beispiel mit der Demenz? Die Zahl der Demenzerkrankungen steigt, es gibt immer mehr Menschen, die davon betroffen sind. Wir sind noch nicht darauf vorbereitet, wir wissen nicht genau, wie damit umzugehen ist. Das sind die Herausforderungen, die an uns gestellt werden, und das ist ein Bereich, den wir mit großem Weitblick angehen müssen und für den wir langfristig planen sollten. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger.) Ich sehe diese langfristige Planung und den Weitblick, die da notwendig sind, leider nicht im Budget abgebildet.
Beifall bei den Grünen.
Erstens: die Ersatzpflege. Die Ersatzpflege ist ein ganz wichtiges Instrument beziehungsweise eine Möglichkeit, dass Menschen – meistens sind es Frauen – zu Hause ihre Angehörigen pflegen können. In den meisten Fällen sind es entweder Töchter oder Ehepartnerinnen, die ihre Männer, ihre Väter, ihre Eltern, ihre Mütter pflegen. Diese brauchen manchmal eine Auszeit, und zwar nicht nur deswegen, weil sie selbst arbeiten und oft völlig k. o. sind, sondern auch deshalb, weil sie vielleicht auf einen Kurzurlaub gehen müssen oder selbst krank werden. Anfragen von mir haben ergeben, dass die meisten Menschen, die eine Ersatzpflege in Anspruch nehmen, selbst krank sind. Diese Ersatzpflege, Herr Minister, ist leider mit einem geringeren Betrag, nämlich um 800 000 € weniger, budgetiert worden als davor; und ich kann das nicht ganz verstehen, zumal wir uns in den letzten Diskussionen darüber einig waren, dass gerade der Bereich der pflegenden Angehörigen, nämlich die Möglichkeiten, die man da in Anspruch nehmen kann, ausgeweitet werden muss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mir fehlt dieser Weitblick bei Ihren Maßnahmen, Herr Sozialminister, und ich würde mir wünschen, dass sich in künftigen Budgets mehr von den Vorschlägen, die ich jetzt genannt habe, widerspiegeln. Denken wir da weiter! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt geht es im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit um Ausbildung und Qualifizierung. Dafür nehmen wir zwar viel Geld in die Hand, aber wichtig ist auch, dass diese Mittel effizient eingesetzt werden und sie mit Nachhaltigkeit verbunden sind, und da gibt es, würde ich meinen, noch Luft nach oben, wenn wir die Effizienz noch steigern wollen. Und das müssen wir aus meiner Sicht auch tun, damit wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern auch vermitteln können: Ja, wir setzen euer Geld auch richtig ein! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Das Thema Mindestsicherung beschäftigt uns nach wie vor, wir haben da die Tür nicht zugeschlagen; ich sage das auch hier ganz offen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Bei der Mindestsicherung muss es eine Deckelung geben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und es muss einen klaren Unterschied zwischen Menschen, die Erwerbseinkommen
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das Thema Mindestsicherung beschäftigt uns nach wie vor, wir haben da die Tür nicht zugeschlagen; ich sage das auch hier ganz offen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Bei der Mindestsicherung muss es eine Deckelung geben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und es muss einen klaren Unterschied zwischen Menschen, die Erwerbseinkommen
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.
erzielen, und Menschen, die auf eine Sozialleistung angewiesen sind, geben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Kapitel Soziales, dotiert mit gut drei Milliarden Euro, beschäftigt sich fast ausschließlich mit dem Bereich der Pflege. An dieser Stelle möchte ich schon eines sagen: Österreich ist mit den rund 450 000 Pflegegeldbeziehern sicher Pflegeweltmeister. Wir geben insgesamt – also Bund, Länder und Gemeinden – über 4,5 Milliarden € für den Pflegebereich aus. Und wer sich in anderen Ländern umsieht, was die Qualität und auch die Unterbringung von zu Pflegenden anlangt, der wird zugeben müssen, dass Österreich in diesem Bereich Weltmeister ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich noch eine Grundforderung der ÖVP hier vorbringen, nämlich die Abschaffung der kalten Progression, die auch etwas mit Sozialpolitik zu tun hat. Es gibt Jahr für Jahr eine schleichende Steuererhöhung, weil die Steuersätze nicht dem angepasst werden, was sich durch Gehaltserhöhungen jedes Jahr niederschlägt, und das, meine Damen und Herren, ist unsozial. Der Finanzminister und unser Vizekanzler haben den Vorschlag eingebracht, die Steuerstufen in diesem Bereich automatisch anzupassen. Das wäre eine automatische Steuerentlastung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, und ich kann nur an Sie appellieren, dass wir das hier auch umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Ich danke dem Finanzminister, aber auch dem Sozialminister für dieses Sozialbudget. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Jetzt haben Sie sich in einem Deal – der Kanzler nennt es „New Deal“, aber es ist ja eigentlich ein New Bazar – darauf verständigt, einen Pensionshunderter gegen ein Geschenk für die Bauern abzutauschen. Also da kommt ja noch ein Ausgabenposten dazu! Noch nicht geklärt ist die Frage, ob sie diesen Pensionshunderter – so wie dereinst Jörg Haider – den Pensionisten bar aufs Patschehändchen reichen. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Es ist Ihnen jedenfalls egal, dass Sie damit den jungen Menschen noch eine zusätzliche Bürde aufhalsen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Auch nicht enthalten in diesem Budget sind die 730 Millionen €, die die Bank Austria für Ihren grausigen Pensionsdeal abliefern muss. Dieses Geld nimmt man dann auf der Seite herein und verpulvert es wahrscheinlich für irgendwelche Sinnlosigkeiten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei den NEOS.
Nach mir werden noch die Bauernvertreter hierher ans Rednerpult kommen – merken Sie sich das, geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer – und sagen, dass das aus den Rücklagen der Bauernversicherung bezahlt wird. Und woher kommen die Rücklagen? – Die Bauernpensionsversicherung ist zu 80 Prozent subventioniert, und diese Rücklagen kommen nur aus Steuergeldern, weil die Subventionierungsfaktoren zu hoch angesetzt gewesen sind. Es ist unverschämt, wie hier Klientelpolitik gemacht wird. Die überproportional vertretenen Bauernvertreter stopfen sich das Geld in die eigenen Standestaschen hinein. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abg. Auer und Belakowitsch-Jenewein
Wenn Sie im Jahr 2 Milliarden € Förderung an die Bauern ausschütten und das bei den kleinen Bauern nicht ankommt, dann ist das Ihre Verantwortung. Das Geld kommt bei den Jakob Auers und den Hermann Schultes dieser Welt an (Zwischenrufe der Abg. Auer und Belakowitsch-Jenewein), bei den kleinen Bauern, die irgendwo oben im Tal einen Hang mähen müssen, kommt es aber nicht an, und deswegen haben diese Bauern Probleme. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn Sie im Jahr 2 Milliarden € Förderung an die Bauern ausschütten und das bei den kleinen Bauern nicht ankommt, dann ist das Ihre Verantwortung. Das Geld kommt bei den Jakob Auers und den Hermann Schultes dieser Welt an (Zwischenrufe der Abg. Auer und Belakowitsch-Jenewein), bei den kleinen Bauern, die irgendwo oben im Tal einen Hang mähen müssen, kommt es aber nicht an, und deswegen haben diese Bauern Probleme. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Traurig!
Es ist ein zum Himmel schreiend trauriges Budget, das Sie uns da vorlegen. Ich geniere mich für Sie! (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Traurig!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gebe allen recht, die sagen, Pflege sei eines der großen Zukunftskapitel. Wir müssen uns darüber Gedanken machen. Ich bin aber auch sicher, dass die Pflegepolitik bei Minister Stöger in sehr guten Händen ist. Wir werden auch in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass pflegende Angehörige einerseits und andererseits Menschen, die Pflege brauchen, unterstützt werden. Sie sollen Pflege auch so bekommen, wie sie sie wollen, also bedürfnis- und bedarfsorientiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir zu Beginn meines Redebeitrages einen Blick in die Zukunft: Wie wird sich der Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2040 gestalten? Wie werden wir leben? Haben wir sichere Arbeitsplätze? – Genau damit hat sich eine Studie beschäftigt, die im Februar im „Standard“ veröffentlich wurde. Sie werden es nicht glauben: Zum Thema Arbeitsplatzsicherung waren nur 28 Prozent der Befragten der Meinung, unsere Arbeitsplätze seien wirklich sicher. 72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass unsere Arbeitsplätze alles andere als sicher sind. Das sagt jetzt nicht polemisch die Oppositionspartei, das spiegelt die Stimmung in der Bevölkerung wider. Die Menschen spüren, dass die Konzepte, die von der Regierung kommen, keine nachhaltigen Lösungen und Verbesserungen für sie bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erlauben Sie mir auch einen Kommentar zum Beitrag des Kollegen Loacker: Arbeitsplätze sind notwendig, und die Landwirtschaft hat viele Arbeitsplätze. Dieser Berufsstand ist durch die Milchpreisentwicklung, durch den Exportstopp massiv unter Druck gekommen. Es ist unsere Verantwortung und unsere Verpflichtung, zu schauen, dass die Bauernschaft nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine positive Zukunft hat. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aus diesem Grund ist es auch richtig und gerechtfertigt, den Bauernstand zu unterstützen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.
Erlauben Sie mir auch einen Kommentar zum Beitrag des Kollegen Loacker: Arbeitsplätze sind notwendig, und die Landwirtschaft hat viele Arbeitsplätze. Dieser Berufsstand ist durch die Milchpreisentwicklung, durch den Exportstopp massiv unter Druck gekommen. Es ist unsere Verantwortung und unsere Verpflichtung, zu schauen, dass die Bauernschaft nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine positive Zukunft hat. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aus diesem Grund ist es auch richtig und gerechtfertigt, den Bauernstand zu unterstützen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.)
Abg. Höfinger: Bundeskanzler Schüssel!
Österreich hat einen sehr schlechten Weg hinter sich. Im Jahr 2005 waren wir die Besten. Ich erinnere mich an einen „Stern“-Artikel, in dem gestanden ist, dass die Österreicher die besseren Deutschen seien. Wir haben es damals geschafft, gute Stimmung, hohes Wirtschaftswachstum, jede Menge Jobs durch eine richtige Politik der Bundesregierung zu kreieren. (Abg. Höfinger: Bundeskanzler Schüssel!)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ein Thema, das uns allen am Herzen liegen muss, ist die Jugendarbeitslosigkeit. In Europa haben wir eine Jugendarbeitslosigkeit von über 18 Prozent, in Österreich sind es 11,7 Prozent. Damit sind wir zwar EU-weit noch Fünftbester, aber 11,7 Prozent sollten uns auch zu denken geben. Wenn man nämlich genauer hinschaut – und das hat „profil“-Redakteur Clemens Neuhold getan –, dann sieht man, dass es in Wien bei den jungen Männern zwischen 20 und 25 Jahren 31 Prozent sind, die weder einer Beschäftigung nachgehen noch in Ausbildung oder in einem Training stehen. Ich betone: 31 Prozent in Wien! Das ist eine riesige Gruppe, die zu zwei Dritteln aus Migranten besteht. Das heißt, das Märchen, dass Integration in diesem Land funktioniert, ist längst von der Realität überholt worden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister! Abschließend: Der Regierung sei ins Stammbuch geschrieben, dass sie nicht nur für das verantwortlich ist, was sie tut, sondern vor allem auch für das, was sie nicht tut. In diesem Sinne erwarte ich mir, dass Sie in der nächsten Zeit aktiv werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: Dann lesen Sie das …! – Abg. Haider: Das ist ja kein Mädchenpensionat hier! – Abg. Königsberger-Ludwig: Sie kennen die Ausdrücke …! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe mir das Vorläufige Stenographische Protokoll der Rede des Herrn Abgeordneten Kickl noch einmal angesehen. Herr Abgeordneter, ich erteile Ihnen für die Aussage „wenn es seinem Zweck dient, dann wird gelogen“ einen Ordnungsruf. (Abg. Kickl: Dann lesen Sie das …! – Abg. Haider: Das ist ja kein Mädchenpensionat hier! – Abg. Königsberger-Ludwig: Sie kennen die Ausdrücke …! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben eine Geschäftsordnung, Herr Abgeordneter, und diese Geschäftsordnung sieht das so vor. Ich ersuche Sie, die Würde dieses Hauses zu wahren und sich dementsprechend zu benehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer. – Abg. Peter Wurm: Herr Minister, brutto!
Wir ermöglichen mit diesem Budget, dass Menschen, die Pflege brauchen, ihre Lebensbedingungen selbstverantwortlich und autonom gestalten können. Das unterstützen wir zum Beispiel mit dem Pflegefonds. Wir ermöglichen Menschen, die ein ganzes Leben lang gearbeitet und wenig Einkommen erzielt haben, dass sie im Alter von ihrer Pension auch leben und autonom gestalten können, wie sie leben wollen. Das macht dieses Budget möglich, indem wir Armut im Alter verhindern und dadurch, dass wir ein Pensionssystem aufgebaut haben, das dafür sorgt, dass vor allem Frauen eine Mindestpension bekommen, wenn sie 30 Jahre lang gearbeitet haben, die 1 000 € ausmacht. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer. – Abg. Peter Wurm: Herr Minister, brutto!)
Abg. Peter Wurm: Was sind 1 000 € brutto? – Abg. Kickl: 30 Jahre für 1 000 € brutto oder sechs Monate für die Mindestsicherung!
Ich unterstütze das, was Herr Abgeordneter Wöginger gesagt hat: Wir müssen deutlich machen, dass es einen Unterschied gibt: nämlich dass Menschen, die arbeiten, auch ein entsprechendes Einkommen haben. (Abg. Peter Wurm: Was sind 1 000 € brutto? – Abg. Kickl: 30 Jahre für 1 000 € brutto oder sechs Monate für die Mindestsicherung!) Ich bedanke mich bei den Gewerkschaften, die dazu beigetragen haben, dass wir vernünftige Mindestlöhne haben und diese vernünftigen Mindestlöhne auch dazu führen, dass man mit dem Geld, das man für Arbeit bekommt, auch ein Auskommen findet. (Abg. Schatz: Nicht immer!)
Abg. Schatz: Nicht immer!
Ich unterstütze das, was Herr Abgeordneter Wöginger gesagt hat: Wir müssen deutlich machen, dass es einen Unterschied gibt: nämlich dass Menschen, die arbeiten, auch ein entsprechendes Einkommen haben. (Abg. Peter Wurm: Was sind 1 000 € brutto? – Abg. Kickl: 30 Jahre für 1 000 € brutto oder sechs Monate für die Mindestsicherung!) Ich bedanke mich bei den Gewerkschaften, die dazu beigetragen haben, dass wir vernünftige Mindestlöhne haben und diese vernünftigen Mindestlöhne auch dazu führen, dass man mit dem Geld, das man für Arbeit bekommt, auch ein Auskommen findet. (Abg. Schatz: Nicht immer!)
Abg. Peter Wurm: Wir haben keine „Anspannung“, Herr Minister! Rekordarbeitslosigkeit ist keine „Anspannung“!
Kommen wir zur Arbeitsmarktpolitik, meine sehr verehrten Damen und Herren! Arbeitsmarktpolitik ist tatsächlich ein schwieriges Feld. Es ist tatsächlich so, dass wir eine Anspannung auf dem Arbeitsmarkt haben. (Abg. Peter Wurm: Wir haben keine „Anspannung“, Herr Minister! Rekordarbeitslosigkeit ist keine „Anspannung“!) Menschen sind abhängig davon, Menschen brauchen auch ein Einkommen in Phasen, in denen sie sonst kein Einkommen beziehen. Wir haben klar gesagt: Wir wollen die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik für das Jahr 2017 um 109 Millionen € erhöhen. Wir haben bewusst gesagt, dass wir das Betreuungsverhältnis beim AMS verbessern wollen, und haben 400 zusätzliche Planstellen eröffnet.
Abg. Lugar: Na ganz toll! Der wird gezwungen!
Frau Abgeordnete Dietrich, Sie haben das richtig beschrieben, indem Sie sagen, dass gerade junge Menschen Hilfe brauchen, wenn sie arbeitslos sind. Mir sind die jungen Menschen ganz wichtig. Wir, die Bundesregierung, waren es, die gesagt haben: Wir wollen nicht nur eine Ausbildungsgarantie, wir wollen auch eine Ausbildungspflicht. (Abg. Lugar: Na ganz toll! Der wird gezwungen!) Wir wollen das für jeden Jugendlichen, der in Österreich keine Arbeit hat, der in keiner Ausbildung steht. Wir werden Ausbildungspläne erarbeiten, und da wollen wir die Ausbildungspflicht und die Ausbildungsgarantie umsetzen. Es geht uns darum, dass wir insgesamt auch zusätzliche Mittel für langzeitbeschäftigungslose Arbeitsuchende haben. (Abg. Peter Wurm: Alles heiße Luft, Herr Minister!)
Abg. Peter Wurm: Alles heiße Luft, Herr Minister!
Frau Abgeordnete Dietrich, Sie haben das richtig beschrieben, indem Sie sagen, dass gerade junge Menschen Hilfe brauchen, wenn sie arbeitslos sind. Mir sind die jungen Menschen ganz wichtig. Wir, die Bundesregierung, waren es, die gesagt haben: Wir wollen nicht nur eine Ausbildungsgarantie, wir wollen auch eine Ausbildungspflicht. (Abg. Lugar: Na ganz toll! Der wird gezwungen!) Wir wollen das für jeden Jugendlichen, der in Österreich keine Arbeit hat, der in keiner Ausbildung steht. Wir werden Ausbildungspläne erarbeiten, und da wollen wir die Ausbildungspflicht und die Ausbildungsgarantie umsetzen. Es geht uns darum, dass wir insgesamt auch zusätzliche Mittel für langzeitbeschäftigungslose Arbeitsuchende haben. (Abg. Peter Wurm: Alles heiße Luft, Herr Minister!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind schon alle so glücklich und grinsen nur noch!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, mit diesem Budget – ich bedanke mich bei jenen, die da mitgemacht haben – gelingt es, die Sorgen der Menschen zu reduzieren, den Menschen Sicherheit zu geben und ihnen die Freiheit, die Möglichkeit zu geben, ihr Leben autonom zu gestalten. Das ist eine ganz zentrale Aufgabe, die eine Bundesregierung wahrnehmen muss. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind schon alle so glücklich und grinsen nur noch!)
Abg. Peter Wurm: Die Freiheitlichen! Genau!
Heute habe ich eine ganz besondere Erfahrung gemacht: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einmal Herrn Kickl recht geben muss. Er hat nämlich gesagt: Wenn es um Verantwortung geht, dann gibt es ein paar Parteien, die Verantwortung übernehmen. (Abg. Peter Wurm: Die Freiheitlichen! Genau!) Er hat die SPÖ, die ÖVP und die Grünen genannt. – Ich kann das nur bestätigen. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie nicht mal das verstehen, wie soll es dann bei anderen Dingen funktionieren?)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie nicht mal das verstehen, wie soll es dann bei anderen Dingen funktionieren?
Heute habe ich eine ganz besondere Erfahrung gemacht: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einmal Herrn Kickl recht geben muss. Er hat nämlich gesagt: Wenn es um Verantwortung geht, dann gibt es ein paar Parteien, die Verantwortung übernehmen. (Abg. Peter Wurm: Die Freiheitlichen! Genau!) Er hat die SPÖ, die ÖVP und die Grünen genannt. – Ich kann das nur bestätigen. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie nicht mal das verstehen, wie soll es dann bei anderen Dingen funktionieren?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der SPÖ.
Lebens alleingelassen werden. Diesem Ziel kommen wir nun einen wirklich wichtigen Schritt näher. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Neubauer.
Zu den Pensionen: Geschätzte Kollegen, bitte verunsichern Sie unsere Pensionisten nicht! Die Pensionen sind für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Mehr als zwei Millionen Menschen verlassen sich jeden Monat darauf, dass sie eine Pension bekommen, und das hat immerhin schon ein halbes Jahrhundert lang funktioniert. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Für unsere jetzigen Pensionisten gibt es zusätzlich zu den 0,8 Prozent Pensionserhöhung im nächsten Jahr einmalig 100 €. Wir hätten uns eine höhere prozentuelle Erhöhung gewünscht, jetzt kommt der Hunderter. Herr Kollege Loacker, wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie in etwa gesagt, der wird sinnlos ausgegeben, sinnlos verpuffen. – Ich bin geschockt. Unsere Pensionisten so respektlos anzusprechen, das kann doch wirklich nicht sein! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Loacker: … populistische Geschenke verteilen! Reine Klientelpolitik! Erbärmliche Klientelpolitik! Stammtischpolitik!
Die älteren Menschen wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben. (Abg. Loacker: … populistische Geschenke verteilen! Reine Klientelpolitik! Erbärmliche Klientelpolitik! Stammtischpolitik!) Die älteren Menschen wissen selbst, wofür sie sinnvoll ihr Geld ausgeben.
Beifall bei der ÖVP.
Zu den jungen Menschen: Manche werden den Hunderter ihren Enkelkindern zustecken, und das ist dann der Generationenhunderter. Wir freuen uns darüber. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das ist auch so ein Stammtischpopulist!
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren von der Bundesregierung! Es ist eigentlich schon beschämend, wenn man seit einigen Jahren in diesem Haus ist und jedes Jahr dieselbe unwürdige Diskussion im Vorfeld von Pensionsanpassungen miterleben muss – jedes Jahr derselbe würdelose Umgang, diesmal besonders hervorgehoben durch Kollegen Loacker. (Abg. Loacker: Das ist auch so ein Stammtischpopulist!) Ich kann mich meiner Vorrednerin nur
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
anschließen: Wie respektlos hier mit diesen Menschen umgegangen wird, Herr Kollege, die 40 Jahre oder mehr in diesem Land hart gearbeitet haben, um unsere Gegenwart zu finanzieren, die 40 Jahre lang in den Steuertopf eingezahlt haben, die sich ihre Pension wirklich verdient haben, wie ich meine – diese Menschen haben sich einen anderen Umgang auch vonseiten dieses Hauses verdient! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jedes Jahr werden die Pensionisten zum Spielball der Politik. Jedes Jahr, je nachdem, ob es gerade Wahlen gibt oder nicht, gibt man den Pensionisten einmal ein wenig mehr, einmal ein wenig weniger. Dieser Umgang ist würdelos, ich habe es bereits betont. Wir haben deshalb schon vor drei Jahren versucht, hier einen ganz anderen Zugang einzuführen. Leider sind unsere Anträge seit drei Jahren im Ausschuss, werden vertagt, werden immer wieder vertagt. Das ist der Grund dafür, dass auch heute in diesem Land nichts mehr weitergeht, und zwar weil die Regierungsfraktionen keine eigenen Anträge haben und jene von der Opposition immer wieder vertagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, so kann das in Zukunft nicht weitergehen! Die Pensionisten sind keine Almosenempfänger! (Beifall bei der FPÖ.) Die Pensionisten haben sich ihre Pension verdient, sie haben dafür auch einbezahlt. Das sind jene Menschen – wie Kollegin Fekter gestern gesagt hat –, die uns den Wohlstand von heute eigentlich erst ermöglicht haben. Und da ist es notwendig, dass wir tatsächlich nicht die zweitbeste Lösung für sie hinnehmen. Sie haben nicht, wie das im Vorfeld dieser Diskussion behauptet wurde, durch die letzte Steuerreform ohnehin übermäßig profitiert. Nein! Sie mussten vorher bereits zwei komplette Pakete von Verzicht auf Inflationsabgeltung hinnehmen, wo sich Herr Dr. Khol noch gerühmt hat, dass die Pensionisten dazu beigetragen haben, dass das Defizit in Österreich niedriger gehalten wird. Und jetzt müssten sie dafür dankbar sein, dass sie zumindest 0,8 Prozent bekommen?! – Das kann es nicht sein.
Abg. Loacker: Ein Arbeitnehmer auch nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes Korosec hat seit Monaten 1,3 Prozent verlangt, weil der Warenkorb der Pensionisten ein anderer ist als jener anderer Personen. Ein Pensionist kauft sich nicht jedes Jahr ein neues Auto oder einen neuen Fernseher. (Abg. Loacker: Ein Arbeitnehmer auch nicht!) Im Warenkorb des täglichen Lebens und des täglichen Bedarfs sind die Teuerungsraten, meine sehr geehrten Damen und Herren, exorbitant gestiegen. Es gibt bei den Mieten Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent. Es gibt bei den Betriebskosten, bei Energie und bei den Lebensmitteln erhöhte Preise, die die Inflation gar nicht auszugleichen imstande ist. Deshalb ist es so wichtig, nicht die zweitbeste Lösung anzustreben, sondern die beste. Und die beste Lösung wäre gewesen, 1,3 Prozent und eine Mindestpension von 1 200 €. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes Korosec hat seit Monaten 1,3 Prozent verlangt, weil der Warenkorb der Pensionisten ein anderer ist als jener anderer Personen. Ein Pensionist kauft sich nicht jedes Jahr ein neues Auto oder einen neuen Fernseher. (Abg. Loacker: Ein Arbeitnehmer auch nicht!) Im Warenkorb des täglichen Lebens und des täglichen Bedarfs sind die Teuerungsraten, meine sehr geehrten Damen und Herren, exorbitant gestiegen. Es gibt bei den Mieten Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent. Es gibt bei den Betriebskosten, bei Energie und bei den Lebensmitteln erhöhte Preise, die die Inflation gar nicht auszugleichen imstande ist. Deshalb ist es so wichtig, nicht die zweitbeste Lösung anzustreben, sondern die beste. Und die beste Lösung wäre gewesen, 1,3 Prozent und eine Mindestpension von 1 200 €. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Peter Wurm: Jetzt sag die Wahrheit, Markus!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Vogl. – Bitte. (Abg. Peter Wurm: Jetzt sag die Wahrheit, Markus!)
Abg. Peter Wurm: Ja! Zu wenig, zu spät, brutto!
Dieser Schritt, den wir nun setzen, der hier noch nicht in den Zahlen eingepreist ist, nämlich diese Ausgleichszulage auf 1 000 € zu erhöhen, ist richtig und wichtig, weil das viele Frauen betrifft (Abg. Peter Wurm: Ja! Zu wenig, zu spät, brutto!), die zum Beispiel Versorgungspflichten für Kinder, für zu pflegende Angehörige hatten; diese bekommen nun eine Erhöhung und damit erstmals mindestens 949 € netto im Monat. (Abg. Peter Wurm: Bei den Luxuspensionen haben Sie nichts gemacht!) Das ist wenig, Kollege Loacker, um das Leben in diesem Land genießen zu können, aber immerhin mehr, als es bisher der Fall war, und ein richtiges Zeichen für die Frauen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Peter Wurm: Bei den Luxuspensionen haben Sie nichts gemacht!
Dieser Schritt, den wir nun setzen, der hier noch nicht in den Zahlen eingepreist ist, nämlich diese Ausgleichszulage auf 1 000 € zu erhöhen, ist richtig und wichtig, weil das viele Frauen betrifft (Abg. Peter Wurm: Ja! Zu wenig, zu spät, brutto!), die zum Beispiel Versorgungspflichten für Kinder, für zu pflegende Angehörige hatten; diese bekommen nun eine Erhöhung und damit erstmals mindestens 949 € netto im Monat. (Abg. Peter Wurm: Bei den Luxuspensionen haben Sie nichts gemacht!) Das ist wenig, Kollege Loacker, um das Leben in diesem Land genießen zu können, aber immerhin mehr, als es bisher der Fall war, und ein richtiges Zeichen für die Frauen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Schritt, den wir nun setzen, der hier noch nicht in den Zahlen eingepreist ist, nämlich diese Ausgleichszulage auf 1 000 € zu erhöhen, ist richtig und wichtig, weil das viele Frauen betrifft (Abg. Peter Wurm: Ja! Zu wenig, zu spät, brutto!), die zum Beispiel Versorgungspflichten für Kinder, für zu pflegende Angehörige hatten; diese bekommen nun eine Erhöhung und damit erstmals mindestens 949 € netto im Monat. (Abg. Peter Wurm: Bei den Luxuspensionen haben Sie nichts gemacht!) Das ist wenig, Kollege Loacker, um das Leben in diesem Land genießen zu können, aber immerhin mehr, als es bisher der Fall war, und ein richtiges Zeichen für die Frauen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Peter Wurm: Wie hoch ist die Mindestsicherung?
Darum ist es so wichtig, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln, und wir setzen das um. Das ist ein wichtiges Zeichen, auch für Männer, die das Pech hatten, krank zu sein und aufgrund von Krankheit keine regelmäßige Erwerbsbiografie zu haben. Auch sie werden von diesen Maßnahmen profitieren, dass sie zumindest ihr Leben ein bisschen selbstbestimmter führen können, denn, wie gesagt, du hast vollkommen recht, 949 € sind nicht viel in diesem Land. Aber wir haben damit eine deutliche Erhöhung für jene Menschen erreicht, die hart gearbeitet haben, die jedoch das Pech hatten, nicht über längere Erwerbsbiografien zu verfügen. (Abg. Peter Wurm: Wie hoch ist die Mindestsicherung?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja nicht!
Immerhin: Wenn man sich die Pensionserhöhung anschaut, muss man sagen, wir erhöhen ständig. Es hat in diesem Land Zeiten gegeben, in denen Regierungen die Pensionen nicht erhöht haben. Wir erhöhen Pensionen Jahr für Jahr (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja nicht!), darauf können sich die Pensionistinnen und Pensionisten verlassen.
Beifall bei der SPÖ.
Unsere Forderung, wenn wir darangehen, die kalte Progression abzuschaffen, ist daher, diese Belastung der unteren Einkommen wegzubekommen, denn die hohen Einkommen in diesem Land sind so gut wie gar nicht von der kalten Progression betroffen. Darum: Natürlich Abschaffung der kalten Progression, aber dann machen wir es bitte auch richtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Stalinismus! Klassenkampf pur!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Schatz. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Stalinismus! Klassenkampf pur!)
Abg. Lugar: Der Rädler war’s! Er hat eh aufgezeigt!
Entschuldigung, Frau Abgeordnete! Ich habe jetzt einen Zwischenruf nur gehört, aber nicht gesehen, von wem er gekommen ist. Ich werde mir dazu das Stenographische Protokoll kommen lassen. (Abg. Lugar: Der Rädler war’s! Er hat eh aufgezeigt!)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben in diesem Budget, ich sage jetzt einmal, wirtschaftspolitisch relativ wenige Impulse drinnen. Es gibt eine Bildungsreform, die nach wie vor unterdotiert ist. Der Klimaschutz wird in diesem Budget als Chance für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt definitiv auch nicht erkannt. Und die Arbeitsmarktpolitik soll jetzt das Wunder-Düngestäbchen sein, das alles in Ordnung bringt? – So ist das leider nicht, so kann das nicht funktionieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Peter Wurm: Die SPÖ! Die Roten, oder?
Wo wir allerdings gestalten können, das ist der Bereich der aktiven und aktivierenden Arbeitsmarktpolitik. Da gibt es mehr Mittel als in den vergangenen Jahren, und ich sage, das ist sehr, sehr gut so. Ich möchte betonen, dass wir Grüne es immer begrüßt haben, wenn es Mittel und Maßnahmen für den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit im Speziellen gibt, Maßnahmen für mehr Jugendqualifikation. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal hervorheben, dass es die FPÖ ist, die seit Jahren immer gegen Maßnahmen im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen Maßnahmen für Jugendqualifikation gestimmt hat. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Peter Wurm: Die SPÖ! Die Roten, oder?)
Beifall des Abg. Loacker
Meine Damen und Herren! Interessant finde ich an den Debatten der letzten Tage, dass es auch die ÖVP ist, zuletzt Frau Abgeordnete Schittenhelm gestern, die im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik sagt: Na, wir wissen ja gar nicht, wo das Geld hingeht! – Ich muss sagen, das wundert mich sehr (Beifall des Abg. Loacker), denn Sie sind doch in einer Regierungspartei und sogar ich weiß, wo das Geld hingeht (Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Das hat sogar der Herr Finanzminister gesagt!), denn es gibt wirklich ausführliche Berichte dazu, in denen man das nachlesen kann. Das Problem ist weniger, dass wir nicht wissen, wo das Geld hingeht, sondern dass wir parlamentarisch relativ wenig Einfluss darauf haben, wo es hingeht. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Das hat sogar der Herr Finanzminister gesagt!
Meine Damen und Herren! Interessant finde ich an den Debatten der letzten Tage, dass es auch die ÖVP ist, zuletzt Frau Abgeordnete Schittenhelm gestern, die im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik sagt: Na, wir wissen ja gar nicht, wo das Geld hingeht! – Ich muss sagen, das wundert mich sehr (Beifall des Abg. Loacker), denn Sie sind doch in einer Regierungspartei und sogar ich weiß, wo das Geld hingeht (Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Das hat sogar der Herr Finanzminister gesagt!), denn es gibt wirklich ausführliche Berichte dazu, in denen man das nachlesen kann. Das Problem ist weniger, dass wir nicht wissen, wo das Geld hingeht, sondern dass wir parlamentarisch relativ wenig Einfluss darauf haben, wo es hingeht. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Interessant finde ich an den Debatten der letzten Tage, dass es auch die ÖVP ist, zuletzt Frau Abgeordnete Schittenhelm gestern, die im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik sagt: Na, wir wissen ja gar nicht, wo das Geld hingeht! – Ich muss sagen, das wundert mich sehr (Beifall des Abg. Loacker), denn Sie sind doch in einer Regierungspartei und sogar ich weiß, wo das Geld hingeht (Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Das hat sogar der Herr Finanzminister gesagt!), denn es gibt wirklich ausführliche Berichte dazu, in denen man das nachlesen kann. Das Problem ist weniger, dass wir nicht wissen, wo das Geld hingeht, sondern dass wir parlamentarisch relativ wenig Einfluss darauf haben, wo es hingeht. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Obwohl ich der Meinung bin, dass intelligent gestaltete Arbeitszeitverkürzung die Unternehmen nicht belastet, bin ich dafür, dass es aus Mitteln der Arbeitsmarktpolitik bei diesem Umstieg Unterstützung gibt, zum Beispiel indem man sagt, dass in den ersten zwei Jahren, wenn eben aufgrund von Verkürzung neue Leute eingestellt werden können, für die Neuen die Kosten übernommen oder teilfinanziert werden. Das wären Möglichkeiten, die ich politisch in diesem Budget schaffen möchte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Wie hoch ist die Mindestsicherung?
Die Frage ist: Was sind die Ausgleichsbedingungen, was bekomme ich dafür? – Ein Koch bekommt – ausgebildet – 1 500 € brutto, das sind nicht einmal 1 300 € netto. Das sind Bedingungen, zu denen die Leute nicht arbeiten wollen (Beifall bei den Grünen – Abg. Peter Wurm: Wie hoch ist die Mindestsicherung?), und das bei einem oft schlimmen Ton in solchen Küchen. Ich weiß nicht, wer von Ihnen schon in Unternehmensküchen gearbeitet hat, aber das kann auch sehr, sehr unangenehm sein.
Beifall bei den Grünen.
Was sagt jetzt die ÖVP? – Da die Bedingungen so sind, dass wir nicht einmal innerhalb der EU noch Köche finden, müssen die Köche auf die Mangelberufsliste gesetzt werden. Das heißt, wir fangen jetzt an, außerhalb der EU Menschen zu suchen, die noch bereit sind, zu diesen schlechten Bedingungen zu arbeiten, statt endlich die Bedingungen zu verändern, zu verbessern. Kurzfristig wird uns ohnedies nichts anderes übrig bleiben, denn wenn wir für die Wintersaison niemanden haben, geht es wahrscheinlich nicht anders. Bitte fangen Sie aber an, die Schwierigkeiten an der Wurzel zu packen und nicht immer nur oben Kosmetik zu betreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend noch einmal: Ich begrüße die Aufstockungen im arbeitsmarktpolitischen Budget, Geld für Bildung und Qualifikation rentiert sich immer – es ist gut gegen den Drehtüreffekt, das heißt dagegen, dass die Leute immer wieder arbeitslos werden. Es ist gut, weil sich die Gesundheitskosten verringern, und es ist gut für die betroffenen Familien, speziell für die Kinder, wenn Leute in den Arbeitsmarkt integriert sind, aber: Ich plädiere für mehr Innovationskraft, mehr Mut in der Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Peter Wurm: Wo?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir von der ÖVP verfolgen eine klare Linie (Abg. Peter Wurm: Wo?): Wir wollen die Ausgaben senken und sagen klar Nein zu neuen Schulden und Nein zu neuen Steuern. (Abg. Peter Wurm: Kollegin, zum Konsumentenschutz sollten Sie etwas sagen! Der Konsumentenschutz wäre unser Thema!) – Herr Kollege Wurm, ja, ich komme dazu. „Worte zahlen keine Schulden“ – schon gar nicht, wenn man keine Verantwortung übernehmen muss, das muss ich jetzt leider ergänzen.
Abg. Peter Wurm: Kollegin, zum Konsumentenschutz sollten Sie etwas sagen! Der Konsumentenschutz wäre unser Thema!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir von der ÖVP verfolgen eine klare Linie (Abg. Peter Wurm: Wo?): Wir wollen die Ausgaben senken und sagen klar Nein zu neuen Schulden und Nein zu neuen Steuern. (Abg. Peter Wurm: Kollegin, zum Konsumentenschutz sollten Sie etwas sagen! Der Konsumentenschutz wäre unser Thema!) – Herr Kollege Wurm, ja, ich komme dazu. „Worte zahlen keine Schulden“ – schon gar nicht, wenn man keine Verantwortung übernehmen muss, das muss ich jetzt leider ergänzen.
Abg. Peter Wurm: Ein Drama!
Der Bereich Konsumentenschutz ist (Abg. Peter Wurm: Ein Drama!) – wenn man sich die nackten Zahlen in diesem Bereich ansieht, erkennt man das – von den Zahlen her ein ganz kleiner Bereich. (Abg. Peter Wurm: Wenigstens geben Sie es zu, Frau Kollegin!) Doch gerade der Konsumentenschutz geht uns alle etwas an, weil wir alle Konsumenten sind. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Peter Wurm: Das ist aber ein Widerspruch in sich!) Und natürlich gehört ihm, Herr Kollege Wurm, wie Sie betonen, große Beachtung geschenkt, und er gehört auch immer weiter vorangetrieben.
Abg. Peter Wurm: Wenigstens geben Sie es zu, Frau Kollegin!
Der Bereich Konsumentenschutz ist (Abg. Peter Wurm: Ein Drama!) – wenn man sich die nackten Zahlen in diesem Bereich ansieht, erkennt man das – von den Zahlen her ein ganz kleiner Bereich. (Abg. Peter Wurm: Wenigstens geben Sie es zu, Frau Kollegin!) Doch gerade der Konsumentenschutz geht uns alle etwas an, weil wir alle Konsumenten sind. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Peter Wurm: Das ist aber ein Widerspruch in sich!) Und natürlich gehört ihm, Herr Kollege Wurm, wie Sie betonen, große Beachtung geschenkt, und er gehört auch immer weiter vorangetrieben.
Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Peter Wurm: Das ist aber ein Widerspruch in sich!
Der Bereich Konsumentenschutz ist (Abg. Peter Wurm: Ein Drama!) – wenn man sich die nackten Zahlen in diesem Bereich ansieht, erkennt man das – von den Zahlen her ein ganz kleiner Bereich. (Abg. Peter Wurm: Wenigstens geben Sie es zu, Frau Kollegin!) Doch gerade der Konsumentenschutz geht uns alle etwas an, weil wir alle Konsumenten sind. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Peter Wurm: Das ist aber ein Widerspruch in sich!) Und natürlich gehört ihm, Herr Kollege Wurm, wie Sie betonen, große Beachtung geschenkt, und er gehört auch immer weiter vorangetrieben.
Abg. Peter Wurm: Das sehe ich anders!
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Bürgerinnen und Bürger auch selbst in der Lage sind, sich ein Bild zu machen und zu entscheiden. Überregulierungen sind nicht immer in unserem Sinne, aber auch nicht im Sinne der Bürger und ganz bestimmt auch nicht im Sinne der Konsumenten. Es muss Regelungen geben, aber wir können nicht alles regeln, das muss uns bewusst sein. (Abg. Peter Wurm: Das sehe ich anders!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend darf ich mich bei den Kolleginnen und Kollegen im Ausschuss bedanken. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, einen Konsens zu finden. Ich darf mich für die Zusammenarbeit mit dem Ministerium bedanken, wo immer wieder ein konstruktiver Austausch, eine konstruktive Diskussion stattfinden, allein schon deshalb, damit Österreich noch ein Stück lebens- und liebenswerter wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schatz: Ich bin ausgebildete Köchin und …!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Herren Minister auf der Regierungsbank! Kollegin Schatz, ich lade Sie wirklich ein, kommen Sie einmal, reden wir einmal eine Stunde, denn es ist ganz wichtig, dass man Bescheid weiß, dass man weiß, wovon man spricht, dass man Praxisnähe hat, dass man das ein bisschen versteht und nicht einfach nur von der Seite irgendwie hineinbrüllt, obwohl man überhaupt keine Ahnung hat! (Abg. Schatz: Ich bin ausgebildete Köchin und …!) – Mag sein, dass Sie ausgebildete Köchin sind, das ist aber relativ lange her (Heiterkeit – Abg. Peter Wurm: Ordnungsruf! – weitere Zwischenrufe), und seither hat sich einiges geändert.
Heiterkeit – Abg. Peter Wurm: Ordnungsruf! – weitere Zwischenrufe
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Herren Minister auf der Regierungsbank! Kollegin Schatz, ich lade Sie wirklich ein, kommen Sie einmal, reden wir einmal eine Stunde, denn es ist ganz wichtig, dass man Bescheid weiß, dass man weiß, wovon man spricht, dass man Praxisnähe hat, dass man das ein bisschen versteht und nicht einfach nur von der Seite irgendwie hineinbrüllt, obwohl man überhaupt keine Ahnung hat! (Abg. Schatz: Ich bin ausgebildete Köchin und …!) – Mag sein, dass Sie ausgebildete Köchin sind, das ist aber relativ lange her (Heiterkeit – Abg. Peter Wurm: Ordnungsruf! – weitere Zwischenrufe), und seither hat sich einiges geändert.
Abg. Peter Wurm: Herr Schellhorn, Sie sind auf die Butterseite gefallen!
Wenn Sie schon von der Butterseite sprechen, dann müssen Sie auch Ihre Verantwortung in dieser Hinsicht wahrnehmen. Jene, die auf die Butterseite fallen, können sich nämlich eine bessere Bildung leisten (Abg. Peter Wurm: Herr Schellhorn, Sie sind auf die Butterseite gefallen!) – das reguläre Bildungssystem versagt ja in dieser Hinsicht –, die anderen aber haben einen großen Nachteil auf dem Arbeitsmarkt, weil die Ausbildung und die schulische Ausbildung einfach zu unterschiedlich sind.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „zu Recht“? – Weitere Zwischenrufe.
Klientelpolitik heißt: Die Landwirte haben zu Recht eine wahnsinnig schlechte Saison, die Landwirte haben zu Recht auch Umwelteinflüsse, mit denen sie leben müssen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „zu Recht“? – Weitere Zwischenrufe.) Die Landwirte haben zu Recht auch mit dem Export Schwierigkeiten, mit den russischen Kunden, an die sie nichts mehr exportieren dürfen. Das gleiche Problem hat zum Beispiel aber auch der Tourismusbereich. Der Tourismus hat genauso Probleme mit den russischen Gästen, da sie nicht mehr nach Österreich kommen. Der Tourismus hat genauso mit dem Klimawandel zu kämpfen. Was aber macht man mit dem Tourismus und mit all den KMUs? – Man betrieb 2014/2015 ein Unternehmerbashing und sagte, man müsse die Betrugsbekämpfung verstärken, weil dort einfach zu viel hinterzogen werde. Das mag zu Recht sein, aber wo bleibt da die Klientelpolitik?
Abg. Peter Wurm: Das streitet ihr immer ab …!
Nichtarbeit von einem Einkommen aus Arbeit nicht mehr groß unterscheidet. (Abg. Peter Wurm: Das streitet ihr immer ab …!) Das heißt auch, die Mitarbeiter kosten zu viel und verdienen zu wenig. Da muss eine große Entlastung stattfinden, und es muss das gelten, was auch Bundeskanzler Kern gesagt hat: Leistung muss sich wieder lohnen! (Abg. Peter Wurm: Ihr sagt einmal so und einmal so!) Das hat er bei seiner Antrittsrede gesagt, aber seither habe ich das nicht mehr gehört (Abg. Peter Wurm: Was ist Ihre Linie bei den NEOS?), und das ist das Problem.
Abg. Peter Wurm: Ihr sagt einmal so und einmal so!
Nichtarbeit von einem Einkommen aus Arbeit nicht mehr groß unterscheidet. (Abg. Peter Wurm: Das streitet ihr immer ab …!) Das heißt auch, die Mitarbeiter kosten zu viel und verdienen zu wenig. Da muss eine große Entlastung stattfinden, und es muss das gelten, was auch Bundeskanzler Kern gesagt hat: Leistung muss sich wieder lohnen! (Abg. Peter Wurm: Ihr sagt einmal so und einmal so!) Das hat er bei seiner Antrittsrede gesagt, aber seither habe ich das nicht mehr gehört (Abg. Peter Wurm: Was ist Ihre Linie bei den NEOS?), und das ist das Problem.
Abg. Peter Wurm: Was ist Ihre Linie bei den NEOS?
Nichtarbeit von einem Einkommen aus Arbeit nicht mehr groß unterscheidet. (Abg. Peter Wurm: Das streitet ihr immer ab …!) Das heißt auch, die Mitarbeiter kosten zu viel und verdienen zu wenig. Da muss eine große Entlastung stattfinden, und es muss das gelten, was auch Bundeskanzler Kern gesagt hat: Leistung muss sich wieder lohnen! (Abg. Peter Wurm: Ihr sagt einmal so und einmal so!) Das hat er bei seiner Antrittsrede gesagt, aber seither habe ich das nicht mehr gehört (Abg. Peter Wurm: Was ist Ihre Linie bei den NEOS?), und das ist das Problem.
Abg. Peter Wurm: Wie schaut die Motivation aus?
In dieser Hinsicht müssen wir, glaube ich, auch in der Arbeitsmarktpolitik größte Anstrengungen unternehmen. Wir müssen versuchen, die Menschen zu qualifizieren und sie wieder in den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Wir müssen sie aus dieser Inaktivitätsfalle herausholen. Wir müssen sie motivieren, offene Stellen anzunehmen. Im Sommer gab es folgende Situation: höchste Arbeitslosigkeit und die höchste Zahl an offenen Stellen. Wie passt das zusammen? (Abg. Peter Wurm: Wie schaut die Motivation aus?)
Beifall bei den NEOS.
Eines steht nämlich schon fest: Das Problem bei uns ist, dass diese Mittel für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und die dazugehörenden Pensionsbeiträge nicht gesteuert werden. Das heißt, es wird nicht hinterfragt, wo diese Milliarden an Ausgaben auf eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt wirken. Dies sollte jedoch im Sinne einer effizienten Steuerung und einer effizienten Bezuschussung in diesem Bereich erfolgen. Wir müssen wissen, was damit geschieht und welche Erfolge wir erzielen können, und daher habe ich diesen Entschließungsantrag eingebracht. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Sie sehen also, die Bundesregierung hat da die Zeichen der Zeit erkannt und investiert in die Zukunft des österreichischen Arbeitsmarkts und somit auch in den österreichischen Wirtschaftsstandort. Mein Dank gilt daher vor allem unserem Minister Alois Stöger, der mit Augenmaß und Weitblick ein sehr ausgewogenes und zukunftsfähiges Budget auf die Beine gestellt hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lugar: Er war eh da, nur nicht auf seinem Platz! – Anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Steinbichler geht in Richtung Rednerpult. – Abg. Tamandl: Es ist zu spät, es ist schon jemand anderer aufgerufen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Steinbichler. – Er ist nicht im Saal. Dann ist der nächste Redner Herr Abgeordneter Dr. Huainigg. – Bitte. (Abg. Lugar: Er war eh da, nur nicht auf seinem Platz! – Anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Steinbichler geht in Richtung Rednerpult. – Abg. Tamandl: Es ist zu spät, es ist schon jemand anderer aufgerufen!)
Abg. Lugar: Aber er war da! – Abg. Rädler: Wer nicht kommt zur rechten Zeit …!
Herr Abgeordneter Steinbichler, ich habe schon Herrn Abgeordneten Huainigg aufgerufen, weil ich Sie nicht im Sitzungssaal gesehen habe (Abg. Lugar: Aber er war da! – Abg. Rädler: Wer nicht kommt zur rechten Zeit …!), aber Sie können sich noch einmal dazu zu Wort melden.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich besonders freut, ist, dass es einen Sondertopf zum Pflegefonds gibt, wo auch Hospiz- und Palliativmedizin mit jährlich 18 Millionen € gefördert und ausgebaut werden. Das ist ein ganz wichtiger Schritt, für den ich mich auch bei Finanzminister Schelling bedanken möchte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was behinderte Menschen betrifft, ist die Unterstützung durch die persönliche Assistenz sehr wichtig. Nun ist es nicht gelungen, dass die Länder eine Sonderfinanzierung bereitstellen, aber im Pflegefonds gibt es die Möglichkeit beziehungsweise ist vorgesehen, die mehrstündige Alltagsbegleitung zu finanzieren. Es wäre mein Anliegen und eine wichtige Forderung, dass auch die Mittel für die persönliche Assistenz von den Ländern abgerufen werden, damit sie ihre Angebote entsprechend ausbauen, denn im Pflegefonds ist vorgesehen, dass innovative Maßnahmen gesetzt werden. Es gibt zwar keinen eigenen Nachweis, keinen Ausweis, was da gemacht wird, aber ich denke, dass die persönliche Assistenz ein wichtiger Schritt wäre, deswegen wäre auch wichtig, dass diese mehrstündige Alltagsbegleitung aus dem Pflegefonds finanziert werden kann. Persönliche Assistenz gewährleistet nämlich ein inklusives Leben inmitten der Gesellschaft, und das entspricht der Menschenwürde, wie sie in der Verfassung verankert werden soll. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Oder schauen wir uns dieses Budget an: Da muss ich Ihnen ehrlicherweise sagen, Ihre Ambitionen sind ein Wahnsinn. Ich nenne Ihnen nur eine Kennzahl, nämlich beispielsweise die Arbeitslosenquote für die Männer, die Sie erreichen möchten: Da gibt es den Istzustand im Jahr 2015, da hatten wir 9,8 Prozent; das Ziel für 2016 waren 9,9 Prozent, und das Ziel für 2017 sind gleichfalls 9,9 Prozent – also keinerlei Reduktion, sondern sie soll leicht ansteigen. Herr Minister, das, was Sie hier vorgeben, ist doch bitte kein Ziel, das ist nichts anderes als eine reine Verwaltung der Arbeitslosigkeit in diesem Land! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie – weil heute schon so viel vom Tourismus die Rede war und Köche zitiert worden sind –, ich war einigermaßen erschüttert und entsetzt, als ich im Sommer gelesen habe, Sie möchten jetzt die Arbeitslosigkeit bekämpfen, indem Sie Kebab auf der Alm anbieten wollen, denn dann könnten wir die Asylberechtigten, die Köche sind, auch unterbringen. – Zum einen dürfte es nicht geklappt haben, denn nicht umsonst gibt es noch immer 500 offene Stellen für Köche, und zum anderen, Herr Bundesminister: Wie genau stellen Sie sich denn das vor? – Touristen, die bei uns auf die Almhütten gehen, wollen dort keinen Kebab essen, sondern Kaiserschmarren, Käsenocken oder sonstige almadäquate Kost. Das ist doch die Wahrheit! Das ist doch kein Ansatz, was Sie hier vertreten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau das ist das Problem und des Pudels Kern! Sie versuchen hier permanent, unseren Arbeitsmarkt mit neuen Menschen vollzustopfen, und das funktioniert einfach nicht, weil er ja ohnehin schon angespannt ist. Da können Sie sich jetzt hundertmal herstellen und sagen, wie großartig die Beschäftigungsquote gewachsen ist. – Ja, mag sein, dass sie gewachsen ist, aber was Sie nie dazusagen, ist, wie viele dieser neuen Jobs prekäre Arbeitsverhältnisse sind und wie viele der Personen, die in diesen neu geschaffenen Jobs untergekommen sind, zusätzlich noch Mindestsicherung brauchen, um überhaupt überleben und über die Runden kommen zu können. Jede Statistik in den letzten Monaten hat ausgewiesen, dass immer weniger Menschen von dem, was sie verdienen, leben können. – Da müssen doch bei Ihnen als Arbeits- und Sozialminister die Alarmglocken schrillen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Ecker: Stimmt nicht!
Gleiches bei der Mindestsicherung: Sie bringen im Bereich Soziales nichts zusammen. Sie sind kläglichst gescheitert, Herr Bundesminister, durch Ihre Haltung, durch Ihre Art, dem Koalitionspartner auch noch ein Ultimatum zu stellen. Es war Ihnen doch klar, dass sich niemand von Ihnen unter Druck setzen lassen wird. Selbst Ihre eigenen Genossen aus Salzburg wollen, dass die Mindestsicherung für die Asylberechtigten reduziert wird. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Ecker: Stimmt nicht!) – Natürlich stimmt das, lesen Sie es nach! Selbst Ihre eigenen Leute wollen das. Und was machen Sie? – Sie stellen sich hin und träumen weiter von einer Welt, die so nicht funktionieren kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gleiches bei der Mindestsicherung: Sie bringen im Bereich Soziales nichts zusammen. Sie sind kläglichst gescheitert, Herr Bundesminister, durch Ihre Haltung, durch Ihre Art, dem Koalitionspartner auch noch ein Ultimatum zu stellen. Es war Ihnen doch klar, dass sich niemand von Ihnen unter Druck setzen lassen wird. Selbst Ihre eigenen Genossen aus Salzburg wollen, dass die Mindestsicherung für die Asylberechtigten reduziert wird. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Ecker: Stimmt nicht!) – Natürlich stimmt das, lesen Sie es nach! Selbst Ihre eigenen Leute wollen das. Und was machen Sie? – Sie stellen sich hin und träumen weiter von einer Welt, die so nicht funktionieren kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Herr Minister, wir haben in diesem Land ein Problem: Wir haben einen enorm großen Niedriglohnsektor. Wir haben heute gehört, dass Köche unter 1 300 € netto verdienen, und gleichzeitig weigern Sie sich, bei der Mindestsicherung Kürzungen vorzunehmen. – Bitte, das kann doch nicht zusammenpassen! Sie können doch nicht glauben, dass Menschen, die arbeiten gehen, das Gleiche bekommen sollen wie jene, die nicht arbeiten gehen! (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.)
Abg. Steinhauser: … Lösung?
Ein Wort noch, weil mir das auch noch wichtig ist, zur Ausgleichszulage: Ja, es stimmt … (Abg. Steinhauser: … Lösung?) – Die Lösung? Na, die Lösung wäre ganz einfach, Herr Kollege Steinhauser, denn die haben ja zwei Bundesländer vorgezeichnet. Das will ich jetzt nicht als Ideallösung bezeichnen, aber es kann nicht sein, dass Menschen, die noch nie in dieses System einbezahlt haben, hier herkommen und die Mindestsicherung bekommen und damit nahezu gleich viel, wenn nicht mehr bekommen als Menschen, die hier jeden Tag, 40 Stunden pro Woche und länger arbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Wort noch, weil mir das auch noch wichtig ist, zur Ausgleichszulage: Ja, es stimmt … (Abg. Steinhauser: … Lösung?) – Die Lösung? Na, die Lösung wäre ganz einfach, Herr Kollege Steinhauser, denn die haben ja zwei Bundesländer vorgezeichnet. Das will ich jetzt nicht als Ideallösung bezeichnen, aber es kann nicht sein, dass Menschen, die noch nie in dieses System einbezahlt haben, hier herkommen und die Mindestsicherung bekommen und damit nahezu gleich viel, wenn nicht mehr bekommen als Menschen, die hier jeden Tag, 40 Stunden pro Woche und länger arbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Das ist die Ungerechtigkeit, das verstehen die Menschen nicht, und das gehört abgestellt! Das ist doch niemandem erklärbar, der hier als Koch 40 Stunden und länger arbeitet, der kein Wochenende hat, der keine Feiertage hat! Diesen Menschen ist es nicht zumutbar, dass sie mit ihren Steuergeldern Wirtschaftsflüchtlinge finanzieren, die Sie so gerne ins Land holen. Das ist nicht gerecht, und da gehört angesetzt! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie nicht anfangen, sich zu bewegen, dann sehe ich schwarz – dann sehe ich nämlich vor allem schwarz für den Arbeitsmarkt. Wenn unsere Arbeitslosenquote weiter so steigt – und das steht zu befürchten, weil nämlich alle Experten davor warnen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren weiter ansteigt –, dann werden Sie gar nicht umhinkönnen zu reagieren. Dann sind nämlich unsere Steuertöpfe leer, dann werden Sie gar keine Sozialversicherungen mehr leisten können, denn wir haben ja jetzt schon das Problem, dass wir bei den Arbeitslosengeldern zuschießen müssen, weil das von jenen, die im Arbeitsprozess stehen, gar nicht mehr leistbar ist und weil Ihre sogenannten neuen Jobs, in denen Sie so viele neue Arbeitskräfte untergebracht haben, ja keine Jobs sind, die sehr große Einnahmen bringen, weil es eben Billiglohnsektoren sind, weil es prekäre Verhältnisse sind und weil da keine Steuern und auch keine Sozialeinnahmen sprudeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf: Da sind wir gespannt!
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Ecker zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf: Da sind wir gespannt!)
Abg. Jarolim: Es stimmt ja fast alles nicht, was sie gesagt hat!
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Frau Kollegin, es stimmt schlichtweg nicht, dass wir in Salzburg die Mindestsicherung kürzen wollen. Das stimmt nicht! (Abg. Jarolim: Es stimmt ja fast alles nicht, was sie gesagt hat!) – Ja, aber das sind wir ja gewohnt, dass von dieser Partei Aussagen kommen, die nicht der Wahrheit entsprechen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Frau Kollegin, es stimmt schlichtweg nicht, dass wir in Salzburg die Mindestsicherung kürzen wollen. Das stimmt nicht! (Abg. Jarolim: Es stimmt ja fast alles nicht, was sie gesagt hat!) – Ja, aber das sind wir ja gewohnt, dass von dieser Partei Aussagen kommen, die nicht der Wahrheit entsprechen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Redebeitrag! … Vorsitzführung!
Frau Kollegin, das haben Sie wirklich nicht notwendig! Wir wollen einfach Integration in einem neuen Topf bewerten! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Redebeitrag! … Vorsitzführung!) Das war das Ziel und nicht, die Mindestsicherung zu kürzen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja unglaublich! – Abg. Jarolim: … alles Lüge! Das stimmt doch alles nicht! – Abg. Hafenecker: Bei den eigenen Genossen wird nicht eingeschritten! – Ruf bei der FPÖ: Nur kein Neid!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja unglaublich! – Abg. Jarolim: … alles Lüge! Das stimmt doch alles nicht! – Abg. Hafenecker: Bei den eigenen Genossen wird nicht eingeschritten! – Ruf bei der FPÖ: Nur kein Neid!
Frau Kollegin, das haben Sie wirklich nicht notwendig! Wir wollen einfach Integration in einem neuen Topf bewerten! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Redebeitrag! … Vorsitzführung!) Das war das Ziel und nicht, die Mindestsicherung zu kürzen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja unglaublich! – Abg. Jarolim: … alles Lüge! Das stimmt doch alles nicht! – Abg. Hafenecker: Bei den eigenen Genossen wird nicht eingeschritten! – Ruf bei der FPÖ: Nur kein Neid!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Zum Thema Ausbau der Palliativ- und Hospizangebote – Kollegin Aubauer hat es bereits angesprochen –: Da fehlen an und für sich noch die 6 Millionen € als Zusage des Herrn Finanzministers. Ich darf Sie ersuchen, bis zur Abstimmung die notwendigen Festlegungen zu treffen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Peter Wurm: Wir schon!
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Dr. Belakowitsch-Jenewein zu Wort gemeldet. Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung. (Abg. Peter Wurm: Wir schon!) – Bitte.
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Ecker: Stimmt nicht! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Ich berichtige tatsächlich: SPÖ-Landesparteichef Steidl will, dass Flüchtlinge gar keine Mindestsicherung mehr bekommen. – Das steht in den „Salzburger Nachrichten“ von gestern. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Ecker: Stimmt nicht! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard.
Es ist auch die Verantwortung aller ParlamentarierInnen hier im Haus, das zu kontrollieren. Wir sind das Kontrollinstrument, um zu schauen, wo das Geld hinfließt, auch für Menschen mit Behinderungen. Die Verantwortung liegt bei uns, wir sind gewählte Abgeordnete! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Sozialminister! Wir haben es zweifelsohne mit einem ausgewogenen Sozialbudget zu tun, und in Zeiten, in denen wir uns zu einem Budgetkurs bekennen, der keine neuen Schulden vorsieht, und wir in vielen Bereichen, in denen es notwendig ist, wie im Bereich der Sicherheit, Forschung, Innovation und auch des ländlichen Raums, Offensivmaßnahmen setzen, ist das Sozialbudget wirklich gut dotiert. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Peter Wurm: Sowieso!
Die Sozialausgaben steigen an, das bildet das Budget ab. Bereits jeder zweite Steuereuro fließt in das Sozialsystem, und daher ist es unser aller Pflicht, danach zu trachten, dass dieses Sozialsystem treffsicher, gerecht und vor allem auch nachhaltig abgesichert ist. Das gilt – das haben Vorredner auch schon angesprochen – ganz speziell für den Bereich der Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Es ist nicht einzusehen, dass jemand, der tagtäglich arbeitet – heute wurden schon die Köche mehrmals strapaziert –, am Ende weniger hat als jemand, der noch nichts in das System eingezahlt hat. Da braucht es Maßnahmen, wie sie in Oberösterreich und Niederösterreich schon getroffen worden sind und wie sie auch in Salzburg, auch von der SPÖ, und von Niessl im Burgenland angedacht sind. (Abg. Peter Wurm: Sowieso!) Ich glaube, dort muss man entsprechend ansetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Die Sozialausgaben steigen an, das bildet das Budget ab. Bereits jeder zweite Steuereuro fließt in das Sozialsystem, und daher ist es unser aller Pflicht, danach zu trachten, dass dieses Sozialsystem treffsicher, gerecht und vor allem auch nachhaltig abgesichert ist. Das gilt – das haben Vorredner auch schon angesprochen – ganz speziell für den Bereich der Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Es ist nicht einzusehen, dass jemand, der tagtäglich arbeitet – heute wurden schon die Köche mehrmals strapaziert –, am Ende weniger hat als jemand, der noch nichts in das System eingezahlt hat. Da braucht es Maßnahmen, wie sie in Oberösterreich und Niederösterreich schon getroffen worden sind und wie sie auch in Salzburg, auch von der SPÖ, und von Niessl im Burgenland angedacht sind. (Abg. Peter Wurm: Sowieso!) Ich glaube, dort muss man entsprechend ansetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch kurz das Thema Pflege ansprechen. Es ist positiv hervorzuheben, dass der Pflegefonds verlängert werden konnte. Ich glaube aber schon, dass wir jetzt diese Zeit, diese nächste Periode, in der dieser Pflegefonds aufrecht ist, dafür nutzen sollten, eine nachhaltige Pflegefinanzierung auf die Beine zu stellen. Der Bedarf und auch die finanziellen Ressourcen machen es notwendig, da ein wirklich dauerhaftes System zu etablieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?
Natürlich müssen Menschen im Alter abgesichert werden, und sie sollen die Pension bekommen, die sie verdient haben, aber so funktioniert das einfach nicht. (Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?) Dieses System hilft weder den jetzigen PensionistInnen noch den Jungen (Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?), die diese Pensionen einbezahlen, und ich werde das Ganze jetzt gerne erläutern, Herr Kollege Mayer.
Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?
Natürlich müssen Menschen im Alter abgesichert werden, und sie sollen die Pension bekommen, die sie verdient haben, aber so funktioniert das einfach nicht. (Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?) Dieses System hilft weder den jetzigen PensionistInnen noch den Jungen (Abg. Mayer: Das sagen Sie, was sie verdient haben?), die diese Pensionen einbezahlen, und ich werde das Ganze jetzt gerne erläutern, Herr Kollege Mayer.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
180 Millionen € wird das Ganze kosten. – Jetzt schauen wir uns einmal an, was wir denn in die Zukunft und in die Jungen investieren! Wir haben 200 Millionen € Budget für den FWF, für den Forschungsförderungsfonds, die wir jedes Jahr ausgeben, 9 Millionen € im Jugendbudget oder 87 Millionen € Investitionsprämie, die in Aussicht gestellt wurde, aber noch nicht einmal budgetiert ist. Für viele Menschen, vor allem für Frauen, ist Altersarmut eine Realität, aber wir haben es immer noch nicht geschafft, das System so aufzustellen, dass Menschen auch von selbst aus dieser staatlichen Abhängigkeit herauskommen und unabhängig sein können. Statt den BürgerInnen endlich die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, kommen wir jetzt wieder mit so einer Schönfärberei daher, damit sie bis zur nächsten Wahl beruhigt sind. Und die Wahrheit muss man dann schon auch sagen: Wenn man Pensionen auf einem hohen Niveau ausbezahlen will, werden wir nicht daran vorbeikommen, dass wir alle länger arbeiten müssen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist Gerechtigkeit! Das ist Gerechtigkeit! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter, Loacker und Scherak.
Ich möchte noch etwas zur Kollegin Belakowitsch-Jenewein sagen, die gemeint hat, dass etwas ideologisch wäre. Dazu muss man schon auch sagen: Ideologie, aus Sicht der FPÖ, das sind immer die anderen. Der Entschließungsantrag, den Kollege Neubauer für eine Mindestpension von 1 200 € eingebracht hat – entschuldigen Sie, das ist Sozialismus! Eine Mindestpension von 1 200 €, unabhängig davon, was jemand eingezahlt hat? – Das ist Ideologie! Das ist nämlich nicht Budgetwahrheit, das ist nicht Versicherungsprinzip, das ist Sozialismus! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist Gerechtigkeit! Das ist Gerechtigkeit! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter, Loacker und Scherak.) – Herr Kollege Matznetter, ich finde es schön, dass ich Sie jeden Tag so aufregen kann. (Abg. Matznetter: Diese Menschen haben gearbeitet und gezahlt …! Das ist wirklich unglaublich!) Das zeigt mir wirklich, dass ich offensichtlich einen wunden Punkt getroffen habe. 1 200 € Mindestpension, das will ja nicht einmal die SPÖ, das will nicht einmal die KPÖ. Die KPÖ fordert eine Mindestpension von 1 100 €. Ich finde es wirklich sehr schön, dass die FPÖ die Kommunistische Partei Österreichs übertreffen kann. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Macht nichts! Tun Sie weiter studieren, dann verstehen Sie es einmal!) Aber ja, kommen wir wieder zum Punkt.
Abg. Matznetter: Diese Menschen haben gearbeitet und gezahlt …! Das ist wirklich unglaublich!
Ich möchte noch etwas zur Kollegin Belakowitsch-Jenewein sagen, die gemeint hat, dass etwas ideologisch wäre. Dazu muss man schon auch sagen: Ideologie, aus Sicht der FPÖ, das sind immer die anderen. Der Entschließungsantrag, den Kollege Neubauer für eine Mindestpension von 1 200 € eingebracht hat – entschuldigen Sie, das ist Sozialismus! Eine Mindestpension von 1 200 €, unabhängig davon, was jemand eingezahlt hat? – Das ist Ideologie! Das ist nämlich nicht Budgetwahrheit, das ist nicht Versicherungsprinzip, das ist Sozialismus! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist Gerechtigkeit! Das ist Gerechtigkeit! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter, Loacker und Scherak.) – Herr Kollege Matznetter, ich finde es schön, dass ich Sie jeden Tag so aufregen kann. (Abg. Matznetter: Diese Menschen haben gearbeitet und gezahlt …! Das ist wirklich unglaublich!) Das zeigt mir wirklich, dass ich offensichtlich einen wunden Punkt getroffen habe. 1 200 € Mindestpension, das will ja nicht einmal die SPÖ, das will nicht einmal die KPÖ. Die KPÖ fordert eine Mindestpension von 1 100 €. Ich finde es wirklich sehr schön, dass die FPÖ die Kommunistische Partei Österreichs übertreffen kann. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Macht nichts! Tun Sie weiter studieren, dann verstehen Sie es einmal!) Aber ja, kommen wir wieder zum Punkt.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Macht nichts! Tun Sie weiter studieren, dann verstehen Sie es einmal!
