Eckdaten:
Für die 102. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1086 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Ruf bei der ÖVP: „Wir“!?
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Seit gestern wissen wir (Ruf bei der ÖVP: „Wir“!?), dass sich im Rahmen der Regierung etwas Neues gebildet hat. Wir wissen nicht genau, was das ist, aber das betrifft natürlich die Regierungsarbeit, aber es betrifft natürlich auch das Parlament und vor allem das Recht auf Information des Parlamentes. In der heutigen „Kleinen Zeitung“ steht als Titel: „FP-Spaltung fix: Schüssel schließt Neuwahlen nicht aus.“
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Zur Geschäftsbehandlung!
Aber einfach zur Tagesordnung überzugehen, das ist auf Grund der Ereignisse von gestern absolut nicht möglich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Zur Geschäftsbehandlung!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Cap, wie so oft ist der Wunsch der Vater des Gedankens. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung, meine Damen und Herren, ist im Amt. Diese Bundesregierung wird für Österreich weiterarbeiten, und zwar erfolgreich für Österreich weiterarbeiten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden daher seitens der Österreichischen Volkspartei selbstverständlich dem Ansinnen auf Absetzung der Beratungsgruppen IX, VIII und III des Bundesfinanzgesetzes 2006 von der Tagesordnung nicht zustimmen! Das ist ja völlig klar. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben derzeit im Parlament ein wichtiges Vorhaben zu beraten. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir wollen arbeiten, meine Damen und Herren, und wir werden arbeiten im Sinne der notwendigen Entscheidungen für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben derzeit im Parlament ein wichtiges Vorhaben zu beraten. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir wollen arbeiten, meine Damen und Herren, und wir werden arbeiten im Sinne der notwendigen Entscheidungen für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Daher werden wir selbstverständlich, so wie in der Präsidiale von allen Parteien und Klubs, die hier im Parlament vertreten sind, vereinbart, das Budget nicht nur intensiv beraten, sondern wir werden, so wie vorgesehen, das Budget hier im Nationalrat auch beschließen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) und damit das klare Signal setzen: Es gibt eine stabile Regierung und eine stabile Mehrheit! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher werden wir selbstverständlich, so wie in der Präsidiale von allen Parteien und Klubs, die hier im Parlament vertreten sind, vereinbart, das Budget nicht nur intensiv beraten, sondern wir werden, so wie vorgesehen, das Budget hier im Nationalrat auch beschließen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) und damit das klare Signal setzen: Es gibt eine stabile Regierung und eine stabile Mehrheit! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ
Im Übrigen (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ) – Moment, bevor Sie sich aufregen! –: Der Herr Bundeskanzler wird heute unter anderem auch den Herrn Bundespräsidenten informieren. Und ich höre ja, dass von Seiten der Grünen der Wunsch besteht, diese Frage heute im Rahmen eines Dringlichen Antrages oder einer Dringlichen Anfrage zu diskutieren, und daher wird das Plenum darüber diskutieren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafte Zwischenrufe des Abg. Reheis. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zwei Dinge sind klar: Wir arbeiten für Österreich! Und: Diese Bundesregierung hat eine stabile Mehrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafte Zwischenrufe des Abg. Reheis. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Weiters gelangt zur Geschäftsbehandlung Herr Klubobmann Van der Bellen zu Wort. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine gewisse Ernsthaftigkeit ...!
Am Wort ist der Klubobmann der Grünen. (Abg. Dr. Jarolim: Eine gewisse Ernsthaftigkeit ...!)
Ruf bei der SPÖ: Ja! Genau!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Wenn Herr Kollege Cap meint, dass zur Tagesordnung überzugehen angesichts dieser Situation schlicht unmöglich ist, hat er natürlich Recht – das ist gar keine Frage. Wir wissen ja gar nicht mehr, mit wem wir es hier zu tun haben (Ruf bei der SPÖ: Ja! Genau!) links (in Richtung der freiheitlichen Fraktion weisend) von mir. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Wenn Herr Kollege Cap meint, dass zur Tagesordnung überzugehen angesichts dieser Situation schlicht unmöglich ist, hat er natürlich Recht – das ist gar keine Frage. Wir wissen ja gar nicht mehr, mit wem wir es hier zu tun haben (Ruf bei der SPÖ: Ja! Genau!) links (in Richtung der freiheitlichen Fraktion weisend) von mir. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer
Im Übrigen hat Herr Kollege Molterer Recht: Die Grünen stellen einen Dringlichen Antrag, der heute ab 15 Uhr zu behandeln ist. Dieser Dringliche Antrag verlangt einen Rücktritt der gesamten Bundesregierung (ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer), und ich nehme an beziehungsweise ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass Bundeskanzler Schüssel diese Gelegenheit wahrnehmen wird, zu begründen, warum er mit diesem – wie heißt es jetzt? – BZ...-irgendwas (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ), irgendwas mit „BZ“ (Abg. Neudeck: Das passiert einem, wenn man zu Fuß ...!), weiterzuregieren gedenkt.
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ
Im Übrigen hat Herr Kollege Molterer Recht: Die Grünen stellen einen Dringlichen Antrag, der heute ab 15 Uhr zu behandeln ist. Dieser Dringliche Antrag verlangt einen Rücktritt der gesamten Bundesregierung (ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer), und ich nehme an beziehungsweise ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass Bundeskanzler Schüssel diese Gelegenheit wahrnehmen wird, zu begründen, warum er mit diesem – wie heißt es jetzt? – BZ...-irgendwas (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ), irgendwas mit „BZ“ (Abg. Neudeck: Das passiert einem, wenn man zu Fuß ...!), weiterzuregieren gedenkt.
Abg. Neudeck: Das passiert einem, wenn man zu Fuß ...!
Im Übrigen hat Herr Kollege Molterer Recht: Die Grünen stellen einen Dringlichen Antrag, der heute ab 15 Uhr zu behandeln ist. Dieser Dringliche Antrag verlangt einen Rücktritt der gesamten Bundesregierung (ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer), und ich nehme an beziehungsweise ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass Bundeskanzler Schüssel diese Gelegenheit wahrnehmen wird, zu begründen, warum er mit diesem – wie heißt es jetzt? – BZ...-irgendwas (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ), irgendwas mit „BZ“ (Abg. Neudeck: Das passiert einem, wenn man zu Fuß ...!), weiterzuregieren gedenkt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich entnehme den Zeitungen, dass sich der Klub aufgelöst hat, sich einen neuen Namen gibt. Zweifellos sind das Veränderungen irgendwelcher Art. – Ist es Ihnen schriftlich mitgeteilt worden? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Oh-Rufe bei den Grünen und der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Letzterem darf ich Ihnen gleich sagen, dass mir § 7 letzter Satz natürlich wohl bekannt ist. Eine Mitteilung des Klubs der Freiheitlichen über eine Veränderung habe ich nicht erhalten. (Oh-Rufe bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Es ist schon interessant, dass der Klubobmann der sozialdemokratischen Fraktion Cap hier eine Einheit sieht – auch staatsrechtlich anscheinend –: Regierung, Parlament und Partei. – Das mag in seiner Gesinnungsgemeinschaft so sein. Ich unterscheide diese Institutionen: Regierung – hier die Volksvertretung – und auf der anderen Seite politische Parteien. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Öllinger.
Ich nehme auch zur Kenntnis, dass Kollege Cap hier eine Erklärung verlangt – das sei ihm unbenommen –, aber es gibt keine Veränderung in der Regierung und, Herr Kollege Van der Bellen, es gibt auch keine Veränderung im freiheitlichen Parlamentsklub. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Öllinger.) Deshalb ist auch keine Anzeige notwendig.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Gegensatz zu Ihnen, meine Damen und Herren, gibt es bei uns auch jetzt schon parteifreie Abgeordnete. Aber das ist auch ein anderes Demokratieverständnis, das wir hier haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ
Wir sehen aber selbstverständlich ein, dass die Opposition den Wunsch hat, hier eine Debatte zu führen, und Sie wissen wahrscheinlich, dass die freiheitliche Fraktion eine Dringliche Anfrage in erster Position einbringen könnte. Das werden wir nicht tun, weil wir uns selbstverständlich (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ) dieser Diskussion stellen werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Umsetzung des Regierungsprogramms stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: „Mit peinlicher Genauigkeit“!
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Ich gehe davon aus, dass der Klub der Freiheitlichen mir jede Veränderung in der Zusammensetzung des Klubs oder in der Bezeichnung des Klubs et cetera, wie immer es die Geschäftsordnung vorschreibt, mit peinlicher Genauigkeit (Ruf bei der SPÖ: „Mit peinlicher Genauigkeit“!) mitteilen wird (Abg. Mag. Muttonen: Es gibt sie ja gar nicht mehr!), und ich gebe Ihnen die Versicherung, dass ich darüber wachen werde, dass diese Geschäftsordnungsbestimmungen genauestens eingehalten werden. (Abg. Mag. Muttonen: Die Freiheitlichen gibt es ja nicht mehr!)
Abg. Mag. Muttonen: Es gibt sie ja gar nicht mehr!
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Ich gehe davon aus, dass der Klub der Freiheitlichen mir jede Veränderung in der Zusammensetzung des Klubs oder in der Bezeichnung des Klubs et cetera, wie immer es die Geschäftsordnung vorschreibt, mit peinlicher Genauigkeit (Ruf bei der SPÖ: „Mit peinlicher Genauigkeit“!) mitteilen wird (Abg. Mag. Muttonen: Es gibt sie ja gar nicht mehr!), und ich gebe Ihnen die Versicherung, dass ich darüber wachen werde, dass diese Geschäftsordnungsbestimmungen genauestens eingehalten werden. (Abg. Mag. Muttonen: Die Freiheitlichen gibt es ja nicht mehr!)
Abg. Mag. Muttonen: Die Freiheitlichen gibt es ja nicht mehr!
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Ich gehe davon aus, dass der Klub der Freiheitlichen mir jede Veränderung in der Zusammensetzung des Klubs oder in der Bezeichnung des Klubs et cetera, wie immer es die Geschäftsordnung vorschreibt, mit peinlicher Genauigkeit (Ruf bei der SPÖ: „Mit peinlicher Genauigkeit“!) mitteilen wird (Abg. Mag. Muttonen: Es gibt sie ja gar nicht mehr!), und ich gebe Ihnen die Versicherung, dass ich darüber wachen werde, dass diese Geschäftsordnungsbestimmungen genauestens eingehalten werden. (Abg. Mag. Muttonen: Die Freiheitlichen gibt es ja nicht mehr!)
Abg. Riepl: Was ist mit der Präsidiale?
Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. (Abg. Riepl: Was ist mit der Präsidiale?)
Abg. Parnigoni: ...! Ist ja unerhört! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Cap hat angeregt, eine Präsidiale durchzuführen. – Ich trete dieser Anregung nicht bei. (Abg. Parnigoni: ...! Ist ja unerhört! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Falls aber von jetzt bis zur Behandlung des Dringlichen Antrages ein Bedarf nach Diskussion besteht, werde ich, sobald ich vom Vorsitz abgehe – ich werde mich vorher noch mit den Klubobleuten beraten –, gegebenenfalls eine Beratung durchführen. Wir werden sehen, ob das notwendig ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Es gibt keine Freiheitlichen!
Demgemäß ist eine Tagesblockredezeit von 9 „Wiener Stunden“ vorgeschlagen, sodass sich folgende Redezeiten ergeben: ÖVP und SPÖ je 158 Minuten, Freiheitliche 108 Minuten (Abg. Mag. Muttonen: Es gibt keine Freiheitlichen!) sowie Grüne 117 Minuten. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Demgemäß ist eine Tagesblockredezeit von 9 „Wiener Stunden“ vorgeschlagen, sodass sich folgende Redezeiten ergeben: ÖVP und SPÖ je 158 Minuten, Freiheitliche 108 Minuten (Abg. Mag. Muttonen: Es gibt keine Freiheitlichen!) sowie Grüne 117 Minuten. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Wie kommen Sie eigentlich dazu, dass den Freiheitlichen ..., Herr Präsident?
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen. (Abg. Dr. Jarolim: Wie kommen Sie eigentlich dazu, dass den Freiheitlichen ..., Herr Präsident?) – Der Vorschlag findet die notwendige Mehrheit – er ist zwar nicht einstimmig, aber mit der notwendigen Mehrheit angenommen.
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Sie brechen die Geschäftsordnung, Herr Präsident!
Zu Wort gemeldet ist als Erster Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. Seine Wunschredezeit beträgt 10 Minuten, die gesetzliche Redezeit beträgt 20 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Sie brechen die Geschäftsordnung, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt überhaupt nicht!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es erhebt sich am Beginn dieser heutigen Debatte die Frage, ob die Bundesregierung das Budget, das sie dem Hohen Haus vorgelegt hat, überhaupt selbst noch ernst nimmt. Wir verhandeln das Budget des Jahres 2006, und seit Beginn der Budgetberatungen hat es mehrere internationale Analysen und Prognosen der österreichischen Wirtschaftsforscher gegeben, die darauf hingewiesen haben, dass die Annahmen, die diesem Budget zugrunde liegen, heute bereits völlig anders sind, als zu dem Zeitpunkt, zu dem das Budget erstellt wurde. (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt überhaupt nicht!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, meine sehr verehrten Damen und Herren, das Budget, das wir hier und heute diskutieren, ist auf Sand gebaut und nicht auf realen Prognosen, und es wird daher im Jahr 2006 auch nicht halten. Daher brauchen wir ein neues Budget, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Von den Abgeordneten wird es getragen!
Es stellt sich überhaupt die Frage: Welcher politische Konsens steht nun hinter diesem Budget? – Ist es ein Budget, das, so nehme ich an, von der ÖVP getragen ist? Wird es von der BZÖ getragen? Wird es von der FPÖ getragen? Handelt es sich um ein Budget einer Zwei-Parteien-Koalition oder handelt es sich um ein Budget einer Drei-Parteien-Koalition? (Abg. Dr. Fekter: Von den Abgeordneten wird es getragen!) Mit wem haben wir es hier überhaupt zu tun? Bis jetzt haben sich die Abgeordneten hier im Hohen Haus nicht deklariert: Gehören sie nun zur FPÖ oder gehören sie zur BZÖ? Was ist eigentlich das Gegenüber, mit dem wir es heute zu tun haben? (Abg. Scheibner: Das kann Ihnen völlig egal sein!)
Abg. Scheibner: Das kann Ihnen völlig egal sein!
Es stellt sich überhaupt die Frage: Welcher politische Konsens steht nun hinter diesem Budget? – Ist es ein Budget, das, so nehme ich an, von der ÖVP getragen ist? Wird es von der BZÖ getragen? Wird es von der FPÖ getragen? Handelt es sich um ein Budget einer Zwei-Parteien-Koalition oder handelt es sich um ein Budget einer Drei-Parteien-Koalition? (Abg. Dr. Fekter: Von den Abgeordneten wird es getragen!) Mit wem haben wir es hier überhaupt zu tun? Bis jetzt haben sich die Abgeordneten hier im Hohen Haus nicht deklariert: Gehören sie nun zur FPÖ oder gehören sie zur BZÖ? Was ist eigentlich das Gegenüber, mit dem wir es heute zu tun haben? (Abg. Scheibner: Das kann Ihnen völlig egal sein!)
Abg. Neudeck: ... ist Ihnen kein Begriff!
Das heißt, wir haben zum einen ein Budget, das auf falschen Prognosen basiert und in hohem Maß revidierungsbedürftig ist, und zum anderen ist nicht klar, wer dieses Budget überhaupt politisch unterstützt. (Abg. Neudeck: ... ist Ihnen kein Begriff!) Und diese Situation haben wir, meine sehr verehrten Damen und Herren, angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit. Das ist doch ein völlig unverantwortliches Vorgehen, das offensichtlich von ÖVP, BZÖ und FPÖ an den Tag gelegt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, wir haben zum einen ein Budget, das auf falschen Prognosen basiert und in hohem Maß revidierungsbedürftig ist, und zum anderen ist nicht klar, wer dieses Budget überhaupt politisch unterstützt. (Abg. Neudeck: ... ist Ihnen kein Begriff!) Und diese Situation haben wir, meine sehr verehrten Damen und Herren, angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit. Das ist doch ein völlig unverantwortliches Vorgehen, das offensichtlich von ÖVP, BZÖ und FPÖ an den Tag gelegt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine totale Themenverfehlung!
Im Übrigen stellt sich auch die Frage nach der Legitimationsbasis. Gestern haben alle Österreicherinnen und Österreicher mitbekommen, dass die Parteiführung der FPÖ aus der FPÖ austritt. Die Parteiführung der FPÖ tritt aus der FPÖ aus! Jetzt stellt sich die Frage: Wieso machen die das? – Offensichtlich haben Ängste bestanden, dass sie am Parteitag am 23. April keine Mehrheit mehr finden. Offensichtlich wollten sie sich diesem Parteitag gar nicht mehr stellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine totale Themenverfehlung!) Offensichtlich ist die Legitimationsgrundlage für das, was die Bundesregierung macht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wo ist der Bezug zum Budget? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), in der FPÖ so dünn geworden, dass die Parteispitze aus der FPÖ austritt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herrn Gusenbauer fällt zum Budget nichts ein!) Daher frage ich mich: Wo ist die politische Legitimationsbasis für das, was hier und heute beraten werden soll? Es gibt offensichtlich eine Parteispitze ohne Partei, und das wird wohl zu wenig sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wo ist der Bezug zum Budget? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Im Übrigen stellt sich auch die Frage nach der Legitimationsbasis. Gestern haben alle Österreicherinnen und Österreicher mitbekommen, dass die Parteiführung der FPÖ aus der FPÖ austritt. Die Parteiführung der FPÖ tritt aus der FPÖ aus! Jetzt stellt sich die Frage: Wieso machen die das? – Offensichtlich haben Ängste bestanden, dass sie am Parteitag am 23. April keine Mehrheit mehr finden. Offensichtlich wollten sie sich diesem Parteitag gar nicht mehr stellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine totale Themenverfehlung!) Offensichtlich ist die Legitimationsgrundlage für das, was die Bundesregierung macht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wo ist der Bezug zum Budget? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), in der FPÖ so dünn geworden, dass die Parteispitze aus der FPÖ austritt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herrn Gusenbauer fällt zum Budget nichts ein!) Daher frage ich mich: Wo ist die politische Legitimationsbasis für das, was hier und heute beraten werden soll? Es gibt offensichtlich eine Parteispitze ohne Partei, und das wird wohl zu wenig sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herrn Gusenbauer fällt zum Budget nichts ein!
Im Übrigen stellt sich auch die Frage nach der Legitimationsbasis. Gestern haben alle Österreicherinnen und Österreicher mitbekommen, dass die Parteiführung der FPÖ aus der FPÖ austritt. Die Parteiführung der FPÖ tritt aus der FPÖ aus! Jetzt stellt sich die Frage: Wieso machen die das? – Offensichtlich haben Ängste bestanden, dass sie am Parteitag am 23. April keine Mehrheit mehr finden. Offensichtlich wollten sie sich diesem Parteitag gar nicht mehr stellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine totale Themenverfehlung!) Offensichtlich ist die Legitimationsgrundlage für das, was die Bundesregierung macht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wo ist der Bezug zum Budget? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), in der FPÖ so dünn geworden, dass die Parteispitze aus der FPÖ austritt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herrn Gusenbauer fällt zum Budget nichts ein!) Daher frage ich mich: Wo ist die politische Legitimationsbasis für das, was hier und heute beraten werden soll? Es gibt offensichtlich eine Parteispitze ohne Partei, und das wird wohl zu wenig sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Übrigen stellt sich auch die Frage nach der Legitimationsbasis. Gestern haben alle Österreicherinnen und Österreicher mitbekommen, dass die Parteiführung der FPÖ aus der FPÖ austritt. Die Parteiführung der FPÖ tritt aus der FPÖ aus! Jetzt stellt sich die Frage: Wieso machen die das? – Offensichtlich haben Ängste bestanden, dass sie am Parteitag am 23. April keine Mehrheit mehr finden. Offensichtlich wollten sie sich diesem Parteitag gar nicht mehr stellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine totale Themenverfehlung!) Offensichtlich ist die Legitimationsgrundlage für das, was die Bundesregierung macht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wo ist der Bezug zum Budget? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), in der FPÖ so dünn geworden, dass die Parteispitze aus der FPÖ austritt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herrn Gusenbauer fällt zum Budget nichts ein!) Daher frage ich mich: Wo ist die politische Legitimationsbasis für das, was hier und heute beraten werden soll? Es gibt offensichtlich eine Parteispitze ohne Partei, und das wird wohl zu wenig sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Muttonen: Er versteckt sich!
Das heißt, meine sehr verehrten Damen und Herren, wir sind hier mit einer Situation der völligen Instabilität dieser Regierung konfrontiert. Es gibt keine Klarheit, ob es eine Zwei- oder Drei-Parteien-Regierung gibt. Der Bundeskanzler ist sich nicht sicher, ob es Neuwahlen gibt oder nicht, aber er ist sich sicher darin, dass er nicht in das Parlament kommt und darüber redet und erklärt, wie die neue Situation ist. (Abg. Mag. Muttonen: Er versteckt sich!)
Beifall bei der SPÖ.
Absender diskutieren. – Das ist des Hohen Hauses wirklich nicht würdig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Eine weitere Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist doch die: Wir haben in wenigen Wochen eine Abstimmung über die Frage der Europäischen Verfassung. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Gestern hat Jörg Haider bei der Präsentation dieses BZÖ gesagt: Diese Partei steht loyal zur Regierung, nur, sie wird EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Sie wird also noch EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Was heißt das also, meine sehr verehrten Damen und Herren? (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) – Wird dieser neue Verein „BZÖ“ zur Europäischen Verfassung stehen: ja oder nein? (Abg. Scheibner: Sie hören wie immer falsch zu!) Kann sich irgendjemand vorstellen, dass mit einem BZÖ, das EU-kritischer ist als die alte FPÖ, die österreichische EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr zu machen ist?
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!
Eine weitere Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist doch die: Wir haben in wenigen Wochen eine Abstimmung über die Frage der Europäischen Verfassung. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Gestern hat Jörg Haider bei der Präsentation dieses BZÖ gesagt: Diese Partei steht loyal zur Regierung, nur, sie wird EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Sie wird also noch EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Was heißt das also, meine sehr verehrten Damen und Herren? (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) – Wird dieser neue Verein „BZÖ“ zur Europäischen Verfassung stehen: ja oder nein? (Abg. Scheibner: Sie hören wie immer falsch zu!) Kann sich irgendjemand vorstellen, dass mit einem BZÖ, das EU-kritischer ist als die alte FPÖ, die österreichische EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr zu machen ist?
Abg. Scheibner: Sie hören wie immer falsch zu!
Eine weitere Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist doch die: Wir haben in wenigen Wochen eine Abstimmung über die Frage der Europäischen Verfassung. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Gestern hat Jörg Haider bei der Präsentation dieses BZÖ gesagt: Diese Partei steht loyal zur Regierung, nur, sie wird EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Sie wird also noch EU-kritischer sein als die bisherige FPÖ. Was heißt das also, meine sehr verehrten Damen und Herren? (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) – Wird dieser neue Verein „BZÖ“ zur Europäischen Verfassung stehen: ja oder nein? (Abg. Scheibner: Sie hören wie immer falsch zu!) Kann sich irgendjemand vorstellen, dass mit einem BZÖ, das EU-kritischer ist als die alte FPÖ, die österreichische EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr zu machen ist?
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehenden Auges geht der Herr Bundeskanzler mit einer Koalition von ÖVP, BZÖ und FPÖ in ein europapolitisches Desaster, und das auf Kosten des Ansehens Österreichs. Ich finde, das Parlament hat allemal das Recht, das hier zu beraten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt doch nicht!
Der Misstrauensantrag der Grünen wird heute noch zur Debatte stehen, diskutiert und dann auch abgestimmt werden. Aber, Herr Präsident, angesichts einer solchen Krisensituation, einer derartigen Instabilität und völlig falscher Prognosen, die dem Budget zugrunde liegen (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt doch nicht!), nicht einmal eine Präsidiale einzuberufen, obwohl wir wissen, dass sonst selbst bei Kleinigkeiten Präsidialen einberufen werden, finde ich – das sage ich Ihnen ganz offen – sonderbar. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Anlass und den Mitteln, die hier im Hohen Haus gefunden werden.
Abg. Dr. Stummvoll: Aber das stimmt doch nicht!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Daher würde ich sagen: Der einzig richtige Schritt kann doch wohl nur darin bestehen, nachdem die Prognosen, die dem Budget zugrunde liegen, falsch sind (Abg. Dr. Stummvoll: Aber das stimmt doch nicht!), nachdem diese Prognosen revidiert sind, dass Sie dieses Budget zurückziehen und klären, wer der Bundesregierung angehört, die dann dem Hohen Haus ein neues Budget vorlegen sollte! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Daher würde ich sagen: Der einzig richtige Schritt kann doch wohl nur darin bestehen, nachdem die Prognosen, die dem Budget zugrunde liegen, falsch sind (Abg. Dr. Stummvoll: Aber das stimmt doch nicht!), nachdem diese Prognosen revidiert sind, dass Sie dieses Budget zurückziehen und klären, wer der Bundesregierung angehört, die dann dem Hohen Haus ein neues Budget vorlegen sollte! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gradwohl: Jetzt wäre darüber zu reden! Jetzt!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer! Ich habe enunziert, dass ich nach Beratung mit den Klubobleuten gegebenenfalls heute um 13.30 Uhr, so nehme ich an, eine Präsidialkonferenz machen werde, falls das notwendig ist. Ich werde mit allen Klubobleuten, sobald ich nicht mehr den Vorsitz inne habe, Gespräche führen. (Abg. Gradwohl: Jetzt wäre darüber zu reden! Jetzt!) Wir haben die Tagesordnung mit der notwendigen Mehrheit beschlossen, und daher gehen wir so vor. (Abg. Dr. Wittmann: Die Handhabung der Geschäftsordnung ist mehr als bedenklich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Die Handhabung der Geschäftsordnung ist mehr als bedenklich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer! Ich habe enunziert, dass ich nach Beratung mit den Klubobleuten gegebenenfalls heute um 13.30 Uhr, so nehme ich an, eine Präsidialkonferenz machen werde, falls das notwendig ist. Ich werde mit allen Klubobleuten, sobald ich nicht mehr den Vorsitz inne habe, Gespräche führen. (Abg. Gradwohl: Jetzt wäre darüber zu reden! Jetzt!) Wir haben die Tagesordnung mit der notwendigen Mehrheit beschlossen, und daher gehen wir so vor. (Abg. Dr. Wittmann: Die Handhabung der Geschäftsordnung ist mehr als bedenklich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
der Durchschnitt der EU. Dieses Budget beruht auf sehr sicheren Wachstumsprognosen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Jarolim: Das ist pure Arroganz, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner. Seine Redezeit beträgt 8 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Jarolim: Das ist pure Arroganz, Herr Präsident!) – Herr Abgeordneter Jarolim, dafür erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner. Seine Redezeit beträgt 8 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Jarolim: Das ist pure Arroganz, Herr Präsident!) – Herr Abgeordneter Jarolim, dafür erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin selbstverständlich froh, dass dieser Tagesordnungspunkt nicht abgesetzt wurde, denn ich glaube, der Bürger hat absolut kein Interesse an den Machtambitionen von Ihnen, Herr Gusenbauer, oder an jenen von Herrn Van der Bellen, sondern der Bürger hat ein Interesse daran, dass gearbeitet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Diese Regierung hat gearbeitet und will arbeiten. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist unglaublich! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist unglaublich! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin selbstverständlich froh, dass dieser Tagesordnungspunkt nicht abgesetzt wurde, denn ich glaube, der Bürger hat absolut kein Interesse an den Machtambitionen von Ihnen, Herr Gusenbauer, oder an jenen von Herrn Van der Bellen, sondern der Bürger hat ein Interesse daran, dass gearbeitet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Diese Regierung hat gearbeitet und will arbeiten. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist unglaublich! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Abgesehen davon, dass diese Machtspiele den Bürger nicht interessieren, haben wir uns um die wirklich wichtigen Fragen, die Fragen nach dem Arbeitsplatz und nach der Beschäftigung zu kümmern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: 2,5 Prozent!
Herr Gusenbauer, ich muss mich schon sehr wundern – und Kollege Stummvoll hat es schon angesprochen –: Sie und auch Professor Van der Bellen sagen, die Prognosewerte, auf denen dieses Budget aufgebaut ist, wären falsch. Sie haben die alte Rede erwischt, das haben Sie schon einmal im Jahr 2004 anlässlich des Budgets 2005 erzählt. Tatsache ist, dass das Wifo und auch das IHS die Prognosen nicht revidiert haben und dass das Budget 2006 genau auf den Wachstumserwartungen aufbaut, nämlich auf 2,3 Prozent. Letzten Freitag bestätigten Wifo und IHS genau diese 2,3 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: 2,5 Prozent!) 2,5 Prozent!
Beifall bei der ÖVP.
Damit sind wir beim gestrigen Tag. Gestern hat die Europäische Union ihre Wachstumsprognosen bekannt gegeben und hat sie für den Europaraum und für den Euroraum revidiert. Das ist bedauerlich, weil wir uns alle etwas anderes erhofft haben. Im Wesentlichen ist aber Österreich bestätigt worden, und die EU hat 2,1 Prozent in ihrer Kommissionsprognose enthalten. Lesen Sie sich das durch! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik!
Wir haben auch Vorteile bezüglich Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation. Jeder Arbeitslose ist zu bedauern, aber dennoch liegen wir im internationalen Schnitt besser. Die EU erwartet für nächstes Jahr einen Rückgang der österreichischen Arbeitslosigkeit auf 4,1 Prozent. Wir hoffen, dass diese Werte auch eintreffen. (Abg. Gradwohl: Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik!) Aber wissen Sie, worauf die EU das Ganze gründet? – Lesen Sie die Analysen, was darin steht. Wir haben die richtigen Maßnahmen (Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?), was die Strukturreformen anlangt, beispielsweise die Pensionsreform, und die richtigen Maßnahmen, was die Konjunkturstützung anlangt, gesetzt. Das heißt, wir
Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?
Wir haben auch Vorteile bezüglich Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation. Jeder Arbeitslose ist zu bedauern, aber dennoch liegen wir im internationalen Schnitt besser. Die EU erwartet für nächstes Jahr einen Rückgang der österreichischen Arbeitslosigkeit auf 4,1 Prozent. Wir hoffen, dass diese Werte auch eintreffen. (Abg. Gradwohl: Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik!) Aber wissen Sie, worauf die EU das Ganze gründet? – Lesen Sie die Analysen, was darin steht. Wir haben die richtigen Maßnahmen (Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?), was die Strukturreformen anlangt, beispielsweise die Pensionsreform, und die richtigen Maßnahmen, was die Konjunkturstützung anlangt, gesetzt. Das heißt, wir
Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?
haben nicht nur die richtigen Maßnahmen gesetzt (Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?), sondern wir haben die richtigen Maßnahmen auch zum richtigen Zeitpunkt gesetzt und die richtige Dosierung getroffen. All das haben Sie nicht getan! Das haben Sie falsch eingeschätzt und werden Sie auch in Zukunft falsch einschätzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
haben nicht nur die richtigen Maßnahmen gesetzt (Abg. Mag. Muttonen: Wer ist wir: die FPÖ, die BZÖ?), sondern wir haben die richtigen Maßnahmen auch zum richtigen Zeitpunkt gesetzt und die richtige Dosierung getroffen. All das haben Sie nicht getan! Das haben Sie falsch eingeschätzt und werden Sie auch in Zukunft falsch einschätzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren! Die EU hofft auf die Inlandsnachfrage und hofft, dass von dort entsprechende Impulse kommen. Wissen Sie aber, was unser großer Rettungsanker in den letzten Jahren und auch in diesem Jahr war? – Das war der Export. Daher ist das, was in diesem Budget bezüglich Wirtschaft und Arbeit steht, sehr richtig. Das Programm „Go International“ hat Wirkungen gezeigt. Österreich ist im Jahr 2004 der Export-Europameister. Das (Zwischenrufe bei der SPÖ) bestätigt, dass die Betriebe gut arbeiten, das bestätigt aber auch, dass die Rahmenbedingungen der Bundesregierung richtig sind – auch wenn Ihnen das nicht passt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die EU hofft auf die Inlandsnachfrage und hofft, dass von dort entsprechende Impulse kommen. Wissen Sie aber, was unser großer Rettungsanker in den letzten Jahren und auch in diesem Jahr war? – Das war der Export. Daher ist das, was in diesem Budget bezüglich Wirtschaft und Arbeit steht, sehr richtig. Das Programm „Go International“ hat Wirkungen gezeigt. Österreich ist im Jahr 2004 der Export-Europameister. Das (Zwischenrufe bei der SPÖ) bestätigt, dass die Betriebe gut arbeiten, das bestätigt aber auch, dass die Rahmenbedingungen der Bundesregierung richtig sind – auch wenn Ihnen das nicht passt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben aber auch im Erweiterungsbereich eine 14-prozentige Steigerung zu verzeichnen. Der Exportanteil beträgt derzeit 12,7 Prozent. – Auch reden wir dauernd davon, dass der Euro zu hoch bewertet sei. In Amerika haben wir 29 Prozent Exportsteigerungen gehabt, was eine tadellose Leistung der österreichischen Wirtschaft ist. Was merken Sie daran? – Wir waren in Amerika nicht auf der Kostenbasis erfolgreich, sondern deshalb, weil wir innovative Produkte haben, weil wir eine marktorientierte Wirtschaft haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Verzetnitsch: Eben!
Was haben wir aber jetzt, meine Damen und Herren? – Jetzt haben wir eine Debatte über die Dienstleistungsrichtlinie, als ob wir das Ganze nicht brauchen würden, als ob wir im Dienstleistungsbereich nicht mehr Exporte hätten und weniger Importe. – Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich bin nicht für eine unbeschränkte Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie, sondern für einen Abbau der administrativen Hemmnisse. (Abg. Verzetnitsch: Eben!) Daher wird es auch die Billigkonkurrenz, Herr Präsident Verzetnitsch, nicht geben, von der Sie immer Angst haben, weil die Entsenderichtlinie gilt.
Abg. Silhavy: Sehen Sie einmal den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin im Land!
Warum haben wir uns für diese Dienstleistungsfreiheit eingesetzt? – Unsere Betriebe aus Oberösterreich sind in Bayern schikaniert worden, sie haben dort Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Ähnliches rückstellen müssen. Deswegen wünsche ich mir auch von Ihnen im Rahmen der heutigen Debatte: Sehen Sie nicht nur Ihre kleinkarierten Machtthemen, sehen Sie auch die große Wettbewerbsfrage für den Standort Österreich, sehen Sie auch die Dienstleistungsrichtlinie einmal anders (Abg. Silhavy: Sehen Sie einmal den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin im Land!), nämlich sachlich, und sehen Sie die Maßnahmen im Rahmen von „Go International“, im Rahmen dieses Budgets richtig, dann werden Sie auch bemerken, dass diese Regierung (Abg. Dr. Wittmann: Welche Regierung?) die richtigen Maßnahmen für den Standort Österreich und seine Wettbewerbsfähigkeit getroffen hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Welche Regierung?
Warum haben wir uns für diese Dienstleistungsfreiheit eingesetzt? – Unsere Betriebe aus Oberösterreich sind in Bayern schikaniert worden, sie haben dort Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Ähnliches rückstellen müssen. Deswegen wünsche ich mir auch von Ihnen im Rahmen der heutigen Debatte: Sehen Sie nicht nur Ihre kleinkarierten Machtthemen, sehen Sie auch die große Wettbewerbsfrage für den Standort Österreich, sehen Sie auch die Dienstleistungsrichtlinie einmal anders (Abg. Silhavy: Sehen Sie einmal den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin im Land!), nämlich sachlich, und sehen Sie die Maßnahmen im Rahmen von „Go International“, im Rahmen dieses Budgets richtig, dann werden Sie auch bemerken, dass diese Regierung (Abg. Dr. Wittmann: Welche Regierung?) die richtigen Maßnahmen für den Standort Österreich und seine Wettbewerbsfähigkeit getroffen hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Warum haben wir uns für diese Dienstleistungsfreiheit eingesetzt? – Unsere Betriebe aus Oberösterreich sind in Bayern schikaniert worden, sie haben dort Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Ähnliches rückstellen müssen. Deswegen wünsche ich mir auch von Ihnen im Rahmen der heutigen Debatte: Sehen Sie nicht nur Ihre kleinkarierten Machtthemen, sehen Sie auch die große Wettbewerbsfrage für den Standort Österreich, sehen Sie auch die Dienstleistungsrichtlinie einmal anders (Abg. Silhavy: Sehen Sie einmal den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin im Land!), nämlich sachlich, und sehen Sie die Maßnahmen im Rahmen von „Go International“, im Rahmen dieses Budgets richtig, dann werden Sie auch bemerken, dass diese Regierung (Abg. Dr. Wittmann: Welche Regierung?) die richtigen Maßnahmen für den Standort Österreich und seine Wettbewerbsfähigkeit getroffen hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann – in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner –: Welche Regierung meinen Sie?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Sburny. Wunschredezeit: 8 Minuten. – Bitte, Frau Kollegin. (Abg. Dr. Wittmann – in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner –: Welche Regierung meinen Sie?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist unmöglich, es ist schlicht unmöglich, heute einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wenn Sie, Herr Kollege Mitterlehner, heute ausnahmsweise einmal auf die Dienstleistungsrichtlinie eingehen, was Sie sonst immer verweigern, wenn die Opposition darüber diskutieren will, dann ist das ein blankes Ablenkungsmanöver, und das wird nicht funktionieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Richtig!
Die Frage ist, wie eigentlich die Leute dazukommen, sich diese Debatten seit Wochen und Monaten anhören zu müssen (Abg. Dr. Jarolim: Richtig!), und Sie von der ÖVP, insbesondere Kollege Molterer, stellen sich her mit einer Arroganz ...
Abg. Öllinger: Darf man überhaupt noch etwas sagen? – Heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin! Für „Arroganz“ wurde bereits der Ordnungsruf erteilt. Ich erteile jetzt keinen. (Abg. Öllinger: Darf man überhaupt noch etwas sagen? – Heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.) Ich bitte um Mäßigung bei der Sprachwahl! (Abg. Öllinger: Dürfen wir noch den Mund aufmachen? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist skandalös! – Weitere heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Dürfen wir noch den Mund aufmachen? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist skandalös! – Weitere heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin! Für „Arroganz“ wurde bereits der Ordnungsruf erteilt. Ich erteile jetzt keinen. (Abg. Öllinger: Darf man überhaupt noch etwas sagen? – Heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.) Ich bitte um Mäßigung bei der Sprachwahl! (Abg. Öllinger: Dürfen wir noch den Mund aufmachen? – Abg. Dr. Jarolim: Das ist skandalös! – Weitere heftige Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein Skandal!
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme das selbstverständlich zur Kenntnis, möchte aber darauf hinweisen, dass wir heute eine Situation vorfinden (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein Skandal!), angesichts der man nicht sagen kann: Es ist alles so, wie es immer war. Doch das versucht momentan die ÖVP zu tun, als ob alles ganz normal und alles richtig wäre, und darauf muss man heute schon verweisen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme das selbstverständlich zur Kenntnis, möchte aber darauf hinweisen, dass wir heute eine Situation vorfinden (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein Skandal!), angesichts der man nicht sagen kann: Es ist alles so, wie es immer war. Doch das versucht momentan die ÖVP zu tun, als ob alles ganz normal und alles richtig wäre, und darauf muss man heute schon verweisen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden Sie doch! – Abg. Scheibner: Mit uns! Sie sind hier im Parlament! – Abg. Neudeck: Wir sind alle gewählt!
Die Menschen in Österreich haben eine Menge Sorgen, die sich auf die Fragen der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarktpolitik beziehen, und über all diese Themen kann heute nicht geredet werden, weil völlig unklar ist, mit wem wir es hier zu tun haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden Sie doch! – Abg. Scheibner: Mit uns! Sie sind hier im Parlament! – Abg. Neudeck: Wir sind alle gewählt!) – Warten Sie einmal ein bisschen! Ich kann einmal die Stenographin oder den Herrn Stenographen fragen, was sie eigentlich notieren, wenn Zwischenrufe kommen: Zwischenrufe von dem BZÖ oder von der F? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von der Partik-Pablé!) Das ist eine wichtige Frage, nicht? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf! Bei Zwischenrufen steht nur der Name ohne Partei!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Von der Partik-Pablé!
Die Menschen in Österreich haben eine Menge Sorgen, die sich auf die Fragen der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarktpolitik beziehen, und über all diese Themen kann heute nicht geredet werden, weil völlig unklar ist, mit wem wir es hier zu tun haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden Sie doch! – Abg. Scheibner: Mit uns! Sie sind hier im Parlament! – Abg. Neudeck: Wir sind alle gewählt!) – Warten Sie einmal ein bisschen! Ich kann einmal die Stenographin oder den Herrn Stenographen fragen, was sie eigentlich notieren, wenn Zwischenrufe kommen: Zwischenrufe von dem BZÖ oder von der F? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von der Partik-Pablé!) Das ist eine wichtige Frage, nicht? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf! Bei Zwischenrufen steht nur der Name ohne Partei!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf! Bei Zwischenrufen steht nur der Name ohne Partei!
Die Menschen in Österreich haben eine Menge Sorgen, die sich auf die Fragen der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarktpolitik beziehen, und über all diese Themen kann heute nicht geredet werden, weil völlig unklar ist, mit wem wir es hier zu tun haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden Sie doch! – Abg. Scheibner: Mit uns! Sie sind hier im Parlament! – Abg. Neudeck: Wir sind alle gewählt!) – Warten Sie einmal ein bisschen! Ich kann einmal die Stenographin oder den Herrn Stenographen fragen, was sie eigentlich notieren, wenn Zwischenrufe kommen: Zwischenrufe von dem BZÖ oder von der F? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von der Partik-Pablé!) Das ist eine wichtige Frage, nicht? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf! Bei Zwischenrufen steht nur der Name ohne Partei!)
Abg. Neudeck: Zwischenruf Neudeck!
Man kann feststellen: Es gibt eine ganz neue Unübersichtlichkeit hier, und die ÖVP versucht, das völlig zu verdecken. Wir haben gestern ... (Abg. Neudeck: Zwischenruf Neudeck!) Ich kann all das leider nicht mehr hören. Ich kann auch nicht darauf reagieren, aber vielleicht lassen Sie mich einfach weiterreden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Grünen haben gestern einen Neuwahlantrag gestellt. Ich glaube, dass das die einzig adäquate Reaktion ist auf diese Situation, die Sie hier geschaffen haben und bei der die ÖVP sich weigert, sie realistisch wahrzunehmen. Das ist ein weiterer Teil Ihrer Realitätsverweigerung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Völlig falsch!
Was haben wir denn? – Wir haben einen Klub. (Abg. Ellmauer: Völlig falsch!) – Lassen Sie mich einfach versuchen, einmal Klarheit zu schaffen. Sie können mir nicht übel nehmen, dass ich nach dem gestrigen Tag versuche, mir klar zu werden, mit wem ich es hier überhaupt zu tun habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie einfach verfassungsrechtlich! Das wäre gescheit!) – Mir geht es nicht um das Verfassungsrecht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihnen Wurscht!) Mir geht es um die politische Dimension, über das Verfassungsrecht und die Formalien werden Sie noch genug zu diskutieren haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie einfach verfassungsrechtlich! Das wäre gescheit!
Was haben wir denn? – Wir haben einen Klub. (Abg. Ellmauer: Völlig falsch!) – Lassen Sie mich einfach versuchen, einmal Klarheit zu schaffen. Sie können mir nicht übel nehmen, dass ich nach dem gestrigen Tag versuche, mir klar zu werden, mit wem ich es hier überhaupt zu tun habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie einfach verfassungsrechtlich! Das wäre gescheit!) – Mir geht es nicht um das Verfassungsrecht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihnen Wurscht!) Mir geht es um die politische Dimension, über das Verfassungsrecht und die Formalien werden Sie noch genug zu diskutieren haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihnen Wurscht!
Was haben wir denn? – Wir haben einen Klub. (Abg. Ellmauer: Völlig falsch!) – Lassen Sie mich einfach versuchen, einmal Klarheit zu schaffen. Sie können mir nicht übel nehmen, dass ich nach dem gestrigen Tag versuche, mir klar zu werden, mit wem ich es hier überhaupt zu tun habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie einfach verfassungsrechtlich! Das wäre gescheit!) – Mir geht es nicht um das Verfassungsrecht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihnen Wurscht!) Mir geht es um die politische Dimension, über das Verfassungsrecht und die Formalien werden Sie noch genug zu diskutieren haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was haben wir denn? – Wir haben einen Klub. (Abg. Ellmauer: Völlig falsch!) – Lassen Sie mich einfach versuchen, einmal Klarheit zu schaffen. Sie können mir nicht übel nehmen, dass ich nach dem gestrigen Tag versuche, mir klar zu werden, mit wem ich es hier überhaupt zu tun habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie einfach verfassungsrechtlich! Das wäre gescheit!) – Mir geht es nicht um das Verfassungsrecht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihnen Wurscht!) Mir geht es um die politische Dimension, über das Verfassungsrecht und die Formalien werden Sie noch genug zu diskutieren haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Böhmdorfer gehört nirgendwohin!
Wir haben hier einen Klub, der angeblich, rein formal, weil Sie ja nichts anderes gemeldet haben, der Klub der Freiheitlichen ist. Der Klub der Freiheitlichen besteht, soweit ich das nach all Ihren Rufen und Schreien beurteilen kann, aus Mitgliedern der Freiheitlichen Partei, ausgenommen Klubobmann Scheibner, der gestern schon gesagt hat, er gehört zur BZÖ, auch die anderen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Böhmdorfer gehört nirgendwohin!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das BZÖ!
Also der Klub der Freiheitlichen besteht aus Mitgliedern der BZÖ. Das nur einmal zur Klärung! Die BZÖ ist eine Partei, die zumindest einmal beim Innenministerium eingereicht ist ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Das BZÖ!) – Das BZÖ, Entschuldigung, ich muss das erst in mein Hirn hineinkriegen, das Bündnis. – Also das war einmal der Klub.
Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Partei!
Die Partei, auf dem das Ganze angeblich fußt, besteht aus einem Teil der ehemaligen FPÖ, sofern ich das richtig verstanden habe, nämlich der Spitze. Das heißt, die FPÖ ist jetzt führungslos, dafür haben wir ein BZÖ, das die ehemalige Spitze der FPÖ ist. Aber wer ist jetzt eigentlich bei der Partei BZÖ? Soweit ich das richtig verfolgt habe ... (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Partei!) – Ah, das ist keine Partei! Also das würde mich jetzt interessieren! Angeblich sind Statuten beim Innenministerium eingereicht. Das würde mich wirklich interessieren. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Die Partei, auf dem das Ganze angeblich fußt, besteht aus einem Teil der ehemaligen FPÖ, sofern ich das richtig verstanden habe, nämlich der Spitze. Das heißt, die FPÖ ist jetzt führungslos, dafür haben wir ein BZÖ, das die ehemalige Spitze der FPÖ ist. Aber wer ist jetzt eigentlich bei der Partei BZÖ? Soweit ich das richtig verfolgt habe ... (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Partei!) – Ah, das ist keine Partei! Also das würde mich jetzt interessieren! Angeblich sind Statuten beim Innenministerium eingereicht. Das würde mich wirklich interessieren. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Interesse vielleicht, aber Recht haben Sie gar keines!
Sie werden schon verstehen müssen, dass ich hier als Parlamentarierin ein Recht darauf habe, zu wissen, mit wem ich es hier zu tun habe, mit wem ich hier ein Budget diskutiere, mit wem hier heute ein Wirtschaftsbudget beschlossen wird, nehme ich doch an, nachdem Kollege Scheibner dafür gebürgt hat, dass zumindest bis Donnerstag die Koalition hält. Was der Kanzler Schüssel dann macht, wird man erst sehen, aber ich habe ein Interesse, zu wissen, mit wem ich es hier zu tun habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Interesse vielleicht, aber Recht haben Sie gar keines!)
Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ
nur zur Kenntnis nehmen wollen, dass sich verteilungspolitisch in Österreich eine ganz große Kluft auftut – das wollen Sie nicht erkennen, das ignorieren Sie –, genauso ignorieren Sie die Vorgänge hier seit gestern. Wenn der Bundeskanzler Schüssel gestern gesagt hat, Jörg Haider sei eine konstruktive Persönlichkeit (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ), dann ist das ganz sicher der Gipfel der Realitätsverweigerung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
nur zur Kenntnis nehmen wollen, dass sich verteilungspolitisch in Österreich eine ganz große Kluft auftut – das wollen Sie nicht erkennen, das ignorieren Sie –, genauso ignorieren Sie die Vorgänge hier seit gestern. Wenn der Bundeskanzler Schüssel gestern gesagt hat, Jörg Haider sei eine konstruktive Persönlichkeit (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ), dann ist das ganz sicher der Gipfel der Realitätsverweigerung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Wir haben ja letztes Mal schon darüber diskutiert, was die ÖVP unter einem professionellen Partner versteht. Ein Partner, der sich zuerst unterordnet und dann auflöst – Sie haben es ja fast geschafft –, der ist professionell für Sie. Heute könnte man einmal darüber diskutieren, was konstruktiv für Sie ist. Wenn Jörg Haider eine konstruktive Persönlichkeit für Sie ist, Jörg Haider, der zweimal seine eigene Partei in die Luft gesprengt hat, der in Kärnten ein wirtschaftspolitisches, arbeitsmarktpolitisches Desaster der Sonderklasse herbeiführt (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), wenn das konstruktiv ist, dann, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, wünsche Ihnen wirklich ganz viel Erfolg mit dieser „konstruktiven“ zukünftigen Regierung, so Sie tatsächlich vorhaben, diese weiterzuführen. (Abg. Öllinger: „Professionell“, „superprofessionell“!)
Abg. Öllinger: „Professionell“, „superprofessionell“!
Wir haben ja letztes Mal schon darüber diskutiert, was die ÖVP unter einem professionellen Partner versteht. Ein Partner, der sich zuerst unterordnet und dann auflöst – Sie haben es ja fast geschafft –, der ist professionell für Sie. Heute könnte man einmal darüber diskutieren, was konstruktiv für Sie ist. Wenn Jörg Haider eine konstruktive Persönlichkeit für Sie ist, Jörg Haider, der zweimal seine eigene Partei in die Luft gesprengt hat, der in Kärnten ein wirtschaftspolitisches, arbeitsmarktpolitisches Desaster der Sonderklasse herbeiführt (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), wenn das konstruktiv ist, dann, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, wünsche Ihnen wirklich ganz viel Erfolg mit dieser „konstruktiven“ zukünftigen Regierung, so Sie tatsächlich vorhaben, diese weiterzuführen. (Abg. Öllinger: „Professionell“, „superprofessionell“!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich frage mich ja, ob der Kanzler Schüssel nicht nur bis Donnerstag diese Regierung weiterführen will, damit er ein beschlossenes Budget hat und dann die Regierung, unter Umständen in irgendeiner Minderheitskonstellation, wie schon geschrieben wird, weitergeführt werden kann. Sie sollten sich das fragen, Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen oder vom BZÖ, wie auch immer, vom freiheitlichen Klub und dem BZÖ, wie das nach dem Donnerstag aussehen wird, wenn die ÖVP und der Kanzler Schüssel Sie eigentlich dann nicht mehr brauchen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich finde es erstaunlich, wenn die Erstrednerin für die Grünen, Frau Kollegin Sburny, ein einziges Mal das Wort „Wirtschaftsbudget“ in den Mund nimmt, und das nur im Zusammenhang mit dem möglichen Abstimmungsergebnis, das sie sich erwartet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie machen sich Sorgen um die Stenographen, dass die nicht wissen, was sie zu schreiben haben? Das lässt sich ganz einfach erklären. Sie nehmen am besten, Frau Kollegin Sburny, die Rednerliste zur Hand: Da steht hinter dem Namen Alfred Gusenbauer ein S für SPÖ, hinter dem Namen Reinhold Mitterlehner steht ein V für die Volkspartei. In Ihrem Fall brauche ich es Ihnen nicht zu erklären, Frau Kollegin Sburny. Und dann finden Sie den Namen Dipl.-Ing. Hofmann mit einem F dahinter, und dieses F steht für den freiheitlichen Klub. Also ich bin Mitglied des freiheitlichen Klubs, dieser ist unverändert. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Also was sind Sie jetzt? Sie sind eine gespaltene Partei zur Grenze an der Schizophrenie! Sie sollten zum Arzt gehen, Herr Hofmann!
Geschätzte Frau Kollegin, wir werden diese Regierungsarbeit in entsprechendem Maße umsetzen und unseren Beitrag dazu leisten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Also was sind Sie jetzt? Sie sind eine gespaltene Partei zur Grenze an der Schizophrenie! Sie sollten zum Arzt gehen, Herr Hofmann!)
Heiterkeit bei der SPÖ
Sie können die Instabilität herbeireden, geschätzte Damen und Herren (Heiterkeit bei der SPÖ) – es ist unrichtig, es ist eine erfolgreiche Regierungsarbeit, die hier passiert, und Sie versuchen immer, davon abzulenken. Wir werden Ihnen allerdings diesen Gefallen, auf Ihre Diskussion einzusteigen, nicht tun, weshalb ich mich nun dem Budget für Wirtschaft und Arbeit zuwende. (Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!)
Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!
Sie können die Instabilität herbeireden, geschätzte Damen und Herren (Heiterkeit bei der SPÖ) – es ist unrichtig, es ist eine erfolgreiche Regierungsarbeit, die hier passiert, und Sie versuchen immer, davon abzulenken. Wir werden Ihnen allerdings diesen Gefallen, auf Ihre Diskussion einzusteigen, nicht tun, weshalb ich mich nun dem Budget für Wirtschaft und Arbeit zuwende. (Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!)
Abg. Dr. Wittmann: Wer sind Sie jetzt? Wer spricht?
Geschätzte Damen und Herren! Österreich hat viele Vorteile gegenüber der Europäischen Union, gegenüber dem Euroraum, wie man sieht, wenn man sich die diversen Rankings anschaut. (Abg. Dr. Wittmann: Wer sind Sie jetzt? Wer spricht?) Österreich liegt mit seinem Defizit unter dem Durchschnittsdefizit der Europäischen Union. Das Durchschnittsdefizit der EU beträgt 2,6 Prozent, das Defizit Österreichs liegt unter 2 Prozent, und das obwohl Österreich eine Steuerreform über die Bühne gebracht hat, wie sie vom Ausmaß her in dieser Zweiten Republik noch nie da gewesen ist, und das Ganze ohne Gegenfinanzierung. (Abg. Reheis: So eine Regierung war überhaupt noch nie da!)
Abg. Reheis: So eine Regierung war überhaupt noch nie da!
Geschätzte Damen und Herren! Österreich hat viele Vorteile gegenüber der Europäischen Union, gegenüber dem Euroraum, wie man sieht, wenn man sich die diversen Rankings anschaut. (Abg. Dr. Wittmann: Wer sind Sie jetzt? Wer spricht?) Österreich liegt mit seinem Defizit unter dem Durchschnittsdefizit der Europäischen Union. Das Durchschnittsdefizit der EU beträgt 2,6 Prozent, das Defizit Österreichs liegt unter 2 Prozent, und das obwohl Österreich eine Steuerreform über die Bühne gebracht hat, wie sie vom Ausmaß her in dieser Zweiten Republik noch nie da gewesen ist, und das Ganze ohne Gegenfinanzierung. (Abg. Reheis: So eine Regierung war überhaupt noch nie da!)
Abg. Silhavy: Die Armut nimmt zu in diesem Jahr!
Die Kinderzuschläge zum Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag entlasten die Familien mit 230 Millionen Schilling. Das Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung ist gestiegen, Österreich belegt da einen Spitzenplatz im Ranking. Österreich ist, geschätzte Damen und Herren, wie wir wissen, das viertwohlhabendste Land in der Europäischen Union. (Abg. Silhavy: Die Armut nimmt zu in diesem Jahr!) Also das klingt völlig anders als das, was Sie ständig darzustellen versuchen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Der Weg ist richtig, und diesen Weg werden wir ganz gezielt weitergehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Wie stehen Ihre neuen Regierungspartner zur Eurozone?
In der Tat ist diese Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission für uns in vielerlei Hinsicht ermutigend. Es wird, wie schon gesagt worden ist, für Österreich für das Jahr 2005 ein Wachstum in der Höhe von 2,1 Prozent vorhergesagt. Was ich besonders bemerkenswert finde, das ist der Umstand, dass wir damit bereits einen Abstand von 0,5 Prozent zum Durchschnittswert der Eurozone von 1,6 Prozent schaffen. (Abg. Gradwohl: Wie stehen Ihre neuen Regierungspartner zur Eurozone?)
Abg. Marizzi: Von Österreich reden, nicht immer von Deutschland! Wir sind im österreichischen Parlament!
Was ich noch bemerkenswerter finde, meine Damen und Herren, das ist – hören Sie einmal kurz zu, Herr Abgeordneter, es wäre ganz gut! –, dass wir in Österreich bereits einen Wachstumsabstand im Ausmaß von 2,1 Prozent zu den 0,8 Prozent in Deutschland schaffen. Es wird Sie interessieren, dass Ihre Kollegen von Rot-Grün in Deutschland es geschafft haben, dort das Wachstum nach unten zu drehen, das von der Europäischen Kommission von 1,5 Prozent auf 0,8 Prozent fast halbiert wurde. (Abg. Marizzi: Von Österreich reden, nicht immer von Deutschland! Wir sind im österreichischen Parlament!) Also Deutschland 2005 0,8 Prozent, Österreich 2,1 Prozent – objektive Quelle: Frühjahrsbericht der Europäischen Kommission, ob Sie von der sozialdemokratischen Fraktion es glauben oder nicht. (Abg. Reheis: Ihnen glauben wir gar nichts mehr!)
Abg. Reheis: Ihnen glauben wir gar nichts mehr!
Was ich noch bemerkenswerter finde, meine Damen und Herren, das ist – hören Sie einmal kurz zu, Herr Abgeordneter, es wäre ganz gut! –, dass wir in Österreich bereits einen Wachstumsabstand im Ausmaß von 2,1 Prozent zu den 0,8 Prozent in Deutschland schaffen. Es wird Sie interessieren, dass Ihre Kollegen von Rot-Grün in Deutschland es geschafft haben, dort das Wachstum nach unten zu drehen, das von der Europäischen Kommission von 1,5 Prozent auf 0,8 Prozent fast halbiert wurde. (Abg. Marizzi: Von Österreich reden, nicht immer von Deutschland! Wir sind im österreichischen Parlament!) Also Deutschland 2005 0,8 Prozent, Österreich 2,1 Prozent – objektive Quelle: Frühjahrsbericht der Europäischen Kommission, ob Sie von der sozialdemokratischen Fraktion es glauben oder nicht. (Abg. Reheis: Ihnen glauben wir gar nichts mehr!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was die Europäische Kommission aber noch mitteilt, ist interessant, weil es diametral zu dem ist, was Herr Dr. Gusenbauer vor einigen Minuten hier gesagt hat: Die Europäische Kommission formuliert ausdrücklich, dass sie davon ausgeht, dass die geplanten Budgetdefizite halten werden. Die Kommission sagt ausdrücklich, dass sie für das Jahr 2005 ein Budgetdefizit von 2,0 Prozent für Österreich erwartet. Unsere Planungen liegen bei 1,9 Prozent. Die Europäische Kommission sagt ausdrücklich, dass sie für 2006 ein Defizit von 1,7 Prozent erwartet. Unsere Erwartungen: 1,7 Prozent; also punktgenauer, jedenfalls, was das Verhältnis zur Prognose der Europäischen Kommission anbelangt, können Sie es nicht haben, Herr Dr. Gusenbauer. Und da glaube ich der Kommission deutlich mehr als Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch deswegen, weil das Zweite, was Sie gesagt haben, überhaupt nicht stimmt, nämlich, dass Finanzminister Grasser beziehungsweise diese Bundesregierung völlig falsche Annahmen der Budgetprognose zugrunde gelegt hätte, darf ich Ihnen sagen – Abgeordneter Stummvoll hat das in seiner Replik schon gesagt, ich darf das quantifizieren –: Finanzminister Grasser hat im Hohen Haus mehrmals gesagt, dass den Budgetplanungen eine Wachstumsannahme von 2,3 Prozent zugrunde liegt. Und wo stehen wir jetzt mit den Wachstumsannahmen? Zwischen 2,1 Prozent und 2,3 Prozent, also exakt dort, wo das Finanzressort, der Finanzminister seine Annahme-Werte angesetzt hat. Aus heutiger Sicht kann man das nicht präziser machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Trotzdem, wie gesagt, jeder Arbeitslose ist einer zu viel, und deshalb begrüße ich es sehr, dass der Herr Bundeskanzler viele von uns und jedenfalls auch die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion für den 1. Mai zu einem Reformdialog zum Thema „Wachstum und Beschäftigung“ eingeladen hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Jahre 2000, als Bundeskanzler Schüssel und wir Regierungsverantwortung übernommen haben, hat das Budget für die reine aktive Arbeitsmarktpolitik 630 Millionen € betragen. Das ist nachzulesen, Herr Präsident Verzetnitsch. Im Jahr 2006 wird das Budget für die aktive Arbeitsmarktpolitik nicht weniger als 796 Millionen € betragen, das ist ein Plus von 25 Prozent, und das ist doch beeindruckend. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie, Herr Präsident Verzetnitsch, zur aktiven Arbeitsmarktpolitik auch noch die aktivierende Arbeitsmarktpolitik hinzufügen, was in ganz Europa auch geschieht, dann kann ich Ihnen sagen: Da schauen die Zahlenrelationen so aus: Im Jahr 2000 760 Millionen für aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik, im Jahr 2006 1 545 Millionen €, also eine Steigerung um mehr als 100 Prozent. Meine sehr verehrten Damen und Herren, das kann sich im Sinne der Arbeitnehmer dieses Landes sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gibt seit 1. Jänner die Verpflichtung für das AMS – gemeinsamer Sozialpartnerwille –, für jeden Arbeitslosen/jede Arbeitslose einen individuellen Betreuungsplan zu erstellen. Das Frühwarnsystem ist optimiert worden, und, wie gesagt, ich bin sicher, dass wir sowohl auf der Ebene der Sozialpartnerspitzen als auch beim Reformdialog am 1. Mai weitere Schritte zur Optimierung unserer Arbeitsmarktpolitik setzen werden, davon ausgehend, dass unsere Arbeitsmarktpolitik, dass unser AMS jedenfalls zu den besten in Europa gehört – die Zahlen sprechen Bände. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Europäische Kommission sagt auch, hätten wir diese steuerliche Entlastung nicht getätigt, dann wäre unser Budgetdefizit um rund ein Prozent – ich glaube, es sind um einige Zehntelprozent mehr, aber die Kommission sagt: um ein Prozent – niedriger. Wir wären dann also nicht nur unter den Besten in der Europäischen Union, was das Budgetdefizit anbelangt, sondern wahrscheinlich ganz, ganz weit vorne, knapp hinter Finnland. Das sollte im Zuge einer Budgetdebatte zum Kapitel Wirtschaft und Arbeit auch gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das würde ja eh Ihrer Fraktion angerechnet!
Ich möchte den Damen und Herren Abgeordneten nicht zu viel von ihrer Redezeit nehmen, aber es gäbe noch viel zu sagen. Ich bin als Tourismusminister recht zufrieden, wenn auch nicht ganz. (Abg. Öllinger: Das würde ja eh Ihrer Fraktion angerechnet!) Herr Abgeordneter Öllinger, was sagten Sie? (Abg. Öllinger: Das würde eh bei Ihrer Fraktion angerechnet!) Um diese Redezeit täte mir besonders Leid. Es ist natürlich auch um Ihre Redezeit schade, sehr geehrter Herr Abgeordneter, aber um die meiner Fraktionskollegen täte mir besonders Leid, deswegen komme ich zum Schluss. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Das würde eh bei Ihrer Fraktion angerechnet!
Ich möchte den Damen und Herren Abgeordneten nicht zu viel von ihrer Redezeit nehmen, aber es gäbe noch viel zu sagen. Ich bin als Tourismusminister recht zufrieden, wenn auch nicht ganz. (Abg. Öllinger: Das würde ja eh Ihrer Fraktion angerechnet!) Herr Abgeordneter Öllinger, was sagten Sie? (Abg. Öllinger: Das würde eh bei Ihrer Fraktion angerechnet!) Um diese Redezeit täte mir besonders Leid. Es ist natürlich auch um Ihre Redezeit schade, sehr geehrter Herr Abgeordneter, aber um die meiner Fraktionskollegen täte mir besonders Leid, deswegen komme ich zum Schluss. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich möchte den Damen und Herren Abgeordneten nicht zu viel von ihrer Redezeit nehmen, aber es gäbe noch viel zu sagen. Ich bin als Tourismusminister recht zufrieden, wenn auch nicht ganz. (Abg. Öllinger: Das würde ja eh Ihrer Fraktion angerechnet!) Herr Abgeordneter Öllinger, was sagten Sie? (Abg. Öllinger: Das würde eh bei Ihrer Fraktion angerechnet!) Um diese Redezeit täte mir besonders Leid. Es ist natürlich auch um Ihre Redezeit schade, sehr geehrter Herr Abgeordneter, aber um die meiner Fraktionskollegen täte mir besonders Leid, deswegen komme ich zum Schluss. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen, glaube ich, gemeinsam den Dienstleistungsbinnenmarkt so rasch wie möglich – das steht auch im Kok-Bericht –, weil das gewaltige Wachstums- und damit Jobchancen auch und gerade für uns Österreicher sind. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Aber geh, Cap!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Interessant, Herr Minister, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie jetzt so getan haben, als ob Sie wieder als Minister nach Brüssel fahren könnten. Das ist ja völlig offen. Niemand in dieser Regierung weiß, ob er überhaupt noch irgendwo hinfahren kann in der Funktion, die er gerade hat. (Abg. Dr. Fekter: Aber geh, Cap!) Diese Ausführungen haben sich zwar für das Ausfüllen der Pause geeignet, aber ob das, was da gesagt wurde, inhaltliche Relevanz hat, das bleibt zu bezweifeln.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Welche Projekte? Was kosten sie? Kommen die in diesem Budget schon vor? – Natürich kommen sie in diesem Budget nicht vor! Das heißt, das, was wir hier über das Budget diskutieren, ist Makulatur. Ich buchstabiere: M-A-K-U-L-A-T-U-R. Makulatur! Das existiert nicht mehr. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Habe ich nicht gesagt! Ohne Gegenstimmen habe ich gesagt!
Klubobmann Scheibner hat in seinem Bericht gesagt, es hätte im FP-Klub einen einstimmigen Beschluss für dieses Regierungsübereinkommen gegeben. (Abg. Scheibner: Habe ich nicht gesagt! Ohne Gegenstimmen habe ich gesagt!) Jetzt sehe ich gerade in der APA: Das ist nicht so. Barbara Rosenkranz und Bundesrat John Gudenus stehen nicht hinter diesem Regierungsübereinkommen. (Aha-Rufe bei der SPÖ.) Das heißt, wir haben eine Spaltung im schon gespaltenen Klub. Und wie wird die Spaltung weitergehen? – Das wird ein permanentes Spalten sein. Irgendwann werden Sie dann nur noch Wände dazwischen haben, weil keiner mehr mit dem anderen redet in dem Klub da drüben. Aber eine Pressekonferenz wird es demnächst geben mit den Landesparteivorsitzenden der FPÖ: Strache, Hauser aus Tirol, Rosenkranz – Niederösterreich, Schnell – Salzburg, Tschürtz – Burgenland. Das ist ja keine Kleinigkeit, das sind fünf Landesparteivorsitzende!
Aha-Rufe bei der SPÖ.
Klubobmann Scheibner hat in seinem Bericht gesagt, es hätte im FP-Klub einen einstimmigen Beschluss für dieses Regierungsübereinkommen gegeben. (Abg. Scheibner: Habe ich nicht gesagt! Ohne Gegenstimmen habe ich gesagt!) Jetzt sehe ich gerade in der APA: Das ist nicht so. Barbara Rosenkranz und Bundesrat John Gudenus stehen nicht hinter diesem Regierungsübereinkommen. (Aha-Rufe bei der SPÖ.) Das heißt, wir haben eine Spaltung im schon gespaltenen Klub. Und wie wird die Spaltung weitergehen? – Das wird ein permanentes Spalten sein. Irgendwann werden Sie dann nur noch Wände dazwischen haben, weil keiner mehr mit dem anderen redet in dem Klub da drüben. Aber eine Pressekonferenz wird es demnächst geben mit den Landesparteivorsitzenden der FPÖ: Strache, Hauser aus Tirol, Rosenkranz – Niederösterreich, Schnell – Salzburg, Tschürtz – Burgenland. Das ist ja keine Kleinigkeit, das sind fünf Landesparteivorsitzende!
Abg. Dr. Stummvoll: ... sind ja auch frei gewählt!
Im Übrigen muss ich sagen: Das waren aber diejenigen, die sich bei der letzten Nationalratswahl den Wählern gestellt haben. (Abg. Dr. Stummvoll: ... sind ja auch frei gewählt!) Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine BZÖ gegeben hätte, die kandidiert hätte. Aber ich verstehe, dass die ÖVP die BZÖ will: das Bündnis zur Unterstützung der ÖVP. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Im Übrigen muss ich sagen: Das waren aber diejenigen, die sich bei der letzten Nationalratswahl den Wählern gestellt haben. (Abg. Dr. Stummvoll: ... sind ja auch frei gewählt!) Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine BZÖ gegeben hätte, die kandidiert hätte. Aber ich verstehe, dass die ÖVP die BZÖ will: das Bündnis zur Unterstützung der ÖVP. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ
Das verstehe ich! Eine Schüssel-Filiale sozusagen (neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ), die dafür zu sorgen hat, dass man dort, wo man sitzt, Herr Minister Bartenstein, weiter sitzen bleiben kann. Eine Zweckgemeinschaft der Sesselkleber! (Abg. Dr. Stummvoll: Wie lange sind Sie schon im Parlament?) Sie sollten sich wirklich den Wählern stellen, Sie sollten die Wähler befragen, ob sie eine Regierung wollen, in der eine Partei ist und die zweite Partei die Aufgabe hat, die eine Partei bloß zu unterstützen. Dann machen Sie überhaupt gleich einen Vereinigungsparteitag, das wäre ehrlicher: BZÖ-ÖVP – wie das dann heißt, weiß ich nicht, BÖVP oder was. Die können sich dann zusammentun und dann den Wählern gegenübertreten. – Auf Basis welchen Budgets weiß ich allerdings nicht.
Abg. Dr. Stummvoll: Wie lange sind Sie schon im Parlament?
Das verstehe ich! Eine Schüssel-Filiale sozusagen (neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ), die dafür zu sorgen hat, dass man dort, wo man sitzt, Herr Minister Bartenstein, weiter sitzen bleiben kann. Eine Zweckgemeinschaft der Sesselkleber! (Abg. Dr. Stummvoll: Wie lange sind Sie schon im Parlament?) Sie sollten sich wirklich den Wählern stellen, Sie sollten die Wähler befragen, ob sie eine Regierung wollen, in der eine Partei ist und die zweite Partei die Aufgabe hat, die eine Partei bloß zu unterstützen. Dann machen Sie überhaupt gleich einen Vereinigungsparteitag, das wäre ehrlicher: BZÖ-ÖVP – wie das dann heißt, weiß ich nicht, BÖVP oder was. Die können sich dann zusammentun und dann den Wählern gegenübertreten. – Auf Basis welchen Budgets weiß ich allerdings nicht.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Übrigens weiß ich noch etwas nicht – das werden Sie auch nicht wissen –: Hilmar Kabas, der Seniorenvorsitzende, der Vorsitzende der FPÖ jetzt, macht sehr dunkle Andeutungen, auch in einer APA-Aussendung. Heute muss man einfach APA lesen! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da steht: Nach der BZÖ-Gründung sagt Kabas, „man könne sich durch die Gründung einer neuen Partei ,nicht aus der Haftung hinausbegeben’“.
Abg. Dr. Lopatka: Wo sind denn die SPÖ-Schulden?
Das ist nämlich das Interessante: Die Schulden der FPÖ – wo sind die? (Abg. Dr. Lopatka: Wo sind denn die SPÖ-Schulden?) Da sagen die einen: Das geht uns nichts an! und schicken das der BZÖ nach, und die BZÖ-ler sagen: Lassen wir die heiße Kartoffel in der FPÖ!
Abg. Dr. Lopatka: Wo sind denn die SPÖ-Schulden?
All diese „kompetenten Persönlichkeiten“, diese „konstruktiven, kompetenten Persönlichkeiten“ wollen uns Wirtschafts- und Budgetkompetenz erklären?! (Abg. Dr. Lopatka: Wo sind denn die SPÖ-Schulden?) Da geistern Millionen in der Gegend herum, und wenn jemand irgendwo in die Nähe einer FPÖ-Kasse kommt, schreit einer kreischend aus einem Zimmer heraus. Dann kommen Sie daher und wollen hier eine Budgetdebatte führen im Stil des „business as usual“, so, als ob nichts passiert wäre?!