Ich möchte noch etwas zur Kollegin Belakowitsch-Jenewein sagen, die gemeint hat, dass etwas ideologisch wäre. Dazu muss man schon auch sagen: Ideologie, aus Sicht der FPÖ, das sind immer die anderen. Der Entschließungsantrag, den Kollege Neubauer für eine Mindestpension von 1 200 € eingebracht hat – entschuldigen Sie, das ist Sozialismus! Eine Mindestpension von 1 200 €, unabhängig davon, was jemand eingezahlt hat? – Das ist Ideologie! Das ist nämlich nicht Budgetwahrheit, das ist nicht Versicherungsprinzip, das ist Sozialismus! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist Gerechtigkeit! Das ist Gerechtigkeit! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter, Loacker und Scherak.) – Herr Kollege Matznetter, ich finde es schön, dass ich Sie jeden Tag so aufregen kann. (Abg. Matznetter: Diese Menschen haben gearbeitet und gezahlt …! Das ist wirklich unglaublich!) Das zeigt mir wirklich, dass ich offensichtlich einen wunden Punkt getroffen habe. 1 200 € Mindestpension, das will ja nicht einmal die SPÖ, das will nicht einmal die KPÖ. Die KPÖ fordert eine Mindestpension von 1 100 €. Ich finde es wirklich sehr schön, dass die FPÖ die Kommunistische Partei Österreichs übertreffen kann. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Macht nichts! Tun Sie weiter studieren, dann verstehen Sie es einmal!) Aber ja, kommen wir wieder zum Punkt.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Wen treffen die Probleme des Pensionssystems denn am stärksten? – Die Frauen leiden am meisten unter dem österreichischen Pensionssystem. Sie schlittern in Altersarmut, und das liegt unter anderem auch an der Arbeitsmarktpolitik, die hier in den letzten Jahrzehnten gemacht worden ist. Das Problem bei den Frauenpensionen ist und bleibt weiterhin der ungleiche Zugang zum Arbeitsmarkt. Wir geben Frauen nicht die Möglichkeit, entsprechend viel zu verdienen, damit sie auch eine Pension haben, die zum Auskommen reicht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ja, aber dann haben wir mit der geplanten Erhöhung der Ausgleichszulage nach 30 Jahren Teilzeitarbeit – und das betrifft in diesem Fall relativ viele Frauen – wieder einen direkten negativen Arbeitsanreiz, der wieder dazu führt, dass man es wieder attraktiver macht, auch lange in Teilzeit zu bleiben (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Königsberger-Ludwig), damit man überhaupt nie genug verdienen kann, um unabhängig zu sein, um selbstbestimmt leben zu können. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Königsberger-Ludwig: … und deshalb darf man keine 100 € auszahlen?!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Königsberger-Ludwig
Wen treffen die Probleme des Pensionssystems denn am stärksten? – Die Frauen leiden am meisten unter dem österreichischen Pensionssystem. Sie schlittern in Altersarmut, und das liegt unter anderem auch an der Arbeitsmarktpolitik, die hier in den letzten Jahrzehnten gemacht worden ist. Das Problem bei den Frauenpensionen ist und bleibt weiterhin der ungleiche Zugang zum Arbeitsmarkt. Wir geben Frauen nicht die Möglichkeit, entsprechend viel zu verdienen, damit sie auch eine Pension haben, die zum Auskommen reicht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ja, aber dann haben wir mit der geplanten Erhöhung der Ausgleichszulage nach 30 Jahren Teilzeitarbeit – und das betrifft in diesem Fall relativ viele Frauen – wieder einen direkten negativen Arbeitsanreiz, der wieder dazu führt, dass man es wieder attraktiver macht, auch lange in Teilzeit zu bleiben (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Königsberger-Ludwig), damit man überhaupt nie genug verdienen kann, um unabhängig zu sein, um selbstbestimmt leben zu können. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Königsberger-Ludwig: … und deshalb darf man keine 100 € auszahlen?!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Königsberger-Ludwig: … und deshalb darf man keine 100 € auszahlen?!
Wen treffen die Probleme des Pensionssystems denn am stärksten? – Die Frauen leiden am meisten unter dem österreichischen Pensionssystem. Sie schlittern in Altersarmut, und das liegt unter anderem auch an der Arbeitsmarktpolitik, die hier in den letzten Jahrzehnten gemacht worden ist. Das Problem bei den Frauenpensionen ist und bleibt weiterhin der ungleiche Zugang zum Arbeitsmarkt. Wir geben Frauen nicht die Möglichkeit, entsprechend viel zu verdienen, damit sie auch eine Pension haben, die zum Auskommen reicht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ja, aber dann haben wir mit der geplanten Erhöhung der Ausgleichszulage nach 30 Jahren Teilzeitarbeit – und das betrifft in diesem Fall relativ viele Frauen – wieder einen direkten negativen Arbeitsanreiz, der wieder dazu führt, dass man es wieder attraktiver macht, auch lange in Teilzeit zu bleiben (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Königsberger-Ludwig), damit man überhaupt nie genug verdienen kann, um unabhängig zu sein, um selbstbestimmt leben zu können. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Königsberger-Ludwig: … und deshalb darf man keine 100 € auszahlen?!)
Beifall bei den NEOS.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Peter Wurm: Was die SPÖ Salzburg denkt!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Vorab darf ich im Namen meiner Kollegin Cornelia Ecker die dritte Klasse der HAK Salzburg recht herzlich begrüßen. Es freut mich, dass ihr hier unserer Diskussion folgt. Ihr habt ja jetzt selbst mitbekommen (Abg. Peter Wurm: Was die SPÖ Salzburg denkt!), was meine Vorrednerinnen und Vorredner gesagt haben und dass wir in einer sehr widersprüchlichen Zeit leben.
Abg. Scherak: Herr Spindelberger, wir fordern seit Ewigkeiten Studiengebühren ein! – Zwischenruf des Abg. Loacker
Das heißt, wir sollten uns eigentlich über etwas anderes unterhalten. Wir sollten nicht darüber diskutieren, ob wir jenen Menschen, die von der Mindestsicherung leben, auch noch etwas wegnehmen. Wir sollten auch nicht darüber diskutieren, dass Studierende, die mit unseren Steuergeldern gratis studieren durften – und darauf können wir auch stolz sein –, auch noch den Pensionistinnen und Pensionisten den Hunderter neidig sind. Ich meine, das ist eine Diskussion (Abg. Scherak: Herr Spindelberger, wir fordern seit Ewigkeiten Studiengebühren ein! – Zwischenruf des Abg. Loacker), die, wie sie hier geführt wird, eigentlich unmenschlich ist.
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, wir sollten einen Diskussionsprozess in eine ganz andere Richtung in Gang bringen. Wir sollten nicht nur über die Auswirkungen von Industrie 4.0 reden, sondern wir sollten uns damit befassen, wie sich die Beschäftigung aufgrund dieser immer rascher um sich greifenden Technologisierung entwickeln wird und wie wir, wenn immer weniger Menschen, wie ich schon gesagt habe, immer mehr produzieren, in Zukunft unser ganzes Sozialsystem, unser Pensionssystem, unsere Krankenversicherung finanzieren wollen. Da sollten wir alle Anstrengungen unternehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Zur vorangegangenen Diskussion Touristiker gegen Bauern – Kollege Schellhorn hat sich darüber aufgeregt, dass den Bauern im Bereich der Sozialversicherung geholfen wird – möchte ich allen ins Stammbuch schreiben: Ohne Bauern gibt es keinen Tourismus. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.) Ich glaube, es wäre gut und richtig, gemeinsam für eine erfolgreiche Zukunft zu kämpfen und nicht gegeneinander zu sein.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Aber nun zum Hauptthema Pensionen: Pensionen sind ein Thema, das emotionalisiert, weil es jeden in seinem Leben treffen wird. Irgendwann einmal ist dieser Lebensabschnitt da, und da stellt sich für viele die Frage: Ist die Pension sicher? – Der Herr Minister sagt immer: Die Pension ist sicher. – Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Sicher ja – aber in welcher Höhe? In welcher Höhe sind die Pensionen sicher, wenn wir nicht jetzt endlich darangehen, Reformen zu starten, ein System für alle durchzubringen, ein faires, transparentes System, und uns endlich dazu bekennen, dass Privilegien in diesem Staat keinen Platz mehr haben? (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Abg. Bösch: … Populismus!
Wenn wir uns die Pensionen anschauen, dann können wir nicht von der Pension reden, denn es bestehen große Unterschiede: Die Durchschnittspension der Bauern beträgt 777 €, die der Arbeiter 862 €, der Angestellten 1 420 € und der Beamten 2 857 €. Angesichts dieser Unterschiede frage ich schon die Verantwortlichen in der Regierung: Ist es richtig, nach dem Gießkannenprinzip mit 100 € über alle Bereiche drüberzufahren? – Ich glaube, das ist keine soziale Gerechtigkeit, sondern das ist ausschließlich dazu da, um Stimmen zu fangen, um Stimmen für die nächsten Wahlen einzufangen. (Abg. Bösch: … Populismus!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das sind die eigenen Leute! Das ist klar!
In diesem Sinn, Herr Minister: Sie haben sehr, sehr viel zu tun. Bilden Sie in der Regierung eine Mehrheit, greifen Sie endlich dieses unfaire System an und schaffen Sie Gerechtigkeit für alle! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das sind die eigenen Leute! Das ist klar!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Riemer und Pirklhuber.
Das ist eigentlich ein Budgetkapitel, bei dem wir sagen können: Wir sitzen alle in einem Boot, völlig egal, woher jemand kommt, völlig egal, welchen Beruf jemand ausübt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riemer und Pirklhuber.) Daher verstehe ich es nicht, wenn man diese Diskussion missbraucht, um innerhalb der Berufsgruppen zu polarisieren, meine Damen und Herren!
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber
Wenn es aber darum geht, den Bäuerinnen und Bauern, jedem, egal, ob Groß- oder Kleinbauer, Bergbauer oder Talbauer, Rinderbauer oder Getreidebauer, zu helfen (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), dann führen wir klassenkämpferische Diskussionen. Das, meine Damen und Herren, verstehe ich nicht! Bei mir und bei uns sind die Bauern, wenn sie Leistungen für die Gesellschaft erbringen, alle gleich zu bewerten, völlig egal, ob Groß- oder Kleinbauern. Daher, Herr Bundesminister, ist mir völlig unverständlich, welchen Vorschlag Sie im Ministerrat gemacht haben, wenn es darum geht, die Sozialversicherungsbeiträge der Bauern für das letzte Viertel auszusetzen. Da sage ich Ihnen … (Abg. Loacker: Viel zu großzügig!) – Herr Kollege Loacker, schämen Sie sich, die Bauern zu missbrauchen, um auf sozialistischen Klassenkampf einzusteigen! (Abg. Loacker: Sie missbrauchen …!) Das haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: … Ihre Bauernbonzen!)
Abg. Loacker: Viel zu großzügig!
Wenn es aber darum geht, den Bäuerinnen und Bauern, jedem, egal, ob Groß- oder Kleinbauer, Bergbauer oder Talbauer, Rinderbauer oder Getreidebauer, zu helfen (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), dann führen wir klassenkämpferische Diskussionen. Das, meine Damen und Herren, verstehe ich nicht! Bei mir und bei uns sind die Bauern, wenn sie Leistungen für die Gesellschaft erbringen, alle gleich zu bewerten, völlig egal, ob Groß- oder Kleinbauern. Daher, Herr Bundesminister, ist mir völlig unverständlich, welchen Vorschlag Sie im Ministerrat gemacht haben, wenn es darum geht, die Sozialversicherungsbeiträge der Bauern für das letzte Viertel auszusetzen. Da sage ich Ihnen … (Abg. Loacker: Viel zu großzügig!) – Herr Kollege Loacker, schämen Sie sich, die Bauern zu missbrauchen, um auf sozialistischen Klassenkampf einzusteigen! (Abg. Loacker: Sie missbrauchen …!) Das haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: … Ihre Bauernbonzen!)
Abg. Loacker: Sie missbrauchen …!
Wenn es aber darum geht, den Bäuerinnen und Bauern, jedem, egal, ob Groß- oder Kleinbauer, Bergbauer oder Talbauer, Rinderbauer oder Getreidebauer, zu helfen (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), dann führen wir klassenkämpferische Diskussionen. Das, meine Damen und Herren, verstehe ich nicht! Bei mir und bei uns sind die Bauern, wenn sie Leistungen für die Gesellschaft erbringen, alle gleich zu bewerten, völlig egal, ob Groß- oder Kleinbauern. Daher, Herr Bundesminister, ist mir völlig unverständlich, welchen Vorschlag Sie im Ministerrat gemacht haben, wenn es darum geht, die Sozialversicherungsbeiträge der Bauern für das letzte Viertel auszusetzen. Da sage ich Ihnen … (Abg. Loacker: Viel zu großzügig!) – Herr Kollege Loacker, schämen Sie sich, die Bauern zu missbrauchen, um auf sozialistischen Klassenkampf einzusteigen! (Abg. Loacker: Sie missbrauchen …!) Das haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: … Ihre Bauernbonzen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: … Ihre Bauernbonzen!
Wenn es aber darum geht, den Bäuerinnen und Bauern, jedem, egal, ob Groß- oder Kleinbauer, Bergbauer oder Talbauer, Rinderbauer oder Getreidebauer, zu helfen (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), dann führen wir klassenkämpferische Diskussionen. Das, meine Damen und Herren, verstehe ich nicht! Bei mir und bei uns sind die Bauern, wenn sie Leistungen für die Gesellschaft erbringen, alle gleich zu bewerten, völlig egal, ob Groß- oder Kleinbauern. Daher, Herr Bundesminister, ist mir völlig unverständlich, welchen Vorschlag Sie im Ministerrat gemacht haben, wenn es darum geht, die Sozialversicherungsbeiträge der Bauern für das letzte Viertel auszusetzen. Da sage ich Ihnen … (Abg. Loacker: Viel zu großzügig!) – Herr Kollege Loacker, schämen Sie sich, die Bauern zu missbrauchen, um auf sozialistischen Klassenkampf einzusteigen! (Abg. Loacker: Sie missbrauchen …!) Das haben die Bäuerinnen und Bauern nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: … Ihre Bauernbonzen!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir haben eine demografische Explosion. Damit sollten wir uns auseinandersetzen. Die Menschen werden älter, die Menschen sind Gott sei Dank gesünder, Pensionen steigen, Pensionszuschüsse steigen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Daher sollten wir uns damit beschäftigen, wie wir mit unseren Systemen die Sicherung dieser Leistungen unserer Menschen in Österreich auch sicherstellen können. (Abg. Öllinger: … gibt’s nicht!)
Abg. Öllinger: … gibt’s nicht!
Wir haben eine demografische Explosion. Damit sollten wir uns auseinandersetzen. Die Menschen werden älter, die Menschen sind Gott sei Dank gesünder, Pensionen steigen, Pensionszuschüsse steigen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Daher sollten wir uns damit beschäftigen, wie wir mit unseren Systemen die Sicherung dieser Leistungen unserer Menschen in Österreich auch sicherstellen können. (Abg. Öllinger: … gibt’s nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was ist eine demokratische Explosion? – Abg. Rädler: Ach, der Herr Öllinger!
Ich glaube, die wichtigste Maßnahme wäre, nicht nur zu diskutieren, welche Sozialausgaben wir steigern können – das ist auch sehr wichtig –, sondern die wichtigste Aufgabe wäre es, wieder zu einer Wirtschaftspolitik und Steuerpolitik zurückzukommen, die den Standort im Mittelpunkt hat, die den Wirtschaftsstandort im Mittelpunkt hat, in der groß steht: Sichern und schaffen wir Arbeitsplätze! Sichern und schaffen wir Einkommen! Sichern und schaffen wir die Kaufkraft in diesem Lande, damit es allen in dieser Republik gut geht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was ist eine demokratische Explosion? – Abg. Rädler: Ach, der Herr Öllinger!)
Beifall bei der FPÖ.
Im Rückblick, muss ich sagen, habe ich, wenn ich nachdenke, vielleicht eine Erklärung: Minister Hundstorfer hat sich zumindest dafür, was beim Konsumentenschutz nicht passiert, geniert. Sie genieren sich offensichtlich nicht, denn bei jeder Ausschusssitzung zum Konsumentenschutz passiert nämlich genau gar nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Der kommt eh zu euch!
Roten, der SPÖ, Frau Lueger, geniert sich heute offensichtlich auch und ist gar nicht hier; sie hat sich entschuldigen lassen. Frau Fichtinger hat sich, glaube ich, auch schon vertschüsst, sie ist nicht mehr im Saal. Kollegin Aslan von den Grünen kämpft sehr stark im Türkeikonflikt, aber meiner Meinung nach zu wenig für die Konsumenten in Österreich. Die NEOS sind zumindest ehrlich genug, zu sagen, dass Konsumentenschutz im Parteiprogramm keine Rolle spielt. Einen Verbündeten haben wir noch, Obmann Leo Steinbichler, der zumindest versucht, den Konsumentenschutzausschuss am Leben zu erhalten. (Abg. Öllinger: Der kommt eh zu euch!)
Abg. Aslan: Was machen Sie?
Ich komme zum Ende – ganz wichtig und ganz kurz –: Sie sollten eigentlich der Anwalt der Konsumenten in Österreich sein, Sie sollten vor allem die breite Bevölkerung vor dem Raubtierkapitalismus der internationalen Konzerne schützen, aber Sie machen genau gar nichts für die Bevölkerung! (Abg. Aslan: Was machen Sie?) Es ist höchst an der Zeit, dass Sie den Sessel räumen, dass ein freiheitlicher Konsumentenschutzminister kommen und Österreich endlich aufatmen kann. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Ende – ganz wichtig und ganz kurz –: Sie sollten eigentlich der Anwalt der Konsumenten in Österreich sein, Sie sollten vor allem die breite Bevölkerung vor dem Raubtierkapitalismus der internationalen Konzerne schützen, aber Sie machen genau gar nichts für die Bevölkerung! (Abg. Aslan: Was machen Sie?) Es ist höchst an der Zeit, dass Sie den Sessel räumen, dass ein freiheitlicher Konsumentenschutzminister kommen und Österreich endlich aufatmen kann. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist er erfolgreich?
Abgeordneter Johann Hechtl (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! Das war ein Rundumschlag gegen unseren erfolgreichen Bundesminister Alois Stöger (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist er erfolgreich?), der gezeigt hat, dass er in dieser schwierigen Situation ein Budget zustande bringt. Wenn ich mir die Untergruppe 20, Arbeit, ansehe, die eine Steigerung
Abg. Peter Wurm: Das waren alles Tatsachen, was ich erklärt habe!
von 6,7 Prozent gegenüber dem Voranschlag für 2016 vorzuweisen hat, glaube ich, dass dieser Rundumschlag nicht gerechtfertigt ist. (Abg. Peter Wurm: Das waren alles Tatsachen, was ich erklärt habe!)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zum Budget: Wir haben beim Kapitel Arbeit, Untergruppe 20, 8,6 Milliarden € in das Budget eingepreist. Das sind, wie schon gesagt, um 6,7 Prozent mehr als im Bundesvoranschlag für das Jahr 2016. Wir bekämpfen die Arbeitslosigkeit und unterscheiden uns generell, geschätzte Damen und Herren, von einigen anderen, weil wir die Arbeitslosigkeit und nicht die Arbeitslosen bekämpfen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Das Budget ist ein großes Budget, es entspricht den Herausforderungen, die sicherlich nicht leicht sind. Herr Bundesminister, es wird nicht einfach werden, aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese Hürde so wie in den vergangenen Jahren auch für 2017 schaffen werden und gratuliere zu diesem Mehr an Mitteln für die aktive Arbeitsmarktpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin ein bisschen irritiert darüber, dass das Thema Mindestsicherung eigentlich bisher kaum eine Rolle gespielt hat. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ÖGB-Präsident Foglar hat die De-facto-Abschaffung der Mindestsicherung als den größten sozialpolitischen Rückschritt der letzten 15 Jahre bezeichnet. Ich weiß nicht, wie Kollege Foglar auf 15 Jahre kommt, denn meinem Dafürhalten nach ist der Umstand, dass wir jetzt nicht nur keine Mindestsicherung, die diesen Namen verdient, mehr haben, sondern auch weit hinter das alte System der Sozialhilfe zurückfallen, ein dermaßen gravierender sozialpolitischer Rückschritt, dass man eigentlich nur mehr über die Unvernunft schreien könnte, die es jetzt – in bestimmten Kreisen, muss man so sagen – offensichtlich gibt, und auch über den Zynismus und die Rücksichtslosigkeit, mit der gegenüber den Ärmsten der Armen in dieser Republik agiert wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich halte das schlicht für eine Katastrophe, und ich mache dem Herrn Bundesminister da überhaupt keine Vorwürfe.
Abg. Rädler: Stimmt!
(Abg. Rädler: Stimmt!) Dem Sozialsprecher der ÖVP fällt angesichts einer gravierend steigenden Arbeitslosigkeit nichts anderes ein, als über die Verschärfung von Zumutbarkeitsbestimmungen zu reden. Das ist kein Ansatz, mit dem Arbeitslosigkeit bekämpft werden kann! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
(Abg. Rädler: Stimmt!) Dem Sozialsprecher der ÖVP fällt angesichts einer gravierend steigenden Arbeitslosigkeit nichts anderes ein, als über die Verschärfung von Zumutbarkeitsbestimmungen zu reden. Das ist kein Ansatz, mit dem Arbeitslosigkeit bekämpft werden kann! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!
Ich möchte meine Rede aber auch dazu nutzen, auf die Ausführungen des Kollegen Kickl einzugehen, aber nicht auf seine billige Polemik in Richtung Bundespräsidentschaftswahlkampf – das richtet sich von selbst. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!) Er hat einige Fakten angesprochen, die auch aus Anfragebeantwortungen resultieren, zu denen er selbst die Anfrage gestellt hat. Er hat sich darüber aufgeregt, dass Ausländer – Flüchtlinge, aber nicht nur Flüchtlinge, sondern Migranten – einen so hohen Anteil bei den Schulungen des AMS ausmachen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!) – Ich finde darin überhaupt keinen Nachteil. Ich finde es super, dass wenigstens das AMS Flüchtlinge – ich hoffe, es macht das gut – in Deutschkenntnissen, in anderen Qualifikationen weiterbildet. Ich würde mir wünschen, dass dieselbe Energie, die das AMS offensichtlich in Bezug auf die Deutschkenntnisse und sonstige Qualifikationen von Flüchtlingen aufwendet, auch vonseiten der Wirtschaft aufgebracht wird, um Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen zu können. Die haben nämlich Qualifikationen, nur sind sie nicht für unseren Arbeitsmarkt passend. (Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Sie haben Qualifikationen! Und das sind Leute, die teilweise aus Wirtschaften … (Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eine Qualifikation, Kollege Wöginger, nach unseren Maßstäben haben sie nicht, da haben Sie recht, aber das sind Leute, die wirtschaften können. Also so ist es nicht. Man muss nur ein bisschen genauer hinhören, wo ihre Qualifikationen liegen, und schauen, wie wir diese für uns nutzbar machen könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!
Ich möchte meine Rede aber auch dazu nutzen, auf die Ausführungen des Kollegen Kickl einzugehen, aber nicht auf seine billige Polemik in Richtung Bundespräsidentschaftswahlkampf – das richtet sich von selbst. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!) Er hat einige Fakten angesprochen, die auch aus Anfragebeantwortungen resultieren, zu denen er selbst die Anfrage gestellt hat. Er hat sich darüber aufgeregt, dass Ausländer – Flüchtlinge, aber nicht nur Flüchtlinge, sondern Migranten – einen so hohen Anteil bei den Schulungen des AMS ausmachen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!) – Ich finde darin überhaupt keinen Nachteil. Ich finde es super, dass wenigstens das AMS Flüchtlinge – ich hoffe, es macht das gut – in Deutschkenntnissen, in anderen Qualifikationen weiterbildet. Ich würde mir wünschen, dass dieselbe Energie, die das AMS offensichtlich in Bezug auf die Deutschkenntnisse und sonstige Qualifikationen von Flüchtlingen aufwendet, auch vonseiten der Wirtschaft aufgebracht wird, um Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen zu können. Die haben nämlich Qualifikationen, nur sind sie nicht für unseren Arbeitsmarkt passend. (Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Sie haben Qualifikationen! Und das sind Leute, die teilweise aus Wirtschaften … (Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eine Qualifikation, Kollege Wöginger, nach unseren Maßstäben haben sie nicht, da haben Sie recht, aber das sind Leute, die wirtschaften können. Also so ist es nicht. Man muss nur ein bisschen genauer hinhören, wo ihre Qualifikationen liegen, und schauen, wie wir diese für uns nutzbar machen könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!)
Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich möchte meine Rede aber auch dazu nutzen, auf die Ausführungen des Kollegen Kickl einzugehen, aber nicht auf seine billige Polemik in Richtung Bundespräsidentschaftswahlkampf – das richtet sich von selbst. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!) Er hat einige Fakten angesprochen, die auch aus Anfragebeantwortungen resultieren, zu denen er selbst die Anfrage gestellt hat. Er hat sich darüber aufgeregt, dass Ausländer – Flüchtlinge, aber nicht nur Flüchtlinge, sondern Migranten – einen so hohen Anteil bei den Schulungen des AMS ausmachen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!) – Ich finde darin überhaupt keinen Nachteil. Ich finde es super, dass wenigstens das AMS Flüchtlinge – ich hoffe, es macht das gut – in Deutschkenntnissen, in anderen Qualifikationen weiterbildet. Ich würde mir wünschen, dass dieselbe Energie, die das AMS offensichtlich in Bezug auf die Deutschkenntnisse und sonstige Qualifikationen von Flüchtlingen aufwendet, auch vonseiten der Wirtschaft aufgebracht wird, um Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen zu können. Die haben nämlich Qualifikationen, nur sind sie nicht für unseren Arbeitsmarkt passend. (Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Sie haben Qualifikationen! Und das sind Leute, die teilweise aus Wirtschaften … (Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eine Qualifikation, Kollege Wöginger, nach unseren Maßstäben haben sie nicht, da haben Sie recht, aber das sind Leute, die wirtschaften können. Also so ist es nicht. Man muss nur ein bisschen genauer hinhören, wo ihre Qualifikationen liegen, und schauen, wie wir diese für uns nutzbar machen könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!)
Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte meine Rede aber auch dazu nutzen, auf die Ausführungen des Kollegen Kickl einzugehen, aber nicht auf seine billige Polemik in Richtung Bundespräsidentschaftswahlkampf – das richtet sich von selbst. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!) Er hat einige Fakten angesprochen, die auch aus Anfragebeantwortungen resultieren, zu denen er selbst die Anfrage gestellt hat. Er hat sich darüber aufgeregt, dass Ausländer – Flüchtlinge, aber nicht nur Flüchtlinge, sondern Migranten – einen so hohen Anteil bei den Schulungen des AMS ausmachen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!) – Ich finde darin überhaupt keinen Nachteil. Ich finde es super, dass wenigstens das AMS Flüchtlinge – ich hoffe, es macht das gut – in Deutschkenntnissen, in anderen Qualifikationen weiterbildet. Ich würde mir wünschen, dass dieselbe Energie, die das AMS offensichtlich in Bezug auf die Deutschkenntnisse und sonstige Qualifikationen von Flüchtlingen aufwendet, auch vonseiten der Wirtschaft aufgebracht wird, um Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen zu können. Die haben nämlich Qualifikationen, nur sind sie nicht für unseren Arbeitsmarkt passend. (Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Sie haben Qualifikationen! Und das sind Leute, die teilweise aus Wirtschaften … (Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eine Qualifikation, Kollege Wöginger, nach unseren Maßstäben haben sie nicht, da haben Sie recht, aber das sind Leute, die wirtschaften können. Also so ist es nicht. Man muss nur ein bisschen genauer hinhören, wo ihre Qualifikationen liegen, und schauen, wie wir diese für uns nutzbar machen könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!
Ich möchte meine Rede aber auch dazu nutzen, auf die Ausführungen des Kollegen Kickl einzugehen, aber nicht auf seine billige Polemik in Richtung Bundespräsidentschaftswahlkampf – das richtet sich von selbst. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, das würden Sie nie machen!) Er hat einige Fakten angesprochen, die auch aus Anfragebeantwortungen resultieren, zu denen er selbst die Anfrage gestellt hat. Er hat sich darüber aufgeregt, dass Ausländer – Flüchtlinge, aber nicht nur Flüchtlinge, sondern Migranten – einen so hohen Anteil bei den Schulungen des AMS ausmachen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er hat es festgestellt!) – Ich finde darin überhaupt keinen Nachteil. Ich finde es super, dass wenigstens das AMS Flüchtlinge – ich hoffe, es macht das gut – in Deutschkenntnissen, in anderen Qualifikationen weiterbildet. Ich würde mir wünschen, dass dieselbe Energie, die das AMS offensichtlich in Bezug auf die Deutschkenntnisse und sonstige Qualifikationen von Flüchtlingen aufwendet, auch vonseiten der Wirtschaft aufgebracht wird, um Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen zu können. Die haben nämlich Qualifikationen, nur sind sie nicht für unseren Arbeitsmarkt passend. (Abg. Wöginger: 10 Prozent! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Sie haben Qualifikationen! Und das sind Leute, die teilweise aus Wirtschaften … (Abg. Wöginger: Von 100 haben 90 keine Qualifikation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eine Qualifikation, Kollege Wöginger, nach unseren Maßstäben haben sie nicht, da haben Sie recht, aber das sind Leute, die wirtschaften können. Also so ist es nicht. Man muss nur ein bisschen genauer hinhören, wo ihre Qualifikationen liegen, und schauen, wie wir diese für uns nutzbar machen könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Träumerei! Sozialromantik, aber nicht Wirklichkeit!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Wöginger.
Ich möchte aber zum Kollegen Kickl etwas sagen. Er hat sich darüber aufgeregt, dass diese Menschen bei den Schulungen so stark vertreten sind. Ich sage noch einmal, ich finde das gut! Aber aus der Anfrage des Kollegen Kickl beziehungsweise der Antwort des Ministers geht hervor, dass sie überall sonst, wo das AMS Leistungen ausbezahlt, weit unter dem Durchschnitt vertreten sind! Bei Leistungen wie Pensionsvorschuss, Umschulungsgeld, Arbeitsstiftungen liegt der Anteil von Ausländern außerhalb der EU bei 6,1 Prozent, bei Bildungsteilzeitgeld liegt er bei 1,7 Prozent, bei Weiterbildungsgeld, bei Bildungskarenz liegt er bei 2,2 Prozent. Das heißt, bei Ausländern außerhalb der EU – ich habe jetzt die EU-Ausländer nicht mitgerechnet – ist das ein katastrophal niedriger Anteil. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Wöginger.)
Abg. Fekter: Auch die Touristen?
führen.“ – Da steht nicht: nur die Flüchtlinge, da steht nicht: irgendwelche kriminellen Ausländer, da steht: alle Ausländer! (Abg. Fekter: Auch die Touristen?) – Also das war einer der dümmsten Zwischenrufe, die ich je gehört habe, und dafür nehme ich gerne auch einen Ordnungsruf … (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
führen.“ – Da steht nicht: nur die Flüchtlinge, da steht nicht: irgendwelche kriminellen Ausländer, da steht: alle Ausländer! (Abg. Fekter: Auch die Touristen?) – Also das war einer der dümmsten Zwischenrufe, die ich je gehört habe, und dafür nehme ich gerne auch einen Ordnungsruf … (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nein! Nein, ich habe es auf einen Zwischenruf bezogen …!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter! Sie wissen, dass solch persönliche Angriffe dem Ansehen dieses Hauses nicht guttun. – Wollen Sie den Ausdruck zurücknehmen? (Abg. Öllinger: Nein! Nein, ich habe es auf einen Zwischenruf bezogen …!) – Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf und bedauere sehr, dass Sie nicht einmal einsehen, etwas Ungehöriges getan zu haben. (Ruf bei der ÖVP: Das ist typisch!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist typisch!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter! Sie wissen, dass solch persönliche Angriffe dem Ansehen dieses Hauses nicht guttun. – Wollen Sie den Ausdruck zurücknehmen? (Abg. Öllinger: Nein! Nein, ich habe es auf einen Zwischenruf bezogen …!) – Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf und bedauere sehr, dass Sie nicht einmal einsehen, etwas Ungehöriges getan zu haben. (Ruf bei der ÖVP: Das ist typisch!)
Abg. Peter Wurm: Aber?
Es gäbe noch viel über das, was im „Handbuch freiheitlicher Politik“ steht, zu erzählen, aber ich komme auf einen anderen Punkt zu sprechen, nämlich darauf, was Sie mit Ihrem Antrag zu den Pensionen versuchen. Da merkt man nämlich auch, dass die Freiheitlichen keine Ahnung haben, wie das System funktioniert beziehungsweise wie es verbesserbar wäre. Sie fordern eine Mindestpension von 1 200 €. – Ja, ich würde sie auch jedem und jeder in Österreich vergönnen. (Abg. Peter Wurm: Aber?) Aber was bedeutet das? (Ruf bei der ÖVP: 3 Milliarden!) – Derzeit liegt die Ausgleichszulage bei circa 890 € brutto. Das ist wenig, ich weiß es. Meine Mutter bezieht auch eine Ausgleichszulage, also ich weiß, wie schwierig es ist, mit einer Ausgleichszulage nicht nur auf dem Land, sondern vor allem in der Stadt zu leben. Daher wäre es natürlich sehr gut, wenn die Mindestpension 1 200 € ausmachen würde. Aber im Bereich von 1 000 € bis 1 200 € liegt das Gros der österreichischen Pensionen, die meisten Menschen haben nicht mehr! Das heißt, wenn ich wirklich auf 1 200 € erhöhen würde, müsste ich circa einer Million Menschen diese Erhöhung gewähren. Das kostet Milliarden! (Abg. Peter Wurm: Wir wollen das! Sie nicht!)
Ruf bei der ÖVP: 3 Milliarden!
Es gäbe noch viel über das, was im „Handbuch freiheitlicher Politik“ steht, zu erzählen, aber ich komme auf einen anderen Punkt zu sprechen, nämlich darauf, was Sie mit Ihrem Antrag zu den Pensionen versuchen. Da merkt man nämlich auch, dass die Freiheitlichen keine Ahnung haben, wie das System funktioniert beziehungsweise wie es verbesserbar wäre. Sie fordern eine Mindestpension von 1 200 €. – Ja, ich würde sie auch jedem und jeder in Österreich vergönnen. (Abg. Peter Wurm: Aber?) Aber was bedeutet das? (Ruf bei der ÖVP: 3 Milliarden!) – Derzeit liegt die Ausgleichszulage bei circa 890 € brutto. Das ist wenig, ich weiß es. Meine Mutter bezieht auch eine Ausgleichszulage, also ich weiß, wie schwierig es ist, mit einer Ausgleichszulage nicht nur auf dem Land, sondern vor allem in der Stadt zu leben. Daher wäre es natürlich sehr gut, wenn die Mindestpension 1 200 € ausmachen würde. Aber im Bereich von 1 000 € bis 1 200 € liegt das Gros der österreichischen Pensionen, die meisten Menschen haben nicht mehr! Das heißt, wenn ich wirklich auf 1 200 € erhöhen würde, müsste ich circa einer Million Menschen diese Erhöhung gewähren. Das kostet Milliarden! (Abg. Peter Wurm: Wir wollen das! Sie nicht!)
Abg. Peter Wurm: Wir wollen das! Sie nicht!
Es gäbe noch viel über das, was im „Handbuch freiheitlicher Politik“ steht, zu erzählen, aber ich komme auf einen anderen Punkt zu sprechen, nämlich darauf, was Sie mit Ihrem Antrag zu den Pensionen versuchen. Da merkt man nämlich auch, dass die Freiheitlichen keine Ahnung haben, wie das System funktioniert beziehungsweise wie es verbesserbar wäre. Sie fordern eine Mindestpension von 1 200 €. – Ja, ich würde sie auch jedem und jeder in Österreich vergönnen. (Abg. Peter Wurm: Aber?) Aber was bedeutet das? (Ruf bei der ÖVP: 3 Milliarden!) – Derzeit liegt die Ausgleichszulage bei circa 890 € brutto. Das ist wenig, ich weiß es. Meine Mutter bezieht auch eine Ausgleichszulage, also ich weiß, wie schwierig es ist, mit einer Ausgleichszulage nicht nur auf dem Land, sondern vor allem in der Stadt zu leben. Daher wäre es natürlich sehr gut, wenn die Mindestpension 1 200 € ausmachen würde. Aber im Bereich von 1 000 € bis 1 200 € liegt das Gros der österreichischen Pensionen, die meisten Menschen haben nicht mehr! Das heißt, wenn ich wirklich auf 1 200 € erhöhen würde, müsste ich circa einer Million Menschen diese Erhöhung gewähren. Das kostet Milliarden! (Abg. Peter Wurm: Wir wollen das! Sie nicht!)
Abg. Peter Wurm: Sind die Grünen dagegen, Herr Öllinger?
(Abg. Peter Wurm: Sind die Grünen dagegen, Herr Öllinger?) – Na selbstverständlich, weil es viel bessere Lösungen gibt und weil das eine Lösung ist, die Milliarden pro Jahr kosten würde! Milliarden pro Jahr! Und Sie müssen uns erst einmal vorrechnen, woher Sie diese Milliarden nehmen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
(Abg. Peter Wurm: Sind die Grünen dagegen, Herr Öllinger?) – Na selbstverständlich, weil es viel bessere Lösungen gibt und weil das eine Lösung ist, die Milliarden pro Jahr kosten würde! Milliarden pro Jahr! Und Sie müssen uns erst einmal vorrechnen, woher Sie diese Milliarden nehmen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe des Abg. Peter Wurm.
Das ist der Punkt, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die FPÖ hat keine Ahnung von Sozialpolitik, und sie will auch keine haben! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Ich darf zunächst eine Abordnung der FCG und der GPA aus Oberösterreich begrüßen, die gekommen sind, um ihren August Wöginger zu sehen – nehme ich an –: Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Fekter
Wer diesen Ausführungen jetzt gefolgt ist, der, glaube ich, weiß nicht, ob es sich hier um Realpolitik handelt, aber ich möchte vielleicht zunächst noch einmal zu einem Zwischenruf Stellung beziehen – nämlich zu jenem des Herrn Abgeordneten Loacker –, da der vielleicht untergegangen ist. Er, den ich als Angestellten der Elite (Zwischenruf der Abg. Fekter), nämlich eines Herrn Haselsteiner, bezeichne, eines Vertreters des momentan scheinbar sehr erfolgreich tätigen Klüngels, der da für Herrn Hofer Wahlwerbung macht, indem er die Wahrnehmung des Volkes gar nicht mehr für sich erkennen kann (Abg. Loacker: … oder korrigieren Sie es kurz?) … – Lieber Herr Loacker, Sie haben während der Rede des Abgeordneten Grillitsch kein Recht, von „Bauernbonzen“ zu reden. (Abg. Loacker: Muss ich mir das von einem … Funktionär und Nationalratsabgeordneten sagen lassen?) Es ist untergegangen, aber das, glaube ich, zeichnet Sie nicht aus als einen ehemaligen ÖVP-Angehörigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Loacker: … oder korrigieren Sie es kurz?
Wer diesen Ausführungen jetzt gefolgt ist, der, glaube ich, weiß nicht, ob es sich hier um Realpolitik handelt, aber ich möchte vielleicht zunächst noch einmal zu einem Zwischenruf Stellung beziehen – nämlich zu jenem des Herrn Abgeordneten Loacker –, da der vielleicht untergegangen ist. Er, den ich als Angestellten der Elite (Zwischenruf der Abg. Fekter), nämlich eines Herrn Haselsteiner, bezeichne, eines Vertreters des momentan scheinbar sehr erfolgreich tätigen Klüngels, der da für Herrn Hofer Wahlwerbung macht, indem er die Wahrnehmung des Volkes gar nicht mehr für sich erkennen kann (Abg. Loacker: … oder korrigieren Sie es kurz?) … – Lieber Herr Loacker, Sie haben während der Rede des Abgeordneten Grillitsch kein Recht, von „Bauernbonzen“ zu reden. (Abg. Loacker: Muss ich mir das von einem … Funktionär und Nationalratsabgeordneten sagen lassen?) Es ist untergegangen, aber das, glaube ich, zeichnet Sie nicht aus als einen ehemaligen ÖVP-Angehörigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Loacker: Muss ich mir das von einem … Funktionär und Nationalratsabgeordneten sagen lassen?
Wer diesen Ausführungen jetzt gefolgt ist, der, glaube ich, weiß nicht, ob es sich hier um Realpolitik handelt, aber ich möchte vielleicht zunächst noch einmal zu einem Zwischenruf Stellung beziehen – nämlich zu jenem des Herrn Abgeordneten Loacker –, da der vielleicht untergegangen ist. Er, den ich als Angestellten der Elite (Zwischenruf der Abg. Fekter), nämlich eines Herrn Haselsteiner, bezeichne, eines Vertreters des momentan scheinbar sehr erfolgreich tätigen Klüngels, der da für Herrn Hofer Wahlwerbung macht, indem er die Wahrnehmung des Volkes gar nicht mehr für sich erkennen kann (Abg. Loacker: … oder korrigieren Sie es kurz?) … – Lieber Herr Loacker, Sie haben während der Rede des Abgeordneten Grillitsch kein Recht, von „Bauernbonzen“ zu reden. (Abg. Loacker: Muss ich mir das von einem … Funktionär und Nationalratsabgeordneten sagen lassen?) Es ist untergegangen, aber das, glaube ich, zeichnet Sie nicht aus als einen ehemaligen ÖVP-Angehörigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Wer diesen Ausführungen jetzt gefolgt ist, der, glaube ich, weiß nicht, ob es sich hier um Realpolitik handelt, aber ich möchte vielleicht zunächst noch einmal zu einem Zwischenruf Stellung beziehen – nämlich zu jenem des Herrn Abgeordneten Loacker –, da der vielleicht untergegangen ist. Er, den ich als Angestellten der Elite (Zwischenruf der Abg. Fekter), nämlich eines Herrn Haselsteiner, bezeichne, eines Vertreters des momentan scheinbar sehr erfolgreich tätigen Klüngels, der da für Herrn Hofer Wahlwerbung macht, indem er die Wahrnehmung des Volkes gar nicht mehr für sich erkennen kann (Abg. Loacker: … oder korrigieren Sie es kurz?) … – Lieber Herr Loacker, Sie haben während der Rede des Abgeordneten Grillitsch kein Recht, von „Bauernbonzen“ zu reden. (Abg. Loacker: Muss ich mir das von einem … Funktionär und Nationalratsabgeordneten sagen lassen?) Es ist untergegangen, aber das, glaube ich, zeichnet Sie nicht aus als einen ehemaligen ÖVP-Angehörigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Lugar
Das Zweite, die Rede des Herrn Öllinger: Er ist nach so langer politischer Tätigkeit in der Realpolitik überhaupt nicht angekommen, sondern weiter in seinem linken Wahrnehmungsbereich verfangen. Das wird immer ärger, was uns hier zugemutet wird. Waren Sie schon einmal in einem Gasthaus? Haben Sie schon einmal mit einem Wirt gesprochen? – Wenn wir heute darüber reden (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Lugar), wie viele Köche gebraucht werden, nenne ich Ihnen als Bürgermeister ein Beispiel: Setzen Sie sich einmal hin und hören Sie sich in einer Gemeinde an einem Sprechtag an, was die echten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sind. In meiner Gemeinde gibt es einen Betrieb mit 140 Beschäftigten im Tourismusbereich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) 80 Prozent der Beschäftigten sind aus Ungarn. Zugleich gibt es aber in meiner Gemeinde auch eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent. (Zwischenrufe des Abg. Öllinger.) Da sind viele dabei, die zu mir kommen; und wenn ich sage, da draußen ist ein Platz frei, da gäbe es eine Möglichkeit, in der Therme an der Rezeption – ich sage jetzt gar nicht, im Dienstleistungsbereich als Kellnerin oder wie auch immer – zu arbeiten, dann kommt die Antwort, dass man am Samstag und Sonntag arbeiten müsse und das nicht wolle.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das Zweite, die Rede des Herrn Öllinger: Er ist nach so langer politischer Tätigkeit in der Realpolitik überhaupt nicht angekommen, sondern weiter in seinem linken Wahrnehmungsbereich verfangen. Das wird immer ärger, was uns hier zugemutet wird. Waren Sie schon einmal in einem Gasthaus? Haben Sie schon einmal mit einem Wirt gesprochen? – Wenn wir heute darüber reden (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Lugar), wie viele Köche gebraucht werden, nenne ich Ihnen als Bürgermeister ein Beispiel: Setzen Sie sich einmal hin und hören Sie sich in einer Gemeinde an einem Sprechtag an, was die echten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sind. In meiner Gemeinde gibt es einen Betrieb mit 140 Beschäftigten im Tourismusbereich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) 80 Prozent der Beschäftigten sind aus Ungarn. Zugleich gibt es aber in meiner Gemeinde auch eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent. (Zwischenrufe des Abg. Öllinger.) Da sind viele dabei, die zu mir kommen; und wenn ich sage, da draußen ist ein Platz frei, da gäbe es eine Möglichkeit, in der Therme an der Rezeption – ich sage jetzt gar nicht, im Dienstleistungsbereich als Kellnerin oder wie auch immer – zu arbeiten, dann kommt die Antwort, dass man am Samstag und Sonntag arbeiten müsse und das nicht wolle.
Zwischenrufe des Abg. Öllinger.
Das Zweite, die Rede des Herrn Öllinger: Er ist nach so langer politischer Tätigkeit in der Realpolitik überhaupt nicht angekommen, sondern weiter in seinem linken Wahrnehmungsbereich verfangen. Das wird immer ärger, was uns hier zugemutet wird. Waren Sie schon einmal in einem Gasthaus? Haben Sie schon einmal mit einem Wirt gesprochen? – Wenn wir heute darüber reden (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Lugar), wie viele Köche gebraucht werden, nenne ich Ihnen als Bürgermeister ein Beispiel: Setzen Sie sich einmal hin und hören Sie sich in einer Gemeinde an einem Sprechtag an, was die echten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sind. In meiner Gemeinde gibt es einen Betrieb mit 140 Beschäftigten im Tourismusbereich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) 80 Prozent der Beschäftigten sind aus Ungarn. Zugleich gibt es aber in meiner Gemeinde auch eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent. (Zwischenrufe des Abg. Öllinger.) Da sind viele dabei, die zu mir kommen; und wenn ich sage, da draußen ist ein Platz frei, da gäbe es eine Möglichkeit, in der Therme an der Rezeption – ich sage jetzt gar nicht, im Dienstleistungsbereich als Kellnerin oder wie auch immer – zu arbeiten, dann kommt die Antwort, dass man am Samstag und Sonntag arbeiten müsse und das nicht wolle.
Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.
Sie wollen uns verklickern, dass es für einen Personenkreis nicht zumutbar sei, eine andere Tätigkeit anzunehmen. Sie kennen die Regionen im ländlichen Bereich nicht, aus denen Menschen – wie aus meiner Region – täglich eine Stunde nach Wien fahren, um zu arbeiten – freiwillig! Das ist zumutbar! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) Wovon reden Sie überhaupt? – Sie sind so fern von der Realität in Ihrem linken Wahrnehmungsbereich, und Sie bekommen von der Kollegin da drüben auch noch Unterstützung. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) – Ja, machen Sie so weiter, aber Sie werden wahrscheinlich vom Wähler noch mehr abgestraft werden als bisher (ironische Heiterkeit bei den Grünen – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wöginger, Öllinger und Walser), und ihr auch! (Beifall bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.
Sie wollen uns verklickern, dass es für einen Personenkreis nicht zumutbar sei, eine andere Tätigkeit anzunehmen. Sie kennen die Regionen im ländlichen Bereich nicht, aus denen Menschen – wie aus meiner Region – täglich eine Stunde nach Wien fahren, um zu arbeiten – freiwillig! Das ist zumutbar! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) Wovon reden Sie überhaupt? – Sie sind so fern von der Realität in Ihrem linken Wahrnehmungsbereich, und Sie bekommen von der Kollegin da drüben auch noch Unterstützung. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) – Ja, machen Sie so weiter, aber Sie werden wahrscheinlich vom Wähler noch mehr abgestraft werden als bisher (ironische Heiterkeit bei den Grünen – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wöginger, Öllinger und Walser), und ihr auch! (Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei den Grünen – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wöginger, Öllinger und Walser
Sie wollen uns verklickern, dass es für einen Personenkreis nicht zumutbar sei, eine andere Tätigkeit anzunehmen. Sie kennen die Regionen im ländlichen Bereich nicht, aus denen Menschen – wie aus meiner Region – täglich eine Stunde nach Wien fahren, um zu arbeiten – freiwillig! Das ist zumutbar! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) Wovon reden Sie überhaupt? – Sie sind so fern von der Realität in Ihrem linken Wahrnehmungsbereich, und Sie bekommen von der Kollegin da drüben auch noch Unterstützung. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) – Ja, machen Sie so weiter, aber Sie werden wahrscheinlich vom Wähler noch mehr abgestraft werden als bisher (ironische Heiterkeit bei den Grünen – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wöginger, Öllinger und Walser), und ihr auch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie wollen uns verklickern, dass es für einen Personenkreis nicht zumutbar sei, eine andere Tätigkeit anzunehmen. Sie kennen die Regionen im ländlichen Bereich nicht, aus denen Menschen – wie aus meiner Region – täglich eine Stunde nach Wien fahren, um zu arbeiten – freiwillig! Das ist zumutbar! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) Wovon reden Sie überhaupt? – Sie sind so fern von der Realität in Ihrem linken Wahrnehmungsbereich, und Sie bekommen von der Kollegin da drüben auch noch Unterstützung. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hakel und Öllinger.) – Ja, machen Sie so weiter, aber Sie werden wahrscheinlich vom Wähler noch mehr abgestraft werden als bisher (ironische Heiterkeit bei den Grünen – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wöginger, Öllinger und Walser), und ihr auch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da müssen wir den Präventionsbereich fördern, und da ist auch der Konsumentenschutz gefordert. Der VKI beschreitet bereits diese Wege. Mit der entsprechend notwendigen Dotierung sind wir also in Zukunft auch gefordert. Ich hoffe, dass das im nächsten Jahr auch wieder seinen Niederschlag finden wird, und sage ein Dankeschön für die Dotierungen im Budget 2017. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Peter Wurm: Gelogen war das!
Das ist unrichtig! Sie haben den Absatz nicht weitergelesen. (Abg. Peter Wurm: Gelogen war das!) Es ist für alle Österreicherinnen und Österreicher nachlesbar. Es handelt sich um jene, „die kriminell geworden sind, Integrationsunwillen zeigen oder für
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen. – Abg. Wöginger: Das ist typisch, Herr Öllinger!
die kein Platz am Arbeitsmarkt ist“. – Das ist für alle Österreicherinnen und Österreicher auch online nachlesbar. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen. – Abg. Wöginger: Das ist typisch, Herr Öllinger!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Lugar: Marschieren wir dann ein in Syrien? – Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Wurm und Hafenecker.
Abgeordnete Mag. Aygül Berivan Aslan (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Kollege Wurm! Es ist kein Wunder, dass sich die FPÖ für Türkeipolitik oder Syrienpolitik interessiert, denn ihr seid genau diejenigen, die bei Kriegen und Krisen weggeschaut und sich dann über die Flüchtlinge aufgeregt haben. Bitte schämen Sie sich! Friedenspolitik muss eine Angelegenheit aller Abgeordneten dieses Hauses sein! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lugar: Marschieren wir dann ein in Syrien? – Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Wurm und Hafenecker.)
Abg. Peter Wurm: Weil Sie keine Zeit haben zum Lesen …!
Zum Konsumentenschutz, Herr Abgeordneter Wurm: Kein Wunder, dass Sie sich sozusagen als Outsider im Konsumentenschutz fühlen, denn Sie bringen nur die peinlichsten Anträge ohne konkreten Inhalt, ohne konkreten Vorschlag ein. (Abg. Peter Wurm: Weil Sie keine Zeit haben zum Lesen …!) Das ist auch der Grund dafür, dass Sie heute wirklich peinlicherweise mit dem Finger auf andere zeigen, denn was die FPÖ bitte konsumentenschutzpolitisch macht, das ist nur reine Ankündigungspolitik. Sie liefern ja gar keine Inhalte. Lassen Sie bitte Ihre Anträge in Zukunft von den Juristen einmal überprüfen, dann können wir Ihre Anträge im Ausschuss weiterverhandeln! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) – Herr Wurm, Zuhören ist eine der schwierigsten Kommunikationsformen, aber wem erzähle ich das? – Die FPÖ ist ja bekannt für ihre Kommunikationsform. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Zum Konsumentenschutz, Herr Abgeordneter Wurm: Kein Wunder, dass Sie sich sozusagen als Outsider im Konsumentenschutz fühlen, denn Sie bringen nur die peinlichsten Anträge ohne konkreten Inhalt, ohne konkreten Vorschlag ein. (Abg. Peter Wurm: Weil Sie keine Zeit haben zum Lesen …!) Das ist auch der Grund dafür, dass Sie heute wirklich peinlicherweise mit dem Finger auf andere zeigen, denn was die FPÖ bitte konsumentenschutzpolitisch macht, das ist nur reine Ankündigungspolitik. Sie liefern ja gar keine Inhalte. Lassen Sie bitte Ihre Anträge in Zukunft von den Juristen einmal überprüfen, dann können wir Ihre Anträge im Ausschuss weiterverhandeln! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) – Herr Wurm, Zuhören ist eine der schwierigsten Kommunikationsformen, aber wem erzähle ich das? – Die FPÖ ist ja bekannt für ihre Kommunikationsform. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Konsumentenschutz, Herr Abgeordneter Wurm: Kein Wunder, dass Sie sich sozusagen als Outsider im Konsumentenschutz fühlen, denn Sie bringen nur die peinlichsten Anträge ohne konkreten Inhalt, ohne konkreten Vorschlag ein. (Abg. Peter Wurm: Weil Sie keine Zeit haben zum Lesen …!) Das ist auch der Grund dafür, dass Sie heute wirklich peinlicherweise mit dem Finger auf andere zeigen, denn was die FPÖ bitte konsumentenschutzpolitisch macht, das ist nur reine Ankündigungspolitik. Sie liefern ja gar keine Inhalte. Lassen Sie bitte Ihre Anträge in Zukunft von den Juristen einmal überprüfen, dann können wir Ihre Anträge im Ausschuss weiterverhandeln! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) – Herr Wurm, Zuhören ist eine der schwierigsten Kommunikationsformen, aber wem erzähle ich das? – Die FPÖ ist ja bekannt für ihre Kommunikationsform. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Tut nicht immer so scheinheilig!
Ich will jetzt meine Redezeit natürlich nicht mit der FPÖ vergeuden, sondern zum Konsumentenschutz sprechen. (Ruf bei der FPÖ: Tut nicht immer so scheinheilig!) Natürlich ist es wichtig, dass eben die Verbraucherorganisationen, die Verbraucherschlichtungsstellen auch gut finanziert und gesichert werden. (Ruf bei der FPÖ: Abgehoben!) Man muss dabei nur sagen, weil wir gerade die aktuelle Debatte um die Bankomatgebühren erlebt haben, dass Sie, Herr Minister, auch angemerkt haben, dass die Gruppenklage ein sehr wichtiges rechtliches Instrument ist. Damals hat auch Herr Bundesminister Hundstorfer gesagt, dass die Gruppenklage ein sehr günstiges Mittel und Modell sein kann. Angeblich gibt es seit Jahren einen Entwurf, aber es gibt auch seit Jahren kein Anzeichen einer Umsetzung. (Abg. Peter Wurm: Seid ihr für Bankomatgebühren? Sind die Grünen jetzt für Bankomatgebühren?) Da muss man also auch irgendwie nachhelfen.
Ruf bei der FPÖ: Abgehoben!
Ich will jetzt meine Redezeit natürlich nicht mit der FPÖ vergeuden, sondern zum Konsumentenschutz sprechen. (Ruf bei der FPÖ: Tut nicht immer so scheinheilig!) Natürlich ist es wichtig, dass eben die Verbraucherorganisationen, die Verbraucherschlichtungsstellen auch gut finanziert und gesichert werden. (Ruf bei der FPÖ: Abgehoben!) Man muss dabei nur sagen, weil wir gerade die aktuelle Debatte um die Bankomatgebühren erlebt haben, dass Sie, Herr Minister, auch angemerkt haben, dass die Gruppenklage ein sehr wichtiges rechtliches Instrument ist. Damals hat auch Herr Bundesminister Hundstorfer gesagt, dass die Gruppenklage ein sehr günstiges Mittel und Modell sein kann. Angeblich gibt es seit Jahren einen Entwurf, aber es gibt auch seit Jahren kein Anzeichen einer Umsetzung. (Abg. Peter Wurm: Seid ihr für Bankomatgebühren? Sind die Grünen jetzt für Bankomatgebühren?) Da muss man also auch irgendwie nachhelfen.
Abg. Peter Wurm: Seid ihr für Bankomatgebühren? Sind die Grünen jetzt für Bankomatgebühren?
Ich will jetzt meine Redezeit natürlich nicht mit der FPÖ vergeuden, sondern zum Konsumentenschutz sprechen. (Ruf bei der FPÖ: Tut nicht immer so scheinheilig!) Natürlich ist es wichtig, dass eben die Verbraucherorganisationen, die Verbraucherschlichtungsstellen auch gut finanziert und gesichert werden. (Ruf bei der FPÖ: Abgehoben!) Man muss dabei nur sagen, weil wir gerade die aktuelle Debatte um die Bankomatgebühren erlebt haben, dass Sie, Herr Minister, auch angemerkt haben, dass die Gruppenklage ein sehr wichtiges rechtliches Instrument ist. Damals hat auch Herr Bundesminister Hundstorfer gesagt, dass die Gruppenklage ein sehr günstiges Mittel und Modell sein kann. Angeblich gibt es seit Jahren einen Entwurf, aber es gibt auch seit Jahren kein Anzeichen einer Umsetzung. (Abg. Peter Wurm: Seid ihr für Bankomatgebühren? Sind die Grünen jetzt für Bankomatgebühren?) Da muss man also auch irgendwie nachhelfen.
Abg. Peter Wurm: Das war unser Vorschlag, Frau Kollegin! Das haben Sie nur übernommen! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Fichtinger und Hafenecker.
Kartellstrafen finanzieren lässt. (Abg. Peter Wurm: Das war unser Vorschlag, Frau Kollegin! Das haben Sie nur übernommen! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Fichtinger und Hafenecker.) Es gibt auch eine Novellierung des Kartellgesetzes, da haben Sie, Herr Minister, schon angedeutet, dass Sie die Sache auch nutzen werden. Ich hoffe, dass sich die Regierung bald einmal auf ein gemeinsames Vorgehen einigt. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kartellstrafen finanzieren lässt. (Abg. Peter Wurm: Das war unser Vorschlag, Frau Kollegin! Das haben Sie nur übernommen! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Fichtinger und Hafenecker.) Es gibt auch eine Novellierung des Kartellgesetzes, da haben Sie, Herr Minister, schon angedeutet, dass Sie die Sache auch nutzen werden. Ich hoffe, dass sich die Regierung bald einmal auf ein gemeinsames Vorgehen einigt. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Peter Wurm: Insgesamt 2,5 …!
Für den Konsumentenschutz stehen im Jahr 2017 4,5 Millionen € mehr zur Verfügung als im Jahr 2016, das ist ein Plus von 1,4 Millionen €. (Abg. Peter Wurm: Insgesamt 2,5 …!) Dieses Plus dient überwiegend der Finanzierung und Absicherung des Vereines für Konsumenteninformation, VKI.
Abg. Peter Wurm: Das hören wir seit Jahren! Das wird … nichts!
Herr Kollege Wurm, ich weiß nicht, ob Sie bei der Sitzung des Budgetausschusses dabei waren, denn auch unser Herr Minister hat dort klargelegt, dass es für ihn entscheidend ist, dass die VKI-Finanzierung öffentlich gesichert wird – das wurde in der Budgetausschusssitzung gesagt (Abg. Peter Wurm: Das hören wir seit Jahren! Das wird … nichts!) –, nämlich, wie auch meine Vorrednerin gesagt hat, durch die Novelle des Kartellrechts, die ehest dem Parlament vorliegen wird.
Abg. Peter Wurm: Frau Kollegin, umdrehen und dem Minister sagen, nicht uns!
Apropos Banken: Meiner Ansicht nach ist es wirklich nicht nachvollziehbar, dass eine Bank in letzter Zeit Tausende Kundinnen und Kunden angeschrieben hat und sie vor die Alternative gestellt hat (Abg. Peter Wurm: Frau Kollegin, umdrehen und dem Minister sagen, nicht uns!), ihr altes Konto ruhend zu stellen sowie ein neues teureres Kontomodell zu wählen, da sonst ihr altes Konto gekündigt werde. Die Spesen des neuen Kontos würden sich um ein Vielfaches erhöhen. Auch die AK hat dazu eine Rechnung angestellt: Das günstigste Konto im Vorjahr hat bei 280 Buchungen 88 € gekostet, beim neuen Konto werden es aber 150 € sein. (Abg. Peter Wurm: Das ist Ihr Minister, Frau Kollegin! Das ist kein freiheitlicher Minister, das ist Ihr Minister!) Dazu kommt noch, dass Bankomatbehebungen und Automatentransaktionen bei billigeren Varianten nicht mehr gratis wären.
Abg. Peter Wurm: Das ist Ihr Minister, Frau Kollegin! Das ist kein freiheitlicher Minister, das ist Ihr Minister!
Apropos Banken: Meiner Ansicht nach ist es wirklich nicht nachvollziehbar, dass eine Bank in letzter Zeit Tausende Kundinnen und Kunden angeschrieben hat und sie vor die Alternative gestellt hat (Abg. Peter Wurm: Frau Kollegin, umdrehen und dem Minister sagen, nicht uns!), ihr altes Konto ruhend zu stellen sowie ein neues teureres Kontomodell zu wählen, da sonst ihr altes Konto gekündigt werde. Die Spesen des neuen Kontos würden sich um ein Vielfaches erhöhen. Auch die AK hat dazu eine Rechnung angestellt: Das günstigste Konto im Vorjahr hat bei 280 Buchungen 88 € gekostet, beim neuen Konto werden es aber 150 € sein. (Abg. Peter Wurm: Das ist Ihr Minister, Frau Kollegin! Das ist kein freiheitlicher Minister, das ist Ihr Minister!) Dazu kommt noch, dass Bankomatbehebungen und Automatentransaktionen bei billigeren Varianten nicht mehr gratis wären.
Beifall bei der SPÖ.
Der Konsumentenschutz ist ein Thema, das uns auch in den nächsten Jahren fordern und mit Sicherheit nicht an Brisanz verlieren wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Hagen.
Der VKI ist eine wichtige Einrichtung und darf nicht weiter ausgehungert werden, Herr Minister! Ich glaube, es ist angedacht, dass die Novelle des Kartellrechts die Finanzierung sicherstellen sollte. Das wollen wir hoffen, denn die Menschen brauchen den Konsumentenschutz. – Herzlichen Dank. (Beifall des Abg. Hagen.)
Allgemeiner Beifall.
Wir befinden uns da inhaltlich an der Schnittstelle: auf der einen Seite die soziale Verantwortung für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, auf der anderen Seite geht es da sehr wohl auch um die Finanzierung der Zukunft. An dieser Stelle darf ich auch die Vertreterinnen und Vertreter, die Schüler des BG und BRG Lilienfeld begrüßen, die heute bei uns zu Gast sind. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich mit einem Hinweis schließen: Es geht nicht darum, die Diskussion zu führen, welches dieser drei Systeme das bessere ist. Jedes System hat seine Vorteile, jedes System hat seine Stärken, und es geht darum, diese Stärken miteinander zu koppeln und damit den Lebensstandard der Österreicherinnen und Österreicher abzusichern, damit natürlich auch die Kaufkraft abzusichern und damit in der Folge die Arbeitsplätze in unserem Lande ebenfalls zu sichern. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wir müssen sehen, wie wichtig dieses Familienbild gerade im Sozialbereich ist und wie wesentlich dieses Bild auch für die Budgetkosten in diesem Bereich ist, weil die Familie die wichtigste und kleinste Zelle ist, von der Geburt bis zur Pflege. Ich möchte nicht von einem Roboter gepflegt werden. Es wird hier immer von der 24-Stunden-Hilfe geredet, wo leider aufgrund der schlechten Löhne meist nur ausländische Pflegerinnen zu finden sind. Ich möchte, wenn es geht, von Familienangehörigen in Würde und wertgeschätzt gepflegt werden. Der Dank gilt an dieser Stelle allen Pflegerinnen und Pflegern, allen Familienangehörigen, die bereit sind, in der Pflege täglich tätig zu sein und wertvollste Arbeit zu leisten. Ein aufrichtiges herzliches Vergelts Gott! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Abg. Öllinger: Habe ich nicht gemacht! Da hast du nicht aufgepasst!
Herr Kollege Loacker, ich kann mir schon vorstellen, dass es schön wäre, wenn ich auch einmal mit meiner Familie ein Thermenwochenende einlegen könnte, das wäre wunderbar. Ich glaube, dass das auch für das Familienleben förderlich wäre. Wir müssen uns darum halt bei der Arbeit kümmern – aber es möge einer hier herinnen einen Vorschlag machen, wie das funktionieren soll. An Vorschlägen fehlt es mir hier sehr, auch beim Kollegen Öllinger. Man kann nicht nur sozialromantische Vorschläge machen, das Ganze muss ja auch finanzierbar sein. (Abg. Öllinger: Habe ich nicht gemacht! Da hast du nicht aufgepasst!) Gründe bitte eine Firma, Herr Kollege, zahle einmal in deinem Leben Löhne! Reden wir von dem, wer sie bezahlt, und nicht von dem, was gefordert wird! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Herr Kollege Loacker, ich kann mir schon vorstellen, dass es schön wäre, wenn ich auch einmal mit meiner Familie ein Thermenwochenende einlegen könnte, das wäre wunderbar. Ich glaube, dass das auch für das Familienleben förderlich wäre. Wir müssen uns darum halt bei der Arbeit kümmern – aber es möge einer hier herinnen einen Vorschlag machen, wie das funktionieren soll. An Vorschlägen fehlt es mir hier sehr, auch beim Kollegen Öllinger. Man kann nicht nur sozialromantische Vorschläge machen, das Ganze muss ja auch finanzierbar sein. (Abg. Öllinger: Habe ich nicht gemacht! Da hast du nicht aufgepasst!) Gründe bitte eine Firma, Herr Kollege, zahle einmal in deinem Leben Löhne! Reden wir von dem, wer sie bezahlt, und nicht von dem, was gefordert wird! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Du verstehst überhaupt nichts! – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Das ist ja typisch! Wenn es um Vorschläge geht, sind die Freiheitlichen zuständig. Du hast gesprochen … (Abg. Öllinger: Du verstehst überhaupt nichts! – Zwischenruf des Abg. Brosz.) – Bitte, Herr Kollege Öllinger, das können wir gerne ausdiskutieren! Wir müssen so weit sein, dass wir auch Vorschläge präsentieren, und das möchte ich gerade machen.
Abg. Öllinger: Das ist ja jetzt schon leistbar! Du passt nicht auf! Du hast keine Ahnung!
Lieber Kollege Öllinger, wenn du sagst, eine Stunde Anfahrtszeit zur Arbeit ist zumutbar, dann frage ich dich, ob es leistbar ist. (Abg. Öllinger: Das ist ja jetzt schon leistbar! Du passt nicht auf! Du hast keine Ahnung!) Der Autofahrer als Melkkuh dieser Nation kann sich das nicht leisten, gerade wenn er vom ländlichen Raum kommt, den wir gerade ruinieren. Und da komme ich jetzt gleich zur nächsten Tafel. (Abg. Öllinger: Ja, zeig deine Tafeln!)
Abg. Öllinger: Ja, zeig deine Tafeln!
Lieber Kollege Öllinger, wenn du sagst, eine Stunde Anfahrtszeit zur Arbeit ist zumutbar, dann frage ich dich, ob es leistbar ist. (Abg. Öllinger: Das ist ja jetzt schon leistbar! Du passt nicht auf! Du hast keine Ahnung!) Der Autofahrer als Melkkuh dieser Nation kann sich das nicht leisten, gerade wenn er vom ländlichen Raum kommt, den wir gerade ruinieren. Und da komme ich jetzt gleich zur nächsten Tafel. (Abg. Öllinger: Ja, zeig deine Tafeln!)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Konsumentenschutzminister, ich bitte um deine Unterstützung, dass wir ganz schnell diesen Lebensmittelskandal, wie ich ihn nenne, bereinigen. Da haben wir viel Arbeit vor uns. 100 Prozent unserer Konsumentinnen und Konsumenten verdienen es nämlich, für ihr hart verdientes Geld ehrliche Ware auf ihren Teller zu bekommen. Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
klar und sehr stark hinter den VKI gestellt und, wenn es sein muss, auch vor den VKI gestellt, dass er alle Klagen einbringen darf und auch soll – geht es da doch um die Stärkung der Konsumentinnen und Konsumenten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Verbraucherschutz wird sich verändern, da geht es in Zukunft insbesondere um die Fragen: Was spielt sich im Internethandel ab, und wie gehen wir damit um? Da braucht es einen starken Verbraucherschutz, und ich trete dafür ein, dass es da zu fairen Bedingungen zwischen Anbietern und Verbrauchern kommt. Allen, die Verbraucherinnen und Verbraucher über den Tisch ziehen wollen, sage ich: Das geht nicht, da werden wir sehr genau hinsehen! Mir ist es ein Anliegen, dass wir gemeinsam, alle Bereiche, die im Konsumentenschutz tätig sind, die Rolle der Verbraucher stärken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ
Wenn hier im Saal die FPÖ zum Thema Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz spricht, dann fällt mir immer wieder nur das Sprichwort vom Hund ein, der auf die Knackwurst aufpassen soll. Das kann nicht funktionieren (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ), denn gerade die FPÖ ist eine Partei, die hier herinnen immer wieder nichts unversucht lässt, Institutionen wie Arbeiterkammer und Gewerkschaft schlechtzumachen, zu schwächen, und das wird bei den ArbeitnehmerInnen nicht gutgeheißen, das spiegelt sich auch in den Vertretungen wider.