Abg. Dr. Stummvoll: Der arbeitet gerade im Ministerrat!
Diese Regierung, die keine Regierung ist, hat offensichtlich einen Regierungschef, der uns nichts zu sagen hat. Was macht der gerade jetzt, frage ich mich? (Abg. Dr. Stummvoll: Der arbeitet gerade im Ministerrat!) – Jetzt ist es 10.10 Uhr. Er blättert vielleicht verträumt die APA-Meldungen durch und wundert sich, was sich in seiner Regierung so alles abspielt. Er sagt: Jessas na, das ist aber ganz komisch! Und er wird dann so gegen 15 Uhr kommen, wird sich gut gelaunt auf die Regierungsbank setzen und sagen: Hallo! Er dreht sich um und sieht einen von der ehemals blauen, jetzt orangen Partei, und er wird sagen: Was? Du bist auch noch da? (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Diese Regierung, die keine Regierung ist, hat offensichtlich einen Regierungschef, der uns nichts zu sagen hat. Was macht der gerade jetzt, frage ich mich? (Abg. Dr. Stummvoll: Der arbeitet gerade im Ministerrat!) – Jetzt ist es 10.10 Uhr. Er blättert vielleicht verträumt die APA-Meldungen durch und wundert sich, was sich in seiner Regierung so alles abspielt. Er sagt: Jessas na, das ist aber ganz komisch! Und er wird dann so gegen 15 Uhr kommen, wird sich gut gelaunt auf die Regierungsbank setzen und sagen: Hallo! Er dreht sich um und sieht einen von der ehemals blauen, jetzt orangen Partei, und er wird sagen: Was? Du bist auch noch da? (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.
So ungefähr wird sich das alles abspielen. Und das nennt sich „Regierung“? – Das hat Österreich wirklich nicht verdient! Das hat Österreich nicht verdient! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.)
Abg. Parnigoni: Bei welcher Partei sind denn Sie? – Abg. Dr. Wittmann: Für welche Partei sprechen Sie?
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Einige Dinge, die zu berichtigen sind (Abg. Parnigoni: Bei welcher Partei sind denn Sie? – Abg. Dr. Wittmann: Für welche Partei sprechen Sie?):
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Das habe ich auch nicht gesagt, sondern ich habe gesagt, dieser Beschluss ist ohne Gegenstimme beschlossen worden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Für welche Partei sprechen Sie?
Tatsache ist jedenfalls, dass der freiheitliche Klub hinter der Regierung und hinter dem Regierungsprogramm steht, meine Damen und Herren, auch wenn Ihnen das nicht gefällt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Für welche Partei sprechen Sie?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage Ihnen, Herr Abgeordneter Cap: Alle 18 freiheitlichen Nationalratsabgeordneten haben sich im Jahr 2002 der Wahl gestellt und sind vom Wähler hier hergesetzt worden. Und hier werden sie auch bleiben bis zur nächsten Wahl. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Hilmar Kabas ist geschäftsführender Parteivorsitzender der Freiheitlichen Partei Österreichs. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einen Satz zu Herrn Dr. Cap. Sie werfen uns Realitätsverweigerung vor?! Im Grunde betreiben Sie Realitätsverweigerung! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es ist Ihr Wunschdenken! Sie bewegen sich in Richtung eines Jammertals. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einen Satz zu Herrn Dr. Cap. Sie werfen uns Realitätsverweigerung vor?! Im Grunde betreiben Sie Realitätsverweigerung! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es ist Ihr Wunschdenken! Sie bewegen sich in Richtung eines Jammertals. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?
Ich glaube erstens: Diese Regierung ist stabil, zweitens: Dieser Klub ist stabil, wir sind frei gewählte Abgeordnete, und drittens: Wir wollen arbeiten. (Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?) Wir in dieser Regierung wollen arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?
Ich glaube erstens: Diese Regierung ist stabil, zweitens: Dieser Klub ist stabil, wir sind frei gewählte Abgeordnete, und drittens: Wir wollen arbeiten. (Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?) Wir in dieser Regierung wollen arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Mit wem wollen Sie arbeiten?)
Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede! Die ist vom Vorjahr!
Nun zum Thema Budget, Wirtschaft, Arbeit. – Dieser Regierung ist es auch gelungen, eine Vielzahl von Maßnahmen zu setzen, die die Wirtschaft beleben und dabei die Menschen nicht aus dem Auge verlieren. (Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede! Die ist vom Vorjahr!)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist die Rede vom Vorjahr!
Die SPÖ sieht das immer etwas anders (Abg. Dr. Wittmann: Das ist die Rede vom Vorjahr!); ich möchte das an einigen Beispielen aufzeigen. Sie spricht zum Beispiel immer wieder von fehlenden Maßnahmen zur Förderung des Wiedereinstiegs in das Berufsleben oder davon, dass es einen ungenügenden Kündigungsschutz beim Kinderbetreuungsgeld gebe, was sehr vielen Frauen den Job kosten würde.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich hier nur ein paar Zahlen nennen, weil ich glaube, dass das sehr, sehr wichtig ist. Im Vergleich von 2001 zu 2004 wurden 40 200 Frauen zusätzlich gefördert; das ist ein Plus von 32 Prozent. Das zeigt wieder einmal moderne Frauenpolitik. Wirtschaftspolitik, wie wir sie machen, bedeutet, die Position von Frauen am Arbeitsplatz und in der Familie durch flexible und kreative Modelle sowie gezielte Maßnahmen zu stärken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie können wirklich zufrieden sein!
Zusammenfassend: Ich denke, wir können zufrieden mit der Arbeit dieser Regierung sein und mit gutem Gewissen in die Zukunft schauen – für die Menschen, die darauf bauen und vertrauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie können wirklich zufrieden sein!)
Abg. Grillitsch: Aber geh! – Abg. Bucher: Weil Ihnen nichts einfällt zum Budget?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es fällt wirklich extrem schwer, heute hier eine normale Debatte zu führen. (Abg. Grillitsch: Aber geh! – Abg. Bucher: Weil Ihnen nichts einfällt zum Budget?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Aber wer oder was ist die „BZÖ“, meine sehr geehrten Damen und Herren? Ich kann mir doch nicht, wenn ich als Parteispitze unzufrieden bin, einfach meine Partei neu wählen! Umgekehrt soll es funktionieren, meine sehr geehrten Damen und Herren (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ): Die Partei soll sich ihre Parteispitze wählen! – Nein, bei den Freiheitlichen – oder wie auch immer dieses Gebilde heißt – macht man es umgekehrt: Die Parteispitze sagt: Mit dieser Partei sind wir nicht zufrieden – aus, Schluss, Ende! Wir wechseln über, machen eine neue Partei – oder was auch immer das sein soll –, wo wir von niemandem gestört werden, wo niemand mehr lästige Zwischenrufe macht. So schaut es aus bei Ihnen!
Abg. Steibl: Herr Abgeordneter! Was war mit Heide Schmidt?
Der Zustand dieser Regierung, meine sehr geehrten Damen und Herren, und der Zustand, in dem Sie heute hier sind, ist an zwei Punkten auch als Prognose ablesbar. (Abg. Steibl: Herr Abgeordneter! Was war mit Heide Schmidt?)
Abg. Steibl: Brauchen Sie eine neue Brille? Sehen Sie schlecht?
Erstens einmal Ihr Mienenspiel. Daran wird deutlich, wie es um Sie steht. Wenn Herr Molterer sagt: Es geht weiter, super, diese Regierung arbeitet, wie immer, professionell weiter! (Abg. Steibl: Brauchen Sie eine neue Brille? Sehen Sie schlecht?), sieht man, wie den ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten die Gesichter einfallen. Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das würde Ihnen gut tun. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erstens einmal Ihr Mienenspiel. Daran wird deutlich, wie es um Sie steht. Wenn Herr Molterer sagt: Es geht weiter, super, diese Regierung arbeitet, wie immer, professionell weiter! (Abg. Steibl: Brauchen Sie eine neue Brille? Sehen Sie schlecht?), sieht man, wie den ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten die Gesichter einfallen. Schauen Sie sich doch selbst einmal in den Spiegel, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das würde Ihnen gut tun. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Jetzt lese ich Ihnen etwas vor. In Oberösterreich ist genauso abgestimmt worden: „Nicht ganz so einstimmig“ – heißt es in der „Oberösterreich Rundschau“ – „wie von Landesparteiobmann Günther Steinkellner behauptet soll übrigens der Parteiausschluss der beiden oö. FPÖ-Funktionäre Werner Kneidinger und Horst Wagenhofer über die Bühne gegangen sein: Drei Stunden dauerte die Sitzung, vier Funktionäre wollten nicht so recht zustimmen. Worauf Steinkellner gefragt haben soll, ob nicht jemand ,aufs Klo‘ müsse. Was die vier dann auch getan haben – und in der Zwischenzeit ist abgestimmt worden: Mit 100 Prozent für die beiden Ausschlüsse. Als das Quartett vom Klo zurückkam, war alles einstimmig erledigt.“ (Heiterkeit bei den Grünen.)
Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.
Jetzt frage ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, beziehungsweise Herrn Klubobmann Scheibner: Ich hätte gerne von Ihnen gewusst, wie viele sich nicht nur ihrer Stimme enthalten haben, sondern wie viele zum Zeitpunkt der Abstimmung auf der Toilette waren oder vom Vorsitzenden dort hingeschickt worden sind. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist Themaverfehlung!
So weit sind wir schon beim Zustand dieses Parteigebildes – oder was auch immer es sein mag –, dass man fragen muss: Wie viele Personen waren bei der Abstimmung auf der Toilette? – Das ist doch unerträglich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist Themaverfehlung!)
Abg. Bucher: Sie führen die Debatte!
Es ist eigentlich absurd, dass wir hier diese Debatte führen müssen, mit welcher Partei wir es zu tun haben. (Abg. Bucher: Sie führen die Debatte!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dass Kollege Lopatka der Einzige ist, der da hinten sitzt – egal, was sich bei den Freiheitlichen tut –, sich die Hände reibt und lächelt und lacht: Ja, gut für die ÖVP! Wir verlieren zwar, aber von diesem Konkurshaufen nehmen wir doch noch ein paar Prozent mit!, das verstehe ich ja von Ihrer Seite. Aber es ist erbärmlich für den Zustand der österreichischen Politik und der österreichischen Demokratie! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: EU-kritisch, hat er gesagt! – Abg. Dr. Lopatka: Aber die Grünen haben auch einen Wechsel vorgenommen! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Was sagt Voggenhuber?
Es ist unerträglich, dass Sie jetzt wieder mit einer FPÖ und einem Jörg Haider paktieren wollen, der sagt: Ich bin für den EU-Beitritt der Türkei, aber gegen die EU – sagt er jetzt –, das war ich ja sowieso schon immer. – Ja, was ist denn das für eine Position? Mit solchen Typen trauen Sie sich, in eine EU-Präsidentschaft hineinzugehen? Das glauben Sie doch wohl nicht im Ernst! – Ich bin für den EU-Beitritt der Türkei, aber gegen die EU war ich immer?! (Abg. Wittauer: EU-kritisch, hat er gesagt! – Abg. Dr. Lopatka: Aber die Grünen haben auch einen Wechsel vorgenommen! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Was sagt Voggenhuber?) – Moment! Moment! Voggenhuber sagt etwas ganz anderes, und das wissen Sie auch!
Zwischenrufe der Abgeordneten Schöls und Dr. Fekter.
Das ist der Zustand Ihres Koalitionspartners – eines Koalitionspartners, dessen neuer Vorsitzender inzwischen zum 47. Mal sagt: Ich bin schon wieder da, bin schon wieder weg. Das ist ein Vorsitzender, der seine eigene Schwester kalt lächelnd – das geht ja auch bis in die menschliche Dimension hinein –, nachdem sie monatelang die Parteiobfrauschaft gemacht hat, irgendwie abkanzelt und sagt: Sie hat ihren Bedarf an Parteivorsitzendentum jetzt zur Genüge gestillt. – Was jeder versteht! Was jeder bei diesem Zustand versteht! Aber dass ihr das der eigene Bruder, der bei der Abstimmung nicht dabei war, nachträglich noch als Dank auf den Weg mitgibt, ist ein Bild, das für sich spricht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Schöls und Dr. Fekter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerträglich ist ganz etwas anderes!
Das muss bei dieser Gelegenheit, Herr Kollege Lopatka – auch wenn Sie sich die Hände reiben –, noch einmal gesagt werden. Es ist unerträglich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerträglich ist ganz etwas anderes!)
Abg. Wittauer: ... so mies machen!
Die Österreicherinnen und Österreicher wollen, dass gearbeitet wird. Entschuldigung, Herr Minister Bartenstein: Wo sind denn Ihre Zahlen zur Arbeitslosigkeit, die auch nur annähernd das widerspiegeln, was die Realität draußen ist? – Seit Monaten erleben wir nur Mitglieder der Bundesregierung, die uns erklären: Hunderte, Tausende Arbeitsplätze sind neu geschaffen worden. – Nichts davon stimmt! (Abg. Wittauer: ... so mies machen!)
Abg. Grillitsch: Das ist tief!
Nachher wird Kollege Walch wieder herauskommen, sich wieder aufbauen und sagen: Was wir nicht alles weitergebracht haben, und vor allem die FPÖ in der Bundesregierung! – Und er weiß gar nicht einmal mehr, von welcher Partei er spricht, wo er da dabei ist. Ich weiß nicht, ob Kollege Walch vielleicht auch bei denen war, die damals den Beschluss toilettenmäßig boykottieren mussten oder nicht an der Abstimmung teilgenommen haben. (Abg. Grillitsch: Das ist tief!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Wir haben eine Budgetdebatte!
Das ist eine Bundesregierung, wo sich der Bundeskanzler hier herstellt und sagt: Wir haben einen superprofessionellen Partner!, eine Bundesregierung, wo sich der Klubobmann der ÖVP herstellt und – noch vorige Woche! – sagt: Superprofessionell, wie diese Truppe agiert!, und die Truppe „zerlegt es“ auf offener Bühne. Das ist doch unerträglich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Treten Sie zurück! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Wir haben eine Budgetdebatte!)
Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Walch –: Bitte laut reden, wenn es geht!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Walch. Wunschredezeit: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Walch –: Bitte laut reden, wenn es geht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Arbeitslosigkeit!
Ich muss es auch noch einmal sagen. Du kannst so lange, wie du willst, nein sagen. Ich sage: Lesen – denken – sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Arbeitslosigkeit!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Am Klo!
Zu den Abstimmungen in Oberösterreich, Kollege Öllinger, möchte ich dir nur sagen: Sie sind in demokratischer Art und Weise durchgeführt worden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Am Klo!) Ich war dabei – im Gegensatz zu dir. Du nicht, und die Medien auch nicht. Was die dort schreiben, ist mir eigentlich egal. (Abg. Öllinger: Ah ja?!)
Abg. Öllinger: Ah ja?!
Zu den Abstimmungen in Oberösterreich, Kollege Öllinger, möchte ich dir nur sagen: Sie sind in demokratischer Art und Weise durchgeführt worden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Am Klo!) Ich war dabei – im Gegensatz zu dir. Du nicht, und die Medien auch nicht. Was die dort schreiben, ist mir eigentlich egal. (Abg. Öllinger: Ah ja?!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines möchte ich jetzt noch zum Budgetvoranschlag 2006 sagen – an die Adresse der SPÖ –: Trotz hohen Schuldenstandes von 174 Milliarden, den ihr in den letzten 30 Jahren hinterlassen habt, und 7 Milliarden, die ... – Ich muss es euch so oft sagen, denn ich muss euch wieder einmal helfen, Vergangenheitsbewältigung zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Wittauer: Bravo! – Abg. Dr. Partik-Pablé: So ist es!
Wir müssen das nämlich ausbaden, die österreichische Bevölkerung muss das ausbaden! Ihr habt zu 100 Prozent Verantwortung dafür: Euer Kanzler und euer Finanzminister haben die größte Verschwendungspolitik in der Zweiten Republik gemacht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Wittauer: Bravo! – Abg. Dr. Partik-Pablé: So ist es!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Broukal nicht!
Diese Regierung geht her und hat sich trotz hohen Schuldenstandes bemüht, dass sie entsprechende Reformen macht. Sie hat noch dazu 2004/2005 eine Steuerreform um über 3 Milliarden € durchgesetzt. Alle Arbeitnehmer in Österreich haben im Durchschnitt zwischen 50 und 60 € pro Monat mehr in der Geldtasche, alle Pensionisten haben zusätzlich – zusätzlich! ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Broukal nicht!) – Herr Broukal nicht! Der will eine Lohnerhöhung. Kollege Broukal, da musst du noch lange warten! Vielleicht, wenn in den nächsten 30 Jahren wieder einmal die SPÖ in der Regierung ist und die Privilegien wieder hinaufsetzt! – Wir von dieser Regierung werden nicht die Reichen reicher machen, wir werden die Armen reicher machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Regierung geht her und hat sich trotz hohen Schuldenstandes bemüht, dass sie entsprechende Reformen macht. Sie hat noch dazu 2004/2005 eine Steuerreform um über 3 Milliarden € durchgesetzt. Alle Arbeitnehmer in Österreich haben im Durchschnitt zwischen 50 und 60 € pro Monat mehr in der Geldtasche, alle Pensionisten haben zusätzlich – zusätzlich! ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Broukal nicht!) – Herr Broukal nicht! Der will eine Lohnerhöhung. Kollege Broukal, da musst du noch lange warten! Vielleicht, wenn in den nächsten 30 Jahren wieder einmal die SPÖ in der Regierung ist und die Privilegien wieder hinaufsetzt! – Wir von dieser Regierung werden nicht die Reichen reicher machen, wir werden die Armen reicher machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!
Das Wichtigste ist, Arbeit zu schaffen. Und trotz dieses Schuldenstandes sind wir hergegangen und haben eine Steuerentlastung gemacht. Trotz dieses Schuldenstandes hat diese Regierung für Arbeitsmarktpolitik, Kollege Öllinger – noch einmal genau aufpassen! –, 4,9 Milliarden € aufgewendet! (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Also: Arbeit schaffen! Um 1,5 Milliarden € mehr für Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2006 – also doppelt so viel wie 1999. (Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Öllinger, der sich
Abg. Schopf: Die höchste Arbeitslosigkeit!
Zur Bekämpfung der Arbeitslosen hat man entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, Frühwarnsysteme eingeführt, schnellere Vermittlungstätigkeit und Umschulungsmaßnahmen, damit jene, die arbeitslos geworden sind, schneller wieder zu einem Arbeitsplatz kommen. (Abg. Schopf: Die höchste Arbeitslosigkeit!) Für Jugendbeschäftigung – bitte passt auf, sonst wisst ihr wieder nichts! – und Lehrlinge hat man auch dementsprechend finanzielle Unterstützung gegeben. Das Jugendbeschäftigungsprogramm speziell für Lehrlinge umfasst: 1 000 € pro Lehrling, pro Lehrjahr. Zusätzlich wird der Arbeitgeber für zwei Jahre von der Bezahlung der Krankenversicherungsbeiträge und für drei Jahre von der Bezahlung der Unfallversicherungsbeiträge befreit.
Zwischenruf bei der SPÖ
Eine ganz besondere Freude bereitet mir die Tatsache, dass man, um die Wirtschaft anzukurbeln, für die Infrastruktur, für Straße und Schiene (Zwischenruf bei der SPÖ) – hast du daheim nichts zu reden? –, Gelder zur Verfügung gestellt hat. (Rufe bei der SPÖ: He! He!) Bis zum Jahr 2010 sind das 30 Milliarden €. Das sind Konjunktur-Beschäftigungs-Pakete!
Rufe bei der SPÖ: He! He!
Eine ganz besondere Freude bereitet mir die Tatsache, dass man, um die Wirtschaft anzukurbeln, für die Infrastruktur, für Straße und Schiene (Zwischenruf bei der SPÖ) – hast du daheim nichts zu reden? –, Gelder zur Verfügung gestellt hat. (Rufe bei der SPÖ: He! He!) Bis zum Jahr 2010 sind das 30 Milliarden €. Das sind Konjunktur-Beschäftigungs-Pakete!
Abg. Schopf: Höchste Arbeitslosigkeit!
Auch die Familienentlastung, durch die die Familien mehr Geld bekommen, ist positiv. Das geschieht durch das Kindergeld, durch den Kinderzuschlag, durch den Mehrlingsgeburtenzuschlag und vieles mehr. Je mehr Geld man der Bevölkerung oder den Familien zur Verfügung stellt, desto mehr wird investiert. Das sichert die Arbeitsplätze. (Abg. Schopf: Höchste Arbeitslosigkeit!)
Abg. Gradwohl: Realitätsverweigerung!
Das ist Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Österreich! Das schaut positiv aus! (Abg. Gradwohl: Realitätsverweigerung!) Das ist natürlich schlecht für die SPÖ, weil sie das bis jetzt nicht gekonnt hat. Sie haben nichts gekonnt, außer Schulden zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Österreich! Das schaut positiv aus! (Abg. Gradwohl: Realitätsverweigerung!) Das ist natürlich schlecht für die SPÖ, weil sie das bis jetzt nicht gekonnt hat. Sie haben nichts gekonnt, außer Schulden zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Das versteht der ja nicht!
Ich kann es noch einmal wiederholen: Die 4,9 Milliarden € sind die Mittel der Arbeitsmarktverwaltung, von denen ein gut Teil aus den Versicherungsleistungen der Versicherten besteht. Da ist kein Einfluss der Politik auszumachen, Herr Kollege Walch! (Abg. Silhavy: Das versteht der ja nicht!) Das sind Versicherungsgelder, Beiträge, die die Versicherten bezahlen! Aus diesen Beiträgen der Versicherten wird ein geringer Anteil – den Betrag kennt der Herr Arbeits- und Wirtschaftsminister –, zwischen 700 und 800 Millionen €, für aktive Arbeitsmarktpolitik verwendet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja auch ganz schön viel! – Abg. Wittauer: So ein „kleiner“ Betrag! Wie oft wiederholen Sie das?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja auch ganz schön viel! – Abg. Wittauer: So ein „kleiner“ Betrag! Wie oft wiederholen Sie das?
Ich kann es noch einmal wiederholen: Die 4,9 Milliarden € sind die Mittel der Arbeitsmarktverwaltung, von denen ein gut Teil aus den Versicherungsleistungen der Versicherten besteht. Da ist kein Einfluss der Politik auszumachen, Herr Kollege Walch! (Abg. Silhavy: Das versteht der ja nicht!) Das sind Versicherungsgelder, Beiträge, die die Versicherten bezahlen! Aus diesen Beiträgen der Versicherten wird ein geringer Anteil – den Betrag kennt der Herr Arbeits- und Wirtschaftsminister –, zwischen 700 und 800 Millionen €, für aktive Arbeitsmarktpolitik verwendet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja auch ganz schön viel! – Abg. Wittauer: So ein „kleiner“ Betrag! Wie oft wiederholen Sie das?)
Zwischenruf des Abg. Walch.
Darüber wollten Sie reden und sagen zum wiederholten Mal: 4,9 Milliarden €. Das ist unrichtig, Kollege Walch! (Zwischenruf des Abg. Walch.) Sie wissen: Zuerst denken, dann sprechen und so weiter. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Darüber wollten Sie reden und sagen zum wiederholten Mal: 4,9 Milliarden €. Das ist unrichtig, Kollege Walch! (Zwischenruf des Abg. Walch.) Sie wissen: Zuerst denken, dann sprechen und so weiter. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ob wir da nicht besser gehen sollen und uns nicht auch noch diesen Blödsinn anhören sollen?!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Bures. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Wittauer: Ob wir da nicht besser gehen sollen und uns nicht auch noch diesen Blödsinn anhören sollen?!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann denken Sie es sich, aber sagen Sie es nicht!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich denke, die Realitätsverweigerung seitens der Bundesregierung und ihrer parlamentarischen Vertreter ist mittlerweile manchmal körperlich fast unerträglich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann denken Sie es sich, aber sagen Sie es nicht!)
Abg. Wittauer: Sie schauen schon so schwach aus!
Sie stehen hier am Rednerpult und sagen: Alles ist paletti! Ich bin so zufrieden. Es ist doch alles bestens in diesem Land! (Abg. Wittauer: Sie schauen schon so schwach aus!) – Tatsache ist, dass Wolfgang Schüssel vor den Trümmern seines politischen Abenteuers steht! Tatsache ist, dass diese Regierung, ob jetzt Schwarz-Blau oder Schwarz-Orange, überhaupt keine Mehrheit mehr hat! (Abg. Wittauer: Warum nicht?) Da können Sie doch nicht so tun, als wäre alles paletti! Sie stehen vor den Trümmern Ihres politischen Abenteuers! Allen voran Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist Realitätsverweigerung!)
Abg. Wittauer: Warum nicht?
Sie stehen hier am Rednerpult und sagen: Alles ist paletti! Ich bin so zufrieden. Es ist doch alles bestens in diesem Land! (Abg. Wittauer: Sie schauen schon so schwach aus!) – Tatsache ist, dass Wolfgang Schüssel vor den Trümmern seines politischen Abenteuers steht! Tatsache ist, dass diese Regierung, ob jetzt Schwarz-Blau oder Schwarz-Orange, überhaupt keine Mehrheit mehr hat! (Abg. Wittauer: Warum nicht?) Da können Sie doch nicht so tun, als wäre alles paletti! Sie stehen vor den Trümmern Ihres politischen Abenteuers! Allen voran Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist Realitätsverweigerung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist Realitätsverweigerung!
Sie stehen hier am Rednerpult und sagen: Alles ist paletti! Ich bin so zufrieden. Es ist doch alles bestens in diesem Land! (Abg. Wittauer: Sie schauen schon so schwach aus!) – Tatsache ist, dass Wolfgang Schüssel vor den Trümmern seines politischen Abenteuers steht! Tatsache ist, dass diese Regierung, ob jetzt Schwarz-Blau oder Schwarz-Orange, überhaupt keine Mehrheit mehr hat! (Abg. Wittauer: Warum nicht?) Da können Sie doch nicht so tun, als wäre alles paletti! Sie stehen vor den Trümmern Ihres politischen Abenteuers! Allen voran Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist Realitätsverweigerung!)
Abg. Wittauer: Wir reden über das Budget!
Herr Präsident! Ich halte es für keinen guten Umgang mit dem Parlamentarismus und dem Hohen Haus, wenn wir nicht heute, jetzt und hier darüber auch mit dem Bundeskanzler, mit dem Hauptverantwortlichen dieses Desasters diskutieren können. (Abg. Wittauer: Wir reden über das Budget!) Dieses Parlament hat ein Recht auf diese Debatte. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, wie es mit diesem Desaster in der Regierung weitergeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident! Ich halte es für keinen guten Umgang mit dem Parlamentarismus und dem Hohen Haus, wenn wir nicht heute, jetzt und hier darüber auch mit dem Bundeskanzler, mit dem Hauptverantwortlichen dieses Desasters diskutieren können. (Abg. Wittauer: Wir reden über das Budget!) Dieses Parlament hat ein Recht auf diese Debatte. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, wie es mit diesem Desaster in der Regierung weitergeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das ist ja nicht zum Aushalten!
Wir haben es mit einer Regierung und mit einer Partei zu tun, die kein Mensch in diesem Land gewählt hat. Wir haben es mit einer Phantompartei zu tun, von der keiner weiß, wofür sie überhaupt steht! (Abg. Wittauer: Das ist ja nicht zum Aushalten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Und das ist falsch!
Und was machen Sie im Budget? – Wir sind Schlusslicht, was aktive Arbeitsmarktförderung betrifft! Sie geben kein Geld dafür her, dass Arbeitsplätze gesichert werden und dass Initiativen gesetzt werden. – Ganz im Gegenteil: Wir sind das Schlusslicht bei der aktiven Arbeitsmarktförderung, haben aber eine Rekordarbeitslosigkeit, wie sie Österreich in der ganzen Zweiten Republik noch nicht gesehen hat! – Das ist Ihre Bilanz! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Und das ist falsch!)
Abg. Wittauer: Es sind nie so viele positive Reformen umgesetzt worden!
befassen. Sie sind ausschließlich mit sich selbst beschäftigt. Sie haben keine Zeit! (Abg. Wittauer: Es sind nie so viele positive Reformen umgesetzt worden!) Ich habe das Gefühl, Sie haben gar keine Lust, sich mit den Anliegen der Bevölkerung auseinander zu setzen! Sie muten Österreich weiter eine Regierung zu, die instabil ist, eine Regierung, die völlig unberechenbar ist, und eine Regierung, die völlig kraftlos Politik macht! Das sieht man in allen Bereichen. Das geht vom Arbeitsmarkt über die Gesundheitspolitik bis zu einem völligen Stillstand in dieser Regierung nach dem PISA-Absturz. Zusätzlich muten Sie der Bevölkerung anscheinend eine Partei zu (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen, weil Abg. Dr. Glawischnig – den Rücken zur Rednerin gewandt – mit Abg. Dr. Cap spricht), die nicht demokratiepolitisch legitimiert ist. Sie wurde von niemandem in diesem Land gewählt! Man könnte bei diesem BZÖ fast von Diebstahl der Wählerstimmen reden! Ich halte das für einen demokratiepolitischen Skandal!
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen, weil Abg. Dr. Glawischnig – den Rücken zur Rednerin gewandt – mit Abg. Dr. Cap spricht
befassen. Sie sind ausschließlich mit sich selbst beschäftigt. Sie haben keine Zeit! (Abg. Wittauer: Es sind nie so viele positive Reformen umgesetzt worden!) Ich habe das Gefühl, Sie haben gar keine Lust, sich mit den Anliegen der Bevölkerung auseinander zu setzen! Sie muten Österreich weiter eine Regierung zu, die instabil ist, eine Regierung, die völlig unberechenbar ist, und eine Regierung, die völlig kraftlos Politik macht! Das sieht man in allen Bereichen. Das geht vom Arbeitsmarkt über die Gesundheitspolitik bis zu einem völligen Stillstand in dieser Regierung nach dem PISA-Absturz. Zusätzlich muten Sie der Bevölkerung anscheinend eine Partei zu (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen, weil Abg. Dr. Glawischnig – den Rücken zur Rednerin gewandt – mit Abg. Dr. Cap spricht), die nicht demokratiepolitisch legitimiert ist. Sie wurde von niemandem in diesem Land gewählt! Man könnte bei diesem BZÖ fast von Diebstahl der Wählerstimmen reden! Ich halte das für einen demokratiepolitischen Skandal!
Abg. Dr. Stummvoll: Da müssen Sie ihn fragen!
Es stellen sich viele die Frage: Wer sind Sie überhaupt und wer steht hinter Ihnen? – Offensichtlich müssen zwei FPÖ-Politiker die Hintergründe kennen, weil sie eindeutige Vermutungen formuliert haben. Volksanwalt Stadler hat gestern in der „ZiB“ gesagt: Dieses BZÖ ist ein skurriler Stronach-Ableger. – Es stellt sich die Frage, was der Herr Volksanwalt wohl damit gemeint hat! (Abg. Dr. Stummvoll: Da müssen Sie ihn fragen!)
Abg. Wittauer: Das Einzige, was Sie gut können, ist Zeitung lesen!
Herr Strache – ich habe gerade gehört, er wird der zukünftige Bundesparteiobmann der FPÖ, also der zukünftige FPÖ-Obmann – sagt, das BZÖ sei eine Partei, die offensichtlich das Großkapital und die Interessen von Industrielobbys vertritt. (Abg. Wittauer: Das Einzige, was Sie gut können, ist Zeitung lesen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walch: 7 Milliarden ...! – Abg. Hornek: Hören Sie auf ...!
Was ist aus der „Partei des kleinen Mannes“ geworden, Herr Walch? – Lang ist es her! Wissen Sie, was Sie sind? – Sie sind der Ableger der Schüssel-Partei und haben für die kleinen Menschen in diesem Land überhaupt nichts mehr übrig! Sie sind die Filiale von Wolfgang Schüssel, der sich gar nicht um die Menschen in diesem Land schert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walch: 7 Milliarden ...! – Abg. Hornek: Hören Sie auf ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ein übles, ein trauriges Schauspiel, das diese Regierung und Wolfgang Schüssel bieten. Die Regierung Schüssel und auch Sie, Herr Bartenstein, sind politisch gescheitert. Ich fordere Sie auf: Machen Sie den Weg für eine bessere Politik frei! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Was machen jetzt die Vorarlberger?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Kopf. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Wurm: Was machen jetzt die Vorarlberger?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ich stimme mit Herrn Kollegem Öllinger vollkommen überein, wenn er sagt: Die Menschen wollen, dass gearbeitet wird. – Das, was Sie hier machen, hat aber mit Arbeiten herzlich wenig zu tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Om! Om!
Die Wirtschaft ist der Lebensnerv dieses Landes. (Abg. Dr. Cap: Om! Om!) Auf der Tagesordnung steht das Kapitel Wirtschaft und Arbeit. Und was haben Sie für Sorgen? – Herr Öllinger sorgt sich um das Mienenspiel der ÖVP-Abgeordneten. Frau Sburny sorgt sich um die Parteimitgliedschaft der einzelnen Mitglieder des freiheitlichen Klubs. (Abg. Sburny: Ich sorge mich nicht!)
Abg. Sburny: Ich sorge mich nicht!
Die Wirtschaft ist der Lebensnerv dieses Landes. (Abg. Dr. Cap: Om! Om!) Auf der Tagesordnung steht das Kapitel Wirtschaft und Arbeit. Und was haben Sie für Sorgen? – Herr Öllinger sorgt sich um das Mienenspiel der ÖVP-Abgeordneten. Frau Sburny sorgt sich um die Parteimitgliedschaft der einzelnen Mitglieder des freiheitlichen Klubs. (Abg. Sburny: Ich sorge mich nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
interessiert, wie Sie sich hier, in diesem Haus, als Klub verhalten. Das ist entscheidend und das interessiert mich natürlich auch bei meinem Partner. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist aber sehr schwach!
Herr Cap interessiert sich für die Finanzen der Freiheitlichen Partei, hat sich aber offenbar in den letzten Jahren nie für die Finanzen der eigenen Partei interessiert. Was herausgekommen ist, wissen wir. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist aber sehr schwach!) Sie haben sich auch nie dafür interessiert, wie sich die Finanzen des Landes entwickeln. Als Klubobmann der SPÖ sollten Sie das Wort „Finanzen“ besser nicht in den Mund nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist gut!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist gut!
Herr Cap interessiert sich für die Finanzen der Freiheitlichen Partei, hat sich aber offenbar in den letzten Jahren nie für die Finanzen der eigenen Partei interessiert. Was herausgekommen ist, wissen wir. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist aber sehr schwach!) Sie haben sich auch nie dafür interessiert, wie sich die Finanzen des Landes entwickeln. Als Klubobmann der SPÖ sollten Sie das Wort „Finanzen“ besser nicht in den Mund nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist gut!)
Abg. Dr. Cap: Om!
Meine Damen und Herren, ich möchte zu dem für dieses Land so wichtigen Kapitel Wirtschaft und Arbeit kommen. Wir brauchen Wachstum in diesem Land, um die Zukunftsinvestitionen finanzieren zu können. Wir brauchen Wachstum, um die sozialen Sicherungssysteme in diesem Land finanzieren zu können. (Abg. Dr. Cap: Om!) Die internationale Entwicklung ist, was die Konjunktur anbelangt, wahrlich nicht berauschend. Österreichs Entwicklung ist eindeutig besser als die internationale Entwicklung.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Bures! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal den Namen merkt man sich von ihr! So unbedeutend ist die Frau Bures!
Wir liegen mit unserem Wirtschaftswachstum über dem Schnitt der Euro-Zone. Die Prognose der EU hat das gerade wieder bestätigt. Wir liegen mit unserer Arbeitslosenrate bei der Hälfte jener, die in der Eurozone vorherrscht. Wir sind an der dritten Stelle, was das Beschäftigungsniveau in der EU anbelangt. Bezüglich der Jugendarbeitslosigkeit, die gerade von der Kollegin von der SPÖ (Bundesminister Dr. Bartenstein: Bures! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal den Namen merkt man sich von ihr! So unbedeutend ist die Frau Bures!), von der Frau Kollegin Bures – Entschuldigung –, angesprochen worden ist: Sie negieren völlig, dass wir in Europa auf dem ersten Platz bei der Jugendbeschäftigung liegen! Wir können offenbar am besten in ganz Europa mit diesem Phänomen und mit diesem vorhandenen Problem umgehen. Das negieren Sie völlig!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie negieren weiters, dass wir seit dem Jahr 2002 eine positive Handelsbilanz haben, was es über Jahrzehnte nicht gegeben hat! Sie negieren, dass wir seit dem Jahr 1999 70 000 Unternehmer mehr in diesem Land haben. Das kommt alles nicht von ungefähr! Das ist zunächst das Resultat tüchtiger Unternehmer und tüchtiger Arbeitnehmer in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Es ist aber auch das Verdienst der Politik der letzten Jahre, in der gerade dem Thema Wirtschaft, Rahmenbedingungen der Wirtschaft und durch diese verbesserten Rahmenbedingungen auch der Schaffung von Arbeitsplätzen ganz besonderes Augenmerk geschenkt wurde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Sie negieren weiters, dass wir seit dem Jahr 2002 eine positive Handelsbilanz haben, was es über Jahrzehnte nicht gegeben hat! Sie negieren, dass wir seit dem Jahr 1999 70 000 Unternehmer mehr in diesem Land haben. Das kommt alles nicht von ungefähr! Das ist zunächst das Resultat tüchtiger Unternehmer und tüchtiger Arbeitnehmer in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Es ist aber auch das Verdienst der Politik der letzten Jahre, in der gerade dem Thema Wirtschaft, Rahmenbedingungen der Wirtschaft und durch diese verbesserten Rahmenbedingungen auch der Schaffung von Arbeitsplätzen ganz besonderes Augenmerk geschenkt wurde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Abg. Dr. Niederwieser: Der Mainoni sieht das anders!
Wir sollen uns aber nicht zufrieden zurücklehnen. Wir haben einiges bewegen können. Das hat uns auf jenen Platz in Europa gebracht, auf dem wir stehen und den ich gerade geschildert habe. Es gibt weiters viel zu tun! Wir müssen weitere Entlastungen für Wirtschaft und Arbeitnehmer in diesem Land schaffen. Nur das stimuliert auch die Wirtschaftsleistungen in diesem Land. Wir müssen Wachstumsbremsen abbauen. Das Budget, das uns vorliegt, geht genau in die richtige Richtung. (Abg. Dr. Niederwieser: Der Mainoni sieht das anders!) Es steigert die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit einer Sonderoffensive für die Forschung. Es steigert den Einsatz für den Klimaschutz. Alle, die mit Umweltpolitik zu tun haben, wissen, welche Impulse das für die Wirtschaft geben kann. Wir steigern die Investitionen in die Infrastruktur.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie es uns nicht glauben, dann glauben Sie es dem Internationalen Währungsfonds, der Österreich als Musterbeispiel der Reformarbeit sieht! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Wunschdenken!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Es ist beachtenswert, wie Sie versuchen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen! Zumindest in dieser Disziplin haben Sie tatsächlich Durchhaltevermögen. Wir reden hier über ein vorliegendes Budget einer darnieder liegenden Bundesregierung. Das liegt auf dem Tisch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Wunschdenken!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
ohne strafrechtliche Sanktion. Legen Sie das offen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sind wir wieder bei Ihrem ganzen orangefarbenen Fanklub oder was auch immer das wird. Einigen Sie sich! Sie können sich leicht hinstellen und sich als parteifreie Abgeordnete erklären. Wenn Ihnen auf diese Art und Weise die Partei unter dem Hintern abhanden kommt, dann kann man hier leicht parteifrei sitzen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Die Zusammenhänge sind doch ganz eindeutig. Offensichtlich hat man da in weiser Voraussicht gehandelt: Schnell noch ein Budget verhandeln, denn wer weiß, wie lange wir diese marode Truppe überhaupt noch haben?! – Diese Coolness aufzubringen und das noch irgendwie festzuzurren, dazu kann man gerade noch gratulieren. Schauen wir, ob dieses „Gebinde“ bis Donnerstag hält. Es ist auf jeden Fall politisch illegitim und ökonomisch falsch, darum kommen Sie nicht herum! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb haben Sie im Vorjahr unter anderem alles unter einem „ausgedealt“ – ein großer Schaden auch wirtschaftlich, schon allein deshalb, weil hier nicht zielgerichtet gesteuert werden kann! Es wird Ihnen egal sein – Sie werden so denken –, wenn nach den Wahlen die Abweichungen herauskommen. Das ist keine Planung! – Aber das ist eigentlich auch egal, denn: Wer will dieser Bundesregierung noch planvolles Handeln unterstellen? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Von welcher Partei sind Sie denn?
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Also: Entweder hat Rot-Grün die Wirtschafts- und Arbeitspolitik völlig aufgegeben (Abg. Öllinger: Von welcher Partei sind Sie denn?) oder endlich zur Kenntnis genommen (Abg. Riepl: Wo gehören Sie hin? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Zum Klub der Freiheitlichen!), dass das rot-grüne Modell in Deutschland gescheitert ist und Österreich einfach die bessere Wirtschafts- und Arbeitspolitik betreibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Riepl: Wo gehören Sie hin? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Zum Klub der Freiheitlichen!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Also: Entweder hat Rot-Grün die Wirtschafts- und Arbeitspolitik völlig aufgegeben (Abg. Öllinger: Von welcher Partei sind Sie denn?) oder endlich zur Kenntnis genommen (Abg. Riepl: Wo gehören Sie hin? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Zum Klub der Freiheitlichen!), dass das rot-grüne Modell in Deutschland gescheitert ist und Österreich einfach die bessere Wirtschafts- und Arbeitspolitik betreibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Also: Entweder hat Rot-Grün die Wirtschafts- und Arbeitspolitik völlig aufgegeben (Abg. Öllinger: Von welcher Partei sind Sie denn?) oder endlich zur Kenntnis genommen (Abg. Riepl: Wo gehören Sie hin? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Zum Klub der Freiheitlichen!), dass das rot-grüne Modell in Deutschland gescheitert ist und Österreich einfach die bessere Wirtschafts- und Arbeitspolitik betreibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Reheis: Was für eine „so genannte“ Partei sind denn Sie? Welche Partei? – Heiterkeit bei der SPÖ.
Es ist nicht anders zu erklären, dass die Vertreter der Oppositionsparteien, vor allem der so genannten Arbeiterpartei SPÖ, hier ans Rednerpult treten und zu dem unheimlich wichtigen Wirtschafts- und Arbeitsbudget wenig bis gar nichts zu sagen haben. (Abg. Reheis: Was für eine „so genannte“ Partei sind denn Sie? Welche Partei? – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Wissen Sie überhaupt noch, warum Sie da sind? Welche Legitimation habt ihr denn noch? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lieber Kollege Öllinger! Wenn Sie sagen, Österreich soll nicht Kärnten werden, dann sage ich: Österreich soll Kärnten werden! Ich sage Ihnen auch, warum. (Abg. Reheis: Wissen Sie überhaupt noch, warum Sie da sind? Welche Legitimation habt ihr denn noch? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!
Schauen Sie sich die wirtschaftspolitischen Zahlen an! In Kärnten gibt es die niedrigste Arbeitslosenrate, die es in Kärnten je gegeben hat. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Kärnten hat die höchste Betriebsansiedelung, die es je gegeben hat. (Abg. Reheis: Gehen Sie nach Kärnten und bleiben Sie dort!) Kärnten hat die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, und Kärnten hat den niedrigsten Strompreis. (Abg. Mag. Trunk: Das stimmt überhaupt nicht!) Ich weiß, das wollen Sie nicht hören.
Abg. Reheis: Gehen Sie nach Kärnten und bleiben Sie dort!
Schauen Sie sich die wirtschaftspolitischen Zahlen an! In Kärnten gibt es die niedrigste Arbeitslosenrate, die es in Kärnten je gegeben hat. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Kärnten hat die höchste Betriebsansiedelung, die es je gegeben hat. (Abg. Reheis: Gehen Sie nach Kärnten und bleiben Sie dort!) Kärnten hat die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, und Kärnten hat den niedrigsten Strompreis. (Abg. Mag. Trunk: Das stimmt überhaupt nicht!) Ich weiß, das wollen Sie nicht hören.
Abg. Mag. Trunk: Das stimmt überhaupt nicht!
Schauen Sie sich die wirtschaftspolitischen Zahlen an! In Kärnten gibt es die niedrigste Arbeitslosenrate, die es in Kärnten je gegeben hat. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Kärnten hat die höchste Betriebsansiedelung, die es je gegeben hat. (Abg. Reheis: Gehen Sie nach Kärnten und bleiben Sie dort!) Kärnten hat die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, und Kärnten hat den niedrigsten Strompreis. (Abg. Mag. Trunk: Das stimmt überhaupt nicht!) Ich weiß, das wollen Sie nicht hören.
Abg. Riepl: Das stimmt nicht! Das ist keine gute Rede!
Das Kindergeld, das Sie hier so oft verteufelt haben, war das Erfolgsmodell Kärntens. (Abg. Riepl: Das stimmt nicht! Das ist keine gute Rede!) Nach dem Pilotprojekt und einer Vorlaufzeit von mehr als einem Jahr ist dieses Modell von Kärnten aus seinen
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist peinlich, diese Rede!
Weg gegangen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist peinlich, diese Rede!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In Kärnten gibt es auch eine Tourismusförderung, wodurch die Betriebe eine Qualitätsverbesserung wie nie zuvor erreichen. Letztlich hat auch die erfolgreiche Förderung Kärntens im Tourismus dazu geführt, dass Kärnten auf einem erfolgreichen Weg auch im Tourismus ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Ist Ihnen noch etwas bewusst?
Ich komme wieder auf das Wirtschaftsbudget und die Wirtschaftszahlen zu sprechen. Ich glaube, es ist Ihnen nicht ganz bewusst, dass ganz Deutschland – und ich sage das ganz bewusst (Abg. Reheis: Ist Ihnen noch etwas bewusst?) – mittlerweile neidisch auf Österreich blickt; neidisch auf Österreich, weil wir eine Steuerreform haben, von der sogar Pensionsexperte Rürup gesagt hat: Schaut euch bitte einmal das österreichische Pensionssystem und die österreichische Steuerreform genauer an, denn das wären Modelle für Deutschland!
in Richtung Abg. Mag. Prammer
Wir haben uns dafür entschieden und präsentieren Österreich mittlerweile – Gott sei Dank! – sehr erfolgreich auf der EXPO. Ich lade Sie alle herzlich ein, im nächsten halben Jahr die Weltausstellung in Japan und vor allem den Österreich-Pavillon zu besuchen. Frau Präsidentin (in Richtung Abg. Mag. Prammer), Sie müssen nicht lächeln. Sie werden sich wundern, denn man kann auch dort erkennen, wie erfolgreich wir sind. Das wiederum ist Grund zur Freude, also dürfen Sie doch lächeln, denn die letzten Weltausstellungen waren ja nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.
Abg. Sburny: Singen! – Abg. Riepl: Singt da der Haider auch mit?
Uns ist von japanischer Seite von höchster Stelle größtes Lob widerfahren. Ich freue mich auch sehr darüber, dass wir am 27. April 2005 den Österreichtag in Japan feiern werden. Unsere „Aushängeschilder“, wenn man so will, unsere Wiener Sängerknaben, werden dort auftreten, und wir sind jetzt schon nahezu ausverkauft. Das heißt, wir werden Österreich wirklich mit allen Sinnen präsentieren und werden uns in die Herzen der Japaner eingraben (Abg. Sburny: Singen! – Abg. Riepl: Singt da der Haider auch mit?) und auch einsingen – selbstverständlich, die Japaner lieben die österreichische Musik –, und unsere Tourismuswirtschaft wird das als Erfolg verbuchen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Uns ist von japanischer Seite von höchster Stelle größtes Lob widerfahren. Ich freue mich auch sehr darüber, dass wir am 27. April 2005 den Österreichtag in Japan feiern werden. Unsere „Aushängeschilder“, wenn man so will, unsere Wiener Sängerknaben, werden dort auftreten, und wir sind jetzt schon nahezu ausverkauft. Das heißt, wir werden Österreich wirklich mit allen Sinnen präsentieren und werden uns in die Herzen der Japaner eingraben (Abg. Sburny: Singen! – Abg. Riepl: Singt da der Haider auch mit?) und auch einsingen – selbstverständlich, die Japaner lieben die österreichische Musik –, und unsere Tourismuswirtschaft wird das als Erfolg verbuchen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
fassen. Wir wollen die Exportquote bis zum Jahr 2007 von 1 Milliarde € auf 1,5 Milliarden € erhöhen. Ich denke, das wird uns gelingen. Wir sind jedenfalls vor Ort und arbeiten sehr, sehr fleißig, damit wir auch auf diesem wichtigen Überseemarkt, dem drittstärksten Überseemarkt, den Österreich hat, weiterhin auf Erfolgskurs bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Das hat sie nicht gesagt!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Frau Kollegin Rossmann hat behauptet, dass die Arbeitslosenrate in Kärnten vergleichsweise die niedrigste in Österreich sei. (Rufe bei der ÖVP: Das hat sie nicht gesagt!) – Das ist unrichtig! (Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Nein, das hat sie nicht gesagt!) In der mittelfristigen Arbeitslosenentwicklung befindet sich Kärnten im unteren Mittelfeld.
Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Nein, das hat sie nicht gesagt!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Frau Kollegin Rossmann hat behauptet, dass die Arbeitslosenrate in Kärnten vergleichsweise die niedrigste in Österreich sei. (Rufe bei der ÖVP: Das hat sie nicht gesagt!) – Das ist unrichtig! (Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Nein, das hat sie nicht gesagt!) In der mittelfristigen Arbeitslosenentwicklung befindet sich Kärnten im unteren Mittelfeld.
Beifall bei der SPÖ.
Zweite tatsächliche Berichtigung: Kollegin Rossmann hat behauptet, dass der Strompreis in Kärnten österreichweit der niedrigste sei. – Auch das ist unrichtig! Auch diesbezüglich liegt Kärnten im unteren Drittel des Mittelfeldes. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sie wissen, im Jahr 2004 war in Kärnten ein Wahljahr, deshalb wurden die Schulungszahlen drastisch erhöht. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das ist Ihre Politik: So tun, als ob – und in Wirklichkeit gibt es in Kärnten die höchste Arbeitslosenquote seit Jahren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sie wissen, im Jahr 2004 war in Kärnten ein Wahljahr, deshalb wurden die Schulungszahlen drastisch erhöht. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das ist Ihre Politik: So tun, als ob – und in Wirklichkeit gibt es in Kärnten die höchste Arbeitslosenquote seit Jahren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Ein sehr guter!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Öllinger, das war zum Schluss ein Redebeitrag! (Abg. Eder: Ein sehr guter!)
Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Die haben wir auch!
Ein zweiter wichtiger Punkt: Wirtschaft braucht Stabilität! Wirtschaft braucht politische Stabilität (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Die haben wir auch!), damit Unternehmen Zukunftsentscheidungen vor einem stabilen Hintergrund treffen können. – Und genau das ist durch diese Konstellation, wie sie momentan herrscht, eben auf Grund dieser tiefen politischen Krise, nicht gegeben! Sie von den Koalitionsparteien gefährden mit dieser Krise den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein zweiter wichtiger Punkt: Wirtschaft braucht Stabilität! Wirtschaft braucht politische Stabilität (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Die haben wir auch!), damit Unternehmen Zukunftsentscheidungen vor einem stabilen Hintergrund treffen können. – Und genau das ist durch diese Konstellation, wie sie momentan herrscht, eben auf Grund dieser tiefen politischen Krise, nicht gegeben! Sie von den Koalitionsparteien gefährden mit dieser Krise den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Ja, der traurigen Rekorde!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hinter mir sitzen sehen Sie den Minister der Rekorde (Abg. Silhavy: Ja, der traurigen Rekorde!), und zwar der negativen, der traurigen Rekorde. (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh!) Herr Bundesminister Bartenstein ist der Minister der Rekordarbeitslosigkeit! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Arbeitslosenrate in Österreich nähert sich der 400 000-Grenze! Das hat es in dieser Republik, das hat es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gegeben! Nachredner meiner Partei werden darauf noch näher eingehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen denn Sie, auf was die Nachredner eingehen?)
Rufe bei der ÖVP: Geh, geh!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hinter mir sitzen sehen Sie den Minister der Rekorde (Abg. Silhavy: Ja, der traurigen Rekorde!), und zwar der negativen, der traurigen Rekorde. (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh!) Herr Bundesminister Bartenstein ist der Minister der Rekordarbeitslosigkeit! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Arbeitslosenrate in Österreich nähert sich der 400 000-Grenze! Das hat es in dieser Republik, das hat es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gegeben! Nachredner meiner Partei werden darauf noch näher eingehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen denn Sie, auf was die Nachredner eingehen?)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hinter mir sitzen sehen Sie den Minister der Rekorde (Abg. Silhavy: Ja, der traurigen Rekorde!), und zwar der negativen, der traurigen Rekorde. (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh!) Herr Bundesminister Bartenstein ist der Minister der Rekordarbeitslosigkeit! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Arbeitslosenrate in Österreich nähert sich der 400 000-Grenze! Das hat es in dieser Republik, das hat es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gegeben! Nachredner meiner Partei werden darauf noch näher eingehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen denn Sie, auf was die Nachredner eingehen?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen denn Sie, auf was die Nachredner eingehen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hinter mir sitzen sehen Sie den Minister der Rekorde (Abg. Silhavy: Ja, der traurigen Rekorde!), und zwar der negativen, der traurigen Rekorde. (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh!) Herr Bundesminister Bartenstein ist der Minister der Rekordarbeitslosigkeit! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Arbeitslosenrate in Österreich nähert sich der 400 000-Grenze! Das hat es in dieser Republik, das hat es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gegeben! Nachredner meiner Partei werden darauf noch näher eingehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen denn Sie, auf was die Nachredner eingehen?)
Rufe bei der ÖVP: Das ist ja unerhört!
Herr Bundesminister Bartenstein ist aber auch der Minister der Unternehmenspleiten. (Rufe bei der ÖVP: Das ist ja unerhört!) Die wirtschaftliche Seite – und Minister Bartenstein hat auch die Wirtschaft zu vertreten –: 12 000 Insolvenzen im vergangenen Jahr, über 1 700 im ersten Quartal 2005! (Abg. Dr. Mitterlehner: Hat er die Privatkonkurse auch zu verantworten?) Das heißt, täglich mehr als 20 Pleiten! Auch dafür sind Sie verantwortlich, Herr Bundesminister Bartenstein! Da sind Sie also auch an der Spitze! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist er für den „Konsum“ auch noch verantwortlich?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Hat er die Privatkonkurse auch zu verantworten?
Herr Bundesminister Bartenstein ist aber auch der Minister der Unternehmenspleiten. (Rufe bei der ÖVP: Das ist ja unerhört!) Die wirtschaftliche Seite – und Minister Bartenstein hat auch die Wirtschaft zu vertreten –: 12 000 Insolvenzen im vergangenen Jahr, über 1 700 im ersten Quartal 2005! (Abg. Dr. Mitterlehner: Hat er die Privatkonkurse auch zu verantworten?) Das heißt, täglich mehr als 20 Pleiten! Auch dafür sind Sie verantwortlich, Herr Bundesminister Bartenstein! Da sind Sie also auch an der Spitze! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist er für den „Konsum“ auch noch verantwortlich?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Ist er für den „Konsum“ auch noch verantwortlich?
Herr Bundesminister Bartenstein ist aber auch der Minister der Unternehmenspleiten. (Rufe bei der ÖVP: Das ist ja unerhört!) Die wirtschaftliche Seite – und Minister Bartenstein hat auch die Wirtschaft zu vertreten –: 12 000 Insolvenzen im vergangenen Jahr, über 1 700 im ersten Quartal 2005! (Abg. Dr. Mitterlehner: Hat er die Privatkonkurse auch zu verantworten?) Das heißt, täglich mehr als 20 Pleiten! Auch dafür sind Sie verantwortlich, Herr Bundesminister Bartenstein! Da sind Sie also auch an der Spitze! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist er für den „Konsum“ auch noch verantwortlich?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Das war richtig!
Herr Minister Bartenstein ist aber auch der Minister der Irrungen. Er hat sich sehr stark für eine Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten eingesetzt (Abg. Dr. Mitterlehner: Das war richtig!) und versprochen, dass so Tausende neue Arbeitsplätze entstehen würden. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das habe ich nicht!) Und was ist das Ergebnis? – Die Zahl der Beschäftigten im Handel sinkt dramatisch, die Konzentrationen nehmen zu!
Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das habe ich nicht!
Herr Minister Bartenstein ist aber auch der Minister der Irrungen. Er hat sich sehr stark für eine Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten eingesetzt (Abg. Dr. Mitterlehner: Das war richtig!) und versprochen, dass so Tausende neue Arbeitsplätze entstehen würden. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das habe ich nicht!) Und was ist das Ergebnis? – Die Zahl der Beschäftigten im Handel sinkt dramatisch, die Konzentrationen nehmen zu!
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Herr Minister Bartenstein hat weiters versprochen, dass durch die Stromliberalisierung die Strompreise drastisch reduziert würden, und zwar um 1 000 S – damals noch in Schilling – für jeden österreichischen Haushalt, 10 000 S für jeden Gewerbebetrieb, kündigte der Minister an. Und was ist das tatsächliche Ergebnis?! (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Was ist mit den Telefonliberalisierungen?
Vor kurzem ist darüber eine Studie von AT Kearney erschienen. Ergebnis: im Zeitraum 1998 bis 2004 5 500 Arbeitsplätze weniger! Der Konzentrationsgrad ist auch auf diesem Gebiete deutlich gestiegen – und es drohen uns, so AT Kearney, Stromerhöhungen im Ausmaß von weiteren 25 Prozent! – Das ist Ihre Politik, Herr Bartenstein! (Abg. Dr. Mitterlehner: Was ist mit den Telefonliberalisierungen?)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Und warum kommen alle Deutschen zu uns? Wie ist das mit dem Tanktourismus?
Weiters: Herr Bartenstein ist auch der Minister der höchsten Treibstoffpreise, die es jemals in Österreich gab. In unserem Lande gab es noch nie so hohe Treibstoffpreise wie jetzt, und alle Österreicherinnen und Österreicher merken das beim Tanken! Das ist eine Tatsache, die Sie nicht leugnen können! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Und warum kommen alle Deutschen zu uns? Wie ist das mit dem Tanktourismus?)
Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die kommen alle tanken, weil man billiger tanken kann! Das ist ja lächerlich!
Treibstoffpreise, wie ist das?) – Die Unternehmen werden sich bei uns anstellen, kündigte Bundesminister Bartenstein hier an. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die kommen alle tanken, weil man billiger tanken kann! Das ist ja lächerlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, wie viele Beschäftigte hat der „Konsum“ heute? – Abg. Dr. Sonnberger: Lesen Sie Murphy, „Die Kraft des positiven Denkens“!
Das heißt, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ: Ihre Politik ist in allen Bereichen daneben gegangen! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, wie viele Beschäftigte hat der „Konsum“ heute? – Abg. Dr. Sonnberger: Lesen Sie Murphy, „Die Kraft des positiven Denkens“!) – Ich denke positiv. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Realität sieht jedoch leider anders aus! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Das heißt, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ: Ihre Politik ist in allen Bereichen daneben gegangen! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, wie viele Beschäftigte hat der „Konsum“ heute? – Abg. Dr. Sonnberger: Lesen Sie Murphy, „Die Kraft des positiven Denkens“!) – Ich denke positiv. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Realität sieht jedoch leider anders aus! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das heißt, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ: Ihre Politik ist in allen Bereichen daneben gegangen! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, wie viele Beschäftigte hat der „Konsum“ heute? – Abg. Dr. Sonnberger: Lesen Sie Murphy, „Die Kraft des positiven Denkens“!) – Ich denke positiv. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Realität sieht jedoch leider anders aus! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das heißt, wir brauchen für die Voest nichts zu tun, Herr Kollege!
Dieser Minister Bartenstein, der für Wirtschaft und Arbeit zuständig ist, kümmert sich nicht um Klein- und Mittelbetriebe, kümmert sich auch nicht um die Mitarbeiter, um die Beschäftigten! Es schaut so aus, als ob ihm diese Gruppe völlig egal ist! Bundesminister Bartenstein kümmert sich lediglich um Großunternehmen, um Konzerne – um sich selbst also! „Weniger Steuern, mehr Geld zum Leben!“, das trifft auf ihn zu. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das heißt, wir brauchen für die Voest nichts zu tun, Herr Kollege!) Es geht um einen zweistelligen Betrag in Millionenhöhe, der ihn zu einem Begünstigten macht.
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, sollte für die voestalpine nichts getan werden? Sagen Sie das!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget ist unklar, ist unsicher in den Annahmen, in den Zahlen! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, sollte für die voestalpine nichts getan werden? Sagen Sie das!) Dieses Budget ist unsicher! Egal, wer dieses Budget letztendlich präsentieren wird: Es ist ein Wackelbudget! (Abg. Silhavy: Herr Kollege Missethon versteht das leider nicht!)
Abg. Silhavy: Herr Kollege Missethon versteht das leider nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget ist unklar, ist unsicher in den Annahmen, in den Zahlen! (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Herr Kollege, sollte für die voestalpine nichts getan werden? Sagen Sie das!) Dieses Budget ist unsicher! Egal, wer dieses Budget letztendlich präsentieren wird: Es ist ein Wackelbudget! (Abg. Silhavy: Herr Kollege Missethon versteht das leider nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Bartenstein, als steirischer Freund würde ich Ihnen den Rat geben: Ziehen Sie die Notbremse für sich selbst, setzen Sie den ersten Schritt, nutzen Sie den Vorteil des „first mover“ – davon sprach einmal Ihr Ministerkollege Grasser – und treten Sie ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Herta Mikesch (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzter Herr Kollege Moser, die Wirtschaft hat sehr wohl und sehr viel mit Stimmung zu tun. Daher: Mit Ihrem Schlecht-Reden arbeiten Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ sicherlich in die verkehrte Richtung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Aber Ihr Schönreden ...!
Von einem positiven Denken konnten wir in Ihrer Rede, Kollege Moser, leider überhaupt nichts feststellen! (Abg. Silhavy: Aber Ihr Schönreden ...!) Aber in Folgendem sind wir uns, wie ich glaube, alle einig: Seit der „Konsum“-Pleite und den Verstaatlichten-Debakeln der siebziger und achtziger Jahre wissen wir, dass der Staat keine nachhaltigen Arbeitsplätze schaffen kann. Das kann nur die Wirtschaft! Daher: Geht
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines braucht der Wirtschaftsstandort ganz besonders – und dann entsteht Wachstum –: eine positive Stimmung, ein gutes Klima; das regt den Konsum und damit auch die Wirtschaft an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ständiges Raunzen und Jammern wirkt auf Investoren sowie auf die gesamte Wirtschaft nicht gerade einladend. Eine Erfahrung aus meinem Unternehmen, die vielleicht auch für Sie ganz gut ist: Wenn ich mit meinen Kunden so misstönig umginge, wie Sie von der SPÖ das derzeit mit dem Standort Österreich tun, dann hätte ich wahrscheinlich keine Kunden mehr! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eines braucht der Wirtschaftsstandort ganz besonders – und dann entsteht Wachstum –: eine positive Stimmung, ein gutes Klima; das regt den Konsum und damit auch die Wirtschaft an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ständiges Raunzen und Jammern wirkt auf Investoren sowie auf die gesamte Wirtschaft nicht gerade einladend. Eine Erfahrung aus meinem Unternehmen, die vielleicht auch für Sie ganz gut ist: Wenn ich mit meinen Kunden so misstönig umginge, wie Sie von der SPÖ das derzeit mit dem Standort Österreich tun, dann hätte ich wahrscheinlich keine Kunden mehr! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Man könnte diese Liste noch weiterführen. Die Zahlen sprechen ganz deutlich für Österreich. So ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Österreich deutlich stärker gewachsen als in Deutschland. Das Resümee von „Format: Im Wirtschaftscordoba Österreich : Deutschland 14 : 11 für Österreich. Kein Wunder, hier hat Österreich etwas geschafft, wovon die Deutschen, die rot-grüne Regierung nur träumen kann. Das Wirtschaftsmodell Österreich ist ein Erfolgsmodell. Das Rückgrat der Wirtschaft, unsere Klein- und Mittelbetriebe, lebt partnerschaftlich mit den großen, mit den Leitbetrieben. Natürlich ist der Konkurrenzkampf oft hart, aber uns aus der Wirtschaft ist sehr wohl bewusst, dass wir einander brauchen und uns ergänzen. Umso mehr tut es mir als Unternehmerin eines klassischen Klein- und Mittelbetriebes weh, wenn Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, versuchen, uns Klein- und Mittelbetriebe und die so genannten Großen ständig auseinander zu dividieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich berichte aus einer Pressemitteilung der KMU Forschung Austria: „Österreichs Handwerk und Gewerbe wird seiner Rolle als Jobmotor auch heuer gerecht.“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Da sagt der Mühlbacher, der Wirtschaftskammerpräsident der Steiermark, etwas anderes!
Weiter heißt es: „Im laufenden Jahr sei mit 20 000 bis 24 000 zusätzlichen Beschäftigten zu rechnen, so der Direktor der KMU Forschung Austria, Walter Bornnet“. (Abg. Silhavy: Da sagt der Mühlbacher, der Wirtschaftskammerpräsident der Steiermark, etwas anderes!) „Derzeit sind in 65 000 Handwerks- und Gewerbebetrieben 586 000 Mitarbeiter beschäftigt.“ – Zitatende.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Seien Sie sicher: Wir arbeiten so erfolgreich weiter wie bisher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: Jetzt kommt eine harte Rede!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! (Abg. Dr. Rasinger: Jetzt kommt eine harte Rede!) Das war ja eine gefährliche Drohung, mit der meine Vorrednerin ihre Rede abgeschlossen hat. Gestatten Sie daher, dass ich nicht ganz so ernsthaft anfange.
Abg. Scheibner: Das liegt ja nur an Ihnen!
Ich beginne mit der politischen Modefarbe dieser Tage: orange – „dieser Tage“ sage ich, denn „dieser Wochen“ würde ich mich eher nicht zu prophezeien trauen. Eigentlich sollte dieses Orange im Mittelpunkt dieser Debatten stehen (die Rednerin zeigt ein Budgetheft mit orangem Deckblatt), nämlich ein Budget, über das man seriös und ernsthaft diskutieren kann. De facto haben Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und vom freiheitlichen Klub, dieses Orange, dieses Budget jedoch zum Statisten der politischen Diskussion dieser Tage gemacht. Dafür tragen Sie die Verantwortung! (Abg. Scheibner: Das liegt ja nur an Ihnen!)
Abg. Scheibner: Es hört sich aber fast so an!
Dass ich mit der öffentlich zelebrierten Selbstzerstörung der FPÖ – ehemals FPÖ/jetzt BZÖ, mit auch nicht größeren Erfolgschancen – nicht unbedingt Mitleid habe, ist klar. (Abg. Scheibner: Es hört sich aber fast so an!) Ich werde die Letzte sein, die Sie an dieser Selbstzerstörung hindert.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Ein sehr müder Scherz!
Vielleicht ist das Ganze ja ein Beitrag zur wirtschaftspolitischen Belebung des Landes – meine Vorrednerin hat ja in ihren Ausführungen gemeint, die Wirtschaft brauche gute Stimmung. Vielleicht ist die Lachnummer, die Sie gerade abziehen, ein Beitrag zur Unterhaltung der Österreicherinnen und Österreicher, um gute Stimmung für die Wirtschaft zu schaffen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Ein sehr müder Scherz!) – Wenn die Proponenten schon so müde sind – was soll man tun?
Abg. Murauer: Was sollen wir von Ihnen lernen? Da gibt es wirklich nichts!
Zur ÖVP, die mir eigentlich ein viel größeres Anliegen ist, die sich nämlich als völlig lernresistent herausstellt. Ich denke, Knittelfeld sollte einem eigentlich eine Lektion gewesen sein – war es dem Kanzler jedoch zumindest bei der ersten Wiederholung von Knittelfeld nicht. (Abg. Murauer: Was sollen wir von Ihnen lernen? Da gibt es wirklich nichts!) Jetzt haben wir nicht nur eine Wiederholung von Knittelfeld im übertragenen Sinn, sondern ein Knittelfeld hoch zwei, zum Quadrat. Die Frage ist: Wird die ÖVP darauf irgendwie reagieren und sagen: Okay, wir geben zu, wir haben diese Truppe falsch eingeschätzt, mit denen ist tatsächlich kein Staat zu machen, wir machen den Weg frei für Neuwahlen und eine neue Regierung!? (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Mal schauen, ob Sie diese Verantwortung an den Tag legen werden, im Moment schaut es nicht danach aus. Im Moment stellen Sie sich mit wirklich beachtlichem – ich weiß nicht – schauspielerischem Talent oder Selbstbetrugs-
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Zur ÖVP, die mir eigentlich ein viel größeres Anliegen ist, die sich nämlich als völlig lernresistent herausstellt. Ich denke, Knittelfeld sollte einem eigentlich eine Lektion gewesen sein – war es dem Kanzler jedoch zumindest bei der ersten Wiederholung von Knittelfeld nicht. (Abg. Murauer: Was sollen wir von Ihnen lernen? Da gibt es wirklich nichts!) Jetzt haben wir nicht nur eine Wiederholung von Knittelfeld im übertragenen Sinn, sondern ein Knittelfeld hoch zwei, zum Quadrat. Die Frage ist: Wird die ÖVP darauf irgendwie reagieren und sagen: Okay, wir geben zu, wir haben diese Truppe falsch eingeschätzt, mit denen ist tatsächlich kein Staat zu machen, wir machen den Weg frei für Neuwahlen und eine neue Regierung!? (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Mal schauen, ob Sie diese Verantwortung an den Tag legen werden, im Moment schaut es nicht danach aus. Im Moment stellen Sie sich mit wirklich beachtlichem – ich weiß nicht – schauspielerischem Talent oder Selbstbetrugs-
Abg. Dr. Mitterlehner: Ja!
talent her und sagen: Wir werden konstruktiv weiterarbeiten! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ja!)
Beifall bei den Grünen.
Schon wieder ein Beitrag zur guten Stimmung im Lande! Halb Österreich lacht, die andere Hälfte Österreichs weint allerdings, und zwar deswegen, weil es zwar ganz nett wäre, wenn alles nur eine Lachnummer wäre, die Sie da politisch aufführen – ein bisschen trostlos für die Kabarettisten, denn die haben es inzwischen wirklich schwer in Österreich –, aber das Problem ist ja, dass Sie damit Schaden anrichten. Sie richten erstens enormen Schaden an für die Politik im Allgemeinen, die ja in Österreich ohnehin nicht das beste Prestige genießt. Und das, was wir jetzt hier an Performance sehen, und zwar sowohl von diesem orange/blauen Gemenge hier als auch von der ÖVP, ist eine weitere Desavouierung der Politik im Ganzen und damit des Regierens und politischen Gestaltens aus der Regierung, aus der Opposition in Österreich – und das halte ich für demokratiepolitisch bedenklich, Sie sollten sich das einmal gut überlegen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Ja!
Das Zweite, wo Sie Schaden anrichten – und das ist fast noch schlimmer –, ist, wenn ich es pathetisch formulieren darf, Schaden für Österreich, denn eigentlich sollten Sie tatsächlich hart arbeiten; es gäbe mehr als genug an Handlungsaufträgen. Man kann es ja nur als frommen Wunsch bezeichnen, wenn sich hier Abgeordnete der ÖVP herstellen und sagen: Wir wollen arbeiten! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ja!) – Ich glaube es Ihnen vielleicht sogar, nur: Sie können es nicht, weil Ihnen Ihr Partner Ihre ganze Energie raubt, und Sie können es nicht, weil Sie offensichtlich auch fachlich dazu nur schwer imstande sind. Also kann ich nur sagen: Wenn Sie wollen, dass für Österreich gearbeitet wird, dann machen Sie Platz für andere, die es tatsächlich können! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Das Zweite, wo Sie Schaden anrichten – und das ist fast noch schlimmer –, ist, wenn ich es pathetisch formulieren darf, Schaden für Österreich, denn eigentlich sollten Sie tatsächlich hart arbeiten; es gäbe mehr als genug an Handlungsaufträgen. Man kann es ja nur als frommen Wunsch bezeichnen, wenn sich hier Abgeordnete der ÖVP herstellen und sagen: Wir wollen arbeiten! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ja!) – Ich glaube es Ihnen vielleicht sogar, nur: Sie können es nicht, weil Ihnen Ihr Partner Ihre ganze Energie raubt, und Sie können es nicht, weil Sie offensichtlich auch fachlich dazu nur schwer imstande sind. Also kann ich nur sagen: Wenn Sie wollen, dass für Österreich gearbeitet wird, dann machen Sie Platz für andere, die es tatsächlich können! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Dr. Stummvoll: Gesamt-Ranking! Sagen Sie das Gesamt-Ranking!
Zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. – Es gibt einen Standortvergleich: Der World Competitiveness Report des Weltwirtschaftsforums, beileibe keine grüne Organisation, reiht Österreich im Bereich der Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern – ein Standortkriterium! – an die – an welche? –, an die allerletzte Stelle von 102 Staaten! (Abg. Dr. Stummvoll: Gesamt-Ranking! Sagen Sie das Gesamt-Ranking!) Das ist eine Schande für Österreich!
Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie das Gesamt-Ranking!
Das heißt, Ihnen ist das Kriterium Einkommensgerechtigkeit Wurscht, Ihnen ist es egal, dass wir da hinter vielen Entwicklungsstaaten herhinken. (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie das Gesamt-Ranking!) Das ist die Meinung des Abgeordneten Stummvoll – der kann ich nur deutlich widersprechen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, Ihnen ist das Kriterium Einkommensgerechtigkeit Wurscht, Ihnen ist es egal, dass wir da hinter vielen Entwicklungsstaaten herhinken. (Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie das Gesamt-Ranking!) Das ist die Meinung des Abgeordneten Stummvoll – der kann ich nur deutlich widersprechen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Welches Konzept haben Sie denn? Wie ist Ihr Konzept?
Das Einzige, was Sie tun, ist, dass Sie sicherstellen, dass ein paar ehemals freiheitliche Minister nicht arbeitslos werden – das ist zu wenig! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Welches Konzept haben Sie denn? Wie ist Ihr Konzept?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Machen Sie doch Platz für bessere Politik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Bisher war ich der Meinung, dass wir uns – trotz unterschiedlicher Lösungszugänge – wenigstens in dem Grundsatz „Arbeitslosigkeit ist ein wichtiges Problem, und jeder Arbeitslose ist einer zu viel“ einig wären. Nach dem heutigen Debattenverlauf kann ich diese Meinung nicht mehr teilen, da sich die Redner der Opposition vor allem mit Parteikonstellationen, Parteifarben und Ähnlichem beschäftigt haben. (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich kann mir das schon vorstellen: Wenn ich einen „Konsum“, die verstaatlichte Industrie und die Bank Austria im Gepäck hätte, würde ich auch nicht von Wirtschaft und Arbeit reden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte zu den Themen des heutigen Tages, Wirtschaft und Arbeit, zurückkommen. Wir haben auf dem Arbeitsmarkt – trotz unbestreitbarer Erfolge – in Detailfragen Probleme und Problembereiche. Ich halte nichts davon, deshalb die gesamte Wirtschaft und den gesamten Arbeitsmarkt in Grund und Boden zu reden, gefragt ist vielmehr, die Probleme im Detail zu analysieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Jetzt habt ihr schon fünf Jahre Zeit zum Nachdenken gehabt!
Was sind aus meiner Sicht die Probleme? – Wir haben in Österreich einen hohen Beschäftigtenstand in Saisonberufen. Das bringt uns relativ viel Wertschöpfung in einer erfolgreichen Tourismusbranche, aber auch größere Auszeiten beim Wechsel dieser Beschäftigten. Ich erinnere daran, dass fallweise bis zu einem Drittel der vorgemerkten Arbeitslosen eine Wiedereinstellungszusage hat. Meiner Meinung nach gilt es in Zukunft darüber nachzudenken und neue Modelle der Beschäftigung, der durchgehenden Beschäftigung und der durchgehenden Versicherung zu finden. (Abg. Mag. Johann Moser: Jetzt habt ihr schon fünf Jahre Zeit zum Nachdenken gehabt!)
Abg. Mag. Johann Moser: So heißt das jetzt?!
Meine Damen und Herren! Das sind eher die Probleme eines dynamischen Arbeitsmarktes einer Wohlstandsgesellschaft (Abg. Mag. Johann Moser: So heißt das jetzt?!), die wir natürlich angehen und lösen werden. Und wir sind deshalb so selbstbewusst, weil wir wissen, dass wir im Lösungsbereich fast die Besten in Europa sind. Wir werden noch besser werden, und das Budget für Wirtschaft und Arbeit und das Arbeitsmarktbudget 2006 sind eine gute Grundlage dafür. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das war ziemlich desorientiert! Aber das ist ja nicht das erste Mal!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das war ziemlich desorientiert! Aber das ist ja nicht das erste Mal!
Meine Damen und Herren! Das sind eher die Probleme eines dynamischen Arbeitsmarktes einer Wohlstandsgesellschaft (Abg. Mag. Johann Moser: So heißt das jetzt?!), die wir natürlich angehen und lösen werden. Und wir sind deshalb so selbstbewusst, weil wir wissen, dass wir im Lösungsbereich fast die Besten in Europa sind. Wir werden noch besser werden, und das Budget für Wirtschaft und Arbeit und das Arbeitsmarktbudget 2006 sind eine gute Grundlage dafür. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das war ziemlich desorientiert! Aber das ist ja nicht das erste Mal!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Tancsits, die Problematik, dass wir in Österreich Saisonarbeit haben, ist nicht erst in den letzten fünf Jahren entstanden, sondern das ist ein Feld, das wir schon länger haben. Ich frage mich, Herr Kollege Tancsits, was Sie in den vergangenen fünf Jahren getan haben, wenn Sie erst jetzt draufkommen, dass man da etwas machen muss! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Tancsits, ich wehre mich dagegen, dass man die hohe Arbeitslosigkeit, diesen Arbeitslosenrekord in Österreich damit begründet, dass das eine dynamische Reaktion einer Wohlstandsgesellschaft sei. Gerade der Armutsbericht in Österreich zeigt uns, dass wir immer mehr mit Armut und gegen Armut zu kämpfen haben. Das ist zum Teil ein Auswuchs dessen, dass wir immer mehr atypische und flexible Arbeitsverhältnisse haben, auf die Sie so stolz sind und angesichts derer Sie sagen, wir hätten einen Beschäftigungszuwachs. Daran sollten Sie einmal denken, und gegen dieses Problem müsste man etwas tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, Sie müssen schauen, wo Ihr legitimierter Koalitionspartner zur Umsetzung der Regierungserklärung ist – und nicht für hier im Haus, Herr Kollege Scheibner. Und das ist eine Frage, die alle mit Interesse verfolgen, denn Sie behaupten, dass Sie auf Basis dieses Regierungsprogramms arbeiten wollen, wir aber wissen gar nicht, ob dieses Regierungsprogramm von der Partei, mit der es abgeschlossen wurde, überhaupt noch getragen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Es ist dann im Februar gelungen, auf Sekretärsebene Termine für April auszumachen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Die erste Sitzung des Sozialausschusses: 19. April, Herr Bundesminister. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Wir wollen das Land- und forstwirtschaftliche Berufsausbildungsgesetz beschließen – was teilte uns der ÖVP-Klub gestern mit? – Der Herr Bundesminister kann leider zu diesem Termin nicht, weil er in der Früh nach China fliegt – und nicht die Abendmaschine nimmt.
Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Es ist dann im Februar gelungen, auf Sekretärsebene Termine für April auszumachen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Die erste Sitzung des Sozialausschusses: 19. April, Herr Bundesminister. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Wir wollen das Land- und forstwirtschaftliche Berufsausbildungsgesetz beschließen – was teilte uns der ÖVP-Klub gestern mit? – Der Herr Bundesminister kann leider zu diesem Termin nicht, weil er in der Früh nach China fliegt – und nicht die Abendmaschine nimmt.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Herr Bundesminister Bartenstein! Das ist ein Zeichen dafür, wie ernst Sie die Arbeit hier im Haus nehmen, und das sollte endlich auch einmal aufgezeigt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Abg. Scheibner: Damit man sie besser verhandeln kann!
Aber das ist offensichtlich die Politik, die in diesem Hause überhaupt betrieben wird: Anträge von der Opposition werden vertagt – sogar Petitionen, die von Ihren eigenen Abgeordneten eingebracht werden, Herr Kollege Scheibner, werden vertagt (Abg. Scheibner: Damit man sie besser verhandeln kann!), und zwar x-mal vertagt, weil Sie die öffentliche Diskussion hier im Plenarsaal meiden wollen. Sie wollen sich der Diskussion nicht stellen! (Abg. Scheibner: Weil Sie nicht bereit sind, sachlich zu diskutieren!) Das ist genau der Punkt, und das hat sich die Öffentlichkeit in Österreich nicht verdient, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Weil Sie nicht bereit sind, sachlich zu diskutieren!
Aber das ist offensichtlich die Politik, die in diesem Hause überhaupt betrieben wird: Anträge von der Opposition werden vertagt – sogar Petitionen, die von Ihren eigenen Abgeordneten eingebracht werden, Herr Kollege Scheibner, werden vertagt (Abg. Scheibner: Damit man sie besser verhandeln kann!), und zwar x-mal vertagt, weil Sie die öffentliche Diskussion hier im Plenarsaal meiden wollen. Sie wollen sich der Diskussion nicht stellen! (Abg. Scheibner: Weil Sie nicht bereit sind, sachlich zu diskutieren!) Das ist genau der Punkt, und das hat sich die Öffentlichkeit in Österreich nicht verdient, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das ist offensichtlich die Politik, die in diesem Hause überhaupt betrieben wird: Anträge von der Opposition werden vertagt – sogar Petitionen, die von Ihren eigenen Abgeordneten eingebracht werden, Herr Kollege Scheibner, werden vertagt (Abg. Scheibner: Damit man sie besser verhandeln kann!), und zwar x-mal vertagt, weil Sie die öffentliche Diskussion hier im Plenarsaal meiden wollen. Sie wollen sich der Diskussion nicht stellen! (Abg. Scheibner: Weil Sie nicht bereit sind, sachlich zu diskutieren!) Das ist genau der Punkt, und das hat sich die Öffentlichkeit in Österreich nicht verdient, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihnen ist der durch Wahlen legitimierte Regierungspartner abhanden gekommen, Sie wollen nicht arbeiten, Sie wollen keine Entscheidungen treffen, Sie ignorieren das Parlament und die parlamentarische Arbeit – es ist höchste Zeit, dass Sie zurücktreten! (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wie Sie wissen, setze ich mich ganz gerne mit der Wirtschaftspolitik in Wien auseinander (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), denn dort können Sie noch zeigen, was Sie unter Wirtschaftspolitik verstehen. Sie haben da ja auch einen wirklich deutlichen Repräsentanten in der Person von Sepp Rieder.
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Jetzt möchte ich Ihnen kurz zur Kenntnis bringen, was Kollege Sepp Rieder in einem Pamphlet, wo er Wien präsentiert und darstellt, von sich gibt. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Er meint nämlich, dass künftighin die „weichen Standortfaktoren“ in der internationalen Entscheidung für Betriebsansiedlung eine ganz große Rolle spielen werden.
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Aber Sepp Rieder, nicht faul – er kennt da nichts! –, geht her und erklärt, welche Betriebe da jetzt nach Wien gekommen sind. Und ich lade Sie ein, sich das auf der Zunge zergehen zu lassen: Zum Beispiel hat er uns erklärt, dass die Firma TissueMed Biosciences GmbH & Co KEG nach Wien kommt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) – Die Firma, liebe Frau Kollegin, gibt es weder im Telefonbuch noch hat sie eine Homepage, die kennt keiner. – Erster Fall.
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Also die dritte Firma: Da gibt es die Firma Kuert Information Management GmbH, eine Firma aus Ungarn, die sich mit Datensicherung beschäftigt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) – Liebe Frau Kollegin, Sepp Rieder hat das bejubelt. Es schafft vier Arbeitsplätze. Jetzt könnten wir noch weitergehen, aber ich will Sie da ja nicht fadisieren.
Beifall bei der ÖVP.
Was Sepp Rieder nicht macht, muss man ja auch einmal sagen. Da gibt es die Firma MAN. Die Firma MAN schafft 250 Arbeitsplätze in Wien. Dass das im Zusammenhang steht mit dem Eurofighter und den Kompensationsgeschäften, die Bartenstein und Schüssel verhandelt haben, das sagt er wieder nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Da vermisse ich ein wenig die wirtschaftspolitische Kompetenz.
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Lassen Sie mich noch abschließend sagen: Wenn Sepp Rieder davon spricht, dass Hutchinson 3G nach Wien gekommen ist und ein Investitionsvolumen von 1,3 Milliarden € auslöst, dann muss man ihm sagen, das ist österreichweit zu sehen. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) Außerdem sind die 2003 gekommen, er hat sie aber für 2003 und sicherheitshalber auch noch einmal für 2004 in die Bilanz genommen.
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Jubelmeldungen in beginnenden Wahlkämpfen sind ja verständlich. Meine Kritik an dem Ganzen ist: Diese Meldungen sollten aber auch halten! Sie sollten recherchierbar sein und dann tatsächlich halten. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und ich sage Ihnen noch etwas: Die Kritik an der Arbeits- und Wirtschaftspolitik Ihrer Partei in Wien liegt darin, dass man in den letzten Jahren vergessen hat, Sachgüter produzierende Betriebe herzuholen, irgendwelche Handelsgeschichten. Und jetzt wundert man sich, dass wir keine Lehrplätze mehr haben. Herr Kollege Verzetnitsch beklagt ja auch mit Recht immer wieder die Probleme bei den Lehrstellen. Aber wir haben ja keine Betriebe mehr auf Grund der Betriebsansiedlungspolitik, die Herr Rieder und seine Freunde machen! Das ist die eigentliche Sauerei an der Betriebsansiedlungspolitik in Wien! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (fortsetzend): Ich bedauere das und nehme das zurück. Ich meine, dass es wirklich ein Fehler ist, wie hier vorgegangen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Thema Tourismus: Es mutet an einem Tag wie heute etwas sonderbar an, wenn man so tut, als ob das business as usual wäre. Man muss ja beim Tourismus sagen, dass es hier ähnlich ist wie bei der Regierung insgesamt, wie Kollege Kogler beim letzten Mal gesagt hat: Es ist ja eher so, dass der Tourismus trotz der Politik dieser Regierung funktioniert und nicht wegen der Politik dieser Regierung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wahrscheinlich wird er sowieso wie alles in der ÖVP-Regierung im Ausschuss enderledigt und ist nur gut für die Schublade. Ich weiß nicht, wie es den Beamten, die das ja erarbeiten, damit geht; diese wollen vielleicht auch einmal ein bisschen eine positive Rückmeldung bekommen, aber nicht für eine zwei Jahre abgehangene Arbeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also, alles in allem muss gesagt werden – ich hänge auch der Meinung des Herrn Schröder von der „Tiroler Tageszeitung“ an –: Im Moment ist in dieser Regierung eigentlich das Amt das Ziel und nicht die Arbeit für die Bevölkerung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren von der Opposition, ich weiß eigentlich nicht, warum Sie sich so aufregen! In unserem Parlament sitzen lauter frei gewählte Abgeordnete, die selbst wissen, wie sie wählen, wie sie abstimmen. Ich glaube daher, Ihre Ratschläge sind für uns mehr als entbehrlich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vor diesem Hintergrund der Entwicklung kann nur noch einmal betont werden, wie zukunftsweisend Österreich hier agiert. Arbeitsplätze schaffen, Zukunft sichern! – Das, meine Damen und Herren, ist unser Motto. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war aber sehr frauenfeindlich!
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Nur kurz, wirklich kurz zu den Ausführungen des Kollegen Maier, weil es schön langsam ein bisschen fad wird, ihn ständig korrigieren zu müssen, was Wien anbelangt. Offenbar ist Ihnen mit dem Abgang des Präsidenten Nettig jegliche Wirtschaftskompetenz in Wien abhanden gekommen, was ja nicht verwundert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war aber sehr frauenfeindlich!)
Abg. Dr. Brinek: Krems!
Da Sie hier Baxter angeführt haben: Es ist Ihnen sehr wohl bekannt, dass Baxter vorhatte, sich überhaupt aus Europa zurückzuziehen, was auch mit dem Euro-Dollar-Kurs zusammenhängt. Ihr Finanzminister ist der, der ständig diesen starken Euro verteidigt – den wir unbedingt brauchen, der aber dann zu solchen Auswirkungen führt! (Abg. Dr. Brinek: Krems!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Man muss außerdem schon dazusagen: Kollegen Rieder ist es immerhin gelungen, den Standort Baxter in Wien zu halten, was Niederösterreich beispielsweise nicht gelungen ist: Sie haben in Krems ein großes Gebäude mit großem Pomp eröffnet, so wie es Herr Landeshauptmann Pröll immer zu tun pflegt. Das steht jetzt leer. Baxter ist nicht drinnen, ein Museum ist auch nicht drinnen, vielleicht wird es die neue Parteizentrale des BZÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Beifall bei der SPÖ.
Da sich all dies nicht im Budgetentwurf niederschlägt, ist die Ablehnung auch in diesem Bereich wohl begründet. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: An das Christkind!
Natürlich könnte man, so wie es Herr Hoscher gemacht hat, sagen: Dort fehlt es und da fehlt es und in vielen anderen Bereichen auch!, man könnte einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben (Abg. Mag. Wurm: An das Christkind!) und auch sagen: Dort könnte man Steuersenkungen vornehmen und da könnte man Förderungen erhöhen!, wie das Ganze aber funktionieren soll, das wird leider verschwiegen, und das ist etwas, was wir immer wieder erleben müssen. Da muss ich sagen: Wünsche sind legitim, aber deren Erfüllung ist etwas schwerer.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Tourismus ist ein Teil des Erfolges, er ist in Österreich sicher erfolgreicher als in vielen anderen Ländern rund um uns herum. Der Tourismus ist zukunftsorientiert und wird auch in Zukunft erfolgreich bleiben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass wir uns in Österreich mit Recht darüber freuen können, dass mehr als drei Millionen unselbständige Erwerbstätige in unserem Lande Beschäftigung finden. Genauso können wir uns darüber freuen, dass wir im internationalen Vergleich positiv dastehen. Für uns Sozialdemokraten ist das aber keine Ablasszahlung gegenüber den 320 000 oder noch mehr Arbeitslosen in unserem Lande. Ich denke da etwa daran, wie die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg, in Niederösterreich, in Oberösterreich oder in der Steiermark steigt. Die Arbeitslosen dort wollen eine andere Antwort als den dauernden Hinweis auf jene, die Beschäftigung haben, die wollen selbst Beschäftigung haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt ja auch!
Da ist ein anderes Handeln angesagt als jenes, das wir erlebt haben, als Kollege Riepl im Jahre 2003 den Finanzminister gefragt hat, wie viele Lehrlinge er im Finanzministerium beschäftigt. Da lautete seine Antwort nämlich – Sie können sie nachlesen –, für ihn als Finanzminister sei es wichtiger, den Jugendlichen ein stabiles Budget zu gewährleisten, als Jugendliche als Lehrlinge zu beschäftigen. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt ja auch!) Das ist keine Antwort, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die
Beifall bei der SPÖ.
Jugendlichen brauchen Arbeitsplätze und vor allem auch Ausbildungsplätze! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Regierung hat doch beschlossen, 2010 Vollbeschäftigung zu haben. Wir sind in Österreich weit davon entfernt, und wir sollten daher meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang mehr Aktivitäten setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Die Länder!
Es wird immer wieder bemerkt, wir würden nur kritisieren und keine Vorschläge machen. Die Frage ist die: Warum haben wir es noch immer nicht zusammengebracht, den rund 13 000 Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss einen Hauptschulabschluss zu gewährleisten? Wer hindert uns daran? Ist es Österreich? Ist es die EU? – Nein, diese Regierung müsste handeln (Abg. Dr. Brinek: Die Länder!), sie müsste gemeinsam mit der Frau Unterrichtsministerin dafür sorgen, dass diese Jugendlichen tatsächlich einen Hauptschulabschluss bekommen und nicht jedes Jahr in der Arbeitslosenstatistik aufscheinen. Da ist Handeln angesagt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird immer wieder bemerkt, wir würden nur kritisieren und keine Vorschläge machen. Die Frage ist die: Warum haben wir es noch immer nicht zusammengebracht, den rund 13 000 Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss einen Hauptschulabschluss zu gewährleisten? Wer hindert uns daran? Ist es Österreich? Ist es die EU? – Nein, diese Regierung müsste handeln (Abg. Dr. Brinek: Die Länder!), sie müsste gemeinsam mit der Frau Unterrichtsministerin dafür sorgen, dass diese Jugendlichen tatsächlich einen Hauptschulabschluss bekommen und nicht jedes Jahr in der Arbeitslosenstatistik aufscheinen. Da ist Handeln angesagt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da heute hier auch die Klein- und Mittelbetriebe angesprochen wurden: Ich habe noch das Bild vor meinen Augen, als ich vor wenigen Monaten die Ehre hatte, vor dem Wirtschaftskammertag ein Referat zu halten, und darauf hingewiesen habe, dass die Klein- und Mittelbetriebe, die gute Produkte haben, bei den großen Handelsketten nur dann, wenn sie eine große Einlage auf den Tisch legen, eine Chance haben. Warum schaffen wir nicht ein Programm, dass die Klein- und Mittelbetriebe die Chance haben, ihre Produkte bei den großen Handelsketten abzusetzen, und nicht abgeblockt werden. Das schafft Arbeit, das schafft Zukunft, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
immer als Verhandlungspartner. Wenn Sie flexible Arbeitszeiten wollen, um Lohndruck vorzunehmen, dann haben Sie die Gewerkschaften als Gegner. Wir sind gegen Lohnraub, wenn es um Arbeitszeit geht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder: Genau!
Daher: Handeln wir jetzt und vertrösten wir die Menschen nicht auf später, wenn es um ihre Arbeitsplätze geht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder: Genau!)
Abg. Verzetnitsch: In Wien sind sie gesunken!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Da Herr Abgeordneter Verzetnitsch soeben Arbeitslosenzahlen aus schwarzen Bundesländern genannt hat, möchte ich ihn fragen, wie er die Arbeitslosenzahlen im Burgenland und in Wien sieht. Die sind meines Wissens noch um einiges höher als in den Bundesländern, die er genannt hat. (Abg. Verzetnitsch: In Wien sind sie gesunken!) – Aber trotzdem sind sie höher!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da immer wieder Kritik von Ihrer Seite kommt, darf ich Ihnen außerdem Folgendes sagen: Österreich steht im internationalen Vergleich gut da! Das können Sie mit noch so vielen Wortspenden und mit noch so viel Kritik nicht wegreden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Und das ist nicht Ihr Verdienst, sondern das ist das Verdienst der österreichischen Wirtschaft und der österreichischen Arbeitnehmer, aber auch das Verdienst dieser Bundesregierung, die in diesem Zusammenhang wesentliche Schritte gesetzt hat (neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), indem sie rechtzeitig Änderungen vorgenommen hat, rechtzeitig das Budget saniert hat, bei den Pensionen Reformen durchgeführt hat, die Verwaltung schlanker gemacht hat und so insgesamt rechtzeitig die Volkswirtschaft auf die geänderten Wettbewerbsbedingungen in Europa und in der Welt vorbereitet hat.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deswegen meine ich, dass es notwendig wäre, dass sich jene Länder, die nachhinken, ein Beispiel an den erfolgreichen Ländern nehmen, aber auch ein Beispiel an dieser Bundesregierung und an deren Maßnahmen. Man sollte überhaupt versuchen, mit dem Bund in diesen Bereichen besser zu kooperieren, damit letztlich Österreich insgesamt und damit seine Regionen – gerade die Grenzregionen – entsprechend wettbewerbsfähig werden. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das stimmt, denn ihr habt nicht zur Wirtschaft gesprochen! Das stimmt tatsächlich!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es war dies heute meiner Ansicht nach ein sehr bedenklicher Beginn der Wirtschaftsdebatte (Abg. Scheibner: Das stimmt, denn ihr habt nicht zur Wirtschaft gesprochen! Das stimmt tatsächlich!), und zwar war es bedenklich nicht allein aus der Situation heraus, die seit gestern allen in Österreich bekannt ist, sondern auch aus einem anderen Grund, nämlich auf Grund einer Aussage von Herrn ÖVP-Klubobmann Molterer, der in seinem Diskussionsbeitrag zur Geschäftsordnung gemeint hat, es gebe eine stabile Regierung. – Ja, wenn es eine stabile Regierung gibt, dann braucht man das nicht extra zu betonen! (Abg. Scheibner: Man darf euch doch wohl noch antworten!) Entweder eine Regierung ist stabil, dann ist sie stabil – oder man muss herbeisehnen, dass sie stabil ist. Ich glaube aber eher, dass er sich das herbeigesehnt hat. – Das einmal zum Ersten. (Abg. Scheibner: Es gibt eine intelligente Opposition!)
Abg. Scheibner: Man darf euch doch wohl noch antworten!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es war dies heute meiner Ansicht nach ein sehr bedenklicher Beginn der Wirtschaftsdebatte (Abg. Scheibner: Das stimmt, denn ihr habt nicht zur Wirtschaft gesprochen! Das stimmt tatsächlich!), und zwar war es bedenklich nicht allein aus der Situation heraus, die seit gestern allen in Österreich bekannt ist, sondern auch aus einem anderen Grund, nämlich auf Grund einer Aussage von Herrn ÖVP-Klubobmann Molterer, der in seinem Diskussionsbeitrag zur Geschäftsordnung gemeint hat, es gebe eine stabile Regierung. – Ja, wenn es eine stabile Regierung gibt, dann braucht man das nicht extra zu betonen! (Abg. Scheibner: Man darf euch doch wohl noch antworten!) Entweder eine Regierung ist stabil, dann ist sie stabil – oder man muss herbeisehnen, dass sie stabil ist. Ich glaube aber eher, dass er sich das herbeigesehnt hat. – Das einmal zum Ersten. (Abg. Scheibner: Es gibt eine intelligente Opposition!)
Abg. Scheibner: Es gibt eine intelligente Opposition!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es war dies heute meiner Ansicht nach ein sehr bedenklicher Beginn der Wirtschaftsdebatte (Abg. Scheibner: Das stimmt, denn ihr habt nicht zur Wirtschaft gesprochen! Das stimmt tatsächlich!), und zwar war es bedenklich nicht allein aus der Situation heraus, die seit gestern allen in Österreich bekannt ist, sondern auch aus einem anderen Grund, nämlich auf Grund einer Aussage von Herrn ÖVP-Klubobmann Molterer, der in seinem Diskussionsbeitrag zur Geschäftsordnung gemeint hat, es gebe eine stabile Regierung. – Ja, wenn es eine stabile Regierung gibt, dann braucht man das nicht extra zu betonen! (Abg. Scheibner: Man darf euch doch wohl noch antworten!) Entweder eine Regierung ist stabil, dann ist sie stabil – oder man muss herbeisehnen, dass sie stabil ist. Ich glaube aber eher, dass er sich das herbeigesehnt hat. – Das einmal zum Ersten. (Abg. Scheibner: Es gibt eine intelligente Opposition!)
Abg. Scheibner: Die vorher dorthin übersiedelt sind, weil sie sich die Wohnung in Wien nicht mehr leisten konnten!
Zum Zweiten: Kollege Glaser, Sie sind an und für sich ein von mir sehr beachteter Abgeordneter, der immer sehr ruhige Debattenbeiträge bringt, und wenn Sie meinen: Fragen wir einmal nach den Arbeitslosenzahlen in Wien!, dann ist das legitim, aber dann muss man auch dazusagen, dass Wien – und das muss man wissen – auch rund 250 000 Menschen aus Niederösterreich, aus dem Burgenland und aus der Steiermark mitbeschäftigt. (Abg. Scheibner: Die vorher dorthin übersiedelt sind, weil sie sich die Wohnung in Wien nicht mehr leisten konnten!) Ich frage mich: Wenn die Bundesländer, die von Ihnen zitiert wurden, so gut wären, warum pendeln dann alle diese Menschen nach Wien? Würden sie nämlich nicht nach Wien pendeln, dann hätten wir in Wien gleich eine ganz andere Beschäftigungssituation. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Kollege Glaser, Sie sind an und für sich ein von mir sehr beachteter Abgeordneter, der immer sehr ruhige Debattenbeiträge bringt, und wenn Sie meinen: Fragen wir einmal nach den Arbeitslosenzahlen in Wien!, dann ist das legitim, aber dann muss man auch dazusagen, dass Wien – und das muss man wissen – auch rund 250 000 Menschen aus Niederösterreich, aus dem Burgenland und aus der Steiermark mitbeschäftigt. (Abg. Scheibner: Die vorher dorthin übersiedelt sind, weil sie sich die Wohnung in Wien nicht mehr leisten konnten!) Ich frage mich: Wenn die Bundesländer, die von Ihnen zitiert wurden, so gut wären, warum pendeln dann alle diese Menschen nach Wien? Würden sie nämlich nicht nach Wien pendeln, dann hätten wir in Wien gleich eine ganz andere Beschäftigungssituation. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wo kriegen Sie den Stahl her?
So bietet sich ein Projekt von fünf Staaten – von Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Slowakei und Österreich – an, nämlich das Projekt „Nabucco“, wonach eine Gas-Pipeline errichtet werden soll, die über 3 500 Kilometer lang wäre. Dieser Bau, bei welchem 250 000 Stahlrohre mit einer Dimension von 800 Millimeter notwendig wären (Abg. Scheibner: Wo kriegen Sie den Stahl her?), würde bedeutet, dass Hunderte, wenn nicht Tausende Elektronikgeräte und so weiter eingebracht werden müssten. Ich bin sehr dankbar, dass uns in diesem Fall der Herr Bundesminister mit seinen Beamten äußerst positiv und gut in Brüssel vertritt, sodass es möglich ist, diese Pipeline zu bauen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ellmauer.
Das Haupthindernis, das es dabei gibt, ist der Umstand, dass es in all den Staaten, die ich genannt habe, Regulatoren gibt. Diese Regulatoren müssen nun dazu gebracht werden, dass man die Investoren von solch einer Pipeline zumindest auf 20 bis 25 Jahre von den Regulationsbedingungen befreit, denn ansonsten wird es auf dem Weltmarkt die dafür notwendigen Investitionsgelder nicht geben. Ich bitte alle hier im Hohen Haus Befindlichen mitzuhelfen, dass wir da eine vernünftige Linie finden – für Europa energiepolitisch wichtig, aber für Österreich auch arbeitsmarktpolitisch wichtig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ellmauer.)
Abg. Oberhaidinger: Orange!
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Verehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Der Verlauf der heutigen Debatte erklärt wieder einmal ganz prägnant, warum die Opposition ständig an Wirtschaftskompetenz verliert, denn, meine Damen und Herren von der Opposition, wenn es die Möglichkeit gibt, sich mit Wirtschaftsthemen auseinander zu setzen, dann reden Sie lieber über Farbenspiele (Abg. Oberhaidinger: Orange!) oder anderes. Aber wenn Sie schon zu den Themen Arbeit und Wirtschaft Position beziehen, dann tun Sie das meist in einer Art und Weise, mit der Sie den Leuten Angst machen können. Sie schüren Ängste vor der Zukunft und argumentieren mit Dingen, die absolut nicht der Wirklichkeit entsprechen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der Opposition, noch nie ist es in Österreich so vielen Menschen so gut gegangen wie jetzt – mit einer Arbeitslosenrate, die nur halb so hoch ist wie die im Rest Europas, mit einer Jugendbeschäftigung, mit der Österreich im Spitzenfeld ist, auf Platz eins liegt! All das ist Ergebnis jener Arbeit, die die Regierung Schüssel in bewährter Weise geleistet hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Vergessen Sie nicht auf die Konkurrenz!
Wir haben derzeit in Österreich im Vergleich zum Jahr 1999 um 70 000 Betriebe mehr. Es gab im Jahre 2004 in Österreich 30 000 Neugründungen. (Abg. Öllinger: Vergessen Sie nicht auf die Konkurrenz!) Die Exportquote ist um 50 Prozent höher. Die Zahl der Wohnungen ist in den letzten fünf Jahren enorm gestiegen, es gibt um 100 000 Wohnungen mehr – und natürlich auch um 200 000 Kraftfahrzeuge. Und nicht zu vergessen, meine Damen und Herren: Das Volumen der Spareinlagen ist in dieser Zeit um 60 Milliarden € größer geworden. Österreich ist das drittreichste Land der EU und das zwölftreichste der Welt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich kann nur sagen: Weiter so – auf Basis dieses Budgets, auf Basis der Arbeit unseres Wirtschaftsministers für Arbeitsplätze und Wirtschaft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Ledolter: Ihr demonstriert das ja immer!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Mein Vorredner, Herr Abgeordneter Ledolter, hat soeben in Richtung SPÖ gemeint, wir verstünden von der Wirtschaft nichts. (Abg. Ledolter: Ihr demonstriert das ja immer!) So ähnlich habe ich das verstanden. – Wir haben ein modernes Wirtschaftsprogramm (Rufe bei der ÖVP: Welches? Aber nicht das vom Matznetter!? – Abg. Ellmauer: „Konsum“! – Abg. Ledolter: Davor fürchten sich die Investoren!), Sie hingegen vertrauen auf den Markt. Der Markt wird es schon richten, behaupten Sie. – Ja, der Markt richtet es für sich, aber nicht für die Menschen. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Beim Marxismus ist das so!)
Rufe bei der ÖVP: Welches? Aber nicht das vom Matznetter!? – Abg. Ellmauer: „Konsum“! – Abg. Ledolter: Davor fürchten sich die Investoren!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Mein Vorredner, Herr Abgeordneter Ledolter, hat soeben in Richtung SPÖ gemeint, wir verstünden von der Wirtschaft nichts. (Abg. Ledolter: Ihr demonstriert das ja immer!) So ähnlich habe ich das verstanden. – Wir haben ein modernes Wirtschaftsprogramm (Rufe bei der ÖVP: Welches? Aber nicht das vom Matznetter!? – Abg. Ellmauer: „Konsum“! – Abg. Ledolter: Davor fürchten sich die Investoren!), Sie hingegen vertrauen auf den Markt. Der Markt wird es schon richten, behaupten Sie. – Ja, der Markt richtet es für sich, aber nicht für die Menschen. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Beim Marxismus ist das so!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Beim Marxismus ist das so!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Mein Vorredner, Herr Abgeordneter Ledolter, hat soeben in Richtung SPÖ gemeint, wir verstünden von der Wirtschaft nichts. (Abg. Ledolter: Ihr demonstriert das ja immer!) So ähnlich habe ich das verstanden. – Wir haben ein modernes Wirtschaftsprogramm (Rufe bei der ÖVP: Welches? Aber nicht das vom Matznetter!? – Abg. Ellmauer: „Konsum“! – Abg. Ledolter: Davor fürchten sich die Investoren!), Sie hingegen vertrauen auf den Markt. Der Markt wird es schon richten, behaupten Sie. – Ja, der Markt richtet es für sich, aber nicht für die Menschen. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Beim Marxismus ist das so!)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Sehr verehrter Herr Bundesminister, bei den Budgetberatungen des Kapitels Wirtschaft haben Sie einen Satz geprägt, den ich einer größeren Öffentlichkeit übermitteln möchte, ich werde ihn hier also wiederholen und hoffe, dass mich das, wenn ich ihn jetzt ausspreche, nicht Sympathien meines Klubs mir gegenüber kostet, denn ich muss Sie für diesen Satz loben. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Sie sagten:
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Sehr verehrte Damen und Herren! Der Ring Freiheitlicher Jugend – das ist ganz interessant und sollte man auch kurz erwähnen – hat in einer Presseaussendung von „völliger Willfährigkeit“ der Abtrünnigen „gegenüber der ÖVP“ gesprochen. Das ist sehr interessant, Herr Scheibner! (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Darin wird davon gesprochen, dass „alle unsere Werte über Bord geworfen“ wurden und Ähnliches mehr. (Abg. Scheibner: Wissen Sie, von welchen Werten Sie sprechen?) Ich orte also: Sie haben nicht nur in der Partei, sondern auch zu Ihrer Jugend ein sehr gestörtes Verhältnis. Es wird spannend sein, wie das weitergeht.
Abg. Scheibner: Wissen Sie, von welchen Werten Sie sprechen?
Sehr verehrte Damen und Herren! Der Ring Freiheitlicher Jugend – das ist ganz interessant und sollte man auch kurz erwähnen – hat in einer Presseaussendung von „völliger Willfährigkeit“ der Abtrünnigen „gegenüber der ÖVP“ gesprochen. Das ist sehr interessant, Herr Scheibner! (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Darin wird davon gesprochen, dass „alle unsere Werte über Bord geworfen“ wurden und Ähnliches mehr. (Abg. Scheibner: Wissen Sie, von welchen Werten Sie sprechen?) Ich orte also: Sie haben nicht nur in der Partei, sondern auch zu Ihrer Jugend ein sehr gestörtes Verhältnis. Es wird spannend sein, wie das weitergeht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Den Gefallen machen wir Ihnen nicht!
Es wäre schön, würden Sie sich in die Opposition zurückziehen, Ihre Streitereien dort austragen und damit nicht Österreich schaden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Den Gefallen machen wir Ihnen nicht!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich will mich an diesem unproduktiven Hickhack dieser heutigen tagespolitischen Debatte nicht beteiligen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), sondern zu einem wichtigen Thema der Wirtschaft, nämlich Basel II sprechen.
Beifall bei der ÖVP.
Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem braucht Wachstum. Ohne neue Unternehmer und Unternehmerinnen – Gründer und Übernehmer – ist es schwierig, das Wachstum zu erhöhen. Für viele neue Unternehmerinnen und Unternehmer ist die Gründung und der Aufbau ihrer Unternehmungen ohne Kredite nicht möglich. Deswegen sind die Spielregeln für die Kreditgewährung von zentraler wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Bedeutung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Kollege Walch vom „BZÖ“ oder „F“ – ich weiß da wirklich nicht ganz genau Bescheid, aber wir werden vielleicht heute im Laufe des Tages noch darüber aufgeklärt werden (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hat nicht zu Unrecht, aus seiner Sicht, gesagt: Wir
Beifall bei der SPÖ.
bekämpfen die Arbeitslosen. – Völlig richtig! Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, bekämpfen die Arbeitslosen – und nicht die Arbeitslosigkeit in unserem Lande! Das ist jedoch die falsche Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Ich habe in der Generaldebatte über das Budget, ich habe auch im Budgetausschuss bereits mehrmals die fehlenden Ansätze für Energiepolitik angesprochen. Es gäbe auch heute einiges dazu zu sagen. Allerdings frage ich mich angesichts der aktuellen politischen Ereignisse, ob es überhaupt noch Sinn macht, das Budget zu debattieren und zu diskutieren. Ich bin schon einige Zeit lang in diesem Hohen Haus und habe politisch wirklich schon einiges erlebt, aber das, was ich gestern erlebt habe, war für mich eindeutig der negativste politische Höhepunkt in unserem Lande. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Ruf bei der ÖVP: Wir arbeiten!
Eine ganze Parteiführung hat sich von ihrer eigenen Partei vor laufenden Kameras verabschiedet, meine Damen und Herren! Und dann setzen Sie sich hier in diesen Saal und tun so, als ob nichts gewesen wäre; wir gehen ganz gewöhnlich, ganz normal zur Tagesordnung über! (Ruf bei der ÖVP: Wir arbeiten!) Sie können aber von uns nicht erwarten, dass wir angesichts dessen ernsthaft in eine Budgetdebatte einsteigen, dass wir all die Defizite, die es ja zweifelsohne gibt, aufzeigen.
Ruf bei der ÖVP: „Ruf zur Sache“!
Es wurde heute mehrmals gefragt, warum wir es denn so eilig haben, warum wir jetzt, eigentlich zur Unzeit, ein Budget beschließen müssen. Das hat nichts mit der EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr zu tun, sondern man bereitet sich unter Umständen auf eine ohnehin schon latent vorhandene Minderheitsregierung vor. Man versucht – vielleicht kommt es ja auch gar nicht mehr zustande –, noch rasch das Budget zu beschließen, und dann kann die ÖVP in einer Alleinregierung bis 2006 regieren. (Ruf bei der ÖVP: „Ruf zur Sache“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Ideologischerweise! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Großruck –: Auch das!
Das ist der eigentliche politische Hintergrund für Ihr Vorgehen, meine Damen und Herren – und da können wir von der SPÖ logischerweise nicht mitgehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Ideologischerweise! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Großruck –: Auch das!)
Abg. Parnigoni: Das wird den Arbeitslosen helfen! Die werden jubeln!
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Das deutsche „manager magazin“ empfiehlt in seiner Ausgabe vom März 2005 Not leidenden deutschen Wirtschaftstreibenden die Auswanderung in unser Heimatland Österreich. Berichte über die gute Wirtschaftssituation in Österreich häufen sich. Man kann das in vielen europäischen Tageszeitungen nachlesen, und viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben heute schon darüber berichtet. (Abg. Parnigoni: Das wird den Arbeitslosen helfen! Die werden jubeln!) Da gibt es zum Beispiel ein kleines fränkisches Familienunternehmen, das nach Jahren der wirtschaftlichen Drangsalierung durch die rot-grüne deutsche Bundesregierung genötigt wurde, das Land zu verlassen, um in Österreich einen Neustart zu wagen.
Abg. Mag. Moser: Wo? – Abg. Parnigoni: Die Arbeitslosen jubeln schon über diese ...!
Markanter klingt der Tenor in der Schweizer Wirtschaftspresse: Österreich überholt uns, nicht nur auf den Skiern! (Abg. Mag. Moser: Wo? – Abg. Parnigoni: Die Arbeitslosen jubeln schon über diese ...!) In den letzten zehn Jahren wuchs unsere Wirtschaft um 21 Prozent mehr als bei den Schweizern.
Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Mag. Moser: Ja, die, die zugesperrt wird!
Während sich die Schweizer in einer temporären Wachstumspause befinden und von besseren Wirtschaftszeiten träumen, geht bei uns die Post ab. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Mag. Moser: Ja, die, die zugesperrt wird!) Wie das Wifo bekannt gab, erhöhte sich unser BIP 2004 um 2,2 Perzent. Durch den EU-Beitritt im Jahre 1994 ist in Österreich eine Dynamik in Gang gekommen, die in der Schweiz nicht stattgefunden hat. (Abg. Mag. Moser: Haben wir das verpasst?!) Das bestätigt auch der SP-Präsident Hans-Jürg Fehr in der „SonntagsZeitung“.
Abg. Mag. Moser: Haben wir das verpasst?!
Während sich die Schweizer in einer temporären Wachstumspause befinden und von besseren Wirtschaftszeiten träumen, geht bei uns die Post ab. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Mag. Moser: Ja, die, die zugesperrt wird!) Wie das Wifo bekannt gab, erhöhte sich unser BIP 2004 um 2,2 Perzent. Durch den EU-Beitritt im Jahre 1994 ist in Österreich eine Dynamik in Gang gekommen, die in der Schweiz nicht stattgefunden hat. (Abg. Mag. Moser: Haben wir das verpasst?!) Das bestätigt auch der SP-Präsident Hans-Jürg Fehr in der „SonntagsZeitung“.
Abg. Parnigoni – angesichts der leeren Regierungsbank –: Die ist eh nicht vorhanden! – Abg. Mag. Moser: Die ist schon weg!
Gott sei Dank leben wir in Österreich! Mein großer Dank gilt der österreichischen Bundesregierung (Abg. Parnigoni – angesichts der leeren Regierungsbank –: Die ist eh nicht vorhanden! – Abg. Mag. Moser: Die ist schon weg!) und Dr. Wolfgang Schüssel für die hervorragenden Leistungen im wirtschaftlichen Bereich. (Abg. Parnigoni: Ich weiß nicht, zu wem Sie sprechen!)
Abg. Parnigoni: Ich weiß nicht, zu wem Sie sprechen!
Gott sei Dank leben wir in Österreich! Mein großer Dank gilt der österreichischen Bundesregierung (Abg. Parnigoni – angesichts der leeren Regierungsbank –: Die ist eh nicht vorhanden! – Abg. Mag. Moser: Die ist schon weg!) und Dr. Wolfgang Schüssel für die hervorragenden Leistungen im wirtschaftlichen Bereich. (Abg. Parnigoni: Ich weiß nicht, zu wem Sie sprechen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Moser: Da sitzt keiner mehr!
Die KMUs, meine sehr verehrten Damen und Herren von der linken Seite, sind mit der geleisteten Arbeit mehr als zufrieden, was ich selbst als Unternehmer bestätigen kann. Die österreichische Bundesregierung ist Garant für Wohlstand und Zufriedenheit. So ist es, und so soll es bleiben – noch lang über 2006 hinaus! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Moser: Da sitzt keiner mehr!)
Abg. Böhm: Gerne!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Böhm, ich würde Ihnen wirklich empfehlen, das, was Sie da soeben als so „hervorragend“ – unter Anführungszeichen – in Ihrer Lesung gepriesen haben, einmal den Arbeitslosen zu erzählen! (Abg. Böhm: Gerne!) Diese werden Ihnen dann die richtige Antwort geben, aber die kriegen Sie sowieso bei den nächsten Wahlen. Da werden Sie sicherlich nicht mehr gewählt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Böhm, ich würde Ihnen wirklich empfehlen, das, was Sie da soeben als so „hervorragend“ – unter Anführungszeichen – in Ihrer Lesung gepriesen haben, einmal den Arbeitslosen zu erzählen! (Abg. Böhm: Gerne!) Diese werden Ihnen dann die richtige Antwort geben, aber die kriegen Sie sowieso bei den nächsten Wahlen. Da werden Sie sicherlich nicht mehr gewählt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Aha! Und deswegen haben wir die Zuverdienstgrenze erhöht, oder wie?
Ich möchte mich im Zusammenhang mit dem Thema Wirtschaft insbesondere zwei Problemen der Frauen widmen. Der eine Punkt ist, dass es dank Ihrer sehr konservativen Frauenpolitik den Frauen immer schwerer gelingt, nach einer Baby-Pause wieder zurück auf den Arbeitsmarkt zu kommen. (Abg. Großruck: Aha! Und deswegen haben wir die Zuverdienstgrenze erhöht, oder wie?) – Auch wenn Sie noch so viel reden, Herr Kollege Hausruck, stimmt das nicht!
Ruf bei der ÖVP: Ist das vielleicht auch ein Wunsch der Frauen?
Drei von vier Frauen versuchen nach der Karenz einen Wiedereinstieg, es gelingt ihnen aber nicht. Nur zwei schaffen es wieder. Und was in diesem Zusammenhang noch viel ärger ist, ist der Umstand, dass von jenen Frauen, die wieder in den Arbeitsprozess einsteigen können, sehr viele nur die Möglichkeit haben, in Teilzeit zu arbeiten. (Ruf bei der ÖVP: Ist das vielleicht auch ein Wunsch der Frauen?)
Abg. Großruck: Genau das tut er eben!
Ich habe erstens schon bei vielen Gelegenheiten gesagt, dass man unterscheiden muss, ob jemand freiwillig Teilzeit arbeitet oder nicht, Herr Kollege (Abg. Großruck: Genau das tut er eben!) – es wäre gut, würden Sie einmal zuhören und nicht nur immer dazwischen reden (Ruf bei der ÖVP: Da muss ich Sie ja korrigieren!) –, und zweitens geht es darum, dass sehr viele Frauen in dieser Wirtschaft keine andere Möglichkeit
Ruf bei der ÖVP: Da muss ich Sie ja korrigieren!
Ich habe erstens schon bei vielen Gelegenheiten gesagt, dass man unterscheiden muss, ob jemand freiwillig Teilzeit arbeitet oder nicht, Herr Kollege (Abg. Großruck: Genau das tut er eben!) – es wäre gut, würden Sie einmal zuhören und nicht nur immer dazwischen reden (Ruf bei der ÖVP: Da muss ich Sie ja korrigieren!) –, und zweitens geht es darum, dass sehr viele Frauen in dieser Wirtschaft keine andere Möglichkeit
Bundesminister Dr. Bartenstein spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit Abg. Riepl.
mehr haben, als Teilzeit zu arbeiten. (Bundesminister Dr. Bartenstein spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit Abg. Riepl.)
Ruf bei der ÖVP: Nein, nein! Da steht er ja!
Diesbezüglich hat der Herr Bundesminister – der mir verloren gegangen ist, so wie die gesamte Bundesregierung (Ruf bei der ÖVP: Nein, nein! Da steht er ja!), was aber kein Schaden ist, das sei bei der Gelegenheit gleich vermerkt (Ruf bei der ÖVP: Der Kollege Riepl hält ihn auf!) – im Ausschuss festgehalten, dass er mit mir der Meinung ist – und das freut mich sehr –, dass Teilzeitarbeit nicht die automatische Arbeitszeitform für Frauen sein darf.
Ruf bei der ÖVP: Der Kollege Riepl hält ihn auf!
Diesbezüglich hat der Herr Bundesminister – der mir verloren gegangen ist, so wie die gesamte Bundesregierung (Ruf bei der ÖVP: Nein, nein! Da steht er ja!), was aber kein Schaden ist, das sei bei der Gelegenheit gleich vermerkt (Ruf bei der ÖVP: Der Kollege Riepl hält ihn auf!) – im Ausschuss festgehalten, dass er mit mir der Meinung ist – und das freut mich sehr –, dass Teilzeitarbeit nicht die automatische Arbeitszeitform für Frauen sein darf.
Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere Sie auf, das schnell zu tun. Noch viel besser wäre: Treten Sie zurück, da würden Sie den Frauen überhaupt viel mehr helfen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Das glaube ich!
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ihre Sorgen hätte ich gern! (Abg. Gradwohl: Das glaube ich!) Ihre Sorgen hätte ich wirklich gern. Auch Ihre Bedenken sind absolut bedenklich, denn einfach, wie ein Vorredner, an dieses Rednerpult zu treten und der Bundesregierung zu unterstellen, sie bekämpfe die Arbeitslosen, ist ein starkes Stück! (Abg. Oberhaidinger: Das hat der Walch gesagt! – Abg. Gradwohl: Der Koalitionspartner hat das gesagt!)
Abg. Oberhaidinger: Das hat der Walch gesagt! – Abg. Gradwohl: Der Koalitionspartner hat das gesagt!
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ihre Sorgen hätte ich gern! (Abg. Gradwohl: Das glaube ich!) Ihre Sorgen hätte ich wirklich gern. Auch Ihre Bedenken sind absolut bedenklich, denn einfach, wie ein Vorredner, an dieses Rednerpult zu treten und der Bundesregierung zu unterstellen, sie bekämpfe die Arbeitslosen, ist ein starkes Stück! (Abg. Oberhaidinger: Das hat der Walch gesagt! – Abg. Gradwohl: Der Koalitionspartner hat das gesagt!)
Abg. Gradwohl: Sollen wir euch die Hacken auch noch machen?
Nicht wir bekämpfen nämlich die Arbeitslosen, sondern mit euren Beiträgen für die Arbeitsmarktpolitik in Österreich könnten wir mehr weiterbringen – mehr weiterbringen! –, welche ihr aber nicht einbringt. Seit zwei, drei Stunden kommt nur Kritik, aber kein Beitrag dazu, wie es besser werden könnte. (Abg. Gradwohl: Sollen wir euch die Hacken auch noch machen?) Wir bemühen uns, wir setzen uns ein, wir machen das Beste daraus! (Abg. Parnigoni: ...! Arbeitet etwas!)
Abg. Parnigoni: ...! Arbeitet etwas!
Nicht wir bekämpfen nämlich die Arbeitslosen, sondern mit euren Beiträgen für die Arbeitsmarktpolitik in Österreich könnten wir mehr weiterbringen – mehr weiterbringen! –, welche ihr aber nicht einbringt. Seit zwei, drei Stunden kommt nur Kritik, aber kein Beitrag dazu, wie es besser werden könnte. (Abg. Gradwohl: Sollen wir euch die Hacken auch noch machen?) Wir bemühen uns, wir setzen uns ein, wir machen das Beste daraus! (Abg. Parnigoni: ...! Arbeitet etwas!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Hackelt endlich was! – Abg. Silhavy: ... ärmer!
Wünsche an das Christkind wurden heute schon geäußert. Es wird bei Ihnen aber auch jetzt, um diese Jahreszeit, Anfang April, nicht anders werden: Sie werden weiter Wünsche an das Christkind richten, aber Sie werden in diesem Land nichts verändern, sicher nichts verändern! Wir jedoch verändern etwas: mit unserer Arbeit zur Verbesserung der Verhältnisse in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Hackelt endlich was! – Abg. Silhavy: ... ärmer!)
Abg. Lackner: Wann? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann zu sagen, dass wir die Arbeitslosen bekämpfen, ständig nur von Neuwahlen zu reden oder davon, wie lange diese Regierung noch hält, ist sehr vermessen, weil tatsächlich, Frau Csörgits, viele Menschen in diesem Land Antworten brauchen und auf Antworten warten. Wir werden sie ihnen auch geben. (Abg. Lackner: Wann? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nicht: wann; es ist nicht eine Frage des Wann, sondern des Wie: wie man den Leuten hilft. (Abg. Silhavy: Steigende Arbeitslosigkeit, steigende Armut: Das ist Ihre Antwort!)
Abg. Silhavy: Steigende Arbeitslosigkeit, steigende Armut: Das ist Ihre Antwort!
Dann zu sagen, dass wir die Arbeitslosen bekämpfen, ständig nur von Neuwahlen zu reden oder davon, wie lange diese Regierung noch hält, ist sehr vermessen, weil tatsächlich, Frau Csörgits, viele Menschen in diesem Land Antworten brauchen und auf Antworten warten. Wir werden sie ihnen auch geben. (Abg. Lackner: Wann? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nicht: wann; es ist nicht eine Frage des Wann, sondern des Wie: wie man den Leuten hilft. (Abg. Silhavy: Steigende Arbeitslosigkeit, steigende Armut: Das ist Ihre Antwort!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist heute kein Arbeitsloser ein Armer in diesem Land, das müssen Sie auch einmal sehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was Sie damit machen, ist ja nichts anderes, als einfach den Menschen noch mehr Angst zu machen, sie noch ärmer zu machen, als sie es tatsächlich sind. (Abg. Silhavy: Weil Sie die falschen Antworten geben!) – Wir geben keine falschen Antworten. Es ist Ihre Krankjammerei, Ihr Schlecht-Machen Tag für Tag, das die Menschen in diesem Land verunsichert. (Abg. Silhavy: Nein, das sind Ihre eigenen Zahlen!)
Abg. Silhavy: Weil Sie die falschen Antworten geben!
Es ist heute kein Arbeitsloser ein Armer in diesem Land, das müssen Sie auch einmal sehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was Sie damit machen, ist ja nichts anderes, als einfach den Menschen noch mehr Angst zu machen, sie noch ärmer zu machen, als sie es tatsächlich sind. (Abg. Silhavy: Weil Sie die falschen Antworten geben!) – Wir geben keine falschen Antworten. Es ist Ihre Krankjammerei, Ihr Schlecht-Machen Tag für Tag, das die Menschen in diesem Land verunsichert. (Abg. Silhavy: Nein, das sind Ihre eigenen Zahlen!)
Abg. Silhavy: Nein, das sind Ihre eigenen Zahlen!
Es ist heute kein Arbeitsloser ein Armer in diesem Land, das müssen Sie auch einmal sehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was Sie damit machen, ist ja nichts anderes, als einfach den Menschen noch mehr Angst zu machen, sie noch ärmer zu machen, als sie es tatsächlich sind. (Abg. Silhavy: Weil Sie die falschen Antworten geben!) – Wir geben keine falschen Antworten. Es ist Ihre Krankjammerei, Ihr Schlecht-Machen Tag für Tag, das die Menschen in diesem Land verunsichert. (Abg. Silhavy: Nein, das sind Ihre eigenen Zahlen!)
Abg. Silhavy: Aber in Österreich gab es bessere Zeiten! In Österreich gab es bessere Zeiten als unter dieser Regierung!
Denn die Vergleiche mit den anderen Ländern in Europa – nehmen Sie den Vergleich mit Deutschland her, ich brauche es nicht zu zitieren – belehren uns doch eines Besseren. Dann hierher zu gehen und das schlechtzumachen, ist mehr als vermessen. (Abg. Silhavy: Aber in Österreich gab es bessere Zeiten! In Österreich gab es bessere Zeiten als unter dieser Regierung!)
Abg. Parnigoni: Ach so!
Da liegen die Ursachen ja ganz woanders (Abg. Parnigoni: Ach so!): darin, dass wir sozial ein total abgesicherter Staat sind, mit einem hohen Level und einer Lebensqualität (Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!), dass es sich Tausende Österreicherinnen und Österreicher einfach nicht mehr leisten müssen (Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!), gewisse Tätigkeiten zu machen, aber sehr wohl Tausende Menschen darauf angewiesen sind, diese Dienstleistungen hier in Anspruch zu nehmen. (Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!) Das sind Unternehmer, das sind Klein- und Mittelbetriebe, von denen heute gesprochen wird, die wir sehr wohl brauchen. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!
Da liegen die Ursachen ja ganz woanders (Abg. Parnigoni: Ach so!): darin, dass wir sozial ein total abgesicherter Staat sind, mit einem hohen Level und einer Lebensqualität (Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!), dass es sich Tausende Österreicherinnen und Österreicher einfach nicht mehr leisten müssen (Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!), gewisse Tätigkeiten zu machen, aber sehr wohl Tausende Menschen darauf angewiesen sind, diese Dienstleistungen hier in Anspruch zu nehmen. (Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!) Das sind Unternehmer, das sind Klein- und Mittelbetriebe, von denen heute gesprochen wird, die wir sehr wohl brauchen. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!
Da liegen die Ursachen ja ganz woanders (Abg. Parnigoni: Ach so!): darin, dass wir sozial ein total abgesicherter Staat sind, mit einem hohen Level und einer Lebensqualität (Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!), dass es sich Tausende Österreicherinnen und Österreicher einfach nicht mehr leisten müssen (Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!), gewisse Tätigkeiten zu machen, aber sehr wohl Tausende Menschen darauf angewiesen sind, diese Dienstleistungen hier in Anspruch zu nehmen. (Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!) Das sind Unternehmer, das sind Klein- und Mittelbetriebe, von denen heute gesprochen wird, die wir sehr wohl brauchen. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!
Da liegen die Ursachen ja ganz woanders (Abg. Parnigoni: Ach so!): darin, dass wir sozial ein total abgesicherter Staat sind, mit einem hohen Level und einer Lebensqualität (Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!), dass es sich Tausende Österreicherinnen und Österreicher einfach nicht mehr leisten müssen (Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!), gewisse Tätigkeiten zu machen, aber sehr wohl Tausende Menschen darauf angewiesen sind, diese Dienstleistungen hier in Anspruch zu nehmen. (Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!) Das sind Unternehmer, das sind Klein- und Mittelbetriebe, von denen heute gesprochen wird, die wir sehr wohl brauchen. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Unglaublich!
Da liegen die Ursachen ja ganz woanders (Abg. Parnigoni: Ach so!): darin, dass wir sozial ein total abgesicherter Staat sind, mit einem hohen Level und einer Lebensqualität (Abg. Parnigoni: Sie sind dafür, dass die Österreicher arbeitslos sind!), dass es sich Tausende Österreicherinnen und Österreicher einfach nicht mehr leisten müssen (Abg. Parnigoni: Dass die Österreicher keine Arbeit haben! Aha!), gewisse Tätigkeiten zu machen, aber sehr wohl Tausende Menschen darauf angewiesen sind, diese Dienstleistungen hier in Anspruch zu nehmen. (Abg. Parnigoni: Sie wollen arbeitslose Österreicher! Das ist Ihr Ziel!) Das sind Unternehmer, das sind Klein- und Mittelbetriebe, von denen heute gesprochen wird, die wir sehr wohl brauchen. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Silhavy: ... keine Förderungen machen!
Bestes Beispiel ist die Landwirtschaft. Ich habe kein Problem damit, weil wir in einer Union sind. Wir haben dieses Europa auch entsprechend erweitert, weil wir nicht nur uns sehen und von hier aus nicht nur egoistische Standpunkte vorbringen, wie Sie es die ganze Zeit tun. (Abg. Silhavy: ... keine Förderungen machen!) Es ist dies für mich kein Dumping, kein Dienstleistungs-Dumping.
Abg. Heinisch-Hosek: Wie die Arbeitslosenzahlen!
Abschließend – es waren nur 3 Minuten Redezeit geplant, es tut mir Leid, ich habe ein bisschen überzogen – möchte ich mich bei der Abteilung des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums bedanken, besonders bei Minister Bartenstein für die hervorragende Arbeit mit seinem Team, das in Österreich etwas bewegt, etwas zum Positiven weiterbringt; die Zahlen bestätigen es. (Abg. Heinisch-Hosek: Wie die Arbeitslosenzahlen!)
Abg. Parnigoni: Das Falsche ... bleibt trotzdem falsch!
Vor allem möchte ich mich für die sehr gute Tourismuswirtschaftsarbeit in unserem Land bedanken. (Abg. Parnigoni: Das Falsche ... bleibt trotzdem falsch!) Auch das muss hier einmal gesagt werden. Es ist in diesen Zeiten nicht einfach, aber der Erfolg gibt uns Recht, und das ist die gute Arbeit unserer Regierung! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vor allem möchte ich mich für die sehr gute Tourismuswirtschaftsarbeit in unserem Land bedanken. (Abg. Parnigoni: Das Falsche ... bleibt trotzdem falsch!) Auch das muss hier einmal gesagt werden. Es ist in diesen Zeiten nicht einfach, aber der Erfolg gibt uns Recht, und das ist die gute Arbeit unserer Regierung! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Meinen Sie Ihre Budgetrede?
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Aus meiner Sicht hat das, was gerade läuft, wenig mit Demokratiebewusstsein und damit, dass man einer Öffentlichkeit gegenüber verantwortlich ist, zu tun. (Abg. Grillitsch: Meinen Sie Ihre Budgetrede?) Ich glaube, es ist eigentlich unerträglich. (Abg. Grillitsch: Ihre Budgetrede?) – Nein, Herr Kollege, es ist hier die Selbstdefinition unerträglich, nämlich dass gar nichts passiert ist und alles beim Alten geblieben ist, was aber nicht der Fall ist. Genau diese Überheblichkeit gegenüber den Wählerinnen und Wählern – dass ÖVP und FPÖ sich alles leisten können und alles machen können, denn sie bringen es mit ihrer parlamentarischen Mehrheit schon durch – ist das Unerträgliche an diesem Tag! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Ihre Budgetrede?
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Aus meiner Sicht hat das, was gerade läuft, wenig mit Demokratiebewusstsein und damit, dass man einer Öffentlichkeit gegenüber verantwortlich ist, zu tun. (Abg. Grillitsch: Meinen Sie Ihre Budgetrede?) Ich glaube, es ist eigentlich unerträglich. (Abg. Grillitsch: Ihre Budgetrede?) – Nein, Herr Kollege, es ist hier die Selbstdefinition unerträglich, nämlich dass gar nichts passiert ist und alles beim Alten geblieben ist, was aber nicht der Fall ist. Genau diese Überheblichkeit gegenüber den Wählerinnen und Wählern – dass ÖVP und FPÖ sich alles leisten können und alles machen können, denn sie bringen es mit ihrer parlamentarischen Mehrheit schon durch – ist das Unerträgliche an diesem Tag! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Aus meiner Sicht hat das, was gerade läuft, wenig mit Demokratiebewusstsein und damit, dass man einer Öffentlichkeit gegenüber verantwortlich ist, zu tun. (Abg. Grillitsch: Meinen Sie Ihre Budgetrede?) Ich glaube, es ist eigentlich unerträglich. (Abg. Grillitsch: Ihre Budgetrede?) – Nein, Herr Kollege, es ist hier die Selbstdefinition unerträglich, nämlich dass gar nichts passiert ist und alles beim Alten geblieben ist, was aber nicht der Fall ist. Genau diese Überheblichkeit gegenüber den Wählerinnen und Wählern – dass ÖVP und FPÖ sich alles leisten können und alles machen können, denn sie bringen es mit ihrer parlamentarischen Mehrheit schon durch – ist das Unerträgliche an diesem Tag! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Geschätzte Damen und Herren, ich möchte auch sagen, dass dieses Gefühl der Regierungsparteien „Wir drücken alles durch!“ genauso beim Budget spürbar ist. Es ist ein Budget, das eigentlich keine Struktur aufweist, keine Budgetstruktur. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Kaum erkennbar sind gewisse Schwerpunktsetzungen. Es ist die reine Fortschreibung eines Voranschlages, der noch einmal auf einem Voranschlag aufsetzt und keinerlei Schwerpunkte setzt. Dabei wissen wir alle, dass wir seit 2001 keinen konjunkturellen Aufschwung erleben, unterdurchschnittliches Wachstum und hohe Arbeitslosigkeit aufweisen. Dieses Budget ist bestenfalls als neutral zu bezeichnen, was die Auswirkungen auf Wachstum und die Beschäftigung betrifft, da der Bund auch keine Bereitschaft mehr zeigt, durch Investitionen der öffentlichen Hand Beschäftigungsimpulse zu geben. Da Bundesminister Grasser gemeint hat: „sozial ist, was Beschäftigung schafft“, muss ich sagen, dass dieses Budget ein sehr unsoziales Budget ist, weil nicht erkennbar ist, durch welche Maßnahmen zusätzliche Beschäftigung geschaffen werden soll.
Beifall bei der SPÖ.
Aber in Wirklichkeit erbringt ist die Inlandskonjunktur auf Grund der Einkommensentwicklung seit Jahren stagnierend. Wir haben heute um 4 Prozent weniger Einkommen, zumindest was die Löhne betrifft, und da müssten wirklich schon die Alarmglocken läuten. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Noch einmal!
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Dies ist in letzter Zeit nicht die erste Debatte im Nationalrat, die unter dem Vorzeichen einer Rekordarbeitslosigkeit stattfindet. Herr Minister, ich habe mir das angeschaut: Sie haben in Österreich keinen Vorgänger, der jemals derart desaströse Arbeitslosenzahlen verantworten musste! Diese Rekordarbeitslosigkeit von über 330 000 Menschen haben Sie und diese Bundesregierung zu verantworten, die noch dazu am heutigen Tag instabil ist, was genau das Gegenteil von dem ist, was gerade in der jetzigen Arbeitsmarktlage erforderlich ist. (Abg. Großruck: Noch einmal!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind für Veränderungen eingetreten. Herr Zweytick, ich möchte Ihnen sagen, was Sie verändert haben: Durch die Rekordarbeitslosigkeit nimmt auch – das zeigt Ihr eigener Sozialbericht – die Armut in Österreich Jahr für Jahr zu. Diese Regierung hat einen Anstieg der Armut durch die Höchststände in der Arbeitslosigkeit zu verantworten. Meine Damen und Herren, aus dieser Verantwortung werden wir Sie nicht herauslassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
über die Steuerreform hinausgehenden Entlastung der kleineren und mittleren Arbeitnehmereinkommen eingreifen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Meine Damen und Herren, die ArbeitnehmerInnen in diesem Land hätten sich eine solche Entlastung längst verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
über die Steuerreform hinausgehenden Entlastung der kleineren und mittleren Arbeitnehmereinkommen eingreifen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Meine Damen und Herren, die ArbeitnehmerInnen in diesem Land hätten sich eine solche Entlastung längst verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sagen Sie uns nicht – wie auch in den Debatten im Ausschuss wieder –, dass für die Beschäftigungspolitik kein Geld vorhanden ist, für die enormen Steuerentlastungen für die Großunternehmen aber schon! Ob allerdings diese Regierung noch die Kraft hat, solche positiven Vorschläge umzusetzen, ist fraglich. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: ... zitieren nicht aus der „Prawda“!
Da Sie ununterbrochen die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“ und nächstes Mal vielleicht auch noch das „Appenzeller Volksblatt“ zitieren, zitiere ich Ihnen einmal Folgendes über die Arbeitslosigkeit in Österreich (Abg. Großruck: ... zitieren nicht aus der „Prawda“!): „Ohne Jobs“, „RHI – 40 000 Jobs weniger“.
Abg. Lentsch: ... Prozent im Burgenland!
An die steirischen Abgeordneten, Herr Kollege Lopatka: „47 000 Jugendliche haben keine Arbeit“ – „Kleine Zeitung“. So könnte man fortfahren. (Abg. Lentsch: ... Prozent im Burgenland!) „Tiroler Tageszeitung“ – ich bin momentan bei Tirol –: „20 100 Tiroler ohne Jobs“. Weiter: „Standard“: „Die Konjunktur bleibt eine ,Buckelpiste’“.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Schwedisches Pensionsalter! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Meine Damen und Herren! Ich möchte nicht nur etwas Negatives sagen. Sie sind verantwortlich für die Wirtschaftspolitik und für die Sozialpolitik, Herr Bundesminister, und wenn Sie Österreich ununterbrochen mit Deutschland vergleichen – ich habe heute mitgezählt, Sie haben das Wort „Deutschland“ in Ihrer Rede mindestens 20 Mal in den Mund genommen –: Bitte nehmen Sie einmal „Finnland“ oder „Schweden“ in den Mund! Da würden wir uns freuen, sehr geehrter Herr Bundesminister, das wäre einmal angebracht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Schwedisches Pensionsalter! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) – Reden Sie mir nicht von hinten hinein, sagen Sie es mir in einer Rede, Herr Bundesminister.
Abg. Dr. Mitterlehner: Überraschenderweise!
Ich glaube, Sie wissen ganz genau, dass wir dem Budget nicht zustimmen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Überraschenderweise!) Aber dieses Budget soll nicht ein Rettungsanker für Sie sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, Sie wissen ganz genau, dass wir dem Budget nicht zustimmen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Überraschenderweise!) Aber dieses Budget soll nicht ein Rettungsanker für Sie sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: ... Kassandra!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Man möchte es nicht glauben, aber der Herr Finanzminister hat auch schlechte Nachrichten in seiner Budgetrede gehabt. Er hat sie sogar als solche bezeichnet. Genau über diese schlechten Nachrichten wurde heute schon sehr oft geredet, es geht um die große Zahl der arbeitslosen Menschen in Österreich. (Abg. Dr. Mitterlehner: ... Kassandra!) Also nicht nur: Jubel, Jubel, sondern er hat wirklich auch darauf hingewiesen.
Abg. Dr. Mitterlehner: Unterstellen Sie mir nichts!
Kollege Mitterlehner, hören Sie gut zu: Er hat über 200 000 genannt, er hat die in Schulung Befindlichen nicht dazugerechnet, er hat die Kindergeldbezieherinnen nicht dazugerechnet, er hat eben die vorgemerkten Arbeitslosen genannt und hat gemeint, es stehen ja wohl persönliche Schicksale dahinter – das interessiert den Kollegen Mitterlehner sicher nicht, das sehe ich –, es stehen Ängste und Sorgen der Menschen dahinter, nicht nur derjenigen, die betroffen sind, sondern auch ihrer Familien und ihrer Angehörigen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Unterstellen Sie mir nichts!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Sind Sie Lehrerin, oder was?
Hören Sie auch jetzt gut zu: Dazu kommen 6 273 Firmenzusammenbrüche – auch die hat er genannt – und über 5 600 Privatkonkurse. Das bedeutet: Menschen in Not! (Abg. Dr. Mitterlehner: Sind Sie Lehrerin, oder was?) Zu lesen in der Rede des Herrn Finanzministers Grasser.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Und: „Arbeit ist das wirksamste Mittel gegen Armut und soziale Ausgrenzung.“ – Ich zitiere noch immer aus der Budgetrede des Herrn Finanzministers. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Er sagt, wir müssen helfen, er sagt, hier ist eine nationale Kraftanstrengung notwendig, er sagt, wir müssen allen, die arbeiten wollen, ein gemeinsames Signal über die Parteigrenzen hinweg geben.
Abg. Steibl: Das habe ich Ihnen heute Vormittag gesagt, wenn Sie zugehört hätten!
So, und jetzt lese ich mir die schriftlichen Anfragebeantwortungen des Herrn Arbeitsministers durch. Ich habe heute schon gehört, das Wort „Arroganz“ dürfen wir nicht in den Mund nehmen, weil es nicht erlaubt ist. Aber „Ignoranz“ kann ich in einem Fall nachweisen, nämlich in der Beantwortung der Anfrage 470. Auf die Frage „Wie sehen Ihre Vorschläge zur Reduktion der Frauenarbeitslosigkeit aus?“ haben Sie, Herr Bundesminister, absolut keinen einzigen Vorschlag gebracht, der aus Ihrer Sicht helfen könnte, die Frauenarbeitslosigkeit zu reduzieren (Abg. Steibl: Das habe ich Ihnen heute Vormittag gesagt, wenn Sie zugehört hätten!), sondern Sie haben sich da auf einer Dreiviertelseite einzig und allein über das AMS ausgelassen, haben dem AMS die Verantwortung übertragen und haben nicht gesagt, was Sie als politisch verant-
Abg. Steibl: Das AMS ist ja dazu da, Vorschläge zu machen!
wortlicher Arbeitsminister dafür tun wollen, dass die Frauenarbeitslosigkeit sinkt. (Abg. Steibl: Das AMS ist ja dazu da, Vorschläge zu machen!)
Beifall bei der SPÖ.
In dem Gesundheitsbericht, den die Frau Bundesministerin morgen vorlegen wird, ist auch einiges Trauriges nachzulesen. Also bitte: nicht nur Jubelmeldungen, sondern nehmen wir zur Kenntnis, dass sehr vieles, was Sie tun, den Menschen wirklich nicht zugute kommt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Den führen Sie auf!
Was ist denn da „ermutigend“ – wie Sie in Ihrer Rede gesagt haben – bei dem Eiertanz, den Sie bei der Dienstleistungsrichtlinie aufgeführt haben? (Abg. Dr. Mitterlehner: Den führen Sie auf!) – Das grenzt für mich an grobe Fahrlässigkeit politischen Handelns, zuerst einmal zu sagen: dem stimme ich uneingeschränkt zu!, was den massivsten Sozialabbau bedeutet hätte, den wir je hatten. Erst, als Abertausende Menschen in Brüssel auf die Straße gegangen waren, haben Sie gesagt: Wir werden da ein bisschen etwas formalistisch abändern.