Beifall bei der SPÖ.
In den Institutionen, in denen für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gekämpft wird, in den Arbeiterkammern, in den Gewerkschaften, spielt die FPÖ eine untergeordnete Rolle, eben aufgrund der Stärke, in der sie dort vertreten ist, und fällt eigentlich unter den Artenschutz; deshalb mache ich mir da keine Sorgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Natürlich gibt es Förderungen! … Investitionsförderungen …!
Noch ein Wort ist erwähnt worden: das Wort Förderungen. Ich kann das nicht mehr hören! Es gibt keine Förderung, es gibt keine Unterstützung, keinen Cent für die Landwirtschaft, hinter denen nicht eine Leistung steht – an Arbeit, an Investition oder an Umweltleistungen und vieles, vieles mehr. (Abg. Pirklhuber: Natürlich gibt es Förderungen! … Investitionsförderungen …!) Diese Diskussion gleitet ab, das wäre ja so, als würde man jedem, der im öffentlichen Dienst oder in einer öffentlichen Funktion tätig ist, vorhalten, er bekäme keine Entlohnung, kein Gehalt, sondern eine Förderung.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Gessl-Ranftl.
Bitte kehren wir wieder zur Sachlichkeit zurück! Widmen wir uns dieser Diskussion mit mehr Ernst! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Gessl-Ranftl.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Das ist nur ein Beispiel, das uns zeigt, wie wichtig der Konsumentenschutz in vielen Bereichen ist und dass er dementsprechend gut aufgestellt sein muss, damit unsere Konsumentinnen und Konsumenten auch in Zukunft zu ihrem Recht kommen. Meine sehr geschätzten Damen und Herren, in diesem Budget, das hat sich gezeigt, ist Platz dafür, und das stimmt mich wirklich zuversichtlich. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zwecks zusätzlicher Finanzierung des VKI gibt es den Wunsch, Bußgelder aus Verfahren vor der Bundeswettbewerbsbehörde zweckgewidmet an den VKI zu geben. Das Führen von Musterprozessen ist sicherlich ein ganz wichtiger Teil der Arbeit des VKI, allerdings denke ich doch, dass es nicht dazu führen darf, dass Prozesse nur zur Finanzierung des VKI geführt werden. Für mindestens ebenso wichtig halte ich Schlichtungsstellen, weil Prozesse zu führen nicht das einzige Instrument des Konsumentenschutzes ist; Schlichtungsstellen, wie sie im Alternativen Streitbeilegungsgesetz geregelt sind: im Energiebereich, im Telekombereich, im Postbereich und vor allem – immer wichtiger – im Bereich des Internets. Ich ersuche, in Zukunft auch auf diese Schlichtungsstellen verstärkt das Augenmerk zu legen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau deshalb hat der Bauer eine Sonderstellung, und deshalb dürfen wir nicht, wenn der Bauer in Bedrängnis ist, einfach sagen: Okay, unternehmerisches Risiko, dann gibt es halt weniger Bauern; importieren wir halt mehr! Das rächt sich nämlich dann in der Krise, und dann möchte ich sehen, was passiert, wenn aufgrund solcher Entscheidungen die Menschen Hunger leiden. Und das ist möglich! Viele glauben es ja nicht, aber das ist tatsächlich möglich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das heißt, Sie müssen jetzt nicht schauen, dass wir eine Quote von 70, 80 Prozent zusammenbringen, wie aktuell, sondern Sie sollten – jetzt, in guten Zeiten – eine Quote von 100, 120 Prozent, was die Lebensmittelsicherheit betrifft, zustande bringen. Genau das Gegenteil ist aber der Fall: Wir hungern die Landwirte aus, und wir geben ihnen nicht die Möglichkeit, zu überleben – und das ist ein Riesenproblem. Deshalb ist es absolut gerechtfertigt, die Bauern zu unterstützen, damit sie auch morgen noch dafür sorgen können, dass wir etwas zu essen haben. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ
Und dann heißt es: Ja, denen kann man das nicht wegnehmen, denn das ist der Vertrauensschutz, und die haben sich doch darauf eingerichtet, und die haben doch ein Recht darauf, denn die wollen ja ihren Lebensstandard halten! – Na, fragen Sie einmal die hunderttausend Pensionistinnen, die unter der Armutsgrenze leben! Da geht es nicht darum, den Lebensstandard zu halten und fünfmal im Jahr auf Urlaub zu fahren. Da geht es darum: Kann ich mir mein Essen überhaupt noch kaufen und leisten? (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ) – wenn noch dazu die Mieten steigen und auch die Lebensmittelpreise ins Exorbitante steigen und das nicht abgegolten wird.
Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.
Gerade jene, die so wenig Pension haben, sind die treuesten Wähler, die Sie haben. Natürlich werden Sie sich um die nicht kümmern, die wählen Sie ja ohnehin, denn das haben sie immer schon gemacht. Das sind treue Seelen. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.) Aber deswegen wird es ja nicht gerechter! Es wird ja nicht gerechter,
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Schaffen wir Gerechtigkeit! Schaffen wir diese Spitzenpensionen ab! Durchbrechen wir diesen verrückten Vertrauensschutz! Denn: Jener, der sich sein Leben nicht leisten kann, der kann – bei dieser Regierung – auch nicht darauf vertrauen, dass er ausreichend Geld bekommt. Deshalb: Erhöhen wir die Pensionen so, dass das Leben möglich ist, und schaffen wir endlich diese Spitzenpensionen ab, von denen Sie und Ihre Freunde ganz stark profitieren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben heute von Kollegen Loacker, wie auch schon beim letzten Mal, eine massive Kritik an einer einzelnen Sozialversicherung gehört. Ich glaube, wir könnten solche Probleme längstens los sein, und dann bräuchte man sich nicht auf einen Berufsstand einzuschießen, der nichts Böses getan hat, wenn wir es endlich auch schaffen würden, Sozialversicherungen zusammenzulegen. Auch das wäre einmal ein wesentlicher und wichtiger Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.
Ich glaube, gerade für den Gesundheitsbereich gilt: Wenn wir da zu privatisieren beginnen, dann haben wir einen Dominoeffekt, und dann geht es in eine Richtung, die wir nicht mehr haben möchten, denn dann haben wir wirklich nur noch Gesundheitsversorgung für einige wenige, die es sich gut leisten können. Das ist ein Weg, den wir absolut ablehnen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.
Wir bitten Sie daher, Frau Bundesminister – Sie haben es versprochen, und wir vertrauen Ihnen auch –: Passen Sie auf und schauen Sie bitte, dass der niedergelassene Bereich wirklich auch verstärkt wird, für die Menschen zur Verfügung steht und dass es wieder Jungärzte gibt, die sich trotz dieser Sozialversicherungen einen Kassenvertrag nehmen! Es ist nämlich nicht nur die niedrige Entlohnung durch die Kassen, die die Ärzte abhält – das muss man auch sagen –, es ist auch diese überbordende Bürokratie und es sind die Mystery Shopper, die dann die Ärzte unter Generalverdacht stellen. All das sind viele, viele Punkte, die dazu führen, dass es immer weniger junge Ärzte gibt, die einen Kassenvertrag wollen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.)
Abg. Lopatka: Außer dem Pirklhuber niemand!
wer angesprochen gefühlt?) – Es ist nicht die Frage, ob sich jemand angesprochen fühlt. (Abg. Lopatka: Außer dem Pirklhuber niemand!) Es wurde ausgesprochen.
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Bevor ich in die Thematik einsteige, möchte ich dir, lieber Walter Schopf, zu deinem heutigen runden Geburtstag recht, recht herzlich gratulieren. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Karlsböck: Die Ärzte haben Sie vergessen!
Das hat es in Wirklichkeit noch nie gegeben, dass sich Bund, Länder und Sozialversicherung gemeinsam dafür einsetzen, dass die medizinische Versorgung neben den bisherigen Arztpraxen, wie wir sie kennen, durch neue Angebote erweitert wird. (Abg. Karlsböck: Die Ärzte haben Sie vergessen!) Dieser richtungsweisende Schritt ist dringend notwendig, denn Sie haben es ja richtig gesagt: Egal, in welches Bundesland wir schauen, es ist immer das Gleiche: Die Landärzte bangen um ihre Nachfolge. Überall, tagtäglich sehen wir das. In der Steiermark ist es sogar so weit, dass viele Ärzte, die auf dem Land praktizieren, ihre Pensionierung hinauszögern, weil sie keine Nachfolge mehr haben. Aktuell gibt es in der Steiermark für 9 von 12 offenen Planstellen, die ausgeschrieben wurden, gar keine Bewerbungen mehr. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Kein Wunder …!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Kein Wunder …!
Das hat es in Wirklichkeit noch nie gegeben, dass sich Bund, Länder und Sozialversicherung gemeinsam dafür einsetzen, dass die medizinische Versorgung neben den bisherigen Arztpraxen, wie wir sie kennen, durch neue Angebote erweitert wird. (Abg. Karlsböck: Die Ärzte haben Sie vergessen!) Dieser richtungsweisende Schritt ist dringend notwendig, denn Sie haben es ja richtig gesagt: Egal, in welches Bundesland wir schauen, es ist immer das Gleiche: Die Landärzte bangen um ihre Nachfolge. Überall, tagtäglich sehen wir das. In der Steiermark ist es sogar so weit, dass viele Ärzte, die auf dem Land praktizieren, ihre Pensionierung hinauszögern, weil sie keine Nachfolge mehr haben. Aktuell gibt es in der Steiermark für 9 von 12 offenen Planstellen, die ausgeschrieben wurden, gar keine Bewerbungen mehr. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Kein Wunder …!)
Zwischenruf des Abg. Karlsböck
Die Fälle von Kassenstellen, die nicht mehr nachbesetzt werden können, häufen sich von Monat zu Monat. Das sind doch Alarmzeichen, auf die wir dringend reagieren müssen, und wir müssen, ob wir wollen oder nicht, auch zur Kenntnis nehmen, dass sich die Lebenswelten sowohl von den Patientinnen und Patienten als auch von den Ärztinnen und Ärzten massiv verändert haben. Die berufstätigen Patienten wollen längere Öffnungszeiten, das ist auch legitim (Zwischenruf des Abg. Karlsböck), und die jungen Ärzte – ich habe mit einigen von ihnen gesprochen, mehr als die Hälfte von ihnen ist weiblich – wollen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Zwischenruf des Abg. Karlsböck. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, das ist genau das Problem!
Dieser Entwicklung sollten – ich glaube sogar: müssen – wir mit neuen sogenannten Primärversorgungseinheiten Rechnung tragen – ich rede nicht nur von Zentren –, in denen Ärzte auch mit anderen Gesundheitsberufen zusammenarbeiten und so gewährleisten, dass es zu einer besseren medizinischen Versorgung kommt. (Zwischenruf des Abg. Karlsböck. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, das ist genau das Problem!) Wie das in der Praxis gehen kann, zeigt das Beispiel Mariazell: Da arbeiten Chirurgen
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, wenn die Sozialversicherung …!
Redet doch nicht immer von Verstaatlichung! Ich weiß, dass mit dem bisherigen Hausarztmodell – Sie haben es ja selbst gesagt, – nicht mehr das Auslangen gefunden wird, wenn sich keiner mehr um die offenen Planstellen bewirbt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, wenn die Sozialversicherung …!) Wenn das nicht geht, ist es grob fahrlässig, was einige Ärztekammerfunktionäre machen, so wie heute Vormittag am Ballhausplatz, dass sie mit Streikdrohungen durchs Land ziehen und so eine bessere, effizientere Gesundheitsversorgung in der Zukunft zu verhindern versuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Redet doch nicht immer von Verstaatlichung! Ich weiß, dass mit dem bisherigen Hausarztmodell – Sie haben es ja selbst gesagt, – nicht mehr das Auslangen gefunden wird, wenn sich keiner mehr um die offenen Planstellen bewirbt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, wenn die Sozialversicherung …!) Wenn das nicht geht, ist es grob fahrlässig, was einige Ärztekammerfunktionäre machen, so wie heute Vormittag am Ballhausplatz, dass sie mit Streikdrohungen durchs Land ziehen und so eine bessere, effizientere Gesundheitsversorgung in der Zukunft zu verhindern versuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.
Ich möchte schon auch sagen, dass es zumindest einmal befremdlich ist, dass, ausgemacht von Bund, Ländern und Sozialversicherung hinter verschlossenen Türen, eine Artikel-15a-Vereinbarung bekannt gegeben wird, die ganz große Veränderung mit sich bringt. Es gibt dann auch schon das erste Umsetzungsgesetz, das nächste Woche im Gesundheitsausschuss beschlossen werden soll, ohne Begutachtung, ohne dass darüber öffentlich diskutiert werden kann, und zwar in einer sehr, sehr wichtigen Sache. Das ist demokratiepolitischer Nonsens der Sonderklasse. So sollte es eigentlich wirklich nicht laufen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei den Grünen.
Auch der Interessenausgleich ist über Bord geworfen worden. In diesen Gremien sitzen hauptsächlich die Financiers und Leistungserbringer. Die haben, wenn sie Entscheidungen treffen, als Erstes einmal den Sparstift vor Augen. Das ist auch ihr gutes Recht, es ist ihre Aufgabe, Verknappungsentscheidungen zu treffen, aber gerade deshalb müssten in diesen Gremien auch Personen sitzen, die Patienteninteressen vertreten, die Qualitätsinteressen vertreten und die auch die Interessen der Gesundheitsberufe vertreten, denn auch die Gesundheitsberufe brauchen gute Arbeitsbedingungen, um den Menschen helfen zu können. Es ist aus unserer Sicht also ganz wichtig, dass in diese Gremien auch Vertreter von Gesundheitsberufen hineinkommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Franz.
200 Millionen € stellen die Sozialversicherung und die Länder zusammen zur Verfügung, um diese Versorgungszentren auszubauen. Aber wer garantiert uns, bitte, dass diese 200 Millionen € nicht in die Anschubfinanzierung für Investoren und Kapitalgesellschaften gehen? Wenn das wirklich kommt, müssten sehr, sehr gute Steuerungsmechanismen verhindern, dass Versichertengelder, Bundesgelder, öffentliche Gelder in die Renditen von Investoren fließen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Franz.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Loacker und Franz.
Ich hoffe also wirklich sehr, dass es noch Nachverhandlungen vor der Beschlussfassung geben wird, ansonsten werden wir vielleicht bald wie König Pyrrhus nach dem Sieg über die Römer sagen müssen: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“ (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Loacker und Franz.)
Abg. Pirklhuber: Nicht schon wieder!
Ich möchte Sie alle beruhigen. Der damalige deutsche Gesundheitsminister Seehofer hat einmal gesagt: Nach der Reform ist vor der Reform. (Abg. Pirklhuber: Nicht schon wieder!) Wenn wir jetzt immer von Reformrhetorik reden: Ein Bereich, in den circa 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hineingehen und in dem es um Lebensentscheidungen geht, wird immer ein Diskussionsbereich sein. Ich hoffe nur, dass Reformen nicht Reformrhetorik sind, denn Reformen müssen natürlich irgendwie den real life check schaffen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Franz.
Niveau hat, und ich bedanke mich noch einmal bei allen Berufsgruppen, die es so weit gebracht haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Franz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Frau Ministerin, leider konnten Sie nicht dabei sein, als wir im Budgetausschuss zum Teil kabarettartige Szenen erlebt haben, als es darum ging, dass Wirkungsziele drinstehen, die schon lange erreicht wurden, und Ausgabenobergrenzen festgesetzt werden, die wir sowieso schon bei Weitem unterschritten haben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Des Weiteren möchte ich auch noch Folgendes anfügen: Ich habe gefragt, warum kein Geld vorgesehen ist, um Schulärzte und das umfangreiche Schulärztewesen in ELGA aufzunehmen, da doch alle Kinder von ihnen untersucht werden. Es werden Haltungsschäden, Sehfehler, Hörfehler und weitere Dinge festgestellt, und das wird alles nicht in ELGA dokumentiert. Die Antwort auf meine Frage war: um Missbrauch vorzubeugen. – Die Schulärzte genießen also einen hohen Grad an Vertrauen in unserem Gesundheitsministerium. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf abschließend noch einmal sehr herzlich für die großartige Arbeit danken und hoffen, dass wir bis morgen Abend bei den Abschlussabstimmungen doch noch etwas für die Frauen in diesem Land bewegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Wertes Hohes Haus! Ich möchte wieder auf das Gesundheitsthema zu sprechen kommen. Bevor ich auf einige Bedenken eingehe, möchte ich an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an die hervorragenden Ärztinnen und Ärzte und Betreuer im Gesundheitsbereich, die wir in Österreich haben, aussprechen. So viel einmal vorweg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie wissen genau: Die Dosis macht das Gift aus, und die Summe des Cocktails ist das, was letztlich schädlich ist. Da gibt es sehr viele Länder, die dem schon vorbildhaft entgegenwirken, nur bei uns ist das leider noch ein bisschen im Hintertreffen. Ich spreche von BBA, Glyphosat, gesättigten Mineralölen in Lebensmitteln et cetera. Prävention im Gesundheitswesen ist meines Erachtens ein ganz wichtiger Punkt, nicht nur für jeden Einzelnen, um präventiv für seine Gesundheit etwas zu tun, sondern auch ein wirklich wichtiger Kostenersparnispunkt im Budget. Dazu hätte ich mir ein bisschen mehr Schwerpunkt im Budget gewünscht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Punkt, den wir uns vorgenommen haben, macht – Frau Kollegin Weigerstorfer – bei der Frage, ob Prävention zu kurz kommt, finanziell zwar nur einen geringen Prozentsatz aus, wird aber eine große Flächenwirkung entwickeln: „Frühe Hilfen“ ist das Projekt, mit dem wir sehr, sehr zeitig einsteigen, nämlich bereits bevor Kinder geboren sind: in der Schwangerschaft, in einer Zeit, in der man Fälle herausfiltern kann, bei denen es möglicherweise Schwierigkeiten geben könnte. In diesem Bereich gibt es dann ein großes Betreuungsnetz, auf das Menschen zurückgreifen können. Wir versuchen damit, Spätfolgen vorzubeugen und gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden ein flächendeckendes Netz aufzubauen. Das läuft erst sehr kurz, läuft aber wirklich sehr gut und ist, glaube ich, eines der Vorzeigeprojekte, wo man gemeinsam in der Kooperation mit wenig Geld aus dem Gesundheitsressort sehr vieles auf die Beine bringen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne hoffe ich, dass dieses Geld, das in meinem Budgetkapitel eingepreist ist, weiterhin gut verwendet wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rasinger: Stimmt ja nicht!
Wenn man in Zeitungsmeldungen nachliest, merkt man, dass junge Kolleginnen und Kollegen nicht mehr Hausarzt werden wollen. (Abg. Rasinger: Stimmt ja nicht!) Das sind multifaktorielle Gründe. Erwin Rasinger hat sowohl hier als Redner als auch auf der Bank die ganze Zeit gesagt: Es ist die schlechte Bezahlung. – Es ist sehr multifaktoriell! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur Bürokratie!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur Bürokratie!
Wenn man in Zeitungsmeldungen nachliest, merkt man, dass junge Kolleginnen und Kollegen nicht mehr Hausarzt werden wollen. (Abg. Rasinger: Stimmt ja nicht!) Das sind multifaktorielle Gründe. Erwin Rasinger hat sowohl hier als Redner als auch auf der Bank die ganze Zeit gesagt: Es ist die schlechte Bezahlung. – Es ist sehr multifaktoriell! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur Bürokratie!)
Abg. Karlsböck: Sagen wir seit zehn Jahren! Richtig!
Beginnen wir mit dem Studium. Wir haben eine Studieneingangsphase, in der man den Studienzugang nur schafft, wenn man sehr viel Geld in die Hand nimmt, Vorbereitungskurse macht – manche Länder fördern das –, um dann sozusagen in die Elite aufgenommen zu werden, um Medizin studieren zu können. (Abg. Karlsböck: Sagen wir seit zehn Jahren! Richtig!) Das heißt, die Studienplatzbeschränkung hat gebracht, dass diejenigen, die studieren, natürlich schauen, dass sie ihr Studium möglichst qualitativ hochwertig in Forschung, Lehre weiterführen können, und dass viele sich denken, der Hausarzt, das ist nicht das, was ich möchte. Das heißt, vielleicht sollten wir uns überlegen, wie elitär wir das Studium machen.
Abg. Mückstein: … Fachärzten!
Kommen wir weiter zur Ausbildung! (Abg. Mückstein: … Fachärzten!) Es stimmt, dass im Endausbau unterschiedliche Bezahlungen zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten bestehen. Prinzipiell – ich weiß es noch aus meiner Zeit – versuchen die meisten Kollegen, Facharzt zu werden, und die wenigsten wollen Hausarzt werden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber es ist geplant!
im Bund über die Artikel-15a-Vereinbarung. Ich glaube, Sie alle sind im Gesundheitswesen Österreichs fit genug, um zu wissen, dass nahezu jedes Bundesland den Betrieb der Krankenanstalten nicht im Rahmen des Gemeinde- oder des Landesbudgets, sondern im Rahmen von Gesellschaften führt. Nirgends ist der private Investor eine Pharmafirma. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber es ist geplant!) – Nirgendwo, nirgendwo ist das passiert, was jetzt versucht wird, Wien zu unterstellen.
Abg. Karlsböck: Aber es ist möglich! Aber es passiert dann!
Die Diskussionen sind im Laufen. Ich glaube, es gibt heute eine Aussendung zum Thema Organisationsform, wozu im nächsten Jahr eine Entscheidung getroffen wird. Die Personalvertreter/Personalvertreterinnen vor Ort, glaube ich, sind ausreichend alarmiert, stellen sich auch auf die Beine und versuchen auch, zum Wohle der PatientInnen und zum Wohle der MitarbeiterInnen zu agieren. Diese Behauptung, dass alle Spitäler der Stadt Wien zu privaten Spitälern werden und gleichzeitig private Investoren einzelne Arztpraxen übernehmen, diese zusammenschließen und dann das private Netz machen, ist schlichtweg völlig überzogen und falsch. Es liegt weder im Interesse des Bundes noch der Länder noch der Sozialversicherungen, privaten Konzernen Tür und Tor zu öffnen. (Abg. Karlsböck: Aber es ist möglich! Aber es passiert dann!) – Diese Verhandlungen laufen noch.
Abg. Mückstein: In Deutschland ist es passiert!
Wir haben jetzt Ambulatorien, ich sage es noch einmal, zum Beispiel der PSD, der Psychosozialen Dienste in Wien: Das wäre so ein Unternehmen, auf das Konzerne weltweit anspringen und versuchen würden, es zu übernehmen. (Abg. Mückstein: In Deutschland ist es passiert!) Die Entwicklungsdiagnostischen Zentren der Stadt Wien, wo Kinder mit Entwicklungsrückständen behandelt werden: Sie glauben, dass eine Pharmafirma oder sonst jemand großen Wert darauf legen würde, das gewinnorientiert zu machen? – Das ist schlichtweg nicht der Fall! (Abg. Karlsböck: Was passiert dann?)
Abg. Karlsböck: Was passiert dann?
Wir haben jetzt Ambulatorien, ich sage es noch einmal, zum Beispiel der PSD, der Psychosozialen Dienste in Wien: Das wäre so ein Unternehmen, auf das Konzerne weltweit anspringen und versuchen würden, es zu übernehmen. (Abg. Mückstein: In Deutschland ist es passiert!) Die Entwicklungsdiagnostischen Zentren der Stadt Wien, wo Kinder mit Entwicklungsrückständen behandelt werden: Sie glauben, dass eine Pharmafirma oder sonst jemand großen Wert darauf legen würde, das gewinnorientiert zu machen? – Das ist schlichtweg nicht der Fall! (Abg. Karlsböck: Was passiert dann?)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Wenn wir Österreich weiter gut versorgen wollen, dann diskutieren wir auf dem Boden der Tatsachen: hart, aber fair! (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall des Abg. Rasinger.
brauchen wir für Hausärztinnen und Hausärzte eine bessere Ausbildung, eine bessere Bezahlung und natürlich auch weniger Bürokratie. (Beifall des Abg. Rasinger.)
Abg. Öllinger: Ja, wahrscheinlich!
Wenn wir ab 25. November 16 Tage lang an allen Ecken und Enden der Republik Veranstaltungen gegen Gewalt an Frauen und Kindern haben, dann kann man nur eines dazu sagen: Ja, meine Damen und Herren, Gewalt an Frauen und an Kindern gibt es nicht erst seit der Flüchtlingskrise, die hat es in unserem Land davor gegeben und die gibt es nach wie vor. Ich bin fassungslos, dass wir das nicht in den Griff bekommen. Ich meine, schön langsam brauchen wir ein Männerprogramm, um ihnen zu erklären, wie weit man gehen kann und wie weit nicht. (Abg. Öllinger: Ja, wahrscheinlich!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Das sollten wir auch überlegen, denn es ist unvorstellbar, dass das nach wie vor in einigen Bereichen oder Kreisen sozusagen ein Kavaliersdelikt ist. Es ist ein krimineller Akt, der in unserer Gesellschaft nichts verloren hat, und wir haben alles zu unternehmen, um der Gewalt Einhalt zu gebieten. Sich jetzt auf irgendwelche Flüchtlinge auszureden, das ist zu einfach! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
In einer Zivilgesellschaft, wie wir sie in Österreich haben, hat Gewalt an Frauen und Kindern keinen Platz. Ich hoffe sehr, Frau Bundesministerin, dass Sie da – ich weiß, dass das so sein wird – weiter dran sein werden. Ich wünsche Ihnen alles Gute. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Johann Hechtl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! Es ist ein bisschen schwer, nach den Ausführungen des Kollegen Karlsböck zu sprechen, weil ich der Meinung bin, er hat die Ausführungen unserer Gesundheitsministerin nicht richtig verstanden, die gemeint hat – sinngemäß –, das Gesundheitswesen sei uns viel zu wichtig, um Ängste zu schüren. Gerade das Gegenteil macht Kollege Karlsböck! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Sie sind für mich ein Garant dafür, dass wir eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung, eine praktizierende Gesundheitsversorgung haben, und jene Persönlichkeit in der Gesundheitspolitik in Österreich, die auf dieses Gesundheitssystem aufpasst und auch für die Zukunft sicherstellt, dass ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
ÖVP-Ecke, ihr müsst schauen: Wenn ihr auf dieser Ebene erfolgreich sein wollt, dann müsst ihr auch wirklich etwas tun! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ärzten, den Pflegern, Krankenschwestern, den medizinisch-technischen Diensten, den Hebammen und allen, die hier große Leistungen erbringen. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben einen enormen Aufholbedarf, nicht nur im Bereich Kinderbetreuung, sondern offensichtlich auch im Bereich der Frauenprojektförderung, und ich glaube, das ist etwas, das man in Zukunft ändern könnte: wie mit den Budgetmitteln im Frauenministerium konkret umgegangen wird. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
dafür einsetzen würde, dass Konzerninteressen in den Vordergrund gestellt werden, ist wirklich absurd – wirklich absurd! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit es nicht heißt, dass ich vielleicht als Sozialdemokrat befangen sei, nehme man Erwin Rasinger als Beispiel her. Ich weiß nicht, ob es irgendjemanden in diesem Raum gibt, der glaubt, dass Erwin Rasinger sich als Hausarzt einem US-Investmentfonds verkaufen möchte. – Das ist wirklich absurd. Das sind Entwicklungen, die hier im Parlament auch niemand glaubt. Gehen wir bitte dieser Propaganda nicht auf den Leim und versuchen wir nicht, die Menschen zu verunsichern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, diese Reformen sind notwendig. Das Zauberwort in diesem Bereich heißt Zusammenarbeit: Zusammenarbeit all jener Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten. Das beginnt in der Pflege, bei den Ärztinnen und Ärzten, bei der Physiotherapie, reicht von den medizinisch-technischen Diensten über die Ergotherapie bis hin zu den Apothekerinnen und Apothekern. Das alles sind Berufsgruppen, die gemeinsam zum Wohle des Patienten arbeiten sollen, das müssen wir in Zukunft stärken und daran Stück für Stück arbeiten. Versuchen wir wirklich, die Menschen mitzunehmen statt Angst zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen können, deshalb habe ich das heute noch einmal explizit angesprochen und hinterfragt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schenk: Ja!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Ein oder zwei Sätze, um das klarzustellen: Wien ist der Ort, wo das geschieht. (Abg. Schenk: Ja!) Was die öffentliche Hand betrifft: Weder das Ministerium noch die Stadt Wien haben mit diesem Frauenhaus etwas zu tun, weder mit Spenden noch mit sonstigen Dingen.
Beifall bei der SPÖ.
„Bedarf“ – unter Anführungszeichen – selbst deckt, und das in vorbildlicher Art und Weise. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinbichler: Alles Schreibtischtäter!
Es gibt auch die Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz, diese wird mit 200 000 € gefördert. Meine Damen und Herren, was ist diese Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz? – In dieser Fachstelle werden neuartige, serienmäßig hergestellte Aufstallungssysteme und neuartige technische Ausrüstungen für Tierhaltung, serienmäßig hergestellte Haltungssysteme und Stalleinrichtungen sowie Heimtierunterkünfte und Heimtierzubehör geprüft und bewertet. (Abg. Steinbichler: Alles Schreibtischtäter!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Für die Evaluierung der Haltungssysteme im Bereich der Abferkelbuchten sind im Gesundheitsbudget insgesamt 189 944 € vorgesehen, dieses Projekt läuft noch bis Ende 2017. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Um die dauerhafte und tierschutzrechtskonforme Unterbringung der Affen in Gänserndorf, die nach wie vor Thema ist, sicherstellen zu können (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und die ordnungsgemäße Betreuung der Tiere durch eine ausreichende Anzahl qualifizierter Betreuungspersonen sowie eine wissenschaftlich ausgewiesene Leitung zur Fortsetzung des laufenden Resozialisierungsprogramms zu gewährleisten, stellt das Ministerium für dieses Projekt wieder 165 000 € zur Verfügung. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Um die dauerhafte und tierschutzrechtskonforme Unterbringung der Affen in Gänserndorf, die nach wie vor Thema ist, sicherstellen zu können (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und die ordnungsgemäße Betreuung der Tiere durch eine ausreichende Anzahl qualifizierter Betreuungspersonen sowie eine wissenschaftlich ausgewiesene Leitung zur Fortsetzung des laufenden Resozialisierungsprogramms zu gewährleisten, stellt das Ministerium für dieses Projekt wieder 165 000 € zur Verfügung. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinbichler: Bauernschutz brauchen wir!
Anhand dieses kurzen Umrisses, meine Damen und Herren, sehen Sie, dass der Bereich Tierschutz der Bundesregierung wichtig ist und auch in Zukunft seinen hohen Stellenwert behalten wird. Ich bedanke mich bei der Frau Gesundheitsministerin, dass sie dieses Budget auch in Sachen Tierschutz durch- und umgesetzt hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinbichler: Bauernschutz brauchen wir!)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich sagen: In der Gesamtbetrachtung stellt sich für mich heraus, dass Frauenpolitik viel, viel mehr Geld bräuchte, auch wenn es eine Querschnittsmaterie ist, und auch inhaltlich einige Korrekturen nötig wären. Frauenpolitik muss sich an den Lebensumständen der Frauen orientieren und darf nicht von Parteiideologie geprägt sein. Ich hoffe, Frau Minister, da bekomme ich Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Schittenhelm hat vorhin einen Punkt zum Thema Brustkrebs-Screening kritisiert. Ich würde mir beim Thema Brustkrebs-Screening ein Wirkungsziel wünschen, und das ist die Qualität der Untersuchung beziehungsweise der Befunde. Wir haben nämlich seit dem Screening eine Doppelbefundung, und ich glaube, wir sind uns alle sicher und davon überzeugt, dass die Qualität der Befundung durch diese Maßnahme massiv gesteigert worden ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Oberhauser: Sozialminister!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst eine Bemerkung zur Rede von Frau Kollegin Schittenhelm, deren Vorschlag ich ausdrücklich unterstützen möchte: Es braucht wahrscheinlich Programme, die sich spezifisch an Männer wenden, gegen die Gewalt, die von Männern ausgeübt wird. Ich finde das – auch angesichts mancher Reaktionen hier im Saal – eine durchaus überlegenswerte Sache, aber das würde dann nicht die Frau Bundesministerin betreffen (Bundesministerin Oberhauser: Sozialminister!), sondern den Herrn Sozialminister, vermute ich fast einmal, mit der Männerabteilung; aber egal, wie: Ich finde es jedenfalls notwendig. – So viel dazu.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Kinderarzt!
Ich weiß aber auf der anderen Seite, dass du, Frau Bundesministerin, jemand bist, der für das Gespräch steht; darum ersuche ich alle beteiligten Gruppen, bei den anstehenden, nicht einfachen Operationen, die da zu tätigen sind, die Ärzte, das Gesundheitspersonal, aber auch die Versicherten mitzunehmen. Es ist gut, wenn es eine Zielvereinbarungskommission geben soll, aber die soll dann bitte auch Ziele für die Versicherten vereinbaren, die für jene verständlich sind. Eines dieser Ziele wäre etwa, dass es keine Wartezeiten über x Tage auf eine orthopädische Operation, beim Facharzt für Augenheilkunde und so weiter – wir kennen ja die Schwachstellen – geben darf. Das wäre ein Fortschritt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Kinderarzt!)
Beifall des Abg. Loacker.
Ich möchte auch der Kollegin Diesner-Wais ein bisschen die Angst davor nehmen, dass man in solchen Versorgungszentren keine Wahlfreiheit bei den Ärzten mehr hat. Natürlich kann man den Arzt immer frei wählen. Es wird einem nicht vorgeschrieben, welchen Arzt man aufsuchen soll. Es wäre ja absurd, wenn man in diese Richtung denken würde. Und man muss in der Diskussion vielleicht auch einmal anmerken, dass ja auch in Versorgungszentren Menschen, Ärztinnen und Ärzte, arbeiten, die das Wohl des Patienten, der Patientin in den Mittelpunkt stellen. (Beifall des Abg. Loacker.) Es steht ja nicht nur der wirtschaftliche Erfolg im Mittelpunkt. Ich meine, das sollte man in dieser Diskussion wirklich ein bisschen mitbedenken und man sollte in unserer postfaktischen Welt, in der man anscheinend nur mehr mit Bauchstimmungen Politik machen kann, vielleicht auch ein bisschen mehr auf Fakten basierend sprechen.
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind überzeugt davon, dass die Zusammenarbeit in den Versorgungszentren gut ist, dass sie wichtig ist und dass damit die Herausforderungen im Gesundheitssystem in den nächsten Jahren bestmöglich gemeistert werden können. Ich möchte mich den Worten von Karl Öllinger anschließen: Sabine Oberhauser steht für ehrliche Politik, eine Politik, die den Patienten und ein solidarisches Gesundheitssystem in den Mittelpunkt stellt. Dafür ist Sabine Oberhauser sicherlich eine Garantin. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brosz: Geh bitte!
Ganz besonders wichtig erscheint mir das Ziel „Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen“. Gerade in den letzten Monaten haben wir erschreckende Berichte über Gewalttaten, über Morde und brutale sexuelle Übergriffe auf Frauen gehört. Ich erinnere nur an den bestialischen Mord am Brunnenmarkt. Damals wurde gesagt, es sei ein Einzelfall, aber es reiht sich Einzelfall an Einzelfall von barbarischen Verbrechen, die früher so bei uns nie stattgefunden haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brosz: Geh bitte!) Die Massenimmigration aus muslimischen Ländern hat Männer nach Europa gebracht, die bedingt durch ihre Religion ein ganz anderes Frauenbild haben, das in unserer aufgeklärten Gesellschaft nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz besonders wichtig erscheint mir das Ziel „Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen“. Gerade in den letzten Monaten haben wir erschreckende Berichte über Gewalttaten, über Morde und brutale sexuelle Übergriffe auf Frauen gehört. Ich erinnere nur an den bestialischen Mord am Brunnenmarkt. Damals wurde gesagt, es sei ein Einzelfall, aber es reiht sich Einzelfall an Einzelfall von barbarischen Verbrechen, die früher so bei uns nie stattgefunden haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brosz: Geh bitte!) Die Massenimmigration aus muslimischen Ländern hat Männer nach Europa gebracht, die bedingt durch ihre Religion ein ganz anderes Frauenbild haben, das in unserer aufgeklärten Gesellschaft nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch Sitten und Gebräuche aus diesen Herkunftsländern wurden importiert, in denen muslimische Frauen und Mädchen in ihrer persönlichen Freiheit massiv eingeschränkt werden, sodass sie sich oft nicht einmal trauen, ihre Wohnung zu verlassen. Ich hoffe, Frau Minister, dass sich diese Frauen irgendwann einmal trauen, auch in die Beratungszentren zu kommen. Da muss die Frauenministerin sehr bestimmt präventiv tätig sein und Bewusstsein schaffen, auch wenn das Budget jetzt nicht erhöht wurde. Ich bitte Sie, Frau Minister, sprechen Sie nicht nur von Beratung, sondern erzwingen Sie Integration und das Anerkennen unserer Werte und somit den Schutz für Frauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frauen und Mädchen sollen sich in der Öffentlichkeit frei bewegen können, ohne Angst vor Übergriffen haben zu müssen. Sie sollen natürlich auch im familiären Umfeld vor jeglichem Missbrauch geschützt sein, und das ganz entsprechend dem Ziel: „Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen“. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir seitens der Mondi – das ist ein Weltkonzern mit neun Standorten hier in Österreich – haben über dieses erfolgreiche Projekt, für das ich mich noch einmal recht herzlich bedanken möchte, hinaus erstmalig ein nachhaltiges Gesundheitskonzept für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt und dafür selbst Geld in die Hand genommen; sie sollen länger gesund und dadurch auch im Arbeitsprozess bleiben können. Das, liebe Damen und Herren des Hohen Hauses, sollte auch in Zukunft unsere Verantwortung sein, nämlich in der Prävention zu arbeiten und nicht erst danach, wenn wir schon krank sind und die Kosten explodieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lasse mich da nicht abspeisen und strecke da wirklich die Hand in Richtung ÖVP aus. Ich halte es nicht mehr aus, bis zum Frühjahr vertröstet zu werden. Das Frauenbudget gehört aufgestockt! Ich bitte, noch einmal ernsthaft darüber nachzudenken, und bitte auch den Finanzminister, wirklich ein Zeichen an die Frauen zu setzen und dieses Budget von 10 Millionen € noch aufzustocken. Wir haben das bitter nötig, denn die Frauen haben das verdient. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Herr und Frau Minister! Hohes Haus! Ich habe mich mit der Vorsorge beschäftigt und mit dem Vorsorgebudget und damit, was vom Gesundheitsministerium hinsichtlich Vorsorge geplant ist. Ich bin da auf verschiedene Projekte wie Genderprojekte und Tollwutprojekte gestoßen – dass die miteinander zusammenhängen, wage ich hier jetzt nicht zu behaupten. (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Katzian: Sie wollen es sich selbst aussuchen!
Stellen Sie sich vor, man würde in der Honorarordnung mit den Metallern so umgehen, wie man mit den Ärzten umgeht, und in jedem Bundesland und bei jeder Krankenkasse andere Honorare einfordern! Ich glaube, das würde nicht funktionieren. (Abg. Katzian: Sie wollen es sich selbst aussuchen!) – Wir wollen mitreden! Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Sozialdemokratie zulassen würde, dass so etwas bei anderen
Beifall bei der FPÖ.
Berufsgruppen Standard würde. Da wären die Ringstraße und der Heldenplatz voll mit demonstrierenden Gewerkschaftern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen auch insgesamt wachsam sein – das ist heute schon mehrmals angesprochen worden –, denn die Industrialisierung der Medizin steht vor der Tür. Es gibt eine Wiederkehr des Taylorismus. Taylorismus bedeutet, dass alle Prozesse in der Industrie eingeteilt, segmentiert und gewissen Dienstleistern zugeordnet werden. Ich halte es für ganz schlecht, wenn man öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel den Wiener Krankenanstaltenverbund auch nur teilprivatisiert, denn das ist nicht im Sinne der Patienten und nicht im Sinne der öffentlichen Gesundheitsversorgung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man muss dazu wissen, dass es in Europa Beispiele dafür gibt, dass Spitalsverbünde in Großstädten privatisiert beziehungsweise privaten Betreibern übergeben wurden, zum Beispiel in Hamburg. Da ist ein negativer Effekt aufgetreten, und damit repliziere ich auf Kollegen Öllinger: Wissen Sie, was da in Hamburg passiert ist? – Da sind plötzlich die gut bewerteten und gut bezahlten Operationen in den ehemals öffentlichen Spitälern, die durch private Betreiber administriert wurden, sprunghaft angestiegen. Da ist man nach einiger Zeit, nach einigen Jahren draufgekommen, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, wenn Stadtverwaltungen ihre öffentlichen Versorgungseinrichtungen privaten Betreibern in die Hand geben. Ich sage Ja zu Privatspitälern, ich sage aber eindeutig Nein zur Privatisierung von großen öffentlichen Apparaten wie dem Wiener KAV. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Beifall bei der FPÖ.
Wir haben ein PHC auf der Mariahilfer Straße; das funktioniert nach meiner Information so halbwegs. Das zweite PHC, das angedacht worden ist beziehungsweise schon betriebsbereit stünde, will kein Mensch. Das nimmt niemand. Warum nimmt das niemand? Warum betreibt keine Gesellschaft oder kein Zusammenschluss von Ärzten dieses PHC, obwohl das andere PHC mit 200 000 € subventioniert worden ist? – Keine einzige Ordination in Österreich ist jemals subventioniert worden; dieses PHC ist subventioniert worden. Aus meiner Sicht wäre es viel sinnvoller, Ärztezentren zu errichten – da geht auch die Ärztekammer mit –, als sich ständig auf PHCs zu fokussieren, die kein Mensch will und wahrscheinlich auch nicht wirklich von den Patienten gebraucht werden. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke mir, da sollten wir in der Debatte noch wirklich in die Tiefe gehen und uns noch einmal gründlich darüber unterhalten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Kolleginnen und Kollegen, das ist wichtig und sinnvoll, und ich ersuche darum, dass auch in Zukunft entsprechende Budgetposten für die Gratis-Zahnspange vorhanden sind. Liebe Frau Ministerin, ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Minister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Minister, ich freue mich, dass Sie heute wieder hier sind, und Herr Kollege Walter Schopf, alles Gute zu deinem Geburtstag! Herzliche Gratulation! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall des Abg. Franz.
Ich glaube, dass wir dieser Vorgangsweise und dieser Entwicklung dementsprechend entgegentreten müssen, denn es kann nicht sein, dass da der Boden für die Großinvestoren in der Gesundheitspolitik, in den Krankenanstalten aufbereitet wird. Nein, das wollen wir nicht! Ich glaube, dass es weiterhin notwendig ist, in Österreich die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten, und das soll auch in Zukunft so bleiben. – Herzlichen Dank. (Beifall des Abg. Franz.)
Abg. Zanger: Was?
Wir wurden belächelt, aber wenn man weiß, dass von den 1 700 befragten Frauen 29 Prozent mit unerwünschten Umarmungen und Küssen konfrontiert sind (Abg. Zanger: Was?), dann ist diese Gesetzesimplementierung ungemein wichtig gewesen, um Frauen zu schützen und sich damit auch zur Wehr zu setzen.
Zwischenruf des Abg. Zanger
Im Internet müssen wir noch ein bisschen besser werden. Es liegt zum einen natürlich auch an uns, unsere Sprache zu sensibilisieren, Gewaltaufrufe, Androhung von Vergewaltigungen und sexuelle Belästigungen im Netz zu unterbinden (Zwischenruf des Abg. Zanger), sie aufzuzeigen und auch zur Anzeige zu bringen. Wir sind auch gefordert, Zivilcourage an den Tag zu legen. Zum anderen braucht es unkomplizierte und niederschwellige Werkzeuge, die eben gegen Hasspostings greifen. Das eine ist ein sehr hilfreicher Leitfaden, der von Staatssekretärin Muna Duzdar initiiert wurde, und ich denke, den sollte man noch verstärkt publizieren und verbreiten. Das andere ist eine Anlaufstelle für Hassopfer im Netz. Ministerin Oberhauser hat gehandelt und mit
Beifall bei der SPÖ.
Zeigen wir diese Grenzen auf, ob im realen Leben oder im Internet! Verletzung, Verhetzung, Verleumdung, sexuelle Belästigung und Gewalt sind klar strafbar, das sollte man anzeigen, da kann man sich Hilfe bei der vom Frauenministerium geförderten Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800 222 555 holen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Ja, wenn sie nicht wollen! Was willst du machen?
Wir haben mit diesen Einrichtungen eine Flächendeckung von 85 Prozent erreicht, das heißt aber, dass diese Einrichtungen mit ihrem hoch qualifizierten, hoch motivierten und engagierten Personal einschließlich der Valorisierungen auch erhalten werden müssen. Das heißt auf der anderen Seite auch, dass zu wenig Gestaltungsraum für wichtige bewusstseinsbildende Maßnahmen besteht. Dass trotzdem einiges möglich ist, ist der Kreativität der jeweiligen Ministerinnen zu verdanken – da schaue ich in die Richtung von Gabriele Heinisch-Hosek und natürlich in die Richtung von Sabine Oberhauser –: tolle Initiativen, tolle Kampagnen, wie zum Beispiel die Kampagnen #GegenHassimNetz und gegen die K.-o.-Tropfen, aber wir brauchen da noch viel, viel mehr, etwa wenn es darum geht, tradierte Rollenbilder aufzubrechen. Wir haben viel zu wenige Mädchen in technischen Berufen, was uns Probleme auf dem Arbeitsmarkt bereitet (Abg. Zanger: Ja, wenn sie nicht wollen! Was willst du machen?), und auf der anderen Seite – was schon angesprochen wurde – zu wenige Burschen in sozialen und pädagogischen Berufen.
Abg. Zanger: Die sollen machen, was sie wollen, und nicht, was ihr wollt!
Das alles müssen wir mit bewusstseinsbildenden Kampagnen angehen (Abg. Zanger: Die sollen machen, was sie wollen, und nicht, was ihr wollt!), aber Gleichstellung ist eine Querschnittsmaterie und betrifft alle Ressorts. (Abg. Zanger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.) – Nehmen wir das bitte als eine Verpflichtung wahr, auch Sie Kollege Zanger, Sie, der das besonders witzig findet! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Oberhauser.) In diesem Sinne sehen Sie, wie wichtig diese Kampagnen sind, wie wichtig Bewusstseinsbildung ist und wie viel da noch zu tun ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.)
Abg. Zanger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.
Das alles müssen wir mit bewusstseinsbildenden Kampagnen angehen (Abg. Zanger: Die sollen machen, was sie wollen, und nicht, was ihr wollt!), aber Gleichstellung ist eine Querschnittsmaterie und betrifft alle Ressorts. (Abg. Zanger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.) – Nehmen wir das bitte als eine Verpflichtung wahr, auch Sie Kollege Zanger, Sie, der das besonders witzig findet! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Oberhauser.) In diesem Sinne sehen Sie, wie wichtig diese Kampagnen sind, wie wichtig Bewusstseinsbildung ist und wie viel da noch zu tun ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Oberhauser.
Das alles müssen wir mit bewusstseinsbildenden Kampagnen angehen (Abg. Zanger: Die sollen machen, was sie wollen, und nicht, was ihr wollt!), aber Gleichstellung ist eine Querschnittsmaterie und betrifft alle Ressorts. (Abg. Zanger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.) – Nehmen wir das bitte als eine Verpflichtung wahr, auch Sie Kollege Zanger, Sie, der das besonders witzig findet! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Oberhauser.) In diesem Sinne sehen Sie, wie wichtig diese Kampagnen sind, wie wichtig Bewusstseinsbildung ist und wie viel da noch zu tun ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.
Das alles müssen wir mit bewusstseinsbildenden Kampagnen angehen (Abg. Zanger: Die sollen machen, was sie wollen, und nicht, was ihr wollt!), aber Gleichstellung ist eine Querschnittsmaterie und betrifft alle Ressorts. (Abg. Zanger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.) – Nehmen wir das bitte als eine Verpflichtung wahr, auch Sie Kollege Zanger, Sie, der das besonders witzig findet! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Oberhauser.) In diesem Sinne sehen Sie, wie wichtig diese Kampagnen sind, wie wichtig Bewusstseinsbildung ist und wie viel da noch zu tun ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.
Wir haben den Rechnungshofbericht zur AMA-Marketing kürzlich erhalten, und ich rate wirklich jedem Landwirt, sich den einmal anzusehen. Es ist ein Skandal, wie da gewirtschaftet wird. Den Bauern werden alle Compliance-Richtlinien abverlangt, bis ins Schlafzimmer hinein werden sie kontrolliert. Da hat die AMA-Marketing genau nicht gehandelt, sie hat freihändig alles vergeben: Null Kontrolle, Geldverschwendung ohne Ende! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.
Diesen Appell richte ich wirklich an Sie, Herr Minister, und an die Bauernbund-Abgeordneten: Warum schreitet da die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nicht ein? – Bei der AMA-Marketing gehört die Geschäftsführung entlassen und angezeigt, denn diese Geldverschwendung, diese Intransparenz, diese Vetternwirtschaft, die da passiert, stinkt zum Himmel. Da müsste es dringend eine Änderung geben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir waren gegen die Abschaffung der Milchquote. Mit dem Preisverfall zeigt sich jetzt, wie viele Milchbauern unter dieser Abschaffung leiden. Im Übrigen war das, was als Milchquote von den Landwirten gekauft wurde und jetzt wertlos geworden ist, im Grunde ein Diebstahl an bäuerlichem Eigentum. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.
sind, die keine Entlastung erhalten, und die haben in Wirklichkeit in den letzten Jahren im Milchbereich und mit den Frostschäden einen ganz großen Schaden erlitten. Da ersuchen wir dringend um eine Änderung. Das, was präsentiert wurde, ist für uns absolut inakzeptabel. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Wir wünschen uns eigentlich eine Bindung der Kosten für die Verwaltung an die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich, denn da wäre auch sehr, sehr viel zu tun. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Angerer
Da die Landwirtschaft daher ein wesentlicher Wirtschaftszweig in der Volkswirtschaft ist, sollte auch, was die Anerkennung betrifft, von manchem in diesem Haus diesbezüglich vielleicht ein wenig stärker ausgeprägtes Bewusstsein eingefordert werden können. Manchmal vermisse ich dieses Bewusstsein, dass die Landwirtschaft ein wesentlicher Wirtschaftszweig ist. Die Bauern brauchen viele Betriebsmittel, Investitionsgüter, beanspruchen Dienstleistungen und vor allem die kleineren und mittleren Betriebe sichern Handel, Handwerk und Gewerbe. Die sind ja im Wesentlichen sehr stark mit der Bauernschaft verbunden und profitieren letztlich auch von der Auftragsvergabe der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich (Zwischenruf des Abg. Angerer); umso wichtiger wäre es daher, dass hier auch entsprechende Unterstützung gegeben wird.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich halte fest: Der Herr Bundesminister hat durchaus ein positives Budget verhandelt, er hat in den letzten Jahren ungeheuer viel erreicht. Ich darf daran erinnern, meine sehr verehrten Damen und Herren: Wer war es, der das Almenchaos im Wesentlichen – ich sage ausdrücklich: im Wesentlichen – repariert hat? (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Wer war es, der es ermöglicht hat, dass es Exporte gibt, meine Damen und Herren? – Das war Herr Bundesminister Rupprechter. Wer war es, der heuer – gemeinsam mit uns allen – im Zusammenhang mit den Frostschäden wesentlich dazu beigetragen hat, dass die ärgsten Schäden und Schwierigkeiten behoben werden konnten?
Abg. Pirklhuber: Stöger! – Rufe bei der FPÖ: Stöger! – Abg. Loacker: Solange Sie Stöger im Kopf haben!
Von Kollegen Jannach wurde die Frage des Sozialversicherungsbeitragsrabatts für ein Quartal angesprochen: Herr SPÖ-Minister Steger (Abg. Pirklhuber: Stöger! – Rufe bei der FPÖ: Stöger! – Abg. Loacker: Solange Sie Stöger im Kopf haben!) – Stöger – um genau zu sein: Alois Stöger; formulieren wir es tatsächlich so: Herr SPÖ-Minister Alois
Ruf: Steger!
Stöger erklärt ständig zu Recht, dass es wichtig wäre, sozial, gerecht und fair zu handeln. Sozialpolitik in diesem Sinne sei wichtig, da hat er auch recht, das unterschreibe ich. (Ruf: Steger!) – Herr Stöger. Bei der Notwendigkeit, jener Berufsgruppe zu helfen, die Schwierigkeiten hat, weil sie auf dem Markt keine kostendeckenden Preise erwirtschaften kann, und ihr daher einen Nachlass bei den Sozialversicherungsbeiträgen für ein Quartal zu ermöglichen, gelten offensichtlich die Begriffe sozial, gerecht und Fairness nicht mehr.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Tamandl: Unglaublich!
Wenn das sozial, gerecht und fair ist, dann, meine ich – Herr Kollege Preiner, du meintest in der Aussendung: Die Reichen sollen es sich selber zahlen! –, haben wir in dieser Frage ein Riesenproblem. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Tamandl: Unglaublich!)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Zweitens wurde offensichtlich auch nicht bedacht, dass im Westen Österreichs aus der Tradition heraus meistens nur der Hoferbe oder die Hoferbin den Betrieb führt, das heißt also, dass eine Person betriebsführend ist, während in manchen Bundesländern aus der Tradition heraus zwei, also beide Ehegatten, Betriebsführer sind. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) In dem einen Bundesland, in dem beide Betriebsführer sind, bekommen sie das auch bei wesentlich höheren Einheitswerten noch, in dem anderen Bundesland nicht. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Zweitens wurde offensichtlich auch nicht bedacht, dass im Westen Österreichs aus der Tradition heraus meistens nur der Hoferbe oder die Hoferbin den Betrieb führt, das heißt also, dass eine Person betriebsführend ist, während in manchen Bundesländern aus der Tradition heraus zwei, also beide Ehegatten, Betriebsführer sind. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) In dem einen Bundesland, in dem beide Betriebsführer sind, bekommen sie das auch bei wesentlich höheren Einheitswerten noch, in dem anderen Bundesland nicht. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Loacker, was Sie von sozialer Gerechtigkeit für die Bauernschaft halten, haben Sie heute mit Ihrem Redebeitrag bewiesen. Ich gratuliere Ihnen dazu! Die Bauern wissen in Zukunft: NEOS ist nicht einmal im Denken eine Partei, der man Vertrauen schenken könnte! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich würde daher dringend bitten, im parlamentarischen Prozess noch einmal nachzudenken, damit für diese Ungleichgewichtung, die sich vor allem auch, wie bereits ausgeführt, im Mittelbau, bei den selbständigen bäuerlichen Betrieben, die nur vom Einkommen aus der Landwirtschaft leben müssen und durch den Rost fallen, manifestiert, eine vernünftige, eine gerechtere Lösung umgesetzt werden kann, denn das, was jetzt auf dem Tisch liegt, ist mit sozial, mit gerecht und mit Fairness nicht in Einklang zu bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Meine Damen und Herren, das ist eine heikle Frage! (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Ja, warte ab, Kollege Höfinger! – Es ist Faktum, dass das mit zu bedenken ist. Und jetzt kommt es: Wir können uns sehr wohl eine Zustimmung vorstellen, aber nur dann, Kollege Auer, wenn auch systematische grundsätzliche Reformbestrebungen umgesetzt werden; wenn das gesamte Beitragssystem evaluiert und im Jahr 2018 ausgesetzt und endlich eine wissenschaftliche Analyse durchgeführt wird, denn gerecht, meine Damen und Herren, Kollege Auer, ist das bestehende System ja überhaupt nicht! Ich kann viele praktische Beispiele aus der Landwirtschaft nennen, die das beweisen. Die Bäuerinnen und Bauern können ein Lied davon singen, wie ungerecht inzwischen sowohl das Fördersystem als auch das Sozialsystem, das völlig intransparent und undurchsichtig ist, im ländlichen Raum derzeit ist. Das ist Faktum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist eine heikle Frage! (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Ja, warte ab, Kollege Höfinger! – Es ist Faktum, dass das mit zu bedenken ist. Und jetzt kommt es: Wir können uns sehr wohl eine Zustimmung vorstellen, aber nur dann, Kollege Auer, wenn auch systematische grundsätzliche Reformbestrebungen umgesetzt werden; wenn das gesamte Beitragssystem evaluiert und im Jahr 2018 ausgesetzt und endlich eine wissenschaftliche Analyse durchgeführt wird, denn gerecht, meine Damen und Herren, Kollege Auer, ist das bestehende System ja überhaupt nicht! Ich kann viele praktische Beispiele aus der Landwirtschaft nennen, die das beweisen. Die Bäuerinnen und Bauern können ein Lied davon singen, wie ungerecht inzwischen sowohl das Fördersystem als auch das Sozialsystem, das völlig intransparent und undurchsichtig ist, im ländlichen Raum derzeit ist. Das ist Faktum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist Parteienfinanzierung!
Meine Damen und Herren! Auch was die Kontrolle im Agrarbereich betrifft, gibt es derzeit wirklich alles andere als Freude, die bei uns aufkommt. Kollege Jannach hat den Rechnungshofbericht zur AMA-Marketing erwähnt. 55 Verbesserungsmaßnahmen, die weitreichende Kritikpunkte sowie tatsächlich auch Punkte, die eindeutig auf eine Freunderlwirtschaft hinweisen, enthalten, meine Damen und Herren! Es wird darauf hingewiesen, dass Verträge freihändig vergeben werden, ÖVP-Jungbauern werden ohne irgendeinen Leistungskatalog mit 40 000 €, 50 000 € im Jahr regelmäßig und systematisch bedient. Das ist ja schon fast Parteienfinanzierung, was dort passiert, Kollege Auer! (Ruf bei der FPÖ: Das ist Parteienfinanzierung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Diesen Vorwurf müssen Sie ausräumen, und ich bitte Sie, Herr Bundesminister, dringlich – und beim nächsten Landwirtschaftsausschuss werden wir das auf die Tagesordnung setzen müssen –, eine Reform des AMA-Gesetzes vorzubereiten, damit die Aufsichtspflichten und Aufsichtsrechte, was die AMA-Marketing betrifft, endlich verschärft werden und endlich einmal Transparenz herrscht, wohin die Beiträge gehen, die die Bäuerinnen und Bauern zahlen, wohin die EU-Mittel gehen, die hier eingesetzt werden, und damit endlich einmal die politische Einflussnahme beendet wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen, Herr Minister, wenn Sie da nicht wirklich schleunigst eine Gesetzesänderung durchführen, damit diese Einrichtung auch dem Parlament gegenüber noch klarer verantwortlich wird, wird es wirklich zur Korruptionsstaatsanwaltschaft gehen müssen, und ich hoffe doch, dass Sie hier einsichtig sind. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Der Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung umfasst für das Budgetjahr 2017 2,1 Milliarden €, das sind nur um 0,2 Prozent mehr als das landwirtschaftliche Budget im laufenden Jahr 2016. Ich hätte mir im Sinne der Bäuerinnen und Bauern und aller landwirtschaftlichen Betriebe vorgestellt, Herr Minister, dass Sie in Ihren Verhandlungen mit dem Finanzminister einen etwas höheren Etat für den Landwirtschaftsbereich herausschlagen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ostösterreich, das ist interessant!
2016, im heurigen Jahr, hat es durch Frost und Hagel zahlreiche witterungsbedingte Kapriolen gegeben. Das heißt, auch dadurch wird es vor allem in Ostösterreich zu einem Einkommensrückgang von bis zu 80 Prozent kommen. (Ruf bei der ÖVP: Ostösterreich, das ist interessant!) Das ist ebenfalls eine besondere Herausforderung für die landwirtschaftlichen Betriebe.
Beifall bei der SPÖ.
Das Ziel der SPÖ lautet daher: mehr Verteilungsgerechtigkeit, das heißt, intensivere Förderung in Richtung Arbeitskräfteeinsatz, weg von der teilweise ungerechten und unsozialen Flächenförderung. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wo sind Kontrollmaßnahmen? Welche Wirkungsmaßnahmen werden da gesetzt? – In dieser Hinsicht muss ich sagen: Es ist nicht nur die Rechnungshofkritik vernichtend, sondern es ist auch weder fair noch gerecht noch sozial, wenn wir die einen die Steuern zahlen lassen, während die anderen pauschaliert sind. Weiters ist es weder fair noch gerecht noch sozial, wenn solch eine intransparente Organisation auch noch weiter gefördert wird, wofür man vom Rechnungshof vernichtet wird. Ich denke, in diesem Zusammenhang sollten Sie den Passus fair, gerecht und sozial noch einmal überdenken, Kollege Auer! (Beifall bei NEOS und Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort noch zur allgemeinen Diskussion zur Landwirtschaft, die jetzt geführt wurde. Bei meinen Vorrednern merkt man, dass sie entweder aus Vorsatz oder aus grober Unwissenheit die Fakten, die zur Verfügung stehen, enorm vermengen oder schlicht und einfach ignorieren. Das ist gefährlich, gerade in einer Phase, in der es vielen landwirtschaftlichen Betrieben wirtschaftlich sehr schlecht geht, sie aber überhaupt nichts dafür können und ein Maßnahmenpaket geschnürt werden muss, um diesen bäuerlichen Betrieben helfen zu können. Was hier alles an Unsachlichkeit vermengt wird, entspricht nicht mehr der Würde dieses Hauses. Ich würde wirklich bitten, zur Sachlichkeit zurückzufinden, um dann endlich auch diesen Betrieben die entsprechende Unterstützung gewähren zu können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler – zwei mitgebrachte Tafeln und eine Tragtasche auf dem Rednerpult platzierend –: Es wird schon ein bisschen belastend – die kleinen Beweisstücke, die dazugehören, um einen agrarpolitischen Erfolgsweg zu kennzeichnen!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Steinbichler gelangt als Nächster zu Wort. Ich stelle Ihre Redezeit auf 5 Minuten ein. – Bitte. (Abg. Steinbichler – zwei mitgebrachte Tafeln und eine Tragtasche auf dem Rednerpult platzierend –: Es wird schon ein bisschen belastend – die kleinen Beweisstücke, die dazugehören, um einen agrarpolitischen Erfolgsweg zu kennzeichnen!)
eine Tafel mit der Aufschrift „Geschmack der Heimat“ in die Höhe haltend, auf der eine junge Frau in Tracht mit einem Glas Milch in beiden Händen und neben ihrem Kopf eine Gedankenblase in Form eines Herzens mit der Aufschrift „Ich steh’ drauf“ abgebildet sind
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! So hat einmal ein Märchen angefangen (eine Tafel mit der Aufschrift „Geschmack der Heimat“ in die Höhe haltend, auf der eine junge Frau in Tracht mit einem Glas Milch in beiden Händen und neben ihrem Kopf eine Gedankenblase in Form eines Herzens mit der Aufschrift „Ich steh’ drauf“ abgebildet sind), und das hat geheißen: „Geschmack der Heimat“. Das wurde auch beworben und sehr intensiv dargestellt.
Beifall beim Team Stronach.
Aber, Herr Minister Rupprechter, ich muss schon sagen: Ich bin sehr enttäuscht, denn du hast das damals so verkauft. Dieses Chaos bestand ja nicht nur in Bezug auf die Almen – ein Problem, das nicht gelöst wurde –, sondern dieses Chaos besteht ja jetzt auch im Zusammenhang mit der Sozialversicherung. Das ist halt einfach eine Pannenserie. Das gibt es. Das gibt es auch im Stall: Wenn’s feigelt, feigelt’s überall! Und du hast neben lauter Baustellen noch das Bedürfnis, dass du weit wegfliegst und bei wichtigen Umweltkonferenzen irrsinnig erfolgreich agierst. Ich war wirklich begeistert vom Foto im „Kurier“, auch davon, dass du jetzt nach Marrakesch geflogen bist, um dir den Stand der TU Wien anzuschauen. Das geht umweltschonender, das schauen wir uns in Wien direkt an. Und da ist das Problem, dass man ständig versucht, von der Realität abzulenken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Damit bin ich beim Budget, wo wir das Problem, das wir haben, genau sehen. Es wird das Budget massiv geschädigt – aber nicht nur das Budget der Landwirtschaft alleine, sehr geehrter Herr Minister Rupprechter, sondern das ganze Budget, das der Finanzminister hier vorgelegt hat! Es wird geschädigt, weil die Kaufkraft verloren geht, weil die wichtigen kleinen Landwirtschaften verloren gehen, weil die wichtigen kleinen handwerklichen Betriebe schließen müssen, weil sie keine Aufträge mehr kriegen. Das ist das Hauptproblem! Und ich habe das schon oft hier erwähnt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich darf Sie zitieren. Sie haben im Ausschuss gesagt, ihre Bemühungen seien hier nicht von großem Erfolg gekrönt gewesen. Ich darf Sie höflichst ersuchen, Ihre Bemühungen hier wieder zu intensivieren. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich nur meinen Heimatbezirk hernehme, so sehe ich: 72 Prozent der Bevölkerung aus der Südoststeiermark pendeln Tag für Tag aus. Aber in den Sonntagsreden der Bürgermeister und der Abgeordneten Ihrer Fraktion heißt es immer: Wir müssen dem entgegenwirken, wir müssen dagegenhalten! Und was geschieht im Endeffekt? – Nichts! Sie wollen, Herr Minister, jetzt die Bürger noch mit weiteren Maßnahmen belasten. Es gibt nämlich mehrere Sektoren, die davon betroffen sind. Das ist das Transportwesen, das ist die Landwirtschaft, genauer gesagt der Agrardiesel, wie es mein Kollege Jannach heute schon gesagt hat. Der Agrardiesel ist eine wichtige Forderung von uns, er wäre eine Entlastung für die Landwirtschaft. Es wäre höchst an der Zeit, diese Forderung auch umzusetzen. Aber letztendlich betrifft es natürlich auch die Konsumenten, die mit höheren Preisen zu rechnen hätten. Und das lehnen wir explizit ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Steuerplänen, die Sie haben, und den Maßnahmen, die Sie in Bezug darauf angekündigt haben, sagen wir ganz klar: Nein zu einer Anhebung der Dieselsteuer und Nein zu einer Steuer auf fossile Brennstoffe! Das wäre grob fahrlässig, bürgerfeindlich und auch ein Angriff auf die österreichische Wirtschaft. Das sollte Ihnen bewusst sein! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben eine Maßnahme gefordert, die die Befreiung der Betriebe von der Zahlung für das vierte Quartal in der Sozialversicherung vorsieht, und zwar für alle österreichischen Landwirtschaftsbetriebe, und nicht nur für einen Teil. Aber das, was jetzt von Sozialminister Stöger mit einem perfiden Spielchen als Trojanisches Pferd per Regierungsbeschluss ins Parlament herübergeschoben wurde, ist wirklich nicht zu überbieten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Damit soll ein Keil in die Bauernschaft hineingetrieben werden. Das ist Klassenkampf der übelsten Sorte. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben eine Maßnahme gefordert, die die Befreiung der Betriebe von der Zahlung für das vierte Quartal in der Sozialversicherung vorsieht, und zwar für alle österreichischen Landwirtschaftsbetriebe, und nicht nur für einen Teil. Aber das, was jetzt von Sozialminister Stöger mit einem perfiden Spielchen als Trojanisches Pferd per Regierungsbeschluss ins Parlament herübergeschoben wurde, ist wirklich nicht zu überbieten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Damit soll ein Keil in die Bauernschaft hineingetrieben werden. Das ist Klassenkampf der übelsten Sorte. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Wenn ich dann auch noch die Aussendung des SPÖ-Klubs sehe, in welcher steht, die Großbauern können es sich leisten, zu zahlen, dann muss ich sagen: Ja wer ist denn dann für Sie ein Großbauer? – Sind das jene Mittelbetriebe, die gerade noch über die Runden kommen oder kaum noch mehr? Wissen Sie, was 13 000 € Einheitswert bedeuten? Da sind die meisten von den Zukunftsbetrieben beziehungsweise von den Wirtschaftsbetrieben in Österreich nicht dabei. (Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Da wird von der Arbeiterkammer über den Minister bis hinein ins Parlament ein Spiel getrieben. Aber ich sage Ihnen eines: Wir werden hier im Parlament das Trojanische Pferd schon kleinschnitzen und erst dann die Zustimmung des Österreichischen Bauernbundes erteilen, wenn wirklich alle österreichischen Bäuerinnen und Bauern hier entlastet werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sollten sich viel mehr um andere Themen kümmern! In der „Kronen Zeitung“ beklagen Ihre Vertreter in der Arbeiterkammer, dass die Lebensmittelpreise um 25 Prozent steigen. Da sollten Sie schon auch wissen, dass es vor allem die Lohnkosten entlang der Wertschöpfungskette sind, die diese Preise verursachen, aber sicherlich nicht die Erzeugerpreise. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
He-Rufe und Hallo-Rufe bei der SPÖ.
Wenn Sie von der Sozialdemokratie das wollen, dann ist es geradezu schizophren, auf das … (He-Rufe und Hallo-Rufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (fortsetzend): Das nehme ich natürlich mit Bedauern zurück, weil es ein Krankheitsbild ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber es ist eine Zweiköpfigkeit oder eine Zweigesichtigkeit, auf der einen Seite für gerechte Löhne einzustehen und auf der anderen Seite dann zu fordern, dass Preise gesenkt werden müssen. Das kann nur den Erzeuger treffen. Oder wollen Sie Zu-stände wie in Nord- oder Ostdeutschland, wo in Schlachthöfen Mitarbeiter wie Leiharbeiter und Leibeigene gehalten werden?
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Gratuliere!
Das kann es nicht sein! Hier braucht es eine Sonderlösung für die österreichische Landwirtschaft. Ich fordere das auch absolut ein, denn wir können die Bauern und die Bäuerinnen in Österreich mit anderen Sektoren nicht vergleichen. Das ist ein expliziter Sektor, und unser Tisch wird von diesen Herrschaften tagtäglich gedeckt. Auch das sollten wir nicht vergessen! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Gratuliere!)
Beifall bei den Grünen.
Ich befürchte, mit diesem Umweltbudget sitzt Österreich auf der Sideline. Wir brauchen massive Investitionen in den Umweltschutz und in den Klimaschutz. Wenn wir das nicht machen, ist es ein Schaden für das Klima, aber vor allem ein Schaden für die österreichische Volkswirtschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was jetzt geplant ist, ist diese blaue Linie (auf die absteigende blaue Linie zeigend), eine sukzessive Kürzung des Umweltbudgets. Herr Minister, ich weiß nicht, vielleicht wurde da etwas verwechselt. Das ist eigentlich die Entwicklung, die unsere CO2-Emissionen nehmen müssen, aber nicht das Umweltbudget. Das muss genau umgekehrt sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schönegger: … in Graz!
Eine zweite völlig unverständliche Kürzung bezieht sich auf die gewässerökologischen Maßnahmen. Es gibt Verpflichtungen, dass wir die Wasserrahmenrichtlinie einhalten müssen. Die ÖVP plädiert immer sehr für die Wasserkraft. Ich finde Wasserkraft auch gut, aber gerade jetzt kürzen Sie die Mittel. (Abg. Schönegger: … in Graz!) Damit haben die Wasserkraftbetreiber und die Gemeinden diese Verpflichtungen (Abg. Schönegger: Graz!), und Sie schaden den Wasserkraftbetreibern massiv, weil Sie absolut keine Mittel mehr zur Verfügung stellen. Auch dazu haben wir einen Antrag vorbereitet, den mein Kollege Georg Willi später auch noch einbringen wird.
Abg. Schönegger: Graz!
Eine zweite völlig unverständliche Kürzung bezieht sich auf die gewässerökologischen Maßnahmen. Es gibt Verpflichtungen, dass wir die Wasserrahmenrichtlinie einhalten müssen. Die ÖVP plädiert immer sehr für die Wasserkraft. Ich finde Wasserkraft auch gut, aber gerade jetzt kürzen Sie die Mittel. (Abg. Schönegger: … in Graz!) Damit haben die Wasserkraftbetreiber und die Gemeinden diese Verpflichtungen (Abg. Schönegger: Graz!), und Sie schaden den Wasserkraftbetreibern massiv, weil Sie absolut keine Mittel mehr zur Verfügung stellen. Auch dazu haben wir einen Antrag vorbereitet, den mein Kollege Georg Willi später auch noch einbringen wird.
Beifall bei den Grünen.
Ich finde es schon ein bisschen eigenartig: Wir verhandeln hier gerade das Budget. An keinem einzigen Punkt wird dargestellt, wo das im Budget verankert ist, wie sich das niederschlägt, wo tatsächlich mehr Mittel herkommen. Die Aussage von Finanzminister Schelling in den Budgetausschusssitzungen war, dass es von Ihnen keinen Antrag auf Rücklagenauflösung gibt. Sie werden auch nicht ewig Rücklagen auflösen können. Es hilft uns nichts, wir müssen im Budget strukturell etwas ändern. Wir können nicht jedes Mal einmalig Rücklagen auflösen und dann irgendwo etwas aufmotzen, nur damit wir in den Medien etwas darstellen können. Wenn wir die Herausforderungen des Klimaschutzes ernst nehmen, dann braucht es gravierende Änderungen, nämlich so, dass dieser Pfad (wieder die Tafel in die Höhe haltend und auf die absteigende blaue Linie zeigend) die CO2-Emissionen sind und nicht das Umweltbudget, dass das Umweltbudget nach oben geht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
müssen wir einfach tun, was erforderlich ist. – Dieses Umweltbudget ist weder unser bestes, noch ist es das beste für Österreich, und es ist ganz sicher nicht das, was erforderlich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich braucht ganz dringend ein eigenständiges, engagiertes und den Erfordernissen unserer Zeit entsprechend ausgestattetes Umweltministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Geburtstagskind!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Schopf. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der SPÖ: Geburtstagskind!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolle-ginnen, liebe Kollegen! Ich möchte kurz auf die Rede des Abgeordneten Schmuckenschlager eingehen. Das war eine völlig inakzeptable und unangebrachte Kritik an der Arbeiterkammer. (Beifall bei der SPÖ.) Lieber Kollege, Sie sollten doch wissen, welche Aufgabe die Arbeiterkammer hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das soll die Arbeiterkammer wissen!) Die Arbeiterkammer hat die Aufgabe, die Interessen der Kollegen und Kolleginnen und der KonsumentInnen in Österreich zu vertreten. Es ist nicht in Ordnung, wenn ein ÖVP-Abgeordneter hier auf die Interessen der Arbeitnehmer so losgeht. Das ist disqualifizierend, lieber Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Neuwahlen! Ihr braucht nur einen Antrag zu stellen! – Abg. Höbart: Stimmen wir ab!)
Abg. Schmuckenschlager: Das soll die Arbeiterkammer wissen!
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolle-ginnen, liebe Kollegen! Ich möchte kurz auf die Rede des Abgeordneten Schmuckenschlager eingehen. Das war eine völlig inakzeptable und unangebrachte Kritik an der Arbeiterkammer. (Beifall bei der SPÖ.) Lieber Kollege, Sie sollten doch wissen, welche Aufgabe die Arbeiterkammer hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das soll die Arbeiterkammer wissen!) Die Arbeiterkammer hat die Aufgabe, die Interessen der Kollegen und Kolleginnen und der KonsumentInnen in Österreich zu vertreten. Es ist nicht in Ordnung, wenn ein ÖVP-Abgeordneter hier auf die Interessen der Arbeitnehmer so losgeht. Das ist disqualifizierend, lieber Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Neuwahlen! Ihr braucht nur einen Antrag zu stellen! – Abg. Höbart: Stimmen wir ab!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Neuwahlen! Ihr braucht nur einen Antrag zu stellen! – Abg. Höbart: Stimmen wir ab!
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolle-ginnen, liebe Kollegen! Ich möchte kurz auf die Rede des Abgeordneten Schmuckenschlager eingehen. Das war eine völlig inakzeptable und unangebrachte Kritik an der Arbeiterkammer. (Beifall bei der SPÖ.) Lieber Kollege, Sie sollten doch wissen, welche Aufgabe die Arbeiterkammer hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das soll die Arbeiterkammer wissen!) Die Arbeiterkammer hat die Aufgabe, die Interessen der Kollegen und Kolleginnen und der KonsumentInnen in Österreich zu vertreten. Es ist nicht in Ordnung, wenn ein ÖVP-Abgeordneter hier auf die Interessen der Arbeitnehmer so losgeht. Das ist disqualifizierend, lieber Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Neuwahlen! Ihr braucht nur einen Antrag zu stellen! – Abg. Höbart: Stimmen wir ab!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber auch erwähnen, dass diese Situation in Tirol natürlich kein Einzelfall ist. Es gibt noch immer derartige Umstände. Ich denke, wir müssen alles daran setzen, dass es in Österreich faire Bedingungen in der Arbeitswelt gibt, dass es gerechte Löhne und Gehälter gibt. Es ist wichtig – da ein klares Wort an den zuständigen Finanzminister –, dass wir im Bereich der Polizei, vor allem im Bereich der Finanzpolizei, mehr Personal bekommen, damit diese Bedingungen auch eingehalten werden. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Der wesentliche Punkt ist – das möchte ich in alle Richtungen sagen –: Warum einen Wirtschaftszweig bevorzugen? Ich habe volles Verständnis für diese Gruppe. Aber was ist mit den touristischen Betrieben? Was ist mit allen anderen Dienstleistungsbetrieben, mit allen anderen Wirtschaftstreibenden, die gerade schlechte Jahre haben? Was ist mit den Angestellten, mit den Arbeiterinnen und Arbeitern, die auch Reallohnverluste haben? Sie machen ein Paket für eine Bevölkerungsgruppe und vergessen den Rest. Das ist tatsächlich niveaulos. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Steinbichler – eine Tafel mit einer Fotografie in die Höhe haltend –: So schaut’s aus!
tion. (Abg. Steinbichler – eine Tafel mit einer Fotografie in die Höhe haltend –: So schaut’s aus!) Wir haben leider im Budget keine Möglichkeiten, den Bauern zu helfen, wenn die Märkte versagen und die Preise kaputtgehen.
Abg. Steinbichler: Das ist aber nicht Agrarpolitik! Zum Thema!
Eine Möglichkeit dazu ist eine Entlastung bei den Sozialversicherungskosten. Wenn es gerade jetzt möglich ist, die vierte Rate nicht einzufordern, wenn die Bauern diese nicht zahlen müssen, dann ist das eine Befreiung von einem Kostendruck in einer Zeit, im Winter, in der das Geld ohnehin knapp ist. (Abg. Steinbichler: Das ist aber nicht Agrarpolitik! Zum Thema!) Wenn das gelingt, ist das eine Hilfe. Die Hilfe muss mit den eigenen Möglichkeiten umgesetzt werden, und wir haben in unserer Sozialver-sicherung gut gewirtschaftet und daher Rücklagen. Diese Rücklagen müssen jetzt so eingesetzt werden, dass den Bauern die Chance gegeben wird, nicht einzahlen zu müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Du als oberster Vertreter bist gegen die Kleinbauern!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Du als oberster Vertreter bist gegen die Kleinbauern!
Eine Möglichkeit dazu ist eine Entlastung bei den Sozialversicherungskosten. Wenn es gerade jetzt möglich ist, die vierte Rate nicht einzufordern, wenn die Bauern diese nicht zahlen müssen, dann ist das eine Befreiung von einem Kostendruck in einer Zeit, im Winter, in der das Geld ohnehin knapp ist. (Abg. Steinbichler: Das ist aber nicht Agrarpolitik! Zum Thema!) Wenn das gelingt, ist das eine Hilfe. Die Hilfe muss mit den eigenen Möglichkeiten umgesetzt werden, und wir haben in unserer Sozialver-sicherung gut gewirtschaftet und daher Rücklagen. Diese Rücklagen müssen jetzt so eingesetzt werden, dass den Bauern die Chance gegeben wird, nicht einzahlen zu müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Du als oberster Vertreter bist gegen die Kleinbauern!)
Zwischenruf des Abg. Jannach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Leider hat der Herr Sozialminister einen Vorschlag eingebracht, der nicht sozial ist. (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Das ist ein Vorschlag, der die Bauern spaltet und teilt und nicht berücksichtigt, wie dieses Thema behandelt werden muss. Es muss so behandelt werden, dass allen Bäuerinnen und Bauern diese Befreiung in diesem Monat gegeben werden wird. (Abg. Steinbichler: Das ist nicht Agrarpolitik!) Wir werden dafür kämpfen, hier, in diesem Parlament, mit Ihnen allen. Wir werden Ihnen die Gelegenheit geben, mitzuhelfen, dazu beizutragen, dass all das, das Sie so gern so schönreden, funktioniert. (Abg. Jannach: Aber der Minister sagt …! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Steinbichler: Das ist nicht Agrarpolitik!
Meine geschätzten Damen und Herren! Leider hat der Herr Sozialminister einen Vorschlag eingebracht, der nicht sozial ist. (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Das ist ein Vorschlag, der die Bauern spaltet und teilt und nicht berücksichtigt, wie dieses Thema behandelt werden muss. Es muss so behandelt werden, dass allen Bäuerinnen und Bauern diese Befreiung in diesem Monat gegeben werden wird. (Abg. Steinbichler: Das ist nicht Agrarpolitik!) Wir werden dafür kämpfen, hier, in diesem Parlament, mit Ihnen allen. Wir werden Ihnen die Gelegenheit geben, mitzuhelfen, dazu beizutragen, dass all das, das Sie so gern so schönreden, funktioniert. (Abg. Jannach: Aber der Minister sagt …! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Jannach: Aber der Minister sagt …! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Meine geschätzten Damen und Herren! Leider hat der Herr Sozialminister einen Vorschlag eingebracht, der nicht sozial ist. (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Das ist ein Vorschlag, der die Bauern spaltet und teilt und nicht berücksichtigt, wie dieses Thema behandelt werden muss. Es muss so behandelt werden, dass allen Bäuerinnen und Bauern diese Befreiung in diesem Monat gegeben werden wird. (Abg. Steinbichler: Das ist nicht Agrarpolitik!) Wir werden dafür kämpfen, hier, in diesem Parlament, mit Ihnen allen. Wir werden Ihnen die Gelegenheit geben, mitzuhelfen, dazu beizutragen, dass all das, das Sie so gern so schönreden, funktioniert. (Abg. Jannach: Aber der Minister sagt …! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Preiner: Es sind 80 Prozent …!
Kollege Preiner, es kann für Sie doch nicht befriedigend sein, wenn die Hälfte der Bauern im Burgenland die Sozialversicherungsreserven nicht in Anspruch nehmen kann. Das kann doch für Sie nicht passen! (Abg. Preiner: Es sind 80 Prozent …!) – Aber nicht im Burgenland! Die Hälfte im Burgenland wird zahlen, und in Niederösterreich wird ein Drittel nicht entlastet. Das ist nicht in Ordnung, und da werden wir zusammenhelfen, damit es passt. Wie man so schön sagt: Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht. – Wir werden uns gemeinsam bemühen, und ich bitte Sie alle, zu berücksichtigen, worum es geht. (Abg. Jannach: Wärst du …! Versprochen und gebrochen!)
Abg. Jannach: Wärst du …! Versprochen und gebrochen!
Kollege Preiner, es kann für Sie doch nicht befriedigend sein, wenn die Hälfte der Bauern im Burgenland die Sozialversicherungsreserven nicht in Anspruch nehmen kann. Das kann doch für Sie nicht passen! (Abg. Preiner: Es sind 80 Prozent …!) – Aber nicht im Burgenland! Die Hälfte im Burgenland wird zahlen, und in Niederösterreich wird ein Drittel nicht entlastet. Das ist nicht in Ordnung, und da werden wir zusammenhelfen, damit es passt. Wie man so schön sagt: Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht. – Wir werden uns gemeinsam bemühen, und ich bitte Sie alle, zu berücksichtigen, worum es geht. (Abg. Jannach: Wärst du …! Versprochen und gebrochen!)
Abg. Pirklhuber: Für schlechte Agrarpolitik seid ihr verantwortlich! Seit 20 Jahren!
Wir alle wissen: Österreichische Lebensmittel wollen wir, österreichische Bäuerinnen und Bauern brauchen wir. Ich sage Ihnen: Die Jugend braucht eine Perspektive und eine Umsetzung. (Abg. Pirklhuber: Für schlechte Agrarpolitik seid ihr verantwortlich! Seit 20 Jahren!) Es ist schon gut, wenn es Ihnen jeden Tag schmeckt. Es ist auch wichtig, wenn man weiß, woher die Produkte kommen. (Abg. Jannach: Versprochen und gebrochen! – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Ja, es ist gut zu wissen, dass wir in Österreich eine Landwirtschaft haben, die Qualität bringt. Es ist gut zu wissen, dass wir diese Landwirtschaft haben, aber es ist auch wichtig, sie zu schützen, ihr zu helfen und sie nicht zu spalten, sondern diese Landwirtschaft wertzuschätzen, ihr Respekt zu erweisen und sie wirklich … (Abg. Jannach: Weg da vom Rednerpult!) – Herr Jannach, machen Sie sich nicht gar so wichtig!
Abg. Jannach: Versprochen und gebrochen! – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Wir alle wissen: Österreichische Lebensmittel wollen wir, österreichische Bäuerinnen und Bauern brauchen wir. Ich sage Ihnen: Die Jugend braucht eine Perspektive und eine Umsetzung. (Abg. Pirklhuber: Für schlechte Agrarpolitik seid ihr verantwortlich! Seit 20 Jahren!) Es ist schon gut, wenn es Ihnen jeden Tag schmeckt. Es ist auch wichtig, wenn man weiß, woher die Produkte kommen. (Abg. Jannach: Versprochen und gebrochen! – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Ja, es ist gut zu wissen, dass wir in Österreich eine Landwirtschaft haben, die Qualität bringt. Es ist gut zu wissen, dass wir diese Landwirtschaft haben, aber es ist auch wichtig, sie zu schützen, ihr zu helfen und sie nicht zu spalten, sondern diese Landwirtschaft wertzuschätzen, ihr Respekt zu erweisen und sie wirklich … (Abg. Jannach: Weg da vom Rednerpult!) – Herr Jannach, machen Sie sich nicht gar so wichtig!
Abg. Jannach: Weg da vom Rednerpult!
Wir alle wissen: Österreichische Lebensmittel wollen wir, österreichische Bäuerinnen und Bauern brauchen wir. Ich sage Ihnen: Die Jugend braucht eine Perspektive und eine Umsetzung. (Abg. Pirklhuber: Für schlechte Agrarpolitik seid ihr verantwortlich! Seit 20 Jahren!) Es ist schon gut, wenn es Ihnen jeden Tag schmeckt. Es ist auch wichtig, wenn man weiß, woher die Produkte kommen. (Abg. Jannach: Versprochen und gebrochen! – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Ja, es ist gut zu wissen, dass wir in Österreich eine Landwirtschaft haben, die Qualität bringt. Es ist gut zu wissen, dass wir diese Landwirtschaft haben, aber es ist auch wichtig, sie zu schützen, ihr zu helfen und sie nicht zu spalten, sondern diese Landwirtschaft wertzuschätzen, ihr Respekt zu erweisen und sie wirklich … (Abg. Jannach: Weg da vom Rednerpult!) – Herr Jannach, machen Sie sich nicht gar so wichtig!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Kapitel Soziales!
Meine Damen und Herren, den Bauern kann geholfen werden, wenn wir es gemeinsam tun. Ich rufe Sie dazu auf! Und Herr Jannach soll’s bleiben lassen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Kapitel Soziales!)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Herr Minister, Sie haben auch angekündigt, die Förderungsperiode für Biogasanlagen noch heuer zu verlängern. Heute sind betroffene Unternehmer hier im Parlament anwesend, die ich auch recht herzlich begrüßen möchte! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Vielleicht gibt es heute dazu noch eine Antwort von Ihnen.
Beifall beim Team Stronach.
Mit diesen Vorgangsweisen im Umweltbereich und mit diesem Budget werden wir, muss ich leider sagen, den Herausforderungen, die im Bereich Umwelt auf uns zukommen, definitiv nicht gewachsen sein, und ich möchte hier jetzt wieder auf meinen ersten Satz zu sprechen kommen: Vielleicht gibt es doch Möglichkeiten, das Umweltbudget noch in der einen oder anderen Weise aufzustocken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Finanzausgleich wurden auch weitere Zuwendungen beschlossen, die insbesondere für die Kommunen und eben für den ländlichen Raum wichtig sind. Das sind zum Beispiel Zuwendungen für die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen, für die interkommunale Zusammenarbeit, für die Unterstützung von Migration und Integration, und die Bildung des Strukturfonds soll natürlich auch für die Kommunen wirken. Im Endeffekt geht es einfach darum, die Lebensqualität der Personen, die im ländlichen Raum leben, zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Beruhige dich!
Der Herr Bundesminister hat auch gesagt, es gehe da um die Kulturlandschaft. Jetzt habe ich gerade gehört: ländliche Entwicklung. – Bitte, wenn die Bauern sterben, dann gibt es keine ländliche Entwicklung, denn gibt es keine Leute, dann haben wir dort verödete Landschaften wie bei uns in der Südsteiermark: jeder Hof zu, keine Schule, kein Gemeindeamt, keine Post, nichts mehr – das ist der Zustand! (Ruf bei der SPÖ: Beruhige dich!) In den Städten (neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ), da seid ihr halt drin. Bringt einmal da gescheite Geschichten hinein, anstatt Klassenkampf zu üben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ
Der Herr Bundesminister hat auch gesagt, es gehe da um die Kulturlandschaft. Jetzt habe ich gerade gehört: ländliche Entwicklung. – Bitte, wenn die Bauern sterben, dann gibt es keine ländliche Entwicklung, denn gibt es keine Leute, dann haben wir dort verödete Landschaften wie bei uns in der Südsteiermark: jeder Hof zu, keine Schule, kein Gemeindeamt, keine Post, nichts mehr – das ist der Zustand! (Ruf bei der SPÖ: Beruhige dich!) In den Städten (neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ), da seid ihr halt drin. Bringt einmal da gescheite Geschichten hinein, anstatt Klassenkampf zu üben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Bundesminister hat auch gesagt, es gehe da um die Kulturlandschaft. Jetzt habe ich gerade gehört: ländliche Entwicklung. – Bitte, wenn die Bauern sterben, dann gibt es keine ländliche Entwicklung, denn gibt es keine Leute, dann haben wir dort verödete Landschaften wie bei uns in der Südsteiermark: jeder Hof zu, keine Schule, kein Gemeindeamt, keine Post, nichts mehr – das ist der Zustand! (Ruf bei der SPÖ: Beruhige dich!) In den Städten (neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ), da seid ihr halt drin. Bringt einmal da gescheite Geschichten hinein, anstatt Klassenkampf zu üben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Jannach – in Richtung ÖVP –: Da sitzen sie!
Wir haben heute von Biogasanlagen gehört. Da frage ich: Wer hat die Bauern vor zehn, dreizehn Jahren hineingetrieben, ohne dass sie gewusst haben, dass das ein Defizitgeschäft wird? (Abg. Jannach – in Richtung ÖVP –: Da sitzen sie!) Auch darüber sollten wir diskutieren. Die, die dafür verantwortlich sind, müssten heute noch an den Pranger gestellt werden, denn die Bauern sind wirklich die Armen. Ich kenne Leute, die jetzt höchstwahrscheinlich ihre ganzen Güter verlieren, weil sie ihre Äcker verkaufen müssen, unabhängig von der Prämie, die sie bekommen. Das geht einfach nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben heute von Biogasanlagen gehört. Da frage ich: Wer hat die Bauern vor zehn, dreizehn Jahren hineingetrieben, ohne dass sie gewusst haben, dass das ein Defizitgeschäft wird? (Abg. Jannach – in Richtung ÖVP –: Da sitzen sie!) Auch darüber sollten wir diskutieren. Die, die dafür verantwortlich sind, müssten heute noch an den Pranger gestellt werden, denn die Bauern sind wirklich die Armen. Ich kenne Leute, die jetzt höchstwahrscheinlich ihre ganzen Güter verlieren, weil sie ihre Äcker verkaufen müssen, unabhängig von der Prämie, die sie bekommen. Das geht einfach nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Eßl, du sitzt ja auch in der Kommission: Alle wissen das, und es wird höchstwahrscheinlich demnächst kommen; das ist ja nichts Neues. Es geht darum, die Tiere schmerzfrei zu halten. Das ist die eine Geschichte. (Beifall bei der FPÖ.) Also bitte bei der Wahrheit bleiben: Wir wissen es, nicht im letzten Moment sagen, die anderen sind alle so böse, und jetzt passiert es!
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Weigerstorfer.
Darum plädiere ich für eine partielle Renationalisierung der Landwirtschaft. 9,5 Millionen Leute – so viele werden wir bald sein, wie wir heute von Frau Belakowitsch-Jenewein gehört haben – brauchen auch wieder etwas Gutes. Unsere Bauern haben eine gute Zukunft, wenn wir ins Innere hineinschauen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Weigerstorfer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Mein Vorredner hat es gesagt: Beim Tierwohl müssen sich die Bauern bewegen, aber in diesem Punkt sollte sich vielleicht das Parlament bewegen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), dann kommt man irgendwo zusammen, und dann wäre die Sache aus der Welt geräumt. Ich mag es einfach nicht, Gruppen wie Arbeitnehmer, Unternehmer und Bauern gegeneinander auszuspielen, es kann nur ein Gemeinsames geben.
Abg. Brunner: … Kürzungen?!
Aber zum Umweltbudget: Ich glaube, dass das vorliegende Umweltbudget wirklich ein Investitionsprogramm in ein lebenswertes, umweltfreundliches Österreich ist. Vollkommen klar ist, Umweltschutz funktioniert natürlich nur grenzüberschreitend. Das österreichische Umweltbudget wird nicht die gesamte Umwelt retten, sondern da braucht es eben eine Zusammenarbeit auf nationaler, europäischer und auf globaler Ebene. Der Minister hat in Paris gezeigt, was man da zustande bringen kann. Ich glaube, das sollte Mut dazu geben, im Umweltschutz die richtigen Schritte zu setzen. (Abg. Brunner: … Kürzungen?!) Natürlich ist es immer ein Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie. Kollegin Weigerstorfer hat es schon gesagt: Natürlich sind Green Jobs in
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne möchte ich dem Herrn Minister zu diesem Budget im Umweltbereich gratulieren. Die Investitionen sind sicher, und wir investieren in ein lebenswertes Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Tiroler Wissenschaftler! Georg, gib Gas!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Willi zu Wort. – Bitte. (Abg. Steinbichler: Tiroler Wissenschaftler! Georg, gib Gas!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nur füllt sich der Warteraum jener, die Windkraftanlagen bauen wollen, weil die Investoren, Betreiber und Planer nicht wissen, wie es weitergeht. Sie hätten es in der Hand und es ist Ihre Verantwortung, dafür zu sorgen, dass mit den Windkraftanlagen in Österreich wieder etwas weitergeht. Das geht nur, wenn wir endlich eine Novelle zum Ökostromgesetz zustande bringen, aber da tut sich nichts. (Bundesminister Rupprechter: Weil die Grünen in der Landesregierung blockieren!) – Herr Minister, Sie blockieren die Roten, die Roten blockieren Sie. Das ist ein innerkoalitionäres Machtspiel. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bitte, für das Ökostromgesetz ist noch immer der Bund zuständig. Das ist Bundesangelegenheit und hat mit den Ländern überhaupt nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nur füllt sich der Warteraum jener, die Windkraftanlagen bauen wollen, weil die Investoren, Betreiber und Planer nicht wissen, wie es weitergeht. Sie hätten es in der Hand und es ist Ihre Verantwortung, dafür zu sorgen, dass mit den Windkraftanlagen in Österreich wieder etwas weitergeht. Das geht nur, wenn wir endlich eine Novelle zum Ökostromgesetz zustande bringen, aber da tut sich nichts. (Bundesminister Rupprechter: Weil die Grünen in der Landesregierung blockieren!) – Herr Minister, Sie blockieren die Roten, die Roten blockieren Sie. Das ist ein innerkoalitionäres Machtspiel. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bitte, für das Ökostromgesetz ist noch immer der Bund zuständig. Das ist Bundesangelegenheit und hat mit den Ländern überhaupt nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Plessl: Er ist der falsche Minister! – Abg. Diesner-Wais: Der falsche Minister!
Ich weiß von roter Seite, dass sie dazu bereit ist – jetzt liegt es an Ihnen. Es gibt das berühmte Sprichwort: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ – Sie sind derzeit auf dem besten Weg dazu, Mauern zu bauen. Ich kann Sie nur auffordern: Lassen Sie es zu, dass Windräder gebaut werden, denn der Wind schickt keine Rechnung! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Plessl: Er ist der falsche Minister! – Abg. Diesner-Wais: Der falsche Minister!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Einkünfte der Bergbauern beispielsweise liegen 14 Prozent unter dem Durchschnittseinkommen. Ich bin überzeugt, Herr Minister, dass wir in vielen Bereichen im Agrarsektor gute Arbeit leisten. Es liegt ein hervorragendes Budget vor, weil wir etwa in den Breitbandausbau investieren und damit den ländlichen Raum unterstützen – eine tolle Geschichte. Doch im Bereich der kleinstrukturierten Landwirtschaft muss meiner Meinung nach noch viel getan werden, da hinken wir leider hinterher. Deshalb fordere ich schon seit Langem, seit vielen Jahren, ein Umdenken. Menschen gehören in diesem Sektor gefördert, Arbeitsplätze, und mit Sicherheit nicht Hektar und Großbetriebe. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Herr Minister, verbieten Sie Glyphosat! Sie sagen selbst, dass die österreichische Landwirtschaft es nicht braucht. Krebserregende Mittel gehören nicht in unsere Lebensmittel, sondern in den Giftschrank! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Realität sieht allerdings in Niederösterreich ganz anders aus. So sollen in Niederösterreich sechs der insgesamt 18 landwirtschaftlichen Fachschulen geschlossen werden. Betroffen sind jene in Gaming, Ottenschlag, Poysdorf, Sooß, Unterleiten und Tulln. Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Minister, das ist doch eine komplett falsche Strategie! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Julian Schmid. – Abg. Hafenecker – in Richtung Bundesminister Rupprechter –: Wer ist denn Landeshauptmann in Niederösterreich? Ich weiß es gerade nicht!
Herr Bundesminister, ich fordere Sie daher auf, diese Pläne rückgängig zu machen und den Betrieb aller 18 Schulen weiter aufrechtzuerhalten. Landwirtschaftliche Bildung muss uns etwas wert sein! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Julian Schmid. – Abg. Hafenecker – in Richtung Bundesminister Rupprechter –: Wer ist denn Landeshauptmann in Niederösterreich? Ich weiß es gerade nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt sollten wir uns nicht immer auseinanderdividieren lassen; dieses Budget bringt, gesamtheitlich gesehen, für unser Land mehr Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze und den Wohlstand. In diesem Sinne ein Danke, Herr Bundesminister, für dieses ausgeglichene und stabile Budget. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden dem zustimmen. Machen wir einmal die Nagelprobe für den ländlichen Raum! Machen wir die Nagelprobe für unsere Bauern, dann werden wir sehen, was hier im Hohen Haus folgt: ob das nicht nur heiße Luft ist, was heute hier und immer wieder gesprochen wird, sondern ob auch effektiv etwas erreicht wird! Wir von der Freiheitlichen Partei sind bereit dazu. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinbichler: … Das kannst du niemandem erklären!
Es sind nur geringe Mittel im Bereich der ausschließlich nationalen Förderung im Ausmaß von 16 Millionen € dotiert, also jene Maßnahmen, die nicht in der kofinanzierten ländlichen Entwicklungspolitik Platz haben. (Abg. Steinbichler: … Das kannst du niemandem erklären!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Das erfüllt es ja nicht!
Insgesamt erfüllt damit das Budget in der UG 42 die Anforderungen an eine solide Grundlage, um der österreichischen Landwirtschaft und dem ländlichen Raum in schwierigen Zeiten einen stabilen Rahmen zu geben und ihnen positive Zukunftsperspektiven einzuräumen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Das erfüllt es ja nicht!)
Abg. Steinbichler: Versprochen!
Nach langen Verhandlungen hat die österreichische Bundesregierung gestern Einvernehmen über eine Regierungsvorlage des Sozialministers für eine tatsächliche Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für das letzte Quartal 2016 erzielt. Ich habe diesen Beschluss, der allerdings eine Differenzierung mit einer Bemessungsgrundlage ab 2 350 € vorsieht, im Sinne eines Gesamtkompromisses mitgetragen, möchte aber nicht verhehlen, dass es nicht dem entspricht, was wir gefordert haben; wir wollten eine Unterstützung für alle, einen fairen Ausgleich für alle betroffenen Betriebe, eben zugunsten aller Bauern, die diese Erstattung bekommen sollen. (Abg. Steinbichler: Versprochen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe, wie gesagt, diesen Kompromiss in der Bundesregierung mitgetragen, weil wir damit auch die Grundlage für die parlamentarischen Verhandlungen hier haben. Ich möchte nicht verhehlen, dass ich mit diesem Kompromiss nicht hundertprozentig zufrieden war, so wie das auch angesprochen wurde. Natürlich gilt es jetzt, wie es von den bäuerlichen Vertretern angesprochen wurde, im Sinne eines gelebten lebendigen Parlamentarismus diese Regierungsvorlage weiterzuentwickeln und zu verbessern, um tatsächlich einen fairen Ausgleich umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: Die gab es schon immer!
Zusätzlich – und das war immer mein erklärtes Ziel – können wir auch Mittel aus den EU-Fonds in der Kofinanzierung bereitstellen. (Abg. Brunner: Die gab es schon immer!) Es sind im Bereich des ELER und des EFRE 120 Millionen € für die Periode von 2017 bis 2020 vorgesehen, das heißt, wir können zusätzlich zum Bundesvoranschlag Mittel im Ausmaß von 30 Millionen € im kommenden Jahr für umwelt- und klimaschutzpolitische Maßnahmen vorsehen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Rossmann.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Rossmann.
Zusätzlich – und das war immer mein erklärtes Ziel – können wir auch Mittel aus den EU-Fonds in der Kofinanzierung bereitstellen. (Abg. Brunner: Die gab es schon immer!) Es sind im Bereich des ELER und des EFRE 120 Millionen € für die Periode von 2017 bis 2020 vorgesehen, das heißt, wir können zusätzlich zum Bundesvoranschlag Mittel im Ausmaß von 30 Millionen € im kommenden Jahr für umwelt- und klimaschutzpolitische Maßnahmen vorsehen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Rossmann.)
Abg. Brunner: Wo steht das? Der Herr Finanzminister weiß von nichts!
Zusätzlich habe ich bereits im Ausschuss klargestellt, dass die österreichische Bundesregierung eine Klimaschutzoffensive durch Auflösung von Rücklagen im Ausmaß von 100 Millionen € im kommenden Jahr und im Jahr 2018 vorsieht. (Abg. Brunner: Wo steht das? Der Herr Finanzminister weiß von nichts!) Und wir haben gestern in der Bundesregierung auch Einigung über die Regierungsvorlage zum Umweltförderungsgesetz erzielt. Dafür sind auch die legistischen Grundlagen umgesetzt. Wir werden die parlamentarische Debatte hier im Hohen Haus – ich gehe davon aus, im Umweltausschuss, Frau Vorsitzende Brunner – durchführen. (Abg. Brunner: Dort wird das Budget nicht verhandelt!) Auch die von Ihnen angesprochenen gewässerökologischen Maßnahmen sind in diesem UFG vorgesehen.
Abg. Brunner: Dort wird das Budget nicht verhandelt!
Zusätzlich habe ich bereits im Ausschuss klargestellt, dass die österreichische Bundesregierung eine Klimaschutzoffensive durch Auflösung von Rücklagen im Ausmaß von 100 Millionen € im kommenden Jahr und im Jahr 2018 vorsieht. (Abg. Brunner: Wo steht das? Der Herr Finanzminister weiß von nichts!) Und wir haben gestern in der Bundesregierung auch Einigung über die Regierungsvorlage zum Umweltförderungsgesetz erzielt. Dafür sind auch die legistischen Grundlagen umgesetzt. Wir werden die parlamentarische Debatte hier im Hohen Haus – ich gehe davon aus, im Umweltausschuss, Frau Vorsitzende Brunner – durchführen. (Abg. Brunner: Dort wird das Budget nicht verhandelt!) Auch die von Ihnen angesprochenen gewässerökologischen Maßnahmen sind in diesem UFG vorgesehen.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Die Schwerpunkte der Klimaschutzoffensive der österreichischen Bundesregierung sind die erneuerbaren Energieträger, Ausbau der thermischen Sanierung und E-Mobilität. Ich habe gerade heute mit Bundesminister Jörg Leichtfried unsere E-Mobilitätsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren gibt es dafür zusätzlich 72 Millionen €, gemeinsam auch mit den Automobilimporteuren. Das sind die zwei Jahre, nächstes und übernächstes Jahr, in denen im Bereich der E-Mobilität tatsächlich 1 Milliarde österreichische Schilling, wenn Sie so wollen, umgesetzt werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Kein Wort zur Misswirtschaft bei der AMA! Sehr bedauerlich!
Zu der aufgeworfenen Frage: Mein erklärtes Ziel ist es natürlich, dass diese Auflösung von Rücklagen auch in den Budgetzahlen, vor allem im langfristigen Budgetrahmen, den wir im Frühjahr anpassen müssen, entsprechenden Niederschlag findet. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Kein Wort zur Misswirtschaft bei der AMA! Sehr bedauerlich!)
Beifall bei der SPÖ.
Wo wir uns aber nicht mehr einig sind, das sind so Spielchen dahin gehend, was heute Herr Schultes und auch Herr Schmuckenschlager gesagt haben. Einerseits wurden wir als schizophren bezeichnet und andererseits wurde auch gesagt: „Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht.“ – Da möchte ich schon darauf hinweisen, Herr Schultes, dass Ihr Minister, nachdem dieser Kompromiss betreffend Sozialversicherungsbeiträge herausgekommen ist, was übrigens einstimmig im Ministerrat beschlossen worden ist, gesagt hat – und diese Worte kann ich nur unterstützen –, dass das ein tauglicher Kompromiss ist. Dann können Sie nicht hier ans Pult treten und eine Neuverhandlung fordern. Da spielt sich überhaupt nichts mehr ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen sowie des Abg. Steinbichler.
Noch einmal: weg von der Flächenförderung, hinein in die Arbeitsplatzförderung – und dann werden Sie sehen, wie Sie mit Ihrem Budget auskommen. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Da spielen wir nicht mehr mit. Ich fordere Sie auf, entsprechend zu handeln und wirklich Taten zu setzen, damit die Wirtschaft auch leben kann. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Es ist sehr wichtig, dass wir die Bauern und Bäuerinnen entsprechend unterstützen und dass die Förderungen endlich gerecht verteilt werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Die Bäuerinnen und Bauern haben zur Konsolidierung des Budgets schon sehr viel beigetragen. Die jetzt rasch fallenden Produktpreise, die Wetterkapriolen und Ernteausfälle erfordern nun natürlich Gegenmaßnahmen. Es darf hier zu keiner Neiddebatte kommen, und wir dürfen keinen Keil in die Bauernschaft treiben – egal, ob klein oder groß, Tierhalter oder Ackerbauer. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher muss der Entfall der SV-Beiträge für alle gelten und nicht nur für einige.
Beifall bei der ÖVP.
Die Bäuerinnen und Bauern leisten tagtäglich Großes für unsere Lebensmittelproduktion, für die Landschaftsgestaltung, für die Bereiche Energie und Umwelt – dafür ein Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
eine Studie, wonach über 5,4 Milliarden € bis 2021 notwendig sind. Und wir müssen zusätzlich viel tun, damit unsere Infrastruktur intakt bleibt. Deswegen brauchen wir diese finanzielle Unterstützung. Und es wird in der Zukunft nicht einfach werden, auch in den ländlichen Regionen diese Infrastruktur zu sichern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist aber schon erstaunlich, wenn gerade jetzt, wo sich die Preise Gott sei Dank wieder erholen, die Arbeiterkammer wieder ausrückt, Preisvergleiche macht und die Preise an den Pranger stellt. Bitte, richten Sie das Wort an Ihre Kolleginnen und Kollegen in den Arbeiterkammern, dass sie diese Preisvergleiche, die unzulässig sind, endlich unterlassen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jannach: So, wie es versprochen worden ist!
Meine Damen und Herren! Man kann ruhig über diesen Rabatt diskutieren, man kann ihn schlecht finden, aber man sollte dann zumindest so weit sein, andere Vorschläge auf den Tisch zu bringen. Diese vermisse ich bei vielen Fraktionen in diesem Haus! Ich vermisse, dass andere Vorschläge, wie man den Bäuerinnen und Bauern in dieser Situation helfen kann, auf den Tisch kommen. (Abg. Jannach: So, wie es versprochen worden ist!)
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Einen Satz noch zur Umweltpolitik: Geschätzte Kollegin Brunner! Wenn Sie hier von Wasserkraft sprechen, dann wundert es mich schon, dass gerade in Graz von der grünen Fraktion im Zusammenhang mit einem Budget die dortige Regierung praktisch in die Luft gejagt wurde, um ein Wasserkraftwerk zu verhindern. (Zwischenruf der Abg. Brunner.) – So viel zur Glaubwürdigkeit der grünen Politik in diesem Bereich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Einen Satz noch zur Umweltpolitik: Geschätzte Kollegin Brunner! Wenn Sie hier von Wasserkraft sprechen, dann wundert es mich schon, dass gerade in Graz von der grünen Fraktion im Zusammenhang mit einem Budget die dortige Regierung praktisch in die Luft gejagt wurde, um ein Wasserkraftwerk zu verhindern. (Zwischenruf der Abg. Brunner.) – So viel zur Glaubwürdigkeit der grünen Politik in diesem Bereich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das Budget 2017 zeigt eines ganz deutlich: Es ist expansiv, es lässt Investitionen zu: für Infrastruktur, Straße, ich betone aber besonders die Schiene, für Hochbau, für Forschung und Innovation, hier insbesondere für Energieforschung. Österreich liegt bei den öffentlichen Investitionen in Energie und Forschung im EU-weiten Vergleich an der bemerkenswerten ersten Stelle. Das sind Investitionen mit nachhaltig positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung generell und auf die Arbeitsmarktsituation ganz speziell. Einen weiteren Anreiz bieten unter anderem Investitionen und Förderungen im Bereich der E-Mobilität. Das sind konkrete Beispiele, wie das Budget sowohl Klimaschutz- als auch arbeitsmarktpolitische Akzente setzt. Ich ersuche um breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Wer macht die Agrarpolitik?
Abschließend noch ein Gedanke landwirtschaftlicher Natur: Die österreichische Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil der österreichischen Volkswirtschaft. Und weil wir auch mit anderen wirtschaftlichen Bereichen verglichen wurden, sage ich Ihnen ganz offen: Wenn man uns Bäuerinnen und Bauern vor die Hunde gehen lässt (Abg. Pirklhuber: Wer macht die Agrarpolitik?), dann wird das gröbste Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft haben. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Ich ersuche Sie, Herr Kollege Pirklhuber, ein bisschen mehr Sensibilität in dieser Debatte an den Tag zu legen und unseren Vorschlag zum Sozialversicherungsrabatt bitte wirklich zu unterstützen (Abg. Steinbichler: Georg, das ist ja Sozialpolitik!), die Bäuerinnen und Bauern in Österreich brauchen das. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jannach.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abschließend noch ein Gedanke landwirtschaftlicher Natur: Die österreichische Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil der österreichischen Volkswirtschaft. Und weil wir auch mit anderen wirtschaftlichen Bereichen verglichen wurden, sage ich Ihnen ganz offen: Wenn man uns Bäuerinnen und Bauern vor die Hunde gehen lässt (Abg. Pirklhuber: Wer macht die Agrarpolitik?), dann wird das gröbste Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft haben. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Ich ersuche Sie, Herr Kollege Pirklhuber, ein bisschen mehr Sensibilität in dieser Debatte an den Tag zu legen und unseren Vorschlag zum Sozialversicherungsrabatt bitte wirklich zu unterstützen (Abg. Steinbichler: Georg, das ist ja Sozialpolitik!), die Bäuerinnen und Bauern in Österreich brauchen das. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jannach.)
Abg. Steinbichler: Georg, das ist ja Sozialpolitik!
Abschließend noch ein Gedanke landwirtschaftlicher Natur: Die österreichische Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil der österreichischen Volkswirtschaft. Und weil wir auch mit anderen wirtschaftlichen Bereichen verglichen wurden, sage ich Ihnen ganz offen: Wenn man uns Bäuerinnen und Bauern vor die Hunde gehen lässt (Abg. Pirklhuber: Wer macht die Agrarpolitik?), dann wird das gröbste Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft haben. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Ich ersuche Sie, Herr Kollege Pirklhuber, ein bisschen mehr Sensibilität in dieser Debatte an den Tag zu legen und unseren Vorschlag zum Sozialversicherungsrabatt bitte wirklich zu unterstützen (Abg. Steinbichler: Georg, das ist ja Sozialpolitik!), die Bäuerinnen und Bauern in Österreich brauchen das. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jannach.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jannach.
Abschließend noch ein Gedanke landwirtschaftlicher Natur: Die österreichische Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil der österreichischen Volkswirtschaft. Und weil wir auch mit anderen wirtschaftlichen Bereichen verglichen wurden, sage ich Ihnen ganz offen: Wenn man uns Bäuerinnen und Bauern vor die Hunde gehen lässt (Abg. Pirklhuber: Wer macht die Agrarpolitik?), dann wird das gröbste Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft haben. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Ich ersuche Sie, Herr Kollege Pirklhuber, ein bisschen mehr Sensibilität in dieser Debatte an den Tag zu legen und unseren Vorschlag zum Sozialversicherungsrabatt bitte wirklich zu unterstützen (Abg. Steinbichler: Georg, das ist ja Sozialpolitik!), die Bäuerinnen und Bauern in Österreich brauchen das. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Jannach.)
Abg. Brunner: Weil Österreich nicht einzahlt! – Bundesminister Rupprechter: Stimmt ja gar nicht!
Bereits jetzt sind viele österreichische Firmen in den Bereichen Umwelttechnik und erneuerbare Energien führend. Es ist für diese Unternehmen aber äußerst schwierig, an Fördermittel oder Projekte aus dem Green Climate Fund zu kommen. (Abg. Brunner: Weil Österreich nicht einzahlt! – Bundesminister Rupprechter: Stimmt ja gar nicht!) Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Österreich keine Abwicklungsstelle für mögliche Projekte. Außerdem wurde der österreichische Beitrag nicht, wie angekündigt, auf 50 Millionen € erhöht, es sind gerade 12 Millionen € budgetiert.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Auch laut Oesterreichischer Entwicklungsbank wären österreichische Firmen in Nischenbereichen durchaus konkurrenzfähig. Es gilt daher, österreichische Unternehmen an die weltweite Nachfrage heranzuführen und zu unterstützen und damit den Zugang zu Zukunftsmärkten zu ermöglichen, auch um des Klimas willen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Landwirtschaftskammer sagen! Was bist denn du für einer?!) Die Forstwirtschaft und die Waldwirtschaft sind bei uns durchaus in Ordnung. Die beste Maßnahme für eine gute Waldwirtschaft sind gute Preise, und darum muss man die Märkte bearbeiten, und darin sind wir ganz gut. Unsere Forst- und Holzwirtschaft ist bestens unterwegs. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Abg. Pirklhuber: Machen Sie bessere Agrarpolitik!
Zum heutigen Budget: Diese 2,14 Milliarden € kommen nicht alle aus Bundesgeld, und darauf möchte ich hinweisen. 1,28 Milliarden € kommen von der EU, 182 Millionen € kommen von den Ländern und nur 675 Millionen € vom Bund inklusive Wildbachverbauung, inklusive Aus- und Weiterbildung und so weiter. Das sind also 0,85 Prozent unseres Budgets, das wir hier einsetzen. Damit gelingt die vollständige Abrufung der Mittel aus der Europäischen Union, die Kofinanzierung, und man macht damit ungemein viel nicht nur für den bäuerlichen Bereich, sondern für die gesamte Bevölkerung in Österreich. Es ist so, dass sich in den Debatten natürlich immer wieder jeder zur Landwirtschaft bekennt, nur, wenn es darum geht, Mittel zu beschließen, sind halt einige dann wieder nicht dabei. (Abg. Pirklhuber: Machen Sie bessere Agrarpolitik!)
Abg. Steinbichler: Wer macht denn die Agrarpolitik?
Ich glaube, dass man mit diesem Budget durchaus ein vernünftiges Budget hat, mit dem es gelingt, Umweltprogramm, Bergbauernzahlungen zu machen. Ich hätte natürlich auch noch Wünsche für die viehhaltenden Betriebe, für die Bergbauern, für Grünlandbetriebe (Abg. Steinbichler: Wer macht denn die Agrarpolitik?), vermerke aber trotzdem, dass es positiv ist, dass im Budget im Bereich der Bergbauernzahlungen eine leichte Steigerung vorgesehen ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Woher kommt denn das Geld der SVB?
Letztendlich darf ich auch noch auf das Thema SVB-Maßnahme eingehen. Ich glaube, in schwierigen Zeiten muss man einfach unbürokratisch helfen. Was den SVB-Rabatt betrifft, hoffe ich doch auf eine Einigung, vor allem deshalb, weil kein Geld aus dem Budget und aus den Reserven der SVB benötigt wird. Ich halte es allerdings nicht für klug, wenn man die SVB mehrmals mit 30 Millionen € bestrafen will. Das, glaube ich, sollte man durchaus wegbringen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Woher kommt denn das Geld der SVB?)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz im Gegenteil: Wir haben nämlich beim Familienlastenausgleichsfonds mit 2017 einen neuen Schuldenstand von 3,2 Milliarden €. Warum ist das jetzt so? – Nicht nur, dass die Dienstgeberbeiträge gekürzt worden sind, wir haben auch noch den Leistungsexport der Familienbeihilfe, die an Kinder geht, die nicht bei uns leben, deren Eltern oder deren Väter oder Mütter hier zwar arbeiten, aber deren Geld ins Ausland geht. Das sind allein im Jahr 2015 249 Millionen € gewesen, die nicht nur unseren Familien in Österreich fehlen, sondern die vor allem auch der Kaufkraft und der Wirtschaft in Österreich fehlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre ein erster Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Initiativantrag aus Oberösterreich täte unseren Familien gut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend fordere ich Sie, Frau Minister, und die Bundesregierung auf: Setzen Sie endlich Maßnahmen, die Familie auch für die Zukunft leistbar machen! Setzen Sie sich für die Mütter ein, die Kindererziehungszeiten benötigen, um eine Pension zu bekommen! Setzen Sie sich bitte auch gegenüber dem Sozialminister durch, um das Geld für die Familien wieder zurückzuholen und um den FLAF wieder zu speisen, damit dieser nicht defizitär ist und wir evaluieren können! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Zum Budget Familien und Jugend darf ich berichten: 6,9 Milliarden € sind hier eingestellt, und das ist im internationalen Vergleich ein sehr, sehr gutes Niveau. Ich darf hervorheben, dass die Familienbeihilfe für 2014, 2016 und 2018 erhöht wurde beziehungsweise erhöht wird (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und damit im Jahr 2017 Mehrausgaben in der Höhe von 60 Millionen € eingestellt wurden, bedingt durch die Erhöhungen, bedingt durch die Zuwanderung und bedingt – hurra! – durch die steigende Geburtenrate.
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Ich darf berichten, dass auch das Kinderbetreuungsgeld seit 2002 ein Erfolgsmodell ist und immer wieder von den Familien sehr gut angenommen wird, dass 2017 ein neues System, das Kinderbetreuungsgeldkonto, in Kraft gesetzt wird und in dem Bereich 2017 budgetär ein Plus von 44,8 Millionen € eingestellt ist. Ziel verantwortlicher Familienpolitik muss es sein, die Kaufkraft in den Familien zu sichern und zusätzliche Aufwendungen, wenn Kinder in einem Familienverband leben, abzugelten, um ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder in Österreich zu ermöglichen. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
In Summe kann man sagen, die Arbeit und das Engagement von Sophie Karmasin greifen, es geht viel weiter. Finanzielle Leistungen werden erhöht, Infrastruktur wird errichtet, die Geburtenrate steigt und die Menschen in diesem Land honorieren das. Immer mehr Menschen in diesem Land sagen: Ja, Österreich ist ein familienfreundliches Land. Somit kann ich feststellen, wir nähern uns mit großen Schritten dem Ziel, das unsere Frau Bundesministerin ausgegeben hat: Wir werden das familienfreundlichste Land Europas werden! – Danke schön und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Ich möchte Sie aber eines fragen: Ist es fair, Frau Ministerin, dass Sie und ich, ist es fair, Frau Kollegin Kitzmüller, dass wir alle nicht in den FLAF einzahlen, wir aber sehr wohl die Familienbeihilfe beziehen? Ich glaube, Sie haben Kinder, ich habe Kinder und wir beziehen die Familienbeihilfe und auch Kinderbetreuungsgeld. Ich frage Sie: Ist das fair, dass Menschen, die nicht in den Familienlastenausgleichsfonds einzahlen, etwas dabei herausbekommen? Ist das soziale Gerechtigkeit? Ist das fair? (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Dann reden wir einmal über Fairness in Bezug auf die Familienbeihilfe und alle jene, die da einzahlen oder nicht. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Frau Kollegin Fekter, ich möchte nur wissen, ob das fair ist oder nicht. Ich bezeichne das als nicht fair! Also vielleicht klären wir diese Fairnessposition einmal innerösterreichisch, bevor wir dann weiterreden. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.
Ich möchte Sie aber eines fragen: Ist es fair, Frau Ministerin, dass Sie und ich, ist es fair, Frau Kollegin Kitzmüller, dass wir alle nicht in den FLAF einzahlen, wir aber sehr wohl die Familienbeihilfe beziehen? Ich glaube, Sie haben Kinder, ich habe Kinder und wir beziehen die Familienbeihilfe und auch Kinderbetreuungsgeld. Ich frage Sie: Ist das fair, dass Menschen, die nicht in den Familienlastenausgleichsfonds einzahlen, etwas dabei herausbekommen? Ist das soziale Gerechtigkeit? Ist das fair? (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Dann reden wir einmal über Fairness in Bezug auf die Familienbeihilfe und alle jene, die da einzahlen oder nicht. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Frau Kollegin Fekter, ich möchte nur wissen, ob das fair ist oder nicht. Ich bezeichne das als nicht fair! Also vielleicht klären wir diese Fairnessposition einmal innerösterreichisch, bevor wir dann weiterreden. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Weiterer Zwischenruf der Abg. Fekter.
Ich möchte Sie aber eines fragen: Ist es fair, Frau Ministerin, dass Sie und ich, ist es fair, Frau Kollegin Kitzmüller, dass wir alle nicht in den FLAF einzahlen, wir aber sehr wohl die Familienbeihilfe beziehen? Ich glaube, Sie haben Kinder, ich habe Kinder und wir beziehen die Familienbeihilfe und auch Kinderbetreuungsgeld. Ich frage Sie: Ist das fair, dass Menschen, die nicht in den Familienlastenausgleichsfonds einzahlen, etwas dabei herausbekommen? Ist das soziale Gerechtigkeit? Ist das fair? (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Dann reden wir einmal über Fairness in Bezug auf die Familienbeihilfe und alle jene, die da einzahlen oder nicht. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Frau Kollegin Fekter, ich möchte nur wissen, ob das fair ist oder nicht. Ich bezeichne das als nicht fair! Also vielleicht klären wir diese Fairnessposition einmal innerösterreichisch, bevor wir dann weiterreden. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Fekter.
Ich kenne Frauen aus Rumänien, die in Gärtnereien teilweise viel mehr als die vorgeschriebene Arbeitszeit arbeiten. Da gibt es wenige Arbeitsinspektorate, die hinschauen. Das sind Frauen, die in Containern ohne Dusche leben, die solche Jobs machen, was sehr bequem ist für uns, die uns den Billiglohnsektor abnehmen. Das sind Frauen, die ihre Kinder wochenlang nicht sehen, weil sie in Österreich arbeiten und Geld verdienen müssen, die mit ihren Kindern maximal über Skype in Kontakt sind. Diesen Frauen, diesen Familien nehmen wir jetzt noch zusätzliche Leistungen weg. Können Sie mir beantworten, ob das fair ist? (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Fekter.) – Ja, das ist fair? Okay. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kenne Frauen aus Rumänien, die in Gärtnereien teilweise viel mehr als die vorgeschriebene Arbeitszeit arbeiten. Da gibt es wenige Arbeitsinspektorate, die hinschauen. Das sind Frauen, die in Containern ohne Dusche leben, die solche Jobs machen, was sehr bequem ist für uns, die uns den Billiglohnsektor abnehmen. Das sind Frauen, die ihre Kinder wochenlang nicht sehen, weil sie in Österreich arbeiten und Geld verdienen müssen, die mit ihren Kindern maximal über Skype in Kontakt sind. Diesen Frauen, diesen Familien nehmen wir jetzt noch zusätzliche Leistungen weg. Können Sie mir beantworten, ob das fair ist? (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Fekter.) – Ja, das ist fair? Okay. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kitzmüller: Wir nehmen ja nichts weg!
Mein Begriff von Fairness in Europa sieht wirklich anders aus, und ich würde gerne weiterdiskutieren. Wie wäre es, wenn mein Kind im Ausland studiert, sagen wir in München, bekomme ich dann mehr oder weniger? Es gibt so viele Fragen, die sich für Familien auftun, bei denen die Eltern Grenzgänger sind, zum Beispiel Leute in Vorarlberg, die in Deutschland arbeiten. Wie schaut es mit diesen Familien aus? Welche Lösung stellen Sie sich da vor? Ich halte es für ein sehr billiges, populistisches Konzept, zu sagen, wir nehmen einfach irgendwelchen Leuten etwas weg. (Abg. Kitzmüller: Wir nehmen ja nichts weg!) 100 Millionen € kann man damit angeblich einsparen, aber keine Rechnung diesbezüglich ist für mich nachvollziehbar, und auch die Zahlen, die wir bekommen, sind höchst widersprüchlich. Vielleicht klären wir einmal, was Sie wirklich wollen, was Fairness in Bezug auf die Familienbeihilfe wirklich bedeutet, und dann reden wir weiter!
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm
Ich bin auch ein bisschen enttäuscht, dass die SPÖ jetzt auch in der Person des Bundeskanzlers Kern in die Debatte einsteigt und auf einer ähnlichen Welle mitsurft (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), ohne diese Gedanken, wie sehr Menschen benachteiligt werden, die Anspruch auf die Familienbeihilfe haben. Ich erkläre Ihnen auch warum, und das wissen alle offensichtlich auch ganz gut (Abg. Peter Wurm: Es gibt auch andere Beispiele!), weil sie nämlich auch in den FLAF einzahlen. Sie zahlen die gleichen Beiträge wie alle anderen, die als Unselbständige beschäftigt sind, deren Arbeitgeber, nämlich über den Dienstgeberbeitrag, Beiträge zahlen. Das ist für alle gleich, denn für alle Menschen, die hier arbeiten, wird in den FLAF einbezahlt. (Zwischenruf der Abgeordneten Peter Wurm und Tamandl.) Ich sehe da eine große Ungleichbehandlung im politischen Ansatz und kann einfach nicht nachvollziehen, warum man auf Kosten von Menschen, auf die wir angewiesen sind, so billig politisches Kleingeld wechselt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Peter Wurm: Es gibt auch andere Beispiele!
Ich bin auch ein bisschen enttäuscht, dass die SPÖ jetzt auch in der Person des Bundeskanzlers Kern in die Debatte einsteigt und auf einer ähnlichen Welle mitsurft (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), ohne diese Gedanken, wie sehr Menschen benachteiligt werden, die Anspruch auf die Familienbeihilfe haben. Ich erkläre Ihnen auch warum, und das wissen alle offensichtlich auch ganz gut (Abg. Peter Wurm: Es gibt auch andere Beispiele!), weil sie nämlich auch in den FLAF einzahlen. Sie zahlen die gleichen Beiträge wie alle anderen, die als Unselbständige beschäftigt sind, deren Arbeitgeber, nämlich über den Dienstgeberbeitrag, Beiträge zahlen. Das ist für alle gleich, denn für alle Menschen, die hier arbeiten, wird in den FLAF einbezahlt. (Zwischenruf der Abgeordneten Peter Wurm und Tamandl.) Ich sehe da eine große Ungleichbehandlung im politischen Ansatz und kann einfach nicht nachvollziehen, warum man auf Kosten von Menschen, auf die wir angewiesen sind, so billig politisches Kleingeld wechselt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abgeordneten Peter Wurm und Tamandl.
Ich bin auch ein bisschen enttäuscht, dass die SPÖ jetzt auch in der Person des Bundeskanzlers Kern in die Debatte einsteigt und auf einer ähnlichen Welle mitsurft (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), ohne diese Gedanken, wie sehr Menschen benachteiligt werden, die Anspruch auf die Familienbeihilfe haben. Ich erkläre Ihnen auch warum, und das wissen alle offensichtlich auch ganz gut (Abg. Peter Wurm: Es gibt auch andere Beispiele!), weil sie nämlich auch in den FLAF einzahlen. Sie zahlen die gleichen Beiträge wie alle anderen, die als Unselbständige beschäftigt sind, deren Arbeitgeber, nämlich über den Dienstgeberbeitrag, Beiträge zahlen. Das ist für alle gleich, denn für alle Menschen, die hier arbeiten, wird in den FLAF einbezahlt. (Zwischenruf der Abgeordneten Peter Wurm und Tamandl.) Ich sehe da eine große Ungleichbehandlung im politischen Ansatz und kann einfach nicht nachvollziehen, warum man auf Kosten von Menschen, auf die wir angewiesen sind, so billig politisches Kleingeld wechselt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin auch ein bisschen enttäuscht, dass die SPÖ jetzt auch in der Person des Bundeskanzlers Kern in die Debatte einsteigt und auf einer ähnlichen Welle mitsurft (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), ohne diese Gedanken, wie sehr Menschen benachteiligt werden, die Anspruch auf die Familienbeihilfe haben. Ich erkläre Ihnen auch warum, und das wissen alle offensichtlich auch ganz gut (Abg. Peter Wurm: Es gibt auch andere Beispiele!), weil sie nämlich auch in den FLAF einzahlen. Sie zahlen die gleichen Beiträge wie alle anderen, die als Unselbständige beschäftigt sind, deren Arbeitgeber, nämlich über den Dienstgeberbeitrag, Beiträge zahlen. Das ist für alle gleich, denn für alle Menschen, die hier arbeiten, wird in den FLAF einbezahlt. (Zwischenruf der Abgeordneten Peter Wurm und Tamandl.) Ich sehe da eine große Ungleichbehandlung im politischen Ansatz und kann einfach nicht nachvollziehen, warum man auf Kosten von Menschen, auf die wir angewiesen sind, so billig politisches Kleingeld wechselt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strasser.
Frau Ministerin, ich denke mir, wenn Sie mit Ihren Kollegen einen Brief nach Brüssel schreiben, dann sollte vor allem auch einmal ein Konzept vorliegen, auf dessen Basis man tatsächlich diskutieren kann, faktenbasiert, mit Zahlen, die man nachvollziehen kann. Dann wird man sich diese Sache anschauen müssen, weil man darüber in einer Demokratie einfach diskutieren muss. Ohne ein Konzept kann man darüber aber schwer diskutieren, deswegen der Appell an Sie: Legen Sie ein Konzept vor, auf dessen Basis man diskutieren kann! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strasser.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Walser.
Geschätzte Damen und Herren, ich denke, es ist im Großen und Ganzen ein gutes Familienbudget, das sich durchaus sehen lassen kann, mit dem man die Familien gut unterstützen kann. Ich möchte Ihnen abschließend noch einen Gedanken mitgeben, da wir heute über Familien sprechen und es mir ein ganz großes Anliegen ist: Das Recht auf Familie, auf Familienleben ist ein verbrieftes Menschenrecht, geschätzte Damen und Herren. Ich denke mir, wir sollten in all unseren politischen Diskussionen immer darauf achten, dass Menschenrechte für alle Menschen gelten, unabhängig von ihrer sozialen und nationalen Herkunft. Ich würde einfach bitten, das mitzubedenken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Walser.)
Beifall bei den NEOS.
Nicht das Auszahlen der Familienbeihilfe im Ausland kostet 250 Millionen € jährlich, sondern dass wir bis zu fünf Jahre rückwirkend auszahlen. Unseren Berechnungen nach läge die Summe ohne die rückwirkende Auszahlung bei knapp 70 Millionen €, also einem Drittel der Ausgaben, die wir derzeit haben. Ganz konkrete Lösungen wünsche ich mir diesbezüglich von der Ministerin und Reformen anstatt billiger Schlagzeilen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Um ein paar Zahlen zu nennen: 160 000 Freiwillige engagieren sich in diesen Jugendorganisationen, arbeiten tagtäglich, machen Projekte, kümmern sich um junge Menschen, organisieren Freizeitaktivitäten, egal, ob beim Jugendrotkreuz, bei den Pfadfindern, bei der evangelischen, der katholischen, der muslimischen Jugend, den Schülervertreterorganisationen und vielen, vielen anderen, die jetzt einfach nicht alle aufgezählt werden können. Diese freiwilligen Stunden würden zusammengerechnet und sehr konservativ geschätzt ungefähr 5,7 Millionen Arbeitsstunden ausmachen. Würden wir darüber nachdenken, das zu bezahlen, entspräche das ungefähr 3 231 Vollzeitstellen. Das ist kaum leistbar für den Staat. Diese Arbeit passiert freiwillig, und dafür möchte ich ein großes Danke sagen: Danke schön! – Da dürfen Sie auch klatschen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Kogler: So schauen Sie aber nicht aus!
Darum muss ich ganz ehrlich sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass ich sauer und verärgert bin. (Abg. Kogler: So schauen Sie aber nicht aus!) – So schaue ich nicht aus? Ich habe eine ganze Nacht gehabt, darüber zu schlafen. Ich bin wütend, Herr Kollege, auch wenn ich mich hier am Pult ein bisschen zusammenreißen kann. Sie können sicher sein, nicht nur ich hier, sondern auch draußen fragen sich viele Menschen, was wir zum Beispiel mit diesem Pensionshunderter eigentlich wollen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Darum muss ich ganz ehrlich sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass ich sauer und verärgert bin. (Abg. Kogler: So schauen Sie aber nicht aus!) – So schaue ich nicht aus? Ich habe eine ganze Nacht gehabt, darüber zu schlafen. Ich bin wütend, Herr Kollege, auch wenn ich mich hier am Pult ein bisschen zusammenreißen kann. Sie können sicher sein, nicht nur ich hier, sondern auch draußen fragen sich viele Menschen, was wir zum Beispiel mit diesem Pensionshunderter eigentlich wollen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kogler: Da haben Sie völlig recht!
Ich ärgere mich, wenn wir von Pontius zu Pilatus laufen, wenn die Jugendsprecher gemeinsam Anträge stellen, dass das Studententicket eingeführt werden soll, dass zukunftsweisend in öffentliche Verkehrsmittel investiert werden soll, und es dann wegen 80 oder 300 Millionen € heißt, das ist nicht möglich. (Abg. Kogler: Da haben Sie völlig recht!) Und mit einem Wimpernschlag investieren wir 200 Millionen €.
Zwischenruf des Abg. Walser
Seit Jahren fordern alle Bildungsexperten, wir brauchen Supportpersonal zur Unterstützung für die Schulen. Jetzt muss ich sagen, wir haben – ich komme später noch darauf zurück – ein super Paket was den Ausbau der Ganztagsbetreuung angeht, aber beim Supportpersonal haben wir nach wie vor nichts. Mit 200 Millionen € könnten wir da sehr, sehr viel erreichen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Das wäre eine Investition in die Zukunft, das wäre eine Investition in die Jugend unseres Landes (Zwischenruf des Abg. Walser) und nicht ein Hunderter, der beim Weihnachtsgeld wahrscheinlich als Geschenk übergeben wird, wie manche KollegInnen das schon angedeutet haben.
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte Ihnen ein Beispiel zeigen: Stellen Sie sich einfach einmal vor – das ist jetzt nicht das große Budget des österreichischen Staatshaushaltes, irgendwie ganz unpersönlich –, Sie würden zum Jugendkonto Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter gehen, das überziehen, dafür Überziehungszinsen zahlen und davon den Großeltern einen Zehner geben, damit die zu Weihnachten ein Geschenk für die jungen Menschen haben und ihnen vielleicht noch einen Zehner für ein paar Zuckerl oder irgendwelche anderen Ausgaben zur Verfügung stellen können. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hagen: Ihr sitzt aber schon in der Regierung, oder?
Ich sage Ihnen, die Zeit läuft uns davon. Wenn wir den Raum nicht jenen überlassen wollen, die mit destruktiver – ich sage einmal – Schadenfreude darauf warten, dass das nicht funktioniert (Abg. Hagen: Ihr sitzt aber schon in der Regierung, oder?), dann bitte ich Sie, schnallen wir den Gürtel enger, seien wir bereit, einmal einzusparen und investieren wir wenn, dann in die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und NEOS.
Ich sage Ihnen, die Zeit läuft uns davon. Wenn wir den Raum nicht jenen überlassen wollen, die mit destruktiver – ich sage einmal – Schadenfreude darauf warten, dass das nicht funktioniert (Abg. Hagen: Ihr sitzt aber schon in der Regierung, oder?), dann bitte ich Sie, schnallen wir den Gürtel enger, seien wir bereit, einmal einzusparen und investieren wir wenn, dann in die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Abg. Fekter: Hat er ein Taferl mit? Kein Taferl? – Abg. Steinbichler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Am liebsten, Frau Kollegin Fekter, hätte ich natürlich da jetzt ein Bildchen von einer glücklichen Familie, passend zum Thema, hingestellt!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter Steinbichler gelangt als Nächster zu Wort. – Bitte. (Abg. Fekter: Hat er ein Taferl mit? Kein Taferl? – Abg. Steinbichler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Am liebsten, Frau Kollegin Fekter, hätte ich natürlich da jetzt ein Bildchen von einer glücklichen Familie, passend zum Thema, hingestellt!)
Abg. Kogler stellt eine Tafel mit einem Bild der Erde auf grünem Grund und der Aufschrift: „Es gibt keinen Planet B.“, auf das Rednerpult.