Abg. Dr. Mitterlehner: Das wird durch Wiederholung auch nicht wahrer!
vor sind. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das wird durch Wiederholung auch nicht wahrer!) – Bitte, Herr Mitterlehner!
Beifall bei der SPÖ.
Es ist unfassbar, dass Sie diese Dienstleistungsrichtlinie goutieren. In diesem Zusammenhang darf es nicht nur heißen: Weg mit Bolkestein!, sondern auch: Weg mit Bartenstein! Damit wäre vielen geholfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Androsch!
Lässt man nur das abgelaufene Jahr Revue passieren, Kollege Mitterlehner, was da alles passiert ist, so lässt sich das leicht belegen: Senkung der Körperschaftsteuer, Einführung der Gruppenbesteuerung, eine Pensionsharmonisierung, die auch heute noch überdurchschnittlich hohe Zuschüsse für die Gewerbetreibenden bringt, während ASVG-Versicherte geschröpft werden. Das ist wirklich alles nach dem Geschmack der Bartensteins, der Prinzhorns, der Stronachs dieses Landes; denen geht es wirklich gut. (Ruf bei der ÖVP: Androsch!)
Beifall bei der SPÖ.
Schon vor Monaten hätte dieser Arbeitsmarktgipfel stattfinden sollen, doch schon damals waren Sie vermutlich mehr mit Ihren Problemen als mit den Problemen der Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Daher, Herr Minister, kann ich nur eines sagen: Nehmen Sie die Aufforderung des ÖGB-Präsidenten Verzetnitsch an und berufen Sie sofort einen Gipfel gegen diese verheerende Arbeitslosigkeit ein! Wenn Sie das zu tun nicht bereit sind, dann können Sie nur eines machen: Bringen Sie Bewegung in den Stillstand dieser Regierung und treten Sie geschlossen zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Das ist aber nur Sciencefiction!
In diesem Kontext stelle ich mir bildhaft vor, was Sie als F, als FPÖ, als BZÖ und vor allem als ÖVP aufführen würden, wenn wir als SPÖ Ihr Spiel spielten. Das wäre eigentlich grundsätzlich als Fragestellung gegeben. (Abg. Großruck: Das ist aber nur Sciencefiction!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Geschätzten Damen und Herren! Umweltminister Pröll hat auf diese federführende Vorreiterrolle auch in Beantwortung einer Budgetanfrage zum Thema der schon lange geplanten Artikel-15a-Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern über gemeinsame Qualitätsstandards hingewiesen. Bis zum Ende der Umsetzungsfrist für die EU-Gebäuderichtlinie in österreichisches Recht am 4. Jänner 2006 haben wir nicht mehr viel Zeit. Ich hoffe, Sie tun es! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Na ja, doch!
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Wenn es um die Machterhaltung geht, meine Damen und Herren von der ÖVP, ist aus Ihrer Sicht offensichtlich alles gestattet, alles erlaubt. Anders sind aus meiner Sicht die Wortmeldungen der ÖVP zum Thema Regierungskrise, zum Thema Krise der FPÖ wohl nicht zu erklären. (Abg. Mag. Hakl: Na ja, doch!) Das grenzt beinahe schon an Realitätsverweigerung, Frau Kollegin, denn es ist offensichtlich, dass bei dieser Partei, dass bei der FPÖ nichts mehr geht, auf gut Deutsch gesagt.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Herr Bundeskanzler Schüssel hätte heute Nachmittag die Gelegenheit dazu, wenn er nur einen Funken politischen Anstand hätte, diesem wirklich unwürdigen Schauspiel ein jähes Ende zu bereiten, denn, meine Damen und Herren, es geht in der Tat nichts mehr. Die Mehrheit im Bundesrat ist de facto nicht mehr vorhanden. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Ellmauer: Von welchem Land reden Sie? Von Deutschland?!
Jetzt können Sie natürlich sagen: Machen wir eben vier Wochen später hier im Nationalrat einen Beharrungsbeschluss – und die Sache ist erledigt! Das ist jedoch meiner Ansicht nach keine politische Kontinuität, und das kann so sicherlich nicht lange gut gehen, meine Damen und Herren. Und es ist auch so, meine Damen und Herren von der ÖVP, dass in der Bevölkerung eine Stimmung herrscht, die wirklich katastrophal ist. (Abg. Ellmauer: Von welchem Land reden Sie? Von Deutschland?!) Ich hatte gestern noch die Gelegenheit, zu diesem Thema .... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihnen wird das Lachen bald vergehen, das ist ohnehin klar! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt können Sie natürlich sagen: Machen wir eben vier Wochen später hier im Nationalrat einen Beharrungsbeschluss – und die Sache ist erledigt! Das ist jedoch meiner Ansicht nach keine politische Kontinuität, und das kann so sicherlich nicht lange gut gehen, meine Damen und Herren. Und es ist auch so, meine Damen und Herren von der ÖVP, dass in der Bevölkerung eine Stimmung herrscht, die wirklich katastrophal ist. (Abg. Ellmauer: Von welchem Land reden Sie? Von Deutschland?!) Ich hatte gestern noch die Gelegenheit, zu diesem Thema .... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihnen wird das Lachen bald vergehen, das ist ohnehin klar! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt können Sie natürlich sagen: Machen wir eben vier Wochen später hier im Nationalrat einen Beharrungsbeschluss – und die Sache ist erledigt! Das ist jedoch meiner Ansicht nach keine politische Kontinuität, und das kann so sicherlich nicht lange gut gehen, meine Damen und Herren. Und es ist auch so, meine Damen und Herren von der ÖVP, dass in der Bevölkerung eine Stimmung herrscht, die wirklich katastrophal ist. (Abg. Ellmauer: Von welchem Land reden Sie? Von Deutschland?!) Ich hatte gestern noch die Gelegenheit, zu diesem Thema .... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihnen wird das Lachen bald vergehen, das ist ohnehin klar! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt können Sie, Herr Arbeitsminister, sagen: Na ja, die Arbeitslosigkeit ist in Österreich ohnehin nicht so hoch. Davon haben aber leider die Arbeitslosen relativ wenig. Wenn ich mir das Ganze so ansehe, dann ist vor allem die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen bedenklich, denn sie stagnieren nicht etwa auf hohem Niveau, sondern steigen dramatisch. Ihre einzige Antwort an die Arbeitslosen ist: Fürchtet euch nicht! Bartenstein und Schüssel sind bei euch! – Das allerdings, meine Damen und Herren, wird zu wenig sein! Der Wähler wird darauf die Antwort geben. Ich freue mich schon darauf, Sie als Oppositionsparteien in diesem Haus begrüßen zu dürfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte das anhand der BIG auch ganz kurz darlegen. Sie sind Eigentümervertreter der BIG. Wie allgemein bekannt ist im Vorjahr der Gerichtsstandort von der Riemergasse in den City Tower verlegt worden. Die Mieteinnahmen der BIG von 561 Millionen € im Jahr werden im Budgetbericht als wesentliche Umsatzkomponente bezeichnet. Ein Jahr lang monatlich auf 210 000 € zu verzichten, das ist meiner Ansicht nach klares Missmanagement! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
raum für jeden kann absolut keine Rede mehr sein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Erika Scharer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Zahlen der Rekordarbeitslosigkeit mit 361 000 Jobsuchenden Ende Februar sind ja bekannt. Herr Bundesminister, Ihr Schulterzucken dazu leider ebenfalls. Das Schärfste ist, dass sich Herr Minister Grasser in seiner Budgetrede rühmt, dass die Regierung um 900 Millionen € mehr für Arbeitslosengeld und Notstandshilfe ausgibt. Sie schauen gut vier Jahre lang zu, wie die Arbeitslosigkeit ungebremst steigt, und rühmen sich dann dafür, mehr Arbeitslosengeld auszubezahlen. Das ist unglaublich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Was ist denn daran beschämend?
Herr Minister, die berechtigten Personalforderungen des AMS sind bekannt. Diskutieren Sie endlich diese Problematik, reagieren Sie endlich rasch! Meine Damen und Herren! Meine Kollege Keck hat es schon erwähnt: Die Alibi-Aktion von Bundeskanzler Schüssel, am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, einen Arbeitslosigkeitsgipfel abzuhalten, ist wohl beschämend und ein Affront gegen die ArbeitnehmerInnen. (Abg. Scheibner: Was ist denn daran beschämend?) Es zeigt aber die Hilflosigkeit und Ignoranz dieser Bundesregierung in allen wichtigen Themen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Darf man denn am „Tag der Arbeit“ nichts arbeiten? Nur marschieren vielleicht?! Das ist doch absurd! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Darf man denn am „Tag der Arbeit“ nichts arbeiten? Nur marschieren vielleicht?! Das ist doch absurd! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Herr Minister, die berechtigten Personalforderungen des AMS sind bekannt. Diskutieren Sie endlich diese Problematik, reagieren Sie endlich rasch! Meine Damen und Herren! Meine Kollege Keck hat es schon erwähnt: Die Alibi-Aktion von Bundeskanzler Schüssel, am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, einen Arbeitslosigkeitsgipfel abzuhalten, ist wohl beschämend und ein Affront gegen die ArbeitnehmerInnen. (Abg. Scheibner: Was ist denn daran beschämend?) Es zeigt aber die Hilflosigkeit und Ignoranz dieser Bundesregierung in allen wichtigen Themen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Darf man denn am „Tag der Arbeit“ nichts arbeiten? Nur marschieren vielleicht?! Das ist doch absurd! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man könnte es bestenfalls als die Fortschreibung des Nichts bezeichnen: Fünf Jahre verlorene Zeit in der Gesundheitspolitik, und die Probleme werden ja nicht geringer! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht!
Ich habe mir das ganz genau angesehen, Frau Bundesministerin! Auch Ihr Finanzminister sagt, es gibt keine Gesundheitspolitik. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht!) – Das stimmt doch! (Abg. Mag. Molterer: Du hast die Budgetrede nicht verstanden!) – Ich habe die Budgetrede sehr wohl verstanden, denn zum Thema Gesundheit hat der Herr Finanzminister lediglich einen Satz gesagt, und zwar, dass wir ein gutes Gesundheitssystem haben und er sich wundert, dass es in Österreich noch immer so viele Invaliditätspensionen gibt. – Das war Grassers Beitrag zum Thema Gesundheitspolitik! (Abg. Dr. Jarolim: Gesundheitsgefährdend! – Gegenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Abg. Mag. Molterer: Du hast die Budgetrede nicht verstanden!
Ich habe mir das ganz genau angesehen, Frau Bundesministerin! Auch Ihr Finanzminister sagt, es gibt keine Gesundheitspolitik. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht!) – Das stimmt doch! (Abg. Mag. Molterer: Du hast die Budgetrede nicht verstanden!) – Ich habe die Budgetrede sehr wohl verstanden, denn zum Thema Gesundheit hat der Herr Finanzminister lediglich einen Satz gesagt, und zwar, dass wir ein gutes Gesundheitssystem haben und er sich wundert, dass es in Österreich noch immer so viele Invaliditätspensionen gibt. – Das war Grassers Beitrag zum Thema Gesundheitspolitik! (Abg. Dr. Jarolim: Gesundheitsgefährdend! – Gegenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Abg. Dr. Jarolim: Gesundheitsgefährdend! – Gegenruf des Abg. Mag. Molterer.
Ich habe mir das ganz genau angesehen, Frau Bundesministerin! Auch Ihr Finanzminister sagt, es gibt keine Gesundheitspolitik. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht!) – Das stimmt doch! (Abg. Mag. Molterer: Du hast die Budgetrede nicht verstanden!) – Ich habe die Budgetrede sehr wohl verstanden, denn zum Thema Gesundheit hat der Herr Finanzminister lediglich einen Satz gesagt, und zwar, dass wir ein gutes Gesundheitssystem haben und er sich wundert, dass es in Österreich noch immer so viele Invaliditätspensionen gibt. – Das war Grassers Beitrag zum Thema Gesundheitspolitik! (Abg. Dr. Jarolim: Gesundheitsgefährdend! – Gegenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Abg. Mag. Molterer: Ja!
Herr Kollege Molterer, wenn Sie der Opposition immer Konstruktivität abverlangen (Abg. Mag. Molterer: Ja!), dann sage ich Ihnen: Heute vor genau neun Monaten waren wir bei der Frau Bundesministerin und haben uns über Gesundheitspolitik und die Ziele, die sie darin verfolgt und die wir darin verfolgen, unterhalten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Die Hoffnung stirbt zuletzt! – Abg. Dr. Jarolim: ... ist eine ungesunde Geschichte! – Abg. Parnigoni: Es wird trotzdem die Gesundheitspolitik nicht besser!
Meine Damen und Herren! Das, was bleibt, ist die Hoffnung für die Menschen, dass diese Bundesregierung und Sie bald Geschichte sein werden. – Nach dem gestrigen Tag lebt diese Hoffnung! – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Die Hoffnung stirbt zuletzt! – Abg. Dr. Jarolim: ... ist eine ungesunde Geschichte! – Abg. Parnigoni: Es wird trotzdem die Gesundheitspolitik nicht besser!)
Ruf bei der SPÖ: War bestens!
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Lackner, ich bin ja in diesem Haus viel gewohnt, aber nicht einmal ein schlimmer Redenschreiber hätte sich erlaubt, Ihnen so etwas abzugeben, was Sie da geliefert haben. (Ruf bei der SPÖ: War bestens!)
Abg. Kopf: Vorsicht!
Wo waren Sie eigentlich während der letzten fünf Jahre? In Wien? In Vorarlberg? Sind Sie im Zug irgendwo hin und hergefahren? Sie sprechen da von der „Fortschreibung des Nichts“. (Abg. Kopf: Vorsicht!) Wissen Sie überhaupt, dass mit Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam die größte Reform des letzten Jahrzehnts gemacht wurde? Wissen Sie das, Herr Abgeordneter Lackner?
Zwischenruf des Abg. Lackner.
Fragen Sie einmal die Frau Landeshauptfrau Burgstaller, was sie dazu sagt! (Zwischenruf des Abg. Lackner.) Sie reden von der Hoffnung darauf, dass sich endlich alles ändert. – Ich bete darum, dass sich ja nichts ändert und dass Sie nicht ans Ruder kommen. Nach vier Minuten ist Ihnen die Luft ausgegangen, weil Sie keine einzige Vision geäußert haben! Vier Minuten lang haben Sie nur lamentiert und herumgejammert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Lackner: Ihre Visionen ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Lackner: Ihre Visionen ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Fragen Sie einmal die Frau Landeshauptfrau Burgstaller, was sie dazu sagt! (Zwischenruf des Abg. Lackner.) Sie reden von der Hoffnung darauf, dass sich endlich alles ändert. – Ich bete darum, dass sich ja nichts ändert und dass Sie nicht ans Ruder kommen. Nach vier Minuten ist Ihnen die Luft ausgegangen, weil Sie keine einzige Vision geäußert haben! Vier Minuten lang haben Sie nur lamentiert und herumgejammert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Lackner: Ihre Visionen ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Lackner: Welche, Herr Kollege?
Schauen Sie, es ist Ihnen halt nicht recht, dass die Frau Ministerin die Probleme erkennt, anpackt und nicht verdrängt. (Abg. Lackner: Welche, Herr Kollege?) Kein Mensch bezweifelt, dass wir im Dezember die größte Reform des letzten Jahrzehnts beschlossen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Schauen Sie, es ist Ihnen halt nicht recht, dass die Frau Ministerin die Probleme erkennt, anpackt und nicht verdrängt. (Abg. Lackner: Welche, Herr Kollege?) Kein Mensch bezweifelt, dass wir im Dezember die größte Reform des letzten Jahrzehnts beschlossen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Lackner.
Fragen Sie einmal Herrn Landeshauptmann Niessl! Fragen Sie Herrn Landeshauptmann Häupl! Fragen Sie einmal Frau Burgstaller! Und fragen Sie einmal den Chefverhandler, Stadtrat Rieder! (Zwischenruf des Abg. Lackner.) Da können Sie schreien, so viel Sie wollen – ich bin lauter, denn ich habe das Mikrofon! (Abg. Kopf: Gott sei Dank!) –, die Tatsache bleibt bestehen: Sie sind ein gesundheitspolitischer Geisterfahrer, und mit Ihnen Ihre ganze Partei, denn Sie wissen gar nicht, wohin Sie fahren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Parnigoni.)
Abg. Kopf: Gott sei Dank!
Fragen Sie einmal Herrn Landeshauptmann Niessl! Fragen Sie Herrn Landeshauptmann Häupl! Fragen Sie einmal Frau Burgstaller! Und fragen Sie einmal den Chefverhandler, Stadtrat Rieder! (Zwischenruf des Abg. Lackner.) Da können Sie schreien, so viel Sie wollen – ich bin lauter, denn ich habe das Mikrofon! (Abg. Kopf: Gott sei Dank!) –, die Tatsache bleibt bestehen: Sie sind ein gesundheitspolitischer Geisterfahrer, und mit Ihnen Ihre ganze Partei, denn Sie wissen gar nicht, wohin Sie fahren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Parnigoni.
Fragen Sie einmal Herrn Landeshauptmann Niessl! Fragen Sie Herrn Landeshauptmann Häupl! Fragen Sie einmal Frau Burgstaller! Und fragen Sie einmal den Chefverhandler, Stadtrat Rieder! (Zwischenruf des Abg. Lackner.) Da können Sie schreien, so viel Sie wollen – ich bin lauter, denn ich habe das Mikrofon! (Abg. Kopf: Gott sei Dank!) –, die Tatsache bleibt bestehen: Sie sind ein gesundheitspolitischer Geisterfahrer, und mit Ihnen Ihre ganze Partei, denn Sie wissen gar nicht, wohin Sie fahren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Parnigoni.)
Abg. Parnigoni: Eines Arztes nicht würdig! – Abg. Dr. Grünewald: Nach PISA nicht lesen, bitte!
Haben Sie denn das Konvolut der Reform überhaupt nicht gelesen? (Abg. Parnigoni: Eines Arztes nicht würdig! – Abg. Dr. Grünewald: Nach PISA nicht lesen, bitte!) Wo waren Sie? Haben Sie nicht mitbekommen, dass wir alle Spitäler absichern, während Rot-Grün in Deutschland jedes vierte Spital schließen will, während man in Brandenburg 100 Kilometer zum nächsten Spital braucht? (Abg. Brosz: Sie sollten sich Ihre Reden auch schreiben lassen, glaub’ ich!) Wissen Sie, wie weit 100 Kilometer sind? – Das ist eine Strecke wie von Wien bis Ybbs, und da gibt es kein einziges Spital. – Das ist Ihre Politik!
Abg. Brosz: Sie sollten sich Ihre Reden auch schreiben lassen, glaub’ ich!
Haben Sie denn das Konvolut der Reform überhaupt nicht gelesen? (Abg. Parnigoni: Eines Arztes nicht würdig! – Abg. Dr. Grünewald: Nach PISA nicht lesen, bitte!) Wo waren Sie? Haben Sie nicht mitbekommen, dass wir alle Spitäler absichern, während Rot-Grün in Deutschland jedes vierte Spital schließen will, während man in Brandenburg 100 Kilometer zum nächsten Spital braucht? (Abg. Brosz: Sie sollten sich Ihre Reden auch schreiben lassen, glaub’ ich!) Wissen Sie, wie weit 100 Kilometer sind? – Das ist eine Strecke wie von Wien bis Ybbs, und da gibt es kein einziges Spital. – Das ist Ihre Politik!
Abg. Dr. Jarolim: Eine schauderhafte Rede ist das! – Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz!
Haben Sie mitgekriegt, dass wir im österreichischen Strukturplan gemeinsam mit den Ländern – nicht drüberfahren! – die Versorgung sicherstellen wollen? – Sie sagen, das ist nicht fertig. Aber das kann ja gar nicht fertig sein! (Abg. Dr. Jarolim: Eine schauderhafte Rede ist das! – Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie können alles schlecht machen, aber lesen Sie auch einmal internationale Zeitungen und Studien: Wir liegen auf Platz eins! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz!
Das einzig Richtige an Ihrer Rede war, dass wir seit fünf Jahren an der Macht sind, aber wir haben die Zeit genützt. – Das ist der Unterschied zu dem, was Sie hier immer behaupten. (Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz!)
Abg. Mag. Lapp: Haben Sie einen Dichter angestellt?
Ich lasse mir nicht von einem Parteipressedienst Presseaussendungen schreiben, die hinten und vorne nicht stimmen und so weinerliche Sachen beinhalten, wie dass die Leute eine Woche auf ein Rezept warten. (Abg. Mag. Lapp: Haben Sie einen Dichter angestellt?) – Das war in der Umstellungsphase, die übrigens Ihr roter Direktor in der Krankenkasse zu verantworten hat. Bei mir funktioniert das mittlerweile sehr gut, und wenn die Leute nicht mehr zum Chefarzt gehen müssen, ist das auch kein Nachteil. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine erschütternde Rede!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine erschütternde Rede!
Ich lasse mir nicht von einem Parteipressedienst Presseaussendungen schreiben, die hinten und vorne nicht stimmen und so weinerliche Sachen beinhalten, wie dass die Leute eine Woche auf ein Rezept warten. (Abg. Mag. Lapp: Haben Sie einen Dichter angestellt?) – Das war in der Umstellungsphase, die übrigens Ihr roter Direktor in der Krankenkasse zu verantworten hat. Bei mir funktioniert das mittlerweile sehr gut, und wenn die Leute nicht mehr zum Chefarzt gehen müssen, ist das auch kein Nachteil. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine erschütternde Rede!)
Abg. Gaál: Beschämender Auftritt!
Zur politischen Diskussion gehört auch ein Mindestmaß an Fairness. Wenn Sie jetzt schreiben, das Kompetenzteam der Frau Burgstaller wird die Arbeit aufnehmen, und wir bekommen am 9. April den Arbeitsplan übermittelt, dann sage ich Ihnen Folgendes: Ich schenke Ihnen zum Arbeitsplan die Arbeitsgrundlage, nämlich unser Regierungsprogramm und unsere Gesundheitsreform. (Abg. Gaál: Beschämender Auftritt!) Dann können Sie darüber diskutieren, denn das ist gut – auch gut für Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur politischen Diskussion gehört auch ein Mindestmaß an Fairness. Wenn Sie jetzt schreiben, das Kompetenzteam der Frau Burgstaller wird die Arbeit aufnehmen, und wir bekommen am 9. April den Arbeitsplan übermittelt, dann sage ich Ihnen Folgendes: Ich schenke Ihnen zum Arbeitsplan die Arbeitsgrundlage, nämlich unser Regierungsprogramm und unsere Gesundheitsreform. (Abg. Gaál: Beschämender Auftritt!) Dann können Sie darüber diskutieren, denn das ist gut – auch gut für Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie können mich und die Frau Ministerin beim Wort nehmen: Wir werden in Österreich die Spitzenmedizin, die Versorgung für die Menschen nicht hinunterschrauben. Wir werden in Österreich die Versorgung für die alten Menschen und kranken Menschen – unabhängig von Alter und Einkommen – sichern, auch wenn Ihr Pressedienst und Sie behaupten, dass es anders sei. Wir werden da nicht locker lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Herr Kollege Grünewald! Vielleicht kann man das richtig stellen, was da an Ergüssen in den Raum gestellt wurde?! – Abg. Gaál: Eine erschütternde Rede!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Herr Kollege Grünewald! Vielleicht kann man das richtig stellen, was da an Ergüssen in den Raum gestellt wurde?! – Abg. Gaál: Eine erschütternde Rede!)
Rufe bei der ÖVP: Fahrer! Geisterfahrer!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Manchmal frage ich mich schon, worüber wir heute reden. Rasinger fängt hier heraußen mit gefalteten Händen zu beten an. – Er wird seine Gründe haben. Er spricht über Geister und Geisterbahnen. (Rufe bei der ÖVP: Fahrer! Geisterfahrer!)
Abg. Scheibner: Vorsicht!
Ich frage mich, ob es nicht langsam auch gesundheitspolitische Konsequenzen hat, wenn man sieht, wie ein Kanzler unbeirrbar an fixen Ideen hängt? Irgendwann bekommt das einen Krankheitswert. (Abg. Scheibner: Vorsicht!) Das darf nicht sein. Man muss selbst reflektieren können. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das, Herr Kollege? Was wollen Sie damit sagen?) – Was ich damit sagen will: Dass man keine fixen Ideen so lange vor sich herträgt, bis sie im Grab landen! Die müssen irgendwie umsetzbar sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Seien Sie vorsichtig! Ganz vorsichtig!)
Abg. Mag. Molterer: Was heißt das, Herr Kollege? Was wollen Sie damit sagen?
Ich frage mich, ob es nicht langsam auch gesundheitspolitische Konsequenzen hat, wenn man sieht, wie ein Kanzler unbeirrbar an fixen Ideen hängt? Irgendwann bekommt das einen Krankheitswert. (Abg. Scheibner: Vorsicht!) Das darf nicht sein. Man muss selbst reflektieren können. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das, Herr Kollege? Was wollen Sie damit sagen?) – Was ich damit sagen will: Dass man keine fixen Ideen so lange vor sich herträgt, bis sie im Grab landen! Die müssen irgendwie umsetzbar sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Seien Sie vorsichtig! Ganz vorsichtig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Seien Sie vorsichtig! Ganz vorsichtig!
Ich frage mich, ob es nicht langsam auch gesundheitspolitische Konsequenzen hat, wenn man sieht, wie ein Kanzler unbeirrbar an fixen Ideen hängt? Irgendwann bekommt das einen Krankheitswert. (Abg. Scheibner: Vorsicht!) Das darf nicht sein. Man muss selbst reflektieren können. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das, Herr Kollege? Was wollen Sie damit sagen?) – Was ich damit sagen will: Dass man keine fixen Ideen so lange vor sich herträgt, bis sie im Grab landen! Die müssen irgendwie umsetzbar sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Seien Sie vorsichtig! Ganz vorsichtig!)
Abg. Mag. Molterer: Das darf ja nicht wahr sein!
Ein funktionierendes Gesundheitssystem, Herr Abgeordneter Molterer, muss auch in der Lage sein, die richtige Diagnose zu stellen. (Abg. Mag. Molterer: Das darf ja nicht wahr sein!) – Das darf sehr wohl wahr sein, Herr Klubobmann! Aber Sie von den Regierungsfraktionen sagen in Ihren Redebeiträgen, dass alles funktioniert, dass alles weitergeht, dass alles hält. – Das ist nicht wahr! Sie werden es noch sehen. Wenn man solche Wahrnehmungsstörungen hat, ist das für Österreich nicht gut, denn man muss Diagnosen präzise stellen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn man solche Wahrnehmungsstörungen wie Sie hat, dann ist das nicht gut! Das können Sie analysieren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn man solche Wahrnehmungsstörungen wie Sie hat, dann ist das nicht gut! Das können Sie analysieren!
Ein funktionierendes Gesundheitssystem, Herr Abgeordneter Molterer, muss auch in der Lage sein, die richtige Diagnose zu stellen. (Abg. Mag. Molterer: Das darf ja nicht wahr sein!) – Das darf sehr wohl wahr sein, Herr Klubobmann! Aber Sie von den Regierungsfraktionen sagen in Ihren Redebeiträgen, dass alles funktioniert, dass alles weitergeht, dass alles hält. – Das ist nicht wahr! Sie werden es noch sehen. Wenn man solche Wahrnehmungsstörungen hat, ist das für Österreich nicht gut, denn man muss Diagnosen präzise stellen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn man solche Wahrnehmungsstörungen wie Sie hat, dann ist das nicht gut! Das können Sie analysieren!)
Abg. Neudeck: Er war Vizekanzler!
Irgendwann hört sich der Humor auf. Ich denke da noch mit Vergnügen an den ehemaligen Bundeskanzler Busek. (Abg. Neudeck: Er war Vizekanzler!) Mit dem konnte man blödeln und lachen – bis zu gewissen Grenzen. Bei Ihnen kann man aber nicht mehr lachen!
Ja-Rufe bei der ÖVP.
Ich möchte Sie also fragen: Ist der Herr Bundeskanzler wirklich dieser großartige Stratege und Planer, für den er sich hält? (Ja-Rufe bei der ÖVP.) Bis jetzt ist nicht alles aufgegangen. (Abg. Neudeck: Ist die Analyse auf Krankenkasse, oder sind wir Privatpatienten?)
Abg. Neudeck: Ist die Analyse auf Krankenkasse, oder sind wir Privatpatienten?
Ich möchte Sie also fragen: Ist der Herr Bundeskanzler wirklich dieser großartige Stratege und Planer, für den er sich hält? (Ja-Rufe bei der ÖVP.) Bis jetzt ist nicht alles aufgegangen. (Abg. Neudeck: Ist die Analyse auf Krankenkasse, oder sind wir Privatpatienten?)
Abg. Scheibner: Ihr habt zu viel Winnetou gelesen!
Ich frage mich: Wie kann man mit einer Partei Bruderschaft schließen, wenn die Blutgruppen nicht kompatibel sind? Da kommt es zu schwersten allergischen, fast lebensbedrohlichen Störungen. Wenn zwei Regierungsparteien Bruderschaft schließen, dann muss auch die Blutgruppe passen. (Abg. Scheibner: Ihr habt zu viel Winnetou gelesen!) Da frage ich mich: Ist jetzt Haider verschüsselt oder Schüssel verhaidert worden? – Auch zu dieser Diagnose haben Sie sich nicht geäußert.
Abg. Kößl: Redest du über Gesundheit, oder worüber redest du?
Welche Werthaltungen sind denn das, wenn man bereit ist, für die Erhaltung der Macht letztlich alles zu opfern – alles, was man denkt? Dürfen Sie gewisse Dinge nicht sagen, oder müssen Sie diese Dinge immer nachbeten? Ich frage Sie: Sie haben ein freies Mandat. Warum tun Sie hier so, als wäre nichts passiert? (Abg. Kößl: Redest du über Gesundheit, oder worüber redest du?)
Abg. Silhavy: Rasinger ...!
Noch einmal eine Diagnose im Zusammenhang mit Äußerungen des Bundeskanzlers: Was hat er gesagt? Das Kassensystem sei nachhaltig finanziert. – Das ist doch nicht wahr! Die Kassen haben ihr Defizit etwas verringert, aber bekommen haben die Länder das Geld, um ihre Defizite im Krankenhaussektor abzubauen. Das ist aber nicht genügend – bei weitem nicht genügend! (Abg. Silhavy: Rasinger ...!) Mag schon sein, dass Rasinger glaubt, wir wollen sehr viel. Vom Wollen sollte man aber irgendwann einmal auch zum Handeln kommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Spart man von 2 Prozent die Hälfte, hat man den Kassen um nur 1 Prozent mehr Geld gegeben. – Das ist nichts als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erinnere mich da an einen Satz der ÖVP: Sie haben gesagt, die Spareinlagen sind gestiegen. Warum sind denn die Spareinlagen gestiegen? – Da gibt es einen schönen Spruch: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Da haben Sie vielleicht noch Realitätsgefühl behalten: indem Sie glauben, die Leute sparen für die Not, die uns nun droht. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das war so wohltuend nach dem Rasinger! Man glaubt es nicht! – „Eurolim“-Rufe bei der ÖVP sowie: Jarolim, nicht genügend, setzen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Rosenkranz. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Das war so wohltuend nach dem Rasinger! Man glaubt es nicht! – „Eurolim“-Rufe bei der ÖVP sowie: Jarolim, nicht genügend, setzen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sie gestatten, dass ich zur Gesundheitspolitik rede. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ganz klar, ich bin dieselbe, die ich gestern um diese Uhrzeit war. Nichts ist einfacher, als mich zu beurteilen.
Abg. Silhavy: Das „Nichts“ hat sich doch auf das Budget bezogen, nicht auf die Belastung durch die Gesundheitspolitik!
Die Kritik, Herr Abgeordneter Lackner, die Sie an der Gesundheitsreform üben, sollte wenigstens nicht in sich widersprüchlich sein. Als das Gesundheitsreformpaket beschlossen wurde, haben Sie es doch gehörig skandalisiert und haben von ungeheuren Belastungen gesprochen. Sie wollten überhaupt nicht sehen, dass das notwendig ist, und haben gemeint, was denn nun für eine neue Belastungswelle auf die Bevölkerung hereinbricht. Jetzt haben Sie eben gesagt, das ist nicht einmal ein Nichts. Also Sie müssen sich entscheiden: War es nun ein Skandal und eine ungeheure Belastung, oder war es nicht hinreichend? Eine von diesen beiden Möglichkeiten haben Sie. (Abg. Silhavy: Das „Nichts“ hat sich doch auf das Budget bezogen, nicht auf die Belastung durch die Gesundheitspolitik!)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht! Das stimmt nicht einmal aus kurzer Sicht!
Ich stelle fest: Diese Gesundheitsreform war auf Grund der Kompetenzlage im Gesundheitswesen, die sehr aufgesplittert ist im österreichischen Gesundheitssystem, sehr schwierig, aber es ist gelungen, die Finanzierung auf mittlere Frist zu sichern. Sie haben ja immer in Abrede gestellt, dass das möglich ist oder dass das so gemacht werden kann. Es ist ein Faktum. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht! Das stimmt nicht einmal aus kurzer Sicht!)
Abg. Öllinger: Für Sie schon! Für Sie jetzt schon!
Eine grundsätzliche Anmerkung zur Gesundheitspolitik: Wir alle wissen, dass hier eine doppelt schwierige Herausforderung auf jeden zukommt, der das machen muss. (Abg. Öllinger: Für Sie schon! Für Sie jetzt schon!) Es ist nicht nur so, dass, so wie in allen anderen Sozialsystemen, die umlagefinanziert sind, die schreckliche Geburtenbilanz zu Buche schlägt, denn wir haben hier nicht nur einen linearen Faktor, sondern sozusagen, wenn man so will, einen exponentiellen, weil natürlich mit der Zunahme des Anteils der älteren Bevölkerung der Anteil an Krankheiten und die Krankheitshäufigkeit unheimlich steigen. Im Gesundheitswesen ist es noch ärger als im Pensionssystem. Der Finanzbedarf steigt hier nicht nur linear, sondern exponentiell.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieses Bekenntnis, so denke ich doch, sollte in diesem Hohen Haus unbestritten sein. Und ich sage es freimütig und gerne am Schluss jeder gesundheitspolitischen Rede: Das kann nicht sein! Der Hochstand der medizinischen Forschung und der Gesundheitsversorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Leistung, und es darf nicht sein, dass dieses Ergebnis der Tüchtigkeit unserer Bevölkerung, der Tüchtigkeit unserer Forschung, der Tüchtigkeit auch der Steuerzahler, welche die Bildungssysteme finanzieren, das Gesundheitssystem und sein hohes Niveau, dass also diese gesamtgesellschaftliche Leistung nur von Einzelnen nach ökonomischen Aspekten abgerufen werden kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese berühmte, immer wieder dargelegte Zusammenarbeit mit dem Arbeitsminister, mit der Innenministerin, wie es eigentlich gehören würde, diese berühmte Querschnittsmaterie, als die Sie Frauenpolitik immer, ich würde fast sagen, abqualifizieren und nicht qualifizieren, die wird nicht gelebt, das heißt, das wird nicht ernst genommen. Somit wird die Hälfte der Bevölkerung in dieser Republik leider zu wenig ernst genommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie leben das Gegenteil!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich glaube, wir sind in vielen Punkten einer Meinung – gerade wir Frauen hier im Parlament sollten es ja auch wirklich sein und gemeinsame Ziele haben (Abg. Heinisch-Hosek: Sie leben das Gegenteil!), weil es noch viel zu tun gibt –, aber ich glaube, dass dieses ewige Auseinanderdividieren zwischen der Familienpolitik und der Frauenpolitik und diese ewigen Grabenkämpfe nicht wirklich weiterhelfen, sondern wir sollten uns alle gemeinsam anstrengen. Auch die geschlechtsspezifische Sprache des Finanzministers allein wird uns nicht retten. (Abg. Mag. Wurm: Aber Sie sollten politisch darauf reagieren!) Ich denke, wichtig ist es, dass wir viele Ministerinnen in dieser Regierung haben, die sich auch um Frauenthemen ganz speziell kümmern, und dass Gender Budgeting ein Thema ist. Das ist wichtig, das bringt uns wirklich weiter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Das ist ja nicht der Fall!)
Abg. Mag. Wurm: Aber Sie sollten politisch darauf reagieren!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich glaube, wir sind in vielen Punkten einer Meinung – gerade wir Frauen hier im Parlament sollten es ja auch wirklich sein und gemeinsame Ziele haben (Abg. Heinisch-Hosek: Sie leben das Gegenteil!), weil es noch viel zu tun gibt –, aber ich glaube, dass dieses ewige Auseinanderdividieren zwischen der Familienpolitik und der Frauenpolitik und diese ewigen Grabenkämpfe nicht wirklich weiterhelfen, sondern wir sollten uns alle gemeinsam anstrengen. Auch die geschlechtsspezifische Sprache des Finanzministers allein wird uns nicht retten. (Abg. Mag. Wurm: Aber Sie sollten politisch darauf reagieren!) Ich denke, wichtig ist es, dass wir viele Ministerinnen in dieser Regierung haben, die sich auch um Frauenthemen ganz speziell kümmern, und dass Gender Budgeting ein Thema ist. Das ist wichtig, das bringt uns wirklich weiter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Das ist ja nicht der Fall!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Das ist ja nicht der Fall!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich glaube, wir sind in vielen Punkten einer Meinung – gerade wir Frauen hier im Parlament sollten es ja auch wirklich sein und gemeinsame Ziele haben (Abg. Heinisch-Hosek: Sie leben das Gegenteil!), weil es noch viel zu tun gibt –, aber ich glaube, dass dieses ewige Auseinanderdividieren zwischen der Familienpolitik und der Frauenpolitik und diese ewigen Grabenkämpfe nicht wirklich weiterhelfen, sondern wir sollten uns alle gemeinsam anstrengen. Auch die geschlechtsspezifische Sprache des Finanzministers allein wird uns nicht retten. (Abg. Mag. Wurm: Aber Sie sollten politisch darauf reagieren!) Ich denke, wichtig ist es, dass wir viele Ministerinnen in dieser Regierung haben, die sich auch um Frauenthemen ganz speziell kümmern, und dass Gender Budgeting ein Thema ist. Das ist wichtig, das bringt uns wirklich weiter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Das ist ja nicht der Fall!)
Abg. Krainer: Dank SPÖ!
„Auch wenn es von der Opposition gebetsmühlenartig wiederholt wird: Es ist Unsinn, dass diese Regierung Frauen ‚an den Herd‘ drängt. Der Vorwurf zielt meist auf das Kindergeld ab, das länger als das alte Karenzgeld bezahlt wird, aber auch eine Berufstätigkeit samt Verdienst (bis zu einer Höchstgrenze) zulässt. Jeder zweite Minister ist neuerdings weiblich, Mädchen überflügeln Burschen in allen Schulbildungsabschlüssen“ (Abg. Krainer: Dank SPÖ!) „und stellen seit vielen Jahren mehr als die Hälfte der Studienanfänger an den Universitäten.“
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
Leere geht, und ich erteile dem eine deutliche Abfuhr. Diese Regierung ist eine frauenfreundliche Regierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen) und hat sehr, sehr viel in diesem Bereich getan. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Leere geht, und ich erteile dem eine deutliche Abfuhr. Diese Regierung ist eine frauenfreundliche Regierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen) und hat sehr, sehr viel in diesem Bereich getan. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Wo denn?
Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler hat sich ganz besonders um Frauenthemen gekümmert. (Abg. Mag. Wurm: Wo denn?) Mehr als je ein sozialistischer Bundeskanzler zuvor, bitte. Es waren SPÖ-Politiker, die noch vor kurzem gesagt haben: Wer nicht arbeitet, soll kein Karenzgeld bekommen. Das war eine ehemalige Kärntner Kollegin, Ilse Mertel. Liebe Melitta (in Richtung der Abg. Mag. Trunk), du weißt es. Wer nicht arbeitet, soll kein Karenzgeld bekommen.
in Richtung der Abg. Mag. Trunk
Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler hat sich ganz besonders um Frauenthemen gekümmert. (Abg. Mag. Wurm: Wo denn?) Mehr als je ein sozialistischer Bundeskanzler zuvor, bitte. Es waren SPÖ-Politiker, die noch vor kurzem gesagt haben: Wer nicht arbeitet, soll kein Karenzgeld bekommen. Das war eine ehemalige Kärntner Kollegin, Ilse Mertel. Liebe Melitta (in Richtung der Abg. Mag. Trunk), du weißt es. Wer nicht arbeitet, soll kein Karenzgeld bekommen.
Abg. Mag. Wurm: Und der FLAF ist ausgeräumt!
Zuverdienstgrenze: Ich bin bei Ihnen, wenn Sie immer sagen, auch hier soll es weitere Flexibilisierungen geben. Ich würde mir wünschen, dass wir es in der nächsten Regierung schaffen, die Zuverdienstgrenze noch flexibler zu gestalten. Aber Tatsache ist, dass es im Jahr 1999 80 000 Karenzgeldbezieherinnen gegeben hat – 80 000! – und dass es heute 170 000 Frauen gibt, die Kinderbetreuungsgeld bekommen. (Abg. Mag. Wurm: Und der FLAF ist ausgeräumt!) Das ist mehr als doppelt so viel. Das ist eine Tatsache, nehmen Sie die bitte zur Kenntnis! Das ist eine Leistung dieser Regierung.
Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz?
Unter SPÖ-Frauenministerinnen gab es 18 Monate Karenz und 400 € Karenzgeld, heute sind es 30 Monate und 436 €. (Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz?) Frau Kollegin, das sind Tatsachen, die können Sie nicht wegdiskutieren. Das sind Tatsachen. (Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz, Frau Kollegin, und mit dem ausgeräumten FLAF?)
Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz, Frau Kollegin, und mit dem ausgeräumten FLAF?
Unter SPÖ-Frauenministerinnen gab es 18 Monate Karenz und 400 € Karenzgeld, heute sind es 30 Monate und 436 €. (Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz?) Frau Kollegin, das sind Tatsachen, die können Sie nicht wegdiskutieren. Das sind Tatsachen. (Abg. Mag. Wurm: Und was ist mit dem Kündigungsschutz, Frau Kollegin, und mit dem ausgeräumten FLAF?)
Abg. Mag. Wurm: Mühlsteine!
Auch die Zuverdienstgrenze wurde von 4 000 € auf 14 000 € erhöht. Das sind einfach Tatsachen, das sind Meilensteine (Abg. Mag. Wurm: Mühlsteine!), das sind Leistungen dieser ÖVP/FPÖ-Regierung. Da können Sie noch so laut schreien und noch so lange herumdiskutieren. Das ist einfach wahr, und ich freue mich darüber. (Abg. Öllinger: Wissen Sie noch, was Sie gesagt haben im Jahr 2000?)
Abg. Öllinger: Wissen Sie noch, was Sie gesagt haben im Jahr 2000?
Auch die Zuverdienstgrenze wurde von 4 000 € auf 14 000 € erhöht. Das sind einfach Tatsachen, das sind Meilensteine (Abg. Mag. Wurm: Mühlsteine!), das sind Leistungen dieser ÖVP/FPÖ-Regierung. Da können Sie noch so laut schreien und noch so lange herumdiskutieren. Das ist einfach wahr, und ich freue mich darüber. (Abg. Öllinger: Wissen Sie noch, was Sie gesagt haben im Jahr 2000?)
Abg. Mag. Wurm: Jedenfalls nicht das Gleiche!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie ständig den Konflikt suchen bezüglich der Frage – ich habe es vorhin schon gesagt –, was ist Familienpolitik, was ist Frauenpolitik (Abg. Mag. Wurm: Jedenfalls nicht das Gleiche!), und wenn Sie das eine nur als Familienpolitik sehen, so denke ich, das geht sehr stark ineinander über. Es bringt uns nichts, wenn wir immer nur gegeneinander aufrechnen, sondern ich denke, wir sollten hier an einem Strang ziehen.
Abg. Mag. Trunk: Haben Sie nicht gerne emanzipierte Menschen, emanzipierte Frauen?
Ja, so ist es, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Trunk: Haben Sie nicht gerne emanzipierte Menschen, emanzipierte Frauen?) Frauenpolitik ist eine Querschnittmaterie, Frau Kollegin Trunk. Auch Sie sagen das immer, Frauenpolitik ist nicht an ein Ministerium allein gebunden. Wir haben eine sehr engagierte Frauenministerin, aber ich freue mich sehr darüber, dass in dieser Regierung mehr Frauen in wichtigen Schlüsselpositionen sitzen als je in einer Regierung zuvor. Das ist eine Tatsache. Es
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
wäre auch einem SPÖ-Bundeskanzler freigestanden, mehr Frauen in eine Regierung zu berufen. Diese Regierung hat es getan! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Oje-Rufe bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Redezeit ist um. (Oje-Rufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich denke, die Zahlen zum Budget kennen Sie. Es sichert, dass die Frauenaktivitäten auch in der nächsten Zeit gut über die Bühne gehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte mich aber doch noch sehr herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ministerium bedanken, bei der Frau Ministerin und bei allen, die draußen in den Frauenberatungsstellen und Frauenberatungseinrichtungen arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte noch anwesende Damen und Herren! Frau Kollegin Scheucher-Pichler, ich glaube, Sie und mich verbindet im Wesentlichen gerade die Tatsache, dass wir beide zwei X-Chromosomen haben. Daraus eine Ähnlichkeit der politischen Ziele abzuleiten, wäre gewagt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Frauenministerin hat ein echtes Problem mit dem Thema Zeit, kommt mir vor. Vielleicht mag es ja in gewissen Kreisen ein Wert in sich sein, der Zeitlosigkeit zu huldigen, aber, Frau Ministerin, wenn Sie in Anfragebeantwortungen zwischen Vergangenheit und Zukunft nicht unterscheiden können, haben wir ein ernstes politisches Problem in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharer.
Also ich kann nur schlussfolgern oder mutmaßen, dass ganz offensichtlich die Zeitperspektive Zukunft für die Frauenministerin in Österreich nicht existiert und sie sich auf den Errungenschaften der Vergangenheit – oder auch den Defiziten der Vergangenheit – ganz gemütlich breit macht. Das halte ich für viel zu wenig für die Frauenpolitik in Österreich. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharer.)
Abg. Steibl: So stimmt das nicht! So stimmt das nicht! Ich habe gesagt ...!
Ganz spannend war auch ein Zeitaspekt, der heute Vormittag bei einer Rede der Kollegin Steibl zum Ausdruck gekommen ist, nämlich die politische Kategorie „im Nachhinein die Zukunft erkannt“. Sie haben heute – in meinen Augen war es, glaube ich, das erste Mal, dass eine Abgeordnete der Regierungsparteien das so deutlich am Rednerpult gesagt hat – zugegeben, dass natürlich die Pensionsreform für die Frauen mit ihrem hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigung Nachteile bringt. (Abg. Steibl: So stimmt das nicht! So stimmt das nicht! Ich habe gesagt ...!)
Zwischenruf der Abg. Höllerer
Aber de facto kann ich daraus ableiten, dass Sie zumindest im Nachhinein, nämlich nach Beschluss der Pensionsreform, erkennen, dass daraus Nachteile für die Frauen entstehen (Zwischenruf der Abg. Höllerer), nämlich für jene, die einen Teil ihres Arbeitslebens teilzeitbeschäftigt arbeiten und jetzt diese Teilzeitbeschäftigung für die Pensionsanrechnung brauchen.
Abg. Grillitsch: Na geh!
Jedenfalls würde man sich erwarten, selbst wenn man diesen engen Bezug zur Frauenbewegung nicht hat, dass sich eine Frauenministerin wortstark und kämpferisch, im Sinne von kämpfen für etwas, für die Anliegen von Frauen stark macht – und nicht, dass sie halt ein bisschen lustlos ihr zusätzliches Ressort der Frauenpolitik, das sie auch innehat, irgendwie mit abdient. (Abg. Grillitsch: Na geh!) Das, was ich bei Ihnen vermisse, Frau Ministerin, ist auch nur ein Funke eines Engagements – von
Abg. Dr. Partik-Pablé: Endlich, dass Sie das zugeben!
Leidenschaft getraue ich mich schon gar nicht mehr zu reden; Leidenschaft und Rauch-Kallat, das ist irgendwie ein Widerspruch in sich in der Frauenpolitik –, dass Sie wenigstens einen Funken an Interesse, wenn schon nicht Begeisterung, an den Tag legen, wenn es um Frauenpolitik geht, und sich nicht darauf zurückziehen: Ach, was der Kanzler gemacht hat, ist ohnedies das Tollste für die Frauen überhaupt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Endlich, dass Sie das zugeben!) – Das ist ein bisschen die Rolle der Werbeträgerin für den Mann, der Sie in Ihre Funktion gerufen hat, mehr nicht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Leidenschaft getraue ich mich schon gar nicht mehr zu reden; Leidenschaft und Rauch-Kallat, das ist irgendwie ein Widerspruch in sich in der Frauenpolitik –, dass Sie wenigstens einen Funken an Interesse, wenn schon nicht Begeisterung, an den Tag legen, wenn es um Frauenpolitik geht, und sich nicht darauf zurückziehen: Ach, was der Kanzler gemacht hat, ist ohnedies das Tollste für die Frauen überhaupt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Endlich, dass Sie das zugeben!) – Das ist ein bisschen die Rolle der Werbeträgerin für den Mann, der Sie in Ihre Funktion gerufen hat, mehr nicht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Morgen! Morgen! – Schlecht informiert!
Jedenfalls ist es sehr spannend, im Vergleich dazu zu sehen, wie das Selbstverständnis der Ministerin Haubner ausschaut, die ja eigentlich für geschlechtsspezifische Politik gar nicht so direkt zuständig wäre, die aber höchst rege ist, nämlich im Interesse der Männer! Männerpolitik nimmt einen Aufschwung in dieser Regierung, so etwa mit allen möglichen Studien, die herausgegeben werden: Der Männergesundheitsbericht ist schon lange da, der Frauengesundheitsbericht noch immer nicht, und so weiter. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Morgen! Morgen! – Schlecht informiert!) Ich erspare mir jetzt die Aufzählungen, aber Frau Ministerin Haubner macht sehr aktive geschlechtsspezifische Politik für Männer. Sollte Ihnen das nicht zu denken geben? Sollten Sie nicht zumindest mithalten können mit der Männerpolitik Ihrer Kollegin, wenn schon keine deutlich wahrnehmbare Frauenpolitik passiert? – Vielleicht denken Sie einmal über das Selbstverständnis in Ihrem zeitlosen Raum ein wenig nach.
Abg. Mag. Wurm: „Super“!
Schließlich noch zur Regierung und den Frauen ganz allgemein: Wir haben jetzt in der Regierung – zumindest solange diese noch existiert, das weiß man alles nicht ganz genau – mehrere Ministerinnen. Und was haben wir davon? – Die Innenministerin hat gerade eine große Reform im Hause: neue Postenbesetzungen. Wir haben neun Landespolizeikommandanten in Österreich, und wir haben eine Stellvertreterin. (Abg. Mag. Wurm: „Super“!) – Das nennen Sie einen Fortschritt?
Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Was? Landwirtschaftsquote ...!
Dann kommt noch irgendjemand her und diskreditiert die einzige Frau, die dabei in die Spitzenposition gekommen ist, mit dem Titel „Quotenfrau“. Die Absicht war das Diskreditieren. Ich würde das schärfstens von mir weisen, weil ich denke, die Qualifikation von Frauen, wenn sie überhaupt so weit kommen, ist im Regelfall mehr als gegeben, und man sollte ihnen nicht die Quote noch dazuhängen. Abgesehen davon, dass ich sage: Warum keine Quote? – Wir haben ja, wie gesagt, die Landwirtschaftsquote bei der ÖVP, die Wirtschaftsbundquote bei der ÖVP (Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Was? Landwirtschaftsquote ...!), die Gewerkschaftsquote bei der SPÖ. Also warum nicht die Frauenquote? – Also Mut zur Quote, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dann kommt noch irgendjemand her und diskreditiert die einzige Frau, die dabei in die Spitzenposition gekommen ist, mit dem Titel „Quotenfrau“. Die Absicht war das Diskreditieren. Ich würde das schärfstens von mir weisen, weil ich denke, die Qualifikation von Frauen, wenn sie überhaupt so weit kommen, ist im Regelfall mehr als gegeben, und man sollte ihnen nicht die Quote noch dazuhängen. Abgesehen davon, dass ich sage: Warum keine Quote? – Wir haben ja, wie gesagt, die Landwirtschaftsquote bei der ÖVP, die Wirtschaftsbundquote bei der ÖVP (Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Was? Landwirtschaftsquote ...!), die Gewerkschaftsquote bei der SPÖ. Also warum nicht die Frauenquote? – Also Mut zur Quote, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Letzter Punkt: Die Parlamentsdirektion; wir wollen auch dieses Haus nicht aussparen. Die Parlamentsdirektion sagt, ihr Gender-Aspekt für das Jahr 2006 ist die Tatsache, dass Ausgleichs- und Bewegungstraining im Parlament für die Mitarbeiter bereits seit dem Jahre 1994 angeboten wird. – Offenbar hat nicht nur die Frauenministerin ein Problem mit der Zeit. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Weinzinger! Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Es ist oft schon sehr unverständlich, dass Sie ständig Maßnahmen fordern, und wenn diese dann von der Regierung umgesetzt werden – ich spreche da das Thema Teilzeit an –, dann ist das auf einmal gefährlich, dann ist es nichts mehr, und dann wird es sogar als Negativmaßnahme für Frauen ausgelegt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Stadlbauer
Außerdem finde ich es sehr verwunderlich, dass Sie Frauenpolitik als Querschnittmaterie „abqualifiziert“ sehen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek. Ich finde es sogar sehr positiv, wenn Frauenpolitik in allen Ressorts zum Tragen kommt (Zwischenruf der Abg. Stadlbauer) und Frauenförderungen nicht einzig und allein im Frauenministerium, sondern in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem finde ich es sehr verwunderlich, dass Sie Frauenpolitik als Querschnittmaterie „abqualifiziert“ sehen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek. Ich finde es sogar sehr positiv, wenn Frauenpolitik in allen Ressorts zum Tragen kommt (Zwischenruf der Abg. Stadlbauer) und Frauenförderungen nicht einzig und allein im Frauenministerium, sondern in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein ganz besonderer Aspekt ist – auch hier wird es immer erwähnt, und die Sozialisten haben das auch in ihrem Programm –, dass frauenuntypische Berufe gerade im Bereich der Naturwissenschaften immer mehr gefördert werden sollen. Auch für diesen Bereich ist Geld, gerade im Wissenschaftsbudget, vorgesehen. Es werden Schulungen beziehungsweise Informationsveranstaltungen an den Schulen für die Mädchen durchgeführt, damit in Zukunft von den Mädchen nicht nur die drei klassischen Mädchenberufe ergriffen werden, sondern auch andere Berufe, insbesondere im technischen Bereich, um endlich die Einkommensschere schließen beziehungsweise beseitigen zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist Frauenpolitik, wie wir sie verstehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stadlbauer.
Ein weiterer Punkt, den Sie von der SPÖ fordern, ist die Entlastung der unteren Einkommen; in Ihrem 10-Punkte-Programm steht das drinnen. – Ja, die Regierung hat das durchgesetzt: in der Steuerreform, durch die Steuerbefreiung bis zu 15 770 €, was gerade für die Alleinerzieherinnen von Bedeutung ist! Sie haben sich nie darum gekümmert, als Sie in der Regierung waren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stadlbauer.) Durch den Absetzbetrag, der jetzt durch die Steuerreform für die Alleinerzieherinnen möglich ist, wird ein starker Akzent gegen die Armut der Alleinerzieherinnen gesetzt, denn da ist es sogar möglich, Negativsteuern erstattet zu erhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiterer Punkt, den Sie von der SPÖ fordern, ist die Entlastung der unteren Einkommen; in Ihrem 10-Punkte-Programm steht das drinnen. – Ja, die Regierung hat das durchgesetzt: in der Steuerreform, durch die Steuerbefreiung bis zu 15 770 €, was gerade für die Alleinerzieherinnen von Bedeutung ist! Sie haben sich nie darum gekümmert, als Sie in der Regierung waren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stadlbauer.) Durch den Absetzbetrag, der jetzt durch die Steuerreform für die Alleinerzieherinnen möglich ist, wird ein starker Akzent gegen die Armut der Alleinerzieherinnen gesetzt, denn da ist es sogar möglich, Negativsteuern erstattet zu erhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Gerade Sie von der Opposition sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass diese Regierung im Bereich der Frauenpolitik nicht jammert und ständig die österreichischen Bürgerinnen verunsichert, sondern konstruktive und positive Frauenpolitik leistet. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Länder haben bereits mit der Umsetzung der legistischen Voraussetzungen für die Landes-Gesundheitsplattformen begonnen. Die Bundesgesundheitsagentur wird am 21. April, also in etwas weniger als drei Wochen, bereits ihre konstituierende Sitzung abhalten und erste Reformprojekte beschließen. Und ebenso in der Zeit sind die eben begonnenen Verhandlungen über den Entwurf zum österreichischen Strukturplan Gesundheit, und ich kann Ihnen nur versichern, Herr Abgeordneter Lackner: Wir werden auch mit diesem zeitgerecht am Ende des Jahres fertig sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
das mit Maßnahmen, die sicherstellen, dass neue, innovative Medikamente schneller bei den Patienten sind und dass sie auch zielgerichteter eingesetzt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und die Gesundheitskarte, meine Damen und Herren, ob Sie es wollen oder nicht, funktioniert! Sie funktioniert im nördlichen Burgenland im Probebetrieb ausgezeichnet. Was die Aufregungen der vorigen Woche anbelangt, so schadet es nicht, wenn man einen zweiten Blick darauf wirft, was denn die Gründe sind. Es ist nämlich nicht so, dass die Karte nicht funktionieren würde, sondern IT-Firmen, Internetprovider, die das große Geschäft wittern, überfluten die Arztpraxen in ganz Österreich und machen zum Teil unanständige Angebote mit enormen Kosten. Da wünsche ich mir schon eine bessere Information der Selbstverwaltung, nämlich der Ärztekammern, an ihre eigenen Mitglieder, dass die Verunsicherung hier nicht Platz greifen kann, denn die Ärzte bekommen die für diese Maßnahmen notwendige Infrastruktur kostenlos. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Frau Bundesministerin! Ihr Kragen gehört umgeschlagen! Sie schauen derangiert aus!
Frau Abgeordnete Weinzinger, vielleicht haben Sie ein Problem mit Antworten, wenn Sie sagen, ich habe ein Problem mit der Zeit. Ich weiß schon, dass Sie gerne wissen wollen, was wir in der Zukunft machen werden, weil Sie in Ihrer Frage implizieren, dass wir in der Vergangenheit nichts getan haben, und dass es Ihnen natürlich wehtut, wenn wir Ihnen dann sagen, was wir alles in der Vergangenheit getan haben. Und wenn Sie monieren, dass mein Selbstverständnis problematisch ist, weil sich ... (Abg. Dr. Matznetter: Frau Bundesministerin! Ihr Kragen gehört umgeschlagen! Sie schauen derangiert aus!) – Was gibt es für ein Problem? Wenn Sie die Schönheit sozusagen irritiert, ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nicht derangiert ausschauen!) – Dafür möchte ich wirklich nicht meine Redezeit opfern, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nicht derangiert ausschauen!
Frau Abgeordnete Weinzinger, vielleicht haben Sie ein Problem mit Antworten, wenn Sie sagen, ich habe ein Problem mit der Zeit. Ich weiß schon, dass Sie gerne wissen wollen, was wir in der Zukunft machen werden, weil Sie in Ihrer Frage implizieren, dass wir in der Vergangenheit nichts getan haben, und dass es Ihnen natürlich wehtut, wenn wir Ihnen dann sagen, was wir alles in der Vergangenheit getan haben. Und wenn Sie monieren, dass mein Selbstverständnis problematisch ist, weil sich ... (Abg. Dr. Matznetter: Frau Bundesministerin! Ihr Kragen gehört umgeschlagen! Sie schauen derangiert aus!) – Was gibt es für ein Problem? Wenn Sie die Schönheit sozusagen irritiert, ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nicht derangiert ausschauen!) – Dafür möchte ich wirklich nicht meine Redezeit opfern, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Weinzinger, vielleicht haben Sie ein Problem mit Antworten, wenn Sie sagen, ich habe ein Problem mit der Zeit. Ich weiß schon, dass Sie gerne wissen wollen, was wir in der Zukunft machen werden, weil Sie in Ihrer Frage implizieren, dass wir in der Vergangenheit nichts getan haben, und dass es Ihnen natürlich wehtut, wenn wir Ihnen dann sagen, was wir alles in der Vergangenheit getan haben. Und wenn Sie monieren, dass mein Selbstverständnis problematisch ist, weil sich ... (Abg. Dr. Matznetter: Frau Bundesministerin! Ihr Kragen gehört umgeschlagen! Sie schauen derangiert aus!) – Was gibt es für ein Problem? Wenn Sie die Schönheit sozusagen irritiert, ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie sollen nicht derangiert ausschauen!) – Dafür möchte ich wirklich nicht meine Redezeit opfern, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es muss auch akzeptiert werden, auch wenn Ihnen das schwer fällt, dass es erstens kein Gegensatz sein muss, konservativ und feministisch zu sein. Ich bezeichne mich durchaus auch als feministisch. Und zweitens ist es auch legitim, sich für sozialdemokratische oder grüne zielorientierte Frauenmaßnahmen zu engagieren, wie es ebenso legitim sein muss, sich für christdemokratische Frauenziele einzusetzen. Sie müssen nicht alle gleich sein, das haben Sie ja völlig richtig gesagt. Aber offensichtlich tut es Ihnen weh, wenn Sie sagen, dass ich zufrieden bin mit dem, was der Bundeskanzler tut, dass ein Mann von sich aus in dieser Bundesregierung frauenpolitische Anliegen umsetzt. Und ich bin stolz darauf, dass Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler das tut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Gleiche gilt, wenn Sie kritisieren, dass die Innenministerin nur eine Landespolizeikommandanten-Stellvertreterin ernannt hat. Sie vergessen ja völlig, dass es erst seit kurzer Zeit möglich ist, dass Frauen überhaupt im Gendarmerie- und Polizeidienst vollwertig tätig sein können. Sie können ja nicht erwarten, dass Frauen, nur weil sie Frauen sind, sofort die Karriereleiter hochsteigen. Das wäre Ihnen ja auch nicht recht. Das wäre uns bei den Männern genauso wenig recht. Und wahrscheinlich werden Sie das beim Bundesheer demnächst monieren, obwohl die sozialdemokratischen und grünen Frauen jahrelang Frauen beim Bundesheer verhindert haben und wir Gott sei Dank durchgesetzt haben, dass sie alle Dienstgrade erreichen und alle Waffengattungen einnehmen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne darf ich mich bei Ihnen allen bedanken, die Sie dieses Budget mitbeschließen und mittragen werden. Ich möchte mich aber vor allem am Schluss auch noch bei allen meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den Beamtinnen und Beamten meines Hauses, aber auch des Hohen Hauses sehr, sehr herzlich für die gute Kooperation bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Lentsch: Sehr wichtig!
Frau Ministerin, wie wichtig sind Ihnen wirklich die Vorsorgeuntersuchungen bei Krebserkrankungen? Wie wichtig ist Ihnen die Früherkennung von Gebärmutter-, Brust- und Brustkrebserkrankungen bei Frauen? (Abg. Lentsch: Sehr wichtig!) – Ja, aber dann gehen Sie einmal aufs Land, Frau Kollegin, und schauen Sie einmal, wie es den Frauen dort geht!
Beifall bei der SPÖ.
Im Budget finden wir diesbezüglich keine Vorsorgen. Diese Regierung scheitert in diesen wichtigen Fragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben vorige Woche in diesem Hause ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, darf ich Sie bitten, mir auch ein bisschen Ihr Ohr zu leihen? Danke sehr! – (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich glaube, dass ich heute einen wesentlichen Beitrag leisten kann, also bitte hören Sie mir zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben vorige Woche in diesem Hause ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, darf ich Sie bitten, mir auch ein bisschen Ihr Ohr zu leihen? Danke sehr! – (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich glaube, dass ich heute einen wesentlichen Beitrag leisten kann, also bitte hören Sie mir zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben vorige Woche in diesem Hause ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, darf ich Sie bitten, mir auch ein bisschen Ihr Ohr zu leihen? Danke sehr! – (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich glaube, dass ich heute einen wesentlichen Beitrag leisten kann, also bitte hören Sie mir zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schön langsam mache ich mir ernstlich Sorgen um Sie. Oder ist es nur eine künstliche Aufregung, die Sie immer wieder an den Tag legen? Wenn Ihre Sorgen jedoch ernst gemeint sind, dann frage ich Sie: Kennen Sie das Sprichwort, das oft auf Sprüchekalendern zu lesen ist: Die Angst vor der Zukunft verbaut den Blick für das Positive der Gegenwart? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie haben auch eine Vorbildfunktion! Sie können nicht immer nur stänkern!
Ich sage Ihnen: Sie haben hier eine Vorbildfunktion und Verantwortung für Österreich! (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie haben auch eine Vorbildfunktion! Sie können nicht immer nur stänkern!) – Machen Sie nicht alles zum Problem! Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind Aufgabe genug. Ich will ja nicht behaupten, dass immer alles in Ordnung ist, aber man kann Probleme auch herbeireden. Wenn aber Ihre Sorgen ganz andere sind, nämlich, wann Sie denn nun endlich die Chance bekommen, zu regieren, dann muss ich Sie enttäuschen: Das wird nicht der Fall sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Sie haben hier eine Vorbildfunktion und Verantwortung für Österreich! (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie haben auch eine Vorbildfunktion! Sie können nicht immer nur stänkern!) – Machen Sie nicht alles zum Problem! Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind Aufgabe genug. Ich will ja nicht behaupten, dass immer alles in Ordnung ist, aber man kann Probleme auch herbeireden. Wenn aber Ihre Sorgen ganz andere sind, nämlich, wann Sie denn nun endlich die Chance bekommen, zu regieren, dann muss ich Sie enttäuschen: Das wird nicht der Fall sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Bei Ihnen sind das Selbstbild und das Fremdbild sehr konträr. Im Ausland wird mit Neid anerkannt, dass die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Schüssel gut arbeitet, und da sind sehr wohl Sozialdemokraten dabei, die das meinen. Ich fordere Sie auf: Übernehmen wir gemeinsam die Verantwortung, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen! Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat Sie bereits mehrmals dazu eingeladen. Wenn Sie sich darauf einlassen, tun Sie es nicht für sich selbst, sondern für Österreich. Uns von der ÖVP ist es nämlich ein Anliegen, dass Österreich nicht schlechtgeredet, sondern dass für die Österreicherinnen und Österreicher gut gearbeitet wird. Dafür sind wir gewählt, und ich verspreche Ihnen: Dafür werden wir bis Herbst 2006 auch arbeiten! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Als Abgeordnete!
Es ist auch notwendig, dass man bei Ihnen zu differenzieren lernt, angesichts der Verhältnisse innerhalb der Regierungsparteien. Ich weiß zum Beispiel nicht, in welcher Funktion die Kollegin Rosenkranz gesprochen hat; es war nicht erkennbar. (Abg. Dr. Stummvoll: Als Abgeordnete!) Als Abgeordnete. Das können wir mit Sicherheit feststellen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist das Einzige, was Sie angeht, Herr Abgeordneter!), aber ob das auch eine politische oder eine parteipolitische Funktion war, in der sie gesprochen hat, und für wen sie gesprochen hat, für die FPÖ-alt, für die FPÖ-neu oder für das BZÖ (Abg. Mag. Regler: Für die Gesundheit!), das wissen wir nicht. Das wäre aber manchmal durchaus interessant, weil sich aus dem ableitet, ob etwa die Kollegin Rosenkranz zustimmt oder ablehnt, aber sie hat es peinlich vermieden, auch nur irgendwie ... (Abg. Grillitsch: Sie hat zur Gesundheit gesprochen!) Sie hat die Themen, die sie angesprochen hat, schön umkreist.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist das Einzige, was Sie angeht, Herr Abgeordneter!
Es ist auch notwendig, dass man bei Ihnen zu differenzieren lernt, angesichts der Verhältnisse innerhalb der Regierungsparteien. Ich weiß zum Beispiel nicht, in welcher Funktion die Kollegin Rosenkranz gesprochen hat; es war nicht erkennbar. (Abg. Dr. Stummvoll: Als Abgeordnete!) Als Abgeordnete. Das können wir mit Sicherheit feststellen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist das Einzige, was Sie angeht, Herr Abgeordneter!), aber ob das auch eine politische oder eine parteipolitische Funktion war, in der sie gesprochen hat, und für wen sie gesprochen hat, für die FPÖ-alt, für die FPÖ-neu oder für das BZÖ (Abg. Mag. Regler: Für die Gesundheit!), das wissen wir nicht. Das wäre aber manchmal durchaus interessant, weil sich aus dem ableitet, ob etwa die Kollegin Rosenkranz zustimmt oder ablehnt, aber sie hat es peinlich vermieden, auch nur irgendwie ... (Abg. Grillitsch: Sie hat zur Gesundheit gesprochen!) Sie hat die Themen, die sie angesprochen hat, schön umkreist.
Abg. Mag. Regler: Für die Gesundheit!
Es ist auch notwendig, dass man bei Ihnen zu differenzieren lernt, angesichts der Verhältnisse innerhalb der Regierungsparteien. Ich weiß zum Beispiel nicht, in welcher Funktion die Kollegin Rosenkranz gesprochen hat; es war nicht erkennbar. (Abg. Dr. Stummvoll: Als Abgeordnete!) Als Abgeordnete. Das können wir mit Sicherheit feststellen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist das Einzige, was Sie angeht, Herr Abgeordneter!), aber ob das auch eine politische oder eine parteipolitische Funktion war, in der sie gesprochen hat, und für wen sie gesprochen hat, für die FPÖ-alt, für die FPÖ-neu oder für das BZÖ (Abg. Mag. Regler: Für die Gesundheit!), das wissen wir nicht. Das wäre aber manchmal durchaus interessant, weil sich aus dem ableitet, ob etwa die Kollegin Rosenkranz zustimmt oder ablehnt, aber sie hat es peinlich vermieden, auch nur irgendwie ... (Abg. Grillitsch: Sie hat zur Gesundheit gesprochen!) Sie hat die Themen, die sie angesprochen hat, schön umkreist.
Abg. Grillitsch: Sie hat zur Gesundheit gesprochen!
Es ist auch notwendig, dass man bei Ihnen zu differenzieren lernt, angesichts der Verhältnisse innerhalb der Regierungsparteien. Ich weiß zum Beispiel nicht, in welcher Funktion die Kollegin Rosenkranz gesprochen hat; es war nicht erkennbar. (Abg. Dr. Stummvoll: Als Abgeordnete!) Als Abgeordnete. Das können wir mit Sicherheit feststellen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist das Einzige, was Sie angeht, Herr Abgeordneter!), aber ob das auch eine politische oder eine parteipolitische Funktion war, in der sie gesprochen hat, und für wen sie gesprochen hat, für die FPÖ-alt, für die FPÖ-neu oder für das BZÖ (Abg. Mag. Regler: Für die Gesundheit!), das wissen wir nicht. Das wäre aber manchmal durchaus interessant, weil sich aus dem ableitet, ob etwa die Kollegin Rosenkranz zustimmt oder ablehnt, aber sie hat es peinlich vermieden, auch nur irgendwie ... (Abg. Grillitsch: Sie hat zur Gesundheit gesprochen!) Sie hat die Themen, die sie angesprochen hat, schön umkreist.
Abg. Dr. Stummvoll: Sie hat zum Thema gesprochen – im Gegensatz zu Ihnen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hat zur Gesundheit gesprochen, aber das sind Sie nicht gewohnt! Sie wollen immer nur parteipolitische Auseinandersetzungen!
Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Kollegin Rosenkranz war eine derjenigen, die zum Thema Gesundheitsagenturen, Gesundheitsplattformen einen äußerst kritischen Standpunkt eingenommen hat. Heute haben wir zum Thema Gesundheitsplattformen, Gesundheitsagenturen von der Kollegin Rosenkranz nichts gehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie hat zum Thema gesprochen – im Gegensatz zu Ihnen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hat zur Gesundheit gesprochen, aber das sind Sie nicht gewohnt! Sie wollen immer nur parteipolitische Auseinandersetzungen!) Es wäre ja interessant gewesen, von der Kollegin dazu etwas zu hören. (Abg. Grillitsch: Das ist schon die zweite Rede, und nicht zum Thema gesprochen! Unvorstellbar! Thema verfehlt – Fünf! Setzen!)
Abg. Grillitsch: Das ist schon die zweite Rede, und nicht zum Thema gesprochen! Unvorstellbar! Thema verfehlt – Fünf! Setzen!
Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Kollegin Rosenkranz war eine derjenigen, die zum Thema Gesundheitsagenturen, Gesundheitsplattformen einen äußerst kritischen Standpunkt eingenommen hat. Heute haben wir zum Thema Gesundheitsplattformen, Gesundheitsagenturen von der Kollegin Rosenkranz nichts gehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie hat zum Thema gesprochen – im Gegensatz zu Ihnen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hat zur Gesundheit gesprochen, aber das sind Sie nicht gewohnt! Sie wollen immer nur parteipolitische Auseinandersetzungen!) Es wäre ja interessant gewesen, von der Kollegin dazu etwas zu hören. (Abg. Grillitsch: Das ist schon die zweite Rede, und nicht zum Thema gesprochen! Unvorstellbar! Thema verfehlt – Fünf! Setzen!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Herr Kollege Grillitsch, da nützt es nichts, wenn Sie so breit und satt lächeln, vielleicht deshalb, weil sich die Bauernsozialversicherung saniert hat in einem Vorgriff auf alles andere, was in diesem Bereich nicht saniert ist. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Das ist eine der Merkwürdigkeiten an der Art und Weise, wie Gesundheitspolitik von Seiten der Regierungsparteien gemacht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Grillitsch, da nützt es nichts, wenn Sie so breit und satt lächeln, vielleicht deshalb, weil sich die Bauernsozialversicherung saniert hat in einem Vorgriff auf alles andere, was in diesem Bereich nicht saniert ist. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Das ist eine der Merkwürdigkeiten an der Art und Weise, wie Gesundheitspolitik von Seiten der Regierungsparteien gemacht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Die Ärzte ...!
Projekt E-Card. – Wir alle wissen natürlich, dass das Projekt E-Card auf dem Weg ist. Sie haben darauf verwiesen, im Burgenland gibt es ein erfolgreiches Modell, aber offensichtlich gibt es doch Schwierigkeiten beim Projekt E-Card. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die Ärzte ...!) Die Ärzte haben Einwände geltend gemacht. Danke! Wir wollen wissen: Kommt das Projekt E-Card auf den Weg, wird es möglicherweise auf Grund der Einwände der Ärztekammer so sein, dass man den Ärzten eben wegen dieser Einwände noch ein paar Zugeständnisse macht, damit die Ärzte zustimmen? Was sagen Sie, Herr Kollege Mitterlehner? (Abg. Dr. Mitterlehner: Da bin ich eher dagegen, dass man ihnen Zugeständnisse macht!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Da bin ich eher dagegen, dass man ihnen Zugeständnisse macht!
Projekt E-Card. – Wir alle wissen natürlich, dass das Projekt E-Card auf dem Weg ist. Sie haben darauf verwiesen, im Burgenland gibt es ein erfolgreiches Modell, aber offensichtlich gibt es doch Schwierigkeiten beim Projekt E-Card. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die Ärzte ...!) Die Ärzte haben Einwände geltend gemacht. Danke! Wir wollen wissen: Kommt das Projekt E-Card auf den Weg, wird es möglicherweise auf Grund der Einwände der Ärztekammer so sein, dass man den Ärzten eben wegen dieser Einwände noch ein paar Zugeständnisse macht, damit die Ärzte zustimmen? Was sagen Sie, Herr Kollege Mitterlehner? (Abg. Dr. Mitterlehner: Da bin ich eher dagegen, dass man ihnen Zugeständnisse macht!)
Abg. Dr. Grünewald: Ich auch!
Sie sind eher dagegen, dass man ihnen Zugeständnisse macht? (Abg. Dr. Grünewald: Ich auch!) – Gut.
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Dann wollen wir wissen: Wo steht das Projekt E-Card? Glauben Sie, Frau Bundesministerin, dass das Projekt E-Card rechtzeitig fertig wird (Rufe bei der ÖVP: Ja!), und – zweiter Punkt – glauben Sie, Frau Bundesministerin, beziehungsweise sind Sie der Überzeugung, dass alle datenrechtlichen Probleme und Einwände beim Projekt E-Card jemals ausreichend behandelt wurden, nur weil der Herr Schörghofer erklärte, er habe mit der Datenschutzkommission gesprochen?
Beifall bei den Grünen.
Wie schaut es aber auf der anderen Seite, Frau Bundesministerin, mit dem Herrn Schörghofer aus? Ich weiß, der ist bestellt worden als einer der Geschäftsführer des Hauptverbandes, aber so viel ich weiß, ist Herr Schörghofer nebenbei noch Geschäftsführer einer Gesellschaft, die für den Hauptverband arbeitet. Das halte ich tatsächlich für unvereinbar, Frau Bundesministerin. Ich sage Ihnen an dieser Stelle: Das geht nicht! Es geht nicht, dass derjenige, der im Hauptverband für dieses Projekt verantwortlich ist, gleichzeitig auch noch andere wirtschaftliche Interessen hat! Und es geht schon gar nicht, dass derjenige, der andere wirtschaftliche Interessen hat, auch hier auftritt und alle Kritik, die von außen kommt am Datenschutz – ich betone noch einmal: am Datenschutz! – rund um das Peering-point-Projekt, zurückweist und sagt: Die Kritiker haben wirtschaftliche Interessen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch – auf das rote Lämpchen deutend, das auf dem Rednerpult zu blinken beginnt –: Zeit!
Mag sein. Ein Teil der Kritiker; mag sein. Aber es geht nicht, dass ein Geschäftsführer des Hauptverbandes möglicherweise nebenbei als Geschäftsführer einer Kartengesellschaft ... (Abg. Grillitsch – auf das rote Lämpchen deutend, das auf dem Rednerpult zu blinken beginnt –: Zeit!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt eh die Spargelzeit! Laden Sie ihn einmal zum Spargelessen ein!
Mich würde interessieren, Herr Kollege Grillitsch – jenseits des Zeitproblems –, was Sie zum Beispiel dazu sagen. Das wäre spannend. Auch der Kollege Mitterlehner ist gefordert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt eh die Spargelzeit! Laden Sie ihn einmal zum Spargelessen ein!) Finden Sie das richtig, Herr Kollege Mitterlehner, halten Sie das für vereinbar? Hielten Sie das für vereinbar? Ich nicht! Mich würde interessieren, Frau Bundesministerin, was Sie zu dieser Causa sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mich würde interessieren, Herr Kollege Grillitsch – jenseits des Zeitproblems –, was Sie zum Beispiel dazu sagen. Das wäre spannend. Auch der Kollege Mitterlehner ist gefordert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt eh die Spargelzeit! Laden Sie ihn einmal zum Spargelessen ein!) Finden Sie das richtig, Herr Kollege Mitterlehner, halten Sie das für vereinbar? Hielten Sie das für vereinbar? Ich nicht! Mich würde interessieren, Frau Bundesministerin, was Sie zu dieser Causa sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Parnigoni: Klär vielleicht auf, dass die Vorgänger bisher nichts getan haben! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Bei den MigrantInnen! – Abg. Parnigoni: Die Vorgänger haben alle nichts getan?! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Nein, habe ich nicht gesagt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Haupt. – Bitte. (Abg. Parnigoni: Klär vielleicht auf, dass die Vorgänger bisher nichts getan haben! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Bei den MigrantInnen! – Abg. Parnigoni: Die Vorgänger haben alle nichts getan?! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Nein, habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie nochmals, diese Benchmarks nachzulesen – und Ihre Kritik zu revidieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?
Wenn wir uns allerdings, meine Damen und Herren, die nackten Zahlen des Budgets anschauen, dann sehen wir, dass diese eine andere Sprache sprechen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?) – Kollege Mitterlehner meldet sich auch wieder! Sie sitzen ja heute so lässig da in Ihrer Reihe! (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?
Wenn wir uns allerdings, meine Damen und Herren, die nackten Zahlen des Budgets anschauen, dann sehen wir, dass diese eine andere Sprache sprechen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?) – Kollege Mitterlehner meldet sich auch wieder! Sie sitzen ja heute so lässig da in Ihrer Reihe! (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen die bekleideten Zahlen aus?)
Beifall bei der SPÖ.
So, meine Damen und Herren, kann Frauenpolitik nicht ausschauen! Es geht um die Frauen in Österreich. Es geht um ihre Anliegen, um ihre Wünsche und um ihre berechtigten Forderungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Die Taferln, die die ÖVP immer hochhält?!
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Auch ich möchte zur Frauenpolitik sprechen. Ich muss immer wieder mit Bedauern feststellen, dass es der SPÖ und teilweise auch den Grünen nur um zwei Dinge geht. Erstens geht es Ihnen um Aktionismus, meinetwegen auch um rhetorischen Aktionismus. Aber dieser Aktionismus hat sich in den letzten Jahren sehr stark abgenützt. Die Frauen haben sehr deutlich gesehen, dass ihnen das absolut nichts bringt. (Abg. Öllinger: Die Taferln, die die ÖVP immer hochhält?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Binder.
Zweitens geht es Ihnen offenbar immer wieder darum, die zuständige Ministerin anzugreifen, auch wenn die Argumente noch so unsachlich sind. Dabei hat gerade diese Bundesregierung sehr viel für die Frauen getan, wesentlich mehr als andere Regierungen vor ihr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Binder.)
Abg. Heinisch-Hosek: Linke Emanzen!
Was wir in den letzten fünf Jahren für die Frauen getan haben, ist ebenfalls klar: Wir haben vielleicht weniger Aktionismus gemacht, aber wir haben für die Frauen sehr viel erreicht. Sehr oft ging es dabei um Probleme und Defizite, die uns die früheren Frauenministerinnen der SPÖ hinterlassen haben. Einerseits haben die linken Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Linke Emanzen!) mit einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeitarbeit gefordert, andererseits wird heute gejammert, dass die Frauen durch die Teilzeitregelung so wenig verdienen. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Betriebe mit 20 Mitarbeitern! Das wissen Sie ganz genau!) Sie müssen sich schon im Klaren sein, was Sie wirklich wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... Betriebe mit 20 Mitarbeitern! Das wissen Sie ganz genau!
Was wir in den letzten fünf Jahren für die Frauen getan haben, ist ebenfalls klar: Wir haben vielleicht weniger Aktionismus gemacht, aber wir haben für die Frauen sehr viel erreicht. Sehr oft ging es dabei um Probleme und Defizite, die uns die früheren Frauenministerinnen der SPÖ hinterlassen haben. Einerseits haben die linken Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Linke Emanzen!) mit einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeitarbeit gefordert, andererseits wird heute gejammert, dass die Frauen durch die Teilzeitregelung so wenig verdienen. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Betriebe mit 20 Mitarbeitern! Das wissen Sie ganz genau!) Sie müssen sich schon im Klaren sein, was Sie wirklich wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was wir in den letzten fünf Jahren für die Frauen getan haben, ist ebenfalls klar: Wir haben vielleicht weniger Aktionismus gemacht, aber wir haben für die Frauen sehr viel erreicht. Sehr oft ging es dabei um Probleme und Defizite, die uns die früheren Frauenministerinnen der SPÖ hinterlassen haben. Einerseits haben die linken Frauen (Abg. Heinisch-Hosek: Linke Emanzen!) mit einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeitarbeit gefordert, andererseits wird heute gejammert, dass die Frauen durch die Teilzeitregelung so wenig verdienen. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Betriebe mit 20 Mitarbeitern! Das wissen Sie ganz genau!) Sie müssen sich schon im Klaren sein, was Sie wirklich wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundesministerin Rauch-Kallat schüttelt den Kopf.
Frau Ministerin! In der Beantwortung meiner Anfrage haben Sie ganz klar geschrieben, dass nicht daran gedacht ist, dass es endlich zu einer Gleichstellung im Rehabilitationsbereich kommen soll. (Bundesministerin Rauch-Kallat schüttelt den Kopf.) – Wirklich, ich kann es Ihnen dann zeigen, es steht genauso drinnen. Es ist für das Jahr 2006 in diese Richtung nichts vorgesehen, obwohl Sie wissen, dass es gerade im Rahmen der Rehabilitation dringend notwendig wäre, dass es endlich eine Gleichstellung gäbe; eine Gleichstellung, die sicherstellt, dass die medizinische Rehabilitation bei Freizeitunfällen und bei Haushaltsunfällen gleich gut sein kann und sein wird, wie sie auch derzeit von der AUVA angeboten wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin! Da ist großer Handlungsbedarf, und ich hoffe schon, dass es nicht Ihr letztes Wort ist, das Sie mir in dieser Anfragebeantwortung geschrieben haben, sondern dass es sehr wohl im Jahr 2006 Möglichkeiten geben wird, dass es endlich zu einer rechtlichen Gleichstellung von zivilbehinderten und freizeitbehinderten Menschen kommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie gesagt, wir fordern auch gleiches Recht auf Rehabilitation für alle Menschen. Das erwarten wir uns, Frau Ministerin. Ich hoffe, ich finde damit bei Ihnen Gehör. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Ich erteile Herrn Abgeordnetem Dr. Van der Bellen als Antragsteller zur Begründung des Dringlichen Antrages das Wort. Gemäß § 74a Abs. 5 der Geschäftsordnung darf die Redezeit 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das Leitmotiv meiner Rede, wenn man so will, nehme ich vorweg. Es ist: Die ÖVP macht sich lächerlich, wenn sie an ihren Beschwörungen einer stabilen und professionellen Partnerschaft mit der FPÖ oder einer neuen Gruppierung festhält. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Na geh!) Das ist absurd und lachhaft. Wir werden genug Gelegenheit haben, das zu belegen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Meine Damen und Herren! Wir haben heute Dienstag, wenn ich nicht irre. Ich muss an den Freitag letzter Woche zurückdenken. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Am Freitag letzter Woche versuchte ich klarzustellen, was aus der Sicht der ÖVP eine stabile, professionelle Partnerschaft ist, so wie es Herr Kollege Molterer nicht müde wird, uns zu erklären. (Abg. Mag. Molterer: Genau!)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Meine Damen und Herren! Wir haben heute Dienstag, wenn ich nicht irre. Ich muss an den Freitag letzter Woche zurückdenken. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Am Freitag letzter Woche versuchte ich klarzustellen, was aus der Sicht der ÖVP eine stabile, professionelle Partnerschaft ist, so wie es Herr Kollege Molterer nicht müde wird, uns zu erklären. (Abg. Mag. Molterer: Genau!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ist das die Rede von Freitag?
Eine solche „professionelle Partnerschaft“ beinhaltet einen Partner, der sich erstens in der Regierungszusammenarbeit unterwirft und der sich zweitens bis zum Wahltag schleichend auflöst. (Abg. Dr. Stummvoll: Ist das die Rede von Freitag?) Drittens ist, solange der Nationalratsklub – unter Anführungszeichen – „hält“, das heißt die Mehr-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Von dieser Diagnose des Freitags ist ein Wort vielleicht problematisch, nämlich dass sich die Partei schleichend auflöst. Das, was uns die frühere oder immer noch – so genau ist das nicht klar – Führung der FPÖ zugemutet hat, ist ja Folgendes: Die FPÖ-Führung bis gestern, Haubner, Haider, Gorbach – von diesen Personen sozusagen abwärts –, hat ihre eigene Partei wie einen nassen, übel riechenden Fetzen fallen lassen und die Partei gespalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Riepl: Wer ist der Kasperl? – Abg. Großruck: Das wird er hoffentlich jetzt nicht sagen!
In wie viele Teile die FPÖ gespalten wurde, wird die Zukunft noch zeigen. Vorläufig weiß ich nur von der Vorarlberger FPÖ, dass der dortige Vorsitzende gesagt hat, dass er sich weigert, sich in dieses „Kasperltheater auf Bundesebene“ weiter einbinden zu lassen. (Abg. Riepl: Wer ist der Kasperl? – Abg. Großruck: Das wird er hoffentlich jetzt nicht sagen!)
Abg. Großruck: Applaus! – Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Für die ÖVP ist das normal. Für die ÖVP ist das ein stabiler, professioneller Partner, an dem nichts auszusetzen ist. Ich denke, meine Damen und Herren, mit solchen Behauptungen macht sich die größere Regierungspartei genauso lächerlich wie die FPÖ oder das jetzige BZÖ. (Abg. Großruck: Applaus! – Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Großruck: Oder nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Ha, ha!
Für die ÖVP bleibt alles in Ordnung, solange nur der Nationalratsklub der Freiheitlichen die Mehrheit der ÖVP sichert. Das hat Kollege Scheibner anscheinend zugesichert. Schauen wir uns das noch einmal etwas genauer an, Herr Kollege Scheibner! Ich meine, es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie halten uns hier am Schmäh (Abg. Großruck: Oder nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Ha, ha!), das heißt, es handelt sich um einen Marketing-Gag, wo man die Gesichter, die vorher blau waren, jetzt rosarot oder violett oder so, wie die Parteifarbe sein wird, anstreicht. Dann meine ich, die Bundesregierung ist mir ein etwas zu sensibles Konstrukt. Ich wünsche mir keine Schmähregierung.
Abg. Scheibner: Sie waren nicht in der Präsidiale, leider!
Für diese Version spricht einiges, ich gebe es zu. Für diese Version spricht zum Beispiel, dass bis jetzt keine Meldung nach § 7 der Geschäftsordnung erfolgt ist. (Abg. Scheibner: Sie waren nicht in der Präsidiale, leider!) Haben Sie das Dokument schon vorgelegt, in dem Sie Ihren Klub umbenennen, die Namensnennung ändern und alles? Haben Sie erklärt, wie sich die Klubfinanzierung ändert? (Abg. Scheibner: Schreiben Sie mir das vor? Das geht aber nur mich etwas an!) – Okay. Heute habe ich jedenfalls festgestellt, dass ein Versprecher dem anderen folgte: FPÖ-Klub, BZÖ-Klub, irgendein anderer Klub – von Ihrer Fraktion!
Abg. Scheibner: Schreiben Sie mir das vor? Das geht aber nur mich etwas an!
Für diese Version spricht einiges, ich gebe es zu. Für diese Version spricht zum Beispiel, dass bis jetzt keine Meldung nach § 7 der Geschäftsordnung erfolgt ist. (Abg. Scheibner: Sie waren nicht in der Präsidiale, leider!) Haben Sie das Dokument schon vorgelegt, in dem Sie Ihren Klub umbenennen, die Namensnennung ändern und alles? Haben Sie erklärt, wie sich die Klubfinanzierung ändert? (Abg. Scheibner: Schreiben Sie mir das vor? Das geht aber nur mich etwas an!) – Okay. Heute habe ich jedenfalls festgestellt, dass ein Versprecher dem anderen folgte: FPÖ-Klub, BZÖ-Klub, irgendein anderer Klub – von Ihrer Fraktion!
Abg. Dr. Jarolim: Das ist unseriös!
Ich höre in der Regel genau zu, nicht immer. Aber heute habe ich genau zugehört, wie viele Versprecher vorgekommen sind. Was natürlich noch dafür spricht: Es handelt sich exakt um dieselben Personen, die vorher den FPÖ-Klub ausgemacht haben. Sie heißen jetzt anders. Mag sein, dass das kein Schmäh ist. Wenn es einer ist, meine ich, gehen Sie hier leichtfertig mit dem Prestige einer Bundesregierung um. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist unseriös!)
Abg. Großruck: Ein fahrender!
auftaucht, ein fliegender Wechsel von einer sozusagen normalen Parlamentspartei zu einer anderen. (Abg. Großruck: Ein fahrender!) Es gibt derzeit keine Partei BZÖ. Und schon gar nicht gibt es eine Partei BZÖ, die in einer Wahl 18 Mandate verdient hat, die ehrlich zu einer Wahl angetreten wäre und bei einer Nationalratswahl 18 Mandate gewonnen hätte. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
auftaucht, ein fliegender Wechsel von einer sozusagen normalen Parlamentspartei zu einer anderen. (Abg. Großruck: Ein fahrender!) Es gibt derzeit keine Partei BZÖ. Und schon gar nicht gibt es eine Partei BZÖ, die in einer Wahl 18 Mandate verdient hat, die ehrlich zu einer Wahl angetreten wäre und bei einer Nationalratswahl 18 Mandate gewonnen hätte. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Großruck: Haben Sie beim Liberalen Forum auch so gesprochen?
Dass Sie bei einer Nationalratswahl auch nur ein einziges Mandat gewinnen werden, müssen Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen dieses neuen Klubs, erst zeigen und beweisen. (Abg. Großruck: Haben Sie beim Liberalen Forum auch so gesprochen?) Bis jetzt haben Sie die 18 Mandate der früheren FPÖ einfach usurpiert, um diesen Ausdruck zu verwenden. (Abg. Großruck: Eine Scheinheiligkeit ist das! Beim Liberalen Forum, da hat er Beifall geklatscht!) Die FPÖ hat im Jahr 2002 – nicht zu unserer Freude, aber ehrlich – 18 Mandate gewonnen, zu unserem Verdruss um eines mehr als die Grünen. (Abg. Scheibner: Das wird auch so bleiben!) Sie haben sie ehrlich gewonnen! Das muss man sagen. Sie dagegen machen sich auf einem Sofa breit, das die alte FPÖ bereitgestellt hat und nicht ein irgendwie definiertes BZÖ mit oder ohne Jörg Haider. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Eine Scheinheiligkeit ist das! Beim Liberalen Forum, da hat er Beifall geklatscht!
Dass Sie bei einer Nationalratswahl auch nur ein einziges Mandat gewinnen werden, müssen Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen dieses neuen Klubs, erst zeigen und beweisen. (Abg. Großruck: Haben Sie beim Liberalen Forum auch so gesprochen?) Bis jetzt haben Sie die 18 Mandate der früheren FPÖ einfach usurpiert, um diesen Ausdruck zu verwenden. (Abg. Großruck: Eine Scheinheiligkeit ist das! Beim Liberalen Forum, da hat er Beifall geklatscht!) Die FPÖ hat im Jahr 2002 – nicht zu unserer Freude, aber ehrlich – 18 Mandate gewonnen, zu unserem Verdruss um eines mehr als die Grünen. (Abg. Scheibner: Das wird auch so bleiben!) Sie haben sie ehrlich gewonnen! Das muss man sagen. Sie dagegen machen sich auf einem Sofa breit, das die alte FPÖ bereitgestellt hat und nicht ein irgendwie definiertes BZÖ mit oder ohne Jörg Haider. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das wird auch so bleiben!
Dass Sie bei einer Nationalratswahl auch nur ein einziges Mandat gewinnen werden, müssen Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen dieses neuen Klubs, erst zeigen und beweisen. (Abg. Großruck: Haben Sie beim Liberalen Forum auch so gesprochen?) Bis jetzt haben Sie die 18 Mandate der früheren FPÖ einfach usurpiert, um diesen Ausdruck zu verwenden. (Abg. Großruck: Eine Scheinheiligkeit ist das! Beim Liberalen Forum, da hat er Beifall geklatscht!) Die FPÖ hat im Jahr 2002 – nicht zu unserer Freude, aber ehrlich – 18 Mandate gewonnen, zu unserem Verdruss um eines mehr als die Grünen. (Abg. Scheibner: Das wird auch so bleiben!) Sie haben sie ehrlich gewonnen! Das muss man sagen. Sie dagegen machen sich auf einem Sofa breit, das die alte FPÖ bereitgestellt hat und nicht ein irgendwie definiertes BZÖ mit oder ohne Jörg Haider. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass Sie bei einer Nationalratswahl auch nur ein einziges Mandat gewinnen werden, müssen Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen dieses neuen Klubs, erst zeigen und beweisen. (Abg. Großruck: Haben Sie beim Liberalen Forum auch so gesprochen?) Bis jetzt haben Sie die 18 Mandate der früheren FPÖ einfach usurpiert, um diesen Ausdruck zu verwenden. (Abg. Großruck: Eine Scheinheiligkeit ist das! Beim Liberalen Forum, da hat er Beifall geklatscht!) Die FPÖ hat im Jahr 2002 – nicht zu unserer Freude, aber ehrlich – 18 Mandate gewonnen, zu unserem Verdruss um eines mehr als die Grünen. (Abg. Scheibner: Das wird auch so bleiben!) Sie haben sie ehrlich gewonnen! Das muss man sagen. Sie dagegen machen sich auf einem Sofa breit, das die alte FPÖ bereitgestellt hat und nicht ein irgendwie definiertes BZÖ mit oder ohne Jörg Haider. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Jetzt empört sich er!
Wissen Sie, damals vor zwölf Jahren, im Jahr 1993, hat sich ein gewisser Jörg Haider über die Neugründung des Liberalen Forums, das sich von der FPÖ abgespalten hat, maßlos empört. (Abg. Großruck: Jetzt empört sich er!) Damals hat Haider gesagt: Der Wähler wird nicht verstehen, dass sich eine Gruppe von der FPÖ abspaltet und Mandate mitnimmt. Damals hat Haider die fünf Abgeordneten der ersten Version des Liberalen Forums aufgefordert, Mandate und Funktionen abzugeben. Es handle sich – wörtlich – um einen „Diebstahl von Wählerstimmen“. – Haider, damals. (Abg. Kopf: Was haben Sie damals dazu gesagt? – Abg. Großruck: Er war sprachlos!)
Abg. Kopf: Was haben Sie damals dazu gesagt? – Abg. Großruck: Er war sprachlos!
Wissen Sie, damals vor zwölf Jahren, im Jahr 1993, hat sich ein gewisser Jörg Haider über die Neugründung des Liberalen Forums, das sich von der FPÖ abgespalten hat, maßlos empört. (Abg. Großruck: Jetzt empört sich er!) Damals hat Haider gesagt: Der Wähler wird nicht verstehen, dass sich eine Gruppe von der FPÖ abspaltet und Mandate mitnimmt. Damals hat Haider die fünf Abgeordneten der ersten Version des Liberalen Forums aufgefordert, Mandate und Funktionen abzugeben. Es handle sich – wörtlich – um einen „Diebstahl von Wählerstimmen“. – Haider, damals. (Abg. Kopf: Was haben Sie damals dazu gesagt? – Abg. Großruck: Er war sprachlos!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Ja, wenn damals Ihrer Meinung nach oder nach Meinung Ihres angeblich jetzigen Vorsitzenden ein Diebstahl von fünf Mandaten vorgelegen ist, dann liegt offenbar jetzt ein Diebstahl von 18 Mandaten vor – oder wie ist das? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Großruck: Aber jetzt sagen Sie es!
Ich zitiere Jörg Haider, Herr Kollege, das wird Ihnen nicht verborgen geblieben sein. Ich verwende diese Ausdrücke nicht. Ich habe nicht gesagt, dass das ein Diebstahl von Mandaten ist. (Abg. Großruck: Aber jetzt sagen Sie es!) Ich sage das auch heute nicht. Was ich sage, ist: Ihnen fehlt, vorläufig jedenfalls, jede demokratiepolitische Legitimation! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich zitiere Jörg Haider, Herr Kollege, das wird Ihnen nicht verborgen geblieben sein. Ich verwende diese Ausdrücke nicht. Ich habe nicht gesagt, dass das ein Diebstahl von Mandaten ist. (Abg. Großruck: Aber jetzt sagen Sie es!) Ich sage das auch heute nicht. Was ich sage, ist: Ihnen fehlt, vorläufig jedenfalls, jede demokratiepolitische Legitimation! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das ist ein Schlusssatz! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Jeden Tag glaubt der Van der Bellen schon, dass es Wahlen gibt!
Ihnen fehlt jede demokratische Legitimation, solange Sie zu feig sind, sich einer Nationalratswahl zu stellen und den Wähler und die Wählerin zu ersuchen, Ihre Stärke wie von heute – ob schwächer oder stärker, das weiß ich nicht – festzustellen. Aber solange Sie zu ängstlich oder zu feig sind, sich einer Neuwahl zu stellen, sage ich: Sie sind nicht legitimiert. (Abg. Neudeck: Das ist ein Schlusssatz! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Jeden Tag glaubt der Van der Bellen schon, dass es Wahlen gibt!) Stellen Sie sich Neuwahlen, dann reden wir weiter! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ihnen fehlt jede demokratische Legitimation, solange Sie zu feig sind, sich einer Nationalratswahl zu stellen und den Wähler und die Wählerin zu ersuchen, Ihre Stärke wie von heute – ob schwächer oder stärker, das weiß ich nicht – festzustellen. Aber solange Sie zu ängstlich oder zu feig sind, sich einer Neuwahl zu stellen, sage ich: Sie sind nicht legitimiert. (Abg. Neudeck: Das ist ein Schlusssatz! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Jeden Tag glaubt der Van der Bellen schon, dass es Wahlen gibt!) Stellen Sie sich Neuwahlen, dann reden wir weiter! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
kommen? Merken Sie nicht, dass Sie in den Geruch kommen, sich genauso an die derzeitigen Sessel zu klammern wie die FPÖ bisher? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Bevölkerung will keine Neuwahlen!
Überlassen Sie – und das ist namentlich auch eine Frage an Bundeskanzler Schüssel – das Gesetz des Handelns dieser Chaostruppe? Schüssel, der Macher, riskiert seinen Ruf? Wofür? – Damit Sie bis zum Herbst 2006 auf den Bänkchen sitzen bleiben können, obwohl Sie sich diese noch nicht verdient haben? Herr Kollege Scheibner! Ich frage Sie das in aller Zuneigung! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Bevölkerung will keine Neuwahlen!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir wollen arbeiten!
Warum fürchten Sie sich vor Neuwahlen? (Abg. Dr. Stummvoll: Wir wollen arbeiten!) Machen Sie doch diesen befreienden Schritt! Befreien Sie sich aus dieser Zwangslage! Das gilt für die ÖVP genauso wie für die FPÖ. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Bevölkerung will keine Neuwahlen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Bevölkerung will keine Neuwahlen!
Warum fürchten Sie sich vor Neuwahlen? (Abg. Dr. Stummvoll: Wir wollen arbeiten!) Machen Sie doch diesen befreienden Schritt! Befreien Sie sich aus dieser Zwangslage! Das gilt für die ÖVP genauso wie für die FPÖ. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Bevölkerung will keine Neuwahlen!)
Abg. Dr. Cap: Durchstarten!
Herr Kollege Molterer, Sie lesen jetzt ostentativ irgendein Papier. Aber ich frage Sie: Halten Sie das wirklich aus, uns jeden Tag versichern zu müssen, dass das eine stabile, professionelle Partnerschaft ist? War sie das letzte Woche noch und gestern noch? Ist sie das heute noch? – Jetzt stellt sich heraus: Mit der FPÖ geht es doch nicht. Daher muss die neue Parole jetzt offenbar sein: Mit dem BZÖ geht es jetzt wirklich los! Da geht es jetzt wirklich los! (Abg. Dr. Cap: Durchstarten!) Durchstarten, dass es raucht! Das ist die neue Parole, die die ÖVP ausgibt. Ist Ihnen das nicht peinlich? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Molterer, Sie lesen jetzt ostentativ irgendein Papier. Aber ich frage Sie: Halten Sie das wirklich aus, uns jeden Tag versichern zu müssen, dass das eine stabile, professionelle Partnerschaft ist? War sie das letzte Woche noch und gestern noch? Ist sie das heute noch? – Jetzt stellt sich heraus: Mit der FPÖ geht es doch nicht. Daher muss die neue Parole jetzt offenbar sein: Mit dem BZÖ geht es jetzt wirklich los! Da geht es jetzt wirklich los! (Abg. Dr. Cap: Durchstarten!) Durchstarten, dass es raucht! Das ist die neue Parole, die die ÖVP ausgibt. Ist Ihnen das nicht peinlich? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich schätze Sie als Person, auch wenn wir in der Regel nicht einer Meinung sind, und daher frage ich Sie, Herr Kollege Molterer: Ist Ihnen das nicht peinlich? Merken Sie nicht, dass Sie sich in der Öffentlichkeit lächerlich machen damit? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Einen formalen Misstrauensantrag wird meine Kollegin Glawischnig auch noch einbringen. Sie kennen die gesetzlichen Bestimmungen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Lopatka, Sie sagen mir nichts Neues! Sie werden diesen Antrag ablehnen, Sie werden den Misstrauensantrag ablehnen, und Sie werden sich mit der Behauptung einer stabilen und professionellen Partnerschaft – leidenschaftlich gerne! – weiterhin lächerlich machen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Bis zum Erbrechen!
Zum Stichwort „stabil“. Wir alle – oder zumindest ich – haben ein kurzes Gedächtnis, der Wähler und die Wählerin haben vielleicht auch ein kurzes Gedächtnis, dennoch rufe ich Ihnen in Erinnerung: Oft genug hat es jetzt eine „stabile, professionelle Partnerschaft“ mit Jörg Haider gegeben. Super! Ich bin schon da, ich bin schon wieder weg! – Wie oft haben wir das gehört!? (Abg. Öllinger: Bis zum Erbrechen!) Wie wird das diesmal sein? (Abg. Öllinger: Bis zum Zerbrechen!)
Abg. Öllinger: Bis zum Zerbrechen!
Zum Stichwort „stabil“. Wir alle – oder zumindest ich – haben ein kurzes Gedächtnis, der Wähler und die Wählerin haben vielleicht auch ein kurzes Gedächtnis, dennoch rufe ich Ihnen in Erinnerung: Oft genug hat es jetzt eine „stabile, professionelle Partnerschaft“ mit Jörg Haider gegeben. Super! Ich bin schon da, ich bin schon wieder weg! – Wie oft haben wir das gehört!? (Abg. Öllinger: Bis zum Erbrechen!) Wie wird das diesmal sein? (Abg. Öllinger: Bis zum Zerbrechen!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich frage mich nur: Was muss ich alles sagen – das muss man sich überlegen! –, damit Herr Bundeskanzler Schüssel mich eines Tages als konstruktive Persönlichkeit bezeichnet? (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Haider jedenfalls hat Schüssel wörtlich – und das ist keine drei Monate her – als „falschen Kuckuck“ bezeichnet. Das habe ich nie getan! Haider jedenfalls hat gesagt, die FPÖ – ich nehme an: jetzt das BZÖ – werde „so wie die ÖVP vorgehen und die Koalitionsvereinbarungen brechen“. – Das war heuer. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
All das ist Haider, der begnadete Außenpolitiker, der tatsächlich für Stabilität in der Außenpolitik sorgen wird, der Kaffee bei Saddam Hussein trinkt, bei Saddam, der seine eigenen Bürger mit Giftgas ermorden ließ! Ich gratuliere zu diesem Kompagnon einer stabilen und professionellen Partnerschaft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Herr Kollege Molterer, all das ist Haider, der Kommissar Fischler – wörtlich! – als Landesverräter bezeichnet hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sind das die außenpolitischen Vorbereitungen für die EU-Präsidentschaft? Wenn das wirklich alles ist, was Sie uns zu bieten haben, dann kann man nur sagen: BZÖ bedeutet: Diese „Blamage zahlt Österreich“! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Riepl: Scheibner ist feig! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Haben Sie diesen Zwischenruf gehört?
Haider, der jetzt loyal zum Regierungsprogramm steht, verspricht buchstäblich, das Regierungsprogramm und was nicht noch alles zu erfüllen, was die ÖVP vorschlägt, etwa dass die EU-Präsidentschaft reibungslos vonstatten geht und so weiter. Ist Haider denn loyal zu irgendwas? (Abg. Riepl: Scheibner ist feig! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Haben Sie diesen Zwischenruf gehört?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn das kein ehrenrühriger Zwischenruf war!
Ist Haider loyal zu einem Regierungsprogramm? Ist Haider loyal zur ÖVP? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn das kein ehrenrühriger Zwischenruf war!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Ich spreche von Haider, der sich jahrelang – vor Knittelfeld, in Knittelfeld, nach Knitteleld – vor der Verantwortung gedrückt und sie nicht übernommen hat, als er hätte können: Der ist jetzt auf einmal loyal zum Regierungsprogramm? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Haider ist nur zu Haider loyal, und das ist alles, wenn überhaupt ... (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Ich weiß nicht, worum die Aufregung geht, denn ich habe die Zwischenrufe nicht verstanden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Irgendjemand hat gesagt, Scheibner ist feig!) Tut mir Leid, dass ich zur Aufklärung dieses Beitrages nichts beitragen kann. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Irgendjemand hat gesagt, Scheibner ist feig!
Haider ist nur zu Haider loyal, und das ist alles, wenn überhaupt ... (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Ich weiß nicht, worum die Aufregung geht, denn ich habe die Zwischenrufe nicht verstanden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Irgendjemand hat gesagt, Scheibner ist feig!) Tut mir Leid, dass ich zur Aufklärung dieses Beitrages nichts beitragen kann. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Haider ist nur zu Haider loyal, und das ist alles, wenn überhaupt ... (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Ich weiß nicht, worum die Aufregung geht, denn ich habe die Zwischenrufe nicht verstanden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Irgendjemand hat gesagt, Scheibner ist feig!) Tut mir Leid, dass ich zur Aufklärung dieses Beitrages nichts beitragen kann. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Bedauern Sie das?
Die ehemalige Parteivorsitzende Haubner hat uns mit erfreulicher Offenheit darüber nicht im Unklaren gelassen. In gewisser Weise bin ich ihr dafür dankbar: Sie hat anlässlich des Ausschlusses, des versuchten Ausschlusses beziehungsweise des Nichtausschlusses von Mölzer – man wird ja sehen, wie die alte oder neue FPÖ mit dem Problem umgeht! – klargemacht, dass es nicht um inhaltliche Fragen gegangen ist – nein! –, sondern dass man den Meckerer Mölzer loswerden wollte. (Abg. Scheibner: Bedauern Sie das?) – Als ob nicht Haider der größte Meckerer und Kritikaster seiner eigenen Partei gewesen wäre! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die ehemalige Parteivorsitzende Haubner hat uns mit erfreulicher Offenheit darüber nicht im Unklaren gelassen. In gewisser Weise bin ich ihr dafür dankbar: Sie hat anlässlich des Ausschlusses, des versuchten Ausschlusses beziehungsweise des Nichtausschlusses von Mölzer – man wird ja sehen, wie die alte oder neue FPÖ mit dem Problem umgeht! – klargemacht, dass es nicht um inhaltliche Fragen gegangen ist – nein! –, sondern dass man den Meckerer Mölzer loswerden wollte. (Abg. Scheibner: Bedauern Sie das?) – Als ob nicht Haider der größte Meckerer und Kritikaster seiner eigenen Partei gewesen wäre! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
„Was mich besonders ärgert ist, dass Mölzer so tut, als wäre er allein der nationale Flügel. Er soll sich umsehen, wie viele Nationale und Burschenschafter in meiner Umgebung sind.“ (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ÖVP ist dabei, die findet auch nichts dabei. Die ÖVP findet es in Ordnung, dass Burschenschafter und Ähnliche bis zum Herbst 2006 Posten, Subventionen und so weiter bekommen sollen! All das ist Angelegenheit der alten genauso wie der neuen FPÖ. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie platzen vor Genugtuung, das merkt man Ihnen an!
Herr Kollege Molterer, ich appelliere an Sie: Machen Sie sich nicht lächerlich! Mir macht das keinen Spaß! Sie tun der Republik damit keinen guten Dienst. Für uns ist es vielleicht gut bei den Wahlen, vielleicht auch nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie platzen vor Genugtuung, das merkt man Ihnen an!) Aber trotzdem sage ich Ihnen: Tun Sie das nicht! Sie tun weder der Bundesregierung noch Ihrer Partei, noch der österreichischen Politik insgesamt etwas Gutes! Lassen Sie den Wähler und die Wählerin die Zusammensetzung dieses Nationalrates neu bestimmen, das heißt, stimmen Sie Neuwahlen zu, dann werden wir sehen, wie stark diese Fraktion wirklich ist! (Abg. Neudeck: Das Beste an Ihrer Rede ist, dass sie bald vorbei ist!)
Abg. Neudeck: Das Beste an Ihrer Rede ist, dass sie bald vorbei ist!
Herr Kollege Molterer, ich appelliere an Sie: Machen Sie sich nicht lächerlich! Mir macht das keinen Spaß! Sie tun der Republik damit keinen guten Dienst. Für uns ist es vielleicht gut bei den Wahlen, vielleicht auch nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie platzen vor Genugtuung, das merkt man Ihnen an!) Aber trotzdem sage ich Ihnen: Tun Sie das nicht! Sie tun weder der Bundesregierung noch Ihrer Partei, noch der österreichischen Politik insgesamt etwas Gutes! Lassen Sie den Wähler und die Wählerin die Zusammensetzung dieses Nationalrates neu bestimmen, das heißt, stimmen Sie Neuwahlen zu, dann werden wir sehen, wie stark diese Fraktion wirklich ist! (Abg. Neudeck: Das Beste an Ihrer Rede ist, dass sie bald vorbei ist!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Trauen Sie sich, das zu tun! Das ist das Beste für die Republik, vielleicht nicht für die Grünen, aber ich bitte Sie trotzdem, diesem Antrag auf Neuwahlen, wenn schon nicht heute, dann aber nächste Woche zuzustimmen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Hohes Haus! Zunächst – um das Wichtigste auszuräumen –: Herr Professor Van der Bellen, ich darf Sie von Herzen und aus ehrlicher Überzeugung als konstruktive Persönlichkeit bezeichnen! Sie brauchen mich deswegen nicht als „falschen Kuckuck“ oder sonst wie zu bezeichnen! Ich schätze Sie auch so als einen konstruktiven Abgeordneten und Oppositionspolitiker! – Dies gleich zu Beginn der gemeinsamen Diskussion. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Zweitens: Irgendwie würde ich Ihnen schon empfehlen, auch bei Ihnen im Archiv nachzusehen, was Sie damals gesagt haben, als es um die Abspaltung des Liberalen Forums und Frau Präsidentin Heide Schmidt gegangen ist! Beim Stöbern im Archiv werden Sie nämlich draufkommen, dass Sie genau die gleiche Position eingenommen haben – die übrigens richtigerweise natürlich auch der Nationalratspräsident einnimmt –, dass nämlich die Abgeordneten von den Wählerinnen und Wählern frei gewählt sind und sich nach der Wahl frei zu Klubs zusammenschließen. – Das basiert auf der Geschäftsordnung, das ist die Grundlage, dass sich 18 Abgeordnete zum freiheitlichen Klub zusammengeschlossen haben und eine größere Anzahl von Abgeordneten zum Klub der Österreichischen Volkspartei. Ich glaube schon, dass der Respekt vor dem frei gewählten Abgeordneten es gebietet, dies auch auszusprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ich weiß, dass jeder von Ihnen – ich darf das sagen, denn ich bin selbst durch mittlerweile 26 Jahre frei ins Parlament gewählt – im Durchschnitt zwischen 25 000 und 26 000 Wählerinnen und Wähler vertritt. Wenn das nicht so wäre, dann würden Sie hier nicht sitzen, und das gilt für jeden, ganz gleichgültig, welcher Fraktion oder welchem Klub er angehört. Daher verdient jeder diesen Respekt, und das sollte auch über die Fraktionsgrenzen hinaus respektiert und anerkannt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Drittens: Herr Professor Van der Bellen, ich weiß, wovon ich rede! Ich habe mit dem Landeshauptmann von Kärnten und dem freiheitlichen Parteichef, mit dem ich ja die Koalition vor fünf Jahren gegründet habe – dann hat er freiwillig zurückgelegt –, so manchen Strauß ausgefochten. Nur etwas dabei erstaunt mich: Dass Ihnen plötzlich die sozialdemokratischen Abgeordneten applaudieren, die mit dem gleichen Jörg Haider in Kärnten ganz zufällig eine Koalition eingegangen sind! – Gibt es zwei Haider? Den guten Haider in Kärnten und den bösen Haider, den bösen Wolf, auf Bundesebene? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Um es einfach zu machen: Sie stellen hier einen Entschließungsantrag mit dem Inhalt: Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Bundespräsidenten mitzuteilen, dass sie wünscht, ihres Amtes enthoben zu werden. – Da müssen Sie auch schmunzeln! Ich darf Ihnen sagen: Wir schmunzeln nicht! Wir haben nicht den Wunsch, dem Bundespräsidenten mitzuteilen, vom Amt enthoben zu werden! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Da gibt es kein Gemeinsam!
Wir haben mitgeteilt, dass wir wünschen, auf der Grundlage des gemeinsamen Regierungsprogramms weiterzuarbeiten. (Abg. Brosz: Da gibt es kein Gemeinsam!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Meine Damen und Herren! Das sage ich hier auch mit allem Ernst, denn ich habe ja letztlich die Verantwortung – Sie sagen es ja auch zu Recht –: Ich bin verantwortlich dafür, weil wir im November 2002 die Mehrheit durch das österreichische Volk ausgesprochen bekommen haben, eine handlungsfähige Regierung zu bilden und eine klare Mehrheit hier im Nationalrat sicherzustellen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bin den beiden Klubs der Regierungsfraktionen dankbar, dass sie sich zum Regierungsprogramm bekennen, und dieses Regierungsprogramm und die daraus resultierenden Fakten, Folgen und Ergebnisse sind so schlecht nicht! Das will ich Ihnen gerne auch beweisen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Schauen Sie sich etwa die Frühjahrsprognose der Kommission an, dann werden Sie draufkommen: Deutschland hat heuer als unterstes Land in der Rangordnung 0,8 Prozent Wachstum, wir hingegen haben über 2 Prozent Wachstum, obwohl wir eine enorme Verschränkung mit der Bundesrepublik Deutschland haben. Und ich sage das nicht anklagend – um Gottes willen! –: Ich wäre glücklich und froh, hätte Deutschland bessere Wachstumsraten! (Zwischenruf der Abg. Bures.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Genau das ist auch die Grundlage unserer gemeinsamen Zusammenarbeit, und da hilft uns keine Neuwahl! Neuwahlen jetzt würden monatelange Wahlkämpfe und einen Stillstand bedeuten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das wissen Sie so gut wie ich! (Zwischenruf der Abg. Bures.) Daher geht es jetzt darum, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen: Es geht darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeitsplätze zu halten. Zusätzlich geht es um Einkommenssicherung für jeden Österreicher, so gut es irgendwie geht. – Darum kümmern wir uns!
Zwischenruf der Abg. Bures.
Genau das ist auch die Grundlage unserer gemeinsamen Zusammenarbeit, und da hilft uns keine Neuwahl! Neuwahlen jetzt würden monatelange Wahlkämpfe und einen Stillstand bedeuten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das wissen Sie so gut wie ich! (Zwischenruf der Abg. Bures.) Daher geht es jetzt darum, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen: Es geht darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeitsplätze zu halten. Zusätzlich geht es um Einkommenssicherung für jeden Österreicher, so gut es irgendwie geht. – Darum kümmern wir uns!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Einige Beispiele: Sie sagen so leichthin, dass der Koalitionspartner oder wir auf der Regierungsbank keine ausreichende Arbeit leisten –: Vorige Woche beispielsweise hat der Vizekanzler – und ich darf das sagen, weil er sich in dieser Frage vielleicht gar nicht so loben kann; aber ich kann das beurteilen – mit unseren Nachbarstaaten darum gekämpft, dass wir ein Luftüberwachungszentrum – es heißt CEATS – bei Fischamend bekommen, das in der Endausbaustufe einer der fünf großen Luftüberwachungspunkte für Europa wäre, was unter dem Strich 700 zusätzliche Arbeitsplätze bedeutet. Das muss jetzt erreicht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bravoruf des Abg. Dr. Stummvoll.
habe, für MAN. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Bravoruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Dr. Matznetter: Mit fremden Federn schmücken!
Das ist ein Auftrag über Tausende Lastkraftwagen, den die britische Armee jetzt nach Österreich vergeben hat. Ich habe selbst mit Tony Blair darüber lange verhandelt, und wir hatten härteste Konkurrenz. (Abg. Dr. Matznetter: Mit fremden Federn schmücken!) Das war eines der Eurofighter-Gegengeschäfte! Ohne Eurofighter wäre dieser Auftrag nicht nach Österreich gekommen: ein 750-Millionen-Auftrag, 250 zusätzliche Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist ein Auftrag über Tausende Lastkraftwagen, den die britische Armee jetzt nach Österreich vergeben hat. Ich habe selbst mit Tony Blair darüber lange verhandelt, und wir hatten härteste Konkurrenz. (Abg. Dr. Matznetter: Mit fremden Federn schmücken!) Das war eines der Eurofighter-Gegengeschäfte! Ohne Eurofighter wäre dieser Auftrag nicht nach Österreich gekommen: ein 750-Millionen-Auftrag, 250 zusätzliche Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Bures.
Sie reden von „Stillstand“. – Das ist ja geradezu köstlich! Ich sage: Vorige Woche im Ministerrat: Semmering-Basistunnel und das Vorziehen der Summerauerbahn – 2 Milliarden € zusätzliches Volumen! Das sichert Arbeitsplätze! Das ist Politik für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Bures.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist doch lächerlich!
Natürlich sind wir nicht perfekt – das weiß niemand besser als ich –, aber dass wir in einer so schwierigen Zeit mit 2,3 Prozent die höchste Forschungs- und Entwicklungsquote in der Geschichte Österreichs erreicht haben, davon haben Sie träumen können, aber zusammengebracht haben Sie es nie, meine Damen und Herren von der Linken! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist doch lächerlich!)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Dass wir trotz stabiler Finanzen heute dem Parlament für das nächste Jahr mit 40,7 Prozent die seit 15 Jahren niedrigste Steuer- und Abgabenquote vorschlagen, das soll die Öffentlichkeit wissen! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Dafür kämpfen wir, dafür setzen wir uns ein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dass wir trotz stabiler Finanzen heute dem Parlament für das nächste Jahr mit 40,7 Prozent die seit 15 Jahren niedrigste Steuer- und Abgabenquote vorschlagen, das soll die Öffentlichkeit wissen! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Dafür kämpfen wir, dafür setzen wir uns ein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist Arbeit für Österreich! Das steht vor uns, das ist zu tun, das ist zu leisten. Und dazu kommt noch Folgendes: die Umsetzung der Heeresreform, die Verkürzung des Zivildienstes, der Reformdialog über Arbeit und Beschäftigung am 1. Mai, wobei mir sehr zupass kommt, dass jetzt ein Freund von mir, nämlich Günter Verheugen, zuständig für Industrie, Wachstum und die Lissabon-Strategie, als Referent für diesen Reformdialog zugesagt hat, damit wir im Interesse Österreichs gemeinsame Ergebnisse erzielen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
und europäische Interessen gemeinsam bündeln können. – Das, meine Damen und Herren, wird gelingen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall sowie Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letzter Punkt: Ein Kommentator hat heute mit Recht gemeint: Wichtig ist, dass gearbeitet wird, fürs Streiten werden die Herrschaften in der Politik nicht bezahlt. – Daher meine ich, wichtig ist, nicht Neuwahlen auszurufen, denn das bedeutet drei Monate Streit, jede Partei gegen jede, sondern in den nächsten 18 Monaten Arbeit für Österreich zu leisten – und das werden wir tun, meine Damen und Herren! (Anhaltender Beifall sowie Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler, Ihre Verteidigungsversuche in ausweglosen Situationen waren auch schon einmal besser als heute. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Großruck: Hallo, hallo!
Es gibt ein paar Tricks und Methoden, die Sie gerne anwenden, wenn Sie in die Enge getrieben werden. Eine Methode ist, die Beziehungen zum Nachbarland Deutschland parteipolitisch zu missbrauchen und auf Deutschland „hinzuhauen“. (Abg. Großruck: Hallo, hallo!) Das muss einmal gesagt werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es gibt ein paar Tricks und Methoden, die Sie gerne anwenden, wenn Sie in die Enge getrieben werden. Eine Methode ist, die Beziehungen zum Nachbarland Deutschland parteipolitisch zu missbrauchen und auf Deutschland „hinzuhauen“. (Abg. Großruck: Hallo, hallo!) Das muss einmal gesagt werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Schönreden, ja!
Die dritte Variante ist dann, von etwas völlig anderem zu reden, die Gesetzesvorhaben oder auch strittige Gesetze der letzten Monate einfach nur aufzuzählen, sie schönzureden, sie zu bejubeln. (Abg. Dr. Jarolim: Schönreden, ja!) – Das war Ihre Methode heute, das war klassisch. Zum eigentlichen Problem haben Sie überhaupt nichts gesagt. (Abg. Ellmauer: Dann haben Sie nicht zugehört! – Abg. Mag. Regler: Wo ist das Problem?)
Abg. Ellmauer: Dann haben Sie nicht zugehört! – Abg. Mag. Regler: Wo ist das Problem?
Die dritte Variante ist dann, von etwas völlig anderem zu reden, die Gesetzesvorhaben oder auch strittige Gesetze der letzten Monate einfach nur aufzuzählen, sie schönzureden, sie zu bejubeln. (Abg. Dr. Jarolim: Schönreden, ja!) – Das war Ihre Methode heute, das war klassisch. Zum eigentlichen Problem haben Sie überhaupt nichts gesagt. (Abg. Ellmauer: Dann haben Sie nicht zugehört! – Abg. Mag. Regler: Wo ist das Problem?)
Abg. Großruck: Was schreibt die „Prawda“? Zitieren Sie auch die „Prawda“!
Die französische „Libération“ schreibt: Am Rande eines erneuten Wahldebakels gibt es eine Neugründung. (Abg. Großruck: Was schreibt die „Prawda“? Zitieren Sie auch die „Prawda“!)
Abg. Neudeck: So viel habt ihr gar nicht!
Landtagswahl Niederösterreich: minus 11 Prozent (Abg. Neudeck: So viel habt ihr gar nicht!), Landtagswahl Oberösterreich: minus 12 Prozent, Landtagswahl Tirol: minus 11 Prozent, EU-Wahl: minus 17 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) – Herr Bundeskanzler, ist das nicht Grund genug, um einmal ein bisschen über die politische Legitimation einer Bundesregierung nachzudenken?! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Landtagswahl Niederösterreich: minus 11 Prozent (Abg. Neudeck: So viel habt ihr gar nicht!), Landtagswahl Oberösterreich: minus 12 Prozent, Landtagswahl Tirol: minus 11 Prozent, EU-Wahl: minus 17 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) – Herr Bundeskanzler, ist das nicht Grund genug, um einmal ein bisschen über die politische Legitimation einer Bundesregierung nachzudenken?! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Landtagswahl Niederösterreich: minus 11 Prozent (Abg. Neudeck: So viel habt ihr gar nicht!), Landtagswahl Oberösterreich: minus 12 Prozent, Landtagswahl Tirol: minus 11 Prozent, EU-Wahl: minus 17 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) – Herr Bundeskanzler, ist das nicht Grund genug, um einmal ein bisschen über die politische Legitimation einer Bundesregierung nachzudenken?! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Eben nicht! Eben nicht!
Herr Bundeskanzler, ich wehre mich entschieden dagegen, dass Sie unseren Klubobmann und Parteivorsitzenden mit demselben Wort bedenken, mit dem Sie Jörg Haider bedenken. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Eben nicht! Eben nicht!) Ich wehre mich gegen dieses „konstruktiv“! (Beifall bei den Grünen.) Eine Person, die die österreichische Nation als „ideologische Missgeburt“ bezeichnet hat, eine Person, die Lob für NS-Veteranen ausgesprochen hat, die den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde mit einer Waschmittelwerbung verunglimpft hat, offenen Antisemitismus betrieben hat, eine Person, die den französischen Staatschef als „Westentaschen-Napoleon“ bezeichnet hat (Abg. Gaál: Eine Schande für Österreich!) – das nennen Sie „konstruktiv“ und sagen das gleichzeitig zu unserem Parteivorsitzenden? Ich finde, das sollten Sie in diesem Zusammenhang zurücknehmen. Ich bitte darum! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundeskanzler, ich wehre mich entschieden dagegen, dass Sie unseren Klubobmann und Parteivorsitzenden mit demselben Wort bedenken, mit dem Sie Jörg Haider bedenken. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Eben nicht! Eben nicht!) Ich wehre mich gegen dieses „konstruktiv“! (Beifall bei den Grünen.) Eine Person, die die österreichische Nation als „ideologische Missgeburt“ bezeichnet hat, eine Person, die Lob für NS-Veteranen ausgesprochen hat, die den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde mit einer Waschmittelwerbung verunglimpft hat, offenen Antisemitismus betrieben hat, eine Person, die den französischen Staatschef als „Westentaschen-Napoleon“ bezeichnet hat (Abg. Gaál: Eine Schande für Österreich!) – das nennen Sie „konstruktiv“ und sagen das gleichzeitig zu unserem Parteivorsitzenden? Ich finde, das sollten Sie in diesem Zusammenhang zurücknehmen. Ich bitte darum! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Gaál: Eine Schande für Österreich!
Herr Bundeskanzler, ich wehre mich entschieden dagegen, dass Sie unseren Klubobmann und Parteivorsitzenden mit demselben Wort bedenken, mit dem Sie Jörg Haider bedenken. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Eben nicht! Eben nicht!) Ich wehre mich gegen dieses „konstruktiv“! (Beifall bei den Grünen.) Eine Person, die die österreichische Nation als „ideologische Missgeburt“ bezeichnet hat, eine Person, die Lob für NS-Veteranen ausgesprochen hat, die den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde mit einer Waschmittelwerbung verunglimpft hat, offenen Antisemitismus betrieben hat, eine Person, die den französischen Staatschef als „Westentaschen-Napoleon“ bezeichnet hat (Abg. Gaál: Eine Schande für Österreich!) – das nennen Sie „konstruktiv“ und sagen das gleichzeitig zu unserem Parteivorsitzenden? Ich finde, das sollten Sie in diesem Zusammenhang zurücknehmen. Ich bitte darum! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, ich wehre mich entschieden dagegen, dass Sie unseren Klubobmann und Parteivorsitzenden mit demselben Wort bedenken, mit dem Sie Jörg Haider bedenken. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Eben nicht! Eben nicht!) Ich wehre mich gegen dieses „konstruktiv“! (Beifall bei den Grünen.) Eine Person, die die österreichische Nation als „ideologische Missgeburt“ bezeichnet hat, eine Person, die Lob für NS-Veteranen ausgesprochen hat, die den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde mit einer Waschmittelwerbung verunglimpft hat, offenen Antisemitismus betrieben hat, eine Person, die den französischen Staatschef als „Westentaschen-Napoleon“ bezeichnet hat (Abg. Gaál: Eine Schande für Österreich!) – das nennen Sie „konstruktiv“ und sagen das gleichzeitig zu unserem Parteivorsitzenden? Ich finde, das sollten Sie in diesem Zusammenhang zurücknehmen. Ich bitte darum! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie werden das schon lernen, Frau Kollegin!
Und weiters: „Die Frage ist, ob nun Schüssel kalt lächelnd die Farbe seines Koalitionsbündnisses von Blau zu Orange wechseln und statt der Koalition zwischen der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der FPÖ stillschweigend mit einer ÖVP-BZÖ-Koalition“ – wirklich schwierig auszusprechen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie werden das schon lernen, Frau Kollegin!) – „weiterregieren kann.“
Abg. Murauer: Das stimmt auch!
Kollege Molterer ist immer dann zur Stelle, wenn es sehr eng wird, und muss immer denselben Satz sagen: Alles ist bestens, die Regierung besteht, die Regierung geht weiter, wir arbeiten! Es wird weiter gearbeitet! (Abg. Murauer: Das stimmt auch!)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei den Freiheitlichen: Für Österreich!
Ich frage mich jetzt: Für wen arbeiten Sie denn eigentlich? Für wen beschließen Sie denn das Budget, außer für sich selbst? (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei den Freiheitlichen: Für Österreich!) Was bedeutet denn: Bündnis für Österreich? – Das ist ein Bündnis ausschließlich für Sie, die Sie an Ihren Mandaten kleben, an Ihren Regierungsämtern kleben und die es nach all diesen Wahlniederlagen, nach diesem ganzen Debakel, das Sie geboten haben, nicht wagen, sich der österreichischen Öffentlichkeit und dem Wahlvolk zu stellen, sich der Entscheidung zu stellen: Sind wir besser oder nicht?
Abg. Scheibner: Das werden Sie als Juristin ja wohl noch verstehen!
Sie haben gestern eine Partei vorgestellt – eine Partei?; ich weiß eigentlich nicht, was es ist, aber offensichtlich gibt es Statuten, die beim Innenministerium hinterlegt worden sind –, die etwas anderes ist als die FPÖ. Der freiheitliche Klubobmann hat heute einen Brief an den Präsidenten des Nationalrates geschrieben, in dem er mitteilt, sich unabhängig von den derzeitigen politischen Vorgängen in der Freiheitlichen Partei Österreichs – als ob uns das alles nichts anginge; es geht uns auch nichts an, abgesehen davon, dass Sie in der Regierung sind – zu erlauben, mitzuteilen, dass sich aus seiner Sicht an der Rechtsperson des Parlamentsklubs der Freiheitlichen nichts verändert hat. (Abg. Scheibner: Das werden Sie als Juristin ja wohl noch verstehen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sieht man!
Folgendes sage ich jetzt nicht als Verfassungsjuristin, sondern als ganz normale Bürgerin: Ich kenne mich da wirklich nicht mehr aus (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sieht man!), und ich glaube, niemand in Österreich kennt sich da mehr aus! Gestern wurde eine neue Partei vorgestellt. Der Freiheitliche Parlamentsklub sagt heute: Wir sind weiter der freiheitliche Klub im Parlament! (Abg. Parnigoni: Der kassieren will! – Abg. Neudeck: Aber nicht mehr als Sie! – Abg. Parnigoni: Aber wir mit Legitimation!) Ein Regierungsmitglied wie Kollege Gorbach, der sich gestern mit vorgestellt hat mit dem BZÖ, ist offensichtlich noch Mitglied der Freiheitlichen. – Also ich frage mich: Für wen arbeiten Sie tatsächlich – außer für sich selbst? Sie arbeiten ausschließlich für das Weiterbestehen Ihrer Mandate, Ihrer Ämter und sind nicht mutig genug, das österreichische Wahlvolk zu fragen, was es von dieser ganzen Schmierenkomödie hält. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Der kassieren will! – Abg. Neudeck: Aber nicht mehr als Sie! – Abg. Parnigoni: Aber wir mit Legitimation!
Folgendes sage ich jetzt nicht als Verfassungsjuristin, sondern als ganz normale Bürgerin: Ich kenne mich da wirklich nicht mehr aus (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sieht man!), und ich glaube, niemand in Österreich kennt sich da mehr aus! Gestern wurde eine neue Partei vorgestellt. Der Freiheitliche Parlamentsklub sagt heute: Wir sind weiter der freiheitliche Klub im Parlament! (Abg. Parnigoni: Der kassieren will! – Abg. Neudeck: Aber nicht mehr als Sie! – Abg. Parnigoni: Aber wir mit Legitimation!) Ein Regierungsmitglied wie Kollege Gorbach, der sich gestern mit vorgestellt hat mit dem BZÖ, ist offensichtlich noch Mitglied der Freiheitlichen. – Also ich frage mich: Für wen arbeiten Sie tatsächlich – außer für sich selbst? Sie arbeiten ausschließlich für das Weiterbestehen Ihrer Mandate, Ihrer Ämter und sind nicht mutig genug, das österreichische Wahlvolk zu fragen, was es von dieser ganzen Schmierenkomödie hält. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Folgendes sage ich jetzt nicht als Verfassungsjuristin, sondern als ganz normale Bürgerin: Ich kenne mich da wirklich nicht mehr aus (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sieht man!), und ich glaube, niemand in Österreich kennt sich da mehr aus! Gestern wurde eine neue Partei vorgestellt. Der Freiheitliche Parlamentsklub sagt heute: Wir sind weiter der freiheitliche Klub im Parlament! (Abg. Parnigoni: Der kassieren will! – Abg. Neudeck: Aber nicht mehr als Sie! – Abg. Parnigoni: Aber wir mit Legitimation!) Ein Regierungsmitglied wie Kollege Gorbach, der sich gestern mit vorgestellt hat mit dem BZÖ, ist offensichtlich noch Mitglied der Freiheitlichen. – Also ich frage mich: Für wen arbeiten Sie tatsächlich – außer für sich selbst? Sie arbeiten ausschließlich für das Weiterbestehen Ihrer Mandate, Ihrer Ämter und sind nicht mutig genug, das österreichische Wahlvolk zu fragen, was es von dieser ganzen Schmierenkomödie hält. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!
Bundeskanzler Schüssel hat heute als Beispiel für anstehende Arbeiten Reformdialoge genannt. Es gibt so viele drängende Probleme, Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung, die Schere zwischen Arm und Reich, die in den letzten fünf Jahren unter Ihrer Herrschaft extrem auseinander gegangen ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!) – von wegen Umverteilung: Umverteilung von unten nach oben hat unter Ihrer Führung stattgefunden! –, aber das Arbeiten, das tatsächlich notwendig ist, nämlich eine Weichenstellung in der Bildungspolitik, in der Armutsbekämpfung, in der Sozialpolitik, in der Arbeitsmarktpolitik, aber auch in der Umweltpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wird ja alles gemacht!), ist einfach nicht mehr möglich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo leben Sie? Waren Sie in Deutschland?) Die ÖVP ist ausschließlich damit beschäftigt, die „konstruktiven Kräfte“ von wem auch immer zu stärken (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Rede für Deutschland!) und diese dahinsiechenden, schon halb toten Patienten irgendwie am Leben zu erhalten. Das ist die einzige Arbeit, zu der Sie imstande sind.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wird ja alles gemacht!
Bundeskanzler Schüssel hat heute als Beispiel für anstehende Arbeiten Reformdialoge genannt. Es gibt so viele drängende Probleme, Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung, die Schere zwischen Arm und Reich, die in den letzten fünf Jahren unter Ihrer Herrschaft extrem auseinander gegangen ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!) – von wegen Umverteilung: Umverteilung von unten nach oben hat unter Ihrer Führung stattgefunden! –, aber das Arbeiten, das tatsächlich notwendig ist, nämlich eine Weichenstellung in der Bildungspolitik, in der Armutsbekämpfung, in der Sozialpolitik, in der Arbeitsmarktpolitik, aber auch in der Umweltpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wird ja alles gemacht!), ist einfach nicht mehr möglich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo leben Sie? Waren Sie in Deutschland?) Die ÖVP ist ausschließlich damit beschäftigt, die „konstruktiven Kräfte“ von wem auch immer zu stärken (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Rede für Deutschland!) und diese dahinsiechenden, schon halb toten Patienten irgendwie am Leben zu erhalten. Das ist die einzige Arbeit, zu der Sie imstande sind.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo leben Sie? Waren Sie in Deutschland?
Bundeskanzler Schüssel hat heute als Beispiel für anstehende Arbeiten Reformdialoge genannt. Es gibt so viele drängende Probleme, Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung, die Schere zwischen Arm und Reich, die in den letzten fünf Jahren unter Ihrer Herrschaft extrem auseinander gegangen ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!) – von wegen Umverteilung: Umverteilung von unten nach oben hat unter Ihrer Führung stattgefunden! –, aber das Arbeiten, das tatsächlich notwendig ist, nämlich eine Weichenstellung in der Bildungspolitik, in der Armutsbekämpfung, in der Sozialpolitik, in der Arbeitsmarktpolitik, aber auch in der Umweltpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wird ja alles gemacht!), ist einfach nicht mehr möglich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo leben Sie? Waren Sie in Deutschland?) Die ÖVP ist ausschließlich damit beschäftigt, die „konstruktiven Kräfte“ von wem auch immer zu stärken (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Rede für Deutschland!) und diese dahinsiechenden, schon halb toten Patienten irgendwie am Leben zu erhalten. Das ist die einzige Arbeit, zu der Sie imstande sind.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Rede für Deutschland!
Bundeskanzler Schüssel hat heute als Beispiel für anstehende Arbeiten Reformdialoge genannt. Es gibt so viele drängende Probleme, Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung, die Schere zwischen Arm und Reich, die in den letzten fünf Jahren unter Ihrer Herrschaft extrem auseinander gegangen ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!) – von wegen Umverteilung: Umverteilung von unten nach oben hat unter Ihrer Führung stattgefunden! –, aber das Arbeiten, das tatsächlich notwendig ist, nämlich eine Weichenstellung in der Bildungspolitik, in der Armutsbekämpfung, in der Sozialpolitik, in der Arbeitsmarktpolitik, aber auch in der Umweltpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wird ja alles gemacht!), ist einfach nicht mehr möglich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo leben Sie? Waren Sie in Deutschland?) Die ÖVP ist ausschließlich damit beschäftigt, die „konstruktiven Kräfte“ von wem auch immer zu stärken (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Rede für Deutschland!) und diese dahinsiechenden, schon halb toten Patienten irgendwie am Leben zu erhalten. Das ist die einzige Arbeit, zu der Sie imstande sind.
Abg. Scheibner: Die Redezeit ist aus! Herr Präsident, das geht nicht!
Daher bringe ich folgenden Antrag ein (Abg. Scheibner: Die Redezeit ist aus! Herr Präsident, das geht nicht!):
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
(Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr „witzig“! – Abg. Öllinger: Das war „witzig“!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Professor Van der Bellen! Wenn Sie einmal Unterstützung gegen die Kollegin Glawischnig brauchen, bitte wenden Sie sich an uns! Wir halten Sie für konstruktiv, Herr Kollege Van der Bellen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr „witzig“! – Abg. Öllinger: Das war „witzig“!)
Abg. Öllinger: Aber professionell!
Ich möchte Ihnen schon sagen, Frau Kollegin Glawischnig: Konstruktivität in der Politik ist kein Schaden. Ich denke daher, dass es gut ist, dass es auch konstruktive Beiträge seitens der Opposition gibt. Das ist okay, ich halte das für demokratiepolitisch geradezu notwendig. Aber, Herr Kollege Van der Bellen, KollegInnen von den Grünen, angesichts Ihres heutigen Dringlichen Antrages ist allerdings schon die Frage zu stellen, in welche Kategorie das einzuordnen ist. – In die Kategorie „konstruktiv“ durchaus nicht! (Abg. Öllinger: Aber professionell!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden Sie daher auch enttäuschen müssen, Herr Kollege Van der Bellen, wirklich enttäuschen müssen. Ich habe mich erkundigt, meine Damen und Herren, und ich habe erfahren, dass die Bundesregierung keineswegs die Absicht hat, dem Herrn Bundespräsidenten mitzuteilen, dass sie wünscht, ihres Amtes enthoben zu werden. Ganz im Gegenteil, meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat die Absicht, weiterhin für Österreich zu arbeiten, und das ist der Maßstab, der für Österreich tatsächlich anzuwenden ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber nicht nur der Bundespräsident sagt das – und das ist ganz interessant –, sondern, wie ich in dieser APA-Aussendung weiter lese, auch SPÖ-Chef Gusenbauer sagt: „Solange die parlamentarische Mehrheit der Regierung gesichert ist, kann sie ihre Arbeit fortsetzen.“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Herr Dr. Gusenbauer, dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen!
Abg. Eder: Neuwahlen!
Diese Bundesregierung, meine Damen und Herren, wird ihre Arbeit für Österreich fortsetzen. Darauf haben die Österreicherinnen und Österreicher auch ein Anrecht, auf Arbeit für Österreich. Was wäre denn, Herr Kollege Van der Bellen, die Konsequenz dessen, was Sie hier so locker vom Hocker als politischen Antrag stellen – sei Ihnen unbenommen, das ist Ihr selbstverständliches Recht –? (Abg. Eder: Neuwahlen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Neuwahlen, das würde bedeuten, gegen den Willen der Bevölkerung zu agieren. Die Bevölkerung will, dass gearbeitet wird, und nicht, dass gewählt wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Neuwahlen, das würde bedeuten, dass die wichtigen Arbeitsvorhaben, die für Österreich so notwendig sind, auf die lange Bank geschoben worden wären, Herr Kollege Van der Bellen, würden wir Ihrem Antrag zustimmen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das haben wir ja heute schon gesehen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Budget für den Bereich Gesundheit und Frauen zu beschließen. Was würde das bedeuten, Herr Kollege Van der Bellen? – Dass wir für das Jahr 2006 kein Budget hätten! Das wäre doch für diese Republik ein großer Schaden. Wir halten Schaden fern von dem Land, wir arbeiten für Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Anderes Beispiel: Unser großes Vorhaben, von dem Sie selbst sagen, Herr Kollege Van der Bellen, dass es ein wichtiges Vorhaben ist, ist die Reform unseres Bildungssystems. Wir warten immer noch darauf, bei welchem Zick oder bei welchem Zack derzeit die Position der SPÖ in dieser Frage angelangt ist. Unsere ist klar: Wir wollen für die Bildung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass endlich die Blockaden in der Gesetzgebung beseitigt werden, damit wir eine moderne, für Österreich zukunftsorientierte Bildungspolitik umsetzen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Also: Neuwahlen, das würde Stillstand bedeuten. Wir wollen und werden für Österreich weiter arbeiten, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Drittes Beispiel: Sie sagen, und zwar nicht zu Unrecht, dass es Fragen und Probleme auf dem Arbeitsmarkt gibt. Ja, das leugnen wir überhaupt nicht, ganz im Gegenteil! Was würden Neuwahlen bedeuten, Herr Kollege Van der Bellen? – Neuwahlen, das würde bedeuten, dass das Notwendige, das wir zu diskutieren und umzusetzen haben, auf die lange Bank geschoben wird. Wir wollen nicht wählen, Herr Van der Bellen, wir wollen arbeiten für dieses Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!
Wir wollen arbeiten (Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!) zum Beispiel in Form des angekündigten Reformdialogs. (Abg. Bures: Schnickschnack!) Was ich heute Vormittag betreffend den Reformdialog für Arbeit für Österreich von der SPÖ gehört habe, das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn da gesagt wird, nur deshalb, weil 1. Mai ist (Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!), gibt es ein Problem für die SPÖ, am Reformdialog teilzunehmen (Abg. Bures: Nein!), dann muss ich mich schon fragen: Was ist Ihnen wichtiger? Das traditionelle Ritual am Vormittag oder die Arbeit, die am Nachmittag geleistet wird, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Schnickschnack!