Fernsehgeräten und auf der Galerie! Kollegin Kitzmüller hat ja, glaube ich, sehr eindrucksvoll und sehr glaubwürdig die Fehlentwicklungen im FLAF geschildert. Kollege Strasser hat daraufhin versucht, natürlich auch als Ausschussvorsitzender, dieses Budget etwas schönzureden beziehungsweise zu schönen. – Nein, ich bin der Meinung, Herr Kollege, es kann für die Familien nie genug Geld zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Kogler stellt eine Tafel mit einem Bild der Erde auf grünem Grund und der Aufschrift: „Es gibt keinen Planet B.“, auf das Rednerpult.) – Ich bedanke mich ganz herzlich, Herr Budgetsprecher Kogler! Danke. (Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Fernsehgeräten und auf der Galerie! Kollegin Kitzmüller hat ja, glaube ich, sehr eindrucksvoll und sehr glaubwürdig die Fehlentwicklungen im FLAF geschildert. Kollege Strasser hat daraufhin versucht, natürlich auch als Ausschussvorsitzender, dieses Budget etwas schönzureden beziehungsweise zu schönen. – Nein, ich bin der Meinung, Herr Kollege, es kann für die Familien nie genug Geld zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Kogler stellt eine Tafel mit einem Bild der Erde auf grünem Grund und der Aufschrift: „Es gibt keinen Planet B.“, auf das Rednerpult.) – Ich bedanke mich ganz herzlich, Herr Budgetsprecher Kogler! Danke. (Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich komme zu einem ganz anderen Thema: Der Familienbund hat einen Vortrag einer Frau Kelle, einer deutschen Expertin, organisiert, die gesagt hat: Bei der heutigen Lebenserwartung von 100 Jahren müsste es doch möglich sein, dass die Mütter drei Jahre bei den Kindern bleiben, in den wichtigsten drei Jahren, in der Startphase, damit sie sich wirklich der Betreuung, der Erziehung widmen können, um für das zukünftige Leben die wichtige Basis zu legen. Das sind die drei Jahre, in denen die Kinder am meisten mitbekommen. Deshalb darf ich darauf verweisen, dass die Familie von der Geburt bis zur Pflege die wichtigste Zelle, die günstigste Zelle ist. Niemand kann es billiger machen, niemand kann es persönlicher machen, es kann niemand mühevoller machen, was da geleistet wird. Einen herzlichen Dank an alle erziehenden Mütter, an alle alleinerziehenden Mütter in den Familien. Ich glaube, diese Leistung kann nicht genügend gewürdigt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar meldet sich per Handzeichen zur Geschäftsbehandlung zu Wort.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar meldet sich per Handzeichen zur Geschäftsbehandlung zu Wort.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP. – Abg. Fekter: Da hat er recht! – Abg. Steinbichler: Ich bin ganz verwirrt! – Abg. Kogler: Ja, ja! Jetzt können wir die Ursache der Krise überwinden!
Ich glaube, dass das Ganze hier im Parlament nicht zu einem Kasperltheater verkommen soll. Wenn jemand redet, soll nicht jemand anderer hingehen und ein Taferl hinstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP. – Abg. Fekter: Da hat er recht! – Abg. Steinbichler: Ich bin ganz verwirrt! – Abg. Kogler: Ja, ja! Jetzt können wir die Ursache der Krise überwinden!)
Abg. Lugar: Das könnte ich jetzt auch machen, ich stelle ein Taferl hin …! Vielleicht reagiert der Präsident …! – Abg. Kucharowits steht bereits am Rednerpult, als Bundesministerin Karmasin darauf hinweist, dass sie zu Wort gemeldet ist.
Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Kucharowits. – Bitte. (Abg. Lugar: Das könnte ich jetzt auch machen, ich stelle ein Taferl hin …! Vielleicht reagiert der Präsident …! – Abg. Kucharowits steht bereits am Rednerpult, als Bundesministerin Karmasin darauf hinweist, dass sie zu Wort gemeldet ist.) – Verzeihung, nachher. Sorry, das war mein Fehler.
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Danke, dass ich das Wort noch vor Ihnen habe darf, obwohl es anders in der RednerInnenliste vermerkt war. (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben es schon mehrmals gehört: Mehr als 9 Millionen € finden sich im Budget explizit für die Jugend im Kapitel Familie und Jugend.
Abg. Lugar stellt eine Tafel, auf der ein Balkendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpult.
Klarerweise ist es in Summe bedeutend mehr, wenn wir zum Beispiel an den Bereich der Ausbildung denken, an das Bildungsbudget, an das Wissenschaftsbudget und vieles mehr, aber bleiben wir bei der Untergliederung! Kollege El Habbassi ist auf ein paar Punkte schon eingegangen. (Abg. Lugar stellt eine Tafel, auf der ein Balkendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpult.) Wichtig ist bei den 9 Millionen € klarerweise das Top-Jugendticket, die SchülerInnenfreifahrt. (Abg. Schittenhelm: Kindergarten!) Nur: Wir wissen auch, wir sind noch nicht weitergekommen, was die Studierendenfreifahrt anbelangt. (Unruhe im Sitzungssaal.) Ich kann da nur nochmals meinen Appell an Sie, Frau Ministerin, aber auch an alle anderen Zuständigen in der Bundesregierung richten. (Heiterkeit des Abg. Steinbichler.) – Herr Präsident!
Abg. Schittenhelm: Kindergarten!
Klarerweise ist es in Summe bedeutend mehr, wenn wir zum Beispiel an den Bereich der Ausbildung denken, an das Bildungsbudget, an das Wissenschaftsbudget und vieles mehr, aber bleiben wir bei der Untergliederung! Kollege El Habbassi ist auf ein paar Punkte schon eingegangen. (Abg. Lugar stellt eine Tafel, auf der ein Balkendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpult.) Wichtig ist bei den 9 Millionen € klarerweise das Top-Jugendticket, die SchülerInnenfreifahrt. (Abg. Schittenhelm: Kindergarten!) Nur: Wir wissen auch, wir sind noch nicht weitergekommen, was die Studierendenfreifahrt anbelangt. (Unruhe im Sitzungssaal.) Ich kann da nur nochmals meinen Appell an Sie, Frau Ministerin, aber auch an alle anderen Zuständigen in der Bundesregierung richten. (Heiterkeit des Abg. Steinbichler.) – Herr Präsident!
Heiterkeit des Abg. Steinbichler.
Klarerweise ist es in Summe bedeutend mehr, wenn wir zum Beispiel an den Bereich der Ausbildung denken, an das Bildungsbudget, an das Wissenschaftsbudget und vieles mehr, aber bleiben wir bei der Untergliederung! Kollege El Habbassi ist auf ein paar Punkte schon eingegangen. (Abg. Lugar stellt eine Tafel, auf der ein Balkendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpult.) Wichtig ist bei den 9 Millionen € klarerweise das Top-Jugendticket, die SchülerInnenfreifahrt. (Abg. Schittenhelm: Kindergarten!) Nur: Wir wissen auch, wir sind noch nicht weitergekommen, was die Studierendenfreifahrt anbelangt. (Unruhe im Sitzungssaal.) Ich kann da nur nochmals meinen Appell an Sie, Frau Ministerin, aber auch an alle anderen Zuständigen in der Bundesregierung richten. (Heiterkeit des Abg. Steinbichler.) – Herr Präsident!
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Lugar: Sie haben es ignoriert!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Klubobmann Lugar, Sie haben vorhin davon gesprochen, Sie wollen nicht, dass das Ganze hier zum Kasperltheater verkommt. Sie tragen jetzt einen großen Teil dazu bei, dass es so ist. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Lugar: Sie haben es ignoriert!) – Sie sollten sich schämen! (Abg. Lugar: … bei der eigenen Nase nehmen!)
Abg. Lugar: … bei der eigenen Nase nehmen!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Klubobmann Lugar, Sie haben vorhin davon gesprochen, Sie wollen nicht, dass das Ganze hier zum Kasperltheater verkommt. Sie tragen jetzt einen großen Teil dazu bei, dass es so ist. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Lugar: Sie haben es ignoriert!) – Sie sollten sich schämen! (Abg. Lugar: … bei der eigenen Nase nehmen!)
Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Ich begrüße sehr, dass Sie letzte Woche im Rahmen einer Pressekonferenz die verschwundenen Kinder in Europa und Österreich zum Thema gemacht haben. Sie haben einen Leitfaden präsentiert, der, finde ich, gut und ein richtiger Schritt ist. Wie aber geht es weiter und wie helfen wir den Kindern konkret? Was passiert? (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Da erwarte ich mir einfach auch noch Antworten.
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Ich halte es für das Zentralste, Politik für Kinder und Jugendliche zu machen. Starten wir alle – und nicht nur die JugendsprecherInnen – damit! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: die erhöhte Geburtenrate. Seit Jahrzehnten sehen wir zum ersten Mal wieder eine steigende Geburtenrate, das ist sehr erfreulich. Letztes Jahr gab es um 4 000 Geburten mehr, was wirklich der Erfolg unserer familienfreundlichen Politik ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Familien in dieser Legislaturperiode sind ein gemeinsamer Erfolg, den wir, glaube ich, noch einmal unterstreichen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Zwei Worte zum Thema Familienbeihilfe im Ausland: Im März wurde bereits auf Bundesregierungsebene entschieden, mit der Kommission gemeinsam diesen Weg zu verhandeln und zu gehen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Diese Entscheidung wurde bereits im März unter Bundeskanzler Faymann getroffen, glücklicherweise wird sie jetzt durch Bundeskanzler Kern weiter unterstützt und vor allem – und das ist das Entscheidende – auf Kommissionsebene positiv reflektiert. Wir werden dieses Thema weiterverfolgen, weil es fair ist. Rufen wir uns in Erinnerung, was der eigentliche Ausgangspunkt und die Grundüberlegung bei der Familienbeihilfe waren! Nämlich: einen finanziellen Ausgleich zwischen Familien mit und ohne Kinder zu schaffen! Dieser Ausgleich mit durchschnittlich 150 € im Monat fällt in Österreich anders aus als beispielsweise in Rumänien, wo 150 € bereits ein kleines Einkommen darstellen. (Ruf bei der ÖVP: … Hälfte des Einkommens!)
Ruf bei der ÖVP: … Hälfte des Einkommens!
Zwei Worte zum Thema Familienbeihilfe im Ausland: Im März wurde bereits auf Bundesregierungsebene entschieden, mit der Kommission gemeinsam diesen Weg zu verhandeln und zu gehen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Diese Entscheidung wurde bereits im März unter Bundeskanzler Faymann getroffen, glücklicherweise wird sie jetzt durch Bundeskanzler Kern weiter unterstützt und vor allem – und das ist das Entscheidende – auf Kommissionsebene positiv reflektiert. Wir werden dieses Thema weiterverfolgen, weil es fair ist. Rufen wir uns in Erinnerung, was der eigentliche Ausgangspunkt und die Grundüberlegung bei der Familienbeihilfe waren! Nämlich: einen finanziellen Ausgleich zwischen Familien mit und ohne Kinder zu schaffen! Dieser Ausgleich mit durchschnittlich 150 € im Monat fällt in Österreich anders aus als beispielsweise in Rumänien, wo 150 € bereits ein kleines Einkommen darstellen. (Ruf bei der ÖVP: … Hälfte des Einkommens!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schwentner: … Fairness!
Es ist nicht fair, diese beiden Familien ungleich zu behandeln, in Österreich 150 € bei niedrigerer Kaufkraft als in anderen Ländern, in denen das bereits ein Einkommen ist, zu gewähren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schwentner: … Fairness!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Die Familienbeihilfe ist weder eine Versicherungsleistung noch ein Einkommensbestandteil. – Das sei nur noch einmal präzisiert. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen, das familienfreundlichste Land Europas steht in Reichweite; und das Budget 2017 unterstreicht das noch einmal eindringlich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits. – Abg. Königsberger-Ludwig: Nix Neues! – Abg. Zanger: Pfui!
Das ist demokratiepolitisch natürlich vollkommen korrekt, es haben natürlich alle Jugendorganisationen von Parteien, die hier im Parlament vertreten sind, auch ihre Förderungen zu bekommen, obwohl ich schon an dieser Stelle noch einmal kritisch anmerken möchte – und das habe ich schon letztes Jahr getan –, dass ich es als sehr kritisch erachte, dass die Sozialistische Jugend dieses Geld benützt, um damit hetzerische Flyer mit Sprüchen wie: Wer das Kreuz bei H.-C. Strache macht, muss wissen, dass es einen Haken hat, herzustellen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits. – Abg. Königsberger-Ludwig: Nix Neues! – Abg. Zanger: Pfui!) Übrigens ein sehr niveauvoller Spruch und sehr originell.
Beifall bei der FPÖ.
Aber auch das ist kein Einzelfall. In Erinnerung geblieben sind zum Beispiel auch bekannte Sprüche – auch intellektuell sehr hochwertig und überhaupt nicht hetzerisch – wie der Spruch: Ein Baum, ein Strick und ein Strachegenick. – Auch sehr niveauvoll! Ich habe das schon letztes Jahr angesprochen, und deswegen spreche ich es dieses Jahr auch wieder an: Ich erwarte von der SPÖ eine Distanzierung oder zumindest einmal ein kritisches Wort gegenüber solchen Ausdrücken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gott sei Dank haben Sie ja heute wieder die Möglichkeit – es sitzen ja noch einige da, es werden noch einige zu Wort kommen –, hier einmal eine kritische Stellungnahme gegen solche Formulierungen auszusprechen. Ich bin sehr gespannt, wer von Ihnen hier herauskommen und etwas sagen wird, denn es sind gerade Sie, die in den letzten Wochen und Monaten das Thema Hate Speech ganz groß bringen. Was, wenn nicht das, ist Hate Speech, und was, wenn nicht Ihr Verhalten, das Sie da an den Tag legen, ist bitte schön eine Doppelmoral, was dieses Thema anbelangt?! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rossmann: … bei den eigenen Jugendorganisationen!
Schön und gut, die Sozialistische Jugend hat natürlich trotzdem ihren Anspruch auf Förderung aus dem Jugendbudget. (Abg. Rossmann: … bei den eigenen Jugendorganisationen!) Sie hat aber mit Sicherheit keinen Anspruch auf zusätzliche 90 000 € – vielleicht sollten Sie zuhören! (in Richtung Grüne) –, 90 000 € kommen seit 2013 aus fünf roten Ministerien. Und jetzt kommt das Interessante: Für Inserate im Schulplaner der Sozialistischen Jugend – ich wiederhole: für Inserate! – werden aus fünf roten Ministerien 90 000 € bezahlt, und zwar 90 000 € bei einer Jahresförderung des Jugendbudgets von ungefähr 356 000 €.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Förderungen sind meines Erachtens ein Skandal und sollten dringendst abgestellt werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, diese Kluft gibt es tatsächlich, und diese Kluft ist sogar gewaltig. Es gibt eine gewaltige Kluft zwischen den Jungen in diesem Land und einer unverantwortlichen rot-schwarzen Altpolitik. Das beweisen Sie auch wieder mit diesem Budget, denn unangenehme, aber notwendige Reformen werden einfach mithilfe einer immer größer werdenden Schuldenpolitik irgendwie in die Zukunft geschoben. Sie leben, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, auf Kosten unserer heutigen Jugend und auf Kosten der zukünftigen Generationen. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist unverantwortlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend kann man sagen: Was die Jugend braucht, ist ein Umdenken. Was die Jugend braucht, sind Reformen. Was die Jugend braucht, ist eine Regierung, die endlich aufhört, auf Kosten der nächsten Generationen zu budgetieren. Zu all dem ist diese Regierung anscheinend nicht imstande! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brückl: … ist ja unglaublich!
Ich möchte eines betonen: Österreich ist mit Fug und Recht auf dem Weg, das familienfreundlichste Land der Welt zu werden, weil wir gerade auch im Bereich der Familienbeihilfe viel Positives getan haben. (Abg. Brückl: … ist ja unglaublich!) Ich erinnere daran: Wir haben sie jetzt dreimal angehoben, 2014, 2016, 2018. Ich glaube, man sollte sich bemühen, diesen Zweijahreszyklus auch bei der Inflationsanpassung fortzusetzen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich erinnere auch an das Kindergeldkonto Neu, das eine totale Flexibilisierung im Sinne der Wahlfreiheit für die Eltern ermöglicht, womit ein Partnerschaftsbonus von zusätzlich 1 000 € gegeben ist und womit der Familienzeitbonus insbesondere für die Väter unmittelbar nach der Geburt auch mit einer zusätzlichen Abgeltung gegeben ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was wir in diesem Bereich aber ansprechen, ist der Abfluss ins Ausland: Den müssen wir unterbinden! Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wenn die Kinder bei uns leben, dann steht – keine Frage! – die Familienbeihilfe in voller Höhe zu, egal, woher die Eltern kommen. Das möchte ich einmal klipp und klar festhalten. Wenn die Familienbeihilfe aber in ein anderes Land transferiert wird, weil die Kinder dort auch leben und nicht bei uns sind, dann muss es möglich sein, sie auf die dortigen Lebenshaltungskosten abzustimmen und das System in diese Richtung anzupassen. Das wollen wir, in diese Richtung sind wir unterwegs! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, ich bedanke mich bei Ihnen für eine konsequente Familienpolitik, bei der die Kinder und die Wahlfreiheit der Eltern im Vordergrund stehen. Das ist eine christlich-soziale Familienpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Ja-Rufe bei der ÖVP.
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie Sie darauf kommen! Und ich frage Sie ganz ehrlich, sozusagen als Mensch und als Abgeordneter: Haben Sie, wenn Sie heute am Abend nach Hause gehen oder morgen, wenn wir dann abgestimmt haben, wirklich ein gutes Gewissen bei diesem Budget? (Ja-Rufe bei der ÖVP.) – Ja? Haben Sie es so, dass Sie sich sagen: Okay, darauf sind wir stolz, da haben wir etwas geschafft!? Sie schauen Ihren Kindern in die Augen, Sie schauen Ihren Enkelkindern in die Augen und sagen, das ist ein super Budget? (Abg. Zanger: Die sind so …!) – Okay, es kommen keine Antworten, das ist bezeichnend.
Abg. Zanger: Die sind so …!
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie Sie darauf kommen! Und ich frage Sie ganz ehrlich, sozusagen als Mensch und als Abgeordneter: Haben Sie, wenn Sie heute am Abend nach Hause gehen oder morgen, wenn wir dann abgestimmt haben, wirklich ein gutes Gewissen bei diesem Budget? (Ja-Rufe bei der ÖVP.) – Ja? Haben Sie es so, dass Sie sich sagen: Okay, darauf sind wir stolz, da haben wir etwas geschafft!? Sie schauen Ihren Kindern in die Augen, Sie schauen Ihren Enkelkindern in die Augen und sagen, das ist ein super Budget? (Abg. Zanger: Die sind so …!) – Okay, es kommen keine Antworten, das ist bezeichnend.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Bundeskanzler Kern hat den New Deal angekündigt. Was ist der New Deal? – Den erkenne ich in diesem Budget überhaupt nicht. Für mich ist das der ganz klassische, alte, schmutzige Deal zwischen den zwei Regierungsparteien (Zwischenrufe bei der ÖVP), zwischen der ÖVP und der SPÖ (Beifall bei den Grünen), und das leider auf dem Rücken meiner Generation und der Jungen, weil natürlich wir als Junge am längsten mit diesen Budgets und sozusagen mit allen diesen Regelungen leben müssen.
Beifall bei den Grünen
Bundeskanzler Kern hat den New Deal angekündigt. Was ist der New Deal? – Den erkenne ich in diesem Budget überhaupt nicht. Für mich ist das der ganz klassische, alte, schmutzige Deal zwischen den zwei Regierungsparteien (Zwischenrufe bei der ÖVP), zwischen der ÖVP und der SPÖ (Beifall bei den Grünen), und das leider auf dem Rücken meiner Generation und der Jungen, weil natürlich wir als Junge am längsten mit diesen Budgets und sozusagen mit allen diesen Regelungen leben müssen.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Budget ist nichts, was auch nur irgendwie in diese Richtung geht. In diesem Budget findet sich nichts, was auch nur einen Schritt dorthin macht. Im Gegenteil: Es wird im Umweltbudget, im Klimabudget schon mehrere Jahre in Folge das Geld gestrichen. Es sind heuer wieder 20 Millionen € weniger, die da investiert werden. Das ist meiner Meinung nach ein Anschlag auf meine Generation, die dann die Konsequenzen des Klimawandels ausbaden muss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir das einsparen würden, wenn wir die Energiewende schaffen würden, dass wir statt von Öl sozusagen heimisch, mittels Sonne, mittels Wind unsere Energie beziehen, dann würden wir dieses Geld natürlich dalassen. 13 Milliarden €, das ist so viel, wie wir fürs gesamte Bildungssystem ausgeben, vom Kindergarten über die Schule bis zur Universität. Das ist ein Wirtschaftspaket, mit dem wir Jobs schaffen würden, Jobs schaffen würden, Jobs schaffen würden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was ich finde, ist: Wenn wir uns anschauen, was Finnland macht, was die dort für ein Schulsystem aufgestellt haben, was es wirklich auch in Österreich an tollen Beispielen von Schulen gibt, dann verstehe ich nicht, warum wir das nicht einfach als maximale Priorität für die Zukunft nehmen, denn jeder Euro, den wir in die Bildung stecken, kommt in Zukunft viermal zurück für meine Generation! (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Jetzt noch der letzte Punkt: Entschuldigung, es ist nämlich nicht so, dass es keine Steigerungen im Budget gibt. Das Einzige, bei dem es Budgetsteigerungen gibt, ist zum Beispiel der Militärbereich. Entschuldigung, ich sage, da profitieren Rüstungskonzerne … (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) – Ja, Sie klatschen da, super! Ich meine, davon profitieren Rüstungskonzerne, während auf der anderen Seite Fünfzehnjährige keinen Job haben, keinen Ausbildungsplatz haben. Ich meine, das ist doch unglaublich! Und das als Erfolg zu verkaufen: Was ist denn das für eine Zukunftsansage? (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Jetzt noch der letzte Punkt: Entschuldigung, es ist nämlich nicht so, dass es keine Steigerungen im Budget gibt. Das Einzige, bei dem es Budgetsteigerungen gibt, ist zum Beispiel der Militärbereich. Entschuldigung, ich sage, da profitieren Rüstungskonzerne … (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) – Ja, Sie klatschen da, super! Ich meine, davon profitieren Rüstungskonzerne, während auf der anderen Seite Fünfzehnjährige keinen Job haben, keinen Ausbildungsplatz haben. Ich meine, das ist doch unglaublich! Und das als Erfolg zu verkaufen: Was ist denn das für eine Zukunftsansage? (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne werden diesem Budget nicht zustimmen, weil es nicht zukunftstauglich ist und weil ich will, dass wir einmal ein Budget beschließen, bei dem wir uns wirklich mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen können und das wirklich eine Ansage ist, dass meine Generation aufatmen kann und dass jeder Jugendliche in Österreich eine Chance hat, dass wir eine nachhaltige Gesellschaft werden, dass wir im Einklang mit der Umwelt leben und dass die Starken auch den Schwachen mehr helfen. Das wären meine Ziele, das wären unsere grünen Ziele, und ich finde, das wäre ein Budget, das wir heute eigentlich beschließen sollten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Julian Schmid: Nein!
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Na ja, wie soll man das bezeichnen? Jugendlicher Leichtsinn? Oder Falschinformation? (Abg. Julian Schmid: Nein!) – Lieber Julian, ich möchte dich nur daran erinnern, dass wir nicht heute das Budget beschließen, sondern morgen, dass wir über ein Budget von immerhin 77 Milliarden € für unseren Staat Österreich sprechen und alle darin berücksichtigt sind! Jetzt kann man natürlich darüber sprechen: Na ja, der eine hätte gern mehr; aber kein anderer will weniger. – Das ist auch logisch, das verstehe ich menschlich noch, aber insgesamt haben wir da alle Pakete involviert.
Beifall bei der SPÖ
Zur Jugendausbildung noch einen Rat: Nicht umsonst hat die Bundesregierung auch die Ausbildungspflicht für Jugendliche beschlossen. Und du stellst dich hier heraus und sagst: Die Wirtschaft ist nicht mehr okay, und alles in Österreich ist nicht in Ordnung (Beifall bei der SPÖ), wir sperren alle Industriebetriebe zu und machen mit grünem Strom dann Jugendpolitik! – So wird es auch nicht gehen, aber du wirst das noch lernen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zur Jugendausbildung noch einen Rat: Nicht umsonst hat die Bundesregierung auch die Ausbildungspflicht für Jugendliche beschlossen. Und du stellst dich hier heraus und sagst: Die Wirtschaft ist nicht mehr okay, und alles in Österreich ist nicht in Ordnung (Beifall bei der SPÖ), wir sperren alle Industriebetriebe zu und machen mit grünem Strom dann Jugendpolitik! – So wird es auch nicht gehen, aber du wirst das noch lernen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In Summe ist also dieses Budget für uns in Ordnung. Wir könnten uns selbstverständlich auch eine Valorisierung in der Zukunft vorstellen, was die Familienbeihilfe betrifft. Da werden wir natürlich weiterverhandeln. Ich bin auch überzeugt davon, dass es in einigen Jahren gelingen wird, dass wir da stetig einen Schritt weiter machen werden. In diesem Sinne gibt es von mir aus ein Okay zum Budget, lieber Julian! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Brückl: Wo betreibt der Hetze? – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Grünen und NEOS.
darüber aufgeregt, dass die Sozialistische Jugend – wie war das noch einmal? – Hetze betreibt. Abgesehen davon, dass das wirklich nicht der Fall ist, möchte ich vielleicht darauf hinweisen, dass der Ring Freiheitlicher Jugend natürlich auch Jugendförderung bekommt, und so haben zum Beispiel die echten Patrioten … (Abg. Brückl: Wo betreibt der Hetze? – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Grünen und NEOS.) – Hm? Ich nenne ein Beispiel, und zwar hat Ihre Jugendorganisation in Oberösterreich so eine Website, die sie betreibt. Sie heißt „echte-patrioten.at“, und darauf ist zu lesen: „Echte Patriotin: Caro hat Schwein in der Küche und Glück in der Liebe.“ Weil: „Ein Schweinsbraten (…) gehört auf jede österreichische Speisekarte.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze, oder was?) „Echte Patrioten lieben die österreichische Kultur und stehen auf traditionelle Hausmannskost.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.) – Ich finde es wirklich schade, dass ich keine Patriotin bin. Ich esse kein Fleisch und fühle mich auch ganz gut damit. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Brückl: Das ist Hetze, oder was?
darüber aufgeregt, dass die Sozialistische Jugend – wie war das noch einmal? – Hetze betreibt. Abgesehen davon, dass das wirklich nicht der Fall ist, möchte ich vielleicht darauf hinweisen, dass der Ring Freiheitlicher Jugend natürlich auch Jugendförderung bekommt, und so haben zum Beispiel die echten Patrioten … (Abg. Brückl: Wo betreibt der Hetze? – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Grünen und NEOS.) – Hm? Ich nenne ein Beispiel, und zwar hat Ihre Jugendorganisation in Oberösterreich so eine Website, die sie betreibt. Sie heißt „echte-patrioten.at“, und darauf ist zu lesen: „Echte Patriotin: Caro hat Schwein in der Küche und Glück in der Liebe.“ Weil: „Ein Schweinsbraten (…) gehört auf jede österreichische Speisekarte.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze, oder was?) „Echte Patrioten lieben die österreichische Kultur und stehen auf traditionelle Hausmannskost.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.) – Ich finde es wirklich schade, dass ich keine Patriotin bin. Ich esse kein Fleisch und fühle mich auch ganz gut damit. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Brückl: Das ist Hetze? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.
darüber aufgeregt, dass die Sozialistische Jugend – wie war das noch einmal? – Hetze betreibt. Abgesehen davon, dass das wirklich nicht der Fall ist, möchte ich vielleicht darauf hinweisen, dass der Ring Freiheitlicher Jugend natürlich auch Jugendförderung bekommt, und so haben zum Beispiel die echten Patrioten … (Abg. Brückl: Wo betreibt der Hetze? – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Grünen und NEOS.) – Hm? Ich nenne ein Beispiel, und zwar hat Ihre Jugendorganisation in Oberösterreich so eine Website, die sie betreibt. Sie heißt „echte-patrioten.at“, und darauf ist zu lesen: „Echte Patriotin: Caro hat Schwein in der Küche und Glück in der Liebe.“ Weil: „Ein Schweinsbraten (…) gehört auf jede österreichische Speisekarte.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze, oder was?) „Echte Patrioten lieben die österreichische Kultur und stehen auf traditionelle Hausmannskost.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.) – Ich finde es wirklich schade, dass ich keine Patriotin bin. Ich esse kein Fleisch und fühle mich auch ganz gut damit. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.)
Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.
darüber aufgeregt, dass die Sozialistische Jugend – wie war das noch einmal? – Hetze betreibt. Abgesehen davon, dass das wirklich nicht der Fall ist, möchte ich vielleicht darauf hinweisen, dass der Ring Freiheitlicher Jugend natürlich auch Jugendförderung bekommt, und so haben zum Beispiel die echten Patrioten … (Abg. Brückl: Wo betreibt der Hetze? – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Grünen und NEOS.) – Hm? Ich nenne ein Beispiel, und zwar hat Ihre Jugendorganisation in Oberösterreich so eine Website, die sie betreibt. Sie heißt „echte-patrioten.at“, und darauf ist zu lesen: „Echte Patriotin: Caro hat Schwein in der Küche und Glück in der Liebe.“ Weil: „Ein Schweinsbraten (…) gehört auf jede österreichische Speisekarte.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze, oder was?) „Echte Patrioten lieben die österreichische Kultur und stehen auf traditionelle Hausmannskost.“ (Abg. Brückl: Das ist Hetze? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.) – Ich finde es wirklich schade, dass ich keine Patriotin bin. Ich esse kein Fleisch und fühle mich auch ganz gut damit. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und NEOS.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Das sind die Inhalte, die mit der Jugendförderung in Oberösterreich zum Beispiel bezahlt werden. Ihre Jugendorganisation bekommt bundesweit auch 120 000 €, das habe ich vorhin gerade nachgeschaut. Das ist nur ein bisschen weniger, als die Sozialistische Jugend bekommt. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.
Wissen Sie, was? – Wenn wir Demokratie und das demokratische Engagement junger Menschen fördern wollen, dann können wir nicht anfangen, zu sortieren, welche Inhalte uns passen und welche uns nicht passen. Es geht darum, das demokratische Engagement aller Jugendlichen zu fördern und ihnen auch Demokratie beizubringen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Ihnen das nichts wert ist, dann stellen Sie sich her, Frau Kollegin Steger, und sagen Sie das! Sagen Sie, es ist Ihnen nichts wert, wenn sich Jugendliche in Organisationen engagieren, die Ihnen inhaltlich nicht passen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist nicht die Jugendförderung, so wie ich sie mir vorstelle, deshalb bin ich auch der Meinung, dass wir diese Sätze dringend valorisieren sollten und uns mehr dafür einsetzen sollten, dass unsere Jugendorganisationen auch ordentlich finanziert sind – wenn wir das als wertvoll empfinden. Ich empfinde es als sehr wertvoll! (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jarolim: Eine ausgezeichnete Aufklärung war das! – Ruf bei der ÖVP: Wenn das der Jarolim sagt! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsident Karlheinz Kopf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Durchschlag. – Bitte. (Abg. Jarolim: Eine ausgezeichnete Aufklärung war das! – Ruf bei der ÖVP: Wenn das der Jarolim sagt! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für all diese Maßnahmen ist für 2017 budgetär vorgesorgt, daher ist dieses Budget wieder ein Baustein auf dem Weg Österreichs zum familienfreundlichsten Land. – Ein Danke an die Frau Ministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, Sie sagten vorhin, Sie werden das Thema weiterverfolgen und daran fest arbeiten – es ist jetzt wirklich höchst an der Zeit, dass man bei der ÖVP endlich einmal vom Reden zum Tun kommt. Bei Rekordarbeitslosigkeit, sinkenden Reallöhnen und steigenden Lebenshaltungskosten müssen die Familienleistungen, die ins Ausland fließen, endlich beschränkt werden. Das bringt mehr als 100 Millionen € Ersparnis – Geld, das wir unseren armen, armutsgefährdeten österreichischen Familien zur Verfügung stellen müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strasser.
Dies sind zwei Maßnahmen von vielen, die ich hervorheben möchte, bei denen es wichtig ist, dass wir sie gemeinsam auf den Weg bringen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strasser.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn Eltern ab dem ersten Lebensjahr ihres Kindes keine Sorge mehr haben müssen, wo sie das Kind betreuen lassen können! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir die besten Kinderbetreuungseinrichtungen in Europa haben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir mit Skandinavien, mit Frankreich und mit anderen Ländern mithalten können. (Abg. Strasser: Müssen wir die Familie abschaffen?!) – Ich habe Ihnen schon einmal erklärt, Herr Kollege Strasser: Mein Sohn in Hamburg hatte kein Problem, sein Kind ab dem ersten Lebensjahr betreuen zu lassen, und zwar hatte er das Recht dazu (Ruf bei der ÖVP: Super!), davon sind wir in Österreich meilenweit entfernt!
Abg. Strasser: Müssen wir die Familie abschaffen?!
Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir die besten Kinderbetreuungseinrichtungen in Europa haben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir mit Skandinavien, mit Frankreich und mit anderen Ländern mithalten können. (Abg. Strasser: Müssen wir die Familie abschaffen?!) – Ich habe Ihnen schon einmal erklärt, Herr Kollege Strasser: Mein Sohn in Hamburg hatte kein Problem, sein Kind ab dem ersten Lebensjahr betreuen zu lassen, und zwar hatte er das Recht dazu (Ruf bei der ÖVP: Super!), davon sind wir in Österreich meilenweit entfernt!
Ruf bei der ÖVP: Super!
Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir die besten Kinderbetreuungseinrichtungen in Europa haben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Das familienfreundlichste Land sind wir dann, wenn wir mit Skandinavien, mit Frankreich und mit anderen Ländern mithalten können. (Abg. Strasser: Müssen wir die Familie abschaffen?!) – Ich habe Ihnen schon einmal erklärt, Herr Kollege Strasser: Mein Sohn in Hamburg hatte kein Problem, sein Kind ab dem ersten Lebensjahr betreuen zu lassen, und zwar hatte er das Recht dazu (Ruf bei der ÖVP: Super!), davon sind wir in Österreich meilenweit entfernt!
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Wie soll man denn die Familie abschaffen?!
Dieses Budget trägt nichts dazu bei, dass wir in dieser Richtung weiterkommen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Wie soll man denn die Familie abschaffen?!)
Abg. Strasser: Sie leisten aber hervorragende Arbeit! Wollen Sie die Arbeit unserer PädagogInnen …?
Sie haben im Regierungsprogramm Maßnahmen für eine bessere Ausbildung der KindergartenpädagogInnen stehen – das ist dringend notwendig! Österreich ist europäisches Schlusslicht, was die Ausbildung anlangt, wir bilden unsere KindergartenpädagogInnen nur auf Sekundarstufe II aus! (Abg. Strasser: Sie leisten aber hervorragende Arbeit! Wollen Sie die Arbeit unserer PädagogInnen …?) – Nein, ich erkenne die Arbeit unserer PädagogInnen an.
Beifall bei den Grünen.
Sie kommen ständig mit demselben Argument, aber Sie wissen genauso wie ich, dass bei uns die Ausbildung am kürzesten ist. Sie wissen wie ich, dass diese Ausbildung viel zu früh beginnt, nämlich bei fünfzehnjährigen Mädchen, während sie im übrigen Europa überall erst mit achtzehn, neunzehn Jahren beginnen, und das ist der entscheidende Punkt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Geh-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Karmasin. – Abg. Strasser: Zum Glück gibt es noch Optimisten!
Frau Ministerin, entschuldigen Sie bitte: Nehmen Sie Ihr eigenes Regierungsprogramm wenigstens ernst, das wäre schon ein erster wesentlicher Schritt. Dann können wir anfangen, darüber zu sprechen, ob wir wirklich Schritte in Richtung kinderfreundlichstes Land Europas machen. Wir sind meilenweit davon entfernt. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Geh-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Karmasin. – Abg. Strasser: Zum Glück gibt es noch Optimisten!)
Beifall bei der FPÖ.
Die einzigen Förderungen, die ich in Frage gestellt habe, sind die Zahlungen des roten Ministeriums für Inserate in einem Heft der Sozialistischen Jugend. Das betrifft eben gerade nicht die Jugendförderung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Walser! (Zwischenruf des Abg. Walser.) – Bitte, Herr Kollege Walser, jeder vernünftige Mensch weiß, dass das erste Lebensjahr im Leben eines Kindes für die weitere Entwicklung entscheidend ist. (Ruf bei der FPÖ: Jeder vernünftige Mensch!)
Ruf bei der FPÖ: Jeder vernünftige Mensch!
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Walser! (Zwischenruf des Abg. Walser.) – Bitte, Herr Kollege Walser, jeder vernünftige Mensch weiß, dass das erste Lebensjahr im Leben eines Kindes für die weitere Entwicklung entscheidend ist. (Ruf bei der FPÖ: Jeder vernünftige Mensch!)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Walser.
Lesen Sie bei den Gehirnforschern nach, mehr sage ich dazu nicht! – Sie sollten das als ehemaliger Schuldirektor wissen, Herr Kollege Walser! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Walser.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Eines möchte ich hier noch betonen: Ich habe mir die ganze Diskussion jetzt angehört, und eines lassen wir uns hier sicher nicht gefallen, nämlich dass uns dieses Budget schlechtgeredet wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube jedoch nicht, dass es legitim ist, Frau Bundesministerin Karmasin einen Vorwurf zu machen, dass sie sich nicht bemüht und nicht das Beste für das Ressort herausgeholt hätte. Das glaube ich nicht, deswegen gibt es von meiner Seite eine Gratulation zu den Maßnahmen. Ich meine, dass wir da wirklich auf dem richtigen Weg sind, das familienfreundlichste Land Europas zu werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Es ist doch bitte nichts Verwerfliches daran, diese Indexierung vorzunehmen und die Familienbeihilfe auf das Niveau zu kürzen, das in jenem Land herrscht, in dem die Kinder wohnen, meine Damen und Herren. Da ist doch nichts dabei. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Königsberger-Ludwig: 25 000 Kinder! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Im Jahr 2013 hat Österreich inklusive der Ausgleichszahlung und des Kinderabsetzbetrages 192 Millionen € Familienbeihilfe für 94 000 Kinder überwiesen, und zwei Jahre später, 2015, waren es bereits 249 Millionen € für 122 000 Kinder. Meine Damen und Herren, das ist ein Fass ohne Boden, es kann doch nicht sein, das muss jedem vernünftigen Menschen einleuchten. (Abg. Königsberger-Ludwig: 25 000 Kinder! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wie lange zahlen wir denn das schon?
im jeweiligen Land angepasst wird. Ich denke nicht, dass wir da irgendetwas zu verschenken hätten, das glaube ich nicht. (Ruf bei der FPÖ: Wie lange zahlen wir denn das schon?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine auch nicht, dass es notwendig ist, über dieses Thema eine Neiddebatte zu führen. Man kann die Sache so oder so angehen, aber ich denke, dass es gescheiter ist, wenn man sachlich und sachgerecht darüber diskutiert. Das geschieht auf Bundesebene, und ich habe vollstes Vertrauen in die Frau Bundesministerin, dass das auch umgesetzt wird und dass Österreich auch im europäischen Konzert da einen Druck aufbauen wird, dass man zur Vernunft kommt. Alles andere macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Der Frau Bundesministerin gratuliere ich zu diesem Budget. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Hat er nicht gesagt! – Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Ertlschweiger hat behauptet, dass es 150 000 Kinder wären, an die Familienbeihilfe bezahlt würde. (Abg. Kitzmüller: Hat er nicht gesagt! – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Oder 142 000 Kinder. (Ruf bei der ÖVP: 122 000!) – Okay, 122 000 Fälle, in denen die Familienbeihilfe ins Ausland überwiesen wird.
Ruf bei der ÖVP: 122 000!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Ertlschweiger hat behauptet, dass es 150 000 Kinder wären, an die Familienbeihilfe bezahlt würde. (Abg. Kitzmüller: Hat er nicht gesagt! – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Oder 142 000 Kinder. (Ruf bei der ÖVP: 122 000!) – Okay, 122 000 Fälle, in denen die Familienbeihilfe ins Ausland überwiesen wird.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Richtig ist, dass es 24 498 Kinder in den 28 EU-Ländern sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Positiv stimmt mich der weitere Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, womit wir innerhalb kürzester Zeit prognostiziert für nächstes Jahr für 33 Prozent der Kleinkinder Kinderbetreuungsplätze werden anbieten können. Mein Fokus liegt dabei dezidiert auf einem hohen qualitativen Standard, der auch für alle Bildungseinrichtungen für diese Gruppe von Kleinkindern gelten muss. Wir müssen es schaffen, bundesweit einheitlich Qualität, hohe Qualität zu garantieren. Das muss dezidiert der Fokus sein. Deshalb auch mein Ja zu einem allgemeinen, bundesweit einheitlichen elementarpädagogischen Qualitätsrahmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Franz.
Wie in zahlreichen anderen Bereichen wirken sich leider auch da die Flüchtlingswellen negativ aus. Gerade Grundschulklassen mit teilweise über 50 Prozent Kindern, welche unserer Muttersprache nur schlecht bis gar nicht mächtig sind, sind ebenso hinderlich wie unzählige integrationsunwillige Eltern, die eine Förderung ihrer Kinder oftmals auch boykottieren. Es ist somit erforderlich, Finanzmittel in den Schutz, die Förderung und Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen zu investieren und entsprechend sinnvolle Programme anzubieten. – Danke. (Beifall des Abg. Franz.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Falsche!
leben. Kollege Ertlschweiger hat dazu auch schon Zahlen genannt. (Abg. Königsberger-Ludwig: Falsche!) Laut Leistungsbericht des Familienministeriums handelt es sich bei Familien aus EU/EWR-Staaten um 122 000 Kinder, und wir reden von rund 249 Millionen €. Man sieht also, in diesem Bereich ist es wichtig, dass Österreich in Zukunft auf EU-Ebene entsprechend unterstützt wird, damit wir gemeinsam etwas zum Wohle der österreichischen Familien weiterbringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
leben. Kollege Ertlschweiger hat dazu auch schon Zahlen genannt. (Abg. Königsberger-Ludwig: Falsche!) Laut Leistungsbericht des Familienministeriums handelt es sich bei Familien aus EU/EWR-Staaten um 122 000 Kinder, und wir reden von rund 249 Millionen €. Man sieht also, in diesem Bereich ist es wichtig, dass Österreich in Zukunft auf EU-Ebene entsprechend unterstützt wird, damit wir gemeinsam etwas zum Wohle der österreichischen Familien weiterbringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Punkt 1, Fertilitätsrate: Diese ist heute schon mehrfach angesprochen worden. Sie liegt derzeit bei 1,49. Ich habe da einen gewissen Stolz geortet, dass diese Rate jetzt wieder ein bisschen ansteigt, aber noch immer bei 1,49, 1,5 liegt. Meine Damen und Herren, aus biomathematischer Sicht ist eine Rate von 1,49 eine Aussterbensrate. Damit ist man in drei bis vier Generationen seine eigene Ethnie, seine Identität als österreichisches Volk los. Das kann sich jeder ausrechnen. Eine Fertilitätsrate, die uns längerfristig über die Runden bringt und die demografisch für Österreich sinnvoll wäre, ist 2,1. Daher verstehe ich nicht, warum die Fertilitätsrate mit 1,49 als Ziel festgeschrieben wird. Das ist eine Aussterbensrate, und sonst nichts anderes. Das muss man leider so sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Am Ende möchte ich mich noch dem Antrag von Kollegin Kitzmüller von der FPÖ anschließen, dass vier Jahre pro Kind für die Pension angerechnet werden sollen. Das finde ich absolut sinnvoll und notwendig. Man muss die Familien, und zwar die klassischen Familien stärken. Auch das ist heute schon mehrfach angesprochen worden. Die klassische traditionelle Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft und wird es immer bleiben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Loacker nimmt das Taferl an sich.
Herr Abgeordneter! Eine Bitte vorweg: Wenn Sie mit der tatsächlichen Berichtigung fertig sind, würden Sie bitte dem Klubobmann Lugar das Taferl mitnehmen. (Abg. Mag. Loacker nimmt das Taferl an sich.) – Danke.
Abg. Königsberger-Ludwig: Da haben Sie andere Zahlen!
Abgeordnete Angela Fichtinger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich darf noch einmal Kollegin Königsberger-Ludwig berichtigen: Laut Informationen aus dem Ministerium sind es tatsächlich 122 000 Kinder, die im Jahr 2015 circa 249 Millionen € an Familienbeihilfe ausbezahlt bekommen haben. Die Zahlen, die Herr Ertlschweiger berichtet hat, stimmen also. (Abg. Königsberger-Ludwig: Da haben Sie andere Zahlen!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir machen Österreich noch familienfreundlicher, denn in den Kindern und der Jugend liegt unser aller Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
beschworen hat –, sind einerseits die IV, sprich die Wirtschaft, und andererseits die Arbeiterkammer. Der Grund dafür ist wohl eher, dass es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht, aber nicht unbedingt um die Bildungsqualität oder die Zukunftsperspektiven der Schüler. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Keine Frage, in Brennpunktbereichen sollte man daran denken, diesen verschränkten Ganztagsunterricht auch auszubauen. Das ist kein Thema. Das aber über die Hintertür flächendeckend einzuführen, das ist einfach nicht in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
uns geht es auch ganz klar um den Abschied von linken Bildungsutopien. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mölzer
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Budget 2017 setzt erkennbare bildungspolitische Schwerpunkte – das hat sogar mein Vorredner erkannt (Zwischenruf des Abg. Mölzer) –, indem zielgerichtet und mehr in diesen Bereich investiert wird. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Budget 2017 setzt erkennbare bildungspolitische Schwerpunkte – das hat sogar mein Vorredner erkannt (Zwischenruf des Abg. Mölzer) –, indem zielgerichtet und mehr in diesen Bereich investiert wird. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mölzer: Vielleicht …! Das macht man, indem man kleine Schulen einfach schließt …!
Deshalb, Herr Kollege, wird in ganztägige Schulformen investiert, damit wir da kein Kind zurücklassen und Kinder am Nachmittag bestmöglich gefördert werden. Die Kinder sollen nicht sich selbst, dem Fernseher, dem Handy, der Playstation überlassen werden, sondern qualifiziert gefördert werden (Abg. Mölzer: Vielleicht …! Das macht man, indem man kleine Schulen einfach schließt …!), und zwar in einem lebenswerten und lernfähigen Umfeld, und deshalb werden sehr viele Mittel in die Hand genommen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mölzer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Deshalb, Herr Kollege, wird in ganztägige Schulformen investiert, damit wir da kein Kind zurücklassen und Kinder am Nachmittag bestmöglich gefördert werden. Die Kinder sollen nicht sich selbst, dem Fernseher, dem Handy, der Playstation überlassen werden, sondern qualifiziert gefördert werden (Abg. Mölzer: Vielleicht …! Das macht man, indem man kleine Schulen einfach schließt …!), und zwar in einem lebenswerten und lernfähigen Umfeld, und deshalb werden sehr viele Mittel in die Hand genommen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mölzer.)
Abg. Mölzer: Keine Vereinstätigkeit, kein Musikunterricht!
Zusätzlich zu diesem 8,6-Milliarden-€-Budget wird noch eine Dreiviertelmilliarde für den Ausbau von ganztägigen Schulformen bereitgestellt, damit auch in die räumliche Infrastruktur investiert werden kann, damit eben dieses lebenswerte Umfeld geschaffen wird, in dem sich Kinder über den gesamten Schultag wohlfühlen (Abg. Mölzer: Keine Vereinstätigkeit, kein Musikunterricht!), aber bei Bedarf auch in den Ferien. (Abg. Mölzer: Dafür leben sie nicht den ganzen Tag in der Familie!)
Abg. Mölzer: Dafür leben sie nicht den ganzen Tag in der Familie!
Zusätzlich zu diesem 8,6-Milliarden-€-Budget wird noch eine Dreiviertelmilliarde für den Ausbau von ganztägigen Schulformen bereitgestellt, damit auch in die räumliche Infrastruktur investiert werden kann, damit eben dieses lebenswerte Umfeld geschaffen wird, in dem sich Kinder über den gesamten Schultag wohlfühlen (Abg. Mölzer: Keine Vereinstätigkeit, kein Musikunterricht!), aber bei Bedarf auch in den Ferien. (Abg. Mölzer: Dafür leben sie nicht den ganzen Tag in der Familie!)
Abg. Mölzer: Für die Wirtschaft!
Deshalb wird auch in die schulische Infrastruktur – zum Beispiel gemeinsam mit dem Schulentwicklungsprogramm in Sportanlagen – investiert, damit die Sportanlagen auch ausgestattet werden (Abg. Mölzer: Für die Wirtschaft!) und in die Gemeinden besser eingebunden werden und auch umfassender genützt werden können. Das ist auch eine Belebung für die Bauwirtschaft, für die Konjunktur (Abg. Mölzer: Es geht nur um die Wirtschaft, nicht um die Kinder! – Zwischenruf bei der SPÖ), also das ist durchaus auch ein Konjunkturpaket.
Abg. Mölzer: Es geht nur um die Wirtschaft, nicht um die Kinder! – Zwischenruf bei der SPÖ
Deshalb wird auch in die schulische Infrastruktur – zum Beispiel gemeinsam mit dem Schulentwicklungsprogramm in Sportanlagen – investiert, damit die Sportanlagen auch ausgestattet werden (Abg. Mölzer: Für die Wirtschaft!) und in die Gemeinden besser eingebunden werden und auch umfassender genützt werden können. Das ist auch eine Belebung für die Bauwirtschaft, für die Konjunktur (Abg. Mölzer: Es geht nur um die Wirtschaft, nicht um die Kinder! – Zwischenruf bei der SPÖ), also das ist durchaus auch ein Konjunkturpaket.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.
In diesem Sinne vielen Dank für dieses großartige Engagement und danke für die Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.)
Abg. Mölzer: … aber optimalste Bedingungen!
Im „Standard“ ist heute zu lesen: „Ganztagsschule: Bankomat für die Länder“. – Das bezieht sich auf die von Kollegin Grossmann genannten 750 Millionen €. Wir sind auch da nicht in der Lage, klare Strukturen zu schaffen. Wir sind auch da nicht in der Lage, pädagogische Schwerpunkte zu setzen, die sinnvoll sind. Wir alle wissen, dass die Ganztagsschule in der verschränkten Form das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler – das ist ja sogar von freiheitlicher Seite zugegeben worden – positiv beeinflusst. (Abg. Mölzer: … aber optimalste Bedingungen!) Das ist doch keine Frage, darüber müssen wir doch gar nicht diskutieren. Also: Setzen wir Maßnahmen, denn alle Lehrkräfte klagen darüber, wie schwer es heutzutage ist, zu unterrichten. Das wäre eine Maßnahme, die in die richtige Richtung geht.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.
Bildung ist essenziell für die Sicherheit, für die Wirtschaft, für die soziale Gerechtigkeit. Im vorliegenden Budget kann ich davon leider nichts entdecken. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.)
Abg. Walser: Der wird von der Kollegin eingebracht!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, der Antrag ist jetzt nicht eingebracht worden. (Abg. Walser: Der wird von der Kollegin eingebracht!) – Gut, der wird später eingebracht.
Abg. Walser – wieder die Tafel in die Höhe haltend –: Das ist die Realität!
Bildung ist ein unverzichtbarer Faktor für die Entwicklung einer Gesellschaft und einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren für eine Volkswirtschaft. (Abg. Walser – wieder die Tafel in die Höhe haltend –: Das ist die Realität!) Was wir von Bildungseinrichtungen erwarten dürfen und müssen, ist, dass alle Menschen Zugang zu Aus- und Weiterbildung haben und dort, wo sie stehen, abgeholt werden, denn nur dann wird es auch in Zukunft gelingen, Lebensqualität, Wettbewerbsstärke und sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu erhalten und zu stärken. Ich glaube, das ist eine der vornehmlichen Aufgaben von Bildung.
Abg. Walser: … eine Milliarde angekündigt, 250 kriegen die Banken schon wieder zurück!
Eine weitere Milliarde, die auch diesem Budget zugute kommt – und das ist absolut neu –, kommt aus der Abschlagszahlung der Bankenabgabe. (Abg. Walser: … eine Milliarde angekündigt, 250 kriegen die Banken schon wieder zurück!) 750 Millionen € davon stehen bis zum Jahr 2025 für kinder- und familienfreundliche Ganztagsbetreuung zur Verfügung, welche auch dir, lieber Harald, so am Herzen liegt. Wir stehen hier auch für die Wahlfreiheit, das heißt, es soll vor Ort entschieden werden, was benötigt wird. Uns ist wichtig, dass den Eltern neben der verschränkten Form, die wir jetzt ja schon haben, vor allem eine nicht verschränkte Form zur Verfügung steht, sodass das gewählt werden kann, was das einzelne Kind und was die einzelne Familie für richtig und wichtig hält.
Beifall bei der ÖVP.
jenen, die im Schulsystem tätig sind, ein herzliches Dankeschön dafür zu sagen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wir wollen freie Schulwahl ohne Schuldgeld. Wir wollen eine Bildungswende von unten. Dafür sind die freien Schulen immens wichtig. Ermutigen wir sie! Bremsen wir sie nicht! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Walser: Wo eine halbe Milliarde fehlt, ist das ein bisschen wenig!
Die 191 Millionen € sind noch in Bewegung, weil wir natürlich auch die kollektivvertraglichen Gehaltserhöhungsverhandlungen nicht vorwegnehmen können. Wir haben relativ großzügig budgetiert. Das heißt, ich gehe davon aus, so wie es auch im letzten Jahr war, dass es weniger wird. (Abg. Walser: Wo eine halbe Milliarde fehlt, ist das ein bisschen wenig!) – Das ist die Zusammenfassung.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Walser.
Das sind wichtige integrative Maßnahmen, um die Kinder, und vor allem Flüchtlingskinder, schnellstmöglich in unsere Gesellschaft zu inkludieren. Ich danke den Pädagoginnen und Pädagogen von Herzen, dass sie 2015 schnell mit Engagement reagiert haben und diese Kinder und Jugendlichen ganz schnell in die Klassenverbände aufgenommen haben, ihnen Struktur, Halt und ein Gefühl des Zusammenhalts gegeben haben. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Walser.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ein sehr umfangreiches Betätigungsfeld mit vielen Herausforderungen, vielen Maßnahmen, die zu setzen sind und die wir ins Leben bringen müssen. Ich freue mich schon darauf, dass uns das gemeinsam gelingen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es sind ambitionierte Ziele, die sich die Frau Bundesministerin gesetzt hat, die wir mit der Beschlussfassung dieses Bildungsbudgets unterstützen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Budget dieses Bereichs ist nicht ausfinanziert. Das heißt, wenn wir morgen am Abend unterschiedliche Budgetkapitel abstimmen, kann man diesem Budget in Wirklichkeit nicht zustimmen, weil das Mindeste, das man sich erwartet, ist, dass jeder Bereich ausfinanziert ist und im Speziellen der Bildungsbereich, weil er tatsächlich die Zukunft unserer Kinder darstellt. Das muss die Kraft sein, und das wird bei Weitem nicht erfüllt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und des Abg. Franz. – Abg. Höbart: So ist es!
Viele Dinge sind noch festzuhalten. Sie waren ja auch beim Finanzausgleich nicht dabei, obwohl Ihre Vorgängerin, Frau Heinisch-Hosek, festgehalten hat: Das ist so wichtig, da werde ich unbedingt dabei sein! – Sie waren nicht dabei, was ich bedaure, weil das ein ganz wichtiges Instrument ist, weil da 30 Milliarden € auf Länder und Gemeinden verteilt werden. Da muss man dabei sein! Wenn es ums Geld geht, kann man nicht außen vor stehen! (Beifall bei der FPÖ und des Abg. Franz. – Abg. Höbart: So ist es!)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Minister, Sie haben viele Baustellen. Wir werden Ihnen helfen, diese Baustellen zu beseitigen, aber Sie müssen auch auf unsere Forderungen ein bisschen eingehen. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Walser: Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, die Möglichkeit besteht!
Auch ich fange allgemein politisch an und erlaube mir am Anfang eine scheinbare Digression, weil mich eine Bemerkung von Dr. Walser wirklich extrem irritiert hat, nämlich die Bemerkung aus dem vorletzten Redebeitrag, als du gesagt hast: Wahre familienfreundliche Politik wäre es, wenn man wie in Hamburg die Kinder mit einem Jahr schon in einer Aufbewahrungsanstalt abgeben könnte. (Abg. Walser: Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, die Möglichkeit besteht!) – Das hast du gesagt! Das hat mich sehr schockiert. Deswegen habe ich jetzt noch einmal dieses Buch von
Abg. Walser: Das habe ich schon gesehen! Du als Wissenschaftler solltest genau zitieren!
Gerhard Roth (eine Ausgabe des Werkes „Wie das Gehirn die Seele macht“ von Gerhard Roth und Nicole Strüber in die Höhe haltend) mitgenommen. (Abg. Walser: Das habe ich schon gesehen! Du als Wissenschaftler solltest genau zitieren!) Lies es und stelle fest, dass die frühkindliche Beziehung zwischen Kind und Mutter – und das sage ich wahrscheinlich gegen die Interessen all jener Frauen, die die Kinder möglichst früh abgeben wollen oder müssen – extrem prägend für die spätere psychische und intellektuelle Entwicklung eines Kindes ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Gerhard Roth (eine Ausgabe des Werkes „Wie das Gehirn die Seele macht“ von Gerhard Roth und Nicole Strüber in die Höhe haltend) mitgenommen. (Abg. Walser: Das habe ich schon gesehen! Du als Wissenschaftler solltest genau zitieren!) Lies es und stelle fest, dass die frühkindliche Beziehung zwischen Kind und Mutter – und das sage ich wahrscheinlich gegen die Interessen all jener Frauen, die die Kinder möglichst früh abgeben wollen oder müssen – extrem prägend für die spätere psychische und intellektuelle Entwicklung eines Kindes ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das Gleiche gilt für die Ganztagsschule. Die Ganztagsschule muss eine Option sein, aber sie muss freiwillig bleiben, denn Ganztagsbeschulung ist nicht unbedingt die ideale Vorbereitung auf das Leben. Leben ist mehr als Schule. Kinder müssen auch noch Freiräume haben, und Eltern müssen die Freiräume haben, um ihre Kinder auch außerhalb der Schule noch erziehen zu können. Deswegen muss das optional bleiben, das ist ein ganz wichtiger Wunsch. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf: Genau so ist es!
Wenn ich schon beim Replizieren bin, noch ein letzter Punkt: Matthias Strolz, du irritierst mich immer wieder mit deiner maßlosen Unterstellung, dass „Landesfürsten“ – schon dieser Terminus ist extrem störend – nur parteipolitische Interessen vertreten und Machtpolitik betreiben. (Ruf: Genau so ist es!) Ich brauche nur auf den Schulden-berg des Bundes und auf den nicht vorhandenen Schuldenberg des Landes Tirol zu schauen, dann weiß ich, dass manchmal Landespolitik viel besser gelingt als Bundespolitik. Das gilt auch für die Schul- und Bildungspolitik. (Zwischenrufe bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei den NEOS.
Wenn ich schon beim Replizieren bin, noch ein letzter Punkt: Matthias Strolz, du irritierst mich immer wieder mit deiner maßlosen Unterstellung, dass „Landesfürsten“ – schon dieser Terminus ist extrem störend – nur parteipolitische Interessen vertreten und Machtpolitik betreiben. (Ruf: Genau so ist es!) Ich brauche nur auf den Schulden-berg des Bundes und auf den nicht vorhandenen Schuldenberg des Landes Tirol zu schauen, dann weiß ich, dass manchmal Landespolitik viel besser gelingt als Bundespolitik. Das gilt auch für die Schul- und Bildungspolitik. (Zwischenrufe bei den NEOS.)
Abg. Schimanek: So ist es!
In der Schulpolitik ist es ganz essenziell, dass man auch den Ländern noch die Möglichkeit zur Gestaltung gibt. Es ist ein Riesenunterschied, ob man Schulpolitik in einer Großstadt wie Wien oder am Land macht (Abg. Schimanek: So ist es!), und diesen Unterschied muss man leben und realisieren können. Deswegen ist es gut, dass auch die Länder hier noch Gestaltungsmöglichkeiten haben. Da verbitte ich mir einfach diese Abwertung der Länderpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In der Schulpolitik ist es ganz essenziell, dass man auch den Ländern noch die Möglichkeit zur Gestaltung gibt. Es ist ein Riesenunterschied, ob man Schulpolitik in einer Großstadt wie Wien oder am Land macht (Abg. Schimanek: So ist es!), und diesen Unterschied muss man leben und realisieren können. Deswegen ist es gut, dass auch die Länder hier noch Gestaltungsmöglichkeiten haben. Da verbitte ich mir einfach diese Abwertung der Länderpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die fachliche Ausbildung muss am Puls der Forschung, also an den Universitäten verbleiben. Diesen Appell möchte ich einfach noch anbringen. Wenn entwickeln, dann bitte nicht im Bereich der Fachausbildung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Richtig ist, dass ich – und das kann man am Beispiel Hamburg nachsehen – gesagt habe: Optimale Bedingungen haben wir dann, wenn Eltern ihr Kind, wie es in Hamburg möglich ist, ab dem ersten Jahr in eine hoch qualifizierte Kinderbetreuungseinrichtung geben können. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Sigrid Maurer (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin immer noch erstaunt, weil jetzt im Raum wieder diese Zwischenrufe sind. Der Unterschied zwischen können und müssen ist schlicht die Frage des Angebots. Wenn wir davon reden, dass Eltern Wahlmöglichkeiten haben, dann müssen sie auch tatsächlich wählen können, sprich: Es muss die Möglichkeit geben, dass sie sich tatsächlich entscheiden. Wenn in einem Dorf, in einem Tal keine Möglichkeit besteht, die Kinder in eine verschränkte Ganztagsschule zu geben, dann brauchen wir nicht mehr von Wahlfreiheit zu sprechen, dann gibt es einfach keine Wahl. (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich repliziere auch noch auf dich, Kollege Töchterle: Wenn es um die Frage geht, was denn für Kinder wirklich toll ist und wo sie frei sind, bedeutet die verschränkte Ganztagsschule nicht, dass sie von 8 Uhr in der Früh bis um 15 Uhr in der Schulklasse sitzen, sondern eben genau, dass Freizeitangebote integriert sind und so weiter. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Kommen wir aber zurück zum Thema (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Ich möchte auf einen Punkt eingehen, der bereits erwähnt worden ist, nämlich das Thema Chancenindex. Chancenindex ist jetzt nicht der Begriff, den wir wählen wollen, aber es geht ja nicht darum, wie wir es nennen, sondern was wir damit tatsächlich tun.
Abg. Steinbichler: Wie viele Hausübungen haben Sie schon gemacht?
bringen, sind und sich das alles selbst noch einmal anschauen müssen, wenn sie ihnen helfen wollen. (Abg. Steinbichler: Wie viele Hausübungen haben Sie schon gemacht?) Zum Glück können wir es uns leisten, Nachhilfe zu zahlen, aber viele Eltern können sich das nicht leisten. Was tun sie dann aber?
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, das wäre ein sehr wichtiger Beitrag zur besseren Bildung und den besseren Bildungschancen für alle Kinder in Österreich. Ich bitte um entsprechende Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Lebensbegleitendes Lernen zu ermöglichen, bedeutet Chancengerechtigkeit in allen Lebensphasen. Das Nachholen des Pflichtschulabschlusses ist in den letzten Jahren forciert worden; und ich bin sehr froh, dass Ministerin Hammerschmid auch darauf großes Augenmerk legt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Dieses Problem haben wir immer noch nicht gelöst, das ist keine Budgetwahrheit. Ich weiß, Frau Ministerin, Sie hatten eigentlich nie eine Chance, das wirklich zu lösen. Ich hoffe, dass wir es im nächsten Budget nicht mehr so haben. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne darf ich Ihnen, Frau Ministerin, zum Budget herzlich gratulieren. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu, Frau Ministerin Hammerschmid, würde mich schon Ihre persönliche Meinung interessieren, dazu hätte ich gerne Ihre Stellungnahme gehört. Ich hätte auch gerne gewusst – das können Sie mir auch gerne in schriftlicher Form nachreichen, wenn Sie es jetzt nicht wissen –, wie viel Steuergeld Österreich beziehungsweise Sie in Ihrem Budget in den konfessionellen Unterricht, speziell in den Islambereich, ausgeben und wer in dem geschilderten Fall disziplinär in letzter Konsequenz zuständig ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Ich bedanke mich bei den Pädagoginnen und Pädagogen für ihre sehr wesentliche und wichtige Arbeit in den Klassen und Schulen. Danke auch Frau Ministerin Hammerschmid für Ihr Geschick, ein entsprechend hohes Bildungsetat für 2017 sicherzustellen. Bildung, Aus- und Fortbildung sind wichtig für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Zukunft unseres Landes Österreich. – Ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Zweitens: Die Arbeitszeit dieser Lehrer wird nicht anerkannt. Da frage ich Sie, Frau Ministerin: Ist das die Sprachförderung, die Sie so hochloben? Ist das die Sprachförderung, von der Sie immer reden? Und auch die ÖVP bremst, bremst, bremst. Sie wissen ganz genau, dass das wichtig ist, wir haben schon so viele Gespräche miteinander geführt, aber Sie sagen immer, Sie brauchen Studien. Seit wie vielen Jahren brauchen Sie Studien, um sagen zu können, dass diese Kinder in ihrer Muttersprache gelehrt werden müssen? – Sie bremsen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schande, was da angerichtet wird! Wo ist Ihre Verantwortung, Frau Ministerin? Wo nehmen Sie sie wahr? Wir sind wirklich sauer, die ganze Community ist sauer. Wenn das die Vorgehensweise des Bildungsministeriums ist, dann haben wir einen Grant auf Sie und auf Ihr Ressort, denn Sie haben auch für diese Menschen die Verantwortung zu tragen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, es reicht! Noch einmal: Es reicht! Übernehmen Sie die Verantwortung für diese Kinder! Das gilt auch für alle Parlamentarier hier in diesem Haus, denn: Es reicht! Wir können nicht mehr dabei zuschauen, dass diese Kinder keine Bildung bekommen. Wie gesagt: Es reicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hätte es nicht besser formulieren können. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Bei dieser Gelegenheit sage ich ein Dankeschön an das gesamte Lehrpersonal. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den Punkten Sprachförderungsmaßnahmen, Integrationsmaßnahmen, Chancenindex ist schon sehr viel gesagt worden, da sind gewichtige Weichenstellungen in der Zukunft erforderlich. Es liegt an uns hier im Parlament, diese Weichenstellungen einzuleiten und an den österreichischen Bildungsinstituten dann demgemäß die entsprechenden Möglichkeiten zu nützen und die Vorhaben umzusetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Da sitzen vor allem die Kinder der Sozialdemokraten!
Da ist aber schon die Frage zu stellen: Warum haben genau die teuersten Internate eine ganztägig verschränkte Form von Unterricht? (Ruf bei der FPÖ: Da sitzen vor allem die Kinder der Sozialdemokraten!) – Es geht darum, dass man allen dieselbe Chance gibt und dass sie alle die Möglichkeit haben, auch Freiräume zu nützen.
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ziehen wir gemeinsam an einem Strang, damit es uns tatsächlich gelingt, dass kein Kind mehr auf der Strecke bleiben muss! – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiteres Problemfeld bilden die zahlreichen ausländischen Studierenden an unseren Universitäten, kommen sie nun aus Drittstaaten oder aus dem EU-Ausland. Sie müssen stärker zur Kasse gebeten werden, denn es ist den österreichischen Steuerzahlern schlicht und einfach nicht zumutbar, dass sie etwa die Ausbildung von Medizinstudenten finanzieren, von denen sie nichts haben, weil diese später als Ärzte wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Diese Kritik entspringt keinem bösen Populismus, sondern ergibt sich aus einer ganz pragmatischen Sicht. Auch die deutsche SPD hat ja mittlerweile dieses Problem für die Bundesrepublik erkannt und schärft da nach. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister Mitterlehner, um echte Chancengleichheit zu erreichen, bedarf es keiner Nivellierung, vor allem nach unten, sondern eines vielfältigen Angebots an unseren Universitäten. Das kostet Geld, Investitionen in den Wissenschaftsstandort Österreich sind aber allemal lohnend, geht es doch um die Zukunft unserer Jugend. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dies sind alles sehr gute Entwicklungen. Wichtig ist immer, dass man bei aller Bemühung um eine finanzielle Besserstellung, die gelungen ist, die Rahmenbedingungen im Blick behält und diese auch verbessert. Dann gehen sowohl und insbesondere die Universitäten als auch insgesamt die Forschung in Österreich einer sehr guten Zukunft entgegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Woran liegt das?
Wenn es jetzt gleich wieder heißt, daran sei schuld, dass wir zu viele Studierende haben, dann möchte ich hier auf eines hinweisen: Erstens, wir haben im internationalen Vergleich weniger Studierende als im OECD-Schnitt; zweitens, die Zahl der StudienanfängerInnen an den Universitäten sinkt. Es ist nicht so, wie hier immer getan wird, dass nach wie vor die großen Massen auf die Universitäten zurennen; nein, es ist so, dass die Zahl der StudienanfängerInnen sinkt und dass wir in Zukunft weniger AnfängerInnen haben werden. (Abg. Neubauer: Woran liegt das?)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann in diesem Zusammenhang auch den Jubel meines Kollegen Karlheinz Töchterle nicht ganz verstehen, bei dem es so dargestellt wird, als wären das Universitätsbudget und das Wissenschaftsbudget super. – Diese Einschätzung teile ich nicht. Wir sind weit entfernt von den 2 Prozent, die wir vereinbart haben, die wir mehrfach beschlossen haben. Da braucht es wesentlich größere Anstrengungen, um das zu erreichen. (Beifall bei den Grünen.)
Vizekanzler Mitterlehner: Wir haben eine Regierungsvorlage!
Wir wissen, der FWF ist chronisch unterfinanziert. Die Finanzierung der Universitäten wurde dazu verwendet, Ausfälle beim FWF zu kompensieren – sprich die Overheads, sprich die Doktoratskollegs –, aber nach wie vor hat der FWF eine besonders niedrige Bewilligungsquote. Karlheinz, die Euphorie über die bis 2021 zugesagten vielen Millionen, die der FWF bekommen soll, kann ich nicht so ganz teilen angesichts des angesprochenen Beispiels: 25 Millionen € für Studienförderung versprochen, aber nicht im Budget. Wir können nur das verhandeln, was bereits hier drinnen steht, und momentan ist die Situation so … (Vizekanzler Mitterlehner: Wir haben eine Regierungsvorlage!)
Vizekanzler Mitterlehner: 2017-Budget, Frau Kollegin, nicht …!
Herr Minister, solange der Bundesfinanzrahmen nicht vorliegt, ist es nicht im Budget enthalten, und wir haben gesehen, wie es mit anderen Versprechungen von Ihnen war. (Vizekanzler Mitterlehner: 2017-Budget, Frau Kollegin, nicht …!) – Ja, genau, und wir
Beifall bei den Grünen.
Wir werden uns das weiterhin anschauen und weiterhin dafür kämpfen, dass die Universitäten endlich ausfinanziert werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Töchterle.
Aus unserer Sicht – ich denke, auch aus der Sicht des Herrn Vizekanzlers – wäre es natürlich wünschenswert, hier mehr Budgetmittel in die Hand nehmen zu können. Aus unserer Sicht wäre es dringend notwendig, Aufstockungen dahin gehend zu machen, die Betreuungsverhältnisse an den Universitäten zu verbessern. Wir wollen dabei den Weg gehen, die Verhältnisse zu verbessern, nach dem Motto: Wir haben zu schlechte Verhältnisse, aber nicht zu viele Studierende; das heißt, bessere Betreuungsverhältnisse, aber nicht unter der Bedingung, die Studierendenzahlen zu reduzieren, denn wir brauchen in diesem Land gut ausgebildete Kräfte natürlich ganz, ganz dringend. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Töchterle.) Von den individuellen Chancen möchte ich gar nicht sprechen; das ist natürlich auch extrem wichtig.
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen der dringende Appell an Sie, Herr Vizekanzler: Schauen Sie sich das noch einmal an! Sie haben im Ausschuss signalisiert, dass Sie sich da eigentlich eine bessere Mittelausstattung vorstellen würden. Vielleicht gibt es noch eine Umschichtungsmöglichkeit – das wäre der dringende Appell von uns in diese Richtung. (Beifall bei der SPÖ.)
In Richtung Abg. Maurer:
Das sind Gesundheitsaufgaben, die in diesem Budget eigentlich rein gar nichts verloren haben – Stichwort klinischer Mehraufwand, Stichwort Medizinfakultät in Linz, die kein Mensch gebraucht hat, aber ein Landeshauptmann bauen wollte. (In Richtung Abg. Maurer:) Sigi, weil ich dich gerade grinsen sehe (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner): Damals in Oberösterreich war das übrigens eine schwarz-grüne Regierung. Auch in Tirol ist jetzt anscheinend eine Medical School in Planung, wo es allen Experten wirklich die Haare aufstellt, wenn sie daran denken, weil das absolut nicht notwendig ist. (Abg. Hübner: … in Oberösterreich!)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner
Das sind Gesundheitsaufgaben, die in diesem Budget eigentlich rein gar nichts verloren haben – Stichwort klinischer Mehraufwand, Stichwort Medizinfakultät in Linz, die kein Mensch gebraucht hat, aber ein Landeshauptmann bauen wollte. (In Richtung Abg. Maurer:) Sigi, weil ich dich gerade grinsen sehe (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner): Damals in Oberösterreich war das übrigens eine schwarz-grüne Regierung. Auch in Tirol ist jetzt anscheinend eine Medical School in Planung, wo es allen Experten wirklich die Haare aufstellt, wenn sie daran denken, weil das absolut nicht notwendig ist. (Abg. Hübner: … in Oberösterreich!)
Abg. Hübner: … in Oberösterreich!
Das sind Gesundheitsaufgaben, die in diesem Budget eigentlich rein gar nichts verloren haben – Stichwort klinischer Mehraufwand, Stichwort Medizinfakultät in Linz, die kein Mensch gebraucht hat, aber ein Landeshauptmann bauen wollte. (In Richtung Abg. Maurer:) Sigi, weil ich dich gerade grinsen sehe (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner): Damals in Oberösterreich war das übrigens eine schwarz-grüne Regierung. Auch in Tirol ist jetzt anscheinend eine Medical School in Planung, wo es allen Experten wirklich die Haare aufstellt, wenn sie daran denken, weil das absolut nicht notwendig ist. (Abg. Hübner: … in Oberösterreich!)
Beifall bei den NEOS.
Sehr geehrter Herr Vizekanzler, ich finde es sehr positiv, dass Sie angekündigt haben, in den nächsten Jahren eine Studienplatzfinanzierung umsetzen zu wollen. Das wird aber um einiges mehr Geld brauchen; es gibt Berechnungen, die sagen, dass das bis zu 1 Milliarde € mehr pro Jahr kostet. Wir wissen, dass dies das Geld ist, das wir im Wissenschaftsbereich brauchen werden, aber ich bin wirklich gespannt, wo es herkommen wird. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Neubauer: Das ist jedes Jahr so! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Abgeordnete Mag. Dr. Beatrix Karl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich stimme Frau Kollegin Kuntzl zu, dass mit diesem Budget einige wichtige Akzente gesetzt werden. Natürlich kann es immer mehr sein, aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, man muss schon sehen, dass dieses Budget unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen erstellt wurde. (Abg. Neubauer: Das ist jedes Jahr so! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Gerade vor dem Hintergrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen begrüße ich es sehr, dass es im Budget 2017 zahlreiche Offensivmaßnahmen gibt und daher auch gezielt in Innovation und Forschung investiert wird. Für die Universitäten bedeutet dies, dass ihr Budget für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016 bis 2018 um 630 Millionen € erhöht wurde.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin überzeugt davon, dass sich die mit diesem Budget vorgenommenen Investitionen in Wissenschaft und Forschung lohnen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich finde diesen Umstand kontraproduktiv, denn er verhindert eben eine transparente und überschaubare Darstellung. Wir müssen einfach alle relevanten Inhalte bündeln und diese einem Ministerium unterstellen. Ich weiß, es ist schwer, weil viele Belange Querschnittsmaterien sind, aber das wäre das Optimum. Leider kommt halt auch bei diesem Budget wieder klar heraus, dass das sehr zerstückelt wird, und ich würde mir wünschen, dass wirklich jeder Euro den Universitäten und den Studierenden zugutekommt, damit Österreich als Wirtschaftsstandort in Zukunft international noch mehr Chancen hat. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Maurer: Das stimmt ja gar nicht!
Auf der anderen Seite, gerade was dieses Jahr anbelangt, ist die Aufteilung, dass bei den Universitäten der Zugang in etwa stagniert und dass die Fachhochschulen einen sehr dynamischen Zugang haben, auch gewollt. Was aber die Privatuniversitäten betrifft, deren Anteil hinsichtlich der Anzahl der Studien und der Studierenden, muss man sagen, immer noch verschwindend klein ist, haben wir Steigerungsraten von teilweise 37 Prozent. Das kann man gut finden, aus meiner Sicht muss man aber doch genauer hinterfragen, warum das so ist, denn im Endeffekt erfolgt bei den Privatuniversitäten die Finanzierung durch Private. Es ist eigentlich nicht intendiert, dass die öffentliche Hand durch … (Abg. Maurer: Das stimmt ja gar nicht!) – Bitte? (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Es ist aber nicht intendiert, dass die öffentliche Hand über den Weg der Länder oder durch Kammern oder andere praktisch ein zweites Universitätssystem aufbaut. Daher besteht meines Erachtens die Notwendigkeit, sich dieser Tatsache zu stellen und das auch entsprechend auszuleuchten.
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Auf der anderen Seite, gerade was dieses Jahr anbelangt, ist die Aufteilung, dass bei den Universitäten der Zugang in etwa stagniert und dass die Fachhochschulen einen sehr dynamischen Zugang haben, auch gewollt. Was aber die Privatuniversitäten betrifft, deren Anteil hinsichtlich der Anzahl der Studien und der Studierenden, muss man sagen, immer noch verschwindend klein ist, haben wir Steigerungsraten von teilweise 37 Prozent. Das kann man gut finden, aus meiner Sicht muss man aber doch genauer hinterfragen, warum das so ist, denn im Endeffekt erfolgt bei den Privatuniversitäten die Finanzierung durch Private. Es ist eigentlich nicht intendiert, dass die öffentliche Hand durch … (Abg. Maurer: Das stimmt ja gar nicht!) – Bitte? (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Es ist aber nicht intendiert, dass die öffentliche Hand über den Weg der Länder oder durch Kammern oder andere praktisch ein zweites Universitätssystem aufbaut. Daher besteht meines Erachtens die Notwendigkeit, sich dieser Tatsache zu stellen und das auch entsprechend auszuleuchten.
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Eine der Rednerinnen hat den Zustand der Universitäten angesprochen, dass man bei Veranstaltungen angeblich auf dem Boden sitzen muss. Ich sage Ihnen: Das mag vielleicht noch irgendwo vorgekommen sein, ist aber die absolute Ausnahme. Gerade die österreichischen Universitäten haben einen Planungs- und Realisierungsstand, der ausgezeichnet ist. Besuchergruppen, die nach Wien kommen, schauen sich nicht nur historische Gebäude an, sondern auch die Wirtschaftsuniversität. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Schauen Sie nach Linz, schauen Sie nach Graz: lauter Neubauten, die die universitären Belange jetzt bestens ergänzen! Ja, ich traue mich zu sagen, wir haben auch von der BIG 200 Millionen € für Renovierungen bereitgestellt, wir sind da insgesamt recht gut ausgestattetet.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinn danke ich auch für die Unterstützung, was bestimmte Vorhaben anbelangt. Ich glaube, wir sind insgesamt auf einem sehr guten Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Sie sehen also, in Summe ist das Leben für viele Studierende nicht immer so rosig; und das sind keine Erzählungen, die von mir stammen, sondern wir haben das in Bezug auf die Studierenden-Sozialerhebung vor dem Sommer auch im Ausschuss diskutiert, und das sagen die befragten Studierenden. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Heiterkeit bei Vizekanzler Mitterlehner.
Das heißt, wir brauchen dringend eine Reform des Studienbeihilfensystems. Ich würde Sie wirklich bitten, diese 25 Millionen €, auch wenn sie jetzt nicht im Budget sind, in die Hand zu nehmen. Wir wollen das alle, auch die ÖH fordert das. Das ist eine wichtige Komponente. Ich weiß auch, dass Sie freundliche Nasenlöcher gemacht haben, wenn ich das so formulieren darf, und deswegen würde ich Sie bitten, das auch endlich wirklich umzusetzen. (Heiterkeit bei Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Punkt – nicht überraschend für Sie, Herr Vizekanzler – betrifft die Studierendenwohnheime. Kollegin Kuntzl hat es auch schon erwähnt: Wir haben uns im Regierungsprogramm auf die Förderung der Errichtung und Sanierung von Studierendenheimen verständigt. Wo ist das Geld? – Und jetzt gibt es sogar eine Reduktion von 150 000 €, nämlich von 500 000 € auf 350 000 €. Das sind natürlich Peanuts im Vergleich zum Gesamtbudget von 77 Milliarden €, aber auch da weiß ich: Sie sind bereit, umzuschichten. Sie haben im Ausschuss gesagt, dass die Optik eine schlechte ist. Ich hoffe sehr darauf und appelliere in diese Richtung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Die Grundlagenforschung ist von Ihnen angesprochen worden: Der FWF sei ständig steigend dotiert worden. Das sehe ich nicht. Ich sehe in den Budgets 200 Millionen € 2015, 180 Millionen € 2016 und 175 Millionen € 2017. Falls man jetzt in Panik ausbricht: Ganz so schlimm ist es nicht, denn es gibt da die Rücklagen. Also auf Nachfrage im Ausschuss haben Sie dann auch gesagt, 24 Millionen € kommen noch aus der Rücklage, womit wir wieder nur beim selben Niveau von 2015 wären. Also ich sehe da keine großen Steigerungsraten. Und diese Forschungsmilliarde ist schön und gut, wir reden hier über das Budget 2017. Was da 2018, 2019 et cetera alles kommen mag, ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt weniger relevant. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Vizekanzler Mitterlehner: Wo sind die anderen?
Ich sehe im Budget keine Maßnahmen (Vizekanzler Mitterlehner: Wo sind die anderen?), die auf diese Mahnungen und Vorschläge des Rates eingehen.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt abschließend und zusammenfassend: Meiner Meinung nach ist das vorliegende Budget für Wissenschaft und Forschung ein Budget des Fortschreibens, ein Budget des Verwaltens, ein Budget ohne Dynamik, ein Budget der Stagnation, ein Budget, mit dem wir die FTI-Ziele 2020, also Innovation Leader zu sein, sicher nicht erreichen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gamon und Steinbichler.
Zu Frau Gamon möchte ich sagen: Da war schon einiges Positives dabei. Eines muss ich Ihnen aber schon sagen, weil Sie die Medizinfakultät in Oberösterreich angesprochen haben: Wenn Sie das Problem des Ärztemangels kennen und wissen, dass es nachweislich so ist, dass Ärzte eher dort bleiben, wo sie ausgebildet wurden, dann glaube ich, dass das ein ganz wichtiger Lösungsansatz ist. Wir in Oberösterreich brauchen diese Medizinfakultät, und diese hat sich schon sehr gut etabliert. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gamon und Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Darum hoffe ich, dass wir in diesem Bereich weitergehen und finanzielle Mittel für diese Fachhochschulen freischaufeln können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gamon.
Wenn Sie daran interessiert sind, dass sich die Forschung, die Wissenschaft, die Universitäten gut weiterentwickeln, dann ersuche ich Sie, dies heute auch entsprechend zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gamon.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend darf ich der gesamten Forschungscommunity, all den jungen Menschen an den Universitäten, den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern ganz herzlich Danke für die großartige Arbeit sagen, die sie unter definitiv nicht immer einfachen Rahmenbedingungen für Österreich leisten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Auer: Da schau her!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Hohes Haus! Wissenschaft und Forschung kommt ein hoher Stellenwert zu. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu sichern und weiter auszubauen, darf in diesem Bereich nicht gespart werden. Dieses Budget hat einige sehr gute Ansätze. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Auer: Da schau her!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister Mitterlehner, deshalb ist meine Bitte, den eingeschlagenen Weg der produktionsnahen FH in Richtung Industrie 4.0, Technik, Automatisierung und Mechatronik schwerpunktmäßig an sinnvollen Standorten intensiviert weiterzugehen. Dort entstehen die Wertschöpfung, die Kreativität und gerade auch die Konkurrenzfähigkeit, die wir für die Zukunft benötigen und die immer wichtiger wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Töchterle.
Ich möchte zu Beginn einen Satz sagen, den ich auch der Bildungsministerin im persönlichen Gespräch gesagt habe. Ich darf Ihnen hier offen sagen, dass mir die PädagogInnenausbildung ein ganz großes Anliegen ist. Wir sind da in einen neuen Bereich eingetreten, der sowohl die Universität wie auch die pädagogischen Hochschulen betrifft. Ich bitte Sie: Schauen Sie drauf, dass die neue PädagogInnenausbildung weiter in gute Bahnen kommt, denn es ist der nachhaltigste Beitrag, den wir im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung leisten können, darauf zu schauen, dass wir für die Zukunft bestens ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen haben! Das ist ein neuer Baum, den wir gepflanzt haben, und ich hoffe, dass er tatsächlich stark wird. Ich bitte Sie, entsprechend darauf zu schauen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Töchterle.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch zum Bereich Wissenschaft: Auch da wurden und werden die Budgets für die Periode 2016 bis 2018 um 630 Millionen € erhöht. Entscheidend ist, dass die Situation für die StudentInnen durch die Schaffung von neuen Professuren verbessert wird. Unseren Appell, den unsere Wissenschaftssprecher bereits angesprochen haben, möchte ich zum Schluss noch einmal unterstreichen: Das Entscheidende wird sein, dass das Betreuungsverhältnis nicht durch die Senkung der Studierendenanzahl verbessert wird, sondern durch die Anhebung der Zahl an Professuren. Dazu gilt es, alle möglichen Maßnahmen zu setzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe mir einen Punkt herausgesucht: Der Herr Minister hat im Ausschuss eine große Internationalisierungsoffensive mit 56 Millionen € – auf vier Jahre verteilt, also 14 Millionen € pro Jahr – angekündigt, durch die Außenorganisation der Wirtschaftskammer abgewickelt; das heißt, viel Geld für die Wirtschaftskammer. Wofür? – Internationalisierung, Steigerung der Exporte. Gleichzeitig halten wir seit Jahren an diesen unsäglichen Russlandsanktionen fest, die bereits Milliardenschäden für die österreichische Wirtschaft verursacht haben. Da fragt man sich schon: Wo liegt die politische Verantwortung für diese Milliardenschäden? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hechtl: Ist das eine Werbeeinschaltung? – Abg. Walter Rosenkranz: Kollege Hechtl, das nennt man freie Rede!
Dazu ein Wort zu den beiden Kandidaten, die am 4. Dezember zur Wahl stehen: Schaut man sich an, wer in der Welt wichtige Partner für Österreich sind, dann ist das unbestritten Russland, dann sind das unbestritten die Vereinigten Staaten von Amerika. (Abg. Hechtl: Ist das eine Werbeeinschaltung? – Abg. Walter Rosenkranz: Kollege Hechtl, das nennt man freie Rede!) Angesichts der entsprechenden Ausführungen der beiden Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl zu diesen Ländern habe ich bei einem Kandidaten, der über den Präsidenten der Vereinigten Staaten erschüttert ist, der von einem Herrn Karas unterstützt wird, der im letzten Plenum den Präsidenten doch nicht sehr freundlich bedient hat, Sorge, ob die Interessen Österreichs hinsichtlich dieser beiden wichtigen Handelspartner USA und Russland entsprechend gut vertreten werden würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu ein Wort zu den beiden Kandidaten, die am 4. Dezember zur Wahl stehen: Schaut man sich an, wer in der Welt wichtige Partner für Österreich sind, dann ist das unbestritten Russland, dann sind das unbestritten die Vereinigten Staaten von Amerika. (Abg. Hechtl: Ist das eine Werbeeinschaltung? – Abg. Walter Rosenkranz: Kollege Hechtl, das nennt man freie Rede!) Angesichts der entsprechenden Ausführungen der beiden Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl zu diesen Ländern habe ich bei einem Kandidaten, der über den Präsidenten der Vereinigten Staaten erschüttert ist, der von einem Herrn Karas unterstützt wird, der im letzten Plenum den Präsidenten doch nicht sehr freundlich bedient hat, Sorge, ob die Interessen Österreichs hinsichtlich dieser beiden wichtigen Handelspartner USA und Russland entsprechend gut vertreten werden würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie sich an die Konferenz in Berlin erinnern: Obama und die Regierungschefs der fünf größten EU-Länder haben beschlossen, die Russlandsanktionen gehen weiter, ohne die 23 übrigen Länder überhaupt zu fragen; da fährt man einfach drüber. Das ist ja genau der Punkt, den man doch kritisieren dürfen muss, ohne gleich als Nichteuropäer oder sonst etwas hingestellt zu werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang ist Norbert Hofer in Ungarn, in Tschechien, in der Slowakei, in Slowenien, in Kroatien, in Bulgarien und in Rumänien unterwegs, um auf bestem Wege exzellente Beziehungen zu diesen Ländern aufzubauen, die uns in weiterer Folge selbstverständlich nutzen, die Interessen Österreichs im Rahmen dieser Europäischen Union besser durchzusetzen, und um zu verhindern, dass solche Drüberfahrereien, wie sie gerade eben geschehen sind, nochmals vorkommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Den habe ich vergessen, Sie haben recht!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter! Sie haben den Antragstext jetzt nicht verlesen. (Abg. Kassegger: Den habe ich vergessen, Sie haben recht!) – Sie können ihn vorlesen, es ist Ihre Redezeit. Sie haben ihn zwar angekündigt, aber nicht verlesen. – Bitte.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Erzählen Sie etwas über Russland, über die Wirtschaftssanktionen!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Nach der Werbeeinschaltung kehren wir wieder zum Kapitel Wirtschaft zurück. Ich glaube, Herr Kollege Kassegger, in einer Hinsicht sind wir einer Meinung: Wir freuen uns über die Steigerung im Wirtschaftsbudget, über diese 45 Millionen €. Natürlich müssen wir aber auch darüber reden, dass wir momentan in einer Zeit leben, in der es große Herausforderungen gibt. (Ruf bei der FPÖ: Erzählen Sie etwas über Russland, über die Wirtschaftssanktionen!) Man braucht nur nach Amerika – einem der wichtigsten Handelspartner Österreichs – zu schauen, wo jetzt die Abschottung des gesamten internationalen Marktes droht. Der Brexit ist eine Herausforderung, und deshalb müssen wir diesen Veränderungen begegnen. Das können wir am besten tun, indem wir in die Wirtschaft investieren, denn nur eine starke Wirtschaft schafft und sichert Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass es uns auch in Zukunft gut geht und dass wir die globale Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Beifall bei der ÖVP.
0,4 Prozent ab, das wird stufenweise bis 2018 1 Milliarde € sein, und dass bedeutet eine spürbare Erleichterung für unsere Betriebe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Besonders erfreulich ist, dass wir mit der Investitionsprämie auch die Investitionen wieder unterstützen. Dafür haben wir im heurigen Jahr immerhin 87,5 Millionen € zur Verfügung, die werden hier noch in dieser Hinsicht eingestellt. Wir werden den not-wendigen Impuls setzen, und gerade in meinem Heimatbundesland Salzburg, das ja Vorbild für die Investitionsprämie ist, haben wir einen großen Erfolg erzielt: Mit knapp 90 Millionen € wurden Investitionsziele erreicht, die höher waren, als wir sie damals angedacht haben. Davon haben immerhin 1 700 Mitarbeiter – das ist auch wichtig – in den Unternehmen profitiert. Das war ein relativ einfaches, unbürokratisches Projekt: Wenn ein Unternehmen in den letzten Jahren durchschnittlich 200 000 € investiert hat, und zum Beispiel in diesem Jahr eine Laserschneideanlage um 600 000 € angekauft hat, dann hat es jetzt für diese Erhöhung um 400 000 € eine Investitionsprämie von 40 000 € erhalten. Das ist eine tolle Geschichte. Auf Bundesebene kann man Investitionszuwächse von 1,2 Milliarden € erwarten, und das hat auch wieder neue Arbeitsplätze zur Folge. Ich glaube, das ist auch ganz zentral. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.
Im Großen und Ganzen kann man nur sagen: Dieses Budget ist ein sehr gutes. Speziell durch die Maßnahmen für die Wirtschaft werden, kann man sagen, entsprechende Impulse erfolgen. Also: Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen.
Summa summarum besteht also unterschiedlicher Handlungsbedarf. Wir werden sehen, wie genau sich diese Schwerpunkte im Weiteren in der konkreten Umsetzung abbilden werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Ich erkläre Ihnen dann den Zusammenhang zum Budget!
Das sind die Kapitel, die wir hier besprechen. Herr Kollege Kassegger, nur am Rande: Ja, Russlandsanktionen sind ein wichtiges Thema, aber wir reden hier übers Budget. Ich bin ja Ihrer Meinung (Abg. Kassegger: Ich erkläre Ihnen dann den Zusammenhang zum Budget!), dass diese Sanktionen ungefähr so intelligent waren, wie wenn ich jemanden dazu bringen will, sich ins eigene Knie zu schießen – keine Frage! (Ruf bei der FPÖ: Warum sind Sie immer dabei?) Nur: Das jetzt hier parteipolitisch mit Entschließungsanträgen aufzuheizen, hilft uns nicht. Wir müssen uns gemeinsam darum bemühen, dass diese Sanktionen unter Einhaltung des Minsker Prozesses auslaufen, und wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass das passiert. Daraus parteipolitisches Kleingeld zu schlagen, davon halte ich nicht sehr viel.
Ruf bei der FPÖ: Warum sind Sie immer dabei?
Das sind die Kapitel, die wir hier besprechen. Herr Kollege Kassegger, nur am Rande: Ja, Russlandsanktionen sind ein wichtiges Thema, aber wir reden hier übers Budget. Ich bin ja Ihrer Meinung (Abg. Kassegger: Ich erkläre Ihnen dann den Zusammenhang zum Budget!), dass diese Sanktionen ungefähr so intelligent waren, wie wenn ich jemanden dazu bringen will, sich ins eigene Knie zu schießen – keine Frage! (Ruf bei der FPÖ: Warum sind Sie immer dabei?) Nur: Das jetzt hier parteipolitisch mit Entschließungsanträgen aufzuheizen, hilft uns nicht. Wir müssen uns gemeinsam darum bemühen, dass diese Sanktionen unter Einhaltung des Minsker Prozesses auslaufen, und wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass das passiert. Daraus parteipolitisches Kleingeld zu schlagen, davon halte ich nicht sehr viel.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben viel getan: Die Bundesregierung hat das Start-up-Programm gemacht, wir haben die Risikokapitalprämie, den Business Angel Fonds; das Kommunalinvestprogramm wurde schon angesprochen, ebenso die Investitionszuwachsprämie oder die Seed-Finanzierung. Da passiert wirklich etwas! Das sieht man auch am Budget. Die Wirkung zeigt sich in mehr Wachstum und mehr Beschäftigung. Ich finde, das könnte auch die Opposition einmal loben. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Vizekanzler Mitterlehner: Ist es auch!
Letztes Jahr sagten Sie in Ihrer Rede zum Budget: „(…) es ist angedacht und intendiert, dass mit dem Budget und vor allem mit der im Budget enthaltenen Steuerreform das Wachstum entsprechend anspringen sollte.“ (Vizekanzler Mitterlehner: Ist es auch!) – Nicht so, wie Sie gedacht haben.
Heiterkeit.
Ich gebe zu, Sie haben die richtigen Schritte gesetzt, was die Verkürzung der Verfahren für die Betriebsanlagengenehmigungen betrifft, aber ein bissel mehr geht schon noch! Trauen Sie sich! Ich nehme Sie an der Hand. (Heiterkeit.) Sie müssen sich einfach nur trauen – trauen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich gebe zu, Sie haben die richtigen Schritte gesetzt, was die Verkürzung der Verfahren für die Betriebsanlagengenehmigungen betrifft, aber ein bissel mehr geht schon noch! Trauen Sie sich! Ich nehme Sie an der Hand. (Heiterkeit.) Sie müssen sich einfach nur trauen – trauen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Nicht immer nur sagen: Wir brauchen Mut! – Das sind Floskeln. Man könnte bei Ihnen „Mut“ auch anders umschreiben. Mut heißt auch: Mitterlehner unterdrückt Tatendrang. (Beifall bei den NEOS.) Insofern ist es auch ganz wichtig, dass Sie die psychologischen Schritte setzen, dass Sie sich wirklich trauen, mutig sind. Nehmen Sie einen Anlauf und sagen Sie: Jetzt müssen wir das Land reformieren! Jetzt müssen wir die Gewerbeordnung reformieren! Jetzt müssen wir entbürokratisieren! Jetzt müssen wir den Unternehmern helfen, sie von diesem bürokratischen Wahnsinn, dem wir jeden Tag begegnen, befreien, ihnen Luft geben, Luft zum Atmen! Das brauchen die Unternehmen, das ist Psychologie. Sie können nicht mit dem Füllhorn Förderungen ausschütten, das geht auch nicht, wir müssen ja sparen, aber Sie können eines tun: Sie können entbürokratisieren. (Abg. Grillitsch: Pater Josef Schellhorn!)
Abg. Grillitsch: Pater Josef Schellhorn!
Nicht immer nur sagen: Wir brauchen Mut! – Das sind Floskeln. Man könnte bei Ihnen „Mut“ auch anders umschreiben. Mut heißt auch: Mitterlehner unterdrückt Tatendrang. (Beifall bei den NEOS.) Insofern ist es auch ganz wichtig, dass Sie die psychologischen Schritte setzen, dass Sie sich wirklich trauen, mutig sind. Nehmen Sie einen Anlauf und sagen Sie: Jetzt müssen wir das Land reformieren! Jetzt müssen wir die Gewerbeordnung reformieren! Jetzt müssen wir entbürokratisieren! Jetzt müssen wir den Unternehmern helfen, sie von diesem bürokratischen Wahnsinn, dem wir jeden Tag begegnen, befreien, ihnen Luft geben, Luft zum Atmen! Das brauchen die Unternehmen, das ist Psychologie. Sie können nicht mit dem Füllhorn Förderungen ausschütten, das geht auch nicht, wir müssen ja sparen, aber Sie können eines tun: Sie können entbürokratisieren. (Abg. Grillitsch: Pater Josef Schellhorn!)
Beifall bei den NEOS.
Das wären Impulse, mit denen Sie Klein- und Mittelbetriebe wirklich entlasten könnten. Das wären die Impulse, die wir bräuchten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und trauen Sie sich einmal, Herrn Leitl zu widersprechen, der übrigens jetzt gerade vor dem Wirtschaftsparlament sagt: Make Austria great again! – Also lächerlicher geht es gar nicht mehr! Der plakatiert das jetzt sogar: Make Austria great again! – Wie will er das machen? Er schafft es nur mit unseren Zwangsbeiträgen, indem er wieder neue Abhängigkeiten schafft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Vizekanzler! Verehrte Zuhörerinnen auf der Galerie! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, lieber Josef Schellhorn, ich schätze dich, aber das war jetzt keine Mutmacherrede. Du hast viel von Psychologie gesprochen, aber in deiner Rede, in der du von Mut sprichst und diesen Mut heraufbeschwörst, hast du sehr oft das Wort Nein gesagt. Aber Nein und Mut, glaube ich, vertragen sich nicht so gut, es ist wichtiger, Politik an den Fakten zu messen, und wir wollen ja heute über das Budget reden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist schon auch darauf hinzuweisen, dass dieses Budget wie auch in der Vergangenheit in einer schwierigen Situation entstanden ist. Seit ich im Jahr 2008 ins Parlament gekommen bin, hat sich die Situation insgesamt nicht viel verbessert. Wir sind von einer Krise beziehungsweise von einer Unwägbarkeit in die nächste gestolpert, nicht hier in Österreich, aber die Einflussfaktoren, die wir nicht haben mitbestimmen können, haben auch vor unserem Land nicht haltgemacht. Ich glaube aber, wir haben die Krise 2008/2009 mit den Maßnahmen, die von uns gesetzt wurden, besser überstanden als alle anderen europäischen Staaten. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, weil das in den Budgetberatungen natürlich auch ein Thema war, noch ein Punkt, der mir am Herzen liegt: die Abschaffung der kalten Progression, die ja auch der Finanzminister will. Hier, glaube ich, darf ich auch im Namen der ÖVP sprechen, wenn ich sage, dass wir hier keine Unterscheidung zwischen den Gehältern haben wollen, sondern dass die Abschaffung der kalten Progression allen Arbeitnehmern zugutekommen soll. Egal, ob sie wenig verdienen, mittelmäßig verdienen, gut oder sehr gut verdienen, es sind für uns alle Leistungsträger, und diese gehören alle entlastet. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf es noch einmal als Beispiel nennen, weil ich stolz bin, dass es Betriebe meines Bundeslandes, genauer gesagt, meines Bezirks Vöcklabruck sind: die Lenzing AG mit 3 500 Beschäftigten oder das wirklich ganz moderne Unternehmen STIWA mit 1 200 Beschäftigten. Der Herr Sticht hat dieses erfolgreiche Unternehmen auf die grüne Wiese gebaut und ist mit seinen tüchtigen, fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr erfolgreich – und das ohne CETA und ohne TTIP! Warum? Weil Qualität unser Trumpf ist, vom Lebensmittel bis zur industriellen Produktion. Und das muss man endlich einmal streng trennen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weil die Gewerbeordnung angesprochen wurde: Ja, da muss man aufpassen, die Verordnung allein ist nicht das Problem, es geht um die bereits angesprochene Bürokratie. Die Deutschen haben durch die Liberalisierung der Handwerksordnung – dazu gibt es von der IG BAU eine Aussendung – große Probleme mit diesen vielen neuen Unternehmen. Von den 250 000 gegründeten sind bereits 70 Prozent wieder vom Markt verschwunden, und das muss man dann auch aus Konsumentensicht betrachten – der Peppi Muchitsch stimmt mir zu –: Wie schaut es da mit der Haftung, mit der Nachhaftung aus? Was macht dann der Konsument, der bereits für die Leistung bezahlt hat, wenn dann Schäden auftreten? Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir unsere österreichische Qualität, für die wir bekannt sind und die es auch zu halten gilt, dementsprechend sichern. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Auer: Als Wirt kannst du auch ein Büchel schreiben!
Wir wissen, jeder dritte Jungkoch gibt auf. Warum wird das von der Wirtschaftskammer nicht thematisiert, dass ein Hauptkonkurrent der Gastronomie diese Supermarkt- und Möbelhausgastronomie ist, die mit Billigmenüs schleudert, damit Kunden ins Geschäft gelockt werden? (Abg. Auer: Als Wirt kannst du auch ein Büchel schreiben!) – Ich werde es auch als Bauer beschreiben, Herr Präsident Auer. – Die Wirtschaftskammer in Wien ist ja vorbildlich, die hat nämlich solche Bierdeckel (einen Bierdeckel in die Höhe haltend) herausgegeben, die in den Lokalen aufliegen, auch beim Günter Hager. Auf denen steht – ein neues Menü –: „Registrierkassenschaumsuppe mit Belegknödel“. Ich glaube, damit ist es auf den Punkt gebracht, wie ein Praktiker die Situation empfindet.
Beifall beim Team Stronach.
nehmerinnen und Unternehmern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – es funktioniert nur in einer fairen Partnerschaft –, die dieses hervorragende Land Österreich, diesen Standort Österreich mit ihren Steuern unterstützen. Dafür ein aufrichtiges Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Jetzt habe ich dich nicht verstanden!
Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Leo, du wolltest ja auch ein Buch schreiben, nicht wahr? Du warst ja auch Gastwirt. Aber der Titel: „Vom Kellner zum Millionär – und zurück“ ist schon besetzt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Jetzt habe ich dich nicht verstanden!) – Es hat schon jemand ein Buch mit dem Titel „Vom Kellner zum Millionär – und zurück“ geschrieben. Dieser Titel ist schon besetzt – wenn es um das Buch geht, das du schreiben wolltest. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Leo, du wolltest ja auch ein Buch schreiben, nicht wahr? Du warst ja auch Gastwirt. Aber der Titel: „Vom Kellner zum Millionär – und zurück“ ist schon besetzt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Jetzt habe ich dich nicht verstanden!) – Es hat schon jemand ein Buch mit dem Titel „Vom Kellner zum Millionär – und zurück“ geschrieben. Dieser Titel ist schon besetzt – wenn es um das Buch geht, das du schreiben wolltest. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, ich finde es wunderbar, mit diesem Titel hier hausieren zu gehen, der ist peinlich genug. Ich möchte mich nicht davor drücken, die Probleme, die es da und dort gibt, anzusprechen – aber das ist nicht unbedingt der Weg, wie man Inhalte verbessert. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Damit Sie mir jetzt nicht wieder attestieren, ich würde in Jubel verfallen: Der Bedarf für eine weitere Entwicklung nach oben, das Potenzial ist da. Selbstverständlich müssen wir uns anstrengen, damit wir unter die ersten fünf in Europa kommen und nicht nur unter den besten acht sind, aber, weil immer wieder gesagt wird, wir seien abgesandelt oder sonstwas, wir haben in diesem Jahr allemal „aufgesandelt“. – Damit das auch einmal festgestellt wird! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Lieber Sepp Schellhorn, du kommst hier heraus und sagst, Wirtschaft ist Psychologie. Da gebe ich dir recht. Es soll die Kaufkraft positiv forciert werden. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Was denn? – Es sollen die Kaufkraft und auch die Investitionstätigkeit forciert werden, und daher haben wir in diesem Bereich angesetzt. Wir haben ein Start-up-Paket geschnürt, und ich finde es richtig, gerade die Innovation in diesem Bereich zu forcieren. Wir setzen dort ziemlich intensiv an, und es wird uns auch von Fachleuten attestiert, dass das ein gutes Paket ist.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.
Auf der anderen Seite haben wir bemerkt, dass es nicht ausreicht, dass Rationalisierungsinvestitionen vorgenommen werden, wir müssen daher dafür sorgen, dass Erweiterungsinvestitionen getätigt werden. In dem Zusammenhang sind die 78,5 Millionen €, die wir nächstes Jahr ins Spiel bringen, aus meiner Sicht wirklich wichtig, gerade für den Mittelstandsbereich. Das Salzburger Modell ist angesprochen worden: Wenn jemand sagt, das wäre bürokratisch, weil es berechenbar sein muss, in Richtung der Investitionen der letzten drei Jahre – es soll ja ein Impuls und kein Mitnahmeeffekt sein –, dann ist das auch schon die Erklärung. Wir haben schon einmal eine derartige Freibetragsregelung gehabt – und Mitnahmeeffekte bis hin zu Flugzeugen. Das wollen wir diesmal verhindern. Es sollen diejenigen investieren, die uns wirklich nutzen! In diesem Sinne haben wir es, glaube ich, gut ausgerichtet. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP sowie ironische Heiterkeit des Abg. Schellhorn.
Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist jetzt erwähnt worden, das ist die Gewerbeordnung. Sie ist zwar nicht budgetrelevant, aber: Sepp Schellhorn, erstens einmal lasse ich mich da nicht gern von dir an der Hand nehmen, denn ich weiß nicht, wo ich da hinkomme. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP sowie ironische Heiterkeit des Abg. Schellhorn.) Ich glaube aber, um dir zu widersprechen, brauche ich gar nicht Mut, sondern ich brauche nur Faktenkenntnis. Und ganz ehrlich gesagt: Ja – das ist auch von dir attestiert worden –, was die Betriebsanlagen und viele andere Anlage- und sonstige Themenbereiche betrifft, haben wir da einige Schritte gesetzt. Ich finde, diese führen uns in die Zukunft und sind positiv und deregulierend.
Abg. Kogler: Aber wenn der nichts hilft?
Für das Budget maßgeblich ist mehr die Internationalisierung. Herr Kollege Kassegger, das habe ich wirklich mit Begeisterung gehört, was Sie da betreffend die Sanktionen gesagt haben. Ich stimme Ihnen zu, Sanktionen sind nicht unbedingt ein probates Mittel. Wir sollten den politischen Prozess forcieren, so wie im Bereich des Iran, das ist der bessere Weg. (Abg. Kogler: Aber wenn der nichts hilft?) Wir tragen die Sanktionen solidarisch mit, weil die EU das so wollte, aber wir bemühen uns, auch hinter den Kulissen den Verhandlungsweg zu unterstützen. Das wird uns helfen. (Abg. Kogler: Mit dem Krampus werden wir die russische Kriegspolitik aber auch nicht einschränken! Das ist schwerer Völkerrechtsbruch in der Ukraine! Da können hundert Delegationen …!)
Abg. Kogler: Mit dem Krampus werden wir die russische Kriegspolitik aber auch nicht einschränken! Das ist schwerer Völkerrechtsbruch in der Ukraine! Da können hundert Delegationen …!
Für das Budget maßgeblich ist mehr die Internationalisierung. Herr Kollege Kassegger, das habe ich wirklich mit Begeisterung gehört, was Sie da betreffend die Sanktionen gesagt haben. Ich stimme Ihnen zu, Sanktionen sind nicht unbedingt ein probates Mittel. Wir sollten den politischen Prozess forcieren, so wie im Bereich des Iran, das ist der bessere Weg. (Abg. Kogler: Aber wenn der nichts hilft?) Wir tragen die Sanktionen solidarisch mit, weil die EU das so wollte, aber wir bemühen uns, auch hinter den Kulissen den Verhandlungsweg zu unterstützen. Das wird uns helfen. (Abg. Kogler: Mit dem Krampus werden wir die russische Kriegspolitik aber auch nicht einschränken! Das ist schwerer Völkerrechtsbruch in der Ukraine! Da können hundert Delegationen …!)
Abg. Kassegger: Die 10 Milliarden haben wir schon ohne … gemacht!
Ein anderer Punkt ist aber schon irgendwie paradox: Sie haben auch die Vereinigten Staaten erwähnt, und tatsächlich liegen die Vereinigten Staaten in der Liste unserer Partner mit fast 10 Milliarden € Handelsvolumen an zweiter Stelle. Können Sie sich noch an Ihre Aussendungen erinnern, nicht von Ihnen persönlich, sondern von Herrn Kickl und anderen (Abg. Kassegger: Die 10 Milliarden haben wir schon ohne … gemacht!) – hören Sie jetzt zu, dann können wir darüber diskutieren! –, in denen Sie behauptet haben, CETA und andere Handelsabkommen wären Teufelspakte? – Ja was stimmt jetzt: Müssen wir jetzt den Handel forcieren, oder müssen wir den Handel nicht forcieren? Hängen am internationalen Handel jetzt Arbeitsplätze, oder hängen keine dran? – Wissen Sie, Sie sollten sich einfach so entscheiden, dass Sie nicht einmal dies sagen und einmal das sagen. Entweder stimmt das eine, oder es stimmt das andere. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Nein, wir sagen immer das Gleiche! Sie interpretieren es nur anders!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Nein, wir sagen immer das Gleiche! Sie interpretieren es nur anders!
Ein anderer Punkt ist aber schon irgendwie paradox: Sie haben auch die Vereinigten Staaten erwähnt, und tatsächlich liegen die Vereinigten Staaten in der Liste unserer Partner mit fast 10 Milliarden € Handelsvolumen an zweiter Stelle. Können Sie sich noch an Ihre Aussendungen erinnern, nicht von Ihnen persönlich, sondern von Herrn Kickl und anderen (Abg. Kassegger: Die 10 Milliarden haben wir schon ohne … gemacht!) – hören Sie jetzt zu, dann können wir darüber diskutieren! –, in denen Sie behauptet haben, CETA und andere Handelsabkommen wären Teufelspakte? – Ja was stimmt jetzt: Müssen wir jetzt den Handel forcieren, oder müssen wir den Handel nicht forcieren? Hängen am internationalen Handel jetzt Arbeitsplätze, oder hängen keine dran? – Wissen Sie, Sie sollten sich einfach so entscheiden, dass Sie nicht einmal dies sagen und einmal das sagen. Entweder stimmt das eine, oder es stimmt das andere. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Nein, wir sagen immer das Gleiche! Sie interpretieren es nur anders!)
Abg. Steinbichler: Dieser Zynismus schadet der ÖVP sehr!
So, um uns nicht zu weit von dem zu entfernen, was das Budget betrifft: Ich glaube, wir haben mit … (Abg. Steinbichler: Dieser Zynismus schadet der ÖVP sehr!) – Ich darf dir sagen, mit deinen Detailbeispielen schadest du dir sehr! Also orientiere dich einmal an dir. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
So, um uns nicht zu weit von dem zu entfernen, was das Budget betrifft: Ich glaube, wir haben mit … (Abg. Steinbichler: Dieser Zynismus schadet der ÖVP sehr!) – Ich darf dir sagen, mit deinen Detailbeispielen schadest du dir sehr! Also orientiere dich einmal an dir. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Der zweite Aspekt sind Klein- und Mittelbetriebe. Auch diese erhalten entsprechende Unterstützung, um es selbst zu schaffen – ich glaube, das ist auch der richtige Weg –, um wieder zu investieren. Ich bin mir sicher, dass wir die positiven Zahlen, was die Gesamtdaten anbelangt, damit auch im nächsten Jahr fortschreiben können. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Rossmann: Aber nicht in diesem Budget veranschlagt!
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Ein gutes Budget beginnt mit einer sozialen Handschrift. Wir investieren in den Arbeitsmarkt, weil wir jeden Arbeitslosen und jede Arbeitslose als klaren Auftrag sehen. Dabei kämpfen wir um Arbeitsplätze auf drei Ebenen: Zum Ersten setzen wir dort an, wo die Jobs sind – bei den kleinen und bei den mittleren Unternehmungen. Wir führen 2017 das weiter, was wir mit der Gewerbeordnung light und mit der Investitionszuwachsprämie begonnen haben. Wir schaffen Anreize, damit Investitionen in diesem Bereich getätigt werden können. Die Investitionszuwachsprämie selbst beispielsweise ist mit 175 Millionen € für die nächsten zwei Jahre veranschlagt (Abg. Rossmann: Aber nicht in diesem Budget veranschlagt!), wird aber private Investitionen von schätzungsweise 1,2 Milliarden € bringen.
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist, dass ich sehe, dass Österreich etwas bewegt hat. Wir haben nun eine Reihe von Reformen gesetzt, und wir werden mit dem Budget 2017 diesen Erfolgskurs weiter verfolgen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Mitterlehner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Ein bissl mehr Budget haben wir diesmal!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Themessl. – Bitte. (Vizekanzler Mitterlehner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Ein bissl mehr Budget haben wir diesmal!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher! Ja, Herr Vizekanzler, es stimmt schon, die Rekordzahlen im Tourismus sind sehr erfreulich. Sie wissen aber auch, worauf das in erster Linie zurückzuführen ist: auf den Totaleinbruch des Tourismus in der Türkei und in Ägypten. Dass unsere Betriebe das trotz der nicht guten oder nicht optimalen Rahmenbedingungen dieser Bundesregierung schaffen, ist bewundernswert. Danke an alle Betriebe, die es in Österreich gibt! Das ist wirklich gut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage schon seit Jahren, ich halte es für einen gravierenden Fehler dieser Bundesregierung, dass man die Ressorts getrennt hat. Das Ministerium hat jahrzehntelang Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geheißen. Diese zwei Bereiche können Sie nicht trennen, ich sage Ihnen auch, warum: Sie sind nämlich der Leidtragende. Wenn der Herr Arbeitsminister in der Lehrlingsausbildung die falschen Maßnahmen setzt und die Betriebe dann einen Fachkräftemangel beklagen müssen, sind Sie der Leidtragende. Ich hoffe daher, dass Sie, wenn Sie noch einmal imstande sind, mit den Roten eine Regierung zu bilden, darüber nachdenken und diese Ressorts wieder so zusammenführen, wie sie zusammengehören. – Dies nur als Anregung von mir. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann müssen Sie auch die Berechnungsmethode, damit die Betriebe in den Genuss dieser Zuwachsprämie kommen, noch einmal hinterfragen – vor allen Dingen deshalb, weil das ja nicht nur bürokratischen Aufwand für die Firmen bedeutet, sondern auch für Ihr Ministerium, denn irgendjemand muss dann ja auch kontrollieren, ob jemand aufgrund dieser Berechnungen in den Genuss einer Zuwachsprämie kommt. Also von Bürokratieabbau zu reden und dann so etwas zu machen – das ist genau das Gegenteil! Wenn Sie zu dem seinerzeit existierenden Investitionsfreibetrag zurückkehren würden, würden Sie sich die Bürokratie ersparen, und das nicht nur in diesem Bereich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist in diesem Wirtschaftspaket nicht alles schlecht, sondern es sind darin auch gute Ansätze vorhanden, das gebe ich zu, nur: Die Umsetzung, nämlich die Art und Weise, wie Sie gewisse Sachen durchzuführen vorhaben, und der Zeitrahmen, den Sie sich dafür setzen, das dauert für die Wirtschaft viel zu lang. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
heißt, man braucht nur mehr einen Gewerbeschein und nicht mehr sechs Gewerbescheine. Das hat die Gewerbeordnung Neu gebracht, und wenn das nicht eine Erleichterung für die Betriebe ist, dann weiß ich nicht mehr, muss ich ganz ehrlich sagen, wovon wir hier sprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Themessl: Habe ich getan! Zuhören!
Weil heute hier von Mut gesprochen worden ist: Wisst ihr, was zum Mut auch gehört? – Zum Beispiel: Hier aufzuzeigen, was nicht in Ordnung ist! Mut gehört aber auch dazu – das richte ich vor allem an die Oppositionsparteien –, hier auch zu sagen, was gut gemacht wurde. – Das ist gute Politik, und dafür sollten wir eigentlich stehen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Themessl: Habe ich getan! Zuhören!)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurden von meinen Vorrednern, aber auch von unserem Bundesminister Mitterlehner, schon viele Zahlen und Fakten genannt. Und das, was Tourismusunternehmer in ihren Büchern schreiben und kritisieren, ist zum Teil auch richtig. Wenn aber Herr Kollege Schellhorn hier herausgeht und alles nur negativ beurteilt, dann muss ich sagen, es ist zwar ein gewisser Teil von dem, was er sagt, richtig, aber wenn man ihn fragen würde: Was würdest du eigentlich wirklich machen wollen, wenn du noch einmal auf die Welt kämest?, dann würde er – so wie die Bücherschreiber – auch sagen: Ich würde wieder Wirt werden! Ich bin auch Wirt und Hotelier, und ich sage euch eines: Auch ich würde, wenn ich wieder auf die Welt käme, wieder den Beruf des Tourismusunternehmers wählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wird für die Politik eine Herausforderung, aber auch das werden wir schaffen. Ich glaube, wir können in Österreich trotz der schwierigen Weltlage wirklich positiv in die Zukunft schauen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir von den Grünen wollen in Zukunft Beschäftigung mehr mit Menschen verbunden sehen. Gemeint ist damit die Beschäftigung im Bereich Kinderbetreuung, Altenbetreuung oder Bildung und nicht die Beschäftigung im Sinne von Formulare ausfüllen und Bürokratieschikanen, die immer wieder auch für Beschäftigung sorgen. – In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird jetzt sicher kein zweites Silicon Valley in Österreich geben, aber was wir sicher machen können, ist ein Start-up-Campus in Wien, um diese Szene noch besser zu unterstützen. Was meine ich mit Start-up-Campus? – Es sollen einerseits junge Start-ups die Möglichkeit haben, sich dort einzumieten, aber andererseits auch die Chance haben, mit großen, erfolgreichen Unternehmen zusammenarbeiten. Es soll dort Bildungseinrichtungen, Freizeitmöglichkeiten, Wohnmöglichkeiten und Kinderbetreuungsmöglichkeiten geben, also alles, was man in einem Grätzel auch finden kann, aber speziell auf Start-ups ausgerichtet. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Katzian
Nur um es uns in Erinnerung zu rufen: Die Körperschaftsteuer ist eine Steuer, die bei juristischen Personen anfällt, aus den Erträgen zahlen diese juristischen Personen Gehälter, tätigen Investitionen. Unserer Ansicht nach ist es essenziell, abzuwägen, wie hoch diese Steuer denn ausfallen soll, und wir kommen zu dem Schluss, dass dieser Steuersatz gerade vor dem Hintergrund der enormen Körperschaftsteuerzuwächse, die jetzt geplant sind, eigentlich gesenkt gehört. Stattdessen kündigt die Regierung an (Zwischenruf des Abg. Katzian) – ich erkläre Ihnen gleich, warum –, eine Investitionszuwachsprämie einzuführen. Die ist dann doch nicht eingeplant worden und hätte ohnehin nur 0,1 Prozent der Bruttoinvestitionen ausgemacht. Besser wäre hingegen, Investitionsfreibeträge oder eben eine Senkung der Körperschaftsteuer auf nicht entnommene Gewinne einzuführen, damit es möglich ist, dass Investitionen früher getätigt werden und mehr Menschen in Beschäftigung gebracht werden. Das ist sicher auch in Ihrem Interesse.
Vizekanzler Mitterlehner: Wie heißt er?
Nun noch etwas zur Wirtschaftskammer: Sie haben vielleicht mitbekommen, dass die Wirtschaftskammer jetzt mit einem neuen Slogan wirbt. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie heißt er?) – Es ist eine Coverversion, aber im Unterschied zu einer vielleicht lustigen Beatles-Coverversion wird Donald Trump gecovert. Es heißt: „Make Austria Great Again“. – Also das ist wirklich höchst unsensibel, einen Slogan von Trump in anscheinend ironischer Weise abzuwandeln und damit für die Wirtschaftskammer zu werben. (Abg. Jarolim: Ich glaube, Ironie war hier eher nicht gewünscht!) Da kann ich Richtung Christoph Leitl nur sagen: „Let it be“! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Jarolim: Ich glaube, Ironie war hier eher nicht gewünscht!
Nun noch etwas zur Wirtschaftskammer: Sie haben vielleicht mitbekommen, dass die Wirtschaftskammer jetzt mit einem neuen Slogan wirbt. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie heißt er?) – Es ist eine Coverversion, aber im Unterschied zu einer vielleicht lustigen Beatles-Coverversion wird Donald Trump gecovert. Es heißt: „Make Austria Great Again“. – Also das ist wirklich höchst unsensibel, einen Slogan von Trump in anscheinend ironischer Weise abzuwandeln und damit für die Wirtschaftskammer zu werben. (Abg. Jarolim: Ich glaube, Ironie war hier eher nicht gewünscht!) Da kann ich Richtung Christoph Leitl nur sagen: „Let it be“! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun noch etwas zur Wirtschaftskammer: Sie haben vielleicht mitbekommen, dass die Wirtschaftskammer jetzt mit einem neuen Slogan wirbt. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie heißt er?) – Es ist eine Coverversion, aber im Unterschied zu einer vielleicht lustigen Beatles-Coverversion wird Donald Trump gecovert. Es heißt: „Make Austria Great Again“. – Also das ist wirklich höchst unsensibel, einen Slogan von Trump in anscheinend ironischer Weise abzuwandeln und damit für die Wirtschaftskammer zu werben. (Abg. Jarolim: Ich glaube, Ironie war hier eher nicht gewünscht!) Da kann ich Richtung Christoph Leitl nur sagen: „Let it be“! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Jarolim: Eine Ironie war hier, glaube ich, nicht gewünscht! Ich glaube, das ist eher Tollpatschigkeit …!
Das vorhin erwähnte Start-up-Paket ist leider in der Dosis immer noch zu gering, um die notwendige Agglomeration zu schaffen, um wirklich etwas zu bewegen, um diesen Start-up-Hub in Österreich auch einzupflanzen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Jarolim: Eine Ironie war hier, glaube ich, nicht gewünscht! Ich glaube, das ist eher Tollpatschigkeit …!)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird auch in Zukunft schwierig sein, unsere Exporte zu steigern, und nur Realitätsverweigerer glauben, dass wir unsere Sozialsysteme ohne zusätzliche Exporte aufrechterhalten können. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass Kollege Steinbichler heute erkannt hat, dass Großbetriebe die Handelsabkommen nicht brauchen. Ja, das stimmt, die STIWA Group braucht sie nicht, die Firma Lenzing braucht sie nicht! Wir versuchen schon seit zwei Jahren, zu erklären, dass die Handelsabkommen vorwiegend für KMUs gedacht sind, und das haben wir auch immer mit Beispielen belegt – und heute hat Kollege Steinbichler es verstanden, das ist sehr erfreulich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Vizekanzler, ich bin froh darüber, dass Sie so mutig waren und sind, dass Sie bei den Handelsabkommen kühlen Kopf bewahrt und eine sachliche, klare und transparente Linie verfolgt haben. Diese Linie habe ich sowohl bei der Opposition – abgesehen von den NEOS – als auch bei unserem Koalitionspartner leider vermisst. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler und Wirtschaftsminister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Obernosterer hat gemeint, man könne auch als Oppositionspolitiker einmal etwas Positives sagen, weshalb ich mit etwas Positivem beginnen möchte. Ich begrüße im Namen von Hermann Brückl die Vertreterinnen der Initiative Freiheitlicher Frauen im Bezirk Schärding recht herzlich hier bei uns im Nationalrat und ebenso eine Abordnung der Freiheitlichen aus meinem Heimatbezirk Spittal an der Drau. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Ich werde jetzt zwei ganz schöne Beispiele anführen; über eines wird heute in einer Tageszeitung geschrieben, und wir haben es schon im letzten Jahr oft thematisiert, nämlich die Sparvereine und wie Sie damit unsere Wirte schädigen. Heute gibt es wieder eine Schlagzeile: „Jetzt sperren Hunderte Sparvereine zu“. Sie schädigen damit die Wirtschaft, Sie schädigen die KMUs, Sie schädigen die Tourismusbetriebe. Sparvereins-Obfrau Heidi Raubal fragt, warum das alles ausgerechnet vom ÖVP-geführten Finanzministerium ausgeht. – Frau Raubal, ich kann Ihnen eine Antwort darauf geben, falls Sie zuhören: Es hat nur den Anschein, als säßen die Herren da hinter mir auf der Regierungsbank – sie schweben, sie haben die Haftung zum Boden verloren, sie haben die Haftung zum Boden der Realität verloren, sie haben abgehoben! (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner
Das zweite Beispiel, Herr Vizekanzler, kann ich Ihnen auch nicht ersparen. Sie waren vor circa zwei Monaten bei der Eröffnung eines Kraftwerks in meiner Heimatgemeinde zu Besuch (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner), und ich habe Sie gebeten – bis heute leider keine Antwort erhalten –, dass Sie sich des Themas Reißeckbahn, eine touristische Anlage des Verbunds, annehmen. Sie haben gesagt, Sie werden es sich anschauen. Ich habe Ihnen vor einem Monat einen Brief geschrieben und Sie um einen Termin gebeten, aber Sie haben mir bis heute keinen Termin gegeben. Ich nehme mich nicht so wichtig, Herr Vizekanzler (Vizekanzler Mitterlehner:
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eh schon alles gesagt zu dem Thema!), ich vertrete als Bürgermeister die Bürger meiner Gemeinde, aber Sie als Vizekanzler sollten die Interessen der österreichischen Bevölkerung und als Wirtschaftsminister vor allem jene der Wirtschaft vertreten. (Beifall bei der FPÖ.) Nichts anderes würde ich mir wünschen.
He-Rufe bei SPÖ und ÖVP
Dort oben auf der Galerie sitzt einer von den Wirten, die betroffen sind, Herr Walter Huber, der einen Hüttenbetrieb führt und der von der Einstellung dieser Bahn betroffen ist. Der Verbund macht im Jahr 200 Millionen € Gewinn, diese Bahn kostet den Verbund im Jahr vielleicht 300 000 €, aber jetzt will sich der Verbund – Sie sind der Eigentümervertreter – von dieser touristischen Anlage verabschieden, obwohl es auch zu seinen Zielen gehört, den Tourismus innerhalb des Verbunds zu fördern. Das ist eine Sauerei (He-Rufe bei SPÖ und ÖVP), das ist ein Schlag gegen eine Region, die jetzt schon mit Abwanderung zu kämpfen hat, die jetzt schon eine der höchsten Arbeitslosenzahlen in Österreich aufzuweisen hat. Diesen Bezirk schädigen Sie und widersprechen damit Ihren eigenen Zielen als Unternehmer, als Eigentümervertreter innerhalb des Verbunds, nämlich dass Sie den Betrieb dieser touristischen Anlage aufrechterhalten.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, ich kann Sie nur noch einmal darum ersuchen, vielleicht sehen Sie sich die Sache doch noch einmal an! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Zusammenhang spielt vor allem die alpine Infrastruktur eine herausragende Rolle, nämlich durch die alpinen Wegenetze und die bewirtschafteten Hütten. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass wir auch für das kommende Jahr, für das Budget 2017, wieder Geld für die Erhaltung dieser Wege und dieser Hütten zur Verfügung gestellt bekommen, obwohl mir als Tourismussprecher natürlich am Herzen liegt, dass wir einen Budgetplan für die Zukunft ausarbeiten, der eine mittel- und langfristige Sicherung und Stabilität auch in diesem Bereich mit sich bringt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass das Budget 2017 ein sehr, sehr gutes ist, und das vor allem deswegen, weil wir aktiv in die Arbeitsmarktpolitik investieren, die Wirtschaft in Schwung bringen und den Tourismus breit fördern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sehen: Sparen beim Umweltschutz, sparen beim Klimaschutz verursacht einen Schaden an der Volkswirtschaft. (Beifall bei den Grünen.) Wir brauchen mehr Investitionen in diese Richtung.
Beifall bei den Grünen.
Ich habe gestern schon von der Klimakonferenz erzählt, dort geht die Post ab. Viele Unternehmen sind dabei, präsentieren sich, und ich wünsche mir, dass sich auch mehr österreichische Unternehmen dort präsentieren und Kontakte knüpfen können, um diese großen Chancen für Österreich nutzen zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie alle kennen hoffentlich die Situation. Am Energiemarkt ist es aufgrund sehr niedriger Strompreise wirklich kritisch: Biogasanlagen sperren zu, Windräder können nicht gebaut werden, Unternehmen schreiben mir, sie müssen Leute entlassen, wenn nicht bald etwas geschieht. Heute ist der letzte Tag, den die Bundesregierung nutzen kann, damit wir noch heuer, im nächsten Plenum, einen Beschluss fassen können, um diesen Unternehmen die entsprechenden Rahmenbedingungen zu geben, damit sie weiterarbeiten und den Ökostromausbau in Österreich weiter vorantreiben können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
dass man für diese Situation seit eineinhalb Jahren keine Lösung finden kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Genau! – Abg. Moser: Nicht im Stich lassen!
Seit eineinhalb Jahren sagen wir Ihnen, dass das auf uns zukommen wird, seit eineinhalb Jahren sagen wir Ihnen, wir Grüne sind zu Verhandlungen hier im Haus bereit, denn Sie brauchen unsere Stimmen für eine Zweidrittelmehrheit. Ich möchte endlich eine Vorlage haben, und das gilt für Sie (in Richtung SPÖ) und für Sie (in Richtung ÖVP) gleichermaßen. Das versteht überhaupt niemand mehr. Wir haben heute noch einige Stunden Zeit, und deswegen ist mein großer Appell an Sie, uns hier, aber vor allem die betroffenen AnlagenbetreiberInnen, die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht zu enttäuschen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Genau! – Abg. Moser: Nicht im Stich lassen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Genau!
Abschließend: Auch das Wirtschaftsbudget zeigt, dass Österreich dringend ein eigenständiges, starkes, engagiertes und gut ausgestattetes Umwelt-, Energie- und Klimaministerium braucht. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Genau!)
Abg. Brunner: Ja, aber Warteschlangen …!
Es gibt erfreulicherweise eine ganz kleine Anzahl von Unternehmen, bei denen die Verträge wirklich im Jahr 2016 ausgelaufen sind (Abg. Brunner: Ja, aber Warteschlangen …!), meines Wissens sind es 14 Unternehmen. Daher: Alle anderen brauchen auch Rechtssicherheit. Der Vorwurf – damit wir uns darüber auch im Klaren sind – geht aber nicht an den Staat, sondern das ist eine Entwicklung, die man teilweise nicht hat voraussehen können. Da und dort ist jemand die Verträge natürlich schon in der Hoffnung eingegangen, dass dem Staat und wem auch immer nichts anderes übrigbleiben wird, als dann noch einmal zu verlängern.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es geht auch um die Interessen der Steuerzahler und der Konsumenten, die das einzubringen und zu finanzieren haben. Deswegen: Ja, wir verhandeln das Thema. Wir sind optimistisch, das auch klären zu können. Wir sind es denen schuldig, bei denen auch Existenzen dranhängen. Aber das hier nun in einer Art Trittabschlagen durchzuführen – wer ist schuld daran? –, ist nicht richtig. Vonseiten des Staates möchte ich die Schuld zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rauch.
Ich bin aber in der Sache informiert, und das heißt im Konkreten: Der Verbund hat im Zuge der Bautätigkeiten bei der Reißeckbahn eine Seilbahn errichtet, die er jetzt, nachdem auch eine Straße vorhanden ist, für die Wartungsarbeiten nicht mehr braucht. Die Frage, was nötig ist, um das touristisch zu verwenden, ist damit verbunden, dass erstens weitere Investitionen und zweitens Instandhaltungsmaßnahmen notwendig sind. (Zwischenruf des Abg. Walter Rauch.) Diese liegen nicht im Geschäftszweck und im Aufgabenbereich des Verbundes. Daher hat der Verbund den betroffenen Gemeinden angeboten, das zu übernehmen, was diese – und da gibt es Gespräche und Verhandlungen – bis jetzt nicht tun wollten, weil das eben auch mit Kosten verbunden ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Schopf: Ist er nicht Bürgermeister? Dann kann er ja etwas tun! – Abg. Peter Wurm: Dann gebt ihm Geld!
Das ist eine betriebswirtschaftliche Abwägung, die im Laufen ist, aber keine Materie, bei der man dem Verbund oder sonst jemandem etwas vorwerfen darf. Entwirren Sie diese Sichtweise und vermeiden Sie es, den Eindruck zu erwecken, es wäre meine Angelegenheit, irgendetwas Touristisches in Kärnten mit Ja oder Nein zu entscheiden. Das ist Angelegenheit des Verbundes, und dort gehört es auch hin. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Schopf: Ist er nicht Bürgermeister? Dann kann er ja etwas tun! – Abg. Peter Wurm: Dann gebt ihm Geld!)
Abg. Höbart: Das werden wir gleich ändern!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Wirtschaftsminister! Eigentlich war die Debatte über das Kapitel Wirtschaft bis auf die letzten beiden Redebeiträge – jenen des Kollegen Angerer und jenen der Kollegin Brunner – eine recht gute und differenzierte. Es gab eigentlich kaum einen Redner und kaum eine Rednerin, die oder der hier nicht zumindest einiges an Positivem in den Maßnahmen, die im Budgetvoranschlag enthalten sind, betont hat. (Abg. Höbart: Das werden wir gleich ändern!) Leider ist es dann ein bisschen destruktiver geworden, aber da kann man halt nichts machen.
Beifall bei der ÖVP.
dass wir etwa beim Insolvenz-Entgelt-Fonds 0,1 Prozentpunkte, beim FLAF 0,4 Prozentpunkte und weitere 0,2 Prozentpunkte an Senkung im Jahr 2018 vorsehen. Das ist insgesamt immerhin eine Lohnnebenkostensenkung von 1 Milliarde €, meine Damen und Herren. Das ist ja nicht nichts, das möchte ich schon einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also insgesamt ist das, glaube ich, ein sehr ordentliches, ein sehr gutes Wirtschaftspaket, das uns der Herr Wirtschaftsminister hier zur Beschlussfassung vorgelegt hat. Ich denke, dass die exportorientierte Ausrichtung der Wirtschaftspolitik wichtig und für uns als exportorientiertes Land von besonderer Bedeutung ist. Ich hoffe, dass wir künftig, wenn es um Freihandelsabkommen geht, insgesamt ein wenig unaufgeregtere Debatten führen und nicht von Teufelswerken reden, wenn diese Regelwerke zur Debatte stehen, sondern dass man sie einfach als das nimmt, was sie sind, nämlich Spielregeln für den internationalen Handel. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Ihr habt es eh gern spannend!
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Vielleicht noch eine kleine Replik auf den Herrn Vizekanzler, der unserem Abgeordneten Erwin Angerer geantwortet hat: Es ist schon spannend, festzustellen, dass sich der Herr Vizekanzler, seines Zeichens auch Wirtschaftsminister, in dieser Causa, in der es ja durchaus um sehr wichtige Dinge geht, nämlich darum, den Tourismus in Kärnten zu beleben, monatelang nicht einbringt, und dann steht er hier auf und schüttet sozusagen in wenigen Minuten eine Antwort aus dem Ärmel. Das finden wir schon sehr spannend. (Abg. Rädler: Ihr habt es eh gern spannend!)
Beifall bei der FPÖ.
Das könnte man in Zukunft sicherlich etwas professioneller in Angriff nehmen, zumal unser Abgeordneter Angerer sogar um einen gemeinsamen Termin mit dem Verbund-Vorstand und Ihnen angefragt hat. Das hat man einfach versickern lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Habt ihr aber!
Sehr geehrte Damen und Herren! Das Wirtschaftsbudget 2017 ist – auf die Ausführungen des Kollegen Amon Bezug nehmend – kein Teufelswerk; um Gottes Willen, mit solchen Worten wollen wir hier natürlich nicht operieren. (Abg. Amon: Habt ihr aber!) Es gibt aber einen Punkt, der dazu zu sagen ist: Der große Wurf ist es wiederum nicht geworden. (Abg. Tamandl: Immer alles schlechtreden, aber keine Argumente bringen, wie man es besser machen kann!) Ich sage Ihnen jetzt und werde Ihnen jetzt berichten, warum es wichtig gewesen wäre, einen großen Wurf zu produzieren: weil unsere Republik, weil Österreich im internationalen Vergleich nur noch Mittelmaß ist. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.) Es kann doch bitte in dieser Republik nicht unser Anspruch sein, was den Wirtschaftsstandort Österreich betrifft, als Mittelmaß angesehen zu werden.