Wir wollen arbeiten (Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!) zum Beispiel in Form des angekündigten Reformdialogs. (Abg. Bures: Schnickschnack!) Was ich heute Vormittag betreffend den Reformdialog für Arbeit für Österreich von der SPÖ gehört habe, das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn da gesagt wird, nur deshalb, weil 1. Mai ist (Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!), gibt es ein Problem für die SPÖ, am Reformdialog teilzunehmen (Abg. Bures: Nein!), dann muss ich mich schon fragen: Was ist Ihnen wichtiger? Das traditionelle Ritual am Vormittag oder die Arbeit, die am Nachmittag geleistet wird, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!
Wir wollen arbeiten (Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!) zum Beispiel in Form des angekündigten Reformdialogs. (Abg. Bures: Schnickschnack!) Was ich heute Vormittag betreffend den Reformdialog für Arbeit für Österreich von der SPÖ gehört habe, das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn da gesagt wird, nur deshalb, weil 1. Mai ist (Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!), gibt es ein Problem für die SPÖ, am Reformdialog teilzunehmen (Abg. Bures: Nein!), dann muss ich mich schon fragen: Was ist Ihnen wichtiger? Das traditionelle Ritual am Vormittag oder die Arbeit, die am Nachmittag geleistet wird, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Nein!
Wir wollen arbeiten (Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!) zum Beispiel in Form des angekündigten Reformdialogs. (Abg. Bures: Schnickschnack!) Was ich heute Vormittag betreffend den Reformdialog für Arbeit für Österreich von der SPÖ gehört habe, das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn da gesagt wird, nur deshalb, weil 1. Mai ist (Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!), gibt es ein Problem für die SPÖ, am Reformdialog teilzunehmen (Abg. Bures: Nein!), dann muss ich mich schon fragen: Was ist Ihnen wichtiger? Das traditionelle Ritual am Vormittag oder die Arbeit, die am Nachmittag geleistet wird, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen arbeiten (Abg. Bures: Dann tun Sie es doch!) zum Beispiel in Form des angekündigten Reformdialogs. (Abg. Bures: Schnickschnack!) Was ich heute Vormittag betreffend den Reformdialog für Arbeit für Österreich von der SPÖ gehört habe, das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn da gesagt wird, nur deshalb, weil 1. Mai ist (Abg. Bures: Sie sind für Rekordarbeitslosigkeit verantwortlich!), gibt es ein Problem für die SPÖ, am Reformdialog teilzunehmen (Abg. Bures: Nein!), dann muss ich mich schon fragen: Was ist Ihnen wichtiger? Das traditionelle Ritual am Vormittag oder die Arbeit, die am Nachmittag geleistet wird, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Für uns zählt die Arbeit, die geleistet wird, selbstverständlich und in vollem Respekt dessen, was eine Partei wie die Sozialdemokratie traditionell am 1. Mai zu tun hat. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ja, aber das kann ja kein Entweder-oder sein, für uns ist das ein Sowohl-als-auch! (Abg. Bures: Seit Jahren Stillstand!) Wir respektieren das, laden Sie aber ein: Machen Sie mit, arbeiten Sie mit für Österreich! Nicht Wählen, Arbeiten ist die Devise! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Seit Jahren Stillstand!
Für uns zählt die Arbeit, die geleistet wird, selbstverständlich und in vollem Respekt dessen, was eine Partei wie die Sozialdemokratie traditionell am 1. Mai zu tun hat. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ja, aber das kann ja kein Entweder-oder sein, für uns ist das ein Sowohl-als-auch! (Abg. Bures: Seit Jahren Stillstand!) Wir respektieren das, laden Sie aber ein: Machen Sie mit, arbeiten Sie mit für Österreich! Nicht Wählen, Arbeiten ist die Devise! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für uns zählt die Arbeit, die geleistet wird, selbstverständlich und in vollem Respekt dessen, was eine Partei wie die Sozialdemokratie traditionell am 1. Mai zu tun hat. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ja, aber das kann ja kein Entweder-oder sein, für uns ist das ein Sowohl-als-auch! (Abg. Bures: Seit Jahren Stillstand!) Wir respektieren das, laden Sie aber ein: Machen Sie mit, arbeiten Sie mit für Österreich! Nicht Wählen, Arbeiten ist die Devise! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: Ja!
Herr Kollege Van der Bellen, Sie beantragen Neuwahlen in einer der entscheidenden Phasen für die Sicherheitspolitik in Österreich. (Abg. Mag. Johann Moser: Ja!) Wir haben nicht nur die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie umzusetzen, sondern wir haben hier im Nationalrat ein neues Asylgesetz zu diskutieren und zu beschließen, essentiell für die Sicherheit in diesem Land. (Abg. Parnigoni: Wo ist das?)
Abg. Parnigoni: Wo ist das?
Herr Kollege Van der Bellen, Sie beantragen Neuwahlen in einer der entscheidenden Phasen für die Sicherheitspolitik in Österreich. (Abg. Mag. Johann Moser: Ja!) Wir haben nicht nur die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie umzusetzen, sondern wir haben hier im Nationalrat ein neues Asylgesetz zu diskutieren und zu beschließen, essentiell für die Sicherheit in diesem Land. (Abg. Parnigoni: Wo ist das?)
Abg. Parnigoni: Wo ist das? Das ist nur Schmäh!
Wir haben hier im Nationalrat die Frage eines neuen Fremdenpolizeigesetzes zu diskutieren und umzusetzen (Abg. Parnigoni: Wo ist das? Das ist nur Schmäh!) – entscheidend für die Sicherheit Österreichs!
Abg. Bures: Die sind arbeitslos! Wir haben eine schlechte Schule!
Wir haben hier im Nationalrat die Diskussion über die Reform des Zivildienstes zu führen – entscheidend für die Sicherheit und für die jungen Menschen in diesem Land! (Abg. Bures: Die sind arbeitslos! Wir haben eine schlechte Schule!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher lautet unser Motto: Arbeiten und nicht in Neuwahlen flüchten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Bures
Wenn Sie diese inhaltliche Auseinandersetzung führen wollen, dann sage ich Ihnen auch sehr, sehr klar: Diese Bundesregierung wird nicht nur bis zum Herbst des Jahres 2006 im Amt bleiben (Zwischenruf der Abg. Bures), sondern sie wird auch mit breiter politischer Zustimmung, mit der Mehrheit dieses Hauses eine nicht-sozialistische Politik in diesem Lande umsetzen. Mit dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren, ist Schluss mit einer Politik des Schuldenmachens. Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben uns Schulden hinterlassen. Die SPÖ hat Altlasten geschaffen, die wir sanieren müssen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie diese inhaltliche Auseinandersetzung führen wollen, dann sage ich Ihnen auch sehr, sehr klar: Diese Bundesregierung wird nicht nur bis zum Herbst des Jahres 2006 im Amt bleiben (Zwischenruf der Abg. Bures), sondern sie wird auch mit breiter politischer Zustimmung, mit der Mehrheit dieses Hauses eine nicht-sozialistische Politik in diesem Lande umsetzen. Mit dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren, ist Schluss mit einer Politik des Schuldenmachens. Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben uns Schulden hinterlassen. Die SPÖ hat Altlasten geschaffen, die wir sanieren müssen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Der Schüssel hat die meisten Schulden gemacht!
Diese Bundesregierung, meine Damen und Herren, wird Strukturreformen, zu denen Ihnen der Mut fehlt, weiter umsetzen. (Abg. Parnigoni: Der Schüssel hat die meisten Schulden gemacht!) Diese Bundesregierung wird eine wertorientierte Politik gestalten, die vielleicht inhaltlich nicht Ihre Zustimmung findet, die aber die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher für richtig hält, beispielsweise in der Familienpolitik. Und diese Bundesregierung wird eine Politik fortsetzen, die weniger Staat bedeutet und mehr Möglichkeiten für die Bürgerinnen und die Bürger (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), ein Ende der sozialistischen Politik in diesem Land.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Diese Bundesregierung, meine Damen und Herren, wird Strukturreformen, zu denen Ihnen der Mut fehlt, weiter umsetzen. (Abg. Parnigoni: Der Schüssel hat die meisten Schulden gemacht!) Diese Bundesregierung wird eine wertorientierte Politik gestalten, die vielleicht inhaltlich nicht Ihre Zustimmung findet, die aber die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher für richtig hält, beispielsweise in der Familienpolitik. Und diese Bundesregierung wird eine Politik fortsetzen, die weniger Staat bedeutet und mehr Möglichkeiten für die Bürgerinnen und die Bürger (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), ein Ende der sozialistischen Politik in diesem Land.
Abg. Brosz: Das haben Sie noch nie gemacht!
Frau Kollegin Glawischnig, wir hacken nicht auf die Bundesrepublik Deutschland hin, ganz im Gegenteil (Abg. Brosz: Das haben Sie noch nie gemacht!), aber auf das, was Rot-Grün in der Bundesrepublik Deutschland aufführt, auf diese Wunde werden wir auch in Zukunft den Finger legen, damit die Österreicherinnen und Österreicher wissen, was Rot-Grün für Österreich bedeuten würde. Darüber entscheiden nämlich die Wählerinnen und Wähler (Abg. Sburny: Dann lassen Sie sie doch!): Welche Politik wird in Zukunft gemacht – eine rot-grüne Politik wie in Deutschland (Abg. Bures: Ihre Redezeit ist zu Ende!) oder ein Zukunftskurs durch diese Mehrheit hier im Hohen Haus? (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Dann lassen Sie sie doch!
Frau Kollegin Glawischnig, wir hacken nicht auf die Bundesrepublik Deutschland hin, ganz im Gegenteil (Abg. Brosz: Das haben Sie noch nie gemacht!), aber auf das, was Rot-Grün in der Bundesrepublik Deutschland aufführt, auf diese Wunde werden wir auch in Zukunft den Finger legen, damit die Österreicherinnen und Österreicher wissen, was Rot-Grün für Österreich bedeuten würde. Darüber entscheiden nämlich die Wählerinnen und Wähler (Abg. Sburny: Dann lassen Sie sie doch!): Welche Politik wird in Zukunft gemacht – eine rot-grüne Politik wie in Deutschland (Abg. Bures: Ihre Redezeit ist zu Ende!) oder ein Zukunftskurs durch diese Mehrheit hier im Hohen Haus? (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Ihre Redezeit ist zu Ende!
Frau Kollegin Glawischnig, wir hacken nicht auf die Bundesrepublik Deutschland hin, ganz im Gegenteil (Abg. Brosz: Das haben Sie noch nie gemacht!), aber auf das, was Rot-Grün in der Bundesrepublik Deutschland aufführt, auf diese Wunde werden wir auch in Zukunft den Finger legen, damit die Österreicherinnen und Österreicher wissen, was Rot-Grün für Österreich bedeuten würde. Darüber entscheiden nämlich die Wählerinnen und Wähler (Abg. Sburny: Dann lassen Sie sie doch!): Welche Politik wird in Zukunft gemacht – eine rot-grüne Politik wie in Deutschland (Abg. Bures: Ihre Redezeit ist zu Ende!) oder ein Zukunftskurs durch diese Mehrheit hier im Hohen Haus? (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Glawischnig, wir hacken nicht auf die Bundesrepublik Deutschland hin, ganz im Gegenteil (Abg. Brosz: Das haben Sie noch nie gemacht!), aber auf das, was Rot-Grün in der Bundesrepublik Deutschland aufführt, auf diese Wunde werden wir auch in Zukunft den Finger legen, damit die Österreicherinnen und Österreicher wissen, was Rot-Grün für Österreich bedeuten würde. Darüber entscheiden nämlich die Wählerinnen und Wähler (Abg. Sburny: Dann lassen Sie sie doch!): Welche Politik wird in Zukunft gemacht – eine rot-grüne Politik wie in Deutschland (Abg. Bures: Ihre Redezeit ist zu Ende!) oder ein Zukunftskurs durch diese Mehrheit hier im Hohen Haus? (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Bei euch!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man die anschwellende Lautstärke bei den Tiraden des Herrn Klubobmannes Molterer gehört hat (Abg. Scheibner: Bei euch!) und diese in einen Zusammenhang mit der Gefühlssituation des Kollegen Molterer bringt, dann muss man sagen: Sie können einem Leid tun, Herr Kollege Molterer, wenn Sie zu solchen Tiraden schreiten müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zu welchen „Tiraden“?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zu welchen „Tiraden“?
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man die anschwellende Lautstärke bei den Tiraden des Herrn Klubobmannes Molterer gehört hat (Abg. Scheibner: Bei euch!) und diese in einen Zusammenhang mit der Gefühlssituation des Kollegen Molterer bringt, dann muss man sagen: Sie können einem Leid tun, Herr Kollege Molterer, wenn Sie zu solchen Tiraden schreiten müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zu welchen „Tiraden“?)
Abg. Öllinger: Vier sind es schon!
eine Koalition zwischen der ÖVP und dieser BZÖ und unter Umständen der FPÖ, ist es eine Drei-Parteien-Koalition, eine Zwei-Parteien-Koalition (Abg. Öllinger: Vier sind es schon!); unter Umständen sind es sogar vier, die Spaltung geht ja weiter. Und angesichts dieser Situation hat gestern der Herr Bundeskanzler gemeint, es sei ein schwieriger Moment, eine dramatische Situation, er schließe Neuwahlen weder ein noch aus.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Bis jetzt hat es immer gestimmt!
Dann, binnen weniger Stunden, ist wieder das „No Problem Orchestra“ von Schüssel und Molterer gekommen und hat gesagt: Alles paletti! Wunderbar! Alles toll! Es ist alles eigentlich besser als jemals zuvor! – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diesen Schmäh glaubt in unserem Land niemand mehr, und das ist auch gut so. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Bis jetzt hat es immer gestimmt!)
Abg. Öllinger: In keinem Land!
Die FPÖ war ja in der Vergangenheit schon für wirklich Einzigartiges gut, so auch gestern wieder: Die FPÖ blickt angsterfüllt auf ihren Parteitag am 23. April, und die FPÖ-Führung stellt fest, dass es dort wahrscheinlich keine Mehrheit für den Regierungskurs gibt, wahrscheinlich keine Mehrheit für die Sozialabbaupolitik, für das Nichtstun gegen die Arbeitslosigkeit, für die Performance in der Wirtschaftspolitik – wahrscheinlich keine Mehrheit. Die FPÖ-Führung ist in panischer Angst vor der eigenen Basis, die das erste Mal die Möglichkeit hat, darüber zu befinden und zu sagen, was sie sich über das denkt, was die Herrschaften hier im Parlament und in der Regierung aufführen. Flugs geht daher die FPÖ-Führung her und sagt: Wenn mich mein Volk nicht mehr will, dann suche ich mir ein neues Volk!, und die Parteiführung tritt aus der FPÖ aus. Das ist ein wirklich einzigartiger Vorgang, den es bisher in diesem Land noch nie gegeben hat. (Abg. Öllinger: In keinem Land!)
Abg. Dr. Lopatka: Ihr Parteitagstrauma kennen wir!
Man muss dazusagen ... (Abg. Dr. Lopatka: Ihr Parteitagstrauma kennen wir!) – Der, der sich immer am meisten freut, ist Herr Lopatka. Herr Lopatka reibt sich die Hände, weil er weiß, dass mit dem gestrigen Schritt die ehemalige FPÖ zu einer Schüssel-Filiale geworden ist und nicht mehr mehr ist. Darüber können Sie sich freuen, Herr Lopatka, aber nur bis zu einem bestimmten Tag.
Abg. Dr. Stummvoll: Es ist ja keine Märchenstunde jetzt!
Aber offensichtlich hat die Angst, die die FPÖ-Führung vor ihrer eigenen Basis hat, nun auch die ÖVP erfasst, nämlich die Angst vor dem Urteil der Wählerinnen und Wähler (Abg. Dr. Stummvoll: Es ist ja keine Märchenstunde jetzt!), denn Herr Molterer erzählt uns wie eine tibetanische Gebetsmühle, dass Sie arbeiten wollen. – Was haben Sie denn bisher getan, haben Sie in der Pendeluhr geschlafen? Wieso haben Sie die Probleme nicht gelöst, die Sie in Ihren Tiraden präsentiert haben? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber offensichtlich hat die Angst, die die FPÖ-Führung vor ihrer eigenen Basis hat, nun auch die ÖVP erfasst, nämlich die Angst vor dem Urteil der Wählerinnen und Wähler (Abg. Dr. Stummvoll: Es ist ja keine Märchenstunde jetzt!), denn Herr Molterer erzählt uns wie eine tibetanische Gebetsmühle, dass Sie arbeiten wollen. – Was haben Sie denn bisher getan, haben Sie in der Pendeluhr geschlafen? Wieso haben Sie die Probleme nicht gelöst, die Sie in Ihren Tiraden präsentiert haben? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer
Die Wahrheit ist doch: Das Arbeiten wird immer dann hervorgekehrt, wenn es eine Situation des Stillstands gibt, eine Situation, in der Sie nicht mehr weiterkönnen (Zwischenruf des Abg. Murauer), dann reden Sie ständig vom Arbeiten – aber bitte ja nicht wählen, denn es könnten ja die Österreicherinnen und Österreicher zur Auffassung kommen, dass es genügt. (Abg. Mag. Molterer: Nicht so laut! – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht so laut! – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Die Wahrheit ist doch: Das Arbeiten wird immer dann hervorgekehrt, wenn es eine Situation des Stillstands gibt, eine Situation, in der Sie nicht mehr weiterkönnen (Zwischenruf des Abg. Murauer), dann reden Sie ständig vom Arbeiten – aber bitte ja nicht wählen, denn es könnten ja die Österreicherinnen und Österreicher zur Auffassung kommen, dass es genügt. (Abg. Mag. Molterer: Nicht so laut! – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Lopatka: Das glaubt nicht einmal der Darabos!
Diese Koalition der Sesselkleber, des Stillstands und der Selbstbeweihräucherung hat sich Österreich nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Lopatka: Das glaubt nicht einmal der Darabos!)
Abg. Ellmauer: Alle fürchten sich vor Gusenbauer!
Daher frage ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wieso stellen Sie sich, wenn Sie so überzeugt wie der Herr Bundeskanzler, wie Herr Molterer von Ihrer wunderbaren und einzigartigen Bilanz sind, nicht den Wählern? Woher kommt die Angst vor der Bevölkerung? (Abg. Ellmauer: Alle fürchten sich vor Gusenbauer!) Vielleicht daher, dass die von Ihnen dargestellte Bilanz doch nicht so wunderbar ist, wie Sie immer tun?
Abg. Parnigoni: Schlimm!
Die EU hat gestern in ihrer neuesten Prognose mitgeteilt, dass Österreich beim realen Wirtschaftswachstum auf den 19. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum des privaten Konsums auf den 20. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum der Investitionen auf den 21. Platz zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Schlimm!), bei der Inflationsrate um 12 Plätze zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Skandalös!), bei den öffentlichen Investitionen auf den letzten Platz zurückgefallen ist. (Abg. Parnigoni: Furchtbar! Unglaublich!) Während 17 EU-Staaten heuer eine niedrigere Arbeitslosenrate haben als im Jahr 1999, haben 8 Länder eine höhere – darunter auch Österreich.
Abg. Parnigoni: Skandalös!
Die EU hat gestern in ihrer neuesten Prognose mitgeteilt, dass Österreich beim realen Wirtschaftswachstum auf den 19. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum des privaten Konsums auf den 20. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum der Investitionen auf den 21. Platz zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Schlimm!), bei der Inflationsrate um 12 Plätze zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Skandalös!), bei den öffentlichen Investitionen auf den letzten Platz zurückgefallen ist. (Abg. Parnigoni: Furchtbar! Unglaublich!) Während 17 EU-Staaten heuer eine niedrigere Arbeitslosenrate haben als im Jahr 1999, haben 8 Länder eine höhere – darunter auch Österreich.
Abg. Parnigoni: Furchtbar! Unglaublich!
Die EU hat gestern in ihrer neuesten Prognose mitgeteilt, dass Österreich beim realen Wirtschaftswachstum auf den 19. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum des privaten Konsums auf den 20. Platz zurückgefallen ist, beim Wachstum der Investitionen auf den 21. Platz zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Schlimm!), bei der Inflationsrate um 12 Plätze zurückgefallen ist (Abg. Parnigoni: Skandalös!), bei den öffentlichen Investitionen auf den letzten Platz zurückgefallen ist. (Abg. Parnigoni: Furchtbar! Unglaublich!) Während 17 EU-Staaten heuer eine niedrigere Arbeitslosenrate haben als im Jahr 1999, haben 8 Länder eine höhere – darunter auch Österreich.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Also hängt Ihr Verhalten offensichtlich nicht nur damit zusammen, dass Sie Ihre Bilanz nicht präsentieren wollen, sondern auch damit, dass die Bilanz bei weitem nicht so gut ausschaut, wie Sie immer tun. Und deswegen haben Sie zu Recht Angst vor den Wählerinnen und Wählern! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden das ja wahrscheinlich noch öfter in diesem Hause erleben, denn was wird sich denn ändern? – Die Leute von Seiten der früher FPÖ, jetzt BZÖ in der Regierung sind dieselben. Die Inhalte – dieselben. Das heißt, der Stillstand ist prolongiert (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll), weiters das Nichtlösen der Probleme, und dazu wird noch der permanente interne Koalitionskrampf kommen. Glaubt denn wirklich irgendjemand in diesem Haus, dass die internen Streitereien mit der jetzigen Gründung des BZÖ aufhören werden? (Abg. Dr. Cap: Im Gegenteil!) Glaubt denn wirklich jemand, dass das stabiler sein wird als in den letzten Monaten?
Abg. Dr. Cap: Im Gegenteil!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden das ja wahrscheinlich noch öfter in diesem Hause erleben, denn was wird sich denn ändern? – Die Leute von Seiten der früher FPÖ, jetzt BZÖ in der Regierung sind dieselben. Die Inhalte – dieselben. Das heißt, der Stillstand ist prolongiert (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll), weiters das Nichtlösen der Probleme, und dazu wird noch der permanente interne Koalitionskrampf kommen. Glaubt denn wirklich irgendjemand in diesem Haus, dass die internen Streitereien mit der jetzigen Gründung des BZÖ aufhören werden? (Abg. Dr. Cap: Im Gegenteil!) Glaubt denn wirklich jemand, dass das stabiler sein wird als in den letzten Monaten?
Abg. Parnigoni: Aber ein großer!
Die Wahrheit ist: In dieser Regierung ist der Wurm drinnen (Abg. Parnigoni: Aber ein großer!) und kann auch nicht mehr entfernt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ: Der Lindwurm!) Diese Regierung wird nicht mehr Fuß fassen, diese Regierung wird nicht imstande sein, die Herausforderungen anzunehmen, die für Österreich vor uns liegen. Daher ist der Antrag der Abgeordneten Glawischnig und Van der Bellen würdig und recht, zu sagen: Es ist Zeit, dieser Regierung das Misstrauen auszusprechen und den Weg freizumachen für eine Neuordnung der politischen Verhältnisse in Österreich! – Das ist der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ: Der Lindwurm!
Die Wahrheit ist: In dieser Regierung ist der Wurm drinnen (Abg. Parnigoni: Aber ein großer!) und kann auch nicht mehr entfernt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ: Der Lindwurm!) Diese Regierung wird nicht mehr Fuß fassen, diese Regierung wird nicht imstande sein, die Herausforderungen anzunehmen, die für Österreich vor uns liegen. Daher ist der Antrag der Abgeordneten Glawischnig und Van der Bellen würdig und recht, zu sagen: Es ist Zeit, dieser Regierung das Misstrauen auszusprechen und den Weg freizumachen für eine Neuordnung der politischen Verhältnisse in Österreich! – Das ist der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Wahrheit ist: In dieser Regierung ist der Wurm drinnen (Abg. Parnigoni: Aber ein großer!) und kann auch nicht mehr entfernt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ: Der Lindwurm!) Diese Regierung wird nicht mehr Fuß fassen, diese Regierung wird nicht imstande sein, die Herausforderungen anzunehmen, die für Österreich vor uns liegen. Daher ist der Antrag der Abgeordneten Glawischnig und Van der Bellen würdig und recht, zu sagen: Es ist Zeit, dieser Regierung das Misstrauen auszusprechen und den Weg freizumachen für eine Neuordnung der politischen Verhältnisse in Österreich! – Das ist der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Sie meinen jetzt die SPÖ, oder wer ist die „Hand voll Leute“?
Meine Damen und Herren! Es ist eigentlich nicht einzusehen, dass nur deswegen, weil eine schrumpfende Truppe in der FPÖ an ihren Sesseln und Amtsprivilegien klebt, die sich jetzt damit befassen muss, wie sie alle Finanzströme am besten zu sich leiten kann, und weil einzelne andere glauben, ihre Amtsprivilegien genießen zu müssen, dass nur wegen einer Hand voll Leute in Österreich weiterhin nichts weitergehen soll, die Probleme weiterhin nur weitergeschoben werden sollen (Abg. Neudeck: Sie meinen jetzt die SPÖ, oder wer ist die „Hand voll Leute“?), weiterhin bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit tatenlos zugesehen werden soll.
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen sowie Bravorufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Denken Sie doch einmal nicht nur an sich selbst, denken Sie doch einmal an Österreich – und machen Sie den Weg für Neuwahlen frei! (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen sowie Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Eine Mogelpackung ist das!
Und dazu stehen wir: Verantwortung für Österreich und Unterstützung für das Regierungsprogramm, das Österreichische Volkspartei und Freiheitliche abgeschlossen haben. Das ist unsere Verantwortung und unsere Aufgabe. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Eine Mogelpackung ist das!)
Oje-Rufe bei der SPÖ.
Wenn es wirklich so wäre – Kollege Gusenbauer schaut schon, weil er weiß, was jetzt kommt –, dann hätten wir in der Zeit der großen Koalition permanent Neuwahlen gehabt, nämlich nach jeder Regionalwahl, bei denen vor allem die SPÖ – teilweise auch die ÖVP – in den 30 Jahren verloren hat. Wir hätten da jedes Mal Neuwahlen gehabt, wenn dieses Demokratieverständnis der Frau Abgeordneten Glawischnig in der Verfassung verankert wäre. (Oje-Rufe bei der SPÖ.) – Sie sagen: „Oje!“, ich sage auch: Oje! Das ist es nicht, Frau Kollegin!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Politisch können Sie natürlich aus dieser Situation, die für niemanden von uns erfreulich ist, Kapital schlagen – keine Frage –, aber versuchen Sie wenigstens, wenn Sie schon solche Begründungen bringen, ein bisschen mehr die von Ihnen eingeforderte intellektuelle Redlichkeit selbst umzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: „Freiheitliche Abgeordnete“?!
Herr Kollege Van der Bellen, eines ist ja schon interessant: Sie verteidigen jetzt die, wie Sie gesagt haben, „alte FPÖ“ und machen sich lustig über die Neugründung, fragen, welche Abgeordnete das jetzt sind. Ich sage Ihnen: Das sind freiheitliche Abgeordnete! (Abg. Dr. Glawischnig: „Freiheitliche Abgeordnete“?!) Wir haben freiheitliche Gesinnung. Aber diese Gesinnung gibt es bei Ihnen anscheinend nicht, denn wir haben heute ja gehört: Wenn man in einem Klub Abgeordneter ist, dann muss man auch einer politischen Partei angehören. Ist das bei Ihnen so? (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Bei der SPÖ ist es so? Ich sage Ihnen, und das mit einigem Stolz: Im freiheitlichen Klub war es nie so, ist es nicht so und wird es auch nie so sein. (Abg. Öllinger: Bei uns auch nicht ...!) All jene, die sich zu freiheitlicher Politik bekennen, können Mitglied im freiheitlichen Klub sein, und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Herr Kollege Van der Bellen, eines ist ja schon interessant: Sie verteidigen jetzt die, wie Sie gesagt haben, „alte FPÖ“ und machen sich lustig über die Neugründung, fragen, welche Abgeordnete das jetzt sind. Ich sage Ihnen: Das sind freiheitliche Abgeordnete! (Abg. Dr. Glawischnig: „Freiheitliche Abgeordnete“?!) Wir haben freiheitliche Gesinnung. Aber diese Gesinnung gibt es bei Ihnen anscheinend nicht, denn wir haben heute ja gehört: Wenn man in einem Klub Abgeordneter ist, dann muss man auch einer politischen Partei angehören. Ist das bei Ihnen so? (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Bei der SPÖ ist es so? Ich sage Ihnen, und das mit einigem Stolz: Im freiheitlichen Klub war es nie so, ist es nicht so und wird es auch nie so sein. (Abg. Öllinger: Bei uns auch nicht ...!) All jene, die sich zu freiheitlicher Politik bekennen, können Mitglied im freiheitlichen Klub sein, und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Bei uns auch nicht ...!
Herr Kollege Van der Bellen, eines ist ja schon interessant: Sie verteidigen jetzt die, wie Sie gesagt haben, „alte FPÖ“ und machen sich lustig über die Neugründung, fragen, welche Abgeordnete das jetzt sind. Ich sage Ihnen: Das sind freiheitliche Abgeordnete! (Abg. Dr. Glawischnig: „Freiheitliche Abgeordnete“?!) Wir haben freiheitliche Gesinnung. Aber diese Gesinnung gibt es bei Ihnen anscheinend nicht, denn wir haben heute ja gehört: Wenn man in einem Klub Abgeordneter ist, dann muss man auch einer politischen Partei angehören. Ist das bei Ihnen so? (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Bei der SPÖ ist es so? Ich sage Ihnen, und das mit einigem Stolz: Im freiheitlichen Klub war es nie so, ist es nicht so und wird es auch nie so sein. (Abg. Öllinger: Bei uns auch nicht ...!) All jene, die sich zu freiheitlicher Politik bekennen, können Mitglied im freiheitlichen Klub sein, und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Van der Bellen, eines ist ja schon interessant: Sie verteidigen jetzt die, wie Sie gesagt haben, „alte FPÖ“ und machen sich lustig über die Neugründung, fragen, welche Abgeordnete das jetzt sind. Ich sage Ihnen: Das sind freiheitliche Abgeordnete! (Abg. Dr. Glawischnig: „Freiheitliche Abgeordnete“?!) Wir haben freiheitliche Gesinnung. Aber diese Gesinnung gibt es bei Ihnen anscheinend nicht, denn wir haben heute ja gehört: Wenn man in einem Klub Abgeordneter ist, dann muss man auch einer politischen Partei angehören. Ist das bei Ihnen so? (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Bei der SPÖ ist es so? Ich sage Ihnen, und das mit einigem Stolz: Im freiheitlichen Klub war es nie so, ist es nicht so und wird es auch nie so sein. (Abg. Öllinger: Bei uns auch nicht ...!) All jene, die sich zu freiheitlicher Politik bekennen, können Mitglied im freiheitlichen Klub sein, und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: 1 000 Mal haben wir ihn aufgefordert! Heute vielleicht nicht!
Es ist schon interessant, dass Sie jetzt die Exponenten der von Ihnen als „alte FPÖ“ apostrophierten Partei so wegschieben. Ewald Stadler haben Sie nicht nur ein Mal wegen aller möglichen Aussagen von ihm zum Rücktritt aufgefordert. (Abg. Dr. Van der Bellen: 1 000 Mal haben wir ihn aufgefordert! Heute vielleicht nicht!) Ich möchte gar nicht zitieren, was alles ... (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, richtig.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Es ist schon interessant, dass Sie jetzt die Exponenten der von Ihnen als „alte FPÖ“ apostrophierten Partei so wegschieben. Ewald Stadler haben Sie nicht nur ein Mal wegen aller möglichen Aussagen von ihm zum Rücktritt aufgefordert. (Abg. Dr. Van der Bellen: 1 000 Mal haben wir ihn aufgefordert! Heute vielleicht nicht!) Ich möchte gar nicht zitieren, was alles ... (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, richtig.
Abg. Dr. Glawischnig: Ja!
Frau Glawischnig hat die Wahl von Herrn Strache zum Wiener Obmann schwerstens kritisiert. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja!) Sie hat gesagt, rassistische Vorurteile werden da gebracht, und hat von einem eindeutigen Rechtsruck gesprochen.
Abg. Dr. Van der Bellen: Ist er noch Kollege von Ihnen? Ist er ausgeschlossen oder nicht? – Abg. Neudeck: Er ist ja Abgeordneter im EU-Parlament!
Kollege Mölzer – als rechtsradikal wurde er hier dargestellt (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist er noch Kollege von Ihnen? Ist er ausgeschlossen oder nicht? – Abg. Neudeck: Er ist ja Abgeordneter im EU-Parlament!) – wurde jetzt ein bisschen wie der letzte Liberale, der aus der freiheitlichen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, bedauert, und so weiter.
Abg. Dr. Van der Bellen: Die Regierung hat die Partei fallen gelassen!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Van der Bellen, ich weise das zurück: Die FPÖ ist kein, wie Sie gesagt haben, übel riechender Fetzen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Die Regierung hat die Partei fallen gelassen!) Und niemand hat diese FPÖ weggeworfen. Diese Partei war auch 22 Jahre lang meine politische Heimat. (Abg. Dr. Van der Bellen: Meine Entscheidung war das nicht! Ihre Entscheidung!) – Ja, aber die innerparteilichen Geschichten, die außerhalb dieses Parlaments angesiedelt sind, brauche ich vor Ihnen nicht darzulegen. Ich bedauere diesen Zustand und die Diskussion sehr – als politischer Mensch, als Freiheitlicher; keine Frage.
Abg. Dr. Van der Bellen: Meine Entscheidung war das nicht! Ihre Entscheidung!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Van der Bellen, ich weise das zurück: Die FPÖ ist kein, wie Sie gesagt haben, übel riechender Fetzen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Die Regierung hat die Partei fallen gelassen!) Und niemand hat diese FPÖ weggeworfen. Diese Partei war auch 22 Jahre lang meine politische Heimat. (Abg. Dr. Van der Bellen: Meine Entscheidung war das nicht! Ihre Entscheidung!) – Ja, aber die innerparteilichen Geschichten, die außerhalb dieses Parlaments angesiedelt sind, brauche ich vor Ihnen nicht darzulegen. Ich bedauere diesen Zustand und die Diskussion sehr – als politischer Mensch, als Freiheitlicher; keine Frage.
Abg. Eder: Das arme Deutschland muss immer herhalten! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen
Auch Sie von den Grünen hatten in Ihrer Fraktion bei der Gründung und in Ihrem politischen Leben schon Probleme. Es gab Abspaltungen, das waren dann auch grüne Abgeordnete hier im Klub. Auch in anderen Ländern ist das so, ich verweise auf die Grünen in Deutschland, auf die Auseinandersetzungen zwischen (Abg. Eder: Das arme Deutschland muss immer herhalten! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) – hören Sie zuerst zu, bevor Sie lachen, denn das ist eine ernste Geschichte! – jenen, die Oppositionspolitik machen wollten, und jenen, die Regierungsverantwortung übernehmen wollten, das waren auch harte Bandagen. Damals ist sogar mit Farbbeuteln geworfen worden. (Abg. Parnigoni: Das kann ja bei Ihnen noch kommen!)
Abg. Parnigoni: Das kann ja bei Ihnen noch kommen!
Auch Sie von den Grünen hatten in Ihrer Fraktion bei der Gründung und in Ihrem politischen Leben schon Probleme. Es gab Abspaltungen, das waren dann auch grüne Abgeordnete hier im Klub. Auch in anderen Ländern ist das so, ich verweise auf die Grünen in Deutschland, auf die Auseinandersetzungen zwischen (Abg. Eder: Das arme Deutschland muss immer herhalten! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) – hören Sie zuerst zu, bevor Sie lachen, denn das ist eine ernste Geschichte! – jenen, die Oppositionspolitik machen wollten, und jenen, die Regierungsverantwortung übernehmen wollten, das waren auch harte Bandagen. Damals ist sogar mit Farbbeuteln geworfen worden. (Abg. Parnigoni: Das kann ja bei Ihnen noch kommen!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es wäre viel bequemer gewesen, im Jahr 2002 nach den verlorenen Wahlen zu sagen: Nein, wir gehen in die Opposition, da ist es viel bequemer, viel angenehmer! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Und, wenn Sie schon die Gage ansprechen: Die halbe Arbeit
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nein! Wir haben uns auch damals der Verantwortung gestellt und haben gesagt: Wir wollen verhindern, dass es in Österreich so weitergeht wie in der Zeit vor 2000! – Das wollten wir verhindern, und das werden wir auch in Zukunft verhindern, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann
Das sind die Erfolge der Freiheitlichen in der Regierungsverantwortung, denn in der Zeit der großen Koalition hat es eine Erhöhung der Steuern und Abgaben gegeben – in der Zeit der neuen Koalition aus Freiheitlichen und Volkspartei hat es die größte steuerliche Senkung (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann) in der Geschichte der Zweiten Republik gegeben, Kollege Wittmann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind die Erfolge der Freiheitlichen in der Regierungsverantwortung, denn in der Zeit der großen Koalition hat es eine Erhöhung der Steuern und Abgaben gegeben – in der Zeit der neuen Koalition aus Freiheitlichen und Volkspartei hat es die größte steuerliche Senkung (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann) in der Geschichte der Zweiten Republik gegeben, Kollege Wittmann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Die Belastungspolitik 2000, 2001 und 2002 war nicht von schlechten Eltern!
Unter dieser Beteiligung, unter dieser Regierung ist etwas in wenigen Wochen umgesetzt worden, das ihr in 30 Jahren nicht geschafft habt (Abg. Parnigoni: Die Belastungspolitik 2000, 2001 und 2002 war nicht von schlechten Eltern!), nämlich die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten.
Abg. Parnigoni: Sie haben den Pensionisten das Geld aus der Tasche gezogen!
Wir haben mit der Pensionsharmonisierung auf Jahrzehnte die Altersversorgung gesichert. Wir haben mit drei Konjunkturpaketen verhindert, dass Österreich in die Rezession kommt – alles schwierige Projekte. (Abg. Parnigoni: Sie haben den Pensionisten das Geld aus der Tasche gezogen!) Bequemer wäre es gewesen, hier gegen alles zu sein, so wie Sie das gemacht haben, alles zu kritisieren und nichts zu verantworten.
Abg. Mag. Wurm: Hat schon der Verfassungsgerichtshof einmal aufgehoben!
Es gibt viele notwendige Bereiche, die noch offen sind: der Sicherheitsbereich, das Asylrecht (Abg. Mag. Wurm: Hat schon der Verfassungsgerichtshof einmal aufgehoben!) – ohne freiheitliche Beteiligung nicht adäquat umzusetzen –, die Heeresreform, die Bildungsreform, noch viele Maßnahmen im Sozialbereich, ich denke etwa an die Schwerarbeiterregelung, die Verfassungsreform. Ich hoffe, da werden Sie dann mitarbeiten und nicht nur, so wie Sie das hier getan haben, politisch agitieren. Da wird sich zeigen, ob bei Ihnen Partei, Politik und Verantwortung dasselbe sind, also alles, was der Partei dient, das machen wir hier auch politisch, oder ob Sie wirklich bereit sind, auch Verantwortung zu tragen.
Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir stellen uns, und es ist für jeden Einzelnen schmerzlich, sehr schmerzlich. Aber wenn es darum geht, die eigene Partei in den Vordergrund zu stellen oder die Arbeit für Österreich, dann steht bei uns immer die Arbeit für Österreich und für die Menschen in Österreich im Vordergrund. (Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Welche Partei?
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Regierungskolleginnen und -kollegen! Meine Damen und Herren Abgeordnete! (Abg. Eder: Welche Partei?) Erlauben Sie mir, zur heutigen Situation am Beginn meiner Ausführungen ganz offen zu
Abg. Öllinger: Sie haben nichts davon bemerkt, Sie waren im Ausland!
sagen, dass es in den letzten Tagen, Wochen und Monaten wirklich einige Irritationen und Situationen gegeben hat, über die ein Parteipolitiker, verantwortlich für das, was in seiner Partei passiert, über die aber auch ein Oppositionspolitiker, wenn er es gut mit Österreich meint, nicht unbedingt glücklich sein kann. (Abg. Öllinger: Sie haben nichts davon bemerkt, Sie waren im Ausland!)
Ruf bei der SPÖ: Gibt!
Wir müssen zugeben, dass es innerhalb der Freiheitlichen Partei eine Gruppe gegeben hat (Ruf bei der SPÖ: Gibt!) oder gibt, die einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, dass eine eindeutige Mehrheit, nämlich 83 Prozent der Zuständigen in der Bundesparteileitung, für den Weg in die Verantwortung, für den Weg in diese Regierung votiert hat. Es ist einfach nicht mehr möglich gewesen – ich gebe das zu –, ohne abgelenkt zu sein, konstruktiv und positiv denkend das zu tun, was unsere oberste Aufgabe in dieser Regierung ist, nämlich für Österreich die anstehenden Dinge, die anstehenden Reformen abzuarbeiten und in die Zukunft hinein die richtigen Weichen zu stellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir müssen zugeben, dass es innerhalb der Freiheitlichen Partei eine Gruppe gegeben hat (Ruf bei der SPÖ: Gibt!) oder gibt, die einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, dass eine eindeutige Mehrheit, nämlich 83 Prozent der Zuständigen in der Bundesparteileitung, für den Weg in die Verantwortung, für den Weg in diese Regierung votiert hat. Es ist einfach nicht mehr möglich gewesen – ich gebe das zu –, ohne abgelenkt zu sein, konstruktiv und positiv denkend das zu tun, was unsere oberste Aufgabe in dieser Regierung ist, nämlich für Österreich die anstehenden Dinge, die anstehenden Reformen abzuarbeiten und in die Zukunft hinein die richtigen Weichen zu stellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Wenn Sie, Herr Professor Van der Bellen, sagen, heute Vormittag haben sich einige Versprecher ergeben wegen diesem BZÖ – Bündnis Zukunft Österreich –, dann muss ich dem entgegenhalten, das ist meine Sorge nicht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Meine Sorge wäre es, wenn wir das Versprechen, das wir gegeben haben, nämlich nicht nur dem Regierungspartner, sondern auch den Österreicherinnen und Österreichern, mit dem Abkommen, eine Koalition zum Wohle Österreichs zu bilden, nicht einhalten könnten. Wenn wir dieses Versprechen bis zum Ende der Legislaturperiode nicht einhalten könnten, dann hätte ich ein Problem damit, ja, da gebe ich Ihnen Recht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie, Herr Professor Van der Bellen, sagen, heute Vormittag haben sich einige Versprecher ergeben wegen diesem BZÖ – Bündnis Zukunft Österreich –, dann muss ich dem entgegenhalten, das ist meine Sorge nicht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Meine Sorge wäre es, wenn wir das Versprechen, das wir gegeben haben, nämlich nicht nur dem Regierungspartner, sondern auch den Österreicherinnen und Österreichern, mit dem Abkommen, eine Koalition zum Wohle Österreichs zu bilden, nicht einhalten könnten. Wenn wir dieses Versprechen bis zum Ende der Legislaturperiode nicht einhalten könnten, dann hätte ich ein Problem damit, ja, da gebe ich Ihnen Recht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Nur blasser sind sie geworden, viel blasser!
Herr Dr. Gusenbauer, Sie haben hier abfällig gemeint, dass es ja dieselben Leute, dieselben Gesichter sind, die jetzt wieder hier sitzen in der Regierungspartei, in der Regierung selbst. (Abg. Dr. Puswald: Nur blasser sind sie geworden, viel blasser!) Ich sage Ihnen, als guter Österreicher, der Sie ja sind, sollten Sie eigentlich froh darüber sein, weil genau diese Gesichter, diese Personen die Versprechen einhalten, auch diese Regierung, die verspricht, dass es gut, nämlich erfolgreich mit Österreich weitergehen wird.
Abg. Parnigoni: Da widersprechen Sie dem Kanzler!
Was diese Regierung betrifft, haben Sie, Frau Kollegin Glawischnig, gemeint, es werde da immer gesagt, alles bestens. – Nein, es ist nicht alles bestens, der Zustand „Besser geht’s nicht mehr“ ist nie erreicht. (Abg. Parnigoni: Da widersprechen Sie dem Kanzler!) Und ich sage Ihnen, es ist deshalb nicht alles bestens, weil wir, diese Regierung, noch dabei sind, jene anstehenden Dinge und Probleme aufzuräumen und abzuarbeiten, die wir 2000 übernommen haben, da sind wir noch intensiv dabei. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Was diese Regierung betrifft, haben Sie, Frau Kollegin Glawischnig, gemeint, es werde da immer gesagt, alles bestens. – Nein, es ist nicht alles bestens, der Zustand „Besser geht’s nicht mehr“ ist nie erreicht. (Abg. Parnigoni: Da widersprechen Sie dem Kanzler!) Und ich sage Ihnen, es ist deshalb nicht alles bestens, weil wir, diese Regierung, noch dabei sind, jene anstehenden Dinge und Probleme aufzuräumen und abzuarbeiten, die wir 2000 übernommen haben, da sind wir noch intensiv dabei. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, aber wir sind im internationalen Vergleich optimal unterwegs. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das zeigen Kenndaten, etwa was das Wirtschaftswachstum betrifft, etwa was die Arbeitslosenquote betrifft, etwa was die Forschungsquote betrifft, etwa was das Budgetdefizit betrifft, das man in den Griff bekommen musste, und viele andere mehr. Sie wissen, es gibt auch ... (Abg. Parnigoni: Sie haben alles verscherbelt!)
Abg. Parnigoni: Sie haben alles verscherbelt!
Meine Damen und Herren! Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, aber wir sind im internationalen Vergleich optimal unterwegs. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das zeigen Kenndaten, etwa was das Wirtschaftswachstum betrifft, etwa was die Arbeitslosenquote betrifft, etwa was die Forschungsquote betrifft, etwa was das Budgetdefizit betrifft, das man in den Griff bekommen musste, und viele andere mehr. Sie wissen, es gibt auch ... (Abg. Parnigoni: Sie haben alles verscherbelt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ja, der Wirtschaftsstandort ist schon eine wichtige Angelegenheit, und es ist wichtig, dass man das auch international vergleicht. Und es freut uns überhaupt nicht, niemanden in dieser Regierung, und ich hoffe, Sie auch nicht, wenn es in Deutschland nicht so gut geht, weil das auf Österreich Auswirkungen hat. Nein, es freut uns nicht! Wir wollen den Österreicherinnen und Österreichern nur zeigen, dort eine rot-grüne Regierung, da eine schwarz-blaue oder schwarz-orange, was auch immer, eine bürgerliche Regierung. Der Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Was jetzt: FPÖ oder Freiheitliche?
Denken Sie doch einfach einmal ein bisschen zurück an Ihre Zeit in Regierungsverantwortung! Welche Freude hätten Sie und wie würden Sie jubeln, wären Ihnen Reformen wie die große Steuerreform gelungen, wären Ihnen Reformen wie die Pensionsharmonisierung gelungen, wären Ihnen Reformen wie die ÖBB-Reform im Infrastrukturbereich gelungen, wären Ihnen Reformen – seit 37 Jahren die Erste – wie uns im Forschungsbereich gelungen! Die Freude wäre nicht mehr beschreibbar und unüberhörbar, keine Frage. Dass Sie sich heute nicht wirklich mitfreuen, das verstehe ich, das hat oppositionelle Gründe, aber lassen Sie mir doch die Gelegenheit, heute meiner Freude Ausdruck zu verleihen, dass diese Abgeordneten der FPÖ, der Freiheitlichen (Abg. Parnigoni: Was jetzt: FPÖ oder Freiheitliche?) und die Regierungsmitglieder unverändert diesen Erfolgsweg weitergehen und weiter garantieren werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Denken Sie doch einfach einmal ein bisschen zurück an Ihre Zeit in Regierungsverantwortung! Welche Freude hätten Sie und wie würden Sie jubeln, wären Ihnen Reformen wie die große Steuerreform gelungen, wären Ihnen Reformen wie die Pensionsharmonisierung gelungen, wären Ihnen Reformen wie die ÖBB-Reform im Infrastrukturbereich gelungen, wären Ihnen Reformen – seit 37 Jahren die Erste – wie uns im Forschungsbereich gelungen! Die Freude wäre nicht mehr beschreibbar und unüberhörbar, keine Frage. Dass Sie sich heute nicht wirklich mitfreuen, das verstehe ich, das hat oppositionelle Gründe, aber lassen Sie mir doch die Gelegenheit, heute meiner Freude Ausdruck zu verleihen, dass diese Abgeordneten der FPÖ, der Freiheitlichen (Abg. Parnigoni: Was jetzt: FPÖ oder Freiheitliche?) und die Regierungsmitglieder unverändert diesen Erfolgsweg weitergehen und weiter garantieren werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Damit bin ich bei Investitionen. Sie wissen es ganz genau: In das hochrangige Verkehrsnetz, Schiene oder Straße, wird so viel investiert wie nie zuvor. Ich habe einmal einen längeren Zeitraum verglichen, nämlich 1985 bis 2000 oder exakt 1999. Ausgaben: 20 Milliarden €, umgerechnet in Euro. Der von uns vorgenommene Investitionsrahmen für 2000 bis 2014 beträgt 32 Milliarden €, 60 Prozent mehr, und das ist nur ein Beispiel. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn man objektiv ist, dann nimmt man auch einmal einen Wettbewerbsstandortvergleich zur Hand, etwa jenen des Schweizer IMD, International Institute For Management Development, das jährlich Standorte vergleicht, und zwar 60 Standorte weltweit. 1998: Österreich Platz 24, letztes Jahr: Österreich Platz 13, vor der Schweiz, vor China, vor Japan und so weiter. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend, meine Damen und Herren, darf ich Thorsten Fischer zitieren, der einmal gemeint hat: Wege sind zum Gehen da. Sind keine Wege da, muss man eben Wege schaffen. – Wir haben uns mit der Gründung des BZÖ wieder einen Weg geschaffen, damit diese Bundesregierung auch weiterhin für Österreich erfolgreich unterwegs sein kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Murauer: Das ist aber stark!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr Vizekanzler macht es nur klar: Auch dann, wenn er wie ein Mantra seine abgestandenen Sätze aus „Neuer Zürcher Zeitung“, „Süddeutscher Zeitung“ und so weiter, seine drei Rankings, die wir auch schon zum hundertsten Mal gehört haben, wiederholt: Jeder weitere Tag mit dieser Regierung ist ein verlorener Tag. Tut mir Leid. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Murauer: Das ist aber stark!) Und vor allem den Österreicherinnen und Österreichern, die Sie gewählt haben, tut es Leid. Das ist das Bittere daran, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Scheibner: Da seid ihr noch demonstrieren gegangen!
Wir alle haben doch noch das Bild vor Augen: Februar 2000, ein Porsche, zwei Personen, Haider und Schüssel. (Abg. Scheibner: Da seid ihr noch demonstrieren gegangen!) Es gibt einen Neuwagen, einen glänzenden Porsche, und Herr Haider, damals noch stolzer Neuwagenbesitzer, lädt Herrn Schüssel ein. Schöne Fahrt. Haider vertschüsst sich – bin schon weg, bin schon wieder da. Es gibt andere Fahrer. Und im September 2002 lösen Herr Haider und einige andere den Schleudersitz zum ersten Mal aus.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren von FPÖ oder BZÖ, wie auch immer! BZÖ ist heute kein einziges Mal gefallen; ich weiß nicht, ob es die überhaupt gibt. Es gibt jedenfalls Sie nicht mehr als Mitglieder der Freiheitlichen Partei. Soweit haben wir das verstanden. Das muss man sich ja vorstellen. Noch einmal, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Herr Scheuch, dieser Vorgang ist nicht nur demokratiepolitisch makaber, sondern weltweit einzigartig. Nicht irgendwelche Leute, die mit der Parteiführung nicht mehr einverstanden sind, spalten sich ab, sondern eine Parteispitze, die das Votum ihrer Partei fürchtet, sagt, vor dieser Partei laufen wir davon. Weg, aus. Wir fürchten uns vor unserer Partei. Wir können sie nicht mehr brauchen, wir haben Angst vor der Partei, deshalb verlassen wir, die gewählte Führung, die Partei. Kein Versuch, sich durch eine Urabstimmung, durch irgendein Votum eine Mehrheit zu organisieren. Nichts, gar nichts, nicht einmal Verzweiflung, sondern die sagen einfach: Wir laufen davon!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Darüber wird man noch diskutieren müssen. Die Debatte hat erst begonnen. Einzigartig, nämlich skandalös! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie etwas: Würden Sie das auch am Heiligen Abend oder am Ostersonntag, der bekanntlich der höchste christliche Festtag ist, machen wollen? Würden Sie das tun? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das, was Sie da machen, ist auf eine bestimmte Art und Weise perfid. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der 1. Mai ist der Heilige Abend?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der 1. Mai ist der Heilige Abend?
Jetzt frage ich Sie etwas: Würden Sie das auch am Heiligen Abend oder am Ostersonntag, der bekanntlich der höchste christliche Festtag ist, machen wollen? Würden Sie das tun? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das, was Sie da machen, ist auf eine bestimmte Art und Weise perfid. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der 1. Mai ist der Heilige Abend?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Nein, meine Damen und Herren, das ist wirklich nicht ernst zu nehmen. Ich wäre sehr bereit gewesen, daran zu glauben, dass neben dieser kleinen Spitze in Richtung Sozialdemokratie, Gewerkschaften und andere, die am 1. Mai feiern wollen und demonstrieren, auch für bestimmte Rechte demonstrieren wollen, noch etwas anderes, ein ehrliches Anliegen dahinter ist. Mit dem, dass Sie hier jetzt das Budget für das nächste Jahr beschließen, machen Sie den ganzen Satz, dass Sie wirklich vorhaben, im Bereich Arbeitslosigkeit etwas abzuarbeiten, wo Sie fünf Jahre lang geschlafen haben, zunichte. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Und das richtet sich selbst, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist nicht ernst zu nehmen, im Gegenteil, das ist eine Bösartigkeit, die Sie jetzt nicht gegenüber der Sozialdemokratie, die wird damit fertig werden, gegenüber der Gewerkschaft machen, sondern die Sie gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern genauso probieren wie mit der Umfärbung dieser Hundehütte, die vorher freiheitlich geheißen hat und jetzt irgendwie demokratisch oder wie auch immer heißen soll. Es schauen die gleichen Personen heraus. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Entschuldigung, ja, ich sage nicht Hundehütte, sondern ich sage Haus dazu. Ein Haus, das vorher blau angestrichen war, wird jetzt orange angestrichen. (Abg. Scheibner: Wieso regen Sie sich dann darüber auf?) Aus den Fenstern schauen dieselben Personen heraus,
Abg. Scheibner: Wieso regen Sie sich dann darüber auf?
Und das richtet sich selbst, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist nicht ernst zu nehmen, im Gegenteil, das ist eine Bösartigkeit, die Sie jetzt nicht gegenüber der Sozialdemokratie, die wird damit fertig werden, gegenüber der Gewerkschaft machen, sondern die Sie gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern genauso probieren wie mit der Umfärbung dieser Hundehütte, die vorher freiheitlich geheißen hat und jetzt irgendwie demokratisch oder wie auch immer heißen soll. Es schauen die gleichen Personen heraus. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Entschuldigung, ja, ich sage nicht Hundehütte, sondern ich sage Haus dazu. Ein Haus, das vorher blau angestrichen war, wird jetzt orange angestrichen. (Abg. Scheibner: Wieso regen Sie sich dann darüber auf?) Aus den Fenstern schauen dieselben Personen heraus,
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jeder Tag mit dieser Regierungstruppe ist ein verlorener Tag. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wieso?
Herr Kollege Öllinger, ich möchte Ihren Vergleich des 1. Mai mit dem Heiligen Abend gar nicht kommentieren, das war schlicht und einfach entlarvend. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wieso?)
Abg. Öllinger: Wer?
Erstens: Es gibt seit gestern in diesem Land eine neue politische Gruppierung (Abg. Öllinger: Wer?), deren Selbstverständnis darin besteht, konstruktiv für die Zukunft dieses Landes zu arbeiten. (Abg. Öllinger: Ha, ha, ha!) Ich begrüße eine solche Entwicklung, meine Damen und Herren: dass es hier eine politische Bewegung gibt, die sagt: Wir geben zu, wir hatten in unserer Partei auch destruktive Kräfte, wir wollen uns davon lösen und wollen konstruktiv für dieses Land weiterarbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ha, ha, ha!
Erstens: Es gibt seit gestern in diesem Land eine neue politische Gruppierung (Abg. Öllinger: Wer?), deren Selbstverständnis darin besteht, konstruktiv für die Zukunft dieses Landes zu arbeiten. (Abg. Öllinger: Ha, ha, ha!) Ich begrüße eine solche Entwicklung, meine Damen und Herren: dass es hier eine politische Bewegung gibt, die sagt: Wir geben zu, wir hatten in unserer Partei auch destruktive Kräfte, wir wollen uns davon lösen und wollen konstruktiv für dieses Land weiterarbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erstens: Es gibt seit gestern in diesem Land eine neue politische Gruppierung (Abg. Öllinger: Wer?), deren Selbstverständnis darin besteht, konstruktiv für die Zukunft dieses Landes zu arbeiten. (Abg. Öllinger: Ha, ha, ha!) Ich begrüße eine solche Entwicklung, meine Damen und Herren: dass es hier eine politische Bewegung gibt, die sagt: Wir geben zu, wir hatten in unserer Partei auch destruktive Kräfte, wir wollen uns davon lösen und wollen konstruktiv für dieses Land weiterarbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen noch etwas: Es wäre vielleicht für die eine oder andere Oppositionspartei auch gut, wenn sie sich von destruktiven Kräften lösen würde, die nur negative Energie einbringen und nichts für die Zukunft dieses Landes leisten, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Wir haben den Vergleich, meine Damen und Herren: 14 Jahre Regierungspartner SPÖ – fünf Jahre Regierungspartner diese Fraktion, und ich sage Ihnen (Zwischenruf der Abg. Silhavy): Wenn Sie sich die Bilanz anschauen, dann können Sie feststellen: In diesen letzten fünf Jahren haben wir wesentlich mehr notwendige Reformen für das
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Land durchgeführt als in den 14 Jahren davor, meine Damen und Herren von der SPÖ. Ein schlichter Vergleich macht uns sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Cap! Wir konnten mit Ihnen keine Sicherheitsreform, die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie, keine Pensionsreform, keine Gesundheitsreform, keine ÖBB-Reform, keine Kapitalmarktreform, keine Forschungsreform durchführen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt, mit diesem Partner, konnten wir das. Danke an diesen Partner! Ich bin froh, dass die gleichen Persönlichkeiten hier sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap! Wir konnten mit Ihnen keine Sicherheitsreform, die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie, keine Pensionsreform, keine Gesundheitsreform, keine ÖBB-Reform, keine Kapitalmarktreform, keine Forschungsreform durchführen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt, mit diesem Partner, konnten wir das. Danke an diesen Partner! Ich bin froh, dass die gleichen Persönlichkeiten hier sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Eder.
Herr Kollege Eder! Ich verstehe, dass Sie das nicht verstehen. Wissen Sie, warum? – Bei Ihrer Philosophie: Ohne Partei bin ich nichts!, verstehe ich, dass Sie das nicht verstehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Herr Kollege Eder, Ihr Selbstverständnis: Ohne Partei bin ich nichts!, ist ja auf Kollisionskurs mit unserer Bundesverfassung. Was steht denn da, bitte, drinnen? Wir kandidieren auf der Liste einer Partei, haben dann aber das freie Mandat. Natürlich, mit „Ohne Partei bin ich nichts!“ passt das nicht zusammen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Sie sind auf Kollisionskurs mit unserer Bundesverfassung, Herr Kollege Eder. Noch so laute Zwischenrufe können das nicht verheimlichen: dass Sie in Kollision sind mit unserer Bundesverfassung mit „Ohne Partei bin ich nichts!“. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Herr Kollege Eder, Ihr Selbstverständnis: Ohne Partei bin ich nichts!, ist ja auf Kollisionskurs mit unserer Bundesverfassung. Was steht denn da, bitte, drinnen? Wir kandidieren auf der Liste einer Partei, haben dann aber das freie Mandat. Natürlich, mit „Ohne Partei bin ich nichts!“ passt das nicht zusammen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Sie sind auf Kollisionskurs mit unserer Bundesverfassung, Herr Kollege Eder. Noch so laute Zwischenrufe können das nicht verheimlichen: dass Sie in Kollision sind mit unserer Bundesverfassung mit „Ohne Partei bin ich nichts!“. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Ironische Heiterkeit des Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer. – Abg. Reheis: Das ist schizophren, was Sie da aufführen!
Meine Damen und Herren! Ich sage es ehrlichen Gewissens und werde es gleich begründen: Ich bin froh, dass es diese politische Entwicklung in diesem Land gibt! (Ironische Heiterkeit des Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer. – Abg. Reheis: Das ist schizophren, was Sie da aufführen!)
Abg. Eder: Ihnen davonlaufen werden!
Ich bin froh, dass wir mit diesem Partner – und ehrlich gestanden, mir ist es völlig egal, was auf dem Türtaferl dieses Klubs steht – erstens die notwendigen Reformen durchführen konnten, zweitens auf Grund unserer Leistungsbilanz überzeugt sind, die noch ausstehenden Aufgaben – sie wurden heute schon genannt: Asylgesetz, Fremdenpolizeigesetz, Bildungsreform, Bundesheerreform – bewältigen zu können, und drittens auf Grund der Leistungsbilanz der letzten fünf Jahre und dem, was wir im nächsten Jahr noch bewältigen werden, ich überzeugt bin, dass am Wahltag, im Herbst 2006, die Mehrheit der Österreicher (Abg. Eder: Ihnen davonlaufen werden!) für eine bürgerliche Mehrheit plädiert und nicht das Experiment Rot-Grün auch in Österreich haben will. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin froh, dass wir mit diesem Partner – und ehrlich gestanden, mir ist es völlig egal, was auf dem Türtaferl dieses Klubs steht – erstens die notwendigen Reformen durchführen konnten, zweitens auf Grund unserer Leistungsbilanz überzeugt sind, die noch ausstehenden Aufgaben – sie wurden heute schon genannt: Asylgesetz, Fremdenpolizeigesetz, Bildungsreform, Bundesheerreform – bewältigen zu können, und drittens auf Grund der Leistungsbilanz der letzten fünf Jahre und dem, was wir im nächsten Jahr noch bewältigen werden, ich überzeugt bin, dass am Wahltag, im Herbst 2006, die Mehrheit der Österreicher (Abg. Eder: Ihnen davonlaufen werden!) für eine bürgerliche Mehrheit plädiert und nicht das Experiment Rot-Grün auch in Österreich haben will. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat das nicht der Ambrozy gesagt?
„Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht: denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.“ – (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat das nicht der Ambrozy gesagt?)
Abg. Scheibner: Na sicher! Das tun wir!
Das ist richtig, wir kommen aus dem Wundern nicht heraus. Nur: Die Österreicherinnen und Österreicher werden langsam die Nase voll haben von dem, was hier passiert, denn die wollen, dass wirklich gearbeitet wird (Abg. Scheibner: Na sicher! Das tun wir!), und nicht nur die Selbstbeschwörungsformel: Lasst uns endlich arbeiten! hören.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder, ironisch lachend: Genau!
Dann hat er gesagt: Ich will meine Freude zum Ausdruck bringen!, aber den Satz hat er nicht beendet, er hätte noch sagen müssen: dass ich Vizekanzler geblieben bin, denn das war mir das Wichtigste! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder, ironisch lachend: Genau!)
Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Gorbach.
Das ist das Wichtigste all derer, die hinter diesem Projekt stehen. Da sage ich: Es stimmt wirklich, dass das eine Zweckgemeinschaft der Sesselkleber ist! (Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Gorbach.) Jetzt lacht er da hinten. – Es wird eines Tages die Plenardebatte zu Ende sein, und Sie werden noch immer sitzen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Es wird heute nicht mehr so lange dauern!) Sie werden nicht mehr aufstehen können, weil Sie so an Ihren Sesseln kleben. Da sind wir schon längst zu Hause. (Abg. Mag. Molterer: Ihr geht immer früher heim! Das stimmt!) So sind Sie fixiert auf diese Ämter!
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Es wird heute nicht mehr so lange dauern!
Das ist das Wichtigste all derer, die hinter diesem Projekt stehen. Da sage ich: Es stimmt wirklich, dass das eine Zweckgemeinschaft der Sesselkleber ist! (Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Gorbach.) Jetzt lacht er da hinten. – Es wird eines Tages die Plenardebatte zu Ende sein, und Sie werden noch immer sitzen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Es wird heute nicht mehr so lange dauern!) Sie werden nicht mehr aufstehen können, weil Sie so an Ihren Sesseln kleben. Da sind wir schon längst zu Hause. (Abg. Mag. Molterer: Ihr geht immer früher heim! Das stimmt!) So sind Sie fixiert auf diese Ämter!
Abg. Mag. Molterer: Ihr geht immer früher heim! Das stimmt!
Das ist das Wichtigste all derer, die hinter diesem Projekt stehen. Da sage ich: Es stimmt wirklich, dass das eine Zweckgemeinschaft der Sesselkleber ist! (Ironische Heiterkeit des Vizekanzlers Gorbach.) Jetzt lacht er da hinten. – Es wird eines Tages die Plenardebatte zu Ende sein, und Sie werden noch immer sitzen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Es wird heute nicht mehr so lange dauern!) Sie werden nicht mehr aufstehen können, weil Sie so an Ihren Sesseln kleben. Da sind wir schon längst zu Hause. (Abg. Mag. Molterer: Ihr geht immer früher heim! Das stimmt!) So sind Sie fixiert auf diese Ämter!
Abg. Mag. Molterer: Ein schlechter Ministrant!
Ich sage Ihnen: Es ist immer wieder das gleiche Schema: Es wird verniedlicht, dann kommt der Herr Bundeskanzler, gut gelaunt, tut so, als ob nichts wäre, und liest dann den Selbstlob-Katalog vor. – Heute war das wieder so. Das ist nur durch ein leichtes Gähnen des Vizekanzlers unterbrochen worden, das habe ich mir sehr genau gemerkt, knapp nach dem Wort „Summerauerbahn“ hat er gegähnt, der Vizekanzler. Weihrauch macht müde! (Abg. Mag. Molterer: Ein schlechter Ministrant!) Ich verstehe das, aber es ist jedenfalls so, das scheint ein auslösendes Moment gewesen zu sein.
Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe wenigstens eine Rede, Sie haben gar keine!
Weil Klubobmann Molterer gerade so lacht: Er ist ja der Verfechter der Strategie der Professionalität. Ich frage mich: Was war da seit dem Jahr 2000 professionell? Es war natürlich toll professionell, wie die Ministerrücktritte organisiert worden sind: Zack, zack, zack ist es da gegangen, und weg waren sie, reihenweise! Es war toll professionell, wie manche Gesetze gemacht worden sind. Das sollten Sie in Ihre Textbausteine einbauen, Herr Stummvoll. Heute haben Sie die Zweierrede gehabt, nehmen Sie wieder die Einserrede (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe wenigstens eine Rede, Sie haben gar keine!), und dann schreiben Sie, bitte, hinein, wie das mit dem Verfassungsgerichtshof ist, der da ein Gesetz nach dem anderen aufgehoben hat. Ich brauche es nicht aufzuzählen, man kennt es ohnehin.
Beifall bei der SPÖ.
Oder: Knittelfeld. – Total professionell! Man trifft sich in Knittelfeld und jagt die Regierung in die Luft. Professioneller geht es ohnehin nicht. Diese Art von Professionalität mag ich in Wirklichkeit! (Beifall bei der SPÖ.) Von dieser Professionalität kann ich nicht genug kriegen. Machen Sie endlich die finale Professionalität, damit wir von dem Ganzen Ruhe haben!
Abg. Neudeck: Solche Zustände haben Sie schon immer gehabt! Sie hatten nie eine Basis!
Herr Bundeskanzler, Sie sind natürlich an dem Machtgipfel angelangt, das stimmt schon, denn Sie brauchen jetzt überhaupt niemanden mehr zu fragen – außer sich selbst. Es gibt ja nichts mehr! Es gibt keine Basis (Abg. Neudeck: Solche Zustände haben Sie schon immer gehabt! Sie hatten nie eine Basis!), die Wähler sind zum Teil schon vorher davongelaufen, man braucht niemanden mehr zu fragen. Super!
Heiterkeit bei der SPÖ.
Sie haben auch keine starken Minister mehr in der Regierung. Der einzig halbwegs starke Minister ist heute wieder nicht da, wahrscheinlich hat ihn die Hektik auf einem der Flughäfen aufgehalten. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie können das ganz allein machen. Daher war es auch richtig, dass Sie sich hergestellt und gesagt haben: Endlich habe ich mein Ziel erreicht, ich bin jetzt wirklich für alles allein verantwortlich!
Abg. Mag. Molterer, ironisch lachend: Na schön! Sehr gut!
Jawohl, so soll es sein, aber danach werden wir Sie aber dann hier auch bemessen und in den Diskussionen aufarbeiten! (Abg. Mag. Molterer, ironisch lachend: Na schön! Sehr gut!) Sie sind derjenige, der dafür allein zuständig ist. – Jetzt lacht er ganz sicher und freut sich darüber, weil er sein Ziel erreicht hat. Stimmt es? Ich sehe ihn zwar nicht, aber ich glaube, es ist richtig. – Stimmt genau! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jawohl, so soll es sein, aber danach werden wir Sie aber dann hier auch bemessen und in den Diskussionen aufarbeiten! (Abg. Mag. Molterer, ironisch lachend: Na schön! Sehr gut!) Sie sind derjenige, der dafür allein zuständig ist. – Jetzt lacht er ganz sicher und freut sich darüber, weil er sein Ziel erreicht hat. Stimmt es? Ich sehe ihn zwar nicht, aber ich glaube, es ist richtig. – Stimmt genau! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Da kann ich nur sagen: Überlegen Sie sich das noch einmal – vor allem Sie in der dritten, vierten, fünften, sechsten Reihe –: Mitgehangen, mitgefangen! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Sie vergessen nämlich eines: Mitgehangen, mitgefangen – wenn diese Regierung dann sozusagen stürzt oder endgültig am Ende ist oder schlussendlich die beste Art der Professionalität entwickelt hat, dann werden Sie dabei sein! Das sollten Sie nicht vergessen!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Vielleicht haben Sie das olympische Prinzip: Es ist nicht wichtig, das Mandat wieder zu erobern, sondern Hauptsache ist, wir waren dabei! Wenn das das Prinzip ist – auch in Ordnung! Aber ich sage Ihnen: Es ist dies alles viel zu ernst! Es geht hier um Österreich und um die Zukunft Österreichs – und nicht darum, dass diese Regierung bloß auf ihren Sesseln sitzen bleibt. Das werden wir den Wählern vermitteln! Und das werden die Wähler Ihnen auch vermitteln, wenn der Wahltag da ist! Ich hoffe, die Rechnung wird für Sie teuer genug werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap hat soeben gesagt, Sie werden die Regierung messen. – Das war ja mehr oder weniger eine Drohung! (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer.) Aber Ihre Bemessungskriterien, Herr Abgeordneter Cap, die sind mehr als fragwürdig.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie, Frau Kollegin? Erklären Sie mir, für wen Sie sprechen!
das auch hier demonstriert, dann ist das ein Schmäh. – Schön langsam müssen Sie sich etwas anderes überlegen, denn glaubwürdig sind Sie damit nicht mehr! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie, Frau Kollegin? Erklären Sie mir, für wen Sie sprechen!)
Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie, Frau Kollegin? Wissen Sie das schon?
Herr Abgeordneter Cap! Wenn Sie schon die Professionalität der Regierung hier anzweifeln, dann fragen Sie doch einmal den Sozialexperten Rürup! Er hat – und er ist heute schon zitiert worden – Österreichs Regierungspolitik ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Dort sollten Sie fragen! Sie werden sehen, dass er Ihnen bestätigen wird, dass professionell gearbeitet wurde. (Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie, Frau Kollegin? Wissen Sie das schon?)
Abg. Öllinger: Wer sind Sie?
Herr Gusenbauer sagte, als Parlamentarier habe er das Recht zu wissen, mit wem er es zu tun hat. (Abg. Öllinger: Wer sind Sie?)
Abg. Gaál: Wer sind Sie? Wie ist Ihr Name?
Das ist ja wirklich absurd, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das zeigt, dass Sie nicht unterscheiden können, was eigentlich jeder Jurist weiß – Sie haben ja auch Juristen in Ihrer Fraktion –, dass man nämlich unterscheiden muss zwischen der Arbeit der Regierung und der Arbeit des Parlaments. Sonst würden Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie diesen Unterschied auch machen würden, heute nicht sagen beziehungsweise behaupten, die Regierung stehe vor einem Desaster oder Schüssel stehe vor den Trümmern der Regierungsarbeit – nur deshalb, weil sich in unserer Partei eine Spaltung vollzogen hat. (Abg. Gaál: Wer sind Sie? Wie ist Ihr Name?) Diese Spaltung hat mit der parlamentarischen Arbeit überhaupt nichts zu tun. Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen sprechen Sie?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen sprechen Sie?
Das ist ja wirklich absurd, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das zeigt, dass Sie nicht unterscheiden können, was eigentlich jeder Jurist weiß – Sie haben ja auch Juristen in Ihrer Fraktion –, dass man nämlich unterscheiden muss zwischen der Arbeit der Regierung und der Arbeit des Parlaments. Sonst würden Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie diesen Unterschied auch machen würden, heute nicht sagen beziehungsweise behaupten, die Regierung stehe vor einem Desaster oder Schüssel stehe vor den Trümmern der Regierungsarbeit – nur deshalb, weil sich in unserer Partei eine Spaltung vollzogen hat. (Abg. Gaál: Wer sind Sie? Wie ist Ihr Name?) Diese Spaltung hat mit der parlamentarischen Arbeit überhaupt nichts zu tun. Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen sprechen Sie?)
Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie jetzt?
Nur deshalb, weil sich eine neue Gruppierung gebildet hat, soll es Neuwahlen geben? Es ist doch unvorstellbar, dass Sie eine derartige Auffassung vertreten, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie jetzt?) Aber ich kann es schon verstehen, denn Ihre Vorstellung ist geprägt von der ausgeübten Politik: Die Regierung und das Parlament sind für Sie identisch! Sie haben ja niemals das Parlament als eine Kontrollinstanz zur Regierung aufgefasst (Zwischenruf der Abg. Silhavy), sondern bei Ihnen lautete immer die Parole: Das Parlament muss die Regierung decken! So haben Sie auch gehandelt!
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Nur deshalb, weil sich eine neue Gruppierung gebildet hat, soll es Neuwahlen geben? Es ist doch unvorstellbar, dass Sie eine derartige Auffassung vertreten, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Für wen sprechen Sie jetzt?) Aber ich kann es schon verstehen, denn Ihre Vorstellung ist geprägt von der ausgeübten Politik: Die Regierung und das Parlament sind für Sie identisch! Sie haben ja niemals das Parlament als eine Kontrollinstanz zur Regierung aufgefasst (Zwischenruf der Abg. Silhavy), sondern bei Ihnen lautete immer die Parole: Das Parlament muss die Regierung decken! So haben Sie auch gehandelt!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Ausfluss dieses Denkens ist ja auch folgende Vorgangsweise – ich kann mich noch genau daran erinnern –: In der großen Koalition hat es Gesetze, vor allem Sozialgesetze, gegeben, die nicht hier im Parlament beschlossen worden sind, sondern da haben die Sozialpartner bestimmt, was ins Gesetz kommt. Im Parlament konnte die Opposition nicht einmal Punkt oder Beistrich ändern, weil alles vom Anfang bis zum Ende abgesprochen war. Das ist Ihre Auffassung von der parlamentarischen Demokratie, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Das ist keine Instabilität, so wie Sie es heute behauptet haben, sondern das ist der gewünschte Zustand in einer parlamentarischen Demokratie. Das müssen Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Sie sagen, wir wollen das so. Natürlich stelle ich mir das so vor! Das ist doch eigentlich etwas, das wir alle, alle Volksvertreter, wollen sollten: eine Kontrollarbeit! (Abg. Silhavy: Warum machen Sie es dann nicht?) Wir machen es! Beobachten Sie unsere Arbeit und hören Sie endlich auf, ununterbrochen Kritik zu üben! Beobachten Sie auch unsere Arbeit als parlamentarische Fraktion, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen stehen Sie denn eigentlich?)
Abg. Silhavy: Warum machen Sie es dann nicht?
Das ist keine Instabilität, so wie Sie es heute behauptet haben, sondern das ist der gewünschte Zustand in einer parlamentarischen Demokratie. Das müssen Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Sie sagen, wir wollen das so. Natürlich stelle ich mir das so vor! Das ist doch eigentlich etwas, das wir alle, alle Volksvertreter, wollen sollten: eine Kontrollarbeit! (Abg. Silhavy: Warum machen Sie es dann nicht?) Wir machen es! Beobachten Sie unsere Arbeit und hören Sie endlich auf, ununterbrochen Kritik zu üben! Beobachten Sie auch unsere Arbeit als parlamentarische Fraktion, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen stehen Sie denn eigentlich?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen stehen Sie denn eigentlich?
Das ist keine Instabilität, so wie Sie es heute behauptet haben, sondern das ist der gewünschte Zustand in einer parlamentarischen Demokratie. Das müssen Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Sie sagen, wir wollen das so. Natürlich stelle ich mir das so vor! Das ist doch eigentlich etwas, das wir alle, alle Volksvertreter, wollen sollten: eine Kontrollarbeit! (Abg. Silhavy: Warum machen Sie es dann nicht?) Wir machen es! Beobachten Sie unsere Arbeit und hören Sie endlich auf, ununterbrochen Kritik zu üben! Beobachten Sie auch unsere Arbeit als parlamentarische Fraktion, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Für wen stehen Sie denn eigentlich?)
Ruf bei der SPÖ: Mit wem?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Gusenbauer hat heute gesagt: Wir sollen heute über das Budget abstimmen, aber wir wissen nicht, mit wem! (Ruf bei der SPÖ: Mit wem?) – Herr Abgeordneter Gusenbauer ist Politiker – er ist leider jetzt nicht im Saal – und weiß natürlich ganz genau, mit wem er das Budget abstimmen muss und soll. Er ist aber auch Jurist, und deshalb sollte er auch vom verfassungsrechtlichen Standpunkt eine Antwort auf diese Frage finden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In jeder wirklich gelebten Demokratie würde eine solche Frage, wie sie Herr Abgeordneter Gusenbauer heute gestellt hat, als absurd angesehen werden, weil man dieses Denken, ein Denken nur in Parteikategorien, überhaupt nicht verstehen würde. In allen anderen parlamentarisch gelebten Demokratien würde Herr Gusenbauer für eine solche Frage dementsprechend behandelt werden: er würde nicht einmal mehr gewählt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube wirklich, dass Sie ein bisschen Nachhilfeunterricht in Staatsrecht und Verfassungsrecht nehmen sollten. Dann würden Sie nämlich auch akzeptieren, dass die parlamentarische Arbeit von der Regierungsarbeit zu unterscheiden ist, und würden nicht ununterbrochen diesen Mix aus Regierung und Parlament machen. Dann würden Sie uns unsere parteiinternen Sachen alleine erledigen lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: § 7 Geschäftsordnung!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, von allen Fraktionen entsandt! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe den verfassungsrechtlichen Exkurs von Kollegin Partik-Pablé sehr interessant gefunden (Abg. Scheibner: § 7 Geschäftsordnung!); dieser besagt einfach, dass Sie auf der politischen Ebene offensichtlich schon abgedankt haben und sich nur mehr auf eine rein formal-rechtliche Ebene begeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wichtig!) Dass Sie formal im Recht sind und dass Sie, solange es eine Mehrheit gibt, selbstverständlich auch hier regieren können, nämlich dass die Regierung regieren kann, mit Unterstützung des Parlaments, das steht überhaupt nicht zur Debatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja schon etwas! – Abg. Neudeck: Ist ja fast schon ein Wunder, dass Sie das anerkennen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wichtig!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, von allen Fraktionen entsandt! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe den verfassungsrechtlichen Exkurs von Kollegin Partik-Pablé sehr interessant gefunden (Abg. Scheibner: § 7 Geschäftsordnung!); dieser besagt einfach, dass Sie auf der politischen Ebene offensichtlich schon abgedankt haben und sich nur mehr auf eine rein formal-rechtliche Ebene begeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wichtig!) Dass Sie formal im Recht sind und dass Sie, solange es eine Mehrheit gibt, selbstverständlich auch hier regieren können, nämlich dass die Regierung regieren kann, mit Unterstützung des Parlaments, das steht überhaupt nicht zur Debatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja schon etwas! – Abg. Neudeck: Ist ja fast schon ein Wunder, dass Sie das anerkennen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja schon etwas! – Abg. Neudeck: Ist ja fast schon ein Wunder, dass Sie das anerkennen!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, von allen Fraktionen entsandt! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe den verfassungsrechtlichen Exkurs von Kollegin Partik-Pablé sehr interessant gefunden (Abg. Scheibner: § 7 Geschäftsordnung!); dieser besagt einfach, dass Sie auf der politischen Ebene offensichtlich schon abgedankt haben und sich nur mehr auf eine rein formal-rechtliche Ebene begeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wichtig!) Dass Sie formal im Recht sind und dass Sie, solange es eine Mehrheit gibt, selbstverständlich auch hier regieren können, nämlich dass die Regierung regieren kann, mit Unterstützung des Parlaments, das steht überhaupt nicht zur Debatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja schon etwas! – Abg. Neudeck: Ist ja fast schon ein Wunder, dass Sie das anerkennen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen Sie so sehen!
Zur Debatte steht die politische Implikation beziehungsweise die politische Konsequenz, die der Umstand hat, dass die ÖVP momentan mit einer Gruppe, von der eigentlich niemand weiß, wofür sie steht, und die auch niemand in dieser Form gewählt hat, eine Koalition bildet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen Sie so sehen!)
Abg. Scheibner: ... ist aber niemand ausgetreten! – Abg. Neudeck: Der hat Ihnen gepasst!
Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Frage des LIF zurückkommen. Das ist nämlich doch, finde ich, ganz interessant, und es ist heute auch schon zwei, drei Mal erwähnt worden. Diesem gegenüber gibt es aber einen wesentlichen Unterschied: Die Abgeordneten, die damals aus der freiheitlichen Fraktion sozusagen ausgetreten sind und das LIF gegründet haben, sind aus einem ganz bestimmten Grund ausgetreten, den sie auch genannt haben. (Abg. Scheibner: ... ist aber niemand ausgetreten! – Abg. Neudeck: Der hat Ihnen gepasst!) – Nein! Moment!
Zwischenrufe der Abgeordneten Wittauer und Scheibner.
Sie haben gesagt, sie wollten mit den Freiheitlichen nichts mehr zu tun haben, und sie haben ganz klar deklariert, was sie wollen. Sie haben gesagt: Wir sind jemand anderer, wir wollen mit den Freiheitlichen nichts mehr zu tun haben! (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittauer und Scheibner.)
Abg. Scheibner: Dann haben Sie ein ... Problem!
Das ist genau das Problem, das wir heute schon den ganzen Tag mit Ihnen haben (Abg. Scheibner: Dann haben Sie ein ... Problem!), dass Sie nämlich sagen, Sie seien einerseits der freiheitliche Klub, andererseits seien alle Abgeordneten des freiheitlichen Klubs nicht mehr Freiheitliche, sondern BZÖ. (Bundesminister Gorbach: Beides möglich!)
Ruf: Das werden Sie schon sehen!
Herr Kollege Scheibner, Sie sagen, Sie werden antreten und sich sozusagen von der Bevölkerung bestätigen lassen. Ich frage mich: Wer wird denn da antreten? (Ruf: Das werden Sie schon sehen!) Wir der freiheitliche Klub antreten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie überhaupt nichts an!) – Es geht mich schon etwas an. Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen, ich versuche nur, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie uns schon einmal gewählt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie gar nichts an!) – Es geht mich etwas an, und ich kann es Ihnen erklären. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Neudeck: Haben Sie schon einmal blassblau gewählt?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie überhaupt nichts an!
Herr Kollege Scheibner, Sie sagen, Sie werden antreten und sich sozusagen von der Bevölkerung bestätigen lassen. Ich frage mich: Wer wird denn da antreten? (Ruf: Das werden Sie schon sehen!) Wir der freiheitliche Klub antreten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie überhaupt nichts an!) – Es geht mich schon etwas an. Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen, ich versuche nur, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie uns schon einmal gewählt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie gar nichts an!) – Es geht mich etwas an, und ich kann es Ihnen erklären. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Neudeck: Haben Sie schon einmal blassblau gewählt?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie uns schon einmal gewählt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie gar nichts an!
Herr Kollege Scheibner, Sie sagen, Sie werden antreten und sich sozusagen von der Bevölkerung bestätigen lassen. Ich frage mich: Wer wird denn da antreten? (Ruf: Das werden Sie schon sehen!) Wir der freiheitliche Klub antreten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie überhaupt nichts an!) – Es geht mich schon etwas an. Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen, ich versuche nur, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie uns schon einmal gewählt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie gar nichts an!) – Es geht mich etwas an, und ich kann es Ihnen erklären. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Neudeck: Haben Sie schon einmal blassblau gewählt?)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Neudeck: Haben Sie schon einmal blassblau gewählt?
Herr Kollege Scheibner, Sie sagen, Sie werden antreten und sich sozusagen von der Bevölkerung bestätigen lassen. Ich frage mich: Wer wird denn da antreten? (Ruf: Das werden Sie schon sehen!) Wir der freiheitliche Klub antreten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie überhaupt nichts an!) – Es geht mich schon etwas an. Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen, ich versuche nur, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie uns schon einmal gewählt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie gar nichts an!) – Es geht mich etwas an, und ich kann es Ihnen erklären. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Neudeck: Haben Sie schon einmal blassblau gewählt?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können es ja eh nicht!
Sie können sich schon wieder ein bisschen zurücklehnen. Es geht mich etwas an, und ich sage Ihnen auch, warum: Weil ich als Abgeordnete auch demokratiepolitische Interessen in diesem Land vertrete. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können es ja eh nicht!)
Abg. Großruck: ... Fundis und Realos! Das haben Sie auch immer gehabt!
Wenn Sie so tun, als ob das so einfach durchgehen würde, dass Sie behaupten, Sie seien zugleich der freiheitliche Klub und das BZÖ, und die ÖVP behauptet (Abg. Großruck: ... Fundis und Realos! Das haben Sie auch immer gehabt!), sie habe mit einem doppelten Klub überhaupt kein Problem, nämlich damit, dass dieser ein freiheitlicher Klub ist und ein BZÖ – von dem sie allerdings nicht weiß, wer das ist –, dann, finde ich, haben wir demokratiepolitisch ein Problem. Und darüber sollte in diesem Parlament diskutiert werden. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ja eine merkwürdige Logik bei Ihnen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ja eine merkwürdige Logik bei Ihnen!
Wenn Sie so tun, als ob das so einfach durchgehen würde, dass Sie behaupten, Sie seien zugleich der freiheitliche Klub und das BZÖ, und die ÖVP behauptet (Abg. Großruck: ... Fundis und Realos! Das haben Sie auch immer gehabt!), sie habe mit einem doppelten Klub überhaupt kein Problem, nämlich damit, dass dieser ein freiheitlicher Klub ist und ein BZÖ – von dem sie allerdings nicht weiß, wer das ist –, dann, finde ich, haben wir demokratiepolitisch ein Problem. Und darüber sollte in diesem Parlament diskutiert werden. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ja eine merkwürdige Logik bei Ihnen!)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Die Merkwürdigkeit bei uns kann Ihnen ganz egal sein!
Die Merkwürdigkeit liegt absolut bei Ihnen, Herr Kollege Scheibner! Die Merkwürdigkeit liegt absolut bei Ihnen und nicht bei denen, die sich hier Klarheit verschaffen wollen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Die Merkwürdigkeit bei uns kann Ihnen ganz egal sein!)
Abg. Mag. Molterer: Aha! Das ist interessant! Sie ist eine ... Parteigeneralsekretärin!
Wenn Herr Bundeskanzler Schüssel sagt, das BZÖ sei eine Gruppe, die nur freie Hand brauche, dann frage ich mich: freie Hand – frei wovon eigentlich? Wovon haben Sie sich befreit, wenn Sie da freie Hand brauchen? Sie haben sich ganz offensichtlich von Ihrer Partei befreit, die Sie immerhin gewählt hat, auch wenn hier offenbar, auch bei Herrn Kollegen Stummvoll, die Meinung vorherrscht, man brauche die Partei nicht, um ins Parlament zu kommen. Meiner Meinung nach sitzt er da einem Irrtum auf, denn wir sitzen alle hier, weil wir durch eine Partei ein Mandat bekommen haben. (Abg. Mag. Molterer: Aha! Das ist interessant! Sie ist eine ... Parteigeneralsekretärin!)
Abg. Neudeck: Nein, das ist nicht wahr!
Sie haben sich also von Ihrer Partei befreit und beschlossen, die Parteispitze, der ihre Partei nicht mehr folgt, gründet jetzt eine neue Gruppierung. Aus meiner Sicht haben Sie sich von den Leuten befreit, die Sie gewählt haben. (Abg. Neudeck: Nein, das ist nicht wahr!) Insofern kann man Herrn Bundeskanzler Schüssel nur ersuchen: Setzen Sie einen letzten karitativen Akt, geben Sie dem BZÖ die Möglichkeit, dass es tatsächlich einmal gewählt wird (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so ein Witz! Ihre Wortmeldung ist einfach lächerlich!), und geben Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so ein Witz! Ihre Wortmeldung ist einfach lächerlich!
Sie haben sich also von Ihrer Partei befreit und beschlossen, die Parteispitze, der ihre Partei nicht mehr folgt, gründet jetzt eine neue Gruppierung. Aus meiner Sicht haben Sie sich von den Leuten befreit, die Sie gewählt haben. (Abg. Neudeck: Nein, das ist nicht wahr!) Insofern kann man Herrn Bundeskanzler Schüssel nur ersuchen: Setzen Sie einen letzten karitativen Akt, geben Sie dem BZÖ die Möglichkeit, dass es tatsächlich einmal gewählt wird (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so ein Witz! Ihre Wortmeldung ist einfach lächerlich!), und geben Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben sich also von Ihrer Partei befreit und beschlossen, die Parteispitze, der ihre Partei nicht mehr folgt, gründet jetzt eine neue Gruppierung. Aus meiner Sicht haben Sie sich von den Leuten befreit, die Sie gewählt haben. (Abg. Neudeck: Nein, das ist nicht wahr!) Insofern kann man Herrn Bundeskanzler Schüssel nur ersuchen: Setzen Sie einen letzten karitativen Akt, geben Sie dem BZÖ die Möglichkeit, dass es tatsächlich einmal gewählt wird (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so ein Witz! Ihre Wortmeldung ist einfach lächerlich!), und geben Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Im Gegensatz zu manch anderen! – Frau Kollegin Sburny, Sie haben behauptet (Zwischenrufe bei der SPÖ), alle oder fast alle Mitglieder im freiheitlichen Klub seien Mitglied im „Bündnis Zukunft Österreich“. – Das ist unrichtig!
Abg. Mag. Trunk: Was haben Sie dann gestern erzählt?
Es gibt im freiheitlichen Klub Mitglieder beziehungsweise Proponenten für das „Bündnis Zukunft Österreich“, es gibt im freiheitlichen Klub parteifreie Abgeordnete, und ein Großteil der Abgeordneten im freiheitlichen Klub ist nach wie vor Mitglied der Freiheitlichen Partei, und zwar in den jeweiligen Landesgruppen. (Abg. Mag. Trunk: Was haben Sie dann gestern erzählt?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Eine Regenbogenliste!
Alle sind Mitglieder im freiheitlichen Klub und tragen Verantwortung für Österreich und für diese Regierungspolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Eine Regenbogenliste!)
Abg. Dr. Kräuter: ... Klasnic ...!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! „Wer sich selbst ... zur Warnerin vor den Verderben bringenden Barbaren“ macht, der darf sich dann „nicht wundern, wenn man sein Geschnatter Geschnatter nennt.“ (Abg. Dr. Kräuter: ... Klasnic ...!) „Und es war in der Tat größtenteils hysterisches Geschnatter“. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ – in Richtung des Präsidenten Dr. Khol –: Herr Präsident, was soll das?)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ – in Richtung des Präsidenten Dr. Khol –: Herr Präsident, was soll das?
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! „Wer sich selbst ... zur Warnerin vor den Verderben bringenden Barbaren“ macht, der darf sich dann „nicht wundern, wenn man sein Geschnatter Geschnatter nennt.“ (Abg. Dr. Kräuter: ... Klasnic ...!) „Und es war in der Tat größtenteils hysterisches Geschnatter“. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der SPÖ – in Richtung des Präsidenten Dr. Khol –: Herr Präsident, was soll das?)
Abg. Mag. Wurm: Ah so! – Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Regen Sie sich nicht künstlich auf! Ich bin bei „den Februartagen des Jahres 2000“, meine Damen und Herren, ich bin noch nicht bei Ihnen – außer Sie waren damals dabei, dann bin ich schon bei Ihnen. (Abg. Mag. Wurm: Ah so! – Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Wenn Sie nicht dabei waren, dann bin ich noch nicht bei Ihnen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Die traurigen Erben des Viktor Klima hatten kurz geglaubt, sie könnten den mühsamen Weg zurück an die Macht durch eine ,moralische Revolution‘ abkürzen. Heute glaubt das niemand mehr, heute kann man ruhig darüber reden. Und dieses ruhige Reden führt zu der Einschätzung, dass das Experiment Schwarz-Blau gelungen ist ...“, meine Damen und Herren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Ist das jetzt Schwarz-Blau oder schon Schwarz-Orange?
Das ist das, womit Sie ein Problem haben. Und das gilt auch für den heutigen Tag. (Abg. Bures: Ist das jetzt Schwarz-Blau oder schon Schwarz-Orange?) – Ich habe von viel Geschnatter gesprochen, Kollegin Bures! Sie haben Recht. Und wie wenig Angriffsfläche ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihre Frauenfeindlichkeit ist wirklich zum – Wundern!) – Ich habe mit dem „Geschnatter“ nur den Chefredakteur der „Presse“ zitiert, Frau Kollegin Wurm! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihre Frauenfeindlichkeit ist wirklich zum – Wundern!
Das ist das, womit Sie ein Problem haben. Und das gilt auch für den heutigen Tag. (Abg. Bures: Ist das jetzt Schwarz-Blau oder schon Schwarz-Orange?) – Ich habe von viel Geschnatter gesprochen, Kollegin Bures! Sie haben Recht. Und wie wenig Angriffsfläche ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihre Frauenfeindlichkeit ist wirklich zum – Wundern!) – Ich habe mit dem „Geschnatter“ nur den Chefredakteur der „Presse“ zitiert, Frau Kollegin Wurm! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist das, womit Sie ein Problem haben. Und das gilt auch für den heutigen Tag. (Abg. Bures: Ist das jetzt Schwarz-Blau oder schon Schwarz-Orange?) – Ich habe von viel Geschnatter gesprochen, Kollegin Bures! Sie haben Recht. Und wie wenig Angriffsfläche ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Wurm: Ihre Frauenfeindlichkeit ist wirklich zum – Wundern!) – Ich habe mit dem „Geschnatter“ nur den Chefredakteur der „Presse“ zitiert, Frau Kollegin Wurm! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte mich nicht beim Geschnatter aufhalten. Aber wie wenig Angriffsfläche diese Regierung bietet, zeigt ja der heutige Antrag der Grünen. Ich weiß nicht, ob Sie sich diesen Antrag angesehen haben. Er bietet für die Forderung, die erhoben wird, weder eine politische Begründung noch – und schon gar nicht – eine rechtliche (Abg. Mag. Molterer: Genau!), denn wenn Sie schon nicht zur Kenntnis nehmen wollen, was der Herr Bundespräsident diesbezüglich
Abg. Sburny: Formal ist das korrekt!
gesagt hat, der von Ihnen sehr geschätzte Professor Heinz Mayer sagt sehr deutlich, was Kollegin Sburny vorhin wieder in Abrede stellen wollte. Sie haben da, glaube ich, wirklich ein falsches Verständnis vom freien Mandat. (Abg. Sburny: Formal ist das korrekt!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Verfassungsrechtlich ist das kein Problem! Das hat aber auch niemand behauptet!
Das freie Mandat gewährt auch das Recht auf Beibehaltung des Mandats während der gesamten Funktionsperiode. (Abg. Dr. Van der Bellen: Verfassungsrechtlich ist das kein Problem! Das hat aber auch niemand behauptet!) Freilich bewirkt die Dominanz der politischen Parteien – er dürfte da vor allem an die SPÖ gedacht haben – in einem parlamentarischen System (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke, Herr Oberlehrer!) eine gewisse Beeinträchtigung der Unabhängigkeit von Abgeordneten. (Abg. Dr. Van der Bellen: An Ihnen ist ein Oberlehrer verloren gegangen!) Dieser bleibt aber gleichwohl rechtlich frei. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wissen wir ja längst! Langweilen Sie uns nicht!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Danke, Herr Oberlehrer!
Das freie Mandat gewährt auch das Recht auf Beibehaltung des Mandats während der gesamten Funktionsperiode. (Abg. Dr. Van der Bellen: Verfassungsrechtlich ist das kein Problem! Das hat aber auch niemand behauptet!) Freilich bewirkt die Dominanz der politischen Parteien – er dürfte da vor allem an die SPÖ gedacht haben – in einem parlamentarischen System (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke, Herr Oberlehrer!) eine gewisse Beeinträchtigung der Unabhängigkeit von Abgeordneten. (Abg. Dr. Van der Bellen: An Ihnen ist ein Oberlehrer verloren gegangen!) Dieser bleibt aber gleichwohl rechtlich frei. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wissen wir ja längst! Langweilen Sie uns nicht!)
Abg. Dr. Van der Bellen: An Ihnen ist ein Oberlehrer verloren gegangen!
Das freie Mandat gewährt auch das Recht auf Beibehaltung des Mandats während der gesamten Funktionsperiode. (Abg. Dr. Van der Bellen: Verfassungsrechtlich ist das kein Problem! Das hat aber auch niemand behauptet!) Freilich bewirkt die Dominanz der politischen Parteien – er dürfte da vor allem an die SPÖ gedacht haben – in einem parlamentarischen System (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke, Herr Oberlehrer!) eine gewisse Beeinträchtigung der Unabhängigkeit von Abgeordneten. (Abg. Dr. Van der Bellen: An Ihnen ist ein Oberlehrer verloren gegangen!) Dieser bleibt aber gleichwohl rechtlich frei. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wissen wir ja längst! Langweilen Sie uns nicht!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das wissen wir ja längst! Langweilen Sie uns nicht!
Das freie Mandat gewährt auch das Recht auf Beibehaltung des Mandats während der gesamten Funktionsperiode. (Abg. Dr. Van der Bellen: Verfassungsrechtlich ist das kein Problem! Das hat aber auch niemand behauptet!) Freilich bewirkt die Dominanz der politischen Parteien – er dürfte da vor allem an die SPÖ gedacht haben – in einem parlamentarischen System (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke, Herr Oberlehrer!) eine gewisse Beeinträchtigung der Unabhängigkeit von Abgeordneten. (Abg. Dr. Van der Bellen: An Ihnen ist ein Oberlehrer verloren gegangen!) Dieser bleibt aber gleichwohl rechtlich frei. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wissen wir ja längst! Langweilen Sie uns nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie den freiheitlichen Abgeordneten ihre Freiheit, mit der sie ihren Klub bilden wollen, und spielen Sie hier nicht den Oberlehrer, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
Wir stehen mitten in der Arbeit für das Land (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), und es wäre eine grobe Missachtung des Wählerwillens, würden wir jetzt Neuwahlen ausschreiben, meine Damen und Herren – eine grobe Missachtung! Das Vertrauen, das wir von den Wählern bekommen haben, verlangt von uns, das umfangreiche Regierungsprogramm, das für diese Legislaturperiode vorgesehen ist, fertig zu machen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, dann!) Wir haben schon jetzt eine großartige Leistungsbilanz, und wir werden diese Arbeit für Österreich fortsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, dann!
Wir stehen mitten in der Arbeit für das Land (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), und es wäre eine grobe Missachtung des Wählerwillens, würden wir jetzt Neuwahlen ausschreiben, meine Damen und Herren – eine grobe Missachtung! Das Vertrauen, das wir von den Wählern bekommen haben, verlangt von uns, das umfangreiche Regierungsprogramm, das für diese Legislaturperiode vorgesehen ist, fertig zu machen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, dann!) Wir haben schon jetzt eine großartige Leistungsbilanz, und wir werden diese Arbeit für Österreich fortsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir stehen mitten in der Arbeit für das Land (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), und es wäre eine grobe Missachtung des Wählerwillens, würden wir jetzt Neuwahlen ausschreiben, meine Damen und Herren – eine grobe Missachtung! Das Vertrauen, das wir von den Wählern bekommen haben, verlangt von uns, das umfangreiche Regierungsprogramm, das für diese Legislaturperiode vorgesehen ist, fertig zu machen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, dann!) Wir haben schon jetzt eine großartige Leistungsbilanz, und wir werden diese Arbeit für Österreich fortsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nehmen Sie sich doch eher ein Beispiel am erfolgreichsten Bürgermeister der SPÖ in Niederösterreich, an Ihrem ehemaligen Innenminister Schlögl. Er hat Ihnen im „Kurier“ einen guten Rat gegeben: „,Die SPÖ sollte mehr mitgestalten und nicht immer in totaler Opposition zur Regierung stehen. Denn nicht alles, was Schüssel & Co. auf den Weg gebracht haben, ist schlecht.‘ ... Als Beispiel nannte er die Steuer- und Pensionsreform: ,In beiden Fällen hätte die SPÖ aktiv werden müssen ...‘“ – Ein Ratschlag von Schlögl, von Ihrem erfolgreichsten Bürgermeister in Niederösterreich, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: BZÖ!
Es ist schon höchst eigenartig, wenn die SPÖ hier die Zusammenarbeit der ÖVP mit der FPÖ und insbesondere mit dem Kärntner Landeshauptmann Haider kritisiert. (Abg. Mag. Wurm: BZÖ!) Haben Sie ein Problem mit der Kärntner SPÖ, meine Damen und Herren? – Sie müssten ein großes Problem haben, wären Sie konsequent, denn dort ist die Zusammenarbeit SPÖ/FPÖ, glaube ich, das Modell, das gelebt wird. (Abg. Mag. Wurm: BZÖ!)
Abg. Mag. Wurm: BZÖ!
Es ist schon höchst eigenartig, wenn die SPÖ hier die Zusammenarbeit der ÖVP mit der FPÖ und insbesondere mit dem Kärntner Landeshauptmann Haider kritisiert. (Abg. Mag. Wurm: BZÖ!) Haben Sie ein Problem mit der Kärntner SPÖ, meine Damen und Herren? – Sie müssten ein großes Problem haben, wären Sie konsequent, denn dort ist die Zusammenarbeit SPÖ/FPÖ, glaube ich, das Modell, das gelebt wird. (Abg. Mag. Wurm: BZÖ!)
Rufe bei der ÖVP: Haben wir!
Meine Damen und Herren! Österreich braucht vor allem: einen entschlossenen Regierungschef, der entschlossen ist, diese Arbeit für Österreich fortzusetzen (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!), ein starkes Regierungsteam (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) und (Abg. Mag. Wurm: Und Lopatka!) solide Mehrheitsverhältnisse im Parlament. (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) – Alle drei Anforderungen erfüllt, ich kann meine Rede beenden.
Rufe bei der ÖVP: Haben wir!
Meine Damen und Herren! Österreich braucht vor allem: einen entschlossenen Regierungschef, der entschlossen ist, diese Arbeit für Österreich fortzusetzen (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!), ein starkes Regierungsteam (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) und (Abg. Mag. Wurm: Und Lopatka!) solide Mehrheitsverhältnisse im Parlament. (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) – Alle drei Anforderungen erfüllt, ich kann meine Rede beenden.
Abg. Mag. Wurm: Und Lopatka!
Meine Damen und Herren! Österreich braucht vor allem: einen entschlossenen Regierungschef, der entschlossen ist, diese Arbeit für Österreich fortzusetzen (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!), ein starkes Regierungsteam (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) und (Abg. Mag. Wurm: Und Lopatka!) solide Mehrheitsverhältnisse im Parlament. (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) – Alle drei Anforderungen erfüllt, ich kann meine Rede beenden.
Rufe bei der ÖVP: Haben wir!
Meine Damen und Herren! Österreich braucht vor allem: einen entschlossenen Regierungschef, der entschlossen ist, diese Arbeit für Österreich fortzusetzen (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!), ein starkes Regierungsteam (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) und (Abg. Mag. Wurm: Und Lopatka!) solide Mehrheitsverhältnisse im Parlament. (Rufe bei der ÖVP: Haben wir!) – Alle drei Anforderungen erfüllt, ich kann meine Rede beenden.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir sind auf einem guten Weg! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Oje!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Frau Kollegin, bitte. (Rufe bei der ÖVP: Oje!)
Rufe bei der ÖVP: Schaut schlecht aus!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Rufe bei der ÖVP: Schaut schlecht aus!) So dringend und dringlich dieser heutige Antrag der Grünen unserer Ansicht nach ist, so schlecht waren die Reden, die bisher von den Regierungsfraktionen gekommen sind. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Rufe bei der ÖVP: Schaut schlecht aus!) So dringend und dringlich dieser heutige Antrag der Grünen unserer Ansicht nach ist, so schlecht waren die Reden, die bisher von den Regierungsfraktionen gekommen sind. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck
Besonders schlecht war die Rede des Herrn Kollegen Lopatka, der in dreifacher Hinsicht daneben geschlagen hat: Auf der einen Seite weiß ich gar nicht, ob Sie im Jahr 2000 schon dabei waren, aber zitiert haben Sie aus Zeitungen aus diesem Jahr; zum Zweiten haben Sie etwas zitiert (Zwischenruf des Abg. Neudeck), was wir ohnehin längst wissen; und zum Dritten behaupten Sie, zu wissen, was der Wähler und die Wählerin wollen! – Das ist sehr vermessen, Herr Kollege! Das würde ich mich nicht trauen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders schlecht war die Rede des Herrn Kollegen Lopatka, der in dreifacher Hinsicht daneben geschlagen hat: Auf der einen Seite weiß ich gar nicht, ob Sie im Jahr 2000 schon dabei waren, aber zitiert haben Sie aus Zeitungen aus diesem Jahr; zum Zweiten haben Sie etwas zitiert (Zwischenruf des Abg. Neudeck), was wir ohnehin längst wissen; und zum Dritten behaupten Sie, zu wissen, was der Wähler und die Wählerin wollen! – Das ist sehr vermessen, Herr Kollege! Das würde ich mich nicht trauen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Die Grünen sagen ...!
Herr Klubobmann Molterer hat heute die ganze Zeit vom Wählen und vom Arbeiten gesprochen. – Die Mehrheit der Bevölkerung möchte, glaube ich, schon wählen, wer für sie arbeitet. Sie behaupten, dass Sie wissen, was die Mehrheit der Bevölkerung will – das halte ich genauso für vermessen, Herr Klubobmann Molterer! (Abg. Mag. Molterer: Die Grünen sagen ...!) Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu wählen, wer für sie arbeiten soll – und hat nicht das hinzunehmen, was Sie da „herumwurschteln“ und herumtun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Klubobmann Molterer hat heute die ganze Zeit vom Wählen und vom Arbeiten gesprochen. – Die Mehrheit der Bevölkerung möchte, glaube ich, schon wählen, wer für sie arbeitet. Sie behaupten, dass Sie wissen, was die Mehrheit der Bevölkerung will – das halte ich genauso für vermessen, Herr Klubobmann Molterer! (Abg. Mag. Molterer: Die Grünen sagen ...!) Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu wählen, wer für sie arbeiten soll – und hat nicht das hinzunehmen, was Sie da „herumwurschteln“ und herumtun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben keinen Haider-Zwang!
Wenn ich, wie Frau Kollegin Partik-Pablé gesagt hat, zwischen Klubzwang und Haider-Zwang wählen müsste, dann wäre mir, muss ich sagen, ein Klubzwang allemal lieber, denn vor einem Haider-Zwang gruselt es mich ein bisschen, das sage ich Ihnen auch in aller Offenheit und Ehrlichkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben keinen Haider-Zwang!)
Abg. Neudeck: Das haben wir aber noch nie erlebt!
Sie arbeiten, wann Sie wollen, was Sie wollen und meistens nicht das, was Sie sollen, denn ich erinnere nur an Ihre Vorgangsweise, zu vertagen, vertagen, vertagen, wenn wir in Ausschüssen konstruktiv mitarbeiten wollen (Abg. Neudeck: Das haben wir aber noch nie erlebt!), wenn wir konstruktiv Anträge einbringen. Zwei Drittel der Anträge im Sozialausschuss werden einfach schubladisiert und vertagt. Das ist nicht unsere Sicht von konstruktivem Arbeiten, das ist Ihre Ansicht von destruktivem Arbeiten, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie arbeiten, wann Sie wollen, was Sie wollen und meistens nicht das, was Sie sollen, denn ich erinnere nur an Ihre Vorgangsweise, zu vertagen, vertagen, vertagen, wenn wir in Ausschüssen konstruktiv mitarbeiten wollen (Abg. Neudeck: Das haben wir aber noch nie erlebt!), wenn wir konstruktiv Anträge einbringen. Zwei Drittel der Anträge im Sozialausschuss werden einfach schubladisiert und vertagt. Das ist nicht unsere Sicht von konstruktivem Arbeiten, das ist Ihre Ansicht von destruktivem Arbeiten, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Herr Bundeskanzler, Sie waren schon im Jahr 2000 kein Bundeskanzler mit Weitblick (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), 2002 waren Sie es auch nicht – und im Jahr 2005? (Abg. Kopf: Das werden Sie 2020 immer noch sagen!) – Jetzt sind Sie ein Bundeskanzler mit Mikroblick, und das möchte ich Ihnen etwas genauer erklären. (Abg. Dr. Stummvoll: Werden Sie das 2020 immer noch sagen?)
Abg. Kopf: Das werden Sie 2020 immer noch sagen!
Herr Bundeskanzler, Sie waren schon im Jahr 2000 kein Bundeskanzler mit Weitblick (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), 2002 waren Sie es auch nicht – und im Jahr 2005? (Abg. Kopf: Das werden Sie 2020 immer noch sagen!) – Jetzt sind Sie ein Bundeskanzler mit Mikroblick, und das möchte ich Ihnen etwas genauer erklären. (Abg. Dr. Stummvoll: Werden Sie das 2020 immer noch sagen?)
Abg. Dr. Stummvoll: Werden Sie das 2020 immer noch sagen?
Herr Bundeskanzler, Sie waren schon im Jahr 2000 kein Bundeskanzler mit Weitblick (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), 2002 waren Sie es auch nicht – und im Jahr 2005? (Abg. Kopf: Das werden Sie 2020 immer noch sagen!) – Jetzt sind Sie ein Bundeskanzler mit Mikroblick, und das möchte ich Ihnen etwas genauer erklären. (Abg. Dr. Stummvoll: Werden Sie das 2020 immer noch sagen?)
Abg. Kopf: ... Rede für 2010 aufbewahren!
Alles locker vom Hocker!, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt, aber ein Bundeskanzler mit Mikroblick sieht nur das, was er sehen will, er hat nicht den Blick auf das Wesentliche, er engt politisch ein und grenzt vieles aus. – Das sind Menschen mit Mikroblick. (Abg. Kopf: ... Rede für 2010 aufbewahren!) Hinter mir sitzen noch viel mehr. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Alles locker vom Hocker!, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt, aber ein Bundeskanzler mit Mikroblick sieht nur das, was er sehen will, er hat nicht den Blick auf das Wesentliche, er engt politisch ein und grenzt vieles aus. – Das sind Menschen mit Mikroblick. (Abg. Kopf: ... Rede für 2010 aufbewahren!) Hinter mir sitzen noch viel mehr. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Machen Sie sich um uns nicht solche Sorgen!
Ein Bundeskanzler mit Mikroblick verlässt sich auf Versprechen von Orange/BZÖ – sprich: Jörg Haider –, er verlässt sich auf Versprechen einer neu gegründeten – noch ohne Gründungskonvent – Organisation, Verein, ich weiß nicht, was Sie sind. Sie verlassen sich auf das Wort eines Jörg Haider, von dem wir heute schon gehört haben, was alles er in der Vergangenheit nicht gehalten hat von dem, was er versprochen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Machen Sie sich um uns nicht solche Sorgen!) – Dieser wird sich noch freuen, und Sie werden noch schauen, Herr Bundeskanzler. Das kann ich Ihnen auch versprechen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Bundeskanzler mit Mikroblick verlässt sich auf Versprechen von Orange/BZÖ – sprich: Jörg Haider –, er verlässt sich auf Versprechen einer neu gegründeten – noch ohne Gründungskonvent – Organisation, Verein, ich weiß nicht, was Sie sind. Sie verlassen sich auf das Wort eines Jörg Haider, von dem wir heute schon gehört haben, was alles er in der Vergangenheit nicht gehalten hat von dem, was er versprochen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Machen Sie sich um uns nicht solche Sorgen!) – Dieser wird sich noch freuen, und Sie werden noch schauen, Herr Bundeskanzler. Das kann ich Ihnen auch versprechen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Es kommt eh wieder die Spargelzeit!
Sie befinden sich – so, wie Sie es heute der APA gegenüber gesagt haben – wahrlich in einer „dramatischen Situation“, die Sie, und nur Sie allein, zu verantworten haben! (Abg. Großruck: Es kommt eh wieder die Spargelzeit!) Schon heute ist Ihnen der Vertrauensverlust der Bevölkerung sicher. Das garantiere ich Ihnen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie befinden sich – so, wie Sie es heute der APA gegenüber gesagt haben – wahrlich in einer „dramatischen Situation“, die Sie, und nur Sie allein, zu verantworten haben! (Abg. Großruck: Es kommt eh wieder die Spargelzeit!) Schon heute ist Ihnen der Vertrauensverlust der Bevölkerung sicher. Das garantiere ich Ihnen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sehen die wirtschaftliche und die gesellschaftspolitische Welt ausschließlich aus der Ich-Perspektive – Mikroblick, ja? –, Sie tun so, als hätte jeder einzelne Mensch ohnehin alles im Griff, und wenn nicht, dann hat er Pech gehabt. – Aber bei dieser Sichtweise, dieser Mikroblick-Sichtweise, ist man blind für Rückkoppelungen, meine Damen und Herren, die das Gegenteil dessen hervorbringen können, was die Handelnden ursprünglich beabsichtigt haben. Bei allfälligen nächsten Wahlen werden Sie die Rechnung garantiert präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese Mikroblick-Verordnung gilt auch für alle Regierungsmitglieder und alle Staatssekretäre, das ist ganz klar. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Auch die Tatsache, dass Sie noch mehr Frauen in die Regierung geholt haben, bedeutet nicht automatisch, dass in diesem Land mehr für Frauen getan wird! Das Gegenteil ist der Fall: Weniger wird für Frauen in Österreich getan! Die Herren und die Damen von der Bundesregierung bestätigen uns das täglich, leider tagtäglich.
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das war sie immer!
Haubner war blau, jetzt ist sie orange; sie war Parteiobfrau, jetzt ist sie nicht mehr Parteiobfrau; sie wollte heimlich schon einmal Frauenministerin werden, habe ich einer APA-Meldung entnommen, jetzt ist sie wieder die Schwester ihres Bruders und neuen Chefs des BZÖ. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das war sie immer!) Dieser wird bewegen, sie wird ausführen – aber sicherlich nicht im Sinne der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen. Das kann ich Ihnen sagen! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Haubner war blau, jetzt ist sie orange; sie war Parteiobfrau, jetzt ist sie nicht mehr Parteiobfrau; sie wollte heimlich schon einmal Frauenministerin werden, habe ich einer APA-Meldung entnommen, jetzt ist sie wieder die Schwester ihres Bruders und neuen Chefs des BZÖ. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das war sie immer!) Dieser wird bewegen, sie wird ausführen – aber sicherlich nicht im Sinne der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen. Das kann ich Ihnen sagen! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Abschließend: Mich erinnert diese heutige Situation an eine recht witzige Sendung im ORF – aber heute ist es nicht witzig (Zwischenruf bei der ÖVP) –, mich erinnert diese heutige Situation, Herr Kollege, an „Taxi Orange“. Kennen Sie „Taxi Orange“? Ja? – Zum Schluss ist immer jemand hinausgeekelt worden:
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Publikum – in diesem Fall werden es die Wählerinnen und Wähler sein – hat beschlossen, wer als Nächster hinaus muss. Ich sage. Es wird der Bundeskanzler sein! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ja-Rufe bei der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch zu Wort. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) 7 Minuten Redezeit. – Das ist auch Ihre Gesamtrestredezeit, Herr Abgeordneter. Bitte.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Parnigoni und Silhavy.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine geschätzten Damen und Herren hier im Plenum! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, dass Sie als Frau die amtierende Sozialministerin abqualifizierend darstellen – mit „jetzt ist sie wieder die Schwester“ –, das, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, richtet sich von selbst! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Parnigoni und Silhavy.)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Das hat er nicht gesagt!
Herr Dr. Cap, es ist faszinierend, wenn Sie hier an diesem Rednerpult stehen! Ich glaube, ich brauche nicht als Verteidiger des Karl-Heinz Grasser aufzutreten, aber wenn Sie hier stehen und Karl-Heinz Grasser raten, er solle ein bisschen vorsichtiger beim Küssen auf Flughäfen sein (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Das hat er nicht gesagt!), dann kann ich Ihnen nur sagen: Sie sollten diesen Tipp vielleicht auch Ihrem Parteivorsitzenden geben, denn dieser hat ja mit Küssen auf Flughäfen auch schon Geschichte geschrieben (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP): Der eine hat eine Frau geküsst, der andere den Boden. – Also ich glaube, man sollte damit sehr vorsichtig sein.
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Herr Dr. Cap, es ist faszinierend, wenn Sie hier an diesem Rednerpult stehen! Ich glaube, ich brauche nicht als Verteidiger des Karl-Heinz Grasser aufzutreten, aber wenn Sie hier stehen und Karl-Heinz Grasser raten, er solle ein bisschen vorsichtiger beim Küssen auf Flughäfen sein (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Das hat er nicht gesagt!), dann kann ich Ihnen nur sagen: Sie sollten diesen Tipp vielleicht auch Ihrem Parteivorsitzenden geben, denn dieser hat ja mit Küssen auf Flughäfen auch schon Geschichte geschrieben (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP): Der eine hat eine Frau geküsst, der andere den Boden. – Also ich glaube, man sollte damit sehr vorsichtig sein.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Im Endeffekt zeigt sich eines: Es ist die, glaube ich, dritte oder vierte Dringliche Anfrage; einmal hat es geheißen „Speed kills“, dann hat es geheißen „Stillstand, es geht nichts mehr“. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Einmal beschwert man sich darüber, dass zu viel gemacht wird, dann beschwert man sich wieder darüber, dass zu wenig gemacht wird. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine Antwort ...!)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine Antwort ...!
Im Endeffekt zeigt sich eines: Es ist die, glaube ich, dritte oder vierte Dringliche Anfrage; einmal hat es geheißen „Speed kills“, dann hat es geheißen „Stillstand, es geht nichts mehr“. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Einmal beschwert man sich darüber, dass zu viel gemacht wird, dann beschwert man sich wieder darüber, dass zu wenig gemacht wird. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine Antwort ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Öllinger, da Sie hier so besonders angeregt mitdiskutieren: Ich stehe auch nicht unter dem Verdacht, dass ich irgendwelche christlichen Werte verteidigen muss, ich bin selbst ohne Konfession, aber eines möchte ich Ihnen schon sagen. Dass Sie sich hier herausstellen und zwischen dem 1. Mai und dem Heiligen Abend polarisieren, dass Sie zwischen 1. Mai und Ostersonntag polarisieren, möchte ich nicht kommentieren, Herr Kollege Öllinger, nur eines sage ich Ihnen – und da können Sie zehnmal mit dem Finger auf mich zeigen, deswegen wird Ihre Aussage nicht besser –: Wenn es dem Arbeitsmarkt nützt, wenn es den Beschäftigten nützt, wenn es dem Land nützt, dann arbeiten wir sowohl am Ostersonntag als auch am Heiligen Abend, und auch am 1. Mai! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Fünf Jahre schlafen!
Es ist noch etwas dabei gewesen. Ehrlich gesagt, ich bin es gewohnt (Abg. Öllinger: Fünf Jahre schlafen!), dass Sie in Ihren Ausführungen oft ein bisschen übers Ziel schießen, aber dass Sie sich hier herausstellen und die FPÖ – das ist genau zu differenzieren – mit einer Hundehütte vergleichen, dass Sie sich hier herausstellen und eine Wahlbewegung, die in ihrer besten Zeit 27 Prozent erreicht hat, in der jetzigen Phase vielleicht 7 Prozent und in einer anderen Phase vielleicht 14 Prozent erreicht, dass Sie eine demokratische Wahlbewegung, eine demokratische Partei von diesem Rednerpult aus als Hundehütte bezeichnen, Herr Kollege Öllinger, das ist unfassbar! (Abg. Walch: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das ist eine Frechheit! Ich glaube, Sie stehen nicht an, dass Sie sich hier dafür entschuldigen. Das ist unmöglich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Er hat das ...!) Nein, das hat er nicht gemacht.
Abg. Walch: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es ist noch etwas dabei gewesen. Ehrlich gesagt, ich bin es gewohnt (Abg. Öllinger: Fünf Jahre schlafen!), dass Sie in Ihren Ausführungen oft ein bisschen übers Ziel schießen, aber dass Sie sich hier herausstellen und die FPÖ – das ist genau zu differenzieren – mit einer Hundehütte vergleichen, dass Sie sich hier herausstellen und eine Wahlbewegung, die in ihrer besten Zeit 27 Prozent erreicht hat, in der jetzigen Phase vielleicht 7 Prozent und in einer anderen Phase vielleicht 14 Prozent erreicht, dass Sie eine demokratische Wahlbewegung, eine demokratische Partei von diesem Rednerpult aus als Hundehütte bezeichnen, Herr Kollege Öllinger, das ist unfassbar! (Abg. Walch: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das ist eine Frechheit! Ich glaube, Sie stehen nicht an, dass Sie sich hier dafür entschuldigen. Das ist unmöglich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Er hat das ...!) Nein, das hat er nicht gemacht.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Er hat das ...!
Es ist noch etwas dabei gewesen. Ehrlich gesagt, ich bin es gewohnt (Abg. Öllinger: Fünf Jahre schlafen!), dass Sie in Ihren Ausführungen oft ein bisschen übers Ziel schießen, aber dass Sie sich hier herausstellen und die FPÖ – das ist genau zu differenzieren – mit einer Hundehütte vergleichen, dass Sie sich hier herausstellen und eine Wahlbewegung, die in ihrer besten Zeit 27 Prozent erreicht hat, in der jetzigen Phase vielleicht 7 Prozent und in einer anderen Phase vielleicht 14 Prozent erreicht, dass Sie eine demokratische Wahlbewegung, eine demokratische Partei von diesem Rednerpult aus als Hundehütte bezeichnen, Herr Kollege Öllinger, das ist unfassbar! (Abg. Walch: Unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das ist eine Frechheit! Ich glaube, Sie stehen nicht an, dass Sie sich hier dafür entschuldigen. Das ist unmöglich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silhavy: Er hat das ...!) Nein, das hat er nicht gemacht.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe auch den anderen Vorrednern ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nur keine Aufregung! – Ich habe auch den anderen Vorrednern sehr genau zugehört. Da war eigentlich ziemlich wenig inhaltliche Kritik zu hören. Man hat kritisiert, dass die FPÖ streitet. Herr Kollege Wittmann hat sich in Zwischenrufen ausgezeichnet dadurch, dass er 14-mal bei einer Rede gefragt hat: Bei welcher Partei sind Sie? und dass er 15-mal
Abg. Mag. Wurm: Bei welcher sind Sie? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
gefragt hat: Mit wem sprechen Sie? (Abg. Mag. Wurm: Bei welcher sind Sie? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Ach so!
Damit Sie das einmal ganz klar verstehen: Dieses Bündnis Zukunft Österreich befindet sich in Gründung. (Abg. Parnigoni: Ach so!) Es gibt einen freiheitlichen Parlamentsklub, der sich klar zu dieser Regierungsarbeit bekennt und diese Regierungsarbeit fortführen wird. Ob in diesem freiheitlichen Parlamentsklub FPÖ-Mitglieder sind, BZÖ-Mitglieder sind oder Mitglieder wie Kollege Böhmdorfer sind, die sozusagen keine politische Partei zur Mitgliedschaft haben, ist, glaube ich, sekundär.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie uns vorwerfen, wir würden auf irgendwelchen Sesseln picken, dann muss ich Ihnen sagen: Diese 18 Abgeordneten – meine Person eingeschlossen – haben ihre Mandate im Wahlkampf erreicht! Jeder Einzelne dieser 18 Abgeordneten, genauso wie Sie von der SPÖ, genauso wie Sie von den Grünen und wie die Kollegen und Kolleginnen von der ÖVP! Wir alle haben unsere Mandate im Wahlkampf erreicht, und deshalb haben wir ein Recht, auch auf diesen Mandaten zu sitzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Sie werden sich nämlich wundern, Sie werden sich wirklich wundern! Herr Klubobmann Scheibner hat schon einmal gesagt, dass dieses Bündnis Zukunft Österreich etwas bewegen wird. Wir werden hier wirklich eine neue Plattform, eine neue Bewegung schaffen, die nicht nur für freiheitliche und unparteiische Wählerinnen und Wähler/Funktionäre Heimat sein wird, sondern die auch für sehr viele andere Menschen Heimat sein wird. Dort werden kritische Leute, enttäuschte Leute, die vielleicht von allen Parteien enttäuscht sind, eine Heimat finden. Dort werden nicht Leute wie Herr Kollege Eder (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), die die Partei zum Höchsten auf der Welt erklären, Mitglieder werden, sondern Leute, die sich daran beteiligen wollen, das Land zu verändern. Das sollte nämlich auch die Triebfeder der Politik sein, und nicht der Selbstzweck der Partei darf es sein, der im Endeffekt etwas gestaltet! Wir sitzen alle hier herinnen, um etwas zu verändern, und dieses Bündnis Zukunft Österreich wird eine gute Arbeit machen – Sie werden sich wundern!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben wahnsinnig viele Rückmeldungen bekommen, positive und negative, kritische und erfreuliche. Aber eines sage ich Ihnen: Wir werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten – gemeinsam mit diesem Klub, gemeinsam mit dieser Regierung – die Positiven darin bestärken, dass es Sinn macht, dass es eine bürgerliche Regierung gibt. Wir werden die Kritischen davon überzeugen, dass ihre Kritik verfrüht ist. Und wir werden eines schaffen: gemeinsam 2006 diese Regierung fortzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lopatka: Wir möchten von Ihnen nicht behandelt werden!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Hohes Haus! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Kollege Lopatka, Realitätsverweigerung – das ist schon beängstigend! Es gibt Mittel dagegen. Nicht die, die Sie glauben, sondern es würde genügen, einfach unter die Menschen zu gehen. (Abg. Dr. Lopatka: Wir möchten von Ihnen nicht behandelt werden!) Das Gelindeste, das Harmloseste, was man seit gestern über die Vorgänge in dieser Regierung zu hören bekam, wenn man unter den Menschen in Österreich war, ist die Bezeichnung „Kasperltheater“. Es gibt auch ganz andere Ausdrücke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Hohes Haus! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Kollege Lopatka, Realitätsverweigerung – das ist schon beängstigend! Es gibt Mittel dagegen. Nicht die, die Sie glauben, sondern es würde genügen, einfach unter die Menschen zu gehen. (Abg. Dr. Lopatka: Wir möchten von Ihnen nicht behandelt werden!) Das Gelindeste, das Harmloseste, was man seit gestern über die Vorgänge in dieser Regierung zu hören bekam, wenn man unter den Menschen in Österreich war, ist die Bezeichnung „Kasperltheater“. Es gibt auch ganz andere Ausdrücke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler, eine ganz profane Frage: Was wollen Sie als Bundeskanzler dieser Republik den Österreicherinnen und Österreichern noch zumuten? – Zur Erinnerung: Sie haben gesagt, Sie gehen als Dritter in Opposition. Dann schmiedeten Sie zur Befriedigung Ihrer eigenen Machtgelüste eine Koalition mit einer damals fundamentalen Oppositionspartei. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann schröpften Sie in einer Regierungskoalition mit der FPÖ die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher, bauten Demokratie ab, wirtschafteten das Land herunter! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler, eine ganz profane Frage: Was wollen Sie als Bundeskanzler dieser Republik den Österreicherinnen und Österreichern noch zumuten? – Zur Erinnerung: Sie haben gesagt, Sie gehen als Dritter in Opposition. Dann schmiedeten Sie zur Befriedigung Ihrer eigenen Machtgelüste eine Koalition mit einer damals fundamentalen Oppositionspartei. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann schröpften Sie in einer Regierungskoalition mit der FPÖ die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher, bauten Demokratie ab, wirtschafteten das Land herunter! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: Keine Ahnung! – Weitere, lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann machten Sie gegen den Willen der Bevölkerung eine Neuauflage dieser unseligen Regierungspartnerschaft – gegen den Willen breiter Bevölkerungskreise –, schröpften die Menschen ein weiteres Mal – Stichwort: Pensionsreform“ –, täuschten die Menschen – Stichwort: Steuerreform, Stichwort: Abfangjäger, Stichwort: Pensionsreform –, und jetzt stehen Sie vor den Trümmern Ihrer Politik und wollen die Realität nicht erkennen. (Abg. Neugebauer: Keine Ahnung! – Weitere, lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wird durch Ihre Zwischenrufe nicht besser.
Beifall bei der SPÖ – anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich mag das Wort „Bananenrepublik“ nicht in den Mund nehmen, aber ich frage Sie schon: Sollte es irgendwo auf dem Erdball noch eine Bananenrepublik geben, glauben Sie, dass derartige Entwicklungen dort möglich wären? – Ich sage: nein! Das muss man auf der Zunge zergehen lassen (Beifall bei der SPÖ – anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP): Die Spitze einer Partei – die Spitze, nicht die Basis! – verlässt diese und gründet eine obskure Plattform.
Abg. Neudeck: Das ist so wie Ihre Regierungsvereinbarung von 2003!
Ich darf Ihnen kurz etwas zitieren; Herr Strache hat es heute in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert. Ich zitiere wörtlich: Vereinbarung – alle Aktivitäten auf eine Abspaltung einer Gruppierung von der FPÖ, auf eine Spaltung der Partei oder ihrer Übernahme sind gegenstandslos. Dr. Jörg Haider und Heinz Strache bekennen sich zur Freiheitlichen Partei Österreichs als unteilbare Gesinnungsgemeinschaft, deren programmatische Grundlage durch das jeweils gültige Bundesparteiprogramm festgelegt ist. Unterzeichnet: Strache, Haider, am 21. März – vor 15 Tagen! (Abg. Neudeck: Das ist so wie Ihre Regierungsvereinbarung von 2003!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Mit dem Partner wünsche ich Ihnen viel Spaß, der eine Vereinbarung nicht einmal über 15 Tage halten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Eine Frechheit, was Sie von sich geben!
Herr Bundeskanzler, ich zweifle nicht an Ihrem Verstand, deshalb bin ich mir auch sicher, dass Sie wissen, dass das, was Sie jetzt tun, nicht die Akzeptanz der Menschen in Österreich findet. Dieses Schauspiel ist eine Schande für Österreich! Sie selbst haben noch vor einigen Tagen hier in diesem Parlament von „Kasperliade“, von „Mickey-Mouse-Themen“ gesprochen – eine fatale Fehleinschätzung! Heute haben Sie in einer Presseaussendung wenigstens gesagt, es sei ein schwieriger Moment in einer dramatischen Situation. Es gibt also offensichtlich auch eine Spaltung in Ihrer Persönlichkeit – das hat man bis jetzt nur Jörg Haider nachgesagt –, wenn Sie heute hier im Parlament sagen: Alles paletti. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eine Frechheit, was Sie von sich geben!) Am Vormittag haben Sie doch, offensichtlich in einem Anfall von
Zwischenruf der Abg. Schiefermair
Realitätsbewusstsein (Zwischenruf der Abg. Schiefermair), von einem „schwierigen Moment“ und einer „dramatischen Situation“ für Österreich gesprochen.
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das müssen Sie wirklich alles lesen? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum kümmern Sie sich nicht lieber um Ihre Partei?
Ich sage Ihnen – und das ist die wirkliche Chuzpe –, das BZÖ und Ihre Politik sind nicht die Überwinder der Regierungskrise, sondern deren Prolongierung, und Sie sind nicht der Anker der Stabilität, als der Sie sich gerne darstellen, sondern durch Ihre Vorgangsweise der Auslöser der Regierungskrise. Sie haben das Heft des Handelns längst nicht mehr in der Hand, Ihr Regierungsboot schlingert! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das müssen Sie wirklich alles lesen? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum kümmern Sie sich nicht lieber um Ihre Partei?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist schön, dass Sie über unsere Partei eine Analyse machen! Warum machen Sie nicht eine Analyse Ihrer Partei?
Zur FPÖ und zum BZÖ: Wenn die Exparteifrau Haubner hier die zerstörerischen Kräfte beweint, dann muss ich Ihnen sagen: Zerstört haben die Partei nicht die Rechten und Ultra-Rechten, zerstört haben diese Partei Sie, mit dem Regierungskurs, indem Sie Ihre Wähler verraten haben! Diese Prolongierung, ob BZÖ oder FPÖ, ist doch völlig egal, Sie werden die Wähler in dieser Koalition weiter verraten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist schön, dass Sie über unsere Partei eine Analyse machen! Warum machen Sie nicht eine Analyse Ihrer Partei?) Das heißt, die 7 Prozent, die Herr Scheuch angesprochen hat, werden Sie nicht halten können. Mit dieser Spaltung werden Sie darum kämpfen müssen, wieder ins Parlament einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur FPÖ und zum BZÖ: Wenn die Exparteifrau Haubner hier die zerstörerischen Kräfte beweint, dann muss ich Ihnen sagen: Zerstört haben die Partei nicht die Rechten und Ultra-Rechten, zerstört haben diese Partei Sie, mit dem Regierungskurs, indem Sie Ihre Wähler verraten haben! Diese Prolongierung, ob BZÖ oder FPÖ, ist doch völlig egal, Sie werden die Wähler in dieser Koalition weiter verraten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist schön, dass Sie über unsere Partei eine Analyse machen! Warum machen Sie nicht eine Analyse Ihrer Partei?) Das heißt, die 7 Prozent, die Herr Scheuch angesprochen hat, werden Sie nicht halten können. Mit dieser Spaltung werden Sie darum kämpfen müssen, wieder ins Parlament einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Sie sind so farblos! Wo lassen Sie bleichen?
Hier schließt sich der Kreis, Herr Bundeskanzler: Die Geister, die ich rief, werd’ ich nicht mehr los. – Es wurde heute von der ÖVP ein paar Mal gesagt, dass man fürs Land arbeiten soll. (Abg. Neudeck: Sie sind so farblos! Wo lassen Sie bleichen?) Ja, man soll fürs Land arbeiten. In der Konstellation und Konstitution, in der Sie sich befinden, kann man für das Land nicht mehr arbeiten! Wir wären bereit dafür, deshalb: Machen Sie den Weg für Neuwahlen frei! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Hier schließt sich der Kreis, Herr Bundeskanzler: Die Geister, die ich rief, werd’ ich nicht mehr los. – Es wurde heute von der ÖVP ein paar Mal gesagt, dass man fürs Land arbeiten soll. (Abg. Neudeck: Sie sind so farblos! Wo lassen Sie bleichen?) Ja, man soll fürs Land arbeiten. In der Konstellation und Konstitution, in der Sie sich befinden, kann man für das Land nicht mehr arbeiten! Wir wären bereit dafür, deshalb: Machen Sie den Weg für Neuwahlen frei! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Grün, nicht freiheitlich! – Weitere Zwischenrufe.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gemeldet ist als Nächste Frau Abgeordnete Mandak. 3 Minuten Restredezeit für den freiheitlichen Klub. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Scheibner: Grün, nicht freiheitlich! – Weitere Zwischenrufe.)
Heiterkeit. – Beifall bei der SPÖ.
Grüner Klub – bitte um Entschuldigung! Man kommt schon ganz durcheinander. (Heiterkeit. – Beifall bei der SPÖ.) 3 Minuten Restredezeit für den grünen Klub.
Abg. Wittauer: ... hat die Antworten gegeben!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Mitglieder des einen Klubs, Sie sind uns heute wesentliche Antworten schuldig geblieben, die Sie heute zu geben die Gelegenheit gehabt hätten. (Abg. Wittauer: ... hat die Antworten gegeben!) Wir wissen nämlich bis jetzt noch nicht, was Sie inhaltlich unterscheidet vom vormaligen FPÖ-Klub, was Sie inhaltlich unterscheidet von der vormaligen Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie ja gar nichts an! Beurteilen Sie uns nach ...!) Diese Antwort haben Sie heute nicht geben können und nicht geben wollen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das können unsere Parteifreunde verlangen, wenn sie das wollen, aber nicht Sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie ja gar nichts an! Beurteilen Sie uns nach ...!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Mitglieder des einen Klubs, Sie sind uns heute wesentliche Antworten schuldig geblieben, die Sie heute zu geben die Gelegenheit gehabt hätten. (Abg. Wittauer: ... hat die Antworten gegeben!) Wir wissen nämlich bis jetzt noch nicht, was Sie inhaltlich unterscheidet vom vormaligen FPÖ-Klub, was Sie inhaltlich unterscheidet von der vormaligen Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie ja gar nichts an! Beurteilen Sie uns nach ...!) Diese Antwort haben Sie heute nicht geben können und nicht geben wollen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das können unsere Parteifreunde verlangen, wenn sie das wollen, aber nicht Sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das können unsere Parteifreunde verlangen, wenn sie das wollen, aber nicht Sie!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Mitglieder des einen Klubs, Sie sind uns heute wesentliche Antworten schuldig geblieben, die Sie heute zu geben die Gelegenheit gehabt hätten. (Abg. Wittauer: ... hat die Antworten gegeben!) Wir wissen nämlich bis jetzt noch nicht, was Sie inhaltlich unterscheidet vom vormaligen FPÖ-Klub, was Sie inhaltlich unterscheidet von der vormaligen Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie ja gar nichts an! Beurteilen Sie uns nach ...!) Diese Antwort haben Sie heute nicht geben können und nicht geben wollen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das können unsere Parteifreunde verlangen, wenn sie das wollen, aber nicht Sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken bleiben“!
Sie haben es offenbar darauf angelegt, einfach hier auf Ihren Sesseln picken zu bleiben, so lange es irgendwie möglich ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken bleiben“!) De facto wird das heißen: so lange Sie von Kanzler Schüssel geduldet werden, so lange er Sie sitzen lässt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken“, „picken“ wir auch!) Das wird wieder davon abhängen, was Ihr neuer Parteiobmann Haider zu verschiedenen Sachen sagen wird und welche Ideen er entwickelt. Ich bin sehr gespannt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum „picken“ Sie auf Ihren Sesseln? Sagen Sie einmal!) Das Einzige, was wir bisher gehört haben, ist, dass Sie eine EU-kritische Haltung haben werden. Ich möchte gerne wissen: Was wird das für die EU-Verfassung
Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken“, „picken“ wir auch!
Sie haben es offenbar darauf angelegt, einfach hier auf Ihren Sesseln picken zu bleiben, so lange es irgendwie möglich ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken bleiben“!) De facto wird das heißen: so lange Sie von Kanzler Schüssel geduldet werden, so lange er Sie sitzen lässt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken“, „picken“ wir auch!) Das wird wieder davon abhängen, was Ihr neuer Parteiobmann Haider zu verschiedenen Sachen sagen wird und welche Ideen er entwickelt. Ich bin sehr gespannt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum „picken“ Sie auf Ihren Sesseln? Sagen Sie einmal!) Das Einzige, was wir bisher gehört haben, ist, dass Sie eine EU-kritische Haltung haben werden. Ich möchte gerne wissen: Was wird das für die EU-Verfassung
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum „picken“ Sie auf Ihren Sesseln? Sagen Sie einmal!
Sie haben es offenbar darauf angelegt, einfach hier auf Ihren Sesseln picken zu bleiben, so lange es irgendwie möglich ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken bleiben“!) De facto wird das heißen: so lange Sie von Kanzler Schüssel geduldet werden, so lange er Sie sitzen lässt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: So wie Sie „picken“, „picken“ wir auch!) Das wird wieder davon abhängen, was Ihr neuer Parteiobmann Haider zu verschiedenen Sachen sagen wird und welche Ideen er entwickelt. Ich bin sehr gespannt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum „picken“ Sie auf Ihren Sesseln? Sagen Sie einmal!) Das Einzige, was wir bisher gehört haben, ist, dass Sie eine EU-kritische Haltung haben werden. Ich möchte gerne wissen: Was wird das für die EU-Verfassung
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
heißen? Und ich möchte gerne wissen: Was wird das für den österreichischen Vorsitz in der EU heißen? Welche Konsequenzen wird das haben, dass es jetzt dieses BZÖ und keine Freiheitliche Partei Österreichs mehr gibt? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie kommen, glaube ich, auch nicht zu einer Arbeit, so wie Sie sich mit unserer Partei beschäftigen!
Wie verworren die Situation ist, zeigt auch die Stellung, die jetzt Vizekanzler Gorbach hat. Offenbar als geschäftsführender Obmann dieses BZÖ vorgesehen, ist er gleichzeitig Mitglied der Freiheitlichen Partei Vorarlbergs. Ich kann Ihnen nur sagen: Diese Partei zerbröselt es, die zieht sich von den Freiheitlichen auf Österreich-Ebene zurück (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie kommen, glaube ich, auch nicht zu einer Arbeit, so wie Sie sich mit unserer Partei beschäftigen!), und sie lehnt genauso klar und eindeutig dieses von Ihnen ins Leben gerufene BZÖ ab.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie sich für eine Arbeit machen!
Ich habe Ihnen da Zitate herausgeschrieben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie sich für eine Arbeit machen!) Der Landesparteiobmann Dieter Egger sagt – Zitat –: „Wir sind nicht mehr bereit, das Kasperltheater auf Bundesebene mitzutun.“ (Vizekanzler Gorbach: Richtig!) Der Landtagsabgeordnete Neyer spricht sogar eine noch deutlichere Sprache (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben Sie sich alles herausgeschrieben?) – ich zitiere auch ihn –: „Dieses Affentheater konnten wir einfach nicht mehr mitmachen.“ – Zitatende. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben Sie sich alles herausgeschrieben?
Ich habe Ihnen da Zitate herausgeschrieben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie sich für eine Arbeit machen!) Der Landesparteiobmann Dieter Egger sagt – Zitat –: „Wir sind nicht mehr bereit, das Kasperltheater auf Bundesebene mitzutun.“ (Vizekanzler Gorbach: Richtig!) Der Landtagsabgeordnete Neyer spricht sogar eine noch deutlichere Sprache (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben Sie sich alles herausgeschrieben?) – ich zitiere auch ihn –: „Dieses Affentheater konnten wir einfach nicht mehr mitmachen.“ – Zitatende. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Ich habe Ihnen da Zitate herausgeschrieben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie sich für eine Arbeit machen!) Der Landesparteiobmann Dieter Egger sagt – Zitat –: „Wir sind nicht mehr bereit, das Kasperltheater auf Bundesebene mitzutun.“ (Vizekanzler Gorbach: Richtig!) Der Landtagsabgeordnete Neyer spricht sogar eine noch deutlichere Sprache (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben Sie sich alles herausgeschrieben?) – ich zitiere auch ihn –: „Dieses Affentheater konnten wir einfach nicht mehr mitmachen.“ – Zitatende. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Scheibner: Werden Sie jetzt Mitglied in der FPÖ Vorarlberg?
Ich schließe mich dieser Meinung an. Aus diesem Grund gibt es auch diesen Misstrauensantrag von unserer Seite. (Abg. Scheibner: Werden Sie jetzt Mitglied in der FPÖ Vorarlberg?) Wie gerechtfertigt der ist, sagen Ihnen Ihre eigenen Parteimitglieder! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich schließe mich dieser Meinung an. Aus diesem Grund gibt es auch diesen Misstrauensantrag von unserer Seite. (Abg. Scheibner: Werden Sie jetzt Mitglied in der FPÖ Vorarlberg?) Wie gerechtfertigt der ist, sagen Ihnen Ihre eigenen Parteimitglieder! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Mit Freude!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Antrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Parnigoni: Mit Freude!) – Das ist die Minderheit, und damit ist dieser Antrag abgelehnt.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Antrag betreffend Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesregierung ist somit abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender allgemeiner Beifall.
Ich habe mich deshalb jetzt zu Wort gemeldet, weil dieses Ereignis Frau Kollegin Marek zu verdanken war, die es organisiert und alles zuwege gebracht hat. Frau Kollegin, ich habe gestern vergessen, Ihnen einen Blumenstrauß zu überreichen; das tue ich heute. Herzlichen Dank dafür! (Anhaltender allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Marek! Ich meine, ich darf im Namen des Präsidiums des Nationalrates sprechen und Ihnen auch herzlich danken. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, es ist ganz wichtig, dass wir zu unserem Gesundheitssystem stehen. Reden wir das Gesundheitssystem nicht schlecht! Österreich hat ein vorbildliches Gesundheitssystem. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich meine, dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das, worüber Sie hier schreiben, ist eine Neuordnung des Heilmittelverzeichnisses, für das die Selbstverwaltung verantwortlich zeichnet, eine Verordnung des Hauptverbandes und nicht der Gesundheitsministerin. Ich habe das Problem der Großpackungen in der Zwischenzeit mehrmals gegenüber dem Hauptverband angesprochen und habe den Hauptverband auch schriftlich ersucht – denn anweisen kann ich ja nichts –, eine zufrieden stellende Lösung für die Großpackungen zu finden, andernfalls ich gesetzliche Maßnahmen vorsehe. Sie sehen also, ich bin hier nicht säumig, sondern sehr aktiv gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schasching: Woher wissen Sie das?