Abg. Tamandl: Immer alles schlechtreden, aber keine Argumente bringen, wie man es besser machen kann!
Sehr geehrte Damen und Herren! Das Wirtschaftsbudget 2017 ist – auf die Ausführungen des Kollegen Amon Bezug nehmend – kein Teufelswerk; um Gottes Willen, mit solchen Worten wollen wir hier natürlich nicht operieren. (Abg. Amon: Habt ihr aber!) Es gibt aber einen Punkt, der dazu zu sagen ist: Der große Wurf ist es wiederum nicht geworden. (Abg. Tamandl: Immer alles schlechtreden, aber keine Argumente bringen, wie man es besser machen kann!) Ich sage Ihnen jetzt und werde Ihnen jetzt berichten, warum es wichtig gewesen wäre, einen großen Wurf zu produzieren: weil unsere Republik, weil Österreich im internationalen Vergleich nur noch Mittelmaß ist. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.) Es kann doch bitte in dieser Republik nicht unser Anspruch sein, was den Wirtschaftsstandort Österreich betrifft, als Mittelmaß angesehen zu werden.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das Wirtschaftsbudget 2017 ist – auf die Ausführungen des Kollegen Amon Bezug nehmend – kein Teufelswerk; um Gottes Willen, mit solchen Worten wollen wir hier natürlich nicht operieren. (Abg. Amon: Habt ihr aber!) Es gibt aber einen Punkt, der dazu zu sagen ist: Der große Wurf ist es wiederum nicht geworden. (Abg. Tamandl: Immer alles schlechtreden, aber keine Argumente bringen, wie man es besser machen kann!) Ich sage Ihnen jetzt und werde Ihnen jetzt berichten, warum es wichtig gewesen wäre, einen großen Wurf zu produzieren: weil unsere Republik, weil Österreich im internationalen Vergleich nur noch Mittelmaß ist. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.) Es kann doch bitte in dieser Republik nicht unser Anspruch sein, was den Wirtschaftsstandort Österreich betrifft, als Mittelmaß angesehen zu werden.
Abg. Haubner: Bis jetzt haben wir noch nichts gehört! Bis jetzt hast du noch keine Fakten genannt!
Seien Sie bitte nicht so nervös, das sind ja Fakten, die ich Ihnen jetzt präsentiere (Abg. Haubner: Bis jetzt haben wir noch nichts gehört! Bis jetzt hast du noch keine Fakten genannt!), Sie haben nämlich vorher auch von Fakten gesprochen. Faktum ist, wir sind nur noch Mittelmaß. Was ist schuld daran, dass Österreich da solch große Probleme hat? – Das ist zum einen die Fiskalpolitik, wo Österreich von 61 Ländern an vorletzter Stelle liegt – an vorletzter Stelle! (Abg. Kogler: Wo? – Abg. Haubner: Das ist wie im Fußball!) Lösung: Die Abgabenbelastung muss signifikant sinken. Das ist auch schon ein hehres Ziel seit vielen Jahren.
Abg. Kogler: Wo? – Abg. Haubner: Das ist wie im Fußball!
Seien Sie bitte nicht so nervös, das sind ja Fakten, die ich Ihnen jetzt präsentiere (Abg. Haubner: Bis jetzt haben wir noch nichts gehört! Bis jetzt hast du noch keine Fakten genannt!), Sie haben nämlich vorher auch von Fakten gesprochen. Faktum ist, wir sind nur noch Mittelmaß. Was ist schuld daran, dass Österreich da solch große Probleme hat? – Das ist zum einen die Fiskalpolitik, wo Österreich von 61 Ländern an vorletzter Stelle liegt – an vorletzter Stelle! (Abg. Kogler: Wo? – Abg. Haubner: Das ist wie im Fußball!) Lösung: Die Abgabenbelastung muss signifikant sinken. Das ist auch schon ein hehres Ziel seit vielen Jahren.
Abg. Rädler: Wo hast du das alles her?
Zweitens: Die öffentlichen Finanzen sind außer Rand und Band geraten. Wir haben eine extrem schlechte Bewertung bekommen, nämlich nur Platz 40 von 61 Staaten. (Abg. Rädler: Wo hast du das alles her?) Wie kann man das ändern? – Indem man eine Ausgabenbremse, nämlich eine tatsächliche Ausgabenbremse, einführt, anhand derer gerade in konjunkturell guten Phasen Rücklagen gebildet werden.
Abg. Rädler: Gut so!
Internationale Investoren scheuen den Wirtschaftsstandort Österreich immer mehr, auch das besagt diese Studie. Das könnte ich noch fortführen, aber ich möchte jetzt zum Ende kommen. (Abg. Rädler: Gut so!)
Abg. Jank: Das ist aber alles drinnen!
Es wäre wichtig, dass wir in der Wirtschaftspolitik – mehr möchten ja die freiheitliche Fraktion und ich gar nicht haben – einfach einmal einen großen Wurf machen, mehr Geld in die Hand nehmen, Wirtschaftsförderung betreiben, Neugründerprogramme, wie sie Kollegin Hakel von der SPÖ auch erwähnt hat, noch stärker forcieren, Finanzierungen mithilfe von Beteiligungskapital oder Mezzaninkapital ermöglichen und so weiter. (Abg. Jank: Das ist aber alles drinnen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Tamandl: Sehr schwach, Herr Kollege! – Abg. Rädler: Unqualifizierter Rundumschlag!
Es gäbe so viele Punkte, mit denen wir Österreich als Wirtschaftsstandort vom unteren Mittelmaß wieder unter die ersten zehn bekommen könnten. Und das muss unser Ziel sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Tamandl: Sehr schwach, Herr Kollege! – Abg. Rädler: Unqualifizierter Rundumschlag!)
Abg. Neubauer: Schaut einmal in die Zukunft, das wäre wichtig!
Abgeordneter Franz Kirchgatterer (SPÖ): Meine Damen und Herren! Es hat einen großen Wurf gegeben, und zwar in der Zeit der blauen Regierungsbeteiligung, und zwar die 13. Umsatzsteuer. Das war ein großer Wurf, und das wissen die Betriebe noch. Die 13. Umsatzsteuer während der blauen Regierungszeit war ein großer Wurf und ein Vorbild. (Abg. Neubauer: Schaut einmal in die Zukunft, das wäre wichtig!)
Abg. Neubauer: Das habt ihr, ihr Sozialisten?
Seien Sie daher sehr vorsichtig mit Ihrer Kritik, die zum Teil auch gar nicht stimmt. Sie sollten das Ohr bei den Betrieben haben. (Abg. Neubauer: Das habt ihr, ihr Sozialisten?) Was wollen die Betriebe? – Die Betriebe wollen eine starke Inlandskaufkraft, die Betriebe wollen rechtzeitig investieren können, die Betriebe wollen motivierte Mitarbeiter und, das sollten Sie auch wissen, die Betriebe brauchen gleiche Wettbewerbschancen unter allen Betriebsgrößen. (Ruf bei der FPÖ: Da waren Sie schon lange in keinem Betrieb mehr, Herr Kirchgatterer! – Abg. Neubauer: Maschinensteuer, Wertschöpfungsabgabe, Belastung, Belastung, Belastung! Dafür steht ihr!)
Ruf bei der FPÖ: Da waren Sie schon lange in keinem Betrieb mehr, Herr Kirchgatterer! – Abg. Neubauer: Maschinensteuer, Wertschöpfungsabgabe, Belastung, Belastung, Belastung! Dafür steht ihr!
Seien Sie daher sehr vorsichtig mit Ihrer Kritik, die zum Teil auch gar nicht stimmt. Sie sollten das Ohr bei den Betrieben haben. (Abg. Neubauer: Das habt ihr, ihr Sozialisten?) Was wollen die Betriebe? – Die Betriebe wollen eine starke Inlandskaufkraft, die Betriebe wollen rechtzeitig investieren können, die Betriebe wollen motivierte Mitarbeiter und, das sollten Sie auch wissen, die Betriebe brauchen gleiche Wettbewerbschancen unter allen Betriebsgrößen. (Ruf bei der FPÖ: Da waren Sie schon lange in keinem Betrieb mehr, Herr Kirchgatterer! – Abg. Neubauer: Maschinensteuer, Wertschöpfungsabgabe, Belastung, Belastung, Belastung! Dafür steht ihr!)
Abg. Moser: Das ist ein deutliches Signal! – Abg. Scherak: Das ist ein sehr gutes Zeichen!
Ich komme zum Schluss und gehe auf das Budgethearing ein: Es ist bedauerlich, dass das Budgethearing von den NEOS negiert wurde. Sie stellten erstmals keinen Experten, keine Expertin. Das ist kein gutes Zeichen. (Abg. Moser: Das ist ein deutliches Signal! – Abg. Scherak: Das ist ein sehr gutes Zeichen!) – Das ist ein schlechtes Zeichen, denn Sie sollten an der Diskussion teilnehmen.
Beifall bei der SPÖ.
Das Budget zeugt von Budgetdisziplin, aber auch von Zukunftsinvestitionen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie schaut die Realität in diesem Bereich aus? – Man darf nicht vergessen, dass gerade diesen Sommer internationale Märkte weggebrochen sind. Es wurde schon angesprochen: Ägypten, die Türkei, der nordafrikanische Raum waren Destinationen, die einfach aufgrund der Gefahrensituation massiv weggefallen sind. Natürlich hat uns das zusätzliche Gäste und zusätzliche Nächtigungen gebracht, aber Sie können doch nicht heute und hier feststellen, dass es der Tourismuswirtschaft gut geht und dass es vor allem der Tourismuswirtschaft mit der Regierung gut geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Haubner: Haben Sie es auch gelesen?
Herr Vizekanzler, Sie haben auch von einer wichtigen Internationalisierung gesprochen und uns vorgeworfen, dass wir gegen CETA waren. Wir sind natürlich für den Welthandel, aber wir sind für einen fairen Welthandel. Es kann doch nicht sein, dass CETA sieben Jahre im Geheimen verhandelt wird, dass über die Bevölkerung, über die Parlamente drübergefahren wird, dass diese nicht informiert werden. (Abg. Haubner: Haben Sie es auch gelesen?)
Beifall bei der FPÖ.
Vor allem sind wir zum Beispiel auch gegen die Schiedsgerichtsbarkeit – das braucht niemand. Wir haben ein funktionierendes Rechtssystem, deswegen ist das nicht notwendig. Das und viele weitere Gründe sind dafür verantwortlich, dass wir dieses Abkommen ablehnen. (Beifall bei der FPÖ.) Deswegen wird ja der Handel mit Kanada nicht zusammenbrechen – tun Sie doch nicht so!
Beifall bei der FPÖ.
Die Tourismuswirtschaft und wir alle erwarten uns, dass die Tourismuswirtschaft und die Österreich Werbung endlich auch das erforderliche Budget bekommen, um auf internationalen Märkten den Erfolg weiterhin einfahren zu können. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Wir haben schon zum zweiten Mal sehr bewusst auf einen Experten im Budgethearing verzichtet. (Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind sehr froh darüber, dass wir unseren Namen gemeinsam hochhalten. Und uns ist es deswegen auch sehr wichtig, dass wir Österreicher selber darauf schauen, woher die Produkte kommen, und deshalb auch darauf achten, dass die Lebensmittel-kennzeichnung in Österreich sichtbar wird. Schaut drauf, woher das Produkt kommt! Wir wollen, dass Sie wissen, was Sie auf dem Teller haben. Es ist gut, zu wissen, was man hat. Deshalb legen wir so viel Wert auf die rot-weiß-rote Lupe. Schauen Sie, was es gibt! Seien Sie stolz darauf! Freuen Sie sich darüber! Wir sind Teil des Ganzen, und das Ganze bewegt sich in eine gute Richtung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe es schon einmal hier gesagt: Es war so: Wenn früher ein Tischler, ein Zimmerer zehn Angestellte hatte, dann war einer im Büro und neun in der Werkstatt. Jetzt ist es umgekehrt: dass eben neun im Büro sind und einer in der Werkstatt. Das ist eine schlechte Entwicklung. Ich glaube, der Wirtschaftsstandort Österreich muss weiter ausgebaut werden. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! All das sind Maßnahmen, die die Schaffung von Wohnraum ankurbeln, Maßnahmen, die einen Beitrag zum leistbaren Wohnen bringen, denn nur ein funktionierender Wohnungsmarkt ist ein Garant für leistbares Wohnen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir alle wissen, der Weg eines EPUs zum ersten, zweiten und dritten Mitarbeiter ist natürlich auch ein wohlüberlegter, nicht zuletzt wegen der finanziellen Machbarkeit. Da ist auch eine Forderung der Jungen Wirtschaft durchaus überlegenswert, weil wir ja über das AMS den ersten Mitarbeiter sozusagen fördern, dies quasi auszubauen, ähnlich wie bei den Start-ups, weil das durchaus eine wichtige Unterstützung für Gründerinnen und Gründer, für Noch-EPUs zu mehr Wachstum und zu mehr Arbeitsplätzen sein könnte. Ich glaube, das liegt auch in unser aller Interesse. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und noch einmal: Nicht nur Mut verlangen, sondern auch Mut machen – auch von dieser Stelle aus! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, resümierend kann man festhalten: Das Jungunternehmerprogramm ist eine ganz tolle Initiative, wird den Wirtschaftsstandort Österreich nach vorne bringen und wird vor allem auch Arbeitsplätze schaffen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich darf Ihnen damit mitteilen: Diese Erledigung kommt. Ich hoffe, dass wir da auch, auch wenn es vorhin gerade ein bisschen anders erschienen ist, die sachorientierten Kontakte weiterentwickeln. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Bernhard.
Wir haben nur genau diesen einen Flag Carrier, wir haben dort unheimlich viele Beschäftigte, und wir haben über diesen Hub, den wir noch haben, so lange wir die AUA haben, einen sehr positiven Effekt auf unsere Hauptstadt Wien. Wenn wir all das nicht aufs Spiel setzen wollen, dann müssten wir entsprechend handeln. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Abg. Rädler: Genau!
Ein weiteres Thema, und da bin ich ähnlicher Meinung wie die Eisenbahner-Gewerkschaft, ist die Sicherheit. Wir haben es heute aus verschiedensten Gründen immer wieder mit Übergriffen vor allem auf Zugpersonal, seltener auf Zugfahrgäste zu tun. (Abg. Rädler: Genau!) Da hat jemand ein abgeschnittenes oder abgebissenes Ohr, da gibt es andere Übergriffe, und, und, und. Die Null-zu-null-Lösung ist da nicht zielführend, nämlich der sogenannte zugbegleiterfreie Verkehr. Wir brauchen – nicht flächendeckend in Österreich, aber in einigen kritischen Gebieten – mehr Zugbegleiter. Das kostet etwas, aber konkurrierende Betriebe wie die Westbahn haben gezeigt, wie es geht. Da muss man halt einmal ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Es geht um mehr Sicherheit für unsere Fahrgäste, mehr Sicherheit auch für das eigene ÖBB-Personal.
Beifall bei der FPÖ.
Und in diesem Sinne wünsche ich mir, dass sozusagen der Flag Carrier auf der Schiene auch ein positives Beispiel für österreichisches Wirtschaften in der Republik sein wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herzlichen Dank an unseren Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Jörg Leichtfried, der eine wirklich sehr innovative Verkehrspolitik macht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Unglaublich!
Was ist im Flugverkehr eine Kurzstrecke? – Sie werden staunen: ganz Europa plus ganz Russland plus Nordafrika – alles Kurzstrecke! (Abg. Pirklhuber: Unglaublich!) Für einen Kurzstreckenflug bezahlt man lächerliche 7 € Flugabgabe.
Abg. Pirklhuber: Wahnsinn!
Ich habe heute nachgeschaut, wie hoch die aktuellen Flugpreise sind. Es gibt schöne Homepages, wo man nach günstigen Tickets suchen kann. Ich habe Flüge für Dezember 2016, also für den nächsten Monat, eingegeben: Hin- und Rückflüge in europäische Länder liegen zwischen 50 und 200 €. (Abg. Pirklhuber: Wahnsinn!) Nach Moskau kommen Sie im Dezember hin/retour um 158 €, nach Marokko um ganze 80 € (Abg. Pirklhuber: Ein Wahnsinn!) und nach Chicago hin/retour um 383 €. (Abg. Pirklhuber: Das ist nur mehr pervers!) Und da sagen Sie, die Flugabgabe sei eine Belastung und die müsse man jetzt abschaffen!
Abg. Pirklhuber: Ein Wahnsinn!
Ich habe heute nachgeschaut, wie hoch die aktuellen Flugpreise sind. Es gibt schöne Homepages, wo man nach günstigen Tickets suchen kann. Ich habe Flüge für Dezember 2016, also für den nächsten Monat, eingegeben: Hin- und Rückflüge in europäische Länder liegen zwischen 50 und 200 €. (Abg. Pirklhuber: Wahnsinn!) Nach Moskau kommen Sie im Dezember hin/retour um 158 €, nach Marokko um ganze 80 € (Abg. Pirklhuber: Ein Wahnsinn!) und nach Chicago hin/retour um 383 €. (Abg. Pirklhuber: Das ist nur mehr pervers!) Und da sagen Sie, die Flugabgabe sei eine Belastung und die müsse man jetzt abschaffen!
Abg. Pirklhuber: Das ist nur mehr pervers!
Ich habe heute nachgeschaut, wie hoch die aktuellen Flugpreise sind. Es gibt schöne Homepages, wo man nach günstigen Tickets suchen kann. Ich habe Flüge für Dezember 2016, also für den nächsten Monat, eingegeben: Hin- und Rückflüge in europäische Länder liegen zwischen 50 und 200 €. (Abg. Pirklhuber: Wahnsinn!) Nach Moskau kommen Sie im Dezember hin/retour um 158 €, nach Marokko um ganze 80 € (Abg. Pirklhuber: Ein Wahnsinn!) und nach Chicago hin/retour um 383 €. (Abg. Pirklhuber: Das ist nur mehr pervers!) Und da sagen Sie, die Flugabgabe sei eine Belastung und die müsse man jetzt abschaffen!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Lauter Öko-Irre!
Meine Damen und Herren, das ist absurd! Das, was Sie hier aufführen, ist absurd! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Lauter Öko-Irre!) Das ist ein einziges Steuerprivileg für den Flugverkehr, das durch nichts zu rechtfertigen ist.
Abg. Kogler: Langfristig auslaufen!
Jetzt aber kommen Sie mit Ihrem Koalitionspartner und wollen die Flugabgabe halbieren. (Abg. Kogler: Langfristig auslaufen!) Ich halte das einfach für eine fossile Herangehensweise an das Thema Klimaschutz, und ich finde, es beleidigt eigentlich Ihre Intelligenz. Ich habe Sie als intelligenten, in die Zukunft blickenden Verkehrspolitiker erlebt, und ich erwarte mir, dass das, was derzeit aufgeschoben ist – man hatte das ja für die Ministerratssitzung in dieser Woche erwartet –, auch aufgeschoben bleibt (Beifall bei den Grünen – Abg. Kogler: Bravo!), dass Sie dieses Projekt der Kürzung der Flugabgabe, die ohnehin lächerlich gering ist, bei niedrigsten Ticketpreisen abblasen, dass Sie bei der Budgetwahrheit bleiben und diese 115 Millionen an Flugabgabe auch hereinkommen und dass Sie dafür sorgen, dass unsere Mobilitätspolitik – Ihre Mobilitätspolitik! – in die richtige Richtung weist.
Beifall bei den Grünen – Abg. Kogler: Bravo!
Jetzt aber kommen Sie mit Ihrem Koalitionspartner und wollen die Flugabgabe halbieren. (Abg. Kogler: Langfristig auslaufen!) Ich halte das einfach für eine fossile Herangehensweise an das Thema Klimaschutz, und ich finde, es beleidigt eigentlich Ihre Intelligenz. Ich habe Sie als intelligenten, in die Zukunft blickenden Verkehrspolitiker erlebt, und ich erwarte mir, dass das, was derzeit aufgeschoben ist – man hatte das ja für die Ministerratssitzung in dieser Woche erwartet –, auch aufgeschoben bleibt (Beifall bei den Grünen – Abg. Kogler: Bravo!), dass Sie dieses Projekt der Kürzung der Flugabgabe, die ohnehin lächerlich gering ist, bei niedrigsten Ticketpreisen abblasen, dass Sie bei der Budgetwahrheit bleiben und diese 115 Millionen an Flugabgabe auch hereinkommen und dass Sie dafür sorgen, dass unsere Mobilitätspolitik – Ihre Mobilitätspolitik! – in die richtige Richtung weist.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!
Das heißt: Abschied vom Fossilen-Zeitalter, auf zu den erneuerbaren Energien! Und da muss der Flugverkehr auch seinen Beitrag leisten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!)
Abg. Kogler: Öko-Schwindler in der Regierung!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ottenschläger. – Bitte. (Abg. Kogler: Öko-Schwindler in der Regierung!)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Auf die Ausführungen des geschätzten Kollegen Willi muss ich jetzt doch eingehen und dazu einiges sagen, nämlich auch ergänzend als Information, worum es da auch geht. Es geht nämlich schon auch um Arbeitsplätze und um den Standort Österreich. Es geht darum, dass allein schon aufgrund der Ankündigung der Senkung der Flugabgabe Investitionen angekündigt worden sind, die Arbeitsplätze schaffen. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Und da muss man dann schon dazusagen, was es bedeutet, wenn wir es nicht machen, denn wir stehen da im internationalen Wettbewerb. (Abg. Kogler: Wachen Sie auf! Oder schlafen Sie immer im Anzug?)
Abg. Kogler: Wachen Sie auf! Oder schlafen Sie immer im Anzug?
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Auf die Ausführungen des geschätzten Kollegen Willi muss ich jetzt doch eingehen und dazu einiges sagen, nämlich auch ergänzend als Information, worum es da auch geht. Es geht nämlich schon auch um Arbeitsplätze und um den Standort Österreich. Es geht darum, dass allein schon aufgrund der Ankündigung der Senkung der Flugabgabe Investitionen angekündigt worden sind, die Arbeitsplätze schaffen. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Und da muss man dann schon dazusagen, was es bedeutet, wenn wir es nicht machen, denn wir stehen da im internationalen Wettbewerb. (Abg. Kogler: Wachen Sie auf! Oder schlafen Sie immer im Anzug?)
Beifall bei der ÖVP.
In den vergleichbaren EU-Staaten schafft man diese Abgabe wieder ab. Österreich kann sie nicht als einziger Staat beibehalten. Wir müssen darauf schauen, dass wir die Arbeitsplätze halten und sogar welche dazugewinnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Vor jedem Konzern sich in den Staub schmeißen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Noch kurz zum Verkehrsbudget (Abg. Kogler: Vor jedem Konzern sich in den Staub schmeißen!): Das Verkehrsbudget ist einer der größten Budgetposten im Bundeshaushalt. Fast 3,8 Milliarden € sind allein im BMVIT veranschlagt, ein Hauptteil sind 2 Milliarden € für Investitionen in die Schiene – das ist gut und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, die haben einen Nutzen davon, wenn die Bahn attraktiv wird und sich weiterentwickelt.
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Darüber hinaus wird natürlich auch in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Ganz allgemein gesagt: Ich glaube, das Thema Verkehr ist in Zeiten wie diesen von enormer Bedeutung. Betrachten wir den Arbeitsmarkt: Wenn wir zu Recht eine gewisse Flexibilität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfordern, müssen wir gleichzeitig auch dafür Sorge tragen, dass ein entsprechendes Mobilitätsangebot vorhanden ist. Deswegen ist es wichtig, dass wir in den Ausbau der Bahn und in den Ausbau des Straßennetzes entsprechend investieren. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Bundesminister Leichtfried, ich begrüße auch Ihre gemeinsame Initiative mit unserem Umweltminister zur Förderung der Elektromobilität sehr. Auf der einen Seite soll durch Förderungen ein Anreiz geschaffen werden, ich glaube aber, wir sollten auch einen anderen Anreiz weiter forcieren: Ganz wichtig ist die Investition in die Ladeinfrastruktur, das wird von entscheidender Bedeutung sein, wichtig sind aber auch mögliche Attraktivierungen, beispielsweise eine – zumindest temporäre – Parkgebührenbefreiung für Elektrofahrzeuge. Wir schaffen für die Kommunen jetzt die Möglichkeit, das einzuführen, als positives Beispiel sei die Stadt Graz genannt. Ich fordere die Stadt Wien auf, da sehr schnell nachzuziehen, damit die Elektromobilität in die Gänge kommt. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hagen.
Meine Redezeit ist um, ich hätte noch tausend Dinge zu sagen, aber nur noch so viel: Das Budget ist tatsächlich nicht anzunehmen! – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Wenn wir das gemeinsam mit den Menschen, mit der Forschungscommunity und den zuständigen Ministerien machen, bringt uns das, glaube ich, auf den richtigen Weg in Richtung Innovation Leader. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Angry old man! – Heiterkeit.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ja, nach so viel jugendlicher Begeisterung, lieber Philip, gibt es jetzt ein bisschen gemäßigte Realität. (Ruf bei der ÖVP: Angry old man! – Heiterkeit.) – Kommen wir zum Budget.
Beifall der Abg. Dietrich.
Was im Budget vielleicht vergessen wurde – Herr Minister, ich habe Sie im Ausschuss auch schon darauf angesprochen –, das sind die Nebenbahnen, die Zubringerbahnen, da wird die Förderung etwas reduziert. Das ist schade, denn der Personenverkehr lebt genau davon, dass er konkurrenzfähig bleibt und die Menschen nicht ins Auto gezwungen werden, weil es kein Angebot oder nur ein schlechtes Angebot gibt. Also vielleicht sollte man da noch ein bisschen umschichten und das ins richtige Lot bringen. (Beifall der Abg. Dietrich.) – Danke schön. (Abg. Kogler: Frenetischer Applaus!)
Abg. Kogler: Frenetischer Applaus!
Was im Budget vielleicht vergessen wurde – Herr Minister, ich habe Sie im Ausschuss auch schon darauf angesprochen –, das sind die Nebenbahnen, die Zubringerbahnen, da wird die Förderung etwas reduziert. Das ist schade, denn der Personenverkehr lebt genau davon, dass er konkurrenzfähig bleibt und die Menschen nicht ins Auto gezwungen werden, weil es kein Angebot oder nur ein schlechtes Angebot gibt. Also vielleicht sollte man da noch ein bisschen umschichten und das ins richtige Lot bringen. (Beifall der Abg. Dietrich.) – Danke schön. (Abg. Kogler: Frenetischer Applaus!)
Beifall der Abg. Dietrich.
Ebenso Folgendes: Wenn ich auf den Brenner hinauffahren möchte, muss ich mir zuerst die Vignette kaufen, damit ich auf der Inntal Autobahn mit diesem unsäglichen Lufthunderter fahren darf. Dann fahre ich den Brenner hinauf und muss wieder Maut zahlen, weil ein Straßenstück extra mautpflichtig ist. Herr Bundesminister, das ist etwas, wo beim Autofahrer einfach nur abkassiert wird. Wenn Sie ohnehin schon Überschüsse haben, könnten Sie einmal darüber nachdenken, diese unsäglichen Sondermauten abzuschaffen. Das wäre vernünftig. (Beifall der Abg. Dietrich.)
Zwischenruf der Abg. Moser
Herr Bundesminister, zu Ihrem Vorstoß hinsichtlich der Elektromobilität, also Förderungen für die E-Autos (Zwischenruf der Abg. Moser): Ich habe mich schon gefragt: Sind Sie Umweltminister oder Verkehrsminister? – Das ist ein guter Ansatz, darüber wollen wir gar nicht diskutieren, das ist sicher in die Zukunft gedacht, die Frage ist nur, ob die Entwicklung jetzt schon so weit ist, dass diese Förderungen auch entsprechend greifen, dass auch jemand solch ein Auto kauft, denn man muss natürlich auch wirtschaftlich denken.
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde mich freuen, wenn dieser Vorschlag demnächst zum Gesetz werden würde. Herr Minister, ich lade Sie ein, etwas zu tun. Ich unterstütze Sie gerne. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde, alles in allem sind wir auf einem guten Weg – aber ich bin weit davon entfernt, zu sagen, dass wir uns zurücklehnen können. Vielmehr müssen wir auch weiterhin daran arbeiten, zum Innovation Leader aufzusteigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Da mittlerweile die charmanten Damen von der Initiative Freiheitlicher Frauen aus Schärding bei uns auf der Zuschauergalerie sitzen, darf ich diese noch einmal recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Herr Minister Leichtfried, zu den beiden Budgetbereichen, für die Sie Verantwortung tragen, UG 34 und UG 41, möchte ich heute zwei Themen ansprechen, die die Südstaaten betreffen, wie Sie sie genannt haben: nämlich die Bundesländer Kärnten und Steiermark. Es freut mich, dass Sie da Initiativen aufgegriffen haben, die Jörg Haider unter dem Namen Silicon Alps schon 1999 im Regierungsprogramm festgehalten hat, und dass daraus jetzt offensichtlich eine österreichweite Silicon-Alps-Strategie entstehen soll. Das freut uns wirklich sehr. (Zwischenruf des Abg. Auer.)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Das zweite Thema, das ich ansprechen möchte, betrifft ebenfalls ein Projekt von Jörg Haider: die Koralmbahn. Lange kritisiert, erkennt man mittlerweile offensichtlich, dass das doch ein Wirtschaftsfaktor, ein Wirtschaftsmotor sein kann, diese transnationale Bahnstrecke. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Es wäre vielleicht auch zu erwähnen, dass Steiermark und Kärnten diese Bahnstrecke mitfinanziert haben (Heiterkeit der Abgeordneten Lichtenecker und Walser), beide Bundesländer haben einen Beitrag in der Höhe von 160 Millionen € geleistet. Auch die Europäische Union wird einen Beitrag leisten, weil sich die Kärntner und Steirer sehr darum bemüht haben, dass diese Bahnstrecke in das EU-Netz aufgenommen wird. (Abg. Walser: Jörg-Haider-Gedächtnisbahn!)
Heiterkeit der Abgeordneten Lichtenecker und Walser
Das zweite Thema, das ich ansprechen möchte, betrifft ebenfalls ein Projekt von Jörg Haider: die Koralmbahn. Lange kritisiert, erkennt man mittlerweile offensichtlich, dass das doch ein Wirtschaftsfaktor, ein Wirtschaftsmotor sein kann, diese transnationale Bahnstrecke. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Es wäre vielleicht auch zu erwähnen, dass Steiermark und Kärnten diese Bahnstrecke mitfinanziert haben (Heiterkeit der Abgeordneten Lichtenecker und Walser), beide Bundesländer haben einen Beitrag in der Höhe von 160 Millionen € geleistet. Auch die Europäische Union wird einen Beitrag leisten, weil sich die Kärntner und Steirer sehr darum bemüht haben, dass diese Bahnstrecke in das EU-Netz aufgenommen wird. (Abg. Walser: Jörg-Haider-Gedächtnisbahn!)
Abg. Walser: Jörg-Haider-Gedächtnisbahn!
Das zweite Thema, das ich ansprechen möchte, betrifft ebenfalls ein Projekt von Jörg Haider: die Koralmbahn. Lange kritisiert, erkennt man mittlerweile offensichtlich, dass das doch ein Wirtschaftsfaktor, ein Wirtschaftsmotor sein kann, diese transnationale Bahnstrecke. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Es wäre vielleicht auch zu erwähnen, dass Steiermark und Kärnten diese Bahnstrecke mitfinanziert haben (Heiterkeit der Abgeordneten Lichtenecker und Walser), beide Bundesländer haben einen Beitrag in der Höhe von 160 Millionen € geleistet. Auch die Europäische Union wird einen Beitrag leisten, weil sich die Kärntner und Steirer sehr darum bemüht haben, dass diese Bahnstrecke in das EU-Netz aufgenommen wird. (Abg. Walser: Jörg-Haider-Gedächtnisbahn!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Jetzt sage ich Ihnen Folgendes: Als Jäger und Heger kenne ich Uhus, bin ihnen auch schon begegnet; diesen da kenne ich persönlich nicht, aber ich gehe davon aus, dass er sich mit einer geänderten Situation arrangieren wird. Es ist einfach wichtig, dass dort dieses Logistikzentrum entsteht und auch die entsprechenden Maßnahmen gesetzt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Herr Minister, ich habe Sie darauf aufmerksam gemacht, letztes Jahr auch Ihren Vorgänger: Die Genehmigung läuft 2021 ab. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Bevor die Grünen das wirklich noch verhindern können, sollten wir das Projekt umsetzen, Sie sollten entsprechende Maßnahmen im Budget vorsehen.
Beifall bei der FPÖ.
Bitte, Herr Minister, setzen Sie das um. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn diese Schritte in Zukunft im Vorfeld erledigt werden, können die innovativen Ideen guten Gewissens bei potenziellen Investoren, Partnern und zukünftigen Kunden präsentiert, vorgestellt und beworben werden, ohne Angst haben zu müssen, dass die Idee geklaut wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt ist die Situation die, dass die Strecke Bregenz–Wien ausgezeichnet ausgebaut ist. Das ist großartig, weil man von Linz nach Wien gerade einmal circa 1 Stunde und 15 Minuten braucht – aber für alles, was vom Norden in den Süden geht, braucht man unendlich lange. Herr Minister Leichtfried, daher ist meine Aufforderung, genau diese Strecke Graz–Linz im Investitionspaket zu berücksichtigen und eine entsprechend schnelle Verbindung herzustellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich glaube, dass da noch entsprechende Verstärkungen vorgenommen werden müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir uns für das Ausbauen der Bahn entscheiden, geschätzte Damen und Herren, dann sind diese Großinvestitionen notwendig, denn ohne diese Großinvestitionen wird der Bahnverkehr auf der Südachse nicht funktionieren; ohne sie wird der Bahnverkehr auch auf der Nord-Süd-Durchquerung in Tirol nicht funktionieren und ohne sie wird der Bahnverkehr auch bei der Verbindung Graz–Linz nicht funktionieren. Diese Investitionen sind daher gut, sie sind notwendig und machen es uns möglich, unseren öffentlichen Verkehr weiter auszubauen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Wie lief das bis jetzt? – Der Bund war für die Grundversorgung zuständig, und die Länder haben darüber hinaus bestellen und zahlen können, was sie an Zusatzleistungen haben wollten. Unser Zugang ist jetzt: Wir schaffen gemeinsam das beste öffentliche Verkehrssystem für das Land. Darauf kommt es an! Wenn man mit der Direktvergabe das Beste erreicht, dann kann man die Direktvergabe verwenden, wenn man es anders erreicht, kann man es anders machen. Es geht jedenfalls um ein besseres Verkehrssystem, geschätzte Damen und Herren, und nicht um möglicherweise ideologische Vorstellungen, wie Bahnverkehr zu funktionieren hat. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Willi: Das wollen wir ja!
Herr Abgeordneter Willi, Sie haben die Ticketabgabe angesprochen. Ich möchte Sie bitten, den finanzpolitischen Teil mit dem Herrn Finanzminister zu diskutieren. Das ist sozusagen nicht meine Baustelle. Meine Aufgabe ist es, verkehrspolitisch zu beurteilen, wie sich eine solche Abgabe auswirkt und wie es sich auswirken würde, wenn man die Abgabe reduziert. In der Beurteilung sind wieder Standortpolitik und Verkehrspolitik maßgeblich, und da kann man schon darüber diskutieren. Man sollte, gerade wenn man meint, dass die Konkurrenz Kurzstreckenflüge – Bahn bei uns ernsthaft besteht, darauf hinweisen, dass just der Ausbau auf der Westbahnstrecke dazu geführt hat, dass Flüge von Innsbruck, Linz oder Salzburg nach Wien gegenüber Bahnfahrten in Wirklichkeit chancenlos geworden sind, und das wird auch auf der Südstrecke so sein. (Abg. Willi: Das wollen wir ja!) Das ist das, was wir insgesamt in Österreich wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Willi, Sie haben die Ticketabgabe angesprochen. Ich möchte Sie bitten, den finanzpolitischen Teil mit dem Herrn Finanzminister zu diskutieren. Das ist sozusagen nicht meine Baustelle. Meine Aufgabe ist es, verkehrspolitisch zu beurteilen, wie sich eine solche Abgabe auswirkt und wie es sich auswirken würde, wenn man die Abgabe reduziert. In der Beurteilung sind wieder Standortpolitik und Verkehrspolitik maßgeblich, und da kann man schon darüber diskutieren. Man sollte, gerade wenn man meint, dass die Konkurrenz Kurzstreckenflüge – Bahn bei uns ernsthaft besteht, darauf hinweisen, dass just der Ausbau auf der Westbahnstrecke dazu geführt hat, dass Flüge von Innsbruck, Linz oder Salzburg nach Wien gegenüber Bahnfahrten in Wirklichkeit chancenlos geworden sind, und das wird auch auf der Südstrecke so sein. (Abg. Willi: Das wollen wir ja!) Das ist das, was wir insgesamt in Österreich wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, das ist meines Erachtens die große Chance für unsere Industrie, aber auch die große Chance für die Klein- und Mittelbetriebe und auch die große Chance für die Start-ups. Wirtschaft, öffentliche Hand, Universitäten und vor allem die Menschen, die in den Betrieben hart für ihr Geld arbeiten müssen, stehen da zusammen. So können wir Arbeitsplätze im Land halten, mehr Arbeitsplätze ins Land bringen und insgesamt dafür sorgen, dass es den Menschen in Österreich gut geht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bundesminister Leichtfried – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Rädler –: Und nicht über die Steiermark schimpfen! – Abg. Rädler: Nein, nein!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Rädler. – Bitte. (Bundesminister Leichtfried – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Rädler –: Und nicht über die Steiermark schimpfen! – Abg. Rädler: Nein, nein!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Niederösterreich hat erst vor wenigen Tagen den Europäischen Breitbandpreis für sein Modell bekommen – eigentlich sind es vier Modellregionen innerhalb eines Gesamtmodells –, das mit der nöGIG, einer Gesellschaft des Landes Niederösterreich, umgesetzt wird. Wir haben das Ziel, dass 2030 jedes Unternehmen in Niederösterreich über eine Glasfasernetzanbindung verfügt. Das sind wichtige Maßnahmen, Investitionen in die Zukunft. Ich glaube, diese zeichnen auch dieses Budget aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.
Zu Ziel 2 ist zu sagen, dass es auch in Zukunft notwendig sein wird, die Mobilität von Menschen, Gütern und Informationen zu fördern, denn nur durch den Ausbau einer guten Infrastruktur ist es möglich, den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig zu sichern. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines wollen wir aber nicht: den Griff in die Taschen der Autofahrer durch neue Verkehrssteuern oder Mineralölsteuern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwentner: Es geht um die Sicherheit von Frauen auf Parkplätzen!
Kolleginnen und Kollegen! Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Viele von euch kennen sicherlich die Autobahnraststation Zöbern am Wechsel. Da fällt auf, dass unmittelbar beim Zugang zur Raststation beziehungsweise zum Tankstellenshop sogenannte Frauenparkplätze vorgesehen sind, große, blau markierte Parkplätze, wie Behindertenparkplätze, reserviert für Frauen, aber erst in einiger Entfernung davon Behindertenparkplätze. Ich frage Sie: Ist das Gendergerechtigkeit? – Ich sage: Nein. Vielmehr glaube ich, dass solche Maßnahmen genau zur Diskriminierung führen, nämlich zur Diskriminierung der Frauen. (Abg. Schwentner: Es geht um die Sicherheit von Frauen auf Parkplätzen!) Man könnte nämlich meinen, dass Frauen nicht in der Lage seien, ordnungsgemäß wie jeder Mann einzuparken. Ich glaube das nicht! Oder aber man müsste denken, dass … (Abg. Schwentner: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es Frauen geht, wenn sie die Parkplätze …?) – Glauben Sie nicht, dass Männer auch mit Kindern aussteigen wollen? – Oder aber: Frauen sollen bevorzugt werden. Das wäre in meinen Augen erst recht ungerecht.
Abg. Schwentner: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es Frauen geht, wenn sie die Parkplätze …?
Kolleginnen und Kollegen! Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Viele von euch kennen sicherlich die Autobahnraststation Zöbern am Wechsel. Da fällt auf, dass unmittelbar beim Zugang zur Raststation beziehungsweise zum Tankstellenshop sogenannte Frauenparkplätze vorgesehen sind, große, blau markierte Parkplätze, wie Behindertenparkplätze, reserviert für Frauen, aber erst in einiger Entfernung davon Behindertenparkplätze. Ich frage Sie: Ist das Gendergerechtigkeit? – Ich sage: Nein. Vielmehr glaube ich, dass solche Maßnahmen genau zur Diskriminierung führen, nämlich zur Diskriminierung der Frauen. (Abg. Schwentner: Es geht um die Sicherheit von Frauen auf Parkplätzen!) Man könnte nämlich meinen, dass Frauen nicht in der Lage seien, ordnungsgemäß wie jeder Mann einzuparken. Ich glaube das nicht! Oder aber man müsste denken, dass … (Abg. Schwentner: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es Frauen geht, wenn sie die Parkplätze …?) – Glauben Sie nicht, dass Männer auch mit Kindern aussteigen wollen? – Oder aber: Frauen sollen bevorzugt werden. Das wäre in meinen Augen erst recht ungerecht.
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wenn man meint – und das ist ein Budgetposten –, dass man unterschiedliche Anliegen und Bedürfnisse und Disparitäten von Frauen und Männern mit Analysen untersuchen muss, dann mag das gut sein. Seit 2015 haben wir bereits acht Genderanalysen durchgeführt. Wenn diese Analysen aber dazu führen sollten, dass Männer so wie bereits im öffentlichen Dienst nun auch noch im Verkehr diskriminiert und benachteiligt werden, dann, meine Damen und Herren, werden Sie unsere Zustimmung nicht finden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
anschaut, wie diese Parkplätze angeordnet sind, dann versteht man wahrscheinlich, worum es tatsächlich geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben uns gestern in der Diskussion über Arbeit und Soziales auch mit dem Thema Jugendbeschäftigung und Ausbildung auseinandergesetzt. Der ÖBB-Konzern selbst ist ja nicht nur eines der größten Unternehmen in Österreich, sondern mit 1 828 Lehrlingen, von denen 16,6 Prozent Mädchen oder Frauen sind, auch einer der größten Ausbildungsbetriebe, vor allem im Bereich der technischen Lehrausbildung. 2016 wurden 576 Lehrlinge aufgenommen, das sind um 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit haben die ÖBB bereits auf einen 2020 bevorstehenden Fachkräftemangel reagiert und bieten jungen Menschen eine entsprechende Ausbildung an. Das ist eine gute Investition in die Zukunft Österreichs und eine gute Investition in unsere Jugend. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Als Letztes möchte ich noch einmal den Antrag unterstreichen, den meine Kollegin Ruperta Lichtenecker bereits eingebracht hat: Wir brauchen, um mit dieser Zersplitterung aufzuhören und – auch für die Forscherinnen und Forscher, die die Projektgelder brauchen – alles transparenter und nachvollziehbarer zu machen, ein Forschungsfinanzierungsgesetz. Ich möchte Sie bitten, unserem Antrag hier und heute zuzustimmen, sodass wir es gemeinsam schaffen können, diesen Bereich künftig vernünftig aufzustellen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Etwas, das vor allem den ländlichen Raum betrifft, ist in Zukunft der digitale Wandel. Leider Gottes tut sich fast schon eine infrastrukturelle Schere zwischen Stadt und Land auf. Sollten wir es nicht schaffen, die Breitbandmilliarde entsprechend schnell in Bewegung zu setzen, hätten wir ein Problem. Der Herr Minister ist in diesem Zusammenhang aber ein guter Vorreiter, damit Abläufe, die in der Vergangenheit ein wenig zu lasch gelaufen sind, beschleunigt werden. Das wird nämlich entscheidend sein für die Zukunft des ländlichen Raums und für die Gleichberechtigung aller Bürger in Österreich, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie auch, das Parlament und uns Tiroler über die Fortschritte zu informieren. Wir möchten natürlich auch gerne wissen, was in den anderen Ländern geschieht, denn wenn erst jetzt das Baulos in Südtirol ausgeschrieben wurde, dann, denke ich, haben wir auch noch sehr viel Nachholbedarf. Ja, Infrastrukturmaßnahmen sind wichtig, aber diese sollten, wenn sie mitten in Europa gesetzt werden, nicht nur uns betreffen, sondern auch die anderen Länder. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sehr schlecht!
Was mich nicht freut, ist, dass es schon wieder einen versteckten Angriff auf die ÖBB-Pensionen gegeben hat. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Schauen Sie sich die Zahlen an: Deckungsquote im Bereich Post 17,3, im Bereich der ÖBB 18,8 und im Bereich der Landeslehrerinnen und Landeslehrer 17,8. Das sind alles Zahlen aus dem BMF. Der Kritik, was die ÖBB-Pensionen betrifft, hält zumindest das Zahlengerüst dagegen. (Abg. Neubauer: Sehr schlecht!) Um es mit anderen Worten zu sagen: Lassen Sie bitte die ÖBB-Pensionen in Ruhe.
Zwischenrufe der Abgeordneten Höbart und Neubauer.
Da wir eine Budgetdebatte führen, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das allgemeine Budget eine deutliche Trendwende in Richtung Investition bringt, nämlich 800 Millionen € mehr an zusätzlichen Investitionen – sehr geehrte Damen und Herren, eine Trendwende vom Sparen hin zum Investieren. Gestatten Sie mir die Bemerkung mit Augenzwinkern: Ich weiß, wovon ich rede, und ich weiß, was es bedeutet, wenn man im öffentlichen Bereich mit einem Sparbudget arbeiten muss. Wir investieren wieder kräftig, und ich freue mich, sehr geehrter Herr Bundesminister, über 40 000 Arbeitsplätze im Bereich der Bahninfrastruktur und 30 000 Arbeitsplätze im Bereich der Breitbandmilliarde, denn in Zeiten wie diesen sind dies wichtige Signale der öffentlichen Hand. (Zwischenrufe der Abgeordneten Höbart und Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu guter Letzt möchte ich als Abgeordneter, der aus der Steiermark kommt – Kollege Kucher hat es in Bezug auf Kärnten schon angesprochen –, meinen herzlichen Dank für die Initiative Silicon Austria aussprechen. Diese Initiative baut auf dem Micro Electronic Cluster auf – ein tolles Projekt, eine sinnvolle Ergänzung. – Vielen herzlichen Dank und alles Gute! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinzl: Die Postkutsche von Kaiser Franz Joseph ist auch dabei!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich habe vorhin Kollegen Heinzl sehr genau zugehört, als er uns erklärt hat, was alles in der Pipeline ist. Sie haben gesagt, es werden 3 Milliarden € überwiegend in die Eisenbahn investiert. Da müssen wir aber schon ganz ehrlich sein: Worin wird investiert? – In die Premiumstrecken Süd- und Westbahn. Wenn man sich anschaut, was im Eisenbahnbereich schon allein in Niederösterreich passiert ist: Herr Kollege Heinzl, Sie wissen, 26 von 28 Nebenbahnen sind geschlossen worden. Mir ist völlig klar, dass 60 Prozent der Mittel noch in die Bestandstrecken investiert werden können, da es keine Nebenstrecken mehr gibt! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinzl: Die Postkutsche von Kaiser Franz Joseph ist auch dabei!)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Herr Kollege Heinzl, noch eine Frage: Sie stecken ja Ihre Rede jedes Jahr in den Kopierer. Herr Kollege Heinzl, wenn Sie sagen, dass so viel in die Bahn investiert wird, dann erklären Sie mir bitte Folgendes – da sind mir die drei Vorgänger des Herrn Verkehrsministers eine Antwort schuldig geblieben –: Wie kann man es rechtfertigen, dass man, wenn man die Güterzugumfahrung in St. Pölten baut, eine fast 20 Kilometer lange Lärmschutzwand zwischen Güterzugumfahrung und Autobahn baut? – Das hat mir noch niemand erklären können! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Und ich weiß nicht, welcher Lobbyist vom Lärmschutzverein gekommen ist, aber bis jetzt konnte es mir niemand sinnvoll erklären. (Abg. Heinzl: Wer zwickt hier wen? Das frage ich Sie!) Das sind Ihre Investitionen in St. Pölten, Herr Kollege Heinzl; das ist Ihr Wahlkreis.
Abg. Heinzl: Wer zwickt hier wen? Das frage ich Sie!
Herr Kollege Heinzl, noch eine Frage: Sie stecken ja Ihre Rede jedes Jahr in den Kopierer. Herr Kollege Heinzl, wenn Sie sagen, dass so viel in die Bahn investiert wird, dann erklären Sie mir bitte Folgendes – da sind mir die drei Vorgänger des Herrn Verkehrsministers eine Antwort schuldig geblieben –: Wie kann man es rechtfertigen, dass man, wenn man die Güterzugumfahrung in St. Pölten baut, eine fast 20 Kilometer lange Lärmschutzwand zwischen Güterzugumfahrung und Autobahn baut? – Das hat mir noch niemand erklären können! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Und ich weiß nicht, welcher Lobbyist vom Lärmschutzverein gekommen ist, aber bis jetzt konnte es mir niemand sinnvoll erklären. (Abg. Heinzl: Wer zwickt hier wen? Das frage ich Sie!) Das sind Ihre Investitionen in St. Pölten, Herr Kollege Heinzl; das ist Ihr Wahlkreis.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.
Bei einer weiteren Sache muss ich Kollegen Schmuckenschlager vollkommen recht geben. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.) – Herr Kollege, machen Sie sich nicht über Hasendorf lustig, dazu kommen wir gerade. Ich bin beim Thema Breitband. Kollege Schmuckenschlager hat es schon gesagt: Von der sozialdemokratischen Seite hören wir seit Jahren von Investitionen ins Breitband. Es gibt immer diese imaginäre Breitbandmilliarde, von der bis jetzt in etwa 20 Millionen € geflossen sind, Herr Kollege. In St. Pölten tue ich mich leicht, aber im länd-
Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.
lichen Raum ist das Geld bis jetzt nicht angekommen. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.) – Herr Kollege Heinzl, regen Sie sich nicht auf! Wir sind im Breitbandbereich Schlusslicht in Europa. Ich hoffe, dass wir einen Schulterschluss zusammenbringen und wirklich einmal die 300 Millionen €, die budgetiert sind, auch tatsächlich investieren und verbauen können.
Abg. Heinzl: Haben Sie schon einmal etwas von Umweltverträglichkeitsprüfungen gehört?!
Abschließend: Herr Kollege Heinzl – ich glaube, die S 34 ist ja Ihr Leib-und-Leben-Projekt –, weil wir immer hören, es wird in das Straßennetz investiert, in die S 34, sage ich auch jedes Jahr, sie sollte mittlerweile S 43 heißen, denn in den vielen Jahren, in denen wir schon darüber reden, ob sie nun gebaut wird oder nicht, hätten wir dreimal die Nord Autobahn bauen können, sieht man sich den Umsetzungszeitraum an. (Abg. Heinzl: Haben Sie schon einmal etwas von Umweltverträglichkeitsprüfungen gehört?!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.
Also, lieber Kollege Heinzl, hören Sie bitte mit den Sonntagsreden auf! Erzählen Sie uns nicht jedes Jahr, was alles nicht passiert, sondern tun Sie, machen Sie, bauen Sie, investieren Sie in den ländlichen Raum und lassen Sie die Leute am Land nicht sterben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich darf Sie ersuchen, so, wie der Beschluss in diesem Haus lautet, entsprechende Maßnahmen zu setzen, damit das Abholen dieser Mittel möglichst unbürokratisch erfolgen kann. Der Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets ist genauso wichtig wie alle anderen Infrastrukturmaßnahmen. Schauen wir, dass wir in diesem Bereich europäische Spitze werden! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Es war eine ganz interessante Auseinandersetzung zwischen den beiden besten Freunden im Hohen Haus – meinem hochgeschätzten Landesparteisekretär, Abgeordnetem Hafenecker, und Herrn Kollegen Heinzl. Ich würde vorschlagen, vielleicht gemeinsam „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ zu singen, damit wir da ein wenig den Scherzfaktor hineinbringen. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Ich muss noch mit meinem Kollegen sprechen und ihn fragen, ob er das überhaupt lustig findet. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Es war eine ganz interessante Auseinandersetzung zwischen den beiden besten Freunden im Hohen Haus – meinem hochgeschätzten Landesparteisekretär, Abgeordnetem Hafenecker, und Herrn Kollegen Heinzl. Ich würde vorschlagen, vielleicht gemeinsam „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ zu singen, damit wir da ein wenig den Scherzfaktor hineinbringen. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Ich muss noch mit meinem Kollegen sprechen und ihn fragen, ob er das überhaupt lustig findet. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Heinzl und Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Obernosterer: Na Gott sei Dank, wie du die Geschichte kennst!
Ich fasse jetzt nochmals zusammen: Unser Ziel muss es sein, Innovation Leader zu sein. Ich höre das jetzt schon seit Jahren. Da wollen wir hin, aber es passiert unserer Meinung nach einfach zu wenig, auch wenn es natürlich mit Silicon Austria und auch Lakeside Initiativen gibt; interessanterweise ist ja Lakeside in Kärnten seinerzeit von Landeshauptmann Haider entwickelt worden. (Abg. Obernosterer: Na Gott sei Dank, wie du die Geschichte kennst!) Da müsste es mehrere Initiativen geben, um endlich dorthin zu kommen, wo wir hinwollen, nämlich zu den Innovation Leaders. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fasse jetzt nochmals zusammen: Unser Ziel muss es sein, Innovation Leader zu sein. Ich höre das jetzt schon seit Jahren. Da wollen wir hin, aber es passiert unserer Meinung nach einfach zu wenig, auch wenn es natürlich mit Silicon Austria und auch Lakeside Initiativen gibt; interessanterweise ist ja Lakeside in Kärnten seinerzeit von Landeshauptmann Haider entwickelt worden. (Abg. Obernosterer: Na Gott sei Dank, wie du die Geschichte kennst!) Da müsste es mehrere Initiativen geben, um endlich dorthin zu kommen, wo wir hinwollen, nämlich zu den Innovation Leaders. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bacher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Man muss schon Geschichte lernen in Kärnten!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Bacher. – Bitte. (Abg. Bacher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Man muss schon Geschichte lernen in Kärnten!)
Beifall bei der SPÖ.
Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur werden auch sehr viele Maßnahmen getroffen. Ich glaube, da braucht es aber auch zusätzliche Rahmenbedingungen wie zum Beispiel im Bereich der Verkehrsverbünde. Dieses Thema beschäftigt mich schon einige Zeit. Bei den Verkehrsverbünden gibt es sehr viele Probleme. Ich denke, es verderben hier viele Köche den Brei, und wir sollten hier ansetzen, um einige Verbesserungen zu bringen. Immer ein Problem beim bundesländerübergreifenden Verkehr ist zum Beispiel: Eine Fahrkarte gilt nicht durchgehend; aus der Fahrkarte für den Hund wird plötzlich eine Fahrkarte für das Fahrrad. Das sind alles Dinge, über die wir reden und hinsichtlich derer wir Maßnahmen zur Verbesserung für unsere Leute draußen in den Regionen ergreifen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Schmid.
Nicht ganz vergessen darf man die Regionalbahnen und deren Infrastruktur, und, Herr Minister, ganz wichtig ist natürlich auch alles, was die Barrierefreiheit und deren Umsetzung für unsere behinderten Mitmenschen betrifft; die Barrierefreiheit gehört weiter ausgebaut, damit diese Menschen sich entsprechend fortbewegen können. – Herzlichen Dank. (Beifall des Abg. Schmid.)
Abg. Schönegger: Parteiübergreifend!
Es wird natürlich viele Diskussionen geben, wie wir wissen: Wie soll die Trasse wirklich verlaufen? Dennoch, Herr Bundesminister, glaube ich, es war ausschlaggebend, dass Sie der ASFINAG auch gesagt haben: Es gibt von Judenburg bis Klagenfurt 40 Bürgermeister, die von den Menschen in den Regionen gewählt sind – die legitimierten Vertreter der Bevölkerung – und diesen Ausbau S 36/S 37 wollen. Ich danke Ihnen, dass dies nun möglich ist, weil wir das brauchen – ich sage das auch im Namen des Bürgermeisters von St. Veit an der Glan, Gerhard Mock, der da bei dieser Initiative mit dabei ist –, weil das für den Wirtschaftsstandort länderübergreifend Steiermark/Kärnten wichtig ist. (Abg. Schönegger: Parteiübergreifend!) – Parteiübergreifend natürlich auch. Danke, lieber Bernd Schönegger, für diesen wichtigen Hinweis!
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, in der Steiermark wurde jetzt unter der Führung unseres Landeshauptmannes Hermann Schützenhöfer eine Initiative vorgestellt, dass in der Steiermark bis zum Jahr 2020 in allen Gemeinden 100 Megabits pro Sekunde zur Verfügung stehen. Das ist ein klares Ziel, ein erreichbares Ziel, wenn alle ohne Parteidünkel zu diesem Thema stehen, damit die Regionen leben und blühen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich zum Abschluss noch eines sagen: Der Klimawandel, wie ich ihn eingangs geschildert habe, ist unsere Verantwortung. Nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt gilt es zu handeln. Genau diesem Jetzt wird im Budget 2017 für Verkehr, Innovation und Technologie Rechnung getragen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, es gibt nicht nur das angesprochene Hasendorf in Österreich, also das Hasendorf im Bezirk Tulln, sondern es gibt allein in der Steiermark drei Ortschaften mit dem Namen Hasendorf, und es gibt auch ein Hasendorf im Burgenland. Insgesamt gibt es österreichweit also fünf Hasendorfs. Die gute Nachricht ist: Jenes Hasendorf, das Herr Abgeordneter Hafenecker angesprochen hat, beteiligt sich schon am Programm Breitbandmilliarde. Es hat einen Antrag auf Unterstützung in der Höhe von 300 000 € gestellt, und es wird da zu einer durchaus akzeptablen Lösung kommen, denke ich. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier gilt es, noch mehr Maßnahmen zu setzen, damit wir diese Herausforderung bewältigen. Ich lade Sie dazu herzlich ein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen, meine Damen und Herren, die Bundesregierung – und insbesondere der Herr Verkehrsminister – setzt gute und wichtige Maßnahmen im Bereich Hochwasserschutz, die für die Betroffenen unerlässlich sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin davon überzeugt, dass ein gelingender Umstieg auf einen emissionsfreien Verkehr eine der größten Zukunftsherausforderungen in Österreich ist. Wir müssen es schaffen, ohne soziale Spannungen hervorzurufen, ohne der Wirtschaft und den Konsumenten zu schaden. Es ist eine spannende Herausforderung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute ist schon ein Vergleich mit der BRD gezogen worden: Der Vergleich macht Sie sicher! Fahren Sie von Linz nach Wien, und dann versuchen Sie, von Linz nach München zu fahren. Ich wünsche viel Vergnügen dabei! Sie werden merken, was in Österreich in den letzten zehn bis 15 Jahren passiert ist. Der Unterschied bewegt sich in Dimensionen, da müssen sich die Deutschen wirklich anschnallen und noch viel investieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Programme sind aufgestellt, jetzt gilt nur mehr, sie zu nutzen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, diese Maßnahmen sind mit 7 Millionen € dotiert. Das ist gut so und angemessen, aber man kann sich ja wünschen, dass der Betrag in den kommenden Jahren erhöht wird. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Sehr geschätzter Herr Minister, die Digitalisierung ist in der ländlichen Region des Waldviertels angekommen. Ich hoffe, die Umsetzung des Projekts Franz-Josefs-Bahn ist die nächste große Errungenschaft. – Danke für Ihre Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der FPÖ.
Hofer – wollen, dass Österreich ein starkes, ein effizientes, ein modernes Bundesheer hat. – Ich danke Ihnen sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich beginne aber mit lauter positiven Punkten: Ich möchte mich nochmals bei allen Fraktionen des Hauses bedanken. Es ist ungefähr ein Jahr her, als wir einen historischen Beschluss gefasst haben, um die Situation im In- und Ausland neu zu evaluieren. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.
Ich möchte aber, weil die Soldatinnen und Soldaten nicht die Chance gehabt haben – genauso wenig wie der Minister –, zu warten, bis das alles erfüllt ist, sondern ordentlich im Einsatz gestanden sind, den Soldatinnen und Soldaten und dem gesamten Personal Ihres Ressorts für den Einsatz für die Österreicherinnen und Österreicher sehr herzlich danken. Vor einigen Wochen beziehungsweise Monaten sind die Soldaten gemeinsam mit den Polizisten eigentlich rund um die Uhr im Einsatz gestanden, um für die Österreicherinnen und Österreicher präsent zu sein. Herzlichen Dank! Gratulation zu den Leistungen, die die Soldatinnen und Soldaten erbracht haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinn noch einmal: Gratulation!, und ich lade Sie alle ein, diesem Sicherheitsbudget auch Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Weninger: Der Pilz könnte sich einmal beim Pendl bedanken!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet: Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Weninger: Der Pilz könnte sich einmal beim Pendl bedanken!)
Zwischenruf des Abg. Schönegger
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ja, Sie haben schon richtig gehört: „Herr Innenminister!“ (Zwischenruf des Abg. Schönegger), weil ich der Meinung bin, dass Hans Peter Doskozil mit Abstand der beste Innenminister dieser Bundesregierung ist. (Beifall des Abg. Knes. – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Bitte protokollieren: Zustimmung vonseiten der SPÖ. (Abg. Schönegger: Da haben Sie etwas missverstanden!)
Beifall des Abg. Knes. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ja, Sie haben schon richtig gehört: „Herr Innenminister!“ (Zwischenruf des Abg. Schönegger), weil ich der Meinung bin, dass Hans Peter Doskozil mit Abstand der beste Innenminister dieser Bundesregierung ist. (Beifall des Abg. Knes. – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Bitte protokollieren: Zustimmung vonseiten der SPÖ. (Abg. Schönegger: Da haben Sie etwas missverstanden!)
Abg. Schönegger: Da haben Sie etwas missverstanden!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ja, Sie haben schon richtig gehört: „Herr Innenminister!“ (Zwischenruf des Abg. Schönegger), weil ich der Meinung bin, dass Hans Peter Doskozil mit Abstand der beste Innenminister dieser Bundesregierung ist. (Beifall des Abg. Knes. – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Bitte protokollieren: Zustimmung vonseiten der SPÖ. (Abg. Schönegger: Da haben Sie etwas missverstanden!)
Ruf bei der SPÖ: Bodyguard!
Es gäbe eine einfachere Lösung: Sie werden Innenminister, und Herr Sobotka wird irgendetwas anderes, was er kann (Ruf bei der SPÖ: Bodyguard!) – ich bin aus vielen Gründen nicht bereit, das hier zu diskutieren –, und wir reden darüber, wer bereit ist, das Verteidigungsministerium als Verteidigungsminister zu übernehmen. – Das ist einmal das eine.
Abg. Wöginger: Der teilt die Regierung neu ein, oder wie?!
Das Zweite ist: Heikel wird es in Bereichen wie Cybersecurity, und ich sage Ihnen auch, warum – und das hat sehr wenig mit Ihnen persönlich zu tun (Abg. Wöginger: Der teilt die Regierung neu ein, oder wie?!) –: weil ein Minister nach dem anderen aufsteht und sagt: Ich sorge jetzt ganz persönlich für Cybersecurity! – Sie sind, glaube ich, der vierte oder fünfte Minister, der erklärt: Cybersecurity ist mein Schwerpunkt!, nur eines habe ich noch nie gesehen, nämlich einen gemeinsamen Schwerpunkt.
Ruf bei der FPÖ: … Finanzminister …!
Ich habe den Innenminister bei den Budgetberatungen gefragt, ob er mit Ihnen den großen militärischen Schwerpunkt Cybersecurity abgesprochen hat. – Es hat sich herausgestellt: Nein, da gibt es keine Absprachen, gar nix! Jeder Minister ist Cybersecurity-Minister – nebeneinander, gegeneinander. Das kann doch nicht funktionieren! Wir haben auf diese Art und Weise keine Cybersecurity, sondern ein Cyberchaos, und dazu trägt leider – das größere Problem orte ich im Innenministerium – in geringerem Maße auch Ihr Ressort, Herr Bundesminister, bei. (Ruf bei der FPÖ: … Finanzminister …!)
Beifall bei den Grünen.
Darüber, wo das hingehört, wer das ordentlich macht, werden wir noch ernsthaft reden müssen, weil in dieser Cyberkonkurrenz der verschiedenen Ministerien gegen- und nebeneinander geht eines unter, nämlich die Cybersecurity etwa unserer Unternehmen, und das ist eine ganz wichtige Geschichte. Es funktioniert ja nicht! Wir haben keine Cybersecurity, wir haben nur Budgetposten und Ankündigungen. – Wir werden darauf zurückkommen und das in aller Ernsthaftigkeit besprechen, weil wir das der österreichischen Bevölkerung und unseren Unternehmen schuldig sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Weninger und Schönegger.
Wir wollen, dass dieser Nationalrat unmissverständlich klarstellt, dass es nie wieder zum Export von österreichischen Scharfschützengewehren an Sondereinheiten der türkischen Polizei kommt, mit denen heute auf die kurdische Zivilbevölkerung im Osten der Türkei geschossen wird und mit denen zahllose Menschen im Osten der Türkei ermordet worden sind. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Weninger und Schönegger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich hoffe, dass ihm andere europäische Parlamente und das Europaparlament folgen. Europa ist gemeinsam stark genug, um sich gegen das Erdoğan-Regime durchzusetzen und es in die Schranken zu weisen. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen, dass wir das gemeinsam zustande gebracht haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Herr Minister, bleiben Sie auch weiterhin stark! Sie können sich der Unterstützung des Parlaments sicher sein. Lang lebe das österreichische Bundesheer, lang lebe die Republik Österreich! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Abg. Schopf: Sicherheit!
Was ich allerdings sehe, ist auch sehr viel parteipolitische Taktik. Was Sie umsetzen, sind Botschaftsbewachungen. Morgen kündigen Sie an, dass das Bundesheer sich in Zukunft bei Häftlingstransporten beteiligen wird. – Ja, das ist alles super; es hat nur nichts mit Landesverteidigung zu tun! Und der Grund dafür, dass Sie das machen, ist reine parteipolitische Taktik, um für die SPÖ Innenminister spielen zu können (Abg. Schopf: Sicherheit!) – und das ist der falsche Weg. Das hat dieses Land nicht verdient, das hat die Sicherheit nicht verdient, das haben auch unsere Soldatinnen und Soldaten nicht verdient. (Abg. Schönegger: Es wird aber …!)
Abg. Schönegger: Es wird aber …!
Was ich allerdings sehe, ist auch sehr viel parteipolitische Taktik. Was Sie umsetzen, sind Botschaftsbewachungen. Morgen kündigen Sie an, dass das Bundesheer sich in Zukunft bei Häftlingstransporten beteiligen wird. – Ja, das ist alles super; es hat nur nichts mit Landesverteidigung zu tun! Und der Grund dafür, dass Sie das machen, ist reine parteipolitische Taktik, um für die SPÖ Innenminister spielen zu können (Abg. Schopf: Sicherheit!) – und das ist der falsche Weg. Das hat dieses Land nicht verdient, das hat die Sicherheit nicht verdient, das haben auch unsere Soldatinnen und Soldaten nicht verdient. (Abg. Schönegger: Es wird aber …!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Unser Land hätte sich ein klares Bekenntnis zur Landesverteidigung, für die Sicherheit unseres Landes verdient. Unsere Soldatinnen und Soldaten hätten es sich verdient, wenn sie schon für uns, für unser Land, Sicherheit gewährleisten sollen, auch Sicherheit zu bekommen, nämlich Sicherheit im Sinne vollständiger und guter Ausrüstung und Sicherheit durch ein sinnvolles, nachhaltiges und ausreichendes Budget. Davon sehe ich außer ein paar Tropfen auf den heißen Stein leider noch nichts, aber diese nachhaltige, ernsthafte Landesverteidigungspolitik sollte doch in unser aller Interesse sein. Das ist mein Appell. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steinacker.
Jeder Cent wird transparent eingesetzt. Wir schaffen viele Arbeitsplätze. Ich möchte ein großes Danke an den Sportminister, aber vor allem an die vielen MitarbeiterInnen und ÜbungsleiterInnen aussprechen, die tagtäglich in ganz Österreich einen tollen Job für unsere Kinder und für deren positive Entwicklung machen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir waren in 1 260 Kindergärten, in 1 681 Volksschulen, in insgesamt 6 943 Gruppen und Klassen – multipliziert mit der Anzahl der Kinder, die wir mit den 15 Gratiseinheiten bespielen –, wir motivieren die Kleinsten zum Sport und zur Bewegung, vor allem zur Bewegung, und schauen vor allem, dass sie Spaß daran haben. Das sind aber nur 27 Prozent der Kindergärten in Österreich und nur 55 Prozent der Volksschulen in Österreich. Also wir haben Luft nach oben und sind wild entschlossen, mit Unterstützung des Sportministeriums, da nicht nachzulassen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steinacker.
Schlussendlich werden wir die große Aufgabe, das aktuelle Bundes-Sportförderungsgesetz auf neue, bessere und moderne Füße zu stellen, gemeinsam mit dem Sportminister im Sinne unserer Vereine und Verbände angehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall der Abg. Schenk.