Für mich stellt sich da die Frage: Wie ist das Angebot für Frauen auf Vereinsebene? Wie wird auf Vereinsebene gefördert? (Abg. Schasching: Woher wissen Sie das?) – Das habe ich mir erhoben. Derzeit fallen die Mädchen heraus. Ich habe diese Studie selbst gelesen. Langfristig sollen die gesundheitlichen Bedürfnisse, Risken und Ressourcen von Frauen und Männern in allen Bereichen des Gesundheitswesens nachhaltig berücksichtigt werden, denn das Geschlecht hat sehr wohl einen maßgeblichen Einfluss auf die Förderung und Erhaltung der Gesundheit. – Ich denke, das ist ein Auftrag an uns alle, ganz egal, wo wir stehen, wo wir sind und wo wir hingehören.
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich bei unserer Bundesministerin Maria Rauch-Kallat für den Einsatz in der Gesundheitspolitik und auch in der Frauenpolitik sehr herzlich bedanken. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben auch in den Jahren 2005 und 2006 zusätzliche Mittel vorgesehen, aber aus unserer Sicht ist die Sache selbst unausgegoren, und es wäre dringend erforderlich, eine Korrektur vorzunehmen, sowohl was die Struktur als auch die Dotierung betrifft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Sinne des Vorsorgegesetzes und des Vorsorgeprinzips können wir diesem Budgetkapitel auf jeden Fall nicht unsere Zustimmung geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP
Im Jahre 1995 war die jetzige Präsidentin, damals Frauenministerin, Barbara Prammer für das Budget für Frauenangelegenheiten zuständig, und damals gab es ein Budget in der Höhe von 3,302 Millionen €. In den Jahren 1996 und 1997 wurde das Budget gekürzt, und zwar auf 3,225 Millionen €, also auf einem sehr niedrigen Budgetsockel eingefroren. Erst 1999, ein Wahljahr, wurde es wieder etwas angehoben, allerdings mit einem Budgetüberschreitungsgesetz. Im Jahr 2000 gab es erstmals ein Frauenbudget mit 5 Millionen €, das muss man hier schon einmal ganz deutlich ansprechen. Und 2003, als unsere Bundesministerin Maria Rauch-Kallat die Verantwortung über die Frauenangelegenheiten übernommen hat, gab es endgültig ein Budget in der Höhe von 5,44 Millionen €. Für die Jahre 2005 und 2006 sind 6,05 Millionen € vorgesehen. Das allein bezeugt schon, wie gut dotiert das Budget für Frauenangelegenheiten bei dieser Bundesregierung ist (Beifall bei der ÖVP) und dass damit auch viele Maßnahmen gesetzt werden konnten, die Sie nicht durchgeführt haben, obwohl sie von Ihrer Seite her andiskutiert wurden.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch ganz kurz auf die Ausführungen von Frau Weinzinger eingehen. Ich bin schon ein bisschen betroffen, wenn ich Sie hier über Frauenangelegenheiten sprechen höre. Sie zeichnen ein Frauenbild, das so nicht existiert. (Beifall bei der ÖVP.) Sie stellen die Frauen als unmündige Hascherl dar. Aber das entspricht nicht den modernen Frauen, diese sind emanzipiert, selbstbewusst und selbst bestimmt. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP.) Sie demotivieren mit Ihrem Auftritt hier die Frauen, das dürfte so gar nicht sein. Das muss ich Ihnen jetzt wirklich einmal mitgeben. (Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit zuhören, Frau Kollegin?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch ganz kurz auf die Ausführungen von Frau Weinzinger eingehen. Ich bin schon ein bisschen betroffen, wenn ich Sie hier über Frauenangelegenheiten sprechen höre. Sie zeichnen ein Frauenbild, das so nicht existiert. (Beifall bei der ÖVP.) Sie stellen die Frauen als unmündige Hascherl dar. Aber das entspricht nicht den modernen Frauen, diese sind emanzipiert, selbstbewusst und selbst bestimmt. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP.) Sie demotivieren mit Ihrem Auftritt hier die Frauen, das dürfte so gar nicht sein. Das muss ich Ihnen jetzt wirklich einmal mitgeben. (Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit zuhören, Frau Kollegin?)
Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit zuhören, Frau Kollegin?
Ich möchte auch noch ganz kurz auf die Ausführungen von Frau Weinzinger eingehen. Ich bin schon ein bisschen betroffen, wenn ich Sie hier über Frauenangelegenheiten sprechen höre. Sie zeichnen ein Frauenbild, das so nicht existiert. (Beifall bei der ÖVP.) Sie stellen die Frauen als unmündige Hascherl dar. Aber das entspricht nicht den modernen Frauen, diese sind emanzipiert, selbstbewusst und selbst bestimmt. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP.) Sie demotivieren mit Ihrem Auftritt hier die Frauen, das dürfte so gar nicht sein. Das muss ich Ihnen jetzt wirklich einmal mitgeben. (Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit zuhören, Frau Kollegin?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen nur sagen, dass unsere Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat ihre Frauenpolitik so anlegt und so erfolgreich gestaltet, dass für die Frauen ein großer Erfolg abzusehen ist, der sich sicher noch gut weiterentwickeln wird unter dieser Bundesregierung, unter Bundeskanzler Schüssel, mit unserer Frauenministerin, Bundesministerin Maria Rauch-Kallat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kollegin Höllerer, die Budgetzahlen, die Sie genannt haben, stimmen nicht, was aber tatsächlich stimmt, ist der Umstand, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem die jetzige Frau Präsidentin Frauenministerin war, in diesem Land eine fortschrittliche Frauenpolitik stattgefunden hat, die es in diesem Land jetzt nicht mehr gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Höllerer
Sie vermischen Frauenpolitik mit Familienpolitik, so schaut es nämlich aus. Ihre Politik führt einzig und allein in die Richtung, dass Frauen wieder zurück an den Herd gedrängt werden (Zwischenruf der Abg. Höllerer), dass Familienpolitik mit Frauenpolitik verknüpft wird. Sie gehen immer nur davon aus, dass Frauen emanzipiert sind, dass Frauen selbständig sind. (Abg. Amon: Sie leben in der Vergangenheit, Frau Kollegin!) Sie sehen aber nicht jene Frauen, die tagtäglich in einem Supermarkt stehen müssen, die darauf angewiesen sind, dass man ihnen von diesem Haus aus Rechte und Rahmenbedingungen gibt. (Abg. Amon: Das können Sie auf einem SPÖ-Parteitag sagen, aber nicht hier!) Diese Frauen sind nämlich nicht so stark, wie Sie das gerne sehen mit Ihrer starken schwarz-weiblichen Frauenpolitik. Glauben Sie mir, wenn Sie einmal in die Geschäfte gingen, würden Sie hören, was die Frauen von Ihrer Frauenpolitik halten, nämlich nicht sehr viel. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Sie leben in der Vergangenheit, Frau Kollegin!
Sie vermischen Frauenpolitik mit Familienpolitik, so schaut es nämlich aus. Ihre Politik führt einzig und allein in die Richtung, dass Frauen wieder zurück an den Herd gedrängt werden (Zwischenruf der Abg. Höllerer), dass Familienpolitik mit Frauenpolitik verknüpft wird. Sie gehen immer nur davon aus, dass Frauen emanzipiert sind, dass Frauen selbständig sind. (Abg. Amon: Sie leben in der Vergangenheit, Frau Kollegin!) Sie sehen aber nicht jene Frauen, die tagtäglich in einem Supermarkt stehen müssen, die darauf angewiesen sind, dass man ihnen von diesem Haus aus Rechte und Rahmenbedingungen gibt. (Abg. Amon: Das können Sie auf einem SPÖ-Parteitag sagen, aber nicht hier!) Diese Frauen sind nämlich nicht so stark, wie Sie das gerne sehen mit Ihrer starken schwarz-weiblichen Frauenpolitik. Glauben Sie mir, wenn Sie einmal in die Geschäfte gingen, würden Sie hören, was die Frauen von Ihrer Frauenpolitik halten, nämlich nicht sehr viel. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Das können Sie auf einem SPÖ-Parteitag sagen, aber nicht hier!
Sie vermischen Frauenpolitik mit Familienpolitik, so schaut es nämlich aus. Ihre Politik führt einzig und allein in die Richtung, dass Frauen wieder zurück an den Herd gedrängt werden (Zwischenruf der Abg. Höllerer), dass Familienpolitik mit Frauenpolitik verknüpft wird. Sie gehen immer nur davon aus, dass Frauen emanzipiert sind, dass Frauen selbständig sind. (Abg. Amon: Sie leben in der Vergangenheit, Frau Kollegin!) Sie sehen aber nicht jene Frauen, die tagtäglich in einem Supermarkt stehen müssen, die darauf angewiesen sind, dass man ihnen von diesem Haus aus Rechte und Rahmenbedingungen gibt. (Abg. Amon: Das können Sie auf einem SPÖ-Parteitag sagen, aber nicht hier!) Diese Frauen sind nämlich nicht so stark, wie Sie das gerne sehen mit Ihrer starken schwarz-weiblichen Frauenpolitik. Glauben Sie mir, wenn Sie einmal in die Geschäfte gingen, würden Sie hören, was die Frauen von Ihrer Frauenpolitik halten, nämlich nicht sehr viel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie vermischen Frauenpolitik mit Familienpolitik, so schaut es nämlich aus. Ihre Politik führt einzig und allein in die Richtung, dass Frauen wieder zurück an den Herd gedrängt werden (Zwischenruf der Abg. Höllerer), dass Familienpolitik mit Frauenpolitik verknüpft wird. Sie gehen immer nur davon aus, dass Frauen emanzipiert sind, dass Frauen selbständig sind. (Abg. Amon: Sie leben in der Vergangenheit, Frau Kollegin!) Sie sehen aber nicht jene Frauen, die tagtäglich in einem Supermarkt stehen müssen, die darauf angewiesen sind, dass man ihnen von diesem Haus aus Rechte und Rahmenbedingungen gibt. (Abg. Amon: Das können Sie auf einem SPÖ-Parteitag sagen, aber nicht hier!) Diese Frauen sind nämlich nicht so stark, wie Sie das gerne sehen mit Ihrer starken schwarz-weiblichen Frauenpolitik. Glauben Sie mir, wenn Sie einmal in die Geschäfte gingen, würden Sie hören, was die Frauen von Ihrer Frauenpolitik halten, nämlich nicht sehr viel. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Höllerer.
Was ich in diesem Zusammenhang auch noch erwähnen möchte und was mich immer besonders ärgert, ist, dass das Budget für die Frauenpolitik in diesem Land eingefroren ist. Es hat zwar eine Erhöhung beim Kapitel Gesundheit und Frauenpolitik um zirka 5 Millionen € gegeben, aber wenn man sich anschaut, wofür das Geld verwendet wird, muss man sagen, das ist sehr bezeichnend. 3 Millionen € werden im Zusammenhang mit den umsatzsteuerbedingten Erhöhungen für die Mittel nach dem Krankenanstaltengesetz vorgesehen, 1 Million € wird für nicht näher erläuterte Sonderleistungen für Gewerbetreibende budgetiert, und 1 Million € machen die Mehrkosten für die Aufstockung der Daten für Schafe und Ziegen aus. – Sehr spannend ist das. Die Schafe und Ziegen dieses Landes werden sich unheimlich freuen, nur die Frauen haben nichts davon. (Zwischenruf der Abg. Höllerer.)
Abg. Höllerer: Schauen Sie in die Vergangenheit!
Für die Frauenpolitik und für Frauenfördermaßnahmen werden in diesem Budget einzig und allein 6 Millionen € zur Verfügung gestellt. (Abg. Höllerer: Schauen Sie in die Vergangenheit!) Wenn man sich dann anschaut, was die Frau Bundesministerin alles damit vorhat, dann möchte ich wirklich wissen, wie sich das ausgeht. Es ist schon sehr dreist, wenn man behauptet, dass man mit diesem kleinen Betrag Maßnahmen zur Verringerung der Einkommensunterschiede, Maßnahmen zur besseren Integration von Immigranten setzen möchte, dass man Mentorinnen-Offensiven im öffentlichen Dienst starten und Maßnahmen zur Gewaltprävention vorsehen möchte. – All das ist an sich sehr wichtig und gut, und wir wären auch sicherlich jene, die die Frau Bundesministerin dabei unterstützen würden, aber mit dem Betrag, der in diesem Budget vorgesehen ist, kann man das nicht machen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie mir immer erzählen wollen, dass bei Ihnen Frauenpolitik eine Querschnittsmaterie ist, dann kann ich dazu nur sagen: Bei Ihnen spielt eine Frauenpolitik, die fortschrittlich ist, die Frauen Möglichkeiten gibt, selbständig zu agieren, keine Rolle. Sie betreiben eine Frauenpolitik, die hinterwäldlerisch ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der forcierte Einsatz präventiver Maßnahmen im österreichischen Gesundheitssystem birgt laut IHS-Studie ein enormes Einsparungspotential, und zwar von 3,6 Milliarden €. Wenn wir also ganz bewusst die Angebote zur Prävention wahrnehmen und einen neuen Lebensstil für uns weiterentwickeln, kommt uns das doppelt zu Gute: Wir gewinnen an Gesundheit und Lebensfreude und an budgetären Mitteln, um wissenschaftliche Forschung und die Versorgung unseres Gesundheitssystems zu sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das Jammern!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Da Kollegin Riener heute in ihrer Rede zum Gesundheitsbudget fast krankgejammert hat, dass wir oft Kritik üben, dann muss ich schon ganz klar sagen, was uns als SPÖ von den Regierungsparteien unterscheidet (Abg. Mag. Molterer: Das Jammern!): Wir haben uns immer bemüht, konstruktiv an der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens mitzuarbeiten und auch über die Finanzierung zu diskutieren.
Abg. Mag. Molterer: Ich muss das bestätigen, das Jammern! – Abg. Krainer: Und ihr tut’s gesundbeten! – Abg. Mag. Molterer: Ich habe nicht gesagt „Beten“, sondern „Jammern“! – Abg. Krainer: Aber ihr tut’s gesundbeten!
Aber, Herr Klubobmann (Abg. Mag. Molterer: Ich muss das bestätigen, das Jammern! – Abg. Krainer: Und ihr tut’s gesundbeten! – Abg. Mag. Molterer: Ich habe nicht gesagt „Beten“, sondern „Jammern“! – Abg. Krainer: Aber ihr tut’s gesundbeten!), wie schaut denn Ihre Politik der letzten Jahre aus? (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Gut! Gut ist sie!) Ihnen ist ja das Gesundheitswesen, ja das Schicksal der Menschen, das damit verbunden ist, völlig egal, denn sonst würden Sie ja nicht ständig und immer wieder unsere Anträge ablehnen und die kranken Menschen belasten, belasten und abermals belasten, anstatt gemeinsam mit uns die Ärmel aufzukrempeln und die brisante Debatte der Finanzierung des Gesundheitswesens einmal anzugehen.
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Gut! Gut ist sie!
Aber, Herr Klubobmann (Abg. Mag. Molterer: Ich muss das bestätigen, das Jammern! – Abg. Krainer: Und ihr tut’s gesundbeten! – Abg. Mag. Molterer: Ich habe nicht gesagt „Beten“, sondern „Jammern“! – Abg. Krainer: Aber ihr tut’s gesundbeten!), wie schaut denn Ihre Politik der letzten Jahre aus? (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Gut! Gut ist sie!) Ihnen ist ja das Gesundheitswesen, ja das Schicksal der Menschen, das damit verbunden ist, völlig egal, denn sonst würden Sie ja nicht ständig und immer wieder unsere Anträge ablehnen und die kranken Menschen belasten, belasten und abermals belasten, anstatt gemeinsam mit uns die Ärmel aufzukrempeln und die brisante Debatte der Finanzierung des Gesundheitswesens einmal anzugehen.
Abg. Mag. Molterer – auf Bundesministerin Rauch-Kallat deutend –: Schauen Sie! Genauer schauen!
Das ist eine wahrhaft schreckliche Bilanz Ihrer Inkompetenz im Gesundheitswesen, aber das geht ja noch weiter so. Die Frau Bundesministerin findet es ja nicht mehr wert, bei diesem Kapitel anwesend zu sein. (Abg. Mag. Molterer – auf Bundesministerin Rauch-Kallat deutend –: Schauen Sie! Genauer schauen!) – Entschuldigung! Ich habe Sie jetzt nicht gesehen.
Abg. Mag. Molterer: Die von der SPÖ eingeforderten!
Heißt das, dass – da im Budget ja nur 250 Millionen € vorgesehen sind –, wenn 2006 tatsächlich ein Defizit von 408 Millionen eintritt, durch dieses Manko von 150 Millionen € wieder einmal Belastungen auf die kranken Menschen zukommen – zum x-ten Mal! –, dass die Beiträge erhöht werden und Selbstbehalte wieder in die Höhe schnalzen? (Abg. Mag. Molterer: Die von der SPÖ eingeforderten!) – Das kann es ja nicht sein!
Abg. Mag. Molterer: Dann heißt es wieder „Stillstand“!
Herr Molterer, da Sie heute gesagt haben, wir sind hier, um zu arbeiten und um Schaden fern zu halten, dann sage ich Ihnen: Ob der Zahlen und Fakten lassen Sie besser das Arbeiten, denn damit richten Sie mehr Schaden für die Österreicherinnen und Österreicher an. (Abg. Mag. Molterer: Dann heißt es wieder „Stillstand“!) Der Krebsschaden sind nämlich Sie selbst! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!
Herr Molterer, da Sie heute gesagt haben, wir sind hier, um zu arbeiten und um Schaden fern zu halten, dann sage ich Ihnen: Ob der Zahlen und Fakten lassen Sie besser das Arbeiten, denn damit richten Sie mehr Schaden für die Österreicherinnen und Österreicher an. (Abg. Mag. Molterer: Dann heißt es wieder „Stillstand“!) Der Krebsschaden sind nämlich Sie selbst! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Spindelberger!
nach dem Kollegen Spindelegger drankomme (Bundesministerin Rauch-Kallat: Spindelberger!), denn das Rednerpult braucht wieder eine positive Stimme. Es ist, glaube ich, nicht so, dass man immer nur raunzen muss. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Spindelberger! – Ruf bei der SPÖ: Der Spindelegger ist von euch!) – Spindelberger. Ich wollte meine Ausführungen eigentlich mit Qualität beginnen, darum habe ich „Spindelegger“ gesagt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?) – Ja, schon.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Spindelberger! – Ruf bei der SPÖ: Der Spindelegger ist von euch!
nach dem Kollegen Spindelegger drankomme (Bundesministerin Rauch-Kallat: Spindelberger!), denn das Rednerpult braucht wieder eine positive Stimme. Es ist, glaube ich, nicht so, dass man immer nur raunzen muss. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Spindelberger! – Ruf bei der SPÖ: Der Spindelegger ist von euch!) – Spindelberger. Ich wollte meine Ausführungen eigentlich mit Qualität beginnen, darum habe ich „Spindelegger“ gesagt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?) – Ja, schon.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?
nach dem Kollegen Spindelegger drankomme (Bundesministerin Rauch-Kallat: Spindelberger!), denn das Rednerpult braucht wieder eine positive Stimme. Es ist, glaube ich, nicht so, dass man immer nur raunzen muss. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Spindelberger! – Ruf bei der SPÖ: Der Spindelegger ist von euch!) – Spindelberger. Ich wollte meine Ausführungen eigentlich mit Qualität beginnen, darum habe ich „Spindelegger“ gesagt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?) – Ja, schon.
Abg. Lackner: Was ist schon wieder?
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Gesundheitsförderung ist die Stärkung von Wohlbefinden. Daher muss ich auch sagen, dass die Redebeiträge meiner Vorredner, insbesondere von Kollegen Lackner (Abg. Lackner: Was ist schon wieder?) und Kollegin Scharer, nicht unbedingt angebracht sind. Wenn Kollege Lackner meint, keine Ansätze in der Gesundheitspolitik erkennen zu können, dann kann er die Begleitpapiere zu diesem Budget nicht gesehen und nicht gelesen haben. (Abg. Neugebauer: Oder nicht verstanden! – Abg. Lackner: Die Begleitpapiere ...!) Es müssen auch die Reformen, die mit den Landeshauptleuten gemeinsam beschlossen worden sind, komplett an ihm vorbeigegangen sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: Oder nicht verstanden! – Abg. Lackner: Die Begleitpapiere ...!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Gesundheitsförderung ist die Stärkung von Wohlbefinden. Daher muss ich auch sagen, dass die Redebeiträge meiner Vorredner, insbesondere von Kollegen Lackner (Abg. Lackner: Was ist schon wieder?) und Kollegin Scharer, nicht unbedingt angebracht sind. Wenn Kollege Lackner meint, keine Ansätze in der Gesundheitspolitik erkennen zu können, dann kann er die Begleitpapiere zu diesem Budget nicht gesehen und nicht gelesen haben. (Abg. Neugebauer: Oder nicht verstanden! – Abg. Lackner: Die Begleitpapiere ...!) Es müssen auch die Reformen, die mit den Landeshauptleuten gemeinsam beschlossen worden sind, komplett an ihm vorbeigegangen sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Gesundheitsförderung ist die Stärkung von Wohlbefinden. Daher muss ich auch sagen, dass die Redebeiträge meiner Vorredner, insbesondere von Kollegen Lackner (Abg. Lackner: Was ist schon wieder?) und Kollegin Scharer, nicht unbedingt angebracht sind. Wenn Kollege Lackner meint, keine Ansätze in der Gesundheitspolitik erkennen zu können, dann kann er die Begleitpapiere zu diesem Budget nicht gesehen und nicht gelesen haben. (Abg. Neugebauer: Oder nicht verstanden! – Abg. Lackner: Die Begleitpapiere ...!) Es müssen auch die Reformen, die mit den Landeshauptleuten gemeinsam beschlossen worden sind, komplett an ihm vorbeigegangen sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Die Regierung ist wirklich gesund!
Gesundheit heißt aber auch, eine positive Einstellung zu haben. Gesundheit beginnt bereits mit positiver Lebenseinstellung. Die Opposition jammert krank, obwohl unser System, unser Staat und unsere Politik so wie auch unser Budget gesund sind. Daher ersuche ich alle Mitglieder des Hohen Hauses um Zustimmung. – Ich danke herzlichst. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Die Regierung ist wirklich gesund!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein wichtiger Weg zur Gleichberechtigung ist nicht nur, dass Frauen auch Zugang zum Arbeitsmarkt und die Möglichkeit haben, Geld zu verdienen und dadurch selbständig zu sein, sondern genauso notwendig ist natürlich auch der zweite Weg: nicht nur die halbe Welt den Frauen, sondern auch die halbe Familie den Männern. Das ist in Wirklichkeit der ausständige Bereich, der zur Gleichberechtigung noch fehlt, aber genauso notwendig ist. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Eßl: Wie viel ist das in absoluten Zahlen?
Die Bauern liegen bei 15 Prozent – auch wirklich eine Speerspitze, was die Gleichberechtigung betrifft. (Abg. Eßl: Wie viel ist das in absoluten Zahlen?) – 20 Prozent der Männer, die in Karenz sind, sind selbständig oder Bauern, also jeder Fünfte. Das können Sie sich ja selbst ausrechnen: Das sind 1 000 Stück, das ist ganz leicht. (Abg. Mag. Molterer: Nicht „Stück“!) – Oder 1 000 Menschen, ja. (Abg. Mag. Molterer: Das ist wichtig!)
Abg. Mag. Molterer: Nicht „Stück“!
Die Bauern liegen bei 15 Prozent – auch wirklich eine Speerspitze, was die Gleichberechtigung betrifft. (Abg. Eßl: Wie viel ist das in absoluten Zahlen?) – 20 Prozent der Männer, die in Karenz sind, sind selbständig oder Bauern, also jeder Fünfte. Das können Sie sich ja selbst ausrechnen: Das sind 1 000 Stück, das ist ganz leicht. (Abg. Mag. Molterer: Nicht „Stück“!) – Oder 1 000 Menschen, ja. (Abg. Mag. Molterer: Das ist wichtig!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist wichtig!
Die Bauern liegen bei 15 Prozent – auch wirklich eine Speerspitze, was die Gleichberechtigung betrifft. (Abg. Eßl: Wie viel ist das in absoluten Zahlen?) – 20 Prozent der Männer, die in Karenz sind, sind selbständig oder Bauern, also jeder Fünfte. Das können Sie sich ja selbst ausrechnen: Das sind 1 000 Stück, das ist ganz leicht. (Abg. Mag. Molterer: Nicht „Stück“!) – Oder 1 000 Menschen, ja. (Abg. Mag. Molterer: Das ist wichtig!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Quintessenz der Sache ist: Die sind nicht die Speerspitze der Gleichberechtigung, und das Motiv ist auch nicht unbedingt, dass sie sich um ihre Kinder kümmern möchten, sondern Sie haben die Möglichkeit, ihr Einkommen für gewisse Zeit so zu definieren, dass sie in den Genuss des Kindergeldes kommen, was all jene, die das Kindergeld finanzieren, nämlich die Arbeiter und Angestellten, nicht haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wozu das führt, ist relativ klar: zu einer Umverteilung von Arbeitern und Angestellten zu Selbständigen und Bauern, und das lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Quintessenz der Sache ist: Die sind nicht die Speerspitze der Gleichberechtigung, und das Motiv ist auch nicht unbedingt, dass sie sich um ihre Kinder kümmern möchten, sondern Sie haben die Möglichkeit, ihr Einkommen für gewisse Zeit so zu definieren, dass sie in den Genuss des Kindergeldes kommen, was all jene, die das Kindergeld finanzieren, nämlich die Arbeiter und Angestellten, nicht haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wozu das führt, ist relativ klar: zu einer Umverteilung von Arbeitern und Angestellten zu Selbständigen und Bauern, und das lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Angesichts der heutigen Redebeiträge bedaure ich sehr, dass die Opposition im Rahmen der Budgetdebatte ein Bild von unserer schönen Republik Österreich malt, das sicher nicht der Realität entspricht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die SPÖ tut aber so, als lebten wir in einem Entwicklungsland, wie zum Beispiel Herr Landeshauptmann-Stellvertreter Haider, der Oberösterreich ständig schlecht redet, obwohl er dank der ÖVP mit Landeshauptmann Pühringer in einer Spitzenregion Europas leben kann: an 12. und 13. Stelle von über tausend Regionen! – Darauf sollten wir stolz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Regler: Unglaublich!
Diese Gesundheitsreform 2005, bei der die SPÖ einen Zickzackkurs der Sonderklasse hingelegt hat, ist enorm wichtig für die Erhaltung der Krankenhäuser im ländlichen Raum. Das haben auch die SPÖ-Verhandler wie Bürgermeister Schaden und Landeshauptmann-Stellvertreter Rieder gewusst, und daher haben sie diesem Paket zugestimmt. Aber hier im Parlament hat die SPÖ dagegen gestimmt – gegen mehr Geld für die Krankenhäuser im ländlichen Raum! (Abg. Mag. Regler: Unglaublich!)
Abg. Stadlbauer: „Mein Krankenhaus“!
Mein Bezirkskrankenhaus in Schärding profitiert von dieser Gesundheitsreform, weil die Länder insgesamt 150 Millionen € mehr für die Krankenhäuser bekommen. (Abg. Stadlbauer: „Mein Krankenhaus“!) Das Krankenhaus Schärding erhält dadurch bis 2007 noch 20 Millionen € für Investitionen und Umbaumaßnahmen. Das ist mir als ländlichem Abgeordneten wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mein Bezirkskrankenhaus in Schärding profitiert von dieser Gesundheitsreform, weil die Länder insgesamt 150 Millionen € mehr für die Krankenhäuser bekommen. (Abg. Stadlbauer: „Mein Krankenhaus“!) Das Krankenhaus Schärding erhält dadurch bis 2007 noch 20 Millionen € für Investitionen und Umbaumaßnahmen. Das ist mir als ländlichem Abgeordneten wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Sinne Ihrer Gesundheit, meine Damen und Herren von der Opposition, rate ich Ihnen, sich wieder zu beruhigen, denn diese Bundesregierung wird mit ihren Abgeordneten den erfolgreichen Weg bis zum Herbst 2006 fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Wöginger, Sie scheinen etwas übersehen zu haben: Sie haben es seit dem Jahr 2000 verabsäumt, entsprechende finanzielle Maßnahmen zu setzen beziehungsweise haben Sie Maßnahmen hier im Haus beschlossen, die der Verfassungsgerichtshof aufgehoben hat. – Das ist keine erfolgreiche Politik, kann ich Ihnen sagen! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Sieber: Die haben doch Sie eingeführt!
Meine Damen und Herren! Sie setzen aber auch sonst auf die falsche Politik, wenn Sie meinen, mit Selbstbehalten das Gesundheitssystem in Österreich reformieren zu wollen. (Abg. Sieber: Die haben doch Sie eingeführt!)
Ruf bei der ÖVP: Wer hat denn das eingeführt?
Ich lese Ihnen ein Beispiel eines Betroffenen vor, und zwar eines Beamten im Ruhestand, 62 Jahre, Diabetiker, Unterschenkel amputiert. Dieser Mensch zahlt 2005 im Vergleich zu 2004 um 180,30 € mehr – nur für die Medikamente, die er benötigt. (Ruf bei der ÖVP: Wer hat denn das eingeführt?) Das möchte ich Ihnen sagen. Das ist für Sie natürlich eine ganz einfache Geschichte, da Herr Kollege Zweytick ohnedies gemeint hat, in Österreich sei nicht einmal ein Arbeitsloser arm.
Abg. Lackner: Er ist nachschauen gegangen, ob das stimmt, dass er das gesagt hat!
Ich sehe Kollegen Zweytick jetzt nicht. (Abg. Lackner: Er ist nachschauen gegangen, ob das stimmt, dass er das gesagt hat!) – Er kann nachschauen, ich habe im Stenographischen Rohprotokoll nachgelesen. Er hat das tatsächlich gesagt. Ich möchte gerne wissen, ob sich Kollege Zweytick vorstellen kann, mit durchschnittlich 565 € monatlich auszukommen. Das ist nämlich die durchschnittliche Notstandshilfe. Wenn Kollege Zweytick meint, dass damit die Menschen, die in Österreich arbeitslos sind, nicht arm sind, dann hat er einen sehr seltsamen Zugang zu diesem Begriff. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es ein paar Schauspieler ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es ein paar Schauspieler ...!
Ich sehe Kollegen Zweytick jetzt nicht. (Abg. Lackner: Er ist nachschauen gegangen, ob das stimmt, dass er das gesagt hat!) – Er kann nachschauen, ich habe im Stenographischen Rohprotokoll nachgelesen. Er hat das tatsächlich gesagt. Ich möchte gerne wissen, ob sich Kollege Zweytick vorstellen kann, mit durchschnittlich 565 € monatlich auszukommen. Das ist nämlich die durchschnittliche Notstandshilfe. Wenn Kollege Zweytick meint, dass damit die Menschen, die in Österreich arbeitslos sind, nicht arm sind, dann hat er einen sehr seltsamen Zugang zu diesem Begriff. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es ein paar Schauspieler ...!)
Zwischenruf der Abg. Felzmann.
Wissen Sie was? Unterlassen Sie diese unqualifizierten Zwischenrufe! Es geht hier um Menschen, die arm sind, um Menschen, die Schwierigkeiten beim Zugang zur Gesundheitsvorsorge haben, die sich nämlich nicht die gleiche Gesundheit leisten können. – Darauf will ich hinaus, denn darum geht es letzten Endes. (Zwischenruf der Abg. Felzmann.)
Abg. Amon: Das haben Sie eingeführt!
Selbstbehalte treffen in erster Linie Leute, die kein beziehungsweise wenig Geld haben. Ich nenne Ihnen ein anderes Beispiel, vielleicht sollten Sie sich das auch einmal anschauen. (Abg. Amon: Das haben Sie eingeführt!)
Beifall bei der SPÖ.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Beispiel Einkommensunterschied: Auf die Frage, welche Maßnahmen Sie zur Schließung der Einkommensschere setzen, fällt Ihnen nur ein, dass bei den Kollektivvertragspartnern insbesondere auf der Arbeitnehmerseite endlich mehr Frauen in die Verhandlungsteams aufgenommen werden. – Das ist zynisch, wenn Ihnen nur Hetze einfällt und Sie sonst keine Ideen haben, wie man die Einkommensunterschiede verringern könnte. Das heißt, Frau Ministerin, Sie spielen mit der Bevölkerung, vor allem mit der weiblichen Bevölkerung. Hören Sie endlich auf damit! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?
sehr kreativen Schreiber zurückzuführen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) Ich will Ihnen das nur kurz vorlesen. Zum Beispiel: Ein Fachkonzept für ein neues Berufsgesetz soll noch im Jahr 2005 legistisch umgesetzt werden. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) – Herr Klubchef Molterer! Ich verstehe schon, Sie müssen heute den ganzen Tag da sein, denn in diesen unsicheren Zeiten ist das für Sie sehr wichtig (Abg. Mag. Molterer: Ich bin immer da!), aber trotzdem möchte ich jetzt zu diesen Anfragebeantwortungen kommen, weil die ganz einfach ein weiteres Beispiel dafür sind, dass Untätigkeit im Gesundheitsbereich vorliegt.
Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?
sehr kreativen Schreiber zurückzuführen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) Ich will Ihnen das nur kurz vorlesen. Zum Beispiel: Ein Fachkonzept für ein neues Berufsgesetz soll noch im Jahr 2005 legistisch umgesetzt werden. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) – Herr Klubchef Molterer! Ich verstehe schon, Sie müssen heute den ganzen Tag da sein, denn in diesen unsicheren Zeiten ist das für Sie sehr wichtig (Abg. Mag. Molterer: Ich bin immer da!), aber trotzdem möchte ich jetzt zu diesen Anfragebeantwortungen kommen, weil die ganz einfach ein weiteres Beispiel dafür sind, dass Untätigkeit im Gesundheitsbereich vorliegt.
Abg. Mag. Molterer: Ich bin immer da!
sehr kreativen Schreiber zurückzuführen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) Ich will Ihnen das nur kurz vorlesen. Zum Beispiel: Ein Fachkonzept für ein neues Berufsgesetz soll noch im Jahr 2005 legistisch umgesetzt werden. (Abg. Mag. Molterer: Wieso keine Schreiberin?) – Herr Klubchef Molterer! Ich verstehe schon, Sie müssen heute den ganzen Tag da sein, denn in diesen unsicheren Zeiten ist das für Sie sehr wichtig (Abg. Mag. Molterer: Ich bin immer da!), aber trotzdem möchte ich jetzt zu diesen Anfragebeantwortungen kommen, weil die ganz einfach ein weiteres Beispiel dafür sind, dass Untätigkeit im Gesundheitsbereich vorliegt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber, Frau Kollegin!
Seit fünf Jahren warten wir da schon auf Lösungen und auf Gesetzesvorschläge, doch die kommen nicht. Es scheint mir, dass „Warten auf Godot“ eines der Mottos dieser Regierung ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frauen im ländlichen Raum scheinen Ihnen wirklich kein besonderes Anliegen zu sein, denn weder Rahmenbedingungen noch existenzsichernde Maßnahmen für Frauen auf dem Land sind im Budget zu finden. Eine idyllische Vorstellung von der Frau im ländlichen Raum sollten Sie sich langsam abgewöhnen, Frau Ministerin: Die Frau im ländlichen Raum sitzt nicht vor der Almhütte und genießt den Sonnenuntergang, legt nicht die Hände in den Schoß und wartet, bis es Abend ist, sondern auch die Frau im ländlichen Raum will und muss erwerbstätig sein, um ihr Auskommen finden zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
glaube nicht, dass es das ist, was Sie für die Frauen im ländlichen Raum wollen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Fazit: Schwerer Systemfehler in der Frauenpolitik. Regierungsvirus gefährdet das System. Fahren Sie die Regierung herunter und starten Sie als Opposition neu! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, Frau Bundesministerin: Das Budget ist enttäuschend, es wird nicht ausreichen, die großen Probleme in Angriff zu nehmen. Allerdings rechnen Sie wahrscheinlich gar nicht mehr damit, dass diese Regierung das Budget auch tatsächlich vollziehen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesminister! Wenn Ihnen die Patienten wichtig sind, dann lade ich Sie ein, die SPÖ-Anträge umzusetzen. Wir sind gerne Ihr Partner dabei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Es gibt auch das Problem, dass sich die Partnerin dann auch noch um den Vater kümmern muss!
Ich denke, dass auch die Frau Bundesministerin Rauch-Kallat sich grundsätzlich des Stellenwertes dieser Frage bewusst ist. Sie hat unmittelbar vor dem Frauentag einen Debattenbeitrag zu einem Thema in diese Richtung geleistet, leider sehr halbherzig und leider nur sehr kurzfristig. Wir sagen „Vaterschutzmonat“, die Frau Ministerin sagt, glaube ich, „Papamonat“ – soll sein, über den Namen könnten wir reden und uns einigen. Wichtig wäre aus unserer Sicht, dass in den ersten vier Wochen nach Geburt eines Kindes auch die Väter die Chance hätten, diese Zeit zu Hause zu verbringen, mit ihrem neugeborenen Kind zu verbringen, die Partnerin zu unterstützen in dieser sehr wichtigen Lebensphase, in dieser Phase der Umstellung. (Abg. Steibl: Es gibt auch das Problem, dass sich die Partnerin dann auch noch um den Vater kümmern muss!)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist, damit das überhaupt funktionieren kann, dass auch die entsprechende finanzielle Unterstützung vorhanden ist. Wir haben einen entsprechenden Antrag für unser Modell eingebracht und hoffen auf eine konstruktive Diskussion im Parlament. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Punkt: 2004 ist die Frauenarbeitslosigkeit besonders stark gestiegen. Unter den Arbeitslosen befinden sich sehr viele allein erziehende Frauen. Wenn die merken, dass sie ihre Familie nicht mehr einigermaßen ernähren können, sind sie so genervt, dass sie meistens krank werden. Das heißt, der Gesundheitszustand dieser Frauen und auch jener ihrer Kinder verschlechtert sich dadurch. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird nicht gewährleistet, und die Armutsgefährdung gerade für diese Ärmsten nimmt deshalb zu, vor allem für die Frauen und ihre Kinder. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wo?
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Während das rote Salzburg eine schwarze Null schreibt (Abg. Grillitsch: Wo?), landet die Republik mit Grasser, mit Schwarz-Blau in einer Schuldenfalle. Die Finanzkompetenz, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist in Salzburg bei der SPÖ zu Hause und nicht bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Während das rote Salzburg eine schwarze Null schreibt (Abg. Grillitsch: Wo?), landet die Republik mit Grasser, mit Schwarz-Blau in einer Schuldenfalle. Die Finanzkompetenz, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist in Salzburg bei der SPÖ zu Hause und nicht bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Eigenwerbung?
Salzburg macht keine Schulden mehr – im Gegensatz zum Bund. Hier nehmen die Schulden um 5,8 Milliarden € zu. Zweitens: Das rote Salzburg kürzt bei Repräsentation, aber nicht nur dort, sondern auch bei der Eigenwerbung. – Sie nicht, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Eigenwerbung?)
Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!
Und das Dritte: Wir setzen die richtigen Schwerpunkte, beispielsweise in der Gesundheitspolitik: Hier gibt es mehr Geld. (Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!) Und über diese Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik, Frau Bundesministerin, sollten wir diskutieren. Ein Schwerpunkt liegt sicherlich im Bereich der Lebensmittelüberwachung, der Arzneimittelüberwachung. Hier geht es uns darum, sicherzustellen, dass es zu einer durchgehenden Kontrolle kommt. Hier geht es uns darum, sicherzustellen (Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!), dass Analysen, Kollege Molterer, rechtzeitig erstellt werden – und nicht, wie es passiert ist, dass Analysen erst nach sieben Monaten nach Ablauf der Verjährungsfrist erstellt werden und dies damit begründet wird, dass kein Personal zur Verfügung steht.
Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!
Und das Dritte: Wir setzen die richtigen Schwerpunkte, beispielsweise in der Gesundheitspolitik: Hier gibt es mehr Geld. (Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!) Und über diese Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik, Frau Bundesministerin, sollten wir diskutieren. Ein Schwerpunkt liegt sicherlich im Bereich der Lebensmittelüberwachung, der Arzneimittelüberwachung. Hier geht es uns darum, sicherzustellen, dass es zu einer durchgehenden Kontrolle kommt. Hier geht es uns darum, sicherzustellen (Abg. Mag. Molterer: Finanzausgleich!), dass Analysen, Kollege Molterer, rechtzeitig erstellt werden – und nicht, wie es passiert ist, dass Analysen erst nach sieben Monaten nach Ablauf der Verjährungsfrist erstellt werden und dies damit begründet wird, dass kein Personal zur Verfügung steht.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich habe Ihren Worten sehr aufmerksam zugehört. Sie haben darauf hingewiesen, dass Sie zusätzliche Finanzmittel lockergemacht haben. Nur eines sage ich Ihnen: Damit wird die AGES nicht die finanziellen Mittel erhalten, die notwendig sind. Und es geht nicht nur um den Finanzbedarf, es geht auch darum, dass entsprechend geschultes Personal für die Analysen zur Verfügung steht. Wir sehen derzeit noch enorme Probleme, insbesondere auch im Bereich der Arzneimittelzulassung, und wir werden als Opposition sehr genau aufpassen, dass hier für die Zukunft die Arzneimittelsicherheit gewährleistet wird. Eines nämlich darf nicht mehr passieren: dass unerwünschte Meldungen über Arzneimittelwirkungen schubladiert und nicht behandelt werden. Das wird von uns mit aller Entschiedenheit abgelehnt und bekämpft! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Ellmauer
Landeshauptmann Pühringer hat Ihnen am 25. Februar 2005 Folgendes geschrieben (Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Ellmauer) – sind hier lauter Salzkammergut-Brauchtumspfleger oder sind Tierschützer auch hier? –:
Beifall bei den Grünen.
Wir werden sehr genau zuschauen, Frau Ministerin, ob Sie diese Verordnung tatsächlich abändern oder ob es bei dem bleibt, was wir im Gesetz ausgemacht haben: dass schweres Leiden, Angst und Einschränkung der Bewegungsfreiheit, zu der es kommt, bei Wildtieren jedenfalls Tierquälerei sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Parnigoni: Sie unterschreibt eh ihre Akten jetzt!
Und, Frau Ministerin, was tun denn Sie und Ihre Regierungskollegen bei der anfangenden Diskussion über die EU-Chemikalienrichtlinie, die ja inzwischen in den EU-Gremien diskutiert wird und die zu einer Verdoppelung bis Verdreifachung sämtlicher Tierversuche führen würde, wenn sie in dieser Form kommt? Ich glaube, da muss man sich rechtzeitig einschalten – und rechtzeitig wäre jetzt, Frau Ministerin, falls Sie in der Regierung einmal etwas anderes zu tun haben, als die Farbenlehre Ihres Koalitionspartners zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Parnigoni: Sie unterschreibt eh ihre Akten jetzt!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Warum haben Sie ein schwarzes Sakko an? Hat das was zu bedeuten: Cap ein schwarzes Sakko?
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Wir haben das Budgetkapitel Außenpolitik zu behandeln. – Ich bin übrigens froh, dass neben den vielen Schwarz-, Blau- und Orange-Farben heute auf der Regierungsbank einmal ein schönes Rot (der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und weist auf das rotfarbene Kostüm von Bundesministerin Dr. Plassnik) zu sehen ist. Das freut mich. Ich fürchte zwar, das wird kein politisches Signal sein, aber es ist zumindest einmal eine Abwechslung. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Warum haben Sie ein schwarzes Sakko an? Hat das was zu bedeuten: Cap ein schwarzes Sakko?)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir haben bei Ihrer Vorgängerin immer kritisiert, dass sie sich immer sehr kommentierend, beobachtend zur Außenpolitik geäußert hat und Entwicklungen beschrieben hat – das hätten an sich Journalisten auch machen können –, interpretierend sogar. Aber was ist letztlich der Aktivteil Österreichs, oder Ihr Aktivteil, beispielsweise jetzt in der Konzeption der Ratspräsidentschaft? Was will Österreich am Ende dieser Ratspräsidentschaft als Ergebnis, als Positivum, als Plus erreichen? (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
einstimmung an dieser außenpolitischen Debatte auch beteiligen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Dr. Glawischnig: Ich glaube, das finden Sie selbst nicht lustig – wir auch nicht!
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist ja schön, wenn der Abend dieses Tages wieder dazu führt, dass die SPÖ zu konstruktiven Tönen findet. Kollege Cap, ich freue mich, dass Sie auch die Frau Bundesministerin loben – vorerst zwar nur wegen ihres guten Geschmacks und ihrer Kleiderwahl. Sie hätten sie durchaus auch selber loben können, weil sie auch eine sehr gute Figur macht, weil sie Österreich sehr gut repräsentiert, weil sie eine hervorragende Außenministerin ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Dr. Glawischnig: Ich glaube, das finden Sie selbst nicht lustig – wir auch nicht!)
Abg. Neugebauer: Eine sehr gute! Eine sehr gute Visitkarte!
Aber ich möchte auch ein wenig auf die Schwerpunkte dieses Budgets für die Außenpolitik und auf die Herausforderungen, die dahinter stehen, eingehen. Wir haben es ja mit einem sehr kleinen Budget, mit dem kleinsten aller Ressorts zu tun: 388 Millionen € im Jahr für das Jahr 2006 sind nicht viel. Aber die Wirkung dieses Außenministeriums ist natürlich eine enorme, weil durch die Tätigkeiten unserer Damen und Herren, die Österreich im Ausland vertreten, die Visitkarte Österreichs präsentiert wird (Abg. Neugebauer: Eine sehr gute! Eine sehr gute Visitkarte!) – und die wird hervorragend präsentiert, meine Damen und Herren, sehr gut präsentiert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ich möchte auch ein wenig auf die Schwerpunkte dieses Budgets für die Außenpolitik und auf die Herausforderungen, die dahinter stehen, eingehen. Wir haben es ja mit einem sehr kleinen Budget, mit dem kleinsten aller Ressorts zu tun: 388 Millionen € im Jahr für das Jahr 2006 sind nicht viel. Aber die Wirkung dieses Außenministeriums ist natürlich eine enorme, weil durch die Tätigkeiten unserer Damen und Herren, die Österreich im Ausland vertreten, die Visitkarte Österreichs präsentiert wird (Abg. Neugebauer: Eine sehr gute! Eine sehr gute Visitkarte!) – und die wird hervorragend präsentiert, meine Damen und Herren, sehr gut präsentiert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Löwenanteil dieser 388 Millionen € liegt mit 137 Millionen € bei den Vertretungsbehörden, völlig zu Recht. Dort steigen die Aufgaben von Jahr zu Jahr, und dort muss man sich auch einmal die Zahlen vergegenwärtigen: Im letzten Jahr, 2004, hatten wir 550 000 Konsularfälle, die von unseren Vertretungsbehörden erledigt wurden, davon 400 000 Visum-Erteilungen – ohne Skandal wie in Deutschland, meine Damen und Herren! Und das ist absolut eine Leistung! Wir hören darüber keine negative Berichterstattung, das heißt, unsere Vertretungsbehörden erledigen ihre Aufgaben exakt so, wie man das von Vertretungsbehörden erwarten darf. Ich bedanke mich bei allen Damen und Herren, die Österreich im Ausland vertreten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
glaube, dass sich auch die Damen und Herren, die dort tätig sind, einmal ein Lob von uns verdienen. Der Leiter der Botschaft, Dr. Linhart, macht einen hervorragenden Job. Und wir können heute auch sagen, diese Art von Entwicklungshilfepolitik, wie wir sie in der ADA erleben, hat sich ein Lob verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass wir Österreicher, von allen Fraktionen, in diesem Europarat eine hervorragende Figur gemacht haben, das darf auch einmal festgehalten werden: Fünf Jahre lang war Generalsekretär Dr. Walter Schwimmer der höchste Repräsentant des Europarates. Drei Jahre lang war Peter Schieder als Vorsitzender der Parlamentarischen Versammlung ein hervorragender Vertreter Österreichs. Und es gibt noch viele andere, die da sehr gute Arbeit leisten. Wir sollten uns auch bei den internationalen Organisationen, besonders im Europarat, weiterhin engagieren. Dieser hat eine Zukunft, und darauf sollten wir alle miteinander Wert legen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der SPÖ und der Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Ich möchte meine Ausführungen heute zum Budgetkapitel Äußeres auch mit einem Dank beginnen an jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums, die im Inland, aber vor allem an den Botschaften im Ausland, an den österreichischen Stellen tätig sind und hier tatsächlich, auch trotz der großen Kürzungen, Personal- und Sachkürzungen, in den letzten Jahren, im Großen und Ganzen wirklich sehr gute Arbeit leisten. Frau Ministerin, ich würde Sie bitten, diesen Dank an Ihre Leute im Ministerium weiterzugeben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der SPÖ und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein zweiter Fall, der zu zwei Dritteln vor wenigen Tagen einmal fürs Erste gut zu Ende gegangen ist, ist der Fall der österreichischen Journalistin Sandra Bakutz, die in der Türkei verhaftet wurde und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation unter Verwendung äußerst fragwürdiger Beweismittel vorgeworfen wurde. Ich denke, mit einer guten Kombination von Arbeit der Solidaritätsgruppen für Frau Bakutz, der Beamten und Beamtinnen des Außenministeriums und meiner Wenigkeit – und einige andere haben auch noch ein bisschen nachgeholfen – war es möglich, dass Frau Bakutz freigelassen wurde und zurück in Österreich ist. Ich denke, auch hier wurde vom Außenministerium wirklich gute Arbeit geleistet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Großruck: Wollen Sie wieder Sanktionen? Dann sagen Sie es!
Es ist ja vieles, was Herr Haider getan hat, weiterhin präsent, in Österreich, aber auch in den anderen EU-Staaten und in Brüssel: Saddam Hussein die Hand zu schütteln, Frau Ministerin, das wird Ihnen wohl weiterhin vorgehalten werden, Ihnen und der Bundesregierung. (Abg. Großruck: Wollen Sie wieder Sanktionen? Dann sagen Sie es!) Ein Haider, der antisemitische Äußerungen getätigt hat, der die Verbrechen der NS-Zeit immer wieder verharmlost hat: Sehen Sie das nicht auch als zumindest peinlich an, wenn dieser Mann jetzt wieder diese neue Gruppierung anführen wird und damit Ihr Koalitionspartner ist?
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich stelle mir das nicht sehr toll vor, wenn Sie das dann verteidigen müssen und, anstatt dass Sie gemeinsam mit dem Bundeskanzler tatsächlich die österreichische Ratspräsidentschaft führend leiten, ständig mit diesen Fragen konfrontiert sind. Also dazu würde mich schon ein Wort von Ihnen interessieren, denn es gilt nicht nur für das Land Österreich das, was mein Klubobmann Van der Bellen gesagt hat, nämlich dass „BZÖ“ auch als die „Blamage zahlt Österreich“ interpretiert werden kann, sondern das gilt sehr wohl auch für das Image Österreichs im Ausland, in den anderen EU-Staaten. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja!
In dem Zusammenhang ist leider auch zu sehen, dass die Erhöhung der Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit, die für 2006 vorgesehen ist, nur über die Entschuldungen für den Irak und – wahrscheinlich – für Kamerun zustande kommt, dass es aber nicht in der Substanz wirkliche Verbesserungen gibt. Ich weiß nicht, ob Sie vorhaben, auch noch 2007 an der Regierung zu sein (Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja!), aber wenn Sie das vorhaben – und das richtet sich natürlich auch an die ÖVP –, dann frage ich mich, und frage ich Sie schon heute, wie Sie beabsichtigen, dann tatsächlich eine substanzielle Erhöhung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit, auch gegenüber den anderen EU-Staaten, zusammenzubringen. Mit den großen Entschuldungen ist es 2007 vorbei, und dann sind wir wieder herunten auf 0,2, 0,25 Prozent – na „wunderbar“. Aber das Ziel für 2006 war, 0,33 Prozent zu erreichen und dieses Budget nachher nicht wieder absinken zu lassen, sondern auf bis zu 0,7 Prozent weiter zu steigern.
Beifall bei den Grünen.
Hier hat Österreich noch massiven Handlungsbedarf, und das ist einer der Gründe dafür, warum wir diesem Budget nicht zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe, Frau Ministerin, dass Sie zu inhaltlichen Fragen noch Stellung nehmen und Fragen von uns beantworten werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Es bleibt uns nichts anderes übrig!
Ich glaube, dass gerade einige Monate vor der EU-Präsidentschaft Österreichs ... (Abg. Mag. Gaßner: Es bleibt uns nichts anderes übrig!) – Es bleibt uns nichts anderes übrig, aber man sollte das nicht so sehen, Herr Kollege, sondern man sollte sich eigentlich darauf freuen und diese Herausforderung ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) – Ich habe gerade den Abgeordneten Gaßner zitiert und möchte darauf replizieren, dass man sich eigentlich darauf freuen sollte, welche Möglichkeiten und Chancen für die österreichische Außenpolitik innerhalb der Europäischen Union bestehen, gerade auch in diesem schwierigen Jahr Profil zu zeigen. (Abg. Mag. Lunacek: Die EU-kritische Haltung ...!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Ich glaube, dass gerade einige Monate vor der EU-Präsidentschaft Österreichs ... (Abg. Mag. Gaßner: Es bleibt uns nichts anderes übrig!) – Es bleibt uns nichts anderes übrig, aber man sollte das nicht so sehen, Herr Kollege, sondern man sollte sich eigentlich darauf freuen und diese Herausforderung ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) – Ich habe gerade den Abgeordneten Gaßner zitiert und möchte darauf replizieren, dass man sich eigentlich darauf freuen sollte, welche Möglichkeiten und Chancen für die österreichische Außenpolitik innerhalb der Europäischen Union bestehen, gerade auch in diesem schwierigen Jahr Profil zu zeigen. (Abg. Mag. Lunacek: Die EU-kritische Haltung ...!)
Abg. Mag. Lunacek: Die EU-kritische Haltung ...!
Ich glaube, dass gerade einige Monate vor der EU-Präsidentschaft Österreichs ... (Abg. Mag. Gaßner: Es bleibt uns nichts anderes übrig!) – Es bleibt uns nichts anderes übrig, aber man sollte das nicht so sehen, Herr Kollege, sondern man sollte sich eigentlich darauf freuen und diese Herausforderung ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) – Ich habe gerade den Abgeordneten Gaßner zitiert und möchte darauf replizieren, dass man sich eigentlich darauf freuen sollte, welche Möglichkeiten und Chancen für die österreichische Außenpolitik innerhalb der Europäischen Union bestehen, gerade auch in diesem schwierigen Jahr Profil zu zeigen. (Abg. Mag. Lunacek: Die EU-kritische Haltung ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich ist das notwendig, Frau Kollegin Lunacek, nämlich gerade dann, wenn einem das Projekt eines gemeinsamen, eines geeinten, eines friedlichen Europa am Herzen liegt, einem das ein Anliegen ist: Dann muss man auch kritisch eingestellt sein gegenüber aktuellen Projekten innerhalb der Europäischen Union. Unkritisch alles zu befürworten, alle Institutionen, alle Entscheidungen der Europäischen Union, das ist nicht im Sinne dieses Projekts; da werden Sie mir sicherlich Recht geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
hundert Fällen, sondern in tausend Fällen und mehr – in der Türkei passieren, dann muss ich mich schon fragen, ob da wirklich mit gleichem Maß gemessen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, Frau Außenministerin, ist also eine Reihe von Aufgaben, denen wir uns stellen sollten. Die Fokussierung der Außenpolitik auf EU-Fragen sollte keine Einbahnstraße sein. Ich glaube, dass das kleine Österreich – auch in Koalition mit anderen kleineren und mittleren Staaten – sehr viel dazu beitragen kann, dass manches von der Vision, die wir alle haben, von der Vision eines gemeinsamen Europa Schritt für Schritt realisiert werden kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Welche Freiheitlichen?
wären sie dagegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Welche Freiheitlichen?)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
Sein Einsatz für den Frieden, sein Einsatz für die Menschenrechte, sein Einsatz für die Würde jedes einzelnen Menschen waren Mittelpunkt seines Wirkens, und ich glaube, wir sollten dieses Wirkens auch in Dankbarkeit gedenken. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wurde in diesem Haus mehrfach die Öffentlichkeitsarbeit urgiert. Ich freue mich, Ihnen heute sagen zu können, dass wir von Seiten der Bundesregierung aktiv auf die Österreicher und Österreicherinnen zugehen wollen. Es wird daher demnächst eine gut aufgearbeitete Broschüre über die neue Europäische Verfassung jedem österreichischen Haushalt zugestellt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich brauche auch in diesem Haus nicht extra zu betonen, dass 2005 und 2006 aus einer Reihe von Gründen entscheidende Jahre sein werden. In diesem Bereich gilt es einerseits den Thessaloniki-Prozess weiterzuentwickeln und bezüglich der multilateralen Zusammenarbeit auch im Zusammenhang mit den Standards und dem Status-Prozess des Kosovo die entsprechenden Weichenstellungen vorzunehmen. Wir werden hier aktiv mitgestalten. Unser Beitrag ist, wie gesagt, ein vielfältiger. Denken Sie nur an die Präsenz des österreichischen Bundesheeres, das mit seinen Friedensmissionen im Kosovo, aber auch in Bosnien-Herzegowina einen ganz wesentlichen Beitrag leistet, den ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich noch ganz kurz zum Konsularischen kommen und auf die Flutkatastrophe eingehen. In dieser Woche findet ein von mir organisierter Sonderflug nach Phuket statt. Wir haben diesen Flug für die Angehörigen organisiert, die vor Ort in würdiger Form von ihren Angehörigen Abschied nehmen möchten. Dieses Angebot wurde gut aufgenommen. Wir haben uns sehr bemüht, den Wünschen der Angehörigen bei der Gestaltung und Durchführung dieser Reise voll zu entsprechen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken für den Dank, der von verschiedenen Seiten meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgesprochen wurde. Es ist wahr, nur mit überdurchschnittlichem Einsatz kann dieses weltweite Netz aufrechterhalten werden, mit dem eine effiziente Vertretung österreichischer Interessen, aber auch ein effizienter Schutz österreichischer Staatsbürger im Ausland gewährleistet werden kann. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ganz zum Schluss kommentiere ich bewusst nicht die Bekleidung des Abgeordneten Cap. Ich verweise auch nicht auf seine schwarze Krawatte und die blaue Hose. (Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man über Außenpolitik spricht, dann fallen einem in Österreich unweigerlich zwei Namen, zwei weibliche Namen ein: Benita Ferrero-Waldner und Ursula Plassnik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Benita Ferrero-Waldner: eine kompetente, erfahrene Außenpolitikerin, die jetzt in Brüssel als EU-Kommissarin für Außenpolitik maßgeblich die europäische Außenpolitik beeinflusst, mitgestaltet, prägt. Und hier in Österreich ihre Nachfolgerin: Ursula Plassnik, welche in kürzester Zeit in diese Fußstapfen, die Ferrero-Waldner hinterlassen hat, die sehr groß waren, hineingetreten ist, die ihr aber bei weitem nicht zu groß sind, sondern genau passen. Wir haben also mit Ursula Plassnik, so glaube ich, die richtige und kompetente Nachfolgerin bekommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Meine? Das war nicht ich!
Meine Damen und Herren, es ist mir ganz klar, dass die Opposition Kritik üben will, soll und muss. Aber, Frau Kollegin Lunacek, Ihre gut gemeinte Kritik zuerst mit der Bekleidung (Abg. Mag. Lunacek: Meine? Das war nicht ich!), dann mit anderen Dingen, kommt mir so vor wie der Fuchs in der Äsop’schen Fabel, der die Trauben nicht erreicht, der hinaufgreift, der sie gerne haben möchte, sie aber nicht erreicht. Dann schimpft er eben darüber und beklagt sein Schicksal. So ähnlich kommen Sie mir vor, weil Sie wahrscheinlich das Gefühl haben, da ist eine kompetente Ministerin, der kann ich so nicht beikommen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Sie von der Opposition beklagen auch wieder die möglichen Irritationen, die durch den Weiterbestand der Koalition im Ausland entstehen könnten. Lernen aus einem Schaden, aus dem man klug wird! Wenn man nicht klug wird, dann ist man selber schuld. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deshalb möchte ich ein herzliches Dankeschön an Sie, geschätzte Frau Ministerin, für die hervorragende Arbeit, die Sie leisten, richten. Sie haben es ja vorhin auch erwähnt, was Sie alles vorhaben, wo Sie überall österreichische Außenpolitik praktizieren werden. Ich möchte mich bei Ihren Beamten im Innendienst, aber auch in den Botschaften im Ausland bedanken, wo wir immer wieder erleben, wie kompetent sie sind, wie auch wir Abgeordnete, wenn wir in verschiedenen Missionen in der Welt unterwegs sind, bestens unterstützt werden. – Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Langreiter: Wo ist ein Schaden?
sich gebracht. Ich muss Ihnen aber leider sagen, Herr Kollege Großruck: Sie haben hier festgestellt, dass es besser wäre, nicht alles zu hinterfragen. Dass Sie so agieren, haben wir ja am heutigen Tag gesehen, sonst wären Sie schon aus Schaden klug geworden und hätten zumindest diese Koalition bereits beendet. Dieser Schaden für Österreich ist wirklich beträchtlich, den hat Österreich nicht verdient! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Langreiter: Wo ist ein Schaden?)
Abg. Murauer: Wo haben Sie einen Schaden festgestellt für Österreich?
Aber nun, bevor ich auf ein paar entwicklungspolitische Aspekte eingehe ... (Abg. Murauer: Wo haben Sie einen Schaden festgestellt für Österreich?) – Schauen Sie, Kollege Murauer, der Schaden für dieses Land ist auch darin begründet, dass zum Beispiel Österreichs europäische Initiativen zu wenig mit einem Koalitionspartner akkordiert sind, der einmal hü und einmal hott sagt, was die europäische Politik betrifft, wo man nicht weiß, was das bedeuten wird, wenn Österreich im ersten Halbjahr 2006 den EU-Vorsitz führen wird.
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, Frau Bundesministerin, Sie werden dazu auch noch ein Wort sagen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Lunacek: Das lassen Sie unsere Sorge sein!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Pirklhuber, Sie sollten sich keine Sorgen über die EU-Präsidentschaft der Republik im kommenden Jahr machen! (Abg. Mag. Lunacek: Das lassen Sie unsere Sorge sein!) Ich bin überzeugt davon, dass sich die freiheitlichen Mitglieder der Bundesregierung (Abg. Mag. Lunacek: Wer jetzt? BZÖ oder Freiheitliche? – Abg. Dr. Einem: Freiheitliche?) im Rahmen ihrer Funktion und im Rahmen der Räte dieser Präsidentschaft, selbstverständlich genauso wie die Abgeordneten unseres Klubs, konstruktiv an dieser Arbeit Österreichs, auf welche die gesamte Welt und alle europäischen Länder schauen werden, beteiligen werden.
Abg. Mag. Lunacek: Wer jetzt? BZÖ oder Freiheitliche? – Abg. Dr. Einem: Freiheitliche?
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Pirklhuber, Sie sollten sich keine Sorgen über die EU-Präsidentschaft der Republik im kommenden Jahr machen! (Abg. Mag. Lunacek: Das lassen Sie unsere Sorge sein!) Ich bin überzeugt davon, dass sich die freiheitlichen Mitglieder der Bundesregierung (Abg. Mag. Lunacek: Wer jetzt? BZÖ oder Freiheitliche? – Abg. Dr. Einem: Freiheitliche?) im Rahmen ihrer Funktion und im Rahmen der Räte dieser Präsidentschaft, selbstverständlich genauso wie die Abgeordneten unseres Klubs, konstruktiv an dieser Arbeit Österreichs, auf welche die gesamte Welt und alle europäischen Länder schauen werden, beteiligen werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zur europäischen Verfassung hat mein Kollege Herbert Scheibner schon unsere Position genannt. Herr Kollege Einem, Sie sollten sich in Bezug auf unsere Position zu einer allfälligen Volksabstimmung über die europäische Verfassung keine Sorgen machen. – Ich denke, dass eine europaweite Volksabstimmung ein vernünftiger Weg wäre, dieses sehr schwierige Thema politisch in den Mitgliedsländern und in den Völkern zu verankern, um dort auch vermehrt eine Zustimmung zu bekommen. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst einmal bedeutet die Ablehnung eines Budgets oder Budgetkapitels nicht, dass man mit einzelnen Punkten eines Budgets oder Teilen der Außenpolitik nicht einverstanden ist. Das bedeutet unsere Ablehnung wirklich nicht! Vielmehr geht es um eine kritische Beurteilung des Gesamten, und zwar durchaus auch in dem Verständnis, dass Außenpolitik eine große Gemeinsamkeit haben soll und daher einzelnen Punkten konkret zugestimmt werden kann, aber eben nicht dem gesamten Budget, das praktisch nur die Vorgabe von Zahlen ist, mit welchen man versucht, die Regierungspolitik umzusetzen – aber nicht unsere Politik! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Ich nenne als Beispiel jetzt die EU-Präsidentschaft: Für die EU-Präsidentschaft sind ein Zentralbudget von 25 Millionen € plus 4,6 Ressortbudget veranschlagt. Wenn ich das Budget des Jahres 2005 dazurechne, dann haben wir 40 Millionen € Zentral- und 5,4 Ressortbudget. Wenn man nun glaubt, das wäre der Betrag, mit dem Österreich bei der EU-Präsidentschaft auskommt: weit gefehlt! In Wirklichkeit haben wir dann noch die einzelnen Ressortbudgets für die EU dazu und das bedeutet, dass wir hier letztlich wesentlich größere Beträge aufzuwenden haben. – Im Sinne der Transparenz wäre es also gut gewesen, wenn man letztlich ein entsprechendes Gesamtbudget erstellt hätte. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Ich sehe schon, du brauchst dich da nicht zu bemühen!
Beifall bei der SPÖ.
Was mich aber wirklich stört, ist die Tatsache, dass bei der Präsidentschaft keine entsprechenden Schwerpunkte gesetzt wurden, die man nachvollziehen kann, mit Ausnahme des Balkankonferenz, die ich begrüße. Auch die Fragen, die von Kollegem Cap und von Kollegem Einem gestellt wurden, wurden nicht beantwortet, obwohl die gestellten Fragen sicherlich auch eine Antwort verdient hätten! – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir müssen da nicht an den Bürgerkrieg im Sudan denken, der in den Köpfen der Europäer immerhin bereits verankert ist. Es tobt auch noch ein blutiger Bürgerkrieg in Uganda, und es gibt andere Bürgerkriege in Afrika: Hier haben wir einen wichtigen Beitrag zu leisten. Im Hinblick darauf freue ich mich, dass wir das Budget für unsere Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren mehr als verdoppeln konnten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit betragen im Jahr 2006 0,5 Prozent des BIP und liegen immer noch unter den 0,7 Prozent des BIP, die auch wir mittelfristig, bis ungefähr zum Jahr 2010, anstreben. Frau Außenministerin! Ich bin sicher, dass wir mit einer guten gemeinsamen Politik auch in diese Höhen gelangen, zumal es uns auch 2006 gelingt, neben der Entschuldung wirklich frisches Geld für sinnvolle, hochqualitative Projekte der Österreicher in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit aufzubringen. Und ich hoffe, dass wir gemeinsam hier noch weitere Fortschritte machen werden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
in Richtung der Abg. Mag. Hakl
Es wurde bereits gesagt: Wir erhöhen die gestaltbaren EZA-Mittel gerade um 3,5 Millionen €: Auf niedrigem Niveau, Karin (in Richtung der Abg. Mag. Hakl), lässt es sich leicht verdoppeln. Das ist schon richtig! Aber prozentuell steigen unsere Zahlen – und das ist zu beklagen! – nur auf Grund von Entschuldungen des Irak und Kameruns. Entschuldungsmaßnahmen finanzieren allerdings keine MDGs, Entschuldungsmaßnahmen senken keine Mütter- und Säuglingssterblichkeit, sie garantieren keine Wasserversorgung, und sie schaffen keine Grundschulbildung für Burschen und Mädchen, sie verhindern keine Krankheiten, die mit wenigen Medikamenten vermeidbar wären, sie schaffen keine Landwirtschaftsprogramme und betreuen auch keine Binnenflüchtlinge. – Also: Nur mit Entschuldungen ist es nicht zu machen!
Beifall bei der SPÖ.
Was die gelobte ADA betrifft, will ich nur in Erinnerung rufen, dass sehr viele österreichische NGOs gerade sehr damit kämpfen, dass die möglichen Kosten für Overheads mit 10 Prozent gedeckelt wurden, was bei großen Projekten durchaus seine Berechtigung hat, was aber bei kleinen Projekten ein sehr großes Problem werden kann und unter Umständen sehr viele kleine Projekte das Leben kosten könnte. Ich würde mir da einige politische Flexibilität der ADA wünschen! – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wen meinen Sie jetzt? Die FPÖ? Wo ist sie?
Wenn die grüne Fraktion beziehungsweise die Repräsentanten der grünen Fraktion, Herr Pirklhuber und Frau Lunacek, unbedingt einen Schaden für Österreich sehen wollen und einfach nicht zur Kenntnis nehmen können, dass die Koalition ÖVP/FPÖ rund läuft und dass die Angelegenheit erledigt ist ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Wen meinen Sie jetzt? Die FPÖ? Wo ist sie?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Rosenkranz ist nicht da!
schon längere Zeit nicht mehr zu sehen ist! (Abg. Dr. Pirklhuber: Rosenkranz ist nicht da!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unsere Budgetpolitik hat internationale Anerkennung erfahren, ebenso die Sozialpolitik, die Beschäftigungspolitik und der Wirtschaftsstandort Österreich. Herr Dr. Bauer! Ich ersuche um Verständnis dafür, dass wir nicht die SPÖ-Politik umsetzen, sondern eben doch die Politik der ÖVP gemeinsam mit den Freiheitlichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Ich hoffe, dass Sie das einsehen können, auch Sie, Herr Dr. Einem! Ich glaube, das müssen Sie uns zugestehen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nicht zuletzt möchte ich auch die Initiative Österreichs erwähnen, dass Kroatien die Verhandlungen zum Beitritt zur Europäischen Union aufnehmen kann, dass Sie bestätigt haben, dass 625 von 626 der Den-Haag-Fälle erledigt wurden und es zum Schluss nur mehr um General Gotovina gegangen ist. Wir unterstützen die kroatischen Bemühungen entsprechend auf dem Weg in die EU. Dabei möchte ich Ihnen auch die Unterstützung des Verteidigungsministeriums beziehungsweise meine Unterstützung als Wehrsprecher zusagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Funktionieren der EU kennen lernen und Einblicke gewinnen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Ziele, die wir mit der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit verfolgen, sind Armutsbekämpfung, Friedenssicherung und Umweltschutz, und ich glaube, da wird eine kohärente Linie verfolgt. Ich möchte an dieser Stelle besonders die Arbeit der NGOs betonen und mich für die geleistete Arbeit recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich sagen, dass wir zwar nicht überall helfen können, dass wir aber dort, wo wir helfen können, sehr effizient und erfolgreich vorgehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Terrorismusmittels Kultur. Meine Damen und Herren! In solchen Zeiten liegt Österreichs Schwerpunkt der Auslandskultur bei Mozart, und das ist nicht gerade zukunftsweisend, wie ich meine! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade im Jahr 2006, im Jahr der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, wäre die Gelegenheit gut gewesen, die Auslandskulturpolitik neu und modern zu positionieren. Meine Damen und Herren! Wie mir scheint, ist das wieder eine verpasste Chance! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, begleiten Sie uns auch weiter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie, stellen Sie sich vor, soll das Außenamt in Zukunft die Finanzierung und die praktische Abwicklung von Krisenfällen durchführen? – Wie gesagt, aus dem Budgetvoranschlag ist das nicht ersichtlich. Gab es bereits Übungen und Schulungen, um die vorhandenen Notfallpläne durchzusetzen? Wie wollen Sie dauerhaft notwendige Strukturen wie Datenbanken, Krisenstäbe, Mitarbeiterpools finanzieren, ausbilden oder erhalten? Der im Voranschlag vorhandene Hilfsfonds mit 2 000 € Dotierung ist sicher bei weitem zu wenig dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Außenministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Kontinuität der österreichischen Außenpolitik ist eines jener Qualitätsmerkmale, das sich im positiven Sinne durchzieht und sich fortsetzt, von Benita Ferrero-Waldner zu Ursula Plassnik. Diese Qualität, meine Damen und Herren, ist es auch, die nicht nur in der Bewältigung der regulären Agenda dazu beträgt, die Anerkennung und die Akzeptanz, vor allem aber auch die Verlässlichkeit und Berechenbarkeit Österreichs im Ausland zu dokumentieren, sondern auch im Hinblick auf die EU-Präsidentschaft zweifelsohne von Nöten ist, auch mit Schwerpunkten wie Balkan; die Frau Außenministerin hat es erwähnt. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch zum couragierten Eintreten für Kroatien auf europäischer Ebene gratulieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Ukraine ist ein großes, ein faszinierendes Land, hat wunderbare Perspektiven, und jede Investition in die kulturelle und in die entwicklungsgestützte Präsenz Österreichs vor Ort ist zweifelsohne eine gute Investition in unsere Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)