Schauen wir aber nach vorne! Sie haben einen Satz ausgesprochen, der uns sehr motiviert. Nochmals: Unsere Unterstützung haben Sie, aber wir werden Sie auch, was das betrifft, beobachten. Sie haben sich ein sehr sportliches Ziel gesetzt, und ich denke, der Wettkampf Politik gegen Sport ist einer, in dem der Sport verliert. Sie haben mit diesem Budget sehr viele Mittel für den Sport, und nicht nur ich wünsche mir – wir hoffen alle gemeinsam –, dass diese Mittel wirklich beim Sport ankommen werden. – Ich danke Ihnen vielmals. (Beifall der Abg. Schenk.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schenk.
Ich möchte mich noch bei dir und deinen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit bedanken und darf abschließend noch eine Gruppe des Wirtschaftsbundes Steiermark recht herzlich hier im Hohen Haus begrüßen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schenk.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Für besonders bedenklich halte ich die Aussage des Herrn Finanzministers im Budgetausschuss am 15. September 2016: Er werde alles unternehmen, damit die Überschreitungsermächtigungen nicht ausgenützt werden. Der Herr Finanzminister scheint da etwas missverstanden zu haben: Wenn das Parlament eine Überschreitungsermächtigung beschließt, dann hat der Finanzminister dieses Gesetz auch zu vollziehen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger: Das ist ja eine Raubersgeschichte!
Es obliegt nicht dem BMF, die gesetzliche Überschreitungsermächtigung durch verwaltungsinterne Auflagen beziehungsweise Maßnahmen betragsmäßig zu reduzieren. Diese Vorgangsweise des BMF findet keine rechtliche Deckung. Das Motto der Haushaltsrechtsreform, jeder Ressortminister sein eigener Finanzminister, wird durch die restriktiven Vorgaben des BMF ad absurdum geführt. Hintergrund der restriktiven Vorgaben des Finanzministers ist, dass das Gegenfinanzierungsvolumen der Steuerreform 2015/2016 eine massive Lücke aufweist, weil sich der Herr Finanzminister verkalkuliert hat. Diese Fehlkalkulation des Finanzministers darf jedoch nicht zulasten des Landesverteidigungsbudgets gehen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger: Das ist ja eine Raubersgeschichte!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Wir werden uns ganz genau anschauen, ob der Finanzminister diese Verzögerungstaktik zulasten des Landesverteidigungsbudgets auch 2017 fortsetzen wird. Vom Verteidigungsminister erwarte ich mir, dass er mit mehr Nachdruck auf den Finanzminister einwirkt, damit die Landesverteidigung das Budget auch tatsächlich erhält, welches das Parlament beschließt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Abg. Schönegger: Bitte richtigstellen, die Raubersgeschichte!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Gessl-Ranftl. – Bitte. (Abg. Schönegger: Bitte richtigstellen, die Raubersgeschichte!)
Abg. Zanger: Nein! – Abg. Lausch: Eben nicht!
Werte Zuseherinnen und Zuseher, Sie haben jetzt viele Zahlen gehört, und Sie werden sich vielleicht fragen: Wohin fließt dieses Geld? Wie wird dieses Geld investiert? – Dieses Geld ist gut angelegt, dieses Geld wird in eine Personaloffensive, in den Schutz für unsere Soldatinnen und Soldaten (Abg. Zanger: Nein! – Abg. Lausch: Eben nicht!), weiters in geschützte Fahrzeuge, Mobilität, Infrastruktur und auch Cyber Defence investiert.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit diesem Budget können die aktuellen Herausforderungen sowohl in sicherheitspolitischer als auch in migrationspolitischer Hinsicht sowie die Aufgaben der Katastrophenhilfe durch das österreichische Bundesheer bewältigt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist einfach schade, dass die größte Sportinfrastruktur des Landes, nämlich die Schulen, die Hälfte des Jahres leer steht und wir immer noch keine Möglichkeit gefunden haben, diese Infrastruktur mit innovativen Modellen zu öffnen. Das wäre ein wichtiger Punkt für die Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Beim Stadion Klagenfurt ist uns damals gesagt worden, das wird rückgebaut, das lässt sich auch noch verkaufen – jetzt steht es dort ungenutzt. Oder die Werner Schlager Academy in Schwechat –: am Auslaufen, auch nicht fortsetzbar. Das sind klassische Fehlförderungen in dem Sinn, dass man nicht geschaut hat, ob das, was man dort fördert, mittelfristig auch funktionieren kann. Das ist einfach absurd. Es gehört ein Modell her, wo geschaut wird, dass nur die Dinge gefördert werden, die auch mittel- und längerfristig tragbar sind und bei denen der Erfolg zumindest einigermaßen planbar ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mein Ziel als Vizepräsidentin der Bundessportunion ist es, eine Win-win-win-Situation in diesem Bereich zu schaffen: für die Kinder, die sollen Spaß an der Bewegung haben, für die Gesundheit und für unsere Vereine in unserem Land. Daher lassen Sie mich schließen mit Rainhard Fendrich: „Es lebe der Sport“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wir müssen das Sportfördersystem dringend auf neue Beine stellen und die Sportförderung unabhängig von den politischen Dachverbänden möglich machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Pendl.
Einen Punkt möchte ich in dieser Budgetdebatte noch ansprechen. Unsere Soldatinnen und Soldaten des Bundesheers haben auch in schwierigen Zeiten, in Zeiten des Einsparens immer eine großartige Einstellung gehabt, immer sehr pflichtbewusst gehandelt und die ihnen gestellten Aufgaben zufriedenstellend bewältigt. Ihnen gebührt ein großer Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei der SPÖ.
Umso mehr freut es mich, dass ich es bei vielen Besuchen in Kasernen und auch bei Veranstaltungen so richtig zu spüren bekam, dass ein Ruck durch die Truppe gegangen ist. Bei vielen Gesprächen mit Soldatinnen und Soldaten ist klar herausgekommen: Für dieses Bundesheer Neu, für diese positive Entwicklung im Bundesheer gibt es einen Verantwortlichen, und das ist Bundesminister Hans Peter Doskozil. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Bundesminister, du hast mit deiner Herangehensweise, mit deiner Kompetenz, mit deiner Durchsetzungskraft nicht nur dem Bundesheer und den Soldatinnen und Soldaten eine neue Perspektive eröffnet, sondern damit Österreich auch ein Stück mehr an Sicherheit gegeben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen: Der freie Fall ist gestoppt, das ist ein Verdienst des Herrn Bundesministers, aber da ist noch sehr viel zu tun. Wir Freiheitliche werden weiterhin darauf drängen, dass wir uns diesen budgetären Mitteln von 1 Prozent des BIP annähern. Das wären dann 3,6 Milliarden € für unser österreichisches Bundesheer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein gewisser Helmut Zilk hat in seinem Abschlussbericht der Bundesheerreformkommission geschrieben: „Der laufende Budgetbedarf wird aus meiner Sicht ca. 1 % des Bruttoinlandsproduktes betragen müssen.“ – Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Ich glaube, Helmut Zilk ist nicht so falsch gelegen. Wenn wir uns sukzessive diesem Ziel nähern, dann sind wir auf einem guten Weg. Wir können alle nicht zaubern, aber ich glaube, der Weg ist der richtige und das Budget ist ebenfalls in Ordnung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Diese Weisung erstaunt – in einem Land, in dem Denkmäler eigentlich an Künstlerinnen und Künstler in Auftrag gegeben werden, die dann selber entscheiden, welche Vorschläge sie machen. Und Künstlerinnen und Künstler haben, glaube ich, genug Fantasie, jedenfalls mehr als Ihre Beamten. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Als Beispiel ist ein Denkmal aus Sydney gezeigt worden: riesige Patronenhülsen, liegend, stehend, wie auch immer. So etwas oder jedenfalls Ähnliches wollen Sie auch am Heldenplatz haben. (Abg. Weninger: Und wo ist das Problem?)
Abg. Weninger: Und wo ist das Problem?
Diese Weisung erstaunt – in einem Land, in dem Denkmäler eigentlich an Künstlerinnen und Künstler in Auftrag gegeben werden, die dann selber entscheiden, welche Vorschläge sie machen. Und Künstlerinnen und Künstler haben, glaube ich, genug Fantasie, jedenfalls mehr als Ihre Beamten. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Als Beispiel ist ein Denkmal aus Sydney gezeigt worden: riesige Patronenhülsen, liegend, stehend, wie auch immer. So etwas oder jedenfalls Ähnliches wollen Sie auch am Heldenplatz haben. (Abg. Weninger: Und wo ist das Problem?)
Abg. Weninger: Hast du schon mal was von internationalen Einsätzen gehört, wo was passieren kann? – Zwischenruf des Abg. Höbart.
Herr Minister, was in dem Protokoll, das der Generalstab dazu verfasst hat, besonders irritiert, ist, dass darin steht, dass dieses Denkmal auch „für künftig Gefallene offenstehen“ muss. Der Begriff „Gefallene“ bezieht sich nun eindeutig auf Menschen, meistens Männer, die in militärischen Auseinandersetzungen gestorben sind, erschossen worden oder auf sonstige Art und Weise zu Tode gekommen sind. Es scheint ein bisschen merkwürdig in einem Land wie Österreich, dass Sie hier ähnlich wie der freiheitliche Parteichef offensichtlich Bürgerkriegsfantasien an die Wand malen. Oder haben Sie im Ernst die Vorstellung, dass Österreich demnächst in eine militärische Auseinandersetzung mit Nachbarstaaten verwickelt wird? – Wir nicht. (Abg. Weninger: Hast du schon mal was von internationalen Einsätzen gehört, wo was passieren kann? – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, Sie nehmen sich zu Herzen, was Heidemarie Uhl Ihnen aufgetragen hat: Sie sollen bitte besondere Sorgfalt und Sensibilität walten lassen. Das Denkmal am Heldenplatz ist ein Symbol der Republik, Herr Minister. Es ist ein Symbol für den gesamten Staat, das ist dringend notwendig. Nehmen Sie bitte diese Aufgabe endlich in Angriff und lassen Sie solche Träumereien wie das mit diesem Militärdenkmal! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Aus meiner Beurteilung heraus war es falsch, die Eurofighter-Anschaffung umzusetzen. Ich glaube, man hat das in den letzten zehn Jahren gesehen. Wie heute schon gesagt wurde: Einerseits musste man in den letzten zehn Jahren ein Jahresbudget einsparen, andererseits musste man auch die Eurofighter-Raten bedecken. Wenn wir heute diesen Kauf beurteilen und wenn wir heute beurteilen, wohin wir uns mit diesen Eurofightern in den nächsten zehn Jahren bewegen, so werden wir einige Hundert Millionen Euro benötigen, um die entsprechenden Updates zu tätigen und die Eurofighter in weiterer Folge flugfähig zu halten. Auch das muss man hier, glaube ich, fairerweise sagen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es um die Personalgewinnung geht, ist es eine große Herausforderung für das österreichische Bundesheer, natürlich auch Frauen anzusprechen. Das ist ein erklärtes Ziel. Wir haben eine sehr niedrige Frauenquote, wenn es um den uniformierten Bereich geht, wenn es um die Truppe geht. Da ist es ein klares Ziel, auch Frauen anzusprechen und da ein entsprechendes Berufsbild zu vermitteln, auch mit dem Anspruch, Familie und Beruf vereinbaren zu können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und ich hoffe, dass wir mit diesem Gesamtmodell – beginnend vom Kindergarten, von der Schule, weiterhin natürlich auch in der Begleitung durch unser Nachwuchszentrum im höheren Bereich, bis hin zum Heeressport, der auch ausgeweitet wird, wo auch die Vernetzung zwischen den einzelnen Stufen wichtig sein wird – ein Modell implementieren können, von dem der Sport auch in Zukunft positiv betroffen sein wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister, ich danke Ihnen und wünsche für die zukünftigen Herausforderungen viel Kraft und alles Gute. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erklären Sie mir nämlich eines: Was hat das Bundesheer, das gute Arbeit leistet und wichtige Aufgaben hat, mit Häftlingstransporten zu tun? Heute hat ein Transport eines Häftlings, und zwar eines gefährlichen – man sagt, es sei ein IS-Sympathisant, der auch im Verdacht steht, bei den Paris-Attentaten nicht ganz untätig gewesen zu sein –, von der Justizanstalt Wels in die Justizanstalt Göllersdorf stattgefunden, unter Mitwirkung der Cobra. Ist ja gut so, aber in Zukunft wollen Sie mit dem Budget des österreichischen Bundesheers da auch mitwirken. Das kann es nicht sein, das ist nicht die ureigenste Aufgabe des Bundesheers! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das haben Sie, glaube ich, nicht notwendig. Und ich sage noch einmal: Bereiten Sie hier nicht für die Zeit nach der Wahl eventuell ein sogenanntes Sicherheitsministerium, das dann von ÖVP-Hand geführt wird, vor! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mich gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen hier im Haus mit Nachdruck und bei jeder Gelegenheit für den Erhalt und auch für eine Aufwertung dieses Standortes eingesetzt, und nun ist es so weit. Es sind auch die nötigen Mittel im Budget dafür vorgesehen. Es gibt ein neues Jägerbataillon 8 in Tamsweg. Der neue Verteidigungsminister hat einen weit Positiveren Zugang zur Landesverteidigung. Das ist gut so, und das bildet sich auch deutlich im Budget ab. Und mit diesem Budget schaffen und sichern wir die finanzielle Grundlage auch für das Jägerbataillon in Tamsweg. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das ist das Wichtigste!
Und damit die Sache rund wird, gibt es auch die Militärmusik wieder in voller Stärke. (Abg. Loacker: Das ist das Wichtigste!) Kollege Norbert Sieber, du hast erfolgreich dafür gekämpft, dass das so erhalten geblieben ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pendl: Super!
Landesverteidigung ist ein grundsätzliches nationales Anliegen, und darum stimmen wir für dieses Budget. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pendl: Super!)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Thema Sportförderung nochmals einen Sprung zurück: Es wurde ja nach den leider sehr schwachen Olympischen Spielen in London – ist gleich null Medaillen – das große Projekt Rio verkündet und mit 20 Millionen € gefördert, und dann konnten wir eine Bronzemedaille erringen. Ich meine daher, da gibt es durchaus Potenzial nach oben, und ich würde mir wünschen, unsere Fraktion würde sich wünschen, dass Sie sich verstärkt im Sinne einer Strukturierung, einer Fokussierung und auch eines strategischen Vorgehens in unserer Sportförderung einbringen, damit wir bei den nächsten Olympischen Spielen wieder etwas mehr Freude haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wichtig, dass wir diese Spitzensportlerinnen und Spitzensportler fördern, und zwar deswegen, weil in diesem Zusammenhang auch eine beachtliche Wertschöpfung ins Land kommt. Es ist ja bewiesen, dass zwischen sportlichen Erfolgen und sportlichen Vorbildern einerseits und dem Tourismus, bei uns dem Wintertourismus, der Sportartikelindustrie und anderen Wirtschaftszweigen andererseits ein enger Zusammenhang besteht. So gesehen bin ich überzeugt davon, dass das Budget für das Kapitel Sport eine sinnvolle Verwendung findet. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich habe vorhin mit Verbitterung zur Kenntnis genommen, dass sich Kollege Walser gegen das Denkmal am Heldenplatz ausspricht. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, ob wir eine Statuette von Che Guevara dort hinstellen sollen, vielleicht kriegen wir dann die Zustimmung von den Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man muss da natürlich schon ein bisschen differenzieren und einmal betrachten, warum kein momentaner militärischer Mehrwert vorhanden ist. Das ist deshalb der Fall, weil die Situation im Bundesheer die war, dass es einfach keine beruflichen Perspektiven im Bundesheer gegeben hat. Also: Welcher Maturant sollte ein einjähriges Freiwilligenjahr machen und dann auf die Militärakademie gehen, wenn er weiß, dass das System sukzessive heruntergefahren wird, dass die gesamte Infrastruktur im Bundesheer zerstört wird? Also wer tut sich das an? Wer meldet sich freiwillig für so einen Job? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht noch ein Argument dazu: Der militärische Mehrwehrt im Hinblick auf die Miliz ist ja beim Militärgymnasium noch gar nicht untersucht worden. Also, Herr Bundesminister, schauen Sie einmal, wie viele ehemalige Absolventen des Militärgymnasiums – auch ich war dort – jetzt in der Miliz tätig sind und in entsprechenden Funktionen eingeteilt sind. Wie gesagt, das sollte man erheben, und ich glaube, es ließe sich ganz leicht rechtfertigen, diese Schule aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Großartige Rede!
Ich habe vorhin die Miliz erwähnt und darf daran noch anfügen: Gerade die Miliz muss jetzt dringend modern ausgerüstet werden, die Miliz muss dringend üben können. Und wenn man das alles schafft, dann werden wir über kurz oder lang wieder zu einer adäquaten Verteidigungsdoktrin zurückkehren können, wenn wir das 1 Prozent des BIP im Budget dann auch noch verankern können. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Großartige Rede!)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Zur Kritik: Kollegen Lausch kann ich beruhigen: Wir planen kein Sicherheitsministerium! (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Aufbau der Miliz ist die adäquate Antwort auf die hybride Sicherheitslage beziehungsweise die Bedrohungslage, die wir haben. Er ist nicht nur die adäquate Antwort als solche auf die Sicherheitslage, er ist auch – weil sie in der Bevölkerung verankert ist – die demokratische Antwort auf diese Gefahren. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sport ist auch Ausdrucksmittel einer Nation für die Leistungsfähigkeit der Jugend und der dahinterstehenden Systeme. Und genau deswegen, sehr geehrte Damen und Herren, ist es für mich unverständlich, warum Sport für diese Regierung so einen geringen Stellenwert hat. Für Ihre Sportpolitik der letzten Jahre muss ich Ihnen von der SPÖ – und ich muss es in dieser Deutlichkeit sagen – ein glattes Nicht Genügend geben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Was hat das Sportministerium unter roter Führung seit 2013 gemacht? – Nicht gerade viel. Dafür gab es seit damals einen Ministerwechsel und ein paar Suspendierungen von Beamten wegen Korruptionsverdacht. Und dafür gab es auch eine immer noch nicht errichtete Förderungsdatenbank, obwohl sie seit 2013 gesetzlich beschlossen ist. Dafür gibt es bis heute noch keinen Sportstätten-Masterplan, obwohl Sie mittlerweile mehrere Regierungsperioden lang einen solchen angekündigt haben. Und dafür gab es auch mehrere Sportstättenskandale, Stichwort Multiversum und Traglufthalle. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Und übrigens gab es natürlich auch noch einen vernichtenden Rechnungshofbericht zur WM in Schladming.
Beifall bei der FPÖ.
Doch was machen SPÖ und ÖVP im Parlament wegen dieses Systems? – Sie vertagen, vertagen und vertagen noch einmal. Im Sportausschuss herrscht nämlich das Prinzip der Schubladisierung. In der gesamten Legislaturperiode, seitdem ich Abgeordnete geworden bin, gab es noch keinen einzigen Antrag – und das muss man sich vorstellen: keinen einzigen Antrag! –, der zur Behandlung im Plenum zugelassen wurde. Es schaut fast so aus, als würden Sie diese Diskussion gar nicht zulassen wollen – und das auch zu Recht, denn es gibt nichts, was für Sie irgendwie gut ausschauen würde, wenn man es hier diskutieren würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da gebe ich der ÖVP nicht recht, wenn Ihre Abgeordnete hier herausgeht und sagt, dass wir diese Strukturen nicht reduzieren müssen. Ja, wir müssen mit diesen Organisationen diskutieren, das ist klar, aber wenn diese Organisationen nicht bereit sind, auch tatsächlich einzusparen und zu überlegen: Wo kann man sich zusammenschließen, wo kann man an der Organisation sparen?, dann müssen wir hier im Parlament die entsprechenden Entscheidungen treffen und auch dafür sorgen, dass es Einsparungen in dieser Organisationsstruktur gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine Organisation, bei der eingespart gehört, ist mit Sicherheit die BSO: 1,2 Millionen € fließen jährlich aus der Bundessportförderung in die BSO, mit ihrem neuen Präsidenten Rudolf Hundstorfer – so viel übrigens zur Entparteipolitisierung des Sports! Die BSO hat mit dem Bundes-Sportförderungsgesetz 2013 eine ihrer Hauptaufgaben an den Bundes-Sportförderungsfonds abgegeben, nämlich die Verteilung der Förderung. Trotzdem erhält die BSO noch genauso viel Förderung wie damals, noch immer 1,2 Millionen €. Sie hat jetzt ihre Hauptaufgabe abgegeben, aber es gibt keinerlei Einsparung bei der BSO. Das ist für viele Sportler und auch Vereine nicht nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiteres Beispiel sind die Dachverbände; Kollegin Gamon hat es schon angesprochen. 31 Millionen € fließen allein aus der Bundessportförderung in die Dachverbände. Und ich sage: Diese Dachverbände sind die Manifestation eines Problems, das sich in Österreich durch alle möglichen Bereiche zieht und das im Sport seine stärkste Ausprägung findet: eine parteipolitische Machtaufteilung der beiden ehemaligen Großparteien Rot und Schwarz, eine Aufteilung, die der Effizienz des Geldmitteleinsatzes diametral entgegensteht. (Beifall bei der FPÖ.) Insgesamt gesehen betrifft das natürlich viele weitere Bereiche. Ein Beispiel dafür ist der ORF, der genügend Zwangsgebühren bekommt und jetzt nicht auch noch aus dem Sportbudget quersubventioniert werden sollte, und, und, und.
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Es gibt – leider läuft mir die Zeit davon – unzählige Problemfelder im Bereich Sport. Eines möchte ich noch kurz ansprechen, und zwar die Frauensportförderung. Es schockiert mich und amüsiert mich zugleich, dass es gerade derjenigen Partei, die ständig das Gender Budgeting anspricht und die sich den Orden des Feminismus und auch der Gleichberechtigung ganz stolz an die Brust heftet, nämlich der SPÖ, vollkommen egal ist, wie viel finanzielle Mittel Frauen im Bereich des Sportes bekommen. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Nein! Sie wissen nicht einmal, welcher Anteil des Sportbudgets zu den Frauen fließt. Es wundert mich gewaltig, dass sich hier kein einziger herausgestellt hat und das kritisiert hat. Wo ist die Gleichberechtigung, von der Sie sonst sprechen, in diesem Bereich? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt – leider läuft mir die Zeit davon – unzählige Problemfelder im Bereich Sport. Eines möchte ich noch kurz ansprechen, und zwar die Frauensportförderung. Es schockiert mich und amüsiert mich zugleich, dass es gerade derjenigen Partei, die ständig das Gender Budgeting anspricht und die sich den Orden des Feminismus und auch der Gleichberechtigung ganz stolz an die Brust heftet, nämlich der SPÖ, vollkommen egal ist, wie viel finanzielle Mittel Frauen im Bereich des Sportes bekommen. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Nein! Sie wissen nicht einmal, welcher Anteil des Sportbudgets zu den Frauen fließt. Es wundert mich gewaltig, dass sich hier kein einziger herausgestellt hat und das kritisiert hat. Wo ist die Gleichberechtigung, von der Sie sonst sprechen, in diesem Bereich? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gesamtösterreichisches Sportkonzept, es braucht eine neue Sportstruktur, und es braucht eine Organisation, die den Sportler in den Mittelpunkt stellt und nicht mehr die einzelnen Organisationen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Haider: Das macht sie nicht! Sie müssen zuhören lernen!
Frau Kollegin Steger, ich verstehe einen Großteil Ihrer Kritik, aber ich kann nicht akzeptieren, dass Sie Tausende ehrenamtliche Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre quer durch alle Bereiche in unserer Republik de facto als Büttel der Politik hinstellen (Abg. Haider: Das macht sie nicht! Sie müssen zuhören lernen!): Jugend- und Nachwuchstrainer, Jugendleiter, Menschen, die mit älteren Menschen, mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Sport und Bewegung betreiben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für Sie ist all dieses Engagement nichts, nur weil Sie nicht bereit sind, sich zu engagieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Haider: Proporzverteidiger! Sie sollten sich schämen! – Abg. Neubauer: Genier dich!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Frau Kollegin Steger, ich verstehe einen Großteil Ihrer Kritik, aber ich kann nicht akzeptieren, dass Sie Tausende ehrenamtliche Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre quer durch alle Bereiche in unserer Republik de facto als Büttel der Politik hinstellen (Abg. Haider: Das macht sie nicht! Sie müssen zuhören lernen!): Jugend- und Nachwuchstrainer, Jugendleiter, Menschen, die mit älteren Menschen, mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Sport und Bewegung betreiben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für Sie ist all dieses Engagement nichts, nur weil Sie nicht bereit sind, sich zu engagieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Haider: Proporzverteidiger! Sie sollten sich schämen! – Abg. Neubauer: Genier dich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Haider: Proporzverteidiger! Sie sollten sich schämen! – Abg. Neubauer: Genier dich!
Frau Kollegin Steger, ich verstehe einen Großteil Ihrer Kritik, aber ich kann nicht akzeptieren, dass Sie Tausende ehrenamtliche Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre quer durch alle Bereiche in unserer Republik de facto als Büttel der Politik hinstellen (Abg. Haider: Das macht sie nicht! Sie müssen zuhören lernen!): Jugend- und Nachwuchstrainer, Jugendleiter, Menschen, die mit älteren Menschen, mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Sport und Bewegung betreiben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für Sie ist all dieses Engagement nichts, nur weil Sie nicht bereit sind, sich zu engagieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Haider: Proporzverteidiger! Sie sollten sich schämen! – Abg. Neubauer: Genier dich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Im Gegensatz zu Ihnen bin ich …!
Aber das passt genau ins Bild der FPÖ: Ihr nehmt ja nicht einmal jene Aufgaben wahr, die ihr wahrnehmen sollt, zum Beispiel die Besetzung der Wahlbehörden bei der Bundespräsidentenwahl; auch dort seid ihr nicht vertreten. Ihre Worte gegen die ehrenamtlichen Sportfunktionäre passen genau in diese Schiene. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Im Gegensatz zu Ihnen bin ich …!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Walser, kommen Sie heraus und entschuldigen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ.) Sie wissen, wie viele Opfer es schon in der Zweiten Republik gegeben hat. Und es ist bei unseren Auslandseinsätzen, aber auch bei der Katastrophenhilfe im Inland möglich, dass auch in Zukunft die eine Soldatin oder der andere Soldat ums Leben kommt, und denen wollen Sie ein Denkmal verwehren (Zwischenruf des Abg. Walser) und unterstellen in diesem Zusammenhang dem Verteidigungsminister Bürgerkriegsfantasien. Das ist erbärmlich, Herr Kollege Walser. Entschuldigen Sie sich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Walser
Herr Kollege Walser, kommen Sie heraus und entschuldigen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ.) Sie wissen, wie viele Opfer es schon in der Zweiten Republik gegeben hat. Und es ist bei unseren Auslandseinsätzen, aber auch bei der Katastrophenhilfe im Inland möglich, dass auch in Zukunft die eine Soldatin oder der andere Soldat ums Leben kommt, und denen wollen Sie ein Denkmal verwehren (Zwischenruf des Abg. Walser) und unterstellen in diesem Zusammenhang dem Verteidigungsminister Bürgerkriegsfantasien. Das ist erbärmlich, Herr Kollege Walser. Entschuldigen Sie sich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Walser, kommen Sie heraus und entschuldigen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ.) Sie wissen, wie viele Opfer es schon in der Zweiten Republik gegeben hat. Und es ist bei unseren Auslandseinsätzen, aber auch bei der Katastrophenhilfe im Inland möglich, dass auch in Zukunft die eine Soldatin oder der andere Soldat ums Leben kommt, und denen wollen Sie ein Denkmal verwehren (Zwischenruf des Abg. Walser) und unterstellen in diesem Zusammenhang dem Verteidigungsminister Bürgerkriegsfantasien. Das ist erbärmlich, Herr Kollege Walser. Entschuldigen Sie sich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch ein Danke dafür, dass Sie trotz der großen sicherheitspolitischen Herausforderung auch Herz und Engagement für den Sport zeigen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz wichtig ist auch, dass im Budget des Bundesheers für 2017 zusätzliche Mittel von circa 150 Millionen € für Investitionen, Personal und Betrieb vorgesehen sind, denn man muss bedenken, dass 54 Prozent des Budgets auf Personalkosten entfallen. Dieses Budget hat aber auch richtige Ansätze. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Gerhard Schmid (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren auf der Ministerbank! Zum Thema unser Bundesheer: Unser Bundesheer ist eine wichtige Säule öffentlicher Sicherheit. Unter den Ministern Darabos und Klug erfolgte ein unverantwortlicher, fahrlässiger und noch nie zuvor dagewesener Ausverkauf unseres Heers, ein Vernichtungsfeldzug, der unser Heer beinahe in den Ruin getrieben hätte. Mitverantwortlich ist die gesamte Bundesregierung, die diesem Treiben tatenlos und viel zu lange zugeschaut hat. Als Begründung für dieses Kaputtsparen wurde immer wieder angegeben, Konflikte würden sich über einen Zeitraum von zehn Jahren ankündigen, und somit brauchen wir kein einsatzfähiges Bundesheer. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ
Herr Finanzminister, ich fordere Sie auf: Ändern Sie Ihre wirtschaftsfeindliche und rechtswidrige Weisung (Beifall bei der FPÖ), damit die Unternehmen die Essensmarkerl auch tatsächlich steuerfrei ausgeben können!
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss ich unserem Finanzminister meine volle Unterstützung für sein Modell zur Abschaffung der kalten Progression zusagen, denn es ist wichtig, dass alle Leistungsträger von der Abschaffung der kalten Progression profitieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Unser Finanzminister steht für diesen Kurs, und daher unterstützen wir diese Budget-vorlage aus tiefstem Herzen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Aber in der ersten Reihe sind zwölf Plätze!
Was ist mit dem zweiten Teil, mit der höheren Besteuerung von Vermögen, die ja dringend notwendig wäre, weil die Verteilung von Vermögen in Österreich extrem ungleich ist? Wir haben nach den USA die ungleichste Verteilung der Vermögen. Die obersten 10 Prozent verfügen über zwei Drittel des gesamten Vermögens, das oberste Prozent über 37 Prozent des gesamten Vermögens, und die untersten 50 Prozent haben gerade einmal 4 Prozent des gesamten Vermögens. Wenn hier vorne in der ersten Reihe die zehn Reichsten in Österreich Platz nähmen, wäre ein Vermögen vereint, dessen Ausmaß den Bundesvoranschlag, der heute beschlossen werden wird und der 77,4 Milliarden € umfasst, übertreffen würde, denn das Vermögen der zehn Reichsten beträgt 82 Milliarden €. Also da, Herr Minister, gibt es dringend Handlungsbedarf! (Abg. Krainer: Aber in der ersten Reihe sind zwölf Plätze!) – Ja, macht nichts, die finden locker Platz, Kollege Krainer, du weißt schon, was ich meine.
Zwischenruf der Abg. Tamandl
Jetzt frage ich Sie: Ist das gerecht, dass wir in Österreich keinerlei Steuern auf Vermögen haben, weder eine Vermögensteuer noch eine Erbschaftssteuer, obwohl wir doch wissen, dass Erbschaften jene Faktoren sind (Zwischenruf der Abg. Tamandl) – das sind Ertragsteuern, Frau Kollegin, das wissen wir schon (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) –, die zur Bildung von Vermögen beitragen? Nicht durch Arbeit wird man in Österreich reich, sondern durch Erben, das ist vielfach bestätigt!
weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Jetzt frage ich Sie: Ist das gerecht, dass wir in Österreich keinerlei Steuern auf Vermögen haben, weder eine Vermögensteuer noch eine Erbschaftssteuer, obwohl wir doch wissen, dass Erbschaften jene Faktoren sind (Zwischenruf der Abg. Tamandl) – das sind Ertragsteuern, Frau Kollegin, das wissen wir schon (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) –, die zur Bildung von Vermögen beitragen? Nicht durch Arbeit wird man in Österreich reich, sondern durch Erben, das ist vielfach bestätigt!
Beifall bei den Grünen.
Ist es gerecht, frage ich weiters, wenn wir in Österreich Kapitalerträge deutlich niedriger besteuern als Arbeitseinkommen? Arbeitseinkommen wird bis zu 50 Prozent und mehr besteuert, Kapitalerträge bis 25 Prozent oder 27,5 Prozent. – Ich finde, das ist nicht gerecht! Das ist ungerecht, und da besteht Handlungsbedarf, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ihr Sektionschef hat neulich einen Vorschlag goutiert, der auf eine Senkung des Körperschaftsteuersatzes hinausläuft. – Dazu, Herr Finanzminister, muss ich sagen, das ist eine der überflüssigsten Ankündigungen in dem Kontext, denn es wäre dringend geboten, auf europäischer Ebene eine einheitliche Bemessungsgrundlage für Körperschaftsteuern festzulegen und Mindeststeuersätze einzuführen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das, was Ihr Herr Sektionschef angekündigt hat, läuft auf ein steuerschädliches Dumping hinaus, und dieses gilt es zu verhindern. Wir wollen in dieser Hinsicht nicht in einer Reihe mit Theresa May, Viktor Orbán und Donald Trump stehen, da besteht Handlungsbedarf! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ganze Instrument heißt Finanzausgleich. Also wenn jeder das zurück will, was er eingezahlt hat, kommt es nie zu einem Ausgleich. Aber das erklärt wohl sehr, sehr deutlich, warum Sie, Herr Finanzminister, trotz der guten Vorsätze und Absichten, die Sie hatten, eine Reform herbeizuführen, vor den Landeshauptleuten in die Knie gehen mussten. Diese Geisteshaltung von Landeshauptleuten muss zwangsläufig dazu führen, dass Reformen des Finanzausgleichs und des föderalen Systems scheitern. (Beifall bei den Grünen.) Solange sich an diesem Kleingeist nichts ändert, wird und kann es auch keine Reform des Finanzausgleichs und der föderalen Strukturen in diesem Land geben. Es geht wie in der Vergangenheit ausschließlich um Geld auf der einen Seite und um Machterhalt auf der anderen Seite.
Beifall bei Grünen und NEOS.
Zweitens: Die Stärkung der Abgabenautonomie ist, erlauben Sie mir diese Beurteilung, sehr dürftig ausgefallen. Und wenn dann in einem Radiobeitrag zu hören war, dass Ihnen die Länder dann noch durch ein Agreement in den Rücken fallen und nicht einmal diese Autonomie beim Wohnbauförderungsbeitrag in Anspruch nehmen wollen, die ihnen zugestanden wurde, dann kann man das wohl nur als eine Perfidie seitens der Länder bezeichnen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Daher die Schlussfolgerung: Wir haben trotz eines neuen Finanzausgleichs ein System, das die zentralen Schwächen und damit auch die Tendenz zur Verschwendung von öffentlichen Mitteln weitestgehend beibehält. Die Ineffizienzen bleiben erhalten. Das ist leider die traurige Wahrheit. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rossmann: Entschließungsantrag, bitte sehr!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Rossmann: Entschließungsantrag, bitte sehr!) – Verzeihung! Der eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht daher mit in Verhandlung.
Abg. Rossmann: Gar keine, nicht „keine große“!
Ja, es ist in diesem Budget keine große Steuerreform drinnen. (Abg. Rossmann: Gar keine, nicht „keine große“!) Wir haben die letzte Steuerreform gerade letztes Jahr beschlossen, und sie ist heuer in Kraft getreten. (Abg. Rossmann: Wir reden übers Budget 2017, nicht über Vergangenes!) Und ja, wir beschließen nicht jedes Jahr eine große Steuerreform. Wenn Sie sich aber ansehen, was in den letzten fünf, sechs, sieben, acht Jahren passiert ist, so werden Sie feststellen, dass wir Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt (Abg. Rossmann: Gerechtigkeitsakt!) und dafür Steuern und Abgaben auf Vermögen und Kapital erhöht haben, um eben die Steuerstruktur zu verbessern.
Abg. Rossmann: Wir reden übers Budget 2017, nicht über Vergangenes!
Ja, es ist in diesem Budget keine große Steuerreform drinnen. (Abg. Rossmann: Gar keine, nicht „keine große“!) Wir haben die letzte Steuerreform gerade letztes Jahr beschlossen, und sie ist heuer in Kraft getreten. (Abg. Rossmann: Wir reden übers Budget 2017, nicht über Vergangenes!) Und ja, wir beschließen nicht jedes Jahr eine große Steuerreform. Wenn Sie sich aber ansehen, was in den letzten fünf, sechs, sieben, acht Jahren passiert ist, so werden Sie feststellen, dass wir Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt (Abg. Rossmann: Gerechtigkeitsakt!) und dafür Steuern und Abgaben auf Vermögen und Kapital erhöht haben, um eben die Steuerstruktur zu verbessern.
Abg. Rossmann: Gerechtigkeitsakt!
Ja, es ist in diesem Budget keine große Steuerreform drinnen. (Abg. Rossmann: Gar keine, nicht „keine große“!) Wir haben die letzte Steuerreform gerade letztes Jahr beschlossen, und sie ist heuer in Kraft getreten. (Abg. Rossmann: Wir reden übers Budget 2017, nicht über Vergangenes!) Und ja, wir beschließen nicht jedes Jahr eine große Steuerreform. Wenn Sie sich aber ansehen, was in den letzten fünf, sechs, sieben, acht Jahren passiert ist, so werden Sie feststellen, dass wir Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt (Abg. Rossmann: Gerechtigkeitsakt!) und dafür Steuern und Abgaben auf Vermögen und Kapital erhöht haben, um eben die Steuerstruktur zu verbessern.
Abg. Moser: … in homöopathischen Dosen!
Nicht jedes Jahr gibt es eine große Steuerreform. Die großen Steuerreformen, die großen Schritte macht man alle drei, vier, fünf Jahre. Das ist aber nichts Neues, sondern das ist die Art und Weise, wie man überhaupt Steuerreformen machen kann. Die Steuerreform, die wir letztes Jahr beschlossen haben, die genau das macht, was Sie einfordern, nämlich Steuern und Abgaben auf Arbeit zu senken und dafür Vermögen und Kapital höher zu besteuern, beginnt ja erst heuer und nächstes Jahr überhaupt im Budget zu wirken. (Abg. Moser: … in homöopathischen Dosen!) Insofern geht die Kritik betreffend das Budget vollkommen ins Leere, sie ist in Wirklichkeit eine Bestätigung dafür, dass die Politik – die Budgetpolitik, die Steuerpolitik, die Finanzpolitik –, die in den letzten Jahren gemacht wurde, genau auf dem richtigen Kurs ist. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.
Nicht jedes Jahr gibt es eine große Steuerreform. Die großen Steuerreformen, die großen Schritte macht man alle drei, vier, fünf Jahre. Das ist aber nichts Neues, sondern das ist die Art und Weise, wie man überhaupt Steuerreformen machen kann. Die Steuerreform, die wir letztes Jahr beschlossen haben, die genau das macht, was Sie einfordern, nämlich Steuern und Abgaben auf Arbeit zu senken und dafür Vermögen und Kapital höher zu besteuern, beginnt ja erst heuer und nächstes Jahr überhaupt im Budget zu wirken. (Abg. Moser: … in homöopathischen Dosen!) Insofern geht die Kritik betreffend das Budget vollkommen ins Leere, sie ist in Wirklichkeit eine Bestätigung dafür, dass die Politik – die Budgetpolitik, die Steuerpolitik, die Finanzpolitik –, die in den letzten Jahren gemacht wurde, genau auf dem richtigen Kurs ist. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Abg. Loacker: Das kann nur jemand sagen, der überhaupt irgendwann zurückzahlt!
Wir machen nämlich Folgendes: Wir nützen die niedrigen Zinsen, um zu investieren. Die Idee, die ein Vorredner hier gehabt hat, war: Niedrige Zinsen nützt man, um Schulden zurückzuzahlen. – Das habe ich nicht ganz verstanden, das öffnet bei mir eine Text-Bild-Schere. Niedrige Zinsen nützt man, um zu investieren, nicht, um vorzeitig Schulden zurückzuzahlen. (Abg. Loacker: Das kann nur jemand sagen, der überhaupt irgendwann zurückzahlt!) Das ist das, was wir tun, und das ist gut und richtig so.
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche Sie, darauf zu achten, dass wir beim nächsten Budget nicht über Unterauslastung reden, sondern dass Sie berichten können: Alle Stellen in der Finanzpolizei, in der Großbetriebsprüfung und bei den Finanzämtern sind besetzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Schelling: Sie nicht, Sie habe ich überhaupt noch nie lachen gesehen! – Heiterkeit.
Herr Bundesminister! Sie haben dieses Begräbnis Einstieg in den Umstieg genannt. Das zeigt zumindest, dass Sie Humor haben. (Bundesminister Schelling: Sie nicht, Sie habe ich überhaupt noch nie lachen gesehen! – Heiterkeit.) – Ich muss gestehen, dass mir bei Ihrer Budgetpolitik wirklich oft das Lachen vergeht.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kogler.
Diese Chance wurde leider verpasst, die verkrusteten Strukturen werden weiter bestehen bleiben. Es liegt wohl am Wähler, diese Strukturen aufzubrechen. Sie schaffen es alleine nicht. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kogler.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein wahres Wort!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also ich gebe zu, dass ich Kollegen Rossmann von den Grünen manchmal wirklich bewundern muss. Wenn jemand nämlich so viel Pessimismus ausstrahlt und hier von sich gibt, dann frage ich mich: Wie kann ein derartiger Mensch eigentlich seine Aufgabe bewältigen? – Er sieht es nur negativ, es ist alles negativ. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein wahres Wort!) Meine Damen und Herren, das ist ein bisschen das Problem, das wir haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also ich gebe zu, dass ich Kollegen Rossmann von den Grünen manchmal wirklich bewundern muss. Wenn jemand nämlich so viel Pessimismus ausstrahlt und hier von sich gibt, dann frage ich mich: Wie kann ein derartiger Mensch eigentlich seine Aufgabe bewältigen? – Er sieht es nur negativ, es ist alles negativ. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein wahres Wort!) Meine Damen und Herren, das ist ein bisschen das Problem, das wir haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Peter Wurm: In vielen!
Wenn er schon meint – und indirekt den Vorwurf an den Finanzminister erhebt –, dass der Finanzausgleich nicht das Mögliche gebracht hätte, dass die Chancen nicht genützt worden wären, dass sich die Landeshauptleute durchgesetzt hätten und so weiter: Herr Kollege Rossmann, ich darf Sie daran erinnern, dass in gar nicht so wenigen Landesregierungen Ihre Kolleginnen und Kollegen vertreten sind. (Abg. Peter Wurm: In vielen!) Ich habe noch von keinem dieser Regierungsmitglieder gehört, dass der Finanzausgleich zu Ungunsten der Länder zu ändern wäre. Fangen Sie daher bei Ihren eigenen Kollegen an! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn er schon meint – und indirekt den Vorwurf an den Finanzminister erhebt –, dass der Finanzausgleich nicht das Mögliche gebracht hätte, dass die Chancen nicht genützt worden wären, dass sich die Landeshauptleute durchgesetzt hätten und so weiter: Herr Kollege Rossmann, ich darf Sie daran erinnern, dass in gar nicht so wenigen Landesregierungen Ihre Kolleginnen und Kollegen vertreten sind. (Abg. Peter Wurm: In vielen!) Ich habe noch von keinem dieser Regierungsmitglieder gehört, dass der Finanzausgleich zu Ungunsten der Länder zu ändern wäre. Fangen Sie daher bei Ihren eigenen Kollegen an! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Wir sind nicht gefragt worden!
Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Moser: Wir sind nicht gefragt worden!) – Ach, Sie sind nie gefragt worden? – So viel dürften Sie dem Kollegen Anschober in Oberösterreich schon zutrauen, dass er sich von selber meldet, er ist ja jeden zweiten Tag in der Zeitung. Diesbezüglich ist aber auch dem Anschober noch nichts eingefallen, meine Damen und Herren! (Abg. Kogler: Himmelmutter, schau oba!)
Abg. Kogler: Himmelmutter, schau oba!
Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Moser: Wir sind nicht gefragt worden!) – Ach, Sie sind nie gefragt worden? – So viel dürften Sie dem Kollegen Anschober in Oberösterreich schon zutrauen, dass er sich von selber meldet, er ist ja jeden zweiten Tag in der Zeitung. Diesbezüglich ist aber auch dem Anschober noch nichts eingefallen, meine Damen und Herren! (Abg. Kogler: Himmelmutter, schau oba!)
Ruf bei der FPÖ: Wo denn?
Die Reputation Österreichs wurde im Ausland wiederhergestellt. Das HETA- und vor allem Hypo-Debakel wurde gelöst, Kärnten wurde das Überleben gesichert, Österreich ist wieder kreditwürdig, die Bonität ist exzellent, das ist unbestritten, die Refinanzierung ist günstig möglich, auf den internationalen Finanzierungsmärkten sind die Spreads sehr niedrig. Die Wirtschaft und die Landwirtschaft sind abgesichert, der Finanzausgleich ist ermöglicht – auch wenn er einigen Kollegen nie gefallen wird –, Länder und Gemeinden wurde damit die Zukunft gesichert, das Wirtschaftswachstum wurde durch eine erfolgreiche Steuerreform auf 1,7 Prozent verdoppelt. (Ruf bei der FPÖ: Wo denn?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Genau! Der Nietzsche hat auch gesagt: 98 Prozent kapieren gar nicht, worum es geht!
Ich weiß, dass es der Opposition immer zu wenig ist, aber wie sagte schon Arthur Schopenhauer: „Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.“ (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Genau! Der Nietzsche hat auch gesagt: 98 Prozent kapieren gar nicht, worum es geht!)
Abg. Kogler: Nicht Optimismus, Mangel an Durchblick!
Wir haben jetzt drei Tage sehr intensiv über das Budget diskutiert. Die Wahrheit dürfte wie immer in der Mitte zwischen diesem überschwänglichen Optimismus des Kollegen Auer (Abg. Kogler: Nicht Optimismus, Mangel an Durchblick!) und dem berechtigten Pessimismus des Kollegen Rossmann liegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eines muss auch ganz klar sein, Herr Kollege Auer: Der Staat kann dir nur etwas geben, was er dir vorher genommen hat. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir haben jetzt drei Tage sehr intensiv über das Budget diskutiert. Die Wahrheit dürfte wie immer in der Mitte zwischen diesem überschwänglichen Optimismus des Kollegen Auer (Abg. Kogler: Nicht Optimismus, Mangel an Durchblick!) und dem berechtigten Pessimismus des Kollegen Rossmann liegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eines muss auch ganz klar sein, Herr Kollege Auer: Der Staat kann dir nur etwas geben, was er dir vorher genommen hat. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Wir haben jetzt drei Tage sehr intensiv über das Budget diskutiert. Die Wahrheit dürfte wie immer in der Mitte zwischen diesem überschwänglichen Optimismus des Kollegen Auer (Abg. Kogler: Nicht Optimismus, Mangel an Durchblick!) und dem berechtigten Pessimismus des Kollegen Rossmann liegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eines muss auch ganz klar sein, Herr Kollege Auer: Der Staat kann dir nur etwas geben, was er dir vorher genommen hat. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich glaube, sehr wesentlich – und da kommen wir gleich zum Ursprung der Diskussion – ist die soziale Ausgewogenheit. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn ich mir die Statistik anschaue, wundert mich dieser Optimismus wieder sehr: Wir haben 4,2 Millionen Erwerbstätige – herzlichen Dank an jeden Einzelnen, das sind unsere Steuerzahler –, wir haben 534 000 Personen, die sechs und sieben Tage pro Woche arbeiten, 280 000 davon haben eine Siebentagewoche, das sind in erster Linie die Gastronomen und die Bauern mit Viehhaltung.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich mir dann die Pensionstabelle anschaue – wir behandeln hier auch das Thema Pensions- und Staatsausgaben –, sehe ich, dass da die Statistik genau umgekehrt ist: Jene mit 777 € Pension haben eine Siebentagewoche und jene mit einer durchschnittlichen Pension von 2 876 € diskutieren die Dreieinhalbtagewoche. –Da fehlt mir einfach die soziale Ausgewogenheit, das kann man nicht schönreden! Das sind die Fakten, und darüber muss auch im Budget diskutiert werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Schweiz wurde erwähnt, die Orientierung an den Experten, an den Erfolgreichen wurde angesprochen. Man muss dann aber in aller Fairness dazu sagen: Das sind – mit 400 Patenten pro 1 Million Einwohner – die Führer in der Innovationsstatistik. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In Deutschland gibt es pro 1 Million Einwohner 260 Patente, in Japan 140 Patente. Das heißt, wir müssen danach trachten, in diesem Ranking nach vorne zu kommen.
Zwischenruf des Abg. Rädler – ein Exemplar des „Kurier“ in die Höhe haltend.
liche Rind auf der Alm, das glückliche ballonfliegende Schwein und die heile Welt, in der der Bauer mit dem Ochsen spricht, gezeigt, aber schauen wir einmal, woher die Produkte kommen! Das ist genau das, was Budgets gefährdet, das ist genau die fehlende soziale Ausgewogenheit, denn die ArbeiterInnen dort bekommen 6,50 € pro Stunde. Genau dort gilt es anzusetzen, und da bin ich überzeugt, Herr Minister, dass du weiterhin die richtigen Maßnahmen treffen wirst, denn da gibt es ganz gewaltigen Bedarf. (Zwischenruf des Abg. Rädler – ein Exemplar des „Kurier“ in die Höhe haltend.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Finanzausgleich wurde angesprochen: Jawohl, wir haben bei unserem Besuch im Deutschen Bundestag gehört, welche Probleme die Gebiete der ehemaligen DDR mit der Abwanderung haben, weil dort der ländliche Raum zusammenbricht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist entscheidend, dass wir nicht erst draufkommen, wenn es bereits passiert ist, wir müssen die Augen zeitgerecht öffnen und vorbeugend agieren. Das ist, glaube ich, die größte Herausforderung für die Politik.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da wird überhaupt nichts schlechtgeredet. Da kommen dann immer diese Verschwörungstheorien, wenn man etwas nicht gutredet oder schönredet. – Wir müssen dieses schöne Land bewahren und erhalten, und dazu gehören ausgewogene Budgets. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister Schelling! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was zeichnet das vorliegende Budget aus? – Wir haben Spielräume. Es ist ein expansives Budget und ermöglicht Investitionen. Der Bundeszuschuss zu den Pensionen sinkt, das heißt, die im Pensionssystem gesetzten Schritte zeigen ihre Wirkung. Auch wenn viele versuchen, das Pensionssystem schlechtzureden und Verunsicherung zu verbreiten, halte ich fest – und das ist am Budget ablesbar –: Unser Pensionssystem ist eines der sichersten und im EU-Vergleich bewährt! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch ein Beispiel: im Finanzausgleich wurde eine Investitionsprämie für Gemeinden verankert, mehr als 100 Gemeinden werden diese Prämie nutzen können und bis zu 25 Prozent eines Gemeindeprojektes damit finanzieren können. Ein interessanter Aspekt dabei ist: Diese Prämie wird bis zu 7 000 Arbeitsplätze vor Ort in den Gemeinden generieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zakostelsky.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das vorliegende Budget ist solide, Investitionen werden ausgeweitet und damit wichtige Impulse gesetzt, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zakostelsky.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Leider ist Kollege Jakob Auer jetzt nicht mehr da, der vorhin festgehalten hat, dass wir in den letzten drei Tagen nichts am Budget kritisiert hätten. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich kann mich noch erinnern, dass Herr Präsident der Landwirtschaftskammer Schultes folgenden Ausspruch getätigt hat: „Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht.“ – Also das war schon eine ordentliche Ansage. Das klingt nicht danach, als ob im Budget alles passen würde – bei Gott nicht! Ich erinnere an den Pensionshunderter, den wir als Freiheitliche Partei eingefordert haben, weil die Pensionserhöhung nur 0,8 Prozent betragen hat. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.
Habbassi hier am Pult eine Brandrede gegen diesen Pensionshunderter gehalten hat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
In Wirklichkeit dürften Sie diesem Budget ja gar nicht zustimmen. Ich war auch Bürgermeister, und ich hätte mich nicht getraut, ein Budget vorzulegen und zur Abstimmung zu bringen, bei dem eine Budgetlücke besteht. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Sie haben ein bisschen etwas auf den Weg gebracht, das ist unstrittig, aber im Wesentlichen erfolgt die Geldverteilung nach wie vor zuungunsten des ländlichen Raumes und zuungunsten der Gemeinden, was wir bedauern. Vergessen Sie nie: 45 Prozent der Gemeinden sind laut Gemeindebund schon jetzt nicht mehr in der Lage, ausgeglichene Budgets zu erstellen! (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der FPÖ.
Unterm Strich ist also die Kritik der Opposition gut gemeint, absolut notwendig und richtig. Es ist nicht so, wie Sie meinen, Herr Kollege Auer, dass alles paletti wäre – das stimmt nicht. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Moser: Die falschen Steuern!
Ich möchte nur noch ganz kurz drei Bemerkungen machen. Erstens: Die Grünen reden immer von neuen Steuern – ich glaube, wir brauchen keine neuen Steuern, wir haben genug Steuern. (Abg. Moser: Die falschen Steuern!) Wir wollen keine neuen Steuern, und ich meine, wir sollten Dinge wie Vermögenssteuern, Maschinensteuern schnell wieder ad acta legen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Mein Gott!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Mein Gott!
Ich möchte nur noch ganz kurz drei Bemerkungen machen. Erstens: Die Grünen reden immer von neuen Steuern – ich glaube, wir brauchen keine neuen Steuern, wir haben genug Steuern. (Abg. Moser: Die falschen Steuern!) Wir wollen keine neuen Steuern, und ich meine, wir sollten Dinge wie Vermögenssteuern, Maschinensteuern schnell wieder ad acta legen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Mein Gott!)
Beifall bei der ÖVP.
Drittens: Ein guter Tag endet mit dem Beschluss eines guten Budgets – in dieser Hinsicht: alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Vor allem so rechtzeitig!
Präsident Karlheinz Kopf: Die zwei von Herrn Abgeordnetem Haubner vorgetragenen und in den Grundzügen erläuterten Abänderungsanträge, die verteilt wurden (Abg. Kogler: Vor allem so rechtzeitig!) – oder gerade verteilt werden –, sind ausreichend unterstützt und stehen mit in Verhandlung.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine Damen und Herren! Werter Kollege Haubner, es ist ja bezeichnend: Ungefähr eine Viertelstunde vor der Abstimmung über das Budget bekommen wir einen Abänderungsantrag – einen Abänderungsantrag, der relativ leidenschaftslos vorgetragen wird, von dem wir nicht genau wissen, was er beinhaltet und in welche Richtung er zielt, und jetzt sollen wir zustimmen. Das ist bezeichnend! (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Kogler.
Jetzt ist das aber nicht – wie soll man denn sagen! – die Kritik einer Oppositionellen allein, nein, denn die Richtschnur für meine Kritik ist der Rechnungshof! Ich habe einen Kronzeugen – und es kann keinen besseren und kompetenteren geben –, ich habe den Kronzeugen Rechnungshof. Ich brauche nur die Effizienzkriterien des Rechnungshofes an dieses Budget anzulegen, dann kommt das heraus, was auf diesem Stick ist – nämlich der Virus, sodass es nicht stimmt. (Heiterkeit des Abg. Kogler.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker.
Ich kann Ihnen das gerne an zwei ganz konkreten Beispielen schildern. Erstens: Finanzausgleich Wohnbauförderung. Eigentlich müsste man angesichts der Lebenssituation vieler Menschen – sie brauchen leistbares Wohnen – dafür sorgen, dass die Wohnbauförderung wieder zweckgebunden wird. Genau das Gegenteil ist der Fall. (Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker. – Abg. Moser übergibt Bundesminister Schelling einen USB-Stick.
Herr Minister, es tut mir leid, dass der Kirtag der Landeshauptleute die Oberhand behalten hat und Sie mehr oder weniger gezwungen sind, uns einen Finanzausgleich und ein Budget vorzulegen, hinter dem Sie persönlich sicherlich nicht stehen würden, wären Sie nicht der Handlager dieser Machtkonstellation. Unter dieser leidet wirklich jede Österreicherin und jeder Österreicher, weil wir keine Aufgaben- und Ausgabenkorrelation haben, wie sie eigentlich sein sollte. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker. – Abg. Moser übergibt Bundesminister Schelling einen USB-Stick.)
Beifall bei der SPÖ.
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wimmer. – Bitte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hable: Da muss er selbst lachen!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen! Herr Bundesminister Schelling, Sie haben ja ein sehr ordentliches und sehr zukunftsweisendes Budget vorgelegt, Sie sind ja heute schon dafür sehr gelobt worden. (Abg. Hable: Da muss er selbst lachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine daher: Die ÖBIB muss Industriepolitik für wichtige österreichische Industrie- und Infrastrukturunternehmen umsetzen und darf nicht für die Budgetpolitik als Dividendenbringer herhalten. Ich ersuche Sie, Herr Bundesminister, das in Zukunft zu berücksichtigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Undemokratisch!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Ja, die Geringschätzung der Regierung gegenüber dem Parlament erfahren wir ja ständig, und der wird heute wieder einmal intensiv Ausdruck verliehen. Jetzt hat man das Budget, den riesigen Budgetziegel wochenlang durchs Haus geschleift, die Abgeordneten haben ihn durchgeackert, die Mitarbeiter haben ihn durchgeackert, und dann bekommt man nach dreitägiger Plenardebatte eine halbe Stunde vor der Abstimmung seitenlange Abänderungsanträge, weil offensichtlich die Mehrheitsfraktionen da und dort noch etwas vergessen hatten, noch etwas nachjustieren müssen, und das soll man dann in der Hitze des Gefechts beurteilen. Es ist Ihnen völlig egal, ob das Parlament sich damit fachlich auseinandersetzen kann oder nicht, sondern das klopft man den Leuten einfach hin. Das ist überhaupt kein Stil! (Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Undemokratisch!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Es ist Ihnen völlig egal, was Sie dem Steuerzahler aus der Tasche ziehen, Hauptsache man kann es verteilen. Manchmal verteilen wir auch Dinge, die wir noch gar nicht haben, und dass die Freiheitlichen da mithüpfen, zeigt ja nur, dass sie politisch eine nationale Form des Sozialismus spielen, aber eben auch Sozis sind wie die Herz-Jesu-Sozis und die klassischen Sozis. Das ist reine Verteilungs- und Klientelpolitik, das ist nicht nachhaltig. Die Jungen verliert man aus den Augen. Dass es irgendwann jemand zahlen muss, rechtfertigt der Abgeordnete Hauser damit, dass die Großeltern den Hunderter ohnedies den Enkeln weitergeben. – Ja, das darf ja wohl nicht wahr sein! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei den NEOS.
Was sich da im Bereich der Pensionspolitik abgespielt hat, und was sich jetzt abspielt, wenn der ÖAAB meint, er muss – das eine Wort darf ich nicht sagen – für seine gut ausgestatteten Beamtenmagnaten noch einen Hunderter herausschlagen, dann zeigt das auch, wes Geistes Kind Sie sind. Da schauen die Großen auf die Großen, und die Kleinen vergisst man, das ist nämlich die nächste Generation. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kogler: Richtig!
Wir tauschen heute in der letzten Debatte gegenseitig Argumente zu den Finanzen, zum Steueraufkommen und so weiter aus. Ja, man könnte die Augen schließen und man könnte ein Jahr zurückgehen oder noch ein Jahr zurückgehen, und es würden immer dieselben Argumente kommen; beispielsweise kommt vom Bruno Rossmann immer wieder dasselbe Argument, dass wir ein Problem in der Steuerstruktur haben, weil wir viel zu wenig vermögensbezogene Steuern haben. (Abg. Kogler: Richtig!) Wir haben kein Vermögensteuergesetz, lieber Bruno Rossmann, aber wir haben mittlerweile sehr hohen Steuern auf Vermögen und Kapital. (Abg. Kogler: Auf Arbeit!) Ich erinnere daran: Bei der Steuerreform haben wir die Immobilienertragsteuer von 25 auf 30 Prozent erhöht, wir haben die Wertpapierkapitalertragsteuer von 25 auf 27,5 Prozent erhöht, wir haben die Bemessungsgrundlage bei der Grunderwerbsteuer erhöht und wir stehen ganz einfach dazu, dass wir keine Substanzbesteuerung wollen, weil wir das Eigentum nicht noch zusätzlich besteuern wollen – im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Auf Arbeit!
Wir tauschen heute in der letzten Debatte gegenseitig Argumente zu den Finanzen, zum Steueraufkommen und so weiter aus. Ja, man könnte die Augen schließen und man könnte ein Jahr zurückgehen oder noch ein Jahr zurückgehen, und es würden immer dieselben Argumente kommen; beispielsweise kommt vom Bruno Rossmann immer wieder dasselbe Argument, dass wir ein Problem in der Steuerstruktur haben, weil wir viel zu wenig vermögensbezogene Steuern haben. (Abg. Kogler: Richtig!) Wir haben kein Vermögensteuergesetz, lieber Bruno Rossmann, aber wir haben mittlerweile sehr hohen Steuern auf Vermögen und Kapital. (Abg. Kogler: Auf Arbeit!) Ich erinnere daran: Bei der Steuerreform haben wir die Immobilienertragsteuer von 25 auf 30 Prozent erhöht, wir haben die Wertpapierkapitalertragsteuer von 25 auf 27,5 Prozent erhöht, wir haben die Bemessungsgrundlage bei der Grunderwerbsteuer erhöht und wir stehen ganz einfach dazu, dass wir keine Substanzbesteuerung wollen, weil wir das Eigentum nicht noch zusätzlich besteuern wollen – im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir tauschen heute in der letzten Debatte gegenseitig Argumente zu den Finanzen, zum Steueraufkommen und so weiter aus. Ja, man könnte die Augen schließen und man könnte ein Jahr zurückgehen oder noch ein Jahr zurückgehen, und es würden immer dieselben Argumente kommen; beispielsweise kommt vom Bruno Rossmann immer wieder dasselbe Argument, dass wir ein Problem in der Steuerstruktur haben, weil wir viel zu wenig vermögensbezogene Steuern haben. (Abg. Kogler: Richtig!) Wir haben kein Vermögensteuergesetz, lieber Bruno Rossmann, aber wir haben mittlerweile sehr hohen Steuern auf Vermögen und Kapital. (Abg. Kogler: Auf Arbeit!) Ich erinnere daran: Bei der Steuerreform haben wir die Immobilienertragsteuer von 25 auf 30 Prozent erhöht, wir haben die Wertpapierkapitalertragsteuer von 25 auf 27,5 Prozent erhöht, wir haben die Bemessungsgrundlage bei der Grunderwerbsteuer erhöht und wir stehen ganz einfach dazu, dass wir keine Substanzbesteuerung wollen, weil wir das Eigentum nicht noch zusätzlich besteuern wollen – im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Deswegen gibt es ja den Freibetrag von 500 000 €!
Wir wollen nämlich den Menschen und auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, dass sie sich Eigentum schaffen können. Sie finden beispielsweise nichts dabei, wenn jemand beispielsweise ein Haus von seinen Eltern erbt, dass der noch einen Kredit aufnehmen muss, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. (Abg. Kogler: Deswegen gibt es ja den Freibetrag von 500 000 €!) Das kommt für uns sicherlich nicht infrage, Kollege Rossmann! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Völlig faktenbefreit!) – Das ist überhaupt nicht faktenbefreit, Kollege Kogler! Wir haben die Steuerreform beschlossen, und ihr habt nicht mitgestimmt. Mit 5,4 Milliarden € entlasten wir den Faktor Arbeit, und ihr habt nicht mitgestimmt. Also da braucht ihr euch dann auch nicht aufzuregen, weil der Faktor Arbeit nicht entlastet wird. Wir haben ihn entlastet, und zwar in einem hohen Ausmaß!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Völlig faktenbefreit!
Wir wollen nämlich den Menschen und auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, dass sie sich Eigentum schaffen können. Sie finden beispielsweise nichts dabei, wenn jemand beispielsweise ein Haus von seinen Eltern erbt, dass der noch einen Kredit aufnehmen muss, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. (Abg. Kogler: Deswegen gibt es ja den Freibetrag von 500 000 €!) Das kommt für uns sicherlich nicht infrage, Kollege Rossmann! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Völlig faktenbefreit!) – Das ist überhaupt nicht faktenbefreit, Kollege Kogler! Wir haben die Steuerreform beschlossen, und ihr habt nicht mitgestimmt. Mit 5,4 Milliarden € entlasten wir den Faktor Arbeit, und ihr habt nicht mitgestimmt. Also da braucht ihr euch dann auch nicht aufzuregen, weil der Faktor Arbeit nicht entlastet wird. Wir haben ihn entlastet, und zwar in einem hohen Ausmaß!
Abg. Glawischnig-Piesczek: Das sagt Bruno Rossmann jedes Mal!
Zum Thema Steuerstruktur: Ja, mir wäre es auch lieber – und der Herr Finanzminister hat das auch schon ein paarmal gesagt, und da sind wir vollkommen einer Meinung –, man könnte einfach auf die Reset-Taste drücken und bei einer Stunde null beginnen, um sich zu überlegen, wie man ein Steuersystem neu aufsetzen will. Bei einem Steuersystem allerdings, das so aussieht, wie es aussieht, mit extrem hohen Lohnnebenkosten, mit einem Anteil an unterschiedlichen Steuern für Unternehmen, für Kapitalgesellschaften Körperschaftsteuer und für Personen und Einzelunternehmen Einkommensteuer, muss man sich eben einmal überlegen, wie man diese Steuerstruktur verändert, statt immer nur neue Steuern zu erfinden, denn eine Ökosteuer, Kollege Rossmann, geht auch nicht, wenn wir nicht gleichzeitig die kompletten Lohnnebenkosten mindestens halbieren. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das sagt Bruno Rossmann jedes Mal!) Darüber muss man einmal sprechen, aber nicht, indem man immer neue Steuern fordert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Thema Steuerstruktur: Ja, mir wäre es auch lieber – und der Herr Finanzminister hat das auch schon ein paarmal gesagt, und da sind wir vollkommen einer Meinung –, man könnte einfach auf die Reset-Taste drücken und bei einer Stunde null beginnen, um sich zu überlegen, wie man ein Steuersystem neu aufsetzen will. Bei einem Steuersystem allerdings, das so aussieht, wie es aussieht, mit extrem hohen Lohnnebenkosten, mit einem Anteil an unterschiedlichen Steuern für Unternehmen, für Kapitalgesellschaften Körperschaftsteuer und für Personen und Einzelunternehmen Einkommensteuer, muss man sich eben einmal überlegen, wie man diese Steuerstruktur verändert, statt immer nur neue Steuern zu erfinden, denn eine Ökosteuer, Kollege Rossmann, geht auch nicht, wenn wir nicht gleichzeitig die kompletten Lohnnebenkosten mindestens halbieren. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das sagt Bruno Rossmann jedes Mal!) Darüber muss man einmal sprechen, aber nicht, indem man immer neue Steuern fordert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Ich freue mich, wenn wir heute das Budget beschließen. Es ist ein gutes, ein solides Budget. Und wenn wir den Bundesrechnungsabschluss 2017 diskutieren, werden wir sehen, dass genau dieses Budget gut gehalten hat. – Danke, Herr Finanzminister, für die Vorlage. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
In der österreichischen Frauenpolitik bewegen wir uns in einem Spannungsfeld zwischen konservativen Rollenbildern auf der einen Seite und etatistischen Maßnahmen auf der anderen Seite, um das Ganze dann im Nachhinein wieder einzufangen. Ich glaube, dass weder das eine noch das andere uns dabei hilft, in der Frage der Geschlechtergerechtigkeit weiterzukommen. Umso mehr freut mich deshalb, dass das Finanzministerium da schon einen wichtigen Ansatz gefunden hat. Ich freue mich darauf, wenn die Maßnahmen, die da in den Gleichstellungszielen angeführt werden, in den nächsten Jahren auch umgesetzt werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Zuerst möchte ich mich einmal recht herzlich beim Budgetdienst des Hauses bedanken, der ja sehr viel an Vorarbeit für uns geleistet hat: ein recht herzliches Dankeschön. Ich glaube, das kann ich im Namen aller sagen. Danke! Und an die Beamtinnen und Beamten des Finanzministeriums, die uns die Grundlagen geliefert haben, ebenfalls ein recht herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kommunalkredit!
in Kärnten dafür bezahlen. So geht Geldverteilung nicht! Verantwortung gehört her! Deswegen wurde dieses Budget so vorgelegt. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kommunalkredit!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zum Abschluss, der Plenartag neigt sich ja doch bald dem Ende zu, möchte ich Sie wirklich fragen: Schaffen wir heute auch gemeinsam noch ein Zeichen der Fairness, meine Damen und Herren? Schaffen wir es, dem Finanzminister zu danken, dass er im Rahmen des Möglichen in diesen herausfordernden Zeiten ein wirklich solides Budget zusammengebracht hat? – Ich glaube, diesen Applaus hat sich gerade der aktuelle Ressortminister verdient. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Zum Schluss ist daher mein Appell an Sie, nicht nur die Frage der Höhe und Größe der Töpfe während der Diskussion im Auge zu behalten, sondern auch zu schauen, wie wir das, was wir haben, gut miteinander abstimmen können, um möglichst effizient und schlagkräftig unsere österreichischen Bemühungen in dieser Frage der globalen nachhaltigen Entwicklung umzusetzen. – Vielen lieben Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Von wem ist die Unterschrift?! – Abg. Kogler: Ist das überhaupt ein Abgeordneter?!
(Ruf bei der SPÖ: Von wem ist die Unterschrift?! – Abg. Kogler: Ist das überhaupt ein Abgeordneter?!)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die hiefür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist einstimmig angenommen. (E 182.) (Beifall bei SPÖ und Grünen.)